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Müller - Die lila Logistik AG

Annual Report Mar 30, 2010

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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2009

GESCHÄFTSBERICHT 2009

  • 5 Kennzahlentabelle
  • 6 Brief an die Aktionäre
  • 8 Bericht des Aufsichtsrats
  • 12 Erklärung zum Corporate Governance Kodex
  • 15 Konzernlagebericht
  • 16 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
  • 19 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 23 Kapitalverhältnisse
  • 24 Vergütungsbericht
  • 26 Risiko- und Chancenbericht
  • 33 Nachtragsbericht
  • 33 Prognosebericht
  • 35 Erklärung zur Unternehmensführung

  • 38 Konzernbilanz

  • 40 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung/ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 41 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 42 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 44 Konzern-Anlagenspiegel
  • 46 Konzernanhang
  • 94 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 95 Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
  • 96 Unternehmenskalender
  • 97 Impressum, Hinweis
2009 2008 Prozentuale Absolute
Veränderung Veränderung
Umsatz 79.403 T€ 88.681 T€ -10,5 % -9.278 T€
EBIT 4.358 T€ 7.892 T€ -44,8 % -3.534 T€
EBIT-Marge 5,5 % 8,9 %
Konzernergebnis 2.118 T€ 3.875 T€ -45,3 % -1.757 T€
Ergebnis pro Aktie 0,27 € 0,49 € -44,9 % -0,22 €
Eigenkapitalquote 47,2 % 39,5 %
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 996 1.033 -3,6 % -37
Mitarbeiter (zum Stichtag 31.12.) 976 1.031 -5,3 % -55

Das Jahr 2009 hat Müller – Die lila Logistik auf die Probe gestellt. Unsere größte Herausforderung war sicherlich die allgemeine Wirtschaftskrise, die unseren vollen Einsatz forderte. Rückblickend dürfen wir feststellen: Probe erfolgreich bestanden.

Zwar verzeichnet Müller – Die lila Logistik für 2009 ein Umsatzminus um 10,5 % von 88,7 auf 79,4 Millionen Euro. Dennoch konnte ein operatives Ergebnis (EBIT, bereinigt um Sondereffekte) auf Vorjahresniveau erzielt werden.

Der Wirtschaftskrise sind wir durch ein umfangreiches Maßnahmenprogramm begegnet. Denn obgleich wir unterm Strich kein Wachstum verzeichnen konnten, haben wir den Weg aus der Krise geebnet. Investitionsprojekte und Ausgaben haben wir auf mögliche Verschiebungen und Reduzierungen analysiert, was sich als zielführend erwies: Unser Kostenmanagement war effizient. Insgesamt haben wir die verfügbaren Kapazitäten der Wirtschaftslage angepasst. Ein Wechsel des Börsenstandards hat ebenfalls die Tür zu sinn vollen Einsparungen geöffnet. Dabei lag unser besonderes Augenmerk auf der gleichbleibenden Qualität der Zahlen und der Einhaltung aller Informationspflichten.

Unternehmensintern ist uns ein entscheidender Vorstoß gelungen. Schnellere und flexiblere Entscheidungswege sind das Ergebnis der Optimierung unserer Führungsstrukturen, die wir bereits 2008 auf den Weg gebracht haben. Durch die nochmals geschärfte Verteilung der Aufgaben und Verantwortungen konnten wir die Weichen für eine wirksame Bewältigung der Krise stellen. Die Defini tion und Erweiterung unserer Kernbranchen war ein Schritt in die richtige Richtung. Er hat uns zu den neuen Bereichen Energy und Medical & Pharma geführt.

So viel zum Jahr 2009 im Überblick. Was Zahlen und Hintergründe betrifft, so ist ein Blick in unseren Geschäftsbericht sicher lohnend. Für die Zukunft sei schon jetzt gesagt: Auch 2010 werden wir alle gangbaren Wege für eine erfolgreiche Unternehmensführung für

Müller – Die lila Logistik erschließen. Freilich hat die Wirtschaftskrise nachhaltige Strukturveränderungen in der Automobilbranche verursacht und bei den Automobilzulieferern wird ein Konsolidierungsprozess erwartet. Der Trend in der Autoindustrie geht in Richtung Osteuropa und dort ist Müller – Die lila Logistik schon heute präsent. Die Zukunft gibt also grünes Licht für die Lila Logistik. Das heißt für uns, niemals stillstehen und den erfolgreich eingeschlagenen Weg mit schnellen Schritten weiterverfolgen. Wohin uns die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen werden, können wir hier und jetzt noch nicht absehen. Wir haben unsere Lila Logistik so aufgestellt, dass wir flexibel auf kommende Herausforderungen reagieren können, um den Lila Weg weiter aktiv zu gestalten.

Und wo wir die Schrittgeschwindigkeit erhöhen können, werden wir nicht zögern, dies auch zu tun.

Ihnen danken wir für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr als Wegbegleiter an unserer Seite zu wissen.

Ihr Vorstand

Michael Müller Rupert Früh

(Chief Executive Officer) (Chief Financial Officer)

Müller – Die lila Logistik AG

Der Aufsichtsrat informiert im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009. Wie unten näher aufgeführt, standen im Mittelpunkt der Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und den Mitgliedern des Vorstands insbesondere die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise auf die Müller – Die lila Logistik AG einschließlich deren Großkunden, die über das gesamte Jahr hinweg außerordentliche Aufmerksamkeit und Anpassungsmaßnahmen erforderte. Weitere Themen betrafen die Schließung der Niederlassung in Hermaringen sowie die Besetzung und Erweiterung des Vorstands der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wiederum mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Es wurden mit dem Vorstand der Lila Logistik Gruppe regelmäßige Beratungsgespräche geführt und die Aktivitäten der Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht. In die Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig vom Vorstand eingebunden. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach vorhergehender gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Vorstands war durch einen intensiven sowie offenen Austausch gekennzeichnet. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens und seiner Konzerngesellschaften. Zwischen den einzelnen Aufsichtsratssitzungen führten Aufsichtsratsmitglieder Gespräche mit den Mitgliedern des Vorstands. Darin wurden die Aufsichtsratsmitglieder umfassend und zeitnah über außerordentliche Geschäftsvorgänge zwischen den turnusmäßigen Sitzungen in Kenntnis gesetzt. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand im Berichtsjahr in kontinuierlichem Kontakt mit

dem Vorstandsvorsitzenden. Dem monatlichen Berichtswesen, das wesentliche Finanzdaten im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt und erläutert, kam in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld im Geschäftsjahr 2009 eine maßgebliche Bedeutung zu. Der Aufsichtsrat hat in die ihm vorgelegten wesentlichen Planungsunterlagen Einsicht genommen und sich von deren Richtigkeit und Angemessenheit überzeugt. Er prüfte und erörterte alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen im gebotenen Maß und hinterfragte diese kritisch. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat alle Angelegenheiten, die der Aufsichtsrat als zustimmungspflichtig bezeichnet hat, rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. Der Aufsichtsrat stimmte nach eingehender Prüfung sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm vom Vorstand entsprechend der Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands zur Zustimmung vorgelegt wurden. Beschlüsse für eilbedürftige Geschäftsvorfälle, die zwischen den Aufsichtsratsitzungen entstanden, wurden im schriftlichen Verfahren mittels eines Umlaufbeschlusses gefasst. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand die ihm per Gesetz obliegenden Maßnahmen zur Risikoüberwachung getroffen hat und das Risikomanagementsystem effektiv arbeitet. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.

Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2009 fanden vier turnusmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG statt, in denen sich der Aufsichtsrat eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und der strategischen und operativen Entwicklung des Unternehmens, seiner Tochtergesellschaften und seiner Geschäftsfelder befasste. Der Personalausschuss, der die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, beriet sich in zwei Sitzungen. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse war in weniger als der Hälfte der Sitzungen anwesend.

Mit dem Ende der Hauptversammlung am 26. Juni 2009 waren die Mandate der vier durch die Vertreter des Kapitals zu wählenden Mitglieder ausgelaufen. In der Hauptversammlung wurden alle vier bisherigen Mitglieder vom anwesenden Kapital wiedergewählt. Die wahlberechtigte Belegschaft der Unternehmensgruppe Müller – Die lila Logistik AG hat im August 2009 die Herren Carlos Rodrigues und Volker Buckmann als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wiedergewählt.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erläuterte in der im März durchgeführten Sitzung die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete dem Plenum über das Prüfungsergebnis des Jahres- und Konzernabschlusses 2008 sowie über den Vorschlag des Prüfungsausschusses. Der Jahresabschluss 2008 wurde in dieser Sitzung vom Aufsichtsrat festgestellt.

Wie gewohnt berichtete der Vorstand in der Juni-Sitzung dem Aufsichtsrat über den Stand der Vorbereitungen für die bevorstehende Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit der Tagesordnung zur Hauptversammlung sowie den einzelnen Themenschwerpunkten. Der Aufsichtsrat stimmte dem IT-Investitionsbedarf einer Tochtergesellschaft zu. Ebenfalls Zustimmung fand die Veräußerung der Müller – Die lila Logistik Nord GmbH an die Müller – Die lila Logistik AG (Einzelgesellschaft). Auf Grund der Kündigung des Kunden am Standort Hermaringen bestätigte der Aufsichtsrat den Beschluss zur Schließung des Standorts per Ablauf des Geschäftsjahres. Die jährliche Effizienzprüfung wurde durchgeführt.

Die September-Sitzung stand im Zeichen der konstituierenden Regelungen nach den Neuwahlen des Aufsichtsrats. Der Vorstandsvertrag mit Herrn Rupert Früh wurde bis zum 31. Dezember 2014 verlängert. Die Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, insbesondere die Änderungen zum 18. Juni 2009, wurden erläutert und diskutiert.

Die vierte Sitzung des Jahres war wesentlich vom Budget 2010 geprägt. Der Vorstandsvertrag mit Herrn Michael Müller wurde bis zum 31. Dezember 2014 verlängert. Herr Marcus Hepp wurde in den Vorstand der Gesellschaft berufen.

In allen vier Sitzungen waren, bedingt durch die Weltwirtschaftskrise, die wirtschaftliche Situation der Lila Logistik Gruppe sowie die getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen hierauf zentrales Thema. Der Aufsichtsrat beschloss zudem, den Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Müller – Die lila Logistik AG (Einzelgesellschaft) und der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 aufzuheben.

Arbeit der Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) und einen Personalausschuss eingerichtet. Sie bereiten sowohl Beschlüsse des Aufsichtsrats als auch die Themen eingehend vor, die im Aufsichtsratsplenum zu behandeln sind.

In der März-Sitzung des Jahres 2009 des Prüfungsausschusses, auf der der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende und weiterführende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand, erörterte und bereitete der Ausschuss den Beschluss zur Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor. Der Prüfungsausschuss erörterte im Mai und im November die Zwischenmitteilungen der Geschäftsführung. Im August ließ sich der Prüfungsausschuss ausführlich über den Halbjahresfinanzbericht informieren und erörterte die darin enthaltenen Aussagen und Angaben.

Der Personalausschuss beriet in seinen zwei Sitzungen über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands sowie die Erweiterung des Vorstands ab 1. Januar 2010.

Corporate Governance Kodex und Entsprechenserklärung

Aufsichtsrat und Vorstand befassten sich mehrfach mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 und haben die Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der geltenden Fassung vom 18. Juni 2009 ausführlich erörtert und diskutiert. Der Aufsichtsrat befasste sich intensiv mit den seinen Aufgabenbereich betreffenden Änderungen. Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am 16. Dezember 2009 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG gemeinsam abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist in diesem Geschäftsbericht vollständig wiedergegeben. Der Aufsichtsrat überprüft die Effizienz seiner Tätigkeit regelmäßig im Wege der Selbstevaluierung.

Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses

Die Hauptversammlung wählte am 26. Juni 2009 die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/Düsseldorf, zum Abschlussprüfer. Die Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und Konzernlagebericht der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2009 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.

Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 23. März 2010 teil, bei der er über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und für ergänzende und weiterführende Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2010 einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.

Die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat hat keine Einwände ergeben, sodass sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Wirtschaftsprüfer anschließt. Er billigt daher den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, der eine Entnahme aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich des Verlustvortrags enthält. Ebenfalls billigt der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahres- und der Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Dank

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften für die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit und ihren hohen persönlichen Einsatz Dank und Anerkennung aus.

Besigheim, im März 2010

Für den Aufsichtsrat

Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender

Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und erklären, dass den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 bis zum Zeitpunkt des 4. August 2009 und ab dem Zeitpunkt 5. August 2009 den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bis auf nachfolgende Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Selbstbehalt in einer D&O-Versicherung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein den D&O-Versicherungen von Vorständen entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden soll (Ziffer 3.8).

Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen.

Individualisierte Darstellung der Vergütung von Vorständen und Aufsichtsräten

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung sowie Zusagen auf Leistungen, die für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied vereinbart wurden, offenzulegen, soweit die Hauptversammlung nicht mit entsprechender Mehrheit anderweitig beschlossen hat (Ziffer 4.2.4).

Die Hauptversammlung hat sich 2006 gegen die Offenlegung entschieden, sodass von der Bekanntgabe individualisierter Vergütun- gen für den Vorstand weiterhin abgesehen wird. Müller – Die lila Logistik AG stellt die Vergütungen des Vorstands kumuliert dar. Für den Fall, dass Aktienoptionen ausgegeben werden, werden diese gesondert ausgewiesen.

Ausschussvorsitz

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende "zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein (soll), die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten" (Ziffer 5.2).

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Professor Peter Klaus, ist Mitglied des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt (Personalausschuss). Bedingt durch die Vielzahl von Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie der intensiven und ständigen Zusammenarbeit der Ausschussmitglieder führt Herr Professor Dr. Gerd Wecker den Vorsitz im Personalausschuss.

Bildung eines Nominierungsausschusses durch den Aufsichtsrat Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "… der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt" (Ziffer 5.3.3).

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratsmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.

Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt neben einer festen auch "… eine erfolgsorientierte Vergütung (erhalten). Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten"(Ziffer 5.4.6).

Nach Auffassung der Müller – Die lila Logistik AG sollte zwischen der Aufsichtspflicht und dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens kein Motiv-geleiteter Zusammenhang bestehen, da die Aufsichtspflichten klar geregelt sind. Eine darüber hinausgehende Aufsicht, falls dies überhaupt möglich ist, führt nicht zwingend zu einem größeren wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die Aufsichtsratsmitglieder der Müller – Die lila Logistik AG erhalten eine angemessene feste Vergütung.

Veröffentlichungsfrist für Zwischenberichte

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen zu veröffentlichen (Ziffer 7.1.2).

Müller – Die lila Logistik AG wird die Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen. Eine Veröffentlichung innerhalb von 45 Tagen bedarf einer unverhältnismäßigen Mehrarbeit der bei der Erstellung beteiligten Parteien.

Besigheim, im Dezember 2009

Für den Aufsichtsrat Für den Vorstand

Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

KONZERNLAGEBERICHT DER MÜLLER – DIE LILA LOGISTIK AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen:

Vorbemerkung

Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2009. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.

1.1 Geschäftsmodell

Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den drei Säulen Management-Beratung (Emporias Management Consulting), Logistics Engineering und Interim Services zusammen. Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:

  • Automotive
  • Electronics
  • Consumer
  • Industrial
  • Energy
  • Medical & Pharma

Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte national und international tätige Unternehmen.

1.2 Beteiligungen

Die aktuelle Struktur des Konzerns (ohne die Darstellung der Enkelgesellschaft Müller – Die lila Logistik GmbH, Herne, die eine 100%ige Tochtergesellschaft der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Herne, ist) sieht wie folgt aus:

Müller – Die lila Logistik AG

76 % 100 %

Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim

100 %

Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Herne

100 %

Müller – Die lila Logistik West GmbH, Herne

100 %

Müller – Die lila Logistik Ost GmbH, Zwenkau

100 %

Müller – Die lila Logistik Nord GmbH, Bünde

100 %

Müller – Die lila Logistik Austria GmbH, Graz/Österreich

100 %

Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o., Malacky/Slowakei

100 %

Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o., Gliwice/Polen

100 %

Value Added Logistics Sp. z o.o., Gliwice/Polen

76 %

Emporias Management Consulting GmbH, Unterföhring

33,33 %

FMS Logistic GmbH, Besigheim

Zum 6. Januar 2009 wurde die ILS Depot GmbH, Herne, liquidiert. Die mittelbare Beteiligung an der Gesellschaft, die operativ nicht tätig war und die auf Grund von Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss des Vorjahres einbezogen wurde, betrug 100 %.

Im August des Berichtsjahrs übernahm die Müller – Die lila Logistik AG von der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Herne, die Geschäftsanteile (100 %) an der Müller – Die lila Logistik Nord GmbH, Bünde.

1.3 Steuerliche Verhältnisse

Im Jahr 2009 hat bei der Müller – Die lila Logistik AG (Einzelgesellschaft) sowie bei den (mittelbaren) Tochtergesellschaften Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim, Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Herne, Müller – Die lila Logistik GmbH, Herne, Müller – Die lila Logistik West GmbH, Herne, Müller – Die lila Logistik Ost GmbH, Zwenkau, Müller – Die lila Logistik Nord GmbH, Bünde, sowie Emporias Management Consulting GmbH, Unterföhring, eine steuerliche Außenprüfung stattgefunden. Die Prüfung umfasste die Veranlagungszeiträume 2004 bis 2007 für Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer. Die laut der Betriebsprüfungsberichte mitgeteilten Ergebnisse, insgesamt als unwesentlich zu bezeichnen, wurden in den jeweiligen Jahresabschlüssen berücksichtigt.

1.4 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Logistikmarkt

Die Weltwirtschaft erholt sich allmählich von den Folgen der durch die US-Immobilienkrise ausgelösten Rezession. Der Kollaps des Weltfinanzsystems konnte nur durch weltweit expansive Geld- und Finanzpolitik, welche mit dem Aufbau weiterer Staatsschulden der jeweiligen Länder verbunden war, abgewendet werden (vgl. Pressemitteilung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel vom

  1. Dezember 2009). Als bedeutende Maßnahme senkten die Europäischen Zentralbank (EZB), die US-Notenbank sowie die Zentralbanken Chinas, Kanadas, Schwedens, Großbritanniens und der Schweiz ihre Leitzinsen, um die Finanzmärkte zu stabilisieren. Daneben wurden in vielen Ländern zusätzlich Konjunkturpakete verabschiedet, die den Wirtschaftsabschwung bremsen sollten (vgl. "Chronik der Weltwirtschaftskrise" im Themenheft Weltfinanzkrise des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle vom 31. März 2009). Durch diese und weitere Maßnahmen expandierte die Weltwirtschaft seit dem zweiten Quartal 2009 wieder, jedoch erfolgte die Erholung asynchron. Während die Produktion in den Schwellenländern zulegen konnte, fasste die Konjunktur in den Industrieländern aufgrund der Anpassungsprozesse im Gefolge der Finanzkrise nur zögerlich Tritt (vgl. Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, Pressemitteilung vom 16. Dezember 2009). In Asiens Schwellenländern mit China im Kern begann die Produktion sehr früh wieder zu wachsen, sodass von der gestiegenen Nachfrage ein Impuls an die Weltwirtschaft ausging. Im weiteren Jahresverlauf weiteten sich diese Aufschwungtendenzen auf immer mehr Staaten aus. Demnach gab es im dritten Quartal 2009 kaum noch Länder, deren Wirtschaft noch nicht expandierte (vgl. Pressemitteilung Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel vom 16. Dezember 2009).

Polen verzeichnete im Jahr 2009 als einziges osteuropäisches Land ein positives Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt hatte trotz weltweiter Rezession um 1,7 % zugelegt. Vor allem die starke Binnennachfrage und die vorübergehende Abwertung des Zloty stützten die Konjunktur im abgelaufenen Jahr.

Deutschland erlebte 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren, dass die Wirtschaftsleistung geschrumpft ist. Infolge der Finanzmarktkrise war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr um fünf Prozent gesunken. Das war der stärkste Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Das Statistische

Bundesamt berichtet von der stärksten Rezession der Nachkriegszeit (vgl. Pressemitteilung Nr.012 des Statistischen Bundesamts vom 13. Januar 2010). Der Außenhandel, der bisher als Motor der deutschen Wirtschaft galt, bremste 2009 die wirtschaftliche Entwicklung. Der Rückgang des Außenbeitrags, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, betrug im Jahr 2009 -3,4 Prozentpunkte. Zudem wurde 2009 um 20 % weniger in Ausrüstungen investiert als 2008, was auf die hohen Auftragsrückgänge in der Industrie und den damit verbundenen Überkapazitäten vor allem im ersten Quartal zurückzuführen ist. Die Zahl der Erwerbslosen stieg um 5,4 % auf 3,31 Millionen im Jahresdurchschnitt.

Die größtenteils negativen konjunkturellen Effekte waren auch in der Logistikbranche deutlich zu erkennen. Der deutsche Markt für Transport- und Logistikdienstleistungen verzeichnete einen Einbruch um etwa 12 % (Deutsche Verkehrs-Zeitung vom 12. Dezember 2009). Laut Statistischem Bundesamt ist das Transport aufkommen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 % zurückgegangen. Insbesondere aus der von der Wirtschaftskrise stark betroffenen und logistiklastigen Automobil branche waren 2009, trotz der Einmaleffekte der "Abwrackprämie" in Deutschland, geringere Auftragsvolumina zu registrieren.

