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Annual Report

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Konzerngeschäftsbericht 2023 Munich Re

Wichtige Kennzahlen (IFRS)1

Munich Re im Überblick

2023 2022 2021 2020 2019
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen Mio. € 57�884 55�385
Schadenaufwendungen Mio. € –41�481 –40�393
Verwaltungs- und Abschlusskosten Mio. € –8�617 –7�807
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis Mio. € 7�545 7�070
Operatives Ergebnis Mio. € 5�702 6�812 3�517 1�986 3�430
Ertragsteuern Mio. € –936 –1�324 –552 –269 –483
Konzernergebnis Mio. € 4�597 5�309 2�932 1�211 2�707
Ergebnis je Aktie2 33�88 38�12 20�93 8�63 18�97
Eigenkapitalrendite (RoE)3 % 15�7 20�2 12�6 5�3 11�7
Kapitalanlagerendite (RoI) % 2�5 1�3 2�8 3�0 3�2
Dividende je Aktie4 15�00 11�60 11�00 9�80 9�80
Ausschüttung4 Mio. € 2�009 1�583 1�541 1�373 1�373
Kurs der Aktie zum 31. Dezember 375�10 304�00 260�50 242�80 263�00
Börsenwert der Münchener Rück AG zum 31. Dezember Mrd. € 51�2 42�6 36�5 34�0 38�0
Buchwert je Aktie 220�29 196�83 220�06 213�38 215�32
Kapitalanlagen Mio. € 218�462 207�965 240�300 232�950 228�764
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung Mio. € 8�280 7�470 8�582 7�544 7�726
Eigenkapital Mio. € 29�772 27�245 30�945 29�994 30�576
Abgeschlossene und abgegebene Versicherungsverträge
(netto) Mio. € 203�383 195�454
Bilanzsumme Mio. € 273�793 269�391 312�405 297�946 287�553
Mitarbeiter zum 31. Dezember 42�812 41�389 39�281 39�642 39�662

Rückversicherung

2023 2022 2021 2020 2019
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen Mio. € 37�786 36�489
Kapitalanlagen Mio. € 90�387 84�615 99�617 91�248 91�069
Abgeschlossene und abgegebene Versicherungsverträge
(netto) Mio. € 69�575 66�100
Großschäden (netto) Mio. € –3�278 –3�741 –4�304 –4�689 –3�124
Schäden aus Naturkatastrophen Mio. € –2�335 –2�118 –3�139 –906 –2�053
Schaden-Kosten-Quote Schaden/Unfall % 85�2 83�2 99�6 105�6 100�2
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 2�432 1�309 3�422 3�193 3�318
Konzernergebnis Mio. € 3�876 4�737 2�328 694 2�268
davon: Rückversicherung Leben/Gesundheit Mio. € 1�428 1�314 325 123 706
davon: Rückversicherung Schaden/Unfall Mio. € 2�448 3�423 2�003 571 1�562
Eigenkapitalrendite (RoE)5 % 16�2 22�2 13�4 4�1 13�3

ERGO

2023 2022 2021 2020 2019
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen Mio. € 20�098 18�896
Kapitalanlagen (inklusive Kapitalanlagen im Bereich der
fondsgebundenen Lebensversicherung) Mio. € 136�355 130�820 149�265 149�245 145�421
Abgeschlossene und abgegebene Versicherungsverträge
(netto) Mio. € 133�808 129�354
Schaden-Kosten-Quote Schaden/Unfall Deutschland % 88�9 90�3 92�4 92�4 92�3
Schaden-Kosten-Quote International % 90�1 95�5 92�9 92�7 94�3
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 2�942 1�674 3�734 4�206 4�504
Konzernergebnis Mio. € 721 572 605 517 440
davon: Leben/Gesundheit Deutschland Mio. € 183 307 164 130 187
davon: Schaden/Unfall Deutschland Mio. € 252 173 234 157 148
davon: International Mio. € 286 92 207 230 105
Eigenkapitalrendite (RoE)5 % 13�5 11�6 10�1 8�8 7�4

1 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte. Informationen zur Ermittlung der Werte des Jahres 2022 finden Sie im > Zusammengefassten Lagebericht > Geschäftsverlauf der Gruppe und Überblick zur Entwicklung der Kapitalanlagen. Die Werte der Jahre 2019 bis 2021 sind nicht gemäß IFRS 9 und IFRS 17 angepasst. Vorjahresvergleiche sind dadurch nur eingeschränkt möglich.

2 Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2022 vor Anpassung des Werts aufgrund geänderter Bilanzierungsstandards hat 24�63 € betragen.

3 Die Berechnung des RoE haben wir im Jahr 2020 geändert.

4 Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung.

5 Seit der Veröffentlichung der Munich Re Group Ambition 2025 im Dezember 2020 ist der RoE für unsere Geschäftsfelder eine Zielgröße.

Inhalt Konzerngeschäftsbericht 2023 1

Munich Re im Überblick
Wichtige Kennzahlen (IFRS)
Quartalszahlen
U2
U3
Termine U4
Aktionärsbrief 3
Zusammengefasster Lagebericht 9
Strategie 12
Steuerungsinstrumente und strategische finanzielle Ziele 16
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Munich Re Gruppe
19
20
Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung 25
Geschäftsverlauf 69
Finanzlage 85
Risikobericht 90
Chancenbericht 104
Ausblick 106
Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB) 108
Corporate Governance 115
Bericht des Aufsichtsrats 117
Erklärung zur Unternehmensführung 124
Konzernabschluss 143
Konzernbilanz 148
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 150
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 151
Konzern-Eigenkapitalentwicklung
Konzern-Kapitalflussrechnung
152
154
Konzernanhang 155
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 316
Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine 325
betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 327
Impressum/Service 328

Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis finden Sie auf den Kapiteltrennseiten.

Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird davon abgesehen, bei Fehlen einer geschlechtsneutralen Formulierung sowohl die männliche als auch weitere Formen anzuführen. Die gewählten männlichen Formulierungen gelten deshalb uneingeschränkt auch für die weiteren Geschlechter.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Dr. Joachim Wenning Vorsitzender des Vorstands Münchener Rück AG

das vergangene Jahr verlief für Munich Re sehr gut. Zum dritten Mal in Folge ist es gelungen, unser Gewinnziel zu übertreffen. Mit einem Ergebnis von 4,6 Milliarden Euro hat Ihr Unternehmen 600 Millionen Euro mehr verdient, als wir uns für 2023 ursprünglich vorgenommen hatten.

An diesem wirtschaftlichen Erfolg möchten wir Sie auch in diesem Jahr angemessen beteiligen. Ihre Zustimmung bei der Hauptversammlung vorausgesetzt, wird die Dividende um 3,40 Euro auf nun 15 Euro je Aktie signifikant erhöht und damit auf ein neues Niveau gehoben. Darüber hinaus haben wir einen neuen, erhöhten Aktienrückkauf von 1,5 Milliarden Euro beschlossen.

2023 markiert damit den vorläufigen Höhepunkt der Wertschaffung im Sinne unserer Aktionäre: Über Dividenden und Aktienrückkäufe haben wir in den letzten zehn Jahren 22,9 Milliarden Euro Kapital zurückgeführt. Das sind im Durchschnitt 2,29 Milliarden Euro pro Jahr. Unsere Bilanz und Kapitalausstattung sind sehr stark. Strategisch und finanziell stehen uns damit alle Optionen für Wachstum, Investitionen und Ausschüttungen offen. Unsere Solvenzquote liegt mit 267 % weiterhin oberhalb des optimalen Bereichs.

Wir befinden uns mitten in der Umsetzung unserer Strategie "Ambition 2025", die die Geschäftsjahre 2021 bis einschließlich 2025 umfasst und unsere mittelfristigen Finanzziele definiert. Neben einer soliden Kapitalausstattung streben wir bis 2025 eine Eigenkapitalrendite von 14 % bis 16 % sowie ein Wachstum des Gewinns je Aktie und der Dividende um durchschnittlich mindestens 5 % pro Jahr an. 2023 stand die Eigenkapitalrendite bereits bei 15,7 %. Beim Gewinn je Aktie liegt das durchschnittliche jährliche Wachstum seit 2021 bei knapp 20 %, bezogen auf die Dividende bei gut 15%. Vom Kapitalmarkt werden unsere geschäftlichen Erfolge honoriert. In den ersten drei Jahren der Ambition 2025 stieg unser Aktienkurs um knapp 60 % – der DAX legte im selben Zeitraum lediglich um 22 % zu. 2023 durchbrach die Munich Re Aktie erstmals die 400-Euro-Marke und befand sich damit auf einem neuen historischen Hoch. Bei der Aktionärsrendite, also den Erträgen aus Kurssteigerungen und Dividenden, haben wir den Vorsprung auf unsere Wettbewerber im mehrjährigen Vergleich weiter ausgebaut. Kein anderer der acht führenden europäischen Rück- und Erstversicherer hat in der laufenden Dekade mehr Wert für seine Aktionäre geschaffen als Munich Re.

Unser Unternehmen ist kerngesund – die Welt um uns herum ist es nicht. Die vergangenen Jahre waren geprägt vom Nebeneinander einer Vielzahl von Großkrisen, die auch der Versicherungsindustrie zugesetzt haben. Die Planung unserer Ambition 2025 fiel mitten in die Anfangszeit der Corona-Pandemie, die uns im ersten Umsetzungsjahr 2021 noch stark belastete. Es folgten 2022 der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine und mit ihm ökonomische Turbulenzen in Form volatiler Kapitalmärkte, extremer Inflationsraten und eines abrupten Zinsanstiegs. Der Klimawandel geriet angesichts der unmittelbaren Bedrohungen fast etwas in Vergessenheit, obwohl die Welt von verheerenden Naturkatastrophen heimgesucht wurde, etwa der Ahrtal-Flut in Deutschland im Sommer 2021 oder dem Hurrikan Ian in den USA im Herbst 2022.

2023 war in dieser Hinsicht, insbesondere infolge des Erdbebens in der Türkei und in Syrien, keine Ausnahme: 74.000 Menschen starben durch Naturkatastrophen – erheblich mehr als im langjährigen Durchschnitt. Die Inflation ist zwar spürbar zurückgegangen, liegt aber immer noch deutlich über dem Zielwert für Preisstabilität. Geopolitische Spannungen haben weiter zugenommen. Die Eskalation im Nahen Osten ist das jüngste Beispiel. In der Ukraine halten das Leid der Menschen und die Zerstörungen jetzt schon über zwei Jahre an. Dazu kommt der weiterhin schwelende Konflikt zwischen den Supermächten USA und China in der Taiwan-Frage. Jeder dieser Kriege und Konflikte hat das Potenzial, sich über die unmittelbar betroffenen Regionen hinaus zu einem Flächenbrand mit ungewissem Ausgang und massiven humanitären und ökonomischen Folgen zu entwickeln. Die Unsicherheiten sind groß.

Bis dato haben wir alle genannten externen Schocks gut verkraftet. Munich Re steht auf einem stabilen Fundament und erwirtschaftet zuverlässig hohe Erträge. Mit dem konsequenten Ausbau von Geschäftsbereichen mit weniger volatilem Ertragsprofil – dazu zählen ERGO, die Lebensrückversicherung sowie unser jüngstes Ressort Global Specialty Insurance – und einer rigorosen Performanceorientierung haben wir unseren Konzern widerstandsfähig gegenüber Schwankungen in der Schaden/Unfall-Rückversicherung bzw. der Kapitalanlage gemacht.

Das Geschäftsfeld ERGO hat 2023 ein Ergebnis von rund 720 Millionen Euro erzielt und damit das Jahresziel erreicht. Im internationalen Geschäft hat ERGO den Versicherungsumsatz deutlich gesteigert. Vor allem das Wachstum im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft in Polen sowie im Gesundheitsgeschäft in Belgien und Spanien unterstützten diese positive Entwicklung. Zum Anstieg des Versicherungsumsatzes hat auch der vollständige Einbezug des thailändischen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts in den Konzernabschluss beigetragen. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland ist der Versicherungsumsatz ebenfalls gestiegen, was im Wesentlichen auf das Geschäft in der Haftpflicht- und der Kfz-Versicherung zurückzuführen war. Im Segment Leben/Gesundheit Deutschland trugen im Gesundheitsgeschäft hauptsächlich Ergänzungsversicherungen sowie die Reiseversicherung zu einem fortgesetzten Umsatzwachstum bei. Zugleich blieb die Nachfrage nach biometrischen Absicherungen und kapitaleffizienten Anlageprodukten hoch.

Die rundum positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch im Zuspruch unserer Kunden. Aus regelmäßigen Befragungen wissen wir, dass die Kundenzufriedenheit in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Dieser Trend hat sich 2023 fortgesetzt. Die höchsten Zufriedenheitswerte erreicht ERGO im Hinblick auf die Bearbeitung von Schäden bzw. Leistungen.

Das Geschäftsfeld Rückversicherung hat mit einem Ergebnis von rund 3,9 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Segment Schaden/Unfall belasteten uns erneut hohe Naturkatastrophenschäden. Trotz einer relativ glimpflichen Hurrikansaison summierten sich die versicherten Schäden auf 95 Milliarden US-Dollar. Der Zehnjahresdurchschnitt liegt bei 90 Milliarden US-Dollar. Andererseits profitierten wir vom anhaltenden Hartmarkt. Wir erzielten nicht nur höhere Margen, sondern konnten unser Geschäft auch weiter ausbauen.

Einen wachsenden Umsatz- und Ergebnisbeitrag hat auch das 2023 neu eingerichtete Vorstandsressort Global Specialty Insurance geleistet. Außerdem sehr positiv entwickelte sich unser Geschäft in der Rückversicherung Leben/Gesundheit, sowohl im Hinblick auf die Übernahme biometrischer Risiken als auch bezüglich finanziell motivierter Rückversicherungslösungen insbesondere zur Finanzierung und Kapitalentlastung unserer Zedenten. Das versicherungstechnische Gesamtergebnis des Segments lag bei knapp über 1,4 Milliarden Euro und damit deutlich über der ursprünglichen Erwartung von 1,0 Milliarden Euro.

Unsere Rückversicherungskunden schätzen uns. Der "Net Promoter Score", eine branchenübergreifend anerkannte Kennzahl zur Messung der Kundenzufriedenheit, die wir alle zwei Jahre im Rahmen einer weltweiten Kundenbefragung erheben, steigt seit Jahren auf hohem Niveau kontinuierlich an. Verlässlichkeit, Berechenbarkeit, konsistentes Handeln sowie Beständigkeit im Bereitstellen von hohen Kapazitäten zeichnen uns aus.

Die exzellente Geschäftsentwicklung in der Versicherung hat uns zusätzlichen Gestaltungsspielraum bei der Kapitalanlage eröffnet. So haben wir 2023 durch den Verkauf festverzinslicher Wertpapiere bewusst Verluste realisiert, um bei der Wiederanlage schneller vom aktuell höheren Zinsniveau zu profitieren. Auf diese Weise verbessern wir die künftige Ertragsentwicklung. Die Wiederanlagerendite stieg im vergangenen Jahr entsprechend von 2,8 % auf 4,5 %, die Kapitalanlagerendite von 2,1 % auf 2,5 %.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Munich Re hervorragend positioniert ist, um die Ziele der Ambition 2025 vollumfänglich zu erfüllen. Das positive Momentum hält auch im laufenden Jahr an. Der erfreuliche Trend aus den Vertragserneuerungsrunden der vergangenen Jahre hat sich bei der Januar-Erneuerung 2024 verstetigt. So konnten wir das bereits hohe Profitabilitätsniveau mit insgesamt stabilen Preisen beibehalten. Das Beitragswachstum belief sich auf 3,5 %, wobei wir nur dort mehr Geschäft gezeichnet haben, wo es attraktiv erschien. Zugleich haben wir aktiv Geschäft aufgegeben, das unsere Erwartungen in Bezug auf Konditionen oder Preise nicht mehr erfüllt hat.

Dem anhaltend guten Geschäftsverlauf entsprechend, wollen wir das Konzernergebnis weiter steigern und nehmen uns für 2024 ein Gewinnziel von 5 Milliarden Euro vor. Der Versicherungsumsatz der Gruppe wird voraussichtlich bei 59 Milliarden Euro liegen und die Kapitalanlagerendite dürfte sich merklich auf über 2,8 % verbessern.

Neben dem Streben nach wirtschaftlichem Erfolg sind Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Compliance, bekannt unter der Abkürzung ESG, elementare Bestandteile unserer Geschäftstätigkeit. Wir verfolgen unsere ESG-Ziele mit derselben Konsequenz, die wir zur Erreichung der finanziellen Ziele an den Tag legen. Im Rahmen der Ambition 2025 widmen wir uns in diesem Kontext vor allem zwei Themen: der Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen sowie der Dekarbonisierung unseres Investment- und Versicherungsgeschäfts.

Bei Ersterem haben wir den Zielwert von 40 % für 2025 infolge einer kontinuierlichen Steigerung in den letzten drei Jahren fast erreicht. Ende 2023 lag der Anteil von Frauen in Führungspositionen konzernweit bei 39,5 %. Im Hinblick auf die Dekarbonisierung haben wir im vergangenen Jahr erhebliche Fortschritte erzielt: Im Versicherungsgeschäft liegen die Treibhausgas-Emissionen bei Kohlekraftwerken und im thermischen Kohleabbau nun jeweils um 41 % und beim Sachversicherungsgeschäft in der Öl- und Gasförderung sogar um 80 % unter den Vergleichswerten des Basisjahrs 2019. In der Kapitalanlage blieb die Reduktion mit 47 % stabil auf hohem Niveau. Zugleich haben wir unsere Investitionen in erneuerbare Energien weiter ausgebaut: Das Investitionsvolumen stieg 2023 signifikant von 2,4 auf nun 3,1 Milliarden Euro an.

Die Zwischenbilanz nach drei der auf fünf Jahre angelegten Ambition 2025 fällt in jeder Hinsicht sehr positiv aus. Unsere knapp 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit setzen alles daran, auch in den verbleibenden zwei Jahren bis 2025 alle gegebenen Versprechen zu erfüllen. Wir sind alle zuversichtlich, dass uns das gelingt.

Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, danke ich für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Joachim Wenning

An die Aktionäre 8

Munich Re Konzerngeschäftsbericht 2023

Zusammengefasster Lagebericht

Dieser Bericht fasst die Lageberichte der Münchener Rück AG und Munich Re zusammen.

Strategie 12
Scale 12
Shape 12
Succeed 12
Steuerungsinstrumente und strategische finanzielle Ziele 16
Unternehmensführung – unser Denken und Handeln ist wertorientiert 16
Die Steuerungsinstrumente in der Gruppe 16
Strategische finanzielle Ziele im Rahmen der Munich Re Group Ambition 2025 17
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 19
Kapitalmärkte 19
Versicherungswirtschaft 19
Munich Re Gruppe 20
Struktur der Gruppe 20
Unsere Marken 24
Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung 25
Nachhaltigkeit in Kapitalanlage und Versicherung 25
Umweltmanagement im eigenen Geschäftsbetrieb 43
Menschenrechte 46
Mitarbeiterbelange 48
Governance 53
Weitere Angaben 58
Über diesen Bericht 60
Geschäftsverlauf 69
Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage der
Gruppe 69
Vergleich des Ausblicks für 2023 mit dem erreichten Ergebnis 70
Geschäftsverlauf der Gruppe und Überblick zur Entwicklung der Kapitalanlagen 72
Rückversicherung Leben/Gesundheit 76
Rückversicherung Schaden/Unfall 78
ERGO Leben/Gesundheit Deutschland 81
ERGO Schaden/Unfall Deutschland 83
ERGO International 84
Finanzlage 85
Analyse der Kapitalstruktur 85
Versicherungstechnische Verpflichtungen 85
Verfügungsbeschränkungen 86
Kapitalausstattung 86
Angaben nach
§ 315a HGB sowie
§ 289
a HGB
und erläuternder Bericht des Vorstands 86
Analyse der Konzern
-Kapitalflussrechnung
88
Risikobericht 90
Risk Governance und Risikomanagement
-System
90
Wesentliche Risiken 92
Bedeckungsquote nach Solvency II 99
Sonstige Risiken 99
Bewertung der Risikosituation 101
Weitere Risikoangaben 102
Chancenbericht 104
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 104
Digitale Transformation 104
Gesellschaftliche Trends 105
Klimawandel und Naturkatastrophen 105
Erweiterung der Grenzen der Versicherbarkeit 105
Ausblick 106
Ausblick 202
4
106
Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB) 108
Rahmenbedingungen und wesentliche Einflussfaktoren 108
Geschäftsverlauf 108
Finanzlage 112
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß
§ 289f HGB
und
§ 315d HGB für das Geschäftsjahr 202
3
113
Weitere Erläuterungen 113

Strategie

Munich Re betreibt ein integriertes Geschäftsmodell aus Erst- und Rückversicherung. Dieses ermöglicht es uns, branchenweit Kompetenzen zu vernetzen, zugrunde liegendes Knowhow und Daten zu teilen und durch Risikodiversifikation Synergien zu schaffen.

Im Kern unseres Geschäftsmodells ist Munich Re Risikoträger entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Versicherung. Wir sind aufgeschlossen für eine Erweiterung der Erstversicherungsaktivitäten aufgrund ihrer stabilen Erträge und haben ein strategisches Interesse an neuen Geschäftsmodellen. Wir bevorzugen organisches Wachstum. Selektive M&A-Aktivitäten folgen unseren strategischen Präferenzen. Unser aktives und gruppenweit integriertes Kapital- und Risikomanagement unterstützt die ökonomische Wertschöpfung für unsere Aktionäre. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die Erfüllung unserer Verpflichtungen gegenüber Kunden und Versicherungsnehmern zu sichern und die Reputation von Munich Re zu schützen.

Die Strategie entfaltet sich entlang der drei Dimensionen Scale, Shape und Succeed. Sie sind Bestandteil der Munich Re Group Ambition 2025.

Scale

Scale steht für Wachstum im Kerngeschäft. Die Möglichkeiten zu organischem Wachstum sind, insbesondere in der Rückversicherung und Spezial-Erstversicherung innerhalb

Unser Versprechen für die Aktionäre

der Rückversicherung, in einem zuletzt verbesserten Marktumfeld gegeben. Im Assetmanagement soll die Performance gesteigert und das Rendite-/Risikoprofil im gestiegenen Zinsumfeld weiter optimiert werden.

Shape

Shape steht für den Anspruch von Munich Re, neue, am Kerngeschäft orientierte Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln und so die Märkte zu gestalten. Hierdurch entstehen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten durch innovative und digitale Lösungen.

Succeed

Succeed steht für den Mehrwert, den Munich Re für alle ihre Stakeholder generiert: für die Aktionäre in Form eines nachhaltigen, finanziellen Erfolgs ihres Investments in Munich Re; für die Kunden in Form von bedarfsgerechten Produkten; und für die Mitarbeiter in Form langfristig attraktiver Arbeitsplätze mit guten Entwicklungsmöglichkeiten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Frauen in Führungspositionen: Bis zum Jahr 2025 sollen 40 % der Managementpositionen unterhalb der Vorstandsebene mit Frauen besetzt sein. Schließlich steht Succeed für das Gemeinwesen insbesondere in Form von Klimazielen im Assetmanagement, im Versicherungsgeschäft und im eigenen operativen Betrieb.

Der Erfolg der Munich Re Group Ambition 2025 wird anhand folgender finanzieller und nichtfinanzieller Ziele gemessen:

Höherer RoE, 2025 Ergebniswachstum je Aktie1 Dividendenwachstum
je Aktie1, 2
Solvency-II-Quote
im optimalen Bereich
14–16% ≥ 5% ≥ 5% 175–220%
Dekarbonisierungsziele bei thermischer Kohle, Öl und Gas

1 Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 2023–2025 basierend auf dem Ausblick 2023. 2 Zusätzlich: Dividende je Aktie auf Jahresbasis mindestens auf dem Niveau des Vorjahres.

Wir wollen eine attraktive Rendite auf das Eigenkapital (RoE) 1 erwirtschaften, die durch die Umstellung der neuen IFRS-Rechnungslegungsvorschriften bis 2025 in einer

Bandbreite von 14 % bis 16 % liegen soll. Der RoE-Zuwachs über den Strategiezeitraum bis 2025, das heißt im Vergleich zu unseren bisherigen finanziellen Zielen und bereits nach Berücksichtigung der neuen IFRS-Regelungen, resultiert aus einer höheren Profitabilität, aus Wachstum und einer gesteigerten Kapitalanlagerendite-Performance.

1 Weitere Informationen zur Kennzahl finden Sie im > Zusammengefassten Lagebericht > Steuerungsinstrumente und strategische finanzielle Ziele.

Ein anhaltendes Ertragswachstum soll sich in einer Steigerung des Gewinns je Aktie widerspiegeln. Das Ziel ist eine Steigerung bis zum Jahr 2025 um durchschnittlich ≥ 5 % pro Jahr.

Aus dem impliziten Dividendenversprechen der vergangenen Jahrzehnte wird in der Munich Re Group Ambition 2025 ein explizites Ziel: Die Dividende je Aktie soll in "normalen" Jahren in Anlehnung an den Gewinn je Aktie durchschnittlich um ≥ 5 % steigen, in Jahren mit ungewöhnlich hohem Schadenaufwand wird erwartet, dass die Dividende je Aktie zumindest gleich bleibt.

Die optimale Bandbreite der Solvenzquote sehen wir bei 175 % bis 220 %.

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen strebt Munich Re an, ihren Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens zu leisten. Munich Re gibt sich deshalb für die Kapitalanlagen, für das Versicherungsgeschäft und für den eigenen Betrieb mittel- und langfristige Dekarbonisierungsziele. Die hier gegebene Beschreibung unserer Klimaambition ist eine Zusammenfassung. Alle Details sind im > Zusammengefassten Lagebericht > Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung aufgeführt.

2023 2025 Langfristig
Kapitalanlage – Finanzierte GHG-Emissionen1 Ziel Ziel
Keine Direktinvestitionen in börsennotierte Thermische Kohle7 Thermische Kohle
Unternehmen mit −35% Emissionen Vollständiger Ausstieg bis 2040
> 15 % Umsatz thermischer Kohle2
> 10 % Umsatz Ölsand
Öl- und Gasunternehmen3 Öl und Gas7
– Keine neuen Direktinvestitionen in −25% Emissionen
ausschließliche Öl- und Gasunternehmen4
- Netto-Null-Verpflichtung von integrierten Öl
und Gasunternehmen ab 2025 erforderlich5
– Keine direkten illiquiden Investitionen in
neue Öl- und Gasfelder, Midstream
Ölinfrastruktur und ölbefeuerte Kraftwerke6 Gesamt7 Gesamt
−25% bis −29% Emissionen Netto-Null-Emissionen bis 2050
Versicherung – Versicherungsbezogene
GHG-Emissionen8 Ziel Ziel
Thermische Kohle Thermische Kohle Thermische Kohle
Keine Versicherung für neue Kohleminen, neue −35% Emissionen12 Vollständiger Ausstieg bis 2040 (inkl. Vertrags
Kraftwerke und die zugehörige Infrastruktur9 rückversicherungsgeschäft)
Öl und Gas – Erschließung und Produktion Öl und Gas
– Keine Versicherung für neue und bestehende −5% Emissionen13
Ölsandvorkommen und zugehörige Infrastruk
tur10, arktische Exponierung und Infrastruktur11
– Keine Versicherung für neue Öl- und Gas
felder, Midstream-Ölinfrastruktur und öl
befeuerte Kraftwerke6
Gesamt
Netto-Null-Emissionen bis 2050

Munich Re Group Ambition 2025 und darüber hinaus

Eigener Betrieb – GHG-Emissionen aus
operativen betrieblichen Prozessen14 Ziel Ziel
Konzernzentrale in München
GHG-Netto-Null (über Zertifikate zur
Entfernung von GHG-Emissionen aus der
Atmosphäre)
Alle restlichen bilanzierten GHG-Emissionen
aus dem Geschäftsbetrieb der Gruppe
GHG-Neutral (über Zertifikate zur GHG-Aus
stoßreduktion)
Gesamt Gesamt
Pro Mitarbeiter −12% Emissionen Netto-Null-Emissionen bis 2030

Alle Treibhausgas-(GHG-)Emissionen werden in CO2-Äquivalenten (CO2e) gemessen. Basisjahr 2019 für alle Ziel- und Erfolgszahlen.

Ausnahmen von den Richtlinien können nur von einem Ausschuss auf Vorstandsebene genehmigt werden.

  • 2 Ausnahmen für Unternehmen, die zwischen 15 % und 30 % ihres Umsatzes mit Kraftwerkskohle erzielen, sind in Einzelfällen auf Basis von Engagement-Dialogen möglich.
  • 3 Direktinvestitionen in Aktien oder Unternehmensanleihen von börsennotierten Öl- und Gasunternehmen. 4 Börsennotierte Unternehmen gemäß Global Industry Classification Standard (GICS) Oil & Gas Sub-Industrien mit Ausnahme von Integrated Oil & Gas.
  • 5 Für Unternehmen mit den höchsten relativen und absoluten Emissionen.
  • 6 Anwendbar für Verträge/Projekte, die ausschließlich die Planung, die Finanzierung, den Bau oder den Betrieb betreffen und die zum 31. Dezember 2022 noch nicht in Produktion (Öl- und Gasfelder) oder Bau bzw. Betrieb (Infrastruktur und Anlagen) waren.
  • 7 Gilt für börsennotierte Aktien und Unternehmensanleihen sowie unter "Gesamt" auch für Immobilien im Direktbestand.
  • 8 Gilt für Erstversicherung sowie das direkte und fakultative (Rück-)Versicherungsgeschäft.
  • 9 Bei eigenständigen Risiken an einem einzelnen Standort.
  • 10 Bei eigenständigen Risiken an einem einzelnen Standort; bei gemischten Deckungen oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts.
  • 11 Für ausschließliche Deckungen inkl. Vertragsrückversicherungsgeschäft; bei gemischten Deckungen oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts.
  • 12 Jährlich produzierte Tonnen versicherter thermischer Kohle/installierte operationale Kapazität (in Megawatt) der versicherten Kohlekraftwerke der Versicherten als Äquivalent für eine approximative Ableitung der mit dem Geschäft unserer Kunden zusammenhängenden GHG-Emissionen.
  • 13 Im Betrieb befindliche Sachdeckungen, Scope 1–3 Lebenszyklus-Emissionen.

14 Scope 1, 2 und 3 (Geschäftsreisen, Papier, Wasser, Abfall).

Unser Anspruch ist es, die Dekarbonisierung unseres Kapitalanlage- und (Rück-)Versicherungsportfolios hin zum gesetzten Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen. Bis 2040 haben wir uns in der Erstversicherung, im fakultativen sowie direkten (Rück-)Versicherungsgeschäft und im Kapitalanlageportfolio zu einem vollständigen Rückzug aus thermischen Kohleaktivitäten verpflichtet. Bis 2025 sollen die gesamthaften Scope 1 und 2 finanzierten GHG-Emissionen von börsennotierten Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien im Direktbestand in einem Zwischenschritt um 25% bis 29% im Vergleich zum Basisjahr 2019 reduziert werden.

Bereits seit 2019 investiert Munich Re nicht mehr direkt in börsennotierte Unternehmen, die mehr als 30 % ihres Umsatzes mit thermischer Kohle erwirtschaften. Seit 2021 werden Unternehmen, deren Umsatz mit thermischer Kohle zwischen 15 % und 30 % beträgt, aus unserem Anlageuniversum ausgeschlossen oder in Einzelfällen im Rahmen von Engagement-Dialogen zur Reduktion der Treibhausgase ermutigt. Ebenfalls ausgeschlossen sind direkte Investitionen in börsennotierte Unternehmen, die mehr als 10 % ihres Umsatzes mit der Gewinnung von Ölsanden erzielen.

In der Erstversicherung sowie im fakultativen und direkten (Rück-)Versicherungsgeschäft hat Munich Re bereits 2020 Emissionsreduktionsziele im Hinblick auf thermische Kohle sowie die Öl- und Gasförderung gesetzt. Vertragsähnliches Geschäft in Form von fakultativen Rahmenverträgen wird dabei mit berücksichtigt, sofern diese ein Ablehnungsrecht für Einzelrisiken vorsehen. Im ersten Schritt streben wir bis 2025 eine Reduzierung der Emissionen aus der Öl- und Gasförderung um 5 % gegenüber dem Basisjahr 2019 an. Gleichzeitig wird die kohlebezogene Exponierung des direkten und fakultativen Versicherungsgeschäfts gegenüber dem Basisjahr 2019 gruppenweit um 35 % bis zum Jahr 2025 reduziert. Seit 2018 versichert Munich Re keine neuen Kohlekraftwerke/-minen und seit 2019 keine Anlagen zur Ölsandgewinnung mehr.

Im Rahmen der Munich Re Group Ambition 2025 haben wir uns zudem Ziele für die eigenen GHG-Emissionen aus operativen betrieblichen Prozessen gesetzt. Die noch vorhandenen GHG-Emissionen sollen um 12 % je Mitarbeiter bis zum Jahr 2025 reduziert werden, Basisjahr ist 2019. Für die verbliebenen GHG-Emissionen des eigenen Betriebs haben wir ein GHG-Netto-Null-Ziel beschlossen, welches fünf Jahre später, im Jahr 2030, erreicht werden soll. Diesen GHG-Emissionen versuchen wir entgegenzuwirken, indem wir Zertifikate aus Projekten kaufen, die das Ziel haben, GHG aus der Atmosphäre zu entfernen (GHG-Netto-Null).

Rückversicherung

Strategisches Ziel von Munich Re ist es, die Position als weltweit führender Rückversicherer auszubauen sowie mit Global Specialty Insurance im Spezial-Erstversicherungsgeschäft den Erfolg durch besondere Underwriting-Expertise weiter zu stärken.

Die Strategie stützt sich ebenfalls auf drei Säulen: Scale, Shape, Succeed, die Maßnahmen zur Erreichung der übergeordneten Ziele beinhalten.

In der klassischen Rückversicherung partizipiert Munich Re an der starken Entwicklung wesentlicher Märkte. Wachstumsfelder im Kerngeschäft sind der Ausbau der Marktposition in entwickelten Märkten in Nordamerika, Europa, Asien und Australien mit einem Fokus auf Risikoexpertise und Underwritingqualität. In aufstrebenden Märkten Asiens, des

1 Scope 1 und 2

Mittleren Ostens und Südamerikas betreibt Munich Re ein fokussiertes Wachstum insbesondere mittels maßgeschneiderter Service- und Produktangebote für die Zedenten.

Im Spezial-Erstversicherungsgeschäft innerhalb der Rückversicherung fokussiert sich Munich Re auf Nordamerika, das Vereinigte Königreich und Europa und will bis 2025 einer der führenden Specialty-Versicherer weltweit werden. Ziel der im Vorstandsressort Global Specialty Insurance gebündelten Aktivitäten sind eine stringente Markt- und Brokerstrategie sowie eine konsistente Steuerung bisher getrennt operierender Einheiten wie American Modern Insurance Group Inc. (American Modern), The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company (HSB), Munich Re Specialty Insurance (MRSI), Munich Re Syndicate und Aerospace sowie Great Lakes Insurance SE (GLISE). Munich Re möchte dabei Synergien in Underwriting, Vertrieb und Digitalisierung realisieren und die hohen regulatorischen Anforderungen an das Erstversicherungsgeschäft durch die neue Aufstellung besser adressieren.

Die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit in traditioneller Rückversicherung und Spezial-Erstversicherung wird vor allem durch Exzellenz in der Geschäftstätigkeit, die Entwicklung neuer Produktlösungen und die Besetzung neuer strategischer Optionen in unseren Geschäftsaktivitäten sichergestellt.

Im Mittelpunkt der Exzellenz-Initiativen stehen erstklassiges Underwriting und Risikomanagement auf höchstem Niveau, gelebte Kundenorientierung und herausragendes Client Management, agile und effiziente Prozesse sowie das Heben von Synergien innerhalb der Gruppe, sowohl bei Kooperationen in der Produkt- und Marktentwicklung als auch bei Nutzung von Servicefunktionen.

Sowohl die traditionelle Rückversicherung als auch Global Specialty Insurance definieren kontinuierlich neue Themenfelder und Lösungen, um das Geschäft weiterzuentwickeln. So treibt Munich Re Produktinnovationen rund um die Themen Cyber, Flut, parametrische Deckungen, Kreditversicherung und finanziell motivierte Rückversicherung voran, indem neben Rückversicherungsdeckungen auch datengestützte Lösungen und Services unter der Marke Dritter angeboten werden.

Daten und KI spielen sowohl in Spezial-Erst- als auch in der traditionellen Rückversicherung eine zunehmend wichtige Rolle. Neben der Automatisierung von Prozessen und der Effizienzsteigerung stehen in der Rückversicherung KI-gestützte Entscheidungen – vor allem im Underwriting – im Vordergrund. Insbesondere die generative KI ermöglicht es, neue externe Datenpotenziale durch die Nutzung vortrainierter Modelle zu erschließen und die interne Datenqualität durch KI-gestütztes Datenmanagement zu verbessern. In der Rückversicherung wird der KI-Ansatz durch eine zielgerichtete Datenstrategie ergänzt, die den Geschäftseinheiten bedarfsgerechte Datenprodukte zur Verfügung stellt.

In Ergänzung zu Investitionen in Innovations- und Digitalisierungsprojekte geht das Geschäftsfeld Rückversicherung auch Beteiligungen an jungen Unternehmen (Venture Capital) ein. Neben dem Ziel, überproportional profitable Investitionsgewinne zu erzielen, nutzt das Geschäftsfeld Rückversicherung Venture Capital, um eine größtmögliche Nähe zu neuen Technologien und neu entstehenden Geschäftsmodellen zu ermöglichen.

ERGO

Strategisches Ziel von ERGO ist es, bis 2025 weiter profitabel zu wachsen und hinsichtlich der Eigenkapitalrendite zur Spitzengruppe der europäischen Erstversicherer aufzuschließen. Dabei unterteilt sich das strategische Maßnahmenportfolio ebenfalls in drei Säulen – Scale, Shape, Succeed –, die Maßnahmen zur Erreichung der übergeordneten Ziele beinhalten.

ERGO verfolgt dabei das Ziel, ihre Marktposition und Profitabilität in Deutschland weiter zu verbessern. Hierbei stehen der weitere Ausbau versicherungstechnischer Fähigkeiten, die konsequente Optimierung der End-to-End-Prozessexzellenz, die Schaffung starken Wachstums zusammen mit Partnern im Bereich des mehrstufigen Vertriebs (B2B2C) und der reinen Direktangebote sowie die Reduktion der IT-, Vertriebs- und Betriebskosten im Vordergrund. Im internationalen Geschäft konzentriert sich ERGO auf die Regionen Europa und Asien, wobei insbesondere wachstumsstarke Märkte wie Indien, China und Thailand erfolgversprechende Perspektiven eröffnen.

Die sich durch die Digitalisierung in einem immer stärkeren Maße wandelnden Märkte und ein verändertes Kundenverhalten erfordern dabei Flexibilität auf der Service- und Produktseite. ERGO orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen der Kunden, die bei der Beratung und beim Kauf von Versicherungen zunehmend klassische und digitale Kanäle parallel nutzen.

Die fortgesetzte Modernisierung der IT steht hierbei weiterhin im Fokus. Gleichzeitig strebt ERGO eine Führungsrolle beim Thema Digitalisierung an – traditionelle und generative KI, Metaverse, Robotics und Sprachassistenten werden von ERGO entschieden vorangetrieben, um das Kundenerlebnis stetig zu verbessern. Der Transfer technologiegestützter Lösungen und der Ausbau länderübergreifender Synergien sollen die Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöhen. ERGO wird auch zukünftig externe und interne Ressourcen nutzen, um neuartige Geschäftsideen zu generieren, durch die das Geschäftsmodell entlang der gesamten Versicherungswertschöpfungskette erweitert und Wachstumspotenziale der digitalen Welt erschlossen werden können.

Steuerungsinstrumente und strategische finanzielle Ziele

Unternehmensführung − unser Denken und Handeln ist wertorientiert

Ziel unseres unternehmerischen Denkens und Handelns ist es, Risiken in allen Facetten zu erfassen, zu bewerten, zu diversifizieren und an den Risiken gemessen nachhaltig Wert für unsere Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Diesem Ziel dienen unser aktives Kapitalmanagement und die konsequente Anwendung wert- und risikoorientierter Steuerungssysteme.

Den Rahmen für jegliche Geschäftstätigkeit bildet unsere Risikostrategie, aus der wir verschiedene Limitierungen und Meldeschwellen ableiten. Kernelement ist unsere ökonomische Kapitalausstattung, die wir im Einklang mit dem Aufsichtsregime Solvency II ermitteln. Daneben beachten wir eine Vielzahl wichtiger Nebenbedingungen. Dazu gehören Regelungen nationaler Rechnungslegungsvorschriften, steuerliche Aspekte, Liquiditätsanforderungen sowie aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Anforderungen von Ratingagenturen.

Folgende Aspekte prägen unsere wertorientierte Unternehmensführung:

  • − Das Risikokapital bzw. die Kapitalanforderung zur Bedeckung der Risiken ist Grundlage unserer wert- und risikoorientierten Steuerung. Die Kapitalanforderung entspricht der Solvenzkapitalanforderung gemäß Solvency II, die wir auf Basis unseres internen, zertifizierten Risikomodells ermitteln. Erläuterungen zum internen Modell finden Sie im > Risikobericht > Risk Governance und Risikomanagement-System > Im internen Modell abgebildete Risiken.
  • − Dementsprechend werden geschäftliche Aktivitäten nicht einseitig nach ihrem Ertragspotenzial beurteilt, sondern auch nach dem Ausmaß der eingegangenen Risiken. Erst die Rendite-Risiko-Beziehung gibt Aufschluss darüber, ob eine Aktivität aus Aktionärssicht vorteilhaft ist.
  • − Mit wertorientierten Steuerungsinstrumenten stellen wir die ökonomische Bewertung und die Vergleichbarkeit alternativer Initiativen sicher.

Bei der Auswahl geeigneter Zielgrößen sind gegenläufige Aspekte abzuwägen: Einerseits sollte das oft komplexe ökonomische Umfeld so realistisch wie möglich abgebildet werden, um das Unternehmen dadurch auf nachhaltige Wertschaffung auszurichten, andererseits sollten die Ziele für Anleger, Mitarbeiter und Öffentlichkeit gut verständlich und nachvollziehbar sein.

Die Steuerungsinstrumente in der Gruppe

Wichtige Steuerungsinstrumente auf Gruppenebene sind die ökonomische Wertschaffung (Economic Earnings) sowie das IFRS-Konzernergebnis. Gemeinsam mit den weiteren Steuerungsinstrumenten stellen sie für uns die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Mit der Einführung von IFRS 9 und IFRS 17 nähert sich die IFRS-Konzernrechnungslegung der ökonomischen Wertschaffung an und schafft daher höhere Transparenz für unsere Stakeholder.

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Economic Earnings

Ausgangspunkt der wertorientierten Steuerung ist die ökonomische Wertschaffung, die wir anhand des zentralen Steuerungsinstruments Economic Earnings ermitteln. Diese entsprechen der Veränderung der anrechnungsfähigen Eigenmittel nach Solvency II, angepasst um Bestandteile, die keine ökonomische Wertschaffung darstellen, wie beispielsweise Kapitalmaßnahmen und Veränderung regulatorisch motivierter Beschränkungen.

Die Economic Earnings umfassen insbesondere den Ergebnisbeitrag aus unserem Neugeschäft sowie die Wertänderungen des Bestandsgeschäfts gegenüber der Vorjahresbewertung aufgrund versicherungstechnischer Faktoren. Weiterhin einbezogen wird die Entwicklung der anrechnungsfähigen Eigenmittel aufgrund der Wirkung von Kapitalmarktparametern auf die Aktiv- und Passivseite der Solvabilitätsübersicht.

Zur Steuerung der ökonomischen Wertschaffung verwenden wir in den Geschäftsfeldern konzeptionell übereinstimmende wert- und risikokapitalbasierte Ansätze, die in ihrer individuellen Ausprägung den Merkmalen des jeweiligen Geschäfts Rechnung tragen: In der Schaden- und Unfallrückversicherung ist dies das Adjusted Result (erwartete diskontierte Cashflows der Versicherungstechnik sowie ein Ausgleich für Großschäden), in der Rückversicherung Leben/ Gesundheit kommen der Neugeschäftswert und die Veränderung des Werts des Bestandsgeschäfts zur Anwendung,

die auf der Solvabilitätsübersicht basieren. Im Rahmen unseres Asset-Liability-Managements betrachten wir die Überrendite aus unserer Kapitalanlagetätigkeit in der Rückversicherung. Für ERGO wird das Steuerungsinstrument Economic Earnings direkt verwendet.

IFRS-Konzernergebnis

Das IFRS-Konzernergebnis verwenden wir als standardisiertes, rechnungslegungsbasiertes Erfolgsmaß für die Gruppe einschließlich der Geschäftsfelder. Durch den standardisierten Ansatz ermöglicht das IFRS-Konzernergebnis eine extern bessere Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit der Ergebnisse und stellt einen wesentlichen Bestandteil unserer Finanzberichterstattung am Kapitalmarkt dar.

Weitere Steuerungsinstrumente

Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz)

Der Versicherungsumsatz ist ein wesentlicher Indikator für das Unternehmenswachstum auf Gruppen- und Geschäftsfeldebene. Die Steigerung dieser Erfolgsgröße ist isoliert jedoch kein vollständig aussagekräftiges Ziel für unsere Gruppe, da Umsatzwachstum immer im Zusammenhang mit der Profitabilität des gezeichneten Geschäfts betrachtet werden muss.

Schaden-Kosten-Quote

Die Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung ausgewiesen. Sie bezeichnet das prozentuale Verhältnis der versicherungstechnischen Aufwendungen zum Versicherungsumsatz, und zwar jeweils netto, das heißt nach Rückversicherungsabgaben. Sie ist die Summe von Schadenquote und Kostenquote. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 100 % entsprechen die Schäden und Kosten dem Versicherungsumsatz. 1 Die Schaden-Kosten-Quote erlaubt aufgrund der Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes und der Berücksichtigung der Unsicherheiten der Zahlungsflüsse auch eine ökonomische Einschätzung der Profitabilität. Für den Vergleich mit der finanziellen Entwicklung von Wettbewerbern ist sie bedingt geeignet, da unterschiedliche Berechnungsmethoden und verschieden zusammengesetzte Portfolios die Vergleichbarkeit beeinträchtigen. Grundsätzlich möchten wir die Schaden-Kosten-Quote durch gutes Underwriting und Schadenmanagement so niedrig wie möglich halten.

Versicherungstechnisches Gesamtergebnis Rückversicherung Leben/Gesundheit

Durch die Langfristigkeit des Geschäfts in der Rückversicherung Leben/Gesundheit ist die in der Schaden- und Unfallversicherung verwendete Schaden-Kosten-Quote in diesem Segment nur eingeschränkt aussagekräftig. Deshalb betrachten wir für die Rückversicherung Leben/Gesundheit das versicherungstechnische Gesamtergebnis nach IFRS 9 und IFRS 17. Es vereint auf konsistenter Basis das versicherungstechnische Geschäft mit den versicherungsnahen Finanzinstrumenten und ersetzt ab diesem Berichtsjahr das "Versicherungstechnische Ergebnis einschließlich des Ergebnisses aus Rückversicherungsverträgen mit nicht signifikantem Risikotransfer" unter IFRS 4.

Kapitalanlagerendite (RoI)

Diese Kennzahl ist für Munich Re eine wichtige Erfolgsgröße für den Anlageerfolg auf der Grundlage der externen Rechnungslegung. Zugrunde gelegt werden das Ergebnis aus Kapitalanlagen und der durchschnittliche Bestand unserer Kapitalanlagen, bewertet zu Marktwerten einschließlich der nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne und Verluste. 2

Strategische finanzielle Ziele im Rahmen der Munich Re Group Ambition 2025

Munich Re veröffentlicht im Rahmen einer mehrjährigen Ergebnisambition weitere Erfolgsgrößen. Aufgrund des längeren Zeithorizonts von mehreren Jahren und dementsprechend größeren Unsicherheiten werden für diese Erfolgsgrößen lediglich Ergebnisziele in Form von erwarteten Bandbreiten oder Mindestzielen veröffentlicht. Die Ziele für die hier dargestellten Kennzahlen der Munich Re Group Ambition 2025 finden Sie detailliert im Kapitel > Strategie.3

3 Angaben zu den nichtfinanziellen Zielen der Munich Re Group Ambition 2025 finden Sie auch im > Zusammengefassten Lagebericht > Strategie.

1 Die Ermittlung der Schaden-Kosten-Quote finden Sie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Segmentangaben > (7) Alternative Leistungskennzahlen.

2 Die Berechnung des RoI wird unter > Geschäftsverlauf > Geschäftsverlauf der Gruppe und Überblick zur Entwicklung der Kapitalanlagen in der Tabelle "Ergebnis aus Kapitalanlagen" erläutert.

Strategische finanzielle Ziele im Rahmen der
Munich Re Group Ambition 2025
Eigenkapitalrendite (RoE)
Ergebnis je Aktie
Dividende je Aktie
Bedeckungsquote nach Solvency II

Eigenkapitalrendite (RoE)

Der RoE ist eine wichtige Rentabilitätskennzahl, die insbesondere im mittelfristigen Zeitraum als Ergebnisgröße von Relevanz ist und auf Basis des IFRS-Ergebnisses im Verhältnis zum durchschnittlichen IFRS-Eigenkapital zu Jahresbeginn und Jahresende ermittelt wird. Dabei wird das IFRS-Eigenkapital insbesondere um nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, um erfolgsneutrale Veränderungen aus Währungsumrechnung sowie um das Bewertungsergebnis aus der Bewertung von Versicherungsverträgen sowie aus Sicherungsbeziehungen bereinigt. Weitere Anpassungen werden vorgenommen, um Verzerrungen durch konzerninterne Transaktionen zu bereinigen.

Der RoE wird maßgeblich durch das IFRS-Ergebnis beeinflusst. Das IFRS-Eigenkapital wird neben der Gewinnentwicklung insbesondere durch Kapitalmaßnahmen wie zum Beispiel Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe beeinflusst. Der RoE wird für die Gruppe und die Geschäftsfelder Rückversicherung und ERGO ausgewiesen.

Die Berechnungsmethodik der Eigenkapitalrendite sowie die Bereinigungen des durchschnittlichen Eigenkapitals bleiben durch die Einführung von IFRS 9 und IFRS 17 unverändert.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie spiegelt das IFRS-Konzernergebnis eines Jahres im Verhältnis zur durchschnittlichen Anzahl der ausstehenden Aktien zu Jahresbeginn und Jahresende wider. Das Ergebnis je Aktie wird im Wesentlichen durch das IFRS-Konzernergebnis beeinflusst. Die Anzahl der ausstehenden Aktien kann sich durch Aktienrückkäufe oder sonstige Kapitalmaßnahmen verändern. Weitere Informationen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Sonstige Angaben > (66) Ergebnis je Aktie.

Dividende je Aktie

Die Dividende je Aktie gibt die Dividendenausschüttung eines Jahres im Verhältnis zur Anzahl der dividendenberechtigten Aktien wieder. Die Anzahl der Aktien kann durch Aktienrückkäufe oder sonstige Kapitalmaßnahmen beeinflusst werden.

Bedeckungsquote nach Solvency II

Die Solvency-II-Bedeckungsquote ergibt sich als Quotient der anrechnungsfähigen Eigenmittel und der Solvenzkapitalanforderung. Erläuterungen zur Solvenzkapitalanforderung und zu den anrechnungsfähigen Eigenmitteln finden Sie im > Risikobericht.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich 2023 etwas ab. Hohe Inflation und restriktive Geldpolitik waren die Hauptursachen dafür. Vor allem in Europa ließ die wirtschaftliche Dynamik deutlich nach. Dagegen blieb die USamerikanische Konjunktur überraschend robust, und die chinesische Volkswirtschaft wuchs nach dem Wegfall der Pandemierestriktionen stärker als im Vorjahr. Aufgrund niedrigerer Energiepreise fielen die Inflationsraten zwar, waren aber im Jahresdurchschnitt in vielen Ländern noch deutlich höher als im langjährigen Mittel.

Kapitalmärkte

Infolge der immer noch erhöhten Inflationsraten strafften wichtige Zentralbanken 2023 ihre Geldpolitik weiter. Die Notenbank der USA erhöhte im Laufe des Jahres ihren Leitzins um 100 Basispunkte, sodass der Leitzinskorridor im Dezember 2023 bei 5,25 % bis 5,5 % lag. Zudem reduzierte sie ihren Wertpapierbestand weiter. Die Europäische Zentralbank hob ihren Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte von 2,5 % auf 4,5 % an und begann mit der Reduktion von Wertpapierbeständen ihres seit 2014 laufenden Programms zum Ankauf von Vermögenswerten. Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen der USA und Deutschlands stiegen im Laufe des Jahres 2023 auf ein Mehrjahreshoch. Zunehmende Erwartungen baldiger Zentralbankzinssenkungen trugen jedoch im vierten Quartal zu einem Rückgang der Renditen bei. Ende Dezember standen die US-Renditen wieder auf dem Niveau des Jahresbeginns, die deutschen Renditen etwas niedriger.

Zinsen 10-jährige Staatsanleihen

% 31�12�2023 31�12�2022
USA 3�9 3�9
Deutschland 2�0 2�6

Die Volatilität an den internationalen Finanzmärkten war im Berichtsjahr insgesamt niedriger als im Vorjahr. Nur im März führten Probleme im US-Bankensektor zu einer kurzen Phase erhöhter Volatilität. Wichtige Aktienmarktindizes wie der US-amerikanische Dow Jones Industrial Average und der EURO STOXX 50 stiegen im Jahresverlauf deutlich an.

Aktienmärkte

31�12�2023 31�12�2022
EURO STOXX 50 4�522 3�794
Dow Jones Industrial Average 37�690 33�122

Auch an den Währungsmärkten waren die Schwankungen 2023 geringer als im Vorjahr. Ende Dezember waren aus Euro-Sicht der US-Dollar und der kanadische Dollar etwas günstiger und der japanische Yen sogar deutlich günstiger. Dagegen verteuerte sich das Pfund Sterling aus Euro-Sicht. Die Jahresdurchschnittswerte gegenüber dem Euro waren jedoch für alle genannten Währungen 2023 niedriger als 2022. Der durchschnittliche Wert des US-Dollars lag im Berichtsjahr mit 0,92 € etwas niedriger als im Vorjahreszeitraum (0,95 €).

Versicherungswirtschaft

Nach derzeitigen Hochrechnungen wuchsen die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2023 nur schwach. Das Beitragswachstum in der Schaden- und Unfallversicherung war zwar stärker als im langjährigen Mittel. Jedoch gingen die Beiträge in der Lebensversicherung aufgrund eines erneuten Einbruchs bei den Einmalbeiträgen zurück.

Weltweit verzeichneten 2023 mehrere große Schaden- und Unfallerstversicherungsmärkte starkes Wachstum, sodass die globalen Beitragseinnahmen auch bereinigt um die hohe Inflation deutlich zulegten. Bei den Erneuerungsrunden der Schaden- und Unfallrückversicherungsverträge setzte sich insgesamt der Trend zu höheren Preisen fort. Diese Entwicklung war jedoch in den Regionen und Sparten unterschiedlich stark ausgeprägt, abhängig von Schadenerfahrung, Schadenerwartung und Marktsituation.

Munich Re Gruppe

Munich Re ist einer der weltweit führenden Risikoträger und kombiniert Erst- und Rückversicherung unter einem Dach. Auf diese Weise kann die Gruppe auf dem Markt der Risiken weite Teile der Wertschöpfungskette abdecken. Nahezu alle Rückversicherungseinheiten treten unter der einheitlichen Marke Munich Re auf. Die ERGO Group (ERGO) engagiert sich in fast allen Zweigen der Lebens-, Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Ein Großteil der Kapitalanlagen von Munich Re wird von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet. Aktuelle Informationen über Munich Re finden Sie unter www.munichre.com.

Struktur der Gruppe

Die Rückversicherungsunternehmen der Gruppe sind weltweit und in nahezu allen Versicherungszweigen tätig. Munich Re bietet die gesamte Produktpalette an, von der traditionellen Rückversicherung bis zu innovativen Lösungen für die Risikoübernahme. Die Unternehmen agieren von ihren jeweiligen Stammsitzen aus sowie über zahlreiche Zweigniederlassungen, Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zur Rückversicherungsgruppe gehören auch Spezialerstversicherer, deren Geschäft besondere Lösungskompetenz benötigt.

Bei ERGO bündeln wir die Erstversicherungsaktivitäten von Munich Re. Etwa 67% des Versicherungsumsatzes erwirtschaftet ERGO in Deutschland, 33% stammen aus dem internationalen, hauptsächlich mittel- und osteuropäischen Geschäft. Auch auf asiatischen Märkten, insbesondere in Indien, China und Thailand, engagiert sich ERGO.

Die MEAG umfasst die MEAG MUNICH ERGO Asset-Management GmbH, die Finanz- und Immobilienportfolios verwaltet und Anlageberatung ausschließlich für Unternehmen der Munich Re Gruppe erbringt, und die MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH, die Spezial- und Publikumsfonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten verwaltet und individuell zugeschnittene Investment-Management-Dienstleistungen für konzernexterne institutionelle Anleger außerhalb der USA erbringt.

Überblick

Munich Re Gruppe
eschäftsfelder Rückversicherung ERGO
egmente Leben/Gesundheit Schaden/Untall Leben/Gesundheit
Deutschland
Schaden/Unfall
Deutschland
International
ieschäftsbereiche,
lärkte und Ressorts
Asia Pacific,
Middle East,
Africa
- North America
- Europe and Latin
America
- Markets
- Global Clients and
North America
- Europe and Latin
America
Asia Pacific and
Africa
Global Specialty
Insurance
Leben Deutsch-
land
Gesundheit
Deutschland
Digital Ventures
ERGO Versiche-
rung Aktien-
gesellschaft,
Düsseldorf, mit
Schaden- und
Unfallversiche-
rungen für den
privaten, gewerb-
lichen und indus-
triellen Bereich
- Lebens-
versicherung
Schaden-
und Unfall-
versicherung
Gesundheit

Die Münchener Rück AG und die ERGO Group AG stehen unter einheitlicher Leitung im Sinne des Aktiengesetzes. Die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Konzernführung und ERGO bei maßgeblichen Entscheidungen sind in den einschlägigen gesetzlichen Regelungen, Beherrschungsverträgen und Konzernleitlinien geregelt. Mit vielen Konzernunternehmen bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge, insbesondere zwischen der ERGO Group AG und ihren Tochterunternehmen.

Rückversicherung

Die Rückversicherung betreibt Lebens-, Gesundheits- sowie Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäft. Ferner erfassen wir hier unsere spezialisierten Erstversicherungsaktivitäten, soweit sie von der Rückversicherungsorganisation gesteuert werden, ebenso wie Managing General Agents. Die weltweiten Aktivitäten im Bereich IoT haben wir organisatorisch im Bereich "Global IoT" gebündelt.

Als Rückversicherer zeichnen wir unser Geschäft im direkten Kontakt mit Erstversicherern, über Makler und im Rahmen strategischer Partnerschaften. Neben dem traditionellen Rückversicherungsgeschäft beteiligen wir uns ebenso an Versicherungspools, Public Private Partnerships sowie an Geschäft in spezialisierten Nischensegmenten auch als Erstversicherer. Zudem bieten wir unseren Kunden ein

breites Spektrum an Spezialprodukten, maßgeschneiderten Versicherungslösungen und Dienstleistungen. Diese Aktivitäten werden aus der Rückversicherung heraus gesteuert. Unsere Kunden erhalten damit direkten Zugang zu Expertise, Innovationskraft und Kapazität eines weltweit führenden Risikoträgers. Aufgrund unseres Knowhows im Kapitalmanagement sind wir ein gefragter Ansprechpartner für Angebote, die auf die Anforderungen an Bilanz-, Solvenzund Ratingkapital sowie auf die Risikomodelle unserer Kunden abgestimmt sind.

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in der Rückversicherung Leben/Gesundheit

Im Segment Leben/Gesundheit bündeln wir unser weltweites Geschäft in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung. Es ist unterteilt in drei geografische Regionen und einen weiteren Geschäftsbereich (Markets), der spezialisierte Lösungen zur Absicherung von Kapitalmarktrisiken anbietet.

Den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bilden traditionelle Rückversicherungslösungen, die sich auf den Transfer versicherungstechnischer Risiken konzentrieren. Den größten Anteil daran hat das Sterblichkeitsrisiko. Darüber hinaus sind wir im Markt für sogenannte Living-Benefits-Produkte aktiv. Dies umfasst Versicherungsprodukte zur Absicherung von

Berufsunfähigkeit, Pflegefall und dem Eintritt schwerer Krankheiten (Critical Illness). Zudem bieten wir Kapazität für Langlebigkeitsrisiken an.

Daneben unterstützen wir unsere Kunden mit einem breiten Angebot von Dienstleistungen entlang weiter Teile der Wertschöpfungskette. Dies beinhaltet die Entwicklung neuer Versicherungsprodukte ebenso wie digitale und automatisierte Lösungen in der Risiko- und Leistungsprüfung.

Neben traditionellen Lösungen zur Absicherung versicherungstechnischer Risiken bieten wir unseren Kunden effiziente maßgeschneiderte und strukturierte Konzepte zur Optimierung ihrer Kapitalausstattung, Liquidität oder anderer bedeutender Leistungsindikatoren an.

Im Geschäftsbereich Markets vereinen wir global unsere Expertise und unser Leistungsangebot in Bezug auf Kapitalmarktrisiken, wie sie häufig in Sparprodukten enthalten sind. Wir beraten unsere Kunden umfassend in der Produktgestaltung und bieten Absicherung für eingebettete kapitalmarktabhängige Optionen und Garantien. Unsere eigene Exponierung sichern wir wiederum am Kapitalmarkt ab.

Um die Nähe zu unseren Kunden zu gewährleisten, sind wir in vielen Märkten mit lokalen Tochtergesellschaften und Niederlassungen vertreten. Den überaus wichtigen nordamerikanischen Markt bearbeiten wir durch unsere Niederlassung in Kanada sowie unsere Tochtergesellschaft in den USA. In Europa haben wir Standorte in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz, in Spanien, Italien und Malta. Zudem betreiben wir Tochtergesellschaften in Australien und Südafrika sowie lokale Präsenzen in den wichtigen Märkten Südamerikas, des Mittleren Ostens und Asiens. Mit einer eigenen Niederlassung in Singapur zur zentralen Steuerung der Geschäftstätigkeit in Asien unterstreichen wir die strategische Bedeutung dieser Region für die Lebens- und Gesundheitsrückversicherung.

Die Ressorts in der Rückversicherung Schaden/Unfall

Das Ressort Global Clients and North America pflegt unsere Geschäftsverbindungen zu großen international tätigen Versicherungsgruppen, zu global agierenden Lloyd's-Syndikaten und zu Bermuda-Gesellschaften. Ferner bündelt es unser Rückversicherungs-Knowhow auf dem nordamerikanischen Markt im Schaden- und Unfallbereich, insbesondere durch die dort ansässige Tochtergesellschaft Munich Reinsurance America Inc. Hinzu kommt das globale Großrisikogeschäft, das im Bereich Facultative & Corporate gebündelt ist.

Das Ressort Europe and Latin America ist für das Schadenund Unfallgeschäft unserer Kunden in Europa, Lateinamerika und der Karibik zuständig. Geschäftseinheiten zum Beispiel in London, Madrid, Paris und Mailand sichern uns die Marktnähe und regionale Kompetenz. In den südamerikanischen Märkten stellen wir die Kundennähe unter anderem durch unser brasilianisches Tochterunternehmen Munich Re do Brasil Resseguradora S.A. mit Hauptsitz in São Paulo

und unsere Repräsentanzen in Bogotá und Mexico City sicher. Zudem ist dem Ressort das Kreditgeschäft zugeordnet, das wir als Rück- und Erstversicherer betreiben. Ebenfalls zum Ressort Europe and Latin America gehört die New Reinsurance Company Ltd. mit Sitz in Zürich.

Das Ressort Asia Pacific and Africa betreibt das Schadenund Unfallrückversicherungsgeschäft mit unseren Kunden in Afrika, Asien, Australien, Neuseeland und der pazifischen Inselwelt. Niederlassungen in Mumbai, Peking, Seoul, Singapur und Tokio, Repräsentanzen in Bangkok und Taipeh sowie eine Tochtergesellschaft in Sydney ermöglichen es uns, die Opportunitäten des stark wachsenden asiatischpazifischen Versicherungsmarkts auszuschöpfen. Auf dem afrikanischen Markt sind wir mit unserem Tochterunternehmen Munich Reinsurance Company of Africa Ltd. mit Hauptsitz in Johannesburg vertreten. Mit diesen Einheiten und weiteren Repräsentanzen sichern wir unsere Wettbewerbsposition auf diesen wichtigen Märkten.

Das Ressort Global Specialty Insurance (GSI) bündelt das weltweite Geschäft in Spezialsparten wie Transport, Cyber, Luft- und Raumfahrt sowie spezialisiertes Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. Diesem Ressort sind die zwei großen in den USA ansässigen Tochtergesellschaften im Bereich der spezialisierten Versicherungsaktivitäten HSB und American Modern sowie die Munich Re Specialty Insurance (MRSI) und die Munich Re Specialty Group (MRSG) zugeordnet. Die GSI-Einheiten sind auf Produkte spezialisiert, bei denen – wie in der Rückversicherung – Risikoverständnis und kompetentes Schadenmanagement von hoher Bedeutung sind. American Modern bietet in den USA Spezialprodukte für Privatkunden an. Die MRSI bietet verschiedene gewerbliche Spezialversicherungsprodukte auf dem nordamerikanischen Markt an. HSB ist ein führender Anbieter von Produkten, die auf Fachwissen in den Bereichen Technik, Schadenkontrolle und Risikomanagement beruhen. MRSG wiederum ist durch die Nutzung von Munich Re Syndicate und anderer Tochtergesellschaften ein führender Anbieter von Transportversicherungen und Versicherungslösungen für die Luftfahrtindustrie.

ERGO

Der zweite Pfeiler von Munich Re ist das Erstversicherungsgeschäft.

Unter dem Dach der ERGO Group AG steuern mit der ERGO Deutschland AG, ERGO International AG und ERGO Technology & Services Management AG drei separate Einheiten die Geschäfte der ERGO Group. Die ERGO Deutschland AG bündelt das Deutschland-Geschäft. Die ERGO International AG steuert das internationale Geschäft innerhalb der Gruppe. Die ERGO Technology & Services Management AG hat ein länderübergreifendes Mandat als globaler Technologie- und Service-Dienstleister für die gesamte ERGO Group.

Ein neues Ressort innerhalb der ERGO Group AG verantwortet seit Anfang 2024 alle strategischen Digitalisierungsinitiativen – die ursprünglich in der ERGO Digital

Ventures AG gebündelt waren –, das Gruppenmarketing sowie die globalen Vertriebspartnerschaften.

ERGO bietet Produkte in allen wesentlichen Versicherungssparten an: der Lebensversicherung, der Krankenversicherung, nahezu sämtlichen Zweigen der Schaden- und Unfallversicherung, inklusive der Reiseversicherung sowie der Rechtsschutzversicherung. In Kombination mit Assistanceund Serviceleistungen sowie einer individuellen Beratung deckt ERGO den Bedarf von Privat- und Firmenkunden. ERGO betreut rund 39 Millionen überwiegend private Kunden in über 20 Ländern, wobei der Schwerpunkt auf Europa und Asien liegt. Aktuelle Informationen zu ERGO finden Sie auch unter www.ergo.com.

In Deutschland liegt der Fokus auf nachhaltigem und profitablem Wachstum. Die ERGO Versicherung AG zählt zu den großen Anbietern in nahezu allen Sparten in der Schaden-/ Unfallversicherung – dies mit einem breiten Produktportfolio für Privatkunden sowie für gewerbliche und industrielle Kunden. Die ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG ist der Lebensversicherer für kapitalmarktnahe sowie biometrische Produkte und bietet Lösungen für alle drei Säulen der Altersvorsorge an, insbesondere auf Basis innovativer und flexibler fondsgebundener Versicherungen. Die Gesellschaften ERGO Lebensversicherung AG und Victoria Lebensversicherung AG konzentrieren sich auf die Abwicklung ihres Bestands an klassischen Lebensversicherungen. Die DKV Deutsche Krankenversicherung AG bietet ein umfassendes Portfolio im Gesundheitsbereich an: private Krankheitskostenvollversicherung, Ergänzungsversicherungen für gesetzlich Versicherte und betriebliche Krankenversicherungen. Die ERGO Krankenversicherung AG ist auf Ergänzungsprodukte für gesetzlich Krankenversicherte, vor allem Zahnzusatzversicherungen, spezialisiert. Die ERGO Reiseversicherung AG ist der Spezialist in der Reiseversicherung und über Deutschland hinaus auch international führend.

Die ERGO Beratung und Vertrieb AG vereint in Deutschland die ERGO Ausschließlichkeitsorganisation (Agenturvertrieb) und die ERGO Pro (Strukturvertrieb) unter einem Dach. Diese Gesellschaft wird gemeinsam mit dem Direktvertrieb von der ERGO Deutschland AG gesteuert. Die Vertriebskanäle Makler- und Kooperationsvertrieb steuert die ERGO Deutschland AG spartenspezifisch über die Ressorts Schaden- und Unfallversicherung, Gesundheit Deutschland sowie Leben Deutschland.

Die Vertriebe in Deutschland haben wir im Jahr 2023 weiterentwickelt – insbesondere mit Blick auf die Digitalisierung und die Implementierung des Geschäftsmodells "Hybrider Kunde", das den Kunden über alle Online- und Offline-Kanäle grundsätzlich das gleiche Angebot zur Verfügung stellt. ERGO verzahnt damit verschiedene Kanäle wie persönliche Beratung, Internet, Chat, E-Mail, Telefonie oder auch Videoberatung und nutzt diese, um neue Potenziale zu heben.

Die ERGO International AG verantwortet die Koordinierung und Steuerung der internationalen Aktivitäten von ERGO.

Im Fokus steht profitables, organisches Wachstum in Kernmärkten Europas sowie in ausgewählten Wachstumsmärkten in Asien. Im Berichtsjahr hat die ERGO International AG das Geschäft in den Kernmärkten in Europa durch Wachstum in neuen Geschäftsfeldern und den Einsatz neuer Vertriebsmodelle weiterentwickelt und somit die guten Positionen in den jeweiligen Märkten behaupten können. In Asien ist die ERGO International AG unter anderem in Indien, China und Thailand operativ tätig. In Thailand konzentrierte sich ERGO 2023 auf den Sachversicherungsmarkt, der nicht nur der größte in Südostasien ist, sondern auch ein gutes Wachstumspotenzial aufweist. Mit der Übernahme der Mehrheit an ThaiSri Insurance Public Co. Ltd. und der zu Anfang Januar 2023 erfolgten Akquisition von Nam Seng Insurance Public Co. Ltd. konnte ERGO einen wichtigen Meilenstein zum Ausbau der Marktposition in Thailand erreichen. Im Zuge der Mehrheitsübernahme wurde die ThaiSri Insurance Public Co. Ltd. in ERGO Insurance (Thailand) Public Co. Ltd. umbenannt. Das Rebranding soll der Marke ERGO in dem südostasiatischen Land mehr Sichtbarkeit verleihen. Das indische Joint Venture HDFC ERGO General Insurance Company Ltd. hat sich im vergangenen Jahr ebenfalls erfolgreich entwickelt und seine Marktpositionierung insgesamt verbessern können, sodass es nun auf dem zweiten Platz im privaten Nichtlebensversicherungsmarkt steht. In China hat ERGO inzwischen beim chinesischen Lebensversicherungs-Joint-Venture ERGO China Life Insurance Co., Ltd. ihren Anteil auf 65 Prozent erhöht. Dieser Schritt unterstreicht die Ambition, sich langfristig auf diesem strategisch wichtigen Markt zu etablieren und dessen wachsende Potenziale auszuschöpfen. Auf dem chinesischen Sachversicherungsmarkt strebt ERGO mit ihrer Beteiligung an Taishan Property & Casualty Insurance Co., Ltd. weiteres Wachstum bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität an.

Die ERGO Technology & Services Management AG ist der Technologie- und Dienstleistungsbereich der ERGO Group AG und stellt digitale Plattformen, Lösungen und Services bereit. Die Gesellschaft hat eine globale Verantwortung und unterstützt ERGO dabei, optimale Versicherungsprodukte zu gestalten und die effektivsten Kundenkanäle weiterzuentwickeln. Zu ihr gehören die ITERGO GmbH mit Sitz in Deutschland, die ERGO Technology & Services S.A. mit Sitz in Polen sowie die ERGO Technology & Services Private Limited mit Sitz in Indien.

Die digitale Transformation von ERGO wird seit Anfang 2024 durch das neu geschaffene Vorstandsressort innerhalb der ERGO Group verantwortet. Dazu zählen auch die Steuerung der etablierten Technologien wie beispielsweise Robotics, künstliche Intelligenz, Voicebots, Process Mining und Virtual Reality sowie das Geschäftsfeld Embedded Insurance, in dem wir mit Partnern wie Amazon und Coolblue kooperieren. Die Steuerung der operativen Geschäfte des Digitalversicherers nexible, der ERGO Reiseversicherung AG sowie des Geschäftsbereichs ERGO Mobility Solutions, die zuvor von der ERGO Digital Ventures AG verantwortet wurden, erfolgt seit Anfang 2024 durch die ERGO Deutschland AG.

Unsere Marken

Die genauen Beteiligungsverhältnisse finden Sie im > Konzernanhang > Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 gemäß § 313 Abs. 2 HGB.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung

Munich Re verfolgt eine gruppenweit einheitliche Nachhaltigkeitsstrategie. In unseren Bemühungen, einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft zu leisten, betrachten wir wirtschaftlichen Wohlstand, Widerstandsfähigkeit und technologischen Fortschritt als untrennbare Komponenten für die Schaffung einer gerechteren, nachhaltigeren Gesellschaft. Das Bekenntnis von Munich Re zu verantwortungsvollem Handeln ist und bleibt ein Eckpfeiler unserer Wertschöpfung. Entsprechend haben wir dies in unserer Ambition 2025 verankert. Wir nutzen dafür unsere gesammelte Erfahrung sowie Expertise und arbeiten mit unseren externen Stakeholdern zusammen, um eine wirksame Transformation zu unterstützen.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist dabei die weitere Dekarbonisierung der Kapitalanlage, der Versicherungstätigkeiten sowie der Emissionen aus dem eigenen Geschäftsbetrieb.

Das Gesamtbild unserer Konzernstrategie und die nach § 289c Abs. 3 und 315c Abs. 1 und 2 Handelsgesetzbuch (HGB) erforderlichen Angaben zur Nachhaltigkeitsstrategie von Munich Re sowie weitere Ausführungen zu unserer Munich Re Group Ambition 2025 finden Sie unter > Strategie.

Im Nachfolgenden berichten wir zu Nachhaltigkeitsthemen, die für Munich Re und ihre Stakeholder auf Basis der vorgenommenen Materialitätsanalyse von besonderer Bedeutung sind, und stellen die damit verbundenen Ziele, Konzepte und Ergebnisse ausführlich dar. Weitere Informationen zur Materialitätsanalyse finden Sie am Ende der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung.

Nachhaltigkeit in Kapitalanlage und Versicherung

Kapitalanlage

Strategie und Ziele

Als globaler Kapitalanleger ist sich Munich Re der Verantwortung für nachhaltiges Handeln bewusst und integriert ESG-Kriterien in die Anlagepolitik. Zudem haben wir uns verpflichtet, die Kapitalanlage auf ein Netto-Null-Klimaziel bis zum Jahr 2050 auszurichten. Bei der Auswahl von Assetmanagern berücksichtigen wir deren Ausmaß an ESG-Erfahrungen und -Integration. Alle Maßnahmen sollen dazu beitragen, ESG-bezogene Risiken und Chancen zu identifizieren und in die Anlageentscheidungen einfließen zu lassen.

Munich Re gehört zu den ersten Unterzeichnern der Principles for Responsible Investment (PRI) und ist im Jahr 2020 der Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA) beigetreten. Auf Basis dieser beiden Programme haben wir unsere Responsible Investment Guideline eingeführt, welche die PRI-, NZAOA- und unsere Anforderungen an ein nachhaltiges Kapitalanlagemanagement umfasst. Zudem ist Munich Re Mitglied des Forums der Taskforce on Naturerelated Financial Disclosures (TNFD), deren Empfehlungen sowohl für unsere Aktivitäten in der Kapitalanlage als auch im Versicherungsgeschäft Bedeutung haben.

Strategische Entscheidungen zur Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage werden, wie unter > Governance weiter ausgeführt, vom Vorstand im ESG-Ausschuss getroffen, unterstützt durch das ESG-Management-Team. Darüber hinaus fokussiert sich das ESG-Investmentkomitee im Speziellen auf die Umsetzung der ESG-Strategie in der Kapitalanlage. Das Reputationsrisiko-Komitee unterstützt durch Analyse und Bewertung von Reputationsrisiken im Investmentbereich unser Bestreben, Nachhaltigkeitsrisiken ganzheitlich zu begegnen.

Der Chief Investment Officer (CIO) verantwortet als Mitglied des Vorstands das Kapitalanlagemanagement der Gruppe. Der ihm unterstellte Bereich Group Investment Management (GIM) ist als Asset Owner verantwortlich für die nachhaltige Anlagestrategie der Gruppe und hat hierfür ein eigenes ESG-Team eingerichtet. Um das Thema Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette zu verankern, wird das ESG-Team durch ESG-Multiplikatoren im gesamten Bereich von GIM unterstützt.

Diese Struktur wird auch im Assetmanagement bei der MEAG gespiegelt, die einen Großteil unserer Kapitalanlagen verwaltet. Eine zielgerichtete Umsetzung der ESG-Strategie durch die MEAG wird durch die Mitgliedschaft im ESG-Investmentkomitee von GIM, durch den ständigen Austausch der ESG-Teams sowie durch die ESG-Multiplikatoren in den verschiedenen Portfoliomanagement-Teams unterstützt. Um das Verständnis zu ESG-Themen weiter auszubauen und zu schärfen, finden regelmäßig Schulungen statt, beispielsweise zu regulatorischen Themen oder zu ESG-Trends. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei sowohl das MEAG ESG-Komitee auf Geschäftsführungsebene als auch das MEAG ESG-Management-Team.

Die Steuerung unserer Kapitalanlagen gründet auf vier Säulen: systematische ESG-Integration in den Investmentprozess von GIM und MEAG, aktives Wahrnehmen unserer verantwortungsvollen Rolle als Asset Owner (Stewardship), definierte Ausschlusskriterien sowie Investitionsschwerpunkte wie zum Beispiel erneuerbare Energien und Green Bonds. Ergänzend fordern wir von all unseren Assetmanagern die Integration von ESG im Portfoliomanagement.

Unser Anspruch ist es, die Dekarbonisierung unseres Kapitalanlageportfolios hin zum gesetzten Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen. Im Rahmen dessen haben wir uns verpflichtet, bis zum Jahr 2040 aus Investitionen in thermische Kohle auszusteigen. Des Weiteren haben wir mit der Munich Re Group Ambition 2025 eine Klimastrategie für die Kapitalanlage beschlossen, die mit klaren Zielen unseren Beitrag zum Klimaschutz vorgibt. So sollen die gesamthaften Scope 1 & 2 finanzierten GHG-Emissionen1 von börsennotierten Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien im Direktbestand in einem Zwischenschritt bis zum Jahr 2025 um 25% bis 29% im Vergleich zum Basisjahr 2019 reduziert werden. Darüber hinaus haben wir uns für börsennotierte Aktien und Unternehmensanleihen spezifische Sektorziele gesetzt: Für Investments im Bereich der thermischen Kohle – insbesondere Bergbau und/oder Stromerzeugung – möchten wir die finanzierten GHG-Emissionen bis zum Jahr 2025 um mehr als 35% reduzieren, für Investments im Bereich Öl und Gas – insbesondere Bohrung und Förderung, Raffination und Vermarktung – soll eine Reduktion um mehr als 25% erfolgen, jeweils im Vergleich zum Basisjahr 2019.

Als weiteren Schritt zur Erreichung unseres Netto-Null-Ziels haben wir im Oktober 2022 unsere Vorgaben im Bereich Öl und Gas aktualisiert und um weitere Restriktionen ergänzt.

Gemäß den Erkenntnissen des Weltklimarats (IPCC2) besteht eine enge Wechselwirkung zwischen Klimawandel und Biodiversität. Um negative Auswirkungen auf ökologisch sensible Gebiete und Gebiete mit hoher biologischer Vielfalt zu vermeiden, berücksichtigen wir in der Responsible Investment Guideline bei direkten alternativen Investments in kritischen Branchen die von der UNESCO geführten Listen der Welterben im Hinblick auf Naturstätten oder gemischte Natur- und Kulturerben (UN WHS) und unterlegen entsprechende Neuinvestitionen in betroffenen Gebieten mit Prüfungsprozessen.

Unser Bestreben ist, weiterhin einen Anteil unserer Kapitalanlagen in sogenannten ESG-Fokus-Investments anzulegen. Die Zielsetzung, das Investitionsvolumen in erneuerbare Energien bis 2025 auf 3 Milliarden € zu erhöhen, haben wir bereits 2023 erreicht.

Maßnahmen

Seit 2019 investiert Munich Re nicht mehr direkt in börsennotierte Unternehmen, die mehr als 30 % ihres Umsatzes mit thermischer Kohle erwirtschaften. Seit 2021 werden Unternehmen, deren Umsatz mit thermischer Kohle zwischen 15 % und 30 % beträgt, aus unserem Anlageuniversum ausgeschlossen oder in Einzelfällen im Rahmen von Engagement-Dialogen über die Investoreninitiative Climate Action100+ (CA100+) zur Reduktion der Treibhausgase ermutigt. Im Jahr 2023 war dies bei neun Unternehmen der Fall, die zwei Unternehmensgruppen zuzurechnen sind. Das Gesamtinvestitionsvolumen in die betroffenen Unternehmen betrug zum 31. Dezember 2023 rund 172 Millionen €. Die MEAG hat ihre kollaborativen Engagement-Dialoge über

CA100+ weitergeführt und ist mit GIM zu den Inhalten und Fortschritten der Dialoge im Austausch. Im Jahr 2023 ist die MEAG zwölf weiteren Engagement-Gruppen beigetreten, sodass sich die Gesamtzahl der CA100+ Engagement-Beteiligung der MEAG auf 22 beläuft. Davon wurde ein Engagement im Jahr 2023 beendet, da das Unternehmen nach Prüfung durch CA100+ nicht mehr in deren Zielgruppe fällt. Gemäß unserer Ausrichtung auf die größten GHG-Emittenten werden vor allem Dialoge mit Unternehmen im Energie- und Industriesektor geführt. Ergänzend üben wir unsere Stimmrechte auch in Hinblick auf ESG-Aspekte aus.

Seit 1. April 2023 investieren wir im Bereich der direkten alternativen Investments nicht mehr in Projekte spezifisch für neue Öl- und Gasfelder, neue ölbetriebene Kraftwerke oder sogenannte Midstream-Öl-Infrastruktur. Dies betrifft Öl- und Gasfelder, die bis zum Stichtag 31. Dezember 2022 nicht bereits produzieren, bzw. Kraftwerke und Infrastruktur, die bis zum 31. Dezember 2022 noch nicht im Bau oder Betrieb waren.

Ergänzend dazu werden seit 1. April 2023 keine neuen direkten Investitionen in Aktien und Unternehmensanleihen von börsennotierten Öl- und Gasunternehmen mehr getätigt, deren Geschäftsmodell auf Öl und Gas spezialisiert ist. Wir definieren derart spezialisierte Öl- und Gasunternehmen in diesem Zusammenhang als börsennotierte Unternehmen innerhalb des Global Industry Classification Standard (GICS) Oil & Gas Sub-Industrien mit Ausnahme von Integrated Oil & Gas.

Ebenfalls ausgeschlossen sind direkte Investitionen in börsennotierte Unternehmen, die mehr als 10 % ihres Umsatzes mit der Gewinnung von Ölsanden erzielen. Darüber hinaus schließen wir Folgendes aus unserem direkten Anlageuniversum aus:

  • − Investitionen in Unternehmen, die kontroverse Waffen (unter anderem die Waffenkategorien Antipersonenminen und Streumunition) herstellen;
  • − Staatsanleihen (umfasst auch die unterstaatliche Ebene) und Anleihen von staatsnahen Institutionen in Ländern mit MSCI-ESG-Rating CCC;
  • − Handel mit und Investitionen in nahrungsmittelbezogene Rohstoffe (zum Beispiel Getreide/Ölsaaten, Milchprodukte).

Um Menschenrechtsverletzungen entgegenzutreten, schließen wir Staaten und Unternehmen mit erheblichen Verstößen anhand von Ausschlusslisten von unserem direkten Anlageuniversum aus (siehe Details unter > Menschenrechte).

1 Scope 1-GHG-Emissionen: direkte Emissionen aus Primärenergieverbrauch (Erdgas, Heizöl, Notstromaggregate, Treibstoff für Unternehmensfahrzeuge); Scope 2-GHG-Emissionen: indirekte Emissionen aus bezogener Energie (eingekaufter Strom, Fernwärme und Fernkühlung).

2 www.ipcc.ch/publication/climate-change-and-biodiversity-2/

Im Rahmen von ESG-Fokus-Investments investieren wir strategisch in Kapitalanlagen, die mit unserer langfristigen ESG-Strategie übereinstimmen. Dazu gehören Investitionen in erneuerbare Energien, innovative Transportlösungen, nachhaltig bewirtschaftete Wälder, ökologische Landwirtschaft, zertifizierte Gebäude und Green Bonds.

Erneuerbare Energien stehen für Investitionen in Energieerzeugungsanlagen auf Basis von erneuerbaren Energiequellen, wie zum Beispiel Sonne, Wind, Erdwärme und Wasserkraft. Dies beinhaltet die dazugehörigen Infrastrukturen für die Erzeugung von Strom und Wärme sowie die Speicherung und den Transport.

Unser Standard bezüglich nachhaltiger Waldinvestitionen ist eine zertifizierte Waldbewirtschaftung durch den Forest Stewardship Council (FSC), das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) oder eine gleichwertige Zertifizierung.

Als zertifizierte Gebäude zählen wir Gebäude im Direktbestand mit einer anerkannten Zertifizierung, wie zum Beispiel der Building Research Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM), der Leadership in Energy

and Environmental Design (LEED) oder der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Die Klassifizierung des Green-Bond-Bestands wird durch die Bewertung der Emissionsunterlagen von WM Datenservice ermittelt.

Mit den von Munich Re begebenen grünen Nachranganleihen wollen wir die klimafreundliche Transformation der Wirtschaft fördern. Mit dem erhaltenen Kapital der grünen Nachranganleihen werden geeignete Projekte, wie sie im "Green Bond Framework" von Munich Re definiert sind, finanziert oder refinanziert. Hierzu zählen Eigen- und Fremdkapitalinvestitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz, nachhaltiges Transportwesen, grüne Gebäude, nachhaltiges Wassermanagement, ökoeffiziente Wirtschaft und/oder Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen und Land.

Des Weiteren stellt die Integration von ESG-Kriterien einen wichtigen Bestandteil unserer Anlagestrategie dar. In den folgenden Anlageklassen berücksichtigt die MEAG daher ESG-Risiken sowie mandatsspezifisch festgelegte ESG-Kriterien bei ihren Investmententscheidungen:

Assetklassen Aktien & Anleihen Alternative Investments
Aktien &
Unternehmens-
anleihen
Staatsanleihen Infrastruktur
(inkl. erneuerbarer
Energien) & Forst-
wirtschaft
Gebäude im
Direktbestand
Private Equity,
Private Debt &
Infrastruktur-
Fonds
ESG-Kriterien - Definition
von Ausschluss-
kriterien
- Vorliegen von
MSCI-ESG-
Ratings (soweit
Abdeckung
durch MSCI
vorhanden)
- Durchführung
von Engagement-
Dialogen und
Stimmrechts-
ausübungen
Definition
von Ausschluss-
kriterien
- Vorliegen von
MSCI-ESG-
Länderratings
(soweit Ab-
deckung durch
MSCI vorhan-
den)
Prüfung von
ESG-Aspekten
(vor Abgabe
eines bindenden
Angebots)
Bei Neuinvesti-
tionen Berück-
sichtigung von:
- Energieeffizienz
- Zertifizierungen
- Carbon Risk
Real Estate
Monitor
(CRREM)
-ESG-Investi-
tionskosten
(ESG-CapEx)
Unterzeichnung
von PRI durch
Fondsmanager
oder Vorliegen von
ESG-Grundsät-
zen. Richtlinien
(Anforderung für
Mehrheit der
neuen Investitio-
nen); falls möglich
Aufnahme zusätz-
licher Beschrän-
kungen in Verein-
barungen

Neben unseren ESG-Zielen berichten wir über unsere ESG-Fokus-Investments und die Ratingabdeckung liquider Anlageklassen. Für die liquiden Anlageklassen Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen sowie Pfandbriefe liegt eine MSCI-ESG-Ratingabdeckung von über 80% vor.

Um unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln, ist Munich Re im Rahmen der PRI-Mitgliedschaft im regelmäßigen Austausch mit den PRI-Managern. Im Jahr 2023 wurde von PRI wieder ein Bewertungsprozess durchgeführt, an dem Munich Re teilgenommen hat.

Kennzahlen

Zur Erreichung unserer Klimaziele ermitteln wir Kennzahlen, die sich aus den Zielen der Munich Re Group Ambition 2025 ableiten. Die definierten Kennzahlen werden jeweils im Vergleich zum Basiswert des Jahres 2019 dargestellt. Darüber hinausgehende Kennzahlen werden mit dem Vorjahr verglichen.

Die Entwicklung der Scope 1 & 2 finanzierten GHG-Emissionen von börsennotierten Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien im Direktbestand zeigt die nachstehende Tabelle. Für die Messung der finanzierten GHG-Emissionen von börsennotierten Aktien und Unternehmensanleihen werden Daten des externen ESG-Datenanbieters ISS genutzt. Für den direkten Immobilienbestand werden weiterhin Energieverbrauchsdaten erfasst und mittels Emissionsfaktoren in GHG-Emissionen umgerechnet.

Absolute finanzierte GHG-Emissionen (Scope 1 & 2)1

t CO2e 31�12�2023 Vorjahr
Börsennotierte Aktien, Unternehmens
anleihen und Immobilien im Direktbe
stand 3�016�864 3�113�093
davon: börsennotierte Aktien und Un
ternehmensanleihen in Unternehmen
im Bereich der thermischen Kohle –
insbesondere Bergbau und/oder
Stromerzeugung 234�194 269�179
davon: börsennotierte Aktien und Un
ternehmensanleihen in Unternehmen
im Bereich Öl und Gas – insbeson
dere Bohrung und Förderung, Raffi
nation und Vermarktung 463�260 734�197

1 Für börsennotierte Aktien, Unternehmensanleihen basierend auf den verfügbaren CO2e-Emissionen des Datenanbieters ISS (in der Regel CO2e-Emissionen des Vorjahres). Für Immobilien im Direktbestand werden die CO2e-Emissionen für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund mangelnder Datenverfügbarkeit bis zum Veröffentlichungszeitpunkt approximiert. Diese basieren auf verfügbaren CO2e-Emissionen des Vorjahres und CO2e-Emissionsreduktionen infolge von durchgeführten Einsparmaßnahmen, sofern beleg- und messbar.

Entwicklung von finanzierten GHG-Emissionen (Scope 1 & 2) im Vergleich zum Basisjahr 2019 (Munich Re Group Ambition 2025) 1

% 31�12�2023 Vorjahr
Börsennotierte Aktien, Unternehmens
anleihen und Immobilien im Direktbe
stand –47�3 –45�7
davon: börsennotierte Aktien und Un
ternehmensanleihen in Unternehmen
im Bereich der thermischen Kohle –
insbesondere Bergbau und/oder
Stromerzeugung –54�3 –47�5
davon: börsennotierte Aktien und Un
ternehmensanleihen in Unternehmen
im Bereich Öl und Gas – insbeson
dere Bohrung und Förderung, Raffi
nation und Vermarktung –55�1 –28�9

1 Für börsennotierte Aktien, Unternehmensanleihen basierend auf den verfügbaren CO2e-Emissionen des Datenanbieters ISS (in der Regel CO2e-Emissionen des Vorjahres). Für Immobilien im Direktbestand werden die CO2e-Emissionen für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund mangelnder Datenverfügbarkeit bis zum Veröffentlichungszeitpunkt approximiert. Diese basieren auf verfügbaren CO2e-Emissionen des Vorjahres und CO2e-Emissionsreduktionen infolge von durchgeführten Einsparmaßnahmen, sofern beleg- und messbar.

Bei den gesamthaften absoluten finanzierten GHG-Emissionen stammen +0,2 (Vorjahr: +0,5) Prozentpunkte der Veränderung gegenüber dem Vorjahr aus aktualisierten Emissionsdaten, die wir von unserem Datenanbieter zur Verfügung gestellt bekommen.

Zinsänderungen an den Märkten führen zu einer Anpassung der Marktwerte von Fremdkapitalinstrumenten und somit der gesamthaften absoluten finanzierten GHG-Emissionen. Würden wir für Fremdkapitalinstrumente den Nominalwert statt des Marktwerts heranziehen, würde sich gegenüber dem Basisjahr 2019 eine Reduktion um 42,7% (statt 47,3%) ergeben.

Eine weitere Kennzahl zur Beurteilung der börsennotierten Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien im Direktbestand in unserer Zielsetzung stellt der relative CO2e-Fußabdruck (t CO2e/EUR Million investiert) dar. Die finanzierten GHG-Emissionen dieses Portfolios werden ins Verhältnis zum Marktwert unserer Investitionen gesetzt. Dieser Wert betrug 75 (t CO2e/EUR Million investiert) am 31. Dezember 2022 und hat sich auf 68 (t CO2e/EUR Million investiert) am 31. Dezember 2023 verändert. Der Nenner der Kennzahl berücksichtigt alle Marktwerte der Investments, die im Scope der Munich Re Group Ambition 2025 enthalten sind. Diese beinhalten auch Marktwerte von Investitionen, für die uns keine CO2e-Daten vorliegen. Neben der tatsächlichen Entwicklung des CO2e-Fußabdrucks des Portfolios wird diese Kennzahl daher auch von der Datenverfügbarkeit beeinflusst. Im Berichtsjahr lagen uns CO2e-Daten für 93,6% der im Nenner berücksichtigten Investitionen vor (Vorjahr: 93,0%).

Neben den Dekarbonisierungszielen spielt insbesondere für die Finanzdienstleistungsindustrie die Finanzierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten eine bedeutende Rolle. In diesem Zusammenhang geben wir unser Emissionsvolumen an Green Bonds an.

Grüne Anleihen

31�12�2023 Vorjahr Veränderung
%
Volumina ausgegebener
Green Bonds in Mio. € 2�250 2�250 0�0
Volumina ausgegebener
Green Bonds in Mio.
US\$ 1�250 1�250 0�0

Einen Überblick über unsere ESG-Fokus-Investments auf der Kapitalanlageseite gibt die nachstehende Tabelle. Diese werden jeweils mit der Summe ihrer Marktwerte in den jeweiligen Anlageklassen dargestellt.

ESG-Fokus-Investments

31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € %
Green Bonds 3�633 2�326 56�2
Erneuerbare Energien 3�130 2�368 32�2
Zertifizierte Gebäude 2�565 2�633 –2�6
Zertifizierte
Waldbewirtschaftung 1�928 1�537 25�4

Als Indikator für die Verfügbarkeit von ESG-Ratings und zur Analyse von ESG-Chancen und -Risiken ermitteln wir das Verhältnis der liquiden Anlageklassen Aktien, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe und Staatsanleihen mit MSCI-ESG-Rating zur Gesamtheit dieser liquiden Kapitalanlagen auf der Basis von Marktwerten.

Ratingabdeckung liquider Anlageklassen

% 31�12�2023 Vorjahr
Ratingabdeckung liquider Anlage
klassen 95�3 95�4

Um einen standardisierten und vergleichbaren Einblick darüber zu geben, in welche Branchen Munich Re investiert, weisen wir entsprechend dem Global Industry Classification Standard (GICS) die Marktwerte verschiedener Anlageklassen getrennt nach Industriesektoren aus.

Kapitalanlagen nach Anlageklasse und Sektoren

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Sektor nach GICS je
Anlageklasse %
Aktien
Energie 10 175 252 –30�6
Roh- und Grund
stoffe 15 514 572 –10�1
Industriegüter 20 1�522 1�210 25�8
Nicht-Basis
konsumgüter 25 1�073 664 61�6
Basiskonsumgüter 30 812 1�169 –30�6
Gesundheitswesen 35 1�157 1�094 5�7
Finanzdienst
leistungen 40 2�531 2�174 16�4
Informations
technologie 45 1�305 1�037 25�9
Kommunikations
dienstleistungen 50 527 439 20�1
Versorgungsunter
nehmen 55 564 529 6�5
Immobilien 60 248 135 83�3
Unternehmens
anleihen
Energie 10 1�471 2�042 –28�0
Roh- und Grund
stoffe 15 1�194 1�131 5�6
Industriegüter 20 2�935 2�782 5�5
Nicht-Basis
konsumgüter 25 2�250 1�978 13�8
Basiskonsumgüter 30 1�923 2�202 –12�7
Gesundheitswesen 35 2�200 1�790 22�9
Finanzdienst
leistungen 40 41�693 38�692 7�8
Informations
technologie 45 1�217 1�272 –4�3
Kommunikations
dienstleistungen 50 2�867 2�501 14�6
Versorgungsunter
nehmen 55 3�833 3�091 24�0
Immobilien 60 866 808 7�2
Derivate
Finanzdienst
leistungen 40 2�981 4�962 –39�9
Hypotheken
darlehen
Immobilien 60 8�454 7�561 11�8
Immobilien
Immobilien1 60 9�384 8�719 7�6

1 Bilanzwerte

EU-Taxonomieverordnung

Wir berichten über die Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten in den Kapitalanlage- und Versicherungstätigkeiten gemäß (EU) 2020/852 Taxonomie-Verordnung (EU-Taxonomie-VO) in Verbindung mit der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178. Am 21. Dezember 2023 hat die EU-Kommission ein neues FAQ-Dokument (Draft Commission Notice) zur Anwendung und Auslegung bestimmter Rechtsvorschriften der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 zu den von Finanzunternehmen zu machenden Taxonomie-Angaben veröffentlicht. Wir haben unsere Angaben basierend darauf überprüft und entsprechende Änderungen vorgenommen, sofern die Auslegung eindeutig und in Anbetracht des späten Veröffentlichungszeitpunkts umsetzbar war. Uneindeutige oder im Widerspruch zu früheren FAQs stehende Angaben sind jedoch zunächst von uns zu prüfen. Die EU-Taxonomie-VO definiert als einheitliches Klassifikationssystem, welche Wirtschaftsaktivitäten als ökologisch nachhaltig deklariert werden können und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen.

Für das Jahr 2023 gelten erstmals Berichtsanforderungen zu den vier nicht-klimabezogenen Umweltzielen Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung sowie Schutz und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme. Die bisher bereits anwendbaren Taxonomiekriterien der klimabezogenen Umweltziele Klimaschutz (Climate Change Mitigation, CCM) und Anpassung an den Klimawandel (Climate Change Adaptation, CCA) wurden um Änderungen der technischen Bewertungskriterien sowie weitere Wirtschaftsaktivitäten ergänzt. Für alle im Jahr 2023 neu veröffentlichten sowie modifizierten Wirtschaftsaktivitäten ist für eine Übergangsperiode von zwei Jahren nur die Taxonomiefähigkeit zu berichten.

Erstmals berichten wir für das Geschäftsjahr 2023 neben dem Anteil unserer taxonomiefähigen Vermögenswerte über den Anteil unserer Vermögenswerte, mit denen wir hinsichtlich der klimabezogenen Umweltziele taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten finanzieren. Unser Fokus in Bezug auf die Taxonomie liegt auf der Erfassung der regulatorisch vorgegebenen Kennzahlen. Weitergehende strategische Implikationen ergeben sich derzeit nicht.

Zu den vier nicht-klimabezogenen Umweltzielen liegen uns für das Berichtsjahr noch keine Informationen von Unternehmen vor, in die wir über unsere Kapitalanlage investiert sind. Wir haben aber unsere direkt gehaltenen, fremdgenutzten Immobilien und andere Investitionen in nichtfinanzielle

Vermögenswerte erstmalig hinsichtlich ihrer Taxonomiefähigkeit und somit ihres Beitrags zu den neu hinzugekommenen Umweltzielen untersucht. Ebenfalls haben wir bei der Prüfung der Taxonomiefähigkeit die neuen Wirtschaftsaktivitäten zu den klimabezogenen Umweltzielen berücksichtigt.

Im Anwendungsbereich der Taxonomie-Kennzahlen sind alle Vermögenswerte, die grundsätzlich in der Lage sind, Wirtschaftstätigkeiten zu finanzieren. Dies umfasst im Wesentlichen die Bilanzposten Kapitalanlagen, Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung sowie versicherungsnahe Finanzinstrumente. Nicht enthalten sind immaterielle Vermögenswerte und eigengenutzte Grundstücke und Bauten sowie weitere Sachanlagen, die nicht auf die Finanzierung wirtschaftlicher Tätigkeiten ausgerichtet sind. Ebenso ausgeschlossen sind versicherungstechnische Posten, die bilanziell als Vermögenswert klassifiziert werden, und Barmittelbestände wie laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand. Weiterhin sind Kapitalanlagen in Staaten, Zentralbanken und supranationale Emittenten vom Anwendungsbereich der Taxonomie-Kennzahlen ausgeschlossen. Kapitalanlagen in Staaten beinhalten auch Investitionen in Bundesländer, Regionen, Kommunen, Städte und Gemeinden. Durch EU-Staatsgarantien besicherte Emittenten werden der Prüfung hinsichtlich ihrer Taxonomiefähigkeit und -konformität unterzogen.

Die Gesamtkapitalanlagen als Bezugsgröße zur Ermittlung der Erfassungsquote umfassen neben den Kapitalanlagen im Anwendungsbereich im Wesentlichen noch die Bilanzpositionen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die übrigen Aktiva.

Die folgende Tabelle zeigt den Anwendungsbereich der Kennzahlen anhand der IFRS-Buchwerte sowie die Erfassungsquote, das heißt die Vermögenswerte im Anwendungsbereich bezogen auf die betrachteten Gesamtkapitalanlagen. Dargestellt wird eine vollständige Aufteilung der Kapitalanlagen im Anwendungsbereich der Taxonomie-Kennzahlen. Um der Anforderung in Art. 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 gerecht zu werden, weisen wir zusätzlich die Meldebögen entsprechend Anhang X im Abschnitt > Meldebögen zur EU-Taxonomieverordnung aus.

Ein wesentlicher Teil der in diesem Kapitel dargestellten Berichtsanforderungen wird für das aktuelle Geschäftsjahr erstmalig veröffentlicht. Daher werden Vorjahresvergleichszahlen zum ersten Mal für das Geschäftsjahr 2024 vorliegen.

Anwendungsbereich der Taxonomie-Kennzahlen gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie-VO

31�12�2023
Mio. € %
Gesamtkapitalanlagen 246�566 100�0
davon Vermögenswerte im Anwendungsbereich der Taxonomie-Kennzahlen im Verhältnis zu den Gesamt
kapitalanlagen (Erfassungsquote) 156�093 63�3
davon Vermögenswerte mit Ausnahme der Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen 148�160 94�9
davon Vermögenswerte gegenüber anderen Gegenparteien 42�889 27�5
Kapitalanlagen, die zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit herangezogen werden, absolut und relativ zu
den Vermögenswerten im Anwendungsbereich 61�400 39�3
Vermögenswerte gegenüber Finanzunternehmen, die zur Veröffentlichung einer nichtfinanziellen Erklärung
verpflichtet sind 11�261 7�2
Vermögenswerte gegenüber Nicht-Finanzunternehmen, die zur Veröffentlichung einer nichtfinanziellen
Erklärung verpflichtet sind 7�381 4�7
Vermögenswerte gegenüber anderen Gegenparteien, die zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit heran
gezogen werden 42�758 27�4
Kapitalanlagen, die nicht zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit herangezogen werden, absolut und relativ
zu den Vermögenswerten im Anwendungsbereich 94�693 60�7
Vermögenswerte gegenüber Finanzunternehmen, die nicht zur Veröffentlichung einer nichtfinanziellen
Erklärung verpflichtet sind 57�012 36�5
Vermögenswerte gegenüber Finanzunternehmen aus Nicht-EU-Ländern, die nicht zur Veröffentlichung
einer nichtfinanziellen Erklärung verpflichtet sind 28�917 18�5
Vermögenswerte gegenüber Finanzunternehmen aus EU-Ländern, die nicht zur Veröffentlichung einer
nichtfinanziellen Erklärung verpflichtet sind 28�095 18�0
Vermögenswerte gegenüber Nicht-Finanzunternehmen, die nicht zur Veröffentlichung einer nichtfinanziellen
Erklärung verpflichtet sind 34�374 22�0
Vermögenswerte gegenüber Nicht-Finanzunternehmen aus Nicht-EU-Ländern, die nicht zur Veröffent
lichung einer nichtfinanziellen Erklärung verpflichtet sind 24�415 15�6
Vermögenswerte gegenüber Nicht-Finanzunternehmen aus EU-Ländern, die nicht zur Veröffentlichung
einer nichtfinanziellen Erklärung verpflichtet sind 9�958 6�4
Derivate 3�176 2�0
Vermögenswerte gegenüber anderen Gegenparteien, die nicht zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit heran
gezogen werden 131 0�1

Wirtschaftstätigkeiten eines Unternehmens sind dann taxonomiefähig, wenn sie in der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 (Taxonomie-DelVO 2021/2139) zur Ergänzung der EU-Taxonomie-VO enthalten sind. Taxonomiefähige Aktivitäten sind grundsätzlich geeignet, einen positiven Beitrag zum jeweiligen Umweltziel zu leisten.

Gemäß Artikel 3 der EU-Taxonomie-VO gelten sie als taxonomiekonform, wenn sie tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der Umweltziele leisten, ohne dabei eines der anderen wesentlich zu beeinträchtigen ("Do No Significant Harm", DNSH). Beides wird anhand von technischen Bewertungskriterien bestimmt. Gleichzeitig muss die Einhaltung des Mindestschutzes durch das Unternehmen, das die wirtschaftliche Aktivität durchführt, sichergestellt sein.

Unsere Angaben zur Taxonomiekonformität basieren insbesondere auf Unternehmensberichten von Nicht-Finanzunternehmen, die wiederum erstmalig für das Geschäftsjahr 2022 Informationen zur Taxonomiekonformität für die Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel veröffentlicht haben. Für unsere Investitionen in andere Finanzunternehmen liegen uns hingegen noch keine veröffentlichten Angaben zur Taxonomiekonformität vor. Diese weisen wir daher unter den Vermögenswerten, die taxonomiefähige Wirtschaftsaktivitäten finanzieren und zu

denen noch keine Informationen bezüglich der Taxonomiekonformität erhoben wurden, aus.

Investments, für die inkonsistente oder unvollständige Daten zur Taxonomiekonformität vorliegen, weisen wir als Vermögenswerte aus, die taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten finanzieren.

Für den Teil unserer Kapitalanlagen, der eine Investition in die Aktivitäten berichtspflichtiger Unternehmen darstellt, werden Quoten ausgewiesen für den taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Umsatz bzw. die taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Investitionsausgaben, die wir über unsere Kapitalanlage bei den berichtspflichtigen Unternehmen finanzieren. Dafür nutzen wir einen Datenanbieter und verwenden nur tatsächlich berichtete Daten. Im Nenner finden sich entsprechend alle Kapitalanlagen im Anwendungsbereich der Taxonomie-Kennzahlen.

Für unsere fremdgenutzten Immobilien, Hypothekendarlehen und anderen Investitionen in nichtfinanzielle Vermögenswerte haben wir eine eigene Klassifizierung bezüglich ihrer Taxonomiefähigkeit und -konformität vorgenommen. Dies gilt auch für unsere Infrastrukturinvestments, die über Holdings und Zweckgesellschaften gehalten werden und bei denen wir eine Durchsicht vornehmen.

Auch bei unseren nicht-konsolidierten Fonds haben wir zur Ermittlung der Taxonomiefähigkeit und -konformität eine Durchsicht auf die enthaltenen Vermögenswerte vorgenommen.

Im Hinblick auf unsere Investments in erneuerbare Energien und Forst sind vor allem die Wirtschaftsaktivitäten 4.1 Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Technologie, 4.3 Stromerzeugung aus Windkraft sowie 1.3 Waldbewirtschaftung relevant. Für das Geschäftsjahr können wir nur eine niedrige Quote der Taxonomiekonformität für unsere Investitionen in erneuerbare Energien und keine Taxonomiekonformität für unsere Investitionen in die Forstwirtschaft ausweisen. Dies hat den Hintergrund, dass die Erfüllung der DNSH-Kriterien bei den beiden Klimazielen aktuell noch nicht vollständig belegbar ist. Bei den noch fehlenden Dokumentationsanforderungen sind wir auf die Unterstützung der Betreiber angewiesen. Durch einen kontinuierlichen Dialog und weiteres Engagement versuchen wir, bei diesen auf eine Bereitstellung der fehlenden Unterlagen hinzuwirken, und rechnen für das kommende Geschäftsjahr mit einem Anstieg der Quote zur Taxonomiekonformität bei den genannten Assetklassen.

Da Wirtschaftsaktivitäten im Zusammenhang mit Immobilien grundsätzlich taxonomiefähig sind und für jedes Hypothekendarlehen zugrunde liegende Immobiliensicherheiten vorhanden sind, beträgt die Quote zur Taxonomiefähigkeit von Immobilien und Hypothekendarlehen 100%.

Hypothekendarlehen gegenüber Privatpersonen und Unternehmen sowie fremdgenutzte direkt und indirekt gehaltene Immobilien haben den größten Beitrag zu unserer Taxonomiekonformität geliefert. Sie fallen überwiegend unter die Wirtschaftsaktivität 7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden und wurden ausschließlich dem Umweltziel Klimaschutz zugeordnet. Für die Aktivitäten 7.1 Neubau und 7.2 Renovierung konnten wir für das Geschäftsjahr keine Taxonomiekonformität ausweisen. Dies hat den Hintergrund, dass die Erfüllung der DNSH-Kriterien aktuell noch nicht vollständig belegbar ist. Zur Bewertung der Taxonomiefähigkeit und -konformität wurde bei Darlehen auf die Gebäude abgestellt, die als Sicherheiten der Hypothekendarlehen dienen.

Im Zuge der Taxonomiebewertung haben wir den energetischen Zustand der Immobilien überprüft. Grundlage für die Beurteilung der Energieeffizienz bilden Energieausweise oder mittels externer Dienstleister erhobene Energieeffizienzdaten. Für einen Großteil der mit Wohnimmobilien in Deutschland besicherten Hypothekendarlehen wurde mangels vorliegender Energieausweise ein Energieeffizienzklassen-Screening des Anbieters Sprengnetter Property Valuation Finance GmbH basierend auf Vergleichsobjekten durchgeführt. Im Rahmen der Wirtschaftsaktivität 7.7 kann – alternativ zu einer Effizienzklasse von mindestens A – ein wesentlicher Beitrag zum Umweltziel Klimaschutz für vor dem 31. Dezember 2020 errichtete Gebäude nachgewiesen werden, wenn diese zu den energieeffizientesten 15% des

nationalen bzw. regionalen Gebäudebestands gehören. Für die Ermittlung der entsprechenden Top 15% wurde mangels öffentlicher Daten auf einschlägige Studien zurückgegriffen. Für deutsche Wohnimmobilien wurde eine vom Verband der Pfandbriefbanken (vdp) und Drees&Sommer im August 2023 aktualisierte Studie verwendet. Basis für Gewerbeimmobilien im In- und Ausland bildeten Daten des Institut de l'Epargne Immobilière et Foncière (IEIF) in Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen Deepki sowie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS).

Bei der Prüfung des DNSH-Kriteriums für Anpassung an den Klimawandel wurden mithilfe des Klimarisikoanalysetools der Munich Re Service GmbH ("Risk Suite") aktuelle und zukünftige materielle physische Klimarisiken, die auf Immobilien einwirken können, analysiert.

Nicht Teil der Beurteilung der Taxonomiefähigkeit und -konformität sind als Vermögenswerte bilanzierte Derivate sowie Kapitalanlagen in Unternehmen, die selbst nicht der Verpflichtung unterliegen, eine nichtfinanzielle Erklärung zu veröffentlichen (beispielsweise Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU). Zur Identifikation dieser Unternehmen verwenden wir im Wesentlichen die Daten des Datenanbieters ISS ESG. Zusätzlich nehmen wir einen Konsistenzcheck basierend auf hierfür relevanten Bloomberg-Daten vor.

Unsere Investitionen in Asset-Backed Securities (ABS) haben wir unter den Kapitalanlagen, die nicht zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit herangezogen werden, ausgewiesen. Basierend auf der regionalen Verteilung unseres ABS-Portfolios sowie auf von uns durchgeführten Stichproben bei den uns bekannten Originatoren sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich überwiegend um nicht berichtspflichtige Unternehmen handelt. Aufgrund der unzureichenden Datenverfügbarkeit kann bei einem großen Teil der Investitionen in ABS darüber hinaus keine Durchschau auf den Letztbegünstigten ("ultimate beneficiary") erfolgen.

Unsere Investitionen in Private Equity Funds werden analog zu Fonds, die nicht von der MEAG verwaltet werden und bei denen trotz hinreichender Bemühungen keine Möglichkeit zur Durchsicht besteht, als Vermögenswerte, die nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten finanzieren, ausgewiesen.

Entsprechend den Vorgaben von Art. 8 der EU-Taxonomie-VO i. V. m. der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 (Taxonomie-DelVO 2021/2178) weisen wir im Folgenden Kennzahlen hinsichtlich des Anteils unserer taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Vermögenswerte aus. Die Tabelle zeigt eine vollständige Aufteilung der zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit und -konformität herangezogenen Vermögenswerte. Um der Anforderung in Art. 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 gerecht zu werden, weisen wir zusätzlich die Meldebögen entsprechend Anhang X im Abschnitt > Meldebögen zur EU-Taxonomieverordnung aus.

Übersicht der Taxonomiefähigkeit und -konformität von Vermögenswerten (Details zum Zähler) absolut und im Verhältnis zu den Vermögenswerten im Anwendungsbereich der Taxonomie-Kennzahlen1, 2

31�12�2023 31�12�2023
Umsatzbasiert CapEx-basiert
Mio. € % Mio. € %
Vermögenswerte, die zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit herangezogen wer
den, absolut und im Verhältnis zu den Vermögenswerten im Anwendungsbereich 61�400 39�3 61�400 39�3
Vermögenswerte, die taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten finanzieren 32�197 20�6 31�800 20�4
Vermögenswerte, die taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten finanzieren 3�488 2�2 3�861 2�5
Vermögenswerte gegenüber Nicht-Finanzunternehmen 466 0�3 825 0�5
Vermögenswerte gegenüber anderen Gegenparteien3 3�022 1�9 3�037 1�9
davon Vermögenswerte, die taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten
finanzieren, mit Ausnahme der Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebens
versicherungsverträgen 3�468 2�2 3�829 2�5
Vermögenswerte, die taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme
Wirtschaftstätigkeiten finanzieren 25�876 16�6 26�491 17�0
Vermögenswerte, die taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten finanzieren
und zu denen noch keine Informationen bezüglich der Taxonomiekonformi
tät erhoben wurden 2�833 1�8 1�447 0�9
Vermögenswerte, die nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten finanzieren 24�646 15�8 22�465 14�4
Vermögenswerte von Finanzunternehmen, in die wir investiert sind und die
nicht zur Beurteilung der Taxonomiefähigkeit herangezogen werden4 4�558 2�9 7�136 4�6

1 Diese Tabelle enthält eine Bewertung für die Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel. In Hinblick auf die anderen Umweltziele 3–6 wurde nur eine Bewertung zur Taxonomiefähigkeit bei unseren direkt gehaltenen, nichtfinanziellen Vermögenswerten durchgeführt. Für unsere liquiden Investments in andere Unternehmen liegen uns noch keine berichteten Daten zu den Umweltzielen 3–6 vor. Darüber hinaus sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen enthalten, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen.

2 Bei Investitionen in Erst- und Rückversicherer wird die Quote über die taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen Versicherungsaktivitäten als Turnover-Quote herangezogen und die Quote der taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen Kapitalanlagen wird entsprechend der CapEx-basierten Quote zugerechnet.

3 Davon entfallen 0�8 Prozentpunkte auf Hypothekendarlehen, bei welchen die Taxonomiekonformität über ein Vergleichswertverfahren nachgewiesen wurde. 4 Es handelt sich hierbei um den bei Finanzunternehmen von der Ermittlung der Taxonomiefähigkeit ausgeschlossenen Bestandteil an Derivaten und an Vermögenswerten

in Unternehmen, die nicht zur Veröffentlichung einer nichtfinanziellen Erklärung verpflichtet sind.

Finanzwirtschaftliche Unternehmen sind grundsätzlich dazu verpflichtet, im Rahmen der Berechnung ihrer Taxonomiekonformität auf angepasste Kennzahlen der realwirtschaftlichen Unternehmen, in die sie investiert sind, abzustellen. Realwirtschaftliche Unternehmen sind verpflichtet, ihre Quote zur Taxonomiekonformität anzupassen, sofern sie taxonomiekonforme Umsätze und/oder Investitionsausgaben aus Erlösen der von ihnen emittierten grünen Anleihen finanziert haben. Aufgrund von unvollständigen Angaben der Unternehmen, in die wir investiert sind, konnten wir eine solche Bereinigung für das Geschäftsjahr nicht vornehmen.

Die Unternehmen, in die wir investiert sind, haben für das Geschäftsjahr 2022 den ergänzenden Delegierten Taxonomie-Rechtsakt zu den Umweltzielen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel berücksichtigt. Somit liegen

uns für das Geschäftsjahr 2023 erstmalig Informationen berichtspflichtiger Unternehmen zur Taxonomiefähigkeit und -konformität von Nuklear- und Gasaktivitäten vor.

Wir zeigen im Folgenden eine Übersicht unserer Investitionstätigkeiten im Bereich der Energieerzeugung aus fossilem Gas und Kernenergie sowie den Anteil unserer Vermögenswerte, die entsprechende taxonomiefähige und taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (4.26–4.31) finanzieren. Darüber hinaus weisen wir im Abschnitt > Meldebögen zur EU-Taxonomieverordnung die Standardmeldebögen aus Anhang XII, wie in der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1214 Art. 8 Absatz 8 gefordert, aus. Dies betrifft die Angabepflichten nach Art. 8 Absätze 6 und 7 für Tätigkeiten im Bereich der Energieerzeugung aus fossilem Gas und Kernenergie.

Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas1

Umsatz
basiert
CapEx
basiert
Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
4�26 Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeu Nein
gungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig,
finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
4�27 Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Nein Nein
Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder für industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung –
sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert
solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
4�28 Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Pro Nein Nein
zesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder für industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie
bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zu
sammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4�29 Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brenn Ja Ja
stoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
4�30 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme-/Kälte-Kopp Ja Nein
lung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusam
menhang mit diesen Tätigkeiten.
4�31 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Nein Nein
Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risiko
positionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.

1 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Übersicht der Vermögenswerte, die Wirtschaftstätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas finanzieren

Taxonomiekonforme Vermögenswerte in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas absolut und im Verhältnis zu den Vermögenswerten im Anwendungsbereich1, 2

31�12�2023 31�12�2023
Umsatzbasiert CapEx-basiert
Gesamt
(CCM+CCA)
CCM
CCA Gesamt
(CCM+CCA)
CCM CCA
Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Vermögenswerte, die taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten gemäß Abschnitt 4�29
finanzieren 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0
Vermögenswerte, die taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten gemäß Abschnitt 4�30
finanzieren 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0
Vermögenswerte, die taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten finanzieren, mit Aus
nahme der Kapitalanlagen für
Tätigkeiten in den Bereichen
Kernenergie und fossiles Gas 3�488 2�2 3�488 2�2 0 0�0 3�861 2�5 3�861 2�5 1 0�0
Gesamt 156�093 100�0 156�093 100�0 156�093 100�0 156�093 100�0 156�093 100�0 156�093 100�0

1 Enthalten sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen.

Taxonomiekonforme Vermögenswerte in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas absolut und im Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten, die taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten finanzieren1, 2

31�12�2023 31�12�2023
Umsatzbasiert CapEx-basiert
Gesamt
(CCM+CCA)
CCM CCA Gesamt
(CCM+CCA)
CCM CCA
Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Vermögenswerte, die taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten gemäß Abschnitt 4�29
finanzieren 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0
Vermögenswerte, die taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten gemäß Abschnitt 4�30
finanzieren 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0
Vermögenswerte, die taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten finanzieren, mit Aus
nahme der Kapitalanlagen für
Tätigkeiten in den Bereichen
Kernenergie und fossiles Gas 3�488 100�0 3�488 100�0 0 0�0 3�861 100�0 3�861 100�0 1 0�0
Gesamt 3�488 100�0 3�488 100�0 0 0�0 3�861 100�0 3�861 100�0 1 0�0

1 Enthalten sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen.

2 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas absolut und im Verhältnis zu den Vermögenswerten im Anwendungsbereich1

31�12�2023 31�12�2023
Umsatzbasiert CapEx-basiert
Gesamt Gesamt
(CCM+CCA) CCM CCA (CCM+CCA) CCM CCA
Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Vermögenswerte, die taxono
miefähige, aber nicht taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten gemäß Abschnitt 4�29
finanzieren
480 0�3 480 0�3 0 0�0 480 0�3 480 0�3 0 0�0
Vermögenswerte, die taxono
miefähige, aber nicht taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten gemäß Abschnitt 4�30
finanzieren
0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0 0 0�0
Vermögenswerte, die taxono
miefähige, aber nicht taxono
miekonforme Wirtschaftstätig
keiten finanzieren, mit
Ausnahme der Kapitalanlagen
für Tätigkeiten in den Berei
chen Kernenergie und fossiles
Gas
25�395 16�3 26�011 16�7
Gesamt 25�876 16�6 26�491 17�0

Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas absolut und im Verhältnis zu den Vermögenswerten im Anwendungsbereich1

31�12�2023 31�12�2023
Umsatzbasiert CapEx-basiert
Mio. € % Mio. € %
Vermögenswerte, die nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten gemäß Abschnitt 4�29 finanzieren 0 0�0 0 0�0
Vermögenswerte, die nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten gemäß Abschnitt 4�30 finanzieren 0 0�0 0 0�0
Vermögenswerte, die nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten finanzieren, mit Ausnahme der Ka
pitalanlagen für Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas 24�646 15�8 22�465 14�4
Gesamt 24�646 15�8 22�465 14�4

1 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Übersicht über die taxonomiekonformen Aktivitäten je Umweltziel im Verhältnis zu den gesamten taxonomiekonformen Aktivitäten1

31�12�2023 31�12�2023
Umsatzbasiert CapEx-basiert
Über
Ermög
Über Ermög
gangsak lichende Übrige gangsak lichende Übrige
tivitäten2 Aktivitäten Aktivitäten Summe tivitäten2 Aktivitäten Aktivitäten Summe
% % % % % % % %
Klimaschutz 1�1 11�8 87�1 100�0 2�2 15�3 82�6 100�0
Anpassung an den Klimawandel 0�0 0�0 0�0 0�0 0�0 0�0
Summe 1�1 11�8 87�1 100�0 2�2 15�3 82�6 100�0

1 Enthalten sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen. Für die Umweltziele Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung und Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme liegen ebenfalls noch keine berichteten Daten vor.

2 Übergangsaktivitäten tragen nur zum Umweltziel Klimaschutz bei.

Insgesamt gehen wir von einer kontinuierlichen Verbesserung der Datenlage aus. Bei alternativen Investments haben wir einen Dialog mit den Betreibern der Assets begonnen, der auf die nicht erfüllten Kriterien im Taxonomie-Screening-Prozess abstellt. Zudem ergibt sich künftig eine Erweiterung der als taxonomiefähig definierten Wirtschaftsaktivitäten sowie des Anwendungsbereichs von Unternehmen, die Daten zur Taxonomiekonformität veröffentlichen müssen.

Versicherungstätigkeiten

Strategie und Ziele

Der Schwerpunkt unserer unternehmerischen Verantwortung liegt in der Übernahme und Diversifikation von Risiken in der Erst- und Rückversicherung. Das Ziel einer nachhaltigen ökonomischen Wertschöpfung ist in den Kernprinzipien unserer gruppenweiten Unternehmensstrategie, in der Munich Re Group Ambition 2025 und in unserer Nachhaltigkeitsstrategie verankert.

Unseren Anspruch an verantwortungsbewusstes Handeln unterstreichen wir durch unser Engagement in wichtigen Brancheninitiativen wie den Principles for Sustainable Insurance (PSI) sowie durch die Unterzeichnung des UN Global Compact.

Strategische Nachhaltigkeitsziele werden in dem bereits angeführten ESG-Ausschuss des Vorstands festgelegt. Die Umsetzung dieser strategischen Vorgaben und die Verantwortung für die Zielerreichung liegen bei dem ESG- Management-Team. In unseren jeweiligen Geschäftsbereichen haben wir spezielle Ausschüsse oder Gremien eingerichtet, die sich mit den möglichen Risiken und Chancen unserer Tätigkeit für die Gesellschaft und für die Umwelt befassen. Dies spiegelt sich auch in unserem Verhaltenskodex wider.

Im Versicherungsgeschäft berücksichtigen wir neben klima- und nicht-klimabezogenen ESG-Aspekten auch Reputationsrisiken.

Aus diesen Erkenntnissen leiten wir zudem Implikationen für neue Produktentwicklungen ab. Neben in verbindlichen Richtlinien definierten Ausschlusskriterien und Sorgfaltspflichten möchten wir durch die Versicherung von neuen, klimafreundlichen Technologien die Eindämmung des Klimawandels unterstützen. Unsere Versicherungslösungen haben darüber hinaus zum Ziel, sowohl die Attraktivität der Technologien für Investoren als auch deren Finanzierbarkeit zu stärken. Darüber hinaus bieten wir Versicherungsprodukte an, welche die Resilienz unserer Kunden gegenüber ökonomischen Nachteilen erhöhen, die durch Naturkatastrophen verursacht wurden.

Um die Erfüllung der Pariser Klimaziele zu unterstützen, haben wir uns im Rahmen unserer Group Ambition 2025 zu Dekarbonisierungszielen verpflichtet. Diese verfolgen wir seit 2020 und richten unser Geschäft daran aus. Unsere Dekarbonisierungs-Ambition hin zu Netto-Null bis zum Jahr 2050 setzen wir auch nach Austritt aus der Net-Zero Insurance Alliance (NZIA) zum 31. März 2023 fort.

Nach Ansicht von Munich Re sind die Möglichkeiten, Dekarbonisierungsziele in einem gemeinschaftlichen Ansatz mit mehreren Versicherern weltweit zu verfolgen, ohne uns wesentlichen kartellrechtlichen Risiken auszusetzen, so begrenzt, dass es effektiver ist, unsere Klimaziele zur Reduzierung der globalen Erwärmung individuell zu verfolgen.

In der Erstversicherung sowie im fakultativen und direkten (Rück-)Versicherungsgeschäft haben wir uns im Rahmen unserer Munich Re Group Ambition 2025 bereits 2020 individuelle Emissionsreduktionsziele im Hinblick auf thermische Kohle sowie die Öl- und Gasförderung gesetzt. Vertragsähnliches Geschäft in Form von fakultativen Rahmenverträgen wird dabei mit berücksichtigt, sofern diese ein Ablehnungsrecht für Einzelrisiken vorsehen.

Ergänzend haben wir uns in der Erstversicherung sowie im fakultativen und direkten (Rück-)Versicherungsgeschäft zu einem vollständigen Rückzug aus der (Rück-)Versicherung thermischer Kohleaktivitäten bis 2040 verpflichtet. Die GHG-Emissionen der versicherten Aktivitäten im Zusammenhang mit thermischer Kohleförderung (Minen) sowie von Kohlekraftwerken unserer Versicherungsnehmer wollen wir bis zum Jahr 2025 um 35 % gegenüber dem Basisjahr 2019 reduzieren.

Die von uns als Näherung für die Entwicklung der GHG-Emissionen genutzten Kenngrößen erläutern wir im Zusammenhang mit der Kennzahlenberichterstattung.

Darüber hinaus hat sich Munich Re auch für ihr Rückversicherungs-Vertragsgeschäft bis 2040 auf einen Ausstieg aus der Versicherung thermischer Kohle verpflichtet.

Im Hinblick auf quantitative Dekarbonisierungsziele haben wir uns für die Erstversicherung sowie das direkte und fakultative (Rück-)Versicherungsgeschäft auch für unser operationales Sachversicherungsgeschäft in der Öl- und Gasförderung Ziele gesetzt. Neben dem Netto-Null-Langfristziel bis zum Jahr 2050 haben wir uns zu kurzfristigen Emissionssenkungen verpflichtet, die von uns kalkulierten und zurechenbaren GHG-Emissionen bis zum Jahr 2025 um 5 % gegenüber dem Basisjahr 2019 zu reduzieren.

Einen positiven Beitrag zu unseren strategischen Dekarbonisierungszielen wollen wir auch durch Zeichnungsbeschränkungen zu fossilen Energien unterstützen.

Maßnahmen

Für die Berücksichtigung von ESG-Aspekten im Versicherungsgeschäft haben wir entsprechende Leitlinien, Prozesse und Tools implementiert. Dazu gehören gruppenweit gültige ESG-Kriterien, die wir innerhalb der Versicherungstätigkeiten beachten. Spezifische, verbindliche ESG-Richtlinien, mit Fokus auf klima- und nicht-klimabezogene ESG-Risiken, regeln den Umgang mit bestimmten Geschäftsaktivitäten. Dazu gehören unter anderem Regelungen zu thermischen Kohleaktivitäten im Zusammenhang mit neuen thermischen Kohleminen/-kraftwerken/-infrastruktur, Öl- und Gasaktivitäten im Zusammenhang mit neuen

Öl- und Gasfeldern bzw. neuer Öl-Infrastruktur und ölbetriebenen Kraftwerken, Ölsanden, kontroversen Waffen, arktischen Öl- und Gasaktivitäten sowie Regelungen zum Schutz der Biodiversität und Achtung der Menschenrechte. Für weitere sensible Themen, wie beispielsweise Mining und Fracking, beziehen wir mit gruppenweiten Positionspapieren Stellung.

Ein spezielles ESG-Tool hilft unseren Underwritern im fakultativen und direkten (Rück-)Versicherungsgeschäft, ESG-Aspekte bei der Risikobewertung zu berücksichtigen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf unser Geschäft im Industriesegment von Relevanz, das einer besonderen Exponierung und Sorgfaltspflichten unterliegt. Zudem greifen wir für die ESG-Risikoprüfung auch auf die Expertise renommierter externer ESG-Datenbanken zurück.

