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Müller - Die lila Logistik AG

Annual Report Mar 29, 2012

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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2011

Das Prinzip Nachhaltigkeit

DIE KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

2011 2010 Prozentuale
Veränderung
Absolute
Veränderung
+6.885
T€ 5.245 6.481 -19,1 % -1.236
% 5,6 7,4
T€ 2.984 5.041 -40,8 % -2.057
0,38 0,63 -39,7 % -0,25
% 53,3 49,6
Anzahl 1.017 955 +6,5 % +62
Anzahl 1.051 910 +15,5 % +141
T€ 94.144 87.259 +7,9 %

Performance der Aktie Müller – Die lila Logistik AG

Börse Frankfurt DAX MDAX

HIGHLIGHTS 2011

März

Auszeichnung als "Supplier of the Year" durch General Motors in Detroit, USA.

Mai

Zehn Jahre Börsennotierung. Erstnotierung am 30. Mai 2001.

April

Festigung der Position in Polen durch den neuen Standort in Jelcz-Laskowice.

Juni ErstmalIge Dividendenzahlung.

Projektstart in Kirchheimbolanden.

Juli

20 Jahre Lila Logistik.

Start der Lila Tour.

November

Auszeichnung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für "Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU) 2011".

Oktober

Leidenschaft, Einsatz und soziales Engagement: der LILA LOGISTIK Charity Bike Cup.

Januar bis Dezember 94,1 Millionen Euro Umsatz.

Wir durchbrechen die klassische Trennung zwischen Beratung und Umsetzung. Lila vereint die Kraft des Denkens mit der Kraft des Handelns. Das Zusammenwirken dieser Kräfte macht uns einzigartig. Dies wird in unseren beiden Geschäftsbereichen Lila Consult und Lila Operating erfolgreich gelebt: Das Ergebnis ist stets Lila und damit nachhaltig.

In unserem Geschäftsbereich Lila Consult zeichnen wir uns durch die Nähe zum operativen Geschäft aus. Die analytische und konzeptionelle Komponente macht uns in unserem Geschäftsbereich Lila Operating außergewöhnlich.

Lila Consult

Wir leisten Beratung

Wir kennen die Operative wie wenig andere. Lösungen, die in der Realität nicht standhalten, sind was für Theoretiker aber nichts für uns. Die Bindung zum operativen Geschäft macht uns herausragend. Diese Einzigartigkeit ist Kern unseres Denkens und Handelns: Die Identität von Lila Consult.

Wir denken strategisch und konzipieren logistisch

Wir schließen die Lücke zwischen den strategischen Zielen eines Unternehmens und seiner logistischen Realität. Auf dem Fundament der Gesamtausrichtung der Unternehmen beste Logistik-Konzepte entwickeln: Das ist unser Mehrwert.

Lila Operating

Wir leisten Lösungen

Wir gestalten die Gesamtlösung. Lösungen, die in der Realität nicht standhalten sind keine Basis für uns. Das Denken in und das Umsetzen von Geschäftsmodellen macht uns herausragend: Die Identität von Lila Operating.

Wir handeln realistisch und setzen Strategien um

Das Fundament für die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsmodelle ist die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir schließen die Lücke zwischen der logistischen Realität eines Unternehmens und seinen strategischen Zielen: Das ist unser Mehrwert.

INHALT

An unsere Aktionäre

6 - 7 Brief an die Aktionäre
8 - 12 Bericht des Aufsichtsrats
13 - 15 Erklärung zum Corporate Governance Kodex
16 - 19 Ausgezeichnet
20 - 21 Die Geschäftsbereiche

Konzernlagebericht

24 - 26 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
27 - 31 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
31 - 33 Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
33 Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
33 - 35 Vergütungsbericht
35 - 41 Risiko- und Chancenbericht
41 Nachtragsbericht
41 Abhängigkeitsbericht
41 - 43 Prognosebericht

Konzernabschluss

46 - 47 Konzernbilanz
48 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
48 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
49 Konzern-Kapitalflussrechnung
50 - 51 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
52 - 55 Konzern-Anlagenspiegel

Konzernanhang

58 - 77 Grundlagen der Rechnungslegung
77 - 79 Erläuterungen zur
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
79 - 95 Erläuterungen zur Konzernbilanz
95 - 98 Sonstige Erläuterungen
98 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
99 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Sonstige Informationen

100 Finanzkalender 2012, Impressum, Disclaimer
101 Auszeichnungen

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

FÜR DAS NACHHALTIGE ZUSAMMEN-WIRKEN DER KRAFT DES DENKENS UND DES HANDELNS.

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

FÜR LÖSUNGSANSÄTZE, DIE EFFIZIENTE UND NACHHALTIGE WERTSCHÖPFUNGEN ERZIELEN.

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

FÜR EINSPARUNGEN IM PROZESS ZUR VERMEIDUNG ODER VERRINGER-UNG DES RESSOURCENEINSATZES.

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

FÜR NACHHALTIGKEIT, DIE IN SOZIALER VERANTWORTUNG GELEBT WIRD.

4

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

An unsere Aktionäre

Brief an die Aktionäre
Bericht des Aufsichtsrats
Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Die Geschäftsbereiche

FÜR DAS NACHHALTIGE ZUSAMMENWIRKEN DER KRAFT DES DENKENS UND DES HANDELNS.

6

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

gemeinsam blicken wir zurück auf ein Jahr mit viel Spannung und Abwechslung, ein ereignisreiches Jahr für unsere Lila Logistik. Wir konnten den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erneut steigern – auf insgesamt nun gut 94 Millionen Euro. Wir stehen auf einem soliden Fundament, das es uns erlaubt, auch in diesem Jahr unserer Hauptversammlung eine Dividendenzahlung in der Höhe des Vorjahres vorzuschlagen.

Und wir haben im Geschäftsjahr 2011 das 20-jährige Bestehen unserer Lila Logistik gefeiert, ebenso, wie die nun mittlerweile 10-jährige Notierung an der Börse.

Unsere Leitidee, die uns bereits seit vielen Jahren begleitet, lautet:

Wir durchbrechen die klassische Trennung zwischen Beratung und Umsetzung. Lila vereint die Kraft des Denkens mit der Kraft des Handelns. Das Zusammenwirken dieser Kräfte macht uns einzigartig. Dies wird in unseren beiden Geschäftsbereichen Lila Consult und Lila Operating erfolgreich gelebt: Das Ergebnis ist stets Lila und damit nachhaltig. In unserem Geschäftsbereich Lila Consult zeichnen wir uns durch die Nähe zum operativen Geschäft aus. Die analytische und konzeptionelle Komponente macht uns in unserem Geschäftsbereich Lila Operating außergewöhnlich.

Diese Leitidee, nach der wir handeln und auf der unser Geschäftsmodell aufbaut, wurde im vergangenen Jahr gleich mehrfach ausgezeichnet. Unsere Leistungen auf Basis dieses einzigartigen Lila-Geschäftsmodells waren ausschlaggebend für die Auszeichnung als "Supplier of the Year" durch General Motors, die wir im März 2011 in Detroit entgegen nehmen konnten. Ausgewählt aus unter mehr als 20.000 Zulieferern weltweit konnten wir uns als langfristiger und zuverlässiger Partner von General Motors und Opel hervorheben.

Im November 2011 wurden wir mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU) 2011" ausgezeichnet. Müller – Die lila Logistik AG ist damit der bisher einzige mittelständische Logistikdienstleister, der für seine Unternehmensstrategie, die in besonderem Maße ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt, mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Wir reihen uns mit diesem Preis unter Preisträgern ein wie Siemens, Viessmann, alnatura, dm-drogeriemarkt oder Persönlichkeiten wie Peter Maffay, Sir Cliff Richard und Joachim Fuchsberger, die ebenfalls ausgezeichnet wurden.

Zum 20-jährigen Firmenjubiläum wurden in den Niederlassungen der Lila Logistik Gruppe über das Jahr verteilt verschiedenste Hilfsprojekte entwickelt und umgesetzt. Dabei stand insbesondere die Hilfe für Kinder im Mittelpunkt. Egal ob es um Renovierungsarbeiten, die Pflege der Außenanlagen von Hilfseinrichtungen oder um den Lerncomputer für Kinder ging. Zur Jubiläumsfeier schließlich veranstaltete die Lila Logistik deshalb eine Radrundfahrt entlang der operativen Standorte in Deutschland und Polen mit Kollegen und prominenten Begleitern, wie dem Olympiasieger Gregor Braun, um die Hilfsprojekte vor Ort zu bestaunen. In freiwilliger Hilfe leisteten unsere Kolleginnen und Kollegen mehr als 2.000 unbezahlte und unbezahlbare Arbeitsstunden. An dieser Stelle nochmals meinen persönlichen Dank hierfür.

Angesichts des ereignisreichen, zurückliegenden Jahres, erwarten wir ein ebenso spannendes und abwechslungsreiches Jahr 2012. Unsere Erwartungen wurden Anfang März erfreulich bestätigt: Erneut wurden wir von unserem Kunden General Motors mit der Auszeichnung "Supplier of the Year" geehrt. Ein wiederholter Beleg für unsere außergewöhnlichen Leistungen und eine nachhaltige Partnerschaft. Mit dem Erwerb von Flächen am Standort unserer Unternehmenszentrale in Besigheim und Erweiterungsmöglichkeiten an unserem Standort in Gliwice, Polen, halten wir die Option, bis zu 25.000 weitere Quadratmeter logistischer Dienstleistungsflächen anbieten zu können.

Ich freue mich darauf, Ihnen auch weiterhin ein innovativ ausgerichtetes und nachhaltig handelndes Unternehmen präsentieren zu dürfen. Ich danke unseren Mitarbeitern, Aktionären, Partnern und Dienstleistern für die Unterstützung dabei.

Ihr

Michael Müller Vorsitzender des Vorstands Müller – Die lila Logistik AG

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG, in Person von Herrn Prof. Klaus, Herrn Prof. Dr. Wecker, Herrn Langer, Herrn Klemm, Herrn Buckmann und Herrn Rodrigues, informiert im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG bei der Leitung der Lila Logistik Gruppe kontinuierlich beraten und überwacht. Auf Grundlage der ausführlichen sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form zeitnah und umfassend erteilten Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2011 beratend

begleitet und seine Aufgaben der Überwachung des Vorstands bei der Führung der Geschäfte wahrgenommen. In die Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig vom Vorstand eingebunden. Auch zwischen den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen führten Aufsichtsratsmitglieder Gespräche mit den Mitgliedern des Vorstands, wenn außerordentliche Geschäftsvorgänge dies erforderten. Zusätzlich standen der Vorstandsvorsitzende und der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Austausch über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen. Über das monatliche Berichtswesen, das wesentliche Finanzdaten im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt und erläutert, war der Aufsichtsrat kontinuierlich sowohl über die Müller – Die lila Logistik AG als auch

über die Konzerngesellschaften und die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung informiert. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach vorhergehender gründlicher Prüfung und Beratung jeweils sein Votum abgegeben. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.

Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Folglich musste die Hauptversammlung vom 1. Juni 2011 hierüber auch nicht informiert werden.

Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat prüfte und erörterte alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen im gebotenen Maß und hinterfragte diese kritisch. Gemäß der Satzung und/oder der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtige Angelegenheiten, legte der Vorstand dem Aufsichtsrat jeweils rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. In allen diesen Fällen stimmte der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung zu. Beschlüsse für eilbedürftige Geschäftsvorfälle, die zwischen den Aufsichtsratsitzungen entstanden, wurden im schriftlichen Verfahren mittels eines Umlaufbeschlusses gefasst.

In insgesamt vier turnusmäßigen Sitzungen beriet sich der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2011. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die wirtschaftliche Lage der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Tochter- und Konzerngesellschaften. Der Prüfungsausschuss beriet sich in drei, der Personalausschuss in vier Sitzungen. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse war in weniger als der Hälfte der Sitzungen anwesend.

In seiner März-Sitzung 2011 waren der Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sowie der Bericht des Abschlussprüfers der Mittelpunkt der Sitzung. Zur Vorbereitung standen den Aufsichtsratsmitgliedern umfangreiche Unterlagen, teilweise im Entwurf, zur Verfügung. Hierzu zählen der Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach IFRS, der Lagesowie Konzernlagebericht, der Corporate Governance Bericht, die Prüfungsberichte der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzerns, der Bericht des Aufsichtsrats, der Gewinnverwendungsvorschlag sowie der Risikobericht. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erläuterte dem Plenum die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete über das Prüfungsergebnis des Jahresund Konzernabschlusses 2010, den Vorschlag des Prüfungsausschusses sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Der Aufsichtsrat billigte die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse und Lageberichte und erklärte sich mit den vorgelegten Berichten einverstanden und beschloss den Bericht des Aufsichtsrats. Der Jahres- und Konzernabschluss 2010 wurde festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der bevorstehenden Hauptversammlung erstmals die Auszahlung einer Dividende vorzuschlagen.

Die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG und der Stand der Vorbereitung auf diese waren Mittelpunkt der Mai-Sitzung 2011 des Aufsichtsrats. Der Vorstand berichtete über den Fortgang der Vorbereitungen sowie über die Auswirkungen rechtlicher Veränderungen. Der Aufsichtsrat befasste sich vorab bereits eingehend mit der Tagesordnung zur Hauptversammlung sowie den einzelnen Themenschwerpunkten und stimmte hierüber per Umlaufbeschluss ab. Der Aufsichtsrat stimmte in der Sitzung dem Investitionsbedarf in neue Standorte zu. Ebenfalls Zustimmung des Aufsichtsrats fanden weitere gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen von Konzerngesellschaften. Der Aufsichtsrat unterzog sich der jährlichen Effizienzprüfung, die mittels Selbstevaluierung durchgeführt wurde.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 war Thema in der Oktober-Sitzung 2011 des Aufsichtsrats. Eine weitere Basis für das Wachstum der Lila Logistik Gruppe wurde durch die Genehmigung der Finanzierungsstruktur des Grundstückerwerbs am Standort Besigheim beschlossen. Ebenfalls diskutiert wurden die aktuellen Beziehungen zu Großkunden.

In der Dezember-Sitzung 2011 waren die vom Vorstand ausgearbeiteten Planungen und das von ihm vorgeschlagene Budget 2012 Hauptthema der Aufsichtsratssitzung. Nach umfänglicher Erörterung und ausführlicher Beratung wurde das Budget 2012 des Konzerns gebilligt. Der Vorsitzende des Personalausschusses schlug die im Ausschuss ausgearbeiteten Zielwerte der Jahre 2012 bis 2014 für die Berechnung der Vorstandstantiemen vor, die vom Aufsichtsrat erörtert und beschlossen wurden.

In allen vier Sitzungen des Geschäftsjahres 2011 waren die wirtschaftliche Situation sowie die getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Lila Logistik Gruppe zentrale Themen, ebenso wie die wirtschaftlichen Verläufe einzelner Gesellschaften, Niederlassungen und Großkunden.

Arbeit der Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet, die die Arbeit im Plenum unterstützen. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, eingehend vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Ausschusssitzung folgenden Aufsichtsratssitzung. Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie einen Personalausschuss eingerichtet.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG bereitete in seiner ersten Sitzung des Geschäftsjahres 2011, die im März stattfand, den Beschluss zur Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat intensiv vor. Die Vertreter des durch die Hauptversammlung bestellten und vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfers, der Rölfs WP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/Düsseldorf, nahmen ebenfalls an der Sitzung teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen den ergänzenden Fragen durch die Ausschussmitglieder Rede und Antwort. Die von der Geschäftsführung aufgestellten Zwischenmitteilungen innerhalb des ersten bzw. zweiten Halbjahres wurden im Mai bzw. November erörtert. Der Halbjahresfinanzbericht stand im August im Mittelpunkt der Erörterungen. Angaben und Aussagen der unterjährigen Finanzberichte wurden vom Prüfungsausschuss nicht beanstandet. Der Ausschuss befasst sich zudem schwerpunktmäßig mit dem System des Risikomanagements, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie der Wirksamkeit der internen Revision. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Sitzungen.

Personalausschuss

Im Geschäftsjahr 2011 wurden vier Sitzungen des Personalausschusses, der die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet, durchgeführt. Er befasste sich mit den für den Personalausschuss relevanten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Effizienzsteigerung der Lila Logistik Gruppe durch best-qualifizierte Mitarbeiter sowie der Ausgestaltung des Systems der Vorstandsvergütung, der Prüfung sowie der Festsetzung der jeweiligen Vorstandsbezüge. Die entsprechenden Beschlussvorschläge wurden anschließend dem Aufsichtsratsplenum unterbreitet. Der Personalausschuss besucht in Verbindung mit Aufsichtsratssitzungen regelmäßig unterschiedliche Standorte der Lila Logistik Gruppe und informiert sich vor Ort.

Corporate Governance Kodex und Entsprechenserklärung

Die Inhalte des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner geltenden Fassung vom 26. Mai 2010 wurden ausführlich erörtert und diskutiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am 16. Dezember 2011 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG gemeinsam abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 13 bis 15 vollständig wiedergegeben.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2011

Der Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht, jeweils 2011, wurden von der Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/Düsseldorf, ordnungsgemäß geprüft. Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 1. Juni 2011 hatte der Aufsichtsrat den Prüfauftrag an die Rölfs RP AG vergeben.

Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.

An der Sitzung des Prüfungsausschusses am 22. März 2012 nahm ebenfalls der Abschlussprüfer teil. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik AG sowie über den Konzernabschluss. Ergänzenden und weiterführenden Fragen durch die Mitglieder des Ausschusses stand der Abschlussprüfer anschließend zur Verfügung und machte zu angesprochenen Themen erörternde Ausführungen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2012 dem Plenum einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.

Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG gebilligt. Ebenfalls billigte der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahres- und Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.

Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG

Dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG haben ferner der Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorgelegen. Der Abschlussprüfer hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands erhoben und den folgenden, uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand und die von diesen bezeichneten Auskunftspersonen haben die für eine sorgfältige Prüfung des Abhängigkeitsberichts notwendigen Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die erforderlichen organisatorischen und abrechnungstechnischen Voraussetzungen für eine vollständige und zutreffende Berichterstattung sind gegeben. Wir erteilen dem Abhängigkeitsbericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr 2011 gemäß § 313 Abs. 2 AktG den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und stimmt ihm ebenso wie dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe und der Unternehmensleitung für ihren persönlichen Einsatz und die geleistete Arbeit und spricht allen seine hohe Anerkennung aus.

Besigheim, im März 2012

Für den Aufsichtsrat

Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller - Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und erklären, dass:

  • t den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 (bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 05. August 2009) grundsätzlich entsprochen wurde. Nicht vollständig angewandt wurden die Empfehlungen der Ziffern 3.8, 4.2.3, 5.2, 5.3.3, 5.4.6 und 7.1.2.
  • t den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 (bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 02. Juli 2010) grundsätzlich entsprochen wurde und wird. Nicht vollständig angewandt wurden und werden die Empfehlungen der Ziffern 2.3.3, 3.8, 4.1.5, 4.2.3, 5.1.2, 5.2, 5.3.3, 5.4.1, 5.4.6 und 7.1.2.

Besigheim, im Dezember 2011

für den Aufsichtsrat für den Vorstand

Prof. Peter Klaus Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:

Ziffer 2.3.3 DCGK: Briefwahl

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 empfiehlt in Ziffer 2.3.3 S. 2, dass die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl und bei der Stimmrechtsvertretung unterstützen soll, und sieht in Ziffer 2.3.1 die Veröffentlichung entsprechender Formulare auf der Internetseite der Gesellschaft vor.

Die Satzung von Müller – Die lila Logistik AG sieht bislang die Möglichkeit einer Briefwahl nicht vor. Aus Sicht der Gesellschaft ist die Briefwahl nicht ausreichend erprobt und es ergeben sich Unsicherheiten hinsichtlich der Feststellung der Echtheit der per Briefwahl abgegeben Stimmen. Müller – Die lila Logistik AG bietet seinen Aktionärinnen und Aktionären bereits seit Jahren die Möglichkeit der Stimmabgabe vor dem Tag der Hauptversammlung mittels eines von der Gesellschaft bestimmten Stimmrechtsvertreters. Durch die Möglichkeit einer Briefwahl ergeben sich keine zusätzlichen Erleichterungen bei der Wahrnehmung der Aktionärsrechte.

Ziffer 3.8 DCGK: Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.

Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.

Ziffern 4.1.5 DCGK: Diversity

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.1.5, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity) achten soll und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.

Ziffer 4.2.3 DCGK: Mehrjährige Bemessungsgrundlage der variablen Vergütung

In Ziffer 4.2.3 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat dafür zu sorgen hat, "dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben."

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile. Allerdings fehlt die Vereinbarung einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage. Bei der Verlängerung der Vorstandsverträge standen Gesichtspunkte der Kontinuität – personell, aber auch vergütungstechnisch – im Vordergrund. Bei zukünftigen Vertragsverhandlungen wird die Vereinbarung einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage berücksichtigt.

Ziffer 5.1.2 DCGK: Diversity

In Ziffer 5.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.

Ziffer 5.2 Absatz 2 DCGK: Ausschussvorsitz

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende "zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein (soll), die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten".

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Professor Peter Klaus, ist Mitglied des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt (Personalausschuss). Bedingt durch die Vielzahl von Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie der intensiven und ständigen Zusammenarbeit der Ausschussmitglieder führt Herr Professor Dr. Gerd Wecker den Vorsitz im Personalausschuss.

Ziffer 5.3.3 DCGK: Bildung eines Nominierungsausschusses durch den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "…der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt".

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.

Ziffer 5.4.1 Absatz 2 DCGK: Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Mit der Neufassung des DCGK vom 26. Mai 2010 wurden in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 neue Empfehlungen eingeführt, wonach der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung kon krete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzule gende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat bei Vorschlägen an die Hauptver sammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern auf Vielfalt im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen geachtet. Die Ziele für die zukünftige Zusammensetzung des Auf sichtsrats und die insoweit bestehenden Vorgaben des DCGK in der Fassung vom 26. Mai 2010 werden mit besonderer Rücksicht auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die unternehmensspezifische Situation der Müller – Die lila Logistik AG gegenwärtig vom Auf sichtsrat

diskutiert und geprüft. Bis zu einer entsprechenden Festlegung muss vorsichtshal ber eine entsprechende Abweichung vom DCGK erklärt werden. Insbesondere kann auch noch keine Zielsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Ziffer 5.4.6 DCGK: Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrates

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt neben einer festen auch "…eine erfolgsorientierte Vergütung (erhalten). Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten".

Die Aufsichtsratsmitglieder der Müller – Die lila Logistik AG erhalten eine angemessene feste Vergütung. Die Vereinbarung einer zusätzlichen erfolgsorientierten Vergütung führt nach Auffassung der Müller – Die lila Logistik AG nicht zu einer besseren Aufsicht und kann auch Anreiz zu Fehlentwicklungen geben. Von daher sollte zwischen der Aufsichtspflicht und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens kein Motiv-geleiteter Zusammenhang bestehen, zumal die Aufsichtspflichten klar geregelt sind.

