Annual Report • Mar 22, 2013
Annual Report
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Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim
Geschäftsjahr 2012
Einzelabschluss nach HGB
Seite
| 3 | Lagebericht |
|---|---|
| 31 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter |
| 32 | Bilanz/Aktiva |
| 33 | Bilanz/Passiva |
| 34 | Gewinn-und-Verlust-Rechnung |
| 35 | Anhang |
| 53 | Entwicklung des Anlagevermögens |
| 54 | Erklärung zum Corporate Governance Kodex |
| 57 | Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers |
| 58 | Impressum |
Müller – Die lila Logistik AG übernimmt verschiedene Managementfunktionen der Lila Logistik Gruppe, die entweder der Führung der Unternehmensgruppe dienen oder als interne Dienstleistung den Tochtergesellschaften gegen Vergütung zur Verfügung gestellt werden. In der Geschäftseinheit Interim Services stellt die Gesellschaft erfahrene Fach- und Führungskräfte aus den operativen Abwicklungen der Lila Logistik Gruppe zur Projektsteuerung und -unterstützung externen Kunden sowie den Tochtergesellschaften zur Verfügung. Darüber hinausgehende operative Logistiktätigkeiten, wie Beratungs- und weitere operative Logistikdienstleistungen, werden in den verschiedenen Tochtergesellschaften umgesetzt.
Die Mitarbeiter der Gesellschaft verteilen sich auf Vorstand, Vorstandssekretariat, Vertrieb, Controlling, Interim Services sowie Investor Relations/Marketing.
Sitz der Gesellschaft ist Besigheim; es bestehen keine Niederlassungen.
Im Geschäftsjahr 2012 haben folgende Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Müller – Die lila Logistik AG stattgefunden: Im ersten Quartal wurden die Anteile der Schober Transport GmbH, Waiblingen, an der FMS Logistic GmbH, Besigheim, je zur Hälfte von der Müller – Die lila Logistik AG und der Hans Fischer Transport GmbH übernommen. Damit ist die Müller – Die lila Logistik AG zu 50 % an der FMS Logistic GmbH beteiligt. Im vierten Quartal wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim, mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2012 aufgehoben. Ende des Jahres ist die Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG auf die Müller – Die lila Logistik AG angewachsen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen im Anhang unter dem Punkt 2.1 "Erläuterungen zur Bilanz".
Die wesentlichen Beteiligungen der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2012 im Überblick:
| Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG, Unterföhring |
56 % |
|---|---|
| Emporias Verwaltung GmbH, Unterföhring | 60 % |
| FMS Logistic GmbH, Besigheim | 50 % |
| MLH Verwaltung GmbH, Besigheim | 100 % |
| MLI Verwaltung GmbH, Besigheim |
100 % |
| MLN Verwaltung GmbH, Besigheim | 100 % |
| MLO Verwaltung GmbH, Besigheim | 100 % |
| MLV Verwaltung GmbH, Besigheim | 100 % |
| MLW Verwaltung GmbH, Besigheim | 100 % |
| MSG Verwaltung GmbH, Besigheim | 100 % |
| MLSW Verwaltung GmbH, Besigheim | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Austria GmbH i. L., Graz (Österreich) |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG, Besigheim |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG, Bünde |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG, Zwenkau |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o., Gliwice (Polen) |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG, Besigheim |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o., Bratislava (Slowakei) |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG, Besigheim |
100 % |
| Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG, Herne |
100 % |
| Value Added Logistics Sp. z o.o., Gliwice (Polen) | 100 % |
Die Weltkonjunktur hat im Jahr 2012 weiter an Fahrt verloren. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Weltproduktion nur noch um 3,2 % gestiegen sein, nachdem schon im Jahr zuvor mit 3,8 % nur noch ein recht moderater Anstieg verzeichnet worden war. Sehr mäßig fiel der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften aus, der Euroraum rutschte gar in eine Rezession. Aber auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern, deren Wirtschaft in der Phase der Erholung unmittelbar nach der Finanzkrise sehr kräftig expandiert war, ließ die konjunkturelle Dynamik stark nach. Im dritten Quartal fiel die Zuwachsrate der Weltproduktion mit einer laufenden Jahresrate von schätzungsweise 2,7 % wieder etwas stärker aus als im zweiten Quartal, in dem mit 1,8 % der geringste Zuwachs seit Überwindung der Großen Rezession
verzeichnet wurde. Anscheinend ist der Tiefpunkt der globalen konjunkturellen Dynamik inzwischen durchschritten worden, denn der IfW-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, hat sich im letzten Quartal des Jahres 2012 vor allem wegen einer Verbesserung der Stimmung in den Schwellenländern wieder etwas erhöht (vgl. Medieninformation des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vom 18. Dezember 2012).
Das reale BIP des Euro-Währungsgebiets war im dritten Jahresviertel 2012 weiter leicht rückläufig und sank um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem es im zweiten Vierteljahr um 0,2 % abgenommen hatte. Die Binnennachfrage und die Vorratsveränderungen leisteten einen negativen Beitrag, während vom Außenhandel – zum Teil auf Grund der verhaltenen Einfuhren – erneut positive Wachstumsimpulse ausgingen. Die privaten Konsumausgaben verringerten sich im dritten Jahresviertel 2012 weiter um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem sie im zweiten Vierteljahr um 0,5 % gesunken waren. Ursächlich hierfür war in erster Linie ein negativer Beitrag des Automobilabsatzes, der nur teilweise durch einen steigenden Konsum von Dienstleistungen wettgemacht wurde. Der Beitrag des Konsums von Einzelhandelswaren fiel weitgehend neutral aus. Der private Verbrauch ist seit vier aufeinanderfolgenden Quartalen rückläufig und verzeichnete in diesem Zeitraum insgesamt ein Minus von nahezu 1,5 %.
Für das vierte Quartal 2012 signalisieren die verfügbaren Daten eine anhaltende Abschwächung des privaten Konsums. Die Umsätze im Einzelhandel sanken im letzten Jahresviertel 2012 um 1,6 % gegenüber dem Vorquartal (nach einem Nullwachstum im dritten Vierteljahr). Gleichzeitig gingen die Pkw-Neuzulassungen im Euroraum im Quartalsvergleich um 1,4 % zurück, nachdem sie im dritten Jahresviertel ein deutlicheres Minus von 6,2 % verbucht hatten. Aus den Umfrageergebnissen zum Einzelhandel ist ein erneut schwächerer Warenkonsum im letzten Vierteljahr 2012 sowie im Januar 2013 abzulesen.
Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Einzelhandel war zwischen dem dritten und vierten Jahresviertel rückläufig und blieb damit deutlich unterhalb der theoretischen Wachstumsschwelle von 50 Punkten, was auf einen weiterhin stockenden Absatz hinweist (vgl. EZB Monatsbericht Februar 2013).
Die weltweite Konjunkturabschwächung erfasste auch die Wirtschaft Polens. Im Verlauf des Jahres 2012 hat sich das konjunkturelle Klima in Polen abgekühlt, nachdem sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2011 eine Eintrübung abzeichnete. Das außenwirtschaftliche Umfeld, insbesondere im Euroraum, und die damit verbundenen Risiken für Nachfrage und Produktion haben sich 2012 weiter verschlechtert. Auch von der Binnennachfrage kamen schwächere Impulse für die wirtschaftliche Expansion. Die Investitionsaktivitäten vieler Unternehmen hatten deutlich nachgelassen oder wurden zeitlich nach hinten verschoben. Der private Konsum nahm zwar weiter zu, allerdings auf Grund geringerer Einkommenszuwächse und eines gesunkenen Konsumentenvertrauens nur noch relativ schwach. Alles in allem wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 mit 2,6 % deutlich schwächer als in den vorangegangenen zwei Jahren (vgl. Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Pressemitteilung 42/2012 vom 12. Dezember 2012).
Deutschland verzeichnete im Jahr 2012, anders als der Euroraum insgesamt, ein beachtliches Wachstum in Höhe von 0,7 %. Im Jahresverlauf ließ die konjunkturelle Dynamik jedoch kontinuierlich nach. Der über fast dreieinhalb Jahre anhaltende Aufschwung nach der tiefen Rezession im Winterhalbjahr 2008/2009 kam Ende des Jahres zum Stillstand. Zentrale Ursachen für den schwachen Jahresausklang 2012 waren neben einer merklichen Abkühlung der Weltwirtschaft vor allem die mit der hohen Verschuldung in den Industriestaaten einhergehende Verunsicherung der Marktteilnehmer, die schon seit Beginn des Jahres die Investitionsbereitschaft der deutschen Wirtschaft massiv beeinträchtigt hat (vgl. Jahres wirtschaftsbericht 2013 "Wettbewerbsfähigkeit – Schlüssel für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland und Europa", Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie).
Die deutsche Logistikwirtschaft zeigte sich im vierten Quartal 2012 abermals in schwächerer konjunktureller Verfassung. Der Klimawert des Logistikindikators, den das Institut für Weltwirtschaft im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) berechnet, gab in der Novemberbefragung um 8,7 Zähler auf 105 Punkte nach. Er lag damit in Reichweite der neutralen 100er-Marke. Mit der Entwicklung im Schlussquartal des vergangenen Jahres setzte sich die Abkühlung der Logistikkonjunktur fort, die ausgehend von einem sehr lebhaften Niveau im Sommer 2011 einsetzte. Die Klimaeintrübung ging nahezu zu gleichen Teilen sowohl auf eine ungünstigere Lageeinschätzung als auch auf weniger optimistische Erwartungen zurück. Am Bild einer Lage, die immer noch besser eingeschätzt wurde als die Aussichten für die kommenden zwölf Monate 2012, hatte sich daher nichts geändert. Insofern folgte die Richtung der Entwicklung den Erwartungen der Logistikunternehmen. Die Ergebnisse für die Anbieterseite des Logistikmarktes (Logistikdienstleister) zeigten das gegenüber den Anwendern in Industrie und Handel typisch stärker ausgeprägte Zyklusmuster. Während das Klima auf der Anwenderseite nur unwesentlich um gut 1 auf 117,2 Indexpunkte nachgab, ging der Klimawert der Anbieter deutlich um 16,2 Zähler auf 92,7 Punkte zurück, so dass dort die Zeichen mittlerweile auf eine leichte Kontraktion der ökonomischen Aktivität hindeuten (vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel und Bundesvereinigung Logistik, gemeinsame Medieninformation vom 3. Dezember 2012 "Abkühlung der deutschen Logistikkonjunktur setzt sich fort").
Müller – Die lila Logistik AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse unter denen des Vorjahres. Insbesondere die merkliche Zurückhaltung im Bereich der Mehrwertdienstleistungen auf Grund der allgemeinen schwachen konjunkturellen Entwicklung führte dazu, dass der Bereich Interim Services hinter den Erwartungen zurückblieb. Im Jahresergebnis sind gegenläufige einmalige Sondereffekte aus dem Buchwertabgang auf Grund der Anwachsung der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG sowie der Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklagenanteil und der hierdurch entstehenden passiven latenten Steuern enthalten. Per Saldo verringerte sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg der Erträge aus Beteiligungen konnte diese Effekte nicht kompensieren.
Als wesentlich gelten für die Müller – Die lila Logistik AG finanzielle Steuerungsgrößen wie beispielsweise die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie der Jahresüberschuss. Darüber hinaus zählt das Beteiligungsreporting zu einem wesentlichen
Hilfsmittel der Unternehmenssteuerung. Im Bereich Interim Services betreibt die Gesellschaft darüber hinaus Projektcontrolling.
Müller – Die lila Logistik AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 1.445 T€ (Vorjahr 1.966 T€). Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Umsatzerlöse somit um 26,5 % oder 521 T€. Für den Rückgang wesentlich verantwortlich war die Reduktion der Umsatzerlöse im Bereich Interim Services, in dem zur Projektsteuerung und zur Projektunterstützung externer Kunden sowie der Tochtergesellschaften bei Bedarf Fach- und Führungskräfte zur Verfügung gestellt werden. Dies spiegelt die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung des Berichtsjahres wider, die merklich durch die Zurückhaltung im Bereich Mehrwertdienstleistungen gekennzeichnet war. Die externen Umsatzerlöse des Geschäfts bereichs Interim Services betrugen 180 T€ im Vergleich zum Vorjahr von 535 T€. Die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 309 T€ (Vorjahr 480 T€). Auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen, inklusive der internen Umsätze aus dem Bereich Interim Services, entfielen 1.265 T€ (Vorjahr 1.390 T€). Der Gesamtumsatz wurde maßgeblich in Deutschland erzielt.
