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Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft AG Management Reports 2019

Apr 28, 2020

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Management Reports

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Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München München

Konzern- und Jahresabschluss zum 31.12.2019

Gruppe Munich Re ist einer der weltweit führenden Risikoträger und kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken weite Teile der Wertschöpfungskette abdecken. Nahezu alle Rückversicherungseinheiten treten unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Group AG (ERGO) engagiert sich in fast allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Ein Großteil der Kapitalanlagen von Munich Re wird von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet. Aktuelle Informationen über Munich Re finden Sie unter www.munichre.com.

Verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Handeln für das Unternehmen wie für die Gesellschaft ist ein zentraler Leitgedanke von Munich Re. Unsere gruppenweite Corporate-Responsibility-Strategie, die sich am Shared-Value-Ansatz ausrichtet, zielt auf die Schaffung von wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Mehrwert im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit. Der Umgang mit den Folgen des Klimawandels und der zunehmenden Digitalisierung sowie die Stärkung des Risikobewusstseins stellen in diesem Zusammenhang Kernanliegen von Munich Re dar.

Seit fast 50 Jahren beschäftigt sich Munich Re mit dem Thema Klimawandel, seinen Auswirkungen auf die Versicherungswirtschaft und den daraus resultierenden Risiken und Chancen. Der Klimawandel zählt zu den größten Herausforderungen für die Menschheit und macht bereits heute entschlossenes Handeln notwendig, um die Erderwärmung auf unter 2°C zu begrenzen. Zu diesem von der Weltklimakonferenz in Paris beschlossenen Ziel bekennt sich auch Munich Re und verpflichtet sich, einen eigenständigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten (zum Beispiel durch Investitionen in erneuerbare Energien oder Förderung neuer Technologien durch neue Risikodeckungen). Den größten Hebel bei der Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels sehen wir darin, neuen Technologien für eine kohlenstoffarme Wirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen - bei Stromgewinnung, Transport, Energiespeicherung und industrieller Produktion. Wir bieten Versicherungslösungen an, mit denen wir einen Teil der oft technologiespezifischen Risiken übernehmen. Gleichzeitig unterstützen wir das Ziel, Kohlegewinnung und -verstromung sowie Ölsandgewinnung nicht mehr zu versichern -vorausgesetzt etwaige Einzelrisiken sind bekannt. Weiterhin verzichten wir bei unserer Kapitalanlage auf die Investition in Titel, die mehr als 30% ihres Umsatzes mit Kohle bzw. mehr als 10% ihres Umsatzes mit der Gewinnung von Ölsanden erzielen.

Zusätzlich zu diesem Kernanliegen erhalten wir wichtige Anregungen für unsere Corporate-Responsibility-Strategie auch durch das aktive Einbeziehen unserer Investoren, Kunden und Mitarbeiter, im Rahmen unseres Stakeholderdialogs. Ein Thema, das hierbei zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Digitalisierung. Diese eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für das Versicherungsgeschäft: Mit ihrer Hilfe vertiefen wir unser Wissen, stärken so das bestehende Geschäft und erschließen mithilfe des sogenannten Internet der Dinge neue Geschäftsopportunitäten, etwa in der Entwicklung innovativer Produkte und Services. Dabei nutzen wir strategische Allianzen.

Unsere freiwilligen Selbstverpflichtungen wie die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen, die Principles for Responsible Investment (PRI) und die Principles for Sustainable Insurance (PSI) bilden die Basis für unser Handeln. Ökologische, soziale und Governance-(ESG-)Aspekte berücksichtigen wir in der Risikoprüfung, bei der Entwicklung von Versicherungslösungen, bei Investitionsentscheidungen sowie in unseren eigenen Geschäftsabläufen (zum Beispiel im Einkauf).

Talentierte und leistungsstarke Mitarbeiter begreifen wir als Schlüsselfaktor für langfristige Erfolge von Munich Re. Unsere international und auf Vielfalt ausgerichtete Personalarbeit legt dabei großen Wert auf eine Unternehmensund Führungskultur, die bei unseren hoch qualifizierten Mitarbeitern Leistungsbereitschaft und Innovationskraft fördert. Am 31. Dezember 2019 waren weltweit 39.662 (41.410) Mitarbeiter bei Munich Re beschäftigt. Davon waren 31,2 (29,8)% in der Rückversicherung und 68,8 (70,2)% der Mitarbeiter bei ERGO beschäftigt.

Auf Grundlage der europäischen Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie hat das Handelsrecht (HGB) Anforderungen zur Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen kodifiziert. Die für Munich Re und die Münchener Rück AG identifizierten berichtspflichtigen Aspekte im Sinne der gesetzlichen Anforderungen sind:
* Munich Re als Arbeitgeber erster Wahl und Vielfalt als strategischer Erfolgsfaktor
* Bekämpfung von Korruption und Bestechung
* Datenschutz
* Corporate Responsibility in der Versicherung und Kapitalanlage

Unter dem Sachverhalt Corporate Responsibility in der Versicherung und in den Kapitalanlagen werden Angaben zu den gesetzlich definierten Aspekten Umwelt, Sozialbelange und Menschenrechte aufgegriffen. Den gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht gemäß § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB finden Sie im Internet unter www.munichre.com/znfb bei unseren Informationen zur Corporate Governance.

Struktur der Gruppe

Die Rückversicherungsunternehmen der Gruppe sind weltweit und in nahezu allen Versicherungszweigen tätig. Wir bieten die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zur Rückversicherungsgruppe gehören auch Spezialerstversicherer, deren Geschäft besondere Lösungskompetenz benötigt.

Segmentierung

Bei ERGO bündeln wir alle Erstversicherungsaktivitäten von Munich Re. Etwa 69% der gebuchten Bruttobeiträge erwirtschaftet ERGO in Deutschland, 31% stammen aus dem internationalen, hauptsächlich mittel- und osteuropäischen Geschäft. Auch auf asiatischen Märkten, insbesondere in Indien, China, und Thailand, engagiert ERGO sich. Die Münchener Rück AG und die ERGO Group AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt. Mit vielen Konzernunternehmen bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge, insbesondere zwischen der ERGO Group AG und ihren Töchtern.

Rückversicherung

Die Rückversicherung betreibt Lebens-, Gesundheits- sowie Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft. Ferner erfassen wir hier unsere spezialisierten Erstversicherungsaktivitäten, soweit sie von der Rückversicherungsorganisation gesteuert werden, ebenso wie Zeichnungsagenturen (Managing General Agencies, MGA). Die weltweiten Aktivitäten im Bereich Internet of Things (IoT) haben wir organisatorisch in einem neuen Bereich "Global IoT" gebündelt. Als Rückversicherer zeichnen wir unser Geschäft im direkten Kontakt mit Erstversicherern, über Makler und im Rahmen strategischer Partnerschaften. Neben dem traditionellen Rückversicherungsgeschäft beteiligen wir uns ebenso an Versicherungspools, Public Private Partnerships sowie an Geschäft in spezialisierten Nischensegmenten auch als Erstversicherer. Zudem bieten wir unseren Kunden ein breites Spektrum an Spezialprodukten, maßgeschneiderten Versicherungslösungen und Services. Diese Aktivitäten werden aus der Rückversicherung heraus gesteuert. Unsere Kunden erhalten damit direkten Zugang zu Expertise, Innovationskraft und Kapazität eines weltweit führenden Risikoträgers. Aufgrund unseres Knowhows im Kapitalmanagement sind wir ein gesuchter Ansprechpartner für Angebote, die auf die Anforderungen an Bilanz-, Solvenz- und Ratingkapital sowie auf die Risikomodelle unserer Kunden abgestimmt sind.

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in der Rückversicherung Leben/Gesundheit

Das weltweite Geschäft in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung wird im Ressort Life and Health gezeichnet. Es ist unterteilt in drei geografische Regionen und einen weiteren Geschäftsbereich, der spezialisierte Lösungen für Spar- und Rentenprodukte entwickelt. Den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bilden die traditionellen Rückversicherungslösungen, die sich auf den Transfer des Sterblichkeitsrisikos konzentrieren. Darüber hinaus sind wir im Markt für sogenannte Living-Benefits-Produkte aktiv. Dies sind Versicherungsprodukte wie Berufsunfähigkeit, Pflegefall, Eintritt von schweren Krankheiten ("Critical Illness"), die eine zunehmende Nachfrage verzeichnen. Ferner bieten wir Kapazität für Langlebigkeitsrisiken an. Dabei konzentrieren wir uns bis dato auf das Vereinigte Königreich, beobachten aber intensiv auch andere Märkte. Neben der Übernahme versicherungstechnischer Risiken unterstützen wir unsere Kunden bei der Entwicklung neuer Lebensversicherungsprodukte. Zusätzlich bieten wir ihnen ein breites, zunehmend auch digitalisiertes Serviceangebot, das von der medizinischen Expertise bis zu automatisierten Lösungen in der Risiko- und Leistungsprüfung reicht. Darüber hinaus erweitern wir ständig unsere maßgeschneiderten strukturierten Konzepte, mit denen unsere Kunden ihre Kapitalausstattung, ihre Liquidität oder bedeutende Performanceindikatoren optimieren können. Auch für Kapitalmarktrisiken, die in Sparprodukten häufig enthalten sind, steigt der Rückversicherungsbedarf. Wir beraten unsere Kunden umfassend in der Produktgestaltung und bieten Absicherung für die eingebetteten kapitalmarktabhängigen Optionen und Garantien. Unsere eigene Exponierung sichern wir wiederum am Kapitalmarkt ab. Um die Nähe zu unseren Kunden zu gewährleisten, sind wir in vielen Märkten mit lokalen Tochtergesellschaften und Niederlassungen vertreten.# Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München

Den größten Anteil unseres Geschäfts zeichnen wir durch unsere Niederlassung in Kanada sowie unsere Tochtergesellschaft in den USA. In Europa haben wir Standorte in Deutschland, England, Spanien und Italien. Gleichzeitig haben wir eine starke lokale Präsenz in Australien und Südafrika sowie in allen wichtigen Wachstumsmärkten Lateinamerikas und Asiens, seit 2017 auch mit einer Zweigniederlassung in Indien. Die zentrale Steuerung des Asien-Geschäfts durch eine eigene Niederlassung in Singapur unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Region für die Lebens- und Gesundheitsrückversicherung.

Die Ressorts in der Rückversicherung Schaden/Unfall

Global Clients and North America

Das Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen, zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten und zu Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt und ist zuständig für unsere Tochtergesellschaften im Schaden- und Unfallbereich in dieser Region. Hinzu kommt das weltweite Geschäft in Spezialsparten wie Transport, Luft- und Raumfahrt sowie das globale Großrisikogeschäft, das im vergangenen Jahr in dem neu geschaffenen Bereich Facultative & Corporate gebündelt wurde.

Die drei großen, in den USA ansässigen Tochtergesellschaften sind Munich Reinsurance America Inc., The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company (HSB) und American Modern Insurance Group Inc. (American Modern). Munich Reinsurance America Inc. zeichnet Schaden-/Unfall-Rückversicherungsgeschäft sowie Nischen-Erstversicherungsgeschäft. Die Erstversicherer HSB und American Modern sind auf Produkte spezialisiert, bei denen die Nähe zum Kunden und wie in der Rückversicherung das Risikoverständnis von hoher Bedeutung sind. Überdies haben wir die Aktivitäten von verschiedenen Spezialversicheren im gewerblichen Erstversicherungsgeschäft im nordamerikanischen Markt in der Einheit Munich Re Specialty Insurance (MRSI) gebündelt und neu ausgerichtet. Damit schaffen wir Synergien und können das Geschäftspotenzial in diesem Marktsegment besser ausschöpfen. Ergänzt wird der Marktauftritt durch die Angebote der Munich Re Specialty Group, eines führenden Anbieters von Transportversicherung sowie Versicherungslösungen für die Energieindustrie.

Europe and Latin America

Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schaden- und Unfallgeschäft unserer Kunden aus Europa sowie aus Lateinamerika und der Karibik zuständig. Geschäftseinheiten zum Beispiel in London, Madrid, Paris und Mailand sichern uns die Marktnähe und regionale Kompetenz. In den südamerikanischen Märkten stellen wir die Kundennähe unter anderem durch unser brasilianisches Tochterunternehmen Munich Re do Brasil Resseguradora S.A. und unsere Repräsentanz in Bogotá sicher. Zudem umfasst das Ressort den Geschäftsbereich Financial Risks. Great Lakes Insurance SE mit Hauptsitz in München und einer großen Niederlassung in London ist ebenfalls dem Ressort zugeordnet; über diese Einheiten bündeln wir einen signifikanten Teil unserer gruppenweiten Geschäftsaktivitäten im Vereinigten Königreich. Munich Re ist auf die Konsequenzen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union vorbereitet.

Asia Pacific and Africa

Das Ressort Asia Pacific and Africa betreibt das Schaden- und Unfallgeschäft mit unseren Kunden in Afrika, Asien, Australien, Neuseeland und der pazifischen Inselwelt. Niederlassungen in Mumbai, Peking, Seoul, Singapur, Sydney und Tokio ermöglichen es, die Geschäftsopportunitäten des stark wachsenden asiatisch-pazifischen Versicherungsmarkts ausschöpfen zu können. Auf dem afrikanischen Markt sind wir mit unserem Tochterunternehmen Munich Reinsurance Company of Africa Ltd. mit Hauptsitz in Johannesburg vertreten. Mit diesen Einheiten und weiteren Repräsentanzen sichern wir unsere Wettbewerbsposition auf diesen wichtigen Wachstumsmärkten.

ERGO

Der zweite Pfeiler von Munich Re ist das Erstversicherungsgeschäft. Unter dem Dach von ERGO agieren mit der ERGO Deutschland AG, ERGO International AG, ERGO Digital Ventures AG und ERGO Technology & Services Management AG vier separate Einheiten. Die ERGO Deutschland AG bündelt das Deutschland-Geschäft. Die ERGO International AG steuert das internationale Geschäft innerhalb der Gruppe. Die ERGO Digital Ventures AG ist für Digital- und Direktaktivitäten der Gruppe zuständig, während die ERGO Technology & Service Management AG zunehmend alle Technologieaktivitäten der Gruppe lenkt.

Über ERGO bieten wir Produkte in allen wesentlichen Versicherungssparten an: der Lebensversicherung, der Krankenversicherung, nahezu sämtlichen Zweigen der Schaden- und Unfallversicherung, inklusive der Reiseversicherung sowie der Rechtsschutzversicherung. In Kombination mit Assistance- und Serviceleistungen sowie einer individuellen Beratung decken wir den Bedarf von Privat- und Firmenkunden. ERGO betreut rund 37 Millionen überwiegend private Kunden in rund 30 Ländern, wobei der Schwerpunkt auf Europa und Asien liegt. Aktuelle Informationen zu ERGO finden Sie auch unter www.ergo.com.

In Deutschland zählt der Erstversicherer mit der ERGO Versicherung AG zu den großen Anbietern in der Sach- sowie Rechtsschutzversicherung. Die ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG treibt als Spezialist für kapitalmarktorientierte Versicherungen die Neuausrichtung von Vorsorgeprodukten und Biometrieprodukten voran. Die Gesellschaften ERGO Lebensversicherung AG und Victoria Lebensversicherung AG konzentrieren sich auf die Abwicklung unseres Bestands an klassischen Lebensversicherungen. Die DKV Deutsche Krankenversicherung AG ist ein führender Anbieter und Spezialist im Gesundheitsmarkt und spricht mit ihrem breiten Angebot von Voll- und Ergänzungsversicherungen privat wie gesetzlich Versicherte an. Die ERGO Reiseversicherung AG ist der Spezialist in der Reiseversicherung und über Deutschland hinaus auch international führend.

Vertriebsgesellschaften und digitale Transformation

Die Vertriebsgesellschaft ERGO Beratung und Vertrieb AG vereint in Deutschland die ERGO Ausschließlichkeitsorganisation (Agenturvertrieb) und die ERGO Pro (Strukturvertrieb) unter einem Dach. Beide Vertriebe haben sich im Jahr 2019 weiterentwickelt - insbesondere mit Blick auf die Digitalisierung und die Implementierung des neuen Geschäftsmodells "Hybrider Kunde". Im Fokus des neuen Geschäftsmodells steht der Kunde von heute, dem über alle Online- und Offline-Kanäle dasselbe Angebot zur Verfügung steht. ERGO verzahnt damit verschiedene Kanäle wie persönliche Beratung, Internet, Chat, E-Mail, Telefonie oder auch Videoberatung.

Die ERGO Digital Ventures AG verantwortet die digitale Transformation des Konzerns, unterstützt mit innovativen Vertriebswegen, steuert den digitalen Versicherer nexible und etabliert Automatisierungstechniken wie künstliche Intelligenz sowie Robotics. Ebenso wird unter Führung der Digital Ventures das internationale Rechtsschutzgeschäft sowie das der ERGO Reiseversicherung und das ERGO Direkt Sachversicherungsgeschäft weiterentwickelt und deren Digitalisierung ausgebaut.

Der seit 2017 bestehende Geschäftsbereich ERGO Mobility Solutions adressiert automobile Finanzdienstleistungen und zielt auf den Aufbau von Partnerschaften und Kooperationen mit Fahrzeugherstellern und Mobilitätsdienstleistern ab. Im Jahr 2019 konnten wesentliche Erfolge erzielt werden, unter anderem durch die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures mit Great Wall Motors, einem der größten chinesischen Automobilhersteller.

ERGO im internationalen Geschäft

In Europa konzentriert sich ERGO vor allem in Polen, im Baltikum, in Griechenland, Spanien, Österreich und Belgien darauf, ihre Marktpräsenz auszubauen. In Griechenland ist ERGO beispielsweise Marktführer in der Schaden-/Unfallversicherung, in Polen die Nummer 2. Auch unsere Rechtsschutzversicherer zählen als erfahrene Spezialisten in ihren Märkten jeweils zu den führenden Anbietern.

In Asien ist ERGO über Joint Ventures vor allem in den stark wachsenden Märkten Indien und China sowie in Thailand vertreten. In Indien ist ERGO in der Schaden-/Unfall- sowie Krankenversicherung sehr gut positioniert. In China erschließt ERGO China Life als Joint Venture mit dem staatlichen Finanzinvestor SSAIH das Potenzial der großen Provinzen Shandong, Jiangsu und Hebei. Auch in Thailand entwickelt sich unsere Beteiligung positiv.

Die digitale Transformation verändert auch die Interaktion mit den Kunden. Diese wollen online und offline exzellent bedient werden, unabhängig vom Vertriebskanal und von der Produktkategorie, sowie die Sicherheit einer starken Marke. An diesen Wünschen und Bedürfnissen richtet sich ERGO konsequent aus. Das Unternehmen hat daher Anpassungen an seiner Markenarchitektur vorgenommen und sich als Marke positioniert, die die meisten Versicherungsprodukte über alle Kanäle aus einer Hand anbietet. Konkret heißt das: Im Laufe des Jahres 2019 hat ERGO die Marken ERGO Direkt, ERGO Vorsorge und D.A.S. Rechtsschutz im deutschen Markt auf ERGO überführt. Des Weiteren wurde damit begonnen, die Marke ERV auf die Marke ERGO zu überführen.

Unsere Marken

Die Übersicht ist exemplarisch und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die genauen Beteiligungsverhältnisse entnehmen Sie bitte der Aufstellung des Anteilsbesitzes. Im Laufe des Jahres 2019 hat ERGO die Marken ERGO Direkt, ERGO Vorsorge und D.A.S. Rechtsschutz im deutschen Markt auf ERGO überführt. Des Weiteren wurde damit begonnen, die Marke ERV auf die Marke ERGO zu überführen. Die vollständige Überführung der Marke ERV auf internationaler Ebene wird 2020 abgeschlossen sein.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht beschreibt die Struktur und Systematik der Vergütung für den Vorstand und den Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr und enthält detaillierte Informationen zur individuellen Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Jahr 2019

Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft es regelmäßig.# Vorstandsvergütung

Der Vergütungsausschuss, der für alle Vergütungsangelegenheiten der Vorstandsmitglieder zuständig ist, bereitete im Berichtsjahr die Beschlussvorschläge für das Plenum vor. Dem Vergütungsausschuss gehören zwei unabhängige Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer an. Die Vorschläge an das Plenum zu den übrigen Personalangelegenheiten des Vorstands, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie der Abschluss von Vorstandsverträgen, obliegen dem Personalausschuss. Ihm gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie jeweils ein Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer an. Das 2018 eingeführte Vergütungssystem entspricht den relevanten gesellschafts- und aufsichtsrechtlichen Vorgaben einschließlich des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Die Vergütung besteht aus fixen (erfolgsunabhängigen) und variablen (erfolgsabhängigen) Bestandteilen sowie einer betrieblichen Altersversorgung. Details zeigt die folgende Tabelle:

Struktur und Systematik der Vorstandsvergütung

| Bestandteil | Anteil¹ | Bemessungsgrundlage/Parameter | Korridor # Zielwerte/Zielerreichung Jahresbonus

Ziel des Jahresbonus ist die Erreichung eines hohen IFRS-Konzernergebnisses. Die gewählten Zielwerte stellen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik und des harten Wettbewerbs auf den Versicherungsmärkten herausfordernde Ziele für die Mitglieder des Vorstands dar.

Zielwerte 2019

Für das Jahr 2019 wurde ein Zielwert von 2.500 Millionen € und im Hinblick auf den Zielkorridor von 0-200% folgende lineare Skalierung festgelegt:

  • 1.800 Millionen € = 0% Zielerreichung
  • 2.500 Millionen € = 100% Zielerreichung
  • 3.200 Millionen € = 200% Zielerreichung

Zielerreichung 2019

Über die Zielerreichung 2019 auf Basis des IFRS-Konzernergebnisses unter Berücksichtigung eventueller Zu-/Abschläge im Rahmen der Würdigung der Gesamtleistung entscheidet der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im März 2020. Da der Redaktionsschluss für den Geschäftsbericht vor der Aufsichtsratssitzung lag, konnten diese Informationen im Rahmen des Vergütungsberichts noch nicht dargestellt werden. Sie werden jedoch am 18. März 2020 unter www.munichre.com/vorstand/verguetungsbericht zur Verfügung gestellt.

Zielwerte 2020

Für das Jahr 2020 wurde ein Zielwert von 2.800 Millionen € und im Hinblick auf den Zielkorridor von 0-200% folgende lineare Skalierung festgelegt:

  • 2.100 Millionen € = 0% Zielerreichung
  • 2.800 Millionen € = 100% Zielerreichung
  • 3.500 Millionen € = 200% Zielerreichung

Zielwerte/Zielerreichung Mehrjahresbonus

Ziel des Mehrjahresbonus ist eine nachhaltige Entwicklung der Performance der Münchener-Rück-Aktie, gemessen am TSR, im Vergleich zur Peer Group. Die Gesellschaften für die Peer Group wurden anhand grundsätzlich vergleichbarer Geschäftstätigkeit und Größe ausgewählt. Maßgeblich ist zudem, dass sie börsennotiert sind und ähnlichen Rechnungslegungsstandards wie Munich Re unterliegen, weshalb nur europäische Erst- und Rückversicherungsgesellschaften berücksichtigt werden. Zur Peer Group gehören Allianz, AXA, Generali, Hannover Rück, SCOR, Swiss Re und Zurich Insurance Group. Dieselbe Peer Group wird auch im Rahmen der Analystenkonferenz herangezogen.

Der Mehrjahresbonus läuft insgesamt über fünf Kalenderjahre. Im ersten Kalenderjahr werden die TSR-Anfangswerte, am Ende der Laufzeit die Endwerte ermittelt und zur Bestimmung der Zielerreichung verglichen. Die Berechnungen erfolgen auf Basis von Stichtagswerten.

Für die Zielbewertung hat der Aufsichtsrat einen Zielkorridor von 0-200% mit folgender linearer Skalierung festgelegt:

  • Niedrigster TSR-Wert im Peer Group-Vergleich = 0% Zielerreichung
  • Höchster TSR-Wert im Peer Group-Vergleich = 200% Zielerreichung

Da die konkreten Werte für die Bemessung der Zielerreichung erst am Ende der Planlaufzeit feststehen, werden sie zusammen mit der Zielbewertung veröffentlicht.

Aufschub und Zurückbehaltung

Der aufgeschobene Mehrjahresbonus trägt mit seiner Laufzeit der Art und dem Zeithorizont der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Rechnung. Der TSR im Mehrjahresbonus bildet die nachhaltige und langfristige Wertentwicklung der Münchener-Rück-Aktie umfassend ab, sodass ein weiterer mehrjähriger Zurückbehaltungszeitraum, der wiederum auf die Aktienkursentwicklung abstellt, weder sinnvoll noch erforderlich ist. Auch für den Jahresbonus bringt ein solcher Zurückbehaltungszeitraum keinen signifikanten Mehrwert, da der Jahresbonus lediglich einen Anteil von 15% an der Gesamtvergütung ausmacht.

Begrenzung der variablen Vergütung (Malus) und Rückforderungsmöglichkeit (Clawback)

Da der Aufsichtsrat sowohl beim Jahres- als auch beim Mehrjahresbonus auf die Zielerreichung einen Zu- oder Abschlag von bis zu 20 Prozentpunkten vornehmen kann, um die individuelle und kollektive Leistung der Vorstandsmitglieder zu würdigen, hat er die Möglichkeit, im Fall von negativen Erfolgsbeiträgen die variable Vergütung zu kürzen.

Für ab 1. Januar 2017 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder ist zudem im Anstellungsvertrag vorgesehen, dass bei Kündigung durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund oder bei Niederlegung des Vorstandsmandats durch das Vorstandsmitglied ohne wichtigen Grund alle noch nicht ausbezahlten variablen Vergütungsbestandteile verfallen. Darüber hinaus wird der Gesellschaft in sämtlichen Anstellungsverträgen der Vorstandsmitglieder das Recht eingeräumt, etwaige Anordnungen der Aufsichtsbehörde zur Beschränkung, Streichung oder Nicht-Auszahlung der variablen Vergütung im Verhältnis zum Vorstandsmitglied umzusetzen.

Vertragliche Regelungen zur Rückforderung bereits ausbezahlter variabler Vergütungsbestandteile (Clawback) setzen eine schwerwiegende Pflichtverletzung voraus. Alle Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder enthalten eine Klausel, der zufolge das Vorstandsmitglied insbesondere gemäß § 93 Aktiengesetz verpflichtet ist, der Gesellschaft den Schaden zu ersetzen, der dieser durch eine Verletzung seiner Pflichten entsteht. Die vertragliche Schadenersatzklausel sichert die Gesellschaft ab; sie ist dazu geeignet, im Falle einer schwerwiegenden Pflichtverletzung das Vermögen der Gesellschaft zu schützen. Einer zusätzlichen Klausel zur Rückforderung bereits ausbezahlter Boni bedarf es aus Sicht der Gesellschaft daher nicht.

Höchstgrenzen der Vergütung

Eine Höchstgrenze für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder ergibt sich aus dem jeweils festgelegten Zielkorridor von 0-200%. Eine etwaige höhere Zielerreichung wird bei 200% gekappt; in diesem Fall kann folglich auch kein Zuschlag durch die Würdigung der Gesamtleistung erfolgen. Wie vom DCGK gefordert, weist die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Bestandteile betragsmäßige Höchstgrenzen auf.

Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands (Share Ownership)

Das aktuelle Vergütungssystem sieht kein verpflichtendes Investment der Vorstandsmitglieder in Aktien der Gesellschaft vor. Der im Mehrjahresbonus verwendete TSR bildet die Entwicklung der Münchener-Rück-Aktie bereits ab, sodass der Einklang mit den Aktionärsinteressen sichergestellt ist. Aus Sicht der Gesellschaft sprechen die ständig steigenden insiderrechtlichen Vorschriften für Aktienkäufe/-verkäufe und die zunehmenden Ermittlungen - auch im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsbestandteilen - gegen eine Vergütung in Form von verpflichtendem Aktienerwerb. Die im Jahr 2019 aktiven Vorstandsmitglieder halten zudem überwiegend eine hohe Anzahl von Aktien der Gesellschaft. Die Teilnehmer am Mehrjahres-Performance-Plan 2017-2019, der 2020 zur Auszahlung kommt, müssen überdies einen Teil der Bonuszahlung in Aktien der Gesellschaft investieren.

Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands

Mitglieder des Vorstands Anzahl Aktien am 30.12.2019¹ XETRA-Schlusskurs am 30.12.2019¹ (€) Gesamtwert der Aktien am 30.12.2019¹ (€) Gesamtwert der Aktien in % der Grundvergütung für das Jahr 2019 %
Joachim Wenning 11.732 263,00 3.085.516,00 139
Thomas Blunck 4.541 263,00 1.194.283,00 111
Nicholas Gartside (seit 18.3.2019) 0 263,00 0,00 0
Doris Höpke 3.830 263,00 1.007.290,00 94
Torsten Jeworrek 3.994 263,00 1.050.422,00 68
Christoph Jurecka 3.628 263,00 954.164,00 73
Hermann Pohlchristoph 223 263,00 58.649,00 5
Markus Rieß² 3.346 263,00 879.998,00 33
Peter Röder 5.510 263,00 1.449.130,00 135

¹ Letzter Börsenhandelstag des Jahres 2019.
² Für die Relation des Gesamtwerts der Aktien zur Grundvergütung wurde auch die Grundvergütung mitberücksichtigt, die Markus Rieß für seine Tätigkeit bei der ERGO Group AG erhielt.

Sonstiges

Fortzahlung der Bezüge bei Arbeitsunfähigkeit

Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder infolge anderer Gründe, die das Vorstandsmitglied nicht zu vertreten hat, werden die Bezüge bis zur Beendigung des Anstellungsvertrags weitergezahlt. Die Gesellschaft kann den Anstellungsvertrag vorzeitig beenden, wenn das Vorstandsmitglied länger als zwölf Monate arbeitsunfähig und voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, die ihm übertragenen Aufgaben uneingeschränkt zu erfüllen (dauernde Arbeitsunfähigkeit). In diesem Fall erhält das Vorstandsmitglied eine Arbeitsunfähigkeitsrente.

Keine garantierte variable Vergütung (Sign-on-Boni/Recruitment-Boni)

Die Gesellschaft gewährt den Vorstandsmitgliedern grundsätzlich keine garantierte variable Vergütung. Nur wenn ein neues Vorstandsmitglied einen Bonus des Vorarbeitgebers verliert, werden in Ausnahmefällen und gegen entsprechenden Nachweis Sign-on- bzw. Recruitment-Boni bezahlt. Der Ausgleich verlorener variabler Vergütungsbestandteile des Vorarbeitgebers erfolgt in mehreren Teilzahlungen und ist an Auszahlungsvoraussetzungen geknüpft.

Abfindungs-Cap und Change of Control

Die vor dem 1. Januar 2017 bestellten Mitglieder des Vorstands haben keinen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund gilt für gegebenenfalls zu leistende Zahlungen, dass diese insgesamt den Wert von zwei Jahresgesamtvergütungen (bei Kontrollerwerb oder Kontrollwechsel im Sinne von § 29 Abs. 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes - WpÜG: drei Jahresgesamtvergütungen) nicht übersteigen und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten, wenn diese kürzer ist. Sofern der Anstellungsvertrag aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund beendet wird, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Die Berechnung der Zahlung erfolgt auf Basis der Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr.

Vorstandsmitglieder, die seit 1. Januar 2017 erstmals bestellt werden, haben im Falle der vorzeitigen Beendigung ihres Anstellungsvertrags ohne wichtigen Grund durch die Gesellschaft einen dienstvertraglichen Anspruch auf Abfindungszahlungen. Dieser beläuft sich auf die Höhe von zwei Jahresvergütungen, er ist jedoch in jedem Fall auf die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags beschränkt, wenn diese kürzer ist.# Vergütungsbericht

Für die Berechnung der Jahresvergütung sind die jährliche Grundvergütung und die tatsächlich ausgezahlte variable Vergütung des letzten vollen abgelaufenen Geschäftsjahres vor der Beendigung des Anstellungsvertrags maßgebend; Sachbezüge, sonstige Nebenleistungen und Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung bleiben dabei unberücksichtigt. Bezüge, die das Vorstandsmitglied während der Kündigungsfrist nach Beendigung seiner Bestellung erhält, werden auf die Abfindung angerechnet. Ein Anspruch auf Abfindungszahlungen besteht nicht im Falle einer außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags durch die Gesellschaft aus wichtigem Grund. Generell stellt die Gesellschaft bei Abfindungszahlungen sicher, dass diese der während des gesamten Tätigkeitszeitraums erbrachten Leistung entsprechen.

Aktienoptionsprogramme

Für den Vorstand existieren keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme.

Mandatsvergütungen

Vergütungen aus Mandaten sind an die Gesellschaft abzuführen. Ausgenommen sind lediglich Vergütungen aus Mandaten, die vom Aufsichtsrat ausdrücklich als "persönlich" eingestuft werden.

Externe Berater

Munich Re nimmt für die Konzeption und Umsetzung von Vorstandsvergütungssystemen keine Unterstützung externer Berater in Anspruch.

Altersversorgung

Die Mitglieder des Vorstands erhielten bis einschließlich 2008 eine leistungsorientierte Pensionszusage, also die Zusage eines festen Pensionsbetrags. Seit 2009 erhalten neue Vorstandsmitglieder grundsätzlich eine beitragsorientierte Pensionszusage. Hierfür stellt die Gesellschaft während der Laufzeit des Anstellungsvertrags für jedes Kalenderjahr (Beitragsjahr) einen Versorgungsbeitrag zur Verfügung, der einheitlich 25,5% der Ziel-Gesamtdirektvergütung (= Grundvergütung + variable Vergütung auf Basis 100% Gesamtbewertung) beträgt. Die Höhe des Versorgungsbeitrags wird unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds (unter anderem DAX-30-Gesellschaften) sowie der Versorgungsbeiträge für die Mitarbeitergruppen unterhalb des Vorstands festgelegt. Dieser Versorgungsbeitrag wird an einen Rückdeckungsversicherer abgeführt. Die aus den Beitragszahlungen resultierende Versicherungsleistung sagt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied als Pensionsleistung zu. Die vor 2009 bestellten Vorstandsmitglieder wurden in das beitragsorientierte System übergeleitet. Sie behielten die zum Überleitungszeitpunkt bestehende Anwartschaft aus der leistungsorientierten Pensionszusage (Festbetrag in Euro), die als Besitzstandsrente festgeschrieben wurde. Für die Dienstjahre ab 1. Januar 2009 erhalten sie eine beitragsorientierte Pensionszusage (Zuwachsrente). Für die Versorgungszusagen aus leistungs- und beitragsorientierter Altersversorgung bestimmt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - und berücksichtigt den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen. Darüber hinaus gehören die Mitglieder des Vorstands, die vor dem 1. Januar 2019 erstmals bestellt wurden, der Münchener Rück Versorgungskasse an, die beitragsorientierte Pensionszusagen für sie bereitstellt.

Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

Vorstandsmitglieder, die vor 2006 bestellt wurden, erhalten für die ersten sechs Monate nach Pensionierung oder Ausscheiden Ruhegeld in Höhe ihrer bisherigen monatlichen Grundvergütung, sofern ein Anspruch auf Altersruhegeld, Ruhegeld aufgrund Invalidität oder vorgezogenes gekürztes Ruhegeld besteht.

Altersruhegeld

Ein Vorstandsmitglied, das vor dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet. Ein Vorstandsmitglied, das ab dem 1. April 2012 erstmals bestellt wurde, hat Anspruch auf Ruhegeld, wenn es nach Vollendung des 62. Lebensjahres aus dem aktiven Dienst der Gesellschaft ausscheidet. Alle Vorstandsmitglieder müssen spätestens am Ende des Kalenderjahres, in dem sie das 67. Lebensjahr vollenden, aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

  • Leistung:
    • Bei beitragsorientierten Zusagen: Verrentung des Deckungskapitals oder Auszahlung als Einmalbetrag
  • Bei kombinierten leistungs- und beitragsorientierten Zusagen: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage sowie Verrentung des Deckungskapitals aus beitragsorientiertem System oder Auszahlung als Einmalbetrag.

Ruhegeld aufgrund Invalidität

Invalidität liegt vor, wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls außerstande ist oder bereits sechs Monate ununterbrochen außerstande gewesen ist, seinen Beruf auszuüben. Der Anspruch auf Ruhegeld aufgrund Invalidität entsteht frühestens mit Ablauf einer Entgeltpflicht bzw. Entgeltfortzahlungspflicht, nachdem der Vertrag einvernehmlich aufgehoben, infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet oder wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit von der Gesellschaft gekündigt wurde.

  • Leistung:
    • Bei beitragsorientierten Zusagen: 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 bzw. 61 mit anschließendem Altersruhegeld.
  • Bei kombinierten leistungs- und beitragsorientierten Zusagen: Besitzstandsrente aus leistungsorientierter Pensionszusage sowie 80% des versicherten Altersruhegelds bis Alter 59 mit anschließendem Altersruhegeld nach beitragsorientiertem System.

Vorgezogenes gekürztes Ruhegeld

Ein vor dem 1. Januar 2017 bestelltes Vorstandsmitglied hat Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, wenn der Vertrag infolge Nichtverlängerung oder Widerrufs der Vorstandsbestellung beendet wird, ohne dass das Vorstandsmitglied durch eine grobe Verletzung seiner Pflichten oder seinen eigenen Wunsch dazu Veranlassung gegeben hat. Voraussetzung hierfür ist, dass das Vorstandsmitglied das 50. Lebensjahr bereits überschritten hat, bei Vertragsende seit mehr als zehn Jahren in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft stand und die Vorstandsbestellung schon mindestens einmal verlängert worden war.

  • Leistung:
    • Bei beitragsorientierten Zusagen: Verrentung des Deckungskapitals oder Auszahlung als Einmalbetrag zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme.
  • Bei kombinierten leistungs- und beitragsorientierten Zusagen: Anwartschaft zwischen 30% und 60% der pensionsfähigen Grundvergütung, die um 2% für jedes angefangene Jahr vor Vollendung des 65. Lebensjahres gekürzt wird. Die Differenz zwischen monatlichem Ruhegeld und monatlicher Zuwachsrente aus der Rückdeckungsversicherung übernimmt die Gesellschaft.

Ab dem 1. Januar 2017 erstmals bestellte Vorstandsmitglieder haben keinen Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.

Unverfallbare Anwartschaft auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung

Leistungen aus unverfallbaren Anwartschaften werden bei Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres, bei Invalidität oder bei Tod des Vorstandsmitglieds gezahlt.

Unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG): Das Vorstandsmitglied hat Anspruch auf eine unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz, wenn es vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet und die Versorgungszusage zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens drei Jahre (ab 2021; davor fünf Jahre) bestanden hat.

  • Leistung:
    • Bei beitragsorientierten Zusagen: Verrentung des Deckungskapitals oder Auszahlung als Einmalbetrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls.
  • Bei kombinierten leistungs- und beitragsorientierten Zusagen: Die Anwartschaft aus der Besitzstandsrente entspricht demjenigen Teil der Besitzstandsrente, der dem Verhältnis der Dauer der Betriebszugehörigkeit zu der Zeit vom Beginn der Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der festen Altersgrenze entspricht (m/n-tel-Verfahren, § 2 Abs. 1 BetrAVG). Die Anwartschaft aus der Zuwachsrente entspricht den nach dem Versicherungsvertrag zum Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls ausfinanzierten Versorgungsleistungen auf der Grundlage der bis zum Ausscheiden erbrachten Versorgungsbeiträge (§ 2 Abs. 5 BetrAVG). Letztere wird verrentet oder als Einmalbetrag ausbezahlt.

Hinterbliebenenversorgung

Bei Tod eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit erhalten die Hinterbliebenen für die Dauer von sechs Monaten weiterhin die bisherige monatliche Grundvergütung, wenn der Verstorbene vor 2006 in den Vorstand berufen wurde. Bei Vorstandsmitgliedern, die ab 2006 und bis 2018 erstmals bestellt wurden, wird für drei Monate die bisherige monatliche Grundvergütung an die Berechtigten gezahlt. Bei Tod eines Vorstandsmitglieds nach der Pensionierung erhalten die Hinterbliebenen von Vorstandsmitgliedern, die bis 2018 erstmals bestellt wurden, für die Dauer von drei Monaten das bisherige monatliche Ruhegeld, wenn die Eheschließung/Eintragung der Lebenspartnerschaft oder die Geburt des Kindes vor Beginn des Ruhegeldbezugs erfolgte. Hinterbliebene Ehe- und eingetragene Lebenspartner erhalten im Regelfall 60%, Halbwaisen 20% und Vollwaisen 40% der leistungsorientierten Pensionszusage oder des versicherten Ruhegelds als Rente, wobei die Gesamtsumme das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds nicht übersteigen darf. Wurde das Ruhegeld des Vorstandsmitglieds wegen vorzeitiger Pensionierung gekürzt, errechnen sich die Hinterbliebenenleistungen aus dem gekürzten Ruhegeld.

Gesamtbezüge des Vorstands

Vergütungshöhe

Das Aufsichtsratsplenum setzt auf Vorschlag des Vergütungsausschusses die Ziel-Gesamtdirektvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder unter Berücksichtigung der Aufgaben und Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, der Leistung des gesamten Vorstands sowie der Lage, des Erfolgs und der Zukunftsaussichten der Gesellschaft fest. Er achtet dabei auf die Üblichkeit der Vergütung und die Angemessenheit gegenüber den Gesellschaften des Vergleichsumfelds (unter anderem DAX 30).# Die Ziel-Gesamtdirektvergütung des Vorstandsvorsitzenden orientiert sich am Median der entsprechenden Vergütungen der Vorstandsvorsitzenden der DAX-30-Gesellschaften. Daneben berücksichtigt der Aufsichtsrat - auch in der zeitlichen Entwicklung - das Verhältnis der Vergütung des Vorstands zur Vergütung des oberen Führungskreises und der übrigen Belegschaft.

Vergütungsrelationen (Pay Ratios)

Im Berichtsjahr betrug die Ziel-Gesamtdirektvergütung des Vorstandsvorsitzenden das 37-Fache (38-Fache) der Ziel-Gesamtdirektvergütung des Durchschnitts aller Mitarbeiter der Gesellschaft (ohne Vorstand). Die Ziel-Gesamtdirektvergütung des Durchschnitts aller Vorstandsmitglieder belief sich auf das 22-Fache (24-Fache) der Ziel-Gesamtdirektvergütung des Durchschnitts aller Mitarbeiter (ohne Vorstand).

Ausweis der Vorstandsvergütung

Der Ausweis der Vorstandsvergütung erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: auf Basis des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 17 - DRS 17 (geändert 2010) sowie des DCGK. Dadurch kommt es bei einzelnen Vergütungsbestandteilen und den Gesamtbezügen zu Abweichungen.

Vorstandsvergütung nach DRS 17

Nach DRS 17 wird die Vergütung für den Jahresbonus 2019 mit den dafür gebildeten Rückstellungen unter Berücksichtigung eines etwaigen Mehr-/Minderaufwands für das Vorjahr ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance 2016-2018 ist nach DRS 17 im Jahr der Auszahlung, also 2019, einzubeziehen.

Höhe der fixen und variablen Vergütung

Die Gesamtbezüge des 2019 amtierenden Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 23,8 (17,4) Millionen €. Sie erhöhten sich somit gegenüber den Vorjahresbezügen, die um die Vergütung eines mit Ablauf des 31. Dezember 2018 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds bereinigt wurden, um rund 6,4 Millionen €. Der Anstieg der Gesamtbezüge beruht insbesondere darauf, dass dem Vorstand seit März 2019 ein zusätzliches Mitglied angehört und ein 2015 unterjährig bestelltes Vorstandsmitglied 2019 erstmals mit seinen Mehrjahresbezügen für den gesamten Bemessungszeitraum einzubeziehen ist. Zudem fielen die Zielerreichungen für die variablen Vergütungsbestandteile höher aus als im Vorjahr. Die Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010) (nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5-8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB)

Name Geschäftsjahr Grundvergütung € Sachbezüge/ Nebenleistungen € Jahresbonus¹ € Mehrjahres-Performance², ³ € Sonstiges €
Joachim Wenning 2019 2.225.000 40.963 867.750 773.465
2018 2.225.000 39.201 692.736 646.800
Thomas Blunck 2019 1.075.000 33.913 419.250 793.555
2018 1.075.000 33.797 367.717 637.000
Nicholas Gartside 2019 848.909 19.478 331.075 411.188
(seit 18.3.2019) ⁴ 2018
Doris Höpke 2019 1.075.000 31.532 419.250 879.305
2018 1.075.000 32.273 260.092 493.675
Torsten Jeworrek 2019 1.550.000 38.286 604.500 1.098.580
2018 1.550.000 37.021 483.570 937.860
Christoph Jurecka 2019 1.300.000 30.041 507.000
2018
Hermann Pohlchristoph 2019 1.075.000 48.370 419.250
2018 1.012.500 49.237 319.028
Markus Rieß 2019 2.675.000 119.459 165.750 1.666.785
davon für Münchener Rück AG 2019 425.000 23.888 165.750 667.013
2018 2.462.500 120.626 328.480 471.089
davon für Münchener Rück AG 2018 637.500 47.250 202.500 165.926
Peter Röder 2019 1.075.000 30.446 419.250 763.420
2018 1.075.000 31.713 326.820 637.000
Gesamt 2019 12.898.909 392.488 4.153.075 5.975.110 411.188
2018 10.475.000 343.868 2.778.443 3.823.424
Name Geschäftsjahr Gesamt €
Joachim Wenning 2019 3.907.178
2018 3.603.737
Thomas Blunck 2019 2.321.718
2018 2.113.514
Nicholas Gartside 2019 1.610.650
(seit 18.3.2019) ⁴ 2018
Doris Höpke 2019 2.405.087
2018 1.861.040
Torsten Jeworrek 2019 3.291.366
2018 3.008.451
Christoph Jurecka 2019 1.837.041
2018
Hermann Pohlchristoph 2019 1.542.620
2018 1.380.765
Markus Rieß 2019 4.626.994
davon für Münchener Rück AG 2019 1.281.651
2018 3.382.695
davon für Münchener Rück AG 2018 1.053.176
Peter Röder 2019 2.288.116
2018 2.070.533
Gesamt 2019 23.830.770
2018 17.420.735

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für den Jahresbonus 2019 vor. Der Ausweis des Jahresbonus erfolgt auf Basis von Schätzungen, d.h. den entsprechend gebildeten Rückstellungen und einem etwaigen Mehr-/Minderaufwand für den Jahresbonus 2018. Die für den Jahresbonus 2018 ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2018 und dem entsprechenden Mehr-/Minderaufwand für die Jahres-Performance 2017. Die tatsächlichen Bonuszahlungen für 2018 können den Vergütungstabellen "Zufluss gem. DCGK" entnommen werden.

2 Die bis 2017 jährlich gewährte Mehrjahres-Performance-Komponente stellt auf den Geschäftsfelderfolg und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder ab, wofür Dreijahresziele vereinbart wurden. Zudem beurteilt der Aufsichtsrat die Gesamtleistung des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder und beachtet hierbei auch vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des Beurteilungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt im 4. Jahr, wobei 25% des Netto-Auszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Sperrfrist zu investieren sind.

3 Die 2019 ausbezahlten Beträge betreffen die Mehrjahres-Performance 2016-2018, die 2018 ausbezahlten Beträge betreffen die Mehrjahres-Performance 2015-2017.

4 Sonstiges: Nicholas Gartside erhält keine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung. Zum Ausgleich dafür wird eine an Bedingungen geknüpfte einmalige Zahlung am Ende der Bestellperiode gewährt. Bei Invalidität oder Tod vor dem Ende der Bestellperiode erfolgt die Zahlung pro rata temporis bis zum entsprechenden Versorgungsfall.

5 Die Vergütung umfasst auch die Bezügebestandteile, die Markus Rieß für seine Tätigkeit bei der ERGO Group AG erhielt.

Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei Bewertung mit 100% gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0-200%

Name Zusage für Jahresbonus¹ € Mehrjahresbonus² € Summe Zusagen €
Joachim Wenning 2019 697.500 1.627.500 2.325.000
2020
2018 667.500 1.557.500 2.225.000
2019
Thomas Blunck 2019 337.500 787.500 1.125.000
2020
2018 322.500 752.500 1.075.000
2019
Nicholas Gartside (seit 18.3.2019) 2019 337.500 787.500 1.125.000
2020
2018 254.673 594.236 848.909
2019
Doris Höpke 2019 337.500 787.500 1.125.000
2020
2018 322.500 752.500 1.075.000
2019
Torsten Jeworrek 2019 487.500 1.137.500 1.625.000
2020
2018 465.000 1.085.000 1.550.000
2019
Christoph Jurecka 2019 450.000 1.050.000 1.500.000
2020
2018 390.000 910.000 1.300.000
2019
Hermann Pohlchristoph (bis 30.4.2020) 2019 107.500 250.833 358.333
2020
2018 322.500 752.500 1.075.000
2019
Markus Rieß 3 2019 150.000 350.000 500.000
2020
2018 127.500 297.500 425.000
2019
Peter Röder 2019 337.500 787.500 1.125.000
2020
2018 322.500 752.500 1.075.000
2019
Gesamt 2019 3.242.500 7.565.833 10.808.333
2020
2018 3.194.673 7.454.236 10.648.909
2019

1 Die für 2019 zugesagte Vergütung für den Jahresbonus ist zahlbar 2020, die für 2020 zugesagte Vergütung 2021.
2 Die für 2019 zugesagte Vergütung für den Mehrjahresbonus ist zahlbar 2023, die für 2020zugesagte Vergütung 2024.
3 Das Vergütungssystem der ERGO Group AG sieht keine variable Komponente vor. Markus Rieß erhält variable Zusagebeträge daher nur von der Münchener Rück AG.

Pensionsanwartschaften

Um die Pensionsanwartschaften für im Jahr 2019 aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen in Höhe von 5,7 (4,9) Millionen €, wovon 0,6 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und ca. 5,1 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems liegen die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen:

Pensionsanwartschaften: Leistungsorientierte Pensionszusagen

Name Geschäftsjahr Pensionszusage¹ €/Jahr Barwert per 31.12. des Jahres € Personalaufwand Rückstellungen² €
Joachim Wenning 3, 4 2019 - 18.173 1.643
2018 - 16.424 1.698
Thomas Blunck 3, 4 2019 120.000 4.424.945 211.946
2018 120.000 3.693.367 189.535
Nicholas Gartside (seit 18.3.2019) 5 2019 - - -
2018 - - -
Doris Höpke 3, 4 2019 - 12.532 592
2018 - 10.625 574
Torsten Jeworrek 3, 6 2019 171.000 7.316.522 249.534
2018 171.000 6.437.429 225.482
Christoph Jurecka 3, 7 2019 - - -
2018 - - -
Hermann Pohlchristoph 3, 7 2019 - 5.394 324
2018 - 5.761 345
Markus Rieß 3, 8 2019 - 57.772 11.842
davon für Münchener Rück AG 2019 - 57.772 11.842
2018 - 37.192 18.271
davon für Münchener Rück AG 2018 - 37.192 18.271
Peter Röder 3, 6 2019 90.000 3.569.324 119.178
2018 90.000 3.164.789 107.050
Gesamt 2019 381.000 15.404.662 595.059
2018 381.000 13.365.587 542.955

Pensionsanwartschaften: Beitragsorientierte Pensionszusagen

| Name | Geschäftsjahr | Versorgungsbeitragssatz der Ziel-Gesamtdirektvergütung % | Pensionszusage per 31.12. des Jahres €/Jahr | Barwert per 31.12. |
| :-------- | :------------ | :------------------------------------------------------- | :------------------------------------------ | :----------------- |```markdown
| des Jahres | € Personalaufwand | € |
|---|---|---|
| Joachim Wenning | 3, 4 | 2019 | 25,50 | 239.933 | -9 | 1.134.750 |
| | | 2018 | 25,50 | 201.663 | -9 | 1.134.750 |
| Thomas Blunck | 3, 4 | 2019 | 16,25 | 151.726 | 7.079.079 | 349.375 |
| | | 2018 | 16,25 | 137.577 | 5.718.540 | 349.375 |
| Nicholas Gartside (seit 18.3.2019) | 5 | 2019 | - | - | - | - |
| | | 2018 | - | - | - | - |
| Doris Höpke | 3 , 4 | 2019 | 25,50 | 94.836 | -9 | 548.250 |
| | | 2018 | 25,50 | 76.800 | -9 | 548.250 |
| Torsten Jeworrek | 3, 6 | 2019 | 19,50 | 253.325 | 11.820.896 | 604.500 |
| | | 2018 | 19,50 | 229.892 | 9.874.883 | 604.500 |
| Christoph Jurecka | 3, 7 | 2019 | 25,50 | 16.730 | -9 | 663.000 |
| | | 2018 | - | - | - | - |
| Hermann Pohlchristoph | 3, 7 | 2019 | 25,50 | 35.165 | -9 | 548.250 |
| | | 2018 | 25,50 | 21.356 | -9 | 516.375 |
| Markus Rieß | 3, 8 | 2019 | 25,14 | 92.977 | 2.272.938 | 10 | 779.250 |
| davon für Münchener Rück AG | | 25,50 | 33.351 | -9 | 216.750 |
| | | 2018 | 25,19 | 70.802 | 1.207.233 | 10 | 781.375 |
| davon für Münchener Rück AG | | 25,50 | 27.380 | -9 | 325.125 |
| Peter Röder | 3, 6 | 2019 | 20,25 | 176.860 | 7.936.905 | 435.375 |
| | | 2018 | 20,25 | 160.141 | 6.739.628 | 435.375 |
| Gesamt | | 2019 | 1.061.552 | 29.109.818 | 5.062.750 |
| | | 2018 | 898.231 | 23.540.284 | 4.370.000 |

1 Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008.
2 Aufwand für leistungsorientiertes System inkl. Rückstellung für Lohnfortzahlung für Hinterbliebene.
3 Hat bei Beendigung seiner/ihrer Tätigkeit aufgrund Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Ruhegeld.
4 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner/ihrer Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
5 Nicholas Gartside erhält keine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung. Zum Ausgleich dafür wird eine an Bedingungen geknüpfte einmalige Zahlung am Ende der Bestellperiode gewährt. Bei Invalidität oder Tod vor dem Ende der Bestellperiode erfolgt die Zahlung pro rata temporis bis zum entsprechenden Versorgungsfall.
6 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
7 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz.
8 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit ab dem 16.09.2020 oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz.
9 Defined Contribution-Plan im Sinne des IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer, daher kein Barwert angegeben.
10 Münchener Rück AG: siehe Fußnote 9; ERGO Group AG: kein Defined Contribution-Plan im Sinne des IAS 19, daher Barwert angegeben.

Vorstandsvergütung nach DCGK

Nach den Vorgaben des DCGK zeigen die nachfolgenden Tabellen die jedem einzelnen Vorstandsmitglied für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen sowie die für das Berichtsjahr zugeflossene Vergütung. Grundvergütung, Sachbezüge/Nebenleistungen und Versorgungsaufwand (Summe aus Personalaufwand für leistungsorientierte und beitragsorientierte Pensionszusagen) stimmen mit den Angaben nach DRS 17 überein. Abweichungen ergeben sich zum Teil bei den ein- und mehrjährigen variablen Vergütungskomponenten. Nachfolgend die Tabellen für Zuwendung und Zufluss gemäß DCGK:

Gewährte Zuwendungen gem. DCGK

Joachim Wenning Thomas Blunck
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019 2019 (Min)
Grundvergütung 2.225.000 2.225.000 2.225.000 2.225.000 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 40.963 40.963 40.963 39.201 33.913 33.913
Summe 2.265.963 2.265.963 2.265.963 2.264.201 1.108.913 1.108.913
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 667.500
Jahresbonus 2019 667.500 0 1.335.000 322.500 0
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 1.557.500
Mehrjahresbonus 2019 1.557.500 0 3.115.000 752.500 0
Sonstiges
Summe 4.490.963 2.265.963 6.715.963 4.489.201 2.183.913 1.108.913
Versorgungsaufwand 1.136.393 1.136.393 1.136.393 1.136.448 561.321 561.321
Gesamtvergütung 5.627.356 3.402.356 7.852.356 5.625.649 2.745.234 1.670.234
Thomas Blunck
Mitglied des Vorstands
2019 (Max) 2018
Grundvergütung 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 33.913 33.797
Summe 1.108.913 1.108.797
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 322.500
Jahresbonus 2019 645.000
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 752.500
Mehrjahresbonus 2019 1.505.000
Sonstiges
Summe 3.258.913 2.183.797
Versorgungsaufwand 561.321 538.910
Gesamtvergütung 3.820.234 2.722.707
Nicholas Gartside Doris Höpke
Mitglied des Vorstands (Eintritt: 18.3.2019) Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019 2019 (Min)
Grundvergütung 848.909 848.909 848.909 - 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 19.478 19.478 19.478 - 31.532 31.532
Summe 868.387 868.387 868.387 - 1.106.532 1.106.532
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 -
Jahresbonus 2019 254.673 0 509.346 322.500 0
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 -
Mehrjahresbonus 2019 594.236 0 1.188.472 752.500 0
Sonstiges 1 411.188 411.188 411.188
Summe 2.128.484 1.279.575 2.977.393 - 2.181.532 1.106.532
Versorgungsaufwand 548.842 548.842 548.842
Gesamtvergütung 2.128.484 1.279.575 2.977.393 - 2.730.374 1.655.374
Doris Höpke
Mitglied des Vorstands
2019 (Max) 2018
Grundvergütung 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 31.532 32.273
Summe 1.106.532 1.107.273
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 322.500
Jahresbonus 2019 645.000
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 752.500
Mehrjahresbonus 2019 1 505.000
Sonstiges 1
Summe 3.256.532 2.182.273
Versorgungsaufwand 548.842 548.824
Gesamtvergütung 3.805.374 2.731.097
Torsten Jeworrek Christoph Jurecka
Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019 2019 (Min)
Grundvergütung 1.550.000 1.550.000 1.550.000 1.550.000 1.300.000 1.300.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 38.286 38.286 38.286 37.021 30.041 30.041
Summe 1.588.286 1.588.286 1.588.286 1.587.021 1.330.041 1.330.041
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 465.000
Jahresbonus 2019 465.000 0 930.000 390.000 0
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 1.085.000
Mehrjahresbonus 2019 1.085.000 0 2.170.000 910.000 0
Sonstiges
Summe 3.138.286 1.588.286 4.688.286 3.137.021 2.630.041 1.330.041
Versorgungsaufwand 854.034 854.034 854.034 829.982 663.000 663.000
Gesamtvergütung 3.992.320 2.442.320 5.542.320 3.967.003 3.293.041 1.993.041
Christoph Jurecka
Mitglied des Vorstands
2019 (Max) 2018
Grundvergütung 1.300.000 -
Sachbezüge/Nebenleistungen 30.041 -
Summe 1.330.041 -
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 -
Jahresbonus 2019 780.000
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 -
Mehrjahresbonus 2019 1.820.000
Sonstiges
Summe 3.930.041 -
Versorgungsaufwand 663.000 -
Gesamtvergütung 4.593.041 -
Hermann Pohlchristoph
Mitglied des Vorstands
2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018
Grundvergütung 1.075.000 1.075.000 1.075.000 1.012.500
Sachbezüge/Nebenleistungen 48.370 48.370 48.370 49.237
Summe 1.123.370 1.123.370 1.123.370 1.061.737
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 303.750
Jahresbonus 2019 322.500 0 645.000
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 708.750
Mehrjahresbonus 2019 752.500 0 1.505.000
Sonstiges
Summe 2.198.370 1.123.370 3.273.370 2.074.237
Versorgungsaufwand 548.574 548.574 548.574 516.720
Gesamtvergütung 2.746.944 1.671.944 3.821.944 2.590.957
Markus Rieß insgesamt2 Mitglied des Vorstands davon für Münchener Rück AG
2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018 2019 2019 (Min)
Grundvergütung 2.675.000 2.675.000 2.675.000 2.462.500 425.000 425.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 119.459 119.459 119.459 120.626 23.888 23.888
Summe 2.794.459 2.794.459 2.794.459 2.583.126 448.888 448.888
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 191.250
Jahresbonus 2019 127.500 0 255.000 127.500 0
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 446.250
Mehrjahresbonus 2019 297.500 0 595.000 297.500 0
Sonstiges
Summe 3.219.459 2.794.459 3.644.459 3.220.626 873.888 448.888
Versorgungsaufwand 791.092 791.092 791.092 799.646 228.592 228.592
Gesamtvergütung 4.010.551 3.585.551 4.435.551 4.020.272 1.102.480 677.480
Markus Rieß Mitglied des Vorstands davon für Münchener Rück AG
2019 (Max) 2018
Grundvergütung 425.000 637.500
Sachbezüge/Nebenleistungen 23.888 47.250
Summe 448.888 684.750
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 191.250
Jahresbonus 2019 255.000 0
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 446.250
Mehrjahresbonus 2019 595.000 0
Sonstiges
Summe 1.298.888 1.322.250
Versorgungsaufwand 228.592 343.396
Gesamtvergütung 1.527.480 1.665.646
Peter Röder
Mitglied des Vorstands
2019 2019 (Min) 2019 (Max) 2018
Grundvergütung 1.075.000 1.075.000 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 30.446 30.446 30.446 31.713
Summe 1.105.446 1.105.446 1.105.446 1.106.713
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018 322.500
Jahresbonus 2019 322.500 0 645.000
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahresbonus 2018 752.500
Mehrjahresbonus 2019 752.500 0 1.505.000
Sonstiges
Summe 2.180.446 1.105.446 3.255.446 2.181.713
Versorgungsaufwand 554.553 554.553 554.553 542.425
Gesamtvergütung 2.734.999 1.659.999 3.809.999 2.724.138

1 Nicholas Gartside erhält keine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung. Zum Ausgleich dafür wird eine an Bedingungen geknüpfte einmalige Zahlung am Ende der Bestellperiode gewährt. Bei Invalidität oder Tod vor dem Ende der Bestellperiode erfolgt die Zahlung pro rata temporis bis zum entsprechenden Versorgungsfall.
2 Die Vergütung von Markus Rieß umfasst auch die Bezügebestandteile und Versorgungsaufwendungen für die Tätigkeit bei der ERGO Group AG.

Zufluss gem.
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Joachim Wenning
Vorsitzender des Vorstands
Mitglied des Vorstands

€ 2019 € 2018 Gesamtbewertung in % 2019 Gesamtbewertung in % 2018
Grundvergütung 2.225.000 2.225.000 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 40.963 39.201 33.913 33.797
Summe 2.265.963 2.264.201 1.108.913 1.108.797
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018¹ 640.800 96 309.600 96
Jahresbonus 2019² 867.750 130 419.250 130
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahres-Performance 2016-2018¹,³ 773.465 77 793.555 79
Mehrjahres-Performance 2017-2019³,⁴ 1.712.466 100 965.927 96
Sonstiges
Summe 4.846.179 3.678.466 2.494.090 2.211.952
Versorgungsaufwand 1.136.393 1.136.448 561.321 538.910
Gesamtvergütung 5.982.572 4.814.914 3.055.411 2.750.862

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Nicholas Gartside
Mitglied des Vorstands (Eintritt: 18.3.2019)

Doris Höpke
Mitglied des Vorstands

€ 2019 € 2018 Gesamtbewertung in % 2019 Gesamtbewertung in % 2018
Grundvergütung 848.909 - 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 19.478 - 31.532 32.273
Summe 868.387 - 1.106.532 1.107.273
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018¹ - - 309.600 96
Jahresbonus 2019² 331.075 130 419.250 130
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahres-Performance 2016-2018¹,³ - - 879.305 97
Mehrjahres-Performance 2017-2019³,⁴ - - 965.927 96
Sonstiges⁵ 411.188 -
Summe 1.610.650 - 2.491.709 2.296.178
Versorgungsaufwand - - 548.842 548.824
Gesamtvergütung 1.610.650 - 3.040.551 2.845.002

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Torsten Jeworrek
Mitglied des Vorstands

Christoph Jurecka
Mitglied des Vorstands

€ 2019 € 2018 € 2019 € 2018
Grundvergütung 1.550.000 1.550.000 1.300.000 -
Sachbezüge/Nebenleistungen 38.286 37.021 30.041 -
Summe 1.588.286 1.587.021 1.330.041 -
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018¹ 446.400 96 - -
Jahresbonus 2019² 604.500 130 507.000 130
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahres-Performance 2016-2018¹,³ 1.098.580 76 - -
Mehrjahres-Performance 2017-2019³,⁴ 1.389.993 96 - -
Sonstiges
Summe 3.582.779 3.132.001 1.837.041 -
Versorgungsaufwand 854.034 829.982 663.000 -
Gesamtvergütung 4.436.813 3.961.983 2.500.041 -

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Hermann Pohlchristoph
Mitglied des Vorstands

€ 2019 € 2018 Gesamtbewertung in %
Grundvergütung 1.075.000 1.012.500
Sachbezüge/Nebenleistungen 48.370 49.237
Summe 1.123.370 1.061.737
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018¹ 291.600 96
Jahresbonus 2019² 419.250 130
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahres-Performance 2016-2018¹,³ - -
Mehrjahres-Performance 2017-2019³,⁴ 581.127 96
Sonstiges
Summe 2.123.747 1.353.337
Versorgungsaufwand 548.574 516.720
Gesamtvergütung 2.672.321 1.870.057

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Markus Rieß
Mitglied des Vorstands
davon für Münchener Rück AG

€ 2019 € 2018 € 2019 € 2018 Gesamtbewertung in %
Grundvergütung 2.675.000 2.462.500 425.000 637.500
Sachbezüge/Nebenleistungen 119.459 120.626 23.888 47.250
Summe 2.794.459 2.583.126 448.888 684.750
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018¹ 183.600 183.600 96 96
Jahresbonus 2019² 165.750 165.750 130 130
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahres-Performance 2016-2018¹,³ 1.666.785 667.013 121
Mehrjahres-Performance 2017-2019³,⁴ 1.440.609 610.234 111
Sonstiges
Summe 4.400.818 4.433.511 1.224.872 1.535.363
Versorgungsaufwand 791.092 799.646 228.592 343.396
Gesamtvergütung 5.191.910 5.233.157 1.453.464 1.878.759

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Peter Röder
Mitglied des Vorstands

€ 2019 € 2018 Gesamtbewertung in % 2019 Gesamtbewertung in % 2018
Grundvergütung 1.075.000 1.075.000
Sachbezüge/Nebenleistungen 30.446 31.713
Summe 1.105.446 1.106.713
Einjährige variable Vergütung
Jahresbonus 2018¹ 309.600 96
Jahresbonus 2019² 419.250 130
Mehrjährige variable Vergütung
Mehrjahres-Performance 2016-2018¹,³ 763.420 76
Mehrjahres-Performance 2017-2019³,⁴ 965.927 96
Sonstiges
Summe 2.490.623 2.179.733
Versorgungsaufwand 554.553 542.425
Gesamtvergütung 3.045.176 2.722.158
  1. Im Geschäftsbericht 2018 wurden die Auszahlungsbeträge für den Jahresbonus 2018 und die Mehrjahres-Performance 2016-2018 auf Basis der Rückstellungen ausgewiesen, da noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die tatsächlichen Bonusbeträge vorlag. Im Geschäftsbericht 2019 werden für 2018 die vom Aufsichtsrat beschlossenen tatsächlichen Auszahlungsbeträge ausgewiesen.
  2. Zum Erstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für den Jahresbonus 2019 vor, der Ausweis erfolgt auf Basis von Schätzungen und den entsprechend gebildeten Rückstellungen.
  3. Die bis 2017 jährlich gewährte Mehrjahres-Performance-Komponente stellt auf den Geschäftsfelderfolg und die persönliche Leistung der Vorstandsmitglieder ab, wofür Dreijahresziele vereinbart wurden. Zudem beurteilt der Aufsichtsrat die Gesamtleistung des Vorstandsgremiums und der einzelnen Vorstandsmitglieder und beachtet hierbei auch vom Vorstand nicht beeinflussbare Entwicklungen während des Beurteilungszeitraums. Die Auszahlung erfolgt im 4. Jahr, wobei 25% des Netto-Auszahlungsbetrags in Aktien der Gesellschaft mit zweijähriger Sperrfrist zu investieren sind.
  4. Zum Erstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Mehrjahres-Performance 2017-2019 vor, der Ausweis erfolgt auf Basis von Schätzungen und den entsprechend gebildeten Rückstellungen.
  5. Nicholas Gartside erhält keine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung. Zum Ausgleich dafür wird eine an Bedingungen geknüpfte einmalige Zahlung am Ende der Bestellperiode gewährt. Bei Invalidität oder Tod vor dem Ende der Bestellperiode erfolgt die Zahlung pro rata temporis bis zum entsprechenden Versorgungsfall.
  6. Die Vergütung von Markus Rieß umfasst auch die Bezügebestandteile und Versorgungsaufwendungen für die Tätigkeit bei der ERGO Group AG.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2019

Im Berichtsjahr erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine jährliche Festvergütung von jeweils 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhielt eine jährliche Vergütung von 220.000 €, sein Stellvertreter eine jährliche Vergütung von 150.000 €. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten jeweils zusätzlich 55.000 €, die Mitglieder des Ständigen Ausschusses jeweils zusätzlich 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses und des Vergütungsauschusses jeweils zusätzlich 30.000 €. Für Mitglieder des Aufsichtsrats, die beiden Ausschüssen angehören, ist die Mitgliedschaft im Vergütungsausschuss bereits durch die Vergütung ihrer Mitgliedschaft im Personalausschuss abgegolten. Den Vorsitzenden der Ausschüsse wurde jeweils das Zweifache der genannten Beträge vergütet. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss und im Vermittlungsausschuss wurde keine zusätzliche Vergütung gewährt. Für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse - mit Ausnahme des Vermittlungsausschusses - wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats für jeden Sitzungstag einmalig ein Sitzungsgeld von 1.000 € gezahlt. Bei Veränderungen im Aufsichtsrat bzw. seinen Ausschüssen erfolgte die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate. Das aktuelle Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats sieht weder variable Vergütungskomponenten noch Pensionsregelungen vor.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

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  1. Gemäß § 15 der Satzung
  2. Für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen
Name Geschäftsjahr Feste Vergütung jährlich € Ausschusstätigkeiten € Sitzungsgelder € Summe € Feste Vergütung jährlich € Ausschusstätigkeiten € Sitzungsgelder € Summe €
Bernd Pischetsrieder² 2019 73.333 48.334 6.000 127.667
Vorsitzender 2018 180.000 126.000 22.000 328.000
Nikolaus von Bomhard³ 2019 165.000 108.750 9.000 282.750
Vorsitzender 2018
Marco Nörenberg² 2019 50.000 5.000 2.000 57.000 11.507
Stellvertr. Vorsitzender 2018 135.000 13.500 7.000 155.500 35.000
Anne Horstmann 2019 137.500 29.583 8.000 175.083 43.678
Stellvertr. Vorsitzende ab 30.4.2019 2018 90.000 45.000 15.000 150.000 52.500
Ann-Kristin Achleitner 2019 100.000 107.500 15.000 222.500
2018 90.000 72.000 20.000 182.000
Kurt Wilhelm Bock 2019 100.000 11.250 6.000 117.250
2018 67.500 3.000 70.500
Clement B. Booth 2019 100.000 6.000 106.000
2018 90.000 6.000 96.000
Ruth Brown³ 2019 75.000 4.000 79.000
2018
Stephan Eberl³ 2019 75.000 33.750 5.000 113.750
2018
Frank Fassin 2019 100.000 6.000 106.000 35.000
2018 90.000 6.000 96.000 35.000
Benita Ferrero-Waldner 2019 100.000 6.000 106.000
2018 90.000 6.000 96.000
Christian Fuhrmann² 2019 33.333 18.334 4.000 55.667
2018 90.000 45.000 15.000 150.000
Ursula Gather 2019 100.000 6.000 106.000
2018 90.000 6.000 96.000
Gerd Häusler 2019 100.000 15.000 6.000 121.000
2018 90.000 13.500 7.000 110.500
Eva-Maria Haiduk³ 2019 75.000 4.000 79.000
2018
Ina Hosenfelder² 2019 33.333 2.000 35.333 23.493
2018 90.000 4.000 94.000
Renata Jungo Brüngger 2019 100.000 22.500 7.000 129.500
2018 90.000 6.000 96.000
Henning Kagermann² 2019 33.333 51.666 6.000 90.999
2018 90.000 130.500 21.000 241.500
Stefan Kaindl³ 2019 75.000 41.250 8.000 124.250
2018
Beate Mensch² 2019 33.333 2.000 35.333
2018 90.000 6.000 96.000
Gabriele Mücke³ 2019 75.000 4.000 79.000
2018
Ulrich Plottke 2019 100.000 41.250 10.000 151.250 43.822
2018 90.000 6.000 96.000 35.000
Manfred Rassy³ 2019 75.000 4.000 79.000
2018
Andres Ruiz Feger² 2019 33.333 5.000 2.000 40.333
2018 90.000 13.500 7.000 110.500
Gabriele Sinz-Toporzysek 2019 100.000 6.000 106.000 15.000
2018 90.000 5.000 95.000 15.000
Karl-Heinz Streibich³ 2019 75.000 4.000 79.000
2018
Angelika Wirtz² 2019 33.333 10.000 6.000 49.333
2018 90.000 27.000 9.000 126.000
Maximilian Zimmerer 2019 100.000 82.500 10.000 192.500
2018 90.000 6.000 96.000
Gesamt 2019 2.250.831 631.668 164.000 3.046.499 172.500
2018 1.912.500 486.000 183.000 2.581.500 172.500

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  1. Für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochterunternehmen gemäß deren jeweiligen Satzungsbestimmungen
  2. Feste Vergütung
  3. Feste Vergütung
  4. Name, Geschäftsjahr, Ausschusstätigkeiten €, Sitzungsgelder €, Summe €
    Bernd Pischetsrieder² Vorsitzender 2019
    2018
    Nikolaus von Bomhard³ Vorsitzender 2019
    2018
    Marco Nörenberg² 201911.507
    Stellvertr. Vorsitzender 2018 35.000
    Anne Horstmann 2019 12.541
    56.219 Stellvertr. Vorsitzende ab 30.4.2019 2018 7.500
    60.000 Ann-Kristin Achleitner 2019
    2018 Kurt Wilhelm Bock 2019
    2018 Clement B. Booth 2019
    2018 Ruth Brown 3 2019
    2018 Stephan Eberl 3 2019
    2018 Frank Fassin 2019 35.000
    2018 35.000 Benita Ferrero-Waldner 2019
    2018 Christian Fuhrmann 2 2019
    2018 Ursula Gather 2019
    2018 Gerd Häusler 2019
    2018 Eva-Maria Haiduk 3 2019
    2018 Ina Hosenfelder 2 2019 23.493
    2018 Renata Jungo Brüngger 2019
    2018 Henning Kagermann 2 2019
    2018 Stefan Kaindl 3 2019
    2018 Beate Mensch 2 2019
    2018 Gabriele Mücke 3 2019
    2018 Ulrich Plottke 2019 12.459
    56.281 2018 17.500
    52.500 Manfred Rassy 3 2019
    2018 Andres Ruiz Feger 2 2019
    2018 Gabriele Sinz-Toporzysek 2019 15.000
    2018 15.000 Karl-Heinz Streibich 3 2019
    2018 Angelika Wirtz 2 2019
    2018 Maximilian Zimmerer 2019
    2018 Gesamt 4 2019 25.000
    197.500 2018 25.000
    197.500
    1 Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer gemäß den jeweiligen Satzungsbestimmungen.
    2 Mitglied des Aufsichtsrats bis 30. April 2019
    3 Mitglied des Aufsichtsrats ab 30. April 2019
    4 Die Vorjahresangaben beinhalten nicht die Vergütung der im Geschäftsjahr 2018 ausgeschiedenen Mitglieder.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wuchs 2019 deutlich schwächer als im Vorjahr. Die konjunkturelle Dynamik in den USA ließ nach, und die Volkswirtschaften der Eurozone und Japans wuchsen nur verhalten. Chinas hohe Wachstumsrate ging etwas zurück, und Indiens schnelles Wachstum verlangsamte sich deutlich. In Brasilien und Russland blieben die Wachstumsraten niedrig. Die Inflationsraten in den entwickelten Volkswirtschaften waren im Jahresdurchschnitt geringer als im Vorjahr. In der Eurozone und in Japan war die Inflation auf einem niedrigen Niveau.

Kapitalmärkte

Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-amerikanische Zentralbank (Fed) vollzogen im Jahresverlauf 2019 einen Schwenk in ihrer Geldpolitik. Die EZB senkte den Zinssatz für die Einlagefazilität. Außerdem begann sie erneut damit, monatlich Nettokäufe im Rahmen des Ankaufprogramms von Vermögenswerten zu tätigen. Die Fed senkte im Laufe des Jahres drei Mal den Leitzinskorridor und beendete ihre Bilanzverkürzung. Die geldpolitische Lockerung, schwächeres Wirtschaftswachstum, niedrigere Inflation und auch politische Risiken - vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China - belasteten die Renditen von Staatsanleihen. Die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fielen im Laufe des Jahres auf ein neues Allzeittief und notierten zum Jahresende noch immer im negativen Bereich. Bei zehnjährigen US-Staatsanleihen fiel der Renditerückgang noch etwas stärker aus.

Zinsen

10-jährige Staatsanleihen 31.12.2019 31.12.2018
USA 1,9 % 2,7 %
Deutschland -0,2 % 0,2 %

Die geldpolitische Lockerung unterstützte die Aktienmärkte im Jahresverlauf 2019. Wichtige Aktienindizes wie der US-amerikanische Dow-Jones-Index und der DJ EURO STOXX 50 schlossen das Jahr mit deutlichen Gewinnen ab. Für Volatilität sorgte der Handelsstreit zwischen den USA und China: Aussichten auf eine erneute Eskalation dämpften die Kursentwicklung, während Nachrichten bezüglich einer bevorstehenden Handelsvereinbarung die Märkte beflügelten.

Aktienmärkte

31.12.2019 31.12.2018
DJ EURO STOXX 50 3.745 3.001
DOW-Jones-Index 28.538 23.327

Ende Dezember war der Wert des Euro gegenüber US-Dollar, kanadischem Dollar und Pfund Sterling geringer als zum Jahresende 2018. Im Jahresdurchschnitt 2019 war der Wert des Euro im Vergleich zum Vorjahr gegenüber US-Dollar und kanadischem Dollar deutlich niedriger und gegenüber dem Pfund Sterling leicht niedriger. Der Wechselkurs des Pfund Sterling schwankte im Verlauf des Jahres aufgrund des sich hinziehenden Brexit-Prozesses stark. Weitere Informationen zu den Wechselkursen finden Sie im Konzernanhang.

Versicherungswirtschaft

Nach vorläufigen Schätzungen stiegen die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2019 deutlich an. In der Lebensversicherung stiegen die Beiträge aufgrund des starken Wachstums der Einmalbeiträge überdurchschnittlich an. Das Beitragswachstum in der Schaden- und Unfallversicherung und in der privaten Krankenversicherung entsprach dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die globale Wachstumsrate der Schaden- und Unfallerstversicherung ging 2019 etwas zurück. Chinas Beitragswachstum verlangsamte sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich, in Italien stagnierte das Wachstum, und in Brasilien gingen die Beiträge inflationsbereinigt zurück. Dagegen war das Wachstum in den USA, Japan, Australien und Deutschland robust und stützte somit die globale Beitragsentwicklung in der Schaden- und Unfallrückversicherung. Bei der Erneuerung der Schaden- und Unfallrückversicherungsverträge im Januar 2019 änderten sich die Durchschnittspreise bei nach wie vor hoher Kapazität im Markt kaum. Bei den Erneuerungsrunden im April und Juli 2019 stiegen die Preise in den von Naturkatastrophen betroffenen Märkten. Eine Stabilisierung des Preisniveaus mit leicht positiver Tendenz war auch in den Haftpflichtmärkten zu beobachten.

Wichtige Steuerungsinstrumente

Unternehmensführung - unser Denken und Handeln ist wertorientiert

Ziel unseres unternehmerischen Denkens und Handelns ist es, Risiken in allen Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und an den Risiken gemessen nachhaltig Wert für unsere Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Diesem Ziel dienen unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Anwendung wert- und risikoorientierter Steuerungssysteme. Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Kernelement ist unsere ökonomische Kapitalausstattung, die wir im Einklang mit dem Aufsichtsregime Solvency II ermitteln. Daneben beachten wir eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen. Dazu gehören Regelungen nationaler Rechnungslegungsvorschriften, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen.

Folgende Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:

― Das Risikokapital bzw. die Kapitalanforderung zur Bedeckung der Risiken ist Grundlage unserer wert- und risikoorientierten Steuerung. Die Kapitalanforderung entspricht der Solvenzkapitalanforderung gemäß Solvency II, die wir auf Basis unseres internen, zertifizierten Risikomodells ermitteln.
― Dementsprechend werden geschäftliche Aktivitäten nicht einseitig nach ihrem Ertragspotenzial beurteilt, sondern auch nach dem Ausmaß der eingegangenen Risiken. Erst die Rendite-Risiko-Beziehung gibt Aufschluss darüber, ob eine Aktivität aus Aktionärssicht vorteilhaft ist.
― Mit wertorientierten Steuerungsinstrumenten stellen wir die ökonomische Bewertung und die Vergleichbarkeit alternativer Initiativen sicher. Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte abzuwägen: Einerseits sollten die oft komplexen ökonomischen Realitäten so realistisch wie möglich abgebildet werden, um das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten, andererseits sollten die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit gut verständlich und nachvollziehbar sein.

Die Steuerungsinstrumente in der Gruppe

Wichtige Steuerungsinstrumente auf Gruppenebene sind die ökonomische Wertschaffung (Economic Earnings) sowie das IFRS-Konzernergebnis.

Economic Earnings

Ausgangspunkt der wertorientierten Steuerung ist die ökonomische Wertschaffung, die wir anhand des zentralen Steuerungsinstruments Economic Earnings ermitteln. Diese entsprechen der Veränderung der anrechnungsfähigen Eigenmittel nach Solvency II, angepasst um Bestandteile, die keine ökonomische Wertschaffung darstellen, wie beispielsweise Kapitalmaßnahmen und Veränderung regulatorisch motivierter Beschränkungen. Die Economic Earnings umfassen insbesondere den Ergebnisbeitrag aus unserem Neugeschäft sowie die Wertänderungen des Bestandsgeschäfts gegenüber der Vorjahresbewertung aufgrund versicherungstechnischer Faktoren. Weiterhin einbezogen wird die Entwicklung der anrechnungsfähigen Eigenmittel aufgrund der Wirkung von Kapitalmarktparametern auf die Aktiv- und Passivseite der Solvabilitätsübersicht. Zur Steuerung der ökonomischen Wertschaffung verwenden wir in den Geschäftsfeldern konzeptionell übereinstimmende wert- und risikokapitalbasierte Ansätze, die in ihrer individuellen Ausprägung den Merkmalen des jeweiligen Geschäfts Rechnung tragen: In der Schaden- und Unfallrückversicherung ist dies das Adjusted Result (erwartete diskontierte Cashflows der Versicherungstechnik sowie ein Ausgleich für Großschäden), in der Rückversicherung Leben/Gesundheit kommen der Neugeschäftswert und die Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts zur Anwendung, die auf der Solvabilitätsübersicht basieren. Im Rahmen unseres Asset-Liability-Managements betrachten wir die Überrendite aus unserer Kapitalanlagetätigkeit in der Rückversicherung. Für ERGO wird das Steuerungsinstrument Economic Earnings direkt verwendet.

IFRS-Konzernergebnis

Das IFRS-Konzernergebnis verwenden wir als standardisiertes, rechnungslegungsbasiertes Erfolgsmaß für die Gruppe einschließlich der Geschäftsfelder. Durch den standardisierten Ansatz ermöglicht das IFRS-Konzernergebnis eine extern bessere Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit der Ergebnisse und stellt einen wesentlichen Bestandteil unserer Finanzberichterstattung am Kapitalmarkt dar.

Weitere Erfolgsgrößen

Gebuchte Bruttobeiträge

Die gebuchten Bruttobeiträge umfassen alle Beitragseinnahmen, die im Geschäftsjahr fällig geworden sind. Eine Steigerung der gebuchten Bruttobeiträge ist der wesentliche Indikator für Unternehmenswachstum auf Gruppen- und Geschäftsfeldebene. Die Steigerung dieser Erfolgsgröße ist isoliert jedoch kein vollständig aussagekräftiges Ziel für unsere Gruppe, da Beitragswachstum immer im Zusammenhang mit der Profitabilität des gezeichneten Geschäfts betrachtet werden muss.# Schaden-Kosten-Quote

Die Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung ausgewiesen. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet dabei das prozentuale Verhältnis der Summe aus Leistungen an Kunden und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen, und zwar jeweils netto, das heißt nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100% entsprechen die Schäden und Kosten genau den Prämieneinnahmen.

Die Schaden-Kosten-Quote ist isoliert betrachtet keine hinreichend aussagefähige Erfolgsgröße, da sie eine Einschätzung der ökonomischen Profitabilität nicht zulässt. Zudem ist sie bedingt geeignet für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern, wobei unterschiedliche Berechnungsmethoden und verschieden zusammengesetzte Portfolios die Vergleichbarkeit beeinträchtigen. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Rückversicherung Leben/Gesundheit einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer

Durch die Langfristigkeit des Geschäfts in der Rückversicherung Leben/Gesundheit ist die in der Schaden- und Unfallversicherung verwendete Schaden-Kosten-Quote in diesem Segment nur eingeschränkt aussagekräftig. Deshalb betrachten wir für die Rückversicherung Leben/Gesundheit das versicherungstechnische Ergebnis. Es zeigt den unmittelbaren Beitrag zum IFRS-Konzernergebnis und separiert insbesondere Erträge aus der Risikonahme bei Kapitalanlagen vom Rückversicherungsgeschäft. Ein Teil der Rückversicherungsaktivitäten wird aufgrund von nicht signifikantem Risikotransfer außerhalb des versicherungstechnischen Ergebnisses ausgewiesen. Dieser Teil des Geschäfts ist mit seinem Beitrag zum Konzernergebnis eine weitere Komponente unserer Erfolgsgröße für das Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit.

Kapitalanlagerendite (RoI)

Die Kennzahl ist für Munich Re eine wichtige Erfolgsgröße für den Anlageerfolg auf der Grundlage der externen Rechnungslegung. Zugrunde gelegt werden das Ergebnis aus Kapitalanlagen und der durchschnittliche Bestand unserer Kapitalanlagen, bewertet zu Marktwerten einschließlich der nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne und Verluste. Eigengenutzer Grundbesitz und Darlehen mit Versicherungsbezug sind ausgenommen.

1 Die Bestandteile der Leistungen an Kunden, die wir bei der Berechnung der Schaden-Kosten-Quote nicht berücksichtigen, erläutern wir im Konzernanhang.
2 Die Berechnung des RoI wird in der Tabelle zum Ergebnis aus Kapitalanlagen erläutert.

Geschäftsverlauf

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gruppe

Unsere im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichte Ergebnisprognose für das Berichtsjahr von rund 2,5 Milliarden € haben wir nach Ablauf der ersten neun Monate in Q3 auf über 2,5 Milliarden € erhöht. Mit einem sehr zufriedenstellenden Konzernergebnis von 2.707 Millionen € haben wir unsere Zielgröße übertroffen. Insbesondere aufgrund eines guten Kapitalanlageergebnisses stieg das Ergebnis in der Schaden- und Unfallrückversicherung auf 1.562 (1.135) Millionen €, während sich die Schaden-Kosten-Quote auf 101,0 (99,4)% der verdienten Nettobeiträge erhöhte. Dies ist vor allem auf die hohen Belastungen aus Naturkatastrophen in Q4 zurückzuführen. Die Lebens- und Gesundheitsrückversicherung trug zum Konzernergebnis 706 (729) Millionen € bei. Das versicherungstechnische Ergebnis, inklusive des Ergebnisses aus dem Teil des Geschäfts, der wegen nicht signifikantem Risikotransfer außerhalb des versicherungstechnischen Ergebnisses ausgewiesen wird, lag bei 456 (584) Millionen € und damit etwas unter unserer Zielmarke von etwa 500 Millionen €. Dies ist vor allem auf Belastungen aus dem australischen Invaliditätsgeschäft zurückzuführen. Das Geschäftsfeld ERGO verzeichnete ein Ergebnis von 440 (412) Millionen €. Damit hat ERGO das ursprünglich in Aussicht gestellte Ergebnis von rund 400 Millionen € übertroffen. Gegenüber dem Vorjahr trug neben einer deutlich verbesserten operativen Performance im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland auch eine sehr gute operative Entwicklung im Segment ERGO International zum guten Jahresergebnis bei. Die Belastungen aus der internationalen Portfoliooptimierung konnten damit kompensiert werden.