Ziffer 7.1.2 DCGK: Veröffentlichungsfrist für Zwischenberichte

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen zu veröffentlichen.

Müller – Die lila Logistik AG wird die Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen. Eine Veröffentlichung innerhalb von 45 Tagen bedarf einer unverhältnismäßigen Mehrarbeit der bei der Erstellung beteiligten Parteien.

AUSGEZEICHNET

MÜLLER – DIE LILA LOGISTIK GEWINNT DEN DEUTSCHEN NACHHALTIGKEITSPREIS FÜR DIE NACHHALTIGSTEN ZUKUNFTS-STRATEGIEN

Das Geschäftsmodell von Müller – Die lila Logistik überzeugt als nachhaltigste Zukunftsstrategie mittelständischer Unternehmen in Deutschland.

Der international tätige Logistikdienstleister mit Sitz in Besigheim wurde dafür am Abend des 4. November in Düsseldorf mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2011 ausgezeichnet, der in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung vergeben wird.

Der Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzende der Müller – Die lila Logistik AG, Michael Müller, nahm in dem Beisein des gesamten Managements bei der festlichen Preisverleihung in Düsseldorf den Preis aus den Händen von Bundesminister Ronald Pofalla, Chef des Bundeskanzleramtes, persönlich entgegen. Als

Die Jury bewertete das Geschäftsmodell "Lila Logistik" als "spannend" und preiswürdig.

erster mittelständischer Logistikdienstleister reiht sich Müller – Die lila Logistik damit in die Liste namhafter Preisträger ein. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wurde in den vergangenen vier Jahren an zukunftsorientierte Unternehmen wie Bosch Siemens Hausgeräte, Alverde, REWE oder Daimler und an nachhaltig engagierte Persönlichkeiten wie Joschka Fischer, Jamie Oliver oder den britischen Thronfolger Prinz Charles vergeben.

Mit der Auszeichnung wird nicht zuletzt die langfristige ökonomische, ökologische und soziale Ausrichtung des vor 20 Jahren gegründeten Logistikdienstleisters gewürdigt, die sich in der nachhaltigen Zukunftsstrategie widerspiegelt.

Müller – Die lila Logistik kombiniert Prozessberatung und operative Logistik zu einem ressourcenschonenden logistischen Gesamtkonzept, das auch in der schlüssigen Planung und der wirtschaftlichen Umsetzung den hohen Anforderungen der Juroren aus Wissenschaft und Wirtschaft entspricht.

"Lila" steht für effizienten Ressourceneinsatz

Der deutsche Nachhaltigkeitspreis zeichnet Müller – Die lila Logistik als Unternehmen aus, in dem "Nachhaltigkeit" kein aufgesetzter Begriff, sondern gelebte Wirklichkeit ist. Ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung zieht sich durch das Geschäftsmodell und die Kundenlösungen der Müller – Die lila Logistik wie ein "lila Faden". Denn der Logistikdienstleister durchbricht die klassische Trennung zwischen Beratung und Umsetzung. Logistiklösungen entstehen bei der Lila Logistik durch die Kraft des Denkens, das in der Farbenlehre Blau dargestellt wird, und durch die Kraft des Handelns, das mit der Farbe Rot verbunden wird. Die Verbindung der beiden Geschäftsbereiche Consult und Operating ergibt folglich "Lila". Das Zusammenwirken dieser Kräfte macht Müller – Die lila Logistik einzigartig. Konkret bietet der Kontraktlogistiker Lösungsansätze, die in zweifacher Weise effizient und nachhaltig wirken. Zum einen entwickelt er mit den Kunden Logistikkonzepte, die zu Einsparungen in den Prozessen und zur Verringerung oder Vermeidung des Ressourceneinsatzes führen.

Zum anderen kommen schließlich bei der Umsetzung logistischer Dienstleistungen mit eigenem Equipment und Facilities ressourcenschonende Abläufe und Technologien zum Einsatz.

Nachhaltige Zukunft beginnt schon in der Vergangenheit. Nachhaltigkeit gilt es nach dem Verständnis der Initiatoren des Deutschen Nachhaltigkeitspreises auf

Ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung zieht sich durch das Geschäftsmodell wie ein "lila Faden".

der ökonomischen, ökologischen und sozialen Ebene gleichermaßen zu verwirklichen. Dies deckt sich mit dem Selbstverständnis des Dienstleisters Müller – Die lila Logistik, dessen 955 Mitarbeiter 2010 einen Umsatz von 87,3 Millionen Euro erwirtschafteten. Deshalb spielen von der Unternehmensstrategie bis hin zu den Zielen der einzelnen Mitarbeiter Themen wie eine hohe Eigenkapitalquote, Gebäudeenergie, Green-IT, effizientes Reisemanagement, Energie und Papierverbrauch, Weiterbildung und vieles mehr eine durchgängige Rolle.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lila Logistik haben sich in diesem Jahr anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Lila-Unternehmensgruppe auch stark für die Hilfe kranker Kinder engagiert. Nicht nur mit finanzieller Unterstützung, sondern mit über 2.000 freiwilligen Arbeitsstunden leisteten sie tatkräftige Hilfe bei der Umsetzung von 13 Hilfsprojekten.

"Wer mit Müller – Die lila Logistik arbeitet, der hat einen großen Schritt für seine eigene Nachhaltigkeit getan", erklärt Michael Müller seine Mission; wohlweislich, dass er dann gemeinsam mit seinen Kunden und Lieferanten auf hohem Niveau effiziente respektive nachhaltige Wertschöpfung betreibt. Für diese Einstellung des Reflektierens, Optimierens und der gemeinschaftlichen Realisierung nachhaltiger Logistikketten wurde Müller – Die lila Logistik in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet. Schon 1997 gewann der Logistikdienstleister für eine

Das ausgezeichnete Geschäftsmodell der Müller – Die lila Logistik AG berücksichtigt einen effizienten Ressourceneinsatz, sowohl bei den Kunden als auch beim Dienstleister selbst.

innovative, ressourcensparende Lösung im Transportmanagement den Europäischen Transportpreis. 2009 zeichnete der Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2008 und Kunde der Müller – Die lila Logistik, die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, seinen Dienstleister mit dem BSH Logistik

Nachhaltigkeit in diesem Sinne wird von Lila Logistik bei der Wahl von Lieferanten ebenso wie in der Zusammenarbeit mit Kunden stets fokussiert.

Umweltpreis aus. Müller – Die lila Logistik wurde im März 2011 von General Motors (GM) als Zulieferer des Jahres ausgezeichnet. Der Mittelständler setzte sich in dem großen Kreis von Lieferanten mit einer Logistiklösung durch, die den weltweiten Inbound an Waren für Europa präzise und nachhaltig steuert.

Vor dem Hintergrund dieser Vergangenheit wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2011 bei Müller – Die lila Logistik in der Tat eine Wirkung in die Zukunft haben. "Wir freuen uns sehr, dass unser seit Jahren verfolgtes Bestreben, nachhaltige Lösungen zu schaffen, mit diesem angesehenen Preis gewürdigt wurde. Für uns ist es eine Bestätigung, dass wir mit unserem zukunftsweisenden Geschäftsmodell der Lila Logistik im deutschen Mittelstand an der Spitze liegen. Wir sehen den Preis auch als Verpflichtung, weiter an uns zu arbeiten und noch mehr Unternehmen von dieser Einstellung zu begeistern", so Michael Müller.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis (DNP) wird an Unternehmen vergeben, die vorbildlich wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftsverbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Der DNP prämiert Unternehmen jeder Größe und Branche, die in ihrer Wertschöpfung ökologische und soziale Belange in möglichst großem Umfang berücksichtigen und gleichzeitig profitabel wirtschaften. 2011 steht der DNP unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Müller – Die lila Logistik AG

LILA CONSULT

In unserem Geschäftsfeld LILA CONSULT beraten wir Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Durch eine enge Verbindung zur operativen Logistik verfügen wir über tägliches Benchmarking und ständiges Feedback aus unseren Abwicklungen.

LILA CONSULT

Unter Logistikberatung verstehen wir die strategische und konzeptionelle Begleitung unserer Kunden in Phasen der Veränderung und neuer Herausforderungen.

Durch eine enge Verzahnung mit den operativen Logistikeinheiten und den realisierten Projekten wissen wir genau worauf es ankommt.

Durch die Verbindung von BERATUNG UND OPERA-TIVER Logistikdienstleistung durchbrechen wir diese klassische Trennung.

Nachhaltige Wertsteigerungen zu erzielen, erfordert einerseits sehr individuelle Lösungsansätze und andererseits eine methodische Stringenz im Vorgehen. Entscheidend für Ihren Erfolg ist die Expertise und die Erfahrung unseres Beratungsteams.

Wir folgen auch in der Beratung unserem Branchenfokus, der sich auf AUTOMOTIVE, ELECTRONICS, INDUSTRIAL, CONSUMER, ENERGY und MEDICAL&PHARMA konzentriert.

Müller – Die lila Logistik AG LILA OPERATING

Beim LILA OPERATING setzen wir die konzipierten Lösungen unter dem "Dach des Kunden" oder in unseren Logistics Service Centern um. Dort sorgen wir für optimale Material- und Informationsflüsse.

LILA OPERATING

Lila Operating nennen wir die Tätigkeiten, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Operative Logistikdienstleistungen sowohl in unseren Logistics Service Centern (FACTORY) als auch im Transportmanagement (ROUTE) folgten immer unseren lila Ansprüchen an Innovation und Intelligenz. Und das in allen drei Logistikbereichen:

  • Beschaffungslogistik
  • Produktionslogistik
  • Distributionslogistik

Logistik à la LILA ist immer verlässlich und geprägt durch höchste Qualitätserreichungsgrade. Am Beginn unserer Tätigkeit steht die Analyse der aktuellen Gegebenheiten.

Mit Hilfe unternehmenseigener Bewertungstools erhalten Sie Transparenz über die wirklichen Kosten Ihrer heutigen Logistikabwicklungen und erkennen schnell die Potentiale, die Sie mit Müller – Die lila Logistik an Ihrer Seite heben können.

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

24 - 26 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
27 - 31 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
31 - 33 Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
33 Veränderungen im Vorstand
33 - 35 Vergütungsbericht
35 - 41 Risiko- und Chancenbericht
41 Nachtragsbericht
41 - 43 Prognosebericht

FÜR LÖSUNGSANSÄTZE, DIE EFFIZIENTE UND NACHHALTIGE WERTSCHÖPFUNGEN ERZIELEN.

KONZERNLAGEBERICHT

1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

Vorbemerkung

Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2011. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.

1.1 Geschäftsmodell

Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den drei Säulen Management Beratung, Logistics Engineering und Interim Services zusammen. Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:

  • t Automotive t Industrial
  • t Electronics t Energy
  • t Consumer t Medical&Pharma

Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.

1.2 Beteiligungen

Im Geschäftsjahr 2011 haben folgende Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Müller – Die lila Logistik AG stattgefunden: Im ersten Quartal 2011 wurden die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG, MSG Verwaltung GmbH, Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG und MLSW Verwaltung GmbH gegründet. Im vierten Quartal wurde die Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG gegründet sowie eine Vorratsgesellschaft gekauft und anschließend in die MLI Verwaltung GmbH umfirmiert. Alle genannten Gesellschaften haben ihren Sitz in Besigheim und sind jeweils 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG. Zum 31. Dezember 2011 wurde der Geschäftsbetrieb der Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG auf Grund der Beendigung der Zusammenarbeit auf den Kunden übertragen.

Die aktuelle Struktur der Lila Logistik Gruppe sieht wie folgt aus:

Müller – Die lila Logistik AG

E.L.V.I.S. Europäischer Ladungs-Verbund
Internationaler Spediteure AG
Alzenau 5,13 %
Emporias Management Consulting Unterföhring 56 %
GmbH & Co. KG
Emporias Verwaltung GmbH
Unterföhring 60 %
FMS Logistic GmbH Besigheim 50 %
MLH Verwaltung GmbH Besigheim mittelbar
100 %
MLI Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLN Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLO Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLSW Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLV Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLW Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MSG Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Austria GmbH Graz (A) 100 %
Müller – Die lila Logistik Deutschland
GmbH
Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG Herne mittelbar
100 %
Müller – Die lila Logistik Immobilien
GmbH & Co. KG
Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Nord
GmbH & Co. KG
Bünde 100 %
Müller – Die lila Logistik Ost
GmbH & Co. KG
Zwenkau 100 %
Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. Gliwice (PL) 100 %
Müller – Die lila Logistik Service
GmbH & Co. KG
Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. Bratislava
(SK)
100 %
Müller – Die lila Logistik Südwest
GmbH & Co. KG
Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Verwaltung
GmbH & Co. KG
Herne 100 %
Müller – Die lila Logistik West
GmbH & Co. KG
Herne 100 %
Value Added Logistics Sp. z o.o. Gliwice (PL) 100 %

1.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Logistikmarkt

Die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft ist im Jahr 2011 ins Stocken geraten. Nach dem sehr kräftigen Zuwachs von 5,1 % im Jahr 2010 dürfte die Weltproduktion im abgelaufenen Jahr nur noch um 3,8 % gestiegen sein. Für den sehr verhaltenen Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts im ersten Halbjahr 2011 waren allerdings auch temporäre Faktoren verantwortlich. So wirkte der kräftige Anstieg der Rohstoffpreise belastend, und die Folgen des Erdbebens in Japan beeinträchtigten die Produktion nicht nur dort spürbar. Mit Abklingen dieser Faktoren legte die Weltproduktion im dritten Quartal mit einer laufenden Jahresrate von reichlich 4,0 % wieder recht kräftig zu. Gleichwohl ist die Konjunktur tendenziell weiterhin abwärts gerichtet. Darauf deutet etwa der Indikator des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) für die weltwirtschaftliche Aktivität hin. Er ist bis zuletzt abwärts gerichtet gewesen und lässt für das Schlussquartal des Jahres 2011 eine nur schwache Expansion erwarten. Zur Jahreswende stand die Weltwirtschaft unter dem Eindruck der Staatschuldenkrise im Euroraum, von Unsicherheiten über den Zustand des Finanzsektors, von Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der finanzpolitischen Diskussion in den Vereinigten Staaten und einer überraschend schwachen Dynamik in den Schwellenländern. Die Wirtschaft in den Schwellenländern wird durch die schwache Ausweitung der Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zunächst weiter gebremst (vgl. Pressemitteilung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vom 20. Dezember 2011).

Das Wachstum des realen BIP im Euro-Währungsgebiet verlangsamte sich im dritten Vierteljahr 2011 weiter auf 0,1 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem im ersten und im zweiten Jahresviertel ein Zuwachs von 0,8 % bzw. 0,2 % verzeichnet worden war. Geringere Beiträge des Außenhandels und der Vorratsveränderungen konnten nicht durch das höhere Wachstum der privaten Konsumausgaben kompensiert werden. Das Produktionsniveau lag im dritten Quartal 2011 immer noch 1,7 % unter dem im ersten Vierteljahr 2008 verzeichneten Höchststand. Im vierten Quartal 2011 dürfte das reale BIP-Wachstum im Euroraum sehr schwach gewesen sein. Den Umfrageergebnissen für die letzten zwei Monate zufolge gibt es erste

Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaftstätigkeit auf niedrigem Niveau (vgl. EZB Monatsbericht Februar 2012).

Polens Wirtschaft zeigt sich wenig beeindruckt von der globalen Konjunkturabschwächung. Die Erholung der Konjunktur in Polen hatte sich zu Beginn des Jahres 2011 fortgesetzt. Mit einer steigenden Auslastung der Produktionskapazitäten hatten auch die Unternehmensinvestitionen sich wieder stärker belebt. Sie trugen positiv zur Binnennachfrage bei, der wichtigsten Triebkraft der wirtschaftlichen Expansion. Der private Konsum blieb trotz beschleunigter Inflation und einer Mehrwertsteuererhöhung weiter nach oben gerichtet. Die gute Konjunktur hatte auch eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage zur Folge: Die Beschäftigung in den Unternehmen stieg wieder kräftiger an, die Arbeitslosenquote verringerte sich aber noch kaum. Im Verlauf des Jahres 2011 hat sich das konjunkturelle Klima allerdings etwas abgekühlt (vgl. Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Pressemitteilung 55/2011 vom 21. Dezember 2011).

Die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland erreichte im Verlauf des vergangenen Jahres wieder das Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise vom Frühjahr 2008. Der krisenbedingte Nachholprozess verlief somit dynamischer, als die Bundesregierung noch vor Jahresfrist erwartet hatte. Der Aufschwung fiel – auch im internationalen Vergleich – sehr kräftig aus: Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2011 preisbereinigt um 3,0 % zu, nachdem es im Jahr zuvor bereits um 3,7 % zugelegt hatte. Wachstumsträger war vor allem das Verarbeitende Gewerbe. Allerdings hat im Laufe des vergangenen Jahres die Verschuldung in einer Reihe von Industriestaaten – oft gepaart mit Zweifeln an deren Wettbewerbsfähigkeit – zu einer deutlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten geführt. Dadurch trübten sich auch die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011 merklich ein. Das Wachstum verlor an Fahrt. Durch die anhaltende Verunsicherung wurde das Wachstum stärker gedämpft als zuvor angenommen (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2012 "Vertrauen stärken – Chancen eröffnen – mit Europa stetig wachsen", Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie).

Der deutsche Logistikmarkt ist im Jahr 2011 nach bisherigen Erkenntnissen um knapp 6,0 % auf 222 Mrd. € gewachsen. Für 2012 stehen die Zeichen für die Branche eher auf Stagnation: Der Prognosekorridor für die Entwicklung des Umsatzvolumens in der deutschen Logistikwirtschaft dürfte Prof. Dr. Kille vom Institut für angewandte Logistik der Hochschule Würzburg-Schweinfurt zufolge bei minus 1,0 bis plus 2,0 % für 2012 liegen. Nach zwei Jahren mit Wachstumsraten von 5 % und mehr beläuft sich das erwartete Logistikmarktvolumen damit auf 220 bis 228 Mrd. €. "Dieses Jahr ist im besten Falle ein Plus von 1,0 % bei der Nachfrage nach Logistikleistungen zu erwarten – ohne Katastrophen", ist Prof. Dr. Kille überzeugt. Bei Einbezug von Kosten- und Preisveränderungen könne der Logistikmarkt damit um 2,0 % wachsen. Allerdings: Die Schuldenkrise in Europa verspricht nicht gerade wachsende Exporte. Auch die gedrosselten Importe zeugen von der Vorsicht der Produktionsplaner. Prof. Dr. Kille: "Damit könnten auch die Preise durch Überkapazitäten am Markt zurückgehen. Das könnte wiederum dazu führen, dass der Logistikmarkt um 1,0 % und vielleicht sogar mehr schrumpft" (vgl. Bundesvereinigung Logistik "Prognose für den Logistikmarkt 2012" vom 13. Januar 2012).

Die Lila Logistik Gruppe steigerte die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 % auf 94.144 T€. Dabei profitierten alle Tochtergesellschaften von der positiven Dynamik der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung. Die Einflüsse aus den Beendigungen bzw. dem Auslaufen von Kundenverträgen an den Standorten Graz (Österreich), Antwerpen (Belgien) und Malacky (Slowakei) im Jahr 2010 konnten durch Umsatzsteigerungen der anderen Tochtergesellschaften kompensiert werden. Der Beratungsbereich Lila Consult verbesserte sowohl die Umsatzerlöse als auch das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2011 auf 2.984 T€.

1.4 Standorte und Betriebsstätten

Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe sind in folgenden Städten: Besigheim, Bochum, Böblingen, Bünde, Herne, Kirchheimbolanden, Leipzig, Recklinghausen, Schorndorf, Unterföhring und Zwenkau.

Die internationalen Standorte und Betriebsstätten befinden sich in Antwerpen (Belgien), Graz (Österreich), Gliwice, Jelcz-Laskowice, Olawa, Wroclaw (alle Polen) und Bratislava (Slowakei).

1.5 Veränderungen im Konsolidierungskreis

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren im Berichtsjahr 2011 folgende Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe einbezogen: Ab dem zweiten Quartal 2011 wurden die Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG sowie die MLSW Verwaltung GmbH in den Konsolidierungskreise der Lila Logistik Gruppe einbezogen. Mit Ablauf des zweiten Quartals wurde die Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. entkonsolidiert. Ab dem vierten Quartal 2011 wurden die Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG sowie die MLI Verwaltung GmbH in den Konsolidierungskreise der Lila Logistik Gruppe einbezogen.

Darüber hinaus haben im Vorjahresvergleich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.

1.6 Steuerungsgrößen

Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe finanzielle und nichtfinanzielle interne Steuerungsgrößen.

Finanzielle Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen, wie z. B. Angaben über Ziele, Strategien, Chancen und Risiken.

Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nichtfinanzielle Faktoren wie beispielsweise der Ausbildungsstand der Mitarbeiter und die Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle.

2. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

2.1 Umsatzerlöse

Die Lila Logistik Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 94.144 T€ (Vorjahr 87.259 T€). Das Wachstum, das rein organisch zustande gekommen ist, belief sich auf 6.885 T€ oder 7,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Alle operativ tätigen Konzerngesellschaften verzeichneten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 gestiegene Umsatzerlöse. Der Wegfall der Umsatzerlöse aus der Müller – Die lila Logistik Austria GmbH sowie der Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. wurde im Berichtsjahr vollständig kompensiert. Die Beratungsdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe, die im Kernsegment Lila Consult zusammengefasst sind, wurden auch 2011 vermehrt nachgefragt. Hierdurch verbesserten sich sowohl die Umsatzerlöse als auch die Ergebnisbeiträge dieses Segments (Näheres hierzu im Punkt 2.3 dieses Lageberichts).

Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung:

26,0 25,5 25,0 24,5 24,0 23,5 24,5 24,2 24,3 25,5 25,4 24,7 25,8 25,6 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 3. Quartal

Umsatzerlöse im Quartal (in %)

Die Entwicklung der regionalen Umsatzverteilung der Lila Logistik Gruppe stellt sich wie folgt dar: In den deutschen Standorten und Betriebsstätten wurden im Geschäftsjahr 2011 im Verhältnis zu den Gesamtumsatzerlösen die Umsatzerlöse auf 80,2 % gesteigert (Vorjahr 74,9 %). Die im übrigen europäischen Ausland erzielten Umsätze der Lila Logistik Gruppe wurden absolut ebenfalls gesteigert, gingen jedoch im Verhältnis auf 19,8 % (Vorjahr 25,1 %) zurück.

