Annual Report • Mar 30, 2011
Annual Report
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Das Prinzip Lila
| 2010 | 2009 | Prozentuale Veränderung |
Absolute Veränderung |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | T€ | 87.259 | 80.064 | +9,0 | +7.195 |
| EBIT | T€ | 6.481 | 4.358 | +48,7 | +2.123 |
| EBIT-Marge | % | 7,4 | 5,4 | – | – |
| Konzernergebnis | T€ | 5.041 | 2.118 | +138,0 | +2.923 |
| Ergebnis pro Aktie | € | 0,63 | 0,27 | +133,3 | +0,36 |
| Eigenkapitalquote | % | 49,6 | 47,2 | – | – |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | Anzahl | 955 | 996 | -4,1 | -41 |
| Mitarbeiter (zum Stichtag 31.12.) | Anzahl | 910 | 976 | -6,8 | -66 |
Börse Frankfurt DAX MDAX
Beides – die Verbindung zweier Kräfte: kreative Planung und akribische Umsetzung. Denn die zunehmend komplexeren Prozesse in Unternehmen verlangen von der Logistik vor allem eines: eine ganzheitliche Betrachtungsweise und damit auch ganzheitliche Lösungen.
In unserem Geschäftsfeld LILA CONSULT beraten wir Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, ef\$zientere Abläufe und Logistik. Durch eine enge Verbindung zur operativen Logistik verfügen wir über tägliches Benchmarking und ständiges Feedback aus den Abwicklungen.
Beim LILA OPERATING setzen wir die konzipierten Lösungen unter dem "Dach des Kunden" oder in unseren Logistics Service Centern um. Durch unsere langjährige Expertise in der Entwicklung und Analyse von dynamischen Prozessen sorgen wir für optimale Materialund Informations&üsse.
Denn nur wer den Gesamtprozess im Auge hat, kann Schwerpunkte setzen und Prozesse entscheidend verbessern.
Logistische Geschäftsmodelle in Erfolg umsetzen heißt: handeln. In den vergangenen Jahren haben wir operativ exzellent gearbeitet und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. So haben wir diese erfolgreiche Arbeit aus den Vorjahren auch 2010 konsequent fortgesetzt.
Brief an die Aktionäre 6 7 18 20
Bericht des Aufsichtsrats 8 10 21 25
Entsprechenserklärung 11 13 25 27
Die Geschäftsbereiche 14 15 27 28
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Angaben gemäss § 315 Abs. 4 HGB
Vergütungsbericht
Risiko- und Chancenbericht
Nachtragsbericht
Prognosebericht
| 36 | 45 | Konzernabschluss | 46 | 89 |
|---|---|---|---|---|
Konzernbilanz 38 39 48 67
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 40 68 70
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 40 70 86
Konzern-Kapital&ussrechnung 41 86 89
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzern-Anlagenspiegel
90
U3
U3
Grundlagen der Rechnungslegung
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Erläuterungen zur Konzernbilanz
Sonstige Erläuterungen
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
Unternehmenskalender 2011
Impressum, Disclaimer
Das Prinzip Lila N°1
WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?
WIR DURCHBRECHEN DIE KLASSISCHE TRENNUNG VON BERATUNG UND UMSETZUNG.
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An unsere Aktionäre
Die Geschäftsbereiche
mit Freude blicken wir auf das Geschäftsjahr 2010. Die gesamtdeutsche Wirtschaft hat sich nach den Turbulenzen der Vorjahre sukzessive erholt und geht aus dem vergangenen Jahr gestärkt hervor. Unsere Unternehmensgruppe hat das Geschäftsjahr 2010 ebenfalls gestärkt beendet: Müller – Die lila Logistik schließt das Jahr mit einem um 9,0 % auf 87,2 Millionen Euro gestiegenen Umsatz und mit einem um 48,7 % deutlich verbesserten EBIT in Höhe 6,5 Millionen Euro ab.
Die Weichen für dieses erfolgreiche Jahr und das gute Ergebnis haben wir bereits in den Vorjahren gestellt. Mit einer – bis heute anhaltenden – wirtschaftlichen Disziplin und der hieraus resultierenden Kostenreduktion konnten die vorhandene Liquidität zusätzlich erweitert und bestehende Darlehensverbindlichkeiten gezielt zurückgeführt werden. Ergänzt um ein gesundes, operatives Wachstum können wir nun ein Ergebnis präsentieren, welches erstmalig bei Müller – Die lila Logistik AG für eine geplante Dividende sorgen wird. Mit einer beabsichtigten Dividende von 0,15 Euro je Stückaktie wollen wir unsere Aktionäre am Erfolg unserer Unternehmensentwicklung teilhaben lassen und zur kommenden Hauptversammlung eine entsprechende Ausschüttung vorschlagen.
Unverändert bewegen wir uns in einem äußerst dynamischen Markt und müssen jederzeit beste Leistungen erbringen, um darin zu bestehen. So galt es im abgelaufenen Jahr das plangemäße Auslaufen von Kundenverträgen sowie die Einstellung der Produktion an einem Kundenstandort zu kompensieren.
Die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmensgruppe und unser herausragendes Geschäftsmodell aus Beratung und Umsetzung sind die Basis, mit der wir die kommenden Herausforderungen bestehen werden. Mit der Maßgabe, die vertriebliche Qualität weiterhin zu stärken und das Wachstum der Unternehmensgruppe voran zu treiben, wurde die Konzernstruktur und somit die Aufstellung des operativen Unternehmens bereits optimiert. Diese Zuversicht spiegelt sich auch in unserem Aktienkurs wider, der sich weit besser als die meisten namhaften Referenzindizes (DAX, MDAX) entwickelt hat.
Mit dem Ziel, unseren Unternehmenswert zu steigern und unseren Mitarbeitern anspruchsvolle und zugleich sichere Arbeitsplätze bieten zu können, wollen wir weiter wachsen.
Michael Müller | Vorsitzender des Vorstands
Wir freuen uns also – gemeinsam mit Ihnen – auf ein abwechslungsreiches, spannendes und zugleich herausforderndes 2011, in dem wir, ergänzend zu unserer 10-jährigen Börsenpräsenz, am 1. Juli auch das 20-jährige Jubiläum der Lila Logistik begehen werden. Wir danken an dieser Stelle allen unseren Geschäftspartnern und Aktionären für die erfolgreiche Zusammenarbeit und das Vertrauen sowie die tatkräftige Unterstützung zur Erreichung unserer Ziele. Ein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch Kreativität, Motivation und Leistungswillen dazu beigetragen haben, dass wir das Geschäftsjahr 2010 so erfolgreich abschließen konnten. Ich freue mich auf das weitere gemeinsame Wirken.
Ihr
Michael Müller Vorsitzender des Vorstands Müller – Die lila Logistik AG
Der Aufsichtsrat informiert im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand der Lila Logistik Gruppe wurde durch den Aufsichtsrat regelmäßig in Gesprächen beraten und seine Tätigkeit wurde durch den Aufsichtsrat überwacht. In die Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig vom Vorstand eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die jeweils aktuelle Lage der Lila Logistik Gruppe. Zwischen den einzelnen Aufsichtsratssitzungen führten Aufsichtsratsmitglieder Gespräche mit den Mitgliedern des Vorstands. Darin wurden die Aufsichtsratsmitglieder umfassend und zeitnah über außerordentliche Geschäftsvorgänge zwischen den turnusmäßigen Sitzungen in Kenntnis gesetzt. Der kontinuierliche Kontakt zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden war über das gesamte Geschäftsjahr hin vorhanden und gewährleistet. Das monatliche Berichtswesen, das wesentliche Finanzdaten im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt und erläutert, bildete auch im Geschäftsjahr 2010 eine wesentliche Grundlage für die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden im Einzelnen erläutert. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach vorhergehender gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.
Dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegende Interessenskon&ikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Folglich musste die Hauptversammlung hierüber auch nicht informiert werden.
Der Aufsichtsrat prüfte und erörterte alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen im gebotenen Maß und hinterfragte diese kritisch. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat alle Angelegenheiten, die der Aufsichtsrat
Prof. Peter Klaus | Vorsitzender des Aufsichtsrats
als zustimmungsp&ichtig bezeichnet hat, rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. Der Aufsichtsrat stimmte nach eingehender Prüfung sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm vom Vorstand entsprechend der Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands zur Zustimmung vorgelegt wurden. Beschlüsse für eilbedürftige Geschäftsvorfälle, die zwischen den Aufsichtsratsitzungen entstanden, wurden im schriftlichen Verfahren mittels eines Umlaufbeschlusses gefasst.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beriet sich im Geschäftsjahr 2010 in vier turnusmäßigen Sitzungen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die wirtschaftliche Lage der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzerns. Der Prüfungsausschuss und der Personalausschuss berieten sich in jeweils drei Sitzungen. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse war in weniger als der Hälfte der Sitzungen anwesend.
In seiner März-Sitzung erläuterte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Plenum die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete über das Prüfungsergebnis des Jahres- und Konzernabschlusses 2009 sowie über den Vorschlag des Prüfungsausschusses. Der Jahres- und Konzernabschluss 2009 wurden in dieser Sitzung vom Aufsichtsrat gebilligt. Die gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung von Konzerngesellschaften wurde vom Vorstand erläutert und im Plenum diskutiert.
Der Stand der Vorbereitungen zur Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG war Mittelpunkt der Juni-Sitzung des Aufsichtsrats. Der Vorstand berichtete über den Fortgang der Vorbereitungen sowie über die Auswirkungen rechtlicher Veränderungen. Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit der Tagesordnung zur Hauptversammlung sowie den einzelnen Themenschwerpunkten, insbesondere den vorgeschlagenen Satzungsänderungen, der Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien sowie über die Schaffung neuen genehmigten Kapitals der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat stimmte dem Investitionsbedarf in neue Anlagen einer Tochtergesellschaft zu. Ebenfalls Zustimmung des Aufsichtsrats fanden die gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen von Konzerngesellschaften. Die jährliche Ef\$zienzprüfung wurde mittels Selbstevaluierung durchgeführt.
Die Weiterentwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 und die damit einhergehenden veränderten Anforderungen an die Gesellschaft waren Thema in der September-Sitzung des Aufsichtsrats. Das Plenum diskutierte die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG für das Jahr 2010. Der aus der Schließung eines Kundenstandortes notwendig gewordene Beschluss wurde in der Sitzung gefasst. Ebenfalls gefasst wurde der aus dem Auslaufen eines Kundenvertrags resultierende Beschluss des Aufsichtsrats. Der aktualisierte Katalog zustimmungsp&ichtiger Geschäfte des Vorstands wurde vom Aufsichtsrat erörtert und anschließend beschlossen.
In der Dezember-Sitzung war das vom Vorstand vorgeschlagene Budget 2011 Hauptthema der Aufsichtsratssitzung. Nach ausführlicher Beratung wurde das Budget 2011 des Konzerns gebilligt. Zudem präsentierte der Vorstand die zukünftige strategische Ausrichtung des Konzerns, die anschließend im Plenum erörtert und diskutiert wurde. Sowohl die geänderte Geschäftsordnung des Vorstands sowie die geänderte Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurden in der Sitzung beschlossen.
In allen vier Sitzungen waren die wirtschaftliche Situation sowie die getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Lila Logistik Gruppe zentrale Themen.
Zur ef\$zienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet, die die Arbeit im Plenum unterstützen. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, eingehend vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Ausschusssitzung folgenden Aufsichtsratssitzung. In Einzelfällen wurden im gesetzlichen Rahmen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats in Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie einen Personalausschuss eingerichtet.
In seiner Sitzung im März des Jahres 2010 erörterte und bereitete der Prüfungsausschuss den Beschluss zur Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor. Der durch die Hauptversammlung gewählte neue Abschlussprüfer, die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/Düsseldorf, bzw. deren Vertreter nahmen an der Sitzung ebenfalls teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen den ergänzenden Fragen durch die Ausschussmitglieder Rede und Antwort. Die Zwischenmitteilungen der Geschäftsführung innerhalb des ersten bzw. zweiten Halbjahres wurden im Mai bzw. November erörtert. Die August-Sitzung stand ganz im Zeichen des Halbjahres\$nanzberichts. Angaben und Aussagen der unterjährigen Finanzberichte wurden vom Prüfungsausschuss nicht beanstandet. Der Ausschuss befasst sich zudem schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie der Wirksamkeit des internen Revisionssystems.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden drei Sitzungen des Personalausschusses, der die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet, durchgeführt. Er befasste sich mit der Ausgestaltung des Systems der Vorstandsvergütung sowie der Festsetzung der jeweiligen Vergütung der Vorstände. Die entsprechenden Beschlussvorschläge wurden anschließend dem Aufsichtsratsplenum unterbreitet. Wesentliche weitere Beratungsthemen waren Maßnahmen zur zukünftigen Personalakquisition sowie Weiterbildungsmaßnamen auf Top-Führungs- sowie auf der mittleren Managementebene.
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Die Weiterentwicklungen und Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner geltenden Fassung vom 26. Mai 2010 wurden in ihrer gemeinsamen Sitzung im September 2010 ausführlich erörtert und diskutiert. Der Aufsichtsrat befasste sich intensiv mit den seinen Aufgabenbereich betreffenden Änderungen. Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am 16. Dezember 2010 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG gemeinsam abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 11 bis 13 vollständig wiedergegeben. Der Aufsichtsrat überprüft die Ef\$zienz seiner Tätigkeit regelmäßig im Wege der Selbstevaluierung.
Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/Düsseldorf, hat den Jahresabschluss und Konzernlagebericht der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2010 geprüft. Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juni 2010 hatte der Prüfungsausschuss den Prüfauftrag vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.
An der Sitzung des Prüfungsausschusses am 23. März 2011 nahmen alle Mitglieder des Ausschusses sowie der Abschlussprüfer teil. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik AG sowie über den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG. Ergänzenden und weiterführenden Fragen durch die Mitglieder des Ausschusses stand der Abschlussprüfer anschließend zur Verfügung und machte zu angesprochenen Themen
erörternde Ausführungen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2011 dem Plenum einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.
Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG gebilligt. Ebenfalls billigt der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzern abschluss der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahres- und Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat spricht den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den gewählten Vertretern der Belegschaft aller Konzerngesellschaften für ihr großes Engagement und die geleistete Arbeit seinen herzlichen Dank und hohe Anerkennung aus.
Besigheim, im März 2011
Für den Aufsichtsrat
Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller - Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und erklären, dass:
Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 emp\$ehlt in Ziffer 2.3.3 S. 2, dass die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl und bei der Stimmrechtsvertretung unterstützen soll und sieht in Ziffer 2.3.1 die Veröffentlichung entsprechender Formulare auf der Internetseite der Gesellschaft vor.
Die Satzung von Müller – Die lila Logistik AG sieht bislang die Möglichkeit einer Briefwahl nicht vor. Aus Sicht der Gesellschaft ist die Briefwahl nicht ausreichend erprobt und es ergeben sich Unsicherheiten hinsichtlich der Feststellung der Echtheit der per Briefwahl abgegeben Stimmen. Müller – Die lila Logistik AG bietet seinen Aktionärinnen und Aktionären bereits seit Jahren die Möglichkeit der Stimmabgabe vor dem Tag der Hauptversammlung mittels eines von der Gesellschaft bestimmten Stimmrechtsvertreters. Durch die Möglichkeit einer Briefwahl ergeben sich keine zusätzlichen Erleichterungen bei der Wahrnehmung der Aktionärsrechte.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex emp\$ehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.
Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex emp\$ehlt in Ziffer 4.1.5, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity) achten soll und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Quali&kation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.
In Ziffer 4.2.3 emp\$ehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat dafür zu sorgen hat, "...dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben."
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst &xe und variable Bestandteile. Allerdings fehlt die Vereinbarung einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage. Bei der Verlängerung der Vorstandsverträge standen Gesichtspunkte der Kontinuität – personell, aber auch vergütungstechnisch - im Vordergrund.
In Ziffer 5.1.2 emp\$ehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Quali&kation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex emp\$ehlt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende "zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein (soll), die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten".
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Professor Peter Klaus, ist Mitglied des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt (Personalausschuss). Bedingt durch die Vielzahl von Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie der intensiven und ständigen Zusammenarbeit der Ausschussmitglieder führt Herr Professor Dr. Gerd Wecker den Vorsitz im Personalausschuss.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex emp\$ehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "…der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt".
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.
Mit der Neufassung des DCGK vom 26. Mai 2010 wurden in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 neue Empfehlungen eingeführt, wonach der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung kon krete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezi\$schen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkon&ikte, eine festzule gende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat bei Vorschlägen an die Hauptver sammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern auf Vielfalt im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen geachtet. Die Ziele für die zukünftige Zusammensetzung des Auf sichtsrats und die insoweit bestehenden Vorgaben des DCGK in der Fassung vom 26. Mai 2010 werden mit besonderer Rücksicht auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die unternehmensspezi&sche Situation der Müller – Die lila Logistik AG gegenwärtig vom Auf sichtsrat diskutiert und geprüft. Bis zu einer entsprechenden Festlegung muss vorsichtshal ber eine entsprechende Abweichung vom DCGK erklärt werden. Insbesondere kann auch noch keine Zielsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex emp\$ehlt neben einer festen auch "…eine erfolgsorientierte Vergütung (erhalten). Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten".
Die Aufsichtsratsmitglieder der Müller – Die lila Logistik AG erhalten eine angemessene feste Vergütung. Die Vereinbarung einer zusätzlichen erfolgsorientierten Vergütung führt nach Auffassung der Müller – Die lila
Logistik AG nicht zu einer besseren Aufsicht und kann auch Anreiz zu Fehlentwicklungen geben. Von daher sollte zwischen der Aufsichtsp'icht und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens kein Motiv-geleiteter Zusammenhang bestehen, zumal die Aufsichtsp'ichten klar geregelt sind.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex emp\$ehlt, Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen zu veröffentlichen.
Müller – Die lila Logistik AG wird die Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen. Eine Veröffentlichung innerhalb von 45 Tagen bedarf einer unverhältnismäßigen Mehrarbeit der bei der Erstellung beteiligten Parteien.
Besigheim, im Dezember 2010
für den Aufsichtsrat: für den Vorstand:
Prof. Peter Klaus Michael Müller
Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender
LILA CONSULT
In unserem Geschäftsfeld LILA CONSULT beraten wir Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, ef\$zientere Abläufe und Logistik. Durch eine enge Verbindung zur operativen Logistik verfügen wir über tägliches Benchmarking und ständiges Feedback aus unseren Abwicklungen.
Unter Logistikberatung verstehen wir die strategische und konzeptionelle Begleitung unserer Kunden in Phasen der Veränderung und neuer Herausforderungen.
Durch eine enge Verzahnung mit den operativen Logistikeinheiten und den realisierten Projekten wissen wir genau worauf es ankommt.
Durch die Verbindung von BERATUNG UND OPERA-TIVER Logistikdienstleistung durchbrechen wir diese klassische Trennung.
Nachhaltige Wertsteigerungen zu erzielen, erfordert einerseits sehr individuelle Lösungsansätze und andererseits eine methodische Stringenz im Vorgehen. Entscheidend für Ihren Erfolg ist die Expertise und die Erfahrung unseres Beratungsteams.
Wir folgen auch in der Beratung unserem Branchenfokus, der sich auf AUTOMOTIVE, ELECTRONICS, INDUSTRIAL, CONSUMER, ENERGY und MEDICAL&PHARMA konzentriert.
Beim LILA OPERATING setzen wir die konzipierten Lösungen unter dem "Dach des Kunden" oder in unseren Logistics Service Centern um. Dort sorgen wir für optimale Material- und Informations&üsse.
Lila Operating nennen wir die Tätigkeiten, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informations&üssen zusammenhängen. Operative Logistikdienstleistungen sowohl in unseren Logistics Service Centern (FACTORY) als auch im Transportmanagement (ROUTE) folgten immer unseren lila Ansprüchen an Innovation und Intelligenz. Und das in allen drei Logistikbereichen:
Logistik à la LILA ist immer verlässlich und geprägt durch höchste Qualitätserreichungsgrade. Am Beginn unserer Tätigkeit steht die Analyse der aktuellen Gegebenheiten.
Mit Hilfe unternehmenseigener Bewertungstools erhalten Sie Transparenz über die wirklichen Kosten Ihrer heutigen Logistikabwicklungen und erkennen schnell die Potentiale, die Sie mit Müller – Die lila Logistik an Ihrer Seite heben können.
Das Prinzip Lila N°2
WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?
FÜR DIE PLANUNG UND UMSETZUNG DER PROZESSE AUS EINER HAND.
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Angaben gemäss § 315 Abs. 4 HGB
Vergütungsbericht
Risiko- und Chancenbericht
Nachtragsbericht
Prognosebericht
Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2010. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.
Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den drei Säulen Management Beratung (Emporias Management Consulting), Logistics Engineering und Interim Services zusammen. Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:
| t Industrial |
|---|
Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.