Unsere Prozesse sehen vor, dass möglicherweise bedenkliche einzelne Transaktionen, unter ESG- oder anderen Gesichtspunkten, den Reputationsrisiko-Komitees vorgelegt werden, über die jedes Geschäftsfeld verfügt (bei ERGO: Reputations- und Integritätskomitee). Diese Gremien überprüfen, ob eine geplante Transaktion angemessen ist. Sie sollen dafür sorgen, dass wir keine Entscheidungen treffen, die materielle Reputationsrisiken in sich bergen (für Details siehe > Risikomanagement). Für einen verantwortungsvollen Umgang mit ESG-Aspekten führen wir zudem Informationsveranstaltungen und Schulungen durch. Auch im Geschäftsjahr 2023 haben wir im Rahmen von Seminaren, Schulungen und Kundenveranstaltungen Mitarbeiter aus Geschäftsbereichen und Mitarbeiter unserer Kunden zu aktuellen Klima- und Nachhaltigkeitsaspekten informiert. Zusätzlich unterstützen spezielle Nachhaltigkeitsteams der Geschäftsfelder Erst- und Rückversicherung die Geschäftsbereiche durch individuelle ESG-Beratung.

Spezifische Richtlinien für das Underwriting beschränken die Zeichnung von fossilen Energien. Bereits seit September 2018 verpflichten wir uns in der fakultativen und direkten (Rück-)Versicherung, keine einzelstandortbezogenen Risiken zur Planung, zur Finanzierung, zum Bau oder zum Betrieb von neuen thermischen Kohleminen, -kraftwerken und damit verbundener Infrastruktur mehr zu versichern. Dies gilt für die genannten Risiken, bei denen der Bau, vorbereitende Arbeiten für den Kohleabbau oder den Betrieb nach dem 1. September 2018 begonnen haben. Deckungen für mehrere Standorte werden wie Risiken für Einzelstandorte behandelt, wenn die Mehrheit der Standorte oder der versicherten Risiken als "neu" eingestuft wird. In der Erstversicherung versichern wir ebenfalls bereits seit 2018 keine diesbezüglichen Einzelrisiken mehr. Seit 2021 gilt bei ERGO ein komplettes Zeichnungsverbot für entsprechendes Neugeschäft.

Im Bereich der Öl- und Gasförderung haben wir für die Versicherung von Anlagen zur Ölsandgewinnung und damit verbundener Infrastruktur Ausschlüsse etabliert. So ist es in der Erstversicherung und im fakultativen und direkten (Rück-)Versicherungsgeschäft seit 2019 nicht mehr erlaubt, für neue und bestehende Ölsandstandorte und neue und

bestehende ölsandbezogene Infrastrukturen Deckungsschutz zu gewähren. Unsere Richtlinie gilt für Einzelstandorte und Einzelrisiken. Für gemischte Policen mit Exponierungen oberhalb eines festgelegten Schwellenwerts von 20%, gemessen an Versicherungssumme bzw. Umsatz, gilt das Zeichnungsverbot analog.

Unsere Richtlinien für arktische Öl- und Gasbohrungen einschließlich direkt damit verbundener Infrastrukturmaßnahmen haben wir für alle Einheiten der Gruppe mit relevantem Geschäft im Dezember 2021 geschärft. Wir akzeptieren keine diesbezüglichen Einzelrisikodeckungen mehr. Dies gilt auch für gemischte Deckungen und für Vertragsrückversicherungsgeschäft, sofern diese Exponierungen oberhalb eines definierten einstelligen Prozentwerts liegen. Die neuen Richtlinien gelten für die Erneuerung von bereits bestehendem Vertragsrückversicherungsgeschäft mit Beginn 2023 oder später. Die hier verwendete Definition der Arktis basiert auf der international anerkannten Definition des "Arctic Monitoring and Assessment Programme" (AMAP), mit wenigen Ausnahmen in der norwegischen Region südlich des Polarkreises, da dort keine arktischen Bedingungen vorherrschen.

Darüber hinaus zielen unsere Maßnahmen darauf ab, keine Verträge und Projekte auf Einzelrisiko-/Einzelstandort-Basis mehr zu unterstützen, bei denen exklusiv neue Ölund Gasfelder, neue ölbetriebene Kraftwerke oder sogenannte Midstream-Öl-Infrastruktur und die damit verbundene Planung, Finanzierung, Konstruktion und der Betrieb versichert sind. Dies gilt für unser Erstversicherungsgeschäft sowie unser fakultatives und direktes (Rück-)Versicherungsgeschäft mit Wirkung zum 1. April 2023. Unsere Regelungen schließen die genannten Maßnahmen und Aktivitäten aus, sofern Öl- und Gasfelder bis zum Stichtag 31. Dezember 2022 nicht bereits produzieren bzw. solche Kraftwerke und Infrastruktur bis zum 31. Dezember 2022 noch nicht im Bau oder Betrieb sind. Das Gleiche trifft auf Verträge zu, in denen solche Risiken oder Projekte in einer Deckung zusammen mit anderen Risiken (beispielsweise bestehende Öloder Gasfelder) enthalten oder gebündelt sind, die Deckung aber hauptsächlich dazu dient, eines oder mehrere dieser neuen Risiken zu versichern.

Im Herbst 2023 haben wir neben der Schärfung der Underwriting Guidelines im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte (siehe Details unter > Menschenrechte) auch eine verstärkte Risikoanalyseerfordernis (Due-Diligence-Prozess) zum Schutz der Biodiversität integriert.

Für alle genannten verpflichtenden Richtlinien gilt, dass jegliche Ausnahmen der Zustimmung des zuständigen Vorstandsausschusses bedürfen.

Im Kontext unserer Dekarbonisierungsziele bereiten wir die Erreichung der genannten Meilensteine unverändert durch entsprechende Maßnahmenplanungen in den betroffenen Geschäftseinheiten sowie durch regelmäßiges Monitoring der Umsetzung vor. GHG-Emissionsreduktionen können sich sowohl aus originären Aktivitäten unserer Kunden als

auch durch eigene Portfoliosteuerungsmaßnahmen (inklusive Geschäftsaufgabe) ergeben. Zur bestmöglichen Begleitung der notwendigen Transition sind wir mit unseren Kunden im Gespräch.

Auch bezogen auf unser vertragliches Rückversicherungsgeschäft sind wir unverändert im aktiven Dialog mit unseren Kunden, um Transparenz über den Umfang der versicherten Aktivitäten im Bereich der fossilen Energien – thermischer Kohle sowie Öl und Gas – zu erhalten sowie mehr Einblick in mögliche eigene Dekarbonisierungsstrategien der Versicherer zu bekommen.

Um einen positiven Beitrag zur Dekarbonisierung zu erreichen und Investitionen in emissionsarme Technologien zu unterstützen, bieten wir spezielle Green Tech Solutions an. Im Rahmen dieser Versicherungslösungen übernehmen wir einen Teil der technologiespezifischen Risiken, um die Entwicklung erneuerbarer Energien und emissionsarmer Technologien zu unterstützen. Dabei konzentrieren wir uns auf Photovoltaik, Windkraft, Batteriespeichersysteme sowie Wasserstofftechnologie. Darüber hinaus bieten wir auch neuartige Risikotransferlösungen für die Elektromobilität, Kreislaufwirtschaft, Carbon Capture and Storage sowie das Fündigkeitsrisiko von Geothermiebohrungen an.

Ein konkretes Beispiel für emissionsarme Technologien ist Grüner Wasserstoff, der im Energie-, Industrie-, Transportund Wärmesektor fossile Rohstoffe ersetzen kann. Hier hat unsere Einheit Green Tech Solutions eine Garantiedeckung für Wasserstoffproduktionsanlagen entwickelt. Durch derartige innovative Risikotransferlösungen verschieben wir die Grenzen der Versicherbarkeit und senken beispielsweise durch langjährige Performancedeckungen für grüne Technologien sowohl das Geschäftsrisiko für Hersteller als auch das Risiko für Investoren und Betreiber von Energieprojekten. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) arbeiten wir mit der African Trade Investment and Development Insurance (ATIDI) zusammen, um politische Risiken in Subsahara-Afrika im Rahmen der African Energy Guarantee Facility (AEGF) abzudecken. Diese Fazilität verringert damit die Versicherungslücke für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Die AEGF fördert private Investitionen und bietet maßgeschneiderte Versicherungslösungen für erneuerbare Energieprojekte an.

Auch in der Erstversicherung begleiten wir mit unseren Produkten und Dienstleistungen die Energiewende, unterstützen nachhaltig orientierte Kunden und entwickeln Lösungen für neue Risiken. Dazu zählen etwa die Herausforderungen des Klimawandels und Schäden durch Naturkatastrophen. Mit besonderen Deckungen, beispielsweise durch die Minderertragsversicherung zum Schutz vor Unterschreiten des prognostizierten Jahresenergieertrags, fördert ERGO bei gewerblichen Kunden die Energiegewinnung aus Solarenergie. Um den speziellen Bedarfen der Elektromobilität gerecht zu werden, bietet ERGO Ergänzungsmodule für Elektro- und Hybridfahrzeuge an, die beispielsweise Schäden an der Batterie abdecken und Peripherieteile wie die Ladestation des Privatkunden umfassen. Darüber hinaus fördert die Wohngebäudeversicherung von ERGO in Deutschland einen ökologisch nachhaltigen Wiederaufbau und bietet Versicherungsschutz für Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Wärmepumpen, Wallboxen bzw. Ladesäulen). Ferner belohnt die ERGO Wohngebäudeversicherung Prävention und Modernisierung.

Darüber hinaus erhöhen wir durch unsere Versicherung von Naturkatastrophengefahren die Resilienz von vulnerablen Gruppen. Ein Beispiel hierfür ist die Unterstützung der Southeast Asia Disaster Risk Insurance Facility (SEADRIF) mit Expertise und Rückversicherungskapazität durch Munich Re. Bei der SEADRIF handelt es sich um einen Versicherungsträger mit Sitz in Singapur, der von der Weltbank und der Monetary Authority of Singapore (MAS) unterstützt wird. SEADRIF sichert Laos gegen katastrophale Hochwasserereignisse ab. Im Falle einer Katastrophe werden die Mittel aus dem Versicherungsmechanismus für die Finanzierung von Nothilfemaßnahmen für die betroffene Bevölkerung genutzt. Ziel der SEADRIF-unterstützenden Staatenund Gebergemeinschaft ist die schrittweise Ausdehnung des Versicherungsprogramms auf weitere Länder in Südostasien.

Kennzahlen

Bei Munich Re legen wir besonderen Wert auf Transparenz gegenüber unseren Stakeholdern. Im Folgenden geben wir daher Auskunft über die Entwicklung unserer wichtigsten nachhaltigkeitsrelevanten Kennzahlen mit Bezug zu unserem (Rück-)Versicherungsgeschäft.

Die Bewertung von Risiken ist Teil unseres unternehmensweiten Risikomanagements. Eine wichtige Kenngröße ist der Verlust im Versicherungsportfolio durch klimabedingte Naturkatastrophen für eine 200-jährige Wiederkehrperiode, den wir auf Basis unserer Modellierung von Naturkatastrophen im internen Risikomodell ermitteln. In der folgenden Tabelle zeigen wir den sogenannten Value-at-Risk der ökonomischen Gewinn- und Verlustverteilung über einen einjährigen Zeithorizont zu einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Dargestellt wird die Nettosicht nach externer Retrozession für die größten klimabedingten Naturkatastrophenexponierungen von Munich Re:

Value-at-Risk

Mio. € 2023 Vorjahr Veränderung
Naturkatastrophen –
Szenario (netto) %
Tropischer Wirbelsturm
(Nordamerika) 8�513 10�035 –15�2
Wintersturm (Europa) 5�827 5�497 6�0
Flut (Deutschland) 2�980 2�948 1�1
Schweres Gewitter
(USA) 1�250–2�250 1�250–2�250
Waldbrand (USA) 750–1�750 750–1�750

Über unser Management von Klimarisiken berichten wir im > Risikobericht.

Der tatsächlich eingetretene Verlust aus Naturkatastrophen für das Gesamtjahr 2023 betrifft im Wesentlichen das Sachversicherungsgeschäft und summiert sich für das Rückversicherungsgeschäft auf 2.335 (2.118) 1 Millionen € nach externer Retrozession. Dies entspricht 9,0 (8,7) 1% des Nettoversicherungsumsatzes. Hierbei sind Großschäden mit einer Schadenhöhe über 30 Millionen € berücksichtigt.

Gemäß der EU-Taxonomie-VO berichten wir umfassend zu den für (Rück-)Versicherer vorgesehenen ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten. Das europäische Klassifizierungssystem sieht vor, dass Nichtlebens(rück)versicherungstätigkeiten einen wesentlichen Beitrag zum Umweltziel Anpassung an den Klimawandel leisten können. Unser Fokus in Bezug auf die Taxonomie liegt auf der Erfassung der regulatorisch vorgegebenen Kennzahlen. Weitergehende strategische Implikationen ergeben sich derzeit nicht.

Für das Geschäftsjahr 2023 berichten wir erstmals zu unseren taxonomiekonformen (Rück-)Versicherungstätigkeiten gemäß EU-Taxonomie-VO. Eine Einstufung als taxonomiekonform ("aligned") ist bei einer Übereinstimmung der Versicherungs- oder Rückversicherungstätigkeiten mit den technischen Bewertungskriterien für einen wesentlichen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und zur Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen (DNSH) gemäß der EU-Taxonomie-DelVO 2021/2139 sowie unter Einhaltung von Mindestschutzvorschriften gemäß EU-Taxonomie-VO gegeben. Die technischen Bewertungskriterien zur Beurteilung des wesentlichen Beitrags zur Anpassung an den Klimawandel umfassen: Führungsrolle bei der Modellierung und Bepreisung von Klimarisiken, Produktgestaltung bzw. Unterstützung der Entwicklung und Bereitstellung geeigneter Nichtlebensversicherungsprodukte, innovative (Rück-) Versicherungslösungen, Weitergabe von Daten sowie hohes Leistungsniveau nach einer Katastrophe. Den taxonomiekonformen (Rück-)Versicherungsaktivitäten liegen dabei insbesondere Modellierungstechniken sowie Produktgestaltungsprozesse zugrunde, die den Anforderungen der

1 Die Angabe ist mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt vergleichbar, da die Großschadengrenze ab 1. Januar 2023 auf 30 Millionen € erhöht wurde (in Vorjahren 10 Millionen €).

EU-Taxonomie-VO entsprechen. Daneben wird bei taxonomiekonformen Tätigkeiten keine erhebliche Beeinträchtigung des von der EU-Taxonomie-VO hierfür definierten Umweltziels Klimaschutz festgestellt. Die Tätigkeit umfasst weder die (Rück-)Versicherung der Gewinnung, der Lagerung, des Transports oder der Herstellung fossiler Brennstoffe noch die (Rück-)Versicherung von Fahrzeugen, Sachanlagen oder anderen Anlagen, die diesen Zwecken dienen. Unter anderem ist bei taxonomiekonformen (Rück-)Versicherungstätigkeiten eine (Rück-)Versicherung von fossil befeuerten Kraftwerken nicht gegeben. Daneben wird für die Durchführung der (Rück-)Versicherungstätigkeiten der in der EU-Taxonomie-VO festgelegte Mindestschutz eingehalten. Darunter wird die Einhaltung eines Mindestschutzes in Bezug auf Menschenrechte, Antikorruption, Besteuerung sowie fairer Wettbewerb gefasst (siehe auch > Menschenrechte sowie > Compliance).

Die Kennzahlen zur Taxonomiekonformität zeigen den absoluten als taxonomiekonform eingestuften IFRS-Versicherungsumsatz sowie dessen Anteil am Nichtlebens-(Rück-) Versicherungsumsatz insgesamt ("Alignment-Quote"). Als taxonomiekonform wird dabei nur der Anteil des Versicherungsumsatzes angesetzt, der zur Abdeckung von Klimaereignissen dient ("climate-related share"). Die Beurteilung der Taxonomiekonformität basiert zunächst auf den der Bepreisung zugrunde liegenden Daten, auf deren Basis der taxonomiekonforme IFRS-Versicherungsumsatz übergeleitet wird. Der Ausweis insgesamt sowie inwieweit taxonomiekonforme Versicherungstätigkeiten einem Rückversicherer überlassen werden und inwieweit taxonomiekonforme Versicherungstätigkeiten Rückversicherungstätigkeiten darstellen, erfolgt dabei in Konsistenz zur IFRS-Segmentberichterstattung.

Die Einwertung des Versicherungsumsatzes gemäß dem Grundsatz der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen (DNSH) basiert auf von unseren Kunden zur Verfügung gestellten Informationen. Sofern Daten in erforderlicher Granularität nicht vorliegen, bedienen wir uns zur Approximation im Wesentlichen Sektorklassifikationen. Den Klimaschutz erheblich beeinträchtigende Versicherungsaktivitäten werden auf dieser Basis vollständig und für das Rückversicherungsgeschäft pro rata als nicht taxonomiekonform eingestuft. Unsere im Folgenden ausgewiesenen taxonomiekonformen (Rück-)Versicherungstätigkeiten leisten als ermöglichende Tätigkeiten einen wesentlichen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel. Für alle als taxonomiefähig eingestuften Versicherungszweige, Sonstige Kraftfahrtversicherung, See-, Luftfahrt- und Transportversicherung sowie Feuer- und andere Sachversicherungen, ist ein Beitrag zur taxonomiekonformen Geschäftstätigkeit gegeben. Aufgrund ihres geringfügigen Beitrags zum Umweltziel Anpassung an den Klimawandel wird die Arbeiterunfallversicherung ab 2023 als nicht taxonomiefähig klassifiziert.

Der Anteil des taxonomiekonformen am taxonomiefähigen Nichtlebensversicherungs- und Rückversicherungsgeschäft beträgt 14,1%. Dies liegt darin begründet, dass zur Ermittlung der Taxonomiefähigkeit ("eligibility") anders als für die Beurteilung der Taxonomiekonformität in Konsistenz zum Vorjahr die Summe des IFRS-Versicherungsumsatzes, der im Zusammenhang mit der Übernahme klimabedingter Risiken steht, zugrunde gelegt wird. Dieser umfasst dabei den gesamten Versicherungsumsatz der regulatorischen Versicherungszweige ("LoBs"), die in der EU-Taxonomie-DelVO 2021/2139 vorgegeben sind und in denen Produkte enthalten sind, die klimabedingte Risiken abdecken.

Würde man als Basis für die Beurteilung der Taxonomiefähigkeit, analog dem Vorgehen zur Ermittlung der Taxonomiekonformität, nur den klimabedingten Anteil des Versicherungsumsatzes der Produkte einbeziehen, würde sich für den Anteil, der auf taxonomiefähige (Rück-)Versicherungsaktivitäten entfällt, ein Wert von 9,3 % ergeben. Dieser ermittelt sich basierend auf (Rück-)Versicherungsaktivitäten, für welche spezifische Daten zum klimabedingten Anteil des Versicherungsumsatzes vorliegen.

Als nicht taxonomiefähig wird demnach der verbleibende IFRS-Versicherungsumsatz des Nichtlebensgeschäfts klassifiziert. Entweder ist dieser einem nicht vorgegebenen regulatorischen Versicherungszweig im Nichtlebensversicherungsgeschäft der Erst- und Rückversicherung zugeordnet oder entfällt auf einen Versicherungszweig, in dem kein Produkt enthalten ist, bei dem eine explizite Bepreisung von Klimarisiken oder Abdeckung von Klimarisiken in den Versicherungsbedingungen vorliegt.

Insgesamt stellt sich der Versicherungsumsatz unserer (Rück-)Versicherungstätigkeiten bezüglich deren ökologischer Nachhaltigkeit gemäß EU-Taxonomie-VO und des entsprechenden Anteils am gesamten Nichtlebensversicherungsgeschäft wie folgt dar. Die Darstellung gemäß dem regulatorischen Meldebogen der EU-Taxonomie-DelVO 2023/2486 findet sich unter > Meldebögen zur EU-Taxonomieverordnung.

(Rück-)Versicherungs-Kennzahlen gemäß Art. 8 EU-Taxonomie-VO

Wesentlicher Beitrag zur Anpassung an den
Klimawandel
Absoluter
Versicherungs
umsatz
Anteil des
Versicherungs
umsatzes
Anteil des
Versicherungs
umsatzes
2023 Vorjahr1
Nichtlebensversicherungs- und Rückversicherungsgeschäft Mio. € % %
Taxonomiekonform (ökologisch nachhaltig) 2�931 7�9
davon: rückversichert 160 0�4
davon: aus der Rückversicherungstätigkeit stammend 2�673 7�2 54�9
davon: rückversichert (Retrozession) 160 0�4
Taxonomiefähig, aber nicht ökologisch nachhaltig (nicht taxonomiekonform) 17�797 48�1
Nicht taxonomiefähig 16�243 43�9 45�1
Gesamt 36�971 100�0 100�0

1 Geringfügige Differenzen zu den im Vorjahr ausgewiesenen Werten ergeben sich durch die Umstellung der Bewertungsbasis von Bruttoprämien auf den IFRS-Versicherungsumsatz in Analogie der Finanzberichterstattung.

Die dargelegten Kennzahlen beziehen sich gemäß EU-Taxonomie-VO ausschließlich auf den Beitrag zum Klimaziel Anpassung an den Klimawandel. Als Versicherer tragen wir sowohl zur Adaption an Klimawandelrisiken als auch zur Mitigation von Klimarisiken bei. Versicherungstätigkeiten, die auf das Ziel Klimaschutz einzahlen, wie Versicherungsprodukte für erneuerbare Energien, werden von der EU-Regulierung nicht als taxonomiefähig eingestuft und gehen dementsprechend in oben stehende Kennzahl nicht ein. Demnach ist unser Engagement im Bereich erneuerbare Energien im dargestellten Anteil unserer taxonomiefähigen (Rück-)Versicherungsaktivitäten nicht reflektiert. Allein im Bereich Green Tech Solutions versichern wir mit Stand 31. Dezember 2023 erneuerbare Energien in ca. 1.400 (900) Projekten und Hersteller in ca. 90 (80) Ländern mit einer gesamten Nennleistung von über 75 (über 55) Gigawatt. Hierbei handelt es sich um neu entwickelte Versicherungslösungen, die insbesondere Performance, Langlebigkeit und Finanzierbarkeitsrisiken adressieren.

Die Messung der Zielerreichung unserer Klimaziele in der Erstversicherung sowie im fakultativen und direkten (Rück-) Versicherungsgeschäft in der Munich Re Group Ambition 2025, das nicht das Rückversicherungs-Vertragsgeschäft beinhaltet, ermitteln wir basierend auf folgenden Kennzahlen:

Im Bereich thermischer Kohle werden die quantitativen Emissionsreduktionsziele aus nachfolgenden Kenngrößen als Basis für die Bewertung der Entwicklung der mit dem versicherten Geschäft unserer Kunden zusammenhängenden GHG-Emissionen abgeleitet: jährliche Tonnen geförderte thermische Kohle aus Minen sowie installierte operationale Kapazität in Megawatt der thermischen Kohlekraftwerke unserer Kunden. Als Basisjahr gilt das Jahr 2019, für alle aktiven Risiken zum Stichtag 31. Dezember 2019. Aufgrund der Anwendbarkeit der Abbauziele über alle Nichtlebensversicherungs-Zweige hinweg und angesichts unseres Ziels der vollständigen Aufgabe der Versicherung dieser Geschäftsaktivitäten bis 2040 werden die mit unserem versicherten Geschäft zusammenhängenden GHG-Emissionen unserer Kunden – entsprechend der oben dargestellten Ableitung –, unabhängig von der konkreten Art und Höhe

der (Rück-)Versicherungsbeteiligung, vollständig berücksichtigt. Insofern beruhen die Kennzahlen des Basis- sowie Berichtsjahres, die für die Reduktionsmessung zum jeweiligen Stichtag ermittelt werden, über die relevanten Versicherungszweige hinweg stets auf 100-Prozent-Zahlen auf Kundenebene. Die Angaben beziehen sich damit auf thermische Kohleförderung bzw. Kraftwerkskapazitäten des Kunden, unter Berücksichtigung der Vermeidung von Doppelzählungen auf Kundenebene über die verschiedenen relevanten Versicherungszweige.

Entwicklung der approximierten GHG-Emissionen auf Kundenebene in der Erstversicherung sowie im fakultativen und direkten (Rück-) Versicherungsgeschäft im Vergleich zum Basisjahr 2019 (Munich Re Group Ambition 2025)1

% 31�12�2023 Vorjahr
Thermischer Kohleabbau2 –40�8 –37�3
Kohlekraftwerke3 –40�6 –28�6

1 Die Kennzahlen beinhalten nicht das Rückversicherungs-Vertragsgeschäft.

2 Die Entwicklung der jährlich produzierten Tonnen versicherter thermischer Kohleabbauaktivitäten der Versicherten wird als Äquivalent für eine näherungsweise Entwicklung der GHG-Emissionen herangezogen. Diese basieren auf den berichteten Echtdaten der Versicherten.

3 Die Entwicklung der installierten operationalen Kapazität (in Megawatt) der versicherten Kohlekraftwerke der Versicherten wird als Äquivalent für die näherungsweise Entwicklung der GHG-Emissionen herangezogen. Diese basieren auf den zuletzt verfügbaren Daten eines externen Datenanbieters.

Wie im Vorjahr beruhen die Rückgänge überwiegend auf aktiven Portfoliosteuerungsmaßnahmen inklusive Geschäftsaufgabe. Externe Veränderungen aufseiten unserer Originalkunden inklusive möglicher Transformationseffekte haben bisher einen nachrangigen Einfluss auf die Gesamtentwicklung.

Im Bereich der Öl- und Gasförderung (konventionell und unkonventionell) bezieht sich das quantitative Emissionsreduktionsziel unmittelbar auf die unserem Sachversicherungsgeschäft zurechenbaren, selbst kalkulierten GHG-Emissionen aus der versicherten Öl- und Gasförderung unserer Kunden. Dafür berechnen wir zunächst die mit der geförderten Öl- und Gasfördermenge zusammenhängenden Scope 1–31 life-cycle GHG-Emissionen unserer Kunden. Für diese Berechnungen bedienen wir uns der Expertise unseres Tochterunternehmens HSB Solomon Associates LLC, das seinerseits das integrierte Open-Source-Tool The Oil Climate Index + Gas nutzt. Diese Emissionen rechnen wir unseren (Rück-)Versicherungspolicen in dem Umfang zu, wie unsere durch Munich Re zur Verfügung gestellte (Rück-) Versicherungskapazität zum gesamten uns bekannten Gesamtversicherungsplafond (Selbstbehalt des Kunden + Gesamtversicherungskapazität) beiträgt. Als Basisjahr gilt das Jahr 2019, für alle aktiven Risiken zum Stichtag 31. Dezember 2019.

Entwicklung der in der Erstversicherung sowie im fakultativen und direkten (Rück-)Versicherungsgeschäft unserem operationalen Sachversicherungsgeschäft zurechenbaren, selbst kalkulierten Scope 1-, 2- und 3-GHG-Emissionen (CO2e) im Vergleich zum Basisjahr 2019 (Munich Re Group Ambition 2025)1, 2

% 31�12�2023 Vorjahr
Öl- und Gasförderung –79�8 –40�2

1 Die Kennzahl beinhaltet nicht das Rückversicherungs-Vertragsgeschäft. 2 Die der Kalkulation zugrunde liegenden Öl- und Gasfördermengen basieren auf den zuletzt verfügbaren Daten eines externen Datenanbieters.

Der starke Rückgang beruht vorwiegend auf Portfoliomaßnahmen. Neben der Umsetzung von Underwritingrestriktionen, insbesondere im Hinblick auf Sanktionen, Ölsandstandorte oder arktische Exponierungen, hat auch die Geschäftsaufgabe durch strategische Entscheidungen des Munich Re Syndikats maßgeblich zu der Entwicklung beigetragen.

Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit

Strategie und Ziele

Die Aufrechterhaltung einer engen und vertrauensvollen Beziehung zu unseren Kunden ist von Bedeutung für den Erfolg unseres Geschäfts. Deshalb wollen wir die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen und im Dialog die besten Lösungen für sie entwickeln.

Entsprechend unserem Geschäftsmodell haben wir einen differenzierten Managementansatz, der sich auf die Rückversicherung und die Erstversicherung bezieht und die unterschiedlichen Kundenansprüche und -bedürfnisse entsprechend abbildet. Die Verantwortung liegt bei den jeweiligen Vorständen bzw. der Geschäftsführung sowie innerhalb der einzelnen Landesgesellschaften. Die Bedeutung unserer Kunden zeigt sich nicht zuletzt in der Verankerung innerhalb der Munich Re Group Ambition 2025.

Bei Munich Re steuern wir den Dialog mit unseren Kunden und die Lösungsangebote auf Basis der Kundenbedürfnisse und ihrer Wachstumsambitionen. Der Prozess umfasst eine Analyse der Märkte und der wichtigsten Akteure sowie die Umsetzung individueller Versicherungslösungen, Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden. In der Rückversicherung werden die Kundenmanager durch eine zentrale Vertriebseinheit unterstützt, die für Transparenz in Bezug auf die gruppenweite Produkt- und Servicelandschaft sorgt. Diese Einheit verantwortet ebenfalls zwei Veranstaltungsformate, mittels derer wir in einen jährlichen, intensiven Austausch mit Vertretern unserer wichtigsten Kunden treten: die Konferenz "cDays" und "Advance", ein exklusives fünfwöchiges Programm, das darauf abzielt, Fachwissen und Führungskompetenzen der Teilnehmer auszubauen und die Branche weiterzuentwickeln. Darüber hinaus bieten wir unseren Rückversicherungskunden ein umfangreiches Seminarprogramm zu versicherungsnahen Themen an, in denen unsere Expertise führend ist. ERGO unterstützt insbesondere die selbstständigen Vertriebspartner mittels verschiedener Angebote, zum Beispiel Beratungstools und -konzepte oder Weiterbildung. Diese Angebote sind von den jeweiligen Landesgesellschaften individuell auf ihre Anforderungen zugeschnitten.

Maßnahmen

Um die Leistung im Bereich Kundenzufriedenheit und Kundenorientierung zu messen, haben wir innerhalb von Munich Re zahlreiche Monitoringmaßnahmen definiert.

Sowohl im Erst- als auch im Rückversicherungsgeschäft wird die Kundenzufriedenheit gemessen.

In der Rückversicherung führen wir in einem zweijährigen Turnus eine globale Kundenzufriedenheitsbefragung bei unseren Rückversicherungskunden durch. Dabei werden der Net Promoter Score (NPS) und die Kundenzufriedenheit in Bezug auf verschiedene Aspekte der Geschäftsbeziehung untersucht. Der NPS sowie ausgewählte Ergebnisse der Befragung werden auf unserer Website veröffentlicht. Unser Ziel ist ein stabiler positiver NPS für die Rückversicherung.

Die globale Kundenzufriedenheitsbefragung bei den Rückversicherungskunden wurde das letzte Mal im Mai 2022 durchgeführt.

In der Erstversicherung wird die Messung der Kundenzufriedenheit kontinuierlich im Jahresverlauf durchgeführt. Neben dem NPS wird seit dem vierten Quartal 2023 eine übergreifende Zufriedenheit erhoben. Diese Zufriedenheit ist neue zentrale Steuerungsgröße für die ERGO Kundenzufriedenheit. Mit dieser Messung fokussiert ERGO die Steuerung und ermöglicht so eine transparentere Maßnahmenerarbeitung. Das Ergebnis zeigt den prozentualen Anteil der zufriedenen Kunden in wichtigen Kernmärkten. Dafür erfolgt die Messung aktuell in Belgien, Deutschland, Estland, Griechenland, Indien, Lettland, Litauen, Österreich,

1 Scope 3-GHG-Emissionen: andere indirekte Emissionen, die in der Wertschöpfungskette entstehen.

Polen und Spanien. Ziel von ERGO ist ein hoher Anteil zufriedener Kunden.

Die Ergebnisse unseres Monitorings zeigen in den spezifischen Geschäftsbereichen, Plattformen, Dienstleistungen, Produkten und Kundengruppen sowohl Verbesserungs- als auch Differenzierungspotenziale auf. Diese fließen in Form von Initiativen in unsere Strategie ein, um unser Ziel der Munich Re Group Ambition 2025, unseren Kunden ein langfristiger Partner zu sein, zu erreichen.

Neben der regelmäßigen Kundenzufriedenheitsbefragung haben wir in der Rückversicherung eine Vielzahl von Maßnahmen implementiert, die auf eine Festigung der Kundenbeziehungen abzielen. Ergänzend zur zentral gesteuerten Umfrage holen die operativen Einheiten regelmäßig Feedback von ihren Kunden ein. Um proaktiv auf Verbesserungsvorschläge unserer Kunden reagieren zu können, bieten wir ein umfassendes Schulungsprogramm für alle Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt an. Ziel ist es, ein Verständnis für die Strategien und Anforderungen der Kunden zu entwickeln, damit wir gemeinsam Lösungen erarbeiten können.

Im Erstversicherungsbereich werden die Kunden unserer selbstständigen Vertriebspartner in Deutschland nach einem standardisierten Beratungsansatz (ERGO Kompass) beraten, um eine durchgängig hohe Beratungsqualität sicherzustellen. ERGO setzt daneben auf verschiedene Werkzeuge, um direktes Feedback zu neuen Produkten und Dienstleistungen, aber auch zu übergreifenden strategischen Themen zu erhalten. Im Fokus steht unter anderem das eigene Marktforschungspanel (ERGO Kundenwerkstatt) mit ca. 7.500 Kunden. Allein 2023 wurden in der ERGO Kundenwerkstatt 30 Projekte bzw. Umfragen durchgeführt. Das so erhaltene Feedback unserer Kunden ist für uns sehr wichtig. Wir nutzen es unter anderem in der Produktentwicklung oder für die Verbesserung von Services für unsere Kunden. Neben dem Kundenfeedback werden auch Kundenbeschwerden erfasst und ausgewertet. Die Rückmeldungen werden als Grundlage für Verbesserungen in den verschiedenen Bereichen genutzt.

ERGO hat das Ziel, bis 2025 zu den digital führenden Versicherern zu gehören – sowohl in Deutschland als auch in den internationalen Kernmärkten. Dies geht einher mit dem Kundenwunsch nach digitalen Kanälen beim Versicherungsabschluss und der Versicherungsbetreuung. Themen wie Robotics, künstliche Intelligenz und Voice treibt ERGO auch länderübergreifend voran und baut digitale Geschäftsmodelle und Ökosysteme sowie das Annex-Geschäft weiter aus.

Zahlreiche kundenzentrierte Services und digitale Prozesse sind und werden weiter etabliert, die es dem Kunden möglichst einfach machen sollen, mit ERGO in Kontakt zu treten. Zusätzlich arbeitet ERGO an einer stetigen Modernisierung des Produktangebots mit verständlichen und kundenintuitiven Produkten sowohl für Privat- als auch Gewerbekunden.

Kennzahlen

Der letzte verfügbare NPS für die Rückversicherung aus 2022 liegt mit einem Wert von 60 auf einem sehr hohen, im Vergleich zu 2020 nochmals gesteigerten Niveau. 2020 hatte dieser noch bei 56 gelegen, wobei der NPS insgesamt eine Skala von −100 bis 100 hat. Auch im Erstversicherungsbereich zeigt sich die hohe Kundenzufriedenheit. Im Jahr 2023 bewerteten 94% der Kunden ERGO bzw. die jeweiligen Ländergesellschaften in den Kernmärkten mit "gut" oder besser. Insgesamt wird die Zufriedenheit auf einer Skala mit den Ausprägungen "schlecht", "akzeptabel", "gut", "sehr gut" und "ausgezeichnet" gemessen.

Umweltmanagement im eigenen Geschäftsbetrieb

Strategie und Ziele

Munich Re hat mit der Munich Re Group Ambition 2025 einen ganzheitlichen Ansatz gewählt und berücksichtigt neben ausgewählten indirekten Auswirkungen von Investitionen und (Rück-)Versicherungsprodukten auf das Klima auch die direkten Einflüsse durch eigene GHG-Emissionen aus operativen Prozessen des Geschäftsbetriebs. Dazu gehört die Steuerung unserer gruppenweiten Aktivitäten zur Verringerung der Auswirkungen der eigenen GHG-Emissionen auf Umwelt und Klima mit entsprechenden Reduktionsund Dekarbonisierungszielen. Unser Anspruch ist es, einen positiven Beitrag zu den Anforderungen des Pariser Klimaabkommens zu leisten.

Unsere Ziele und Aktivitäten zur Verminderung unserer GHG-Emissionen konzentrieren sich auf die Reduzierung des Energieverbrauchs und weiterer Ressourcen wie Wasser und Papier, die Vermeidung von Abfall sowie auf die Durchführung umweltfreundlicher Geschäftsreisen. Unsere Mitarbeiter sensibilisieren wir dabei zu umweltfreundlichem Verhalten.

Im Rahmen der Munich Re Group Ambition 2025 haben wir uns Ziele für die eigenen GHG-Emissionen aus operativen betrieblichen Prozessen gesetzt. So wollen wir unsere eigenen GHG-Emissionen pro Mitarbeiter bis 2025 um 12 % bezogen auf das Basisjahr 2019 reduzieren.

Bis 2030 wollen wir bei unseren eigenen nicht vermiedenen GHG-Emissionen aus direktem und indirektem Energieverbrauch (Scope 1 und 2) sowie aus ausgewählten Scope 3-Emissionen wie dem Verbrauch von Papier und Wasser, dem Abfallaufkommen und Geschäftsreisen die GHG-Neutralität von Munich Re schrittweise durch GHG-Netto-Null ersetzen. Das bedeutet, dass wir versuchen, nicht vermiedenen GHG-Emissionen entgegenzuwirken, indem wir Zertifikate aus Projekten kaufen, die den GHG-Ausstoß reduzieren (GHG-Neutralität) oder GHG aus der Atmosphäre entfernen wollen (GHG-Netto-Null). Bei der Auswahl von Zertifikaten achten wir auf international anerkannte Zertifizierungsstandards wie beispielsweise den Gold Standard. Für 2023 wurden alle bilanzierten GHG-

Emissionen der Gruppe, die sich aus dem Geschäftsbetrieb ergeben haben, GHG-neutral sowie die der Konzernzentrale in München GHG-Netto-Null gestellt.

Die Verantwortung für die konzernweite Umwelt- und Klimaschutz-Strategie, für die Ziele der Munich Re Group Ambition 2025 und für damit verbundene Maßnahmen liegt beim Vorstand bzw. bei den entsprechenden Ausschüssen mit ESG-Verantwortung. Die Umsetzung der Strategie und der Maßnahmen zur Zielerreichung erfolgt sowohl auf Gruppenebene, in den jeweiligen Geschäftsbereichen als auch auf lokaler Ebene.

Maßnahmen

Wir konzentrieren uns auf Maßnahmen, die aus unserer Sicht eine hohe Hebelwirkung bei der Reduzierung unserer GHG-Emissionen haben. Unser führender Indikator für den Erfolg ist die Entwicklung der GHG-Emissionen in Form des GHG-Fußabdrucks pro Mitarbeiter. Die Steigerung der Energieeffizienz beim Betrieb unserer Gebäude sowie die Substitution fossiler durch erneuerbare Energieträger sind für uns wichtige Handlungsfelder. Im Jahr 2023 sind 91% des eingekauften Stroms für alle Unternehmen und ihre Standorte, die im qualitativen Reporting eingebunden sind (86% der Mitarbeiter), aus erneuerbaren Quellen generiert worden. Bis 2025 ist das Ziel, für diese Unternehmen und ihre Standorte 100% Grünstrom einzukaufen. Dieses Grünstromziel wurde im Berichtsjahr spezifiziert, um den Marktgegebenheiten Rechnung zu tragen. Für die nicht im Reporting eingebundenen Unternehmen wird der Stromverbrauch extrapoliert, die daraus resultierenden GHG-Emissionen berechnet und klimaneutral gestellt. Auch bei der Durchführung von Geschäftsreisen wird die Möglichkeit umweltfreundlicher Bahnfahrten oder von Hybrid- und Elektrofahrzeugen genutzt.

Ein umweltschonender Umgang mit Ressourcen wie Wasser und Papier sowie eine Reduktion des Abfalls werden lokal an den Standorten umgesetzt. Wir streben die Verwendung nachhaltiger Verbrauchsmaterialien zum Beispiel durch den Einsatz von Mehrwegsystemen bei der Verpflegung der Mitarbeiter an.

Um die Bemühungen zum Klimaschutz zu unterstützen, engagiert sich Munich Re beispielsweise auf nationaler Ebene bei der Allianz für Entwicklung und Klima. 2023 waren 52 (49) % der Mitarbeiter von Munich Re in ein Umweltmanagement-System nach DIN ISO 14001 oder Eco Management and Audit Scheme (EMAS) eingebunden, das systematisch die Implementierung von relevanten Umweltaspekten beim Geschäftsbetrieb sowie bei der Produktgestaltung überprüft und bewertet.

Kennzahlen

Wir ermitteln den GHG-Fußabdruck pro Mitarbeiter aus unseren betrieblichen Aktivitäten, indem wir die jährlichen GHG-Emissionen, die sich aus unserem Verbrauch von Energie, Papier und Wasser, Abfällen und Geschäftsreisen ergeben, berechnen. Verbräuche, die zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vorliegen, werden geschätzt. Gemessene Verbrauchswerte werden auf 100 % der Mitarbeiter der Gruppe, die einer vollkonsolidierten Gesellschaft mit einem Arbeitsvertrag zum 31. Dezember 2023 angehören, extrapoliert. Die daraus resultierenden GHG-Emissionen werden in Orientierung an international anerkannten Methoden und Umrechnungsfaktoren, wie zum Beispiel dem Greenhouse Gas Protocol und International Energy Agency, berechnet. Im Jahr 2023 haben wir Daten für 86 (76) % der Mitarbeiter erhoben.

Seit 2019 konnten wir bereits Einsparungen bei den eigenen GHG-Emissionen pro Mitarbeiter von 34 (22)% erreichen. Der Energieverbrauch ist um 20 % niedriger gegenüber dem Vorjahr, einen Beitrag dazu lieferten unsere Maßnahmen zur Energieeinsparung vor allem in Bezug auf Gas, Strom und Fernwärme. Die zurückgelegten Kilometer aus Geschäftsreisen sind um 24% gestiegen. Die dadurch entstandenen GHG-Emissionen haben sich gleichzeitig unterproportional (um 13%) im Vergleich zum Vorjahr erhöht, getrieben durch den Anstieg von Bahnreisen sowie durch den steigenden Anteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in der Flotte.

Eine detaillierte Aufstellung der relevanten Kennzahlen findet sich in den unten stehenden Tabellen.

Ver
2023 Vorjahr änderung
Scope Emissionsquelle t CO2e t CO2e %
Scope 1 GHG-Emissionen aus direktem Energieverbrauch 33�093 43�664 –24�2
davon aus Geschäftsreisen mit Firmenwagen 10�841 12�330 –12�1
Scope 2 GHG-Emissionen aus indirektem Energieverbrauch
(market-based)1 14�249 18�310 –22�2
Scope 3 Andere indirekte GHG-Emissionen 3�039�435 3�130�824 –2�9
GHG-Emissionen aus vorgelagerten Aktivitäten 22�571 17�731 27�3
davon aus Geschäftsreisen (ausgenommen Firmen
wagen, welche unter Scope 1 erfasst werden) 19�466 14�479 34�4
davon aus Papier 1�020 1�014 0�6
davon aus Abfall 1�781 1�903 –6�4
davon aus Wasser 304 335 –9�3
GHG-Emissionen aus nachgelagerten Aktivitäten 3�016�864 3�113�093 –3�1
davon finanzierte GHG-Emissionen2 3�016�864 3�113�093 –3�1
Scope 1–3 – Eigener Geschäftsbetrieb Gesamte GHG-Emissionen Scope 1–3 eigener
Geschäftsbetrieb, Scope 2 market-based 69�913 79�705 –12�3
Scope 1–3 – Gesamt Gesamte GHG-Emissionen Scope 1–3, Scope 2 market
based
3�086�777 3�192�798 –3�3
GHG
GHG-Emissionen/Mitarbeiter Emissionen/Versicherungsumsatz
Ver Basisjahr Ver Ver
2023 Vorjahr änderung 2019 änderung 2023 Vorjahr änderung
t CO2e/ t CO2e/ t CO2e/
Anzahl Anzahl Anzahl t CO2e/ t CO2e/
Scope Emissionsquelle Mitarbeiter Mitarbeiter % Mitarbeiter % Mio. € Mio. € %
Scope 1 GHG-Emissionen
aus direktem
Energieverbrauch 0�77 1�05 –26�4 1�11 –30�4 0�57 0�79 –27�5
davon aus Ge
schäftsreisen mit
Firmenwagen 0�25 0�30 –15�7 0�29 –12�8 0�19 0�22 –15�9
Scope 2 GHG-Emissionen
aus indirektem
Energieverbrauch
(market-based) 0�33 0�44 –24�3 0�69 –51�7 0�25 0�33 –25�5
Scope 3 GHG-Emissionen
aus vorgelagerten
Aktivitäten 0�53 0�43 22�8 0�68 –22�6 0�39 0�32 21�8
davon aus Ge
schäftsreisen
(ausgenommen
Firmenwagen,
welche unter
Scope 1 erfasst
werden) 0�46 0�35 30�0 0�57 –20�2 0�34 0�26 28�6
davon aus Papier 0�02 0�02 20�0 0�03 –20�0 0�02 0�02 –3�7
davon aus Abfall 0�04 0�05 –16�0 0�07 –40�0 0�03 0�03 –10�5
davon aus
Wasser 0�01 0�01 –30�0 0�01 –41�7 0�01 0�01 –13�2
Scope 1–3 Gesamte GHG
– Eigener Ge Emissionen Scope
schäftsbetrieb 1–3 eigener
Geschäftsbetrieb,
Scope 2 market
based 1�63 1�93 –15�3 2�48 –34�2 1�21 1�44 –16�1

Wasserverbrauch

2023 Vorjahr Veränderung
%
Wasserverbrauch m3 432�730 476�997 –9�3
Wasserverbrauch/Mitarbeiter m3
/Anzahl Mitarbeiter
10 12 –12�2
Wasserintensität m3
/Mio. € Versicherungsumsatz
7 9 –13�2

Energieverbrauch (ohne eigene Produktion)

Anteil des
Energieverbrauch Energieverbrauchs Energieintensität
Ver Ver
2023 Vorjahr änderung 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr änderung
MWh/ MWh/
Anzahl Anzahl
MWh MWh % % % Mitarbeiter Mitarbeiter %
Erdgas 108�722 153�307 –29�1 43�3 48�9 2�5 3�7 –31�4
davon Erdgas für Kraft-Wärme
Kopplung 95�188 126�293 –24�6 37�9 40�3 2�2 3�1 –27�1
Strom 95�108 102�313 –7�0 37�9 32�6 2�2 2�5 –10�1
davon Strom aus erneuerbaren
Energien1 86�870 92�518 –6�1 34�6 29�5 2�0 2�2 –9�2
Fernwärme 41�931 51�638 –18�8 16�7 16�5 1�0 1�2 –21�5
Fernkälte 4�283 5�371 –20�3 1�7 1�7 0�1 0�1 –22�9
Flüssiger Kraftstoff für Notstrom 872 1�069 –18�4 0�3 0�3 0�0 0�0 –22�6
Gesamt 250�916 313�698 –20�0 100�0 100�0 5�9 7�6 –22�7

1 Tatsächlich eingekaufter Strom aus erneuerbaren Energien in MWh: 72�474 (Vorjahr: 70�543).

Menschenrechte

Strategie und Ziele

Die Achtung von Menschenrechten ist Teil unseres Ansatzes zur Unternehmensführung, der ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen in unsere Definition von Erfolg einbezieht. Der Vorstand hat entsprechend eine Grundsatzerklärung zur Wahrung und zum Schutz von Menschenrechten verabschiedet, die wir im Internet unter www.munichre.com/nachhaltigkeit/download veröffentlichen. Mit dieser Position bekennt sich Munich Re zur Achtung von Menschenrechten, wie sie in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, in der Internationalen Menschenrechtskonvention und in der Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte der ILO definiert sind.

Im Einklang mit den internationalen Regularien wird zudem seit 2017 eine vom Vorstand unterzeichnete Erklärung zum UK Modern Slavery Act und seit 2021 eine Erklärung zum Australian Modern Slavery Act veröffentlicht.

Munich Re hat sich verpflichtet, ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht einzuhalten und international anerkannte Menschenrechte zu respektieren. Im Rahmen der Unterzeichnung des UN Global Compact der Vereinten Nationen im Jahr 2007 haben wir uns folgenden Grundsätzen verschrieben:

− den Schutz der internationalen Menschenrechte innerhalb unseres Einflussbereichs zu unterstützen und zu achten;

  • − Vorkehrungen zu treffen, dass sich Munich Re nicht an Menschenrechtsverletzungen, wie beispielsweise Menschenhandel, mitschuldig macht;
  • − die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen zu wahren;
  • − für die Abschaffung aller Arten von Zwangsarbeit und Kinderarbeit einzutreten sowie
  • − für die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Beschäftigung einzutreten.

Diese Grundsätze sind auch in unserem Verhaltenskodex verankert, der für alle Mitarbeiter von Munich Re verbindlich ist. Dieser spiegelt unser konzernweites gemeinsames Werteverständnis zur Achtung der Menschenrechte wider.

Ende 2022 wurde mit der Einführung einer Konzernrichtlinie begonnen, die die Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes mit den notwendigen Prozessen, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten adressiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Richtlinie ausgerollt und von allen von den gesetzlichen Anforderungen betroffenen Einheiten eingeführt. Für unsere Lieferanten und Mitarbeiter haben wir mit der Richtlinie ein Regelwerk geschaffen, das unsere Erwartungen hinsichtlich der Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards definiert.

Das Management von Munich Re ist bestrebt, mögliche nachteilige Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte zu verhindern. Um solche Auswirkungen systematisch zu ermitteln, wurden die folgenden vier Dimensionen definiert: Mitarbeiter, Beschaffung, unser Kerngeschäft der Erst- und Rückversicherung sowie die Kapitalanlage. Für jede dieser Dimensionen haben wir Instrumente eingeführt, um unsere Entscheidungsfindung im Hinblick auf Menschenrechte zu steuern. Dies ermöglicht uns, Risiken in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen bestmöglich zu minimieren. Daneben hat Munich Re eine menschenrechtsbasierte Strategie für die Nutzung künstlicher Intelligenz in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Europäischen Kommission entwickelt, die den Umgang mit den Themen Datenschutz, Überwachung, Diskriminierung, Befangenheit, unbeabsichtigte Folgen und Missbrauch durch bösartige Akteure umfasst.

Zudem streben wir an, gezielt die Sicherung von Grundrechten und damit auch von Menschenrechten zu verbessern. Dies wollen wir unter anderem mit bedarfsgerechten Versicherungsprodukten erreichen. So bieten wir beispielsweise Risikolösungen zur Sicherung der Lebensgrundlage für unterversicherte Menschen in Asien an. Mit speziellen Finanzlösungen sollen die Schutzlücke für gefährdete Bevölkerungsgruppen und Unternehmen verringert und die Auszahlungen gezielt und schnell gewährleistet werden. Auch bei vielen unserer Spenden- und Sponsoring-Projekte steht die Sicherung von Grundrechten im Vordergrund.

Weitere Informationen finden sich in unserem Nachhaltigkeitsbericht, in unserem jährlichen Fortschrittsbericht zum UN Global Compact sowie in unseren jährlichen Berichten zu den PSI und den PRI.

Maßnahmen

Unsere im Jahr 2018 erarbeiteten Prozesse zur Einhaltung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten werden kontinuierlich für die Munich Re Gruppe überarbeitet und erweitert. Folgende Prozesse haben wir definiert, die jährlich überprüft werden:

  • − Verpflichtung der Geschäftsleitung zur Achtung der Menschenrechte;
  • − Bestellung eines Menschenrechtsbeauftragten für die Gruppe sowie für die ERGO Group;
  • − strukturierte Identifizierung und Bewertung von Risiken bezüglich Menschenrechtsverletzungen;
  • − Umsetzung von Maßnahmen und Überwachung;
  • − jährliche Berichterstattung und Kommunikation;
  • − Abhilfe und Beschwerdemechanismus.

Für eine Meldung von möglichen oder tatsächlichen Menschenrechtsverletzungen stehen Mitarbeitern und externen Hinweisgebern die Compliance-Whistleblowing-Portale von Munich Re und ERGO zur Verfügung. Wenn eine Menschenrechtsverletzung gemeldet wird oder wir auf anderem Wege davon erfahren, gehen die zuständigen Compliance-Einheiten von Munich Re dem Verstoß nach. Für jeden potenziellen Fall wird eine Untersuchung eingeleitet, die nach einem in einer internen Richtlinie festgelegten Verfahren abläuft. Jeder potenzielle Fall von Fehlverhalten wird untersucht und aufgeklärt. Wenn wir von substanziellen Menschenrechtsverletzungen in einer bestehenden Vertragsbeziehung erfahren, wird im Dialog mit den verantwortlichen Akteuren eine Entscheidung über angemessene und konsequente Abhilfemaßnahmen getroffen.

Darüber hinaus versuchen wir, jegliche Geschäftsbeziehung mit und Investments in Unternehmen abzulehnen, die in nachweisliche und erhebliche Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind. Hierzu wird in einem mehrstufigen Prozess, basierend auf Informationen von externen Datenanbietern, eine Liste von Unternehmen erarbeitet, mit denen wir Geschäfte ausschließen wollen. Diese Liste wird regelmäßig überprüft, aktualisiert und als Teil unserer ESG Governance verabschiedet. Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgte für die Kapitalanlage, die Beschaffung sowie für das Einzelrisikogeschäft in der Erst- und fakultativen Rückversicherung im Laufe des Jahres 2023.

Mitarbeiter

Als Arbeitgeber verpflichten wir uns, internationale Menschenrechtsstandards einzuhalten und adäquate Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter zu schaffen.

Eine jährliche Risikoanalyse und Bewertung dient der Identifikation von Menschenrechtsrisiken innerhalb der eigenen Belegschaft. Potenzielle Risiken werden bewertet und es werden gegebenenfalls Maßnahmen zur Vermeidung ergriffen.

In unserem Verhaltenskodex ist ausdrücklich formuliert, dass Munich Re keine Diskriminierung toleriert. In Deutschland ist eine Beschwerdestelle in Sinne des § 13 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eingerichtet.

Beschaffung

Bei unseren Beschaffungsentscheidungen und -aktivitäten ist es unser Ziel, die Compliance-Grundsätze einzuhalten und damit unternehmerische Verantwortung entlang der Lieferkette zu übernehmen. Die Vermeidung von ESG-Risiken spielt für uns bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen eine wichtige Rolle. Wir haben bislang unsere Lieferanten dazu verpflichtet, den UN Global Compact anzuerkennen. Zudem werden seit 1. Januar 2023 die Anforderungen in Bezug auf die Einhaltung von Menschenrechten in einem gruppenweiten Verhaltenskodex für Lieferanten noch klarer zum Ausdruck gebracht. Hierfür wird innerhalb der Rückversicherung in der überwiegenden Mehrheit der Beschaffungsverträge eine entsprechende Corporate-Responsibility-Klausel implementiert. Diese hat den Zweck, unter anderem die menschrechtsbezogenen Anforderungen der Munich Re Group an Lieferanten vertraglich zu fixieren und gegebenenfalls bei Verstößen Audit- und Sonderkündigungsrechte verfügbar zu haben.

Für MEAG und ERGO Group befindet sich eine solche Klausel aktuell in der Umsetzung. Mit der momentanen Einführung eines strukturierten und kontinuierlichen Risikoanalyseprozesses werden wir in Zukunft potenzielle Menschenrechtsverstöße noch besser identifizieren und in Folge verringern oder vermeiden können. Substanzielle Fälle werden im Dialog mit den verantwortlichen Akteuren besprochen und gegebenenfalls Abhilfemaßnahmen getroffen.

Versicherungstätigkeiten

Zusätzlich zu der Berücksichtigung der oben beschriebenen Ausschlussliste von Unternehmen mit besonders gravierenden Menschenrechtsverstößen haben wir in unseren Zeichnungsrichtlinien im Geschäftsjahr 2023 für das Einzelrisikogeschäft in der Erst- und fakultativen Rückversicherung ergänzend eine verstärkte Risikoanalyse für bestimmte großkommerzielle Geschäftskunden verankert. Diese fokussiert auf Kundengruppen, die – abhängig von Geografie und Industriesektor – aufgrund struktureller Gegebenheiten einem erhöhten Risiko für Menschenrechtsverletzungen unterliegen.

Sollten in diesem Kontext im Laufe des Zeichnungsprozesses erhebliche Reputationsrisiken bzw. Menschenrechtsrisiken erkannt werden, schreiben die Zeichnungsrichtlinien einen erweiterten Prüfprozess vor, und Risiken müssen gegebenenfalls vor Akzept dem jeweiligen Reputations-Risikokomitee vorgelegt werden.

Kapitalanlagen

Im Rahmen einer nachhaltigen Kapitalanlage werden Staatsanleihen (umfasst auch die unterstaatliche Ebene) und Anleihen von staatsnahen Institutionen mit einem MSCI-ESG-Rating von CCC aufgrund hoher Risiken hinsichtlich sozioökonomischer und politischer Faktoren ausgeschlossen. Diese MSCI-ESG-Ratings berücksichtigen unter anderem Menschenrechte. Die Responsible Investment Guideline wurde unter anderem um Vorgaben zur Berücksichtigung von Menschenrechten erweitert. So gelten für diese Anlageklassen ebenso Ausschlüsse, sofern auf Basis eines spezifischen Menschenrechts-Länderratings extreme Risiken vorliegen. Im Fall von hohen Risiken werden die Bestände an betroffenen Anlagen überwacht.

Darüber hinaus findet in der Kapitalanlage die Ausschlussliste von Unternehmen mit erheblichen Menschenrechtsverstößen Anwendung. Die Ausschlusslisten sind von den Assetmanagern verbindlich anzuwenden.

Im Bereich der alternativen Investments, insbesondere in den Assetklassen Infrastruktur, forstwirtschaftliche und landwirtschaftliche Direkt-Investitionen und Gebäude im Direktbestand, wurden Menschenrechte in die Due-Diligence-Prüfungen integriert.

Als verantwortungsbewusster Investor unterstützen wir zudem die internationalen Konventionen im Zusammenhang mit kontroversen Waffen (unter anderem die Waffenkategorien Antipersonenminen und Streumunition) und schließen direkte Investitionen in Aktien und Anleihen von Unternehmen aus, die in diesen Bereichen aktiv sind.

Mitarbeiterbelange

Für Munich Re als wissensbasierte Unternehmensgruppe bilden talentierte und leistungsstarke Mitarbeiter mit ihrer Kompetenz das Fundament für den Unternehmenserfolg. Sie zu gewinnen, zu entwickeln und zu binden ist eines der beiden Kernziele unserer Personalpolitik. Als zweites Kernziel der gruppenweiten Personalpolitik verfolgen wir die

Förderung von Diversity, Equity & Inclusion (DEI) als strategischen Erfolgsfaktor von Munich Re. Somit wurden auch für 2023 als wesentliche Themen im Bereich der Mitarbeiterbelange Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeiterentwicklung sowie DEI für Munich Re identifiziert.

Strategische Impulse werden durch gruppenweit zuständige Funktionen im Personalbereich in Zusammenarbeit mit der Strategieabteilung der Gruppe erarbeitet. Diese finden über Policies (zum Beispiel Code of Conduct) oder vernetzte Projekte Eingang in die Personalpolitik der Rückversicherung, von ERGO sowie der MEAG.

Mit der Munich Re Group Ambition 2025 haben wir die Mitarbeiterbelange in unserer Geschäftsstrategie verankert. Hierbei verfolgt Munich Re das Ziel einer deutlichen Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Gleichzeitig tritt Munich Re dafür ein, sich als bevorzugter Arbeitgeber mit langfristig attraktiven Arbeitsplätzen und exzellenten Entwicklungsmöglichkeiten zu platzieren. Außerdem nimmt das Thema "Driving Digital Culture" weiterhin einen zentralen Stellenwert ein.

Unser Ziel ist es, unsere Geschäftsstrategien im Konzern bestmöglich im jeweiligen Kunden-, Wettbewerber- und Mitarbeiterumfeld bei der Rückversicherung, bei ERGO und der MEAG umsetzen zu können. Das operative Personalmanagement orientiert sich eng an den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Geschäftsmodelle und ist damit explizit dezentral ausgerichtet. Anpassungen zentraler Vorgaben und dezentrale Lösungen zu Personalthemen sind in diesem Sinne für Geschäftsfelder möglich und sinnvoll.

Arbeitgeberattraktivität

Strategie und Ziele

Die Personalarbeit von Munich Re orientiert sich an dem Ziel, ein attraktiver, fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein und auch in Zukunft zu bleiben. Mitarbeiter mit umfangreicher Expertise und breiter Erfahrung weltweit zu gewinnen, zu entwickeln und an uns zu binden sind dabei wesentliche Elemente. Wir fördern eine zukunftsorientierte und wertschätzende Arbeitskultur, in der die Kooperation in unserer globalen Organisation und in externen Wissensnetzwerken zu besten Lösungen für unsere Kunden führt.

In allen Geschäftsfeldern gibt es Rahmenwerke, welche die verschiedenen Personalthemen regeln. In Deutschland werden diese durch Betriebsvereinbarungen ergänzt.

Maßnahmen

Durch sichere Arbeitsplätze, transparente Vergütungsbedingungen, ein weitreichendes betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Gesundheitsangeboten, umfangreiche Employee-Assistance-Programme, Maßnahmen mit Fokus auf DEI sowie flexible Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitmodelle wollen wir die Attraktivität für unsere Mitarbeiter festigen.

Mit Fokus auf das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde bereits im Jahr 2022 ein gruppenweites Health, Safety and Wellbeing Statement erarbeitet und kommuniziert. Dieses Statement umfasst vier Themenfelder: Mentale Gesundheit, Physische Gesundheit, Soziale Verbundenheit und Arbeitsumgebung.

Die in der Rückversicherung, bei ERGO und der MEAG im Jahr 2022 entwickelten und getesteten Konzepte zu "New Work" wurden 2023 auf Basis der Testergebnisse angepasst und umgesetzt. Diese umfassen unter anderem neue Arbeitsplatzkonzepte sowie Leitlinien zum hybriden Arbeiten.

Neben den genannten Themen lag ein weiterer Fokus auf der Positionierung von Munich Re am Arbeitsmarkt. Die Rückversicherung ist hierbei mit der Employer Value Proposition "Push boundaries. With us." im Markt vertreten. Diese repräsentiert das Selbstverständnis, Talenten den Raum zu geben, gemeinschaftlich mehr zu erreichen und sie dabei zu unterstützen und zu fördern. Munich Re ist auf der Suche nach Mitarbeitern, die mit uns noch einen Schritt weitergehen, die sich fachlich und persönlich weiterentwickeln möchten und durch ihren Beitrag in der vielfältigen Arbeitswelt der Rückversicherung einen Unterschied machen wollen. ERGO positioniert sich seit dem Jahr 2022 am externen Arbeitsmarkt mit der Employer Value Proposition "ERGO. Grow together.". Mit "ERGO. Grow together." zeigt ERGO sowohl die Stärken als auch die Ambition: Wir wollen zukünftig noch mehr erreichen und werden den steigenden Anforderungen im Markt selbstbewusst begegnen. Wir setzen bei ERGO auf gemeinsames Wachstum und bieten Raum für individuelle Entwicklung. Dafür suchen wir Mitarbeiter, die ihren Beitrag dazu leisten und gemeinsam mit uns wachsen wollen. Seit Mitte 2023 erfolgt die sukzessive Umsetzung der Employer Value Proposition in den internationalen Einheiten.

Neben der bedarfsbezogenen Rekrutierung von Fach- und Führungskräften wirbt Munich Re kontinuierlich um Nachwuchskräfte, also Studenten, Absolventen und Young Professionals. Exzellente Hochschulabsolventen haben die Möglichkeit, durch die Trainee-Programme "EXPLORE" der Gruppe, "International Graduate Trainee Programme" der Rückversicherung, "Futures" von der MEAG und "RISE" von ERGO eine Karriere bei Munich Re zu beginnen. Ziel der Programme ist es, die Teilnehmer in ihren fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen systematisch für die vielfältigen Aufgaben im Konzern auszubilden. Zum 31. Dezember 2023 gab es im Gruppen-Traineeprogramm 10 (10), in der Rückversicherung 65 (63), bei ERGO 9 (10) und bei der MEAG 9 (12) Programmteilnehmer.

Kennzahlen

Munich Re zeichnet sich durch eine hohe Mitarbeiterbindung, eine lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit, niedrige Mitarbeiterfluktuationsraten sowie einen geringen Krankenstand aus. Die freiwillige Fluktuationsrate ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Unser Angebot an Nebenleistungen für die Mitarbeiter, wie Zugang zu einer betrieblichen Gesundheitsvorsorge, mobile Arbeitsmöglichkeiten

und flexible Arbeitszeiten, ist auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Noch einmal leicht angestiegen ist der Anteil an Mitarbeitern in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Die Reduktion der durchschnittlichen Unternehmenszugehörigkeit bei MR AG ist insbesondere begründet durch eine hohe Zahl an Neueintritten 2023.

Arbeitgeberattraktivität

2023 Vorjahr Veränderung
Munich Re %
Durchschnittliche
Unternehmenszu
gehörigkeit
(zum 31�12.) Jahre 13�3 13�5 –1�5
Freiwillige
Fluktuationsrate % 4�8 6�3
Krankenquote % 4�2 4�5
Mitarbeiter mit der
Möglichkeit auf
Sabbaticals oder
(un-)bezahlte
Freistellungen
(zum 31�12) % 69�6 67�0
Mitarbeiter mit Zu
gang zu betriebli
cher Gesundheits
vorsorge durch
Betriebsarzt oder
private Kranken
versicherung
(zum 31�12.) % 95�9 95�8
Mitarbeiter mit
der Möglichkeit,
mobil zu arbeiten
(zum 31�12.) % 97�0 97�3
Mitarbeiter mit fle
xiblen Arbeitszeiten
(zum 31�12.) % 82�0 82�0
Mitarbeiter mit
unbefristetem
Arbeitsverhältnis
(zum 31�12.) % 96�4 96�2
Münchener Rück AG
Durchschnittliche
Unternehmenszu
gehörigkeit
(zum 31�12.) Jahre 12�7 13�9 –8�6
Freiwillige
Fluktuationsrate % 2�4 2�7

Mitarbeiterentwicklung

Strategie und Ziele

Lernziele und -inhalte der Mitarbeiterentwicklung orientieren sich grundsätzlich an den für die Gruppe relevanten Kernanforderungen an die Mitarbeiter. Hinsichtlich aktueller und zukünftiger Anforderungen findet eine regelmäßige Aktualisierung statt. Die digitale Kompetenzentwicklung verändert dabei in vielerlei Hinsicht und signifikant die Arbeitsweise unserer Mitarbeiter weltweit.

Die Verantwortung für Weiterbildungsmaßnahmen zu den Themen soziale Kompetenz, Methoden- und Führungskompetenz sowie Sprachen liegt primär im Personalbereich der einzelnen Geschäftsfelder. Fachliche Weiterbildungsmaßnahmen und E-Learnings zu Compliance, Datenschutz oder Informationssicherheit werden inhaltlich von den jeweiligen Fachbereichen verantwortet.

In allen Geschäftsfeldern werden im Rahmen von Talentprogrammen systematisch Mitarbeiter in ihrer Karriere begleitet und auf zukünftige Anforderungen vorbereitet. Zudem steuert eine Konzernfunktion die strategische Managemententwicklung und Nachfolgeplanung der obersten Führungsebene. Eine kontinuierliche Entwicklung von Talenten ist ein Schlüssel zur Erreichung der strategischen Geschäftsziele der Munich Re Group Ambition 2025.

Teil der Ambition 2025 ist der Aufbau und die Erweiterung von digitaler Expertise unserer Mitarbeiter. Hierfür erweitern wir kontinuierlich unsere digitalen Lernangebote, damit unsere Mitarbeiter die für die digitale Transformation erforderlichen Werkzeuge und Arbeitsmethoden in unseren jeweiligen Geschäftsmodellen beherrschen.

Maßnahmen

Zur Entwicklung unserer Mitarbeiter verfügt Munich Re über ein umfangreiches Angebot an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Dabei ist die Entwicklung von Talenten von herausragender Bedeutung für den dauerhaften Erfolg unseres Unternehmens. Mit verschiedenen geschäftsfeldspezifischen und gruppenweiten Förderprogrammen entwickeln wir besonders talentierte Mitarbeiter sowohl fachlich als auch persönlich weiter. Auf Gruppenebene streben wir mit der "Group Management Platform" vor allem die Vernetzung unseres Managements sowie die Weiterbildung zu aktuellen Managementthemen an. Damit legen wir auch eine Basis für Nachfolgeplanungen auf dieser Ebene. 2023 haben wir 100 (137) Mitglieder des Programms begleitet. In der Rückversicherung werden im Rahmen zweier Programme Talente identifiziert und gefördert. "Hydrogen" ist ein dreijähriges Programm, das im Jahr 2023 74 (88) Teilnehmer auf eine weiterführende globale Funktion vorbereitet hat. "Oxygen" bereitet innerhalb von ein bis zwei Jahren auf eine erste Führungsaufgabe im regionalen Bereich vor, mit 205 (195) Teilnehmern im Jahr 2023. Der Talent-Management-Prozess "ERGO Grow" richtet sich an Mitarbeiter, die eine erste oder weitergehende Führungs- oder Projektleiteraufgabe bei ERGO anstreben. Im Jahr 2023 wurden hierfür 149 (166) Talente identifiziert und begleitet. Das "ERGO Leadership Programm" ist ein Talentprogramm für leitende Führungskräfte bei ERGO. Im ersten Halbjahr 2023 nahmen 23 Top-Talente an zwei Modulen zu den Themen Leadership, Management und Strategy an der London Business School teil. Die MEAG hat in Verbindung mit der Umstellung des Vergütungssystems mit "OneGrowth@MEAG" 2023 einen neuen Zielvereinbarungs- und Mitarbeiterentwicklungsansatz implementiert, aus welchem heraus (Top-) Talente in der MEAG identifiziert und entwickelt werden

können. Darüber hinaus bietet die MEAG als ein konkretes Programm für Führungskräfte am Anfang ihrer Führungslaufbahn das Format "Leading@MEAG" an, mit 17 Teilnehmern im Jahr 2023. Ziel ist die Vernetzung untereinander und die Vermittlung moderner Führungsmodelle und -tools.

Neben diesen Talentprogrammen verfügen wir über verschiedene zentrale Weiterbildungsangebote für alle Mitarbeiter, wobei die Förderung digitaler Kompetenzen im Fokus steht. In der Rückversicherung stehen unter anderem "LinkedIn Learning", "get Abstract" und die "Digital School", eine Plattform mit verschiedensten Lerninhalten und Formaten, global zur Verfügung und ermöglichen einen selbstgesteuerten Wissensaufbau. Insbesondere LinkedIn Learning wird aufgrund der hohen Flexibilität und der vielfältigen virtuellen Themen weltweit intensiv genutzt. Dies zeigt sich neben über 8.600 (7.500) aktivierten Lizenzen auch an über 164.000 (172.000) absolvierten Lernvideos. Die im Jahr 2023 über 6.300 (2.090) Zugriffe auf die Digital School unterstreichen die Relevanz und Attraktivität des Angebots. ERGO bietet ebenfalls Maßnahmen an, um die Mitarbeiter im Umgang mit der digitalen Transformation zu unterstützen und entsprechende Fähigkeiten aufzubauen. Mit der digitalen Lernplattform "e-campus" stellt ERGO Selbstlernangebote in Video- und Audioformaten zur Verfügung. Zudem werden relevante Entwicklungsfelder wie Resilienz, Zusammenarbeit oder Change-Kompetenz in Themenmonaten vertieft und über niederschwellige Angebote wie Podcasts, Kurz-Webinare oder Artikel an die Mitarbeiter vermittelt. Fest etabliert ist darüber hinaus der "digital morning", eine monatlich stattfindende, hybride Veranstaltung für alle Mitarbeiter von ERGO. Die MEAG bietet mit der neu implementierten "MEAG Academy" ein umfassendes und noch stärker zukunftsorientiertes Lernangebot: Basierend auf geschäftsbezogenen Anforderungen, werden in modernen Lernformaten (digital, hybrid, Präsenz) Weiterbildungsangebote im Bereich Führungskräfteentwicklung, Mitarbeiterentwicklung, Fachentwicklung und Zukunftstrends gebündelt, kontinuierlich weiterentwickelt und den Mitarbeitern anwenderfreundlich zugänglich gemacht. Ein neues Kernelement stellt hierbei seit Q4 2023 "LinkedIn Learning" dar sowie ein Curriculum, das explizit auf die Anforderung des Asset Managements abgestellt ist.

Kennzahlen

Den Erfolg unserer Maßnahmen messen wir anhand von Mitarbeiterbefragungen sowie den nachfolgend dargestellten Kennzahlen. Hieraus leiten sich auch Steuerungsimpulse für unsere Führungskräfte ab.

Im Jahr 2022 wurde ein gruppenweiter Ansatz zur Messung eines beständigen Mitarbeiterengagements anhand von neun Kernfragen eingeführt. Unser Employee Engagement Index erfasst mehr als 35.000 Mitarbeiter aus Rückversicherung, ERGO und MEAG und erreichte 2023 eine Rücklaufquote von 75 (72)%. Insgesamt sind gruppenweit 78 (79)% unserer Mitarbeiter, die an der Umfrage teilgenommen haben, aktiv engagiert. Die Umfrageergebnisse

wurden weiter nach Geschlecht und Altersgruppen aufgeschlüsselt. Zusätzlich zu den neun Kernfragen zur Messung eines beständigen Mitarbeiterengagements konzentrierten sich die einzelnen Geschäftsbereiche in ihren globalen Mitarbeiterbefragungen auf ausgewählte Geschäfts- und spezifische Personalthemen.

Der Erfolg in der internen Talententwicklung spiegelt sich vor allem in der Anzahl der intern besetzten Führungspositionen wider. Im Jahr 2023 lag dieser Wert für Deutschland bei 74,4 (77,7)%, weltweit bei 60,7 (53,6)%. Zudem ergänzen wir unser Management bewusst immer wieder durch externe Rekrutierungen. Über alle Hierarchielevel hinweg wurden im Jahr 2023 weltweit 34,1 (34,6)% der offenen Stellen mit internen Kandidaten besetzt. Bei der externen Rekrutierung ist es uns wichtig, immer wieder neue Sichtweisen ins Unternehmen zu holen.

Im Vergleich zum Vorjahr können wir einen deutlichen Anstieg der Anzahl an Mitarbeitern mit mindestens einer (virtuellen) Weiterbildung und der Weiterbildungskosten pro Mitarbeiter verzeichnen. Der Rückgang an Weiterbildungstagen pro Mitarbeiter spiegelt den deutlichen Trend hin zu kürzeren Weiterbildungsformaten wider. Gleichzeitig wurden Weiterbildungsmaßnahmen zunehmend als Präsenzveranstaltungen durchgeführt.

Mitarbeiterentwicklung

2023 Vorjahr Veränderung
%
Mitarbeiter mit
mindestens einer
Weiterbildung1 % 94�2 89�5
Mitarbeiter mit
mindestens einer
virtuellen Weiter
bildung1 % 90�8 85�8
Weiterbildungstage
pro Mitarbeiter1 Tage 2�5 2�6 –3�8
Virtuelle Weiter
bildungstage pro
Mitarbeiter1 Tage 1�1 1�4 –21�4
Durchschnittliche
Weiterbildungs
kosten pro
Mitarbeiter1 920 858 7�2

1 Es handelt sich um auf Tage hochgerechnete, zentral gesteuerte Weiterbildungsprogramme. Individuell durch die Bereiche organisierte, fachspezifische Qualifizierungsmaßnahmen sind nicht enthalten.

Diversity, Equity & Inclusion (DEI)

Strategie und Ziele

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Vielzahl an unterschiedlichen Mentalitäten, Ideen, Denkweisen, Erfahrungen und Wissensständen unserer Mitarbeiter einen zentralen Erfolgsfaktor für Munich Re darstellt, und haben ihre Förderung als strategischen Schwerpunkt in der Munich Re Group Ambition 2025 verankert. Schon heute arbeiten Mitarbeiter mit über 100 verschiedenen Nationalitäten an über

50 weltweiten Standorten für Munich Re. Bereits seit dem Jahr 2012 zählt Munich Re zu den Unterzeichnenden der "Charta der Vielfalt". Bei unseren Aktivitäten spielen Merkmale unserer Mitarbeiter wie Geschlecht, Alter und Internationalität – neben anderen Kriterien wie Religion, Behinderung, Kultur, sozialer Herkunft und sexueller Orientierung – eine besondere Rolle.

Die strategische Steuerung von Diversity, Equity & Inclusion (DEI) erfolgt durch eine gruppenweit zuständige Funktion. Die Personalabteilungen der Geschäftsfelder verantworten die Initiativen und die operative Umsetzung an den jeweiligen Standorten und in den jeweiligen Geschäftseinheiten. Darüber hinaus wurde 2023 eine gruppenweite DEI Governance implementiert. Gruppenweit werden alle Aktivitäten durch das DEI Management Team, bestehend aus den Arbeitsdirektoren von Rückversicherung, ERGO und MEAG, koordiniert. Dieses wird unterstützt durch die DEI Taskforce, die aktiv an der Entwicklung und Umsetzung unserer DEI-Initiativen auf internationaler Ebene beteiligt ist.

Auf globaler Ebene haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2025 eine Frauenquote von 40% weltweit über alle Management-Level hinweg zu erreichen. Daneben bestehen für Deutschland spezifische Zielsetzungen zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben.

Darüber hinaus soll künftig auch die Dimension "Generationen" in den globalen Fokus rücken.

Neben diesen globalen Herausforderungen wird lokalen Herausforderungen im Kontext DEI durch spezifische Maßnahmen begegnet.

Maßnahmen

Munich Re stellt sich klar gegen Rassismus, Ungleichheit und Diskriminierung. Der Munich Re Verhaltenskodex, als gruppenweit verbindliches Regelwerk für alle Mitarbeiter, untersagt jegliche Diskriminierung oder soziales Fehlverhalten. Mitarbeiter in Deutschland absolvieren regelmäßig verpflichtende Schulungen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und zum Verhaltenskodex. Für den Fall von unzulässigen Benachteiligungen sind Beschwerdestellen etabliert.

Mit folgenden Maßnahmen soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöht werden: Kandidatenlisten und Auswahlgremien müssen gruppenweit divers sein, seniore Besetzungsentscheidungen werden vom Vorstand eng begleitet, eine noch stärkere Ausrichtung der Talententwicklung auf Chancengleichheit wird angestrebt und der Fortschritt der Gender-Diversity wird durch ein gruppenweites Monitoring nachgehalten. Die Kennzahlen sind im quartärlichen gruppenweiten Reportingprozess unserer Geschäftszahlen integriert.

Um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen, hat Munich Re begleitende Rahmenbedingungen geschaffen und zahlreiche Maßnahmen aufgesetzt, die zur persönlichen Entfaltung aller Mitarbeiter beitragen sollen. Etablierte Fördermaßnahmen wurden im Jahr 2023 weiter fortgesetzt. Hierzu zählen Mentoringprogramme, Coachingangebote, Netzwerke für unterschiedliche Mitarbeitergruppen sowie individuelle Teil- und Elternzeitmodelle. Vielfältige familienunterstützende Dienstleistungen rund um Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Karriereberatung ergänzen unser Angebot. Weiterhin werden in den einzelnen Regionen der Geschäftsfelder regelmäßig neue und innovative Programme entwickelt und eingeführt.

Weitere Maßnahmen zur Förderung von Gender-Diversity sind zum Beispiel die Beteiligung an der Aktion "break the bias" und Paneldiskussionen zum internationalen Frauentag. Darüber hinaus gibt es in den einzelnen Geschäftsfeldern verschiedene Initiativen von Frauennetzwerken, wie beispielsweise Women at Munich Re (ehemals EFEU) und Women's Inclusion Network (WIN) in der Rückversicherung sowie win@m bei der MEAG und women@ergo bei ERGO. Neben der Initiative "Succeed – Women in Leadership" ist bei ERGO das Mentoringprogramm für ambitionierte Frauen hervorzuheben. Daneben ist die MEAG Sponsor der "Fondsfrauen".

Den 15 (10) Frauennetzwerken gehörten im Jahr 2023 2.920 (2.073) Mitglieder an. Insgesamt nahmen 5.529 (2.567) Teilnehmer an den Veranstaltungen im Geschäftsjahr teil.

Über die Initiativen zum Thema Gender hinaus fanden zahlreiche weitere Maßnahmen statt. Die folgenden Aktivitäten spiegeln das große Engagement der Mitarbeiter von Munich Re bei den Themen DEI im Jahr 2023 wider:

Die Rückversicherung in München und die MEAG veranstalteten im Januar gemeinsam einen Tag für Menschen mit Behinderung. In Zusammenarbeit mit dem Social Enterprise myAbility wurde eine Awareness Session mit edukativem Inhalt, Erfahrungsberichten von Menschen aus ihrem Berufsleben sowie zum Thema "Sprache schafft Realität" durchgeführt. ERGO hat im Dezember am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung teilgenommen und als Teilnehmer der Kampagne #PurpleLightUp mit Lichteffekten Zeichen gesetzt.

Im Jahr 2023 wurde das Mitarbeiter-Netzwerk "Global Village" gegründet mit der Mission, die inklusive Community für internationale Mitarbeiter zu stärken.

In den 4 (4) Netzwerken der LGBTQIA+ Community fanden global 17 (16) Veranstaltungen statt.

Die Rückversicherung und ERGO setzten ihre Zusammenarbeit mit Prout at Work fort. Im Pride Month Juni etablierten das gemeinsame Pride-Netzwerk der Rückversicherung in München und die MEAG eine LGBTQIA+ Beratungsstelle. Diese geschützte Anlaufstelle steht seitdem allen Mitarbeitern und Führungskräften für persönliche Beratungen und Unterstützung zur Verfügung. Zudem veranstaltete das Netzwerk im November in Zusammenarbeit mit Prout at Work ein Togathering zum Thema "Visibility & the Power of Authenticity", zu dem auch externe Mitglieder der LGBTQIA+ Community anderer Firmen eingeladen wurden. Über LinkedIn Learning und die Lernressource Catalyst wird darüber hinaus eine Vielzahl an individuellen Lernprogrammen, Trainings und informativen Beiträgen zur Förderung eines integrativen Arbeitsplatzes global angeboten. Hierfür wurde beim Welttag der kulturellen Vielfalt sowie beim Pride Month, der jährlichen Feier der LGBTQIA+ Gemeinschaft im Juni, geworben. ERGO nahm zum zweiten Mal mit einem eigenen Truck am Christopher Street Day in Köln teil.

ERGO veranstaltete im Mai 2023 in Deutschland einen "Diversity Tag", um die Belegschaft über die laufenden Maßnahmen und Initiativen zu DEI bei ERGO zu informieren und darüber ins Gespräch zu kommen. Am Vorabend des Diversity Tags richtete ERGO den Festakt zum 10-jährigen Jubiläum des Diversity-Netzwerks Rhein-Ruhr aus. Zusätzlich war der Oktober bei ERGO "Diversity, Equity & Inclusion"-Themenmonat, in dem die Mitarbeiter an 13 unterschiedlichen Formaten teilnehmen konnten.

Auch in den verschiedenen Talentprogrammen legen wir weiterhin einen besonderen Fokus auf ausgewogene Diversität, insbesondere mit Blick auf die Dimension Gender. Daneben betrachten wir auch weitere Dimensionen, wie beispielsweise Generationen und Nationalitäten.

Kennzahlen

Ende 2023 betrug der Anteil von Frauen in Führungsfunktionen weltweit 39,5% und stieg somit im Vergleich zu 2022 weiter an, sodass uns zu unserem Ziel noch 0,5 Prozentpunkte fehlen.

In den Talentprogrammen wurden die folgenden Frauen anteile erreicht: Group Management Platform/Gruppe 44 (41)%, Hydrogen/Rückversicherung 46 (42)%, Oxygen/ Rückversicherung 50 (49)%, ERGO Grow 50 (50)%. In den Trainee-Programmen wurden außerdem die folgenden Frauenanteile erzielt: EXPLORE/Gruppe 50 (60)%, International Graduate Trainee Programme/Rückversicherung 60 (54)%, RISE/ERGO 56 (60)% und Futures/MEAG 33 (33)%.

Weitere Informationen zu Frauen in Führungspositionen (Ziele und Status) werden in der > Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB > Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen für das Geschäftsjahr 2023 dargelegt.

Auch die Internationalität in den Talentprogrammen, gemessen an der Verteilung der Teilnehmer zwischen Inland und Ausland, ist weiterhin auf einem stabilen Niveau. Besonders hervorzuheben sind die folgenden Werte: Group Management Platform/Gruppe 65 (58)% Mitarbeiter im Ausland, Hydrogen/Rückversicherung 76 (76)%, Oxygen/ Rückversicherung 76 (78)%.

Diversity, Equity & Inclusion (DEI)

31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Munich Re %
Frauen im
Personalbestand % 52�8 52�5
Frauen in Füh
rungspositionen,
Führungsebenen
1–4 % 39�5 38�5
Frauen in Füh
rungspositionen,
Führungsebene 1 % 31�9 32�0
Frauen in Füh
rungspositionen,
Führungsebene 2 % 35�2 34�5
Nationalitäten Anzahl 131 123 6�5
Frauennetzwerke Anzahl 15 10 50�0
LGBTQIA+
Netzwerke Anzahl 4 4 0�0
Internationale Teil
nehmer an Talent
programmen % 50�6 49�9
Münchener Rück AG
Frauen im
Personalbestand % 46�6 45�8
Frauen in Füh
rungspositionen,
Führungsebene 1 % 13�2 16�7
Frauen in Füh
rungspositionen,
Führungsebene 2 % 28�6 26�5

Zusammenfassend wurden bei den Berichtsthemen im Jahr 2023 wiederum Fortschritte erzielt und gezielt strategische Weichenstellungen vorgenommen, die uns die Richtung und Ambition für die nächsten Jahre vorgeben. Dabei werden wir auch weiterhin themenabhängig gruppenweite Impulse setzen bzw. im Konzern unterschiedliche operative Umsetzungen etablieren, die das jeweilige Geschäftsmodell und die jeweilige Mitarbeiterstruktur optimal unterstützen können.

Governance

Unter dem Kapitel Governance stellen wir die berichtsrelevanten Themen Compliance sowie verantwortungsvolle digitale Transformation, Datenschutz und Informationssicherheit dar.

Compliance

Strategie und Ziele

Wie Munich Re in der Öffentlichkeit und von ihren Geschäftspartnern wahrgenommen wird, hängt von jedem Einzelnen unserer Mitarbeiter ab. Wir richten unser Handeln an den Prinzipien und Werten unseres Verhaltenskodex aus und streben dadurch an, das Vertrauen unserer Stakeholder zu bewahren und das Ansehen von Munich Re zu schützen. Regelkonformes Verhalten spielt dabei eine wichtige Rolle. Das bedeutet, dass Munich Re sich das Ziel gesetzt hat,

alle geltenden gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und sonstigen externen Vorschriften und Standards, insbesondere die im Zusammenhang mit dem Betrieb des Versicherungsund Kapitalanlagegeschäfts stehenden, einzuhalten und die internen Vorgaben zur Vermeidung wesentlicher Compliance-Risiken bei allen geschäftlichen Tätigkeiten zu befolgen.

Die Einhaltung der Compliance-Regeln steht in der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters. Auf der Grundlage des Verhaltenskodex sowie weiterer Selbstverpflichtungen zu verantwortungsvollem Handeln (beispielsweise UN Global Compact) verpflichten sich alle Mitarbeiter, integer und verlässlich zu handeln. Dabei sollen sie Geschäftsentscheidungen unter Beachtung von Recht, Gesetz und internen Regelungen treffen und alles vermeiden, was Munich Re schaden könnte. Unser Vorstand und unsere Führungskräfte tragen eine besondere Verantwortung, um Compliance als integralen Bestandteil der Geschäftsprozesse umzusetzen. Die Führungskräfte haben eine Vorbildfunktion für ihre Mitarbeiter sowie die Pflicht, dafür zu sorgen, dass in ihrem Verantwortungsbereich nach Recht, Gesetz und internen Regelungen gehandelt wird.

Umfassend verstanden bedeutet Compliance für uns das Einhalten ("to comply with") von Recht, Gesetz und internen Regelungen, insbesondere des Verhaltenskodex, die im Zusammenhang mit dem Betrieb des Versicherungs- und Kapitalanlagegeschäfts stehen. Compliance ist somit zentraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und ermöglicht uns, unserer Verantwortung nachzukommen und Integrität zu leben.

Munich Re misst einer hochwertigen Kundenberatung größte Bedeutung bei. Bei ERGO zeigt sich dies beispielsweise am bereits im Jahr 2012 erfolgten Beitritt zum Verhaltenskodex für den Vertrieb von Versicherungsprodukten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. Dieser Kodex verpflichtet die beigetretenen Versicherer und ihre Vermittler nicht nur auf hohe Standards in Bezug auf Beratung und Vermittlung, sondern auch dazu, deren Einhaltung regelmäßig von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer beurteilen zu lassen. KPMG bestätigte ERGO für das Jahr 2023 zum fünften Mal die Wirksamkeit der Umsetzung der Inhalte des Kodex.

Ein weiteres Ziel ist es, das Compliance Management System (CMS) kontinuierlich zu verbessern, Verstöße zu beheben und abzustellen sowie regelmäßig an die entsprechenden Stellen zu berichten.

Um diese Ziele zu verfolgen, definieren wir unter anderem gruppenweite Vorgaben und überwachen Compliance-Risiken. Dazu zählen insbesondere die Gebiete Korruption und Bestechung, die bei Munich Re nicht geduldet werden (Null-Toleranz-Grenze), Geldwäschevorgaben und Kartellrecht, Vertrieb und Gestaltung unserer Produkte (Vertriebscompliance), um ein vertrauensvolles Verhältnis und einen fairen Umgang mit unseren Kunden zu ermöglichen, und Datenschutz, um den sicheren Umgang uns anvertrauter Daten zu gewährleisten. Darüber hinaus waren die Einhaltung von Finanzsanktionen und die kontinuierliche

Berücksichtigung neuester weltpolitischer Entwicklungen im Jahr 2023 ein besonderer Schwerpunkt und wurden kontinuierlich überwacht. Zudem waren die Bewertung und Implementierung aktueller regulatorischer Vorgaben im Bereich ESG (zum Beispiel Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz) Schwerpunkt unserer Compliance-Arbeit. Neueste regulatorische Anforderungen werden laufend beobachtet und in die Prozesse des Unternehmens integriert.

Maßnahmen

Das Compliance Management System (CMS)

Um oben genannte Ziele zu erreichen, hat Munich Re ein Compliance Management System eingerichtet, das regelkonformes Verhalten von Munich Re, des Managements sowie der Mitarbeiter fördert und durch entsprechende Maßnahmen überwacht. Das CMS wurde auf der Basis der externen Compliance-Standards ISO 19600 und IDW PS 980 des deutschen Instituts der Wirtschaftsprüfer entwickelt und sorgfältig auf die Spezifika von Munich Re zugeschnitten. Es wird regelmäßig evaluiert und fortlaufend verbessert. Das CMS bildet das methodische Grundgerüst für die strukturierte Umsetzung der Frühwarn-, Risikokontroll-, Beratungs- und Überwachungsfunktionen.

Das CMS von Munich Re ist an oben genannten Zielen ausgerichtet und im Detail wie folgt ausgestaltet.

Der Umfang und die Art der Durchführung der Compliance-Aktivitäten oben genannter CMS-Elemente orientiert sich am Risikoprofil der jeweiligen gruppenangehörigen Gesellschaften, wobei die Umsetzung von gruppenweiten Compliance-Mindestanforderungen für jede Einheit verpflichtend ist. Wesentliche Compliance-Risiken sollen durch eine gruppenweit abgestimmte Methodik identifiziert und gesteuert, festgelegte Rahmenkonzepte und

Bewertung der Kontrollen überwacht sowie potenzielle Verstöße, die trotz Maßnahmen auftreten können, untersucht werden.

Compliance-Kultur

Die Compliance-Kultur bildet den Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und bezieht sich auf unsere ethischen Grundsätze, insbesondere formuliert im Munich Re Verhaltenskodex – dem zentralen Standard für verantwortungsvolles und regelkonformes Verhalten aller Mitarbeiter. Unseren Verhaltenskodex haben wir im Jahr 2023 vollständig überarbeitet. Neben unseren elementaren Verhaltensstandards für faires und zuverlässiges Handeln – wie beispielsweise der korrekte Umgang mit Interessenkonflikten, die Bekämpfung von Korruption, die Einhaltung des Kartellrechts, die Beachtung von Wirtschaftssanktionen und vorbeugende Maßnahmen gegen Geldwäsche sowie die Einhaltung von Steuervorschriften – haben wir mit dem neuen Verhaltenskodex Themen wie Nachhaltigkeit und Menschenrechte sowie verantwortungsvolles Führungsverhalten, die Schaffung von Transparenz und Vertrauen (sogenannte Speak-up-Kultur) und den Hinweisgeberschutz stärker in den Fokus gerückt.

Die Compliance-Organisation umfasst die Gestaltung der Organisationsstruktur der Compliance-Funktion samt Festlegung der Aufgaben, Zuständigkeiten, Prozesse der Compliance-Maßnahmen und Schnittstellen. Unser Compliance-Bereich steuert die Compliance-Aktivitäten mittels gruppenweiter Vorgaben und eines Netzwerks von regionalen und lokalen Compliance-Beauftragten.

Prävention

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unseren Mitarbeitern ethisches und regelkonformes Verhalten durch ein definiertes Rahmenwerk mit einem gruppenweit geltenden Verhaltenskodex, Richtlinien und Standards zu ermöglichen. Schulungen, Beratung von Führungskräften und Mitarbeitern sowie eine gute Kommunikation entsprechender Inhalte spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Compliance-Normen beinhalten Grundsätze und Mindestanforderungen zur Vermeidung und Steuerung wesentlicher Compliance-Risiken.

Die Beratungsfunktion beantwortet Anfragen zu Compliance-Themen von Mitarbeitern, berät im Einzelfall, gibt allgemeine Empfehlungen ab und zeigt der Geschäftsleitung, Führungskräften und Mitarbeitern auf, wie sie Compliance-Risiken bewerten und vermeiden, aber auch, wie sie mögliche externe und interne Regelverstöße angemessen verhindern und darauf reagieren können.

Unsere Kommunikation und Schulungen zielen gruppenweit darauf ab, das Bewusstsein für Compliance-Risiken zu schärfen und sicher mit diesen umzugehen. Beides erfolgt sowohl zielgruppenorientiert als auch angepasst auf die Erfordernisse der einzelnen in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie deren Geschäftsmodelle. Mitarbeiter und Führungskräfte sind aufgefordert, regelmäßig an Schulungen zum Verhaltenskodex oder zu ausgewählten

Compliance-Themen, wie beispielsweise zur Vermeidung von Korruption, zur Einhaltung der Vorgaben des Kartellrechts oder zum Datenschutz, in Präsenz oder mittels EDVgestützter Lernprogramme teilzunehmen. Verpflichtende Tests helfen insbesondere bei Onlineformaten, die vermittelten Lerninhalte dauerhaft zu verankern.

Aufdeckung

Die Bewertung von Compliance-Risiken umfasst deren systematische Ermittlung, Analyse und risikominimierende Behandlung. Der Prozess beruht auf einer gruppenweit abgestimmten Methodik zur Identifikation, Bewertung und Dokumentation der Risiken. Die wesentlichen Compliance-Risiken von Munich Re und die entsprechenden risikomindernden Maßnahmen werden mindestens einmal jährlich analysiert und der Geschäftsleitung berichtet. Zu den Risikoschwerpunkten zählen unter anderem Datenschutz, Finanzsanktionen, Kartellrecht, Fremdpersonaleinsatz, Geldwäsche, Vertriebscompliance, Korruption und ESG. Das Management von Rechtsänderungen ist Teil der Risikobewertung, um mögliche Auswirkungen von Änderungen im rechtlichen Umfeld rechtzeitig beurteilen zu können. Besonderer Schwerpunkt im Jahr 2023 war hier die Bewertung und Implementierung neuer Vorgaben im Bereich ESG, wie beispielsweise das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Im Rahmen der Überwachung wird beurteilt, ob die eingesetzten Maßnahmen zur Minderung wesentlicher Compliance-Risiken angemessen und wirksam sind. Die Überwachung umfasst unter anderem Überprüfungen der definierten Rahmenkonzepte und eine Bewertung der Gestaltung und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen.

Interne Untersuchungen werden von der Compliance-Funktion durchgeführt, wenn ein Verdacht auf gesetzeswidrige Handlungen und/oder Fehlverhalten innerhalb des Unternehmens besteht oder es Hinweise darauf gibt. Für die Mitteilung von Verdachtsmeldungen haben wir ein umfassendes Hinweisgebersystem eingerichtet.

Reaktion

Eine kontinuierliche Verbesserung bedeutet, das CMS und die Compliance-Maßnahmen auf Basis der Ergebnisse der Risikobewertung, der Überwachung und anderer relevanter Informationen aus den verschiedenen Fachbereichen (Prüfungsberichten, Rechtsänderungen, organisatorischen Änderungen und dergleichen) regelmäßig zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen. Hierzu wird der Reifegrad des CMS jährlich anhand quantitativer und qualitativer Abfragen und Kennzahlen bewertet. Dazu gehört unter anderem die Überprüfung der Teilnahmequoten an den verpflichtenden Online-Tests, wie zum Beispiel zu den Themen Anti-Korruption, Kartellrecht, Datenschutz und Verhaltenskodex. Gleiches gilt für die Anzahl der eingegangenen Whistleblowings und anderer Hinweise sowie für die Anzahl, Themen und Schwere der identifizierten Compliance-Verstöße.

Die Compliance-Berichte werden Vorstand und Prüfungsausschuss bei Bedarf ad hoc sowie halbjährlich (Vorstand) bzw. jährlich (Prüfungsausschuss) vorgelegt. Die Berichterstattung umfasst beispielsweise Informationen über wesentliche Compliance-Risiken, risikomindernde Maßnahmen für diese Risiken, relevante Compliance-Verstöße sowie Aussagen zum Reifegrad des CMS und einen Überblick über Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Verfahren zur Einhaltung externer Vorgaben. Auch der regelmäßige Austausch mit Aufsichtsbehörden wie beispielsweise der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist Teil der Berichterstattung.

Ausgewählte Compliance-Programme

Für die gruppenweit relevanten Compliance-Risiken, zum Beispiel Korruption und Bestechung, Einhaltung von Finanzsanktionen, Geldwäschevorgaben und Kartellrecht, Vertriebscompliance und Datenschutz, haben wir als Mindeststandards explizite Compliance-Programme aufgesetzt. Die Überwachung der Umsetzung dieser Programme obliegt der jeweiligen lokalen Compliance-Organisation.

Aufgrund der internationalen Tätigkeiten ist Munich Re hinsichtlich Korruptionsprävention auch Rechtsvorschriften anderer Länder, wie dem Foreign Corrupt Practices Act in den USA oder dem UK Bribery Act, unterworfen. Daher haben wir gruppenweite Mindeststandards etabliert, die den korrekten Umgang mit Geschenken und Einladungen, Spenden und Sponsoring sowie zum Umgang mit Amtsträgern regeln. Die Korruptionsbekämpfung ist ein Compliance-Programm, bei dem für uns eine Null-Toleranz-Grenze gilt.

Darüber hinaus bekennt sich Munich Re dazu, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen. Die vom Geldwäschegesetz (GwG) betroffenen Gesellschaften sind entsprechend organisatorisch aufgestellt, Geldwäschebeauftragte und Stellvertreter wurden, sofern das GwG dies vorsieht, etabliert. ERGO und MEAG haben mit eigenen Anti-Geldwäsche-Leitlinien grundlegende Anforderungen für die Verhinderung von Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung für ihre Mitarbeiter in den relevanten Gesellschaften geregelt. Die Identifikation von Kunden, Dienstleistern und Lieferanten folgt dem Know-Your-Customer-Prinzip und ist in entsprechende Due-Diligence-Prüfungen eingebettet.

Hinweisgebersystem

Wir verfügen über ein gruppenweites Berichtswesen zu Gesetzes- und Regelverstößen. Mögliche Verstöße können von Mitarbeitern an Group Compliance & Legal oder den direkten Vorgesetzten gemeldet werden. Ergänzend kann ein externer und unabhängiger Ombudsmann kontaktiert werden. Das Compliance-Whistleblowing-Portal steht für alle Mitarbeiter und externe Hinweisgeber zur Meldung von Verstößen zur Verfügung. So können relevante Hinweise sicher, vertraulich und anonym gemeldet werden. Eingehende Hinweise werden an Group Compliance & Legal oder die verantwortliche lokale Compliance-Organisation weitergeleitet. Über die Plattform können unter anderem mögliche Verstöße in den Bereichen Wirtschaftskriminalität (Korruption, Finanzsanktionen, Betrug), regulatorische Vorgaben, Geldwäsche, Steuerrecht, Kartellrecht, Insiderhandel, Vertriebscompliance und Datenschutz, aber auch solche im Zusammenhang mit Menschenrechten (und

weiteren ESG-Aspekten), geschlechtsspezifischer Diskriminierung, sexueller Belästigung, Diversity sowie Verstöße gegen die Gleichbehandlung gemeldet werden. Die Funktionalität des Anonymitätsschutzes im Compliance-Hinweisgeberportal von Munich Re ist extern nach ISO 27001 zertifiziert.

Das Whistleblowing-Portal von Munich Re entspricht den aktuellen gesetzlichen Vorgaben der EU Whistleblowing Richtlinie 2019/1937.

Kennzahlen

Munich Re erfasst als Compliance-Fälle Verstöße gegen rein interne Anforderungen sowie Verstöße gegen Gesetze und Verordnungen, aufsichtsbehördliche Anforderungen sowie sonstige externe Vorgaben und Standards (im Folgenden: externe Anforderungen). Diese Fälle sind integraler Bestandteil der Berichterstattung an die Vorstände und Prüfungsausschüsse der Aufsichtsräte der Gesellschaften von Munich Re.

2023 sind bei Munich Re über die unterschiedlichen Meldekanäle 497 (2022: 443) Hinweise auf mögliches Fehlverhalten eingegangen. Sämtliche Hinweise wurden ergebnisoffen, sorgfältig sowie unter Wahrung des Hinweisgeberschutzes und der Anonymität des Hinweisgebers, sofern gewünscht, untersucht. Verstöße mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen oder systematische Schwachstellen wurden nicht identifiziert.

Nähere Angaben zu Hinweisen und Verstößen sind nachfolgenden Tabellen zu entnehmen. Informationen zu möglichen Hinweisen und Verstößen im Bereich Datenschutz finden sich im Abschnitt > Verantwortungsvolle digitale Transformation, Datenschutz und Informationssicherheit.

Hinweise auf mögliches Fehlverhalten und Verstöße

Anzahl Anteil
2023 Vorjahr 2023 Vorjahr Veränderung
%
Nicht bestätigte Verstöße 170 109 34�2 24�6 56�0
Laufende Untersuchungen 156 202 31�4 45�6 –22�8
Bestätigte Verstöße 171 132 34�4 29�8 29�5
davon Verstöße gegen rein interne Anforderungen 55 39 32�2 29�5 41�0
davon Verstöße gegen externe Anforderungen 116 93 67�8 70�5 24�7
Gesamt 497 443 100�0 100�0 12�2

Die Verstöße gegen externe Anforderungen verteilen sich wie folgt:

Bestätigte Verstöße gegen externe Anforderungen

Anzahl Anteil
2023 Vorjahr 2023 Vorjahr Veränderung
%
Regulatorische Anforderungen 46 15 39�7 16�1 206�7
Steuerrecht 7 6 6�0 6�5 16�7
Vermögensdelikte zulasten Dritter oder des Unternehmens 29 29 25�0 31�2 0�0
Vertriebs- und produktbezogene Anforderungen 29 36 25�0 38�7 –19�4
Personal 5 6 4�3 6�5 –16�7
Wettbewerbs- und Kartellrecht 0 1 0�0 1�1 –100�0
Geldwäsche 0 0 0�0 0�0
Finanzsanktionen 0 0 0�0 0�0
Menschenrechte oder andere ESG-Aspekte 0 0 0�0 0�0
Insider Trading und Marktmanipulation 0 0 0�0 0�0
Korruption 0 0 0�0 0�0
Gesamt 116 93 100�0 100�0 24�7

Von den insgesamt 116 (93) bestätigten Verstößen gegen externe Anforderungen wurden insgesamt 35 (19) mit disziplinarischen Maßnahmen belegt.

Die aus der Untersuchung von Verdachtsfällen und Verstößen gewonnenen Erkenntnisse werden zur laufenden Verbesserung des Compliance Management Systems genutzt.

Verantwortungsvolle digitale Transformation, Datenschutz und Informationssicherheit

Strategie und Ziele

Die Relevanz der Digitalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen im Datenschutz, in der Informationssicherheit und im verantwortungsbewussten Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) nehmen weiter zu. Transformationsbemühungen in Richtung digitaler und datengesteuerter Prozesse wurden auch in zahlreichen Versicherungsunternehmen signifikant beschleunigt. Für Munich Re ist es von essenzieller Bedeutung, einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Daten und Technologien zu gewährleisten, und Munich Re strebt danach, innovative Lösungen für unsere Kunden bereitzustellen, um als vertrauenswürdiger Partner erfolgreich im Markt zu bestehen. Vor diesem Hintergrund haben wir die verantwortungsvolle und ethische Digitalisierung zu einem integralen Bestandteil der Geschäftsstrategie gemacht und investieren gezielt in Technologie und Mitarbeiter.

Munich Re kommt aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit mit einer Vielzahl von Daten in Berührung. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass mit zunehmender Digitalisierung viele Geschäftsprozesse personenbezogene Daten verarbeiten, ist der Schutz dieser Daten für uns ein wichtiges Anliegen. Die Wahrung des Datenschutzes ist außerdem die Basis für vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen und ein wesentlicher Bestandteil der Sicherung unserer Reputation. Im Bereich Datenschutz ist vornehmlich die Einhaltung nationaler und internationaler regulatorischer Anforderungen wie zum Beispiel die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Treiber für die Entwicklung unseres Managementansatzes. Außerdem sind in den einzelnen Geschäftsfeldern Datenschutz-Management-Systeme implementiert, mittels derer der Umgang mit personenbezogenen Daten systematisch gesteuert und kontrolliert werden kann.

Gleichzeitig verfolgen wir im Bereich der Informationssicherheit konsequent die Umsetzung der drei Schutzziele: Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität unserer Informationen. Die Anforderungen hierfür werden durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Regulierungen vorangetrieben und sind bei Munich Re integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Nicht zuletzt stellt die Erreichung der Schutzziele einen zentralen Erfolgsfaktor für unsere Geschäftstätigkeit dar. Unser Ziel ist es hierbei, das Schutzniveau von Daten und Informationen im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse risikoorientiert zu gestalten. Bei der Definition des Ambitionsniveaus wurden sowohl Ergebnisse der Überprüfung aufsichtsrechtlicher Anforderungen, wie beispielsweise Versicherungsaufsichtliche Anforderungen an die IT (VAIT), als auch Erkenntnisse aus Peervergleichen berücksichtigt.

Der Verhaltenskodex von Munich Re und verschiedene geschäftsfeldspezifische Standards enthalten für alle Mitarbeiter verbindliche Regelungen zu den Themen Datenschutz und Informationssicherheit und sorgen damit für ein einheitliches Vorgehen in diesen Bereichen.

Für Konzerngesellschaften, deren Sitz innerhalb der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) liegt, beziehen sich die Regelungen hinsichtlich des Datenschutzes schwerpunktmäßig auf die DSGVO. Darauf basierend haben die Münchener Rück AG, ERGO und MEAG jeweils für ihre Aktivitäten in der EU/im EWR eine Datenschutz-Leitlinie erlassen, um in den entsprechenden Geschäftsfeldern verbindlich ein einheitliches Datenschutzniveau sicherzustellen. Für den gruppeninternen Datenaustausch in der Rückversicherung und bei der MEAG mit Gesellschaften, die ihren Sitz außerhalb der EU/des EWR haben, sollen verbindliche interne Datenschutzvorschriften an den weltweiten Standorten ein angemessenes Datenschutzniveau gewährleisten. Im Jahr 2023 haben wir eine aktualisierte und von der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde neu genehmigte Fassung dieser Datenschutzvorschriften implementiert.

Für die Rückversicherung, ERGO und MEAG sind, wo erforderlich, Datenschutzbeauftragte bestellt, die sich um das Thema Datenschutz kümmern. Die Datenschutzorganisation in der Gruppe wird zentral aus dem Bereich Group Compliance & Legal koordiniert. Die Datenschutzbeauftragten bzw. -experten wirken in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich unter anderem auf die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen hin, überwachen den rechtlich zulässigen Einsatz von IT-gestützten Datenverarbeitungsprozessen, beraten die jeweilige Gesellschaft hinsichtlich ihrer Pflichten gemäß den einschlägigen Vorschriften, stehen den Mitarbeitern als Ansprechpartner für datenschutzrelevante Fragen zur Verfügung und sind erste Anlaufstelle für die Aufsichtsbehörden. Der Vorstand der Münchener Rück AG wird mindestens einmal jährlich über wesentliche Datenschutzvorgänge sowie die Weiterentwicklung des Datenschutz-Management-Systems bei Munich Re informiert.

Besonders komplexe und risikobehaftete Datenschutz-Themen werden bei Munich Re in der Abteilung Data Strategy and Governance, die dem Compliance- und Rechtsbereich zugeordnet ist und als Center of Excellence fungiert, bearbeitet. Diese Abteilung steht allen Mitarbeitern von Munich Re für sämtliche Anfragen rund um die Themen Datenschutz und KI zur Verfügung.

Das Management von Informationssicherheitsrisiken obliegt dem Group Chief Information Security Officer (Group CISO). Dieses beinhaltet die Definition, Pflege und Umsetzung der Informationssicherheits-Strategie, in deren Rahmen der Group CISO zahlreiche Maßnahmen und Projekte durchführt.

Unterstützend haben wir im Konzern Richtlinien zu Informationssicherheit und Business Continuity Management implementiert, in welchen für relevante Gesellschaften verbindliche Ziele, Mindestanforderungen, Verantwortlichkeiten, Prozesse und Berichtsverfahren zum Schutz von Informationen und zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität festgelegt sind.

Auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz bildet die Leitidee der "Responsible Artificial Intelligence" den Rahmen für unser eigenes Handeln. Sie basiert auf den sieben Grundsätzen einer Expertengruppe der EU-Kommission, den "Ethischen Leitlinien für vertrauenswürdige künstliche Intelligenz". Diese Grundprinzipien bilden die Basis für die Umsetzung internationaler regulatorischer Anforderungen für die Anwendung von AI, insbesondere des European AI Acts.

Bei der Anwendung von KI ist es in der Rückversicherung unser vornehmliches Ziel, bedarfsorientierte Versicherungslösungen anzubieten, beispielsweise dem Kunden eine einfachere und kürzere Risikoprüfung bzw. Schadenregulierung zu ermöglichen oder neuartige Risiken zu versichern. Ferner übernimmt Munich Re durch innovative Versicherungsprodukte wie aiSure™ das Performance-Risiko von Modellen, die auf KI beruhen.

In der Erstversicherung sind Daten und die Anwendung künstlicher Intelligenz ebenfalls wesentliche Elemente der digitalen Transformation. Die Schwerpunkte liegen auf der intelligenten Automatisierung von Prozessen sowie starken, individualisierten Kundenservices.

Maßnahmen

Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung unserer Digitalisierungsprozesse haben wir im Berichtsjahr zahlreiche Maßnahmen umgesetzt.

Die Mitarbeiter werden regelmäßig mithilfe von E-Learning-Programmen in den Grundlagen der DSGVO, in verbindlichen internen Datenschutzvorschriften und Informationssicherheit geschult. Für neue Mitarbeiter sind die E-Learning-Programme im Rahmen ihrer Einarbeitung ebenfalls verpflichtend. Darüber hinaus fanden im Berichtsjahr zusätzlich bereichsspezifische Präsenz-Schulungen und eine regelmäßige Online-Vortragsreihe statt, die den Umgang mit sowie Potenzial und Risiken rund um Daten, Analytics oder künstlicher Intelligenz behandelten. Weiterhin bieten wir zielgruppenspezifische Schulungen für unsere Entwickler, Anwender und Führungskräfte, zum Beispiel über unser Data Analytics Curriculum, an. Darüber hinaus haben wir unser Schulungsangebot in Bezug auf Vertrauenswürdige KI erweitert.

Um Transparenz zu Datenschutz- und Informationssicherheitsrisiken zu gewinnen sowie der Rechenschaftspflicht für die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Regelungen nachzukommen, werden in der Rückversicherung IT-gestützte Verarbeitungen von personenbezogenen Daten im Rahmen eines definierten Prozesses geprüft. Datenverarbeitungen, bei denen ein hohes Risiko für Verletzungen von Rechten und Einschränkungen von Freiheiten von Personen besteht, werden in einem sogenannten Privacy Impact Assessment identifiziert und gesteuert. ERGO und MEAG kommen ihrer datenschutzrechtlichen Rechenschaftspflicht mit entsprechenden Prozessen ebenfalls nach. Neben den bereits skizzierten Risikoprüfungen im Kontext Datenschutz wird zudem bei IT-gestützten Verarbeitungen von Daten geprüft, ob die Verarbeitung – in Abhängigkeit vom

Schutzbedarf der verarbeiteten Daten – entsprechend den Anforderungen der Informationssicherheit ausgestaltet ist. Die Prozesse für Datenschutz und Informationssicherheit werden kontinuierlich auch im Hinblick auf technische und rechtliche Entwicklungen weiterentwickelt. Im Jahr 2023 haben wir in der Rückversicherung eine übergreifende Governance-, Risk- und Compliance-Plattform eingeführt und die Prozesse zu Datenschutz und Informationssicherheit für die angeschlossenen Gruppengesellschaften dort integriert. Es ist beabsichtigt, auch das bestehende Third Party Risk Management in die Plattform aufzunehmen.

Es ist unser erklärtes Ziel, jede Form der Diskriminierung durch KI zu vermeiden, wie sie möglicherweise durch die Verwendung von historischen Daten verursacht werden könnte. Außerdem achten wir sorgfältig darauf, dass unsere Datenbasis möglichst alle relevanten Personengruppen abdeckt, zum Beispiel in Bezug auf Alter, Geschlecht, Nationalität und Ethnie. Gleichzeitig orientieren wir uns an den rechtlichen, sozialen und kulturellen Standards aller Länder, in denen wir tätig sind. Zudem legen wir großen Wert auf eine größtmögliche Transparenz unserer Algorithmen. Durch die Zusammenarbeit mit Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen haben wir Zugriff auf neueste Verfahren, die das Verhalten von KI-Systemen nachvollziehbar machen.

Würdigung

Im Berichtsjahr 2023 sowie im Vorjahr sind in unserer Gruppe weltweit keine in der Solvency II Group Compliance Policy definierten wesentlichen Datenschutzvorfälle festgestellt und auch keine wesentlichen Verfahren wegen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Regelungen eingeleitet worden. Trotz allem sieht sich auch Munich Re zunehmend Cyberangriffen ausgesetzt, welche die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität unserer Informationen und Geschäftsprozesse gefährden. Daher werden insbesondere in diesem Bereich fortlaufend Maßnahmen weiterentwickelt, die einerseits derartige Angriffe abwehren, aber andererseits auch deren Erkennung vereinfachen und das systematische Management von Vorfällen optimieren.

Weitere Angaben

Im Folgenden stellen wir für ein vollumfängliches Verständnis unseres nachhaltigen Handelns gemäß HGB weitere Informationen zu unserem Geschäftsmodell, der organisatorischen Einbindung der Unternehmensleitung sowie zu nichtfinanziellen Risiken und deren Handhabung dar.

Angaben zum Geschäftsmodell

Munich Re ist einer der führenden Anbieter von Rückversicherung, Erstversicherung und versicherungsnahen Risikolösungen weltweit. Die nach § 289c Abs. 1 und 315c Abs. 1 HGB erforderlichen Angaben zum Geschäftsmodell von Munich Re finden sich in den Erläuterungen zu > Munich Re Gruppe.

Nachhaltigkeits-Governance-Struktur

Wir haben die gruppenweite organisatorische Zuständigkeit für Nachhaltigkeit klar geregelt. Grundlegende strategische Entscheidungen werden im Vorstand bzw. im ESG-Ausschuss, einem Unterausschuss des Strategieausschusses, getroffen. Dem ESG-Ausschuss gehören die Mitglieder des Strategieausschusses, sowie die Zentralbereichsleitung von "Economics, Sustainability & Public Affairs" (ESP) an. Der ESG-Ausschuss verfolgt das Ziel, die ESG-Steuerung für die Gruppe zu stärken und die strategische Bedeutung von ESG-Themen für die Gruppe hervorzuheben. Der ESG-Ausschuss wird vom ESG-Management-Team operativ ergänzt. Dieses setzt sich aus den Bereichsleitungen von ESP und Financial and Regulatory Reporting (FRR), der Leitung der Nachhaltigkeitsabteilung der Gruppe, der Abteilungsleitung für ESG-relevante Themen im Bereich Group Investment Management (GIM) sowie den Chief Underwriting Officers von Rückversicherung und ERGO zusammen. Das ESG-Management-Team ist für die Umsetzung und das Monitoring der gruppenweiten ESG-Strategie zuständig. Beide Gremien werden von der Nachhaltigkeitsabteilung der Gruppe unterstützt. Sie ist Teil des Zentralbereichs ESP, der direkt an den CEO berichtet, und koordiniert die Nachhaltigkeitsbemühungen innerhalb des Konzerns.

Darüber hinaus haben wir bereits seit dem Jahr 2012 ESG-Kriterien in das Vergütungssystem des Vorstands integriert. Dadurch hat der Aufsichtsrat die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsgesichtspunkte im Rahmen einer Ermessenskomponente zu berücksichtigen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2022 wird zusätzlich mindestens ein konkretes ESG-Ziel beim Mehrjahresbonus vereinbart. Informationen hierzu veröffentlichen wir unter www.munichre.com/vorstand.

Mindestens dreimal jährlich befasst sich der Aufsichtsrat mit wesentlichen nachhaltigkeitsbezogenen Themen: auf Basis der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, im Rahmen der Präsentation des jährlichen Personalberichts sowie durch regelmäßige Updates zur ESG-Strategie und zu den Umsetzungsmaßnahmen, die unter anderem anhand des Berichts über die Arbeit des Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschusses erfolgen. Mehrere Mitglieder des Aufsichtsrats verfügen über dezidierte ESG-Kenntnisse und sind damit qualifiziert, die Informationen zu bewerten. Darüber hinaus beschäftigt sich der Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss im Rahmen seiner grundsätzlichen Zuständigkeit regelmäßig eingehender mit ESG-Themen. Weitere Informationen zu den Verantwortlichkeiten des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden sich im > Bericht des Aufsichtsrats.

Risikoanalyse

Risikomanagement stellt für uns als Risikoträger ein Schlüsselelement verantwortungsvoller und nachhaltiger Unternehmensführung dar. Im Bereich der Nachhaltigkeitsrisiken unterscheiden wir zwischen einer "outside-in" und einer "inside-out"-Perspektive. Mit "outside-in"-Risiko bezeichnen wir demnach ein ESG-Ereignis oder eine ESG- Bedingung, die bei Eintritt tatsächliche oder mögliche negative Auswirkungen auf Kapitalanlagen oder Verbindlichkeiten haben könnte. Über das Management von "outside-in"-Risiken berichten wir im > Risikobericht.

Dem gegenüber stehen "inside-out"-Risiken. Hiermit bezeichnen wir potenzielle Auswirkungen, die wir durch unsere Geschäftstätigkeit auf die ESG-Aspekte haben könnten und somit den in § 289c Abs. 3 HGB und 315c HGB angesprochenen Risiken entsprechen (zum Beispiel Risiken für Gesellschaft und Umwelt). Im Regelfall ergeben sich hier aus der Geschäftstätigkeit von Munich Re entgegen anderen Branchen keine wesentlichen Risiken, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die in § 289c Abs. 2 HGB genannten Aspekte haben oder haben werden. Allerdings können sich mittelbar aus unserem Versicherungsgeschäft (zum Beispiel durch die Versicherung von großen Infrastrukturprojekten) oder in der Kapitalanlage Risiken ergeben, die den Nachhaltigkeitsrisiken zuzuordnen sind.

Wir sind uns unserer unternehmerischen Verantwortung für diese Risiken bewusst und steuern sie entsprechend. Unseren strategischen Ansatz zu Nachhaltigkeit und den Umgang mit spezifischen ESG-Aspekten wie beispielsweise Klimawandel beschreiben wir in den jeweiligen Kapiteln der nichtfinanziellen Erklärung.

Eine Nichtbeachtung von ESG-Aspekten könnte sich in Folge auch schädlich auf die Reputation von Munich Re auswirken. Soweit Risiken für Gesellschaft und Umwelt nicht ohnehin spezifischen operativen Vorschriften unterliegen, werden sie daher im Rahmen unseres Reputationsrisikomanagements bewertet und gegebenenfalls abgelehnt. Wir identifizieren, analysieren, bewerten und steuern Reputationsrisiken dabei mithilfe qualitativer Verfahren. Spezifische Richtlinien und Prozessbeschreibungen regeln den Umgang mit Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken. Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung für unsere Mitarbeiter hinsichtlich Reputations- und ESG-Aspekten zielen auf eine Sensibilisierung und Prävention ab. Sogenannte Reputationsrisiko-Komitees (Reputational Risk Committees (RRCs)) in den Geschäftsfeldern Kapitalanlage, Rückversicherung und Erstversicherung (in Letzterem: Reputations- und Integritätskomitee) beurteilen konkrete Reputationsfragen bzw. potenzielle Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken bei einzelnen Geschäftsvorfällen. Die geprüften Fälle werden schriftlich dokumentiert. Unsere Prozesse zum Umgang mit Reputationsrisiken in den einzelnen RRCs der Geschäftsfelder sind seit Ende 2021 gruppenweit vereinheitlicht. Die in der Tabelle genannten Fallzahlen stellen die Ergebnisse und Entwicklung der von den Reputationskomitees überprüften Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken für das Geschäftsjahr 2023 sowie das Vorjahr dar.

Ergebnisse der im RRC zur Bewertung kritischer Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiken eingereichten Transaktionen

Anzahl 2023 Vorjahr Veränderung
%
Abgelehnt aufgrund
eines kritischen
Reputationsrisikos 2 4 –50�0
Akzeptiert, kein
kritisches Reputations
risiko festgestellt 5 8 –37�5
Akzeptiert unter be
stimmten Bedingungen 3 2 50�0

Im Berichtsjahr 2023 wurden keine berichtspflichtigen Nachhaltigkeitsrisiken identifiziert.

Über diesen Bericht

Gesetzliche Anforderungen

In der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung berichten wir im Einklang mit den Anforderungen der europäischen Non-Financial-Reporting-Richtlinie (NFRD) und den entsprechenden handelsrechtlichen Vorschriften gemäß § 289b und 315b HGB. Diese Erklärung fasst die nichtfinanzielle Konzernerklärung von Munich Re mit der nichtfinanziellen Erklärung der Münchener Rück AG zusammen. Die dargestellten Erläuterungen gelten, soweit nicht anders vermerkt, für die Gruppe sowie für die Münchener Rück AG gemeinsam.

Bei der Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung haben wir uns bei der Beschreibung der Konzepte an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI-Standards) orientiert. Ein ausführlicher Bericht wird separat innerhalb des Sustainability Reports unter www.munichre.com/s-report veröffentlicht.

Zudem berichten wir bereits seit dem Jahr 2020 nach den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) innerhalb des Sustainability Reports. Im Risikobericht, in dem auch eine ausführlichere Darstellung der nichtfinanziellen Risiken erfolgt, lehnt sich die Berichterstattung zu Risiken, die sich aus dem Klimawandel für die Versicherung und Kapitalanlage ergeben, ebenfalls an den Empfehlungen der TCFD an.

Ergänzend dazu orientiert sich die vorliegende nichtfinanzielle Erklärung seit 2021 auch an den Standards des Sustainability Accounting Standards Board (SASB), um damit der wachsenden Bedeutung dieser Standards für Investoren gerecht zu werden.

Eine Übersicht der relevanten Informationen zu TCFD und SASB findet sich im TCFD und SASB Index unter www.munichre.com/nachhaltigkeit/download.

Unser Anspruch ist es, auch künftig die Transparenz unserer Berichterstattung weiter auszubauen und kontinuierlich den aktuellen Anforderungen anzupassen.

Mit der betriebswirtschaftlichen Prüfung unserer zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung wurde im Jahr 2023 EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Alle in dieser Erklärung enthaltenen Angaben wurden mit einer begrenzten Sicherheit (Limited Assurance) geprüft. Verweise auf Informationen, die nicht in dem zusammengefassten Lagebericht aufgeführt werden, sind weiterführende Informationen und sind damit nicht Bestandteil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung; diese unterliegen nicht der Prüfung.

Materialitätsanalyse

Die Materialitätsanalyse legt fest, welche Nachhaltigkeitsthemen für Munich Re und ihre Stakeholder von besonderer Bedeutung sind und daher im Fokus des Nachhaltigkeitsmanagements und der Berichterstattung stehen sollen. Um sowohl die regulatorischen als auch die Best-Practice-Anforderungen an die Berichterstattung zu erfüllen, haben wir für die Identifizierung der wesentlichen bzw. berichtsrelevanten Themen für das Geschäftsjahr 2023 eine Validierung der bisherigen Materialitätsanalyse durchgeführt. Die durchgeführte Materialitätsanalyse basiert auf dem Wesentlichkeitskonzept von § 289c HGB.

Die Identifikation der berichtsrelevanten Themen erfolgte in den folgenden Schritten:

  • − einer Themenvorauswahl auf Basis externer Reporting-Anforderungen sowie bereits in der vorigen Materialitätsanalyse identifizierter Themen;
  • − einer Umfeldanalyse, der Beurteilung der geschäftlichen Relevanz der Themen sowie der Auswirkungen von Munich Re auf die Themen und
  • − einer Validierung durch interne Fachgremien und ausgewählten Stakeholdern sowie der abschließenden Genehmigung der berichtsrelevanten Themen durch den Munich Re ESG-Ausschuss.

Für die Analyse wurden folgende Stakeholder-Gruppen einbezogen:

  • − Kunden
  • − Mitarbeiter
  • − Investoren
  • − Vertreter der breiten Gesellschaft

Der Berichtsumfang aus dem Jahr 2022 wurde im Rahmen der Validierung bestätigt. Das Thema Menschenrechte wurde sowohl aus Auswirkungs- als auch aus Geschäftsrelevanz-Perspektive als wesentlich identifiziert. Die folgenden Themen sind im Ergebnis wesentlich (alphabetische Reihenfolge):

  • − Arbeitgeberattraktivität
  • − Compliance
  • − Diversity, Equity & Inclusion
  • − ESG-Integration
  • − Klimawandel
  • − Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit
  • − Menschenrechte
  • − Nachhaltige Dienstleistungen und Produkte
  • − Naturkatastrophen
  • − Schulungs- und Weiterbildungsaktivitäten
  • − Verantwortungsvolle digitale Transformation und Cybersecurity
  • − Verantwortungsvolle Unternehmensführung

Aufgrund unserer Geschäftstätigkeit hat das Thema "Umweltmanagement im eigenen Geschäftsbetrieb" im Vergleich mit anderen Branchen einen kleineren Einfluss, dennoch haben wir uns auch hier klaren Zielen verschrieben und berichten weiterhin in einem eigenen Kapitel darüber.

Meldebögen zur EU-Taxonomieverordnung

Im Folgenden zeigen wir gemäß Art. 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 die für Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen relevanten Angaben in Tabellenform unter Verwendung der Meldebögen in Anhang X. Darüber hinaus zeigen wir die Standardmeldebögen aus Anhang XII für die Offenlegung nach Art. 8 Absätze 6 und 7 für Tätigkeiten in Bereichen Kernenergie und fossiles Gas.