2.2 Ergebnisentwicklung

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von 2.818 T€ im Vorjahr auf 1.568 T€, wobei der Vorjahreswert durch höhere Auflösungen von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten sowie Erträgen aus dem Verkauf von Anlagevermögen geprägt war. In Folge der Ausweitung der Umsatzerlöse stiegen die Materialaufwendungen der Lila Logistik Gruppe auf 29.607 T€ an (Vorjahr 26.528 T€). Ausschlaggebend für die Aufwandssteigerungen waren die Entwicklungen im Transportbereich, in dem die gestiegenen Umsatzerlöse Steigerungen in den allgemeinen Kosten nach sich zogen. Hinzu wirkten sich die Entwicklungen der Treibstoffkosten sowie der in Anspruch genommenen Subunternehmer negativ auf die Materialaufwendungen aus. Unter anderem einhergehend mit der Vergrößerung der Belegschaft um durchschnittlich 65 Personen erhöhten sich die Personalaufwendungen leicht um 1,1 % und betrugen insgesamt 33.017 T€ (Vorjahr 32.650 T€). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich im Vorjahr Sondereinflüsse auf diesen Posten aus der Dotierung einer Rückstellung für Jubiläumszahlung, die im Geschäftsjahr 2010 im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der Lila Logistik Gruppe in 2011 zugesagt wurde, ergeben haben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen bewegten sich mit 1.658 T€ auf dem Niveau des Vorjahres von 1.648 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich über alle operativ tätigen Konzerngesellschaften um insgesamt 3.327 T€ auf 26.141 T€ (Vorjahr 22.814 T€). Als wesentlicher Kostentreiber waren die Fremdpersonalkosten hierfür verantwortlich.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum 31. Dezember 2011 betrug 5.245 T€ (Vorjahr 6.481 T€). Das entspricht einer EBIT-Marge in Höhe von 5,6 % (Vorjahr 7,4 %). Der Rückgang erklärt sich

2011 2010

im Wesentlichen aus der um einen Prozentpunkt auf 31,4 % gestiegenen Materialaufwandsquote sowie der um 1,7 Prozentpunkte auf 27,8 % gestiegenen Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Rückgang der Personalaufwandsquote um 2,3 Prozentpunkte auf 35,1 % konnte die Steigerungen nicht kompensieren.

Der Saldo aus Zinserträgen und Finanzierungswendungen lag am Ende des Berichtszeitraums bei minus 824 T€ (Vorjahr minus 286 T€). Dieses war neben gestiegenen Zinsaufwendungen auf Grund der im Berichtsjahr erstmals ganzjährigen Inanspruchnahme der Darlehen aus einem KfW-Sonderprogramm durch Währungsverluste geprägt. Darin enthalten sind u. a. Stichtagsverluste auf Grund von Zinsderivaten in Höhe von minus 16 T€ (Vorjahr Stichtagsgewinne 41 T€). Im Vorjahr wurden Stichtagsgewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von 34 T€ erzielt. Des Weiteren sind im Zinsergebnis nicht zahlungswirksame Buchverluste aus Währungsdifferenzen in Höhe von minus 215 T€ (Vorjahr Buchgewinn 191 T€) enthalten.

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf 4.127 T€ (Vorjahr 5.998 T€). Nach Steuern wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2.984 T€ (Vorjahr 5.041 T€) erwirtschaftet. Die Ertragsteuern enthalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 126 T€ (Vorjahr Erträge 291 T€). Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,38 € (Vorjahr 0,63 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 12,3 % (Vorjahr 25,9 %).

2.3 Entwicklung der Geschäftsbereiche

Weiterführende Informationen zur Segmentberichterstattung, insbesondere zur Überleitung der IFRS Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt 24 "Segmentinformationen" entnommen werden.

Die im Vorjahr verstärkten Investitionen in vertriebliche Aktivitäten für den Beratungsbereich Lila Consult zeichneten sich im Berichtsjahr in Form von um 23,9 % gestiegener Umsatzerlöse aus. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren Beratungsleistungen Umsatzerlöse in Höhe von 6.252 T€ (Vorjahr 5.044 T€). Zu der Steigerung ebenfalls beigetragen haben die Dienstleistungen des Bereichs Interim Services, in dem erfahrene Fach- und Führungskräfte aus den operativen Abwicklungen der Lila Logistik Gruppe zur Projektsteuerung und -unterstützung bei Kunden eingesetzt werden. Das nicht konsolidierte operative Ergebnis (EBIT) des Segments betrug 1.139 T€ (Vorjahr 561 T€). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Marge in Höhe von 18,2 % (Vorjahr 11,1 %).

Die Umsatzsteigerung im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 im Segment Lila Operating betrug 7,6 % oder absolut 6.263 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren logistischen Lagertätigkeiten (Factory), logistischen Mehrwertdienstleistungen (Factory) sowie Transporten (Route) Umsatzerlöse in Höhe von 89.101 T€ (Vorjahr 82.838 T€). Das neue Kundenprojekt der Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG sowie die allgemein positive Wirtschaftsentwicklung schlagen sich in der positiven Umsatzentwicklung nieder. Der Route-Bereich, in dem die Transportdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe gebündelt sind, konnte seine Leistung im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessern. Die vorher beschriebenen Kostenentwicklungen schlugen sich im operativen Ergebnis (EBIT) des Segments nieder. Das nicht konsolidierte EBIT betrug 5.036 T€ (Vorjahr 7.292 T€), was einer EBIT-Marge von 5,7 % (Vorjahr 8,8 %) entspricht.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente ist in nachfolgender Tabelle ersichtlich:

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente 2010

2.4 Investitionen und Abschreibungen

In langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens investierte die Lila Logistik Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 4.633 T€ (Vorjahr 1.620 T€). Investitionen in Sachanlagen, vor allem in die Modernisierung und die Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung der Standorte sowie geleisteter Anzahlungen und Anlagen im Bau im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Grundstücks am Sitz der Hauptverwaltung, beliefen sich auf 4.361 T€ (Vorjahr 1.277 T€). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit insgesamt 1.658 T€ nahezu auf dem Niveau des Vorjahres von 1.648 T€.

2.5 Vermögens- und Finanzlage

Um 1.792 T€ verringerte sich die Konzernbilanzsumme der Lila Logistik Gruppe und betrug zum Stichtag 31. Dezember 2011 47.222 T€ (31.Dezember 2010: 49.014 T€). Die langfristigen Vermögenswerte stiegen zum Ende des Geschäftsjahres von 22.975 T€ auf 25.068 T€. Wesentlich dafür verantwortlich zeigt sich der Grundstückerwerb am Sitz der Hauptverwaltung in Besigheim, der sich in der Steigerung der Bilanzposition "Sachanlagen" niederschlug. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum 31. Dezember 2011 in Summe um 3.886 T€. Hier verringerten sich die liquiden Mittel der Unternehmensgruppe, wie im Punkt 2.7 "Cashflow und Liquidität" dieses Berichts beschrieben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hingegen stiegen zum Stichtag umsatzbedingt auf 12.109 T€ an (31. Dezember 2010: 9.222 T€). Per Saldo verfügte die Lila Logistik Gruppe zum Bilanzstichtag über kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 22.154 T€ (31. Dezember 2010: 26.040 T€).

Die Passivseite der Konzernbilanz ist maßgeblich durch die Reduktion der langfristigen Schulden geprägt. Durch die Rückführung von Darlehen verringerten sich die langfristigen Schulden der Lila Logistik Gruppe in Summe von 6.551 T€ zum 31. Dezember 2010 um 2.864 T€ auf 3.867 T€ zum 31. Dezember 2011. Die kurzfristigen Schulden bewegten sich zum 31. Dezember 2011 nahezu auf dem Niveau des Vorjahresstichtags von 15.617 T€. Das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe verbesserte sich unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung an die Aktionäre 2011 im Wesentlichen auf Grund des Vortrags des Jahresüberschusses auf neue Rechnung. Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2.984 T€ wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt, die per Stichtag 9.392 T€ (Vorjahr 7.602 T€) betrugen. Das kumulierte übrige Eigenkapital veränderte sich um minus 923 T€ (Näheres hierzu im Konzernanhang im Punkt "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Unterpunkt 17 "Eigenkapital"). Zum Bilanzstichtag verbesserte sich das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe (inklusive Minderheitenanteilen) auf 25.178 T€ (Vorjahr 24.311 T€).

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 53,3 % (Vorjahr 49,6 %).

Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 25. Mai 2012 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn des für eine Ausschüttung relevanten Einzelabschlusses der Muttergesellschaft (nach HGB) eine Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.

2.6 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cashund Liquiditätsmanagement, das Management von Pensionsrisiken sowie das Management von Währungsrisiken und von Kreditausfallrisiken.

Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und Cashflow-wirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.

2.7 Cashflow und Liquidität

Aus betrieblichen Tätigkeiten flossen der Lila Logistik Gruppe im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von 1.788 T€ zu (Vorjahr 6.709 T€). Der geringere operative Cashflow im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Konzernjahresüberschuss und den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus der Lila Logistik Gruppe für Investitionen belief sich per Saldo auf 4.568 T€ (Vorjahr 1.289 T€), insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Grundstücks am Sitz der Hauptverwaltung. Aus Finanzierungstätigkeit flossen 4.164 T€ aus der Lila Logistik Gruppe ab (Vorjahr Mittelzufluss 2.721 T€). Die Differenz zum Vorjahr erklärt sich aus der Auszahlung der Dividenden im Berichtsjahr, während die Darlehenstilgungen mit 2.984 T€ auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2011 waren in der Lila Logistik Gruppe liquide Mittel in Höhe von 8.481 T€ (Vorjahr 15.661 T€) vorhanden.

Der Verschuldungskoeffizient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag bei 0,47 (Vorjahr 0,50).

2.8 Zusammenfassende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2011 verzeichnete die Lila Logistik Gruppe ein organisches Umsatzwachstum von 6.885 T€ auf 94.144 T€ und einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2.984 T€ (Vorjahr 5.041 T€). Das Geschäftsjahr 2011 ist für die Lila Logistik Gruppe trotz der negativen Entwicklung der wesentlichen Kostenpositionen erfolgreich verlaufen. Die Vermögens-, Finanzund Ertragslage stellt sich stabil dar. Kreditverbindlichkeiten wurden plangemäß sowie außerplanmäßig getilgt. Der Geschäftsverlauf 2012 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts entsprach den Erwartungen des Managements.

2.9 Personal

Im Geschäftsjahr 2011 waren in den europäischen Standorten und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe im Durchschnitt 1.017 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne Auszubildende, beschäftigt (Vorjahr 955). Insbesondere das Mitte des Jahres gestartete Kundenprojekt der Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG war für die Vergrößerung der Belegschaft im Vergleich zum Vorjahr verantwortlich. Per Saldo vergrößerte sich die Belegschaft (ohne Auszubildende) um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland waren durchschnittlich 728 Personen tätig, was einem Anteil von 71,6 % am Personalbestand der Lila Logistik Guppe entspricht (Vorjahr 66,0 %). In den übrigen europäischen Standorten und Betriebsstätten beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 289 Personen oder 28,4 % des Personalstamms (Vorjahr 34,0 %).

Die durchschnittliche Ausbildungsquote der Lila Logistik Gruppe sank leicht von 5,1 % auf 5,0 %, obwohl per Stichtag 31. Dezember 2011 60 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis standen (Vorjahr 52). Für die Berechnung der Quote ist die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden relevant, die 2011 bei 54 lag. Die Differenz zum Stichtag ergibt sich aus der zeitlichen Differenz zwischen Prüfungsterminen und Ausbildungsbeginn.

2011 wurde eine neue HR-Software angeschafft, die auf Grund der vollintegrierten Modularität nicht nur bisher getrennte Funktionalitäten im Workflow effizienter abbilden kann, sondern auch die Einbindung sämtlicher Standorte ermöglicht. Die Umstellung der Abrechnung war die zentrale Aufgabe im Jahr 2011.

3. ANGABEN GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB

Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Hinsichtlich der Angaben zu § 315 Abs. 4 Nr. 1 verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt 17 "Eigenkapital".

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB), bestehen laut Meldung an die Gesellschaft vom 8. Dezember 2010 durch Herrn Rudolf Reisdorf, Schweiz, in Höhe von 22,842 % der Stimmrechte sowie laut Meldung an die Gesellschaft vom 23. Dezember 2010 durch die Michael Müller Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, in Höhe von 58,67 % der Stimmrechte.

3.1 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung (Angaben gemäß § 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB)

Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, gemäß § 84 Abs. 3 AktG.

Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juni 2010 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2010 zu ändern.

Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.

3.2 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Angaben gemäß § 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB)

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Sie darf auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte genutzt werden. Dabei dürfen auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen.

Die Ermächtigung ist mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 23. Juni 2015. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.

a) Erfolgt der Erwerb als Kauf über die Börse, so darf der von der Gesellschaft bezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

b) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre, so dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse der Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am fünften, vierten und dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Ergeben sich nach den für die Ermittlung des Mittelwertes maßgeblichen Börsenhandelstagen erhebliche Kursbewegungen, so kann das Angebot angepasst werden. In diesem Fall wird auf den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse des fünften, vierten und dritten Börsenhandelstages vor dem Tag der Veröffentlichung der Anpassung abgestellt. Das Angebot kann weitere Bedingungen vorsehen. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots das vorgesehene Volumen überschreitet, kann das Andienungsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen werden, als die Annahme nach dem Verhältnis der jeweils angedienten Aktien erfolgt. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, neben einer Veräußerung über die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu allen weiteren gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu den nachstehenden Zwecken:

(1) Sie können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere an Dritte im Rahmen eines Zusammenschlusses von Unternehmen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder anderen Wirtschaftsgütern; (2) Sie können als Mitarbeiteraktien Arbeitnehmern der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten werden; (3) Sie können an Dritte gegen Barzahlung auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu einem Preis veräußert werden; (4) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Der Vorstand kann bestimmen, dass das Grundkapital bei der Einziehung herabgesetzt wird oder dass das Grundkapital unverändert bleibt und sich stattdessen durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung ermächtigt.

d) Die Ermächtigungen gemäß lit. c) können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, umfassend oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen Aktien ausgenutzt werden. Der Preis, zu dem eine Aktie gemäß den Ermächtigungen gemäß lit. c) (1) und/oder (3) abgegeben wird, darf (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystems) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am Tag der verbindlichen Vereinbarung mit dem Dritten um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

e) Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft wird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen gemäß lit. c) (1), (2), (3) und (4) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Fall der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft im Rahmen eines Verkaufsangebots an alle Aktionäre der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen.

4. VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND IM AUFSICHTSRAT

Im Berichtszeitraum haben weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat personelle Veränderungen stattgefunden.

5. VERGÜTUNGSBERICHT (ANGABEN GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 4 HGB)

Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht.

Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.

5.1 Strukturen der Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung

der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile. Für die laufenden Vorstandsverträge wurde eine mehrjährige Bemessungsgrundlage vereinbart, die bei zukünftigen Vorstandsverträgen an eine mehrjährige Vergütungskomponente gekoppelt werden soll.

Herr Michael Müller ist als Vorstandsvorsitzender bis zum 31. Dezember 2014 bestellt. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2014 ist Herr Rupert Früh in den Vorstand berufen. Der Vorstandsvertrag von Herrn Marcus Hepp läuft bis zum 31. Dezember 2012.

Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.

Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt ein nach dem vollendeten 65. Lebensjahr des jeweiligen Vorstandsmitglieds; bei einem Vorstandsmitglied im Invaliditätsfall ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt. Nehmen die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 65. Lebensjahres die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe in Anspruch, so können sie gemäß § 6 BetrAVG die betriebliche Altersrente bereits von diesem Zeitpunkt an begehren.

Die Mitglieder des Vorstands erhalten einen Bonus, dessen Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt.

5.2 Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011

Die Bezüge des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.055 T€ (Vorjahr 1.087 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:

Vorstandsvergütung

Angaben in T€ 2011 2010 2009
Gehalt 595 564 440
Jahresbonus 460 523 291

Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.

5.3 Strukturen der Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Die Vergütung enthält drei Komponenten:

  • t einen fixen Bestandteil,
  • t einen von der Mitgliedschaft in einem Ausschuss der Gesellschaft abhängigen Bestandteil und
  • t ein von der Hauptversammlung am 24. Juni 2010 beschlossenes, von der persönlichen Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse abhängiges Sitzungsgeld.

5.4 Vergütungen der Mitglieder für die Aufsichtsratstätigkeit inklusive der Ausschussvergütungen sowie Sitzungsgeld

Für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 83 T€ (Vorjahr 79 T€).

Aufsichtsratsvergütung

Angaben in T€ 2011
A1*
2011
A2**
2010
A1*
2010
A2**
Prof. Peter Klaus
D.B.A./Boston University
Vorsitzender des Aufsichtsrats
19 5 19 5
Prof. Dr. Gerd Wecker
Stv. Vorsitzender des
Aufsichtsrats
10 9 10 9
Volker Buckmann
Mitglied des Aufsichtsrats
8 7
Per Klemm
Mitglied des Aufsichtsrats
8 7
Klaus Langer
Mitglied des Aufsichtsrats
8 8 7 8
Carlos Rodrigues
Mitglied des Aufsichtsrats
8 7

* Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld)

** Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)

Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Dreifache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.

5.5 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen

Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine zusätzlichen Beratungsleistungen durch Mitglieder des Aufsichtsrats erbracht (Vorjahr 0 T€).

5.6 Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Nach den Vorschriften des § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumenten offen legen. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen. Im Berichtsjahr 2011 sind der Müller – Die lila Logistik AG bis zum Stichtag 31. Dezember keine Meldungen über den Erwerb bzw. die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft zugegangen. Informationen zu Meldungen der Gesellschaft können den Veröffentlichungen im jährlichen Dokument gemäß § 10 des Wertpapierprospektgesetzes (WpPG) auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) im Bereich Investoren entnommen werden.

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2011 direkt insgesamt 84.000 Stück Aktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 64.749 Aktien bzw. 0,81 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Konzernanhang unter Punkt "Sonstige Erläuterungen".

6. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

6.1 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (Angaben im Sinne des § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) überwacht.

Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Grundsätzlich gilt für jedes

IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgen bei der Lila Logistik Gruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der im Gruppenleitfaden enthaltenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, ein Fast-Close-Monitor, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen der Allianz-Lebensversicherungs-AG.

Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung dieser Anforderungen über entsprechende Prozesse sicher. Die in den Rechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien, Verfahren und den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement sowie deren Überwachung, gehören.

Die Wirksamkeitsbeurteilung dieses IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Teile u. a. auf der Grundlage von kaskadierten Selbstbeurteilungen (Selbstevaluation), beginnend bei den Prozessbeteiligten bis hin zu den wesentlichen Verantwortungsträgern der Lila Logistik Gruppe. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor. Dadurch können Verbesserungspotentiale der internen organisatorischen Steuerung aufgedeckt und Optimierungen des IKS vorgenommen werden.

6.2 Risikomanagement (-system) (Angaben im Sinne des § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Nach § 91 Absatz 2 Aktiengesetz ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten.

Damit Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und mit ihnen richtig umgegangen werden kann, wurde bei der Müller - Die lila Logistik AG bereits mit Börsengang ein Risikomanagementsystem eingeführt. Das Risikomanagementsystem der Müller – Die lila Logistik AG ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controlling- und Berichtssystem überwacht und gesteuert. Der Bereich "Risikomanagement" überwacht in der Lila Logistik Gruppe die Prozesse in Hinsicht auf bestehende und mögliche Risiken.

Darüber hinaus dient ein Risikomeldedatenblatt (RMD) der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an das Top-Management. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements,

die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.

6.3 Wesentliche risikopolitische Grundsätze

Die Lila Logistik Gruppe ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Müller – Die lila Logistik AG eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz des Unternehmens oder der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.

In den Tätigkeitsfeldern der Unternehmensgruppe sind neben Chancen auch Risiken gegeben. Die Lila Logistik Gruppe ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken:

6.4 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die deutsche Wirtschaft hat sich trotz der Schuldenkrise 2011 gut entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 3,0 %, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies lag vor allem am starken ersten Quartal. Zum Jahresende ist die Wirtschaftsleistung zwar leicht geschrumpft, dennoch hat sich die Konjunktur in Deutschland über das Gesamtjahr als robust erwiesen.

Risiken für die weitere Konjunkturentwicklung ergeben sich durch die weiterhin volatilen Finanz- und Devisenmärkte, ein weiteres Anziehen der Rohstoffpreise und die derzeitigen hohen Staatsverschuldungen in vielen Nationen, vor allem in Europa.

Das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Februar 2012 zum vierten Mal in Folge verbessert. Die deutsche Konjunktur wird derzeit von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen (vgl. Presseinformation für das ifo Geschäftsklima Deutschland und ifo-Konjunkturtest im Februar 2012). Jedoch hat die Stimmung in Spedition und Logistik im Februar einen Dämpfer erhalten (siehe auch nachfolgender Punkt 6.5 "Risiken transportnaher Dienstleistungen").

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Unternehmensgruppe. Ein starkes unerwartetes Wirtschaftswachstum mit einem einhergehenden deutlichen Nachfrageschub nach Logistikdienstleistungen und Transportkapazitäten kann zu einer Verknappung auf der Beschaffungsseite führen. Andererseits könnte eine Konjunktureintrübung die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe.

Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage zur Folge.

6.5 Risiken transportnaher Dienstleistungen

Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.

Gemäß Aussagen des Deutschen Speditions- und Logistikverband e. V. brachte der ifo-Konjunkturtest im Februar 2012 eine gewisse Stimmungskorrektur in Spedition und Logistik, ohne jedoch dabei in einen konjunkturellen Pessimismus abzurutschen. Sowohl die Geschäftserwartungen, als auch die Umsatz- und Preiserwartungen wurden durch den ifo-Geschäftsklimaindex zurückgenommen (vgl. Rundschreiben des DSLV, Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V., Bonn vom 28. Februar 2012).

Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt zum Teil zu längerfristig festgelegten Preisen oder zum Teil durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Eine geografische Streuung der Aufträge in den Segmenten macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten Alternativen zu finden.

Weiterhin können externe Faktoren, beispielsweise ein steigender Dieselpreis, zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen. Dies könnte zu einer weiteren Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen. Auch könnte die Weigerung einzelner Kunden, Kostenerhöhungen zu übernehmen, dazu führen, dass die Kosten im Unternehmen verbleiben würden.

6.6 Risiken eingesetzter Dienstleister in der Lagerlogistik

Fehler einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozess- und Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme können unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Zur Risikobegrenzung werden Subunternehmer und Zeitarbeitnehmer sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau garantieren.

6.7 Abhängigkeiten von Großkunden

Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Diese Vernetzung führte im Geschäftsjahr 2011 auch zu Umsatzsteigerungen. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Gesellschaften dar.

Auf Grund möglicher Konjunktureintrübungen birgt eine verschlechterte Bonität von Großkunden Forderungsausfallrisiken.

Diesen Ausfallrisiken begegnen wir zum einem mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum Teil mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen.

Strukturelle Veränderungen des Produktionsverbundes von Großkunden können ebenfalls Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe haben.

Auf mögliche Umsatzausfälle wird mit kurzfristigen Kapazitätsanpassungen reagiert, wie bereits in der Vergangenheit geschehen.

6.8 Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Finanzierungen, die innerhalb des Konzerns weitergegeben werden, erfolgen in der Regel betrags- und fristenkongruent analog zur Refinanzierung.