Von Mitte Juni bis Mitte Juli 2010 wurden zur strukturellen Verbesserung der Lila Logistik Gruppe gesellschaftsrechtliche Veränderungen eingeleitet. Die Konzerngesellschaften Emporias Management Consulting GmbH, Müller – Die lila Logistik Ost GmbH, Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Müller – Die lila Logistik GmbH, Müller – Die lila Logistik Nord GmbH sowie Müller – Die lila Logistik West GmbH wurden jeweils in Gesellschaften mit der Rechtsform der GmbH & Co. KG formwechselnd umgewandelt.
Bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den Vorgesellschaften wurden mit Wirksamkeit des Formwechsels beendet. In Absprache mit den Finanzbehörden wurden die umsatzsteuerlichen Organschaften zwischen der Müller – Die lila Logistik AG, der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und den oben genannten Gesellschaften bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 beibehalten. Zudem wurden folgende Verwaltungsgesellschaften gegründet: MLV Verwaltung GmbH, MLH Verwaltung GmbH, MLW Verwaltung GmbH, MLO Verwaltung GmbH, MLN Verwaltung GmbH und Emporias Verwaltung GmbH.
Die aktuelle Struktur des Konzerns sieht wie folgt aus:
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | Besigheim | 100 % |
|---|---|---|
| MLV Verwaltung GmbH | Besigheim | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG |
Herne | 100 % |
| MLH Verwaltung GmbH | Besigheim | (mittelbar) 100 % |
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | Herne | (mittelbar) 100 % |
| MLW Verwaltung GmbH | Besigheim | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG | Herne | 100 % |
| MLO Verwaltung GmbH | Besigheim | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG | Zwenkau | 100 % |
| MLN Verwaltung GmbH | Besigheim | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG | Bünde | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Austria GmbH | Graz | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. | Bratislava | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. | Gliwice | 100 % |
| Value Added Logistics Sp. z o.o. | Gliwice | 100 % |
| Emporias Verwaltung GmbH | Unterföhring | 60 % |
| Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG |
Unterföhring | 56 % |
| FMS Logistic GmbH | Besigheim | 33,33 % |
| E.L.V.I.S. Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG |
Alzenau | 7,7 % |
Im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Veränderungen und Umstrukturierungen der Konzerngesellschaften wurden nach Eintragung der formwechselnden Umwandlung in die Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG 20 %-Punkte der Anteile an der Kommanditgesellschaft veräußert. Zuvor wurden 76 % der Anteile gehalten.
Die umsatzsteuerliche Organschaft mit allen Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG endete mit Ablauf des 31. Dezember 2010.
Die Weltwirtschaft hat sich von Beginn des Jahres 2010 an immer stärker erholt und ist in eine Phase moderater Expansion eingetreten. Das weltwirtschaftliche Wachstum ist schon ab dem ersten Quartal angestiegen. Das globale BIP dürfte, laut dem Institut für Weltwirtschaft, im Laufe des Jahres um 4,8 % gestiegen sein. Obgleich die Dynamik der Schwellen- und Entwicklungsländer hoch ist, hat die weltwirtschaftliche Expansion im Verlauf des Jahres erheblich an Schwung verloren. Deutlich erkennbar ist der Verlust an konjunktureller Dynamik im Welthandel. Einerseits verlangsamte sich die Zunahme in den Entwicklungs- und Schwellenländern erheblich, andererseits schrumpfte der Außenhandel in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sogar leicht (vgl. Pressemitteilung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel vom 16. Dezember 2010). Die Bundesregierung geht davon aus, dass das weltwirtschaftliche Wachstum im Jahr 2011 etwas an Fahrt verlieren wird. Gründe hierfür liegen in den krisenbedingten Nachholprozessen, die weltweit auslaufen. Darüber hinaus hat die Wirtschaftspolitik bereits vielerorts ihren als Reaktion auf die Krise stark expansiven Kurs zurückgenommen. In den Vereinigten Staaten sowie Japan steht eine notwendige Konsolidierung des privaten und öffentlichen Sektors an, was in noch ausgeprägterem Maße für einige europäische Länder gilt (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2011 "Deutschland im Aufschwung", Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie). Die Finanzpolitik ist nicht mehr in der Lage, weitere Impulse für die Konjunktur zu geben, sie hat vielmehr die Aufgabe, die öffentlichen Haushalte auf eine solide Basis zu stellen. Aus der Finanzpolitik und dem drastischen Sparzwang
vieler Länder ergeben sich Abwärtsrisiken, weshalb die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Weltwirtschaft groß ist. Gegebenenfalls werden weitere Länder zu einem drastischen Sparkurs gezwungen werden, sollte der Vertrauensentzug durch die Finanzkreise weitere Kreise ziehen (vgl. Institut für Weltwirtschaft vom 16. Dezember 2010).
Die stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen in Europa kamen durch die Krise in Griechenland ins Wanken. Diese Krise hat in mehrfacher Hinsicht den Nachholbedarf nach einer institutionellen Ausgestaltung der europäischen Währungsunion offen gelegt. Die Wirtschaft des Euro-Währungsgebiets be*ndet sich seit Mitte 2009 auf Wachstumskurs. Nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums im dritten Vierteljahr 2010 um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist, bestätigen die jüngsten Wirtschaftsdaten und Ergebnisse aus Branchenumfragen für das vierte Quartal 2010 und den Jahresbeginn 2011, dass die konjunkturelle Grunddynamik im Eurogebiet positiv ist (vgl. EZB Monatsbericht Februar 2011).
Für das Jahr 2010 rechnen Ökonomen mit einem Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent in Polen. "Polen ist klarer Gewinner sowohl in der EU-Erweiterung als auch der Globalisierung", stellt der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup, Vorstandsmitglied des Beratungs- und Analysehauses Maschmeyer Rürup AG, in seiner Länderanalyse für das Handelsblatt fest. Insgesamt erwartet Rürup "günstige längerfristige Entwicklungsperspektiven" für Polen: Die "unstrittigen Mängel in der Verkehrsinfrastruktur und der kohlezentrierten Energieversorgung werden überkompensiert durch die Größe und Dynamik des Binnenmarktes, die logistische Drehscheibenfunktion zwischen Ost und West, die hohen EU-Fördermittel, die Attraktivität der steuerlichen Standortbedingungen, von vergleichsweise noch niedrigen Lohnkosten sowie hoher Motivation und Quali*kation der Arbeitnehmer" (vgl. Handelsblatt vom 27. September 2010: "Polen wird Europas Lokomotive im Osten").
Die deutsche Wirtschaft hat 2010 mit 3,6 % den größten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts und mit 40,5 Millionen Beschäftigten den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erzielt. Nicht nur der Außenhandel bewirkte diesen Aufschwung, auch im Inland wurde
beispielsweise in die Ausrüstungen deutlich mehr investiert. Die wirtschaftliche Erholung hat einen starken Beschäftigungsaufschwung mit sich gebracht. Durch die rasche Erholung konnte die Kurzarbeit schnell abgebaut werden und die Zahl der Arbeitnehmer wuchs kräftig an. Durchschnittlich waren in Deutschland ca. 40,37 Millionen Personen erwerbstätig, dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Jahr 2009 von 0,5 %. Die realen, verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte nahmen so stark zu wie seit 2001 nicht mehr (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2011 "Deutschland im Aufschwung", Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie). Allerdings schwächte sich die Wachstumsrate der deutschen Wirtschaft im vierten Quartal des Jahres ab. (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin), Pressemitteilung vom 15. Februar 2011).
Das Transport- und Logistikgewerbe in Deutschland pro*tierte 2010 vom überraschend starken Wirtschaftswachstum (reale BIP-Veränderung: ca. +3,6 %), das insbesondere vom deutlichen Anstieg der Exporte und Ausrüstungsinvestitionen getrieben wurde. Der Branchenumsatz wird um gut 7 % auf über 98 Mrd. € zugelegt haben. Im mittelfristigen Trend weisen die Logistikdienstleister (+5,5 % p. a.) leicht höhere Steigerungsraten als die Transportunternehmen (+4,5 % p. a.) auf, wobei die Segmente Luft- und Seefracht besonders am Anstieg der weltweiten Handelsströme partizipieren. Die Wachstumsentwicklung im Straßengüterverkehr zeigt, dass besonders ausländische Unternehmen vom Aufwärtstrend pro*tieren. Insgesamt hat sich gezeigt, dass sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld Industrie- und Handelsunternehmen wieder verstärkt auf die eigenen Kernkompetenzen besinnen wie auch bestrebt sind, Prozesse zu <exibilisieren und zu optimieren. Daher liegt im Outsourcing großes Potenzial für Logistikdienstleister, insbesondere bei individualisierten Mehrwertdiensten und Supply-Chain-Management. Die gesamte Kontraktlogistik dürfte 2010 wieder ein Wachstum von etwa 7 % aufweisen (IKB Deutsche Industriebank Information, Dezember 2010).
Die Lila Logistik Gruppe steigerte die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % auf 87.259 T€. Dabei pro*tierten insbesondere die Tochtergesellschaften, die ihre logistischen Dienstleistungen für Großkunden aus dem Automotive-Bereich erbringen, von den allgemeinen
Nachfragesteigerungen im Automobilsektor. Der Beratungsbereich Lila Consult konnte an der Dynamik des Aufschwungs partizipieren und verbesserte sowohl die Umsatzerlöse als auch das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2010 deutlich gesteigert.
Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Müller – Die lila Logistik Unternehmensgruppe sind in folgenden Städten: Besigheim, Bochum, Böblingen, Bünde, Herne, Recklinghausen, Schorndorf, Unterföhring, Zwenkau und Zwickau.
Die internationalen Standorte und Betriebsstätten be- *nden sich in Antwerpen (Belgien), Graz (Österreich), Gliwice, Warschau, Wroclaw (alle Polen) und Bratislava (Slowakei).
Die aus den im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen hervorgegangenen Gesellschaften werden alle in den Konsolidierungskreis der Müller – Die lila Logistik AG einbezogen. Die Verwaltungsgesellschaften MLV Verwaltung GmbH, MLH Verwaltung GmbH, MLW Verwaltung GmbH, MLO Verwaltung GmbH, MLN Verwaltung GmbH und Emporias Verwaltung GmbH werden neu in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Darüber hinaus haben keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.
Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe *nanzielle und nicht*nanzielle interne Steuerungsgrößen. Finanzielle Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen wie z. B. Angaben über Ziele, Strategien, Chancen und Risiken. Neben rein *nanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nicht*nanzielle Faktoren wie beispielsweise der Ausbildungsstand der Mitarbeiter und die Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle.
Die Lila Logistik Gruppe pro"tierte von der allgemeinen wirtschaftlichen Dynamik und steigerte die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2010 organisch um 9,0 % oder 7.195 T€ auf insgesamt 87.259 T€ (Vorjahr 80.064 T€). Hiermit liegt die Lila Logistik Gruppe oberhalb der eigenen Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010. Insbesondere die Tochtergesellschaften, die ihre logistischen Dienstleistungen für Großkunden aus dem Automotive-Bereich erbringen, verzeichneten auf Grund der allgemeinen Nachfragesteigerungen im Automobilsektor verbesserte Umsatzerlöse. Hierdurch konnten die geringeren Umsatzerlöse zweier Standorte, in denen die Kundenverträge ausliefen (Graz/Österreich und Malacky/Slowakei), überkompensiert werden. Zudem wurden die Geschäftsbeziehungen mit Kunden aus der Consumer- sowie Electronics-Branche ausgebaut, was sich ebenfalls in gestiegenen Umsatzerlösen niederschlug. Die Beratungsdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe, die im Kernsegment Lila Consult zusammengefasst sind, wurden vermehrt nachgefragt. Hierdurch verbesserten sich sowohl die Umsatzerlöse als auch die Ergebnisbeiträge dieses Segments (Näheres hierzu im Punkt 2.3 dieses Lageberichts).
Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung:
Die regionale Umsatzverteilung der Lila Logistik Gruppe stellt sich wie folgt dar: In den deutschen Standorten und Betriebsstätten wurden im Geschäftsjahr 74,9 % der Umsätze erzielt (Vorjahr 76,3 %). Die im übrigen europäischen Ausland erzielten Umsätze der Lila Logistik Gruppe stiegen, trotz der oben beschriebenen ausgelaufenen Kundenverträge, per Saldo auf 25,1 % an (Vorjahr 23,7 %).
Auf Grund der Umsatzausweitung im Geschäftsjahr 2010 erhöhten sich alle wesentlichen Aufwandspositionen der Lila Logistik Gruppe. Im Einzelnen entwickelten sich die Aufwands- und Ertragspositionen im Berichtsjahr 2010 wie folgt: Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 2.818 T€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 2.986 T€. In Folge der Ausweitung der Umsatzerlöse stiegen die Materialaufwendungen der Lila Logistik Gruppe auf 26.528 T€ an (Vorjahr 22.242 T€). Dabei ent"el ein Großteil der Aufwandssteigerung auf den Transportbereich, in dem neben umsatzbedingt gestiegenen Aufwendungen auch allgemeine Kostensteigerungen zu verzeichnen waren. Die Personalaufwendungen erhöhten sich, trotz einer um durchschnittlich 41 Personen verkleinerten Belegschaft, leicht um 2,1 % und betrugen 32.650 T€ (31.988 T€). Ursächlich hierfür waren einerseits im Berichtsjahr dotierte zugesagte Zahlungen für eine Jubiläumszahlung im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der Müller – Die lila Logistik AG. Andererseits zeichnen die gestiegenen Personalaufwendungen einer polnischen Tochtergesellschaft ebenfalls verantwortlich. Die Abschreibungen auf Sachanlagen bewegten sich mit 1.648 T€ auf dem Niveau des Vorjahres von 1.662 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich leicht auf 22.814 T€ (Vorjahr 22.801 T€).
Zum 31. Dezember 2010 betrug das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 6.481 T€ (Vorjahr 4.358 T€). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte auf 30,4 %. Durch die gleichzeitige Verringerung der Personalaufwandsquote um 2,6 Prozentpunkte auf 37,4 % sowie der Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,4 Prozentpunkte auf 26,1 % konnte in Summe die EBIT-Marge von 5,4 % auf 7,4 % gesteigert werden.
Der Saldo aus ausgewiesenen Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag am Ende des Berichtszeitraums bei minus 286 T€ (Vorjahr minus 608 T€). Darin enthalten sind u. a. Stichtagsgewinne auf Grund von Zinsderivaten (41 T€; Vorjahr Stichtagsverluste minus 83 T€) sowie aus Devisentermingeschäften (34 T€; Vorjahr Stichtagsverlust minus 17 T€). Zum 31. Dezember 2010 bestanden keine Dieselpreisabsicherungen (Vorjahr Stichtagsverlust minus 13 T€). Des Weiteren sind im Zinsergebnis nicht zahlungswirksame Buchgewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von 191 T€ (Vorjahr 133 T€) enthalten.
Das Konzernergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 5.998 T€ (Vorjahr 3.680 T€). Nach Steuern wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 5.041 T€ (Vorjahr 2.118 T€) erwirtschaftet. Die Ertragsteuern enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 291 T€ (Vorjahr Aufwendungen 774 T€). Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,63 € (Vorjahr 0,27 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 20,7 % (Vorjahr 10,9 %).
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2009 wurde die Segmentberichtserstattung entsprechend den Regelungen des IFRS 8 angepasst. Weiterführende Informationen, insbesondere zur Überleitung der IFRS Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt 24 "Segmentinformationen" entnommen werden.
Der Beratungsbereich Lila Consult konnte an der Dynamik des Aufschwungs partizipieren und verbesserte die Umsatzerlöse um 16,5 % auf 5.044 T€ (Vorjahr 4.329 T€). Die im Berichtsjahr erstmals auch externen Kunden angebotenen Dienstleistungen des Bereichs Interim Services trugen wesentlich zu der Verbesserung der Umsatzerlöse bei. Zu den zentralen Dienstleistungen des Bereichs Interim Services zählt die Bereitstellung erfahrener Fach- und Führungskräfte aus den operativen Abwicklungen der Lila Logistik Gruppe zur Projektsteuerung und -unterstützung. Darüber hinaus wurden ebenfalls die Leistungen der Emporias Management Consulting sowie des Logistics Engineering vermehrt nachgefragt. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments betrug 561 T€ (Vorjahr 382 T€). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Marge in Höhe von 11,1 % (Vorjahr 8,8 %).
Die Umsatzsteigerung im Verlauf des Geschäftsjahres 2010 im Segment Lila Operating betrug 8,0 % oder absolut 6.120 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren klassischen logistischen Lagertätigkeiten (Factory), logistischen Mehrwertdienstleistungen (Factory) sowie Transporten (Route) Umsatzerlöse in Höhe von 82.838 T€ (Vorjahr 76.718 T€). In dieser Steigerung schlagen sich im Wesentlichen die positive Entwicklung in den Branchen Automotive, Consumer und Electronics nieder. Der Route-Bereich, in dem die Transportdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe gebündelt sind, konnte seine Leistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments betrug 7.292 T€ (Vorjahr 3.570 T€), was einer EBIT-Marge von 8,8 % (Vorjahr 4,7 %) entspricht.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente 2009
Die Investitionen in langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens der Lila Logistik Gruppe betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.620 T€ (Vorjahr 1.470 T€). Investitionen in Sachanlagen, vor allem in die Modernisierung und die Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung der Standorte, beliefen sich auf 1.277 T€ (Vorjahr 1.437 T€). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit insgesamt 1.648 T€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 1.662 T€.
Die Konzernbilanzsumme der Lila Logistik Gruppe belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 49.014 T€ (Vorjahr 41.213 T€). Nahezu unverändert zum Vorjahresstichtag betrugen die langfristigen Vermögenswerte 22.975 T€ (22.873 T€). Der Anstieg der Konzernbilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Ausweitung der kurzfristigen Vermögenswerte, im Speziellen in dem um 8.235 T€ höheren Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Bezüglich der Entwicklung der liquiden Mittel verweisen wir auf Punkt 2.7 "Cash<ow und Liquidität" dieses Berichts. Trotz einer Umsatzausweitung von 9,0 % verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt um 4,1 % auf 9.222 T€ (Vorjahr 9.618 T€).
Die Passivseite der Konzernbilanz ist durch zwei Effekte maßgeblich geprägt. Einerseits erhöhten sich per Saldo die lang- und kurzfristigen Schulden um 2.926 T€, trotz der Rückführung von Bankverbindlichkeiten in Höhe von 2.793 T€. Hierfür ist die Valutierung zweier KfW-Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögenswerten (Näheres hierzu im Konzernanhang im Punkt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") in Höhe von 1.066 T€ verantwortlich. Andererseits verbesserte sich das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe per Saldo um 4.875 T€, im Wesentlichen auf Grund des Vortrags des Jahresüberschusses auf neue Rechnung. Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 5.041 T€ wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt, die per Stichtag 7.602 T€ (Vorjahr 2.998 T€) betrugen. Die Gewinnrücklagen wurden parallel um 437 T€ gemindert (Näheres hierzu im Konzernanhang im Punkt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"). Zum Bilanzstichtag verbesserte sich das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe (inklusive Minderheitenanteilen) auf 24.311 T€ (Vorjahr 19.436 T€). Die Eigenkapitalquote belief sich auf 49,6 % (Vorjahr 47,2 %).
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 1. Juni 2011 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn des für eine Ausschüttung relevanten Einzelabschlusses der Muttergesellschaft (nach HGB) eine Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cashund Liquiditätsmanagement, das Management von Pensionsrisiken sowie das Management von Währungsrisiken und von Kreditausfallrisiken.
Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und Cash<ow-wirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.
Aus betrieblicher Tätigkeit <ossen der Lila Logistik Gruppe im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von 6.709 T€ zu (Vorjahr 5.939 T€). Zur Erhöhung des Mittelzu- <usses hat im Wesentlichen das gesteigerte Konzernergebnis beigetragen. Durch die Verminderung von Personal- und Schadensrückstellungen sowie durch die Rückführung von Steuerschulden <ossen gegenläu*g Mittel aus der Lila Logistik Gruppe ab, wobei in der Veränderung der benannten Rückstellungen nicht zahlungswirksame Au<ösungen in Höhe von 1.058 T€ enthalten sind. Der Mittelab<uss für Investitionen belief sich per Saldo auf 1.317 T€. Im Vorjahr <ossen per Saldo 1.470 T€ für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten sowie dem Erlös aus dem Verkauf von Vermögenswerten ab. Der Cash<ow aus Finanzierungstätigkeit ist hauptsächlich durch die Valutierung zweier KfW-Darlehen, trotz zusätzlicher Tilgung von Darlehen in Höhe von rund 2.793 T€, positiv und betrug 2.721 T€ (Vorjahr Mittelab<uss 5.701 T€).
Zum Stichtag 31. Dezember 2010 waren in der Lila Logistik Gruppe liquide Mittel in Höhe von 15.661 T€ (Vorjahr 7.426 T€) vorhanden.
Der Verschuldungskoef*zient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag bei 0,50 (Vorjahr 0,53).