Der Jahresüberschuss der Gesellschaft belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 auf 1.961 T€ (Vorjahr 3.090 T€). Wesentlich zu dem Rückgang beigetragen haben per Saldo die außerordentlichen Aufwendungen aus dem anwachsungsbedingten Buchwertabgang der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG sowie die gestiegenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Der Anstieg der Erträge aus Beteiligungen konnte diese Effekte nicht kompensieren.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 entwickelten sich die maßgeblichen Ertrags- und Kostenpositionen wie folgt: Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich am Ende der Periode auf 5.334 T€ (Vorjahr 806 T€). Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Gewinn aus dem Verkauf des Grundstücks und des aufstehenden Gebäudes am Firmensitz in Besigheim in Höhe von 4.747 T€ in einen Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 6b EStG) eingestellt. Dieser Posten wurde zum Geschäftsjahresende 2012 handelsrechtlich aufgelöst; der Ertrag ist in die Position "Sonstige betriebliche Erträge" eingeflossen. Materialaufwendungen fielen im Betrachtungs zeitraum nicht an. Die Personalaufwendungen für die in der Gesellschaft angestellten Vorstände und die im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich zwei Personen größere Belegschaft lagen in Summe leicht über dem Niveau des Vorjahres und betrugen 2.059 T€ (Vorjahr 1.986 T€). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 236 T€ lagen um 5,4 % leicht über dem Niveau des Vorjahres von 224 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich, in der Hauptsache wegen rückläufiger Aufwendungen für Fremdarbeiten, um 7,1 % auf 2.847 T€ (Vorjahr 3.065 T€). Die Erträge aus Beteiligungen stiegen um gut 1,9 Mio. € auf 6.236 T€ an (Vorjahr 4.294 T€). Darin enthalten ist eine Entnahme aus dem Rücklagenkonto der Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG von rund 1,5 Mio. €. Die Erträge auf Grund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages sanken leicht von 1.517 T€ auf 1.423 T€.
Auf Grund der Rückführung der langfristigen Bankverbindlichkeiten im Verlauf des Berichtsjahres verringerten sich die Zinsaufwendungen um 25,8 % auf 296 T€ (Vorjahr 399 T€). Auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfiel ein Aufwand von 1.319 T€ (Vorjahressaldo plus 11 T€), wovon der hauptsächliche Anteil in Höhe von 1.153 T€ auf den Steueraufwand für passive latente Steuern entfiel.
In Folge der im Punkt 1.2 dieses Lageberichts sowie im Punkt 2.1.2 im Anhang dieses Berichts beschriebenen Anwachsung der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG sind der Müller – Die lila Logistik AG auf Grund der Buchwertverknüpfung per Saldo außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 6.011 T€ entstanden.
Der Gewinn pro Aktie betrug 0,25 € (Vorjahr 0,39 €). Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen, der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,15 € je Aktie vorzuschlagen. Das Eigenkapital verzinste sich mit 11,1 % (Vorjahr Eigenkapitalrendite 19,7 %; die Eigenkapitalrendite entspricht dem Verhältnis von Jahresüberschuss zu Eigenkapital zu Beginn der Periode).
In der Berichtsperiode investierte die Müller – Die lila Logistik AG einen Betrag von 6.336 T€ in das Anlagevermögen der Gesellschaft (Vorjahr 230 T€), wovon rund 5,5 Mio. € in den Kauf einer Immobilie in Bünde flossen. Auf Investitionen in Anteile an verbundenen Unternehmen entfielen 770 T€ (Vorjahr 188 T€). Auf die Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen entfielen 236 T€ (Vorjahr 224 T€). Abschreibungen auf Finanzanlagen waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Auf Grund der stabilen Ergebnissituation 2012 sowie der zu Grunde liegenden Planungen der Tochtergesellschaften wurde eine Zuschreibung beim Buchwert der Value Added Logistics Sp. z o.o. in Höhe von 408 T€ vorgenommen (Vorjahr 731 T€ Zuschreibung auf die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o.).
Die Bilanzsumme der Müller – Die lila Logistik AG verringerte sich zum Stichtag 31. Dezember 2012 von 29.756 T€ auf 25.145 T€.
Das Anlagevermögen der Gesellschaft verringerte sich leicht um 1,1 % auf 16.969 T€ (31. Dezember 2011: 17.157 T€). Hierbei waren in den Sach- und Finanzanlagen gegenläufige Effekte zu verzeichnen. In erster Linie wegen des Kaufes einer Immobilie in Bünde stieg das Sachanlagevermögen von 51 T€ auf 5.502 T€ zum Bilanzstichtag an. Die Finanzanlagen verringerten sich hingegen um 5.493 T€ auf 11.372 T€ (31. Dezember 2011: 16.865 T€). Hierzu führten wesentlich die folgenden Effekte in den Anteilen an verbundenen Unternehmen: Die Anwachsung der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG führte zu einem Buchwertabgang von rund 6,4 Millionen Euro. Des Weiteren erfolgten Rückzahlungen der Value Added Logistics Sp. z o.o. von geleisteten Nachschüssen der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von insgesamt rund 241 T€. Gegenläufig hierzu war die Zuschreibung von 408 T€ zum Buchwert der Value Added Logistics Sp. z o.o. Zudem wurde die Stärkung des Eigenkapitals der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG durch Einzahlung von 770 T€ in die
gesamthänderisch gebundene Rücklage beschlossen. Hiervon sind im Berichtsjahr 250 T€ geflossen.
Das Umlaufvermögen verringerte sich von 12.467 T€ auf 8.046 T€ zum 31. Dezember 2012. Dabei gingen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen durch verringerte Liquiditätsübertragungen an Tochtergesellschaften von 9.990 T€ auf 6.712 T€ zum Bilanzstichtag zurück. Der Rückgang wesentlicher Steuerforderungen war ausschlaggebend für die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände von 552 T€ auf 161 T€ zum 31. Dezember 2012. Die liquiden Mittel am Ende der Periode betrugen 1.143 T€ (Vorjahr 1.882 T€). Bezüglich der Entwicklung der liquiden Mittel wird auf Punkt 2.7 "Cashflow und Liquidität" verwiesen.
Das Eigenkapital der Gesellschaft verbesserte sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 18.357 T€ (Vorjahr 17.589 T€). Neben der Auszahlung einer Dividende in Höhe von 1.193 T€ ergibt sich die Veränderung aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahrs. Die Rückstellungen der Gesellschaft erhöhten sich auf 1.491 T€ zum Ende des Berichtszeitraums (Vorjahr 1.299 T€). Sie bestehen hauptsächlich aus saldierten Pensionsverpflichtungen (400 T€; Vorjahr 231 T€), Personalrückstellungen (580 T€; Vorjahr 734 T€) sowie Steuerrückstellungen (194 T€; Vorjahr 56 T€). Der Sonderposten mit Rücklageanteil verringerte sich durch die Auflösung des Sonderpostens auf null (Vorjahr 4.747 T€). Die Gesellschaft verzeichnete zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Summe von 4.144 T€ (31. Dezember 2011: 6.120 T€). Einerseits wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.438 T€ vollständig zurückgeführt, andererseits erhöhten sich im Rahmen des Cash- und Liquiditätsmanagements sowie der Liefer- und Leistungs beziehungen die Verbindlichkeiten gegenüber Tochtergesellschaften stichtagsbedingt auf 3.507 T€ (Vorjahr 2.391 T€). Hauptsächlich auf Grund der handelsrechtlichen Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurden passive latente Steuern zum Bilanzstichtag von 1.153 T€ gebildet (31. Dezember 2011: 0 T€). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme verbesserte sich auf 73,0 % (Vorjahr 59,1 %).
Das Finanzmanagement bei Müller – Die lila Logistik AG umfasst das Kapitalstruktur management, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Pensionsrisiken sowie das Management von Währungsrisiken und von Kreditausfallrisiken.
Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und Cashflow-wirksamer Effekte von Währungen auf die Unternehmensgruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigen kapitalbasis.
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit flossen der Müller – Die lila Logistik AG insgesamt 9.021 T€ zu (Vorjahr Abfluss 2.431 T€). Wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen haben Rückzahlungen der Liquiditätsübertragungen von Tochtergesellschaften bzw. Auszahlungen an die Gesellschaft von verbundenen Unternehmen. Des Weiteren haben nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus Zuführungen zu latenten Steuern bzw. dem Anwachsungsverlust trotz nicht
zahlungswirksamer Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zu einer Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit geführt. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 5.130 T€ (Vorjahr 81 T€), wobei der Kauf einer Immobilie in Bünde hierzu maßgeblich beitrug. Aus Finanzierungstätigkeit flossen der Gesellschaft per Saldo Mittel in Höhe von 4.630 T€ ab (Vorjahr 2.443 T€). Maßgeblich waren hier die Tilgung von Darlehen sowie die Auszahlung der Dividende an die Anteilseigner der Gesellschaft.
Die liquiden Mittel am Ende der Periode betrugen 1.143 T€ (Vorjahr 1.882 T€). Der Verschuldungskoeffizient, das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital, betrug 0,27 (Vorjahr 0,41).
Im Geschäftsjahr 2012 arbeiteten, ohne Berücksichtigung der Vorstandsmitglieder, durchschnittlich zwölf Personen für die Müller – Die lila Logistik AG (Vorjahr 10).
Der Verlauf des Geschäftsjahrs 2012 blieb hinter den Erwartungen der Müller – Die lila Logistik AG zurück. Die teilweise gegenläufigen Sondereffekte im Berichtsjahr führten per Saldo zu einem Jahresüberschuss von 1.961 T€, der unter dem Niveau des Vorjahres lag. Die Erträge aus Beteiligungen entwickelten sich positiv. Allerdings wirkten sich passive latente Steuern negativ auf das Ergebnis aus. Der Bereich Interim Services konnte die in ihn gesetzten Wachstumserwartungen nicht erfüllen. Der Geschäftsverlauf bis zur Erstellung dieses Lageberichts im Geschäftsjahr 2013 entsprach den Erwartungen des Managements.
Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Hinsichtlich der Angaben zu § 289 Abs. 4 Nr. 1 verweisen wir auf die Angaben im Anhang der Gesellschaft unter Punkt 2.1.6 "Grundkapital".
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (§ 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB), bestehen laut Meldung an die Gesellschaft vom 8. Dezember 2010 durch Herrn Rudolf Reisdorf, Schweiz, in Höhe von 22,842 % der Stimmrechte sowie laut Meldung an die Gesellschaft vom 23. Dezember 2010 durch die Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, in Höhe von 58,67 % der Stimmrechte.
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt.
Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, gemäß § 84 Abs. 3 AktG.
Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juni 2010 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2010 zu ändern.
Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Sie darf auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte genutzt werden. Dabei dürfen auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen.
Die Ermächtigung ist mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 23. Juni 2015. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden.
Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
a) Erfolgt der Erwerb als Kauf über die Börse, so darf der von der Gesellschaft bezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-
Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
(1) Sie können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere an Dritte im Rahmen eines Zusammenschlusses von Unternehmen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder anderen Wirtschaftsgütern;
(2) Sie können als Mitarbeiteraktien Arbeitnehmern der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten werden;
(3) Sie können an Dritte gegen Barzahlung auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu einem Preis veräußert werden;
(4) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Der Vorstand kann bestimmen, dass das Grundkapital bei der Einziehung herabgesetzt wird oder dass das Grundkapital unverändert bleibt und sich stattdessen durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung ermächtigt.
d) Die Ermächtigungen gemäß lit. c) können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, umfassend oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen Aktien ausgenutzt werden. Der Preis, zu dem eine Aktie gemäß den Ermächtigungen gemäß lit. c) (1) und/oder (3) abgegeben wird, darf (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am Tag der verbindlichen Vereinbarung mit dem Dritten um nicht mehr als 5 % unterschreiten.
e) Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft wird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen gemäß lit. c) (1), (2), (3) und (4) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Fall der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft im Rahmen eines Verkaufsangebots an alle Aktionäre der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen.