Kapitalanlage

Meldebogen: Der Anteil der Kapitalanlagen des Versicherungs- oder Rückversicherungsunternehmens, die auf die Finanzierung von taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet oder hiermit verbunden sind, im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen

Beschreibung % Beschreibung Mio. €
Der gewichtete Durchschnittswert aller Kapitalanlagen Der gewichtete Durchschnittswert aller Kapitalanlagen
von Versicherungs- oder Rückversicherungsunterneh von Versicherungs- oder Rückversicherungsunterneh
men, die auf die Finanzierung von taxonomiekonformen men, die auf die Finanzierung von taxonomiekonformen
Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet oder hiermit verbun Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet oder hiermit verbun
den sind, im Verhältnis zum Wert der Gesamtaktiva, die den sind, mit folgenden Gewichtungen von Beteiligungen
für den KPI erfasst werden, mit folgenden Gewichtungen an Unternehmen wie unten aufgeführt:
von Beteiligungen an Unternehmen wie unten aufgeführt:
umsatzbasiert: 2�2 umsatzbasiert: 3�488
CapEx-basiert: 2�5 CapEx-basiert: 3�861
Der Prozentsatz der für den KPI erfassten Vermögens Der Geldwert der für den KPI erfassten Vermögenswerte.
werte im Verhältnis zu den Gesamtkapitalanlagen von Ohne Kapitalanlagen in staatliche Einrichtungen.
Versicherungs- oder Rückversicherungsunternehmen
(Gesamt-AuM). Ohne Kapitalanlagen in staatliche Ein
richtungen.
Erfassungsquote: 63�3 Erfassungsbereich: 156�093
Zusätzliche, ergänzende Offenlegungen: Aufschlüsselung des Nenners des KPIs
Der Prozentsatz der Derivate im Verhältnis zu den Ge Der Wert der Derivate als Geldbetrag.
samtaktiva, die für den KPI erfasst werden.
2�0 3�176
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber Finanz- und Der Wert der Risikopositionen gegenüber Finanz- und
Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a Nicht-Finanzunternehmen, die den
der Richtlinie 2013/34/EU nicht unterliegen, an den für Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU nicht
den KPI erfassten Gesamtaktiva: unterliegen:
Für Nicht-Finanzunternehmen: 22�0 Für Nicht-Finanzunternehmen: 34�374
Für Finanzunternehmen: 36�5 Für Finanzunternehmen: 57�012
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber Finanz- und Der Wert der Risikopositionen gegenüber Finanz- und
Nicht-Finanzunternehmen aus Nicht-EU-Ländern, die Nicht-Finanzunternehmen aus Nicht-EU- Ländern, die
den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU
nicht unterliegen, an den für den KPI erfassten Gesamt nicht unterliegen:
aktiva:
Für Nicht-Finanzunternehmen: 15�6 Für Nicht-Finanzunternehmen: 24�415
Für Finanzunternehmen: 18�5 Für Finanzunternehmen: 28�917
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber Finanz- und Der Wert der Risikopositionen gegenüber Finanz- und
Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a Nicht-Finanzunternehmen, die den
der Richtlinie 2013/34/EU unterliegen, an den für den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU unter
KPI erfassten Gesamtaktiva: liegen:
Für Nicht-Finanzunternehmen: 4�7 Für Nicht-Finanzunternehmen: 7�381
Für Finanzunternehmen: 7�2 Für Finanzunternehmen: 11�261
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber anderen Der Wert der Risikopositionen gegenüber anderen
Gegenparteien und Aktiva an den Gesamtaktiva, die für Gegenparteien und Aktiva:1
den KPI erfasst werden:1
27�5 42�889
Beschreibung % Beschreibung Mio. €
Der Anteil der Kapitalanlagen des Versicherungs- oder
Rückversicherungsunternehmens – mit Ausnahme der Rückversicherungsunternehmens – mit Ausnahme der
Kapitalanlagen für Lebensversicherungsverträge, bei Kapitalanlagen für Lebensversicherungsverträge, bei
denen das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern denen das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern
getragen wird:3 94�9 getragen wird:3 148�160
Der Wert aller Kapitalanlagen, durch die nicht taxonomie Der Wert aller Kapitalanlagen, durch die nicht taxonomie
fähige Wirtschaftstätigkeiten finanziert werden, im Ver fähige Wirtschaftstätigkeiten finanziert werden:
hältnis zum Wert der Gesamtaktiva, die für den KPI er
fasst werden:
umsatzbasiert: 15�8 umsatzbasiert: 24�646
CapEx-basiert: 14�4 CapEx-basiert: 22�465
Der Wert aller Kapitalanlagen durch die taxonomiefähige, Der Wert aller Kapitalanlagen, durch die taxonomie
aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten fi fähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätig
nanziert werden, im Verhältnis zum Wert der Gesamtak keiten finanziert werden:
tiva, die für den KPI erfasst werden:
umsatzbasiert: 16�6 umsatzbasiert: 25�876
CapEx-basiert: 17�0 CapEx-basiert: 26�491
Zusätzliche, ergänzende Offenlegungen: Aufschlüsselung des Zählers des KPI
Der Anteil der taxonomiekonformen Risikopositionen Der Wert der taxonomiekonformen Risikopositionen
gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die
den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU
unterliegen, an den für den KPI erfassten Gesamtaktiva: unterliegen:
Für Nicht-Finanzunternehmen: umsatzbasiert: 0�3 Für Nicht-Finanzunternehmen: umsatzbasiert: 466
Für Nicht-Finanzunternehmen: CapEx-basiert: 0�5 Für Nicht-Finanzunternehmen: CapEx-basiert: 825
Für Finanzunternehmen: umsatzbasiert: 0�0 Für Finanzunternehmen: umsatzbasiert: 0
Für Finanzunternehmen: CapEx-basiert: 0�0 Für Finanzunternehmen: CapEx-basiert: 0
Der Anteil der Kapitalanlagen des Versicherungs- oder Der Wert der Kapitalanlagen des Versicherungs- oder
Rückversicherungsunternehmens – mit Ausnahme der Rückversicherungsunternehmens – mit Ausnahme der
Kapitalanlagen für Lebensversicherungsverträge, bei Kapitalanlagen für Lebensversicherungsverträge, bei
denen das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern denen das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern
getragen wird –, die auf die Finanzierung von taxonomie getragen wird –, die auf die Finanzierung von taxonomie
konformen Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet oder hier konformen Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet oder hier
mit verbunden sind: mit verbunden sind:
umsatzbasiert: 2�2 umsatzbasiert: 3�468
CapEx-basiert: 2�5 CapEx-basiert: 3�829
Der Anteil der taxonomiekonformen Risikopositionen Der Wert der taxonomiekonformen Risikopositionen
gegenüber anderen Gegenparteien und Aktiva an den gegenüber anderen Gegenparteien und Aktiva an den
Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden:1 Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden:1
umsatzbasiert: 1�9 umsatzbasiert: 3�022
CapEx-basiert: 1�9 CapEx-basiert: 3�037
Aufschlüsselung des Zählers des KPIs nach Umweltziel
Taxonomiekonforme Aktivitäten – sofern "keine erhebliche Beeinträchtigung" (DNSH) und soziale Sicherung positiv bewertet werden:
Umweltziel % Untergliederung %
1. Klimaschutz2
Umsatz: 100�0 Übergangstätigkeiten: (Umsatz) 1�1
CapEx: 100�0 Übergangstätigkeiten: (CapEx) 2�2
Ermöglichende Tätigkeiten: (Umsatz) 11�8
Ermöglichende Tätigkeiten: (CapEx) 15�3
2. Anpassung an den Klimawandel2
Umsatz: 0�0 Ermöglichende Tätigkeiten: (Umsatz) 0�0
CapEx: 0�0 Ermöglichende Tätigkeiten: (CapEx) 0�0
3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und
Meeresressourcen2
Umsatz: Ermöglichende Tätigkeiten: (Umsatz)
CapEx: Ermöglichende Tätigkeiten: (CapEx)
4. Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft2
Umsatz: Ermöglichende Tätigkeiten: (Umsatz)
Beschreibung % Beschreibung Mio. €
CapEx: Ermöglichende Tätigkeiten: (CapEx)
5. Vermeidung und Verminderung von Umweltver
schmutzung2
Umsatz: Ermöglichende Tätigkeiten: (Umsatz)
CapEx: Ermöglichende Tätigkeiten: (CapEx)
6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und
der Ökosysteme2
Umsatz: Ermöglichende Tätigkeiten: (Umsatz)
CapEx: Ermöglichende Tätigkeiten: (CapEx)

1 Wurde gemäß Art. 5 (3) der Delegierten Verordnung vom 27�6�2023 angepasst.

2 Gemäß Art. 5 (3) der Delegierten Verordnung vom 27�6�2023 wurden die Übergangstätigkeiten für Umweltziele 2–6 gestrichen (vgl. Annex 5 Abs. 11).

3 Beschränkung auf Kapitalanlagen, "die auf die Finanzierung von taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet oder hiermit verbunden sind", wurde gestrichen, da dies für den Nenner nicht anwendbar ist.

Meldebogen 1 (Umsatz): Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas1

Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungs
anlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert
Nein
solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozess
wärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren
sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder
hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Nein
3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozess
wärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren
sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit
diesen Tätigkeiten.
Nein
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen
tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
Ja
5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit
fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit die
sen Tätigkeiten.
Ja
6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte
aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammen
hang mit diesen Tätigkeiten.
Nein

Meldebogen 2 (Umsatz): Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner)1, 2

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)
Anpassung an den
CCM+CCA Klimaschutz (CCM) Klimawandel (CCA)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € % Mio. € % Mio. € %
4. Betrag und Anteil der taxonomiekonformen
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4�29 der
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren
KPI 0 0�0 0 0�0 0 0�0
5. Betrag und Anteil der taxonomiekonformen
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4�30 der
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren
KPI 0 0�0 0 0�0 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis
6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des an
wendbaren KPI 3�488 2�2 3�488 2�2 0 0�0
8. Anwendbarer KPI insgesamt 156�093 100�0 156�093 100�0 156�093 100�0

1 Enthalten sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen.

2 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Meldebogen 3 (Umsatz): Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler)1, 2

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)
Anpassung an den
CCM+CCA Klimaschutz (CCM) Klimawandel (CCA)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € % Mio. € % Mio. € %
4. Betrag und Anteil der taxonomiekonformen
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4�29 der
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren
KPI 0 0�0 0 0�0 0 0�0
5. Betrag und Anteil der taxonomiekonformen
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4�30 der
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren
KPI 0 0�0 0 0�0 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis
6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer
Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des an
wendbaren KPI 3�488 100�0 3�488 100�0 0 0�0
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekon
formen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des
anwendbaren KPI 3�488 100�0 3�488 100�0 0 0�0

1 Enthalten sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen.

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)
Anpassung an den
CCM+CCA Klimaschutz (CCM) Klimawandel (CCA)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € % Mio. € % Mio. € %
4. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber
nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4�29 der Anhänge I und II der
Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des anwendbaren KPI 480 0�3 480 0�3 0 0�0
5. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber
nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4�30 der Anhänge I und II der
Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des anwendbaren KPI 0 0�0 0 0�0 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis
6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber
nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätig
keiten im Nenner des anwendbaren KPI 25�395 16�3
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähi
gen, aber nicht taxonomiekonformen Wirt
schaftstätigkeiten im Nenner des anwendba
ren KPI 25�876 16�6

Meldebogen 4 (Umsatz): Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten1

1 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Meldebogen 5 (Umsatz): Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten1

Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € %
4. Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4�29 der Anhänge I und II
der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des an
wendbaren KPI 0 0�0
5. Betrag und Anteil der in Zeile 5 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4�30 der Anhänge I und II
der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des an
wendbaren KPI 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirt
schaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 24�646 15�8
8. Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwend
baren KPI 24�646 15�8

Meldebogen 1 (CapEx): Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas1

Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungs Nein
anlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert
solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozess Nein
wärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren
sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder
hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozess Nein
wärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren
sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit
diesen Tätigkeiten.
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen Ja
tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten.
5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit Nein
fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit die
sen Tätigkeiten.
6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte Nein
aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammen
hang mit diesen Tätigkeiten.

1 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Meldebogen 2 (CapEx): Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner)1, 2

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)
Anpassung an den
CCM+CCA Klimaschutz (CCM) Klimawandel (CCA)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € % Mio. € % Mio. € %
4. Betrag und Anteil der taxonomiekonformen
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4�29 der
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren
KPI 0 0�0 0 0�0 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis
6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer
Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des an
wendbaren KPI 3�861 2�5 3�861 2�5 1 0�0
8. Anwendbarer KPI insgesamt 156�093 100�0 156�093 100�0 156�093 100�0

1 Enthalten sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen.

Meldebogen 3 (CapEx): Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler)1, 2

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)
Anpassung an den
CCM+CCA Klimaschutz (CCM) Klimawandel (CCA)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € % Mio. € % Mio. € %
4. Betrag und Anteil der taxonomiekonformen
Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4�29 der
Anhänge I und II der Delegierten Verordnung
(EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren
KPI 0 0�0 0 0�0 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis
6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer
Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des an
wendbaren KPI 3�861 100�0 3�861 100�0 1 0�0
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekon
formen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des
anwendbaren KPI 3�861 100�0 3�861 100�0 1 0�0

1 Enthalten sind nur die Angaben über taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten von Nicht-Finanzunternehmen, da noch keine berichteten Daten über die Taxonomiekonformität von Finanzunternehmen vorliegen.

2 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Meldebogen 4 (CapEx): Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten1

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)
Anpassung an den
CCM+CCA Klimaschutz (CCM) Klimawandel (CCA)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € % Mio. € % Mio. € %
4. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber
nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit
gemäß Abschnitt 4�29 der Anhänge I und II der
Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im
Nenner des anwendbaren KPI 480 0�3 480 0�3 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis
6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber
nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätig
keiten im Nenner des anwendbaren KPI 26�011 16�7
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähi
gen, aber nicht taxonomiekonformen Wirt
schaftstätigkeiten im Nenner des anwendba
ren KPI 26�491 17�0

1 Der Beitrag liquider Nuklear- und Gasinvestitionen ist im Hinblick auf die Taxonomiefähigkeit und Taxonomiekonformität immateriell. Infolgedessen werden diese Vermögenswerte nicht berücksichtigt.

Meldebogen 5 (CapEx): Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten1

Zeile Wirtschaftstätigkeiten Mio. € %
4. Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4�29 der Anhänge I und II
der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des an
wendbaren KPI 0 0�0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirt
schaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 22�465 14�4
8. Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwend
baren KPI 22�465 14�4

Versicherungstätigkeiten

Meldebogen: Der versicherungstechnische KPI für Nichtlebens- und Rückversicherungsunternehmen

Wesentlicher Beitrag zur
Anpassung an den Klimawandel Keine erhebliche Beeinträchtigung (DNSH)
Anteil Anteil
Abso des Ver des Ver Bio
luter siche siche Wasser logische
Versiche rungs rungs und Umwelt Vielfalt
rungs um um Meeres Kreis ver und Öko Mindest
umsatz, satzes, satzes, Klima ressour laufwirt schmut systeme schutz
2023 (2) 2023 (3) 2022 (4) schutz (5) cen (6) schaft (7) zung (8) (9) (10)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Mio. € % % J/N J/N J/N J/N J/N J/N
A.1. Taxonomiekonformes Nicht
lebensversicherungs- und Rück
versicherungsgeschäft (ökologisch
nachhaltig) 2�931 7�9 J J J J J J
A.1�1. Davon rückversichert 160 0�4 J J J J J J
A.1�2. Davon aus der Rückversiche
rungstätigkeit stammend 2�673 7�2 J J J J J J
A.1�2�1. Davon rückversichert (Retro
zession) 160 0�4 J J J J J J
A.2. Taxonomiefähiges, aber nicht
ökologisch nachhaltiges Nichtlebens
versicherungs- und Rückversiche
rungsgeschäft (nicht taxonomiekon
forme Tätigkeiten) 17�797 48�1
B. Nicht taxonomiefähiges Nicht
lebensversicherungs- und Rück
versicherungsgeschäft 16�243 43�9 45�1
Insgesamt (A.1 + A.2 + B) 36�971 100�0

Geschäftsverlauf

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gruppe

Munich Re konnte aufgrund der guten operativen Entwicklung in allen Geschäftssegmenten die Prognose für das Konzernergebnis von 4,0 Milliarden € im Oktober auf 4,5 Milliarden € erhöhen. Mit unserem Jahresergebnis von 4,6 Milliarden € haben wir in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld dieses Ziel übertroffen. Der Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) stieg um 4,5% auf 57.884 (55.385) Millionen €. Die deutliche Erhöhung ist insbesondere auf das organische Wachstum im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall und bei ERGO zurückzuführen, während Wechselkurseffekte die Entwicklung des Versicherungsumsatzes negativ beeinflussten.

Zu unserem Konzernergebnis von 4.597 (5.309) Millionen € hat das Segment Rückversicherung Schaden/Unfall 2.448 (3.423) Millionen € beigetragen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen von der Zinsentwicklung beeinflusst. In beiden Zeiträumen haben wir zwar in ähnlichem Umfang im versicherungstechnischen Ergebnis von Abzinsungseffekten auf die Reserven profitiert, jedoch war das Vorjahr noch wesentlich stärker von den niedrigeren Zinsen, die zum Zeitpunkt der Erstbewertung angesetzt wurden, beeinflusst. Dies führte zu einem deutlich geringeren Aufzinsungsaufwand (versicherungstechnische Finanzaufwendungen). Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 85,2 (83,2) % des Versicherungsumsatzes (netto) und damit auf dem Niveau der angepassten Prognose von 85 %. Die Gesamtbelastung durch Großschäden belief sich auf 3.278 (3.741) Millionen €1 . Die Großschadenbelastung entspricht einem Anteil von 12,6 (15,4) %1 des Versicherungsumsatzes (netto) und lag damit unter dem erwarteten Wert von 14 %. Die von Menschen verursachten Großschäden summierten sich auf 943 (1.623) Millionen €1 . Die Belastung durch Großschäden aus Naturkatastrophen stieg auf 2.335 (2.118) Millionen €1 . Der größte Einzelschaden für Munich Re im Jahr 2023 war das Erdbeben in der Türkei mit einem Nominalbetrag von rund 0,7 Milliarden €.

Der Beitrag des Segments Rückversicherung Leben/Gesundheit zum Konzernergebnis lag bei 1.428 (1.314) Millionen € und übertraf damit das Vorjahresergebnis. Das versicherungstechnische Gesamtergebnis erreichte 1.433 (1.041) Millionen € und lag damit im Rahmen unserer angepassten Erwartung.

In unserem Geschäftsfeld ERGO haben wir mit einem Beitrag zum Konzernergebnis von 721 (572) Millionen € das Ergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen und unsere Erwartung für das Geschäftsjahr von rund 0,7 Milliarden € erreicht. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf operative Verbesserungen zurückzuführen. Der Versicherungsumsatz stieg in allen drei Segmenten, wobei das Segment ERGO International am stärksten zum Umsatzwachstum beigetragen hat. Das Ergebnis des Segments ERGO Leben/Gesundheit Deutschland betrug 183 (307) Millionen €. Die Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus der Auflösung der vertraglichen Servicemarge im Lebensversicherungs- und lang laufenden Gesundheitsgeschäft. Diese wurden teilweise durch einen Anstieg des technischen Ergebnisses aus dem kurz laufenden Gesundheits- und Reisegeschäft kompensiert. Der Ergebnisbeitrag des Segments ERGO Schaden/ Unfall Deutschland stieg deutlich auf 252 (173) Millionen €. Die Gründe für diesen Anstieg waren die gute operative Entwicklung, geringere Großschäden und ein deutlicher Anstieg des Kapitalanlageergebnisses. Das Segment ERGO International konnte seinen Beitrag zum Konzernergebnis mit 286 (92) Millionen € aufgrund des starken profitablen Wachstums und der deutlich verbesserten versicherungstechnischen Performance signifikant steigern. Zudem war das Ergebnis des Segments im Vorjahr durch Einmaleffekte beeinträchtigt.

Munich Re erzielte ein Kapitalanlageergebnis von 5.374 (2.983) Millionen €. Dies entspricht insgesamt einer Rendite von 2,5 (1,3) % bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios. Während wir im Berichtsjahr aufgrund einer deutlich verbesserten Wiederanlagerendite von höheren laufenden Erträgen profitierten, war das Vorjahr durch negative Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Schuldscheindarlehen von ERGO sowie durch Wertminderungen auf russische bzw. ukrainische Staatsanleihen belastet. Die per saldo unrealisierten Verluste auf Kapitalanlagen reduzierten sich aufgrund der Zinsentwicklung deutlich.

1 Die Angabe ist mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt vergleichbar, da wir ab 1. Januar 2023 die Großschadengrenze auf 30 Millionen € erhöht haben (in Vorjahren 10 Millionen €).

Vergleich des Ausblicks für 2023 mit dem erreichten Ergebnis

Munich Re

Vergleich Ausblick Munich Re im Konzerngeschäftsbericht 2022 mit erreichtem Ergebnis

Ausblick
2023
Anpassung
2023
Ergebnis
2023
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen Mrd. € 58 58 57�9
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis Rückversicherung Leben/Gesundheit Mio. € 1�0 1�4 1�4
Schaden-Kosten-Quote Rückversicherung Schaden/Unfall % 86 85 85�2
Schaden-Kosten-Quote ERGO Schaden/Unfall Deutschland % 89 89 88�9
Schaden-Kosten-Quote ERGO International % 90 90 90�1
Kapitalanlagerendite % mehr als 2�2 mehr als 2�2 2�5
Konzernergebnis Mrd. € 4�0 4�5 4�6
Economic Earnings Mrd. € mehr als 4�0 mehr als 4�0 0�0

Das wirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr war geprägt von weiterhin hoher Inflation, gestiegenen Zinsen und volatilen Kapitalmärkten. Die geopolitischen Spannungen haben im Jahr 2023 weiter zugenommen und stellen die gesamte Versicherungswirtschaft weiterhin vor Herausforderungen.

Die Geschäftsentwicklung von Munich Re war trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sehr positiv. Nach Ablauf von Q3 konnten angestrebte Ergebnisziele vom Jahresbeginn erhöht werden. Das Jahresziel für unser Konzernergebnis, die Gewinnprognose für das Geschäftsfeld Rückversicherung und auch der Zielwert für das versicherungstechnische Gesamtergebnis des Segments Rückversicherung Leben/Gesundheit sind angehoben worden. Durch den günstigen Schadenverlauf haben wir unsere Erwartung für die Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung Schaden/Unfall verringert.

Für Munich Re prognostizierten wir zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2023 einen Versicherungsumsatz von rund 58 Milliarden €. Unsere Zielmarke haben wir mit 57,9 Milliarden € erreicht.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatten wir zu Beginn des Jahres ein Konzernergebnis von rund 4,0 Milliarden € in Aussicht gestellt. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung des Geschäftsfelds Rückversicherung wurde dieses nach Q3 auf 4,5 Milliarden € angehoben. Trotz geopolitischer und makroökonomischer Turbulenzen konnten wir unser Ergebnisziel mit 4,6 Milliarden € übertreffen. Dieses Ergebnis ist auf eine erfreuliche operative Entwicklung in unseren Segmenten zurückzuführen.

Zu Jahresbeginn prognostizierten wir eine Kapitalanlagerendite von mehr als 2,2 %. Aufgrund weiter steigender Zinsen nahmen die laufenden Erträge aus Zinsträgern stärker als erwartet zu. Rückenwind ergab sich auch aus insgesamt freundlichen Aktienmärkten, zumal Kurssteigerungen unter IFRS 9 zur Gänze in das Ergebnis einfließen. Der Ergebnisbeitrag aus Derivaten zur Absicherung von Zins- und Aktienrisiken war insgesamt negativ. Für die Gruppe ergab sich eine Rendite von 2,5 % bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert unseres Portfolios. Unser Ziel haben wir somit übertroffen.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatten wir für die Economic Earnings eine Erwartung von mehr als 4,0 Milliarden € angegeben, die mit 5,6 Milliarden € deutlich übertroffen wurde. Unsere beiden Geschäftsfelder wiesen positive Neugeschäftswerte aus, das Geschäftsfeld Rückversicherung auch deutlich positive Varianzen. Die Großschadenentwicklung lag unter der Erwartung. Darüber hinaus hat die Entwicklung wesentlicher Kapitalmarktparameter positiv zum Ergebnis beigetragen. Fremdwährungsverluste wurden durch Gewinne aus Kreditrisikoprämien sowie steigenden Aktienkursen angesichts sinkender Zinsen ausgeglichen.

Rückversicherung

Für das Geschäftsfeld Rückversicherung hatten wir zu Beginn des Geschäftsjahres einen Versicherungsumsatz in einer Größenordnung von rund 39 Milliarden € angestrebt. Nach Q3 haben wir diese Erwartung währungsbedingt auf 38 Milliarden € verringert. Die angepasste Prognose haben wir mit 37,8 Milliarden € erreicht.

Das Wachstum des Versicherungsumsatzes überwiegend in der Schaden- und Unfallrückversicherung resultiert aus dem Geschäftsausbau über fast alle Sparten und Regionen, wurde aber dieses Jahr beeinträchtigt durch Währungseffekte speziell beim US-Dollar. Wesentliche Wachstumstreiber sind der Ausbau und das Neugeschäft mit ausgewählten Kunden, speziell auch in unseren Erstversicherungseinheiten in Nordamerika, und Wachstum in Europa, in Südamerika und in Asien sowie in Australien. Gleichzeitig haben wir aber auch Geschäft, das unseren Erwartungen in Bezug auf Preisgestaltung oder Bedingungen nicht entsprochen hat, bewusst aufgegeben.

Zu Jahresbeginn prognostizierten wir in der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung ein versicherungstechnisches Gesamtergebnis von rund 1 Milliarde €. Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung insbesondere in Q3 erhöhten wir unsere Erwartung für das Gesamtjahr deutlich

auf ein versicherungstechnisches Gesamtergebnis von rund 1,4 Milliarden €. Dieses Ziel konnten wir mit 1,4 Milliarden € erreichen.

Zu Beginn des Geschäftsjahres war unser Ziel, eine Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung von 86 % des Versicherungsumsatzes (netto) zu erreichen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für Q3 haben wir das Ziel für die Schaden-Kosten-Quote aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung auf rund 85 % verringert. Am Ende des Berichtsjahres war die Quote mit 85,2 % auf Höhe der angepassten Erwartung. Die Gesamtbelastung durch Großschäden lag mit einem Anteil von 12,6 % des Versicherungsumsatzes (netto) unter unserer Erwartung von 14%1 .

Das Konzernergebnis 2023 für die gesamte Rückversicherung lag mit 3,9 Milliarden € über unserer Prognose, die wir nach Q3 von 3,3 Milliarden € auf 3,8 Milliarden € erhöht haben.

ERGO

Für unser Geschäftsfeld ERGO hatten wir zu Jahresbeginn einen Versicherungsumsatz von rund 19 Milliarden € prognostiziert. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten erhöhten wir unser Ziel für das Geschäftsjahr auf 20 Milliarden €. Dieses Ziel haben wir mit 20,1 Milliarden € leicht übertroffen.

Für das Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland erwarteten wir zu Jahresbeginn, unter der Annahme eines normalen Großschadenverlaufs, eine Schaden-Kosten-Quote von rund 89 %. Die Großschäden bewegten sich insgesamt im Rahmen der Erwartung, sodass die Schaden-Kosten-Quote am Jahresende aufgrund des anhaltend hohen Umsatzwachstums und der guten Entwicklung der Basisschäden mit 88,9 % leicht besser als prognostiziert ausfiel.

Zu Jahresbeginn strebten wir für das Segment ERGO International bei normaler Großschadenlast eine Schaden-Kosten-Quote von rund 90 % an. Aufgrund der insgesamt positiven operativen Entwicklung haben wir mit 90,1 % die angestrebten Prognose erreicht.

Zu Jahresbeginn hatten wir für das Geschäftsfeld ERGO einen Beitrag zum Konzernergebnis von rund 0,7 Milliarden € angestrebt. Mit einem Ergebnis von 721 Millionen € hat ERGO die Prognose erreicht.

1 Die Angabe ist mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt vergleichbar, da wir ab 1. Januar 2023 die Großschadengrenze auf 30 Millionen € erhöht haben (in Vorjahren 10 Millionen €).

Geschäftsverlauf der Gruppe und Überblick zur Entwicklung der Kapitalanlagen

Wichtige Kennzahlen

2023 Vorjahr Veränderung
%
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen Mrd. € 57�884 55�385 4�5
Schaden-Kosten-Quote
Rückversicherung Schaden/Unfall % 85�2 83�2
ERGO Schaden/Unfall Deutschland % 88�9 90�3
ERGO International % 90�1 95�5
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis Mio. € 7�545 7�070 6�7
Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 5�374 2�983 80�2
Währungsergebnis Mio. € –292 1�067
Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebens
versicherung Mio. € 816 –1�140
Nettofinanzergebnis Mio. € 507 1�850 –72�6
Ertragsteuern Mio. € –936 –1�324 29�3
Konzernergebnis Mio. € 4�597 5�309 –13�4
Kapitalanlagen Mrd. € 218�5 208�0 5�0
Abgeschlossene und abgegebene Versicherungsverträge (netto) Mrd. € 203�4 195�5 4�1
Vertragliche Servicemarge (CSM)1 Mrd. € 25�1 25�0 0�5
Eigenkapital Mrd. € 29�8 27�2 9�3
Eigenkapitalrendite (RoE)2
Gruppe % 15�7 20�2
Rückversicherung % 16�2 22�2
ERGO % 13�5 11�6
Ergebnis je Aktie 33�88 38�12 –11�1
Dividende je Aktie 15�00 11�60 29�3
Economic Earnings Mrd. € 5�6 2�8 97�1
Solvency-II-Bedeckungsquote % 267 260

1 Inklusive Nettokosten/-gewinne aus abgegebenen Versicherungsverträgen.

2 Informationen zur Kennzahl finden Sie im > Zusammengefassten Lagebericht in den Kapiteln > Strategie sowie > Steuerungsinstrumente und strategische finanzielle Ziele. Informationen zur Berechnung des RoE finden Sie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Segmentangaben > (7) Alternative Leistungskennzahlen.

Im Geschäftsjahr 2023 legt Munich Re erstmals Ergebnisse nach den neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17 vor. Die Vergleichswerte aus dem Vorjahr werden für das Versicherungsgeschäft bereits auf Basis des neuen Regelwerks IFRS 17 ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen für Finanzinstrumente basieren überwiegend noch auf dem bis 31. Dezember 2022 geltenden Standard IAS 39. Sie sind daher nur eingeschränkt mit den nach IFRS 9 ausgewiesenen Werten für das Geschäftsjahr 2023 vergleichbar. Teilweise wurden Umstellungseffekte aber bereits vorweggenommen.1

Der Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) von Munich Re lag mit 57.884 (55.385) Millionen € deutlich über Vorjahresniveau. Dies ist insbesondere auf das organische Wachstum im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall und bei ERGO zurückzuführen, während Wechselkurseffekte die Entwicklung des Versicherungsumsatzes negativ beeinflussten.

1 Insbesondere Anwendung des sogenannten "Classification Overlay Approach" für das direkt überschussbeteiligte Geschäft der ERGO Lebens- und Krankenversicherung.

Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen

Rückversicherung Leben/Gesundheit 19 (20) %
Rückversicherung Schaden/Unfall 47 (46) %
ERGO Leben/Gesundheit Deutschland 17 (18) %
ERGO Schaden/Unfall Deutschland 8 (8) %
ERGO International 10 (9) %

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen lag mit 5.374 (2.983) Millionen € deutlich über dem Vorjahresniveau. Während wir im Berichtsjahr aufgrund einer deutlich verbesserten Wiederanlagerendite von höheren laufenden Erträgen profitierten, war das Vorjahr durch negative Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Schuldscheindarlehen von ERGO sowie durch Wertminderungen auf russische bzw. ukrainische Staatsanleihen belastet.

Der deutliche Rückgang des Währungsergebnisses auf – 292 (1.067) Millionen € ist insbesondere auf die im Vorjahr erzielten Währungsgewinne beim US-Dollar zurückzuführen.

Munich Re weist im Berichtsjahr eine Steuerquote von 16,9 (20,0) % aus, die durch positive Sondereffekte beeinflusst ist.

Economic Earnings erklären sich vor allem durch versicherungstechnische Faktoren aus dem Neu- und Bestandsgeschäft sowie durch Einflüsse von Kapitalmarktparametern auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Eine positive operative Wertschaffung in Rück- und Erstversicherung mit einer Großschadenbelastung unter der Erwartung beeinflusste die Economic Earnings positiv. Die Entwicklung am Kapitalmarkt führte zu einem insgesamt positiven Beitrag bei den Economic Earnings im Geschäftsjahr. Negative Ergebniseffekte ergaben sich durch die Abwertung wesentlicher Fremdwährungen. Diese wurden von der positiven Entwicklung am Aktienmarkt angesichts gesunkener Zinsen sowie aus dem positiven Beitrag aus Kreditrisikoprämien ausgeglichen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag erläutern wir im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Sonstige Angaben

(65) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Unrealisierte
Bilanzwerte Gewinne/Verluste1 Marktwerte
Mio. € 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
Nichtfinanzielle Kapitalanlagen
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 9�384 9�618 3�379 3�473 12�763 13�092
Sachanlagen 511 547 122 116 633 663
Immaterielle Vermögenswerte 128 0 0 0 128 0
Biologische Vermögenswerte 828 735 0 0 828 735
Vorräte 0 0 0 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 6�895 5�945 2�724 2�840 9�621 8�785
17�747 16�845 6�226 6�429 23�974 23�275
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 10�820 10�022 0 256 10�820 10�022
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken 174�496 168�582 –12�313 –18�747 174�496 168�166
Alternative Kapitalanlagen 15�400 12�516 –562 362 15�400 12�313
200�715 191�120 –12�876 –18�129 200�715 190�501
Gesamt 218�462 207�965 –6�650 –11�700 224�689 213�776

Kapitalanlagen nach Anlagearten

1 Enthalten sind die bilanzierten und die nicht bilanzierten unrealisierten Gewinne/Verluste.

Kapitalanlageportfolio nach ökonomischen Kategorien1

Im Berichtsjahr erhöhte sich unser Bestand an Kapitalanlagen zu Marktwerten vor allem aufgrund von gesunkenen Zinsen und gestiegenen Kursen an den Aktienmärkten. Das Kapitalanlageportfolio wird weiterhin maßgeblich bestimmt von festverzinslichen Anlagen und gliederte sich wie folgt:

Zinsträgerportfolio 80 (80) %
Nicht festverzinsliche alternative Anlagen 12 (12) %
Aktien 5 (4) %
Geschäftliche Beteiligungen 3 (4) %

1 Jeweils bewertet zum beizulegenden Zeitwert.

Der 80%ige Anteil des Zinsträgerportfolios untergliedert sich wiederum in folgende ökonomische Kategorien:

Staatsanleihen1 33 (34) %
Pfandbriefe/Hypothekendarlehen 15 (15) %
Unternehmensanleihen 14 (14) %
Staatsanleihen aus Schwellenländern 5 (4) %
ABS/MBS2 3 (3) %
Festverzinsliche alternative Anlagen 4 (3) %
Zahlungsmittel 7 (8) %

1 Enthält ausschließlich Staatsanleihen industrialisierter Länder und beinhaltet

auch sonstige öffentliche Emittenten sowie staatlich garantierte Bankanleihen.

2 Asset-Backed Securities/Mortgage-Backed Securities.

Zum Stichtag waren 33 (34) % unseres Kapitalanlageportfolios in Staatsanleihen aus entwickelten Märkten angelegt. Unser Bestand an Staatsanleihen aus Deutschland und den USA zu Marktwerten belief sich auf 20 (21) % und 25 (25) % bezogen auf die Staatsanleihen aus entwickelten Märkten. Bei der Neuanlage investierten wir im Berichtsjahr vor allem in US-amerikanische und französische Staatsanleihen. Vermindert hatten wir im Berichtsjahr insbesondere Papiere von deutschen Emittenten. Nach wie vor stammt der weitaus überwiegende Teil unserer Staatsanleihen aus Ländern, die als besonders sicher eingeschätzt werden. Der Kauf von Staatsanleihen aus Schwellenländern gehört zu unserer ausgewogenen Anlagestrategie. Deren Anteil belief sich auf 5% bezogen auf das Kapitalanlageportfolio.

Schwerpunkt unseres Engagements in Pfandbriefen/Hypothekendarlehen waren mit rund 48% deutsche Papiere. Frankreich und das Vereinigte Königreich waren in unserem Bestand mit Anteilen von 14 % und 7% enthalten.

Unser Engagement in Unternehmensanleihen lag zum Stichtag bei 14 (14) % unseres Investmentportfolios. In diesem Bestand waren 5 (4) % Finanzunternehmen, 8 (7) % Anleihen von Unternehmen anderer Branchen und 2 (2) % Hochzinsanleihen jeweils bezogen auf das Gesamtportfolio. Die regionale Gewichtung der Unternehmensanleihen lag mit 35% auf Titeln aus den USA sowie mit 47% auf Titeln aus Europa.

Das Portfolio aus Staatsanleihen aus entwickelten Märkten, Pfandbriefen, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen aus Schwellenländern zeichnete sich durch eine gute Ratingstruktur aus. Etwa 80% der Papiere waren zum 31. Dezember 2023 in Ratingklassen von AAA bis A eingestuft.

Der Bestand an ABS/MBS zu Marktwerten betrug zum Stichtag 3 (3) % des Kapitalanlageportfolios. Es handelt sich bei dieser Anlagekategorie um verbriefte Forderungen (Asset-Backed Securities und Mortgage-Backed Securities), zum Beispiel Verbriefungen von Immobilienfinanzierungen oder Konsumentenkrediten. Rund 43 % unserer Kreditstrukturen wiesen ein Rating von AAA auf.

Das Portfolio an festverzinslichen alternativen Anlagen betrug zum Stichtag 4 (3)%. Die regionale Gewichtung der Anlagen lag mit 11 % auf Titeln aus den USA sowie mit 82 % auf Titeln aus Europa.

Die nicht festverzinslichen alternativen Anlagen hatten zum Stichtag einen Anteil von 12 (12) % an unserem Investmentportfolio. In diesem Bestand waren 7 (7) % Immobilien und 6 (5) % Eigenkapitaltitel jeweils bezogen auf das Gesamtportfolio.

Der Bestand unseres Aktienportfolios erhöhte sich insbesondere durch die positive Marktentwicklung. Die Aktienquote stieg auf 4,6 (4,0) %. Die Aktienquote inklusive Derivaten betrug 3,7 (2,0) %.

Zum Schutz vor Inflation hielten wir Inflationsanleihen in Höhe von 6,1 (4,7) Milliarden € (Marktwerte). Dem Inflationsschutz dienen auch Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe sowie Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien und neue Technologien. Zusätzlich führt die Anlage in Sachwerte zu einem positiven Diversifikationseffekt für das Gesamtportfolio.

Unser Kapitalanlageportfolio ist hoch diversifiziert. Materielle Ergebniseffekte aus unserem Bankenexposure (insbesondere US-Regionalbanken bzw. Credit Suisse) ergaben sich nicht.

Ergebnis aus Kapitalanlagen1

2023 Rendite2 Vorjahr Rendite
Mio. € % Mio. € %
Laufende Erträge 6�950 3�2 6�358 2�8
Zu-/Abschreibungen –194 –0�1 –2�811 –1�2
Veränderung der erwarteten Kreditverluste –47 0�0 0 0�0
Abgangsgewinne und -verluste –588 –0�3 3�755 1�6
Änderungen der beizulegenden Zeitwerte –65 0�0 –3�649 –1�6
Sonstige Erträge/Aufwendungen –682 –0�3 –670 –0�3
Gesamt 5�374 2�5 2�983 1�3

1 Das Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten finden Sie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung > (35) Ergebnis aus Kapitalanlagen.

2 Kapitalanlagerendite (RoI) auf den Mittelwert des zu Quartalsstichtagen zu Marktwerten bewerteten Kapitalanlagebestands in % p. a. Der zur Ermittlung der Rendite (2�5%) für das Jahr 2023 verwendete gesamte Kapitalanlagebestand errechnet sich als Mittelwert aus den Marktwerten zum 31. Dezember 2022 (213�776 Millionen €), 31. März 2023 (217�080 Millionen €), 30. Juni 2023 (216�183 Millionen €), 30. September 2023 (216�340 Millionen €) und 31. Dezember 2023 (224�689 Millionen €).

Die laufenden Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr, was vor allem auf das gestiegene Zinsniveau und eine entsprechend verbesserte Wiederanlagerendite zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Wiederanlagerendite1 im Geschäftsjahr lag bei 4,5 (2,8) %. Aus dem höheren Zinsniveau im Berichtsjahr resultierte eine Verzinsung von Neuinvestitionen, die oberhalb der durchschnittlichen Rendite unseres bestehenden Portfolios festverzinslicher Kapitalanlagen lag.

Das Nettoergebnis aus Zu-/Abschreibungen war deutlich weniger negativ als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Abschreibungen auf Aktien, die im Vorjahr die Abschreibungen stark negativ beeinflusst haben, sind unter IFRS 9 Bestandteil der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte. Im Berichtsjahr wurden zudem keine weiteren Wertberichtigungen auf russische bzw. ukrainische Anleihen vorgenommen. Das negative Ergebnis resultierte insbesondere aus Wertminderungen auf Immobilien sowie auf Beteiligungen.

Das Ergebnis aus der Veränderung der erwarteten Kreditverluste betrug im Berichtsjahr –47 Millionen €. Die erwarteten Kreditverluste wurden unter IFRS 9 als eigenständige Kategorie eingeführt und zeigen die zum aktuellen Zeitpunkt erwarteten Ausfälle bei verzinslichen Kapitalanlagen, die nicht bereits unter der Kategorie "Änderungen der beizulegenden Zeitwerte" zu finden sind.

Aus den Abgängen von Kapitalanlagen, die nicht über die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte verbucht werden, verzeichneten wir im Berichtsjahr Nettoverluste in Höhe von 588 Millionen €. Diese resultierten überwiegend aus dem Abgang von festverzinslichen Wertpapieren, die veräußert wurden, um durch die Neuanlage vom gestiegenen Zinsniveau zu profitieren. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres konnten Gewinne durch den Abgang von Aktienbeständen erzielt werden, die unter IFRS 9 Bestandteil der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sind.

Das Nettoergebnis aus den Änderungen der beizulegenden Zeitwerte belief sich auf –65 Millionen €. Die wesentliche negative Einflussgröße war das Ergebnis aus Derivaten in Höhe von –622 Millionen €, vorwiegend entstanden durch Verluste aus Aktienderivaten, die zur Absicherung gegen sinkende Aktienmärkte abgeschlossen wurden. Positiv entgegen wirkten die Zeitwertänderungen aus Aktien aufgrund gestiegener Aktienmärkte mit einem positiven Ergebniseffekt von 1.067 Millionen €. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wirkte sich vor allem das gestiegene Zinsniveau negativ auf die relevanten festverzinslichen Wertpapiere aus.

1 Die durchschnittliche Wiederanlagerendite wird als jährliche Verzinsung angegeben. Alle in einer Berichtsperiode getätigten Reinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr sind mit ihrer Rendite zum jeweiligen Handelstag in der Berechnung enthalten, Wertpapiere mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr gehen mit der anteiligen Restlaufzeit ein. Nicht einbezogen sind Kapitalanlagen, bei denen eine Ermittlung der Verzinsung nicht möglich ist (z. B. Aktien, variabel verzinsliche Schuldtitel, inflationsindexierte Anleihen, Derivate, Immobilien) oder kein Kapitalanlagecharakter vorliegt (z. B. laufende Guthaben bei Banken). Hedgingkosten für Wertpapiere in Fremdwährung werden nicht berücksichtigt.

Ergebnis aus Aktien und Aktienderivaten1

Mio. € 2023 Vorjahr
Laufende Erträge 377 566
Zu-/Abschreibungen 0 –1�814
Abgangsgewinne und -verluste 0 2�842
Änderung des beizulegenden Zeitwerts 1�067 –23
Ergebnis aus Aktien 1�443 1�571
Ergebnis aus Aktienderivaten –587 –354
Gesamt 856 1�217

1 Zur Berechnung der annualisierten Gesamtrendite unseres Aktienportfolios (siehe Text) beziehen wir das in der Tabelle ausgewiesene Gesamtergebnis auf den Mittelwert aus den Größen: Aktienbestand (Bilanzwerte) zum 31. Dezember 2022 (10�305 Millionen €), 31. März 2023 (11�302 Millionen €), 30. Juni 2023 (11�714 Millionen €), 30. September 2023 (11�349 Millionen €) und 31. Dezember 2023 (12�036 Millionen €).

Die Rendite aus Aktienbeständen wurde während des Berichtsjahres aufgrund gestiegener Aktienmärkte positiv beeinflusst. Gegenläufig entwickelte sich dabei das Ergebnis aus Aktienderivaten, die wir zur Absicherung eingesetzt haben. Die im Vorjahr verbuchten Zu-/Abschreibungen sowie Abgangsgewinne und -verluste sind unter IFRS 9 unter den Änderungen des beizulegenden Zeitwerts zu finden. Die Rendite des Aktienportfolios inklusive der Aktienderivate verringerte sich im Berichtsjahr auf 7,5 (9,1) %.

Rückversicherung Leben/Gesundheit

Wichtige Kennzahlen

2023 Vorjahr Veränderung
%
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Mio. €
10�725 11�164 –3�9
Anteil am Versicherungsumsatz der Rückversicherung
%
28�4 30�6
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis
Mio. €
1�433 1�041 37�7
Nettofinanzergebnis
Mio. €
424 955 –55�6
davon: Ergebnis aus Kapitalanlagen
Mio. €
608 582 4�4
Operatives Ergebnis
Mio. €
1�686 1�722 –2�1
Konzernergebnis
Mio. €
1�428 1�314 8�7

Versicherungsumsatz

Die Entwicklung des Versicherungsumsatzes aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) ist durch negative Wechselkurseffekte beeinflusst. Der überwiegende Teil unseres Geschäfts wird in Fremdwährungen generiert (ca. 94%). Entsprechend wird die Umsatzentwicklung wesentlich von schwankenden Kursen beeinflusst.

Bei unveränderten Wechselkursen wäre unser Versicherungsumsatz gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen konstant geblieben (−0,2%). Rückläufig war der Umsatz in unserem Geschäft in Kontinentaleuropa, hauptsächlich aufgrund eines großvolumigen Vertrags, sowie in Asien und Australien. Dies wurde weitgehend kompensiert durch Wachstum in Nordamerika und im Vereinigten Königreich.

Das sehr erfreuliche Wachstum unserer finanziell motivierten Rückversicherung spiegelt sich nicht im Versicherungsumsatz wider, da der Großteil der neuen Verträge im Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten ausgewiesen wird.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und erreicht damit die nach dem Ablauf von Q3 angehobene Erwartung für das Berichtsjahr.

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis setzt sich zusammen aus dem versicherungstechnischen Ergebnis und dem Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten.

Das versicherungstechnische Ergebnis ergibt sich maßgeblich aus der erfolgswirksamen Amortisation der vertraglichen Servicemarge und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken.

Die Schadenentwicklung im US-Portfolio war insgesamt höher als erwartet, getrieben durch das Geschäft mit Sterblichkeitsrisiken. Ansonsten war der versicherungstechnische Verlauf in unseren Kernmärkten positiv.

Das Neugeschäft entwickelte sich sehr erfreulich und trug positiv zum Ergebnis bei. Ebenso hatten die Verbesserung der versicherungstechnischen Bedingungen unter einigen laufenden Verträgen sowie die jährliche Überprüfung unserer Rückstellungen einen positiven Effekt auf das versicherungstechnische Ergebnis.

Das Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten wird maßgeblich bestimmt von dem Teil unserer finanziell motivierten Rückversicherung, unter dem kein signifikanter versicherungstechnischer Risikotransfer stattfindet. Das Portfolio wächst weiter sehr erfreulich und die Ergebnisse aus den Verträgen realisierten sich wie erwartet. Beeinflusst wurde das ausgewiesene Ergebnis durch sich verändernde ökonomische Parameter, insbesondere Wechselkurse, die

für dieses Geschäft nicht als Teil des Währungsergebnisses ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum war deren Effekt negativ.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte keinen unmittelbaren Einfluss auf das versicherungstechnische Gesamtergebnis des Segments. Belastungen aus dem Terrorangriff der Hamas auf Israel waren im Berichtsjahr vernachlässigbar.

Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Zwar beeinflussten realisierte Verluste auf festverzinsliche Kapitalanlagen das Ergebnis negativ, jedoch ermöglichte das gestiegene Zinsniveau eine höhere Wiederanlagerendite und damit ein höheres laufendes Ergebnis. Zudem leisteten Aktien aufgrund der guten Marktentwicklung einen positiven Beitrag zum Kapitalanlageergebnis, während Verluste durch Wertminderungen auf festverzinsliche Wertpapiere und Aktien das Vorjahresergebnis noch belastet hatten.

Unsere Kernmärkte im Einzelnen

Gemessen am Versicherungsumsatz zeichnen wir ca. 50% unseres Rückversicherungsgeschäfts in Nordamerika, wobei die USA mit ca. 35% vor Kanada rangieren. Weitere ca. 25% des Umsatzes kommen aus Europa, darunter das Vereinigte Königreich und Irland mit ca. 20%. Weitere wesentliche Anteile stammen mit ca. 20% aus Asien inklusive der Region MENA (Naher Osten und Nordafrika). Australien/Neuseeland steuern ca. 5% zum Umsatz bei. Auch in Afrika und Lateinamerika sind wir gut positioniert, aufgrund der geringen Größe der Märkte ist deren Anteil an unserem globalen Geschäft allerdings gering.

In den USA erhöhte sich der Versicherungsumsatz trotz negativer Wechselkurseffekte auf rund 4,0 (3,8) Milliarden €. Damit zählen wir weiterhin zu den wichtigsten Rückversicherern auf dem weltgrößten Rückversicherungsmarkt. Das versicherungstechnische Ergebnis ist durch höhere Todesfallleistungen niedriger ausgefallen als erwartet. Dagegen entwickelte sich das Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten weiterhin erfreulich. Mit der Entwicklung des Neugeschäfts sind wir sowohl in Bezug auf Volumen als auch Profitabilität wiederum sehr zufrieden.

In Kanada verzeichneten wir einen leicht steigenden Versicherungsumsatz auf 1,3 (1,2) Milliarden €. Auch hier wirkten Wechselkurse negativ auf die Entwicklung. Das versicherungstechnische Ergebnis entwickelte sich sehr erfreulich.

In Europa hingegen hat sich der Versicherungsumsatz auf 2,6 (2,8) Milliarden € verringert. Davon stammten 2,2 (2,1) Milliarden € aus dem Vereinigten Königreich und Irland. Positiv auf den Umsatz wirkte der weiterhin sehr erfreuliche Ausbau unseres Langlebigkeitsgeschäfts. Dagegen ergaben sich negative Effekte auf den Umsatz bei einem großvolumigen Vertrag, jedoch ohne nennenswerten Ergebniseffekt. Mit dem versicherungstechnischen Gesamtergebnis sind wir sehr zufrieden.

In Asien/MENA verzeichneten wir einen Rückgang des Versicherungsumsatzes auf 2,0 (2,2) Milliarden €. Ausschlaggebend hierfür ist neben der Entwicklung der Wechselkurse die Beendigung einiger Vertragsbeziehungen mit geringem Ergebniseffekt. Das Neugeschäft lag wiederum auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau. Dazu zählt auch der Ausbau unseres finanziell motivierten Rückversicherungsgeschäfts, das weitgehend im Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten gezeigt wird. Das versicherungstechnische Gesamtergebnis übertraf unsere Erwartung und trug überproportional zum Konzernergebnis des Segments bei.

Der Umsatz aus unserer Geschäftstätigkeit in Australien und Neuseeland reduzierte sich auf 578 (726) Millionen €. Darin enthalten sind negative Effekte aus Wechselkursen. Unser Hauptaugenmerk gilt weiterhin der Rehabilitation des bestehenden Portfolios, Neugeschäft zeichnen wir aktuell nur sehr selektiv. Das versicherungstechnische Gesamtergebnis war positiv und lag im Rahmen unserer Erwartung. Hier profitierten wir von unseren Sanierungsbemühungen der vergangenen Jahre.

Rückversicherung Schaden/Unfall

Wichtige Kennzahlen

2023 Vorjahr Veränderung
%
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Mio. €
27�061 25�325 6�9
Anteil am Versicherungsumsatz der Rückversicherung
%
71�6 69�4
Schadenquote
%
69�8 67�9
davon: Großschäden1
%-Punkte
12�6 15�4
Kostenquote
%
15�4 15�3
Schaden-Kosten-Quote
%
85�2 83�2
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis
Mio. €
3�968 4�224 –6�0
Nettofinanzergebnis
Mio. €
88 736 –88�0
davon: Ergebnis aus Kapitalanlagen
Mio. €
1�824 727 150�9
Operatives Ergebnis
Mio. €
3�052 4�201 –27�3
Konzernergebnis
Mio. €
2�448 3�423 –28�5

1 Die Angabe ist mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt vergleichbar, da die Großschadengrenze ab 1. Januar 2023 auf 30 Millionen € erhöht wurde (in Vorjahren 10 Millionen €).

Versicherungsumsatz

Unser Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) in der Schaden- und Unfallrückversicherung stieg um 6,9 % gegenüber dem Vorjahr. Hierbei beeinflussten Wechselkurse die Umsatzentwicklung negativ. Wir zeichnen unser Portfolio zu 12 % in Euro sowie zu 88 % in Fremdwährung; davon entfallen rund 60 Prozentpunkte auf Geschäftsaktivitäten in US-Dollar und rund 8 Prozentpunkte in Pfund Sterling. Bei unveränderten Wechselkursen wäre der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % gestiegen.

Das deutliche Wachstum des Umsatzvolumens resultiert aus dem Geschäftsausbau über fast alle Sparten und Regionen hinweg. Wesentliche Treiber sind der Ausbau und das Neugeschäft mit ausgewählten Kunden, insbesondere in unseren Erstversicherungseinheiten in Nordamerika. Im naturgefahrenexponierten Rückversicherungsgeschäft konnten wir vor allem in Europa, Südamerika, Asien und Australien Zuwächse erzielen.

Bei den Erneuerungsrunden der Rückversicherungsverträge im Jahr 2023 entwickelten sich die Preise insgesamt positiv und konnten die teilweise deutlich gestiegenen Schadeneinschätzungen, vor allem durch die Inflation oder andere Schadentrends, größtenteils mehr als kompensieren. Insbesondere in den von Naturkatastrophen betroffenen Regionen stiegen die Preise risikoadjustiert leicht an. Auch in der Erstversicherung war in vielen Märkten eine Erhöhung zu verzeichnen. Insgesamt waren Preisverbesserungen – in unterschiedlicher Stärke – weltweit zu beobachten. Für Munich Re belief sich der risikoadjustierte Preisanstieg für die Erneuerungen 2023 auf rund 3,1%.

Die Qualität spielt bei der Auswahl der Rückversicherer unverändert eine wichtige Rolle. Dies ermöglicht wirtschaftlich soliden Rückversicherern, sich als nachhaltig verlässliche Partner zu positionieren. Generell halten wir an unserer klar profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik fest.

Ergebnis1

Das Konzernergebnis und das versicherungstechnische Gesamtergebnis in der Schaden- und Unfallrückversicherung reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr trotz niedrigerer Großschäden. Das gesunkene Konzernergebnis ist insbesondere durch den Rückgang des Nettofinanzergebnisses zu begründen. Dieses war im Vorjahr noch wesentlich stärker von den niedrigeren Zinsen zum Zeitpunkt der Erstbewertung und einem damit einhergehenden deutlich geringeren Aufzinsungsaufwand (versicherungstechnische Finanzaufwendungen) beeinflusst. Die übliche Überprüfung der Rückstellungen ergab, dass wir – bereinigt um Anpassungen bei den Provisionen – für das Gesamtjahr die Rückstellungen für Basisschäden aus früheren Jahren um 1.308 Millionen € reduzieren konnten; dies entspricht 5,0 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote. Die positive Entwicklung betraf beinahe alle Sparten unseres Portfolios. Das Sicherheitsniveau der Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden von je über 30 Millionen € betrug 3.278 (3.741)2 Millionen € nach Retrozession und vor Steuern. Dieser Betrag, in dem Gewinne und Verluste aus der Abwicklung für Großschäden aus vergangenen Jahren enthalten sind, entspricht einem Anteil von 12,6 (15,4) % des Versicherungsumsatzes (netto). Diese

1 Die genannten großschadenbezogenen Daten sind einschließlich der Effekte aus der Diskontierung und der risikobedingten Anpassung ermittelt, soweit bei den Erläuterungen kein Hinweis erfolgt, dass es sich um einen Nominalbetrag handelt.

2 Die Angabe ist mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt vergleichbar, da die Großschadengrenze ab 1. Januar 2023 auf 30 Millionen € erhöht wurde (in Vorjahren 10 Millionen €).

Belastung liegt unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres wie auch unter unserer Großschadenerwartung von 14 % des Versicherungsumsatzes (netto).

Die von Menschen verursachten Großschäden beliefen sich auf 943 (1.623)1 Millionen € und liegen unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist unter anderen auf die Belastungen aus dem Vorjahr im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine zurückzuführen. Der Aufwand der von Menschen verursachten Großschäden entspricht einem Anteil von 3,6 (6,7) % des Versicherungsumsatzes (netto). Die Anzahl der Schäden, die oberhalb unserer Großschadenschwelle lagen, war ähnlich wie im Vorjahr.

Die Großschäden aus Naturkatastrophen summierten sich auf 2.335 (2.118) 1 Millionen €. Dies entspricht 9,0 (8,7)% des Versicherungsumsatzes (netto). Die größten Naturkatastrophenschäden des Jahres ereigneten sich in Europa, wobei das Erdbeben in der Türkei mit einem Nominalbetrag von rund 0,7 Milliarden € der größte Einzelschaden war. Hinzu kommt eine Reihe von Flut-, Gewitter- und Sturmereignissen, insbesondere in Nordamerika, Mexiko und Europa.

Die Schaden-Kosten-Quote erhöhte sich trotz der geringeren Großschadenbelastung sowie eines gestiegenen Versicherungsumsatzes auf 85,2 (83,2) %. Haupttreiber hierfür ist die getroffene Risikovorsorge. Den versicherungstechnischen Aufwendungen (netto) von insgesamt 22.187 (20.251) Millionen € stand ein Versicherungsumsatz (netto) von 26.036 (24.344) Millionen € gegenüber.

Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 1.097 Millionen € gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Zwar beeinflussten realisierte Verluste auf festverzinsliche Kapitalanlagen das Ergebnis negativ, jedoch ermöglichte das gestiegene Zinsniveau eine höhere Wiederanlagerendite und damit ein höheres laufendes Ergebnis. Zudem leisteten Aktien aufgrund der guten Marktentwicklung sowie alternative Anlagen positive Beiträge zum Kapitalanlageergebnis, während Verluste durch Wertminderungen auf festverzinsliche Wertpapiere und Aktien das Vorjahresergebnis noch belastet hatten.

Unsere Kernmärkte im Einzelnen und ausgewählte Spezialsparten

Gemessen am Versicherungsumsatz zeichnen wir ca. 40 % unseres weltweiten Schaden- und Unfallrückversicherungsgeschäfts in Nordamerika. Etwa 40 % des Umsatzes kommen aus Europa, davon rund 15 % aus dem Vereinigten Königreich. Weitere wesentliche Anteile stammen aus Asien sowie Australien/Neuseeland mit ca. 15 % und Afrika und Lateinamerika mit ca. 5 %.

Auf dem US-Rückversicherungsmarkt haben sich die Preise vor allem in der Sachversicherung weiter verbessert. Die Großschäden aus Naturereignissen lagen aufgrund unterdurchschnittlicher Belastung durch Hurrikane in diesem Jahr unter der Erwartung.

Im Berichtsjahr ging der Umsatz in der Rückversicherung im US-Geschäft trotz Neugeschäft und positivem Marktumfeld zurück, da selektive Portfolioumschichtungen und Anteilsreduzierungen an Versicherungsquoten durchgeführt wurden. Das Ergebnis des US-Rückversicherungsgeschäfts lag aufgrund der höheren Preise sowie geringeren Großschäden über dem Vorjahr.

In Kanada sind wir mit der Munich Reinsurance Company of Canada und der Temple Insurance Company vertreten. Der Umsatz ist durch das gute Marktumfeld weiter auf 551 (507) Millionen € gestiegen. Das Ergebnis ist in diesem Jahr wiederum erfreulich.

Der Umsatz im Vereinigten Königreich und in Kontinentaleuropa konnte gegenüber dem Vorjahr mit 3.941 (3.061) Millionen € erheblich gesteigert werden. Dies gelang in vielen Märkten durch gezielten Ausbau bei ausgewählten Kunden sowie durch zusätzliches profitables Neugeschäft. Aufgrund eines günstigen Umfelds konnten hohe Zuwachsraten insbesondere durch den Ausbau im naturgefahrenexponierten Geschäft in nahezu allen Märkten erzielt werden. Die größten Steigerungen des Versicherungsumsatzes verzeichneten wir in Italien auf 636 (508) Millionen €, in Spanien auf 473 (378) Millionen € und in Frankreich auf 216 (146) Millionen €.

Das Geschäftsvolumen in der Schaden-/Unfallversicherung unseres Schweizer Tochterunternehmens New Reinsurance Company Ltd. konnte von 556 auf 1.316 Millionen € gesteigert werden. Insbesondere das profitable traditionelle Geschäft erhöhte sich durch den Ausbau von bestehenden Kundenverbindungen und mit Neugeschäft deutlich.

Der Versicherungsumsatz in Australien und Neuseeland stieg deutlich auf 1.431 (886) Millionen €. Damit konnten wir das kontinuierliche Wachstum der vergangenen Jahren fortsetzen.

Das stark auf Naturgefahrenrisiken ausgerichtete Geschäft in Japan profitierte von Preiserhöhungen, sodass sich der Umsatz weiter auf 519 (511) Millionen € erhöhte.

Der Umsatz in China wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Dennoch wurde ein leichter Rückgang verzeichnet, unter anderem weil wir uns von

1 Die Angabe ist mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt vergleichbar, da die Großschadengrenze ab 1. Januar 2023 auf 30 Millionen € erhöht wurde (in Vorjahren 10 Millionen €).

nicht profitablem Geschäft getrennt haben. Der Versicherungsumsatz belief sich auf 676 (699) Millionen €.

Indien befindet sich weiterhin auf einem profitablen Wachstumspfad. Der Versicherungsumsatz ist auf 626 (444) Millionen € angestiegen.

In der Karibik sowie in Zentral- und Südamerika stellen wir weiterhin eine hohe Kapazität für die Deckung von Risiken aus Naturgefahren bereit, insbesondere für Stürme und Erdbeben. Die erhöhte Nachfrage aufgrund der Naturkatastrophen-Großschäden der vergangenen Jahre (Hurrikane, Fluten, Erdbeben und Waldbrände) blieb auch im Berichtsjahr auf einem unverändert hohen Niveau. Dies haben wir gezielt genutzt, um weitere Portfolioverbesserungen vorzunehmen. Damit haben wir den bereits hohen Versicherungsumsatz der vergangenen Jahre auf 1.153 (761) Millionen € ausgebaut und eine weitere Margenverbesserung erzielt.

In der Agrarversicherung im nordamerikanischen Markt bleibt unser Umsatz auf hohem Niveau 1.093 (987) Millionen €. Vor allem in Südamerika und Indien wurde das Geschäft weiter ausgebaut. Das grundsätzlich gute Ergebnis wird durch Dürre und Preisrückgänge in den USA geschmälert.

Ein weiterhin positives Marktumfeld in der Transportrückversicherung unterstützte ein um rund 9 % gewachsenes Umsatzvolumen auf insgesamt 1.544 (1.411) Millionen €. Das spiegelt sich auch in einem guten Ergebnis wider.

In der Kredit- und Kautionsrückversicherung stieg der Versicherungsumsatz mit 892 (732) Millionen € gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Während im klassischen Kreditgeschäft leichte Steigerungen erzielt werden konnten, beruht der Zuwachs erneut auf profitablem Neugeschäft in Spezial- und Nischensegmenten.

Das Marktumfeld in der direkten Industrieversicherung ist nach wie vor attraktiv. Die Erneuerungen im Markt waren weiterhin von Preissteigerungen und Neugeschäft geprägt. Wir konnten den Versicherungsumsatz unseres direkten Geschäfts im Bereich Facultative & Corporate deshalb mit 1.721 (1.599) Millionen € auf einem hohem Niveau halten. Das Ergebnis ist erfreulich aufgrund des Preisniveaus und der im Rahmen der Erwartungen eingetretenen Schäden.

Der Versicherungsumsatz in der Luft- und Raumfahrtrückversicherung wurde auf 866 (800) Millionen € in einem

positiven Marktumfeld ausgebaut. Das Ergebnis in diesem Jahr ist durch die Entwicklung von Großschäden aus Vorjahren unter der Erwartung.

Der Bereich Capital Partners bietet unseren Kunden ein breites Spektrum an strukturierten, individuellen Rückversicherungs- und Kapitalmarktlösungen sowie parametrische und derivative Lösungen zur Absicherung von Wetter- und anderen Risiken an. Zusätzlich finden diese Lösungen auch bei Kunden aus dem Agrarsektor Anwendung. Darüber hinaus nutzen wir die Leistungen in diesem Bereich für eigene Zwecke, um auf Basis unserer Risikostrategie Retrozessionsschutz zu kaufen und die Corporate-Retrocession-Strategie für das Jahr 2023 umzusetzen.

Seit Anfang 2023 sind die meisten der ehemaligen Risk-Solutions-Einheiten im neuen Geschäftsbereich Global Specialty Insurance (GSI) zusammengefasst (siehe hierzu die Erläuterungen unter > Munich Re Gruppe > Die Ressorts in der Rückversicherung Schaden/Unfall). Der Umsatz konnte auf 7.961 (7.224) Millionen € gesteigert werden. In der Geschäftsentwicklung profitierte GSI vom erfolgreichen Geschäftsausbau sowie von gestiegenen Preisen. Großschäden aus Naturkatastrophen blieben dank einer ruhigen Hurrikansaison im Rahmen der Erwartungen, obwohl sich die Anzahl der Sturmschäden in den USA erhöhte.

Das Neugeschäft und höhere Preise haben zum Umsatzanstieg bei American Modern auf 1.993 (1.730) Millionen € beigetragen. Das Ergebnis hingegen war durch die hohe Anzahl von kleineren Naturkatastrophen, die den gesamten US-Erstversicherungsmarkt stark belasteten, unterhalb der Erwartungen. HSB konnte den Umsatz leicht auf 1.315 (1.191) Millionen € steigern bei gleichzeitiger Reduktion der Exponierung gegenüber Cyberrisiken in diesem zuletzt stark gewachsenen Geschäftsbereich. Das Ergebnis von HSB erhöhte sich erneut und lag über den Erwartungen.

MRSI konnte den Umsatz aufgrund des Wachstums in mehreren Produkten sowie allgemein guter Marktbedingungen auf 2.664 (2.354) Millionen € steigern. Im Ergebnis profitierte MRSI trotz der Brände auf Maui von niedrigen Großschäden aus Naturkatastrophen, da insbesondere die Hurrikansaison 2023 vergleichsweise ruhig verlaufen ist. Auch MRSG profitierte von weiterhin guten Marktbedingungen und konnte ihren Umsatz auf 2.143 (2.089) Millionen € steigern. Das Ergebnis lag trotz der hohen Schadenbelastung aus mehreren Satellitenschäden über dem des Vorjahres.

ERGO Leben/Gesundheit Deutschland

Wichtige Kennzahlen

2023 Vorjahr Veränderung
%
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Mio. €
9�942 9�802 1�4
Anteil am Versicherungsumsatz von ERGO
%
49�5 51�9
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis
Mio. €
1�024 1�059 –3�3
Nettofinanzergebnis
Mio. €
–167 66
davon: Ergebnis aus Kapitalanlagen
Mio. €
2�323 1�379 68�5
Operatives Ergebnis
Mio. €
197 442 –55�5
Konzernergebnis
Mio. €
183 307 –40�4

Versicherungsumsatz

Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland berichten wir über die Geschäftsbereiche Leben Deutschland, Gesundheit Deutschland sowie Digital Ventures. Auf den Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) bezogen entfallen auf den Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland ca. 62 %, auf den Geschäftsbereich Leben Deutschland ca. 29 % und auf den Geschäftsbereich Digital Ventures ca. 9 %.

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Versicherungsumsatz im Segment gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insbesondere die positive Entwicklung im Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland, im kurz und lang laufenden Gesundheitsgeschäft sowie in der Reiseversicherung war hierfür wesentlich. Auch der Geschäftsbereich Digital Ventures erzielte einen höheren Versicherungsumsatz, während der Geschäftsbereich Leben Deutschland nahezu gleichbleibend zum Versicherungsumsatz beigetragen hatte.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland lag nahezu auf Vorjahresniveau. Während die Erträge aus der Auflösung der vertraglichen Servicemarge in den Geschäftsbereichen Leben Deutschland und Gesundheit Deutschland geringer ausfielen, wirkten die Ergebnissteigerung im kurz laufenden Gesundheitsgeschäft sowie das im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Ergebnis aus einer Finanzrückversicherung positiv.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Nettofinanzergebnis vermindert. Unter anderem war dies getrieben durch den zuvor genannten kompensierenden Effekt aus der Finanzrückversicherung. Zum Anstieg des Kapitalanlageergebnisses hat vor allem der Wegfall hoher Wertminderungen auf einen Teil unserer festverzinslichen Wertpapiere aufgrund von steigenden Zinsen im Vorjahr beigetragen. Zudem wirkten sich auch gestiegene laufende Zinserträge sowie eine gegenüber dem Vorjahr deutlich bessere Aktienmarktentwicklung positiv aus. Das Kapitalanlageergebnis sowie das Kapitalanlageergebnis im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung und das Währungsergebnis werden im Wesentlichen innerhalb des Nettofinanzergebnisses über das versicherungstechnische Finanzergebnis ausgeglichen.

Insbesondere die rückläufige Zinsentwicklung am Kapitalmarkt im Geschäftsjahr und der damit verbundene Rückgang der Erträge aus der Auflösung der vertraglichen Servicemarge waren ausschlaggebend für das gesunkene Konzernergebnis des Segments ERGO Leben/Gesundheit Deutschland.

Umsätze und Ergebnisse nach Geschäftsbereichen

Leben Deutschland

Der Versicherungsumsatz verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 2.898 (2.984) Millionen € eine zum Vorjahr vergleichbare Höhe. Die Entwicklung war insbesondere durch die Erträge aus der Auflösung der vertraglichen Servicemarge beeinflusst.

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis legte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 505 (494) Millionen € leicht zu, während sich das Nettofinanzergebnis rückläufig entwickelte. Insgesamt ging das operative Ergebnis zurück.

Gesundheit Deutschland

Im Geschäftsbereich Gesundheit Deutschland, der auch das Reiseversicherungsgeschäft beinhaltet, erhöhte sich der Versicherungsumsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % auf 6.118 (5.939) Millionen €. Sowohl im lang laufenden wie auch im kurz laufenden Gesundheitsgeschäft konnte ein Anstieg erzielt werden. Zum höheren Versicherungsumsatz im Geschäftsbereich hat auch die Reiseversicherung mit einem Plus von 16,5 % gegenüber dem Vorjahr beigetragen.

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis betrug 448 (491) Millionen €. Ausschlaggebend für die Entwicklung im Jahresvergleich war unter anderem ein geringerer Ertrag aus der Auflösung der vertraglichen Servicemarge. Dagegen hat sich das kurz laufende Reiseversicherungs- und Gesundheitsgeschäft, bedingt durch sehr gutes Wachstum, ergebnissteigernd auf das versicherungstechnische Gesamtergebnis ausgewirkt. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

Digital Ventures

Der Versicherungsumsatz legte gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % auf 926 (879) Millionen € zu. In der Krankenversicherung verzeichneten wir ein Wachstum von 8,4 %. Dies war insbesondere auf das Zahnzusatzversicherungsgeschäft zurückzuführen. Im Schaden- und Unfallgeschäft lag der Versicherungsumsatz um 3,5 % unter dem Vorjahresniveau.

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis blieb mit 71 (74) Millionen € nahezu stabil. Im Geschäftsbereich verzeichneten wir ein operatives Ergebnis leicht unterhalb des Vorjahresniveaus.

ERGO Schaden/Unfall Deutschland

Wichtige Kennzahlen

2023 Vorjahr Veränderung
%
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Mio. €
4�539 4�227 7�4
Anteil am Versicherungsumsatz von ERGO
%
22�6 22�4
Schadenquote
%
59�1 61�2
Kostenquote
%
29�9 29�1
Schaden-Kosten-Quote
%
88�9 90�3
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis
Mio. €
495 400 23�9
Nettofinanzergebnis
Mio. €
134 118 13�2
davon: Ergebnis aus Kapitalanlagen
Mio. €
209 113 84�7
Operatives Ergebnis
Mio. €
397 301 31�8
Konzernergebnis
Mio. €
252 173 45�6

Versicherungsumsatz

Die größten Versicherungszweige des Segments ERGO Schaden/Unfall Deutschland – bezogen auf den Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) – sind die Feuer- und Sachversicherungen mit ca. 24 %, die Haftpflichtversicherungen mit ca. 20 % sowie die Kraftfahrtversicherung mit ca. 18 %.

Der Versicherungsumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Hierzu hatte insbesondere der Anstieg in den Haftpflichtversicherungen von 15,7 %, in der Unfallversicherung von 13,7 % und in der Kraftfahrtversicherung von 12,5 % beigetragen. Der Versicherungsumsatz konnte auch in den sonstigen Versicherungssparten, vor allem in den Technischen Versicherungen, um 14,0 % sowie in den Feuer- und Sachversicherungen um 3,4 % gesteigert werden. In der Transportversicherung vereinnahmten wir einen um 12,9 % und in der Rechtsschutzversicherung einen um 1,5 % geringeren Versicherungsumsatz.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis lag mit 495 (400) Millionen € deutlich über dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend war neben der guten operativen Entwicklung eine geringere Belastung aus Großschäden. Geringere Aufwendungen infolge höherer Abzinsungseffekte aufgrund der Zinsentwicklung trugen ebenfalls zur Erhöhung des versicherungstechnischen Gesamtergebnisses bei. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich im Berichtsjahr um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und lag damit aufgrund der vorgenannten Einflussfaktoren auf einem sehr guten Niveau. Bei einem deutlichen Anstieg des Versicherungsumsatzes sank die Schadenquote gegenüber dem Vorjahr, während die Kostenquote nur leicht anstieg. Den versicherungstechnischen Aufwendungen (netto) in Höhe von insgesamt 3.976 (3.729) Millionen € stand ein Versicherungsumsatz (netto) in Höhe von 4.471 (4.128) Millionen € gegenüber.

Das Nettofinanzergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trug insbesondere der deutliche Anstieg des Ergebnisses aus Kapitalanlagen, vor allem aufgrund von höheren laufenden Erträgen sowie deutlich besseren Ergebnissen aus Aktien, bei. Das versicherungstechnische Finanzergebnis hingegen fiel infolge der Zinsentwicklung verbunden mit einer höheren Aufzinsung geringer aus.

Die positiven Entwicklungen des versicherungstechnischen Gesamtergebnisses und des Nettofinanzergebnisses führten zu einem sehr erfreulichen Anstieg des Konzernergebnisses.

ERGO International

Wichtige Kennzahlen

2023 Vorjahr Veränderung
%
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Mio. €
5�618 4�867 15�4
Anteil am Versicherungsumsatz von ERGO
%
28�0 25�8
Schadenquote
%
59�3 63�9
Kostenquote
%
30�8 31�6
Schaden-Kosten-Quote
%
90�1 95�5
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis
Mio. €
625 347 80�2
Nettofinanzergebnis
Mio. €
28 –25
davon: Ergebnis aus Kapitalanlagen
Mio. €
410 182 125�5
Operatives Ergebnis
Mio. €
370 146 153�2
Konzernergebnis
Mio. €
286 92 208�8

Versicherungsumsatz

Bezogen auf den Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) des Segments entfallen auf die Schaden- und Unfallversicherung ca. 62 %, auf die Gesundheitsversicherung ca. 30 % und auf die Lebensversicherung ca. 8 %. Unsere größten Märkte sind Polen mit ca. 35 %, Belgien mit ca. 18 % und Spanien mit ca. 17 % des Versicherungsumsatzes.

Beim Versicherungsumsatz verzeichneten wir insgesamt einen Anstieg, der insbesondere auf das starke Wachstum in Polen, Steigerungen im Gesundheitsgeschäft in Spanien und Belgien sowie auf den vollständigen Einbezug des Schaden-/Unfallversicherers ERGO Insurance (Thailand) Public Co. Ltd. (ERGO Thailand) in den Konzernabschluss zurückzuführen war. Bereinigt um Zu- und Verkäufe von Auslandsgesellschaften sowie positive Währungskurseffekte wäre der Versicherungsumsatz im Segment im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % gestiegen.

Im internationalen Schaden- und Unfallgeschäft erhöhte sich der Versicherungsumsatz um 18,8 % auf 3.487 (2.934) Millionen €. Deutliche Anstiege wurden vor allem in Polen sowie im Baltikum erzielt. Aus dem vollständigen Einbezug von ERGO Thailand resultierte eine Steigerung um 186 Millionen € gegenüber dem Vorjahr.

Im internationalen Gesundheitsgeschäft legte der Versicherungsumsatz um 15,2 % auf 1.687 (1.464) Millionen € gegenüber dem Vorjahr zu. Dies war zurückzuführen auf das hohe Wachstum unseres spanischen Gesundheitsversicherers sowie auf die positive Entwicklung in Belgien.

Im internationalen Lebensversicherungsgeschäft lag der Versicherungsumsatz mit 444 (470) Millionen € um 5,4 % unter dem Vorjahresniveau. Dem erfreulichen Anstieg in Polen und im Baltikum stand eine rückläufige Entwicklung in Belgien und in Österreich gegenüber.

Ergebnis

Das versicherungstechnische Gesamtergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr sehr deutlich. Ausschlaggebend für diese äußerst positive Entwicklung war neben einem Anstieg im Gesundheitsgeschäft in Spanien und Belgien auch eine Ergebnissteigerung des Schaden- und Unfallgeschäfts in Polen, in Griechenland und im Baltikum. Die Erträge aus der Auflösung der vertraglichen Servicemarge im Leben- und Gesundheitsgeschäft fielen hingegen leicht geringer aus.

Die Schaden-Kosten-Quote im internationalen Schadenund Unfallgeschäft inklusive des kurz laufenden Gesundheitsgeschäfts verbesserte sich deutlich um 5,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Sowohl die Schaden- als auch die Kostenquote gingen zurück, trotz eines leicht abschwächenden Effekts aus dem vollständigen Einbezug von ERGO Thailand. Positive Entwicklungen erzielten wir vor allem in Polen und Griechenland sowie im Gesundheitsgeschäft in Spanien. Den versicherungstechnischen Aufwendungen (netto) in Höhe von insgesamt 3.813 (3.398) Millionen € stand ein Versicherungsumsatz (netto) in Höhe von 4.231 (3.559) Millionen € gegenüber.

Das Nettofinanzergebnis entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr, insbesondere begleitet von einem deutlich höheren Kapitalanlageergebnis, positiv. Gegenüber dem Vorjahr hatten vor allem höhere laufende Zinserträge, ein besseres Ergebnis aus Aktien sowie ein positives Abgangsergebnis aus Beteiligungen hierzu beigetragen.

Insgesamt stieg das Konzernergebnis des Segments ERGO International im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich an, vor allem wegen des gestiegenen versicherungstechnischen Gesamtergebnisses und eines höheren Nettofinanzergebnisses. Zudem war das Konzernergebnis des Segments im Vorjahr durch Einmaleffekte beeinträchtigt.

Finanzlage

Analyse der Kapitalstruktur

Unser Geschäft als Erst- und Rückversicherer prägt die Struktur unserer Bilanz. Entsprechend dienen unsere Kapitalanlagen der Bedeckung der versicherungstechnischen Verpflichtungen1 (80% der Bilanzsumme). Das Eigenkapital (11% der Bilanzsumme) sowie die Anleihen, die als strategisches Fremdkapital einzuordnen sind (2% der Bilanzsumme), machen die wichtigsten Finanzmittel aus.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € %
Ausgegebenes Kapital
und Kapitalrücklage 7�424 7�422 0�0
Gewinnrücklagen 18�216 15�380 18�4
Übrige Rücklagen –597 –1�022 41�6
Konzernergebnis auf
Anteilseigner der
Münchener Rück AG
entfallend 4�606 5�313 –13�3
Nicht beherrschende
Anteile am Eigenkapital 122 152 –19�8
Gesamt 29�772 27�245 9�3

Das Konzerneigenkapital lag mit 29.772 Millionen € über dem Niveau zu Jahresbeginn. Negative Währungseffekte, die Dividendenzahlung und Aktienrückkäufe wurden durch das sehr gute Konzernergebnis und die gestiegenen Bewertungsreserven deutlich überkompensiert.

Strategisches Fremdkapital

Als strategisches Fremdkapital bezeichnen wir alle Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalcharakter, die nicht direkt mit dem operativen Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Sie ergänzen unsere Finanzmittel, sollen im Wesentlichen die Kapitalkosten optimieren und sicherstellen, dass jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden ist. Um unsere Kapitalstruktur transparent zu machen, quantifizieren wir unseren Verschuldungsgrad. Dieser definiert sich als prozentuales Verhältnis des strategischen Fremdkapitals zur Summe aus Konzerneigenkapital, strategischem Fremdkapital sowie der vertraglichen Servicemarge nach Steuern. Dabei bleiben die versicherungstechnischen Verpflichtungen unberücksichtigt, obwohl sie uns zu einem großen Teil langfristig als Finanzierungsquelle für die Vermögensanlage zur Verfügung stehen.

Verschuldungsgrad

31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € %
Strategisches
Fremdkapital 4�979 5�048 –1�4
Eigenkapital 29�772 27�245 9�3
Vertragliche Service
marge (CSM)1 nach
Steuern 19�170 18�015 6�4
Gesamt 53�921 50�308 7�2
Verschuldungsgrad
%
9�2 10�0

1 Inklusive Nettokosten/-gewinne aus abgegebenen Versicherungsverträgen.

Die Bestandteile unseres strategischen Fremdkapitals sind nachrangige Verbindlichkeiten und Anleihen (siehe Konzernanhang in den entsprechenden Abschnitten). Die nachrangigen Verbindlichkeiten von Munich Re belaufen sich auf 4.713 Millionen € (siehe > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (25) Nachrangige Verbindlichkeiten). Davon wurden zum Stichtag 4.610 Millionen € als anrechnungsfähige Eigenmittel gemäß Solvency II berücksichtigt. Nach den aufsichtsrechtlichen Regeln von Solvency II sind nachrangige Verbindlichkeiten als Eigenmittel anerkannt, sofern diese zur Verlustdeckung unter der Annahme der Unternehmensfortführung ständig zur Verfügung stehen. Die vertragliche Servicemarge stellt überwiegend den Gewinn aus einer Gruppe von Versicherungsverträgen des langfristigen Lebens- und Gesundheitsgeschäfts dar, der noch nicht erfolgswirksam erfasst wurde, da er sich auf zukünftig zu erbringende Leistungen bezieht. In der Bilanz wird dieser nicht realisierte Gewinn als versicherungstechnische Verpflichtung ausgewiesen; in die Berechnungsbasis des Verschuldungsgrads beziehen wir die CSM (nach Steuern) ein.

Versicherungstechnische Verpflichtungen

Von den abgeschlossenen und abgegebenen Versicherungsverträgen (netto) sind der Rückversicherung etwa 34% zuzuordnen und der Erstversicherung rund 66%. Im Gegensatz zu Verbindlichkeiten aus Krediten und emittierten Wertpapieren können wir bei Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft Zahlungszeitpunkt und -höhe nicht sicher vorhersehen. Das gilt in besonderem Maße für die Rückversicherung. Während in der Sachversicherung ein Großteil der versicherungstechnischen Verpflichtungen bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren ausgezahlt ist, fallen in der Lebensversicherung oder in der Haftpflichtversicherung unter Umständen auch Jahrzehnte nach Abschluss der Verträge noch erhebliche Beträge an. Die Währungsverteilung unserer abgeschlossenen und abgegebenen Versicherungsverträge (netto) spiegelt die globale Ausrichtung unserer Gruppe wider. Neben dem Euro sind der US-Dollar,

1 Abgeschlossene und abgegebene Versicherungsverträge (netto).

das Pfund Sterling, der kanadische Dollar und der australische Dollar die wichtigsten Valuten.

Verfügungsbeschränkungen

Wir sind ein weltweit tätiges Versicherungsunternehmen, sodass einige unserer Finanzmittel Verfügungsbeschränkungen unterliegen. So verpflichten etwa die Aufsichtsbehörden einiger Länder ausländische Rückversicherer, Prämien- und Reservedepots zugunsten der Erstversicherer zu stellen oder Treuhandkonten bzw. Bürgschaften bei bestimmten Finanzinstituten einzurichten. Zum Stichtag waren Kapitalanlagen von insgesamt 13 (11) Milliarden € verfügungsbeschränkt. Zudem sind wir Eventualverbindlichkeiten eingegangen, die im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Sonstige Angaben > (62) Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen erläutert werden.

Kapitalausstattung

Die Optimierung der Kapitalstruktur ist ein wesentliches Ziel unseres aktiven Kapitalmanagements unter der Maßgabe, dass unsere Kapitalausstattung allen für Munich Re relevanten Anforderungen entspricht. Neben dem Kapitalbedarf gemäß unserem internen Risikomodell müssen weitergehende Anforderungen von Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen und der für uns maßgeblichen Versicherungsmärkte erfüllt werden. Eine wesentliche Kennzahl für die Kapitalstärke des Unternehmens ist die Solvency-II-Bedeckungsquote, die wir im Risikobericht erläutern. Unsere Finanzkraft soll profitable Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, von normalen Schwankungen der Kapitalmarktbedingungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden und auch nach großen Schadenereignissen oder substanziellen Börsenkursrückgängen grundsätzlich gewahrt bleiben.

Angemessene Kapitalausstattung bedeutet für uns ebenso, dass die Eigenmittel der Gruppe das erforderliche Maß nicht dauerhaft übersteigen. Nicht benötigtes Kapital geben wir unseren Aktionären über Dividenden und Aktienrückkäufe zurück. Kapitalrückgaben sind beispielsweise dadurch Grenzen gesetzt, dass die Regelungen des HGB die Muttergesellschaft Münchener Rück AG zu einer vorsichtigen Bilanzierung, etwa durch die Dotierung der Schwankungsrückstellung, verpflichten. Dies schmälert die Gewinnrücklagen und beschränkt die Ausschüttungsmöglichkeiten, stabilisiert aber in Jahren mit hohem Schadenaufwand die Ergebnisse. Ergänzende Informationen hierzu finden Sie unter > Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis des HGB).

Zwischen 2006 und 2023 gaben wir insgesamt 36,8 Milliarden € über Dividenden und Aktienrückkäufe an unsere Aktionäre zurück. Im Berichtsjahr kauften wir insgesamt eigene Aktien im Wert von 1.045 Millionen € zurück, davon 665 Millionen € im Rahmen des im Februar 2023 vom Vorstand auf den Weg gebrachten Aktienrückkaufprogramms über insgesamt 1 Milliarde €. Dementsprechend sollen bis zur Hauptversammlung am 25. April 2024 noch eigene Aktien im Wert von maximal 335 Millionen € erworben werden.

Angaben nach § 315a HGB sowie § 289a HGB und erläuternder Bericht des Vorstands

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Münchener Rück AG in Höhe von 587.725.396,48 € war am 31. Dezember 2023 in insgesamt 136.468.150 auf den Namen lautende, voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften in Verbindung mit der Satzung der Gesellschaft. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt nach den Bestimmungen des deutschen Aktienrechts (§ 67 AktG) als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die börsennotierten Namensaktien sind vinkuliert. Die Ausgabe vinkulierter Namensaktien geht bei der Münchener Rück AG auf ihre Gründung im Jahr 1880 zurück. Die Vinkulierung bedeutet, dass diese Aktien nur mit Zustimmung der Münchener Rück AG auf einen neuen Erwerber übertragen werden können. Gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung der Münchener Rück AG steht es im freien Ermessen der Gesellschaft, die Zustimmung zu erteilen. Da die Abläufe für Aktiengeschäfte effizient gestaltet sind, führt diese Zustimmung zu keinerlei Verzögerungen bei der Eintragung ins Aktienregister. Sie wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausnahmslos erteilt.

Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Ausgenommen davon sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Solange und soweit die Eintragung im eigenen Namen für Aktien, die einem anderen gehören, die Höchstgrenze von 2 % des satzungsmäßigen Grundkapitals überschreitet, bestehen gemäß § 3 Abs. 5 der Satzung aus der Eintragung keine Stimmrechte.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Münchener Rück AG, die zum 31. Dezember 2023 10 % der Stimmrechte überschritten, sind der Münchener Rück AG nicht mitgeteilt worden und auch ansonsten nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die Arbeitnehmer, die Aktien der Münchener Rück AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach der Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Der rechtliche Rahmen für Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ist vorgegeben durch die Mitbestimmungsvereinbarung, §§ 13 Abs. 3, 16 der Satzung und §§ 84, 85 AktG sowie §§ 24, 47, 303 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG). Die Mitbestimmungsvereinbarung und die Satzung der Münchener Rück AG haben die Rechtsgedanken des Mitbestimmungsgesetzes übernommen. Nach § 16 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen, und der Aufsichtsrat bestimmt im Übrigen die Anzahl der Mitglieder des Vorstands. Seit 1. Januar 2023 umfasst der Vorstand zehn Mitglieder. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands nach § 84 AktG und kann sie – falls ein wichtiger Grund vorliegt – jederzeit abberufen. Die Bestell- und Vertragsdauer bei Erstbestellungen beträgt in der Regel drei Jahre, bei Verlängerungen fünf Jahre. Für die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nach § 13 Abs. 3 der Satzung im Aufsichtsrat eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Wird in einem ersten Beschluss diese erforderliche Mehrheit nicht erreicht, so erfolgt die Bestellung bzw. Abberufung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ein solcher zweiter Beschluss ist erst nach angemessener Bedenkzeit und nach Behandlung der Angelegenheit in einem dafür zuständigen Ausschuss, danach aber auch im Umlaufverfahren möglich. In besonderen Ausnahmefällen können Vorstandsmitglieder nach § 85 AktG auch gerichtlich bestellt werden.

Das AktG enthält allgemeine Bestimmungen über Satzungsänderungen (§§ 124 Abs. 2 Satz 3, 179–181 AktG). Danach kann nur die Hauptversammlung eine Änderung der Satzung beschließen. Dem Beschluss müssen mindestens drei Viertel des Grundkapitals zustimmen, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit (höher und niedriger) bestimmen und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht solche Besonderheiten jedoch nicht vor.

Für Änderungen der Satzung bei einer Erhöhung oder Herabsetzung des Grundkapitals enthält das Aktiengesetz besondere Vorschriften (§§ 182–240 AktG). Danach bestimmt grundsätzlich die Hauptversammlung über Kapitalmaßnahmen. In einem von ihr festgelegten Rahmen kann sie den Vorstand zu bestimmten (Kapital-)Maßnahmen ermächtigen. Welche Ermächtigungen bei der Münchener Rück AG bestehen, ist nachfolgend aufgeführt. In allen Fällen ist ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich, der mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des Grundkapitals gefasst werden muss, das bei der Beschlussfassung vertreten ist. Die Satzung der Münchener Rück AG sieht auch für diese Beschlüsse keine anderen (insbesondere höheren) Mehrheiten oder weiteren Erfordernisse vor. Nach § 14 der Satzung und § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG hat der Aufsichtsrat die Befugnis, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Befugnisse der Mitglieder des Vorstands ergeben sich aus §§ 71, 76–94 AktG. Zur Ausgabe von Aktien oder zum Aktienrückkauf stehen dem Vorstand folgende Befugnisse zu:

− Die Hauptversammlung hat am 28. April 2022 den Vorstand nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Ablauf des 27. April 2025 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, auf die ein Anteil von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung entfällt. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann nach näherer Maßgabe durch die Ermächtigung auf verschiedene Weise erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, die so erworbenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zulässigen, insbesondere zu den in der Ermächtigung im Einzelnen genannten Zwecken zu verwenden. Unter anderem ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG befugt, die Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen.

  • − Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 29. April 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. April 2025 einmalig oder mehrmals, nachrangige oder nichtnachrangige Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben, die für die Inhaber oder Gläubiger jeweils mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder Wandlungspflichten auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 117 Millionen € verbunden sein können (im Folgenden gemeinsam "Schuldverschreibungen"), im Gesamtnennbetrag von bis zu 5 Milliarden €. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dieses Bezugsrecht in bestimmten Fällen auszuschließen, die in der Ermächtigung näher bezeichnet werden.
  • − Nach § 4 Abs. 1 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. April 2026 um insgesamt bis zu 117,5 Millionen € durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Geld und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Er kann dabei das Bezugsrecht nach näherer Maßgabe durch die genannte Satzungsregelung ausschließen.
  • − Nach § 4 Abs. 2 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 117 Millionen € durch Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (einschließlich der Kombination dieser Instrumente) mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder mit Wandlungspflichten, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2020 bis zum Ablauf des 28. April 2025 von der Gesellschaft oder einem Konzernunternehmen begeben werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Wandlungs- oder Optionsrechten aus den vorgenannten Instrumenten Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus diesen Instrumenten erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden.

Die vollständige Fassung der genannten Ermächtigungen und der Erklärung des Vorstands finden Sie in den Tagesordnungen der genannten Hauptversammlungen unter www.munichre.com/hv/archiv. Die Satzung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft finden Sie unter www.munichre.com/satzung.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Aufgrund unserer Zeichnungsrichtlinien enthalten unsere Rückversicherungsverträge in der Regel eine Klausel, die einem oder beiden Vertragsteilen ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt, falls "die andere Partei fusioniert oder sich ihre Eigentums- und Beherrschungsverhältnisse wesentlich ändern". Solche oder ähnliche Klauseln sind branchentypisch. Gebräuchlich sind sie auch in Joint-Venture- oder Kooperationsverträgen zwischen verschiedenen Anteilseignern eines gemeinsamen Beteiligungsunternehmens.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit Arbeitnehmern.

Analyse der Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Zahlungsmittelfluss von Munich Re ist stark geprägt von unserem Geschäft als Erst- und Rückversicherer: Wir erhalten in der Regel zuerst die Beiträge für die Risikoübernahme und leisten erst später Zahlungen im Schadenfall. Die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen ist daher begrenzt aussagekräftig. In der Kapitalflussrechnung werden Währungskurseffekte sowie Einflüsse aus Veränderungen des Konsolidierungskreises eliminiert.

Konzern-Kapitalflussrechnung

2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € %
Mittelfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit 2�543 3�972 –36�0
Mittelfluss aus
Investitionstätigkeit –329 –270 –22�2
Mittelfluss aus
Finanzierungstätigkeit –2�983 –2�702 –10�4
Veränderung des
Zahlungsmittelbestands –770 1�000

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit wird in der Konzern-Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode aus dem Konzernergebnis in Höhe von 4.597 Millionen € abgeleitet. Dieser beinhaltet nun in Übereinstimmung mit unserem Geschäftsmodell als Versicherer die bisher unter dem Mittelfluss aus Investitionstätigkeit ausgewiesenen Zahlungen aus der Kapitalanlagetätigkeit.

Das Konzernergebnis wird unter anderem um die Zahlungsmittelabflüsse aus der Erhöhung des Bestandes der finanziellen und nicht-finanziellen Kapitalanlagen von 4.915 Millionen € korrigiert. Weiterhin wird das Konzernergebnis insbesondere um die nicht zahlungswirksamen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden von 2.594 Millionen € bereinigt. Diese betreffen überwiegend die Kapitalanlagen.

Die Auszahlungen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen von 346 Millionen € bestimmen überwiegend den Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stammt im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung 2023 sowie aus dem Erwerb eigener Aktien.

Insgesamt sank im Berichtsjahr der Zahlungsmittelbestand, der die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und den Kassenbestand umfasst, um 770 Millionen € (inklusive Währungseinflüssen) auf 5.621 Millionen €. Es bestanden Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 95 (62) Millionen €.

Risikobericht

Risk Governance und Risikomanagement-System

Risikomanagement-Organisation

Organisatorischer Aufbau

Munich Re hat ein Governance-System etabliert, das im Einklang mit den Solvency-II-Anforderungen aufgebaut ist. Wesentliche Bestandteile sind darin die Risikomanagement-, die Compliance-, die Audit- und die Versicherungsmathematische Funktion. Das Risikomanagement auf Gruppenebene wird im Bereich Integrated Risk Management (IRM) wahrgenommen und steht unter der Leitung des Group Chief Risk Officer (Group CRO). Neben den Gruppenfunktionen gibt es weitere Risikomanagement-Einheiten als sogenannte Spiegelfunktionen in den Geschäftsfeldern.

Risk Governance

Durch eine klare Zuordnung von Rollen und Verantwortlichkeiten für alle wesentlichen Risiken stellt unsere Risk Governance eine angemessene Risiko- und Kontrollkultur sicher. Bei wesentlichen Entscheidungen des Vorstands ist eine Stellungnahme durch die Risikomanagementfunktion erforderlich. Die Angemessenheit unserer Risk Governance wird vom Vorstand regelmäßig überprüft.

Festlegung der Risikostrategie

Die Risikostrategie steht im Einklang mit der Geschäftsstrategie von Munich Re und legt fest, wo, wie und in welchem Ausmaß wir Risiken eingehen. Die Fortentwicklung der Risikostrategie ist in den Jahresplanungszyklus und damit in die Geschäftsplanung eingebettet. Sie wird vom Vorstand verabschiedet und als wesentlicher Bestandteil des Own Risk and Solvency Assessment (ORSA) mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie mit dem Plenum des Aufsichtsrats erörtert.

Die Risikostrategie wird bestimmt, indem wir für vorgegebene Risikokriterien Toleranzwerte bzw. Limite festlegen, die sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie an unserer Geschäftsstrategie orientieren und eine Vorgabe für die Geschäftsbereiche der Gruppe darstellen.

Umsetzung der Strategie und Risikomanagement-Kreislauf

Die vom Vorstand festgelegte Risikotoleranz wird in der Geschäftsplanung berücksichtigt und ist in der operativen Geschäftsführung verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder

1 Der Abschnitt zum Internen Kontrollsystem ist ungeprüfter Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Konflikten mit dem Limit- und Regelsystem wird nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen verfahren. Diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte abgewogen und im Rahmen des Möglichen in Einklang gebracht werden.

Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst Identifikation, Analyse und Bewertung aller wesentlichen Risiken. Daraus leiten sich die Berichterstattung, die Limitierung und die Überwachung der Risiken ab.

Die Identifikation von Risiken erfolgt über geeignete Prozesse und Kennzahlen, die durch Expertenmeinungen ergänzt werden. Die Risikofrüherkennung bei Munich Re ist insbesondere über den Emerging-Risk-Prozess operationalisiert. Im Rahmen dieses Prozesses werden neue oder sich verändernde Risiken mit internen und externen Experten diskutiert, insbesondere hinsichtlich ihrer Relevanz in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit, auf die zu erwartende Schadenhöhe und ihre möglichen Auswirkungen auf Munich Re.

Im Rahmen der Risikoanalyse findet eine quantitative und qualitative Bewertung aller Risiken auf konsolidierter Gruppenebene statt, um mögliche Wechselwirkungen der Risiken über alle Geschäftsfelder zu berücksichtigen.

Die interne Risikoberichterstattung informiert den Vorstand regelmäßig über die Risiken in den einzelnen Risikokategorien sowie die Risikolage der gesamten Gruppe. So ist sichergestellt, dass negative Trends rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Die externe Risikoberichterstattung soll unseren Kunden, Aktionären und den Aufsichtsbehörden einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Gruppe verschaffen.

Konkrete Risikolimitierungen leiten wir aus der Risikostrategie ab. Dabei werden ausgehend von den definierten Risikotoleranzen Limite, Regeln und – sofern notwendig – risikomindernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Frühwarnsystem, das uns auf mögliche Gefahren aufmerksam macht.

Das Risikomanagement-System wird von Group Audit regelmäßig geprüft.

Internes Kontrollsystem1

Unser internes Kontrollsystem ist ein gruppenweit integriertes System zum Management von operationellen Risiken. Es besteht aus den zwei Kernelementen "Operational Risk Control System" und "Compliance Management System" und adressiert neben den für die Konzernleitung geltenden Anforderungen auch die jeweiligen lokalen Vorschriften.

Operational Risk Control System

Ein Kernelement des internen Kontrollsystems ist das Operational Risk Control System (ORCS). Auf Gruppenebene wird das ORCS vom Bereich Integrated Risk Management (IRM) verantwortet, welcher unter der Leitung des Group Chief Risk Officer (Group CRO) steht. In allen Geschäftsfeldern werden im Rahmen von ORCS mindestens jährlich Risiko- und Kontroll-Selbsteinschätzungen durchgeführt und die materiellen operationellen Risiken inklusive der Compliance-bezogenen Risiken identifiziert und bewertet. Dabei werden auch Schlüsselkontrollen und Steuerungsmaßnahmen zur Minderung der materiellen operationellen Risiken analysiert und beurteilt. Zudem führt die Risikomanagementfunktion unabhängige Analysen und hausweite Quervergleiche bezüglich der operationellen Risiken und Kontrollen durch (Monitoring). Bei signifikanten Kontrolldefiziten wird durch Verbesserungsmaßnahmen und/oder durch intensive Überwachung gegengesteuert. Die wesentlichen Erkenntnisse aus den Risiko- und Kontroll-Selbsteinschätzungen und dem Monitoring werden an den Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Wesentliche Voraussetzung für die Verlässlichkeit des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der Einzelunternehmen ist die Identifikation, Steuerung und Kontrolle von Risiken aus dem Rechnungslegungsprozess. Risiken, die aus Gruppensicht für die Finanzberichterstattung wesentlich sind, werden nach einheitlichen Kriterien in das interne Kontrollsystem aufgenommen. Die Risiken werden einmal jährlich von den Prozessverantwortlichen auf Aktualität geprüft und Kontrollen angepasst.

Die einheitliche Methodik wurde auf Basis einer gruppenweiten ORCS-Policy und geschäftsfeldspezifischer Guidelines implementiert. Die Entscheidung bezüglich der Aufnahme einer Konzerngesellschaft in das standardisierte ORCS wird jeweils auf Basis des Proportionalitätsprinzips getroffen. Dabei werden unter anderem die Art, der Umfang und die Komplexität der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken sowie die Einhaltung der regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen in Betracht gezogen. Diejenigen Konzerngesellschaften, die nicht in den ORCS-Gruppenstandard aufgenommen wurden, kontrollieren ihre Risiken in Übereinstimmung mit Grundsätzen einer ordentlichen Geschäftsführung, gruppenweiten Prinzipien des Risikomanagements und den jeweiligen nationalen Gesetzen.

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Änderungen am ORCS vorgenommen.

Compliance Management System

Das zweite Kernelement des internen Kontrollsystems ist das Compliance Management System. Dieses wird auf Gruppenebene vom Bereich Group Compliance & Legal (GCL) verantwortet und steht unter der Leitung des Group

1 Der Abschnitt zur Aussage über die Angemessenheit und Wirksamkeit ist ungeprüfter Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Chief Compliance Officer (Group CCO). Neben der Gruppenfunktion gibt es weitere lokale Compliance-Funktionen in den Geschäftsfeldern sowie dezentrale Compliance-Funktionen für ausgewählte Compliance-Programme (zum Beispiel Tax Compliance). Der Vorstand der Münchener Rück AG hat der Compliance-Funktion die Entwicklung, Umsetzung, Überwachung und laufende Verbesserung des gruppenweiten Compliance Management Systems (CMS) übertragen. Das CMS ist der methodische Rahmen, um Frühwarn-, Risikokontroll-, Beratungs- und Überwachungsaufgaben für Compliance-Risiken strukturiert umzusetzen.

Grundlage des CMS ist eine integrale Compliance-Kultur, eine gefestigte Compliance-Organisation mit klar zugewiesenen Rollen und Verantwortlichkeiten sowie unabhängige, angemessene und kompetente Ressourcen, die es der Compliance-Funktion ermöglichen, effektiv und effizient zu arbeiten.

Im Rahmen des CMS werden Compliance-Risiken systematisch ermittelt, analysiert und angemessen risikominimierend behandelt. Der Prozess beruht auf der Grundlage der oben beschriebenen ORCS-Methodik. Die Ergebnisse werden an den Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet.

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Änderungen am CMS vorgenommen.

Eine detaillierte Beschreibung der wesentlichen Merkmale des CMS finden Sie in der > Zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung > Compliance.

Aussage über die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems1

Bei der Überprüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit unserer Risikomanagement- und internen Kontrollsysteme berücksichtigen wir eine Vielzahl von Informationen, um unter anderem festzustellen, ob wesentliche interne Kontrollschwächen vorliegen. Zu diesen Informationen gehören vor allem:

  • − der Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Ergebnisse des rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems;
  • − der jährliche Bericht über die Ergebnisse des ORCS;
  • − die regelmäßige Risikoberichterstattung insbesondere des Group CRO;
  • − die regelmäßige Compliance-Berichterstattung, insbesondere des Group CCO unter anderem zu Compliance-Kennzahlen und wesentlichen Inhalten des Compliance Management Systems, und

− die regelmäßige Berichterstattung von Group Audit, insbesondere über die im Rahmen von Prüfungshandlungen gewonnenen Erkenntnisse zu unseren Risikomanagementund internen Kontrollsystemen.

Darüber hinaus lässt sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und Veränderungen der Risiko- und Kontrolllandschaft im Vergleich zum Vorjahr berichten. Die Prüfberichte von Group Audit bestätigen die grundsätzliche Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems.

Gestützt auf die oben genannten Informationen und Berichte sowie die fachkundigen Einschätzungen der betroffenen Bereiche IRM, GCL und Group Audit, halten wir im Ergebnis unsere Risikomanagement- und internen Kontrollsysteme für grundsätzlich angemessen. Basierend darauf, dass im Berichtszeitraum keine wesentlichen Verstöße oder systematischen Schwachstellen identifiziert wurden, halten wir unsere Risikomanagement- und internen Kontrollsysteme daher auch für grundsätzlich wirksam.

Wesentliche Risiken

Wir definieren Risiken als Ereignisse oder mögliche künftige Entwicklungen, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können. Wir beurteilen die Wesentlichkeit von Risiken anhand von drei Kriterien. Erstens, wie sehr sie die Stakeholder in ihrer Beurteilung des Unternehmens beeinflussen. Zweitens, welche Auswirkungen sie auf die Solvenz des Unternehmens haben, und drittens, inwieweit sie Kumullimite oder -budgets verbrauchen. Diese Definition haben wir – unter Berücksichtigung der individuellen Risikotragfähigkeit – in gleicher Weise auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Gesellschaften übertragen. Die Beurteilung, ob ein Risiko gemäß obiger Definition für einen Geschäftsbereich oder eine Gesellschaft wesentlich ist oder nicht, wird in der zuständigen Risikomanagementfunktion vorgenommen. Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen Risiken, die wir in unserem internen Modell berücksichtigen und mit Risikokapital unterlegen, und weiteren, nicht im internen Modell quantifizierten Risiken. Die im internen Modell enthaltenen Risiken werden in folgende Risikokategorien eingeteilt: Versicherungstechnisches Risiko aus der Schaden- und Unfallversicherung, Versicherungstechnisches Risiko aus der Lebensund Krankenversicherung, Marktrisiko, Kreditrisiko und operationelles Risiko. Nachhaltigkeitsrisiken können auf all diese Risikokategorien einwirken und sind daher integraler Bestandteil des Managements dieser Risiken.

Im internen Modell abgebildete Risiken

Munich Re verfügt über ein vollständiges internes Modell, das den erforderlichen Kapitalbedarf ermittelt, um die Verpflichtungen der Gruppe auch nach extremen Schadenereignissen erfüllen zu können. Wir berechnen damit die unter Solvency II geforderte Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, SCR).

Die Solvenzkapitalanforderung gibt den Betrag an anrechnungsfähigen Eigenmitteln an, den Munich Re benötigt, um mit einer vorgegebenen Risikotoleranz unerwartete Verluste des Folgejahres ausgleichen zu können. Dabei entspricht das SCR dem Value-at-Risk der ökonomischen Gewinn- und Verlustverteilung über einen einjährigen Zeithorizont zu einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Diese Größe gibt somit den ökonomischen Verlust von Munich Re an, der bei gleichbleibenden Exponierungen mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 0,5 % innerhalb eines Jahres überschritten wird. Unser internes Modell fußt auf gesondert modellierten Verteilungen für die Risikokategorien Schaden/ Unfall, Leben/Gesundheit, Markt, Kredit sowie operationelle Risiken. Bei der Kalibrierung dieser Verteilungen verwenden wir im Wesentlichen historische Daten, teilweise ergänzt um Expertenschätzungen. Um eine stabile und angemessene Einschätzung unserer Risikoparameter zu erreichen, bilden die historischen Daten einen langen Zeitraum ab. Weiterhin berücksichtigen wir Diversifikationseffekte, die durch unsere breite Aufstellung über verschiedene Risikokategorien und durch die Kombination von Erst- und Rückversicherungsgeschäft erzielt werden. Dabei würdigen wir auch Abhängigkeiten zwischen den Risiken, die im Vergleich zur Annahme der Unabhängigkeit zu höheren Kapitalanforderungen führen können. Abschließend bestimmen wir den Effekt der Verlustausgleichsfähigkeit latenter Steuern.

Die Tabelle zeigt die Solvenzkapitalanforderung von Munich Re und ihre Risikokategorien zum 31. Dezember 2023.

Solvenzkapitalanforderung (SCR)

Rückversicherung
ERGO
Diversifikation
31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Schaden/Unfall 12�189 12�785 769 730 –547 –603
Leben/Gesundheit 6�815 5�771 999 883 –367 –329
Markt 6�076 6�191 3�169 3�500 –966 –1�177
Kredit 3�256 2�357 1�112 947 –58 –58
Operationelle Risiken 1�080 1�046 782 746 –235 –234
Sonstige1 540 494 376 333
Summe 29�954 28�643 7�206 7�139
Diversifikationseffekt –10�746 –9�982 –1�788 –1�586
Steuer –3�705 –3�446 –922 –965
Gesamt 15�504 15�215 4�496 4�588 –2�025 –2�110
Gruppe
31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Schaden/Unfall 12�411 12�911 –500 –3�9
Leben/Gesundheit 7�447 6�325 1�122 17�7
Markt 8�279 8�514 –235 –2�8
Kredit 4�309 3�245 1�064 32�8
Operationelle Risiken 1�627 1�558 69 4�4
Sonstige1 915 826 89 10�8
Summe 34�987 33�381 1�606 4�8
Diversifikationseffekt –12�863 –11�768 –1�095 9�3
Steuer –4�151 –3�920 –231 5�9
Gesamt 17�974 17�693 281 1�6

1 Kapitalanforderungen für andere Finanzbranchen, z. B. Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung.

Im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres erhöhte sich das SCR auf Gruppenebene um 1,6 % von 17,7 Milliarden € auf 18,0 Milliarden €. Haupttreiber für den Anstieg waren ein außerordentlich starkes Wachstum im Lebensrückversicherungsgeschäft und ein moderater Ausbau von Exponierung gegenüber Kreditrisiken in der Kapitalanlage der Rückversicherung. Risikoreduzierend wirkte dagegen die verbesserte Diversifikation zwischen den Risikokategorien, die unmittelbar aus dem ausgewogeneren Risikoprofil resultiert. Zusätzlich sank das SCR im Rückversicherungsgeschäft Schaden/ Unfall durch den Ausbau der externen Retrozession und durch eine ausgeglichenere Portfoliostruktur, sowie die Abwertung des US-Dollars. Weitere Erläuterungen zu den Veränderungen in den einzelnen Risikokategorien sowie die Einzelheiten zu Risikokonzentrationen finden sich in den nachfolgenden Abschnitten.

Versicherungstechnisches Risiko Schaden/Unfall

Die Risikokategorie Schaden/Unfall umfasst die versicherungstechnischen Risiken aus den Sparten Sachversicherung, Motor, Haftpflicht, Unfall, Transport, Luft- und Raumfahrt, Kreditversicherung sowie Spezialsparten, die ebenfalls dem Bereich Schaden/Unfall zugeordnet werden. Ergänzende risikorelevante Informationen zur Schaden- und Unfallversicherung finden Sie auch im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen > (53) Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen.

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir, dass die versicherten Schäden über unseren Erwartungen liegen können. Wesentliche Risiken sind dabei das Beitrags- und das Reserverisiko. Das Beitragsrisiko umfasst, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet. Reserverisiko heißt, dass die Schadenrückstellungen, die für bereits eingetretene Schäden ausgewiesen werden, nicht ausreichend bemessen sein könnten. Bei der Bewertung der Schadenrückstellungen folgen wir einem vorsichtigen Reservierungsansatz und schätzen Unsicherheiten konservativ ein. Wir vergleichen zudem jedes Quartal die gemeldeten Schäden mit unserer Schadenerwartung, um ein dauerhaft hohes Reservierungsniveau sicherzustellen.

Wir unterscheiden zwischen Großschäden, deren Aufwand eine bestimmte Großschadengrenze übersteigt, den Kumulschäden, die mehr als ein Risiko (auch mehrere Sparten) betreffen, und allen anderen Schäden, den sogenannten Basisschäden. Für Basisschäden ermitteln wir das Risiko einer Nachreservierung für Bestandsrisiken innerhalb eines Jahres (Reserverisiko) sowie das Risiko einer Untertarifierung (Beitragsrisiko). Dazu nutzen wir aktuarielle Methoden, die jeweils auf Standard-Reservierungsverfahren aufsetzen, aber den Einjahreshorizont berücksichtigen. Der Kalibrierung dieses Ansatzes liegen unsere eigenen historischen Schaden- und Schadenabwicklungsdaten zugrunde. Die Ermittlung von Reserve- und Beitragsrisiko findet auf geeigneten homogenen Segmenten unseres Schaden-/Unfall-Portfolios statt. Zur Aggregation des Risikos auf GesamtportfolioEbene verwenden wir Korrelationen, in deren Schätzung die eigene historische Schadenerfahrung einfließt.

Für die Kumulszenarien entwickeln unsere Experten fundierte naturwissenschaftliche Modelle, die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenpotenziale quantifizieren. Dabei werden risikolimitierende Elemente, wie zum Beispiel Begrenzung der Deckungen, berücksichtigt. Neben Naturkatastrophen erfassen wir auch weitere Kumulrisiken, wie Cyberrisiken oder Pandemien, in gesonderten Modellen. Ausgehend von diesen Szenarien werden mithilfe stochastischer Modelle die potenziellen Auswirkungen auf unser Portfolio ermittelt.

Die resultierenden Kumulrisiko-Szenarien werden in unserem internen Modell als unabhängige Ereignisse betrachtet. Die größten Naturgefahrenexponierungen bestehen für Munich Re in den Szenarien "Atlantik Hurrikan" und "Erdbeben Kalifornien". Hierbei liegt unsere Einschätzung der Jahresschaden-Exponierung bei einer Wiederkehrperiode von 200 Jahren für "Atlantik Hurrikan" bei 8,5 (10,0) Milliarden € und für "Erdbeben Kalifornien" bei 6,3 (6,3) Milliarden € (Selbstbehalt vor Steuern).

Im Rahmen der regelmäßigen Validierung untersuchen wir insbesondere die Sensitivität der Ergebnisse des Risikomodells für Groß- und Kumulschäden bei einer Änderung der Wiederkehrperiode oder Schadensummen der Ereignisse oder einer Veränderung der gezeichneten Geschäftsvolumina. Darüber hinaus betrachten wir den Einfluss veränderter Abhängigkeitsannahmen auf die Ergebnisse. Auf Basis der Erkenntnisse aus der Validierung passen wir unsere Modelle regelmäßig an.

Eine weitere Maßnahme zur Steuerung versicherungstechnischer Risiken besteht darin, einen Teil unseres Risikos gezielt über Rückversicherung oder Retrozession an andere Risikoträger abzugeben. Für die meisten unserer Unternehmen besteht gruppeninterner und/oder externer Rückversicherungs- und/oder Retrozessionsschutz.

Neben der traditionellen Retrozession nutzen wir alternativen Risikotransfer insbesondere für Naturkatastrophenrisiken. Dazu werden Versicherungsrisiken unter Zuhilfenahme von Zweckgesellschaften an den Kapitalmarkt transferiert.

Solvenzkapitalanforderung Schaden/Unfall

Auf Gruppenebene reduzierte sich die Solvenzkapitalanforderung um ca. 3,9%. Dies ist vornehmlich eine Folge der erweiterten externen Retrozession und ausgewogeneren Portfoliostruktur im Rückversicherungsgeschäft. Die Abwertung des US-Dollars verstärkte die Reduktion zusätzlich. Eine Modellaktualisierung im Basisschadenmodell kompensierte teilweise den SCR-Rückgang.

Rückversicherung ERGO Diversifikation
31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Basisschäden 5�685 4�790 657 630 –476 –448
Groß- und Kumulschäden 11�420 12�261 438 420 –335 –312
Summe 17�105 17�051 1�095 1�050
Diversifikationseffekt –4�916 –4�266 –327 –319
Gesamt 12�189 12�785 769 730 –547 –603

Solvenzkapitalanforderung (SCR) Schaden/Unfall

Gruppe
31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Basisschäden 5�866 4�972 894 18�0
Groß- und Kumulschäden 11�523 12�369 –846 –6�8
Summe 17�389 17�340 49 0�3
Diversifikationseffekt –4�978 –4�429 –549 12�4
Gesamt 12�411 12�911 –500 –3�9

Versicherungstechnisches Risiko Leben/Gesundheit

Unter versicherungstechnischem Risiko verstehen wir, dass versicherte Leistungen im Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft über unseren Erwartungen liegen können. Dabei sind besonders die biometrischen Risiken und Risiken aus Kundenverhalten (wie etwa Storno oder Kapitalwahlrecht) von Bedeutung. Wir unterscheiden dabei zwischen

kurz- und langfristig auf das Portfolio einwirkenden Risiken. Als kurzfristig wirksame Entwicklungen modellieren wir – neben dem einfachen Zufallsrisiko höherer Schadenbelastungen im Einzeljahr – vor allem seltene, aber kostenintensive Ereignisse wie Pandemien. Dazu modellieren wir Schäden und die Risikosumme insbesondere unter Berücksichtigung der Übersterblichkeiten, wie sie sich beispielsweise in den Pandemien im 20. und 21. Jahrhundert ereignet haben.

Weitere relevante Informationen zu den Risiken der Lebens- und Gesundheitsversicherung finden Sie auch im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen > (53) Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen.

Speziell die Produkte der Lebensversicherung und ein Großteil unseres Gesundheitserstversicherungsgeschäfts zeichnen sich durch deren Langfristigkeit und einen über die Gesamtlaufzeit der Verträge verteilten Ergebnisausweis aus. Langfristig wirksame negative Entwicklungen von Risikotreibern können den Wert des versicherten Portfolios nachhaltig senken (Trendrisiken). Die Risikotreiber Sterblichkeit und Invalidität werden durch das Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit und hier insbesondere durch die Exponierungen in Nordamerika und der Region Asien-Pazifik dominiert. Vor allem im Vereinigten Königreich zeichnen wir im Segment Rückversicherung Leben/ Gesundheit Geschäft, das gegenüber dem Risikotreiber Langlebigkeit exponiert ist. Der Risikotreiber Langlebigkeit findet sich außerdem in den in Deutschland vertriebenen Produkten von ERGO, hier zusammen mit typischen Risiken aus Kundenverhalten wie zum Beispiel Storno. In geringerem Maße zeichnen wir Risiken im Zusammenhang mit der Erhöhung von Behandlungskosten.

Die Risikomodellierung unterlegt die möglichen Annahmeänderungen mit Wahrscheinlichkeiten. Diese Wahrscheinlichkeiten kalibrieren wir insbesondere anhand von historischen Daten, die wir aus unseren zugrunde liegenden Portfolios gewinnen. Zusätzlich ziehen wir für die Modellierung des Sterblichkeitstrendrisikos auch allgemeine Sterblichkeitsraten der Bevölkerung heran. Um das vielfältige Geschäft angemessen parametrisieren zu können, werden in der Modellierung Portfolios mit einer homogenen Risikostruktur zusammengefasst und einzelne, vollständige Gewinn- und Verlustverteilungen bestimmt. Anschließend werden diese Verteilungen unter Berücksichtigung der Abhängigkeitsstruktur zu einer Gesamtverteilung aggregiert.

Unser größtes kurzfristiges Kumulrisiko in der Risikokategorie Leben/Gesundheit ist das Eintreten einer schweren Pandemie. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend mittels Szenarioanalysen untersuchen und geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung ergreifen.

In der Rückversicherung steuern wir die Übernahme biometrischer Risiken durch eine risikoadäquate Zeichnungspolitik. Die Übernahme von Zins- und sonstigen Marktrisiken wird häufig durch eine Deponierung der Rückstellungen beim Zedenten mit garantierter Verzinsung des Depots ausgeschlossen. Darüber hinaus werden diese Risiken in Einzelfällen durch geeignete Kapitalmarktinstrumente abgesichert. Weiter limitieren wir in der Lebensversicherung unsere Exponierung gegenüber Einzelpersonen und Personengruppen.

In der Erstversicherung sorgt die Produktgestaltung für eine substanzielle Risikominderung. Bei adversen Entwicklungen tragen Teile der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die erfolgsabhängig gebildet und aufgelöst werden, erheblich zum Risikoausgleich bei. In der Gesundheitserstversicherung besteht zusätzlich bei den meisten langfristigen Verträgen die Möglichkeit bzw. die Verpflichtung zur Beitragsanpassung. In der Praxis sind allerdings die Grenzen der Belastbarkeit der Versicherungsnehmer zu beachten.

Bei den eher kurzfristig auf das Portfolio einwirkenden Pandemie- und den längerfristig einwirkenden Langlebigkeitsszenarien werden im Rahmen der Risikostrategie Limite festgelegt. Die Sensitivität des internen Modells gegenüber den Eingabeparametern untersuchen wir regelmäßig. Neben dem Zins betrifft dies auch die biometrischen Risikotreiber und das Kundenverhalten.

Solvenzkapitalanforderung Leben/Gesundheit

Auf Gruppenebene erhöhte sich die Solvenzkapitalanforderung deutlich um 18%, was hauptsächlich auf ein außerordentlich starkes Wachstum in der Rückversicherung (insbesondere in Nordamerika) zurückzuführen ist. Kapitalmarkteffekte durch einen Rückgang der Zinsen und Wechselkursveränderungen glichen sich nahezu aus.

Solvenzkapitalanforderung (SCR) Leben/Gesundheit
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Rückversicherung ERGO Diversifikation Gruppe
31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Gesundheit 242 343 634 597 –68 –82 808 857
Sterblichkeit 5�023 4�343 221 176 –35 –15 5�209 4�504
Invalidität 3�786 3�111 193 175 –18 1 3�961 3�287
Langlebigkeit 1�150 942 518 409 –25 –17 1�644 1�333
Sonstige 380 298 380 298
Diversifikation –3�766 –3�266 –568 –474 –4�554 –3�955
Gesamt 6�815 5�771 999 883 –367 –329 7�447 6�325

Marktrisiko

Wir definieren Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen an den Kapitalmärkten

auftritt. Hierzu gehören unter anderem das Aktienkursrisiko, das allgemeine Zinsrisiko, das spezifische Zinsrisiko, das Immobilienpreisrisiko und das Währungsrisiko. Das allgemeine Zinsrisiko beschreibt dabei Änderungen der Basiszinskurven, während das spezifische Zinsrisiko Änderungen in den Kreditrisikoaufschlägen modelliert, zum Beispiel auf Euro-Staatsanleihen unterschiedlicher Emittenten oder auf Unternehmensanleihen. Darüber hinaus zählen wir das Risiko sich verändernder Inflationsraten (abgebildet in der Unterkategorie "Allgemeines Zinsrisiko") ebenso zum Marktrisiko wie die Änderung der impliziten Volatilitäten (Kosten von Optionen). Marktpreisschwankungen beeinflussen nicht nur unsere Kapitalanlagen, sondern auch die versicherungstechnischen Verpflichtungen. Dies ist vor allem in der Lebenserstversicherung der Fall. Aufgrund der teilweise langfristigen Zinsgarantien und der vielfältigen Optionen der Versicherten in der traditionellen Lebensversicherung kann der Wert der Verpflichtungen mitunter stark von den Kapitalmarktgegebenheiten abhängen.

Die Modellierung von Marktrisiken erfolgt durch Monte-Carlo-Simulation möglicher künftiger Marktszenarien. Dabei bewerten wir unsere Aktiva und Passiva für jedes simulierte Marktszenario neu und erhalten damit die Wahrscheinlichkeitsverteilung für Änderungen der Basiseigenmittel.

Die Marktrisiken steuern wir durch geeignete Limit- und Frühwarnsysteme im Rahmen unseres Asset-Liability-Managements. Diese Steuerung findet unter anderem durch den Einsatz von Derivaten wie Aktienfutures, Optionen und Zinsswaps statt, die mehrheitlich zu Absicherungszwecken eingesetzt werden. Die Wirkung von Derivaten wird bei der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung berücksichtigt. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten finden Sie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva > (16) Finanzielle Kapitalanlagen und > (18) Versicherungsnahe Finanzinstrumente sowie unter > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (47) Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Solvenzkapitalanforderung (SCR) Markt

Rückversicherung Diversifikation
31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Aktienrisiko 3�399 2�943 1�337 1�736 –123 –219
Zinsrisiko 2�844 2�654 1�763 1�970 –923 –968
Allgemeines Zinsrisiko 2�163 2�002 1�171 1�280 –631 –459
Spezifisches Zinsrisiko 1�387 1�145 1�246 1�518 –309 –432
Diversifikation Zinsrisiko –706 –492 –654 –828 18 –77
Immobilienrisiko 1�631 1�724 630 767 –67 –137
Währungsrisiko 4�207 4�234 239 211 –83 –45
Summe 12�082 11�555 3�970 4�685
Diversifikationseffekt –6�006 –5�363 –801 –1�185
Gesamt 6�076 6�191 3�169 3�500 –966 –1�177
Gruppe
31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Aktienrisiko 4�614 4�461 153 3�4
Zinsrisiko 3�685 3�656 29 0�8
Allgemeines Zinsrisiko 2�703 2�822 –119 –4�2
Spezifisches Zinsrisiko 2�324 2�230 94 4�2
Diversifikation Zinsrisiko –1�342 –1�397 55 –3�9
Immobilienrisiko 2�195 2�354 –159 –6�8
Währungsrisiko 4�363 4�400 –37 –0�8
Summe 14�856 14�870 –14 –0�1
Diversifikationseffekt –6�578 –6�356 –222 3�5
Gesamt 8�279 8�514 –235 –2�8

Solvenzkapitalanforderung Markt

Auf Gruppenebene sank die Solvenzkapitalanforderung um 2,8 %. Detaillierte Erläuterungen zu den Veränderungen in den einzelnen Unterkategorien befinden sich in den nachfolgenden Abschnitten.

Aktienrisiko

Der geringfügige Anstieg des Aktienrisikos ist auf eine Erhöhung der Aktienexponierung zurückzuführen.

Zinsrisiko

Das allgemeine Zinsrisiko im Geschäftsfeld Rückversicherung stieg leicht an. Das spezifische Zinsrisiko stieg aufgrund einer höheren Exponierung gegenüber kreditrisikotragenden, festverzinslichen Wertpapieren an, die unter anderem auf gestiegene Marktwerte durch das gesunkene Zinsniveau sowie auf Portfolioumschichtungen zurückzuführen ist.

Die Zinsrisiken im Geschäftsfeld ERGO verringerten sich hauptsächlich aufgrund von Portfolioumschichtungen und durch eine Dynamisierung der Modellierung der Volatilitätsanpassung. Das gesunkene Zinsniveau kompensierte diesen Rückgang teilweise.

Im Geschäftsfeld Rückversicherung betrug der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2023 74,0 (70,1) Milliarden €. Gemessen in Einheiten der modifizierten Duration betrug die Zinssensitivität dieser Kapitalanlagen 4,7 (4,8), während die modifizierte Duration der Verpflichtungen 4,5 (5,0) ausmachte. Die Veränderung der verfügbaren Eigenmittel bei einem Rückgang des Zinsniveaus um einen Basispunkt betrug ca. 9,0 (6,4) Millionen €.

Im Geschäftsfeld ERGO betrug der Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen 109,3 (105,9) Milliarden €. Die zinssensitiven Kapitalanlagen wiesen eine modifizierte Duration von 7,8 (7,6) auf, während die modifizierte Duration der Verpflichtungen 7,1 (6,9) ausmachte. Die Veränderung der verfügbaren Eigenmittel bei einem Rückgang des Zinsniveaus um einen Basispunkt betrug ca. 2,4 (6,0) Millionen €.

Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko sank geringfügig hauptsächlich aufgrund gesunkener Marktwerte.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko sank geringfügig aufgrund veränderter Positionierungen in Fremdwährungen.

Kreditrisiko

Wir definieren Kreditrisiko als einen ökonomischen Verlust, der für Munich Re entstehen kann, wenn sich die finanzielle Lage eines Kontrahenten verändert. Neben Kreditrisiken, die sich durch die Anlage in Wertpapiere oder im Zahlungsverkehr mit Kunden ergeben, gehen wir Kreditrisiken auch aktiv durch die Zeichnung von Kredit- oder Finanzrückversicherung sowie im entsprechenden Erstversicherungsgeschäft ein.

Kreditrisiken ermittelt Munich Re mithilfe eines Portfoliomodells, das über einen längeren Zeitraum (mindestens einen vollen Kreditzyklus) kalibriert wird und das sowohl Marktwertänderungen aufgrund von Bonitätsänderungen als auch Ausfälle von Schuldnern berücksichtigt. Das Kreditrisiko aus Kapitalanlagen (inklusive Staatsanleihen und Credit Default Swaps), Depotforderungen und zedierten Reserven wird dabei auf Basis einzelner Schuldner berechnet. Falls das Kreditrisiko nicht ausschließlich von der Bonität des Schuldners abhängt, sondern auch von anderen Faktoren (zum Beispiel Nachrangigkeit, Garantien, Besicherungen), werden diese ebenfalls berücksichtigt. Für die zugehörigen Migrations- und Ausfallwahrscheinlichkeiten verwenden wir historische Kapitalmarktdaten. Korrelationseffekte zwischen einzelnen Schuldnern werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Zugehörigkeit zu Branchen und Ländern abgeleitet. Den Branchen- und Länderkorrelationen liegen dabei die Abhängigkeiten der jeweilig zugehörigen Aktienindizes zugrunde.

Die Ableitung des Kreditrisikos aus sonstigen Forderungen erfolgt auf Basis unternehmenseigener Expertenschätzungen. Weiterhin kapitalisieren wir auch Kreditrisiken für sehr gut geratete Staatsanleihen. Informationen zu Ratings finden Sie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen > (51) Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten.

Risikokonzentrationen bestehen insbesondere bei Staatsanleihen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union. Daneben liegen große Teile der Kapitalanlagen in Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefen und ähnlich gedeckten Schuldverschreibungen vor.

Um unsere gruppenweiten Kreditrisiken zu überwachen und zu steuern, verfügen wir über ein konzernweit gültiges, bilanzübergreifendes Kontrahentenlimitsystem. Die Limite pro einzelnem Kontrahenten (Firmengruppe oder Land) orientieren sich an dessen finanzieller Lage entsprechend den Ergebnissen unserer Fundamentalanalysen, Ratings und Marktdaten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz. Die Auslastung der Limite berechnet sich auf Basis von risikogewichteten Exponierungen. Für Wertpapierleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte existieren zusätzlich Volumenlimite. Konzernweite Vorgaben für das Collateral-Management, zum Beispiel bei Over-The-Counter-Derivaten und bei der Emission von Katastrophenanleihen, vermindern das sich daraus ergebende Kreditrisiko.

Zur Überwachung der Länderrisiken greifen wir neben den gängigen Ratings auf eigene Analysen der politischen, wirtschaftlichen und fiskalischen Situation in den Staaten zurück, in denen die Investitionen von Munich Re in Staatsanleihen am höchsten sind. Dabei werden auch Klimawandelrisiken betrachtet. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung der Anlagenotwendigkeiten der Geschäftsfelder in den jeweiligen Währungsräumen und Ländern werden Limite oder konkrete Maßnahmen verabschiedet. Diese sind konzernweit bei der Kapitalanlage sowie für die Versicherung von politischen Risiken bindend.

Bezüglich des Kreditrisikomodells werden die Sensitivitäten gegenüber den wichtigsten Input-Parametern regelmäßig validiert. Dies betrifft insbesondere die Verwertungsraten im Falle der Insolvenz von Schuldnern, die Wahrscheinlichkeiten der Migration von Schuldnern zwischen verschiedenen Ratingklassen und die Parametrisierung der Korrelationen zwischen den Schuldnern. Sämtliche Validierungen zeigten die Angemessenheit der gewählten Modellierungsansätze.

Das Ausfallrisiko im Bereich Retrozessionen und externer Rückversicherung steuern wir mithilfe von Limiten, die das Retro Security Committee festlegt. Zu unseren Ausfallrisiken aus dem Versicherungsgeschäft sowie abgegebenen Versicherungsverträgen, die Vermögenswerte sind, finden Sie weitere Angaben im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen > (53) Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen.

Solvenzkapitalanforderung Kredit

Auf Gruppenebene erhöhte sich die Solvenzkapitalanforderung um 32,8 %. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus einem moderaten Anstieg kreditrisikotragender Kapitalanlagen in der Rückversicherung. Zusätzlich führte das leicht gesunkene Zinsniveau bei längeren Laufzeiten zu einem Anstieg der Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere.

Operationelles Risiko

Wir verstehen unter dem operationellen Risiko das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Darunter fallen zum Beispiel kriminelle Handlungen von Mitarbeitern oder Dritten, Insidergeschäfte, Verstöße gegen das Kartellrecht, Geschäftsunterbrechungen, Fehler in der Geschäftsabwicklung, Nichteinhaltung von Meldepflichten sowie Unstimmigkeiten mit Geschäftspartnern.

Zur Quantifizierung der operationellen Risiken verwenden wir Szenarioanalysen. Die Ergebnisse fließen in die Modellierung der Solvenzkapitalanforderung für operationelle Risiken ein. Zur Validierung der Ergebnisse werden verschiedene Quellen herangezogen, beispielsweise ORCS-Ergebnisse oder interne und externe Schadendaten.

Bezüglich des internen Modells wird die Sensitivität gegenüber den wichtigsten Input-Parametern regelmäßig geprüft. Dies betrifft insbesondere die Abhängigkeit des Ergebnisses von Frequenz und Schadenhöhe sowie die Parametrisierung der Korrelationen zwischen einzelnen Szenarien. Die Analysen zeigen im Berichtsjahr keine Auffälligkeiten.

Solvenzkapitalanforderung operationelles Risiko

Auf Gruppenebene erhöhte sich die Solvenzkapitalanforderung für operationelle Risiken geringfügig um 4,4 % aufgrund von aktualisierten Einschätzungen in ausgewählten Szenarien.