Im Geschäftsjahr 2010 verzeichnete die Lila Logistik Gruppe ein organisches Umsatzwachstum von 9,0 % und eine Verbesserung des Konzernjahresüberschusses um 138,0 %. Das Geschäftsjahr 2010 ist für die Lila Logistik Gruppe erfolgreich verlaufen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage übertrifft die Erwartungen des Managements. Kreditverbindlichkeiten wurden plangemäß sowie zusätzlich außerplanmäßig getilgt, die Liquidität der Lila Logistik Gruppe weiter ausgebaut und die Eigenkapitalquote nochmals verbessert. Der Geschäftsverlauf 2011 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts lag auf Grund von Kostensteigerungen leicht unter den Erwartungen des Managements.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen entscheidend zum Erfolg der Lila Logistik Gruppe bei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 waren im Durchschnitt 955 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne Auszubildende, in der Lila Logistik Gruppe beschäftigt (Vorjahr 996). Das Auslaufen eines Kundenvertrages in Österreich und der Slowakei sowie die angekündigte Schließung eines Kundenstandortes in Belgien und die hiermit verbundene Personalanpassung wirkten sich negativ auf die Entwicklung des Mitarbeiterstamms aus. Darüber hinaus sind keine einheitlichen Tendenzen zu erkennen. Per Saldo verringerte sich die Belegschaft um 4,1 % im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland waren durchschnittlich 630 Personen tätig, was einem Anteil von 66,0 % am Personalbestand des Gesamtkonzerns entspricht (Vorjahr 65,4 %). In den übrigen europäischen Standorten und Betriebsstätten beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 325 Personen oder 34,0 % des Personalstamms (Vorjahr 34,6 %).
Die durchschnittliche Ausbildungsquote der Lila Logistik Gruppe erhöhte sich von 4,6 % auf 5,1 %. Die Zahl der per Stichtag 31. Dezember 2010 in einem Ausbildungsverhältnis stehenden jungen Menschen reduzierte sich leicht auf 51 Personen. Nahezu alle Auszubildenden kamen zu einem mehrtägigen "Azubitag" in der Konzernzentrale in Besigheim zusammen. Ziele des Lila Logistik "Azubitages" sind vornehmlich die Vermittlung eines ganzheitlichen Überblicks über
die Leistungsfähigkeit der Lila Logistik Gruppe sowie ein gestärkter Zusammenhalt der Lila Auszubildenden. Die duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Heidenheim, übergab der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH das Zerti*kat über die Zulassung als Ausbildungsstätte im Studiengang BWL-Spedition, Transport und Logistik. Des Weiteren besteht eine Partnerschaft mit der Berufsakademie Sachsen (Studienakademie Glauchau). Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr lag ein Fokus auf der Stärkung der Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Belegschaft. Externe Weiterbildungen sowie interne Fortbildungen wurden regelmäßig angeboten und durchgeführt.
Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Hinsichtlich der Angaben zu § 315 Abs. 4 Nr. 1 und Nr. 3 HGB verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter "Sonstige Erläuterungen".
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung
zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, gemäß § 84 Abs. 3 AktG.
Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juni 2010 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2010 und nach Ablauf der Ermächtigungsfrist zu ändern.
Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals für die Gesellschaft zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Sie darf auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte genutzt werden. Dabei dürfen auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71ff Aktiengesetz (AktG) zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen.
Die Ermächtigung ist mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 23. Juni 2015. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden.
Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
a) Erfolgt der Erwerb als Kauf über die Börse, so darf der von der Gesellschaft bezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
b) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre, so dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse der Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am fünften, vierten und dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Ergeben sich nach den für die Ermittlung des Mittelwertes maßgeblichen Börsenhandelstagen erhebliche Kursbewegungen, so kann das Angebot angepasst werden. In diesem Fall wird auf den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse des fünften, vierten und dritten Börsenhandelstages vor dem Tag der Veröffentlichung der Anpassung abgestellt. Das Angebot kann weitere Bedingungen vorsehen. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots das vorgesehene Volumen überschreitet, kann das Andienungsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen werden, als die Annahme nach dem Verhältnis der jeweils angedienten Aktien erfolgt. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, neben einer Veräußerung über die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu allen weiteren gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu den nachstehenden Zwecken:
(1) Sie können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere an Dritte im Rahmen eines Zusammenschlusses von Unternehmen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder anderen Wirtschaftsgütern; (2) sie können als Mitarbeiteraktien Arbeitnehmern der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten werden; (3) sie können an Dritte gegen Barzahlung auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu einem Preis veräußert werden; (4) sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Der Vorstand kann bestimmen, dass das Grundkapital bei der Einziehung herabgesetzt wird oder dass das Grundkapital unverändert bleibt und sich stattdessen durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung ermächtigt.
d) Die Ermächtigungen gemäß lit. c) können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, umfassend oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen Aktien ausgenutzt werden. Der Preis, zu dem eine Aktie gemäß den Ermächtigungen gemäß lit. c) (1) und/oder (3) abgegeben wird, darf (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am Tag der verbindlichen Vereinbarung mit dem Dritten um nicht mehr als 5 % unterschreiten.
e) Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft wird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen gemäß lit. c) (1), (2), (3) und (4) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Fall der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft im Rahmen eines Verkaufsangebots an alle Aktionäre der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen.
In seiner Dezember-Sitzung 2009 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Generalbevollmächtigten Produktion, Herrn Marcus Hepp, mit Wirkung zum 1. Januar 2010 zum Vorstand Produktion, zu berufen.
Im Berichtszeitraum haben keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat stattgefunden.
Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht.
Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst *xe und variable Bestandteile. Eine mehrjährige Bemessungsgrundlage wurde nicht vereinbart. Bei der Verlängerung der Vorstandsverträge standen Gesichtspunkte der Kontinuität – personell, aber auch vergütungstechnisch – im Vordergrund. Herr Michael Müller ist als Vorstandsvorsitzender bis zum 31. Dezember 2014 bestellt. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2014 ist Herr Rupert Früh in den Vorstand berufen. Der Vorstandsvertrag von Herrn Marcus Hepp läuft bis zum 31. Dezember 2012.
Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.
Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.
Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt ein mit Ablauf des 64. Lebensjahres des jeweiligen Vorstandsmitglieds; bei Invalidität ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten einen Bonus, dessen Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag *xierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt.
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Gehalt | 564 | 440 | 440 |
| Jahresbonus | 523 | 291 | 433 |
Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.
Die Vergütung enthält drei Komponenten:
Für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 79 T€ (Vorjahr 73 T€).
| Angaben in T€ | 2010 | 2010 | 2009 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| A1* | A2** | A1* | A2** | |
| Prof. Peter Klaus D.B.A./Boston University Vorsitzender des Aufsichtsrats |
19 | 5 | 19 | 4 |
| Prof. Dr. Gerd Wecker Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
10 | 9 | 10 | 8 |
| Volker Buckmann Mitglied des Aufsichtsrats |
7 | – | 6 | – |
| Per Klemm Mitglied des Aufsichtsrats |
7 | – | 6 | – |
| Klaus Langer Mitglied des Aufsichtsrats |
7 | 8 | 6 | 8 |
| Carlos Rodrigues Mitglied des Aufsichtsrats |
7 | – | 6 | – |
* Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
** Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Eineinhalbfache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine zusätzlichen Beratungsleistungen durch Mitglieder des Aufsichtsrats erbracht (Vorjahr 3 T€).
Nach den Vorschriften des § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumenten offen legen. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen. Im Berichtsjahr 2010 sind der Müller – Die lila Logistik AG bis zum Stichtag 31. Dezember 2010 insgesamt sechs Meldungen von Herrn Michael Müller, eine Meldung von Herrn Rupert Früh sowie eine Meldung der Michael Müller Beteiligungs-GmbH über den Erwerb bzw. die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft zugegangen. Weitere Informationen zu den Meldungen können den Veröffentlichungen im jährlichen Dokument gemäß § 10 des Wertpapierprospektgesetzes (WpPG) auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) im Bereich Investoren entnommen werden.
Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2010 insgesamt 84.000 Stück Aktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 64.749 Aktien bzw. 0,81 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Eine individualisierte Au<istung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft *ndet sich im Konzernanhang unter Punkt "Sonstige Erläuterungen".
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den Anforderungen des ab Januar 2010 geltenden Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) überwacht.
Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezi*schen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgen bei der Lila Logistik Gruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der entworfenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, ein Fast-Close-Monitor, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverp<ichtungen die Allianz-Lebensversicherungs-AG.
Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung dieser Anforderungen über entsprechende Prozesse sicher. Die in den Rechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien, Verfahren und den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten de*nierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine lT-Kontrollen wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement sowie deren Überwachung, gehören.
Nach § 91 Absatz 2 Aktiengesetz ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verp<ichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten.
Damit Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und mit ihnen richtig umgegangen werden kann, wurde bei der Müller – Die lila Logistik AG bereits mit Börsengang ein Risikomanagementsystem eingeführt. Das Risikomanagementsystem der Müller – Die lila Logistik AG ist durch gruppenweite Standards sowie durch
Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controllingund Berichtssystem überwacht und gesteuert. Der Bereich "Risikomanagement" überwacht in der Lila Logistik Gruppe die Prozesse in Hinsicht auf bestehende und mögliche Risiken.
Darüber hinaus dient ein Risikomeldedatenblatt (RMD) der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an das Top-Management. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.
Die Müller – Die lila Logistik AG ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Müller – Die lila Logistik AG eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz des Unternehmens oder der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.
In den Tätigkeitsfeldern der Gesellschaft sind neben Chancen auch Risiken gegeben. Die Lila Logistik Gruppe ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Ein<uss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezi*schen Risiken:
Wenngleich sich die weltwirtschaftliche Erholung - im Vergleich zu dem kräftigen Wachstum in den ersten sechs Monaten des Jahres - über weite Strecken des zweiten Halbjahres 2010 etwas moderater fortsetzte, bestätigen die jüngsten verfügbaren Daten, dass die konjunkturelle Dynamik im Verlauf des vierten Quartals 2010 wieder zugenommen hat. Risiken für die Konjunkturentwicklung ergeben sich durch die weiterhin volatilen Finanz- und Devisenmärkte, ein Anziehen der Rohstoffpreise, die derzeitige Unruhen in den arabischen Ländern sowie Gefahren durch hohe Staatsverschuldungen in vielen Nationen.
Was die wirtschaftliche Analyse betrifft, so bestätigen sich die in jüngster Zeit veröffentlichten statistischen Daten und Umfrageergebnisse, dass die positive konjunkturelle Grunddynamik im Euroraum gegen Ende des Jahres 2010 anhielt. Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirt schaft Deutschlands hat sich im Februar 2011 ebenfalls – zum neunten Mal in Folge – verbessert. Die befragten Unternehmen berichten gemäß dem ifo Konjunkturtest nochmals häu*ger von einer guten Geschäftslage als in den Vormonaten. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr sind die wirtschaftlichen Analysen größtenteils optimistisch, wobei sich bei den Erwartungen für das Gesamtjahr 2011 unterschiedliche Aussagen ableiten lassen.
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Unternehmensgruppe. Ein starkes unerwartetes Wirtschaftswachstum mit einem einhergehenden deutlichen Nachfrageschub nach Logistikdienstleistungen und Transportkapazitäten kann zu einer Verknappung auf der Beschaffungsseite führen. Andererseits könnte eine Konjunktureintrübung die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittel bar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe.
Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage zur Folge.
Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.
Gemäß Aussagen der Creditreform hatte sich im vierten Quartal 2010 das Konjunkturbarometer für die Transportbranche verschlechtert. Ursache für die Eintrübung sind vor allem die künftigen Geschäftserwartungen. Die gegenwärtige Geschäftslage (siehe Presseinformation der Creditreform im Februar 2011) wurde hingegen von der Transport- und Logistikbranche als sehr gut bewertet. So sind die Umsätze der Branche in den vergangenen Monaten weiter gestiegen. Noch im Vorjahresquartal sah sich jeder Dritte einem Umsatzrückgang gegenüber. Auch die Ertragslage hat sich verbessert. Jedes zweite Unternehmen aus der Transport- und Logistikbranche meldete einen Gewinnsprung, nachdem im Vorquartal nur 41,7 % der Befragten Zuwächse erzielen konnten.
Unverändert hoch im Vergleich zu anderen Branchen ist nach wie vor die Insolvenzanfälligkeit. Gleichwohl verringerte sich die Ausfallrate, die durch den Creditreform Risiko Indikator (CRI) dargestellt wird, leicht von 4,13 auf 4,09 %. Auf 10.000 Verkehrsund Logistikunternehmen kommen derzeit 409 die ein Negativmerkmal aufweisen, beispielsweise einen massiven Zahlungs verzug oder einen Insolvenzantrag. Die durchschnittliche Bonitätsnote für die Verkehrs- und Logistikwirtschaft blieb im vierten Quartal 2010 unverändert (siehe Creditreform Wirtschaftsindikator, Analyse des 4. Quartals).
Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt zum Teil zu längerfristig festgelegten Preisen oder zum Teil durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Um die Risiken von Lieferausfällen zu begrenzen, werden die Subunternehmen sorgfältig ausgewählt. Eine geogra- *sche Streuung der Aufträge in den Segmenten macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen
Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten Alternativen zu *nden.
Weiterhin können externe Faktoren, beispielsweise ein steigender Dieselpreis, zu einer anhal tenden Verteuerung im Transportbereich führen. Dies könnte zu einer weiteren Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen. Auch könnte die Weigerung einzelner Kunden, Kosten erhöhungen zu übernehmen, dazu führen, dass die Kosten im Unternehmen verbleiben würden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war kein wesentliches Neuprojekt zu verzeichnen. Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Diese Vernetzung führte im Geschäftsjahr 2010 auch zu Umsatzsteigerungen. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Gesellschaften dar.
Auf Grund möglicher Konjunktureintrübungen birgt eine verschlechterte Bonität von Großkunden Forderungsausfallrisiken. Diesen Ausfallrisiken begegnen wir zum einem mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum Teil mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen.
Auf mögliche Umsatzausfälle wird mit kurzfristigen Kapazitätsanpassungen reagiert, wie bereits in der Vergangenheit geschehen.
Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der *nanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzern*nanzierung. Finanzierungen, die innerhalb des Konzerns weitergegeben werden, erfolgen in der Regel betrags- und fristenkongruent analog zur Re*nanzierung.
Hierbei ergeben sich zwei zentrale Risikofaktoren für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften: Zum einen Risiken aus dem Zinsänderungsrisiko, die durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie Zinsswaps gesteuert werden. Durch laufzeit- und betragskongruente Absicherungen werden bei mittel- und langfristigen Finanzierungen variable Verzinsungen überwiegend in Festzinsvereinbarungen getauscht. Zum anderen bestehen Risiken aus Wechselkursänderungen, die sich sowohl auf die operativen Cash<ows, als auch auf die bilanziellen Werte zu den Bilanzierungsstichtagen auswirken. Die Auswirkungen auf die operativen Cash<ows werden durch eine möglichst hohe Währungsidentität der Einund Auszahlungen ein gegrenzt; wo dies nicht vollumfänglich gelingt, kommen bei Bedarf <ankierende Maßnahmen wie Devisentermingeschäfte zum Einsatz.
Die regelmäßige Überwachung der Wechselkursentwicklung unterliegt dabei der kaufmännischen Leitung der nicht im €-Währungsraum tätigen Tochtergesellschaft. Als Auslöser für den Abschluss eines Sicherungsgeschäfts werden Wechselkurse vorab bestimmt, bei deren Erreichen die Transaktionen abgeschlossen werden. Zur Festlegung dieser Schwellen wird auf die Research-Einschätzungen deutscher Großbanken zurückgegriffen. Im Einzelnen werden die Sicherung des Zinsrisikos und das Devisenmanagement im Konzernanhang des Konzerngeschäftsberichts 2010 dargestellt.
Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz und Ressourceneinsatz führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Einsparungen bei gesetzlichen Abgaben. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zerti*zierten Umweltmanagementsystemen gemindert.
Ein wesentlicher Schwerpunkt in der Lila Logistik Gruppe wird künftig das Thema Nachhaltigkeit sein. Im Zusammenhang der Begriffe von Ef*zienz und Effektivität im Nachhaltigkeitskontext geht es der Lila Logistik Gruppe in erster Linie darum, Verbesserungen bei den durch das Wirtschaften verursachten ökonomischen, ökologischen und sozialen Belastungen zu erzielen. Jedoch können Investitionen im Bereich der Nachhaltigkeit auch zunächst zu Aufwendungen führen, welche die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage beein<ussen.
Engagierte und kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in unserer Unternehmensgruppe nicht zu *nden oder sie nicht halten zu können. Die Organisations strukturen für eine positive Unternehmensentwicklung wurden 2010 kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identi*kation mit dem Unternehmen. Durch eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugend licher und ein unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an unseren Standorten stellen wir den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften sicher.
Die bisherigen Vorstandsverträge des CEO und CFO wurden bereits im Geschäftsjahr 2009 bis Ende 2014 verlängert, der Vorstandsvertrag des neu bestellten COO wurde bis Ende 2012 geschlossen, so dass aus Unternehmenssicht die Managementstruktur mittelfristig gesichert wurde.
Projektanläufe beinhalten grundsätzlich operative und *nanzielle Risiken, insbesondere Kalkulationsund Haftungsrisiken. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Abschätzung ergeben sich die Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken.
Die Vernetzung aller unterschiedlicher Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen bei der Lila Logistik Gruppe erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Die Unternehmensgruppe schützt durch z. B. Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. Entwicklung von Datenmengen)
und Dopplung von Systemen und Rechenzentren. Außerdem setzen wir organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um Schäden zu mindern.
Im Geschäftsjahr 2010 führte die Lila Logistik Gruppe umfangreiche Maßnahmen durch, um die IT-Systeme und die IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen anzupassen. Im Rahmen der Zerti*zierungsmaßnahmen der größten inländischen Tochtergesellschaft zum AEO (Authorised Economic Operator) wurden umfangreiche Sicherheitsrichtlinien getroffen (Security Policy).
Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar de*nierte Vorgehensweisen.
Des Weiteren erfolgen tägliche Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte.
Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT-Abteilung) wurde erhöht, indem separate Zugangskontrollen geschaltet und der Serverraum brand- und wassergeschützt sowie klimaoptimiert umgebaut wurde. Darüber hinaus sind versicherbare Schäden durch ein konzernübergreifendes Versicherungskonzept abgedeckt.
Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Tochtergesellschaften der Müller – Die Lila Logistik AG betreiben auch Geschäfte außerhalb der Eurozone, in Polen. Ein Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt, beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und
anderen Währungen der Länder außerhalb der Eurozone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beein<ussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden regelmäßig vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden zeitnah über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.
Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und P<ichten aus den im Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne den gesetzlichen Übergang nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung getragen hat, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Lila Logistik Gruppe nicht gefährdet.
Im Fokus der Marktchancen der Lila Logistik Gruppe steht die Erschließung von neuen Marktmöglichkeiten durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Vor allem in Polen sieht die Unternehmensgruppe die Möglichkeit des Marktwachstums. Die dort bestehenden Standorte tragen dazu bei, dass die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage positiv beein<usst wird. Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem nach der Krise gestiegenen Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Müller – Die lila Logistik AG und deren Tochtergesellschaften bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand.
Die getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Neuprojektinvestitionen im Budget der Lila Logistik Gruppe einen wesentlichen Bestandteil aus. Zudem soll der Bereich des Interim Services weiter ausbaut werden.
Indem das Ideenmanagement in Teilbereichen gezielt forciert wird, sollen die Innovations potenziale der Lila Logistik Gruppe erschlossen werden. Die Müller – Die lila Logistik AG stellt im Geschäftsjahr 2011 in den Tochtergesellschaften ein dezentrales Budget für Weiterbildungsmaßnahmen oberhalb der Größenordnung der Vorjahre zur Verfügung.
Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben sowie der nach wie vor nicht vollständig ausgenutzten Barkreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der langfristigen Konzern*nanzierung liegt in den abgeschlossenen Kreditlinien und Kreditverträgen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt rund 2,8 Mio. € Bankverbindlichkeiten getilgt. Aus einem KfW-Sonderprogramm Mittelstand wurden der Müller – Die lila Logistik AG Tilgungsdarlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€ mit einer Laufzeit bis September 2014 zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Tilgungsdarlehen über 600 T€ wurde von einer österreichischen Bank zur Verfügung gestellt und abgerufen.
Für die weiteren Finanzierungsvorhaben gehen wir von der Annahme aus, dass sich die internationalen Finanz- und Kapitalmärkte im Verlauf des Jahres 2011 weiterhin entspannen werden und der konjunkturelle Aufschwung – wenn auch mit leichten Abschwächungen zum Vorjahr – weiterhin stabil bleibt, so dass die Lila
Logistik Gruppe im Jahr ihres 20-jährigen Bestehens die Marktchancen für die Zukunft erschließen kann.