Hierbei ergeben sich zwei zentrale Risikofaktoren für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften: Zum einen Risiken aus dem Zinsänderungsrisiko, die durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie Zinsswaps gesteuert werden. Durch laufzeit- und betragskongruente Absicherungen werden bei mittel- und langfristigen Finanzierungen variable Verzinsungen überwiegend in Festzinsvereinbarungen getauscht. Zum anderen bestehen Risiken aus Wechselkursänderungen, die sich sowohl auf die operativen Cashflows, als auch auf die bilanziellen Werte zu den Bilanzierungsstichtagen auswirken. Die Auswirkungen auf die operativen Cashflows werden durch eine möglichst hohe Währungsidentität der Einund Auszahlungen eingegrenzt; bei Bedarf kommen flankierende Maßnahmen wie Devisentermingeschäfte zum Einsatz.

Die regelmäßige Überwachung der Wechselkursentwicklung unterliegt dabei der kaufmännischen Leitung der nicht im €-Währungsraum tätigen Tochtergesellschaften. Als Auslöser für den Abschluss eines Sicherungsgeschäfts werden Wechselkurse vorab bestimmt, bei deren Erreichen die Transaktionen abgeschlossen werden. Zur Festlegung dieser Schwellen wird auf die Research-Einschätzungen deutscher Großbanken zurückgegriffen. Im Einzelnen werden die Sicherung des Zinsrisikos und das Devisenmanagement im Konzernanhang des Konzerngeschäftsberichts 2011 dargestellt.

6.9 Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen

Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz und Ressourceneinsatz führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Einsparungen bei gesetzlichen Abgaben. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.

6.10 Investitionen in die Nachhaltigkeit

Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Lila Logistik Gruppe ist das Thema Nachhaltigkeit. Müller – Die lila Logistik wurde im November 2011 in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU) 2011" mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Müller – Die lila Logistik ist der einzige mittelständische Logistikdienstleister, der für seine ökonomische, ökologische und soziale Unternehmensstrategie bislang den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten hat. Die Festlegung der ökonomischen Ziele sowie die durchgängige, stringente Umsetzung und die Erreichung der Strategie ist Vorbild für mittelständische Logistikunternehmen. Auf Basis quantitativer und qualitativer Kennzahlen, wie beispielsweise der Eigenkapitalquote und der Ertragskraft, würdigte die Jury die beispielhaft konsequente Strategie durch die Prämierung in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU) 2011".

Im Zusammenhang der Begriffe von Effizienz und Effektivität im Nachhaltigkeitskontext geht es der Lila Logistik Gruppe in erster Linie darum, Verbesserungen bei den durch das Wirtschaften verursachten ökonomischen, ökologischen und sozialen Belastungen zu erzielen. Jedoch können Investitionen im Bereich der Nachhaltigkeit auch zunächst zu Aufwendungen führen, welche die Vermögens-, Ertragsund Finanzlage beeinflussen.

6.11 Abhängigkeiten von einzelnen Personen des Managements

Engagierte und kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in unserer Unternehmensgruppe nicht zu finden oder sie nicht halten zu können. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive Unternehmensentwicklung wurden 2011 kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen. Durch eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher und ein unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an unseren Standorten stellen wir den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften sicher.

Die bisherigen Vorstandsverträge des CEO und CFO wurden bereits im Geschäftsjahr 2009 bis Ende 2014 verlängert, der Vorstandsvertrag des COO wird mit dem Ziel einer darüber hinaus gehenden Laufzeit derzeit verhandelt, so dass aus Unternehmenssicht die oberste Managementstruktur mittel- bis langfristig gesichert wurde.

6.12 Management von Projektanläufen

Projektanläufe beinhalten grundsätzlich operative und finanzielle Risiken, insbesondere Kalkulations- und Haftungsrisiken. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Abschätzung ergeben sich Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken.

Risiken können auch aus der Gestaltung der Kundenverträge bei Projektanläufen erwachsen. Dies kann beispielsweise gegeben sein, wenn die Amortisationsperiode von Investitionen länger ist als die anfängliche Vertragslaufzeit.

6.13 IT-Risiken

Die Vernetzung aller unterschiedlicher Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen bei der Lila Logistik Gruppe erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Die Unternehmensgruppe schützt durch z. B. Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen und Rechenzentren. Außerdem setzt die Lila Logistik Gruppe organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um mögliche Schäden zu mindern.

Im Geschäftsjahr 2011 führte die Lila Logistik Gruppe umfangreiche Maßnahmen durch, um die IT-Systeme und die IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen anzupassen. Im Rahmen der Zertifizierungsmaßnahmen der größten inländischen Tochtergesellschaft zum AEO (Authorised Economic Operator) wurden umfangreiche Sicherheitsrichtlinien getroffen (Security Policy).

Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar definierte Vorgehensweisen.

Des Weiteren erfolgen tägliche Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte.

Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT-Abteilung) ist durch separate Zugangskontrollen gewährleistet. Darüber hinaus sind IT-Serverräume brand- und wassergeschützt sowie klimaoptimiert gebaut. Darüber hinaus sind versicherbare Schäden durch ein konzernübergreifendes Versicherungskonzept abgedeckt.

6.14 Risiken der Internationalisierung

Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Tochtergesellschaften der Müller Die Lila Logistik AG betreiben auch Geschäfte außerhalb der Eurozone, in Polen. Ein Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb der Eurozone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden zeitnah vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden regelmäßig über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens- Finanzund Ertragslage informiert.

6.15 Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse

Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den im Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne den gesetzlichen Übergang nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung getragen hat, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Finanzund Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.

6.16 Schadens- und Inventurrisiken

Im täglichen Geschäftsbetrieb mit Dienstleistungen, Waren und Personen bestehen mögliche Schadensoder Inventurrisiken. Haftungs- und Inventurrisiken werden im gewissen Rahmen auf Dienstleister/Versicherungsunternehmen übertragen. Zudem versucht die Lila Logistik Gruppe Schadensbegrenzungen in den Verträgen zu vereinbaren.

Zu den weiteren Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

6.17 Gesamtrisikosituation

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2011 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Lila Logistik Gruppe nicht gefährdet.

6.18 Chancen

Im Fokus der Marktchancen der Lila Logistik Gruppe steht die Erschließung von neuen Marktmöglichkeiten durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Vor allem in Polen sieht die Unternehmensgruppe die Möglichkeit des Marktwachstums. Die dort bestehenden Standorte tragen dazu bei, dass die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage positiv beeinflusst wird.

Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem weiterhin hohen Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Müller – Die lila Logistik AG und deren Tochtergesellschaften bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Der Trend geht weiterhin dahin, dass logistische Dienstleister in Zukunft nahezu alle logistischen Leistungen ausführen werden (Komplettlösung), in denen sogenannte "Full-Service-Pakete" im Mittelpunkt stehen. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch branchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben, welche die Lila Logistik Gruppe ermöglicht.

Weiterhin werden im Sinne eines Lean Management zunehmend Sekundärfunktionen wie die Logistik aus Unternehmen der verschiedenen Branchen ausgelagert (Outsourcing). Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Lila Logistik Gruppe durch seine Geschäftsbereiche Lila Consult und Lila Operating anbietet.

Die in den Geschäftsbereichen getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Investitionen in die Standort- und Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe im Budget einen wesentlichen Bestandteil aus. Zudem soll der Bereich des Interim Services weiter ausgebaut werden.

Im Geschäftsjahr 2012 steht den Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG ein dezentrales Budget für Weiterbildungsmaßnahmen oberhalb der Größenordnung der Vorjahre zur Verfügung.

Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben sowie der nach wie vor nicht ausgenutzten Kontokorrentlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der langfristigen Konzernfinanzierung liegt in den abgeschlossenen Kreditlinien und Kreditverträgen. Aus einem KfW-Sonderprogramm Mittelstand wurden der Lila Logistik Gruppe im Geschäftsjahr 2010 Tilgungsdarlehen in Höhe von insgesamt 5 Mio. € mit einer Laufzeit bis September 2014 zur Verfügung gestellt. Des Weiteren wurden in 2011 zum Zwecke der Finanzierung des Grundstückskauf in Besigheim aus einem Förderprogramm der Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank), Karlsruhe, Darlehen in Höhe von insgesamt 2,7 Mio. € mit einer Laufzeit von 10 Jahren bereit gestellt, jedoch per 31. Dezember 2011 noch nicht valutiert.

Für die weiteren Finanzierungsvorhaben geht das Management von der Annahme aus, dass sich die Lage an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten im Verlauf des Jahres 2012 entspannen wird und die konjunkturelle Lage – wenn auch mit Abschwächungen zum Vorjahr – weiterhin stabil bleibt, so dass die Lila Logistik Gruppe Marktchancen für die Zukunft erschließen kann.

7. NACHTRAGSBERICHT (ANGABEN GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 1 HGB)

Im Januar wurden die Anteile der Schober Transport GmbH, Waiblingen, an der FMS Logistic GmbH, Besigheim, je zur Hälfte von der Müller – Die lila Logistik AG und der Hans Fischer Transport GmbH übernommen. Damit ist die Müller – Die lila Logistik AG nunmehr zu 50 % an der FMS Logistic GmbH beteiligt.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag bis hin zur Erstellung dieses Berichts haben nicht stattgefunden.

8. ABHÄNGIGKEITSBERICHT (ANGABEN GEMÄSS § 312 AKTG)

Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG war zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zu der Michael Müller Beteiligungs-GmbH dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass bei der Müller – Die lila Logistik AG in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 24. Dezember 2010 bis zum 31. Dezember 2011 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen haben.

9. PROGNOSEBERICHT

9.1 Konjunkturausblick

Das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) prognostiziert, dass sich die Zunahme der Weltproduktion insgesamt im Jahr 2012 auf eine Rate von nur noch 3,4 % verringern dürfte, nach voraussichtlich 3,8 % im zu Ende gegangenen Jahr. Für 2013 erwartet das IfW eine wieder etwas stärkere Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts (4,0 %) (vgl. Pressemitteilung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vom 20. Dezember 2011). Die Europäische Zentralbank rechnet im Jahresverlauf

2012 mit einer sehr allmählichen wirtschaftlichen Erholung im Euro-Währungsgebiet. Die sehr niedrigen kurzfristigen Zinssätze und alle getroffenen Maßnahmen zur Förderung der ordnungsgemäßen Funktionsfähigkeit des Finanzsektors im Eurogebiet unterstützen die Wirtschaft des Euroraums. Allerdings sorgen die schwache Entwicklung der weltweiten Nachfrage, die anhaltenden Spannungen an den Staatsanleihemärkten im Euroraum und deren Einfluss auf die Kreditvergabebedingungen sowie der Prozess der Bilanzanpassungen im finanziellen und nichtfinanziellen Sektor weiterhin für eine Dämpfung der zugrunde liegenden Wachstumsdynamik. Diese Aussichten sind mit Abwärtsrisiken behaftet, die sich vor allem aus den Spannungen an den Staatsanleihemärkten des Eurogebiets und deren möglichem Übergreifen auf die Realwirtschaft des Euroraums ergeben. Auch aus einer möglicherweise ungünstigen weltwirtschaftlichen Entwicklung, aus stärker als erwartet steigenden Rohstoffpreisen, Protektionismusbestrebungen und der Möglichkeit einer ungeordneten Korrektur globaler Ungleichgewichte erwachsen Abwärtsrisiken (vgl. EZB Monatsbericht Februar 2012). Im Polen haben sich die Aussichten durch die Verschlechterung des außenwirtschaftlichen Umfeldes und damit verbundene Risiken für Nachfrage und Produktion eingetrübt: Von der Binnennachfrage werden 2012 schwächere Impulse für die wirtschaftliche Expansion kommen. Investitionen in den Unternehmen werden zeitlich nach hinten verschoben, der Beschäftigungsaufbau wird abgebremst werden. Auch der private Konsum wird im laufenden Jahr wohl etwas gedämpfter zunehmen (vgl. Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Pressemitteilung 55/2011 vom 21. Dezember 2011). Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion 2012 zunächst eine temporäre konjunkturelle Schwächephase, jedoch keine Rezession. Im weiteren Jahresverlauf wird die deutsche Wirtschaft wieder zu einem höheren Wachstum zurückfinden. Im Jahresdurchschnitt rechnet die Bundesregierung mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,7 %. Die deutsche Wirtschaft wächst damit nach wie vor etwas kräftiger als der Euroraum insgesamt (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2012 "Vertrauen stärken – Chancen eröffnen – mit Europa stetig wachsen", Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie).

9.2 Logistikbranche

Die Logistikkonjunktur in Deutschland hat sich zum Jahresauftakt weiter abgekühlt, allerdings sehen die Unternehmen wieder etwas optimistischer in die Zukunft als noch vor drei Monaten. Der Klimawert des Logistik-Indikators, den das Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) berechnet, ging im ersten Quartal 2012 zurück. Insgesamt fiel der Rückgang des Geschäftsklimas mit 3,1 Punkten auf nunmehr 123,7 Zähler moderat aus; hierin spiegelt sich eine gegenläufige Bewegung zwischen Lagebeurteilung und Geschäftserwartungen wider: während die Lageeinschätzung um 16,8 Zähler deutlich und zum dritten Mal in Folge nachgab, legten die Erwartungen nach dem kräftigen Einbruch im Vorquartal um 10,6 Zähler zu. Die recht deutliche Erwartungskorrektur lässt auf eine im weiteren Jahresverlauf wieder anziehende Logistikkonjunktur schließen. (Vgl. "Logistik-Indikator im ersten Quartal 2012: Schwächerer Jahresauftakt, aber wieder mehr Zuversicht in der deutschen Logistikwirtschaft", Gemeinsame Medieninformation vom 5. März 2012, IfW und BVL).

9.3 Ausblick

Die Beratung im Geschäftsbereich Lila Consult mit ihrer Nähe zum operativen Geschäft auf der einen Seite, sowie die Umsetzung logistischer Dienstleistungen mit ihren analytischen und konzeptionellen Komponenten im Geschäftsbereich Lila Operating auf der anderen Seite, stellen unvermindert den Kern und das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe dar. Dabei wird das Hauptaugenmerk der Marktbearbeitung auf die Branchen Automotive, Electronics, Industrial, Consumer, Energy und Medical&Pharma gelegt. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2012 bis zur Erstellung dieses Berichts entsprach den Erwartungen des Managements. Wesentliche neue Kundenprojekte wurden in den ersten Monaten 2012 nicht gestartet.

Die Gewinnung von Neugeschäft durch den Aufbau weiterer Kundenbeziehungen und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen werden die Basis für die mittelfristige Entwicklung der Lila Logistik Gruppe stärken. Hiermit zusammenhängende notwendige Standortinvestitionen und Projektanlaufkosten können sich im Geschäftsjahr 2012 rückläufig auf die Ergebnismarge auswirken.

Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse in einem Korridor zwischen 95 Mio. und 100 Mio. € und ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 4,7 Mio. und 5,2 Mio. €.

Für das Geschäftsjahr 2013 sowie darüber mittelfristig hinaus erwartet der Konzern ein nachhaltiges Umsatzund Ergebniswachstum.

Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.

Besigheim, 15. März 2012

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender Vorstand Vorstand des Vorstands Finanzen Produktion

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

Konzernabschluss

46 - 47 Konzernbilanz
48 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
48 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
49 Konzern-Kapitalflussrechnung
50 - 51 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
52 - 55 Konzern-Anlagenspiegel

FÜR EINSPARUNGEN IM PROZESS ZUR VERMEIDUNG ODER VERRINGE-RUNG DES RESSOURCENEINSATZES.

KONZERNBILANZ – AKTIVA

(nach IFRS) zum 31. Dezember 2011

Angaben in € Anhang 31.12.2011 31.12.2010
I. Langfristige Vermögenswerte
1. Immaterielle Vermögenswerte 11 395.395 529.387
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 11 9.754.081 9.754.081
3. Sachanlagen 11 14.578.585 12.500.742
4. Langfristige finanzielle Vermögenswerte 11 136.226 36.226
5. Ausleihungen 2.060 2.060
6. Latente Steuern 10 105.823 109.640
7. Steuererstattungsansprüche 34.470 42.137
8. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 61.441 513
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 25.068.081 22.974.786
II. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 8.481.371 15.660.904
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13 12.108.510 9.221.919
3. Forderungen gegen nahestehende Personen
und Beteiligungsunternehmen 38.435 122.370
4. Vorräte 12 64.416 91.175
5. Steuererstattungsansprüche 146.083 218.062
6. Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 16 1.314.866 725.230
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 22.153.681 26.039.660
Aktiva, gesamt 47.221.762 49.014.446

KONZERNBILANZ – PASSIVA

(nach IFRS) zum 31. Dezember 2011

Angaben in € Anhang 31.12.2011 31.12.2010
I. Langfristige Schulden
1. Langfristige Darlehen 22 3.686.875 6.550.938
2. Langfristige Finanzleasingverpflichtungen 23 52.369 21.249
3. Latente Steuern 10 1.407.574 1.284.569
4. Sonstige Rückstellungen 19 155.000 193.814
5. Pensionsrückstellungen 18 513.030 480.587
6. Sonstige langfristige Schulden 20 407.446 554.929
Langfristige Schulden, gesamt 6.222.294 9.086.086
II. Kurzfristige Schulden
1. Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverpflichtungen 23 43.072 60.461
2. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen
Darlehen
22 1.750.625 1.870.625
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.948.038 3.239.759
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen
und Beteiligungsunternehmen
26 888.294 919.623
5. Verbindlichkeiten aus den Minderheiten
zuzurechnenden Nettovermögenswerten
4 1.163.432 1.065.594
6. Erhaltene Anzahlungen 0 155.500
7. Sonstige Rückstellungen 19 1.383.540 1.122.100
8. Steuerschulden 10 502.567 514.940
9. Sonstige kurzfristige Schulden 20 6.141.463 6.668.800
Kurzfristige Schulden, gesamt 15.821.031 15.617.402
III. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 17 7.955.750 7.955.750
2. Kapitalrücklage 9.643.055 9.643.055
3. Gewinnrücklagen (einschließlich Ergebnisvortrag und Konzernergebnis) 9.392.301 7.601.830
4. Ausstehende Aktienoptionen 23.341 23.341
5. Kumuliertes übriges Eigenkapital 17 -1.846.010 -923.018
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
25.168.437 24.300.958
6. Minderheitenanteile 17 10.000 10.000
Eigenkapital, gesamt 25.178.437 24.310.958
Passiva, gesamt 47.221.762 49.014.446

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Angaben in € Anhang 2011 2010
1. Umsatzerlöse 5 94.143.800 87.258.909
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Leistungen -43.540 43.540
3. Sonstige betriebliche Erträge 6 1.567.923 2.818.423
4. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren -29.607.370 -26.528.178
5. Personalaufwand 7 -33.017.481 -32.650.064
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 9 -1.657.614 -1.647.574
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -26.140.795 -22.814.476
8. Betriebsergebnis 5.244.923 6.480.580
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 232.448 284.422
10. Finanzierungsaufwendungen -1.056.397 -570.168
11. Beteiligungsergebnis 1.170 206
12. Veränderung des den Minderheiten zuzurechnenden
Nettovermögenswerten -294.932 -197.094
13. Konzernergebnis vor Steuern 4.127.212 5.997.946
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 -1.143.378 -957.040
15. Konzernjahresüberschuss 2.983.834 5.040.906
Davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 2.983.834 5.040.906
Ergebnis je Aktie:
Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,38 0,63

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

2011 2010
2.983.834 5.040.906
-933.780 285.501
15.322 17.278
-4.534 -5.071
-922.992 297.708
2.060.842 5.338.614

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Angaben in € 2011 2010
Konzernjahresüberschuss 2.983.834 5.040.906
Abschreibungen 1.657.614 1.647.574
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge -838.221 -1.399.841
Veränderung der Rückstellungen und Wertberichtigungen 568.108 546.232
Verluste (Vorjahr: Gewinne) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte 17.971 -142.478
Fremdwährungsdifferenzen 191.059 -132.622
Veränderung der Derivate 15.322 17.278
Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden 194.097 -505.856
Veränderung der Vorräte 26.759 -56.568
Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen gegen
nahestehende Personen und Beteiligungsunternehmen -2.815.155 130.890
Veränderung sonstiger Vermögenswerte -650.564 -15.779
Veränderung der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten
gegenüber nahestehenden Personen 491.844 269.097
Veränderung sonstiger Schulden -54.625 1.310.472
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.788.043 6.709.305
Erwerb von langfristigen Vermögenswerten -4.533.112 -1.620.207
Erwerb von Beteiligungen -75.000 0
Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und von zur
Veräußerung bestimmter Vermögenswerte
40.485 331.252
Cashflow aus Investitionstätigkeit -4.567.627 -1.288.955
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen 0 5.600.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -2.984.063 -2.793.043
Auszahlung aus Dividende -1.193.363 0
Veränderung Finanzierungsleasing 13.731 -86.072
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.163.695 2.720.885
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -6.943.279 8.141.235
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel -211.254 93.272
Zahlungsmittel zu Beginn der Periode 15.660.904 7.426.397
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung -25.000 0
Zahlungsmittel am Ende der Periode 8.481.371 15.660.904
Zusätzliche Angaben
Einzahlungen aus Zinsen 1 119.694 86.822
Einzahlungen aus Ertragsteuern 2 20.999 514.431
Auszahlungen aus Zinsen 1 627.867 508.600
Auszahlungen aus Ertragsteuern 2 719.451 1.202.513

1 Dem Cash[ow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen

2 Dem Cash[ow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

(nach IFRS)

Entwicklung des Eigenkapitals 2011

Angaben in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen einschl. Ergeb
nisvortrag und Konzernergebnis
Saldo am 1. Januar 2011 7.955.750 9.643.055 7.601.830
Dividendenausschüttung -1.193.363
Konzernjahresüberschuss 2.983.834
Fremdwährungsumrechnung*
Marktbewertung von Derivaten*
Latente Steuern*
Saldo zum 31. Dezember 2011 7.955.750 9.643.055 9.392.301

Entwicklung des Eigenkapitals 2010

Angaben in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen einschl. Ergeb
nisvortrag und Konzernergebnis
Saldo am 1. Januar 2010 7.955.750 9.643.055 2.997.712
Konzernjahresüberschuss 5.040.906
Fremdwährungsumrechnung*
Marktbewertung von Derivaten*
Latente Steuern*
Eigenkapitalveränderungen aus
formwechselnder Umwandlung
der Emporias Management
Consulting GmbH -436.788
Zugang Minderheitenanteil
Emporias Verwaltung GmbH
Saldo zum 31. Dezember 2010 7.955.750 9.643.055 7.601.830

* Anm.: Die Positionen Fremdwährungsumrechnung, Marktbewertung von Derivaten und Latente Steuern sind Bestandteile des Gesamtergebnisses der Lila Logistik Gruppe. Hierzu verweisen wir auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010.