Sicherheitsrisiko

Sicherheitsrisiken sind ein integraler Teil der operationellen Risiken. Wir definieren Sicherheitsrisiken als Risiken, die sich aus der Bedrohung der Sicherheit unserer Mitarbeiter, Daten, Informationen und Sachwerte ergeben. Um der zunehmenden Bedeutung von Informationstechnologie für die Kernprozesse von Munich Re und dem dynamischen Geschehen im Umfeld der Cyberkriminalität Rechnung zu tragen, überwachen wir hierbei verstärkt Cyberrisiken.

Der Group Chief Information Security Officer (CISO), der im Risikomanagement angesiedelt ist, steuert und koordiniert in zentraler und gruppenweiter Verantwortung alle Aktivitäten rund um die Informationssicherheitsrisiken. In den Geschäftsfeldern sind Security Risk Committees etabliert, die die jeweiligen Sicherheitsrisiken bewerten und managen. Die Security Risk Committees setzen sich aus Verantwortlichen der operativen Bereiche (zum Beispiel der IT-Sicherheit), den Kontrollfunktionen (zum Beispiel von Risikomanagement, Informationssicherheit und Datenschutz) und Vertretern der Geschäftsbereiche zusammen.

Zur weiteren Verbesserung der Cybersicherheit arbeiten wir an geschäftsfeldspezifischen und geschäftsfeldübergreifenden Initiativen, um das Sicherheitsniveau gemäß unserer Informationssicherheitsstrategie sicherzustellen. Ergänzende Informationen finden Sie unter > Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung > Verantwortungsvolle digitale Transformation, Datenschutz und Informationssicherheit.

Weitere Risikoarten

Die im Folgenden genannten Risikoarten werden – wie in der gesamten Industrie üblich und im Einklang mit regulatorischen Vorschriften – nicht explizit in unserem internen Modell kapitalisiert. Beim Umgang mit diesen Risiken ist qualitatives Risikomanagement von großer Bedeutung.

Reputationsrisiko

Wir definieren das Reputationsrisiko als Schaden, der eintreten kann, wenn sich das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit, etwa bei Kunden, Aktionären oder anderen Beteiligten, verschlechtert. Unser Ansehen wird durch unser Verhalten in verschiedenen Bereichen wie Kundenbeziehungen, Produktqualität, Unternehmensführung, finanzielle Ertragskraft, Umgang mit Mitarbeitern oder Corporate Responsibility beeinflusst. Reputationsrisiken stehen in enger Wechselwirkung mit allen anderen Risikokategorien. Die Beurteilung einzelner Geschäftsvorfälle in Bezug auf Reputationsrisiken wird auf Ebene der Geschäftsfelder durch sogenannte Reputationsrisiko-Komitees vorgenommen. Sofern ein Reputationsrisiko potenziell geschäftsfeldübergreifende Auswirkungen hat, werden gegebenenfalls weitere Zentralbereiche in die Beurteilung einbezogen.

Strategisches Risiko

Wir definieren strategisches Risiko als Risiko, das von falschen Geschäftsentscheidungen, schlechter Umsetzung von Entscheidungen oder mangelnder Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Unternehmensumwelt ausgeht. Strategische Risiken existieren in Bezug auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale des Konzerns und seiner Geschäftsfelder. Die Identifikation, Bewertung und Steuerung strategischer Risiken ist bei Munich Re durch einen regelmäßig wiederkehrenden Prozess, bestehend aus einem Austausch im Strategieausschuss des Vorstands (StratA) und jährlicher Planung, etabliert. Der jährliche, gruppenweite (Finanz-)Planungsprozess ist in den strategischen Austausch im StratA integriert. Als Teil der jährlichen Planung werden finanzielle Sensitivitäten und Risiken analysiert sowie die Kapitalmanagement- und Risikostrategie bewertet. Diese Prozessschritte werden in den Geschäftsfeldern der Erst- und Rückversicherung sowie im Investmentmanagement gespiegelt. Auf diese Weise stellen wir unsere Strategie in intensiven Auseinandersetzungen mit den verschiedenen Beteiligten auf unterschiedlichen Ebenen (Gruppe, Erst- und Rückversicherung, Investmentmanagement) auf den Prüfstand. Aufgrund der genannten Prozesse ist gewährleistet, dass sich der Vorstand ausführlich mit den strategischen Risiken beschäftigt und diese kontrollieren und steuern kann. Der Group CRO wirkt sowohl bei der strategischen und operativen Geschäftsplanung als auch bei materiellen Unternehmenskäufen/-verkäufen und -zusammenschlüssen mit.

Liquiditätsrisiko

Ziel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können.

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt über unsere ganzheitliche Risikostrategie. Dabei legt der Vorstand Toleranzen fest, aus denen Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet werden. Die Einhaltung der Mindestanforderungen wird fortlaufend überwacht und regelmäßig an den Vorstand berichtet. Mithilfe quantitativer Risikokriterien stellen wir sicher, dass Munich Re auch unter adversen Szenarien ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Die Liquiditätsposition wird dafür sowohl in versicherungstechnischen Extremszenarien als auch in negativen Kapitalmarktsituationen beurteilt.

Weitere Informationen zu Liquiditätsrisiken aus dem Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft bzw. dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft finden Sie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen > (53) Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen.

Bedeckungsquote nach Solvency II

Die Solvency-II-Bedeckungsquote ergibt sich als Quotient der anrechnungsfähigen Eigenmittel und der Solvenzkapitalanforderung:

Solvency-II-Bedeckungsquote1

Verände
31�12�2023 Vorjahr rung
Anrechnungsfähige
Eigenmittel2 Mio. € 47�979 46�019 1�960
Solvenzkapital
anforderung Mio. € 17�974 17�693 281
Solvency-II
Bedeckungsquote % 267 260

1 Anrechenbare Eigenmittel ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen bei versicherungstechnischen Rückstellungen; mit Anwendung von Übergangsmaßnahmen bei versicherungstechnischen Rückstellungen betragen die Eigenmittel 52�5 (51�1) Milliarden €; Solvency-II-Bedeckungsquote: 292 (289) %.

2 Getrieben durch Economic Earnings von 5�6 Milliarden € erhöhen sich die anrechnungsfähigen Eigenmittel zum Bilanzstichtag. Die vom Vorstand beschlossene und der Hauptversammlung vorgeschlagene Dividende von 2�0 Milliarden € für das Geschäftsjahr 2023 sowie das Aktienrückkaufprogramm von 1�0 Milliarden € reduzierten die anrechnungsfähigen Eigenmittel ebenso wie die Anpassung des Eröffnungssaldos von −0�1 Milliarden € und sonstige Sachverhalte von 0�5 Milliarden €.

In den anrechnungsfähigen Eigenmitteln zum Bilanzstichtag wurde die vom Vorstand beschlossene und der Hauptversammlung vorgeschlagene Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 2,0 Milliarden € als Abzugsposten berücksichtigt.

Sonstige Risiken

Wirtschafts- und Finanzmarktentwicklungen und regulatorische Risiken

Munich Re ist stark im Euroraum und – insbesondere in der Rückversicherung – auch im US-Dollarraum investiert. Dies ist eine Folge unserer globalen Geschäftstätigkeit in diesen Währungsräumen. Gleichzeitig legen wir größten Wert auf eine entsprechend breite Diversifikation der Kapitalanlagen zur Bedeckung unserer versicherungstechnischen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Schwankungen an den Kapitalmärkten, die zu Volatilitäten der Eigenmittel des Unternehmens führen, begegnen wir mittels verschiedener Risikomanagement-Maßnahmen.

Die globale Konjunktur war im Jahr 2023 von insgesamt moderatem Wachstum geprägt. Die Eurozone und insbesondere Deutschland stachen allerdings negativ hervor, da neben noch hoher Inflation und gestiegenen Zinsen vor allem die weiterhin erhöhten Energiepreise die privaten Haushalte und die Industrie belasteten. In den USA trug solider Konsum dank eines weiterhin engen Arbeitsmarkts zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung bei. Zudem legten Anlageinvestitionen trotz der höheren Refinanzierungskosten zu, auch durch staatliche Unterstützung im Rahmen des "Inflation Reduction Act" und weiterer Programme. Die Wachstumsdynamik in China blieb schwach.

Es besteht weiterhin die Gefahr, dass sich die Probleme im Immobilien- und Schattenbankensegment ausweiten.

Die Inflationsraten sind im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Wir erwarten bei bestehender hoher Prognoseunsicherheit einen weiteren Rückgang der Inflation in den USA und der Eurozone. Der demografische Wandel in Deutschland verschärft allerdings den Arbeitskräftemangel und begünstigt hohen Lohndruck, der folglich zu persistenter Inflation beitragen könnte.

Für Munich Re können sich überdurchschnittlich hohe Inflationsraten insbesondere negativ auf die Schadenreserveposition auswirken. Die Berücksichtigung der erwarteten Inflation halten wir allerdings sowohl über die genutzten aktuariellen Standardverfahren, die Inflationseffekte enthalten, als auch über die konservative Reservierungspraxis für angemessen. Dennoch besteht das Risiko, dass die Inflation über das prognostizierte Maß ansteigt und länger als erwartet erhöht bleibt und damit einen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Finanz- und Ertragslage von Munich Re hat. Obwohl sich Munich Re gegen eine beschleunigte Inflation schützt, indem sie inflationsgebundene Anleihen und andere inflationsanfällige Vermögenswerte wie Immobilien, Rohstoffe und Infrastruktur hält, könnten diese Maßnahmen nicht ausreichen, um die Auswirkungen der Inflation vollständig zu mitigieren. Der mit der höheren Inflation verbundene starke Zinsanstieg im Euroraum wiederum entlastet Lebensversicherungsgesellschaften mit garantierten Mindestverzinsungen deutlich. Zwar könnten die Stornierungen ansteigen, sobald die Zinsen signifikant über den Garantiezins steigen. Gleichzeitig ist eine solche Entwicklung allerdings bei den Lebensversicherungsgesellschaften von Munich Re insgesamt bislang nicht festzustellen. Bisher überwiegt sowohl der positive Effekt für die Ertragskraft als auch die Solvenzquote der Lebensversicherungsgesellschaften deutlich.

In diesem Umfeld ist auch das generelle Insolvenzrisiko erhöht und Risiken im Immobilien- und Bankensektor könnten verstärkt werden. Die erhöhten Zinsen verschlechtern außerdem die Refinanzierungskosten von Staaten und erfordern eine Budgetkonsolidierung. Gefallene Realeinkommen, der geringere Verteilungsspielraum und die geplante Transformation der Wirtschaft können zu sozialen Verwerfungen führen, zu vermehrter Protest- und Streikaktivität und zu politischer Instabilität. Dies dürfte sich auch in anstehenden Wahlen niederschlagen und damit das Risiko plötzlicher Politikwechsel und das von politischen Blockaden erhöhen. Bei den US-Wahlen könnte eine verstärkt isolationistische und protektionistische Wirtschaftspolitik die Folge sein.

Geopolitische Risiken schätzen wir für den Planungszeitraum als sehr relevant ein. Zusätzlich zum Krieg in der Ukraine, der mit unverminderter Intensität geführt wird, und den geopolitischen Machtverschiebungen, in deren Zentrum China steht, war das Jahr 2023 von einer weiteren Zunahme geopolitscher Krisen gekennzeichnet. Hierzu gehörten unter anderem die Kampfhandlungen bzw. versuchten und erfolgreichen Staatsstreiche in Afrika südlich der

Sahara (Sudan bzw. Niger, Sierra Leone, Gabun, Burkina Faso), die Einnahme Bergkarabachs durch Aserbaidschan, die Spannungen an der kosovarisch-serbischen Grenze und vor allem der Überfall der Hamas auf Israel. Munich Re beobachtet die Entwicklungen sehr genau und analysiert die Risiken, die in Regionen mit substanziellen Exponierungen bestehen.

Wir haben detaillierte Untersuchungen zu Schadenpotenzialen in verschiedenen Kriegsszenarien durchgeführt (insbesondere China/Taiwan, Russland/Baltikum sowie eine nukleare Eskalation des Russland-Ukraine-Kriegs); der Fokus lag hier auf direkten Deckungen gegen Krieg. Mögliche indirekte Folge- und Kollateralschäden sowie Kapitalmarktimplikationen halten wir für hochgradig annahmebasiert. Das Ergebnis der Untersuchungen zeigt, dass die direkten Exponierungen beherrschbar sind und keine Anpassung der Risikostrategie erfordern. Die indirekten Folgen, insbesondere über Kapitalmarktverwerfungen, könnten dagegen erheblich sein und die direkten Schäden übertreffen; diese sind allerdings von hoher Unsicherheit gekennzeichnet und erlauben daher nur sehr bedingt präventive Maßnahmen oder Handlungsempfehlungen.

Global tätige Unternehmen wie Munich Re sehen sich national wie international verstärktem fiskalischem Druck sowie einer erhöhten Prüfungsintensität ausgesetzt. Dieser Trend wird sich angesichts der Fokussierung der Politik auf die angemessene Besteuerung international tätiger Unternehmen sowie der ab dem 1. Januar 2024 in der EU geltenden globalen Mindestbesteuerung noch weiter verstärken.

Klimawandel

In Bezug auf die Umwelt stellt der Klimawandel als ein Emerging Risk das zentrale Nachhaltigkeitsrisiko dar. Klimabezogene Risiken treten in Form von physischen und Transitionsrisiken auf, wobei zwischen beiden Risikoarten Interdependenzen bestehen. Physische Risiken ergeben sich aus der zunehmenden Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse (Wirbelstürme, Waldbrände, schwere konvektive Stürme, Überschwemmungen usw.) und chronischen Veränderungen wie dem Anstieg des Meeresspiegels. Transitionsrisiken ergeben sich insbesondere infolge politischer und wirtschaftlicher Maßnahmen zur Umstellung auf eine kohlenstoffärmere Wirtschaft oder Reaktionen auf sich verändernde Lebensbedingungen in bestimmten Regionen. Beide Risikoarten wirken nicht nur mittelund langfristig, sondern können auch kurzfristige, disruptive Konsequenzen haben. Die Bewertung der Auswirkungen auf die Exponierungen von Munich Re ist für längere Zeithorizonte mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet. Dies ist dadurch begründet, dass der Transitionspfad und seine Wechselwirkungen mit anderen Emerging Risks unsicher ist, ebenso wie die daraus resultierenden Auswirkungen auf die bekannten Risikotreiber wie zum Beispiel das Prämien- und Reserveänderungsrisiko oder Aktienkursveränderungen, Zinsen oder Währungen bei den Kapitalanlagen. Wir befassen uns intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Gruppe. Daher haben wir bilanzübergreifende Szenarioanalysen durchgeführt,

um abzuschätzen, wie widerstandsfähig das Unternehmen im Falle verschiedener Klimawandelszenarien ist, und um konkrete Handlungsbedarfe abzuleiten.

Infolge der Szenarioanalysen haben wir etwaige Risiken durch Klimaklagen (das heißt Gerichtsverfahren zum Klimawandel) näher untersucht. Dabei wurden mögliche Exponierungen von Klagerisiken im Versicherungsportfolio als ein wesentliches Risiko identifiziert. Um diesem Risiko zu begegnen, haben wir eine Reihe von Topic Papers und Best Practices herausgegeben bzw. aktualisiert, die den Underwritern etwa Standardklauseln bereitstellen und über Entwicklungen in der Rechtsprechung informieren; hierzu werden auch entsprechende Schulungen angeboten. Außerdem wurden die Kriterien des Neuproduktprozesses um ESG-Aspekte, zum Beispiel Risiken des Greenwashings, erweitert.

In der Sachversicherung sehen wir kein durch den Klimawandel zusätzlich erzeugtes wesentliches Risiko. Dies liegt in unserer Fähigkeit begründet, Risiko- und Naturgefahrenmodelle regelmäßig anzupassen, um die Auswirkungen des Klimawandels angemessen zu berücksichtigen. Für den größten Teil unseres Zeichnungsportfolios besteht die Möglichkeit, aufgrund der jährlichen Erneuerungen kurzfristig auf negative Entwicklungen zu reagieren und Prämienanpassungen bzw. neue Vertragsbedingungen, wie Limitierungen, auszuhandeln. Ergänzende Informationen, insbesondere zu einem wahrscheinlichen maximalen Verlust im Versicherungsportfolio durch klimabedingte Naturkatastrophen für eine Wiederkehrperiode von 200 Jahren, finden Sie unter > Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung > Versicherung.

Langfristig könnte sich jedoch ein wesentliches strategisches Risiko materialisieren. So könnten in der Zukunft die risikoadäquaten Preise für Versicherungsprodukte die Zahlungsbereitschaft der Kunden übersteigen, sodass es für die Kunden unerschwinglich oder für die Versicherer undurchführbar wird, bestimmte Risiken zu versichern (finanzielle Grenzen der Versicherbarkeit). Munich Re begegnet diesem Risiko, indem wir in der Risikostrategie grundsätzlich auf ein diversifiziertes Versicherungsportfolio achten.

Im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit haben wir uns mit möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Sterblichkeit und Gesundheit der Versicherten in unseren Beständen befasst. Szenarien des Klimawandels beziehen sich auf viel längere Zeiträume als unsere üblichen Szenarien für potenzielle Trendrisiken. Verlässliche quantitative Informationen sind schwer zu ermitteln und hängen stark von unterschiedlichen möglichen Verläufen des Klimawandels ab. Die Auswirkungen hängen neben der Klimaprognose von der demografischen und geografischen Zusammensetzung der Bevölkerung ab. Am meisten gefährdet sind ältere Menschen und untere sozioökonomische Gruppen. Die Zuordnung von Todesfällen, bei denen das Klima eine Mitursache sein könnte, ist dabei allerdings sehr schwierig. Darüber hinaus ist der Bestand der versicherten Bevölkerung unter Umständen geringer von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen als die Gesamtbevölkerung. Die größten potenziellen physischen Risiken für Leben/Gesundheit stellen nach unseren Analysen extreme Hitzeereignisse in den USA bzw. Asien und der anhaltende Anstieg der Durchschnittstemperaturen dar, die letztendlich zu häufigeren Epidemien/Pandemien führen könnten. Auch wenn alle quantitativen Informationen zu diesen Themen mit großen Unsicherheiten verbunden sind, erwarten wir derzeit keine wesentlichen Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Exponierungen.

In Bezug auf die Kapitalanlagen sehen wir bei lang laufenden, illiquiden Kapitalanlagen ein relevantes Risiko. Daher werden im Rahmen der Due-Diligence-Prüfung von alternativen Kapitalanlagen die potenziellen, standortspezifischen Gefährdungen durch den Klimawandel analysiert. Darüber hinaus überwachen und begrenzen wir laufend die Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unserer Kapitalanlagen. Wir halten die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Kapitalanlagen daher insgesamt für kein wesentliches Risiko.

Rechtsrisiken

Gesellschaften von Munich Re sind im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und behördliche Verfahren sowie in Schiedsverfahren in verschiedenen Ländern involviert. Der Ausgang dieser Verfahren sowie etwaiger drohender Verfahren ist nicht bestimmbar oder vorhersagbar. Wir sind jedoch der Ansicht, dass keines der Verfahren wesentliche negative Auswirkungen auf die finanzielle Lage von Munich Re hat. Entsprechende Verfahren werden von den einzelnen Fachbereichen und Einheiten mit gebündelter Expertise begleitet.

Bewertung der Risikosituation

Unsere Leitungsgremien haben im Berichtsjahr in den definierten Prozessen die Risikotoleranz für die wesentlichen Risikokategorien explizit festgelegt und anhand von Kennzahlen beziffert. Die Risikotoleranz haben wir entlang der Gruppenhierarchie festgesetzt, dokumentiert und im Unternehmen kommuniziert. Die Risikoexponierungen wurden 2023 regelmäßig quantifiziert, mit der Risikotoleranz abgeglichen und in den entsprechenden Gremien berichtet bzw. diskutiert.

Mit 267 % liegt die Solvency-II-Bedeckungsquote (ohne Inanspruchnahme von Übergangsmaßnahmen) auf einem sehr komfortablen Niveau oberhalb der kommunizierten optimalen Bandbreite von 175 % bis 220 % der Anforderung. Munich Re ist damit weiterhin sehr solide kapitalisiert. Nach dem Stand der heutigen Erkenntnisse und auf Basis unseres internen Modells würde die Solvency-II-Bedeckungsquote für Munich Re (ohne Inanspruchnahme von Übergangsmaßnahmen) selbst im Fall von größeren Schadenereignissen und negativen Kapitalmarkteffekten mindestens innerhalb oder oberhalb der optimalen Bandbreite liegen. Die Risikosituation von Munich Re halten wir daher für tragfähig und kontrolliert.

Weitere Risikoangaben1

Beitrags- und Schadenrisiko sowie Reserverisiko in der Schaden- und Unfallversicherung

Je nach Versicherungszweig sind unsere Bestände in der Rück- und Erstversicherung in unterschiedlichem Maß Bei-

Schaden- und Kostenbelastung nach Versicherungszweigen

trags- und Schadenrisiken ausgesetzt. Aus den in der folgenden Tabelle dargestellten Schaden- und Schaden-Kosten-Quoten lassen sich Rückschlüsse auf Schwankungsanfälligkeiten in den Versicherungszweigen sowie mögliche wechselseitige Abhängigkeiten ziehen.2 Veränderungen sind sowohl auf Schwankungen der Schadenbelastungen als auch des Marktpreisniveaus für die gewährten Deckungen zurückzuführen.

2023 2022
Schadenquote in %
Rückversicherung
Haftpflicht 89�8 76�9
Unfall 75�9 67�9
Kraftfahrt 94�2 77�8
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 60�5 83�6
Feuer und sonstige Sachversicherung 58�4 65�7
Technische Versicherung 51�6 42�4
Kreditversicherung 57�9 25�1
Sonstige Versicherungszweige 66�1 56�3
ERGO Schaden/Unfall Deutschland 59�1 61�2
ERGO International1 59�3 63�9
Schaden-Kosten-Quote in %
Rückversicherung
Haftpflicht 102�7 89�2
Unfall 89�6 82�1
Kraftfahrt 109�4 94�5
Transport, Luftfahrt, Raumfahrt 79�3 105�4
Feuer und sonstige Sachversicherung 74�0 80�6
Technische Versicherung 72�7 62�7
Kreditversicherung 67�8 35�8
Sonstige Versicherungszweige 79�6 69�7
ERGO Schaden/Unfall Deutschland 88�9 90�3
ERGO International1 90�1 95�5

1 Ohne Lebensversicherungsgeschäft und nach Art der Lebensversicherung betriebenes Krankenversicherungsgeschäft.

Bei der Preiskalkulation zu übernehmender Risiken besteht in den Versicherungszweigen Kraftfahrt, Feuer und sonstige Sachversicherung, Transport sowie in Teilen der Technischen Rückversicherung und von ERGO eine hohe Sensitivität bei

den zugrunde liegenden Annahmen über Naturkatastrophen. In der folgenden Tabelle sind daher die Schaden-Kosten-Quoten in der Rückversicherung Schaden/Unfall mit und ohne Berücksichtigung von Schäden aus Naturkatastrophen dargestellt.

Schaden-Kosten-Quoten in der Rückversicherung Schaden/Unfall der vergangenen 10 Jahre1

% 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014
Mit Naturkatastrophen 85�2 83�2 99�6 105�6 100�2 99�4 114�1 95�7 89�7 92�7
Ohne Naturkatastrophen 76�2 74�5 87�6 101�6 90�2 92�6 92�1 90�2 88�8 89�4

1 Aufgrund der Anwendung von IFRS 4 für Geschäftsjahre vor 2022 sowie der erhöhten Großschadengrenze ab 1. Januar 2023 auf 30 Millionen €�(in Vorjahren 10 Millionen €) sind die in der Tabelle ausgewiesenen Werte nur eingeschränkt vergleichbar.

1 Nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 20�(DRS 20). 2 Weitere Informationen zur Schaden-Kosten-Quote finden Sie unter > Steuerungsinstrumente und strategische finanzielle Ziele sowie im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Segmentangaben > (7) Alternative Leistungskennzahlen.

Insbesondere Großschäden, unter denen wir einzelne Schäden mit einer Schadenhöhe über 30 Millionen € verstehen, sind im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft der Rückversicherung von Relevanz.

Großschäden in der Rückversicherung Schaden/Unfall (netto)1

Mio. € 2023 2022
Großschäden 3�278 3�741
davon:
Schäden aus Naturkatastrophen 2�335 2�118
davon:
Sonstige Kumulschäden 943 1�623

1 Die Angabe ist mit dem Vorjahreswert nur eingeschränkt vergleichbar, da die Großschadengrenze ab 1. Januar 2023 auf 30 Millionen € erhöht wurde (in Vorjahren 10 Millionen €).

Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind wir einem Reserverisiko ausgesetzt, das durch die Unsicherheit einer Besser- oder Schlechterabwicklung besteht. Angaben zu den Schadenansprüchen und Schadenzahlungen im Zeitverlauf befinden sich im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (28) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Eine besondere Sensitivität bezüglich des Reserverisikos besteht bei Verträgen mit langen Abwicklungsdauern. Dies trifft insbesondere auf die Haftpflichtversicherung zu, bei der sich Haftungen mit erheblicher zeitlicher Verzögerung manifestieren können.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Zum 31. Dezember 2023 verteilten sich die im Buchwert der abgegebenen Versicherungsverträge enthaltenen Abrechnungsforderungen in Anlehnung an die Ratingkategorien von Standard & Poor's folgendermaßen:

Rating der Abrechnungsforderungen1

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
AAA 0 0
AA 105 86
A 164 156
BBB und geringer 6 12
Ohne externes Rating 116 278

1 Die Vorjahreszahlen basieren auf IFRS 4.

Von den im Buchwert der abgeschlossenen und abgegebenen Versicherungsverträge enthaltenen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft waren am Bilanzstichtag 644 (646)1 Millionen € länger als 90 Tage fällig. Die durchschnittliche Forderungsausfallquote der vergangenen drei Jahre beläuft sich auf 1,1 (1,4) 1%.

Für weitere Ausführungen zu versicherungstechnischen Risiken (einschließlich biometrischer Risiken, Stornorisiko und Zinsrisiko), Marktrisiken und Ausfallrisiken in der Lebensversicherung verweisen wir auf die Angaben im > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen > (53) Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen. Weiterhin enthält dieser Abschnitt Ausführungen zum Liquiditätsrisiko im Rahmen der Fälligkeitsanalysen der vertraglichen Nettozahlungsströme und Angaben zu den auf Anforderung zu zahlenden Beträgen.

1 Der Vorjahreswert basiert auf IFRS 4.

Chancenbericht

Durch unser integriertes Geschäftsmodell, starke Kapitalisierung, Innovationsstärke, hohe Kundenorientierung und unser Branchenwissen sind wir gut aufgestellt, um von sich kontinuierlich wandelnden Märkten und verändertem Kundenverhalten zu profitieren. Mit maßgeschneiderten Lösungen für unsere Kunden erzielen wir profitables Wachstum. Die nachfolgend erläuterten Potenziale für Munich Re beziehen sich grundsätzlich gleichermaßen auf alle Geschäftsbereiche, sofern nicht anderslautend beschrieben.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wir gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft 2024 nur schwach wachsen wird. Straffe Geldpolitik, hohes Preisniveau und geopolitische Unsicherheit dürften das Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. Wir erwarten, dass die Inflation weiter nachlässt, aber im Jahresdurchschnitt 2024 in vielen Ländern immer noch deutlich über den Zielen wichtiger Zentralbanken bleiben wird. Unsere hohe Diversifikation und unsere starke Kapitalisierung begrenzen dabei für uns die Risiken und eröffnen gleichzeitig erweiterte Geschäftsmöglichkeiten, sollten sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln. Ein stärkeres Wirtschaftswachstum in Verbindung mit schneller fallenden Inflationsraten sollte sich positiv auf die Nachfrage nach Versicherungsschutz auswirken und in den meisten Sparten höhere Prämienvolumina nach sich ziehen. Zudem haben durch die Corona-Pandemie viele Rückversicherungs- und Erstversicherungskunden den Bedarf eines erhöhten Risikoschutzes erkannt. So wurde Konsumenten die Notwendigkeit erstklassiger medizinischer Versorgung und Absicherung gegen unvorhersehbare Risiken vor Augen geführt, was zukünftig einen positiven Effekt auf die Nachfrage nach Versicherungsprodukten, insbesondere in der privaten Krankenversicherung, haben könnte.

Die längerfristig erwartete positive wirtschaftliche Dynamik und die geringe Versicherungsdurchdringung in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern bieten Chancen zum profitablen Ausbau und zur weiteren Diversifizierung des Geschäftsportfolios entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Beispiel dafür ist das fokussierte Wachstum der Rückversicherung mittels Serviceleistungen für die Zedenten in aufstrebenden Märkten Asiens, des Mittleren Ostens und Südamerikas.

Vor dem Hintergrund erhöhter Inflationsraten und moderat steigender globaler Rückversicherungskapazität im Jahr 2023 erwarten wir weiterhin eine stabile Preisentwicklung in der weltweiten Sachversicherung mit zahlreichen Chancen für profitables Wachstum, insbesondere für unsere Rückund Industrieversicherungsportfolios.

Digitale Transformation

Durch die Digitalisierung wandeln sich die Märkte in einem immer stärkeren Maße, und ein sich kontinuierlich veränderndes Kundenverhalten erfordert Flexibilität auf der Zugangs-, Deckungs- und Lösungsseite sowie bei den dahinterliegenden internen Strukturen. Die digitale Transformation voranzutreiben ist daher weiterhin eine der strategischen Prioritäten von Munich Re und Teil der Group Ambition 2025.

Wir passen interne Strukturen und Prozesse laufend an, um Komplexität abzubauen, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig Chancen aus der digitalen Transformation zu nutzen. Über die gesamte Wertschöpfungskette und alle Geschäftseinheiten hinweg streben wir einen möglichst hohen Automatisierungsgrad an. Für unsere Kunden und für uns selbst gilt es, die Erwartungen hinsichtlich Qualität, Geschwindigkeit und Sicherheit zu erfüllen und dabei die Effizienz kontinuierlich zu steigern. Dies betrifft nicht nur die klassischen kundenbezogenen Bereiche wie Vertrieb und Vertragsverwaltung sowie Schadenabwicklung, sondern zum Beispiel auch die Digitalisierung unseres Asset Managements. Daneben nutzen wir die Chancen flexibler mobiler Arbeitsmodelle zur Bindung der vorhandenen und zur gezielten Akquise neuer Fachkräfte.

Die steigende Nachfrage nach digitalen Angeboten berücksichtigen wir auch bei unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. So investieren wir zum Beispiel bei ERGO in hohem Maße in die Entwicklung von neuen Technologien, wie zum Beispiel traditionelle und generative KI, Metaverse, Robotics und Sprachassistenten. Dadurch wollen wir unsere Prozesse und Betriebsabläufe effizienter und intelligenter gestalten und somit das Kundenerlebnis verbessern.

Auch in der Rückversicherung spielen diese Technologien, insbesondere die traditionelle und generative KI, eine wichtige Rolle. Hier liegt der Fokus vor allem auf neuen Opportunitäten in der Geschäftssteuerung, beispielsweise eine breitere Informationsbasis für Entscheidungen im Underwriting zur Verfügung zu stellen und damit schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen ("Augmented Underwriting"). Gleichzeitig helfen wir unseren Kunden basierend auf unserer langjährigen Erfahrung mit traditioneller und generativer KI, Herausforderungen bei der Einführung dieser Technologie zu meistern und diese, beispielsweise mithilfe unserer KI-basierten Lösungen, erfolgreich anzuwenden.

Die Entwicklung von innovativen Produkten und Services unterstützen wir durch zahlreiche geschäftsbereichsnahe Initiativen, unsere digitale Infrastruktur sowie unsere Corporate-Venture-Capital-Aktivitäten. Damit können wir unser Geschäftsmodell dauerhaft sichern und – wo nötig und erfolgversprechend – erweitern, um die Wachstumspotenziale der digitalen Welt zu erschließen. In der Erstversicherung treiben wir mit Blick auf hybride Kundenbedürfnisse die Integration verschiedener Produkte und Vertriebskanäle sowie den Ausbau des Direktvertriebs in allen Sparten weiter aktiv voran.

Gesellschaftliche Trends

Die alternde Bevölkerung und auch vielfach sinkende staatliche Leistungen werden in der Lebens- und Gesundheitsversicherung zu steigendem Bedarf an privaten wie betrieblichen Vorsorgeprodukten führen, die wir durch unser breites Angebot im Lebenserstversicherungsbereich adressieren; hierbei spielt die MEAG mit ihrer Kompetenz in Vermögensanlageprodukten eine bedeutende Rolle. Zudem geben uns medizinischer Fortschritt sowie die gestiegene Bedeutung von Prävention im Erstversicherungsbereich vielfältige Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse zu bedienen, Kunden dadurch besser an uns zu binden und damit unser Geschäft auszubauen. In der Lebensrückversicherung bieten wir darüber hinaus integrierte Rückversicherungs- und Finanzlösungen an.

Ökologisch und sozial nachhaltiges Handeln gewinnt für Versicherungsunternehmen immer mehr an Bedeutung. Durch unsere vielfältigen Aktivitäten in diesem Kontext und unsere hohen und verlässlichen ESG-Standards bieten sich Chancen, als attraktiver Partner für Investoren, Kunden und Mitarbeiter wahrgenommen zu werden und zudem gesellschaftliche Erwartungen aufzugreifen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter > Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung.

Klimawandel und Naturkatastrophen

Trotz der globalen Bemühungen gehen wir davon aus, dass der Klimawandel langfristig zu einer Zunahme von wetterbedingten Naturkatastrophen führt; das wachsende Schadenpotenzial erhöht den Bedarf an Erst- und Rückversicherungsprodukten. Unsere Kompetenzen im Umgang mit Naturgefahrenrisiken und Fortschritte in unserem Risikomanagement wie neue hochauflösende Risikomodelle ermöglichen uns, Präventionsmaßnahmen zu unterstützen, wettbewerbsgerechte Preise für die traditionellen Absicherungsprodukte zu kalkulieren sowie neue Lösungen für unsere Erst- und Rückversicherungskunden zu entwickeln und anzubieten.

Bei der Transformation der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität sehen wir erhebliches Geschäftspotenzial. Wir erwarten deutlich steigende globale Investitionen in erneuerbare Energien, um dem Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu entsprechen. Wir verfügen über führendes Engineering- und Risikobewertungs-Knowhow und stehen mit innovativen Risikotransferkonzepten für diesen Investitionsschub bereit. Dies bezieht sich auf viele wesentliche Bereiche der erneuerbaren Energien wie zum Beispiel Stromerzeugung (Solar, Wind, Wasserkraft etc.), -transmission und -speicherung (Batteriespeicher, Pumpspeicher, Wasserstoff).

Erweiterung der Grenzen der Versicherbarkeit

Wir arbeiten mit unseren Kunden daran, in vielerlei Weise die Grenzen der Versicherbarkeit auszudehnen und ihnen neue und erweiterte Risikodeckungen anzubieten. So beschäftigen wir uns unter anderem mit Cyberrisiken; hier bieten wir unseren Kunden diverse Deckungskonzepte für Risiken und Schäden durch schadhafte Produktsoftware oder Cyberattacken sowie Services von Präventionsmaßnahmen bis zur Wiederherstellung von verloren gegangenen Daten an. Daneben entwickeln wir für unsere Kunden ein breites Spektrum an Versicherungsdeckungen für Risiken, von denen viele in einer veränderten Welt stärkeres Gewicht zusätzlich zu den traditionell abgedeckten Gefahren bekommen. Dies beinhaltet zum Beispiel Performancegarantien für alternative Energien und Antriebe, Risiken rund um künstliche Intelligenz und Algorithmen, parametrische Risiken, Flutrisiken und Kreditversicherungen.

Ausblick

Der Ausblick enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unter-

Ausblick 2024

Ausblick Munich Re

Haftung.

nehmensleitung von Munich Re beruhen. Falls diese nicht oder nicht vollständig eintreten, übernehmen wir keine

2024
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Mrd. €
59
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis Rückversicherung Leben/Gesundheit
Mrd. €
1�45
Schaden-Kosten-Quote Rückversicherung Schaden/Unfall
%
82
Schaden-Kosten-Quote ERGO Schaden/Unfall Deutschland
%
87
Schaden-Kosten-Quote ERGO International
%
90
Kapitalanlagerendite
%
mehr als 2�8
Konzernergebnis
Mrd. €
5�0
Economic Earnings
Mrd. €
mehr als 5�0

Alle Prognosen und Ziele stehen unter erhöhter Unsicherheit angesichts der fragilen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen und der volatilen Kapitalmärkte. Zudem sind die Prognosen wie immer vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen gravierender Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte.

Munich Re

Für 2024 erwarten wir für den Konzern einen gegenüber 2023 leicht steigenden Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (Versicherungsumsatz) von rund 59 Milliarden €.

Bei den Kapitalanlagen gehen wir gegenüber 2023 von einer deutlich gesteigerten jährlichen Verzinsung von mehr als 2,8 % aus.

Das Ziel für unser Konzernergebnis 2024 liegt bei rund 5,0 Milliarden € und damit deutlich über dem Ergebnis 2023. Die Prognosen verstehen sich vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Veränderung von Schadenrückstellungen. Auch die Gewinn- und Verlustauswirkungen von gravierenden Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikante Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und andere außergewöhnliche Effekte bergen Prognoserisiken.

Für 2024 gehen wir davon aus, dass die Economic Earnings oberhalb des IFRS-Konzernergebnisses von 5,0 Milliarden € liegen. Zwischen dem IFRS-Konzernergebnis und den Economic Earnings verbleiben weiterhin Unterschiede, trotz der methodischen Annährung dieser beiden Erfolgsgrößen durch die Einführung der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17. Dies betrifft insbesondere die Zeitpunkte der Gewinnvereinnahmung sowie die unterschiedliche Wirkung von Kapitalmarkteffekten. Der Prognose der Economic Earnings liegt die Annahme stabiler

Rahmenbedingungen und Kapitalmärkte, unveränderter Modellierungs-Parameter und eines normalen Großschadenaufkommens zugrunde. Abweichungen von diesen Annahmen können sich auf die Economic Earnings anders auswirken als in der IFRS-Rechnungslegung. Erläuterungen zu unserem Steuerungsinstrument Economic Earnings finden Sie unter > Steuerungsinstrumente und strategische finanzielle Ziele.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung soll die Dividende 15,00 € pro Aktie betragen. Dies entspricht einer gesamten Ausschüttung von 2,0 Milliarden €.

Rückversicherung

Für das Geschäftsfeld Rückversicherung wird für 2024 ein gegenüber 2023 leicht steigender Versicherungsumsatz von rund 39 Milliarden € erwartet. Wechselkurseffekte können einen erheblichen Einfluss auf diese Schätzung haben. Das Konzernergebnis der Rückversicherung soll rund 4,2 Milliarden € betragen.

In der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung gehen wir von einem versicherungstechnischen Gesamtergebnis von rund 1,45 Milliarden € aus. Dieses versicherungstechnische Gesamtergebnis beinhaltet das versicherungstechnische Ergebnis und das Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten.

Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallrückversicherung soll bei rund 82 % liegen. Die Quote bezieht sich dabei auf den Versicherungsumsatz (netto).

Die Preise entwickelten sich insgesamt stabil und konnten die teilweise gestiegenen Schadeneinschätzungen, bedingt vor allem durch Inflation oder andere Schadentrends, größtenteils mehr als kompensieren. Auch eine Erhöhung der Erstversicherungspreise ist in vielen Märkten zu verzeichnen. Insgesamt konnte das hohe Preisniveau für das Portfolio von Munich Re mit einem Anstieg um 0,3 % gehalten werden. Die ökonomische Profitabilität wurde aufgrund des erhöhten Zinsniveaus positiv beeinflusst.

Zum 1. Januar 2024 standen rund zwei Drittel des Nichtlebens-Rückversicherungsvertragsgeschäfts mit den Schwerpunkten Europa, USA und globales Geschäft zur Erneuerung an. Das entspricht einem Prämienvolumen von 15,2 Milliarden €. Das gezeichnete Prämienvolumen stieg um 3,5 % auf rund 15,7 Milliarden €. Dank unserer guten Kundenbeziehungen und unseres gefragten Knowhows konnten wir in allen Regionen und Sparten attraktive Geschäftsmöglichkeiten realisieren. Diese boten sich sowohl im Ausbau bestehender Kundenbeziehungen als auch im Neugeschäft. Gleichzeitig waren wir auch bereit, Geschäft, das nicht unseren Vorstellungen in Preisen oder Bedingungen entspricht, aufzugeben.

In den Erneuerungsrunden zum 1. April 2024 (vor allem Japan und Indien) sowie zum 1. Juli 2024 (Teile der Portfolios in den USA, Australien und Lateinamerika) wird ein Prämienvolumen aus dem Rückversicherungsvertragsgeschäft von rund 6,5 Milliarden € neu verhandelt. Munich Re erwartet, dass die zuletzt gesehenen Preissteigerungen und Verbesserungen in den Vertragsbedingungen auch in diesen Erneuerungen gehalten werden.

ERGO

Für das Geschäftsfeld ERGO erwarten wir 2024 einen stabilen Versicherungsumsatz von rund 20 Milliarden €. Das Konzernergebnis 2024 soll mit rund 0,8 Milliarden € deutlich über 2023 liegen.

Im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland wollen wir eine Schaden-Kosten-Quote von rund 87 % erreichen, im Segment ERGO International soll die Schaden-Kosten-Quote bei rund 90 % liegen. Beide Prognosen basieren auf der Annahme einer normalen Großschadenbelastung. Wie auch in der Schaden- und Unfallrückversicherung bezieht sich die Quote auf den Versicherungsumsatz (netto).

Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB)

Auch für das Berichtsjahr 2023 hat Munich Re von dem Wahlrecht zur zusammengefassten Lageberichterstattung gemäß § 315 Abs. 5 Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Ergänzend zur Berichterstattung über Munich Re erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Münchener Rück AG.

Der Jahresabschluss der Münchener Rück AG wird nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss folgt demgegenüber den International Financial Reporting Standards (IFRS). Daraus ergeben sich verschiedene Abweichungen bei den Bilanzierungsund Bewertungsmethoden. Diese betreffen vor allem immaterielle Vermögensgegenstände, Kapitalanlagen, Finanzinstrumente, einzelne versicherungstechnische Aktiva und Passiva sowie latente Steuern.

Rahmenbedingungen und wesentliche Einflussfaktoren

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen der Münchener Rück AG stimmen im Wesentlichen mit denen des Konzerns überein. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter > Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 der Münchener Rück AG war erneut geprägt von einem insgesamt erfreulichen operativen Geschäftsverlauf. Die Großschadenbelastung fiel niedriger aus als im Vorjahr, wurde aber durch erhebliche Belastungen durch das verheerende Erdbeben im Februar in der Türkei beeinflusst. Im Berichtsjahr ereigneten sich zwar höhere Schäden aus Naturkatastrophen, dagegen verringerten sich die von Menschen verursachten Großschäden deutlich. Profitables Geschäftswachstum trug ebenfalls zum positiven Ergebnis bei.

Dagegen fiel die Auflösung von Schadenrückstellungen für frühere Anfalljahre, die wir im Zuge der Überprüfung unserer Reservierungssituation vornehmen konnten, niedriger als im Vorjahr aus. Insgesamt verringerte sich das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung.

Das handelsrechtliche Ergebnis der Münchener Rück AG entwickelte sich wie folgt:

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Münchener Rück AG

2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € %
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 25�742 24�513 5�0
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 235 360 –34�7
Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 0 –18
Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung –18�674 –17�540 –6�5
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen 474 333 42�5
Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene
Rechnung –1 –1 38�6
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung –6�289 –6�063 –3�7
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung –29 –36 19�2
Zwischensumme 1�459 1�549 –5�8
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 252 250 0�7
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 1�711 1�799 –4�9
Erträge aus Kapitalanlagen 5�257 6�188 –15�0
Aufwendungen für Kapitalanlagen –2�266 –5�981 62�1
Technischer Zinsertrag –263 –395 33�4
Sonstige Erträge 955 1�907 –49�9
Sonstige Aufwendungen –1�093 –2�171 49�7
Nicht versicherungstechnisches Ergebnis 2�590 –453
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4�301 1�347 219�4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern –360 –251 –43�3
Jahresüberschuss 3�941 1�095 259�9
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13 0
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0 500
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen –1�943 0
Bilanzgewinn 2�011 1�596 26�0

Versicherungstechnisches Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2023 zeichnete die Münchener Rück AG Bruttobeiträge von 32.018 (31.550) Millionen €. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % resultiert vor allem aus Neugeschäft und dem Ausbau von Bestandsgeschäft. Gegenläufig wirkte die Wechselkursentwicklung des Euro gegenüber anderen Währungen.

In der Lebens- und Krankenrückversicherung erwirtschafteten wir im Berichtsjahr ein niedrigeres Bruttobeitragsvolumen: Die Bruttobeiträge reduzierten sich um 7,1% auf 8.254 (8.885) Millionen €. Bei unveränderten Wechselkursen wären unsere Beitragseinnahmen in der Lebens- und Krankenrückversicherung um 2,9% gesunken.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung verzeichneten wir im Berichtsjahr hingegen einen Zuwachs der Bruttobeitragseinnahmen um 4,9% auf 23.764 (22.665) Millionen €. Das Wachstum resultiert aus Neugeschäft und dem Geschäftsausbau über viele Sparten und Regionen hinweg. Bei unveränderten Wechselkursen hätte sich das Beitragsvolumen um 8,4% erhöht.

Bei der Erneuerung der Rückversicherungsverträge nutzte Munich Re Wachstumschancen erfolgreich, insbesondere im Bereich nicht-proportionaler Naturkatastrophendeckungen angesichts des attraktiven Ratenniveaus. Die Preise und Bedingungen entwickelten sich in den Teilmärkten insgesamt positiv, wobei der Trend unterschiedlich stark ausgeprägt war, abhängig von Schadenerfahrung, zukünftiger Schadenerwartung und Marktsituation. So stiegen die Preise für Versicherungsschutz in Regionen und Sparten mit hoher Schadenerfahrung teilweise deutlich. Dagegen verzeichneten die Preise eher geringere Steigerungen in Regionen und Sparten mit niedrigen Schäden. Munich Re trägt dieser Heterogenität in der Preisentwicklung Rechnung und hat gezielt Geschäft aufgegeben, das nicht mehr den Risiko-/Renditeerwartungen entsprach. Insgesamt stieg das Preisniveau für das Portfolio von Munich Re um rund 3,1%. Generell halten wir an unserer profitabilitätsorientierten Zeichnungspolitik fest.

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung liegt im Berichtsjahr mit 1.459 Millionen € leicht unter Vorjahresniveau. Diese Verringerung resultiert im Wesentlichen aus der turnusgemäßen Überprüfung der Rückstellungen für das Gesamtjahr aufgrund einer im Ausmaß niedrigeren Auflösung der Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren. Über die Jahre betrachtet blieb das Sicherheitsniveau der Rückstellungen jedoch unverändert hoch. Gegenläufig wirkte eine in Summe niedrigere Großschadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr, das von wesentlich höheren Belastungen aus Naturkatastrophen betroffen war.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden nach Retrozession und vor Steuern lag mit 2.724 Millionen € unter dem Niveau des Vorjahres sowie leicht unter unserem erwarteten Wert von 14%. Auch im Geschäftsjahr 2023 ereignete sich eine Vielzahl von Großschäden, wobei das mit Abstand größte Schadenereignis des Jahres das verheerende Erdbeben in der Türkei mit einem erwarteten Schaden von rund 550 Millionen € war.

Aufgrund weiterer großer Schadenereignisse, wie beispielsweise Hurrikan Otis, der im Oktober 2023 in Mexiko wütete, fiel die Summe der Schäden aus Naturkatastrophen mit 1.973 Millionen € höher aus als im Vorjahr. Bezogen auf die verdienten Nettobeiträge machten sie 9,8 Prozentpunkte der Schadenquote aus.

Die von Menschen verursachten Großschäden betrugen im Berichtsjahr 750 Millionen € in der Schaden- und Unfallrückversicherung und verringerten sich stark im Vergleich zum Vorjahr. Das entspricht 3,7 Prozentpunkten der verdienten Nettobeiträge.

Die Schaden-Kosten-Quote, die das Verhältnis der Summe zwischen Schaden- und Kostenaufwendungen zu den verdienten Nettobeiträgen ausdrückt, beträgt insgesamt 96,4 (93,7) %, hauptsächlich bedingt durch die genannten Effekte.

Entwicklung der Versicherungszweige

Leben

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 7�301 7�816 –6�6
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € 758 376 101�6

In der Lebensrückversicherung konnte der Rückgang der Beitragseinnahmen bei gruppeninternen Retrozessionen mit Erstversicherungstöchtern zum Teil durch neue Verträge im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten kompensiert werden. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Reserveanpassungen vor allem in Kanada.

Kranken

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 953 1�068 –10�8
Schaden-Kosten
Quote % 90�6 97�2
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € 80 30 166�7

In der Krankenrückversicherung konnte der Rückgang der Beitragseinnahmen durch die Beendigung von Rückversicherungsverträgen im Wesentlichen in Asien zum Teil

durch Geschäftswachstum vor allem in Kanada kompensiert werden. Die Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses beruhte ebenfalls im Wesentlichen auf der positiven Geschäftsentwicklung in Kanada.

Unfall

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 400 402 –0�5
Schaden-Kosten
Quote % 82�3 74�9
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € 83 97 –14�4

In der Unfallrückversicherung waren die Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer gestiegenen Schaden-Kosten Quote.

Haftpflicht

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 3�832 4�317 –11�2
Schaden-Kosten
Quote % 126�6 110�4
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € –950 –416 –128�4

In der Haftpflichtrückversicherung sind im Berichtsjahr die Beitragseinnahmen vor allem aufgrund von Anteilsreduzierungen und Aufgabe von unprofitablem Geschäft gesunken. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer stark gestiegenen Schadenquote.

Kraftfahrt

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 4�537 4�461 1�7
Schaden-Kosten
Quote % 115�0 95�7
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € –398 105

In der Kraftfahrtrückversicherung haben sich die Beiträge im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund von Neugeschäft leicht erhöht. Nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn erzielt wurde, ist das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung im Berichtsjahr negativ. Das ist im Wesentlichen durch eine gegenüber dem Vorjahr bedeutend höhere Schadenbelastung bedingt.

Transport
2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 638 577 10�6
Schaden-Kosten
Quote % 84�1 133�1
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € 75 –162

In der Transportrückversicherung konnten die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr aufgrund von Neugeschäft ausgeweitet werden. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung ist wieder positiv. Das Vorjahr war insbesondere durch die Folgen des Krieges in der Ukraine stark belastet.

Luftfahrt

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 722 703 2�7
Schaden-Kosten
Quote % 107�0 155�7
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € –49 –367 86�6

Die Beitragseinnahmen in der Luftfahrtrückversicherung, welche die Geschäftsbereiche Luft- und Raumfahrt umfasst, sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung hat sich im Berichtsjahr stark verbessert. Das Vorjahr war aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine stark belastet.

Feuer

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 3�390 3�041 11�5
Schaden-Kosten
Quote % 97�7 114�6
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € 59 –383

Die Beitragseinnahmen in der Feuerrückversicherung haben sich im Berichtsjahr vor allem aufgrund von verbesserten Vertragskonditionen erhöht. Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer geringeren Großschadenbelastung stark verbessert.

Technik

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 1�232 1�115 10�5
Schaden-Kosten
Quote % 84�2 71�8
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € 156 262 –40�5

In den Technischen Versicherungen (Maschinen, Montage, Bauleistung, Elektronik und andere) konnte eine Zunahme der Beiträge im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Geschäftsausbau verzeichnet werden. Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich wegen einer im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Schaden-Quote verringert.

Sonstige Zweige

2023 Vorjahr Veränderung
%
Gebuchte
Bruttobeiträge Mio. € 9�013 8�049 12�0
Schaden-Kosten
Quote % 78�3 69�6
Versicherungs
technisches
Ergebnis vor
Schwankungs
rückstellung u.Ä. Mio. € 1�645 2�008 –18�1

Unter Sonstige Zweige subsumieren wir die übrigen Versicherungszweige der Sachversicherung: Einbruchdiebstahl-, Glas-, Hagel- inklusive Agro-, Leitungswasser-, Sonderrisiken-, Sturm-, Tier-, Verbundene Hausrat- und Verbundene

Gebäudeversicherung; außerdem fällt hierunter die Kreditversicherung.

Die Beitragseinnahmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund von Neugeschäft und Geschäftsausbau stark erhöht. Das zusammengefasste versicherungstechnische Ergebnis der Sonstigen Versicherungen vor Schwankungsrückstellung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr, vor allem aufgrund einer gestiegenen Schadenbelastung.

Nicht versicherungstechnisches Ergebnis

Das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich 2023 etwas ab. Hohe Inflation und restriktive Geldpolitik waren die Hauptursachen dafür. Vor allem in Europa ließ die wirtschaftliche Dynamik deutlich nach. Dagegen blieb die USamerikanische Konjunktur überraschend robust, die chinesische Volkswirtschaft wuchs nach dem Wegfall der Pandemierestriktionen stärker als im Vorjahr. Aufgrund niedrigerer Energiepreise fielen die Inflationsraten, waren aber im Jahresdurchschnitt in vielen Ländern noch deutlich höher als im langjährigen Mittel.

Infolge der immer noch erhöhten Inflationsraten strafften wichtige Zentralbanken 2023 ihre Geldpolitik weiter.

Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen der USA und Deutschlands stiegen im Laufe des Jahres 2023 auf ein Mehrjahreshoch. Zunehmende Erwartungen baldiger Zentralbankzinssenkungen trugen jedoch im vierten Quartal zu einem Rückgang der Renditen bei. Ende Dezember standen die US-Renditen wieder ungefähr auf dem Niveau des Jahresbeginns, die deutschen Renditen etwas niedriger.

Die Volatilität an den internationalen Finanzmärkten war im Berichtsjahr insgesamt niedriger als im Vorjahr. Wichtige Aktienmarktindizes wie der US-amerikanische Dow Jones Industrial Average und der EURO STOXX 50 stiegen im Jahresverlauf deutlich an.

Auch an den Währungsmärkten waren die Schwankungen 2023 geringer als im Vorjahr. Ende Dezember waren aus Euro-Sicht der US-Dollar und der kanadische Dollar etwas günstiger. Dagegen verteuerte sich das Pfund Sterling aus Euro-Sicht. Die Jahresdurchschnittswerte gegenüber dem Euro waren jedoch für alle genannten Währungen 2023 niedriger als 2022.

Insgesamt belief sich die Rendite der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG auf Basis von Buchwerten inklusive Depotforderungen im Geschäftsjahr 2023 auf 3,5 (0,3) %.

Ergebnis aus Kapitalanlagen

Mio. € 2023 Vorjahr
Laufende Erträge 2�938 2�342
Zu-/Abschreibungen 193 –1�224
Gewinne/Verluste aus dem
Abgang von Kapitalanlagen 444 166
Sonstige Erträge/Aufwendungen –584 –1�077
Gesamt 2�991 206

Die deutliche Erhöhung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen im Berichtsjahr ist insbesondere auf das Ausbleiben von gegenläufigen Einmaleffekten zurückzuführen. So fielen im Vorjahr insbesondere zinsbedingt hohe Abschreibungen sowie eine deutliche Zuführung zur Drohverlustrückstellung

Finanzlage

Bilanzstruktur der Münchener Rück AG

für derivative Finanzinstrumente an. Zudem konnten wir im Berichtsjahr höhere laufende Erträge vereinnahmen.

Jahresüberschuss

Die Münchener Rück AG erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 3.941 (1.095) Millionen €. Der Jahresüberschuss hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr signifikant erhöht, was neben dem erfreulichen operativen Geschäftsverlauf insbesondere auf ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis aus Kapitalanlagen zurückzuführen ist.

Die Erhöhung des Steueraufwands im Vergleich zum Vorjahr ist auf die höhere Steuerbelastung für das laufende Jahr im deutschen Stammhaus sowie in den Betriebsstätten zurückzuführen.

Mio. € 2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € %
Immaterielle Vermögensgegenstände 104 119 –12�4
Kapitalanlagen 86�449 82�108 5�3
Forderungen 21�774 22�968 –5�2
Sonstige Vermögensgegenstände 1�117 1�223 –8�7
Rechnungsabgrenzungsposten 446 324 37�7
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 158 146 8�2
Summe der Aktiva 110�049 106�889 3�0
Eigenkapital 15�288 13�975 9�4
Nachrangige Verbindlichkeiten 4�632 4�671 –0�8
Versicherungstechnische Rückstellungen 72�409 70�011 3�4
Andere Rückstellungen 2�858 2�920 –2�1
Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 2�578 2�851 –9�6
Andere Verbindlichkeiten 12�267 12�441 –1�4
Rechnungsabgrenzungsposten 17 21 –15�4
Summe der Passiva 110�049 106�889 3�0

Die Münchener Rück AG erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen nach HGB ermittelten Bilanzgewinn von 2.011 (1.596) Millionen €. Einschließlich dieses Bilanzgewinns betrugen ihre Gewinnrücklagen zum Bilanzstichtag 7.864 (6.552) Millionen €, wovon 150 (177) Millionen € einer Ausschüttungssperre unterliegen. Als ausschüttungsfähige Mittel ergeben sich somit 7.714 (6.375) Millionen €.

Das nach HGB ermittelte Eigenkapital der Münchener Rück AG wird durch die Schwankungsrückstellung in Höhe von 7.395 (7.671) Millionen € vor dem Verlustrisiko aus einer zufälligen Schadenhäufung geschützt. Auf der Basis unserer nach allen Rechenmethoden robusten Kapitalausstattung wollen wir für das Geschäftsjahr 2023 vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung unseren Aktionären aus dem Bilanzgewinn der Münchener Rück AG eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Dividende in Höhe von 15,00 € je Aktie bzw. insgesamt 2.011 Millionen € ausschütten.

Der Buchwert der Kapitalanlagen der Münchener Rück AG (ohne Depotforderungen) erhöhte sich auf 77.053 (72.753) Millionen €.

Die von uns gehaltenen festverzinslichen Wertpapiere waren am 31. Dezember 2023 zu 87 % mit A oder besser eingestuft. Insgesamt besaßen am Stichtag 97 % unserer festverzinslichen Wertpapiere ein Investment-Grade-Rating.

Eigenkapital1

Mio. € 2023 Vorjahr
Ausgegebenes Kapital 580 577
Kapitalrücklage 6�845 6�845
Gewinnrücklagen 5�853 4�957
Bilanzgewinn 2�011 1�596
Eigenkapital 15�288 13�975

1 Angaben zu § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG finden Sie im Geschäftsbericht 2023 der Münchener Rück AG unter Anhangnummer 6.

Dividenden und Aktienrückkäufe der Münchener Rück AG sind nach deutschem Handels- und Gesellschaftsrecht nur aus Gewinnen und Gewinnrücklagen zu finanzieren. Neben den aktuell im laufenden Jahr anfallenden Aufwendungen und Erträgen spielen für das Niveau der Jahresabschlüsse

die Veränderungen der Schwankungsrückstellung eine wesentliche Rolle.

Die Schwankungsrückstellung wird für einzelne Versicherungszweige der Schaden- und Unfallversicherung gebildet. Sie dient dem Risikoausgleich erheblicher Schwankungen im Schadenverlauf über mehrere Jahre. Ihr Ansatz und ihre Bewertung folgen gesetzlichen Grundlagen.

Wenn in einem Geschäftsjahr die Schadenquoten in einzelnen Sparten deutlich über dem langjährigen, für die meisten Sparten 15-jährigen Durchschnitt liegen, wird die Schwankungsrückstellung reduziert und somit der überdurchschnittliche Schadenaufwand weitgehend ausgeglichen. Nach heutigen Berechnungen ist zu erwarten, dass bei normalem Schadenaufwand im Geschäftsjahr 2024 mit einer moderaten Zuführung zu rechnen ist.

Der Soll- bzw. Höchstbetrag der Schwankungsrückstellung, der im Wesentlichen auf Basis der verdienten Beiträge sowie der Standardabweichung der Schadenquote des jeweiligen Versicherungszweigs berechnet wird, bestimmt die Höhe der jährlichen erfolgsunabhängigen Zuführung zur Schwankungsrückstellung. Hinzu kommt die erfolgsabhängige Veränderung der Schwankungsrückstellung, wobei in Jahren mit Unterschäden bzw. gutem Geschäftsverlauf Beträge zugeführt und in Jahren mit Überschäden bzw. schlechtem Geschäftsverlauf Beträge entnommen werden.

Der Bilanzposten Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 um 252 Millionen € auf 8.060 (8.313) Millionen €. Aufgrund von positiven Ergebnissen mussten der Schwankungsrückstellung zum Teil deutliche Beträge zugeführt werden, insbesondere in den Versicherungszweigen Feuer 338 (−462) Millionen €, in Kredit 197 (221) Millionen € und in Transport 25 (−189) Millionen €.

Aufgrund von negativen Ergebnissen wurden der Schwankungsrückstellung in Kraftfahrt −270 (−234) Millionen €, in Haftpflicht −237 (381) Millionen € und in Luftfahrt −46 (44) Millionen € entnommen.

Zudem wurde aufgrund des gesunkenen Höchstbetrags die Schwankungsrückstellung in Unfall um −284 (−35) Millionen € reduziert.

Dadurch, dass in den Versicherungszweigen Technik sowie Sonstige Zweige seit dem Berichtsjahr 2021 keine gesonderten Gewinn- und Verlustrechnungen mehr aufgestellt werden, wird seitdem keine Schwankungsrückstellung mehr in diesen Versicherungszweigen gestellt.

Die Sollbeträge der Schwankungsrückstellung sind im Versicherungszweig Unfall zu 100 % und in den Versicherungszweigen Haftpflicht, Kraftfahrt und Kredit zu mehr als 50 % erreicht.

Liquidität

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit stellen detaillierte Liquiditätsplanungen sicher. Allgemein generiert die Münchener Rück AG signifikante Liquidität aus ihren Prämieneinnahmen, laufenden Kapitalanlageerträgen und aus Fälligkeiten von Investments. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Bonität und Fungibilität unserer Kapitalanlagen. Mit Blick auf die Fälligkeitenstruktur der ausstehenden Anleihen und der in Anspruch genommenen, im Umfang ohnehin relativ unbedeutenden Kreditfazilitäten besteht kein Refinanzierungsbedarf.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB für das Geschäftsjahr 2023

Die Münchener Rück AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB abgegeben. Die Erklärungen sind zusammengefasst und befinden sich im Kapitel Corporate Governance. Gemäß § 317 Abs. 2 S. 6 HGB ist die Prüfung der Angaben durch den Abschlussprüfer darauf zu beschränken, ob diese gemacht wurden. Die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung ist zu finden auf der Internetseite von Munich Re unter www.munichre.com/cg-de.

Weitere Erläuterungen

Risiken und Chancen

Die Geschäftsentwicklung der Münchener Rück AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die Geschäftsentwicklung des im Konzernabschluss dargestellten Geschäftsfelds Rückversicherung. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Münchener Rück AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Münchener Rück AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem der Gruppe eingebunden. Nähere Informationen finden Sie im > Risikobericht und im > Chancenbericht.

Vergütungsbericht der Münchener Rück AG

Die Grundsätze zur Struktur und Ausgestaltung des Vergütungssystems der Münchener Rück AG entsprechen denen der Gruppe. Nähere Informationen finden Sie im Vergütungsbericht unter www.munichre.com/vorstand.

Sonstige Angaben

Bei der Münchener Rück AG waren zum 31. Dezember 2023 4.716 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Münchener Rück AG unterhält Zweigniederlassungen in Australien, China, Frankreich, Indien, Italien, Japan,

Kanada, Malaysia, Neuseeland, Singapur, Spanien, Südkorea und im Vereinigten Königreich.

Ausblick

Die Prognosen der Münchener Rück AG über die zukünftige Geschäftsentwicklung unterliegen im Wesentlichen den gleichen Einflüssen wie die im Konzernabschluss dargestellten Segmente Rückversicherung Leben/Gesundheit und Rückversicherung Schaden/Unfall. Sie finden diese Informationen im Ausblick 2024.

Vor diesem Hintergrund sollte die Münchener Rück AG im Geschäftsjahr 2024 Bruttobeiträge von rund 33 Milliarden € erwirtschaften – bei der Annahme konstanter Wechselkurse. Die Schaden-Kosten-Quote erwarten wir in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres. Eine verlässliche Vorhersage ist nicht zuletzt wegen der offenkundigen Schwankungen im Anfall von Großschäden nur bedingt möglich. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir bei einem durchschnittlichen Schadenverlauf mit einem versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung, das sich etwas über dem Niveau des Berichtsjahres bewegen dürfte.

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen der Münchener Rück AG dürfte sich im Geschäftsjahr 2024 erneut positiv entwickeln. Zwar erwarten wir geringere Abgangsgewinne, jedoch gehen wir im kommenden Jahr von deutlich höheren Erträgen aus verbundenen Unternehmen aus.

Insgesamt gehen wir nach derzeitigem Stand davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2024 ein HGB-Ergebnis erreichen werden, welches das bereits hohe Niveau des Berichtsjahres noch übersteigen dürfte.

115 Corporate Governance

Bericht des Aufsichtsrats 117
Erklärung zur Unternehmensführung 124
Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder und deren Mitgliedschaften in
gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien 126
Zusammensetzung der Ausschüsse des Vorstands 127
Untergremien der Vorstandsausschüsse 128
Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Mitgliedschaften in gesetzlich
zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien 130
Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats 132
Qualifikationsmatrix der Aufsichtsratsmitglieder 138

Dr. Nikolaus von Bomhard Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahr. Die Teilnahme der Mitglieder an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei einer Quote von 99,5% (die Übersicht zur Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen finden Sie am Ende des Berichts des Aufsichtsrats und unter www.munichre.com/aufsichtsrat). Die Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse fanden überwiegend in Präsenz statt. Einzelne Sitzungen wurden auch virtuell per Videokonferenz oder als Hybridsitzungen abgehalten, das heißt mit Teilnehmern vor Ort und per Videokonferenz.

Wir haben den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG waren zu keinem Zeitpunkt erforderlich.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Vorstand bezog uns in alle wichtigen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen rechtzeitig und unmittelbar ein. In den Sitzungen diskutierten wir ausführlich die Berichte des Vorstands. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war in jeder Hinsicht geprägt von zielgerichtetem und verantwortungsvollem Handeln zur erfolgreichen Entwicklung von Munich Re. Der Vorstand hat seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich vollumfänglich erfüllt.

Außerhalb der Sitzungen unterrichtete uns der Vorstand zeitnah und umfassend über wichtige Ereignisse im Konzern. Zur Vorbereitung der Sitzungen fanden zudem regelmäßig separate Gespräche der Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer mit dem Vorstandsvorsitzenden Joachim Wenning statt. Zusätzlich tauschten sich im Juli die Arbeitnehmervertreter mit dem Arbeitsdirektor Achim Kassow aus.

Zwischen den Sitzungen führte ich regelmäßig Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden. Dabei erörterten wir unter anderem Fragen der strategischen Ausrichtung, der Nachfolgeplanung, des Risikomanagements und der Compliance sowie die aktuelle Geschäftslage und die Auswirkungen der geopolitischen Krisen auf Munich Re. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses stand Maximilian Zimmerer auch außerhalb der Sitzungen in regem Kontakt mit dem Chief Financial Officer Christoph Jurecka.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Im Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt. Die Sitzung am 22. Februar 2023 wurde per Videokonferenz, die weiteren Sitzungen in Präsenz abgehalten. Regelmäßig erörterten wir mit dem Vorstand den Geschäftsverlauf sowie aktuelle Themen. Hierbei gingen wir intensiv auf strategische Überlegungen des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern ein. Der Vorstand berichtete uns regelmäßig über die Kapitalanlagen des Unternehmens. Dabei wurden die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte sowie deren Auswirkung auf die Vermögensund Ertragslage des Unternehmens eingehend thematisiert. Wir haben den Vorstand außerdem

in für die Zukunftsausrichtung des Unternehmens wichtigen Belangen, im letzten Jahr insbesondere zu den Innovations- und Wachstumsstrategien, beraten. Über die genannten Sachverhalte hinaus befassten wir uns 2023 in den einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit folgenden konkreten Themen:

Am 22. Februar setzten wir uns mit den vorläufigen Zahlen zum Jahres- und Konzernabschluss 2022 sowie dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns auseinander. Wir erörterten und beschlossen die Bewertung des Jahresbonus 2022 sowie des Mehrjahresbonus 2019 bis 2022 und die entsprechenden Bonuszahlungen an den Vorstand. In dieser Sitzung verabschiedeten wir zudem den Vergütungsbericht von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022 zur Vorlage an die Hauptversammlung 2023. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit der versicherungsaufsichtsrechtlich gebotenen Selbsteinschätzung seiner Mitglieder hinsichtlich ihrer Kenntnisse in Themenfeldern, die für die Beratung und Überwachung des Vorstands von Munich Re wichtig sind. Ferner setzte er sich mit der aus dieser Selbsteinschätzung abgeleiteten und in der Erklärung zur Unternehmensführung offenzulegenden Qualifikationsmatrix für den Aufsichtsrat auseinander. Die Kompetenz des Aufsichtsrats in seiner Gesamtheit liegt auf einem hohen Niveau. Der Aufsichtsrat verfügt unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Besonderheiten über eine angemessene Vielfalt an Qualifikationen, Kenntnissen und Erfahrungen, um die Geschäftsentwicklung von Munich Re sachkundig zu begleiten.

Am 15. März standen der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022, der zusammengefasste Lagebericht (inklusive der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, einschließlich der Angaben zur EU-Taxonomie) sowie die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung auf der Agenda. Außerdem berieten und entschieden wir über die Verlängerung der Bestellungen der Vorstandsmitglieder Thomas Blunck und Stefan Golling und bestätigten in diesem Zusammenhang ihre fachliche Eignung und Zuverlässigkeit. Zudem beschlossen wir die Ernennung von Thomas Blunck zum Vorsitzenden des Rückversicherungsausschusses.

Am 5. Mai nutzten wir die Sitzung für letzte Vorbereitungen der Hauptversammlung am gleichen Tag, die als virtuelle Hauptversammlung durchgeführt wurde. Außerdem fassten wir Beschluss über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 (DCGK).

Am 26. Juli informierte uns der Vorstand über die aktuelle Strategie von ERGO International. Außerdem berichtete er über aktuelle Entwicklungen in der Rückversicherung sowie über den Cyber-Versicherungsmarkt und die diesbezügliche Strategie von Munich Re.

Am 26. Oktober nahmen wir eine Anpassung der Regularien zu Gehaltsnebenleistungen, Sachbezügen und sonstigen Regelungen für Mitglieder des Vorstands vor. Turnusmäßig standen außerdem Corporate-Governance-Themen auf der Tagesordnung: die Beschlussfassung über die Entsprechenserklärung zum DCGK sowie die Erörterung des Ergebnisses der Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Jahr 2023. Weiterhin informierte uns der Vorstand über die von Global Specialty Insurance und der Rückversicherung Leben/Gesundheit verfolgten Wachstumsstrategien. Außerdem wurde uns in dieser Sitzung der gruppenweite Vergütungsbericht 2022 gemäß Solvency II und Versicherungs-Vergütungsverordnung vorgelegt.

Am 14. Dezember überprüften wir die Vorstandsbezüge und setzten nach eingehender Beratung die Ziel-Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands ab 2024 fest. Zudem beschlossen wir einzelne Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung 2024. Der Group Chief Risk Officer informierte uns in dieser Sitzung über die Risikolage des Konzerns. Wir erörterten und verabschiedeten zudem die vom Vorstand vorgestellte Finanzplanung 2024. Der Vorstand legte uns außerdem den Konzernpersonalbericht vor und erläuterte Schwerpunkte der Personalarbeit im Konzern. Ferner ließen wir uns über die Kapitalanlagestrategie, unter anderem in Bezug auf die nachhaltigen Investments, informieren.

Arbeit der Ausschüsse

Es sind sechs Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet, denen zum einen bestimmte Angelegenheiten zur Beschlussfassung übertragen sind und die sich zum anderen vorbereitend mit den im Aufsichtsratsplenum anstehenden Themen und Beschlüssen befassen. Über die Arbeit der Ausschüsse erstatteten deren Vorsitzende dem Plenum in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich Bericht.

Einzelheiten zu den Aufgaben der Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Zusammensetzung finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung und unter www.munichre.com/aufsichtsrat.

Der Personalausschuss tagte im Berichtszeitraum dreimal; zwei Sitzungen fanden als Präsenzsitzung, eine Sitzung fand als Hybridsitzung statt. Er bereitete im Wesentlichen Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor, sofern sie nicht in die Zuständigkeit des Vergütungsausschusses fielen. Einen Schwerpunkt der Arbeit des Personalausschusses bildete die Vorbereitung der Bestätigung der fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit im Rahmen der Verlängerung der Bestellung von zwei bereits amtierenden Vorstandsmitgliedern. Darüber hinaus stimmte er der Übernahme von Aufsichtsrats-, Beirats- und vergleichbaren Mandaten durch Vorstandsmitglieder zu. Der Personalausschuss befasste sich zudem – unter Berücksichtigung von Diversitätsgesichtspunkten – mit der konzernweiten Nachfolgeplanung für Vorstandsmitglieder.

Der Vergütungsausschuss kam zu fünf Sitzungen zusammen: drei Präsenz- und zwei Hybridsitzungen. Er bereitete insbesondere die im Bericht zur Arbeit des Plenums bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten vor, soweit diese die Festsetzung der Ziel-Gesamtvergütung, die Festlegung der Bemessungsgrundlagen für die variable Vergütung und deren Bewertung, Gehaltsnebenleistungen und Sachbezüge sowie vergütungsrelevante Bestandteile der Vorstandsverträge betrafen. Der Ausschuss verabschiedete den Vorschlag an das Plenum hinsichtlich der Freigabe des Vergütungsberichts von Vorstand und Aufsichtsrat zur Vorlage an die Hauptversammlung.

Der Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss befasste sich in seinen sechs Sitzungen, davon fünf in Präsenz und eine hybrid, neben der Vorbereitung der jeweiligen Aufsichtsratssitzung insbesondere mit Themen der Corporate Governance sowie der Nachhaltigkeitsstrategie. Der Ausschuss bereitete unter anderem die Beurteilung der Wirksamkeit der Aufgabenerfüllung durch den Aufsichtsrat insgesamt sowie seiner Ausschüsse vor (Selbstbeurteilung). Außerdem stimmte er der Beschlussfassung des Vorstands zur Durchführung des Aktienrückkaufprogramms 2023/2024 zu. In seinen Sitzungen setzte sich der Ausschuss regelmäßig mit relevanten Nachhaltigkeitsthemen auseinander. In der Juli-Sitzung des Ausschusses berichtete der Chief Financial Officer über neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Außerdem nahm der Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss die Bewertung von Geschäften mit nahestehenden Personen vor (internes Verfahren nach § 111a Abs. 2 AktG). Der Vorstandsvorsitzende informierte den Ausschuss regelmäßig über die Aktionärsstruktur und das jeweils laufende Aktienrückkaufprogramm.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum siebenmal. Die Sitzungen wurden als Präsenzsitzungen durchgeführt. Der Abschlussprüfer nahm an allen Sitzungen teil. Der Prüfungsausschuss befasste sich in der Sitzung am 22. Februar 2023 mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2022 und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2022. Am 14. März 2023 erörterte der Prüfungsausschuss eingehend den Jahresabschluss der Münchener Rück AG und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Am 3. Mai 2023 informierte sich der Prüfungsausschuss im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung detailliert über die Auswirkungen der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17.

Des Weiteren befasste sich der Ausschuss im Berichtszeitraum eingehend mit den Quartalsmitteilungen für das erste und dritte Quartal 2023 und setzte sich ausführlich mit dem Halbjahresfinanzbericht 2023 sowie den Ergebnissen der prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer auseinander. Der Prüfungsausschuss ließ sich zudem regelmäßig über die wesentlichen ökonomischen Kennzahlen gemäß Solvency II informieren und erörterte in diesen Sitzungen die Quartalsberichterstattung an die Aufsicht. Eine weitere wichtige Aufgabe nahm der Ausschuss mit der stetigen Überwachung der Risikolage und des Risikomanagements des Unternehmens sowie der Erörterung der Risikostrategie wahr. Hierzu ließ er sich vom Group Chief Risk Officer – zusätzlich zu dessen vierteljährlichen schriftlichen Berichten – mehrmals ausführlich mündlich informieren. Die Leiterin der versicherungsmathematischen Funktion berichtete in der Sitzung am 9. August 2023 zum "Group Actuarial Function Report 2022". Regelmäßig wurden das interne Kontrollsystem und Compliance-Themen, insbesondere einzelne, dem Prüfungsausschuss vorgetragene Compliance-Verstöße, erörtert. Der Group Chief Auditor setzte die Ausschussmitglieder über das Ergebnis der Prüfungen 2022 und unterjährig über Prüfungsergebnisse 2023 sowie die Prüfungsplanungen 2023 und 2024 umfassend ins Bild. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses nutzten ferner die Gelegenheit, sich in Abwesenheit des Vorstands regelmäßig – sowohl untereinander als

auch zusammen mit dem Group Chief Auditor, dem Group Chief Compliance Officer, dem Group Chief Risk Officer oder dem Abschlussprüfer – zu beraten. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses tauschte sich ferner in einem Gespräch bilateral mit dem Group Chief Auditor aus.

Zusätzlich fand bei Bedarf auch außerhalb der Sitzungen ein Austausch zwischen dem Prüfungsausschuss und dem Abschlussprüfer zu ausgewählten Themen statt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Maximilian Zimmerer, stand zudem – unabhängig von den Sitzungen – in regelmäßigem Kontakt mit dem Abschlussprüfer. Dabei diskutierte er mit diesem unter anderem den Fortgang der Prüfung und berichtete hierüber dem Ausschuss.

Der Prüfungsausschuss überprüfte und überwachte intensiv die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Er ließ sich regelmäßig über die nichtprüfungsbezogenen Tätigkeiten des Abschlussprüfers sowie über die Auslastung der gesetzlichen Obergrenze zur Vergabe solcher Aufträge berichten. Außerdem diskutierte er mit dem Abschlussprüfer die Einschätzung des Prüfungsrisikos, die Prüfungsstrategie und Prüfungsplanung sowie die Prüfungsergebnisse. Weiterhin wurden dem Prüfungsausschuss die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) für das Geschäftsjahr 2023 vom Abschlussprüfer vorgestellt und erläutert. Die Qualität der Abschlussprüfung wurde regelmäßig durch den Prüfungsausschuss beurteilt. Der Prüfungsausschuss sieht die fachliche Qualifikation und Integrität der handelnden Personen im EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-(EY-)Prüfungsteam als gewährleistet an. In diesem Zusammenhang besprechen Munich Re und EY mindestens einmal jährlich die Zusammensetzung des Prüfungsteams. Darüber hinaus bereitete der Ausschuss für das Aufsichtsratsplenum den Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung für die Bestellung des Abschlussprüfers vor. Nach Beschluss der Hauptversammlung erteilte der Vorsitzende des Ausschusses EY, München, den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2023 und beauftragte EY auch mit der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts 2023. Der Ausschuss legte die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest. Der Prüfungsausschuss erörterte und beschloss zudem eine Ausschreibung des Abschlussprüfermandats für die Geschäftsjahre ab 2026.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtszeitraum zweimal. Beide Sitzungen wurden als Präsenzsitzungen durchgeführt. Der Nominierungsausschuss bereitete die Aufsichtsratswahlen in der Hauptversammlung 2024 vor und tauschte sich zu diesem Zweck auch zwischen den Sitzungen aus. In Vorbereitung auf die Wahl von zehn Vertretern der Anteilseigner in den Aufsichtsrat erstellte der Nominierungsausschuss Anforderungsprofile und beriet über die Wiederwahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie über geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge ausscheidender Aufsichtsratsmitglieder. Bei der Suche und Evaluierung berücksichtigte er unter anderem die vom Aufsichtsrat für dessen Zusammensetzung gesetzten Ziele, das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium und den Kriterienkatalog für die Anteilseignervertreter. Für jedes ausscheidende Mitglied konnten hervorragend geeignete Kandidatinnen und Kandidaten gewonnen werden. Außerdem erarbeitete der Nominierungsausschuss Vorschläge für die Wahl der Anteilseignervertreter in die Ausschüsse des Aufsichtsrats.

Der Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2023 nicht einberufen werden.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat achtet auf eine gute Unternehmensführung. Weitere Informationen zur Corporate Governance und zur Entsprechenserklärung entnehmen Sie bitte der Erklärung zur Unternehmensführung.

Nach Einschätzung der Anteilseignervertreter sind alle zehn Anteilseignervertreter unabhängig im Sinne des DCGK.

Um schon den Anschein einer von persönlichen Interessen beeinflussten Arbeit und Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat von vornherein auszuschließen, legt jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich offen. Sofern im Aufsichtsrat eine Befassung mit Themen mit Bezug zur Vorstandstätigkeit aus früheren Jahren erfolgt, in denen aktuelle Aufsichtsratsmitglieder Mitglied des Vorstands waren, nimmt das betroffene Aufsichtsratsmitglied weder an der Beratung des Gegenstands noch an einer etwaigen Beschlussfassung teil. Im Geschäftsjahr 2023 bin ich dieser Praxis bei einem Tagesordnungspunkt gefolgt.

Der Aufsichtsrat hat regelmäßig auch ohne den Vorstand getagt.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden 2023 zwei Informationsveranstaltungen angeboten. Nahezu alle Mitglieder nutzten die Gelegenheit, sich im Mai über die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17 und im Juli über Nachhaltigkeitsthemen, die für Munich Re relevant sind, Haftungsrisiken, Rechtsstreitigkeiten und Versicherungslösungen im Kontext des Klimawandels sowie die Cyber- und Informationssicherheit bei Munich Re zu informieren.

Zusätzlich stellt die Gesellschaft den Mitgliedern des Aufsichtsrats auf elektronischem Weg umfangreiches Material zum Selbststudium, unter anderem in den Themenbereichen Versicherungstechnik, Risikomanagement, Rechnungslegung, Kapitalanlage, Controlling, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, zur Verfügung. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gezielt zusammengestelltes Informationsmaterial zur Vorbereitung auf ihre Tätigkeit.

In meiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich Anfang 2024 im Rahmen des Investorendialogs, wie jedes Jahr im Vorfeld der Hauptversammlung, Gespräche mit Investoren und Stimmrechtsberatern zu aufsichtsratsspezifischen Themen geführt, wie etwa Vorstandsvergütung, Arbeit und Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie die anstehenden Wahlen von Anteilseignervertretern durch die Hauptversammlung 2024.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Ruth Brown ist am 2. Januar 2024 mit der Übertragung der britischen DAS-Gesellschaften auf die ARAG SE aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolgerin wurde Andrea Maier gerichtlich bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Ruth Brown für ihre konstruktive Beratung von Munich Re.

Jahres- und Konzernabschluss 2023, Berichterstattung nach Solvency II und nichtfinanzielle Informationen

Der Abschlussprüfer EY hat den Jahresabschluss der Münchener Rück AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2023 ordnungsgemäß geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der für die Durchführung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Kagermeier.

Diese Berichte und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns lagen den Aufsichtsratsmitgliedern vor. Der Prüfungsausschuss befasste sich am 26. Februar 2024 intensiv mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2023 und hat Fragen des Kapitalmanagements, insbesondere was Dividendenzahlung und Aktienrückkäufe anbelangt, erörtert. In der Sitzung am 26. Februar 2024 beschäftigte sich der Aufsichtsrat ebenfalls eingehend mit den vorläufigen Abschlusszahlen zum 31. Dezember 2023 und der Kapitalrückgabepolitik. Am 12. März 2024 bereitete der Prüfungsausschuss den Beschluss des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vor. Hierzu prüfte der Prüfungsausschuss vorab den Jahres- und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Die Prüfung umfasste auch die in den zusammengefassten Lagebericht integrierte zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, einschließlich der Angaben zur EU-Taxonomie. Der Prüfungsausschuss besprach diese eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer und ging dabei ausführlich auf die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers ein. Der Prüfungsausschuss hat sich insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen Key Audit Matters einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Der Prüfungsausschussvorsitzende unterrichtete das Aufsichtsratsplenum über das Ergebnis seiner Beratungen. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss in seiner März-Sitzung mit den vorläufigen Eckdaten der Berichterstattung nach Solvency II, insbesondere mit der Solvency-II-Bedeckungsquote, und berichtete hierüber dem Plenum.

Das Aufsichtsratsplenum prüfte ebenfalls die Abschlüsse der Münchener Rück AG, des Konzerns und den zusammengefassten Lagebericht (inklusive der zusammenfassten nichtfinanziellen Erklärung, einschließlich der Angaben zur EU-Taxonomie) sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. März 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Zudem wurden die Prüfungsergebnisse zur zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung vom Aufsichtsrat berücksichtigt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die Key Audit Matters und die vorgenommenen

Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet.

Weitere Ausführungen zum internen Kontrollsystem und dem Risikomanagementsystem finden Sie im Risikobericht und in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung.

Auf Basis dieser umfassenden Prüfung stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen des Abschlussprüfers zu und erhob keine Einwendungen. Am 13. März 2024 billigte er den Jahres- und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Nach Abwägung aller relevanten Aspekte folgte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie alle haben mit ihrer engagierten Arbeit zu einem sehr erfreulichen Geschäftsergebnis von Munich Re beigetragen.

München, den 13. März 2024

Für den Aufsichtsrat

Nikolaus von Bomhard Vorsitzender

Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft im Jahr 2023

Aufsichts Teilnah
mequote
Aufsichts
Personal Ver
gütungs
Präsidial
und Nach
haltig
keitsaus
Prüfungs Nominie
rungs
Aufsichtsratsmitglieder rat rat ausschuss ausschuss schuss ausschuss ausschuss
Nikolaus von Bomhard 6/6 100% 3/3 6/6 7/7 2/2
Anne Horstmann 6/6 100% 6/6
Ann-Kristin Achleitner 6/6 100% 5/5 6/7 2/2
Clement Booth 6/6 100%
Ruth Brown 6/6 100%
Stephan Eberl 6/6 100% 3/3 5/5 6/6
Frank Fassin 6/6 100%
Ursula Gather 6/6 100%
Gerd Häusler 6/6 100% 6/6
Angelika Judith Herzog 6/6 100%
Renata Jungo Brüngger 6/6 100% 3/3 5/5
Stefan Kaindl 6/6 100% 7/7
Carinne Knoche-Brouillon 6/6 100%
Gabriele Mücke 6/6 100%
Ulrich Plottke 6/6 100% 7/7
Manfred Rassy 6/6 100%
Carsten Spohr 6/6 100%
Karl-Heinz Streibich 6/6 100%
Markus Wagner 6/6 100%
Maximilian Zimmerer 6/6 100% 6/6 7/7 2/2
Teilnahmequote
(Durchschnitt) 100% 100% 100% 100% 97% 100%

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB1

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (Münchener Rück AG) hat folgende Erklärung zur Unternehmensführung und Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d des Handelsgesetzbuchs (HGB) abgegeben. Diese Erklärung enthält auch die nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 (bekannt gemacht am 27. Juni 2022, DCGK) empfohlenen Angaben und Erläuterungen. Weitere Informationen zur Corporate Governance finden Sie unter www.munichre.com/cg-de.

Wir legen an unser Handeln höchste Maßstäbe an und entsprechen mit Ausnahme einer Empfehlung sämtlichen Empfehlungen und Anregungen des DCGK. Es bestehen keine vorrangigen gesetzlichen Bestimmungen, aufgrund derer Empfehlungen oder Anregungen des DCGK auf die Münchener Rück AG nicht anwendbar sind.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München gemäß § 161 Aktiengesetz

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München ("Gesellschaft") entspricht seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2022 allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 (bekannt gemacht am 27. Juni 2022, "DCGK") und beabsichtigt, diesen Empfehlungen auch zukünftig zu entsprechen. Eine Ausnahme gilt für die Empfehlung C.5 und eine weitere Ausnahme galt einmalig, beschränkt auf die Quartalsmitteilung Q1/2023, für die Empfehlung F.2.

Empfehlung C.5 DCGK: Anzahl der Aufsichtsratsmandate

Gemäß der Empfehlung C.5 sollen Vorstandsmitglieder börsennotierter Gesellschaften insgesamt nicht mehr als zwei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder vergleichbare Funktionen und keinen Aufsichtsratsvorsitz in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft wahrnehmen.

Das Aufsichtsratsmitglied Renata Jungo Brüngger ist Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group AG. Im Zuge einer Umstrukturierung hat Frau Jungo Brüngger zwei Aufsichtsratsmandate bei Gesellschaften übernommen, die aus Sicht der Mercedes-Benz Group AG als konzernextern zu klassifizieren sind: Zum einen ist sie Mitglied des Aufsichtsrats der Daimler Truck AG. Zum anderen ist sie Mitglied des Aufsichtsrats der börsennotierten Daimler Truck Holding AG, die sämtliche Anteile an der Daimler Truck AG hält.

Der Aufsichtsrat hat sich vergewissert, dass Frau Jungo Brüngger weiterhin genügend Zeit für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben bei der Gesellschaft zur Verfügung stehen wird.

Empfehlung F.2 DCGK: Quartalsmitteilung Q1/2023

Gemäß der Empfehlung F.2 sollen verpflichtende unterjährige Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Die Frist gilt unter anderem für Quartalsmitteilungen gemäß § 53 der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse.

Im Zuge der erstmaligen Anwendung der Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17 hat die Gesellschaft die Quartalsmitteilung Q1/2023 am 47. Tag veröffentlicht. Die Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts 2023 erfolgte wieder innerhalb der 45-Tages-Frist des DCGK.

München, im November 2023

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

1 Die Erklärung zur Unternehmensführung ist ungeprüfter Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

Unternehmensverfassung

Die Münchener Rück AG verfügt über drei Organe: Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat. Deren Aufgaben und Befugnisse ergeben sich aus dem Gesetz, der Satzung, der für die Münchener Rück AG geltenden Mitbestimmungsvereinbarung, den Geschäftsordnungen und den unternehmensinternen Regelungen. Die Mitbestimmungsvereinbarung gestaltet die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat auf Basis des Gesetzes über die Mitbestimmung bei einer grenzüberschreitenden Verschmelzung (MgVG). Der Grundsatz der paritätischen Mitbestimmung im Aufsichtsrat wurde darin gestärkt durch Berücksichtigung der Mitarbeiter, die in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) beschäftigt sind.

Die für (Rück-)Versicherungsunternehmen geltenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, insbesondere das deutsche Versicherungsaufsichtsgesetz und die europäischen Aufsichtsregeln (Solvency II), ergänzen die Anforderungen an eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Sie enthalten konkretisierende und ergänzende Regelungen, etwa zur Geschäftsorganisation oder zur Qualifikation und Vergütung von Geschäftsleitern, Mitgliedern des Aufsichtsrats und weiteren Personen.

Hauptversammlung

Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers, die Wahl von Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat, Satzungsänderungen sowie Kapitalmaßnahmen.

Bei der Münchener Rück AG gilt das Prinzip "one share, one vote", also eine Stimme je Aktie. Aktionäre haben die Möglichkeit, ihre Stimmen mittels Briefwahl (auch elektronisch) abzugeben. Briefwahlstimmen können noch am Tag der Hauptversammlung abgegeben oder geändert werden.

Aktionäre können ihr Stimmrecht auch durch von der Münchener Rück AG benannte Stimmrechtsvertreter ausüben lassen; diese üben das Stimmrecht ausschließlich auf der Grundlage der von den Aktionären erteilten Weisungen aus. Vollmacht und Weisungen an die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft können auch elektronisch erteilt werden. Die Erteilung, Änderung oder der Widerruf von Vollmacht und Weisungen ist am Tag der Hauptversammlung noch möglich. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, die gesamte Hauptversammlung live im Internet mitzuverfolgen. Darüber hinaus wurde die Eröffnung der Hauptversammlung durch den Versammlungsleiter und die Rede des Vorsitzenden des Vorstands live im Internet übertragen.

Die vom Gesetz für die Hauptversammlung vorgesehenen Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind zusammen mit der Tagesordnung vom Tag der Einberufung an auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich.

Die ordentliche Hauptversammlung am 5. Mai 2023 wurde gemäß § 118a AktG i.V.m. § 26n Abs. 1 Einführungsgesetz zum Aktiengesetz (EGAktG) als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten (mit Ausnahme der von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter) durchgeführt.

Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 5. Mai 2023 wurde die Satzung geändert und eine Ermächtigung des Vorstands eingefügt, wonach dieser vorsehen kann, dass die Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten am Ort der Hauptversammlung abgehalten wird (virtuelle Hauptversammlung). Die Ermächtigung gilt für die Abhaltung virtueller Hauptversammlungen in einem Zeitraum von zwei Jahren nach Eintragung dieser Satzungsbestimmung in das Handelsregister. Die Eintragung erfolgte am 20. Juni 2023.

Vorstand

Der Vorstand der Münchener Rück AG setzte sich zum 31. Dezember 2023 aus zehn Mitgliedern zusammen, davon zwei Frauen.

Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder und deren Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien1

Mitgliedschaften in vergleichbaren
Mitgliedschaften in gesetzlich in- und ausländischen Kontrollgremien
Mitglied des Vorstands/Zuständigkeiten zu bildenden Aufsichtsräten von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Joachim Wenning ERGO Group AG2 (Vorsitz)
Vorsitzender des Vorstands
Strategy & Innovation
Group Communications
Group Audit
Economics, Sustainability & Public Affairs3
Group Executive Affairs
Group Compliance and Legal
Dr. Thomas Blunck ERGO Group AG2
Data and Analytics ERGO Digital Ventures AG2
Internet of Things ERGO International AG2
Corporate Underwriting
Claims
Accounting, Controlling and Central Reserving for
Reinsurance
Information Technology
Nicholas Gartside MEAG MUNICH ERGO AssetManagement
Chief Investment Officer GmbH2 (Vorsitz)
Group Investments
Third Party Asset Management
Stefan Golling Munich Re America Corporation, USA2
Global Clients and North America (Vorsitz)
Capital Partners
Dr. Christoph Jurecka ERGO Group AG2
Chief Financial Officer MEAG MUNICH ERGO AssetManagement
Financial and Regulatory Reporting GmbH2
Corporate Finance and Performance
Integrated Risk Management
Group Taxation
Investor and Rating Agency Relations
Dr. Achim Kassow ERGO International AG2
Labour Relations Director
Asia Pacific and Africa
Human Resources
Central Procurement
Global Real Estate and Services
Michael Kerner Great Lakes Insurance SE2 (Vorsitz) American Modern Property and Casualty
Global Specialty Insurance Insurance Company, USA2 (Vorsitz)
The Hartford Steam Boiler Inspection and
Insurance Company, USA2 (Vorsitz)
Munich Re America Corporation, USA2
Munich Re America Services Inc., USA2
(Vorsitz)
Munich Reinsurance America, Inc., USA2
(Vorsitz)
Clarisse Kopff
Europe and Latin America
Mari-Lizette Malherbe
Life and Health
Dr. Markus Rieß ERGO Deutschland AG2 (Vorsitz) Next Insurance, Inc., USA
Primary Insurance/ERGO ERGO Digital Ventures AG2 (Vorsitz)
ERGO International AG2 (Vorsitz)
ERGO Technology & Services Manage
ment AG2 (Vorsitz)

1 Stand: 31�12�2023.

2 Mandat innerhalb des Konzerns der Münchener Rück AG.

3 Einschließlich der Verantwortung für ESG-Themen.

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung, insbesondere legt er die Ziele des Unternehmens und seine Strategie fest. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden. Hierbei berücksichtigt er die Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen der Münchener Rück AG verbundenen Gruppen (Stakeholder) mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Der Vorstand ist für ein angemessenes Risikomanagement und -controlling verantwortlich. Er hat dafür zu sorgen, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die unternehmensinternen Richtlinien eingehalten werden, und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen und deren Beschäftigte hin (Compliance).

Compliance

Compliance bedeutet für uns das Einhalten von Gesetzen, Verwaltungsvorschriften und internen Regelungen, insbesondere der Vorgaben, die im Zusammenhang mit dem Betrieb des Versicherungs- und Kapitalanlagegeschäfts stehen. Regelkonformes Verhalten wird durch ein definiertes Rahmenwerk ermöglicht. Dieses besteht aus dem gruppenweit geltenden Munich Re Verhaltenskodex und Richtlinien.

Der Vorstand der Münchener Rück AG hat ein gruppenweit geltendes, risikobasiertes Compliance Management System (CMS) eingerichtet. Das CMS bildet den methodischen Rahmen für die strukturierte Umsetzung der Frühwarn-, Risikokontroll-, Beratungs- und Überwachungsfunktionen. Die Compliance-Funktion steuert die Entwicklung, Umsetzung, Überwachung und laufende Verbesserung des gruppenweiten CMS. In der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung und im Risikobericht finden Sie weitere Ausführungen zum CMS und zum Hinweisgebersystem – einer Plattform für interne und externe Hinweisgeber zur Meldung von möglichem Fehlverhalten.

Weiterführende Informationen zur Compliance bei Munich Re finden Sie unter www.munichre.com/de/compliance.

Arbeitsweise des Vorstands

Die Arbeit des Vorstands, vor allem die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten und die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen werden durch eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung geregelt. Der Gesamtvorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Beschlussfassung durch den Vorstand vorgeschrieben ist. Das sind vor allem Angelegenheiten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, die der Hauptversammlung vorzulegen sind, die Leitungsaufgaben darstellen, die eine außergewöhnliche Bedeutung haben oder die wichtige Personalmaßnahmen betreffen.

Vorstandssitzungen finden nach Bedarf, jedoch in der Regel mindestens einmal im Monat statt und werden vom Vorsitzenden des Vorstands geleitet. Bei Abstimmungen entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Vorstandsmitglieder arbeiten zum Wohl des Unternehmens vertrauensvoll zusammen. Sie unterrichten sich fortlaufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Vorstandsausschüsse

Drei Vorstandsausschüsse garantieren eine effiziente Vorstandsarbeit: der Konzernausschuss, der Rückversicherungsausschuss und der Strategieausschuss.

Konzernausschuss Dr. Joachim Wenning (Vorsitzender)
Dr. Christoph Jurecka
Rückversicherungsausschuss Dr. Thomas Blunck (Vorsitzender)
Stefan Golling
Dr. Achim Kassow
Michael Kerner
Clarisse Kopff
Mari-Lizette Malherbe
Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung2
Strategieausschuss Dr. Joachim Wenning (Vorsitzender)
Dr. Thomas Blunck
Nicholas Gartside
Dr. Christoph Jurecka
Dr. Markus Rieß

Zusammensetzung der Ausschüsse des Vorstands1

1 Stand 31�12�2023.

2 Nicht stimmberechtigt.

Konzernausschuss

Der Konzernausschuss ist das zentrale Steuerungsgremium des Konzerns. Er entscheidet insbesondere über grundlegende Fragen der geschäftsfeldübergreifenden strategischen und finanziellen Führung des Konzerns und über die Grundsätze der allgemeinen Geschäftspolitik und -organisation im Konzern. Der Ausschuss entscheidet ferner in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung, die die Ressorts seiner stimmberechtigten Mitglieder betreffen. Außerdem fungiert er als Exekutivausschuss, dem die Wahrnehmung gewichtiger laufender Angelegenheiten obliegt, insbesondere die Zustimmung zu wesentlichen Einzelgeschäften.

Rückversicherungsausschuss

Der Rückversicherungsausschuss ist das zentrale Steuerungsgremium des Geschäftsfelds Rückversicherung. Er entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung in diesem Geschäftsfeld, außer der Kapitalanlage.

Strategieausschuss

Der Strategieausschuss ist das zentrale Steuerungsgremium für grundlegende Strategiefragen in den Geschäftsfeldern (Rückversicherung, Erstversicherung). Er entscheidet in allen strategischen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung in den Geschäftsfeldern sowie in Bezug auf die Kapitalanlage eigener wie verwalteter (Dritt-)Mittel.

Für alle Ausschüsse des Vorstands gilt: Soweit Entscheidungen aus dem Aufgabenbereich eines Ausschusses dem Gesamtvorstand vorbehalten sind, bereitet der jeweilige Ausschuss diese Entscheidungen vor. Ausschusssitzungen finden regelmäßig und nach Bedarf statt. Stimmberechtigt sind jeweils nur die Mitglieder des Vorstands. Näheres regelt die vom Gesamtvorstand beschlossene Geschäftsordnung des jeweiligen Ausschusses.

Untergremien der Vorstandsausschüsse

Alle drei Vorstandsausschüsse haben Unterausschüsse gebildet: insbesondere der Konzernausschuss das Group Risk Committee, der Rückversicherungsausschuss das Global Underwriting and Risk Committee und das Board Committee IT Investments und der Strategieausschuss den ESG-Ausschuss. Diesen Gremien gehören auch Führungskräfte der Münchener Rück AG und des Konzerns als nicht stimmberechtigte Mitglieder an.

Group Risk Committee Dr. Christoph Jurecka (Vorsitzender)
Dr. Joachim Wenning
Chief Risk Officer (Gruppe)2
Global Underwriting and Risk Committee Dr. Thomas Blunck (Vorsitzender)
Stefan Golling
Mari-Lizette Malherbe
Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung2
Chief Risk Officer (Gruppe)2
Head of Investment Strategies2
Head of CU (Corporate Underwriting)2
ESG-Ausschuss Dr. Joachim Wenning (Vorsitzender)
Dr. Thomas Blunck
Nicholas Gartside
Dr. Christoph Jurecka
Dr. Markus Rieß
Head of Economics, Sustainability and Public Affairs2
Board Committee IT Investments Dr. Thomas Blunck (Vorsitzender)
Stefan Golling
Dr. Achim Kassow
Chief Financial Officer für das Geschäftsfeld Rückversicherung2

Untergremien der Vorstandsausschüsse1

1 Stand 31�12�2023.

2 Nicht stimmberechtigt.

Die Arbeitsweise der genannten Unterausschüsse wird in eigenen Geschäftsordnungen geregelt. Sowohl das Group Risk Committee als auch das Global Underwriting and Risk Committee befassen sich – mit unterschiedlichem Fokus – mit Fragestellungen des Risikomanagements. Das Board Committee IT Investments beschäftigt sich mit IT-Investitionen. Der ESG-Ausschuss ist das zentrale Steuerungsgremium für grundlegende ESG-bezogene Strategiefragen im Konzern.

Vergütung der Vorstandsmitglieder

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat beschlossen und der Hauptversammlung bei jeder wesentlichen Änderung, mindestens jedoch alle vier Jahre, zur Billigung vorgelegt. Dies war zuletzt am 28. April 2021 der Fall. Der Vergütungsbericht enthält detaillierte Angaben zur Höhe der Bezüge der Vorstandsmitglieder.

Das geltende Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder sowie den jährlich der Hauptversammlung zur Billigung vorzulegenden Vergütungsbericht (einschließlich des Vermerks des Abschlussprüfers) finden Sie unter www.munichre.com/vorstand.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig sowie anlassbezogen über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hält zwischen den Sitzungen mit dem Vorstand, insbesondere dem Vorsitzenden des Vorstands, regelmäßig Kontakt und berät mit ihm vor allem Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage, Risikomanagement und Compliance des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Bestimmte Arten von Geschäften darf der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen, zum Beispiel die jährliche Finanzplanung, bestimmte Investitionen und Desinvestitionen, die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen sowie den Abschluss von Unternehmensverträgen und die Durchführung von Umwandlungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist. Der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen auch die Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder sowie wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen nach § 111b Abs. 1 Aktiengesetz (AktG).

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat gemäß der Satzung der Münchener Rück AG 20 Mitglieder: Die eine Hälfte setzt sich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen und wird von der Hauptversammlung gewählt. Die andere Hälfte besteht aus gewählten Vertretern von Mitarbeitern der Gruppe in der EU/im EWR.

Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien1

Mitgliedschaften in gesetzlich Mitgliedschaften in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien
Mitglieder des Aufsichtsrats zu bildenden Aufsichtsräten von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Nikolaus von Bomhard Deutsche Post AG (Vorsitz)4 Athora Holding Ltd., Bermuda (Vorsitz)6, 9
(Vorsitzender)
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30�4�2019
Dr. Anne Horstmann2 ERGO Group AG3
(Stellvertretende Vorsitzende)
Mitarbeiterin der ERGO Group AG
Mitglied seit 30�4�2014
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner Lazard Ltd., USA⁴
Mitglied des Board of Directors der Linde plc, Irland Linde plc, Irland⁴
Mitglied seit 3�1�2013 Luxembourg Investment Company 261
S.à r.l., Luxembourg⁵
Clement B. Booth Howden Deutschland AG6, 7 Howden Group Holdings Limited,
Mitglied des Board of Directors der Howden Group Vereinigtes Königreich
Holdings Limited, Vereinigtes Königreich
Mitglied seit 27�4�2016
Ruth Brown2
Expertin Auslandsservices der DAS Legal Expenses
Insurance
Mitglied vom 30�4�2019 bis 2�1�2024
Stephan Eberl2
Mitglied des Betriebsrats der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30�4�2019
Frank Fassin2
Selbständiger Berater
Mitglied seit 22�4�2009
Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather thyssenkrupp AG4
Vorsitzende des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen
und Halbach-Stiftung
Mitglied seit 30�4�2014
Gerd Häusler Auto1 Group SE4
Mitglied des Aufsichtsrats der Auto1 Group SE
Mitglied seit 30�4�2014
Angelika Judith Herzog2
Vorsitzende des Betriebsrats der ERGO Direkt AG
Mitglied seit 1�7�2021
Renata Jungo Brüngger Daimler Truck Holding AG4, 8
Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG Daimler Truck AG
Mitglied seit 3�1�2017
Stefan Kaindl2
Abteilungsleiter bei der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30�4�2019

Fußnoten siehe am Ende der Tabelle.

Mitgliedschaften in vergleichbaren
Mitgliedschaften in gesetzlich in- und ausländischen Kontrollgremien
Mitglieder des Aufsichtsrats zu bildenden Aufsichtsräten von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Carinne Knoche-Brouillon
Mitglied der Unternehmensleitung der C.H. Boehringer
Sohn AG & Co. KG
Mitglied seit 28�4�2021
Andrea Maier2
Mitarbeiterin der Munich Re of Malta p.l.c.
Mitglied seit 2�2�2024
Gabriele Mücke2
Vorsitzende des Vorstands der Neue Assekuranz
Gewerkschaft – NAG
Mitglied seit 30�4�2019
Ulrich Plottke2
Mitarbeiter der ERGO Group AG
Mitglied seit 30�4�2014
Manfred Rassy2
Mitglied des Betriebsrats der Münchener Rück AG
Mitglied seit 30�4�2019
Carsten Spohr
Vorsitzender des Vorstands Deutsche Lufthansa AG
Mitglied seit 29�4�2020
Karl-Heinz Streibich Siemens Healthineers AG4
Mitglied des Aufsichtsrats der Deutsche Telekom AG Deutsche Telekom AG4
(Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
der Siemens Healthineers AG seit dem 15�2�2023)
Mitglied seit 30�4�2019
Markus Wagner2 ERGO Beratung und Vertrieb AG3
Mitarbeiter der ERGO Beratung und Vertrieb AG
Mitglied seit 1�2�2022
Dr. Maximilian Zimmerer Deutsche Beteiligungs AG4 KfW Capital GmbH & Co. KG10
Mitglied des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG Investmentaktiengesellschaft für lang
Mitglied seit 4�7�2017 fristige Investoren TGV (Vorsitz)6, 9
1
Stand: 31�12�2023, soweit nicht anders angegeben.

2 Vertreter der Arbeitnehmer.

3 Mandat innerhalb des Konzerns der Münchener Rück AG.

4 Börsennotiertes Unternehmen. 5 Mitgliedschaft in einem gesetzlich nicht vorgeschriebenen Aufsichtsorgan.

6 Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern. 7 Mandat innerhalb des Konzerns der Howden Group Holdings Limited.

8 Die Daimler Truck Holding AG hält sämtliche Anteile an der Daimler Truck AG.

9 Bis 31�12�2023.

10 Ab 11�3�2024.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht die Geschäftsführung. Er ist nicht befugt, anstelle des Vorstands Maßnahmen der Geschäftsführung zu ergreifen.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der die Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und weiteren Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind. Auch der Prüfungsausschuss verfügt über eine eigene, vom Gesamtaufsichtsrat beschlossene Geschäftsordnung.

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sowie die des Prüfungsausschusses sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.munichre.com/aufsichtsrat abrufbar.

Der Aufsichtsrat kommt in der Regel zu mindestens sechs Sitzungen pro Geschäftsjahr zusammen. Sitzungen werden regelmäßig mit persönlicher Teilnahme der Aufsichtsratsmitglieder abgehalten (Präsenzsitzungen). Wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies bestimmt, können Sitzungen im Einzelfall ganz oder teilweise unter Nutzung

elektronischer Medien durchgeführt werden oder einzelne Mitglieder unter Nutzung elektronischer Medien teilnehmen. Die Mitglieder des Vorstands nehmen an den Sitzungen teil, soweit der Vorsitzende des Aufsichtsrats nichts anderes bestimmt. Wird der Abschlussprüfer als Sachverständiger zugezogen, nimmt der Vorstand an dieser Sitzung nicht teil, es sei denn, der Aufsichtsrat erachtet seine Teilnahme für erforderlich. Der Aufsichtsrat tagt regelmäßig auch ohne den Vorstand.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder eingeladen oder zur Abstimmung aufgefordert worden sind und entweder zehn Mitglieder, darunter der Vorsitzende, oder 15 Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden, soweit das Gesetz oder die Satzung nicht zwingend etwas anderes bestimmen, mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Ergibt eine Abstimmung im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, so hat bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, der Vorsitzende des Aufsichtsrats zwei Stimmen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist befugt, auf der Grundlage von Beschlüssen Erklärungen für den Aufsichtsrat abzugeben.

Selbstbeurteilung

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse überprüfen regelmäßig, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat, vorbereitet durch den Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss, die interne Selbstbeurteilung durch eine Abfrage durchgeführt. Mit den Ergebnissen hat sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. Oktober 2023 intensiv befasst. Die Ergebnisse der Prüfung bestätigen eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Zudem bescheinigen die Ergebnisse eine effiziente Sitzungsorganisation und -durchführung und eine angemessene Berichterstattung durch den Vorstand. Grundsätzlicher Veränderungsbedarf hat sich nicht gezeigt. Einzelne Optimierungsmaßnahmen werden aufgegriffen und umgesetzt.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet: den Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss, den Personalausschuss, den Vergütungsausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den Vermittlungsausschuss.

Die Ausschüsse treffen ihre Entscheidungen mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Außer im Vermittlungsausschuss hat der Ausschussvorsitzende bei Stimmengleichheit zwei Stimmen. Dem Aufsichtsrat wird vom jeweiligen Ausschussvorsitzenden regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.

Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
Stephan Eberl
Gerd Häusler
Dr. Anne Horstmann
Dr. Maximilian Zimmerer
Personalausschuss Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
Stephan Eberl
Renata Jungo Brüngger
Vergütungsausschuss Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner (Vorsitzende)
Stephan Eberl
Renata Jungo Brüngger
Prüfungsausschuss Dr. Maximilian Zimmerer (Vorsitzender)
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner
Dr. Nikolaus von Bomhard
Stefan Kaindl
Ulrich Plottke
Nominierungsausschuss Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ann-Kristin Achleitner
Dr. Maximilian Zimmerer
Vermittlungsausschuss Dr. Nikolaus von Bomhard (Vorsitzender)
Frank Fassin
Dr. Anne Horstmann
Dr. Maximilian Zimmerer

Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats1

1 Stand: 31�12�2023.

Zur Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse finden Sie nähere Ausführungen im Bericht des Aufsichtsrats und unter www.munichre.com/aufsichtsrat.

Die wesentlichen Zuständigkeiten der Ausschüsse sind:

Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss

Der Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats vor, soweit dafür kein anderer Ausschuss zuständig ist. Er entscheidet über die Zustimmung zu Geschäften der Gesellschaft, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, soweit hierfür nicht das Aufsichtsratsplenum oder ein anderer Ausschuss zuständig ist. Weiter ist ihm das interne Verfahren nach § 111a Abs. 2 AktG zur Bewertung von Geschäften mit nahestehenden Personen übertragen. Der Ausschuss befasst sich regelmäßig mit nachhaltigkeitsbezogenen Themen (ESG) – vorbehaltlich der Zuständigkeit anderer Ausschüsse. Darüber hinaus bereitet er den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung, die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG sowie die Erklärung zur Unternehmensführung für den Aufsichtsrat vor. Er bereitet auch die jährliche Selbstbeurteilung über die Wirksamkeit der Aufgabenerfüllung des Aufsichtsrats insgesamt und seiner Ausschüsse vor. Nähere Informationen zur Selbstbeurteilung im abgelaufenen Geschäftsjahr finden

Sie im Abschnitt Selbstbeurteilung und im Bericht des Aufsichtsrats.

Personalausschuss

Der Personalausschuss bereitet die Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor. Er sorgt zusammen mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung, einschließlich der Vorbereitung der Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand. Ferner vertritt der Personalausschuss die Gesellschaft gegenüber den Vorstandsmitgliedern und ist für die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder zuständig, soweit sie nicht dem Aufsichtsratsplenum oder dem Vergütungsausschuss zugewiesen sind. Er erteilt die Einwilligung zu Kreditgeschäften zwischen der Gesellschaft und Vorstandsmitgliedern sowie diesen nahestehenden Personen. Der Ausschuss entscheidet des Weiteren über die Zustimmung zu Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder, insbesondere zu Mitgliedschaften in Aufsichtsräten oder ähnlichen Gremien.

Vergütungsausschuss

Dem Vergütungsausschuss obliegt die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Festlegung, Änderung und regelmäßige Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand sowie über die Festlegung und Überprüfung der konkreten Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Vergütungsausschuss bereitet ferner die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Festsetzung der Höhe der variablen Vergütungsbestandteile, die Festlegung der Leistungskriterien und Ziele für die variable Vorstandsvergütung, deren Bewertung und die Festlegung der den einzelnen Vorstandsmitgliedern zu gewährenden variablen Vergütung vor. Die Bewertung kann unter Einbindung des Personalausschusses erfolgen. Soweit es um nachhaltigkeitsbezogene Themen (ESG) geht, kann der Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss in die Festlegung und Bewertung der Leistungskriterien und Ziele für die variable Vergütung einbezogen werden. Der Vergütungsausschuss ist außerdem für die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die vergütungsrelevanten Bestandteile der Vorstandsverträge und der Vergütungsberichterstattung, soweit diese die Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung betrifft, zuständig.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Er erörtert den Halbjahresfinanzbericht und die den Quartalsmitteilungen zugrunde liegenden wesentlichen Informationen und nimmt die Prüfungsberichte sowie andere Berichte und Erklärungen des Abschlussprüfers entgegen. Er erörtert auch die wesentlichen Bestandteile der Berichterstattung nach Solvency II mit dem Vorstand.

Der Ausschuss überwacht die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess. Zudem überwacht er die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems, des Compliance Management Systems und des Umgangs mit wesentlichen Compliance-Fällen, des Systems der Versicherungsmathematischen Funktion und der Internen Revision. Ferner obliegt dem Ausschuss die Prüfung möglicher Ansprüche gegen Vorstandsmitglieder aufgrund von Pflichtverletzungen.

Der Prüfungsausschuss bereitet die Auswahl des Abschlussprüfers vor; dies umfasst insbesondere den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Der Ausschuss ist für die Beurteilung der Leistung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zuständig und kontrolliert auch die Qualität der Abschlussprüfung und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Er beauftragt den Abschlussprüfer insbesondere für den Jahresund Konzernabschluss sowie für eine etwaige freiwillige externe inhaltliche Überprüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, legt Prüfungsschwerpunkte fest und vereinbart die Vergütung. Dasselbe gilt für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts und die Überprüfung der Solvabilitätsübersichten. Ferner befasst er sich mit der Billigung von Nichtprüfungsleistungen und deren Überwachung.

Nach Befassung im Vorstand bereitet der Prüfungsausschuss zudem mit dem Vorstand die jährliche Erörterung der Risikostrategie im Aufsichtsrat vor und diskutiert mit dem Vorstand unterjährige Änderungen der Risikostrategie sowie Abweichungen.

Der Prüfungsausschuss lässt sich nicht nur vom Vorstand, sondern auch direkt durch den General Counsel & Group Chief Compliance Officer, den Group Chief Auditor, den Group Chief Risk Officer und die Leiterin der Versicherungsmathematischen Funktion unterrichten. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses kann über den Vorsitzenden des Ausschusses unmittelbar bei den Leitern derjenigen Zentralbereiche, die für den Rechnungslegungsprozess, das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem, das interne Revisionssystem sowie die Abschlussprüfung zuständig sind, Auskünfte einholen. Der Prüfungsausschuss steht über seinen Vorsitzenden auch außerhalb der Sitzungen in einem regelmäßigen Dialog mit dem Abschlussprüfer. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses tauscht sich regelmäßig mit dem Abschlussprüfer über den Fortgang der Prüfung aus und berichtet dem Prüfungsausschuss hierüber. Der Prüfungsausschuss berät regelmäßig mit dem Abschlussprüfer auch ohne den Vorstand.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.

Er benennt dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung. Als Grundlage dafür haben die Anteilseignervertreter einen Kriterienkatalog für die Auswahl geeigneter Aufsichtsratsmitglieder erarbeitet und beschlossen. Zudem schlägt er

dem Aufsichtsrat für die Wahl der Anteilseignervertreter in die Ausschüsse des Aufsichtsrats und für den jeweiligen Ausschussvorsitz geeignete Kandidaten vor.

Vermittlungsausschuss

Sollte für die Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kommen, wird diese Angelegenheit im Vermittlungsausschuss behandelt, bevor der Aufsichtsrat einen zweiten Wahlgang durchführt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt. Der Vergütungsbericht enthält detaillierte Angaben zur Vergütung des Aufsichtsrats und zur Höhe der Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder. Den Beschluss der Hauptversammlung über das Vergütungssystem für die Aufsichtsratsmitglieder vom 28. April 2021 sowie den Vergütungsbericht (einschließlich des Vermerks des Abschlussprüfers) finden Sie unter www.munichre.com/aufsichtsrat.

Weitere Praktiken der Unternehmensführung

Munich Re Verhaltenskodex

Regelkonformes Handeln und unsere ethischen Grundsätze bilden den Rahmen unserer Geschäftstätigkeit. Der Munich Re Verhaltenskodex formuliert Vorgaben für verantwortungsvolles und regeltreues Verhalten.

Der Munich Re Verhaltenskodex beschreibt unter anderem unsere elementaren Standards für faires und zuverlässiges Handeln (zum Beispiel durch die Bekämpfung von Korruption), für ein inklusives und vielfältiges Arbeitsumfeld sowie für die Schaffung von Transparenz und Vertrauen. Der Munich Re Verhaltenskodex formuliert zudem unsere Verantwortung für Nachhaltigkeit und Menschenrechte. Dabei orientiert er sich an den Prinzipien des UN Global Compact.

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie unter www.munichre.com/verhaltenskodex.

UN Global Compact

Um unser Werteverständnis nach innen wie nach außen sichtbar zu machen, sind wir bereits 2007 dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten. Die zehn Prinzipien dieser Erklärung (diese umfassen die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung) sind ein Kernelement unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

Principles for Responsible Investment (PRI)

Wir gehörten 2006 zu den ersten Unterzeichnern der PRI. Die Grundsätze für nachhaltiges Investment setzen wir

unter anderem über unsere Gruppen-Investmentfunktion GIM und unseren Vermögensverwalter MEAG um.

Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA)

Ergänzend zu den PRI sind wir im Jahr 2020 der NZAOA beigetreten. Wir haben uns im Sinne der Erreichung der Pariser Klimaziele verpflichtet, die Kapitalanlage auf ein Netto-Null-Klimaziel bis zum Jahr 2050 auszurichten.

Principles for Sustainable Insurance (PSI)

Die PSI – denen wir uns 2012 als Erstunterzeichner verpflichtet haben – spiegeln unser Engagement zur Integration von ESG-Aspekten in unserem Kerngeschäft wider. Wir berichten zudem jährlich über unsere Fortschritte bei der Berücksichtigung der vier zugrunde liegenden Prinzipien.

Weiterführende Informationen zu diesen freiwilligen Selbstverpflichtungen finden Sie auf unserem Sustainability Portal unter www.munichre.com/nachhaltigkeit.

Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Zum 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil im Vorstand 20 %, in der ersten Führungsebene 13,2% und in der zweiten Führungsebene 28,6%. Die in Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen bis 31. Dezember 2025 gesetzten Zielgrößen von 25 % auf der Vorstandsebene, 15 % auf erster und 35 % auf zweiter Führungsebene konnten somit noch nicht erreicht werden. Auf der zweiten Führungsebene konnte eine weitere Steigerung erreicht werden.

Führungsebenen sind wie folgt definiert: Eine Führungskraft der ersten Führungsebene berichtet an ein Vorstandsmitglied. Eine Führungskraft der zweiten Führungsebene berichtet an eine Führungskraft der ersten Führungsebene. Als Führungskräfte werden zu diesem Zweck ausschließlich Mitarbeiter mit disziplinarischer Verantwortung bezeichnet.

Um die Repräsentation von Frauen in Führungsfunktionen zu steigern, verfolgen wir zielgerichtete Maßnahmen und stellen verschiedene Angebote zur Verfügung. Hierzu zählen Frauennetzwerke, Mentoring-, Trainings- und Coachingprogramme, Karriereberatung sowie Angebote rund um Kinderbetreuung, Teil- und Elternzeit. Ein quartärliches, gruppenweites Monitoring der Frauenquoten in Führungsfunktionen mit besonderem Fokus auf dem Besetzungsprozess von Führungspositionen der ersten und zweiten Führungsebene soll die Entwicklung sowie mögliche Problemfelder aufzeigen.

Um einen möglichst großen Pool an Kandidatinnen für Führungsfunktionen zu schaffen, wird auch bei den Talentprogrammen auf eine ausgewogene Repräsentation von Frauen und Männern geachtet. Hier sind Frauen in der "Group Management Platform" mit 44% vertreten (oberstes gruppenweites Talentprogramm). In "Hydrogen" sind Frauen mit 46% und in "Oxygen" mit 50% vertreten (Talentprogramme der Rückversicherungsgruppe), in "Grow" (ERGO) beträgt der Frauenanteil 50% sowie in der "Leadership Journey" (MEAG) 53% (Stand jeweils: 31. Dezember 2023).

Dieser fokussierte Ansatz zeigt sich erfolgreich. So konnte der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Gruppe weltweit zum 31. Dezember 2023 weiter auf 39,5 % erhöht werden und nähert sich dem selbst gesteckten Ziel, bis 2025 eine Frauenquote von 40 % weltweit über alle Führungsebenen hinweg zu erreichen, immer weiter an.

Nach dem Gesetz und den Zielen für die Zusammensetzung für den Aufsichtsrat müssen darüber hinaus im Aufsichtsrat der Münchener Rück AG Frauen und Männer jeweils mit einem Anteil von mindestens 30 % vertreten sein.

Nach der Mitbestimmungsvereinbarung stellen die Arbeitnehmer- und Anteilseignerseite die Einhaltung der gesetzlichen Geschlechterquoten im Aufsichtsrat jeweils getrennt sicher.

Der Aufsichtsrat der Münchener Rück AG war am 31. Dezember 2023 zu 60 % mit Männern und zu 40 % mit Frauen besetzt, davon vier Vertreterinnen der Anteilseignerseite und vier Vertreterinnen der Arbeitnehmerseite. Das Mindestanteilsgebot ist somit für jede Bank eingehalten.

Diversitätskonzepte zur Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen sowie der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats wird auf Diversität geachtet. Diversität ist wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur der Gruppe.

Diversitätskonzept für den Vorstand

Der Aufsichtsrat achtet bei der Besetzung von Vorstandsfunktionen auf Diversität bezüglich des Berufs- und Bildungshintergrunds, der Internationalität, des Alters sowie des Geschlechts. Ziel ist es, eine möglichst vielfältige, sich gegenseitig ergänzende Zusammensetzung eines führungsstarken Vorstands sicherzustellen. Die Geschlechterdiversität ist im Abschnitt Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beschrieben.

Die Mitglieder des Vorstands tragen eine Einzelverantwortung für ihr jeweiliges Ressort und eine gemeinsame Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Neben den erforderlichen spezifischen Kenntnissen und Erfahrungen für das jeweilige Ressort müssen alle Vorstandsmitglieder über ein ausreichend breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen aller Bereiche verfügen, um eine gegenseitige Kontrolle zu gewährleisten.

Zur Umsetzung der Vorgaben von Solvency II haben Vorstand und Aufsichtsrat eine "Fit and Proper Policy" verabschiedet, die Anforderungen an die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit der Organmitglieder und weiterer Personen stellt. Demnach ist sicherzustellen, dass die Vorstandsmitglieder über die notwendigen Qualifikationen ihres jeweiligen individuellen Zuständigkeitsbereichs verfügen. Außerdem fordert die Policy von der Gesamtheit der Vorstandsmitglieder angemessene Qualifikationen, Erfahrungen und Kenntnisse zumindest bezüglich des Geschäfts-, Wirtschafts- und Marktumfelds sowie der Geschäftsstrategie und des Geschäftsmodells der Münchener Rück AG, des Governance-Systems, der Finanzanalyse und der versicherungsmathematischen Analyse, des regulatorischen Rahmens sowie des Risikomodells.

Bereits die Unterschiede zwischen den Geschäftsmodellen innerhalb der Gruppe sowie zwischen den Ressorts des Geschäftsfelds Rückversicherung erfordern einen vielfältigen Berufs- und Bildungshintergrund im Vorstand.

Der Vorstand weist in seiner derzeitigen Besetzung Diversität im Hinblick auf den Berufs- und Bildungshintergrund auf. Ihm gehören Absolventen unterschiedlicher Studienund Ausbildungsgänge an (zum Beispiel Betriebs-/Volkswirtschaftslehre, Mathematik, Physik, Politikwissenschaften). Die Lebensläufe der einzelnen Vorstandsmitglieder haben unterschiedlichste Schwerpunkte, namentlich im operativen Geschäft, in bestimmten Märkten oder Fachgebieten. Die verschiedenen Werdegänge und Persönlichkeiten innerhalb des Vorstands sind Ausdruck des vielseitigen Geschäftsmodells und spiegeln die komplexen, an den Vorstand gestellten Anforderungen wider.

Es wird zudem auf Internationalität innerhalb des Gremiums geachtet. Durch die weltweite Geschäftstätigkeit der Münchener Rück AG haben alle Vorstandsmitglieder internationale Führungserfahrung.

Der Altersdurchschnitt der Vorstandsmitglieder liegt zum Ende des Geschäftsjahrs 2023 bei 52 Jahren, wobei das jüngste Mitglied 39 Jahre und das älteste 58 Jahre alt ist. Die Altersgrenze im Vorstand ist auf 67 Jahre festgesetzt; Vorstandsmitglieder scheiden somit spätestens zum Ende des Kalenderjahres aus, in dem sie das Alter 67 erreichen. Die Altersgrenze wird somit eingehalten.

Die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt in der Regel für drei Jahre. Eine Wiederbestellung vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung erfolgt nur bei Vorliegen besonderer Umstände. Die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern obliegt – bis auf die vergütungsrelevanten Aspekte, die vom Vergütungsausschuss vorbereitet werden – dem Personalausschuss des Aufsichtsrats, der dem Gesamtgremium entsprechende Kandidatenvorschläge unterbreitet. Der Personalausschuss legt dabei die "Fit and Proper Policy", die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Funktion und die vorgenannten Diversitätsaspekte zugrunde. Er ist – gemeinsam mit dem Vorstand – auch für die Nachfolgeplanung zuständig. Die

Nachfolgeplanung für den Vorstand erfolgt systematisch und orientiert sich an den strategischen Zielen und Zukunftsherausforderungen der Gruppe. Im Jahr 2023 wurde ein neuer, konzernweit einheitlicher Prozess zur Identifizierung von Talenten auf der obersten Führungsebene eingeführt. Dieser Ansatz bietet einen umfassenden konzernweiten strategischen Überblick über Talente, fördert die Mobilität von Talenten und gewährleistet eine robuste, diverse und nachhaltige Talentpipeline. Der daraus resultierende "Top Talent Pool" bildet die Grundlage für die Nachfolgeplanung für Vorstandsfunktionen.

Die Lebensläufe der Vorstandsmitglieder, die regelmäßig aktualisiert werden, finden Sie unter www.munichre.com/vorstand.

Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat/ Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung, Kompetenzprofil und Kriterienkataloge

Auch der Aufsichtsrat verfolgt für seine Zusammensetzung ein Diversitätskonzept im Hinblick auf Berufs- und Bildungshintergrund, Internationalität, Herkunft, Alter und Geschlecht seiner Mitglieder. Die Geschlechterdiversität wird im Abschnitt Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beschrieben. Zielsetzung des Diversitätskonzepts ist, durch ein Zusammenwirken von Aufsichtsratsmitgliedern mit unterschiedlichem Berufsund Bildungshintergrund und einer Vielfalt im Hinblick auf Internationalität, Herkunft, Alter und Geschlecht einen pluralistischen Erfahrungsschatz im Aufsichtsrat zu schaffen und dadurch die Effizienz der Arbeit im Aufsichtsrat zum Wohle der Gesellschaft zu optimieren.

Die Aufsichtsratsmitglieder der Münchener Rück AG müssen fachlich geeignet und zuverlässig ("fit and proper") sein. Um das Unternehmen professionell und qualifiziert überwachen und die Entwicklung des Unternehmens aktiv begleiten zu können, muss im Aufsichtsrat eine angemessene Vielfalt an Qualifikationen, Kenntnissen und einschlägigen Erfahrungen vorhanden sein.

Der Aufsichtsrat hat sich hierzu konkrete Ziele für seine Zusammensetzung gesetzt und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Daneben wurde sowohl für die Anteilseignervertreter als auch für die Arbeitnehmervertreter jeweils ein Kriterienkatalog beschlossen.

Nach dem Kompetenzprofil für das Gesamtgremium sowie den Kriterienkatalogen ist im Hinblick auf den Berufs- und Bildungshintergrund sicherzustellen, dass der Aufsichtsrat insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den Märkten, Geschäftsabläufen, dem Wettbewerb und den Anforderungen der Rück- und Erstversicherung und der Kapitalanlage verfügt. Ferner sind angemessene Kenntnisse im Risikomanagement, in der Rechnungslegung, in der Abschlussprüfung, in Controlling und Revision, im Asset Liability Management, auf den Gebieten

Recht, Aufsicht, Compliance und Steuern, Personalmanagement sowie in den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen erforderlich. Das Kompetenzprofil enthält zudem die Vorgabe eines guten Gesamtverständnisses für das Geschäftsmodell. Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein.

Darüber hinausgehende Anforderungen für spezielle Aufgaben werden im Einzelfall insbesondere unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben sowie des Kompetenzprofils festgelegt. Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses muss über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied des Prüfungsausschusses muss über Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung verfügen. Der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung soll in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung.

Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats ferner, dass diese in der Regel nicht älter als 70 Jahre sein sollten (Soll-Altersgrenze). Der Aufsichtsrat hat sich bewusst für eine flexible Soll-Altersgrenze entschieden, die einen ausreichenden Handlungsspielraum für die Würdigung der Umstände des Einzelfalls eröffnet. Dies erweitert den Kreis der potenziellen Kandidaten und ermöglicht insbesondere die Wiederwahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats mit langjähriger Erfahrung. Bei Wahlvorschlägen zum Aufsichtsrat sollte auch berücksichtigt werden, dass Kandidaten in der Regel dem Aufsichtsrat zum Zeitpunkt der Wahl nicht bereits ununterbrochen mehr als zehn Jahre angehören. Mitglieder sollten dem Aufsichtsrat in der Regel nicht mehr als zwölf Jahre durchgehend angehören.