Im Zuge des Dienstleistungsangebots im Bereich Interim Services wurden im Januar 2011 die Gesellschaft Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG, Besigheim sowie die MSG Verwaltung GmbH, Besigheim, gegründet. Durch die Gründung der Gesellschaften ergeben sich Erleichterungen bei der Durchführung der Dienstleistungen für den Bereich Interim Services. Die neu gegründeten Gesellschaften sind 100 %ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG.
Darüber hinaus haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts stattgefunden.
Die Weltbank sagt für das laufende Jahr einen Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums um 0,6 Prozentpunkte voraus; sie rechnet nach einer kräftigen Erholungsphase in der Weltwirtschaft für die kommenden Jahre mit einem gebremsten Wachstum. Für 2011 prognostiziert das Institut einen Konjunkturauftrieb von rund 3,3 %, nachdem er 2010 noch 3,9 % betragen hat (vgl. Handelsblatt vom 10. März 2010 "Weltbank rechnet 2011 mit gebremstem Wachstum"). Die Bundesregierung erwartet in ihrer Jahresprojektion 2011 eine Fortsetzung des Aufschwungs mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,3 %. Die deutsche Wirtschaft wächst damit spürbar stärker als der Durchschnitt der Eurozone. Gleichwohl erwartet die Bundesregierung, dass die Wachstumsdynamik auf Grund der etwas schwächeren weltwirtschaftlichen Impulse insgesamt etwas geringer als im vergangenen Jahr ausfallen wird (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2011 "Deutschland im Aufschwung", Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie). Die Europäische Kommission hat die Prognose des
BIP-Wachstums für Polen von 3,9 % (November 2010) auf 4,1 % erhöht. Die EU-Experten gehen davon aus, dass die Binnennachfrage die treibende Kraft hinter dem Wachstum in Polen sein wird – auch wenn die Mehrwertsteuer-Erhöhung und die steigende In<ation den privaten Konsum im ersten Quartal dämpfen (vgl. Wirtschaftsblatt vom 2. März 2011 "EU erhöht BIP-Prognose für Polen auf 4,1 Prozent").
Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Logistikwirtschaft ist zum Jahresauftakt kräftig aufwärts gerichtet. Der Klimawert des Logistik-Indikators, den das Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) berechnet, reicht im laufenden Quartal (Februarbefragung) mit einem Niveau von 147,8 Zählern zwar nicht ganz an das Vorquartalsergebnis heran (Rückgang um 4,4 %), gemessen am konjunkturellen Normalniveau von 100 Punkten stehen die Zeichen aber weiterhin eindeutig auf Expansion (vgl. "Logistik-Indikator im ersten Quartal 2011: Logistikkonjunktur in Deutschland stabilisiert sich auf hohem Niveau – Ausbaupläne für die Güterverkehrsinfrastruktur sind unzureichend", Gemeinsame Medieninformation vom 7. März 2011, IfW und BVL).
Im Kern stellen die Beratung, mit der außergewöhnlichen Nähe zum operativen Geschäft, und die Umsetzung logistischer Dienstleistungen, mit analytischen und konzeptionellen Komponenten, unvermindert das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe dar. Dabei wird das Hauptaugenmerk der Marktbearbeitung auf die Branchen Automotive, Electronics, Industrial, Consumer, Energy und Medical&Pharma gelegt. Im Januar 2011 erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe einen geringeren Ertrag als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Wesentliche Kunden-Neugewinnungen konnten in den ersten Monaten 2011 nicht verzeichnet werden.
Im laufenden Geschäftsjahr 2011 stellt der Ausbau des Segments Lila Consult einen Fokus der Lila Logistik Gruppe dar. Damit einhergehend werden die Vertriebsaktivitäten der Gruppe weitreichend verstärkt. Die Gewinnung von Neugeschäft durch den Aufbau weiterer Kundenbeziehungen und den Ausbau bestehender
Kundenbeziehungen werden die Basis für die mittelfristige Entwicklung der Lila Logistik Gruppe stärken. Hiermit zusammenhängende notwendige Investitionen können sich im Geschäftsjahr 2011 rückläu*g auf die Ergebnismarge auswirken. Die Umsatzerlöse werden zum Ende des Geschäftsjahres 2011 in einem Korridor zwischen 88 und 92 Millionen Euro erwartet. Hierin bereits berücksichtigt und kompensiert sind die Umsatzausfälle der Standorte Antwerpen (Belgien), Graz (Österreich) und Malacky (Slowakei). Auf Grund des steigenden Kostendrucks im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein unter dem Niveau des Berichtsjahres liegendes Ergebnis.
Für das Geschäftsjahr 2012 sowie darüber mittelfristig hinaus erwartet der Konzern Umsatzsteigerungen sowie einen weiteren Ausbau der Renditen.
Neben der erfolgreichen Zerti*zierung unseres Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 sowie unseres Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 sowie kommender Standards für die Jahre 2011/2012 wird ebenfalls eine Zerti*zierung als AEO (Authorised Economic Operator/Autorisierter Wirtschaftsbeteiligter) angestrebt.
Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.
Besigheim, 17. März 2011
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender Vorstand Vorstand des Vorstands Finanzen Produktion
Das Prinzip Lila N°3
WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?
GENAU GENOMMEN IST ES EIN ANDERES WORT FÜR SPÜRBARE EFFIZIENZ.
| 36 45 |
Konzernabschluss | |
|---|---|---|
| 38 39 |
Konzernbilanz | |
| 40 | Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 40 | Konzern-Gesamtergebnisrechnung | |
| 41 | Konzern-Kapital/ussrechnung | |
| 42 43 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | |
| 44 45 |
Konzern-Anlagenspiegel | |
(nach IFRS) zum 31. Dezember 2010
| Angaben in € | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| I. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Immaterielle Vermögenswerte | 11 | 529.387 | 502.613 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 11 | 9.754.081 | 9.754.081 |
| 3. Sachanlagen | 11 | 12.500.742 | 12.406.601 |
| 4. Langfristige :nanzielle Vermögenswerte | 11 | 36.226 | 36.226 |
| 5. Ausleihungen | 2.060 | 2.060 | |
| 6. Latente Steuern | 10 | 109.640 | 169.920 |
| 7. Steuererstattungsansprüche | 42.137 | 1.288 | |
| 8. Sonstige langfristige :nanzielle Vermögenswerte | 513 | – | |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 22.974.786 | 22.872.789 | |
| II. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 15 | 15.660.904 | 7.426.397 |
| 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13 | 9.221.919 | 9.618.434 |
| 3. Forderungen gegen nahestehende Personen | |||
| und Beteiligungsunternehmen | 122.370 | 51.549 | |
| 4. Vorräte | 12 | 91.175 | 34.608 |
| 5. Steuererstattungsansprüche | 218.062 | 498.879 | |
| 6. Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 16 | 725.230 | 709.964 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 26.039.660 | 18.339.831 | |
| Aktiva, gesamt | 49.014.446 | 41.212.620 |
(nach IFRS) zum 31. Dezember 2010
| Angaben in € | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| I. Langfristige Schulden | |||
| 1. Langfristige Darlehen | 22 | 6.550.938 | 4.723.750 |
| 2. Langfristige Finanzleasingverp/ichtungen | 23 | 21.249 | 81.710 |
| 4. Latente Steuern | 10 | 1.284.569 | 1.639.881 |
| 5. Sonstige Rückstellungen | 19 | 193.814 | 118.537 |
| 6. Pensionsrückstellungen | 18 | 480.587 | 468.398 |
| 7. Sonstige langfristige Schulden | 20 | 554.929 | 647.408 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 9.086.086 | 7.679.684 | |
| II. Kurzfristige Schulden | |||
| 1. Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverp/ichtungen | 23 | 60.461 | 86.072 |
| 2. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen |
22 | 1.870.625 | 890.855 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.239.759 | 3.464.945 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Beteiligungsunternehmen |
919.623 | 580.840 | |
| 5. Verbindlichkeiten des den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögenswerts |
1.065.594 | – | |
| 6. Erhaltene Anzahlungen | 155.500 | – | |
| 7. Sonstige Rückstellungen | 19 | 1.122.100 | 1.916.451 |
| 8. Steuerschulden | 514.940 | 965.732 | |
| 9. Sonstige kurzfristige Schulden | 20 | 6.668.800 | 6.191.937 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 15.617.402 | 14.096.832 | |
| III. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 17 | 7.955.750 | 7.955.750 |
| 2. Kapitalrücklage | 9.643.055 | 9.643.055 | |
| 3. Gewinnrücklagen (einschließlich Ergebnisvortrag und Konzernergebnis) | 7.601.830 | 2.997.712 | |
| 4. Ausstehende Aktienoptionen | 23.341 | 23.341 | |
| 5. Kumuliertes übriges Eigenkapital | 17 | -923.018 | -1.220.726 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
24.300.958 | 19.399.132 | |
| 6. Minderheitenanteile | 17 | 10.000 | 36.972 |
| Eigenkapital, gesamt | 24.310.958 | 19.436.104 | |
| Passiva, gesamt | 49.014.446 | 41.212.620 |
(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| Angaben in € | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 5 | 87.258.909 | 80.063.684 |
| 2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Leistungen | 43.540 | – | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 2.818.423 | 2.986.341 |
| 4. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
-26.528.178 | -22.242.233 | |
| 5. Personalaufwand | 7 | -32.650.064 | -31.987.761 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage | |||
| vermögens und Sachanlagen | 9 | -1.647.574 | -1.661.871 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8 | -22.814.476 | -22.800.645 |
| 8. Betriebsergebnis | 6.480.580 | 4.357.515 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 284.422 | 401.759 | |
| 10. Finanzierungsaufwendungen | -570.168 | -1.010.269 | |
| 11. Beteiligungsergebnis | 206 | -68.572 | |
| 12. Veränderung des den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögenswertes |
-197.094 | – | |
| 13. Konzernergebnis vor Steuern | 5.997.946 | 3.680.433 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10 | -957.040 | -1.562.045 |
| 15. Konzernjahresüberschuss | 5.040.906 | 2.118.388 | |
| Davon entfallen auf: Gesellschafter des Mutterunternehmens |
5.040.906 | 2.118.388 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Verwässertes/unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,63 | 0,27 |
(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| Angaben in € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 5.040.906 | 2.118.388 |
| Ergebnis aus der Währungsumrechnung | 285.501 | 152.246 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 17.278 | -138 |
| Ergebnis aus latenten Steuern | -5.071 | – |
| Sonstiges Ergebnis | 297.708 | 152.108 |
| Gesamtergebnis | 5.338.614 | 2.270.496 |
(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| Angaben in € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 5.040.906 | 2.118.388 |
| Abschreibungen | 1.647.574 | 1.661.871 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | -1.399.841 | -1.025.257 |
| Veränderung der Rückstellungen und Wertberichtigungen | 546.232 | 1.158.629 |
| Verluste (Vorjahr: Gewinne) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
-142.478 | 9.741 |
| Fremdwährungsdifferenzen | -132.622 | 14.728 |
| Veränderung der Derivate | 17.278 | -138 |
| Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden | -505.856 | 599.438 |
| Veränderung der Vorräte | -56.568 | 17.539 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Beteiligungsunternehmen |
130.890 | -10.160 |
| Veränderung sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte | -15.779 | 682.908 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen |
269.097 | 222.715 |
| Veränderung sonstiger Schulden und erhaltener Anzahlungen | 1.310.472 | 489.050 |
| Cash+ow aus betrieblicher Tätigkeit | 6.709.305 | 5.939.451 |
| Erwerb von langfristigen Vermögenswerten | -1.620.207 | -1.464.839 |
| Erwerb von Beteiligungen | – | -5.000 |
| Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und von zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
331.252 | 152.574 |
| Cash+ow aus Investitionstätigkeit | -1.288.955 | -1.317.265 |
| Einzahlungen aus Ausleihungen | – | 108.290 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen | 5.600.000 | – |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | -2.793.043 | -5.832.233 |
| Veränderung Finanzierungsleasing | -86.072 | 22.677 |
| Cash+ow aus Finanzierungstätigkeit | 2.720.885 | -5.701.265 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 8.141.235 | -1.079.080 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel | 93.272 | 14.914 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Periode | 7.426.397 | 8.469.145 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung | – | 21.417 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 15.660.904 | 7.426.397 |
| Zusätzliche Angaben Einzahlungen aus Zinsen 1 |
86.822 | 80.099 |
| Einzahlungen aus Ertragsteuern 2 | 514.431 | 111.550 |
| Auszahlungen aus Zinsen 1 | 508.600 | 829.185 |
| Auszahlungen aus Ertragsteuern 2 | 1.202.513 | 862.451 |
1 Dem Cash/ow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
2 Dem Cash/ow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen
(nach IFRS)
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen einschl. Ergeb nisvortrag und Konzernergebnis |
|---|---|---|---|
| Saldo am 1. Januar 2010 | 7.955.750 | 9.643.055 | 2.997.712 |
| Konzernjahresüberschuss | 5.040.906 | ||
| Fremdwährungsumrechnung* | |||
| Marktbewertung von Derivaten* | |||
| Latente Steuern* | |||
| Eigenkapitalveränderungen aus formwechselnder Umwandlung der Emporias Management Consulting GmbH |
-436.788 | ||
| Zugang Minderheitenanteil EMC Verwaltung GmbH |
|||
| Saldo zum 31. Dezember 2010 | 7.955.750 | 9.643.055 | 7.601.830 |
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen einschl. Ergeb nisvortrag und Konzernergebnis |
|---|---|---|---|
| Saldo am 1. Januar 2009 | 7.955.750 | 9.643.055 | 879.324 |
| Konzernjahresüberschuss | 2.118.388 | ||
| Fremdwährungsumrechnung* | |||
| Marktbewertung von Derivaten* | |||
| Saldo zum 31. Dezember 2009 | 7.955.750 | 9.643.055 | 2.997.712 |
* Anm.: Die Positionen Fremdwährungsumrechnung, Marktbewertung von Derivaten und latente Steuern sind Bestandteile des Gesamtergebnisses der Lila Logistik Gruppe. Hierzu verweisen wir auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009.
| Ausstehende Aktienoptionen | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Minderheiten | Eigenkapital (gesamt) |
|---|---|---|---|
| 23.341 | -1.220.726 | 36.972 | 19.436.104 |
| 5.040.906 | |||
| 285.502 | 285.501 | ||
| 17.278 | 17.278 | ||
| -5.071 | -5.071 | ||
| -36.972 | -473.760 | ||
| 10.000 | 10.000 | ||
| 23.341 | -923.018 | 10.000 | 24.310.958 |
| Ausstehende Aktienoptionen | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Minderheiten | Eigenkapital (gesamt) |
|---|---|---|---|
| 23.341 | -1.372.834 | 36.972 | 17.165.608 |
| 2.118.388 | |||
| 152.246 | 152.246 | ||
| -138 | -138 | ||
| 23.341 | -1.220.726 | 36.972 | 19.436.104 |
(nach IFRS)
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in € | 1.1.2010 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Kursdiffe renzen |
31.12.2010 |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | 2.332.687,84 | 343.634,07 | 69.635,86 | – | 1.781,88 | 2.608.467,93 |
| II. Geschäfts- oder Firmenwert | 10.868.587,16 | – | – | – | – | 10.868.587,16 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
9.937.659,55 | 50.651,54 | 327.351,65 | 7.000,00 | 369.507,68 | 10.037.467,12 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
11.231.588,66 | 1.078.903,29 | 1.404.976,70 | 63.788,65 | 15.891,66 | 10.985.195,56 |
| 3. In Erstellung be:ndliche Anlagen |
38.356,16 | 147.018,13 | 40.718,68 | -70.788,65 | 1.432,44 | 75.299,40 |
| 21.207.604,37 | 1.276.572,96 | 1.773.047,03 | – | 386.831,78 | 21.097.962,08 | |
| IV. Langfristige <nanzielle Vermögenswerte</nanzielle |
||||||
| 1. Beteiligungen | 36.225,84 | – | – | – | – | 36.225,84 |
| V. Ausleihungen | 2.060,00 | – | – | – | – | 2.060,00 |
| 34.447.165,21 | 1.620.207,03 | 1.842.682,89 | – | 388.613,66 | 34.613.303,01 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 | Abschrei bungen des Geschäfts jahres |
Abgänge | Kursdiffe renzen |
31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| 1.830.075,00 | 317.030,78 | 69.495,86 | 1.471,13 | 2.079.081,05 | 529.386,88 | 502.612,84 |
| 1.114.506,07 | – | – | – | 1.114.506,07 | 9.754.081,09 | 9.754.081,09 |
| 1.137.388,82 | 504.011,16 | 290.056,80 | 39.283,07 | 1.390.626,25 | 8.646.840,87 | 8.800.270,73 |
| 7.663.614,65 | 826.531,75 | 1.294.356,74 | 10.804,29 | 7.206.593,95 | 3.778.601,61 | 3.567.974,01 |
| – | – | – | – | – | 75.299,40 | 38.356,16 |
| 8.801.003,47 | 1.330.542,91 | 1.584.413,54 | 50.087,36 | 8.597.220,20 | 12.500.741,88 | 12.406.600,90 |
| – | – | – | – | – | 36.225,84 | 36.225,84 |
| – | – | – | – | – | 2.060,00 | 2.060,00 |
| 11.745.584,54 | 1.647.573,69 | 1.653.909,40 | 51.558,49 | 11.790.807,32 | 22.822.495,69 | 22.701.580,67 |
Das Prinzip Lila N°4
WOFÜR STEHT LILA IN DER MODERNEN LOGISTIK?
DENKEN UND HANDELN, SACHLICHKEIT UND EMOTIONALITÄT, HERZ UND VERSTAND.
| 46 | 89 |
|---|---|
| 48 | 67 |
| 68 | 70 |
| 70 | 86 |
| 86 | 89 |
| 89 | |
| 90 |
U3
U3
Grundlagen der Rechnungslegung Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Sonstige Erläuterungen
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
Unternehmenskalender 2011
Impressum, Disclaimer
Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2010 wurde in Übereinstimmung mit internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verp&ichtend anzuwendenden Verlautbarungen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden berücksichtigt.
Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2009 zu Grunde lagen.
Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in T€ kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in € basiert.
Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung und der Umsetzung von Logistiklösungen an. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe durchbricht damit die klassische Trennung von Beratung und Umsetzung in der Logistik. Das Planungs- und Beratungssegment wurde unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Unternehmensberatung (Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG), Logistics Engineering und Interim Services. Der Bereich Interim Services wurde im Jahr 2010 erfolgreich ausgebaut und erzielte erste externe Umsätze. Die Umsetzung von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettiert, erfolgen im Segment Lila Operating.
Im Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen den Aufgabenstellungen Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns.
Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:
t Consumer
t Energy t Medical&Pharma
Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.
Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim-Ottmarsheim, Deutschland. Weitere Standorte befanden sich am 31. Dezember 2010 in Antwerpen (Belgien), Bochum, Böblingen, Bünde, Gliwice (Polen), Graz (Österreich), Herne, Bratislava (Slowakei), Recklinghausen, Schorndorf, Unterföhring, Warschau (Polen), Wroclaw (Polen), Zwenkau und Zwickau.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sind neben der Müller – Die lila Logistik AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf die Tätigkeit auf andere Weise beherrschenden Ein&uss nehmen kann.
Zur Mitte des Geschäftsjahres 2010 wurden zur strukturellen Verbesserung der Lila Logistik Gruppe gesellschaftsrechtliche Veränderungen eingeleitet. Für die Konzerngesellschaften Emporias Management Consulting GmbH, Müller – Die lila Logistik Ost GmbH, Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Müller – Die lila Logistik GmbH, Müller – Die lila Logistik Nord GmbH sowie Müller – Die lila Logistik West GmbH
wurde eine formwechselnde Umwandlung jeweils in Gesellschaften mit der Rechtsform der GmbH & Co. KG vollzogen.
Die Müller – Die lila Logistik AG hält zum Bilanzstichtag 100 % der Anteile bzw. ist mittelbar beteiligt an den folgenden, im Berichtsjahr neu gegründeten Komplementär-GmbHs der umgewandelten Gesellschaften:
Das Stammkapital der Komplementärgesellschaften beträgt jeweils 25 T€ und ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt.
Der Anteil Müller – Die lila Logistik AG an der Komplementär-GmbH der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG, der Emporias Verwaltung GmbH, Besigheim, beträgt 60 %. Deren Stammkapital in Höhe von 25 T€ ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt. Alle gesellschaftsrechtlichen Umwandlungen wurden im Laufe des Geschäftjahres 2010 in den jeweiligen Handelsregistern eingetragen. Die genannten Komplementärgesellschaften und GmbH & Co. KGs wurden in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 im Zuge der Vollkonsolidierung einbezogen.
Darüber hinaus haben keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.