Ausstehende Aktienoptionen Kumuliertes übriges Eigenkapital Minderheiten Eigenkapital (gesamt)
23.341 -923.018 10.000 24.310.958
-1.193.363
2.983.834
-933.780 -933.780
15.322 15.322
-4.534 -4.534
23.341 -1.846.010 10.000 25.178.437
Ausstehende Aktienoptionen Kumuliertes übriges Eigenkapital Minderheiten Eigenkapital (gesamt)
23.341 -1.220.726 36.972 19.436.104
5.040.906
285.501 285.501
17.278 17.278
-5.071 -5.071
-36.972 -473.760
10.000 10.000
23.341 -923.018 10.000 24.310.958

KONZERN-ANLAGENSPIEGEL

(nach IFRS)

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2011

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in € 1.1.2011 Veränderung
des Konsolidie
rungskreises
Zugänge Abgänge Umbuchungen Kursdiffe
renzen
I. Immaterielle Vermögenswerte 2.608.467,93 433,00 201.097,65 26.200,48 -5.032,94
II. Geschäfts- oder Firmenwerte 10.868.587,16
III. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
10.037.467,12 1.086,76 -1.061.101,42
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
10.985.195,56 117.088,66 1.412.241,45 1.288.695,97 18.834,58 -65.607,60
3. In Erstellung befindliche
Anlagen
75.299,40 2.779.095,63 51.674,71 1.855,80 -18.834,58 -213,92
21.097.962,08 2.896.184,29 1.465.002,92 1.290.551,77 -1.126.922,94
IV. Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
25.000,00 75.000,00
2. Beteiligungen 36.225,84
36.225,84 25.000,00 75.000,00
V. Ausleihungen 2.060,00
34.613.303,01 2.921.617,29 1.741.100,57 1.316.752,25 -1.131.955,88
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Abschrei
bungen des
Geschäfts
Kursdiffe
31.12.2011 1.1.2011 jahres Abgänge renzen 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010
2.778.765,16 2.079.081,05 335.477,33 26.054,48 -5.133,65 2.383.370,25 395.394,91 529.386,88
10.868.587,16 1.114.506,07 1.114.506,07 9.754.081,09 9.754.081,09
8.977.452,46 1.390.626,25 413.119,97 -176.913,12 1.626.833,10 7.350.619,36 8.646.840,87
11.179.056,68 7.206.593,95 909.016,52 1.232.242,33 -47.111,70 6.836.256,44 4.342.800,24 3.778.601,61
2.885.165,44 2.885.165,44 75.299,40
23.041.674,58 8.597.220,20 1.322.136,49 1.232.242,33 -224.024,82 8.463.089,54 14.578.585,04 12.500.741,88
100.000,00 100.000,00
36.225,84 36.225,84 36.225,84
136.225,84 136.225,84 36.225,84
2.060,00 2.060,00 2.060,00
36.827.312,74 11.790.807,32 1.657.613,82 1.258.296,81 -229.158,47 11.960.965,86 24.866.346,88 22.822.495,69

KONZERN-ANLAGENSPIEGEL

(nach IFRS)

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in € 1.1.2010 Zugänge Abgänge Umbuchungen Kursdiffe
renzen
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögenswerte 2.332.687,84 343.634,07 69.635,86 1.781,88 2.608.467,93
II. Geschäfts- oder Firmenwerte 10.868.587,16 10.868.587,16
III. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
9.937.659,55 50.651,54 327.351,65 7.000,00 369.507,68 10.037.467,12
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
11.231.588,66 1.078.903,29 1.404.976,70 63.788,65 15.891,66 10.985.195,56
3. In Erstellung befindliche
Anlagen
38.356,16 147.018,13 40.718,68 -70.788,65 1.432,44 75.299,40
21.207.604,37 1.276.572,96 1.773.047,03 386.831,78 21.097.962,08
IV. Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
1. Beteiligungen 36.225,84 36.225,84
V. Ausleihungen 2.060,00 2.060,00
34.447.165,21 1.620.207,03 1.842.682,89 388.613,66 34.613.303,01
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2010 Abschrei
bungen des
Geschäfts
jahres
Abgänge Kursdiffe
renzen
31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
1.830.075,00 317.030,78 69.495,86 1.471,13 2.079.081,05 529.386,88 502.612,84
1.114.506,07 1.114.506,07 9.754.081,09 9.754.081,09
1.137.388,82 504.011,16 290.056,80 39.283,07 1.390.626,25 8.646.840,87 8.800.270,73
7.633.614,65 826.531,75 1.294.356,74 10.804,29 7.206.593,95 3.778.601,61 3.567.974,01
75.299,40 38.356,16
8.801.003,47 1.330.542,91 1.584.413,54 50.087,36 8.597.220,20 12.500.741,88 12.406.600,90
36.225,84 36.225,84
2.060,00 2.060,00
11.745.584.54 1.647.573,69 1.653.909,40 51.558,49 11.790.807,32 22.822.495,69 22.701.580,67

WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?

Konzernanhang

58 - 77 Grundlagen der Rechnungslegung
77 - 79 Erläuterungen zur
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
79 - 95 Erläuterungen zur Konzernbilanz
95 - 98 Sonstige Erläuterungen
98 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
99 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Sonstige Informationen

100 Finanzkalender 2012, Impressum, Disclaimer
101 Auszeichnungen

FÜR NACHHALTIGKEIT, DIE IN SOZIALER VERANTWORTUNG GELEBT WIRD.

58 An unsere Aktionäre Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzernanhang Sonstige Informationen

GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

1. Grundsätzliches

Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2011 wurde in Übereinstimmung mit internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Verlautbarungen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden berücksichtigt.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2010 zu Grunde lagen.

Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in T€ kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in € basiert.

Die Kommentierung der Posten der Konzern-Gewinnund-Verlust-Rechnung wurde im Konzernanhang für die Aufwendungen mit einem negativen und für die Erträge ohne Vorzeichen vorgenommen.

2. Geschäftsmodell

Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung und der Umsetzung von Logistiklösungen an. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe durchbricht damit die klassische Trennung von Beratung und Umsetzung in der Logistik. Das Planungs- und Beratungssegment wurde unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Unternehmensberatung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzung von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettiert, erfolgt im Segment Lila Operating.

Im Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen den Aufgabenstellungen Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns.

Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:

  • t Automotive t Industrial
  • t Electronics t Energy

  • t Consumer t Medical&Pharma

Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.

3. Sitz der Gesellschaft

Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim-Ottmarsheim, Deutschland. Weitere Standorte und Betriebsstätten befanden sich am 31. Dezember 2011 in Antwerpen (Belgien), Bochum, Böblingen, Bratislava (Slowakei), Bünde, Gliwice (Polen), Graz (Österreich), Herne, Jelcz-Laskowice (Polen), Kirchheimbolanden, Leipzig, Recklinghausen, Schorndorf, Unterföhring, Wroclaw (Polen), Zwenkau und Zwickau.

4. Konsolidierungskreis und -methoden

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sind neben der Müller – Die lila Logistik AG im Wesentlichen alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf die Tätigkeit auf andere Weise beherrschenden Einfluss nehmen kann.

Die Geschäftstätigkeit der Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. in Bratislava (Slowakei) wurde seit dem 24. Juli 2010 eingestellt. Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag ohne operative Geschäftstätigkeit und

wird seit dem 1. Juli 2011 nicht mehr in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe einbezogen. Im ersten Quartal 2011 wurden zudem die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG sowie die MLSW Verwaltung GmbH jeweils mit Sitz in Besigheim gegründet. Die Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im April 2011 ins Handelsregister eingetragen. Die operative Tätigkeit der Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co KG wurde ab dem 1. Juni 2011 aufgenommen. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe erfolgte ab dem zweiten Quartal 2011.

Im vierten Quartal 2011 wurde die Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG in Besigheim gegründet. Zudem wurde im November 2011 die Vorratsgesellschaft setus 2. GmbH mit Sitz in Stuttgart zu einem Kaufpreis von 27,5 T€ erworben. Die Gesellschaft wurde im Anschluss in die MLI Verwaltung GmbH umfirmiert und der Sitz nach

Besigheim verlegt. Die Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im November 2011 ins Handelsregister eingetragen. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe erfolgte ab dem vierten Quartal 2011.

Darüber hinaus haben bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.

Die Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem Müller – Die lila Logistik AG die Möglichkeit der Beherrschung erlangt.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht sowohl über den wesentlichen Anteilsbesitz als auch die vollkonsolidierten Unternehmen zum 31. Dezember 2011:

Beteiligung Sitz der Gesellschaft Stammkapital/
Kommanditanteile
Beteiligungsanteil in
Prozent
Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 50 56
Emporias Verwaltung GmbH Unterföhring 25 60
MLH Verwaltung GmbH Besigheim 25 (mittelbar) 100
MLI Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLN Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLO Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLSW Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLV Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLW Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
Müller – Die lila Logistik Austria GmbH Graz (Österreich) 35 100
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH Besigheim 1.010 100
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG Herne 25 (mittelbar) 100
Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG Besigheim 10 100
Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG Bünde 25 100
Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG Zwenkau 25 100
Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 838* 100
Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG Herne 25 100
Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG Herne 25 100
Value Added Logistics Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 113* 100

*umgerechnet zum Stichtagskurs

Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von der Müller – Die lila Logistik AG gehalten. Ausnahmen bilden die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG sowie die MLH Verwaltung GmbH, die 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG sind.

Im ersten Quartal 2011 wurden die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG sowie die MSG Verwaltung GmbH jeweils mit Sitz in Besigheim gegründet. Die Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im Februar 2011 ins Handelsregister eingetragen. Beide Gesellschaften waren bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 nicht operativ tätig und werden nicht in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe einbezogen. Das Stammkapital der Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG beträgt 50 T€; das Stammkapital der MSG Verwaltung GmbH beträgt 25 T€.

Die Beteiligung an der FMS Logistic GmbH, Besigheim, an der die Müller – Die lila Logistik AG am 31. Dezember 2011 mit 33,33 % beteiligt war, wird wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode einbezogen. Nach dem Bilanzstichtag wurden im Januar 2012 weitere Anteile an der FMS Logistic GmbH übernommen. Weitere Einzelheiten sind dem Nachtragsbericht zu entnehmen.

Eine bestehende Beteiligung der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG über 150 Stück Stammaktienanteile an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft), Alzenau, wurde am 11. Mai 2010 an die Müller – Die lila Logistik AG zum Buchwert übertragen. Die Müller – Die lila Logistik AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 mit 5 T€ am Grundkapital (von insgesamt 97,5 T€) der E.L.V.I.S. AG = 5,13 % beteiligt. Diese Beteiligung wird wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode einbezogen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Erwerbsmethode zur Anwendung. Dabei werden im Rahmen der Erstbewertung die identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte und Schulden, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht angesetzt wurden, mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt erfasst. Die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem Konzernanteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens, das zu Zeitwerten bewertet wurde, aufgerechnet. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Nach IFRS 3 darf der erworbene Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben werden, sondern muss, unabhängig vom Zeitpunkt des Vorliegens von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36 unterzogen werden.

In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit dem korrespondierenden Aufwandsposten verrechnet worden. Zwischengewinne sind wie im Vorjahr nicht zu eliminieren gewesen. Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB

Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH nimmt für das Geschäftsjahr 2011 als verbundenes konsolidiertes Unternehmen im Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und des Lageberichts sowie deren Offenlegung in Anspruch.

Inanspruchnahme des § 264b HGB

Folgende Personenhandelsgesellschaften, die verbundene, konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen für das Geschäftsjahr 2011 die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und des Lageberichts (betrifft die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne) sowie deren Offenlegung in Anspruch:

Firmenname Standort
Emporias Managment Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG Herne
Müller – Die lila Logistik Immobilien & Co. KG Besigheim
Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG Bünde
Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG Zwenkau
Müller – Die lila Logistik Südwest & Co. KG Besigheim
Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG Herne
Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG Herne

Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge

Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH besteht seit 2004 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Steuerliche Organschaft

Auf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH besteht eine körperschafts- und gewerbesteuerliche Organschaft.

Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen

Müller – Die lila Logistik AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewandt, die wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows haben:

Verlautbarung Datum der Veröffentlichung
durch das IASB
Titel
IAS 24 4. November 2009 Related Party Disclosures
IAS 32 8. Oktober 2009 Financial Intruments: Presentation
IFRIC 14 26. November 2009 Prepayments of a Minimum Funding Requirement
IFRIC 19 26. November 2009 Exinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments
Annual Improvement
Project 6. Mai 2010 Improvements to IFRSs 2010

lAS 24 "Related Party Disclosures". Das IASB hat im November 2009 Änderungen zu lAS 24 veröffentlicht. Bisher mussten Unternehmen, die staatlich kontrolliert oder bedeutend beeinflusst sind, Informationen zu allen Geschäftsvorfällen mit Unternehmen, die vom gleichen Staat kontrolliert oder bedeutend beeinflusst werden, offenlegen. Nach dem geänderten Standard sind weiterhin Angaben erforderlich, die für Adressaten von Abschlüssen wichtig sind. Jedoch sind von nun an Informationen ausgenommen, die nur mit hohem Kostenaufwand zur Verfügung gestellt werden

können oder von wenig Wert für die Adressaten sind. Dies wird dadurch erreicht, dass nur Angaben zu solchen Geschäftsvorfällen gefordert sind, die einzeln oder zusammen genommen von Bedeutung sind. Weiterhin wurde die Definition für ein nahestehendes Unternehmen oder eine nahestehende Person vereinfacht und Unstimmigkeiten beseitigt. Diese Änderungen wurden im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der überarbeitete Standard ist retrospektiv für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem

  1. Januar 2011 beginnen. Aus der Änderung des IAS 24 haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe ergeben.

Das IASB hat im Oktober 2009 eine Ergänzung des Standards IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" veröffentlicht. Diese Ergänzung wurde im Dezember 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Klarstellung der Klassifizierung von Bezugsrechten als Eigen- oder Fremdkapital, wenn die Bezugsrechte auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lauten. Bislang wurden solche Rechte als derivative Verbindlichkeiten bilanziert. Die Ergänzung sieht vor, dass solche Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Währungsbetrag anteilig an die Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die Währung des Ausübungspreises ist dabei nicht von Belang. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Aus der Ergänzung haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe ergeben.

Das IASB hat im November 2009 eine Änderung der Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben. Die Änderung wurde im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Interpretation IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement", die ihrerseits eine Auslegung von IAS 19 "Employee Benefits" darstellt. Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Sie erlaubt es Unternehmen, den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. Die Änderung tritt verpflichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft. Eine retrospektive Anwendung ist vorgeschrieben. Die Anwendung der Interpretation IFRIC 14 hatte keine wesentlichen Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe.

Das IASB hat im November 2009 die Interpretation IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" veröffentlicht. IFRIC 19 wurde im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation bietet Hilfestellung bei der Auslegung von IFRS für Kreditnehmer, die im Rahmen von Neuverhandlungen mit einem Kreditgeber erreichen, dass dieser Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeiten akzeptiert. IFRC 19 stellt klar, dass die Eigenkapitalinstrumente, die an den Kreditgeber ausgegeben werden, als "gezahltes Entgelt" anzusehen sind, um die finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell auszubuchen. Des Weiteren sind diese Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Ist dieser nicht verlässlich ermittelbar, werden die Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit bewertet. Eine etwaige Differenz zwischen dem Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit und dem erstmaligen Bewertungsbetrag der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Aus der Anwendung des IFRIC 19 haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe ergeben.

Das IASB hat im Mai 2010 im Rahmen des dritten "Annual Improvements Project" Verlautbarungen veröffentlicht, die Änderungen an sechs Standards und an einer Interpretation enthalten. Die Änderungen wurden im Februar 2011 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen

Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die Regelungen zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten und Hedge Accounting werden derzeit vom IASB überarbeitet. IFRS 9 schreibt vor, dass finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden zwei Bewertungskategorien zuzuordnen sind: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" oder "at Fair Value". Zudem gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht der Bewertung zum Fair Value, indem er gestattet, finanzielle Vermögenswerte, die normalerweise der Kategorie "at Amortized Cost" zuzuordnen wären, der Kategorie "at Fair Value" zuzuordnen, wenn dies Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder erheblich verringert. Eigenkapitalinstrumente sind zwingend der Kategorie "at Fair Value" zuzuordnen. Der Standard gestattet jedoch beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken erworben wurden, das unwiderrufliche Wahlrecht auszuüben, diese erfolgsneutral direkt im Eigenkapital "at Fair Value" zu designieren. Hieraus erhaltene Dividenden werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows.

Im Oktober 2010 hat das IASB die Verlautbarung "Disclosures – Transfers of Financial Assets" als Ergänzung zu IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht. Die Änderung schreibt quantitative und qualitative Angaben zu solchen Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten vor, bei denen die übertragenen Vermögenswerte

vollständig ausgebucht werden oder beim übertragenden Unternehmen ein anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) verbleibt. Dadurch soll den Anwendern ein besserer Einblick in solche Transaktionen (z. B. Verbriefungen) ermöglicht und die potenziellen Auswirkungen zurückbehaltener Risiken auf das übertragende Unternehmen dargestellt werden. Die Änderung verlangt außerdem zusätzliche Angaben, falls ein unangemessen hoher Anteil solcher Transaktionen in zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag vorgenommen wird. Die Änderungen sind anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Diese Verlautbarung wurde im November 2011 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows und geht von erweiterten Angabepflichten aus.

Ebenfalls im Oktober 2010 hat das IASB die Vorschriften zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Diese werden in IFRS 9 "Financial Instruments" integriert und ersetzen die hierzu existierenden Vorschriften in IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Die neue Verlautbarung übernimmt die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung sowie die meisten Vorschriften zu Klassifizierung und Bewertung unverändert aus IAS 39. Vorschriften zur Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten, um die Problematik des eigenen Kreditrisikos zu regeln, werden hingegen im neuen IFRS 9 modifiziert. Das Verbot der Bewertung solcher derivativer Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert, die mit einem nicht notierten Eigenkapitalinstrument verbunden sind und nur durch Lieferung solcher erfüllt werden können, wird eliminiert. Die Verlautbarung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Diese Verlautbarung wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows.

Das lASB hat im Dezember 2010 die Verlautbarungen "Deferred Tax: Recovery of Underlying Assets Amendments to IAS 12" veröffentlicht. Die neue Verlautbarung bestimmt, welche Art der Realisierung für bestimmte Vermögenswerte zu unterstellen ist. Dies ist wichtig in Fällen, in denen sich je nach Art der Realisierung unterschiedliche Steuerkonsequenzen ergeben. Die Verlautbarung setzt die widerlegbare Vermutung, dass der Buchwert einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, die nach dem Neubewertungsmodell des IAS 40 "Investment Property" zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Des Weiteren gilt in jedem Fall die unwiderlegbare Vermutung, dass der Buchwert eines nicht abnutzbaren Vermögenswerts, der nach dem Neubewertungsmodell des IAS 16 "Property, Plant and Equipment" zum Neubewertungsbetrag bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Durch die neue Verlautbarung wird die Interpretation SIC-21 "Income Taxes – Recovery of Revalued Non-Depreciable Assets" außer Kraft gesetzt. Sie ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, und wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows, geht aber derzeit von keinen wesentlichen Änderungen aus der Anwendung des geänderten IAS 12 aus.

Das IASB hat im Mai 2011 drei neue lFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie zwei überarbeitete Standards (IAS 27, IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Regelungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS wird Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe haben. Davon ausgenommen ist allerdings die Neufassung des IAS 27, da dieser sich nunmehr ausschließlich auf den Einzelabschluss erstreckt, die Lila Logistik Gruppe hingegen keinen IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB erstellt.

Mit IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" führt das IASB ein einheitliches Konsolidierungskonzept ein. Damit wird die bisherige Unterscheidung zwischen "klassischen" Tochterunternehmen (IAS 27) und Zweckgesellschaften (SIC-12) aufgegeben. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Mit Inkrafttreten des IFRS 10 wird SIC-12 "Consolidation – Special Purpose Entities" aufgehoben; ebenfalls aufgehoben werden die konzernabschlussrelevanten Vorschriften des IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements".

IFRS 11 "Joint Arrangements" wird IAS 31 "Interests in Joint Ventures" sowie SIC-13 "Jointly Controlled Entities – Non-Monetary Contributions by Venturers" ersetzen. Er regelt die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Mit Aufhebung von IAS 31 ist die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode für Gemeinschaftsunternehmen nicht länger zulässig. Die Anwendung der Equity-Methode ist nunmehr in der Neufassung des IAS 28 "Interests in Associates and Joint Ventures" geregelt und erstreckt sich sowohl auf assoziierte Unternehmen als auch Gemeinschaftsunternehmen. Bei Bestehen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit werden die zurechenbaren Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge gemäß der Beteiligungsquote unmittelbar in den Konzern- und Jahresabschluss des "Joint Operator" übernommen.

In IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" werden sämtliche Angabepflichten, die im Konzernabschluss in Bezug auf Tochterunternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen zu tätigen sind, zentral gebündelt.

Die Neufassung des IAS 27 "Separate Financial Statements" regelt ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen im Jahresabschluss sowie zugehörige Anhangangaben (Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB).

Die Neufassung des IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" regelt die Einbeziehung

von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode.

Ebenfalls im Mai 2011 hat das IASB den IFRS 13 "Fair Value Measurement" veröffentlicht. Mit dieser Veröffentlichung schafft das IASB einen einheitlichen übergreifenden Standard zur Fair Value-Bewertung. IFRS 13 ist verpflichtend prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. IFRS 13 regelt, wie zum Fair Value zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Fair Value-Bewertung (oder die Fair Value-Angabe) vorschreibt. Es gilt eine neue Fair Value-Definition, die den Fair Value als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen am Bewertungsstichtag charakterisiert. Der Standard gilt nahezu allumfassend, lediglich IAS 2 "Inventories", IAS 17 "Leases" und IFRS 2 "Sharebased Payment" sind ausgenommen. Während für Finanzinstrumente der Umfang dieser Vorschriften nahezu unverändert bleibt, ist dies für andere Sachverhalte (z. B. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) nunmehr umfassender bzw. präziser geregelt. Die bereits bekannte dreistufige Fair Value-Hierarchie ist übergreifend anzuwenden. Die Anwendung des IFRS 13 führt voraussichtlich zu erweiterten Anhangangaben im Abschluss der Lila Logistik Gruppe. Die Regelungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen.

Das IASB hat im Juni 2011 Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" veröffentlicht. Die Änderungen verlangen, dass die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten in zwei Kategorien unterteilt werden müssen – in Abhängigkeit davon, ob sie in Zukunft über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht werden (Recycling) oder nicht. Die Änderungen zu IAS 1 sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows und geht derzeit von den oben beschriebenen Änderungen im Ausweis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung aus.

Ebenfalls im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" veröffentlicht. Die Änderungen führen zum Wegfall bestehender Wahlrechte bei der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Da die sogenannte Korridormethode zukünftig nicht mehr zulässig sein wird, sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort in voller Höhe und ausschließlich erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals zu erfassen. Die Änderung wird Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. Cashflows der Lila Logistik Gruppe haben.