Zudem umfasst das Kompetenzprofil weitere persönliche Eigenschaften der Aufsichtsratsmitglieder, wie unternehmerische und internationale Erfahrungen, das Gebot der ausreichenden zeitlichen Verfügbarkeit, Corporate-Governance-Orientierung, das Eintreten für die nachhaltige, langfristig wertschaffende Ausrichtung des Unternehmens und seiner Geschäftspolitik, Lösungsorientierung sowie Strategie- und Veränderungskompetenz. Möglichst alle Aufsichtsratsmitglieder sollen frei sein von relevanten (wesentlichen und nicht nur vorübergehenden) Interessenkonflikten.

Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats wählt Kandidaten der Anteilseignerseite auf Basis der Ziele für die Zusammensetzung und des Kompetenzprofils sowie des Kriterienkatalogs für die Anteilseignervertreter aus und bereitet die Wahlvorschläge des Aufsichtsratsplenums an die Hauptversammlung vor. Zu diesem Zwecke erstellt er ein Anforderungsprofil, das der Kandidatenauswahl zugrunde liegt. Der Hauptversammlung werden mit ihrer Einberufung aussagekräftige Lebensläufe der jeweiligen Kandidaten zur Verfügung gestellt. Bei der Auswahl der Kandidaten wird mit Blick auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Erfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium auf die erforderliche Vielfalt geachtet.

Der Aufsichtsrat setzt sich zur Hälfte aus gewählten Vertretern von Mitarbeitern der Gruppe in der EU/im EWR zusammen. Für die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat sind die besonderen Regeln der Mitbestimmung zu beachten, namentlich die Mitbestimmungsvereinbarung. Auch nach der Mitbestimmungsvereinbarung besteht ein entsprechender Katalog der Arbeitnehmerseite, der entsprechende Diversitätskriterien enthält und als Grundlage für die Wahl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat dient. Die nach der Mitbestimmungsvereinbarung für die Wahlvorschläge zuständigen Stellen sollen diesen im Rahmen der geltenden Regelungen berücksichtigen, um unter anderem die Umsetzung der Diversitätsvorgaben sicherzustellen.

Der Aufsichtsrat in seiner derzeitigen Besetzung weist Diversität in Bezug auf den Berufs- und Bildungshintergrund auf und verfügt insgesamt über die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlich sind. Die Mitglieder haben unterschiedliche Berufs- und Ausbildungsschwerpunkte (zum Beispiel Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, kaufmännische und versicherungsspezifische Ausbildungsberufe). Das Gremium verfügt unter anderem über Managementerfahrungen aus verschiedenen Branchen (zum Beispiel Finanz- und Versicherungsindustrie, Softwareindustrie, Automobil- und Luftfahrtindustrie, pharmazeutische Industrie) sowie weitreichende Expertise aus der Wissenschaft.

Vor allem der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Maximilian Zimmerer, die Mitglieder des Prüfungsausschusses Ann-Kristin Achleitner und Nikolaus von Bomhard sowie das Aufsichtsratsmitglied Gerd Häusler verfügen über ausgewiesenen Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung (besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme) und Abschlussprüfung (besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Abschlussprüfung). Der Sachverstand bezieht sich jeweils auch auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Die Anteilseignervertreter im Prüfungsausschuss

und das Aufsichtsratsmitglied Gerd Häusler qualifizieren sich damit als Finanzexperten im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG und der Empfehlung D.3 DCGK.

Maximilian Zimmerer hat seine Expertise auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung durch langjährige Vorstandstätigkeit bei der Allianz SE, die Tätigkeiten als Vorsitzender des Vorstands der Allianz Lebensversicherungs-AG und der Allianz Private Krankenversicherungs-AG sowie durch Aufsichtsratsmitgliedschaften erworben. Die Qualifikation von Ann-Kristin Achleitner als Finanzexpertin resultiert aus langjähriger Lehrtätigkeit an Universitäten und ihren über die Jahre zahlreichen Mitgliedschaften in Aufsichtsratsgremien und Prüfungsausschüssen börsennotierter Unternehmen. Nikolaus von Bomhard verfügt aufgrund seiner 13-jährigen Funktion als Vorstandsvorsitzender der Münchener Rück AG sowie mehrjähriger Tätigkeit als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Post AG über die einschlägigen Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Gerd Häusler hat seine Finanzexpertise durch langjährige Mitgliedschaft in Vorstands- und Aufsichtsratsgremien und vielfältige Tätigkeiten in der globalen Finanzindustrie, unter anderem als Vorsitzender des Vorstands und späterer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayerischen Landesbank und als Chairman des Boards der BHF Kleinwort Benson Group SA erworben. Seit 2018 fungiert er ferner als Vorsitzender des Prüfungsausschusses des börsennotierten Unternehmens Auto1 Group SE. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses Ann-Kristin Achleitner (seit 2016), Maximilian Zimmerer (seit 2019; Sitzungsteilnahme 2018 als Gast) und Nikolaus von Bomhard (seit 2019) haben ihre einschlägigen Kenntnisse zudem durch ihre mehrjährige Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss der Gesellschaft vertieft und erweitert. Die vorgenannten Mitglieder des Prüfungsausschusses und das Aufsichtsratsmitglied Gerd Häusler verfolgen die aktuellen Entwicklungen auf den Gebieten Rechnungslegung, Abschlussprüfung und Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Maximilian Zimmerer, Ann-Kristin Achleitner, Nikolaus von Bomhard und Gerd Häusler verfügen außerdem über ausgewiesene Nachhaltigkeitsexpertise.

Damit sind alle Anteilseignervertreter im Prüfungsausschuss und im Präsidial- und Nachhaltigkeitsausschuss sowohl Finanzexperten als auch Nachhaltigkeitsexperten.

Qualifikationsmatrix der Aufsichtsratsmitglieder1

von Bomhard Horstmann Achleitner Booth Brown
Zugehörigkeitsdauer Mitglied seit 2019 2014 2013 2016 2019
Persönliche Eignung Aufsichtsrechtliche
Anforderung
Unabhängigkeit2 n.a. n.a.
Kein Overboarding2
Diversität Geschlecht männlich weiblich weiblich männlich weiblich
Geburtsjahr 1956 1970 1966 1954 1959
Staatsangehörigkeit Deutsch Deutsch Deutsch Britisch/
Deutsch
Britisch
Internationale Erfahrung
Ausbildungshintergrund Jurist Juristin Juristin/Wirt Wirtschafts Bachelor
schaftswissen
schaftlerin
wissenschaftler Sprach
wissenschaft
Fachliche Eignung Versicherungstechnik3
Kapitalanlage4
Rechnungslegung5
Abschlussprüfung
Risikomanagement6
Internes Modell7
Unternehmensführung
und -kontrolle8
Personalmanagement/
Human Resources
Nachhaltigkeit/
Sustainability
Spezialkenntnisse9 Finanzexperte
gem. § 100 Abs. 5 AktG
Experte Rechnungslegung
Experte Abschlussprüfung
Digitale Transformation/
Informationstechnologie
Cyber- und
Informationssicherheit
Klimawandel/Klimarisiken
Naturwissenschaften
Ingenieurwissenschaften

Fußnoten siehe am Ende der Tabelle.

Corporate Governance 139
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB
Eberl Fassin Gather Häusler Herzog
Zugehörigkeitsdauer Mitglied seit 2019 2009 2014 2014 2021
Persönliche Eignung Aufsichtsrechtliche
Anforderung
Unabhängigkeit2 n.a n.a n.a
Kein Overboarding2
Diversität Geschlecht männlich männlich weiblich männlich weiblich
Geburtsjahr 1970 1959 1953 1951 1961
Staatsangehörigkeit Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch
Internationale Erfahrung
Ausbildungshintergrund Dipl.-Kaufmann Dipl.-Pädagoge Mathema Jurist/ Floristin
tikerin/ Wirtschafts
Statistikerin wissenschaftler
Fachliche Eignung Versicherungstechnik3
Kapitalanlage4
Rechnungslegung5
Abschlussprüfung
Risikomanagement6
Internes Modell7
Unternehmensführung
und -kontrolle8
Personalmanagement/
Human Resources
Nachhaltigkeit/
Sustainability
Spezialkenntnisse9 Finanzexperte
gem. § 100 Abs. 5 AktG
Experte Rechnungslegung
Experte Abschlussprüfung
Digitale Transformation/
Informationstechnologie
Cyber- und
Informationssicherheit
Klimawandel/Klimarisiken
Naturwissenschaften
Ingenieurwissenschaften

Fußnoten siehe am Ende der Tabelle.

Corporate Governance 140 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB

Jungo
Brüngger
Kaindl Knoche
Brouillon
Mücke Plottke
Zugehörigkeitsdauer Mitglied seit 2017 2019 2021 2019 2014
Persönliche Eignung Aufsichtsrechtliche
Anforderung
Unabhängigkeit2 n.a. n.a. n.a.
Kein Overboarding2
Diversität Geschlecht weiblich männlich weiblich weiblich männlich
Geburtsjahr 1961 1969 1965 1953 1962
Staatsangehörigkeit Schweizerisch Deutsch Französisch/
Deutsch
Deutsch Deutsch
Internationale Erfahrung
Ausbildungshintergrund Juristin Mathematiker Pharmazeutin Rechtsanwalts
gehilfin
Versicherungs
betriebswirt
Fachliche Eignung Versicherungstechnik3
Kapitalanlage4
Rechnungslegung5
Abschlussprüfung
Risikomanagement6
Internes Modell7
Unternehmensführung
und -kontrolle8
Personalmanagement/
Human Resources
Nachhaltigkeit/
Sustainability
Spezialkenntnisse9 Finanzexperte
gem. § 100 Abs. 5 AktG
Experte Rechnungslegung
Experte Abschlussprüfung
Digitale Transformation/
Informationstechnologie
Cyber- und
Informationssicherheit
Klimawandel/Klimarisiken
Naturwissenschaften
Ingenieurwissenschaften

Fußnoten siehe am Ende der Tabelle.

Corporate Governance 141 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f und § 315d HGB

Rassy Spohr Streibich Wagner Zimmerer
Zugehörigkeitsdauer Mitglied seit 2019 2020 2019 2022 2017
Persönliche Eignung Aufsichtsrechtliche
Anforderung
Unabhängigkeit2 n.a. n.a.
Kein Overboarding2
Diversität Geschlecht männlich männlich männlich männlich männlich
Geburtsjahr 1963 1966 1952 1965 1958
Staatsangehörigkeit Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch
Internationale Erfahrung
Ausbildungshintergrund Ingenieur Ingenieur Versicherungs Jurist
fachwirt
Fachliche Eignung Versicherungstechnik3
Kapitalanlage4
Rechnungslegung5
Abschlussprüfung
Risikomanagement6
Internes Modell7
Unternehmensführung
und -kontrolle8
Personalmanagement/
Human Resources
Nachhaltigkeit/
Sustainability
Spezialkenntnisse9 Finanzexperte
gem. § 100 Abs. 5 AktG
Experte Rechnungslegung
Experte Abschlussprüfung
Digitale Transformation/
Informationstechnologie
Cyber- und
Informationssicherheit
Klimawandel/Klimarisiken
Naturwissenschaften
Ingenieurwissenschaften

1 Stand: 31�12�2023; = Fachliche Eignung: Bewertung im Rahmen der jährlichen Selbsteinschätzung des Aufsichtsrats mit "gute" oder "fundierte Kenntnisse". Auf der

Skala A bis E entspricht das einer Bewertung von mindestens B.

2 Gemäß DCGK (die Empfehlungen zur Unabhängigkeit beziehen sich nur auf die Anteilseignerseite). Alle Aufsichtsratsmitglieder sind frei von relevanten (wesentlichen und nicht nur vorübergehenden) Interessenkonflikten.

3 Fähigkeiten und Erfahrungen in den Märkten, Geschäftsabläufen, dem Wettbewerb und den Anforderungen der Rück- und Erstversicherung (Life und Non-Life).

4 Kapitalanlage, Asset-Liability-Management.

5 Rechnungslegung, Controlling.

6 Risikomanagement (inkl. interne Kontrollverfahren). 7 Internes Model: Modell zur Berechnung der Solvenzkapitalanforderung gem. Solvency II.

8 Recht, Aufsicht, Compliance, Revision, Steuern.

9 Ergebnis einer ergänzenden Abfrage (ohne Bewertungsskala) im Rahmen der jährlichen Selbsteinschätzung.

Die unterschiedlichen Persönlichkeiten innerhalb des Aufsichtsrats mit ihren individuellen Werdegängen spiegeln die vielschichtigen Aufgaben des Aufsichtsrats wider und erfüllen die sich daraus ergebenden Anforderungen an das Aufsichtsratsgremium.

Die Mehrzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats verfügt zudem über internationale Erfahrung. Dem Aufsichtsrat gehören Mitglieder verschiedener Nationalitäten an. Damit wird der internationalen Tätigkeit des Unternehmens Rechnung getragen.

Der Altersdurchschnitt der Aufsichtsratsmitglieder liegt zum Ende des Geschäftsjahrs 2023 bei 62 Jahren, wobei das jüngste Mitglied 53 Jahre und das älteste 72 Jahre alt ist. Somit liegt eine hinreichende Altersmischung im Aufsichtsrat vor.

Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder, die jährlich, bei Bedarf auch häufiger, aktualisiert werden, finden Sie unter www.munichre.com/aufsichtsrat.

Unabhängigkeit

Die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat streben an, dass möglichst alle Kandidaten, die sie der Hauptversammlung zur Wahl vorschlagen, unabhängig sind.

In Umsetzung des DCGK haben sich die Anteilseignervertreter zum Ziel gesetzt, dass dem Aufsichtsrat auf Anteilseignerseite mindestens acht unabhängige Mitglieder angehören sollen.

Die Anteilseignervertreter sind unter Berücksichtigung der Eigentümerstruktur der Auffassung, dass alle zehn Anteilseignervertreter die Unabhängigkeitskriterien des DCGK erfüllen. Damit sind insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie die Vorsitzende des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses unabhängig im Sinne des DCGK. Die Anteilseignervertreter haben bei ihrer Einschätzung insbesondere berücksichtigt, ob das Aufsichtsratsmitglied selbst oder ein naher Familienangehöriger des Aufsichtsratsmitglieds (i) einem Vorstandsmitglied familiär verbunden ist, (ii) in den zwei Jahren vor der Ernennung Mitglied des Vorstands der Gesellschaft war, (iii) aus der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat möglicherweise vom Vorstand beeinflussbare Vorteile ziehen kann (zum Beispiel Beratervertrag), (iv) vor allem eine bestimmte Gruppe, die Einzel- oder Sonderinteressen verfolgt, vertritt, (v) direkt oder indirekt eine wesentliche Beteiligung an der Gesellschaft hält oder einen solchen Aktionär/eine solche Gruppe vertritt oder für dessen/deren Interessen eintritt, (vi) in dem Jahr bis zu seiner Ernennung eine Organ- oder eine Beratungsfunktion insbesondere bei Wettbewerbern, Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern des Unternehmens oder einem von diesen abhängigen Unternehmen innehatte, die aus seiner Sicht oder aus Sicht des Unternehmens einen relevanten, das heißt einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden, Interessenkonflikt verursachen kann, (vii) Partner oder Angestellter des Abschlussprüfers der letzten drei Jahre ist und/oder (viii) dem Aufsichtsrat seit mehr als zwölf Jahren angehört.

143 Konzernabschluss

Konzernbilanz 148
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 150
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 151
Konzern-Eigenkapitalentwicklung 152
Konzern-Kapitalflussrechnung 154
Konzernanhang 155
Berichtsgrundlagen 155
Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) 155
Berichtswährung und Vorzeichenlogik 155
Vergleichszahlen 155
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 155
Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung 155
Ermessensentscheidungen 155
Schätzungen und Annahmen 156
Konsolidierung 157
Konsolidierungsgrundsätze 157
Allgemeines zu strukturierten Unternehmen 158
Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 158
Finanzinstrumente 158
Beizulegender Zeitwert 162
Versicherungsverträge 163
Währungsumrechnung 168
Aktivseite 169
A
Immaterielle Vermögenswerte
169
B
Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind
169
C
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind
170
D
Kapitalanlagen
170
E
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung
172
F
Versicherungsnahe Finanzinstrumente
172
G
Forderungen
172
H
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
173
I
Aktive Steuerabgrenzung
173
J
Übrige Aktiva
173
K
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
173

Inhalt

Passivseite 174
A
Eigenkapital
174
B
Nachrangige Verbindlichkeiten
174
C
Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind
174
D
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind
174
E
Andere Rückstellungen
175
F
Verbindlichkeiten
176
G
Passive Steuerabgrenzung
176
H
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 176
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 176
A
Versicherungstechnisches Ergebnis
176
B
Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten
177
C
Ergebnis aus Kapitalanlagen
177
D
Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der
fondsgebundenen Lebensversicherung 177
E
Versicherungstechnisches Finanzergebnis
177
Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen 177
Erstmalig anzuwendende Standards 177
Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 178
Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 183
Änderung der Darstellung und Gliederung 186
Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von Standards 188
Erläuterungsteil 189
Konsolidierung 189
01 Unternehmenszusammenschlüsse 189
02 Änderungen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung sowie
weitere Änderungen im Konsolidierungskreis 189
03 Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 190
04 Strukturierte Unternehmen 191
05 Zur Veräußerung gehaltene und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige
Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen 193

Inhalt

Segmentangaben 195
06 Segmentberichterstattung 195
07 Alternative Leistungskennzahlen 200
Erläuterungen zur Konzernbilanz
− Aktiva
203
08 Geschäfts
- oder Firmenwert
203
09 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 204
10 Abgegebene Versicherungsverträge 205
11 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 212
12 Sachanlagen 212
13 Immaterielle Vermögenswerte 213
14 Biologische Vermögenswerte 213
15 Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen 213
16 Finanzielle Kapitalanlagen 214
17 Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung 215
18 Versicherungsnahe Finanzinstrumente 215
19 Finanzielle Forderungen 216
20 Sonstige Forderungen 216
21 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 216
22 Steuerabgrenzung 216
23 Übrige Aktiva 217
Erläuterungen zur Konzernbilanz
− Passiva
219
24 Eigenkapital 219
25 Nachrangige Verbindlichkeiten 220
26 Abgeschlossene Versicherungsverträge 221
27 Deckungsrückstellung 252
28 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 255
29 Andere Rückstellungen 257
30 Verbindlichkeiten 260
31 Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit 262
Erläuterungen zur Konzern
-Gewinn
- und Verlustrechnung
263
32 Versicherungsumsatz 263
33 Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge 265
34 Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten 266
35 Ergebnis aus Kapitalanlagen 266
36 Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung 267
37 Versicherungstechnisches Finanzergebnis 267
38 Sonstige operative Erträge und Aufwendungen 267
39 Finanzierungsergebnis 268
40 Ertragsteuern 268
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten
und Schulden 269
41 Buchwerte und Kategorien von Finanzinstrumenten 269
42 Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie 271
43 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten
und Schulden 273
44 Angaben zur Ausübung der Fair-Value-Option 282
45 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 284
46 Übertragung finanzieller Vermögenswerte 285
47 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen 286
Erläuterungen zu Versicherungsverträgen 286
48 Renditekurven für wesentliche Währungen 286
49 Nettofinanzergebnis 287
50 Underlying Items für Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung 287
Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen 288
51 Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten 288
52 Sensitivitäten der Solvenzquote 296
53 Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen 297
Sonstige Angaben 301
54 Mutterunternehmen 301
55 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
gemäß § 161 Aktiengesetz 301
56 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 301
57 Personalaufwendungen 301
58 Incentive-Pläne 301
59 Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats 302
60 Mitarbeiterzahl 302
61 Abschlussprüferhonorare 302
62 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen 303
63 Maßgebliche Beschränkungen 303
64 Leasing 304
65 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 304
66 Ergebnis je Aktie 304
67 Gewinnverwendungsvorschlag 305

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 gemäß § 313 Abs. 2 HGB 306

Konzernbilanz zum 31. Dezember 20231, 2

Aktiva

Anhang 31�12�2023 Vorjahr Veränderung 1�1�2022
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € % Mio. €
A. Immaterielle Vermögenswerte
I. Geschäfts- oder Firmenwert (8) 3�184 3�240 –57 –1�7 3�092
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte (9) 900 1�043 –143 –13�7 1�007
4�084 4�284 –200 –4�7 4�099
B. Abgegebene Versicherungsverträge,
die Vermögenswerte sind (10) 4�014 3�892 121 3�1 3�581
C. Abgeschlossene Versicherungs
verträge, die Vermögenswerte sind (26) 7�193 5�977 1�216 20�3 6�878
D. Kapitalanlagen
I. Nichtfinanzielle Kapitalanlagen
1. Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien (11) 9�384 9�618 –234 –2�4 9�385
2. Sachanlagen (12) 511 547 –36 –6�5 946
3. Immaterielle Vermögenswerte (13) 128 0 128 0
4. Biologische Vermögenswerte (14) 828 735 94 12�7 494
5. Vorräte 0 0 0 0�0 0
6. Anteile an verbundenen Unter
nehmen, assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen (15) 6�895 5�945 951 16�0 3�635
davon:
Assoziierte Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
nach der Equity-Methode bewertet 6�409 5�491 918 16�7 3�215
17�747 16�845 902 5�4 14�460
II. Finanzielle Kapitalanlagen (16) 200�715 191�120 9�595 5�0 227�206
218�462 207�965 10�498 5�0 241�666
E. Kapitalanlagen im Bereich der fonds
gebundenen Lebensversicherung (17) 8�280 7�470 810 10�8 8�582
F. Versicherungsnahe Finanzinstrumente (18) 9�872 18�298 –8�427 –46�1 18�474
G. Forderungen
I. Laufende Steuerforderungen 1�920 695 1�225 176�4 715
II. Finanzielle Forderungen (19) 3�841 4�044 –203 –5�0 1�963
III. Sonstige Forderungen (20) 1�382 1�451 –68 –4�7 1�835
7�143 6�189 954 15�4 4�513
H. Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente (21) 5�595 6�439 –844 –13�1 5�413
I. Aktive Steuerabgrenzung (22) 2�743 2�862 –119 –4�2 3�021
J. Übrige Aktiva (23) 5�962 5�622 340 6�0 4�764
K. Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte (5) 446 392 54 13�7 505
Summe der Aktiva 273�793 269�391 4�402 1�6 301�496

1 Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 17 sowie Änderungen der Darstellung und Gliederung, siehe > Konzernanhang > Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 sowie > Änderung der Darstellung und Gliederung.

2 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

Anhang 31�12�2023 Vorjahr Veränderung 1�1�2022
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € % Mio. €
A. Eigenkapital (24)
I. Ausgegebenes Kapital und Kapital-
rücklage 7�424 7�422 2 0�0 7�432
II. Gewinnrücklagen 18�216 15�380 2�836 18�4 13�764
III. Übrige Rücklagen –597 –1�022 425 41�6 4�220
IV. Konzernergebnis auf Anteilseigner der
Münchener Rück AG entfallend 4�606 5�313 –706 –13�3 2�933
V. Nicht beherrschende Anteile 122 152 –30 –19�8 116
29�772 27�245 2�527 9�3 28�466
B. Nachrangige Verbindlichkeiten (25) 4�713 4�748 –35 –0�7 5�055
C. Abgegebene Versicherungsverträge,
die Verbindlichkeiten sind (10) 436 262 174 66�2 17
D. Abgeschlossene Versicherungsver
träge, die Verbindlichkeiten sind (26)
I. Deckungsrückstellung (27) 132�979 128�771 4�209 3�3 154�697
II. Rückstellung für noch nicht abge-
wickelte Versicherungsfälle (28) 81�167 76�283 4�884 6�4 78�932
III. Sonstige versicherungstechnische
Verbindlichkeiten 7 7 0 –2�0 0
214�153 205�061 9�092 4�4 233�629
E. Andere Rückstellungen (29) 2�766 2�661 105 3�9 4�960
F. Verbindlichkeiten (30)
I. Derivate 1�379 1�466 –87 –5�9 808
II. Nichtderivative finanzielle
Verbindlichkeiten 4�161 4�647 –487 –10�5 4�243
III. Laufende Steuerverbindlichkeiten 2�657 1�569 1�088 69�4 1�845
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 11�242 19�840 –8�598 –43�3 19�756
19�438 27�522 –8�083 –29�4 26�652
G. Passive Steuerabgrenzung (22) 2�241 1�751 490 28�0 2�348
H. Verbindlichkeiten im Zusammenhang
mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten (5) 274 141 132 93�7 370
Summe der Passiva 273�793 269�391 4�402 1�6 301�496

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 20231, 2

Anhang 2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
1. Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen (32) 57�884 55�385 2�500 4�5
2. Versicherungstechnische Aufwendungen aus
abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Schadenaufwendungen –41�481 –40�393 –1�089 –2�7
Veränderungen durch der Versicherungsnehmerbeteiligung
unterliegende Vermögenswerte (Underlying Items) 48 –208 256
Verwaltungs- und Abschlusskosten –8�617 –7�807 –810 –10�4
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 0 0 0
(33) –50�051 –48�408 –1�643 –3�4
3. Versicherungstechnisches Ergebnis aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen (1.+2.) 7�834 6�977 857 12�3
4. Abgegebener Versicherungsumsatz aus abgegebenen
Versicherungsverträgen (32) –1�577 –1�610 33 2�0
5. Versicherungstechnische Erträge aus abgegebenen
Versicherungsverträgen (33) 788 1�412 –624 –44�2
6. Versicherungstechnisches Ergebnis aus abgegebenen
Versicherungsverträgen (4.+5.) –789 –198 –592 –299�3
7. Versicherungstechnisches Ergebnis (3.+6.) 7�045 6�779 265 3�9
8. Ergebnis aus versicherungsnahen
Finanzinstrumenten (34) 501 291 210 72�2
9. Versicherungstechnisches Gesamtergebnis (7.+8.) 7�545 7�070 475 6�7
10. Ergebnis aus Kapitalanlagen (35) 5�374 2�983 2�391 80�2
davon:
Zinserträge 5�029 4�262 767 18�0
Erträge aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts
unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 356 52 304 588�7
11. Währungsergebnis –292 1�067 –1�359
12. Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung (36) 816 –1�140 1�956
13. Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgeschlossenen Versicherungsverträgen (37) –5�490 –1�083 –4�407 –406�9
14. Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgegebenen Versicherungsverträgen (37) 99 23 76 327�8
15. Versicherungstechnisches Finanzergebnis (13.+14.) –5�391 –1�060 –4�331 –408�6
16. Nettofinanzergebnis (10.+11.+12.+15.) 507 1�850 –1�343 –72�6
17. Sonstige operative Erträge (38) 1�316 1�089 228 20�9
18. Sonstige operative Aufwendungen (38) –3�667 –3�197 –470 –14�7
19. Operatives Ergebnis (9.+16.+17.+18.) 5�702 6�812 –1�111 –16�3
20. Finanzierungsergebnis (39) –168 –179 11 5�9
21. Ertragsteuern (40) –936 –1�324 388 29�3
22. Konzernergebnis (19.+20.+21.) 4�597 5�309 –712 –13�4
davon:
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 4�606 5�313 –706 –13�3
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend –9 –3 –6 –172�7
%
Ergebnis je Aktie (66) 33�88 38�12 –4�24 –11�1

1 Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 17 sowie Änderungen der Darstellung und Gliederung, siehe > Konzernanhang > Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 sowie > Änderung der Darstellung und Gliederung.

2 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 20231

Mio. € 2023 Vorjahr
Konzernergebnis 4�597 5�310
Währungsumrechnung
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) –433 738
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 0
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus finanziellen Kapitalanlagen
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 4�110 –26�176
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 804 –107
Veränderung aus Cashflow Hedges
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 2 –23
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 0
Veränderung aus der Equity-Bewertung
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) 27 24
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 0
Veränderung aus abgegebenen Versicherungsverträgen
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) –774 –465
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 0
Veränderung aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Im Eigenkapital erfasste Gewinne (Verluste) –2�631 21�095
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 0
I. Posten, bei denen im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden 1�105 –4�913
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen –111 791
II. Posten, bei denen im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen nicht in die Konzern-Gewinn
und Verlustrechnung umgegliedert werden –111 791
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen (I.+II.) 994 –4�122
Gesamtergebnis 5�591 1�187
davon:
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 5�600 1�201
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend –9 –14

1 Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 17 sowie Änderungen der Darstellung und Gliederung, siehe > Konzernanhang > Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 sowie > Änderung der Darstellung und Gliederung.

Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr 2023

Ausgegebenes
Kapital Kapitalrücklage
Mio. €
31�12�2021 (wie ursprünglich ausgewiesen) 588 6�845
Auswirkung aufgrund Erstanwendung von IFRS 17 0 0
Auswirkung aus Anwendung Classification Overlay Approach 0 0
Auswirkung aus Anwendung Fair-Value-Modell bei bestimmten Immobilien 0 0
Stand 1�1�2022 588 6�845
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0
Konzernergebnis 0 0
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus finanziellen Kapitalanlagen 0 0
Veränderung aus Cashflow Hedges 0 0
Veränderung aus der Equity-Bewertung 0 0
Veränderung aus abgegebenen Versicherungsverträgen 0 0
Veränderung aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen 0 0
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungszusagen 0 0
Gesamtergebnis 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Dividendenzahlungen 0 0
Erwerb und Einzug eigener Aktien –10 0
Stand 31�12�2022 (angepasst) 577 6�845
Auswirkung aufgrund Erstanwendung von IFRS 9 0 0
Folgewirkung der IFRS 9-Erstanwendung auf Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung1 0 0
Stand 1�1�2023 577 6�845
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0
Konzernergebnis 0 0
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus finanziellen Kapitalanlagen 0 0
Veränderung aus Cashflow Hedges 0 0
Veränderung aus der Equity-Bewertung 0 0
Veränderung aus abgegebenen Versicherungsverträgen 0 0
Veränderung aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen 0 0
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungszusagen 0 0
Gesamtergebnis 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Dividendenzahlungen 0 0
Erwerb und Einzug eigener Aktien 2 0
Stand 31�12�2023 580 6�845

1 Siehe weitere Erläuterungen unter > Konzernanhang > Erläuterungsteil > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (24) Eigenkapital.

Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG
entfallende Eigenkapitalanteile
Nicht beherr
schende Anteile
Eigenkapital
Gesamt
Gewinn
rücklagen
Übrige Rücklagen Konzern
ergebnis
Bewertung zum Bewertung von
beizulegenden Versicherungs Währungs Sicherungs
Zeitwert verträgen umrechnung beziehungen
13�822 5�784 0 848 11 2�933 116 30�945
–3�275 –1�554 –10�432 0 0 0 1 –15�260
1�277 9�563 0 0 0 0 0 10�840
1�940 0 0 0 0 0 0 1�940
13�765 13�793 –10�432 848 11 2�933 116 28�466
1�392 0 0 0 0 –1�392 0 0
0
825
0
–26�295
0
20�630
0
740
0
–11
5�313
0
–3
–11
5�310
–4�122
0 0 0 740 0 0 –2 738
0 –26�272 0 0 0 0 –10 –26�283
0 0 0 0 –23 0 0 –23
35 –23 0 0 12 0 0 24
0 0 –465 0 0 0 0 –465
0 0 21�094 0 0 0 1 21�095
790 0 0 0 0 0 0 791
2�217 –26�295 20�630 740 –11 3�921 –14 1�187
–6 –305 0 0 0 0 58 –253
0 0 0 0 0 –1�541 –8 –1�549
–595 0 0 0 0 0 0 –605
15�380 –12�808 10�198 1�588 0 5�313 152 27�245
1�310 –1�711 0 –1 0 0 –1 –403
–1�077 0 1�077 0 0 0 0 0
15�613 –14�519 11�275 1�587 0 5�313 151 26�842
3�730 0 0 0 0 –3�730 0 0
0 0 0 0 0 4�606 –9 4�597
–66 4�904 –3�405 –431 –8 0 0 994
0 0 0 –431 0 0 –3 –433
0 4�911 0 0 0 0 2 4�914
0 0 0 0 2 0 0 2
46 –8 0 0 –10 0 0 27
0 0 –774 0 0 0 0 –774
0 0 –2�632 0 0 0 0 –2�631
–112 0 0 0 0 0 0 –111
3�664 4�904 –3�405 –431 –8 877 –9 5�591
–16 –16 0 0 16 0 –18 –34
0 0 0 0 0 –1�583 –2 –1�585
–1�044 0 0 0 0 0 0 –1�041
18�217 –9�631 7�870 1�156 8 4�606 122 29�772

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 20231

Mio. € 2023 Vorjahr
Konzernergebnis 4�597 5�309
Veränderung der abgegebenen Versicherungsverträge (Nettobetrag) –92 –225
Veränderung der abgeschlossenen Versicherungsverträge (Nettobetrag) 101 –8�976
Veränderung der nichtfinanziellen Kapitalanlagen –1�629 –2�386
Veränderung der finanziellen Kapitalanlagen –3�286 6�361
Veränderung der Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung –53 –67
Veränderung der versicherungsnahen Finanzinstrumente –290 –441
Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten (ohne begebene Anleihen
und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) –79 –1�407
Veränderung der anderen Rückstellungen –59 –1�236
Veränderung sonstiger Bilanzposten 90 –1�484
Erfolgswirksame Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden 2�594 4�981
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Wertaufholungen und Änderungen der erwarteten Kreditverluste 317 2�873
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von konsolidierten Tochterunternehmen,
sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 13 –7
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 321 677
I. Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2�543 3�972
Einzahlungen aus dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen 19 23
Auszahlungen aus der Übernahme der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen –48 14
Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigen immateriellen Vermögenswerten 4 5
Auszahlungen aus dem Erwerb von sonstigen immateriellen Vermögenswerten –198 –209
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 36 46
Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen –148 –140
Ein- und Auszahlungen aus sonstiger Investitionstätigkeit 5 –8
II. Mittelfluss aus Investitionstätigkeit –329 –270
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen und von nicht beherrschenden Anteilseignern 0 0
Erwerb eigener Aktien –1�041 –605
Dividendenzahlungen –1�583 –1�549
Einzahlungen aus der Begebung von nachrangigen Verbindlichkeiten 0 0
Auszahlungen aus der Tilgung von nachrangigen Verbindlichkeiten –134 –457
Ein- und Auszahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit –225 –92
III. Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit –2�983 –2�702
Veränderung des Zahlungsmittelbestands (I.+II.+III.)2 –770 1�000
Währungseinfluss auf den Zahlungsmittelbestand –47 35
Zahlungsmittelbestand 1�1. 6�439 5�413
Zahlungsmittelbestand 31�12. 5�621 6�448
davon:
Zahlungsmittelbestand ohne Veräußerungsgruppe3 5�595 6�439
Zahlungsmittelbestand der Veräußerungsgruppe 26 9
Zahlungsmittelbestand mit Verfügungsbeschränkung 95 59
Zusatzinformationen
Ertragsteuerzahlungen (per Saldo) – enthalten im Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 51 –604
Erhaltene Dividenden 419 1�132
Erhaltene Zinsen 6�030 4�881
Gezahlte Zinsen –366 –325

1 Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 17 sowie Änderungen der Darstellung und Gliederung, siehe > Konzernanhang > Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 sowie > Änderung der Darstellung und Gliederung.

2 Wesentlicher Bestandteil des Zahlungsmittelbestandes sind die Guthaben bei Kreditinstituten.

3 Zur Definition der Veräußerungsgruppe siehe > Konzernanhang > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Aktivseite > K Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.

Konzernanhang

Berichtsgrundlagen

Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss von Munich Re wurde auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Berichtswährung und Vorzeichenlogik

Die Berichtswährung von Munich Re ist der Euro (€). Betragsangaben werden auf Millionen € gerundet dargestellt. Daher können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Betragsangaben in Klammern beziehen sich auf die Vergleichsperiode. Vorzeichen geben wir nur an, sofern nicht eindeutig aus dem Text hervorgeht, ob es sich um Aufwendungen/Auszahlungen bzw. Erträge/Einzahlungen handelt.

Vergleichszahlen

Munich Re wendet IFRS 9, Finanzinstrumente, und IFRS 17, Versicherungsverträge, erstmalig mit Wirkung zum 1. Januar 2023 an. Bei der Erstanwendung von IFRS 9 machen wir von dem Wahlrecht Gebrauch, die Vergleichszahlen nicht anzupassen, mit Ausnahme der im IFRS 17 zulässigen Umklassifizierungsmöglichkeit des sogenannten Classification Overlay Approach. Für Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des IFRS 17 ist der Übergangszeitpunkt hingegen der Beginn des Geschäftsjahres vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. Somit erfolgte eine Anpassung der Vergleichszahlen für die nach IFRS 17 bilanzierten versicherungstechnischen Posten.

Im Zusammenhang mit der Erstanwendung des IFRS 17 haben wir die Vergleichszahlen für einen Teil unserer als Finanzinvestition gehaltenen bzw. eigengenutzten Immobilien angepasst. Hierbei handelt es sich um bislang zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Vermögenswerte, die Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung bedecken. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich unter > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17.

Ansonsten wurden die Vergleichszahlen auf der gleichen Grundlage ermittelt wie die Zahlen des Geschäftsjahres 2023.

Zusätzlich wurden im Zuge der Erstanwendung der neuen Rechnungslegungsstandards die Struktur der Konzernbilanz überarbeitet, die Bezeichnungen von Abschlussbestandteilen und Posten angepasst sowie Änderungen an der Konzernkapitalflussrechnung vorgenommen. Die Vorjahreszahlen der umgegliederten Posten wurden entsprechend angepasst. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich unter > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Änderung der Darstellung und Gliederung.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden die Ausübung von Ermessen und unterliegt bestimmten Schätzungen und Annahmen. Diese wirken sich auf die Posten der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf Angaben zu Eventualverbindlichkeiten aus.

Unsere internen Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Wertansätze unter Berücksichtigung aller relevanter Informationen und auf Grundlage der besten Erkenntnisse des Managements möglichst zuverlässig zu ermitteln. Dennoch liegt es in der Charakteristik dieser Posten, dass Schätzwerte gegebenenfalls im Zeitverlauf angepasst werden müssen, da neuere Erkenntnisse bei der Bewertung zu berücksichtigen sind.

Ermessensentscheidungen sowie Schätzwerte sind insbesondere bei den im Folgenden beschriebenen Sachverhalten von Bedeutung. Weitere Informationen finden sich jeweils in den zugehörigen Erläuterungen in den Kapiteln > Konsolidierung, > Postenübergreifende Bilanzierungsund Bewertungsmethoden, > Aktivseite, > Passivseite sowie im Kapitel > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden.

Ermessensentscheidungen

Abgrenzung des Konsolidierungskreises

Bei der Bestimmung, ob ein Unternehmen in den Konsolidierungskreis miteinzubeziehen ist, beurteilen wir, ob Munich Re Beherrschung oder maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen ausübt bzw. an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist. Beherrschung liegt vor, wenn folgende drei Kriterien erfüllt sind:

  • − Verfügungsgewalt über das Unternehmen;
  • − eine Risikobelastung durch Anrechte auf schwankende Renditen aus dem Engagement an dem Unternehmen;
  • − die Fähigkeit, die Verfügungsmacht über das Unternehmen so zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite beeinflusst wird.

Die Beurteilung dieser Kriterien erfordert zu einem gewissen Grad das Ausüben von Ermessen. Dabei ist neben der Berücksichtigung des Zwecks und der Gestaltung des Unternehmens insbesondere zu analysieren, welches die maßgeblichen Tätigkeiten sind, wie Entscheidungen über diese Tätigkeiten getroffen werden und ob wir durch unsere Rechte die gegenwärtige Fähigkeit haben, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Neben unseren Anteilen an den Stimmrechten des Unternehmens berücksichtigen wir dabei weitere Umstände und Sachverhalte, deren Beurteilung teilweise wiederum ermessensbehaftet ist. Dies betrifft insbesondere die Beurteilung vertraglicher Rechte sowie bei der Konsolidierung von Investmentfonds den Grad der Variabilität der Vergütung der Fondsmanager, Abberufungsrechte bzw. die Rolle der Investoren in Organen und Gremien. Daneben berücksichtigen wir bei strukturierten Unternehmen unter anderem die Agentenverhältnisse zwischen den Beteiligten.

Klassifizierung und Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten richtet sich nach dem Geschäftsmodell, nach dem die finanziellen Vermögenswerte gesteuert werden, sowie der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums. Die Festlegung des Geschäftsmodells basiert auf einer Reihe von Faktoren, wie beispielsweise den zugrunde liegenden Risiken und deren Steuerung sowie der Art der Performance-Messung und Berichterstattung an das Management. Die Einschätzung, nach welchem Geschäftsmodell bestimmte finanzielle Vermögenswerte gesteuert werden, ist zum Teil ermessensbehaftet. Daneben erfordert die Beurteilung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungsund Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen und im Einklang mit einer elementaren Kreditvereinbarung stehen, je nach Ausgestaltung des finanziellen Vermögenswerts die Ausübung von Ermessen.

Die Erfassung von Wertminderungen nach dem "Modell der erwarteten Kreditverluste" (Expected Credit Loss Model) erfordert das Festlegen von Kriterien zur Bestimmung, ob sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat. Dabei unterliegt die Festlegung der Kriterien einem gewissen Ermessen.

Klassifizierung von Versicherungsverträgen

Im Rahmen der Durchführung unseres Risikotransfertests beurteilen wir, ob Verträge signifikantes Versicherungsrisiko übertragen. Im Falle der Übertragung von signifikantem Versicherungsrisiko werden die Verträge nach den Regelungen des IFRS 17 bilanziert. Anderenfalls stellen die Verträge in der Regel Finanzinstrumente im Anwendungsbereich des IFRS 9 dar. Bei der Durchführung des Risikotransfertests sowie bei der Beurteilung, ob bestimmte Vertragskomponenten (Kapitalanlagekomponenten, nichtversicherungsbezogene Dienstleistungskomponenten und eingebettete Derivate) zu separieren sind, üben wir regelmäßig Ermessensentscheidungen aus.

Bewertung von Versicherungsverträgen

Die Bewertung von Versicherungsverträgen im Anwendungsbereich des IFRS 17 erfolgt auf der Ebene von Gruppen von Versicherungsverträgen. Dabei wird bei der Identifizierung von Portfolios und Festlegung der Gruppen von Versicherungsverträgen auf Basis der Profitabilität der Verträge in gewissem Maße Ermessen ausgeübt. Ermessensbehaftet ist weiterhin die Festlegung der Verfahren zur Bestimmung der Abzinsungssätze und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken. Zudem unterliegen die systematische Zuordnung von Anteilen bestimmter fester und variabler Gemeinkosten auf Gruppen von Versicherungsverträgen sowie die Festlegung der Deckungseinheiten einem gewissen Grad an Ermessen.

IFRS 17-Übergangsansätze

Im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 17 kommen bestimmte Übergangsansätze (Transition Approaches) zur Anwendung, je nach Verfügbarkeit der erforderlichen Informationen. Die Festlegung der Übergangsansätze, einschließlich der Beurteilung, ob angemessene und belastbare Informationen für die Anwendung des vollständig rückwirkenden Ansatzes oder des modifizierten rückwirkenden Ansatzes verfügbar sind, erfordert teilweise das Ausüben von Ermessen.

Schätzungen und Annahmen

Wertminderung immaterieller Vermögenswerte

Bei bestimmten immateriellen Vermögenswerten erfolgt die Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Dies betrifft insbesondere die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts. Die Ermittlung des Nutzungswerts als Grundlage der Berechnung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basiert auf der Schätzung von ausschüttungsfähigen Planergebnissen und erfolgt unter Verwendung einer Reihe von Annahmen. Für die Abzinsung wird der aus dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitete Eigenkapitalkostensatz verwendet. Die Bewertung basiert somit auf dem risikolosen Zins, dem Beta-Faktor sowie einer Marktrisikoprämie und gegebenenfalls einer zusätzlichen Risikoprämie.

Wertminderung von Finanzinstrumenten

Wesentliche Parameter bei der Ermittlung des erwarteten Kreditverlusts sind die Ausfallwahrscheinlichkeit, die Verlustquote bei Ausfall sowie die Forderungshöhe bei Ausfall.

Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist Grundlage für die Bestimmung der Stufe des Wertminderungsmodells. Zudem geht sie in die Berechnung des erwarteten Kreditverlusts ein. Die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit im Rahmen unseres internen Ratingverfahrens basiert neben historischen Informationen auch auf aktuellen Marktbedingungen und auf Annahmen im Hinblick auf zukunftsbezogene Daten.

Die Verlustquote bei Ausfall sowie die Forderungshöhe bei Ausfall fließen ebenfalls in die Ermittlung des erwarteten Kreditverlusts ein. Die Verlustquote bei Ausfall wird dabei aus den von Ratingagenturen veröffentlichten Recoveryund Default-Studien abgeleitet. Die Forderungshöhe bei Ausfall entspricht dem Bruttobuchwert zum Bilanzstichtag.

Bewertung von Versicherungsverträgen

Die Bewertung von Versicherungsverträgen unterliegt umfangreichen Schätzungen auf Basis verwendeter Annahmen. Schätzungen werden vor allem bei der Ermittlung des Erfüllungswerts vorgenommen. Dies betrifft insbesondere die künftigen Zahlungsströme, die bei der Erfüllung der Versicherungsverträge entstehen werden, sowie die Ermittlung der Abzinsungssätze und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken.

Die Schätzung der künftigen Zahlungsströme basiert auf angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne unverhältnismäßigen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind. Dabei werden sowohl interne als auch externe historische Daten unter der Berücksichtigung aktueller Bedingungen genutzt, um die Erwartungen über die zukünftige Entwicklung widerzuspiegeln. Ziel der Schätzung zukünftiger Zahlungsströme ist es, den Erwartungswert (wahrscheinlichkeitsgewichteter Mittelwert) der gesamten Bandbreite der möglichen Ergebnisse zu ermitteln. In die Schätzung der künftigen Zahlungsströme gehen beispielsweise Annahmen zur Sterblichkeit, Invalidität, zum Verhalten der Versicherungsnehmer und zur Versicherungsnehmerbeteiligung sowie zu Schadenzahlungen bzw. -regulierungskosten ein.

Zur Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes wird die Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme abgezinst. Dabei haben die gewählten Abzinsungssätze den Zahlungsstromeigenschaften der Gruppen von Versicherungsverträgen in ihrer Gesamtheit möglichst gut zu entsprechen. Wir ermitteln die Abzinsungssätze anhand eines Bottom-up-Ansatzes, bei dem die Solvency-II-Zinskurven laut der Aufsichtsbehörde EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) als risikolose Zinssätze die Ausgangsbasis bilden. Falls erforderlich, berücksichtigen wir Illiquiditätsprämien als Aufschlag auf die Zinskurven, um den Unterschieden in der Liquidität zwischen den versicherungstechnischen Verpflichtungen und den liquiden Referenzinstrumenten, die zur Ermittlung der risikolosen Zinssätze herangezogen werden, Rechnung zu tragen.

Um das Tragen der Unsicherheit aus nichtfinanziellen Risiken hinsichtlich des Betrags und des zeitlichen Anfalls der Zahlungsströme zu berücksichtigen, wird die Schätzung des Barwerts der zukünftigen Zahlungsströme um eine explizite Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken angepasst. Wir ermitteln die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken unter Anwendung der Kapitalkostenmethode und auf Basis unseres internen Risikomodells unter Berücksichtigung der gruppenweiten Risikodiversifikation. Dabei wenden wir einen Kapitalkostensatz von 6% auf den für jeden künftigen Berichtszeitpunkt erforderlichen Kapitalbetrag unter der Annahme der Unternehmensfortführung an und zinsen das Ergebnis mit den risikofreien, um die Illiquidität angepassten Zinssätzen ab.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden basiert insbesondere in den Fällen auf Schätzungen und Annahmen, in denen in die Bewertung auch nicht am Markt beobachtbare Parameter einfließen und diese Parameter einen wesentlichen Einfluss auf die Marktbewertung haben (Level 3 der Bewertungshierarchie). Die verwendeten Parameter spiegeln die Annahmen darüber wider, welche Einflussgrößen die Marktteilnehmer bei der Preissetzung berücksichtigen würden.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung von Pensionsrückstellungen erfordert, Annahmen über die künftige Entwicklung zu treffen, und unterliegt somit Schätzunsicherheiten. In die Bewertung gehen anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen, vor allem hinsichtlich der Lebenserwartung, sowie weitere versicherungsmathematische Annahmen ein. Hierzu zählen insbesondere der Rechnungszins, Anwartschafts- und Gehaltstrend sowie Renten- und Kostentrend.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz gebildet. Ebenso werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden gebildet, soweit ausreichend steuerpflichtige temporäre Differenzen bestehen, die sich erwartungsgemäß im gleichen Zeitraum auflösen wie die abziehbaren temporären Differenzen. Sind darüber hinaus weitere abziehbare temporäre Differenzen vorhanden, werden aktive latente Steuern darauf nur insoweit angesetzt, als wahrscheinlich ist, dass künftige Gewinne im gleichen Zeitraum wie die Auflösung der abziehbaren temporären Differenzen zu erwarten sind. Insofern sind bei der Bilanzierung aktiver latenter Steuern Annahmen und Schätzungen über die zukünftige Verfügbarkeit von Gewinnen zu treffen.

Eventualverbindlichkeiten

Bei Eventualverbindlichkeiten sind Ermessensentscheidungen und Schätzungen für die Beurteilung erforderlich, ob eine gegenwärtige Verpflichtung vorliegt, ein Ressourcenabfluss als wahrscheinlich angesehen wird und eine ausreichend verlässliche Schätzung für eine Verpflichtung vorgenommen werden kann. Dies ist beispielsweise bei Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten der Fall.

Konsolidierung

Konsolidierungsgrundsätze

Vollkonsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss beziehen wir die Münchener Rück AG und alle Unternehmen ein, die von der Münchener Rück AG direkt oder indirekt beherrscht werden (Tochterunternehmen).

Bei der großen Mehrzahl der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen hält die Münchener Rück AG direkt oder indirekt alle bzw. die eindeutige Mehrheit der Stimmrechte.

Eine kleine Anzahl von Unternehmen beziehen wir aufgrund der Berücksichtigung vertraglicher Rechte, die zu Bestimmungsmacht über die relevanten Geschäftsaktivitäten führen, in unseren Konsolidierungskreis ein. Bei der Beurteilung der Einbeziehungspflicht von Anteilen an Investmentfonds berücksichtigen wir insbesondere den Grad der Variabilität der Vergütung des Fondsmanagers, Abberufungsrechte bzw. die Rolle der Investoren in Organen und Gremien des Investmentfonds. Dabei liegt teilweise eine Beherrschung vor, obwohl die Anteilsquote geringer als 50 % ist.

Bei der Beurteilung von strukturierten Unternehmen konzentrieren wir unsere Analyse auf die in der jeweiligen Einheit noch verbleibenden Entscheidungen und auf die Agentenverhältnisse zwischen den Beteiligten. Bei den strukturierten Unternehmen, die wir zur Emission von Katastrophenanleihen gründen, betrachten wir vor allem unser Verhältnis zum Treuhänder und unsere Möglichkeiten zur Einflussnahme auf dessen Entscheidungen. In der Regel beherrschen wir das strukturierte Unternehmen auch dann nicht, wenn wir selbst Anleihen halten.

Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes finden Sie im Kapitel > Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 gemäß § 313 Abs. 2 HGB.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Unternehmen und Spezialfonds gelten als assoziierte Unternehmen, wenn wir deren Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblich beeinflussen können. Hiervon gehen wir regelmäßig aus, wenn wir Stimmrechte oder vergleichbare Rechte von 20 % bis 50 % halten, es sei denn, die Finanzund Geschäftspolitik des Unternehmens bzw. Spezialfonds ist weitestgehend vorbestimmt.

Unternehmen und Spezialfonds gelten als Gemeinschaftsunternehmen, wenn wir deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmen können und wir lediglich Rechte an deren Nettovermögen besitzen.

Gemeinschaftliche Tätigkeit

Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn deren maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmt werden können und diese Parteien – aufgrund der Rechtsform der gemeinschaftlichen Tätigkeit, vertraglicher Regelungen oder sonstiger Umstände – anstelle von Rechten am Nettovermögen Rechte an den Vermögenswerten sowie Verpflichtungen für die Schulden der gemeinschaftlichen Tätigkeit haben.

Unseren Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen von gemeinschaftlichen Tätigkeiten, an welchen wir gemeinschaftliche Führung haben, bilanzieren wir gemäß den jeweils einschlägigen IFRS.

Allgemeines zu strukturierten Unternehmen

Strukturierte Unternehmen sind Einheiten, die derart konzipiert wurden, dass Stimmrechte oder vergleichbare Rechte bei der Entscheidung, wer das Unternehmen beherrscht, nicht der dominierende Faktor sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich Stimmrechte nur auf administrative Aufgaben beziehen und die relevanten Geschäftsaktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden.

Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Finanzinstrumente

Unsere Finanzinstrumente sind unter folgenden Posten in der Konzernbilanz ausgewiesen:

  • − Finanzielle Vermögenswerte: D.II. Finanzielle Kapitalanlagen, E. Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung, F. Versicherungsnahe Finanzinstrumente, G.II. Finanzielle Forderungen und H. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
  • − Finanzielle Verbindlichkeiten: B. Nachrangige Verbindlichkeiten, F.I. Derivate, F.II. Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten und F.IV. Sonstige Verbindlichkeiten (beinhalten überwiegend Finanzinstrumente)

Postenspezifische Erläuterungen finden sich unter > Aktivseite sowie > Passivseite.

Für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten wenden wir im Geschäftsjahr 2023 erstmalig IFRS 9 an.

Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung

Wir setzen einen finanziellen Vermögenswert zu dem Zeitpunkt in unserer Konzernbilanz an, zu dem wir Vertragspartei des Finanzinstruments geworden sind.

Sofern die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen eines finanziellen Vermögenswerts ausgelaufen sind, buchen wir ihn aus. Wird ein finanzieller Vermögenswert übertragen, beurteilen wir, ob die Voraussetzungen des IFRS 9 zur Ausbuchung vorliegen. Dabei berücksichtigen wir insbesondere, in welchem Umfang die mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken bei uns verbleiben sowie gegebenenfalls ob wir die Verfügungsmacht behalten. Abhängig vom Ergebnis dieser Beurteilung buchen wir den finanziellen Vermögenswert aus oder erfassen ihn weiterhin vollständig oder nach Maßgabe unseres anhaltenden Engagements. Der Ansatz bzw. die Ausbuchung erfolgt dabei zum Handelstag.

Klassifizierung

Finanzielle Vermögenswerte sind für die Folgebewertung als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder

"erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zu klassifizieren.

Die Klassifizierung richtet sich nach dem Geschäftsmodell zur Steuerung des finanziellen Vermögenswerts sowie nach den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstromkriterium).

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell eines Unternehmens bezieht sich darauf, wie es die finanziellen Vermögenswerte zur Erzeugung von Zahlungsströmen steuert. Die Festlegung des Geschäftsmodells durch das Management erfolgt dabei auf der Ebene von Gruppen finanzieller Vermögenswerte und basiert auf mehreren Faktoren wie beispielsweise den zugrunde liegenden Risiken und deren Steuerung sowie der Art der Performance-Messung und Berichterstattung an das Management. Es wird zwischen den folgenden Geschäftsmodellen unterschieden:

Im Geschäftsmodell "Halten" werden die finanziellen Vermögenswerte mit dem Ziel gesteuert, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Die Veräußerung finanzieller Vermögenswerte ist nicht Teil der Steuerungsstrategie, steht der Anwendung dieses Geschäftsmodells unter bestimmten Bedingungen jedoch nicht entgegen, beispielsweise bei steigendem Ausfallrisiko des finanziellen Vermögenswerts.

Die Zielsetzung des Geschäftsmodells "Halten und Verkaufen" wird sowohl durch die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme als auch durch den Verkauf finanzieller Vermögenswerte erreicht. Die Veräußerung von Vermögenswerten ist hierbei ein wesentlicher Bestandteil der Steuerung des Portfolios.

Das Geschäftsmodell "Sonstige" ist einschlägig für finanzielle Vermögenswerte, die weder nach dem Geschäftsmodell "Halten" noch nach dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" gesteuert werden. Dies ist unter anderem der Fall, wenn die Zielsetzung des Geschäftsmodells darin liegt, vor allem durch die Veräußerung von Vermögenswerten Zahlungsströme zu realisieren, oder wenn eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte auf Basis des beizulegenden Zeitwerts gesteuert wird.

Zahlungsstromkriterium

Werden finanzielle Vermögenswerte nach dem Geschäftsmodell "Halten" oder nach dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" gesteuert, ist für die Klassifizierung zum Zwecke der Folgebewertung zusätzlich zu beurteilen, ob das Zahlungsstromkriterium erfüllt ist.

Vertragliche Zahlungsströme, die ausschließlich Tilgungsund Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, stehen im Einklang mit einer elementaren Kreditvereinbarung und erfüllen das Zahlungsstromkriterium. Bei einer elementaren Kreditvereinbarung stellen Entgelte für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko normalerweise die signifikantesten Zinskomponenten dar. Zusätzlich können die Zinsen auch Entgelte für andere grundlegende Kreditrisiken (beispielsweise das Liquiditätsrisiko) und Kosten (beispielsweise Verwaltungskosten) sowie eine angemessene Gewinnmarge entsprechend einer elementaren Kreditvereinbarung beinhalten.

Bewertung

Bewertung beim erstmaligen Ansatz

Finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz am Handelstag mit dem beizulegenden Zeitwert bzw. dem Transaktionspreis erfasst. Bei finanziellen Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind dabei zusätzlich direkt zurechenbare Transaktionskosten zu berücksichtigen.

Folgebewertung

Die Bewertung eines finanziellen Vermögenswerts nach erstmaligem Ansatz richtet sich nach der Klassifizierung in Abhängigkeit des Geschäftsmodells und der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums.

Für finanzielle Vermögenswerte, die im Geschäftsmodell "Halten" gesteuert werden und das Zahlungsstromkriterium erfüllen, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Hierunter fallen bei Munich Re insbesondere die finanziellen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Finanzielle Vermögenswerte, die dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" unterliegen und das Zahlungsstromkriterium erfüllen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fällt der Großteil unserer finanziellen Kapitalanlagen. Diese werden überwiegend zur Deckung der durch die Versicherungsverträge eingegangenen Verpflichtungen eingesetzt und im Rahmen des Asset-Liability-Managements auf Basis ihrer Duration und ihres Risikoprofils gesteuert. Insofern beruht die Steuerungsstrategie darauf, sowohl vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen als auch finanzielle Vermögenswerte zu veräußern.

Wird ein finanzieller Vermögenswert nach dem Geschäftsmodell "Sonstige" gesteuert oder erfüllt er das Zahlungsstromkriterium nicht, wird er erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aufgrund des Geschäftsmodells betrifft dies bei Munich Re insbesondere die Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung und die versicherungsnahen Finanzinstrumente – beispielsweise Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko.

Derivate und Eigenkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Von der Möglichkeit, Eigenkapitalinstrumente als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zu designieren, macht Munich Re keinen Gebrauch. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert werden, weisen wir unter den nichtfinanziellen Kapitalanlagen aus und bewerten sie vereinfachend analog zu Eigenkapitalinstrumenten. Mit der Erstanwendung von IFRS 9 stellen wir die Bewertung entsprechend von "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" auf "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" um.

Verträge mit eingebetteten Derivaten, bei denen der Basisvertrag keinen finanziellen Vermögenswert im Anwendungsbereich des IFRS 9 darstellt, können unter bestimmten Voraussetzungen als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert werden.

Munich Re nutzt diese Fair-Value-Option insbesondere bei bestimmten Versicherungsverträgen mit eingebetteten Derivaten (die nicht selbst Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 17 sind). Die Fair-Value-Option wird nicht auf Versicherungsverträge mit eingebetteten Derivaten angewendet, sofern die Derivate die vertraglich vorgeschriebenen Zahlungsströme nicht signifikant ändern oder seine Abtrennung der eingebetteten Derivate unzulässig wäre.

Darüber hinaus können finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert werden, wenn dadurch Bewertungsinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden. Dies ist bei Munich Re von untergeordneter Bedeutung.

Wertminderung

Für die Erfassung von Wertminderungen sieht IFRS 9 ein "Modell der erwarteten Kreditverluste" (Expected Credit Loss Model) vor, bei dem erwartete Kreditverluste bereits vor ihrem Eintritt antizipiert und als Aufwand berücksichtigt werden. Diese Wertminderungsvorschriften betreffen insbesondere finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie Forderungen aus Leasingverhältnissen.

Für die Erfassung und Bemessung der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte kommt ein dreistufiges Wertminderungsmodell zur Anwendung.

Stufe 1: Finanzinstrumente werden grundsätzlich bei Zugang der Stufe 1 des Wertminderungsmodells zugeordnet und verbleiben auf Stufe 1, wenn sich ihr Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat. Die Bemessung der Wertberichtigung erfolgt in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (12-Month Expected Credit Loss). Dies entspricht den erwarteten Kreditverlusten aus Ausfallereignissen, die innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag möglich sind.

Stufe 2: Hat sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments, für das jedoch kein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt, seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht, erfolgt auf Stufe 2 des Wertminderungsmodells die Bemessung der Wertminderung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste (Lifetime Expected Credit Loss).

Stufe 3: Liegt neben einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vor, erfolgt eine Zuordnung zu Stufe 3 des Wertminderungsmodells (finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität). Die Bemessung der Wertminderung erfolgt wie in Stufe 2 in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Die Erfassung der Zinserträge über die Effektivzinsmethode erfolgt – im Gegensatz zu Stufe 1 und Stufe 2 – auf Basis des Nettobuchwerts des finanziellen Vermögenswerts, dasheißt nach Abzug der Wertberichtigung.

Grundsätzlich wird ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos angenommen, falls sich dieses Risiko (gemessen anhand der Ausfallwahrscheinlichkeit) seit Zugang des Finanzinstruments um mehr als zwei Prozentpunkte erhöht hat.

Wir gehen davon aus, dass sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments nicht signifikant erhöht hat, wenn es zum Bilanzstichtag ein niedriges Ausfallrisiko aufweist (Low Credit Risk Exception).

Für Finanzinstrumente mit internem MEAG-Rating gehen wir grundsätzlich davon aus, dass die Änderung des Risikos für den Eintritt eines Ausfallereignisses in den kommenden zwölf Monaten eine angemessene Näherung für die Änderung des auf die Laufzeit bezogenen Risikos darstellt. Liegen Hinweise vor, dass nur eine Beurteilung auf Basis der gesamten Laufzeit des Finanzinstruments sachgerecht ist, wird diese zugrunde gelegt.

Wir machen grundsätzlich von der widerlegbaren Vermutung Gebrauch, dass sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, wenn eine vertragliche Zahlung mehr als 30 Tage überfällig ist, außer uns liegen Erkenntnisse vor, die dem entgegenstehen.

Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung gelten unter anderem:

  • − signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Kreditnehmers;
  • − Vertragsbruch (beispielsweise Ausfall oder Überfälligkeit);
  • − eine Insolvenz oder ein Sanierungsverfahren des Schuldners wird wahrscheinlich;
  • − das durch finanzielle Schwierigkeiten bedingte Verschwinden eines aktiven Marktes des finanziellen Vermögenswerts.

Für die Bemessung der erwarteten Kreditverluste verwenden wir die Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default), die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default) sowie die Forderungshöhe bei Ausfall (Exposure at Default).

Die erwarteten Kreditverluste entsprechen dem abgezinsten Produkt dieser drei Komponenten. Die Berechnung beinhaltet wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarien unter Berücksichtigung angemessener und belastbarer Informationen, die ohne unverhältnismäßigen Kosten- oder Zeitaufwand zum Bilanzstichtag verfügbar sind. Diese Informationen umfassen vergangene Ereignisse, gegenwärtige

Bedingungen sowie Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen.

Finanzielle Vermögenswerte werden abgeschrieben, sofern nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass sie realisierbar sind. Als Indikatoren dafür gelten unter anderem, wenn der Schuldner keine ausreichenden Vermögenswerte für die Schuldenbedienung besitzt oder es versäumt, sich zu einem Rückzahlungsplan zu verpflichten. Wurde das Insolvenzverfahren gegen einen Schuldner abgeschlossen, gelten die finanziellen Vermögenswerte ebenfalls als nicht mehr realisierbar und werden vollständig ausgebucht. Solche Abschreibungen erfolgen ergebnisneutral, da zuvor bereits erfolgswirksam Wertminderungen erfasst wurden.

Unsere Anlagerichtlinien sehen keinen Erwerb von finanziellen Vermögenswerten vor, deren Bonität bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs beeinträchtigt ist (Purchased or Originated Credit-Impaired).

Von dem Wahlrecht, bei Forderungen aus Leasingverhältnissen die Wertberichtigungen anhand der vereinfachten Vorgehensweise stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen, machen wir keinen Gebrauch.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Ansatz und Ausbuchung

Wir setzen finanzielle Verbindlichkeiten zu dem Zeitpunkt in unserer Konzernbilanz an, zu dem wir Vertragspartei des Finanzinstruments geworden sind.

Die Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten nehmen wir bei deren Tilgung vor, dasheißt, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Ansatz bzw. die Ausbuchung erfolgt dabei zum Handelstag.

Klassifizierung

Für finanzielle Verbindlichkeiten sieht IFRS 9 für die Folgebewertung die Klassifizierung als "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" vor.

Bewertung

Bewertung beim erstmaligen Ansatz

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz am Handelstag mit dem beizulegenden Zeitwert bzw. dem Transaktionspreis erfasst. Bei finanziellen Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind dabei zusätzlich direkt zurechenbare Transaktionskosten zu berücksichtigen.

Folgebewertung

Der Großteil unserer finanziellen Verbindlichkeiten wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dabei handelt es sich

insbesondere um die separat in der Konzernbilanz ausgewiesenen nachrangigen Verbindlichkeiten sowie die unter den nichtderivativen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" gehören bei Munich Re vor allem die separat in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Derivaten an. Darüber hinaus haben wir in geringerem Umfang Kreditzusagen getätigt. Da die aus diesen Kreditzusagen entstehenden Finanzinstrumente in der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bilanzieren wir bereits die Kreditzusage erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Ferner wird der Großteil der finanziellen Verbindlichkeiten, die aus Versicherungsverträgen mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko resultieren, auf Basis des beizulegenden Zeitwerts gesteuert. Die Wertentwicklung dieser Verträge wird anhand der Entwicklung ihres beizulegenden Zeitwerts beurteilt und ist Basis für die Berichterstattung an das Management. Für diese Verträge machen wir von der Möglichkeit Gebrauch, sie als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zu designieren.

Darüber hinaus können Verträge mit eingebetteten Derivaten, bei denen der Basisvertrag keinen finanziellen Vermögenswert im Anwendungsbereich des IFRS 9 darstellt, unter bestimmten Voraussetzungen als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert werden.

Munich Re nutzt diese Fair-Value-Option insbesondere bei bestimmten Versicherungsverträgen mit eingebetteten Derivaten (die nicht selbst Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des IFRS 17 sind). Die Fair-Value-Option wird nicht auf Versicherungsverträge mit eingebetteten Derivaten angewendet, sofern die Derivate die vertraglich vorgeschriebenen Zahlungsströme nicht signifikant ändern oder eine Abtrennung der eingebetteten Derivate unzulässig wäre.

Eingebettete Derivate

Bei finanziellen Vermögenswerten im Anwendungsbereich des IFRS 9 erfolgt keine Trennung eingebetteter Derivate vom Basisvertrag. Stattdessen wird die Klassifizierung des finanziellen Vermögenswerts auf Basis des gesamten hybriden Vertrags und nach den allgemeinen Vorschriften anhand des Geschäftsmodells und Zahlungsstromkriteriums vorgenommen.

Teilweise enthalten unsere Versicherungsverträge sowie finanziellen Verbindlichkeiten eingebettete Derivate. In diesen Fällen werden die eingebetteten Derivate bei Zugang der Instrumente hinsichtlich ihrer Trennungspflicht beurteilt und vom Basisvertrag getrennt, falls:

  • − ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden sind;
  • − ein eigenständiges Instrument mit den gleichen Bedingungen die Definition eines Derivats erfüllen würde und

− der hybride Vertrag nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird.

Werden eingebettete Derivate vom Basisvertrag getrennt, werden diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Sofern wir einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf Verrechnung haben und beabsichtigen, gleichzeitig die betreffenden finanziellen Vermögenswerte zu realisieren und die dazugehörigen Verbindlichkeiten zu begleichen oder einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, erfolgt eine Saldierung der betreffenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Eine Saldierung nehmen wir insbesondere für Derivate vor. Unsere sonstigen Geschäftsvorfälle erfüllen grundsätzlich nicht die Anforderungen für eine Verrechnung.

Weitere Erläuterungen siehe > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (45) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Übertragung finanzieller Vermögenswerte

Die Bilanzierung unserer Pensionsgeschäfte und unserer eingegangenen Wertpapierleihen beurteilen wir vor dem Hintergrund der Vorschriften zur Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Im Rahmen von Pensionsgeschäften erwerben wir als Pensionsnehmer Wertpapiere mit der gleichzeitigen Verpflichtung, diese zu einem späteren Zeitpunkt an den Pensionsgeber zurückzuverkaufen. Da die Chancen und Risiken aus den Wertpapieren beim Pensionsgeber verbleiben, werden diese bei uns nicht bilanziert. Vielmehr ist in Höhe des gezahlten Betrags eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber unter den finanziellen Forderungen auszuweisen. Zinserträge aus diesen Geschäften zeigen wir im Ergebnis aus Kapitalanlagen. Von uns als Pensionsgeber abgegebene Wertpapiere buchen wir dementsprechend nicht aus. Gleichzeitig weisen wir in Höhe des vom Pensionsnehmer erhaltenen Betrags eine Verbindlichkeit aus.

Wertpapiere, die wir im Rahmen der Wertpapierleihe verleihen, weisen wir weiterhin in der Konzernbilanz aus, da die wesentlichen Risiken und Chancen, die aus ihnen resultieren, bei Munich Re verbleiben. Von uns entliehene Wertpapiere zeigen wir dementsprechend nicht in der Konzernbilanz. Gebühren aus der Wertpapierleihe werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen erfasst.

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen ist bei Munich Re grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung.

Munich Re nimmt in geringem Umfang Absicherungen von Zahlungsströmen vor. Abgesichert wird dabei insbesondere das Risiko schwankender Zahlungsströme bei variablen

Zinszahlungen. Dabei wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument, der als wirksame Absicherung bestimmt wird, im Sonstigen Ergebnis erfasst. Der ineffektive Teil der Absicherung ist hingegen erfolgswirksam zu erfassen. In der Periode, in der die abgesicherten Zahlungsströme erfolgswirksam werden, wird der aus der wirksamen Absicherung im Eigenkapital gebildete Betrag in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Zur Absicherung setzt Munich Re insbesondere Zinsswaps ein.

Weitere Erläuterungen siehe > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (47) Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Beizulegender Zeitwert

IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Alle Finanzinstrumente und übrigen Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bzw. solche Finanzinstrumente und übrige Posten, deren beizulegender Zeitwert im Konzernanhang anzugeben ist, ordnen wir einem der drei Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu.

Die Zuordnung eines Instruments zu einem Level gibt dabei Auskunft darüber, in welchem Umfang am Markt beobachtbare Bewertungsparameter Eingang in die Bewertung des Instruments gefunden haben. Sofern Marktpreise vorliegen, stellen diese den objektivsten Maßstab für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert dar und sind zu verwenden. Wenn die Bewertung anhand eines Modells erfolgt, werden zunächst, soweit verfügbar, am Markt beobachtbare Parameter verwendet. Sofern erforderlich, werden diese um nicht beobachtbare Parameter ergänzt.

Bei Level 1 handelt es sich um notierte Marktpreise auf aktiven Märkten für identische Finanzinstrumente, auf die Munich Re zum Bewertungsstichtag zugreifen kann. Wir haben diesem Level überwiegend Aktien, Aktienfonds sowie börsengehandelte Derivate zugeordnet.

Bei den Vermögenswerten, die Level 2 zugeordnet werden, erfolgt die Bewertung auf Basis von Modellen, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die für die Bewertung verwendeten Parameter müssen dabei über die gesamte Vertragslaufzeit des Instruments beobachtbar sein. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung und zur Bewertung erforderliche Marktdaten von Preisanbietern zur Verfügung gestellt werden, sind ebenfalls diesem Bewertungslevel zugeordnet. Hintergrund ist, dass für diese Bewertungen nicht vollständig bestimmt werden kann, in welchem Umfang die verwendeten Daten am Markt beobachtbar sind. Dem Bewertungslevel 2 haben wir im Wesentlichen Inhaberschuldverschreibungen, Rentenfonds, Schuldscheindarlehen, Pfandbriefe, nachrangige Wertpapiere, bestimmte

Kreditstrukturen sowie nicht börsengehandelte Derivate und nachrangige Verbindlichkeiten zugeordnet. Ebenfalls diesem Bewertungslevel gehört ein Großteil der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten an.

Vermögenswerte und Schulden, in deren Bewertung auch nicht am Markt beobachtbare Parameter einfließen, werden Level 3 zugeordnet, sofern diese Parameter einen wesentlichen Einfluss auf die Marktbewertung haben. Die verwendeten Parameter spiegeln die Annahmen von Munich Re darüber wider, welche Einflussgrößen die Marktteilnehmer bei der Preissetzung berücksichtigen würden. Wir verwenden dazu die besten am Markt verfügbaren Informationen und ergänzen diese um unternehmensinterne Daten. Bei den dieser Bewertungsstufe zugeordneten Beständen handelt es sich überwiegend um als Finanzinvestition gehaltene und eigengenutzte Immobilien sowie um Immobilienfonds. Fonds, die vorrangig in theoretisch bewertete Instrumente investieren, Investitionen in Infrastruktur und in Private Equity ordnen wir ebenfalls Level 3 zu. Dasselbe gilt für Anteile an verbundenen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für versicherungsnahe Finanzinstrumente.

Für Instrumente, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, bestimmen wir im Einzelfall, welchem Level der Bewertungshierarchie die beizulegenden Zeitwerte entsprechen.

Erläuterungen zu den Bewertungsmodellen sowie zu den Bewertungsprozessen siehe > Erläuterungsteil > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (43) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten und Schulden.

Versicherungsverträge

Unsere Versicherungsverträge sind auf Ebene der Portfolios unter folgenden Posten in der Konzernbilanz ausgewiesen:

  • − Vermögenswerte: B. Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind und C. Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind;
  • − Verbindlichkeiten: C. Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind und D. Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind.

Postenspezifische Erläuterungen finden sich unter > Aktivseite sowie > Passivseite.

Für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen wenden wir im Geschäftsjahr 2023 erstmalig IFRS 17 an.

Klassifizierung als Versicherungsvertrag

Die Einstufung eines Vertrags im Anwendungsbereich des IFRS 17 als Versicherungsvertrag setzt voraus, dass ein signifikantes Versicherungsrisiko übernommen oder durch einen Rückversicherungsvertrag abgegeben wird. Diese Beurteilung nehmen wir im Rahmen unseres Risikotransfertests vor. Als signifikant stufen wir ein Versicherungsrisiko ein, wenn in einem Szenario mit wirtschaftlicher Substanz

bei Eintreten des versicherten Ereignisses im Einzelfall signifikante zusätzliche Beträge zu leisten sind und die Möglichkeit eines Verlusts auf Barwertbasis besteht. Alternativ stufen wir Verträge als Versicherungsverträge ein, wenn im Wesentlichen das gesamte Versicherungsrisiko im Zusammenhang mit den rückversicherten Anteilen der zugrunde liegenden Versicherungsverträge auf den Rückversicherer übertragen wird. Verträge, die kein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen, stellen in der Regel Finanzinstrumente dar und werden nach den Regelungen von IFRS 9 bilanziert. Ausgenommen davon sind Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, da diese in den Anwendungsbereich von IFRS 17 fallen.

Abtrennung von Komponenten

Versicherungsverträge können folgende Komponenten beinhalten:

  • − eingebettete Derivate;
  • − Kapitalanlagekomponenten;
  • − nichtversicherungsbezogene Dienstleistungen.

Enthält ein Versicherungsvertrag eingebettete Derivate, die nicht selbst Verträge im Anwendungsbereich des IFRS 17 sind, werden für die Beurteilung der Trennungspflicht und die Bilanzierung des Derivats die Vorschriften des IFRS 9 angewendet. Wir verweisen auf die Ausführungen in diesem Kapitel unter > Finanzinstrumente > Eingebettete Derivate.

Eigenständig abgrenzbare Kapitalanlagekomponenten und nichtversicherungsbezogene Dienstleistungen werden vom Versicherungsvertrag getrennt und nach den Vorschriften des IFRS 9 bzw. IFRS 15 bilanziert. Sie sind für Munich Re von untergeordneter Bedeutung. Derzeit hat Munich Re keine wesentlichen eigenständigen Kapitalanlagekomponenten identifiziert.

Aggregationsniveau

Der Ansatz und die Bewertung erfolgen auf der Ebene von Gruppen von Versicherungsverträgen. Dazu fassen wir Versicherungsverträge mit ähnlichen Risiken, die gemeinsam gesteuert werden, zunächst zu einem Portfolio zusammen. Wenn Versicherungsverträge in unterschiedlichen Währungen mit aber ähnlichem Risikoprofil vorliegen, können diese im selben Portfolio und in derselben Gruppe von Versicherungsverträgen sein, wenn sie gemeinsam gesteuert werden. In einem zweiten Schritt werden die Portfolios anhand ihrer Profitabilität in die folgenden Gruppen von Versicherungsverträgen unterteilt:

  • − Gruppe von Verträgen, die beim erstmaligen Ansatz belastend sind;
  • − Gruppe von Verträgen, bei denen beim erstmaligen
  • − Ansatz keine signifikante Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass diese belastend werden;
  • − Gruppe mit den verbleibenden Verträgen eines Portfolios.

Einen Versicherungsvertrag stufen wir beim erstmaligen Ansatz als belastend ein, wenn der risikoadjustierte Barwert aller zur Vertragserfüllung erwarteten Zahlungsströme im Saldo einen Nettomittelabfluss darstellt. Aufgrund von

Schätzungsänderungen in Bezug auf künftige Leistungen kann eine Gruppe von Versicherungsverträgen auch in der Folgebewertung belastend werden. Die beim erstmaligen Ansatz getroffene Einstufung in die entsprechenden Gruppen bleibt hiervon jedoch unberührt. Das heißt, es findet keine Neubeurteilung der Zusammensetzung der Gruppen statt.

Ferner gewährleisten wir, dass in die so gebildeten Gruppen nur solche Verträge aufgenommen werden, die uns innerhalb eines Jahres zugehen. Insofern machen wir nicht von der Möglichkeit Gebrauch, Gruppen von Versicherungsverträgen von der Vorgabe der Bildung von Jahreskohorten auszunehmen (Annual Cohort Exemption gemäß Verordnung (EU) 2021/2036 vom 19.11.2021).

Ansatz

Eine Gruppe von abgeschlossenen Versicherungsverträgen wird zum frühesten der folgenden Zeitpunkte angesetzt:

  • − zu Beginn des Deckungszeitraums der Gruppe von Verträgen;
  • − zum Zeitpunkt der Fälligkeit der ersten Zahlung eines Versicherungsnehmers in der Gruppe und
  • − für eine Gruppe von belastenden Verträgen, wenn die Gruppe belastend wird.

Bewertung

IFRS 17 gibt ein in sich geschlossenes Bilanzierungsmodell für die Abbildung aller Versicherungsverträge vor. Ausgangspunkt ist hierbei das allgemeine Bewertungsmodell (General Measurement Model, GMM), das insbesondere in der Lebensrückversicherung sowie bei Teilen des Erstversicherungsgeschäfts im Schaden- und Unfallbereich Anwendung findet. In Anbetracht der hohen Komplexität des GMM erlaubt IFRS 17 in erster Linie für kurz laufende Verträge die Anwendung eines vereinfachten Bewertungsmodells (Premium Allocation Approach, PAA). Von diesem vereinfachten Bewertungsansatz machen wir insbesondere für unser Rückversicherungsgeschäft im Schaden- und Unfallbereich sowie für weite Teile des Erstversicherungsgeschäfts im Schaden- und Unfallbereich Gebrauch. Für bestimmte überschussberechtigte Erstversicherungsverträge sieht der Standard zudem ein modifiziertes Bewertungsmodell (Variable Fee Approach, VFA) vor. Dieses wenden wir für entsprechende Lebens- und Krankenerstversicherungsverträge an.

Für alle Bewertungsmodelle unterscheiden wir grundsätzlich zwischen einer Vorschadenphase (Deckungsrückstellung) und einer Schadenphase nach Eintritt des versicherten Ereignisses (Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle). Die Grundkonzeptionen der Bewertungsansätze werden im Folgenden näher erläutert.

Allgemeines Bewertungsmodell (General Measurement Model, GMM)

Vorgehensweise

Das GMM basiert auf einem vier Elemente umfassenden Bausteinansatz. Ausgangspunkt der Bewertung unserer Ansprüche und Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft sind die zur Vertragserfüllung erwarteten künftigen Zahlungsströme (Baustein 1). Zur Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes und der finanziellen Risiken werden die Zahlungsströme abgezinst (Baustein 2). Aus dem Vergleich des Barwerts erwarteter Einzahlungsströme mit dem Barwert erwarteter Auszahlungsströme ergibt sich der für die Bewertung relevante Barwert der Nettozahlungsströme. Dieser wird um eine Risikoanpassung für das Tragen der Unsicherheit aus nichtfinanziellen Risiken hinsichtlich des Betrags und zeitlichen Anfalls der Zahlungsströme erweitert (Baustein 3). Für die zum Zeitpunkt des Erstansatzes als profitabel eingestuften Gruppen von Versicherungsverträgen grenzen wir den erwarteten Gewinn in der vertraglichen Servicemarge ab (Baustein 4). Diesen realisieren wir anhand unserer Leistungserbringung über den Deckungszeitraum.

Für Gruppen von Versicherungsverträgen, bei denen hingegen die Summe aus dem Barwert der Auszahlungsströme und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken den Barwert der erwarteten Einzahlungsströme übersteigt, erfassen wir den zum Zugangszeitpunkt erwarteten Verlust unmittelbar aufwandswirksam in der Verlustkomponente.

Für die Folgebewertung der Deckungsrückstellung führen wir eine Neubewertung der Bausteine 1 bis 3 mit aktuellen Annahmen und Parametern durch. Die vertragliche Servicemarge nimmt hierbei unter anderem nichtfinanzielle Schätzungsänderungen in Bezug auf die künftige Deckung sowie Neugeschäftsmargen auf und wird entsprechend der Leistungserbringung fortgeschrieben. Der Buchwert der Deckungsrückstellung ergibt sich zu jedem Bilanzstichtag aus der Summe des Barwerts erwarteter Nettozahlungsströme, der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken sowie der vertraglichen Servicemarge.

Zahlungsströme (Baustein 1)

Den Ausgangspunkt bei der Bewertung von Gruppen von Versicherungsverträgen bildet die aktuelle Schätzung aller zur Vertragserfüllung erforderlichen Zahlungsströme, die innerhalb der Vertragsgrenzen anfallen.

Bestandteile der einzubeziehenden Zahlungsströme sind unter anderem Prämienzahlungen, Leistungen an den Versicherungsnehmer, Kosten des Abschlusses und der Verwaltung der Verträge sowie zur Regulierung eingetretener Schäden. Dabei bilden die in das Bewertungsmodell eingehenden Zahlungsströme zu jedem Bilanzstichtag stets unsere aktuelle Einschätzung und Erwartung im Zusammenhang mit der Erfüllung der Verpflichtungen ab. Alle Einzahlungsströme der Versicherungsverträge werden unabhängig von ihrem Zahlungsweg, daher auch wenn diese indirekt über einen Vermittler erfolgen, einbezogen. In den Zahlungsströmen berücksichtigen wir einen Anteil von bestimmten festen und variablen Gemeinkosten, die direkt der Erfüllung von Versicherungsverträgen zugeordnet werden können.

Abzinsung (Baustein 2)

Im Rahmen des GMM zinsen wir die zukünftigen Zahlungsströme mit aktuellen Zinssätzen ab. Dadurch wird der Zeitwert des Geldes in der Bewertung berücksichtigt, sodass

zu unterschiedlichen Zeitpunkten erwartete Zahlungsströme vergleichbar gemacht werden. Dabei wählen wir Abzinsungssätze, die den Zahlungsstromeigenschaften der Gruppen von Versicherungsverträgen in ihrer Gesamtheit möglichst gut entsprechen, und nutzen im größtmöglichen Umfang beobachtbare Marktdaten. Die Ermittlung der Abzinsungssätze basiert auf einem Bottom-up-Ansatz, bei dem die Solvency-II-Zinskurven laut Aufsichtsbehörde EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) als risikolose Zinssätze die Ausgangsbasis bilden. Es wird sichergestellt, dass Aufschläge für das Eingehen von Kreditrisiken keinen Einfluss auf die Abzinsung der Zahlungsströme sowie der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken entfalten. Ausfallrisiken jeglicher Art finden keinen Eingang in die von uns angewendeten Abzinsungssätze. Sofern relevant, kann jedoch eine Illiquiditätsprämie als Aufschlag auf die Zinskurve berücksichtigt werden, um den Unterschieden in der Liquidität zwischen den versicherungstechnischen Verpflichtungen und den liquiden Referenzinstrumenten, die zur Ermittlung des risikolosen Zinses herangezogen werden, Rechnung zu tragen. Dies wird für relevante Portfolios insbesondere im Lebenserstversicherungsgeschäft angewendet.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die für die künftige Deckung bzw. für die noch ausstehende Schadenabwicklung erwarteten Zahlungsströme mit aktuellen Zinssätzen neu bewertet. IFRS 17 gewährt ein auf Portfolioebene ausübbares Wahlrecht, Bewertungseffekte aufgrund von Änderungen der angewendeten Zinssätze sowie weiterer finanzieller Parameter im Eigenkapital anstatt in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung auszuweisen. Für den überwiegenden Teil unserer Versicherungsportfolios machen wir von diesem Wahlrecht unabhängig vom angewendeten Bewertungsmodell Gebrauch. Im allgemeinen Bewertungsmodell zeigen wir Veränderungen der finanziellen Parameter vollständig in der Deckungsrückstellung ohne Verlustkomponente.

Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken (Baustein 3)

Zahlungsströme aus Versicherungsverträgen sind in der Regel durch ein besonderes Maß an Unsicherheit über den Zeitpunkt des Eintritts des versicherten Ereignisses und die Schadenhöhe gekennzeichnet. Zudem können sich Änderungen in den Einschätzungen des Versicherungsgeschäfts durch verändertes Verhalten der Versicherungsnehmer beispielsweise im Hinblick auf die Ausübung von Optionen ergeben. Um diesen Unsicherheiten Rechnung zu tragen, sieht IFRS 17 als dritten Bewertungsbaustein eine explizite Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken vor. Diese stellt die Kompensation für die Risikotragung dar. Die Summe aus der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken und dem Barwert der Nettozahlungsströme ergibt folglich den für die Bewertung maßgeblichen unternehmensspezifischen Erfüllungswert.

Die Bestimmung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken steht im Einklang mit unserem internen Risikomodell unter Berücksichtigung der gruppenweiten Risikodiversifikation. Wir ermitteln die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken unter Anwendung der Kapitalkostenmethode. Dabei wenden wir einen Kapitalkostensatz von 6 % auf den für jeden künftigen Berichtszeitpunkt erforderlichen Kapitalbetrag unter der Annahme der Unternehmensfortführung an und zinsen das Ergebnis mit den risikofreien, um die Illiquidität angepassten Zinssätzen ab. Die von Munich Re verwendete Höhe der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken entspricht einem Konfidenzniveau von 88  (87) % über einen Einjahreszeitraum. Wie der Barwert der Zahlungsströme wird auch die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken zu jedem Bilanzstichtag auf Aktualität geprüft und an veränderte Verhältnisse angepasst.

IFRS 17 gewährt ein Wahlrecht, die Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken in das versicherungstechnische Ergebnis und versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aufzugliedern. Wir weisen die gesamte Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken als Teil des versicherungstechnischen Ergebnisses aus, sofern sie sich nicht auf Änderungen des Zeitwerts des Geldes beziehen.

Vertragliche Servicemarge (Baustein 4)

Die vertragliche Servicemarge grenzt einen zum Zugangszeitpunkt erwarteten Gewinn ab und verteilt diesen nach Maßgabe der Leistungserbringung über den Deckungszeitraum. Übersteigt zum Zugangszeitpunkt der Barwert der erwarteten Einzahlungsströme den Barwert der erwarteten Auszahlungsströme zuzüglich der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken, wird der mit der Versicherungsdeckung verbundene erwartete Gewinn zunächst als vertragliche Servicemarge erfasst und geht in die Bewertung der Deckungsrückstellung ein. Der erstmalige Bilanzansatz profitabel eingestufter Gruppen von Versicherungsverträgen bleibt damit erfolgsneutral. Werden einer Gruppe von Versicherungsverträgen innerhalb einer Jahreskohorte im Zeitablauf weitere profitable Verträge zum Zeitpunkt ihres Erstansatzes hinzugefügt, wird der jeweils für das Neugeschäft erwartete Gewinn der vertraglichen Servicemarge hinzugerechnet. In der Folgebewertung erfassen wir die Veränderung der vertraglichen Servicemarge als einen Bestandteil des Versicherungsumsatzes erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Den in einer Periode aufzulösenden Betrag der vertraglichen Servicemarge ermitteln wir anhand von Deckungseinheiten. Diese dienen der Bestimmung des Umfangs der Leistungserbringung für den Bestand in der aktuellen Periode im Verhältnis zur erwarteten Gesamtleistung über den kompletten Deckungszeitraum. Die Deckungseinheiten bestimmen wir für jedes Versicherungsgeschäft so, dass sie die jeweilige Leistungserbringung bestmöglich widerspiegeln. Dabei wählen wir grundsätzlich volumenbasierte Deckungseinheiten wie beispielsweise die Versicherungssumme, die teils an die Besonderheiten des (Rück-)Versicherungsgeschäfts angepasst werden.

Erwarten wir hingegen beim erstmaligen Ansatz einen Verlust, identifizieren wir den entsprechenden Teil des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme zuzüglich der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken als Verlustkomponente. Den erwarteten Verlust erfassen wir dabei unmittelbar bei Vertragsabschluss bzw. bei Bekanntwerden, dass die Gruppe von Versicherungsverträgen belastend ist,

in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Unsere Gruppierung der Versicherungsverträge ist darauf ausgerichtet, dass belastende Versicherungsverträge nicht mit profitablen Versicherungsverträgen zusammengefasst werden. Auch in der Folgebewertung sind unsere Kontrollmechanismen darauf ausgerichtet, für die künftige Deckung als belastend einzustufende Gruppen von Versicherungsverträgen frühzeitig zu identifizieren. Eine Verlustkomponente repräsentiert zu jedem Zeitpunkt den erwarteten Verlust aus der noch ausstehenden Gewährung von Leistungen. Wir lösen die Verlustkomponente systematisch anhand des noch ausstehenden Erfüllungsbetrags der Zahlungsströme sowie der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken bis zum Ende des Deckungszeitraums auf.

In der Folgebewertung kann eine zunächst profitable Gruppe von Versicherungsverträgen innerhalb einer Jahreskohorte belastend werden. In einem solchen Fall ist eine Verlustkomponente zu bilden. Umgekehrt kann eine Gruppe von belastend eingestuften Versicherungsverträgen in der Folgebewertung profitabel werden, sodass eine vertragliche Servicemarge entsteht. Sowohl die Verlustkomponente als auch die vertragliche Servicemarge werden in beiden Fällen bis zum Ende des Deckungszeitraums vollständig erfolgswirksam aufgelöst.

Prämienallokationsansatz (Premium Allocation Approach, PAA)

Anwendungsbereich

Wir wenden den PAA für alle Gruppen von Versicherungsverträgen an, für die die Anwendungsvoraussetzungen des vereinfachten Bewertungsmodells erfüllt sind. Dies gilt immer dann, wenn der Deckungszeitraum der jeweiligen Verträge ein Jahr nicht übersteigt oder aber wenn bei längerer Deckung vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass diese Vereinfachung zu einer Bewertung der Deckungsrückstellung für die Gruppe führt, die sich nicht wesentlich von derjenigen unterscheidet, die sich aus der Anwendung der Anforderungen des GMM ergeben würde. Die Länge des Deckungszeitraums wird hierbei maßgeblich durch das Konzept der Vertragsgrenzen beeinflusst. Wir wenden derzeit den PAA für unser Rückversicherungsgeschäft im Schaden- und Unfallbereich überwiegend an. Eine Ausnahme sind Gruppen von Versicherungsverträgen, bei denen zum Übergangszeitpunkt der Deckungszeitraum abgelaufen war und die sich in der Schadenabwicklung befinden. Bei diesen Gruppen von Versicherungsverträgen kommt das GMM zur Anwendung. Ein Bewertungsunterschied zwischen GMM und PAA lag zum Übergangszeitpunkt nicht vor, jedoch konnte die Anwendbarkeit des PAA zum weit in der Vergangenheit liegenden Erstansatz der Versicherungsverträge nicht mehr nachgewiesen werden.

Neben dem Rückversicherungsgeschäft im Schaden- und Unfallbereich bewerten wir auch weite Teile unseres Schaden- und Unfallgeschäfts in der Erstversicherung und Krankenerstversicherungsverträge nach Art der Schadenversicherung in der Regel unter Anwendung des PAA.

Vorgehensweise

Zum Zugangszeitpunkt passivieren wir die Verpflichtung zur Erbringung künftiger Versicherungsleistungen für eine Gruppe von Versicherungsverträgen in Höhe der erhaltenen Prämien abzüglich geleisteter Abschlusskosten. Im Fall von profitabel eingestuftem Geschäft werden weder der Barwert der erwarteten Nettozahlungsströme noch eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken oder eine vertragliche Servicemarge explizit und bilanzwirksam bestimmt. Sofern der Deckungszeitraum der Verträge innerhalb der Gruppe einen Zeitraum von einem Jahr nicht übersteigt, dürfen anfallende Abschlusskosten auch unmittelbar aufwandswirksam erfasst werden. Im Schaden- und Unfallbereich wenden wir dieses Wahlrecht in der Erstversicherung für weite Teile unseres Geschäfts an. Ferner gewährt IFRS 17 bei Anwendung des PAA im Vergleich zum GMM Erleichterungen in Bezug auf die Abzinsung zukünftiger Zahlungsströme. Liegt keine signifikante Finanzierungskomponente vor und ist mit einer Schadenabwicklung innerhalb eines Jahres nach Schadeneintritt zu rechnen, kann von einer Abzinsung abgesehen werden. Von dieser Möglichkeit machen wir derzeit keinen Gebrauch. Um größtmögliche Transparenz zu schaffen und die Bewertung unseres Geschäfts vergleichbar zu halten, berücksichtigen wir auch bei Anwendung des PAA den Zeitwert des Geldes.

Sofern uns Hinweise vorliegen, dass das abgeschlossene Geschäft bei Anwendung des GMM als belastend einzustufen wäre, vergleichen wir die Rückstellungshöhe bei Anwendung des PAA mit dem Bewertungsergebnis des GMM. Zeigt dieser Vergleich, dass der Buchwert der Rückstellung (Erfüllungswert) im GMM den Buchwert bei Anwendung des PAA übersteigt, passivieren wir die Differenz als Verlustkomponente unmittelbar aufwandswirksam. Hierbei berechnen wir explizit den Barwert der Nettozahlungsströme sowie die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken, um den Vergleich zum GMM zu ermöglichen. Dieser sogenannte Verlustträchtigkeitstest ist auf die frühzeitige Identifizierung belastender Verträge ausgerichtet und stellt zu jedem Zeitpunkt eine adäquate Reservierung sicher.

In der Folgebewertung einer profitablen Gruppe von Versicherungsverträgen wird der Buchwert der Deckungsrückstellung wie folgt fortgeschrieben: Zunächst wird der Buchwert um weitere erhaltene Prämienzahlungen erfolgsneutral erhöht bzw. um die mit dem Versicherungsvertrag direkt in Zusammenhang stehenden geleisteten Abschlusskostenzahlungen vermindert, sofern wir nicht von dem Wahlrecht Gebrauch machen, diese unmittelbar aufwandswirksam zu erfassen. Nach Maßgabe der erbrachten Leistungen wird die Rückstellung in Höhe des vereinnahmten Versicherungsumsatzes reduziert. Die Vereinnahmung nehmen wir vor, indem wir die für den Deckungszeitraum innerhalb der Vertragsgrenzen erwartete Gesamtprämie risikogerecht auf die Perioden verteilen. Auch für die Folgebewertung profitabler Gruppen von Versicherungsverträgen gilt, dass der Barwert der Nettozahlungsströme, die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken und die vertragliche Servicemarge nicht explizit bestimmt werden, damit der PAA seine vereinfachende Wirkung entfaltet. Bei Vorliegen einer belastenden Gruppe von Versicherungsverträgen und

nach Eintritt eines versicherten Ereignisses bilden wir analog zum GMM die risikoangepassten Nettozahlungsströme wieder explizit ab.

Auch bei Anwendung des PAA ist zwischen der Deckungsrückstellung und den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zu unterscheiden. Für die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist auch beim PAA eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken zu bestimmen.

Bewertungsansatz für Verträge mit direkter Überschussbeteiligung (Variable Fee Approach, VFA)

Anwendungsbereich

Ein Versicherungsvertrag kann neben einer Verpflichtung zur Leistung im Fall des Eintritts eines Schadenereignisses auch eine Verpflichtung zur Beteiligung des Versicherungsnehmers an Gewinnanteilen umfassen.

Verträge mit einer Verpflichtung zur direkten Überschussbeteiligung werden in der Regel nach den Vorschriften des VFA bewertet. Voraussetzung für die Anwendbarkeit des VFA ist, dass die Verträge eine Beteiligung des Versicherungsnehmers an der Entwicklung eines zugrunde liegenden Referenzwerts für die unterliegenden Vermögenswerte (Underlying Items) vorsehen. Dies gilt für das deutsche überschussberechtigte Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft sowie für weite Teile unserer internationalen Lebens- und Krankenerstversicherungsverträge. Auch die fondsgebundene Lebensversicherung ist ein Anwendungsfall des VFA. Abgeschlossene sowie abgegebene Rückversicherungsverträge sind hingegen von diesem Bewertungsansatz ausgeschlossen.

Vorgehensweise

Aufgrund der besonderen Charakteristik von Versicherungsverträgen mit direkter Überschussbeteiligung verstehen wir unseren Anteil an den Erträgen aus den Underlying Items als eine variable Gebühr und bilanzieren diese entsprechend den Vorschriften des VFA. Diese variable Gebühr umfasst unseren Anteil am beizulegenden Zeitwert der Underlying Items und stellt unsere Kompensation für deren Verwaltung und Management dar.

Während sich für die Erstbewertung überschussberechtigter Verträge keine Unterschiede zur Anwendung des GMM ergeben, sieht IFRS 17 besondere Regelungen für die Folgebewertung vor. So verrechnen wir alle Effekte, die einen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert der Underlying Items und somit auf unsere variable Vergütung haben, mit der vertraglichen Servicemarge.

Für das deutsche Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft (nach Art der Lebensversicherung) sieht die Überschussbeteiligung eine Teilhabe des Versicherungsnehmers im Wesentlichen am Kapitalanlage-, Risiko- und Kostenergebnis vor. Der Wert der Underlying Items orientiert sich an dieser Überschussbeteiligung und wird durch den Barwert künftiger Zahlungen sowie unter Berücksichtigung der in der aktuellen Periode und in der Vergangenheit

geleisteten Zahlungen gebildet. Für die Zeitwertbewertung der Underlying Items stellen wir auf die Marktwerte der bedeckenden Nettovermögenswerte ab, wobei auch die das Eigenkapital bedeckenden Kapitalanlagen herangezogen werden. Aufgrund der Mechanik, insbesondere der deutschen Überschussbeteiligung, haben alle finanziellen wie versicherungstechnischen Effekte und Annahmeänderungen Einfluss auf die Überschussbeteiligung und damit auch auf unsere variable Vergütung. Somit werden unter anderem Marktwertänderungen der bedeckenden Kapitalanlagen, aktuelle Schadenrealisationen, Effekte aus dem Stornoverhalten der Versicherungsnehmer sowie weitere finanzielle und nichtfinanzielle Annahmeänderungen zunächst mit der vertraglichen Servicemarge verrechnet.

Die Ermittlung der Erfüllungswerte für das deutsche Lebensund Krankenerstversicherungsgeschäft (nach Art der Lebensversicherung) erfolgt aufgrund der vertraglichen Optionen und Garantien auf marktkonsistenter Basis im Rahmen einer risikoneutralen Bewertung, bei der auf Grundlage von Arbitragefreiheit nur ein grundsätzlich risikoloser Zins erwirtschaftet werden kann. Tatsächlich werden durch die Underlying Items in der Regel höhere Erträge erwirtschaftet. Daraus entstehende Differenzen zur risikoneutralen Bewertung werden im VFA in Höhe des Unternehmensanteils in der vertraglichen Servicemarge berücksichtigt. Die Vereinnahmung der vertraglichen Servicemarge berücksichtigt dabei die Effekte der auf die Berichtsperiode entfallenden erwarteten Überrendite aus der Entwicklung der Underlying Items. Dies führt zu einer angemessenen Erfassung der versicherungsvertraglichen Leistungserbringung über die Deckungsperiode hinweg und berücksichtigt, dass durch Underlying Items regelmäßig höhere Erträge im Vergleich zu einer risikoneutralen Sicht erwirtschaftet werden. Die Annahmen zur erwarteten Überrendite basieren auf Vorgaben, die sich bis zum Beginn des Geschäftsjahres aus der Unternehmensplanung ergeben. Dabei berücksichtigen wir, dass für das überschussberechtigte Geschäft sowohl eine Versicherungsleistung als auch eine investmentbezogene Dienstleistung zur Bewirtschaftung der bedeckenden Kapitalanlagen erbracht wird.

Ein weiterer Unterschied zum GMM besteht in der Wirkungsweise des Wahlrechts, den Einfluss der Änderung finanzieller Parameter auf die Bewertung entweder erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Bei Anwendung des VFA wird dieser Effekt nicht explizit erfasst. Vielmehr wird aufgrund der besonderen Verknüpfung mit der Aktivseite das erfolgswirksame Ergebnis des Underlying Items für die Passivseite in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung gespiegelt. Ein positives Kapitalanlageergebnis wird durch einen entsprechenden Finanzaufwand aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ausgeglichen. Erfolgsneutrale Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte als Bestandteile der Underlying Items werden für die Versicherungstechnik direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst. Dieser Wert entspricht den für die Kapitalanlagen im Sonstigen Ergebnis erfassten Beträgen zuzüglich bilanzunwirksamer Bewertungsreserven.

Währungsumrechnung

Unsere Tochterunternehmen erfassen Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung in ihrer jeweiligen funktionalen Währung weitestgehend erfolgswirksam. Die so umgerechneten Nettovermögenswerte ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnen wir mit den Stichtagskursen vom Jahresende in Euro um, Ergebnisse mit Quartalsdurchschnittskursen. Umrechnungsdifferenzen, die hieraus resultieren, werden im Eigenkapital erfasst.

Für Gruppen von Versicherungsverträgen, die Zahlungsströme in mehreren Währungen enthalten, berechnen wir innerhalb der Gruppe die Erfüllungswerte inklusive der vertraglichen Servicemarge jeweils in unterschiedlichen Währungen. Wechselkursänderungen in den unterschiedlichen Währungen führen zu einer Anpassung der jeweiligen Erfüllungswerte auf Gruppenebene, die dann in die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft umgerechnet werden.

Aktivseite

A Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen werden mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen. Bei Vorliegen von Wertminderungsindikatoren führen wir unterjährig zusätzliche Prüfungen durch.

Für die Werthaltigkeitsprüfung werden die Geschäfts- oder Firmenwerte den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die aus den Synergien der Unternehmenszusammenschlüsse Nutzen ziehen. Gleichzeitig stellt die Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, die niedrigste Ebene dar, auf welcher der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Die Geschäfts- oder Firmenwerte in der Rückversicherung sind den Ressorts zugeordnet, in der Erstversicherung dem Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland sowie den legalen Einheiten. Als signifikant betrachten wir Geschäfts- oder Firmenwerte, die mindestens 10 % des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts ausmachen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten überwiegend Softwarebestände sowie erworbene Vertriebsnetze und Kundenstämme.

Softwarebestände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen operativen Aufwendungen ausgewiesen. Sofern erforderlich, werden Wertminderungen der Bestände oder Wertaufholungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Kundenstämme und Vertriebsnetze werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von acht bis zwanzig Jahren abgeschrieben. Sofern erforderlich, werden Wertminderungen oder Wertaufholungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

Immaterielle Vermögenswerte, die im Zusammenhang mit unseren Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien stehen, werden separat unter den nichtfinanziellen Kapitalanlagen ausgewiesen. Wir verweisen auf die Ausführungen in diesem Kapitel unter > D Kapitalanlagen > Nichtfinanzielle Kapitalanlagen.

B Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind

Die Bilanzierung und Bewertung von abgegebenen Versicherungsverträgen folgt grundsätzlich dem Vorgehen bei abgeschlossenen Versicherungsverträgen. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen unter > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Versicherungsverträge. Unterschiede zur Bilanzierung und Bewertung von abgeschlossenen Versicherungsverträgen betreffen insbesondere die im Folgenden dargestellten Bereiche.

Eine Gruppe von abgegebenen Versicherungsverträgen wird zum früheren der folgenden Zeitpunkte angesetzt:

  • − Zu Beginn des Deckungszeitraums der Gruppe von abgegebenen Versicherungsverträgen oder
  • − zum Zeitpunkt, zu dem eine Gruppe von belastenden zugrunde liegenden Versicherungsverträgen erfasst wird.

Dabei gilt für Gruppen von abgegebenen Versicherungsverträgen mit anteiliger Deckung (zum Beispiel proportionale Rückversicherungsverträge), dass deren Ansatz erst zu dem Zeitpunkt erfolgt, zu dem die zugrunde liegenden Versicherungsverträge angesetzt werden, falls dieser Zeitpunkt erst nach dem Beginn des Deckungszeitraums der Gruppen der abgegebenen Versicherungsverträge liegt.

Für den überwiegenden Teil unserer abgegebenen Versicherungsverträge im Bereich Schaden/Unfall wenden wir den PAA an, während wir im Bereich Leben/Gesundheit auf das GMM zurückgreifen. Der VFA findet hingegen keine Anwendung auf abgegebene Versicherungsverträge.

Die Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme und deren Abzinsung werden zu jedem Bilanzstichtag auf der Basis aktueller Annahmen ermittelt. Die Annahmen treffen wir konsistent zu den Annahmen, die wir für die Bewertung der zugrunde liegenden abgeschlossenen Versicherungsverträge gewählt haben.

Wir bestimmen die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken bei abgegebenen Versicherungsverträgen als den Teil der Risiken, der effektiv auf den Rückversicherer übertragen wird. Grundlage bildet das Netto-Risikokapital nach Retrozession. Dabei stellen wir größtmögliche Konsistenz zur Bestimmung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für das zugrunde liegende Bruttogeschäft sicher.

Anders als bei abgeschlossenen Versicherungsverträgen kann die vertragliche Servicemarge für abgegebene Versicherungsverträge positiv oder negativ werden. In diesem Zusammenhang wird eine positive vertragliche Servicemarge als Nettogewinn und eine negative vertragliche Servicemarge als Nettokosten bezeichnet. Für prospektiven Rückversicherungsschutz sind sowohl ein Nettogewinn als auch Nettokosten beim Erwerb der Rückversicherung über den Deckungszeitraum abzugrenzen. Änderungen der Erfüllungswerte verrechnen wir mit der vertraglichen Servicemarge, sofern sich diese Änderungen auf zukünftige Leistungen beziehen. Sind die Schätzungsänderungen jedoch auf erfolgswirksame Bewertungsanpassungen der rückgedeckten Versicherungsverträge zurückzuführen, erfassen wir deren Effekt auf die Bewertung des abgegebenen Versicherungsvertrags erfolgswirksam. Dies ermöglicht uns eine konsistente Abbildung des Bruttogeschäfts mit den

abgegebenen Versicherungsverträgen. Die vertragliche Servicemarge wird im Rahmen der Folgebewertung auf Basis der Deckungseinheiten auf die verbleibende Dauer des Deckungszeitraums verteilt.

Für retroaktive abgegebene Versicherungsverträge, bei denen die Schadenabwicklung nach Eintritt eines versicherten Ereignisses abgesichert ist, erfassen wir die Nettokosten aus dem Erwerb der Rückversicherung aufwandswirksam. Ein erwarteter Nettogewinn hingegen wird in einer vertraglichen Servicemarge unter der Wahl geeigneter Deckungseinheiten über den Abwicklungszeitraum der zugrunde liegenden Verträge verteilt.

Sofern für eine Gruppe des zedierten Bruttogeschäfts aufgrund belastender Verträge ein Verlust ausgewiesen wird, bilden wir eine sogenannte Verlustrückerstattungskomponente. Im Verhältnis der erwarteten Entlastung stellen wir so der für das Bruttogeschäft aufwandswirksam zu bildenden Verlustkomponente ertragswirksam eine Verlustrückerstattungskomponente gegenüber. Dies führt dazu, dass wirksamer Rückversicherungsschutz auch bilanziell angerechnet wird und im Ergebnis nur ein nicht rückgedeckter Verlust aus dem Bruttogeschäft in der jeweiligen Periode ergebniswirksam bleibt. Auflösungen der Verlustrückerstattungskomponente führen zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge, sofern es sich bei diesen Auflösungen nicht um Änderungen der Erfüllungswerte der Gruppe der abgegebenen Versicherungsverträge handelt.

Die Höhe der Verlustrückerstattungskomponente ergibt sich aus dem Produkt des ausgewiesenen Verlusts und dem Prozentsatz der erwarteten erstattungsfähigen Schäden aus den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen. In der Folgebewertung wird die Verlustrückerstattungskomponente um die Veränderungen der zugrunde liegenden Verlustkomponente der zugrunde liegenden Versicherungsverträge angepasst. Die Verlustrückerstattungskomponente ist bei Munich Re von untergeordneter Bedeutung.

C Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind

Abgeschlossene Versicherungsverträge, bei denen aus der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschiften Vermögenswerte resultieren, werden auf Ebene der Portfolios in der Konzernbilanz separat von den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung abgeschlossener Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind, folgt dem Vorgehen bei abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die Verbindlichkeiten sind. Wir verweisen auf die Ausführungen unter > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Versicherungsverträge sowie unter > Passivseite > D Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind.

D Kapitalanlagen

Nichtfinanzielle Kapitalanlagen

Die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen

Immobilien erfolgt nach dem Anschaffungskostenmodell oder – falls diese im Zusammenhang mit dem Bewertungsansatz für direkt überschussbeteiligte Versicherungsverträge als Underlying Items gehalten werden – nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Modell).

Bei der Bewertung nach dem Anschaffungskostenmodell werden bauliche Maßnahmen grundsätzlich ab 5 % der bisherigen historischen Gebäudeanschaffungs- bzw. -herstellungskosten auf Aktivierbarkeit analysiert. Gebäude schreiben wir nach dem Komponentenansatz entsprechend ihrer gebäudeklassenspezifischen gewichteten Nutzungsdauer planmäßig linear ab. Die zugrunde gelegte gewichtete durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt rund 38 Jahre. Sowohl bei Grundstücken als auch bei Gebäuden nehmen wir Wertminderungen vor, wenn ihr erzielbarer Betrag unter den Buchwert sinkt. Unterhaltungskosten erfassen wir als Aufwand.

Werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Zusammenhang mit dem Bewertungsansatz für direkt überschussbeteiligte Versicherungsverträge als Underlying Items gehalten, bilanzieren wir diese zum beizulegenden Zeitwert. Diese Grundstücke und Bauten bedecken versicherungstechnische Verbindlichkeiten, deren Höhe direkt vom beizulegenden Zeitwert der Grundstücke und Bauten bestimmt werden. Bei deren erstmaligem Ansatz erfolgt die Bewertung mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im Konzernergebnis.

Die unter den nichtfinanziellen Kapitalanlagen ausgewiesenen Sachanlagen beinhalten insbesondere unsere Anlagen in erneuerbare Energien und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie werden linear über eine Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren, mehrheitlich jedoch über 20 Jahre abgeschrieben. Der jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung folgen bei Bedarf Wertminderungen oder Wertaufholungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Immaterielle Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit unseren Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien stehen, werden grundsätzlich bilanziert wie in diesem Kapitel unter > A Immaterielle Vermögenswerte > Sonstige immaterielle Vermögenswerte im Absatz zu Kundenstämme und Vertriebsnetze dargestellt. Es handelt sich hier überwiegend um Lizenzen, Konzessionen und Nutzungsrechte zum Betrieb von Anlagen in erneuerbaren Energien.

Unsere Forstinvestments weisen wir unter den biologischen Vermögenswerten aus. Sie werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten

Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, setzen wir regelmäßig mit ihrem beizulegenden Zeitwert an. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts weisen wir in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung aus. Für den Konzernabschluss wesentliche Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir nach der Equity-Methode, das heißt mit unserem Anteil an deren Eigenkapital. Dabei ist unser Anteil am Jahresergebnis im Ergebnis aus Kapitalanlagen enthalten. In der Regel werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahres- oder Konzernabschluss des assoziierten bzw. Gemeinschaftsunternehmens entnommen. Bei Abschlüssen bedeutender assoziierter bzw. Gemeinschaftsunternehmen werden angemessene Anpassungen an unsere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen und bedeutende Geschäftsvorfälle oder andere Ereignisse phasengleich berücksichtigt.

Finanzielle Kapitalanlagen

Die finanziellen Kapitalanlagen stellen den Großteil unserer finanziellen Vermögenswerte dar. Ihre Klassifizierung für die Folgebewertung richtet sich nach dem Geschäftsmodell zur Steuerung des finanziellen Vermögenswerts sowie nach den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme.

Die finanziellen Kapitalanlagen werden überwiegend zur Deckung der durch die Versicherungsverträge eingegangenen Verpflichtungen eingesetzt und im Rahmen des Asset-Liability-Managements auf Basis ihrer Duration und ihres Risikoprofils gesteuert. Insofern beruht die Steuerungsstrategie darauf, sowohl vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen als auch finanzielle Vermögenswerte zu verkaufen. Diese finanziellen Kapitalanlagen werden somit im Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" gesteuert.

Sofern die nach dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" gesteuerten Kapitalanlagen zusätzlich das Zahlungsstromkriterium erfüllen, werden sie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dies trifft auf den Großteil unserer finanziellen Kapitalanlagen zu. Dabei handelt es sich insbesondere um Anleihen und Darlehen.

Anleihen und Darlehen, die das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllen, werden hingegen ebenso wie Aktien, Anteile an Investmentfonds und Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Einlagen bei Kreditinstituten werden im Geschäftsmodel "Halten" gesteuert und erfüllen das Zahlungsstromkriterium. Sie werden somit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für weitere Einzelheiten zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Kapitalanlagen, einschließlich Wertminderung, verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Vergleichszahlen nach IAS 39

Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 machen wir unter Anwendung des Classification Overlay Approach von dem Wahlrecht Gebrauch, die Vergleichszahlen grundsätzlich nicht anzupassen, sondern diese weiterhin in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des IAS 39 auszuweisen. Im Folgenden fassen wir die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die in der Vergleichsperiode nach IAS 39 bilanzierten Finanzinstrumente zusammen.

Neben der Erstanwendung des IFRS 9 erfolgte eine Änderung an der Darstellung und Gliederung von Posten in der Konzernbilanz nach IAS 1.41. Dies hat zur Folge, dass die nachfolgend genannten Bewertungskategorien des IAS 39 nicht mehr den Bilanzposten entsprechen. Wir verweisen hierfür auf unsere Ausführungen unter > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen.

Darlehen unter IAS 39 sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie wurden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet.

Festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Wertpapiere, die jederzeit veräußerbar sind und die nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet oder unter den Darlehen ausgewiesen wurden, bilanzierten wir unter IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert, wobei wir Wertänderungen erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfassten. Unrealisierte Gewinne oder Verluste wurden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen bestimmt und nach Abzug latenter Steuern direkt in die übrigen Rücklagen eingestellt.

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Wertpapiere nach IAS 39 enthalten Handelsbestände und Wertpapiere, die als "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" klassifiziert werden. Handelsbestände umfassten bei Munich Re insbesondere alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten, die wir erworben haben, um Risiken zu steuern und ökonomisch zu sichern, die jedoch nicht den Vorgaben des IAS 39 für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung genügen. Bei den Wertpapieren, die nach IAS 39 als "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" klassifiziert wurden, handelt es sich um Wertpapiere, die trennungspflichtige eingebettete Derivate enthielten. Zudem erfolgte die Steuerung eines Portfolios von Darlehen auf Basis des beizulegenden Zeitwerts des Gesamtportfolios, das daher als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifiziert wurde.

Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen wurden unter IAS 39 ebenfalls erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Ebenso erfolgte die Bilanzierung der sonstigen versicherungsnahen Finanzinstrumente überwiegend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Einlagen bei Kreditinstituten wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Nennwert bilanziert.

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen unter IAS 39 setzte sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Wertaufholungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen, sonstigen Erträgen, Abschreibungen und Wertminderungen auf Kapitalanlagen sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus den nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen berechneten sich nach der Effektivzinsmethode.

Nach den Regelungen des IAS 39 erfolgte zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung, ob es bei unseren finanziellen Vermögenswerten und Gruppen finanzieller Vermögenswerte objektive substanzielle Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Da für die Erfassung von Wertminderungen sowohl dem Grunde nach als auch der Höhe nach Ermessensentscheidungen zu treffen waren, hatten wir hierzu einen Prozess etabliert, der gewährleistete, dass zu jedem Bilanzstichtag alle Kapitalanlagen, bei denen eine Wertminderung vorliegen könnte, identifiziert und einem Impairmenttest unterzogen werden. Auf Basis dieser Testergebnisse wurde zunächst eine Vorschlagsliste von Kapitalanlagen, für die eine Wertminderung zu erfassen ist, erstellt. Diese wurde dann einer nochmaligen Verifizierung unter Einbeziehung des Managements unterzogen.

IAS 39.59 enthält eine Liste mit objektiven Hinweisen auf Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte. Zusätzlich bestimmt IAS 39.61, dass der wesentliche oder nachhaltige Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten bei Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung gilt. Diese Regelungen wurden durch interne Richtlinien konkretisiert. Wir gingen davon aus, dass bei börsennotierten Aktien ein signifikantes Absinken des beizulegenden Zeitwerts vorliegt, wenn der Marktwert zum Betrachtungszeitpunkt mindestens 20 % oder mindestens 6 Monate unter den durchschnittlichen historischen Gesellschaftseinstandskursen lag. Bei festverzinslichen Wertpapieren sowie bei Darlehen wurden zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, insbesondere Hinweise auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten sowie die aktuelle Marktsituation und Nachrichtenlage über einen Emittenten herangezogen.

Die Bilanzierung hinsichtlich des Ansatzes und der Saldierung von Finanzinstrumenten sowie von Pensionsgeschäften und Wertpapierleihen unterscheidet sich nicht unter IFRS 9 und IAS 39.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für finanzielle Verbindlichkeiten unter IAS 39 entsprechen denen unter IFRS 9 mit der Ausnahme, dass IAS 39 bei einer freiwilligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair-Value-Option) keine erfolgsneutrale Erfassung der Wertänderungen aufgrund der Änderung der eigenen Bonität des Unternehmens vorsieht.

E Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung

Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung werden im Rahmen des Geschäftsmodells "Sonstige" gesteuert und daher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Für weitere Einzelheiten zur Klassifizierung und Bewertung sowie zu anderen postenübergreifenden Bilanzierungsmethoden verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente.

F Versicherungsnahe Finanzinstrumente

Versicherungsnahe Finanzinstrumente werden nicht für das Asset-Liability-Management eingesetzt. Sie werden stattdessen auf Basis ihres beizulegenden Zeitwerts im Rahmen des Geschäftsmodells "Sonstige" gesteuert und daher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Zu den versicherungsnahen Finanzinstrumenten gehören insbesondere Versicherungsderivate, Derivate aus Variable Annuities, Derivate zur Absicherung von Variable Annuities sowie Darlehen. Bei Letzteren wird im Rahmen der vertraglichen Ausgestaltung auf den Rückzahlungsanspruch durch den Eintritt versicherungstechnischer Ereignisse im Wesentlichen verzichtet. Ferner umfasst der Posten in direktem Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft stehende Finanzinstrumente, die den Charakter von Eigenkapitalinstrumenten aufweisen. Versicherungsderivate umfassen in derivativer Form abgeschlossene Retrozessionen, individuell ausgestaltete Derivate auf Versicherungsrisiken sowie derivative Bestandteile, die vom zugrunde liegenden Versicherungsvertrag getrennt wurden. Des Weiteren werden den versicherungsnahen Finanzinstrumenten Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko zugeordnet.

Für weitere Einzelheiten zur Klassifizierung und Bewertung sowie zu anderen postenübergreifenden Bilanzierungsmethoden verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente.

G Forderungen

Die unter diesem Posten ausgewiesenen Forderungen setzen sich aus den laufenden Steuerforderungen, den finanziellen Forderungen und den sonstigen Forderungen zusammen.

Wir setzen die laufenden Steuerforderungen entsprechend der lokalen Steuergesetzgebung und die sonstigen Forderungen mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten an. Die laufenden Steuerforderungen umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerforderungen werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen.

Die finanziellen Forderungen stellen Finanzinstrumente dar. Sie werden nach dem Geschäftsmodell "Halten" gesteuert und daher, sofern das Zahlungsstromkriterium erfüllt ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. In diesem Fall unterliegen sie dem Wertminderungsmodell nach IFRS 9. Andernfalls werden sie für die Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für weitere Einzelheiten zur Klassifizierung und Bewertung sowie zu anderen postenübergreifenden Bilanzierungsmethoden verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungsund Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente.

Die Werthaltigkeitsprüfung unserer nichtfinanziellen Forderungen, die in den Folgeperioden nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt in einem zweistufigen Prozess zunächst auf Ebene einzelner Posten und zusätzlich auf der Grundlage von Gruppen von Forderungen. Die so ermittelte Wertminderung wird aufwandswirksam erfasst. Entfallen die Gründe für die Wertminderung, nehmen wir eine erfolgswirksame Zuschreibung maximal auf die Anschaffungskosten vor.

H Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind Finanzinstrumente und unterliegen dem Geschäftsmodell "Halten". Daher werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. aufgrund ihres kurzfristigen Charakters zum Nennwert bewertet. Erfüllen sie die Zahlungsstrombedingung nicht, werden sie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für weitere Einzelheiten zur Klassifizierung und Bewertung sowie zu anderen postenübergreifenden Bilanzierungsmethoden verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente.

I Aktive Steuerabgrenzung

Aktive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen). Ebenso werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden gebildet, soweit ausreichend steuerpflichtige temporäre Differenzen bestehen, die sich erwartungsgemäß im gleichen Zeitraum auflösen wie die abziehbaren temporären Differenzen. Sind darüber hinaus weitere abziehbare temporäre Differenzen vorhanden, werden aktive latente Steuern darauf nur insoweit angesetzt, als wahrscheinlich ist, dass künftige Gewinne im gleichen Zeitraum wie die Auflösung der abziehbaren temporären Differenzen zu erwarten sind. Dabei wird ein in der Regel fünfjähriger Prognosezeitraum betrachtet. Wir berücksichtigen die landesspezifischen Steuersätze und die jeweilige steuerliche Situation der Konzerngesellschaft; teilweise verwenden wir zur Vereinfachung einheitliche Steuersätze

für einzelne Sachverhalte oder Tochterunternehmen. Änderungen des Steuersatzes und der Steuergesetze, die am Bilanzstichtag bereits beschlossen sind, berücksichtigen wir.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen, sofern sie dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde betreffen. Die Saldierung wird dabei insoweit vorgenommen, als für die zugrunde liegenden Steueransprüche und -schulden eine Aufrechnung grundsätzlich möglich ist.

J Übrige Aktiva

Übrige Aktiva enthalten im Wesentlichen Sachanlagen, die nicht im Zusammenhang mit unseren Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien stehen (insbesondere eigengenutzte Immobilien), und werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (Anschaffungskostenmodell). Abschreibungen erfolgen überwiegend linear, wobei die zugrunde gelegte gewichtete durchschnittliche Nutzungsdauer der eigengenutzten Gebäude rund 44 Jahre beträgt. Bei den nach dem Anschaffungskostenmodell bilanzierten eigengenutzten Grundstücken und Bauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Wertminderungen erfasst, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert am Bilanzstichtag liegt. Erforderliche Wertaufholungen erfolgen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Werden eigengenutzte Grundstücke und Bauten im Zusammenhang mit dem Bewertungsansatz für direkt überschussbeteiligte Versicherungsverträge als Underlying Items gehalten, bilanzieren wir diese nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Modell). Der erstmalige Ansatz erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im Konzernergebnis.

Weiterhin werden Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen unter den übrigen Aktiva ausgewiesen. Diese setzen sich zusammen aus Leasingverbindlichkeiten, bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen, anfänglichen direkten Kosten und Rückbauverpflichtungen. Die Abschreibung der Nutzungsrechte wird linear über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses vorgenommen.

K Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Der Posten kann einzelne Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten enthalten. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte bilanzieren wir mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Sie werden nicht mehr abgeschrieben. Bei Finanzinstrumenten bleibt die Bewertung unverändert, es ändert sich lediglich der Ausweis.

Passivseite

A Eigenkapital

Der Posten Ausgegebenes Kapital und Kapitalrücklage enthält die von den Aktionären der Münchener Rück AG auf die Aktien eingezahlten Beträge.

Als Gewinnrücklagen weisen wir die Gewinne aus, die Konzernunternehmen seit ihrer Zugehörigkeit zu Munich Re erzielt und nicht ausgeschüttet haben. Darüber hinaus wird bei einer Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen der frühesten dargestellten Periode erfasst. Die Gewinnrücklagen enthalten außerdem Effekte aus Neubewertungen von leistungsorientierten Versorgungszusagen.

Eigene Aktien werden vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf oder die Einziehung dieser Aktien erfolgt erfolgsneutral innerhalb der Eigenkapitalposten.

In den Übrigen Rücklagen berücksichtigen wir unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von finanziellen Kapitalanlagen erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Darüber hinaus sind die unrealisierten Gewinne und Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter und Gemeinschaftsunternehmen enthalten. Wir erfassen für einen überwiegenden Teil unserer Versicherungsportfolios die versicherungstechnischen Finanzerträge oder -aufwendungen in den übrigen Rücklagen unter den Veränderungen aus der Bewertung von Versicherungsverträgen. Dabei handelt es sich um die Bewertungseffekte aufgrund von Änderungen der angewendeten Zinssätze und weiterer finanzieller Parameter. Ferner werden in den übrigen Rücklagen die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen sowie das Bewertungsergebnis aus Sicherungsbeziehungen ausgewiesen.

Zum 1. Januar 2023 wurden erstmalig IFRS 9, Finanzinstrumente, und IFRS 17, Versicherungsverträge, angewendet. Die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 sind im Eigenkapital zum 1. Januar 2022 und die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 im Eigenkapital zum 1. Januar 2023 erfasst. Zu weiteren Einzelheiten der Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 17 verweisen wir auf unsere Ausführungen unter > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen sowie unter > Erläuterungsteil > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (24) Eigenkapital.

B Nachrangige Verbindlichkeiten

Nachrangige Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten, die im Liquidations- oder Insolvenzfall erst nach den Ansprüchen anderer Gläubiger erfüllt werden dürfen. Sie werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet.

Für weitere Einzelheiten zur Klassifizierung und Bewertung sowie zu anderen postenübergreifenden Bilanzierungsmethoden verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente.

C Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind

Abgegebene Versicherungsverträge, bei denen aus der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschiften Verbindlichkeiten resultieren, werden auf Ebene der Portfolios in der Konzernbilanz separat von den Vermögenswerten ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung abgegebener Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind, folgt dem Vorgehen bei abgegebenen Versicherungsverträgen, die Vermögenswerte sind. Wie verweisen hierzu auf unsere Ausführungen unter > Aktivseite > B Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind.

D Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind

Bei abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die Verbindlichkeiten sind, weisen wir die Deckungsrückstellung, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und die sonstigen versicherungstechnischen Verbindlichkeiten separat in der Konzernbilanz aus. Im Folgenden wird beschrieben, wie die einzelnen Posten im Rahmen der verschiedenen Bewertungsmodelle bilanziert werden. Die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind, sind unter > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Versicherungsverträge dargestellt.

Deckungsrückstellung

Die Deckungsrückstellung umfasst die Zahlungsverpflichtungen für versicherte Ereignisse, die noch nicht eingetreten sind, sowie für weitere noch nicht erbrachte Versicherungsleistungen. Sie setzt sich bei der Anwendung des GMM aus dem Barwert der risikoadjustierten erwarteten Zahlungsströme (Erfüllungswert) – bestehend aus den Bausteinen 1 bis 3 – und der vertraglichen Servicemarge (Baustein 4) zusammen. Für detaillierte Erläuterungen der Bausteine und deren Bewertung verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Versicherungsverträge. Den geschätzten Barwert der erwarteten Zahlungsströme sowie die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken bewerten wir zu jedem Bilanzstichtag auf Basis aktualisierter Annahmen neu. Den aus der Gewährung von Versicherungsschutz für eine Gruppe von Versicherungsverträgen erwarteten Gewinn weisen wir als vertragliche Servicemarge und somit explizit als Bestandteil der Deckungsrückstellung aus. Bei Änderungen des Erfüllungswerts im Zusammenhang mit künftigen Leistungen passen wir die vertragliche Servicemarge entsprechend an oder bilden erfolgswirksam eine Verlustkomponente, sobald die vertragliche Servicemarge aufgebraucht sein sollte.

Bei der Anwendung des PAA wird im Falle von profitablem Geschäft die Deckungsrückstellung bei der Erstbewertung in vereinfachter Weise in Höhe der erhaltenen Prämien und abzüglich der geleisteten Abschlusskosten, falls diese nicht unmittelbar aufwandswirksam erfasst werden, angesetzt. Insofern werden weder der Barwert der erwarteten Zahlungsströme noch eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken oder eine vertragliche Servicemarge ermittelt. Bei belastenden Gruppen von Versicherungsverträgen wird jedoch eine Verlustkomponente entsprechend den Vorschriften des GMM angesetzt und unter diesem Bilanzposten ausgewiesen. Im Rahmen der Folgebewertung berücksichtigen wir den Zeitwert des Geldes und erreichen somit eine größtmögliche Konsistenz zur Anwendung des GMM. Dabei erfolgt die Adjustierung der Deckungsrückstellung unter Verwendung historischer Zinskurven zum Erstansatzzeitpunkt.

Die Deckungsrückstellung für die nach dem VFA bewerteten Gruppen von Versicherungsverträgen setzt sich aus dem Barwert der risikoadjustierten erwarteten Zahlungsströme und der vertraglichen Servicemarge zusammen. Hierbei folgt die Ermittlung des Barwerts der erwarteten Zahlungsströme sowie der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken bei der Erstbewertung grundsätzlich dem Vorgehen bei Anwendung des GMM. Für die Folgebewertung nach dem VFA sieht IFRS 17, wie unter > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Versicherungsverträge dargestellt, besondere Regelungen vor.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle umfasst die Zahlungsverpflichtungen für bereits eingetretene, noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie für weitere bereits erbrachte Versicherungsleistungen. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der ersten drei Bausteine des GMM, das heißt, es wird der Barwert der risikoadjustierten Zahlungsströme gebildet. Wir ermitteln zunächst den nach unserer aktuariellen Einschätzung erforderlichen Barwert der Auszahlungsströme bis zur endgültigen Abwicklung des Versicherungsfalls. Der Barwert der Auszahlungsströme bildet sowohl die erwarteten Zahlungen an den Versicherungsnehmer als auch unsere Schadenregulierungskosten und Verwaltungskosten ab. Für die verbleibende Unsicherheit über die endgültige Schadenhöhe oder die Auszahlungszeitpunkte rechnen wir dem Barwert der Auszahlungsströme eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken hinzu.