Die Lila Logistik Gruppe erwirtschaftete konjunkturbedingt im abgelaufenen Geschäftsjahr einerseits geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr, andererseits konnte das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) (vor saldierten Sondereffekten des Vorjahres) mittels Kapazitätsanpassungen trotz Wirtschaftskrise stabil gehalten werden. Die Nachfrage nach höherwertigen Logistikdienstleistungen aus dem Bereich des Lila Consult war schwächer als im Vorjahr. Deswegen war hier auch ein entsprechender Ergebnisrückgang nicht zu vermeiden. Der zum Jahresbeginn und Jahresende 2009 auf nahezu gleichem Niveau befindliche Kurs des polnischen Zloty hatte lediglich überschaubare bilanzielle

Auswirkungen auf die Lila Logistik Gruppe. Das operative Ergebnis profitierte vom vorübergehend schwachen polnischen Zloty.

1.5 Standorte und Betriebsstätten

Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Müller – Die lila Logistik Unternehmensgruppe sind in folgenden Städten: Besigheim, Bochum, Böblingen, Bünde, Herne, Recklinghausen, Schorndorf, Unterföhring, Zwenkau und Zwickau. Bedingt durch das Auslaufen des Kundenvertrags wurde der Standort in Hermaringen nahe Ulm zum 31. Dezember 2009 geschlossen.

Die internationalen Standorte und Betriebsstätten befinden sich in Antwerpen (Belgien), Graz (Österreich), Gliwice, Warschau, Wroclaw (alle Polen) und Malacky (Slowakei).

1.6 Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Vergleich zum Betrachtungszeitraum des Vorjahres sind die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. sowie die Value Added Logistics Sp. z o.o. über den gesamten Zeitraum in den Konsolidierungskreis einbezogen. Darüber hinaus haben keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.

1.7 Steuerungsgrößen

Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe finanzielle und nichtfinanzielle interne Steuerungsgrößen.

Finanzielle Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen, wie z. B. Angaben über Ziele, Strategien, Chancen und Risiken. Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nichtfinanzielle

Faktoren wie beispielsweise der Ausbildungsstand der Mitarbeiter und die Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Umsatz

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2009 verringerten sich in Summe um 9.278 T€ oder 10,5 % auf 79.403 T€ (Vorjahr 88.681 T€). Das ge samt wirtschaftliche Umfeld und die damit verbundenen Umsatzrück gänge schlugen sich insbesondere im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009 nieder. Erst gegen Ende des dritten und im weiteren Verlauf des vierten Quartals stoppten die Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr und die verbesserte gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkte sich positiv auf die erzielten Umsatzerlöse der Lila Logistik Gruppe aus. Die Umsatzrückgänge waren in allen vollkonsolidierten Gesellschaften zu verzeichnen. Lediglich durch die Value Added Logistics Sp. z o.o., die 2009 erstmals über den gesamten Berichtszeitraum in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde, sowie durch den erstmaligen Einbezug der Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. in den Konsolidierungskreis haben sich positive Umsatzeffekte im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Insbesondere die Tochtergesellschaften, bei denen die Großkunden aus dem Automotive-Bereich kommen, konnten das gute Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreichen. Allerdings waren auch in den weiteren Kernbranchen der Lila Logistik Gruppe teils signifikante Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Auch die positive Umsatzentwicklung im Kernsegment Lila Consult aus dem Vorjahr konnte nicht wiederholt werden.

Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung.

2009 20080
1. Quartal 24,0 % 25,4 %
2. Quartal 23,6 % 26,3 %
3. Quartal 25,7 % 25,0 %
4. Quartal 26,7 % 23,3 %

Die regionale Umsatzverteilung der Lila Logistik Gruppe stellt sich wie folgt dar: In den deutschen Standorten und Betriebsstätten wurden im Geschäftsjahr 76,1 % der Umsätze erzielt (Vorjahr 76,5 %). Bedingt durch die ganzjährige Berücksichtigung der Value Added Logistics (Polen) sowie der Müller – Die Lila Logistik Slovakia (Slowakei) im Berichtsjahr 2009 stiegen die im europäischen Ausland erzielten Umsätze, per Saldo, leicht auf 23,9 % an (Vorjahr 23,5 %).

2.2 Ergebnisentwicklung

Als Reaktion auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld konnten alle wesentlichen Kostenpositionen im Vergleich zum Vorjahr durch Kapazitätsanpassungen mit dem Ziel der Rentabilitätssicherung verbessert werden. Infolge des konjunkturell bedingten Umsatzrückgangs um 10,5 % verringerte sich der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 % auf 22.242 T€ (Vorjahr 28.415 T€). Hierzu trugen neben Währungseffekten bei den ausländischen Tochtergesellschaften wesentlich die geringere Inanspruchnahme von Fremdleistungen, insbesondere Transportleistungen, sowie ein geringerer Kraftstoffaufwand bei. Die Personalaufwendungen reduzierten sich hauptsächlich auf Grund eines im Vergleich zum Vorjahr um 37 Mitarbeiter geringeren Personalbestands um 5,5 % auf 31.988 T€ (Vorjahr 33.853 T€). Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Personalaufwendungen der Value Added Logistics (Polen) im Berichtsjahr (Vorjahr ab dem 3. Quartal) sowie der Müller – Die lila Logistik Slovakia (Slowakei) über den gesamten Zeitraum

einbezogen wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich durch die konsequente Umsetzung von Kostenreduktionen, hier hauptsächlich im Bereich von Fremdpersonal, um 7,8 % auf 22.140 T€ (Vorjahr 24.015 T€).

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich am Ende der Periode auf 4.358 T€ (Vorjahr 7.892 T€). Das operative Ergebnis des Vorjahreszeitraums war durch saldierte Sondereffekte in Höhe von 3.685 T€ aus dem Verkauf der Immobilie in Besigheim (Gewinn 4.715 T€) und der Anteile an assoziierten Unternehmen (Verlust 1.030 T€) geprägt.

Der Saldo aus ausgewiesenen Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag am Ende des Berichtszeitraums bei minus 608 T€ (Vorjahr minus 1.466 T€). Darin enthalten sind u. a. Stichtagsverluste auf Grund von Zinsderivaten (minus 83 T€; Vorjahr minus 355 T€), Dieselpreisabsicherungen (minus 13 T€; Vorjahr minus 151 T€) sowie Devisentermingeschäfte (minus 17 T€; Vorjahr minus 121 T€). Des Weiteren sind nicht zahlungswirksame Buchgewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von 133 T€ (Vorjahr minus 141 T€) enthalten.

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf 3.680 T€ (Vorjahr 6.351 T€). Nach Steuern wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2.118 T€ (Vorjahr 3.875 T€) erwirtschaftet. Die Ertragsteuern enthalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 774 T€ (Vorjahr 1.583 T€). Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,27 € (Vorjahr 0,49 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 10,9 % (Vorjahr 22,6 %).

2.3 Entwicklung der Geschäftsbereiche

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2009 wurde die Segmentberichterstattung entsprechend den Regelungen des IFRS 8 angepasst. Weiterführende Informationen, insbesondere zur Überleitung der IFRS-Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt 23 "Segmentinformationen" entnommen werden.

Die Umsatzerlöse der Lila Logistik Gruppe des Geschäftsjahres 2009 im Segment Lila Consult betrugen 4.329 T€ (Vorjahr 6.069 T€). Somit sanken die Segmentumsätze aus Beratungsdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe um 28,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Ungewissheit über die wirtschaftliche Entwicklung vieler Unter nehmen führte im Berichtszeitraum vermehrt dazu, dass Beratungs projekte seitens der Unternehmen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Allerdings zeichnete sich im zweiten Halbjahr eine leicht positive Tendenz bei den Auftragseingängen in diesem Segment ab. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments betrug 382 T€ (Vorjahr 906 T€). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Marge in Höhe von 8,8 % (Vorjahr 14,9 %).

Im Segment Lila Operating erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe Umsatzerlöse von 76.057 T€ (Vorjahr 83.251 T€). Die Nachfrage nach klassischen logistischen Lagertätigkeiten (Factory), logistischen Mehrwertdienstleistungen (Factory) sowie Transporten (Route) ging durch den gesamtwirtschaftlichen Produktionsrückgang ebenfalls zurück. Insbesondere die Lila Logistik Standorte und Be triebs stätten, deren Großkunden in der Automotive-Branche tätig sind, waren hiervon stärker betroffen. Der inländische Route-Bereich, in dem die Transportdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe gebün delt sind, stellte sich über den gesamten Verlauf des Geschäftsjahres schwach dar. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments betrug 3.570 T€ (Vorjahr 2.970 T€; Näheres hierzu im Konzernanhang), was einer EBIT-Marge von 4,7 % (Vorjahr 3,6 %) entspricht.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente ist in nachfolgender Tabelle ersichtlich:

2009
Umsatzerlöse EBIT
T€ T€
Lila Consult 4.329 382
Lila Operating 76.057 3.570
2008
Umsatzerlöse EBIT
T€ T€
Lila Consult 6.069 906
Lila Operating 83.251 2.970

2.4 Investitionen und Abschreibungen

Die Investitionen in das Anlagevermögen der Lila Logistik Gruppe betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.470 T€ (Vorjahr 2.908 T€) und spiegeln die der wirtschaftlichen Gesamtsituation angemessene Investitionspolitik wider. Auf Investitionen in Sachanlagen, vor allem in die Modernisierung und die Erweiterung der Betriebsund Geschäftsausstattung der Standorte, entfielen 1.437 T€ (Vorjahr 2.179 T€). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit insgesamt 1.662 T€ leicht über dem Niveau des Vorjahres von 1.502 T€.

2.5 Vermögens- und Finanzlage

Zum Stichtag 31. Dezember 2009 belief sich die Konzernbilanzsumme auf 41.213 T€ (Vorjahr 43.442 T€). Die Verkürzung der Kon zernbilanzsumme um rund 2,2 Millionen € erklärt sich auf der Aktivseite der Bilanz durch die Verringerung der langfristigen Vermögenswerte um 1.080 T€, hauptsächlich aus der Rückzahlung eines Darlehens, sowie der kurzfristigen Vermögenswerte um 1.149 T€. Wesentlichste Veränderung der Aktivseite zum Vorjahr war die Reduktion der Zahlungsmittel und der Zahlungsmitteläquivalente von 8.469 T€ um 1.043 T€ auf 7.426 T€. Darin bereits enthalten ist der Abgang liquider Mittel zur Rückführung zweier Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 5 Millionen Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegten sich mit 9.618 T€ nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres von 9.663 T€. Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich per Stichtag auf 22.873 T€ (Vorjahr 23.953 T€), die kurzfristigen Vermögenswerte im Wesentlichen durch die Reduktion der liquiden Mittel auf 18.340 T€ (Vorjahr 19.489 T€).

Die Passivseite der Konzernbilanz ist erneut geprägt durch den plangemäßen und kontinuierlichen Abbau von Verbindlichkeiten. Per Saldo reduzierten sich die Schulden der Lila Logistik Gruppe um 4.500 T€. Darin enthalten ist die Rückführung von langfristigen Darlehen in Höhe von 2.888 T€ sowie kurzfristiger Darlehen in Höhe von 2.945 T€. Gegenläufig hierzu ist der Anstieg der passiven latenten Steuern um 562 T€ auf 1.640 T€ in der Position "Langfristige Schulden". Ebenfalls gegenläufig sind in den kurzfristigen Schulden der stichtagsbedingte Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 771 T€ auf 3.465 T€ (Vorjahr 2.694 T€) sowie die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen auf Grund von Schadensrückstellungen und Personalrückstellungen um insgesamt 1.151 T€ auf 1.917 T€.

Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2.118 T€ floss in die Gewinnrücklage ein, die per Stichtag 2.998 T€ (Vorjahr 879 T€) betrug. Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe (inklusive Minderheitenanteilen) 19.436 T€ (Vorjahr 17.166 T€). Die Eigenkapitalquote belief sich auf 47,2 % (Vorjahr 39,5 %).

2.6 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Pensionsrisiken sowie das Management von Währungsrisiken und von Kreditausfallrisiken.

Die Ziele des Finanzmanagements sind:

  • 1) die Beobachtung bilanzieller und Cashflow wirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen,
  • 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und
  • 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.

2.7 Cashflow und Liquidität

Der operative Cashflow der Lila Logistik Gruppe betrug im Berichts zeitraum 5.939 T€ (Vorjahr 8.357 T€). Die Reduktion im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem um 1.757 T€ geringeren Konzernergebnis sowie dem im Vorjahr enthaltenen erstmaligen Effekt aus dem Verkauf von Forderungen (Factoring). Im Vorjahr zudem einmalig enthalten waren der Verlust aus dem Abgang von Anteilen an assoziierten Unternehmen (1.030 T€) sowie ein Gewinn aus dem Abgang von Vermögenswerten (4.766 T€). Für Investitionen flossen per Saldo 1.470 T€ aus der Lila Logistik Gruppe. Im Vorjahr flossen 11.121 T€ (2009: 153 T€) aus dem Erlös aus dem Verkauf von Vermögenswerten zu, sodass sich 2008 vergleichsweise ein Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 9.326 T€ ergab. Im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von per Saldo 5.701 T€ spiegelt sich die Tilgung von Darlehen wider (Vorjahr Mittelabfluss von 10.434 T€).

Zum Stichtag 31. Dezember 2009 waren liquide Mittel in Höhe von 7.426 T€ (Vorjahr 8.469 T€) in der Lila Logistik Gruppe vorhanden.

Zur Sicherung zukünftiger Liquidität der Lila Logistik Gruppe bestehen Zusagen von Banken über Darlehensvergaben. Die Darlehen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bzw. des Konzernlageberichts nicht abgerufen. Bezüglich detaillierter Angaben verweisen wir auf den Konzernanhang.

Der Verschuldungskoeffizient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag bei 0,53 (Vorjahr 0,60).

2.8 Zusammenfassende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2009 ist für die Lila Logistik Gruppe erfolgreich verlaufen. Trotz der krisenbedingten Umsatzrückgänge von 10,5 % konnte das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im Vergleich zu dem um Sondereffekte bereinigten Vorjahres-EBIT stabil gehalten werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erfüllt die Erwartungen des Managements. Die Entschuldung der Lila Logistik Gruppe wurde erfolgreich fortgesetzt. Der Geschäftsverlauf 2010 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts im Geschäftsjahr 2010 lag, unter Berücksichtigung des nach wie vor schwierigen Marktumfelds, leicht über den Erwartungen des Managements.

2.9 Personal

In Zeiten schwieriger und unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stellt eine motivierte und leistungsbereite Belegschaft die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg der Lila Logistik Gruppe dar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 arbeiteten im Jahresdurchschnitt 996 (Vorjahr 1.033) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne Auszubildende, an den Lila-Standorten im In- und Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies per Saldo einem Rückgang um 3,6 % der Belegschaft. Hierzu haben die folgenden gegenläufigen Entwicklungen beigetragen: Auf der einen Seite musste auf Grund der gesunkenen Auftragsvolumen von Kunden aus Kernbranchen der Lila Logistik Gruppe die Belegschaft teilweise reduziert werden. Auf der anderen Seite vergrößerte sich die Belegschaft durch die ganzjährige Einbeziehung der Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Slovakia (Slowakei) sowie der Value Added Logistics (Polen). In Deutschland waren durchschnittlich 651 Personen tätig, was einem Anteil von 65 % am Personalbestand des Gesamtkonzerns entspricht (Vorjahr 67 %). In Österreich, Polen, Belgien und der Slowakei beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 345 Personen oder 35 % des Personalstamms (Vorjahr 33 %).

Per Stichtag 31. Dezember 2009 standen insgesamt 53 Lila-Logistikerinnen und -Logistiker in einem Ausbildungsverhältnis. Die durchschnittliche Ausbildungsquote erhöhte sich auf 4,6 % (Vorjahr 4,4 %). Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses innerhalb der Lila Logistik Gruppe werden die Personalentwicklungsmaßnahmen für die Auszubildenden stetig weiterentwickelt. Standortübergreifende Maßnahmen ergänzen fortan die lokalen Ausbildungskonzepte der Tochterunternehmen. Neben der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), Heidenheim, und der Berufsakademie Sachsen (Studienakademie Glauchau) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Kooperation mit dem Lehrstuhl von Frau Professor Dr. Evi Hartmann der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS intensiviert. Dank der Unterstützung von Müller – Die lila Logistik AG wurde der Studiengang Technisches Logistikmanagement an der Hochschule Heilbronn um den Studiengang "Betriebswirtschaft und Logistik" erweitert. Gemeinsam mit den Unternehmen Adolf Würth GmbH & Co. KG (Künzelsau) sowie der Bechtle AG (Neckarsulm) ermöglicht Müller – Die lila Logistik AG durch die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel in den kommenden fünf Jahren diese Erweiterung des Studienangebots. Um die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Belegschaft zu stärken, werden regelmäßig externe Weiterbildungen sowie interne Fortbildungen angeboten bzw. durchgeführt. So soll auch für die Stammbelegschaft ein permanenter Verbesserungsprozess gewährleistet werden.

3. Kapitalverhältnisse

Mit Ablauf des 18. Mai 2009 wechselte die Müller – Die lila Logistik AG das Börsensegment an der Frankfurter Wertpapierbörse vom Prime Standard in den General Standard.

Die Müller – Die lila Logistik AG hat bisher ausschließlich 7.955.750 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben.

Der Vorstand ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2010 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 3.160 T€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Zudem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG bis zum 16. Juni 2010 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 790 T€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital II).

Am Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG ist Herr Michael Müller mit 4.310.000 Euro (54,17 %) beteiligt. Herr Müller teilte der Müller – Die lila Logistik AG am 4. Februar 2010 mit, dass er eine Option auf den Erwerb weiterer 5,4 % an Aktien der Gesellschaft hat. Des Weiteren teilte Herr Müller der Müller – Die lila Logistik AG mit, dass die Option bis zum 30. Juni 2011 befristet ist. Die Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, hat der Müller – Die lila Logistik AG mitgeteilt, dass am 3. Februar 2010 der Anteil der Süd KB Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien am Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG 0 € (0 %) betragen hat. Herr

Rudolf Reisdorf teilte der Müller – Die lila Logistik AG mit, dass am 3. Februar 2010 sein Anteil am Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG 2.093.779 Euro (26,32 %) entsprach. Meldungen über Veränderungen oder sonstige wesentliche Beteiligungen an der Müller – Die lila Logistik AG sind seither nicht eingegangen. Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz. Die Besitzverhältnis zum 31. Dezember 2009 können dem Konzernanhang dieses Berichts unter dem Punkt 29 "Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG" entnommen werden.

3.1 Bestellung des Vorstands und Satzungsänderungen

Die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen satzungsgemäß durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin befugt, die Satzung der Gesellschaft zu ändern, solange die Änderung nur die Fassung der Satzung betrifft.

3.2 Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Im Berichtszeitraum haben keine personellen Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat stattgefunden.

Die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG hat im Juni 2009 die vier bisherigen Vertreter der Anteilseigener im Aufsichtsrat einstimmig wiedergewählt. Die wahlberechtigte Belegschaft der Unternehmensgruppe Müller – Die lila Logistik AG hat im August 2009 die Herren Carlos Rodrigues und Volker Buckmann als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wiedergewählt. In seiner September-Sitzung hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, den Vorstandsvertrag mit Herrn Rupert Früh mit Wirkung zum 1. April 2010 bis zum 31. Dezember 2014 zu verlängern. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat in seiner Dezember-Sitzung einstimmig beschlossen, die Bestellung von Herrn Michael Müller zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2014 zu verlängern. In gleicher

Sitzung hat der Aufsichtsrat beschlossen, den bisherigen Generalbevollmächtigten Produktion, Herrn Marcus Hepp, mit Wirkung zum 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2012 als Chief Operat ing Officer (COO) in den Vorstand zu berufen.

4. Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuchs in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht.

Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht. Des Weiteren bestehen für die Vorstände einzelvertragliche Pensionszusagen.

4.1 Struktur der Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen.

Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.

Die Mitglieder des Vorstands erhalten einen Bonus, dessen Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT (Konzernergebnis vor Steuern) des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt.

4.2 Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2009

Die Bezüge des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 731 T€ (Vorjahr 873 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:

Die Hauptversammlung vom 22. Juni 2006 hat beschlossen, dass die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB in der Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre, beginnend ab dem 1. Januar 2006, unterbleiben.

4.3 Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Die Vergütung enthält zwei Komponenten:

  • einen fixen Bestandteil und
  • einen von der Mitgliedschaft in einem Ausschuss der Gesellschaft abhängigen Bestandteil.

Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Eineinhalbfache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.

Für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im Geschäftsjahr 2009 73 T€ (Vorjahr 73 T€).