Geschäftsverlauf der Gruppe und Überblick zur Entwicklung der Kapitalanlagen

Wichtige Kennzahlen scroll 2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 51,5 49,1 4,9
Schaden-Kosten-Quote Rückversicherung Schaden/Unfall % 101, 0 99,4
ERGO Schaden/Unfall Deutschland % 92,3 96,0
ERGO International % 94,3 94,6
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 2.074 2.699 -23,1
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 7.737 6.526 18,6
Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug Mio. € 1.176 -685 -
Operatives Ergebnis Mio. € 4.004 3.725 7,5
Währungsergebnis Mio. € 73 -39 -
Ertragsteuern Mio. € -483 -576 16,1
Economic Earnings Mrd. € 7,4 1,9 391,7
Eigenkapitalrendite (RoE)¹ % 9,2 8,4
Konzernergebnis Mio. € 2.707 2.275 19,0
Kapitalanlagen Mrd. € 228,8 216,9 5,5
Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug Mrd. € 9,2 8,4 8,8
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) Mrd. € 217,9 208,3 4,6
Eigenkapital Mrd. € 30,6 26,5 15,4

¹ Der RoE wird ermittelt auf Basis des Konzernergebnisses einschließlich des Ergebnisses, das auf nicht beherrschende Anteile entfällt. Um das durchschnittliche Eigenkapital für das Berichtsjahr zu errechnen, legen wir die Werte zum 31. Dezember 2018 (26,5 Milliarden €), 31. März 2019 (29,0 Milliarden €), 30. Juni 2019 (29,5 Milliarden €), 30. September 2019 (31,6 Milliarden €) und 31. Dezember 2019 (30,6 Milliarden €) zugrunde.

Die gebuchten Bruttobeiträge von Munich Re lagen mit 51.457 (49.064) Millionen € deutlich über Vorjahresniveau. Dies ist insbesondere auf Neuverträge in der Rückversicherung sowie auf Währungskurseinflüsse zurückzuführen.

Die Rendite auf das gesamte Eigenkapital (RoE) lag bei 9,2 (8,4) %. Die Economic Earnings erklären sich vor allem durch versicherungstechnische Faktoren aus dem Neu- und Bestandsgeschäft, sowie durch Einflüsse von Kapitalmarktparametern auf Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten. Die operative Wertschaffung war in allen Geschäftsfeldern positiv, obwohl die Belastung durch Großschäden in der Schaden- und Unfallrückversicherung zufallsbedingt über der Erwartung lag. Auch die insgesamt positiven kapitalmarktbedingten Varianzen trugen erheblich zu den hohen Economic Earnings des Geschäftsjahres bei: der Anstieg der Aktienkurse, die Verringerung der Risikozuschläge auf festverzinsliche Wertpapiere sowie die Aufwertung wesentlicher Fremdwährungen gegenüber dem Euro und die positive Entwicklung der Investitionen in Immobilien und Infrastruktur überwogen adverse Effekte aus dem Rückgang der risikofreien Zinsen deutlich. Das Kapitalanlageergebnis (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) verbesserte sich auf 7.737 (6.526) Millionen €. Dies ist insbesondere auf gestiegene Abgangsgewinne aus festverzinslichen Wertpapieren und reduzierte Aktienabschreibungen zurückzuführen. Ergebnismindernd wirkte sich das rückläufige Derivateergebnis aus. Das Währungsergebnis lag bei 73 (-39) Millionen €; positiv wirkte sich hier vor allem der US-Dollar aus. Wir weisen eine Steuerquote von 15,1 (20,2)% aus, die aufgrund von verschiedenen Sondereffekten gesunken ist und unter unserem Erwartungswert liegt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag erläutern wir im Konzernanhang.

Kapitalanlagen nach Anlagearten

Bilanzwerte Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019 Unrealisierte Gewinne/Verluste¹ Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019 Marktwerte Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.989 5.851 5.600 4.769 11.589 10.620
Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 2.847 2.509 968 983 3.646 3.312
Darlehen 52.507 54.845 12.147 9.453 64.654 64.298
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar 151.558 139.272 14.370 6.771 151.558 139.272
davon: Festverzinslich 132.120 124.095 10.738 4.953 132.120 124.095
davon: Nicht festverzinslich 19.438 15.177 3.632 1.817 19.438 15.177
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 2.781 2.616 0 0 2.781 2.616
davon: Derivate 2.099 2.078 0 0 2.099 2.078
Depotforderungen 7.938 7.241 0 0 7.938 7.241
Sonstige Kapitalanlagen 5.144 4.518 0 0 5.144 4.518
Gesamt 228.764 216.852 33.085 21.975 247.310 231.876

¹ Enthalten sind die bilanzierten und die nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne/Verluste.

Unser Bestand an Kapitalanlagen zu Marktwerten erhöhte sich vor allem aufgrund sinkender Zinsen, der Währungsentwicklung und steigender Kurse an den Aktienmärkten; das Portfolio wird weiterhin maßgeblich von festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen bestimmt. Das gesunkene Zinsniveau war ausschlaggebend für die gestiegenen unrealisierten Gewinne/Verluste bei den festverzinslichen sonstigen Wertpapieren, jederzeit veräußerbar und Darlehen. Die Bewertungsreserven auf Aktien und Immobilien stiegen vor allem aufgrund der insgesamt positiven Marktentwicklung.

Zinsträgerportfolio nach ökonomischen Kategorien

Gesamt: 208 (198) Mrd. €
¹ Darstellung enthält im Wesentlichen festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen einschließlich Einlagen und Guthaben bei Kreditinstituten zu Marktwerten. Die Approximation ist nicht vollständig mit IFRS-Zahlen vergleichbar.
² Inklusive sonstiger öffentlicher Emittenten sowie staatlich garantierter Bankanleihen.

Gut die Hälfte unseres Zinsträgerportfolios war zum Stichtag in Staatsanleihen angelegt. Der weitaus überwiegende Teil stammt nach wie vor aus Ländern, die als besonders sicher eingeschätzt werden. Unser Bestand an Staatsanleihen aus Deutschland und den USA zu Marktwerten belief sich auf 12,8 (13,4)% und 8,8 (8,3)% bezogen auf das Zinsträgerportfolio.# Staatsanleihen aus Italien und Spanien waren mit jeweils rund 0,8 (1,1)% und 2,3 (2,0)% unseres Zinsträgerbestands enthalten. Bei der Neuanlage investierten wir im Berichtsjahr vor allem in US-amerikanische und israelische Staatsanleihen. Vermindert hatten wir im Berichtsjahr insbesondere Papiere deutscher, französischer und italienischer Emittenten. Der Kauf von Staatsanleihen aus Schwellenländern gehört zu unserer ausgewogenen Anlagestrategie. Deren Anteil belief sich auf 9,9% bezogen auf das Staatsanleihenportfolio. Schwerpunkt unseres Engagements in Pfandbriefen waren mit rund 35% weiterhin deutsche Papiere. Frankreich und das Vereinigte Königreich waren in unserem Bestand mit Anteilen von 19% und 10% enthalten. Die regionale Gewichtung der Unternehmensanleihen lag mit 36% auf Titeln aus den USA sowie mit 38% auf Titeln aus der Eurozone. Das Portfolio aus Staatsanleihen, Pfandbriefen und Unternehmensanleihen zeichnete sich durch eine gute Ratingstruktur aus. Etwa 83% der Papiere waren zum 31. Dezember 2019 in Ratingklassen von AAA bis A eingestuft. Unser Engagement in Bankanleihen ist limitiert und wurde im Laufe des Jahres weiter reduziert. Am gesamten Zinsträgerportfolio belief sich der Anteil zum Stichtag auf 1%. In diesem Bestand waren Papiere aus südeuropäischen Staaten mit 3% enthalten. Den überwiegenden Teil der Bankanleihen bildeten die sogenannten Senior Bonds mit 82%, also Anleihen ohne Nachrangvereinbarung oder Verlustbeteiligung. Nachrangige und verlusttragende Anleihen hatten einen Anteil von 18%. Der Bestand an Kreditstrukturen zu Marktwerten stieg leicht durch Käufe an. Der Anteil betrug zum Stichtag 2% des gesamten Zinsträgerportfolios. Es handelt sich bei dieser Anlagekategorie um verbriefte Forderungen (Asset-Backed Securities, ABS, und Mortgage-Backed Securities, MBS), zum Beispiel Verbriefungen von Immobilienfinanzierungen oder Konsumentenkrediten. Rund 60% unserer Kreditstrukturen wiesen ein Rating von AAA auf. Unser Aktienportfolio stieg aufgrund von Käufen und der insgesamt positiven Marktentwicklung. Die Aktienquote vor Berücksichtigung von Derivaten inklusive der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen zu Marktwerten betrug zum Jahresende 7,1 (6,2)%. Die Aktienquote inklusive Derivaten machte 6,4 (5,2)% aus. Zusätzlich sichern wir uns gegen eine beschleunigte Inflation bei anhaltend niedrigem Zinsniveau ab. Dazu hielten wir Inflationsanleihen im Marktwert von 8,6 (7,6) Milliarden €. Dem Inflationsschutz dienen auch Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe sowie Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien und neue Technologien. Darüber hinaus geht mit unserem Engagement in Sachwerten ein positiver Diversifikationseffekt für das Gesamtportfolio einher.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

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2019 Vorjahr
Mio. € RoI² % Mio. € RoI² %
Laufende Erträge 6.751 2,8 6.586 2,8
Zu-/Abschreibungen auf nichtderivative Kapitalanlagen -309 -0,1 -1.054 -0,5
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von nichtderivativen Kapitalanlagen 2.779 1,1 1.582 0,7
Derivateergebnis -717 -0,3 103 0,0
Sonstige Erträge/Aufwendungen -767 -0,3 -691 -0,3
Gesamt 7.737 3,2 6.526 2,8

¹ Das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten finden Sie im Konzernanhang.
² Kapitalanlagerendite (RoI) auf den Mittelwert des zu Quartalsstichtagen zu Marktwerten bewerteten Kapitalanlagebestands in % p.a.

Der zur Ermittlung der Rendite (3,2 %) für das Jahr 2019 verwendete gesamte Kapitalanlagebestand errechnet sich als Mittelwert aus den Kapitalanlagebeständen (Bilanzwerte) zum 31. Dezember 2018 (216.852 Millionen €), 31. März 2019 (223.927 Millionen €), 30. Juni 2019 (226.619 Millionen €), 30. September 2019 (232.933 Millionen €) und 31. Dezember 2019 (228.764 Millionen €) sowie den nicht bilanzierten unrealisierten Gewinnen und Verlusten ohne eigengenutzten Grundbesitz und ohne Darlehen mit Versicherungsbezug zum 31. Dezember 2018 (15.024 Millionen €), 31. März 2019 (16.556 Millionen €), 30. Juni 2019 (18.506 Millionen €), 30. September 2019 (20.588 Millionen €) und 31. Dezember 2019 (18.546 Millionen €).

Die laufenden Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr etwas an, was vor allem auf höhere Erträge aus Dividenden und Private-Equity-Investments zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Wiederanlagerendite ¹ im Geschäftsjahr belief sich auf 2,1 (2,2)%. Wegen des niedrigen Zinsniveaus im Berichtsjahr lag die Verzinsung von Neuinvestitionen weiterhin unter der durchschnittlichen Rendite unseres bestehenden Portfolios festverzinslicher Kapitalanlagen.

Bei den Zu-/Abschreibungen auf nichtderivative Kapitalanlagen verzeichneten wir per saldo geringere Abschreibungen, da im Vorjahr vor allem unsere Aktienbestände von starken Kursrückgängen betroffen waren. Darüber hinaus profitierten wir im Geschäftsjahr von Zuschreibungen auf unsere Forst- und Goldinvestments.

Die Abgangsgewinne (netto) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr und betreffen vor allem unser Portfolio der festverzinslichen Wertpapiere sowie insbesondere in Q4 Gewinne aus der Veräußerung von Aktien.

Im Derivateergebnis verzeichneten wir aus Zu-/Abschreibungen und Abgängen einen Nettoverlust, vor allem wegen der marktbedingten Verluste aus Aktienderivaten.

Ergebnis aus Aktien und Aktienderivaten

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Staatsanleihen aus Italien und Spanien waren mit jeweils rund 0,8 (1,1)% und 2,3 (2,0)% unseres Zinsträgerbestands enthalten.

Bei der Neuanlage investierten wir im Berichtsjahr vor allem in US-amerikanische und israelische Staatsanleihen. Vermindert hatten wir im Berichtsjahr insbesondere Papiere deutscher, französischer und italienischer Emittenten. Der Kauf von Staatsanleihen aus Schwellenländern gehört zu unserer ausgewogenen Anlagestrategie. Deren Anteil belief sich auf 9,9% bezogen auf das Staatsanleihenportfolio.

Schwerpunkt unseres Engagements in Pfandbriefen waren mit rund 35% weiterhin deutsche Papiere.

Frankreich und das Vereinigte Königreich waren in unserem Bestand mit Anteilen von 19% und 10% enthalten. Die regionale Gewichtung der Unternehmensanleihen lag mit 36% auf Titeln aus den USA sowie mit 38% auf Titeln aus der Eurozone. Das Portfolio aus Staatsanleihen, Pfandbriefen und Unternehmensanleihen zeichnete sich durch eine gute Ratingstruktur aus. Etwa 83% der Papiere waren zum 31. Dezember 2019 in Ratingklassen von AAA bis A eingestuft.

Unser Engagement in Bankanleihen ist limitiert und wurde im Laufe des Jahres weiter reduziert.

Am gesamten Zinsträgerportfolio belief sich der Anteil zum Stichtag auf 1%. In diesem Bestand waren Papiere aus südeuropäischen Staaten mit 3% enthalten. Den überwiegenden Teil der Bankanleihen bildeten die sogenannten Senior Bonds mit 82%, also Anleihen ohne Nachrangvereinbarung oder Verlustbeteiligung. Nachrangige und verlusttragende Anleihen hatten einen Anteil von 18%.

Der Bestand an Kreditstrukturen zu Marktwerten stieg leicht durch Käufe an.

Der Anteil betrug zum Stichtag 2% des gesamten Zinsträgerportfolios. Es handelt sich bei dieser Anlagekategorie um verbriefte Forderungen (Asset-Backed Securities, ABS, und Mortgage-Backed Securities, MBS), zum Beispiel Verbriefungen von Immobilienfinanzierungen oder Konsumentenkrediten. Rund 60% unserer Kreditstrukturen wiesen ein Rating von AAA auf.

Unser Aktienportfolio stieg aufgrund von Käufen und der insgesamt positiven Marktentwicklung.

Die Aktienquote vor Berücksichtigung von Derivaten inklusive der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen zu Marktwerten betrug zum Jahresende 7,1 (6,2)%. Die Aktienquote inklusive Derivaten machte 6,4 (5,2)% aus.

Zusätzlich sichern wir uns gegen eine beschleunigte Inflation bei anhaltend niedrigem Zinsniveau ab.

Dazu hielten wir Inflationsanleihen im Marktwert von 8,6 (7,6) Milliarden €. Dem Inflationsschutz dienen auch Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe sowie Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien und neue Technologien. Darüber hinaus geht mit unserem Engagement in Sachwerten ein positiver Diversifikationseffekt für das Gesamtportfolio einher.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

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2019 Vorjahr
Mio. € RoI² % Mio. € RoI² %
Laufende Erträge 6.751 2,8 6.586 2,8
Zu-/Abschreibungen auf nichtderivative Kapitalanlagen -309 -0,1 -1.054 -0,5
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von nichtderivativen Kapitalanlagen 2.779 1,1 1.582 0,7
Derivateergebnis -717 -0,3 103 0,0
Sonstige Erträge/Aufwendungen -767 -0,3 -691 -0,3
Gesamt 7.737 3,2 6.526 2,8

¹ Das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten finden Sie im Konzernanhang.
² Kapitalanlagerendite (RoI) auf den Mittelwert des zu Quartalsstichtagen zu Marktwerten bewerteten Kapitalanlagebestands in % p.a.

Der zur Ermittlung der Rendite (3,2 %) für das Jahr 2019 verwendete gesamte Kapitalanlagebestand errechnet sich als Mittelwert aus den Kapitalanlagebeständen (Bilanzwerte) zum 31. Dezember 2018 (216.852 Millionen €), 31. März 2019 (223.927 Millionen €), 30. Juni 2019 (226.619 Millionen €), 30. September 2019 (232.933 Millionen €) und 31. Dezember 2019 (228.764 Millionen €) sowie den nicht bilanzierten unrealisierten Gewinnen und Verlusten ohne eigengenutzten Grundbesitz und ohne Darlehen mit Versicherungsbezug zum 31. Dezember 2018 (15.024 Millionen €), 31. März 2019 (16.556 Millionen €), 30. Juni 2019 (18.506 Millionen €), 30. September 2019 (20.588 Millionen €) und 31. Dezember 2019 (18.546 Millionen €).

Die laufenden Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr etwas an, was vor allem auf höhere Erträge aus Dividenden und Private-Equity-Investments zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Wiederanlagerendite ¹ im Geschäftsjahr belief sich auf 2,1 (2,2)%. Wegen des niedrigen Zinsniveaus im Berichtsjahr lag die Verzinsung von Neuinvestitionen weiterhin unter der durchschnittlichen Rendite unseres bestehenden Portfolios festverzinslicher Kapitalanlagen.

Bei den Zu-/Abschreibungen auf nichtderivative Kapitalanlagen verzeichneten wir per saldo geringere Abschreibungen, da im Vorjahr vor allem unsere Aktienbestände von starken Kursrückgängen betroffen waren. Darüber hinaus profitierten wir im Geschäftsjahr von Zuschreibungen auf unsere Forst- und Goldinvestments.

Die Abgangsgewinne (netto) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr und betreffen vor allem unser Portfolio der festverzinslichen Wertpapiere sowie insbesondere in Q4 Gewinne aus der Veräußerung von Aktien.

Im Derivateergebnis verzeichneten wir aus Zu-/Abschreibungen und Abgängen einen Nettoverlust, vor allem wegen der marktbedingten Verluste aus Aktienderivaten.

Ergebnis aus Aktien und Aktienderivaten

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Mio. € Vorjahr
Laufende Erträge 748 614
Abschreibungen -311 -964
Gewinne/Verluste aus dem Abgang 1.037 739
Ergebnis aus Aktien 1.475 389
Veränderung der bilanzierten unrealisierten Gewinne und Verluste im Eigenkapital (brutto) 1.814 -1.444
Ergebnis aus Aktienderivaten -927 341
Gesamt 2.362 -714

¹ Zur Berechnung der annualisierten Gesamtrendite unseres Aktienportfolios (siehe Text) beziehen wir das in der Tabelle ausgewiesene Gesamtergebnis auf den Mittelwert aus den Größen: Aktienbestand (Bilanzwerte) zum 31. Dezember 2018 (15.177 Millionen €), 31. März 2019 (17.674 Millionen €), 30. Juni 2019 (18.539 Millionen €), 30. September 2019 (19.733 Millionen €) und 31. Dezember 2019 (19.438 Millionen €).

Die Rendite aus Aktien profitierte von der insgesamt positiven Marktentwicklung im Geschäftsjahr. Die Rendite des Aktienportfolios inklusive der Aktienderivate stieg auf 13,0 (-4,2) %.

Rückversicherung Leben/Gesundheit

Wichtige Kennzahlen

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2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 11.716 10.849 8,0
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Rückversicherung % 34,7 34,7
Versicherungstechnisches Ergebnis einschließlich Ergebnis aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer Mio. € 456 584 -22,0
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 1.080 988 9,3
Operatives Ergebnis Mio. € 849 930 -8,7
Konzernergebnis Mio. € 706 729 -3,2

Umsatz

Den überwiegenden Teil unseres Geschäfts generieren wir in Fremdwährungen. Deshalb wird die Umsatzentwicklung wesentlich von schwankenden Wechselkursen beeinflusst. Im Jahr 2019 wirkten die Wechselkurse positiv. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen um 5,1 % gewachsen. Der Zuwachs wird im Wesentlichen getrieben durch Geschäftsausbau in Asien und in der Lebensrückversicherung in Nordamerika. In geringem Umfang haben wir Umsatz in Folge des Ausstiegs aus der Krankenrückversicherung in den USA aufgegeben.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis liegt mit 329 (503) Millionen € unter dem sehr guten Wert des Vorjahres und damit auch unter unserer Erwartung für dieses Jahr. Dies ist vor allem auf Belastungen aus dem australischen Invaliditätsgeschäft zurückzuführen, die nur zum Teil durch gute Ergebnisse aus den USA und Europa kompensiert werden konnten. Im australischen Invaliditätsgeschäft verzeichneten wir besonders im ersten Halbjahr trotz anhaltender Sanierungsmaßnahmen ein erhöhtes Schadenaufkommen. Wir haben den Verlauf des Geschäfts im Detail analysiert und in Q4 unsere Rückstellungen an die Schadenerfahrung angepasst. Daraus resultiert eine Belastung von ca. 200 Millionen €. Des Weiteren mussten im Laufe des Jahres die Schadenreserven aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus gestärkt werden. Eine planmäßige Belastung des versicherungstechnischen Ergebnisses ergab sich aus der Restrukturierung von Kapitalanlagen in Kanada. Diese wurde allerdings durch positive Effekte auf das Kapitalanlageergebnis bei Weitem überkompensiert.

Dem gegenüber steht eine Reihe von positiven Effekten: Mit Ausnahme von Australien wirkte die jährliche Überprüfung der Reserven positiv auf das Ergebnis. Dazu zählten insbesondere Reservefreisetzungen im Bereich Krankenrückversicherung. Gestützt wird das Ergebnis auch durch einen - mit Ausnahme von Australien - in Summe günstigen Schadenverlauf. Hierbei ist vor allem das US-Geschäft und auch Europa zu nennen. In Kanada trug zudem die Restrukturierung einiger traditioneller Verträge positiv zum Ergebnis bei. Darüber hinaus hatte auch die Neugeschäftsentwicklung einen positiven Einfluss auf das Ergebnis.

Das Ergebnis aus dem Teil des Geschäfts, das wegen nicht signifikanten Risikotransfers außerhalb des versicherungstechnischen Ergebnisses ausgewiesen wird, entwickelt sich weiterhin sehr zufriedenstellend. Es liegt aufgrund von Geschäftswachstum besonders in den USA und Asien mit 127 (81) Millionen € deutlich über dem Niveau des Vorjahres und unserer Erwartung. Damit kompensiert es zumindest teilweise die Unterschreitung der Erwartung beim versicherungstechnischen Ergebnis.

Das Kapitalanlageergebnis liegt um 92 Millionen € über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist hauptsächlich auf ein verbessertes Ergebnis aus Zu- und Abschreibungen zurückzuführen, wohingegen das Vorjahr durch Kursrückgänge auf den Kapitalmärkten belastet war.

Unsere Kernmärkte im Einzelnen

Gemessen am Umsatz zeichnen wir ca. 40% unseres weltweiten Rückversicherungsgeschäfts in Nordamerika, wobei die USA mit ca. 25% vor Kanada mit ca. 15% rangieren. Weitere ca. 25% des Umsatzes kommen aus Europa, darunter das Vereinigte Königreich und Irland mit ca. 15% und Deutschland in der Größenordnung von 5%. Weitere wesentliche Anteile stammen mit ca.# 25% aus Asien inklusive der MENA-Region. Australien/Neuseeland steuern etwas mehr als 5% zum Umsatz bei. Auch in Afrika und Lateinamerika sind wir gut positioniert, aufgrund der geringen Größe der Märkte ist deren Anteil an unserem globalen Geschäft mit zusammen weniger als 5% allerdings gering. In den USA erhöhten sich die Bruttobeiträge leicht auf 2,9 (2,8) Milliarden €. Damit zählen wir weiterhin zu den wichtigsten Rückversicherern auf dem weltgrößten Rückversicherungsmarkt. Das versicherungstechnische Ergebnis lag erneut über unserer Erwartung. Ausschlaggebend dafür sind ein insgesamt günstiger Schadenverlauf und positive Reservierungseffekte aus dem in Abwicklung befindlichen Krankenrückversicherungsgeschäft. Mit der Entwicklung des Neugeschäfts sind wir sowohl in Bezug auf Volumen als auch Profitabilität wiederum sehr zufrieden. Nach dem Rückgang im vergangenen Jahr verbuchten wir in Kanada wieder einen Anstieg der Beitragseinnahmen auf 1,7 (1,5) Milliarden €. Dabei behaupteten wir im traditionellen Geschäft unsere führende Marktposition. Das versicherungstechnische Ergebnis lag im Rahmen der Erwartung und trägt damit wieder überproportional zum Gesamtergebnis bei. Dabei wurde das versicherungstechnische Ergebnis zwar durch eine planmäßige Umschichtung der Kapitalanlagen belastet. Dies wurde aber durch positive Effekte aus der Restrukturierung einiger großer Rückversicherungsverträge kompensiert. Der Umsatz in Europa blieb mit 2,8 (2,7) Milliarden € weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Davon stammten 1,8 (1,7) Milliarden € aus dem Vereinigten Königreich und Irland. Weitere 597 (676) Millionen € kamen aus Deutschland. Der Schadenverlauf war insgesamt günstig, woraus ein sehr zufriedenstellendes versicherungstechnisches Ergebnis resultierte. In Asien/MENA stiegen unsere Beitragseinnahmen auf 3,0 (2,6) Milliarden €. Das Neugeschäft entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Mit unserer breiten Aufstellung profitieren wir vom Wachstumspotenzial in der Region. Das versicherungstechnische Ergebnis lag auf gutem Niveau und im Rahmen unserer Erwartung. Der Umsatz aus unserer Geschäftstätigkeit in Australien und Neuseeland blieb weitgehend konstant bei 808 (827) Millionen €. Unser Hauptaugenmerk gilt weiterhin der Rehabilitation des bestehenden Portfolios. Die Schadenbelastung lag insbesondere im ersten Halbjahr über unserer Erwartung. In der Konsequenz unterzogen wir unsere Reserven einer umfassenden Überprüfung; dies hat in Q4 zu einer Ergebnisbelastung in Höhe von ca. 200 Millionen € geführt. Des Weiteren mussten im Laufe des Jahres die Schadenreserven aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus gestärkt werden. In der Summe führte dies im versicherungstechnischen Ergebnis zu einem Fehlbetrag.

Rückversicherung Schaden/Unfall

Wichtige Kennzahlen

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 22.091 20.437 8,1
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen der Rückversicherung % 65,3 65,3
Schadenquote % 66,6 65,2
davon: Großschäden %-Punkte 15,2 11,6
Kostenquote % 34,4 34,2
Schaden-Kosten-Quote % 101,0 99,4
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 1.000 1.250 -19,9
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 2.152 1.555 38,4
Operatives Ergebnis Mio. € 1.764 1.534 15,0
Konzernergebnis Mio. € 1.562 1.135 37,6

Umsatz

Unsere Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallrückversicherung stiegen um 8,1 % gegenüber dem Vorjahr. Hierbei beeinflussten Wechselkurse die Umsatzentwicklung positiv. Wir zeichnen unser Portfolio zu 11% in Euro sowie zu 89% in Fremdwährung, davon entfallen 55 Prozentpunkte auf Geschäftsaktivitäten in US-Dollar und 12 Prozentpunkte in Pfund Sterling. Bei unveränderten Wechselkursen wäre der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,0% gestiegen. Das deutliche Wachstum des Beitragsvolumens resultiert aus dem Geschäftsausbau über fast alle Sparten und Regionen hinweg. Wesentliche Treiber sind der Ausbau und das Neugeschäft mit ausgewählten Kunden in Nordamerika und selektives Wachstum in Indien und China. Das Wachstum geht schwerpunktmäßig auf die Sparten Feuer, Haftpflicht, Transport, Kredit und Kaution sowie Luft- und Raumfahrt zurück. Bei den Erneuerungsrunden der Rückversicherungsverträge im Jahr 2019 stiegen die Preise in den von Naturkatastrophen betroffenen Regionen. In den übrigen Märkten und Sparten entwickelten sich die Preise stabil bzw. leicht positiv. Trotz der hohen Verluste aus Naturkatastrophen im Vorjahr war bei den Erneuerungen 2019 das Angebot an Rückversicherungskapazität weiterhin hoch. Der Preisanstieg für die Erneuerungen 2019 belief sich auf rund 0,3%. Generell halten wir an unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik fest.

Ergebnis

Das Konzernergebnis und das operative Ergebnis in der Schaden- und Unfallrückversicherung verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr. Bei einer gegenüber dem Vorjahr höheren Belastung aus Großschäden verringerte sich das versicherungstechnische Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Die übliche Überprüfung der Rückstellungen ergab, dass wir - bereinigt um Anpassungen bei den Provisionen - für das Gesamtjahr die Rückstellungen für Basisschäden aus früheren Jahren um rund 1.154 Millionen € reduzieren konnten; dies entspricht etwa 5,6 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote. Die positive Entwicklung betraf beinahe alle Sparten unseres Portfolios. Das Sicherheitsniveau der Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Gesamtbelastung durch Großschäden von je über 10 Millionen € betrug 2019 3.124 (2.152) Millionen € nach Retrozession und vor Steuern. Dieser Betrag, in dem Gewinne und Verluste aus der Abwicklung für Großschäden aus vergangenen Jahren enthalten sind, entspricht einem Anteil von 15,2% der verdienten Nettoprämie. Diese Belastung liegt deutlich über dem entsprechenden Wert des Vorjahres und über unserer Großschadenerwartung von 12% der verdienten Nettobeiträge. Die Großschäden aus Naturkatastrophen für das Gesamtjahr 2019 summierten sich auf 2.053 (1.256) Millionen €. Dies entspricht 10,0 (6,7)% der verdienten Nettoprämie. Die größten Schadenereignisse des Jahres waren die Taifune Hagibis und Faxai in Japan, für die wir in Summe mit einer Belastung von rund 1.300 Millionen € rechnen, und der Hurrikan Dorian mit einem erwarteten Schaden von rund 360 Millionen €. Hinzu kommt eine Reihe von Gewittern in den USA. Die von Menschen verursachten Großschäden beliefen sich auf 1.071 (896) Millionen € und liegen über dem Vorjahreswert. Sie machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 5,2 (4,8)% aus. Zufallsbedingt lag die Anzahl an Schäden, die oberhalb unserer Großschadenschwelle liegen, über der aus den Vorjahren. Die größten Einzelschäden wurden in den Bereichen Luft-/Raumfahrt und Feuer verzeichnet. Die Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich aufgrund der höheren Großschadenbelastung 2019 deutlich auf 101,0% (99,4%). Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von insgesamt 13.705 (12.132) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 7.066 (6.372) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 20.566 (18.618) Millionen € gegenüber. Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich um 597 Millionen € gegenüber dem Vorjahresniveau. Der Anstieg beim Kapitalanlageergebnis ist vor allem auf geringere Aktienabschreibungen aufgrund der im Geschäftsjahr gestiegenen Aktienmärkte sowie auf ein höheres Veräußerungsergebnis aus festverzinslichen Wertpapieren zurückzuführen.

Unsere Kernmärkte im Einzelnen und ausgewählte Spezialsparten

Gemessen am Umsatz zeichnen wir ca. 45% unseres weltweiten Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäfts, inklusive Risk Solutions, in Nordamerika (inklusive Kanada). Etwa 35% des Umsatzes kommen aus Europa, davon rund die Hälfte aus dem Vereinigten Königreich. Weitere wesentliche Anteile stammen aus Asien mit ca. 10%, Australien/Neuseeland mit ca. 5% und Lateinamerika mit ca. 5%. Auf dem US-Markt konnten wir auch im vergangenen Jahr in der Rückversicherung bei ausgewählten Kunden wachsen und zusätzlich profitables Neugeschäft zeichnen. Bei Munich Reinsurance America Inc. konnten wir deshalb das Prämienvolumen auf 4.449 (4.348) Millionen € steigern. Die Preise in der Rückversicherung konnten aufgrund der Schadenereignisse aus dem Vorjahr verbessert werden. Die Naturereignisse waren in diesem Jahr trotz Hurrikanen oder lokalen Hagelereignissen und Tornados im Rahmen der Erwartung. Das Prämienaufkommen der Hartford Steam Boiler Group (HSB Group) belief sich auf 1.072 (950) Millionen €. Der Zuwachs ist vor allem auf den Ausbau mit neuen Produkten, aber auch im Kerngeschäft zurückzuführen. Auch bei American Modern konnte der Umsatz durch höhere Preise und Neugeschäft auf 1.168 (1.032) Millionen € gesteigert werden. Die Ergebnissituation beider Gesellschaften war erfreulich. In Kanada sind wir im Non-Life-Bereich mit der Munich Reinsurance Company of Canada und der Temple Insurance Company vertreten. Das Prämienvolumen wurde aufgrund der Übernahme des ERGO D.A.S.-Geschäfts auf 392 (313) Millionen € gesteigert. Das Geschäft in Europa ist über das Sachversicherungsgeschäft hinaus stark durch das Kraftfahrtversicherungsgeschäft im Vereinigten Königreich geprägt. Wir konnten dort unser Beitragsvolumen mit 3.517 (3.588) Millionen € weitestgehend stabil halten. In Kontinentaleuropa konnte das Beitragsvolumen trotz eines schwierigen Marktumfelds gesteigert werden. Dies gelang durch gezielten Ausbau bei ausgewählten Kunden und Märkten, wie zum Beispiel in Frankreich, sowie durch zusätzliches profitables Neugeschäft. Das Geschäftsvolumen im Schaden-/Unfall-Bereich in unserem Schweizer Tochterunternehmen New Reinsurance Company Ltd. (New Re) verzeichnet aufgrund konsequenter Portfoliosteuerung einen Rückgang auf 542 (608) Millionen €. In Deutschland konnten wir trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds die Beitragseinnahmen mit 608 (612) Millionen € nahezu stabil halten.Der Prämienrückgang auf 954 (1.210) Millionen € in Australien und Neuseeland ist bedingt durch einen Sondereffekt aus der Verschiebung von Erneuerungszeitpunkten. Die Schäden aus den Buschbränden in Australien wurden berücksichtigt. In Japan sind die Prämieneinnahmen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sie belaufen sich auf 425 (336) Millionen €. Der Prämienrückgang auf 682 (822) Millionen € in China ist hauptsächlich auf einen Ein-Jahres-Vertrag aus dem Jahr 2018 zurückzuführen, der nicht erneuert wurde. In Indien bauen wir nach wie vor unser Geschäft weiter aus und steigerten die Beitragseinnahmen auf 367 (206) Millionen €. Mit unserer lokalen Niederlassung sind wir gut aufgestellt, um auch künftig an den erwarteten Wachstumspotenzialen zu partizipieren. In der Karibik, Zentral- und Südamerika stellen wir weiterhin eine hohe Kapazität für die Deckung von Naturgefahren bereit, insbesondere für Sturm und Erdbeben. Hierbei führten die Naturkatastrophen-Großschäden der vergangenen Jahre (Hurrikan, Flut, Erdbeben und Waldbrände) zu einer erhöhten Nachfrage. Unsere starke Marktposition konnten wir dadurch nicht nur verteidigen, sondern auch das Beitragsvolumen auf 1.232 (1.052) Millionen € deutlich steigern. Die damit verbundenen Preiserhöhungen haben erneut zu verbesserten Margen geführt. In der Agroversicherung konnten wir unsere Prämieneinnahmen vor allem durch den Geschäftsausbau mit einem großen Kunden auf 495 (440) Millionen € steigern. Der Schadenverlauf lag aufgrund extremer Wetter- und Erntebedingungen in den USA und China über der Erwartung. Dies führte zu einer Erhöhung der Schaden-Kosten-Quote gegenüber dem Vorjahr. Ein positives Marktumfeld in der Transportversicherung unterstützt ein um rund 16% wachsendes Prämienvolumen auf insgesamt 1.022 (884) Millionen €. Das Ergebnis ist, wie im Vorjahr, erfreulich. In der Kredit- und Kautionsrückversicherung stiegen die Beiträge mit 787 (657) Millionen € gegenüber dem Vorjahr an. Während das klassische Kreditgeschäft stabil gehalten werden konnte, beruht der Zuwachs insbesondere auf profitablem Neugeschäft in Spezial- und Nischensegmenten. Das positive Marktumfeld in der direkten Industrieversicherung, die wir über unsere Einheit Corporate Insurance Partner betreiben, führt zu steigenden Beitragseinnahmen auf 722 (554) Millionen €. Das Ergebnis konnte gegenüber dem vergangenen Jahr verbessert werden. Seit Mitte des Jahres wurden die Einheit Corporate Insurance Partner und das fakultative Geschäft in der neuen Einheit Fakultativ & Corporate gebündelt. Die Beitragseinnahmen in der Luft- und Raumfahrtversicherung wurden deutlich gesteigert, auf 595 (504) Millionen €, aufgrund anziehender Preise nach zahlreichen Großschäden. In der Luftfahrtversicherung mussten wir in diesem Jahr die größten Schadenereignisse seit 2001 verzeichnen, die das Ergebnis in dieser Sparte erheblich belastet haben. Die Einheit Capital Partners bietet unseren Kunden ein breites Spektrum an strukturierten individuellen Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen an. Darüber hinaus nutzen wir die Leistungen dieser Einheit für eigene Zwecke, um auf Basis unserer Risikostrategie Retrozessionsschutz zu kaufen. Im Berichtsjahr wurden Kundentransaktionen in Höhe von 470 Millionen US-Dollar strukturiert. Zusätzlich hat Capital Partners zwei Sidecar-Transaktion von 700 Millionen US-Dollar für eigene Zwecke am Kapitalmarkt platziert.

ERGO Leben/Gesundheit Deutschland

Wichtige Kennzahlen

2019 Vorjahr Veränderung %
Gesamte Beitragseinnahmen 1 Mio. € 10.232 9.974 2,6
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 9.238 9.345 -1,1
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen von ERGO % 52,3 52,6
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 271 552 -51,0
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 3.916 3.502 11,8
Operatives Ergebnis Mio. € 681 790 -13,8
Konzernergebnis Mio. € 187 264 -29,1

1 Die gesamten Beitragseinnahmen enthalten über die gebuchten Bruttobeiträge hinaus auch die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten in Übereinstimmung mit den anzuwendenden statutorischen Bilanzierungsrichtlinien. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland wird der Geschäftsbereich Direkt Deutschland seit 2019 unter dem Namen Digital Ventures weitergeführt. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 wurde ferner die ERGO Direkt Lebensversicherung AG aus dem Geschäftsbereich Digital Ventures auf die ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG im Geschäftsbereich Leben Deutschland verschmolzen.

Umsatz

Bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge des Segments entfallen auf den Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland ca. 60%, auf den Geschäftsbereich Leben Deutschland ca. 32% und auf den Geschäftsbereich Digital Ventures ca. 8%. Im Geschäftsjahr 2019 sind die gebuchten Bruttobeiträge im Segment leicht zurückgegangen. Der Rückgang ist auf den planmäßigen Bestandsabbau im Geschäftsbereich Leben Deutschland nach Bereinigung um Verschmelzungseffekte zurückzuführen. Die Geschäftsbereiche Gesundheit Deutschland und Digital Ventures steigerten die gebuchten Bruttobeiträge. Im Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland wuchsen insbesondere die Ergänzungs- und die Reiseversicherung. Das Umsatzwachstum - nach Bereinigung des Verschmelzungseffekts - im Bereich Digital Ventures geht insbesondere auf die Zahnzusatzversicherung zurück. Die gesamten Beitragseinnahmen des Segments lagen über dem Vorjahreswert.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland lag unter dem Vorjahreswert, was insbesondere aus dem Wegfall eines Einmaleffekts in Leben Deutschland und höheren Leistungen in Gesundheit Deutschland resultierte. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Kapitalanlageergebnis, was vor allem auf höhere Abgangsgewinne aus Aktien und Zinsträger sowie geringere Abschreibungen zurückzuführen war. Das rückläufige versicherungstechnische Ergebnis war ausschlaggebend für das gesunkene Konzernergebnis.

Umsätze und Ergebnisse nach Geschäftsbereich

Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland berichten wir über die Geschäftsbereiche Leben Deutschland, Gesundheit Deutschland sowie Digital Ventures.

Leben Deutschland

Wichtige Kennzahlen
2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Gesamte Beitragseinnahmen 1 3.907 3.433 13,8
Gebuchte Bruttobeiträge 2.913 2.831 2,9
Versicherungstechnisches Ergebnis -21 136
Operatives Ergebnis 271 407 -33,4

1 Die gesamten Beitragseinnahmen enthalten über die gebuchten Bruttobeiträge hinaus auch die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten in Übereinstimmung mit den anzuwendenden statutorischen Bilanzierungsrichtlinien.

Der Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge resultierte aus der eingangs erwähnten Verschmelzung. Bereinigt um diesen Effekt wären die gebuchten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr gesunken. Ursächlich für den Rückgang waren insbesondere geringere laufende Beiträge aufgrund des anhaltenden Bestandsabbaus, der durch die Beitragseinnahmen der neuen Produkte noch nicht kompensiert werden konnte. Die gesamten Beitragseinnahmen lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg resultiert aus der Verschmelzung in Höhe von 388 Millionen € und einem bilanziellen Sondereffekt aufgrund einer Tarifumstellung in Höhe von 319 Millionen €. Beide Effekte beeinflussten maßgeblich auch den Neuzugang: Wir verzeichneten ein Wachstum im Neuzugang nach laufenden Beiträgen und nach Einmalbeiträgen. Gemessen in der unter Investoren gebräuchlicheren Größe Jahresbeitragsäquivalent (siehe hierzu auch folgende Tabelle) ergab sich ebenfalls ein deutlicher Anstieg.

Neugeschäft Leben Deutschland
2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Laufende Beiträge 198 184 7,6
Einmalbeiträge 797 405 97,0
Gesamt 995 589 69,1
Jahresbeitragsäquivalent 1 278 224 23,7

1 Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 10% der Einmalbeiträge.

Der Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses beruht in erheblichem Maße auf dem Wegfall eines Einmaleffekts, der im Jahr 2018 entstanden war. Das Kapitalanlageergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 2.368 (2.172) Millionen €; den Anstieg haben unter anderem höhere laufende Erträge aufgrund der Verschmelzung, höhere Abgangsgewinne und geringere Abschreibungen auf Aktien verursacht. Zur Finanzierung der - nur in den HGB-Einzelabschlüssen aufzubauenden - Zinszusatzreserve haben wir gegenüber 2018 mehr Bewertungsreserven realisiert. Insgesamt verzeichneten wir einen Rückgang beim operativen Ergebnis.

Gesundheit Deutschland

Wichtige Kennzahlen
2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 5.560 5.448 2,1
Versicherungstechnisches Ergebnis 224 326 -31,3
Operatives Ergebnis 369 324 13,7

Die Beiträge in der Ergänzungsversicherung wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 2,0% und in der Krankheitskostenvollversicherung um 0,4%. Das Wachstum in der Ergänzungsversicherung ist auf das Geschäft nach Art der Schadenversicherung, das um 10,4% stieg, zurückzuführen. Der leichte Anstieg in der Vollversicherung resultierte im Wesentlichen aus der Beitragsanpassung in der privaten Pflegeversicherung. Zum Beitragsanstieg im Geschäftsbereich hat die Reiseversicherung mit einem Wachstum um 13,2% auf 655 (579) Millionen € beigetragen. Der Rückgang beim versicherungstechnischen Ergebnis ist vor allem auf höhere Leistungen zurückzuführen. Das Kapitalanlageergebnis stieg insbesondere aufgrund eines höheren Abgangsergebnisses sowie geringerer Abschreibungen auf Aktien auf 1.539 (1.236) Millionen €. Insgesamt legte das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahresniveau zu.

Digital Ventures

Wichtige Kennzahlen

| | 2019 Mio. € | Vorjahr Mio. € |
| :--------- | :---------- | :------------- |# ERGO Leben Deutschland

Veränderung % Gebuchte Bruttobeiträge 765 1.066 -28,2
Versicherungstechnisches Ergebnis 67 90 -25,3
Operatives Ergebnis 41 59 -30,0

Der Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge resultiert aus der Verschmelzung der ERGO Direkt Lebensversicherung AG (vormals Geschäftsbereich Digital Ventures) auf die ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG (Geschäftsbereich Leben Deutschland). Bereinigt um diesen Effekt wären die gebuchten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursächlich hierfür war insbesondere das Wachstum in Höhe von 6,9% in der Krankenversicherung durch unsere Tarife in der Zahnzusatzversicherung. Auch im Schaden- und Unfallgeschäft erzielten wir um 12,6% höhere gebuchte Bruttobeiträge. Wesentlicher Treiber hierfür war unser Digitalversicherer nexible. Die Schaden-Kosten-Quote im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft lag 2019 mit 93,4 (84,9)% um 8,5 Prozentpunkte über dem Vorjahr, insbesondere aufgrund höherer Schadenaufwendungen. Das versicherungstechnische Ergebnis und das Kapitalanlageergebnis verringerten sich im Wesentlichen aufgrund der Verschmelzung um 25,3% bzw. um 89,9%. In Summe führte dies zu einem rückläufigen operativen Ergebnis.

ERGO Schaden/Unfall Deutschland

Wichtige Kennzahlen

scroll 2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 3.500 3.377
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen von ERGO % 19,8 19,0
Schadenquote % 60,3 62,5
Kostenquote % 32,0 33,4
Schaden-Kosten-Quote % 92,3 96,0
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 303 166
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 157 133
Operatives Ergebnis Mio. € 408 228
Konzernergebnis Mio. € 148 45

Umsatz

Die Kraftfahrt- und Unfallversicherung sind unsere nach Umsatz größten Versicherungszweige im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland. Darauf entfallen ca. 19% bzw. 17% der gebuchten Bruttobeiträge. Die gebuchten Bruttobeiträge entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr erfreulich. Ursächlich für die Steigerung war insbesondere das Wachstum in der Feuer- und Sachversicherung sowie in der Haftpflichtversicherung mit jeweils 7,9%. In den sonstigen Versicherungssparten lagen die gebuchten Bruttobeiträge um 6,2% über den Vorjahreswerten, vor allem in der Transportversicherung sowie in den technischen Versicherungen; aber auch in der Kraftfahrtversicherung verzeichneten wir einen Anstieg in Höhe von 2,2%. Hingegen vereinnahmten wir um 2,2% geringere gebuchte Bruttobeiträge in der Unfallversicherung und um 0,4% in der Rechtsschutzversicherung.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis lag über dem Vorjahresniveau. Insgesamt trugen eine rückläufige Großschadenbelastung aus Naturkatastrophen, trotz der Stürme Eberhard und Jörn im ersten Halbjahr 2019, sowie ein guter Schadenverlauf im Kerngeschäft zu dieser Entwicklung bei. Darüber hinaus verzeichneten wir auch einen Rückgang bei den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Die Schaden-Kosten-Quote lag 2019 um 3,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahr auf einem sehr guten Niveau und damit auf dem niedrigsten Niveau seit 2011. Sowohl die Schadenquote als auch die Kostenquote verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von insgesamt 2.025 (2.033) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 1.077 (1.087) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 3.362 (3.252) Millionen € gegenüber. Das Kapitalanlageergebnis legte vor allem aufgrund eines gestiegenen Abgangsergebnisses aus Aktien und Zinsträgern gegenüber 2018 zu. Insbesondere das gestiegene versicherungstechnische Ergebnis war ausschlaggebend für das verbesserte Konzernergebnis.

ERGO International

Wichtige Kennzahlen

scroll 2019 Vorjahr Veränderung %
Gesamte Beitragseinnahmen 1 Mio. € 5.148 5.337
Gebuchte Bruttobeiträge Mio. € 4.912 5.057
Anteil an gebuchten Bruttobeiträgen von ERGO % 27,8 28,4
Schadenquote % 63,7 62,2
Kostenquote % 30,6 32,5
Schaden-Kosten-Quote % 94,3 94,6
Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. € 171 228
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 430 348
Operatives Ergebnis Mio. € 302 242
Konzernergebnis Mio. € 105 103

1 Die gesamten Beitragseinnahmen enthalten über die gebuchten Bruttobeiträge hinaus auch die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten in Übereinstimmung mit den anzuwendenden statutorischen Bilanzierungsrichtlinien.

Umsatz

Bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge des Segments entfallen auf die Schaden- und Unfallversicherung ca. 57%, auf Gesundheit ca. 29% und auf die Lebensversicherung ca. 14%. Unsere größten Märkte sind Polen mit ca. 31 % des Beitragsvolumens, Belgien mit ca. 18% und Spanien mit ca. 17%. Bei den gebuchten Bruttobeiträgen verzeichneten wir insgesamt einen Rückgang, der insbesondere auf den Verkauf von Auslandsgesellschaften im Rahmen der Portfoliooptimierung zurückzuführen ist. Bereinigt um die Verkäufe und Währungskurseffekte wären die gebuchten Bruttobeiträge im Segment ERGO International im Vergleich zum Vorjahr um 0,5% gestiegen. Die gesamten Beitragseinnahmen des Segments lagen unter dem Vorjahreswert. Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft sanken die gebuchten Bruttobeiträge um 1,7% auf 2.791 (2.840) Millionen €. Der Beitragsrückgang resultierte vor allem aus dem Verkauf von Auslandsgesellschaften in den Geschäftsjahren 2018 und 2019. Beitragswachstum erzielten wir insbesondere in Polen mit 4,0% und in den Niederlanden mit 14,8%. Im internationalen Gesundheitsgeschäft entwickelten sich die gebuchten Bruttobeiträge positiv; sie stiegen von Januar bis Dezember um 3,7% auf 1.424 (1.374) Millionen €. Im internationalen Lebensversicherungsgeschäft lagen die gebuchten Bruttobeiträge mit 698 (843) Millionen € um 17,2% unter dem Vorjahresniveau. Dies ist neben der Portfoliooptimierung unter anderem auch auf die rückläufige Entwicklung in Belgien zurückzuführen, wo wir bereits im Jahr 2017 das Neugeschäft eingestellt haben. Die gesamten Beitragseinnahmen fielen um 16,9% auf 934 (1.123) Millionen €.

Neugeschäft Leben International

scroll 2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Laufende Beiträge 82 61 34,0
Einmalbeiträge 364 265 37,2
Gesamt 446 326 36,6
Jahresbeitragsäqivalent 1 118 88

1 Das Jahresbeitragsäquivalent entspricht dem laufenden Beitrag zuzüglich 1 0% der Einmalbeiträge.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Ergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr. Rückläufige Ergebnisse in der Lebensversicherung, vor allem in Belgien aufgrund einer höheren Abschreibung auf aktivierte Abschlusskosten wegen des niedrigen Zinsumfeldes, konnten nicht durch die positive Entwicklung in Gesundheit und im Schaden- und Unfallgeschäft kompensiert werden. Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote weiter gegenüber dem Vorjahr. Sie reduzierte sich vor allem in Griechenland um 16,5 Prozentpunkte insbesondere wegen rückläufiger Kosten, da das Vorjahr durch einen Sondereffekt beeinflusst war. Im internationalen Gesundheitsgeschäft lag die Schaden-Kosten-Quote um 0,2 Prozentpunkte leicht über dem Vorjahresniveau. Den bezahlten Schäden und der Veränderung der Schadenrückstellung von zusammen 2.107 (2.047) Millionen € sowie den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 1.012 (1.068) Millionen € standen verdiente Nettobeiträge von 3.309 (3.292) Millionen € gegenüber. Das Kapitalanlageergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr an, was vor allem auf Abgangsgewinne aus Zinsträgern und Beteiligungen zurückzuführen ist. Insgesamt verblieb das Konzernergebnis auf dem guten Vorjahresniveau.

Finanzlage

Analyse der Kapitalstruktur

Unser Geschäft als Erst- und Rückversicherer prägt die Struktur unserer Bilanz: Da wir unsere Gruppe konsequent auf Wertschöpfung im Kerngeschäft ausgerichtet haben, dienen die Kapitalanlagen der Bedeckung versicherungstechnischer Rückstellungen (78% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (11% der Bilanzsumme) sowie die Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (1% der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

scroll 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage 7.421 7.418 0,0
Gewinnrücklagen 12.804 13.201 -3,0
Übrige Rücklagen 7.510 3.440 118, 3
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 2.724 2.310 18,0
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 117 131 -11, 0
Gesamt 30.576 26.500 15,4

Das höhere Konzerneigenkapital resultiert vor allem aus dem guten Konzernergebnis und dem Anstieg der Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere und Aktien. Gegenläufig wirkten die Dividendenausschüttung und Aktienrückkäufe.

Strategisches Fremdkapital

Als strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzmittel, sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist. Um unsere Kapitalstruktur transparent zu machen, quantifizieren wir unseren Verschuldungsgrad. Er definiert sich als prozentuales Verhältnis des strategischen Fremdkapitals zur Summe aus Konzerneigenkapital und strategischem Fremdkapital. Dabei bleiben die versicherungstechnischen Rückstellungen unberücksichtigt, obwohl sie uns zu einem großen Teil langfristig als Finanzierungsquelle für die Vermögensanlage zur Verfügung stehen.

Verschuldungsgrad

scroll 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Strategisches Fremdkapital 1 4.172 4.015
Konzerneigenkapital 30.576 26.500 15,4
Gesamt 34.748 30.515 13,9
Verschuldungsgrad % 12,0 13,2

1 Die wesentlichen Bestandteile unseres strategischen Fremdkapitals sind nachrangige Verbindlichkeiten und Anleihen (siehe Konzernanhang).# Nachrangige Verbindlichkeiten
Nach den aufsichtsrechtlichen Regeln von Solvency II sind nachrangige Verbindlichkeiten als Eigenmittel anerkannt, sofern diese zur Verlustdeckung unter der Annahme der Unternehmensfortführung ständig zur Verfügung stehen. Die nachrangigen Verbindlichkeiten von Munich Re belaufen sich auf 3.839 Millionen €. Davon wurden zum Stichtag 3.681 Millionen € als anrechnungsfähige Eigenmittel gemäß Solvency II berücksichtigt. Aufgrund dessen reduziert sich das strategische Fremdkapital auf 491 Millionen €, und es ergibt sich lediglich ein Verschuldungsgrad von 1,4%.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Von den versicherungstechnischen Rückstellungen sind der Rückversicherung etwa 35% zuzuordnen und der Erstversicherung rund 65%. Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Das gilt in besonderem Maße für die Rückversicherung. Während in der Sachversicherung ein Großteil der Rückstellungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt ist, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer Rückstellungen spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar, das Pfund Sterling, der kanadische Dollar und der australische Dollar die wichtigsten Valuten.

Verfügungsbeschränkungen

Wir sind ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen sodass einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen unterliegen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag betraf das Kapitalanlagen von insgesamt 9,8 (9,2) Milliarden €. Zudem sind wir Eventualverbindlichkeiten eingegangen, die im Konzernanhang erläutert werden.

Kapitalausstattung

Mit unserem aktiven Kapitalmanagement streben wir an, dass die Kapitalausstattung von Munich Re allen maßgeblichen Anforderungen entspricht. Neben dem Kapitalbedarf gemäß unserem internen Risikomodell müssen weitergehende Anforderungen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und der für uns maßgeblichen Versicherungsmärkte erfüllt werden. Ein wesentliches Maß der Kapitalstärke des Unternehmens ist die Solvency-II-Bedeckungsquote, die wir im Risikobericht erläutern. Unsere Finanzkraft soll profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben. Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns ebenso, dass die Eigenmittel der Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigen. Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären über Dividenden und Aktienrückkäufe zurück. Kapitalrückgaben sind insoweit Grenzen gesetzt, als die Regelungen des deutschen Handelsrechts (HGB) die Muttergesellschaft Münchener Rück AG zu einer über den wirtschaftlichen Bedarf hinausgehenden Dotierung der Schwankungsrückstellung in der lokalen Rechnungslegung zwingen. Dies schmälert die Gewinnrücklagen und beschränkt die Ausschüttungsmöglichkeiten, stabilisiert aber in Jahren mit hohem Schadenaufwand die Ergebnisse. Zum 31. Dezember 2019 betrug die Schwankungsrückstellung der Münchener Rück AG 9,3 Milliarden €. Ergänzende Informationen hierzu finden Sie unter Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis des HGB).

Zwischen 2006 und 2019 gaben wir insgesamt 28,9 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück. Der Vorstand hat im März 2019 ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf den Weg gebracht. Bis zur Hauptversammlung am 29. April 2020 sollen erneut eigene Aktien bis zu einem Kaufpreis von maximal 1 Milliarde € erworben werden. Im Berichtsjahr kauften wir insgesamt eigene Aktien im Wert von 963 Millionen € zurück.

Angaben nach § 315a Abs. 1 HGB sowie § 289a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Münchener Rück AG in Höhe von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2019 in insgesamt 144.317.861 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf ihre Gründung im Jahr 1880 zurück. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands über zwei-oder vierjährige Veräußerungssperren zu Aktien der Gesellschaft, die diese im Rahmen aktienbasierter Vergütungsprogramme aus dem vor 2018 gültigen Vergütungssystem erwerben müssen. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Ausgenommen davon sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Ist ein Aktionär im eigenen Namen für Aktien, die einem anderen gehören, verzeichnet, bestehen gemäß § 3 Abs. 5 der Satzung aus der Eintragung keine Stimmrechte, soweit sie zu diesem Zeitpunkt die Grenze von 2% des satzungsmäßigen Grundkapitals überschreiten.

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Münchener Rück AG, die zum 31. Dezember 2019 10% der Stimmrechte überschritten, sind der Münchener Rück AG nicht bekannt oder gemeldet worden.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Der rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung, §§ 13 Abs. 3, 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 24, 47, 303 VAG. Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Nach § 16 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen, und der Aufsichtsrat bestimmt im Übrigen die Anzahl der Mitglieder des Vorstands. Derzeit umfasst der Vorstand neun Mitglieder. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands nach § 84 AktG und kann sie - falls ein wichtiger Grund vorliegt - jederzeit abberufen. Wird ein Vorstandsmitglied erstmals bestellt, beträgt die Laufzeit seines Dienstvertrags drei Jahre. Verlängerungen um bis zu fünf Jahre sind möglich. Für die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nach § 13 Abs. 3 der Satzung im Aufsichtsrat eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Wird in einem ersten Beschluss diese erforderliche Mehrheit nicht erreicht, so erfolgt die Bestellung bzw. Abberufung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein solcher zweiter Beschluss ist erst nach angemessener Bedenkzeit und nach Behandlung der Angelegenheit in einem dafür zuständigen Ausschluss, danach aber auch im Umlaufverfahren möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder nach § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden.

Das Aktiengesetz enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 3, 179-181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor. Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182-240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-)Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs.# 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76-94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu:

  • Die Hauptversammlung hat am 25. April 2018 die Gesellschaft nach § 71 Abs. 1 Nr 8 AktG bis zum 24. April 2023 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben, auf die ein Anteil von bis zu 10% des Grundkapitals entfällt. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann nach näherer Maßgabe durch die Ermächtigung auf verschiedene Weise erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, die so erworbenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG befugt, die Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Der Vorstand hat von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien mit Beschluss vom 19. März 2019 Gebrauch gemacht. Bis zum 31. Dezember 2019 wurden rund 2,9 Millionen Aktien zu einem Kaufpreis von rund 660 Millionen € erworben.
  • Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 23. April 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. April 2020 einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination solcher Instrumente (im Folgenden gemeinsam "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 3 Milliarden € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden. Den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen können Wandlungs- bzw. Optionsrechte oder Wandlungspflichten auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals in Höhe von bis zu 117 Millionen € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen gewährt werden. Zur Absicherung besteht in § 4 Abs. 3 der Satzung ein bedingtes Kapital von 117 Millionen € (Bedingtes Kapital 2015).
  • Nach § 4 Abs. 1 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 25. April 2022 um insgesamt bis zu 280 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- und/oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2017) zu erhöhen. Er kann dabei das Bezugsrecht nach näherer Maßgabe durch die genannte Satzungsregelung ausschließen. Der Vorstand hat zur Beschlussfassung am 26. April 2017 erklärt, dass er von dem genehmigten Kapital 2017 nur bis maximal 33% des zum Zeitpunkt der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals Gebrauch machen wird. Er hat ferner erklärt, dass er von der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur so weit Gebrauch machen wird, dass rechnerisch ein Anteil von 10% des bei erstmaliger Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschritten wird.
  • Nach § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. April 2020 um insgesamt bis zu 10 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen (Genehmigtes Kapital 2015) zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist insoweit ausgeschlossen, um die neuen Aktien an die Mitarbeiter der Münchener Rück AG und deren verbundener Unternehmen auszugeben.

Die vollständige Fassung der genannten Ermächtigungen und der Erklärung des Vorstands finden Sie in den Tagesordnungen der genannten Hauptversammlungen unter www.munichre.com/hv/archiv.

Die Satzung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft finden Sie unter www.munichre.com/satzung.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Aufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Gebräuchlich sind sie auch in Joint-Venture- oder Kooperationsverträgen zwischen verschiedenen Anteilseignern eines gemeinsamen Beteiligungsunternehmens.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern.

Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig. In der Kapitalflussrechnung werden Währungskurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert.

Konzern-Kapitalflussrechnung scroll 2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 9.493 2.998 216,6
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit -6.919 -95 <-1.000,0
Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit -2.496 -1.338 -86,5
Veränderung des Zahlungsmittelbestands 78 1.565 -95,0

In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird das Konzernergebnis in Höhe von 2.707 Millionen € auf den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übergeleitet. Das Konzernergebnis wird unter anderem um den Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen von 11.816 Millionen € korrigiert. Der - zur Bereinigung des Konzerngewinns vom Mittelfluss abzuziehende - positive Saldo aus den Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen stammt im Wesentlichen aus dem Verkauf jederzeit veräußerbarer Wertpapiere. Die Veränderung aus dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen von -6.564 Millionen € und die Veränderung aus dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen von -59 Millionen € bestimmen den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stammt im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung 2019 und dem Aktienrückkaufprogramm. Insgesamt stieg im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 78 Millionen € (inklusive Währungseinflüssen) auf 5.006 Millionen €. Es bestanden Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 11 (12) Millionen €.

Risikobericht

Risk Governance und Risikomanagement-System

Risikomanagement-Organisation

Organisatorischer Aufbau

Munich Re hat ein Governance-System etabliert, das mit den Solvency-II-Anforderungen übereinstimmt. Wesentliche Bestandteile sind darin die Risikomanagement-, die Compliance-, die Audit- und die Versicherungsmathematische Funktion. Das Risikomanagement auf Gruppenebene wird im Bereich Integrated Risk Management (IRM) wahrgenommen und steht unter der Leitung des Chief Risk Officer (Group-CRO). Neben den Gruppenfunktionen gibt es weitere Risikomanagement-Einheiten in den Geschäftsfeldern, die jeweils von einem CRO geleitet werden.

Risk Governance

Durch eine klare Zuordnung von Rollen und Verantwortlichkeiten für alle wesentlichen Risiken stellt unsere Risk Governance eine angemessene Risiko- und Kontrollkultur sicher. Verschiedene Gremien auf Gruppen- und Geschäftsfeldebene unterstützen die Risk Governance. Bei wesentlichen Entscheidungen des Vorstands ist eine Stellungnahme durch die Risikomanagementfunktion erforderlich.

Festlegung der Risikostrategie

Die Risikostrategie steht im Einklang mit der Geschäftsstrategie von Munich Re und legt fest, wo, wie und in welchem Ausmaß wir Risiken eingehen. Die Fortentwicklung der Risikostrategie ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsplanung eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet und als wesentlicher Bestandteil des Own Risk and Solvency Assessment (ORSA) mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats erörtert. Die Risikostrategie wird bestimmt, indem wir für vorgegebene Risikokriterien Toleranzwerte bzw. für Risikokonzentrationen Limite festlegen, die sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserem angestrebten Gewinn orientieren und eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe darstellen.

Umsetzung der Strategie und Risikomanagement-Kreislauf

Der vom Vorstand festgelegte Risikoappetit wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem wird nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen verfahren. Diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte abgewogen und im Rahmen des Möglichen in Einklang gebracht werden. Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst Identifikation, Analyse und Bewertung aller wesentlichen Risiken. Daraus leiten sich die Berichterstattung, die Limitierung und die Überwachung der Risiken ab. Die Identifikation von Risiken erfolgt über geeignete Prozesse und Kennzahlen, die durch Expertenmeinungen ergänzt werden. Die Risikofrüherkennung erfasst auch Emerging Risks.# Munich Re

Wesentliche Risiken

Wir definieren Risiken als Ereignisse oder mögliche künftige Entwicklungen, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von Munich Re auswirken können, bezeichnen wir als "wesentlich". Diese Definition haben wir - unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit - in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Gesellschaften übertragen. Wir unterscheiden dabei zwischen Risiken, die in unserem internen Modell abgebildet sind, und weiteren Risiken.

Im internen Modell abgebildete Risiken

Solvenzkapitalanforderung - internes Modell

Munich Re verfügt über ein vollständiges internes Modell, das den erforderlichen Kapitalbedarf ermittelt, um die Verpflichtungen der Gruppe auch nach extremen Schadenereignissen erfüllen zu können. Wir berechnen damit die unter Solvency II geforderte Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, SCR). Die Solvenzkapitalanforderung gibt den Betrag an anrechnungsfähigen Eigenmitteln an, den Munich Re benötigt, um mit einer vorgegebenen Risikotoleranz unerwartete Verluste des Folgejahres ausgleichen zu können. Dabei entspricht dem SCR der Value-at-Risk der ökonomischen Gewinn- und Verlustverteilung über einen einjährigen Zeithorizont zu einem Konfidenzniveau von 99,5%. Diese Größe gibt somit den ökonomischen Verlust von Munich Re an, der bei gleichbleibenden Exponierungen mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 0,5% innerhalb eines Jahres überschritten wird.

Unser internes Modell fußt auf gesondert modellierten Verteilungen für die Risikokategorien Schaden/Unfall, Leben/Gesundheit, Markt, Kredit sowie operationelle Risiken. Bei der Kalibrierung dieser Verteilungen verwenden wir im Wesentlichen historische Daten, teilweise ergänzt um Expertenschätzungen. Um dem Zeithorizont von einem Jahr zu entsprechen und um eine stabile und angemessene Einschätzung unserer Risikoparameter zu erreichen, bilden unsere historischen Daten einen langen Zeitraum ab. Weiterhin berücksichtigen wir Diversifikationseffekte, die durch unsere breite Aufstellung über verschiedene Risikokategorien und durch die Kombination von Erst- und Rückversicherungsgeschäft erzielt werden. Dabei würdigen wir auch Abhängigkeiten zwischen den Risiken, die im Vergleich zur Annahme der Unabhängigkeit zu höheren Kapitalanforderungen führen können. Abschließend bestimmen wir den Effekt der Verlustausgleichsfähigkeit latenter Steuern.

Die Tabelle zeigt die Solvenzkapitalanforderung von Munich Re und ihrer Risikokategorien zum 31. Dezember 2019.

Solvenzkapitalanforderung (SCR) 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Rückversicherung 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € ERGO 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Diversifikation 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. €
Schaden/Unfall 8.774 7.557 434 425 -375 -347
Leben/Gesundheit 5.525 4.527 1.215 1.116 -380 -356
Markt 6.257 5.513 5.975 5.746 -2.152 -2.042
Kredit 2.500 2.112 1.867 1.156 -161 -107
Operationelle Risiken 706 752 565 528 -220 -218
Sonstige 1 435 446 235 221
Summe 24.197 20.907 10.291 9.192
Diversifikationseffekt -8.836 -7.764 -1.158 -1.985
Steuer -2.793 -2.346 -787 -633
Gesamt 12.568 10.798 8.347 6.574 -3.383 -2.702
Gruppe 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Schaden/Unfall 8.833 7.634 1.199 15,7
Leben/Gesundheit 6.359 5.288 1.071 20,3
Markt 10.080 9.217 863 9,4
Kredit 4.206 3.161 1.045 33,1
Operationelle Risiken 1.051 1.063 -12 -1,1
Sonstige 1 670 667 3 0,4
Summe 31.199 27.030 4.169 15,4
Diversifikationseffekt -10.681 -9.912 -769 -7,8
Steuer -2.987 -2.448 -539 -22,0
Gesamt 17.531 14.670 2.861 19,5

1 Kapitalanforderungen für andere Finanzbranchen, z.B. Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung.

Im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres steigt das SCR auf Gruppenebene von 14,7 Milliarden € auf 17,5 Milliarden € an und ist auf Zuwächse in fast allen Risikokategorien zurückzuführen. Der Anstieg in der Kategorie Schaden/Unfall ist vornehmlich eine Folge des weiteren Wachstums im naturgefahrenexponierten Geschäft im Einklang mit unserer Geschäftsstrategie. Das SCR im Bereich Leben/Gesundheit erhöht sich vor allem durch das gesunkene Zinsniveau, Wechselkursveränderungen und Neugeschäft in der Lebensrückversicherung. Hauptreiber für den Anstieg im Marktrisiko ist die erhöhte Risikoexponierung im Geschäftsfeld Rückversicherung sowie die Auswirkungen der niedrigeren Zinsen bei den ERGO Lebensversicherern. Auch das Kreditrisiko SCR steigt in Folge des niedrigeren Zinsniveaus, da sich der Marktwert der festverzinslichen Kapitalanlagen erhöht. Dieser Effekt wird bei den ERGO Lebensversicherern verstärkt, da durch die gesunkenen Zinsen die risikomindernde Wirkung der Überschussbeteiligung reduziert wird. Im Vergleich zum Vorjahr wird die risikomitigierende Wirkung der Versicherungsnehmerbeteiligung im Geschäftsfeld ERGO nun vollständig in den einzelnen Risikokategorien ausgewiesen, wodurch sich ceteris paribus die Werte in den Risikokategorien verringern. Gegenläufig dazu wird im Diversifikationseffekt der Tatsache Rechnung getragen, dass die risikomitigierenden Mittel nur einmalig zur Verlustabsorption bereit stehen. Weiterhin wurde dieses Jahr erstmals die statische Volatilitätsanpassung für die Gesellschaften DKV Belgium S.A., ERGO Insurance N.V. (Belgien), ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft und Victoria Lebensversicherung Aktiengesellschaft bei der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung berücksichtigt. Weitere Erläuterungen zu den Veränderungen in den verschiedenen Risikokategorien und Einzelheiten zu Risikokonzentrationen finden sich in den nachfolgenden Abschnitten.

Versicherungstechnisches Risiko

Schaden/Unfall

Die Risikokategorie Schaden/Unfall umfasst die versicherungstechnischen Risiken aus den Sparten Sachversicherung, Motor, Haftpflicht, Unfall, Transport, Luft- und Raumfahrt, Kreditversicherung sowie Spezialsparten, die ebenfalls dem Bereich Schaden/Unfall zugeordnet werden. Ergänzende risikorelevante Informationen zur Schaden- und Unfallversicherung finden Sie auch im Konzernanhang. Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir hier, dass die versicherten Schäden über unseren Erwartungen liegen können. Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet. Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen werden, nicht ausreichend bemessen sind. Bei der Bewertung der Schadenrückstellungen folgen wir einem vorsichtigen Reservierungsansatz und schätzen Unsicherheiten konservativ ein. Wir vergleichen zudem jedes Quartal die gemeldeten Schäden mit unserer Schadenerwartung, um ein dauerhaft hohes Reservierungsniveau sicherzustellen.

Wir unterscheiden zwischen Großschäden, deren Aufwand in einem Geschäftsfeld 10 Millionen € übersteigt, den Kumulschäden, die mehr als ein Risiko (auch mehrere Sparten) betreffen, und allen anderen Schäden, den sogenannten Basisschäden. Für Basisschäden ermitteln wir das Risiko einer Nachreservierung für Bestandsrisiken innerhalb eines Jahres (Reserverisiko) sowie das Risiko einer Untertarifierung (Beitragsrisiko). Dazu nutzen wir aktuarielle Methoden, die jeweils auf Standard-Reservierungsverfahren aufsetzen, aber den Einjahreshorizont berücksichtigen. Der Kalibrierung dieses Ansatzes liegen unsere eigenen historischen Schaden- und Schadenabwicklungsdaten zugrunde. Die Ermittlung von Reserve- und Beitragsrisiko findet auf geeigneten homogenen Segmenten unseres Schaden-/Unfall-Portfolios statt. Zur Aggregation des Risikos auf Gesamtportfolio-Ebene verwenden wir Korrelationen, in deren Schätzung eigene historische Schadenerfahrung einfließt.

Wir begrenzen unsere Risikoexponierung, indem wir beispielsweise Naturkatastrophenrisiken, aber auch mögliche von Menschen verursachte Schäden limitieren. Dafür entwickeln unsere Experten naturwissenschaftlich fundierte Szenarien für mögliche Naturereignisse, die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotentiale quantifizieren. Ausgehend von diesen Szenarien werden mit Hilfe stochastischer Modelle die potentiellen Auswirkungen auf unser Portfolio ermittelt.# Munich Re – Report 2019

Risk management

The resulting aggregate risk scenarios are considered independent events in our internal model. The largest natural hazard exposures for Munich Re are in the "Atlantic Hurricane" and "North American Earthquake" scenarios. For the coming year, our assessment of the exposure to peak scenarios with a 200-year return period for "Atlantic Hurricane" is €6.3 (5.0) billion and for "North American Earthquake" is €5.9 (4.9) billion (deductible before tax). In addition to natural hazard risks, the exposure from cyber risks has also increased again compared to the previous year. In addition to the analysis of stress scenarios, we examine the sensitivity of the results of the risk model for large and aggregate losses to changes in the return period or loss amounts of events or changes in the written business volumes. Furthermore, we consider the influence of changed dependency assumptions on the results. Another measure for managing insurance risks is to deliberately cede a portion of our risk to other risk carriers through reinsurance or retrocession. Most of our companies have internal and/or external reinsurance and retrocession cover. In addition to traditional retrocession, we use alternative risk transfer, especially for natural catastrophe risks. For this purpose, insurance risks are transferred to the capital market with the help of special purpose vehicles. Solvency Capital Requirement Property/Casualty The increase in capital requirements by 15.7% at group level is primarily a consequence of the further growth of business exposed to natural hazards in the Reinsurance business segment (including specialized primary insurance business) in line with our business strategy.

Solvency Capital Requirement (SCR) Property/Casualty

Reinsurance 31.12.2019 Mio. € Reinsurance Prior Year Mio. € ERGO 31.12.2019 Mio. € ERGO Prior Year Mio. € Diversification 31.12.2019 Mio. € Diversification Prior Year Mio. €
Basic losses 3,895 3,894 393 368 -243 -264
Large and aggregate losses 8,282 7,003 153 192 -108 -141
Sum 12,177 10,896 545 559 -351 -405
Diversification effect -3,403 -3,340 -111 -134
Total 8,774 7,557 434 425 -375 -347

Group

31.12.2019 Mio. € Prior Year Mio. € Change %
Basic losses 4,044 3,997 1.2
Large and aggregate losses 8,327 7,053 18.1
Sum 12,371 11,051 11.9
Diversification effect -3,537 -3,417 -3.5
Total 8,833 7,634 15.7

Insurance Risk Life/Health

By insurance risk, we mean that insured benefits in the life and health insurance business may exceed our expectations. Biometric risks and risks from customer behavior (such as lapse or commutation option) are particularly important here. We distinguish between short-term and long-term risks affecting the portfolio. In addition to the simple random risk of higher claims in a single year, we model short-term developments primarily as rare but costly events such as pandemics. Further relevant information on the risks of life and health insurance can also be found in the Group Notes. The products of life insurance and a large part of our health primary insurance business are characterized by long-term nature and an earnings recognition spread over the entire term of the contracts. Long-term negative developments of risk drivers can sustainably reduce the value of the insured portfolio (trend risks). The mortality and disability risk drivers are dominated by the Reinsurance segment, primarily by exposures in North America and the Asia-Pacific region. The longevity risk driver is found in the products sold by ERGO in Germany, here together with typical risks from customer behavior, such as lapse. In particular in the United Kingdom, we also underwrite business in the Reinsurance segment that is primarily exposed to the longevity risk driver. Risks associated with the increase in treatment costs, which occur particularly in the ERGO segment, are of lesser magnitude. Risk modeling underlays the possible changes in assumptions with probabilities and thus generates a complete profit and loss distribution. We calibrate these probabilities in particular based on historical data obtained from our underlying portfolios. In addition, we also use general population mortality rates for modeling the mortality trend risk. To adequately parameterize the diverse business, portfolios with a homogeneous risk structure are grouped together in the modeling. Subsequently, the individual profit and loss distributions are aggregated into an overall distribution, taking into account the dependency structure. Our largest short-term aggregate risk in the Life/Health risk category is the occurrence of a severe pandemic. We counter this risk by thoroughly examining our entire exposure through scenario analyses and determining appropriate risk management measures. In reinsurance, we manage the assumption of biometric risks through risk-adequate underwriting policy. The assumption of interest rate and other market risks is often excluded by depositing reserves with the cedent with guaranteed interest on the deposit. Furthermore, these risks are hedged in individual cases by appropriate capital market instruments. We also limit our exposure to individuals and groups of individuals in life insurance. In primary insurance, product design provides substantial risk mitigation. In the event of adverse developments, parts of the provision for premium refunds, which are formed and dissolved based on results, contribute significantly to risk equalization. In health primary insurance, there is also the possibility or obligation to adjust premiums for most long-term contracts. In practice, however, the limits of the policyholders' ability to bear costs must be considered. For pandemic scenarios, which affect the portfolio in the rather short term, and longevity scenarios, which affect in the longer term, limits are set within the framework of the risk strategy. We regularly examine the sensitivity of the internal model to the input parameters. In addition to interest rates, this also affects biometric risk drivers and customer behavior.

Solvency Capital Requirement Life/Health

Reinsurance 31.12.2019 Mio. € Reinsurance Prior Year Mio. € ERGO 31.12.2019 Mio. € ERGO Prior Year Mio. € Diversification 31.12.2019 Mio. € Diversification Prior Year Mio. €
Health 304 292 602 517 -51 -42
Mortality 4,025 3,331 247 241 -16 -16
Invalidity 2,970 2,373 418 313 -22 -15
Longevity 985 813 641 722 -26 -24
Other 484 290
Diversification -694 -676
Total 5,525 4,527 1,215 1,116 -380 -356

In the Reinsurance segment, the increase in the solvency capital requirement is primarily due to lower interest rates and the devaluation of the Euro against the main currencies, as well as new business. In the ERGO segment, lower Euro interest rates lead to a slight increase in the solvency capital requirement.

Group

31.12.2019 Mio. € Prior Year Mio. €
Health 855 766
Mortality 4,255 3,555
Invalidity 3,366 2,671
Longevity 1,600 1,511
Other 484 290
Diversification -4,200 -3,506
Total 6,359 5,288

Market Risk

We define market risk as an economic loss that occurs as a result of price changes in the capital markets. This includes, among other things, equity price risk, general interest rate risk, specific interest rate risk, real estate price risk, and currency risk. General interest rate risk describes changes in the benchmark yield curves, while specific interest rate risk represents changes in credit risk spreads, for example on Euro government bonds of different issuers or on corporate bonds. In addition, we consider the risk of changing inflation rates as market risk, as well as changes in implied volatilities (costs of options). Market price fluctuations affect not only our investments but also our insurance liabilities. This is particularly the case in life primary insurance. Due to the partly long-term interest rate guarantees and the various options available to policyholders in traditional life insurance, the value of liabilities can sometimes depend heavily on capital market conditions. The modeling of market risks is carried out using Monte Carlo simulations of possible future market scenarios. We revalue our assets and liabilities for each simulated market scenario, thus obtaining the probability distribution for changes in own funds. We manage market risks through appropriate limit and early warning systems within our Asset Liability Management. This management is carried out, among other things, through the use of derivatives such as equity futures, options, and interest rate swaps, which are generally used for hedging purposes. The effect of options is taken into account in the calculation of the solvency capital requirement. Further information on derivative financial instruments can be found in the Group Notes.

Solvency Capital Requirement (SCR) Market

Reinsurance 31.12.2019 Mio. € Reinsurance Prior Year Mio. € ERGO 31.12.2019 Mio. € ERGO Prior Year Mio. € Diversification 31.12.2019 Mio. € Diversification Prior Year Mio. €

Aktienrisiko

Die Erhöhung der Aktienexponierung im Vergleich zum Vorjahr von 5,2% auf 6,4% (nach Berücksichtigung von Derivaten) schlägt sich in einem Anstieg der Solvenzkapitalanforderung nieder.

Zinsrisiko

Der Anstieg des allgemeinen und des spezifischen Zinsrisikos im Geschäftsfeld Rückversicherung resultiert aus einer erhöhten Zinsexponierung durch eine geringere Laufzeitkongruenz zwischen Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten, verbunden mit einem Aufbau unseres Kreditrisikoengagements. Da die Zinsexponierung der Rückversicherung gegenläufig zur Zinsposition der ERGO ist, wirkt sich dies auf Gruppenebene risikomindernd aus. Im Geschäftsfeld ERGO führt der geänderte Ausweis des Effekts der Versicherungsnehmerbeteiligung und die Einführung der statischen Volatilitätsanpassung zunächst ceteris paribus zu einer Reduktion der Marktrisikozahlen. Im spezifischen Zinsrisiko wird dieser Effekt dadurch überkompensiert, dass die verfügbaren Risikopuffer in den Lebenseinheiten durch den allgemeinen Zinsrückgang reduziert sind, wodurch mehr spezifisches Zinsrisiko beim Aktionär verbleibt. Im Geschäftsfeld Rückversicherung beträgt der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2019 71,0 (67,8) Milliarden €. Gemessen in Einheiten der modifizierten Duration beträgt die Zinssensitivität dieser Kapitalanlagen 6,5 (5,0), während die modifizierte Duration der Verpflichtungen 1 6,3 (5,8) ausmacht. Dies bedeutet, dass die verfügbaren Eigenmittel bei einem Zinsrückgang um einen Basispunkt um ca. 11,8 (4,0) Millionen € steigen würden. Im Geschäftsfeld ERGO beträgt der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen 134,4 (127,8) Milliarden €. Die zinssensitiven Kapitalanlagen weisen eine modifizierte Duration von 9,4 (8,8) und die Verpflichtungen von 10,1 (9,2) auf. Die Veränderung der verfügbaren Eigenmittel bei einem Rückgang des Zinsniveaus um einen Basispunkt beträgt ca. -12,5 (-7,6) Millionen €. Dies führt zu einer Exponierung gegenüber fallenden Zinsen, die weitgehend aus den langfristigen Optionen und Garantien des Lebensversicherungsgeschäfts stammt.

Immobilienrisiko

Infolge von Marktwertsteigerungen unseres Immobilienportfolios steigt das Immobilienrisiko an.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko steigt primär aufgrund einer erhöhten US-Dollar-Positionierung.

1 Die Verpflichtungen enthalten i. W. die versicherungstechnischen Rückstellungen gemäß Solvency II (bester Schätzwert und Risikomarge).

Kreditrisiko

Wir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für Munich Re entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert. Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir Kreditrisiken auch aktiv durch die Zeichnung von Kredit- oder Finanzrückversicherung sowie im entsprechenden Erstversicherungsgeschäft ein. Kreditrisiken ermittelt Munich Re mit einem Portfoliomodell, das über einen längeren Zeitraum (mindestens einen vollen Kreditzyklus) kalibriert wird und das sowohl Marktwertänderungen aufgrund von Bonitätsänderungen als auch Ausfälle von Schuldnern berücksichtigt. Das Kreditrisiko aus Kapitalanlagen (inklusive Depotforderungen, Staatsanleihen und Credit Default Swaps) und zedierten Reserven wird dabei auf Basis einzelner Schuldner berechnet. Falls das Kreditrisiko nicht ausschließlich von der Bonität des Schuldners abhängt, sondern auch von anderen Faktoren (zum Beispiel Nachrangigkeit, Garantien, Besicherungen), werden diese ebenfalls berücksichtigt. Für die zugehörigen Migrations- und Ausfallwahrscheinlichkeiten verwenden wir historische Kapitalmarktdaten. Korrelationseffekte zwischen einzelnen Schuldnern werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Zugehörigkeit zu Branchen und Ländern abgeleitet. Den Branchen- und Länderkorrelationen liegen dabei die Abhängigkeiten der jeweilig zugehörigen Aktienindizes zugrunde. Die Ableitung des Kreditrisikos aus sonstigen Forderungen erfolgt auf Basis unternehmenseigener Expertenschätzungen. Weiterhin kapitalisieren wir auch Kreditrisiken für sehr gut geratete Staatsanleihen. Die Ratings der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen finden Sie im Konzernanhang. Risikokonzentrationen bestehen insbesondere bei Staatsanleihen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. Daneben liegen große Teile der Kapitalanlagen in Pfandbriefen und ähnlichen gedeckten Schuldverschreibungen vor, bei denen sich zum Teil Emittentenrisiken, zum Teil Risiken aus den zu den Deckungsmassen gehörenden Vermögenswerten ergeben. Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem. Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis des Credit Equivalent Exposures (CEE). Für Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte existieren zusätzlich Volumenlimite. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei Over The Counter (OTC)-Derivaten und bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das sich daraus ergebende Kreditrisiko. Über ein Finanzsektorlimit wird auf Gruppenebene das Zinsträger- und Credit Default Swap (CDS)-Exposure gegenüber Emittenten aus dem Finanzsektor limitiert. Zur Überwachung der Länderrisiken greifen wir neben den gängigen Ratings auf eigene Analysen der politischen, wirtschaftlichen und fiskalischen Situation in den wichtigsten Staaten zurück, die für Emissionen in Betracht kommen. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen verabschiedet. Diese sind konzernweit bei der Kapitalanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend. Mithilfe definierter Stress-Szenarien prognostizieren unsere Experten mögliche Folgen für die Finanzmärkte, die Marktwerte unserer Kapitalanlagen und die Barwerte der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Auf Gruppenebene dämpfen dabei die hohe Diversifikation in den Kapitalanlagen, die Struktur der Verbindlichkeiten sowie das aktive gruppenweite Asset-Liability-Management etwaige negative Effekte. Das Ausfallrisiko im Bereich Retrozessionen und externer Rückversicherung steuern wir mithilfe von Limiten, die das Retro Security Committee festlegt.

Zum 31. Dezember sind unsere in Rückdeckung gegebenen Rückstellungen gegenüber Rückversicherern folgenden Ratingklassen zugeordnet:

In Rückdeckung gegebene versicherungstechnische Rückstellungen nach Rating scroll % 31.12.2019 Vorjahr
AAA 0,6 0,0
AA 21,9 27,8
A 36,6 31,2
BBB und niedriger 6,8 8,5
Kein Rating verfügbar 34,1 32,6

Zu unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft finden Sie weitere Angaben im Konzernanhang.

Solvenzkapitalanforderung Kredit

Im Vergleich zum Vorjahr steigt das Kreditrisiko um 1.045 Millionen € auf 4.206 Millionen € an. Haupttreiber dieses Anstiegs ist das gesunkene Zinsniveau, wodurch sich das Kreditrisiko SCR aufgrund der Marktwertanstiege bei den festverzinslichen Wertpapieren erhöht. Dieser Effekt wird bei den ERGO Lebensversicherern verstärkt, da durch die gesunkenen Zinsen die risikomitigierende Wirkung der Überschussbeteiligung reduziert wird. Bezüglich des Kreditrisikomodells werden die Sensitivitäten gegenüber den wichtigsten Input-Parametern regelmäßig validiert. Dies betrifft insbesondere die Verwertungsraten im Falle der Insolvenz von Schuldnern, die Wahrscheinlichkeiten der Migration von Schuldnern zwischen verschiedenen Ratingklassen und die Parametrisierung der Korrelationen zwischen Schuldnern. Sämtliche Validierungen zeigten die Adäquanz der gewählten Modellierungsansätze.

Operationelles Risiko

Wir verstehen unter dem operationellen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern. Das Management der operationellen Risiken erfolgt über unser Internes Kontrollsystem (IKS). Es adressiert neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch die jeweiligen lokalen Vorschriften. Zur Behebung erkannter Schwächen oder Fehler werden angemessene Maßnahmen bis hin zu größeren Projekten umgesetzt. Die Identifikation der aus Gruppensicht wesentlichen Risiken ist Bestandteil unseres IKS, und diese Risiken werden regelmäßig von den Risikoträgern und Prozessverantwortlichen geprüft. Darüber hinaus werden Konzeption und Einhaltung des IKS regelmäßig durch Group Audit geprüft.

Gruppe 31.12.2019 Mio€ Vorjahr Mio. € Veränderung Mio. € %
Aktienrisiko 4.162 3.552 610 17,2
Allgemeines Zinsrisiko 3.012 3.664 -652 -17,8
Spezifisches Zinsrisiko 4.071 3.220 851 26,4
Immobilienrisiko 2.243 2.138 105 4,9
Währungsrisiko 4.630 3.773 857 22,7
Summe 18.118 16.348 1.770 10,8
Diversifikationseffekt -6.682 -7.131 449 6,3
Gesamt 10.080 9.217 863 9,4
2.792 2.433 1.479 1.169 -109 -50
Aktienrisiko
Allgemeines Zinsrisiko 1.549 1.194 2.800 3.362 -1.338 -891
Spezifisches Zinsrisiko 1.623 1.381 3.081 2.530 -632 -692
Immobilienrisiko 1.540 1.442 758 787 -55 -91
Währungsrisiko 4.457 3.633 232 220 -59 -80
Summe 11.962 10.084 8.348 8.068
Diversifikationseffekt -5.080 -4.572 -1.469 -2.321
Gesamt 6.257 5.513 5.975 5.746 -2.152 -2.042

Solvenzkapitalanforderung operationelles Risiko

Die SCR-Anforderung für das operationelle Risiko zum 31. Dezember 2019 beträgt 1.051 Millionen € und reduziert sich damit leicht gegenüber dem Vorjahr.