Im Berichtszeitraum haben weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat personelle Veränderungen stattgefunden.
Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht.
Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile.
Herr Michael Müller ist als Vorstandsvorsitzender bis zum 31. Dezember 2014 bestellt. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2014 ist Herr Rupert Früh in den Vorstand berufen. Herr Marcus Hepp wurde als Vorstand der Gesellschaft wiederbestellt; sein Dienstvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2017.
Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.
Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungs versicherungen abgeschlossen.
Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt ein nach dem vollendeten 65. Lebensjahr des jeweiligen
Vorstandsmitglieds; bei einem Vorstandsmitglied im Invaliditätsfall ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt. Nehmen die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 65. Lebensjahres die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe in Anspruch, so können sie gemäß § 6 BetrAVG die betriebliche Altersrente bereits von diesem Zeitpunkt an begehren.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten einen Bonus, dessen Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt.
Die Bezüge des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 960 T€ (Vorjahr 1.055 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 2012 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|
| Gehalt | 631 | 595 | 564 | |
| Jahresbonus | 329 | 460 | 523 |
Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.
Die Vergütung enthält drei Komponenten:
Für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 82 T€ (Vorjahr 83 T€).
| Name | Funktion | 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| A1* | A2** | A1* | A2** | ||
| Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. |
Vorsitzender des Aufsichtsrats | 19 T€ | 5 T€ | 19 T€ | 5 T€ |
| Prof. Dr. Gerd Wecker | Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
10 | T€ 9 |
T€ 10 T€ |
T€ 9 |
| Volker Buckmann | Mitglied des Aufsichtsrats | 8 T€ | - | 8 T€ | - |
| Per Klemm | Mitglied des Aufsichtsrats | 7 T€ | - | 8 T€ | - |
| Klaus Langer | Mitglied des Aufsichtsrats | 8 T€ | 8 T€ | 8 T€ | 8 T€ |
| Carlos Rodrigues | Mitglied des Aufsichtsrats | 8 T€ | - | 8 T€ | - |
* A1 = Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld),
** A2 = Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Dreifache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden wie im Vorjahr keine zusätzlichen Beratungsleistungen durch Mitglieder des Aufsichtsrats erbracht.
Nach den Vorschriften des § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumente offen legen. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen. Im Berichtsjahr 2012 sind der Müller – Die lila Logistik AG bis zum Stichtag 31. Dezember keine Meldungen über den Erwerb bzw. die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft zugegangen.
Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2012 direkt insgesamt 84.000 Stück Aktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 64.749 Aktien bzw. 0,81 % des Grundkapitals der Gesellschaft.
Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Anhang unter Punkt 3 "Sonstige Angaben".
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Müller – Die lila Logistik AG ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde passend zur wirtschaftlichen Größe der Müller – Die lila Logistik AG und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) überwacht.
Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Müller – Die lila Logistik AG. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern- Controlling über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgen bei der Lila Logistik Gruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der im Gruppenleitfaden enthaltenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, ein Fast-Close-Monitor, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen der Allianz-Lebensver sicherungs-AG.
Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung dieser Anforderungen über entsprechende Prozesse sicher. Die Konzerngesellschaften sind für die
Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien, Verfahren und den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement sowie deren Überwachung, gehören.
Die Wirksamkeitsbeurteilung dieses IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Teile u. a. auf der Grundlage von kaskadierten Selbstbeurteilungen (Selbstevaluation), beginnend bei den Prozessbeteiligten bis hin zu den wesentlichen Verantwortungsträgern der Müller – Die lila Logistik AG. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor. Dadurch können Verbesserungspotentiale der internen organisatorischen Steuerung aufgedeckt und Optimierungen des IKS vorgenommen werden.
Nach § 91 Absatz 2 Aktiengesetz ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten. Das Risikomanagementsystem der Müller – Die lila Logistik AG ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controlling- und Berichtssystem überwacht und gesteuert. Der Bereich "Risikomanagement" überwacht in der Lila Logistik Gruppe die Prozesse in Hinsicht auf bestehende und mögliche Risiken.
Darüber hinaus dient ein Risikomeldedatenblatt (RMD) der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an das Top-Management. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.
Die Müller – Die lila Logistik AG ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Müller – Die lila Logistik AG eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz des Unternehmens oder der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern. In den Tätigkeitsfeldern der Unternehmensgruppe sind neben Chancen auch Risiken vorhanden. Die Müller – Die lila Logistik AG ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken.
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2012 weiter gewachsen: Um 0,7 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP sehr viel kräftiger gestiegen (2010 um 4,2 % und 2011 um 3,0 %). Dabei handelte es sich aber um Aufholprozesse nach der weltweiten Wirtschaftskrise 2009. "Im Jahr 2012 erwies sich die deutsche Wirtschaft dagegen in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld als widerstandsfähig und trotzte der europäischen Rezession", sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes, am 15. Januar 2013 auf einer Pressekonferenz zum Bruttoinlandsprodukt 2012 in Wiesbaden. Allerdings habe sich die deutsche Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte deutlich abgekühlt. Kalenderbereinigt errechnet sich eine höhere BIP- Wachstumsrate von 0,9 %, da 2012 – unter anderem aufgrund der arbeitnehmerfreundlichen Lage der Weihnachtsfeiertage – drei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als 2011 (vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2013 – 17/13).
Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Februar 2013 das vierte Mal in Folge gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird nach einem Rückgang im Dezember 2012 wieder etwas positiver beurteilt. Zudem haben sich die Aussichten auf die kommende Geschäftsentwicklung erneut deutlich verbessert. Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr (vgl. Presseinformation für das ifo Geschäftsklima Deutschland und ifo Konjunkturtests im Februar 2013).
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften. Ein starkes unerwartetes Wirtschaftswachstum mit einem einhergehenden deutlichen Nachfrageschub nach Logistikdienstleistungen und Transportkapazitäten kann zu einer Verknappung auf der Beschaffungsseite führen. Andererseits könnte eine Konjunktureintrübung die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe.
Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge.
Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.
Die deutsche Logistikwirtschaft zeigte sich im vierten Quartal 2012 abermals in schwächerer konjunktureller Verfassung. Der Klimawert des Logistikindikators, den das Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) berechnet, gab in der Novemberbefragung um 8,7 Zähler auf 105 Punkte nach. Der "Klimawert" beinhaltet sowohl die aktuelle Lageeinschätzung als auch die Zukunftserwartungen der befragten Unternehmen. Die Klimaeintrübung geht laut BVL nahezu zu gleichen Teilen sowohl auf eine ungünstigere Lageeinschätzung der Unternehmen als auch auf weniger optimistische Erwartungen zurück (vgl. Kommentar des Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) zum Logistik-Indikator im vierten Quartal 2012).
Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzen die Tochterunternehmen der Müller – Die lila Logistik AG Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt zum Teil zu längerfristig festgelegten Preisen oder zum Teil durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Eine geografische Streuung der Aufträge in den Segmenten macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten Alternativen zu finden.
Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen und zum Unterhalt von Logistikimmobilien besteht das Risiko steigender Rohölpreise, die die Treibstoff- und Heizölpreise unmittelbar beeinflussen. Insbesondere ein steigender Dieselpreis kann zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich der Tochtergesellschaften führen. Dies könnte auch zu einer Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Verteuerung nicht in vollem Umfang und zeitgerecht an die Kunden weitergegeben werden kann. Somit würden diese Kosten im Unternehmen verbleiben. Weitere branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Einführung oder Erhöhung von transportbezogenen Abgaben und Steuern sowie aus einer Verknappung der Kapazitäten im Transportbereich, die erhebliche Kostenbelastungen nach sich ziehen können. Diese Kostensteigungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.
Fehler einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Unternehmer im Route-Bereich, im Bereich der Leasinggesellschaften, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozess- und Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Zur Risikobegrenzung werden Subunternehmer, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau garantieren.
Auf Grund möglicher Konjunktureintrübungen birgt eine verschlechterte Bonität von Kunden auch Forderungsausfallrisiken. Des Weiteren sind steigende Forderungslaufzeiten, -überfälligkeiten bzw. -ausfälle und möglicherweise unerwartet auftretende Insolvenzen möglich. Ausfallrisiken begegnet die Lila Logistik Gruppe zum einen mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum Teil mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen. Strukturelle Veränderungen des Produktionsverbundes von Großkunden können ebenfalls Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe haben.
Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem werden Vertragslaufzeiten kürzer und in der Vertragsgestaltung werden Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, auf die Dienstleister übertragen. Für die Lila Logistik Gruppe besteht das Risiko, dass durch eine steigende Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst wird. Auf wesentliche Kostensteigerungen und mögliche Umsatzausfälle wird mit Kapazitätsanpassungen reagiert.
Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Im Geschäftsjahr 2012 wurden wichtige mittel- und langfristige Vertragsverlängerungen durch Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG im Bereich Lila Operating mit Großkunden erzielt. Dies sichert dauerhaft wichtige Standorte, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und letztlich den wirtschaftlichen Erfolg der Müller – Die lila Logistik AG. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Lila Logistik Gruppe dar.
Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Finanzierungen, die innerhalb des Konzerns weitergegeben werden, erfolgen in der Regel betrags- und fristenkongruent analog zur Refinanzierung.
Hierbei ergeben sich zwei zentrale Risikofaktoren für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften: Zum einen bestehen Risiken aus einem generellen Zinsänderungsrisiko, die durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie Zinsswaps gesteuert werden. Durch laufzeit- und betragskongruente Absicherungen werden bei mittel- und langfristigen Finanzierungen variable Verzinsungen überwiegend in Festzinsvereinbarungen durch Zinsswaps getauscht. Bei Immobilienfinanzierungen werden langfristig feste Zinssätze vereinbart. Zum anderen bestehen Risiken aus Wechselkursänderungen, die sich sowohl auf die operativen
Cashflows, als auch auf die bilanziellen Werte zu den Bilanzierungsstichtagen auswirken. Bei Bedarf kommen flankierende Maßnahmen wie beispielsweise Devisentermingeschäfte oder die konzerninterne Steuerung der Valuta durch die Müller – Die lila Logistik AG zum Einsatz.
Die regelmäßige Überwachung der Wechselkursentwicklung unterliegt dabei der kaufmännischen Leitung der nicht im €-Währungsraum tätigen Tochtergesellschaften in Polen und der Konzernbuchhaltung am Hauptsitz der Lila Logistik Gruppe. Als Auslöser für den Abschluss eines Sicherungsgeschäfts werden Wechselkurse vorabbestimmt, bei deren Erreichen die Transaktionen abgeschlossen werden. Zur Festlegung dieser Schwellen wird auf die Research- Einschätzungen deutscher Großbanken zurückgegriffen. Im Einzelnen werden die Sicherung des Zinsrisikos und das Devisenmanagement im Konzernanhang des Konzerngeschäftsberichts 2012 dargestellt.
Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Jedoch führen gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Vergünstigungen bei gesetzlichen Abgaben. Boden- bzw. Grundstücks gutachten gehören zum angewandten Standard vor Standort- und Infrastrukturinvestitionen der Müller – Die lila Logistik AG, um Umweltrisiken, beispielsweise durch Bodenbelastungen zu vermeiden. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.
Ein gutes Umweltmanagement bietet darüber hinaus strategische Wettbewerbsvorteile, da bei zahlreichen Kundenausschreibungen umweltrelevante Gesichtspunkte abgefragt werden. Insofern betrachtet die Müller – Die lila Logistik AG Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes stets auch als Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften.
Engagierte und kompetente Fach- und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Müller – Die lila Logistik AG. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in der Unternehmensgruppe nicht schnell bzw. adäquat besetzen zu können oder bereits vorhandenes Personal zu verlieren.