4.4 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Aufsichtsratstätigkeit

2009
T€
2008
T€
Prof. Peter Klaus
D.B.A./Boston University
Vorsitzender des Aufsichtsrats 23 23
Prof. Dr. Gerd Wecker
Stv. Vorsitzender d. Aufsichtsrats 18 18
Volker Buckmann
Mitglied des Aufsichtsrats 6 6
Per Klemm
Mitglied des Aufsichtsrats 6 6
Klaus Langer
Mitglied des Aufsichtsrats 14 14
Carlos Rodrigues
Mitglied des Aufsichtsrats 6 6

4.5 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen

Im Geschäftsjahr 2009 wurden durch Herrn Prof. Dr. Gerd Wecker zusätzliche Beratungsleistungen in Höhe von 3 T€ persönlich erbracht.

4.6 Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Nach den Vorschriften des § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumenten offenlegen. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen. Im Berichtsjahr 2009 sind der Müller – Die lila Logistik AG bis zum Stichtag 31. Dezember 2009 keine Meldungen über den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft zugegangen.

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2009 ins gesamt 4.077.000 Stück Aktien; dies entspricht 51,25 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 64.749 Aktien bzw. 0,81 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Konzernanhang unter Punkt 26 "Geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Personen (Related Parties)".

5. Risiko- und Chancenbericht

5.1 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht.

Der Umfang und die Ausgestaltung gemäß der spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichterstellung erfolgen bei der Lila Logistik Gruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der entworfenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschluss erstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, ein Fast-Close-Monitor, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung dieser Anforderungen über entsprechende Prozesse sicher. Die in den Rechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien, Verfahren und den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt.

In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement sowie deren Überwachung, gehören.

Die Lila Logistik Gruppe verfügt seit dem Geschäftsjahr 2009 über ein konzernweit standardisiertes Verfahren zur Überwachung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS. Dieses Verfahren ist konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss ausgerichtet. Die Wirksamkeitsbeurteilung dieses rechnungslegungsbezogenen IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Teile auf der Grundlage von kaskadierten Selbstbeurteilungen, beginnend bei den Prozessbeteiligten über die wesentlichen Verantwortungsträger im Rechnungslegungsprozess bis zum Konzernvorstand. Das Konzern-Controlling nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor.

5.2 Risikomanagement(-system)

Nach § 91 Absatz 2 Aktiengesetz ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten. Damit Risiken frühzeitig erkannt, bewertet und mit ihnen richtig umgegangen werden kann, wurde bei der Müller – Die lila Logistik AG bereits mit dem Börsengang ein Risikomanagementsystem eingeführt.

Das Risikomanagementsystem der Müller – Die lila Logistik AG ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controlling- und Berichtssystem überwacht und gesteuert. Der Bereich "Risikomanagement" überwacht in der Lila Logistik Gruppe die Prozesse in Hinsicht auf bestehende und mögliche Risiken.

Darüber hinaus dient ein Risikomeldedatenblatt (RMD) der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an das Top-Management. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.

5.3 Wesentliche risikopolitische Grundsätze

Die Müller – Die lila Logistik AG ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Müller – Die lila Logistik AG eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz des Unternehmens oder der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.

In den Tätigkeitsfeldern der Gesellschaft sind neben Chancen auch Risiken gegeben. Müller – Die lila Logistik AG als ein Dienstleistungsunternehmen mit den Tätigkeitsschwerpunkten Beratung (Lila Consult) und operative Logistikabwicklungen (Lila Operating) ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken:

5.4 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft war im ersten Halbjahr 2009 weiter rückläufig, im zweiten Halbjahr 2009 wurden erste positive Entwicklungstendenzen sichtbar, die sich bis zum Jahresende doch z. T. wieder abschwächten. Insgesamt war in 2009 jedoch ein weltweiter Rückgang der Bruttoinlandsprodukte zu spüren. Es ist zu erwarten, dass sich die Weltkonjunktur von den aus der Immobilien- und Finanzmarktkrise resultierenden negativen Entwicklungen nur allmählich erholen wird.

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Müller – Die lila Logistik AG und deren Tochtergesellschaften. Eine Konjunktureintrübung könnte die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar beträchtliche ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe.

Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verschlechtern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nicht zeitgerecht möglich sind. Umsatzrückgänge hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge. Andererseits könnte ein unerwartetes starkes Wirtschaftswachstum mit einem damit einhergehenden deutlichen Schub der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen und Transportkapazitäten zu einer Verknappung auf der Beschaffungsseite führen.

Als Folge wirtschaftlicher Schwankungen und Eintrübungen könnten sich negative Auswirkungen der Kapitalbeschaffung ergeben. Beispielsweise könnte eine anhaltende oder sich verschlechternde Kreditverknappung auf den Finanzmärkten die Finanzierungsmöglichkeiten der Lila Logistik Gruppe, aber auch die unserer Kunden und Dienstleistungsunternehmen, erschweren, was zur Folge haben kann, dass sich die Ausrichtung unserer Dienstleistungen ändert, verzögert oder Transaktionen nicht durchgeführt werden.

5.5 Risiken transportnaher Dienstleistungen

Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.

Gemäß Aussagen der Creditreform weist die Transport- und Logistikbranche das höchste Insolvenzrisiko aller untersuchten Branchen auf (siehe Creditreform Wirtschaftsindikator: Analyse des 4. Quartals 2009 und Konjunkturausblick, Veröffentlichung vom 10. Februar 2010). Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. In einigen Fällen erfolgt der Einkauf zu längerfristig festgelegten Preisen oder durch Einzelbeauftragungen. Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Um die Risiken von Lieferausfällen zu begrenzen, werden die Subunternehmen sorgfältig ausgewählt. Eine geografische Streuung der Aufträge in den Segmenten macht uns unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten Alternativen zu finden. Weiterhin können externe Faktoren, beispielsweise ein steigender Dieselpreis, zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen. Dies könnte zu einer weiteren Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen. Auch könnte die Weigerung einzelner Kunden, Kostenerhöhungen zu übernehmen, dazu führen, dass die Kosten im Unternehmen verbleiben würden.

5.6 Abhängigkeiten von Großkunden aus der Automobilindustrie

Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Allerdings führte diese Vernetzung 2009 auch zu Umsatzrückgängen. Erstmals in der Firmengeschichte war im abgelaufenen Geschäftsjahr kein wesentliches Neuprojekt zu verzeichnen. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Gesellschaften dar.

Rund die Hälfte des Umsatzes der Lila Logistik Gruppe wird derzeit mit Kunden aus der Automobilbranche und Automobilzuliefererbranche generiert. Die Automobilindustrie und Kfz-Zulieferer befinden sich derzeit in einem schwierigen Umfeld. Gemäß Meldungen des Verbands der Automobilindustrie (siehe Pressemeldung des VDA vom 2. Februar 2010) blieben die Inlandsbestellungen auf Grund des Wegfalls der Umweltprämie um 16 % hinter dem Vorjahresvolumen zurück, während sich die einsetzende Erholung der Auslandsnachfrage Anfang 2010 fortsetzte. Die Studie "Money vs. Technology 2009" von Deloitte und IHS Global Insight (siehe Pressemitteilung von Deloitte vom 18. Januar 2010) zeigt, dass sich die Branche der deutschen Automobilzulieferer aktuell am "Scheideweg" befindet. Für die mittelfristige Zukunft werden geringere Umsätze und Gewinne, mehr Insolvenzen sowie eine daraus resultierende Zunahme von Fusionen und Übernahmen erwartet. Außerdem wird sich das Problem von Überkapazitäten auf den Kfz-Märkten nach Überzeugung von Branchenexperten noch verschärfen, wie die Umfrage unter 195 führenden Vertretern der Automobilzulieferindustrie von Deloitte ergab. Hierbei äußerten sich namhafte deutsche Zulieferbetriebe über die Schwierigkeit, Überkapazitäten abzubauen sowie an Bankkredite zu kommen, die dringend für Neuentwicklungen und -investitionen benötigt werden. Auf die Ankündigungen eines wesentlichen Kunden zur geplanten Schließung eines Produktionsstandorts hat die Gesellschaft im Rahmen des Risikomanagements angemessene Vorkehrungen getroffen. Der komplette Ausfall eines OEM aus der Automobilbranche würde wesentliche Auswirkungen auf die Beteiligungswerte im Geschäftsjahr 2010 haben.

Auf Grund möglicher Konjunktureintrübungen birgt eine verschlechterte Bonität von Großkunden Forderungsausfallrisiken. Diesen Ausfallrisiken begegnen wir zum einem mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum Teil mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen. Auf mögliche Umsatzausfälle wird mit kurzfristigen Kapazitätsanpassungen reagiert, wie bereits 2009 geschehen.

5.7 Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Finanzierungen, die wir innerhalb des Konzerns weitergeben, erfolgen in der Regel betrags- und fristenkongruent analog zur Refinanzierung. Hierbei ergeben sich zwei zentrale Risikofaktoren für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften: Zum einen Risiken aus dem Zinsänderungsrisiko, die durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie Zinsswaps gesteuert werden. Durch laufzeit- und betragskongruente Absicherungen werden bei mittel- und langfristigen Finanzierungen variable Verzinsungen überwiegend in Festzinsvereinbarungen getauscht. Zum anderen bestehen Risiken aus Wechselkursänderungen, die sich sowohl auf die operativen Cashflows, als auch auf die bilanziellen Werte zu den Bilanzierungsstichtagen auswirken. Die Auswirkungen auf die operativen Cashflows werden durch eine möglichst hohe Währungsidentität der Ein- und Auszahlungen eingegrenzt; wo dies nicht vollumfänglich gelingt, kommen bei Bedarf flankierende Maßnahmen wie Devisentermingeschäfte zum Einsatz.

Die regelmäßige Überwachung der Wechselkursentwicklung unterliegt dabei der kaufmännischen Leitung der nicht im Euro-Währungsraum tätigen Tochtergesellschaft. Als Auslöser für den Abschluss eines Sicherungsgeschäfts werden Wechselkurse vorab bestimmt, bei deren Erreichen die Transaktionen abgeschlossen werden. Zur Festlegung dieser Schwellen wird auf die Research-Einschätzungen deutscher Großbanken zurückgegriffen. Im Einzelnen werden die Sicherung des Zinsrisikos und das Devisenmanagement im Konzernanhang des Konzerngeschäftsberichts 2009 dargestellt.

5.8 Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen

Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz und Ressourceneinsatz führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Einsparungen bei gesetzlichen Abgaben. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.

5.9 Abhängigkeiten von einzelnen Personen des Managements

Engagierte und kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in unserer Unternehmensgruppe nicht zu finden oder sie nicht halten zu können. Die Organisationsstrukturen für eine positive Unternehmensentwicklung wurden 2009 kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen. Durch eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher und ein unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an unseren Standorten stellen wir den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften sicher. Die bisherigen Vorstandsverträge des CEO und CFO wurden im Geschäftsjahr 2009 bis Ende 2014 verlängert, der Vorstandsvertrag des neu bestellten COO wurde bis Ende 2012 geschlossen, sodass aus Unternehmenssicht die Managementstruktur langfristig gesichert wurde.

5.10 Management von Projektanläufen

Projektanläufe beinhalten grundsätzlich operative und finanzielle Risiken, insbesondere Kalkulations- und Haftungsrisiken. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Abschätzung ergeben sich die Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken.

5.11 IT-Risiken

Die Vernetzung aller unterschiedlichen Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen bei der Lila Logistik Gruppe erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Diese Systeme schützt Müller – Die lila Logistik AG durch aktuellste Virenschutzprogramme und wirkt im Falle eines systemseitigen Ausfalls mit Notfallplänen entgegen, die auch unabdingbarer Teil des Qualitätsmanagements sind.

5.12 Risiken der Internationalisierung

Der voranschreitenden Internationalisierung und infolge dessen der Ausdehnung der Geschäftstätigkeiten der Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG auf weitere Märkte muss die Gesellschaft Rechnung tragen. Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfelds können mit erheblichem Aufwand verbunden sein. Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten.

Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG betreiben auch Geschäfte außerhalb der Eurozone, in Polen. Ein Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb der Eurozone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen.

5.13 Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse

Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den im Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne den gesetzlichen Übergang nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung getragen hat, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.

5.14 Risiken aus dem Beteiligungsportfolio

Durch die Betreuung der einzelnen Konzerngesellschaften sowie durch ein standardisiertes Gruppen-Controlling ist Müller – Die lila Logistik AG im Detail über die Entwicklungen und Risiken in den Tochtergesellschaften informiert. Eine Belastung der Finanzund Ertragslage der Gesellschaft durch Rentabilitätsschwächen der Tochtergesellschaften kann trotz aller Vorkehrungen nicht ausgeschlossen werden. Weitere Risiken können sich bei den Beteiligungen ergeben, bei denen kein 100%iger Geschäftsanteilsbesitz vorliegt. Diese könnten das Verhältnis zu den weiteren Gesellschaftern betreffen, sich auf Gesellschafterbeschlüsse beziehen sowie Auswirkungen bis hin zur Steuerung und Entwicklung der Gesellschaft haben.

5.15 Chancen

Im Fokus der Marktchancen der Lila Logistik Gruppe steht die Erschließung von neuen Marktmöglichkeiten durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Vor allem in Osteuropa sehen wir die

Möglichkeit des Marktwachstums. Die dort bestehenden Standorte tragen dazu bei, dass die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage positiv beeinflusst wird.

Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem nach der Krise gestiegenen Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Müller – Die lila Logistik AG und deren Tochtergesellschaften bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand.

Unsere Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Neuprojektinvestitionen im Budget der Lila Logistik Gruppe einen wesentlichen Bestandteil aus.

Die Lila Logistik Gruppe wird das Innovationsmanagement auch 2010 konsequent fortsetzen. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird das Thema Nachhaltigkeit sein. Zudem wollen wir den Bereich des Interim Services entwickeln und zu neuen Geschäftsideen ausbauen. Indem wir das Ideenmanagement in Teilbereichen gezielt forcieren, sollen die Innovationspotenziale der Lila Logistik Gruppe erschlossen werden. Wir stellen 2010 für Aktivitäten des zentralen, übergreifenden Weiterbildungs- und Ideenmanagements ein Budget oberhalb der Größenordnung der Vorjahre zur Verfügung.

Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben sowie der nach wie vor nicht vollständig ausgenutzten Barkreditlinien

in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der langfristigen Konzernfinanzierung liegt in den 2008 und 2009 abgeschlossenen Kreditlinien und Kreditverträgen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 5.832 T€ Bankverbindlichkeiten getilgt, davon zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€. Aus einem KfW-Sonderprogramm Mittelstand wurden der Müller – Die lila Logistik AG Darlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€ mit einer Laufzeit bis Dezember 2013 zur Verfügung gestellt, die bei Bedarf entsprechend abgerufen werden können. Ein weiteres Darlehen über 600 T€ wurde von einer österreichischen Bank zur Verfügung gestellt und bis zum Bilanzstichtag nicht abgerufen. Für die weiteren Finanzierungsvorhaben gehen wir von der Annahme aus, dass sich die internationalen Finanz- und Kapitalmärkte im Verlauf des Jahres 2010 langsam entspannen werden – nicht zuletzt durch die konzertierten Unterstützungsmaßnahmen der Zentralbanken und Regierungen. Wir rechnen damit, dass sich die Märkte ab dem Jahr 2011 wieder zunehmend normalisieren werden.

6. Nachtragsbericht

Im Januar 2010 hat ein wesentlicher Kunde aus der Automobilbranche die Entscheidung verkündet, sein Produktionswerk in Antwerpen schließen zu wollen. Auf Grund bereits getroffener Maßnahmen zur Risikominderung werden dem Konzern aus der Entscheidung keine weiteren maßgeblichen Auswirkungen auf den Konzernjahresabschluss 2010 entstehen.

Am 4. Februar 2010 veröffentlichte die Gesellschaft Meldungen nach § 15a und § 26 WpHG, welche die Besitzverhältnisse der Kapitalverhältnisse an der Gesellschaft betreffen. Nähere Informationen hierzu können diesem Konzernlagebericht im Punkt 3 "Kapitalverhältnisse" entnommen werden. Darüber hinaus haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts stattgefunden.

7. Prognosebericht

7.1 Konjunkturausblick

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2010 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,9 Prozent aus. Aufgrund des soliden Wachstums im 2. Halbjahr 2009 hat der IWF seine Prognose in Höhe von 3,1 Prozent vom Oktober damit deutlich angehoben. Für die Eurozone erwartet der IWF ein Wachstum von 1,0 Prozent, für Deutschland einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 % (Economic Outlook, IMF Survey online, 26. Januar 2010). Für Polen rechnet der Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak mit einem Wirtschaftswachstum von etwa drei Prozent (vgl. Handelsblatt vom 29. Januar 2010 "Rezession macht um Polen einen Bogen"). Die Bundesregierung erwartet in ihrem aktuellen Jahreswirtschaftsbericht einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,4 % im Jahresdurchschnitt 2010. Dabei ist die Ausgangssituation für das Jahr 2010 aus Sicht der Bundesregierung von einer starken Unterauslastung der Produktionskapazitäten geprägt. Die wieder anziehende weltwirtschaftliche Nachfrage wird zu einem deutlichen Wachstum der deutschen Exporte führen, wobei das Niveau der deutschen Ausfuhren vor der Krise allerdings 2010 noch nicht erreicht werden (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jahreswirtschaftsbericht 2010, "Mit neuer Kraft die Zukunft gestalten").

7.2 Logistikbranche

Laut Logistik-Indikator vom ersten Quartal 2010, den das Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, ermittelt, gehen drei Viertel der Befragten von einem Anstieg der Logistiknachfrage aus. Dies zeigt auch ein Blick auf die Kapazitätsplanung: Die Investitionsbereitschaft nimmt zu und seit mehr als einem Jahr zeichnet sich erstmals wieder ein leichter Beschäftigungsaufbau ab (Logistik-Indikator im ersten Quartal 2010, IfW). Die Trends innerhalb der Logistik stellen sich dabei gegenläufig dar. Auf der einen Seite kann die Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen auf Grund der gestiegenen Wirtschaftlichkeitsüberlegungen signifikant ansteigen. Auf der anderen Seite können noch nicht wieder ausgelastete Mitarbeiterkapazitäten dazu führen, dass vermehrt das Insourcing von Leistungen betrieben wird.

7.3 Ausblick

Im Kern stellen die Beratung und die Umsetzung logistischer Dienstleistungen unvermindert das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe dar. Dabei wird das Hauptaugenmerk der Marktbearbeitung auf die Branchen Automotive, Electronics, Industrial und Consumer gelegt.

Auf Grund der fortlaufenden Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe stehen zukünftig auch die Branchen Energy und Medical & Pharma im erweiterten Mittelpunkt der Lila Logistik Gruppe. Darüber hinaus wird das Geschäftsmodell regelmäßig auf weitere zukunfts- und wachstumsorientierte Branchen und Produkte hin überprüft. Welcher der in diesem Bericht beschriebenen Trends sich durchsetzen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig absehbar.

Die im Vorjahr geänderte Führungsstruktur hat sich im wirtschaftlich schweren Umfeld sehr gut bewährt. Durch die klar definierten Aufgabenverteilungen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Müller – Die lila Logistik AG konnten die in der Wirtschaftskrise durchgeführten Kapazitätsanpassungen zur Rentabilitätssicherung erfolgreich umgesetzt werden.

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2010 bis zur Erstellung dieses Berichts lag leicht über den Erwartungen des Managements. Wesentliche Kundenneugewinnungen konnten in den ersten Monaten 2010 nicht verzeichnet werden. Die vorsorgliche Kündigung eines Kunden aus dem Bereich Automotive zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wird sich auf Grund der Vertragsbindung bis Ende 2010 frühestens im Geschäftsjahr 2011 niederschlagen.

Der Vorstand der Müller – Die Lila Logistik AG erwartet, bedingt durch anhaltende Unsicherheiten und unklare Tendenzen im Logistikmarkt, für das laufende Geschäftsjahr 2010 ein lediglich moderates Umsatzwachstum. Die Umsatzerlöse werden zum Ende des Geschäftsjahres in einem Korridor zwischen 80 und 85 Millionen Euro erwartet. Die im Zusammenhang mit eventuellen Neuprojekten auftretenden Anlaufkosten werden einen negativen Effekt auf das operative Ergebnis haben. Erträge vom Standort Hermaringen werden durch die Schließung des Standorts zum 31. Dezember 2009 im Ergebnis 2010 fehlen. Restrukturierungen bei Kunden führen in der Regel zu Kapazitätsanpassungen der Lila Logistik Gruppe. Mittelfristig sieht sich die Lila Logistik Gruppe auf einem intakten positiven Entwicklungspfad, der bei einer nachhaltigen gesamtwirtschaftlichen Erholung und einer Anknüpfung an das Vorkrisenniveau in eine Ergebnissteigerung mündet.

Die erfolgreiche Zertifizierung unseres Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 sowie unseres Umweltmanagementsystems

nach ISO 14001 sowie kommender Standards wird ebenfalls für die Jahre 2010/2011 erwartet und angestrebt.

Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.

8. Erklärung zur Unternehmensführung

8.1 Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die aktualisierte Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der gemeinsamen Dezembersitzung 2009 unterzeichnet und unmittelbar den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich gemacht. Darin enthalten sind die Begründungen der Nichtanwendung, sofern zutreffend, von Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Erklärung ist Bestandteil des Konzerngeschäftsberichts und kann dort nachgeschlagen werden.