Weitere Risikokategorien

Mithilfe geeigneter Verfahren identifizieren und analysieren wir speziell das Reputationsrisiko, das strategische Risiko, das Sicherheitsrisiko und das Liquiditätsrisiko. Auch diese Risiken werden in unserem Risikomanagementprozess bewertet und gesteuert.

Reputationsrisiko

Wir definieren Reputationsrisiko als ein Risiko, das sich aus einer möglichen Beeinträchtigung des Ansehens von Munich Re als Folge einer negativen öffentlichen Wahrnehmung, einer Verschlechterung des Unternehmensratings oder des Unternehmenswerts etc. ergibt. Die Beurteilung von Ereignissen in Bezug auf Reputationsrisiken wird in den Geschäftsfeldern durch sogenannte Reputational Risk Committees vorgenommen. Sofern ein Reputationsrisiko potenziell Auswirkungen auf Munich Re hat, werden weitere Zentralbereiche in die Beurteilung einbezogen.

Strategisches Risiko

Wir definieren strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale des Konzerns und seiner Geschäftsfelder. Das strategische Risiko steuern wir, indem wir für wesentliche strategische Themen Risikoanalysen vornehmen und regelmäßig die Implementierung für notwendig erachteter Maßnahmen nachhalten. Bei der operativen Geschäftsplanung und den Prozessen bei materiellen Unternehmenskäufen und -zusammenschlüssen wirkt der Chief Risk Officer mit.

Sicherheitsrisiko

Wir definieren Sicherheitsrisiken als Risiken, die sich aus der Bedrohung der Sicherheit unserer Mitarbeiter, Daten, Informationen und Sachwerte ergeben. Um der zunehmenden Bedeutung von Informationstechnologie für die Kernprozesse von Munich Re und dem dynamischen Wachstum der Cyberkriminalität Rechnung zu tragen, untersuchen wir hier insbesondere verstärkt Cyberrisiken. Zur Steuerung und Koordination der Maßnahmen zum Management von Sicherheitsrisiken sind in den Geschäftsfeldern Security Risk Committees etabliert. Die Security Risk Committees setzen sich aus Verantwortlichen der operativen Bereiche (zum Beispiel IT-Sicherheit), den Kontrollfunktionen (zum Beispiel Risikomanagement, Informationssicherheitsbeauftragter, Datenschutz) und Vertretern der Geschäfts- und Zentralbereiche zusammen. Um die Risikomanagementfunktion in diesem Bereich zu stärken wurde die Rolle Group Chief Information Security Officer als zentrale und gruppenweit verantwortliche Rolle für Informationssicherheit geschaffen. Zur weiteren Verbesserung der Cybersicherheit arbeiten wir an geschäftsfeldspezifischen und geschäftsfeldübergreifenden Initiativen, um das Sicherheitsniveau gemäß unserer Informationssicherheitsstrategie sicher zu stellen. Hierzu ist auch ein weiterer Ausbau von Personalressourcen in den Cyber-Eigenschutz vorgesehen.

Liquiditätsrisiko

Ziel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Dafür wird die Liquiditätsposition auf Ebene der Einheiten laufend anhand von strengen Verfügbarkeitsanforderungen überwacht. Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung wird regelmäßig an den Vorstand berichtet. Der mittelfristige strategische Aufbau von illiquideren Kapitalanlagen (zum Beispiel Infrastrukturinvestments) führt graduell zu einer Umschichtung von liquiden Mitteln in illiquide Bestände, was im Rahmen der geplanten Investitionen in der Liquiditätsplanung bereits berücksichtigt ist. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Diese Risikotoleranzen werden jährlich überprüft, die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht. Mithilfe quantitativer Risikokriterien stellen wir sicher, dass Munich Re auch unter adversen Szenarien ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen, um ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Die Liquiditätsposition wird dafür sowohl in versicherungstechnischen Katastrophenszenarien als auch in negativen Kapitalmarktsituationen beurteilt. Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken aus dem Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft bzw. dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft finden Sie im Konzernanhang.

Bedeckungsquote nach Solvency II

Die Solvency-II-Bedeckungsquote ergibt sich als Quotient der anrechnungsfähigen Eigenmittel und der Solvenzkapitalanforderung:

Solvency-II-Bedeckungsquote 31.12.2019 Vorjahr Veränderung
Anrechnungsfähige Eigenmittel (Mio. €) 41.544 35.995 5.549
Solvenzkapitalanforderung (Mio. €) 17.531 14.670 2.861
Solvency-II-Bedeckungsquote (%) 237,0 245,4 -

¹ Anrechenbare Eigenmittel ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen bei versicherungstechnischen Rückstellungen; mit Anwendung von Übergangsmaßnahmen bei versicherungstechnischen Rückstellungen betragen die Eigenmittel 48,1 (43,2) Milliarden €; SII Bedeckungsquote: 274 (295)%.
² Die Economic Earnings erhöhten die anrechnungsfähigen Eigenmittel zum Bilanzstichtag um insgesamt ca. 7,4 Milliarden €, gleichzeitig wirkten die vom Vorstand beschlossene und der Hauptversammlung vorgeschlagene Dividende für das Geschäftsjahr 2019 und der mögliche Aktienrückkauf 2019/2020 um insgesamt ca. -2,4 Milliarden € reduzierend. Hinzu kommen mit 0,5 Milliarden € sonstige Maßnahmen. In den anrechnungsfähigen Eigenmitteln zum Bilanzstichtag wurden die vom Vorstand beschlossene und der Hauptversammlung vorgeschlagene Dividende für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 1,4 Milliarden € sowie die noch nicht getätigten Erwerbe aus dem Aktienrückkaufprogramm 2019/2020 in Höhe von 339 Millionen € als Abzugsposten berücksichtigt. Um die Auswirkungen möglicher weiterer Kapitalmaßnahmen auf die Solvency-II-Bedeckungsquote für den Bilanzleser transparent darzustellen, wird ferner ein mögliches Aktienrückkaufprogramm 2020/2021 in Höhe von 1 Milliarden € entsprechend berücksichtigt.

Sonstige Risiken

Wirtschafts- und Finanzmarktentwicklungen und regulatorische Risiken

Munich Re ist stark im Euroraum und insbesondere in der Rückversicherung auch im Dollarraum investiert. Dabei legen wir Wert auf eine entsprechend breite Diversifikation der Kapitalanlagen zur Bedeckung unserer versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt jedoch weiterhin vor allem Lebensversicherungsgesellschaften im Euroraum vor große Herausforderungen. Schwankungen an den Kapitalmärkten, die zu Volatilitäten der Eigenmittel des Unternehmens führen, begegnen wir mittels verschiedener Risikomanagement-Maßnahmen. Für die globale wirtschaftliche Entwicklung stellen aktuell der weitere Verlauf des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie die Gefahr einer möglichen Pandemie in Verbindung mit dem Coronavirus erhebliche Risikofaktoren dar. Ein gedämpftes globales Wachstum würde für exportabhängige Länder, insbesondere auch viele Schwellenländer, neue Herausforderungen mit sich bringen. Geopolitisch bleiben die Vielzahl schwerwiegender Konflikte und Krisenherde im Fokus, die im Falle einer Eskalation nicht nur regional sondern auch global spürbare Folgen mit sich bringen können. Zu nennen sind hier unter anderem der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea, die verschiedenen Krisen im mittleren Osten sowie eine mögliche Verschärfung der Konfrontation der USA mit dem Iran oder Russland. Mit Blick auf die globalen Kapitalmärkte hat jede dieser Krisen das Potenzial, zumindest kurzfristig, Unsicherheit und Volatilität drastisch zu erhöhen. Mittelfristig besteht darüber hinaus das Risiko einer Zweiteilung der globalen technologischen und wirtschaftlichen Sphären, getrieben von der geopolitischen Auseinandersetzung zwischen China und den USA. Potenzielle Auswirkungen aus Entwicklungen dieser Art auf unser Risikoprofil analysieren wir fortlaufend. In der Eurozone bestehen weiterhin eine Reihe politischer Risiken, die sich unter anderem aus dem Spannungsfeld nationaler Interessen ergeben. In Italien sind die Refinanzierungskosten seit dem Regierungswechsel 2019 deutlich gefallen und die neue Regierung scheint kompromissbereit, einen EU-freundlichen Kurs zu verfolgen.# Risiken und Chancen

Risiken

Die Europäische Zentralbank hat mit weiteren Lockerungsmaßnahmen potenzielle Spannungen abgebaut. Eine erneute geldpolitische Straffung, zum Beispiel aufgrund überraschend schnell steigender Inflation, könnte zur Steigerung der Refinanzierungskosten für Italien und andere Staaten führen. Bei höheren Credit-Spreads und möglichen Rating-Verschlechterungen wäre mit entsprechenden Marktwertverlusten bei den Anleihen der betroffenen Länder zu rechnen.

Die Austrittsverhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sind abgeschlossen, und das Vereinigte Königreich hat die EU am 31. Januar 2020 offiziell verlassen. Bis Ende 2020 ist eine Übergangsphase definiert, während der die Verhandlungen bezüglich der zukünftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich abgeschlossen werden sollen, wobei insbesondere die Handelsbeziehungen im Fokus stehen. Da die Möglichkeit der Verlängerung dieser Übergangsphase von UK-Seite bisher strikt abgelehnt wird, besteht das Risiko, dass die Verhandlungen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden und dass der Handel zwischen den beiden Regionen ab 2021 auf Basis von WTO-Regeln erfolgt. Dies würde eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Status quo implizieren, mit entsprechenden Folgewirkungen für einzelne EU-Länder. Verschiedene Erst- und Rückversicherungseinheiten von Munich Re betreiben im Vereinten Königreich Geschäft. Der Austritt aus der EU wird dieses Geschäft verändern. Wir haben unsere lokale Organisation an die direkten Auswirkungen des Brexits angepasst. Diese Anpassungen ermöglichen Munich Re, unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen weiterhin Geschäft in UK zu zeichnen. Daneben können sich indirekte Auswirkungen auf unser Geschäft ergeben, zum Beispiel aufgrund einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung, starker Wechselkursschwankungen oder einer steigenden Inflation. Wir erwarten aber nach derzeitigem Stand insgesamt keine signifikanten negativen direkten oder indirekten Auswirkungen des Brexits auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Munich Re.

In Deutschland lassen sich politische Eingriffe mit Konsequenzen für die private Krankenversicherung nicht ausschließen, insbesondere wenn Parteien, die eine sogenannte Bürgerversicherung propagieren, eine künftige Bundesregierung programmatisch prägen sollten. Konkrete Implikationen lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht ableiten.

Global tätige Unternehmen wie Munich Re sehen sich national wie international verstärktem fiskalischem Druck sowie einer erhöhten Prüfungsintensität ausgesetzt. Dieser Trend wird sich angesichts der Fokussierung der Politik auf die Besteuerung international tätiger Unternehmen voraussichtlich noch weiter verstärken.

Klimawandel

Der Klimawandel ist langfristig eines der größten Änderungsrisiken für die Versicherungswirtschaft. Wir gehen davon aus, dass der Klimawandel auf der Naturgefahrenseite langfristig zu einer Zunahme von wetterbedingten Extremereignissen führt. Unsere langjährig aufgebauten Kompetenzen im Risikomanagement, die Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der aktuellen Klimaforschung und unsere hochentwickelten Risikomodelle ermöglichen uns, geänderte Naturgefahrenrisiken professionell einzuschätzen und adäquat in der Solvenzkapitalanforderung, der Vertragsgestaltung und im Preis für Absicherungsprodukte zu berücksichtigen.

Neben den physischen Risiken aus dem Klimawandel geht in diese Analyse zunehmend ein, wie sich Risiken im Zuge des Übergangs zu kohlenstoffarmen Volkswirtschaften ändern, etwa durch die Ablösung von kohlenstoffbasierten Energietechnologien (Übergangsrisiken). Wir beobachten auch sorgfältig die Entwicklungen bei direkten und indirekten Klima-Haftungsrisiken. Zum Beispiel könnten Schadenansprüche als Konsequenz von Treibhausgasemissionen vor Gericht anerkannt werden, etwa im Zusammenhang des Meeresspiegelanstiegs an den Küsten.

Rechtsrisiken

Gesellschaften von Munich Re sind im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und aufsichtsrechtliche Verfahren sowie in Schiedsverfahren in verschiedenen Ländern involviert. Der Ausgang der schwebenden oder drohenden Verfahren ist nicht bestimmbar oder vorhersagbar. Wir sind jedoch der Ansicht, dass keines dieser Verfahren wesentliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage von Munich Re hat.

Zusammenfassung

Unsere Leitungsgremien haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2019 regelmäßig quantifiziert und mit der Risikotoleranz abgeglichen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für tragfähig und kontrolliert.

Chancenbericht

Durch unser diversifiziertes Geschäftsmodell, starke Kapitalisierung, Innovationsstärke, hohe Kundenorientierung und unser Branchenwissen sind wir gut aufgestellt, um von sich kontinuierlich wandelnden Märkten und verändertem Kundenverhalten zu profitieren und mit maßgeschneiderten Lösungen für unsere Kunden profitables Wachstum zu erzielen. Die nachfolgend erläuterten Potenziale für Munich Re beziehen sich grundsätzlich gleichermaßen auf alle Geschäftsbereiche, sofern nicht anderslautend beschrieben.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wir gehen von einem weiterhin soliden Wirtschaftswachstum aus, auch wenn sich einzelne ökonomische Indikatoren im Berichtsjahr eingetrübt haben. Sollten sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen darüber hinaus besser entwickeln, eröffnen sich uns erweiterte Geschäftsmöglichkeiten. Ein stärkeres Wirtschaftswachstum sollte sich positiv auf die Nachfrage nach Versicherungsschutz auswirken und in den meisten Sparten höhere Prämienvolumina nach sich ziehen. Das unverändert vorherrschende Niedrigzinsumfeld bringt weiterhin zahlreiche Herausforderungen für unsere eigene Kapitalanlage mit sich und führt zu vielfältigen Belastungen für unsere Zedenten insbesondere im Lebensversicherungssegment; gleichwohl eröffnen sich dadurch Geschäftsmöglichkeiten für unsere Rückversicherungstätigkeiten. Eine weniger expansive Geldpolitik könnte zu höheren Zinsniveaus und einer Normalisierung an den Anleihemärkten führen. Dies würde kurzfristige Kurseinbußen in der Kapitalanlage nach sich ziehen, langfristig unserem Versicherungsgeschäft jedoch zugutekommen und Mehrerträge mit sich bringen.

Digitale Transformation

Durch die Digitalisierung wandeln sich die Märkte in einem immer stärkeren Maße, und ein sich veränderndes Kundenverhalten erfordert Flexibilität auf der Zugangs-, Deckungs- und Lösungsseite sowie bei den dahinter liegenden internen Strukturen. Die digitale Transformation voranzutreiben ist daher eine der strategischen Prioritäten von Munich Re. Zum einen passen wir interne Strukturen und Prozesse laufend an, um Komplexität abzubauen, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig Chancen aus der digitalen Transformation zu nutzen. Über die gesamte Wertschöpfungskette und alle Geschäftseinheiten hinweg streben wir einen möglichst hohen Automatisierungsgrad an. Für unsere Kunden und für uns selbst gilt es, die Erwartungen hinsichtlich Qualität, Geschwindigkeit und Sicherheit zu erfüllen und dabei die Effizienz kontinuierlich zu steigern. Dies betrifft nicht nur die klassischen kundenbezogenen Bereiche wie Vertrieb und Vertragsverwaltung sowie Schadenabwicklung, sondern zum Beispiel auch die Digitalisierung unseres Kapitalanlagemanagements. Zum anderen geben uns umfassende Investitionen in Daten, Infrastruktur und Mitarbeiter die Möglichkeit, Big-Data-Analysen noch systematischer für das eigene Geschäft zu nutzen und unseren Kunden zugänglich zu machen. Den Wandel hin zu innovativen Produkten und Services unterstützen wir durch umfangreiche Investitionen in unsere digitale Infrastruktur und Fähigkeiten sowie durch Kooperationen mit strategischen Partnern; dazu zählen insbesondere Start-ups. Durch die Präsenz in wichtigen Zentren der Start-up-Szene, die Zusammenarbeit mit Acceleratoren oder die Aktivitäten unserer Einheit "Digital Ventures" entstehen zahlreiche Kooperations- und Geschäftsideen, mit deren Hilfe Munich Re ihr Geschäftsmodell über die Versicherungswertschöpfungskette hinaus erweitern und die Wachstumspotenziale der digitalen Welt erschließen kann.

In der Erstversicherung treiben wir mit Blick auf sich wandelnde, zunehmend hybride Kundenbedürfnisse die Integration verschiedener Produkte und Vertriebskanäle sowie den Ausbau des Direktvertriebs in allen Sparten aktiv voran. Neben den Investitionen in Angebote für hybride Kunden von ERGO haben wir nexible als reinen Digitalversicherer von ERGO etabliert, der nach einem erfolgreichen Start in Deutschland auch im europäischen Ausland aktiv ist und sein Produktangebot weiter ausbauen möchte. Neben dem eigenen Aufbau digitaler Kompetenzen steht auch der Zukauf und die Partnerschaft mit erfolgversprechenden Technologieunternehmen selektiv im Fokus unserer Aktivitäten, mit dem Ziel, weiteres Wachstum zu generieren. So haben wir neben kleineren Engagements im Venture-Capital-Umfeld beispielsweise unsere Beteiligung an Next Insurance weiter erhöht, um das Geschäftspotenzial von digitalen Versicherungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen in den USA besser zu nutzen. Durch die Integration des Serviceangebots des im Vorjahr übernommenen Internet of Things (IoT)-Unternehmens Relayr und durch Kooperationen mit namhaften Partnern im Industrial IoT-Feld forcieren wir neue Geschäftsmodelle und gestalten den Wandel der fertigenden Industrie mit. Hierzu haben wir unsere IoT-Aktivitäten jüngst im Konzern in einer Hand gebündelt.# Gesellschaftliche Trends
Die grundsätzlich positive wirtschaftliche Dynamik und die geringe Versicherungsdurchdringung in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern bieten Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung des Geschäftsportfolios, die wir aktiv zur gezielten Expansion nutzen. Die alternde Bevölkerung und auch der Trend zu sinkenden staatlichen Leistungen werden in der Lebens- und Gesundheitsversicherung zu steigendem Bedarf an Vorsorgeprodukten führen, die wir durch unser breites Angebot im Lebenserstversicherungsbereich adressieren; hierbei spielt die MEAG mit ihrer Kompetenz in Vermögensanlageprodukten eine bedeutende Rolle. Als Rückversicherer bieten wir auch Lebensversicherungsunternehmen, die nicht Teil unserer Gruppe sind, integrierte Rückversicherungs- und Finanzlösungen an.

Klimawandel und Naturkatastrophen

Wir gehen davon aus, dass der Klimawandel langfristig zu einer Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen führt; das wachsende Schadenpotenzial erhöht den Bedarf an Erst- und Rückversicherungsprodukten. Unsere Kompetenzen im Umgang mit Naturgefahrenrisiken ermöglichen uns, wettbewerbsgerechte Preise für die traditionellen Absicherungsprodukte zu kalkulieren sowie neue Lösungen für unsere Erst- und Rückversicherungskunden zu entwickeln und anzubieten.

Erweiterung der Grenzen der Versicherbarkeit

Wir arbeiten mit unseren Kunden daran, in vielerlei Weise die Grenzen der Versicherbarkeit auszudehnen und ihnen neue und erweiterte Risikodeckungen anzubieten. So beschäftigen wir uns unter anderem mit Cyberrisiken; hier bieten wir unseren Kunden inzwischen diverse Deckungskonzepte für Risiken und Schäden durch schadhafte Produktsoftware oder Cyberattacken an. Zusätzlich sind wir dabei, unser Angebot an integrierten Services im Bereich Cyber von Präventionsmaßnahmen bis zur Wiederherstellung von verloren gegangenen Daten zu erweitern, um den Kunden vor, während und nach einem möglichen Schadenfall optimal zu unterstützen. Daneben entwickeln wir für unsere Kunden ein breites Spektrum an Versicherungsdeckungen für Risiken, von denen viele in einer veränderten Welt stärkeres Gewicht zusätzlich zu den traditionell abgedeckten Gefahren bekommen, zum Beispiel Performancegarantien für alternative Energien und Antriebe, Risiken rund um künstliche Intelligenz & Algorithmen, Pandemie-, Agro- oder Unternehmerrisiken.

Ausblick

Die kommende Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir mithilfe von Planungen, Prognosen und Erwartungen ein. Somit spiegeln sich im folgenden Ausblick ausschließlich unsere unvollkommenen Annahmen und subjektiven Ansichten wider. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir selbstverständlich keine Haftung. Eine verlässliche Vorhersage von IFRS-Ergebnissen ist einerseits wegen der offenkundigen Schwankungen beim Anfall von Großschäden nicht möglich; andererseits erschweren die ausgeprägte Volatilität von Kapitalmärkten und Währungskursen eine Ergebnisprognose. So können sich für das Kapitalanlage-, Währungs- und Konzernergebnis - trotz der Orientierung unserer Kapitalanlagen an den Charakteristika unserer Verpflichtungen - erhebliche Ausschläge ergeben.

Vergleich des Ausblicks für 2019 mit dem erreichten Ergebnis

Munich Re (Gruppe)

Vergleich Ausblick 2019 Ergebnis 2019
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 49 51,5
Versicherungstechnisches Ergebnis Rückversicherung Leben/Gesundheit 1 Mio. € 500 456
Schaden-Kosten-Quote Rückversicherung Schaden/Unfall % 98 101,0
Schaden-Kosten-Quote ERGO Schaden/Unfall Deutschland % 93 92,3
Schaden-Kosten-Quote ERGO Schaden/Unfall International % 95 94,3
Kapitalanlagerendite 2 % 3 3,2
Konzernergebnis Mrd. € 2,5 2,7
Economic Earnings Mrd. € mehr als 2,5 7,4

1 Einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer.
2 Ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug.

Für Munich Re prognostizierten wir zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2019 Bruttobeiträge von rund 49 Milliarden €. Nach dem guten Verlauf der ersten neun Monate, vor allem in der Rückversicherung, erhöhten wir unsere Prognose auf mehr als 49 Milliarden €. Mit 51,5 Milliarden € haben wir diese Zielmarke deutlich übertroffen.

Für das Geschäftsjahr 2019 hatten wir zu Beginn des Jahres ein Konzernergebnis von rund 2,5 Milliarden € in Aussicht gestellt und diese Prognose nach dem guten Verlauf in den ersten neun Monaten auf über 2,5 Milliarden € erhöht. Mit 2,7 Milliarden € haben wir dieses Ziel übertroffen, obwohl hohe Schäden aus Naturkatastrophen unser Ergebnis im zweiten Halbjahr belasteten.

Das Kapitalanlageergebnis 2019 entsprach insgesamt einer Rendite von 3,2% bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert unseres Portfolios; damit lagen wir insbesondere wegen hoher Abgangsgewinne auf festverzinsliche Wertpapiere und Aktien über dem ursprünglichen Ziel einer Kapitalanlagerendite von rund 3%.

Für das Geschäftsjahr 2019 hatten wir Economic Earnings von "mehr als 2,5 Milliarden €" angegeben. Dieses Ziel haben wir deutlich übertroffen. Die Economic Earnings betrugen insgesamt 7,4 Milliarden €, wobei das hohe Niveau vor allem auf positive operative Varianzen des Bestandsgeschäfts in der Rückversicherung und bei ERGO sowie Varianzen aufgrund günstiger Kapitalmarktentwicklungen zurück geht. Der Anstieg der Aktienkurse, die Verringerung der Risikozuschläge auf festverzinsliche Wertpapiere sowie die Aufwertung wesentlicher Fremdwährungen gegenüber dem Euro und die positive Entwicklung der Investitionen in Immobilien und Infrastruktur überwogen adverse Effekte aus dem Rückgang der risikofreien Zinsen deutlich.

Rückversicherung

Für das Geschäftsfeld Rückversicherung hatten wir zu Beginn des Geschäftsjahres gebuchte Bruttobeiträge in einer Größenordnung von rund 31 Milliarden € in Aussicht gestellt und nach dem guten Verlauf der ersten drei Quartale auf über 31 Milliarden € erhöht. Wir haben die Prognose mit 33,8 Milliarden € deutlich übertroffen. In der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung wirkten sich günstige Wechselkursentwicklungen und insbesondere unser Geschäftsausbau in Asien positiv aus. In der Schaden- und Unfallrückversicherung lag unser Beitragsvolumen durch den Geschäftsausbau über fast alle Sparten und Regionen hinweg deutlich über unserer Erwartung.

Zu Jahresbeginn prognostizierten wir in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung ein versicherungstechnisches Ergebnis einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer von 500 Millionen €; mit 456 Millionen € haben wir unser Ziel nicht erreicht. Dies ist vor allem auf Belastungen aus dem australischen Invaliditätsgeschäft zurückzuführen, die nur zum Teil durch gute Ergebnisse aus den USA und Europa kompensiert werden konnten.

Die zu Beginn des Geschäftsjahres angestrebte Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung lag bei 98% der verdienten Nettobeiträge. Mit einer Schaden-Kosten-Quote von 101,0% für das Geschäftsjahr haben wir dieses Ziel nicht erreicht. Dies lag überwiegend an den hohen Großschäden im Geschäftsjahr, die mit einem Anteil von 15,2% der verdienten Nettoprämien deutlich über unserer Großschadenerwartung von 12% der Nettobeiträge lagen.

Das Konzernergebnis 2019 in der Rückversicherung lag mit 2,3 Milliarden € über unserer Prognose, die wir nach dem guten Verlauf der ersten drei Quartale von rund 2,1 Milliarden € auf über 2,1 Milliarden € erhöht haben.

ERGO

Für unser Geschäftsfeld ERGO hatten wir zu Beginn des Geschäftsjahres gebuchte Bruttobeiträge in einer Größenordnung von rund 17,5 Milliarden € in Aussicht gestellt und lagen mit 17,7 Milliarden € leicht über der Prognose.

Die Schaden-Kosten-Quote erwarteten wir im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland zu Jahresbeginn, einen normalen Großschadenverlauf vorausgesetzt, bei rund 93%. Eine rückläufige Großschadenbelastung aus Naturkatastrophen sowie ein guter Schadenverlauf im Kerngeschäft führten dazu, dass wir am Ende des Geschäftsjahres unsere Erwartung mit 92,3% übertrafen.

Zu Jahresbeginn strebten wir bei normaler Großschadenlast eine Schaden-Kosten-Quote für das Segment ERGO International von rund 95% an. Da sich die Schaden-Kosten-Quote vor allem in Griechenland nach einem negativen Sondereffekt im Vorjahr deutlich verbesserte, lagen wir am Geschäftsjahresende bei einer erfreulichen Quote von 94,3%.

Zu Jahresbeginn hatten wir für das Geschäftsfeld ERGO ein im Rahmen des ERGO Strategieprogramms gesetztes Gewinnziel von rund 400 Millionen € in Aussicht gestellt. Mit einem Jahresergebnis von 440 Millionen € haben wir dies übertroffen. Maßgeblich hierfür war die erfreuliche Entwicklung im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland.

Ausblick 2020

Ausblick Munich Re (Gruppe)

2020
Gebuchte Bruttobeiträge Mrd. € 52
Versicherungstechnisches Ergebnis Rückversicherung Leben/Gesundheit 1 Mio. € 550
Schaden-Kosten-Quote Rückversicherung Schaden/Unfall % 97
Schaden-Kosten-Quote ERGO Schaden/Unfall Deutschland % 92
Schaden-Kosten-Quote ERGO Schaden/Unfall International % 94
Kapitalanlagerendite 2 % 3
Konzernergebnis Mrd. € 2,8
Economic Earnings Mrd. € mehr als 2,8

1 Einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer.
2 Ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug.

Rückversicherung

Die gesamte Rückversicherung sollte 2020 Bruttobeiträge von rund 34 Milliarden € erwirtschaften und läge damit ungefähr auf Vorjahresniveau. Wechselkurseffekte können einen erheblichen Einfluss auf diese Schätzung haben. Das Konzernergebnis der Rückversicherung sollte wie im Vorjahr rund 2,3 Milliarden € betragen. In der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung gehen wir von einem wachsenden Ergebnisbeitrag aus. Wir möchten ein versicherungstechnisches Ergebnis einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer von rund 550 Millionen € erreichen.# In der Schaden- und Unfallrückversicherung

erwarten wir eine Schaden-Kosten-Quote von rund 97% der verdienten Nettobeiträge. Unterstützt wird die Reduktion dieser Quote durch eine ab Q1 vorgesehene methodische Änderung der Kostenallokation, die eine Reduktion von 0,5-1,0 Prozentpunkten bewirken wird. Die Großschadenerwartung liegt wie im Vorjahr bei 12% der verdienten Nettobeiträge, was einem Wert von knapp 2,5 Milliarden € entspricht.

Die Erneuerung der Rückversicherungsverträge zum 1. Januar 2020 erfolgte in weiterhin wettbewerbsintensiven Märkten. Die von Rückversicherern und Kapitalmarktteilnehmern angebotenen Kapazitäten in der Erneuerung waren unverändert hoch. Für das Portfolio von Munich Re konnte das Preisniveau moderat gesteigert werden (+1,2%). Die ökonomische Profitabilität wurde durch das nachhaltig niedrige Zinsniveau negativ beeinflusst.

Zum 1. Januar 2020 standen rund zwei Drittel des Nicht-Leben-Rückversicherungsgeschäfts zur Erneuerung an. Das entspricht einem Prämienvolumen von 10,2 Milliarden €. Das gezeichnete Prämienvolumen stieg um 4,4% auf rund 10,7 Milliarden €. Dank unserer guten Kundenbeziehungen und unseres gefragten Knowhows konnten wir in allen Regionen und Sparten attraktive Geschäftsmöglichkeiten realisieren. Diese boten sich sowohl im Ausbau bestehender Kundenbeziehungen als auch im Neugeschäft.

In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2020 (vor allem Japan) sowie zum 1. Juli 2020 (Teile der Portfolios in den USA, Australien und Lateinamerika) wird ein Prämienvolumen aus dem Rückversicherungsvertragsgeschäft von rund 5,3 Milliarden € neu verhandelt. Munich Re erwartet, dass sich das Marktumfeld in der Erneuerungsrunde im April verbessert, da dann Verträge aus Regionen mit hoher Schadenbelastung im Jahr 2019, etwa Japan, neu verhandelt werden.

ERGO

Die gebuchten Bruttobeiträge im Geschäftsfeld ERGO dürften 2020 in etwa auf dem Vorjahresniveau bei etwas über 17,5 Milliarden € liegen. Für das Geschäftsfeld ERGO erwarten wir für 2020 ein gegenüber dem Vorjahr höheres Konzernergebnis von rund 530 Millionen €. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland sollte die Schaden-Kosten-Quote bei einer normalen Großschadenbelastung rund 92% betragen. Im Segment ERGO International streben wir bei einem normalen Großschadenverlauf eine Schaden-Kosten-Quote von rund 94% an.

Munich Re (Gruppe)

Für 2020 erwarten wir für den Konzern gebuchte Bruttobeiträge von rund 52 Milliarden €. Insgesamt gehen wir von einer jährlichen Verzinsung unserer Kapitalanlagen von rund 3% aus. Das Ziel für unser Konzernergebnis liegt bei rund 2,8 Milliarden €, das sind 0,1 Milliarden € mehr als im Vorjahr. Die Prognosen verstehen sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs, der Veränderung von Schadenrückstellungen und der Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer außergewöhnlicher Effekte.

Für das Geschäftsjahr 2020 prognostizieren wir Economic Earnings von mehr als 2,8 Milliarden €. Ursächlich für diesen gegenüber der IFRS-Ergebnisprognose höheren Zielwert ist vor allem das Neugeschäft, insbesondere im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit. In der ökonomischen Metrik werden entsprechende Ergebnisbeiträge vollständig bei Vertragsbeginn erfasst und damit früher als in IFRS. Auch dieser Prognose liegt die Annahme stabiler Rahmenbedingungen und Kapitalmärkte, eines normalen Großschadenaufkommens und unveränderter Modellierungs-Parameter zugrunde. Abweichungen von diesen Annahmen können sich anders auf die Economic Earnings auswirken als in der IFRS-Rechnungslegung.

Von Mai 2019 bis Ende Februar 2020 haben wir Aktien im Wert von 847 Millionen € zurückgekauft; weitere 153 Millionen € sollen bis zur Hauptversammlung im April 2020 für Rückkäufe verwendet werden. Mit dem Einzug dieser Aktien geben wir nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurück. Trotz der Rückkäufe ermöglicht es uns unsere gute Kapitalausstattung auch weiterhin, eine attraktive Dividende zu zahlen und gezielt Chancen für profitables Wachstum zu nutzen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende um 55 Cent auf 9,80 € pro Aktie steigen. Dies entspricht einer gesamten Ausschüttung von 1,4 Milliarden €.

Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB)

Auch für das Berichtsjahr 2019 hat Munich Re von dem Wahlrecht zur zusammengefassten Lageberichterstattung gemäß § 315 Abs. 5 Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Ergänzend zur Berichterstattung über Munich Re (Gruppe) erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Münchener Rück AG. Der Jahresabschluss der Münchener Rück AG wird nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt demgegenüber den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus ergeben sich verschiedene Abweichungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Kapitalanlagen, Finanzinstrumente, einzelne versicherungstechnische Aktiva und Passiva sowie latente Steuern.

Rahmenbedingungen und wesentliche Einflussfaktoren

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen der Münchener Rück AG stimmen im Wesentlichen mit denen des Konzerns überein.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2019 der Münchener Rück AG war geprägt von einem insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Die Großschadenbelastung lag zwar insbesondere wegen hoher Belastungen durch Taifune in Asien im zweiten Halbjahr über unseren Erwartungen und fiel damit wesentlich höher aus als im Vorjahr. Demgegenüber trug die Auflösung von Schadenrückstellungen für frühere Anfalljahre, die wir im Zuge der Überprüfung unserer Reservierungssituation vornehmen konnten, positiv zum versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung bei.

Das handelsrechtliche Ergebnis der Münchener Rück AG entwickelte sich wie folgt:

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Münchener Rück AG

2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung %
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 18.734 16.856 11,1
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 367 398 -7,6
Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 16 18 -13,3
Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung -13.535 -11.562 -17,1
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen 229 418 -45,2
Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung -1 0
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -5.641 -4.964 -13,6
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung -7 -133 94,8
Zwischensumme 162 1.031 -84,3
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -795 -780 -1,9
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -632 251 -
Erträge aus Kapitalanlagen 4.856 4.789 1,4
Aufwendungen für Kapitalanlagen -1.754 -2.305 23,9
Technischer Zinsertrag -391 -403 3,0
Sonstige Erträge 1.288 465 177,0
Sonstige Aufwendungen -1.340 -617 -117,3
Nicht versicherungstechnisches Ergebnis 2.658 1.929 37,8
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.026 2.179 -7,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern -534 -20 <-1.000,0
Jahresüberschuss 1.492 2.160 -30,9
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 48 47 2,3
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0 0 -
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -126 -824 84,8
Bilanzgewinn 1.414 1.383 2,2

Versicherungstechnisches Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2019 zeichnete die Münchener Rück AG Bruttobeiträge von 22.814 (20.503) Millionen €. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 11,3% resultiert vor allem aus dem Abschluss von Neugeschäft bzw. dem Ausbau von Bestandsgeschäft. Ebenso trug die Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen zum Anstieg der Beiträge bei.

In der Lebens- und Krankenrückversicherung erwirtschafteten wir 2019 ein wesentlich höheres Bruttobeitragsvolumen als im Vorjahr: Die Bruttobeiträge stiegen um 14,6% auf 8.041 (7.014) Millionen €, vor allem aufgrund des Geschäftsausbaus in Asien und einer anhaltend hohen Nachfrage nach finanziell motivierter Rückversicherung. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen in der Lebens- und Krankenrückversicherung um 12,3% gestiegen.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir 2019 einen Zuwachs der Bruttobeitragseinnahmen um 9,5% auf 14.773 (13.489) Millionen €. Das Wachstum resultiert aus dem Geschäftsausbau über fast alle Sparten und Regionen hinweg. Unterstützend wirken positive Währungseffekte. Bei unveränderten Wechselkursen hätte sich das Beitragsvolumen um 7,4% erhöht.

Die Erneuerung der Rückversicherungsverträge erfolgte in nach wie vor wettbewerbsintensiven Märkten. Trotzdem setzte sich mit einem leichten Anstieg um 0,3% die leicht positive Preisentwicklung fort, nachdem im Vorjahr bereits eine leicht positive Preisentwicklung um 0,8% zu verzeichnen war. Insbesondere die von Naturkatastrophen betroffenen Regionen trugen zu diesem Anstieg bei. In einzelnen Märkten konnten wir unser Geschäft selektiv ausbauen. Andere Regionen und Sparten entwickelten sich weitgehend stabil oder leicht positiv. Generell halten wir an unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik fest.

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung betrug im Geschäftsjahr 2019 162 Millionen €. Im Vorjahr hatten wir noch einen Gewinn von 1.031 Millionen € ausgewiesen. Dieser Ergebnisrückgang resultiert vor allem aus einer wesentlich höheren Großschadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr sowie verschiedenen Belastungen im Lebensrückversicherungsgeschäft. Gegenläufig wirkte eine aus der turnusgemäßen Überprüfung der Rückstellungen für das Gesamtjahr resultierende Reduzierung der Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren, die höher ausfiel als im Vorjahr. Über die Jahre betrachtet blieb das Sicherheitsniveau der Rückstellungen jedoch unverändert hoch.# Die Gesamtbelastung durch Großschäden nach Retrozession und vor Steuern lag mit 2.686 (1.316) Millionen € deutlich über dem Niveau des Vorjahres sowie über unserer Großschadenerwartung.

Auch im Jahr 2019 ereigneten sich eine Vielzahl von Großschäden, wobei die mit Abstand größten Schadenereignisse des Jahres die Taifune Hagibis und Faxai waren, die im September und Oktober in Japan schwere Verwüstungen anrichteten. Aufgrund weiterer großer Schadenereignisse fiel die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen mit 1.884 (599) Millionen € wesentlich höher aus als im Vorjahr. Bezogen auf die verdienten Nettobeiträge machten sie 13,3 (4,7) Prozentpunkte der Schadenquote aus. Die von Menschen verursachten Großschäden betrugen 790 (686) Millionen € in der Schaden- und Unfallrückversicherung. Das entspricht 5,6 (5,4) Prozentpunkten der verdienten Nettobeiträge. Die Schaden-Kosten-Quote, die das Verhältnis der Summe zwischen Schaden- und Kostenaufwendungen zu den verdienten Nettobeiträgen ausdrückt, beträgt insgesamt 98,4 (95,3)%, wesentlich bedingt durch die genannten Effekte.

Entwicklung der Versicherungszweige

Leben

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 6.616 5.754 15,0
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. -61 447 -

In der Lebensrückversicherung beruht der Anstieg der Beitragseinnahmen maßgeblich auf dem Geschäftsausbau in Asien und der anhaltend hohen Nachfrage nach finanzmotivierter Rückversicherung. Das versicherungstechnische Ergebnis liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Ausschlaggebend hierfür sind vor allem Belastungen aus unserem australischen Invaliditätsgeschäft.

Kranken

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 1.425 1.260 13,1
Schaden-Kosten-Quote 98,8 97,0
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. 14 32 -56,3

In der Krankenrückversicherung sind die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr aufgrund von Neugeschäft und Geschäftsausbau v.a. in Asien und Kanada leicht gestiegen. Das Ergebnis ist hingegen gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer gestiegenen Kostenquote leicht gesunken.

Unfall

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 330 261 26,4
Schaden-Kosten-Quote 57,8 4,5
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. 125 225 -44,4

In der Unfallrückversicherung sind die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr gestiegen. Das Ergebnis vor Schwankungsrückstellung entwickelte sich aufgrund einer höheren Schadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig.

Haftpflicht

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 2.220 1.937 14,6
Schaden-Kosten-Quote 79,2 106,7
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. 440 -123

In der Haftpflichtrückversicherung sind im Berichtsjahr die Beitragseinnahmen vor allem aufgrund von Geschäftsausbau gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung verbesserte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen durch erhöhte Reserveauflösungen für Schäden früherer Anfalljahre.

Kraftfahrt

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 3.788 3.953 -4,2
Schaden-Kosten-Quote 97,0 106,7
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. 98 -217 -

In der Kraftfahrtrückversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr einen leichten Beitragsrückgang. Wesentlicher Treiber war die Kündigung eines großvolumigen Vertrags in Asien. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich demgegenüber im Vergleich zum Vorjahr. Das ist im Wesentlichen auf eine erhöhte Reserveauflösung für Schäden früherer Anfalljahre zurückzuführen.

Transport

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 394 317 24,3
Schaden-Kosten-Quote 86,7 30,0
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. 42 180 -76,7

In der Transportrückversicherung sind die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung hat sich aufgrund einer erhöhten Großschadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Luftfahrt

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 492 392 25,5
Schaden-Kosten-Quote 166,3 86,0
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. -315 58 -

Die Beitragseinnahmen in der Luftfahrtrückversicherung, welche die Geschäftsbereiche Luft- und Raumfahrt umfasst, sind im Geschäftsjahr aufgrund von Neugeschäft und Geschäftsausbau gestiegen. Nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn erzielt werden konnte, ist das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung im Berichtsjahr negativ. Das ist im Wesentlichen durch eine gegenüber dem Vorjahr stark erhöhte Großschadenbelastung bedingt.

Feuer

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 4.099 3.658 12,1
Schaden-Kosten-Quote 112,3 91,9
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. -410 237 -

Die Erhöhung der Beitragseinnahmen in der Feuerrückversicherung ist im Wesentlichen auf Neugeschäft und Geschäftsausbau in diversen Märkten zurückzuführen. Nachdem im Vorjahr ein Gewinn erzielt werden konnte, fiel das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung im Berichtsjahr deutlich negativ aus. Das ist vor allem auf eine stark erhöhte Großschadenbelastung u.a. aufgrund der Taifunschäden in Asien zurückzuführen.

Technik

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 647 613 5,5
Schaden-Kosten-Quote 77,8 94,8
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. 131 29 351,7

In den Technischen Versicherungen (Maschinen, Montage, Bauleistung, Elektronik und andere) ist das Beitragsniveau im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Dies beruht vor allem auf einer gesunkenen Großschadenbelastung.

Sonstige Zweige

2019 Vorjahr Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 2.804 2.358 18,9
Schaden-Kosten-Quote 96,0 92,3
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellung u.Ä. 99 163 -39,3

Unter "Sonstige Zweige" subsumieren wir die übrigen Versicherungszweige der Sachversicherung: Einbruchdiebstahl-, Glas-, Hagel- inklusive Agro-, Leitungswasser-, Sonderrisiken-, Sturm-, Tier-, Verbundene Hausrat- und Verbundene Gebäudeversicherung; außerdem fällt hierunter die Kreditversicherung. Die Beitragseinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Geschäftsausbau gestiegen. Das zusammengefasste versicherungstechnische Ergebnis der Sonstigen Versicherungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund einer höheren Großschadenbelastung verschlechtert.

Nicht versicherungstechnisches Ergebnis

Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-amerikanische Zentralbank (Fed) vollzogen im Jahresverlauf 2019 einen Schwenk in ihrer Geldpolitik. Die EZB senkte den Zinssatz für die Einlagefazilität. Außerdem begann Sie erneut damit, monatlich Nettokäufe im Rahmen des Ankaufprogramms von Vermögenswerten zu tätigen. Die Fed senkte im Laufe des Jahres drei Mal den Leitzinskorridor und beendete ihre Bilanzverkürzung. Die geldpolitische Lockerung, schwächeres Wirtschaftswachstum, niedrigere Inflation und auch politische Risiken - vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China - belasteten die Renditen von Staatsanleihen. Die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fielen im Laufe des Jahres auf ein neues Allzeittief und notierten zum Jahresende noch immer im negativen Bereich. Bei zehnjährigen US-Staatsanleihen fiel der Renditerückgang noch etwas stärker aus. Die geldpolitische Lockerung unterstützte die Aktienmärkte im Jahresverlauf 2019. Wichtige Aktienindizes wie der US-amerikanische Dow-Jones-Index und der Euro-Stoxx 50 schlossen das Jahr mit deutlichen Gewinnen ab. Für Volatilität sorgte der Handelsstreit zwischen den USA und China: Aussichten auf eine erneute Eskalation dämpften die Kursentwicklung, während Nachrichten bezüglich einer bevorstehenden Handelsvereinbarung die Märkte beflügelten. Zum Ende des Jahres 2019 war der Wert des Euro gegenüber US-Dollar, kanadischem Dollar und Pfund Sterling geringer als zum Jahresende 2018. Im Jahresdurchschnitt 2019 notierte der Euro im Vergleich zum Vorjahr gegenüber US-Dollar und kanadischem Dollar deutlich niedriger und gegenüber dem Pfund Sterling leicht niedriger. Der Wechselkurs des Pfund Sterling schwankte im Verlauf des Jahres aufgrund des sich hinziehenden Brexit-Prozesses stark.

Insgesamt belief sich die Rendite der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG auf Basis von Buchwerten inklusive Depotforderungen im Geschäftsjahr 2019 auf 4,1 (3,3)%.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

Mio. € 2019 Mio. € Vorjahr
Laufende Erträge 2.351 1.659
Zu-/Abschreibungen 301 37
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 376 980
Sonstige Erträge/Aufwendungen 74 -194
Gesamt 3.102 2.483

Im Geschäftsjahr 2019 legte das Kapitalanlageergebnis der Münchener Rück AG um 619 Millionen € zu. Dies ist vor allem auf eine Erhöhung der laufenden Erträge, insbesondere aus verbundenen Unternehmen, zurückzuführen. Gegenläufige Effekte aus der Veränderung von Zu- und Abschreibungen, des Abgangsergebnisses sowie des sonstigen Kapitalanlageergbnisses gleichen sich in Summe nahezu aus.

Jahresüberschuss

Die Münchener Rück AG erzielte einen Jahresüberschuss von 1.492 (2.160) Millionen €. Das deutlich verbesserte Ergebnis aus Kapitalanlagen konnte den Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses sowie die erhöhte Steuerbelastung nicht vollständig kompensieren. Die Erhöhung des Steueraufwands im Vergleich zum Vorjahr ist auf die höhere Steuerbelastung für Vorjahre im deutschen Stammhaus sowie höhere Steuern der Betriebsstätten für das laufende Jahr zurückzuführen.

Finanzlage

Bilanzstruktur der Münchener Rück AG

| | Mio. € 2019 | Mio. € Vorjahr |
| :------------- | :-------- | :------------- |# Münchener Rück AG

€ Veränderung % Immaterielle Vermögensgegenstände 167 186 -10,2 Kapitalanlagen 75.622 74.450 1,6 Forderungen 16.526 10.184 62,3 Sonstige Vermögensgegenstände 655 971 -32,5 Rechnungsabgrenzungsposten 203 355 -42,7 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 570 453 25,9 Summe der Aktiva 93.743 86.598 8,3 Eigenkapital 10.894 11.701 -6,9 Nachrangige Verbindlichkeiten 3.681 3.651 0,8 Versicherungstechnische Rückstellungen 63.431 59.133 7,3 Andere Rückstellungen 2.001 1.991 0,5 Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.751 1.407 24,4 Andere Verbindlichkeiten 11.957 8.686 37,7 Rechnungsabgrenzungsposten 28 28 0,2 Summe der Passiva 93.743 86.598 8,3

Die Münchener Rück AG erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) ermittelten Bilanzgewinn von 1.414 (1.383) Millionen €. Einschließlich dieses Bilanzgewinns betrugen ihre Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag 3.474 (4.283) Millionen €, wovon 523 (465) Millionen € einer Ausschüttungssperre unterliegen. Als ausschüttungsfähige Mittel ergeben sich somit 2.951 (3.818) Millionen €. Das nach HGB ermittelte Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung in Höhe von 9.261 (8.479) Millionen € wirkungsvoll vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis unserer nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2019 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn der Münchener Rück AG eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende in Höhe von 9,80 € je Aktie bzw. insgesamt 1.374 Millionen € ausschütten. Der Buchwert der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG (ohne Depotforderungen) erhöhte sich geringfügig auf 64.465 (64.296) Millionen €. Unsere festverzinslichen Wertpapiere hatten am 31. Dezember 2019 zu 96% ein Investment-Grade-Rating, davon waren 89% mit "A" oder besser eingestuft.

Eigenkapital

Mio. € 2019 Vorjahr
Ausgegebenes Kapital 576 573
Kapitalrücklage 6.845 6.845
Gewinnrücklagen 2.059 2.900
Bilanzgewinn 1.414 1.383
Eigenkapital 10.894 11.701

¹ Angaben zu § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG finden Sie im Geschäftsbericht 2019 der Münchener Rück AG unter Anhangnummer 6.

Dividenden und Aktienrückkäufe der Münchener Rück AG sind nach deutschem Handels- und Gesellschaftsrecht nur aus Gewinnen und Gewinnrücklagen zu finanzieren. Neben den aktuell im laufenden Jahr anfallenden Aufwendungen und Erträgen spielen für die Höhe der Gewinne die Veränderungen der Schwankungsrückstellung eine wesentliche Rolle. Die Schwankungsrückstellung wird für einzelne Versicherungszweige der Schaden- und Unfallversicherung gebildet. Sie dient dem Risikoausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf über mehrere Jahre. Ihr Ansatz und ihre Bewertung sind weitgehend gesetzlich geregelt. Wenn in einem Geschäftsjahr die Schadenquoten in einzelnen Sparten deutlich über dem langjährigen, für die meisten Sparten 15-jährigen Durchschnitt liegen, wird die Schwankungsrückstellung reduziert und somit der überdurchschnittliche Schadenaufwand weitgehend ausgeglichen. Nach heutigen Berechnungen ist zu erwarten, dass sich bei normalem Schadenaufwand im Geschäftsjahr 2020 die ergebnisbelastende Zuführung zur Schwankungsrückstellung etwas verringern wird. Der Soll- bzw. Höchstbetrag der Schwankungsrückstellung, der im Wesentlichen auf Basis der verdienten Beiträge sowie der Standardabweichung der Schadenquote des jeweiligen Versicherungszweigs berechnet wird, bestimmt die Höhe der jährlichen erfolgsunabhängigen Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Hinzu kommt die erfolgsabhängige Veränderung der Schwankungsrückstellung, wobei in Jahren mit Unterschäden bzw. gutem Geschäftsverlauf Beträge zugeführt und in Jahren mit Überschäden bzw. schlechtem Geschäftsverlauf Beträge entnommen werden.

Der Bilanzposten Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2019 um 795 Millionen € auf 9.837 (9.043) Millionen €. Aufgrund der positiven Ergebnisse mussten der Schwankungsrückstellung zum Teil deutliche Beträge zugeführt werden, insbesondere in den Versicherungszweigen Kredit 480 (81) Millionen €, in Haftpflicht 226 (190) Millionen €, in Unfall 174 (82) Millionen €, in Kraftfahrt 164 (150) Millionen €, in Technik 145 (37) Millionen € und in Transport 40 (-41) Millionen €. Dagegen wurden aufgrund von negativen Ergebnissen der Schwankungsrückstellung in Feuer -337 (152) Millionen € und den Sonstigen Versicherungszweigen -109 (103) Millionen € entnommen. In Luftfahrt wird aktuell keine Schwankungsrückstellung gestellt, da die Grundvoraussetzungen für die Bildung dieser Rückstellung in diesem Versicherungszweig nicht erfüllt sind. Die Sollbeträge der Schwankungsrückstellung sind in den Versicherungszweigen Haftpflicht und Kraftfahrt zu 100% und in den Versicherungszweigen Feuer, Kredit, Technik, Transport und Unfall zu mehr als 50% erreicht.

Liquidität

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit stellen detaillierte Liquiditätsplanungen sicher. Allgemein generiert die Münchener Rück AG signifikante Liquidität aus ihren Prämieneinnahmen, laufenden Kapitalanlageerträgen und aus Fälligkeiten von Investments. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Bonität und Fungibilität unserer Kapitalanlagen. Mit Blick auf die Fälligkeitenstruktur der ausstehenden Anleihen und der in Anspruch genommenen, im Umfang ohnehin relativ unbedeutenden Kreditfazilitäten besteht kein Refinanzierungsbedarf.

Weitere Erläuterungen

Risiken und Chancen

Die Geschäftsentwicklung der Münchener Rück AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die Geschäftsentwicklung des im Konzernabschluss dargestellten Geschäftsfelds Rückversicherung. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Münchener Rück AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Münchener Rück AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem der Gruppe eingebunden. Nähere Informationen finden Sie im Risikobericht und im Chancenbericht.

Vergütungsbericht der Münchener Rück AG

Die Grundsätze zur Struktur und Ausgestaltung des Vergütungssystems der Münchener Rück AG entsprechen denen der Gruppe.

Sonstige Angaben

Bei der Münchener Rück AG waren zum 31. Dezember 2019 3.916 Mitarbeiter beschäftigt. Die Münchener Rück AG unterhält Zweigniederlassungen in Australien, China, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indien, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Singapur, Spanien und Südkorea.

Ausblick

Die Prognosen der Münchener Rück AG über die zukünftige Geschäftsentwicklung unterliegen im Wesentlichen den gleichen Einflüssen wie die im Konzernabschluss dargestellten Segmente Rückversicherung Leben/Gesundheit und Rückversicherung Schaden/Unfall. Vor diesem Hintergrund sollte die Münchener Rück AG im Geschäftsjahr 2020 Bruttobeiträge von rund 22 Milliarden € erwirtschaften - bei der Annahme konstanter Wechselkurse. Die Schaden-Kosten-Quote erwarten wir mit rund 97% der verdienten Nettobeiträge. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht nur wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nur bedingt möglich. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnen wir bei einem durchschnittlichen Schadenverlauf mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung, das sich etwas über dem Niveau des Berichtsjahres bewegen dürfte. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen der Münchener Rück AG dürfte sich im Geschäftsjahr 2020 weitgehend stabil entwickeln. Wir erwarten bei den laufenden Erträgen einen moderaten Rückgang der Erträge aus verbundenen Unternehmen. Insgesamt gehen wir nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir 2020 ein HGB-Ergebnis erreichen werden, das über dem Niveau des Berichtsjahres bleiben dürfte.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (Münchener Rück AG) hat folgende Erklärung zur Unternehmensführung und Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d des Handelsgesetzbuchs (HGB) abgegeben. Diese Erklärung enthält auch die Berichterstattung zur Corporate Governance im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 (bekannt gemacht am 24. April 2017) (DCGK). Den Vergütungsbericht finden Sie im zusammengefassten Lagebericht. Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie zudem unter www.munichre.com/cg-de. Wir legen an unser Handeln höchste Maßstäbe an und entsprechen sämtlichen Empfehlungen und Anregungen des DCGK.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 Aktiengesetz

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München entspricht seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2018 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 (bekannt gemacht am 24. April 2017) und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.

München, im November 2019

Der Vorstand
Der Aufsichtsrat

Unternehmensverfassung

Die Münchener Rück AG verfügt über drei Organe: Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat. Deren Aufgaben und Befugnisse ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung, der für die Münchener Rück AG geltenden Mitbestimmungsvereinbarung, den Geschäftsordnungen und den unternehmensinternen Richtlinien. Die Mitbestimmungsvereinbarung gestaltet die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat auf Basis des Gesetzes über die Mitbestimmung bei einer grenzüberschreitenden Verschmelzung (MgVG). Der Grundsatz der paritätischen Mitbestimmung im Aufsichtsrat wurde darin gestärkt durch Berücksichtigung der Mitarbeiter, die in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) beschäftigt sind.# Die für (Rück-)Versicherungsunternehmen geltenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, insbesondere das deutsche Versicherungsaufsichtsgesetz und die europäischen Aufsichtsregeln (Solvency II), ergänzen die Anforderungen an verantwortungsvolle Unternehmensführung. Sie enthalten konkretisierende Regelungen, etwa zur Geschäftsorganisation oder zur Qualifikation und Vergütung von Geschäftsleitern, Mitgliedern des Aufsichtsrats und weiteren Personen.

Hauptversammlung

Bei der Münchener Rück AG gilt das Prinzip "one share, one vote", also eine Stimme je Aktie. Die Gesellschaft möchte den Aktionären die Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsausübung erleichtern; sie ermöglicht deshalb die Online-Teilnahme an der Hauptversammlung und die Stimmabgabe mittels Briefwahl (auch elektronisch). Die vom Gesetz für die Hauptversammlung vorgesehenen Unterlagen sind zusammen mit der Tagesordnung vom Tag der Einberufung an auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Aktionäre, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können oder wollen, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch von der Münchener Rück AG benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen; diese üben das Stimmrecht ausschließlich auf der Grundlage der vom Aktionär erteilten Weisungen aus. Vollmacht und Weisungen an die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft können ebenso über das Internet erteilt werden. Die Aktionäre haben darüber hinaus die Möglichkeit, die gesamte Hauptversammlung live im Internet mitzuverfolgen und - sofern sie den Stimmrechtsvertretern der Gesellschaft Vollmacht erteilt haben - ihre Weisungen bis zum Ende der Generaldebatte noch zu ändern.

1 Die Erklärung zur Unternehmensführung inklusive Corporate Governance Berichterstattung ist ungeprüfter Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Vorstand

Der Vorstand der Münchener Rück AG setzte sich im Berichtsjahr 2019 zunächst aus acht, ab 18. März 2019 aus neun Mitgliedern zusammen; davon eine Frau. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, insbesondere legt er die Ziele des Unternehmens und seine Strategie fest. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden. Hierbei berücksichtigt er die Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen der Münchener Rück AG verbundenen Gruppen (Stakeholder) mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand ist für ein angemessenes Risikomanagement und -controlling im Unternehmen verantwortlich. Er hat dafür zu sorgen, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die unternehmensinternen Richtlinien eingehalten werden und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance).

Compliance

Der Bereich Group Compliance and Legal der Münchener Rück AG ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Hier werden die Compliance-Aktivitäten mittels gruppenweiter Vorgaben gesteuert und deren Umsetzung auf Basis des Compliance Management Systems (CMS) überwacht. Das CMS ist der methodische Rahmen, um Frühwarn-, Risikokontroll-, Beratungs- und Überwachungsaufgaben strukturiert umzusetzen. Um die Compliance innerhalb der Gruppe zusätzlich zu stärken, ist neben einem externen und unabhängigen Ombudsmann ein weiterer Kommunikationskanal etabliert, das sogenannte Compliance-Hinweisgeberportal. Über dieses Meldesystem können Beschäftigte und externe Personen reputationsschädigendes Verhalten und vermutete Rechtsverstöße, insbesondere aus dem Bereich der Wirtschaftskriminalität (zum Beispiel Korruptionsstraftaten, Geldwäsche), des Kartellrechts, des Versicherungsaufsichtsrechts, des Marktmissbrauchsrechts und des Datenschutzes, oder einen schwerwiegenden Verstoß gegen damit im Zusammenhang stehende interne Regelungen anonym melden. In der Gruppe besteht in Hinblick auf Gesetzes- und Regelverstöße sowie auf rechtliche und regulatorische Änderungen oder Anfragen ein gruppenweites Berichtswesen. Dieses ermöglicht eine kontinuierliche Dokumentation und die zügige Berichterstattung an den Vorstand. Weiterführende Informationen zu diesen Themen und zu den Grundzügen des CMS finden Sie unter www.munichre.com/de/compliance.

Arbeitsweise des Vorstands

Die Arbeit des Vorstands, vor allem die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten und die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen werden durch eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung geregelt. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Beschlussfassung durch den Vorstand vorgeschrieben ist. Das sind vor allem Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, die der Hauptversammlung vorzulegen sind, die Leitungsaufgaben darstellen, die eine außergewöhnliche Bedeutung haben oder die wichtige Personalangelegenheiten betreffen. Vorstandssitzungen finden nach Bedarf, jedoch in der Regel mindestens einmal im Monat statt und werden vom Vorsitzenden des Vorstands geleitet. Bei Abstimmungen entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden. Die Vorstandsmitglieder arbeiten zum Wohl des Unternehmens vertrauensvoll zusammen. Sie unterrichten sich fortlaufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Vorstandsausschüsse

Drei Vorstandsausschüsse garantieren eine effiziente Vorstandsarbeit: der Konzernausschuss, der Rückversicherungsausschuss und der Strategieausschuss.

Konzernausschuss

Der Konzernausschuss ist das zentrale Steuerungsgremium des Konzerns. Er entscheidet insbesondere über grundlegende Fragen der geschäftsfeldübergreifenden strategischen und finanziellen Führung des Konzerns und über die Grundsätze der allgemeinen Geschäftspolitik und -organisation im Konzern. Der Ausschuss entscheidet ferner in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung, die die Ressorts seiner stimmberechtigten Mitglieder betreffen. Außerdem fungiert er als Exekutivausschuss, dem die Wahrnehmung gewichtiger laufender Angelegenheiten obliegt, insbesondere die Zustimmung zu wesentlichen Einzelgeschäften.

Rückversicherungsausschuss

Der Rückversicherungsausschuss ist das zentrale Steuerungsgremium des Geschäftsfelds Rückversicherung. Er entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung in diesem Geschäftsfeld, außer der Kapitalanlage.

Strategieausschuss

Der Strategieausschuss ist das zentrale Steuerungsgremium für grundlegende Strategiefragen in den Geschäftsfeldern (Rückversicherung, Erstversicherung). Er entscheidet in allen strategischen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung in den Geschäftsfeldern sowie in Bezug auf die Kapitalanlage eigener wie verwalteter (Dritt-)Mittel.

Für alle Ausschüsse des Vorstands gilt: Soweit Entscheidungen aus dem Aufgabenbereich eines Ausschusses dem Gesamtvorstand vorbehalten sind, bereitet der jeweilige Ausschuss diese Entscheidungen vor. Ausschusssitzungen finden regelmäßig und nach Bedarf statt. Stimmberechtigt sind jeweils nur die Mitglieder des Vorstands. Näheres regelt die vom Gesamtvorstand beschlossene Geschäftsordnung des jeweiligen Ausschusses.

Untergremien der Vorstandsausschüsse

Sowohl der Konzernausschuss als auch der Rückversicherungsausschuss haben Unterausschüsse gebildet; insbesondere der Konzernausschuss das Group Investment Committee und das Group Risk Committee sowie der Rückversicherungsausschuss das Global Underwriting and Risk Committee und das Board Committee IT Investments. Diesen Gremien gehören auch weitere Mitglieder des Vorstands sowie sonstige Führungskräfte der Münchener Rück AG und des Konzerns an. Stimmberechtigt sind dabei nur die Mitglieder des Vorstands, die dem jeweiligen übergeordneten Ausschuss angehören. Die Arbeitsweise der genannten Unterausschüsse wird in eigenen Geschäftsordnungen geregelt. Das Group Investment Committee ist für die Konkretisierung der Kapitalanlagegrundsätze des Konzerns und der Geschäftsfelder sowie weitere wesentliche Themen in Bezug auf die Kapitalanlage zuständig. Sowohl das Group Risk Committee als auch das Global Underwriting and Risk Committee befassen sich - mit unterschiedlichem Fokus - mit Fragestellungen des Risikomanagements. Das Board Committee IT Investments beschäftigt sich mit IT-Investitionen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig sowie anlassbezogen über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hält zwischen den Sitzungen mit dem Vorstand, insbesondere dem Vorsitzenden des Vorstands, regelmäßig Kontakt und berät mit ihm vor allem Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage, Risikomanagement und Compliance des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Bestimmte Arten von Geschäften darf der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen, zum Beispiel bestimmte Investitionen und Desinvestitionen. Der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen auch die Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder sowie - im Anwendungsbereich des DCGK - wesentliche Geschäfte mit Mitgliedern des Vorstands oder ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmungen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat gemäß Satzung der Münchener Rück AG 20 Mitglieder: Die eine Hälfte setzt sich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen und wird von der Hauptversammlung gewählt. Die andere Hälfte besteht aus gewählten Vertretern von Mitarbeitern der Gruppe in der EU/dem EWR. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht die Geschäftsführung. Er ist nicht befugt, anstelle des Vorstands Maßnahmen der Geschäftsführung zu ergreifen.# Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der die Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und weitere Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind. Auch der Prüfungsausschuss verfügt über eine eigene, vom Gesamtaufsichtsrat beschlossene Geschäftsordnung.

Der Aufsichtsrat kommt in der Regel zu mindestens sechs Sitzungen pro Geschäftsjahr zusammen. Sitzungen werden regelmäßig mit persönlicher Teilnahme der Aufsichtsratsmitglieder abgehalten (Präsenzsitzungen). Wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies bestimmt, können Sitzungen im Einzelfall ganz oder teilweise unter Nutzung elektronischer Medien durchgeführt werden oder einzelne Mitglieder unter Nutzung elektronischer Medien teilnehmen. Die Mitglieder des Vorstands nehmen an den Sitzungen teil, soweit der Vorsitzende des Aufsichtsrats nichts anderes bestimmt. Der Aufsichtsrat soll regelmäßig auch ohne den Vorstand tagen.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert worden sind und entweder zehn Mitglieder, darunter der Vorsitzende, oder 15 Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden, soweit das Gesetz oder die Satzung nicht zwingend etwas anderes bestimmen, mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Ergibt eine Abstimmung im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, so hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, der Aufsichtsratsvorsitzende zwei Stimmen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist befugt, auf der Grundlage von Beschlüssen Erklärungen für den Aufsichtsrat abzugeben.

Entsprechend einer für (Rück-)Versicherungsunternehmen geltenden Besonderheit bestellt der Aufsichtsrat zudem insbesondere den Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss sowie für den Halbjahresfinanzbericht.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet: den Ständigen Ausschuss, den Personalausschuss, den Vergütungsausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss.

Die Ausschüsse treffen ihre Entscheidung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Außer im Vermittlungsausschuss hat der Ausschussvorsitzende bei Stimmengleichheit zwei Stimmen. Dem Aufsichtsrat wird vom jeweiligen Ausschussvorsitzenden regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.

Zur Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse finden Sie nähere Ausführungen im Bericht des Aufsichtsrats und unter www.munichre.com/aufsichtsrat.

Die wesentlichen Zuständigkeiten der Ausschüsse sind:

Ständiger Ausschuss

Der Ständige Ausschuss bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats vor, soweit dafür kein anderer Ausschuss zuständig ist. Er entscheidet über die Zustimmung zu Geschäften der Gesellschaft, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, soweit hierfür nicht das Aufsichtsratsplenum oder ein anderer Ausschuss zuständig ist. Darüber hinaus bereitet er den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung, die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz sowie die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Corporate Governance Berichterstattung für den Aufsichtsrat vor. Er bereitet auch die jährliche Überprüfung der Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit und seiner Ausschüsse vor. Nähere Informationen zur Effizienzprüfung im abgelaufenen Geschäftsjahr finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats. Dem Ausschuss obliegt zudem die Vorbereitung der Prüfung der gesonderten nichtfinanziellen Berichterstattung durch den Aufsichtsrat. Dazu zählt auch die Vorbereitung der Auswahl sowie die Beauftragung des Prüfers für eine etwaige freiwillige externe inhaltliche Überprüfung des gesonderten nicht-finanziellen (Konzern-)Berichts.

Personalausschuss

Der Personalausschuss bereitet die Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor. Er sorgt zusammen mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung, einschließlich der Vorbereitung der Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand. Ferner vertritt der Personalausschuss die Gesellschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern und ist für die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder zuständig, soweit sie nicht dem Aufsichtsratsplenum oder dem Vergütungsausschuss zugewiesen sind. Er erteilt die Einwilligung zu Kreditgeschäften zwischen der Gesellschaft und Vorstandsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen. Der Ausschuss entscheidet des Weiteren über die Zustimmung zu Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder, insbesondere zu Mitgliedschaften in Aufsichtsräten oder ähnlichen Gremien.

Vergütungsausschuss

Dem Vergütungsausschuss obliegt die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Festlegung, Änderung und regelmäßige Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand sowie über die Festlegung und Überprüfung der konkreten Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Vergütungsausschuss bereitet ferner die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Festsetzung der Höhe der variablen Vergütungsbestandteile, die Festlegung der Leistungskriterien und Ziele für die variable Vorstandsvergütung, deren Bewertung - unter Einbindung des Personalausschusses - und die Festlegung der den einzelnen Vorstandsmitgliedern zu gewährenden variablen Vergütung vor. Der Ausschuss ist außerdem für die Vorbereitung der vergütungsrelevanten Bestandteile der Vorstandsverträge und der Vergütungsberichterstattung, soweit diese die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung betrifft, zuständig.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Er erörtert den Halbjahresfinanzbericht und die den Quartalsmitteilungen zugrunde liegenden wesentlichen Informationen und nimmt die Prüfungsberichte sowie andere Berichte und Erklärungen des Abschlussprüfers entgegen. Er erörtert auch die wesentlichen Bestandteile der Berichterstattung nach Solvency II mit dem Vorstand.

Der Ausschuss überwacht die Rechnungslegung, den Rechnungslegungsprozess sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems. Zudem überwacht er die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, des CMS einschließlich "Whistleblowing" und des Umgangs mit wesentlichen Compliance-Fällen, des Systems der Versicherungsmathematischen Funktion und der Internen Revision. Ferner obliegt dem Ausschuss die Prüfung möglicher Ansprüche gegen Vorstandsmitglieder aufgrund von Pflichtverletzungen.

Er bereitet die Entscheidung über die Bestellung des Abschlussprüfers vor, führt das Auswahlverfahren durch und unterbreitet dem Aufsichtsratsplenum diesbezügliche Empfehlungen. Der Ausschuss ist für die Beurteilung der Leistung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zuständig und kontrolliert auch die Qualität der Abschlussprüfung und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Er beauftragt den Abschlussprüfer insbesondere für den Jahres- und Konzernabschluss, legt Prüfungsschwerpunkte fest und vereinbart die Vergütung; dasselbe gilt für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts und die Überprüfung der Solvabilitätsübersichten. Ferner befasst er sich mit der Billigung von Nichtprüfungsleistungen und deren Überwachung. Nach Befassung im Vorstand bereitet er zudem mit diesem die jährliche Erörterung der Risikostrategie im Aufsichtsrat vor und diskutiert mit dem Vorstand unterjährige Änderungen der Risikostrategie sowie Abweichungen.

Der Prüfungsausschuss lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern auch direkt durch den Group Chief Compliance Officer, den Group Chief Auditor, den Group Chief Risk Officer, den Leiter der Versicherungsmathematischen Funktion und bei Bedarf durch den Chefsyndikus unterrichten.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Er benennt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung. Als Grundlage dafür hat er einen Kriterienkatalog für die Auswahl geeigneter Aufsichtsratsmitglieder erarbeitet und beschlossen. Zudem schlägt er dem Aufsichtsrat für die Wahl der Anteilseignervertreter in die Ausschüsse des Aufsichtsrats und für den jeweiligen Ausschussvorsitz geeignete Kandidaten vor.

Vermittlungsausschuss

Sollte für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kommen, wird diese Angelegenheit im Vermittlungsausschuss behandelt, bevor der Aufsichtsrat einen zweiten Wahlgang durchführt.

Weitere Praktiken der Unternehmensführung

Munich Re Verhaltenskodex

Der Munich Re Verhaltenskodex präzisiert das rechtlich korrekte, an ethischen Grundsätzen orientierte Verhalten im Unternehmen. Er enthält verbindliche Regeln für alle Mitarbeiter und Geschäftsleitungsorgane der Gruppe. Auf dessen Grundlage gilt die Verpflichtung, die geltenden Gesetze sowie unternehmensinternen Regeln einzuhalten, um eine Schädigung des Unternehmens zu vermeiden. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie unter www.munichre.com/verhaltenskodex.

UN Global Compact

Um unser Werteverständnis nach innen wie nach außen sichtbar zu machen, sind wir bereits 2007 dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Die zehn Prinzipien dieser Erklärung (diese umfassen die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung) sind für uns Maßstab unseres Handelns in allen Geschäftsfeldern der Gruppe und bilden damit den grundlegenden Rahmen für unsere Corporate Responsibility. Auch der Munich Re Verhaltenskodex orientiert sich unter anderem an diesen Prinzipien. Über die Umsetzung der Prinzipien unternehmerischer Verantwortung berichten wir jährlich in einem Fortschrittsbericht.# Principles for Responsible Investment

Wir gehörten 2006 als erstes deutsches Unternehmen zu den Unterzeichnern der Principles for Responsible Investment (PRI). Die Grundsätze für nachhaltiges Investment setzen wir über unseren Vermögensverwalter MEAG um. Über die Erfüllung dieser Grundsätze berichten wir jährlich.

Principles for Sustainable Insurance

Die Principles for Sustainable Insurance (PSI) - die wir aktiv mitgestaltet und denen wir uns 2012 als Erstunterzeichner verpflichtet haben - dienen uns als Orientierungsrahmen, um Umwelt- und Sozialaspekte sowie Aspekte der Unternehmensführung (sogenannte ESG-Kriterien: Environment, Social, Governance) entlang der Wertschöpfungskette in unserem Kerngeschäft zu verankern. Weiterführende Informationen zu diesen freiwilligen Selbstverpflichtungen finden Sie auf unserem Corporate Responsibility Portal unter www.munichre.com/cr-de.

Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

In Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben Aufsichtsrat und Vorstand der Münchener Rück AG die folgenden Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen beschlossen:

Der Aufsichtsrat hat ab 1. Januar 2016 für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von mindestens 20% mit Frist bis zum 31. Dezember 2020 festgelegt. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Frauenanteil im Vorstand 11,1 %. Der Aufsichtsrat hält weiterhin an der festgelegten Zielgröße von mindestens 20% mit Frist bis zum 31. Dezember 2020 fest.

Der Vorstand hat ab 1. Juli 2016 für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 4,0% und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 20,1%, jeweils mit einer Frist bis zum 31. Dezember 2020, festgelegt. Aufsichtsrat und Vorstand haben damit jeweils die bei Fristbeginn erreichten Frauenanteile als Zielgröße festgelegt.

Soweit das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Unternehmen der Gruppe anwendbar ist, orientieren sich die Zielgrößen für den Frauenanteil grundsätzlich ebenfalls am Status quo zu Beginn des Fristzeitraums. Dabei sind die Führungsebenen grundsätzlich wie folgt definiert: Eine Führungskraft der ersten Führungsebene berichtet an ein Vorstandsmitglied. Eine Führungskraft der zweiten Führungsebene berichtet an eine Führungskraft der ersten Führungsebene. Als Führungskräfte werden zu diesem Zweck ausschließlich Mitarbeiter mit disziplinarischer Verantwortung bezeichnet.

Nach dem Gesetz und den internen Kriterienkatalogen müssen darüber hinaus im Aufsichtsrat der Münchener Rück AG Frauen und Männer jeweils mit einem Anteil von mindestens 30% vertreten sein. Nach der Mitbestimmungsvereinbarung stellen die Arbeitnehmer- und Anteilseignerseite die Einhaltung der gesetzlichen Geschlechterquoten im Aufsichtsrat jeweils getrennt sicher. Der Aufsichtsrat der Münchener Rück AG war am 31. Dezember 2019 zu 55% mit Männern und zu 45% mit Frauen besetzt, davon vier Vertreterinnen der Anteilseignerseite und fünf Vertreterinnen der Arbeitnehmerseite. Das Mindestanteilsgebot ist somit für jede Bank eingehalten.

Diversitätskonzepte zur Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen sowie der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats wird auf Diversität geachtet. Diversität ist wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur der Gruppe und in ihren Grundsätzen in der Diversity Policy niedergeschrieben. Diese gilt gruppenweit für sämtliche Mitarbeiter.

Diversitätskonzept für den Vorstand

Der Aufsichtsrat achtet bei der Besetzung von Vorstandsfunktionen auf Diversität bezüglich des Berufs- und Bildungshintergrunds, der Internationalität, des Alters sowie des Geschlechts. Ziel ist es, eine möglichst vielfältige, sich gegenseitig ergänzende Zusammensetzung eines führungsstarken Vorstands sicherzustellen. Die Geschlechterdiversität ist im Abschnitt "Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen" beschrieben.

Die Mitglieder des Vorstands tragen eine Einzelverantwortung für ihr jeweiliges Ressort und eine gemeinsame Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Neben den erforderlichen spezifischen Kenntnissen und Erfahrungen für das jeweilige Ressort müssen alle Vorstandsmitglieder über ein ausreichend breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen aller Bereiche verfügen, um eine gegenseitige Kontrolle zu gewährleisten.

Im Rahmen von Solvency II haben Vorstand und Aufsichtsrat eine "Fit and Proper Policy" verabschiedet, die Anforderungen an die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit der Organmitglieder stellt. Demnach ist sicherzustellen, dass die Vorstandsmitglieder über die notwendigen Qualifikationen ihres jeweiligen individuellen Zuständigkeitsbereichs verfügen. Außerdem fordert die Policy von der Gesamtheit der Vorstandsmitglieder angemessene Qualifikationen, Erfahrungen und Kenntnisse zumindest bezüglich des Geschäfts-, Wirtschafts- und Marktumfelds sowie der Geschäftsstrategie und des Geschäftsmodells der Münchener Rück AG, des Governance-Systems, der Finanzanalyse und versicherungsmathematischen Analyse, des regulatorischen Rahmens sowie des Risikomodells.

Bereits die Unterschiede zwischen den Geschäftsmodellen innerhalb der Gruppe sowie zwischen den Ressorts des Geschäftsfelds Rückversicherung erfordern einen vielfältigen Berufs- und Bildungshintergrund im Vorstand. Der Vorstand weist in seiner derzeitigen Besetzung Diversität in Hinblick auf den Berufs- und Bildungshintergrund auf. Ihm gehören Absolventen unterschiedlicher Studien- und Ausbildungsgänge an (zum Beispiel Betriebs-/Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften, Mathematik, Physik). Die Lebensläufe der einzelnen Vorstandsmitglieder haben unterschiedlichste Schwerpunkte, namentlich im operativen Geschäft, in bestimmten Märkten oder Fachgebieten. Die verschiedenen Werdegänge und Persönlichkeiten innerhalb des Vorstands sind Ausdruck des vielseitigen Geschäftsmodells und spiegeln die komplexen, an ihn gestellten Anforderungen wider. Es wird zudem auf Internationalität innerhalb des Gremiums geachtet. Durch die weltweite Geschäftstätigkeit der Münchener Rück AG haben alle Vorstandsmitglieder internationale Führungserfahrung.

Der Altersdurchschnitt der Vorstandsmitglieder liegt zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 bei 53 Jahren, wobei das jüngste Mitglied 44 Jahre und das älteste 59 Jahre alt ist. Die Altersgrenze im Vorstand ist auf 67 Jahre festgesetzt; Vorstandsmitglieder scheiden somit spätestens zum Ende des Kalenderjahres aus, in dem sie das Alter 67 erreichen. Die Altersgrenze wird somit eingehalten.

Die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt für längstens drei Jahre. Eine Wiederbestellung vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung erfolgt nur bei Vorliegen besonderer Umstände.

Die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern obliegt - bis auf die vergütungsrelevanten Aspekte, die vom Vergütungsausschuss vorbereitet werden - dem Personalausschuss des Aufsichtsrats, der dem Gesamtgremium entsprechende Kandidatenvorschläge unterbreitet. Der Personalausschuss legt dabei die "Fit and Proper Policy", die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Funktion und die vorgenannten Diversitätsaspekte zugrunde. Er ist - gemeinsam mit dem Vorstand - auch für die Nachfolgeplanung zuständig.

Die Nachfolgeplanung für den Vorstand erfolgt systematisch und langfristig. Kandidaten werden unter anderem aus dem obersten Talentepool des Konzerns gewonnen, der sogenannten Group Management Platform. Hierbei wird auf eine ausgewogene Zusammensetzung von Erfahrungshintergründen, Geschlecht und Internationalität geachtet. In der jährlich stattfindenden Group Career Session wird die Nachfolgeplanung durch die teilnehmenden Leiter der Geschäftsfelder stetig aktualisiert. Die Lebensläufe der Vorstandsmitglieder finden Sie unter www.munichre.com/vorstand.

Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat/Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung und Kompetenzprofil

Auch der Aufsichtsrat verfolgt für seine Zusammensetzung ein Diversitätskonzept im Hinblick auf Berufs- und Bildungshintergrund, Internationalität, Alter und Geschlecht seiner Mitglieder. Die Geschlechterdiversität wird im Abschnitt "Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen" beschrieben. Zielsetzung des Diversitätskonzepts ist, durch ein Zusammenwirken von Aufsichtsratsmitgliedern mit unterschiedlichem Berufs- und Bildungshintergrund und einer Vielfalt in Hinblick auf Internationalität, Alter und Geschlecht einen pluralistischen Erfahrungsschatz im Aufsichtsrat zu schaffen und dadurch die Effizienz der Arbeit im Aufsichtsrat zum Wohle der Gesellschaft zu optimieren.

Die Aufsichtsratsmitglieder der Münchener Rück AG müssen fachlich geeignet und zuverlässig ("fit and proper") sein. Um das Unternehmen professionell und qualifiziert überwachen und die Entwicklung des Unternehmens aktiv begleiten zu können, muss im Aufsichtsrat eine angemessene Vielfalt an Qualifikationen, Kenntnissen und einschlägigen Erfahrungen vorhanden sein. Der Aufsichtsrat hat sich hierzu konkrete Ziele für seine Zusammensetzung gesetzt und ein Kompetenzprofil (Kriterienkatalog) erarbeitet. Danach ist im Hinblick auf den Berufs- und Bildungshintergrund sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den Märkten, Geschäftsabläufen, dem Wettbewerb und den Anforderungen der Rück- und Erstversicherung und der Kapitalanlage verfügt.# Ferner sind angemessene Kenntnisse im Risikomanagement, in der Rechnungslegung, in Controlling und Revision, im Asset Liability Management, auf den Gebieten Recht, Aufsicht, Compliance und Steuern sowie in weiteren strategisch relevanten Themen, etwa der Innovation und Digitalisierung, erforderlich. Der Kriterienkatalog enthält zudem die Vorgabe eines guten Gesamtverständnisses für das Geschäftsmodell. Die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein. Darüber hinausgehende Anforderungen für spezielle Aufgaben werden im Einzelfall festgelegt. Mindestens ein unabhängiges Mitglied des Prüfungsausschusses muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats ferner, dass diese in der Regel nicht älter als 70 Jahre sein sollten (Soll-Altersgrenze). Der Aufsichtsrat hat sich bewusst für eine flexible Soll-Altersgrenze entschieden, die einen ausreichenden Handlungsspielraum für die Würdigung der Umstände des Einzelfalls eröffnet. Dies erweitert den Kreis der potenziellen Kandidaten und ermöglicht insbesondere die Wiederwahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats mit langjähriger Erfahrung. Bei Wahlvorschlägen zum Aufsichtsrat sollte auch berücksichtigt werden, dass Kandidaten in der Regel dem Aufsichtsrat zum Zeitpunkt der Wahl nicht bereits ununterbrochen mehr als zehn Jahre angehören. Mitglieder sollten dem Aufsichtsrat in der Regel nicht mehr als zwölf Jahre durchgehend angehören. Zudem umfasst der Kriterienkatalog weitere persönliche Eigenschaften der Aufsichtsratsmitglieder, wie unternehmerische und internationale Erfahrungen, das Gebot der ausreichenden zeitlichen Verfügbarkeit, Corporate-Governance-Orientierung, das Eintreten für die nachhaltige, langfristig für die Aktionäre wertschaffende Ausrichtung des Unternehmens und seiner Geschäftspolitik, Lösungsorientierung sowie Strategie- und Veränderungskompetenz. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats wählt Kandidaten der Anteilseignerseite auf Basis dieses Kriterienkatalogs aus und bereitet die Wahlvorschläge des Aufsichtsratsplenums an die Hauptversammlung vor. Zu diesem Zwecke erstellt er ein Anforderungsprofil, das der Kandidatenauswahl zugrunde liegt. Der Hauptversammlung werden mit der Einladung zur Hauptversammlung aussagekräftige Lebensläufe der jeweiligen Kandidaten zur Verfügung gestellt. Bei der Auswahl der Kandidaten wird mit Blick auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Erfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium auf die erforderliche Vielfalt geachtet. Der Aufsichtsrat setzt sich zur Hälfte aus gewählten Vertretern von Mitarbeitern der Gruppe in der EU/im EWR zusammen. Für die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat sind die besonderen Regeln der Mitbestimmung zu beachten, namentlich die Mitbestimmungsvereinbarung. Auch nach der Mitbestimmungsvereinbarung besteht ein entsprechender Anforderungskatalog, der entsprechende Diversitätskriterien enthält und als Grundlage für die Wahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat dient. Die nach der Mitbestimmungsvereinbarung für die Wahlvorschläge an das Europäische Wahlgremium zuständigen Gremien sollen diesen im Rahmen der geltenden Regelungen berücksichtigen, um unter anderem die Umsetzung der Diversitätsvorgaben sicherzustellen. Der Aufsichtsrat in seiner derzeitigen Besetzung weist Diversität in Bezug auf den Berufs- und Bildungshintergrund auf und verfügt insgesamt über die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlich sind. Die Mitglieder haben unterschiedliche Berufs- und Ausbildungsschwerpunkte (zum Beispiel Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften, kaufmännische und versicherungsspezifische Ausbildungsberufe). Das Gremium verfügt unter anderem über Managementerfahrungen aus verschiedenen Branchen (zum Beispiel Finanz- und Versicherungsindustrie, IT- und Chemiebranche, Automobilindustrie) sowie weitreichende Expertise aus Wissenschaft und Politik. Die unterschiedlichen Lebensläufe und Persönlichkeiten innerhalb des Aufsichtsrats spiegeln die vielschichtigen Aufgaben des Aufsichtsrats wider und erfüllen die sich daraus ergebenden Anforderungen an das Aufsichtsratsgremium. Die Mehrzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats verfügt zudem über internationale Erfahrung. Dem Aufsichtsrat gehören Mitglieder verschiedener Nationalitäten an. Damit wird der internationalen Tätigkeit des Unternehmens Rechnung getragen. Der Altersdurchschnitt der Aufsichtsratsmitglieder liegt zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 bei 60 Jahren, wobei das jüngste Mitglied 49 Jahre und das älteste 71 Jahre alt ist. Somit liegt eine hinreichende Altersmischung im Aufsichtsrat vor. Bei einem Aufsichtsratsmitglied, Benita Ferrero-Waldner, hat der Aufsichtsrat aufgrund ihrer Kenntnisse unter sorgfältiger Abwägung der Umstände des Einzelfalls, von der flexiblen Regelung der Soll-Altersgrenze Gebrauch gemacht. Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder finden Sie unter www.munichre.com/aufsichtsrat.

Unabhängigkeit

In Umsetzung des DCGK hat der Aufsichtsrat sich zudem zum Ziel gesetzt, dass ihm mindestens 16 im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK unabhängige Mitglieder angehören, darunter mindestens acht Anteilseignervertreter. Alle Aufsichtsratsmitglieder sollen frei sein von relevanten Interessenkonflikten. Der Aufsichtsrat legt im Auswahlprozess großen Wert auf die Unabhängigkeit der Kandidaten. Er ist unter Berücksichtigung der Eigentümerstruktur der Auffassung, dass alle 20 Mitglieder die Unabhängigskriterien im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK erfüllen. Geschäftliche oder persönliche Beziehungen der Aufsichtsratsmitglieder zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen könnten, sind nicht erkennbar. Der Aufsichtsrat geht nach dieser Definition davon aus, dass die nach dem MgVG in Verbindung mit der Mitbestimmungsvereinbarung gewählten Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat grundsätzlich unabhängig sind.

Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder und deren Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien

Mitglied des Vorstands/Zuständigkeiten Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten¹ Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen¹
Dr. Joachim Wenning ERGO Group AG, Düsseldorf 2 (Vorsitz)
- Vorsitzender des Vorstands Group Holdings (bis 17.3.2019) Group Strategy and M&A Group Communications Group Audit Economics, Sustainability & Public Affairs³ Group Human Resources Group Executive Affairs Group Compliance and Legal
Dr. Thomas Blunck - -
Nicholas Gartside (seit 18.3.2019) MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München 2 (Vorsitz)
- Chief Investment Officer Group Investments Third Party Asset Management
Dr. Doris Höpke New Reinsurance Company Ltd., Schweiz 2 (Präsident)
- Arbeitsdirektorin Europe and Latin America Human Resources
Dr. Torsten Jeworrek ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf 2 Internet of Things (seit 1.4.2019)
- Reinsurance Development ERGO International AG, Düsseldorf 2
- Corporate Underwriting Claims Accounting, Controlling and Central Reserving for Reinsurance Information Technology
Dr. Christoph Jurecka MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München 2
- Chief Financial Officer Financial and Regulatory Reporting Group Controlling Integrated Risk Management Group Taxation Investor and Rating Agency Relations
Hermann Pohlchristoph ERGO International AG, Düsseldorf 2
- Asia Pacific and Africa Central Procurement Services
Dr. Markus Rieß ERGO Deutschland AG, Düsseldorf 2 (Vorsitz) ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf 2 (Vorsitz) ERGO International AG, Düsseldorf 2 (Vorsitz) ERGO Technology & Services Management AG, Düsseldorf 2 (Vorsitz)
- Primary Insurance/ERGO Third Party Asset Management (bis 17.3.2019)
Dr. Peter Röder EXTREMUS Versicherungs-AG, Köln Munich Re America Corporation, USA 2 (Vorsitz) Munich Reinsurance America Inc., USA 2 (Vorsitz)
- Global Clients and North America
  • ¹ Stand: 31.12.2019.
  • ² Mandat innerhalb des Konzerns der Münchener Rück AG.
  • ³ Einschließlich der Verantwortung für ESG-Themen (Environmental, Social & Governance).