Auf Grund der demografischen Entwicklung wird das Erwerbspersonenpotential sinken und damit auch das Angebot an qualifizierten Fachkräften. Die Bevölkerung in Deutschland wird statistisch betrachtet immer älter, dagegen gehen die Geburtenraten in erheblichem Maße zurück – schwindende Schüler- und Ausbildungszahlen und damit weniger potenzielle Nachwuchskräfte sind die Folge. Eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher auf Messen und Hochschulveranstaltungen sowie ein attraktives unternehmensübergreifendes Ausbildungs-
system an den Standorten der Lila Logistik Gruppe stellen den notwendigen Nachwuchs für die Belegschaften sicher.
Für die Erbringung der Transport- und Logistikdienstleistungen an verschiedenen Standorten des Unternehmens ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften von zentraler Bedeutung. Sollte es in bestimmten Bereichen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Arbeitskräften kommen – beispielsweise von Berufskraftfahrern – besteht das Risiko, dass die Tochterunternehmen der Müller – Die lila Logistik AG die angebotenen Dienstleistungen auf Grund erhöhter Personal bzw. Transportkosten nicht vereinbarungsgemäß oder nur auf unwirtschaftliche Weise erbringen kann. Dies könnte sich negativ auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Lila Logistik Gruppe auswirken.
Der wirtschaftliche Erfolg der Müller – Die lila Logistik AG beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.
In bestimmten Teilbereichen der Tochterunternehmen der Müller – Die lila Logistik AG werden insbesondere auf Grund wirtschaftlicher und rechtlicher Gegebenheiten externe Dienstleister eingesetzt. Damit können Phasen mit erhöhtem Leistungsaufkommen aufgefangen werden. Zunehmend werden Mitarbeiter aller Leistungsebenen in risikorelevanten Bereichen sensibilisiert, um so wirtschaftlichen Schaden durch beispielswiese Beschädigungen, Arbeitsunfälle oder ggf. Missachtung sicherheitsrelevanter Vorschriften von der Lila Logistik Gruppe abzuwenden. Trotz ausreichender Sensibilisierungen und Schulungen können Risiken aus Beschädigungen oder Unfällen nicht ausgeschlossen werden.
Personalentwicklung bedeutet für die Müller – Die lila Logistik AG mehr als nur regelmäßige Schulung der Mitarbeiter, da die Möglichkeit besteht, dass Mitarbeiter, bei unzureichender persönlicher Entwicklung, in ihrer neuen Position oder bei ihrer neuen Aufgabe überfordert werden, trotz ausreichender fachlicher Qualifizierung. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive fachliche und persönliche Personalentwicklung wurden in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen.
Um die Kontinuität in der Unternehmensleitung dauerhaft zu festigen, wurde der Vertrag mit dem Vorstand Produktion (COO) für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2017 verlängert. Die bisherigen Vorstandsverträge des Vorstandsvorsitzenden (CEO) und des Vorstands für Finanzen (CFO) wurden bereits im Geschäftsjahr 2009 bis Ende 2014 verlängert, so dass aus Unternehmenssicht die oberste Managementstruktur mittelfristig gesichert wurde.
Projektanläufe beinhalten grundsätzlich operative und finanzielle Risiken, insbesondere Kalkulations- und Haftungsrisiken. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives
Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Abschätzung ergeben sich Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken.
Risiken können auch aus der Gestaltung der Kundenverträge bei Projektanläufen erwachsen. Dies kann beispielsweise gegeben sein, wenn die Amortisationsperiode von Investitionen länger ist als die anfängliche Vertragslaufzeit.
Die Vernetzung aller unterschiedlicher Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen bei der Müller – Die lila Logistik AG erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Die Unternehmensgruppe schützt diese IT-Systeme beispielsweise durch Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen und Rechenzentren. Außerdem setzt die Müller – Die lila Logistik AG organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um mögliche Schäden zu mindern.
Im Rahmen der Zertifizierungsmaßnahmen der größten inländischen Tochtergesellschaft zum AEO (Authorised Economic Operator) wurden umfangreiche Sicherheitsrichtlinien getroffen (Security Policy). An den weiteren Logistikstandorten von Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG wurden Sicherheitskonzepte und gezielte Sicherheitsmaßnahmen eingeführt.
Die Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG führen darüber hinaus regelmäßig umfangreiche Maßnahmen durch, um die IT-Systeme und die IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen anzupassen. Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar definierte Vorgehensweisen.
Des Weiteren erfolgen tägliche Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte.
Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT- Abteilung) ist durch separate Zugangskontrollen gewährleistet. Darüber hinaus sind IT- Serverräume brand- und wassergeschützt sowie klimaoptimiert gebaut. Darüber hinaus sind versicherbare Schäden durch ein konzernübergreifendes Versicherungskonzept abgedeckt.
Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Tochtergesellschaften der Müller – Die Lila Logistik AG betreiben auch Geschäfte außerhalb der Eurozone, in Polen. Ein Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb
der Eurozone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden zeitnah vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden regelmäßig über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.
Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den im Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne den gesetzlichen Übergang nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung getragen hat, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.
Durch die Betreuung der einzelnen Konzerngesellschaften sowie durch ein standardisiertes Gruppencontrolling ist Müller – Die lila Logistik AG im Detail über die Entwicklungen und Risiken in den Tochtergesellschaften informiert. Eine Belastung der Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch Rentabilitätsschwächen der Tochtergesellschaften kann trotz aller Vorkehrungen nicht ausgeschlossen werden. Weitere Risiken können sich bei den Beteiligungen ergeben, bei denen kein 100%iger Geschäftsanteilsbesitz vorliegt. Diese könnten das Verhältnis zu den weiteren Gesellschaftern betreffen, sich auf Gesellschafterbeschlüsse beziehen, sowie Auswirkungen bis hin zur Steuerung und Entwicklung der Gesellschaft haben.
Im täglichen Geschäftsbetrieb mit Dienstleistungen, Waren und Personen bestehen mögliche Schadens- oder Inventurrisiken. Haftungs- und Inventurrisiken werden im gewissen Rahmen auf Dienstleister/Versicherungsunternehmen übertragen. Zudem versucht die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften Schadensbegrenzungen in den Verträgen zu vereinbaren.
Zu den weiteren Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2012 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Müller – Die lila Logistik AG
gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren, wie die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die wir regelmäßig beobachten. Zum anderen gehören dazu von der Müller – Die lila Logistik AG unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig antizipiert werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden.
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Lila Logistik Gruppe führen könnten. Organisatorisch hat die Lila Logistik Gruppe alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Müller – Die lila Logistik AG sowie der gesamten Lila Logistik Gruppe nicht gefährdet.
Im Fokus der Marktchancen der Lila Logistik Gruppe steht die Erschließung von neuen Absatzpotentialen durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kunden beziehungen der Tochtergesellschaften. Dabei sieht die Unternehmensgruppe national wie international Möglichkeiten des Wachstums. Insbesondere tragen die bestehenden Standorte dazu bei, dass die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage positiv beeinflusst wird.
Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem anhaltenden Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Müller – Die lila Logistik AG und deren Tochtergesellschaften bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch branchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben, welche die Lila Logistik Gruppe ermöglicht.
Weiterhin werden im Sinne eines Lean Management zunehmend Sekundärfunktionen wie die Logistik aus Unternehmen der verschiedenen Branchen ausgelagert (Outsourcing). Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften durch die Geschäftsbereiche Lila Consult und Lila Operating anbieten.
Die in den Geschäftsbereichen getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Investitionen in die Standort- und Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe im Budget einen wesentlichen Anteil aus.
Im Bereich der Personalentwicklung steht den Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2013 ein dezentrales Budget für Weiterbildungsmaßnahmen auf dem hohen Niveau des Vorjahres zur Verfügung. Ein wesentlicher Vorteil der Personalentwicklung besteht darin, sich unabhängiger vom Arbeitsmarkt zu machen und unternehmenseigene Potentiale zu
heben. In Zeiten des demographischen Wandels ist dies ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dazu kommt der Nebeneffekt, dass Fortbildungen für Mitarbeiter meist attraktiv sind, eine Wertschätzung darstellen und die Identifikation mit dem Unternehmen fördern.
Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben, der erweiterten sowie der nach wie vor nicht ausgenutzten Kontokorrent- und Avalrahmenlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der langfristigen Konzernfinanzierung liegt in den abgeschlossenen Kreditverträgen.
Für weitere mögliche Finanzierungsvorhaben geht das Management von der Annahme aus, dass sich die Lage an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten im Verlauf des Jahres 2013 nicht verschlechtern wird und die konjunkturelle Lage – wenn auch mit Abschwächungen zum Vorjahr – weiterhin stabil bleibt, so dass die Lila Logistik Gruppe Marktchancen für die Zukunft erschließen kann.
Im Januar 2013 wurden im Vorgriff auf mögliche gesellschaftsrechtliche Neuordnungen die Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG sowie die MLS Verwaltung GmbH gegründet, beide mit Sitz in Besigheim. Zudem wurden die Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG sowie die MLSO Verwaltung GmbH, ebenfalls beide mit Sitz in Besigheim, gegründet. Des Weiteren hat Müller – Die lila Logistik AG ihre Kommanditeinlage bei der Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG (Besigheim) in Höhe von 25 T€ im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf die persönlich haftende Gesellschafterin, die MLW Verwaltung GmbH mit dem Sitz in Besigheim übertragen und ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG ist damit aufgelöst und ohne Liquidation beendet und ihr gesamtes Vermögen im Wege der Anwachsung auf die MLW Verwaltung GmbH übergegangen. Die MLW Verwaltung GmbH wurde anschließend Anfang 2013 in die Müller – Die lila Logistik West GmbH mit Sitz in Herne umfirmiert. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 wird zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik West GmbH ein Beherrschungs und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen werden.
Der zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH geschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2012 aufgehoben. Müller – Die lila Logistik AG hat für das Geschäftsjahr 2013 für die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH eine Verlustübernahme erklärt.
Darüber hinaus haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts stattgefunden.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG war zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zu der Michael Müller Beteiligungs GmbH dargestellt. Der Vorstand
erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass bei der Müller – Die lila Logistik AG in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen haben.
Müller – Die lila Logistik AG wird auch zukünftig auf der Basis des Geschäftsmodells aus der Kombination von Logistikberatung und der Umsetzung von Logistikprozessen mittels ihrer Tochtergesellschaften sowie mit ihren Leistungen aus dem Bereich Interim Services in den definierten Kernbranchen tätig sein. Über die Beteiligungen, den Bereich Interim Services sowie die Vermietung der Immobilie in Bünde erwartet die Müller – Die lila Logistik AG nachhaltig positive operative Ergebnisbeiträge.
Müller – Die lila Logistik AG erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse in Höhe von rund 1,9 Mio. € und auf Grund der durchgeführten gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen ein operatives Ergebnis (EBIT) von rund 1,7 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014 erwartet die Gesellschaft ein operatives Ergebnis leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2012.
Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2013 bis zur Erstellung dieses Berichts entsprach den Erwartungen des Managements. Für das Geschäftsjahr 2013 sowie die weitere mittelfristige Entwicklung sieht sich die Gesellschaft auf einem intakten positiven Entwicklungspfad, der bei einer nachhaltigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einer Ergebnissteigerung mündet.
Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der gemeinsamen Septembersitzung 2012 unterzeichnet und unmittelbar den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich gemacht. Die durch Veränderung des Sachverhalts in einem Punkt notwendige Aktualisierung ab Januar 2013 wurde ebenfalls bereits im September 2012 besprochen und zu Jahresbeginn innerhalb der aktuellen Fassung der Erklärung ebenda veröffentlicht. Darin enthalten sind jeweils die Begründungen der Nichtanwendung, sofern zutreffend, von Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Nachhaltigkeit, Integrität und gute Unternehmensführung verstehen wir als wichtige Komponenten unserer Unternehmenskultur. Sie prägen unser Verhalten gegenüber allen beteiligten Personengruppen wie Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aktionären.