8.2 Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Nachhaltigkeit, Integrität und gute Unternehmensführung verstehen wir als wichtige Komponenten unserer Unternehmenskultur. Sie prägen unser Verhalten gegenüber allen beteiligten Per sonengruppen wie Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aktionären.

8.3 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand ist als Leitungsorgan der Gesellschaft dem Unternehmensinteresse verpflichtet und besteht aus zwei, seit dem 1. Januar 2010 aus drei Mitgliedern. Er ist zuständig für die Unternehmenspolitik, für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Investitions-, Finanz- und Personalplanung, die Ressourcenallokation sowie die Führung der Geschäftsbereiche. Dem Vorstand obliegt die Aufstellung der Zwischenmitteilungen der Geschäftsführung, des Jahresabschlusses der Müller – Die

lila Logistik AG sowie des Konzernabschlusses der Lila Logistik Gruppe. Ferner ist er für die Einrichtung eines effektiven Risikomanagementsystems im weitesten Sinne zuständig; er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien.

Die Arbeit des Vorstands ist durch seine Geschäftsordnung geregelt, in der die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Ressortzuständigkeiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit festgehalten sind.

Die Vorstandssitzungen werden von dem Vorsitzenden des Vorstands einberufen. Der Vorsitzende des Vorstands leitet die Vorstandssitzungen und koordiniert die Ressorts. In seiner Abwesenheit wird die Sitzung von seinem Vertreter und bei längerer Abwesenheit von dem vom Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmten Vorstandsmitglied geleitet. Personen, die nicht dem Vorstand angehören, können zu einer Vorstandssitzung beratend hinzugezogen werden.

Über wesentliche Verhandlungen und Beschlüsse ist eine kurze Niederschrift anzufertigen. Dabei werden die Beschlüsse des Vorstands regelmäßig in Vorstandssitzungen gefasst. Beschlüsse können jedoch auch ohne Sitzung auf schriftlichem, fernschriftlichem oder telefonischem Weg gefasst werden; die Herbeiführung solcher Beschlüsse erfolgt durch den Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Abwesende Vorstandsmitglieder können telefonisch an der Beschlussfassung teilnehmen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Risikolage, des Risikomanagements und geht dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung.

Der Vorstand bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats zur Vornahme von Geschäften, wenn sie über den Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs hinausgehen und von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung für das Unternehmen sind. Wesentliche unternehmerische Entscheidungen in diesem Sinne sind z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresbudgets. Dabei ist das Kriterium der Wesentlichkeit auch an Wertgrenzen geknüpft.

Informationen zur Vergütung des Vorstands erhalten Sie im Vergütungsbericht dieses Lageberichts.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Er besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu zwei Dritteln mit Anteilseignern und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Seine Tätigkeit übt er nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, des Deutschen Corporate Governance Kodex, der Satzung und seiner Geschäftsordnung aus. Er erörtert regelmäßig mit dem Vorstand die Geschäftsentwicklung, die Planung, die Strategie und deren Umsetzung sowie das Risikomanagementsystem. Wesentliche unternehmerische Entscheidungen, z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des genehmigten Jahresbudgets sind an seine Zustimmung gebunden. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands und ist auch für die Verlängerung der Bestellung der Mitglieder des Vorstands bzw. deren Abberufung sowie für die Festlegung der Vergütung des Vorstands zuständig. Ferner obliegt ihm die Genehmigung bzw.

Billigung des vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Mit der Genehmigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss bzw. Konzernabschluss festgestellt bzw. gebilligt.

Für die Dauer seiner Amtszeit wählt er aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Vertreter. Der Aufsichtsrat kann aus seiner Mitte Ausschüsse bilden, denen, soweit gesetzlich zulässig, auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden können. Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat einen Prüfungsausschuss und einen Personalausschuss gebildet.

Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in Sitzungen gefasst. Ersatzweise ist eine Beschlussfassung schriftlich, durch Telefax, E-Mail oder fernmündliche Stimmabgabe zulässig.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, persönlich oder durch schriftliche Stimmabgabe an der Beschlussfassung teilnimmt. Soweit nicht gesetzlich etwas anderes bestimmt ist, fasst der Aufsichtsrat seine Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Sitzungsablauf und die Art der Abstimmung werden von dem Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt. Über die Beschlussfassungen ist eine Niederschrift anzufertigen.

Einen Überblick über seine Arbeit gibt der Aufsichtsrat in seinem Bericht im Konzerngeschäftsbericht.

Besigheim, 22. März 2010

Michael Müller Rupert Früh Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen

KONZERNBILANZ (nach IFRS) zum 31. Dezember 2009

Aktiva Anhang 31.12.2009 31.12.2008
I. Langfristige Vermögenswerte
1. Immaterielle Vermögenswerte 11 502.613 864.427
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11 9.754.081 9.754.081
3. Sachanlagen 11 12.406.601 12.247.408
4. Langfristige finanzielle Vermögenswerte 11 36.226 86.903
5. Ausleihungen 2.060 110.350
6. Latente Steuern 10 169.920 396.075
7. Steuererstattungsansprüche 1.288 57.445
8. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 436.582
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 22.872.789 23.953.271
II. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 7.426.397 8.469.145
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13 9.618.434 9.662.762
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen,
verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen
51.549 27.682
4. Vorräte 12 34.608 52.147
5. Steuererstattungsansprüche 498.879 321.150
6. Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 16 709.964 956.290
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 18.339.831 19.489.176
Aktiva, gesamt 41.212.620 43.442.447
Passiva 31.12.2009 31.12.2008
I.
Langfristige Schulden
1. Langfristige Darlehen
22
4.723.750 7.611.250
2. Langfristige Finanzleasingverpflichtungen
23
81.710 30.245
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen 0 100.000
4. Latente Steuern
10
1.639.881 1.077.832
5. Sonstige Rückstellungen
19
118.537 264.434
6. Pensionsrückstellungen
18
468.398 475.958
20
7. Sonstige langfristige Schulden
647.408 701.635
Langfristige Schulden, gesamt 7.679.684 10.261.354
II. Kurzfristige Schulden
1. Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverpflichtungen
23
86.072 114.861
2. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen
22
890.855 3.835.588
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.464.945 2.693.818
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und
verbundenen Unternehmen 289.840 596.252
5. Sonstige Rückstellungen 1.916.451 765.692
6. Steuerschulden 965.732 1.032.925
7. Sonstige kurzfristige Schulden
20
6.482.937 6.976.349
Kurzfristige Schulden, gesamt 14.096.832 16.015.485
III. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital
17
7.955.750 7.955.750
2. Kapitalrücklage 9.643.055 9.643.055
3. Gewinnrücklagen 2.997.712 879.324
4. Ausstehende Aktienoptionen 23.341 23.341
5. Kumuliertes übriges Eigenkapital
17
-1.220.726 -1.372.834
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 19.399.132 17.128.636
6. Minderheitenanteile
17
36.972 36.972
Eigenkapital, gesamt 19.436.104 17.165.608
Passiva, gesamt 41.212.620 43.442.447

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

2009 2008
Anhang
1. Umsatzerlöse 5 79.403.240 88.680.561
2. Sonstige betriebliche Erträge 6 2.986.341 6.996.026
4. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.242.233 -28.414.834
5. Personalaufwand 7 -31.987.761 -33.852.901
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 9
des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.661.871 -1.502.004
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -22.140.201 -24.015.050
8. Betriebsergebnis 4.357.515 7.891.798
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 401.759 1.669.779
10. Finanzierungsaufwendungen -1.010.269 -3.136.099
11. Beteiligungsergebnis -68.572 -74.157
12. Konzernergebnis vor Steuern 3.680.433 6.351.321
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 -1.562.045 -2.476.320
14. Konzernjahresüberschuss 2.118.388 3.875.001
Davon entfallen auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens 2.118.388 3.875.001
Minderheitsgesellschafter 0 0

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

2009 2008
Konzernjahresüberschuss 2.118.388 3.875.001
Ergebnis aus der Währungsumrechnung 152.246 -1.424.888
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -138 -32.461
Ergebnis aus latenten Steuern 0 9.605
Sonstiges Ergebnis 152.108 -1.447.744
Gesamtergebnis 2.270.496 2.427.257

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

(nach IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

2009 2008
Konzernjahresüberschuss
Abschreibungen
2.118.388
1.661.871
3.875.001
1.502.004
Veränderung der Rückstellungen und Wertberichtigungen 1.027.923 30.256
Verlust (Vorjahr: Gewinn) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und 9.741 -4.765.576
Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte
Verlust aus dem Abgang assoziierter Unternehmen 0 1.029.664
Fremdwährungsdifferenzen 14.728 162.271
Veränderung der Derivate -138 -32.462
Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden 599.438 1.409.662
Veränderung der Vorräte 17.539 -22.654
Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen gegen -10.160 6.887.213
nahestehende Unternehmen und Beteiligungsunternehmen
Veränderung sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte 682.908 -869.166
Veränderung der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten 364.715 -2.892.403
gegenüber nahestehenden Personen
Veränderung sonstiger Schulden und erhaltener Anzahlungen -547.502 2.043.119
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 5.939.451 8.356.929
Erwerb von langfristigen Vermögenswerten -1.464.839 -2.344.415
Erwerb von Beteiligungen -5.000 0
Erwerb von konsolidierten Unternehmen, abzüglich liquider Mittel 0 -251.363
Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen 0 -44.000
Erlöse aus dem Verkauf von Anteilen an assoziierten Unternehmen 0 845.000
Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und 152.574 11.121.129
von zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.317.265 9.326.351
Einzahlungen aus Ausleihungen 108.290 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen 0 880.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -5.832.233 -11.172.970
Veränderung Gesellschafterdarlehen 0 -15.355
Veränderung Finanzierungsleasing 22.677 -125.406
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.701.265 -10.433.731
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -1.079.080 7.249.549
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel 14.914 -76.404
Zahlungsmittel zu Beginn der Periode 8.469.145 1.294.673
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung 21.417 1.327
Zahlungsmittel am Ende der Periode 7.426.397 8.469.145
Zusätzliche Angaben
Einzahlungen aus Zinsen 1 340.024 762.895
Einzahlungen aus Ertragsteuern 2 111.550 36.282
Auszahlungen aus Zinsen 1 956.602 1.318.214
Auszahlungen aus Ertragsteuern 2 862.451 959.844

1 Enthalten im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

2 Enthalten im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (nach IFRS)

Saldo am 1. Januar 2009 Konzernjahresüberschuss Fremdwährungsumrechnung* Marktbewertung von Derivaten*

Saldo zum 31. Dezember 2009

Saldo am 1. Januar 2008 Erwerb von Minderheitenanteilen Konzernjahresüberschuss Fremdwährungsumrechnung* Marktbewertung von Derivaten*

Saldo zum 31. Dezember 2008

Entwicklung des Eigenkapitals 2009

Gewinnrück-
lagen einschl.
Ergebnisvor- Kumuliertes
Gezeichnetes Kapital- trag und Kon- Ausstehende übriges Eigenkapital
Kapital rücklage zernergebnis Aktienoptionen Eigenkapital Minderheiten (gesamt)
7.955.750 9.643.055 879.324 23.341 -1.372.834 36.972 17.165.608
0 0 2.118.388 0 0 0 2.118.388
0 0 0 0 152.246 0 152.246
0 0 0 0 -138 0 -138
7.955.750 9.643.055 2.997.712 23.341 -1.220.726 36.972 19.436.104

Entwicklung des Eigenkapitals 2008

Gezeichnetes
Kapital

7.955.750
Kapital-
rücklage

9.643.055
Gewinnrück-
lagen einschl.
Ergebnisvor-
trag und Kon-
zernergebnis

-2.995.677
Ausstehende
Aktienoptionen

23.341
Kumuliertes
übriges
Eigenkapital

74.910
Minderheiten

188.848
Eigenkapital
(gesamt)

14.890.227
0 0 0 0 0 -151.876 -151.876
0 0 3.875.001 0 0 0 3.875.001
0 0 0 0 -1.424.888 0 -1.424.888
0 0 0 0 -22.856 0 -22.856
7.955.750 9.643.055 879.324 23.341 -1.372.834 36.972 17.165.608

* Anm: Die Positionen Fremdwährungsumrechnung und Marktbewertung von Derivaten sind Bestandteile des Gesamtergebnisses der Lila Logistik Gruppe. Hierzu verweisen wir auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2009 Veränderung
des Konso
lidierungs
kreises
Zugänge Abgänge Kursdiffe
renzen
31.12.2009
I.
Immaterielle Vermögenswerte
2.300.128,12 3.582,55 28.311,15 0,00 666,02 2.332.687,84
II.
Geschäfts- oder Firmenwert
10.868.587,16 0,00 0,00 0,00 0,00 10.868.587,16
III. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
ein schließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
9.785.418,25 0,00 0,00 0,00 152.241,30 9.937.659,55
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
10.286.476,91 0,00 1.322.105,54 382.538,77 5.544,98 11.231.588,66
3. In Erstellung befi ndliche
Anlagen
11.216,57 0,00 114.422,04 87.457,73 175,28 38.356,16
20.083.111,73 0,00 1.436.527,58 469.996,50 157.961,56 21.207.604,37
IV. Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
55.677,51 -25.000,00 0,00 30.677,51 0,00 0,00
2. Beteiligungen 31.225,84 0,00 5.000,00 0,00 0,00 36.225,84
86.903,35 -25.000,00 5.000,00 30.677,51 0,00 36.225,84
V.
Ausleihungen
110.350,27
33.449.080,63
0,00
-21.417,45
0,00
1.469.838,73
108.290,27
608.964,28
0,00
158.627,58
2.060,00
34.447.165,21
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2009 Abschrei
bungen des
Geschäfts
jahres
Abgänge Kursdiffe
renzen
31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
1.435.701,45 393.133,87 0,00 1.239,68 1.830.075,00 502.612,84 864.426,67
1.114.506,07 0,00 0,00 0,00 1.114.506,07 9.754.081,09 9.754.081,09
662.029,21 447.017,65 0,00 28.341,96 1.137.388,82 8.800.270,73 9.123.389,04
7.173.674,84 821.719,79 338.359,55 6.579,57 7.663.614,65 3.567.974,01 3.112.802,07
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 38.356,16 11.216,57
7.835.704,05 1.268.737,44 338.359,55 34.921,53 8.801.003,47 12.406.600,90 12.247.407,68
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 55.677,51
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 36.225,84 31.225,84
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 36.225,84 86.903,35
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.060,00 110.350,27
10.385.911,57 1.661.871,31 338.359,55 36.161,21 11.745.584,54 22.701.580,67 23.063.169,06

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2009

Grundlagen der Rechnungslegung

(1) Grundsätzliches

Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2009 wurde in Übereinstimmung mit internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Verlautbarungen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden berücksichtigt.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und An gaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2008 zu Grunde lagen. Mit der Neufassung des IAS 1 Darstellung des Abschlusses enthält der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 jedoch erst malig neben der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung eine separate Gesamtergebnisrechnung. In der Gesamtergebnisrechnung werden sowohl das Jahresergebnis als auch sämtliche ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen des Geschäftsjahres ausgewiesen, die das kumulierte übrige Eigenkapital betreffen. Weiterhin wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 erstmalig die Regelungen des IFRS 8 angewendet. IFRS 8 regelt, welche Finanzinformationen ein Unternehmen in seiner Berichterstattung bezüglich seiner operativen Segmente zu machen hat. Der Standard folgt dem "Management Approach", wonach Informationen zu den operativen Segmenten des Unternehmens auf Grundlage interner Berichterstattung zu erfolgen hat.

Durch die Erstellung der Konzernabschlusses in T€ kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in Euro basiert.

(2) Geschäftsmodell

Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung und der Umsetzung von Logistiklösungen an. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe durchbricht damit die klassische Trennung von Beratung und Umsetzung in der Logistik. Das Planungs- und Be ratungssegment (bisher Logistics Design) wurde im Geschäftsjahr 2009 unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Unternehmensberatung (Emporias Management Consulting GmbH), Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzung von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettiert, erfolgt seit 2009 im Segment Lila Operating (bisher Logistics Operating).

Im Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen den Aufgabenstellungen Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns.

Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kernund Zielbranchen platziert:

  • Automotive
  • Electronics
  • Consumer
  • Industrial
  • Energy
  • Medical & Pharma

Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte national und international tätige Unternehmen.

(3) Sitz der Gesellschaft

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim-Ottmarsheim, Deutschland. Weitere Standorte befanden sich am 31. Dezember 2009 in Antwerpen (Belgien), Bochum, Böblingen, Bünde, Gliwice (Polen), Graz (Österreich), Herne, Malacky (Slowakei), Recklinghausen, Schorndorf, Unterföhring, Warschau (Polen), Wroclaw (Polen), Zwenkau und Zwickau. Bedingt durch das Auslaufen des Kundenvertrags wurde der Standort in Hermaringen nahe Ulm zum 31. Dezember 2009 geschlossen.

(4) Konsolidierungskreis und -methoden

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 sind neben der Müller – Die lila Logistik AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise auf die Tätigkeit beherrschenden Einfluss nehmen kann.

Im Vorjahr wurde auf die Einbeziehung der ILS Depot GmbH, Herne, auf Grund von Unwesentlichkeit, verzichtet. Die ILS Depot GmbH wurde zwischenzeitlich am 6. Januar 2009 liquidiert. Im Vergleich zum Betrachtungszeitraum des Vorjahres sind zudem die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o., Malacky (Slowakei) sowie die Value Added Logistics Sp. z o.o., Gliwice (Polen), über den gesamten Zeitraum in den Konsolidierungs kreis einbezogen. Darüber hinaus haben keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.

Die Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem Müller – Die lila Logistik AG die Möglichkeit der Beherrschung erlangt.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vollkonsolidierten Unternehmen:

Beteiligung Sitz der
Gesellschaft
Stammkapital
in T€
Beteiligungs
anteil in Prozent
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH Besigheim 1.010 100 %
Müller – Die lila Logistik Ost GmbH Zwenkau 25 100 %
Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH Herne 256 100 %
Müller – Die lila Logistik GmbH Herne 31 mittelbar 100 %
Müller – Die lila Logistik Nord GmbH Bünde 25 100 %
Müller – Die lila Logistik West GmbH Herne 25 100 %
Müller – Die lila Logistik Austria GmbH Graz (Österreich) 35 100 %
Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. Malacky (Slowakei) 25 100 %
Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 901 * 100 %
Value Added Logistics Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 122 * 100 %
Emporias Management Consulting GmbH Unterföhring 50 76 %

*umgerechnet zum Stichtagskurs

Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von Müller – Die lila Logistik AG gehalten. Eine Ausnahme bildet die Müller – Die lila Logistik GmbH, die eine 100%ige Tochtergesellschaft der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH ist.

Die Beteiligung an der FMS Logistic GmbH, Besigheim, an der Müller – Die lila Logistik AG mit 33,33 % beteiligt ist, wird wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode einbezogen. Ebenso wird eine Beteiligung an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungsverbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft), Alzenau, wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode einbezogen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009:

Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Erwerbsmethode zur Anwendung. Dabei werden im Rahmen der Erstbewertung die identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte und Schulden, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht angesetzt wurden, mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt erfasst. Die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem Konzernanteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens, das zu Zeitwerten bewertet wurde, aufgerechnet. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Nach IFRS 3 darf der erworbene Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben werden, sondern muss, unabhängig vom Vorliegen von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36 unterzogen werden.

Konsolidierte Unternehmen Beteiligungs
quote
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Ost GmbH, Zwenkau 100 %
Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Herne 100 %
Müller – Die lila Logistik West GmbH, Herne 100 %
Müller – Die lila Logistik Nord GmbH, Bünde 100 %
Müller – Die lila Logistik Austria GmbH, Graz (Österreich) 100 %
Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o., Malacky (Slowakei) 100 %
Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o., Gliwice (Polen) 100 %
Value Added Logistics Sp. z o.o., Gliwice (Polen) 100 %
Müller – Die lila Logistik GmbH, Herne mittelbar 100 %
Emporias Management Consulting GmbH, Unterföhring 76 %

Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und Beteiligungen

33,33 %
mittelbar 7,7 %

In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit dem korrespondierenden Aufwandsposten verrechnet worden. Zwischengewinne sind wie im Vorjahr nicht zu eliminieren gewesen.

Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB

Folgende Kapitalgesellschaften, die verbundene, konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der be freiende Konzernabschluss ist, nahmen für das Geschäftsjahr 2009 die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung von dem Anhang, teilweise dem Lagebericht sowie der Offenlegung in Anspruch:

Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Herne Müller – Die lila Logistik GmbH, Herne Emporias Management Consulting GmbH, Unterföhring

Der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, und der Müller – Die lila Logistik Ver waltung GmbH, Herne, wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2009 aufgehoben. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 12. Januar 2010. Die steuerliche Organschaft der Müller – Die lila Logistik AG mit der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH besteht noch für 2009.

Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen Müller – Die lila Logistik AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr

erstmals angewandt, die wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows haben:

  • IAS 1 "Presentation of Financial Statements"
  • IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures"
  • IFRS 8 "Operating Segments"

Im September 2007 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) eine Änderung des IAS 1 "Presentation of Financial Statements". Die Änderungen des IAS 1 wurden im Dezember 2008 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Müller – Die lila Logistik AG hat entsprechend den Anforderungen des IAS 1 die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt retrospektiv angepasst:

  • Sämtliche Änderungen des Eigenkapitals, die auf Transaktionen mit Anteilseignern beruhen, sind gesondert von solchen Änderungen des Eigenkapitals dargestellt, die nicht auf Transaktionen mit Anteilseignern beruhen.
  • Erträge und Aufwendungen sind gesondert von Transaktionen mit Eigentümern in zwei Abschlussbestandteilen (Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung) dargestellt.
  • Die Bestandteile des Postens "Sonstiges Ergebnis" sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt.
  • Das "Kumulierte sonstige Konzernergebnis" ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

IAS 1 fordert zudem die Angabe des jeweiligen Betrags an Ertragsteuern pro Bestandteil des "Sonstigen Ergebnisses" und die Darstellung der Umklassifizierungsbeträge in das "Sonstige Ergebnis".

Die Änderungen des IAS 1 wurden von der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2009 angewandt und die Darstellung des Abschlusses wurde entsprechend angepasst.

Das IASB hat am 5. März 2009 Änderungen zu IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht. Die Änderungen tragen den Titel "Improving Disclosures about Financial Instruments – Amendments to IFRS 7" und beinhalten auch kleinere Änderungen von IFRS 4 "Insurance Contracts". Diese Änderungen wurden im November 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen des IFRS 7 betreffen Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie zu Angaben des Liquiditätsrisikos. Die Angaben zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden dahingehend spezifiziert, dass eine tabellarische Aufgliederung für jede Klasse von Finanzinstrumenten anhand einer dreistufigen "Fair Value-Hierarchie" eingeführt und der Umfang der Angabepflichten darüber hinaus erweitert wird. Hierbei wird zwischen drei Bewertungskategorien unterschieden:

  • Level 1: Auf der ersten Ebene der "Fair Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.
  • Level 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert mithilfe von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen

Finanzinstruments, die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode oder von Optionspreismodellen. Der beizulegende Zeitwert wird auf der Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.

Level 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter zugrunde.

Darüber hinaus werden die Angaben zum Liquiditätsrisiko klargestellt und erweitert. So sind Angaben zu Fälligkeiten getrennt nach nicht derivativen und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten anzugeben. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden.

Im November 2006 hat das IASB den IFRS 8 "Operating Segments" verabschiedet. IFRS 8 ersetzt IAS 14 "Segment Reporting" und ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRS 8 regelt, welche Finanzinformationen ein Unternehmen in seiner Berichterstattung bezüglich seiner operativen Segmente zu machen hat. Der Standard folgt dem sogenannten "Management Approach", wonach Informationen zu den operativen Segmenten des Unternehmens auf der Grundlage interner Berichterstattung zu erfolgen hat. IFRS 8 hat bei der Müller – Die lila Logistik AG zu geänderten Angaben bei der Segmentbericht erstattung geführt.

Alle in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten, vom IASB herausgegebenen Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen, die im Geschäftsjahr 2009 erstmalig anzuwenden sind, hatten keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG. Die Änderungen aus dem

Verlautbarung Datum der Veröffentlichung
durch das IASB
Titel
IFRIC 13 28. Juni 2007 Customer Loyalty Programmes
IAS 18 22. Mai 2008 Revenues
IAS 23 29. März 2007 Borrowing Costs
IFRS 2 17. Januar 2008 Share-based Payment
lAS 32 14. Februar 2008 Financial Instruments: Presentation
IFRS 1/lAS 27 22. Mai 2008 First-time Adoption of International
Financial Reporting Standards!
Consolidated and Separate Financial Statements
IFRIC 15 3. Juli 2008 Agreements for the Construction of Real Estate
IFRIC 16 3. Juli 2008 Hedges of a Net Investment
in a Foreign Operation
IFRIC 18 29. Januar 2009 Transfer of Assets from Customers
IFRIC 9/lAS 39 12. März 2009 Reassessment of Embedded Derivatives/
Financial Instruments:
Recognition and Measurement

"Annual lmprovements Project" vom Mai 2008 hatten ebenfalls keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen

Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 "Business Combinations" und IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" veröffentlicht. Die Standards sind das Ergebnis der zweiten Phase des gemeinsam mit dem Financial Accounting Standards Board (FASB) durchgeführten Projekts zur Reformierung der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen. Die überarbeiteten Fassungen von IFRS 3 und IAS 27 wurden im Juni 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IFRS 3 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Für die bilanzielle Behandlung von Anteilen anderer Gesellschafter sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln ausgeübt werden.
  • Für sukzessive Unternehmenserwerbe erfolgt im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile an dem erworbenen Unternehmen. Der Goodwill ermittelt sich im Anschluss als Differenz zwischen dem neu bewerteten Beteiligungsbuchwert zuzüglich Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der neuen Anteile abzüglich des erworbenen Nettovermögens.
  • Bedingte Kaufpreiszahlungen oder sonstige bedingte Gegenleistungen (Contingent Considerations) werden im Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und im Erwerbszeitpunkt entweder als Eigenkapital oder als Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit klassifiziert. Die Folgebilanzierung für vereinbarte Contingent Considerations erfolgt gemäß der im Erwerbszeitpunkt gewählten Klassifizierung.

  • Anschaffungsnebenkosten im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben sind als Aufwand zu erfassen.

  • Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen (Contingent Considerations), die im Erwerbszeitpunkt als Verbindlichkeiten zu erfassen sind, ist in der Folgebewertung keine Anpassung des Goodwill mehr möglich.
  • Effekte aus der Abwicklung von Geschäftsbeziehungen, die bereits vor dem Unternehmenszusammenschluss bestanden, sind nach der neuen Fassung des IFRS 3 nicht in die Ermittlung der Gegenleistung für den Zusammenschluss einzubeziehen.
  • Gegenüber der bisherigen Fassung regelt IFRS 3 in der überarbeiteten Fassung den Ansatz und die Bewertung von Rechten, die vor dem Unternehmenszusammenschluss einem anderen Unternehmen gewährt wurden und nun im Rahmen des Zusammenschlusses wirtschaftlich zurückerlangt werden (zurückerworbene Rechte).

Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des lAS 27 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung sind ausschließlich als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen.
  • Bei Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens sind die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden auszubuchen. Neu geregelt ist, dass eine verbleibende Beteiligung an dem vormaligen Tochterunternehmen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist und dass sich hierbei ergebende Differenzen ergebniswirksam zu erfassen sind.
  • Übersteigen die auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Verluste den Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital des Tochterunternehmens, sind diese trotz entstehender Negativsaldos den Minderheitenanteilen zuzurechnen.

Die neue Fassung des IFRS 3 ist prospektiv auf Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt in

jährliche Berichtsperioden fällt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt, jedoch begrenzt auf jährliche Berichtsperioden, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Die Änderungen des IAS 27 sind auf jährliche Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine frühere Anwendung eines der beiden Standards setzt jedoch die gleichzeitige frühere Anwendung des jeweils anderen Standards voraus. Die Müller – Die lila Logistik AG wird die Änderungen des IFRS 3 und des IAS 27 erstmalig für Unternehmenszusammenschlüsse und Transaktionen mit Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2010 anwenden.

Im Juli 2008 veröffentlichte das IASB eine Änderung des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Die Änderung von IAS 39 wurde im September 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Durch die Änderung "Eligible Hedged Items" wird konkretisiert, dass auch allein Cashflow- oder Fair Value-Änderungen eines Grundgeschäfts über- oder unterhalb eines bestimmten Preises bzw. einer anderen Variablen als Hedge designiert werden können. Die Änderung des IAS 39 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Vorschriften sind retrospektiv anzuwenden. Aus der Änderung des Standards werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG ergeben.

Im November 2008 hat das IASB eine überarbeitete Fassung des IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards" veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung wurde im November 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Darüber hinaus wurde der IFRS 1 im Juli 2009 um zwei zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender

ergänzt. Diese wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Im Januar 2010 wurde der IFRS 1 abermals geringfügig ergänzt. Die Ergänzung wurde ebenfalls noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und ist verpflichtend ab dem 1. Juli 2010 anzuwenden. Sämtliche Änderungen des IFRS 1 sind für die Finanzberichterstattung der Müller – Die lila Logistik AG nicht relevant.

Im November 2008 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 17 "Distribution of Non-Cash Assets to Owners". IFRIC 17 wurde im November 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation betrifft den Ansatz und die Bewertung von Verbindlichkeiten aus Ausschüttungen in Form von Sachdividenden (z. B. Sachanlagen) und klärt die Frage, wie ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der ausgeschütteten Vermögenswerte und dem Zeitwert der gezahlten Dividende zu bilanzieren ist. IFRIC 17 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Aus der Anwendung von IFRIC 17 werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG ergeben.

Im April 2009 hat das IASB "Improvements to IFRSs" veröffentlicht – eine Sammlung von nicht dringenden, jedoch notwendigen Änderungen von bestehenden IFRSs. Es handelt sich hierbei um die zweite im Rahmen des Annual 1 Improvements Project veröffentlichte Verlautbarung, die Änderungen an zwölf bestehenden Standards und Interpretationen enthält. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sofern im jeweiligen Standard nichts anderes bestimmt ist, sind die Änderungen für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Änderungen haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG.

Das IASB hat im Juni 2009 Änderungen zu IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Diese wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung von "group-settled share-based payment"-Transaktionen, bei denen ein Tochterunternehmen Güter oder Dienstleistungen von Arbeitnehmern oder Lieferanten erhält, die vom Mutterunternehmen oder einem anderen Konzernunternehmen bezahlt werden. Ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, muss diese bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt, und unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Das Board hat weiterhin klargestellt, dass der Begriff "Group" in IFRS 2 die gleiche Bedeutung hat wie in IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements". Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Regelungen in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 "Scope of IFRS 2" und IFRIC 11 "IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions" enthalten waren. Daher hat das IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen. Die Änderungen in IFRS 2 sind rückwirkend erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Aus wirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG haben.

Das IASB hat im Oktober 2009 eine Ergänzung des Standards IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" veröffentlicht. Diese Ergänzung wurde im Dezember 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Diese betrifft die Klarstellung der Klassifizierung von Bezugsrechten als Eigen- oder Fremdkapital, wenn die Bezugsrechte auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lauten. Bislang wurden solche Rechte als derivative Verbindlichkeiten bilanziert. Die Ergänzung sieht vor, dass solche Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Währungsbetrag anteilig an die Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die Währung des Ausübungspreises ist dabei nicht von Belang. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Ergänzung wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG haben.

Das IASB hat im November 2009 Änderungen zu IAS 24 "Related Party Disclosures" veröffentlicht. Bisher mussten Unternehmen, die staatlich kontrolliert oder bedeutend beeinflusst sind, Informationen zu allen Geschäftsvorfällen mit Unternehmen, die vom gleichen Staat kontrolliert oder bedeutend beeinflusst werden, offenlegen. Nach dem geänderten Standard sind weiterhin Angaben erforderlich, die für Adressaten von Abschlüssen wichtig sind. Jedoch sind von nun an Informationen ausgenommen, die nur mit hohem Kostenaufwand zur Verfügung gestellt werden können oder von wenig Wert für die Adressaten sind. Dies wird dadurch erreicht, dass nur Angaben zu solchen Geschäftsvorfällen gefordert sind, die einzeln oder zusammen genommen von Bedeutung sind. Weiterhin wurden die Definition für ein nahestehendes Unternehmen oder eine nahestehende Person vereinfacht und Unstimmigkeiten beseitigt. Diese Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht

übernommen. Der überarbeitete Standard ist rückwirkend für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG haben.

Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des lAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die übrigen Phasen des Projekts, in denen die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten, die Wertminderung von Finanzinstrumenten und das Hedge Accounting überarbeitet werden, sowie ein weiteres Projekt bzgl. Ausbuchung von Finanzinstrumenten wurden noch nicht finalisiert. Das IASB strebt einen vollständigen Ersatz des IAS 39 bis Ende 2010 an. IFRS 9 schreibt vor, dass finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden beiden Bewertungskategorien zuzuordnen sind: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" oder "Zum Fair Value". Zudem gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht der Bewertung zum Fair Value, indem er gestattet, finanzielle Vermögenswerte, die normalerweise der Kategorie "at amortized cost" zuzuordnen wären, der Kategorie "at fair value" zuzuordnen, wenn dies Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder erheblich verringert. Eigenkapitalinstrumente sind zwingend der Kategorie "at fair value" zuzuordnen. Der Standard gestattet jedoch beim erstmaligen Ansatz von Eigen kapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken erworben wurden, das unwiderrufliche Wahlrecht auszuüben, diese erfolgsneutral direkt im Eigenkapital "Zum Fair Value" zu designieren. Hieraus erhaltene Dividenden werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Vorschriften sind retrospektiv abzubilden. Die Müller – Die lila Logistik AG prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows.

Das IASB hat im November 2009 eine Änderung der Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben. Die Änderung wurde bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Interpretation IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement", die ihrerseits eine Auslegung von IAS 19 "Employee Benefits" darstellt. Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Die Änderung erlaubt es Unternehmen, den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. Die Änderung tritt verpflichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft. Eine retrospektive Anwendung ist vorgeschrieben. Die Müller – Die lila Logistik AG prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows.

Das IASB hat im November 2009 die Interpretation IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" veröffentlicht. IFRIC 19 wurde bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation bietet Hilfestellung bei der Auslegung von IFRS für Kreditnehmer, die im Rahmen von Neuverhandlungen mit einem Kreditgeber erreichen, dass dieser Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeiten akzeptiert. IFRIC 19 stellt klar, dass die Eigenkapital instrumente, die an den Kreditgeber ausgegeben werden, als "gezahltes Entgelt"

anzusehen sind, um die finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell auszubuchen. Des Weiteren sind diese Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Ist dieser nicht verlässlich ermittelbar, werden die Eigen kapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit bewertet. Eine etwaige Differenz zwischen dem Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit und dem erstmaligen Bewertungsbetrag der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Aus der Anwendung des IFRIC 19 werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Aus wirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Müller – Die lila Logistik AG ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IAS 27 einheitlich nach den für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sofern die landesrechtlichen Abschlüsse einzelner Gesellschaften von diesen Grundsätzen abweichen, werden die notwendigen Anpassungen vorgenommen.

Die bestehenden Beteiligungen haben keinen abweichenden Bilanzierungsstichtag.

Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung werden auf volle Euro gerundet dargestellt.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erstmals im Berichtsjahr wurden Teile der für Personalangelegenheiten passivierten Aufwendungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen Schulden. Zur besseren Vergleichbarkeit ist der Vorjahresausweis in Übereinstimmung mit IAS 1.39 im vorliegenden Konzernabschluss entsprechend angepasst ausgewiesen.

Die retrospektive Änderung des Ausweises der sonstigen Rückstellungen hatte folgende Auswirkungen auf die Darstellung der Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2008 und 2007:

bewertet. Kursänderungen werden durch Neubewertung mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Ergebniswirksam wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von minus 55 T€ (Vorjahr minus 298 T€) erfasst.

Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt auf der

31.12.2008 31.12.2007
Passiva Vor
Änderung
T€
Änderung
T€
Nach
Änderung
T€
Vor
Änderung
T€
Änderung
T€
Nach
Änderung
T€
Langfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen
259 5 264 287 0 287
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Schulden
707 -5 702 82 0 82
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen
525 241 766 479 54 533
Kurzfristige Schulden
Sonstige kurzfristige Schulden
7.217 -241 6.976 5.607 -54 5.553

Alle übrigen Bilanzposten sind nicht von dieser Änderung betroffen. In allen Anhangangaben, in denen die hier dargestellten Posten enthalten sind, wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Alle weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und Berichtswährung des Konzerns, aufgestellt. In den Einzelabschlüssen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zeitnah mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls

Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse. Damit werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen.

Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinnund-Verlust-Rechnungen zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Währungsunterschied wird ebenfalls mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet.

Den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2009 und 2008 lagen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss zugrunde:

Stichtagskurse

Schätzungen

Für die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die sowohl die Bewertung der Aktiva und Passiva, die Art und den Umfang von Haftungsverhältnissen, das konkrete Eingehen auf Abnahmeverpflichtungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Be richtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte – insbesondere der dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren, die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte (Kundenstamm, Software etc.) werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear

über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend drei Jahren abgeschrieben.

Zum 31. Dezember 2009 sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer vorhanden.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einem jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterzogen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden entsprechend IAS 16 mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie außerplanmäßige Wertminderungen bewertet.

Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:

Nutzungsdauer
Bauten 4 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 25 Jahre

Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert.

Gemietete Gebäudeeinrichtungen und Gegenstände, die als Finanzierungsleasing von der Gesellschaft zu bilanzieren sind, werden über die Dauer des Miet- oder Leasingvertrags abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagegegenständen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- und Firmenwerten, Sachanlagen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten

IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten verlangt zu jedem Bilanzstichtag eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine sogenannte Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU = Cash Generating Unit) geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf der Grundlage des Nutzungswertes.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz unter Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode auf den Barwert abgezinst.

Die erwarteten Cashflows der Geschäftsbereiche werden aus der

Planung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum durch einen Abschlag von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Entwicklungen sowie die Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Energiepreisen zu Grunde. Die Cashflows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden mit Zinssätzen von rund 6 % bis rund 7,5 % abgezinst.

Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem höheren Wert aus Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert liegt. Die außerplanmäßige Wertminderung wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Wertminderung auf Vermögenswerte wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt jedoch nur insoweit, als danach der Buchwert nicht überstiegen wird, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibung ergeben hätte, wenn die außerplanmäßige Wertminderung in Vorjahren nicht vorgenommen worden wäre. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.

Fremdkapitalzinsen

Fremdkapitalzinsen wurden im Rahmen des Neubaus eines Gebäudes in Gliwice, Polen, 2006 und 2007 aktiviert.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, zu dem das Finanzinstrument zwischen zwei Parteien in einer aktuellen Transaktion gehandelt würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag (Settlement Date).

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, die in Form von Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen für voraussichtliche Skontoinanspruchnahmen und Zinsverluste vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Bei der Ermittlung der Ausfallrisiken werden auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.

Sonstige langfristige Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten.

Die anderen nicht den oben aufgeführten Kategorien zugeordneten originären finanziellen Vermögenswerte werden als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Lässt sich

für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile zu fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfolgswirksam erfasst.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte ("Financial Assets at Fair Value Through Profit or Loss") zu designieren, hat die Müller – Die lila Logistik AG bislang keinen Gebrauch gemacht.

Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (z. B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenz verfahrens gegen den Schuldner oder Vertragsbruch) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wert minderungsaufwand, der sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe erfolgswirksam zurückgenommen. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entspricht dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei finanziellen Verbindlichkeiten hat die Müller – Die lila Logistik AG von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert zu bewertenden finanziellen Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value Through Profit or Loss") zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bilanzieren. Sind diese negativ, führt dies zum Ansatz als finanzielle Verbindlichkeiten.

Eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden bei Müller – Die lila Logistik AG nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Währungs- und Zinsrisiken sowie Dieselpreisschwankungen im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Alle

derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps, Dieselpreisabsicherungen sowie Devisentermingeschäfte) sind nach IAS 39 am Bilanzstichtag zu Marktwerten zu bilanzieren. Diese können positiv oder negativ sein. Die Marktwerte der deri vativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren in Anlehnung an die Bewertungskategorien des IFRS 7.27 ermittelt. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte wurden zum 31. Dezember 2009 auf der Basis individueller Bewertungsmodelle (Level 2) ermittelt.

Bei Vorliegen einer wirksamen Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) werden Veränderungen der Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und der dazugehörenden Grundgeschäfte entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder im Eigenkapital (Cashflow Hedge) ausgewiesen.

Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab der Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert.

Mittels eines Cashflow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Bei Veränderungen der Marktwerte von effektiven Cashflow Hedge Instrumenten, die zum Ausgleich künftiger Cashflow Risiken aus bereits bestehenden oder geplanten Grundgeschäften eingesetzt werden, erfolgt der Ausweis der unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des eingedeckten Grundgeschäfts zunächst erfolgsneutral im kumulierten Eigenkapital. Die Ergebniswirksamkeit des abgesicherten Grundgeschäfts führt zeitgleich zu einer Umbuchung in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung; Ergebniswirkungen über das abgesicherte Grundgeschäft hinaus werden unmittelbar zulasten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht. Bei ineffektiven Sicherungsbeziehungen erfolgt die Erfassung der unrealisierten Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam.

Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 14. August 2008 ein Zinsderivat im Sinne eines Cashflow Hedge eingegangen. Eine exakte Beschreibung des Cashflow Hedge erfolgt unter Punkt 25 "Finanzinstrumente".