Zusammensetzung der Ausschüsse des Vorstands

Konzernausschuss Rückversicherungsausschuss Strategieausschuss
Dr. Joachim Wenning (Vorsitzender) Dr. Torsten Jeworrek (Vorsitzender) Dr. Thomas Blunck Dr. Doris Höpke Hermann Pohlchristoph Dr. Peter Röder Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung 2 Dr. Joachim Wenning (Vorsitzender) Nicholas Gartside Dr. Torsten Jeworrek Dr. Christoph Jurecka Dr. Markus Rieß
Dr. Christoph Jurecka
  • ¹ Stand: 31.12.2019.
  • ² Nicht stimmberechtigt.

Untergremien der Vorstandsausschüsse

Group Investment Committee Group Risk Committee Global Underwriting and Risk Committee Board Committee IT Investments
Dr. Joachim Wenning (Vorsitzender) Dr. Christoph Jurecka Nicholas Gartside ² Dr. Christoph Jurecka (Vorsitzender) Dr. Joachim Wenning Chief Risk Officer (Gruppe) ² Dr. Torsten Jeworrek (Vorsitzender) Dr. Thomas Blunck Dr. Peter Röder Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung ² Chief Risk Officer (Gruppe) ² Head of ALM (Asset Liability Management) ² Head of CU (Corporate Underwriting) ² Dr. Torsten Jeworrek (Vorsitzender) Dr. Thomas Blunck Hermann Pohlchristoph Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung ²
  • ¹ Stand: 31.12.2019.
  • ² Nicht stimmberechtigt.# Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien
Mitglieder des Aufsichtsrats Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Nikolaus von Bomhard Deutsche Post AG, Bonn (Vorsitz) Athora Holding Ltd., Bermuda (Vorsitz)
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30.4.2019 Mitglied seit 30.4.2019
Dr. Anne Horstmann ERGO Group AG, Düsseldorf
(Stellvertretende Vorsitzende)
Mitarbeiterin der ERGO Group AG
Mitglied seit 30.4.2014
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner Linde plc, Irland Wissenschaftliche Co-Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen Universität München
Mitglied seit 3.1.2013
Dr. Kurt Wilhelm Bock Fresenius Management SE, Bad Homburg Bayerische Motorenwerke AG, München
Mitglied des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Fuchs Petrolub SE, Mannheim (Vorsitz)
Mitglied seit 25.4.2018
Clement B. Booth Euroassekuranz Versicherungsmakler AG, Regensburg (Vorsitz) Hyperion Insurance Group Ltd., Vereinigtes Königreich
Mitglied des Board of Directors der Hyperion Insurance Group, Vereinigtes Königreich
Mitglied seit 27.4.2016
Ruth Brown Expertin Auslandsservices der DAS Legal Expenses Insurance
Mitglied seit 30.4.2019
Stephan Eberl Vorsitzender des Betriebsrats der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30.4.2019
Frank Fassin ERGO Group AG, Düsseldorf Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen der ver.di Nordrhein-Westfalen
Provinzial NordWest Holding AG, Münster
Mitglied seit 22.4.2009
Dr. Benita Ferrero-Waldner Santander Consumer Finance S.A., Spanien
Mitglied des Board of Directors der Santander Consumer Finance S.A., Spanien
Mitglied seit 12.2.2010
Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather thyssenkrupp AG, Essen Rektorin der Technischen Universität Dortmund
Mitglied seit 30.4.2014
Gerd Häusler Auto1 Group SE, München Mitglied des Aufsichtsrats der Auto1 Group SE, München
Mitglied seit 30.4.2014
Eva-Maria Haiduk Mitarbeiterin der ITERGO Informationstechnologie GmbH
Mitglied seit 30.4.2019
Renata Jungo Brüngger Mitglied des Vorstands der Daimler AG
Mitglied seit 3.1.2017
Stefan Kaindl Abteilungsleiter bei der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30.4.2019
Gabriele Mücke Vorsitzende des Vorstands der Neue Assekuranz Gewerkschaft - NAG
Mitglied seit 30.4.2019
Ulrich Plottke ERGO Group AG, Düsseldorf Mitarbeiter der ERGO Group AG
Mitglied seit 30.4.2014
Manfred Rassy Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30.4.2019
Gabriele Sinz-Toporzysek ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf Mitarbeiterin der ERGO Beratung und Vertrieb AG
Mitglied seit 30.4.2014
Karl-Heinz Streibich Dürr AG, Bietigheim-Bissingen (Vorsitz) Co-Präsident acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
Siemens Healthineers AG, München Deutsche Telekom AG, Bonn
Mitglied seit 30.4.2019
Dr. Maximilian Zimmerer Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt Möller & Förster GmbH & Co. KG, Hamburg (Beiratsvorsitz)
Mitglied des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn (Vorsitz)
Mitglied seit 4.7.2017
Christian Fuhrmann Geschäftsbereichsleiter bei der Münchener Rück AG
Mitglied von 22.4.2009 bis 30.4.2019
Ina Hosenfelder Mitarbeiterin der ERGO Group AG
Mitglied von 30.4.2014 bis 30.4.2019
Prof. Dr. Dr. E.h. Henning Kagermann Deutsche Post AG, Bonn Vorsitzender des Kuratoriums der acatech -Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
KUKA AG, Augsburg
Mitglied von 22.7.1999 bis 30.4.2019
Beate Mensch Gewerkschaftssekretärin der ver.di Landesbezirk Hessen
Mitglied von 30.4.2014 bis 30.4.2019
Marco Nörenberg ERGO Group AG, Düsseldorf Mitarbeiter der ERGO Group AG
Mitglied von 22.4.2009 bis 30.4.2019
Dr. E.h. Bernd Pischetsrieder Daimler AG, Stuttgart Tetra Laval Group, Schweiz
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Mitglied von 17.4.2002 bis 30.4.2019
Andres Ruiz Feger Mitarbeiter der Munich Re, Sucursal en Espana, Spanien
Mitglied von 22.4.2009 bis 30.4.2019
Angelika Wirtz Mitarbeiterin der Münchener Rück AG
Mitglied von 30.4.2014 bis 30.4.2019

1 Stand: 31.12.2019 (Ausgeschiedene Mitglieder: Stand 30.4.2019).
2 Vertreter der Arbeitnehmer.
3 Mandat innerhalb des Konzerns der Münchener Rück AG.
4 Börsennotiertes Unternehmen.
5 Mitgliedschaft in einem gesetzlich nicht vorgeschriebenen Aufsichtsorgan.
6 Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern.

Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Ständiger Ausschuss

  • Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
  • Dr. Kurt Wilhelm Bock
  • Stephan Eberl
  • Gerd Häusler
  • Dr. Anne Horstmann

Personalausschuss

  • Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
  • Stephan Eberl
  • Renata Jungo Brüngger

Vergütungsausschuss

  • Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner (Vorsitzende)
  • Stephan Eberl
  • Renata Jungo Brüngger

Prüfungsausschuss

  • Dr. Maximilian Zimmerer (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner
  • Dr. Nikolaus von Bomhard
  • Stefan Kaindl
  • Ulrich Plottke

Nominierungsausschuss

  • Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner
  • Dr. Kurt Wilhelm Bock

Vermittlungsausschuss

  • Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
  • Dr. Kurt Wilhelm Bock
  • Frank Fassin
  • Dr. Anne Horstmann

1 Stand: 31.12.2019.

Konzernabschluss

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva Anhang 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung %
A. Immaterielle Vermögenswerte
I. Geschäfts- oder Firmenwert (1) 2.941 2.904 37 1,3
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte (2) 1.240 1.161 79 6,8
4.180 4.064 116 2,9
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (3) 5.989 5.851 138 2,4
II. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (5) 2.847 2.509 338 13,5
davon: Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet 2.625 2.296 328 14,3
III. Darlehen (6) 52.507 54.845 -2.338 -4,3
IV. Sonstige Wertpapiere
1. Jederzeit veräußerbar (7) 151.558 139.272 12.285 8,8
2. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet (8) 2.781 2.616 165 6,3
154.338 141.888 12.450 8,8
V. Depotforderungen (9) 7.938 7.241 698 9,6
VI. Sonstige Kapitalanlagen (10) 5.144 4.518 626 13,9
228.764 216.852 11.912 5,5
C. Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug (8) 9.163 8.424 738 8,8
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (11) 4.937 4.263 674 15,8
E. Forderungen
I. Laufende Steuerforderungen 699 604 95 15,8
II. Sonstige Forderungen (12) 21.539 17.239 4.301 24,9
22.238 17.842 4.396 24,6
F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 4.994 4.986 8 0,2
G. Aktivierte Abschlusskosten (13)
Brutto 9.664 9.466 198 2,1
Anteil der Rückversicherer -393 -254 -139 -54,7
Netto 9.272 9.212 59 0,6
H. Aktive Steuerabgrenzung (14) 316 545 -229 -42,0
I. Übrige Aktiva (15) 3.289 2.950 339 11,5
J. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (16) 400 1.029 -628 -61,1
Summe der Aktiva 287.553 270.168 17.386 6,4
Passiva Anhang 31.12.2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung %
A. Eigenkapital (17)
I. Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage 7.421 7.418 3 0,0
II. Gewinnrücklagen 12.804 13.201 -397 -3,0
III. Übrige Rücklagen 7.510 3.440 4.070 118, 3
IV. Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 2.724 2.310 415 18,0
V. Nicht beherrschende Anteile 117 131 -14 -11, 0
30.576 26.500 4.076 15,4
B. Nachrangige Verbindlichkeiten (19) 3.839 3.689 150 4,1
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)
I. Beitragsüberträge (20) 10.518 9.790 728 7,4
II. Deckungsrückstellung (21) 112.302 111.147 1.155 1,0
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (22) 70.875 66.356 4.519 6,8
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen (23) 21.011 17.314 3.697 21,4
214.706 204.607 10.099 4,9
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto) (24) 8.172 7.925 247 3,1
E. Andere Rückstellungen (25) 5.291 4.383 908 20,7
F. Verbindlichkeiten
I. Anleihen (26) 297 292 5 1,9
II. Depotverbindlichkeiten (27) 1.028 506 523 103,4
III. Laufende Steuerverbindlichkeiten 1.913 1.929 -15 -0,8
IV. Sonstige Verbindlichkeiten (28) 19.643 18.147 1.497 8,2
22.882 20.872 2.010 9,6
G. Passive Steuerabgrenzung (14) 1.908 1.368 540 39,4
H. Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten (16) 179 823 -644 -78,2
Summe der Passiva 287.553 270.168 17.386 6,4

1 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

Anhang 2019 Mio. € Vorjahr Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung %
Gebuchte Bruttobeiträge 51.457 49.064 2.393 4,9
1. Verdiente Beiträge (30)
Brutto 50.873 48.019 2.854 5,9
Abgegeben an Rückversicherer -2.594 -2.284 -309 -13,5
Netto 48.280 45.735 2.545 5,6
2. Technischer Zinsertrag (31) 6.729 4.667 2.062 44,2
3. Leistungen an Kunden (32)
Brutto -41.058 -36.366 -4.692 -12,9
Anteil der Rückversicherer 1.373 1.250 123 9,9
Netto -39.685 -35.116 -4.569 -13,0
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (33)
Brutto -13.809 -13.105 -704 -5,4
Anteil der Rückversicherer 560 518 42 8,0
Netto -13.249 -12.587 -663 -5,3
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) 2.074 2.699 -624 -23,1
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen (34) 7.737 6.526 1.211 18,6
davon: Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet 207 187 20 10,8
7. Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug (35) 1.176 -685 1.861 -
8. Sonstige operative Erträge (36) 1.093 827 266 32,1
9. Sonstige operative Aufwendungen (36) -1.347 -976 -372 -38,1
10.
Umgliederung technischer Zinsertrag -6.729 -4.667 -2.062 -44,2
11. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-10.) 1.930 1.027 903 88,0
12. Operatives Ergebnis 4.004 3.725 279 7,5
13. Sonstiges nicht operatives Ergebnis (37) -665 -639 -26 -4,0
14. Währungsergebnis (37) 73 -39 112 -
15. Finanzierungsergebnis (37) -222 -196 -26 -13,4
16. Ertragsteuern (38) -483 -576 93 16,1
17. Konzernergebnis 2.707 2.275 432 19,0
davon: Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 2.724 2.310 415 18,0
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend (17) -17 -34 17 50,8

Anhang € € € %
Ergebnis je Aktie (52) 18,97 15,53 3,43 22,1

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 1 und IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".
2 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2019
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Mio. € | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Konzernergebnis | 2.707 | 2.275
Währungsumrechnung | |
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) | 422 | 345
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 0
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | |
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) | 4.514 | -1.602
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -853 | -527
Veränderung aus der Equity-Bewertung | |
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) | -15 | 47
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 0
Veränderung aus Cashflow Hedges | |
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) | 1 | 0
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 0
Sonstige Veränderungen | 4 | -1
I. Posten, bei denen direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 4.073 | -1.738
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen | -411 | 78
Sonstige Veränderungen | 0 | 0
II. Posten, bei denen direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -411 | 78
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (I. + II.) | 3.661 | -1.659
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 6.369 | 616
davon: Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend | 6.382 | 658
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend | -14 | -42

Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr 2019
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Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallende Eigenkapitalanteile
Mio. € | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Gewinnrücklagen vor Kürzung eigener Aktien | Bestand an eigenen Aktien
------- | -------- | -------- | -------- | --------
Stand 31.12.2017 | 573 | 6.845 | 15.703 | -668
Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | -911 | 0
Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 0 | 0 | 91 | 0
Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 0 | 0 | 0 | 0
Veränderung aus der Equity-Bewertung | 0 | 0 | 13 | 0
Veränderung aus Cashflow Hedges | 0 | 0 | 0 | 0
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen | 0 | 0 | 78 | 0
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | -1 | 0
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 0 | 0 | 91 | 0
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0
Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0
Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0
Erwerb eigener Aktien | -21 | 0 | 0 | -993
Einzug eigener Aktien | 21 | 0 | -1.000 | 979
Stand 31.12.2018 | 573 | 6.845 | 13.883 | -681
Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 975 | 0
Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 0 | 0 | -412 | 0
Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 0 | 0 | 0 | 0
Veränderung aus der Equity-Bewertung | 0 | 0 | -7 | 0
Veränderung aus Cashflow Hedges | 0 | 0 | 0 | 0
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen | 0 | 0 | -409 | 0
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 4 | 0
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 0 | 0 | -412 | 0
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0
Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0
Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0
Erwerb eigener Aktien | -17 | 0 | 0 | -939
Einzug eigener Aktien | 21 | 0 | -1.000 | 979
Stand 31.12.2019 | 576 | 6.845 | 13.445 | -641

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Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallende Eigenkapitalanteile
Mio. € | Übrige Rücklagen | Unrealisierte Gewinne und Verluste | Rücklage aus der Währungsumrechnung
------- | -------- | -------- | --------
Stand 31.12.2017 | 4.811 | 365 |
Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 |
Konzernergebnis | 0 | 0 |
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -2.095 | 344 |
Währungsumrechnung | 0 | 344 |
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | -2.120 | 0 |
Veränderung aus der Equity-Bewertung | 25 | 0 |
Veränderung aus Cashflow Hedges | 0 | 0 |
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen | 0 | 0 |
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | -2.095 | 344 |
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen | 0 | 0 |
Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
Ausschüttung | 0 | 0 |
Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 |
Einzug eigener Aktien | 0 | 0 |
Stand 31.12.2018 | 2.715 | 709 |
Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 0 |
Konzernergebnis | 0 | 0 |
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 3.647 | 422 |
Währungsumrechnung | 0 | 422 |
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 3.655 | 0 |
Veränderung aus der Equity-Bewertung | -8 | 0 |
Veränderung aus Cashflow Hedges | 0 | 0 |
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen | 0 | 0 |
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 |
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 3.647 | 422 |
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen | 0 | 0 |
Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
Ausschüttung | 0 | 0 |
Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 |
Einzug eigener Aktien | 0 | 0 |
Stand 31.12.2019 | 6.362 | 1.131 |

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Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallende Eigenkapitalanteile
Mio. € | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital Gesamt | Übrige Rücklagen | Konzernergebnis | Bewertungsergebnis aus Cashflow Hedges
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
Stand 31.12.2017 | 7 | 375 | 186 | 28.198 |
Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | 911 | 0 | 0 |
Konzernergebnis | 0 | 2.310 | -34 | 2.275 |
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 9 | 0 | -8 | -1.659 |
Währungsumrechnung | 0 | 0 | 1 | 345 |
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 0 | 0 | -9 | -2.129 |
Veränderung aus der Equity-Bewertung | 9 | 0 | 0 | 47 |
Veränderung aus Cashflow Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 |
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen | 0 | 0 | 0 | 78 |
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -1 |
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 9 | 2.310 | -42 | 616 |
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 0 | -1 |
Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -12 | -12 |
Ausschüttung | 0 | -1.286 | -1 | -1.287 |
Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | -1.014 |
Einzug eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 |
Stand 31.12.2018 | 16 | 2.310 | 131 | 26.500 |
Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 | -975 | 0 | 0 |
Konzernergebnis | 0 | 2.724 | -17 | 2.707 |
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 1 | 0 | 3 | 3.661 |
Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 422 |
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen | 0 | 0 | 6 | 3.661 |
Veränderung aus der Equity-Bewertung | 0 | 0 | 0 | -15 |
Veränderung aus Cashflow Hedges | 1 | 0 | 0 | 1 |
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen | 0 | 0 | -3 | -411 |
Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 4 |
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen | 1 | 2.724 | -14 | 6.369 |
Veränderung der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ausschüttung | 0 | -1335 | -1 | -1.336 |
Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | -957 |
Einzug eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 |
Stand 31.12.2019 | 17 | 2.724 | 117 | 30.576 |

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019
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Mio. € | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Konzernergebnis | 2.707 | 2.275
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) | 11.816 | 4.449
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten | -150 | 118
Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten | 96 | -1.450
Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten | -2.798 | -1.854
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen und Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug | -1.715 | -1.672
Veränderung bei erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren | -889 | -534
Veränderung sonstiger Bilanzposten | 1.277 | -119
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -850 | 1.785
I. Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 9.493 | 2.998
Veränderung aus dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen | -59 | 72
Veränderung aus der Übernahme der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen | -1 | -889
Veränderung aus dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen | -6.564 | 160
Veränderung aus dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug | 377 | 465
Sonstige | -673 | 97
II. Mittelfluss aus Investitionstätigkeit | -6.919 | -95
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen und von nicht beherrschenden Anteilseignern | 0 | 0
Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Anteilseigner | -957 | -1.015
Dividendenzahlungen | -1.336 | -1
287
Veränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit | -204 | 963
III. Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit | -2.496 | -1.338
Veränderung des Zahlungsmittelbestands (I. + II. + III.) | 2 | 78
1.565
Währungseinfluss auf den Zahlungsmittelbestand | -57 | -40
Zahlungsmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres | 4.986 | 3.625
Zahlungsmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 5.006 | 5.150
davon: Zahlungsmittelbestand ohne Veräußerungsgruppe | 3 | 4.994 | 4.986
Zahlungsmittelbestand der Veräußerungsgruppe | 12 | 164
Zahlungsmittelbestand mit Verfügungsbeschränkung | 11 | 12

Zusatzinformationen
Ertragsteuerzahlungen (per saldo) | - enthalten im Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | -392 | -638
Erhaltene Dividenden | 792 | 700
Erhaltene Zinsen | 5.359 | 5.225
Gezahlte Zinsen | -406 | -315

1 Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Angleichung der Aufgliederung innerhalb der Mittelzuflüsse an den Bilanzausweis.
2 Wesentlicher Bestandteil des Zahlungsmittelbestandes sind die Guthaben bei Kreditinstituten.
3 Zur Definition der Veräußerungsgruppe siehe Aktivseite - J Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte.

Konzernanhang
Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)
Der Konzernabschluss von Munich Re wurde auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
```# Die versicherungstechnischen Posten werden im Einklang mit den Vorschriften des IFRS 4, Versicherungsverträge, auf der Grundlage der US GAAP (United States Generally Accepted Accounting Principles) auf dem Stand der Erstanwendung des IFRS 4 am 1. Januar 2005 bilanziert und bewertet.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben im November 2019 eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und ihren Aktionären über das Internet unter www.munichre.com/cg-de dauerhaft zugänglich gemacht.

Bilanzierung und Bewertung

Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ermessen auszuüben sowie Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treffen. Diese wirken sich auf ausgewiesene Jahresabschlussposten in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualverbindlichkeiten aus. Gerade in der Erst- und Rückversicherung ist für die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen der Einsatz von Schätzverfahren von erheblicher Bedeutung, zumal die Bewertung stets auf Modellen beruht und die Entwicklung der künftigen Zahlungsströme von Versicherungsverträgen nicht ex ante abschließend vorhersehbar ist. Jedoch spielen Ermessensentscheidungen und Schätzwerte auch bei weiteren Posten sowie bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises eine erhebliche Rolle.

Unsere internen Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen möglichst zuverlässig zu ermitteln. Grundlage für die Wertermittlung sind die besten Erkenntnisse des Managements zu den jeweiligen Sachverhalten zum Abschlussstichtag. Dennoch liegt es in der Charakteristik dieser Posten, dass Schätzwerte gegebenenfalls im Zeitverlauf angepasst werden müssen, da neuere Erkenntnisse bei der Bewertung zu berücksichtigen sind.

Ermessensentscheidungen sowie Schätzwerte sind insbesondere bei den folgenden Sachverhalten von Bedeutung und werden in den zugehörigen Erläuterungen näher beschrieben:

  • Konsolidierungskreis
  • Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte
  • Zeitwerte und Wertminderungen von Finanzinstrumenten
  • Aktivierte Abschlusskosten
  • Versicherungstechnische Rückstellungen
  • Pensionsrückstellungen
  • Steuerabgrenzung
  • Eventualverbindlichkeiten

Berichtswährung und Vorzeichenlogik

Berichtswährung ist der Euro (€). Betragsangaben werden auf Millionen € gerundet dargestellt. Daher können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr. Vorzeichen geben wir nur an, sofern es sich nicht eindeutig aus dem Text ergibt, ob es sich um Aufwendungen/Auszahlungen bzw. Erträge/Einzahlungen handelt.

Vorjahreszahlen

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2018 wurden rückwirkend angepasst; siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen". Die übrigen Vorjahreswerte wurden auf derselben Grundlage ermittelt wie die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019. Eine Ausnahme stellt die Verfeinerung der Methode für die Kapitalanlagesteuerung dar, siehe auch Abschnitt "Segmentberichterstattung".

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen

Die Anwendung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden folgt dem Prinzip der Stetigkeit. Im Geschäftsjahr 2019 waren folgende geänderte IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden, die Übernahme in das europäische Recht ist bei diesen Änderungen erfolgt:

  • IFRS 16 (01/2016), Leasingverhältnisse
  • Änderung des IAS 28 (rev. 10/2017), Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
  • Änderungen, die im Projekt "Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015-2017" (12/2017) veröffentlicht wurden: Änderung des IAS 12, Ertragsteuern, IAS 23, Fremdkapitalkosten, IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, und IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen
  • Änderung des IAS 19 (rev. 02/2018), Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen
  • IFRIC 23 (6/2017), Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

Die Änderungen sind mit Ausnahme der Änderung des IFRS 16, die im Folgenden dargestellt wird, für Munich Re nicht oder von nur untergeordneter Bedeutung. Munich Re wendet IFRS 16, Leasingverhältnisse, nach dem modifiziert retrospektiven Ansatz an. Die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr 2018 haben wir somit im Geschäftsjahr 2019 nicht angepasst.

Von der Erstanwendung sind die bislang als Operating-Leasing klassifizierten Leasingverträge betroffen. Kurzfristige Leasingverhältnisse, die eine Laufzeit von weniger als 12 Monaten haben (und keine Kaufoption enthalten), sowie Leasingvereinbarungen, bei denen der der Vereinbarung zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, werden nicht bilanziert. Darüber hinaus macht Munich Re von dem Wahlrecht Gebrauch, Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten einheitlich nach IFRS 16 zu bilanzieren. Munich Re wendet IFRS 16 nicht auf Vereinbarungen an, die unter IAS 17, Leasingverhältnisse, und IFRIC 4, Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, als Vereinbarungen ohne Leasingverhältnisse eingestuft wurden.

Die Leasingverbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen bewertet und mit dem Grenzfremdkapitalkostensatz von Munich Re zum 1. Januar 2019 diskontiert. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalkostensatz, der auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 angewendet wurde, beträgt 2%. Bei der Erstanwendung von IFRS 16 bewerten wir das Nutzungsrecht für den Leasingvermögenswert grundsätzlich mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit. Munich Re hat bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 die Erleichterung in Anspruch genommen und Leasingverträge, die zum 1. Januar 2019 eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten aufwiesen, als kurzfristige Leasingverhältnisse bilanziert.

Die Überleitung der außerbilanziellen Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 auf die bilanzierten Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 stellt sich folgendermaßen dar:

31.12.2018
Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen 438
Abzinsung -49
Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, geringwertige Vermögenswerte und Servicekomponenten -5
Neue Leasingverhältnisse, die nach dem 1.1.2019 beginnen -16
Änderung von Verlängerungs-/Kündigungsoptionen 18
Veränderungen Konsolidierungskreis -38
Sonstiges -7
Leasingverbindlichkeiten 1.1.2019 341

Seit dem Geschäftsjahr 2018 und bis zur Anwendung von IFRS 9, Finanzinstrumente, gilt eine Änderung von IFRS 4, Versicherungsverträge, aufgrund derer wir Angaben machen müssen, die eine gewisse Vergleichbarkeit unserer Darstellung von Kapitalanlagen und weiteren Finanzinstrumenten mit solchen Unternehmen ermöglichen, die den IFRS 9 bereits anwenden. Aufgrund des engen Zusammenhangs der versicherungstechnischen Verpflichtungen und der Kapitalanlagen bei Versicherungsunternehmen ist eine abgestimmte Bewertung dieser Posten im Abschluss von essenzieller Bedeutung, um rein bilanzielle Verwerfungen zu vermeiden. Daher hat der IASB im September 2016 einen entsprechenden Änderungsstandard zu IFRS 4 veröffentlicht. Dieser gibt uns als Rückversicherungsgruppe unter anderem die Möglichkeit, die Erstanwendung von IFRS 9 auf 2021 zu verschieben. Zu weiteren aktuellen Diskussionen hinsichtlich IFRS 9 in Zusammenhang mit IFRS 17, Versicherungsverträge, siehe Abschnitt "Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von Standards".

Dafür war es erforderlich, auf Basis des Abschlusses zum 31. Dezember 2015 nachzuweisen, dass die überwiegende Aktivität auf Ebene der Gruppe das Versicherungsgeschäft ist. Versicherungsgeschäft gilt zumindest dann als "vorherrschend", wenn zum Beurteilungszeitpunkt mehr als 90% der Gesamtverbindlichkeiten mit dem Versicherungsgeschäft verbunden waren. Dazu zählen neben solchen Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 4 auch zum Zeitwert angesetzte Verpflichtungen aus Investmentverträgen und andere Verbindlichkeiten, die aus dem Versicherungsgeschäft resultieren. Bei Munich Re machte am 31. Dezember 2015 der Anteil der mit dem Versicherungsgeschäft verbundenen Verbindlichkeiten an den Gesamtverbindlichkeiten rund 96,5% aus. Zwischenzeitlich hat keine Änderung der Geschäftstätigkeit stattgefunden, die eine neue Beurteilung erforderlich machen würde.

Die Bewertung unserer Kapitalanlagen nach IFRS 9 richtet sich unter anderem nach ihren vertraglichen Zahlungsströmen. Stellen diese ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag dar, erfolgt die Bewertung in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Insbesondere bei Aktien und Derivaten sowie komplex strukturierten Produkten trifft dies nicht zu. Diese werden erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwerten bewertet. Damit unterscheidet sich die Bewertung unserer Kapitalanlagen unter IFRS 9 von der derzeitigen. Ziel der folgenden Tabelle ist es daher, eine Vergleichbarkeit im Hinblick auf die Bewertung unserer Kapitalanlagen herzustellen mit Unternehmen, die den IFRS 9 bereits anwenden.

Angaben zum beizulegenden Zeitwert

Zahlungsstrombedingung erfüllt¹ Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt²
Mio. €
€ 31.12.2019 Vorjahr Veränderung
--- --- ---
Darlehen
Hypothekendarlehen 7.883 7.037
Übrige Darlehen 48.060 48.815
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar
Festverzinsliche Wertpapiere
Staatsanleihen
Deutschland 6.609 6.513
Übrige EU 29.922 28.471
USA 17.524 14.975
Sonstige 21.326 17.780
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 46.898 43.345
Sonstige 8.213 10.975
Nicht festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 0 0
Investmentfonds
Aktienfonds 0 0
Rentenfonds 0 0
Immobilienfonds 0 0
Sonstige 0 0
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet
Handelsbestände 16 15
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert 42 50
Sonstige Kapitalanlagen
Einlagen bei Kreditinstituten 3.775 3.219
Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug
Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen 0 0
Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 201 7

1 Ohne Kapitalanlagen, die unter IFRS 9 erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden, unabhängig davon, ob sie die Zahlungsstrombedingung erfüllen.
2 Einschließlich Kapitalanlagen, die unter IFRS 9 erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden, unabhängig davon, ob sie die Zahlungsstrombedingung erfüllen.

Die folgende Tabelle ermöglicht eine Einschätzung der Bonität unserer Kapitalanlagen, deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen und dementsprechend nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wenn wir den IFRS 9 anwenden. Angegeben sind die Buchwerte dieser Kapitalanlagen nach IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung.

Rating der Kapitalanlagen, die die Zahlungsstrombedingung erfüllen

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Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
AAA 65.957 64.792
AA 53.106 51.811
A 24.722 23.149
BBB 23.622 21.231
Niedriger 5.765 5.572
Kein Rating 1.121 1.070
Gesamt 174.293 167.625

Der Anteil der Kapitalanlagen, die kein niedriges Kreditrisiko aufweisen, also ein Rating von BB oder niedriger haben, und die nach IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ist aus Gruppensicht unwesentlich. Die Kapitalanlagen der Tochtergesellschaften, die nach lokalen Vorschriften den IFRS 9 bereits anwenden müssen, sind aus Gruppensicht unwesentlich. Die Anzahl und Größe der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode im konsolidierten Abschluss von Munich Re einbezogen werden und aufgrund lokaler Vorschriften den IFRS 9 bereits anwenden müssen, sind von untergeordneter Bedeutung. Daher wurde bei diesen Gesellschaften auf eine Umbewertung sowie die Angabe weiterer Informationen verzichtet.

Mit Beginn des ersten Quartals 2019 haben wir die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Segment-Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich der Vorjahreszahlen nach IAS 1.41 angepasst. Da dem Währungsergebnis aufgrund unseres internationalen Geschäfts eine besondere Bedeutung zukommt, weisen wir es seit dem ersten Quartal 2019 gesondert aus. Zusätzlich stellen wir die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte nicht mehr getrennt dar, sondern ordnen diese dem sonstigen nicht operativen Ergebnis zu. Nicht fällige Zinsverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Nachranganleihen wurden in der Vergangenheit unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden nunmehr dem Posten Nachrangige Verbindlichkeiten zugeordnet. Es handelt sich um eine Ausweisänderung nach IAS 1.41. Es erfolgte keine Anpassung der jeweiligen Posten des Vorjahres, da die Ausweisänderung von untergeordneter Bedeutung ist. Bei der Ermittlung des technischen Zinsertrags im Geschäftsbereich ERGO Leben Deutschland werden die Depotzinsen aus der abgegebenen Rückversicherung nicht mehr berücksichtigt. Die jeweiligen Posten wurden entsprechend angepasst. Die Änderung wurde im Einklang mit IAS 8.41 rückwirkend durchgeführt. Die Anpassungen wirken sich folgendermaßen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2018 aus:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Mio. € 2018 wie ursprünglich ausgewiesen Veränderung aus Anpassungen im Jahr 2018 2018
2. Technischer Zinsertrag 4.747 -80 4.667
5. Versicherungstechnisches Ergebnis 2.779 -80 2.699
10. Umgliederung technischer Zinsertrag -4.747 80 -4.667
11. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis 946 80 1.027

Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von Standards

Munich Re beabsichtigt, sofern nicht anders angegeben, alle noch nicht in Kraft getretenen Standards sowie Änderungen von Standards erstmals mit dem verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt für Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union anzuwenden. Die jeweiligen Zeitpunkte für die verpflichtende Erstanwendung sind bei den im Folgenden aufgeführten neuen Standards angegeben.

Mit IFRS 9 (07/2014), Finanzinstrumente, werden die bisherigen Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten abgelöst. Danach richtet sich die Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte künftig nach den vertraglichen Zahlungsströmen und dem Geschäftsmodell, dem der Vermögenswert zugeordnet wird. Dementsprechend erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgswirksamer Erfassung der Wertänderungen. Für finanzielle Verbindlichkeiten ändern sich die Bewertungsvorschriften nicht, mit der Ausnahme, dass bei einer freiwilligen Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten (Fair Value Option) Wertänderungen aufgrund der Änderung der Bonität des Unternehmens künftig erfolgsneutral zu erfassen sind. Für die Erfassung von Wertminderungen sieht IFRS 9 ein "Modell der erwarteten Verluste" (Expected Loss Model) vor, bei dem - anders als im bisherigen "Modell der eingetretenen Verluste" (Incurred Loss Model) des IAS 39 - erwartete Verluste bereits vor deren Eintritt antizipiert und bilanziell als Aufwand berücksichtigt werden müssen. Dabei gibt es nur noch ein Modell für die Erfassung von Wertminderungen, das einheitlich für alle finanziellen Vermögenswerte, die unter die Impairmentvorschriften des IFRS 9 fallen, anzuwenden ist. Das bilanzielle Hedge Accounting nach IFRS 9 ist stärker am Risikomanagement eines Unternehmens ausgerichtet als die bisherigen Regelungen des IAS 39. Einher gehen die Vorschriften des IFRS 9 mit umfangreichen zusätzlichen Angabepflichten im Anhang, die in IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, übernommen wurden. Die Regelungen sind grundsätzlich verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Als Versicherungsunternehmen machen wir von der Möglichkeit Gebrauch, die Anwendung von IFRS 9 bis mindestens zum 1. Januar 2021 zu verschieben. Zu der von uns in Anspruch genommenen Option zur Verschiebung der erstmaligen Anwendung dieser neuen Regelungen siehe unter Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen. Über ein konzernweit aufgesetztes Projekt stellen wir sicher, dass die erforderlichen Implementierungsschritte fristgerecht umgesetzt werden. Im Oktober 2017 hat der IASB eine Änderung zu IFRS 9 (rev. 10/2017), Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung, veröffentlicht. Über diese Änderung erfolgt eine Klarstellung, wie bestimmte Finanzinstrumente mit Vorfälligkeitsregelungen nach IFRS 9 zu klassifizieren und damit zu bewerten sind. Diese Änderung ist grundsätzlich ab 2019 anzuwenden und wird von Munich Re im Rahmen des Gesamtprojekts zu IFRS 9 berücksichtigt.

Mit IFRS 17 (05/2017), Versicherungsverträge, hat der IASB erstmals einen Standard veröffentlicht, der den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Versicherungsverträgen vollumfänglich regelt; zusätzlich werden umfangreiche neue Angaben im Anhang gefordert. Dieser neue Standard wird IFRS 4, Versicherungsverträge, ersetzen. IFRS 17 ist anzuwenden für alle Erstversicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Die Bewertungsvorschriften basieren grundsätzlich auf einem sogenannten Bausteinansatz, der sich aus einem Erfüllungswert (abgezinsten erwarteten künftigen Zahlungsströmen sowie einer expliziten Risikomarge) und einer vertraglichen Servicemarge zusammensetzt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist insbesondere für kurzlaufende Verträge ein vereinfachter Bewertungsansatz zulässig. Für bestimmte Erstversicherungsverträge mit Überschussbeteiligung sowie für die passive Rückversicherung ist das generelle Bewertungsmodell in jeweils angepasster Form anzuwenden. Die Bewertung erfolgt nicht auf Ebene des einzelnen Vertrags, sondern auf Basis von Portfolios, die weiter in vorgegebene Gruppen zu untergliedern sind. Dabei sind weitgehend alle Zahlungsströme zu berücksichtigen, die aus Versicherungsverträgen resultieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bestimmte Posten, die derzeit in unserem Abschluss gesondert ausgewiesen werden, künftig entfallen werden. Neu ist auch die klar vorgegebene Unterscheidung in der Gewinn- und Verlustrechnung zwischen dem in IFRS 17 genau definierten versicherungstechnischen Ergebnis, das sich aus dem versicherungstechnischen Umsatz und den versicherungstechnischen Aufwendungen zusammensetzt, und den versicherungstechnischen Finanzerträgen bzw. -aufwendungen. Der versicherungstechnische Umsatz ist so definiert, dass eine Vergleichbarkeit mit der Umsatzgröße anderer Branchen erreicht werden soll und insbesondere weder Sparbeiträge noch bestimmte Provisionen an den Zedenten als Umsatzbestandteil ausgewiesen werden dürfen. Gleichzeitig erfordert diese neue Definition ein grundlegendes Umdenken gegenüber unserer heute ausgewiesenen Umsatzgröße, welche die gesamten Beiträge umfasst.
```# Bei gleichem Geschäftsvolumen rechnen wir daher für die Rückversicherung mit einem spürbaren Rückgang der auszuweisenden Umsatzgröße, ohne dass hierdurch das versicherungstechnische Ergebnis beeinflusst wird. Für die Erfassung von Wertänderungen aufgrund von Änderungen finanzieller Parameter enthält IFRS 17 ein Wahlrecht, diese entweder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Dieses Wahlrecht kann auf Ebene einzelner Portfolios ausgeübt werden. Die neuen Vorschriften erfordern die Angabe detaillierter Überleitungsrechnungen für Veränderungen der einzelnen Bewertungsbausteine sowie Rückstellungsarten. Die Angaben zu Risiken aus Versicherungsverträgen bleiben weitgehend unverändert. IFRS 17 wird die Bilanzierung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen und die damit verbundenen Prozesse grundlegend verändern. Da die erforderlichen Anpassungen sehr aufwendig sein werden, hatten wir frühzeitig mit deren detaillierter Analyse begonnen. Bereits kurz nach Veröffentlichung der neuen Vorschriften haben wir ein Implementierungsprojekt aufgesetzt, in welches alle wichtigen Bereiche unserer Rück- und Erstversicherungsgruppe einbezogen werden. Durch die intensive und interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Bereiche stellen wir kontinuierlich sicher, dass die Besonderheiten unserer einzelnen Versicherungssparten berücksichtigt und in unsere zentrale IT-Lösung implementiert werden. IFRS 17 in der Fassung vom Mai 2017 wäre erstmalig verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Aufgrund der Komplexität der Regelungen und des hohen Aufwands, der erforderlich ist, um diese zu implementieren, wird derzeit diskutiert, ob dieser Zeitpunkt verschoben werden soll. Der IASB hat dazu im Mai 2019 den Entwurf für eine Änderung von IFRS 17 veröffentlicht, der mit verkürzter Frist bis September 2019 kommentiert werden konnte. Dieser Entwurf schlägt vor, die verpflichtende Erstanwendung des Standards um ein Jahr auf den 1. Januar 2022 zu verschieben. Gleichzeitig würde dann auch die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 für diejenigen Versicherungsunternehmen, die diesen Standard noch nicht anwenden, um ein weiteres Jahr auf 2022 verschoben. Zusätzlich enthält der Entwurf bereits Vorschläge für erste inhaltliche Änderungen an IFRS 17. Die Diskussionen zu diesen Änderungen dauern aktuell noch an. Verschiedene Ersteller fordern eine noch weitergehende Verschiebung der verpflichtenden Erstanwendung der beiden Standards als im IASB-Entwurf vorgesehen. Die endgültige Veröffentlichung des Änderungsstandards wird nicht vor Mitte 2020 erwartet. IFRS 9 wurde im November 2016 in das europäische Recht übernommen, für IFRS 17 steht diese Übernahme noch aus. Zusätzlich hat der IASB Änderungen an folgenden Standards veröffentlicht, von denen die Änderungen an IFRS 3 und IAS 1 noch nicht in das europäische Recht übernommen wurden.
* Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in anderen IFRS-Standards (rev. 03/2018)
* Änderungen des IFRS 3 (rev. 10/2018), Definition eines Geschäftsbetriebs
* Änderung des IAS 1 und des IAS 8 (rev. 10/2018), Definition von Wesentlichkeit
* Änderungen des IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 (rev. 09/2019) hinsichtlich der Auswirkungen der IBOR-Reform (Phase 1)
* Änderungen des IAS 1 (rev. 01/2020), Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
Die Änderungen sind 2020 bzw. 2022 verpflichtend anzuwenden, jedoch für Munich Re nicht bzw. von untergeordneter Bedeutung.

Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss beziehen wir die Münchener Rück AG und alle Unternehmen ein, die von der Münchener Rück AG direkt oder indirekt beherrscht werden (Tochterunternehmen). Bei der großen Mehrzahl der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen hält die Münchener Rück AG direkt oder indirekt alle bzw. die eindeutige Mehrheit der Stimmrechte. Eine kleine Anzahl von Unternehmen beziehen wir aufgrund der Berücksichtigung vertraglicher Rechte, die zu Bestimmungsmacht über die relevanten Geschäftsaktivitäten führen, in unseren Konsolidierungskreis ein. Bei der Beurteilung der Einbeziehungspflicht von Anteilen an Investmentfonds berücksichtigen wir insbesondere den Grad der Variabilität der Vergütung des Fondsmanagers, Abberufungsrechte bzw. die Rolle der Investoren in Organen und Gremien des Investmentfonds. Dabei liegt teilweise eine Beherrschung vor, obwohl die Anteilsquote geringer als 50% ist. Bei der Beurteilung von strukturierten Unternehmen konzentrieren wir unsere Analyse auf die Entscheidungen, die in der jeweiligen Einheit noch zu treffen sind, und auf die Agentenverhältnisse zwischen den Beteiligten. Bei den strukturierten Unternehmen, die wir zur Emission von Katastrophenanleihen gründen, betrachten wir vor allem unser Verhältnis zum Treuhänder und unsere Möglichkeiten zur Einflussnahme auf dessen Entscheidungen. In der Regel beherrschen wir das strukturierte Unternehmen auch dann nicht, wenn wir selbst Anleihen halten. Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Abschnitt "Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019 gemäß § 313 Abs. 2 HGB".

Nachfolgend sind die Zahlungsmittelflüsse und Nettovermögen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftsbetriebe dargestellt:

Zahlungsmittelfluss aus der Übernahme der Beherrschung

scroll Mio. € 2019 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für die Übernahme der Beherrschung -5 -905
Nicht zahlungswirksames Entgelt für die Übernahme der Beherrschung 0 0
Zahlungswirksames Entgelt für die Übernahme der Beherrschung -5 -905
Zahlungsmittel, über welche die Beherrschung erlangt wurde 4 16
Gesamt -1 -889

Übernommenes Nettovermögen

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert bzw. negativer Unterschiedsbetrag 1 244
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 87
Kapitalanlagen 1 603
Zahlungsmittel 4 16
Sonstige Vermögenswerte 0 44
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) -1 0
Sonstige Schulden 0 -86
Gesamt 5 909

Zahlungsmittelfluss aus dem Verlust der Beherrschung

scroll Mio. € 2019 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für den Verlust der Beherrschung 99 149
Nicht zahlungswirksames Entgelt für den Verlust der Beherrschung 0 0
Zahlungswirksames Entgelt für den Verlust der Beherrschung 99 149
Zahlungsmittel, über welche die Beherrschung verloren wurde -157 -77
Gesamt -59 72

Abgehendes Nettovermögen

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte -5 -5
Kapitalanlagen -415 -130
Zahlungsmittel -157 -77
Sonstige Vermögenswerte -208 -269
Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) 557 145
Sonstige Schulden 81 228
Gesamt -147 -109

Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres

Am 31. Juli 2019 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft Munich Re Digital Partners US Holding Corporation, Wilmington, Delaware, USA, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Arsenal Insurance Corporation (Arsenal), Carmel, Indiana, USA. Arsenal wurde nach der Transaktion in American Digital Title Insurance Company, Denver, Colorado, USA, umbenannt. Zudem wurde der Sitz der Gesellschaft geändert. Es handelt sich dabei um einen in Indiana und Colorado lizenzierten Rechtstitelversicherer. Der Erwerb bietet Munich Re die Möglichkeit, in das Rechtstitel-Versicherungsgeschäft in den USA einzusteigen.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Unternehmen und Spezialfonds gelten als assoziierte Unternehmen, wenn wir deren Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblich beeinflussen können. Hiervon gehen wir regelmäßig aus, wenn wir Stimmrechte oder vergleichbare Rechte von 20% bis 50% halten, es sei denn, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens bzw. Spezialfonds ist weitestgehend vorbestimmt. Unternehmen und Spezialfonds gelten als Gemeinschaftsunternehmen, wenn wir deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmen können und wir lediglich Rechte an deren Nettovermögen besitzen.

Gemeinschaftliche Tätigkeit

Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmt werden können und diese Parteien, aufgrund der Rechtsform der gemeinschaftlichen Tätigkeit, vertraglicher Regelungen oder sonstiger Umstände, anstelle von Rechten am Nettovermögen Rechte an den Vermögenswerten sowie Verpflichtungen für die Schulden der gemeinschaftlichen Tätigkeit haben. Unseren Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen von gemeinschaftlichen Tätigkeiten, an welchen wir gemeinschaftliche Führung haben, bilanzieren wir gemäß den jeweils einschlägigen IFRS.

Strukturierte Unternehmen

Strukturierte Unternehmen sind Einheiten, die derart ausgestaltet sind, dass Stimmrechte oder ähnliche Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht ausschlaggebend sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich Stimmrechte nur auf administrative Aufgaben beziehen und die relevanten Geschäftsaktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden. Munich Re hält Anteile an konsolidierten und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen. Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen gliedert Munich Re in Abhängigkeit von der Art des strukturierten Unternehmens in Investmentfonds und Verbriefungsgesellschaften.

Investmentfonds

Zu unterscheiden sind Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der Kapitalanlage von Munich Re erfolgen, und Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der Kapitalanlage für Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen getätigt werden. Die Investmentfonds finanzieren sich überwiegend durch die Ausgabe von Anteilscheinen, die jederzeit zurückgegeben werden können.Einige der Investmentfonds werden von der MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH verwaltet, andere von konzernfremden Fondsmanagern. Zudem weisen wir unter den Investmentfonds alle Anlagen in Infrastruktur, Forst sowie in Private Equity und sonstige Kapitalanlagen aus.

Verbriefungsgesellschaften
Munich Re investiert in forderungsbesicherte Wertpapiere, die von Verbriefungsgesellschaften begeben werden, die Munich Re nicht selbst gegründet hat. Zudem nutzt Munich Re Verbriefungsgesellschaften zur Emission von Katastrophenanleihen und investiert in Katastrophenanleihen Dritter. Die Verbriefungsgesellschaften finanzieren sich durch Ausgabe der Wertpapiere. Zum Schutz des eigenen Portfolios nutzt Munich Re neben der traditionellen Retrozession den alternativen Risikotransfer. Dazu werden Versicherungsrisiken unter Zuhilfenahme von Verbriefungsgesellschaften an den Kapitalmarkt transferiert. Darüber hinaus tritt Munich Re als Investor auf dem Gebiet von Katastrophenrisiken auf. Munich Re investiert unter anderem in verschiedene Wertpapiere, deren Rückzahlung und Verzinsung in der Regel an das Eintreten von Naturkatastrophen gekoppelt ist. Die Wertpapiere werden von Verbriefungsgesellschaften emittiert, die Munich Re grundsätzlich nicht selbst gründet.

Größe der strukturierten Unternehmen
Für Investmentfonds einschließlich der Anlagen in Infrastruktur, Forst, Private Equity und sonstige Kapitalanlagen sowie Investmentfonds für die fondsgebundene Lebensversicherung gibt der Bilanzwert Auskunft über die Größe der strukturierten Unternehmen. Bei forderungsbesicherten Wertpapieren und der Verbriefung von Versicherungsrisiken wird das Emissionsvolumen (Nennwert) als Indikator für die Bewertung der Größe der strukturierten Unternehmen herangezogen. Die ausgewiesene Größe bezieht sich sowohl auf das Emissionsvolumen der von Munich Re selbst aufgelegten Verbriefungsgesellschaften als auch auf das Emissionsvolumen derjenigen Verbriefungsgesellschaften, in die Munich Re investiert ist.

Maximales Verlustrisiko
Das maximale Verlustrisiko entspricht, mit Ausnahme der Investmentfonds für die Kapitalanlage aus fondsgebundenen Lebensversicherungen, dem ausgewiesenen Bilanzwert der jeweiligen Posten der Aktivseite bzw. null für die Posten der Passivseite. Somit besteht für die Posten der Aktivseite in der Regel kein Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert der Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen und dem maximalen Verlustrisiko. Grundsätzlich entspricht das maximale Verlustrisiko bei Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung ebenfalls dem Bilanzwert der Anteile. Die Kapitalanlage erfolgt jedoch auf Rechnung und Risiko des Versicherungsnehmers.

Verwaltetes Fondsvermögen
Die MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH verwaltet auch Investmentfonds für Privatkunden und institutionelle Anleger, für die sie Verwaltungsvergütungen erhält. Die Verwaltungsvergütungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das maximale Verlustrisiko stellt den Verlust der zukünftigen Verwaltungsvergütungen dar. Für die Fondsverwaltung wurden im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 43 (42) Millionen € erzielt. Die Höhe des verwalteten Fondsvermögens gibt Auskunft über die Größe der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen. Zum 31. Dezember 2019 umfasste das verwaltete Fondsvermögen 4.622 (3.815) Millionen €. Zum Teil ist Munich Re auch selbst mit einem geringen Anteil in diese Fonds investiert.

Förderung nicht konsolidierter strukturierter Unternehmen
Munich Re erbringt Strukturierungs- und Beratungsleistungen für Kunden im Rahmen der Gründung und Strukturierung von Verbriefungsgesellschaften. Munich Re hält zum 31. Dezember 2019 keine Anteile an diesen strukturierten Unternehmen.

Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen
scroll
Mio. € | Investmentfonds-Kapitalanlage von Munich Re 31.12.2019 | Investmentfonds-Kapitalanlage aus fondsgebundenen Lebensversicherungen 31.12.2019 | Verbriefungsgesellschaften-Forderungsbesicherte Wertpapiere 31.12.2019
---|---|---|---
Darlehen | 201 | 0 | 0
Sonstige Wertpapiere | | |
Jederzeit veräußerbar | 4.136 | 0 | 3.251
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | 0 | 0 | 0
Depotforderungen | 0 | 0 | 0
Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen | 0 | 7.145 | 0
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 0 | 0 | 0
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 1 | 10 | 0
Summe der Aktiva | 4.338 | 7.155 | 3.251
Versicherungstechnische Rückstellungen | 0 | 0 | 0
Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0
Summe der Passiva | 0 | 0 | 0
Größe des strukturierten Unternehmens | 4.338 | 7.155 | 65.456

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Mio. € | Verbriefungsgesellschaften-Versicherungsrisiken 31.12.2019 | Gesamt 31.12.2019
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Darlehen | 0 | 201
Sonstige Wertpapiere | |
Jederzeit veräußerbar | 382 | 7.769
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | 0 | 0
Depotforderungen | 869 | 869
Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen | 0 | 7.145
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 98 | 98
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 0 | 11
Summe der Aktiva | 1.349 | 16.094
Versicherungstechnische Rückstellungen | 0 | 0
Sonstige Verbindlichkeiten | 3 | 3
Summe der Passiva | 3 | 3
Größe des strukturierten Unternehmens | 8.054 | 85.004

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Mio. € | Investmentfonds-Kapitalanlage von Munich Re Vorjahr | Investmentfonds-Kapitalanlage aus fondsgebundenen Lebensversicherungen Vorjahr | Verbriefungsgesellschaften-Forderungsbesicherte Wertpapiere Vorjahr
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Darlehen | 7 | 0 | 0
Sonstige Wertpapiere | | |
Jederzeit veräußerbar | 4.391 | 0 | 2.776
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | 0 | 0 | 0
Depotforderungen | 0 | 0 | 0
Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen | 0 | 8.141 | 0
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 0 | 0 | 0
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 118 | 149 | 4
Summe der Aktiva | 4.517 | 8.290 | 2.780
Versicherungstechnische Rückstellungen | 0 | 0 | 0
Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0
Summe der Passiva | 0 | 0 | 0
Größe des strukturierten Unternehmens | 4.517 | 8.290 | 75.517

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Mio. € | Verbriefungsgesellschaften-Versicherungsrisiken Vorjahr | Gesamt Vorjahr
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Darlehen | 0 | 7
Sonstige Wertpapiere | |
Jederzeit veräußerbar | 661 | 7.828
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet | 0 | 0
Depotforderungen | 390 | 390
Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen | 0 | 8.141
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen | 61 | 61
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 0 | 271
Summe der Aktiva | 1.112 | 16.699
Versicherungstechnische Rückstellungen | 0 | 0
Sonstige Verbindlichkeiten | 5 | 5
Summe der Passiva | 5 | 5
Größe des strukturierten Unternehmens | 9.257 | 94.581

Aktivseite

A Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden planmäßig mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen. Bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren führen wir zusätzlich außerplanmäßige Prüfungen durch. Für die Werthaltigkeitsprüfung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die aus den Synergien der Unternehmenszusammenschlüsse Nutzen ziehen. Gleichzeitig stellt die Einheit, welcher ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, die niedrigste Ebene dar, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die Geschäfts- oder Firmenwerte in der Rückversicherung sind den Ressorts zugeordnet, in der Erstversicherung dem Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland sowie den legalen Einheiten. Als signifikant betrachten wir Geschäfts- oder Firmenwerte, die mindestens 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts ausmachen.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend erworbene Versicherungsbestände und Softwarebestände. Die erworbenen Versicherungsbestände setzen wir bei Erwerb mit dem Bestandsbarwert (PVFP - Present Value of Future Profits) an. Dieser bestimmt sich als der Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Die planmäßige Abschreibung erfolgt entsprechend der Realisierung der Überschüsse aus den Versicherungsbeständen, die der PVFP-Berechnung zugrunde liegen. Die erworbenen Versicherungsbestände werden regelmäßig in einem Angemessenheitstest nach IFRS 4 auf ihre Werthaltigkeit überprüft; siehe hierzu die Erläuterungen unter Passivseite - C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Die Abschreibungen weisen wir unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb aus. Softwarebestände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf das Ergebnis aus Kapitalanlagen, auf die Leistungen an Kunden und auf die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verteilt. Wenn keine Zuordnung auf die Funktionsbereiche möglich ist, werden sie im sonstigen nicht operativen Ergebnis ausgewiesen. Sofern erforderlich, werden die Bestände außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben.

B Kapitalanlagen

Grundstücke und Bauten in den Kapitalanlagen betreffen fremdgenutzte Objekte. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Unterhaltskosten erfassen wir als Aufwand. Bauliche Maßnahmen werden grundsätzlich ab 5% der bisherigen historischen Gebäudeanschaffungs- bzw. -herstellungskosten auf Aktivierbarkeit analysiert. Gebäude schreiben wir nach dem Komponentenansatz entsprechend ihrer gebäudeklassenspezifischen gewichteten Nutzungsdauer planmäßig linear ab. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen überwiegend zwischen 40 und 57 Jahre. Sowohl bei Grundstücken als auch bei Gebäuden nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen vor, wenn ihr erzielbarer Betrag unter den Buchwert sinkt.# Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, setzen wir regelmäßig mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts weisen wir in den übrigen Rücklagen unter den unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus. Für den Konzernabschluss wesentliche Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir nach der Equity-Methode, das heißt mit unserem Anteil an deren Eigenkapital. Dabei ist unser Anteil am Jahresergebnis im Ergebnis aus Kapitalanlagen enthalten. In der Regel werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahres- oder Konzernabschluss des assoziierten bzw. Gemeinschaftsunternehmens entnommen. Bei Abschlüssen bedeutender assoziierter bzw. Gemeinschaftsunternehmen werden angemessene Anpassungen an unsere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen und außerordentliche Sachverhalte phasengleich berücksichtigt. Darlehen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Abschreibungen nehmen wir vor, wenn mit der Rückzahlung eines Darlehens nicht mehr zu rechnen ist. Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind und die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet oder unter den Darlehen ausgewiesen werden, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei wir Wertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Unrealisierte Gewinne oder Verluste werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen bestimmt und nach Abzug latenter Steuern und der Beträge, die bei Lebens- und Krankenversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), direkt in die übrigen Rücklagen eingestellt. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere enthalten Handelsbestände und Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Handelsbestände umfassen insbesondere alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten, die wir erworben haben, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, die jedoch nicht den Vorgaben des IAS 39 für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung genügen. Bei den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, handelt es sich um strukturierte Wertpapiere sowie um Papiere, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, um Bilanzierungsinkongruenzen zu vermeiden. Zudem erfolgt die Steuerung eines Portfolios von Darlehen auf Basis des Fair Values des Gesamtportfolios, weshalb dieses ebenfalls als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert wurde. Depotforderungen sind Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Wir bilanzieren sie mit dem Nominalbetrag. Die sonstigen Kapitalanlagen beinhalten Einlagen bei Kreditinstituten, Anlagen in erneuerbare Energien, physisches Gold sowie Investitionen in Forst (Forstinvestments). Mit Ausnahme der Forstinvestments werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für Einlagen bei Kreditinstituten wenden wir die Effektivzinsmethode an. Anlagen in erneuerbare Energien werden linear über eine Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren, mehrheitlich jedoch über 20 Jahre, planmäßig abgeschrieben. Der jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung folgen bei Bedarf außerplanmäßige Ab- oder Zuschreibungen. Ist der erzielbare Betrag des physischen Golds geringer als der Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Analog schreiben wir erfolgswirksam maximal bis zu den Anschaffungskosten zu. Die Forstinvestments fallen in die Kategorie der biologischen Vermögenswerte und beinhalten stehendes Holz. Sie werden erfolgswirksam zum beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihe

Im Rahmen von Pensionsgeschäften erwerben wir als Pensionsnehmer gegen Zahlung eines Betrags Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Pensionsgeber zurückzuverkaufen. Da die Chancen und Risiken aus den Wertpapieren beim Pensionsgeber verbleiben, werden diese bei uns nicht bilanziert. Vielmehr ist in Höhe des gezahlten Betrags eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber unter den sonstigen Kapitalanlagen, Einlagen bei Kreditinstituten, auszuweisen. Zinserträge aus diesen Geschäften zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen. Von uns als Pensionsgeber abgegebene Wertpapiere buchen wir dementsprechend nicht aus. Gleichzeitig weisen wir in Höhe des vom Pensionsnehmer erhaltenen Betrags eine Verbindlichkeit aus. Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, weisen wir weiterhin in der Bilanz aus, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, bei Munich Re verbleiben. Von uns entliehene Wertpapiere zeigen wir folglich nicht in der Bilanz. Gebühren aus der Wertpapierleihe werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen erfasst.

Ansatz von Finanzinstrumenten

Wir erfassen finanzielle Vermögenswerte zum Handelstag.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Alle Kapitalanlagen und übrigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche Kapitalanlagen und übrige Posten, deren beizulegender Zeitwert lediglich im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu, die drei Level für die Bewertung vorsieht. Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt. Sofern Marktpreise vorliegen, stellen diese einen objektiven Maßstab für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert dar. Wenn die Bewertung auf Basis von Modellen erfolgt, besteht ein gewisser Spielraum bei der Anwendung solcher Verfahren. Dabei ist die Ermessensentscheidung von Munich Re umso größer, je mehr Parameter verwendet werden, die nicht am Markt beobachtbar sind, sondern auf internen Einschätzungen beruhen. Erläuterungen zu den Bewertungsmodellen sowie zu den Bewertungsprozessen finden Sie unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten. Über einen internen Prozess stellen wir sicher, dass die Bewertungsbasis zu jedem Stichtag zu einer korrekten Zuordnung zu den Bewertungsleveln des IFRS 13 führt.

Level 1

Bei Level 1 handelt es sich um unbereinigte notierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte, auf die Munich Re zum Bewertungsstichtag zugreifen kann. Wenn ein notierter Preis auf einem aktiven Markt verfügbar ist, ist dieser stets zu berücksichtigen. Wir haben dieser Hierarchiestufe überwiegend Aktien, Aktienfonds sowie börsengehandelte Derivate und börsengehandelte nachrangige Verbindlichkeiten zugeordnet.

Level 2

Bei den Vermögenswerten, die Level 2 zugeordnet werden, erfolgt die Bewertung auf Basis von Modellen, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Sofern das Instrument eine festgelegte Vertragslaufzeit besitzt, müssen die für die Bewertung verwendeten Parameter über die gesamte Vertragslaufzeit des Instruments beobachtbar sein. Außerdem ordnen wir diesem Level solche Vermögenswerte zu, für die Preise von Preisanbietern zur Verfügung gestellt werden, aber nicht nachweisbar ist, dass diese auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Im Wesentlichen haben wir dieser Hierarchiestufe Inhaberschuldverschreibungen und Rentenfonds, Schuldscheindarlehen, Pfandbriefe, nachrangige Wertpapiere, bestimmte Kreditstrukturen, nicht börsengehandelte Derivate sowie physisches Gas zugeordnet.

Level 3

Bei Vermögenswerten, die Level 3 zugeordnet werden, verwenden wir Bewertungsmethoden, die auch auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern basieren. Dies ist nur zulässig, sofern keine beobachtbaren Marktdaten verfügbar sind. Die verwendeten Parameter spiegeln die Annahmen von Munich Re darüber wider, welche Einflussgrößen die Marktteilnehmer bei der Preissetzung berücksichtigen würden. Wir verwenden dazu die besten verfügbaren Informationen, einschließlich unternehmensinterner Daten. Bei den dieser Bewertungsstufe zugeordneten Beständen handelt es sich überwiegend um Grundstücke und Gebäude sowie um Immobilienfonds. Fonds, die vorrangig in theoretisch bewertete Instrumente investieren, Investitionen in Infrastruktur und in Private Equity ordnen wir ebenfalls Level 3 zu. Dasselbe gilt für Anteile an verbundenen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für Versicherungsderivate. Für Darlehen sowie Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Finanztransaktionen und passivische Anleihen, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden, entscheiden wir im Einzelfall, welchem Level der Bewertungshierarchie die vorliegenden Zeitwerte entsprechen. Veränderungen einzelner Parameter können aufgrund ihrer Hebelwirkung den ausgewiesenen Zeitwert der nach Level 3 bewerteten Instrumente erheblich beeinflussen. Wenn wir im Einzelfall derartige Anpassungen bei der Bewertung vornehmen, erläutern wir die daraus resultierenden Auswirkungen.# Nettoergebnis aus Kapitalanlagen

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen setzt sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Zuschreibungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen, sonstigen Erträgen, Abschreibungen auf Kapitalanlagen sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus den nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen berechnen sich nach der Effektivzinsmethode. Das heißt, eventuell vorhandene Agien oder Disagien werden ergebniswirksam über die Laufzeit verteilt.

Wertminderungen (Impairment)

Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob es bei unseren finanziellen Vermögenswerten und Gruppen finanzieller Vermögenswerte objektive substanzielle Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Da für die Erfassung von Wertminderungen sowohl dem Grunde nach als auch der Höhe nach Ermessensentscheidungen zu treffen sind, haben wir hierzu einen Prozess etabliert, der gewährleistet, dass zu jedem Stichtag alle Kapitalanlagen, bei denen eine Wertminderung vorliegen könnte, identifiziert und einem Impairmenttest unterzogen werden. Auf Basis dieser Testergebnisse wird zunächst eine Vorschlagsliste von Kapitalanlagen, für die eine Wertminderung zu erfassen ist, erstellt. Diese wird dann einer nochmaligen Verifizierung unter Einbeziehung des Managements unterzogen.

IAS 39.59 enthält eine Liste mit objektiven Hinweisen auf Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte. Zusätzlich bestimmt IAS 39.61, dass der wesentliche oder nachhaltige Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten bei Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung gilt. Diese Regelungen werden durch interne Richtlinien konkretisiert. Wir gehen davon aus, dass bei börsennotierten Aktien ein signifikantes Absinken des beizulegenden Zeitwerts vorliegt, wenn der Marktwert im Betrachtungszeitpunkt mindestens 20% oder mindestens 6 Monate unter den durchschnittlichen historischen Gesellschaftseinstandskursen liegt. Bei festverzinslichen Wertpapieren sowie bei Darlehen werden zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, insbesondere Hinweise auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten sowie die aktuelle Marktsituation und Nachrichtenlage über einen Emittenten herangezogen. Wir ermitteln die Anschaffungskosten auf Basis der durchschnittlichen Gesellschaftseinstandskurse. Die Abschreibung erfolgt bei Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag und wird erfolgswirksam erfasst.

Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug

Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen bilanzieren wir zum Marktwert. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Marktwertänderungen werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug berücksichtigt. Ihnen stehen Veränderungen der entsprechenden versicherungstechnischen Rückstellungen (siehe Passivseite - D Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)) in gleicher Höhe gegenüber, die in das versicherungstechnische Ergebnis einbezogen werden. Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug werden nicht für das Asset-Liability-Management eingesetzt. Dazu gehören Versicherungsderivate, Derivate zur Absicherung von Variable Annuities, Wetter- und Rohstoffderivate sowie physisches Gas. Versicherungsderivate umfassen die in Variable Annuities eingebetteten Derivate, die derivativen Bestandteile aus Naturkatastrophenanleihen und aus Verbriefungen von Sterblichkeits- und Morbiditätsrisiken, individuell ausgestaltete Derivate auf Versicherungsrisiken sowie die derivativen Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Zu den Versicherungsderivaten gehören auch die in derivativer Form abgeschlossenen Retrozessionen, die der Absicherung übernommener Versicherungsrisiken dienen. Unter Versicherungsrisiken verstehen wir solche Risiken, die in modifizierter Form auch durch einen Versicherungsvertrag im Sinne des IFRS 4 übernommen werden können. Die sonstigen Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei wir Wertveränderungen erfolgswirksam erfassen. Bei physischem Gas ist der beizulegende Zeitwert um die geschätzten Verkaufskosten zu reduzieren.

Nettoergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug

Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug entspricht in seiner Zusammensetzung dem Nettoergebnis aus Kapitalanlagen.

D Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

Die Anteile unserer Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen ermitteln wir gemäß den vertraglichen Bedingungen aus den jeweiligen versicherungstechnischen Rückstellungen; siehe Passivseite -C Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto). Bonitätsrisiken werden berücksichtigt.

E Forderungen

Wir setzen die laufenden Steuerforderungen entsprechend der lokalen Steuergesetzgebung und die sonstigen Forderungen mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten an. Die Werthaltigkeitsprüfung unserer Forderungen erfolgt in einem zweistufigen Prozess zunächst auf Ebene einzelner Posten und zusätzlich auf der Grundlage von Gruppen von Forderungen. Die so ermittelte Wertminderung wird aufwandswirksam erfasst. Entfallen die Gründe für die Abschreibung, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die ursprünglichen fortgeführten Anschaffungskosten vor. Die laufenden Steuerforderungen umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerforderungen werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen.

F Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand

Die Zahlungsmittelbestände weisen wir mit ihrem Nennwert aus.

G Aktivierte Abschlusskosten

In den aktivierten Abschlusskosten werden Provisionen und andere variable Kosten abgegrenzt, die unmittelbar bei Abschluss oder Verlängerung von Versicherungsverträgen anfallen. In Übereinstimmung mit IFRS 4 wenden wir für die aktivierten Abschlusskosten des Lebenserstversicherungsgeschäfts kein Shadow Accounting an. In der Lebensversicherung sowie der langfristigen Krankenerstversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten über die planmäßige Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Bei der Bestimmung des Abschreibungsbetrags berücksichtigen wir eine rechnungsmäßige Verzinsung sowie eine Bestandsveränderung durch den Abgang von Verträgen. In der Schaden- und Unfallversicherung, der kurzfristigen Krankenerstversicherung sowie der Krankenrückversicherung schreiben wir die aktivierten Abschlusskosten üblicherweise linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von bis zu fünf Jahren ab.

H Aktive Steuerabgrenzung

Aktive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen). Ebenso werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden erfasst, soweit aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung eine Verwertung mit ausreichender Sicherheit zu erwarten ist. Dabei wird ein in der Regel fünfjähriger Prognosezeitraum betrachtet. Wir berücksichtigen die landesspezifischen Steuersätze und die jeweilige steuerliche Situation der Konzerngesellschaft; teilweise verwenden wir zur Vereinfachung einheitliche Steuersätze für einzelne Sachverhalte oder Tochterunternehmen. Änderungen des Steuersatzes und der Steuergesetze, die am Bilanzstichtag bereits beschlossen sind, beachten wir. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen, sofern sie dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde betreffen. Die Saldierung wird dabei insoweit vorgenommen, als für die zugrunde liegenden Steuerforderungen und -verbindlichkeiten eine Aufrechnung grundsätzlich möglich ist.

I Übrige Aktiva

Übrige Aktiva bilanzieren wir grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen erfolgen überwiegend linear, wobei die zugrunde gelegte Nutzungsdauer im Durchschnitt 56 Jahre beträgt. Sofern erforderlich, werden die eigengenutzten Grundstücke und Bauten und die Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßig ab- oder zugeschrieben. Die Abschreibungen und Zuschreibungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt. Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen setzen sich zusammen aus Leasingverbindlichkeiten, bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen, anfänglichen direkten Kosten und Rückbauverpflichtungen. Die Abschreibung der Nutzungsrechte wird linear über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses vorgenommen. Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere von Immobilien, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten wird die Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind.

J Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

Bei den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Der Posten kann einzelne Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten enthalten. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte bilanzieren wir mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Sie werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Bei Finanzinstrumenten bleibt die Bewertung unverändert, es ändert sich lediglich der Ausweis.

Passivseite

A Eigenkapital

Der Posten Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage enthält die von den Aktionären der Münchener Rück AG auf die Aktien eingezahlten Beträge.# B. Accounting Policies

Retained Earnings

Retained earnings represent profits generated by Group companies since they became part of Munich Re and have not been distributed, as well as income and expenses from changes in the scope of consolidation. Furthermore, in the event of changes in accounting and valuation methods, the adjustment amount for prior periods not included in the financial statements is recognized in the opening balance of retained earnings of the earliest period presented. Retained earnings also include effects from revaluations of defined-benefit pension commitments. Own shares are deducted from equity. The purchase, sale, or redemption of these shares is recognized neutrally within the equity items.

Other Reserves

Other reserves primarily include unrealized gains and losses from the valuation of other securities at fair value that are available for sale at any time, from interests in unconsolidated affiliated companies, and in associated and joint ventures that we do not account for using the equity method. Furthermore, other reserves include unrealized gains and losses from the equity method valuation of associated and joint ventures. Additionally, translation differences resulting from the currency translation of foreign subsidiaries, as well as the valuation result from hedging cash flows (cash flow hedges), are recognized in other reserves.

B. Subordinated Liabilities

Subordinated liabilities include liabilities that must be settled only after the claims of other creditors in the event of liquidation or insolvency. They are measured at amortized cost using the effective interest method.

C. Technical Provisions (Gross)

Technical provisions are presented gross in the balance sheet, meaning before deducting the portion attributable to our reinsurers; see Statement of Financial Position - D. Reinsurers' Share of Technical Provisions. The reinsurers' share is determined and recognized in the balance sheet based on individual reinsurance contracts. We recognize acquisition costs from insurance contracts and amortize them over the term of the contracts; see Statement of Financial Position - G. Deferred Acquisition Costs.

The standards used for valuing technical provisions are FAS 60 (Life insurance without performance-dependent profit participation, health insurance, and the majority of reinsurance contracts), FAS 97 (Life insurance under the universal life model, unit-linked life insurance, and life reinsurance for acquired contracts under FAS 97), and FAS 120 (Life insurance with performance-dependent profit participation) of US GAAP. Credit insurance is accounted for according to the provisions of IFRS 4.

Unearned premiums represent premiums already received that relate to future risk periods. In direct insurance, these premiums are allocated to each insurance contract on a daily basis; in reinsurance, we partially use flat rates where data for pro-rata calculation is not available. The recognition of unearned premiums is limited to short-term insurance business. This applies to casualty insurance as well as parts of accident and health insurance. For long-term business, a premium reserve is established.

The premium reserve for long-term insurance business is established for obligations arising from guaranteed policyholder claims, in the amount of the actuarially calculated value. This applies to life insurance as well as parts of health and accident insurance, where the business is conducted in a manner similar to life insurance. Valuation is generally performed using the prospective method, by calculating the difference between the present values of future benefits and future premiums. The calculation incorporates biometric assumptions, particularly regarding mortality, disability, and morbidity, as well as assumptions on investment returns, lapse rates, and expenses. These are estimated on a realistic basis at the time of contract inception and include adequate safety margins to account for the risks of changes, errors, and randomness.

In reinsurance, valuation is performed partly individually for each risk and partly collectively for reinsured portfolios. Biometric assumptions based on tables from national actuarial associations are used for this purpose. They are adjusted for the respective reinsured portfolio to reflect observed probabilities of an insured event occurring. Interest rates are chosen to reflect the best possible estimate of expected investment returns, less a safety margin. For the majority of the portfolio, these assumptions are fixed at the inception of the contract and are not changed over the contract term.

In direct insurance, each risk is generally valued individually. In German direct life insurance, biometric assumptions are based on tables from the German Association of Actuaries (Deutsche Aktuarvereinigung e.V.). In other direct insurance business, tables from national actuarial associations are primarily used. Discounting in direct life insurance is performed using a contractual interest rate, limited by the respective regulatory maximum contractual interest rate. In direct health insurance, interest rates are chosen to reflect the best possible estimate of expected investment returns less a safety margin.

The provision for outstanding claims is established at the balance sheet date for payment obligations from insurance contracts where the amount of the insurance benefit or the due date is still uncertain. Part of this provision relates to known claims for which we establish individually determined provisions. Additionally, expenses for claims that have not yet occurred are considered. Furthermore, provisions are established for claims that are already known but whose extent is later found to be more extensive than initially anticipated. All of these provisions include expenses for internal and external claims handling costs.

The provision for outstanding claims is based on estimates. Actual payments may therefore be higher or lower. The realistic estimated future fulfillment amount is recognized. Past experience and assumptions regarding future developments (e.g., social, economic, or technical influencing factors) are taken into account. Payments for claims also include estimated adjustments to payables established in the previous year, with corresponding effects on the provision, resulting from a changed assessment of payment behavior. Future payment obligations are predominantly not discounted. Exceptions apply to some provisions for occupational disability pensions, annuities in workers' accident insurance, and in other branches of casualty and accident insurance.

Munich Re uses a number of actuarial projection methods to determine the provision for outstanding claims. Where ranges exist, a realistic estimate for the final claim amount is determined within these ranges. When applying statistical methods, we consider large claims separately.

The remaining technical provisions primarily include the provision for premium refunds in direct insurance and the provision for profit participation in reinsurance. The former is established in direct life and health insurance for policyholder profit participation obligations that are not yet irrevocably assigned to individual contracts at the balance sheet date. These provisions are established according to national regulations exclusively for German direct insurance business; we generally use a retrospective approach based on regulatory or individual contractual provisions. In addition, provisions are established for deferred premium refunds for the policyholder portions of valuation differences between IFRS and local accounting. The expected future profit participation ratios are used as the basis for this. For unrealized gains and losses from capital investments available for sale at any time, which are recognized directly in equity (see Statement of Financial Position - B. Investments - Fixed-income or non-fixed-income securities that are available for sale at any time), we recognize the resulting provision for deferred premium refunds neutrally; otherwise, we recognize changes in this provision as affecting profit.

Adequacy Test

All technical provisions are regularly reviewed in an adequacy test according to IFRS 4 (Liability Adequacy Test).# E Andere Rückstellungen

Der Posten umfasst unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder einen Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit der Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen erteilen Unternehmen oder Pensionsfonds dem Mitarbeiter eine bestimmte Pensionszusage. Die Beiträge, die das Unternehmen zur Finanzierung zu zahlen hat, sind nicht im Vorhinein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (zum Beispiel eines Fonds oder eines Contractual Trust Agreements in Form einer doppelseitigen Treuhand, die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (Planvermögen, so sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug dieser Vermögenswerte auszuweisen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte die zugehörigen ausgelagerten Pensionsverpflichtungen, ist dieser Rückzahlungsanspruch unter den sonstigen Forderungen auszuweisen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method. Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern es wird auch ihre zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Die Annahmen über die zukünftige Entwicklung werden entsprechend den Gegebenheiten in den einzelnen Ländern festgelegt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Anleihen von Emittenten bester Bonität gelten (zum Beispiel Industrie- oder Staatsanleihen). Daneben umfasst der Posten die übrigen Rückstellungen. Wir bilden sie in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs. Sofern der Zinseffekt unwesentlich ist, werden sie nicht abgezinst.

F Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten umfassen Anleihen, Depotverbindlichkeiten, laufende Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten bilanzieren wir grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivative Finanzinstrumente werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Details zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind unter Aktivseite - B Kapitalanlagen -Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt.

Die laufenden Steuerverbindlichkeiten umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerverbindlichkeiten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sind in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Die Leasingverbindlichkeit stellt den Barwert der eingegangenen Zahlungsverpflichtungen dar und beinhaltet als Leasingzahlungen feste Zahlungen abzüglich etwaiger vom Leasinggeber zu leistende Leasinganreize, variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien, den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde, und Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird. Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalkostensatz.

G Passive Steuerabgrenzung

Passive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder Passivposten niedriger anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen); siehe Aktivseite -H Aktive Steuerabgrenzung.

H Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten

In diesem Posten sind Verbindlichkeiten ausgewiesen, die zusammen mit Veräußerungsgruppen übertragen werden sollen; siehe Aktivseite - J Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung von Munich Re ist der Euro (€. Unsere Tochterunternehmen erfassen Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung in deren jeweiliger Landeswährung überwiegend erfolgswirksam. Die so umgerechneten Nettovermögenswerte ausländischer Tochterunternehmen, deren Landeswährung nicht der Euro ist, rechnen wir sodann mit den Stichtagskursen vom Jahresende in Euro um, Ergebnisse mit Quartalsdurchschnittskursen. Umrechnungsdifferenzen, die hieraus resultieren, werden im Eigenkapital erfasst. Die Umrechnungskurse der für uns wichtigsten Währungen lauten:

Fremdwährungseinheit entspricht in €: 31.12.2019 Vorjahr Q4 2019 Q3 2019 Q2 2019 Q1 2019
Australischer Dollar 0,6262 0,6158 0,6174 0,6167 0,6230 0,6273
Kanadischer Dollar 0,6870 0,6405 0,6843 0,6810 0,6652 0,6621
Pfund Sterling 1,1801 1,1141 1,1623 1,1086 1,1440 1,1464
Polnischer Zloty 0,2352 0,2329 0,2334 0,2315 0,2336 0,2325
Schweizer Franken 0,9200 0,8874 0,9126 0,9122 0,8874 0,8835
US-Dollar 0,8909 0,8748 0,9032 0,8993 0,8899 0,8806
Yen 0,0082 0,0080 0,0083 0,0084 0,0081 0,0080
Yuan Renminbi 0,1279 0,1274 0,1282 0,1282 0,1304 0,1305
Fremdwährungseinheit entspricht in €: Q4 2018 Q3 2018 Q2 2018 Q1 2018
Australischer Dollar 0,6284 0,6289 0,6349 0,6396
Kanadischer Dollar 0,6633 0,6576 0,6499 0,6434
Pfund Sterling 1,1272 1,1206 1,1416 1,1323
Polnischer Zloty 0,2327 0,2324 0,2346 0,2393
Schweizer Franken 0,8801 0,8735 0,8517 0,8580
US-Dollar 0,8763 0,8596 0,8389 0,8139
Yen 0,0078 0,0077 0,0077 0,0075
Yuan Renminbi 0,1267 0,1264 0,1316 0,1280

Segmentberichterstattung

Die Basis für die Segmentierung unserer Geschäftstätigkeit bildet entsprechend dem "Management-Approach" die interne Steuerung von Munich Re. Wir haben fünf berichtspflichtige Segmente identifiziert:

  • Rückversicherung Leben/Gesundheit: weltweites Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft
  • Rückversicherung Schaden/Unfall: weltweites Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft
  • ERGO Leben/Gesundheit Deutschland: deutsches Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft sowie weltweites Reiseversicherungsgeschäft und Digital Ventures Geschäft
  • ERGO Schaden/Unfall Deutschland: deutsches Schaden- und Unfallerstversicherungsgeschäft (ohne Digital Ventures)
  • ERGO International: Erstversicherungsgeschäft von ERGO außerhalb Deutschlands

Zum 1. Januar 2019 wurde der ERGO Geschäftsbereich Direkt Deutschland in Digital Ventures umbenannt. Mit Beginn des ersten Quartals 2019 weisen wir in der Segment-Gewinn- und Verlustrechnung das Währungsergebnis aus Transparenzgründen separat aus, siehe auch Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen". Mit Beginn des ersten Quartals 2019 wurde die Methode für die Kapitalanlagesteuerung in der Rückversicherung und somit die Zuordnung zu den Segmenten Leben/Gesundheit und Schaden/Unfall in der Rückversicherungsgruppe verfeinert, um wesentliche Sachverhalte detaillierter zu berücksichtigen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, da die Veränderungen von untergeordneter Bedeutung sind. Bestimmte Erstversicherer, deren Geschäft spezialisierte Lösungskompetenz benötigt, sind an die Rückversicherung als Risikoträger gekoppelt. Deshalb betreiben wir deren Geschäft aus der Rückversicherung heraus; entsprechend sind sie den Rückversicherungssegmenten zugeordnet.

Die IFRS-Ergebnisbeiträge sind Grundlage der Planung und Strategie aller Segmente. Daher ist das IFRS-Segmentergebnis die einheitliche Bemessungsgrundlage für die interne Steuerung. Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Darlehen werden unkonsolidiert im Posten Sonstiges nicht operatives Ergebnis der jeweiligen Segmente ausgewiesen.Ansonsten erfolgt der Ausweis nach Eliminierung aller konzerninternen Geschäftsvorfälle und Beteiligungsverhältnisse.
Segmentaktiva

Rückversicherung ERGO Leben/Gesundheit Schaden/Unfall Leben/Gesundheit Deutschland
Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019
A. Immaterielle Vermögenswerte 319 330 2.316 2.304 199
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 190 433 2.369 2.150 3.101
II. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 48 44 1.827 1.433 378
davon: Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet 27 28 1.761 1.371 322
III. Darlehen 471 178 536 701 49.713
IV. Sonstige Wertpapiere
1. Jederzeit veräußerbar 22.661 19.689 50.533 49.116 56.676
2. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 83 122 897 634 1.336
22.744 19.812 51.431 49.750 58.013
V. Depotforderungen 4.791 4.890 3.082 2.286 43
VI. Sonstige Kapitalanlagen 722 688 2.858 2.400 1.329
28.967 26.044 62.103 58.718 112.577
C. Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 1.070 745 290 97 5.216
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 1.529 858 2.732 2.709 14
E. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 10 0 157 414 0
F. Übrige Segmentaktiva 14.826 13.006 13.852 11.126 7.034
Summe der Segmentaktiva 46.721 40.984 81.449 75.369 125.039

ERGO

Gesamt Schaden/Unfall Deutschland International
Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019
A. Immaterielle Vermögenswerte 1.170 1.044 175
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 225 221 105
II. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 113 75 481
davon: Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet 43 9 471
III. Darlehen 1.433 1.606 354
IV. Sonstige Wertpapiere
1. Jederzeit veräußerbar 5.334 4.625 16.353
2. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 23 53 441
5.357 4.678 16.794
V. Depotforderungen 22 21 0
VI. Sonstige Kapitalanlagen 74 270 161
7.222 6.871 17.895
C. Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 0 0 2.587
D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 52 74 610
E. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 1 234
F. Übrige Segmentaktiva 1.637 1.581 2.760
Summe der Segmentaktiva 10.082 9.572 24.262

Segmentpassiva

Rückversicherung ERGO Leben/Gesundheit Schaden/Unfall Leben/Gesundheit Deutschland
Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019
A. Nachrangige Verbindlichkeiten 956 977 2.871 2.700 0
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)
I. Beitragsüberträge 337 309 7.583 6.985 282
II. Deckungsrückstellung 12.607 12.107 26 26 89.698
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 9.563 9.034 50.696 46.919 2.970
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 340 301 274 293 19.574
22.848 21.751 58.579 54.222 112.525
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto) 0 0 0 0 5.572
D. Andere Rückstellungen 233 226 805 604 1.992
E. Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 0 0 0 392 0
F. Übrige Segmentpassiva 10.522 8.938 8.049 7.189 4.282
Summe der Segmentpassiva 34.559 31.891 70.303 65.108 124.370

ERGO

Gesamt Schaden/Unfall Deutschland International
Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019
A. Nachrangige Verbindlichkeiten 0 0 13
B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)
I. Beitragsüberträge 507 484 1.809
II. Deckungsrückstellung 409 422 9.562
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 4.779 4.670 2.868
IV. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 99 96 724
5.793 5.672 14.962
C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto) 0 0 2.600
D. Andere Rückstellungen 1.061 918 1.200
E. Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 0 0 179
F. Übrige Segmentpassiva 631 741 1.306
Summe der Segmentpassiva 7.486 7.331 20.260

Eigenkapital 30.576 26.500
Summe der Passiva 287.553 270.168

1 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

Segment-Gewinn- und Verlustrechnung

Rückversicherung ERGO Leben/Gesundheit Schaden/Unfall Leben/Gesundheit Deutschland
Mio. € 2019 Vorjahr 2019 Vorjahr 2019
Gebuchte Bruttobeiträge 11.716 10.849 22.091 20.437 9.238
1. Verdiente Beiträge (netto) 10.540 9.868 20.566 18.618 9.191
2. Technischer Zinsertrag 652 637 1.215 1.144 4.196
3. Leistungen an Kunden (netto) -8.580 -7.855 -13.714 -12.140 -11.701
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) -2.283 -2.146 -7.066 -6.372 -1.415
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) 329 503 1.000 1.250 271
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen 1.080 988 2.152 1.555 3.916
7. Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 30 17 65 3 751
8. Sonstiges operatives Ergebnis 62 58 -238 -130 -61
9. Umgliederung technischer Zinsertrag -652 -637 -1.215 -1.144 -4.196
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) 520 427 763 284 410
11. Operatives Ergebnis 849 930 1.764 1.534 681
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis -10 -26 -47 -80 -305
13. Währungsergebnis 47 27 149 19 -41
14. Finanzierungsergebnis -39 -36 -128 -48 -23
15. Ertragsteuern -142 -168 -176 -289 -127
16. Konzernergebnis 706 729 1.562 1.135 187

ERGO

Gesamt Schaden/Unfall Deutschland International
Mio. € 2019 Vorjahr 2019
Gebuchte Bruttobeiträge 3.500 3.377 4.912
1. Verdiente Beiträge (netto) 3.362 3.252 4.621
2. Technischer Zinsertrag 75 76 591
3. Leistungen an Kunden (netto) -2.056 -2.075 -3.633
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) -1.077 -1 087 -1.408
5. Versicherungstechnisches Ergebnis (1.-4.) 303 166 171
6. Ergebnis aus Kapitalanlagen 157 133 430
7. Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 0 0 330
8. Sonstiges operatives Ergebnis 22 6 -39
9. Umgliederung technischer Zinsertrag -75 -76 -591
10. Nicht versicherungstechnisches Ergebnis (6.-9.) 105 62 131
11. Operatives Ergebnis 408 228 302
12. Sonstiges nicht operatives Ergebnis -212 -171 -92
13. Währungsergebnis -24 -13 -59
14. Finanzierungsergebnis -5 -20 -27
15. Ertragsteuern -19 21 -19
16. Konzernergebnis 148 45 105

1 Vorjahreswerte angepasst aufgrund IAS 1 und IAS 8, siehe Abschnitt "Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen".
2 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

Sonstige Segmentangaben

Rückversicherung ERGO Leben/Gesundheit Schaden/Unfall Leben/Gesundheit Deutschland
Mio. € 2019 Vorjahr 2019 Vorjahr 2019
Zinserträge 899 753 1.137 1.103 2.902
Zinsaufwendungen -31 -14 -29 -51 -60
Planmäßige Abschreibungen und Amortisationen -58 -62 -118 -111 -52
Sonstige operative Erträge 259 172 303 314 286
Sonstige operative Aufwendungen -198 -114 -541 -444 -347
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet 2 1 162 113 28

ERGO

Gesamt Schaden/Unfall Deutschland International
Mio. € 2019 Vorjahr 2019
Zinserträge 99 92 349
Zinsaufwendungen -17 -9 -23
Planmäßige Abschreibungen und Amortisationen -45 -43 -70
Sonstige operative Erträge 129 88 116
Sonstige operative Aufwendungen -107 -83 -154
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bewertet 0 2 15

Erläuterungen zur Ermittlung der Schaden-Kosten-Quote

Rückversicherung ERGO Schaden/Unfall Deutschland Schaden/Unfall International2
Mio. € 2019 Vorjahr 2019 Vorjahr
Verdiente Beiträge (netto) 20.566 18.618 3.362 3.252
Leistungen an Kunden (netto) -13.714 -12.140 -2.056 -2.075
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) -7.066 -6.372 -1.077 -1.087
Anpassungen bei der Ermittlung der Schadenquote 9 8 30 41
Feuerschutzsteuer und andere Aufwendungen 17 14 20 15
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 3 0 0 26
Sonstige versicherungstechnische Erträge -8 -6 -4 -3
Veränderung übrige versicherungstechnische Rückstellungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 3 0 0 -11
Angepasste Leistungen an Kunden (netto) -13.705 -12.132 -2.025 -2.033
Schadenquote % 66,6 65,2 60,3 62,5
Schaden-Kosten-Quote % 101, 0 99,4 92,3 96,0

1 Erläuterungen zur Schaden-Kosten-Quote finden Sie im Lagebericht unter Wichtige Steuerungsinstrumente.
2 Schaden/Unfall-Geschäft und kurzfristiges (nicht nach Art der Lebensversicherung betriebenes) Krankenversicherungsgeschäft.
3 Keine Anpassung bei Rückversicherung Schaden/Unfall.# Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva

1 Langfristige Vermögenswerte nach Ländern

Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Deutschland 7.322 7.166
USA 3.507 3.364
Vereinigtes Königreich 554 573
Frankreich 429 377
Schweden 368 387
Spanien 312 302
Polen 242 233
Malta 194 202
Italien 174 186
Österreich 142 161
Belgien 131 132
Niederlande 94 115
Schweiz 93 91
Portugal 71 69
Finnland 64 65
Kanada 56 46
Dänemark 54 24
Litauen 53 54
Übrige 104 108
Gesamt 13.963 13.655

1 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (insbesondere Geschäfts- oder Firmenwert), den eigen- und fremdgenutzten Grundbesitz sowie Anlagen in erneuerbare Energien.