Die Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem Müller – Die lila Logistik AG die Möglichkeit der Beherrschung erlangt.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht sowohl über den Anteilsbesitz als auch die vollkonsolidierten Unternehmen zum 31. Dezember 2010. Die nicht konsolidierten Beteiligungen werden in Folge der Tabelle aufgeführt:
| Beteiligung | Sitz der Gesellschaft | Stammkapital in T€ |
Beteiligungsanteil in Prozent |
|---|---|---|---|
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | Besigheim | 1.010 | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG | Zwenkau | 25 | 100 % |
| MLO Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG | Herne | 25 | 100 % |
| MLV Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | Herne | 25 | (mittelbar) 100 % |
| MLH Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | (mittelbar) 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG | Bünde | 25 | 100 % |
| MLN Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG | Herne | 25 | 100 % |
| MLW Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Austria GmbH | Graz (Österreich) | 35 | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. | Bratislava (Slowakei) | 25 | 100 % |
| Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 934* | 100 % |
| Value Added Logistics Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 126* | 100 % |
| Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG | Unterföhring | 50 | 56 % |
| Emporias Verwaltung GmbH | Unterföhring | 25 | 60 % |
*umgerechnet zum Stichtagskurs
Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von Müller – Die lila Logistik AG gehalten. Eine Ausnahme bildet die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG sowie die MLH Verwaltung GmbH, die 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG sind.
Die Beteiligung an der FMS Logistic GmbH, Besigheim, an der die Müller – Die lila Logistik AG mit 33,33 % beteiligt ist, wird wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode einbezogen. Ebenso wird eine Beteiligung an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungsverbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft), an der die Müller – Die lila Logistik AG mit 7,7 % beteiligt ist, wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode einbezogen.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Erwerbsmethode zur Anwendung. Dabei werden im Rahmen der Erstbewertung die identi=zierbaren immateriellen Vermögenswerte und Schulden, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht angesetzt wurden, mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt erfasst. Die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem Konzernanteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens, das zu Zeitwerten bewertet wurde, aufgerechnet. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
Nach IFRS 3 darf der erworbene Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben werden, sondern muss, unabhängig vom Zeitpunkt des Vorliegens von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36 unterzogen werden.
In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit dem korrespondierenden Aufwandsposten verrechnet worden. Zwischengewinne sind wie im Vorjahr nicht zu eliminieren gewesen. Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.
Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH nimmt für das Geschäftsjahr 2010 als verbundenes konsolidiertes Unternehmen im Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung von Anhang, dem Lagebericht sowie der Offenlegung in Anspruch.
Folgende Personenhandelsgesellschaften, die verbundene, konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen für das Geschäftsjahr 2010 die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung von Anhang, dem Lagebericht (betrifft die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne) sowie der Offenlegung in Anspruch:
Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, und der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Herne, wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2009 aufgehoben. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 12. Januar 2010.
Mit Wirksamkeit der formwechselnden Umwandlung der Emporias Management Consulting GmbH in eine GmbH & Co. KG rückwirkend zum 1. Januar 2010 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, und der Emporias Management Consulting GmbH aufgehoben. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 20. Juli 2010.
Auf Grund der formwechselnden Umwandlungen der Gesellschaften Emporias Management Consulting GmbH, Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH sowie Müller – Die lila Logistik GmbH in GmbH & Co. KGs wurde die körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft aufgehoben. Die körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH besteht weiterhin. In Absprache mit den Finanzbehörden wurden die umsatzsteuerlichen Organschaften zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und den Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG, Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG und Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG sowie der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 beibehalten.
Müller – Die lila Logistik AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewandt, die wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows haben:
| Verlautbarung | Datum der Veröffentlichung durch das IASB |
Titel |
|---|---|---|
| IFRS 3/lAS 27 | 10. Januar 2008 | Business Combinations/Consolidated and Separate Financial Statements |
| lAS 39 | 31. Juli 2008 | Financial Instruments: Recognition and Measurement |
IFRS 3 "Business Combinations" und lAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements". Die Standards sind das Ergebnis der zweiten Phase des gemeinsam mit dem Financial Accounting Standards Board (FASB) durchgeführten Projekts zur Reformierung der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen. Die überarbeiteten Fassungen von IFRS 3 und lAS 27 wurden im Juni 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen.
Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IFRS 3 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
t Anschaffungsnebenkosten im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben sind als Aufwand zu erfassen.
t Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen (contingent considerations), die im Erwerbszeitpunkt zu erfassen sind, ist in der Folgebewertung keine Anpassung des Goodwills mehr möglich.
Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des lAS 27 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
sich hierbei ergebende Differenzen ergebniswirksam zu erfassen sind.
t Übersteigen die auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Verluste den Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital des Tochterunternehmens, sind diese in voller Höhe den Minderheiten zuzurechnen.
lAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Die Änderung von lAS 39 wurde im September 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Durch die Änderung "Eligible Hedged ltems" wird konkretisiert, dass auch allein Cash&ow- oder Fair Value-Änderungen eines Grundgeschäfts über- oder unterhalb eines bestimmten Preises bzw. einer anderen Variablen als Hedge designiert werden können. Die Vorschriften sind retrospektiv anzuwenden. Aus der Änderung haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows der Lila Logistik Gruppe ergeben.
Alle in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten, vom IASB herausgegebenen Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen, die im Geschäftsjahr 2010 erstmalig anzuwenden sind, hatten keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows der Müller – Die lila Logistik AG. Die Änderungen aus dem "Annual lmprovements Project" April 2009 hatten ebenfalls keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows der Müller – Die lila Logistik AG.
| Verlautbarung | Datum der Veröffentlichung durch das IASB |
Titel |
|---|---|---|
| IFRIC 17 | 27. November 2008 | Distribution of Non-Cash Assets to Owners |
| IFRS 1 | 25. November 2008 | First-time Adoption of International Financial Reporting Standards |
| IFRS 2 | 18. Juni 2009 | Share-based Payment |
lAS 24 "Related Party Disclosures". Das IASB hat im November 2009 Änderungen zu lAS 24 veröffentlicht. Bisher mussten Unternehmen, die staatlich kontrolliert oder bedeutend beein&usst sind, Informationen zu allen Geschäftsvorfällen mit Unternehmen, die vom gleichen Staat kontrolliert oder bedeutend beein&usst werden, offenlegen. Nach dem geänderten Standard sind weiterhin Angaben erforderlich, die für Adressaten von Abschlüssen wichtig sind. Jedoch sind von nun an Informationen ausgenommen, die nur mit hohem Kostenaufwand zur Verfügung gestellt werden können oder von wenig Wert für die Adressaten sind. Dies wird dadurch erreicht, dass nur Angaben zu solchen Geschäftsvorfällen gefordert sind, die einzeln oder zusammen genommen von Bedeutung sind. Weiterhin wurde die De=nition für ein nahestehendes Unternehmen oder eine nahestehende Person vereinfacht und Unstimmigkeiten beseitigt. Diese Änderungen wurden im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der überarbeitete Standard ist retrospektiv für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Aus diesen Änderungen werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows der Lila Logistik Gruppe ergeben.
Das IASB hat im Oktober 2009 eine Ergänzung des Standards lAS 32 "Financial Instruments: Presentation" veröffentlicht. Diese Ergänzung wurde im Dezember 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Diese betrifft die Klarstellung der Klassi=zierung von Bezugsrechten als Eigen- oder Fremdkapital, wenn die Bezugsrechte auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lauten. Bislang wurden solche Rechte als derivative Verbindlichkeiten bilanziert. Die Ergänzung sieht vor, dass solche Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Währungsbetrag anteilig an die Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, als Eigenkapital zu klassi=zieren sind. Die Währung des Ausübungspreises ist dabei nicht von Belang. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Ergänzung wird
voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows der Lila Logistik Gruppe haben.
Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des lAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassi=zierung und Bewertung von =nanziellen Vermögenswerten. Die Regelungen zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten und Hedge Accounting werden derzeit vom IASB überarbeitet. IFRS 9 schreibt vor, dass =nanzielle Vermögenswerte einer der folgenden zwei Bewertungskategorien zuzuordnen sind: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" oder "Zum Fair Value".
Zudem gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht der Bewertung zum Fair Value, indem er gestattet, =nanzielle Vermögenswerte, die normalerweise der Kategorie "at amortized cost" zuzuordnen wären, der Kategorie "at fair value" zuzuordnen, wenn dies Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder erheblich verringert. Eigenkapitalinstrumente sind zwingend der Kategorie "at fair value" zuzuordnen.
Der Standard gestattet jedoch beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken erworben wurden, das unwiderru&iche Wahlrecht auszuüben, diese erfolgsneutral direkt im Eigenkapital "Zum Fair Value" zu designieren. Hieraus erhaltene Dividenden werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Vorschriften sind retrospektiv abzubilden. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows.
Das IASB hat im November 2009 eine Änderung der Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben. Die Änderung wurde im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Interpretation IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement", die ihrerseits eine Auslegung von lAS 19 "Employee Bene=ts" darstellt. Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindest=nanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Sie erlaubt es Unternehmen, den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. Die Änderung tritt verp&ichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft. Eine retrospektive Anwendung ist vorgeschrieben. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows.
Das IASB hat im November 2009 eine Änderung der Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben. Die Änderung wurde bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Interpretation IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement", die ihrerseits eine Auslegung von lAS 19 "Employee Bene=ts" darstellt. Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindest=nanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Die Änderung erlaubt es Unternehmen, den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. Die Änderung tritt verp&ichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft. Eine retrospektive Anwendung ist vorgeschrieben. Die Müller – Die lila Logistik AG prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows.
Das IASB hat im November 2009 die Interpretation IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" veröffentlicht. IFRIC 19 wurde im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation bietet Hilfestellung bei der Auslegung von IFRS für Kreditnehmer, die im Rahmen von Neuverhandlungen mit einem Kreditgeber erreichen, dass dieser Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellen Tilgung der =nanziellen Verbindlichkeiten akzeptiert. IFRIC 19 stellt klar, dass die Eigenkapitalinstrumente, die an den Kreditgeber ausgegeben werden, als "gezahltes Entgelt"
anzusehen sind, um die =nanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell auszubuchen. Des Weiteren sind diese Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Ist dieser nicht verlässlich ermittelbar, werden die Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten =nanziellen Verbindlichkeit bewertet. Eine etwaige Differenz zwischen dem Buchwert der =nanziellen Verbindlichkeit und dem erstmaligen Bewertungsbetrag der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Aus der Anwendung des IFRIC 19 werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows der Lila Logistik Gruppe ergeben.
Das IASB hat im Mai 2010 im Rahmen des dritten "Annual Improvements Project" Verlautbarungen veröffentlicht, die Änderungen an sechs Standards und an einer Interpretation enthalten. Die Änderungen wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows der Lila Logistik Gruppe und sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
Im Oktober 2010 hat das IASB die Verlautbarung "Disclosures – Transfers of Financial Assets" als Ergänzung zu IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht. Die Änderung schreibt quantitative und qualitative Angaben zu solchen Übertragungen von =nanziellen Vermögenswerten vor, bei denen die übertragenen Vermögenswerte nicht vollständig ausgebucht werden oder beim übertragenden Unternehmen ein anhaltendes Engagement (continuing involvement) verbleibt. Dadurch soll den Anwendern ein besserer Einblick in solche Transaktionen (z. B. Verbriefungen) ermöglicht und die potenziellen Auswirkungen zurückbehaltener Risiken auf das übertragende Unternehmen dargestellt werden. Die Änderung verlangt außerdem zusätzliche Angaben, falls ein unangemessen hoher Anteil solcher Transaktionen in zeitlicher Nähe zum Periodenstichtag vorgenommen wird. Die
Änderungen sind anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Diese Verlautbarung wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows.
Ebenfalls im Oktober 2010 hat das IASB die Vorschriften zur Bilanzierung von =nanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Diese werden in IFRS 9 "Financial Instruments" integriert und ersetzen die hierzu existierenden Vorschriften in lAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Die neue Verlautbarung übernimmt die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung sowie die meisten Vorschriften zu Klassi=zierung und Bewertung unverändert aus lAS 39. Vorschriften zur Fair Value Option für =nanzielle Verbindlichkeiten, um die Problematik des eigenen Kreditrisikos zu regeln, werden hingegen im neuen IFRS 9 modi=ziert und das Verbot der Bewertung solcher derivativer Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert, die mit einem nicht notierten Eigenkapitalinstrument verbunden sind und nur durch Lieferung solcher erfüllt werden können, wird eliminiert. Die Verlautbarung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Diese Verlautbarung wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash&ows.
Das IASB hat im Dezember 2010 die Verlautbarungen "Deferred Tax: Recovery of Underlying Assets – Amendments to lAS 12" veröffentlicht. Die neue Verlautbarung bestimmt, welche Art der Realisierung für bestimmte Vermögenswerte zu unterstellen ist. Dies ist wichtig in Fällen, in denen sich je nach Art der Realisierung unterschiedliche Steuerkonsequenzen ergeben. Die Verlautbarung setzt die widerlegbare Vermutung, dass der Buchwert einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, die nach dem Neubewertungsmodell des lAS 40 "lnvestment Property" zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Des Weiteren gilt in jedem Fall die
unwiderlegbare Vermutung, dass der Buchwert eines nicht abnutzbaren Vermögenswerts, der nach dem Neubewertungsmodell des lAS 16 "Property, Plant and Equipment" zum Neubewertungsbetrag bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Durch die neue Verlautbarung wird die Interpretation SIC 21 "Income Taxes - Recovery of Revalued Non Depreciable Assets" außer Kraft gesetzt. Sie ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen und wurde bislang noch nicht von dar Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. dar Cash&ows.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IAS 27 einheitlich nach den für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sofern die landesrechtlichen Abschlüsse einzelner Gesellschaften von diesen Grundsätzen abweichen, werden die notwendigen Anpassungen vorgenommen.
Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapital&ussrechnung werden auf volle Euro gerundet dargestellt. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist gemäß dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
In den Vorjahren wurden bei einer Tochtergesellschaft vom Kunden erstattete Beträge mit entsprechenden Mietaufwendungen verrechnet. Seit dem Berichtsjahr werden die entsprechenden, den Umsatzerlösen zuzurechnenden Salden entsaldiert dargestellt.
Zur besseren Vergleichbarkeit ist der Vorjahresausweis in Übereinstimmung mit IAS 1.39 im vorliegenden Konzernabschluss entsprechend angepasst ausgewiesen.
Die retrospektive Änderung des Ausweises der Umsätze und der Mietaufwendungen hatte folgende Auswirkungen auf die Darstellung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungen zum 31. Dezember 2009 und 2008:
| Angaben in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
|
| Umsatzerlöse | 79.404 | 660 | 80.064 | 88.681 | 660 | 89.341 |
| Sonstige betriebliche | ||||||
| Aufwendungen | -22.141 | -660 | -22.801 | -24.015 | -660 | -24.675 |
Weiterhin wurde in den Vorjahren die Verp&ichtung über die variable Vergütung des Vorstands in den sonstigen kurzfristigen Schulden dargestellt. Dies wurde mit dem Jahresabschluss 2010 erstmals geändert. Der Ausweis erfolgt im Sinne von IAS 24 nunmehr in den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen. Die retrospektive Änderung des Ausweises der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und den sonstigen kurzfristigen Schulden hatte folgende Auswirkungen auf die Darstellung der Konzern-Bilanzen zum 31. Dezember 2009 und 2008:
| Angaben in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
|
| Kurzfristige Schulden Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen |
290 | 291 | 581 | 596 | 433 | 1.029 |
| Kurzfristige Schulden Sonstige kurzfristige Schulden |
6.483 | -291 | 6.192 | 6.976 | -433 | 6.543 |
Die entsprechenden Ausweise in der Konzern-Kapital- &ussrechnung wurden ebenfalls angepasst.
Des Weiteren wurden im Berichtsjahr nicht zahlungswirksame Erträge aus Au&ösungen von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten in der Konzern-Kapital&ussrechnung in einem gesonderten Posten dargestellt. Die Vorjahresausweise in der Konzern-Kapital&ussrechnung wurden entsprechend angepasst und ergeben sich wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
|
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge |
– | -1.025 | -1.025 | – | -532 | -532 |
| Veränderung der Rückstellungen und der Wertberichtigungen |
1.028 | 131 | 1.159 | 30 | 56 | 86 |
| Veränderung sonstiger Schulden und erhaltener Anzahlungen |
-405 | 894 | 489 | 1.775 | 476 | 2.251 |
Die unter der Konzern-Kapital&ussrechnung gemachten zusätzlichen Angaben bezüglich der Ein- und Auszahlungen aus Zinsen wurden für das Geschäftsjahr 2009 ebenfalls angepasst:
| Angaben in T€ | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
Vor Änderung |
Änderung | Nach Änderung |
|
| Einzahlungen aus Zinsen | 340 | -260 | 80 | 763 | -591 | 172 |
| Auszahlungen aus Zinsen | 957 | -128 | 829 | 1.318 | -353 | 965 |
Alle übrigen Bilanzposten sind nicht von den vorgenannten Änderung betroffen. In allen Anhangangaben, in denen die hier dargestellten Posten enthalten sind, wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Alle weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und Berichtswährung des Konzerns, aufgestellt. In den Einzelabschlüssen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zeitnah mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet.
Kursänderungen werden durch Neubewertung mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt.
Ergebniswirksam wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 83 T€ (Vorjahr minus 55 T€) erfasst.
Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt auf Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse". Damit werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen.
Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungen zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Währungsunterschied wird ebenfalls mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet.
Den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2010 und 2009 lagen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Ein&uss auf den Konzernabschluss zu Grunde:
| Stichtagskurse | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|---|
| Polen 1 EUR = PLN |
3,9603 | 4,1082 | |
| Durchschnittskurse | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Polen | 1 EUR = PLN | 3,9946 | 4,3273 |
Für die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, welche sowohl die Bewertung der Aktiva und Passiva, die Art und den Umfang von Haftungsverhältnissen, das konkrete Eingehen auf Abnahmeverp&ichtungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beein&ussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte – insbesondere der dafür verwendeten Cash&ow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren –, die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
Erworbene Immaterielle Vermögenswerte (Kundenstamm, Software etc.) werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend drei Jahren abgeschrieben.
Zum 31. Dezember 2010 sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer vorhanden.
IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" verlangt zu jedem Bilanzstichtag eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine so genannte Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU = Cash Generating Unit) geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswertes.
Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz unter Verwendung der Discounted-Cash&ow-Methode auf den Barwert abgezinst.
Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem Nutzungswert bzw. Fair Value liegt. Die außerplanmäßige Wertminderung wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Eine ertragswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Wertminderung auf Vermögenswerte wird mit Ausnahme der Geschäftsoder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt jedoch nur insoweit, als dass danach der Buchwert nicht überstiegen wird, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibung ergeben hätte, wenn die außerplanmäßige Wertminderung in Vorjahren nicht vorgenommen worden wäre. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.
Die Sachanlagen werden entsprechend IAS 16 mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie außerplanmäßige Wertminderungen bewertet.
Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Bauten | 4 bis 25 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 bis 25 Jahre |
Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert.
Gemietete Gebäudeeinrichtungen und Gegenstände, die als Finanzierungsleasing von der Gesellschaft zu bilanzieren sind, werden über die Dauer des Mietoder Leasingvertrags abgeschrieben.
Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagegegenständen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht, und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.
Fremdkapitalzinsen wurden im Rahmen des Neubaus eines Gebäudes in Gliwice, Polen, in 2006 und 2007 aktiviert.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines =nanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer =nanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen =nanziellen Vermögenswert. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag zu dem das Finanzinstrument zwischen zwei Parteien in einer aktuellen Transaktion gehandelt würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation. Dabei sind bei allen =nanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die Bilanzierung von =nanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag (Settlement Date).
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Bei der Ermittlung der Ausfallrisiken werden auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.
Sonstige langfristige Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zu Handelszwecken gehaltene =nanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassi=ziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten.
Die anderen nicht den oben aufgeführten Kategorien zugeordneten originären =nanziellen Vermögenswerte werden als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der =nanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile zu fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Dividendenansprüche des Unternehmens werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfolgswirksam erfasst.
Von der Möglichkeit, =nanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende =nanzielle Vermögenswerte ("Financial Assets at Fair Value Through Pro=t or Loss") zu designieren, hat die Müller – Die lila Logistik AG bislang keinen Gebrauch gemacht.
Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der =nanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (z. B. erhebliche =nanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder Vertragsbruch) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren =nanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe erfolgswirksam zurückgenommen. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entspricht dem Barwert der geschätzten und mit dem Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cash&ows.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen =nanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre =nanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei =nanziellen Verbindlichkeiten hat Müller – Die lila Logistik AG von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden =nanziellen Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value Through Pro=t or Loss") zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.
Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bilanzieren. Sind diese negativ, führt dies zum Ansatz als =nanzielle Verbindlichkeiten.
Eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden bei Müller – Die lila Logistik AG nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Währungsund Zinsrisiken im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Alle derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps sowie Devisentermingeschäfte) sind nach IAS 39 am Bilanzstichtag zu Marktwerten zu bilanzieren. Diese können positiv oder negativ sein. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren nach den Bewertungskategorien des IFRS 7 ermittelt. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Hedge Accounting) eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte gehören zum 31. Dezember 2010 mit Ausnahme der langfristigen =nanziellen Vermögenswerte, die der Bewertungskategorie 3 angehören, wie im Vorjahr der Bewertungskategorie 2 an.