Weitere Änderungen betreffen die Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand und die Darstellung des Nettozinsergebnisses bei leistungsorientierten Pensionsplänen sowie die Unterscheidung zwischen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) und anderen Leistungen an Arbeitnehmer. Als eine wesentliche Folge dieser Änderungen dürfen die Aufstockungsbeträge in Altersteilzeitprogrammen zukünftig nicht mehr als Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses klassifiziert werden und müssen daher über den Zeitraum der Erdienung angesammelt werden. Zudem werden Angabepflichten erweitert, z. B. für Eigenschaften und Risiken von leistungsorientierten Plänen. Die Änderungen zu IAS 19 sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe geht derzeit von einer Relevanz der erweiterten Angabepflichten auf den Abschluss aus und prüft darüber hinaus die aus der Änderung resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage bzw. der Cashflows.

Im Dezember 2011 hat das IASB in IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" Präzisierungen zu den Saldierungsvorschriften veröffentlicht. Um die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 zu erfüllen, darf nach den neuen Vorschriften der für den Bilanzierenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehende

Rechtsanspruch auf Saldierung nicht unter der Bedingung eines künftigen Ereignisses stehen und muss sowohl im ordentlichen Geschäftsverkehr als auch bei Verzug und Insolvenz einer Vertragspartei gelten. Des Weiteren wird bestimmt, dass ein Bruttoausgleichsmechanismus die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt, sofern keine wesentlichen Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Verrechnungsprozess verarbeitet werden und er damit im Ergebnis äquivalent ist zu einem Nettoausgleich. Die neuen Vorschriften sind verpflichtend rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows, geht jedoch derzeit von keinen wesentlichen Änderungen aus.

Ebenfalls im Dezember 2011 hat das IASB in IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" erweiterte Angabepflichten zu Saldierungsrechten veröffentlicht. Neben erweiterten Angaben zu nach IAS 32 tatsächlich vorgenommenen Saldierungen werden für bestehende Saldierungsrechte unabhängig davon, ob eine Saldierung nach IAS 32 tatsächlich vorgenommen wird, Angabepflichten eingeführt. Die neuen Vorschriften sind verpflichtend rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows und geht von erweiterten Angabepflichten aus.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IAS 27 einheitlich nach den für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sofern die landesrechtlichen Abschlüsse einzelner Gesellschaften von diesen Grundsätzen abweichen, werden die notwendigen Anpassungen vorgenommen.

Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung werden auf volle € gerundet dargestellt. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist gemäß dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in €, der funktionalen Währung und Berichtswährung des Konzerns, aufgestellt. In den Einzelabschlüssen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zeitnah mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Kursänderungen werden durch Neubewertung mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Ergebniswirksam wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von -213 T€ erfasst. Im Vorjahr wurden positive Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 83 T€ ergebniswirksam erfasst.

Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt auf Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse". Damit werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen.

Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungen zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Währungsunterschied wird ebenfalls mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet.

Den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2011 und 2010 lagen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss zu Grunde:

Stichtagskurse 31.12.2011 31.12.2010
Polen 1 € = PLN 4,4168 3,9603
Durchschnittskurse 2011 2010
Polen 1 € = PLN 4,1198 3.9946

Schätzungen

Für die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, welche sowohl die Bewertung der Aktiva und Passiva, die Art und den Umfang von Haftungsverhältnissen, das konkrete Eingehen auf Abnahmeverpflichtungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (insbesondere der dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren), die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene Immaterielle Vermögenswerte (Kundenstamm, Software etc.) werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend drei Jahren abgeschrieben.

Zum 31. Dezember 2011 sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer vorhanden.

Wertminderung von Immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten, Sachanlagen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten

IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" verlangt zu jedem Bilanzstichtag eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine sogenannte Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU = Cash Generating Unit) geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz unter Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode auf den Barwert abgezinst.

Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem Nutzungswert bzw. Fair Value liegt. Die außerplanmäßige Wertminderung wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinnund-Verlust-Rechnung erfasst. Eine ertragswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Wertminderung auf Vermögenswerte wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt jedoch nur insoweit, als dass danach der Buchwert nicht überstiegen wird, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibung ergeben hätte, wenn die außerplanmäßige Wertminderung in Vorjahren nicht vorgenommen worden wäre. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden entsprechend IAS 16 mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie außerplanmäßige Wertminderungen bewertet.

Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:

Nutzungsdauer
Bauten 4 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsaustattung 2 bis 5 Jahre

Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert.

Gemietete Gebäudeeinrichtungen und Gegenstände, die als Finanzierungsleasing von der Gesellschaft zu bilanzieren sind, werden über die Dauer des Mietoder Leasingvertrags abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungsund Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagegegenständen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen wurden im Rahmen des Neubaus eines Gebäudes in Gliwice, Polen, 2006 und 2007 aktiviert.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag zu dem das Finanzinstrument zwischen zwei Parteien in einer aktuellen Transaktion gehandelt würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag (Settlement Date).

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Bei der Ermittlung der Ausfallrisiken werden auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.

Sonstige langfristige Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten.

Die anderen nicht den oben aufgeführten Kategorien zugeordneten originären finanziellen Vermögenswerte werden als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile zu fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Dividendenansprüche des Unternehmens werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfolgswirksam erfasst. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value Through Profit or Loss) zu designieren, hat die Müller – Die lila Logistik AG bislang keinen Gebrauch gemacht.

Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (z. B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder Vertragsbruch) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe erfolgswirksam zurück genommen. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei finanziellen Verbindlichkeiten hat Müller – Die lila Logistik AG von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value Through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bilanzieren. Sind diese negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten.

Eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden bei Müller – Die lila Logistik AG nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Währungs- und Zinsrisiken im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben.

Alle derivativen Finanzinstrumente (im laufenden Geschäftsjahr Zinsswaps) sind nach IAS 39 am Bilanzstichtag zu Marktwerten zu bilanzieren. Diese können positiv oder negativ sein. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren nach den Bewertungskategorien des IFRS 7 ermittelt. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Hedge Accounting) eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte gehören zum 31. Dezember 2011 mit Ausnahme der langfristigen finanziellen Vermögenswerte, die der Bewertungskategorie 3 angehören, wie im Vorjahr der Bewertungskategorie 2 an.

Bei Vorliegen einer wirksamen Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) werden Veränderungen der Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und der dazu gehörenden Grundgeschäfte entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder im Eigenkapital (Cashflow Hedge) ausgewiesen.

Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstru-

ment eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert.

Mittels eines Cashflow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Bei Veränderungen der Marktwerte von effektiven Cashflow Hedge Instrumenten, die zum Ausgleich künftiger Cashflow Risiken aus bereits bestehenden oder geplanten Grundgeschäften eingesetzt werden, erfolgt der Ausweis der unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des eingedeckten Grundgeschäfts zunächst erfolgsneutral im kumulierten Eigenkapital. Die Ergebniswirksamkeit des abgesicherten Grundgeschäfts wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung abgebildet; Ergebniswirkungen über das abgesicherte Grundgeschäft hinaus werden unmittelbar zu Lasten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht. Bei ineffektiven Sicherungsbeziehungen erfolgt die Erfassung der unrealisierten Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam.

Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 14. August 2008 ein Zinsderivat im Sinne eines Cashflow Hedges eingegangen. Eine exakte Beschreibung des Cashflow Hedges erfolgt unter Punkt 25 "Finanzinstrumente". Das Zinsderivat wurde am 20. Januar 2011 mit einem Betrag von -17 T€ abgelöst. Das zu Grunde liegende Darlehen mit einem ursprünglichen Darlehensbetrag von 880 T€ wurde am 30. Dezember 2010 mit einem Restbetrag von 440 T€ zurückgeführt.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2011 aller Finanzinstrumente pro Kategorie in T€:

Zahlungsmittel Kredite und
Forderungen
Zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Zu Handels
zwecken
gehaltene
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertete
Verbindlichkeiten
Angaben in T€ Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Langfristige <nanzielle
Vermögenswerte</nanzielle
136 136
Ausleihungen 2 2
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
8.481 8.481
Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen
12.109 12.109
Forderungen gegen
nahestehende Personen,
verbundene Unterneh
men und Beteiligungs
unternehmen
38 38
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
1.315 1.315
Darlehen 5.438 5.438
Verbindlichkeiten aus Lie
ferungen und Leistungen
3.948 3.948
Verbindlichkeiten gegen
über nahestehenden
Personen und verbunde
nen Unternehmen
888 888
Finanzleasing
Verpflichtungen
95 95
Sonstige kurzfristige
Schulden
4.240 4.240
Summe 8.481 8.481 13.462 13.462 138 138 14.609 14.811

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2010 aller Finanzinstrmente pro Kategorie in T€:

Zahlungsmittel Kredite und
Forderungen
Zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Zu Handels
zwecken
gehaltene
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertete
Verbindlichkeiten
Angaben in T€ Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Buch
wert
beizule
gender
Zeitwert
Langfristige <nanzielle
Vermögenswerte</nanzielle
36 36
Ausleihungen 2 2
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
15.661 15.661
Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen
9.222 9.222
Forderungen gegen
nahestehende Personen,
verbundene Unterneh
men und Beteiligungs
unternehmen
122 122
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
725 725
Darlehen 8.422 8.492
Verbindlichkeiten aus Lie
ferungen und Leistungen
3.240 3.240
Verbindlichkeiten gegen
über nahestehenden
Personen und verbunde
nen Unternehmen
920 920
Finanzleasing
Verpflichtungen
81 81
Sonstige kurzfristige
Schulden
5.549 5.549
Summe 15.661 15.661 10.069 10.069 38 38 18.212 18.282

Der beizulegende Zeitwert von Krediten und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die in der Regel kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den langfristigen Krediten und Forderungen stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar.

Die beizulegenden Zeitwerte der zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte werden aus finanzmathematischen Bewertungsmodellen bzw. Marktdaten abgeleitet.

Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird angenommen, dass auf Grund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt.

Bei Darlehen mit Zinsanpassungsterminen wird angenommen, dass der prognostizierte Darlehenszins annähernd den marktüblichen Zinssätzen entspricht. Demnach stellt der Buchwert dieser Darlehen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwert dar.

Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau beinhalten.

Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

Angaben in T€ 2011 2010
Zu Handelszwecken
gehaltene Vermögenswerte1)
-16 75
Zur Veräußerung
verfügbare Vermögenswerte
1
Kredite und Forderungen2) -32 42

1) Es handelt sich um Derivate, die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen sind

2) Vorjahreswerte angepasst

Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.

Die Nettoergebnisse enthalten weder Zinsergebnisse noch Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung.

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte betragen 139 T€ (Vorjahr 95 T€). In den Zinserträgen sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 93 T€ (Vorjahr 102 T€) enthalten. Im Vorjahr waren in den Zinserträgen auch Erträge aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 87 T€ enthalten. Die Gesamtzinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten betragen -732 T€ (Vorjahr -647 T€). In den Finanzierungsaufwendungen sind Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von -308 T€ (Vorjahr Erträge in Höhe von 89 T€) sowie Aufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von -16 T€ (Vorjahr -12 T€) enthalten.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Tatsächliche Ertragsteuern werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Des Weiteren sind die temporären Differenzen aus der abweichenden Behandlung bestimmter Bilanzpositionen zwischen den steuerrechtlichen lokalen Abschlüssen und dem IFRS-Konzernabschluss zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern.

Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach dem bilanzorientierten Ansatz (Liability Method) im Einklang mit den Bestimmungen des IAS 12 "Ertragsteuern" ermittelt. Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden

steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie steuerlicher Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.

Die Höhe der latenten Steuern richtet sich dabei nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem die Unterschiede wahrscheinlich ausgeglichen werden. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze auf aktive oder passive latente Steuern wird in dem Zeitraum berücksichtigt, in dem die Änderung beschlossen wird.

Unter den Ertragsteuern sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19. Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der sogenannten Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung erwarteten Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen.

Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst berücksichtigt, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des höheren Wertes aus Anwartschaftsbarwert oder – falls vorhanden – Zeitwert des Planvermögens liegen (Korridorverfahren). Sie werden dann über die durchschnittliche Restdienstzeit der Anwärter verteilt. Für den arbeitnehmerfinanzierten Teil der Pensionsverpflichtungen wurde eine Versicherung abgeschlossen. Der Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Daneben bestehen Rückdeckungsversicherungen für Einzelzusagen. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen entsprechend des IAS 19 mit dem Planvermögen saldiert. Der Dienstzeitaufwand, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondvermögen werden im Personalaufwand saldiert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.

Umsatz-, Ertragsrealisierung und Aufwandserfassung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Preisnachlässe, Skonti und Umsatzsteuer abgesetzt.

Umsätze werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Logistikdienstleistungen erbracht sind (IAS 18.20) und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann.

Die unkonsolidierten Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) belaufen sich auf 6.252 T€ (Vorjahr 5.044 T€) und die unkonsolidierten Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating belaufen sich auf 89.101 T€ (Vorjahr 82.838 T€).

Umsätze aus Speditionslogistik werden realisiert, sobald das Speditionsgut überbracht wurde, aus Kontraktlogistik, sobald die einzeln definierte Dienstleistung fertig gestellt und bei Beratungsleistungen, wenn die vertraglichen Bestandteile durchgeführt wurden.

Insgesamt werden Aufwendungen erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen wirtschaftliche Ressourcen abfließen werden.

Finanzierungskosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.

Ergebnis je Aktie

Verwässertes/Unverwässertes
Ergebnis je Aktie
2011 2010
Konzernüberschuss (in T€) 2.984 5.041
Gewichtete durchschnittliche
Anzahl der ausgegebenen Aktien
(in Tausend Stück)
7.956 7.956
Verwässertes/Unverwässertes
Ergebnis je Aktie (in €)
0,38 0,63

Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.

Unternehmenstransaktionen

Die Gesellschafterversammlung der Value Added Logistics Sp. z o.o. hat am 6. Mai 2009 einen Kapitalnachschuss in Höhe von 250 T€ beschlossen. Dieser Kapitalnachschuss wurde mittels einer teilweisen Umwandlung eines Darlehens erbracht, welches die Müller – Die lila Logistik AG der Value Added Logistics Sp. z o.o. im Gesamtwert von 550 T€ seit 2008 zur Verfügung gestellt hat und in 2011 vollständig zurückgeführt wurde. Im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Value Added Logistics Sp. z o.o. am 10. November 2011 wurde die Rückzahlung von Nachschüssen in Höhe von 400 TPLN an die Müller – Die lila Logistik AG beschlossen.

Am 11. Mai 2010 wurden innerhalb der Lila Logistik Gruppe von der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG gehaltene 1.950 Stück Stammaktienanteile an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft) an die Müller – Die lila Logistik AG übertragen. Die Müller – Die lila Logistik AG war am Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2011 mit 5 T€ am Grundkapital (von insgesamt 97,5 T€) an der der E.L.V.I.S. AG = 5,13 % beteiligt.

Im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Veränderungen und Umstrukturierungen der Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2010 wurden nach Eintragung der formwechselnden Umwandlung in die Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG 20 %-Punkte der Anteile an der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 veräußert. Zuvor wurden 76 % der Anteile gehalten.

Einem Gesellschafter der ehemaligen Emporias Management Consulting GmbH wurde im Zuge der Umwandlung in die Rechtsform der GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2010 eine Call-Option zum Erwerb weiterer Anteile (bis zu 15 % am Kommanditkapital) an dieser Gesellschaft eingeräumt. Die Option kann in Tranchen frühestens im Januar 2013 und bis spätestens 31. Januar 2015 schriftlich ausgeübt werden. Ebenso kann dieser Gesellschafter an der entsprechenden Komplementär-GmbH die Mehrheit der Anteile am Stammkapital erwerben. Die Optionsgewährung hatte wie im Vorjahr keine bilanziellen Konsequenzen auf den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG.

Gesellschafter von Personenhandelsgesellschaften haben nach §§ 131 f. HGB i. V. m. § 723 BGB ein ordentliches gesetzliches Kündigungsrecht, das durch den Gesellschaftsvertrag ausgestaltet, aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden darf. Ein gesetzliches Kündigungsrecht des Gesellschafters ist wie ein vertragliches Kündigungsrecht im Sinne von IAS 32.18(b) i. V. m. IAS 32.13 zu beurteilen. Das Ausscheiden durch Kündigung führt zu einem Abfindungsanspruch des bisherigen Gesellschafters gegenüber der Gesellschaft und den übrigen Gesellschaftern. Das Kündigungsrecht des Gesellschafters ist ein Inhaberkündigungsrecht im Sinne von IAS 32.18(b), sodass Einlagen in deutsche Personenhandelsgesellschaften grundsätzlich nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital zu klassifizieren sind.

Die Klassifikation als Fremdkapital lässt sich durch vertragliche Regelungen nicht verhindern, wonach

  • t die Mitgesellschafter beim Ausscheiden des Gesellschafters zur Übernahme der Anteile verpflichtet sind (Andienungsrecht) oder
  • t sich der Auseinandersetzungsanspruch des ausgeschiedenen Gesellschafters allein gegen die verbleibenden Gesellschafter richtet, sofern eine subsidiäre Verpflichtung der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden kann.

Für die Erstbewertung der Verbindlichkeit aus dem etwaigen Abfindungsanspruch des ausscheidenden Gesellschafters ist der Barwert der etwaigen Abfindungsverpflichtung als beizulegender Zeitwert heranzuziehen (IAS 32.23). Dieser Wert darf nicht niedriger sein als der maximal an den Anteilseigner bei Kündigung rückzahlbare Betrag, diskontiert ab dem Tag, zu dem der Betrag bei Kündigung frühestens zurückgezahlt werden müsste (IAS 39.49, IFRIC 2.10). Die Folgebewertung ist nach IAS 39 vorzunehmen (IAS 32.23).

Aus der Klassifikation der benannten Einlagen als Fremdkapital haben sich im Geschäftsjahr 2010 auf den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG die folgenden bilanziellen Konsequenzen ergeben:

  • t Dotierung einer "Verbindlichkeit aus den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögenswerten" in Höhe des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2010. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeit wurde aus der im Berichtsjahr erfolgten Transaktion abgeleitet.
  • t Der Minderheitenanteil an der ehemaligen Emporias Management Consulting GmbH in Höhe von 37 T€ wurde 2010 ausgebucht.
  • t Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeit und dem Buchwert des ehemals im Eigenkapital verbuchten Minderheitenanteils sowie der im Zuge der Kapitalkonsolidierung eliminierten Werte wurde als Eigenkapitaltransaktion nach IAS 27.30 behandelt. Hieraus hat sich 2010 eine Minderung der Gewinnrücklagen des Konzerns in Höhe von 437 T€ ergeben.

Der Gewinnanteil der Minderheitengesellschafter wurde wie im Vorjahr erfolgswirksam unter dem Posten "Veränderung aus den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögenswerten" verbucht. Insgesamt hat sich zum 31. Dezember 2011 eine Verbindlichkeit aus den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögenswerten in Höhe von 1.163 T€ ergeben (Vorjahr 1.066 T€). Bezüglich weiterer Unternehmensgründungen bzw. Unternehmenserwerbe verweisen wir auf die Ausführungen unter Kapitel "Grundlagen der Rechnungslegung, Konsolidierungskreis und Methoden."

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

5. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Erlösschmälerungen wie Rabatte und Skonti werden umsatzmindernd gebucht. Die Umsatzerlöse wurden mit Dienstleistungen in den Bereichen Speditions- und Kontraktlogistik (Lila Operating) und mit Beratungsleistungen (Lila Consult) erzielt und gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2011
T€
2011
%
2010
T€
2010
%
Deutschland 75.521 80,2 65.350 74,9
Übriges Europa 18.623 19,8 21.909 25,1
Gesamt 94.144 100,0 87.259 100,0

Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz des Kunden.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge der Geschäftsjahre 2011 und 2010 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten in Höhe von 838 T€ (Vorjahr 1.400 T€), Versicherungsentschädigungen in Höhe von 269 T€ (Vorjahr 324 T€), Periodenfremde Erträge in Höhe von 88 T€ (Vorjahr 81 T€), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 41 T€ (Vorjahr 125 T€) sowie Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 35 T€ (Vorjahr 420 T€).

7. Personalaufwand

Angaben in T€ 2011 2010
Löhne und Gehälter -27.914 -27.297
Soziale Abgaben -2.841 -3.152
Aufwendungen für Altersversorgung -2.262 -2.201
Gesamt -33.017 -32.650

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 unter anderem die folgenden wesentlichen Positionen (Vorjahreswerte angepasst): Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten in Höhe von -7.424 T€ (Vorjahr -4.637 T€), Miet- und Raumkosten in Höhe von -6.418 T€ (Vorjahr -6.263 T€), Fahrzeugkosten in Höhe von -4.153 T€ (Vorjahr -4.050 T€), IT- und Kommunikationskosten in Höhe von -1.528 T€ (Vorjahr -1.453 T€), Schadensaufwendungen in Höhe von -1.269 T€ (Vorjahr -718 T€), Werbe- und Reisekosten in Höhe von -1.229 T€ (Vorjahr -799 T€), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von -939 T€ (Vorjahr -1.146 T€) sowie Versicherungsbeiträge und Abgaben in Höhe von -620 T€ (Vorjahr -553 T€).

9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Angaben in T€ 2011 2010
Abschreibungen auf im
materielle Vermögenswerte
-336 -317
Abschreibungen auf
Sachanlagen
-1.322 -1.331
Gesamt -1.658 -1.648
davon Wertminderungsauf
wand gem. IAS 36

Die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte aus Kundenbeziehungen erfolgt auf drei Jahre entsprechend der Laufzeit der Kundenbeziehung. Im Geschäftsjahr 2011 haben sich hieraus Abschreibungen in Höhe von -152 T€ ergeben (Vorjahr -171 T€).

10. Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des

Solidaritätszuschlags und die Gewerbeertragsteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.

Steuerabgrenzungen resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz, sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Ihre Berechnung erfolgt nach IAS 12.

Bei den 2010 formwechselnd umgewandelten inländischen GmbH & Co. KGs fiel wie im Vorjahr keine Körperschaftsteuer mehr an. Die im Geschäftsjahr zu Grunde gelegte Gewerbesteuer betrug 16,17 % (Vorjahr 13,76 %). Bei der Muttergesellschaft, der Müller – Die lila Logistik AG, wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15,00 % wie im Vorjahr verwendet. Weiterhin wurde ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie ein Gewerbesteuersatz von 16,17 % angesetzt (Vorjahr 13,76 %).

Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 19 % und 34 %. (Vorjahr ebenfalls zwischen 19 % und 34 %). Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

Einkommen- und Ertragsteuern

Angaben in T€ 2011 2010
Gezahlte bzw. geschuldete
Steuern -1.017 -1.248
– davon Ausland -230 -423
Latenter Steueraufwand -126 291
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
-1.143 -957

Die Ertragsteuern enthalten Erträge aus früheren Perioden in Höhe von 55 T€ (Vorjahr 39 T€).