Investitionen in langfristige Vermögenswerte pro Segment

Mio. € 2019 Vorjahr
Rückversicherung Leben/Gesundheit 53 190
Rückversicherung Schaden/Unfall 276 1.043
ERGO Leben/Gesundheit Deutschland 332 241
ERGO Schaden/Unfall Deutschland 193 151
ERGO International 73 62
Gesamt 926 1.688

1 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte (insbesondere Geschäfts- oder Firmenwert), den eigen- und fremdgenutzten Grundbesitz sowie Anlagen in erneuerbare Energien.

Gebuchte Bruttobeiträge

Mio. € 2019 Gesamt Vorjahr
Europa
Deutschland 13.285 13.397
Vereinigtes Königreich 5.193 5.276
Polen 1.593 1.542
Spanien 1.473 1.276
Belgien 904 895
Übrige 5.189 27.637 4.923
27.309
Nordamerika
USA 12.274 11.260
Kanada 2.209 14.482 1.956
13.216
Asien und Australasien
Australien 1.697 1.987
Japan 1.435 985
China 1.381 1.366
Südkorea 300 284
Übrige 1.215 6.029 877
5.499
Afrika, Naher und Mittlerer Osten
Südafrika 694 655
Vereinigte arabische Emirate 379 428
Übrige 751 1.824 680
1.763
Lateinamerika 1.486 1.277
Gesamt 51.457 49.064

1 Die Zuordnung der Beiträge erfolgt in der Regel nach dem Ort des versicherten Risikos.


1 Geschäfts- oder Firmenwert

Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Die Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein signifikanter Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts zugeordnet wurde, basieren auf den folgenden Annahmen:

Mio. € 2019 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 4.460 4.134
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr -1.556 -1.550
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.904 2.584
Währungsänderungen 37 81
Zugänge 1 245
Abgänge 0 0
Umgliederungen 0 0
Abschreibungen -1 -6
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.941 2.904
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -1.557 -1.556
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 4.498 4.460
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Ressort Global Clients and North America Rückversicherung Schaden/Unfall Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland
Zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwert zum 31.12.2019 in Mio. € 1.896 929
Grundlage für die Berechnung des erzielbaren Betrags Nutzungswert Nutzungswert
Wesentliche Annahmen in Bezug auf die Planungsrechnung (zum Zeitpunkt der Planung)
In der Detailplanungsphase (3 Jahre) rechneten wir mit steigenden Beitragseinnahmen und bei einer normalen Großschadenbelastung mit einer leicht verbesserten Schaden-Kosten-Quote. Für die Detailplanung (4 Jahre) erwarteten wir bei moderat steigenden Beitragseinnahmen eine verbesserte Schaden-Kosten-Quote.
Grundsätzlich gingen wir von moderat steigenden Aktienmärkten und von einem stabilen Zinsniveau aus. Grundsätzlich gingen wir von moderat steigenden Aktienmärkten und von einem stabilen Zinsniveau aus.
Wachstumsraten nach Detailplanungsphase 1,0 % 0,5 %
Diskontsatz 8,1 % 9,1 %

Die Berechnung dieser Nutzungswerte erfolgt auf der Grundlage von ausschüttungsfähigen Planergebnissen, basierend auf dem gegenwärtigen Marktumfeld und der aktuellsten vom Management genehmigten Unternehmensplanung. Die Unternehmenspläne werden im Dialog zwischen den operativen Bereichen, den zuständigen Controlling-Einheiten und dem Vorstand erstellt, mindestens quartalsweise überprüft und fortgeschrieben.

Die oben dargestellten wesentlichen Annahmen zur Entwicklung der Beitragseinnahmen und der Schaden-Kosten-Quoten resultieren aus der Aggregation der Einzelunternehmenspläne der Gesellschaften einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die wesentlichen Annahmen zur Entwicklung des Aktienmarkts und des Zinsniveaus werden auf der Grundlage des gegenwärtigen Marktumfelds festgelegt.

Nach der Detailplanungsphase schätzen wir das langfristig erzielbare Planergebnis auf Basis eines angepassten letzten Planjahres und unter Berücksichtigung von aus makroökonomischen Prognosen abgeleiteten Wachstumsraten und Kapitalanlagerenditen. Als Diskontsätze wurden mithilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitete Eigenkapitalkostensätze verwendet. Die Berechnungen erfolgten nach Berücksichtigung von normalisierten Steuern. In der Tabelle wird für Ausweiszwecke jeweils ein korrespondierender Diskontsatz vor Steuern angegeben.

Es wurden Sensitivitätsanalysen für die Diskontsätze, die Wachstumsraten und die ausschüttungsfähigen Planergebnisse durchgeführt. Dabei wurde kein Wertminderungsbedarf identifiziert.


2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte

Mio. € Erworbenen Versicherungsbestände Software Selbst geschaffen Sonstige
2019 Vorjahr 2019 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 1.299 1.304 462 413
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr -926 -870 -418 -383
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 373 433 44 30
Währungsänderungen 15 -6 0 -1
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0 25
Sonstige 0 0 25 23
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0 0 0
Sonstige 0 0 -5 0
Umgliederungen 0 0 -2 0
Zuschreibungen 0 0 0 0
Abschreibungen
Planmäßig -43 -55 -39 -33
Außerplanmäßig 0 0 0 0
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 346 373 24 44
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -974 -926 -459 -418
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 1.319 1.299 483 462
Mio. € Erworbene Markennamen Erworbene Vertriebsnetze/ Kundenstämme Erworbene Lizenzen/ Patente
2019 Vorjahr 2019
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 223 222 661
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr -194 -193 -518
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 29 29 143
Währungsänderungen 1 1 2
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0
Sonstige 1 0 0
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0 0
Sonstige 0 0 -3
Umgliederungen 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0
Abschreibungen
Planmäßig -2 -1 -23
Außerplanmäßig 0 0 0
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 29 29 118
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -185 -194 -610
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 214 223 727
Mio. € Übrige Gesamt
2019 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 34 85
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr -19 -66
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 15 18
Währungsänderungen 0 0
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Sonstige 8 1
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0
Sonstige 0 0
Umgliederungen 0 -1
Zuschreibungen 0 0
Abschreibungen
Planmäßig -2 -3
Außerplanmäßig 0 0
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 21 15
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -15 -19
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 36 34

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit auf immaterielle Vermögenswerte bestehen in Höhe von 107 (110) Millionen €. Verpflichtungen zum Erwerb immaterieller Vermögenswerte belaufen sich auf 82 (7) Millionen €.


3 Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Entwicklung der Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Mio. € 2019 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 7.107 6.423
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr -1.255 -1.302
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 5.851 5.121
Währungsänderungen 11 15
Zugänge
Nachträgliche Anschaffungskosten 38 26
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Sonstige 307 672
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0
Sonstige -22 -34
Zuschreibungen 22 169
Abschreibungen
Planmäßig -130 -121
Außerplanmäßig -7 -2
Umgliederungen -81 6
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 5.989 5.851
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -1.313 -1.255
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 7.302 7.107

Der beizulegende Zeitwert der fremdgenutzten Grundstücke und Bauten beträgt zum Bilanzstichtag 11.589 (10.620) Millionen €.

Bewertungen führen für den von der Gruppe verwalteten Bestand grundsätzlich konzerninterne Gutachter und für den von Dritten verwalteten Bestand externe Gutachter durch. Die Grundstücke und Bauten sind Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte.

Maßgeblich für die Bewertung ist die Ermittlung der Nachhaltigkeit von Einnahme- und Ausgabeströmen unter Berücksichtigung der Entwicklung der Marktgegebenheiten am Standort der Immobilie. Der beizulegende Zeitwert wird objektindividuell bestimmt, indem die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert werden. Je nach Objektart und objektindividuellem Chancen-/Risikoprofil der Immobilie werden dabei Zinssätze für Wohngebäude von 1,2% bis 3,5% und für Büro- und Geschäftsgebäude von 1,0% bis 6,3% verwendet.

In den Zugängen sind unter anderem zwei Wohnimmobilien in Hamburg und Stuttgart und eine Gewerbeimmobilie in München enthalten. Die Umgliederungen beinhalten vor allem die Grundstücke und Bauten, die als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert sind.

Für den Grundbesitz bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 1.133 (1.000) Millionen €. Die Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz belaufen sich auf 799 (78) Millionen €. Darin enthalten ist auch die Verpflichtung zum Kauf des Bürohochhauses 330 Madison Avenue in New York.# Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten

Alle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche Vermögenswerte, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Ausführungen zu den Kriterien für die Zuordnung zu den einzelnen Leveln der Bewertungshierarchie finden Sie unter Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Wir überprüfen regelmäßig zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung unserer Vermögenswerte zu den Leveln der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor.

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Modelle, anhand derer die beizulegenden Zeitwerte unserer Bestände ermittelt werden, sofern keine Marktpreise verfügbar sind:

Bewertungsmethoden für Vermögenswerte

Preismethode Parameter
Anleihen
Zinsrisiken
theoretischer Kurs Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
Schuldscheindarlehen/Namensschuldverschreibungen
Katastrophenanleihe (Host) theoretischer Kurs Zinsstrukturkurve
Mortgage Loans theoretischer Kurs Sektorenspezifische Zinsstrukturkurve
Derivate
Aktien- und Indexrisiken
OTC Aktienoptionen theoretischer Kurs Notierung Underlying, Effektive Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite
Aktien-Forwards theoretischer Kurs Notierung Underlying, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite
Zinsrisiken
Zinsswaps theoretischer Kurs CSA-/Swap-Kurve
Swaptions/Zinsgarantie theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und Skew, OIS-/Swap-Kurve
Zins-Währungs-Swaps theoretischer Kurs Swap-Kurve, Devisenkassakurse, Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Inflation-Swaps theoretischer Kurs Zero-Coupon-Inflation-Swap Sätze, OIS-Kurve
Renten-Forwards (Vorkäufe) theoretischer Kurs Notierung Underlying, Swap-Kurve
Währungsrisiken
Devisenoptionen theoretischer Kurs Volatilitäts-Skew, Devisenkassakurse, Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Devisentermingeschäfte theoretischer Kurs Devisenkassakurse, Devisenforwardraten/-ticks, Geldmarktsätze
Sonstige Geschäfte
Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities) theoretischer Kurs Marktwerte
Katastrophenanleihen Historische Ereignisdaten, Zinsstrukturkurve
Versicherungsderivate (Variable Annuities) theoretischer Kurs Biometrische Raten und Stornoraten, Volatilitäten, Zinsstrukturkurve, Devisenkassakurse
Katastrophenswaps theoretischer Kurs Marktwerte, Katastrophenanleihen, Zinsstrukturkurve
Credit-Default-Swaps theoretischer Kurs Credit Spreads, Recovery Rates, Zinsstrukturkurve
Total-Return-Swaps auf Commodities theoretischer Kurs Notierung Underlying Index
Commodity-Optionen theoretischer Kurs Notierung Underlying, Effektive Volatilitäten, Geldmarktzinssatz
Anleihen mit eingebetteten Derivaten
Kündbare Anleihen theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve, Emittentenspezifische Spreads, Volatilitätsmatrix
CMS Floater theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurve, Emittentenspezifische Spreads, Volatilitätsmatrix
CMS Floater mit variablen Cap theoretischer Kurs OIS-/Swap-Zinsstrukturkurve, Emittentenspezifische Spreads, Volatilitäts-Skew
Inverse CMS Floater theoretischer Kurs OIS-/Swap-Zinsstrukturkurve, Emittentenspezifische Spreads, Volatilitäts-Skew
CMS Steepener theoretischer Kurs OIS-/Swap-Zinsstrukturkurve, Emittentenspezifische Spreads, Volatilitäts-Skew, Korrelationsmatrix
Konvergenzanleihen theoretischer Kurs Geldmarkt-/Swap-Zinsstrukturkurven, Emittentenspezifische Spreads, Volatilitätsmatrix, Korrelationsmatrix
Multitranchen theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und Skew, Swap-Kurve, Geldmarkt-Zinsstrukturkurve, Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
FIS-Schuldscheindarlehen theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und Skew, Swap-Kurve, Geldmarkt-Zinsstrukturkurve, Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
Swaption Notes theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und Skew, Swap-Kurve, Geldmarkt-Zinsstrukturkurve, Sektoren-, rating- bzw. emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
Fonds
Immobilienfonds
Alternative Investmentfonds (z.B. Private Equity, Infrastruktur, Forst)
Sonstiges
Immobilien theoretischer Marktwert Zinsstrukturkurve, Marktmieten
Alternative Direktinvestments (z.B. Infrastruktur, Forst) theoretischer Marktwert U.a. Zinsstrukturkurve, Strompreis- und Inflationsprognose
Bankverbindlichkeiten theoretischer Marktwert Zinsstrukturkurve
Preismodell Parameter
Anleihen
Zinsrisiken
Schuldscheindarlehen/Namensschuldverschreibungen
Katastrophenanleihe (Host) Barwertmethode
Mortgage Loans Barwertmethode
Derivate
Aktien- und Indexrisiken
OTC Aktienoptionen Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.)
Aktien-Forwards Barwertmethode
Zinsrisiken
Zinsswaps Barwertmethode
Swaptions/Zinsgarantie Bachelier-Modell/ Normal Black
Zins-Währungs-Swaps Barwertmethode
Inflation-Swaps Barwertmethode
Renten-Forwards (Vorkäufe) Barwertmethode
Währungsrisiken
Devisenoptionen Garman-Kohlhagen (europ.)
Devisentermingeschäfte Barwertmethode
Sonstige Geschäfte
Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities) Barwertmethode
Versicherungsderivate (Variable Annuities) Barwertmethode
Katastrophenswaps Barwertmethode
Credit-Default-Swaps Barwertmethode, ISDA CDS Standard Modell
Total-Return-Swaps auf Commodities Indexverhältnisberechnung
Commodity-Optionen Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.)
Anleihen mit eingebetteten Derivaten
Kündbare Anleihen Hull-White-Modell
CMS Floater Hull-White-Modell
CMS Floater mit variablen Cap Replikationsmodell (Hagan)
Inverse CMS Floater Replikationsmodell (Hagan)
CMS Steepener Replikationsmodell (Hagan), Stochastisches Volatilitätsmodell
Konvergenzanleihen Replikationsmodell (Hagan), Stochastisches Volatilitätsmodell
Multitranchen Bachelier-Modell/ Normal Black, Barwertmethode
FIS-Schuldscheindarlehen Bachelier-Modell/ Normal Black, Barwertmethode
Swaption Notes Bachelier-Modell/ Normal Black, Barwertmethode
Fonds
Immobilienfonds Net Asset Value
Alternative Investmentfonds (z.B. Private Equity, Infrastruktur, Forst) Net Asset Value
Sonstiges
Immobilien Barwertmethode oder Wertgutachten
Alternative Direktinvestments (z.B. Infrastruktur, Forst) Barwertmethode oder Wertgutachten
Bankverbindlichkeiten Barwertmethode

Versicherungsderivate (ohne Variable Annuities werden Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Für die derivativen Bestandteile aus Katastrophenbonds basiert deren Bewertung auf den durch Broker zugelieferten Werten für die zugehörigen Anleihen, weshalb eine Quantifizierung der verwendeten nicht beobachtbaren Parameter nicht möglich ist. Falls für individuell ausgestaltete Versicherungsderivate keine beobachtbaren Eingabeparameter zur Verfügung stehen, werden die Bewertungen mittels Barwertmethode anhand aktueller Zinsstrukturkurven und historischer Ereignisdaten vorgenommen. Aufgrund des geringen Volumens sind die Auswirkungen alternativer Eingangsparameter und Annahmen unwesentlich. Die für die Bewertung von Variable Annuities zu berücksichtigenden Parameter werden entweder direkt aus Marktdaten abgeleitet, insbesondere Volatilitäten, Zinsstrukturkurven und Devisenkassakurse, oder sie werden von aktuariellen Daten abgeleitet, insbesondere biometrischen Raten und Stornoraten. Die verwendeten Stornoraten werden in Abhängigkeit vom spezifischen Versicherungsprodukt und von den aktuellen Kapitalmärkten dynamisch modelliert und liegen zwischen 0,5% und 50%. Verglichen mit den für die Ermittlung der Zeitwerte relevanten Marktrisikoparametern wären die Auswirkungen eines Anstiegs oder Rückgangs der Stornoraten auf den Zeitwert immateriell. Die Annahmen zur Sterblichkeit basieren auf den veröffentlichten Sterbetafeln, die im Hinblick auf die Zielmärkte und die Erwartungen der Aktuare angepasst werden. Der Einfluss dieser sowie weiterer nicht beobachtbarer Annahmen ist nicht materiell. Die Abhängigkeit zwischen unterschiedlichen Kapitalmarktparametern wird durch entsprechende Korrelationsmatrizen dargestellt. Sofern nicht beobachtbare Parameter bei der Bewertung dieser Produkte verwendet werden, was überwiegend der Fall ist, ordnen wir diese dem Level 3 der Bewertungshierarchie zu. Bei den übrigen Kapitalanlagen mit Zuordnung auf Level 3 handelt es sich überwiegend um externe Fondsanteile (insbesondere Private Equity, Immobilien sowie Fonds, die in diverse Vermögenswerte investieren, die theoretisch bewertet werden. Da es für diese keine regelmäßige Kursversorgung gibt, werden von den jeweiligen Assetmanagern die Net Asset Values (NAVs zugeliefert. Es findet somit durch uns keine eigene Bewertung anhand nicht beobachtbarer Parameter statt. Wir führen eine regelmäßige Plausibilisierung der zugelieferten Bewertungen anhand vergleichbarer Kapitalanlagen durch. Zum 31. Dezember 2019 werden rund 12 (11)% der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen Level 1 der Bewertungshierarchie zugeordnet, 84 (85)% Level 2 und 4 (5)% Level 3, wie in nachfolgender Tabelle dargestellt. Von den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen liegt lediglich für eine Gesellschaft ein notierter Marktpreis vor. Dieser beläuft sich auf 86 (96) Millionen € und ist dem Level 1 der Bewertungshierarchie zuzuordnen. Im Geschäftsjahr haben wir die Zuordnung bestimmter Kreditstrukturen zu einem Bewertungslevel geändert. Aufgrund einer verbesserten Versorgung mit Marktdaten haben wir diese von ursprünglich Level 3 nun auf Level 2 gesetzt.Weitere Änderungen bei der Zuordnung zu den Bewertungsleveln sind nicht erfolgt. Bei den betragsmäßig geringeren Übertragungen, die Level 3 der Bewertungshierarchie betreffen, handelt es sich um Anpassungen an unsere Konzernvorgaben. Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für die Kapitalanlagen, die Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden, ist der übernächsten Tabelle zu entnehmen. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne oder Verluste zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen bzw. im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug, die im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne oder Verluste zeigen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2019 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste). Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen, weisen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2019 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen, aus.

Zuordnung der Kapitalanlagen (inklusive der Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) zu einem Level der Bewertungshierarchie

Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
31.12.2019
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Kapitalanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet 0 0 194 194
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, zum Zeitwert bewertet 0 0 29 29
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar
Festverzinslich 60 130.617 1.443 132.120
Nicht festverzinslich 13.577 1.747 4.114 19.438
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet
Handelsbestände sowie Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter 1 324 1.939 2.263
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert 182 363 0 545
Sonstige Kapitalanlagen 0 10 302 313
Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 5.250 3.257 455 8.962
Gesamt 19.393 137.933 6.537 163.863
Kapitalanlagen, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden
Darlehen 0 62.161 2.684 64.844
Gesamt 0 62.161 2.684 64.844
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Vorjahr
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Kapitalanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet 0 0 177 177
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, zum Zeitwert bewertet 0 0 36 36
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar
Festverzinslich 48 120.910 3.137 124.095
Nicht festverzinslich 10.451 1.316 3.410 15.177
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet
Handelsbestände sowie Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter 1 545 1.680 2.226
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert 167 242 0 410
Sonstige Kapitalanlagen 0 10 255 265
Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 4.914 3.270 233 8.417
Gesamt 16.125 127.429 7.249 150.803
Kapitalanlagen, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden
Darlehen 0 62.632 1.663 64.295
Gesamt 0 62.632 1.663 64.295

¹ Enthalten sind die unter den übrigen Aktiva ausgewiesenen Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter in Höhe von 27 (20) Millionen €.

Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Kapitalanlagen

Mio. € Anteile an verbundenen Unternehmen, zum Zeitwert bewertet Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, zum Zeitwert bewertet
2019 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 177 171
Gewinne und Verluste -16 -15
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) -15 -17
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 0 3
Erwerb 50 34
Verkäufe -13 -14
Übertragung in Level 3 4 0
Übertragung aus Level 3 -8 0
Marktwertänderung Derivate 0 0
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 194 177
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen -14 -21
Mio. € Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar Festverzinslich Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar Nicht festverzinslich
2019 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 3.137 2.675
Gewinne und Verluste 225 -50
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 83 -15
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 142 -35
Erwerb 1.192 1.457
Verkäufe -510 -944
Übertragung in Level 3 0 0
Übertragung aus Level 3 -2.602 0
Marktwertänderung Derivate 0 0
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 1.443 3.137
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen 84 -14
Mio. € Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert Handelsbestände sowie Derivate mit bilanziellem Sicherungscharakter Sonstige Kapitalanlagen
2019 Vorjahr 2019
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 0 0 1
Gewinne und Verluste 0 0 0
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 0 0 0
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 0 0 0
Erwerb 0 3 0
Verkäufe -1 0 -1
Übertragung in Level 3 0 0 0
Übertragung aus Level 3 0 -2 0
Marktwertänderung Derivate 0 0 0
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 0 0 0
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen 0 0 0
Mio. € Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug Gesamt
2019 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 233 304
Gewinne und Verluste 83 43
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 77 33
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 6 10
Erwerb 198 14
Verkäufe -65 -129
Übertragung in Level 3 0 2
Übertragung aus Level 3 0 0
Marktwertänderung Derivate 6 -1
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 455 233
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Kapitalanlagen entfallen 75 -50

5 Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die Zuschreibungen auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrugen 46 (36) Millionen €. Sie verteilen sich auf folgende Segmente: Rückversicherung Schaden/Unfall 45 (35) Millionen €, Rückversicherung Leben/Gesundheit 1 (0) Million € und ERGO International 0 (1) Millionen €. Die Abschreibungen auf diese Unternehmen betrugen 1 (62) Million €. Sie entfielen nahezu vollständig auf das Segment Rückversicherung Schaden/Unfall. Im Geschäftsjahr wurden Anteile an den Verlusten assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von 0 (1) Millionen € bilanziell nicht erfasst. Insgesamt betragen die bilanziell nicht erfassten Verluste 4 (4) Millionen €. Weitere Angaben zu verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind dargestellt unter Sonstige Angaben (48) Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen, (49) Maßgebliche Beschränkungen sowie im Abschnitt "Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019 gemäß § 313 Abs. 2 HGB".

Aggregierte Finanzinformationen über Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Jahresergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 110 165
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 12 -17
Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 122 148

6 Darlehen

Zusammensetzung der Darlehen

Bilanzwerte Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Hypothekendarlehen 6.792 6.326
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 220 239
Übrige Darlehen 45.495 48.280
Gesamt 52.507 54.845

Bei den übrigen Darlehen handelt es sich überwiegend um Pfandbriefe und Staatsanleihen. Der beizulegende Zeitwert der Darlehen bestimmt sich nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter; siehe hierzu (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten. Er beträgt zum Stichtag 64.654 (64.298) Millionen €.

Rating der übrigen Darlehen auf der Basis fortgeführter Anschaffungskosten

Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
AAA 26.834 28.001
AA 13.259 13.947
A 1.902 3.026
BBB und niedriger 2.743 2.309
Kein Rating 756 997
Gesamt 45.495 48.280

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Bei den Hypothekendarlehen sowie den Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine besteht praktisch kein Kreditrisiko.

7 Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar

Bei rund 40% der Schuldtitel von Kapitalgesellschaften handelt es sich um Pfandbriefe sowie Emissionen von staatsgarantierten Banken. Der übrige Bestand setzt sich zusammen aus Emissionen von Unternehmen außerhalb des Bankensektors, wobei jedes Einzelrisiko weniger als 1 % ausmacht, Anleihen von Banken sowie von Landesbanken und Asset-Backed Securities/Mortgage-Backed Securities. Der weitgehende Anteil an Asset-Backed Securities/Mortgage-Backed Securities wird in die Ratingkategorie A oder besser eingestuft. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen in Höhe von 8.518 (8.015) Millionen €. 2.389 (1.910) Millionen € der ausgewiesenen Wertpapiere sind an Dritte verliehen. Verliehene Papiere werden nicht ausgebucht, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin bei Munich Re bleiben.# 8 Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet und Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug

Die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere umfassen Handelsbestände von 2.236 (2.206) Millionen € sowie Wertpapiere und Darlehen, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, von 545 (410) Millionen €. Die Handelsbestände enthalten festverzinsliche Wertpapiere von 16 (15) Millionen €, nicht festverzinsliche Wertpapiere von 121 (113) Millionen € sowie Derivate von 2.099 (2.078) Millionen €. Von den Wertpapieren, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, entfallen 351 (217) Millionen € auf festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen sowie 194 (193) Millionen € auf nicht festverzinsliche Wertpapiere. 43 (2) Millionen € der als erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Instrumente sind innerhalb eines Jahres fällig. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bestehen für Wertpapiere, die als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert werden, in Höhe von 0 (30) Millionen €.

Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwerte

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Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
AAA 2 25
AA 49 43
A 49 44
BBB 29 25
Niedriger 2 1
Kein Rating 235 95
Gesamt 367 232

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

Die Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug beinhalten Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen von 7.726 (7.533) Millionen € und Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug von 1.437 (891) Millionen €.

Derivative Finanzinstrumente werden bei Munich Re eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken zu steuern und abzusichern. Dies geschieht innerhalb der einzelnen Konzernunternehmen im Rahmen der jeweiligen aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie zusätzlicher innerbetrieblicher Richtlinien. Ein Ausfallrisiko ist bei börsengehandelten Produkten sowie bei zentral geclearten und besicherten OTC-Derivaten aufgrund der täglichen Anpassung der Sicherheiten praktisch nicht gegeben. Die außerbörslich abgeschlossenen unbesicherten Over-the-Counter-Derivate enthalten hingegen ein theoretisches Risiko in Höhe der Wiederbeschaffungskosten. Daher wählt Munich Re für diese Geschäfte nur solche Kontrahenten, die eine hohe Bonität aufweisen, und tauscht täglich Sicherheiten auf Basis der aktuellen Marktwerte aus. Munich Re hält zum 31. Dezember 2019 für Derivate Sicherheiten in Form von Barsicherheiten sowie Wertpapieren mit einem Rating von mindestens AA. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt 46 (29) Millionen €, die Barsicherheiten belaufen sich auf rund 563 (530) Millionen €. Die erhaltenen Sicherheiten unterliegen einem Vollrechtsübertrag, werden aber nicht weiterverkauft oder verpfändet.

Ausweis der Derivate nach Bilanzposten

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Mio. € Bilanzierung als Sicherungsbeziehung Bilanzausweis 31.12.2019 Vorjahr
Nein Kapitalanlagen, sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 2.099
Positiv Nein Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug
Ja Übrige Aktiva 27
Nein Negativ Ja Verbindlichkeiten, sonstige Verbindlichkeiten
Gesamt 1.837 1.359

Obwohl Munich Re Derivate grundsätzlich dazu einsetzt, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, erfüllt nur ein Anteil von 27 (18) Millionen € die Vorgaben des IAS 39 für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung. IAS 39 unterscheidet zwischen der Absicherung beizulegender Zeitwerte (Fair-Value-Hedge) und der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge).

Fair-Value-Hedge

Bei der Absicherung beizulegender Zeitwerte wird die Änderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments zusammen mit der Änderung des Zeitwerts des abgesicherten Instruments erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich unter dem Posten Ergebnis aus Kapitalanlagen ausgewiesen. Bei Munich Re werden Sicherungsbeziehungen in Form einer Absicherung beizulegender Zeitwerte eingesetzt, um gezielt und effizient Risiken aus Zins- und sonstigen Marktpreisänderungen zu mindern. Für die Absicherungen werden im Wesentlichen Swaps und Forwards verwendet. Zum Jahresende bestanden keine Fair-Value-Hedges.

Cashflow Hedge

Die Absicherung von Zahlungsströmen spielt bei Schwankungen eine Rolle, die beispielsweise durch variable Zinszahlungen verursacht werden. Bei Munich Re werden mit Cashflow Hedges überwiegend Zinsrisiken abgesichert. Hierfür setzen wir hauptsächlich Zinsswaps ein. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments erfassen wir zu diesem Zweck erfolgsneutral im Eigenkapital. Erst mit dem tatsächlichen Kapitalab- oder -zufluss, den der abgesicherte Sachverhalt verursacht, wird die so gebildete Eigenkapitalposition erfolgswirksam aufgelöst. Die dem ineffektiven Teil der Absicherung zuzuschreibende Wertänderung des Zeitwerts des Sicherungsinstruments ist zum Stichtag zu vernachlässigen. Zum Stichtag ergibt sich eine Eigenkapitalposition aus der Absicherung von Zahlungsströmen von 17 (16) Millionen €. Der saldierte beizulegende Zeitwert der Derivate, die in diese Kategorie fallen, beläuft sich zum Stichtag auf 27 (18) Millionen €.

Restlaufzeit und Höhe der am Bilanzstichtag abgesicherten Zahlungsströme

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Mio. € <1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-4 Jahre 4-5 Jahre >5 Jahre
Nominalbeträge abgesicherter Transaktionen 139 0 0 0 0 90

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Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Nominalbeträge abgesicherter Transaktionen 229 379
379 9

9 Depotforderungen

Die Depotforderungen dienen unmittelbar als Sicherheit für die von den Zedenten in Rückdeckung übernommenen versicherungstechnischen Rückstellungen und können von diesen nicht unabhängig verwertet werden. Daher ist das Kreditrisiko begrenzt. Höhe und Veränderungen der Depotforderungen leiten sich aus dem Wert der Veränderungen der zugehörigen versicherungstechnischen Rückstellungen für das in Rückdeckung genommene Versicherungsgeschäft ab. Insofern haben Depotforderungen keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.

10 Sonstige Kapitalanlagen

Die sonstigen Kapitalanlagen enthalten Einlagen bei Kreditinstituten von 3.776 (3.219) Millionen €, Anlagen in erneuerbare Energien von 646 (662) Millionen €, physisches Gold von 409 (372) Millionen € sowie Forstinvestments von 313 (265) Millionen €. Unter den Einlagen bei Kreditinstituten weisen wir 156 (130) Millionen € Forderungen gegenüber dem Pensionsgeber für unsere als Pensionsnehmer getätigten echten Pensionsgeschäfte aus. Von den Einlagen bei Kreditinstituten sind 3.770 (3.216) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig. Bei diesen Einlagen entspricht der beizulegende Zeitwert deshalb weitgehend den Buchwerten. Für die Einlagen bei Kreditinstituten bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 12 (13) Millionen €.

Entwicklung der Anlagen in erneuerbare Energien

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Mio. € 2019 Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. 907 699
Kumulierte Abschreibungen 31.12. -245 -231
Bilanzwert 31.12. 662 468
Währungsänderungen 5 -4
Zugänge Unternehmenszusammenschlüsse 0 213
Sonstige 19 0
Abgänge Verlust der Beherrschung 0 2
Sonstige -4 0
Zuschreibungen 3 21
Abschreibungen Planmäßig -40 -38
Außerplanmäßig 0 0
Umgliederung 0 0
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 646 662
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -285 -245
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 932 907

Für Anlagen in erneuerbare Energien bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 157 (173) Millionen €.


Von den unrealisierten Gewinnen und Verlusten von 14.370 (6.771) Millionen € sind 6.223 (2.565) Millionen € - nach Abzug der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, latenter Steuern, von nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital und der Konsolidierungs- und Währungseffekte - im Eigenkapital (Übrige Rücklagen) enthalten. In den sonstigen Wertpapieren, jederzeit veräußerbar, sind auch Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB enthalten.

Erlöse aus Veräußerungen

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Mio. € 2019 Vorjahr
Festverzinsliche Wertpapiere 57.377 54.803
Nicht festverzinsliche Wertpapiere Börsennotiert 11.609 11.547
Nicht börsennotiert 9.480 7.538
Gesamt 78.466 73.888

Realisierte Gewinne und Verluste

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Mio. € 2019 Vorjahr
Gewinne aus dem Abgang 2.658 2.027
Festverzinsliche Wertpapiere 1.521 1.053
Nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.137 974
Verluste aus dem Abgang -322 -768
Festverzinsliche Wertpapiere -221 -533
Nicht festverzinsliche Wertpapiere -100 -234
Gesamt 2.337 1.259

Rating der festverzinslichen Wertpapiere auf der Basis beizulegender Zeitwerte

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Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
AAA 39.637 37.296
AA 41.733 40.181
A 22.597 20.562
BBB 21.879 19.775
Niedriger 5.693 5.557
Kein Rating 581 726
Gesamt 132.120 124.095

Die Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen.

Zusammensetzung der sonstigen Wertpapiere, jederzeit veräußerbar

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Bilanzwerte Unrealisierte Gewinne/Verluste Fortgeführte Anschaffungskosten
Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019
Festverzinsliche Wertpapiere
Staatsanleihen Deutschland 6.620 6.524 1.081
Übrige EU 30.013 28.564 3.469
USA 17.524 14.975 910
Sonstige 21.366 17.835 1.170
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 47.990 44.865 2.873
Sonstige 8.607 11.333 1.236
Gesamt 132.120 124.095 10.738
Nicht festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 13.287 10.181 2.837
Investmentfonds Aktienfonds 453 530 51
Rentenfonds 1.818 1.463 55
Immobilienfonds 328 321 62
Sonstige 3.552 2.683 627
Gesamt 19.438 15.177 3.632
Gesamt 151.558 139.272 14.370
31.12.2019 Vorjahr
Beitragsüberträge 443 390
Deckungsrückstellung 1.525 823
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 2.902 3.005
Übrige versicherungstechnische Rückstellungen 67 46
Gesamt 4.937 4.263

Details zu den Anteilen der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen sind dargestellt unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (20) Beitragsüberträge, (21) Deckungsrückstellung, (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, (23) Übrige versicherungstechnische Rückstellungen sowie im Risikobericht unter Kreditrisiken.

12 Sonstige Forderungen

Zusammensetzung der sonstigen Forderungen Mio. € 31.12.2019 Mio. € Vorjahr
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 3.133 2.586
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 8.690 6.808
Übrige Forderungen 9.716 7.845
Gesamt 21.539 17.239

Von den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen 890 (747) Millionen € auf Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern. In den übrigen Forderungen enthalten sind Forderungen von 7.273 (5.297) Millionen €, die aus Verträgen mit nicht signifikantem Risikotransfer resultieren. Diese Verträge fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 4. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit der übrigen Forderungen bestehen in Höhe von 82 (73) Millionen €. Die übrigen Forderungen enthalten Barsicherheiten in Höhe von 679 (656) Millionen €, die überwiegend für Derivategeschäfte gestellt werden. Da der größte Teil der sonstigen Forderungen mit 14.189 (11.878) Millionen € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr aufweist, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte dieser Forderungen weitgehend den Buchwerten.

Zum 31. Dezember 2019 verteilten sich unsere Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft in Anlehnung an die Ratingkategorien von Standard & Poor's folgendermaßen:

Rating der Abrechnungsforderungen Mio. € 31.12.2019 Mio. € Vorjahr
AAA 34 0
AA 61 42
A 23 44
BBB und geringer 9 10
Ohne externes Rating 42 90

Von allen unseren Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft waren am Bilanzstichtag 460 (371) Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittlichen Forderungsausfälle der vergangenen drei Jahre belaufen sich auf 1.209 (864) Millionen €.

13 Aktivierte Abschlusskosten

Aktivierte Abschlusskosten Mio. € 31.12.2019 Mio. € Vorjahr
Brutto 9.664 9.466
Anteil der Rückversicherer -393 -254
Netto 9.272 9.212

Entwicklung der aktivierten Abschlusskosten (brutto)

Mio. € 31.12.2019 Mio. € Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 9.466 9.563
Währungsänderungen 132 -38
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges -11 -133
Neu aktivierte Abschlusskosten 4.047 3.147
Veränderungen Planmäßig -3.811 -2.949
Veränderungen Außerplanmäßig -160 -125
Stand 31.12. Geschäftsjahr 9.664 9.466

In den planmäßigen Veränderungen ist neben Abschreibungen auch eine planmäßige Verzinsung enthalten. Unter die außerplanmäßigen Veränderungen fallen Zu- und Abschreibungen aufgrund von Änderungen der den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen, die eine Anpassung der Bewertung erforderlich machen. Die außerplanmäßigen Veränderungen betragen im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit -85 (0) Millionen €, im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall -11 (37) Millionen €, im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland -1 (-160) Million € und im Segment ERGO International -63 (-2) Millionen €. Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges weisen wir die aktivierten Abschlusskosten der Veräußerungsgruppe in Höhe von -9 (-85) Millionen € aus.

14 Steuerabgrenzung

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen die nachfolgenden Bilanzposten:

Steuerabgrenzung 31.12.2019 Vorjahr
Mio. € Aktiv Mio. € Passiv Mio. € Aktiv Mio. € Passiv
A. Immaterielle Vermögenswerte 140 138 141 154
B. Kapitalanlagen 2.111 3.459 1.994 2.345
C. Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 1 16 1 5
E. Forderungen 37 261 51 136
I. Übrige Aktiva 387 939 311 496
Gesamt Aktiva 2.676 4.813 2.498 3.136
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (netto) 3.169 4.761 3.045 4.625
E. Andere Rückstellungen 1.309 270 908 238
F. Verbindlichkeiten 462 12 214 21
Gesamt Passiva 4.940 5.043 4.167 4.884
Verlustvorträge und Steuergutschriften 648 0 532 0
Gesamt vor Saldierung 8.264 9.856 7.197 8.020
Saldierungsbetrag -7.948 -7.948 -6.652 -6.652
Gesamt 316 1.908 545 1.368

Auf temporäre Differenzen von 125 (57 Millionen € in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, sogenannte Outside Basis Differences, wurden keine latenten Steuern gebildet. Weiterhin wurden mangels Werthaltigkeit keine aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 214 (196) Millionen € gebildet.

Nachfolgend sind die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften aufgegliedert:

Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften

31.12.2019 Vorjahr
Mio. € Mit darauf gebildeter aktiver Steuerabgrenzung Mio. € Ohne darauf gebildete aktive Steuerabgrenzung Mio. € Gesamt Mio. € Mit darauf gebildeter aktiver Steuerabgrenzung Mio. € Ohne darauf gebildete aktive Steuerabgrenzung Mio. € Gesamt
Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 11 19 30 30 35 65
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 176 139 315 205 164 369
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 186 6 192 295 4 299
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 871 2.347 3.218 663 2.204 2.867
1.244 2.511 3.755 1.193 2.407 3.600
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 2.226 285 2.511 1.483 301 1.784
2.226 285 2.511 1.483 301 1.784
Steuerliche Verlustvorträge aus Veräußerungsverlusten
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
Steuergutschriften
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 0 11 11 5 8 13
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 0 102 102 49 66 115
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
0 113 113 54 74 128

15 Übrige Aktiva

Die übrigen Aktiva enthalten vor allem Sachanlagen, davon 2.127 (2.178) Millionen € eigengenutzte Grundstücke und Bauten sowie 234 (219) Millionen € Betriebs- und Geschäftsausstattung. Auf vorausgezahlte Versicherungsleistungen entfallen 293 (303) Millionen €, auf Derivate 27 (20) Millionen € sowie auf Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 158 (177) Millionen €.

Entwicklung der Sachanlagen

Mio. € Eigengenutzte Grundstücke und Bauten 2019 Mio. € Betriebs- und Geschäftsausstattung 2019 Mio. € Übrige 2019 Mio. € Gesamt 2019
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 3.348 962 28 4.338
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr -1.170 -743 -25 -1.938
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.178 219 4 2.400
Währungsänderungen 6 2 0 8
Zugänge Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0 0
Sonstige 17 105 0 122
Abgänge Verlust der Beherrschung 0 0 0 0
Sonstige -18 -9 -3 -31
Zuschreibungen 6 0 0 6
Abschreibungen Planmäßig -65 -82 0 -147
Abschreibungen Außerplanmäßig -1 0 0 -1
Umgliederungen 5 0 0 4
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.127 234 0 2.361
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -1.234 -778 -13 -2.025
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 3.361 1.012 13 4.386
Mio. € Eigengenutzte Grundstücke und Bauten Vorjahr Mio. € Betriebs- und Geschäftsausstattung Vorjahr Mio. € Übrige Vorjahr Mio. € Gesamt Vorjahr
Bruttobuchwert 31.12. Vorjahr 3.494 1.000 31 4.525
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Vorjahr -1.214 -760 -24 -1.998
Bilanzwert 31.12. Vorjahr 2.280 241 7 2.527
Währungsänderungen 6 -1 0 5
Zugänge Unternehmenszusammenschlüsse 0 2 0 2
Sonstige 13 69 1 83
Abgänge Verlust der Beherrschung 0 -2 0 -2
Sonstige -2 -5 -1 -8
Zuschreibungen 58 0 0 58
Abschreibungen Planmäßig -64 -83 -4 -151
Abschreibungen Außerplanmäßig -1 0 0 -1
Umgliederungen -111 -2 0 -113
Bilanzwert 31.12. Geschäftsjahr 2.178 219 4 2.400
Kumulierte Abschreibungen 31.12. Geschäftsjahr -1.170 -743 -25 -1.938
Bruttobuchwert 31.12. Geschäftsjahr 3.348 962 28 4.338

Der beizulegende Zeitwert der Grundstücke und Bauten beläuft sich auf 3.495 (3.222) Millionen €. Dieser ist Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet; siehe Aktivseite - B Kapitalanlagen - Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte. Die Methodik zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ist unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (3) Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beschrieben. Die aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau betragen 12 (5) Millionen € für Grundbesitz und 14 (14) Millionen € für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz machen 4 (10) Millionen € und zum Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung 14 (6) Millionen € aus. Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen betragen zum 31. Dezember 2019 375 Millionen €. Diese bestehen im Wesentlichen aus Nutzungsrechten für Grundstücke und Gebäude in Höhe von 352 Millionen €. Die Zugänge zu den Nutzungsrechten im Geschäftsjahr 2019 betragen 116 Millionen €. Der Abschreibungsaufwand beträgt im Geschäftsjahr 82 Millionen €.# 16 Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

Zum Bilanzstichtag ist die Cannock Chase Gruppe, eine Gruppe von sieben niederländischen Tochterunternehmen der DAS Legal Finance B.V., Amsterdam, als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert worden. Im Rahmen dieser Klassifizierung waren keine Bewertungsanpassungen erforderlich. Der Verkauf der Gruppe wird im Verlauf des Jahres 2020 erwartet. Darüber hinaus wurden eine von der MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG, Grünwald, sowie sechs von der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München, gehaltene fremdgenutzte Immobilien als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert. Aus dieser Klassifizierung waren keine Bewertungsanpassungen erforderlich. Der Verkauf aller Immobilien erfolgte Ende Februar 2020. Vier in Osteuropa tätige Versicherungsgesellschaften von ERGO sind zum Bilanzstichtag noch als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert. Die erstmalige Klassifizierung fand in Q4 2018 statt. Die Verkäufe werden im ersten Halbjahr 2020 erwartet. Zudem wird die als At-Equity gehaltene Beteiligung an Apollo Munich Health Insurance Co. Ltd., Hyderabad, weiterhin als ein zur Veräußerung bestimmter Vermögenswert klassifiziert. Die Tochtergesellschaft ERGO Sigorta A.S., Istanbul, wurde in Q3 2019 veräußert und entkonsolidiert. Im selben Zeitraum sind ERGO Életbiztosító Zrt, Budapest, und das Portfolio der ungarischen Niederlassung von ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, abgegangen. Das gilt auch für vier Immobilien der Victoria Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf, sowie für ein weiteres Objekt, das von mehreren Versicherungsunternehmen von ERGO gehalten wurde. Alle Immobilien waren zuvor als Kapitalanlagen im Bestand der jeweiligen Gesellschaft. In Q4 2019 erfolgte zudem der Abgang von ERGO Poist'ovna a.s., Bratislava, sowie des Portfolios der irischen Niederlassung von DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol. Die übrigen Rücklagen des Konzerneigenkapitals enthalten aus Veräußerungsgruppen 1,9 Millionen €, die überwiegend auf unrealisierte Gewinne aus festverzinslichen Wertpapieren entfallen, und 2,7 Millionen €, die unrealisierte Verluste aus der Währungsrücklage betreffen. Die Zuordnung der zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerte auf die Segmente ist in unserer Segmentberichterstattung dargestellt. Geschäftsvorfälle zwischen der Veräußerungsgruppe und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns wurden weiterhin vollständig eliminiert. In der nachfolgenden Tabelle sind die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus der Veräußerungsgruppe und den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten dargestellt:

Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen

Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Aktiva
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 77 102
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar 108 288
Sonstige Kapitalanlagen 8 16
Übrige Aktiva der Veräußerungsgruppe 207 622
Summe der Vermögenswerte 400 1029
Passiva
Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto) 159 749
Übrige Passiva der Veräußerungsgruppe 20 74
Summe der Verbindlichkeiten 179 823

Die in der Tabelle ausgewiesenen Sonstigen Wertpapiere, jederzeit veräußerbar, sind alle dem Level 2 der Bewertungshierarchie zugeordnet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva

17 Eigenkapital

Das Grundkapital von 587.725.396,48 € gliedert sich zum 31. Dezember 2019 in insgesamt 144.317.861 voll eingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Die Anzahl der Aktien im Umlauf hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Aktien im Umlauf

Stückzahl 2019 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 145.797.378 151.259.431
Abgänge Erwerb zur Einziehung (Aktienrückkaufprogramm) -4.336.780 -5.462.053
Stand 31.12. Geschäftsjahr 141.460.598 145.797.378

Am 31. Dezember 2019 waren 2.857.263 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von ca. 11,6 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von rund 2,0%. Munich Re kaufte im Geschäftsjahr 4.336.780 eigene Aktien zurück. Sie betreffen das am 9. April 2019 beendete Aktienrückkaufprogramm 2018/2019 und das am 19. März 2019 durch den Vorstand der Münchener Rück AG beschlossene Programm 2019/2020, das den Erwerb von Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde € bis zur Hauptversammlung 2020 vorsieht. Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 660.137.565,26 €. Für das Geschäftsjahr 2018 wurden 1.335 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 9,25 € je gewinnberechtigter Aktie.

Zusammensetzung des genehmigten Kapitals

Mio. € 31.12.2019
Genehmigtes Kapital 2015 (bis zum 22. April 202Q 10
Genehmigtes Kapital 2017 (bis zum 25. April 2022) 280
Gesamt 290

Zusammensetzung des bedingten Kapitals

Mio. € 31.12.2019
Bedingtes Kapital 201 5 (bis zum 22. April 2020) 117
Gesamt 117

Steuereffekte, die in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen enthalten sind

2019 Vorjahr
Mio. € Vor Steuern Steuer Nach Steuern Vor Steuern Steuer Nach Steuern
Währungsumrechnung 422 0 422 345 0 345
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen 4.686 -1.025 3.661 -2.563 434 -2.129
Veränderung aus der Equity-Bewertung -16 0 -15 47 0 47
Veränderung aus Cashflow Hedges 2 -1 1 0 0 0
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen -592 181 -411 107 -29 78
Sonstige Veränderungen 4 0 4 -1 0 -1
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 4.506 -845 3.661 -2.064 405 -1.659

Die direkt im Eigenkapital erfassten Steuern in Höhe von -845 (405) Millionen € beinhalten latente Steuern in Höhe von -854 (368) Millionen € und laufende Steuern auf unrealisierte Gewinne und Verluste in den Kapitalanlagen in Höhe von 9 (37) Millionen €. Angaben zum Kapitalmanagement finden Sie im Lagebericht unter Finanzlage - Kapitalausstattung.

18 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Verbindlichkeiten

Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche finanziellen Verbindlichkeiten, die zwar in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dieser jedoch im Anhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Wir überprüfen zu jedem Stichtag, ob die Zuordnung dieser Verbindlichkeiten zu den Leveln der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor. Für die zur Bewertung von Derivaten verwendeten Bewertungsmodelle verweisen wir auf die Tabelle und Ausführungen unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (4) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten. Die Bewertung der Nachranganleihen, für die keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt anhand von Barwertverfahren unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter. Für die Bewertung der von uns begebenen Anleihe verwenden wir die von Preisprovidern zur Verfügung gestellten Marktwerte der korrespondierenden Aktiva. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unserer Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt anhand der Barwertmethode, teilweise ausschließlich unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter, teilweise auch unter Berücksichtigung nicht beobachtbarer Parameter. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der finanziellen Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie:

Zuordnung der finanziellen Verbindlichkeiten zu einem Level der Bewertungshierarchie

Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
31.12.2019 Mio. €
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Derivate 55 939 731 1726
Gesamt 55 939 731 1726
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Nachrangige Verbindlichkeiten 4288 59 2 4348
Anleihen 384 0 0 384
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 250 302 552
Sonstige Verbindlichkeiten aus Finanztransaktionen 0 29 16 45
Gesamt 4671 338 320 5329
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Vorjahr Mio. €
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Derivate 139 788 652 1579
Gesamt 139 788 652 1579
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Nachrangige Verbindlichkeiten 4002 55 2 4059
Anleihen 354 0 0 354
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 101 463 564
Sonstige Verbindlichkeiten aus Finanztransaktionen 0 388 32 419
Gesamt 4356 544 497 5397

Wir bewerten derzeit nur Derivate mit negativem Marktwert zum beizulegenden Zeitwert. Von diesen ordnen wir die Versicherungsderivate Level 3 der Bewertungshierarchie zu. Die Überleitungsrechnung vom Anfangs- auf den Endbestand für diese Versicherungsderivate ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Überleitungsrechnung der Level 3 zugeordneten Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Bilanzwert 31.12. 652 471
Gewinne und Verluste 144 -59
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste) 164 -41
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) -20 -18
Erwerb 284 239
Verkäufe -66 -116
Übertragung in Level 3 0 0
Übertragung aus Level 3 0 0
Marktwertänderung Derivate 6 -1
Bilanzwert 31.12. ? ?

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Verbindlichkeiten entfallen 164 -23 Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne oder Verluste zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug, die im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne oder Verluste zeigen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2019 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste). Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Gewinne (Verluste), die auf die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen Verbindlichkeiten entfallen, weisen wir in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2019 im Posten Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen aus.

19 Nachrangige Verbindlichkeiten

Bis zum Zeitpunkt der frühesten Kündigungsmöglichkeiten erfolgen bei den Anleihen der Münchener Rück AG Liquiditätsabflüsse in Höhe der jeweiligen Zinszahlungen. Im Geschäftsjahr betrugen diese 171 (176) Millionen €. Danach sind die Liquiditätsabflüsse variabel und hängen vom jeweiligen Zinsniveau ab. Für die Namensschuldverschreibungen der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft sowie für die Anleihe der HSB Group ist der Mittelabfluss variabel in Abhängigkeit vom jeweiligen Zinsniveau. Der beizulegende Zeitwert der nachrangigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag 4.348 (4.059) Millionen €. Für die Anleihen der Münchener Rück AG liegen als beizulegende Zeitwerte die Börsenwerte vor. Für die übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten ziehen wir Barwertverfahren unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter heran, um die beizulegenden Zeitwerte zu ermitteln.

Zusammensetzung der nachrangigen Verbindlichkeiten

scroll Mio. € A.M. Best Fitch Moody's S&P 31.12.2019 Vorjahr
Münchener Rück AG, München, bis 2029 3,25%, anschließend variabel, 1.250 Millionen €, Anleihe 2018/2049 A A2 (hyb) - - 1.261 1.236
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,25%, anschließend variabel, 900 Millionen €, Anleihe 2012/2042 a+ A - A 932 897
Münchener Rück AG, München, bis 2022 6,625%, anschließend variabel, 450 Millionen £, Anleihe 2012/2042 a+ A - A 552 501
Münchener Rück AG, München, bis 2021 6,00%, anschließend variabel, 1.000 Millionen €, Anleihe 2011/2041 a+ A - A 1.034 997
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 6 Millionen €, Namensschuldverschreibung 2001 /unbegrenzte Laufzeit - - - - 6 6
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien, Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 7 Millionen €, Namensschuldverschreibung 1998/unbegrenzte Laufzeit - - - - 7 7
HSB Group Inc., Delaware, LIBOR +91 BP, 76 Millionen US$, Anleihe 1997/2027 - - - - 48 46
Gesamt 3.839 3.689

20 Beitragsüberträge

Beitragsüberträge

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Brutto 10.518 9.790
Anteil der Rückversicherer -443 -390
Netto 10.075 9.400

Entwicklung der Beitragsüberträge (brutto)

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 9.790 8.857
Währungsänderungen 195 96
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges -51 -208
Gebuchte Beiträge 51.457 49.064
Verdiente Beiträge -50.873 -48.019
Stand 31.12. Geschäftsjahr 10.518 9.790

Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges weisen wir die Beitragsüberträge der Veräußerungsgruppe in Höhe von 0 (-124) Millionen € aus.

21 Deckungsrückstellung

Deckungsrückstellung

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Brutto 112.302 111.147
Anteil der Rückversicherer -1.525 -823
Netto 110.777 110.324

Deckungsrückstellung nach Art des Versicherungsschutzes (brutto)

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Leben/Gesundheit 111.650 110.469
Rückversicherung 12.607 12.107
ERGO 99.042 98.362
Risiko-Lebensversicherung 3.153 3.000
Sonstige Lebensversicherung 22.810 24.403
Rentenversicherung 34.826 34.082
Berufsunfähigkeitsversicherung 1.300 1.417
Verträge mit Kombination mehrerer Risiken 0 0
Gesundheit 36.954 35.460
Schaden/Unfall 652 678
Rückversicherung 26 26
ERGO 627 652
Gesamt 112.302 111.147

Die Deckungsrückstellung in der Lebensrückversicherung bezieht sich zum größten Teil auf Verträge mit dominierendem Todesfall- oder Invaliditätsrisiko. In der Rückversicherung haben Rentenversicherungen ein deutlich geringeres Gewicht als in der Erstversicherung. Um die Deckungsrückstellung im Bestandsgeschäft zu bewerten, werden im Wesentlichen die gleichen Rechnungsgrundlagen verwendet wie im Vorjahr. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland erfolgte im Geschäftsjahr eine Anpassung der Annahmen über das zukünftige Storno, die Kosten und das langfristige Zinsniveau, das sich an der nachhaltigen laufenden Verzinsung der Kapitalanlagen orientiert. Die Deckungsrückstellung erhöht sich aufgrund dieser Anpassungen. Weitere Angaben zu den versicherungstechnischen Risiken finden Sie im Risikobericht unter Wesentliche Risiken.

Entwicklung der Deckungsrückstellung (brutto)

scroll Mio. € 2019 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 111.147 108.956
Währungsänderungen 341 92
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges 2.825 745
Veränderungen Planmäßig -2.008 1.479
Außerplanmäßig -3 -125
Stand 31.12. Geschäftsjahr 112.302 111.147

Die unter Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges ausgewiesene Veränderung betrifft mit 280 (360) Millionen € Sparbeiträge für Kapitalisierungsprodukte und mit 644 (548) Millionen € Umgliederungen aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Weiterhin ist hier die Deckungsrückstellung der Veräußerungsgruppe in Höhe von -17 (-130) Millionen € enthalten. In den planmäßigen Veränderungen der Deckungsrückstellung sind die aus der prospektiven Kalkulation resultierenden Veränderungen aufgrund von Beitragszahlungen, Leistungsfällen und der Abwicklung der Diskontierung im Geschäftsjahr enthalten.

22 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Brutto 70.875 66.356
Anteil der Rückversicherer -2.902 -3.005
Netto 67.973 63.352

Art der Rückstellung (brutto)

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Rentendeckungsrückstellung 7.914 7.333
Einzelschadenrückstellung (Case-Reserve) 26.102 25.697
Rückstellung für Spätschäden (IBNR-Reserve) 36.859 33.326
Gesamt 70.875 66.356

Die Rentendeckungsrückstellung bezieht sich auf regelmäßige Zahlungen für Berufsunfähigkeits- und Invaliditätsfälle und wickelt sich für gewöhnlich langfristig ab. Ein Großteil dieser Rückstellung wird in den Segmenten Rückversicherung Leben/Gesundheit und ERGO Leben/Gesundheit Deutschland für zukünftige Rentenzahlungen gebildet, ein kleiner Teil bezieht sich auf Rentenzahlungen für Unfall-, Haftpflicht- und Arbeiterunfallversicherung. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen sind aktuariell angemessen gewählt. Rentendeckungsrückstellungen werden als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungen berechnet. Die verwendeten Diskontzinsen werden unter Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen (39) Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und (40) Angaben zu Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft dargestellt. Die Einzelschadenrückstellung ist der Betrag, der erwartungsgemäß benötigt wird, um die Schäden zu regulieren, die am Bilanzstichtag bekannt sind und bereits gemeldet wurden. Der größte Teil dieser Rückstellung wird zum Nominalwert bewertet. Die Rückstellung für Spätschäden wird mithilfe aktuarieller Methoden auf der Basis historischer Schadenentwicklungsdaten und unter Berücksichtigung absehbarer zukünftiger Trends berechnet.

Erwartete Auszahlungen aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (nur Schaden/Unfall)

scroll Rückversicherung ERGO % 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 34,9 36,3 30,7 30,4
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 46,0 44,2 37,5 38,6
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre 11,9 11,4 15,7 15,7
Mehr als zehn Jahre und bis zu fünfzehn Jahre 3,3 3,7 5,7 5,5
Mehr als fünfzehn Jahre 3,9 4,4 10,4 9,8

Die Ermittlung der erwarteten Auszahlungstermine aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle kann mit beträchtlicher Unsicherheit verbunden sein.

Entwicklung der Schadenrückstellung für Schaden/Unfall¹

scroll 2019 Vorjahr
Mio. € Brutto Anteil der Rückversicherer Netto Brutto Anteil der Rückversicherer Netto
Stand 31.12. Vorjahr 53.937 -2.776 51.161 51.831 -2.757 49.074
Währungsänderungen 1.045 -67 979 1.024 -81 943
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges -228 76 -152 -545 74 -471
Schadenaufwendungen
Für das Berichtsjahr 19.530 -718 18.812 18.443 -766 17.677
Für Vorjahre -1.780 144 -1.636 -2.252 133 -2.119
Gesamte Schadenaufwendungen 17.750 -574 17.176 16.191 -634 15.558
Aufzinsung der diskontierten Rückstellungen 40 -1 39 48 -2 46
Abzüglich Zahlungen
Für das Berichtsjahr -4.922 164 -4.758 -5.756 285 -5.471
Für Vorjahre -9.813 478 -9.335 -8.857 338 -8.519
Gesamte Zahlungen -14.735 642 -14.094 -14.613 624 -13.990
Stand 31.12. Geschäftsjahr 57.809 -2.700 55.109 53.937 -2.776 51.161

¹ Umfasst die Segmente Rückversicherung Schaden/Unfall, ERGO Schaden/Unfall Deutschland und das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft im Segment ERGO International.

Die dargestellten Schadenaufwendungen für das Geschäftsjahr umfassen sowohl die für das Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen als auch Aufwendungen zur Bildung der Rückstellung für die Schadenfälle des Geschäftsjahres. Die Rückstellungen für Schäden aus Vorjahren werden regelmäßig unter Berücksichtigung der Exposure- und Schadeninformationen sowie der Schadenerfahrungen der Vergangenheit als bestmögliche Schätzungen aktualisiert. Die zugehörige Veränderung gegenüber dem Vorjahresstand zeigen wir unter Schadenaufwendungen für Vorjahre.Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges weisen wir die Schadenrückstellung (brutto) der Veräußerungsgruppe in Höhe von 0 (-301) Millionen € aus. Die meisten Branchen verzeichneten im Geschäftsjahr eine relativ geringe Schadenmeldeaktivität aus Vorjahren, was einen positiven Einfluss auf die Prognose des Endschadens hatte.

Nettoabwicklungsergebnis Schaden/Unfall

Die Werte in den folgenden Abwicklungsdreiecken beziehen sich auf mehr als 99% des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts unseres Konzerns.

Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre (pro Kalenderjahr, netto)

Mio. € Anfalljahr Kalenderjahr < 2009 2010 2011 2012 2013 2014
2009 12.131
2010 8.052 4.817
2011 4.863 3.210 5.750
2012 2.504 1.621 4.171 5.701
2013 1.554 705 2.013 2.949 5.594
2014 1.896 609 1.114 1.422 3.224 5.308
2015 1.439 384 555 462 1.244 2.860
2016 1.589 329 449 351 688 1.479
2017 479 130 119 193 463 674
2018 689 129 155 218 286 385
2019 773 67 98 138 170 242
Mio. € Kalenderjahr 2015 2016 2017 2018 2019 Gesamt
Anfalljahr 2009 4.990
2010 2.695 5.265
2011 1.343 2.603 4.936
2012 792 1.679 4.257 5.522
2013 415 829 1.949 4.659 4.793
2014 14.133

Schadenrückstellungen für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)

Mio. € Anfalljahr Datum < 2009 2010 2011 2012 2013 2014
31.12.2009 41.708
31.12.2010 32.936 8.700
31.12.2011 27.181 5.680 11.844
31.12.2012 23.529 3.937 7.824 8.818
31.12.2013 21.484 3.316 5.526 5.650 8.815
31.12.2014 18.640 2.735 3.996 4.023 5.812 9.016
31.12.2015 16.288 2.149 3.316 3.348 4.525 6.183
31.12.2016 14.351 1.595 2.395 2.963 3.541 4.681
31.12.2017 13.703 1.335 2.248 2.670 2.977 3.795
31.12.2018 12.298 1.037 1.799 2.191 2.418 3.145
31.12.2019 10.408 913 1.432 1.820 2.096 2.719
Mio. € Datum 2015 2016 2017 2018 2019 Gesamt
Anfalljahr 31.12.2009
31.12.2010
31.12.2011
31.12.2012
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2015 8.598
31.12.2016 5.956 9.221
31.12.2017 4.402 6.457 12.731
31.12.2018 3.399 4.819 8.500 12.386
31.12.2019 2.834 3.820 6.421 8.592 14.135 55.190

Endschadenstand für die einzelnen Anfalljahre zum jeweiligen Stichtag (netto)

Mio. € Anfalljahr Datum < 2009 2010 2011 2012 2013 2014
31.12.2009 53.838
31.12.2010 53.118 13.517
31.12.2011 52.226 13.707 17.594
31.12.2012 51.079 13.585 17.745 14.520
31.12.2013 50.588 13.669 17.459 14.301 14.409
31.12.2014 49.641 13.698 17.043 14.096 14.630 14.324
31.12.2015 48.728 13.496 16.918 13.883 14.586 14.351
31.12.2016 48.380 13.270 16.446 13.848 14.291 14.328
31.12.2017 48.210 13.140 16.418 13.748 14.190 14.117
31.12.2018 47.495 12.971 16.124 13.488 13.917 13.851
31.12.2019 46.377 12.915 15.855 13.254 13.765 13.668
Mio. € Datum 2015 2016 2017 2018 2019 Gesamt
Anfalljahr 31.12.2009
31.12.2010
31.12.2011
31.12.2012
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2015 13.587
31.12.2016 13.640 14.486
31.12.2017 13.429 14.324 17.667
31.12.2018 13.219 14.366 17.693 17.907
31.12.2019 13.068 14.196 17.563 18.773 18.928 198.362

Nettoabwicklungsergebnis

7.461 603 1.739 1.266 644 656
Veränderungen 1.118 56 269 234 151 183
2018 auf 2019
Mio. € Datum 2015 2016 2017 2018 2019 Gesamt
Anfalljahr 31.12.2009
31.12.2010
31.12.2011
31.12.2012
31.12.2013
31.12.2014
31.12.2015 13.587
31.12.2016 13.640 14.486
31.12.2017 13.429 14.324 17.667
31.12.2018 13.219 14.366 17.693 17.907
31.12.2019 13.068 14.196 17.563 18.773 18.928 198.362

Nettoabwicklungsergebnis

519 290 104 -866 n/a 12.415
Veränderungen 151 170 130 -866 n/a 1.597
2018 auf 2019

Der Endschaden eines Anfalljahres enthält alle Zahlungen, die bis zum Bilanzstichtag für dieses Anfalljahr geleistet wurden, sowie die zu diesem Zeitpunkt verbleibende Schadenrückstellung. Bei vollständiger Kenntnis aller bis zum Bilanzstichtag verursachten Schäden würde der Endschadenstand für jedes Anfalljahr unverändert bleiben. In der Praxis ist der auf Schätzung beruhende Endschadenstand jedoch Schwankungen ausgesetzt, die den wachsenden Kenntnisstand über die Schadenfälle reflektieren. Änderungen im Konsolidierungskreis, insbesondere Zugänge, oder die Zusammensetzung der berichtspflichtigen Segmente können den Endschadenstand ebenfalls beeinflussen. Die Abwicklungsdreiecke beruhen auf währungsbereinigten Größen. Hierfür wurden alle Werte auf Basis der Endjahreskurse von der jeweiligen Landeswährung in die Konzernwährung (Euro) umgerechnet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Währungsumrechnung nicht zu Abwicklungseffekten führt.

23 Übrige versicherungstechnische Rückstellungen

Zusammensetzung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen

Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften 9.312 8.549
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 10.957 8.041
davon: aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) 6.168 3.254
davon: aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) 4.788 4.788
Rückstellung für Gewinnanteile 611 593
Sonstige 132 132
Gesamt (brutto) 21.011 17.314

Von der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften entfallen 79 (78) Millionen € auf die Schaden- und Unfallversicherung. Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wird ausschließlich in der Lebens- und Krankenversicherung gebildet. Der Anteil der Rückversicherer an den übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beträgt 67 (46) Millionen €, davon entfallen 3 (3) Millionen € auf die in Rückdeckung gegebene Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften.

Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften

Mio. € 2019 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 8.549 8.642
Veränderungen Konsolidierungskreis 175 2
Zuführung/Entnahme 588 -96
Stand 31.12. Geschäftsjahr 9.312 8.549

Entwicklung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung

Mio. € 2019 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 8.041 9.709
Veränderungen Konsolidierungskreis 216 0
Veränderung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) 2.915 -1.566
Veränderung aufgrund sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) -215 -101
Stand 31.12. Geschäftsjahr 10.957 8.041

Die Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen reflektiert den auf die erwartete zukünftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entfallenden Anteil an der im vergangenen Jahr eingetretenen Veränderung der Marktwerte. Um den auf die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung entfallenden Anteil der Bewertungsdifferenzen zu bestimmen, werden Quoten zwischen 50% und 92,5% nach Steuern verwendet.

24 Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (brutto)

Entwicklung der Rückstellung (brutto)

Mio. € 2019 Vorjahr
Stand 31.12. Vorjahr 7.925 8.971
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges 5 -178
Sparbeiträge 510 465
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Fondsvermögen 1.044 -733
Entnahme für Kosten und Risiko -32 -33
Entnahme für Leistungen -1.279 -567
Stand 31.12. Geschäftsjahr 8.172 7.925

Diese Rückstellungen werden retrospektiv bewertet. Die Entnahme für versicherungstechnische Risiken aus den Beiträgen und der Deckungsrückstellung erfolgt auf der Grundlage vorsichtiger Annahmen in Bezug auf die erwartete Sterblichkeit und Invalidisierung. Dabei verwenden wir analog zur Deckungsrückstellung für die nicht fondsgebundene Lebensversicherung Rechnungsgrundlagen auf der Basis bester Schätzwerte mit angemessenen Sicherheitszuschlägen. Die Rückstellungen werden unmittelbar bedeckt durch die Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen. Geringe Differenzbeträge zu diesen Kapitalanlagen ergeben sich aus passivierten, noch nicht verdienten Beitragsanteilen in den Rückstellungen. Im Posten Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges weisen wir die Rückstellung der Veräußerungsgruppe in Höhe von 150 (-165) Millionen € aus.

25 Andere Rückstellungen

Zusammensetzung der anderen Rückstellungen

Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.748 2.992
Übrige Rückstellungen 1.543 1.391
Gesamt 5.291 4.383

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter von Munich Re wird in der Regel über beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen für die Zeit nach der Pensionierung vorgesorgt. Dabei werden regionale Besonderheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweiligen Versorgungsordnung. Die Pensionsverpflichtungen umfassen Zusagen sowohl an aktive oder mit unverfallbarer Anwartschaft ausgeschiedene Anwärter als auch laufende Rentenleistungen. Leistungsorientierte Pensionszusagen werden sowohl intern über Pensionsrückstellungen als auch extern finanziert. Die externe Finanzierung erfolgt über Fonds oder Rückdeckungsversicherungen. Für beitragsorientierte Pensionszusagen beträgt der Aufwand im Geschäftsjahr 68 (64) Millionen €, für Beiträge an staatliche Pläne 111 (109) Millionen €. Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen beträgt 7.067 (5.921) Millionen €, das zu saldierende Planvermögen beträgt 3.746 (3.301) Millionen €. Die leistungsorientierten Pensionszusagen umfassen folgende wesentliche Pläne: Auf die Pensionszusagen der Münchener Rück AG entfallen 1.677 (1.521) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 1.908 (1.710) Millionen € des Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Gewinne aus Änderungen der demografischen Annahmen in Höhe von 271 Millionen € entstehen im Wesentlichen durch die Umstellung auf aktualisierte biometrische Rechnungsgrundlagen. Die Überführung des Bestands aufgrund der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2019 hat zu einem geringfügigen einmaligen Aufwand geführt. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die bis 31. Dezember 2007 erteilten Leistungszusagen werden über einen Fonds finanziert. Für Neueintritte ab 1.# Januar 2008 erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Sowohl der Fonds als auch die Rückdeckungsversicherungen wurden in ein Contractual Trust Agreement (CTA-Modell) eingebracht. Auf die Pensionszusagen der ERGO Group entfallen 3.784 (3.018) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 501 (423) Millionen € des Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Verluste aus Änderungen der demografischen Annahmen in Höhe von 44 Millionen € entstehen im Wesentlichen durch die Umstellung auf aktualisierte biometrische Rechnungsgrundlagen. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die Zusagen sind gewöhnlich über Pensionsrückstellungen finanziert. Für Neueintritte erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über konzerneigene Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung. Auf die Pensionszusagen von Munich Reinsurance America Inc. entfallen 749 (661) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 562 (484) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für Ruhegelder für die Mitarbeiter und deren Hinterbliebene. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel am ruhegeldfähigen Gehalt und an der Dienstzeit. Der Plan ist über einen Fonds und über Pensionsrückstellungen finanziert. Er wurde für Eintritte ab dem 1. Januar 2006 geschlossen. Für die verbliebenen Begünstigten wurde der Plan dann zum 31. Dezember 2011 ebenfalls geschlossen. Für alle Begünstigten erfolgt die Versorgung ab dem 1. Januar 2012 über einen beitragsorientierten Plan. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung im Alter.

Entwicklung des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen

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Mio. € | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Stand 31.12. Vorjahr | 5.921 | 5.924
Währungsänderungen | 47 | 35
Veränderungen Konsolidierungskreis | -1 | -1
Laufender Dienstzeitaufwand | 124 | 145
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 38 | 9
Gewinne und Verluste aus Planabgeltungen | -6 | 0
Arbeitnehmerbeiträge | 3 | 3
Zinsaufwand | 127 | 121
Zahlungen | -163 | -145
Zahlungen aus Planabgeltungen | -11 | -4
Übertragung von Verpflichtungen | -2 | 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Änderung demografischer Annahmen | -327 | -9
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Änderung finanzieller Annahmen | 1.290 | -148
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste: Erfahrungsbedingte Anpassungen | 26 | -6
Übrige | -1 | -2
Stand 31.12. Geschäftsjahr | 7.067 | 5.921

Der Barwert der erdienten Ansprüche aus Leistungen für medizinische Versorgung beträgt davon zum Bilanzstichtag 324 (274) Millionen €.

Aufteilung des Barwerts

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% | 31.12.2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Aktive Anwärter | 49 | 48
Ausgeschiedene Anwärter | 17 | 16
Leistungsempfänger | 34 | 36
Gesamt | 100 | 100

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ist es erforderlich, Annahmen über zukünftige Entwicklungen zu treffen. Die Konzernunternehmen legen folgende Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte) zugrunde:

Versicherungsmathematische Annahmen

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% | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Rechnungszins | 1,2 | 2,2
Anwartschafts-/Gehaltstrend | 1,8 | 1,8
Rententrend | 1,5 | 1,5
Kostentrend für medizinische Versorgung | 3,5 | 3,6

Im Euroraum liegt der Rechnungszins zum 31. Dezember 2019 bei 0,75 (1,80)%. Die versicherungsmathematischen Verluste aus Änderungen der finanziellen Annahmen in Höhe von 1.098 (im Vorjahr Gewinne von 42) Millionen € entstehen im Wesentlichen durch die Senkung des Rechnungszinses. Wir verwenden allgemein anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen, die in der Regel auf unternehmensspezifische Verhältnisse angepasst werden. Im Mittel hat eine 65-jährige Planteilnehmerin eine weitere Lebenserwartung von 24,1 Jahren, ein 65-jähriger Planteilnehmer von 22,9 Jahren.

Entwicklung des Planvermögens für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Stand 31.12. Vorjahr | 3.301 | 3.253
Währungsänderungen | 45 | 20
Veränderungen Konsolidierungskreis | -1 | 0
Zinsertrag | 80 | 72
Erträge ohne Zinsertrag | 348 | -45
Übertragene Beträge - Arbeitgeber | 66 | 70
Übertragene Beträge - Arbeitnehmer | 1 | 1
Zahlungen | -83 | -68
Zahlungen aus Planabgeltungen | -11 | -1
Übertragung von Vermögenswerten | 0 | 0
Übrige | -1 | -1
Stand 31.12. Geschäftsjahr | 3.746 | 3.301

Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungen

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% | 31.12.2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | |
Festverzinsliche Wertpapiere | 40 | 41
Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 23 | 22
Aktien | 5 | 4
Investmentfonds | 18 | 17
Sonstige | 0 | 1
Übrige | 0 | 1
Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungen | |
Keine Marktpreisnotierung an einem aktiven Markt | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0
Grundstücke und Bauten | 1 | 1
Festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 0
Nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3 | 3
Aktien | 0 | 0
Investmentfonds | 3 | 3
Sonstige | 0 | 0
Versicherungsverträge | 32 | 31
Übrige | 1 | 1

Das Planvermögen enthält wie im Vorjahr keine eigenen Aktien. Für das Geschäftsjahr 2020 werden Kapitalüberträge auf das Planvermögen in Höhe von 85 (84) Millionen € erwartet.

Entwicklung der Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Stand 31.12. Vorjahr | 292 | 280
Veränderungen Konsolidierungskreis | 0 | -1
Zinsertrag | 5 | 5
Erträge ohne Zinsertrag | 47 | -4
Übertragene Beträge - Arbeitgeber | 19 | 21
Übertragene Beträge - Arbeitnehmer | 0 | 0
Zahlungen | -8 | -8
Übertragung von Vermögenswerten | 0 | 0
Übrige | -1 | -1
Stand 31.12. Geschäftsjahr | 357 | 292

Die Erstattungsansprüche ergeben sich aus Rückdeckungsversicherungen, die abgeschlossen wurden, um die Versorgungsverpflichtungen abzusichern. Aus der Begrenzung eines Vermögenswerts, der aus überdotierten leistungsorientierten Plänen resultiert, ergab sich ein Effekt von 17 (12) Millionen €.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen

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Mio. € | 31.12.2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen | |
Barwert der erdienten Pensionsansprüche | 3.404 | 2.780
Übrige | 0 | 0
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit | 3.404 | 2.780
Über Planvermögen finanzierte Pensionszusagen | |
Barwert der erdienten Pensionsansprüche | 3.663 | 3.140
Planvermögen | -3.746 | -3.301
Vermögenswerte aus leistungsorientierter Pensionszusage | 412 | 365
Begrenzung des leistungsorientierten Vermögenswerts | 17 | 12
Übrige | -2 | -6
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit | 344 | 212
Pensionszusagen unabhängig von der Finanzierung | |
Barwert der erdienten Pensionsansprüche | 7.067 | 5.921
Planvermögen | -3.746 | -3.301
Vermögenswerte aus leistungsorientierter Pensionszusage | 412 | 365
Begrenzung des leistungsorientierten Vermögenswerts | 17 | 12
Übrige | -2 | -6
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit | 3.748 | 2.992

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der zugeordneten leistungsorientierten Pensionszusagen und als Vorsorge für künftige Mittelabflüsse. Dies ist in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, in anderen Ländern erfolgt die Bereitstellung von Planvermögen auf freiwilliger Basis. Das Verhältnis von beizulegendem Zeitwert des Planvermögens zum Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen wird als Finanzierungsgrad bezeichnet. Übersteigt der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen den jeweiligen beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, stellt dies eine Unterdeckung dar, die dann über Pensionsrückstellungen finanziert wird. Übersteigt der Zeitwert des Planvermögens den Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen, entsteht ein Vermögenswert aus der leistungsorientierten Pensionszusage. Da diese Betrachtung für jeden Plan einzeln durchgeführt wird, kann in Summe sowohl eine Pensionsrückstellung als auch ein Vermögenswert aus leistungsorientierten Pensionszusagen entstehen. Marktschwankungen können im Zeitablauf Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens bewirken. Durch Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Rechnungszins) oder durch Abweichungen des tatsächlichen Risikoverlaufs vom angenommenen Risikoverlauf kann sich der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen ändern. Beide Faktoren können damit zu Schwankungen des Finanzierungsgrads führen. Um diese Schwankungen möglichst zu vermeiden, wird bei der Wahl der Kapitalanlage darauf geachtet, dass sich bei der Veränderung bestimmter Einflussfaktoren die Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens mit den Schwankungen des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen so weit wie möglich ausgleichen (Asset-Liability-Matching).

Entwicklung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen

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Mio. € | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Stand 31.12. Vorjahr | 2.992 | 2.982
Währungsänderungen | 8 | 13
Veränderung Konsolidierungskreis | -1 | -1
Aufwand | 200 | 201
Zahlungen | -80 | -76
Zahlungen aus Planabgeltungen | 0 | -4
Kapitalübertrag auf Planvermögen | -67 | -71
Übertragung von Vermögenswerten | 0 | 0
Übertrag auf sonstige Forderungen | 42 | 64
Im Eigenkapital verrechnete versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 598 | -114
Übrige | 57 | -2
Stand 31.12. Geschäftsjahr | 3.748 | 2.992

Zusammensetzung des im Geschäftsjahr gebuchten Aufwands

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Mio. € | 2019 | Vorjahr
------- | -------- | --------
Nettozinsaufwand | 41 | 44
Dienstzeitaufwand | 160 | 156
Übrige | -1 | 1
Gesamt | 200 | 201

Die Aufwendungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und für Leistungen an Kunden ausgewiesen. Die tatsächlichen Gewinne aus dem Planvermögen betragen 428 (27) Millionen €, die tatsächlichen Erträge aus Erstattungsansprüchen 53 (0) Millionen €.

Vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen

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Mio. €# € 31.12.2019 Vorjahr
Bis zu einem Jahr | 167 | 156
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre | 762 | 730
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre | 1.076 | 1.031
Mehr als zehn Jahre und bis zu zwanzig Jahre | 2.514 | 2.503
Mehr als zwanzig Jahre | 5.519 | 6.058
Gesamt | 10.038 | 10.478

Die gewichtete durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen beträgt 20 (20) Jahre. Ein Anstieg oder Rückgang folgender wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen beeinflusst den Barwert der erdienten Pensionsansprüche:

Sensitivitätsanalyse

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Mio. € | 31.12.2019 | Vorjahr
---|---|---
Erhöhung des Rechnungszinses um 50 BP | -668 | -531
Verminderung des Rechnungszinses um 50 BP | 773 | 593
Erhöhung des Gehaltstrends um 1 0 BP | 31 | 23
Verminderung des Gehaltstrends um 10 BP | -29 | -20
Erhöhung des Rententrends um 1 0 BP | 72 | 60
Verminderung des Rententrends um 10 BP | -70 | -61
Erhöhung des Kostentrends für medizinische Versorgung um 1 00 BP | 56 | 44
Verminderung des Kostentrends für medizinische Versorgung um 1 00 BP | -46 | -37
Erhöhung der Sterblichkeitsrate um 10% | -217 | -158
Verminderung der Sterblichkeitsrate um 10% | 233 | 170

Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen separat aufzuzeigen.

Übrige Rückstellungen

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Mio. € | Vorjahr | Zugänge | Inanspruchnahme
---|---|---|---
Restrukturierung | 459 | 22 | -86
Provisionen | 180 | 2.072 | -2.054
Mehrjährige variable Vergütung | 111 | 79 | -31
Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit | 101 | 49 | -15
Gehaltsverpflichtungen und sonstige Innen- und Außendienstvergütung | 109 | 108 | -96
Jubiläumsleistungen | 92 | 11 | -1
Sonstige | 339 | 465 | -231
Gesamt | 1.391 | 2.806 | -2.514

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Mio. € | Auflösung | Übrige Veränderungen | 31.12.2019
---|---|---|---
Restrukturierung | -17 | -17 | 361
Provisionen | -5 | 0 | 193
Mehrjährige variable Vergütung | -3 | -4 | 152
Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit | 0 | 14 | 149
Gehaltsverpflichtungen und sonstige Innen- und Außendienstvergütung | -3 | 0 | 117
Jubiläumsleistungen | -1 | 1 | 101
Sonstige | -96 | -8 | 469
Gesamt | -126 | -14 | 1.543

Die Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen das "ERGO Strategieprogramm" mit 246 (295) Millionen € sowie den umfassenden Umbau der Vertriebsorganisationen der ERGO Group mit 107 (132) Millionen €. Zusätzlich weist ERGO weitere Restrukturierungsrückstellungen für das Projekt "Kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsposition" mit 4 (16) Millionen € sowie für die Einstellung des Neugeschäfts und Abwicklung der Vertriebsorganisation in Belgien in Höhe von 1 (7) Million € aus. Die Rückstellung für die mehrjährige variable Vergütung setzt sich aus Komponenten für die Mehrjahres-Performance sowie die mittelfristigen Incentive-Pläne zusammen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte. Die Rückstellungen für Restrukturierung, Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit, Jubiläumsleistungen, die Mehrjahres-Performance und mittelfristige Incentive-Pläne sind überwiegend langfristig, während die Rückstellungen für Provisionen, Gehaltsverpflichtungen und sonstige Innen- und Außendienstvergütung sowie Sonstiges im Wesentlichen kurzfristig sind.

26 Anleihen

Zusammensetzung der Anleihen

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Mio. € | A.M. Best | Fitch | Moody's | S&P | 31.12.2019 | Vorjahr
---|---|---|---|---|---|---
Munich Re America Corporation, Wilmington, 7,45%, 334 Millionen US$, Anleihe 1996/2026 a | A+ | A2 | A- | | 297 | 292
Gesamt | | | | | 297 | 292

Liquiditätsabflüsse erfolgen bis zur Endfälligkeit jährlich in Höhe der Zinszahlungen. Diese betrugen im Geschäftsjahr 25 (25) Millionen US$. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag 384 (354) Millionen €.

27 Depotverbindlichkeiten

Die Depotverbindlichkeiten sind einbehaltene Sicherheiten für die an Rückversicherer und Retrozessionäre in Rückdeckung abgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Veränderungen der Depotverbindlichkeiten leiten sich im Regelfall aus den Veränderungen der zugehörigen in Rückdeckung gegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen ab. Daher haben Depotverbindlichkeiten keine vertraglich fixierte Fälligkeit, ihre Abwicklung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit von der Abwicklung der korrespondierenden Rückstellungen.

28 Sonstige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeiten

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Mio. € | 31.12.2019 | Vorjahr
---|---|---
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 2.989 | 2.946
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 4.293 | 4.555
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 557 | 674
Leasingverbindlichkeiten | 374 | 0
Übrige Verbindlichkeiten | 11.430 | 9.972
Gesamt | 19.643 | 18.147

Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft umfassen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, die aus angesammelten Überschussanteilen, Beitragsdepots und Verträgen der Erstversicherer mit nicht signifikantem Risikotransfer resultieren. Zu den im Geschäftsjahr 2019 gezahlten Zinsen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen siehe Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (36) Sonstiges operatives Ergebnis. Zu den Zahlungsmittelabflüssen für Leasingverhältnisse im Jahr 2019 siehe (29) Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 78 (93) Millionen € auf Bankverbindlichkeiten von Konzerngesellschaften, die Munich Re im Rahmen der Investitionsstrategie für Infrastruktur erworben hat. Die übrigen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten von 5.166 (3.989) Millionen €, die sich aus Verträgen der Rückversicherer mit nicht signifikantem Risikotransfer ergeben, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert von 604 (631) Millionen € und negative Zeitwerte von Versicherungsderivaten sowie von Absicherungsderivaten von Variable Annuities von insgesamt 1.122 (948) Millionen €. In den übrigen Verbindlichkeiten sind zudem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 26 (21) Millionen € und Zins- und Mietverbindlichkeiten von 32 (148) Millionen € enthalten. Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die vertraglichen Fälligkeiten unserer sonstigen Verbindlichkeiten. Da Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft untrennbar mit dem zugrunde liegenden Versicherungsgeschäft verbunden sind, sind diese hier nicht berücksichtigt. Dies gilt derzeit auch für die im Variable-Annuity-Geschäft enthaltenen Derivate; siehe Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen (39) Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft. Die hier aufgeführten Derivate sind mit ihren Marktwerten berücksichtigt.

Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten auf der Basis von undiskontierten vertraglichen Cashflows

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Mio. € | 31.12.2019 | Vorjahr
---|---|---
Bis zu einem Jahr | 9.154 | 9.516
Mehr als ein Jahr und bis zu zwei Jahre | 463 | 163
Mehr als zwei Jahre und bis zu drei Jahre | 2.495 | 271
Mehr als drei Jahre und bis zu vier Jahre | 267 | 172
Mehr als vier Jahre und bis zu fünf Jahre | 61 | 2.062
Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre | 2.338 | 1.391
Mehr als zehn Jahre | 1.183 | 711
Gesamt | 15.961 | 14.288

Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrifft unverzinsliche Verbindlichkeiten, bei denen Bilanzwerte und undiskontierte Zahlungsströme identisch sind. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 178 (334) Millionen €, von denen aus Derivaten 371 (920) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig.

29 Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit

In der Tabelle sind die zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit vom Jahresbeginn bis zum Bilanzstichtag dargestellt. Die zahlungswirksamen Veränderungen sind Bestandteil der Konzern-Kapitalflussrechnung in der Position III. Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit.