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2009 aller Finanzinstrumente pro Kategorie in T€:

Zahlungsmittel Kredite und
Forderungen
Zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Zu Handels
zwecken
gehaltene
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertete
Verbindlichkeiten
Buch- beizu-
wert legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu-
legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu-
legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu-
legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu
legender
Zeitwert
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte 36 36
Ausleihungen 2 2
Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 7.426 7.426
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 9.618 9.618
Forderungen gegen nahe
stehende Personen, verbundene
Unternehmen und Beteiligungs
unternehmen 52 52
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte 699 699 11 11
Darlehen 5.615 5.898
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 3.465 3.465
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Personen und
verbundenen Unternehmen 290 290
Sonstige kurzfristige Schulden 5.574 5.574
Summe 7.426 7.426 10.369 10.369 38 38 11 11 14.944 15.227

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2008 aller Finanzinstrumente pro Kategorie in T€:

Zahlungsmittel Kredite und
Forderungen
Zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Zu Handels
zwecken
gehaltene
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertete
Verbindlichkeiten
Buch- beizu-
wert legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu-
legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu-
legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu-
legender
Zeitwert
Buch-
wert
beizu
legender
Zeitwert
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte 87 87
Ausleihungen 108 108 2 2
Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte 435 435 2 2
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 8.469 8.469
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 9.663 9.663
Forderungen gegen nahe
stehende Personen, verbundene
Unternehmen und Beteiligungs
unternehmen 28 28
Sonstige kurzfristige
Vermögenswerte 858 858
Darlehen 11.447 11.764
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 2.694 2.694
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Personen und
verbundenen Unternehmen 696 696
Sonstige kurzfristige Schulden 5.798 5.798
Summe 8.469 8.469 11.092 11.092 89 89 2 2 20.635 20.952

Der beizulegende Zeitwert von Krediten und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die in der Regel kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den langfristigen Krediten und Forderungen stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar.

Die beizulegenden Zeitwerte der zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerte werden aus finanzmathematischen Bewertungsmodellen bzw. Marktdaten abgeleitet.

Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird angenommen, dass auf Grund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt.

Bei variabel verzinslichen Darlehen wird angenommen, dass auf Grund der vereinbarten Zinsanpassungen der Darlehenszins annähernd marktüblichen Zinssätzen zum Stichtag entspricht. Demnach stellt der Buchwert dieser Darlehen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwert dar.

Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau sowie individuelle Bonitäts- und Risikoanpassungen beinhalten.

Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

2009
T€
2008
T€
-114 -608
0 0
29 51
0 0

* Es handelt sich um Derivate, die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Da die Vermögenswerte im Berichtsjahr und im Vorjahr negativ sind, werden sie unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.

Die Nettoergebnisse enthalten weder Zinsergebnisse noch Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung.

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte betragen 142 T€ (Vorjahr 176 T€). In den Zinserträgen sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechung in Höhe von 260 T€ (Vorjahr 1.287 T€), jedoch keine Erträge aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten enthalten (Vorjahr 206 T€). Die Gesamtzinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten betragen 769 T€ (Vorjahr 874 T€). In den Finanzierungsaufwendungen sind Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 127 T€ (Vorjahr 1.429 T€) sowie Aufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 114 T€ (Vorjahr 814 T€) enthalten.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Tatsächliche Ertragsteuern werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Des Weiteren sind die temporären Differenzen aus der abweichenden Behandlung bestimmter Bilanz positionen zwischen den steuerrechtlichen lokalen Abschlüssen und dem IFRS-Konzernabschluss zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern.

Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach dem bilanzorientierten Ansatz (Liability Method) im Einklang mit den Bestimmungen des IAS 12 "Ertragsteuern" ermittelt. Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie steuerlicher Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.

Die Höhe der latenten Steuern richtet sich dabei nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem die Unterschiede wahrscheinlich ausgeglichen werden. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze auf aktive oder passive latente Steuern wird in dem Zeitraum berücksichtigt, in dem die Änderung beschlossen wird.

Unter den Ertragsteuern sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19. Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der sogenannten Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung erwarteten Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen.

Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst berücksichtigt, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des höheren Werts aus Anwartschaftsbarwert oder – falls vorhanden – Zeitwert des Planvermögens liegen (Korridorverfahren). Sie werden dann über die durchschnittliche Restdienstzeit der Anwärter verteilt. Für den arbeitnehmerfinanzierten Teil der Pensionsverpflichtungen wurde eine Versicherung abgeschlossen. Der Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Daneben bestehen Rückdeckungsversicherungen für Einzelzusagen. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen entsprechend dem IAS 19 in der überarbeiteten Fassung mit dem Planvermögen saldiert. Der Dienstzeitaufwand, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondsvermögen werden im Personalaufwand saldiert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.

Umsatz-, Ertragsrealisierung und Aufwandserfassung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Preisnachlässe, Skonti und Umsatzsteuer abgesetzt.

Umsätze werden zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Logistikdienstleistungen erbracht sind (IAS 18.20) und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann.

Die unkonsolidierten Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) belaufen sich auf 4.329 T€ (Vorjahr 6.069 T€) und die unkonsolidierten Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating belaufen sich auf 76.057 T€ (Vorjahr 83.251 T€).

Umsätze aus Speditionslogistik werden realisiert, sobald das Speditionsgut überbracht wurde, aus Kontraktlogistik, sobald der einzeln definierte Vertragsgegenstand fertiggestellt und bei Beratungsleistungen, wenn die vertraglichen Bestandteile durchgeführt wurden.

Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode erfasst.

Insgesamt werden Aufwendungen erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen wirtschaftliche Ressourcen abfließen werden.

Finanzierungskosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.

Ergebnis je Aktie

Verwässertes/Unverwässertes
Ergebnis je Aktie
2009 2008
Konzernüberschuss (in T€) 2.118 3.875
Gewichtete durchschnittliche Anzahl
der ausgegebenen Aktien
(in Tausend Stück) 7.956 7.956
Verwässertes/Unverwässertes
Ergebnis je Aktie (in €) 0,27 0,49

Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.

Unternehmenstransaktionen

Müller – Die lila Logistik AG hat sich am 2. Mai 2008 mit den Gesellschaftern der TKS Unternehmensberatung und Industrieplanung GmbH (TKS) auf eine einvernehmliche Trennung verständigt. Zuvor hat die Gesellschaft im Rahmen des Gesamtprozesses den einprozentigen Anteil eines weiteren Minderheitengesellschafters für einen Kaufpreis in Höhe von 44 T€ erworben. Dem Liquiditätszufluss durch die Veräußerung von dann 34 % der Anteile der TKS in Höhe von 845 T€ stand ein Buchverlust von 1.030 T€ gegenüber.

Bei der Tochtergesellschaft Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. wurde mit Gesellschaftsbeschluss vom 4. August 2008 ein Kapitalnachschuss in Höhe von 5.914 T€ beschlossen. Dabei erfolgte die Umwandlung zweier Darlehen in Höhe von 1.100 T€ und 4.772 T€, welche die Müller – Die lila Logistik AG der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. seit 2006 gewährt hatte, sowie eine Einzahlung von 42 T€.

Am 20. Juni 2008 wurde eine Vorratsgesellschaft (GmbH-Mantel) mit einem Stammkapital von 16 T€ und Sitz in Warschau/Polen zu einem Kaufpreis von umgerechnet 16 T€ erworben. Der Sitz wurde am

  1. Juni 2008 nach Gliwice verlegt und die Gesellschaft im Anschluss in die Value Added Logistics Sp. z o.o. umfirmiert. Am 22. Juli 2008 erfolgte eine Kapitalerhöhung in Höhe von 141 T€, am 12. November 2008 erfolgte ein Kapitalnachschuss in Höhe von 398 T€. Mit Gesellschaftsbeschluss vom 6. Mai 2009 wurde ein weiterer Kapitalnachschuss in Höhe von 250 T€ beschlossen. Dieser Kapitalnachschuss wurde durch eine teilweise Umwandlung eines Darlehens er bracht, welches Müller – Die lila Logistik AG der Value Added Logistics Sp. z o.o. im Gesamtwert von 550 T€ seit 2008 zur Verfügung gestellt hat.

Am 28. Oktober 2008 wurde die Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o., Bratislava/Slowakei gegründet. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde sie auf Grund der fehlenden operativen Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag nicht einbezogen. Die Geschäftstätigkeit wurde am 1. Januar 2009 aufgenommen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25 T€ und wurde am 12. Februar 2009 in Zahlungsmitteln beglichen. Am 21. April 2009 erfolgte die Sitzverlegung von Bratislava in den Produktionsstandort des Kunden nach Malacky/Slowakei.

Die Beteiligung an der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH mit Sitz in Herne wurde 2008 von 90 % auf 100 % zum Ablauf des 30. Dezember 2008 aufgestockt. Verkäufer ist der Geschäftsführer der Tochtergesellschaft. Der Kaufpreis für den 10%igen Anteil betrug 500 T€. Nach Abzug der korrespondierenden Minderheitenanteile in Höhe von 152 T€ und unter Berücksichtigung von passiven Steuerlatenzen in Höhe von 146 T€ wurden im Rahmen der langfristigen Vermögenswerte Kundenbeziehungen in Höhe von 232 T€ mit einer Nutzungsdauer von drei Jahren sowie Vertragsbeziehungen in Höhe von 262 T€ mit einer Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren zugeordnet. Der Buchwert der durch die Anteilserhöhung bedingten immateriellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2009 betrug 323 T€.

Die Beteiligung an der E.L.V.I.S. (Europäischer Ladungsverbund Internationaler Spediteure) Aktiengesellschaft, Alzenau, wurde am 10. August 2009 von 5 T€ auf 10 T€ erhöht.

Am 31. August 2009 übernahm die Müller – Die lila Logistik AG von der Tochtergesellschaft Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH 100 % der Geschäftsanteile an der Müller – Die lila Logistik Nord GmbH. Das Stammkapital der Müller – Die lila Logistik Nord beträgt 25 T€. Der Kaufpreis für die Geschäftsanteile betrug 75 T€.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(5) Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Erlösschmälerungen wie Rabatte und Skonti werden umsatzmindernd gebucht.

Die Umsatzerlöse wurden mit Dienstleistungen in den Bereichen Speditions- und Kontraktlogistik (Lila Operating) und mit Beratungsleistungen (Lila Consult) erzielt und gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2009 2009 2008 2008
T€ % T€ %
Deutschland 60.441 76,1 67.797 76,5
Übriges Europa 18.962 23,9 20.884 23,5
Gesamt 79.403 100 88.681 100

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge der Geschäftsjahre 2009 und 2008 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten in Höhe von 1.025 T€ (Vorjahr 531 T€), aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 121 T€ (Vorjahr inkl. Immobilienverkauf Besigheim 4.791 T€), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 373 T€ (Vorjahr 168 T€), Versicherungsentschädigungen in Höhe von 186 T€ (Vorjahr 154 T€) und Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 130 T€ (Vorjahr 207 T€).

415 T€), Wertberichtigungen und Forderungsverluste in Höhe von 412 T€ (Vorjahr 378 T€) sowie sonstige Steuern in Höhe von 329 T€ (Vorjahr 443 T€).

Im Geschäftsjahr 2008 führte zudem der Verkauf der Anteile an der bis dahin at equity in den Konzernabschluss einbezogenen TKS Unternehmensberatung und Industrieplanung GmbH zu einem in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Buchverlust in Höhe von 1.030 T€.

(9) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

2009 2008
T€ T€
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögenswerte 393 193
Abschreibungen auf
Sachanlagen 1.269 1.309
Gesamt 1.662 1.502
– davon Wertminderungs-
aufwand gem. IAS 36 0 0

Die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte aus Kunden beziehungen erfolgt auf zwei bzw. drei Jahre entsprechend der Laufzeit der Kundenbeziehung. Im Geschäftsjahr 2009 haben sich hieraus Abschreibungen in Höhe von 171 T€ ergeben.

(10) Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbeertragsteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.

(7) Personalaufwand

2009 2008
T€ T€
Löhne und Gehälter 26.741 28.103
Soziale Abgaben 3.141 2.885
Aufwendungen für
Altersversorgung 2.106 2.865
Gesamt 31.988 33.853

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 unter anderem die folgenden wesentlichen Posten: Miet- und Raumkosten in Höhe von 6.063 T€ (Vorjahr 5.273 T€), Fahrzeugkosten in Höhe von 5.132 T€ (Vorjahr 5.392 T€), Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten in Höhe von 4.917 T€ (Vorjahr 7.429 T€), IT- und Kommunikationskosten in Höhe von 1.498 T€ (Vorjahr 1.095 T€), Versicherungsbeiträge und Abgaben in Höhe von 957 T€ (Vorjahr 1.141 T€), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 873 T€ (Vorjahr 850 T€), Werbe- und Reisekosten in Höhe von 809 T€ (Vorjahr 1.035 T€), Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von 681 T€ (Vorjahr

Steuerabgrenzungen resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Ihre Berechnung erfolgt nach IAS 12.

Bei den inländischen Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2009 für die Berechnung der latenten Steuern ein Körperschaftsteuersatz von 15 % wie im Vorjahr verwendet. Weiterhin berücksichtigt wurden ein Solidaritätszuschlag von jeweils 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie ein Gewerbesteuersatz von 13,76 % (Vorjahr ebenfalls 13,76 %).

In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 ergab sich unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer für die Berechnung der latenten Steuer bei den inländischen Gesellschaften somit ein Steuersatz von 29,59 %.

Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 19 % und 34 % (Vorjahr ebenfalls zwischen 19 % und 34 %).

Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

Einkommen- und Ertragsteuern 2009 2008
T€ T€
Gezahlte bzw. geschuldete
Steuern 788 893
– davon Ausland 326 514
Latenter Steueraufwand 774 1.583
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag 1.562 2.476

Die Ertragsteuern betreffen in Höhe von minus 1 T€ (Ertrag) frühere Perioden (Vorjahr Aufwand 155 T€).

Die latenten Steuern in Höhe von 774 T€ (Vorjahr 1.583 T€) beruhen auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben.

Die Überleitung zwischen den Beträgen bei Anwendung eines Steuersatzes von 29,59 % (Vorjahr ebenfalls 29,59 %) für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 zum Ergebnis vor Ertragsteuern und tatsächlichem Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Steuerliche Überleitung 2009 2008
T€ T€
Erwarteter Steueraufwand -1.089 -1.879
Steuerfreie Erträge 123 1
Unterschiede in lokalen
Steuersätzen 129 -25
Verlustvorträge -310 94
Periodenfremder
Steueraufwand 1 -155
Nicht abziehbare
Betriebsausgaben -328 -455
Übrige -88 -57
Ertragsteueraufwand -1.562 -2.476

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt

zusammen:

Zusammensetzung 31. 12. 2009 31. 12. 2008
der latenten Steuern T€ T€
Aktive latente Steuern
Steuerliche Verlustvorträge 382 935
Sonstige Vermögenswerte 218 156
Sonstige Verbindlichkeiten 161 442
Verbindlichkeiten nahe
stehende Unternehmen 39 105
Übrige 131 274
Aktive latente Steuern, gesamt 931 1.912
Passive latente Steuern
Steuerlicher Sonderposten -1.405 -1.405
Geschäfts- und Firmenwerte -532 -471
Rückstellungen -171 -495
Sachanlagevermögen -183 -193
Übrige -110 30
Passive latente Steuern, gesamt -2.401 -2.594
Passive (aktive) latente
Steuern, netto -1.470 -682

Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2009 und 2008 wie folgt ausgewiesen:

Aufteilung der latenten Steuern 31. 12. 2009 31. 12. 2008
T€ T€
Aktive latente Steuern, langfristig 170 396
Passive latente Steuern, langfristig -1.640 -1.078
Latente Steuern, saldiert -1.470 -682

Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland seit 2004 ein Jahr zurück- und unbefristet vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste nur unbefristet vorgetragen werden. Am 31. Dezember 2009 verfügten die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Jahresergebnisse 2009 für Körperschaftsteuerzwecke beziehungsweise vergleichbarer ausländischer Steuern in Höhe von rund 7.607 T€ (Vorjahr 8.050 T€) und für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von rund 3.427 T€ (Vorjahr 4.245 T€), die unbefristet vorgetragen werden können. Die Wertberichtigungen auf steuerliche Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2009 insgesamt auf 792 T€ (Vorjahr 938 T€). Die nutzbaren Verlustvorträge, auf die zum 31. Dezember 2009 keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, betragen 5.002 T€ und betreffen ausschließlich körperschaftsteuerliche Verlustvorträge.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(11) Langfristige Vermögenswerte

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte innerhalb des Konzerns ist aus dem beiliegenden Konzern-Anlagenspiegel ersichtlich.

Für das Grundstück inklusive aufstehendem Gebäude der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2009 von 8.950 T€ wurden als Besicherung für die darlehensgebende Bank zwei Hypotheken in Höhe des ursprünglichen Darlehensbetrags von insgesamt 7.200 T€ im Grundbuch der Stadt Gliwice (Polen) eingetragen. Des Weiteren wurde durch die Müller – Die lila Logistik AG eine Bürgschaft zugunsten der kreditgebenden Bank in gleicher Höhe gestellt.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine nicht betriebsnotwendige Immobilie in Bochum der Tochtergesellschaft Müller – Die lila

Logistik Verwaltung GmbH, Herne, für einen Kaufpreis in Höhe von 875 T€ veräußert. Der Kaufpreis wurde ursprünglich als Darlehen gewährt; die Kaufpreisforderung wurde im Berichtsjahr jedoch in voller Höhe bezahlt.

Im Geschäftsjahr 2009 ergaben sich wie im Vorjahr keine Wertminderungsaufwendungen im Sinne des IAS 36.

Beim Geschäfts- oder Firmenwert ergaben sich zum Vorjahr keine Änderungen. Dieser verteilt sich auf folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten:

31.12.2009 31.12.2008
T€ T€
Müller – Die lila Logistik
Verwaltung GmbH 4.983 4.983
Müller – Die lila Logistik
Deutschland GmbH 4.044 4.044
Emporias Management
Consulting GmbH 727 727
Gesamt 9.754 9.754

(12) Vorräte

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird auf den am Bilanzstichtag jeweils niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert abgestellt. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten angesetzt.

Die Herstellungskosten umfassen gemäß IAS 2 die direkt zurechenbaren Einzelkosten (Gehälter) und die dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich. Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrugen zum Bilanzstichtag 35 T€ (Vorjahr 52 T€).

(13) Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Dies spiegelt sich in Form von durchgeführten Einzelwertberichtigungen sowie von Wertberichtigungen für voraussichtliche Skontoinanspruchnahmen und Zinsverluste wider.

31.12.2009 31.12.2008
T€ T€
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
9.618 9.663
– darin enthaltene
Wertberichtigungen 292 321

Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Unternehmensgruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Gründe für das Factoring waren, zum einen den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren und zum anderen die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Auf Grund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise wird jedoch eine restriktive Beurteilung durch die Forderungsversicherer vorgenommen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 2.973 T€ (Vorjahr 2.351 T€).

Wertberichtigungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

2009 2008
T€ T€
Stand 1.1. 321 493
Zuführung 399 241
Auflösung/Inanspruchnahme -428 -413
Stand 31.12. 292 321

Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2009 31.12.2008
T€ T€
Seit 1 bis 30 Tagen überfällig 1.839 1.535
Seit 31 bis 60 Tagen überfällig 397 236
Seit 61 bis 90 Tagen überfällig 25 15
Seit mehr als 90 Tagen überfällig 9 74

Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2009 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen.

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

(14) Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

Zum Bilanzstichtag lagen keine zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte vor.

(15) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht dieser dem Nominalwert der flüssigen Mittel. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen.

Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2009 31.12.2008
T€ T€
Kassenbestand 15 15
Guthaben bei Kreditinstituten 7.411 8.454
Gesamt 7.426 8.469

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden alle Zahlungsmittel mit einer Originallaufzeit von maximal drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.

Der hohe Bestand der Zahlungsmittel ist bedingt durch eine beabsichtigte hohe Liquiditätshaltung, die vor dem Hintergrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds bewusst aufgebaut wurde.

(16) Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Forderungen aus debitorischen Kreditoren, Steuerforderungen, Forderungen gegen Mitarbeiter und Vorauszahlungen.

(17) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG betrug zum 31. Dezember 2009 insgesamt 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien eingeteilt.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2010 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 3.160 T€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).

Zudem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 16. Juni 2010 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 790 T€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die Änderungen wurden am 16. August 2005 in das Handelsregister eingetragen. Mit Beschluss der Änderungen wurden die bisher bestehenden Ermächtigungen zur Kapitalerhöhung aufgehoben.

Nach dem Aktiengesetz (AktG) ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Einzelabschluss entsprechend dem deutschen Handelsgesetzbuch ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom gesamten Bilanzgewinn nach dem IFRS-Konzernabschluss ab.

Am 31. Dezember 2008 wies der deutsche Jahresabschluss der Einzelgesellschaft einen Bilanzverlust von minus 9.009 T€ aus. Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses der Einzelgesellschaft zum 31. Dezember 2009 wurde der Bilanzverlust nach Abzug des Jahresüberschusses in Höhe von 1.498 T€ mit einem Teil der Kapitalrücklage in Höhe von 7.511 T€ in zulässiger Anwendung des § 150 Abs. 4 Nr. 2 AktG ausgeglichen. Der Bilanzgewinn/-verlust zum 31. Dezember 2009 der Müller – Die lila Logistik AG betrug somit 0 Euro. Das Kapital ist voll eingezahlt.