Die latenten Steueraufwendungen (Vorjahr Steuererträge) beruhen insgesamt auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben. Aus der Änderung des Gewerbesteuersatzes ergab sich für das Geschäftsjahr 2011 ein latenter Stueraufwand von -153 T€.

Die Überleitung zwischen den Beträgen bei Anwendung eines Steuersatzes von 31,99 % (Vorjahr 29,59 %) für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 zum Ergebnis vor Ertragsteuern und tatsächlichem Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Angaben in T€ 2011 2010
Erwarteter Steueraufwand -1.320 -1.775
Steuerfreie Erträge 466 614
Unterschiede in lokalen
Steuersätzen
217 158
Verlustvorträge1) 70 438
Sonstige temporäre
Unterschiede1)
38 291
Periodenfremder
Steuerertrag
55 39
Auswirkung
Steuersatzänderung
-153 0
Nicht abziehbare Betriebs
ausgaben
-355 -599
Übrige -161 -123
Ertragsteueraufwand -1.143 -957

1) Vorjahreswert angepasst

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der latenten Steuern

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Aktive latente Steuern
Steuerliche Verlustvorträge 680 751
Sonstige Verbindlichkeiten 1) 111 68
Rückstellungen 1) 68 48
Übrige 36
Sonstige Vermögenswerte 1) - -
Aktive latente Steuern, gesamt 1) 859 903
Passive latente Steuern
Steuerlicher Sonderposten 1.519 1.405
Geschäfts- oder Firmenwerte 590 592
Rückstellungen 1) - -
Sachanlagevermögen 23 69
Übrige 28 12
Passive latente Steuern, gesamt 1) 2.160 2.078
Latente Steuern, saldiert 1.301 1.175

1) Vorjahreswert angepasst

Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2011 und 2010 wie folgt ausgewiesen:

Aufteilung der latenten Steuern

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Aktive latente Steuern 106 110
Passive latente Steuern 1.407 1.285
Latente Steuern, saldiert 1.301 1.175

Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland seit 2004 ein Jahr zurück- und unbefristet vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste nur unbefristet vorgetragen werden. Am 31. Dezember 2011 verfügte die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Jahresergebnisse 2011 für Körperschaftsteuerzwecke beziehungsweise vergleichbarer ausländischer Steuer in Höhe von 3.333 T€ (Vorjahr 5.221 T€) und für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von 3.214 T€ (Vorjahr 3.288 T€), die unbefristet vorgetragen werden können.

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind latente Steueraufwendungen von -5 T€ ausgewiesen (Vorjahr -5 T€).

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

11. Langfristige Vermögenswerte

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte innerhalb des Konzerns ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel ersichtlich.

Für das Grundstück inklusive aufstehendem Gebäude der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2011 von 7.530 T€ (Vorjahr 8.819 T€) wurden als Besicherung für die darlehensgebende Bank zwei Hypotheken in Höhe von 7.200 T€ im Grundbuch der Stadt Gliwice (Polen) eingetragen. Des Weiteren wurde durch die Müller – Die lila Logistik AG eine Bürgschaft zu Gunsten der kreditgebenden Bank in gleicher Höhe gestellt.

Zum 1. Dezember 2011 wurde von der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG ein Grundstück zwecks Erweiterung des bestehenden Logistikgebäudes am Firmensitz in Besigheim gekauft. Für das Grundstück mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2011 von 2.838 T€ wurden als Besicherung für die darlehensgebenden Banken insgesamt Grundschulden in Höhe von 2.700 T€ eingetragen.

Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich wie im Vorjahr keine Wertminderungsaufwendungen im Sinne des IAS 36. Beim Impairment wurden die erwarteten Cashflows der Geschäftsbereiche aus der Planung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Basisdaten und Erfahrungswerte bezüglich der Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Energiepreisen zu Grunde. Die Cashflows für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden mit Zinssätzen von rund 8 bis 12 % abgezinst. Als Ergebnis der Werthaltigkeitstests sind sogenannte "Impairment Buffer" in ausreichender Höhe festgestellt worden, so dass kein Anlass für Geschäfts- oder Firmenwertabschreibungen bestand.

Beim Geschäfts- oder Firmenwert ergaben sich auf Grund des durchgeführten Impairment Test zum Vorjahr keine Änderungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert verteilt sich auf folgende Zahlungsmittel generierende Einheiten wie folgt:

Aufteilung Geschäfts- oder Firmenwerte

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Müller – Die lila Logistik
Verwaltung GmbH & Co. KG
4.983 4.983
Müller – Die lila Logistik
Deutschland GmbH
4.044 4.044
Emporias Management
Consulting GmbH & Co. KG
727 727
Gesamt 9.754 9.754

12. Vorräte

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird auf den am Bilanzstichtag jeweils niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert abgestellt. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten angesetzt.

Die Herstellungskosten umfassen gemäß IAS 2 die direkt zurechenbaren Einzelkosten (Gehälter) und die dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich. Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrugen zum Bilanzstichtag 64 T€ (Vorjahr 48 T€, Vorjahreswert angepasst).

13. Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Dies spiegelt sich in Form von durchgeführten Einzelwertberichtigungen wider.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
12.109 9.222
– darin enthaltene
Wertberichtigungen
86 97

Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Unternehmensgruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Gründe für das Factoring waren zum einen den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren und zum anderen die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Auf Grund der Nachwirkungen der vergangenen Finanz- und Wirtschaftskrise und der aktuellen Schuldenkrise in der EU wird jedoch eine restriktive Beurteilung durch die Forderungsversicherer vorgenommen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 3.976 T€ (Vorjahr 3.248 T€).

Wertberichtigungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

Angaben in T€ 2011 2010
Stand 1.1. 97 292
Zuführung 58 236
Au>ösung/
Inanspruchnahme
-69 -431
Stand 31.12. 86 97

Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Seit 1 bis 30 Tagen fällig 1.211 816
Seit 31 bis 60 Tagen fällig 101 108
Seit 61 bis 90 Tagen fällig 28 6
Seit mehr als 90 Tagen fällig 10 -

Für den Bestand der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2011 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen.

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

14. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

Zum Bilanzstichtag lagen keine zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte vor.

15. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht der ausgewiesene Wert dem Nominalwert der flüssigen Mittel. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Kassenbestand 18 16
Guthaben bei
Kreditinstituten
8.463 15.645
Gesamt 8.481 15.661

Die Gründe für die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden alle Zahlungsmittel mit einer Originallaufzeit von maximal drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.

16. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen aus debitorischen Kreditoren, Steuerforderungen, Forderungen gegen Mitarbeiter und Vorauszahlungen.

17. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG betrug zum 31. Dezember 2011 insgesamt 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien mit Nennwert von je einem Euro eingeteilt.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Juni 2015 in Höhe von bis zu 3.978 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.

Nach dem Aktiengesetz (AktG) ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Jahresabschluss der Muttergesellschaft entsprechend des deutschen Handelsgesetzbuches ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom gesamten Bilanzgewinn nach dem IFRS Konzernabschluss ab. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Bilanzgewinn der Müller – Die lila Logistik AG 5.667 T€ (Vorjahr 3.770 T€).

Dividendenausschüttung

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen, der Hauptversammlung am 25. Mai 2012 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine dem Vorjahr entsprechend gleichbleibende Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Minderheiten

Die Minderheitenanteile betreffen Fremdanteile am Eigenkapital einer inländischen Tochtergesellschaft.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Das kumulierte übrige Eigenkapital enthält die Differenzen aus der Währungsumrechnung der polnischen Tochtergesellschaften. Im Vorjahr waren auch die Veränderung der Marktwerte von Cashflow-Hedge-Instrumenten sowie latente Steuern enthalten.

Zusammensetzung kumuliertes übriges Eigenkapital

Angaben in T€ 2011 2010
Unterschiedsbetrag aus der
Währungsumrechnung
-1.846 -912
Marktbewertung
von Derivaten
- -15
Latente Steuern - 4
Kumuliertes übriges
Eigenkapital
-1.846 -923

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals. Die Darstellung basiert auf den Vorgaben des IAS 1.

18. Pensionsrückstellungen

In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitragsals auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verpflichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen.

Den Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft sowie einem aktiven und einem ehemaligen Geschäftsführer von Tochtergesellschaften sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verpflichtung besteht, diese Zusagen

durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Aktivwert der Versicherungen ist als sogenanntes Plan Asset im Sinne von IAS 19 (revised 2004) qualifiziert und mit der Rückstellung saldiert. Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöht.

Die Rückstellungen für Pensionen sind grundsätzlich gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Bei allen leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Annahmen unumgänglich. Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:

Angaben in % 2011 2010
Diskontierungszinssatz 5,00 4,75
Fluktuationsrate 0,00 und 1,00 0,00 und 1,00
Rententrend 0,00 bis 2,00 0,00 bis 2,00
Erwartete Rendite aus
bis Planvermögen
4,00 bis 4,50 4,10 bis 4,50
Erwartete Gehaltssteigerung 0,00 0,00

Aktuarielle Annahmen

Die erwartete Rendite des Planvermögens ist abgeleitet aus der Portfoliostruktur des Planvermögens in Verbindung mit den verfügbaren Marktrenditen vergleichbarer Investitionen.

Die Überprüfung der Notwendigkeit der bilanziellen Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten erfolgt auf Basis der einzelnen Pläne gemäß dem Korridorverfahren. Dabei wird die Summe der noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die 10 % des höheren Wertes von Planvermögen oder Defined Benefit Obligation übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Mitarbeiter verteilt.

Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:

Angaben in T€ 2011 2010
Periodischer Dienstzeitaufwand 68 75
Zinsaufwand 120 112
Erwartete Rendite aus dem
Planvermögen
-77 -73
Amortisation versicherungsmathe
matischer Verluste
9 -
Nettoaufwand 120 114

Der periodische Dienstzeitaufwand sowie die Amortisation der versicherungsmathematischen Gewinne wurden im Personalaufwand verbucht. Der Zinsaufwand und die erwartete Rendite aus dem Planvermögen wurden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen haben sich auf 106 T€ (Vorjahr 66 T€) belaufen.

Bilanzierte Nettoverp;ichtung der Pensionspläne

Angaben in T€ 2011 2010
Anwartschaftsbarwert der
Versorgungszusagen 2.597 2.557
Wert des Planvermögens -1.901 -1.759
Anwartschaftsbarwert nach
Abzug des Fondsvermögens 696 798
Nicht bilanzierte versicherungsma
thematische Verluste -210 -329
Als Asset angesetzter Betrag 27 12
Bilanzierte Nettoverp'ichtung der
Pensionspläne 513 481

Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:

Angaben in T€ 2011 2010
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 2.557 2.174
Periodischer Dienstzeitaufwand 68 75
Zinsaufwand 120 112
Versicherungsmathematische
Gewinne(-)/Verluste(+) -80 262
Rentenzahlungen -68 -66
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 2.597 2.557

Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

Angaben in T€ 2011 2010
Planvermögen zum 1.1. 1.759 1.646
Amortisierte Gewinne - -
Erwarteter Ertrag 77 73
Einzahlungen durch den Arbeitgeber 87 100
Versicherungsmathematische
Gewinne(+)/Verluste(-)
30 -7
Auszahlungen -51 -49
Nicht als Asset angesetzter Betrag
(IAS 19.58(b))
-1 -4
Wert des Planvermögens zum 31.12. 1.901 1.759

Das Planvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen, die an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Für das Geschäftsjahr 2012 beläuft sich die bestmögliche Schätzung der Beträge, die erwartungsgemäß in den Plan eingezahlt werden auf 87 T€ (Vorjahr 100 T€).

Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes und des Planvermögens für die laufende Berichtsperiode und die vier vorangegangenen Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:

Angaben in T€ 2011 2010 2009 2008 2007
Anwartschaftsbarwert 2.597 2.557 2.174 1.866 1.814
Wert des Planvermögens 1.901 1.759 1.646 1.536 1.371
Differenz 696 798 528 330 443
Nicht bilanzierte versicherungsmathematische
Gewinne(+)/Verluste(-)
-210 -329 -60 146 39
Als Asset angesetzter Betrag 27 12
Nettoverp'ichtung 513 481 468 476 482
Erfahrungsbedingte Anpassung der Schulden des
Plans zum Bilanzstichtag
80 -262 -206 122 169
Erfahrungsbedingte Anpassung der Vermögenswerte
des Plans zum Bilanzstichtag
34 8 9 -14 35

Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge für 2011 belaufen sich auf 6 T€ (Vorjahr 6 T€).

Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2011 wurden dafür -2.262 T€ (Vorjahr -2.201 T€) geleistet.

19. Sonstige Rückstellungen

Die Darstellung der sonstigen Rückstellungen weist folgendes Bild auf:

Sonstige Rückstellungen 2011

Angaben in T€ Stand
1.1.2011
Verbrauch Au'ösung Zuführung Stand
31.12.2011
Langfristige Rückstellungen 194 106 21 88 155
Schadensrückstellungen 621 154 214 781 1.034
Personalrückstellungen 501 436 65 350 350
Kurzfristige Rückstellungen 1.122 590 279 1.131 1.384
Rückstellungen, gesamt 1.316 696 300 1.219 1.539

In den langfristigen Rückstellungen sind Archivierungs- und Personalrückstellungen enthalten. Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen wurde die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllungen der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind, zu Grunde gelegt. Preissteigerungen, die bis zum Erfüllungszeitpunkt erwartet werden, fließen in die Bewertung ein. Der Zinseffekt dieser Rückstellungen ist nicht wesentlich.

Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten die oben abgebildeten Schadens- und Personalrückstellungen, wobei die Schadensrückstellungen in Höhe der geschätzten Zahlungen für Schäden gebildet sind, die im Geschäftsjahr 2011 verursacht, aber noch nicht reguliert wurden.

Sonstige Rückstellungen 2010

Angaben in T€ Stand
1.1.2010
Verbrauch Au'ösung Zuführung Stand
31.12.2010
Langfristige Rückstellungen 118 36 45 157 194
Schadensrückstellungen 948 188 418 279 621
Personalrückstellungen 969 374 595 501 501
Kurzfristige Rückstellungen 1.917 562 1.013 780 1.122
Rückstellungen, gesamt 2.035 598 1.058 937 1.316

20. Sonstige kurz- und langfristige Schulden

Die sonstigen in der Bilanz ausgewiesenen kurz- und langfristigen Schulden enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verbindlichkeiten in Höhe von 1.774 T€ (Vorjahr 2.353 T€), zum Stichtag offene Rechnungen in Höhe von 2.463 T€ (Vorjahr 2.499 T€) sowie sonstige Steuern in Höhe von 1.294 T€ (Vorjahr 739 T€). Die Vorjahreswerte wurden angepasst.

21. Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser künftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten darstellen, wenn der Abfluss von Ressourcen nicht

hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 lagen wie im Vorjahr keine Eventualverbindlichkeiten vor.

22. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Bis 1 Jahr 1.751 1.871
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 3.687 6.301
Über 5 Jahre - 250
Gesamt 5.438 8.422

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Punkt 25 "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Liquiditätsrisiken".

Im Geschäftsjahr 2011 wurden insgesamt 2.984 T€ Bankverbindlichkeiten getilgt (Vorjahr 2.793 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 betreffen zwei KfW-Darlehen der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 3.438 T€ (Vorjahr 4.688 T€) und ein Darlehen der Tochtergesellschaft Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. in Höhe von 2.000 T€ (Vorjahr 3.254 T€). Ein Darlehen der Tochtergesellschaft Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH wurde im Juni 2011 mit 450 T€ zurückgeführt (Stand 31. Dezember 2010: 480 T€).

Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr -732 T€ (Vorjahr -647 T€). Die Zinserträge betrugen 139 T€ (Vorjahr 95 T€).

23. Leasingverhältnisse

Die Lila Logistik Gruppe mietet Büroflächen und Transportmittel im Rahmen von nach den gesetzlichen Vorschriften kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand 2011 betrug -7.489 T€ bzw. -7.908 T€ in 2010. Hierin enthalten sind die Mietzahlungen aus der sale-and-lease-back-Transaktion der Betriebsimmobilie in Besigheim. Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wurde die Immobilie nebst Logistikanlage am Hauptsitz in Besigheim veräußert. Gleichzeitig wurde ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Käufers, der Dreiundzwanzigste LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg, und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015. Anschließend bestehen drei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses. Bezüglich des Mietpreises besteht eine Indexierungsvereinbarung. Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der BW-Bank in Höhe von 229 T€ hinterlegt.

Des Weiteren besteht ein Mietverhältnis für die Betriebsimmobilie in Herne. Mit Ablauf des 31. Dezember 2006 wurde die dortige Immobilie nebst Logistikanlage in Herne veräußert. Im Rahmen dieser sale-and-lease-back-Transaktion wurde gleichzeitig ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Käufers, der Achtzehnten Logimac Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg, und der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016. Anschließend bestehen zwei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses um jeweils fünf Jahre. Bezüglich des Mietpreises besteht eine Indexierungsvereinbarung. Die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der BW-Bank, in Höhe von 471 T€ hinterlegt.

Darüber hinaus liegen im Konzern Finanzierungsleasing-Verträge für vier Pkws und einen IT-Server vor. Die Leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing für das Geschäftsjahr 2011 betrugen -84 T€ (Vorjahr -103 T€).

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate- und Finance Lease Verträgen belaufen sich gemäß der nachfolgenden Tabelle auf folgende Werte:

Geschäftsjahr 2011

Finance Operate
Angaben in T€ Lease Lease
2012 -49 -6.560
2013 -27 -5.175
2014 -22 -3.044
2015 -8 -2.194
2016 -1.304
Später -116
Mindestzahlungen, gesamt -106 -18.393
Abzüglich Zinsanteil -11
Barwert der
Mindestleasingzahlungen 95
Abzüglich kurzfristiger Anteil
der Finanzierungsleasingver
p>ichtung -43
Langfristiger Anteil der Finan
zierungsleasingverp;ichtung 52

Geschäftsjahr 2010

Angaben in T€ Finance
Lease
Operate
Lease
2011 -64 -7.144
2012 -21 -4.938
2013 -3.600
2014 -2.537
2015 -2.022
Später -1.165
Mindestzahlungen, gesamt -85 -21.406
Abzüglich Zinsanteil -4
Barwert der
Mindestleasingzahlungen
81
Abzüglich kurzfristiger Anteil
der Finanzierungsleasingver
p>ichtung
-60
Langfristiger Anteil der Finan
zierungsleasingverp;ichtung
21

Der Restbuchwert der als Finance Lease bilanzierten Vermögenswerte beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 99 T€ (Vorjahr 77 T€).

Die Operate Lease Verträge im Sinne von IAS 17 umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Lager- und Büroflächen sowie Fuhrparkequipment inklusive Flurförderzeugen.

Seit dem 1. September 1999 vermietet die Lila Logistik Gruppe einen Teil seiner Büro- und Lagerfläche an einen Kunden. Die Erlöse für 2011 und 2010 betrugen inklusive Nebenkosten jeweils 459 T€. Die zukünftigen Erlöse bis zum 31. Dezember 2012 auf der derzeitigen Basis betragen ebenfalls 459 T€.

Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen, wobei hier im Wesentlichen die Mietverhältnisse der Firmengebäude in Herne und in Besigheim zu nennen sind.

24. Segmentinformationen

Segmentberichterstattung

IFRS 8 regelt, welche Finanzinformationen ein Unternehmen in seiner Berichterstattung bezüglich seiner operativen Segmente zu machen hat. Der Standard folgt dem "Management Approach", wonach Informationen zu den operativen Segmenten des Unternehmens auf Grundlage interner Berichtserstattung zu erfolgen hat. Die Gesellschaft hat zwei berichtspflichtige Segmente identifiziert, die entsprechend der Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenprofile weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Managementberatung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating.

Sämtliche hier dargestellten Sachverhalte wurden nachfolgend berücksichtigt. Vorjahres- und Vergleichswerte wurden entsprechend angepasst. In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen Segmenten zusammengefasst.

Die Müller – Die lila Logistik AG beurteilt die Leistung der Segmente unter anderem anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.

Lila Consult

Das Segment Lila Consult beinhaltet eine Beratung für Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt dabei auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zum Konzept für die operative Umsetzung geht.

Lila Operating

Hierin werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot erstreckt sich dabei auf die folgenden drei Logistikbereiche: Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.

Interne Steuerung und Berichterstattung

Die interne Steuerung und Berichterstattung in der Lila Logistik Gruppe basiert auf der Rechnungslegung nach HGB. Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT nach HGB gemessen. Die Segmentberichterstattung basiert somit auf HGB-Werten, die im Konzern auf IFRS übergeleitet werden.

Angaben in T€ Lila Consult Lila
Operating
Summe
Segmente
Überleitung Konzern
Geschäftsjahr 2011
Außenumsatzerlöse 5.078 89.066 94.144 94.144
Erlöse mit anderen Segmenten 1.174 35 1.209
Umsatzerlöse gesamt 6.252 89.101 95.353
Segmentergebnis (EBIT) 1.139 5.036 6.175 -930 5.245

Segmentübersicht 2011

Segmentübersicht 2010

Angaben in T€ Lila Consult Lila
Operating
Summe
Segmente
Überleitung Konzern
Geschäftsjahr 2010
Außenumsatzerlöse 4.457 82.802 87.259 87.259
Erlöse mit anderen Segmenten 587 36 623
Umsatzerlöse gesamt 5.044 82.838 87.882
Segmentergebnis (EBIT) 561 7.292 7.853 -1.372 6.481

Auf die Angabe zu Segmentvermögen und Segmentschulden wurde verzichtet. Der Vorstand erhält in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zu Segmentvermögen und Segmentschulden, da diese gegenwärtig nicht als Entscheidungsgrundlage verwendet werden.

Im Geschäftsjahr 2010 lagen sowohl die Erlöse als auch das Ergebnis des Segments Lila Consult unterhalb einer Größenordnung von 10 % der Gesamterlöse bzw. des Gesamtergebnisses der Lila Logistik Gruppe. Im Geschäftsjahr 2011 liegen die Ergebnisse des Segments Lila Consult oberhalb der Größenordnung von 10 % des Gesamtergebnisses der Lila Logistik Gruppe und entspricht damit dem Richtwert nach IFRS 8.

Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 21.459 T€ (Vorjahr 21.849 T€), das sind 22,8 % (Vorjahr 25 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt. Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 10.215 T€ (Vorjahr 10.158 T€), das sind 10,9 % (Vorjahr 11,6 %) der Konzernumsatzerlöse, in den Segmenten Lila Consult und Lila Operating generiert.

Überleitung Segmentergebnisse auf Konzernergebnis

Die Überleitung der Summe Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Im Berichtsjahr enthält die Position die Konsolidierungseffekte einer Beteiligungszuschreibung einer Tochtergesellschaft der Müller – Die lila Logistik AG, sowie die Korrektur der planmäßigen Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände (Geschäftsoder Firmenwert) im Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG. Im Vorjahr war auch der Verkaufsgewinn von Anteilen an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG enthalten.

Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.