Entwicklung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit

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| Kurzfristige Finanzschulden | | Langfristige Finanzschulden | | Leasingverbindlichkeiten | |
Mio. € | 2019 | Vorjahr | 2019 | Vorjahr | 2019 | Vorjahr
---|---|---|---|---|---|---
Stand 31.12. Vorjahr | 674 | 602 | 3.980 | 3.068 | 0 | 0
Anpassung 1.1.2019 durch IFRS 16 | 0 | 0 | 0 | 0 | 341 | 0
Zahlungswirksame Veränderungen | -118 | 71 | 0 | 893 | -86 | 0
Zahlungsunwirksame Veränderungen | | | | | |
Währungsänderungen | 2 | 1 | 36 | 15 | -3 | 0
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0
Veränderungen Konsolidierungskreis/ Sonstiges | 0 | 0 | 120 | 4 | 122 | 0
Stand 31.12. Geschäftsjahr | 557 | 674 | 4.136 | 3.980 | 374 | 0

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| Zur Absicherung von langfristigen Finanzschulden gehaltene Vermögenswerte | | Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit | | | |
Mio. € | 2019 | Vorjahr | 2019 | Vorjahr | |
---|---|---|---|---|---|---
Stand 31.12. Vorjahr | 0 | 0 | 4.654 | 3.670 | |
Anpassung 1.1.2019 durch IFRS 16 | 0 | 0 | 341 | 0 | |
Zahlungswirksame Veränderungen | 0 | 0 | -204 | 963 | |
Zahlungsunwirksame Veränderungen | | | | | |
Währungsänderungen | 0 | 0 | 35 | 16 | |
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Veränderungen Konsolidierungskreis/ Sonstiges | 0 | 0 | 242 | 5 | |
Stand 31.12. Geschäftsjahr | 0 | 0 | 5.068 | 4.654 | |

In den langfristigen Finanzschulden sind nachrangige Verbindlichkeiten und Anleihen enthalten.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

30 Beiträge

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Mio. € | 2019 | Vorjahr
---|---|---
Gesamte Bruttobeiträge | 52.687 | 49.973
Gebuchte Bruttobeiträge | 51.457 | 49.064
Veränderung Beitragsüberträge Brutto | -584 | -1.045
Verdiente Beiträge (brutto) | 50.873 | 48.019
Gebuchte abgegebene Rückversicherungsbeiträge | -2.650 | -2.357
Veränderung Beitragsüberträge -Anteil der Rückversicherer | 57 | 72
Verdiente Beiträge -Abgegeben an Rückversicherer | -2.594 | -2.284
Verdiente Beiträge (netto) | 48.280 | 45.735

Die gesamten Bruttobeiträge enthalten neben den gebuchten Bruttobeiträgen insbesondere auch Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten. Beiträge aus dem langfristigen Versicherungsgeschäft, insbesondere in der Lebenserstversicherung, werden bei Fälligkeit in voller Höhe als verdiente Beiträge berücksichtigt und als Ertrag erfasst. Aus dem fondsgebundenen Geschäft sind unter den gebuchten Bruttobeiträgen nur die Risiko- und Kostenbeiträge erfasst.Von den gebuchten Beiträgen aus dem kurzfristigen Versicherungsgeschäft werden anteilig Beitragsüberträge abgegrenzt; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (20) Beitragsüberträge. Die Beitragsüberträge werden entsprechend der Risikoentlastung über die Dauer der Verträge aufgelöst. Neben den Beiträgen vereinnahmt Munich Re Dienstleistungsumsätze im Sinne des IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Diese fallen im Wesentlichen durch technische Ingenieur- und Prüfungsleistungen, Assistanceleistungen, Kapitalanlageverwaltungsleistungen sowie Leistungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung versicherungsbezogener Software an. Die Erträge für diese Leistungen werden überwiegend zeitraumbezogen erfasst. Die Größenordnung dieser nach IFRS 15 zu erfassenden Umsatzerlöse liegt im Verhältnis zu den gebuchten Bruttobeiträgen bei rund 1%.

31 Technischer Zinsertrag

Der technische Zinsertrag entspricht dem Betrag, den wir im Versicherungsgeschäft aus der überwiegend risikolosen Anlage der Kapitalanlagen erwirtschaften, welche die versicherungstechnischen Rückstellungen bedecken. Zudem werden die Depotverbindlichkeiten als Bezugsgröße für den technischen Zins herangezogen. Damit wird auch der Anteil der Kapitalerträge, die den Depotzinsaufwendungen entsprechen, als Komponente in den technischen Zins einbezogen und in das versicherungstechnische Ergebnis umgegliedert. Zu quantitativen Angaben zum technischen Zins verweisen wir auf die Segment-Gewinn- und Verlustrechnung. Je nach Art des betriebenen Versicherungsgeschäfts und der damit verbundenen gesetzlichen Regelungen ist der technische Zinsertrag bezogen auf die Bedeckung der versicherungstechnischen Rückstellungen segmentspezifisch unterschiedlich zu interpretieren: Im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit entspricht der technische Zinsertrag im Lebensrückversicherungsgeschäft der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen. Für deponierte Rückstellungen stimmt der technische Zinsertrag mit dem vertraglich vereinbarten Zins überein. Im Krankenrückversicherungsgeschäft entspricht die Verzinsung bei langfristigen Rückversicherungsverträgen den vertraglich vereinbarten Zinszuführungen. Bei kurzfristigem Rückversicherungsgeschäft wird der technische Zinsertrag anhand der risikolosen Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen Zinssatz berechnet. Im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall tragen wir der Tatsache Rechnung, dass in früheren Jahren gebildete Rückstellungen durch Kapitalanlagen mit höheren Zinsen bedeckt werden, als es dem heutigen Marktzinsniveau entspricht. Daher entspricht der technische Zinsertrag der risikolosen Verzinsung unserer diskontierten versicherungstechnischen Rückstellungen zum jeweils historischen Zins, unter Berücksichtigung der entsprechenden Laufzeit und Währung. Der Differenzbetrag zwischen diskontierten und bilanziellen Rückstellungen wird kurzfristig verzinst. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland setzt sich der technische Zinsertrag für Lebenserstversicherungsgesellschaften zusammen aus den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung, der Garantieverzinsung und der anhand der nicht technischen Ergebnisquellen ermittelten Überschussbeteiligung. Für Krankenerstversicherungsgesellschaften entspricht der technische Zinsertrag der Zinszuführung zur Alterungsrückstellung (Rechnungszins) sowie der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Diese beruht auf der Zinszuführung zur Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung, dem den Rechnungszins überschreitenden Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den sonstigen nicht versicherungstechnischen Ergebnisbestandteilen. Im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland wird der technische Zinsertrag analog zum Vorgehen im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall berechnet. Im Segment ERGO International entspricht der technische Zinsertrag für Lebenserstversicherungsgesellschaften der risikolosen Verzinsung der Deckungsrückstellung mit dem jeweils länderspezifischen Zins, den Gewinnen und Verlusten aus der fondsgebundenen Lebensversicherung und der Überschussbeteiligung, soweit entsprechende Vertragsmodelle vorliegen. Der technische Zinsertrag für Schaden/Unfall-Erstversicherungsgesellschaften wird analog zum Vorgehen im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall berechnet. Der technische Zinsertrag für Krankenerstversicherungsgeschäft beruht auf der Verzinsung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen mit dem jeweiligen länderspezifischen risikolosen Zinssatz und, soweit vorhanden, auf der Zinszuführung zur Deckungsrückstellung.

32 Leistungen an Kunden

Mio. € 2019 Vorjahr
Brutto
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle -34.843 -33.679
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen
Deckungsrückstellung -774 211
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -3.441 -1.933
Rückstellung für Beitragsrückerstattung -1.876 -839
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -125 -125
Leistungen an Kunden (brutto) -41.058 -36.366
Anteil der Rückversicherer
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle 1.058 851
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen
Deckungsrückstellung 432 346
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -99 45
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 0 3
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -19 6
Leistungen an Kunden - Anteil der Rückversicherer 1.373 1.250
Netto
Zahlungen für Schäden und Versicherungsfälle -33.785 -32.829
Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen
Deckungsrückstellung -342 556
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -3.539 -1.888
Rückstellung für Beitragsrückerstattung -1.875 -836
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -143 -119
Leistungen an Kunden (netto) -39.685 -35.116

Die Veränderung der Deckungsrückstellung (netto) enthält 1.044 (-733) Millionen € unrealisierte Gewinne/Verluste aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Leistungen an Kunden schließen Aufwendungen für die Überschussbeteiligung an Versicherungsnehmer ein. Davon entfallen 1.231 (1.194) Millionen € auf die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach nationalen Vorschriften, 10 (-111) Millionen € auf die erfolgswirksame Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung sowie 293 (47) Millionen € auf die Direktgutschrift. Das sonstige versicherungstechnische Ergebnis ergibt sich in der Lebenserstversicherung überwiegend aus der Verzinsung des Ansammlungsguthabens von Versicherungsnehmern. Aufwendungen für eine Gewinnbeteiligung in der Rückversicherung werden nicht unter den Leistungen an Kunden ausgewiesen, sondern unter den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

33 Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Mio. € 2019 Vorjahr
Brutto
Gezahlte Abschlusskosten, Gewinnanteile und Rückversicherungsprovisionen -10.492 -10.098
Verwaltungsaufwendungen -3.325 -3.027
Veränderung der aktivierten Abschlusskosten, Veränderung der Provisionsrückstellungen und Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände 8 20
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) -13.809 -13.105
Anteil der Rückversicherer
Anteil der Rückversicherer an gezahlten Abschlusskosten, Gewinnanteilen und Rückversicherungsprovisionen 681 635
Anteil der Rückversicherer an der Veränderung der aktivierten Abschlusskosten und der Veränderung der Provisionsrückstellung -121 -116
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb - Anteil der Rückversicherer 560 518
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) -13.249 -12.587

34 Ergebnis aus Kapitalanlagen

Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten (vor Umgliederung technischer Zins)

Mio. € 2019 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 550 563
Anteile an verbundenen Unternehmen 10 -3
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 213 186
Darlehen 2.070 2.092
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar
Festverzinslich 4.214 3.408
Nicht festverzinslich 1.475 389
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet
Handelsbestände
Festverzinslich 0 0
Nicht festverzinslich 15 -6
Derivate -595 246
Bestände, als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifiziert
Festverzinslich 17 3
Nicht festverzinslich 51 -23
Depotforderungen und sonstige Kapitalanlagen 396 280
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen -678 -610
Gesamt 7.737 6.526

Das Ergebnis aus Grundstücken und Bauten enthält Mieterträge von 513 (489) Millionen €. In den Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen sind Betriebskosten und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung von Grundstücken und Bauten von 103 (92) Millionen € enthalten. Aus Darlehen wurden Zinserträge in Höhe von 1.857 (1.889) Millionen € erzielt. Laufende Erträge entstanden aus sonstigen Wertpapieren, die jederzeit veräußerbar sind, in Höhe von 3.696 (3.506) Millionen € und aus Derivaten in Höhe von 146 (151) Millionen €. Zinsaufwendungen aus nicht derivativen Kapitalanlagen entstanden in Höhe von 11 (8) Millionen €, Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 448 (392) Millionen € und sonstige Aufwendungen in Höhe von 126 (126) Millionen €.

Abschreibungen auf nicht derivative Kapitalanlagen

Mio. € 2019 Vorjahr
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -139 -124
Anteile an verbundenen Unternehmen -3 -10
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -1 -62
Darlehen -21 -21
Sonstige Wertpapiere, jederzeit veräußerbar -345 -968
Sonstige Wertpapiere, erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet -25 -74
Sonstige Kapitalanlagen -41 -56
Gesamt -575 -1.315

35 Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug

Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug

| | Mio. € |
| :---------- | -------: |# € 2019 Vorjahr Ergebnis aus Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen 1.091 -696

Ergebnis aus Sonstige Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 85 12

Gesamt 1.176 -685

36 Sonstiges operatives Ergebnis

Sonstiges operatives Ergebnis scroll

Mio. € 2019 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 1.093 827
davon: Zinsen und ähnliche Erträge 239 135
Zuschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte 25 83
Sonstige operative Aufwendungen -1.347 -976
davon: Zinsen und ähnliche Aufwendungen -156 -117
Abschreibungen auf sonstige operative Vermögenswerte -116 -86

Die sonstigen operativen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus erbrachten Dienstleistungen von 684 (473) Millionen €, Zinserträge von 109 (30) Millionen €, Erträge aus der Auflösung/Verminderung von sonstigen Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen von 84 (88) Millionen € sowie Erträge aus eigengenutzten Grundstücken und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 34 (79) Millionen €. Die sonstigen operativen Aufwendungen umfassen Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen von 672 (439) Millionen € und Zinsaufwendungen von 142 (87) Millionen €, davon 7 Millionen € aus Leasingverhältnissen. Darüber hinaus sind vor allem sonstige Abschreibungen von 108 (78) Millionen € enthalten sowie sonstige Steuern von 138 (119) Millionen € und Aufwendungen für eigengenutzte Grundstücke und Bauten, die teilweise auch vermietet sind, von 15 (16) Millionen €. Im sonstigen operativen Ergebnis ist auch der Großteil des Ergebnisses aus Rückversicherungsverträgen mit nicht signifikantem Risikotransfer von 115 (80) Millionen € enthalten. Davon entfallen 114 (81) Millionen € auf das Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit.

37 Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Währungsergebnis und Finanzierungsergebnis

Sonstiges nicht operatives Ergebnis, Währungsergebnis und Finanzierungsergebnis scroll

Mio. € 2019 Vorjahr
Sonstiges nicht operatives Ergebnis -665 -639
Währungsergebnis 73 -39
Finanzierungsergebnis -222 -196

Das sonstige nicht operative Ergebnis steht nicht in Zusammenhang mit dem Abschluss, der Verwaltung oder der Regulierung von Versicherungsverträgen oder der Verwaltung von Kapitalanlagen. Es enthält im Wesentlichen das sonstige nicht versicherungstechnische Ergebnis von -560 (-507) Millionen €, Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte von 46 (47) Millionen € sowie Restrukturierungsaufwendungen von 60 (90) Millionen €. Im Finanzierungsergebnis fassen wir sämtliche Zinserträge, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen zusammen, die unmittelbar mit strategischem Fremdkapital in Verbindung stehen. Strategischen Charakter haben für uns die Fremdkapitalien, die nicht in einem originären und direkten Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft stehen.

Finanzierungsergebnis nach Finanzierungsinstrumenten scroll

Mio. € 2019 Vorjahr
Nachrangige Verbindlichkeiten der Münchener Rück AG, München -194 -170
Anleihe der Munich Re America Corporation, Wilmington -22 -21
Nachrangige Verbindlichkeit der HSB Group Inc., Delaware -3 -3
Übrige -2 -1
Gesamt -222 -196

38 Ertragsteuern

In diesem Posten werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Konzerngesellschaften (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latenten Steuern) ein.

Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Hauptbestandteilen scroll

Mio. € 2019 Vorjahr
Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr -673 -893
Periodenfremde tatsächliche Steuern 114 550
Latente Steuern aufgrund der Entstehung oder Umkehrung temporärer Unterschiede -3 -182
Latente Steuern aufgrund der Entstehung oder des Verbrauchs von Verlustvorträgen 184 41
Wertberichtigungen auf latente Steuern/Verlustvorträge -82 -93
Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf latente Steuern -23 1
Ertragsteuern -483 -576

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der erwarteten zu den tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteuern. Der erwartete Steueraufwand errechnet sich aus dem Konzernergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) multipliziert mit dem Konzernsteuersatz. Der anzuwendende Konzernsteuersatz beläuft sich auf 33%. Darin sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer berücksichtigt. Die Bandbreite der Gewerbesteuerhebesätze reicht von 240% bis 490%.

Überleitungsrechnung zum effektiven Steueraufwand/-ertrag scroll

Mio. € 2019 Vorjahr
Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) 3.190 2.851
Konzernsteuersatz in % 33 33
Erwartete Ertragsteuern -1.053 -941
Steuerauswirkung von Steuersatzdifferenzen 300 179
Steuerfreien Erträgen 258 23
Nicht abzugsfähigen Aufwendungen -181 -242
Wertberichtigungen auf latente Steuern/Verlustvorträge -82 -93
Änderungen der Steuersätze und Steuergesetzgebung 88 1
Steuern Vorjahre 273 586
Gewerbesteuerlichen Korrekturen -1 -1
Sonstigem -85 -88
Ausgewiesene Ertragsteuern -483 -576

Die effektive Steuerbelastung ermittelt sich aus den ausgewiesenen Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern). Im Geschäftsjahr ergibt sich eine Steuerbelastung von 15,1 %, im Vorjahr von 20,2%.

Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten

Munich Re berichtet auf der Grundlage unterschiedlicher Rechtsvorschriften über Risiken, denen sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist: Im Anhang ist gemäß IFRS 4 über Risiken aus Versicherungsverträgen und nach IFRS 7 über Risiken aus Finanzinstrumenten zu berichten. Weitere Angaben über Risiken sind im Lagebericht auf Basis von § 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB sowie über den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 20 zur Lageberichterstattung erforderlich. Da die Berichterstattung über Risiken nicht nur die Rechnungslegung, sondern auch die Tätigkeit des Integrierten Risikomanagements (IRM) von Munich Re betrifft, stehen Angaben über Risiken sowohl im Risikobericht innerhalb des Lageberichts als auch in den Erläuterungen zu Risiken aus Versicherungsverträgen sowie in den jeweiligen Erläuterungen zu versicherungstechnischen Rückstellungen und Finanzinstrumenten im Anhang. Soweit erforderlich, verweisen wir im Risikobericht und in den Erläuterungen zu den jeweiligen Posten auf die korrespondierenden Ausführungen. Die Angaben im Risikobericht erstrecken sich weitgehend auf eine rein ökonomische Sichtweise. Dieser Bericht erläutert die Organisation des Risikomanagements sowie die Risikostrategie von Munich Re, stellt kurz die wesentlichen Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und beschreibt das über unser internes Risikomodell berechnete ökonomische Risikokapital. Zudem enthält der Bericht Ausführungen zu spezifischen Risikokomplexen. Die gemäß den Vorgaben des IFRS 4 erforderliche quantitative Angabe der Auswirkungen bei Änderung von Annahmen bei der Bewertung von Versicherungsverträgen und im Marktumfeld wird durch Angabe des ökonomischen Risikokapitals ebenfalls im Risikobericht abgedeckt. Im Anhang beschreiben wir detailliert die Unsicherheiten bei der Bewertung von Versicherungsverträgen. Für Risiken aus Finanzinstrumenten enthalten die Erläuterungen im Anhang darüber hinaus entsprechend den Vorschriften des IFRS 7 Angaben zu den Restlaufzeiten und zum Rating.

39 Angaben zu Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft

Wesentliche Risiken aus dem Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft umfassen versicherungstechnische Risiken, Marktrisiken und Liquiditätsrisiken. Diese Risiken stellen wir ausführlich im Risikobericht dar.

Versicherungstechnisches Risiko

Bei den versicherungstechnischen Risiken sind insbesondere das biometrische Risiko und das Stornorisiko von Bedeutung. Biometrische Risiken betreffen vor allem Sterblichkeit, Invalidität, Morbidität sowie Langlebigkeit. Die biometrischen Annahmen, die wir für die Bewertung der Versicherungsverträge in unseren Beständen verwenden, werden auf der Grundlage aktualisierter Bestandsinformationen regelmäßig überprüft. Speziell in der Erstversicherung werden dabei auch länderspezifische Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden berücksichtigt. Zudem ziehen wir Marktstandards heran, um die Angemessenheit der biometrischen Rechnungsgrundlagen sowie der darin enthaltenen Trendannahmen zu überprüfen. In der Rückversicherung ergibt sich ein Stornorisiko auch aus der mittelbaren Übernahme von Stornorisiken von den Zedenten. Durch eine geeignete Vertragsgestaltung werden in der Regel sowohl dieses Risiko als auch das wirtschaftliche Risiko einer außerplanmäßigen Kündigung von Rückversicherungsverträgen weitgehend ausgeschlossen. Dem Stornorisiko in der Erstversicherung wird durch eine entsprechende Liquiditätsplanung und eine adäquate Ermittlung des Rückkaufswerts Rechnung getragen.

Marktrisiko

Bezogen auf unsere versicherungstechnischen Rückstellungen sind wir insbesondere dem Zinsrisiko ausgesetzt. Zu unterscheiden sind Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken. Zinsänderungsrisiken resultieren aus der Diskontierung der Deckungsrückstellung sowie von Teilen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Entsprechend den bilanziellen Bewertungsvorschriften wird der Diskontzins zu Vertragsbeginn fixiert und in der Regel im Vertragsverlauf nicht mehr angepasst. Insofern hängt die bilanzielle Bewertung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen zunächst nicht unmittelbar von der Höhe der Marktzinsen ab. Ökonomisch resultiert jedoch prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. In der Rückversicherung verwenden wir für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle folgende Zinssätze:

Rückstellungen nach Diskontzinssätzen - Rückversicherung (brutto) scroll

Mio. €## Risiken und Chancen

Zinsrisiko

Rückstellungen für die Erfüllung von Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen müssen zum Teil verzinslich angelegt werden. Da die Verzinsung der Kapitalanlagen für die Erfüllung dieser Verpflichtungen genutzt wird, besteht ein Zinsrisiko. Dieses Risiko wird durch die Bewertung der Deckungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen nach verschiedenen Diskontzinssätzen und die Analyse der Laufzeitstruktur der Kapitalanlagen und Verpflichtungen gesteuert.

Rückstellungen nach Diskontzinssätzen – Erstversicherung (brutto)
| | Leben | Gesundheit | Gesamt |
| :--------------------------------- | :--------------------------------: | :----------------------------------: | :--------------------------------: |
| Mio. € | 31.12.2019 | Vorjahr | 31.12.2019 | Vorjahr | 31.12.2019 | Vorjahr |
| Ohne Verzinsung | 4.231 | 4.422 | 1.624 | 1.568 | 5.854 | 5.990 |
| Zins < 2,0% | 6.805 | 6.057 | 2.142 | 842 | 8.947 | 6.898 |
| 2,0% < Zins < 3,0% | 21.563 | 21.803 | 14.246 | 13.315 | 35.809 | 35.118 |
| 3,0% < Zins < 4,0% | 30.989 | 31.929 | 14.612 | 11.387 | 45.601 | 43.316 |
| 4,0% < Zins < 5,0% | 889 | 1.006 | 4.963 | 9.072 | 5.852 | 10.078 |
| Zins > 5,0% | 2 | 2 | 0 | 2 | 2 | 3 |
| Gesamt | 64.478 | 65.219 | 37.587 | 36.184 | 102.066 | 101.403 |

In der deutschen Krankenerstversicherung werden darüber hinaus für die Beitragszuschlagsrückstellung und für die Rückstellung für Beitragsermäßigung im Alter, die beide Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind und insgesamt 5.729 (5.255) Millionen € betragen, kalkulatorische Diskontzinsen zwischen 2,0% und 3,5% verwendet. Diese Zinssätze können bei einer Beitragsanpassung geändert werden.

Weitere Marktrisiken sind insbesondere bei fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen, beim Kapitalwahlrecht der aufgeschobenen Rentenversicherung und bei derivativen Bestandteilen von Variable Annuities von Bedeutung. Für die fondsgebundenen Lebensversicherungsverträge in unseren Beständen werden die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer gehalten. Somit ergibt sich hieraus kein unmittelbares Marktrisiko. Eine entsprechende Tarifgestaltung stellt sicher, dass die für eine garantierte Mindestleistung im Todesfall erforderlichen Beitragsanteile jeweils bedarfsgerecht entnommen werden, orientiert am aktuellen Fondsvermögen. Das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung verschafft dem Versicherungsnehmer die Option, sich die Rente zu einem festgelegten Zeitpunkt durch eine Einmalzahlung abfinden zu lassen. Hierbei ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Rentenkalkulation verwendeten Diskontzinssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Es besteht jedoch keine unmittelbare Zins- oder Marktsensitivität, da die Ausübung des Wahlrechts aufgrund der vorhandenen Versicherungskomponente durch individuelle Faktoren beim Versicherungsnehmer entscheidend beeinflusst wird.

In einigen Erst- und Rückversicherungsverträgen sind derivative Bestandteile von Variable Annuities enthalten, die getrennt vom zugrunde liegenden Vertrag bewertet und deren Wertveränderungen im Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug erfasst werden. Die Bewertung dieser eingebetteten Derivate ist sensitiv bezüglich Aktienkursen, Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinsen. Die Sensitivitäten werden jedoch nahezu vollständig kompensiert, weil diesen Derivaten zum Großteil direkt Finanzderivate zu Sicherungszwecken gegenüberstehen.

Liquiditätsrisiko

Für Munich Re könnte ein Liquiditätsrisiko bestehen, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Für unser größtenteils langfristiges Geschäft analysieren wir daher den zukünftig erwarteten Saldo aus Zahlungszuflüssen durch Beitragszahlungen und aus Zahlungsabflüssen durch die Auszahlung von Versicherungsleistungen und Kosten. Am Bilanzstichtag ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten zukünftig erwarteten versicherungstechnischen Zahlungssalden (einschließlich der von Variable Annuities) nach Laufzeitbändern. Da nur versicherungstechnische Zahlungsströme betrachtet werden, gehen Rückflüsse, die aus Kapitalerträgen und frei werdenden Kapitalanlagen resultieren, nicht in die Quantifizierungen ein.

Erwarteter zukünftiger versicherungstechnischer Zahlungsstrom (brutto)
| | 31.12.2019 | Vorjahr |
| :-------------------------------------- | :--------------------: | :-----------------: |
| Mio. € | | |
| Bis zu einem Jahr | -2.597 | -3.458 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre | -9.310 | -9.651 |
| Mehr als fünf Jahre und bis zu zehn Jahre | -15.835 | -16.146 |
| Mehr als zehn Jahre und bis zu zwanzig Jahre | -35.656 | -38.305 |
| Mehr als zwanzig Jahre | -97.453 | -101.376 |

1 Beiträge abzüglich zum Bilanzstichtag garantierter Leistungen und Kosten (ohne Berücksichtigung fondsgebundener Produkte). Bei diesen Schätzwerten ist zu beachten, dass diese in die Zukunft gerichteten Angaben mit einer beträchtlichen Unsicherheit verbunden sein können.

Angaben zu Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

Für Versicherungsverträge aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft ist insbesondere das Schätzrisiko in Bezug auf die Höhe des erwarteten Schadenbedarfs für zukünftige Schäden aus laufenden Versicherungsverträgen (Beitragsrisiko) sowie für bereits eingetretene Versicherungsfälle (Reserverisiko) von Bedeutung. Für Teile des Bestands besteht ein Zinsrisiko. Darüber hinaus ist das Liquiditätsrisiko zu berücksichtigen.

Beitragsrisiko

Je nach Versicherungszweig sind unsere Bestände in der Rück- und Erstversicherung in unterschiedlichem Maß Beitragsrisiken ausgesetzt. Aus den in der folgenden Tabelle dargestellten Schaden- und Schaden-Kosten-Quoten der vergangenen Jahre lassen sich Rückschlüsse auf die historischen Schwankungsanfälligkeiten in den Versicherungszweigen sowie mögliche wechselseitige Abhängigkeiten ziehen. Die Volatilitäten sind sowohl auf Schwankungen der Schadenbelastungen als auch des Marktpreisniveaus für die gewährten Deckungen zurückzuführen.

Beiträge sowie Schaden- und Kostenbelastung nach Versicherungszweigen
| | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
| :------------------------------------ | :------: | :------: | :------: | :------: | :------: |
| Bruttobeiträge in Mio. € | | | | | |
| Rückversicherung | | | | | |
| Haftpflicht | 3.703 | 3.384 | 3.013 | 2.911 | 2.869 |
| Unfall | 416 | 372 | 393 | 316 | 274 |
| Kraftfahrt | 5.291 | 5.367 | 3.978 | 3.943 | 3.707 |
| Transport, Luftfahrt, Raumfahrt | 1.617 | 1.388 | 1.268 | 1.308 | 1.546 |
| Feuer | 5.064 | 4.761 | 4.308 | 4.375 | 4.238 |
| Technische Versicherung | 1.453 | 1.315 | 1.311 | 1.438 | 1.550 |
| Kreditversicherung | 787 | 657 | 634 | 641 | 617 |
| Sonstige Versicherungszweige | 3.760 | 3.192 | 2.938 | 2.895 | 2.877 |
| Erstversicherung | 6.771 | 6.694 | 6.531 | 6.135 | 5.985 |
| Schadenquote in % | | | | | |
| Rückversicherung | | | | | |
| Haftpflicht | 64,8 | 71,3 | 84,8 | 73,2 | 71,0 |
| Unfall | 68,0 | 10,4 | 58,0 | 74,2 | 83,3 |
| Kraftfahrt | 67,6 | 71,4 | 77,0 | 72,3 | 69,3 |
| Transport, Luftfahrt, Raumfahrt | 80,7 | 40,8 | 50,3 | 56,7 | 46,7 |
| Feuer | 73,6 | 69,9 | 109,5 | 59,7 | 42,2 |
| Technische Versicherung | 40,6 | 48,5 | 60,1 | 48,3 | 44,8 |
| Kreditversicherung | 20,7 | 46,0 | 59,7 | 71,1 | 65,7 |
| Sonstige Versicherungszweige | 71,6 | 69,2 | 71,0 | 55,1 | 57,0 |
| Erstversicherung | 58,6 | 58,7 | 59,8 | 59,7 | 63,6 |
| Schaden-Kosten-Quote in % | | | | | |
| Rückversicherung | | | | | |
| Haftpflicht | 100,5 | 105,7 | 119,3 | 107,4 | 104,3 |
| Unfall | 106,9 | 51,0 | 94,2 | 99,2 | 121,7 |
| Kraftfahrt | 100,4 | 103,3 | 107,9 | 100,9 | 99,7 |
| Transport, Luftfahrt, Raumfahrt | 115,1 | 75,1 | 81,8 | 92,3 | 80,2 |
| Feuer | 102,6 | 98,5 | 137,8 | 86,3 | 70,2 |
| Technische Versicherung | 90,1 | 95,1 | 107,8 | 93,1 | 89,2 |
| Kreditversicherung | 63,7 | 89,0 | 101,8 | 110,8 | 109,0 |
| Sonstige Versicherungszweige | 106,0 | 107,4 | 105,9 | 90,3 | 88,6 |
| Erstversicherung | 93,3 | 95,2 | 96,0 | 97,5 | 100,1 |

Bei der Preiskalkulation zu übernehmender Risiken besteht in den Versicherungszweigen Unfall, Feuer und Transport sowie in Teilen der Technischen Rückversicherung und der Erstversicherung eine hohe Sensitivität bei den zugrunde liegenden Annahmen über Naturkatastrophen. In der folgenden Tabelle sind daher die Schaden-Kosten-Quoten aus der Rückversicherung Schaden/Unfall mit und ohne Berücksichtigung von Schäden aus Naturkatastrophen dargestellt.

Schaden-Kosten-Quoten in der Rückversicherung der vergangenen 10 Jahre
| | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| :------------------- | :------: | :------: | :------: | :------: | :------: | :------: |
| % | | | | | | |
| Mit Naturkatastrophen | 101,0 | 99,4 | 114,1 | 95,7 | 89,7 | 92,7 |
| Ohne Naturkatastrophen | 91,0 | 92,6 | 92,1 | 90,2 | 88,8 | 89,4 |

2013 2012 2011 2010
%
Mit Naturkatastrophen 92,1 91,0 113,8 100,5
Ohne Naturkatastrophen 87,4 83,3 84,4 89,5

1 2012 haben wir unsere Segmentberichterstattung auf eine Darstellung ohne Konsolidierungsspalte umgestellt. Die Zahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Die Vergleichbarkeit mit dem Jahr 2010 ist dadurch eingeschränkt.
2 Nicht berücksichtigt ist für das Jahr 2011 die Entlastung aus dem ökonomischen Risikotransfer in den Kapitalmarkt von 1,4 Prozentpunkten.# Insbesondere Großschäden, unter denen wir einzelne Schäden mit einer Schadenhöhe über 10 Millionen € verstehen, haben für die Schwankungsanfälligkeit des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts im Rückversicherungsbereich Relevanz. Die unten aufgeführte Analyse zeigt, dass die Schwankungsanfälligkeit der einzelnen Jahre in dieser Schadenkategorie überwiegend auf die jeweilige Intensität der Naturkatastrophenbelastung zurückzuführen ist. Die sonstigen Kumulrisiken weisen einen deutlich weniger volatilen Verlauf auf.

Großschäden in der Rückversicherung nach einzelnen Kalenderjahren (netto)

Mio. € 2019 2018 2017 2016 2015
Großschäden -3.124 -2.152 -4.314 -1.542 -1.046
davon: Schäden aus Naturkatastrophen -2.053 -1.256 -3.678 -929 -149
davon: Sonstige Kumulschäden -1.071 -896 -636 -613 -897

Weitere Angaben zu Risiken aus Groß- und Kumulschäden finden Sie in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf sowie im Risikobericht.

Reserverisiko

Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle besteht die Unsicherheit einer Besser- oder Schlechterabwicklung. Eine besondere Sensitivität bezüglich des Reserverisikos besteht bei Verträgen mit langen Abwicklungsdauern. Dies trifft insbesondere auf die Haftpflichtversicherung zu, bei der sich Haftungen mit erheblicher zeitlicher Verzögerung manifestieren können. Vor allem bei Asbesthaftungen decken wir Schäden, die zum Teil vor mehreren Jahrzehnten gezeichnet worden waren und mit einer zeitlichen Verzögerung von 30 bis 50 Jahren auftreten. Demzufolge haben wir auch Rückstellungen gebildet für Schadenbelastungen aus längst gekündigten Haftpflichtpolicen, die vor dem Hintergrund der damaligen rechtlichen Rahmenbedingungen einen entsprechenden Versicherungsschutz boten.

Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden

Mio. €¹ 31.12.2019 Vorjahr
Brutto Netto Brutto
Asbest 1.212 1.067
Umwelt 366 301

¹ Die Vorjahreszahlen wurden um die Wechselkurseinflüsse angepasst.

Die Entwicklung unserer Schadenrückstellungen sowie die entsprechenden Abwicklungsergebnisse sind unter Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (22) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dargestellt.

Zinsrisiken

Ökonomisch resultiert ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. Bilanziell betrifft das Zinsrisiko nur die Teile der versicherungstechnischen Rückstellungen, die diskontiert werden und für die nicht von den Zedenten mindestens in gleicher Höhe ein garantierter Zufluss von Kapitalerträgen aus Depotforderungen sichergestellt ist. Für diese Diskontierung verwenden wir die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Zinssätze.

Diskontierte versicherungstechnische Rückstellungen nach Zinssätzen (brutto)

Mio. € 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019 Vorjahr 31.12.2019 Vorjahr
Rückversicherung Erstversicherung Gesamt
Zins < 2,0% 62 64 432 385 494 448
2,0% < Zins < 3,0% 176 167 381 292 557 459
3,0% < Zins < 4,0% 52 70 369 388 421 458
4,0% < Zins < 5,0% 799 897 0 0 799 897
Zins > 5,0% 0 0 0 0 0 0
Gesamt 1.090 1.197 1.182 1.065 2.271 2.262

Der überwiegende Teil der diskontierten Rückstellungen in der Rückversicherung wird für das US-amerikanische Arbeiterunfallgeschäft gebildet. Die Diskontzinssätze für dieses Geschäft sind aufsichtsrechtlich reguliert und werden pro Anfalljahr prospektiv festgelegt. Die Diskontierung der Rückstellungen in der Erstversicherung ist ebenfalls überwiegend aufsichtsrechtlich geregelt.

Liquiditätsrisiko

Für Munich Re könnten sich Liquiditätsrisiken ergeben, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass in den zurückliegenden Kalenderjahren in der Versicherungstechnik durchweg eine positive Liquiditätssituation vorlag. Daneben stehen uns zur Erfüllung unserer Liquiditätsverpflichtungen auch umfangreiche, ausreichend liquide Kapitalanlagen zur Verfügung.

Versicherungstechnische Zahlungsflüsse der einzelnen Kalenderjahre (brutto)

Mio. € 2019 2018 2017 2016 2015
Prämieneingang 28.857 27.130 24.293 23.786 23.511
Schadenzahlungen Geschäftsjahr -5.091 -5.901 -5.360 -5.882 -5.659
Schadenzahlungen Vorjahre -9.846 -8.873 -6.675 -8.545 -7.619
Kosten -9.668 -9.234 -8.093 -7.719 -7.501
Saldo 4.252 3.122 4.165 1.639 2.731

Sonstige Angaben

Mutterunternehmen

Oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (Münchener Rück AG), Königinstraße 107, 80802 München. Der Sitz der Gesellschaft ist München, Deutschland (Handelsregisternummer: HRB 42039, Registergericht: Amtsgericht München). Die Gesellschaft erfüllt neben ihrer Aufgabe als Rückversicherer auch die Aufgaben einer Holding des Konzerns.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Angaben über die Bezüge der Organmitglieder sowie über Geschäftsvorfälle mit diesen finden Sie im Lagebericht unter Vergütungsbericht sowie unter (45) Vergütungsbericht. Geschäftsvorfälle zwischen der Münchener Rück AG und den Tochterunternehmen, die als nahestehende Unternehmen anzusehen sind, wurden durch die Konsolidierung eliminiert und werden im Anhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung; dies gilt ebenso für die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Für die Direktzusagen auf betriebliche Altersversorgung hat die Münchener Rück AG ein Contractual Trust Agreement in Form einer doppelseitigen Treuhand eingerichtet. Die Münchener Rück Versorgungskasse gilt als nahestehendes Unternehmen gemäß IAS 24. Die Beiträge an die Versorgungskasse werden als Aufwand für beitragsorientierte Pensionszusagen ausgewiesen; siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (25) Andere Rückstellungen. Zu Transaktionen nahestehender Unternehmen mit Aktien der Münchener Rück AG siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (17) Eigenkapital.

Personalaufwendungen

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die Leistungen an Kunden (für Schadenregulierung) und das Ergebnis aus Kapitalanlagen umfassen folgende Personalaufwendungen:

Zusammensetzung der Personalaufwendungen

Mio. € 2019 Vorjahr
Löhne und Gehälter -2.901 -2.832
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -503 -489
Aufwendungen für Altersversorgung -270 -238
Gesamt -3.674 -3.559

Mid-Term Incentive Plan

Die Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich ist das obere Management in München. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt. Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr. Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist auf 300% begrenzt. Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert. Im Geschäftsjahr 2019 stiegen die Verpflichtungen aus den Mid-Term Incentive Plänen um 38 (23) Millionen €. Zum Stichtag betrug der Anspruch der Begünstigten 71 (42) Millionen €.

Mid-Term Incentive Pläne 2016-2019 von Munich Re

Incentive-Plan 2016 Incentive-Plan 2017 Incentive-Plan 2018 Incentive-Plan 2019
Planbeginn 1.1.2016 1.1.2017 1.1.2018 1.1.2019
Planende 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021
Beizulegender Zeitwert 2019 für ein Recht 0,00 € 709,70 € 739,75 € 770,66 €
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2016 0 0 0 0
Zugang 32.525 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2016 32.525 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2017 32.525 0 0 0
Zugang 120 31.268 0 0
Verfallen 1.136 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2017 31.509 31.268 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2018 31.509 31.268 0 0
Zugang 0 0 27.872 0
Verfallen 0 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2018 31.509 31.268 27.872 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2019 31.509 31.268 27.872 0
Zugang 0 0 0 26.651
Ausgeübt 31.509 0 0 0
Verfallen 0 27 104 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2019 0 31.241 27.768 26.651

Vergütungsbericht

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG beliefen sich auf 23,8 (20,5) Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen insgesamt 3,2 (2,8) Millionen €; darin enthalten sind 0,2 (0,2) Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen.Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 12,4 (10,9) Millionen €. Hierin enthalten ist eine Entschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot eines früheren Mitglieds des Vorstands von 0,8 Millionen €. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder haben keine weiteren personalaufwandswirksamen Pensionsansprüche erworben. Nach Abzug der für die bestehenden Pensionsverpflichtungen separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag residual keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht. Die Organmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. Für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer des Konzerns erhielten Aufsichtsratsmitglieder Vergütungen in Höhe von 1,5 (1,3) Millionen €. Die Organmitglieder halten Versicherungsverträge mit Gesellschaften von Munich Re sowie MEAG-Fondsanteile in geringer Höhe. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen den Organmitgliedern und Munich Re getätigt. Alle weiteren Angaben zu Organbezügen, zur Struktur des Vergütungssystems und zum Aktienbesitz des Vorstands finden Sie im Lagebericht unter Vergütungsbericht. Informationen zu Aktiengeschäften von Organmitgliedern finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung.

46 Mitarbeiterzahl

Zum Jahresende waren in Deutschland 18.790 (19.191) und im Ausland 20.872 (22.219) Mitarbeiter beschäftigt.

Zusammensetzung der Mitarbeiterzahl

31.12.2019 Vorjahr
Rückversicherung 12.362 12.324
ERGO 27.300 29.086
Gesamt 39.662 41.410

47 Abschlussprüferhonorare

Für Leistungen, die der Konzernabschlussprüfer (KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, und deren verbundene Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB) für das Mutterunternehmen und konsolidierte Tochterunternehmen erbracht hat, wurde im Geschäftsjahr folgendes Honorar als Aufwand erfasst:

Zusammensetzung der Abschlussprüferhonorare

Tausend € 2019
Abschlussprüfungsleistungen -10.905
Andere Bestätigungsleistungen -72
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen -5.234
Summe -16.211

Von den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen entfallen 10.677 (9.459) Tausend € auf die KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München. Alle anderen Leistungen wurden zum überwiegenden Teil von deren verbundenen Unternehmen erbracht.

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezieht sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der Münchener Rück AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen unserer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen (insbesondere die Prüfung der Solvenzübersicht). Zudem erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen und projektbegleitende IT-Prüfungen sowie eine vertraglich vorgesehene Prüfung zur Wirksamkeit von Kontrollen einer Servicegesellschaft.

Andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungsleistungen sowie freiwillige Prüfungsleistungen und gesetzlich verpflichtete Bestätigungsleistungen zur Einreichung bei Behörden.

Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen qualitätssichernde Unterstützungsleistungen sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit bilanziellen Fragestellungen, der Einführung regulatorischer Vorgaben oder der Einführung neuer Bilanzierungsstandards, jeweils basierend auf von uns vorgelegten Lösungen und Konzepten. Zudem wurde durch den Abschlussprüfer eine prüferische Beurteilung der Angemessenheit der Ausgestaltung von Teilen des Internen Kontrollsystems durchgeführt.

48 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Munich Re geht im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Eventualverpflichtungen ein. Zum Bilanzstichtag bestehen in nur unwesentlichem Umfang Verpflichtungen aus Bürgschaften und Garantien. Die Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten betragen 32 (31) Millionen €. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung gegenüber einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft in Höhe von 2 (3) Millionen €. Weitere sonstige Eventualverbindlichkeiten betragen 32 (28) Millionen €. Ferner besteht eine Eventualverbindlichkeit, die aus unseren Anteilen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen resultiert, in Höhe von 26 (26) Millionen Pfund Sterling. Es handelt sich um eine Zahlungsverpflichtung im Fall der Überschuldung eines assoziierten Unternehmens.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind bei Eventualverbindlichkeiten erforderlich, sofern die voraussichtliche Belastung nicht eindeutig ermittelbar ist. Dies ist beispielsweise bei Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten der Fall. Die Bewertung erfolgt durch die Experten der betroffenen Einheiten analog zu den Bewertungsvorgaben für Andere Rückstellungen auf Basis der bestmöglichen Schätzung. Eventualverbindlichkeiten werden angegeben, sofern die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses von den Experten als nicht unwahrscheinlich eingeschätzt wird.

Gesellschaften von ERGO haben für ausschließlich in ihrem Auftrag tätige Versicherungsvermittler die uneingeschränkte Haftung aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten übernommen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko einer Inanspruchnahme durch den Kunden. Für den Fall einer Inanspruchnahme besteht grundsätzlich eine Regressmöglichkeit bei dem Vermittler bzw. über dessen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerposten ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Daraus können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben.

Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sind alle deutschen Lebens- und Krankenversicherer unserer Gruppe zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Für die Lebensversicherer kann der Sicherungsfonds neben der laufenden Beitragsverpflichtung von 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen zusätzlich Sonderbeiträge bis zu einer Höhe von einem Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Für die Krankenversicherer erfolgt keine Vorfinanzierung, zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Fonds jedoch Sonderbeiträge bis zwei Promille der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Daraus könnte sich auf Konzernebene eine mögliche Verpflichtung von 166 (166) Millionen € ergeben. Die Aufgaben und Befugnisse des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung liegen bei der Protektor Lebensversicherungs-AG. Mit den Aufgaben und Befugnissen des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Krankenversicherung ist die Medicator AG betraut.

Munich Re ist Mitglied in der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) und der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft. Eine Inanspruchnahme entsprechend unserer Beteiligungsquote könnte daraus resultieren, wenn ein anderes Mitglied dieser Pools ausfallen würde. Wir schätzen das Risiko einer derartigen Inanspruchnahme jedoch als unwahrscheinlich ein.

Des Weiteren geht Munich Re unterschiedliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ein. Diese beziffern sich für Werk- und Dienstleistungsverträge auf 765 (701) Millionen € sowie für Investitionsverpflichtungen auf 2.845 (2.629) Millionen €, wovon 13 (13) Millionen € aus unseren Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen resultieren. Zum Stichtag wurden Kreditzusagen von 1.720 (1.753) Millionen € gegeben. Die genannten Beträge sind jeweils nicht abgezinste Nennwerte. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 9 (15) Millionen €. Darüber hinaus hat Munich Re keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind wir nicht eingegangen.

49 Maßgebliche Beschränkungen

Regulatorische, gesetzliche oder vertragliche Beschränkungen sowie Schutzrechte nicht beherrschender Anteile können den Konzern in seinen Möglichkeiten einschränken, Zugang zu Vermögenswerten der Gruppe zu erlangen oder diese zu verwerten und Verbindlichkeiten der Gruppe zu begleichen. Die Buchwerte verfügungsbeschränkter Vermögenswerte im Konzern sind unter den jeweiligen Posten in den Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva aufgeführt.

Die Beschränkungen resultieren überwiegend aus vertraglichen Vereinbarungen. Unter anderem handelt es sich um verpfändete Wertpapierdepots zur Besicherung unserer Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft sowie um die Besicherung von Derivategeschäften mit Wertpapieren und Barsicherheiten oder von Bankverbindlichkeiten mit nicht finanziellen Vermögenswerten.

Einzelne nationale Vorschriften erfordern eine gesonderte Verwaltung von Vermögenswerten, die zur Deckung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft vorzuhalten sind. Grundsätzlich gelten für den Zugang zu diesen Vermögenswerten und deren Verwertung besondere aufsichtsrechtliche Regelungen.

Zudem unterliegen wir aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die Dividendenzahlungen oder andere Kapitalausschüttungen oder Darlehen sowie Vorauszahlungen innerhalb des Konzerns einschränken können.

Unser Tochterunternehmen Munich American Reassurance Company weist zum 31. Dezember 2019 in seinem Abschluss, der nach lokalen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen (Statutory Accounting Principles) erstellt wurde, negative Gewinnrücklagen aus.# Aus diesem Grund kann die Gesellschaft zurzeit nur mit Zustimmung der zuständigen US-Aufsichtsbehörde Dividenden ausschütten oder Kapital an das Mutterunternehmen transferieren.

50 Leasing

Munich Re als Leasingnehmer

Informationen zu Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten siehe Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva (15) Übrige Aktiva und Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva (28) Sonstige Verbindlichkeiten. Kurzfristige Leasingverhältnisse, die eine Laufzeit von weniger als 12 Monaten haben (und keine Kaufoption enthalten), sowie Leasingvereinbarungen, bei denen der der Vereinbarung zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, werden nicht bilanziert, sondern ergebniswirksam in Höhe von 10 (0) Millionen € im Aufwand erfasst.

Munich Re als Leasinggeber

Operating-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen vermietete Grundstücke und Bauten. Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen

scroll Mio. € 31.12.2019 Vorjahr
Bis zu einem Jahr 341 264
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 1.040 772
Mehr als fünf Jahre 765 682
Gesamt 2.145 1.718

Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Finanzierungs-Leasingverhältnisse über Immobilienvermögen, die in folgender Tabelle dargestellt sind:

Fälligkeiten scroll 31.12.2019 Mio. € Bruttoinvestition Zinsanteil Nettoinvestition
Mindestleasingzahlungen bis zu einem Jahr 1 0 0
Mindestleasingzahlungen mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 2 1 1
Mindestleasingzahlungen mehr als fünf Jahre 70 56 14
Gesamte Mindestleasingzahlungen 73 57 16
Nicht garantierte Restwerte 41 32 10
Gesamt 114 88 26
Vorjahr Mio. € Bruttoinvestition Zinsanteil Nettoinvestition
Mindestleasingzahlungen bis zu einem Jahr 0 0 0
Mindestleasingzahlungen mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahre 2 1 1
Mindestleasingzahlungen mehr als fünf Jahre 71 56 15
Gesamte Mindestleasingzahlungen 74 57 17
Nicht garantierte Restwerte 41 32 9
Gesamt 115 89 25

51 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im März 2019 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis Ende Februar 2020 weitere 0,7 Millionen Aktien im Wert von 187 Millionen € zurückgekauft. Am 30. Januar 2020 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR RENT-Investment GmbH, München, 100% der stimmberechtigten Anteile an der Windparkgesellschaft FW Zary sp. z o.o., Warschau. Die Gesellschaft hat einen Generalübernehmervertrag zur schlüsselfertigen Errichtung eines Windparks in Polen mit geplanter Fertigstellung im Jahr 2021 abgeschlossen. Am 16. Januar 2020 hat Munich Re über ihre Tochtergesellschaft MR Gotham LP, Delaware, den Vertrag zum Erwerb von rund 20% stimmberechtigter Anteile an der Astoria Power Partners Holding LLC, Delaware, unterzeichnet. Astoria Power Partners Holding LLC hält indirekt 100% der Anteile an Astoria Energy I und 55% der Anteile an Astoria Energy II. Die beiden Gas- und Dampfkraftwerke im Stadtteil Queens in New York City verfügen über eine Gesamtkapazität von 1,2 Gigawatt kombinierter Stromerzeugung und sind ein wichtiger Bestandteil der Versorgungssicherheit im Großraum New York. Die Transaktion unterliegt der Zustimmung der zuständigen Genehmigungsbehörden und wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2020 abgeschlossen. Am 28. Februar 2020 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaft 330 Madison Associates LLC, Dover, Delaware, als Maßnahme zur Kapitalanlage das Bürohochhaus in der 330 Madison Avenue in New York City, dessen vorläufiger beizulegender Zeitwert 0,8 Milliarden € beträgt und aufgrund der Übernahme von Verträgen zur Bewirtschaftung des Gebäudes einen Geschäftsbetrieb gemäß IFRS 3 darstellt. Im Zuge der Transaktion wurde ebenfalls ein Hypothekendarlehen mit einem vorläufigen beizulegenden Zeitwert von 0,4 Milliarden € vom Verkäufer übernommen. Der Kaufpreis betrug 0,8 Milliarden €, wovon 0,4 Milliarden € aus liquiden Mitteln beglichen wurden und 0,4 Milliarden € auf das übernommene Hypothekendarlehen entfallen.

Seit Anfang Januar 2020 verbreitet sich weltweit ein neuartiges Coronavirus (Covid-19), das seinen Ursprung in China hatte. Munich Re erwartet aus heutiger Sicht insgesamt keine materiellen Auswirkungen auf das Jahresergebnis durch die Folgen des Coronavirus. Je stärker sich die Viruswelle ausweitet, desto stärker könnte auch Munich Re betroffen sein. Selbst im sehr unwahrscheinlichen Fall einer weltweiten Pandemie in der Höhe eines 200 Jahresereignisses würde Munich Re in der Leben- und Gesundheitsversicherung mit maximal 1,4 Milliarden € betroffen sein (ähnlich stark wie durch ein mittleres Naturkatastrophenszenario in der Rückversicherung Schaden/Unfall). Im Wesentlichen getrieben durch die Versicherung von Großveranstaltungen könnten in einem solchen Szenario darüber hinaus in der Rückversicherung Schaden/Unfall Schäden in Höhe von einem mittleren bis hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag entstehen. Mit Blick auf die Finanzmärkte geht Munich Re derzeit nicht von einer globalen Rezession aus. Sinkende Aktienmärkte würden durch Absicherungen in ihrer Auswirkung teilweise beschränkt und mögliche negative Ergebnisauswirkungen sich nach derzeitiger Kapitalmarktprognose in Grenzen halten. Sollte eine weltweite Pandemie mit den oben erwähnten Auswirkungen eintreten, müsste mit weitergehenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten und größeren Ergebnisauswirkungen gerechnet werden.

52 Ergebnis je Aktie

Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Bilanzstichtag noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem genehmigten und dem bedingten Kapital verwässert werden.

Ergebnis je Aktie scroll 2019 Vorjahr
Konzernergebnis auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend Mio. € 2.724 2.310
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien 143.638.536 148.703.565
Ergebnis je Aktie € 18,97 15,53

Die rückwirkende Anpassung der Vorjahreswerte, siehe Bilanzierung und Bewertung - Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen, führte zu keiner Veränderung des Ergebnisses je Aktie im Vorjahr. Die Anzahl der ausstehenden Aktien verringerte sich im Lauf des Geschäftsjahres 2019 im Wesentlichen aufgrund des Aktienrückkaufprogramms um 4.336.780 (5.462.053) Aktien.

53 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn 2019 der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft beträgt laut Einzelabschluss nach deutschem Recht (HGB) 1.414.315.037,80 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 9,80 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019 gemäß § 313 Abs. 2 HGB

Bei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen des Konsolidierungskreises gem. § 315a HGB und an Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB.

scroll Name und Sitz %-Anteile am Kapital
Konsolidierte Tochterunternehmen
13th & F Associates Limited Partnership, Washington, D.C. 98,0000
1440 New York Ave. Associates LP, Dover, Delaware 100,0000
330 Madison Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000
330 Madison Holdings LLC, Dover, Delaware 100,0000
40, Rue Courcelles SAS, Paris 100,0000
Adelfa Servicios a Instalaciones Fotovoltaicas S.L., Santa Cruz de Tenerife 100,0000
AEVG 2004 GmbH i. L., Frankfurt a. M. 0,0000
AGRA Gesellschaft für landwirtschaftliche Entwicklung und Beteiligung mbH, Berlin 100,0000
ALICE GmbH, Düsseldorf 100,0000
ALLYSCA Assistance GmbH, München 100,0000
American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
American Digital Title Insurance Company, Denver, Colorado 100,0000
American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000
American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Home Service Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Insurance Company of Florida Inc., Jacksonville, Florida 100,0000
American Modern Insurance Group Inc., Amelia, Ohio 100,0000
American Modern Lloyds Insurance Company, Dallas, Texas 100,0000
American Modern Property & Casualty Insurance Company, Cincinnati, Ohio 100,0000
American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000
American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma 100,0000
ArztPartner almeda AG, München 100,0000
Atena Uslugi Informatyczne i Finansowe S.A., Sopot 100,0000
ATU Landbau GmbH & Co. KG, München 94,9000
Bagmoor Holdings Limited, London 100,0000
Bagmoor Wind Limited, London 100,0000
Bell & Clements (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000
Bell & Clements (London) Ltd., London 100,0000
Bell & Clements (USA) Inc., Reston, Virginia 100,0000
Bell & Clements Inc., Reston, Virginia 100,0000
Bell & Clements Ltd., London 100,0000
Bridgeway Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000
Cannock B.V., Leidschendam 100,0000
Cannock Chase Holding B.V., Amsterdam 100,0000
Cannock Connect Center B.V., Brouwershaven 100,0000
Cannock Outsourcing B.V., 's-Gravenhage 62,5000
Cannock PurChase B.V., 's-Gravenhage 100,0000
Cannock-EDR Holding B.V., Amsterdam 100,0000
Ceres Demetra GmbH, München 100,0000
Closed Joint Stock Company "ERGO" Insurance Company, Minsk 93,1172
Comino Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 8-17, San Francisco, California 95,0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 8-24, San Francisco, California 95,0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 8-31, San Francisco, California 95,0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 9-05, San Francisco, California 95,0000
Consumer Loan Underlying
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 2019-40, San Francisco, California 95,0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 2019-47, San Francisco, California 95,0000
Corion Pty Ltd, Sydney 100,0000
Cornwall Power (Polmaugan) Limited, London 100,0000
Countryside Renewables (Forest Heath) Limited, London 100,0000
D.A.S. Defensa del Automovilista y de Siniestros -Internacional S.A. de Seguros y Reaseguros, Barcelona 100,0000
D.A.S. Hellas Insurance Company of Legal Protection S.A., Athen 100,0000
D.A.S. Jogvédelmi Biztosíto Részvénytársaság, Budapest 100,0000
D.A.S. Rechtsschutz Aktiengesellschaft, Wien 100,0000
D.A.S. Societe anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel 100,0000
D.A.S. Towarzystwo Ubezpieczen Ochrony Prawnej S.A., Warschau 100,0000
Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha 100,0000
Dansk Demetra ApS, Frederiksberg C 100,0000
DAS Holding N.V., Amsterdam 51,0000
DAS Law Limited, Bristol 100,0000
DAS Legal Expenses Insurance Co., Ltd., Seoul 100,0000
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol 100,0000
DAS Legal Finance B.V., Amsterdam 100,0000
DAS MEDICAL ASSIST LIMITED, Bristol 100,0000
DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100,0000
DAS Services Limited, Bristol 100,0000
DAS UK Holdings Limited, Bristol 100,0000
Digital Advantage Insurance Company, Providence, Rhode Island 100,0000
Digital Affect Insurance Company, New York City, New York 100,0000
Digital Edge Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000
Digital Porte Inc., Toronto, Ontario 100,0000
DKV Belgium S.A., Brüssel 100,0000
DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln 100,0000
DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH, Köln 100,0000
DKV Seguros y Reaseguros S.A. Espanola, Saragossa 100,0000
DMS QIAIF Platform ICAV (FIVE LABS Subfonds), Dublin 100,0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I4D), Luxemburg 100,0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I5D), Luxemburg 100,0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I6D o.N.), Luxemburg 100,0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I7D o.N.), Luxemburg 100,0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I8D o.N.), Luxemburg 100,0000
E&S Claims Management Inc., Reston, Virginia 100,0000
EIG Co., Wilmington, Delaware 100,0000
ERGO ASIGURARI DE VIATA S.A., Bukarest 100,0000
ERGO ASIGURARI S.A., Bukarest 100,0000
ERGO Austria International AG, Wien 100,0000
ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Deutschland AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO DIREKT Versicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO Életbiztosító Zrt, Budapest 100,0000
ERGO Elfte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Fund I LP, Dover, Delaware 1 100,0000
ERGO Generales Seguros y Reaseguros S.A., Madrid 100,0000
ERGO Group AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Grubu Holding A.S., Istanbul 100,0000
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf 1 100,0000
ERGO Insurance Company S.A., Athen 100,0000
ERGO Insurance N.V., Brüssel 100,0000
ERGO Insurance Pte. Ltd., Singapur 100,0000
ERGO Insurance SE, Tallinn 100,0000
ERGO International Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
ERGO International Services GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Invest SIA, Riga 100,0000
ERGO Krankenversicherung AG, Fürth 100,0000
ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Hamburg 100,0000
ERGO Life Insurance SE, Vilnius 100,0000
ERGO Life S.A., Grevenmacher 100,0000
ERGO Neunte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Partners N.V., Brüssel 100,0000
ERGO Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Poist'ovna a.s., Bratislava 100,0000
ERGO pojist'ovna, a.s., Prag 100,0000
ERGO Private Capital Dritte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Gesundheit GmbH, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Komposit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Leben GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Vierte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Private Capital Zweite GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Reiseversicherung AG, München 100,0000
ERGO Technology & Services Management AG, Düsseldorf 100,0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 100,0000
ERGO Vida Seguros y Reaseguros S.A., Saragossa 100,0000
ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG, Düsseldorf 100,0000
ERV Evropská pojist'ovna, a.s., Prag 90,0000
Euro-Center Holding SE, Prag 83,3332
Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen 100,0000
Everything Legal Ltd., Bristol 100,0000
Fairance GmbH, Düsseldorf 100,0000
Faunus Silva LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
Flexitel Telefonservice GmbH, Berlin 100,0000
Forst Ebnath AG, Ebnath 100,0000
FOTOUNO S.r.l., Brixen 100,0000
FOTOWATIO ITALIA GALATINA S.r.l., Brixen 100,0000
FREE MOUNTAIN SYSTEMS S.L., Barcelona 100,0000
FS Louisiana I LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
FS Louisiana II LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
FS San Augustine LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
Fundo Invest Exclusivo referenciado di Munich Re Brasil, São Paulo 4 98,2000
Gaucheret S.A., Brüssel 100,0000
GF 65, Wien 4 100,0000
Global Standards LLC, Dover, Delaware 100,0000
Globality S.A., Munsbach 100,0000
Great Lakes Insurance SE, München 100,0000
Groves, John & Westrup Limited, Liverpool 100,0000
Habiriscos - Investimentos Imobiliarios e Turisticos, S.A., Lissabon 100,0000
Hartford Steam Boiler (M) SDN BHD, Kuala Lumpur 100,0000
Hartford Steam Boiler (Singapore) Pte. Ltd., Singapur 100,0000
Hartford Steam Boiler International GmbH, Rheine 100,0000
HMV GFKL Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100,0000
HSB Brasil Servicos de Engenharia e Inspecao Ltda, São Paulo 100,0000
HSB Engineering Finance Corporation, Dover, Delaware 100,0000
HSB Engineering Insurance Limited, London 100,0000
HSB Engineering Insurance Services Limited, London 100,0000
HSB Fund I LP, Dover, Delaware 1 100,0000
HSB Group Inc., Dover, Delaware 100,0000
HSB International (India) Private Limited, Gujarat 100,0000
HSB Japan K.K., Minato-KU, Tokio 100,0000
HSB Secure Services Inc., Hartford, Connecticut 100,0000
HSB Solomon Associates Canada Ltd., Saint John, New Brunswick 100,0000
HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000
HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000
HSB Technical Consulting & Service (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 100,0000
Ibero Property Portugal - Investimentos Imobiliarios S.A., Lissabon 100,0000
Ibero Property Trust S.A., Madrid 100,0000
IDEENKAPITAL Financial Engineering GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Financial Service GmbH i. L., Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL GmbH, Düsseldorf 100,0000
IDEENKAPITAL Media Finance GmbH, Düsseldorf 50,1000
IDEENKAPITAL Metropolen Europa GmbH & Co. KG, Düsseldorf 72,3477
iii, München 4 100,0000
IK Einkauf Objekt Eins GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IK Einkauf Objektmanagement GmbH, Düsseldorf 100,0000
IK Einkaufsmärkte Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf 52,0387
IK Premium Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IK Premium Fonds zwei GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
IKFE Properties I AG, Zürich 63,5708
Imofloresmira - Investimentos Imobiliarios S.A., Lissabon 100,0000
ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf 100,0000
ITERGO Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
JSC "ERV Travel Insurance", Moskau 100,0000
K & P Pflegezentrum Uelzen IMMAC Renditefonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 84,8445
KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH, Köln 100,0000
Kapdom-Invest GmbH, Moskau 100,0000
KS SPV 23 Limited, London 100,0000
LEGIAL AG, München 100,0000
Lietuva Demetra GmbH, München 100,0000
Lloyds Modern Corporation, Dallas, Texas 100,0000
Longial GmbH, Düsseldorf 100,0000
Lynt Farm Solar Limited, London 100,0000
Magaz FOTOVOLTAICA S.L.U., Alcobendas 100,0000
Mandaat B.V., Druten 100,0000
Marina Salud S.A., Alicante 65,0000
Marina Sp.z.o.o., Sopot 100,0000
MEAG Anglo Celtic Fund, München 4 100,0000
MEAG ATLAS, München 4 100,0000
MEAG Benedict, München 4 100,0000
MEAG Cash Management GmbH, München 100,0000
MEAG EDK Quantum, München 4 100,0000
MEAG EDL CurryGov, München 4 100,0000
MEAG EDS AGIL, München 4 100,0000
MEAG ERGO Belgium Equities, München 4 100,0000
MEAG ESUS 1, München 4 100,0000
MEAG EUR Global 1, München 4 100,0000
MEAG Euro 1, München 4 100,0000
MEAG Euro 2, München 4 100,0000
MEAG EURO-FONDS, München 4 100,0000
MEAG European Prime Opportunities, München 4 56,5871
MEAG Eurostar, München 4 100,0000
MEAG EURO-Yield, München 4 100,0000
MEAG FlexConcept - Basis, Luxemburg 4 100,0000
MEAG FlexConcept - Eurobond, Luxemburg 4 100,0000
MEAG FlexConcept - Wachstum, Luxemburg 4 100,0000
MEAG GBP Global-STAR, München 4 100,0000
MEAG German Prime Opportunities (GPO), München 4 100,0000
MEAG HBG 1, München 4 100,0000
MEAG HM Sach Rent 1, München 4 100,0000
MEAG HMR 1, München 4 100,0000
MEAG HMR 2, München 4 100,0000
MEAG Hyperion Fund, München 4 100,0000
MEAG IREN, München 4 100,0000
MEAG Janus, München 4 100,0000
MEAG Kapital 2, München 4 100,0000
MEAG Kapital 5, München 4 100,0000
MEAG Kubus 1, München 4 100,0000
MEAG Lambda EUR EM Local, Grünwald 4 100,0000
MEAG Lambda EUR, Grünwald 4 100,0000
MEAG Lambda GBP, Grünwald 4 100,0000
MEAG Lambda USD, Grünwald 4 100,0000
MEAG Multi Life, München 4 100,0000
MEAG Multi Sach 1, München 4 100,0000
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, München 100,0000
MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München 100,0000
MEAG Munich Re Placement, Grünwald 4 100,0000
MEAG New York Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
MEAG PEGASUS, München 4 100,0000
MEAG Pension Invest, München 4 100,0000
MEAG Pensionskasse Nord, München 4 100,0000
MEAG Pensionskasse West, München 4 100,0000
MEAG PREMIUM, München 4 100,0000MEAG Prof III Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
MEAG Property Fund I, München 4 100,0000
MEAG Property Fund III, München 4 100,0000
MEAG RenditePlus, München 4 100,0000
MEAG REVO, München 4 100,0000
MEAG Tandem, München 4 100,0000
MEAG US Fonds, München 4 100,0000
MEAG Venus, München 4 100,0000
MEAG Vidas Rent 3, München 4 100,0000
MEAG VISION, München 4 100,0000
MEAG VLA, München 4 100,0000
MedNet Holding GmbH, München 100,0000
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 100,0000
Meshify Inc., Dover, Delaware 100,0000
MFI Munich Finance and Investment Holding Ltd., Ta' Xbiex 100,0000
MFI Munich Finance and Investment Ltd., Ta' Xbiex 100,0000
Midland-Guardian Co., Amelia, Ohio 100,0000
Midwest Enterprises Inc., Miami, Florida 100,0000
MR Bazos LP, Dover, Delaware 100,0000
MR Beteiligungen 1. GmbH, München 3 100,0000
MR Beteiligungen 2. EUR AG & Co. KG, Grünwald 2 100,0000
MR Beteiligungen 3. EUR AG & Co. KG, Grünwald 2 100,0000
MR Beteiligungen 16. GmbH, München 3 100,0000
MR Beteiligungen 17. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG, Grünwald 2 100,0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Real Estate KG, Grünwald 2 100,0000
MR Beteiligungen 19. GmbH, München 100,0000
MR Beteiligungen EUR AG & Co. KG, Grünwald 2 100,0000
MR Beteiligungen GBP AG & Co. KG, Grünwald 2 100,0000
MR Beteiligungen USD AG & Co. KG, Grünwald 2 100,0000
MR Debt Finance GmbH, München 100,0000
MR Electra LP, Dover, Delaware 100,0000
MR ERGO Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000
MR Infrastructure Investment GmbH, München 3 100,0000
MR Investment Inc., Dover, Delaware 100,0000
MR Jordan LP, Dover, Delaware 100,0000
MR Olivia LP, Dover, Delaware 100,0000
MR RENT UK Investment Limited, London 100,0000
MR RENT-Investment GmbH, München 3 100,0000
MR Solar GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
MR SOLAR SAS DER WELIVIT SOLAR ITALIA S.r.l., Bozen 100,0000
Munich American Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich American Life Reinsurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich Health Alpha GmbH, München 3 100,0000
Munich Health Daman Holding Ltd., Abu Dhabi 51,0000
Munich Health Holding AG, München 3 100,0000
Munich Holdings Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Holdings of Australasia Pty Ltd, Sydney 100,0000
Munich Life Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Life Management Corporation Ltd., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Re America Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re America Services Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re Automation Solutions Limited, Dublin 100,0000
Munich Re Capital Limited, London 100,0000
Munich Re CVC Investment Corp., Dover, Delaware 100,0000
Munich Re Digital Partners US Holding Corporation, Dover, Delaware 100,0000
Munich Re do Brasil Resseguradora SA, São Paulo 100,0000
Munich Re Fund I LP, Dover, Delaware 1 100,0000
Munich Re Innovation Systems Inc., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Re Life Insurance Company of Vermont, Burlington, Vermont 100,0000
Munich Re New Ventures Inc., Toronto, Ontario 100,0000
Munich Re of Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000
Munich Re of Malta Holding Limited, Ta' Xbiex 100,0000
Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex 100,0000
Munich Re PCC Limited, Ta' Xbiex 100,0000
Munich Re Reserve Risk Financing Inc., Dover, Delaware 100,0000
Munich Re Specialty Group Ltd., London 100,0000
Munich Re Specialty Group N.A. Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Munich Re Syndicate Labuan Limited, Labuan 100,0000
Munich Re Syndicate Limited, London 100,0000
Munich Re Syndicate Middle East Ltd., Dubai 100,0000
Munich Re Syndicate Singapore Ltd., Singapur 100,0000
Munich Re Trading LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Re UK Services Limited, London 100,0000
Munich Re US Life Corporation, Atlanta, Georgia 100,0000
Munich Re Ventures Inc., Dover, Delaware 100,0000
Munich Re Ventures LLC, Dover, Delaware 100,0000
Munich Re Weather & Commodity Risk Holding Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Reinsurance America Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Munich Reinsurance Company of Africa Ltd, Johannesburg 100,0000
Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd, Sydney 100,0000
Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000
MunichFinancialGroup GmbH, München 100,0000
Neokami GmbH, München 100,0000
Neokami Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
New Reinsurance Company Ltd., Zürich 100,0000
nexible Versicherung AG, Nürnberg 100,0000
NMU Specialty Ltd., Leeds 100,0000
OIK Mediclin, Wiesbaden 4 70,7073
Pan Estates LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
Pegasos Holding GmbH, München 100,0000
Picus Silva Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2018-1, Wilmington, Delaware 95,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2018-2, Wilmington, Delaware 95,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-01, Wilmington, Delaware 95,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-02, Wilmington, Delaware 95,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-03, Wilmington, Delaware 95,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-04, Wilmington, Delaware 95,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-05, Wilmington, Delaware 95,0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-06, Wilmington, Delaware 95,0000
Proximetry LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
Proximetry Poland Sp. Z o.o, Katowice 100,0000
PS Louisiana I LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
PS Louisiana II LLC, Wilmington, Delaware 100,0000
Relayr GmbH, Pullach i. Isartal 100,0000
Relayr Inc., Wilmington, Delaware 100,0000
Relayr Limited, Watford 100,0000
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien 60,0000
Roanoke Insurance Group Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000
Roanoke International Brokers Limited, London 100,0000
Scout Moor Group Limited, London 100,0000
Scout Moor Holdings (No. 1) Limited, London 100,0000
Scout Moor Holdings (No. 2) Limited, London 100,0000
Scout Moor Wind Farm Limited, London 100,0000
Silvanus Vermögensverwaltungsges. mbH, München 3 100,0000
Solarpark Fusion 3 GmbH, Düsseldorf 100,0000
Solomon Associates Limited, Farnborough 100,0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000
Specialty Insurance Services Corp., Amelia, Ohio 100,0000
SunEnergy & Partners S.r.l., Brixen 100,0000
Temple Insurance Company, Toronto, Ontario 100,0000
The Atlas Insurance Agency Inc., Amelia, Ohio 100,0000
The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut 100,0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000
The Midland Company, Cincinnati, Ohio 100,0000
The Polytechnic Club Inc., Hartford, Connecticut 100,0000
The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000
Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London 100,0000
UAB Agra Aurata, Vilnius 100,0000
UAB Agra Corp., Vilnius 100,0000
UAB Agra Optima, Vilnius 100,0000
UAB Agrofondas, Vilnius 100,0000
UAB Agrolaukai, Vilnius 100,0000
UAB Agrora, Vilnius 100,0000
UAB Agrovalda, Vilnius 100,0000
UAB Agrovesta, Vilnius 100,0000
UAB G.Q.F., Vilnius 100,0000
UAB Lila, Vilnius 100,0000
UAB Sietuve, Vilnius 100,0000
UAB Terra Culta, Vilnius 100,0000
UAB Ukelis, Vilnius 100,0000
UAB Vasaros Brizas, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 1, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 2, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 3, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 4, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 5, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 6, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 7, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 8, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 9, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius 10, Vilnius 100,0000
UAB VL Investment Vilnius, Vilnius 100,0000
UK Wind Holdings Ltd., London 100,0000
Unión Médica La Fuencisla S.A., Companía de Seguros, Saragossa 100,0000
US PROPERTIES VA GmbH & Co. KG i.L., Düsseldorf 4 46,0939
VHDK Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Asien Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0000
VICTORIA Italy Property GmbH, Düsseldorf 100,0000
Victoria Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000
Victoria US Property Investment GmbH, Düsseldorf 100,0000
VICTORIA Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
Vorsorge Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
welivit GmbH, Düsseldorf 100,0000
welivit Solarfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
welivit Solarfonds S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000
WFB Stockholm Management AB, Stockholm 100,0000
Wind Farm Jenasen AB, Hässleholm 100,0000
Wind Farms Götaland Svealand AB, Hässleholm 100,0000
Windpark MR-B GmbH & Co. KG, Bremen 2 100,0000
Windpark MR-D GmbH & Co. KG, Bremen 2 100,0000
Windpark MR-N GmbH & Co. KG, Bremen 2 100,0000
Windpark MR-S GmbH & Co. KG, Bremen 2 100,0000
Windpark MR-T GmbH & Co. KG, Bremen 2 100,0000
Windpark MR-T GmbH & Co. KG, Bremen 2 100,0000
wse Solarpark Spanien 1 GmbH & Co.# KG, Düsseldorf

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen

  • Aleama 150015 S.L., Valencia 100,0000
  • ANOVA GmbH, Rostock 100,0000
  • Arridabra 130013 S.L., Valencia 100,0000
  • ARTES Assekuranzservice GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • B&D Business Solutions B.V., Utrecht 100,0000
  • Backpack Insurance Agency Inc., Dover, Delaware 100,0000
  • Badozoc 1001 S.L., Valencia 100,0000
  • Bank Austria Creditanstalt Versicherungsdienst GmbH, Wien 100,0000
  • Baqueda 7007 S.L., Valencia 100,0000
  • Bobasbe 6006S.L., Valencia 100,0000
  • Botedazo 8008 S.L., Valencia 100,0000
  • Callopio 5005 S.L., Valencia 100,0000
  • Camcichu 9009 S.L., Valencia 100,0000
  • Cannock Factoring B.V., 's-Gravenhage 100,0000
  • Cannock Incasso Rotterdam B.V., Rotterdam 100,0000
  • Caracuel Solar Catorce S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Cinco S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Cuatro S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Dieciocho S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Dieciseis S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Diecisiete S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Diez S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Doce S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Dos S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Nueve S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Ocho S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Once S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Quince S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Seis S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Siete S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Trece S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Tres S.L., Valencia 100,0000
  • Caracuel Solar Uno S.L., Valencia 100,0000
  • Centrum Pomocy Osobom Poszkodowanym Sp.z.o.o., Danzig 100,0000
  • Copper Leaf Research, Bingham Farms, Michigan 100,0000
  • Cotatrillo 100010 S.L., Valencia 100,0000
  • D.A.S. Prawo i Finanse Sp.z.o.o., Warschau 100,0000
  • D.A.S., Tomasz Niedzinski Kancelaria Prawna Spolka komandytowa, Warschau 95,0000
  • DAS Incasso Arnhem B.V., Elst 100,0000
  • DAS Incasso Eindhoven B.V., 's-Hertogenbosch 100,0000
  • DAS Legal Protection Inc., Toronto, Ontario 100,0000
  • DAS Legal Services B.V., Amsterdam 100,0000
  • DAS Lex Assistance S.L., L'Hospitalet de Llobregat 100,0000
  • DEAX Oigusbüroo OÜ, Tallinn 100,0000
  • Digital Partners Claims Administrators Inc., Columbus, Ohio 100,0000
  • DKV Beteiligungs- und Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Köln 100,0000
  • DKV Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100,0000
  • DKV Servicios S.A., Saragossa 100,0000
  • DKV-Residenz am Tibusplatz gGmbH, Münster 100,0000
  • DKV-Residenz in der Contrescarpe GmbH, Bremen 100,0000
  • DRA Debt Recovery Agency B.V., 's-Gravenhage 100,0000
  • Economic Data Resources B.V., 's-Gravenhage 100,0000
  • ERGO (China) Consulting Ltd., Beijing 100,0000
  • ERGO (China) Management Company Limited, Beijing 100,0000
  • ERGO Alpha GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Digital IT GmbH, Berlin 100,0000
  • ERGO Direkt AG, Fürth 100,0000
  • ERGO Fund Golden Aging, Brüssel 4 100,0000
  • ERGO Gourmet GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Infrastructure Investment Gesundheit GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Infrastructure Investment Komposit GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Infrastructure Investment Leben GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Infrastructure Investment Pensionskasse GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Infrastructure Investment Victoria Leben GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Innovation Solutions GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Leben Asien Verwaltungs GmbH, München 100,0000
  • ERGO Mobility Solutions GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Private Capital GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO PRO S.r.l., Verona 100,0000
  • ERGO Pro, spol.s.r.o., Prag 100,0000
  • ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH, München 100,0000
  • ERGO Travel Insurance Services Ltd., London 100,0000
  • ERGO UK SPECIALTY LIMITED, London 100,0000
  • ERGO Versicherungs- und Finanzierungs-Vermittlung GmbH, Hamburg 100,0000
  • ERGO Vorsorgemanagement GmbH, Wien 100,0000
  • ERGO Zehnte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
  • ERGO Zwölfte Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0000
  • Etics, s.r.o., Prag 100,0000
  • Etoblete 160016 S.L., Valencia 100,0000
  • Euro-Center (Cyprus) Ltd., Larnaca 100,0000
  • Euro-Center (Thailand) Co., Ltd., Bangkok 100,0000
  • Euro-Center Cape Town (Pty) Ltd, Kapstadt 100,0000
  • Euro-Center Holding North Asia (HK) Pte. Ltd., Hongkong 100,0000
  • Euro-Center Ltda., São Paulo 100,0000
  • Euro-Center North Asia Consulting Services (Beijing) Co., Ltd., Beijing 100,0000
  • Euro-Center Prague, s.r.o., Prag 100,0000
  • EUROCENTER S.A., Palma de Mallorca 100,0000
  • Euro-Center USA, Inc., New York City, New York 100,0000
  • EURO-CENTER YEREL YARDIM HIZMETLERI Ltd. Sti., Istanbul 100,0000
  • European Assistance Holding GmbH, München 100,0000
  • Evaluación Médica TUW S.L., Barcelona 100,0000
  • Gamaponti 14001 4 S.L., Valencia 100,0000
  • GBG Vogelsanger Straße GmbH, Köln 94,7826
  • Gebäude Service Gesellschaft Überseering 35 mbH, Hamburg 100,0000
  • goDentis - Gesellschaft für Innovation in der Zahnheilkunde mbH, Köln 100,0000
  • Great Lakes (Gibraltar) Plc, Gibraltar 100,0000
  • Guanzu 2002 S.L., Valencia 100,0000
  • Hamburger Hof Management GmbH, Hamburg 100,0000
  • Hansekuranz Kontor GmbH, Münster 80,0042
  • Hartford Steam Boiler Colombia Ltda, Bogota 100,0000
  • Hartford Steam Boiler Ireland Limited, Dublin 100,0000
  • Hartford Steam Boiler UK Limited, Manchester 100,0000
  • Hestia Loss Control Sp.z.o.o., Sopot 100,0000
  • HSB Associates Inc., New York City, New York 100,0000
  • HSB Ventures Inc., Dover, Delaware 100,0000
  • Ideenkapital erste Investoren Service GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • Ideenkapital Fonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IDEENKAPITAL Investment GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • Ideenkapital Media Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IDEENKAPITAL Metropolen Europa Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
  • IDEENKAPITAL PRORENDITA EINS Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
  • IDEENKAPITAL Schiffsfonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IDEENKAPITAL Treuhand US Real Estate eins GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK Einkauf Objektverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK Einkaufsmärkte Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK FE Fonds Management GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK Komp GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK Objekt Bensheim GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK Objekt Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH i. L., Düsseldorf 100,0000
  • IK Pflegezentrum Uelzen Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK Property Eins Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000
  • IK Property Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • IK US Portfolio Invest DREI Verwaltungs-GmbH i. L., Düsseldorf 100,0000
  • IK US Portfolio Invest Verwaltungs-GmbH i. L., Düsseldorf 100,0000
  • IK US Portfolio Invest ZWEI Verwaltungs-GmbH i. L., Düsseldorf 100,0000
  • Jogszerviz Kft, Budapest 100,0000
  • JRP Insurance Management Limited, London 100,0000
  • Junos Verwaltungs GmbH, München 100,0000
  • K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße Immobilienfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 4 36,6889
  • K & P Objekt München Hufelandstraße GmbH i. L., Düsseldorf 100,0000
  • KQV Solarpark Franken 1 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000
  • Larus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000
  • Legal Net GmbH, München 100,0000
  • Leggle B.V., Amsterdam 100,0000
  • m:editerran Power S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000
  • Marbury Agency Inc., Amelia, Ohio 100,0000
  • MAYFAIR Financing GmbH i.L., München 100,0000
  • MEAG Center House S.A., Brüssel 100,0000
  • MEAG EM Rent Nachhaltigkeit (A+I Tranche), München 4 56,7180
  • MEAG FlexConcept - EuroGrowth, Luxemburg 4 100,0000
  • MEAG Hong Kong Limited, Hongkong 100,0000
  • MEAG Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100,0000
  • MEAG MultiSmart (A+I), München 4 63,8328
  • MEAG Pension Rent, München 4 100,0000
  • MEAG Pension Safe, München 4 99,9961
  • MEAG Real Estate Erste Beteiligungsgesellschaft mbH i.L., München 100,0000
  • MEAG Vermögensanlage Komfort, München 4 38,0040
  • MEAG Vermögensanlage Return (A+I Tranche), München 4 54,1100
  • Mediastream Consulting GmbH, Grünwald 100,0000
  • Mediastream Dritte Film GmbH i. L., Grünwald 100,0000
  • Mediastream Film GmbH, Grünwald 100,0000
  • Mediastream Zweite Film GmbH, Grünwald 100,0000
  • MedNet Bahrain W.L.L., Manama 100,0000
  • MedNet Egypt LLC, Kairo 100,0000
  • MedNet Europa GmbH, München 100,0000
  • MedNet Global Healthcare Solutions LLC, Dubai 100,0000
  • MedNet Greece S.A., Athen 78,1419
  • MedNet Jordan Co. W.L.L., Amman 100,0000
  • MedNet Saudi Arabia LLC, Jeddah 100,0000
  • MedNet UAE FZ LLC, Dubai 100,0000
  • miCura Pflegedienste Berlin GmbH, Berlin 100,0000
  • miCura Pflegedienste Bremen GmbH, Bremen 100,0000
  • miCura Pflegedienste Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100,0000
  • miCura Pflegedienste GmbH, Köln 100,0000
  • miCura Pflegedienste Hamburg GmbH, Hamburg 100,0000
  • miCura Pflegedienste Krefeld GmbH, Krefeld 100,0000
  • miCura Pflegedienste München / Dachau GmbH, Dachau 51,0000
  • miCura Pflegedienste München GmbH i. L., München 100,0000
  • miCura Pflegedienste München Ost GmbH, München 65,0000
  • miCura Pflegedienste Münster GmbH, Münster 100,0000
  • miCura Pflegedienste Nürnberg GmbH, Nürnberg 51,0000
  • MR Beteiligungen 2. GmbH, München 100,0000
  • MR Beteiligungen 3. GmbH, München 100,0000
  • MR Beteiligungen 1 5. GmbH, München 100,0000
  • MR Beteiligungen 18. GmbH, Grünwald 100,0000
  • MR Beteiligungen AG, Grünwald 100,0000
  • MR Financial Group GmbH, München 100,0000
  • MR Forest GmbH, München 100,0000
  • MR Gotham LP, Dover, Delaware 100,0000
  • MR HealthTech Ltd., Nicosia 100,0000
  • MR Infrastructure Inc., Dover, Delaware 100,0000
  • MR RENT-Management GmbH, München 100,0000
  • MRSG UK Services Limited, London 100,0000
  • MU068 MR Placem (FCP), Paris 4 100,0000
  • Münchener Consultora Internacional SRL, Santiago de Chile 100,0000
  • Münchener de Argentina Servicios Técnicos S.R.L., Buenos Aires 100,0000
  • Münchener de Mexico S.A., Mexico 100,0000
  • Münchener de Venezuela C.A.# Intermediaria de Reaseguros, Caracas 100,0000

Münchener Finanzgruppe AG Beteiligungen, München 100,0000

MÜNCHENER RÜCKVERSICHERUNGS - GESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT IN MÜNCHEN ESCRITÓRIO DE REPRESENTAÇÃO NO BRASIL LTDA, São Paulo 100,0000

Munich American Reassurance Company PAC Inc., Atlanta, Georgia 4 0,0000

Munich Canada Systems Corporation, Toronto, Ontario 100,0000

Munich Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000

Munich Re America Brokers Inc., Wilmington, Delaware 100,0000

Munich Re America Management Ltd., London 100,0000

Munich Re Automation Solutions GmbH, München 100,0000

Munich Re Automation Solutions Inc., Wilmington, Delaware 100,0000

Munich Re Automation Solutions K.K., Tokio 100,0000

Munich Re Automation Solutions Pte. Ltd., Singapur 100,0000

Munich Re Automation Solutions Pty Ltd, Sydney 100,0000

Munich Re Capital Markets GmbH, München 100,0000

Munich Re Capital No.2 Limited, London 100,0000

Munich Re Digital Partners Limited, London 100,0000

Munich Re India Services Private Limited, Mumbai 100,0000

Munich Re Investment Partners GmbH, München 100,0000

Munich Re Risk Solution Ireland Limited, Dublin 100,0000

Munich Re Service GmbH, München 100,0000

Munich Re Specialty Group Insurance Services Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000

Munich Re Underwriting Agents (DIFC) Ltd., Dubai 100,0000

Munich ReThink GmbH, München 100,0000

Munich-Canada Management Corp. Ltd., Toronto, Ontario 100,0000

MunichFinancialGroup AG Holding, München 100,0000

MunichFinancialServices AG Holding, München 100,0000

Munichre Service Limited, Hongkong 100,0000

Naretoblera 1 7001 7 S.L., Valencia 100,0000

Nerruze 120012 S.L., Valencia 100,0000

nexible GmbH, Düsseldorf 100,0000

Orrazipo 110011 S.L., Valencia 100,0000

P.A.N. Verwaltungs GmbH, Grünwald 100,0000

PLATINIA Verwaltungs-GmbH, München 100,0000

PORT Schiffsverwaltungsgesellschaft mbH, Bramstedt 100,0000

PRORENDITA Drei Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000

PRORENDITA EINS Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000

PRORENDITA FÜNF Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000

PRORENDITA VIER Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000

PRORENDITA Zwei Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000

Reaseguradora de las Américas S.A., La Habana 100,0000

SAINT LEON ENERGIE S.A.R.L., Saargemünd 100,0000

Schloss Hohenkammer GmbH, Hohenkammer 100,0000

Schrömbgens & Stephan GmbH Versicherungsmakler, Düsseldorf 100,0000

Smart Thinking Consulting (Beijing) Co. Ltd., Beijing 100,0000

Solarfonds Göttelborn 2 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 4 34,4234

Sopockie Towarzystwo Doradcze Sp.z.o.o., Sopot 100,0000

Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100,0000

Sustainable Finance Risk Consulting GmbH, München 100,0000

Sydney Euro-Center Pty Ltd, Sydney 100,0000

TAS Touristik Assekuranz-Service GmbH, Frankfurt a. M. 100,0000

TIERdirekt GmbH, München 75,0000

Tillobesta 1 8001 8 S.L., Valencia 100,0000

Triple IP B.V., Culemborg 100,0000

US PROPERTIES VA Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000

Verwaltungsgesellschaft "PORT ELISABETH" mbH, Bramstedt 100,0000

Verwaltungsgesellschaft "PORT LOUIS" mbH, Bramstedt 100,0000

Verwaltungsgesellschaft "PORT MOUTON" mbH, Bramstedt 100,0000

Verwaltungsgesellschaft "PORT RUSSEL" mbH, Bramstedt 100,0000

Verwaltungsgesellschaft "PORT STEWART" mbH, Bramstedt 100,0000

VICTORIA Immobilien Management GmbH i.L., München 100,0000

VICTORIA Immobilien-Fonds GmbH, Düsseldorf 100,0000

VICTORIA US Property Zwei GmbH i. L., München 100,0000

Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH, Düsseldorf 100,0000

Viwis GmbH, München 100,0000

VV-Consulting Gesellschaft für Risikoanalyse, Vorsorgeberatung und Versicherungsvermittlung GmbH, Wien 100,0000

welivit New Energy GmbH, Düsseldorf 100,0000

welivit Solar Espana GmbH, Düsseldorf 100,0000

welivit Solar Italia s.r.l., Bozen 100,0000

Windpark Langengrassau Infrastruktur GbR, Bremen 1 83,3300

WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000

Wohnungsgesellschaft Brela mbH, Hamburg 100,0000

WP Kladrum/Dargelütz GbR, Bremen 1 55,0000

Zacobu 110011 S.L., Valencia 100,0000

Zacuba 6006 S.L., Valencia 100,0000

Zacubacon 15001 5 S.L., Valencia 100,0000

Zafacesbe 120012 S.L., Valencia 100,0000

Zapacubi 8008 S.L., Valencia 100,0000

Zarzucolumbu 1 0001 0 S.L., Valencia 100,0000

Zetaza 4004S.L., Valencia 100,0000

Zicobucar 140014 S.L., Valencia 100,0000

Zucaelo 130013 S.L., Valencia 100,0000

Zucampobi 3003S.L., Valencia 100,0000

Zucarrobiso 2002 S.L., Valencia 100,0000

Zucobaco 7007 S.L., Valencia 100,0000

Zulazor 3003 S.L., Valencia 100,0000

Zumbicobi 5005 S.L., Valencia 100,0000

Zumcasba 1001 S.L., Valencia 100,0000

Zuncabu 4004 S.L., Valencia 100,0000

Zuncolubo 9009 S.L., Valencia 100,0000

Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

1818 Acquisition LLC, Dover, Delaware 20,6400

Apollo Munich Health Insurance Co. Ltd., Hyderabad 48,4376

Arcapark SAS, Rueil Malmaison 5 15,1000

Bazos CIV L.P., Dover, Delaware 7 100,0000

Consorcio Internacional de Aseguradores de Crédito S.A., Madrid 5 15,0353

Consortia Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 33,7027

D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri, S.p.A. di Assicurazione, Verona 49,9920

DAMAN - National Health Insurance Company, Abu Dhabi 20,0000

DIF Infra 5 UK Limited, London 37,5000

EGM Wind SAS, Paris 40,0000

ERGO China Life Insurance Co., Ltd., Jinan, Shandong Province 50,0000

Europai Utazasi Biztosito Rt, Budapest 26,0000

Europäische Reiseversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 25,0100

Global Aerospace Underwriting Managers Ltd., London 7 51,0000

Group Health Group Holdings Inc., Surrey, British Columbia 40,0000

HDFC ERGO General Insurance Company Ltd., Mumbai 48,2308

Infra Foch Topco SAS, Puteaux 5 10,7000

Invesco MEAG US Immobilien Fonds IV B, Luxemburg 37,1670

KarstadtQuelle Finanz Service GmbH i. L., Düsseldorf 50,0000

King Price Financial Services (Pty) Ltd, Pretoria 5 15,0000

Marchwood Power Limited, Southampton 50,0000

MEAG Pacific Star Holdings Ltd. i.L., Hongkong 50,0000

MEDICLIN Aktiengesellschaft, Ottenburg 35,0042

RP Vilbeler Fondsgesellschaft mbH i. L., Frankfurt a. M. 40,0000

Sana Kliniken AG, München 22,4904

SAS Le Point du Jour, Paris 50,0000

SEBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 48,9966

SNIC Insurance B.S.C. (c), Manama 22,5000

SR Texas Wind Holdings 1 LLC, Dover, Delaware 49,0000

STEAG Fernwärme GmbH, Essen 49,0000

Storebrand Helseforsikring AS, Oslo 50,0000

Super Home Inc., Wilmington, Delaware 5 15,5000

Suramericana S.A., Medellin 5 18,8672

Taunus Holding B.V., Rotterdam 23,1913

Thaisri Insurance Public Company Limited, Bangkok 40,2576

T-Solar Global Operating Assets S.L., Madrid 37,0000

Vier Gas Investments S.a r.l., Luxemburg 43,7516

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

"PORT ELISABETH" GmbH & Co. KG, Bramstedt 31,9660

"PORT LOUIS" GmbH & Co. KG, Bramstedt 26,0495

Assistance Partner GmbH & Co. KG, München 21,6600

Augury Inc., Wilmington, Delaware 5 9,5000

carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH, Walluf 25,0000

Fernkälte Geschäftsstadt Nord Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Hamburg 1 36,7671

Finsure Investments (Private) Limited, Harare 24,5000

GIG City Nord GmbH, Hamburg 20,0000

Hartford Research LLC, Lewes, Delaware 41,7500

IK Objektgesellschaft Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf 47,4000

Inshur Holdings Corp, Wilmington, Delaware 5 14,7500

LCM Logistic Center Management GmbH, Hamburg 50,0000

PERILS AG, Zürich 5 10,0000

SIP Social Impact Partners GmbH, München 50,0000

Spruce Holdings Inc., Wilmington, Delaware 5 10,8500

Teko - Technisches Kontor für Versicherungen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 30,0000

T-Solar Luxembourg GP S.à.r.l., Luxemburg 37,0000

vers.diagnose GmbH, Hannover 49,0000

Volksbanken-Versicherungsdienst GmbH, Wien 25,2319

VV Immobilien Verwaltungs GmbH i.L., München 30,0000

VV Immobilien Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, München 30,0000

We Predict Limited, Swansea 5 13,5900

Windpark Osterhausen-Mittelhausen Infrastruktur GbR, Bremen 1, 7 58,9400

Anteilsmäßig einbezogene Unternehmen (Gemeinschaftliche Tätigkeit gemäß IFRS 11)

"Pensionsfonds" des Versorgungswerks MetallRente bei der Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart 17,5000

Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB an großen Kapitalgesellschaften mit mehr als 5% der Stimmrechte

Admiral Group plc, Cardiff (Eigenkapital in T€: 70.927; Jahresergebnis in T€: 239.148) 10,2488

Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln (Eigenkapital in T€: 64.058; Jahresergebnis in T€: 118) 16,0000

Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin (Eigenkapital in T€: 15.332; Jahresergebnis in T€: 320) 10,7631

Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah (Eigenkapital in T€: 13.315; Jahresergebnis in T€: -21.873) 15,0000

Wataniya Insurance Company, Jeddah (Eigenkapital in T€: 56.895; Jahresergebnis in T€: 4.867) 10,0000

Sonstige Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB

Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, Bonn (Eigenkapital in T€: 372.238; Jahresergebnis in T€: 1 062) 9,9980

Autobahn Tank & Rast Management GmbH, Bonn (Eigenkapital in T€: 22; Jahresergebnis in T€: -3) 10,0020

B3i Services AG, Zürich (Eigenkapital in T€: -4.612; Jahresergebnis in T€: -12.086) 3,1000

Babylon Holdings Limited, St. Helier, Jersey (Eigenkapital in T€: -51.861; Jahresergebnis in T€: -72.517) 0,2000

Bought by Many Limited "BBM", London (Eigenkapital in T€: 17.184; Jahresergebnis in T€: -6.837) 9,1000

CBRE U.S.Core Partners Parallel Limited Partnership, Wilmington, Delaware 6 (Eigenkapital in T€: 30.285; Jahresergebnis in T€: 2.535) 99,9000

Craigmore Permanent Crop LP, Christchurch 6 (Eigenkapital in T€: 55.552; Jahresergebnis in T€: -3.486) 44,1121
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Kaiserslautern (Eigenkapital in T€: 21.206; Jahresergebnis in T€: 2.610) 2,5000
Fair Financial Corp., Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: -3.262; Jahresergebnis in T€: -85.358) 1,0000
FIA Timber Partners II LP, Wilmington, Delaware 6 (Eigenkapital in T€: 127.412; Jahresergebnis in T€: -6) 39,0800
Forge Global Inc., Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 30.424; Jahresergebnis in T€: 1.399) 4,3400
Fraugster Limited, London (Eigenkapital in T€: 8.091; Jahresergebnis in T€: -3.861) 5,3300
Green Acre LLC, Wilmington, Delaware 6 (Eigenkapital in T€: 202.522; Jahresergebnis in T€: 4.794) 31,9361
Hancock Timberland XII LP, Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 317.082; Jahresergebnis in T€: -1.309) 15,1500
heal.capital I GmbH & Co. KG, Berlin 6 (Eigenkapital in T€: 74.000; Jahresergebnis in T€: 0) 22,2222
Helium Systems Inc., Dover, Delaware (Eigenkapital in T€: 6.545; Jahresergebnis in T€: -6.069) 3,8000
Hines India Fund LP, Houston, Texas (Eigenkapital in T€: 42.024; Jahresergebnis in T€: 1.357) 11, 8333
Hippo Analytics Inc., Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 60.647; Jahresergebnis in T€: -20.590) 1,4300
IK Australia Property Eins GmbH & Co. KG, Hamburg (Eigenkapital in T€: 6.559; Jahresergebnis in T€: 1.736) 10,6438
IK Objekt Bensheim Immobilienfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf (Eigenkapital in T€: 18.620; Jahresergebnis in T€: 971) 16,2445
K & P Objekt München Hufelandstraße Immobilienfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf (Eigenkapital in T€: 3.209; Jahresergebnis in T€: -350) 0,0489
M 31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Energie KG, Düsseldorf (Eigenkapital in T€: 1.089.427; Jahresergebnis in T€: 71.210) 18,6246
m:solarPOWER GmbH & Co. KG, Düsseldorf (Eigenkapital in T€: 450; Jahresergebnis in T€: 170) 0,0000
Next Insurance Inc., Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 81.360; Jahresergebnis in T€: -24.700) 6,2900
Olivia Holdings LLC, Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 135.893; Jahresergebnis in T€: 0) 8,8000
Parametrix Group Holdings Inc., Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 6.846; Jahresergebnis in T€: 0) 5,0000
PRORENDITA DREI GmbH & Co. KG, Hamburg (Eigenkapital in T€: 3.971; Jahresergebnis in T€: -51) 0,0260
PRORENDITA EINS GmbH & Co. KG, Hamburg (Eigenkapital in T€: 6.986; Jahresergebnis in T€: -232) 0,0590
PRORENDITA FÜNF GmbH & Co. KG, Hamburg (Eigenkapital in T€: 12.808; Jahresergebnis in T€: -17 9) 0,0384
PRORENDITA VIER GmbH & Co. KG, Hamburg (Eigenkapital in T€: 7.591; Jahresergebnis in T€: 71) 0,0029
Prorendita Zwei GmbH & Co. KG, Hamburg (Eigenkapital in T€: 4.381; Jahresergebnis in T€: -67) 0,0100
Ridecell Inc., Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 20.247; Jahresergebnis in T€: -20.475) 2,6000
RMS Australian Forests Fund I L.P., George Town, Grand Cayman 6 (Eigenkapital in T€: 72.029; Jahresergebnis in T€: 19.321) 37,4257
RMS Forest Growth International L.P., George Town, Grand Cayman 6 (Eigenkapital in T€: 87.634; Jahresergebnis in T€: 6.488) 43,4700
Slice Labs Inc., Ottawa, Ontario (Eigenkapital in T€: 13.653; Jahresergebnis in T€: -7.696) 7,6300
Solarpark 1000 Jahre Fürth GmbH & Co. KG, Düsseldorf (Eigenkapital in T€: 703; Jahresergebnis in T€: 128) 0,9091
T&R MLP GmbH, Bonn (Eigenkapital in T€: 20; Jahresergebnis in T€: -3) 10,0020
T&R Real Estate GmbH, Bonn (Eigenkapital in T€: 298.800; Jahresergebnis in T€: 9.400) 10,0020
Team8 Partners II L.P., George Town, Grand Cayman (Eigenkapital in T€: 5.014; Jahresergebnis in T€: -2.565) 8,5300
Ticker Limited, London (Eigenkapital in T€: 3.604; Jahresergebnis in T€: -1.605) 15,0000
Trov Inc., Dover, Delaware (Eigenkapital in T€: 10.805; Jahresergebnis in T€: -22.934) 3,9800
Umspannwerk Hellberge GmbH & Co. KG, Zossen (Eigenkapital in T€: 0; Jahresergebnis in T€: -217) 6,9000
welivit TOP SOLAR GmbH & Co. KG, Düsseldorf (Eigenkapital in T€: 72; Jahresergebnis in T€: 55) 0,0000
Zeguro Inc., Wilmington, Delaware (Eigenkapital in T€: 1.658; Jahresergebnis in T€: -1.419) 3,5100

1 Bei diesem Unternehmen ist die Münchener Rück AG oder eines ihrer konsolidierten Tochterunternehmen unbeschränkt haftender Gesellschafter.
2 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB beabsichtigt, die gemäß § 264b HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2019 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
3 Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaft beabsichtigt, die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2019 von dieser Befreiungsvorschrift für ihre Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen.
4 Beherrschung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit oder anderer Möglichkeit der Beherrschung gemäß IFRS 10.
5 Maßgeblicher Einfluss aufgrund von Zugehörigkeiten von Munich Re zum Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan oder einem sonstigen gleichartigen Leitungsorgan des assoziierten Unternehmens.
6 Keine Beherrschung und/oder kein maßgeblicher Einfluss, da reines Finanzinvestment unter Managementverantwortung eines externen Assetmanagers.
7 Keine Beherrschung, da der Gesellschaftsvertrag oder eine sonstige Vereinbarung die relevanten Tätigkeiten an ein Quorum binden, welches von Munich Re nicht erreicht werden kann.