Im Rahmen der Schätzungen berücksichtigen wir konsistent zur Deckungsrückstellung Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weitere Entwicklung (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Einflussfaktoren). Wir stellen durch unsere aktuariellen Projektionsmethoden zu jedem Zeitpunkt eine angemessene Reservierung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sicher und bewegen uns hierbei am oberen Ende der Bandbreite adäquater Erwartungswerte.

Zur Diskontierung künftiger risikoadjustierter Auszahlungsströme verwenden wir aktuelle Zinssätze und machen von dem Wahlrecht Gebrauch, den Einfluss der Änderung finanzieller Parameter auf die Bewertung im Sonstigen Ergebnis im Eigenkapital zu erfassen. Bei der Ermittlung der Erfüllungswerte der Schadenrückstellung im allgemeinen Bewertungsmodell und bei der Anwendung des PAA werden die geltenden Zinssätze zum Schadeneintrittszeitpunkt verwendet, jedoch legen wir je nach angewandtem Bewertungsmodell unterschiedliche Zinssätze als Referenz für die weitere Bewertung zugrunde. Im allgemeinen Bewertungsmodell werden Änderungen der finanziellen Parameter in der Schadenrückstellung im Vergleich zum erstmaligen Ansatz in der Deckungsrückstellung im Sonstigen Ergebnis gezeigt. Im PAA werden Änderungen der finanziellen Parameter in der Schadenrückstellung im Vergleich zum erstmaligen Ansatz in der Schadenrückstellung im Sonstigen Ergebnis gezeigt. Von der Möglichkeit, bei der Anwendung des PAA unter bestimmten Umständen von einer Abzinsung abzusehen, machen wir keinen Gebrauch. Aufgrund aggregierter Schadendaten seitens der Zedenten bedarf die Bestimmung des jeweiligen Schadeneintrittszeitpunkts einer Schätzung, die wir seit 2023 auf Quartalsbasis ermitteln (2022 auf Jahresbasis).

Bewertungsänderungen der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die sich durch Änderungen der aktuariellen Schätzungen oder infolge geänderter Kosten ergeben, erfassen wir erfolgswirksam.

Insbesondere für das überschussberechtigte Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft stellt die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in erster Linie die Zahlungsabwicklung an den Kunden dar. Wir differenzieren im Bilanzausweis der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten nicht zwischen Versicherungsverträgen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung und weiteren Versicherungsverträgen im Anwendungsbereich des VFA.

Sonstige versicherungstechnische Verbindlichkeiten

Unter dem Bilanzposten Sonstige versicherungstechnische Verbindlichkeiten weisen wir Bewertungsbestandteile für Gruppen von Versicherungsverträgen aus, wenn die Ansatzvoraussetzungen für diese Gruppen von Versicherungsverträgen noch nicht erfüllt sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Prämien, die vor der Fälligkeit der ersten Prämienzahlung und vor dem Beginn des Deckungszeitraums erhalten wurden.

E Andere Rückstellungen

Der Posten umfasst unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder einen Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit der Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen erteilen Unternehmen oder Pensionsfonds dem Mitarbeiter eine bestimmte Pensionszusage. Die Beiträge, die das Unternehmen zur

Finanzierung zu zahlen hat, sind nicht im Vorhinein festgelegt. Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (zum Beispiel eines Fonds oder eines Contractual Trust Arrangement in Form einer doppelseitigen Treuhand), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug dieser Vermögenswerte auszuweisen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte die zugehörigen ausgelagerten Pensionsverpflichtungen, ist dieser Rückzahlungsanspruch anzusetzen und wird unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern es wird auch ihre zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Die Annahmen über die zukünftige Entwicklung werden entsprechend den Gegebenheiten in den einzelnen Ländern festgelegt.

Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Unternehmensanleihen von Emittenten bester Bonität gelten.

Daneben umfasst der Posten die übrigen Rückstellungen. Wir bilden sie in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs. Sofern der Zinseffekt unwesentlich ist, werden sie nicht abgezinst.

F Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten umfassen Derivate, nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten, laufende Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.

Bei den Derivaten, den nichtderivativen finanziellen Verbindlichkeiten und einem Großteil der sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Finanzinstrumente. In Letzteren sind die Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug enthalten. Die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für finanzielle Verbindlichkeiten sind unter > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente dargestellt.

Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sind in den nichtderivativen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Die Leasingverbindlichkeit stellt den Barwert der eingegangenen Zahlungsverpflichtungen dar. Leasingzahlungen werden in der Regel mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Sofern der Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, bestimmbar ist, erfolgt die Abzinsung mit diesem.

Die laufenden Steuerverbindlichkeiten umfassen tatsächliche Ertragsteuern der einzelnen Gesellschaften, die sich auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung ergeben. Sonstige Steuerverbindlichkeiten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

G Passive Steuerabgrenzung

Passive latente Steuern müssen bilanziert werden, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder Passivposten niedriger anzusetzen sind als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und sich diese Differenzen in der Zukunft mit steuerlicher Wirkung wieder ausgleichen (temporäre Differenzen), siehe > Aktivseite > I Aktive Steuerabgrenzung.

H Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten

In diesem Posten sind Verbindlichkeiten ausgewiesen, die zusammen mit Veräußerungsgruppen übertragen werden sollen, siehe > Aktivseite > K Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

A Versicherungstechnisches Ergebnis

Der Versicherungsumsatz ist so definiert, dass eine Vergleichbarkeit mit der Umsatzgröße anderer Branchen erreicht werden soll, und unterscheidet für das GMM und den VFA zwischen verschiedenen Umsatzquellen. Der Versicherungsumsatz wird um Kapitalanlagekomponenten reduziert und bildet die Gegenleistung für die Erbringung von Versicherungsleistungen ab, auf die wir erwartungsgemäß einen Anspruch haben. Als Kapitalanlagekomponente wird der Betrag der Prämie bezeichnet, der in jedem Fall wieder an den Versicherungsnehmer zurückgezahlt wird, unabhängig davon, ob ein versichertes Ereignis eintritt oder nicht. Hierbei ist es unerheblich, ob der Betrag dem Versicherungsnehmer als Schadenzahlung oder aber als Gewinnbeteiligung zugutekommt. In Höhe der Kapitalanlagekomponente wird kein Versicherungsumsatz erfasst, und auch die Auszahlung dieses Betrags ist erfolgsneutral zu halten. Für unser Geschäft stellen insbesondere Rückkaufswerte in der Erstversicherung sowie erfolgsabhängige bzw. fixe Provisionen und Gewinnbeteiligungen in der Rückversicherung Kapitalanlagekomponenten dar, sofern diese Zahlungen erst nach Erhalt der Prämie an den Versicherungsnehmer zurückfließen. Die Reduktion des Versicherungsumsatzes um die Kapitalanlagekomponenten hat allerdings keinen Einfluss auf das versicherungstechnische Ergebnis, da sich korrespondierend die versicherungstechnischen Aufwendungen ebenfalls reduzieren.

Bei Anwendung des PAA wird der Betrag der der Periode zugeordneten erwarteten Prämieneinnahmen (mit Ausnahme einer etwaigen Kapitalanlagekomponente und nach Anpassung um den Zeitwert des Geldes) als Versicherungsumsatz erfasst. Dabei realisieren wir die erwarteten Prämieneinnahmen auf Grundlage des erwarteten Musters des Abbaus von Risiken während des Deckungszeitraums.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen umfassen insbesondere die Schadenaufwendungen (ohne Rückzahlung etwaiger Kapitalanlagekomponenten). Weiterhin weisen wir Verwaltungs- und Abschlusskosten separat unter den versicherungstechnischen Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus. Dabei erfolgt die Erfassung der Abschlusskosten unter den versicherungstechnischen Aufwendungen in der gleichen Höhe, wie sie bei der Bestimmung des Versicherungsumsatzes auf Basis einer systematischen Zuordnung auf die jeweiligen Perioden des Deckungszeitraums berücksichtigt wurden. Ferner weisen wir bei Anwendung des VFA die Veränderung der Underlying Items separat unter den versicherungstechnischen Aufwendungen aus.

Innerhalb des versicherungstechnischen Ergebnisses werden die Ergebnisbestandteile aus den in Rückdeckung gegebenen Versicherungsverträgen als separate Posten (abgegebener Versicherungsumsatz und versicherungstechnische Erträge aus abgegebenen Versicherungsverträgen) getrennt vom Versicherungsumsatz und den versicherungstechnischen Aufwendungen aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ausgewiesen.

B Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten

Das Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten umfasst laufende Erträge und Aufwendungen, die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Finanzinstrumente sowie Aufwendungen aus der Verwaltung von Kapitalanlagen und sonstige Erträge und Aufwendungen.

C Ergebnis aus Kapitalanlagen

Das Ergebnis aus Kapitalanlagen setzt sich zusammen aus den laufenden Erträgen, Erträgen aus Wertaufholungen, Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen, sonstigen Erträgen, erwarteten Kreditverlusten auf nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Kapitalanlagen, Abschreibungen und Wertminderungen nichtfinanzieller Kapitalanlagen sowie Verwaltungs-, Zins- und sonstigen Aufwendungen. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus den nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Kapitalanlagen berechnen sich nach der Effektivzinsmethode. Das heißt, eventuell vorhandene Agien oder Disagien werden ergebniswirksam über die Laufzeit verteilt.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesenen Zinserträge betreffen unsere erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt.

D Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung

Die Gewinne oder Verluste aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung werden im Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung berücksichtigt. Ihnen stehen entsprechende Veränderungen aus der Bewertung der Deckungsrückstellung der fondsgebundenen Lebensversicherung gegenüber, die in das versicherungstechnische Finanzergebnis einbezogen werden.

E Versicherungstechnisches Finanzergebnis

Die versicherungstechnischen Finanzerträge oder Finanzaufwendungen nehmen den Effekt aus der Aufzinsung des Barwertes der Nettozahlungsströme, der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken und der vertraglichen Servicemarge auf. Zinsänderungseffekte erfassen wir für einen überwiegenden Teil unserer Versicherungsportfolios hingegen im Sonstigen Ergebnis im Eigenkapital.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen

Erstmalig anzuwendende Standards

Die Anwendung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden folgt grundsätzlich dem Prinzip der Stetigkeit.

Ab dem Geschäftsjahr 2023 waren folgende neue oder geänderte IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden:

  • − IFRS 9 (07/2014), Finanzinstrumente: IFRS 9 löst die bisherigen Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten mit Wirkung zum 1. Januar 2023 ab. Wir wenden IFRS 9 mit allen bis zum 31. Dezember 2022 in EU-Recht übernommenen Ergänzungen an.
  • − IFRS 17 (05/2017), Versicherungsverträge sowie alle durch IFRS 17 angepassten anderen IFRS-Standards (insbesondere IAS 16 und IAS 40): IFRS 17 ersetzt mit Wirkung zum 1. Januar 2023 IFRS 4, Versicherungsverträge, und wird zur Bilanzierung und Bewertung von ausgestellten Versicherungsverträgen ("abgeschlossene Versicherungsverträge" einschließlich ausgestellter Rückversicherungsverträge), gehaltenen Rückversicherungsverträgen ("abgegebene Versicherungsverträge") sowie Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung angewendet. Wir wenden IFRS 17 mit allen bis zum 31. Dezember 2022 in EU-Recht übernommenen Ergänzungen an.
  • − Änderungen des IAS 1 (rev. 02/2021), Darstellung des Abschlusses, und des IFRS Practice Statement 2: Anwendung des Konzepts der Wesentlichkeit auf die (Anhang-) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • − Änderung des IAS 8 (rev. 02/2021), Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen
  • − Änderung des IAS 12 (rev. 05/2021), Ertragsteuern: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen
  • − Änderung des IAS 12 (rev. 05/2023), Ertragsteuern: Internationale Steuerreform – Säule-2-Modellregeln

IFRS 9 und IFRS 17 bringen bedeutende Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten sowie bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Versicherungsverträgen mit sich. Zudem hat die Umsetzung dieser Standards weitreichende Auswirkungen auf die Angaben im Konzernanhang.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Modellregeln für Pillar II – die Globale Mindestbesteuerung veröffentlicht. In einigen Ländern, in denen Munich Re tätig ist, werden diese in die lokale Steuergesetzgebung umgesetzt. Munich Re beobachtet und beachtet die gesetzlichen Änderungen. In Deutschland wurden diese Regelungen bereits umgesetzt und treten zum 1. Januar 2024 in Kraft. Aufgrund der neuen Anforderungen der Globalen Mindestbesteuerung wurden vom IASB im Mai 2023 Änderungen zu IAS 12 verabschiedet. Diese Regelungen beinhalten eine obligatorische Ausnahme von der Pflicht zur Bilanzierung aktiver und passiver latenter Steuern in Zusammenhang mit Pillar II.

Die weiteren, oben aufgeführten Änderungen an den bestehenden Standards sind für Munich Re nicht bzw. von untergeordneter Bedeutung.

Im Folgenden werden die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 17 näher erläutert. Für die allgemeine Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf > Postenübergreifende Bilanzierungsund Bewertungsmethoden.

Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9

Retrospektive Anwendung und Vergleichszahlen

Wir wenden die Vorschriften des IFRS 9 für die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten retrospektiv ab dem 1. Januar 2023 an. Die Erstanwendung erfolgt dabei in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9.

Wir machen grundsätzlich von dem Wahlrecht Gebrauch, die Vergleichszahlen nicht anzupassen, sondern sie weiterhin in Übereinstimmung mit den Bilanzierung- und Bewertungsvorschriften des IAS 39 auszuweisen. Jedoch üben wir im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 17 für bestimmte Finanzinstrumente (insbesondere Darlehen) die Umklassifizierungsmöglichkeit des sogenannten Classification Overlay Approach aus, um Bilanzierungsinkongruenzen im Umstellungszeitpunkt auf IFRS 17 zu vermeiden.

Dieser Ansatz eröffnet uns die Möglichkeit, diese Finanzinstrumente für die Vergleichsperiode so auszuweisen, als wären die Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 9 bereits in Kraft getreten. Bei der Anwendung des Classification Overlay Approach verzichten wir auf die Umsetzung des Konzepts zur Erfassung erwarteter Kreditverluste nach IFRS 9. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich in diesem Kapitel unter > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 > Vergleichszahlen.

Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach dem Geschäftsmodell, nach dem ein finanzieller Vermögenswert gesteuert wird, und dem Zahlungsstromkriterium.

Unsere finanziellen Vermögenswerte werden überwiegend erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dies betrifft insbesondere Anleihen und Darlehen, die nach dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" gesteuert werden und bei denen das Zahlungsstromkriterium erfüllt ist. Insgesamt wird unter IFRS 9 im Vergleich zu IAS 39 ein größerer Anteil unserer finanziellen Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Während sich der Anteil der zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost, AC) bewerteten finanziellen Vermögenswerte im Vergleich zur Bewertung nach IAS 39 verringert, steigt der Anteil der finanziellen Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten handelt es sich insbesondere um festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen, bei denen das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllt ist, sowie um Aktien, Anteile an Investmentfonds und Derivate.

Wesentliche Umklassifizierungen mit Auswirkungen auf die bilanzielle Folgebewertung betreffen bei den finanziellen Vermögenswerten insbesondere folgende Sachverhalte:

Aus der IAS 39-Kategorie "Kredite und Forderungen" (Loans and Receivables, LaR) ergeben sich Umgliederungen zur IFRS 9-Klassifizierung "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (Fair Value through Other Comprehensive Income, FVOCI). Hierbei handelt es sich um Hypothekendarlehen, Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen, die im Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" gesteuert werden und das Zahlungsstromkriterium erfüllen.

Eine Umklassifizierung aus der IAS 39-Kategorie "Kredite und Forderungen" (LaR) zur IFRS 9-Klassifizierung "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (Fair Value through Profit or Loss, FVPL) erfolgt für finanzielle Vermögenswerte, die das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllen, sowie für Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko, da diese im Geschäftsmodell "Sonstige" gesteuert werden.

Aus der IAS 39-Kategorie "jederzeit veräußerbar" (Available for Sale, AfS) zur IFRS 9-Klassifizierung "erfolgswirksam

zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVPL) werden insbesondere Beteiligungen und Aktien umgegliedert. Diese Umklassifizierung betrifft zudem versicherungsnahe Anleihen und Eigenkapitalinstrumente. Das Wahlrecht, Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu designieren, üben wir nicht aus.

Die Umgliederung aus der IAS 39-Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert" (FVPL-Option) zur IFRS 9-Klassifizierung "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVOCI) betrifft bestimmte Anleihen mit Verlängerungsoptionen, die nach IAS 39 trennungspflichtige eingebettete Derivate enthalten und als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden. Nach IFRS 9 sind die Voraussetzungen für die Anwendung der Fair-Value-Option nicht mehr gegeben. Sofern die Anleihen das Zahlungsstromkriterium erfüllen, werden sie als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifiziert.

Bei finanziellen Verbindlichkeiten sieht IFRS 9 keine wesentlichen Änderungen der Vorschriften zur Klassifizierung vor. Der Großteil unserer finanziellen Verbindlichkeiten wird weiterhin unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Vor der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 17 wurden die im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko stehenden Verpflichtungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese Verträge stellen grundsätzlich Finanzinstrumente nach IFRS 9 dar und werden unter Ausübung der Fair-Value-Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Daneben werden Kreditzusagen, die bislang nach den Vorgaben des IAS 37 bilanziert wurden, als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifiziert, sofern die später zugehenden Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Überleitung der Bewertungskategorien von IAS 39 auf IFRS 9 für die finanziellen Vermögenswerte sowie die aus der Reklassifizierung bzw. Neubewertung resultierenden Effekte auf die Gewinnrücklage dar. In den Buchwerten zum 31. Dezember 2022 sind dabei entsprechende Umbewertungseffekte enthalten, die im Rahmen des Classification Overlay Approach vorweggenommen wurden. Wir verweisen zusätzlich auf unsere Erläuterungen zum Classification Overlay Approach unter > Berichtsgrundlagen > Vergleichszahlen sowie in diesem Kapitel unter > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 > Bewertung zum Übergangszeitpunkt.

Überleitung der Bewertungskategorien von IAS 39 auf IFRS 9 – Finanzielle Vermögenswerte

Mio. € Bewertungs
kategorie
IAS 39
Buchwert
31�12�2022
Bewertungs
kategorie
IFRS 9
Reklassifi
zierung
Neu
bewertung
Buchwert
1�1�2023
Effekte auf
die Gewinn
rücklagen
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken
AfS 9�711 FVPL –9�711 0 9�711 164
FVPL 310 FVPL –310 0 310 0
FVPL-Option 1 FVPL –1 0 1 0
10�022 –10�022 0 10�022 164
Instrumente mit Zins- und
Kreditrisiken1
LaR 2�887 AC –2�887 0 2�887 0
LaR 34�412 FVOCI –34�412 –5 34�406 –33
LaR 5�433 FVPL –5�433 –124 5�309 –202
AfS 118�935 FVOCI –118�935 0 118�935 –79
AfS 3�224 FVPL –3�224 0 3�224 –13
FVPL 12 FVOCI –12 0 12 0
FVPL 1�771 FVPL –1�771 0 1�771 0
FVPL-Option 1�316 FVOCI –1�316 0 1�316 69
FVPL-Option 306 FVPL –306 0 306 0
n/a (IAS 37) 0 FVPL 0 2 2 2
n/a (Hedge n/a (Hedge
Accounting) 1 Accounting) –1 0 1 0
168�297 –168�297 –128 168�169 –256
Alternative Anlagen
LaR 3�913 FVOCI –3�913 –230 3�683 –8
LaR 88 FVPL –88 27 115 27
AfS 1�646 FVOCI –1�646 0 1�646 –38
AfS 6�613 FVPL –6�613 0 6�613 1�722
FVPL 27 FVPL –27 0 27 0
FVPL-Option 229 FVPL –229 0 229 0
n/a (IAS 37) 0 FVPL 0 5 5 5
12�516 –12�516 –198 12�318 1�708
Zwischensumme 190�835 –190�835 –326 190�509 1�616
Mio. € Bewertungs
kategorie
IAS 39
Buchwert
31�12�2022
Bewertungs
kategorie
IFRS 9
Reklassifi
zierung
Neu
bewertung
Buchwert
1�1�2023
Effekte auf
die Gewinn
rücklagen
Kapitalanlagen im Bereich der fonds
gebundenen Lebensversicherung
FVPL-Option 7�470 FVPL –7�470 0 7�470 0
7�470 –7�470 0 7�470 0
Versicherungsnahe
Finanzinstrumente1, 2
LaR 6�193 FVPL –6�193 –37 6�155 –37
LaR 9 FVPL-Option –9 –2 6 –2
AfS 508 FVPL –508 0 508 26
FVPL 1�895 FVPL –1�895 0 1�895 0
FVPL-Option 998 FVPL –998 0 998 0
FVPL-Option 38 FVPL-Option –38 0 38 0
FVPL 2 FVPL-Option –2 0 2 0
9�643 –9�643 –40 9�604 –14
Forderungen
Finanzielle Forderungen
LaR 3�817 AC –3�817 1 3�817 1
3�817 –3�817 1 3�817 1
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
LaR 6�439 AC –6�439 0 6�439 0
6�439 –6�439 0 6�439 0
Gesamt 218�204 –218�204 –365 217�839 1�603
Summe der Effekte auf die Gewinnrücklagen vor Steuern 1�603
Effekte aus latenten Steuern –423
Summe der Effekte auf die Gewinnrücklagen
nach Steuern 1�179

1 Unter IAS 39 wurde bei bestimmten strukturierten Produkten Basisvertrag und eingebettetes Derivat getrennt ausgewiesen. Da mit Inkrafttreten von IFRS 9 solche Instrumente einheitlich ausgewiesen werden, stellen wir eingebettete Derivate, die nach IAS 39 trennungspflichtig sind, in der Vorjahresspalte der Überleitungstabelle vereinfachend zusammen mit dem Basisvertrag dar.

2 Vor der Erstanwendung von IFRS 9 wurden für bestimmte Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bilanziert. Der für diese Verträge ausgewiesene Umstellungseffekt auf IFRS 9 wird im Sinne einer übersichtlichen Darstellung in der Überleitungstabelle zusammengefasst dargestellt.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Überleitung der Bewertungskategorien von IAS 39 auf IFRS 9 für die finanziellen Verbindlichkeiten dar.

Überleitung der Bewertungskategorien von IAS 39 auf IFRS 9 – Finanzielle Verbindlichkeiten

Bewertungs Bewertungs Effekte auf
kategorie Buchwert kategorie Reklassifi Neu Buchwert die Gewinn
Mio. € IAS 39 31�12�2022 IFRS 9 zierung bewertung 1�1�2023 rücklagen
Nachrangige Verbindlichkeiten
AC 4�748 AC –4�748 0 4�748 0
4�748 –4�748 0 4�748 0
Verbindlichkeiten
Derivate
FVPL 1�454 FVPL –1�454 0 1�454 0
n/a (Hedge n/a (Hedge
Accounting) 11 Accounting) –11 0 11 0
n/a (IAS 37) 4 FVPL –4 26 29 –26
1�468 –1�468 26 1�494 –26
Nichtderivative finanzielle Verbind
lichkeiten
Anleihen AC 300 AC –300 0 300 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten AC 1�047 AC –1�047 0 1�047 0
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten AC 2�923 AC –2�923 0 2�923 0
4�271 –4�271 0 4�271 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit
Versicherungsbezug1
AC 46 FVPL –46 2 49 –2
AC 703 AC –703 0 703 0
AC 728 FVPL-Option –728 9 737 –9
FVPL 2�508 FVPL –2�508 0 2�508 0
FVPL-Option 11 FVPL –11 0 11 0
FVPL 1 FVPL-Option –1 0 1 0
FVPL-Option 594 FVPL-Option –594 0 594 0
4�590 –4�590 11 4�602 –11
Zwischensumme 10�330 –10�330 37 10�367 –37
Gesamt 15�077 –15�077 37 15�115 –37
Summe der Effekte auf die Gewinnrücklagen vor Steuern –37
Effekte aus latenten Steuern 13
Summe der Effekte auf die Gewinnrücklagen nach
Steuern –24

1 Vor der Erstanwendung von IFRS 9 wurden für bestimmte Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bilanziert. Der für diese Verträge ausgewiesene Umstellungseffekt auf IFRS 9 wird im Sinne einer übersichtlichen Darstellung in der Überleitungstabelle zusammengefasst dargestellt.

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zum beizulegenden Zeitwert und nicht erfassten Ertrag/Aufwand von Finanzinstrumenten, die im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 aus der IAS 39-Kategorie "erfolgswirksam zum

beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVPL) reklassifiziert wurden. Aus der Kategorie "jederzeit veräußerbar" ergaben sich keine Reklassifizierungen.

Reklassifizierungen aus der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"

Reklassifizierung
aus der Kategorie
Reklassifizierung in
die Kategorie
Beizulegender
Zeitwert
31�12�2023
Aufgrund der Reklassifizierung nicht
erfasster Ertrag/Aufwand aus den
Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts im Jahr 2023
Mio. € In der Konzern
Gewinn
und Verlust
rechnung
In den Übrigen
Rücklagen
Anleihen mit eingebetteten
Derivaten FVPL-Option FVOCI 1�074 57 n/a
Sonstige FVPL FVOCI 7 0 n/a
Gesamt 1�081 57 n/a

Nachfolgende Tabelle enthält Informationen zum Zinsertrag von Finanzinstrumenten, die im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 aus der IAS 39-Kategorie als "erfolgswirksam

zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (FVPL) reklassifiziert wurden.

Erfasster Zinsertrag aus Reklassifizierungen aus der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"

2023
Erfasster
Reklassifizierung Reklassifizierung in Zinsertrag in der
Mio. € aus der Kategorie die Kategorie Berichtsperiode
Anleihen mit eingebetteten Derivaten FVPL-Option FVOCI 41
Sonstige FVPL FVOCI 0
Gesamt 41

Wertminderung

Für die Erfassung von Wertminderungen sieht IFRS 9 ein "Modell der erwarteten Kreditverluste" (Expected Credit Loss Model) vor, bei dem bereits beim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten Kreditverluste zu bilden ist. Das Modell wird zur Erfassung von Wertminderungen bei finanziellen Vermögenswerten angewendet, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie auf Forderungen aus Leasingverhältnissen.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Wertberichtigung unter IAS 39 auf die Wertberichtigung unter IFRS 9 dar.

Überleitung der Wertberichtigung unter IAS 39 (31.12.2022) auf die Wertberichtigung unter IFRS 9 (1.1.2023)

Bewertungs
kategorie
IAS 39
Bewertungs
kategorie
IFRS 9
Wertberichti
gung
Reklassifi Neubewertung
Wertberichti
Wertberichti
gung
Mio. € 31�12�2022 1�1�2023 31�12�2022¹ zierung gung 1�1�2023
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapital
risiken
AfS FVPL –647 647 647 0
–647 647 647 0
Instrumente mit Zins- und
Kreditrisiken
LaR FVOCI –62 62 –9 –72
AfS FVOCI –223 223 –117 –339
AfS FVPL –48 48 48 0
FVPL FVOCI 0 0 0 0
FVPL-Option FVOCI 0 0 –3 –3
–333 333 –81 –414
Alternative Anlagen
LaR FVOCI –148 148 –10 –158
AfS FVOCI 0 0 –38 –38
AfS FVPL –107 107 107 0
–255 255 58 –197
Zwischensumme –1�234 1�234 623 –611
Forderungen
Finanzielle Forderungen
LaR AC –2 2 0 –3
–2 2 0 –3
Gesamt –1�236 1�236 623 –613

1 Enthält die Wertberichtigung nach IAS 39.

Auswirkungen auf das Eigenkapital

Aufgrund der geänderten Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ergibt sich insgesamt eine Verringerung des Eigenkapitals zum 1. Januar 2023 um 440 Millionen €. Ein Großteil des Eigenkapitaleffekts aus der Klassifizierung

wurde jedoch bereits durch die Anwendung des Classification Overlay Approach im Zusammenhang mit der Erstanwendung des IFRS 17 vorweggenommen.

Weitere Ausführungen zur Auswirkung der Erstanwendung von IFRS 9 finden sich in den Tabellen zur Überleitung der

Bewertungskategorien von IAS 39 auf IFRS 9 in diesem Kapitel. Zusätzliche Erläuterungen zum Classification Overlay Approach sind unter > Berichtsgrundlagen > Vergleichszahlen sowie in diesem Kapitel unter > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 > Bewertung zum Übergangszeitpunkt ausgeführt.

Die Effekte auf die Gewinnrücklagen belaufen sich dabei auf zusammen 1.155 Millionen €. Diese werden in den obigen Tabellen zur Überleitung der Bewertungskategorien von IAS 39 auf IFRS 9 dargestellt.

Die übrigen Rücklagen verringern sich dagegen um 1.595 Millionen €. Dieser Rückgang resultiert jedoch größtenteils aus Umklassifizierungen finanzieller Vermögenswerte, die zu Umgliederungen innerhalb des Eigenkapitals zwischen den Gewinnrücklagen und übrigen Rücklagen führten. Diese ergeben sich aus Umgliederungen aus der Kategorie "jederzeit veräußerbar" (IAS 39) in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (IFRS 9) bzw. aus der Kategorie "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" (IAS 39) in die Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (IFRS 9).

Infolge der Erstanwendung der Wertminderungsvorschriften im Rahmen des Modells der erwarteten Kreditverluste ergab sich zum 1. Januar 2023 eine geringfügige Reduktion des Eigenkapitals um 1 Million €. Der Rückgang ist insbesondere deshalb geringfügig, da nur ein sehr geringer Anteil der finanziellen Vermögenswerte unter IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird und diese finanziellen Vermögenswerte grundsätzlich eine hohe Kreditqualität aufweisen. Der überwiegende Anteil der finanziellen Vermögenswerte wird erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei eine mögliche Wertberichtigung in den übrigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst wird. Die zusätzliche Erfassung von Wertminderungen für diese finanziellen Vermögenswerte hat daher zum Übergangszeitpunkt lediglich eine Umgliederung innerhalb des Eigenkapitals zwischen Gewinnrücklagen und übrigen Rücklagen in Höhe von 178 Millionen € zur Folge.

Die Erstanwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2023 hat keine materielle Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie.

Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17

Bewertung zum Übergangszeitpunkt

Wir wenden IFRS 17, soweit durchführbar, retrospektiv ab dem 1. Januar 2023 an. Die Erstanwendung erfolgt dabei in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 17. Abhängig von der Verfügbarkeit der erforderlichen Informationen verwenden wir einen der drei im Folgenden dargestellten Ansätze für die erstmalige Anwendung von IFRS 17 für unser Bestandsgeschäft.

Verträge bewerten wir mit dem vollständig retrospektiven Ansatz um, soweit dies auf der Basis der verfügbaren Informationen durchführbar ist. Dabei identifizieren wir die Vertragsgruppen und bewerten diese, als wäre IFRS 17 bereits bisher angewandt worden, ohne von Vereinfachungen zum

Übergangszeitpunkt Gebrauch zu machen. Die Informationen für den vollständig retrospektiven Ansatz stützen sich in erster Linie auf die bereits bestehenden regulären Prozesse und die interne Berichterstattung.

Soweit die für den vollständig retrospektiven Ansatz erforderlichen Informationen nicht vollständig vorlagen bzw. nicht ohne unangemessenen Kosten- und Zeitaufwand verfügbar gemacht werden konnten, haben wir die zum 1. Januar 2022 bestehenden Verträge mit dem modifizierten retrospektiven Ansatz oder mit dem Fair-Value-Ansatz in die neue Rechnungslegungssystematik überführt.

Ziel des modifizierten retrospektiven Ansatzes ist eine möglichst genaue Annäherung an das Ergebnis nach dem vollständig retrospektiven Ansatz auf Basis angemessener und belastbarer Informationen. Bei dem modifizierten retrospektiven Ansatz machen wir von den im Standard genannten Vereinfachungen und Modifikationen in dem Maße Gebrauch, wie die für eine vollständig retrospektive Umstellung benötigten Informationen nicht ohne unangemessenen Kosten- und Zeitaufwand zur Verfügung stehen. Dies gilt insbesondere für Vereinfachungen bei der Identifizierung und Klassifizierung von Gruppen von Versicherungsverträgen, bei der Ermittlung der vertraglichen Servicemarge bzw. Verlustkomponente sowie bei der Ermittlung der versicherungstechnischen Finanzerträge oder -aufwendungen.

Im Rahmen der einmaligen Umstellung auf IFRS 17 wenden wir für bestimmte noch laufende Versicherungsverträge im Schaden-/Unfallgeschäft der Erst- und Rückversicherung sowie für bestimmte Teile des Lebensrückversicherungsgeschäfts den vollständig retrospektiven Ansatz an, ansonsten den modifizierten retrospektiven Ansatz oder den Fair-Value-Ansatz.

Versicherungsverträge, für die keine ausreichenden historischen Informationen für eine Bewertung nach dem vollständig retrospektiven Ansatz vorlagen, bewerten wir in der Lebensrückversicherung zum überwiegenden Teil mit dem Fair-Value-Ansatz unter Wahrung größtmöglicher Konsistenz zu Marktparametern. Daneben erfolgt die Bewertung für bestimmte Versicherungsverträge im Schaden-/Unfallgeschäft der Rückversicherung – insbesondere für Gruppen von Versicherungsverträgen, bei denen zum Übergangszeitpunkt der Deckungszeitraum abgelaufen ist und die sich in Schadenabwicklung befinden – und der Erstversicherung in Deutschland ebenfalls nach dem Fair-Value-Ansatz. Als Grundlage hierfür dienen unter anderem Marktanalysen zur Objektivierung der angewendeten Kapitalkosten. Bezogen auf die versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) zum Übergangszeitpunkt machen der modifizierte retrospektive Ansatz und der Fair-Value-Ansatz einen Anteil von mehr als 90 % aus.

Vergleichszahlen

Im Unterschied zu den nach IFRS 17 verpflichtend zu erstellenden Vergleichszahlen machen wir für IFRS 9 vom Wahlrecht Gebrauch, für die nach IFRS 9 bilanzierten Finanzinstrumente die Vorjahreszahlen nicht anzupassen, sondern diese weiterhin in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 39 zu bewerten. Anpassungen sind dennoch für die Posten erforderlich, die fortan als Bestanteil in die Bewertung der versicherungstechnischen Posten nach IFRS 17 eingehen. Dies betrifft insbesondere die Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie die Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft. Prämienforderungen gegenüber Vermittlern, bei denen der Versicherungsnehmer die Prämien an den Vermittler und nicht direkt an uns zahlt, zeigen wir als künftige Zahlungsströme innerhalb der Grenzen eines Versicherungsvertrags und beziehen sie unter Anwendung von IFRS 17 in die Bewertung einer Gruppe von Versicherungsverträgen ein, bis sie an uns zurückgezahlt sind. Zudem üben wir für unsere Finanzinstrumente teils die Umklassifizierungsmöglichkeit des sogenannten Classification Overlay Approach aus, um Bilanzierungsinkongruenzen im Umstellungszeitpunkt auf IFRS 17 zu vermeiden. Dieser Ansatz eröffnet uns die Möglichkeit, bestimmte Finanzinstrumente für die Vergleichsperiode 2022 im Konzernabschluss 2023 so zu bewerten, als wären die Bewertungsregeln des IFRS 9 bereits in Kraft. Wir wenden dieses Wahlrecht für diejenigen Finanzinstrumente an, die Erstversicherungsgeschäft mit direkter Überschussbeteiligung im Anwendungsbereich des VFA bedecken und bislang zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert wurden. Da für die Bewertung unserer Erstversicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung stets der beizulegende Zeitwert der Kapitalanlagen zugrunde zu legen ist, vermeiden wir mit einer Fair-Value-Bewertung insbesondere der bedeckenden Darlehen Bilanzierungsinkongruenzen und können so unser Eigenkapital den tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend darstellen. Bei der Anwendung des Classification Overlay Approach verzichten wir auf die Umsetzung des Konzepts zur Erfassung erwarteter Kreditverluste nach IFRS 9.

Daneben bewerten wir im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 17 zum 1. Januar 2023 Immobilien, die im Zusammenhang mit dem Bewertungsansatz für direkt überschussbeteiligte Versicherungsverträge als Underlying Items gehalten werden, nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Modell). Ziel dieser Vorgehensweise ist ebenfalls die Vermeidung von Bilanzierungsinkongruenzen. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Auswirkungen auf das Eigenkapital und Ergebnis

Bei der Erstanwendung von IFRS 17 werden zum Übergangszeitpunkt am 1. Januar 2022

  • − sämtliche Gruppen von Versicherungsverträge nach den Vorschriften des IFRS 17 bestimmt, angesetzt und bewertet;
  • − Salden, die nach den Vorschriften des IFRS 17 nicht bestehen würden, ausgebucht und
  • − die daraus resultierenden Nettodifferenzen im Eigenkapital erfasst.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 17 hat folgende Auswirkungen auf das Eigenkapital zum 1. Januar 2022:

Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 17 auf das Eigenkapital

Mrd. € 2022
Eigenkapital (IFRS 4) 1�1. 30�9
Veränderung des Eigenkapitals
Geänderte Bewertungsbasis 25�3
Vertragliche Servicemarge –22�3
Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken –5�6
Verlustkomponente –1�4
Latente Steuern 1�5
–2�5
Eigenkapital (IFRS 17) 1�1. 28�5

Das Eigenkapital zum 1. Januar 2022 reduziert sich im Vergleich zur Anwendung von IFRS 4 um 2,5 Milliarden €. Dies ist insbesondere darin begründet, dass für das direkt überschussbeteiligte Geschäft die bislang im Eigenkapital erfassten unrealisierten Bewertungsreserven aus Kapitalanlagen künftig bei der Ermittlung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowohl bei den zukünftigen Leistungen an Kunden als auch bei der vertraglichen Servicemarge berücksichtigt werden. Gegenläufig wirken sich die Effekte aus dem Classification Overlay Approach sowie aus der Abzinsung aus.

Die vertragliche Servicemarge als Bestandteil der abgeschlossenen und abgegebenen Versicherungsverträge, die Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten sind, bildet den zum Zugangszeitpunkt erwarteten Gewinn ab und wird nach Maßgabe der Leistungserbringung über die Zeit vereinnahmt. Mit 22,3 Milliarden € übersteigt sie den gesamten Rückgang des Eigenkapitals aus der IFRS 17-Erstanwendung zum 1. Januar 2022 deutlich. Zur Höhe der vertraglichen Servicemarge trägt insbesondere unser Lebensrückversicherungsgeschäft sowie auch das Lebens- und Gesundheitserstversicherungsgeschäft bei. Es gilt zu beachten, dass Verträge, die unter dem Vereinfachungsansatz PAA abgebildet werden, nach IFRS 17 keine vertragliche Servicemarge ausweisen.

Bei der Bewertung von Versicherungsverträgen wird die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken orientieren wir uns an den Risikokapitalanforderungen unseres internen Risikomodells. Die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken ist eng an die Berechnung der nichtfinanziellen Risiken gemäß Solvency II angelehnt. Solvency II verlangt die Berechnung des Value-at-Risk der Basiseigenmittel mit einem Konfidenzniveau von 99,5 % über einen Einjahreszeitraum. Die von Munich Re verwendete Höhe der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken entspricht einem Konfidenzniveau von ca. 90 % (zum Übergangszeitpunkt) über einen Einjahreszeitraum. Die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken ist dabei geringer als die unter Solvency II gebildete Risikomarge zum 31. Dezember 2021. Dies ist darin begründet, dass im Gegensatz zur Bemessung der Risikomarge die gruppenweite Risikodiversifikation in

die Bemessung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken einfließt. Außerdem finden operationelle Risiken bzw. Kreditrisiken keinen Eingang in die Berechnung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken nach IFRS 17. Gegenüber Solvency II bestehen zudem Unterschiede in der Einordnung von Versicherungsverträgen und Finanzinstrumenten. Bei der Ermittlung der Risikoanpassung haben wir eine Kapitalkostenmethode mit einem Kapitalkostensatz von 6 % wie unter Solvency II angewendet.

Die Verlustkomponente wirkt eigenkapitalmindernd und bildet den erwarteten Verlust aus der noch ausstehenden Gewährung von Leistungen aus Versicherungsverträgen ab. Sie wird bis zum Ende des Deckungszeitraums aufgelöst. Die Verlustkomponente entfällt insbesondere auf unser Schaden-/Unfallrückversicherungsgeschäft und bildet unsere grundsätzlich konsistente Fortführung der bisherigen Reservierung bei der Verwendung von Annahmen hinsichtlich zukünftiger Zahlungsströme und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken sowie der Verwendung eines granularen Aggregationsniveaus bei der Bildung von Versicherungsvertragsgruppen ab. Die Verlustkomponente kann sich im Zeitablauf ausgleichen und zu positiven Abwicklungsgewinnen beitragen.

Neben den dargestellten Auswirkungen auf das Eigenkapital zum 1. Januar 2022 wirkte sich die IFRS 17-Erstanwendung auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 folgendermaßen aus:

Aus der Erstanwendung von IFRS 17 resultiert eine Erhöhung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 1,9 Milliarden €.

Das Ergebnis nach IFRS 17 ist vom Zinsniveau zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar 2022 und von der Zinsentwicklung im Jahr 2022 beeinflusst. Durch das vergleichsweise sehr niedrige Zinsniveau zum 1. Januar 2022 ergeben sich insgesamt geringe Aufzinsungseffekte für den Versicherungsbestand, während im Geschäftsjahr 2022 eingetretene Schäden infolge der stark angestiegenen Zinsen mit den dann höheren Zinsen für das Anfalljahr 2022 abgezinst werden. Dies betrifft hauptsächlich das Segment Rückversicherung Schaden/Unfall und hat – inklusive des positiven Effekts aus der ebenfalls überwiegend zinsgetriebenen Reduzierung der Verlustkomponente im Geschäftsjahr 2022 – einen positiven Effekt auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 von rund 1,5 Milliarden €.

Durch die von uns in der Vergleichsperiode erbrachten Leistungen und die damit verbundene Auflösung der vertraglichen Servicemarge kommt es zudem zu einer gegenüber IFRS 4 vorgezogenen Vereinnahmung von Gewinnen in der Lebensrückversicherung.

Der Versicherungsumsatz reduziert sich im Vergleich zu den gebuchten Bruttobeiträgen deutlich, da unter IFRS 17 Beiträge, die unabhängig von einem Schadeneintritt in jedem Fall an den Versicherungsnehmer zurückgezahlt werden (Kapitalanlagekomponenten), nicht als Versicherungsumsatz ausgewiesen werden. Dies betrifft insbesondere Provisionen und Gewinnbeteiligungen im Rückversicherungsgeschäft. Diese Reduktion des Versicherungsumsatzes hat allerdings keinen Einfluss auf das versicherungstechnische Ergebnis, da sich korrespondierend die versicherungstechnischen Aufwendungen ebenfalls reduzieren.

Die im Sonstigen Ergebnis enthaltenen kumulierten Beträge aus Versicherungsverträgen, die zum Übergangszeitpunkt mit dem modifizierten retrospektiven und zum Fair-Value-Ansatz bewertet wurden, betrugen 450 Millionen €. Der Wert zum Geschäftsjahresende beläuft sich auf −1.165 Millionen € (Vorjahr: −1.885 Millionen €). Die im Sonstigen Ergebnis enthaltenen kumulierten Beträge aus Kapitalanlagen, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und im Wesentlichen den vorher genannten Versicherungsverträgen zuzuordnen sind, betrugen 3.741 Millionen €. Der Wert zum Geschäftsjahresende beläuft sich auf −2.569 Millionen € (Vorjahr: −3.604Millionen €). Die kumulierten Beträge des Sonstigen Ergebnisses der finanziellen Vermögenswerte enthalten im Geschäftsjahr und am Jahresende des Vorjahres alle Veränderungen aus Zu- und Abgängen von finanziellen Vermögenswerten.

Durch die Umstellung auf IFRS 17 haben sich die ökonomischen Chancen und Risiken des Versicherungsgeschäfts von Munich Re als solches nicht verändert. Detaillierte Ausführungen hierzu finden sich in unserem Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2022 (SFCR).

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sieht IFRS 17 eine Unterscheidung zwischen versicherungstechnischem Ergebnis und versicherungstechnischen Finanzerträgen oder -aufwendungen vor. Weitere Ausführungen zum Ausweis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung finden sich unter > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung > A Versicherungstechnisches Ergebnis sowie > E Versicherungstechnisches Finanzergebnis.

Ausweis in der Konzernbilanz sowie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mit der Einführung des IFRS 17 entfallen bestimmte Posten, die bislang in unserem Abschluss gesondert ausgewiesen wurden, da die daraus resultierenden Zahlungsströme bereits als Bestandteil der Bewertungsmodelle einbezogen werden. Dies betrifft im Wesentlichen die Posten Aktivierte Abschlusskosten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug wie beispielsweise Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten. Mit der Einführung von IFRS 17 werden auch die Depotforderungen und -verbindlichkeiten nicht mehr separat ausgewiesen, sondern sind in den versicherungstechnischen Posten enthalten.

Weitere Ausführungen zum Ausweis in der Konzernbilanz finden sich unter > Postenübergreifende Bilanzierungsund Bewertungsmethoden sowie > Passivseite > D Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind.

Änderung der Darstellung und Gliederung

Struktur der Konzernbilanz

Neben dem aus der neuen Bewertungsmethodik des IFRS 17 resultierenden geänderten Ausweis bestimmter Posten durch Einbezug in die Zahlungsströme der Versicherungsverträge (siehe Ausführungen in diesem Kapitel unter > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 > Ausweis in der Konzernbilanz sowie in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung) erfolgten Änderungen an der Darstellung und Gliederung von Posten in der Konzernbilanz nach IAS 1.41. Im Zuge der Einführung der neuen Rechnungslegungsstandards weisen wir nun unter anderem nichtfinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten getrennt von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Die vorgenommenen Änderungen betreffen insbesondere folgende Sachverhalte:

Finanzielle und nichtfinanzielle Kapitalanlagen werden getrennt dargestellt, wobei Vermögenswerte, die im Zusammenhang mit unseren Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien sowie Forstinvestments stehen, separat unter den nichtfinanziellen Kapitalanlagen (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, biologische Vermögenswerte und Vorräte) ausgewiesen werden. Insbesondere wurden in diesem Zusammenhang nichtfinanzielle Kapitalanlagen im Umfang von 1.440 Millionen €, die bisher unter B.VI. Sonstige Kapitalanlagen ausgewiesen wurden, in den neuen Posten D.I. Nichtfinanzielle Kapitalanlagen umgegliedert.

Weiterhin wurden die bisher unter dem Posten C. Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug ausgewiesenen Kapitalanlagen aus fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen in Höhe von 8.582 Millionen € in den neuen Posten E. Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung umgegliedert.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die aus Versicherungsverträgen resultieren, werden nunmehr unter dem Posten F. Versicherungsnahe Finanzinstrumente zusammengefasst. Dies betrifft insbesondere von Versicherungsverträgen getrennt bilanzierte Derivate sowie hybride Verträge mit Versicherungsverträgen als Basisvertrag und eingebetteten Derivaten, für welche die Fair-Value-Option ausgeübt wurde. Darüber hinaus sind Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko in Höhe von 14.774 Millionen € diesem Posten zugeordnet.

Der bisherige Posten E. Forderungen wurde im neuen Posten G. Forderungen weiter untergliedert, um finanzielle, nichtfinanzielle und Steuerforderungen separat darzustellen.

Der Passivposten F. Verbindlichkeiten wurde untergliedert in Derivate, Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten, Laufende Steuerverbindlichkeiten und Sonstige Verbindlichkeiten, sodass Derivate und nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten getrennt ausgewiesen werden.

Durch die geänderte Darstellung und Gliederung der Konzernbilanz erreichen wir eine bessere und transparentere Darstellung unserer Vermögenslage sowie eine zuverlässigere und relevantere Abbildung unserer Geschäftstätigkeit, insbesondere im Hinblick auf unsere gestiegenen und weiter steigenden Aktivitäten im Bereich alternativer Anlagen. Die Vergleichszahlen der von den Änderungen der Darstellung und der Gliederung betroffenen Posten wurden angepasst.

Die Bilanzstruktur vor und nach der Änderung der Darstellung und Gliederung stellt sich zum 1. Januar 2022 wie in nachfolgender Tabelle dar. Die Posten sind dabei nach den Vorschriften des IAS 39 und IFRS 17 bewertet, einschließlich des im Zusammenhang mit der IFRS 17-Einführung angewendeten Overlay Approach sowie des Fair-Value-Modells bei Immobilien, die im Bewertungsmodell des VFA als Underlying Items gehalten werden.

Bilanzstruktur

Aktiva – Alte Bilanzstruktur Aktiva – Neue Bilanzstruktur
Mio. € 1�1�2022 1�1�2022
B. Kapitalanlagen D. Kapitalanlagen
I. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bau
ten auf fremden Grundstücken
9�385 I. Nichtfinanzielle Kapitalanlagen 14�460
II. Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziier
ten Unternehmen und Gemeinschaftsunterneh
men
3�635 II. Finanzielle Kapitalanlagen 227�206
III. Darlehen 58�426 241�666
IV. Sonstige Wertpapiere E. Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebunde
nen Lebensversicherung
8�582
1. Jederzeit veräußerbar 162�468 F. Versicherungsnahe Finanzinstrumente 18�474
2. Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 2�950 G. Forderungen
165�418 I. Laufende Steuerforderungen 715
V. Depotforderungen 0 II. Finanzielle Forderungen 1�963
VI. Sonstige Kapitalanlagen 4�803 III. Sonstige Forderungen 1�835
241�666 4�513
C. Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug 27�056 H. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5�413
E. Forderungen J. Übrige Aktiva 4�764
I. Laufende Steuerforderungen 715
II. Sonstige Forderungen 3�798
4�513
F. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, 5�413
Schecks und Kassenbestand
I. Übrige Aktiva 4�764
Passiva – Alte Bilanzstruktur Passiva – Neue Bilanzstruktur
Mio. € 1�1�2022 1�1�2022
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 5�055 B. Nachrangige Verbindlichkeiten 5�055
F. Verbindlichkeiten F. Verbindlichkeiten
I. Anleihen 293 I. Derivate 808
II. Depotverbindlichkeiten 0 II. Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 4�243
III. Laufende Steuerverbindlichkeiten 1�845 III. Laufende Steuerverbindlichkeiten 1�845
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 24�513 IV. Sonstige Verbindlichkeiten 19�756
26�652 26�652

Bezeichnungen von Abschlussbestandteilen und Posten

Zudem wurden die Bezeichnungen bestimmter Abschlussbestandteile sowie Posten an die in IFRS verwendeten Bezeichnungen angepasst, um eine bessere Darstellungsform und ein besseres Verständnis des Abschlusses zu erreichen. Die Änderung der Bezeichnungen hat keine Auswirkung auf die Zusammensetzung der Abschlussbestandteile und Posten sowie deren Bewertung. Insofern waren keine Anpassungen der Vergleichszahlen nötig. Die Änderungen der Bezeichnungen betreffen folgende Abschlussbestandteile bzw. Posten:

  • − Die Bezeichnung des Abschussbestandteils "Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen" wurde geändert zu "Konzern-Gesamtergebnisrechnung". Weiterhin werden die Bezeichnungen "Sonstiges Ergebnis" und "Gesamtergebnis" als (Zwischen-)Summen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung verwendet.
  • − Die Bezeichnung des Bilanzpostens "Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" wurde geändert zu "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien".

Konzern-Kapitalflussrechnung

Als Folge des oben dargestellten Einbezugs bestimmter, bisher gesondert ausgewiesener Posten in die Zahlungsströme der Bewertungsmodelle im Zusammenhang mit der IFRS 17-Einführung sowie der geänderten Bilanzstruktur wurden Bezeichnung und Ausweis der betroffenen Posten in der Konzern-Kapitalflussrechnung entsprechend angepasst. Zudem weisen wir in Übereinstimmung mit unserem Geschäftsmodell als Versicherer die bisher unter dem Mittelfluss aus Investitionstätigkeit ausgewiesenen Zahlungen aus der Kapitalanlagetätigkeit nun als Bestandteil des Mittelflusses aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Dabei wurden die Vorjahreswerte angepasst und die Zahlungen aus dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen (11.823 Millionen €) sowie aus dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Endfälligkeit von Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug (−547 Millionen €) in die Positionen Veränderung der finanziellen Kapitalanlagen und Veränderung der versicherungsnahen Finanzinstrumente umgegliedert.

Noch nicht in Kraft getretene Standards und Änderungen von Standards

Munich Re beabsichtigt, sofern nicht anders angegeben, alle noch nicht in Kraft getretenen Standards sowie Änderungen von Standards erstmals mit dem verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt für Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union anzuwenden. Das IASB hat Änderungen an folgenden Standards veröffentlicht, von denen die Änderungen des IAS 7, des IAS 21 und des IFRS 7 noch nicht in das europäische Recht übernommen wurden:

− Änderungen des IAS 1, Darstellung des Abschlusses – Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig (rev. 01/2020), Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretens dieser Änderungen (rev. 07/2020);

  • − Änderungen des IAS 1, Darstellung des Abschlusses (rev. 10/2022) – Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen;
  • − Änderungen des IAS 7, Kapitalflussrechnungen, und des IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben (rev. 05/2023) – Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen;
  • − Änderungen des IAS 21, Auswirkungen von Wechselkursänderungen (rev. 08/2023) – Mangel an Umtauschbarkeit;
  • − Änderungen des IFRS 16 (rev. 09/2022), Leasingverhältnisse – Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion.

Die Revision des IAS 21 wird 2025 in Kraft treten, wohingegen die weiteren Neuregelungen gemäß IASB ab 2024 gelten.

Die oben aufgeführten Änderungen sind für Munich Re nicht bzw. von untergeordneter Bedeutung.

Erläuterungsteil

Konsolidierung

1 Unternehmenszusammenschlüsse

Im Geschäftsjahr 2022 erlangte Munich Re die Beherrschung über die ERGO Insurance (Thailand) Public Co. Ltd., Bangkok (ERGO Thailand), die vormals als Thaisri Insurance Public Co. Ltd., Bangkok, firmierte. Zum 31. Dezember 2022 war die Bewertung des Nettovermögens von ERGO Thailand vorläufig. In Q1 2023 wurde die Bewertung des Nettovermögens von ERGO Thailand abgeschlossen. Es entstand im Gegensatz zu der vorläufigen Ermittlung zum 31. Dezember 2022 nun ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 9 Millionen €, der direkt ergebniswirksam aufgelöst und in der Position Sonstige operative Erträge erfasst wurde.

Munich Re hat am 18. Januar 2023 über ihre Tochtergesellschaft ERGO Insurance (Thailand) Public Co. Ltd., Bangkok (ERGO Thailand), die vormals als Thaisri Insurance Public Co. Ltd., Bangkok, firmierte, 75,8% der stimmberechtigten Anteile an der Nam Seng Insurance Public Co. Ltd. (NSI), Bangkok, erworben und erlangte so die Beherrschung über NSI. Der Kaufpreis für diese Anteile betrug 61 Millionen € und wurde vollständig aus eigenen liquiden Mitteln beglichen.

NSI ist ein Schaden-/Unfall-Versicherer in Thailand. Die internationale Wachstumsstrategie von ERGO legt einen Schwerpunkt auf die attraktiven Schaden-/Unfall-Märkte in Südostasien. Da sich die Produktportfolios von ERGO Thailand und NSI in hohem Maße ergänzen, besteht ein wesentliches Cross-Selling-Potenzial zwischen den beiden Gesellschaften. Diese Transaktion versetzt ERGO Thailand somit in die Lage, ihre Marktpräsenz weiter auszubauen und ihre Wettbewerbsposition auf dem thailändischen Markt weiter zu verbessern.

Aus der Transaktion resultieren immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 15 Millionen € sowie ein vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert von 13 Millionen €. Zum Bilanzstichtag war die Bewertung des Nettovermögens von NSI bezüglich des Versicherungsgeschäfts noch nicht abgeschlossen. Die nicht beherrschenden Anteile an NSI wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem entsprechenden Anteil an dem identifizierten Nettovermögen vorläufig mit 12 Millionen € angesetzt.

Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden von NSI zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar: Kapitalanlagen 87 Millionen €, laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 13 Millionen €, Forderungen und weitere Aktiva 53 Millionen €, Eigenkapital 52 Millionen € sowie Rückstellungen und Verbindlichkeiten 101 Millionen €. Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Transaktion erworbenen Forderungen entspricht weitgehend dem Buchwert. Zum Erwerbszeitpunkt gab es keine wesentlichen Forderungsausfälle. Des Weiteren bestehen zum Erwerbszeitpunkt keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten.

Der Beitrag von NSI zum Umsatz und Konzernergebnis ist für Munich Re von untergeordneter Bedeutung.

Im Laufe des ersten Quartals 2023 wurden für 19 Millionen € weitere 23,67% Anteile erworben, sodass Munich Re nun 99,47% der Anteile an NSI hält.

Im Rahmen der Integration von NSI wurden die Vermögenswerte und Schulden von ERGO Thailand zum 1. September 2023 übernommen.

2 Änderungen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung sowie weitere Änderungen im Konsolidierungskreis

Nachfolgend sind die Zahlungsmittelflüsse und Nettovermögen aus der Übernahme und dem Verlust der Beherrschung über konsolidierte Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftsbetriebe dargestellt:

Zahlungsmittelfluss aus der Übernahme der Beherrschung

Mio. € 2023 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für die
Übernahme der Beherrschung
Nicht zahlungswirksames Entgelt für
die Übernahme der Beherrschung 0 0
Zahlungswirksames Entgelt für die
Übernahme der Beherrschung –61 –192
–61 –192
Zahlungsmittel, über welche die
Beherrschung erlangt wurde 13 206
Gesamt –48 14

Übernommenes Nettovermögen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert bzw.
negativer Unterschiedsbetrag 13 27
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15 32
Kapitalanlagen 87 97
Zahlungsmittel 13 206
Sonstige Vermögenswerte 53 156
Abgegebene und abgeschlossene
Versicherungsverträge (netto) 0 –91
Sonstige Schulden –101 –169
Gesamt 80 260

Zahlungsmittelfluss aus dem Verlust der Beherrschung

Mio. € 2023 Vorjahr
Gesamtes Entgelt für den
Verlust der Beherrschung
Nicht zahlungswirksames Entgelt für
den Verlust der Beherrschung 0 1�871
Zahlungswirksames Entgelt für den
Verlust der Beherrschung 27 84
27 1�956
Zahlungsmittel, über welche die
Beherrschung verloren wurde –8 –61
Gesamt 19 1�895

Abgehendes Nettovermögen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte –1 –11
Kapitalanlagen –48 –1�928
Zahlungsmittel –8 –61
Sonstige Vermögenswerte –8 –126
Abgegebene und abgeschlossene
Versicherungsverträge (netto) 18 49
Sonstige Schulden 14 142
Gesamt –32 –1�933

Das Tochterunternehmen D.A.S. Jogvedelmi Biztosito Reszvenytarsasag, Budapest, wurde in Q2 2023 verkauft und entkonsolidiert. Der Abgang beeinflusste das Konzernergebnis mit einem Verlust von 12,7 Millionen €.

Weitere Tochtergesellschaften wurden 2023 verkauft und entkonsolidiert, deren Abgangsergebnis beeinflusste das Konzernergebnis nicht wesentlich.

Am 8. März 2023 hat Munich Re Beherrschung über die Vier Gas Investments S.a.r.l. (Vier Gas), Luxemburg, erlangt, die bisher als Gemeinschaftsunternehmen mit der Equity-Methode in die Konzernbilanz einbezogen wurde. Der bisherige Mitgesellschafter ist im Rahmen einer Kapitalherabsetzung, verbunden mit der Übertragung von Vermögenswerten der Gesellschaft, aus dem Gemeinschaftsunternehmen ausgeschieden. Munich Re hält nach dieser Transaktion 100 % der stimmberechtigten Anteile an Vier Gas. Aus der Neubewertung dieser Anteile wurde ein Gewinn im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich im Ergebnis aus Kapitalanlagen erfasst.

3 Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Am 20. Februar 2023 erwarb die Münchener Rück AG 50% der Anteile an der Saxon Land B.V., Amsterdam, einer Immobilienobjektgesellschaft, die Eigentümerin der Büroimmobilie Fen Court in London ist. Der Kaufpreis der Anteile lag im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Am 26. September 2023 erwarb Munich Re über ihre Tochtergesellschaften MR Infrastructure Investment GmbH, München, ERGO Private Capital Vorsorge GmbH, Düsseldorf, ERGO Private Capital Gesundheit GmbH, Düsseldorf, sowie ERGO Private Capital Komposit GmbH & Co. KG, Düsseldorf, 50% der Anteile an der Bionic GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, und kapitalisierte diese am 25. Oktober 2023 mit einem Betrag im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Mit dem Erwerb der Anteile erlangte Munich Re zusammen mit PEIF III Luxco III D S.à.r.l., Senningerberg, gemeinschaftliche Führung über die Bionic GmbH & Co. KG. Am 26. Oktober 2023 hat die Bionic GmbH & Co. KG über eine Struktur von Zwischengesellschaften 100% der Anteile an der WELtec Holding GmbH, Vechta, einem führenden Hersteller von Biogas und Biomethan in Deutschland, erworben.

4 Strukturierte Unternehmen

Munich Re hält Anteile an konsolidierten und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen.

Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen gliedert Munich Re in Abhängigkeit von der Art des strukturierten Unternehmens in Investmentfonds und Verbriefungsgesellschaften.

Zu unterscheiden sind Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der Kapitalanlage von Munich Re erfolgen, und Investmentfonds für Investitionen, die im Rahmen der versicherungsnahen Kapitalanlagen und im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung getätigt werden. Die Investmentfonds finanzieren sich überwiegend durch die Ausgabe von Anteilscheinen, die jederzeit zurückgegeben werden können. Einige der Investmentfonds werden von der MEAG verwaltet, andere von konzernfremden Fondsmanagern. Zudem weisen wir unter den Investmentfonds in der unten stehenden Tabelle alle Anlagen in Infrastruktur, Forst sowie in Private Equity und sonstige Kapitalanlagen aus.

Munich Re investiert in forderungsbesicherte Wertpapiere, die von Verbriefungsgesellschaften begeben werden, die Munich Re nicht selbst gegründet hat. Zudem nutzt Munich Re Verbriefungsgesellschaften zur Emission von Katastrophenanleihen und investiert in Katastrophenanleihen Dritter. Die Verbriefungsgesellschaften finanzieren sich durch Ausgabe der Wertpapiere.

Zum Schutz des eigenen Portfolios nutzt Munich Re neben der traditionellen Retrozession den alternativen Risikotransfer. Dazu werden Versicherungsrisiken unter Zuhilfenahme von Verbriefungsgesellschaften an den Kapitalmarkt transferiert.

Darüber hinaus tritt Munich Re als Investor auf dem Gebiet von Katastrophenrisiken auf. Munich Re investiert unter anderem in verschiedene Wertpapiere, deren Rückzahlung und Verzinsung in der Regel an das Eintreten von Naturkatastrophen gekoppelt ist. Die Wertpapiere werden von Verbriefungsgesellschaften emittiert, die Munich Re grundsätzlich nicht selbst gründet.

Für Investmentfonds einschließlich der Anlagen in Infrastruktur, Forst, Private Equity und sonstige Kapitalanlagen sowie versicherungsnahe Kapitalanlagen und Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung gibt der Buchwert Auskunft über die Größe der strukturierten Unternehmen. Bei forderungsbesicherten Wertpapieren und der Verbriefung von Versicherungsrisiken wird das Emissionsvolumen (Nennwert) als Indikator für die Bewertung der Größe der strukturierten Unternehmen herangezogen. Die ausgewiesene Größe bezieht sich sowohl auf das Emissionsvolumen der von Munich Re selbst aufgelegten Verbriefungsgesellschaften als auch auf das Emissionsvolumen derjenigen Verbriefungsgesellschaften, in die Munich Re investiert ist.

Das maximale Verlustrisiko entspricht, mit Ausnahme der Investmentfonds für die Kapitalanlage im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung, dem ausgewiesenen Buchwert der jeweiligen Posten der Aktivseite. Somit besteht für die Posten der Aktivseite in der Regel kein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen und dem maximalen Verlustrisiko. Für Versicherungsrisiken entspricht das maximale Verlustrisiko dem Buchwert, es sei denn, dass Gruppen von Versicherungsverträgen negative Buchwerte ausweisen, die mit positiven Buchwerten saldiert wurden. Bei negativen Buchwerten wird das maximale Verlustrisiko auf null gesetzt. Daher kann das maximale Verlustrisiko bei den Verbriefungsgesellschaften für Versicherungsrisiken insgesamt pro Konzernbilanzposten für die Aktivseite sowie Passivseite größer sein als der Buchwert.

Grundsätzlich entspricht das maximale Verlustrisiko bei Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung ebenfalls dem Buchwert der Anteile. Diese Kapitalanlage erfolgt jedoch auf Rechnung und Risiko des Versicherungsnehmers.

Die MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH verwaltet auch Fondsvermögen für Privatkunden und institutionelle Anleger, für die sie Verwaltungsvergütungen erhält. Die Verwaltungsvergütungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Das maximale Verlustrisiko stellt den Verlust der zukünftigen Verwaltungsvergütungen dar. Für die Fondsverwaltung wurden im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 53 (52) Millionen € erzielt. Die Höhe des verwalteten Fondsvermögens gibt Auskunft über die Größe der nicht konsolidierten

strukturierten Unternehmen. Zum 31. Dezember 2023 umfasste das verwaltete Fondsvermögen 5.007 (4.501) Millionen €. Zum Teil ist Munich Re auch selbst mit einem geringen Anteil in diese Fonds investiert.

Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

2023
Investmentfonds Verbriefungsgesellschaften Gesamt
Mio. € Kapital
anlage von
Munich Re
Kapitalan
lagen im
Bereich der
fondsge
bundenen
Lebens
versicherung
Versiche
rungsnahe
Finanz
instrumente
Forderungs
besicherte
Wertpapiere
Versiche
rungsrisiken
Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögens
werte sind 0 0 0 0 128 128
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Ver
mögenswerte sind 0 0 0 0 0 0
Kapitalanlagen – Finanzielle Kapitalanlagen 7�343 0 0 5�357 0 12�700
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung 0 8�943 0 0 0 8�943
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 0 0 351 0 161 512
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögens
werte 14 0 0 0 0 14
Summe der Aktiva 7�357 8�943 351 5�357 289 22�297
Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlich
keiten sind 0 0 0 0 0 0
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbind
lichkeiten sind1 0 0 0 0 –872 –872
Verbindlichkeiten – Derivate 0 0 0 0 0 0
Summe der Passiva 0 0 0 0 –872 –872
Größe der strukturierten Unternehmen 7�357 8�943 351 121�593 7�863 146�107

1 Aufgrund der Bildung von Gruppen von Versicherungsverträgen unter IFRS 17 wird hier ein negativer Wert ausgewiesen.

Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Vorjahr
Investmentfonds Verbriefungsgesellschaften Gesamt
Mio. € Kapital
anlage von
Munich Re
Kapitalan
lagen im
Bereich der
fondsge
bundenen
Lebens
versicherung
Versiche
rungsnahe
Finanz
instrumente
Forderungs
besicherte
Wertpapiere
Versiche
rungsrisiken
Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögens
werte sind 0 0 0 0 187 187
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Ver
mögenswerte sind 0 0 0 0 0 0
Kapitalanlagen – Finanzielle Kapitalanlagen 6�955 0 0 3�625 0 10�580
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung 0 7�244 0 0 0 7�244
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 0 0 451 0 286 737
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögens
werte 90 0 0 0 0 90
Summe der Aktiva 7�044 7�244 451 3�625 473 18�837
Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlich
keiten sind 0 0 0 0 0 0
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbind
lichkeiten sind1 0 0 0 0 –913 –913
Verbindlichkeiten – Derivate 0 0 0 0 22 22
Summe der Passiva 0 0 0 0 –891 –891
Größe der strukturierten Unternehmen2 7�044 7�244 451 116�709 8�517 139�965

1 Aufgrund der Bildung von Gruppen von Versicherungsverträgen unter IFRS 17 wird hier ein negativer Wert ausgewiesen.

2 Vorjahreswert bei Verbriefungsgesellschaften Versicherungsrisiken angepasst.

5 Zur Veräußerung gehaltene und in der Berichtsperiode verkaufte langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen

Zusammensetzung der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Aktiva
Nichtfinanzielle Kapitalanlagen 130 74
davon:
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien 130 74
Finanzielle Kapitalanlagen 182 280
Übrige Aktiva der Veräußerungsgruppe 135 39
Summe der Vermögenswerte 446 392
Passiva
Abgeschlossene Versicherungsverträge,
die Verbindlichkeiten sind 231 104
Übrige Passiva der Veräußerungs
gruppe 43 37
Summe der Verbindlichkeiten 274 141

Immobilienportfolios in Wiesbaden und Köln wurden in Q3 2023 als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Aus dieser Klassifizierung ergab sich kein Bedarf für eine Bewertungsanpassung. Der Verkauf der Immobilien in Wiesbaden erfolgte in Q4 2023. Der Abgang der Immobilien in Köln ist in Q1 2024 erfolgt.

In Q4 2023 haben wir Immobilieneinheiten an Standorten in Hamburg, London und Köln als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Bewertungsanpassungen waren nicht erforderlich. Die Abgänge erwarten wir im Verlauf des ersten Halbjahrs 2024.

Die Immobilien sind dem Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland zugeordnet.

Eine Immobilie der Münchener Rück AG wurde in Q4 2022 als zur Veräußerung qualifiziert. Es ergaben sich keine Bewertungsanpassungen. Der Abgang ist in Q1 2023 erfolgt. Eine Gruppe aus drei niederländischen Tochterunternehmen, bestehend aus DAS Holding N.V., Amsterdam, DAS Legal Finance B.V., Amsterdam, und DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam, wurde in Q1 2021 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Da der geplante Verkauf nicht zustande gekommen ist und derzeit keine Verkaufsabsicht besteht, wurden die Unternehmen in Q2 2023 reklassifiziert.

Das ungarische Tochterunternehmen D.A.S. Jogvédelmi Biztosíto Részvénytársaság, Budapest, wurde in Q4 2022 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Aus der Klassifizierung ergaben sich keine wesentlichen Bewertungsanpassungen. Die Entkonsolidierung der Gesellschaft erfolgte in Q2 2023.

Das Tochterunternehmen American Digital Title Insurance Company, Brighton, Colorado, wird zum Stichtag weiterhin als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Im Zuge der Klassifizierung ergaben sich keine Bewertungsanpassungen.

Im Juli 2023 haben wir die Globality S.A., Munsbach, an Foyer S.A., eine Finanzgruppe aus Luxemburg, veräußert. Bewertungsanpassungen waren im Zuge der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten nicht erforderlich. Die Entkonsolidierung erfolgte in Q3 2023. Zwischen Globality, Foyer und ERGO bleibt eine strategische Partnerschaft bestehen.

Die DAS UK Holdings Limited, Bristol, mit deren Tochterunternehmen DAS Services Limited, DAS Legal Expenses Insurance Company Limited und DAS Law Limited haben wir in Q2 2023 als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Wesentliche Bewertungsanpassungen waren nicht erforderlich. Der Abgang erfolgte in Q1 2024.

Weitere Erläuterungen zu den Abgängen aus dem Verlust der Beherrschung finden Sie in diesem Kapitel unter > Konsolidierung.

Die übrigen Rücklagen des Konzerneigenkapitals enthalten aus Veräußerungsgruppen 13 Millionen €, die in Höhe von 3 Millionen € auf unrealisierte Verluste aus festverzinslichen Wertpapieren entfallen und mit 10 Millionen € die unrealisierten Verluste aus der Währungsrücklage betreffen.

Die Zuordnung der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte auf die Segmente ist in unserer Segmentberichterstattung dargestellt. Geschäftsvorfälle zwischen der Veräußerungsgruppe und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns wurden weiterhin vollständig eliminiert.

Die finanziellen Kapitalanlagen sind Level 1 und Level 2 der Bewertungshierarchie zugeordnet.

Segmentangaben

6 Segmentberichterstattung

Die Basis für die Segmentierung unserer Geschäftstätigkeit bildet entsprechend dem "Management Approach" die interne Steuerung von Munich Re.

Wir haben fünf berichtspflichtige Segmente identifiziert:

  • − Rückversicherung Leben/Gesundheit: weltweites Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft;
  • − Rückversicherung Schaden/Unfall: weltweites Schadenund Unfallrückversicherungsgeschäft;
  • − ERGO Leben/Gesundheit Deutschland: deutsches Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäft sowie weltweites Reiseversicherungsgeschäft und Digital Ventures Geschäft;
  • − ERGO Schaden/Unfall Deutschland: deutsches Schaden- und Unfallerstversicherungsgeschäft (ohne Digital Ventures);
  • − ERGO International: Erstversicherungsgeschäft von ERGO außerhalb Deutschlands.

Bestimmte Erstversicherer, deren Geschäft spezialisierte Lösungskompetenz benötigt, sind an die Rückversicherung als Risikoträger gekoppelt. Deshalb betreiben wir deren Geschäft aus der Rückversicherung heraus; entsprechend sind sie den Rückversicherungssegmenten zugeordnet. Die IFRS-Ergebnisbeiträge sind Grundlage der Planung und Strategie aller Segmente. Daher ist das IFRS-Segmentergebnis die einheitliche Bemessungsgrundlage für die interne Steuerung.

Konzerninterne Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten werden im Einklang mit der internen Steuerung unkonsolidiert ausgewiesen; die Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus diesen Darlehen erfolgt in der Segment-Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls unkonsolidiert. Ansonsten erfolgt der Ausweis nach Eliminierung aller konzerninternen Geschäftsvorfälle und Beteiligungsverhältnisse.

Segmentaktiva1, 2

Leben/Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
A. Immaterielle Vermögenswerte 292 313 2�129 2�349
B. Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind 667 700 2�518 2�522
C. Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind 6�473 5�473 116 32
D. Kapitalanlagen 20�882 21�879 69�505 62�736
davon:
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der
Equity-Methode bewertet 0 0 4�610 3�905
E. Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung 0 0 0 0
F. Versicherungsnahe Finanzinstrumente 8�598 16�834 862 1�085
G. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 4 22 119
H. Übrige Segmentaktiva 4�340 3�708 9�592 9�334
Summe der Segmentaktiva 41�251
48�911
84�743
78�176

Segmentpassiva1 ,2

Leben/Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
A. Nachrangige Verbindlichkeiten 483 1�057 4�217 3�678
B. Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind 112 99 148 46
C. Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind
I.
Deckungsrückstellung
10�659 12�059 –1�799 –3�745
II.
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
6�724 5�685 63�504 60�682
III.
Sonstige versicherungstechnische Verbindlichkeiten
0 0 0 0
17�383 17�744 61�705 56�937
D. Andere Rückstellungen 163 148 638 585
E. Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 0 0 1 1
F. Übrige Segmentpassiva 6�017 15�900 8�767 6�754
Summe der Segmentpassiva 24�159 34�949 75�476 68�002

1 Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 17 sowie Änderungen der Darstellung und Gliederung der Bilanz, siehe > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 sowie > Änderung der Darstellung und Gliederung.

2 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

ERGO Gesamt
Leben/Gesundheit Schaden/Unfall
Deutschland Deutschland International
31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
62 67 1�388 1�374 212 181 4�084 4�284
16 17 381 311 431 342 4�014 3�892
287 239 264 174 53 60 7�193 5�977
103�719 101�010 8�133 7�411 16�224 14�929 218�462 207�965
563 456 72 59 1�163 1�071 6�409 5�491
5�778 5�239 0 0 2�502 2�231 8�280 7�470
412 380 0 0 0 0 9�872 18�298
137 0 5 0 282 269 446 392
4�843 5�679 1�360 1�286 1�309 1�105 21�443 21�113
115�254 112�631 11�532 10�556 21�013 19�117 273�793 269�391
ERGO Gesamt
Leben/Gesundheit Schaden/Unfall
Deutschland Deutschland International
31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
0 0 0 0 13 13 4�713 4�748
2 0 96 77 78 40 436 262
111�195 107�926 609 565 12�315 11�965 132�979 128�771
1�900 1�868 5�983 5�319 3�056 2�729 81�167 76�283
0 0 0 0 7 7 7 7
113�095 109�794 6�592 5�884 15�378 14�701 214�153 205�061
845 826 786 534 333 568 2�766 2�661
0 0 0 0 273 140 274 141
1�800 2�273 2�812 1�834 2�284 2�512 21�680 29�273
115�742 112�894 10�287 8�329 18�358 17�973 244�021 242�146
Eigenkapital 29�772 27�245
Summe der Passiva 273�793 269�391

Segment-Gewinn- und Verlustrechnung1, 2

Rückversicherung
Leben/Gesundheit Schaden/Unfall
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
1. Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen 10�725 11�164 27�061 25�325
2. Versicherungstechnische Aufwendungen aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen
Schadenaufwendungen –9�174 –9�957 –18�595 –17�407
Veränderungen durch der Versicherungsnehmerbeteiligung unterliegende
Vermögenswerte (Underlying Items) 0 0 0 0
Verwaltungs- und Abschlusskosten –434 –380 –4�002 –3�725
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 0 0 0 0
–9�608 –10�337 –22�598 –21�132
3. Versicherungstechnisches Ergebnis aus abgeschlossenen Versicherungs
verträgen (1.+2.) 1�117 827 4�464 4�193
4. Abgegebener Versicherungsumsatz aus abgegebenen Versicherungsverträgen –246 –325 –1�025 –981
5. Versicherungstechnische Erträge aus abgegebenen Versicherungsverträgen 202 253 410 881
6. Versicherungstechnisches Ergebnis aus abgegebenen Versicherungs
verträgen (4.+5.) –44 –72 –615 –100
7. Versicherungstechnisches Ergebnis (3.+6.) 1�073 755 3�849 4�093
8. Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten 360 286 119 130
9. Versicherungstechnisches Gesamtergebnis (7.+8.) 1�433 1�041 3�968 4�224
10. Ergebnis aus Kapitalanlagen 608 582 1�824 727
11. Währungsergebnis –53 397 –142 438
12. Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebens
versicherung 0 0 0 0
13. Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgeschlossenen Versicherungsverträgen –133 –25 –1�682 –449
14. Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgegebenen Versicherungsverträgen 2 0 88 20
15. Versicherungstechnisches Finanzergebnis (13.+14.) –131 –25 –1�594 –429
16. Nettofinanzergebnis (10.+11.+12.+15.) 424 955 88 736
17. Sonstige operative Erträge 305 254 533 447
18. Sonstige operative Aufwendungen –476 –527 –1�538 –1�205
19. Operatives Ergebnis (9.+16.+17.+18.) 1�686 1�722 3�052 4�201
20. Finanzierungsergebnis 3 –26 –139 –127
21. Ertragsteuern –261 –381 –465 –652
22. Konzernergebnis (19.+20.+21.) 1�428 1�314 2�448 3�423

1 Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 17, siehe > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewer-

tungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 17 sowie > Änderung der Darstellung und Gliederung.

2 Diese Informationen finden Sie als Exceldownload im Financial Supplement unter www.munichre.com/ergebnisse-berichte.

Sonstige Segmentangaben

Leben/Gesundheit
Schaden/Unfall
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Zinserträge 1�188 1�015 1�755 1�130
Zinsaufwendungen –35 –26 –215 –49
Planmäßige Abschreibungen und Amortisationen –31 –38 –159 –157
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
nach der Equity-Methode bewertet 0 0 262 81
ERGO Gesamt
Leben/Gesundheit Schaden/Unfall
Deutschland Deutschland International
2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
9�942 9�802 4�539 4�227 5�618 4�867 57�884 55�385
–7�681 –7�293 –2�677 –2�687 –3�354 –3�049 –41�481 –40�393
52 –156 –2 –10 –2 –42 48 –208
–1�307 –1�160 –1�335 –1�203 –1�539 –1�340 –8�617 –7�807
0 0 0 0 0 0 0 0
–8�936 –8�609 –4�015 –3�899 –4�894 –4�431 –50�051 –48�408
1�006 1�193 524 328 723 436 7�834 6�977
–9 –8 –68 –99 –229 –198 –1�577 –1�610
4 3 39 171 133 104 788 1�412
–5
1�001
–4
1�189
–29
495
72
400
–96
627
–94
343
–789
7�045
–198
6�779
23 –130 0 0 –2 4 501 291
1�024 1�059 495 400 625 347 7�545 7�070
2�323 1�379 209 113 410 182 5�374 2�983
–71 253 –11 –12 –15 –9 –292 1�067
565 –750 0 0 250 –390 816 –1�140
–2�983 –816 –66 19 –627 188 –5�490 –1�083
–1 0 2 –1 9 4 99 23
–2�984 –816 –64 18 –618 192 –5�391 –1�060
–167 66 134 118 28 –25 507 1�850
191 188 109 106 179 95 1�316 1�089
–851 –871 –341 –323 –461 –271 –3�667 –3�197
197 442 397 301 370 146 5�702 6�812
53 16 –49 –7 –36 –35 –168 –179
–67 –152 –96 –121 –48 –18 –936 –1�324
183 307 252 173 286 92 4�597 5�309
ERGO Gesamt
Leben/Gesundheit
Deutschland
Schaden/Unfall
Deutschland
International
2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
2�733 2�412 209 106 362 290 6�246 4�953
–82 –37 –74 –10 –52 –6 –458 –128
–16 –67 –91 –87 –68 –61 –365 –411
40 15 22 2 32 –46 356 52

Langfristige Vermögenswerte nach Ländern1

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Deutschland 8�637 9�163
USA 4�880 4�704
Frankreich 580 476
Vereinigtes Königreich 557 620
Niederlande 464 490
Schweden 316 327
Kanada 303 302
Belgien 290 222
Spanien 271 274
Polen 259 244
Österreich 235 243
Australien 207 183
Italien 145 159
Dänemark 139 123
Portugal 109 239
Schweiz 95 94
Finnland 86 89
Thailand 83 36
Neuseeland 67 53
Litauen 56 54
Griechenland 52 48
Übrige 117 109
Gesamt 17�948 18�252

1 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Immobilien, Sachanlagen und biologische Vermögenswerte.

Investition in langfristige Vermögenswerte pro Segment1

Mio. € 2023 Vorjahr
Rückversicherung Leben/Gesundheit 128 108
Rückversicherung Schaden/Unfall 370 217
ERGO Leben/Gesundheit Deutschland 327 540
ERGO Schaden/Unfall Deutschland 144 206
ERGO International 133 133
Gesamt 1�102 1�204

1 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Immobilien, Sachanlagen und biologische Vermögenswerte.

Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen1

Mio. € 2023 Vorjahr
Europa
Deutschland 17�554 19�448
Vereinigtes Königreich 7�072 5�892
Polen 2�007 1�695
Spanien 1�469 1�285
Belgien 1�018 971
Übrige 3�605 3�626
32�725 32�917
Nordamerika
USA 14�714 12�957
Kanada 1�933 1�837
16�647 14�794
Asien und Australasien
Australien 1�923 1�567
China 1�012 1�215
Indien 955 757
Japan 587 589
Übrige 1�166 1�050
5�644 5�177
Afrika, Naher und Mittlerer Osten
Vereinigte Arabische Emirate 489 347
Südafrika 475 599
Übrige 618 625
1�583 1�572
Lateinamerika 1�285 925
Gesamt 57�884 55�385

1 Die Zuordnung der Umsätze erfolgt in der Regel nach dem Ort des versicherten Risikos.

7 Alternative Leistungskennzahlen

Neben IFRS-Größen verwendet Munich Re zur Beurteilung der finanziellen Leistung alternative Leistungskennzahlen, die nicht in IFRS definiert oder ausgeführt sind. Diese alternativen Leistungskennzahlen liefern nützliche Informationen zur Finanz- und Ertragslage und verbessern das Verständnis unserer Ergebnisse. Sie sind als Ergänzung, nicht als Ersatz für die in IFRS definierten Größen zu verstehen. Ähnlich bezeichnete alternative Leistungskennzahlen, die von anderen Unternehmen veröffentlicht werden, werden möglicherweise auf andere Art und Weise berechnet und sind somit nicht oder nur begrenzt vergleichbar.

Gebuchte Bruttobeiträge

Die gebuchten Bruttobeiträge waren die relevante Umsatzgröße unter IFRS 4 und umfassen alle Beitragseinnahmen, die im Geschäftsjahr fällig geworden sind. Dagegen erfolgt die Ermittlung des unter IFRS 17 ausgewiesenen Versicherungsumsatzes auf Basis der Leistungserbringung aus den Gruppen von Versicherungsverträgen. Der Versicherungsumsatz ist im Vergleich zu den gebuchten Bruttobeiträgen deutlich niedriger, da Beitragsbestandteile, die unabhängig vom Eintritt eines versicherten Ereignisses in jedem Fall an den Versicherungsnehmer zurückgezahlt werden (Kapitalanlagekomponenten), nicht als Versicherungsumsatz ausgewiesen werden. Dies betrifft insbesondere Provisionen und Gewinnbeteiligungen im Rückversicherungsgeschäft. Weitere Unterschiede ergeben sich unter anderem aus der Periodisierung und Vereinnahmung des Versicherungsumsatzes nach der Leistungserbringung sowie aus der Berücksichtigung von Finanzierungseffekten. Aus Gründen der Vergleichbarkeit weisen wir die gebuchten Bruttobeiträge als alternative Leistungskennzahl aus. Als Erfolgsmaß für das Unternehmenswachstum werden die gebuchten Bruttobeiträge nicht mehr verwendet. Sie wurden als ein Steuerungsinstrument der Gruppe durch den Versicherungsumsatz abgelöst.

Gebuchte Bruttobeiträge

ERGO
Leben/Gesundheit
Leben/Gesundheit Schaden/Unfall Deutschland
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen 10�725 11�164 27�061 25�325 9�942 9�802
Gebuchte Bruttobeiträge 13�249 13�676 35�872 34�399 10�349 9�703

Gebuchte Bruttobeiträge

ERGO Gesamt
Schaden/Unfall
Deutschland International
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen 4�539 4�227 5�618 4�867 57�884 55�385
Gebuchte Bruttobeiträge 4�383 4�198 5�960 5�157 69�814 67�133

Schaden-Kosten-Quote

Die Schaden-Kosten-Quote wird regelmäßig für die Schaden- und Unfallversicherung ausgewiesen. Sie bezeichnet das prozentuale Verhältnis der versicherungstechnischen Aufwendungen zum Versicherungsumsatz, und zwar jeweils netto, das heißt nach Rückversicherungsabgaben. Die Schaden-Kosten-Quote erlaubt aufgrund der Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes und der Berücksichtigung der Unsicherheiten der Zahlungsflüsse auch eine ökonomische Einschätzung der Profitabilität.

Erläuterungen zur Ermittlung der Schaden-Kosten-Quote

Rückversicherung ERGO
Schaden/Unfall
Schaden/Unfall Deutschland International1
Mio. € 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz (netto)
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen 27�061 25�325 4�539 4�227 4�426 3�736
Abgegebener Versicherungsumsatz aus
abgegebenen Versicherungsverträgen –1�025 –981 –68 –99 –195 –177
26�036 24�344 4�471 4�128 4�231 3�559
Versicherungstechnische Aufwendungen (netto)
Versicherungstechnische Aufwendungen aus
abgeschlossenen Versicherungsverträgen –22�598 –21�132 –4�015 –3�899 –3�937 –3�495
Versicherungstechnische Erträge aus abgegebenen
Versicherungsverträgen 410 881 39 171 124 97
–22�187 –20�251 –3�976 –3�729 –3�813 –3�398
Schaden-Kosten-Quote %
85�2
83�2 88�9 90�3 90�1 95�5

1 Ohne Lebensversicherungsgeschäft und nach Art der Lebensversicherung betriebenes Krankenversicherungsgeschäft.

Eigenkapitalrendite (RoE)

Die Eigenkapitalrendite (RoE) ist eine wichtige Rentabilitätskennzahl, die insbesondere im mittelfristigen Zeitraum als Ergebnisgröße von Relevanz ist und auf Basis des IFRS-Konzernergebnisses im Verhältnis zum durchschnittlichen

IFRS-Eigenkapital zu Jahresbeginn und Jahresende ermittelt wird. Dabei wird das IFRS-Eigenkapital insbesondere um nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, um erfolgsneutrale Veränderungen aus Währungsumrechnung sowie um das Bewertungsergebnis aus der Bewertung von Versicherungsverträgen

sowie aus Sicherungsbeziehungen bereinigt. Weitere Anpassungen werden vorgenommen, um Verzerrungen durch konzerninterne Transaktionen zu bereinigen. Das IFRS-Eigenkapital wird neben der Gewinnentwicklung insbesondere durch Kapitalmaßnahmen wie zum Beispiel Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe beeinflusst. Der RoE wird für die Gruppe und die Geschäftsfelder Rückversicherung und ERGO ausgewiesen.

Erläuterungen zur Ermittlung der Eigenkapitalrendite (RoE) für das Jahr 2023

Rückversicherung ERGO Gesamt
Mio. € 31�12�2023 31�12�2022 31�12�2023 31�12�2022 31�12�2023 31�12�2022
Segmentaktiva 125�994 127�087 147�799 142�304 273�793 269�391
Segmentpassiva 99�634 102�950 144�387 139�196 244�021 242�146
Anpassungen bei der Ermittlung des Eigenkapitals
Übrige Rücklagen – Bewertung zum beizulegen
den Zeitwert, Bewertung von Versicherungs
verträgen, Währungsumrechnung, Sicherungs
beziehungen 189 417 –785 –1�439 –597 –1�022
Korrekturposten der wesentlichen Vermögens
überträge zwischen Rückversicherung und ERGO 940 976 –940 –976 0 0
Angepasstes Eigenkapital 25�231 22�743 5�138 5�524 30�369 28�267
2023 2023 2023
Durchschnittliches angepasstes Eigenkapital 23�987 5�331 29�318
Konzernergebnis 3�876 721 4�597
Eigenkapitalrendite (RoE)
%
16�2 13�5 15�7

Erläuterungen zur Ermittlung der Eigenkapitalrendite (RoE) für das Jahr 2022

Rückversicherung ERGO Gesamt
Mio. € 31�12�2022 1�1�2022 31�12�2022 1�1�2022 31�12�2022 1�1�2022
Segmentaktiva 127�087 131�256 142�304 170�240 269�391 301�496
Segmentpassiva 102�950 105�490 139�196 167�540 242�146 273�030
Anpassungen bei der Ermittlung des Eigenkapitals
Übrige Rücklagen – Bewertung zum beizulegen
den Zeitwert, Bewertung von Versicherungs
verträgen, Währungsumrechnung, Sicherungs
beziehungen 417 4�818 –1�439 –599 –1�022 4�220
Korrekturposten der wesentlichen Vermögens
überträge zwischen Rückversicherung und ERGO 976 1�020 –976 –1�020 0 0
Angepasstes Eigenkapital 22�743 19�928 5�524 4�318 28�267 24�246
2022 2022 2022
Durchschnittliches angepasstes Eigenkapital 21�336 4�921 26�257
Konzernergebnis 4�737 572 5�309
Eigenkapitalrendite (RoE)
%
22�2 11�6 20�2

Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva

8 Geschäfts- oder Firmenwert

Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Mio. € 2023 Vorjahr
Bruttobuchwert 1�1. 4�803 4�655
Kumulierte Wertminderungen 1�1. –1�563 –1�563
Buchwert 1�1. 3�240 3�092
Währungsänderungen –65 118
Zugänge 13 29
Abgänge –5 0
Umgliederungen 0 1
Wertminderungen 0 0
Buchwert 31�12. 3�184 3�240
Kumulierte Wertminderungen 31�12. –1�563 –1�563
Bruttobuchwert 31�12. 4�747 4�803

Zum 1. Januar 2023 erfolgte eine Neuordnung der Vorstandsressorts im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall. Die in diesem Zusammenhang stattgefundene Neuallokation der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte auf diese Ressorts hatte keine Auswirkungen auf die Werthaltigkeit.

Die Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein signifikanter Teil des Geschäftsoder Firmenwerts zugeordnet wurde, basieren auf den folgenden Annahmen:

Ressort Global Clients and Ressort Global
North America im Segment Specialty Insurance im Segment
Zahlungsmittelgenerierende Rückversicherung Rückversicherung Segment ERGO
Einheit Schaden/Unfall Schaden/Unfall Schaden/Unfall Deutschland
Zugeordneter Geschäfts- oder
Firmenwert zum 31�12�2023
in Mio. € 1�093 864 928
Grundlage für die Berechnung
des erzielbaren Betrags Nutzungswert Nutzungswert Nutzungswert
Wesentliche Annahmen in Bezug In der Detailplanungsphase In der Detailplanungsphase Für die Detailplanung (2 Jahre)
auf die Planungsrechnung (2 Jahre) rechneten wir mit moderat (2 Jahre) rechneten wir mit steigen erwarteten wir bei moderat steigen
(zum Zeitpunkt der Planung) sinkenden Versicherungsumsätzen den Versicherungsumsätzen und den Versicherungsumsätzen eine
und bei einer normalen Großscha bei einer normalen Großschaden verbesserte Schaden-Kosten-Quote.
denbelastung mit einer stabilen belastung mit einer verbesserten
Schaden-Kosten-Quote. Schaden-Kosten-Quote.
Grundsätzlich gingen wir von mo Grundsätzlich gingen wir von mo Grundsätzlich gingen wir von mo
derat steigenden Aktienmärkten derat steigenden Aktienmärkten derat steigenden Aktienmärkten
und von einem stabilen Zinsniveau und von einem stabilen Zinsniveau und von einem stabilen Zinsniveau
aus. aus. aus.
Wachstumsraten nach
Detailplanungsphase 1�0 % 1�0 % 1�0 %
Abzinsungssatz 11�6 % 11�6% 12�0 %

Die Berechnung dieser Nutzungswerte erfolgt auf der Grundlage von ausschüttungsfähigen Planergebnissen, basierend auf dem gegenwärtigen Marktumfeld und der aktuellsten vom Management genehmigten Unternehmensplanung. Die Unternehmenspläne werden im Dialog zwischen den operativen Bereichen, den zuständigen Controlling-Einheiten und dem Vorstand erstellt, mindestens quartalsweise überprüft und fortgeschrieben. Bei der Ermittlung der Planergebnisse gingen wir nicht davon aus, dass die Ertragsaussichten unserer Geschäftsmodelle dauerhaft durch den Ukraine-Krieg und das aktuelle wirtschaftliche

Umfeld, auch im Hinblick auf die weitere Inflationsentwicklung, wesentlich beeinträchtigt sein werden. Geschäftsmodell-immanente Klimarisiken unseres Versicherungsgeschäfts sind in den ausschüttungsfähigen Planergebnissen berücksichtigt.

Die oben dargestellten wesentlichen Annahmen zur Entwicklung des Versicherungsumsatzes und der Schaden-Kosten-Quoten resultieren aus der Aggregation der Einzelunternehmenspläne der Gesellschaften einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die wesentlichen Annahmen zur Entwicklung des Aktienmarkts und des Zinsniveaus werden auf der Grundlage des gegenwärtigen Marktumfelds festgelegt.

Die Detailplanungsphase orientiert sich an der Group Ambition 2025 und ist daher im Vergleich zum Vorjahr um ein Detailplanungsjahr kürzer. Nach der Detailplanungsphase schätzen wir das langfristig erzielbare Planergebnis auf Basis eines angepassten letzten Planjahres und unter Berücksichtigung von aus makroökonomischen Prognosen abgeleiteten Wachstumsraten und Kapitalanlagerenditen.

Als Abzinsungssätze wurden mithilfe des Capital Asset Pricing Model (CAPM) abgeleitete Eigenkapitalkostensätze verwendet. Dabei wurde der im abgelaufenen Geschäftsjahr beobachtbare Zinsanstieg berücksichtigt. Bei der kapitalmarktorientierten Ableitung des Abzinsungssatzes gehen wir davon aus, dass die vom Kapitalmarkt erwarteten Klimarisiken in seiner Renditeerwartung enthalten sind. Die Berechnungen erfolgten nach Berücksichtigung von normalisierten Steuern. In der Tabelle wird für Ausweiszwecke jeweils ein korrespondierender Abzinsungssatz vor Steuern angegeben. Es wurden Sensitivitätsanalysen für die Abzinsungssätze, die Wachstumsraten und die ausschüttungsfähigen Planergebnisse durchgeführt. Dabei wurde kein Wertminderungsbedarf identifiziert.

9 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte

Software
Selbst geschaffen Sonstige
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Bruttobuchwert 1�1. 628 585 1�936 1�792
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1�1. –587 –561 –1�259 –1�166
Buchwert 1�1. 41 24 676 626
Währungsänderungen 1 0 3 3
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 1 3 0 8
Sonstige 39 25 158 181
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0 –1 –3
Sonstige 0 0 –4 –3
Umgliederungen1 0 24 –1 –24
Wertaufholungen 0 0 0 0
Abschreibungen –18 –22 –121 –112
Wertminderungen –23 –12 –11 0
Buchwert 31�12. 41 41 700 676
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31�12. –611 –587 –1�361 –1�259
Bruttobuchwert 31�12. 653 628 2�060 1�936
Erworbene
Erworbene Vertriebsnetze/ Erworbene
Markennamen Kundenstämme Lizenzen/Patente
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Bruttobuchwert 1�1. 233 213 763 738 332 344
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1�1. –192 –187 –676 –642 –163 –141
Buchwert 1�1. 41 26 88 96 169 203
Währungsänderungen 0 2 –1 3 0 –1
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0 15 15 6 0 0
Sonstige 0 1 0 2 1 0
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0 0 0 0 –8
Sonstige –1 0 0 –1 0 0
Umgliederungen1 0 0 –1 1 –133 0
Wertaufholungen 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen –2 –2 –19 –18 –1 –13
Wertminderungen –14 0 –3 0 0 –13
Buchwert 31�12. 25 41 78 88 37 169
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
31�12. –207 –192 –687 –676 –43 –163
Bruttobuchwert 31�12. 231 233 765 763 80 332
Übrige Gesamt
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Bruttobuchwert 1�1. 42 44 3�935 3�715
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1�1. –14 –12 –2�892 –2�709
Buchwert 1�1. 28 32 1�043 1�007
Währungsänderungen 0 0 3 6
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 16 31
Sonstige 0 0 198 209
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0 –1 –11
Sonstige 0 –1 –5 –5
Umgliederungen1 –6 –1 –141 0
Wertaufholungen 0 0 0 0
Abschreibungen –2 –3 –163 –170
Wertminderungen 0 0 –51 –25
Buchwert 31�12. 20 28 900 1�043
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31�12. –12 –14 –2�921 –2�892
Bruttobuchwert 31�12. 32 42 3�821 3�935

1 Siehe in diesem Kapitel > (13) Immaterielle Vermögenswerte.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit auf immaterielle Vermögenswerte bestehen in Höhe von 0 (0) Millionen €. Verpflichtungen zum Erwerb immaterieller Vermögenswerte belaufen sich auf 8 (38) Millionen €.

10 Abgegebene Versicherungsverträge

Aufgrund des in der Regel langen Deckungszeitraums wenden wir für abgegebene Versicherungsverträge im Bereich Leben/Gesundheit das allgemeine Bewertungsmodell an. Den überwiegenden Teil unserer abgegebenen Versicherungsverträge im Bereich Schaden/Unfall bewerten wir mit dem Prämienallokationsansatz.

Die folgenden Tabellen zeigen für abgegebene Versicherungsverträge, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell und mit dem Prämienallokationsansatz bewertet werden,

die Veränderungen im Geschäftsjahr, aufgeschlüsselt nach Vermögenswertkomponenten. Somit zeigen die Überleitungstabellen die Veränderungen von den Eröffnungszu den Schlusssalden für die Vermögenswerte für zukünftigen Rückversicherungsschutz und die Vermögenswerte für rückgedeckte Schäden. Bei den Vermögenswerten für zukünftigen Rückversicherungsschutz wird zusätzlich zwischen Vermögenswerten ohne und mit Verlustrückerstattungskomponente unterschieden. Die Vermögenswertkomponenten werden durch das versicherungstechnische Ergebnis, Kapitalanlagekomponenten, das versicherungstechnische Finanzergebnis, sonstige Wertänderungen, Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden, und die erhaltenen sowie geleisteten Zahlungsströme verändert. Erläuterungen zu den genannten Positionen mit den Effekten auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung finden sich unter > Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Entwicklung der abgegebenen Versicherungsverträge nach Vermögenswertkomponenten

2023
Vermögens
werte für
Vermögenswerte für rückge
zukünftigen deckte
Rückversicherungsschutz Schäden Gesamt
Ohne
Verlustrück Verlustrück
erstattungs erstattungs
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. – Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 140 0 3�753 3�892
Buchwert 1�1. – Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –242 0 –21 –262
–102 0 3�732 3�630
Versicherungstechnisches Ergebnis
Abgegebener Versicherungsumsatz
Erwartete rückgedeckte Schäden und sonstige Aufwendungen in der
Berichtsperiode –328 –328
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode –10 –10
Nettokosten/-gewinne für erhaltene Versicherungsleistungen in der Berichts
periode –67 –67
Abweichung von der Erwartung für Prämien und zugehörige Zahlungsströme 32 32
Aufwendungen für kurz laufende abgegebene Verträge –1�204 –1�204
–1�577 –1�577
Versicherungstechnische Erträge für eingetretene Versicherungsfälle
Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen durch Rückversicherer 882 882
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen –94 –94
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen, entsprechend
Veränderungen aus den abgeschlossenen Verträgen 0 0
0 788 788
Zwischensumme –1�577 0 788 –789
Kapitalanlagekomponenten –10 10 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgegebenen
Versicherungsverträgen
Aufzinsung 28 0 72 100
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
27 0 72 99
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen
0
–48
0
0
0
–45
0
–93
–48 0 –45 –93
Veränderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in den Marktvariablen 15 0 71 86
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungs
kreis 0 0 0 0
15 0 71 86
Zahlungsströme
Gezahlte Prämien 1�665 1�665
Erhaltene Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen –1�026 –1�026
Sonstige Zahlungsströme 0 –13 –13
1�665 –1�039 626
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 18 18
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. – Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 380 0 3�634 4�014
Buchwert 31�12. – Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –408 0 –28 –436
–28 0 3�606 3�577
Vorjahr
Vermögens
werte für
Vermögenswerte für rückge
zukünftigen deckte
Rückversicherungsschutz Schäden Gesamt
Ohne
Verlustrück
erstattungs
Verlustrück
erstattungs
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. – Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 203 0 3�378 3�581
Buchwert 1�1. – Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –18 0 1 –17
185 0 3�379 3�564
Versicherungstechnisches Ergebnis
Abgegebener Versicherungsumsatz
Erwartete rückgedeckte Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode –418 –418
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode –12 –12
Nettokosten/-gewinne für erhaltene Versicherungsleistungen in der Berichts
periode 6 6
Abweichung von der Erwartung für Prämien und zugehörige Zahlungsströme –59 –59
Aufwendungen für kurz laufende abgegebene Verträge –1�127 –1�127
–1�610 –1�610
Versicherungstechnische Erträge für eingetretene Versicherungsfälle
Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen durch Rückversicherer 1�476 1�476
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen –63 –63
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen, entsprechend
Veränderungen aus den abgeschlossenen Verträgen 0 0
0 1�412 1�412
Zwischensumme –1�610 0 1�412 –198
Kapitalanlagekomponenten –38 38 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgegebenen
Versicherungsverträgen
Aufzinsung 1 0 20 21
Zinsänderungseffekte 2 0 0 2
4 0 20 23
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 5 0 19 24
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –13 0 54 41
–8 0 74 66
Veränderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in den Marktvariablen –98 0 –169 –267
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungs
kreis 0 0 0 0
–98 0 –169 –267
Zahlungsströme
Gezahlte Prämien 1�459 1�459
Erhaltene Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen –1�003 –1�003
Sonstige Zahlungsströme 0 –15 –15
1�459 –1�019 440
Umklassifizierung nach IFRS 5 3 0 –3 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. – Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 140 0 3�753 3�892
Buchwert 31�12. – Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –242 0 –21 –262
–102 0 3�732 3�630

Die folgenden Tabellen zeigen die Veränderungen in den Bewertungskomponenten der abgegebenen Versicherungsverträge im Geschäftsjahr, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell und mit dem Prämienallokationsansatz bewertet sind. Die Bewertungskomponenten enthalten alle Bestandteile aus den abgegebenen Versicherungsverträgen, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell bewertet sind. Der Barwert der erwarteten Nettozahlungsströme und der Risikoanpassung unserer Versicherungsportfolios, die mit dem Prämienallokationsansatz bewertet werden, umfasst in dieser Überleitung ausschließlich die Vermögenswerte für rückgedeckte Schäden.

Die Bewertungskomponenten werden durch das versicherungstechnische Ergebnis, Kapitalanlagekomponenten, das versicherungstechnische Finanzergebnis, sonstige Wertänderungen, Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden, und die erhaltenen sowie geleisteten Zahlungsströme verändert. Somit gibt die Tabelle Aufschluss

darüber, welche Änderungen sich im Barwert der erwarteten Nettozahlungsströme und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken im Laufe des Jahres ergeben haben und wie sich diese Änderungen auf die Nettokosten/-gewinne auswirken.

Entwicklung der abgegebenen Versicherungsverträge nach Bewertungskomponenten1

2023
Barwert der
erwarteten
Netto
zahlungs
Risiko Netto
kosten/
Mio. € ströme anpassung -gewinne Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) 3�294 122 376 3�792
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Nettokosten/-gewinne für Leistungen in der Berichtsperiode –67 –67
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode –13 –13
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen –10 –10
Andere Änderungen der Risikoanpassung –3 –3
Abweichungen von der Erwartung –11 –11
Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen durch Rückversicherer
aus kurz laufenden Versicherungsverträgen 600 0 599
589 –13 –67 510
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden –48 3 45 0
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung von Nettokosten/
-gewinnen geführt haben 27 19 –46 0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung von Nettokosten/
-gewinnen führen 0 0
–21 22 –1 0
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden –95 1 –94
–95 1 –94
Zwischensumme 474 10 –68 416
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen –1 –1
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgegebenen
Versicherungsverträgen
Aufzinsung 68 1 5 74
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Sonstige Effekte 67 1 5 74
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –61 –9 –20 –90
–61 –9 –20 –90
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in den Marktparametern 83 3 0 86
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungs
kreis 0 0 0 0
83 3 0 86
Zahlungsströme
Gezahlte Prämien 533 533
Erhaltene Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen –1�026 –1�026
Sonstige Zahlungsströme –13 –13
–506 –506
Umklassifizierung nach IFRS 5 23 0 –1 22
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) 3�372 127 293 3�792
Vorjahr
Barwert der
erwarteten
Netto Netto
zahlungs Risiko kosten/
Mio. € ströme anpassung -gewinne Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) 3�139 167 368 3�675
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Nettokosten/-gewinne für Leistungen in der Berichtsperiode 6 6
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode –11 –11
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen
–12 –12
Andere Änderungen der Risikoanpassung 1 1
Abweichungen von der Erwartung –45 –45
Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen durch Rückversicherer
aus kurz laufenden Versicherungsverträgen 1�143 4 1�146
1�098 –8 6 1�097
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden –22 3 19 0
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung von Nettokosten/
-gewinnen geführt haben 0 –1 1 0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung von Nettokosten/
-gewinnen führen 0 0
–22 2 20 0
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden –60 –3 –63
–60 –3 –63
Zwischensumme 1�016 –9 26 1�033
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen 1 1
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgegebenen
Versicherungsverträgen
Aufzinsung 16 0 3 20
Zinsänderungseffekte 3 0 0 2
19 0 3 22
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 17 0 0 17
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 53 –7 –20 26
70 –7 –20 43
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in den Marktvariablen –237 –30 0 –267
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungs
kreis 0 0 0 0
–237 –30 0 –267
Zahlungsströme
Gezahlte Prämien 351 351
Erhaltene Schadenerstattungen und sonstige Aufwanderstattungen –1�036 –1�036
Sonstige Zahlungsströme –15 –15
–701 –701
Umklassifizierung nach IFRS 5 –13 0 0 –13
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) 3�294 122 376 3�792

1 Vermögenswerte für zukünftigen Rückversicherungsschutz für abgegebene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz in Höhe von −215 (−162) Millionen € bewertet sind, sind nicht enthalten. Bei der Anwendung des Prämienallokationsansatzes werden weder der Barwert der erwarteten Nettozahlungsströme noch eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken oder Nettokosten/-gewinne für Vermögenswerte für zukünftigen Rückversicherungsschutz explizit bestimmt.

Die im Geschäftsjahr erstmals erfassten gezeichneten oder erworbenen abgegebenen Versicherungsverträge, die mit dem GMM bewertet wurden, weisen folgende Größen auf:

Abgegebene Versicherungsverträge – Erstmals im Geschäftsjahr erfasste Verträge

2023
Gezeichnete
abgegebene
Versicherungs
Erworbene
abgegebene
Versicherungs
Mio. € verträge verträge Gesamt
Schätzung des Barwerts der zukünftigen Zahlungsaus- und
-eingänge
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge –239 0 –239
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge 191 0 191
–48 0 –48
Risikoanpassung 3 0 3
Nettokosten/-gewinne 45 0 45
Gesamt 0 0 0
Vorjahr
Gezeichnete
abgegebene
Versicherungs
Erworbene
abgegebene
Versicherungs
Mio. € verträge verträge Gesamt
Schätzung des Barwerts der zukünftigen Zahlungsaus- und
-eingänge
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge –301 0 –301
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge 279 0 279
–22 0 –22
Risikoanpassung 3 0 3
Nettokosten/-gewinne 19 0 19
Gesamt 0 0 0

Die folgende Tabelle stellt unsere Prognose über die erfolgswirksame Auflösung von Nettokosten/-gewinnen für abgegebene Versicherungsverträge dar, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell bewertet sind:

Prognose über die erfolgswirksame Auflösung von Nettokosten/ -gewinnen abgegebener Versicherungsverträge

Die folgende Tabelle zeigt die Effekte auf die Nettokosten/ -gewinne aus der erstmaligen Bewertung von abgegebenen Versicherungsverträgen, die zum Übergangszeitpunkt mit dem vollständig retrospektiven, dem modifizierten retrospektiven und dem Fair-Value-Ansatz bewertet wurden. Der Versicherungsumsatz ist ebenfalls nach Art des verwendeten Übergangsansatzes aufgegliedert.

2023 Vorjahr
Nettokosten/
Mio. € -gewinne
Buchwert 31�12. 293 376
Erwartete erfolgswirksame
Auflösung
Entwicklung Jahr 1 28 35
Entwicklung Jahr 2 23 27
Entwicklung Jahr 3 18 23
Entwicklung Jahr 4 17 20
Entwicklung Jahr 5 16 18
Entwicklung Jahr 6 14 17
Entwicklung Jahr 7 13 16
Entwicklung Jahr 8 12 15
Entwicklung Jahr 9 11 14
Entwicklung Jahr 10 10 13
Entwicklung Jahr 11 und nach
folgend 130 179

Erläuterung des abgegebenen Versicherungsumsatzes und Überleitung der Nettokosten/-gewinne nach Art des angewendeten Übergangsansatzes

2023
Mio. € Mit dem
vollständig
retrospektiven
Ansatz
bewertete
Verträge
Mit dem
modifizierten
retrospektiven
Ansatz
bewertete
Verträge
Mit dem Fair
Value-Ansatz
bewertete
Verträge
Gesamt
Abgegebener Versicherungsumsatz –70 –42 –202 –314
Buchwert 1�1. – Nettokosten/-gewinne 2 49 272 322
Nettokosten/-gewinne für Leistungen in der Berichtsperiode –1 –29 –11 –41
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung von Netto
kosten/-gewinnen geführt haben –3 3 –27 –26
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst
wurden 0 0 0 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgegebenen Versicherungsverträgen 0 2 1 3
Sonstige Auswirkungen 0 0 –19 –18
Buchwert 31�12. – Nettokosten/-gewinne –1 25 216 239
Vorjahr
Mit dem
vollständig
retrospektiven
Ansatz
bewertete
Mit dem
modifizierten
retrospektiven
Ansatz
bewertete
Mit dem Fair
Value-Ansatz
bewertete
Mio. € Verträge Verträge Verträge Gesamt
Abgegebener Versicherungsumsatz –346 –44 –337 –727
Buchwert 1�1. – Nettokosten/-gewinne 20 57 291 368
Nettokosten/-gewinne für Leistungen in der Berichtsperiode –12 –15 –16 –44
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung von Netto
kosten/-gewinnen geführt haben –5 6 12 12
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst
wurden 0 0 0 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgegebenen Versicherungsverträgen 0 2 0 2
Sonstige Auswirkungen 0 0 –16 –16
Buchwert 31�12. – Nettokosten/-gewinne 2 49 272 322

11 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet werden, stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet)

Mio. € 2023 Vorjahr
Bruttobuchwert 1�1. 4�499 4�480
Kumulierte Abschreibungen und Wert
minderungen 1�1. –797 –754
Buchwert 1�1. 3�702 3�727
Währungsänderungen –59 101
Zugänge
Nachträgliche Anschaffungskosten 45 1
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Sonstige 250 203
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 –1
Sonstige –5 –51
Umgliederungen –22 –208
Wertaufholungen 1 6
Abschreibungen –80 –77
Wertminderungen –61 0
Buchwert 31�12. 3�772 3�702
Kumulierte Abschreibungen und Wert
minderungen 31�12. –925 –797
Bruttobuchwert 31�12. 4�696 4�499

In den Zugängen sind zwei Wohnanlagen in Texas und North Carolina enthalten.

Die Wertminderungen betreffen mit insgesamt 46 Millionen € zwei Gewerbeobjekte in den USA und Deutschland. Bei der Bewertung dieser Immobilien haben vor allem die geringere Marktnachfrage und gestiegene Abzinsungssätze zu einer Anpassung der Bilanzwerte geführt.

In den Umgliederungen ist insbesondere eine Ausweisänderung zu den eigengenutzten Immobilien enthalten.

Die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts bewertet werden, stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts bewertet)

Mio. € 2023 Vorjahr
Buchwert 1�1. 5�917 5�658
Währungsänderungen 5 0
Zugänge
Nachträgliche Anschaffungskosten 7 18
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Sonstige 218 428
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0
Sonstige –95 –320
Umgliederungen –131 79
Änderung des beizulegenden
Zeitwertes –309 53
Sonstige Änderungen 0 0
Buchwert 31�12. 5�613 5�917

Die Zugänge betreffen vor allem eine Büroimmobilie in Brüssel und den Grund- und Bodenanteil einer Waldfläche in Arkansas.

In den negativen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts spiegelt sich vor allem die reduzierte Marktnachfrage, insbesondere bei gewerblichen Immobilien, sowie ein verändertes Zinsumfeld, das zu einem Anstieg der Abzinsungssätze geführt hat, wider.

Die Umgliederungen enthalten Immobilien, die wir als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert haben.

Die Dekarbonisierung unseres Kapitalanlageportfolios ist ein Bestandteil unserer Klimastrategie. Auch bei der Bewertung der Immobilien werden zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte ESG-Aspekte und Risiken aus dem Klimawandel berücksichtigt. Die Auswirkungen auf die Höhe der Bilanzwerte waren im Berichtsjahr gering.

Insgesamt bestehen für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 3.146 (3.327) Millionen €. Die Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz belaufen sich auf 29 (45) Millionen €.

12 Sachanlagen

Die Sachanlagen betreffen überwiegend Anlagen in erneuerbare Energien:

Entwicklung der Anlagen in erneuerbare Energien

2023 Vorjahr
767 792
–287 –255
480 537
4 –10
0 0
1 7
0 0
–2 –13
0 0
1 0
–37 –37
–3 –3
444 480
–329 –287
773 767

Die kumulierten aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau für Anlagen in erneuerbare Energien betragen 30 (28) Millionen €.

Für Anlagen in erneuerbare Energien bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit von 40 (48) Millionen €.

13 Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte in Zusammenhang mit Kapitalanlagen in Infrastruktur und erneuerbare Energien

Mio. € 2023
Bruttobuchwert 1�1. 0
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1�1. 0
Buchwert 1�1. 0
Währungsänderungen 0
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0
Sonstige 0
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0
Sonstige 0
Umgliederungen 141
Wertaufholungen 0
Abschreibungen -13
Wertminderungen 0
Buchwert 31�12. 128
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
31�12. -139
Bruttobuchwert 31�12. 267

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit auf immaterielle Vermögenswerte bestehen in Höhe von 55 (62) Millionen €. Verpflichtungen zum Erwerb immaterieller Vermögenswerte belaufen sich auf 0 (0) Millionen €.

Immaterielle Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit dem Erwerb von Kapitalanlagen in Infrastruktur und erneuerbare Energien stehen, wurden seit 1. Januar 2023 aufgrund der neuen Bilanzstruktur von sonstigen immateriellen Vermögenswerten in nichtfinanzielle Kapitalanlagen umgegliedert. Eine Umgliederung der Vorjahreszahlen erfolgte aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht. Die Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit der immateriellen Vermögenswerte, die in Zusammenhang mit Kapitalanlagen in Infrastruktur und erneuerbare Energien stehen, werden jedoch hier vollständig gezeigt.

14 Biologische Vermögenswerte

Entwicklung der Forstinvestments

Mio. € 2023 Vorjahr
Buchwert 1�1. 735 494
Währungsänderungen –23 33
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Käufe 110 39
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0
Verkäufe –36 –37
Änderung des beizulegenden Zeit
werts abzüglich der Verkaufskosten 45 70
Sonstige Änderungen –3 136
Buchwert 31�12. 828 735

Die Käufe beinhalten vor allem den Erwerb von 38.000 Hektar Forst in Arkansas.

15 Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die Wertaufholungen auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrugen 2 (1) Millionen €. Sie verteilen sich auf folgende Segmente: Rückversicherung Schaden/Unfall 0 (1) Millionen € und Erstversicherung Schaden/Unfall 2 (0) Millionen €.

Die Wertminderungen auf diese Unternehmen betrugen 54 (25) Millionen €. Sie entfielen nahezu vollständig auf das Segment Rückversicherung Schaden/Unfall.

Im Geschäftsjahr wurden Anteile an den Verlusten assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von 0 (4) Millionen € bilanziell nicht erfasst. Insgesamt betragen die bilanziell nicht erfassten Verluste 20 (25) Millionen €.

Aggregierte Finanzinformationen über Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten und einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Jahresergebnis nach Steuern aus
fortgeführten Geschäftsbereichen 133 45
Ergebnis nach Steuern aus
aufgegebenen Geschäftsbereichen 1 0
Im Sonstigen Ergebnis
erfasste Erträge und Aufwendungen –20 8
Gesamtergebnis 114 53

Weitere Angaben zu verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind dargestellt unter > Sonstige Angaben > (62) Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und > (63) Maßgebliche Beschränkungen sowie unter > Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 gemäß § 313 Abs. 2 HGB.

16 Finanzielle Kapitalanlagen

Grundsätzlich werden unsere finanziellen Vermögenswerte nach Anlageklassen, die von unserem Asset-Liability-Management festgelegt werden, gesteuert. Für erläuternde Angaben werden die finanziellen Kapitalanlagen in drei Klassen eingeteilt: solche mit Eigenkapitalrisiken, solche mit Zins- und Kreditrisiken und alternative Anlagen. Für eine Darstellung der finanziellen Kapitalanlagen nach Anlageklassen verweisen wir auf unsere Ausführungen unter > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (41) Buchwerte und Kategorien von Finanzinstrumenten.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die in den finanziellen Kapitalanlagen enthaltenen Produktgruppen:

Zusammensetzung der finanziellen Kapitalanlagen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Festverzinsliche Wertpapiere und
Darlehen 174�106 167�300
Einlagen bei Kreditinstituten 2�975 2�887
Aktien 11�461 9�808
Investmentfonds 3�959 3�425
Derivate 1�459 1�974
Andere finanzielle Kapitalanlagen 6�756 5�726
Gesamt 200�715 191�120

Bei rund 60 % der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen handelt es sich um Pfandbriefe sowie Staatsanleihen und staatsgarantierte Wertpapiere. Der übrige Bestand setzt sich zusammen aus Anleihen von Banken, Landesbanken und von Unternehmen außerhalb des Bankensektors sowie aus Asset-Backed Securities und Mortgage-Backed Securities. Dabei stellt jedes Einzelinvestment weniger als 1 % des Gesamtbestands an Kapitalanlagen dar. Der weitgehende Anteil an Asset-Backed Securities und Mortgage-Backed Securities wird in die Ratingkategorie A

oder besser eingestuft. Von den oben dargestellten Instrumenten haben 27.348 (24.950) Millionen € eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Von den hier ausgewiesenen Wertpapieren stellen 3.633 (2.326) Millionen € sogenannte grüne Anleihen dar. Zudem halten wir Anleihen mit ESG-Merkmalen über 190 Millionen €. Es handelt sich dabei um Wertpapiere und Darlehen, die eine Erhöhung des Zinssatzes vorsehen, sofern vorab definierte ESG-Ziele nicht erreicht werden. Somit entstehen aus den ESG-Merkmalen keine zusätzlichen Risiken. Vielmehr stellt der zusätzliche Zins eine Kompensation für erhöhte Risiken bei Verfehlen der Ziele dar. Wir steuern die Anleihen mit ESG-Merkmalen im Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen". Der Großteil dieser Anleihen erfüllt das Zahlungsstromkriterium und wird daher erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Klimarisiken sowie sonstige ESG-Risiken haben wir im Rahmen der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte implizit über die jeweiligen zukunftsbezogenen Bewertungsparameter berücksichtigt, soweit diese auf den Kapitalmärkten, auf denen die hier relevanten Produkte gehandelt werden, Teil der Preisfindung sind.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit bei festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen bestehen in Höhe von 8.506 (9.071) Millionen €. 3.201 (2.927) Millionen € der ausgewiesenen Wertpapiere wurden an Dritte übertragen, wobei wir die wesentlichen Chancen und Risiken aus diesen zurückbehalten haben. Diese Papiere wurden daher nicht ausgebucht.

Für die Einlagen bei Kreditinstituten bestehen Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 68 (61) Millionen €. Unter den Einlagen bei Kreditinstituten weisen wir 65 (19) Millionen € Forderungen gegenüber dem Pensionsgeber für unsere als Pensionsnehmer getätigten echten Pensionsgeschäfte aus. Für diese Forderungen wurden vom Pensionsgeber Sicherheiten in Höhe von 73 (39) Millionen € zugunsten von Munich Re gestellt. Von den Einlagen bei Kreditinstituten sind 2.884 (2.822) Millionen € innerhalb eines Jahres fällig.

Derivate werden bei Munich Re eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken zu steuern und abzusichern. Bei börsengehandelten Produkten sowie bei zentral geclearten und besicherten Over-the-Counter-Derivaten (OTC-Derivate) kann das Ausfallrisiko aufgrund der täglichen Anpassung der Sicherheiten praktisch vernachlässigt werden. Um das Ausfallrisiko auch bei den außerbörslich abgeschlossenen unbesicherten OTC-Derivaten zu minimieren, schließt Munich Re solche Geschäfte nur mit Kontrahenten hoher Bonität ab und tauscht täglich Sicherheiten auf Basis der aktuellen Marktwerte aus.

Für Derivate hält Munich Re zum 31. Dezember 2023 Sicherheiten in Form von Barsicherheiten sowie Wertpapieren mit einem Rating von mindestens AA. Die erhaltenen Sicherheiten unterliegen einer Vollrechtsübertragung, werden aber nicht weiterverkauft oder verpfändet.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert werden 167.254 (157.685) Millionen € der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen bewertet, da sie das Zahlungsstromkriterium erfüllen. Die übrigen festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aktien, Anteile an Investmentfonds, Derivate sowie andere finanzielle Kapitalanlagen werden in ihrer Gesamtheit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Einlagen bei Kreditinstituten bewerten wir aufgrund des Geschäftsmodells "Halten" zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die unrealisierten Gewinne und Verluste, die auf erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Kapitalanlagen entfallen, belaufen sich auf −12.876 (−17.078) Millionen €. Diese umfassen erwartete Kreditverluste aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Kapitalanlagen in Höhe von 545 (0) Millionen €. Nach Abzug latenter Steuern, nicht beherrschender Anteile am Eigenkapital und der Konsolidierungs- und Währungseffekte sind −9.344 (−12.952) Millionen € im Eigenkapital (übrige Rücklagen) erfasst.

Der Anstieg der festverzinslichen Wertpapiere ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Zinsniveaus im Berichtsjahr zurückzuführen. Der Anstieg der Aktien resultiert insbesondere aus der positiven Entwicklung an den Aktienmärkten.

Für weitere Erläuterungen der finanziellen Kapitalanlagen verweisen wir auf > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden.

17 Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung

Zusammensetzung der Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Nicht konsolidierte Kapitalanlagen der
fondsgebundenen Lebensversicherung 8�056 7�275
Konsolidierte Kapitalanlagen der fonds
gebundenen Lebensversicherung 224 194
Gesamt 8�280 7�470

18 Versicherungsnahe Finanzinstrumente

Zusammensetzung der versicherungsnahen Finanzinstrumente

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Variable Annuities
Derivate aus Variable Annuities 120 82
Derivate zur Absicherung von
Variable Annuities 1�119 1�288
1�238 1�371
Derivate mit Versicherungsbezug 285 1�584
Versicherungsnahe Instrumente mit
Eigenkapitalrisiken 211 221
Versicherungsnahe Darlehen 351 451
Versicherungsnahe Anleihen und
Katastrophenanleihen 659 0
Versicherungsverträge mit nicht signifi
kantem Versicherungsrisiko 7�127 14�672
Gesamt 9�872 18�298

Die versicherungsnahen Finanzinstrumente beinhalten Instrumente, die in direktem Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft der einzelnen Geschäftseinheiten stehen. Darunter fallen zum einen derivative und parametrische Verträge, die in den Derivaten aus Variable Annuities sowie in den Derivaten mit Versicherungsbezug enthalten sind. Die Derivate mit Versicherungsbezug umfassen außerdem in Versicherungsverträgen eingebettete, getrennt bilanzierte Derivate sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierte Versicherungsverträge.

Die versicherungsnahen Instrumente mit Eigenkapitalrisiken beinhalten Verträge, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 17 fallen und den Charakter von Eigenkapitalinstrumenten aufweisen, sowie im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen gehaltene Anteile an Zwischengesellschaften. Versicherungsnahe Darlehen betreffen Finanzierungen, die im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen gewährt wurden. Die versicherungsnahen Anleihen und Katastrophenanleihen beinhalten zum einen verbriefte Katastrophenrisiken, zum anderen Namensschuldverschreibungen von Versicherungsunternehmen, die von uns im Rahmen von Versicherungstransaktionen erworben wurden. Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 17 und werden somit ebenfalls unter den versicherungsnahen Finanzinstrumenten ausgewiesen.

Wir weisen die versicherungsnahen Finanzinstrumente im Einklang mit den Vorschriften des IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert aus. Alle erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge des jeweiligen Finanzinstruments werden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieses Finanzinstruments berücksichtigt und im Wesentlichen als Aktivposten dargestellt. Im Vorjahr wurden die vertraglichen Zahlungsströme bilanziell als Vermögenswerte (Einzahlungsströme) und Verbindlichkeiten (Auszahlungsströme) getrennt dargestellt.

Versicherungsnahe Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr belaufen sich auf 3.293 (3.423) Millionen €.

19 Finanzielle Forderungen

Die finanziellen Forderungen belaufen sich insgesamt auf 3.841 (4.044) Millionen € und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Barsicherheiten, die überwiegend für unser Derivategeschäft gestellt werden.

Finanzielle Forderungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr betragen 2.221 (2.223) Millionen €.

Die erwarteten Kreditverluste aus finanziellen Forderungen, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, betragen 4 Millionen €.

Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als begebene Sicherheiten der sonstigen finanziellen Forderungen bestehen in Höhe von 19 (18) Millionen €.

20 Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen in Höhe von 1.382 (1.451) Millionen € beinhalten nichtfinanzielle Forderungen aus Vorauszahlungen von Gehaltsbestandteilen, abgegrenzten Rentenzahlungen und Forderungen, die im Zusammenhang mit unserem Pensionsplan stehen. Die sonstigen Forderungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr betragen 811 (871) Millionen €.

21 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel weisen wir mit ihrem Nennwert aus, die Zahlungsmitteläquivalente mit ihrem Nennwert, sofern sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Erfüllen die Zahlungsmitteläquivalente das Zahlungsstromkriterium nicht, werden sie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

22 Steuerabgrenzung

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen die nachfolgenden Bilanzposten:

Steuerabgrenzung

31�12�2023 Vorjahr1
Mio. € Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Aktiva
A. Immaterielle Vermögenswerte 16 42
D. Kapitalanlagen 11�500 8�874
E. Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung 2 0
F. Versicherungsnahe Finanzinstrumente 346 743
G. Forderungen 195 208
J.
Übrige Aktiva
39 600
12�098 10�467
Passiva
C. Abgegebene Versicherungsverträge (netto) 3�336 1�693
D. Abgeschlossene Versicherungsverträge (netto) 8�822 13�244
E. Andere Rückstellungen 1�162 356
F. Verbindlichkeiten 399 61
13�719 15�354
Verlustvorträge und Steuergutschriften 506 0
Steuerabgrenzung aus Erstanwendung IFRS 17
Steuerabgrenzung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 0 0 19�663 18�664
Steuerabgrenzung im Eigenkapital 0 0 6�889 6�777
0 0 26�552 25�441
Gesamt vor Saldierung 26�323 25�821 26�552 25�441
Saldierungsbetrag –23�580 –23�580 –23�690 –23�690
Gesamt 2�743 2�241 2�862 1�751

1 Die Vorjahreszahlen liegen teilweise nicht in vergleichbarer Bilanzstruktur vor und werden nur aggregiert gezeigt.

Auf temporäre Differenzen von 250 (113) Millionen € in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 229 (827) Millionen € wurden mangels Werthaltigkeit keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Nachfolgend sind die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften aufgegliedert:

Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften

31�12�2023 Vorjahr
Mit darauf Ohne darauf Mit darauf Ohne darauf
gebildeter gebildete gebildeter gebildete
aktiver aktive aktiver aktive
Steuer Steuer Steuer Steuer
Mio. € abgrenzung abgrenzung Gesamt abgrenzung abgrenzung Gesamt
Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 34 5 39 26 23 49
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 431 60 491 244 65 309
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 110 6 116 410 65 475
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 1�004 2�589 3�593 1�621 1�397 3�018
1�579 2�660 4�239 2�301 1�550 3�851
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 462 372 834 237 292 529
462 372 834 237 292 529
Steuerliche Verlustvorträge aus Veräußerungs
verlusten
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 22 19 41 0 0 0
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 0 1 1 0 0 0
22 20 42 0 0 0
Steuergutschriften
Bis zu drei Jahre vortragsfähig 55 0 55 41 19 60
Mehr als drei und bis zu zehn Jahre vortragsfähig 42 1 43 60 2 62
Mehr als zehn Jahre vortragsfähig 0 0 0 0 0 0
Zeitlich unbeschränkt vortragsfähig 1 0 1 0 0 0
98 1 99 101 21 122

23 Übrige Aktiva

Die übrigen Aktiva enthalten 1.383 (1.361) Millionen € eigengenutzte Immobilien, die nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet sind, und 914 (992) Millionen € eigengenutzte Immobilien, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Letztere werden im Zusammenhang mit dem Bewertungsansatz für direkt

überschussbeteiligte Versicherungsverträge (Variable Fee Approach) als Underlying Items gemäß IFRS 17 gehalten. Auf Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen 230 (217) Millionen €. Bereits geleistete Zahlungen, die noch nicht als Bestandteil der Zahlungsströme gemäß IFRS 17 einem Versicherungsbestand zugeordnet sind, betragen 2.677 (2.304) Millionen €. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten sind mit 272 (248) Millionen € enthalten.