Bei Vorliegen einer wirksamen Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) werden Veränderungen der Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und der dazugehörenden Grundgeschäfte
entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder im Eigenkapital (Cash&ow Hedge) ausgewiesen.
Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verp&ichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Au&ösung der Hedge-Beziehung amortisiert.
Mittels eines Cash&ow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verp&ichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Bei Veränderungen der Marktwerte von effektiven Cash&ow Hedge Instrumenten, die zum Ausgleich künftiger Cash&ow Risiken aus bereits bestehenden oder geplanten Grundgeschäften eingesetzt werden, erfolgt der Ausweis der unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des eingedeckten Grundgeschäfts zunächst erfolgsneutral im kumulierten Eigenkapital. Die Ergebniswirksamkeit des abgesicherten Grundgeschäftes wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung abgebildet; Ergebniswirkungen über das abgesicherte Grundgeschäft hinaus werden unmittelbar zu Lasten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht. Bei ineffektiven Sicherungsbeziehungen erfolgt die Erfassung der unrealisierten Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam.
Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 14. August 2008 ein Zinsderivat im Sinne eines Cash&ow Hedges eingegangen. Eine exakte Beschreibung des Cash&ow Hedges erfolgt unter Punkt 25 "Finanzinstrumente". Das Zinsderivat wurde nach dem Bilanzstichtag – am 20. Januar 2011 – mit einem Betrag von minus 17 T€ aufgelöst. Das zu Grunde liegende Darlehen mit einem anfänglichen Bezugsbetrag von 825 T€ wurde am 30. Dezember 2010 mit einem Restbetrag von 440 T€ zurückgeführt.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2010 aller Finanzinstrumente pro Kategorie:
| Zahlungsmittel | Kredite und Forderungen |
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte |
Zu Handels zwecken gehaltene Vermögenswerte |
Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertete Verbindlichkeiten |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
| Langfristige %nanzielle Vermögenswerte |
36 | 36 | ||||||||
| Ausleihungen | 2 | 2 | ||||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
15.661 | 15.661 | ||||||||
| Forderungen aus Liefe rungen und Leistungen |
9.222 | 9.222 | ||||||||
| Forderungen gegen nahestehende Personen, verbundene Unterneh men und Beteiligungs unternehmen |
122 | 122 | ||||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
725 | 725 | ||||||||
| Darlehen | 8.422 | 8.492 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lie ferungen und Leistungen |
3.240 | 3.240 | ||||||||
| Verbindlichkeiten gegen über nahestehenden Personen und verbun denen Unternehmen |
920 | 920 | ||||||||
| Sonstige kurzfristige Schulden |
5.549 | 5.549 | ||||||||
| Summe | 15.661 | 15.661 | 10.069 | 10.069 | 38 | 38 | – | – | 18.131 | 18.201 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2009 aller Finanzinstrumente pro Kategorie:
| Zahlungsmittel | Kredite und Forderungen |
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte |
Zu Handels zwecken gehaltene Vermögenswerte |
Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertete Verbindlichkeiten |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
Buch wert |
beizule gender Zeitwert |
| Langfristige %nanzielle Vermögenswerte |
36 | 36 | ||||||||
| Ausleihungen | 2 | 2 | ||||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
7.426 | 7.426 | ||||||||
| Forderungen aus Liefe rungen und Leistungen |
9.618 | 9.618 | ||||||||
| Forderungen gegen nahestehende Personen, verbundene Unterneh men und Beteiligungs unternehmen |
52 | 52 | ||||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
699 | 699 | 11 | 11 | ||||||
| Darlehen | 5.615 | 5.898 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lie ferungen und Leistungen |
3.465 | 3.465 | ||||||||
| Verbindlichkeiten gegen über nahestehenden Personen und verbun |
||||||||||
| denen Unternehmen | 581 | 581 | ||||||||
| Sonstige kurzfristige Schulden |
5.283 | 5.283 | ||||||||
| Summe | 7.426 | 7.426 | 10.369 | 10.369 | 38 | 38 | 11 | 11 | 14.944 | 15.227 |
Der beizulegende Zeitwert von Krediten und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die in der Regel kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den langfristigen Krediten und Forderungen stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar.
Die beizulegenden Zeitwerte der zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte werden aus =nanzmathematischen Bewertungsmodellen bzw. Marktdaten abgeleitet.
Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird angenommen, dass auf Grund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cash&ows ermittelt.
Bei variabel verzinslichen Darlehen wird angenommen, dass auf Grund der vereinbarten Zinsanpassungen der Darlehenszins annähernd marktüblichen Zinssätzen zum Stichtag entspricht. Demnach stellt der Buchwert dieser Darlehen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwert dar.
Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau beinhalten.
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte1 |
75 | -114 |
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte |
– | – |
| Kredite und Forderungen | 73 | 29 |
1 Es handelt sich um Derivate, die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Da die Vermögenswerte im Berichtsjahr und im Vorjahr negativ sind, werden sie unter den %nanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.
Die Nettoergebnisse enthalten weder Zinsergebnisse noch Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung.
Die Gesamtzinserträge für =nanzielle Vermögenswerte betragen 95 T€ (Vorjahr 142 T€). In den Zinserträgen sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 102 T€ (Vorjahr 260 T€) sowie Erträge aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 87 T€ enthalten (Vorjahr 0 T€). Die Gesamtzinsaufwendungen für =nanzielle Verbindlichkeiten betragen 647 T€ (Vorjahr 769 T€). In den Finanzierungsaufwendungen sind Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 89 T€ (Vorjahr minus 127 T€) sowie Aufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 12 T€ (Vorjahr 114 T€) enthalten.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.
Tatsächliche Ertragsteuern werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Des Weiteren sind die temporären Differenzen aus der abweichenden Behandlung bestimmter Bilanzpositionen zwischen den steuerrechtlichen lokalen Abschlüssen und dem IFRS-Konzernabschluss zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern.
Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach dem bilanzorientierten Ansatz (Liability Method) im Einklang mit den Bestimmungen des IAS 12 "Ertragsteuern" ermittelt. Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie steuerlicher Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.
Die Höhe der latenten Steuern richtet sich dabei nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem die Unterschiede wahrscheinlich ausgeglichen werden. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze auf aktive oder passive latente Steuern wird in dem Zeitraum berücksichtigt, in dem die Änderung beschlossen wird.
Unter den Ertragsteuern sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verp&ichtungen erfolgt nach IAS 19. Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verp&ichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der so genannten Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung erwarteten Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen.
Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst berücksichtigt, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des höheren Wertes aus Anwartschaftsbarwert oder – falls vorhanden – Zeitwert des Planvermögens liegen (Korridorverfahren). Sie werden dann über die durchschnittliche Restdienstzeit der Anwärter verteilt. Für den arbeitnehmer=nanzierten Teil der Pensionsverp&ichtungen wurde eine Versicherung abgeschlossen. Der Rückdeckungsanspruch entspricht dem
geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Daneben bestehen Rückdeckungsversicherungen für Einzelzusagen. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverp&ichtungen entsprechend des IAS 19 mit dem Planvermögen saldiert. Der Dienstzeitaufwand, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondvermögen werden im Personalaufwand saldiert ausgewiesen. Pensionsverp&ichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Preisnachlässe, Skonti und Umsatzsteuer abgesetzt.
Umsätze werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Logistikdienstleistungen erbracht sind (IAS 18.20) und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann.
Die unkonsolidierten Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) belaufen sich auf 5.044 T€ (Vorjahr 4.329 T€) und die unkonsolidierten Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating belaufen sich auf 82.838 T€ (Vorjahr 76.718 T€).
Umsätze aus Speditionslogistik werden realisiert, sobald das Speditionsgut überbracht wurde, aus Kontraktlogistik, sobald der einzeln de=nierte Vertragsgegenstand fertig gestellt und bei Beratungsleistungen, wenn die vertraglichen Bestandteile durchgeführt wurden.
Insgesamt werden Aufwendungen erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen wirtschaftliche Ressourcen ab&ießen werden.
Finanzierungskosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Konzernüberschuss (in T€) | 5.041 | 2.118 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in Tausend Stück) |
7.956 | 7.956 |
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) |
0,63 | 0,27 |
Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.
Die Gesellschafterversammlung der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. hat am 31. März 2010 beschlossen, geleistete Nachschüsse der Müller – Die lila Logistik AG in Gesamthöhe von 2.000.000,00 PLN (umgerechnet 518 T€) aus den sonstigen Kapitalrücklagen der Gesellschaft zu erstatten. Der Betrag wurde im Geschäftsjahr 2010 vollständig an die Müller – Die lila Logistik AG beglichen.
Am 28. Oktober 2008 wurde die Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. in Bratislava (Slowakei) gegründet. Die Geschäftstätigkeit mit dem einzigen Kunden in der Slowakei wurde seit dem 24. Juli 2010 eingestellt. Der Sitz der Gesellschaft wurde am 24. August 2010 von Malacky nach Bratislava verlegt. Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag ohne operative Geschäftstätigkeit.
Mit Gesellschaftsbeschluss vom 6. Mai 2009 wurde bei der Value Added Logistics Sp. z o.o. ein Kapitalnachschuss in Höhe von 250 T€ beschlossen. Dieser Kapitalnachschuss wurde mittels einer teilweisen Umwandlung eines Darlehens erbracht, welches Müller – Die lila Logistik AG der Value Added Logistics Sp. z o.o. im Gesamtwert von 550 T€ seit 2008 zur Verfügung gestellt hat. Das Darlehen valutierte am 31. Dezember 2010 mit einem Betrag von 100 T€.
Die Beteiligung an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungsverbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft), Alzenau, wurde am 10. August 2009 von 5 T€ auf 10 T€ erhöht. Am 11. Mai 2010 wurden innerhalb der Lila Logistik Gruppe von der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG gehaltene 1.950 Stück Stammaktienanteile an der E.L.V.I.S. AG an die Müller – Die lila Logistik AG übertragen.
Durch den planmäßigen Auslauf eines Kundenvertrages wurde die Geschäftstätigkeit der Müller – Die lila Logistik Austria GmbH, Graz (Österreich), im Oktober 2010 eingestellt. Aus Unternehmenssicht sind jedoch in Zukunft Aufträge in Österreich zu erwarten, weshalb die Gesellschaft fortgeführt wird.
Bezüglich der formwechselnden Umwandlungen in GmbH & Co. KGs verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Kapitel 4 "Konsoldierungkreis und Methoden".
Alle gesellschaftsrechtlichen Umwandlungen wurden im Laufe des Geschäftjahres 2010 in den jeweiligen Handelsregistern eingetragen. Im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Veränderungen und Umstrukturierungen der Konzerngesellschaften wurde nach Eintragung der formwechselnden Umwandlung in die Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG 20 %-Punkte der Anteile an der Gesellschaft veräußert. Zuvor wurden 76 % der Anteile gehalten.
Einem Gesellschafter der ehemaligen Emporias Management GmbH wurde im Zuge der Umwandlung in die Rechtsform der GmbH & Co. KG eine Call-Option zum Erwerb weiterer Anteile (15 % am Kommanditkapital) an dieser Gesellschaft eingeräumt. Die Option kann frühestens im Januar 2013 und bis spätestens 31. Januar 2015 schriftlich ausgeübt werden. Ebenso kann dieser Gesellschafter an der entsprechenden Komplementär-GmbH die Mehrheit der Anteile am Stammkapital erwerben. Die Optionsgewährung hatte keine bilanziellen Konsequenzen auf den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2010.
Gesellschafter von Personenhandelsgesellschaften haben nach §§ 131 f. HGB i.V.m. § 723 BGB ein ordentliches gesetzliches Kündigungsrecht, das durch den Gesellschaftsvertrag ausgestaltet, aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden darf. Ein gesetzliches Kündigungsrecht des Gesellschafters ist wie ein vertragliches Kündigungsrecht i. S. v. IAS 32.18(b) i. V. m. IAS 32.13 zu beurteilen. Das Ausscheiden durch Kündigung führt zu einem Ab=ndungsanspruch des bisherigen Gesellschafters gegenüber der Gesellschaft und den übrigen Gesellschaftern. Das Kündigungsrecht des Gesellschafters ist ein Inhaberkündigungsrecht i. S. v. IAS 32.18(b), sodass Einlagen in deutsche Personenhandelsgesellschaften grundsätzlich nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital zu klassi= zieren sind.
Die Klassi=kation als Fremdkapital lässt sich durch vertragliche Regelungen nicht verhindern, wonach
sofern eine subsidiäre Verp&ichtung der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden kann.
Für die Erstbewertung der Verbindlichkeit aus dem etwaigen Ab=ndungsanspruch des ausscheidenden Gesellschafters ist der Barwert der etwaigen Ab=ndungsverp&ichtung als beizulegender Zeitwert heranzuziehen (IAS 32.23). Dieser Wert darf nicht niedriger sein als der maximal an den Anteilseigner bei Kündigung rückzahlbare Betrag, diskontiert ab dem Tag, zu dem der Betrag bei Kündigung frühestens zurückgezahlt werden müsste (IAS 39.49, IFRIC 2.10). Die Folgebewertung ist nach IAS 39 vorzunehmen (IAS 32.23).
Aus der Klassi=kation der benannten Einlagen als Fremdkapital haben sich auf den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG die folgenden bilanziellen Konsequenzen ergeben:
In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Erlösschmälerungen wie Rabatte und Skonti werden umsatzmindernd gebucht. Die Umsatzerlöse wurden mit Dienstleistungen in den Bereichen Speditions- und Kontraktlogistik (Lila Operating) und mit Beratungsleistungen (Lila Consult) erzielt und gliedern sich nach geogra=sch bestimmten Märkten wie folgt auf:
| 2010 T€ |
2010 % |
2009 T€ |
2009 % |
|
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 65.350 | 74,9 | 61.102 | 76,3 |
| Übriges Europa | 21.909 | 25,1 | 18.962 | 23,7 |
| Gesamt | 87.259 | 100,0 | 80.064 | 100,0 |
Die geogra=sche Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz des Kunden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge der Geschäftsjahre 2010 und 2009 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten in Höhe von 1.400 T€ (Vorjahr 1.025 T€), aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 420 T€ (Vorjahr 121 T€), Versicherungsentschädigungen in Höhe von 324 T€ (Vorjahr 186 T€) sowie Erträge aus der Au&ösung von Wertberichtigungen in Höhe von 125 T€ (Vorjahr 373 T€).
| 2010 | 2009 |
|---|---|
| 26.741 | |
| 3.141 | |
| 2.106 | |
| 31.988 | |
| 27.297 3.152 2.201 32.650 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 unter anderem die folgenden wesentlichen Posten: Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten in Höhe von 6.846 T€ (Vorjahr 4.917 T€), Miet- und Raumkosten in Höhe von 6.332 T€ (Vorjahr 6.723 T€), Fahrzeugkosten in Höhe von 4.728 T€ (Vorjahr 5.132 T€), IT- und Kommunikationskosten in Höhe von 1.493 T€ (Vorjahr 1.498 T€), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 1.146 T€ (Vorjahr 873 T€),Versicherungsbeiträge und Abgaben in Höhe von 995 T€ (Vorjahr 957 T€) sowie Werbe- und Reisekosten in Höhe von 805 T€ (Vorjahr 809 T€).
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf im | ||
| materielle Vermögenswerte Abschreibungen auf |
317 | 393 |
| Sachanlagen Gesamt |
1.331 1.648 |
1.269 1.662 |
| davon Wertminderungsauf wand gem. IAS 36 |
– | – |
Die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte aus Kundenbeziehungen erfolgt auf zwei bzw. drei Jahre entsprechend der Laufzeit der Kundenbeziehung. Im Geschäftsjahr 2010 haben sich hieraus Abschreibungen wie im Vorjahr in Höhe von 171 T€ ergeben.
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbeertragsteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.
Steuerabgrenzungen resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz sowie
aus Konsolidierungsvorgängen. Ihre Berechnung erfolgt nach IAS 12.
Bei den in 2010 formwechselnd umgewandelten inländischen GmbH & Co. KGs =el zum 31. Dezember 2010 keine Körperschaftsteuer mehr an; die zu Grunde gelegte Gewerbesteuer betrug 13,76 %. Bei der Muttergesellschaft, der Müller – Die lila Logistik AG, wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15 % wie im Vorjahr verwendet. Weiterhin wurde bei der Müller – Die lila Logistik AG ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie ein Gewerbesteuersatz von 13,76 % angesetzt (Vorjahr ebenfalls 13,76 %).
Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 19 % und 34 % (Vorjahr ebenfalls zwischen 19 % und 34 %).
Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
| Einkommen- und Ertragsteuern Angaben in T€ |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gezahlte bzw. geschuldete Steuern |
1.248 | 788 |
| – davon Ausland | 423 | 326 |
| Latenter Steueraufwand | -291 | 774 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
957 | 1.562 |
Die Ertragsteuern enthalten Erträge aus früheren Perioden in Höhe von 39 T€ (Vorjahr 1 T€).
Die latenten Steuererträge beruhen in Höhe von 291 T€ (Vorjahr Aufwand 774 T€) auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben.
Die Überleitung zwischen den Beträgen bei Anwendung eines Steuersatzes von 29,59 % (Vorjahr ebenfalls 29,59 %) für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 zum Ergebnis vor Ertragsteuern und tatsächlichem Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | -1.775 | -1.089 |
| Steuerfreie Erträge | 614 | 123 |
| Unterschiede in lokalen Steuersätzen |
158 | 129 |
| Verlustvorträge | 729 | -310 |
| Periodenfremder Steueraufwand |
39 | 1 |
| Nicht abziehbare Betriebs ausgaben |
-599 | -328 |
| Übrige | -123 | -88 |
| Ertragsteueraufwand | -957 | -1.562 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Zusammensetzung der latenten Steuern Angaben in T€ |
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Steuerliche Verlustvorträge | 751 | 382 |
| Sonstige Vermögenswerte | 251 | 218 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 68 | 161 |
| Übrige | 36 | 170 |
| Aktive latente Steuern, gesamt | 1.106 | 931 |
| Passive latente Steuern | ||
| Steuerlicher Sonderposten | -1.405 | -1.405 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | -592 | -532 |
| Rückstellungen | -203 | -171 |
| Sachanlagevermögen | -69 | -183 |
| Übrige | -12 | -110 |
| Passive latente Steuern, gesamt | -2.281 | -2.401 |
| Latente Steuern, saldiert | -1.175 | -1.470 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2010 und 2009 wie folgt ausgewiesen:
| Angaben in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 110 | 170 |
| Passive latente Steuern | -1.285 | -1.640 |
| Latente Steuern, saldiert | -1.175 | -1.470 |
Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland seit 2004 ein Jahr zurück- und unbefristet vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste nur unbefristet vorgetragen werden. Am 31. Dezember 2010 verfügte die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Jahresergebnisse 2010 für Körperschaftsteuerzwecke beziehungsweise vergleichbarer ausländischer Steuer in Höhe von 5.221 T€ (Vorjahr 7.607 T€) und für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von 3.288 T€ (Vorjahr 3.427 T€), die unbefristet vorgetragen werden können. Es wurden keine Wertberichtigungen auf steuerliche Verlustvorträge zum 31. Dezember 2010 gebildet (Vorjahr 792 T€). Nutzbare Verlustvorträge, auf die zum 31. Dezember 2010 keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr 5.002 T€).
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind minus 5 T€ Ergebnis aus latenten Steuern ausgewiesen (Vorjahr 0 T€).
Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte innerhalb des Konzerns ist aus dem beiliegenden Konzern-Anlagenspiegel ersichtlich.
Für das Grundstück inklusive aufstehendem Gebäude der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2010 von 8.819 T€ (Vorjahr 8.950 T€) wurden als Besicherung für die darlehensgebende Bank zwei Hypotheken in Höhe von 7.200 T€ im Grundbuch der Stadt Gliwice (Polen) eingetragen. Des Weiteren wurde durch die Müller – Die lila Logistik AG eine Bürgschaft zu Gunsten der kreditgebenden Bank in gleicher Höhe gestellt.
Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich wie im Vorjahr keine Wertminderungsaufwendungen im Sinne des IAS 36. Beim Impairment wurden die erwarteten Cash- &ows der Geschäftsbereiche aus der Planung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Basisdaten und Erfahrungswerte bezüglich der Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Energiepreisen zu Grunde. Die Cash&ows für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden mit Zinssätzen von rund 8 % abgezinst. Als Ergebnis der Werthaltigkeitstests sind so genannte "Impairment Buffer" in ausreichender Höhe festgestellt worden, so dass kein Anlass für Geschäfts- oder Firmenwertabschreibungen bestand.