Überleitung

Angaben in T€ 2011 2010
Summe Segmentergeb
nisse (EBIT nach HGB)
6.175 7.853
Zentrale Posten/Sonstiges -918 -1.356
IFRS-Überleitung -12 -16
Konzern-EBIT (nach IFRS) 5.245 6.481
Finanzergebnis -1.118 -483
Konzernergebnis
vor Steuern
4.127 5.998
Steuern vom Einkommen
und Ertrag
-1.143 -957
Konzernjahresüberschuss
nach Steuern
2.984 5.041

Im Finanzergebnis 2011 sind im Wesentlichen Zinserträge inklusive positiver Währungsdifferenzen in Höhe von 232 T€ (Vorjahr 284 T€) und Zinsaufwendungen inkl. Währungsdifferenzen in Höhe von -1.056 T€ enthalten (Vorjahr -570 T€). Im Finanzergebnis ist zudem ein Aufwand aus dem den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögens in Höhe von -295 T€ (Vorjahr -197 T€) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von -1.017 T€ (Vorjahr -1.248 T€) sowie ein latenter Steueraufwand in Höhe von -126 T€ (Vorjahr Steuerertrag 291 T€) enthalten.

25. Finanzinstrumente

Finanzielles Risikomanagement

Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:

  • t Kreditrisiken
  • t Liquiditätsrisiken
  • t Marktrisiken

Zielsetzung des Risikomanagements ist dabei die Vermeidung einer Risikokonzentration.

Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht verwiesen.

Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.

Kreditrisiken

IFRS 7 definiert als Kreditrisiko jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Um Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten zu begegnen, werden im Finanzierungsbereich nur Geschäftsbeziehungen zu führenden Banken unterhalten.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.

Den Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie der Reduzierung von Ausfallrisiken wurde ab Dezember 2008 mit der Durchführung von Factoring begonnen. Den Ausfallrisiken wird dabei durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Risikokonzentrationen ergeben sich dabei hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 52 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr 56 %). 48 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr 52 %). Da an einigen Standorten der Lila Logistik Gruppe Dienstleistungen an jeweils einen einzelnen Kunden erbracht werden, kann es an den jeweiligen Standorten zu einer Risikokonzentration kommen.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt 13 "Forderungen".

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.

Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Ver sorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Für eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften sorgen entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient auch ein mit der Hausbank vereinbartes Zinspooling der Müller – Die lila Logistik AG mit der größten inländischen Tochtergesellschaft. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität.

Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro aufgenommen.

Am 31. Dezember 2011 verfügte der Konzern über eine Rahmenkreditlinie bei der Baden-Württembergische Bank AG (BW-Bank), Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent- und Geldmarktkredit) sowie eine Avalrahmenkreditlinie in Höhe von 3.000 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG in Anspruch genommen werden können. Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme der Unternehmensgruppe über Avale der BW-Bank valutierte zum 31. Dezember 2011 mit 1.785 T€ (Vorjahr 1.885 T€).

Im Jahr 2011 bestand für die Müller – Die lila Logistik AG eine Betriebsmittelkreditlinie bei der Deutsche Bank AG, Heilbronn, in Höhe von 200 T€, die gemeinsam mit der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden konnte. Diese Betriebsmittelkreditlinie wurde auf Grund einer mehrjährigen Nichtinanspruchnahme und zur Vermeidung der Kosten der Bereitstellungsprovision im gegenseitigen Einvernehmen zum Jahresende 2011 zurückgenommen.

Außerdem verfügt die Lila Logistik Gruppe über eine Kreditlinie bei der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV), Filiale Stuttgart, in Höhe von 500 T€. Diese Kreditlinie kann als Kontokorrentkredit oder als Eurokredit ausgenützt werden. Zusätzlich kann bei der BTV eine Avallinie von 500 T€ in Anspruch genommen werden. Sowohl Kreditlinie, als auch die Avallinie sind nicht besichert. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen; die Avallinie wurde in Höhe von 32 T€ durch die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen.

Des Weiteren verfügt der Konzern über eine Kreditlinie bei der Herner Sparkasse mit einem Gesamtbetrag von 200 T€, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Zusätzlich besteht ein Avalkredit bei der Herner Sparkasse in Höhe von 30 T€, der voll beansprucht wurde. Die Besicherung der Herner Sparkasse erfolgt durch eine Rückbürgschaft der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 230 T€. Zudem verfügt der Konzern über eine Kreditlinie bei der ING Belgien AG, Brüssel, in Höhe von 220 T€.

Die Kreditlinien stehen der Gruppe bis auf Weiteres zur Verfügung.

Durch die IKB Deutsche Industriebank AG erfolgte im Jahre 2006 eine Darlehensgewährung an die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. in Höhe von 6.000 T€ für maximal 10 Jahre. Die Besicherung der Finanzierung bei der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. erfolgt im Wesentlichen durch eine selbstschuldnerische Höchstbürgschaft, eine Hypothek, durch die Abtretung sämtlicher Ansprüche aus Versicherungen sowie Verpflichtungserklärungen. Ein Teilkredit über 1.500 T€ wurde im Geschäftsjahr 2010 vollständig getilgt. Neben der Regeltilgung des verbleibenden Teilkredits über 501 T€ erfolgten im Geschäftsjahr 2011 Sondertilgungen in Höhe von 753 T€. Zum Bilanzstichtag valutierte das verbleibende Darlehen mit 2.000 T€ (Vorjahr 3.254 T€).

Durch die Kreissparkasse Ludwigsburg erfolgte am 31. Juli 2008 eine Darlehensgewährung an die Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 880 T€. Das Darlehen wurde mit Saldo von 440 T€ am 30. Dezember 2010 zurückgeführt.

Aus einem KfW-Sonderprogramm Mittelstand wurden der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2009 zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€ mit einer Laufzeit bis September 2014 und einer Tilgung in vier gleichen Jahresraten zur Verfügung gestellt; davon ein Darlehen über 3.000 T€ von der BW-Bank und ein Darlehen über 2.000 T€ von der Kreissparkasse Ludwigsburg. Beide Darlehen wurden ab 30. August 2010 in Anspruch genommen.

Für das Darlehen der BW-Bank haften die Tochtergesellschaften Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG gesamtschuldnerisch. Für das Darlehen der Kreissparkasse Ludwigsburg bestehen gesamtschuldnerische Bürgschaften der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG jeweils in Höhe von 2.000 T€. Die Darlehen valutierten am 31. Dezember 2011 mit einer Gesamtsumme in Höhe von 3.438 T€ (Vorjahr 4.688 T€).

Durch die BTV wurde am 29. Oktober 2009 ein Investitionskredit in Höhe von 600 T€ zur Verfügung gestellt. Das Darlehen wurde ab Juli 2010 in Anspruch genommen und valutierte zum 31. Dezember 2010 mit 480 T€. Die Rückzahlung erfolgte nach Inanspruchnahme zunächst quartalsweise; im Juni 2011 wurde das Darlehen mit 450 T€ komplett zurückgeführt.

Zum Zwecke der Finanzierung des Grundstückskaufs in Besigheim wurden der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2011 aus einem Förderprogramm der Landeskreditbank Baden-Württemberg Förderbank (L-Bank), Karlsruhe, Darlehen in Höhe von insgesamt 2.700 T€ mit einer Laufzeit von 10 Jahren jeweils zur Hälfte von der BW-Bank und der Kreissparkasse Ludwigsburg zur Verfügung gestellt. Beide Darlehen wurden bis

zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommen. Als Sicherheiten dienen zwei entsprechende Grundschulden in Höhe von jeweils 1.350 T€.

Bei einer Tochtergesellschaft besteht eine Sicherungsübereignung der Geschäftsausstattung sowie eine stille Zession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Besicherung gegenüber der Herner Sparkasse.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cashflows (inkl. Zinsen und Tilgung) der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2011 die

Fälligkeitsübersicht der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2011

Angaben in T€ 2012 2013 2014 2015 2016 Später Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.053 1.941 1.515 514 - - 6.023

Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:

Angaben in T€ 2011 2012 2013 2014 2015 Später Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.360 2.240 2.119 1.686 563 785 9.753

Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Alle weiteren Finanzverbindlichkeiten haben zu den benannten Bilanzstichtagen jeweils kurzfristige Laufzeiten von unter einem Jahr.

Marktrisiken

Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiken, Zinsrisiken und sonstige Preisrisiken.

Wechselkursrisiken

Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.

Bedingt durch die Investitionen und Geschäftsausweitungen außerhalb des Euro-Währungsraumes werden seit dem dritten Quartal 2006 Fremdwährungstransaktionen getätigt. Diese betreffen vor allem Warenein- und -verkäufe, sowie Personalkosten. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Durch entsprechende derivative Sicherungsinstrumente soll diesem Risiko entgegengewirkt werden.

Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. für eigene Fremdwährungsgeschäfte situativ Devisentermingeschäfte für polnische Zloty mit Kreditinstituten ab.

Die Kurssicherungsstrategie zielt auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruches bzw. einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch ein Netting entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Sofern die strengen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen im Rahmen des Hedge Accounting erfüllt werden, kommt es zur Bilanzierung von Cashflow oder Fair Value Hedges.

Die im November 2009 abgeschlossenen Devisentermingeschäfte über insgesamt 600 T€ liefen zu verschiedenen Terminen verteilt über das Geschäftsjahr 2010 aus, so dass am Bilanzstichtag 2011 keine Devisentermingeschäfte mehr bestanden. Im Geschäftsjahr 2011 entstanden daher weder Gewinne noch Verluste. Im Vorjahr entstanden saldiert Gewinne in Höhe von 34 T€.

Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihre vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können und der Lila Logistik Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht.

Zinsrisiken

Zinsrisiken mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.

Diesen Zinsänderungsrisiken wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.

Für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von insgesamt 5.438 T€ (Vorjahr 8.422 T€) bestehen für 3.438 T€ (Vorjahr 480 T€) Zinsanpassungstermine im kommenden Geschäftsjahr. Dabei sind lediglich Zinsaufwendungen in Höhe von 41 T€ (Vorjahr 4 T€) einem kurzfristigen Zinsänderungsrisiko unterworfen. Für die restlichen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zur jeweiligen Fälligkeit. Die durchschnittliche Verzinsung im Geschäftsjahr 2011 der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 6,2 % (Vorjahr 5,8 %).

Zur kurzfristigen Finanzierung geht die Lila Logistik Gruppe Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit zinsbedingten Cashflow Risiken.

Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.

Es kommen vorwiegend Zinsswapgeschäfte zum Einsatz. 2006 wurde ein Zinsswap im Zusammenhang mit einem variabel verzinslichen Darlehen abgeschlossen. Der Zinsswap wurde ursprünglich fristenkongruent zu dem variabel verzinslichen Darlehen mit einer Laufzeit bis 31. März 2017 abgeschlossen. Das zu Grunde liegende Darlehen wurde durch Regel- und Sondertilgungen zum Bilanzstichtag auf 2.000 T€ zurückgeführt. Das Nominalvolumen des Zinsswaps beträgt 2.753 T€ (Vorjahr 3.254 T€). Der negative Marktwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf -215 T€ (Vorjahr -224 T€).

Am 27. Juli 2007 hat die Gesellschaft einen Zinsswap hinsichtlich des Schuldscheindarlehens mit einem Nominalwert in Höhe von 2.000 T€ abgeschlossen. Das zu Grunde liegende Schuldscheindarlehen wurde im Dezember 2009 vollständig zurückgeführt; der Zinsswap wurde im Juli 2010 mit einem Auflösungsbetrag in Höhe von 78 T€ getilgt.

Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 14. August 2008 ein Zinsderivat im Sinne eines Cashflow Hedge mit der Kreissparkasse Ludwigsburg eingegangen. Das zu Grunde liegende Darlehen wurde zum Jahresende 2010 getilgt. Der Marktwert bzw. der beizulegende Zeitwert des Zinsderivats zum 31. Dezember 2010 betrug -15 T€ und wurde auf Grund der effektiven Sicherungsbeziehung zum Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Das Zinsderivat wurde am 20. Januar 2011 mit einem Auflösungsbetrag von -17 T€ getilgt.

IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden von Müller – Die lila Logistik AG wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 118 T€ (Vorjahr 113 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potentiellen Effekten aus Darlehen und variabel verzinslichen Finanzschulden.

Sonstige Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflow von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.

Zum 31. Dezember 2011 hatte die Lila Logistik Gruppe wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.

Kapitalmanagement

Das von der Lila Logistik Gruppe gemanagte Kapital entspricht dem konsolidierten Eigenkapital. Die Zielsetzungen der Lila Logistik Gruppe beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen finanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen. Die Unternehmensführung der Lila Logistik Gruppe überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalquote stellt das Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme dar. Das Konzernergebnis im Verhältnis zum Eigenkapital zu Beginn der Periode entspricht der Eigenkapitalrentabilität.

Zum 31. Dezember 2011 beträgt die Eigenkapitalquote 53,3 % (Vorjahr 49,6 %). Damit liegt die Eigenkapitalquote im selbst gesetzten Zielkorridor zwischen 50 – 55 %.

Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2011 beträgt 12,3 % (Vorjahr 25,9 %). Die hohe Eigenkapitalrentabilität des Vorjahres war auf das sehr hohe Konzernergebnis zurückzuführen. Mittelfristig strebt die Lila Logistik Gruppe eine Eigenkapitalrentabilität von 13 – 15 % an.

Diese Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

Kapitalkennzahlen

Angaben in T€ 2011 2010
Eigenkapital ohne
Minderheitenanteile
Minderheitenanteile
25.168
10
24.301
10
Eigenkapital
Bilanzsumme
25.178
47.222
24.311
49.014
Eigenkapitalquote 53,3 % 49,6 %
Konzernergebnis 2.984 5.041
Eigenkapitalrentabilität 12,3 % 25,9 %

Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme entspricht der Eigenkapitalquote. Zur Berechnung der Eigenkapitalrentabilität wurde das Konzernergebnis ins Verhältnis zu dem zu Beginn der Periode zur Verfügung stehenden Eigenkapitals gesetzt (Vorjahresangabe geändert). Die Lila Logistik Gruppe unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

26. Geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Personen (Related Parties)

Die Lila Logistik Gruppe unterhält im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Unternehmen, die auch Kunden und/oder Lieferanten des Konzerns sind, Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Kunden und/oder Lieferanten befinden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Geschäftsführung von Konzernunternehmen bzw. deren Tochterunternehmen haben. Sofern solche Geschäftsbeziehungen bestehen, werden sie zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die Müller – Die lila Logistik AG war im Geschäftsjahr 2011 ein von der Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Herr Müller ist Vorstandsvorsitzender der Müller – Die lila Logistik AG und zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Michael Müller Beteiligungs GmbH. Weitere verbundene Unternehmen der Michael Müller Beteiligungs GmbH im Sinne des § 15 AktG bestehen nicht. Der Abhängigkeitsbericht umfasst die Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG zur Michael Müller Beteiligungs GmbH im Zeitraum vom 24. Dezember 2010 bis zum 31. Dezember 2011. Die Müller – Die lila Logistik AG hat im Geschäftsjahr 2011 keine Rechtsgeschäfte mit der Michael Müller Beteiligungs GmbH als herrschendem Unternehmen, einem mit ihm verbundenen Unternehmen, mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse dieser verbundenen Unternehmen, vorgenommen. Ebenso lagen keine Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG vor, die sie im

Interesse des herrschenden Unternehmens oder im Interesse eines mit ihm verbundenen Unternehmens vorgenommen oder unterlassen hat.

Verbindlichkeiten gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft, welche durch die Aufstockung der Beteiligung an der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2008 entstanden sind, wurden bereits im Geschäftsjahr 2010 vollständig bezahlt.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 hat die Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG von einem Gesellschafter Räumlichkeiten gemietet, der gleichzeitig Geschäftsführer der Emporias Management Verwaltung GmbH ist. In diesem Zusammenhang sind Mietaufwendungen in Höhe von 14 T€ (Vorjahr 14 T€) angefallen. Des Weiteren hat die Gesellschaft projektnahe Beratungsdienstleistungen von der Dr. Jacobi GmbH in Anspruch genommen und Software eingekauft, deren Gesellschafter gleichzeitig Gesellschafter-Geschäftsführer der Emporias Verwaltung GmbH ist. Der Umfang der Beratungsdienstleistungen betrug 82 T€ (Vorjahr 71 T€). Zudem hat die Gesellschaft Dienstleistungen im Rahmen der Lohnbuchhaltung von der Ehefrau des Gesellschafter-Geschäftsführers der Emporias Verwaltung GmbH in Anspruch genommen. Der Umfang der Dienstleistungen betrug 24 T€ (Vorjahr 9 T€). Außerdem verweisen wir auf die Transaktionen mit den geschäftsführenden Gesellschaftern der Emporias Verwaltung GmbH unter Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Unterpunkt "Unternehmenstransaktionen".

Des Weiteren hat eine Tochtergesellschaft Logistikdienstleistungen von der Cargotrans GmbH & Co. KG bezogen und erbracht, deren Geschäftsführer gleichzeitig Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft war. Die Aufwendungen der bezogenen Logistikdienstleistungen betrugen 111 T€ (Vorjahr 61 T€), die Erlöse der erbrachten Logistikdienstleistungen betrugen 23 T€ (Vorjahr 32 T€); zum 31. Dezember 2011 bestanden in diesem Zusammenhang kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 10 T€ (Vorjahr 9 T€).

Zudem hat die Müller – Die lila Logistik AG Beratungsdienstleistungen von einem nahen Verwandten eines Aufsichtsrats in Anspruch genommen. Die Aufwendungen der bezogenen Beratungsdienstleistungen betrugen 12 T€ (Vorjahr 0 T€).

Außer den geschilderten geschäftlichen Beziehungen zu nahestehenden Personen enthält die Bilanzposition im Wesentlichen Prämien und Tantiemen leitender Angestellte des Konzerns. Zum 31. Dezember 2011 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber dieser Personengruppe in Höhe von 222 T€ (Vorjahr 217 T€). Die kurzfristigen Forderungen gegenüber dieser Personengruppe betrug 3 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 (Vorjahr 0 T€). Bezüglich der Bezüge der Organe der Gesellschaft verweisen wir auf den Konzern-Lagebericht unter Punkt 5 "Vergütungsbericht" sowie auf den weiteren Unterpunkt "Organbezüge" dieses Kapitels. Zum 31. Dezember 2011 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber den Organen der Gesellschaft in Höhe von 565 T€ (Vorjahr 624 T€).

Aktienbesitz und Optionen der Organe

An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:

31.12.2011
Aktien
31.12.2010
Aktien
Herr Rupert Früh 80.000 80.000
Herr Marcus Hepp 4.000 4.000
Herr Prof. Peter Klaus
D.B.A./Boston University 15.014 15.014
Herr Per Klemm 46.450 46.450
Herr Klaus Langer 2.500 2.500
Herr Carlos Rodrigues 785 785

Am 24. Dezember 2010 ging der Gesellschaft die Meldung von Herrn Müller zu, dass er die zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 58,67 % der Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG (das entspricht 4.667.500 Aktien) in die Michael Müller Beteiligungs-GmbH eingebracht hat. Die Michael Müller Beteiligungs-GmbH ihrerseits meldete tagesgleich den Erwerb infolge Einbringung von 58,67 % der Anteile an der Müller – Die lila Logistik AG.

Organbezüge

Bezüglich der Angaben gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB, verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 5 "Vergütungsbericht". Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2011 betrugen 1.055 T€ (Vorjahr 1.087 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 unterbleiben.

Die dem Aufsichtsrat gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2011 betragen 83 T€ (Vorjahr 79 T€).

27. Rechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist, unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Gesellschaft, der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.

28. Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.071 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt (Vorjahr 1.006), die in folgende Gruppen unterteilt sind:

2011 2010
Operativ 712 645
Kaufmännisch 305 310
Auszubildende 54 51
Gesamt 1.071 1.006

Davon entfallen 3 (Vorjahr 3) auf Aushilfen.

29. Honorare und Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 bestellte die ordentliche Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 1. Juni 2011 die Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/ Düsseldorf. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar fiel aufgeschlüsselt wie folgt an:

Angaben in T€ 31.12.2011 31.12.2010
Honorare für
Abschlussprüfungen 165 157
Steuerberatungsleistungen 21 18
Sonstige Leistungen 104 60
Gesamt 290 235

30. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2011 gingen der Gesellschaft keine Meldungen über den Anteilsbesitz an der Gesellschaft zu.

31. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

32. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nennenswerte Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Veröffentlichung sind im Nachtragsbericht enthalten.

Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss am 16. März 2012 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Der Konzernabschluss wird am 23. März 2012 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.

Besigheim, 15. März 2012

Müller – Die lila Logistik AG

Der Vorstand

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender Vorstand Vorstand des Vorstands Finanzen Produktion

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Besigheim, im März 2012

Müller – Die lila Logistik AG

Der Vorstand

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender Vorstand Vorstand

des Vorstands Finanzen Produktion

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und

Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 21. März 2012

Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Diesch Thomas Peil Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

FINANZKALENDER

</nanzbericht<>
Veröffentlichung Konzern-Jahresabschluss 2011 29. März 2012
Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung im 1. Halbjahr 25. Mai 2012
Hauptversammlung 25. Mai 2012
Veröffentlichung Konzern-Halbjahres <nanzbericht< td="">17. August 2012 17. August 2012
Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung im 2. Halbjahr 29. November 2012

Herrausgeber:

Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Germany T + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 0 F + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]

Investor Relations:

Ingo Hey T + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 125 F + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 129 [email protected]

Müller – Die lila Logistik AG im Internet:

www.lila-logistik.com

Konzept & Design:

CONTIGO – Strategien für Marken www.con-tigo.de

IMPRESSUM DISCLAIMER

Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verp[ichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informationsund Berichtspflichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.

AUSZEICHNUNGEN

1994 1995 1997 2007
Gold Quality Achievement
Team Award, Whirlpool
Silver Quality Achievement
Team Award "Eco-Tour Italy",
Whirlpool
Europäischer
Transportpreis
"Öko-Tour"
3. Platz
Wettbewerb der
Electrolux
2008
BSH Logistik
Umweltpreis
2011
General Motors (GM)
Supplier of the Year
2011
Deutscher Nachhaltig
keitspreis, Deutschlands
nachhaltigste Zukunfts
strategien (KMU)
2012
General Motors (GM)
Supplier of the Year

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Klimaneutrales Drucken" stellt eine Verbindung her zwischen tatsächlich statt\$ndendem Klimaschutz und einem Mehrwert für Marke, Unternehmen und Kommunikation. Es dokumentiert umweltbewusstes Handeln von Druckereien und Unternehmen und lässt sich in Nachhaltigkeitsstrategien integrieren. Beim natureOf\$ce-Verfahren für klimaneutrale Druckerzeugnisse werden alle CO2-Emissionen, die mittel- oder unmittelbar beim Druck entstehen, ermittelt und über den Ankauf von anerkannten klimaschutz-Zerti\$katen ausgeglichen - also klimaneutral gestellt.

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