Entwicklung der Sachanlagen

Eigengenutzte Immobilien
(nach dem
Anschaffungskosten Betriebs- und
modell bewertet) Geschäftsausstattung Gesamt
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Bruttobuchwert 1�1. 2�167 2�166 1�034 971 3�201 3�137
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 1�1. –806 –773 –817 –770 –1�623 –1�544
Buchwert 1�1. 1�361 1�392 217 201 1�578 1�593
Währungsänderungen –2 8 1 1 –1 10
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 25 25 0 3 25 28
Sonstige 37 21 111 118 148 139
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0 0 0 0 0
Sonstige –27 –10 –16 –21 –44 –31
Umgliederungen 33 –36 0 0 33 –36
Wertaufholungen 0 0 5 0 5 1
Abschreibungen –37 –41 –85 –86 –122 –127
Wertminderungen –7 0 –2 0 –9 0
Buchwert 31�12. 1�383 1�361 230 217 1�613 1�578
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
31�12. –858 –806 –814 –817 –1�672 –1�623
Bruttobuchwert 31�12. 2�242 2�167 1�044 1�034 3�286 3�201

Entwicklung der eigengenutzten Immobilien (zum beizulegenden Zeitwert bewertet)

Mio. € 2023 Vorjahr
Buchwert 1�1. 992 1�035
Währungsänderungen 0 0
Zugänge
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Sonstige 1 1
Abgänge
Verlust der Beherrschung 0 0
Sonstige –8 –14
Umgliederungen –13 –50
Änderung des beizulegenden
Zeitwerts –57 20
Sonstige Änderungen 0 0
Buchwert 31�12. 914 992

Die aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau belaufen sich auf 22 (8) Millionen € für den Grundbesitz; davon betreffen 22 (8) Millionen € Immobilien, die zum Anschaffungskostenmodell bewertet sind, und 0 (0) Millionen € Immobilien, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Insgesamt bestehen für die eigengenutzten Immobilien Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen als Sicherheit in Höhe von 36 (0) Millionen €. 13 (16) Millionen € der aktivierten Ausgaben für Anlagen im Bau betreffen Betriebsund Geschäftsausstattung. Verpflichtungen zum Erwerb von Grundbesitz betragen 11 (21) Millionen € und zum Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 (5) Millionen €.

Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen weisen wir mit 416 (348) Millionen € in den übrigen Aktiva aus. Diese betreffen im Wesentlichen Nutzungsrechte für Immobilien in Höhe von 390 (329) Millionen €. Zugänge zu den Nutzungsrechten waren im Geschäftsjahr in Höhe von 192 (45) Millionen € zu verzeichnen. Der Abschreibungsaufwand hat 84 (94) Millionen € betragen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva

24 Eigenkapital

Das Grundkapital von 587.725.396,48 € gliedert sich zum 31. Dezember 2023 in insgesamt 136.468.150 voll eingezahlte und stimmberechtigte nennwertlose Namensaktien. Die Anzahl der Aktien im Umlauf hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Aktien im Umlauf

Stückzahl 2023 Vorjahr
Stand 1�1. 137�643�183 140�098�931
Abgänge
Erwerb zur Einziehung
(Aktienrückkaufprogramm) –3�043�376 –2�455�748
Stand 31�12. 134�599�807 137�643�183

Am 31. Dezember 2023 waren 1.868.343 Aktien der Münchener Rück AG mit einem rechnerischen Nennwert von ca. 8,1 Millionen € im Bestand von Konzerngesellschaften. Das entspricht einem Anteil am Grundkapital von knapp 1,4%.

Munich Re kaufte im Geschäftsjahr 3.043.376 eigene Aktien zurück. Sie betreffen das am 21. April 2023 beendete Aktienrückkaufprogramm 2022/2023 und das am 22. Februar 2023 vom Vorstand beschlossene Aktienrückkaufprogramm 2023/2024, das den Erwerb von Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde € bis zur Hauptversammlung 2024 vorsieht.

Die Anschaffungskosten der Aktien, die zum Geschäftsjahresende im Besitz von Konzerngesellschaften waren, betrugen insgesamt 665.006.064,13 €.

Für das Geschäftsjahr 2022 wurden 1.583 Millionen € an die Anteilseigner der Münchener Rück AG ausgeschüttet. Dies entsprach einer Dividende von 11,60 € je gewinnberechtigter Aktie.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Mio. € 31�12�2023
Genehmigtes Kapital 2021 (bis zum 27. April 2026) 118
Bedingtes Kapital 2020 (bis zum 28. April 2025) 117

Aus der Umstellung auf IFRS 9 und IFRS 17 ergaben sich zum 1. Januar 2023 die folgenden Effekte auf das Eigenkapital:

Im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 9 zum 1. Januar 2023 erhöhten sich die Gewinnrücklagen aufgrund der geänderten Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten um 1.155 Millionen €. Die Umklassifizierung von Finanzinstrumenten wirkte sich zudem teilweise auf die im Sonstigen Ergebnis erfassten unrealisierten Gewinne und Verluste aus, sodass sich ein Rückgang der übrigen Rücklagen in Höhe von 1.595 Millionen € ergab. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen unter > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 > Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten.

Die weiteren Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 auf die Gewinnrücklagen betreffen mit 113 Millionen € eine Umgliederung von den übrigen Rücklagen, die aus der Umstellung der Bewertung von aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierten Anteilen an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen resultiert, sowie mit 42 Millionen € sonstige Umstellungseffekte. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich unter > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen > Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 > Auswirkungen auf das Eigenkapital.

Die Umgliederung aus den sonstigen Rücklagen in die Gewinnrücklagen entfiel mit 1.077 Millionen € auf Finanzinstrumente, die als Underlying Item für nach den Vorschriften des VFA bewertete Versicherungsverträge gehalten werden. Aufgrund der Umstellung dieser Finanzinstrumente auf eine Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert wären die aus der Bewertung der mit diesen Underlying Items zusammenhängenden Versicherungsverträge im Geschäftsjahr 2022 im Sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in Zukunft weder aufgelöst noch in die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung umgegliedert worden. Daher war eine korrespondierende Umgliederung aus den sonstigen Rücklagen in die Gewinnrücklagen für die entsprechenden Versicherungsverträge geboten.

Die folgende Tabelle zeigt die Steuern, die sich auf die Bestandteile der im Sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen beziehen:

2023 Vorjahr
Vor Nach Vor Nach
Mio. € Steuern Steuer Steuern Steuern Steuer Steuern
Währungsumrechnung –433 0 –433 738 0 738
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus finanziellen
Kapitalanlagen 6�865 –1�951 4�914 –37�183 10�900 –26�283
Veränderungen aus Cashflow Hedges 2 0 2 –23 0 –23
Veränderung aus der Equity-Bewertung 28 –1 27 24 0 24
Veränderung aus abgegebenen Versicherungsverträgen –826 52 –774 –268 –197 –465
Veränderungen aus abgeschlossenen Versicherungs
verträgen –4�032 1�401 –2�631 30�057 –8�962 21�095
Neubewertungen aus leistungsorientierten
Versorgungszusagen –151 40 –111 1�141 –350 791
Im Sonstigen Ergebnis erfasste
Erträge und Aufwendungen 1�453 –459 994 –5�514 1�391 –4�123

Steuereffekte, die in den im Sonstigen Ergebnis erfassten Erträgen und Aufwendungen enthalten sind

Die im Sonstigen Ergebnis erfassten Steuern in Höhe von −459 (1.391) Millionen € beinhalten latente Steuern in Höhe von −438 (1.229) Millionen € und laufende Steuern auf unrealisierte Gewinne und Verluste aus finanziellen Kapitalanlagen sowie Versicherungsverträgen in Höhe von −21 (162) Millionen €.

25 Nachrangige Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über unsere begebenen Nachranganleihen:

Zusammensetzung der nachrangigen Verbindlichkeiten

Mio. € Fitch S&P 31�12�2023 Vorjahr
Münchener Rück AG, München, bis 2032 5�875 %, anschließend
variabel, 1�250 Millionen US\$, Anleihe 2022/2042 A 1�132 1�171
Münchener Rück AG, München, bis 2032 1�00 %, anschließend
variabel, 1�000 Millionen €, Anleihe 2021/2042 A A 999 998
Münchener Rück AG, München, bis 2031 1�25 %, anschließend
variabel, 1�250 Millionen €, Anleihe 2020/2041 A A 1�247 1�245
Münchener Rück AG, München, bis 2029 3�25 %, anschließend
variabel, 1�250 Millionen €, Anleihe 2018/2049 A 1�266 1�265
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien,
Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 6 Millionen €,
Namensschuldverschreibung 2001/unbegrenzte Laufzeit 6 6
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien,
Sekundärmarktrendite Bund (Österreich) +70 BP, 7 Millionen €,
Namensschuldverschreibung 1998/unbegrenzte Laufzeit 7 7
HSB Group Inc., Delaware, SOFR +117�161 BP,
67 Millionen US\$, Anleihe 1997/2027 56 56
Gesamt 4�713 4�748

Der überwiegende Teil der oben genannten nachrangigen Verbindlichkeiten weist eine Fälligkeit von mehr als einem Jahr auf.

26 Abgeschlossene Versicherungsverträge

Für unsere abgeschlossenen (Rück-)Versicherungsverträge im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit wenden wir aufgrund der lang laufenden Deckung das allgemeine Bewertungsmodell an. Im Bereich Schaden/Unfall bewerten wir mit dem Prämienallokationsansatz, sofern die Anwendungsvoraussetzungen erfüllt sind. Dies ist für den Großteil unseres Schaden-/Unfall-Geschäfts gegeben. Für weite Teile des deutschen und teils auch des internationalen überschussberechtigten Lebens- und Krankenerstversicherungsgeschäfts kommt der Variable Fee Approach zur Anwendung. Da im Rahmen des Segments ERGO International sowohl Schaden- als auch Lebens- und Krankenerstversicherungsverträge abgeschlossen werden, finden in diesem Segment alle drei Bewertungsmodelle des IFRS 17 Anwendung.

Die folgenden Tabellen zeigen die Veränderung im Buchwert der abgeschlossenen Versicherungsverträge aus unseren Segmenten Rückversicherung Leben/Gesundheit, Rückversicherung Schaden/Unfall, ERGO Leben/Gesundheit Deutschland, ERGO Schaden/Unfall Deutschland sowie ERGO International im vergangenen Geschäftsjahr, aufgeschlüsselt nach den Rückstellungskomponenten. Somit zeigen die Überleitungstabellen die Veränderungen von den Eröffnungs- zu den Schlusssalden für die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Bei der Deckungsrückstellung wird zusätzlich zwischen der Deckungsrückstellung ohne Verlustkomponente und der Verlustkomponente unterschieden. Die Rückstellungskomponenten werden durch das versicherungstechnische Ergebnis, Kapitalanlagekomponenten, das versicherungstechnische Finanzergebnis, sonstige Wertänderungen, Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden, und die erhaltenen sowie geleisteten Zahlungsströme verändert. Erläuterungen zu den genannten Positionen mit den Effekten auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung finden sich unter > Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Rückstellungskomponenten – Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit

2023
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
Deckungsrückstellung
ohne
rungsfälle Gesamt
Verlust Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 10�422 –11 –4�938 5�473
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –11�880 –179 –5�685 –17�744
–1�458 –190 –10�623 –12�271
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 9�239 9�239
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 254 254
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 914 914
Prämienanteil für Abschlusskosten 0 0
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme 317 317
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 1 1
10�725 10�725
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –9�604 –9�604
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 35 35
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –7 –7
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen –86 –86
Wertaufholung der Verluste 55 55
–38 –38
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen 0 0
Amortisation der Abschlusskosten 0 0
0 –38 –9�570 –9�608
Zwischensumme 10�724 –38 –9�570 1�117
Kapitalanlagekomponenten 2�628 –2�628 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –78 –2 –57 –138
Zinsänderungseffekte 5 0 0 5
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
–73 –2 –57 –133
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 65 0 2 67
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 110 8 272 390
175 8 273 456
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 235 0 –55 180
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungs
kreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
235 0 –55 180
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –12�269 –12�269
Abschlusskosten –29 –29
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 12�041 12�041
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–12�299 12�041 –257
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 10�397 –27 –3�897 6�473
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –10�464 –195 –6�724 –17�383
–67 –222 –10�621 –10�910
Vorjahr
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
Gesamt
Deckungsrückstellung rungsfälle
Mio. € ohne
Verlust
komponente
Verlust
komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 7�844 0 –1�391 6�453
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –8�622 0 –10�580 –19�202
–778 –1 –11�971 –12�750
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode
9�512 9�512
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 263 263
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 973 973
Prämienanteil für Abschlusskosten 0 0
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme 415 415
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 0 0
11�164 11�164
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –8�661 –8�661
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen –1�467 –1�467
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –2 –2
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen –210 –210
Wertaufholung der Verluste 2 2
–210 –210
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen 0 0
Amortisation der Abschlusskosten 0 0
0 –210 –10�128 –10�337
Zwischensumme 11�164 –210 –10�128 827
Kapitalanlagekomponenten 1�671 –1�671 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung 3 0 –32 –29
Zinsänderungseffekte 0 0 5 5
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
3 0 –27 –25
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 22 0 11 33
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –294 22 133 –140
–272 22 143 –107
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen –28 0 147 119
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
–28 0 147 119
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –13�244 –13�244
Abschlusskosten 27 27
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 12�884 12�884
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–13�217 12�884 –334
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 10�422 –11 –4�938 5�473
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –11�880 –179 –5�685 –17�744
–1�458 –190 –10�623 –12�271

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Rückstellungskomponenten – Segment Rückversicherung Schaden/Unfall

2023
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
Deckungsrückstellung rungsfälle Gesamt
ohne
Verlust Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 200 0 –168 32
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind 4�286 –542 –60�682 –56�937
4�486 –542 –60�850 –56�906
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 18 18
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 0 0
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 18 18
Prämienanteil für Abschlusskosten 1 1
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme –13 –13
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 27�038 27�038
27�061 27�061
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –21�618 –21�618
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 1�554 1�554
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –255 –255
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen 216 216
Wertaufholung der Verluste 0 0
–39 –39
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen 0 0
Amortisation der Abschlusskosten –2�494 –2�494
–2�494 –39 –20�064 –22�598
Zwischensumme 24�567 –39 –20�064 4�464
Kapitalanlagekomponenten 2�501 –2�500 2
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –323 0 –1�358 –1�682
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
–323 0 –1�358 –1�682
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 1 0 –2 –1
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –289 7 1�526 1�243
–289 7 1�524 1�242
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 0 0 –1�396 –1�396
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
0 0 –1�396 –1�396
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –29�396 –29�396
Abschlusskosten 2�486 2�486
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 19�596 19�596
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–26�909 19�596 –7�314
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 1�661 –1 –1�544 116
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind 2�372 –573 –63�504 –61�705
4�033 –574 –65�049 –61�589
Vorjahr
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
Deckungsrückstellung Gesamt
ohne
Verlust Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 0 0 10 10
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind 3�161 –1�011 –58�464 –56�313
3�161 –1�011 –58�453 –56�303
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 0 0
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 0 0
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 0 0
Prämienanteil für Abschlusskosten 0 0
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme 0 0
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 25�325 25�325
25�325 25�325
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –21�301 –21�301
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 2�117 2�117
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –462 –462
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen 941 941
Wertaufholung der Verluste 0 0
479 479
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen 0 0
Amortisation der Abschlusskosten –2�427 –2�427
–2�427 479 –19�183 –21�132
Zwischensumme 22�898 479 –19�183 4�193
Kapitalanlagekomponenten 2�712 –2�699 14
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –123 0 –326 –449
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
–123 0 –326 –449
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis –12 0 –36 –48
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 124 –10 –1�291 –1�177
112 –10 –1�327 –1�225
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 0 0 3�390 3�390
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0 0
0 0 3�390 3�390
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –26�627 –26�627
Abschlusskosten 2�353 2�353
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 17�748 17�748
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–24�274 17�748 –6�526
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 1 1
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 200 0 –168 32
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind 4�286 –542 –60�682 –56�937
4�486 –542 –60�850 –56�906

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Rückstellungskomponenten – Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland

2023
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Deckungsrückstellung Versiche
rungsfälle
Gesamt
ohne
Verlust Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 246 0 –8 239
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –107�900 –26 –1�868 –109�794
–107�654 –26 –1�876 –109�556
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 6�912 6�912
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 35 35
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 819 819
Prämienanteil für Abschlusskosten 202 202
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme –3 –3
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 1�976 1�976
9�942 9�942
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –8�401 –8�401
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 220 220
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –29 –29
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen –3 –3
Wertaufholung der Verluste 38 38
5 5
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen 52 52
Amortisation der Abschlusskosten –637 –637
–585 5 –8�181 –8�761
Zwischensumme 9�356 5 –8�181 1�180
Kapitalanlagekomponenten 2�934 –2�934 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –25 –1 –8 –33
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –2�950 0 0 –2�950
–2�975 –1 –8 –2�983
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis –24 2 –12 –35
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 3 1 –2 2
–21 2 –15 –33
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen –3 0 –3 –6
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –3�095 0 0 –3�095
–3�097 0 –3 –3�100
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –10�406 –10�406
Abschlusskosten 978 978
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 11�113 11�113
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–9�428 11�113 1�685
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 291 –1 –4 287
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –111�176 –19 –1�900 –113�095
–110�885 –19 –1�903 –112�808
Vorjahr
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
Deckungsrückstellung rungsfälle Gesamt
Mio. € ohne
Verlust
komponente
Verlust
komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 292 0 –1 291
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –132�807 –20 –1�596 –134�424
–132�515 –20 –1�597 –134�132
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode
6�866 6�866
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 49 49
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 948 948
Prämienanteil für Abschlusskosten 192 192
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme –18 –18
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 1�764 1�764
9�802 9�802
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –8�112 –8�112
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 348 348
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –15 –15
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen –9 –9
Wertaufholung der Verluste 17 17
–7 –7
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen –156 –156
Amortisation der Abschlusskosten –528 –528
–684 –7 –7�763 –8�454
Zwischensumme 9�118 –7 –7�763 1�347
Kapitalanlagekomponenten 2�915 –2�915 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung 2 0 0 2
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –818 0 0 –818
–815 0 0 –816
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –82 0 42 –40
–82 0 42 –40
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 3 1 7 11
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 23�237 0 0 23�237
23�241 1 7 23�249
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –10�311 –10�311
Abschlusskosten 796 796
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 10�351 10�351
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–9�515 10�351 836
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 246 0 –8 239
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –107�900 –26 –1�868 –109�794
–107�654 –26 –1�876 –109�556

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Rückstellungskomponenten – Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland

2023
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
Deckungsrückstellung rungsfälle Gesamt
ohne
Verlust Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 131 –12 55 174
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –278 –287 –5�319 –5�884
–147 –299 –5�265 –5�711
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 1�564 1�564
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 11 11
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 352 352
Prämienanteil für Abschlusskosten 691 691
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme 84 84
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 1�837 1�837
4�539 4�539
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –2�933 –2�933
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen –79 –79
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –34 –34
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen –5 –5
Wertaufholung der Verluste 146 146
107 107
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen –2 –2
Amortisation der Abschlusskosten –771 –771
–773 107 –3�011 –3�677
Zwischensumme 3�766 107 –3�011 862
Kapitalanlagekomponenten 66 –66 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –31 0 –20 –51
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –15 0 0 –15
–46 0 –20 –66
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 –1 –1
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 1 0 –1 0
1 0 –2 0
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen –58 0 –202 –260
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –8 0 0 –8
–66 0 –202 –267
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –4�440 –4�440
Abschlusskosten 622 622
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 2�673 2�673
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–3�818 2�673 –1�145
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 177 –2 89 264
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –419 –190 –5�983 –6�592
–243 –192 –5�893 –6�328
Vorjahr
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
rungsfälle
Gesamt
Deckungsrückstellung
ohne
Verlust Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 54 –1 –12 41
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –590 –244 –5�657 –6�492
–536 –246 –5�669 –6�450
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 1�634 1�634
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 16 16
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 289 289
Prämienanteil für Abschlusskosten 468 468
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme 45 45
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 1�775 1�775
4�227 4�227
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –3�288 –3�288
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 325 325
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –132 –132
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen –81 –81
Wertaufholung der Verluste 161 161
–52 –52
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen –10 –10
Amortisation der Abschlusskosten –536 –536
–546 –52 –2�966 –3�565
Zwischensumme 3�681 –52 –2�966 662
Kapitalanlagekomponenten 64 –64 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung 0 1 34 34
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –15 0 0 –15
–16 1 34 19
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 26 0 –36 –10
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 9 –11 –3 –5
34 –11 –38 –15
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 64 9 665 738
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 84 0 0 84
148 9 665 822
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –4�172 –4�172
Abschlusskosten 649 649
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 2�775 2�775
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–3�523 2�775 –748
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 131 –12 55 174
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –278 –287 –5�319 –5�884
–147 –299 –5�265 –5�711

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Rückstellungskomponenten – Segment ERGO International

2023
Deckungsrückstellung Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
rungsfälle
Gesamt
ohne
Verlust
Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 68 –1 –7 60
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –11�647 –319 –2�729 –14�694
–11�579 –320 –2�735 –14�634
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 1�985 1�985
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 18 18
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 362 362
Prämienanteil für Abschlusskosten 478 478
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme 5 5
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 2�769 2�769
5�618 5�618
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –3�963 –3�963
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 145 145
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
–19 –19
Servicemarge führen –1 –1
Wertaufholung der Verluste 79 79
58 58
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen –2 –2
Amortisation der Abschlusskosten –483 –483
–485 58 –3�819 –4�245
Zwischensumme 5�133 58 –3�819 1�372
Kapitalanlagekomponenten 799 –799 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –151 –7 –56 –214
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –413 0 0 –413
–564 –7 –56 –627
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 3 3 6
Auswirkung vor Wechselkursdifferenzen 18 –14 –123 –118
19 –11 –120 –112
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen –55 0 –108 –163
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –227 0 0 –227
–281 0 –108 –389
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –6�095 –6�095
Abschlusskosten 541 541
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 4�516 4�516
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–5�554 4�516 –1�039
Umklassifizierung nach IFRS 5 70 2 40 111
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 79 0 –26 53
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –12�037 –279 –3�056 –15�372
–11�958 –279 –3�082 –15�319
Vorjahr
Rückstellung
für noch
nicht ab
gewickelte
Versiche
Deckungsrückstellung rungsfälle Gesamt
ohne
Verlust Verlust
Mio. € komponente komponente
Buchwert 1�1. (netto)
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 74 –1 9 82
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –14�456 –108 –2�635 –17�198
–14�381 –108 –2�626 –17�116
Versicherungstechnisches Ergebnis
Versicherungsumsatz
Erwartete eingetretene Schäden und sonstige Aufwendungen in der Berichts
periode 1�846 1�846
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die
Berichtsperiode 28 28
Vertragliche Servicemarge für die im Zeitraum erbrachten Leistungen 289 289
Prämienanteil für Abschlusskosten 391 391
Abweichung von der Erwartung für Prämien und damit verbundene Zahlungsströme –2 –2
Steuern, die dem Versicherungsnehmer gesondert in Rechnung gestellt werden
können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz laufenden abgeschlossenen Verträgen 2�314 2�314
4�867 4�867
Versicherungstechnische Aufwendungen
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen –3�628 –3�628
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen 237 237
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Verluste bei der Ersterfassung von Versicherungsverträgen –89 –89
Änderungen der Schätzungen, die nicht zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge führen –42 –42
Wertaufholung der Verluste 63 63
–67 –67
Änderungen durch Underlying Items im Zusammenhang mit zukünftigen
Leistungen –42 –42
Amortisation der Abschlusskosten –394 –394
–437 –67 –3�390 –3�894
Zwischensumme 4�430 –67 –3�390 973
Kapitalanlagekomponenten 752 –752 –1
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –72 –6 –17 –95
Zinsänderungseffekte 1 0 0 1
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 281 0 0 281
210 –6 –17 188
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis –42 1 –16 –57
Auswirkung von Wechselkursdifferenzen 218 –144 38 112
176 –143 21 54
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 666 3 198 866
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 1�614 0 0 1�614
2�279 3 198 2�480
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –5�473 –5�473
Abschlusskosten 431 431
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 3�990 3�990
Sonstige Zahlungsströme 0 0 0
–5�041 3�990 –1�051
Umklassifizierung nach IFRS 5 –3 2 –159 –161
Buchwert 31�12. (netto)
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Vermögenswerte sind 68 –1 –7 60
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios, die Verbindlichkeiten sind –11�647 –319 –2�729 –14�694
–11�579 –320 –2�735 –14�634

In den folgenden Tabellen wird dargestellt, wie sich die Bewertungskomponenten, aus denen sich die Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zusammensetzen, im Geschäftsjahr entwickelt haben. Die Überleitungsrechnungen werden separat für unsere Segmente Rückversicherung Leben/Gesundheit, Rückversicherung Schaden/Unfall, ERGO Leben/Gesundheit Deutschland, ERGO Schaden/Unfall Deutschland sowie ERGO International aufgestellt und zeigen die Veränderungen von den Eröffnungs- zu den Schlusssalden für die Bewertungskomponenten des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme, der Risikoanpassung und der vertraglichen Servicemarge. Die Bewertungskomponenten werden ebenfalls durch das versicherungstechnische Ergebnis, Kapitalanlagekomponenten, das versicherungstechnische Finanzergebnis, sonstige Wertänderungen und die erhaltenen sowie geleisteten Zahlungsströme verändert. Somit geben die Tabellen Aufschluss darüber, welche Änderungen sich im Barwert der erwarteten Nettozahlungsströme und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken im Laufe des Jahres ergeben haben und wie sich diese Änderungen auf die vertragliche Servicemarge auswirken.

Die Bewertungskomponenten enthalten die gesamte Rückstellung aus den abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell und dem Variable Fee Approach bewertet werden, sowie die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz bewertet werden.

Die Deckungsrückstellung für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz bewertet sind, ist nicht enthalten. Bei der Anwendung des Prämienallokationsansatzes werden weder der Barwert der erwarteten Nettozahlungsströme noch eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken oder eine vertragliche Servicemarge für die Deckungsrückstellung explizit bestimmt.

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Bewertungskomponenten – Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit1

2023
Barwert der
erwarteten
Netto Vertragliche
zahlungs Risiko Service
Mio. € ströme anpassung marge Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) 2�031 –3�009 –11�294 –12�272
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 914 914
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode 258 258
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen
Andere Änderungen der Risikoanpassung
254
4
254
4
Abweichungen von der Erwartung 3 3
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen 0 0 0
3 258 914 1�175
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden 2�482 –381 –2�108 –7
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben 559 –402 –158 0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben –86 –1 –86
2�956 –783 –2�266 –93
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 37 –2 35
37 –2 35
Zwischensumme 2�995 –527 –1�351 1�117
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen 0 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung 111 –55 –193 –138
Zinsänderungseffekte 5 0 0 5
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0
116 –55 –193 –132
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 2 0 0 2
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –11 91 309 389
–9 91 309 391
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 266 –86 0 180
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0
266 –86 0 180
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –11�844 –11�844
Abschlusskosten –29 –29
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 11�678 11�678
Sonstige Zahlungsströme 0 0
–196 –196
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) 5�203 –3�587 –12�530 –10�913
Barwert der
erwarteten
Netto
Vertragliche
zahlungs
Risiko
Service
Mio. €
ströme
anpassung
marge
Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto)
1�383
–4�033
–10�101
–12�751
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode
973
973
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode
261
261
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen
263
263
Andere Änderungen der Risikoanpassung
–2
–2
Abweichungen von der Erwartung
1�270
1�270
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen
0
0
0
1�270
261
973
2�505
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden
1�701
–285
–1�414
2
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben
612
–10
–602
0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben
–206
–4
–210
2�106
–299
–2�016
–209
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden
–1�470
0
–1�470
–1�470
0
–1�470
Zwischensumme
1�907
–38
–1�043
826
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen
0
0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung
85
–29
–85
–29
Zinsänderungseffekte
5
0
0
5
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items
0
0
0
90
–29
–85
–24
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis
7
0
2
8
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen
–52
–42
–71
–164
–45
–42
–69
–156
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen
–1�014
1�133
0
119
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis
0
0
0
0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items
0
0
0
–1�014
1�133
0
119
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien
–13�122
–13�122
Abschlusskosten
27
27
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen
12�888
12�888
Sonstige Zahlungsströme
0
0
–207
–207
Umklassifizierung nach IFRS 5
0
0
0
0
Vorjahr
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) 2�031 –3�009 –11�294 –12�272

1 Die Deckungsrückstellung für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz in Höhe von 3 (2) Millionen € für das Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit bewertet sind, ist nicht enthalten.

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Bewertungskomponenten – Segment Rückversicherung Schaden/Unfall1

2023
Barwert der
erwarteten
Netto Vertragliche
zahlungs Risiko Service
Mio. € ströme anpassung marge Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) –60�445 –349 0 –60�794
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 18 18
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode 0 0
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen 0 0
Andere Änderungen der Risikoanpassung 0 0
Abweichungen von der Erwartung –4 –4
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen –21�572 –94 –21�666
–21�576 –94 18 –21�652
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden 60 –1 –60 0
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben 45 –1 –44 0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben 0 0 0
106 –2 –104 0
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 1�554 49 1�602
1�554 49 1�602
Zwischensumme –19�916 –47 –86 –20�050
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen –2�500 –2�500
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –1�345 –12 –1 –1�358
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0
–1�345 –12 –1 –1�358
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis –3 0 0 –3
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 1�060 8 0 1�069
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden 1�057 8 0 1�065
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen –1�387 –9 0 –1�396
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0
–1�387 –9 0 –1�396
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien 137 137
Abschlusskosten 0 0
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 20�004 20�004
Sonstige Zahlungsströme 0 0
20�141 20�141
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –64�395 –409 –88 –64�892
Vorjahr
Barwert der
erwarteten
Netto
zahlungs
Risiko Vertragliche
Service
Mio. € ströme anpassung marge Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) –58�110 –344 0 –58�453
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 0 0
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode 0 0
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen 0 0
Andere Änderungen der Risikoanpassung 0 0
Abweichungen von der Erwartung 0 0
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen –21�321 –84 –21�405
–21�321 –84 0 –21�405
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden 0 0 0 0
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben 0 0 0 0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben 0 0 0
0 0 0 0
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 2�079 70 2�149
2�079 70 2�149
Zwischensumme –19�241 –15 0 –19�256
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen –2�699 –2�699
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –322 –4 0 –326
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0
–322 –4 0 –326
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis –5 0 0 –5
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –1�281 –9 0 –1�290
–1�286 –9 0 –1�295
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 3�367 23 0 3�390
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 0 0 0
3�367 23 0 3�390
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien 55 55
Abschlusskosten 0 0
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 17�789 17�789
Sonstige Zahlungsströme 0 0
17�845 17�845
Umklassifizierung nach IFRS 5 1 0 0 1
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –60�445 –349 0 –60�794

1 Die Deckungsrückstellung für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz in Höhe von 3�303 (3�889) Millionen € für das Segment Rückversicherung Schaden/Unfall bewertet sind, ist nicht enthalten.

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Bewertungskomponenten – Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland1

2023
Barwert der
erwarteten
Netto Vertragliche
zahlungs Risiko Service
Mio. € ströme anpassung marge Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) –98�464 –580 –10�449 –109�494
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 819 819
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode 35 35
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen 35 35
Andere Änderungen der Risikoanpassung 0 0
Abweichungen von der Erwartung –30 –30
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen –1�187 –1 –1�188
–1�217 34 819 –364
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden 141 –8 –154 –21
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben –261 15 214 –32
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben –8 0 –8
–127 6 60 –61
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 62 1 63
62 1 63
Zwischensumme –1�282 41 879 –362
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen 0 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –9 0 0 –9
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –2�950 0 –2�950
–2�959 0 0 –2�959
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 12 0 1 13
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –2 0 0 –2
10 0 1 11
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen –6 0 0 –6
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –3�095 0 –3�095
–3�100 0 0 –3�100
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –8�471 –8�471
Abschlusskosten 502 502
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 11�065 11�065
Sonstige Zahlungsströme 0 0
3�096 3�096
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –102�699 –539 –9�569 –112�807
Vorjahr
Barwert der
erwarteten
Netto Vertragliche
zahlungs Risiko Service
Mio. € ströme anpassung marge Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) –123�705 –1�038 –9�412 –134�156
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 948 948
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode 49 49
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen 49 49
Andere Änderungen der Risikoanpassung 0 0
Abweichungen von der Erwartung –30 –30
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen –1�099 –1 –1�100
–1�129 48 948 –133
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden 222 –14 –221 –13
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben 1�330 423 –1�764 –11
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben –8 0 –8
1�544 409 –1�985 –32
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 21 1 22
21 1 22
Zwischensumme 436 458 –1�037 –143
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen 0 0
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung 0 0 0 0
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –818 0 –818
–818 0 0 –819
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 4 0 0 4
4 0 0 4
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 11 0 0 11
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 23�237 0 23�237
23�248 0 0 23�249
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –8�481 –8�481
Abschlusskosten 483 483
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 10�368 10�368
Sonstige Zahlungsströme 0 0
2�371 2�371
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –98�464 –580 –10�449 –109�494

1 Die Deckungsrückstellung für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz in Höhe von –1�(−62) Million € für das Segment ERGO Leben/ Gesundheit Deutschland bewertet sind, ist nicht enthalten.

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Bewertungskomponenten – Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland1

Barwert der
erwarteten
Netto
Vertragliche
zahlungs
Risiko
Service
ströme
anpassung
marge
Mio. €
Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto)
–5�327
–68
–374
–5�769
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode
352
352
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode
3
3
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen
11
11
Andere Änderungen der Risikoanpassung
–8
–8
Abweichungen von der Erwartung
205
205
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen
–1�340
1
–1�339
–1�134
3
352
–778
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden
253
–8
–278
–34
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben
81
–4
–77
0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben
–17
–1
–19
316
–14
–355
–53
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden
–75
–4
–79
–75
–4
–79
Zwischensumme
–893
–14
–3
–909
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen
–8
–8
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung
–16
0
–8
–25
Zinsänderungseffekte
0
0
0
0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items
–15
0
–15
–31
0
–8
–39
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis
–1
0
0
–1
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen
–1
0
0
–1
–2
0
0
–2
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen
–258
–1
0
–260
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis
0
0
0
0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items
–8
0
–8
–266
–1
0
–267
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien
–2�626
–2�626
Abschlusskosten
537
537
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen
2�652
2�652
Sonstige Zahlungsströme
0
0
563
563
Umklassifizierung nach IFRS 5
0
0
0
0
2023
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –5�964 –83 –385 –6�432
Vorjahr
Barwert der
erwarteten
Netto
zahlungs
Risiko Vertragliche
Service
Mio. € ströme anpassung marge Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) –5�838 –81 –435 –6�354
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 289 289
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode 15 15
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen 16 16
Andere Änderungen der Risikoanpassung –1 –1
Abweichungen von der Erwartung 5 5
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen –1�451 –3 –1�454
–1�447 12 289 –1�145
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden 328 –13 –371 –55
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben –144 3 141 0
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben –5 0 –6
179 –10 –230 –61
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 319 0 318
319 0 318
Zwischensumme –949 2 59 –888
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen –8 –8
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung 28 1 2 31
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –15 0 –15
12 1 2 15
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis –69 0 0 –69
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –2 0 1 –1
–71 0 1 –70
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 727 11 0 738
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 84 0 84
Zahlungsströme 811 11 0 822
Erhaltene Prämien –2�473 –2�473
Abschlusskosten 418 418
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 2�771 2�771
Sonstige Zahlungsströme 0 0
715 715
Umklassifizierung nach IFRS 5 0 0 0 0
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –5�327 –68 –374 –5�769

1 Die Deckungsrückstellung für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz in Höhe von 105 (58) Millionen € für das Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland bewertet sind, ist nicht enthalten.

Entwicklung der abgeschlossenen Versicherungsverträge nach Bewertungskomponenten – Segment ERGO International1

2023
Barwert der
erwarteten
Netto Vertragliche
zahlungs Risiko Service
Mio. € ströme anpassung marge Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) –10�569 –218 –3�282 –14�069
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 362 362
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode 21 21
davon:
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen 18 18
Andere Änderungen der Risikoanpassung 3 3
Abweichungen von der Erwartung –42 –42
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen –1�864 5 –1�860
–1�906 26 362 –1�519
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden 368 –13 –362 –7
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
marge geführt haben –469 28 448 7
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben –14 0 –15
–115 14 86 –15
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 141 –2 139
141 –2 139
Zwischensumme –1�880 38 448 –1�394
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen –19 –19
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –105 –3 –37 –146
Zinsänderungseffekte 0 0 0 0
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –413 0 –413
–518 –3 –37 –559
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis 3 0 1 5
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen –117 0 –14 –131
–114 1 –13 –126
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen –148 –14 0 –163
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items –227 0 –227
–375 –14 0 –389
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –3�200 –3�200
Abschlusskosten 528 528
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 4�480 4�480
Sonstige Zahlungsströme 0 0
1�808 1�808
Umklassifizierung nach IFRS 5 29 1 17 47
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –11�638 –196 –2�868 –14�702
Vorjahr
Mio. € Barwert der
erwarteten
Netto
zahlungs
ströme
Risiko
anpassung
Vertragliche
Service
marge
Gesamt
Buchwert 1�1. Versicherungsportfolios (netto) –13�692 –234 –2�739 –16�666
Versicherungstechnisches Ergebnis
Änderungen im Zusammenhang mit in der Berichtsperiode erbrachten
Leistungen
Vertragliche Servicemarge für Leistungen in der Berichtsperiode 289 289
Änderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für die Berichtsperiode
davon:
30 30
Erwartete Auflösung der Risikoanpassung im Zusammenhang mit in der
Berichtsperiode erbrachten Leistungen 28 28
Andere Änderungen der Risikoanpassung 2 2
Abweichungen von der Erwartung –131 –131
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen aus
kurz laufenden Verträgen
–1�627 –3 –1�630
–1�758 27 289 –1�442
Änderungen im Zusammenhang mit zukünftigen Leistungen
Auswirkungen von Verträgen, die erstmalig in der Periode erfasst wurden
Änderungen bei den Schätzungen, die zur Anpassung der vertraglichen Service
416 –21 –417 –22
marge geführt haben 429 –40 –403 –13
Änderungen bei den Schätzungen, die nicht zur Anpassung der vertraglichen
Servicemarge geführt haben –45 5 –40
801 –56 –820 –75
Änderungen im Zusammenhang mit vergangenen Leistungen
Änderung der Erfüllungswerte in Bezug auf eingetretene Schäden 233 0 233
233 0 233
Zwischensumme –724 –29 –531 –1�284
Kapitalanlagekomponenten aus kurz laufenden Verträgen –19 –19
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlosse
nen Versicherungsverträgen
Aufzinsung
–69 –2 –16 –86
Zinsänderungseffekte 1 0 0 1
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 282 0 282
214 –2 –16 196
Sonstige Effekte
Auswirkungen aus Ausbuchung und Veränderungen im Konsolidierungskreis –16 0 0 –16
Auswirkungen von Wechselkursdifferenzen 40 1 3 44
24 1 3 28
Änderungen, die im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden
Auswirkungen aus Änderungen in Marktvariablen 819 47 0 866
Auswirkungen aus Ausbuchung aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Änderung des Barwerts der erwarteten Nettozahlungsströme aufgrund von
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Underlying Items 1�614 0 1�614
2�433 47 0 2�480
Zahlungsströme
Erhaltene Prämien –3�041 –3�041
Abschlusskosten 435 435
Schadenaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 3�958 3�958
Sonstige Zahlungsströme 0 0
1�352 1�352
Umklassifizierung nach IFRS 5 –157 0 1 –156
Buchwert 31�12. Versicherungsportfolios (netto) –10�569 –218 –3�282 –14�069

1 Die Deckungsrückstellung für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz in Höhe von −617 (−565) Millionen € für ERGO International bewertet sind, ist nicht enthalten.

27 Deckungsrückstellung

In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die im Geschäftsjahr erstmals erfassten gezeichneten oder erworbenen abgeschlossenen Versicherungsverträge nach den Segmenten, in denen überwiegend das allgemeine Bewertungsmodell oder der Variable Fee Approach zur Anwendung kommt, dar, um die Veränderung der vertraglichen Servicemarge zu erläutern. Die Segmente Rückversicherung Schaden/Unfall und ERGO Schaden/Unfall Deutschland werden nicht dargestellt, da diese abgeschlossenen Versicherungsverträge überwiegend mit dem Prämienallokationsansatz bewertet werden, sodass die vertragliche Servicemarge eine untergeordnete Bedeutung für diese Segmente hat.

Die im Geschäftsjahr erstmals erfassten gezeichneten oder erworbenen abgeschlossenen Versicherungsverträge aus dem Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit, bewertet mit dem allgemeinen Bewertungsmodell, weisen folgende Größen auf:

Erstmals im Geschäftsjahr erfasste abgeschlossene Versicherungsverträge – Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit

2023
Gezeichnete
abgeschlossene
Erworbene abgeschlossene
Versicherungsverträge
Versicherungsverträge
Gesamt
nicht nicht
Mio. € belastend belastend belastend belastend
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge 17�245 91 0 0 17�335
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge
Erwartete zukünftige Schäden, Aufwendungen und Kapitalanlage
komponenten –14�756 –97 0 0 –14�853
Abschlusskosten 0 0 0 0 0
–14�756 –97 0 0 –14�853
Risikoanpassung –381 0 0 0 –381
Vertragliche Servicemarge –2�108 0 –2�108
Gesamt 0 –7 0 0 –7
Vorjahr
Gezeichnete
abgeschlossene
Versicherungsverträge
Erworbene abgeschlossene
Versicherungsverträge
Gesamt
nicht nicht
Mio. € belastend belastend belastend belastend
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge 15�707 1 0 0 15�708
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge
Erwartete zukünftige Schäden, Aufwendungen und Kapitalanlage
komponenten –14�009 –3 0 0 –14�011
Abschlusskosten 0 0 0 0 0
–14�009 –3 0 0 –14�011
Risikoanpassung –284 0 0 0 –285
Vertragliche Servicemarge –1�414 0 –1�414
Gesamt 0 –2 0 0 –2

Die Bestandteile der im Berichtszeitraum erstmals erfassten abgeschlossenen Versicherungsverträge im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland, bewertet mit dem allgemeinen Bewertungsmodell und mit dem Variable Fee Approach, sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

Erstmals im Geschäftsjahr erfasste abgeschlossene Versicherungsverträge – Segment ERGO Leben/Gesundheit

2023
Gezeichnete
abgeschlossene
Versicherungsverträge
Erworbene abgeschlossene
Versicherungsverträge
Gesamt
nicht nicht
Mio. € belastend belastend belastend belastend
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge 2�842 17 0 0 2�859
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge
Erwartete zukünftige Schäden, Aufwendungen und Kapitalanlage
komponenten –2�438 –12 0 0 –2�450
Abschlusskosten –243 –25 0 0 –268
–2�681 –37 0 0 –2�718
Risikoanpassung –8 0 0 0 –8
Vertragliche Servicemarge –154 0 –154
Gesamt 0 –21 0 0 –21
Vorjahr
Gezeichnete
abgeschlossene
Versicherungsverträge
Erworbene abgeschlossene
Versicherungsverträge
Gesamt
nicht nicht
Mio. € belastend belastend belastend belastend
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge 3�275 34 0 0 3�309
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge
Erwartete zukünftige Schäden, Aufwendungen und Kapitalanlage
komponenten –2�800 –23 0 0 –2�822
Abschlusskosten –240 –24 0 0 –264
–3�040 –47 0 0 –3�087
Risikoanpassung –14 0 0 0 –14
Vertragliche Servicemarge –221 0 –221
Gesamt 0 –13 0 0 –13

Die Bestandteile der im Berichtszeitraum erstmals erfassten abgeschlossenen Versicherungsverträge im Segment

ERGO International, bewertet mit dem allgemeinen Bewertungsmodell und mit dem Variable Fee Approach, sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

Erstmals im Geschäftsjahr erfasste abgeschlossene Versicherungsverträge – Segment ERGO International

2023
Gezeichnete
Erworbene abgeschlossene
abgeschlossene
Versicherungsverträge
Versicherungsverträge
Gesamt
Mio. € nicht
belastend
belastend nicht
belastend
belastend
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge 2�662 85 0 0 2�746
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge
Erwartete zukünftige Schäden, Aufwendungen und Kapitalanlage
komponenten –1�812 –74 0 0 –1�886
Abschlusskosten –475 –18 0 0 –493
–2�287 –92 0 0 –2�379
Risikoanpassung –13 –1 0 0 –13
Vertragliche Servicemarge –362 0 –362
Gesamt 0 –7 0 0 –7
Vorjahr
Gezeichnete
abgeschlossene
Versicherungsverträge
Erworbene abgeschlossene
Versicherungsverträge
Gesamt
nicht nicht
Mio. €
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungseingänge
belastend
3�415
belastend
39
belastend
0
belastend
0
3�454
Schätzung des Barwerts der künftigen Zahlungsausgänge
Erwartete zukünftige Schäden, Aufwendungen und Kapitalanlage
komponenten –2�554 –44 0 0 –2�598
Abschlusskosten –419 –20 0 0 –439
–2�974 –64 0 0 –3�037
Risikoanpassung –25 4 0 0 –21
Vertragliche Servicemarge –417 0 –417
Gesamt 0 –22 0 0 –22

Die folgende Tabelle zeigt unsere Prognose über die erfolgswirksame Auflösung der vertraglichen Servicemarge für abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell bzw. mit dem Variable Fee Approach bewertet werden, mit entsprechender Umsatzrealisierung. Die Auflösung der vertraglichen Servicemarge

wird in den folgenden Berichtsperioden, insbesondere in den Segmenten Rückversicherung Leben/Gesundheit, ERGO Leben/Gesundheit Deutschland sowie ERGO International, die Höhe des Versicherungsumsatzes und damit des versicherungstechnischen Ergebnisses sowie die Höhe der Deckungsrückstellung beeinflussen.

Prognose über die erfolgswirksame Auflösung der vertraglichen Servicemarge1

2023 Vorjahr
Rückver ERGO Rückver ERGO
sicherung Leben/ sicherung Leben/
Leben/ Gesundheit ERGO Leben/ Gesundheit ERGO
Mio. € Gesundheit Deutschland International Gesamt Gesundheit Deutschland International Gesamt
Buchwert 31�12. – Ver
tragliche Servicemarge –12�530 –9�569 –2�868 –24�967 –11�294 –10�449 –3�282 –25�026
Erwartete erfolgswirk
same Auflösung
Entwicklung Jahr 1 –880 –518 –240 –1�638 –832 –492 –267 –1�591
Entwicklung Jahr 2 –755 –492 –152 –1�399 –727 –563 –166 –1�456
Entwicklung Jahr 3 –699 –473 –131 –1�304 –652 –534 –147 –1�333
Entwicklung Jahr 4 –654 –455 –116 –1�226 –609 –508 –131 –1�248
Entwicklung Jahr 5 –611 –437 –105 –1�152 –571 –484 –119 –1�174
Entwicklung Jahr 6 –563 –419 –95 –1�077 –523 –460 –109 –1�093
Entwicklung Jahr 7 –529 –400 –89 –1�017 –488 –437 –102 –1�028
Entwicklung Jahr 8 –498 –382 –83 –963 –457 –416 –95 –968
Entwicklung Jahr 9 –469 –364 –78 –911 –429 –396 –90 –914
Entwicklung Jahr 10 –440 –347 –73 –860 –402 –374 –84 –861
Entwicklung Jahr 11
und nachfolgend –6�433 –5�284 –1�705 –13�421 –5�603 –5�785 –1�970 –13�359

1 In den Segmenten Rückversicherung Schaden/Unfall und ERGO Schaden/Unfall Deutschland führt die Bewertung von Versicherungsverträgen mit dem allgemeinen Bewertungsmodell zu einer vertraglichen Servicemarge über 472 (374) Millionen €, die sich größtenteils innerhalb von 5 Jahren auflöst.

Die Effekte auf die vertragliche Servicemarge aus der erstmaligen Bewertung von abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die zum Übergangszeitpunkt mit dem vollständig retrospektiven, dem modifizierten retrospektiven und dem Fair-Value-Ansatz bewertet wurden, sind in den folgenden Tabellen dargestellt. Diese Angabe ist lediglich für

Versicherungsverträge, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell oder dem Variable Fee Approach bewertet sind, relevant. Für den zugehörigen Versicherungsumsatz sind zusätzlich auch abgeschlossene Versicherungsverträge beinhaltet, die zum Übergangszeitpunkt mit dem Prämienallokationsansatz bewertet wurden.

Erläuterung des Versicherungsumsatzes und Überleitung der vertraglichen Servicemarge nach Art des angewendeten Übergangsansatzes
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -- -- --
2023 Vorjahr
Mit dem Mit dem
Mit dem modifizier Mit dem modifizier
vollständig ten retro Mit dem vollständig ten retro Mit dem
retrospekti spektiven Fair-Value retrospekti spektiven Fair-Value
ven Ansatz Ansatz Ansatz ven Ansatz Ansatz Ansatz
bewertete bewertete bewertete bewertete bewertete bewertete
Mio. € Verträge1 Verträge Verträge Gesamt Verträge1 Verträge Verträge Gesamt
Versicherungsumsatz
aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen 4�493 8�687 8�900 22�080 19�962 8�946 10�449 39�357
Buchwert 1�1. – Ver
tragliche Servicemarge
aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen –243 –13�341 –9�842 –23�427 –596 –12�128 –9�965 –22�688
Vertragliche Service
marge für Leistungen
in der Berichtsperiode 77 1�217 701 1�995 135 1�117 860 2�112
Änderungen bei den
Schätzungen, die zur
Anpassung der ver
traglichen Service
marge geführt haben –34 867 25 859 213 –2�322 –597 –2�706
Auswirkungen von
Verträgen, die erst
malig in der Periode
erfasst wurden 0 2 0 2 0 0 0 0
Versicherungstechni
sche Finanzerträge
oder -aufwendungen –2 –19 –119 –140 0 –11 –67 –79
Sonstige Auswirkun
gen 3 –3 227 227 4 3 –73 –66
Buchwert 31�12. – Ver
tragliche Servicemarge
aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen –199 –11�277 –9�008 –20�485 –243 –13�341 –9�842 –23�427

1 Hier werden nur Gruppen von Versicherungsverträgen, die zum Übergangszeitpunkt bestanden, abgebildet.

28 Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Die nachstehenden Tabellen veranschaulichen, wie sich die Schadenansprüche und Schadenzahlungen für das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft im Zeitverlauf über die vergangenen zehn Jahre entwickelt haben.

Schadenzahlungen für die einzelnen Anfalljahre (pro Kalenderjahr, netto)

Mio. € Anfalljahr
Kalenderjahr ≤ 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Gesamt
2013 12�771
2014 8�226 5�240
2015 4�064 2�808 4�884
2016 3�417 1�466 2�675 5�227
2017 1�333 668 1�332 2�560 4�897
2018 1�467 385 797 1�672 4�252 5�493
2019 1�234 237 411 803 1�965 4�490 4�770
2020 1�064 305 491 505 1�412 2�471 5�242 5�178
2021 707 202 429 369 624 1�144 2�398 5�196 5�614
2022 690 171 268 386 646 818 1�452 2�593 6�206 6�425
2023 684 207 159 254 446 631 1�173 1�457 3�416 7�084 6�449 21�960
Mio. € Anfalljahr
Kalenderjahr ≤ 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Gesamt
31�12�2013 44�487
31�12�2014 35�008 8�879
31�12�2015 29�466 6�144 8�534
31�12�2016 24�685 4�665 5�929 9�144
31�12�2017 22�865 3�787 4�401 6�420 12�727
31�12�2018 19�627 3�136 3�400 4�794 8�497 12�221
31�12�2019 16�618 2�714 2�838 3�812 6�435 8�496 13�861
31�12�2020 14�115 2�190 2�236 2�962 4�947 6�402 9�144 16�828
31�12�2021 12�581 1�699 1�651 2�482 4�029 5�165 6�886 11�938 18�333
31�12�2022 11�790 1�419 1�281 2�078 3�041 4�001 5�253 8�831 12�378 21�022
31�12�2023 10�667 1�060 1�014 1�758 2�525 3�203 3�605 6�747 8�622 14�739 22�178 76�119
Mio. € Anfalljahr
Kalenderjahr ≤ 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Gesamt
31�12�2013 57�258
31�12�2014 56�005 14�119
31�12�2015 54�526 14�192 13�418
31�12�2016 53�162 14�179 13�488 14�371
31�12�2017 52�675 13�969 13�293 14�207 17�624
31�12�2018 50�904 13�704 13�089 14�253 17�645 17�714
31�12�2019 49�128 13�518 12�937 14�074 17�549 18�480 18�630
31�12�2020 47�689 13�299 12�826 13�729 17�472 18�856 19�156 22�006
31�12�2021 46�862 13�010 12�671 13�618 17�179 18�763 19�295 22�313 23�947
31�12�2022 46�762 12�902 12�569 13�600 16�837 18�417 19�115 21�798 24�199 27�447
31�12�2023 46�323 12�749 12�461 13�535 16�766 18�250 18�640 21�171 23�858 28�248 28�628 240�628
Schadenab
wicklungser
gebnis (netto) 10�935 1�370 957 836 858 –536 –10 835 90 –801 0 14�534
Veränderun
gen 2022 auf
2023 439 153 108 65 71 167 475 627 341 –801 0 1�644

Überleitung der nominalen Rückstellung Schaden/Unfall (netto) zu der in der Bilanz erfassten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (gesamt, netto)

Mio. € 2023
Nominale Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schaden/Unfall) 76�119
Abzinsungseffekt –7�655
Diskontierte Rückstellung für Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie Abrechnungsforderungen und
Abrechnungsverbindlichkeiten 1�248
Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schaden/Unfall) 484
Diskontierte Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle inkl. Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken
(Leben/Kranken) 12�480
Sonstige Effekte 266
In der Bilanz erfasste Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (netto) 82�942

29 Andere Rückstellungen

Zusammensetzung der anderen Rückstellungen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen 1�517 1�482
Übrige Rückstellungen 1�249 1�178
Gesamt 2�766 2�661

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter von Munich Re wird in der Regel über beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen für die Zeit nach der Pensionierung vorgesorgt. Dabei werden regionale Besonderheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Die Art der Pensionszusage richtet sich nach der jeweiligen Versorgungsordnung. Die Pensionsverpflichtungen umfassen Zusagen sowohl an aktive oder mit unverfallbarer Anwartschaft ausgeschiedene Anwärter als auch laufende Rentenleistungen. Leistungsorientierte Pensionszusagen werden sowohl intern über Pensionsrückstellungen als auch extern finanziert. Die externe Finanzierung erfolgt über Fonds oder Rückdeckungsversicherungen.

Für beitragsorientierte Pensionszusagen beträgt der Aufwand im Geschäftsjahr 107 (98) Millionen €, für Beiträge an staatliche Pläne 126 (120) Millionen €.

Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen beträgt 5.013 (4.609) Millionen €, das zu saldierende Planvermögen beträgt 4.069 (3.759) Millionen €. Die leistungsorientierten Pensionszusagen umfassen folgende wesentliche Pläne:

Auf die Pensionszusagen der Münchener Rück AG entfallen 1.298 (1.155) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 1.514 (1.396) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die bis 31. Dezember 2007 erteilten Leistungszusagen werden über einen Fonds finanziert. Für Neueintritte ab 1. Januar 2008 erfolgt die Versorgung

über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Sowohl der Fonds als auch die Rückdeckungsversicherungen wurden in ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) eingebracht.

Auf die Pensionszusagen der ERGO Group entfallen 2.476 (2.229) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 1.421 (1.271) Millionen € des Planvermögens, wobei die IFRS 5-Reklassifizierung beide Werte verändert. Die Zusagen umfassen Leistungen für die Versorgungsfälle Invalidität und Alter sowie eine Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel an Dienstzeit und Gehalt. Die Zusagen sind gewöhnlich über Pensionsrückstellungen finanziert, wobei seit 1. April 2022 wesentliche Teile für ERGO über einen Pensionsfonds finanziert werden. Für Neueintritte erfolgt die Versorgung über beitragsorientierte Leistungszusagen, die über konzerneigene Rückdeckungsversicherungen finanziert werden. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung.

Auf die Pensionszusagen von Munich Reinsurance America Inc. entfallen 587 (601) Millionen € des Barwerts der erdienten Ansprüche der leistungsorientierten Pensionszusagen und 469 (453) Millionen € des Planvermögens. Die Zusagen umfassen Leistungen für Ruhegelder für die Mitarbeiter und deren Hinterbliebene. Die Höhe der Zusagen orientiert sich in der Regel am ruhegeldfähigen Gehalt und an der Dienstzeit. Der Plan ist über einen Fonds und über Pensionsrückstellungen finanziert. Er wurde für Eintritte ab dem 1. Januar 2006 geschlossen. Für die verbliebenen Begünstigten wurde der Plan dann zum 31. Dezember 2011 ebenfalls geschlossen. Für alle Begünstigten erfolgt die Versorgung ab dem 1. Januar 2012 über einen beitragsorientierten Plan. Es bestehen Zusagen über medizinische Versorgung im Alter.

Entwicklung des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen

Mio. € 2023 Vorjahr
Stand 1�1. 4�609 6�873
Währungsänderungen –16 43
Veränderungen Konsolidierungskreis 2 3
Laufender Dienstzeitaufwand 106 151
Nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand 11 7
Gewinne und Verluste
aus Planabgeltungen 0 0
Arbeitnehmerbeiträge 2 3
Zinsaufwand 176 78
Zahlungen –175 –180
Zahlungen aus Planabgeltungen –1 0
Übertragung von Verpflichtungen –7 2
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste:
Änderung demografischer Annahmen –4 6
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste:
Änderung finanzieller Annahmen 217 –2�489
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste:
Erfahrungsbedingte Anpassungen 23 19
Übrige 1 –6
Reklassifizierung IFRS 5 72 100
Stand 31�12. 5�013 4�609

Der Barwert der erdienten Ansprüche aus Leistungen für medizinische Versorgung beträgt zum Bilanzstichtag 212 (208) Millionen €.

Der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen verteilt sich wie folgt:

Aufteilung des Barwerts

% 31�12�2023 Vorjahr
Aktive Anwärter 43 43
Ausgeschiedene Anwärter 13 13
Leistungsempfänger 44 44
Gesamt 100 100

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ist es erforderlich, Annahmen über zukünftige Entwicklungen zu treffen. Die Konzernunternehmen legen folgende Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte) zugrunde:

Versicherungsmathematische Annahmen

% 2023 Vorjahr
Rechnungszins 3�5 3�8
Anwartschafts-/Gehaltstrend 1�7 1�8
Rententrend 1�4 1�4
Kostentrend für medizinische Versorgung 3�5 3�5

Im Euroraum liegt der Rechnungszins zum 31. Dezember 2023 bei 3,20 (3,50) %. Die versicherungsmathematischen Verluste aus Änderungen der finanziellen Annahmen in Höhe von 195 (im Vorjahr Gewinne von 2.074) Millionen € entstehen im Wesentlichen durch die Senkung des Rechnungszinses.

Wir verwenden allgemein anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen, die in der Regel auf unternehmensspezifische Verhältnisse angepasst werden. Im Mittel hat eine 65-jährige Planteilnehmerin eine weitere Lebenserwartung von 24,1 Jahren, ein 65-jähriger Planteilnehmer von 23,2 Jahren.

Entwicklung des Planvermögens für leistungsorientierte Pensionszusagen

Mio. € 2023 Vorjahr
Stand 1�1. 3�759 3�735
Währungsänderungen –8 26
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0
Zinsertrag 147 57
Erträge ohne Zinsertrag 69 –1�217
Übertragene Beträge − Arbeitgeber 134 1�151
Übertragene Beträge − Arbeitnehmer 2 1
Zahlungen –98 –91
Zahlungen aus Planabgeltungen 0 –1
Übertragung von Vermögenswerten 0 0
Übrige –1 –1
Reklassifizierung IFRS 5 66 99
Stand 31�12. 4�069 3�759

Zusammensetzung des Planvermögens zur Bedeckung der Pensionsverpflichtungen

% 31�12�2023 Vorjahr
Marktpreisnotierung
an einem aktiven Markt
Festverzinsliche Wertpapiere 28 29
Nicht festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 2 2
Investmentfonds 14 15
Sonstige 0 0
16 17
Übrige 0 0
Keine Marktpreisnotierung
an einem aktiven Markt
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 0 0
Immobilien 1 1
Festverzinsliche Wertpapiere 0 0
Nicht festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 0 0
Investmentfonds 2 3
Sonstige 0 0
2 3
Versicherungsverträge 52 49
Übrige 1 1

Das Planvermögen enthält wie im Vorjahr keine eigenen Aktien.

Für das Geschäftsjahr 2024 werden Kapitalüberträge auf das Planvermögen in Höhe von 70 (68) Millionen € erwartet.

Entwicklung der Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Pensionszusagen

Mio. € 2023 Vorjahr
Stand 1�1. 291 382
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0
Zinsertrag 10 3
Erträge ohne Zinsertrag –2 –105
Übertragene Beträge − Arbeitgeber 21 20
Übertragene Beträge − Arbeitnehmer 0 0
Zahlungen –11 –9
Übertragung von Vermögenswerten 0 0
Übrige 0 0
Stand 31�12. 310 291

Die Erstattungsansprüche ergeben sich aus Rückdeckungsversicherungen, die abgeschlossen wurden, um die Versorgungsverpflichtungen abzusichern.

Aus der Begrenzung eines Vermögenswerts, der aus überdotierten leistungsorientierten Plänen resultiert, ergab sich ein Effekt von 17 (29) Millionen €.

Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionszusagen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Rückstellungsfinanzierte
Pensionszusagen
Barwert der erdienten
Pensionsansprüche 1�425 1�236
Übrige 0 0
Reklassifizierung IFRS 5 0 0
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 1�425 1�236
Über Planvermögen finanzierte
Pensionszusagen
Barwert der erdienten
Pensionsansprüche 3�516 3�273
Planvermögen –4�004 –3�660
Vermögenswerte aus leistungs
orientierter Pensionszusage 554 604
Begrenzung des leistungs
orientierten Vermögenswerts 17 29
Übrige 2 0
Reklassifizierung IFRS 5 6 1
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 92 246
Pensionszusagen unabhängig
von der Finanzierung
Barwert der erdienten
Pensionsansprüche 4�941 4�509
Planvermögen –4�004 –3�660
Vermögenswerte aus leistungs
orientierter Pensionszusage 554 604
Begrenzung des leistungs
orientierten Vermögenswerts 17 29
Übrige 2 0
Reklassifizierung IFRS 5 6 1
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 1�517 1�482

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der zugeordneten leistungsorientierten Pensionszusagen und als Vorsorge für künftige Mittelabflüsse. Dies ist in einigen Ländern gesetzlich vorgeschrieben, in anderen Ländern erfolgt die Bereitstellung von Planvermögen auf freiwilliger Basis.

Das Verhältnis von beizulegendem Zeitwert des Planvermögens zum Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen wird als Finanzierungsgrad bezeichnet. Übersteigt der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen den jeweiligen beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, stellt dies eine Unterdeckung dar, die dann über Pensionsrückstellungen finanziert wird.

Übersteigt der Zeitwert des Planvermögens den Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen, entsteht ein Vermögenswert aus der leistungsorientierten Pensionszusage. Da diese Betrachtung für jeden Plan einzeln durchgeführt wird, kann in Summe sowohl eine Pensionsrückstellung als auch ein Vermögenswert aus leistungsorientierten Pensionszusagen entstehen.

Marktschwankungen können im Zeitablauf Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens bewirken. Durch Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Rechnungszins) oder durch Abweichungen des tatsächlichen Risikoverlaufs vom angenommenen Risikoverlauf kann sich der Barwert der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen ändern. Beide Faktoren können damit zu Schwankungen des Finanzierungsgrads führen. Um diese Schwankungen möglichst zu vermeiden, wird bei der Wahl der Kapitalanlage darauf geachtet, dass sich bei der Veränderung bestimmter Einflussfaktoren die Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens mit den Schwankungen des Barwerts der erdienten Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionszusagen so weit wie möglich ausgleichen (Asset-Liability-Matching).

Entwicklung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen

Mio. € 2023 Vorjahr
Stand 1�1. 1�482 3�617
Währungsänderungen –7 12
Veränderung Konsolidierungskreis 2 2
Aufwand 132 175
Zahlungen –77 –89
Zahlungen aus Planabgeltungen –1 1
Kapitalübertrag auf Planvermögen –135 –1�152
Übertragung von Vermögenswerten –1 2
Übertrag auf sonstige Forderungen –51 144
Im Sonstigen Ergebnis verrechnete
versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste 153 –1�128
Übrige 13 –103
Reklassifizierung IFRS 5 8 1
Stand 31�12. 1�517 1�482

Zusammensetzung des im Geschäftsjahr gebuchten Aufwands

Mio. € 2023 Vorjahr
Nettozinsaufwand 19 19
Dienstzeitaufwand 119 161
Übrige –5 –5
Gesamt 132 175

Die Aufwendungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen unter den sonstigen operativen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Die tatsächlichen Gewinne aus dem Planvermögen betragen 217 (im Vorjahr Verluste von 1.160) Millionen €, die tatsächlichen Gewinne aus Erstattungsansprüchen 8 (im Vorjahr Verluste von 102) Millionen €.

Vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
≤ 1 Jahr 206 195
> 1 Jahr und ≤ 5 Jahre 927 884
> 5 Jahre und ≤ 10 Jahre 1�306 1�250
> 10 Jahre und ≤ 20 Jahre 2�682 2�655
> 20 Jahre 4�660 4�860
Gesamt 9�782 9�845

Die gewichtete durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit der Versorgungsverpflichtungen beträgt 14 (15) Jahre.

Ein Anstieg oder Rückgang folgender wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen beeinflusst den Barwert der erdienten Pensionsansprüche:

Sensitivitätsanalyse

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Erhöhung des Rechnungszinses
um 50 BP –341 –321
Verminderung des Rechnungszinses
um 50 BP 384 363
Erhöhung des Gehaltstrends um 10 BP 7 12
Verminderung des Gehaltstrends
um 10 BP –7 –9
Erhöhung des Rententrends um 10 BP 31 33
Verminderung des Rententrends
um 10 BP –30 –30
Erhöhung des Kostentrends für
medizinische Versorgung um 100 BP 28 27
Verminderung des Kostentrends für
medizinische Versorgung um 100 BP –24 –23
Erhöhung der Sterblichkeitsrate
um 10 % –117 –105
Verminderung der Sterblichkeitsrate
um 10 % 125 115

Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Annahmen isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen separat aufzuzeigen.

Übrige Rückstellungen

Übrige Rückstellungen

Inanspruch Übrige Ver
Mio. € Vorjahr Zugänge nahme Auflösung änderungen 31�12�2023
Restrukturierung 167 21 –43 –29 0 116
Provisionen 254 2�507 –2�476 –3 6 288
Mehrjährige variable Vergütung 83 54 –18 –1 12 130
Vorruhestandsleistungen/Altersteilzeit 123 30 –32 0 2 123
Gehaltsverpflichtungen und sonstige
Innen- und Außendienstvergütung 76 116 –73 –3 0 116
Jubiläumsleistungen 85 3 –6 0 3 86
Sonstige 389 254 –214 –38 –2 389
Gesamt 1�178 2�986 –2�862 –74 21 1�249

Die Rückstellungen für Restrukturierung betreffen im Wesentlichen den umfassenden Umbau der Vertriebsorganisationen von ERGO mit 20 (32) Millionen € und weitere Restrukturierungsrückstellungen für das "ERGO Strategieprogramm" mit 91 (129) Millionen €. Die Rückstellung für die mehrjährige variable Vergütung setzt sich aus Komponenten für die Mehrjahres-Performance sowie die Incentive-Pläne zusammen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte. Die Rückstellungen für Restrukturierung, Vorruhestandsleistungen/

Altersteilzeit, Jubiläumsleistungen, die Mehrjahres-Performance und Incentive-Pläne sind überwiegend langfristig, während die Rückstellungen für Provisionen, Gehaltsverpflichtungen und sonstige Innen- und Außendienstvergütung sowie Sonstiges im Wesentlichen kurzfristig sind.

30 Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über unsere Verbindlichkeiten:

Zusammensetzung der Verbindlichkeiten

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Derivate 1�379 1�466
Nichtderivative finanzielle Verbindlich
keiten 4�161 4�647
Laufende Steuerverbindlichkeiten 2�657 1�569
Sonstige Verbindlichkeiten 11�242 19�840
Gesamt 19�438 27�522

Derivate mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr bestehen in Höhe von 733 (659) Millionen €, nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 2.722 (3.114) Millionen € und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 2.149 (5.468) Millionen €.

Derivative Finanzinstrumente werden bei Munich Re eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken zu steuern und abzusichern. Derivate mit einem negativen Marktwert sind unter den Verbindlichkeiten auszuweisen. Ökonomisch stehen dem gegenüber die Wertänderungen der Posten, zu deren Absicherung die Derivate abgeschlossen wurden.

Die nichtderivativen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten eine begebene Anleihe in Höhe von 266 (300) Millionen €, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 912 (1.047) Millionen €, Zins- und Mietverbindlichkeiten in Höhe von 2 (4) Millionen € und Verbindlichkeiten aus Dividenden und Gewinnbeteiligungen in Höhe von 17 (20)

Ratings und Buchwert der begebenen Anleihe

Millionen €. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 9 (11) Millionen € auf Bankverbindlichkeiten von Konzerngesellschaften, die Munich Re im Rahmen der Investitionsstrategie für Infrastruktur erworben hat.

Ebenfalls den nichtderivativen finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 437 (356) Millionen €. Zu den im Geschäftsjahr gezahlten Zinsen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen siehe > Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung > (38) Sonstige operative Erträge und Aufwendungen. Zu den Zahlungsmittelabflüssen für Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr siehe dieses Kapitel unter > (31) Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit.

Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, es sei denn, sie werden im Rahmen der Fair-Value-Option zum beizulegenden Zeitwert designiert, siehe > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (44) Angaben zur Ausübung der Fair-Value-Option. Der Buchwert der nichtderivativen finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, beträgt 3.631 Millionen €.

In der folgenden Tabelle sind wesentliche Informationen zu der begebenen Anleihe zusammengefasst.

Mio. € A.M. Best Fitch S&P 31�12�2023 Vorjahr
Munich Re America Corporation, Wilmington, 7�45 %,
294 Millionen US\$1
, Anleihe 1996/2026
a AA− A− 266 300
Gesamt 266 300

1 2023 hat die Emittentin Teiltilgungen über ein Nominalvolumen von 27 Millionen US\$ vorgenommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen unter anderem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 33 (22) Millionen €, Abgrenzungsposten in Höhe von 865 (789) Millionen € sowie nichtfinanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 2.016 (2.756) Millionen €. Des Weiteren werden Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug in Höhe von 4.820 (13.109) Millionen € unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, von denen 622 (9.973) Millionen € zu fortgeführten Anschaffungskosten und 4.197 (3.136) Millionen € zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug betreffen Verträge, die in direktem Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft der einzelnen Geschäftseinheiten stehen. Dies betrifft unter anderem Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko in Höhe von 1.646 (6.579) Millionen €. Davon sind Verbindlichkeiten in Höhe von 230 (224) Millionen € als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert, siehe > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten

und Schulden > (44) Angaben zur Ausübung der Fair-Value-Option.

Zur Bewertung der Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug analog zur Bewertung versicherungsnaher Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert verweisen wir auf unsere Ausführungen unter > Erläuterung zur Konzernbilanz – Aktiva > (18) Versicherungsnahe Finanzinstrumente.

Ebenfalls unter die Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug fallen Derivate aus Variable Annuities in Höhe von 2.450 (2.725) Millionen € sowie weitere Derivate mit Versicherungsbezug in Höhe von 232 (383) Millionen €. Derivate mit Versicherungsbezug umfassen dabei neben freistehenden Derivaten auch in Versicherungsverträgen eingebettete Derivate, die getrennt bilanziert werden, sowie aufgrund eingebetteter Derivate zum beizulegenden Zeitwert designierte Versicherungsverträge, siehe > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (44) Angaben zur Ausübung der Fair-Value-Option.

Die übrigen Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug in Höhe von 492 (0) Millionen € werden vollumfänglich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Unter den Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug wird eine Anleihe über ein Nominalvolumen in Höhe von 543 (0) Millionen US\$ ausgewiesen, die durch Munich Re im Zusammenhang mit einer Transaktion im Lebensrückversicherungsgeschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer als Sicherheit gestellt wurde. Im Gegenzug erhielten wir eine Nachranganleihe der Gegenpartei mit identischem Nominalvolumen, die unter den versicherungsnahen Finanzinstrumenten ausgewiesen wird.

31 Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit

In der nachfolgenden Tabelle sind die zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit vom Jahresbeginn bis zum Bilanzstichtag dargestellt. Die zahlungswirksamen Veränderungen sind Bestandteil der Konzern-Kapitalflussrechnung in der Position III. Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit.

Entwicklung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit

Kurzfristige
Finanzschulden
Langfristige
Finanzschulden
Leasing
verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
aus der Finanzie
rungstätigkeit
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Stand 1�1. 1�047 1�016 5�048 5�348 355 433 6�452 6�797
Zahlungswirksame Veränderungen –121 –3 –134 –457 –85 –88 –340 –548
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Währungsänderungen –14 35 –52 16 –3 5 –69 56
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts 0 0 0 0 0 0 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis/Sonstiges 0 0 117 140 170 7 286 146
Stand 31�12. 912 1�047 4�979 5�048 437 356 6�328 6�452

In den langfristigen Finanzschulden sind nachrangige Verbindlichkeiten und Anleihen enthalten.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

32 Versicherungsumsatz

Der Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen entspricht der Auflösung der Deckungsrückstellung aufgrund der von uns in der Berichtsperiode erbrachten Leistungen.

Der Versicherungsumsatz im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit wird in folgender Tabelle dargestellt:

Versicherungsumsatz – Segment Rückversicherung Leben/ Gesundheit

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz aus abge
schlossenen Versicherungsverträgen
Erwartete eingetretene Schäden
und sonstige Aufwendungen in der
Berichtsperiode 9�239 9�512
Erwartete Auflösung der Risikoan
passung für nichtfinanzielle Risiken
für die Berichtsperiode 254 263
Vertragliche Servicemarge für die im
Zeitraum erbrachten Leistungen 914 973
Prämienanteil für Abschlusskosten 0 0
Abweichung von der Erwartung
für Prämien und damit verbundene
Zahlungsströme 317 415
Steuern, die dem Versicherungsneh
mer gesondert in Rechnung gestellt
werden können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz lau
fenden Verträgen 1 0
10�725 11�164
Abgegebener Versicherungsumsatz
aus abgegebenen Versicherungsver
trägen –246 –325

Abgeschlossene Versicherungsverträge im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit werden mit dem allgemeinen Bewertungsmodell bewertet.

In der folgenden Tabelle wird der Versicherungsumsatz im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall gezeigt:

Versicherungsumsatz – Segment Rückversicherung Schaden/Unfall

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz aus abge
schlossenen Versicherungsverträgen
Erwartete eingetretene Schäden
und sonstige Aufwendungen in der
Berichtsperiode 18 0
Erwartete Auflösung der Risikoan
passung für nichtfinanzielle Risiken
für die Berichtsperiode 0 0
Vertragliche Servicemarge für die im
Zeitraum erbrachten Leistungen 18 0
Prämienanteil für Abschlusskosten 1 0
Abweichung von der Erwartung
für Prämien und damit verbundene
Zahlungsströme –13 0
Steuern, die dem Versicherungsneh
mer gesondert in Rechnung gestellt
werden können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz lau
fenden Verträgen 27�038 25�325
27�061 25�325
Abgegebener Versicherungsumsatz
aus abgegebenen Versicherungsver
trägen –1�025 –981

Für das Segment Rückversicherung Schaden/Unfall verwenden wir zur Bewertung zum größten Teil den Prämienallokationsansatz, sodass der mit diesem Modell ermittelte Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen im Geschäftsjahr 27.038 (25.325) Millionen € beträgt. Der Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell bewertet werden, beträgt im Geschäftsjahr 23 (0) Millionen €.

Abgegebene Versicherungsverträge aus dem Segment Rückversicherung Schaden/Unfall werden vollständig mit dem Prämienallokationsansatz bewertet.

In der folgenden Tabelle wird der Versicherungsumsatz im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland dargestellt:

Versicherungsumsatz – Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz aus abge
schlossenen Versicherungsverträgen
Erwartete eingetretene Schäden
und sonstige Aufwendungen in der
Berichtsperiode 6�912 6�866
Erwartete Auflösung der Risikoan
passung für nichtfinanzielle Risiken
für die Berichtsperiode 35 49
Vertragliche Servicemarge für die im
Zeitraum erbrachten Leistungen 819 948
Prämienanteil für Abschlusskosten 202 192
Abweichung von der Erwartung
für Prämien und damit verbundene
Zahlungsströme –3 –18
Steuern, die dem Versicherungsneh
mer gesondert in Rechnung gestellt
werden können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz lau
fenden Verträgen 1�976 1�764
9�942 9�802
Abgegebener Versicherungsumsatz
aus abgegebenen Versicherungsver
trägen –9 –8

Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland konnten wir für abgeschlossene Versicherungsverträge, bei denen der Variable Fee Approach oder das allgemeine Bewertungsmodell angewendet wird, im Geschäftsjahr einen Versicherungsumsatz in Höhe von 7.966 (8.038) Millionen € erzielen. Auf Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz bewertet werden, entfällt ein Versicherungsumsatz in Höhe von 1.976 (1.764) Millionen €.

Die abgegebenen Versicherungsverträge im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland werden mit dem allgemeinen Bewertungsmodell bewertet.

In folgender Tabelle stellen wir den Versicherungsumsatz des Segments ERGO Schaden/Unfall Deutschland dar:

VersicherungsumsatzSegment ERGO Schaden/Unfall Deutschland

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz aus abge
schlossenen Versicherungsverträgen
Erwartete eingetretene Schäden
und sonstige Aufwendungen in der
Berichtsperiode 1�564 1�634
Erwartete Auflösung der Risikoan
passung für nichtfinanzielle Risiken
für die Berichtsperiode 11 16
Vertragliche Servicemarge für die im
Zeitraum erbrachten Leistungen 352 289
Prämienanteil für Abschlusskosten 691 468
Abweichung von der Erwartung
für Prämien und damit verbundene
Zahlungsströme 84 45
Steuern, die dem Versicherungsneh
mer gesondert in Rechnung gestellt
werden können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz lau
fenden Verträgen 1�837 1�775
4�539 4�227
Abgegebener Versicherungsumsatz
aus abgegebenen Versicherungsver
trägen –68 –99

Der Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die mit dem allgemeinen Bewertungsmodell bewertet werden, beträgt 2.693 (2.445) Millionen €. Ein geringerer Teil des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Versicherungsumsatzes entfällt auf abgeschlossene Versicherungsverträge, die mit dem Prämienallokationsansatz bewertet werden. Dieser beträgt 1.837 (1.775) Millionen €.

Der Versicherungsumsatz des Segments ERGO International in der Berichtsperiode wird in folgender Tabelle dargestellt:

Versicherungsumsatz – Segment ERGO International

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungsumsatz aus abge
schlossenen Versicherungsverträgen
Erwartete eingetretene Schäden
und sonstige Aufwendungen in der
Berichtsperiode 1�985 1�846
Erwartete Auflösung der Risiko
anpassung für nichtfinanzielle Risiken
für die Berichtsperiode 18 28
Vertragliche Servicemarge für die im
Zeitraum erbrachten Leistungen 362 289
Prämienanteil für Abschlusskosten 478 391
Abweichung von der Erwartung
für Prämien und damit verbundene
Zahlungsströme 5 –2
Steuern, die dem Versicherungsneh
mer gesondert in Rechnung gestellt
werden können 0 0
Versicherungsumsatz aus kurz lau
fenden Verträgen 2�769 2�314
5�618 4�867
Abgegebener Versicherungsumsatz
aus abgegebenen Versicherungs
verträgen –229 –198

Die Versicherungsverträge im Segment ERGO International bewerten wir vorwiegend mit dem Prämienallokationsansatz und mit dem allgemeinen Bewertungsmodell. Ein Teil der Verträge im Bereich der Lebensversicherung werden mit dem Variable Fee Approach bewertet.

33 Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge

In der folgenden Tabelle werden die versicherungstechnischen Aufwendungen und Erträge im Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit dargestellt:

Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge – Segment Rückversicherung Leben/Gesundheit

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungstechnische
Aufwendungen aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen
Schadenaufwendungen –9�174 –9�957
Verwaltungs- und Abschlusskosten –434 –380
Sonstige versicherungstechnische
Aufwendungen 0 0
–9�608 –10�337
Versicherungstechnische Erträge
aus abgegebenen Versicherungs
verträgen 202 253

In der folgenden Tabelle werden die versicherungstechnischen Aufwendungen und Erträge im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall dargestellt:

Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge – Segment Rückversicherung Schaden/Unfall

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungstechnische
Aufwendungen aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen
Schadenaufwendungen –18�595 –17�407
Verwaltungs- und Abschlusskosten –4�002 –3�725
Sonstige versicherungstechnische
Aufwendungen 0 0
–22�598 –21�132
Versicherungstechnische Erträge
aus abgegebenen Versicherungs
verträgen 410 881

In der folgenden Tabelle zeigen wir die versicherungstechnischen Aufwendungen und Erträge für das Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland:

Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge – Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungstechnische
Aufwendungen aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen
Schadenaufwendungen –7�681 –7�293
Veränderungen durch der Ver
sicherungsnehmerbeteiligung
unterliegende Vermögenswerte
(Underlying Items) 52 –156
Verwaltungs- und Abschlusskosten –1�307 –1�160
Sonstige versicherungstechnische
Aufwendungen 0 0
–8�936 –8�609
Versicherungstechnische Erträge
aus abgegebenen Versicherungs
verträgen 4 3

In der folgenden Tabelle zeigen wir die versicherungstechnischen Aufwendungen und Erträge im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland:

Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge – Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungstechnische
Aufwendungen aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen
Schadenaufwendungen –2�677 –2�687
Veränderungen durch der Ver
sicherungsnehmerbeteiligung
unterliegende Vermögenswerte
(Underlying Items) –2 –10
Verwaltungs- und Abschlusskosten –1�335 –1�203
Sonstige versicherungstechnische
Aufwendungen 0 0
–4�015 –3�899
Versicherungstechnische Erträge
aus abgegebenen Versicherungs
verträgen 39 171

Die versicherungstechnischen Aufwendungen und Erträge für Versicherungsleistungen im Segment ERGO International werden in folgender Tabelle dargestellt:

Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge – Segment ERGO International

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungstechnische
Aufwendungen aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen
Schadenaufwendungen –3�354 –3�049
Veränderungen durch der Ver
sicherungsnehmerbeteiligung
unterliegende Vermögenswerte
(Underlying Items) –2 –42
Verwaltungs- und Abschlusskosten –1�539 –1�340
Sonstige versicherungstechnische
Aufwendungen 0 0
–4�894 –4�431
Versicherungstechnische Erträge
aus abgegebenen Versicherungs
verträgen 133 104

34 Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten

Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten

Mio. € 2023 Vorjahr
Ergebnis
Derivate aus Variable Annuities 144 –104
Derivate mit Versicherungsbezug 116 158
Versicherungsnahe Instrumente mit
Eigenkapitalrisiken 21 5
Versicherungsnahe Darlehen 31 37
Versicherungsnahe Anleihen und
Katastrophenanleihen 30 0
Verbindlichkeiten mit Versicherungs
bezug 22 20
Verträge mit nicht signifikantem
Versicherungsrisiko 317 234
681 351
Aufwendungen für das Management
versicherungsnaher Finanzinstrumente –181 –61
Gesamt 501 291

35 Ergebnis aus Kapitalanlagen

Ergebnis aus Kapitalanlagen nach Anlagearten

Mio. € 2023 Vorjahr
Ergebnis aus nichtfinanziellen Kapital
anlagen
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien 151 699
Sachanlagen 104 143
Immaterielle Vermögenswerte –13 0
Biologische Vermögenswerte 75 88
Vorräte 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen,
assoziierten Unternehmen und Gemein
schaftsunternehmen 313 95
davon:
Assoziierte Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen nach
der Equity-Methode bewertet 356 52
629 1�024
Ergebnis aus finanziellen Kapitalanlagen 5�302 2�480
Aufwendungen für die Verwaltung von
Kapitalanlagen, sonstige Aufwendungen –558 –522
Gesamt 5�374 2�983

Das Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthält Mieterträge von 626 (601) Millionen €. In den Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen sind Betriebskosten und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung von Immobilien von 89 (78) Millionen € enthalten.

Wertminderungen auf nichtfinanzielle Kapitalanlagen

Mio. € 2023 Vorjahr
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien –61 0
Anteile an assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen –54 –25
Sonstige –2 –3
Gesamt –117 –28

Die Wertminderungsaufwendungen für finanzielle Kapitalanlagen nach IFRS 9 betragen 47 Millionen €.

Das verbesserte Ergebnis ist insbesondere auf eine Erhöhung der laufenden Erträge gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Dies ist vor allem in der verbesserten Wiederanlagerendite begründet.

Im Vorjahr wurde das Ergebnis dagegen durch Wertminderungen nach den Vorschriften des IAS 39 belastet, die im Wesentlichen auf Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 1.849 Millionen € sowie auf russische und ukrainische Anleihen und Darlehen in Höhe von insgesamt 849 Millionen € entfielen.

Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, belaufen sich auf 0 (3.456) Millionen €.

Versicherungstechnisches Finanzergebnis

Für detaillierte Angaben zum Ergebnis aus finanziellen Kapitalanlagen aufgeteilt nach Kategorien siehe > Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden > (42) Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie.

36 Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung

Aus den Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung entstand ein laufendes Ergebnis in Höhe von 70 (44) Millionen €. Die Marktwertänderung betrug 749 (−1.180) Millionen €. Ein Betrag in Höhe von –3 (−3) Millionen € wurde für die Verwaltung dieser Kapitalanlagen aufgewendet.

37 Versicherungstechnisches Finanzergebnis

Das versicherungstechnische Finanzergebnis setzt sich zusammen aus den versicherungstechnischen Finanzerträgen oder -aufwendungen aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen und aus den versicherungstechnischen Finanzerträgen oder -aufwendungen aus abgegebenen Versicherungsverträgen.

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Aufzinsung aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen –2�118 –537
Zinsänderungseffekte aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen 5 6
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der der Versicherungsnehmerbeteiligung unterliegenden Vermögenswerte
(Underlying Items) –3�378 –552
–5�490 –1�083
Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus abgegebenen Versicherungsverträgen
Aufzinsung aus abgegebenen Versicherungsverträgen 100 21
Zinsänderungseffekte aus abgegebenen Versicherungsverträgen 0 2
99 23
Gesamt –5�391 –1�060

Die Effekte aus Zinsänderungen werden für den Großteil unserer Versicherungsportfolios im Eigenkapital erfasst, siehe > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und weitere Anpassungen.

38 Sonstige operative Erträge und Aufwendungen

Sonstige operative Erträge und Aufwendungen

Mio. € 2023 Vorjahr
Sonstige operative Erträge 1�316 1�089
davon:
Zinsen und ähnliche Erträge 217 104
Wertaufholungen auf sonstige
operative Vermögenswerte 8 22
Sonstige operative Aufwendungen –3�667 –3�197
davon:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –128 –108
Wertminderungen auf sonstige
operative Vermögenswerte –8 –23

Die sonstigen operativen Erträge enthalten vor allem Erträge aus erbrachten Dienstleistungen von 785 (678) Millionen €, Zinserträge von 217 (104) Millionen € und Erträge aus der Auflösung/Verminderung von sonstigen Rückstellungen von 45 (52) Millionen €. Weiterhin sind mit 23 (55) Millionen € Erträge aus eigengenutzten Immobilien enthalten, die teilweise auch vermietet sind.

Unter den erbrachten Dienstleistungen werden auch Umsätze im Sinne des IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, vereinnahmt. Diese fallen im Wesentlichen durch technische Ingenieur- und Prüfungsleistungen, Kapitalanlageverwaltungsleistungen sowie Leistungen im Zusammenhang mit der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und mit der Bereitstellung versicherungsbezogener Software an. Die Erträge für diese Leistungen werden überwiegend zeitraumbezogen erfasst. Die Größenordnung dieser nach IFRS 15 zu erfassenden Umsatzerlöse ist für Munich Re von untergeordneter Bedeutung.

Die sonstigen operativen Aufwendungen umfassen insbesondere Aufwendungen für in Anspruch genommene Dienstleistungen von 915 (795) Millionen €, Zinsaufwendungen von 128 (108) Millionen €, davon 8 (7) Millionen € aus Leasingverhältnissen, sowie sonstige Steuern von 110 (91) Millionen €.

Weiterhin sind mit 1.623 (1.542) Millionen € Aufwendungen für Gruppenfunktionen sowie zentrale Aufgaben und Projekte enthalten. 577 (500) Millionen € betreffen Aufwendungen, die nicht direkt einem Bestand an Versicherungsverträgen zuzuordnen sind oder die nicht Teil der Zahlungsströme innerhalb der Grenzen von Versicherungsverträgen sind.

39 Finanzierungsergebnis

Im Finanzierungsergebnis fassen wir sämtliche Zinserträge, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen zusammen, die unmittelbar mit strategischem Fremdkapital in Verbindung stehen. Strategischen Charakter haben für uns die Fremdkapitalbestandteile, die nicht in einem originären und direkten Zusammenhang mit dem operativen Versicherungsgeschäft stehen.

Finanzierungsergebnis nach Finanzierungsinstrumenten

Mio. € 2023 Vorjahr
Nachrangige Verbindlichkeiten der
Münchener Rück AG, München –139 –150
Anleihe der Munich Re America
Corporation, Wilmington –23 –25
Nachrangige Verbindlichkeit der
HSB Group Inc., Delaware –5 –3
Übrige –1 0
Gesamt –168 –179

40 Ertragsteuern

In diesem Posten werden die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Konzerngesellschaften (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Die Ermittlung der Ertragsteuern schließt die Berechnung von Steuerabgrenzungen (latenten Steuern) ein.

Aufteilung des ausgewiesenen Steueraufwands/-ertrags nach Hauptbestandteilen

Mio. € 2023 Vorjahr
Tatsächliche Steuern für das
Berichtsjahr –1�510 –1�145
Periodenfremde tatsächliche Steuern 736 319
Latente Steuern aufgrund der
Entstehung oder Umkehrung
temporärer Unterschiede –12 –425
Latente Steuern aufgrund der
Entstehung oder des Verbrauchs
von Verlustvorträgen –96 –31
Wertberichtigungen auf latente
Steuern/Verlustvorträge –55 –17
Auswirkungen von Steuersatz
änderungen auf latente Steuern 1 –25
Ertragsteuern –936 –1�324

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der erwarteten zu den tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteuern. Der erwartete Steueraufwand errechnet sich aus dem Konzernergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern) multipliziert mit dem Konzernsteuersatz. Der anzuwendende Konzernsteuersatz beläuft sich auf 33%. Darin sind die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer berücksichtigt. Die Bandbreite der Gewerbesteuerhebesätze reicht von 240% bis 490 %.

Überleitungsrechnung zum effektiven Steueraufwand/-ertrag

Mio. € 2023 Vorjahr
Ergebnis vor Ertragsteuern
(nach sonstigen Steuern) 5�534 6�634
Konzernsteuersatz in % 33 33
Erwartete Ertragsteuern –1�826 –2�189
Steuerauswirkung von
Steuersatzdifferenzen 795 354
steuerfreien Erträgen 238 475
nicht abzugsfähigen Aufwendungen –123 –254
Wertberichtigungen auf latente
Steuern/Verlustvorträge –55 –17
Änderungen der Steuersätze und
Steuergesetzgebung 1 –25
Steuern Vorjahre 159 409
gewerbesteuerlichen Korrekturen –3 24
Sonstigen Effekten –122 –101
Ausgewiesene Ertragsteuern –936 –1�324

Die effektive Steuerbelastung ermittelt sich aus den ausgewiesenen Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern (nach sonstigen Steuern). Im Geschäftsjahr ergibt sich eine Steuerbelastung von 16,9 %, im Vorjahr von 20,0 %.

Da die lokalen Steuergesetze zu Pillar II erst ab dem 1. Januar 2024 gültig sind und Munich Re von der obligatorischen Ausnahme des IAS 12 von der Pflicht zur Bilanzierung aktiver und passiver latenter Steuern Gebrauch macht, ergaben sich im Jahr 2023 keine steuerlichen Effekte aus der Globalen Mindestbesteuerung.

In mehreren Ländern, in denen Munich Re tätig ist, wurden bereits gesetzliche Regelungen zu Pillar II implementiert. Munich Re unterliegt dem Geltungsbereich dieser erlassenen Steuergesetze und hat die möglichen Auswirkungen analysiert. Basierend auf dieser Analyse liegen die effektiven Steuersätze in den meisten Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, bei über 15 %. Wir erwarten jedoch in einigen Ländern einen aus Gruppensicht voraussichtlich nicht materiellen steuerlichen Mehraufwand. Die effektive Steuerquote von Munich Re wird voraussichtlich nicht materiell beeinflusst.

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden

41 Buchwerte und Kategorien von Finanzinstrumenten

Wir steuern unsere finanziellen Vermögenswerte nach der Art und dem Umfang der zugrunde liegenden Risikoparameter. Auf dieser Basis haben wir für Zwecke der Erläuterungen zu Finanzinstrumenten unsere finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Klassen unterteilt.

Die finanziellen Kapitalanlagen umfassen die wesentlichen ökonomischen Anlageklassen von Munich Re. Hierbei unterscheiden wir zwischen finanziellen Kapitalanlagen mit Eigenkapitalrisiken, mit Zins- und Kreditrisiken sowie alternativen Anlagen. Die finanziellen Kapitalanlagen werden überwiegend im Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" gesteuert und in Abhängigkeit der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums entweder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Einlagen bei Kreditinstituten hingegen steuern wir im Geschäftsmodell "Halten" und bilanzieren sie aufgrund der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums somit zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung und die versicherungsnahen Finanzinstrumente werden nach dem Geschäftsmodell "Sonstige" auf Basis ihres beizulegenden Zeitwerts gesteuert und stellen je eine Klasse dar. In den versicherungsnahen Finanzinstrumenten werden auch hybride Verträge mit Versicherungsverträgen als Basisvertrag ausgewiesen, die aufgrund trennungspflichtiger eingebetteter Derivate als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden.

Finanzielle Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden im Geschäftsmodell "Halten" gesteuert und, sofern sie das Zahlungsstromkriterium erfüllen, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Andernfalls erfolgt die Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Der Klasse der finanziellen Forderungen ordnen wir auch die Forderungen aus Leasingverhältnissen zu, die jedoch keiner Bewertungskategorie des IFRS 9 angehören.

Buchwerte und Bewertungskategorien von ökonomischen Anlageklassen von finanziellen Vermögenswerten

31�12�2023
Hedge Leasing
Buchwert Bewertungskategorie nach IFRS 9 Accounting forderungen
Fortge
führte
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
Erfolgs
neutral zum
Anschaf beizule
fungs Ver genden
Mio. € kosten pflichtend Designiert Zeitwert
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 10�820 0 10�820 0 0 0 0
Instrumente mit Zins- und
Kreditrisiken 174�496 2�975 10�786 0 160�735 0 0
Alternative Anlagen 15�400 0 8�882 0 6�518 0 0
200�715 2�975 30�487 0 167�254 0 0
Kapitalanlagen im Bereich der fonds
gebundenen Lebensversicherung 8�280 0 8�280 0 0 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 9�872 0 9�835 36 0 0 0
Finanzielle Forderungen 3�841 3�807 0 0 0 0 35
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 5�595 5�595 0 0 0 0 0
Gesamt 228�303 12�376 48�602 36 167�254 0 35
Vorjahr
Hedge Leasing
Buchwert Bewertungsmaßstab nach IAS 39 Accounting forderungen
Fortge
führte
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
Erfolgs
neutral zum
Anschaf
fungs
Ver beizule
genden
Mio. € kosten pflichtend Designiert Zeitwert
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 10�022 0 310 1 9�711 0 0
Instrumente mit Zins- und
Kreditrisiken 168�582 42�730 1�783 1�623 122�446 0 0
Alternative Anlagen 12�516 4�001 27 229 8�259 0 0
191�120 46�732 2�119 1�853 140�416 0 0
Kapitalanlagen im Bereich der fonds
gebundenen Lebensversicherung 7�470 0 0 7�470 0 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 18�298 14�856 1�898 1�036 508 0 0
Finanzielle Forderungen 4�044 4�017 0 0 0 0 27
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 6�439 6�439 0 0 0 0 0
Gesamt 227�371 72�044 4�017 10�359 140�924 0 27

Unsere finanziellen Verbindlichkeiten sind in den Bilanzposten Nachrangige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten enthalten. Während die nachrangigen Verbindlichkeiten eine eigene Klasse darstellen, untergliedern wir die Verbindlichkeiten weiter nach Klassen. Die Derivate und

die Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug stellen dabei eigene Klassen dar. Die nichtderivativen finanziellen Verbindlichkeiten teilen wir in Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten auf.

Buchwerte und Bewertungskategorien von ökonomischen Klassen von finanziellen Verbindlichkeiten

31�12�2023
Hedge Leasing
Buchwert Bewertungskategorie nach IFRS 9 Accounting forderungen
Fortge Erfolgswirksam zum
führte beizulegenden Zeitwert
Anschaf
fungs Ver
Mio. € kosten pflichtend Designiert
Nachrangige Verbindlichkeiten 4�713 4�713 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
Derivate 1�379 0 1�371 0 8 0
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 266 266 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 912 912 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2�982 2�452 0 93 0 437
4�161 3�631 0 93 0 437
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 4�820 622 2�990 1�207 0 0
Zwischensumme 10�359 4�253 4�361 1�300 8 437
Gesamt 15�072 8�966 4�361 1�300 8 437
Vorjahr
Hedge Leasing
Buchwert Bewertungsmaßstab nach IAS 39 Accounting forderungen
Fortge
führte
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
Anschaf
fungs Ver
Mio. € kosten pflichtend Designiert
Nachrangige Verbindlichkeiten 4�748 4�748 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
Derivate 1�466 0 1�455 0 11 0
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen 300 300 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1�047 1�047 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3�300 2�943 0 0 0 356
4�647 4�291 0 0 0 356
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 13�109 9�973 2�531 605 0 0
Zwischensumme 19�222 14�265 3�985 605 11 356
Gesamt 23�970 19�012 3�985 605 11 356

Für weitere Informationen über die Bewertungskategorien der finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 9 verweisen wir auf > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Finanzinstrumente.

42 Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie

Im Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten fassen wir Effekte aus dem laufenden Ergebnis, aus der Risikovorsorge, aus dem erfolgswirksamen Abgang und aus Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zusammen.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorie.

2023
Erfolgs
neutrale
Effekte aus Erfolgswirk
Laufendes Erfolgswirksame Effekte Folge same Effekte
Ergebnis aus Folgebewertung bewertung aus Abgang Gesamt
Zum Zum
beizulegen Wert beizulegen
Mio. € den Zeitwert berichtigung den Zeitwert
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Designiert 63 69 0 0 0 132
Verpflichtend 1�539 1�151 0 0 0 2�691
1�602 1�221 0 0 0 2�823
Erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert
Designiert 0 0 0 0 0 0
Verpflichtend 4�896 0 –47 6�929 –980 10�798
4�896 0 –47 6�929 –980 10�798
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte 240 0 –4 0 0 236
Finanzielle Verbindlichkeiten –271 0 0 0 0 –271
–31 0 –4 0 0 –35

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien des IFRS 9 gem. IFRS 7.20

Vorjahr
Laufendes
Ergebnis
Erfolgswirksame Effekte
aus Folgebewertung
Erfolgs
neutrale
Effekte aus
Folge
bewertung
Erfolgswirk
same Effekte
aus Abgang
Gesamt
Mio. € Zum
beizulegen
den Zeitwert
Wert
berichtigung
Zum
beizulegen
den Zeitwert
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Designiert 391 −1�528 0 0 0 –1�137
Verpflichtend 410 −1�854 0 0 0 –1�444
801 –3�382 0 0 0 –2�581
Erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert
Designiert 0 0 0 0 0 0
Verpflichtend 3�846 0 −2�582 −15�400 2�797 –11�338
3�846 0 –2�582 –15�400 2�797 –11�338
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte 1�896 0 −2�702 0 3�456 2�650
Finanzielle Verbindlichkeiten −286 0 0 0 0 –286
1�610 0 –2�702 0 3�456 2�364

Das laufende Ergebnis umfasst Zins- und Dividendenzahlungen aus unseren Finanzinstrumenten.

Neben den Ergebnissen aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten beinhalten die erfolgswirksamen Effekte die erfolgswirksame Erfassung der Änderung der Risikovorsorge.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die erfolgswirksamen Nettoergebnisse je nach zugrunde liegendem Finanzinstrument im Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten, im Ergebnis aus Kapitalanlagen oder im Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung ausgewiesen.

Erfolgsneutrale Ergebnisse entstehen bei Munich Re insbesondere aus der Folgebewertung von verpflichtend erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. Sie werden im Sonstigen Ergebnis als Teil der unrealisierten Gewinne und Verluste erfasst.

Erfolgswirksame Effekte aus dem Abgang entstehen nur bei verpflichtend erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten sowie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten. Bei erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumenten erfolgt vor dem Abgang eine Bewertung des Instruments zum beizulegenden Zeitwert, sodass sich kein Ergebnis aus dem Abgang des Instruments ergibt. Aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten sind Gewinne bzw. Verluste aus dem Abgang in Höhe von 0 (5.447) Millionen € bzw. 0 (1.991) Millionen € entstanden.

Das Bruttozinsergebnis entfällt auf Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Es wird in der folgenden Tabelle dargestellt.

Bruttozinsergebnis

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Bruttozinserträge
aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten1 230 1�615
aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten2 4�893 2�751
5�123 4�366
Bruttozinsaufwendungen
aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten –271 –279

1 Die Vorjahresangaben beziehen sich auf die IAS 39-Bewertungskategorie "Darlehen und Forderungen".

43 Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten und Schulden

Alle Vermögenswerte und Schulden, die entweder zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden oder die in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegender Zeitwert jedoch im Konzernanhang anzugeben ist, ordnen wir einem Level der Bewertungshierarchie des IFRS 13 zu. Ausführungen zu den Kriterien für die Zuordnung zu den einzelnen Stufen der

Bewertungshierarchie finden sich unter > Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze > Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden > Beizulegender Zeitwert.

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht der Bewertungstechniken und Inputfaktoren, die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unserer Vermögenswerte und Schulden herangezogen wurden, sofern keine notierten Preise für diese Instrumente verfügbar sind.

Bewertungstechniken für Vermögenswerte und Schulden

Anleihen Preismethode Parameter Preismodell
Zinsrisiken
Schuldscheindarlehen/ Theoretischer Kurs Sektoren-, rating- bzw. Barwertmethode
Namensschuldverschreibungen emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
In RUB notierte russische Staats Theoretischer Kurs Emittentenspezifische Zinsstrukturkurve Barwertmethode
anleihen
Hypothekendarlehen Theoretischer Kurs Sektorenspezifische Zinsstrukturkurve
unter Berücksichtigung der im Nominalzins
enthaltenen Gewinnmarge
Barwertmethode
Derivate Preismethode Parameter Preismodell
Aktien- und Indexrisiken
OTC-Aktienoptionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying
Effektive Volatilitäten
Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Dividendenrendite
Black-Scholes (europ.),
Cox, Ross und Rubinstein
(amerik.)
Aktien-Forwards Theoretischer Kurs Notierung Underlying
Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Dividendenrendite
Barwertmethode
Zinsrisiken
Zinsswaps Theoretischer Kurs Swap- und CSA-Kurve1 Barwertmethode
Swaptions/Zinsgarantie Theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und Skew Bachelier-Modell/
OIS-/Swap-Kurve Normal Black
Zins-Währungs-Swaps Theoretischer Kurs Swap- und CSA-Kurve1
Devisenkassakurse
Barwertmethode
Inflation-Swaps Theoretischer Kurs Zero-Coupon-Inflation-Swap-Sätze
OIS-Kurve
Barwertmethode
Renten-Forwards (Vorkäufe) Theoretischer Kurs Notierung Underlying
OIS-Kurve
Barwertmethode
Währungsrisiken
Devisenoptionen Theoretischer Kurs Volatilitäts-Skew
Devisenkassakurse
Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Garman-Kohlhagen (europ.)
Devisentermingeschäfte Theoretischer Kurs Devisenkassakurse
Devisenforwardraten/-ticks
Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Barwertmethode
Sonstige Geschäfte
Versicherungsderivate
(Natur-/Wetterrisiken)
Theoretischer Kurs Marktwerte Katastrophenanleihen
Historische Ereignisdaten
Zinsstrukturkurve
Barwertmethode
Versicherungsderivate
(Variable Annuities)
Theoretischer Kurs Biometrische Raten und Stornoraten
Volatilitäten
Zinsstrukturkurve
Devisenkassakurse
Barwertmethode
Credit-Default-Swaps Theoretischer Kurs Credit Spreads
Recovery Rates
CSA-Kurve1
ISDA CDS Standard Modell
Total-Return-Swaps auf
Commodities
Theoretischer Kurs Notierung Underlying Index Indexverhältnisberechnung
Commodity-Optionen Theoretischer Kurs Notierung Underlying
Effektive Volatilitäten
Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Cost of Carry
Black-Scholes (europ.),
Cox, Ross und Rubinstein
(amerik.)
Anleihen mit eingebetteten
Derivaten
Preismethode
Parameter
Preismodell
Kündbare Anleihen Theoretischer Kurs Swap-Kurve
Emittentenspezifische Spreads
Volatilitätsmatrix
Hull-White-Modell
CMS Floater Theoretischer Kurs Swap-Kurve
Emittentenspezifische Spreads
Volatilitätsmatrix und Skews
Replikationsmodell (Hagan)
Stochastisches Volatilitäts
modell
Hull-White-Modell
CMS Floater mit variablem Cap Theoretischer Kurs Swap-Kurve
Emittentenspezifische Spreads
Volatilitätsmatrix und Skews
Replikationsmodell (Hagan)
Stochastisches Volatilitäts
modell
Hull-White-Modell
Inverse CMS Floater Theoretischer Kurs Swap-Kurve
Emittentenspezifische Spreads
Volatilitätsmatrix und Skews
Replikationsmodell (Hagan)
Stochastisches Volatilitäts
modell
Hull-White-Modell
CMS Steepener Theoretischer Kurs Swap-Kurve
Emittentenspezifische Spreads
Volatilitätsmatrix und Skews
Korrelationsmatrix
Replikationsmodell (Hagan)
Stochastisches Volatilitäts
modell
Hull-White-Modell
Konvergenzanleihen Theoretischer Kurs Swap-Kurve
Emittentenspezifische Spreads
Volatilitätsmatrix
Korrelationsmatrix
Replikationsmodell (Hagan)
Stochastisches Volatilitäts
modell
Multitranchen Theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und
Skew
Swap-Kurve
Sektoren-, rating- bzw.
emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
Bachelier-Modell/
Normal Black,
Barwertmethode,
Hull-White-Modell
FIS-Schuldscheindarlehen Theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und
Skew
Swap-Kurve
Sektoren-, rating- bzw.
emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
Bachelier-Modell/
Normal Black,
Barwertmethode
Swaption Notes Theoretischer Kurs At-The-Money-Volatilitätsmatrix und
Skew
Swap-Kurve
Geldmarkt-Zinsstrukturkurve
Sektoren-, rating- bzw.
emittentenspezifische Zinsstrukturkurve
Bachelier-Modell/
Normal Black,
Barwertmethode
Katastrophenanleihen Theoretischer Kurs Marktwerte Katastrophenanleihen
Historische Ereignisdaten
Zinsstrukturkurve
Barwertmethode
Fonds Preismethode Parameter Preismodell
Immobilienfonds
Alternative Investmentfonds
(z. B. Private Equity, Infrastruktur,
Forst)


Net Asset Value
Net Asset Value
Sonstiges Preismethode Parameter Preismodell
Immobilien Theoretischer Marktwert Zinsstrukturkurve
Marktmieten
Barwertmethode oder
Wertgutachten
Alternative Direktinvestments
(z. B. Infrastruktur, Forst)
Theoretischer Marktwert U. a. Zinsstrukturkurve
Strompreis- und Inflationsprognose
Holzpreis
Barwertmethode oder
Wertgutachten

Theoretischer Marktwert Biometrische Raten und Stornoraten

Historische Ereignisdaten Zinsstrukturkurve Devisenkassakurse

Barwertmethode

1 Falls die Kursnotierungswährung der CSA-Währung entspricht, wird die OIS-Kurve verwendet.

Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko

Der beizulegende Zeitwert der Darlehen und der Anleihen bestimmt sich nach anerkannten Bewertungsmethoden in Einklang mit dem Barwertprinzip unter Berücksichtigung beobachtbarer sowie teilweise auch nicht beobachtbarer Parameter. Die Bewertung der derivativen Bestandteile aus Katastrophenbonds basiert auf den durch Broker zugelieferten Werten für die zugehörigen Anleihen, weshalb die Einschätzung des Umfangs der verwendeten nicht beobachtbaren Parameter nur eingeschränkt möglich ist.

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente wird mittels Barwertmethode oder anerkannter Optionspreismodelle unter Verwendung von zumeist beobachtbaren Marktparametern, wie Zinsstrukturkurven Volatilitäten oder Wechselkursen, vorgenommen.

Versicherungsderivate und Versicherungsverträge mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko werden überwiegend Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Dies wird im Einzelfall auf Basis der Besonderheiten des jeweiligen Instruments eingeschätzt. In diesem Fall stehen regelmäßig nicht ausschließlich beobachtbare Marktparameter zur Verfügung, sodass für die Bewertung mittels Barwertmethode auch biometrische Raten (inklusive Stornoraten) und historische Ereignisdaten verwendet werden.

Die für die Bewertung von Variable Annuities zu berücksichtigenden Parameter werden entweder direkt aus Marktdaten abgeleitet, insbesondere Volatilitäten, Zinsstrukturkurven und Devisenkassakursen, oder sie werden von aktuariellen Daten abgeleitet, insbesondere biometrischen Raten und Stornoraten. Die verwendeten Stornoraten werden in Abhängigkeit vom spezifischen Versicherungsprodukt und von den aktuellen Kapitalmärkten dynamisch modelliert. Die Annahmen zur Sterblichkeit basieren auf kundenspezifischen Daten oder veröffentlichten Sterbetafeln, die im Hinblick auf die Zielmärkte und die Erwartungen der Aktuare adjustiert werden. Die Abhängigkeiten zwischen unterschiedlichen Kapitalmarktparametern werden durch entsprechende Korrelationsmatrizen dargestellt. Sofern nicht beobachtbare Parameter bei der Bewertung dieser Produkte verwendet werden, was überwiegend der Fall ist, ordnen wir diese Level 3 der Bewertungshierarchie zu.

Bei den übrigen Kapitalanlagen mit Zuordnung zu Level 3 handelt es sich überwiegend um externe Fondsanteile (insbesondere im Bereich Private Equity und Immobilien sowie Fonds, die in diverse Vermögenswerte investieren, die theoretisch bewertet werden). Da es für diese keine regelmäßige Kursversorgung gibt, werden von den jeweiligen Assetmanagern die Net Asset Values (NAVs) zugeliefert. Die NAVs werden durch die Addition sämtlicher Vermögenswerte abzüglich aller Schulden des Fonds ermittelt. Um

den NAV pro Fondsanteil zu ermitteln, wird dieser durch die Anzahl der umlaufenden Fondsanteile dividiert. Es findet somit durch uns keine eigene Bewertung anhand nicht beobachtbarer Parameter statt. Wir führen eine regelmäßige Plausibilisierung der zugelieferten Bewertungen anhand vergleichbarer Kapitalanlagen durch.

Klimarisiken und sonstige ESG-Risiken haben wir im Rahmen der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte implizit über die jeweiligen zukunftsbezogenen Bewertungsparameter berücksichtigt, soweit diese auf den Kapitalmärkten, auf denen die hier relevanten Produkte gehandelt werden, Teil der Preisfindung sind.

Von den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen liegt lediglich für eine Gesellschaft ein notierter Marktpreis vor. Dieser beläuft sich auf 43 (51) Millionen € und ist Level 1 der Bewertungshierarchie zuzuordnen.

Die Bemessung der beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird für den von Munich Re verwalteten Bestand grundsätzlich durch konzerninterne Gutachter und für den von Dritten verwalteten Bestand durch externe Gutachter vorgenommen. Die Immobilien sind Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Maßgeblich für die Bewertung ist die Ermittlung der erwarteten Einnahmen und Ausgaben unter Berücksichtigung der Entwicklung der Marktgegebenheiten am Standort der Immobilie. Der beizulegende Zeitwert wird objektindividuell bestimmt, indem die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse auf den Bewertungszeitpunkt diskontiert werden. Je nach Objektart und objektindividuellem Chancen-/Risikoprofil der Immobilie werden dabei Zinssätze für Wohngebäude von 1,4% bis 4,5% und für Büro- und Geschäftsgebäude von 1,4% bis 7,6% verwendet.

Die Bewertung der Nachranganleihen, für die keine notierten Marktpreise verfügbar sind, erfolgt anhand von Barwertverfahren unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktparameter. Für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der von uns begebenen Anleihe verwenden wir die von Preisanbietern zur Verfügung gestellten notierten Marktpreise der korrespondierenden Aktiva. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte unserer Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt anhand der Barwertmethode, teilweise ausschließlich unter Verwendung beobachtbarer Marktparameter, teilweise auch unter Berücksichtigung nicht beobachtbarer Parameter.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die beizulegenden Zeitwerte unserer Vermögenswerte zum Bilanzstichtag je Level der Bewertungshierarchie dar.

Zuordnung der Vermögenswerte zu einem Level der Bewertungshierarchie

31�12�2023
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 10�281 33 506 10�820
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken 1�381 171�773 1�342 174�496
Alternative Anlagen 1 620 14�779 15�400
11�662 172�427 16�626 200�715
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung 7�151 1�129 0 8�280
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 0 1�264 8�610 9�873
Finanzielle Forderungen 329 3�456 70 3�855
Zwischensumme 19�142 178�276 25�306 222�724
Nichtfinanzielle Vermögenswerte
Nichtfinanzielle Kapitalanlagen und selbstgenutzte Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 7�151 7�151
Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemein
schaftsunternehmen 43 757 8�821 9�621
Sonstige nichtfinanzielle Kapitalanlagen 101 10 1�350 1�462
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 2�613 2�613
144 767 19�935 20�846
Nichtfinanzielle Vermögenswerte, als Underlying Item gehalten
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 5�613 5�613
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 914 914
0 0 6�526 6�526
Sonstige Forderungen 0 1�170 40 1�211
Zwischensumme 144 1�938 26�502 28�583
Gesamt 19�286 180�213 51�808 251�307
Vorjahr
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 8�890 170 962 10�022
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken 707 165�923 1�537 168�166
Alternative Anlagen 0 512 11�802 12�313
9�596 166�604 14�301 190�501
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung 5�355 2�115 0 7�470
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 0 1�497 8�107 9�604
Finanzielle Forderungen 1�746 1�132 939 3�817
Zwischensumme 16�697 171�349 23�347 211�392
Nichtfinanzielle Vermögenswerte
Nichtfinanzielle Kapitalanlagen und selbstgenutzte Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
0 0 7�175 7�175
Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemein 51 770 7�955
schaftsunternehmen 8�775
Sonstige nichtfinanzielle Kapitalanlagen 92 40 1�259 1�391
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 2�682 2�682
144 809 19�071 20�024
Nichtfinanzielle Vermögenswerte, als Underlying Item gehalten
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 5�917 5�917
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 992 992
0 0 6�908 6�908
Sonstige Forderungen 0 1�337 0 1�337
Zwischensumme
Gesamt
144
16�841
2�146
173�495
25�979
49�326
28�270
239�662

Die beizulegenden Zeitwerte unserer Schulden zum Bilanzstichtag je Level der Bewertungs-

hierarchie werden in der folgenden Tabelle dargestellt.

Zuordnung der Schulden zu einem Level der Bewertungshierarchie

31�12�2023
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
0 4�298 0 4�298
264 1�038 77 1�379
0 266 0 266
0 223 690 912
0 3�278 240 3�519
0 3�767 930 4�697
31 1�733 3�056 4�820
294 6�538 4�063 10�895
294 10�836 4�063 15�193
Vorjahr
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Nachrangige Verbindlichkeiten1 0 4�029 0 4�029
Verbindlichkeiten
Derivate 423 825 218 1�466
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen1 0 338 0 338
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 971 76 1�047
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1 0 1�748 539 2�287
0 3�057 615 3�672
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 29 2�081 2�492 4�602
Zwischensumme 452 5�964 3�324 9�740
Gesamt 452 9�993 3�324 13�769

1 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.

Wir überprüfen regelmäßig zu jedem Bilanzstichtag, ob die Zuordnung unserer Vermögenswerte und Schulden zu den Leveln der Bewertungshierarchie noch zutreffend ist. Sofern sich Veränderungen bei der Basis für die Bewertung ergeben haben, weil beispielsweise ein Markt nicht mehr aktiv ist oder weil bei der Bewertung auf Parameter zurückgegriffen wurde, die eine andere Zuordnung erforderlich machen, nehmen wir die notwendigen Anpassungen vor.

In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die Vermögenswerte dar, für die in der Berichtsperiode oder in der Vorperiode eine Änderung in der Zuordnung der Stufen der Bewertungshierarchie vorgenommen wurden. In der vorliegenden Berichtsperiode sowie im vergangenen Geschäftsjahr sind keine Umgliederungen innerhalb der Level der Bewertungshierarchie der beizulegenden Zeitwerte der Schulden vorgenommen worden.

31�12�2023
Umgruppierung von Umgruppierung in
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 0 0 0 0 0 0
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken 0 –3 –54 0 54 3
Alternative Anlagen 0 –8 0 0 0 8
0 –11 –54 0 54 12
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung 0 0 0 0 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Zwischensumme 0 –11 –54 0 54 12
Nichtfinanzielle Vermögenswerte
Nichtfinanzielle Kapitalanlagen und selbst
genutzte Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen,
assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts
unternehmen 0 0 0 0 0 0
Sonstige nichtfinanzielle Kapitalanlagen 0 0 0 0 0 0
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
Nichtfinanzielle Vermögenswerte, als Underlying
Item gehalten
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0 0 0
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
Zwischensumme 0 0 0 0 0 0
Gesamt 0 –11 –54 0 54 12

Umgruppierungen zwischen den Leveln der Bewertungshierarchie der beizulegenden Zeitwerte bei Vermögenswerten

Vorjahr
Umgruppierung von Umgruppierung in
Mio. € Level 1 Level 2 Level 3 Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 0 0 –1 0 1 0
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken 0 –87 0 0 0 87
Alternative Anlagen 0 –18 –67 0 67 18
0 –105 –68 0 68 105
Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung 0 0 0 0 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Zwischensumme 0 –105 –68 0 68 105
Nichtfinanzielle Vermögenswerte
Nichtfinanzielle Kapitalanlagen und selbst
genutzte Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen,
assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts
unternehmen 0 0 0 0 0 0
Sonstige nichtfinanzielle Kapitalanlagen 0 0 0 0 0 0
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
Nichtfinanzielle Vermögenswerte, als Underlying
Item gehalten
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0 0 0
Selbstgenutzte Immobilien 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
Zwischensumme 0 0 0 0 0 0
Gesamt 0 –105 –68 0 68 105

Die folgenden Tabellen zeigen die Überleitung der beizulegenden Zeitwerte der dem Level 3 der Bewertungshierarchie zugeordneten Vermögenswerte und Schulden pro Klasse.

Überleitung der beizulegenden Zeitwerte der dem Level 3 zugeordneten Vermögenswerte

Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Instrumente mit Zins- und
Eigenkapitalrisiken Kreditrisiken Alternative Anlagen
Mio. € 2023 Vorjahr 2023
Vorjahr
2023 Vorjahr
Beizulegender Zeitwert vor dem Übergang auf IFRS 9 962 96 8�014
Effekte aus dem Übergang auf IFRS 9 0 1�441 3�788
Beizulegender Zeitwert 1�1. 962 774 1�537 134 11�802 8�104
Gewinne und Verluste
aus derivativen Geschäften 0 0 0 0 –1 0
aus nichtderivativen Geschäften 14 –13 –47 –15 –99 427
im Eigenkapital erfasst 0 –56 43 0 593 –422
14 –69 –3 –15 494 5
Zugänge 298 257 115 –51 4�776 3�124
Abgänge –78 –29 –214 –5 –2�952 –3�160
Umgruppierung in Level 3 0 0 3 87 8 18
Umgruppierung aus Level 3 0 –1 –54 0 0 –67
Sonstiges –691 30 –42 –53 651 –11
Beizulegender Zeitwert 31�12. 506 962 1�342 96 14�779 8�014
Kapitalanlagen im Bereich
der fondsgebundenen
Lebensversicherung
Versicherungsnahe
Finanzinstrumente
Mio. € 2023 Vorjahr Vorjahr
Beizulegender Zeitwert vor dem Übergang auf IFRS 9 0 1�019
Effekte aus dem Übergang auf IFRS 9 0 7�088
Beizulegender Zeitwert 1�1. 0 122 8�107 869
Gewinne und Verluste
aus derivativen Geschäften 0 0 –49 –1
aus nichtderivativen Geschäften 0 –78 –272 293
im Eigenkapital erfasst 0 0 0 0
0 –78 –321 292
Zugänge 0 0 2�201 134
Abgänge 0 –44 –1�344 –288
Umgruppierung in Level 3 0 0 0 0
Umgruppierung aus Level 3 0 0 0 0
Sonstiges 0 0 –33 12
Beizulegender Zeitwert 31�12. 0 0 8�610 1�019
Nichtfinanzielle Vermögenswerte, als Underlying
Item gehalten
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
Selbstgenutzte Immobilien
2023
Vorjahr
2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
1�137 5�917 992
0 0 0
1�137 882 5�917 5�658 992 1�035
27 0 0 0 0 0
–73 61 –279 –31 –57 –43
2 –65 0 0 0 0
–45 –4 –279 –31 –57 –43
245 311 664 446 1 0
–109 –60 –615 –150 –8 0
0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
72 9 –73 –7 –13 0
1�301 1�137 5�613 5�917 914 992
Sonstige nichtfinanzielle
Kapitalanlagen1

1 Einschließlich zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anteilen an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Überleitung der beizulegenden Zeitwerte der dem Level 3 zugeordneten Schulden

Derivate Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit
Versicherungsbezug
Mio. € 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr 2023 Vorjahr
Beizulegender Zeitwert vor dem Übergang auf IFRS 9 218 0 1�706
Effekte aus dem Übergang auf IFRS 9 0 0 785
Beizulegender Zeitwert 1�1. 218 138 0 0 2�492 1�682
Gewinne und Verluste
aus derivativen Geschäften –1 0 0 0 –49 –1
aus nichtderivativen Geschäften –60 31 1 0 –316 –370
im Eigenkapital erfasst 0 0 0 0 0 0
–61 31 1 0 –364 –371
Zugänge 1 73 91 0 2�126 593
Abgänge –81 –45 0 0 –1�294 –275
Umgruppierung in Level 3 0 0 0 0 0 0
Umgruppierung aus Level 3 0 0 0 0 0 0
Sonstiges 0 22 0 0 –11 78
Beizulegender Zeitwert 31�12. 77 218 93 0 2�949 1�706

Sonstige Änderungen bei den Instrumenten mit Eigenkapitalrisiken sowie den alternativen Anlagen betreffen in Höhe von betragsmäßig 690 Millionen € Umgliederungen einzelner Finanzinstrumente zwischen diesen beiden Anlageklassen auf Basis unserer internen Steuerung.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte des Levels 3 der Bewertungshierarchie zeigen wir im Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten, im Ergebnis aus Kapitalanlagen oder im Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung. Die im Eigenkapital ausgewiesenen Gewinne oder Verluste dieser Vermögenswerte zeigen wir im Sonstigen Ergebnis als Teil der unrealisierten Gewinne und Verluste.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Schuldposten des Levels 3 der Bewertungshierarchie zeigen wir im Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten

oder im Ergebnis aus Kapitalanlagen. Werden für zum beizulegenden Zeitwert designierte finanzielle Verbindlichkeiten Effekte aus dem eigenen Kreditrisiko im Eigenkapital ausgewiesen, zeigen wir diese im Sonstigen Ergebnis als Teil der unrealisierten Gewinne und Verluste. Werden diese zum beizulegenden Zeitwert designierten finanziellen Verbindlichkeiten realisiert, wird der im Eigenkapital erfasste Anteil der Wertänderungen aus dem Kreditrisiko in die Gewinnrücklagen übertragen.

Angaben zur Sensitivität der verwendeten nicht beobachtbaren Parameter in der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Parametern, wird der Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag auf Basis von Ermessensentscheidungen aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet. Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte wählen wir für diese nicht beobachtbaren Parameter angemessene Werte aus, die den herrschenden

Marktgegebenheiten und dem vorliegenden Bewertungsansatz entsprechen.

Die nachfolgenden Angaben dienen dazu, die bedeutenden nicht beobachtbaren Parameter für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Levels 3 der Bewertungshierarchie zu erläutern und anschließend die Auswirkung einer Änderung der verwendeten Parameter auf die ermittelten beizulegenden Zeitwerte darzustellen. Die betrachteten Sensitivitäten sind hierbei unter der Annahme ermittelt worden, dass ausschließlich der betrachtete Parameter sich geändert hat. In der Praxis ist es dagegen unwahrscheinlich, dass sich Änderungen der Marktgegebenheiten ausschließlich auf einen Parameter auswirken. Aus diesem Grund dürften die hier angeführten Auswirkungen auf die damit ermittelten beizulegenden Zeitwerte von den tatsächlichen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts abweichen. Ferner sind die vorliegenden Angaben weder eine Vorhersage noch ein Indikator für künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts.

Wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensentscheidungen liegen bei kreditrisikobehafteten Instrumenten vor, bei denen weder ein Emittentenrating verfügbar noch entsprechende Preise von gehandelten Finanzinstrumenten des Emittenten zugänglich sind. Dies ist in der Regel bei Hypothekendarlehen und Infrastrukturdarlehen der Fall. Wir schätzen hierbei das Kreditrisiko des Emittenten anhand unserer internen Ratingverfahren ein und leiten basierend auf Branchenzugehörigkeit, geografischer Lage und Bonität des Emittenten die zu verwendende Zinskurve für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts ab. Sofern die Zinskurve erhöht oder gemindert wird, führt dies zu einer Verminderung bzw. Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der zinssensitiven finanziellen Kapitalanlagen.

Bei den versicherungsnahen Finanzinstrumenten besteht ein wesentlicher Anteil aus Renten- und Lebensversicherungsverträgen mit nicht signifikantem Versicherungsrisiko. Als bedeutende nicht beobachtbare Parameter liegen hier aktuarielle Daten wie zum Beispiel biometrische Daten (Sterblichkeitsraten) und Stornoraten zugrunde. Ein Rückgang oder Anstieg der Stornoraten, der Sterblichkeitsraten oder der Nutzung von Rentenleistungen würde zu einem höheren bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwert führen. Bei Verträgen mit hoher Todesfallabsicherung kann sich der Effekt bei den Stornoraten umkehren. Ein Rückgang oder Anstieg bei der Ausübung des Entnahmeplans würde zu einem geringeren bzw. höheren beizulegenden Zeitwert führen. Selbst bei einem konstanten Anstieg der Sterblichkeitsannahme um 5 % oder einer Erhöhung oder Verminderung der Stornoannahmen um 50 % verändert sich der beizulegende Zeitwert der versicherungsnahen Finanzinstrumente nur unwesentlich, da die Verträge kein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen.

Weitere Instrumente, für die wir bedeutende nicht beobachtbare Parameter bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen haben, sind nicht gelistete Fondsanteile, Anteile an Private-Equity-Gesellschaften oder der Direkterwerb von Anteilen an nicht gelisteten Gesellschaften. Bei diesen Vermögenswerten liegt dem beizulegenden Zeitwert der Nettovermögenswert des Investments zugrunde. Eine Änderung des Nettovermögenswerts führt hierbei zu einer gleich hohen Anpassung des beizulegenden Zeitwerts, das heißt, 10 % Erhöhung bzw. Verringerung des Nettovermögenswerts bedeutet auch eine Erhöhung bzw. Verringerung des beizulegenden Zeitwerts um 10 %.

44 Angaben zur Ausübung der Fair-Value-Option

Finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über unsere finanziellen Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden, den Einfluss des Kreditrisikos auf deren beizulegenden Zeitwert sowie über die Wertänderung der zugehörigen Kreditderivate.

Angaben zu finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert sind

31�12�2023
Maximales Ausfallrisiko1 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
Minderung
durch dazu
gehörige
zum Derivate und des Finanzinstruments aus der dazugehörigen
Abschluss ähnliche Änderungen des Kreditderivate und
stichtag Instrumente Ausfallrisikos ähnlicher Instrumente
während der während der
Berichts Berichts
Mio. € periode kumuliert periode kumuliert
Finanzielle Kapitalanlagen 0 0 0 0 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 36 0 0 0 0 0
Gesamt 36 0 0 0 0 0
Vorjahr
Maximales Ausfallrisiko1 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
zum
Abschluss
stichtag
Minderung
durch dazu
gehörige
Derivate und
ähnliche
Instrumente
des Finanzinstruments aus
Änderungen des
Ausfallrisikos
der dazugehörigen
Kreditderivate und
ähnlicher Instrumente
Mio. € während der
Berichts
periode
kumuliert während der
Berichts
periode
kumuliert
Finanzielle Kapitalanlagen 1�853 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 1�036 0
Gesamt 2�889 0

1 Entspricht dem aktuellen Buchwert.

Der Anteil des beizulegenden Zeitwerts, der auf das Ausfallrisiko entfällt, bestimmt sich als die Differenz des beizulegenden Zeitwerts des Gesamtinstruments unter Anwendung der üblichen Bewertungsverfahren und Marktparameter abzüglich des beizulegenden Zeitwerts, der ausschließlich die kreditrisikofreien Marktparameter berücksichtigt. Hinsichtlich der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verweisen wir auf dieses Kapitel unter > (43) Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung von Vermögenswerten und Schulden.

Um das Ausfallrisiko für diese finanziellen Vermögenswerte zu verringern, schließen wir Verträge über die Stellung von Sicherheiten ab. Derartige Vereinbarungen umfassen auch den Anspruch auf Stellung von Barsicherheiten oder die Ausreichung von Bürgschaften.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Bei Anwendung des Wahlrechts, finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren, sind die Wertänderungen bezogen auf unser eigenes Kreditrisiko im Sonstigen Ergebnis zu erfassen, es sei denn, eine solche Behandlung würde zu einer Rechnungslegungsanomalie führen oder eine bestehende vergrößern. Wir üben das Wahlrecht für unsere Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug aus, da diese wie die versicherungsnahen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert gesteuert werden.

Würde der Effekt aus der Wertänderung aufgrund der Änderung unseres Kreditrisikos separat im Sonstigen Ergebnis erfasst, wäre die Ausgleichswirkung der Designation dieser Instrumente geringer. Insgesamt sind unser Kreditrisiko und die daraus resultierenden Änderungen aufgrund unserer sehr guten Bonität sowie der im Rahmen der Verträge vereinbarten Sicherheiten von untergeordneter Bedeutung.