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 6. März 2020.

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, und ihrer Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "Munich Re" oder der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, der Konzern-Eigenkapitalentwicklung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Munich Re für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Der zusammengefasste Lagebericht enthält nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise auf die Internetseiten des Konzerns. Diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
― vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. Der zusammengefasste Lagebericht enthält nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise auf die Internetseiten des Konzerns. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich nicht auf diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.# Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/Unfall-Geschäft

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie für die Erläuterungen der Verwendung von Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Daneben werden weitere Angaben zu den Abschlussposten gemacht. Risikoangaben sind im Konzernanhang und im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beträgt zum Bilanzstichtag EUR 50.696 Mio im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall und EUR 4.779 Mio im deutschen Erstversicherungsgeschäft Schaden/Unfall. Im Segment ERGO International entfällt von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von EUR 2.868 Mio ein wesentlicher Teil auf den Bereich Schaden/Unfall. Großschäden aus Naturkatastrophen haben den Konzern im Geschäftsjahr mit EUR 2.053 Mio belastet.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird auf Basis eines Erwartungswerts bilanziert, der auf Grundlage von aktuariellen Verfahren und statistischen Methoden ermittelt wird. Hierbei fließen Annahmen über Prämien, Endschadenquoten, Abwicklungszeiträume, -faktoren und -geschwindigkeit ein, die auf Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen. Das Management bestimmt auf Grundlage der Ergebnisse der versicherungsmathematischen Verfahren und weiterer Informationen in Bezug auf die mit den Berechnungen verbundenen Unsicherheiten final die Höhe der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Großschäden werden bei der Bewertung der Rückstellung gesondert betrachtet.

Die Schätzung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig. Unsicherheiten bei der Schätzung bestehen insbesondere in Bezug auf den Eintritt sowie Höhe und Geschwindigkeit der Abwicklung von Großschäden, die langfristige Schadenentwicklung, vor allem in den Haftpflichtsparten und in Bezug auf die Schätzung von speziellen Schadenszenarien, wie Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden. Insbesondere bei Großschäden, wie beispielsweise Hurrikan-Ereignissen, kann es längere Zeit dauern, bis sämtliche Schadenmeldungen der Zedenten eingegangen sind. Soweit noch keine ausreichenden Schadenmeldungen vorliegen, werden die Rückstellungen für diese Großschäden anhand von internen Analysen zum Marktschaden und der eigenen Betroffenheit auf Basis der gegebenen Deckungen geschätzt. Im Anhang sind umfangreiche Angaben zur Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle erforderlich. Diese umfassen insbesondere die Abwicklungsdreiecke.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Als Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Schadenaktuare eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

  • Wir haben den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen aufgenommen, wesentliche Kontrollen identifiziert und diese auf ihre Ausgestaltung und Wirksamkeit hin getestet. Die Kontrollen umfassen die Vollständigkeit und die Richtigkeit der verwendeten Daten sowie die qualitativen und quantitativen Elemente der Bewertung.
  • Wir haben uns die Ableitung wesentlicher verwendeter Annahmen - unter anderem Schadenquoten sowie Annahmen zum Abwicklungsverhalten der Schäden - erläutern lassen und uns mit der Annahmensetzung kritisch auseinander gesetzt.
  • Die Einzelfallprüfung der Großschäden erfolgt im Wesentlichen mittels bewusster Auswahlverfahren, wobei wir die Angemessenheit der wesentlichen verwendeten Annahmen anhand extern verfügbarer Informationen beurteilt haben.
  • Bei bedeutenden Konzerngesellschaften haben wir eigenständige Reserveberechnungen für ausgewählte Segmente durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils eine Punktschätzung im Sinne eines Best Estimate sowie eine angemessene Bandbreite mithilfe von statistischen Wahrscheinlichkeiten bestimmt und diese mit den Berechnungen der Gesellschaft verglichen.
  • Das Reservierungsniveau zum Bilanzstichtag haben wir mit dem der Vorjahre verglichen. Anpassungen des aktuariell berechneten Erwartungswerts haben wir auf ihre Angemessenheit hin beurteilt, indem wir die Dokumentation der zugrundeliegenden Berechnungen oder qualitativen Begründungen eingesehen und uns kritisch mit diesen auseinandergesetzt haben. Zusätzlich haben wir die jeweils zuständigen Aktuare befragt.
  • Wir haben die Angemessenheit der Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden anhand von Statistiken und Kennzahlen beurteilt.
  • Die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebuchten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert, um Aussagen über die Güte der Schätzung abzuleiten.
  • Die Anhangangaben, und hier insbesondere die Abwicklungsdreiecke, haben wir auf ihre angemessene Ableitung aus den Buchhaltungssystemen sowie auf ihre Vollständigkeit hin beurteilt.

Unsere Schlussfolgerungen

Das Vorgehen zur Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/Unfall-Geschäft ist sachgerecht und die verwendeten Bewertungsannahmen, einschließlich derjenigen zu Großschäden, sind angemessen abgeleitet worden. Die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sind vollständig und sachgerecht.

Bewertung der Deckungsrückstellung, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie der aktivierten Abschlusskosten im Bereich Leben und Kranken

Hinsichtlich der Bilanzierungsgrundsätze sowie für die Erläuterungen der Verwendung von Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Daneben werden weitere Angaben zu den Abschlussposten gemacht. Risikoangaben sind im Konzernanhang und im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Die Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken umfassen im Wesentlichen die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit beträgt die Deckungsrückstellung ohne Einbezug der fondsgebundenen Lebensversicherung EUR 89.698 Mio und im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit EUR 12.607 Mio. Im Segment ERGO International entfällt der überwiegende Teil der Deckungsrückstellung in Höhe von EUR 9.641 Mio auf den Bereich Leben und Kranken. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit beträgt EUR 9.563 Mio und im Segment ERGO Leben/Gesundheit EUR 2.970 Mio. Die aktivierten Abschlusskosten belaufen sich im Konzern auf EUR 9.272 Mio (netto), wovon der wesentliche Teil auf den Bereich Leben und Kranken entfällt.

Die Bewertung der Deckungsrückstellung ist notwendigerweise von einer Vielzahl von Annahmen abhängig. Diese betreffen insbesondere Diskontierungsfaktoren, Sterblichkeit und Invaliditätsannahmen, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Stornowahrscheinlichkeiten. Gemäß den geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden diese Annahmen zu Beginn des Vertrags festgelegt und nur bei einer deutlichen Verschlechterung angepasst. Da die Annahmen überwiegend nicht am Markt beobachtbar sind, ist die Festlegung bzw. Anpassung dieser Annahmen mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird in der Lebens- und Krankenrückversicherung im Wesentlichen auf Basis der Aufgaben der Zedenten bilanziert. In der Erstversicherung wird die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Wesentlichen nach der erwarteten Inanspruchnahme ermittelt.

Die aktivierten Abschlusskosten werden über die planmäßige Laufzeit der Verträge abgeschrieben. Je nach Vertragsart erfolgt dies proportional zu den Beitragseinahmen oder proportional zu den erwarteten Bruttomargen. Durch einen jährlichen Angemessenheitstest wird auf Ebene von einheitlich verwalteten Beständen überprüft, ob die Deckungsrückstellung auskömmlich bzw. die aktivierten Abschlusskosten werthaltig sind. Der Test beruht auf den erwarteten zukünftigen Bruttomargen, berechnet nach aktuellen realistischen Rechnungsgrundlagen und ist demnach von den gleichen Annahmen wie die Deckungsrückstellung abhängig. Für den Fall, dass im Rahmen des Werthaltigkeitstests ein Defizit festgestellt wird, sind zunächst die Abschlusskosten abzuschreiben. Besteht darüber hinaus ein Defizit, ist die Deckungsrückstellung entsprechend zu erhöhen. Im Zusammenhang mit den versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken sind Anhangangaben, insbesondere Angaben zu Schätzunsicherheiten und Sensitivitäten, zu berücksichtigen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Als Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der o.g. Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken Aktuare eingesetzt.Insbesondere haben wir folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:

― Wir haben den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen und der Bewertung der aktivierten Abschlusskosten aufgenommen, wesentliche Kontrollen identifiziert und diese auf ihre Ausgestaltung und Wirksamkeit hin getestet. Besonderen Fokus haben wir dabei auf Kontrollen gelegt, die sicherstellen, dass Annahmeänderungen richtig in den Systemen umgesetzt werden.
― Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen beurteilt, indem wir die zur Herleitung verwendeten aktuariellen Verfahren analysiert haben. Besonderen Fokus haben wir auf die angemessene und standardkonforme Verwendung der Diskontierungszinsen gelegt.
― Wir haben die Herleitung und Angemessenheit der Zinsannahmen, die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung oder beim Angemessenheitstest verwendet werden, beurteilt. Dabei haben wir relevante Daten aus den Kapitalmärkten berücksichtigt.
― Wir haben die von der Gesellschaft erwarteten Ergebnisse einzelner Geschäftseinheiten mit den tatsächlichen Ergebnissen abgeglichen, den Marktentwicklungen gegenübergestellt und somit Rückschlüsse auf die Güte der Schätzung gezogen.
― Wir haben die Entwicklung der Deckungsrückstellung und der aktivierten Abschlusskosten im Vergleich zum Vorjahr analysiert und unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie unserer Erwartungen aus Marktbeobachtungen gewürdigt.
― Wir haben den Angemessenheitstest daraufhin beurteilt, ob die für diesen verwendeten Rechnungsgrundlagen und Methoden sachgerecht angewendet wurden. Wenn bei der Bewertung Marktzinsen verwendet wurden, haben wir die Angemessenheit der verwendeten Diskontierungszinsen durch Vergleich mit am Markt beobachtbaren Parametern überprüft.
― In der deutschen Lebenserstversicherung haben wir auf Basis einer zufallsimitierenden Auswahl von Tarifen die Deckungsrückstellung unabhängig berechnet und die Ergebnisse mit denen der Gesellschaft verglichen.
― Wir haben beurteilt, ob die außerplanmäßigen Abschreibungen der Abschlusskosten sowie die Reserveerhöhungen in den Segmenten ERGO Leben/Gesundheit Deutschland und ERGO International, die durch den Angemessenheitstest ausgelöst wurden, zutreffend vorgenommen wurden.
― Schadenrückstellungen, die mit statistischen Verfahren bewertet wurden, haben wir für ausgewählte Segmente mit eigenen Verfahren bewertet und die Ergebnisse mit denen der Gesellschaft abgeglichen.
― Wir haben die Anhangangaben dahingehend überprüft, ob sie den Rechnungslegungsstandards entsprechen und dabei insbesondere darauf geachtet, dass die Schätzunsicherheit und die Sensitivitäten angemessen dargestellt sind.

Unsere Schlussfolgerungen

Das Vorgehen zur Bewertung der Deckungsrückstellung, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Leben und Kranken sowie der aktivierten Abschlusskosten im Bereich Leben und Kranken ist sachgerecht. Die verwendeten Bewertungsannahmen sind angemessen abgeleitet worden. Die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sind vollständig und sachgerecht.

Bewertung der Kapitalanlagen

Hinsichtlich der Bilanzierungsgrundsätze sowie für die Erläuterungen der Verwendung von Schätzungen und Annahmen verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Daneben werden weitere Angaben zur Bewertungshierarchie sowie zu den einzelnen Instrumenten gemacht. Risikoangaben zum Markt- und Kreditrisiko sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Der Buchwert des gesamten Kapitalanlagenbestands beträgt EUR 228.764 Mio, der Zeitwert EUR 231.876 Mio. Die Bewertung von Kapitalanlagen, deren Zeitwerte anhand von Bewertungsmodellen oder Wertindikationen Dritter bestimmt werden müssen, ist mit Unsicherheit behaftet. Die Bewertung anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung von am Markt beobachtbaren Parametern betrifft insbesondere nicht börsengehandelte Wertpapiere, Infrastrukturdarlehen, sonstige Darlehen sowie Derivate. Der Ermessensspielraum ist umso größer, je mehr Inputfaktoren verwendet werden, die nicht am Markt beobachtbar sind, sondern auf internen Einschätzungen beruhen. Diese Ermessensentscheidungen sind insbesondere bei der Bewertung von Grundstücken und Gebäuden, Immobilienfonds, Private Equity Fonds und Anteilen an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen erforderlich. Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen, die anhand von Bewertungsmodellen oder Wertindikationen Dritter bestimmt werden, werden im Rahmen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 den Bewertungskategorien Level 2 und Level 3 zugeordnet. Im Zusammenhang mit der Bewertung der Kapitalanlagen sind umfangreiche Anhangangaben zu Bewertungsmethoden und Ermessensspielräumen erforderlich.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Unsere Prüfung der Kapitalanlagen umfasst im Wesentlichen folgende Tätigkeiten:

― Wir haben die Angemessenheit der für den Bewertungsprozess eingerichteten internen Kontrollen beurteilt und uns durch Funktionsprüfungen von deren Wirksamkeit überzeugt. Dabei haben wir den Fokus auf Kontrollen zur Einspielung von Marktparametern und zur Qualitätssicherung gelegt.
― Für Kapitalanlagen, die anhand eines Bewertungsmodells bewertet werden, haben wir die Angemessenheit der jeweiligen Modelle sowie der Ermittlung der in die Bewertung einfließenden Annahmen und Parameter für eine risikoorientierte Auswahl beurteilt.
― Wir haben die von der Munich Re ermittelten Zeitwerte für Teilbestände der direkten und indirekten Immobilienbestände, der Private Equity Fonds, für risikoorientiert ausgewählte nicht notierte Darlehen, strukturierte Produkte und Derivate anhand eigener Bewertungen nachvollzogen oder einen Abgleich mit externen Informationen vorgenommen.
― Die Nachbewertungen für nicht notierte Wertpapiere und Derivate haben wir unter Einsatz unserer eigenen Bewertungssoftware durchgeführt. Dabei haben wir in die Berechnung einfließende Parameter aus Marktdaten abgeleitet und einen eigenen Zeitwert ermittelt. Der Abgleich mit den Zeitwerten der Munich Re erfolgte unter Berücksichtigung eines Erwartungsbereichs, der in Abhängigkeit von der Art des Finanzinstruments ermittelt wurde.
― Wir haben uns anhand der von Munich Re ermittelten Zeitwerte überzeugt, dass die bilanzielle Folgebewertung und die Ergebnisauswirkungen zutreffend sind. In diesem Zusammenhang haben wir beurteilt, ob Zu- und Abschreibungen zutreffend vorgenommen und das Derivateergebnis aus der Zeitwertbewertung und Abgängen sachgerecht ermittelt wurde.
― Wir haben die Anhangangaben dahingehend überprüft, ob sie den Rechnungslegungsstandards entsprechen und dabei insbesondere darauf geachtet, dass die Bewertungsmethoden angemessen dargestellt sind.

Unsere Schlussfolgerungen

Die verwendeten Methoden zur Ermittlung der Zeitwerte für die Kapitalanlagen sind sachgerecht. Die Bewertungsannahmen sind angemessen. Die bilanzielle Folgebewertung und Ermittlung der Ergebniseffekte sind angemessen. Die im Konzernanhang dargestellten Erläuterungen und Angaben sind vollständig und sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:

― die Erklärung zur Unternehmensführung, die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB inklusive Corporate Governance Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist, und
― den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht, auf den im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss und die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.# Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

  • Identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • Beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • Ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • Beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • Holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • Beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • Führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden in der Aufsichtsratssitzung am 19. März 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. Juli 2019 vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit über 25 Jahren als Abschlussprüfer der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Frank Ellenbürger.

München, den 6. März 2020

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr.# Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer Voß, Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

München, den 17. März 2020

Wenning
Blunck
Gartside
Höpke
Jeworrek
Jurecka
Pohlchristoph
Rieß
Röder

Zusammengefasster Lagebericht

Der Lagebericht der Münchener Rück AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 5 Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Konzerngeschäftsbericht 2019 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Münchener Rück AG für das Geschäftsjahr 2019 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Zusammengefasster nichtfinanzieller Bericht

Die Münchener Rück AG setzt für das Geschäftsjahr 2019 die Anforderungen der europäischen Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie gemäß § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB über einen gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht um und veröffentlicht diesen separat unter www.munichre.com/znfb bei unseren Informationen zur Corporate Governance.

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva Anhang Mio. € Mio. € Mio. € Vorjahr
A. Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 167 186
B. Kapitalanlagen (2,3)
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.043 1.087
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.594 32.703
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 61 71
3. Beteiligungen 311 319
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35 33 35.002 33.126
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.264 4.938
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 22.304 21.578
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 493 378
5. Einlagen bei Kreditinstituten 773 847
6. Andere Kapitalanlagen 585 2.342 28.420 30.083
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 11.157 10.154 75.622 74.450
C. Forderungen
I. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 6.680 4.770
davon Forderungen gegen - verbundene Unternehmen: 1.372 (1.139)
Mio. € - Beteiligungsunternehmen: 1 68 (125)
II. Sonstige Forderungen 9.846 5.415
davon Forderungen gegen - verbundene Unternehmen: 2.865 (251)
Mio. € - Beteiligungsunternehmen: 13 (10) 16.526 10.184
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 33 32
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassen bestand 622 938 655 971
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 157 211
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten (4) 47 144 203 355
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (5) 570 453
Summe der Aktiva (11) 93.743 86.598

Passiva

Anhang Mio. € Mio. € Mio. € Vorjahr
A. Eigenkapital (6)
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 588 588
2. davon ab: Rechnerischer Wert eigener Anteile -12 -15 576 573
II. Kapitalrücklage 6.845 6.845
III. Gewinnrücklagen 2.059 2.900
IV. Bilanzgewinn 1.414 1.383 10.894 11.701
B. Nachrangige Verbindlichkeiten (7) 3.681 3.651
C. Versicherungstechnische Rückstellungen (8)
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 4.421 4.016
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 650 563 3.771 3.453
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 10.414 9.722
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 794 389 9.620 9.333
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 43.583 39.985
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 3.867 3.179 39.716 36.806
IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 3 3
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0 3 3
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 9.837 9.043
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 506 424
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 22 -71 484 495
63.431 59.133
D. Andere Rückstellungen (9)
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 53 55
II. Steuerrückstellungen 1.285 1.267
III. Sonstige Rückstellungen 663 670 2.001 1.991
E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.751 1.407
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 4.486 4.500
davon Verbindlichkeiten gegenüber - verbundenen Unternehmen: 1.842 (1.523)
Mio. € - Beteiligungsunternehmen: 1 (1)
II. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0
III. Sonstige Verbindlichkeiten (10) 7.470 4.187
davon Verbindlichkeiten gegenüber - verbundenen Unternehmen: 2.504 (248)
Mio. € - Beteiligungsunternehmen: 10 (10)
davon aus sonstigen Steuern: 52 (65)
Mio. € davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1 (0) 11.957 8.686
G. Rechnungsabgrenzungsposten 28 28
Summe der Passiva (11) 93.743 86.598

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

Posten Anhang Mio. € Mio. € Mio. € Vorjahr
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 22.814 20.503
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -3.843 -3.266 18.971 17.237
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -309 -501
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen 72 120 -238 -381
18.734 16.856
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung (13) 367 398
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 16 18
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -13.465 -12.804
ab) Anteil der Rückversicherer 2.082 1.217 -11.383 -11.587
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
ba) Bruttobetrag -2.793 -281
bb) Anteil der Rückversicherer 641 306 -2.152 25
-13.535 -11.562
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen
a) Nettodeckungsrückstellung 239 385
b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen -10 32 229 418
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung -1 -1
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung (14,18,21)
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb -6.552 -5.867
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 911 903 -5.641 -4.964
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung -7 -133
9. Zwischensumme 162 1.031
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen (12) -795 -780
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung (12) -632 251
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen (15)
a) Erträge aus Beteiligungen 1.290 564
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.256 (542)
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon aus verbundenen Unternehmen: 129 (130)
ba) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 136 148
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 926 948 1.062 1.096
c) Erträge aus Zuschreibungen 677 929
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 1.417 2.014
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 410 187 4.856 4.789
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen (14,16,18,21)
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen -336 -337
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen -376 -892
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen -1.041 -1.033
d) Aufwendungen aus Verlustübernahmen -1 -43 -1.754 -2.305
3.102 2.483
3. Technischer Zinsertrag -391 -403 2.711 2.080
4. Sonstige Erträge (19,20) 1.288 465
5. Sonstige Aufwendungen (19,20,21) -1.340 -617
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.026 2.179
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -521 -17
8. Sonstige Steuern -13 -2 -534 -20
9. Jahresüberschuss 1.492 2.160
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 48 47
11. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -126 -824
12. Ertrag aus offener Absetzung des rechnerischen Wertes eigener Anteile 17 21
13. Aufwand aus Wegfall der offenen Absetzung des rechnerischen Wertes eigener Anteile -21 -21
14. Einstellung in Rücklage wegen eigener Anteile -17 -21
15. Auflösung der Rücklage wegen eigener Anteile 21 21
19. Auflösung Gewinnrücklage wegen Erwerb eigener Anteile 963 1.013
20. Aufwand aus Erwerb eigener Anteile -963 -1.013
21. Bilanzgewinn 1.414 1.383

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen der Bilanzierung

Der Jahresabschluss und die Abschnitte des mit dem Konzerngeschäftsbericht zusammengefassten Lageberichts, die sich auf die Münchener Rück AG beziehen, wurden nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), der Verordnung für die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) und des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG) unter Beachtung konservativer Bewertungsgrundsätze erstellt.# Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände bewerten wir zu den Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen.

Kapitalanlagen

Wir bewerten den bebauten Grundbesitz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der linearen, gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen. Unbebaute Grundstücke werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert und unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Im Falle von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen nehmen wir außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert eines Grundstücks vor. Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entspricht grundsätzlich den Anschaffungskosten; erforderliche Abschreibungen auf einen auf Dauer niedrigeren beizulegenden Wert wurden berücksichtigt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Namensschuldverschreibungen, Hypothekendarlehen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie andere Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie andere Kapitalanlagen bewerten wir zu den Anschaffungskosten oder wir legen ihnen den niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag zugrunde. Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden gemäß § 341b Abs. 2 HGB nach den Vorschriften des Anlagevermögens bewertet. Dabei wurde von dem Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, bei Finanzanlagen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert auch bei nicht dauernder Wertminderung vorzunehmen. Für unsere gesamten Kapitalanlagen haben wir im Einklang mit § 253 Abs. 5 HGB die niedrigeren Wertansätze aus Vorjahren dann nicht beibehalten, wenn die Gründe hierfür entfallen sind. In diesem Fall haben wir Zuschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen, wobei die Anschaffungskosten beziehungsweise fortgeführten Anschaffungskosten die Wertobergrenze bilden.

Forderungen

Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen weisen wir mit dem Nennwert aus, gegebenenfalls gekürzt um die erforderlichen Wertberichtigungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Vorräte haben wir mit den Anschaffungskosten erfasst. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu Anschaffungskosten unter Abzug von Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter schreiben wir über eine Laufzeit von fünf Jahren linear ab.

Steuerabgrenzung

Für die Berechnung der latenten Steuern wird über die Steuerrechtskreise hinweg eine Gesamtbetrachtung der temporären Differenzen und Verlustvorträge vorgenommen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB haben wir nicht ausgeübt. Ein über den Saldierungsbetrag hinausgehender Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt. Für das Unternehmen wesentlich sind die in Deutschland bestehenden temporären Differenzen. In Deutschland übersteigen die abzugsfähigen die zu versteuernden temporären Differenzen um 9.296 Millionen €. Die abzugsfähigen temporären Differenzen ergeben sich vor allem aus gebuchten Wertminderungen in den Kapitalanlagen, welche aufgrund der strengeren Bestimmungen in der Steuerbilanz nicht ansatzfähig waren, sowie aus versicherungstechnischen Rückstellungen, die in der Steuerbilanz tendenziell niedriger bewertet werden als in der Handelsbilanz. Daneben bestehen noch abzugsfähige temporäre Differenzen aus immateriellen Wirtschaftsgütern aufgrund der umfassenderen Aktivierung von selbst erstellten EDV-Programmen in der Steuerbilanz. Die bestehenden zu versteuernden temporären Differenzen sind im deutschen Steuerrechtskreis dagegen von untergeordneter Bedeutung. Der für den deutschen Steuerrechtskreis anzuwendende latente Steuersatz beträgt gerundet 33,0%. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuerbelastung einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8% und der Gewerbesteuer von 17,2% zusammen. Der anzuwendende Steuersatz in der kanadischen Betriebsstätte beträgt 26,5%, in unserer Betriebsstätte in Großbritannien 17,0%, in der australischen Betriebsstätte 30,0% und in der italienischen Betriebsstätte 30,8%. Die Münchener Rück AG hat insgesamt steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.835 Millionen €, welche in Höhe von 2.941 Millionen € auf den deutschen Steuerrechtskreis entfallen. Die restlichen Verlustvorträge sind in den ausländischen Betriebsstätten entstanden. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.110 Millionen € werden voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verbraucht sein.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wird unter gewissen Voraussetzungen vorgeschrieben (Ausnahme vom Saldierungsverbot gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Demnach sind Vermögensgegenstände, die "ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen" und "die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind", mit den entsprechenden Verpflichtungen zu verrechnen. Die Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte den Betrag der Verpflichtung, so ist der übersteigende Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz gesondert zu aktivieren.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die versicherungstechnischen Rückstellungen bilden wir nach handelsrechtlichen Erfordernissen. In allen Fällen haben wir dabei berücksichtigt, dass die dauernde Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sichergestellt ist. Die Beitragsüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Beiträgen, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese ermitteln wir nach handelsrechtlichen Grundsätzen - teilweise anhand der Angaben unserer Zedenten, teilweise nach Pauschalsätzen. Soweit sich die Beitragsüberträge nach Pauschalsätzen bemessen, entsprechen diese langjährigen Erfahrungen und dem neuesten Kenntnisstand. Von der berechneten Beitragsübertragskomponente werden Kosten für Rückversicherungsprovisionen mit einem Anteil von 92,5% in Abzug gebracht. Die Deckungsrückstellung wird bei langfristigem Versicherungsgeschäft für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in Höhe des versicherungsmathematisch errechneten Werts gebildet. In die Berechnung gehen als Rechnungsgrundlagen insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidität, Morbidität, Kapitalanlageverzinsung, Storno sowie Kosten ein. Diese werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf realistischer Basis geschätzt und umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt. Die Rechnungsgrundlagen werden dann angepasst, wenn die ursprünglichen Sicherheitsmargen als nicht mehr ausreichend anzusehen sind. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzen wir generell in der Höhe fest, in der unsere Zedenten sie uns angeben. Diese werden für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen gebildet, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlungen noch unsicher ist. Ein Teil der Rückstellungen betrifft bekannte Versicherungsfälle, für die individuell bestimmte Rückstellungen gebildet werden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Versicherungsfälle berücksichtigt, die noch nicht bekannt sind (zum Beispiel weil sie noch nicht gemeldet wurden oder weil sie sich noch nicht manifestiert haben). Eine dritte Klasse von Rückstellungen deckt die Fälle ab, in denen Versicherungsfälle zwar grundsätzlich bekannt sind, aber deren Ausmaß sich später als umfangreicher darstellt, als zunächst abzusehen war. In all diesen Rückstellungen sind jeweils Aufwände für interne und externe Schadenregulierungskosten enthalten. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beruht auf Schätzungen; die tatsächlichen Zahlungen können daher höher oder niedriger ausfallen. Angesetzt wird der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag; dabei werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Parameter) berücksichtigt und geeignete versicherungsmathematische Methoden angewendet. In den Zahlungen für Versicherungsfälle sind auch Schätzanpassungen von im Vorjahr gestellten Abrechnungsverbindlichkeiten mit entsprechender Auswirkung auf die Rückstellung enthalten, die aus einer veränderten Einschätzung des Zahlungsverhaltens resultieren. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen werden nicht abgezinst, sondern mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Der Posten Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen enthält, soweit dies handelsrechtlich vorgeschrieben und zulässig ist, die Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im Schadenverlauf künftiger Jahre und die Rückstellungen für Großrisiken. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen solche für Gewinnanteile sowie für drohende Verluste. Rückstellungen für drohende Verluste werden dann gebildet, wenn in einem Versicherungsbestand die künftigen Beiträge und das anteilige Ergebnis aus Kapitalanlagen voraussichtlich nicht ausreichen, die zu erwartenden Schäden und Kosten zu decken. Im Geschäftsjahr 2019 wurde in dem Versicherungszweig Kraftfahrt eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Die versicherungstechnischen Rückstellungen, die auf das in Rückdeckung gegebene Rückversicherungsgeschäft entfallen, kalkulieren wir so, wie dies vertraglich vereinbart ist.# Andere Rückstellungen

Aufgrund der unter gewissen Voraussetzungen vorgeschriebenen Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (siehe "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung") ist - sofern diese Voraussetzungen vorliegen - eine Pensionsrückstellung nur noch in der Höhe auszuweisen, in welcher der Verpflichtungsbetrag die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände übersteigt.

Die Gesellschaft verwendet für die Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen einen Abzinsungssatz, der gemäß der Gesetzesänderung des § 253 HGB vom 17. März 2016 nunmehr auf einer Durchschnittsbildung über zehn Jahre beruht. Vor diesem Hintergrund und nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie unter Nutzung des Wahlrechts von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, bei dem eine Duration von 15 Jahren unterstellt wird, wurde zum 31. Dezember 2019 ein Rechnungszins in Höhe von 2,71% angewandt.

Zum gleichen Stichtag wurden die Verpflichtungen aus Altersteilzeit und für Jubiläumszahlungen hingegen mit einem Abzinsungssatz von 1,97% berechnet, der sich bei einer Durchschnittsbildung über sieben Jahre ergibt. Für die zukünftige Entwicklung bestehender Anwartschaften wurden Erhöhungen zwischen 1,00% und 3,00% angenommen. Zudem werden für die zukünftige Entwicklung laufender Renten Erhöhungen zwischen 1,00% und 2,00% angenommen.

Im Jahr 2019 wurden aufgrund von Untersuchungen des Bestands aktualisierte biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet. Die Berechnung des Barwerts der Verpflichtungen erfolgte anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Die übrigen Rückstellungen bilden wir in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Ihrer Laufzeit entsprechend verwenden wir zur Abzinsung die von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Zinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei einer Durchschnittsbildung über sieben Jahre.

Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten, die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten setzen wir mit ihrem Erfüllungsbetrag an.

Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten für Währungsrisiken

Grundsätzlich erfassen wir alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung und stellen diese umgerechnet zum aktuell gültigen Tageskurs in Euro dar. Die fortgeführten Fremdwährungswerte in der Bilanz werden mit dem jeweiligen Stichtagskurs zum Jahresende neu bewertet. Pro Währung werden die Fremdwährungspassiva zusammen mit den sie kongruent bedeckenden Fremdwährungsaktiva in Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB (Portfolio-Hedges) zusammengefasst, wobei den Bewertungseinheiten primär langfristige Aktiva, Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten zugeordnet werden. Die Umrechnung erfolgt grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Liegen bei einer Währung Überdeckungen vor, werden diese daraufhin untersucht, ob sie nachhaltig oder nicht nachhaltig sind. Nachhaltige Überdeckungen werden zusammen mit Devisentermingeschäften in separaten Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst und ebenfalls grundsätzlich unabhängig von den Restriktionen des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips umgerechnet. Im Berichtsjahr ergaben sich nachhaltige Überdeckungen ausschließlich beim kanadischen Dollar.

Auf den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheiten haben wir die Durchbuchungsmethode angewendet. Nicht nachhaltige Überdeckungen sowie (nachhaltige und nicht nachhaltige) Unterdeckungen werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam umgerechnet. Die verbleibenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten außerhalb der oben beschriebenen Bewertungseinheiten pro Währung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden deshalb im Einklang mit § 256a HGB bewertet. Gleiches gilt für Rückstellungen, deren Restlaufzeit für die Nichtbeachtung des Anschaffungs- und Realisationsprinzips jedoch unerheblich ist. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Gewinne und Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen oder den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Sonstige Bewertungseinheiten

Neben den oben dargestellten Bewertungseinheiten haben wir für einen eingehenden Rückversicherungsvertrag ohne hinreichenden Risikotransfer die darin eingebetteten, sich ökonomisch kompensierenden Derivate ebenfalls durch Ausübung des Wahlrechts nach § 254 HGB zu einer bilanziellen Bewertungseinheit zusammengefasst. Wie im Risikobericht des mit dem Konzerngeschäftsbericht zusammengefassten Lageberichts dargestellt, werden darüber hinaus im Rahmen des Risikomanagements zahlreiche weitere Risiken durch ökonomische Sicherungsbeziehungen abgesichert. Diese werden bilanziell nicht durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva

1, 2 Immaterielle Vermögensgegenstände und Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen)

Buchwert Vorjahr Mio. € Währungseffekte Mio. € Zugänge Mio. € Umbuchungen Mio. € Abgänge Mio. € Zuschreibungen Mio. €
(1) Immaterielle Vermögensgegenstände 186 0 6 0 -1 0
(2) Kapitalanlagen
(a) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.087 0 1 0 -4 5
(b) Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Anteile an verbundenen Unternehmen 32.703 79 2.381 -1 -524 198
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 71 -1 68 0 -76 0
Beteiligungen 319 0 99 0 -97 0
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33 0 30 0 -29 0
Zwischensumme (b) 33.126 79 2.578 -1 -727 198
(c) Sonstige Kapitalanlagen
Aktien, Anteile und Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.938 16 1.066 0 -2.072 328
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 21.578 458 17.050 -25 -16.765 76
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 378 14 85 25 -9 0
Einlagen bei Kreditinstituten 847 6 0 0 -80 0
Andere Kapitalanlagen 2.342 -37 4.743 1 -6.533 70
Zwischensumme (c) 30.083 457 22.944 1 -25.460 474
Kapitalanlagen (2) gesamt 64.296 537 25.522 0 -26.191 677
Insgesamt (1) + (2) 64.481 537 25.528 0 -26.192 677
Abschreibungen Mio. € Buchwert 31.12.2019 Mio. €
(1) Immaterielle Vermögensgegenstände -24 167
(2) Kapitalanlagen
(a) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -46 1.043
(b) Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Anteile an verbundenen Unternehmen -242 34.594
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 61
Beteiligungen -10 311
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 35
Zwischensumme (b) -252 35.002
(c) Sonstige Kapitalanlagen
Aktien, Anteile und Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -11 4.264
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere -67 22.304
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 493
Einlagen bei Kreditinstituten 0 773
Andere Kapitalanlagen 0 585
Zwischensumme (c) -79 28.420
Kapitalanlagen (2) gesamt -376 64.465
Insgesamt (1) + (2) -400 64.631

Der Anlagespiegel wird zu Tageskursen dargestellt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich vor allem um entgeltlich erworbene Versicherungsbestände und Software. Die entgeltlich erworbenen Lebensrückversicherungsbestände wurden im Berichtsjahr mit 18 Millionen € planmäßig abgeschrieben. Der Buchwert der eigengenutzten Grundstücke und Bauten betrug 238 Millionen €. Von unseren Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) mit einem Buchwert von insgesamt 64.465 Millionen € waren 3.269 Millionen € bei Zedenten oder ausländischen Regierungen hinterlegt oder der Verwaltung durch Treuhänder unterstellt, die wir ernannt haben. Bei den Einlagen bei Kreditinstituten werden Zu- und Abgänge per Saldo als Abgang gezeigt. Die anderen Kapitalanlagen enthielten einen Bestand an physischem Gold von 409 Millionen €.

Derivate

Bilanzposten Buchwert Mio. € Zeitwert Mio. € Nominalvolumen Mio. €
Aktienrisiken
Aktienoptionen Short 0 0 5
Zinsrisiken
Zins-Swaps -15 30 1.589
Inflation-Swaps -8 4 797
Zins-Futures 0 0 44
Bund-Futures -36 -26 5.584
Forward-Darlehen - 0 10
Währungsrisiken
Devisenoptionen Long 0 0 25
Devisenoptionen Short -1 0 59
Devisentermingeschäfte -133 -57 17.995
Devisentermingeschäfte (Absicherung CAD) 0 -25 2.108
Sonstige Verbindlichkeiten -25 0 0
Sonstige Geschäfte
Versicherungsderivate I (Cat Bonds) -2 -2 383
Rechnungsabgrenzungsposten aktiv 0
Rechnungsabgrenzungsposten passiv -1
Versicherungsderivate II (Optionen Short) -1 0 36
Versicherungsderivate III (Total Return Swaps Insurance Linked) 0 1 301
Sonstige Marktpreisderivate 0 6 831
Sonstige Rückstellungen 0 1 -6
Wetterderivate (Total Return Swaps Wetter) 0 12 105
Single Credit Default Swaps -1 2 278
Rechnungsabgrenzungsposten aktiv 4 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten passiv -3 0 0
Basket Credit Default Swaps -4 -5 297
Rechnungsabgrenzungsposten aktiv 5 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten passiv -8 0 0
Commodity Swaps -7 1 1.282

1 Kein drohender Verlust unter Berücksichtigung der weiteren Komponenten des strukturierten Finanzinstruments. Derivative Finanzinstrumente (Derivate) sind vertragliche Vereinbarungen, die sich auf einen bestimmten Basiswert beziehen.# Derivate

Derivate bewerten wir grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Ein Verpflichtungsüberhang wird durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Upfront-Zahlungen werden aktiviert und über die Laufzeit amortisiert. Die Buchwerte der Versicherungsderivate (Swap-Verträge, Optionen sowie in Cat Bonds eingebettete Derivate) leiten sich von den Marktwerten der entsprechenden Basiswerte ab. Um die beizulegenden Zeitwerte von nicht börsengehandelten Derivaten zu ermitteln, wurden anerkannte Bewertungsmethoden verwendet. Einzelheiten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

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| Derivate | Preismethode | Parameter | Preismodel |
| :--- | :--- | :--- | :--- |
| Aktienrisiken | | | |
| Aktienoptionen | theoretischer Kurs | Notierung Underlying, Effektive Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite | Black-Scholes (europ.), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.) |
| Zinsrisiken | | | |
| Zins-Swaps | theoretischer Kurs | CSA-/Swap-Kurve | Barwertmethode |
| Inflation-Swaps | theoretischer Kurs | Zero-Coupon-Inflation-Swap-Sätze, OIS-Kurve | Barwertmethode |
| Forward-Darlehen | theoretischer Kurs | Notierung Underlying, Swap-Kurve | Barwertmethode |
| Währungsrisiken | | | |
| Devisenoptionen | theoretischer Kurs | Volatilitäts-Skew, Devisenkassakurse, Geldmarkt-Zinsstrukturkurve | Garman-Kohlhagen (europ.) |
| Devisentermingeschäfte | theoretischer Kurs | Devisenkassakurse, Devisenforwardraten/-ticks, Geldmarktsätze | Barwertmethode |
| Sonstige Geschäfte | | | |
| Versicherungsderivate | theoretischer Kurs | Marktwerte, Katastrophenanleihen, Historische Ereignisdaten, Zinsstrukturkurve | Barwertmethode |
| Sonstige Marktpreisderivate | theoretischer Kurs | Effektive Volatilitäten, Geldmarktzinssatz | Monte Carlo, Barwertmethode |
| Credit Default Swaps | theoretischer Kurs | Credit Spreads, Recovery Rates, Zinsstrukturkurve | ISDA CDS Standard Modell |
| Commodity Swaps | theoretischer Kurs | Notierung Underlying, Index, Indexverhältnisberechnung | |
| Optionen auf Commodities | theoretischer Kurs | Notierung Underlying | Black-Scholes (europ.), (Total Return Swaps Wetter), Cox, Ross und Rubinstein (amerik.) |
| Wetterderivate | theoretischer Kurs | Ereignisschätzungen, Historische Daten | Monte Carlo |

Der Zeitwert der Kapitalanlagen (ohne Depotforderungen) betrug 80.657 Millionen €. Der Buchwert lag bei 64.465 Millionen €. Hieraus ergeben sich zum Ende des Geschäftsjahres 2019 Bewertungsreserven von 16.193 Millionen €. Die Bewertungsreserven enthalten nicht bonitätsinduzierte stille Lasten aus sonstigen Ausleihungen von unter 1 Million €. Aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wurde von einer Abschreibung abgesehen.

Zeitwerte des bebauten Grundvermögens ermitteln wir einmal im Jahr und geben in der Regel Ertragswerte an. Unbebaute Grundstücke bewerten wir unter Zugrundelegung des aktuellen Bodenrichtwerts. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren verwenden wir die Börsenkurse am Bilanzstichtag, sofern Börsennotierungen vorhanden sind. Liegen keine Kurse vor, berechnen wir Ertragswerte oder verwenden Net-Asset-Values. Den Zeitwert börsennotierter festverzinslicher Wertpapiere ermitteln wir anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag. Bei nicht börsennotierten festverzinslichen Wertpapieren bestimmen wir die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden im Einklang mit dem Barwertprinzip auf Basis von Zinsstrukturkurven.

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| Bewertungsreserven der Kapitalanlagen | Mio. € | | |
| :------------------------------------ | :-------------- | :------------ | :------------ |
| | Buchwert | Zeitwert | Bewertungs- |
| | 31.12.2019 | 31.12.2019 | reserven |
| | | | 31.12.2019 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.043 | 5.073 | 4.030 |
| Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | | | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 34.594 | 44.968 | 10.374 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 61 | 64 | 3 |
| Beteiligungen | 311 | 681 | 369 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 35 | 37 | 2 |
| | 35.002 | 45.749 | 10.748 |
| Sonstige Kapitalanlagen | | | |
| Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.264 | 4.612 | 348 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 22.304 | 23.315 | 1.011 |
| Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 493 | 502 | 8 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 773 | 773 | 0 |
| Andere Kapitalanlagen | 585 | 633 | 48 |
| | 28.420 | 29.835 | 1.415 |
| Kapitalanlagen gesamt | 64.465 | 80.657 | 16.193 |

Die Gesellschaft hielt am 31. Dezember 2019 bei mehreren inländischen und ausländischen Investmentfonds Anteile von mehr als 10%, wobei der Schwerpunkt auf Aktienfonds lag.

Angaben gemäß § 285 Nr. 26 HGB

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| | Mio. € | | | Im Geschäftsjahr erhaltene Ausschüttung |
| :-------------------------------------------- | :---------- | :-------- | :-------- | :-------------------------------------- |
| | Buchwert | Zeitwert | Bewertungs- | |
| | 31.12.2019 | 31.12.2019| reserven | |
| | | | 31.12.2019| |
| Aktienfonds | 3.818 | 4.044 | 226 | 2 |
| Rentenfonds | 23 | 24 | 1 | 0 |
| Gesamt | 3.841 | 4.067 | 226 | 3 |

3 Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes findet sich in der Tabelle Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019 gemäß § 285 Nr. 11, 11a und 11b HGB.

4 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten schließt einen Unterschiedsbetrag gemäß § 250 Abs. 3 HGB von 15 Millionen € für Verbindlichkeiten ein.

5 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Einem Erfüllungsbetrag aus Altersversorgungsverpflichtungen von insgesamt 1.215 Millionen € stand ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 1.733 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergab sich sowohl ein zu aktivierender Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 570 Millionen € als auch eine Pensionsrückstellung in Höhe von 53 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen knapp 1.330 Millionen €. Der Ertrag dieser Vermögensgegenstände betrug im Geschäftsjahr 119 Millionen €. Der Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen und vergleichbar langfristig fälliger Verpflichtungen betrug insgesamt 133 Millionen €.

Verrechnete Aufwendungen und Erträge aus der Pensionsverpflichtung und dem zu verrechnenden Deckungsvermögen

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| Mio. € | 2019 |
| :--------------------------------------------------------------- | :---- |
| Aufwand aus der Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen | -38 |
| Aufwand aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Altersversorgungsverpflichtungen | -95 |
| Ertrag aus mit Altersversorgungsverpflichtungen zu verrechnenden Vermögensgegenständen | 119 |
| Nettoaufwand aus Altersversorgungsverpflichtungen | -14 |
| Aufwand aus der Abzinsung von Altersteilzeitverpflichtungen | -2 |
| Aufwand aus der Änderung des Abzinsungssatzes von Altersteilzeitverpflichtungen | -1 |
| Aufwand aus mit Altersteilzeit zu verrechnenden Vermögensgegenständen | 0 |
| Nettoaufwand aus Altersteilzeitverpflichtungen | -2 |

Erläuterungen zur Bilanz - Passiva

6 Eigenkapital

Das Grundkapital von 587.725.396,48 € gliederte sich zum 31. Dezember 2019 in insgesamt 144.317.861 voll eingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien.

Zusammensetzung des genehmigten Kapitals:

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| Mio. € | 31.12.2019 |
| :--------- | :------------------------------------------ |
| | Genehmigtes Kapital 2015 (bis zum 22. April 2020) | 10 |
| | Genehmigtes Kapital 2017 (bis zum 25. April 2022) | 280 |
| | Gesamt | 290 |

Zusammensetzung des bedingten Kapitals:

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| Mio. € | 31.12.2019 |
| :--------- | :------------------------------------ |
| | Bedingtes Kapital 2015 (bis zum 22. April 2020) | 117 |
| | Gesamt | 117 |

Vom gezeichneten Kapital wurde in Höhe von 12 Millionen € der rechnerische Wert der am 31. Dezember 2019 im Bestand befindlichen eigenen Anteile offen abgesetzt. Der über den rechnerischen Wert hinausgehende Teil der Anschaffungskosten für die eigenen Anteile von 649 Millionen € wurde von den Gewinnrücklagen abgezogen. Aus dem Jahresüberschuss 2019 wurden durch den Vorstand 126 Millionen € in die Gewinnrücklagen eingestellt. In den Gewinnrücklagen war eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von 12 Millionen € enthalten. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres enthielt einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 48 Millionen €. Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (402 Millionen €), dem Unterschiedsbetrag aus der veränderten Durchschnittsbildung bei der Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungen in Folge der Gesetzesänderung des § 253 HGB vom 17. März 2016 (110 Millionen €) sowie der genannten Rücklage für eigene Anteile unterliegen insgesamt 523 Millionen € einer Ausschüttungssperre.

Am 31. Dezember 2019 waren 2.857.263 eigene Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von rund 11,6 Millionen € im Bestand der Münchener Rück AG. Das entsprach einem Anteil am derzeitigen Grundkapital von 2%.

Die Münchener Rück AG kaufte im Berichtsjahr 4.336.780 eigene Aktien zurück. Sie betreffen das am 9. April 2019 beendete Aktienrückkaufprogramm 2018/2019 und das am 19. März 2019 durch den Vorstand der Münchener Rück AG beschlossene Programm 2019/2020, das den Erwerb von Aktien bis zu 1.000 Millionen € bis zur Hauptversammlung 2020 vorsieht. Der Vorstand der Münchener Rück AG hat dabei von der am 30. April 2019 durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossenen Ermächtigung Gebrauch gemacht. Vom 23. Mai 2019 bis zum 31. Dezember 2019 wurden 2.857.263 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 231,04 € im Rahmen dieses neuen Programms erworben.

Im Rahmen des Rückkaufprogramms 2018/2019 wurden vom 8. Juni 2018 bis zum 9. April 2019 5.220.616 Aktien der Münchener Rück AG über die Börse erworben. Davon wurden 1.479.517 Aktien (1,0% des damaligen Grundkapitals) zu einem Durchschnittskurs von 204,96 € im Kalenderjahr 2019 erworben. Alle eigenen Aktien aus diesem Rückkaufprogramm wurden am 30. April 2019 im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals durch Anpassung des rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien eingezogen.

Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 660.137.565,26 €.

Für das Geschäftsjahr 2018 wurden im Berichtsjahr 1.335 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 9,25 € je gewinnberechtigter Aktie.# Der Gesellschaft liegen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen nach § 33 WpHG vor (Stand 31. Dezember 2019):

BlackRock Inc., Wilmington, DE, USA, informierte uns am 30. Dezember 2019 mit einer freiwilligen Konzernmitteilung nach §§ 33, 34, 37 WpHG, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Dezember 2019 6,49% betragen hatte (dies entspricht 9.364.400 Stimmrechten). Diese Aktien wurden der BlackRock Inc. nach § 34 WpHG zugerechnet. Keine ihrer Tochtergesellschaften hielt gemäß der Information der BlackRock Inc. unmittelbar 3% oder mehr der Stimmrechte an unserer Gesellschaft.

7 Nachrangige Verbindlichkeiten

Die 2011 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1.000 Millionen € läuft bis 2041 und kann am 26. Mai 2021 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die 2012 herausgegebenen Nachranganleihen mit den Nennwerten von 900 Millionen € und 450 Millionen £ laufen bis 2042 und können am 26. Mai 2022 erstmals ordentlich gekündigt werden. Die 2018 emittierte Nachranganleihe mit einem Nennwert von 1.250 Millionen € hat eine Laufzeit bis 2049 und kann am 26. Mai 2029 erstmals ordentlich gekündigt werden.

Nachrangige Verbindlichkeiten mio. €
Nachranganleihe 2011/ 2041, 1.000 Millionen €, bis 2021 6,00%, anschließend variabel 1.000
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen €, bis 2022 6,25%, anschließend variabel 900
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £, bis 2022 6,625%, anschließend variabel 531
Nachranganleihe 2018/2049, 1.250 Millionen €, bis 2029 3,25%, anschließend variabel 1.250
Gesamt 3.681

Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 3.681 Millionen € beträgt mehr als fünf Jahre.

Die Nachranganleihen der Münchener Rück AG erhielten von den führenden Ratingagenturen folgende Noten:

Anleihenratings A.M. Best Fitch Moody's S&P
31.12.2019
Nachranganleihe 2011/ 2041, 1.000 Millionen €, bis 2021 6,00%, anschließend variabel a+ A A
Nachranganleihe 2012/2042, 900 Millionen €, bis 2022 6,25%, anschließend variabel a+ A A
Nachranganleihe 2012/2042, 450 Millionen £, bis 2022 6,625%, anschließend variabel a+ A A
Nachranganleihe 2018/2049, 1.250 Millionen €, bis 2029 3,25%, anschließend variabel A A2 (hyb)

Versicherungstechnische Rückstellungen nach Versicherungszweigen

31.12.2019 mio. €
Beitragsüberträge
Leben 555
Kranken 186
Unfall 37
Haftpflicht 310
Kraftfahrt 1.081
Transport 69
Luftfahrt 154
Feuer 573
Technik 366
Sonstige 440
Gesamt (ohne Leben) 3.215
Gesamt 3.771
Deckungsrückstellung
Leben 9.620
Kranken 0
Unfall 0
Haftpflicht 0
Kraftfahrt 0
Transport 0
Luftfahrt 0
Feuer 0
Technik 0
Sonstige 0
Gesamt (ohne Leben) 0
Gesamt 9.620
Schadenrückstellungen
Leben 1.636
Kranken 525
Unfall 1.573
Haftpflicht 13.541
Kraftfahrt 8.126
Transport 593
Luftfahrt 1.258
Feuer 6.895
Technik 2.333
Sonstige 3.236
Gesamt (ohne Leben) 38.080
Gesamt 39.716
31.12.2019 mio. €
Schwankungsrückstellung u.Ä.
Leben 14
Kranken 6
Unfall 1.020
Haftpflicht 1.822
Kraftfahrt 1.424
Transport 203
Luftfahrt 102
Feuer 2.764
Technik 330
Sonstige 2.153
Gesamt (ohne Leben) 9.823
Gesamt 9.837
Übrige vt. Rückstellungen
Leben 161
Kranken 139
Unfall -2
Haftpflicht 32
Kraftfahrt 103
Transport 4
Luftfahrt 2
Feuer 7
Technik 2
Sonstige 39
Gesamt (ohne Leben) 326
Gesamt 487
Gesamt
Leben 11.986
Kranken 856
Unfall 2.629
Haftpflicht 15.704
Kraftfahrt 10.733
Transport 870
Luftfahrt 1.516
Feuer 10.239
Technik 3.030
Sonstige 5.867
Gesamt (ohne Leben) 51.445
Gesamt 63.431
31.12.2019 mio. €
Reservesatz in % der Nettobeiträge
Leben 258
Kranken 71
Unfall 855
Haftpflicht 733
Kraftfahrt 320
Transport 254
Luftfahrt 313
Feuer 306
Technik 505
Sonstige 231
Gesamt (ohne Leben) 359
Gesamt 334

Die dargestellten Schadenrückstellungen mit Stichtag 31. Dezember 2019 als wesentlicher Bestandteil der versicherungstechnischen Rückstellungen sind sowohl von Zahlungen beeinflusst, die im Berichtsjahr geleistet wurden, als auch von Aufwendungen zur Erhöhung bzw. Erträgen aus der Verringerung der Rückstellungen. Die Schadenaufwendungen für das Berichtsjahr abzüglich der im selben Jahr bereits geleisteten Zahlungen erhöhten die Rückstellungen. Die Rückstellungen für die Vorjahre reduzierten sich um die Zahlungen, die im Berichtsjahr für diese Jahre geleistet wurden. Rückstellungen werden auf Basis der Schadeninformationen und -erfahrungen der Vergangenheit sowie Einschätzungen der zukünftigen Schadenentwicklung bestimmt. Insofern sind die Rückstellungswerte bestmögliche Schätzungen. Damit geht jedoch einher, dass sich die Schätzungen ändern, wenn das Wissen über die Schadenfälle im laufenden Berichtsjahr zunimmt.

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2019 mio. € Vorjahr mio. €
Schwankungsrückstellung 9.261 8.479
Rückstellung für Großrisiken 576 564
Davon:
Für Atomanlagenrisiken 0 0
Für Pharma-Produkthaftpflichtrisiken 100 97
Für Terrorrisiken 90 89
Gesamt 9.837 9.043

Im Versicherungszweig Sonstige ist eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 183 Millionen € enthalten, die aus einer Neustrukturierung innerhalb von Kredit resultiert. Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 46 Millionen €.

9 Andere Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2019 betrug die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vor Saldierung 1.215 Millionen €. Dem stand ebenfalls vor Saldierung ein Vermögen von 1.733 Millionen € entgegen. Nach Saldierung ergab sich zum 31. Dezember 2019 für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von 570 Millionen € und eine residuale Pensionsrückstellung von 53 Millionen €. Die Aktualisierung der biometrischen Rechnungsgrundlagen führte zu einem erfolgswirksam erfassten Ertrag von 112 Millionen €. Die Überführung des Bestands aufgrund der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2019 hat zu einem geringfügigen einmaligen Aufwand geführt. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen stand einem Erfüllungsbetrag von 99 Millionen € ein zu verrechnendes Vermögen von 33 Millionen € gegenüber. Durch die Saldierung auf Einzelplanebene ergab sich eine Rückstellung in Höhe von 66 Millionen €. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen 33 Millionen €. Fast alle Mitarbeiter haben für sich und ihre Hinterbliebenen Versorgungszusagen erhalten, die von der Gesellschaft selbst, von der Münchener Rück Versorgungskasse und dem Allianz Pensions Management e.V. zu erfüllen sind. Für weitere am Bilanzstichtag noch nicht fällige Personalaufwendungen wurden Rückstellungen von 310 Millionen € gebildet. Aus Derivaten ergaben sich Drohverlustrückstellungen von 207 Millionen €.

10 Sonstige Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der grundpfandrechtlich gesicherten Verbindlichkeiten beläuft sich auf unter 1 Million €. Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

11 Bewertungseinheiten

Folgende ökonomische Sicherungsbeziehungen wurden bilanziell durch Bildung von Bewertungseinheiten zum 31. Dezember 2019 nachvollzogen:

| Art der Bewertungseinheiten | Grundgeschäfte | Absicherungsgeschäfte | Art der Risiken | Arten und Volumina # € (aus ausgelaufenen Grundgeschäften aktivierte Anschaffungskosten für Anschluss-Grundgeschäfte)

Angaben zur Effektivität

Grund Umfang Zeitraum Methode zur Messung der Effektivität
a) Währungsidentität voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen nach Fristigkeit Passiva Critical term match-Methode, prospektiv
b) Basiswertidentität Währungsidentität Volumen der Absicherung wird regelmäßig an Depotbestand angepasst voraussichtlicher Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen Effektivität 99,79% Ineffektivität resultiert aus Bestandsänderungen im Depot und geringem Zeitverzug bis zur Anpassung des Hedgevolumens in den Devisentermingeschäften
Beginn am 1.10.2011 Laufzeit unbegrenzt Critical term match-Methode, prospektiv
c) Basiswertidentität Währungsidentität identische Parameter sicherer Ausgleich zukünftiger gegenläufiger Wertänderungen Effektivität 100,00%
Beginn am 1. Juli 2019 Laufzeit kongruent zu den Laufzeiten der dem Rückversicherungsvertrag zugrundeliegenden Erstversicherungsverträgen, maximal 15 Jahre Critical term match-Methode, prospektiv analytische Bewertung, retrospektiv

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

12 Ergebnis der Rückversicherung nach Versicherungszweigen

Mio. € 2019 Vorjahr 2019 Vorjahr
Bruttobeiträge Versicherungstechnisches Ergebnis vor Schwankungsrückstellungen u.Ä. Veränderung der Schwankungs-Rückstellung u.Ä.
Leben 6.616 -61 0
Kranken 1.425 14 0
Unfall 330 125 -174
Haftpflicht 2.220 440 -229
Kraftfahrt 3.788 98 -164
Transport 394 42 -40
Luftfahrt 492 -315 0
Feuer 4.099 -410 329
Technik 647 131 -145
Sonstige 2.804 99 -372
Gesamt (ohne Leben) 16.199 224 -795
Gesamt 22.815 163 -795
Mio. € 2019 Vorjahr 2019 Vorjahr
Leben Kranken Unfall
Schaden-Kosten-Quote - 98,8 57,8
Haftpflicht Kraftfahrt Transport
79,2 97,0 86,7
Luftfahrt Feuer Technik
166,3 112,3 77,8
Sonstige Gesamt (ohne Leben) Gesamt
96,0 98,4 -

13 Technischer Zinsertrag

Den technischen Zinsertrag haben wir gemäß § 38 Rech-VersV berechnet und von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung übertragen.

14 Personalaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen bezogen folgende Personalaufwendungen mit ein:

Mio. € 2019 Vorjahr
Löhne und Gehälter -546 -487
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -78 -71
Aufwendungen für Altersversorgung -50 -16
Gesamt -675 -575

15 Erträge aus Kapitalanlagen

Die Zuschreibungen resultierten aus der Wertaufholung aufgrund von nicht mehr gebotenen außerplanmäßigen Abschreibungen.

16 Aufwendungen für Kapitalanlagen

Von den Abschreibungen entfielen 273 Millionen € auf außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB.

17 Steuerliche Bilanzierungseinflüsse

Steuerliche Bilanzierungseinflüsse bestehen nicht.

18 Mid-Term Incentive Plan

Die Münchener Rück AG legt seit 1. Januar 2009 Mid-Term Incentive Pläne mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren auf. Berechtigt zur Teilnahme an diesen aktienkursbezogenen Vergütungsplänen mit Barausgleich ist das obere Management in München. Die Teilnehmer erhalten Performance Share Units (PSU-Rechte). Im vierten Jahr nach Planbeginn entsteht der Anspruch auf Bonuszahlung, deren Höhe von der Erreichung wertorientierter Erfolgsziele und der Steigerung des Total Shareholder Return (TSR) abhängt. Die wertorientierten Erfolgsziele werden mittels einer durchschnittlichen Zielerreichung über die drei folgenden Jahre festgelegt und gemäß Zuständigkeit zugeordnet. Basis für die volle und anteilige Zuteilung der PSU-Rechte ist das erste Planjahr. Die endgültige Anzahl an PSU-Rechten errechnet sich aus der Anzahl der PSU-Rechte zu Planbeginn und dem Zielerreichungsprozentsatz der Erfolgsziele am Planende. Die Anzahl der Rechte kann zwischen 0 und dem 1,5-Fachen der anfangs zugeteilten Rechte schwanken. Die Auszahlung wird bei einer Verdoppelung des TSR gedeckelt. Der maximale Auszahlungsbetrag ist auf 300% begrenzt. Die Bewertung des Mid-Term Incentive Plans zum Stichtag erfolgt indirekt mit dem beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt neben dem wertorientierten Erfolgsziel den TSR während des Performance-Zeitraums. Hierzu wird der am Markt beobachtbare Wert des TSR-Index mit der aktuellen Dividendenrendite der Münchener-Rück-Aktie zum Laufzeitende fortgeschrieben und mit marktgerechten Zinsen diskontiert.

Mid-Term Incentive Pläne 2016-2019 von Munich Re

Incentive-Plan 2016 2017 2018 2019
Planbeginn 1.1.2016 1.1.2017 1.1.2018 1.1.2019
Planende 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021
Beizulegender Zeitwert 2019 für ein Recht 0,00 € 708,48 € 730,22 € 750,73 €
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2016 0 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2016 32.525 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2017 32.525 0 0 0
Zugang 120 30.814 0 0
Verfallen 1.136 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2017 31.509 30.814 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2018 31.509 30.814 0 0
Zugang 0 0 27.390 0
Verfallen 0 0 0 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2018 31.509 30.814 27.390 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 1. Januar 2019 31.509 30.814 27.390 0
Zugang 0 0 0 26.274
Ausgeübt 31.509 0 0 0
Verfallen 0 27 104 0
Zahl der Rechte (bei 100% Zielerreichung) am 31. Dezember 2019 0 30.787 27.286 26.274

Im Geschäftsjahr 2019 stiegen die Verpflichtungen aus den Mid-Term-Incentive Plänen um 34 Millionen €. Zum Stichtag betrug der Anspruch der Begünstigten 60 Millionen €.

19 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung wurden unter den sonstigen Erträgen 838 Millionen € und unter den sonstigen Aufwendungen 995 Millionen € erfasst.

20 Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen

In den sonstigen Aufwendungen und sonstigen Erträgen sind in Summe 53 Millionen € aus der Auf- bzw. Abzinsung für die Steuerreserve sowie Steuerzinsen gemäß § 233a AO enthalten.

21 Vergütungsbericht

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG betrugen 20,5 Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen insgesamt 3,2 Millionen €; darin enthalten sind 0,2 Millionen € für von anderen Konzernunternehmen ausgewiesene Aufsichtsratsvergütungen. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 12,4 Millionen €. Hierin enthalten ist eine Entschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot eines früheren Mitglieds des Vorstands von 0,8 Millionen €. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder haben keine weiteren personalaufwandswirksamen Pensionsansprüche erworben. Nach Abzug der für die bestehenden Pensionsverpflichtungen separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Agreement) verblieben zum Stichtag residual keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene. Der Wert der Verpflichtung beträgt 159,7 Millionen €. Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen nicht. Die Organmitglieder erhielten im Berichtsjahr keine Vorschüsse oder Kredite.

22 Organe der Gesellschaft

Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder und deren Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien

Mitglied des Vorstands/Zuständigkeiten Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten¹ Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen¹
Dr. Joachim Wenning - Vorsitzender des Vorstands Group Holdings (bis 17.3.2019) Group Strategy and M&A Group Communications Group Audit Economics, Sustainability & Public Affairs³ Group Human Resources Group Executive Affairs Group Compliance and Legal ERGO Group AG, Düsseldorf ² (Vorsitz) -
Dr. Thomas Blunck - Life and Health Capital Partners Digital Partners Reinsurance Investments (bis 17.3.2019) - -
Nicholas Gartside - Chief Investment Officer Group Investments Third Party Asset Management MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München ² (Vorsitz) (seit 18.3.2019) -
Dr. Doris Höpke - Arbeitsdirektorin Europe and Latin America Human Resources New Reinsurance Company Ltd., Schweiz ² (Präsident) -
Dr. Torsten Jeworrek - Reinsurance Development ERGO International AG, Düsseldorf ² Internet of Things (seit 1.4.2019) Corporate Underwriting Claims Accounting, Controlling and Central Reserving for Reinsurance Information Technology ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf ² -
Dr. Christoph Jurecka - Chief Financial Officer Financial and Regulatory Reporting Group Controlling Integrated Risk Management Group Taxation Investor and Rating Agency Relations MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München ² -
Hermann Pohlchristoph - Asia Pacific and Africa Central Procurement Services ERGO International AG, Düsseldorf ² -
Dr. Markus Rieß - Primary Insurance/ERGO ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf ² Third Party Asset Management (bis 17.3.2019) (Vorsitz) ERGO International AG, Düsseldorf ² (Vorsitz) ERGO Technology & Services Management AG, Düsseldorf ² (Vorsitz) ERGO Deutschland AG, Düsseldorf ² (Vorsitz) -
Dr. Peter Röder - Global Clients and North America (Vorsitz) EXTREMUS Versicherungs-AG, Köln ² Munich Re America Corporation, USA ² Munich Reinsurance America Inc., USA ² (Vorsitz) -

¹ Stand: 31.12.2019.
² Mandat innerhalb des Konzerns der Münchener Rück AG.
³ Einschließlich der Verantwortung für ESG-Themen (Environmental, Social & Governance).# Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien

Mitglieder des Aufsichtsrats

Mitglied Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Nikolaus von Bomhard Deutsche Post AG, Bonn (Vorsitz) 4 Athora Holding Ltd., Bermuda (Vorsitz) 6
(Vorsitzender) Vorsitzender des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Mitglied seit 30.4.2019
Dr. Anne Horstmann ERGO Group AG, Düsseldorf 3 (Stellvertretende Vorsitzende) Mitarbeiterin der ERGO Group AG -
Mitglied seit 30.4.2014
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner Linde plc, Irland 4 Wissenschaftliche Co-Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen Universität München -
Mitglied seit 3.1.2013
Dr. Kurt Wilhelm Bock Fresenius Management SE, Bad Homburg 6 Bayerische Motorenwerke AG, München 4 Fuchs Petrolub SE, Mannheim (Vorsitz) 4
Mitglied des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Mitglied seit 25.4.2018
Clement B. Booth Euroassekuranz Versicherungsmakler AG, Regensburg (Vorsitz) 6 Hyperion Insurance Group Ltd., Vereinigtes Königreich Mitglied des Board of Directors der Hyperion Insurance Group, Vereinigtes Königreich
Mitglied seit 27.4.2016
Ruth Brown - -
Expertin Auslandsservices der DAS Legal Expenses Insurance Mitglied seit 30.4.2019
Stephan Eberl - -
Vorsitzender des Betriebsrats der Münchener Rück AG Mitglied seit 30.4.2019
Frank Fassin ERGO Group AG, Düsseldorf 3 Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen der ver.di Nordrhein-Westfalen Provinzial NordWest Holding AG, Münster
Mitglied seit 22.4.2009
Dr. Benita Ferrero-Waldner Santander Consumer Finance S.A., Spanien Mitglied des Board of Directors der Santander Consumer Finance S.A., Spanien
Mitglied seit 12.2.2010
Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather thyssenkrupp AG, Essen 4 -
Rektorin der Technischen Universität Dortmund Mitglied seit 30.4.2014
Gerd Häusler Auto1 Group SE, München Mitglied des Aufsichtsrats der Auto1 Group SE, München
Mitglied seit 30.4.2014
Eva-Maria Haiduk - -
Mitarbeiterin der ITERGO Informationstechnologie GmbH Mitglied seit 30.4.2019
Renata Jungo Brüngger - Mitglied des Vorstands der Daimler AG
Mitglied seit 3.1.2017
Stefan Kaindl - -
Abteilungsleiter bei der Münchener Rück AG Mitglied seit 30.4.2019
Gabriele Mücke - Vorsitzende des Vorstands der Neue Assekuranz - NAG
Mitglied seit 30.4.2019
Ulrich Plottke ERGO Group AG, Düsseldorf 3 -
Mitarbeiter der ERGO Group AG Mitglied seit 30.4.2014
Manfred Rassy - -
Freigestelltes Betriebsratsmitglied der Münchener Rück AG Mitglied seit 30.4.2019
Gabriele Sinz-Toporzysek ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf 3 -
Mitarbeiterin der ERGO Beratung und Vertrieb AG Mitglied seit 30.4.2014
Karl-Heinz Streibich Dürr AG, Bietigheim-Bissingen (Vorsitz) 4 Co-Präsident acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften Siemens Healthineers AG, München 4 Deutsche Telekom AG, Bonn 4
Mitglied seit 30.4.2019
Dr. Maximilian Zimmerer Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt 4 Möller & Förster GmbH & Co. KG, Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV, Bonn (Vorsitz) 6 Mitglied des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Hamburg (Beiratsvorsitz) 5,6
Mitglied seit 4.7.2017
Christian Fuhrmann - -
Geschäftsbereichsleiter bei der Münchener Rück AG Mitglied von 22.4.2009 bis 30.4.2019
Ina Hosenfelder - -
Mitarbeiterin der ERGO Group AG Mitglied von 30.4.2014 bis 30.4.2019
Prof. Dr. Dr. E.h. Henning Kagermann Deutsche Post AG, Bonn 4 Vorsitzender des Kuratoriums der acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften KUKA AG, Augsburg 4
Mitglied von 22.7.1999 bis 30.4.2019
Beate Mensch - Gewerkschaftssekretärin der ver.di Landesbezirk Hessen
Mitglied von 30.4.2014 bis 30.4.2019
Marco Nörenberg ERGO Group AG, Düsseldorf 3 -
Mitarbeiter der ERGO Group AG Mitglied von 22.4.2009 bis 30.4.2019
Dr. E.h. Bernd Pischetsrieder Daimler AG, Stuttgart 4 Tetra Laval Group, Schweiz
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Mitglied von 17.4.2002 bis 30.4.2019
Andres Ruiz Feger - -
Mitarbeiter der Munich Re, Sucursal en Espana, Spanien Mitglied von 22.4.2009 bis 30.4.2019
Angelika Wirtz - -
Mitarbeiterin der Münchener Rück AG Mitglied von 30.4.2014 bis 30.4.2019

1 Stand: 31.12.2019 (Ausgeschiedene Mitglieder: Stand 30.4.2019).
2 Vertreter der Arbeitnehmer.
3 Mandat innerhalb des Konzerns der Münchener Rück AG.
4 Börsennotiertes Unternehmen.
5 Mitgliedschaft in einem gesetzlich nicht vorgeschriebenen Aufsichtsorgan.
6 Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern.

Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr 2019 haben wir in München und bei unseren ausländischen Stützpunkten durchschnittlich 3.919 Mitarbeiter beschäftigt, davon durchschnittlich 3.414 Mitarbeiter im Inland und 505 Mitarbeiter im Ausland.

Abschlussprüferhonorare

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der Münchener Rück AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen unserer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen (insbesondere die Prüfung der Solvabilitätsübersicht). Zudem erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen und projektbegleitende IT-Prüfungen sowie eine vertraglich vorgesehene Prüfung zur Wirksamkeit von Kontrollen einer Servicegesellschaft. Andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungsleistungen sowie freiwillige Prüfungsleistungen und gesetzlich verpflichtete Bestätigungsleistungen zur Einreichung bei Behörden. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen qualitätssichernde Unterstützungsleistungen sowie Beratungsleistungen im Zusammenhang mit bilanziellen Fragestellungen, der Einführung regulatorischer Vorgaben oder der Einführung neuer Bilanzierungsstandards jeweils basierend auf von uns vorgelegten Lösungen und Konzepten. Zudem wurden durch den Abschlussprüfer eine prüferische Beurteilung der Angemessenheit der Ausgestaltung von Teilen des Internen Kontrollsystems durchgeführt. Weitere Informationen zu den Abschlussprüferhonoraren finden Sie im Konzerngeschäftsbericht 2019 von Munich Re.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Münchener Rück AG hat für gewisse Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsbeziehungen der Munich American Reassurance Company (MARC Life) eine Ausfallhaftung übernommen. Die Münchener Rück AG verpflichtet sich gegenüber zwei ausländischen Tochtergesellschaften, bei deren Ausfall Zahlungen im Rahmen bestimmter Versicherungsverträge zu erfüllen. Für zwei ausländische Tochterunternehmen und eine Niederlassung haben wir die Haftung für Büromieten in Höhe eines Gesamtbetrags von umgerechnet rund 6 Millionen € p.a. übernommen. Beim Kauf und beim Verkauf von Investments haben wir ein befristetes Garantieversprechen abgegeben, welches die Richtigkeit einzelner kaufvertraglich zugesicherter Eigenschaften betrifft. Zum Teil enthält diese Garantie zusätzlich eine Pflicht zum Nachteilsausgleich. Die Münchener Rück AG stellt für fünf Tochterunternehmen Bürgschaften in Höhe von umgerechnet rund 414 Millionen € für finanzielle Verpflichtungen. Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft sowie der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft haben wir uns verpflichtet, wenn eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, im Rahmen unserer Quote dessen Leistungsverpflichtungen zu übernehmen. Im Falle einer Rückforderung öffentlicher Fördermittel in Höhe von insgesamt weit unter 1 Million € garantiert die Münchener Rück AG die ausreichende Kapitalausstattung eines Tochterunternehmens; zur Sicherung eines Rückerstattungsanspruchs in Höhe von etwas über 11 Millionen € garantiert die Münchener Rück AG für andere Tochterunternehmen die Erfüllung der Zahlung. Für eventuelle unternehmensvertragliche Verpflichtungen eines Tochterunternehmens zum Verlustausgleich bei anderen Konzerngesellschaften hat die Münchener Rück AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung aus vier Verträgen übernommen (maximal 300 Millionen € je Anspruch im ersten und jeweils maximal 100 Millionen € je Anspruch im zweiten und im dritten Vertrag sowie 10 Millionen € je Anspruch im vierten Vertrag). Zusätzlich ist die Münchener Rück AG eine Zahlungsverpflichtung gegenüber einer Beteiligung von umgerechnet rund 30 Millionen € eingegangen. Bei den genannten Sachverhalten ist nicht mit einem erhöhten Risiko der Inanspruchnahme zu rechnen. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich auf 1.249 Millionen € (davon 974 Millionen € gegenüber verbundenen Unternehmen). Sie ergeben sich insbesondere aus Einzahlungsverpflichtungen in mehrere Investmentfonds und Tochtergesellschaften, abgeschlossenen Geschäftsbesorgungs- und Leasingverträgen, Kreditzusagen sowie begonnenen Investitionsvorhaben.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München haben im November 2019 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und über das Internet unter www.munichre.com/cg-de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aus dem Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand der Münchener Rück AG im März 2019 beschlossen hat, haben wir nach dem Bilanzstichtag bis Ende Februar 2020 weitere 0,7 Millionen Aktien im Wert von 187 Millionen € zurückgekauft. Seit Anfang Januar 2020 verbreitet sich weltweit ein neuartiges Coronavirus (Covid-19), das seinen Ursprung in China hatte.Munich Re erwartet aus heutiger Sicht insgesamt keine materiellen Auswirkungen auf das Jahresergebnis durch die Folgen des Coronavirus. Je stärker sich die Viruswelle ausweitet, desto stärker könnte auch Munich Re betroffen sein. Selbst im sehr unwahrscheinlichen Fall einer weltweiten Pandemie in der Höhe eines 200 Jahresereignisses würde Munich Re in der Leben- und Gesundheitsversicherung mit maximal 1,4 Milliarden € betroffen sein (ähnlich stark wie durch ein mittleres Naturkatastrophenszenario in der Rückversicherung Schaden/Unfall). Im Wesentlichen getrieben durch die Versicherung von Großveranstaltungen könnten in einem solchen Szenario darüber hinaus in der Rückversicherung Schaden/Unfall Schäden in Höhe von einem mittleren bis hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag entstehen. Mit Blick auf die Finanzmärkte geht Munich Re derzeit nicht von einer globalen Rezession aus. Sinkende Aktienmärkte würden durch Absicherungen in ihrer Auswirkung teilweise beschränkt und mögliche negative Ergebnisauswirkungen sich nach derzeitiger Kapitalmarktprognose in Grenzen halten. Sollte eine weltweite Pandemie mit den oben erwähnten Auswirkungen eintreten, müsste mit weitergehenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten und größeren Ergebnisauswirkungen gerechnet werden.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn, über den die Hauptversammlung verfügen kann, beträgt 1.414.315.037,80 €. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 9,80 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019 gemäß § 285 Nr. 11, 11a und 11b HGB

Bei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gem. § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Beteiligungen gem. § 271 Abs. 1 HGB. Die Angaben über Eigenkapital und Jahresergebnis sind den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften, überwiegend denen zum 31. Dezember 2018, entnommen. Sollten diese nicht verfügbar sein, wurden die für Konsolidierungszwecke erstellten IFRS-Werte (HB II) verwendet.