Der Vorstand ist als Leitungsorgan der Gesellschaft dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, dem Vorsitzenden des Vorstands, dem Vorstand Finanzen sowie dem Vorstand Produktion. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach Maßgabe der geltenden Gesetze, der Satzung der Gesellschaft, der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats, der Geschäftsordnung des Vorstands und seiner Dienstverträge. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Er ist zuständig für die Unternehmenspolitik, für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Investitions-, Finanz-, und Personalplanung, die Ressourcenallokation sowie die Führung der Geschäftsbereiche. Dem Vorstand obliegt die Aufstellung der Zwischenmitteilungen der Geschäftsführung innerhalb der Halbjahre, des Halbjahresfinanzberichts, des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzernabschlusses der Lila Logistik Gruppe. Ferner ist er für ein angemessenes Risikomanagement, das interne Kontrollsystem (IKS), die interne Revision und das Risikocontrolling verantwortlich; er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien. Die Arbeit des Vorstands ist durch seine Geschäftsordnung geregelt, in der die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Ressort zuständigkeiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit festgehalten sind.
Die Vorstandssitzungen werden von dem Vorsitzenden des Vorstands einberufen. Der Vorsitzende des Vorstands leitet die Vorstandssitzungen und koordiniert die Ressorts. In seiner Abwesenheit wird die Sitzung von seinem Vertreter und bei längerer Abwesenheit von dem vom Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmten Vorstandsmitglied geleitet. Personen, die nicht dem Vorstand angehören, können zu einer Vorstandssitzung beratend hinzugezogen werden.
Über wesentliche Verhandlungen und Beschlüsse ist eine kurze Niederschrift anzufertigen. Dabei werden die Beschlüsse des Vorstands regelmäßig in Vorstandssitzungen gefasst. Beschlüsse können jedoch auch ohne Sitzung auf schriftlichem, elektronischem oder telefonischem Weg gefasst werden; die Herbeiführung solcher Beschlüsse erfolgt durch den Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Abwesende Vorstandsmitglieder können telefonisch oder per Videokonferenz an der Beschlussfassung teilnehmen.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Risikolage, des Risikomanagements und geht dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung.
Der Vorstand bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats zur Vornahme von Geschäften, wenn sie über den Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs hinausgehen und von entscheidender
wirtschaftlicher Bedeutung für das Unternehmen sind. Wesentliche unternehmerische Entscheidungen in diesem Sinne sind z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresbudgets. Dabei ist das Kriterium der Wesentlichkeit auch an Wertgrenzen geknüpft. Der Aufsichtsrat hat einen Katalog der Arten von Geschäften aufgestellt, die der Vorstand nur mit seiner Zustimmung vornehmen darf.
Informationen zur Vergütung des Vorstands erhalten sie im Vergütungsbericht dieses Lageberichts (Punkt 4).
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind unabhängig und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Er besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu zwei Dritteln mit Anteilseignern und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Seine Tätigkeit übt er nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung (soweit nicht Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung beschlossen haben), der Satzung und seiner Geschäftsordnung aus. Er erörtert regelmäßig mit dem Vorstand die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, die Strategie und deren Umsetzung, das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem (IKS). Wesentliche unternehmerische Entscheidungen, z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des genehmigten Jahresbudgets sind an seine Zustimmung gebunden. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands und ist auch für die Verlängerung der Bestellung der Mitglieder des Vorstands bzw. deren Abberufung sowie für die Festlegung der Vergütung des Vorstands zuständig. Ferner obliegt ihm die Genehmigung bzw. Billigung des vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Mit der Genehmigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt. Zudem prüft der Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und berichtet an die Hauptversammlung über das Ergebnis (§ 171 Abs. 2 AktG).
Für die Dauer seiner Amtszeit wählt er aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Vertreter. Der Aufsichtsrat bildet einen Prüfungsausschuss (Audit Committee). Der Aufsichtsrat kann aus seiner Mitte darüber hinaus weitere Ausschüsse bilden, denen soweit gesetzlich zulässig, auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden können. Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat einen Personalausschuss gebildet.
Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Ersatzweise ist eine Teilnahme an der Beschlussfassung schriftlich zulässig, also durch Telefax oder mittels sonstiger elektronischer Kommunikationsmittel.
Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, persönlich oder durch schriftliche Stimmabgabe an der Beschlussfassung teilnimmt. In jedem Fall müssen drei Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Soweit nicht gesetzlich etwas anderes bestimmt ist, fasst der Aufsichtsrat seine
Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Sitzungsablauf und die Art der Abstimmung werden von dem Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt. Über die Beschlussfassungen ist eine Niederschrift anzufertigen.
Einen Überblick über seine Arbeit gibt der Aufsichtsrat in seinem Bericht im Konzern geschäftsbericht der Müller – Die lila Logistik AG.
Besigheim, 8. März 2013
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs grundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Müller – Die lila Logistik AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Besigheim, 8. März 2013
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | ||
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte |
|||
| und ähnliche Rechte und Werte sowie | |||
| Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.591,00 | 1.799,00 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte |
34.155,00 | 239.086,00 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen |
59.277,73 | 0,00 | |
| 95.023,73 | 240.885,00 | ||
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|||
| und Bauten einschließlich der Bauten | |||
| auf fremden Grundstücken | 5.468.370,00 | 0,00 | |
| 2. Andere Anlagen, |
|||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
33.227,00 | 50.757,00 | |
| 5.501.597,00 | 50.757,00 | ||
| III. | Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
11.340.970,56 | 16.842.834,95 | |
| 2. Beteiligungen |
29.052,53 | 20.225,84 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen |
2.060,00 | 2.060,00 | |
| 11.372.083,09 | 16.865.120,79 | ||
| 16.968.703,82 | 17.156.762,79 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. | Forderungen | ||
| und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
29.481,63 | 29.128,26 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
6.712.481,19 | 9.989.568,80 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, |
|||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 13.923,45 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände |
160.858,84 | 552.429,59 | |
| Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: |
|||
| 31.12.2012: € 26.164,13 31.12.2011: € 0,00 |
|||
| 6.902.821,66 | 10.585.050,10 | ||
| II. | Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.143.002,69 | 1.882.356,89 |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 13.205,20 | 7.590,00 |
| D. | Aktiver Unterschiedsbetrag | ||
| aus der Vermögensverrechnung | 116.874,38 | 123.740,81 | |
| 25.144.607,75 | 29.755.500,59 |
P a s s i v a
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | € | |||
| A. | Eigenkapital | |||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 7.955.750,00 | 7.955.750,00 | |
| II. | Kapitalrücklage | 3.966.507,84 | 3.966.507,84 | |
| III. | Bilanzgewinn | 6.434.661,42 | 5.667.268,38 | |
| 18.356.919,26 | 17.589.526,22 | |||
| B. | Sonderposten mit Rücklageanteil | 0,00 | 4.747.035,00 | |
| C. | Rückstellungen | |||
| 1. | Rückstellungen für | |||
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 399.957,61 | 230.747,02 | ||
| 2. | Steuerrückstellungen | 193.742,30 | 56.087,35 | |
| 3. | Sonstige Rückstellungen | 897.423,98 | 1.012.586,78 | |
| 1.491.123,89 | 1.299.421,15 | |||
| D. | Verbindlichkeiten | |||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr: € 0,00 31.12.2012: |
0,00 | 3.437.500,00 | |
| € 1.250.000,00 31.12.2011: |
||||
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr: € 262.561,01 31.12.2012: 31.12.2011: € 178.627,37 |
262.651,01 | 178.627,37 | |
| 3. | Verbindlichkeiten | |||
| gegenüber verbundenen Unternehmen Davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr: € 3.507.091,32 31.12.2012: € 2.390.547,39 31.12.2011: |
3.507.091,32 | 2.390.547,39 | ||
| 4. | Sonstige Verbindlichkeiten Davon mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr: |
374.315,88 | 112.843,46 | |
| 31.12.2012: € 374.315,88 € 112.843,46 31.12.2011: Davon aus Steuern: € 292.982,72 31.12.2012: 31.12.2011: € 28.931,49 |
||||
| 4.144.058,21 | 6.119.518,22 | |||
| E. | Passive latente Steuern | 1.152.506,39 | 0,00 | |
| 25.144.607,75 | 29.755.500,59 | |||
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 1.445.129,71 | 1.965.905,92 | |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 5.333.722,88 | 805.534,00 | |
| 3. | Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter |
-1.782.450,61 | -1.860.299,64 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung |
-276.369,33 | -125.622,39 | ||
| davon für Altersversorgung: 2012 € 212.288,08 2011 € 66.248,79 |
||||
| -2.058.819,94 | -1.985.922,03 | |||
| 4. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des |
|||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | -236.483,26 | -224.190,67 | ||
| 5. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.846.921,72 | -3.065.177,80 | |
| 6. | Erträge aus Beteiligungen | 6.236.487,57 | 4.294.031,71 | |
| 7. | Erträge auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags |
1.423.336,87 | 1.516.679,91 | |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 293.122,10 | 174.304,90 | |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -295.552,04 | -399.070,65 | |
| 10. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
9.294.022,17 | 3.082.095,29 | |
| 11. | Außerordentliche Aufwendungen | -6.011.495,71 | 0,00 | |
| 12. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-1.318.914,92 | 11.577,07 | |
| 13. | Sonstige Steuern | -2.856,00 | -3.119,00 | |
| 14. | Jahresüberschuss | 1.960.755,54 | 3.090.553,36 | |
| 15. | Gewinnvortrag | 5.667.268,38 | 3.770.077,52 | |
| 16. | Ausschüttung von Dividenden | -1.193.362,50 | -1.193.362,50 | |
| 17. | Bilanzgewinn | 6.434.661,42 | 5.667.268,38 |
Der Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt. Die Bilanz wurde nach den Vorschriften des § 266 Handelsgesetzbuch (HGB) in der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Form erstellt. Die Gewinn-und- Verlust-Rechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital sowie die Verbindlichkeiten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.
Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.
Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung angesetzt. Sämtliche im Jahresabschluss 2011 angewandten Bewertungs methoden sind im vorliegenden Abschluss beibehalten worden.
Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Selbst geschaffene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, für die das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ein Aktivierungswahlrecht vorsieht, sind nicht vorhanden. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich für zulässig gehaltenen bzw. der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear ermittelt und "pro rata temporis" vorgenommen.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach § 255 Absatz 4 Satz 3 HGB a. F. über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei dem seit 2001 in der Müller – Die lila Logistik AG bestehenden Geschäfts- oder Firmenwert wurde die Nutzungsdauer auf Basis strategischer Planungen von der Unternehmensführung auf zwölf Jahre festgelegt. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer dieses entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes von mehr als fünf Jahren war zum Zeitpunkt des Erwerbs durch bestehende langfristige Beziehungen mit den Geschäftspartnern sowie die Kundenbindung über langfristige Dienstleistungsverträge gerechtfertigt. Die Abschreibung hierfür läuft im Geschäftsjahr 2013 aus.
Geringwertige Anlagegegenstände (mit einem Anschaffungs- oder Herstellungswert bis 150,00 €) werden als Aufwand erfasst. Wenn die Anschaffungskosten über 150,00 € liegen und den Betrag von 1.000,00 € nicht überschreiten, wird nach § 6 Abs. 2a Einkommensteuergesetz (EStG) ein Sammelposten eingerichtet. Dieser Sammelposten wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Der Anschaffungszeitpunkt im Geschäftsjahr beeinflusst die Berechnung der Abschreibungssumme nicht. Falls ein Anlagegegenstand aus dem Unternehmen ausscheidet, wird der Sammelposten nicht wertberichtigt. Dementsprechend wird ein Sammelposten für jedes Geschäftsjahr neu angelegt.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Abschreibungen bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen erfolgen Zuschreibungen bis höchstens zu den Anschaffungskosten.
Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögens gegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Saldierung wurde jeweils eine Einzelbetrachtung auf Mitarbeiterebene vorgenommen, wodurch sich sowohl ein aktivischer als auch ein passivischer Ausweis ergeben hat. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich ausschließlich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Rückdeckungsversicherungsansprüche sind in der Handelsbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert auszuweisen. Der beizulegende Zeitwert eines Rück deckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung).
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).