Minderheiten

Die Minderheitenanteile betreffen Fremdanteile am Eigenkapital einer inländischen Tochtergesellschaft.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Das kumulierte übrige Konzernergebnis enthält die Differenzen aus der Währungsumrechnung sowie die Veränderung der Marktwerte von Cashflow-Hedge-Instrumenten. Die Differenzen aus der Währungsumrechnung stammen ausschließlich aus den polnischen Tochtergesellschaften.

2009
2008
Unterschiedsbetrag aus der
Währungsumrechnung -1.197.731 -1.349.977
Marktbewertung
von Derivaten -32.600 -32.462
Latente Steuern 9.605 9.605
Kumuliertes übriges
Eigenkapital -1.220.726 -1.372.834

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals. Die Darstellung basiert auf den Vorgaben des IAS 1.

(18) Pensionsrückstellung

In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verpflichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen.

Den Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmit glied der Muttergesellschaft sowie einem aktiven und einem ehe maligen Geschäftsführer von Tochtergesellschaften sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verpflichtung besteht, diese Zusagen durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Rückkaufswert der Versicherungen ist als sogenanntes Plan Asset im Sinne von IAS 19 (revised 2004) qualifiziert und mit der Rückstellung saldiert.

Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöht.

Die Rückstellungen für Pensionen sind grundsätzlich gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Bei allen leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Annahmen unumgänglich. Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:

2009 2008
Diskontierungszinssatz 5,25 % 5,82 bis
5,87 %
Fluktuationsrate 0,00 und 0,00 und
3,00 % 3,00 %
Rententrend 1,00 bis 1,00 bis
2,00 % 2,00 %
Erwartete Rendite aus 4,50 % 4,25 bis
Planvermögen 4,50 %
Erwartete Gehaltssteigerung 0,00 % 0,00 %

Die erwartete Rendite des Planvermögens ist abgeleitet aus der Portfoliostruktur des Planvermögens in Verbindung mit den verfügbaren Marktrenditen vergleichbarer Investitionen.

Die Überprüfung der Notwendigkeit der bilanziellen Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten erfolgt auf der Basis der einzelnen Pläne gemäß dem Korridorverfahren. Dabei wird die Summe der noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die 10 % des höheren Werts von Planvermögen oder Defined Benefit Obligation übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Mitarbeiter verteilt.

Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:

Nettoaufwand Pensionspläne 2009 2008
Periodischer
Dienstzeitaufwand 60.579 64.924
Zinsaufwand 107.196 97.100
Erwartete Rendite aus dem
Planvermögen -66.104 -58.332
Amortisation versicherungs
mathematischer Verluste -11.285 0
Nettoaufwand 90.386 103.692

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen haben sich auf 77 T€ (Vorjahr 44 T€) belaufen.

Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:

Anwartschaftsbarwert der 2009 2008
Versorgungszusagen
Anwartschaftsbarwert
zum 1.1. 1.865.686 1.814.327
Periodischer
Dienstzeitaufwand 60.579 64.924
Zinsaufwand 107.196 97.100
Versicherungsmathematische
Verluste/Gewinne 206.255 -121.712
Rentenzahlungen -65.519 -64.870
Veränderung Verpflichtungs-
bestand 0 75.917
Anwartschaftsbarwert
zum 31.12. 2.174.197 1.865.686

Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

Wert des Planvermögens 2009 2008
Planvermögen zum 1.1. 1.535.672 1.370.840
Veränderung
Verpflichtungsbestand 0 86.232
Erwarteter Ertrag 66.104 58.332
Einzahlungen durch den
Arbeitgeber 86.200 85.000
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste 11.191 -14.002
Auszahlungen -47.707 -46.883
Nicht als Asset angesetzter
Betrag (IAS 19.58(b)) -5.690 -3.847
Wert des Planvermögens
zum 31.12. 1.645.770 1.535.672
Bilanzierte Nettoverpflichtung 2009 2008
der Pensionspläne
Anwartschaftsbarwert der
Versorgungszusagen 2.174.197 1.865.686
Wert des Planvermögens -1.645.770 -1.535.672
Anwartschaftsbarwert nach
Abzug des Fondsvermögens 528.427 330.014
Nicht bilanzierte
versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste -60.029 145.944
Bilanzierte Nettoverpflichtung
der Pensionspläne 468.398 482.097

Das Planvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen, die an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Für das Geschäftsjahr 2010 beläuft sich die bestmögliche Schätzung der Beträge, die erwartungsgemäß in den Plan eingezahlt werden, auf 86 T€ (Vorjahr 86 T€).

Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens für die laufende Berichtsperiode und die vier vorangegangenen Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:

2009 2008 2007 2006 2005
T€ T€ T€ T€ T€
Anwartschaftsbarwert 2.174 1.866 1.814 1.605 1.697
Wert des Planvermögens 1.646 1.536 1.371 1.275 1.211
Differenz 528 330 443 330 486
Nicht bilanzierte versicherungs
mathematische Gewinne/Verluste -60 146 39 -169 -369
Nettoverpflichtung 468 476 482 161 117
Erfahrungsbedingte Anpassung der
Schulden des Plans zum Bilanzstichtag -206 122 169 123 -199
Erfahrungsbedingte Anpassung der Ver
mögenswerte des Plans zum Bilanzstichtag 11 -14 35 21 -1

Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge 2009 belaufen sich auf 6 T€ (Vorjahr 6 T€).

Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2009 wurden dafür 2.106 T€ (Vorjahr 2.523 T€) geleistet.

(19) Sonstige Rückstellungen

Die Darstellung der sonstigen Rückstellungen wurde im Geschäftsjahr 2009 angepasst und weist folgendes Bild auf:

Stand
1.1.2009
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2009
T€
Langfristige Rückstellungen 264 93 65 12 118
Schadensrückstellungen 406 130 41 713 948
Personalrückstellungen 360 335 25 969 969
Kurzfristige Rückstellungen 766 465 66 1.682 1.917
Rückstellungen, gesamt 1.030 558 131 1.694 2.035

Die Rückstellung für Schadensfälle wurde in Höhe der geschätzten Zahlungen für Schäden gebildet, die im Geschäftsjahr 2009 verursacht, aber noch nicht reguliert wurden.

Stand
1.1.2008
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Stand
31.12.2008
T€
Langfristige Rückstellungen 287 33 8 18 264
Schadensrückstellungen 334 171 1 244 406
Personalrückstellungen 200 154 46 360 360
Kurzfristige Rückstellungen 534 325 47 604 766
Rückstellungen, gesamt 821 357 56 622 1.030

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen der Geschäftsjahre 2009 und 2008 bestehen im Wesentlichen aus Personalrückstellungen.

(20) Sonstige kurz- und langfristige Schulden

Die sonstigen in der Bilanz ausgewiesenen kurz- und langfristigen Schulden enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verbindlichkeiten (2.074 T€, Vorjahr 2.118 T€), zum Stichtag offene Rechnungen (2.519 T€, Vorjahr 2.777 T€) sowie sonstige Steuern (512 T€, Vorjahr: 1.019 T€).

(21) Eventualschulden

Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualverbindlichkeiten vor.

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:

31.12.2009 31.12.2008
T€ T€
Bis 1 Jahr 891 3.836
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 3.055 5.275
Über 5 Jahre 1.669 2.336
Gesamt 5.615 11.447

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Punkt 25 "Finanzinstrumente unter Liquiditätsrisiken".

Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 5.832 T€ Bankverbindlichkeiten getilgt, davon zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 betreffen ein Darlehen der Tochtergesellschaft Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. in Höhe von

5.006 T€, ein Darlehen der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 605 T€ sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von 4 T€.

Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 769 T€ (Vorjahr 893 T€). Die Zinserträge betrugen 142 T€ (Vorjahr 176 T€).

(23) Leasingverhältnisse

Die Gesellschaft mietet Büroflächen und Transportmittel im Rahmen von nach den gesetzlichen Vorschriften kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand 2009 betrug 8.174 T€ bzw. 8.453 T€ in 2008. Hierin enthalten sind die Mietzahlungen aus der saleand-lease-back-Transaktion der Betriebsimmobilie in Besigheim in Höhe von jeweils 769 T€.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 wurde die Immobilie nebst Logistikanlage am Hauptsitz in Besigheim veräußert. Gleichzeitig wurde ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Veräußerers, der Dreiundzwanzigsten LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg, und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015. Anschließend bestehen drei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses, und zwar das erste Mal um vier Jahre und danach um jeweils fünf Jahre. Die Jahresmiete beträgt 769 T€ netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer und Mietnebenkosten und erfolgt in gleich hohen monatlichen Raten. Verändert sich der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschland (Basis: 2000 = 100) gegenüber dem Stand 30. Juni 2009 (d. h. Veränderungen des Index in den Jahren 2008 und 2009 blieben unberücksichtigt) bzw. anschließend gegenüber dem Stand der letzten Mietanpassung um mindestens 5 %-Punkte, so wird die oben angegebene Nettomiete mit Wirkung zum Beginn

des folgenden Mietjahres entsprechend der prozentualen Veränderung des Verbraucherpreisindex angepasst. Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, in Höhe von 229 T€ hinterlegt.

Des Weiteren besteht ein Mietverhältnis für die Betriebsimmobilie in Herne. Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 wurde die dortige Immobilie nebst Logistikanlage in Herne veräußert. Im Rahmen dieser sale-and-lease-back-Transaktion wurde gleichzeitig ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Veräußerers, der Achtzehnten LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg, und der Müller – Die lila Logistik GmbH, Herne, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016. Anschließend bestehen zwei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses, um jeweils fünf Jahre. Die Jahresmiete des Mietobjekts inklusive Erweiterungsbau beträgt 1.018 T€ netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer und Mietnebenkosten sowie einem Erbbaurechtszins (inklusive Infrastrukturausgleich und Bahnbenutzungsgebühr) in Höhe von 148 T€. Die Mietzahlung erfolgt in monatlichen Raten zzgl. einer monatlichen Vorauszahlung auf die jährlich abzurechnenden Nebenkosten.

Verändert sich der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschland (Basis: 2000 = 100) gegenüber dem Stand 31. Dezember 2008 (d. h. Veränderungen des Index in den Jahren 2008 und 2009 blieben unberücksichtigt) bzw. anschließend gegenüber dem Stand der letzten Mietanpassung um mindestens 5 %-Punkte, so wird die oben angegebene Nettomiete mit Wirkung zum Beginn des folgenden Mietjahres entsprechend der prozentualen Veränderung des Verbraucherpreisindex angepasst. Die erste Anpassung erfolgt frühestens zu Beginn des vierten Mietjahres. Die Müller – Die lila Logistik GmbH hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, in Höhe von 471 T€ hinterlegt. Durch die Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags der Müller – Die lila Logistik GmbH (MLH) mit der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH tritt die Müller – Die lila Logistik AG in die Erfüllung aller die MLH betreffenden finanziellen Verpflichtungen für die gemietete Logistikanlage in Herne gegenüber der Achtzehnten LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG ein.

Darüber hinaus liegt ein Finanzierungsleasingvertrag für ein Transportmanagementsystem vor. Die Leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 165 T€ (Vorjahr 142 T€). Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate- und Finance-Lease-Verträgen belaufen sich gemäß der nachfolgenden Tabelle auf folgende Werte:

Geschäftsjahr 2009 Finance
Lease
T€
Operate
Lease
T€
2010 95 6.782
2011 64 5.375
2012 22 4.404
2013 0 3.041
2014 0 2.336
Später 0 3.146
Mindestzahlungen, gesamt 181 25.084
Abzüglich Zinsanteil 13
Barwert der Mindestleasing
zahlungen 168
Abzüglich kurzfristiger Anteil
der Finanzierungsleasing
verpflichtung 86
Langfristiger Anteil der Finan-
zierungsleasingverpflichtung 82
Geschäftsjahr 2008 Finance Operate
Lease Lease
T€ T€
2009 122 7.605
2010 30 4.982
2011 0 3.698
2012 0 2.673
2013 0 1.944
Später 0 5.054
Mindestzahlungen, gesamt 152 25.956
Abzüglich Zinsanteil 7
Barwert der Mindestleasing
zahlungen 145
Abzüglich kurzfristiger Anteil
der Finanzierungsleasing
verpflichtung 115
Langfristiger Anteil der Finan-
zierungsleasingverpflichtung 30

Der Restbuchwert der als Finance Lease bilanzierten Vermögenswerte beläuft sich zum 31. Dezember 2009 auf 161 T€ (Vorjahr 135 T€).

Die Operate Lease Verträge betreffen im Wesentlichen die Anmietung von Lager- und Büroflächen und Fahrzeugen.

Seit dem 1. September 1999 vermietet der Konzern einen Teil seiner Büro- und Lagerfläche an einen Kunden. Die Erlöse für 2009 und 2008 betrugen inklusive Nebenkosten 459 T€ bzw. 458 T€. Die zukünftigen Erlöse bis zum 31. Dezember 2010 auf der derzeitigen Basis betragen 459 T€.

Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen, wobei hier im Wesentlichen die Mietverhältnisse der Firmengebäude in Herne und in Besigheim zu nennen sind.

(24) Segmentinformationen

Segmentberichterstattung

Zu Beginn des Jahres 2009 hat die Müller – Die lila Logistik AG die Darstellung der Segmentberichterstattung angepasst. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Müller – Die lila Logistik liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. IFRS 8 regelt, welche Finanzinformationen ein Unternehmen in seiner Berichterstattung bezüglich seiner operativen Segmente zu machen hat. Der Standard folgt dem "Management Approach", wonach Informationen zu den operativen Segmenten des Unternehmens auf der Grundlage interner Berichterstattung zu erfolgen hat. Die Gesellschaft hat zwei berichtspflichtige Segmente identifiziert, die entsprechend den Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenprofile weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird neu unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Unternehmensberatung (Emporias Management Consulting GmbH), Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating.

Sämtliche hier dargestellten Sachverhalte wurden in den nachfolgenden Tabellen berücksichtigt und Vorjahres- und Vergleichswerte wurden entsprechend angepasst. In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen Segmenten zusammengefasst.

Die Müller – Die lila Logistik beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf der Basis von Marktpreisen verrechnet. Das Segmentvermögen umfasst sämtliche Vermögenswerte mit Ausnahme von latenten Steuern sowie laufender Ertragsteuererstattungsansprüche. Die

Segmentschulden beinhalten außer den latenten und laufenden Ertragsteuerverpflichtungen und den Finanzverbindlichkeiten sämtliche Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Lila Consult

Das Segment Lila Consult beinhaltet eine Beratung für Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt dabei auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zum Konzept für die operative Umsetzung geht.

Lila Operating

Hierin werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusam menhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot erstreckt sich dabei auf die folgenden drei Logistikbereiche: Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.

Interne Steuerung und Berichterstattung

Die interne Steuerung und Berichterstattung in der Lila Logistik Gruppe basiert auf der Rechnungslegung nach HGB. Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT nach HGB gemessen. Die Segmentberichterstattung basiert somit auf HGB-Werten, die im Konzern auf IFRS übergeleitet werden.

Vorjahresangaben

Sondereffekte durch die Immobilientransaktionen Besigheim und Bochum im ersten Quartal 2008 sowie die Veräußerung der Anteile an der TKS im zweiten Quartal 2008 wurden bei den sonstigen zentralen Posten in der Spalte Überleitung der Vorjahresangaben ausgewiesen.

Segmentübersicht 2009 Lila
Consult
T€
Lila
Operating
T€
Summe
Segmente
T€
Überleitung
T€
Konzern
T€
Geschäftsjahr 2009
Außenumsatzerlöse 3.472 75.931 79.403 79.403
Erlöse mit anderen Segmenten 857 126 983
Umsatzerlöse gesamt 4.329 76.057 80.386
Segmentergebnis (EBIT) 382 3.570 3.952 406 4.358
Segmentvermögen 1.746 39.201 40.947 266 41.213
Segmentschulden 797 13.164 13.961 7.816 21.777
Segmentübersicht 2008 Lila
Consult
T€
Lila
Operating
T€
Summe
Segmente
T€
Überleitung
T€
Konzern
T€
Geschäftsjahr 2008
Außenumsatzerlöse 5.596 83.085 88.681 88.681
Erlöse mit anderen Segmenten 473 166 639
Umsatzerlöse gesamt 6.069 83.251 89.320
Segmentergebnis (EBIT) 906 2.970 3.876 4.016 7.892
Segmentvermögen 2.910 38.774 41.684 1.758 43.442
Segmentschulden 1.118 10.617 11.735 14.542 26.277

Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Er bringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 18.852 T€ (Vorjahr 22.878 T€), das sind 23,7 % (Vorjahr 25,8 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt. Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 9.587 T€ (Vorjahr 10.510 T€), das sind 12,1 % (Vorjahr 11,9 %) der Konzernumsatzerlöse, in den Segmenten Lila Consult und Lila Operating generiert.

Überleitung Segmentergebnisse auf Konzernergebnis

Die Überleitung der Summe Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale sowie im Vorjahr die Sondereffekte aus Immobilientransaktionen und die Veräußerung der Anteile an der TKS ausgewiesen. Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.

2009 2008
T€ T€
Summe Segmentergebnisse
(EBIT nach HGB) 3.952 3.876
Zentrale Posten/Sonstiges -219 -2.977
IFRS-Überleitung 625 6.993
Konzern-EBIT (nach IFRS) 4.358 7.892
Finanzergebnis -678 -1.541
Konzernjahresüberschuss
vor Steuern 3.680 6.351
Steuern vom Einkommen
und Ertrag -1.562 -2.476
Konzernjahresüberschuss
nach Steuern 2.118 3.875

IFRS-relevante Sachverhalte trugen im Jahr 2009 mit 625 T€ positiv zum Konzernergebnis bei. Insbesondere handelte es sich hierbei um die nach HGB vorgenommene und nach IFRS erforderliche Auflösung einer planmäßigen Abschreibung auf einen Geschäfts- oder Firmenwert sowie die Anpassung der Parameter zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen im HGB.

Im Geschäftsjahr 2008 waren zwei wesentliche Vorgänge in der IFRS-Überleitung enthalten. Zum einen wurde im HGB-Ergebnis der Müller – Die lila Logistik AG der Ertrag aus dem Verkauf des Grundstücks und des aufstehenden Gebäudes am Firmensitz in Besigheim in Höhe von 4.747 T€ in einen Sonderposten mit Rücklagenanteil (§ 6b EStG) eingestellt, der nach IFRS eliminiert wurde. Zum anderen wurden im Vergleichszeitraum des Vorjahres im HGB-Ergebnis der Müller – Die lila Logistik AG Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 2.157 T€ erforderlich. Sonstige Sachverhalte nach IFRS betrugen im Vorjahr 89 T€. Daher ergab sich ein positiver Betrag durch IFRS-relevante Sachverhalte von insgesamt 6.993 T€.

Im Finanzergebnis 2009 sind im Wesentlichen Zinserträge inklusive positive Währungsdifferenzen in Höhe von 402 T€ und Zinsaufwendungen inklusive negativer Währungsdifferenzen in Höhe von 1.010 T€ enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von 788 T€ (Vorjahr 893 T€) und latente Steuern in Höhe von 774 T€ (Vorjahr 1.583 T€) enthalten.

Überleitung Segmentvermögen und Segmentschulden auf die Konzernbilanz

Segmentvermögen und Segmentschulden leiten sich wie folgt auf die Konzernbilanz über:

2009 2008
T€ T€
Segmentvermögen 40.543 42.668
Steuererstattungsansprüche
und latente Steuern 670 774
Konzernvermögen 41.213 43.442
Segmentschulden 13.557 12.719
Steuerschulden
und latente Steuern 2.606 2.111
Verzinsliche
Darlehensverbindlichkeiten 5.615 11.447
Konzernschulden 21.778 26.277

(25) Finanzinstrumente

Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:

  • Kreditrisiken
  • Liquiditätsrisiken
  • Marktrisiken

Zielsetzung des Risikomanagements ist dabei die Vermeidung einer Risikokonzentration.

Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risikobericht im Lagebericht verwiesen.

Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.

Kreditrisiken

IFRS 7 definiert als Kreditrisiko jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Um Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten zu begegnen, werden im Finanzierungsbereich nur Geschäftsbeziehungen zu erstklassigen Banken unterhalten.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit erstklassigen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.

Den Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien, durch laufende Überwachung der Außenstände mit entsprechender Bonität begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements und der Reduzierung von Ausfallrisiken wurde ab Dezember 2008 mit der Durchführung von Factoring begonnen. Den Ausfallrisiken wird dabei durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Risikokonzentrationen ergeben sich dabei hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 55 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr 56 %). 54 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr 65 %). Da an einigen Standorten der Müller – Die lila Logistik AG Dienstleistungen an jeweils einen einzelnen Kunden erbracht werden, kann es an den jeweiligen Standorten zu einer Risikokonzentration kommen.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt 13, "Forderungen".

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.

Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Zur nachhaltigen Liquiditätssicherung wurden im Geschäftsjahr 2008 die Kreditlinien der Lila Logistik Gruppe und deren Besicherung neu geordnet. Für eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften sorgen entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient eine mit der kontoführenden Bank vereinbarte Zinskompensation der wesentlichen inländischen Gesellschaften. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working-Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität.

Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro aufgenommen.