Name und Sitz %-Anteil am Kapital Eigenkapital in T€ Jahresergebnis in T€
Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften mit mehr als 5 % der Stimmrechte
1818 Acquisition LLC, Dover, Delaware 20,6400 820.356 -11.672
Admiral Group plc, Cardiff 10,2488 70.927 239.148
American Alternative Insurance Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 190.951 39.807
American Family Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000 131.533 -8.734
American Modern Home Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 321.092 -15.200
American Modern Insurance Company of Florida Inc., Jacksonville, Florida 100,0000 13.374 -737
American Modern Lloyds Insurance Company, Dallas, Texas 100,0000 3.298 -381
American Modern Property & Casualty Insurance Company, Cincinnati, Ohio 100,0000 28.774 413
American Modern Select Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 52.246 -107
American Southern Home Insurance Company, Jacksonville, Florida 100,0000 38.385 -1.368
American Western Home Insurance Company, Oklahoma City, Oklahoma 100,0000 59.569 -3.277
Apollo Munich Health Insurance Co. Ltd., Hyderabad 48,4376 54.450 1.042
Bridgeway Insurance Company, Amelia, Ohio 100,0000 23.227 -1.928
carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH, Walluf 25,0000 4.471 313
Closed Joint Stock Company "ERGO" Insurance Company, Minsk 93,1172 5.484 251
D.A.S. Defensa del Automovilista y de Siniestros - Internacional S.A. de Seguros y Reaseguros, Barcelona 100,0000 9.143 562
D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri, S.p.A. di Assicurazione, Verona 49,9920 40.416 6.415
D.A.S. Hellas Insurance Company of Legal Protection S.A., Athen 100,0000 5.420 638
D.A.S. Jogvédelmi Biztosíto Részvénytársaság, Budapest 100,0000 5.772 292
D.A.S. Rechtsschutz Aktiengesellschaft, Wien 100,0000 71.076 2.680
D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel 100,0000 34.622 2.314
D.A.S. Towarzystwo Ubezpieczen Ochrony Prawnej S.A., Warschau 100,0000 4.608 -420
DAMAN - National Health Insurance Company, Abu Dhabi 20,0000 - -
Daman Health Insurance - Qatar LLC, Doha 100,0000 12.766 -1.152
DAS Legal Expenses Insurance Co., Ltd., Seoul 100,0000 986 45
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bristol 100,0000 32.942 -11.346
DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100,0000 133.836 10.110
DAS Services Limited, Bristol 100,0000 -5.816 1.431
DKV Belgium S.A., Brüssel 100,0000 206.172 15.488
DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft, Köln 1 100,0000 469.534
DKV Seguros y Reaseguros S.A. Espanola, Saragossa 100,0000 210.282 32.432
ERGO ASIGURARI DE VIATA S.A., Bukarest 100,0000 7.109 1.326
ERGO ASIGURARI S.A., Bukarest 100,0000 5.707 -748
ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf 1 100,0000 17.000
ERGO China Life Insurance Co., Ltd., Jinan, Shandong Province 50,0000 110.893 -36.455
ERGO DIREKT Versicherung AG, Fürth 1 100,0000 31.138
ERGO Életbiztosító Zrt, Budapest 100,0000 5.833 -230
ERGO Generales Seguros y Reaseguros S.A., Madrid 100,0000 34.515 1.413
ERGO Group AG, Düsseldorf 100,0000 3.776.114 694.275
ERGO Insurance Company S.A., Athen 100,0000 183.622 -42.447
ERGO Insurance N.V., Brüssel 100,0000 444.095 25.627
ERGO Insurance Pte. Ltd., Singapur 100,0000 12.613 -5.323
ERGO Insurance SE, Tallinn 100,0000 55.150 8.228
ERGO Krankenversicherung AG, Fürth 1 100,0000 79.515
ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Hamburg 1 100,0000 743.362
ERGO Life Insurance SE, Vilnius 100,0000 60.366 2.701
ERGO Life S.A., Grevenmacher 100,0000 26.380 613
ERGO Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100,0000 4.533 0
ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf 1 100,0000 91.941
ERGO Poist'ovna a.s., Bratislava 100,0000 8.154 -965
ERGO pojist'ovna, a.s., Prag 100,0000 18.359 585
ERGO Private Capital Gesundheit GmbH, Düsseldorf 100,0000 341.755 33.042
ERGO Reiseversicherung AG, München 1 100,0000 62.806
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 1 100,0000 489.220
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 100,0000 378.808 628
ERGO Vida Seguros y Reaseguros S.A., Saragossa 100,0000 37.568 -136
ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG, Düsseldorf 1 100,0000 30.716
ERV Evropská pojist'ovna, a.s., Prag 90,0000 9.489 1.987
Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen 100,0000 45.929 1.782
Europai Utazasi Biztosito Rt, Budapest 26,0000 7.723 1.784
Europäische Reiseversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien 25,0100 27.083 2.998
Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 16,0000 64.058 118
FREE MOUNTAIN SYSTEMS S.L., Barcelona 100,0000 102.331 -17.263
Global Aerospace Underwriting Managers Ltd., London 51,0000 46.097 3.552
Globality S.A., Munsbach 100,0000 22.249 -517
Great Lakes Insurance SE, München 100,0000 395.840 0
HDFC ERGO General Insurance Company Ltd., Mumbai 48,2308 243.992 48.585
HSB Engineering Insurance Limited, London 100,0000 116.824 4.447
HSB Specialty Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000 44.577 113
ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf 1 100,0000 23.123
JSC "ERV Travel Insurance", Moskau 100,0000 8.412 3.180
Marchwood Power Limited, Southampton 50,0000 146.152 23.523
Marina Salud S.A., Alicante 65,0000 15.596 1.671
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH, München 100,0000 121.002 54.148
MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, München 1 100,0000 19.665
MEDICLIN Aktiengesellschaft, Offenburg 35,0042 289.458 -11.969
Midland-Guardian Co., Amelia, Ohio 100,0000 88.916 58.962
Munich American Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 11.109.931 313.621
Munich American Life Reinsurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000 27.904 0
Munich American Reassurance Company, Atlanta, Georgia 100,0000 568.872 61.758
Munich Holdings Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 312.870 42.525
Munich Holdings of Australasia Pty Ltd, Sydney 100,0000 1.414.262 -201.302
Munich Life Management Corporation Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 -3.298 1.678
Munich Re America Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 2.932.829 -178.386
Munich Re Capital Limited, London 100,0000 91.442 28.781
Munich Re do Brasil Resseguradora SA, São Paulo 100,0000 107.948 9.234
Munich Re Life Insurance Company of Vermont, Burlington, Vermont 100,0000 484 0
Munich Re of Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000 438.235 -34.872
Munich Re of Malta Holding Limited, Ta' Xbiex 100,0000 894.422 219.661
Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex 100,0000 1.045.924 152.331
Munich Re UK Services Limited, London 100,0000 74.906 76.977
Munich Re US Life Corporation, Atlanta, Georgia 100,0000 7.201 -305
Munich Reinsurance America Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 3.312.904 -403.013
Munich Reinsurance Company of Africa Ltd, Johannesburg 100,0000 202.901 9.218
Munich Reinsurance Company of Australasia Ltd, Sydney 100,0000 758.793 -91.047
Munich Reinsurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000 179.922 23.240
New Reinsurance Company Ltd., Zürich 100,0000 772.650 119.944
nexible Versicherung AG, Nürnberg 1 100,0000 8.864
Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin 10,7631 15.332 320
Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah 15,0000 13.315 -21.873
SNIC Insurance B.S.C.
(c), Manama 22,5000 39.875 -827
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000 487.696 84.515
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100,0000 55.043 4.990
Storebrand Helseforsikring AS, Oslo 50,0000 18.219 6.690
Suramericana S.A., Medellin 18,8672 1.309.268 143.710
Temple Insurance Company, Toronto, Ontario 100,0000 144.088 1.334
Thaisri Insurance Public Company Limited, Bangkok 40,2576 33.506 1.051
The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada, Toronto, Ontario 100,0000 59.361 6.532
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company of Connecticut, Hartford, Connecticut 100,0000 11.596 -313
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, Hartford, Connecticut 100,0000 518.559 93.618
The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000 59.637 7.875
Unión Médica La Fuencisla S.A., Companía de Seguros, Saragossa 100,0000 10.146 -4.686
Victoria Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 1 100,0000 669.713 0
Wataniya Insurance Company, Jeddah 10,0000 56.895 4.867
Sonstige Beteiligungen "PORT ELISABETH" GmbH & Co. KG, Bramstedt 31,9660 328 -55
"PORT LOUIS" GmbH & Co. KG, Bramstedt 26,0495 0 -39
13th & F Associates Limited Partnership, Washington, D.C. 98,0000 201.830 13.836
1440 New York Ave. Associates LP, Dover, Delaware 100,0000 224.127 -3.049
330 Madison Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000 0 0
330 Madison Holdings LLC, Dover, Delaware 100,0000 0 0
40, Rue Courcelles SAS, Paris 100,0000 61.289 3.925
Adelfa Servicios a Instalaciones Fotovoltaicas S.L., Santa Cruz de Tenerife 100,0000 16.930 611
AGRA Gesellschaft für landwirtschaftliche Entwicklung und Beteiligung mbH, Berlin 100,0000 5.150 2.150
Aleama 150015 S.L., Valencia 100,0000 -219 -16
ALICE GmbH, Düsseldorf 100,0000 97.010 2.925
ALLYSCA Assistance GmbH, München 1 100,0000 2.984 0
American Digital Title Insurance Company, Denver, Colorado 100,0000 3.951 429
American Modern Home Service Company, Amelia, Ohio 100,0000 2.299 38
American Modern Insurance Group Inc., Amelia, Ohio 100,0000 106.930 60.194
ANOVA GmbH, Rostock 100,0000 219 17
Arcapark SAS, Rueil Malmaison 15,1000 111.964 17.215
Arridabra 130013 S.L., Valencia 100,0000 -221 -16
ARTES Assekuranzservice GmbH, Düsseldorf 100,0000 177 -4
ArztPartner almeda AG, München 100,0000 32.060 1.005
Assistance Partner GmbH & Co. KG, München 21,6600 1.300 300
Atena Uslugi Informatyczne i Finansowe S.A., Sopot 100,0000 5.119 640
ATU Landbau GmbH & Co. KG, München 94,9000 32.950 1.320
Augury Inc., Wilmington, Delaware 9,5000 -1.983 -11.586
Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, Bonn 9,9980 372.238 1.062
Autobahn Tank & Rast Management GmbH, Bonn 10,0020 22 -3
B&D Business Solutions B.V., Utrecht 100,0000 1.030 358
B3i Services AG, Zürich 3,1000 -4.612 -12.086
Babylon Holdings Limited, St. Helier, Jersey 0,2000 -51.861 -72.517
Backpack Insurance Agency Inc., Dover, Delaware 100,0000 283 -29
Badozoc 1001 S.L., Valencia 100,0000 -127 -1
Bagmoor Holdings Limited, London 100,0000 12.498 1.111
Bagmoor Wind Limited, London 100,0000 3.000 1.709
Bank Austria Creditanstalt Versicherungsdienst GmbH, Wien 100,0000 371 200
Baqueda 7007 S.L., Valencia 100,0000 -219 -16
Bazos CIV L.P., Dover, Delaware 100,0000 126.705 8.350
Bell & Clements (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda 100,0000 2.415 32
Bell & Clements (London) Ltd., London 100,0000 303 -151
Bell & Clements (USA) Inc., Reston, Virginia 100,0000 71 0
Bell & Clements Inc., Reston, Virginia 100,0000 578 -67
Bell & Clements Ltd., London 100,0000 4.041 832
Bobasbe 6006 S.L., Valencia 100,0000 -223 -16
Botedazo 8008 S.L., Valencia 100,0000 -194 -16
Bought by Many Limited "BBM", London 9,1000 17.184 -6.837
Callopio 5005 S.L., Valencia 100,0000 -222 -16
Camcichu 9009 S.L., Valencia 100,0000 -192 -16
Cannock B.V., Leidschendam 100,0000 263 109
Cannock Chase Holding B.V., Amsterdam 100,0000 1.711 -22.418
Cannock Connect Center B.V., Brouwershaven 100,0000 -505 -438
Cannock Factoring B.V., 's-Gravenhage 100,0000 -189 -151
Cannock Incasso Rotterdam B.V., Rotterdam 100,0000 5.786 -143
Cannock Outsourcing B.V., 's-Gravenhage 62,5000 447 61
Cannock PurChase B.V., 's-Gravenhage 100,0000 -1.453 -1.487
Cannock-EDR Holding B.V., Amsterdam 100,0000 1 0
Caracuel Solar Catorce S.L., Valencia 100,0000 -161 -16
Caracuel Solar Cinco S.L., Valencia 100,0000 -153 -16
Caracuel Solar Cuatro S.L., Valencia 100,0000 -152 -16
Caracuel Solar Dieciocho S.L., Valencia 100,0000 -128 -11
Caracuel Solar Dieciseis S.L., Valencia 100,0000 -151 -15
Caracuel Solar Diecisiete S.L., Valencia 100,0000 -127 -10
Caracuel Solar Diez S.L., Valencia 100,0000 -153 -16
Caracuel Solar Doce S.L., Valencia 100,0000 -155 -16
Caracuel Solar Dos S.L., Valencia 100,0000 -154 -16
Caracuel Solar Nueve S.L., Valencia 100,0000 -155 -16
Caracuel Solar Ocho S.L., Valencia 100,0000 -150 -16
Caracuel Solar Once S.L., Valencia 100,0000 -155 -17
Caracuel Solar Quince S.L., Valencia 100,0000 -150 -15
Caracuel Solar Seis S.L., Valencia 100,0000 -154 -16
Caracuel Solar Siete S.L., Valencia 100,0000 -155 -17
Caracuel Solar Trece S.L., Valencia 100,0000 -151 -15
Caracuel Solar Tres S.L., Valencia 100,0000 -153 -16
Caracuel Solar Uno S.L., Valencia 100,0000 -116 -18
CBRE U.S. Core Partners Parallel Limited Partnership, Wilmington, Delaware 99,9000 30.285 2.535
Centrum Pomocy Osobom Poszkodowanym Sp.z.o.o., Danzig 100,0000 310 -3
Ceres Demetra GmbH, München 1 100,0000 39.259 85
Comino Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000 625.094 13.696
Consorcio Internacional de Aseguradores de Crédito S.A., Madrid 15,0353 23.569 -10
Consortia Versicherungs-Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 33,7027 53.200 8.481
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 8-17, San Francisco, California 95,0000 2.452 144
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 8-24, San Francisco, California 95,0000 17.424 1.541
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 8-31, San Francisco, California 95,0000 17.882 1.291
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 9-05, San Francisco, California 95,0000 19.609 323
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 9-10, San Francisco, California 95,0000 20.867 673
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 9-40, San Francisco, California 95,0000 21.969 198
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate Issuer Trust I Series 201 9-47, San Francisco, California 95,0000 22.285 41
Copper Leaf Research, Bingham Farms, Michigan 2 100,0000 0 0
Corion Pty Ltd, Sydney 100,0000 842.583 5.931
Cornwall Power (Polmaugan) Limited, London 100,0000 7.096 244
Cotatrillo 1 00010 S.L., Valencia 100,0000 -191 -16
Countryside Renewables (Forest Heath) Limited, London 100,0000 4.665 232
Craigmore Permanent Crop LP, Christchurch 44,1121 55.552 -3.486
D.A.S. Prawo i Finanse Sp.z.o.o., Warschau 100,0000 12 -3
D.A.S., Tomasz Niedzinski Kancelaria Prawna Spolka komandytowa, Warschau 95,0000 42 3
Dansk Demetra ApS, Frederiksberg C 100,0000 9.255 -120
DAS Holding N.V., Amsterdam 51,0000 134.041 -97.958
DAS Incasso Arnhem B.V., Elst 100,0000 -1.550 -1.011
DAS Incasso Eindhoven B.V., 's-Hertogenbosch 100,0000 -809 2
DAS Law Limited, Bristol 100,0000 -9.305 -958
DAS Legal Finance B.V., Amsterdam 100,0000 5.294 -103.176
DAS Legal Protection Inc., Toronto, Ontario 100,0000 -525 -1.188
DAS Legal Services B.V., Amsterdam 100,0000 -2.983 -710
DAS Lex Assistance S.L., L'Hospitalet de Llobregat 100,0000 8 -94
DAS MEDICAL ASSIST LIMITED, Bristol 100,0000 346 -133
DAS UK Holdings Limited, Bristol 100,0000 55.527 -120
DEAX Oigusbüroo OÜ, Tallinn 100,0000 77 18
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Kaiserslautern 2,5000 21.206 2.610
DIF Infra 5 UK Limited, London 37,5000 -3 -3
Digital Advantage Insurance Company, Providence, Rhode Island 100,0000 7.000 -867
Digital Affect Insurance Company, New York City, New York 100,0000 10.853 -677
Digital Edge Insurance Company, Wilmington, Delaware 100,0000 15.583 -70
Digital Partners Claims Administrators Inc., Columbus, Ohio 2 100,0000 0 0
Digital Porte Inc., Toronto, Ontario 100,0000 1.187 -8.328
DKV Beteiligungs- und Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Köln 100,0000 0 83
DKV Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100,0000 21 -90
DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH, Köln 100,0000 6.969 520
DKV Servicios S.A., Saragossa 100,0000 3.401 817
DKV-Residenz am Tibusplatz gGmbH, Münster 100,0000 1.685 261
DKV-Residenz in der Contrescarpe GmbH, Bremen 100,0000 -679 264
DMS QIAIF Platform ICAV (FIVE LABS Subfonds), Dublin 100,0000 96.212 -3.788
DRA Debt Recovery Agency B.V., 's-Gravenhage 100,0000 8.968 1.415
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I4D), Luxemburg 100,0000 106.933 4.429
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I5D), Luxemburg 100,0000 110.121 4.561
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I6D o.N.), Luxemburg 100,0000 224.867 9.313
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I7D o.N.), Luxemburg 100,0000 152.922 6.333
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed Income, Inhaber-Anteile I8D o.N.), Luxemburg 100,0000 102.728 4.255
E&S Claims Management Inc., Reston, Virginia 100,0000 -19 -8
Economic Data Resources B.V., 's-Gravenhage 100,0000 1.831 -600
EGM Wind SAS, Paris 40,0000 357 -2.347
EIG Co., Wilmington, Delaware 100,0000 124.919 11.570
ERGO (China) Consulting Ltd., Beijing 100,0000 5.661 684
ERGO (China) Management Company Limited, Beijing 100,0000 6.395 0
ERGO Alpha GmbH, Düsseldorf 100,0000 25 -1
ERGO Austria International AG, Wien 100,0000 287.125 51.705
ERGO Deutschland AG, Düsseldorf 1 100,0000 685 0
ERGO Digital IT GmbH, Berlin 1 100,0000 25 0
ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf 1 100,0000 401.045 353
ERGO Direkt AG, Fürth 1 100,0000 50 0
ERGO Elfte
``````markdown
Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 1.000 -7
ERGO Fund I LP, Dover, Delaware 100,0000 22.595 271
ERGO Gourmet GmbH, Düsseldorf 100,0000 125 41
ERGO Grubu Holding A.S., Istanbul 100,0000 89.141 749
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf 100,0000 170.559 3.903
ERGO Infrastructure Investment Gesundheit GmbH, Düsseldorf 100,0000 10.968 -13
ERGO Infrastructure Investment Komposit GmbH, Düsseldorf 100,0000 4.666 -10
ERGO Infrastructure Investment Leben GmbH, Düsseldorf 100,0000 19 -3
ERGO Infrastructure Investment Pensionskasse GmbH, Düsseldorf 100,0000 22 -1
ERGO Infrastructure Investment Victoria Leben GmbH, Düsseldorf 100,0000 19 -3
ERGO Innovation Solutions GmbH, Düsseldorf 100,0000 25 0
ERGO International Aktiengesellschaft, Düsseldorf 1 100,0000 1.949.060
ERGO International Services GmbH, Düsseldorf 1 100,0000 25
ERGO Invest SIA, Riga 100,0000 6.392 509
ERGO Leben Asien Verwaltungs GmbH, München 100,0000 32 1
ERGO Mobility Solutions GmbH, Düsseldorf 1 100,0000 25
ERGO Neunte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 1 100,0000 582.118
ERGO Partners N.V., Brüssel 100,0000 7.285 1.613
ERGO Private Capital Dritte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 117.189 4.933
ERGO Private Capital GmbH, Düsseldorf 100,0000 30 5
ERGO Private Capital Komposit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 161.087 16.862
ERGO Private Capital Leben GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 176.644 15.852
ERGO Private Capital Vierte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 31.478 18.923
ERGO Private Capital Zweite GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 103.705 274
ERGO Pro, spol.s.r.o., Prag 100,0000 177 -71
ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH, München 1 100,0000 333
ERGO Technology & Services Management AG, Düsseldorf 100,0000 49 -1
ERGO Travel Insurance Services Ltd., London 100,0000 162 -186
ERGO UK SPECIALTY LIMITED, London 100,0000 1.519 209
ERGO Versicherungs- und Finanzierungs-Vermittlung GmbH, Hamburg 100,0000 1.890 422
ERGO Vorsorgemanagement GmbH, Wien 100,0000 401 -66
ERGO Zehnte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 2 100,0000 66
ERGO Zwölfte Beteiligungsgesellschaft mbH, München 2 100,0000 18.394
Etics, s.r.o., Prag 100,0000 93 13
Etoblete 160016 S.L., Valencia 100,0000 -218 -15
Euro-Center (Cyprus) Ltd., Larnaca 100,0000 335 7
Euro-Center (Thailand) Co., Ltd., Bangkok 100,0000 688 80
Euro-Center Cape Town (Pty) Ltd, Kapstadt 100,0000 106 8
Euro-Center Holding North Asia (HK) Pte. Ltd., Hongkong 100,0000 728 48
Euro-Center Holding SE, Prag 83,3332 6.173 465
Euro-Center Ltda., São Paulo 100,0000 39 12
Euro-Center North Asia Consulting Services (Beijing) Co., Ltd., Beijing 100,0000 351 32
Euro-Center Prague, s.r.o., Prag 100,0000 777 197
EUROCENTER S.A., Palma de Mallorca 100,0000 709 97
Euro-Center USA, Inc., New York City, New York 100,0000 1.116 83
EURO-CENTER YEREL YARDIM HIZMETLERI Ltd. Sti., Istanbul 100,0000 277 78
European Assistance Holding GmbH, München 100,0000 16 -1
Evaluación Médica TUW S.L., Barcelona 100,0000 276 48
Everything Legal Ltd., Bristol 100,0000 243 2
Fair Financial Corp., Wilmington, Delaware 1,0000 -3.262 -85.358
Fairance GmbH, Düsseldorf 1 100,0000 62.880
Faunus Silva LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 382.770 -2.539
Fernkälte Geschäftsstadt Nord Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Hamburg 36,7671 5.420 0
FIA Timber Partners II LP, Wilmington, Delaware 39,0800 127.412 -6
Finsure Investments (Private) Limited, Harare 24,5000 8.258 328
Flexitel Telefonservice GmbH, Berlin 100,0000 3.720 595
Forge Global Inc., Wilmington, Delaware 4,3400 30.424 1.399
Forst Ebnath AG, Ebnath 100,0000 10.232 428
FOTOUNO S.r.l., Brixen 100,0000 49.475 2.688
FOTOWATIO ITALIA GALATINA S.r.l., Brixen 100,0000 26.031 1.199
Fraugster Limited, London 5,3300 8.091 -3.861
FS Louisiana I LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 183.955 1
FS Louisiana II LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 200.332 16.717
FS San Augustine LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 218.140 20.793
Gamaponti 14001 4 S.L., Valencia 100,0000 -220 -16
GBG Vogelsanger Straße GmbH, Köln 94,7826 -374 126
Gebäude Service Gesellschaft Überseering 35 mbH, Hamburg 100,0000 326 125
GIG City Nord GmbH, Hamburg 20,0000 113 14
Global Standards LLC, Dover, Delaware 100,0000 58.319 61
goDentis - Gesellschaft für Innovation in der Zahnheilkunde mbH, Köln 100,0000 1.095 224
Great Lakes (Gibraltar) Plc, Gibraltar 2 100,0000 112
Green Acre LLC, Wilmington, Delaware 31,9361 202.522 4.794
Group Health Group Holdings Inc., Surrey, British Columbia 40,0000 11.887 3.793
Groves, John & Westrup Limited, Liverpool 100,0000 21 0
Guanzu 2002 S.L., Valencia 100,0000 -218 -15
Hamburger Hof Management GmbH, Hamburg 2 100,0000 29
Hancock Timberland XII LP, Wilmington, Delaware 15,1500 317.082 -1.309
Hansekuranz Kontor GmbH, Münster 80,0042 947 -718
Hartford Research LLC, Lewes, Delaware 2 41,7500 0
Hartford Steam Boiler (M) SDN BHD, Kuala Lumpur 100,0000 -169 -115
Hartford Steam Boiler (Singapore) Pte. Ltd., Singapur 100,0000 -68 -72
Hartford Steam Boiler Colombia Ltda, Bogota 100,0000 359 25
Hartford Steam Boiler International GmbH, Rheine 100,0000 -1.626 -907
Hartford Steam Boiler Ireland Limited, Dublin 100,0000 300 0
Hartford Steam Boiler UK Limited, Manchester 100,0000 -49 -64
heal.capital I GmbH & Co. KG, Berlin 22,2222 74.000 0
Helium Systems Inc., Dover, Delaware 3,8000 6.545 -6.069
Hestia Loss Control Sp.z.o.o., Sopot 100,0000 106 2
Hines India Fund LP, Houston, Texas 11,8333 42.024 1.357
Hippo Analytics Inc., Wilmington, Delaware 1,4300 60.647 -20.590
HMV GFKL Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100,0000 34.365 994
HSB Associates Inc., New York City, New York 100,0000 1.045 33
HSB Brasil Servicos de Engenharia e Inspecao Ltda, São Paulo 100,0000 178 48
HSB Engineering Finance Corporation, Dover, Delaware 100,0000 -15.481 -1
HSB Engineering Insurance Services Limited, London 100,0000 6.275 325
HSB Fund I LP, Dover, Delaware 100,0000 21.363 4.923
HSB Group Inc., Dover, Delaware 100,0000 902.749 80.851
HSB International (India) Private Limited, Gujarat 100,0000 399 22
HSB Japan K.K., Minato-KU, Tokio 100,0000 1.356 147
HSB Secure Services Inc., Hartford, Connecticut 100,0000 1.548 -3.082
HSB Solomon Associates Canada Ltd., Saint John, New Brunswick 100,0000 1.078 18
HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware 100,0000 19.319 -126
HSB Technical Consulting & Service (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai 100,0000 1.034 608
HSB Ventures Inc., Dover, Delaware 2 100,0000 0
Ideenkapital erste Investoren Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 24 -1
IDEENKAPITAL Financial Engineering GmbH, Düsseldorf 100,0000 741 7
Ideenkapital Fonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 59 3
IDEENKAPITAL GmbH, Düsseldorf 100,0000 25.012 3.567
IDEENKAPITAL Investment GmbH, Düsseldorf 1 100,0000 26
IDEENKAPITAL Media Finance GmbH, Düsseldorf 50,1000 63 -211
Ideenkapital Media Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 569 53
IDEENKAPITAL Metropolen Europa GmbH & Co. KG, Düsseldorf 72,3477 42.760 1.784
IDEENKAPITAL Metropolen Europa Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 52 6
IDEENKAPITAL PRORENDITA EINS Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 5 4
IDEENKAPITAL Schiffsfonds Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 154 41
IDEENKAPITAL Treuhand US Real Estate eins GmbH, Düsseldorf 100,0000 38 5
IK Australia Property Eins GmbH & Co. KG, Hamburg 10,6438 6.559 1.736
IK Einkauf Objekt Eins GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 7.377 446
IK Einkauf Objektmanagement GmbH, Düsseldorf 100,0000 22 2
IK Einkauf Objektverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 41 3
IK Einkaufsmärkte Deutschland GmbH & Co. KG, Düsseldorf 52,0387 7.600 392
IK Einkaufsmärkte Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 40 3
IK FE Fonds Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 -26 63
IK Komp GmbH, Düsseldorf 100,0000 963 -5
IK Objekt Bensheim GmbH, Düsseldorf 100,0000 42 3
IK Objekt Bensheim Immobilienfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 16,2445 18.620 971
IK Objektgesellschaft Frankfurt Theodor-Heuss-Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf 47,4000 670 -19
IK Pflegezentrum Uelzen Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 34 1
IK Premium Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 0 -1.145
IK Premium Fonds zwei GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 1.798 -894
IK Property Eins Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 34 1
IK Property Treuhand GmbH, Düsseldorf 100,0000 34 10
IKFE Properties I AG, Zürich 63,5708 15.797 2
Infra Foch Topco SAS, Puteaux 10,7000 303.500 80.400
Inshur Holdings Corp, Wilmington, Delaware 14,7500 6.870 555
ITERGO Service GmbH, Düsseldorf 1 100,0000 24
Jogszerviz Kft, Budapest 100,0000 -5 -75
JRP Insurance Management Limited, London 100,0000 4.539 737
Junos Verwaltungs GmbH, München 2 100,0000 28
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße GmbH, Düsseldorf 100,0000 36 2
K & P Objekt Hamburg Hamburger Straße Immobilienfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 36,6889 230 239
K & P Objekt München Hufelandstraße Immobilienfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,0489 3.209 -350
K & P Pflegezentrum Uelzen IMMAC Renditefonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 84,8445 2.801 516
KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH, Köln 1 100,0000 25
Kapdom-Invest GmbH, Moskau 100,0000 3.189 -1
King Price Financial Services (Pty) Ltd, Pretoria 15,0000 174.378 88.833
KQV Solarpark Franken 1 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 277 203
KS SPV 23 Limited, London 100,0000 18.569 631
Larus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0000 36 -1
LCM Logistic Center Management GmbH, Hamburg 50,0000 80 55
Legal Net GmbH, München 100,0000 600 75
Leggle B.V., Amsterdam 100,0000 712 129
LEGIAL AG, München 100,0000 8.331 631
Lietuva Demetra GmbH, München 1 100,0000 28.623
Lloyds Modern Corporation, Dallas, Texas 2 100,0000 0
Longial GmbH, Düsseldorf 100,0000 1.351 245
Lynt Farm Solar Limited, London 100,0000 30.560 1.037
M 31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Energie KG, Düsseldorf 18,6246 1.089.427 71.210
m:editerran Power S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000 6.069 182
m:solarPOWER GmbH & Co.
``` Company Name
:--------------------------------------------------------- -----: ---: ---:
FOTOVOLTAICA S.L.U., Alcobendas 100,0000 17.834 874
Mandaat B.V., Druten 100,0000 -1.406 -2.443
Marbury Agency Inc., Amelia, Ohio 100,0000 0 0
Marina Sp.z.o.o., Sopot 100,0000 27.142 -69
MEAG Cash Management GmbH, München 100,0000 59 -1
MEAG Hong Kong Limited, Hongkong 100,0000 4.955 623
MEAG Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100,0000 744 5
MEAG New York Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 13.587 4.997
Mediastream Consulting GmbH, Grünwald 100,0000 32 -2
Mediastream Film GmbH, Grünwald 100,0000 15 -2
Mediastream Zweite Film GmbH, Grünwald 100,0000 81 -2
MedNet Bahrain W.L.L., Manama 100,0000 1.509 -177
MedNet Egypt LLC, Kairo 100,0000 -2.274 51
MedNet Europa GmbH, München 100,0000 2 -1
MedNet Global Healthcare Solutions LLC, Dubai 100,0000 1.545 -957
MedNet Greece S.A., Athen 78,1419 959 -233
MedNet Holding GmbH, München 100,0000 16.757 -89
MedNet Jordan Co. W.L.L., Amman 100,0000 1.521 109
MedNet Saudi Arabia LLC, Jeddah 100,0000 172 -1.115
MedNet UAE FZ LLC, Dubai 100,0000 2.375 -1.418
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 100,0000 2.997 0
Meshify Inc., Dover, Delaware 100,0000 -758 -480
MFI Munich Finance and Investment Holding Ltd., Ta' Xbiex 100,0000 624.212 -27
MFI Munich Finance and Investment Ltd., Ta' Xbiex 100,0000 569.328 -61.687
miCura Pflegedienste Berlin GmbH, Berlin 100,0000 -555 -32
miCura Pflegedienste Bremen GmbH, Bremen 100,0000 99 0
miCura Pflegedienste Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100,0000 174 0
miCura Pflegedienste GmbH, Köln 100,0000 -513 -3
miCura Pflegedienste Hamburg GmbH, Hamburg 100,0000 -148 7
miCura Pflegedienste Krefeld GmbH, Krefeld 100,0000 191 0
miCura Pflegedienste München / Dachau GmbH, Dachau 51,0000 427 53
miCura Pflegedienste München Ost GmbH, München 65,0000 250 1
miCura Pflegedienste Münster GmbH, Münster 100,0000 144 0
miCura Pflegedienste Nürnberg GmbH, Nürnberg 51,0000 558 150
Midwest Enterprises Inc., Miami, Florida 100,0000 -10.599 2
MR Bazos LP, Dover, Delaware 100,0000 124.225 1.867
MR Beteiligungen 1. GmbH, München 100,0000 547.832 0
MR Beteiligungen 2. EUR AG & Co. KG, Grünwald 100,0000 1.470.958 44.519
MR Beteiligungen 2. GmbH, München 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 3. EUR AG & Co. KG, Grünwald 100,0000 840.959 9.308
MR Beteiligungen 3. GmbH, München 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 15. GmbH, München 100,0000 25 0
MR Beteiligungen 16. GmbH, München 100,0000 609.515 0
MR Beteiligungen 17. GmbH, München 100,0000 44 -1
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG, Grünwald 100,0000 464.902 3.115
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Real Estate KG, Grünwald 100,0000 516.066 -44
MR Beteiligungen 18. GmbH, Grünwald 100,0000 34 2
MR Beteiligungen 19. GmbH, München 100,0000 28.747 -58
MR Beteiligungen AG, Grünwald 100,0000 1.021 52
MR Beteiligungen EUR AG & Co. KG, Grünwald 100,0000 2.114.211 46.888
MR Beteiligungen GBP AG & Co. KG, Grünwald 100,0000 836.370 -9.579
MR Beteiligungen USD AG & Co. KG, Grünwald 100,0000 1.807.979 115.213
MR Debt Finance GmbH, München 100,0000 44.834 1.585
MR Electra LP, Dover, Delaware 100,0000 105.089 3.500
MR ERGO Beteiligungen GmbH, Grünwald 100,0000 392.018 -7.545
MR Financial Group GmbH, München 100,0000 146 -1
MR Forest GmbH, München 100,0000 75 0
MR Gotham LP, Dover, Delaware 100,0000 0 0
MR HealthTech Ltd., Nicosia 100,0000 5.108 -1.663
MR Infrastructure Inc., Dover, Delaware 100,0000 2.645 780
MR Infrastructure Investment GmbH, München 100,0000 664.311 0
MR Investment Inc., Dover, Delaware 100,0000 905.759 3.027
MR Jordan LP, Dover, Delaware 100,0000 169.098 -3.416
MR Olivia LP, Dover, Delaware 100,0000 135.893 0
MR RENT UK Investment Limited, London 100,0000 55.973 147
MR RENT-Investment GmbH, München 100,0000 630.356 0
MR RENT-Management GmbH, München 100,0000 67 4
MR Solar GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 27.345 2.114
MR SOLAR SAS DER WELIVIT SOLAR ITALIA S.r.l., Bozen 100,0000 11.546 381
MRSG UK Services Limited, London 100,0000 1 0
Münchener Consultora Internacional SRL, Santiago de Chile 100,0000 932 46
Münchener de Argentina Servicios Técnicos S.R.L., Buenos Aires 100,0000 92 51
Münchener de Mexico S.A., Mexico 100,0000 2.646 504
Münchener de Venezuela C.A. Intermediaria de Reaseguros, Caracas 100,0000 1 1
Münchener Finanzgruppe AG Beteiligungen, München 100,0000 49 -1
MÜNCHENER RÜCKVERSICHERUNGS - GESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT IN MÜNCHEN ESCRITÓRIO DE REPRESENTACAO NO BRASIL LTDA, São Paulo 100,0000 -11 -15
Münchener Vermögensverwaltung GmbH, München 100,0000 25 -1
Munich Canada Systems Corporation, Toronto, Ontario 100,0000 1 0
Munich Health Alpha GmbH, München 100,0000 129.231 0
Munich Health Daman Holding Ltd., Abu Dhabi 51,0000 75.988 113
Munich Health Holding AG, München 100,0000 610.155 0
Munich Life Holding Corporation, Wilmington, Delaware 100,0000 1.709.967 -9
Munich Management Pte. Ltd., Singapur 100,0000 3.771 3.227
Munich Re America Brokers Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 634 -2
Munich Re America Management Ltd., London 100,0000 11.961 1.720
Munich Re America Services Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 37.136 1.607
Munich Re Automation Solutions GmbH, München 100,0000 88 9
Munich Re Automation Solutions Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 354 127
Munich Re Automation Solutions K.K., Tokio 100,0000 185 37
Munich Re Automation Solutions Limited, Dublin 100,0000 12.733 6.660
Munich Re Automation Solutions Pte. Ltd., Singapur 100,0000 167 38
Munich Re Automation Solutions Pty Ltd, Sydney 100,0000 233 41
Munich Re Capital Markets GmbH, München 100,0000 1.966 -41
Munich Re Capital No.2 Limited, London 100,0000 11 10
Munich Re CVC Investment Corp., Dover, Delaware 100,0000 120.343 48
Munich Re Digital Partners Limited, London 100,0000 192 -21
Munich Re Digital Partners US Holding Corporation, Dover, Delaware 100,0000 77.936 -12.257
Munich Re Fund I LP, Dover, Delaware 100,0000 93.461 -5.604
Munich Re India Services Private Limited, Mumbai 100,0000 1.287 -27
Munich Re Innovation Systems Inc., Toronto, Ontario 100,0000 3.849 -1.614
Munich Re Investment Partners GmbH, München 100,0000 59 -1
Munich Re New Ventures Inc., Toronto, Ontario 100,0000 46.111 -534
Munich Re PCC Limited, Ta' Xbiex 100,0000 5.545 -614
Munich Re Reserve Risk Financing Inc., Dover, Delaware 100,0000 218.295 -1.842
Munich Re Risk Solution Ireland Limited, Dublin 100,0000 1 0
Munich Re Service GmbH, München 100,0000 78 -47
Munich Re Specialty Group Insurance Services Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 1 0
Munich Re Specialty Group Ltd., London 100,0000 84.530 19.352
Munich Re Specialty Group N.A. Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 10.515 -5
Munich Re Syndicate Labuan Limited, Labuan 100,0000 151 0
Munich Re Syndicate Limited, London 100,0000 2.100 277
Munich Re Syndicate Middle East Ltd., Dubai 100,0000 532 115
Munich Re Syndicate Singapore Ltd., Singapur 100,0000 199 0
Munich Re Trading LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 51.134 14.856
Munich Re Underwriting Agents (DIFC) Ltd., Dubai 100,0000 2.701 1.108
Munich Re Ventures Inc., Dover, Delaware 100,0000 31 -23
Munich Re Ventures LLC, Dover, Delaware 100,0000 -6 -6
Munich Re Weather & Commodity Risk Holding Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 372.436 7.213
MunichReThink GmbH, München 100,0000 23 -2
Munich-Canada Management Corp. Ltd., Toronto, Ontario 100,0000 4 0
MunichFinancialGroup AG Holding, München 100,0000 49 -1
MunichFinancialGroup GmbH, München 100,0000 1.567 779
MunichFinancialServices AG Holding, München 100,0000 50 -1
Munichre Service Limited, Hongkong 100,0000 5.562 1.084
Naretoblera 1 7001 7 S.L., Valencia 100,0000 -217 -15
Neokami GmbH, München 100,0000 -420 -59
Neokami Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 2.517 -321
Nerruze 120012 S.L., Valencia 100,0000 -219 -15
nexible GmbH, Düsseldorf 100,0000 5.025 0
Next Insurance Inc., Wilmington, Delaware 6,2900 81.360 -24.700
NMU Specialty Ltd., Leeds 100,0000 170 0
Olivia Holdings LLC, Wilmington, Delaware 8,8000 135.893 0
Orrazipo 110011 S.L., Valencia 100,0000 -223 -15
P.A.N. Verwaltungs GmbH, Grünwald 100,0000 58 -1
Pan Estates LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 64.862 -25
Parametrix Group Holdings Inc., Wilmington, Delaware 5,0000 6.846 0
Pegasos Holding GmbH, München 100,0000 18.118 0
PERILS AG, Zürich 10,0000 9.753 386
Picus Silva Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 65.708 2.227
PLATINIA Verwaltungs-GmbH, München 100,0000 34 1
PORT Schiffsverwaltungsgesellschaft mbH, Bramstedt 100,0000 21 2
PRORENDITA DREI GmbH & Co. KG, Hamburg 0,0260 3.971 -51
PRORENDITA Drei Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 50 5
PRORENDITA EINS GmbH & Co. KG, Hamburg 0,0590 6.986 -232
PRORENDITA EINS Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 40 2
PRORENDITA FÜNF GmbH & Co. KG, Hamburg 0,0384 12.808 -179
PRORENDITA FÜNF Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 47 3
PRORENDITA VIER GmbH & Co. KG, Hamburg 0,0029 7.591 71
PRORENDITA VIER Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 48 4
Prorendita Zwei GmbH & Co. KG, Hamburg 0,0100 4.381 -67
PRORENDITA Zwei Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0000 50 5
Prosper Pass-Thru Trust I Series 201 8-1, Wilmington, Delaware 95,0000 11.409 518
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2018-2, Wilmington, Delaware 95,0000 16.305 978
Prosper Pass-Thru Trust I Series 201 9-01, Wilmington, Delaware 95,0000 18.789 724
Prosper Pass-Thru Trust I Series 201 9-02, Wilmington, Delaware 95,0000 17.764 756
Prosper Pass-Thru Trust I Series 201 9-03, Wilmington, Delaware 95,0000 18.893 571
Prosper Pass-Thru Trust I Series 201 9-04, Wilmington, Delaware 95,0000 20.417 41
Prosper Pass-Thru Trust I Series 201 9-05, Wilmington, Delaware 95,0000 19.991 -34
Prosper Pass-Thru Trust I Series 201 9-06, Wilmington, Delaware 95,0000 18.516 -294
Proximetry LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 8.681 -4.754
Proximetry Poland Sp.
Z o.o, Katowice 100,0000 409 110
PS Louisiana I LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 12.182 -5
PS Louisiana II LLC, Wilmington, Delaware 100,0000 12.735 -26
Reaseguradora de las Américas S.A., La Habana 2 100,0000 34
Relayr GmbH, Pullach i. Isartal 100,0000 -7.875 1.185
Relayr Inc., Wilmington, Delaware 100,0000 51.694 -20.014
Relayr Limited, Watford 100,0000 -374 -146
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien 60,0000 3.904 966
Ridecell Inc., Wilmington, Delaware 2,6000 20.247 -20.475
RMS Australian Forests Fund I L.P., George Town, Grand Cayman 37,4257 72.029 19.321
RMS Forest Growth International L.P., George Town, Grand Cayman 43,4700 87.634 6.488
Roanoke Insurance Group Inc., Schaumburg, Illinois 100,0000 5.676 -207
Roanoke International Brokers Limited, London 100,0000 7.700 1.547
SAINT LEON ENERGIE S.A.R.L., Saargemünd 100,0000 123 116
Sana Kliniken AG, München 22,4904 530.072 13.347
Schloss Hohenkammer GmbH, Hohenkammer 1 100,0000 4.288
Schrömbgens & Stephan GmbH Versicherungsmakler, Düsseldorf 100,0000 1.860 323
Scout Moor Group Limited, London 100,0000 11.596 492
Scout Moor Holdings (No. 1) Limited, London 100,0000 4.379 2.144
Scout Moor Holdings (No. 2) Limited, London 100,0000 883 3.884
Scout Moor Wind Farm Limited, London 100,0000 39.023 6.976
SEBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg 48,9966 124.868 10.025
Silvanus Vermögensverwaltungsges. mbH, München 1 100,0000 422.014
SIP Social Impact Partners GmbH, München 50,0000 174 -522
Slice Labs Inc., Ottawa, Ontario 7,6300 13.653 -7.696
Smart Thinking Consulting (Beijing) Co. Ltd., Beijing 100,0000 2.810 -766
Solarfonds Göttelborn 2 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 34,4234 591 801
Solarpark 1000 Jahre Fürth GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,9091 703 128
Solarpark Fusion 3 GmbH, Düsseldorf 100,0000 8.326 345
Solomon Associates Limited, Farnborough 100,0000 801 -49
Sopockie Towarzystwo Doradcze Sp.z.o.o., Sopot 100,0000 29 2
Specialty Insurance Services Corp., Amelia, Ohio 100,0000 1.750 109
Spruce Holdings Inc., Wilmington, Delaware 10,8500 12.990 -3.307
SR Texas Wind Holdings 1 LLC, Dover, Delaware 49,0000 529.997 51.958
STEAG Fernwärme GmbH, Essen 49,0000 20.600 14.400
Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100,0000 284 0
SunEnergy & Partners S.r.l., Brixen 100,0000 53.340 2.016
Super Home Inc., Wilmington, Delaware 15,5000 8.230 -6.782
Sustainable Finance Risk Consulting GmbH, München 100,0000 44 -360
Sydney Euro-Center Pty Ltd, Sydney 100,0000 171 19
T&R MLP GmbH, Bonn 10,0020 20 -3
T&R Real Estate GmbH, Bonn 10,0020 298.800 9.400
TAS Touristik Assekuranz-Service GmbH, Frankfurt a. M. 1 100,0000 256
Taunus Holding B.V., Rotterdam 23,1913 67 -5
Team8 Partners II L.P., George Town, Grand Cayman 8,5300 5.014 -2.565
Teko - Technisches Kontor für Versicherungen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf 30,0000 111 30
The Atlas Insurance Agency Inc., Amelia, Ohio 100,0000 -457 -887
The Midland Company, Cincinnati, Ohio 100,0000 66.572 59.099
The Polytechnic Club Inc., Hartford, Connecticut 2 100,0000 0
Ticker Limited, London 15,0000 3.604 -1.605
TIERdirekt GmbH, München 75,0000 972 -78
Tillobesta 1 8001 8 S.L., Valencia
Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London 100,0000 -3.569 1.896
Triple IP B.V., Culemborg 100,0000 300 122
Trov Inc., Dover, Delaware 3,9800 10.805 -22.934
T-Solar Global Operating Assets S.L., Madrid 37,0000 166.804 67.755
T-Solar Luxembourg GP S.à.r.l., Luxemburg 37,0000 32 -43
UAB Agra Aurata, Vilnius 100,0000 1.687 40
UAB Agra Corp., Vilnius 100,0000 6.062 140
UAB Agra Optima, Vilnius 100,0000 1.466 45
UAB Agrofondas, Vilnius 100,0000 220 43
UAB Agrolaukai, Vilnius 100,0000 437 47
UAB Agrora, Vilnius 100,0000 751 11
UAB Agrovalda, Vilnius 100,0000 1.615 158
UAB Agrovesta, Vilnius 100,0000 710 55
UAB G.Q.F., Vilnius 100,0000 320 37
UAB Lila, Vilnius 100,0000 1.160 62
UAB Sietuve, Vilnius 100,0000 2.444 344
UAB Terra Culta, Vilnius 100,0000 973 51
UAB Ukelis, Vilnius 100,0000 612 54
UAB Vasaros Brizas, Vilnius 100,0000 569 69
UAB VL Investment Vilnius 1, Vilnius 100,0000 1.277 99
UAB VL Investment Vilnius 2, Vilnius 100,0000 1.076 93
UAB VL Investment Vilnius 3, Vilnius 100,0000 1.297 97
UAB VL Investment Vilnius 4, Vilnius 100,0000 1.374 83
UAB VL Investment Vilnius 5, Vilnius 100,0000 1.773 97
UAB VL Investment Vilnius 6, Vilnius 100,0000 1.139 99
UAB VL Investment Vilnius 7, Vilnius 100,0000 1.136 99
UAB VL Investment Vilnius 8, Vilnius 100,0000 1.268 97
UAB VL Investment Vilnius 9, Vilnius 100,0000 1.515 101
UAB VL Investment Vilnius 10, Vilnius 100,0000 1.047 87
UAB VL Investment Vilnius, Vilnius 100,0000 12.273 871
UK Wind Holdings Ltd., London 100,0000 9 -4
Umspannwerk Hellberge GmbH & Co. KG, Zossen 6,9000 0 -217
US PROPERTIES VA Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf 100,0000 113 31
vers.diagnose GmbH, Hannover 49,0000 26 21
Verwaltungsgesellschaft "PORT ELISABETH" mbH, Bramstedt 100,0000 32 3
Verwaltungsgesellschaft "PORT LOUIS" mbH, Bramstedt 100,0000 40 1
Verwaltungsgesellschaft "PORT MOUTON" mbH, Bramstedt 100,0000 -9 28
Verwaltungsgesellschaft "PORT RUSSEL" mbH, Bramstedt 100,0000 45 2
Verwaltungsgesellschaft "PORT STEWART" mbH, Bramstedt 100,0000 32 -5
VHDK Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 1.350 -172
VICTORIA Asien Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0000 423 354
VICTORIA Immobilien-Fonds GmbH, Düsseldorf 100,0000 6.614 133
VICTORIA Italy Property GmbH, Düsseldorf 100,0000 9.754 164
Victoria US Property Investment GmbH, Düsseldorf 100,0000 79.935 216
VICTORIA Vierte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0000 191.782 5.631
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 62.305 4.405
Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH, Düsseldorf 100,0000 30 1
Vier Gas Investments S.à r.l., Luxemburg 43,7516 309.603 42.705
Viwis GmbH, München 1 100,0000 1.013
Volksbanken-Versicherungsdienst GmbH, Wien 25,2319 3.953 87
Vorsorge Service GmbH, Düsseldorf 100,0000 20.228 414
VV Immobilien Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, München 30,0000 1.838 -11
VV-Consulting Gesellschaft für Risikoanalyse, Vorsorgeberatung und Versicherungsvermittlung GmbH, Wien 100,0000 591 135
We Predict Limited, Swansea 13,5900 146 -2.407
welivit GmbH, Düsseldorf 100,0000 1.851 487
welivit New Energy GmbH, Düsseldorf 100,0000 671 491
welivit Solar Espana GmbH, Düsseldorf 100,0000 89 47
welivit Solar Italia s.r.l., Bozen 100,0000 360 127
welivit Solarfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 22.665 1.084
welivit Solarfonds S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100,0000 16.815 674
welivit TOP SOLAR GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,0000 72 55
WFB Stockholm Management AB, Stockholm 50,0000 53.157 2.888
Wind Farm Jenasen AB, Hässleholm 100,0000 97.005 0
Wind Farms Götaland Svealand AB, Hässleholm 100,0000 58.022 0
Windpark Langengrassau Infrastruktur GbR, Bremen 2 83,3300 0
Windpark MR-B GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 6.961 390
Windpark MR-D GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 4.861 1.240
Windpark MR-N GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 740 417
Windpark MR-S GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 1.298 364
Windpark MR-T GmbH & Co. KG, Bremen 100,0000 904 225
Windpark Osterhausen-Mittelhausen Infrastruktur GbR, Bremen 58,9400 225 -22
WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,0000 527 639
Wohnungsgesellschaft Brela mbH, Hamburg 1 100,0000 102
WP Kladrum/Dargelütz GbR, Bremen 55,0000 0 -30
wse Solarpark Spanien 1 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 75,1243 5.258 60
Zacobu 110011 S.L., Valencia 100,0000 -125 -15
Zacuba 6006 S.L., Valencia 100,0000 -126 -15
Zacubacon 15001 5 S.L., Valencia 100,0000 -138 -30
Zafacesbe 120012 S.L., Valencia 100,0000 -121 -15
Zapacubi 8008 S.L., Valencia 100,0000 -145 -30
Zarzucolumbu 1 0001 0 S.L., Valencia
Zeguro Inc., Wilmington, Delaware 3,5100 1.658 -1.419
Zetaza 4004S.L., Valencia 100,0000 -185 -16
Zicobucar 140014 S.L., Valencia 100,0000 -127 -16
Zucaelo 130013 S.L., Valencia 100,0000 -125 -17
Zucampobi 3003S.L., Valencia 100,0000 -125 -14
Zucarrobiso 2002 S.L., Valencia 100,0000 -126 -16
Zucobaco 7007 S.L., Valencia 100,0000 -125 -15
Zulazor 3003 S.L., Valencia 100,0000 -181 -16
Zumbicobi 5005 S.L., Valencia 100,0000 -125 -14
Zumcasba 1001 S.L., Valencia 100,0000 -60 -18
Zuncabu 4004 S.L., Valencia 100,0000 -128 -15
Zuncolubo 9009 S.L., Valencia 100,0000 -123 -13

1 Bei diesem Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
2 Kein aktiver Geschäftsbetrieb.
3 Dieses von der Münchener Rück AG nicht beherrschte Unternehmen ist nicht verpflichtet, einen Abschluss zu erstellen oder diesen offenzulegen. Entsprechend machen wir bei diesem Unternehmen von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB Gebrauch und verzichten auf die Angabe von Eigenkapital und Jahresergebnis.

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 6. März 2020.

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München (im Folgenden auch Münchener Rück AG) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Münchener Rück AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Der zusammengefasste Lagebericht enthält nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise auf die Internetseiten des Konzerns.
```Diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und ― vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. Der zusammengefasste Lagebericht enthält nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise auf die Internetseiten des Konzerns. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich nicht auf diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/Unfall-Geschäft

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Daneben werden weitere Angaben zu dem Abschlussposten gemacht. Risikoangaben sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden/Unfall beträgt zum Bilanzstichtag EUR 37.555 Millionen, wovon EUR 13.541 Millionen auf die Sparte Haftpflicht entfallen. Großschäden haben das Geschäftsjahr mit EUR 8.616 Millionen belastet. Die Ermittlung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich aus den Angaben der Vorversicherer und aus der Anwendung von versicherungsmathematischen Verfahren nach statistischen Methoden, die eine ausreichend lange Datenhistorie und Stabilität der beobachteten Daten erfordern. Hierbei fließen Annahmen über Prämien, Endschadenquoten, Abwicklungszeiträume, -faktoren und -geschwindigkeit ein, die auf Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der versicherungsmathematischen Verfahren und weiterer Informationen in Bezug auf die mit den Berechnungen verbundenen Unsicherheiten bestimmt das Management final die Höhe der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Die handelsrechtliche Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zu bewerten. Großschäden werden bei der Bewertung der Rückstellung gesondert betrachtet. Die Schätzung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig. Unsicherheiten bei der Schätzung bestehen insbesondere in Bezug auf den Eintritt sowie die Höhe und Geschwindigkeit der Abwicklung von Großschäden, die langfristige Schadenentwicklung, vor allem in den Haftpflichtsparten, und in Bezug auf die Schätzung von speziellen Schadenszenarien, wie Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden. Insbesondere bei Großschäden kann es längere Zeit dauern, bis sämtliche Schadenmeldungen der Zedenten eingegangen sind. Soweit noch keine ausreichenden Schadenmeldungen vorliegen, werden die Rückstellungen für diese Großschäden anhand von internen Analysen zum Marktschaden und der eigenen Betroffenheit auf Basis der gegebenen Deckungen geschätzt.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Als Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Schadenaktuare eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
* Wir haben den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen aufgenommen, wesentliche Kontrollen identifiziert und diese auf ihre Ausgestaltung und Wirksamkeit hin getestet. Die Kontrollen umfassen die Vollständigkeit und die Richtigkeit der verwendeten Daten sowie die qualitativen und quantitativen Elemente der Bewertung.
* Wir haben uns die Ableitung wesentlicher verwendeter Annahmen - unter anderem Schadenquoten sowie Annahmen zum Abwicklungsverhalten der Schäden erläutern lassen und uns mit der Annahmensetzung kritisch auseinander gesetzt.
* Die Einzelfallprüfung der Großschäden erfolgt im Wesentlichen mittels bewusster Auswahlverfahren, wobei wir die Angemessenheit der wesentlichen verwendeten Annahmen anhand extern verfügbarer Informationen beurteilt haben.
* Wir haben eigenständige Reserveberechnungen für ausgewählte Segmente durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils eine Punktschätzung im Sinne eines besten Schätzwertes sowie eine angemessene Bandbreite mithilfe von statistischen Wahrscheinlichkeiten bestimmt und diese mit den Berechnungen der Gesellschaft verglichen.
* Das Reservierungsniveau zum Bilanzstichtag haben wir mit dem der Vorjahre verglichen. Hierfür haben wir insbesondere die von der Geschäftsleitung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorgenommenen Anpassungen der aktuariell berechneten Schätzungen auf ihre Angemessenheit hin beurteilt, indem wir die zugrundeliegenden Berechnungen oder qualitativen Begründungen eingesehen und uns kritisch mit diesen auseinandergesetzt haben. Zusätzlich haben wir die Aktuare der Gesellschaft befragt.
* Die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebuchten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert, um Aussagen über die Güte der Schätzung abzuleiten.
* Wir haben die Angemessenheit der Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden anhand von Statistiken und Kennzahlen beurteilt.

Unsere Schlussfolgerungen

Das Vorgehen zur Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden/Unfall-Geschäft ist sachgerecht. Die verwendeten Bewertungsannahmen (einschließlich derjenigen zu den Großschäden) sind angemessen abgeleitet worden.

Bewertung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Leben und Kranken

Hinsichtlich der Bilanzierungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Daneben werden weitere Angaben zu den Abschlussposten gemacht. Risikoangaben sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Die Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken umfassen im Wesentlichen die Deckungsrückstellungen mit EUR 9.620 Millionen und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle mit EUR 2.161 Millionen. Die Bewertung der Deckungsrückstellung basiert auf dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip und leitet sich vom Barwert der zukünftigen Leistungen abzüglich der zukünftigen Beiträge ab. Die Wahl der verwendeten Rechnungsgrundlagen erfolgt gemäß handelsrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Münchener Rück AG übernimmt die Werte aus den Abrechnungen der Zedenten oder führt eine eigene Bewertung durch, sofern ausreichend Daten vorliegen. In Fällen, in denen die Münchener Rück AG zu der Einschätzung gelangt, dass die aufgegebenen versicherungstechnischen Rückstellungen nach HGB nicht ausreichend vorsichtig bemessen sind, erfolgen Nachreservierungen auf Basis eigener Annahmen.# Unsicherheiten und die Prüfung von Rückstellungen

Unsicherheiten bestehen im Wesentlichen bei der Schätzung der Bewertungsparameter, insbesondere in Bezug auf die als realistisch anzusehenden biometrischen Rechnungsgrundlagen wie Wahrscheinlichkeiten für Sterblichkeit, Sterblichkeitstrend oder Invalidität sowie sozioökonomischen Faktoren wie angenommene Verhaltensweisen der Versicherungsnehmer, z.B. Storno.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird in der Lebensrückversicherung im Wesentlichen auf Basis der Aufgaben der Zedenten bilanziert. Bei ausreichender Datenlage oder fehlenden Zedentenmeldungen werden eigene Bewertungen durchgeführt. Im Krankengeschäft wird die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle selbst auf Basis von Schadenerfahrung und Expertenschätzung gerechnet. Die Schätzung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist mit Unsicherheiten behaftet und ermessensabhängig. Unsicherheiten bei der Schätzung bestehen insbesondere im Krankengeschäft in Bezug auf Anzahl und Höhe der eingetretenen, aber noch nicht gemeldeten Schadenfälle.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Als Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der oben genannten Rückstellungen im Bereich Leben und Kranken Aktuare eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:

  • Wir haben den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen aufgenommen, wesentliche Kontrollen identifiziert und diese auf ihre Ausgestaltung und Wirksamkeit hin getestet. Besonderen Fokus haben wir auf den Prozess gelegt, in dem die aufgegebene Rückstellung auf ihre Angemessenheit überprüft und die Annahmen für eine gegebenenfalls erforderliche Reservestärkung gesetzt werden.
  • Wir haben insbesondere für das ausländische Geschäft die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen beurteilt, indem wir die zur Herleitung verwendeten aktuariellen Verfahren analysiert haben. Ferner haben wir untersucht, ob nach handelsrechtlichen Kriterien ausreichende Sicherheiten in den Reserven vorhanden sind.
  • Wir haben die von der Gesellschaft erwarteten Ergebnisse einzelner Geschäftseinheiten mit den tatsächlichen Ergebnissen abgeglichen, den Marktentwicklungen gegenübergestellt und somit Rückschlüsse auf die Güte der Schätzung gezogen.
  • Wir haben die Entwicklung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Vergleich zum Vorjahr analysiert und diese im Hinblick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie unsere Erwartungen aus Marktbeobachtungen beurteilt.
  • Sofern eine eigene Bewertung für die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle durchgeführt wurde, haben wir die Angemessenheit beurteilt, indem wir die zugrundeliegenden Berechnungen oder die qualitativen Begründungen eingesehen und uns kritisch mit diesen auseinandergesetzt haben.

Unsere Schlussfolgerungen

Das Vorgehen zur Bewertung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Leben und Kranken ist sachgerecht. Die verwendeten Bewertungsannahmen sind angemessen abgeleitet worden.

Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen

Hinsichtlich der Bilanzierungsmethoden, der weiteren Aufgliederungen des Postens und für die Darstellung der Zeitwerte und Bewertungsreserven verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Bezüglich der Darstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf den Anhang. Risikoangaben sind im zusammengefassten Lagebericht enthalten.

Das Risiko für den Abschluss
Die Anteile an verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag betragen EUR 34.594 Millionen und stellen einen bedeutsamen Teil der Kapitalanlagen dar. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser beizulegende Wert wird grundsätzlich auf Basis von Ertragswert- oder Discounted Cashflow Verfahren bestimmt. Liegt der beizulegende Wert nachhaltig über dem Wertansatz des Vorjahres, so ist eine Zuschreibung bis maximal zu den Anschaffungskosten vorzunehmen. Bei der Bewertung sind eine Reihe ermessensbehafteter Parameter festzulegen. Wesentliche Einflussfaktoren für die Bewertung sind die Bestimmung der Cashflow-Projektionen, Diskontierungssätze sowie Wachstumsraten. Dabei ist sowohl die Geschäftsentwicklung als auch die nachhaltige Kapitalanlagenrendite zu bestimmen. Die Festlegung des Diskontierungssatzes erfordert insbesondere Ermessen bei der Bestimmung des Risikoaufschlags und des Beta-Faktors, gleiches gilt für die Wachstumsrate.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Als Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen Bewertungsspezialisten eingesetzt. Insbesondere haben wir folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:

  • Wir haben die Angemessenheit der für den Bewertungsprozess eingerichteten internen Kontrollen beurteilt und uns durch Funktionsprüfungen von deren Wirksamkeit überzeugt. Dabei haben wir den Fokus auf Kontrollen zur Qualitätssicherung gelegt.
  • Wir haben die für die Cashflow-Projektionen verwendeten Annahmen vor dem Hintergrund unseres Verständnisses der Geschäftstätigkeit und Branche sowie den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Rahmen einer risikoorientierten Auswahl kritisch beurteilt.
  • Um die Qualität des internen Prognoseprozesses zu beurteilen, haben wir für diese Auswahl die Projektionen mit internen Businessplänen abgestimmt und die Planungen der Vorjahre mit den bereits realisierten Ergebnissen verglichen.
  • Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.
  • Wir haben die zur Diskontierung verwendeten Zinssätze mit eigenen Annahmen verglichen und die am Markt beobachtbaren Parameter mit unabhängigen Quellen abgestimmt. Hierzu haben wir unsere eigenen Bewertungsspezialisten eingesetzt.
  • Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen der Diskontierungsfaktoren, der langfristigen Wachstumsrate sowie der Schaden-Kosten-Quote auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalysen), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben.
  • Wir haben beurteilt, ob die Folgebewertung basierend auf den Bewertungsergebnissen zutreffend vorgenommen wurde.

Unsere Schlussfolgerungen

Das der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist im Ergebnis sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht. Die bilanzielle Folgebewertung und Ermittlung der Ergebniseffekte sind angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:

  • Die Erklärung zur Unternehmensführung, die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB inklusive Corporate Governance Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist, und
  • den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht, auf den im zusammengefassten Lagebericht Bezug genommen wird.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss und die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.# Bericht des Wirtschaftsprüfers

Bericht des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München

Urteil

Wir haben den Jahresabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, der die Bilanz zum 31. Dezember 2019, die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und die Anhangangaben umfasst, geprüft. Ferner haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft, der mit dem Konzernlagebericht verbunden ist.

Nach unserer Beurteilung nach bestem Wissen und Gewissen vermittelt der nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen vermittelt der zusammengefasste Lagebericht, der mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Lage der Gesellschaft und berücksichtigt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Grundlage für das Urteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts gemäß § 317 HGB und der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (EU-APrVO) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt „Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ weiter ausgeführt.

Wir sind unabhängig von der Gesellschaft für die gesamte gesetzliche und vorgeschriebene Prüfungsdauer tätig gewesen. Die für die Prüfung relevanten berufsrechtlichen und sonstigen Pflichten haben wir erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Urteil zu dienen.

Wesentliche Prüfungssachverhalte

Wesentliche Prüfungssachverhalte sind Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum waren. Wir haben diese Sachverhalte bei der Erstellung des Jahresabschlusses und bei der Formung unseres Urteils bestimmt, haben jedoch keine gesonderte Prüfungshandlung hierzu vorgenommen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und der den deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind sie verantwortlich für die Führung der Verzeichnisse, die für die Aufstellung des Jahresabschlusses erforderlich sind.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
  • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden in der Aufsichtsratssitzung am 19. März 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. Juli 2019 vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit über 25 Jahren als Abschlussprüfer der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Frank Ellenbürger.

München, den 6. März 2020

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Ellenbürger, Wirtschaftsprüfer

Voß, Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

München, den 17. März 2020

Wenning
Blunck
Gartside
Höpke
Jeworrek
Jurecka
Pohlchristoph
Rieß
Röder

Bericht des Aufsichtsrats

Dr. Nikolaus von Bomhard
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2019 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahr. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen nicht nur an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen sie angehörten, teil; die Teilnahmequote sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats lag im Berichtszeitraum vielmehr bei 100% (die Übersicht finden Sie in der Tabelle zur Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen und unter www.munichre.com/aufsichtsrat).# Aufsichtsrat

Wir haben den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 S. 1 AktG waren zu keinem Zeitpunkt erforderlich.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Vorstand bezog uns in alle wichtigen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen rechtzeitig und unmittelbar ein. In den Sitzungen diskutierten wir ausführlich die Berichte des Vorstands. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war in jeder Hinsicht geprägt von zielgerichtetem und verantwortungsvollem Handeln zur erfolgreichen Entwicklung von Munich Re. Der Vorstand hat seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich vollumfänglich erfüllt.

Außerhalb der Sitzungen unterrichtete uns der Vorstand zeitnah und umfassend über wichtige Ereignisse im Konzern, wie den Verlauf der Erneuerung der Schaden-/Unfall-Rückversicherungsverträge, das Ergebnis der im Rahmen der Mitbestimmungsvereinbarung erfolgten Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat sowie die Entscheidung hinsichtlich der Investition in das US-amerikanische Versicherungs-Start-up Next Insurance, Inc. durch die ERGO Group AG.

Zur Vorbereitung der Sitzungen fanden regelmäßig separate Gespräche der Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer mit dem Vorstandsvorsitzenden statt. Zwischen den Sitzungen führten Bernd Pischetsrieder (bis 30. April 2019) und ich (ab 30. April 2019) regelmäßig Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden Joachim Wenning. Dabei erörterten wir unter anderem Fragen der strategischen Ausrichtung, des Risikomanagements und der Compliance sowie die aktuelle Geschäftslage. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses standen Henning Kagermann (bis 30. April 2019) und Maximilian Zimmerer (ab 30. April 2019) auch außerhalb der Sitzungen in regem Kontakt mit dem für die konzernweite Rechnungslegung zuständigen Vorstandsmitglied Christoph Jurecka.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Im Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt. Regelmäßig erörterten wir mit dem Vorstand den Geschäftsverlauf sowie aktuelle Themen. Hierbei gingen wir intensiv auf strategische Überlegungen des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern ein. Der Vorstand berichtete uns regelmäßig über die Kapitalanlagen des Unternehmens. Dabei wurden die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte sowie deren Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens eingehend thematisiert. Wir haben den Vorstand außerdem in für die Zukunftsausrichtung des Unternehmens wichtigen Belangen, wie der Digitalisierungs-, Wachstums- und Kapitalanlagestrategie beraten.

Der Aufsichtsrat hat zudem auch ohne den Vorstand getagt. Über die genannten Sachverhalte hinaus befassten wir uns 2019 in den einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit folgenden Themen:

  • 19. März:standen der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018, der zusammengefasste Lagebericht und der gesonderte nichtfinanzielle (Konzern-)Bericht 2018 sowie die Vorschläge des Aufsichtsrats zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung 2019 auf der Agenda. Ferner berieten und entschieden wir über die Bewertung des Jahresbonus 2018 und die daraus resultierenden Bonuszahlungen an die einzelnen Vorstandsmitglieder. Zudem fassten wir einen Beschluss über die Änderung der Geschäftsordnung für den Vorstand, die aufgrund der Erweiterung des Vorstands um die Position eines Chief Investment Officer erforderlich wurde. Wir ließen uns außerdem über das Compliance-Management-System berichten und setzten uns mit dem Stand der Umsetzung des ERGO Strategieprogramms auseinander. An dieser Sitzung nahmen routinemäßig Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als Gäste teil.

  • 29. April: befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten, konkret mit der Bewertung der Mehrjahres-Performance 2016-2018 und den Bonuszahlungen der einzelnen Vorstandsmitglieder. Außerdem setzten wir uns - unter Berücksichtigung der Besetzung ab dem 30. April 2019 - mit einer Selbsteinschätzung der Mitglieder des Aufsichtsrats hinsichtlich ihrer Kenntnisse in Themenfeldern auseinander, die für die Beratung und Überwachung von Munich Re wichtig sind. Die Kompetenz des Aufsichtsrats in seiner Gesamtheit konnte im Vergleich zum Vorjahr ungeachtet der Wahl zahlreicher neuer Mitglieder in den Aufsichtsrat auf einem guten Niveau gehalten werden. Der Aufsichtsrat verfügt unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Besonderheiten somit über eine angemessene Vielfalt an Qualifikationen, Kenntnissen und Erfahrungen, um Munich Re professionell zu beraten und zu überwachen. Außerdem brachte uns der Vorstand auf den aktuellen Stand des Geschäftsverlaufs im Jahr 2019. Ferner nutzten wir die Sitzung für letzte Vorbereitungen der Hauptversammlung am Folgetag.

  • Im Anschluss an die Hauptversammlung am 30. April 2019: fand die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats statt, in der wir uns mit der Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsrats und seines Stellvertreters sowie mit der Wahl der Mitglieder und der Vorsitzenden der sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats befassten.

  • 16. Juli: diskutierten wir insbesondere die Planungen zur Weiterentwicklung der Strategie von Munich Re und die Positionierung des Unternehmens im Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels. Zudem ließen wir uns über die Projekte zur Einführung der aktualisierten Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17 unterrichten.

  • 16. Oktober: standen unter anderem Corporate-Governance-Themen auf der Tagesordnung: die Beschlussfassungen über die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) sowie über das Ergebnis der diesjährigen Effizienzprüfung. Weitere Themen waren die Vorlage des gruppenweiten Vergütungsberichts 2018 gemäß Solvency II und Versicherungs-Vergütungsverordnung. Der Vorstand informierte uns ferner über die Kapitalanlagestrategie unter dem zum Frühjahr neu bestellten Chief Investment Officer sowie über die Entwicklung des Rückversicherungsgeschäfts in Nordamerika. Außerdem informierten wir uns über wesentliche - den Aufsichtsrat betreffende - Änderungen infolge der neuen Fassung des DCGK und des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II).

  • 11. Dezember: beschlossen wir einen Wechsel im Vorstand. Außerdem berieten und entschieden wir über die Verlängerung einer Vorstandsbestellung. Wir legten nach eingehender Beratung zudem die Höhe der Vorstandsvergütung ab 2020 sowie die Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung 2020 fest. In Vorbereitung auf das ARUG II, die Reform des DCGK und zur Ermöglichung einer flexiblen Gremienarbeit beschlossen wir Änderungen der Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. In diesem Zusammenhang übertrugen wir die Zuständigkeit für das nach § 111a Abs. 2 AktG einzurichtende interne Verfahren zur Bewertung, ob Geschäfte mit nahestehenden Personen im ordentlichen Geschäftsgang und zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt werden, auf den Ständigen Ausschuss. Außerdem ergänzten wir den Katalog der Geschäfte, die der Zustimmungspflicht des Aufsichtsrats unterliegen, geringfügig. Ferner erörterten wir im Rahmen des jährlichen Berichts zur Risikolage durch den Group Chief Risk Officer die Risikostrategie des Konzerns. Der Vorstand berichtete zudem über die Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2020, stellte uns den Konzernpersonalbericht vor und erläuterte Schwerpunkte der Personalarbeit im Konzern. Darüber hinaus informierte er uns über die IT-Strategie in der Gruppe.

Im Rahmen einer schriftlichen Beschlussfassung wurde das im Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beschlossene IFRS-Konzernziel für den Jahresbonus 2019 im Februar 2019 bestätigt.

Arbeit der Ausschüsse

Es sind sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet, denen zum einen bestimmte Angelegenheiten zur Beschlussfassung übertragen sind und die sich zum anderen vorbereitend mit den im Aufsichtsratsplenum anstehenden Themen und Beschlüssen befassen. Über die Arbeit der Ausschüsse erstatteten deren Vorsitzende dem Plenum in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich Bericht. Einzelheiten zu den Aufgaben der Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Zusammensetzung finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung und unter www.munichre.com/aufsichtsrat.

  • Der Personalausschuss tagte im Berichtszeitraum fünfmal. Er bereitete im Wesentlichen die im Bericht zur Arbeit des Plenums bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor, sofern sie nicht in die Zuständigkeit des Vergütungsausschusses fielen. Einen Schwerpunkt der Arbeit des Personalausschusses bildete die Prüfung der fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit im Rahmen der Neubestellung eines Vorstandsmitglieds und der Verlängerung der Bestellung eines Vorstandsmitglieds. Darüber hinaus genehmigte der Personalausschuss die Übernahme von Aufsichtsrats-, Beirats- und vergleichbaren Mandaten durch Vorstandsmitglieder. Er befasste sich zudem mit der konzernweiten Nachfolgeplanung, vor allem soweit sie Vorstandsfunktionen betrifft. Ferner beschloss der Personalausschuss, die bisherige Rahmenregelung für Versorgungszusagen durch Gehaltsverzicht (Deferred Compensation) Ende 2019 aufzuheben und eine neue Regelung mit Wirkung ab 1. April 2020 einzuführen.

  • Der Vergütungsausschuss kam zu fünf Sitzungen zusammen. Er bereitete insbesondere die im Bericht zur Arbeit des Plenums bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor, soweit diese die Vergütungshöhe, die Festlegung der Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung und deren Bewertung sowie vergütungsrelevante Bestandteile der Vorstandsverträge betrafen. Darüber hinaus setzte er sich mit aktuellen Trends und Entwicklungen hinsichtlich der betrieblichen Altersversorgung der Vorstandsmitglieder auseinander.# Corporate Governance Report

Supervisory Board and its Committees

In the financial year 2019, the Supervisory Board convened six times. In addition, the Supervisory Board met in plenum six times in extraordinary sessions.

Supervisory Board Committees

The Supervisory Board’s work is supported by its four specialised committees: the Permanent Committee, the Audit Committee, the Nomination Committee and the Mediation Committee.

Permanent Committee

In the financial year 2019, the Permanent Committee met four times. In addition to preparing the respective Supervisory Board meetings, the Committee primarily dealt with corporate governance issues. This year, it again conducted a review of the Supervisory Board’s efficiency and concluded that the reporting by the Management Board and the work of the Supervisory Board are efficient and appropriate overall. The Chairman of the Management Board regularly informed the Committee about the shareholder structure and the status of share repurchase programmes. The Permanent Committee also thoroughly examined the separate non-financial (Group) report for 2018.

On the basis of a resolution by the plenum of the Supervisory Board, the Permanent Committee commissioned Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY), Munich, with the limited assurance engagement for the separate non-financial (Group) report for the 2019 financial year.

Audit Committee

The Audit Committee met six times during the reporting period. The external auditor attended five of these meetings. In the meetings held in February and March 2019, the Audit Committee thoroughly discussed the annual financial statements of Münchener Rück AG and the consolidated financial statements, as well as the combined management report, the auditor’s reports and the Management Board’s proposal for the appropriation of profits for the 2018 financial year. Furthermore, the Committee thoroughly reviewed the key information underlying the quarterly financial reports for the first and third quarters of 2019 and, together with the external auditor, discussed the 2019 half-year financial report in detail. It was regularly informed about the key economic figures in accordance with Solvency II and, in these meetings, discussed the quarterly reporting to the Supervisory Board.

Another important task of the Committee was the continuous monitoring of the company’s risk situation and risk management, and the discussion of the risk strategy. To this end, the Committee received detailed oral briefings from the Group Chief Risk Officer on several occasions, in addition to his quarterly written reports. The Head of the Actuarial Function also presented the report of the Actuarial Function of Munich Re (Group) in one meeting.

The internal control system and compliance issues were discussed regularly. The Group Chief Auditor provided the Committee members with comprehensive information on the results of the 2018 audits and the audit plan for 2019. In addition, the Committee was regularly updated on specific compliance cases and audit examinations presented to it.

The members of the Audit Committee also took the opportunity to meet regularly in the absence of the Management Board, both among themselves and together with the Group Chief Auditor, the Group Chief Compliance Officer, the Group Chief Risk Officer and the external auditor, to deliberate. Furthermore, exchanges between the Audit Committee and the external auditor on selected topics also took place outside of the meetings as needed.

The Audit Committee also intensively reviewed and monitored the independence of the external auditor. It was regularly informed about new activities undertaken by the external auditor outside of the audit and about the utilisation of the statutory cap for such assignments. The auditor also presented and explained the Key Audit Matters for the 2019 financial year to the Audit Committee. Furthermore, the Committee prepared the appointment of the auditor for the 2019 financial year for the plenum of the Supervisory Board and determined the audit focus and audit fee. Following a resolution by the plenum, the Chairman of the Committee commissioned KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (KPMG), Munich, with the audit for the 2019 financial year and also engaged them for the limited review of the 2019 half-year financial report.

Additionally, the auditor selected in the tender process for the audit mandate from the 2020 financial year, EY, introduced themselves to the Committee and reported on the status of the preparations for the change of auditor.

Nomination Committee

The Nomination Committee met twice during the reporting period. After having thoroughly dealt with succession planning for the Supervisory Board in six meetings in 2018, the Committee finalised its work in preparation for the Annual General Meeting on 30 April 2019, concerning the re-election of eight shareholder representatives and the election of two new candidates to the Supervisory Board. It also discussed the succession of the Chairman of the Supervisory Board and the Chairman of the Audit Committee and addressed the future composition of the Supervisory Board committees. Furthermore, the Nomination Committee thoroughly discussed the medium-term succession planning for the Supervisory Board.

Mediation Committee

The Mediation Committee did not need to be convened in the 2019 financial year either.

Corporate Governance and Declaration of Conformity

The Supervisory Board is committed to good corporate governance. Thus, together with the Management Board, we issued the declaration pursuant to § 161 AktG in November 2019. The company has complied with all recommendations of the DCGK in its version of 7 February 2017 and intends to continue to do so in the future. We confirmed our assessment that all 20 members of the Supervisory Board are to be considered independent and free of relevant conflicts of interest. Details can be found in the Corporate Governance Statement.

Munich Re conducted an introductory event for the new members of the Supervisory Board, at which subject matter experts lectured on corporate governance, management remuneration, capital investment, accounting, and risk management. In addition, new members of the Supervisory Board were again offered an internal information event in 2019 for targeted further training. Almost all members took the opportunity to obtain information on selected issues from the areas of reinsurance, Group controlling, and big data. Additionally, the company provides members of the Supervisory Board with electronic training materials for self-study. New members of the Supervisory Board also receive selected information material before taking office to prepare them for their duties.

In our role as Chairman of the Supervisory Board, Bernd Pischetsrieder (until 30 April 2019) and I (from 30 April 2019) held discussions with investors and proxy advisors on Supervisory Board-related topics as part of the investor dialogue. The focus of the discussions led by Mr. Pischetsrieder was the election of shareholder representatives to the Supervisory Board by the 2019 Annual General Meeting. The discussions led by me primarily served for mutual exchange and covered the entire range of topics within the Supervisory Board’s area of responsibility.

Changes in the Management Board

The Company’s Management Board was expanded to include the position of Chief Investment Officer, effective 18 March 2019. In this role, Nicholas Gartside is responsible for the entire asset management of Munich Re (Group). For personal reasons, Hermann Pohlchristoph will not extend his mandate, which expires on 30 April 2020, and will leave the company. Achim Kassow has been appointed as his successor, effective 1 May 2020. He will assume responsibility for the Asia Pacific and Africa division as well as for the Central Procurement and Services divisions.

Changes in the Supervisory Board

With the conclusion of the ordinary Annual General Meeting on 30 April 2019, the term of office of the Supervisory Board ended. On the shareholder representative side, Bernd Pischetsrieder and Henning Kagermann stepped down. We thank Mr. Pischetsrieder for his great commitment, with which he responsibly and far-sightedly supervised and successfully supported Munich Re for 17 years as a member and for over six years as Chairman of the Supervisory Board. We would like to express our thanks to Mr. Kagermann for his many years of valuable and constructive support – especially during his time as Chairman of the Audit Committee. On the employee representative side, Christian Fuhrmann, Marco Nörenberg, Andres Ruiz Feger, Ina Hosenfelder, Beate Mensch, and Angelika Wirtz stepped down. The Supervisory Board thanks all departing members for their expert advice, with which they have committedly supported and supervised Munich Re, in some cases for many years. Karl-Heinz Streibich and I were newly elected to the Supervisory Board by the Annual General Meeting. Based on the co-determination agreement, Ruth Brown, Stephan Eberl, Eva-Maria Haiduk, Stefan Kaindl, Gabriele Mücke, and Manfred Rassy were newly elected to the Supervisory Board by the relevant bodies. The term of office for the newly elected and re-elected members of the Supervisory Board began at the end of the Annual General Meeting.

Further information on Corporate Governance in general can be found in the Corporate Governance Statement.

Annual and Consolidated Financial Statements 2019, Reporting pursuant to Solvency II and Non-Financial Information

The external auditor, KPMG, has duly audited the annual financial statements of Münchener Rück AG, the consolidated financial statements, and the combined management report as of 31 December 2019, and has issued an unqualified audit opinion. The auditor responsible for conducting the audit is Dr. Frank Ellenbürger.# Er war erstmals Auftragsverantwortlicher für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013. Die oben genannten Berichte und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns lagen den Aufsichtsratsmitgliedern vor. Der Prüfungsausschuss befasste sich am 21. Februar 2020 intensiv mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2019 und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. In der Sitzung am 26. Februar 2020 beschäftigte sich der Aufsichtsrat ebenfalls eingehend mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2019 und dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Am 16. März 2020 bereitete der Prüfungsausschuss den Beschluss des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vor. Hierzu prüfte der Prüfungsausschuss vorab den Jahres- und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht. Er besprach diese eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer und ging dabei ausführlich auf die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ein. Der Prüfungsausschuss hat sich insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhältnissen (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Der Prüfungsausschussvorsitzende unterrichtete das Aufsichtsratsplenum über das Ergebnis der Beratungen in der Bilanzsitzung. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss in seiner März-Sitzung mit den vorläufigen Eckdaten der Berichterstattung nach Solvency II, insbesondere mit der Solvency-II-Bedeckungsquote, und berichtete hierüber dem Plenum. Das Aufsichtsratsplenum prüfte ebenfalls die Abschlüsse der Münchener Rück AG und des Konzerns und den zusammengefassten Lagebericht. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. März 2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters - Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. Auf Basis dieser umfassenden Prüfung stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen des Abschlussprüfers zu und erhob keine Einwendungen. Am 17. März 2020 billigte er den Jahres- und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Nach Abwägung aller relevanten Aspekte folgte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Dem Ständigen Ausschuss ging der gesonderte nichtfinanzielle (Konzern-)Bericht für das Geschäftsjahr 2019 umgehend zu. Der Ständige Ausschuss befasste sich am 17. März 2020 mit dem Bericht. Das Aufsichtsratsplenum prüfte den gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht ebenfalls am 17. März 2020 unter Berücksichtigung der Prüfungsergebnisse des externen Prüfers und nahm ihn zustimmend zur Kenntnis.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit ihrer engagierten Arbeit zu einem erfolgreichen Geschäftsergebnis von Munich Re beigetragen.

München, den 17. März 2020

Für den Aufsichtsrat

Nikolaus von Bomhard
Vorsitzender

Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft im Jahr 2019

Aufsichtsratsmitglieder

Aufsichtsratsmitglieder Aufsichtsrat Teilnahmequote Aufsichtsrat Personalausschuss
Bernd Pischetsrieder 1 2/2 100 % 3/3
Nikolaus von Bomhard 2 4/4 100 % 2/2
Marco Nörenberg 1 2/2 100 %
Anne Horstmann 6/6 100 %
Ann-Kristin Achleitner 6/6 100 %
Kurt Wilhelm Bock 6/6 100 %
Clement Booth 6/6 100 %
Ruth Brown 2 4/4 100 %
Stephan Eberl 2 4/4 100 % 2/2
Frank Fassin 6/6 100 %
Benita Ferrero-Waldner 6/6 100 %
Christian Fuhrmann 1 2/2 100 %
Ursula Gather 6/6 100 %
Gerd Häusler 6/6 100 %
Eva-Maria Haiduk 2 4/4 100 %
Ina Hosenfelder 1 2/2 100 %
Renata Jungo Brüngger 6/6 100 % 2/2
Henning Kagermann 1 2/2 100 % 3/3
Stefan Kaindl 2 4/4 100 %
Beate Mensch 1 2/2 100 %
Gabriele Mücke 2 4/4 100 %
Ulrich Plottke 6/6 100 %
Manfred Rassy 2 4/4 100 %
Andrés Ruiz Feger 1 2/2 100 %
Gabriele Sinz-Toporzysek 6/6 100 %
Karl-Heinz Streibich 2 4/4 100 %
Angelika Wirtz 1 2/2 100 % 3/3
Maximilian Zimmerer 6/6 100 %
Teilnahmequote (Durchschnitt) 100 % 100 % 100 %

Aufsichtsratsmitglieder

Aufsichtsratsmitglieder Vergütungsausschuss Ständiger Ausschuss Prüfungsausschuss
Bernd Pischetsrieder 1 3/3 1/1
Nikolaus von Bomhard 2 3/3 4/4
Marco Nörenberg 1 1/1
Anne Horstmann 3/3 2/2
Ann-Kristin Achleitner 5/5 6/6
Kurt Wilhelm Bock 3/3
Clement Booth
Ruth Brown 2
Stephan Eberl 2 2/2 3/3
Frank Fassin
Benita Ferrero-Waldner
Christian Fuhrmann 1 2/2
Ursula Gather
Gerd Häusler 4/4
Eva-Maria Haiduk 2
Ina Hosenfelder 1
Renata Jungo Brüngger 2/2
Henning Kagermann 1 1/1 2/2
Stefan Kaindl 2 4/4
Beate Mensch 1
Gabriele Mücke 2
Ulrich Plottke 4/4
Manfred Rassy 2
Andrés Ruiz Feger 1 1/1
Gabriele Sinz-Toporzysek
Karl-Heinz Streibich 2
Angelika Wirtz 1 3/3
Maximilian Zimmerer 4/4
Teilnahmequote (Durchschnitt) 100 % 100 %

Aufsichtsratsmitglieder

Aufsichtsratsmitglieder Nominierungsausschuss
Bernd Pischetsrieder 1
Nikolaus von Bomhard 2
Marco Nörenberg 1
Anne Horstmann
Ann-Kristin Achleitner 2/2
Kurt Wilhelm Bock 1/1
Clement Booth
Ruth Brown 2
Stephan Eberl 2
Frank Fassin
Benita Ferrero-Waldner
Christian Fuhrmann 1
Ursula Gather
Gerd Häusler
Eva-Maria Haiduk 2
Ina Hosenfelder 1
Renata Jungo Brüngger
Henning Kagermann 1
Stefan Kaindl 2
Beate Mensch 1
Gabriele Mücke 2
Ulrich Plottke
Manfred Rassy 2
Andrés Ruiz Feger 1
Gabriele Sinz-Toporzysek
Karl-Heinz Streibich 2
Angelika Wirtz 1
Maximilian Zimmerer
Teilnahmequote (Durchschnitt) 100 %

1 Mitglied des Aufsichtsrats bis 30. April 2019.
2 Mitglied des Aufsichtsrats ab 30. April 2019.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 Aktiengesetz

"Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München entspricht seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2018 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 (bekannt gemacht am 24. April 2017) und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen."

München, im November 2019

Der Vorstand
Der Aufsichtsrat