Die Pensionsrückstellungen wurden nach den Vorschriften des BilMoG anhand versicherungsmathematischer Methoden berechnet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected- Unit-Credit-Method" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung auf Grund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Grundlage wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung der nachfolgenden Trendannahmen ermittelt:
Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Dieser betrug 5,04 % zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012. Im Vorjahr wurde ein Zinssatz in Höhe von 5,14 % zu Grunde gelegt. Fluktuationswahrscheinlichkeit und Gehaltstrend wurden auf Grund des betreffenden Personenkreises vernachlässigt, d. h. mit 0 % angesetzt; der Rententrend wurde mit 2,0 % angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB, sofern am Abschlussstichtag vorhanden, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.
Bankguthaben zum 31. Dezember 2012 in ausländischer Währung bestanden nicht. Zum Bilanzstichtag 2011 und unterjährig bestanden Bankguthaben in ausländischer Währung (siehe Punkt 2.1.2 "Finanzanlagen").
Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.
Im Geschäftsjahr 2008 führte der Verkauf der Immobilie in Besigheim zu einem Gewinn von 4.747 T€, der in einen Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 6b EStG) eingestellt wurde. Dieser wurde am Geschäftsjahresende 2012 aufgelöst. Weitere Ausführungen zum Sonderposten mit Rücklageanteil sind in Kapitel 2.1.8 "Sonderposten mit Rücklageanteil" dargestellt.
Im Dezember 2012 wurde die seit 2006 durch eine Tochtergesellschaft angemietete und bewirtschaftete Logistikimmobilie in Bünde durch die Müller – Die lila Logistik AG zu einem Kaufpreis in Höhe von rd. 5,5 Mio. € inkl. Erwerbsnebenkosten gekauft. Die Gebäude werden mit jährlich 4,0 % linear abgeschrieben, die Abschreibung der Außenanlagen erfolgt mit jährlich 12,5 % ebenfalls linear.
Zum Bilanzstichtag überprüft die Müller – Die lila Logistik AG regelmäßig die Buchwerte der Finanzanlagen und immateriellen Vermögenswerte dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertveränderung eingetreten sein könnte (Impairment Test).
Im Rahmen von Gesellschafterversammlungen der Value Added Logistics Sp. z o.o. im März und Juni 2012 wurde die Rückzahlung von Nachschüssen in Höhe von insgesamt 1.000 TPLN (umgerechnet rd. 241 T€) an die Müller – Die lila Logistik AG beschlossen. Durch die stabile Ergebnissituation in 2012 sowie der zu Grunde liegenden Planungen wurde zum 31. Dezember 2012 eine Zuschreibung auf den Beteiligungswert in Höhe von 408 T€ vorgenommen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 beträgt der Beteiligungsbuchwert an der Value Added Logistics Sp. z o.o. 476 T€ (Vorjahr 309 T€).
Im ersten Quartal 2011 wurden die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG sowie die MSG Verwaltung GmbH jeweils mit Sitz in Besigheim gegründet. Die Gesellschaften sind 100 %ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im Februar 2011 ins Handelsregister eingetragen. Die operative Tätigkeit der Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG wurde am 1. April 2012 aufgenommen. Die Kommanditeinlage an der Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG beträgt 50 T€; das Stammkapital der MSG Verwaltung GmbH beträgt 25 T€.
Im vierten Quartal 2011 wurde die Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG in Besigheim gegründet. Zudem wurde im November 2011 die Vorratsgesellschaft setus 2. GmbH mit Sitz in Stuttgart zu einem Kaufpreis von 27,5 T€ erworben. Die Gesellschaft wurde im Anschluss in die MLI Verwaltung GmbH umfirmiert und der Sitz nach Besigheim verlegt. Die Gesellschaften sind 100 %ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im November 2011 ins Handelsregister eingetragen.
Im Rahmen einer Gesellschafterversammlung wurde im Dezember 2012 beschlossen, dass die Müller – Die lila Logistik AG zur Stärkung des Eigenkapitals der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG einen Gesamtbetrag von 770 T€ in die gesamthänderisch gebundene Rücklage wie folgt einzahlt: 250 T€ bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 und 520 T€, aufgeteilt in vier Raten zu je 130 T€ zum 31. März 2013, zum 30. Juni 2013, zum 30. September 2013 und zum 31. Dezember 2013.
Im Januar 2012 wurden die Anteile der Schober Transport GmbH, Waiblingen, an der FMS Logistic GmbH, Besigheim, je zur Hälfte von der Müller – Die lila Logistik AG und der Hans Fischer Transport GmbH übernommen. Damit ist die Müller – Die lila Logistik AG nunmehr zu
50 % an der FMS Logistic GmbH beteiligt. Der Beteiligungsbuchwert an der FMS Logistic GmbH beträgt 19 T€ (Vorjahr 10 T€).
Die Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH mit Sitz in Herne wurde im Wege eines Formwechsels im Oktober 2010 in die Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG umgewandelt. Die MLV Verwaltung GmbH als Komplementärin und die Müller – Die lila Logistik AG als Kommanditistin waren bis zum Jahresende 2012 alleinige Gesellschafter der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG. Durch Vereinbarung vom 19. Dezember 2012 ist die MLV Verwaltung GmbH mit Wirkung zum 31. Dezember 2012, 23:00 Uhr, als Komplementärin der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG ausgeschieden. Hierdurch sind die Vermögensgegenstände und Schulden der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG zu diesem Zeitpunkt der einzig verbleibenden Gesellschafterin, der Müller – Die lila Logistik AG als Kommanditistin der Gesellschaft, gemäß § 738 BGB in Verbindung mit § 105 Abs. 2 HGB angewachsen. Die Müller – Die lila Logistik AG hat von dem Wahlrecht gemäß § 24 Umwandlungsgesetz (UmwG) Gebrauch gemacht, die Buchwerte aus der Schlussbilanz der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG fortzuführen. Infolgedessen wurde das Eigenkapital der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG in Höhe von 626 T€ gegen den Beteiligungsbuchwert der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 6.637 T€ gebucht. Der sich hieraus ergebende Anwachsungsverlust in Höhe von 6.011 T€ wurde unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.
Zum Jahresende bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten in Höhe von 29 T€ (Vorjahr ebenfalls 29 T€) aus dem Bereich Interim Services.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 6.712 T€ (Vorjahr 9.990 T€). Diese beinhalten Forderungen aus Liquiditätsüberträgen an Tochter gesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 1.700 T€ (Vorjahr 4.600 T€), Forderungen aus Ergebnisübernahmen der Kommanditgesellschaften in Höhe von 2.145 T€ (Vorjahr 3.396 T€), Forderungen aus einem Ergebnisabführungsvertrag mit der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Höhe von 1.423 T€ (Vorjahr 1.517 T€), Dividendenforderungen gegen die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. von 489 T€ und Forderungen aus Leistungen der Gesellschaft in Höhe von 155 T€ (Vorjahr 327 T€). Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2012 Forderungen aus einem Betriebsmittelkredit der Müller – Die lila Logistik AG an die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. über 800 T€ (Vorjahr 150 T€).
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 nicht vorhanden. Im Vorjahr beinhaltete diese Position ein kurzfristiges Darlehen gegenüber der FMS Logistic GmbH, Besigheim, inklusive Verzinsung in Höhe von insgesamt 14 T€. Dieses Darlehen inklusive Zinsen wurde im ersten Quartal 2012 an die Gesellschafter zurückgezahlt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 161 T€ (Vorjahr 552 T€) enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von 136 T€ (Vorjahr 535 T€).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit größer einem Jahr bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wie auch im Vorjahr nicht.
In den ausgewiesenen liquiden Mitteln bestehen zum 31. Dezember 2012 keine Bankguthaben in ausländischer Währung. In der Bilanz zum 31. Dezember 2011 wurden rd. 90 T€ (400 TPLN) ausgewiesen.
Latente Steuern nach BilMoG werden ab dem Geschäftsjahr 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Dabei werden bei der Müller – Die lila Logistik AG nicht nur die Unterschiede aus den Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. bei Personenhandelsgesellschaften bestehen, an denen die Müller – Die lila Logistik AG als Gesellschafterin beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden sind steuerliche Verlustvorträge zu berücksichtigen. Zum 31. Dezember 2012 waren bei der Müller – Die lila Logistik AG gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.972 T€ (Vorjahr 2.589 T€) vorhanden. Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge bestanden zum 31. Dezember 2012 nicht mehr (Vorjahr 1.651 T€). Die Mittelfristplanung der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer Tochtergesellschaften (Lila Logistik Gruppe) stellt weiterhin positive Ergebnisse dar, geht jedoch nicht von der Nutzung gewerbesteuerlicher Verlustvorträge aus.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Müller – Die lila Logistik AG von aktuell 29,36 % (Vorjahr 31,99 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Abweichend hiervon werden latente Steuern aus zeitlichen Bilanzierungs unterschieden bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt wie im Vorjahr 15,83 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.
| Latente Steuern | Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
|---|---|---|
| Angaben in T€ | ||
| Finanzanlagen Müller – Die lila Logistik AG |
13 | – |
| Pensionsrückstellungen Müller – Die lila Logistik AG |
64 | – |
| Zeitliche Bilanzierungsunterschiede bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft |
48 | – |
| Übertragung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in der Steuerbilanz (handelsrechtliche Auflösung) |
– | -1.278 |
| Summe latente Steuern | 125 | -1.278 |
| Saldo latente Steuern | -1.153 |
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 ergeben sich die folgenden latenten Steuern:
Im Vorjahr ergaben sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 die folgenden latenten Steuern:
| Latente Steuern | Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
|---|---|---|
| Angaben in T€ | ||
| Finanzanlagen Müller – Die lila Logistik AG |
21 | – |
| Pensionsrückstellungen Müller – Die lila Logistik AG |
63 | – |
| Steuerliche Verlustvorträge Müller – Die lila Logistik AG |
680 | – |
| Zeitliche Bilanzierungsunterschiede bei Beteiligungen in der | 47 | – |
| Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft | ||
| Summe latente Steuern | 811 | – |
In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden die aktiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2011 nicht aktiviert.
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 BilMoG sind Vermögensgegenstände, die sich auf Alters versorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristige fällige Verpflichtungen beziehen, mit den korrespondierenden Schulden zu verrechnen. Die Saldierung wird demgemäß nicht auf Posten-, sondern auf Personenebene vorgenommen.
| Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Angaben in T€ | ||
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 861 | 755 |
| (entspricht den Anschaffungskosten) | ||
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 744 | 631 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der | 117 | 124 |
| Vermögensverrechnung | ||
| Verrechnete Erträge | – | 141 |
| Verrechnete Aufwendungen | 99 | 83 |
Das Grundkapital beträgt wie im Vorjahr 7.956 T€ und setzt sich aus 7.955.750 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen.
Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Schaffung eines genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Juni 2015 in Höhe von bis zu 3.978 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2012 beträgt wie im Vorjahr 3.966 T€.
Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Ertrag aus dem Verkauf des Grundstücks und des auf stehenden Gebäudes am Firmensitz in Besigheim in Höhe von 4.747 T€ in einen Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 6b EStG) eingestellt. Die Müller – Die lila Logistik AG führte 2010 in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG die in der Bilanz zum 31. Dezember 2009 enthaltenen Werte des Sonderpostens mit Rücklageanteil fort. Im Zuge des Jahresabschlusses 2011 wurde der Sonderposten mit Rücklagenanteil ebenfalls unverändert beibehalten. Zum Jahresabschluss 2012 wurde der Sonderposten mit Rücklageanteil steuerbilanziell auf die Anschaffungskosten der Immobilie in Bünde übertragen (siehe auch Kapitel 2.1.1 "Anlagevermögen"). Entgegen der steuerbilanziellen Vorgehensweise wurde der Sonderposten handelsbilanziell in voller Höhe ertragswirksam aufgelöst. Der Ertrag in Höhe von 4.747 T€ ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Aus den Differenzen der steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätze der Gebäude haben sich insgesamt passive latente Steuern in Höhe von 1.278 T€ ergeben.
Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen für die zum Bilanzstichtag 2012 tätigen Vorstandsmitglieder sowie ein ausgeschiedenes ehemaliges Vorstandsmitglied. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber dem früheren Mitglied des Vorstands sowie dessen Hinterbliebene sind 303 T€ zurückgestellt (Vorjahr 340 T€).
| Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB |
31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Angaben in T€ | ||
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 430 | 432 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 30 | 201 |
| (entspricht den Anschaffungskosten) | ||
| Saldierte Pensionsverpflichtungen | 400 | 231 |
Seit März 2012 erhält der ausgeschiedene ehemalige Vorstand monatliche Rentenzahlungen. Im Berichtsjahr wurde der für ihn gebildete Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung an die Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 173 T€ (nach Abzug von Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag) ausgezahlt. Insofern ging der beizulegende Zeitwert der Vermögens gegenstände zurück. Bezüglich der verrechneten Erträge und Aufwendungen aus der Vermögensverrechnung verweisen wir auf Punkt 2.1.5 "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung".
Zum 31. Dezember 2012 bestanden Steuerrückstellungen in Höhe von 194 T€ (Vorjahr 56 T€).
Die sonstigen Rückstellungen in Gesamthöhe von 897 T€ (Vorjahr 1.013 T€) betreffen Verpflichtungen im Personalbereich in Höhe von 580 T€ (Vorjahr 734 T€), Abschluss-, Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von 171 T€ (Vorjahr 163 T€), ausstehende Rechnungen in Höhe von 123 T€ (Vorjahr 116 T€) sowie Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 23 T€ (im Vorjahr nicht vorhanden).
Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ist aus folgender Übersicht ersichtlich:
| Gesamt- | davon mit einer Restlaufzeit |
davon mit einer Restlaufzeit |
davon mit einer Restlaufzeit |
|
|---|---|---|---|---|
| betrag | bis zu einem |
von einem bis | von mehr als | |
| Jahr | zu fünf Jahren | fünf Jahren | ||
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Verbindlichkeiten aus | ||||
| Lieferungen und Leistungen | 263 | 263 | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen | 3.507 | 3.507 | – | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 374 | 374 | – | – |
| Summe Verbindlichkeiten | 4.144 | 4.144 | – | – |
| (Vorjahr | 6.120 | 3.933 | 2.187 | –) |
Im Geschäftsjahr 2012 wurden durch die Müller – Die lila Logistik AG zwei Darlehen aus einem KfW-Sonderprogramm und somit sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.438 T€ getilgt.
Zum Zwecke der Finanzierung des Immobilienkaufs in Bünde im Dezember 2012 wurden zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 4.800 T€ von Seiten der Kreissparkasse Ludwigsburg zur Verfügung gestellt. Das erste Darlehen über 2.300 T€ hat eine feste Laufzeit über 7 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 82,5 T€. Das zweite Darlehen über 2.500 T€ hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 62,5 T€. Als Sicherheiten dienen Grundschulden in Höhe von insgesamt 4.800 T€ am Objekt in Bünde. Beide Darlehen wurden bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 nicht in Anspruch genommen.
Am 31. Dezember 2012 verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der Baden-Württembergische Bank AG (BW-Bank), Stuttgart, in Höhe von 2.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent- und/oder Geldmarktkredit) sowie eine Avalrahmenkreditlinie in Höhe von 3.000 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG, von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, der Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG und/oder der Müller – Die lila Logistik
GmbH & Co. KG in Anspruch genommen werden können. Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme der Tochtergesellschaften über Avale der BW-Bank valutierte zum 31. Dezember 2012 mit 1.903 T€ (Vorjahr 1.785 T€). Die Müller – Die lila Logistik AG hatte zum Bilanzstichtag 2012 kein Aval aus dieser Linie in Anspruch genommen.
Außerdem verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV), Filiale Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent und/oder Eurokredit), welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag 2012 wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch für Eurokredite in Anspruch genommen.
Zudem verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Avalrahmenkreditlinie bei der BTV in Höhe von 250 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Bei keiner der Gesellschaften wurde zum Bilanzstichtag ein Aval aus dieser Linie in Anspruch genommen.
Darüber hinaus verfügte die Müller – Die lila Logistik AG über eine Rahmenkreditlinie bei der Commerzbank AG, Frankfurt, in Höhe von 2.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Avalkredit). Zum Bilanzstichtag 2012 wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrentkredite noch als Avalkredit in Anspruch genommen.
Des Weiteren verfügte die Müller – Die lila Logistik AG über eine Rahmenkreditlinie bei der Volksbank Stuttgart eG, Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Avalkredit und/oder Terminkredit). Zum Bilanzstichtag 2012 wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrentkredite noch als Avalkredit noch als Terminkredit in Anspruch genommen.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Gesamthöhe von 3.507 T€ (Vorjahr 2.391 T€) entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 253 T€ (Vorjahr 391 T€).
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 374 T€ (Vorjahr 113 T€) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten für Grunderwerbsteuer in Zusammenhang mit dem Erwerb der Immobilie in Bünde in Höhe von 260 T€ (im Vorjahr nicht vorhanden), aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft in Höhe von 56 T€ (Vorjahr 72 T€) und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 33 T€ (Vorjahr 29 T€).
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 1.445 T€ (Vorjahr 1.966 T€) erzielt. Der Rückgang der Umsatzerlöse erklärt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der
Beratungsdienstleistungen im Bereich Interim Services auf Grund der konjunkturellen Abkühlung, insbesondere im zweiten Halbjahr 2012. Im Bereich Interim Services wurden Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 309 T€ (Vorjahr 480 T€) und Umsatzerlöse mit externen Kunden in Höhe von 180 T€ (Vorjahr 535 T€) erzielt.
Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 1.265 T€ (Vorjahr 1.390 T€). Davon wurden 26 T€ im Ausland mit den polnischen Tochtergesellschaften erzielt (Vorjahr 28 T€).
Die Umsätze verteilen sich auf das In- und Ausland wie folgt:
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| T€ | in % | T€ | in % | |
| Inland | 1.356 | 93,9 | 1.938 | 98,6 |
| Ausland | 89 | 6,1 | 28 | 1,4 |
| Gesamt | 1.445 | 100,0 | 1.966 | 100,0 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5.334 T€ (Vorjahr 806 T€) beinhalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 4.747 T€, eine Beteiligungszuschreibung in Höhe von 408 T€ (Vorjahr 731 T€), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 100 T€ (Vorjahr 0 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 41 T€ (Vorjahr 50 T€) sowie übrige betriebliche Erträge in Höhe von 38 T€ (Vorjahr 25 T€).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 147 T€ ausgewiesen (Vorjahr 51 T€).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Fremdarbeiten und Fremdpersonalkosten (überwiegend gruppenintern) mit 1.025 T€ (Vorjahr 1.217 T€), Versicherungskosten mit 533 T€ (Vorjahr 506 T€), Werbe- und Reisekosten (inklusive Veranstaltungen) mit 426 T€ (Vorjahr 538 T€), Beratungskosten (inklusive Abschluss- und Prüfungskosten) mit 402 T€ (Vorjahr 354 T€), Fahrzeugkosten mit 151 T€ (Vorjahr 142 T€), Raumkosten mit 79 T€ (Vorjahr 78 T€) sowie übrige betriebliche Aufwendungen (inklusive Aufsichtsratsvergütung) in Höhe von 231 T€ (Vorjahr 230 T€).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2 T€ enthalten (Vorjahr 4 T€).
Die Zinserträge in Höhe von 293 T€ (Vorjahr 174 T€) betreffen mit 245 T€ verbundene Unternehmen (Vorjahr 105 T€).
In den Zinsaufwendungen in Höhe von 296 T€ (Vorjahr 399 T€) sind Aufwendungen in Höhe von 108 T€ (Vorjahr 53 T€) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Die Veränderung der Zinsaufwendungen zum Vorjahr ist begründet durch die vorzeitige Tilgung der Darlehen aus einem KfW-Sonderprogramm (siehe Kapital 2.1.12 Verbindlichkeiten) bei gleichzeitig höherer Inanspruchnahme liquider Mittel von den Tochterunternehmen an Stelle von externen Kreditinanspruchnahmen.
Durch die Anwachsung der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG auf die Müller – Die lila Logistik AG entstand nach Buchung aller Aktiven und Passiven ein außerordentlicher Aufwand in Gesamthöhe von 6.011 T€. Im Geschäftsjahr 2011 entstanden keine außerordentlichen Aufwendungen.
In Bezug auf den Sonderposten mit Rücklageanteil (siehe Kapitel 2.1.8 "Sonderposten mit Rücklageanteil") sind durch die unterschiedliche Bewertung von Handels- und Steuerbilanz in der Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" passive latente Steuern in Höhe von 1.278 T€ enthalten (Vorjahr nicht vorhanden). Bezüglich der sonstigen Zusammensetzung der Aufwendungen aus latenten Steuern wird auf Kapitel 2.1.4 "Latente Steuern" verwiesen.
Die Position "Sonstige Steuern" weist wie im Vorjahr Belastungen durch Kfz-Steuer in Höhe von 3 T€ aus.
Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 1.961 T€ (Vorjahr 3.090 T€). Darin enthalten sind ein Ertrag aus dem erhaltenen Gewinn auf Grund des noch zum Bilanzstichtags bestehenden Gewinnabführungsvertrages der Müller – Die lila Logistik AG mit der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Höhe von 1.423 T€ (Vorjahr 1.517 T€), eine Entnahme aus dem Rücklagenkonto der Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG in Höhe von 1.458 T€ (Vorjahr 0 T€), Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in Höhe von 1.040 T€ (Vorjahr 897 T€) und Ergebnisübernahmen der Kommanditgesellschaften in Höhe von 3.739 T€ (Vorjahr 3.397 T€).
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn eine dem Vorjahr entsprechende Dividende von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a, Satz 5 bis 8 HGB verweisen wir auf den Lagebericht unter Punkt 4 "Vergütungsbericht".
Die Organe setzen sich wie folgt zusammen:
| Michael Müller | Vorsitzender des Vorstands wohnhaft in Stuttgart Speditionskaufmann |
|---|---|
| Mitglied im Aufsichtsrat der SpOrt Medizin Stuttgart GmbH, Stuttgart | |
| Rupert Früh | Vorstand Finanzen |
| wohnhaft in Buchen i. O. | |
| Diplom-Ökonom | |
| Marcus Hepp | Vorstand Produktion |
| wohnhaft in Gerlingen | |
| Diplom-Betriebswirt (FH) |
Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2012 betrugen 960 T€ (Vorjahr 1.055 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die in § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 unterbleiben.
Am 31. Dezember 2012 hielten die Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG folgende Aktien der Gesellschaft in ihrem Besitz:
| Herr Rupert Früh | |
|---|---|
| Mitglied des Vorstands | 80.000 Aktien |
| Herr Marcus Hepp | |
| Mitglied des Vorstands | 4.000 Aktien |
Am 24. Dezember 2010 ging der Gesellschaft die Meldung von Herrn Müller zu, dass er die zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 58,67 % der Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG (das entspricht 4.667.500 Aktien) in die Michael Müller Beteiligungs GmbH eingebracht hat. Die Michael Müller Beteiligungs GmbH ihrerseits meldete tagesgleich den Erwerb infolge Einbringung von 58,67 % der Anteile an der Müller – Die lila Logistik AG.
| Prof. Peter Klaus |
Aufsichtsratsvorsitzender |
|---|---|
| D.B.A./Boston Univ. | wohnhaft in Bamberg |
| Prof. em. an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, | |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Grieshaber | |
| Logistics Group AG, Bad Säckingen und Mitglied im Beirat der | |
| Nagel Logistik Holding GmbH & Co. KG, Versmold |
| Prof. Dr. Gerd Wecker | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender wohnhaft in München Consultant Aufsichtsratsvorsitzender der Business Gateway, Starnberg und bis November 2012 Mitglied im Aufsichtsrat der Ekol Lojistik Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei |
|---|---|
| Klaus Langer | Mitglied des Aufsichtsrats wohnhaft in Stuttgart Steuerberater und Wirtschaftsprüfer/keine weiteren Mandate |
| Per Klemm | Mitglied des Aufsichtsrats wohnhaft in Stuttgart Geschäftsführer der Selecta Klemm GmbH & Co. KG, Stuttgart/ keine weiteren Mandate |
| Volker Buckmann | Mitglied des Aufsichtsrats (Arbeitnehmervertreter) wohnhaft in Dortmund kfm. Angestellter/keine weiteren Mandate |
| Carlos Rodrigues | Mitglied des Aufsichtsrats (Arbeitnehmervertreter) wohnhaft in Flein kfm. Leiter/keine weiteren Mandate |
Die dem Aufsichtsrat gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2012 betrugen 82 T€ (Vorjahr: 83 T€).