Beim Geschäfts- oder Firmenwert ergaben sich auf Grund des durchgeführten Impairment-Test zum Vorjahr keine Änderungen. Der Verkauf von 20 %-Punkten der Anteile an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG hatte keine Auswirkungen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert verteilt sich auf folgende Zahlungsmittel generierende Einheiten:
| Angaben in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG |
4.983 | 4.983 |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH & Co. KG |
4.044 | 4.044 |
| Emporias Management Consulting GmbH |
727 | 727 |
| Gesamt | 9.754 | 9.754 |
Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird auf den am Bilanzstichtag jeweils niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert abgestellt. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten angesetzt.
Die Herstellungskosten umfassen gemäß IAS 2 die direkt zurechenbaren Einzelkosten (Gehälter) und die dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich. Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrugen zum Bilanzstichtag 91 T€ (Vorjahr 35 T€).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Dies spiegelt sich in Form von durchgeführten Einzelwertberichtigungen wider.
| Angaben in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus | ||
| Lieferungen und Leistungen |
9.222 | 9.618 |
| – darin enthaltene Wertberichtigungen |
97 | 292 |
Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Unternehmensgruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Gründe für das Factoring waren zum einen den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren und zum anderen die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Auf Grund der Nachwirkungen der vergangenen Finanz- und Wirtschaftskrise wird jedoch eine restriktive Beurteilung durch die Forderungsversicherer vorgenommen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 3.248 T€ (Vorjahr 2.973 T€).
Wertberichtigungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 292 | 321 |
| Zuführung | 236 | 399 |
| Au:ösung/ Inanspruchnahme |
-431 | -428 |
| Stand 31.12. | 97 | 292 |
Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen, welche
nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Seit 1 bis 30 Tagen fällig | 816 | 1.839 |
| Seit 31 bis 60 Tagen fällig | 108 | 397 |
| Seit 61 bis 90 Tagen fällig | 6 | 25 |
| Seit mehr als 90 Tagen fällig | – | 9 |
Für den Bestand der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identi=ziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverp&ichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2010 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen.
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Zum Bilanzstichtag lagen keine zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte vor.
Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht dieser dem Nominalwert der &üssigen Mittel. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen.
Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 16 | 15 |
| Guthaben bei | ||
| Kreditinstituten | 15.645 | 7.411 |
| Gesamt | 15.661 | 7.426 |
Für Zwecke der Kapital&ussrechnung werden alle Zahlungsmittel mit einer Originallaufzeit von maximal drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.
Der hohe Bestand der Zahlungsmittel ist bedingt durch eine beabsichtigte hohe Liquiditätshaltung, die vor dem Hintergrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfeldes bewusst aufgebaut wurde.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen aus debitorischen Kreditoren, Steuerforderungen, Forderungen gegen Mitarbeiter und Vorauszahlungen.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG betrug zum 31. Dezember 2010 insgesamt 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien mit Nennwert von je einem Euro eingeteilt.
Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Juni 2015 in Höhe von bis zu 3.977.875 € durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.
Nach dem Aktiengesetz (AktG) ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Jahresabschluss der Muttergesellschaft entsprechend des deutschen Handelsgesetzbuches ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom gesamten Bilanzgewinn nach dem IFRS Konzernabschluss ab.
Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2009 wurde der aus den Vorjahren stammende Bilanzverlust von minus 9.009 T€ nach Abzug des Jahresüberschusses in Höhe von 1.498 T€ mit einem Teil der Kapitalrücklage in Höhe von 7.511 T€ in zulässiger Anwendung des § 150 Abs. 4 Nr. 2 AktG ausgeglichen. Der Bilanzgewinn/-verlust zum 31. Dezember 2009 der Müller – Die lila Logistik AG betrug somit 0 €. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Bilanzgewinn 3.770 T€.
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 1. Juni 2011 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die Minderheitenanteile betreffen Fremdanteile am Eigenkapital einer inländischen Tochtergesellschaft.
Das kumulierte übrige Konzernergebnis enthält die Differenzen aus der Währungsumrechnung sowie die Veränderung der Marktwerte von Cash&ow-Hedge-Instrumenten. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung stammen ausschließlich aus den polnischen Tochtergesellschaften.
| Angaben in € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung |
-912.230 | -1.197.731 |
| Marktbewertung von Derivaten |
-15.322 | -32.600 |
| Latente Steuern | 4.534 | 9.605 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital |
-923.018 | -1.220.726 |
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals. Die Darstellung basiert auf den Vorgaben des IAS 1.
In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verp&ichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verp&ichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen.
Den Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft sowie einem aktiven und einem ehemaligen Geschäftsführer von Tochtergesellschaften sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verp&ichtung besteht, diese Zusagen durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Rückkaufswert der Versicherungen ist als so genanntes Plan Asset im Sinne von IAS 19 (revised 2004) quali- =ziert und mit der Rückstellung saldiert. Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöht.
Die Rückstellungen für Pensionen sind grundsätzlich gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Bei allen leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Annahmen unumgänglich. Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:
| Angaben in % | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz | 4,75 | 5,25 |
| Fluktuationsrate | 0,00 und 1,00 | 0,00 und 3,00 |
| Rententrend | 0,00 bis 2,00 | 1,00 bis 2,00 |
| Erwartete Rendite aus bis Planvermögen |
4,10 bis 4,50 | 4,50 |
| Erwartete Gehaltssteigerung | 0,00 | 0,00 |
Die erwartete Rendite des Planvermögens ist abgeleitet aus der Portfoliostruktur des Planvermögens in Verbindung mit den verfügbaren Marktrenditen vergleichbarer Investitionen.
Die Überprüfung der Notwendigkeit der bilanziellen Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten erfolgt auf Basis der einzelnen Pläne gemäß des Korridorverfahrens. Dabei wird die Summe der noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die 10 % des höheren Wertes von Planvermögen oder De=ned Bene=t Obligation übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Mitarbeiter verteilt.
Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:
| Angaben in € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 74.804 | 60.579 |
| Zinsaufwand | 112.409 | 107.196 |
| Erwartete Rendite aus dem Planvermögen |
-73.384 | -66.104 |
| Amortisation versicherungsmathe matischer Verluste |
184 | -11.285 |
| Nettoaufwand | 114.013 | 90.386 |
Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen haben sich auf 66 T€ (Vorjahr 77 T€) belaufen.
| Angaben in € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen |
2.556.859 | 2.174.197 |
| Wert des Planvermögens | -1.758.921 | -1.645.770 |
| Anwartschaftsbarwert nach Abzug des Fondsvermögens |
797.938 | 528.427 |
| Nicht bilanzierte versicherungsma thematische Gewinne/Verluste |
-328.942 | -60.029 |
| Als Asset angesetzter Betrag | 11.591 | – |
| Bilanzierte Nettoverp(ichtung der Pensionspläne |
480.587 | 468.398 |
Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zum 1.1. | 2.174.197 | 1.865.686 |
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 74.804 | 60.579 |
| Zinsaufwand | 112.409 | 107.196 |
| Versicherungsmathematische | ||
| Verluste/Gewinne | 261.623 | 206.255 |
| Rentenzahlungen | -66.174 | -65.519 |
| Anwartschaftsbarwert zum 31.12. | 2.556.859 | 2.174.197 |
Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in € | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Planvermögen zum 1.1. | 1.645.770 | 1.535.672 |
| Amortisierte Gewinne | -184 | – |
| Erwarteter Ertrag | 73.384 | 66.104 |
| Einzahlungen durch den Arbeitgeber | 99.800 | 86.200 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
-7.290 | 11.191 |
| Auszahlungen | -49.096 | -47.707 |
| Nicht als Asset angesetzter Betrag (IAS 19.58(b)) |
-3.463 | -5.690 |
| Wert des Planvermögens zum 31.12. | 1.758.921 | 1.645.770 |
Das Planvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen, die an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Für das Geschäftsjahr 2011 beläuft sich die bestmögliche Schätzung der Beträge, die erwartungsgemäß in den Plan eingezahlt werden auf 100 T€ (Vorjahr 86 T€).
Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes und des Planvermögens für die laufende Berichtsperiode und die vier vorangegangenen Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert | 2.557 | 2.174 | 1.866 | 1.814 | 1.605 |
| Wert des Planvermögens | 1.759 | 1.646 | 1.536 | 1.371 | 1.275 |
| Differenz | 798 | 528 | 330 | 443 | 330 |
| Nicht bilanzierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
-329 | -60 | 146 | 39 | -169 |
| Als Asset angesetzter Betrag | 12 | – | – | – | – |
| Nettoverp(ichtung | 481 | 468 | 476 | 482 | 161 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung der Schulden des Plans zum Bilanzstichtag |
-262 | -206 | 122 | 169 | 123 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung der Vermögenswerte des Plans zum Bilanzstichtag |
-7 | 11 | -14 | 35 | 21 |
Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge in 2010 belaufen sich auf 6 T€ (Vorjahr 6 T€).
Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2010 wurden dafür 2.201 T€ (Vorjahr 2.106 T€) geleistet.
Die Darstellung der sonstigen Rückstellungen weist folgendes Bild auf:
| Angaben in T€ | Stand 1.1.2010 |
Verbrauch | Au(ösung | Zuführung | Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | 118 | 36 | 45 | 157 | 194 |
| Schadensrückstellungen | 948 | 188 | 418 | 279 | 621 |
| Personalrückstellungen | 969 | 374 | 595 | 501 | 501 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.917 | 562 | 1.013 | 780 | 1.122 |
| Rückstellungen, gesamt | 2.035 | 598 | 1.058 | 937 | 1.316 |
In den langfristigen Rückstellungen sind Archivierungs- und Personalrückstellungen enthalten. Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen wurde die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllungen der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind, zu Grunde gelegt. Preissteigerungen, die bis zum Erfüllungszeitpunkt erwartet werden, &ießen in die Bewertung ein. Der Zinseffekt dieser Rückstellungen ist nicht wesentlich.
Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten die oben abgebildeten Schadens- und Personalrückstellungen, wobei die Schadensrückstellungen in Höhe der geschätzten Zahlungen für Schäden gebildet sind, die im Geschäftsjahr 2010 verursacht, aber noch nicht reguliert wurden.
| Angaben in T€ | Stand 1.1.2009 |
Verbrauch | Au(ösung | Zuführung | Stand 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | 264 | 93 | 65 | 12 | 118 |
| Schadensrückstellungen | 406 | 130 | 41 | 713 | 948 |
| Personalrückstellungen | 360 | 335 | 25 | 969 | 969 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 766 | 465 | 66 | 1.682 | 1.917 |
| Rückstellungen, gesamt | 1.030 | 558 | 131 | 1.694 | 2.035 |
Die sonstigen in der Bilanz ausgewiesenen kurz- und langfristigen Schulden enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verbindlichkeiten in Höhe von 1.603 T€ (Vorjahr 1.783 T€), zum Stichtag offene Rechnungen in Höhe von 2.311 T€ (Vorjahr 2.519 T€) sowie sonstige Steuern in Höhe von 692 T€ (Vorjahr 512 T€).
Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualverbindlichkeiten vor.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 1.871 | 891 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 6.301 | 3.055 |
| Über 5 Jahre | 250 | 1.669 |
| Gesamt | 8.422 | 5.615 |
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Punkt 25 "Finanzinstrumente".
Im Geschäftsjahr 2010 wurden insgesamt 2.793 T€ Bankverbindlichkeiten getilgt (Vorjahr 5.832 T€).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 betreffen zwei KfW-Darlehen der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von
4.688 T€ sowie ein Darlehen der Tochtergesellschaft Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. in Höhe von 3.254 T€ sowie ein Darlehen der Tochtergesellschaft Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Höhe von 480 T€.
Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 647 T€ (Vorjahr 769 T€). Die Zinserträge betrugen 95 T€ (Vorjahr 142 T€).
Die Gesellschaft mietet Büro&ächen und Transportmittel im Rahmen von nach den gesetzlichen Vorschriften kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand 2010 betrug 7.908 T€ bzw. 8.834 T€ in 2009. Hierin enthalten sind die Mietzahlungen aus der saleand-lease-back-Transaktion der Betriebsimmobilie in Besigheim. Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wurde die Immobilie nebst Logistikanlage am Hauptsitz in Besigheim veräußert. Gleichzeitig wurde ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Käufers, der Dreiundzwanzigste LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg, und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015. Anschließend bestehen drei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses, und zwar das erste Mal um vier Jahre und danach um jeweils fünf Jahre. Die Jahresmiete beträgt 769 T€ netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer und Mietnebenkosten und erfolgt in gleich hohen monatlichen Raten. Verändert sich der vom statistischen Bundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschland (Basis: 2000 = 100) gegenüber dem Stand 30. Juni 2009
bzw. anschließend gegenüber dem Stande der letzten Mietanpassung um mindestens 5 %, so wird die oben angegebene Nettomiete mit Wirkung zum Beginn des folgenden Mietjahres entsprechend der prozentualen Veränderung des Verbraucherpreisindexes angepasst. Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, in Höhe von 229 T€ hinterlegt.
Des Weiteren besteht ein Mietverhältnis für die Betriebsimmobilie in Herne. Mit Ablauf des 31. Dezember 2006 wurde die dortige Immobilie nebst Logistikanlage in Herne veräußert. Im Rahmen dieser sale-and-leaseback-Transaktion wurde gleichzeitig ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Käufers, der Achtzehnten Logimac Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg, und der Müller – Die lila Logistik GmbH, Herne, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016. Anschließend bestehen zwei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses, um jeweils fünf Jahre. Die Jahresmiete des Mietobjektes, inklusive Erweiterungsbau beträgt 1.018 T€ netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer und Mietnebenkosten sowie einem Erbbaurechtszins (inklusive Infrastrukturausgleich und Bahnbenutzungsgebühr) in Höhe von 148 T€. Die Mietzahlung erfolgt in monatlichen Raten, zzgl. einer monatlichen Vorauszahlung, auf die jährlich abzurechnenden Nebenkosten. Verändert sich der vom statistischen Bundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschland (Basis: 2000 = 100) gegenüber dem Stand 31. Dezember 2008 bzw. anschließend gegenüber dem Stande der letzten Mietanpassung um mindestens 5 %-Punkte, so wird die oben angegebene Nettomiete mit Wirkung zum Beginn des folgenden Mietjahres entsprechend der prozentualen Veränderung des Verbraucherpreisindexes angepasst. Die erste Anpassung erfolgt frühestens zu Beginn des vierten Mietjahres. Die Müller – Die lila Logistik GmbH hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, in Höhe von 471 T€ hinterlegt. Durch die Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages der Müller – Die lila Logistik GmbH (MLH) mit der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH mit Wirkung ab 1. Januar 2010, tritt die Müller – Die lila Logistik AG in die Erfüllung aller
die MLH betreffenden =nanziellen Verp&ichtungen für die gemietete Logistikanlage in Herne gegenüber der Achtzehnten LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Valentinskamp 18 in 20354 Hamburg, ein.
Darüber hinaus liegt ein Finanzierungsleasing-Vertrag für ein Transportmanagementsystem und einem IT-Server vor. Die Leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing für das Geschäftsjahr 2010 betrugen 103 T€ (Vorjahr 165 T€). Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate- und Finance Lease Verträgen belaufen sich gemäß der nachfolgenden Tabelle auf folgende Werte:
| Angaben in T€ | Finance Lease |
Operate Lease |
|---|---|---|
| 2011 | 64 | 7.144 |
| 2012 | 21 | 4.938 |
| 2013 | – | 3.600 |
| 2014 | – | 2.537 |
| 2015 | – | 2.022 |
| Später | – | 1.165 |
| Mindestzahlungen, gesamt | 85 | 21.406 |
| Abzüglich Zinsanteil | 4 | |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen |
81 | |
| Abzüglich kurzfristiger Anteil der Finanzierungsleasingver |
||
| p:ichtung | 60 | |
| Langfristiger Anteil der Finan zierungsleasingverp:ichtung |
21 |
| Finance | Operate | |
|---|---|---|
| Angaben in T€ | Lease | Lease |
| 2010 | 95 | 7.442 |
| 2011 | 64 | 5.375 |
| 2012 | 22 | 4.404 |
| 2013 | – | 3.041 |
| 2014 | – | 2.336 |
| Später | – | 3.146 |
| Mindestzahlungen, gesamt | 181 | 25.744 |
| Abzüglich Zinsanteil | 13 | |
| Barwert der | ||
| Mindestleasingzahlungen | 168 | |
| Abzüglich kurzfristiger Anteil der Finanzierungsleasingver |
||
| p:ichtung | 86 | |
| Langfristiger Anteil der Finan zierungsleasingverp:ichtung |
82 | |
Der Restbuchwert der als Finance Lease bilanzierten Vermögenswerte beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf 77 T€ (Vorjahr 161 T€).
Die Operate Lease Verträge im Sinne von IAS 17 umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Lager- und Büroflächen sowie Fuhrparkequipment inklusive Flurförderzeugen.
Seit dem 1. September 1999 vermietet der Konzern einen Teil seiner Büro- und Lager&äche an einen Kunden. Die Erlöse für 2010 und 2009 betrugen inklusive Nebenkosten jeweils 459 T€. Die zukünftigen Erlöse bis zum 31. Dezember 2011 auf der derzeitigen Basis betragen 459 T€.
Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen, wobei hier im Wesentlichen die Mietverhältnisse der Firmengebäude in Herne und in Besigheim zu nennen sind.
IFRS 8 regelt, welche Finanzinformationen ein Unternehmen in seiner Berichterstattung bezüglich seiner operativen Segmente zu machen hat. Der Standard folgt dem "Management Approach", wonach Informationen zu den operativen Segmenten des Unternehmens auf Grundlage interner Berichtserstattung zu erfolgen hat. Die Gesellschaft hat zwei berichtsp&ichtige Segmente identi=ziert, die entsprechend der Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenpro=le weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird neu unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Unternehmensberatung (Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG), Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating.
Sämtliche hier dargestellte Sachverhalte wurden nachfolgend berücksichtigt. Vorjahres- und Vergleichswerte wurden entsprechend angepasst. In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Ver&echtungen zwischen Segmenten zusammengefasst.
Die Müller – Die lila Logistik AG beurteilt die Leistung der Segmente u. A. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.
Das Segment Lila Consult beinhaltet eine Beratung für Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, ef=zientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt dabei auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zum Konzept für die operative Umsetzung geht.
Hierin werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informations&üssen zusammenhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot erstreckt sich dabei auf die folgenden drei Logistikbereiche: Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.
Die interne Steuerung und Berichterstattung in der Lila Logistik Gruppe basiert auf der Rechnungslegung nach HGB. Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT nach HGB gemessen. Die Segmentberichterstattung basiert somit auf HGB-Werten, die im Konzern auf IFRS übergeleitet werden.
Auf die Angabe zu Segmentvermögen und Segmentschulden wurde verzichtet. Der Vorstand erhält in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zu Segmentvermögen und Segmentschulden, da diese gegenwärtig nicht als Entscheidungsgrundlage verwendet werden.
Sowohl die Erlöse als auch das Ergebnis des Segments Lila Consult liegen zwar unterhalb einer Größenordnung von 10 % der Gesamterlöse bzw. des Gesamtergebnisses der Lila Logistik Gruppe, jedoch folgt die Aufteilung der Segmente dem bei der Unternehmensgruppe praktizierten Management Approach nach IFRS 8. Zudem wird von Seiten des Unternehmens angestrebt, die Schwellenwerte mittel- bis langfristig zu überschreiten.
| Angaben in T€ | Lila Consult | Lila Operating |
Summe Segmente |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2010 | |||||
| Außenumsatzerlöse | 4.457 | 82.802 | 87.259 | 87.259 | |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 587 | 36 | 623 | ||
| Umsatzerlöse gesamt | 5.044 | 82.838 | 87.882 | ||
| Segmentergebnis (EBIT) | 561 | 7.292 | 7.853 | -1.372 | 6.481 |
| Angaben in T€ | Lila Consult | Lila Operating |
Summe Segmente |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2009 | |||||
| Außenumsatzerlöse | 3.472 | 76.592 | 80.064 | 80.064 | |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 857 | 126 | 983 | ||
| Umsatzerlöse gesamt | 4.329 | 76.718 | 81.047 | ||
| Segmentergebnis (EBIT) | 382 | 3.570 | 3.952 | 406 | 4.358 |
Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 21.849 T€ (Vorjahr 18.852 T€), das sind 25 % (Vorjahr 23,5 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt, Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 10.158 T€ (Vorjahr 10.248 T€), das sind 11,6 % (Vorjahr 12,8 %) der Konzernumsatzerlöse, in den Segmenten Lila Consult und Lila Operating generiert.