Am 31. Dezember 2009 verfügte der Konzern über Kreditlinien bei der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, in Höhe von insgesamt 3.000 T€, die sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Logistik GmbH in Anspruch genommen werden können. Die Kreditlinie kann in Höhe von 1.000 T€ als Kontokorrentkredit oder Geldmarktkredit und in Höhe von 2.000 T€ als Avalkredit ausgenutzt werden. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie weder für Kontokorrent- noch für Geldmarktkredite in Anspruch genommen, im Bereich der Avale in Höhe von 1.535 T€.

Zum gleichen Datum verfügte der Konzern über eine Kreditlinie seitens der Deutschen Bank AG, Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Die Kontokorrentverbindlichkeiten der Müller – Die lila Logistik AG sind nicht besichert.

Des Weiteren verfügt der Konzern über eine Kreditlinie bei der Herner Sparkasse in einem Gesamtbetrag von 200 T€, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Zusätzlich besteht ein Avalkredit bei der Herner Sparkasse in Höhe von 30 T€, der voll beansprucht wurde. Die Besicherung der Herner Sparkasse erfolgt durch eine Rückbürgschaft der Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 230 T€. Zudem verfügt der Konzern über eine nicht besicherte Kreditlinie bei der ING Belgien NV in Höhe von 220 T€.

Die Kreditlinien stehen der Gruppe auf unbestimmte Zeit zur Verfügung.

Durch die IKB Deutsche Industriebank AG erfolgte im Jahr 2006 eine Darlehensgewährung an die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. in Höhe von 6.000 T€ für maximal 10 Jahre. Die Auszahlung erfolgte zu 100 % gemäß Baufortschritt nach erfolgtem Nachweis über die Eigenfinanzierung des Projekts. Die Bereitstellungsprovision beträgt 0,75 % p. a. nach Kreditvertragsabschluss, gerechnet auf den jeweils nicht in Anspruch genommenen Kreditbetrag, zahlbar vierteljährlich nachträglich. Eine Bearbeitungsgebühr wurde in Höhe von 0,75 % einmalig bei Abschluss der Kreditdokumentation erhoben.

Am 12. Juli 2007 wurde das Darlehen in Höhe von 6.000 T€ in zwei Kreditzusagen zu 4.500 T€ und 1.500 T€ aufgeteilt. Der Zinssatz der neuen Kreditzusagen richtet sich nach dem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge in Höhe von anfänglich 2 % p. a. Ab dem Zeitpunkt einer Freigabe der Müller – Die lila Logistik AG aus der von ihr abgegebenen selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 7.200 T€, jedoch frühestens auf der Grundlage ihres testierten Jahresabschlusses per 31. Dezember 2007 berechnet sich die Marge auf der Grundlage der testierten Jahresabschlüsse der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. in Abhängigkeit des Verschuldungsgrads.

Durch die Vereinbarung eines Zinssicherungsinstruments (Payer Swap) mit der IKB Financial Products wurde ein langfristiges Zinssicherungskonzept vereinbart. Nähere Erläuterungen zu diesem Payer Swap finden sich im Abschnitt Zinsrisiken.

Die Rückzahlung der Darlehen erfolgt in halbjährlichen Raten, beginnend 6 Monate nach Aufnahme des Geschäftsbetriebs. Die Tilgungsstruktur ist derart gestaltet, dass zunächst eine geringere und im weiteren Zeitverlauf eine höhere Tilgung erfolgt: Ab 30. September 2007 zwei Halbjahresraten à 90 T€ bzw. à 30 T€; ab 30. September 2008 zwei Halbjahresraten à 158 T€ bzw. à 53 T€ und ab 30. September 2009 16 Halbjahresraten à 250 T€ bzw. à 83 T€. Des Weiteren muss auf das Darlehen über 1.500 T€ ein Betrag in Höhe von 50 % des operativen Cashflows abzüglich Regeltilgung auf den Kredit sowie abzüglich der genehmigten Investitionen als Sondertilgung geleistet werden.

Die Besicherung der Finanzierung bei der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. erfolgt im Wesentlichen durch eine selbstschuldnerische Höchstbürgschaft, eine Hypothek, durch die Abtretung sämtlicher Ansprüche aus Versicherungen sowie Verpflichtungserklärungen. Das Darlehen valutierte zum 31. Dezember 2009 mit 5.006 T€.

Durch die Kreissparkasse Ludwigsburg erfolgte am 31. Juli 2008 eine Darlehensgewährung an die Müller – Die lila Logistik AG in Höhe von 880 T€. Der Zinssatz wurde mit der ersten Auszahlung im Dezember 2008 festgesetzt. Die Festsetzung erfolgt in Anlehnung an den 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,1 %. Die Rückzahlung erfolgte quartalsweise, erstmals am 31. Dezember 2008. Das Darlehen ist durch Sicherungsübereignung der für eine Tochtergesellschaft finanzierten Sattelzugmaschinen und Pritschensattelanhänger gesichert. Das Darlehen valutierte am 31. Dezember 2009 mit 605 T€.

Aus einem KfW-Sonderprogramm Mittelstand wurden der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2009 Darlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€ mit einer Laufzeit bis Dezember 2013 und einer Tilgung in vier gleichen Jahresraten zur Verfügung gestellt; davon ein Darlehen über 3.000 T€ von der Baden-Württembergischen Bank, Stuttgart, und ein Darlehen über 2.000 T€ von der Kreissparkasse Ludwigsburg. Beide Darlehen wurden bis zum 31. Dezember 2009 nicht in Anspruch genommen. Die Darlehen sind spätestens bis 2. September 2010 abzurufen.

Für das Darlehen der Baden-Württembergischen Bank haften die Tochtergesellschaften Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Besigheim, und Müller – Die lila Logistik GmbH, Herne, gesamtschuldnerisch. Für das Darlehen der Kreissparkasse Ludwigsburg bestehen gesamtschuldnerische Bürgschaften der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Logistik GmbH jeweils in Höhe von 2.000 T€.

Durch die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Filiale Stuttgart, wurde am 29. Oktober 2009 einer Tochtergesellschaft ein Investitionskredit in Höhe von 600 T€ zur Verfügung gestellt. Die Festsetzung des Zinssatzes erfolgt in Anlehnung an den 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,6 %. Die Rückzahlung erfolgt nach Inanspruchnahme quartalsweise. Das Darlehen ist

2010 2011 2012 2013 2014 Später Summe
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.163 1.117 1.016 811 775 1.781 6.664
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.465 3.465
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 5.574 5.574
Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben: 2009 2010 2011 2012 2013 Später Summe
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.401 1.308 3.207 1.052 840 2.601 13.409
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.694 2.694
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
6.038 6.038

durch Sicherungsübereignung der für eine Tochtergesellschaft finanzierten Lastkraftwagen gesichert. Das Darlehen wurde bis zum 31. Dezember 2009 nicht in Anspruch genommen.

Bezüglich der Laufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen unter Punkt 22.

Die Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cashflows (inkl. Zinsen und Tilgung) der bestehenden Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2009 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.

Marktrisiken

Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken.

Wechselkursrisiken

Unter dem Wechselkursrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.

Bedingt durch die Investitionen und Geschäftsausweitungen außerhalb des Euro-Währungsraums werden seit dem dritten Quartal 2006 Fremdwährungstransaktionen getätigt. Diese betreffen vor allem Warenein- und -verkäufe sowie Personalkosten. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen zunehmenden Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe. Durch entsprechende derivative Sicherungsinstrumente soll diesem Risiko entgegengewirkt werden.

Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. für eigene Fremdwährungsgeschäfte Devisentermingeschäfte für polnische Zloty mit Kreditinstituten ab.

Die Kurssicherungsstrategie zielt auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruchs bzw. einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch ein Netting entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Sofern die strengen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen im Rahmen des Hedge Accounting erfüllt werden, kommt es zur Bilanzierung von Cashflow oder Fair Value Hedges.

Die per 31. Dezember 2009 bestehenden Devisentermingeschäfte umfassten Nominalwerte von insgesamt 600 T€ (Vorjahr 850 T€). Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der Kauf- oder Verkaufsbeträge der jeweiligen Derivate. 2009 wurden Devisenoptionen im Gesamtvolumen von 600 T€ (Vorjahr 900 T€) geschlossen. Hieraus resultierten Gewinne in Höhe von 110 T€ (Vorjahr 0 T€), dem gegenüber stehen Verluste in Höhe von 127 T€ (Vorjahr 88 T€).

Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und der Lila Logistik Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern mit einwandfreier Bonität eingegangen.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko mit negativen Auswirkungen auf die Vermögensund Ertragslage entsteht im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitäts beurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.

Diesem Zinsänderungsrisiko wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.

Für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von insgesamt 5.615 T€ (Vorjahr 11.447 T€) bestehen für 12 T€ (Vorjahr 57 T€) Zinsanpassungstermine im kommenden Geschäftsjahr. Für die restlichen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zur jeweiligen Fälligkeit. Die durchschnittliche Verzinsung im Geschäftsjahr 2009 der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 6,9 % (Vorjahr 9,6 %).

Zur kurzfristigen Finanzierung des Konzerns geht die Müller – Die lila Logistik AG Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit einem zinsbedingten Cashflow Risiko.

Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.

Es kommen vorwiegend Zinsswapgeschäfte zum Einsatz. 2006 wurde ein Zinsswap im Zusammenhang mit einem variabel verzinslichen Darlehen abgeschlossen. Der Zinsswap hat eine Laufzeit von 10 Jahren, kongruent zu dem variabel verzinslichen Darlehen, und wird effektiv am 29. Juni 2007 mit einer Laufzeit bis 31. März 2017. Der negative Marktwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf minus 233 T€ (Vorjahr minus 144 T€). Das zu Grunde liegende Nominalvolumen beträgt 3.755 T€ (Vorjahr 4.163 T€).

Am 27. Juli 2007 hat die Gesellschaft einen Zinsswap hinsichtlich des Schuldscheindarlehens mit einem Nominalwert in Höhe von 2.000 T€ abgeschlossen. Das zu Grunde liegende Schuldscheindarlehen wurde im Dezember 2009 vollständig zurückgeführt. Die Laufzeit des Zinsswap endet am 15. Juni 2011. Der negative Marktwert beträgt zum Stichtag wie im Vorjahr minus 101 T€.

Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 14. August 2008 ein Zinsderivat im Sinne eines Cashflow-Hedge mit der Kreissparkasse Ludwigsburg eingegangen. Das Nominalvolumen des Grundgeschäfts beträgt zum Bilanzstichtag 605 T€ (Vorjahr 825 T€). Der Marktwert bzw. der beizulegende Zeitwert beträgt zum 31. Dezember 2009 minus 33 T€ (Vorjahr minus 32 T€) und wurde auf Grund der effektiven Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Laufzeit erstreckt sich vom 30. Dezember 2008 bis zum 30. September 2012. Die Zahlungsverpflichtung aus dem Grundgeschäft erfolgt vierteljährlich in Höhe von 55 T€, erstmals seit dem 30. Dezember 2008.

IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden von Müller – Die lila Logistik AG wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten

oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedge zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären, variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basis punkte höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis, das Gesamtergebnis und das Konzerneigenkapital um 92 T€ (Vorjahr 139 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus originären, variabel verzinslichen Finanzschulden und den Zinsderivaten.

Sonstige Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder der künftige Cashflow eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwankt (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.

Zum 31. Dezember 2009 hatte die Müller – Die lila Logistik AG wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.

Kapitalmanagement

Das vom Konzern gemanagte Kapital entspricht dem konsolidierten Eigenkapital. Die Zielsetzungen des Konzerns beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf der Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen finanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen.

Der Konzern überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalquote stellt das Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme dar. Das Konzernergebnis im Verhältnis zum Eigenkapital entspricht der Eigenkapitalrentabilität.

Zum 31. Dezember 2009 beträgt die Eigenkapitalquote 47,2 % (Vorjahr 39,5 %). Damit liegt die Eigenkapitalquote über dem selbst gesetzten Zielkorridor zwischen 40 und 45 %.

Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2009 beträgt 10,9 % (Vorjahr 22,6 %). Die hohe Eigenkapitalrentabilität ist auf das positive Konzernergebnis zurückzuführen. Im Vorjahr war das Konzernergebnis durch Sondereffekte des Immobilienverkaufs und des Abschlusses eines sale-and-lease-back-Geschäfts geprägt. Mittelfristig strebt der Konzern eine Eigenkapitalrentabilität von 10 bis 13 % an.

Diese Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

2009 2008
T€ T€
Eigenkapital ohne
Minderheitenanteile 19.399 17.129
Minderheitenanteile 37 37
Eigenkapital 19.436 17.166
Bilanzsumme 41.213 43.442
Eigenkapitalquote 47,2 % 39,5 %
Konzernergebnis 2.118 3.875
Eigenkapitalrentabilität 10,9 % 22,6 %

Der Konzern unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.

Sonstige Erläuterungen

(26) Geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Personen (Related Parties)

Durch die Aufstockung der Beteiligung an der Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH im Geschäftsjahr 2008 auf 100 % bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft in Höhe von 100 T€ (Vorjahr 250 T€).

Seit dem Geschäftsjahr 2008 hat die Emporias Management Consulting GmbH von ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer Räumlichkeiten gemietet. In diesem Zusammenhang sind Mietaufwendungen in Höhe von 13 T€ (Vorjahr 13 T€) angefallen. Des Weiteren hat die Gesellschaft projektnahe Beratungsdienstleistungen von der Dr. Jacobi GmbH in Anspruch genommen und Software eingekauft, deren Gesellschafter gleichzeitig Gesellschafter-Geschäftsführer der Emporias Management Consulting GmbH ist. Der Umfang der Beratungsdienstleistungen betrug 95 T€ (Vorjahr 107 T€). Zum 31. Dezember 2009 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 9 T€ (Vorjahr 9 T€) gegenüber der Dr. Jacobi GmbH.

Des Weiteren hat eine Tochtergesellschaft Logistikdienstleistungen von der Cargotrans GmbH & Co. KG bezogen und erbracht, deren Geschäftsführer gleichzeitig Geschäftsführer der Müller – Die lila Logistik GmbH sind. Die Aufwendungen der bezogenen Logistikdienstleistungen betrugen 29 T€ (Vorjahr 28 T€), die Erlöse der erbrachten Logistikdienstleistungen betrugen 4 T€ (Vorjahr 6 T€).

Aktienbesitz und Optionen der Organe

An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2009 bzw. 31. Dezember 2008 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:

31.12.2009
Aktien
31.12.2008
Aktien
Herr Michael Müller 4.069.000 4.069.000
Herr Rupert Früh 8.000 8.000
Herr Prof. Peter Klaus
D.B.A./Boston University 15.014 15.014
Herr Per Klemm 46.450 46.450
Herr Klaus Langer 2.500 2.500
Herr Carlos Rodrigues 785 785
2009 2008
T€ T€
Gehalt 440 440
Jahresbonus 291 433

In der Gehaltsangabe sind Zahlungen für beitragsorientierte Pläne in Höhe von 6 T€ (Vorjahr 6 T€) enthalten.

Aktienoptionen lagen jeweils zum Geschäftsjahresende keine vor.

Organbezüge

Die dem Vorstand der Muttergesellschaft gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2009 betrugen 731 T€ (Vorjahr 873 T€). Die Hauptversammlung vom 22. Juni 2006 hat beschlossen, dass die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB in der Fassung des VorstOG iVm § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB geforderten Angaben für fünf Jahre, beginnend ab dem 1. Januar 2006, unterbleiben.

Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen für die zum Bilanzstichtag 2009 tätigen Vorstandsmitglieder, ein zum 1. Januar 2010 neu berufenes Vorstandsmitglied sowie ein ausgeschiedenes ehemaliges Vorstandsmitglied. Die Pensionsverpflichtungen (DBO) gegenüber dem früheren Mitglied des Vorstands und einem ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft sowie deren Hinterbliebenen betragen 1.158 T€ (Vorjahr 1.082 T€); die hierfür ausgewiesenen Nettoverpflichtungen betragen 180 T€

(Vorjahr 163 T€).

2009 2009 2008 2008
Name Funktion Aufsichtsrats-
vergütung
Ausschuss-
vergütung
Aufsichtsrats-
vergütung
Ausschuss-
vergütung
Prof. Peter Klaus
D.B.A./Boston University
Vorsitzender des Aufsichtsrats 19 T€ 4 T€ 19 T€ 4 T€
Prof. Dr. Gerd Wecker Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats 10 T€ 8 T€ 10 T€ 8 T€
Klaus Langer Mitglied des Aufsichtsrats 6 T€ 8 T€ 6 T€ 8 T€
Per Klemm Mitglied des Aufsichtsrats 6 T€ 6 T€
Volker Buckmann Mitglied des Aufsichtsrats 6 T€ 6 T€
Carlos Rodrigues Mitglied des Aufsichtsrats 6 T€ 6 T€

Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen im Geschäftsjahr 2009 erhielt das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Gerd Wecker zudem 3 T€.

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen individuell und aufgegliedert nach Bestandteilen:

(27) Rechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist, unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Gesellschaft, der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage haben wird.

(28) Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.044 Mitarbeiter (Vorjahr 1.080 Mitarbeiter), unterteilt in die folgenden Gruppen, beschäftigt:

2009 2008
Operativ 673 709
Kaufmännisch 323 324
Auszubildende 48 47
Gesamt 1.044 1.080

Davon entfallen 6 (Vorjahr 11) auf Aushilfen.

(29) Honorare und Dienstleistungen des Konzern-

abschlussprüfers

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 bestellte die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 26. Juni 2009 die Firma Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart/Düsseldorf. Für das Geschäftsjahr 2008 war die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (seit dem 1. Oktober 2008 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) Frankfurt/Main und Berlin zum Abschlussprüfer bestellt. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar fiel aufgeschlüsselt wie folgt an:

31.12.2009 31.12.2008
T€ T€
Honorare für
Abschlussprüfungen 158 156
Steuerberatungs
leistungen 14 54
Sonstige Leistungen 71 50
Gesamt 243 260

Unter den Honoraren für Abschlussprüfungen 2009 werden Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Tochtergesellschaften Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, Müller – Die lila Logistik GmbH, Müller – Die lila Logistik Verwaltung GmbH, Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o. o., Emporias Management Consulting GmbH, Value Added Logistics Sp. z o.o. sowie für die prüferische Durchsicht der Müller – Die lila Logistik Ost GmbH, Müller – Die lila Logistik Nord GmbH, der Müller – Die lila Logistik West GmbH und der Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. nach handelsrechtlichem Landesrecht und IFRS für das Geschäftsjahr 2009 ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden nicht alle Gesellschaften allein durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. In den Steuerberatungsleistungen des Geschäftsjahres 2008 waren, im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2009, monatliche Pauschalen für steuerliche Beratungen inbegriffen.

(30) Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG (Stand: 31. Dezember 2009)

Am Grundkapital zum 31. Dezember 2009 war Herr Michael Müller mit 4.069.000 Euro (51,15 %) beteiligt. Die Landesbank Baden-Württemberg teilte der Gesellschaft mit, dass der Stimmrechtanteil der Süd KB Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien am Grundkapital am 22. Dezember 2008 1.341.000 Euro (16,86 %) betragen hat und dass diese der Landesbank Baden-Württemberg zuzurechnen sind. Veränderungen zum Bilanzstichtag 2009 wurden nicht gemeldet. Herr Rudolf Reisdorf teilte der Gesellschaft mit, dass am 9. Oktober 2008 sein Anteil am Grundkapital 796.370 Euro (10,01 %) entsprach. Veränderungen zum Bilanzstichtag 2009 wurden nicht gemeldet.

Die aktuellen Kapitalverhältnisse (mit dem Stand vom Eingang der letzten Mitteilung vom 4. Februar 2010) können dem Konzernlagebericht der Gesellschaft entnommen werden.

(31) Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lilalogistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

(32) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nennenswerte Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Veröffentlichung sind im Nachtragsbericht enthalten.

Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG hat den Konzernabschluss am 19. März 2010 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben und zur Veröffentlichung genehmigt. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Besigheim, 22. März 2010

Michael Müller Rupert Früh Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Besigheim, im März 2010

Müller – Die lila Logistik AG

Der Vorstand

Michael Müller Rupert Früh

Wir haben den von der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinnund-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 22. März 2010

Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Diesch Thomas Peil Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

UNTERNEHMENSKALENDER 2010

Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2009 30. März 2010
Veröffentlichung Zwischenmitteilung
zum 1. Quartal 2010 21. Mai 2010
Hauptversammlung Müller – Die lila Logistik AG 24. Juni 2010
Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2010 20. August 2010
Veröffentlichung Zwischenmitteilung
zum 3. Quartal 2010 26. November 2010

Herausgeber

Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Deutschland Tel.: +49 (0) 71 43/8 10-0 Fax: +49 (0) 71 43/8 10-199

[email protected] www.lila-logistik.com

Konzept und Gestaltung Leonhardt & Kern Werbeagentur GmbH

Kontakt

Müller – Die lila Logistik AG Investor Relations Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Deutschland Tel.: +49 (0) 71 43/8 10-125 Fax: +49 (0) 71 43/8 10-129

[email protected] www.lila-logistik.com

Zukunftsorientierte Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpfl ichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informations- und Berichtspfl ichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.

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