Am 31. Dezember 2012 hielten Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG folgende Aktien der Gesellschaft in ihrem Besitz:
| Name | Funktion | Aktien | ||
|---|---|---|---|---|
| Prof. Peter Klaus |
||||
| D.B.A./Boston Univ. | Vorsitzender des Aufsichtsrats | 15.014 | ||
| Klaus Langer | Mitglied des Aufsichtsrats | 2.500 | ||
| Per Klemm | Mitglied des Aufsichtsrats | 46.450 | ||
| Carlos Rodrigues | Mitglied des Aufsichtsrats | 785 |
Die Gesellschaft war am 31. Dezember 2012 an folgenden Unternehmen zu mindestens 20 % beteiligt:
| Beteiligung | Höhe des Anteils |
Eigen- kapital gesamt |
Jahres- überschuss/- fehlbetag |
|
|---|---|---|---|---|
| zum 31.12.2012 |
||||
| Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG ** |
56 % |
154 | T€ T€ 0 |
|
| Emporias Verwaltung GmbH | 60 % |
22 | T€ T€ -1 |
|
| FMS Logistic GmbH | 50 % |
82 | T€ T€ 12 |
|
| MLH Verwaltung GmbH | 100 % |
27 | T€ T€ 1 |
|
| MLI Verwaltung GmbH | 100 % |
24 | T€ T€ -1 |
|
| MLN Verwaltung GmbH | 100 % |
25 | T€ T€ -1 |
|
| MLO Verwaltung GmbH | 100 % |
25 | T€ T€ -1 |
|
| MLSW Verwaltung GmbH | 100 % |
25 | T€ T€ -1 |
|
| MLV Verwaltung GmbH | 100 % |
26 | T€ T€ -1 |
|
| MLW Verwaltung GmbH | 100 % |
25 | T€ T€ -2 |
|
| MSG Verwaltung GmbH | 100 % |
25 | T€ T€ 0 |
|
| Müller – Die lila Logistik Austria GmbH i. L. |
100 % |
34 | T€ T€ -38 |
|
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH * |
100 % |
1.147 | T€ T€ 0 |
|
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG ** |
100 % |
156 | T€ T€ 0 |
|
| Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG |
100 % |
658 | T€ T€ -118 |
|
| Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG ** |
100 % |
25 | T€ T€ 0 |
|
| Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG ** |
100 % |
25 | T€ T€ 0 |
|
| Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. |
100 % |
9.947 | T€ T€ 2.296 |
|
| Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG |
100 % |
40 | T€ T€ -8 |
|
| Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. |
100 % |
54 | T€ T€ -2 |
|
| Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG ** |
100 % |
50 | T€ T€ 0 |
|
| Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG ** |
100 % |
25 | T€ T€ 0 |
|
| Value Added Logistics Sp. z o.o. |
100 % |
245 | T€ T€ 101 |
* Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag nach Ergebnisabführung
** Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag nach Zuweisung zu den Gesellschafterkonten bzw. den
gesamthänderisch gebundenen Rücklagen
Darüber hinaus ist die Müller – Die lila Logistik AG an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungsverbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft), Alzenau, mit 5 T€ am Grundkapital (von insgesamt 97,5 T€) = 5,13 % beteiligt. Weitere Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5 % der Stimmrechte überschreiten, existierten zum Bilanzstichtag 2012 nicht.
Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH wurde am 30. April 2003 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2012 aufgehoben. Die Aufhebung wurde mit Datum vom 19. Dezember 2012 zum Handelsregister angemeldet. Zur wirksamen Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bei der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2012 muss neben den in § 264 Abs. 3 Nr. 3 und 4 HGB benannten, erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllbaren Voraussetzungen, bis zum Datum der Feststellung des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH eine wirksame Verlustübernahmeerklärung gemäß § 302 AktG abgegeben und im Bundesanzeiger offengelegt worden sein. Die Anmeldung der Offenlegung ist mit Datum vom 7. März 2013 erfolgt.
Im Berichtsjahr 2012 waren durchschnittlich 12 Angestellte (ohne Vorstandsmitglieder) beschäftigt (Vorjahr 10).
Bezüglich der Angaben zu den Honoraren und Dienstleistungen des Abschlussprüfers verweisen wir auf den Konzernanhang unter Punkt 29.
Im Geschäftsjahr 2012 gingen der Gesellschaft keine Meldungen über den Anteilsbesitz an der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG zu.
Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 1. August 2012 (Valuta 1. Oktober 2012) ein Zinsderivat mit der BW-Bank mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2015 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 2.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab einen negativen Barwert in Höhe von 23 T€, der als sonstige Rückstellung im vorliegenden Jahresabschluss verarbeitet wurde.
Für Tochterunternehmen waren zum Bilanzstichtag Bürgschaften in Höhe von insgesamt 330 T€ (Vorjahr 8.030 T€) vorhanden. Der Rückgang der Bürgschaften ist begründet durch die Rückgabe zweier Bürgschaften, da die entsprechende Haftungsgrundlage entfallen ist. Zum einen handelt es sich um die Rückgabe einer Bürgschaft für die Kreditfinanzierung der Immobilie in Gliwice (Polen) aus dem Jahr 2007; im Geschäftsjahr 2012 wurden die Kredite durch die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. vollständig getilgt. Zum anderen handelt es sich um die Rückgabe einer Bürgschaft zur Absicherung von Devisentermingeschäften durch die polnische Tochtergesellschaft aus dem Jahr 2009; derzeit werden keine solchen Geschäfte getätigt.
Durch die Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG (ehemals Müller – Die lila Logistik GmbH) mit der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG (ehemals Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH) zum Ablauf des Geschäftsjahres 2009 garantiert die Müller – Die lila Logistik AG die Erfüllung aller aus dem Mietvertrag resultierender finanzieller Verpflichtungen der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG für die gemietete Logistikanlage in Herne gegenüber der Achtzehnten LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg.
Die Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG hat am 18. August 2011 einen Factoring- Vertrag mit der SüdFactoring GmbH, Stuttgart, unterzeichnet. Die Müller – Die lila Logistik AG übernimmt die gesamtschuldnerische Haftung für alle Verbindlichkeiten aus dem Factoring- Vertrag bis zum 30. September 2013.
Auf Grund der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung der betroffenen Tochterunternehmen wurde das Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als geringfügig eingeschätzt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die gemäß § 285 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen und auch keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB darstellen, bestanden am Abschlussstichtag aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Pachtverträge, Leasing). Der zukünftige Aufwand beläuft sich auf 211 T€ (Vorjahr 181 T€). Davon hat die Müller – Die lila Logistik AG Leasingverträge für Pkw mit einer zukünftigen kumulierten Belastung von 172 T€ (Vorjahr 141 T€) abgeschlossen. Die Verträge haben eine unterschiedliche Restlaufzeit. Das Leasinggeschäft bietet verschiedene Vorteile; beispielsweise wird kein Kapital gebunden und eine stets moderne technische Ausstattung wird ermöglicht. Dies sind auch die wesentlichen Vorteile des Geschäfts.
Risiken bestehen bei einer vorzeitigen Auflösung eines Leasingvertrages, bei einer Rückgabe von Pkw mit Feststellungen von Schäden oder einer höheren Kilometerleistung als im Vertrag vorgesehen, sowie im derzeitigen Trend von teurer werdenden Neuabschlüssen von Leasingverträgen. Gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt der zukünftige Aufwand aus Dauerschuldverhältnissen 54 T€ (Vorjahr 40 T€).
Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Besigheim, 8. März 2013
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2012 |
Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2012 |
Kumuliert Stand 01.01.2012 |
Zugänge | Zuschreibungen Geschäftsjahr |
Abgänge | Kumuliert Stand 31.12.2012 |
Stand 31.12.2012 |
Stand 31.12.2011 |
|||
| € | € | € | € | € | € | € | € | € | |||||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||||||||
| 1. | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
108.974,05 | 508,00 | 0,00 | 109.482,05 | 107.175,05 | 716,00 | 0,00 | 0,00 | 107.891,05 | 1.591,00 | 1.799,00 | |
| 2. | Geschäfts- oder Firmenwerte |
4.345.433,83 | 0,00 | 0,00 | 4.345.433,83 | 4.106.347,83 | 204.931,00 | 0,00 | 0,00 | 4.311.278,83 | 34.155,00 | 239.086,00 | |
| 3. | Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 59.277,73 | 0,00 | 59.277,73 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 59.277,73 | 0,00 | |
| 4.454.407,88 | 59.785,73 | 0,00 | 4.514.193,61 | 4.213.522,88 | 205.647,00 | 0,00 | 0,00 | 4.419.169,88 | 95.023,73 | 240.885,00 | |||
| II. | Sachanlagen | ||||||||||||
| 1. | Grundstücke, grundst.gl. Rechte u. Bauten |
0,00 | 5.484.324,75 | 0,00 | 5.484.324,75 | 0,00 | 15.954,75 | 0,00 | 0,00 | 15.954,75 | 5.468.370,00 | 0,00 | |
| 2. | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
299.582,52 | 12.838,51 | 22.699,44 | 289.721,59 | 248.825,52 | 14.881,51 | 0,00 | 7.212,44 | 256.494,59 | 33.227,00 | 50.757,00 | |
| 299.582,52 | 5.497.163,26 | 22.699,44 | 5.774.046,34 | 248.825,52 | 30.836,26 | 0,00 | 7.212,44 | 272.449,34 | 5.501.597,00 | 50.757,00 | |||
| III. | Finanzanlagen | ||||||||||||
| 1. | Anteile an | ||||||||||||
| verbundenen Unternehmen | 17.250.416,86 | 770.000,00 | 6.679.446,30 | 11.340.970,56 | 407.581,91 | 0,00 | 407.581,91 | 0,00 | 0,00 | 11.340.970,56 | 16.842.834,95 | ||
| 2. | Beteiligungen | 20.225,84 | 8.826,69 | 0,00 | 29.052,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 29.052,53 | 20.225,84 | |
| 3. | Sonstige Ausleihungen | 2.060,00 | 0,00 | 0,00 | 2.060,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.060,00 | 2.060,00 | |
| 17.272.702,70 | 778.826,69 | 6.679.446,30 | 11.372.083,09 | 407.581,91 | 0,00 | 407.581,91 | 0,00 | 0,00 | 11.372.083,09 | 16.865.120,79 | |||
| 22.026.693,10 | 6.335.775,68 | 6.702.145,74 | 21.660.323,04 | 4.869.930,31 | 236.483,26 | 407.581,91 | 7.212,44 | 4.691.619,22 | 16.968.703,82 | 17.156.762,79 |
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und erklären, dass:
Besigheim, im Januar 2013
für den Aufsichtsrat für den Vorstand
Prof. Peter Klaus Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender
Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.
Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.1.5, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity) achten soll und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.
In Ziffer 5.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende "zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein (soll), die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten".
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Professor Peter Klaus, ist Mitglied des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt (Personalausschuss). Bedingt durch die Vielzahl von Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie der intensiven und ständigen Zusammenarbeit der Ausschussmitglieder führt Herr Professor Dr. Gerd Wecker den Vorsitz im Personalausschuss.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungs ausschusses, "…der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt".
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschluss vorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsrat mitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss
hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.
Die Fassung des DCGK vom 15. Mai 2012 empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex' hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidaten und Kandidatinnen unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen zu veröffentlichen.
Müller – Die lila Logistik AG wird die Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen. Eine Veröffentlichung innerhalb von 45 Tagen bedarf einer unverhältnismäßigen Mehrarbeit der bei der Erstellung beteiligten Parteien.
Wir haben den von der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, aufgestellten Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs mäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 14. März 2013
RölfsRP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Andreas Diesch Thomas Peil Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Investor Relations Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim Deutschland Tel.: +49 7143 810-125 Fax: +49 7143 810-129 [email protected] www.lila-logistik.com
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