Die Überleitung der Summe Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Im Berichtsjahr enthält die Position die Konsoldierungseffekte einer Beteiligungszuschreibung einer Tochtergesellschaft der Müller – Die lila Logistik AG, dem Verkaufsgewinn von Anteilen an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG sowie die Korrektur der planmäßigen Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände (Geschäfts- oder Firmenwert) im Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG. Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergeb nisse (EBIT nach HGB) |
7.853 | 3.952 |
| Zentrale Posten/Sonstiges | -1.356 | -219 |
| IFRS-Überleitung | -16 | 625 |
| Konzern-EBIT (nach IFRS) | 6.481 | 4.358 |
| Finanzergebnis | -483 | -678 |
| Konzernergebnis vor Steuern |
5.998 | 3.680 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag |
-957 | -1.562 |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern |
5.041 | 2.118 |
Im Finanzergebnis 2010 sind im Wesentlichen Zinserträge inklusive positiver Währungsdifferenzen in Höhe von 284 T€ (Vorjahr 402 T€) und Zinsaufwendungen inkl. negativer Währungsdifferenzen in Höhe von 570 T€ enthalten (Vorjahr 1.010 T€). Weiterhin ist im Finanzergebnis 2010 eine negative Veränderung des den Minderheiten zuzurechnenden Nettovermögens in Höhe von 197 T€ enthalten, die aus dem Beteiligungsverkauf von 20 %-Punkten an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG entstanden ist.
In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von 1.248 T€ (Vorjahr 788 T€) sowie ein latenter Steuerertrag in Höhe von 291 T€ (Vorjahr Steueraufwand 774 T€) enthalten.
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren =nanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich =xiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:
Zielsetzung des Risikomanagements ist dabei die Vermeidung einer Risikokonzentration.
Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risikobericht im Lagebericht verwiesen.
Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.
IFRS 7 de=niert als Kreditrisiko jenen =nanziellen Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverp&ichtungen nicht nachkommt.
Um Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten zu begegnen, werden im Finanzierungsbereich nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken unterhalten. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit erstklassigen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.
Den Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien, durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements und der Reduzierung von Ausfallrisiken wurde ab Dezember 2008 mit der Durchführung von Factoring begonnen. Den Ausfallrisiken wird dabei durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Risikokonzentrationen ergeben sich dabei hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 56 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr 55 %). 52 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr 54 %). Da an einigen Standorten der Müller – Die lila Logistik AG Dienstleistungen an jeweils einen einzelnen Kunden erbracht werden, kann es an den jeweiligen Standorten zu einer Risikokonzentration kommen.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt 13 "Forderungen".
Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner aus den =nanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verp&ichtungen hat.
Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Ver sorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzern=nanzierung. Für eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften sorgen entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient eine mit der kontoführenden Bank vereinbarte Zinskompensation der wesentlichen inländischen Gesellschaften. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität.
Zur Erfüllung der =nanziellen Verp&ichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die =nanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro aufgenommen.
Am 31. Dezember 2010 verfügte der Konzern über eine Kreditlinie bei der Baden-Württembergische Bank AG Stuttgart, (BW-Bank) in Höhe von insgesamt 3.000 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG in Anspruch genommen werden können. Die Kreditlinie kann als Kontokorrentkredit, als Geldmarktkredit und als Avalkredit ausgenutzt werden. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie weder für Kontokorrent- noch Geldmarktkredite in Anspruch genommen, im Bereich der Avale in Höhe von 1.885 T€ (Vorjahr 1.535 T€).
Zum gleichen Datum verfügte der Konzern über eine Kreditlinie seitens der Deutsche Bank AG in Höhe von 200 T€, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Für diese Kreditlinie besteht eine gesamtschuldnerische Haftung seitens der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH.
Außerdem verfügt die Lila Logistik Gruppe über eine Kreditlinie bei der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV), Filiale Stuttgart, in Höhe von 500 T€. Diese Kreditlinie kann als Kontokorrentkredit oder als Eurokredit ausgenützt werden. Zusätzlich kann bei der BTV eine Avallinie von 500 T€ in Anspruch genommen werden. Sowohl Kreditlinie als auch die Avallinie sind nicht besichert; zum Bilanzstichtag wurden weder die Kreditlinie noch die Avallinie in Anspruch genommen.
Des Weiteren verfügt der Konzern über eine Kreditlinie bei der Herner Sparkasse in einem Gesamtbetrag von 200 T€, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Zusätzlich besteht ein Avalkredit bei der Herner Sparkasse in Höhe von 30 T€, der voll beansprucht wurde. Die Besicherung der Herner Sparkasse erfolgt durch eine Rückbürgschaft der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 230 T€. Zudem verfügt der Konzern über eine Kreditlinie bei der ING Belgien AG, Brüssel, in Höhe von 220 T€.
Die Kreditlinien stehen der Gruppe bis auf Weiteres zur Verfügung.
Durch die IKB Deutsche Industriebank AG erfolgte im Jahre 2006 eine Darlehensgewährung an die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. in Höhe von 6.000 T€ für maximal 10 Jahre. Die Besicherung der Finanzierung bei der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. erfolgt im Wesentlichen durch eine selbstschuldnerische Höchstbürgschaft, eine Hypothek, durch die Abtretung sämtlicher Ansprüche aus Versicherungen sowie Verp&ichtungserklärungen. Ein Teilkredit über 1.500 T€ wurde im Geschäftsjahr 2010 vollständig getilgt. Zum Bilanzstichtag valutierte das verbleibende Darlehen mit 3.254 T€ (Vorjahr 5.006 T€).
Durch die Kreissparkasse Ludwigsburg erfolgte am 31. Juli 2008 eine Darlehensgewährung an die Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 880 T€. Das Darlehen wurde mit Saldo von 440 T€ am 30. Dezember 2010 zurückgeführt.
Aus einem KfW-Sonderprogramm Mittelstand wurden der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2009 zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€ mit einer Laufzeit bis Dezember 2013 und einer Tilgung in
vier gleichen Jahresraten zur Verfügung gestellt; davon ein Darlehen über 3.000 T€ von der BW-Bank und ein Darlehen über 2.000 T€ von der Kreissparkasse Ludwigsburg. Beide Darlehen wurden ab 30. August 2010 in Anspruch genommen.
Für das Darlehen der BW-Bank haften die Tochtergesellschaften Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG gesamtschuldnerisch. Für das Darlehen der Kreissparkasse Ludwigsburg bestehen gesamtschuldnerische Bürgschaften der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG jeweils in Höhe von 2.000 T€. Die Darlehen valutierten am 31. Dezember 2010 mit einer Gesamtsumme in Höhe von 4.688 T€.
Durch die BTV wurde am 29. Oktober 2009 einer Tochtergesellschaft ein Investitionskredit in Höhe von 600 T€ zur Verfügung gestellt. Die Rückzahlung erfolgt nach Inanspruchnahme quartalsweise. Das Darlehen ist durch Sicherungsübereignung der für eine Tochtergesellschaft =nanzierten Lastkraftwagen gesichert. Das Darlehen wurde ab Juli 2010 in Anspruch genommen und valutierte zum Bilanzstichtag mit 480 T€.
Bezüglich der Laufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen unter Punkt 22.
Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cash&ows (inkl. Zinsen und Tilgung) der bestehenden Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2010 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen. Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:
| Angaben in T€ | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.360 | 2.240 | 2.119 | 1.686 | 563 | 785 | 9.753 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.240 | 3.240 | |||||
| Übrige %nanzielle Verbindlichkeiten | 5.549 | 5.549 |
| Angaben in T€ | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.163 | 1.117 | 1.016 | 811 | 775 | 1.781 | 6.664 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.465 | - | - | - | - | - | 3.465 |
| Übrige %nanzielle Verbindlichkeiten | 5.283 | - | - | - | - | - | 5.283 |
Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash&ows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken.
Unter dem Wechselkursrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash&ows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.
Bedingt durch die Investitionen und Geschäftsausweitungen außerhalb des Euro-Währungsraumes werden seit dem dritten Quartal 2006 Fremdwährungstransaktionen getätigt. Diese betreffen vor allem Warenein- und -verkäufe sowie Personalkosten. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen zunehmenden Ein&uss auf die Vermögens- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Durch entsprechende derivative Sicherungsinstrumente soll diesem Risiko entgegengewirkt werden.
Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. für eigene Fremdwährungsgeschäfte Devisentermingeschäfte für polnische Zloty mit Kreditinstituten ab.
Die Kurssicherungsstrategie zielt auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruches bzw. einer Verp&ichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch ein Netting entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der
Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Sofern die strengen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen im Rahmen des Hedge Accounting erfüllt werden, kommt es zur Bilanzierung von Cash&ow oder Fair Value Hedges.
Die im November 2009 abgeschlossenen Devisentermingeschäfte über insgesamt 600 T€ liefen zu verschiedenen Terminen verteilt über das Geschäftjahr 2010 aus, so dass am Bilanzstichtag keine Devisentermingeschäfte mehr bestanden. Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate. Hieraus resultierten Gewinne in Höhe von 46 T€ (Vorjahr 110 T€), dem gegenüber stehen Verluste in Höhe von 12 T€ (Vorjahr 127 T€).
Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verp&ichtung nachkommen können und der Lila Logistik Gruppe somit ein =nanzieller Verlust entsteht.
Das Zinsrisiko mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entsteht im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.
Diesem Zinsänderungsrisiko wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.
Für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von insgesamt 8.422 T€ (Vorjahr 5.615 T€) bestehen für 480 T€ (Vorjahr 600 T€) Zinsanpassungstermine im kommenden Geschäftsjahr. Dabei sind lediglich 4 T€ (Vorjahr 12 T€) einem kurzfristigen Zinsänderungsrisiko unterworfen. Für die restlichen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zur jeweiligen Fälligkeit. Die durchschnittliche Verzinsung im Geschäftsjahr 2010 der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 5,8 % (Vorjahr 6,9 %).
Zur kurzfristigen Finanzierung des Konzerns geht die Müller – Die lila Logistik AG Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit einem zinsbedingten Cash&ow Risiko.
Im Rahmen des Risikomanagements =nden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.
Es kommen vorwiegend Zinsswapgeschäfte zum Einsatz. In 2006 wurde ein Zinsswap im Zusammenhang mit einem variabel verzinslichen Darlehen abgeschlossen. Der Zinsswap hat eine Laufzeit von 10 Jahren kongruent zu dem variabel verzinslichen Darlehen und wird effektiv am 29. Juni 2007 mit einer Laufzeit bis 31. März 2017. Der negative
Marktwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf minus 224 T€ (Vorjahr minus 233 T€). Das zu Grunde liegende Nominalvolumen beträgt 3.254 T€ (Vorjahr 3.755 T€).
Am 27. Juli 2007 hat die Gesellschaft einen Zinsswap hinsichtlich des Schuldscheindarlehens mit einem Nominalwert in Höhe von 2.000 T€ abgeschlossen. Das zu Grunde liegende Schuldscheindarlehen wurde im Dezember 2009 vollständig zurückgeführt; der Zinsswap wurde im Juli 2010 mit einem Au&ösungsbetrag in Höhe von 78 T€ getilgt (Marktwert 31. Dezember 2009: minus 101 T€).
Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 14. August 2008 ein Zinsderivat im Sinne eines Cash&ow-Hedge mit der Kreissparkasse Ludwigsburg eingegangen. Das zu Grunde liegende Darlehen wurde zum Jahresende 2010 getilgt. Der Marktwert bzw. der beizulegende Zeitwert des Zinsderivats beträgt zum 31. Dezember 2010 minus 15 T€ (Vorjahr minus 33 T€) und wurde auf Grund der effektiven Sicherungsbeziehung zum Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Das Zinsderivat wurde nach dem Bilanzstichtag – am 20. Januar 2011 – mit einem Au&ösungsbetrag von 17 T€ getilgt.
IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden von Müller – Die lila Logistik AG wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar.
Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cash&ow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash&ow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 113 T€ (Vorjahr 92 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Darlehen und variabel verzinslichen Finanzschulden.
Sonstige Preisrisiken werden de=niert als Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash&ow eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezi=sch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.
Zum 31. Dezember 2010 hatte die Müller – Die lila Logistik Gruppe wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.
Das vom Konzern gemanagte Kapital entspricht dem konsolidierten Eigenkapital. Die Zielsetzungen des Konzerns beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen =nanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen.
Der Konzern überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalquote stellt das Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme dar. Das Konzernergebnis im Verhältnis zum Eigenkapital entspricht der Eigenkapitalrentabilität.
Zum 31. Dezember 2010 beträgt die Eigenkapitalquote 49,6 % (Vorjahr 47,2 %). Damit liegt die Eigenkapitalquote über dem selbstgesetzten Zielkorridor zwischen 40 – 45 %.
Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2010 beträgt 20,7 % (Vorjahr 10,9 %). Die hohe Eigenkapitalrentabilität ist auf das positive Konzernergebnis zurückzuführen. Mittelfristig strebt der Konzern eine Eigenkapitalrentabilität von 13 – 15 % an.
Diese Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital ohne | ||
| Minderheitenanteile Minderheitenanteile |
24.301 10 |
19.399 37 |
| Eigenkapital | 24.311 | 19.436 |
| Bilanzsumme | 49.014 | 41.213 |
| Eigenkapitalquote | 49,6 % | 47,2 % |
| Konzernergebnis | 5.041 | 2.118 |
| Eigenkapitalrentabilität | 20,7 % | 10,9 % |
Der Konzern unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.
Die Lila Logistik Gruppe unterhält im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Unternehmen, die auch Kunden und/oder Lieferanten des Konzerns sind, Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Kunden und/ oder Lieferanten be=nden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG oder deren Tochterunternehmen haben. Sofern solche Geschäftsbeziehungen bestehen, werden sie zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Verbindlichkeiten gegenüber dem Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft, welche durch die Aufstockung der Beteiligung an der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2008 entstanden sind, wurden im Geschäftsjahr vollständig bezahlt (Vorjahr 100 T€).
Seit dem Geschäftsjahr 2008 hat die Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG von einem Gesellschafter Räumlichkeiten gemietet, der gleichzeitig Geschäftsführer der Emporias Management Verwaltung GmbH ist. In diesem Zusammenhang sind Mietaufwendungen in Höhe von 14 T€ (Vorjahr 13 T€)
angefallen. Des Weiteren hat die Gesellschaft projektnahe Beratungsdienstleistungen von der Dr. Jacobi GmbH in Anspruch genommen und Software eingekauft, deren Gesellschafter gleichzeitig Gesellschafter-Geschäftsführer der Emporias Management Verwaltung GmbH ist. Der Umfang der Beratungsdienstleistungen betrug 71 T€ (Vorjahr 95 T€); zum 31. Dezember 2010 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 9 T€) gegenüber der Dr. Jacobi GmbH. Zudem hat die Gesellschaft Dienstleistungen im Rahmen der Lohnbuchhaltung von der Ehefrau des Gesellschafter-Geschäftsführers der Emporias Management Verwaltung GmbH in Anspruch genommen. Der Umfang der Dienstleistungen betrug 9 T€ (Vorjahr 17 T€); zum 31. Dezember 2010 bestanden in diesem Zusammenhang kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 4 T€ (Vorjahr 6 T€). Außerdem verweisen wir auf die Transaktionen mit den geschäftsführenden Gesellschaftern der Emporias Verwaltung GmbH im Rahmen der formwechselnden Umwandlung der ehemaligen Emporias Management Consulting GmbH in eine GmbH & Co. KG unter Kapitel 4.
Des Weiteren hat eine Tochtergesellschaft Logistikdienstleistungen von der Cargotrans GmbH & Co. KG bezogen und erbracht, deren Geschäftsführer gleichzeitig Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft ist. Die Aufwendungen der bezogenen Logistikdienstleistungen betrugen 61 T€ (Vorjahr 25 T€), die Erlöse der erbrachten Logistikdienstleistungen betrugen 32 T€ (Vorjahr 4 T€).
Bezüglich der Bezüge der Organe der Gesellschaft verweisen wir auf den Konzern-Lagebericht unter Punkt 4 "Vergütungsbericht".
An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:
| 31.12.2010 Aktien |
31.12.2009 Aktien |
|
|---|---|---|
| Herr Michael Müller | – | 4.069.000 |
| Herr Rupert Früh | 80.000 | 8.000 |
| Herr Marcus Hepp | 4.000 | – |
| Herr Prof. Peter Klaus D.B.A./Boston University |
15.014 | 15.014 |
| Herr Per Klemm | 46.450 | 46.450 |
| Herr Klaus Langer | 2.500 | 2.500 |
| Herr Carlos Rodrigues | 785 | 785 |
Herr Marcus Hepp wurde zum 1. Januar 2010 zum Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG berufen. Daher wurde sein bereits in 2009 bestehender Aktienbesitz nicht aufgeführt.
Am 24. Dezember 2010 ging der Gesellschaft die Meldung von Herrn Müller zu, dass er die zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 58,67 % der Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG (das entspricht 4.667.500 Aktien) in die Michael Müller Beteiligungs-GmbH eingebracht hat. Die Michael Müller Beteiligungs-GmbH ihrerseits meldete tagesgleich den Erwerb infolge Einbringung von 58,67 % der Anteile an der Müller – Die lila Logistik AG.
Bezüglich der Angaben gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a, Satz 1-4, verweisen wir auf den Konzern-Lagebericht unter Punkt 4 "Vergütungsbericht".
Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2010 betrugen 1.087 T€ (Vorjahr 731 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 unterbleiben.
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist, unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Gesellschaft, der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage haben wird.
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.006 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt (Vorjahr 1.044), die in folgende Gruppen unterteilt sind:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Operativ | 645 | 673 |
| Kaufmännisch | 310 | 323 |
| Auszubildende | 51 | 48 |
| Gesamt | 1.006 | 1.044 |
Davon entfallen 3 (Vorjahr 6) auf Aushilfen.
Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 bestellte die ordentliche Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 24. Juni 2010 die Rölfs WP Partner AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/ Düsseldorf. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar =el aufgeschlüsselt wie folgt an:
| Angaben in T€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Honorare für Abschlussprüfungen |
157 | 158 |
| Steuerberatungsleistungen | 18 | 14 |
| Sonstige Leistungen | 60 | 71 |
| Gesamt | 235 | 243 |
Im Geschäftsjahr 2010 gingen der Gesellschaft mehrfach Meldungen über den Anteilsbesitz an der Gesellschaft zu. Im Folgenden sind die Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG beschrieben:
Die Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, hat der Müller – Die lila Logistik AG mitgeteilt, dass sie am 3. Februar 2010 die Schwelle von 15 %, 10 %, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % betragen hat. Weitere Veränderungen zum Bilanzstichtag 2010 wurden von der Landesbank Baden-Württemberg nicht gemeldet.
Die SüdKB Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie am 3. Februar 2010 die Schwelle von 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % betragen hat. Weitere Veränderungen zum Bilanzstichtag 2010 wurden von der SüdKB Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH nicht gemeldet.
Herr Rudolf Reisdorf, Schweiz, teilte der Gesellschaft mit, dass am 4. Februar 2010 sein Stimmrechtsanteil an der Müller – Die lila Logistik AG die Schwelle von
15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 26,32 % (das entspricht 2.093.779 Stimmrechten) betragen hat. Des Weiteren teilte Herr Reisdorf am 8. Dezember 2010 mit, dass am 6. Dezember 2010 sein Stimmrechtsanteil an der Müller – Die lila Logistik AG die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 22,842 % (das entspricht 1.817.260 Stimmrechten) betragen hat. Weitere Veränderungen zum Bilanzstichtag 2010 wurden von Herrn Reisdorf nicht gemeldet.
Schließlich ging der Gesellschaft die Meldung von Herrn Müller zu, dass er die zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 58,67 % der Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG (das entspricht 4.667.500 Aktien) am 23. Dezember 2010 in die Michael Müller Beteiligungs-GmbH eingebracht hat. Die Michael Müller Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, hat der Müller – Die lila Logistik AG ihrerseits mitgeteilt, dass am 23. Dezember 2010 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 50 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 58,67 % (das entspricht 4.667.500 Stimmrechten) betragen hat. Weitere Veränderungen zum Bilanzstichtag 2010 nach § 21 Abs. 1 WpHG wurden von der Michael Müller Beteiligungs-GmbH nicht gemeldet.
Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlun gen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Nennenswerte Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Veröffentlichung sind im Nachtragsbericht enthalten.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss am 18. März 2011 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Der Konzernabschluss wird am 24. März 2011 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.
Besigheim, 17. März 2011
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender Vorstand Vorstand
des Vorstands Finanzen Produktion
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Besigheim, im März 2011
Müller – Die lila Logistik AG
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender Vorstand Vorstand
des Vorstands Finanzen Produktion
Wir haben den von der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Kapital&ussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 22. März 2011
Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Andreas Diesch Thomas Peil Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Veröffentlichung Konzern-Jahresabschluss 2010 | 30. März 2011 |
|---|---|
| Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung im 1. Halbjahr | 27. Mai 2011 |
| Hauptversammlung Müller – Die lila Logistik AG | 1. Juni 2011 |
| Veröffentlichung Konzern-Halbjahres&nanzbericht 2010 | 19. August 2011 |
| Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung im 2. Halbjahr | 25. November 2011 |
Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Germany T + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 0 F + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]
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Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verp%ichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informations- und Berichtspflichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.
Dieser Bericht besteht aus FSC-zerti&ziertem Papier. Mit dem Kauf von FSC-Produkten fördern wir verantwortungsvolle Waldwirtschaft, die nach strengen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien des Forest Stewardship Council überprüft wird.
MÜLLER – DIE LILA LOGISTIK AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Germany
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