Wir bemessen den Anteil des beizulegenden Zeitwerts, der auf das Ausfallrisiko entfällt, indem wir die Differenz des beizulegenden Zeitwerts des Gesamtinstruments unter Anwendung der üblichen Bewertungsverfahren und Marktparameter abzüglich des beizulegenden Zeitwerts, der ausschließlich die kreditrisikofreien Marktparameter berücksichtigt, bilden.

Die kumulierten Wertänderungen bezogen auf unser eigenes Kreditrisiko werden bei der Ausbuchung der betreffenden Verbindlichkeit aus dem Sonstigen Ergebnis in die Gewinnrücklagen umgegliedert.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir unsere finanziellen Verbindlichkeiten dar, die wir erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert haben und für die die Wertänderungen des eigenen Kreditrisikos im Sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert sind, mit Wertänderungen des Ausfallrisikos im Sonstigen Ergebnis

31�12�2023
Kumulierte aus dem Umgliederungen der
Ausfallrisiko resultierende Differenz zwischen Buchwert Gewinne/Verluste innerhalb
Änderung des beizulegenden und vertraglich zu zahlendem des Eigenkapitals während
Mio. € Zeitwerts Betrag bei Fälligkeit der Berichtsperiode
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 5 0
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 0 0 0
Gesamt 0 5 0
Vorjahr
Kumulierte aus dem Umgliederungen der
Ausfallrisiko resultierende Differenz zwischen Buchwert Gewinne/Verluste innerhalb
Änderung des beizulegenden und vertraglich zu zahlendem des Eigenkapitals während
Mio. € Zeitwerts Betrag bei Fälligkeit der Berichtsperiode
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 0 0 0
Gesamt 0 0 0

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir unsere finanziellen Verbindlichkeiten dar, die wir erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert haben und für die die Wertänderungen des eigenen Kreditrisikos erfolgswirksam erfasst werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert sind, mit Wertänderungen des Ausfallrisikos in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

31�12�2023
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die aus
Änderungen des Ausfallrisikos resultieren
Differenz zwischen Buchwert
und vertraglich zu zahlendem
Mio. € während der Berichtsperiode kumuliert Betrag bei Fälligkeit
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 0 0 –534
Gesamt 0 0 –534
Vorjahr
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die aus
Änderungen des Ausfallrisikos resultieren
Differenz zwischen Buchwert
und vertraglich zu zahlendem
Mio. € während der Berichtsperiode kumuliert Betrag bei Fälligkeit
Nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0

Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 0 0 –206 Gesamt 0 0 –206

45 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

In der nachfolgenden Übersicht stellen wir die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalverrechnungsvereinbarung oder ähnlichen vertraglichen Vereinbarungen unterliegen. Die

Übersicht beinhaltet einerseits Instrumente, die die Kriterien für eine bilanzielle Aufrechnung erfüllen und daher saldiert ausgewiesen werden, andererseits solche Instrumente, die zwar einer durchsetzbaren Aufrechnungsvereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell saldiert werden dürfen. Die nicht bilanzwirksam abgebildeten Wertpapierleihegeschäfte ohne Barsicherheiten sind in der Übersicht nicht enthalten.

Saldierung finanzieller Vermögenswerte

31�12�2023
Vorge
nommene
Saldie
Ausge
wiesener
Nicht
saldierter
Finanzielle Bar
Mio. € Bruttobetrag rungen Nettobetrag Betrag Sicherheiten sicherheiten Nettobetrag
Derivate 1�467 9 1�459 481 386 484 109
Pensionsgeschäfte 65 n/a 65 0 65 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 10�170 299 9�872 885 0 155 8�831
Gesamt 11�703 307 11�396 1�366 451 639 8�940
Vorjahr
Vorge
nommene
Saldie
Ausge
wiesener
Nicht
saldierter
Finanzielle Bar
Mio. € Bruttobetrag rungen Nettobetrag Betrag Sicherheiten sicherheiten Nettobetrag
Derivate 1�982 8 1�974 483 370 859 262
Pensionsgeschäfte 19 n/a 19 0 19 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 19�096 798 18�298 991 0 402 16�905
Gesamt 21�098 806 20�292 1�474 390 1�261 17�167

Saldierung finanzieller Verbindlichkeiten

31�12�2023
Vorge
nommene
Saldie
Ausge
wiesener
Nicht
saldierter
Finanzielle Bar
Mio. € Bruttobetrag rungen Nettobetrag Betrag Sicherheiten sicherheiten Nettobetrag
Derivate 1�387 9 1�379 481 332 342 223
Pensionsgeschäfte 0 n/a 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 5�118 299 4�820 885 0 1�260 2�674
Gesamt 6�506 307 6�198 1�366 332 1�602 2�898
Vorjahr
Vorge
nommene
Saldie
Ausge
wiesener
Nicht
saldierter
Finanzielle Bar
Mio. € Bruttobetrag rungen Nettobetrag Betrag Sicherheiten sicherheiten Nettobetrag
Derivate 1�474 8 1�466 483 256 706 21
Pensionsgeschäfte 106 n/a 106 0 106 0 0
Verbindlichkeiten mit Versicherungsbezug 13�907 798 13�109 991 77 1�575 10�466
Gesamt 15�487 806 14�681 1�474 439 2�282 10�487

Für weitere Informationen zu erhaltenen und ausgereichten Sicherheiten verweisen wir auf > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen > (51) Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten > Kreditrisiken.

46 Übertragung finanzieller Vermögenswerte

Wir übertragen im Rahmen von Wertpapierpensionsgeschäften und Wertpapierleihen Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere. Aufgrund der Ausgestaltung dieser Verträge verbleiben jedoch die mit dem Eigentum dieser finanziellen Vermögenswerte verbundenen Chancen und Risiken aus dem Ausfall-, dem Zinsänderungs- und dem Fremdwährungsrisiko bei uns. Somit sind die Voraussetzungen für eine Ausbuchung nicht erfüllt und die finanziellen Vermögenswerte werden weiterhin in der Konzernbilanz erfasst. Der vom Pensionsnehmer oder Wertpapierentleiher erhaltene Betrag wird hingegen als nichtderivative finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Für Wertpapierpensionsgeschäfte entspricht bei Geschäftsabschluss die Höhe dieser Verbindlichkeit dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Wertpapiere abzüglich eines Sicherheitsabschlags. Bei Rückübertragung der Instrumente zum Ende der Laufzeit des Wertpapierpensionsgeschäfts ist dieser Betrag zuzüglich der vereinbarten Zinsen an den Pensionsnehmer zurückzuzahlen. Wir treten bei den zum Bilanzstichtag vorliegenden Pensionsgeschäften ausschließlich als Pensionsnehmer auf. Bei Wertpapierleihen ergibt sich die korrespondierende Verbindlichkeit aus der Verpflichtung der Rückzahlung erhaltener Barsicherheiten. Diese werden am Ende der Leihperiode der Gegenpartei abzüglich der einbehaltenen Gebühren zurückerstattet. Da die eingegangenen Wertpapierleihegeschäfte nicht mit Barsicherheiten, sondern Wertpapieren besichert sind, die wir mangels erfüllter Ansatzkriterien nicht aktivieren, bestehen in diesem Zusammenhang keine korrespondierenden Verbindlichkeiten.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte und der korrespondierenden Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag dar, die weiterhin bei uns bilanziell erfasst werden.

Finanzielle Vermögenswerte, die in voller Höhe weiterhin bilanziert werden

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Buchwerte der übertragenen Vermögenswerte 3�201 2�927
Buchwerte der mit der Übertragung verbundenen Verbindlichkeiten 0 0
Beizulegende Zeitwerte
der übertragenen Vermögenswerte 3�201 2�927
der mit der Übertragung verbundenen Verbindlichkeiten 0 0
Nettoposition aus den beizulegenden Zeitwerten (saldiert) 3�201 2�927

47 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Marktpreisrisiken abzusichern. Die Entscheidung, ob eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung erfolgen soll, wird hierbei pro Absicherungsgeschäft individuell getroffen und basiert auf den Entscheidungen unseres Risikomanagements. Für weitere Informationen zur Steuerung und Überwachung der Risiken verweisen wir auf > Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen.

Obwohl wir Derivate grundsätzlich dazu abschließen, Risiken zu steuern und ökonomisch abzusichern, designieren wir Derivate als Bestandteil der Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 (bzw. IAS 39 im Geschäftsjahr 2022) nur in geringem Umfang. Aktuell liegen bei uns ausschließlich Sicherungsbeziehungen für die Absicherung von Zahlungsströmen vor. Hierbei werden künftige Zahlungsströme und damit verbundene Erträge bzw. Aufwendungen gegen Wertänderungsrisiken abgesichert. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Absicherung gegen Zinsrisiken durch den Einsatz von Zinsswaps. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung weisen wir durch die kumulierte Dollar-Offset-Methode nach.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Saldo der Rücklage für Sicherungsbeziehungen −7 (−11) Millionen €. Während der Periode wurden erfolgsneutral erfasste Sicherungsgewinne und -verluste in Höhe von 4 (−22) Millionen € in die Rücklage für Sicherungsbeziehungen eingestellt. Umgliederungen aus der Rücklage für Sicherungsbeziehungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden nicht vorgenommen. Die dem ineffektiven Teil der Absicherung zuzuschreibende Wertänderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments ist zum Stichtag zu vernachlässigen. Der saldierte beizulegende Zeitwert der Derivate, die für die Absicherung der Zinsrisiken als Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung designiert sind, beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf −7 (−11) Millionen €.

Erläuterungen zu Versicherungsverträgen

48 Renditekurven für wesentliche Währungen

Zur Abzinsung der Zahlungsströme aus abgegebenen und abgeschlossenen Versicherungsverträgen verwenden wir die folgenden Renditekurven für unsere wichtigsten Währungen:

2023 Vorjahr
1 Jahr 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre 1 Jahr 5 Jahre 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre
Renditekurven (Zinsstruktur
kurven) ohne Illiquiditätsprämie
Australischer Dollar 4�28 3�86 4�15 4�31 4�29 3�98 4�17 4�51 4�60 4�46
Euro 3�36 2�32 2�39 2�47 2�41 3�18 3�13 3�09 3�02 2�77
Kanadischer Dollar 4�29 3�21 3�18 3�16 3�10 4�61 3�52 3�53 3�54 3�49
Pfund Sterling 4�74 3�36 3�28 3�40 3�43 4�46 4�06 3�71 3�62 3�54
Polnischer Zloty 4�95 4�85 5�10 5�11 4�95 6�40 6�74 6�65 6�39 6�01
Schweizer Franken 1�17 1�05 1�16 1�34 1�50 1�06 1�34 1�49 1�52 1�58
US-Dollar 4�76 3�50 3�45 3�49 3�46 5�07 3�95 3�75 3�71 3�63
Yen 0�07 0�45 0�85 1�15 1�39 –0�10 0�16 0�49 0�97 1�26
Yuan Renminbi 1�90 2�26 2�53 2�81 3�07 2�10 2�70 3�03 3�27 3�46
Renditekurven (Zinsstruktur
kurven) mit Illiquiditätsprämie
Euro 3�55 2�51 2�58 2�66 2�60 3�37 3�32 3�28 3�21 2�96

Renditekurven für wesentliche Währungen

Alle Unternehmen der Rückversicherungsgruppe sowie alle Tochterunternehmen aus dem Segment Erstversicherung Schaden/Unfall verwenden Renditekurven ohne Illiquiditätsprämie.

Eine Renditekurve mit Illiquiditätsprämie in der Größenordnung der Solvency II Volatilitätsanpassung wird von den meisten Unternehmen des Segments Ergo Leben/Gesundheit verwendet. Diese Einheiten haben einen Großteil ihres Lebens- und Gesundheitserstversicherungsgeschäfts mit dem Variable Fee Approach abgebildet.

49 Nettofinanzergebnis

Die Erfassung der versicherungstechnischen Finanzerträge und -aufwendungen aus abgegebenen und abgeschlossenen Versicherungsverträgen im Verhältnis zu den Kapitalanlageerträgen in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung und im Sonstigen Ergebnis lässt sich wie folgt darstellen:

Analyse des Nettofinanzergebnisses bezüglich der Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und im Sonstigen Ergebnis

2023
Rückversicherung
ERGO
Gesamt
Leben/ Schaden/
Leben/ Schaden/ Gesundheit Unfall
Mio. € Gesundheit Unfall Deutschland Deutschland International
Kapitalanlageerträge
Nach der Effektivzinsmethode berechnete
Zinserträge 650 1�499 2�397 173 311 5�029
Sonstige Finanzerträge –45 337 –36 33 102 392
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten 3 –12 –37 0 –2 –47
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Beträge 839 1�626 3�481 249 733 6�929
1�447 3�450 5�804 456 1�143 12�303
Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgeschlossenen Versicherungsverträgen
Aufzinsung –138 –1�682 –33 –51 –214 –2�118
Zinsänderungseffekte –206 –907 –6 –260 –159 –1�538
Änderung des beizulegenden Zeitwerts der der
Versicherungsnehmerbeteiligung unterliegenden
Vermögenswerte (Underlying Items) 0 0 –6�038 –22 –571 –6�631
Wechselkursdifferenzen 391 –489 0 0 –3 –101
47 –3�078 –6�077 –333 –947 –10�388
davon:
Erfassung in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung –133 –1�682 –2�983 –66 –627 –5�490
Erfassung im Sonstigen Ergebnis 180 –1�396 –3�094 –267 –320 –4�898
Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgegebenen Versicherungsverträgen
Aufzinsung 2 88 –1 2 9 100
Sonstige 15 49 0 5 16 86
17 137 0 7 25 185
davon:
Erfassung in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung 2 88 –1 2 9 99
Erfassung im Sonstigen Ergebnis 16 49 0 5 16 86
Gesamt 1�511 509 –274 130 221 2�100
davon:
Erfassung in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung 477 230 –661 143 –208 –17
Erfassung im Sonstigen Ergebnis 1�034 279 387 –13 429 2�117

50 Underlying Items für Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung

Die Zusammensetzung der Underlying Items für Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung stellt sich wie folgt dar:

Zusammensetzung der Underlying Items für Versicherungsverträge mit direkter Überschussbeteiligung (konsolidiert)

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Nichtfinanzielle Kapitalanlagen
Als Finanzinvestition gehaltene 2�569
Immobilien 2�005
Anteile an verbundenen Unterneh 583
men, assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen 558
Sonstige nichtfinanzielle 863
Kapitalanlagen 943
3�506 4�015
Finanzielle Kapitalanlagen 78�394 74�919
Gesamt 81�899 78�934

Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen

Munich Re berichtet auf der Grundlage unterschiedlicher Rechtsvorschriften über Risiken, denen sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist.

Im Konzernanhang ist nach IFRS 7 über Risiken aus Finanzinstrumenten und gemäß IFRS 17 über Risiken aus Versicherungsverträgen zu berichten. Weitere Angaben über Risiken sind im zusammengefassten Lagebericht im Risikobericht auf Basis von § 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB sowie über den Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 20 zur Lageberichterstattung erforderlich.

Da die Berichterstattung über Risiken nicht nur die Rechnungslegung, sondern auch die Tätigkeit des Integrierten Risikomanagements (IRM) von Munich Re betrifft, stehen Angaben über Risiken sowohl im Risikobericht als auch in den Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen im Konzernanhang. Soweit erforderlich, verweisen wir im Risikobericht und in den Erläuterungen zu den jeweiligen Posten auf die korrespondierenden Ausführungen.

Die Angaben im Risikobericht erstrecken sich weitgehend auf eine rein ökonomische Sichtweise. Dieser Bericht erläutert die Organisation des Risikomanagements sowie die Risikostrategie von Munich Re, stellt kurz die wesentlichen Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und beschreibt das über unser internes Risikomodell berechnete ökonomische Risikokapital. Zudem enthält der Bericht Ausführungen zu spezifischen Risikokomplexen.

51 Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten

Eine Zusammenfassung der quantitativen Risiken nach IFRS 7 ist im Risikobericht, der Bestandteil des Konzernlageberichts ist, enthalten.

Kreditrisiken

Für die Erhebung des Kreditrisikos verwenden wir einerseits ein Portfoliomodell, andererseits wird das Kreditrisiko bei Kapitalanlagen auf Ebene des einzelnen Schuldners analysiert.

Hängt das Kreditrisiko neben der Bonität des Schuldners auch von weiteren Faktoren ab, wie zum Beispiel Nachrangigkeit, Garantien oder Besicherungen, werden diese ebenfalls berücksichtigt. Für die zugehörigen Migrations- und Ausfallwahrscheinlichkeiten verwenden wir historische Kapitalmarktdaten. Korrelationseffekte zwischen einzelnen Schuldnern werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Zugehörigkeit zu Branchen und Ländern abgeleitet. Die Beurteilung des Kreditrisikos aus sonstigen Forderungen erfolgt auf Basis unternehmenseigener Expertenschätzungen. Risikokonzentrationen existieren im Wesentlichen bei Staatsanleihen und Unternehmensanleihen sowie Pfandbriefen und ähnlich gedeckten Schuldverschreibungen.

Ein konzernübergreifendes Kontrahentenlimitsystem stellt die Steuerung und Überwachung der gruppenweiten Kreditrisiken sicher. Im Hinblick auf Länderrisiken verwenden wir zur Überwachung sowohl gängige Ratings als auch eigene Analysen, die unter anderem auch Klimawandelrisiken berücksichtigen. Die daraus abgeleiteten Limite und Maßnahmen sind für Kapitalanlageentscheidungen und die Versicherung von politischen Risiken bindend.

Um die Anforderungen zur Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken zu erfüllen, werden regelmäßig die Sensitivitäten gegenüber den bedeutendsten Input-Parametern validiert.

Neben der Überwachung des Kreditrisikos im Rahmen des internen Modells, haben wir im Bereich der finanziellen Kapitalanlagen eine kontinuierliche Überwachung anhand interner und externer Kreditratings implementiert. Darüber hinaus reduzieren wir das Kreditrisiko durch Sicherheitenstellung. Bei den börsengehandelten Derivaten und Derivaten, die einem Clearing-Prozess unterliegen, erfolgt dies im Rahmen des automatischen täglichen Marginings. Für den Großteil unserer OTC-Derivate haben wir einen analogen Prozess der täglichen Anpassung der Sicherheiten vereinbart. Unbesicherte OTC-Derivate werden nur mit Kontrahenten abgeschlossen, die eine hohe Bonität aufweisen.

Bilanziell wird das Kreditrisiko durch die Erfassung erwarteter Kreditverluste als Wertminderung finanzieller Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, abgebildet. Daneben fallen Forderungen aus Leasingverhältnissen unter die Wertminderungsvorschriften des IFRS 9. Für die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste verwenden wir einen parameterbasierten Ansatz. Hierbei erfolgt die Bemessung der erwarteten Kreditverluste einzelgeschäftsbasiert und unter Verwendung statistischer Risikoparameter im Einklang mit unseren internen Kreditrisikorichtlinien. Die wesentlichen Parameter sind die Ausfallwahrscheinlichkeit ("Probability of Default"), die Verlustquote bei Ausfall ("Loss Given Default") sowie die Forderungshöhe bei Ausfall ("Exposure at Default").

Die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit basiert auf unserem internen Ratingverfahren, das neben historischen Informationen auch die aktuellen Marktrahmenbedingungen sowie die relevanten zukunftsbezogenen Informationen (zum Beispiel prognostizierte makroökonomische Entwicklungen) berücksichtigt. Unsere internen Ratingkategorien orientieren sich an der Einteilung der führenden internationalen Ratingagenturen. Für finanzielle Vermögenswerte, die der Stufe 1 des Wertminderungsmodells zugeordnet sind, werden die Ausfallwahrscheinlichkeiten grundsätzlich auf Basis des Ausfallrisikos für die nächsten zwölf Monate ermittelt. Sofern das Instrument eine geringere Restlaufzeit als ein Jahr aufweist, erfolgt die Ermittlung für diese Laufzeit.

Ausfallwahrscheinlichkeiten für Laufzeiten von mehr als einem Jahr zur Bestimmung des erwarteten Kreditverlusts über die Gesamtlaufzeit in Stufe 2 werden durch Extrapolation aus Migrationsmatrizen von Ausfallwahrscheinlichkeiten für die nächsten zwölf Monate abgeleitet. Für die finanziellen Vermögenswerte, die der Stufe 3 des Wertminderungsmodells zugeordnet sind, erfolgt grundsätzlich eine Einzelfallbetrachtung.

Die Verlustquote bei Ausfall berechnet sich als 100% abzüglich der Verwertungsquote ("Recovery Rate"). Die Verwertungsquoten für die jeweiligen finanziellen Vermögenswerte werden von den von Ratingagenturen veröffentlichten Recovery- und Default-Studien abgeleitet und unter Berücksichtigung von Expertenmeinungen adjustiert.

Die Forderungshöhe bei Ausfall ("Exposure at Default") entspricht dem Bruttobuchwert zum Bilanzstichtag.

Für kurzfristige finanzielle Forderungen und Forderungen aus Leasingverhältnissen gibt es in der Regel keine wesentlichen historischen Ausfälle, sodass eine Ermittlung der Wertminderung auf Basis dieser Informationen in der Regel nicht sachgerecht ist. Daher ermitteln wir die Kreditverluste für derartige Forderungen mithilfe einer vereinfachten Formel. Wir legen dabei eine konservative Betrachtung der

Ausfallwahrscheinlichkeit zugrunde, die dem niedrigsten Rating innerhalb des Investment Grades entspricht. Als Verlustquote bei Ausfall werden entsprechend der ISDA-Konvention für vorrangige, unbesicherte Schulden von Unternehmen 60% angenommen. Die Verlusthöhe bei Ausfall entspricht dem Bruttobuchwert.

Für die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden in der Regel keine Wertminderungen erfasst, da diese Finanzinstrumente nur mit Kontrahenten erstklassiger Bonität bestehen. Die Laufzeit dieser finanziellen Vermögenswerte ist zudem auf drei Monate begrenzt. Das aus diesen Finanzinstrumenten resultierende Kreditrisiko ist daher unwesentlich und wird permanent überwacht.

In den folgenden Tabellen stellen wir die Überleitung der Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, dar. Dies betrifft bei Munich Re die ökonomischen Klassen "Instrumente mit Zinsund Kreditrisiken" und "Alternative Anlagen". Die Risikovorsorge für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie für Forderungen aus Leasingverhältnissen sind bei Munich Re von untergeordneter Bedeutung.

Überleitung der Risikovorsorge für die Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

2023
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Erwartete Kreditverluste
über 12 Monate
Erwartete Kreditverluste
über die Gesamtlaufzeit
(nicht wertgemindert)
Erwartete Kreditverluste
über die Gesamtlaufzeit
(wertgemindert)
Brutto Risiko Brutto Risiko Brutto Risiko Brutto Risiko
Mio. € buchwert vorsorge buchwert vorsorge buchwert vorsorge buchwert vorsorge
Stand 1�1. 177�025 93 2�667 113 630 404 180�322 611
Zugang (neu ausge
reichte/erworbene
Vermögenswerte)
75�611 39 0 0 0 0 75�611 39
Neubewertung aufgrund
veränderter Bewer
tungsparameter n/a –5 n/a 27 n/a 1 n/a 23
Transfer in Stufe 1 214 5 –207 –5 –6 0 0 0
Transfer in Stufe 2 –651 –2 651 2 0 0 0 0
Transfer in Stufe 3 –293 –1 –501 –55 794 56 0 0
Abgang (Verkauf, Til
gung, wesentliche Modi
fikation, Abschreibungen)
–73�229 –21 –839 27 –134 –114 –74�202 –108
Währungsumrech
nungsdifferenzen –1�463 –1 –11 –2 –18 –24 –1�491 –26
Änderung Konsolidie
rungskreis
Modifikationen vertrag
86 0 0 0 0 0 86 0
licher Zahlungsströme,
die nicht zum Abgang
führen 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen
Stand 31�12.
346
177�645
0
108
–1
1�759
0
108
4
1�270
6
329
348
180�674
6
545
2023
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Erwartete Kreditverluste
über 12 Monate
Erwartete Kreditverluste
über die Gesamtlaufzeit
(nicht wertgemindert)
Erwartete Kreditverluste
über die Gesamtlaufzeit
(wertgemindert)
Brutto
buch
Risiko
vor
Netto
buch
Brutto
buch
Risiko
vor
Netto
buch
Brutto
buch
Risiko
vor
Netto
buch
Brutto
buch
Risiko
vor
Netto
buch
Mio. € wert sorge wert wert sorge wert wert sorge wert wert sorge wert
Stand 1�1. 12�329 0 12�329 0 0 0 3 2 1 12�333 2 12�330
Saldo aus Zu- und Ab
gängen –52 0 –52 0 0 0 0 0 0 –51 0 –51
Neubewertung aufgrund
veränderter Bewer
tungsparameter 0 0 0 0 0 0 0 –1 1 0 –1 1
Transfer in Stufe 1 2 0 2 0 0 0 –2 0 –2 0 0 0
Transfer in Stufe 2 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transfer in Stufe 3 –3 0 –3 0 0 0 3 0 3 0 0 0
Währungsumrech
nungsdifferenzen
–132 0 –132 0 0 0 0 0 0 –132 0 –132
Änderung Konsolidie
rungskreis
9 0 9 0 0 0 0 0 0 9 0 9
Modifikationen vertrag
licher Zahlungsströme,
die nicht zum Abgang
führen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 219 0 219 0 0 0 0 0 0 219 0 219
Stand 31�12. 12�373 0 12�372 0 0 0 5 1 4 12�378 2 12�376

Überleitung der Risikovorsorge für die Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Der Buchwert finanzieller Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird nicht um eine Wertminderung verringert. Die Risikovorsorge wird im Sonstigen Ergebnis gezeigt.

Bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, ist die Risikovorsorge hingegen direkt mindernd im Buchwert berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, enthalten im Wesentlichen nur kurzfristige Termingelder, Sichteinlagen und finanzielle Forderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als 90 Tagen. Die geringe Restlaufzeit bedingt in der Regel, dass die Betrachtungsperiode für die Beurteilung einer wesentlichen Erhöhung des Kreditrisikos nicht gegeben ist. Aus diesem Grund sind diese Instrumente bei uns vorrangig der Stufe 1 des Wertminderungsmodells zugeordnet. Sofern jedoch objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, ordnen wir derartige Instrumente der Stufe 3 zu.

Die Zeile Neubewertung aufgrund veränderter Bewertungsparameter in den oben stehenden Tabellen bezieht sich ausschließlich auf die Risikovorsorge und hat keinen Einfluss auf den Bruttobuchwert.

Die Bestandsveränderungen aus Stufentransfers stellen die Zuführungen und Auflösungen dar, die sich in der Berichtsperiode durch eine Änderung in der Stufenzuordnung ergeben haben. Unter den Abschreibungen werden die ausgebuchten Beträge der finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen, für die keine Realisierbarkeit mehr erwartet wird. Abgänge zeigen hingegen die Auflösungen der Risikovorsorge für in der Berichtsperiode beglichene oder verkaufte Vermögenswerte. Unter anderen Veränderungen werden im Wesentlichen Stückzinszahlungen ausgewiesen.

Die finanziellen Vermögenswerte, die ausgebucht wurden und die noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen, betrachten wir als nicht realisierbar.

Im Vorjahr wurden nach den Vorschriften des IAS 39 Wertminderungen russischer und ukrainischer Anleihen und Darlehen in Höhe von insgesamt 849 Millionen € vorgenommen. Ein Großteil dieser festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen ging noch im Jahr 2022 aus dem Bestand ab. Weitere Wertminderungen in Höhe von 1.849 Millionen € entfielen auf Eigenkapitalinstrumente, die unter IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und somit nicht mehr den Wertminderungsvorschriften unterliegen.

Nichtsubstanzielle Modifikationen finanzieller Vermögenswerte, die aufgrund von Anpassungen der Vertragsbedingungen entstehen, führen nicht zum Abgang der bilanzierten Vermögenswerte. Jedoch kann sich aus der Modifikation die Einschätzung hinsichtlich der erwarteten Kreditverluste verändern. Das Kreditrisiko modifizierter finanzieller Vermögenswerte wird daher zum Änderungszeitpunkt neu bewertet und mit dem ursprünglichen Kreditrisiko verglichen. Während des Geschäftsjahres wurden keine nichtsubstanziellen Modifikationen an finanziellen Vermögenswerten vorgenommen.

Das maximale Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts entspricht dem Bruttobuchwert abzüglich Risikovorsorge. In den folgenden Tabellen wird auch die Nettoausfallposition dargestellt, die sich aus dem maximalen Kreditrisiko abzüglich der jeweiligen Sicherheiten (beschränkt auf das jeweilige maximale Kreditrisiko) oder sonstiger Kreditverbesserungen ergibt. Der Effekt der

Sicherheiten und sonstigen Instrumente zur Kreditverbesserung beläuft sich im Berichtsjahr auf 289 Millionen €. Bei den besicherten finanziellen Kapitalanlagen handelt es sich im Wesentlichen um grundpfandrechtlich besicherte Darlehen, bei denen der Verkehrswert der zugrunde liegenden Immobilien den Nominalwert und den beizulegenden Zeitwert der Darlehen übersteigt.

Einfluss von Sicherheiten auf das maximale Kreditrisiko bonitätsbeeinträchtigter finanzieller Vermögenswerte (Stufe 3 des Wertminderungsmodells zugeordnet)

31�12�2023
Maximales Erhaltene Nettoausfall
Mio. € Kreditrisiko Sicherheiten position
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 0 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 821 1�019 531
821 1�019 531
Alternative Anlagen
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 120 0 122
120 0 122
Zwischensumme 941 1�019 653
Finanzielle Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 3 0 3
Finanzielle Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen 0 0 0
3 0 3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 0 0 0
0 0 0
Gesamt 945 1�019 656
Vorjahr
Maximales Erhaltene Nettoausfall
Mio. € Kreditrisiko Sicherheiten position
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 39 84 39
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 115 0 115
154 84 154
Alternative Anlagen
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 97 0 97
97 0 97
Zwischensumme 251 84 251
Finanzielle Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1 0 1
Finanzielle Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen 0 0
1 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 1
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 0 0 0
0 0 0

Einfluss von Sicherheiten auf das maximale Kreditrisiko von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

31�12�2023
Maximales Erhaltene Nettoausfall
Mio. € Kreditrisiko Sicherheiten position
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 956 0 956
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken 10�786 1�012 9�773
Alternative Anlagen 7�284 0 7�284
19�026 1�012 18�013
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 9�662 117 9�545
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0
Gesamt 28�688 1�129 27�559
Vorjahr
Maximales Erhaltene Nettoausfall
Mio. € Kreditrisiko Sicherheiten position
Finanzielle Kapitalanlagen
Instrumente mit Eigenkapitalrisiken 250 250
Instrumente mit Zins- und Kreditrisiken 3�406 933 2�473
Alternative Anlagen 256 256
3�912 933 2�979
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 2�934 399 2�535
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0
Gesamt 6�846 1�332 5�514

In den nachfolgenden Tabellen werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die im Anwendungsbereich des Wertminderungsmodells sind, nach internen Kreditrisiko-Ratingklassen dargestellt. Das maximale Kreditrisiko finanzieller Vermögenswerte im Anwendungsbereich des Wertminderungsmodells, die der Stufe 1 oder 2 zugeordnet sind, entspricht dem in der Tabelle dargestellten Gesamtwert für diese Stufen.

Bruttobuchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr1
Wert
Ratingklasse Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt gemindert Gesamt
AAA 50�308 0 0 50�308 0 47�078
AA 61�364 19 0 61�383 0 24�466
A 23�743 24 0 23�767 0 16�701
BBB 26�847 80 0 26�927 0 18�133
BB und niedriger 6�064 1�498 154 7�716 159 6�475
Kein Rating verfügbar 9�319 137 1�117 10�573 1�361 18�285
Anderes Ratingsystem 0 0 0 0 0 0
Gesamt 177�645 1�759 1�270 180�674 1�521 131�139

1 Die Vorjahresangaben im IFRS 9 Erstanwendungsjahr beinhalten Wertminderungen nach IAS 39 für die Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar".

In der folgenden Tabelle sind Forderungen in Höhe von 2.095 Millionen € nicht enthalten, die im Wesentlichen aus gestellten Sicherheiten resultieren. Diese entstehen insbesondere im Zusammenhang mit der Stellung von Barsicherheiten sowie Margin-Zahlungen an zentrale Clearingstellen. Von einer Zuordnung zu Ratingklassen sehen wir daher insoweit ab.

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr1
Wert
Ratingklasse Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt gemindert Gesamt
AAA 1�540 0 0 1�540 0 21�584
AA 2�122 0 0 2�122 0 13�821
A 1�723 0 0 1�723 0 4�388
BBB 572 0 0 572 0 4�397
BB und niedriger 128 0 0 128 0 1�458
Kein Rating verfügbar 4�185 0 5 4�189 247 26�398
Anderes Ratingsystem 8 0 0 8 0 0
Gesamt 10�278 0 5 10�283 247 72�046

Bruttobuchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

1 Die Vorjahresangaben im IFRS 9 Erstanwendungsjahr beinhalten Wertminderungen nach IAS 39 für die Bewertungskategorie "Darlehen und Forderungen".

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die als Sicherheiten gestellt wurden, dar.

Nachfolgende Tabelle enthält die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die wir als Sicherheiten erhalten haben und die wir ohne Vorliegen eines Zahlungsverzugs der Eigentümer verkaufen oder als Sicherheit weiterreichen dürfen.

Gestellte Sicherheiten

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Finanzielle Kapitalanlagen 8�582 9�132
Kapitalanlagen im Bereich der fonds
gebundenen Lebensversicherung 0 0
Versicherungsnahe Finanzinstrumente 0 0
Finanzielle Forderungen 19 0
Sonstige Forderungen 74 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente 2�591 2�922
Gesamt 11�266 12�054

Erhaltene Sicherheiten

Beizulegender Zeitwert
Mio. € 31�12�2023 Vorjahr 31�12�2023 Vorjahr
Erhaltene Sicherheiten im Bestand
Finanzielle Sicherheiten 73 30 89 30
Barsicherheiten 1�172 1395 1�172 1395
1�245 1�425 1�262 1�425
davon:
Weiterverkaufte oder verpfändete Sicherheiten
Finanzielle Sicherheiten 0 0 0 0
Barsicherheiten 0 0 0 0
0 0 0 0

Liquiditätsrisiko

Ziel des Managements von Liquiditätsrisiken ist es sicherzustellen, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Dafür wird die Liquiditätsposition laufend anhand von strengen Verfügbarkeitsanforderungen überwacht.

Der Steuerung von Liquiditätsrisiken liegt eine ganzheitliche Risikostrategie zugrunde, auf deren Basis der Vorstand Toleranzen festlegt. Aus diesen Toleranzen werden Mindest-Liquiditätsanforderungen für den Geschäftsbetrieb abgeleitet. Mittels quantitativer Risikokriterien wird zudem sichergestellt, dass auch unter adversen Szenarien ausreichend

Liquidität zur Verfügung steht. Für die Beurteilung der Liquiditätsposition werden sowohl versicherungstechnische Extremszenarien als auch negative Kapitalmarktsituationen berücksichtigt.

Die unten stehende Übersicht zeigt die Liquiditätsanforderungen, die aus unseren finanziellen Verbindlichkeiten entstehen, aufgegliedert nach Laufzeitbändern. Es handelt sich dabei um vertraglich vereinbarte undiskontierte Zahlungsmittelabflüsse aus den finanziellen Verbindlichkeiten. Diese werden dem Laufzeitband zugeordnet, in dem der Zahlungsmittelabfluss frühestens möglich ist. Zahlungsmittelabflüsse aus jederzeit rückzahlbaren finanziellen Verbindlichkeiten sind daher dem frühestmöglichen Zeitraum zugeordnet. Selbiges gilt für finanzielle Verbindlichkeiten mit Kündigungsoptionen. Für diese werden die Zahlungsmittelabflüsse dem frühestmöglichen Kündigungszeitpunkt zugeordnet. Sind die Zahlungsmittelabflüsse aus einer

finanziellen Verbindlichkeit nicht fixiert, repräsentiert der ausgewiesene Betrag die Zahlungsmittelabflüsse, wie sie anhand der am Stichtag gültigen Marktdaten zu entrichten wären. Fremdwährungsbeträge wurden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Fälligkeitsanalyse zukünftiger (undiskontierter) Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten

31�12�2023
Buchwert Undiskontierte Zahlungsströme nach Restlaufzeiten Gesamt
> 1 Jahr > 2 Jahre > 3 Jahre > 4 Jahre > 5 Jahre
und und und und und
Mio. € ≤ 1 Jahr ≤ 2 Jahre ≤ 3 Jahre ≤ 4 Jahre ≤ 5 Jahre ≤ 10 Jahre > 10 Jahre
Nachrangige
Verbindlichkeiten –4�713 –144 –133 –133 –195 –133 –4�900 0 –5�637
Verbindlichkeiten
Derivate –1�379 –1�552 –258 –78 –72 –40 –222 –102 –2�324
Nichtderivative
finanzielle
Verbindlichkeiten
Anleihen –266 –20 –20 –20 –286 0 0 0 –346
Verbindlichkeiten
gegenüber Kredit
instituten –912 –727 –5 –3 –4 –4 –20 –150 –913
Sonstige finanzi
elle Verbindlich
keiten –2�982 –2�659 –148 –54 –33 –25 –111 –84 –3�114
–5�539 –4�958 –431 –155 –395 –69 –352 –336 –6�696
Sonstige Verbind
lichkeiten
Verbindlichkeiten
mit Versiche
rungsbezug
Derivate mit
Versicherungs
bezug –2�682 –520 –79 –47 –59 –61 –890 –1�366 –3�022
Sonstige Ver
bindlichkeiten
mit Versiche
rungsbezug –2�138 –1�853 –244 –173 –141 –99 –376 –562 –3�448
–4�820 –2�373 –323 –221 –200 –160 –1�266 –1�929 –6�471
Gesamt –15�072 –7�474 –886 –508 –790 –362 –6�518 –2�265 –18�804
Vorjahr
Buchwert
Undiskontierte Zahlungsströme nach Restlaufzeiten
Gesamt
> 1 Jahr > 2 Jahre > 3 Jahre > 4 Jahre > 5 Jahre
und und und und und
Mio. € ≤ 1 Jahr ≤ 2 Jahre ≤ 3 Jahre ≤ 4 Jahre ≤ 5 Jahre ≤ 10 Jahre > 10 Jahre
Nachrangige
Verbindlichkeiten –4�748 –135 –135 –135 –135 –210 –5�115 –5�865
Verbindlichkeiten
Derivate –1�466 –1�083 –159 –149 –140 –122 –1�166 –204 –3�023
Nichtderivative
finanzielle
Verbindlichkeiten
Anleihen –300 –22 –22 –22 –323 –390
Verbindlichkeiten
gegenüber Kredit
instituten –1�047 –666 –4 –5 –76 –93 –50 –155 –1�048
Sonstige finanzi
elle Verbindlich
keiten –3�300 –2�310 –121 –568 –78 –190 –62 –80 –3�409
–6�113 –4�082 –307 –744 –616 –405 –1�278 –438 –7�870
Sonstige Verbind
lichkeiten
Verbindlichkeiten
mit Versiche
rungsbezug
Derivate mit
Versicherungs
bezug –3�108 –189 –73 –70 –72 –92 –939 –1�975 –3�410
Sonstige Ver
bindlichkeiten
mit Versiche
rungsbezug –10�002 –6�309 –41 –50 –37 –44 –97 –101 –6�678
–13�109 –6�498 –114 –119 –109 –136 –1�036 –2�076 –10�087
Gesamt –23�970 –10�715 –556 –998 –861 –750 –7�428 –2�514 –23�822

Marktrisiko

Wir definieren das Marktrisiko als einen ökonomischen Verlust, der infolge von Kursveränderungen an den Kapitalmärkten auftritt. Unsere Finanzinstrumente unterliegen dabei einem Aktienkurs-, Zins- und Währungsrisiko. Ebenfalls zum Marktrisiko zählen wir das Inflationsrisiko sowie das Risiko einer Änderung der impliziten Volatilitäten.

Die Modellierung von Marktrisiken erfolgt durch Monte-Carlo-Simulation möglicher künftiger Marktszenarien. Dabei bewerten wir unsere Aktiva und Passiva für jedes simulierte Marktszenario neu und erhalten damit die Wahrscheinlichkeitsverteilung für Änderungen der Basiseigenmittel gemäß Solvency II.

Die Steuerung von Markrisiken erfolgt im Rahmen des Asset-Liability-Managements durch geeignete Limitund Frühwarnsysteme. Dabei kommen derivative Finanzinstrumente zum Einsatz, die mehrheitlich zu Absicherungszwecken abgeschlossen werden.

Sonstige Risiken

Im Rahmen der Interest Rate Benchmark Reform (IBOR-Reform) werden weltweit die bestehenden IBOR-Referenzzinssätze sowie die bisherigen Overnight-Zinssätze überprüft und durch sogenannte Risk-Free Rates ersetzt.

Mit der Ablösung des US-Dollar LIBOR ab 2023 wurden die entsprechenden Verträge bei Munich Re auf alternative Zinssätze umgestellt oder es kamen die in den Verträgen eingebetteten Fallback-Regelungen zum Tragen. Daraus ergaben sich keine wesentlichen wirtschaftlichen Auswirkungen.

Wir haben die wesentlichen Risiken aus dem Übergang zu den neuen Zinssätzen identifiziert und bereits in den vergangenen Jahren erforderliche Gegenmaßnahmen ergriffen. Deshalb erwarten wir aus der Umstellung der verbleibenden Referenzzinssätze nur geringfügige Auswirkungen. Unsere unter diese Regelungen fallenden Verträge enthalten bereits Vertragsklauseln, die eine marktgerechte Umstellung garantieren oder zum Ablösungszeitpunkt des jeweiligen Zinssatzes zu dann gültigen Marktbedingungen angepasst werden.

In der nachfolgenden Tabelle stellen wir die Buchwerte der Finanzinstrumente dar, die noch nicht umgestellte Referenzzinssätze aufweisen. Im Berichtsjahr 2023 wurden die Vorbereitungen zur noch ausstehenden Umstellung dieser Zinssätze weiter vorangetrieben. Die Tabelle beinhaltet die wichtigsten Zinsbindungen, wobei zum Bilanzstichtag bereits umgestellte Zinssätze in der Tabelle für das Geschäftsjahr 2023 nicht mehr aufgeführt werden.

Buchwerte der von der Umstellung der Referenzzinssätze betroffenen Finanzinstrumente

31�12�2023
Nichtderiva Nichtderiva
tive finan tive finan Derivative Derivative
zielle zielle finanzielle finanzielle
Vermö Verbind Vermögens Verbindlich
Mio. € genswerte lichkeiten werte keiten
CAD CDOR: Canadian Dollar Offered Rate 142 1 0 0
JIBAR: Johannesburg Interbank Offered Rate 8 0 2 7
KLIBOR: Kuala Lumpur Interbank Offered Rate 0 0 11 0
Sonstige Referenzzinssätze 0 0 0 0
Nicht von der Umstellung der Referenzzinssätze betroffen 193�398 8�435 19�597 6�191
Gesamt 193�548 8�436 19�610 6�198

52 Sensitivitäten der Solvenzquote

Die Sensitivitäten der Solvenzquote gemäß Solvency II sind eine Darstellung der Versicherungs- und Marktrisikosensitivitäten, die Munich Re für die interne Steuerung dieser Risiken verwendet. Daher haben wir in Einklang mit IFRS 7 und IFRS 17 keine spezifischen Sensitivitäten auf das IFRS-Eigenkapital berechnet.

Wir ermitteln regelmäßig, wie sensitiv die Basiseigenmittel, die Solvenzkapitalanforderung und schließlich auch die Solvenzquote auf starke Veränderungen bestimmter Kapitalmarktparameter sowie in weiteren definierten Stressszenarien reagieren. Die Auswirkungen ausgewählter Szenarien auf die Solvenzquote von Munich Re zum 31. Dezember 2023 und im Vorjahr sind in den folgenden Abbildungen dargestellt.

Sensitivitäten der Solvenzquote

Sowohl im Basisfall als auch in den dargestellten Sensitivitäten berücksichtigen wir für ausgewählte Gruppengesellschaften die Volatilitätsanpassung der risikofreien Zinskurve, nicht jedoch die Solvency-II-Übergangsmaßnahmen. Beim Szenario "Atlantik Hurrikan" handelt es sich um einen Verlust der Basiseigenmittel mit einer statistischen Wiederkehrperiode von 200 Jahren. Bei den Sensitivitäten hinsichtlich der risikofreien Zinsstrukturkurven wird der endgültige Forwardzinssatz nicht angepasst.

Bei allen ausgewerteten Sensitivitäten liegt die Solvenzquote von Munich Re auf Gruppenebene sehr komfortabel oberhalb des festgelegten Zielkorridors von 175 % bis 220 % der Anforderung. Die Ergebnisse zeigen insgesamt ein im Vergleich zum Vorjahr konsistentes Bild.

53 Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen

Wesentliche Risiken aus Versicherungsverträgen umfassen versicherungstechnische Risiken, Marktrisiken, Liquiditätsrisiken und Ausfallrisiken. Diese Risiken stellen wir ausführlich unter > Zusammengefasster Lagebericht > Risikobericht dar.

Die versicherungstechnischen Risiken getrennt nach Schaden/Unfall sowie Leben/Gesundheit, Marktrisiken und Ausfallrisiken aus Versicherungsverträgen als Teil der Kreditrisiken messen und steuern wir anhand unseres vollständigen internen Modells, das den erforderlichen Kapitalbedarf nach Solvency II bestimmt. Hierbei wird auch das Zusammenspiel mit anderen Risiken wie operationellen Risiken und Risiken aus Kapitalanlagen anhand von Diversifikationseffekten berücksichtigt.

Risikoquantifizierung gemäß der Solvenzkapitalanforderung (SCR)

Gruppe
31�12�2023 Vorjahr Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Schaden/Unfall 12�411 12�911 –500 –3�9
Leben/Gesundheit 7�447 6�325 1�122 17�7
Markt 8�279 8�514 –235 –2�8
Kredit 4�309 3�245 1�064 32�8
Operationelle Risiken 1�627 1�558 69 4�4
Sonstige1 915 826 89 10�8
Summe 34�987 33�381 1�606 4�8
Diversifikationseffekt –12�863 –11�768 –1�095 9�3
Steuer –4�151 –3�920 –231 5�9
Gesamt 17�974 17�693 281 1�6

1 Kapitalanforderungen für andere Finanzbranchen, z. B. Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung.

Liquiditätsrisiken werden nicht für den Kapitalbedarf nach Solvency II einbezogen. Unsere Liquiditätsrisiken aus Versicherungsverträgen quantifizieren wir anhand von Fälligkeitsanalysen der Nettozahlungsströme sowie dem Überwachen der auf Anforderung kurzfristig zu zahlenden Beträge, siehe > Liquiditätsrisiko.

Die folgenden Erläuterungen beschreiben die jeweiligen Ausprägungen der Risiken für unser Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft sowie für unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft.

Versicherungstechnische Risiken

Im Rahmen des Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäfts umfassen die versicherungstechnischen Risiken insbesondere das biometrische Risiko, Stornorisiko und Kumulrisiko. Biometrische Risiken betreffen vor allem Sterblichkeit, Invalidität, Morbidität sowie Langlebigkeit. Die biometrischen Annahmen, die wir für die Bewertung der Versicherungsverträge in unseren Beständen verwenden, werden auf der Grundlage aktualisierter Bestandsinformationen regelmäßig überprüft. Speziell in der Erstversicherung werden dabei auch länderspezifische Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden berücksichtigt. Zudem ziehen wir Marktstandards heran, um die Angemessenheit der biometrischen Rechnungsgrundlagen sowie der darin enthaltenen Trendannahmen zu überprüfen. In der Rückversicherung ergibt sich ein Stornorisiko auch aus der mittelbaren Übernahme von Stornorisiken von den Zedenten. Durch eine geeignete Vertragsgestaltung werden in der Regel sowohl dieses Risiko als auch das wirtschaftliche Risiko einer außerplanmäßigen Kündigung von Rückversicherungsverträgen weitgehend ausgeschlossen. Dem Stornorisiko in der Erstversicherung wird durch eine entsprechende Liquiditätsplanung und eine adäquate Ermittlung des Rückkaufswerts Rechnung getragen. Das Kumulrisiko beschreibt die Situation einer mehrfachen Betroffenheit durch das gleiche Schadenereignis. Im Rahmen unseres Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäfts umfasst das Kumulrisiko das Eintreten einer schweren Pandemie. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unsere gesamte Exponierung eingehend mittels Szenarioanalysen untersuchen und geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung ergreifen.

Im Bereich des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts umfassen die versicherungstechnischen Risiken das Beitrags-, Reserve- und Kumulrisiko. Das Beitragsrisiko beinhaltet, dass künftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher ausfallen als erwartet. Das Reserverisiko bezieht sich auf die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und bildet die Unsicherheit einer Besser- oder Schlechterabwicklung ab. Die Bewertung unserer Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie die entsprechenden Abwicklungsergebnisse sind in folgenden Kapiteln dargestellt: > Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze > Passivseite > D Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind > Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie unter > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (28) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle.

Im Bereich des Schaden- und Unfallversicherungsgeschäfts definieren wir Naturkatastrophen als eines der größten Kumulrisiken. Zur Steuerung dieses versicherungstechnischen Risikos entwickeln wir fundierte naturwissenschaftliche Modelle, die uns eine Quantifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie Schadenpotenziale erlauben.

Marktrisiko

Das Marktrisiko, dem wir bezogen auf unsere versicherungstechnischen Rückstellungen ausgesetzt sind, ist insbesondere das Zinsrisiko. Zu unterscheiden sind Zinsänderungsund Zinsgarantierisiken, wobei Zinsänderungsrisiken vor allem unser Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft betreffen. Zusätzlich sind unsere Segmente den Risiken einer Inflation ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken resultieren aus der Diskontierung der Deckungsrückstellung sowie der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Ökonomisch ergibt sich prinzipiell ein Zinsrisiko aus der Notwendigkeit, mit den Erträgen der Kapitalanlagen, welche die Rückstellungen bedecken, den kalkulatorisch zur Bewertung der Rückstellung verwendeten Diskontzins zu erwirtschaften. Die für die Abzinsung verwendeten Zinskurven sind unter > Erläuterungen zu Versicherungsverträgen > (48) Renditekurven für wesentliche Währungen dargestellt.

In der Lebenserstversicherung wird in der Regel über die gesamte Laufzeit eine implizite oder explizite Zinsgarantie auf der Basis eines zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses fixierten Zinssatzes gewährt, was die Versicherung einem Zinsgarantierisiko aussetzt. Aus dem Kapitalanlageergebnis ist – eventuell unter Einbeziehung des versicherungstechnischen Ergebnisses – eine entsprechende Mindestverzinsung für die vertraglich garantierten Leistungen langfristig zu erwirtschaften. Da die Kapitalanlagen in der Regel eine kürzere Laufzeit als die Verpflichtungen haben, besteht ein Wiederanlagerisiko. Bezüglich der in Zukunft eingehenden Prämien besteht ein Risiko in der Neuanlage. Unsere Lebenserstversicherer berücksichtigen die Kapitalmarktbedingungen bei ihrem Asset Liability Management. Sie wirken den Kapitalanlagerisiken durch eine langfristig ausgerichtete Anlagestrategie, auch in Verbindung mit derivativen Finanzinstrumenten, entgegen.

Auf eine längere Niedrigzinsphase folgte zuletzt eine deutliche Erholung am Zinsmarkt. Auswirkungen auf die langfristig ausgerichtete Anlagestrategie in Verbindung mit dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente berücksichtigen wir im Rahmen unseres Asset Liability Managements.

In der langfristigen Krankenerstversicherung wird ebenfalls ein kalkulatorischer Abzinsungssatz verwendet, um die Deckungsrückstellung zu bestimmen. Dieser kann aber grundsätzlich bei einer Beitragsanpassung verändert werden. Für das kurzfristige Geschäft besteht kein unmittelbares Zinsrisiko. Weitere Marktrisiken sind insbesondere bei fondsgebundenen Lebensversicherungsverträgen und beim Kapitalwahlrecht der aufgeschobenen Rentenversicherung von Bedeutung.

Für die fondsgebundenen Lebensversicherungsverträge in unserem Bestand werden die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer gehalten. Somit ergibt sich hieraus kein unmittelbares Marktrisiko. Eine entsprechende Tarifgestaltung stellt sicher, dass die für eine garantierte Mindestleistung im Todesfall erforderlichen Beitragsanteile jeweils bedarfsgerecht entnommen werden, orientiert am aktuellen Fondsvermögen, entnommen werden können.

Das Kapitalwahlrecht bei der aufgeschobenen Rentenversicherung verschafft dem Versicherungsnehmer die Option, sich die Rente zu einem festgelegten Zeitpunkt durch eine Einmalzahlung abfinden zu lassen. Hierbei ergibt sich ein potenzielles Risiko, wenn bei einem Zinsniveau deutlich oberhalb des für die Rentenkalkulation verwendeten Abzinsungssatzes unerwartet viele Versicherungsnehmer ihr Wahlrecht ausüben. Es besteht jedoch keine unmittelbare Zins- oder Marktsensitivität, da die Ausübung des Wahlrechts aufgrund der vorhandenen Versicherungskomponente durch individuelle Faktoren beim Versicherungsnehmer entscheidend beeinflusst wird.

In einigen Erst- und Rückversicherungsverträgen sind derivative Bestandteile von Variable Annuities enthalten, die getrennt vom zugrunde liegenden Vertrag bewertet und deren Wertveränderungen im Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten erfasst werden. Die Bewertung dieser eingebetteten Derivate ist sensitiv bezüglich Aktienkursen, Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Zinsen. Die Sensitivitäten werden jedoch nahezu vollständig kompensiert, weil diesen Derivaten zum Großteil direkt Finanzderivate zu Sicherungszwecken gegenüberstehen.

Die Entwicklung der Inflation berücksichtigen wir im Rahmen der Schätzungen für die versicherungstechnischen Rückstellungen mittels aktuarieller Standard-Verfahren und über unsere erfahrungsbasierte Reservierungspraxis.

Liquiditätsrisiko

Für Munich Re könnte ein Liquiditätsrisiko bestehen, wenn der Zahlungsmittelabfluss durch Zahlungen für Versicherungsfälle und die mit dem Geschäft in Zusammenhang stehenden Kosten den Zahlungsmittelzufluss aus Beiträgen sowie aus Kapitalanlagen übersteigen würde. Die folgenden nach Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft und Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft getrennten Tabellen geben Auskunft über die erwarteten künftigen Zahlungsmittelabflüsse unserer abgeschlossenen Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten darstellen, und abgegebenen (Rück-)Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten darstellen.

Bei diesen Schätzwerten ist zu beachten, dass diese in die Zukunft gerichteten Angaben mit einer beträchtlichen Unsicherheit verbunden sein können.

Fälligkeitsanalyse der verbleibenden nicht abgezinsten vertraglichen Nettozahlungsströme im Lebens- und Gesundheitsversicherungsgeschäft

2023
> 1 Jahr
und
> 2 Jahre
und
> 3 Jahre
und
> 4 Jahre
und
> 5 Jahre
und
≤ 10
> 10
Mio. € ≤ 1 Jahr ≤ 2 Jahre ≤ 3 Jahre ≤ 4 Jahre ≤ 5 Jahre Jahre Jahre
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die
Verbindlichkeiten sind 6�056 5�951 4�488 4�343 4�346 23�077 175�103
Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind –24 –72 –12 –7 –3 –2 –54
Gesamt 6�032 5�880 4�476 4�336 4�342 23�075 175�049
Vorjahr
> 1 Jahr
und
> 2 Jahre
und
> 3 Jahre
und
> 4 Jahre
und
> 5 Jahre
und
≤ 10
> 10
Mio. € ≤ 1 Jahr ≤ 2 Jahre ≤ 3 Jahre ≤ 4 Jahre ≤ 5 Jahre Jahre Jahre
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die
Verbindlichkeiten sind 2�401 6�339 3�701 4�076 4�127 22�616 178�301
Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind 34 4 –3 –3 –2 –5 –28
Gesamt 2�435 6�344 3�698 4�073 4�125 22�611 178�273

Fälligkeitsanalyse der verbleibenden nicht abgezinsten vertraglichen Nettozahlungsströme im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

2023
> 1 Jahr > 2 Jahre > 3 Jahre > 4 Jahre > 5 Jahre
und
und und und und ≤ 10 > 10
Mio. € ≤ 1 Jahr ≤ 2 Jahre ≤ 3 Jahre ≤ 4 Jahre ≤ 5 Jahre Jahre Jahre
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die
Verbindlichkeiten sind 30�714 14�473 9�253 6�500 4�602 9�637 5�938
Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind 236 –11 2 3 1 2 2
Gesamt 30�950 14�462 9�254 6�503 4�603 9�639 5�939
Vorjahr
> 1 Jahr
und
> 2 Jahre
und
> 3 Jahre
und
> 4 Jahre
und
> 5 Jahre
und
≤ 10
> 10
Mio. € ≤ 1 Jahr ≤ 2 Jahre ≤ 3 Jahre ≤ 4 Jahre ≤ 5 Jahre Jahre Jahre
Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten
sind 25�197 14�173 9�064 6�275 4�673 10�089 5�849
Abgegebene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind 100 5 –1 0 0 –4 –4
Gesamt 25�297 14�178 9�064 6�275 4�672 10�085 5�846

Die Beträge aus den Portfolios aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die Verbindlichkeiten sind, welche auf Anforderung zu zahlen sind, umfassen vor allem die Rückkaufswerte in der deutschen Lebenserstversicherung. Im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland und im Segment ERGO International betragen die auf Anforderung zu zahlenden Beträge aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die Verbindlichkeiten sind, im aktuellen Geschäftsjahr 52.793 (35.377) Millionen €. Für die entsprechenden Vertragsportfolios, die Verbindlichkeiten sind, weisen wir einen Buchwert von 74.369 (69.476) Millionen € aus.

Auf Anforderung zu zahlende Beträge aus den Portfolios aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, die Verbindlichkeiten sind, umfassen im aktuellen Geschäftsjahr im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall 189 (207) Millionen €. Für die entsprechenden Vertragsportfolios, die Verbindlichkeiten sind, weisen wir einen Buchwert von 18.794 (16.961) Millionen € aus. Diese auf Anforderung zu zahlenden Beträge resultieren überwiegend aus Rückversicherungsverträgen, bei denen der Zedent einen Anspruch auf Auszahlung des Schadenreservedepots hat.

Ausfallrisiken

Die Höhe aller Zahlungsströme aus Versicherungsverträgen, die einem Ausfallrisiko unterliegen, ermitteln wir aus den erwarteten Barwerten der Einzahlungen jeweils für abgeschlossene und abgegebene Versicherungsverträge.

Hierbei ist zu beachten, dass diese ohne die entsprechenden Auszahlungen gezeigt werden. Aufrechnungsvereinbarungen oder aufgrund der Verschlechterung der Bonität zulässige Kündigungen, die dem Kreditausfall entgegenstehen, reduzieren das tatsächliche Kreditausfallrisiko erheblich.

Ein Ausfall zukünftiger Zahlungsströme bedeutet in der Regel eine Reduktion der vertraglichen Servicemarge.

Die Informationen zur Kreditqualität der Barwerte der zukünftigen Einzahlungen aus abgegebenen Versicherungsverträgen, die Vermögenswerte sind, basiert auf der Einstufung der Gegenpartei durch die führenden internationalen Ratingagenturen. Falls mehr als eine Einstufung von unterschiedlichen Ratingagenturen verfügbar ist, verwenden wir die zweithöchste Einstufung für die Gesamtbewertung der erwarteten Einzahlungsströme der Gegenpartei.

Barwerte der zukünftigen Einzahlungen aus Versicherungsverträgen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Barwerte der zukünftigen Einzahlungen
aus abgeschlossenen Versicherungs
verträgen 358�589 340�916
Barwerte der zukünftigen Einzahlungen
aus abgegebenen Versicherungsver
trägen 7�190 7�470
Barwerte der zukünftigen Einzahlungen
aus abgegebenen Versicherungsver
trägen, die Vermögenswerte sind 5�782 5�960
Entsprechend nach Rating
AAA 14 57
AA 808 658
A 1�835 1�835
BBB und niedriger 367 359
Kein Rating verfügbar 2�759 3�050

Der hohe Barwert der zukünftigen Einzahlungen aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ist auf die langen Vertragslaufzeiten in Verbindung mit den hohen Prämienvolumen im Rückversicherungsgeschäft zurückzuführen.

Sonstige Angaben

54 Mutterunternehmen

Oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (Münchener Rück AG), Königinstraße 107, 80802 München.

Der Sitz der Gesellschaft ist München, Deutschland (Handelsregisternummer: HRB 42039, Registergericht: Amtsgericht München).

Die Gesellschaft erfüllt neben ihrer Aufgabe als Rückversicherer auch die Aufgaben einer Holding des Konzerns.

55 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben zuletzt im November 2023 eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) abgegeben und ihren Aktionären über das Internet unter www.munichre.com/cg-de dauerhaft zugänglich gemacht.

56 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Angaben über die Bezüge der Organmitglieder sowie über Geschäftsvorfälle mit diesen finden Sie unter www.munichre.com/vorstand sowie in diesem Kapitel unter > (59) Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats.

Geschäftsvorfälle zwischen der Münchener Rück AG und den Tochterunternehmen, die als nahestehende Unternehmen anzusehen sind, wurden durch die Konsolidierung eliminiert und werden im Konzernanhang nicht erläutert. Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung; dies gilt ebenso für die Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Für die betriebliche Altersversorgung von Munich Re bestehen mehrere externe Versorgungsträger, die als nahestehende Parteien nach IAS 24 gelten. Die Münchener Rück AG hat für die Direktzusagen auf betriebliche Altersversorgung ein Contractual Trust Arrangement in Form einer doppelseitigen Treuhand eingerichtet, wobei der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Pensionstreuhänder e.V. als nahestehende Partei im Sinne des IAS 24 gilt. Die Beiträge an diesen werden für beitrags- und leistungsorientierte Pensionszusagen verwendet. Außerdem gilt die Münchener Rück Versorgungskasse als nahestehendes Unternehmen gemäß IAS 24. Die Beiträge an die Versorgungskasse werden als Aufwand für beitragsorientierte Pensionszusagen ausgewiesen. Für weitere Informationen zu den Pensionszusagen von Munich Re siehe > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (29) Andere Rückstellungen.

Zu Transaktionen nahestehender Unternehmen mit Aktien der Münchener Rück AG siehe > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (24) Eigenkapital.

57 Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung der Personalaufwendungen

Mio. € 2023 Vorjahr
Löhne und Gehälter –3�813 –3�383
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Unterstützung –617 –523
Aufwendungen für Altersversorgung –238 –259
Gesamt –4�668 –4�165

58 Incentive-Pläne

Long-Term Incentive-Pläne

Die Gesellschaften im Geschäftsfeld Rückversicherung legen seit 1. Januar 2020 Long-Term Incentive-Pläne auf, die weltweit nach einheitlichen Grundsätzen ausgestaltet sind. Alle vor dem 1. Januar 2020 gewährten langfristigen Vergütungspläne wurden abgelöst oder sind zum 31. Dezember 2021 ausgelaufen. Die einheitliche Vergütungssystematik dieser Long-Term Incentive-Pläne entspricht im Wesentlichen jener des Mehrjahresbonus der Vorstandsmitglieder, die im Vergütungsbericht dargestellt und unter www.munichre.com/vorstand zu finden ist. Die seit 1. Januar 2022 geltende konzeptionelle Anpassung des Mehrjahresbonus der Vorstandsmitglieder wurde für das obere Management ab 1. Januar 2023 übernommen.

59 Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats

Vergütung des Vorstands gemäß IAS 24

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
Kurzfristig fällige Leistungen
(Grundvergütung, Nebenleistungen,
Jahresbonus, im Vorjahr: Ausgleichs
zahlung anstelle bAV-Beitrag) 26�4 20�7
Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
(bAV-Beiträge und Dienstzeitaufwände) 3�0 4�6
Andere langfristig fällige Leistungen
(Mehrjahresbonus) 10�3 11�9
Gesamt 39�7 37�2

Die Gesamtbezüge (kurzfristig fällige Leistungen und andere langfristig fällige Leistungen) des Vorstands der Münchener Rück AG beliefen sich auf 36,7 (32,6) Millionen €; darin enthalten sind Bezüge von zwei Vorstandsmitgliedern in Höhe von 4,7 (2,5) Millionen €, die von verbundenen Unternehmen für die dort erbrachten Tätigkeiten gewährt wurden. Der Wert der Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betrug im Berichtsjahr 3,0 (4,6) Millionen €. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Münchener Rück AG betrugen insgesamt 3,2 (3,2) Millionen €, wobei es sich um kurzfristig fällige Leistungen handelt. Darin enthalten sind 0,1 (0,1) Millionen € für von anderen Konzernunternehmen gewährte Aufsichtsratsvergütungen.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebener bezifferten sich auf 14,3 (10,1) Millionen €.

Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder haben keine weiteren personalaufwandswirksamen Pensionsansprüche erworben. Nach Abzug der für die bestehenden Pensionsverpflichtungen separierten Vermögenswerte (Contractual Trust Arrangement) verblieben zum Stichtag residual keine Pensionsrückstellungen und keine Rückstellungen für vergleichbare Leistungen für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene. Der Wert der Verpflichtung beträgt 131,0 (124,1) Millionen €.

Für frühere Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Hinterbliebene bestehen keine Pensionsverpflichtungen, die durch die Aufsichtsratstätigkeit erworben wurden.

Die Organmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Vorschüsse oder Kredite. Für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer des Konzerns erhielten Aufsichtsratsmitglieder Vergütungen in Höhe von 1,3 (1,4) Millionen €. Einige Organmitglieder halten Versicherungsverträge mit Gesellschaften von Munich Re sowie MEAG-Fondsanteile in geringer Höhe. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Geschäfte zwischen den Organmitgliedern und Munich Re getätigt.

Alle weiteren Angaben zum Vergütungssystem und den Vergütungsbericht von Vorstand und Aufsichtsrat finden Sie unter www.munichre.com/vorstand und www.munichre.com/aufsichtsrat. Angaben zum Aktienbesitz des Vorstands sind sowohl im Vergütungsbericht als auch unter www.munichre.com/vorstand/aktienbesitz zu finden.

60 Mitarbeiterzahl

Zum Jahresende waren in Deutschland 18.896 (18.625) und im Ausland 23.916 (22.764) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Angabe berücksichtigt die Anzahl der Mitarbeiter von unseren konsolidierten Tochterunternehmen.

Zusammensetzung der Mitarbeiterzahl

31�12�2023 Vorjahr
Rückversicherung 16�146 15�211
ERGO 26�666 26�178
Gesamt 42�812 41�389

61 Abschlussprüferhonorare

Für Leistungen, die der Konzernabschlussprüfer (EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) für das Mutterunternehmen und konsolidierte Tochterunternehmen erbracht hat, wurde im Geschäftsjahr folgendes Honorar im Einklang mit IDW RS HFA 36 als Aufwand erfasst:

Zusammensetzung der Abschlussprüferhonorare

Mio. € 2023
Abschlussprüfungsleistungen –14�5
Andere Bestätigungsleistungen –0�5
Steuerberatungsleistungen 0�0
Sonstige Leistungen –1�0
Gesamt –16�0

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen bezieht sich vor allem auf die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der Münchener Rück AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen unserer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen (insbesondere die Prüfung der Solvabilitätsübersicht) und mit dem Prüfungsausschuss vereinbarte Prüfungsleistungen zur Prüfung der Einführung von IFRS 9 und IFRS 17. Zudem erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen wie auch freiwillige Jahresabschlussprüfungen und projektbegleitende IT-Prüfungen sowie vertraglich vorgesehene Prüfungen des internen Kontrollsystems bei Dienstleistungsunternehmen.

Andere Bestätigungsleistungen betreffen gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder sonstige beauftragte Prüfungs- und Beratungsleistungen. Hierzu gehören Bestätigungsleistungen gegenüber dem gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung und gegenüber ausländischen Behörden sowie die Bestätigung von Umweltkennzahlen. Zudem erfolgten die Prüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie die Erteilung

eines Comfort Letters und die Prüfung des Allokationsberichts für die Erlösverwendung im Zusammenhang mit der Emission einer grünen Nachranganleihe.

Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen qualitätssichernde Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit der Einführung regulatorischer Vorgaben basierend auf von uns vorgelegten Lösungen und Konzepten.

Unter Einbeziehung der internationalen EY-Netzwerkgesellschaften ergibt sich ein Honorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 30,8 (30,2) Millionen €, davon ergaben sich einmalige Honorare für die Einführung neuer Bilanzierungsstandards und die Prüfung von IT-Sonderprojekten in Höhe von 6,1 (5,8) Millionen €. Die anderen Bestätigungsleistungen betragen 1,7 (2,3) Millionen € und die sonstigen Leistungen 1,1 (1,3) Millionen €. Steuerberatungsleistungen wurden nicht erbracht.

62 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Munich Re geht im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit Eventualverpflichtungen ein. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Garantien in Höhe von 15 (0) Millionen €. Die Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten betragen 4 (4) Millionen €. Weitere sonstige Eventualverbindlichkeiten betragen 1 (0) Millionen €.

Die Bewertung erfolgt durch die Experten der betroffenen Einheiten analog zu den Bewertungsvorgaben für Andere Rückstellungen auf Basis der bestmöglichen Schätzung. Eventualverbindlichkeiten werden angegeben, wenn lediglich eine mögliche Verpflichtung vorliegt oder eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, für die ein Ressourcenabfluss jedoch als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wird oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.

Gesellschaften von ERGO haben für ausschließlich in ihrem Auftrag tätige Versicherungsvermittler die uneingeschränkte Haftung aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten übernommen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko einer Inanspruchnahme durch den Kunden. Für den Fall einer Inanspruchnahme besteht grundsätzlich eine Regressmöglichkeit bei dem Vermittler bzw. über dessen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Die Anwendung steuerlicher Regelungen kann zum Zeitpunkt der Berechnung von Steuererstattungsansprüchen und -verbindlichkeiten ungeklärt sein. Bei der Berechnung der Steuerposten ist die jeweils wahrscheinlichste Anwendung zugrunde gelegt. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung hierzu eine abweichende Auffassung vertreten. Daraus können sich zusätzliche steuerliche Verbindlichkeiten ergeben.

Nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sind alle deutschen Lebens- und Krankenversicherer unserer Gruppe zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Für die Lebensversicherer kann der Sicherungsfonds neben der laufenden Beitragsverpflichtung von 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen zusätzlich Sonderbeiträge bis zu einer Höhe von einem Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Für die Krankenversicherer erfolgt keine Vorfinanzierung, zur Erfüllung seiner Aufgaben kann der Fonds jedoch Sonderbeiträge bis zwei Promille der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben. Daraus könnte sich auf Konzernebene eine mögliche Verpflichtung von 159 (169) Millionen € ergeben. Die Aufgaben und Befugnisse des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Lebensversicherung liegen bei der Protektor Lebensversicherungs-AG. Mit den Aufgaben und Befugnissen des gesetzlichen Sicherungsfonds für die Krankenversicherung ist die Medicator AG betraut.

Munich Re ist Mitglied in der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) und der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft. Eine Inanspruchnahme entsprechend unserer Beteiligungsquote könnte daraus resultieren, wenn ein anderes Mitglied dieser Pools ausfallen würde. Wir schätzen das Risiko einer derartigen Inanspruchnahme jedoch als unwahrscheinlich ein.

Des Weiteren geht Munich Re unterschiedliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ein. Diese beziffern sich für Werk- und Dienstleistungsverträge auf 1.429 (1.259) Millionen € sowie für Investitionsverpflichtungen auf 2.667 (2.699) Millionen €, wovon 9 (31) Millionen € aus unseren Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen resultieren. Zum Stichtag wurden Kreditzusagen von 24 (2.008) Millionen € gegeben. Mit Inkrafttreten von IFRS 9 werden Kreditzusagen, die bislang nach IAS 37 bilanziert wurden, als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifiziert, sofern die aus den Kreditzusagen später zugehenden Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 13 (13) Millionen €.

Darüber hinaus hat Munich Re keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind wir nicht eingegangen.

63 Maßgebliche Beschränkungen

Regulatorische, gesetzliche oder vertragliche Beschränkungen sowie Schutzrechte nicht beherrschender Anteile können den Konzern in seinen Möglichkeiten einschränken, Zugang zu Vermögenswerten der Gruppe zu erlangen oder diese zu verwerten und Verbindlichkeiten des Konzerns zu begleichen.

Die Buchwerte verfügungsbeschränkter Vermögenswerte im Konzern sind unter den jeweiligen Posten in den Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva aufgeführt. Die Beschränkungen resultieren überwiegend aus vertraglichen Vereinbarungen. Unter anderem handelt es sich um verpfändete Wertpapierdepots zur Besicherung unserer Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft sowie um

die Besicherung von Derivategeschäften mit Wertpapieren und Barsicherheiten oder von Bankverbindlichkeiten mit nichtfinanziellen Vermögenswerten.

Einzelne nationale Vorschriften erfordern eine gesonderte Verwaltung von Vermögenswerten, die zur Deckung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft vorzuhalten sind. Grundsätzlich gelten für den Zugang zu diesen Vermögenswerten und deren Verwertung besondere aufsichtsrechtliche Regelungen.

Zudem unterliegen wir aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die Dividendenzahlungen oder andere Kapitalausschüttungen oder Darlehen sowie Vorauszahlungen innerhalb des Konzerns einschränken können.

Aufgrund aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalanforderungen können unser Tochterunternehmen Munich American Reassurance Company und Munich Reinsurance America Inc. zurzeit nur mit Zustimmung der zuständigen US-Aufsichtsbehörde Dividenden ausschütten oder Kapital an das Mutterunternehmen transferieren.

64 Leasing

Die aus unseren Leasingnehmerverhältnissen resultierenden Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten finden Sie unter > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva > (23) Übrige Aktiva sowie > Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva > (31) Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit.

Kurzfristige Leasingverhältnisse, die eine Laufzeit von weniger als 12 Monaten haben (und keine Kaufoption enthalten), sowie Leasingvereinbarungen, bei denen der der Vereinbarung zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, werden nicht bilanziert, sondern ergebniswirksam in Höhe von 1 (2) Million € im Aufwand erfasst.

Munich Re tritt auch als Leasinggeber auf. Operating-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen vermietete Immobilien.

Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen

Mio. € 31�12�2023 Vorjahr
≤ 1 Jahr 366 360
> 1 Jahr und
≤ 5 Jahre 1�097 1�100
> 5 Jahre 1�118 1�245
Gesamt 2�581 2�706

Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Finanzierungs-Leasingverhältnisse über Immobilienvermögen, die in folgender Tabelle dargestellt sind:

Fälligkeiten

31�12�2023 Vorjahr
Brutto Netto Brutto Netto
Mio. € investition Zinsanteil investition investition Zinsanteil investition
Mindestleasingzahlungen ≤ 1 Jahr 1 0 0 1 0 0
Mindestleasingzahlungen > 1 Jahr und ≤ 5 Jahre 5 1 4 2 1 1
Mindestleasingzahlungen > 5 Jahre 72 55 17 69 55 13
Gesamte Mindestleasingzahlungen 78 57 21 71 56 15
Nicht garantierte Restwerte 41 29 13 41 29 12
Gesamt 119 85 34 113 86 27

65 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Munich Re hat am 31. Januar 2024 über ihre Tochtergesellschaften TS Texas II LP, Wilmington, und TS Louisiana II LP, Wilmington, 44.000 Hektar Forstflächen in Texas und Louisiana von einem institutionellen Investor erworben und einen Bewirtschaftungsvertrag abgeschlossen. Die Wälder werden professionell und nachhaltig bewirtschaftet, um durch Holzschlag und planmäßige Aufforstung langfristige Zahlungszuflüsse für Munich Re zu sichern. Der vorläufige Kaufpreis der Forstflächen beträgt insgesamt 230 Millionen €, davon 117 Millionen € für TS Texas II LP und 113 Millionen € für TS Louisiana II LP. Dieser wurde aus liquiden Mitteln beglichen. Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar: Nichtfinanzielle Kapitalanlagen 230 Millionen €, davon entfallen 220 Millionen € auf biologische Vermögenswerte und Grundstücke. Zum Erwerbszeitpunkt bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.

Die Münchener Rück AG hat im Februar 2023 ein Aktienrückkaufprogramm auf den Weg gebracht. Bis zur Hauptversammlung am 25. April 2024 sollen eigene Aktien im Wert von maximal 1 Milliarde € (ohne Nebenkosten) erworben werden.

66 Ergebnis je Aktie

Verwässernde Effekte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie gesondert ausgewiesen werden müssen, lagen weder zum Bilanzstichtag noch im Vorjahr vor. Das Ergebnis je Aktie kann in Zukunft potenziell durch die Ausgabe von Aktien oder Bezugsrechten aus dem genehmigten und dem bedingten Kapital verwässert werden.

Ergebnis je Aktie

2023 Vorjahr
Konzernergebnis auf
Anteilseigner der
Münchener Rück AG entfallend
Mio. €
4�606 5�313
Gewichteter Durchschnitt der
Anzahl ausstehender Aktien 135�976�812 139�364�438
Ergebnis je Aktie
33�88 38�12

Die Anzahl der ausstehenden Aktien verringerte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023 aufgrund des Aktienrückkaufprogramms um 3.043.376 (2.455.748) Aktien.

67 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn 2023 der Münchener Rück AG beträgt laut Einzelabschluss nach deutschem Recht (HGB) 2.011.227.360,00 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 15,00 € auf jede dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 gemäß § 313 Abs. 2 HGB

Bei den nachstehenden Angaben handelt es sich um die gemäß § 16 Abs. 2 und 4 AktG addierten unmittelbaren und mittelbaren Anteile an Unternehmen des Konsolidierungskreises gemäß § 315e HGB und an Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB.

%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
Konsolidierte Tochterunternehmen
13th & F Associates Limited Partnership,
Washington, D.C.1 100�0000
40 Courcelles SAS, Paris 100�0000
320 Park Avenue Associates LLC, Dover, Delaware 100�0000
330 Madison Associates LLC, Dover, Delaware 100�0000
330 Madison Holdings LLC, Dover, Delaware 100�0000
1440 New York Ave. Associates LP, Dover, Delaware1 100�0000
Adelfa Servicios a Instalaciones Fotovoltaicas S.L.,
Santa Cruz de Tenerife 100�0000
AGRA Gesellschaft für landwirtschaftliche Entwicklung
und Beteiligung GmbH, Berlin 100�0000
ALLYSCA Assistance GmbH, München 100�0000
American Alternative Insurance Corporation,
Wilmington, Delaware 100�0000
American Digital Title Insurance Company,
Brighton, Colorado 100�0000
American Family Home Insurance Company,
Jacksonville, Florida 100�0000
American Modern Home Insurance Company,
Amelia, Ohio 100�0000
American Modern Home Service Company, Amelia, Ohio 100�0000
American Modern Insurance Company of Florida Inc.,
Jacksonville, Florida 100�0000
American Modern Insurance Group Inc., Amelia, Ohio 100�0000
American Modern Lloyds Insurance Company,
Dallas, Texas 100�0000
American Modern Property & Casualty Insurance
Company, Amelia, Ohio 100�0000
American Modern Select Insurance Company,
Amelia, Ohio 100�0000
American Southern Home Insurance Company,
Jacksonville, Florida 100�0000
American Western Home Insurance Company,
Oklahoma City, Oklahoma 100�0000
ATU Landbau GmbH & Co. KG, München 94�9000
Bagmoor Holdings Limited, London 100�0000
Bagmoor Wind Limited, London 100�0000
Bell & Clements (London) Ltd., London 100�0000
Bell & Clements (USA) Inc., Wilmington, Delaware 100�0000
Bell & Clements Inc., Herndon, Virginia 100�0000
Bell & Clements Ltd., London 100�0000
Blewett & Associates Inc., London, Ontario 75�0000
Bridgeway Insurance Company, Dover, Delaware 100�0000
Cardea Silva I LP, Wilmington, Delaware 100�0000
CBIG – Canadian Benefits Investment & Insurance
Group Inc., Vancouver, British Columbia 67�4946
CBIG Investments Inc., Vancouver, British Columbia 100�0000
CBIG Mortgage Group Ltd., Vancouver, British Columbia 100�0000
Ceres Demetra GmbH, München 100�0000
Chinook Silva LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
CITY OFFICE S.A., Brüssel 100�0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate
Issuer Trust I Series 2018-24, Wilmington, Delaware 95�0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate
Issuer Trust I Series 2018-31, Wilmington, Delaware 95�0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate
Issuer Trust I Series 2019-05, Wilmington, Delaware 95�0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate
Issuer Trust I Series 2019-10, Wilmington, Delaware 95�0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate
Issuer Trust I Series 2019-40, Wilmington, Delaware 95�0000
Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Certificate
Issuer Trust I Series 2019-47, Wilmington, Delaware 95�0000
Corion Pty Ltd, Sydney 100�0000
Cornwall Power (Polmaugan) Limited, London 100�0000
Countryside Renewables (Forest Heath) Limited, London 100�0000
D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de
Protection Juridique, Brüssel 100�0000
D.A.S. Towarzystwo Ubezpieczen Ochrony Prawnej S.A.,
Warschau 100�0000
Dansk Demetra ApS, Frederiksberg C 100�0000
DAS Holding N.V., Amsterdam 51�0000
DAS Law Limited, Bedwas 100�0000
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited,
Bedwas 100�0000
DAS Legal Services B.V., Amsterdam 100�0000
DAS Nederlandse Rechtsbijstand
Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100�0000
DAS Services Limited, Bedwas 100�0000
DAS UK Holdings Limited, Bedwas 100�0000
Digital Advantage Insurance Company, Dover, Delaware 100�0000
DKV Belgium S.A., Brüssel 100�0000
DKV Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft,
Köln 100�0000
DKV Erste Real Estate GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100�0000
DKV Pflegedienste & Residenzen GmbH, Köln 100�0000
DKV Seguros y Reaseguros S.A. Española, Saragossa 100�0000
DKV Servicios S.A., Saragossa 100�0000
DKV Zweite Real Estate GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100�0000
DMI Disability Management Institute Inc.,
Vancouver, British Columbia 100�0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed
Income, Inhaber-Anteile I4D), Luxemburg 100�0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed
Income, Inhaber-Anteile I6D o.N.), Luxemburg 100�0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed
Income, Inhaber-Anteile I7D o.N.), Luxemburg 100�0000
DWS Concept SICAV (Subfonds Institutional Fixed
Income, Inhaber-Anteile I8D o.N.), Luxemburg 100�0000
E&S Claims Management Inc., Herndon, Virginia 100�0000
EIG Co., Wilmington, Delaware 100�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
ERGO Austria International AG, Wien 100�0000
ERGO Beratung und Vertrieb AG, Düsseldorf 100�0000
ERGO Danismanlik A.S., Istanbul 100�0000
ERGO Deutschland AG, Düsseldorf 100�0000
ERGO Digital Ventures AG, Düsseldorf 100�0000
ERGO Direkt AG, Fürth 100�0000
ERGO DIREKT Versicherung AG, Fürth 100�0000
ERGO Elfte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Fund I LP, Dover, Delaware1 100�0000
ERGO Generales Seguros y Reaseguros S.A., Madrid 100�0000
ERGO Group AG, Düsseldorf 100�0000
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf1 100�0000
ERGO Insurance (Thailand) Public Co. Ltd., Bangkok 86�9039
ERGO Insurance Company Single Member S.A., Athen 100�0000
ERGO Insurance N.V., Brüssel 100�0000
ERGO Insurance Pte. Ltd., Singapur 100�0000
ERGO Insurance SE, Tallinn 100�0000
ERGO International Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100�0000
ERGO International Services GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Invest SIA, Riga 100�0000
ERGO Krankenversicherung AG, Fürth 100�0000
ERGO Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Hamburg 100�0000
ERGO Life Insurance SE, Vilnius 100�0000
ERGO Life S.A., Grevenmacher 100�0000
ERGO Neunte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Pensionsfonds Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100�0000
ERGO Pensionskasse AG, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Dritte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital ERGO Leben GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Gesundheit GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Komposit GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Pensionskasse GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Victoria Leben GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Vierte GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Vorsorge GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital Zweite GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Reiseversicherung AG, München 100�0000
ERGO Sechzehnte Beteiligungs-AG, München 100�0000
ERGO SU Erste Real Estate GmbH & Co.KG, Düsseldorf 100�0000
ERGO Technology & Services Management AG,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Technology & Services S.A., Danzig 100�0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf 100�0000
ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 100�0000
ERGO Vida Seguros y Reaseguros S.A., Saragossa 100�0000
ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG, Düsseldorf 100�0000
ERV Evropská pojišt'ovna a.s., Prag 100�0000
Euro-Center Holding SE, Prag 83�3333
Europaeiske Rejseforsikring A/S, Kopenhagen 100�0000
Faunus Silva LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Flexitel Telefonservice GmbH, Berlin 100�0000
Forst Ebnath AG, Ebnath 100�0000
FOTOUNO S.r.l., Brixen 100�0000
FOTOWATIO ITALIA GALATINA S.r.l., Brixen 100�0000
FREE MOUNTAIN SYSTEMS S.L., Madrid 100�0000
FS Louisiana I LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
FS Louisiana II LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
FS San Augustine LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
Fundo Invest Exclusivo referenciado di Munich Re Brasil,
São Paulo4 99�7900
FW Żary Sp.z.o.o., Warschau 100�0000
Gaucheret S.A., Ixelles 100�0000
GHGH Holdings Inc., Vancouver, British Columbia 100�0000
Global Standards LLC, Dover, Delaware 100�0000
Great Lakes Insurance SE, München 100�0000
Great Lakes Insurance UK Limited, London 100�0000
GroupHEALTH Global Benefit Systems Inc.,
Vancouver, British Columbia 100�0000
GroupHealth Northern Partners Inc.,
Vancouver, British Columbia 100�0000
GroupSource GP Inc., Vancouver, British Columbia 100�0000
GroupSource Limited Partnership, Calgary, Alberta1 100�0000
Groves, John & Westrup Limited, Liverpool 100�0000
Habiriscos – Investimentos Imobiliários, S.A., Lissabon 100�0000
Haley Silva LP, Wilmington, Delaware 100�0000
Hartford Steam Boiler (M) SDN BHD, Kuala Lumpur 100�0000
Hartford Steam Boiler (Singapore) Pte. Ltd., Singapur 100�0000
Hartford Steam Boiler International GmbH, Rheine 100�0000
Hartford Steam Boiler Ireland Limited, Dublin 100�0000
HMV GFKL Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100�0000
Houten Property B.V., Amsterdam 100�0000
HSB Brasil Servicos de Engenharia e Inspecao Ltda,
São Paulo 100�0000
HSB Engineering Finance Corporation, Dover, Delaware 100�0000
HSB Engineering Insurance Limited, Manchester 100�0000
HSB Engineering Insurance Services Limited, London 100�0000
HSB Fund I LP, Dover, Delaware1 100�0000
HSB Group Inc., Dover, Delaware 100�0000
HSB International (India) Private Limited, Vadodara 100�0000
HSB Japan K.K., Tokio 100�0000
HSB Secure Services Inc., Hartford, Connecticut 100�0000
HSB Solomon Associates Canada Ltd.,
Saint John, New Brunswick 100�0000
HSB Solomon Associates LLC, Dover, Delaware 100�0000
HSB Specialty Insurance Company,
Hartford, Connecticut 100�0000
HSB Technical Consulting & Service (Shanghai) Co. Ltd.,
Shanghai 100�0000
Ibero Property Portugal – Investimentos Imobiliários S.A.,
Lissabon 100�0000
Ibero Property Trust S.A., Madrid 100�0000
IDEENKAPITAL Financial Service GmbH i. L.,
Düsseldorf 100�0000
IDEENKAPITAL GmbH, Düsseldorf 100�0000
IDEENKAPITAL Media Finance GmbH i. L., Düsseldorf 100�0000
IDEENKAPITAL Metropolen Europa GmbH & Co. KG,
Düsseldorf
72�3477
iii-Fonds VICTORIA Lebensversicherung, München4 100�0000
IK Einkauf Objekt Eins GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100�0000
IK Einkauf Objektmanagement GmbH, Düsseldorf 100�0000
IK Einkaufsmärkte Deutschland GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 52�0867
IK Premium Fonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100�0000
IKFE Properties I AG, Zürich 66�7019
Imofloresmira – Investimentos Imobiliários S.A.,
Lissabon 100�0000
ITERGO Informationstechnologie GmbH, Düsseldorf 100�0000
ITERGO Service GmbH, Düsseldorf 100�0000
K & P Pflegezentrum Uelzen IMMAC Renditefonds
GmbH & Co. KG, Düsseldorf 85�5944
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH, Köln 100�0000
KS SPV 23 Limited, London 100�0000
Laren Silva I LP, Wilmington, Delaware 100�0000
Laurel Preston Hollow Associates LLC,
Wilmington, Delaware 100�0000
LEGIAL AG, München 100�0000
Liberty Warehouse Associates LLC,
Wilmington, Delaware 100�0000
Lietuva Demetra GmbH, München 100�0000
Lloyds Modern Corporation, Dallas, Texas 100�0000
Longial GmbH, Düsseldorf 100�0000
Lynt Farm Solar Limited, London 100�0000
MAGAZ FOTOVOLTAICA S.L.U., Alcobendas 100�0000
Manion Wilkins & Associates Ltd., Toronto, Ontario 64�7406
Marina Sp.z.o.o., Sopot 100�0000
MD Insurance Services Limited, Birkenhead 100�0000
MD Remedial Contractors Limited, Birkenhead 100�0000
MD Warranty Inspection Services Limited, Birkenhead 100�0000
MD Warranty Support Services Limited, Birkenhead 100�0000
MEAG Ambition, München4 100�0000
MEAG Anglo Celtic Fund, München4 100�0000
MEAG ATLAS, München4 100�0000
MEAG Benedict, München4 100�0000
MEAG Cash Management GmbH, München 100�0000
MEAG EDK Quantum, München4 100�0000
MEAG EDL CurryGov, München4 100�0000
MEAG EDS AGIL, München4 100�0000
MEAG ESUS 1, München4
MEAG EUR Global 1, München4
100�0000
100�0000
MEAG Euro 1, München4 100�0000
MEAG Euro 2, München4 100�0000
MEAG EURO-FONDS, München4 100�0000
MEAG European Prime Opportunities, München4 56�6867
MEAG Eurostar, München4 100�0000
MEAG EURO-Yield, München4 100�0000
MEAG FlexConcept – Basis, Luxemburg4 100�0000
MEAG FlexConcept – Eurobond, Luxemburg4 100�0000
MEAG FlexConcept – Wachstum, Luxemburg4 100�0000
MEAG GBP Global-STAR, München4 100�0000
MEAG German Prime Opportunities (GPO), München4 100�0000
MEAG HBG 1, München4 100�0000
MEAG HM Sach Rent 1, München4 100�0000
MEAG HMR 1, München4 100�0000
MEAG HMR 2, München4 100�0000
MEAG Hyperion Fund, München4 100�0000
MEAG IREN, München4 100�0000
MEAG Kapital 2, München4 100�0000
MEAG Kapital 5, München4 100�0000
MEAG Kubus 1, München4 100�0000
MEAG Lambda EUR EM Local, Grünwald4 100�0000
MEAG Lambda EUR, Grünwald4 100�0000
MEAG Lambda GBP, Grünwald4 100�0000
MEAG Lambda USD, Grünwald4 100�0000
MEAG Multi Life, München4 100�0000
MEAG Multi Sach 1, München4 100�0000
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH,
München 100�0000
MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH,
München 100�0000
MEAG Munich Re Placement, Grünwald4 100�0000
MEAG New York Corporation, Dover, Delaware 100�0000
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
MEAG PEGASUS, München4 100�0000
MEAG Pension Invest, München4 100�0000
MEAG Pensionskasse Nord, München4
MEAG Pensionskasse West, München4
100�0000
100�0000
MEAG PREMIUM, München4 100�0000
MEAG Prof III Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100�0000
MEAG Property Fund I, München4 100�0000
MEAG Property Fund III, München4 100�0000
MEAG RenditePlus, München4 100�0000
MEAG REVO, München4 100�0000
MEAG Spectrum, München4 100�0000
MEAG Venus, München4 100�0000
MEAG Vidas Rent 3, München4 100�0000
MEAG VISION, München4 100�0000
MEAG VLA, München4 100�0000
MedNet Holding GmbH, München 100�0000
MedVirginia Inc., Dover, Delaware 100�0000
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-GmbH,
Düsseldorf 100�0000
Meshify Inc., Dover, Delaware 100�0000
Midland-Guardian Co., Amelia, Ohio 100�0000
MR Bazos LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR Beteiligungen 2. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen 2. GmbH, München3 100�0000
MR Beteiligungen 3. EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. 2. Real Estate KG,
Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. 3. Real Estate KG,
Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. 4. Real Estate KG,
Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Immobilien KG,
Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen 18. GmbH & Co. Real Estate KG,
Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen 19. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen EUR AG & Co. KG, Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen GBP AG & Co. KG, Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen UK AG & Co. KG, Grünwald2 100�0000
MR Beteiligungen USD AG & Co. KG, Grünwald2 100�0000
MR Debt Finance GmbH, Grünwald 100�0000
MR Electra LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR ERGO Beteiligungen GmbH, Grünwald 100�0000
MR Falcon LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR Gotham LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR Hunu LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR Infrastructure Inc., Dover, Delaware 100�0000
MR Infrastructure Investment GmbH, München3 100�0000
MR Investment Inc., Dover, Delaware 100�0000
MR Jordan LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR McQueen LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR Olivia LP, Dover, Delaware1 100�0000
MR RENT UK Investment Limited, London 100�0000
MR Residential Holding LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
MR US Multifamily Investment LLC, Dover, Delaware 100�0000
MRSG UK Services Limited, London 100�0000
Munich American Reassurance Company,
Norcross, Georgia 100�0000
Munich Holdings Ltd., Toronto, Ontario 100�0000
Munich Holdings of Australasia Pty Ltd, Sydney 100�0000
Munich Life Holding Corporation, Dover, Delaware 100�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
Munich Life Management Corporation Limited,
Toronto, Ontario 100�0000
Munich Management Pte. Ltd., Singapur 100�0000
Munich Re America Corporation, Dover, Delaware 100�0000
Munich Re America Services Inc., Wilmington, Delaware 100�0000
Munich Re Automation Solutions Limited, Dublin 100�0000
Munich Re Capital Limited, London 100�0000
Munich Re CVC Investment Corp., Dover, Delaware 100�0000
Munich Re Digital Partners Limited, London 100�0000
Munich Re Digital Partners US Holding Corporation,
Dover, Delaware 100�0000
Munich Re do Brasil Resseguradora SA, São Paulo 100�0000
Munich Re Energy Transition Finance Inc.,
Dover, Delaware 100�0000
Munich Re Fund I LP, Dover, Delaware1 100�0000
Munich Re Fund II LP, Dover, Delaware1 100�0000
Munich Re Life Insurance Company of Vermont,
Burlington, Vermont 100�0000
Munich Re New Ventures Inc., Toronto, Ontario 100�0000
Munich Re of Bermuda Ltd., Hamilton, Bermuda 100�0000
Munich Re of Malta Holding Limited, Ta' Xbiex 100�0000
Munich Re of Malta p.l.c., Ta' Xbiex 100�0000
Munich Re PCC Limited, Ta' Xbiex 100�0000
Munich Re Specialty Group Insurance Services Inc.,
Boston, Massachusetts 100�0000
Munich Re Specialty Group Ltd., London 100�0000
Munich Re Specialty Group N.A. Inc.,
Wilmington, Delaware 100�0000
Munich Re Specialty Insurance (UK) Limited, Manchester 100�0000
Munich Re Syndicate Labuan Limited, Labuan 100�0000
Munich Re Syndicate Limited, London 100�0000
Munich Re Syndicate Singapore Ltd., Singapur 100�0000
Munich Re Trading LLC, Dover, Delaware 100�0000
Munich Re UK Services Limited, London 100�0000
Munich Re US Life Corporation, Norcross, Georgia 100�0000
Munich Re Ventures Inc., Dover, Delaware 100�0000
Munich Re Ventures LLC, Dover, Delaware 100�0000
Munich Re Weather & Commodity Risk Holding Inc.,
Dover, Delaware 100�0000
Munich Reinsurance America Inc., Wilmington, Delaware 100�0000
Munich Reinsurance Company of Africa Ltd,
Johannesburg 100�0000
Munich Reinsurance Company of Australasia Limited,
Sydney 100�0000
Munich Reinsurance Company of Canada,
Toronto, Ontario 100�0000
Munich-American Holding Corporation,
Wilmington, Delaware 100�0000
MunichFinancialGroup GmbH, München 100�0000
Munichre Service Limited, Hongkong 100�0000
Nam Seng Insurance Public Co. Ltd., Bangkok 99�4677
New Reinsurance Company Ltd., Zürich 100�0000
nexible Versicherung AG, Nürnberg 100�0000
OIK Mediclin, Wiesbaden4 70�7073
Otway Silva Pty Limited, Melbourne 100�0000
Pan Estates LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Parachute Digital Solutions Inc., Wilmington, Delaware 100�0000
Pegasos Holding GmbH, München 100�0000
Picus Silva Inc., Wilmington, Delaware 100�0000
Poincaré N.V., Brüssel 100�0000
Ponga Silva Limited, Rotorua 100�0000
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2018-1,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2018-2,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-01,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-02,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-03,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-04,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-05,
Wilmington, Delaware
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2019-06,
95�0000
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2020-01,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2020-02,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2021-01,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2021-02,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2021-03,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2021-04,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2021-05,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-01,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-02,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-03,
Wilmington, Delaware
95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-04,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-05,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-06,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-07,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-08,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2022-09,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-01,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-02,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-03,
Wilmington, Delaware
95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-04,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-05,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-06,
Wilmington, Delaware 95�0000
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-07,
Wilmington, Delaware 95�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
Prosper Pass-Thru Trust I Series 2023-08,
Wilmington, Delaware 95�0000
PS Louisiana I LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
PS Louisiana II LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Raccoon Silva LLC, Camden, Delaware 100�0000
Relayr GmbH, Pullach i. Isartal 100�0000
Relayr Inc., Dover, Delaware 100�0000
Relayr Limited, Watford 100�0000
Relayr Sp. Z o.o., Katowice 100�0000
Renaissance Hotel Realbesitz GmbH, Wien 60�0000
Roanoke Insurance Group Inc., Schaumburg, Illinois 100�0000
Roanoke International Brokers (MENA) Limited, Dubai 100�0000
Roanoke International Brokers Limited, London 100�0000
Saline Silva LP, Wilmington, Delaware 100�0000
Scout Moor Group Limited, London 100�0000
Scout Moor Holdings (No. 1) Limited, London 100�0000
Scout Moor Holdings (No. 2) Limited, London 100�0000
Scout Moor Wind Farm Limited, London 100�0000
Silvanus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH,
München3 100�0000
Solarpark Fusion 3 GmbH, Düsseldorf 100�0000
Solomon Associates Limited, Farnborough 100�0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen Ergo Hestia
Spolka Akcyjna, Sopot 100�0000
Sopockie Towarzystwo Ubezpieczen na Zycie Ergo
Hestia Spolka Akcyjna, Sopot 100�0000
Specialty Insurance Services Corporation, Amelia, Ohio 100�0000
Strawinskyhuis B.V., Amsterdam 100�0000
Sun Energy & Partners S.r.l., Brixen 100�0000
Tellus Demetra LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Temple Insurance Company, Toronto, Ontario 100�0000
The Atlas Insurance Agency Inc., Amelia, Ohio 100�0000
The Boiler Inspection and Insurance Company of Canada,
Toronto, Ontario 100�0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance
Company of Connecticut, Hartford, Connecticut 100�0000
The Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance
Company, Hartford, Connecticut 100�0000
The Midland Company, Amelia, Ohio 100�0000
The Polytechnic Club Inc., Hartford, Connecticut 100�0000
The Princeton Excess and Surplus Lines Insurance
Company, Wilmington, Delaware 100�0000
THEC 2019 Zrt. "v.a.", Budapest 100�0000
Tir Mostyn and Foel Goch Limited, London 100�0000
UAB Agra Aurata, Vilnius 100�0000
UAB Agra Corporation, Vilnius 100�0000
UAB Agra Optima, Vilnius
UAB Agrofondas, Vilnius
100�0000
100�0000
UAB Agrolaukai, Vilnius 100�0000
UAB Agrora, Vilnius 100�0000
UAB Agrovalda, Vilnius 100�0000
UAB Agrovesta, Vilnius 100�0000
UAB G.Q.F., Vilnius
UAB Lila Holdingas, Vilnius
100�0000
100�0000
UAB Sietuve, Vilnius 100�0000
UAB Terra Culta, Vilnius 100�0000
UAB Ukelis, Vilnius 100�0000
UAB Vasaros Brizas, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius 1, Vilnius
UAB VL Investment Vilnius 2, Vilnius
100�0000
100�0000
UAB VL Investment Vilnius 3, Vilnius 100�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
UAB VL Investment Vilnius 4, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius 5, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius 6, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius 7, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius 8, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius 9, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius 10, Vilnius 100�0000
UAB VL Investment Vilnius, Vilnius 100�0000
UK Wind Holdings Ltd., London 100�0000
Unión Médica La Fuencisla S.A., Compañía de Seguros,
Saragossa 100�0000
VHDK Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100�0000
Victoria Lebensversicherung Aktiengesellschaft,
Düsseldorf 100�0000
Victoria US Property Investment GmbH, Düsseldorf 100�0000
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
Vier Gas Investments S.à r.l., Luxemburg 100�0000
Vorsorge Service GmbH, Düsseldorf 100�0000
welivit GmbH, Düsseldorf 100�0000
welivit Solarfonds GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100�0000
welivit Solarfonds S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l.,
Bozen 100�0000
WFB Stockholm Management AB, Stockholm 100�0000
Wind Farm Jenasen AB, Hässleholm 100�0000
Wind Farms Götaland Svealand AB, Hässleholm 100�0000
Windpark MR-N GmbH, Bremen 100�0000

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen

1880fwd GmbH, München 100�0000
Agrifin GmbH & Co. KG, München 100�0000
Aleama 150015 S.L., Valencia 100�0000
ANOVA GmbH, Rostock 100�0000
apinity GmbH, München 100�0000
Arridabra 130013 S.L., Valencia 100�0000
ARTES Assekuranzservice GmbH, Düsseldorf 100�0000
Badozoc 1001 S.L., Valencia 100�0000
Baqueda 7007 S.L., Valencia 100�0000
Beehive Demetra Limited, Christchurch 100�0000
Benefit Innovations Inc., Vancouver, British Columbia 100�0000
Benelogix Benefits Inc., Vancouver, British Columbia4 50�0000
Bobasbe 6006 S.L., Valencia 100�0000
Botedazo 8008 S.L., Valencia 100�0000
Callopio 5005 S.L., Valencia 100�0000
Camcichu 9009 S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Catorce S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Cinco S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Cuatro S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Dieciocho S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Dieciseis S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Diecisiete S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Diez S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Doce S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Dos S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Nueve S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Ocho S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Once S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Quince S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Seis S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Siete S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Trece S.L., Valencia 100�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
Caracuel Solar Tres S.L., Valencia 100�0000
Caracuel Solar Uno S.L., Valencia 100�0000
Care4Business Versicherungsmakler GmbH, Wien 100�0000
Centrum Pomocy Osobom Poszkodowanym Sp.z.o.o.,
Danzig 100�0000
CertAI GmbH, München 100�0000
Cominia Aktuarielle Services GmbH, Hamburg 74�9000
Comino Beteiligungen GmbH, Grünwald 100�0000
Compenso GP LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Cotatrillo 100010 S.L., Valencia 100�0000
DAS Legal Expenses Insurance Co. Ltd., Seoul 100�0000
DEAX Õigusbüroo OÜ, Tallinn 100�0000
DKV Erste Beteiligungsgesellschaft mbH i. L., Köln 100�0000
DKV-Residenz am Tibusplatz gGmbH, Münster 100�0000
DKV-Residenz in der Contrescarpe GmbH, Bremen 100�0000
DYRISK GmbH, München 100�0000
ERGO (China) Management Company Limited, Beijing 100�0000
ERGO Fund Golden Aging, Brüssel4 100�0000
ERGO Gourmet GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Health Management Services (Beijing) Co. Ltd,
Beijing 100�0000
ERGO Infrastructure Investment Gesundheit GmbH,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Infrastructure Investment Komposit GmbH,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Leben Erste Real Estate GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Leben Zweite Real Estate GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Mobility Solutions GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital ERGO Direkt GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital ERGO Kranken GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Private Capital GmbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH, München 100�0000
ERGO Technology & Services Private Limited, Mumbai 100�0000
ERGO Travel Insurance Services Ltd., London 100�0000
ERGO UK SPECIALTY LIMITED, London 100�0000
ERGO Versicherungs- und Finanzierungs-Vermittlung
GmbH, Hamburg 100�0000
ERGO Vorsorgemanagement GmbH, Wien 100�0000
ERGO Zehnte Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100�0000
ERGO Zwölfte Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100�0000
ERGO-FESCO Broker Company Limited, Beijing 66�0000
Etics ITP s.r.o., Prag 100�0000
Etoblete 160016 S.L., Valencia 100�0000
EUROCENTER S.A., Palma de Mallorca 100�0000
Euro-Center (Cyprus) Ltd., Larnaca 100�0000
Euro-Center (Thailand) Co., Ltd., Bangkok 100�0000
Euro-Center Cape Town (Pty) Ltd, Kapstadt 100�0000
Euro-Center Holding North Asia (HK) Pte. Ltd.,
Hongkong 100�0000
Euro-Center Ltda., São Paulo 100�0000
Euro-Center Prague s.r.o., Prag 100�0000
Euro-Center Sydney Pty Ltd., Sydney 100�0000
Euro-Center USA Inc., Plantation, Florida 100�0000
EURO-CENTER YEREL YARDIM HIZMETLERI Ltd. Şti.,
Istanbul 100�0000
European Assistance Holding GmbH i. L., München 100�0000
Eurosos Assistance S.A., Athen 75�0000
Gamaponti 140014 S.L., Valencia 100�0000
Name und Sitz
am Kapital
GBG Vogelsanger Straße GmbH, Köln
94�7826
Gebäude Service Gesellschaft Überseering 35 mbH,
Hamburg
100�0000
goDentis – Gesellschaft für Innovation in der
Zahnheilkunde mbH, Köln
100�0000
Guanzu 2002 S.L., Valencia
100�0000
Hansekuranz Kontor GmbH, Münster
100�0000
Hartford Steam Boiler Colombia Ltda, Bogotá
100�0000
Hartford Steam Boiler UK Limited, Manchester
100�0000
Hestia Loss Control Sp.z.o.o., Sopot
100�0000
HSB Associates Inc., New York City, New York
100�0000
HSB Offset Print EaaS GmbH & Co. KG, München
100�0000
HSB Offset Print Subscription LLC, Dover, Delaware
100�0000
HSB Sheet Metal EaaS GmbH & Co. KG, München
100�0000
HSB Ventures Inc., Dover, Delaware
100�0000
Ideenkapital erste Investoren Service GmbH i. L.,
Düsseldorf
100�0000
IDEENKAPITAL Financial Engineering GmbH i. L.,
Düsseldorf
100�0000
IDEENKAPITAL Investment GmbH, Düsseldorf
100�0000
Ideenkapital Media Treuhand GmbH i. L., Düsseldorf
100�0000
IDEENKAPITAL Metropolen Europa
Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf
100�0000
IDEENKAPITAL PRORENDITA EINS
Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf
100�0000
IFS Europe Holding GmbH, München
100�0000
IFS US Holding LLC, Dover, Delaware
100�0000
IK Einkauf Objektverwaltungsgesellschaft mbH,
Düsseldorf
100�0000
IK Einkaufsmärkte Deutschland Verwaltungsgesellschaft
mbH, Düsseldorf
100�0000
IK FE Fonds Management GmbH, Düsseldorf
100�0000
IK Komp GmbH, Düsseldorf
100�0000
IK Objekt Bensheim GmbH, Düsseldorf
100�0000
IK Pflegezentrum Uelzen Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf
100�0000
IK Property Treuhand GmbH, Düsseldorf
100�0000
IoT Equipment Financing Services GmbH, München
100�0000
IoT Equipment Financing Services LLC, Dover, Delaware
100�0000
IoT Financing Services LLC, Dover, Delaware
100�0000
JRP (London) Limited, London
100�0000
JRP Insurance Management Limited, London
100�0000
JRP Underwriting Ltd., London
100�0000
Junos Verwaltungs GmbH, München
100�0000
KQV Solarpark Franken 1 GmbH & Co. KG, Düsseldorf
100�0000
Larus Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH,
München
100�0000
m:editerran Power S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l.,
Bozen
100�0000
Marbury Agency Inc., Amelia, Ohio
100�0000
MD Affinity Schemes Limited, Birkenhead
100�0000
MD Technical Surveyors Limited, Birkenhead
100�0000
MDIS (International) Limited, Birkenhead
100�0000
MEAG ERGO Pension I, München4
100�0000
MEAG European Infrastructure One GP S.à r.l.,
Munsbach
100�0000
MEAG European Infrastructure One SCSp SICAV-RAIF,
Munsbach4
100�0000
MEAG FlexConcept – EuroGrowth, Luxemburg4
100�0000
MEAG Hong Kong Limited, Hongkong
100�0000
MEAG IDF III GP S.à r.l., Luxemburg
100�0000
MEAG Institutional Fund GP S.à r.l., Luxemburg
100�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
MEAG Luxembourg S.à r.l., Luxemburg 100�0000
MEAG Pension Rent, München4 100�0000
MEAG Pension Safe, München4 100�0000
MEAG SFEF GP S.à r.l., Munsbach 100�0000
MEAG Sustainable Forestry Equity Fund
SCSp SICAV-RAIF, Munsbach4 100�0000
MEAG Vermögensanlage Komfort, München4 46�4617
MEAG Vermögensanlage Return (A+I Tranche),
München4 61�4923
Mediastream Film GmbH i. L., Grünwald 100�0000
Mediastream Zweite Film GmbH i. L., Grünwald 100�0000
MedNet Bahrain W.L.L., Manama 100�0000
MedNet Egypt LLC, Kairo 100�0000
MedNet Europa GmbH, München 100�0000
MedNet Global Healthcare Solutions LLC, Abu Dhabi 100�0000
MedNet Greece S.A., Athen 78�7157
MedNet Jordan Co. W.L.L., Amman 100�0000
MedNet Saudi Arabia LLC, Jeddah 100�0000
MedNet SPC, Muscat 100�0000
MedNet UAE FZ LLC, Dubai 100�0000
MFI Munich Finance and Investment Holding Limited,
Ta' Xbiex 100�0000
MFI Munich Finance and Investment Limited, Ta' Xbiex 100�0000
miCura Pflegedienste Bremen GmbH, Bremen 100�0000
miCura Pflegedienste Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100�0000
miCura Pflegedienste GmbH i. L., Köln 100�0000
miCura Pflegedienste Hamburg GmbH, Hamburg 100�0000
miCura Pflegedienste Krefeld GmbH, Krefeld
miCura Pflegedienste München/Dachau GmbH,
100�0000
Dachau 51�0000
miCura Pflegedienste München Ost GmbH i. L., München 65�0000
miCura Pflegedienste Münster GmbH, Münster 100�0000
miCura Pflegedienste Nürnberg GmbH, Nürnberg 51�0000
MPL Claims Management Ltd., London 100�0000
MPL LEGAL SERVICES Ltd., London 100�0000
MR Beteiligungen 2. UK AG & Co. KG, Grünwald 100�0000
MR Beteiligungen 3. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen 15. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen 17. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen 18. GmbH, Grünwald 100�0000
MR Beteiligungen 20. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen 21. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen 22. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen 24. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen 25. GmbH, München 100�0000
MR Beteiligungen AG, Grünwald 100�0000
MR Equity Investment GmbH, München 100�0000
MR Financial Group GmbH, München 100�0000
MR Group Investment US Inc., Dover, Delaware 100�0000
MR HealthTech Ltd., Nicosia 100�0000
MR Risk Services 3. GmbH, München 100�0000
MR Risk Services 4. GmbH, München 100�0000
MR Solar GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100�0000
MR Solar S.a.s. di welivit Solar Italia S.r.l., Bozen 100�0000
MTC Mobility Technology Center GmbH, Garching 74�0000
Münchener de Argentina Servicios Técnicos S.R.L.,
Buenos Aires 90�0000
Münchener de Mexico S.A., Mexiko-Stadt 100�0000
Münchener de Venezuela C.A.
Intermediaria de Reaseguros, Caracas 100�0000
Munich American Reassurance Company PAC Inc.,
Norcross, Georgia4
0�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
Munich Canada Systems Corporation, Toronto, Ontario 100�0000
Munich Health Daman Holding Ltd., Abu Dhabi 51�0000
Munich Re America Management Ltd., London 100�0000
Munich Re Automation Solutions GmbH, München 100�0000
Munich Re Automation Solutions Inc.,
Wilmington, Delaware
100�0000
Munich Re Automation Solutions K.K., Tokio 100�0000
Munich Re Automation Solutions Pte. Ltd., Singapur 100�0000
Munich Re Automation Solutions Pty Ltd, Sydney 100�0000
Munich Re Capital Markets GmbH, München 100�0000
Munich Re Capital No.2 Limited, London 100�0000
Munich Re Group UK Plan Trustees Limited, London 100�0000
Munich Re Healthtech Societe Anonyme, Athen 100�0000
Munich Re India Services Private Limited, Mumbai 100�0000
Munich Re Investment Partners EUA Strategy FCP-RAIF,
Luxemburg4
100�0000
Munich Re Investment Partners GmbH, München 100�0000
Munich Re Markets GmbH, München 100�0000
Munich Re Risk Solutions Ireland Limited, Dublin 100�0000
Munich Re Service GmbH, München 100�0000
Munich Re Serviços Ltda., São Paulo 100�0000
Munich Re Underwriting Agents (DIFC) Ltd., Dubai 100�0000
Munich Reinsurance Intermediary Inc.,
Wilmington, Delaware 100�0000
Munich-Canada Management Corporation Ltd.,
Toronto, Ontario 100�0000
Munichre Digital Solutions China Ltd., Beijing 100�0000
Naretoblera 170017 S.L., Valencia 100�0000
Nerruze 120012 S.L., Valencia 100�0000
nexible GmbH, Düsseldorf 100�0000
nexsurance GmbH, Düsseldorf 100�0000
NMU (Specialty) Limited, London 100�0000
Orrazipo 110011 S.L., Valencia 100�0000
P.A.N. Verwaltungs GmbH, Grünwald 100�0000
PRORENDITA DREI Verwaltungsgesellschaft mbH i. L.,
Düsseldorf
100�0000
PRORENDITA FÜNF Verwaltungsgesellschaft mbH i. L.,
Düsseldorf
PRORENDITA VIER Verwaltungsgesellschaft mbH i. L.,
100�0000
Düsseldorf 100�0000
Reaseguradora de las Américas S.A., La Habana 100�0000
Right4U GmbH, Wien 100�0000
Roanoke Insurance Group Canada Inc., Toronto, Ontario 100�0000
Rung Sup Somboon Co., Ltd., Bangkok4 49�0000
SAINT LEON ENERGIE S.A.R.L., Saargemünd 100�0000
Sala GP LLC, Wilmington, Delaware 100�0000
Schloss Hohenkammer GmbH, Hohenkammer 100�0000
Schrömbgens & Stephan GmbH Versicherungsmakler,
Düsseldorf
100�0000
Smart Thinking Consulting Management (Shanghai)
Company Limited, Shanghai 100�0000
Solarfonds Göttelborn 2 GmbH & Co. KG, Düsseldorf4 34�4234
Sopockie Towarzystwo Doradcze Sp.z.o.o., Sopot 100�0000
Squalify RQx GmbH, München 100�0000
Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100�0000
Sustainable Finance Risk Consulting GmbH, München 100�0000
Sustainable Infrastructure GmbH, München 100�0000
TALARIA ONE DESIGNATED ACTIVITY COMPANY,
Dublin4 0�0000
TAS Touristik Assekuranz-Service GmbH,
Frankfurt am Main
The Premier Guarantee Limited, Birkenhead
100�0000
100�0000
%-Anteile
Name und Sitz am Kapital
Thipara GmbH, Hamburg 80�1000
Tillobesta 180018 S.L., Valencia 100�0000
Tree Trust GmbH, München 100�0000
Victoria Leben Erste Real Estate GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
VICTORIA US Property Zwei GmbH i. L., München 100�0000
Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH,
Düsseldorf 100�0000
Viwis GmbH, München 100�0000
VV-Consulting Gesellschaft für Risikoanalyse, Vorsorge
beratung und Versicherungsvermittlung GmbH, Wien 100�0000
Wattanasin Co., Ltd., Bangkok 100�0000
welivit New Energy GmbH, Düsseldorf 100�0000
welivit Solar España GmbH, Düsseldorf 100�0000
welivit Solar Italia s.r.l., Bozen 100�0000
WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co. KG,
Düsseldorf 100�0000
wse Solarpark Spanien 1 GmbH & Co. KG, Düsseldorf 75�1243
Zacobu 110011 S.L., Valencia 100�0000
Zacuba 6006 S.L., Valencia 100�0000
Zacubacon 150015 S.L., Valencia 100�0000
Zafacesbe 120012 S.L., Valencia 100�0000
Zapacubi 8008 S.L., Valencia 100�0000
Zarzucolumbu 100010 S.L., Valencia 100�0000
Zetaza 4004 S.L., Valencia 100�0000
Zicobucar 140014 S.L., Valencia 100�0000
Zucaelo 130013 S.L., Valencia 100�0000
Zucampobi 3003 S.L., Valencia 100�0000
Zucarrobiso 2002 S.L., Valencia 100�0000
Zucobaco 7007 S.L., Valencia 100�0000
Zulazor 3003 S.L., Valencia 100�0000
Zumbicobi 5005 S.L., Valencia 100�0000
Zumcasba 1001 S.L., Valencia 100�0000
Zuncabu 4004 S.L., Valencia 100�0000
Zuncolubo 9009 S.L., Valencia 100�0000

Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte

Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
1818 Acquisition LLC, Wilmington, Delaware 20�7300
2014 Sol I LLC, Wilmington, Delaware 50�0000
Arcapark SAS, Paris La Défense Cedex8 15�1000
Astoria Power Partners Holding LLC, Dover, Delaware 20�0000
Bazos CIV LP, Wilmington, Delaware7 100�0000
Bionic GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 50�0000
Consorcio Internacional de Aseguradores de Crédito S.A.,
Madrid5 15�0353
D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri,
S.p.A. di Assicurazione, Verona 49�9920
EGM Wind SAS, Paris 40�0000
ERGO China Life Insurance Co. Ltd.,
Jinan, Shandong Province7 65�0000
Europai Utazasi Biztosito Zrt., Budapest 26�0000
Europäische Reiseversicherungs-Aktiengesellschaft,
Wien 25�0100
Global Aerospace Underwriting Managers Ltd., London7 51�0000
HDFC ERGO General Insurance Company Ltd., Mumbai 49�0849
Infra Foch Topco SAS, Puteaux5 10�8567
Invesco MEAG US Immobilien Fonds IV, Luxemburg 37�1670
Iqony Fernwärme GmbH, Essen 49�0000
Joint HR MR Private Equity GmbH, München 50�0000
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH i. L., Düsseldorf 50�0000
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
King Price Financial Services (Pty) Ltd, Pretoria5 14�7751
Marchwood Power Limited, Southampton 50�0000
Maverick 67 Class B Holdco LLC, Wilmington, Delaware7 62�5000
Maverick 67 Holdco LLC, Wilmington, Delaware 50�0000
MEAG EuropeOfficeSelect EOS SCSp SICAV-RAIF,
Munsbach 50�0000
MEAG INSTITUTIONAL FUND S.C.S. SICAV-RAIF –
MEAG Infrastructure Debt Fund II, Luxemburg5 15�9298
MEDICLIN Aktiengesellschaft, Offenburg 35�0042
Next Insurance Inc., Wilmington, Delaware 29�4302
Poolbeg Investments Limited, London 37�5000
Sana Kliniken AG, München 22�5668
Saxon Land B.V., Amsterdam 50�0000
SNIC Insurance B.S.C. (c), Manama 22�5000
SR Texas Wind Holdings 1 LLC, Wilmington, Delaware 49�0000
Storebrand Helseforsikring AS, Oslo 50�0000
Super Home Inc., Dover, Delaware5 15�3250
Suramericana S.A., Medellín5 18�8678
Taishan Property & Casualty Insurance Co. Ltd.,
Jinan, Shandong Province 24�8983
Vier Gas Holdings S.à r.l., Luxemburg5 18�7500
Wind Fund I AS, Oslo 33�3333

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Agreenery GmbH, Oberhaching8 0�0000
Assistance Partner GmbH & Co. KG, München 21�6600
Augury Inc., Wilmington, Delaware5 7�3790
Bionic General Partner GmbH, Frankfurt am Main 50�0000
Capitola Insurance Inc., Wilmington, Delaware5 19�2700
carexpert KFZ-Sachverständigen GmbH, Mainz 25�0000
CDAT Software Inc., Vancouver, British Columbia 40�0000
CertX Holding AG, Fribourg 35�0000
Circulix GmbH, Berlin8 12�6300
Cyber Sepio Systems Limited, Tel Aviv5 10�7472
Dayforward Inc., Wilmington, Delaware5 8�2314
Fernkälte Geschäftsstadt Nord GbR, Hamburg1 37�4800
Finsure Investments (Private) Limited, Harare 24�5000
FlexFactory GmbH, Stuttgart 50�0000
Future Family Inc., Wilmington, Delaware5 12�8160
GIG City Nord GmbH, Hamburg 25�0000
GroupStrength Benefits Direct Inc.,
Vancouver, British Columbia 50�0000
High Definition Vehicle Insurance Inc., Dover, Delaware5 10�1970
Inshur Holding Corp., Wilmington, Delaware5 13�5920
Insify International B.V., Amsterdam5 10�4061
LCM Logistic Center Management GmbH, Hamburg 50�0000
MEAG EuropeOfficeSelect EOS GP S.à r.l., Munsbach 50�0000
OKAPI:Orbits GmbH, Braunschweig5 11�6600
Open German Fiber GmbH & Co. KG, Berlin 49�7500
Open German Fiber Management GmbH, Berlin 50�0000
Orange Charger Inc., Dover, Delaware5 16�9247
Orbit Fab Inc., Dover, Delaware5 6�5628
PERILS AG, Zürich5 10�0000
Span.IO Inc., Dover, Delaware5 7�8270
Starfish Space Inc., Wilmington, Delaware5 12�7972
Teko – Technisches Kontor für Versicherungen GmbH,
Düsseldorf 30�0000
Tianjin Yihe Information Technology Co. Ltd., Tianjin 24�9000
Trident Global Assistance Inc., Etobicoke, Ontario 33�0396
versdiagnose GmbH, Hannover 49�0000
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
Volksbanken-Versicherungsdienst GmbH, Wien 25�2319
VV Immobilien Verwaltungs und Beteiligungs GmbH i. L.,
München 30�0000
Zenner Inc., Middletown, Delaware5 10�9148
Anteilsmäßig einbezogene Unternehmen
(Gemeinschaftliche Tätigkeit gemäß IFRS 11)
"Pensionsfonds" des Versorgungswerks MetallRente
bei der Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart 17�5000
Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB an großen
Kapitalgesellschaften mit mehr als 5% der Stimm
rechte
Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln
(Eigenkapital in T€: 61�746; Jahresergebnis in T€: –1�719)
16�0000
Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin
(Eigenkapital in T€: 7�856; Jahresergebnis in T€: 2) 10�7631
Sonstige Beteiligungen gemäß § 271 Abs. 1 HGB
320 Park Avenue Holdings LLC, Wilmington, Delaware6
(Eigenkapital in T€: 172�579;
Jahresergebnis in T€: –1�287)
25�0000
Acko Technology & Services Private Limited, Bangalore
(Eigenkapital in T€: 310�014;
Jahresergebnis in T€: –21�392)
5�0000
Admiral Group Plc, Cardiff
(Eigenkapital in T€: 125�209;
Jahresergebnis in T€: 287�981) 1�7447
Air Doctor Ltd., Beit Nekofa10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 2�7222
Amplify Life Insurance Company, Dover, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 10�1040
At-bay Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 3�7030
Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, Bonn
(Eigenkapital in T€: 0; Jahresergebnis in T€: –139�897) 9�9980
Autobahn Tank & Rast Management GmbH, Bonn
(Eigenkapital in T€: 45; Jahresergebnis in T€: 3) 10�0020
Azos Holdings, George Town, Grand Cayman10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 6�3500
Ballistic Ventures I LP, Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 1�7000
BitSight Technologies Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 0�3400
Craigmore Permanent Crop LP, Christchurch6
(Eigenkapital in T€: 178�295;
Jahresergebnis in T€: –9�829) 27�5180
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
GmbH, Kaiserslautern
(Eigenkapital in T€: 30�439; Jahresergebnis in T€: 1�029) 2�5000
Dhipaya Insurance Co. Ltd. (Laos), Vientiane9
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 10�0000
Earlybird DWES Fund VII GmbH & Co. KG, München
(Eigenkapital in T€: 146�810;
Jahresergebnis in T€: –13�293) 14�2857
Earlybird Growth Opportunities Fund V
GmbH & Co. KG, München6
(Eigenkapital in T€: 38�190; Jahresergebnis in T€: –6�297) 20�0000
FIA Timber Partners II LP, Wilmington, Delaware6
(Eigenkapital in T€: 141�385; Jahresergebnis in T€: 141) 39�0800
Ghost Security Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 1�0977
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
Green Acre Investments DE LP, Wilmington, Delaware6
(Eigenkapital in T€: 1�401; Jahresergebnis in T€: –4�444) 31�9361
Hancock Timberland XII LP, Wilmington, Delaware
(Eigenkapital in T€: 308�974;
Jahresergebnis in T€: –5�472) 15�1500
heal.capital I GmbH & Co. KG, Berlin
(Eigenkapital in T€: 36�143; Jahresergebnis in T€: –3�691) 15�8888
HELIXintel Corporation, Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 17�8920
IK Objekt Bensheim Immobilienfonds GmbH & Co. KG,
Düsseldorf
(Eigenkapital in T€: 5�480; Jahresergebnis in T€: –12�842) 16�2445
Inspectify Inc., Dover, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 4�4700
Longroad Energy Holdings LLC, Wilmington, Delaware
(Eigenkapital in T€: 1�366�393;
Jahresergebnis in T€: –51�990) 12�0000
M 31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Energie KG,
Düsseldorf
(Eigenkapital in T€: 1�407�093;
Jahresergebnis in T€: 94�758) 18�6246
m:solarPOWER GmbH & Co. KG, Düsseldorf
(Eigenkapital in T€: 615; Jahresergebnis in T€: 165) 0�0000
Manypets Ltd, London
(Eigenkapital in T€: –29�661;
Jahresergebnis in T€: –48�126) 10�1397
National Digital ID Co. Ltd., Bangkok
(Eigenkapital in T€: 7�200; Jahresergebnis in T€: 1�035) 0�0028
Nova Labs Inc., Dover, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 3�8992
Nürnberger Beteiligungs-AG, Nürnberg
(Eigenkapital in T€: 745�656;
Jahresergebnis in T€: 49�749) 19�1038
Olivia Holdings LLC, Wilmington, Delaware
(Eigenkapital in T€: 927�492;
Jahresergebnis in T€: 23�817) 8�8000
Parametrix Group Holdings Inc., Wilmington, Delaware
(Eigenkapital in T€: 836; Jahresergebnis in T€: –5�543) 5�0000
Pendulum Intelligence Inc., Dover, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 8�6780
PRORENDITA FÜNF GmbH & Co. KG, Düsseldorf
(Eigenkapital in T€: 3�021; Jahresergebnis in T€: 818) 0�0018
Rabidham Co. Ltd., Bangkok
(Eigenkapital in T€: 54; Jahresergebnis in T€: –16)
10�0000
Ridecell Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 1�9470
RMS Forest Growth International LP, George Town,
Grand Cayman6
(Eigenkapital in T€: 26�574; Jahresergebnis in T€: 9�882) 43�4700
Road Victims Protection Co. Ltd., Bangkok
(Eigenkapital in T€: 207�787; Jahresergebnis in T€: 3�444) 4�8707
Salient Predictions Inc., Dover, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 7�7980
Saudi Enaya Cooperative Insurance Company, Jeddah
(Eigenkapital in T€: 40�911; Jahresergebnis in T€: –2�072) 2�1700
Sentra Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 8�2300
ShipIn Systems Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 3�4000
Shyft Moving Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 6�8000
Name und Sitz %-Anteile
am Kapital
Slice Labs Inc., Ottawa, Ontario10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 8�1256
Solarpark 1000 Jahre Fürth GmbH & Co. KG, Düsseldorf
(Eigenkapital in T€: 703; Jahresergebnis in T€: 59) 0�9091
Spectrum Labs Inc., Dover, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 4�2480
Stoik SAS, Paris
(Eigenkapital in T€: 10�918; Jahresergebnis in T€: –3�010) 9�0011
Stor-Skälsjön Vind Holding AB, Hässleholm11
(Eigenkapital in T€: 158�949; Jahresergebnis in T€: –1) 75�0000
T&R MLP GmbH, Bonn
(Eigenkapital in T€: 29; Jahresergebnis in T€: 0) 10�0020
T&R Real Estate GmbH, Bonn
(Eigenkapital in T€: 140�859; Jahresergebnis in T€: –10) 10�0020
Team8 Capital I LP, George Town, Grand Cayman10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 3�1300
Team8 Partners II LP, George Town, Grand Cayman10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 5�8800
Thailand Insurance Institute, Bangkok
(Eigenkapital in T€: 3�111; Jahresergebnis in T€: 650) 1�0051
Thunderbolt Technology Inc., Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 7�1524
Ticker Limited, Godalming
(Eigenkapital in T€: –5�005; Jahresergebnis in T€: –8�282) 16�3600
Twelve Benefit Corporation, Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 6�9330
ver.di Service GmbH, Berlin
(Eigenkapital in T€: 102; Jahresergebnis in T€: –93) 19�8000
welivit TOP SOLAR GmbH & Co. KG, Düsseldorf
(Eigenkapital in T€: 101; Jahresergebnis in T€: 47) 0�0000
Zanskar Geothermal & Minerals Inc.,
Wilmington, Delaware10
(Eigenkapital in T€: –; Jahresergebnis in T€: –) 4�8700

1 Bei diesem Unternehmen ist die Münchener Rück AG oder eines ihrer konsolidierten Tochterunternehmen unbeschränkt haftender Gesellschafter.

  • 2 Dieses im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Absatz 1 HGB beabsichtigt, die gemäß § 264b HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2023 von dieser Befreiungsvorschrift für seine Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen. Dieser Konzernabschluss entfaltet zugleich gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung hinsichtlich einer eventuellen Konzernrechnungslegungspflicht des Tochterunternehmens gemäß § 290 HGB.
  • 3 Dieses im Konzernabschluss vollkonsolidierte inländische Tochterunternehmen beabsichtigt, die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen zu erfüllen und im Geschäftsjahr 2023 von dieser Befreiungsvorschrift für seine Jahresabschlussunterlagen Gebrauch zu machen. Dieser Konzernabschluss entfaltet zugleich gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung hinsichtlich einer eventuellen Konzernrechnungslegungspflicht des Tochterunternehmens gemäß § 290 HGB.
  • 4 Beherrschung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit oder anderer Möglichkeit der Beherrschung gemäß IFRS 10.
  • 5 Maßgeblicher Einfluss aufgrund von Zugehörigkeiten von Munich Re zum Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan oder einem sonstigen gleichartigen Leitungsorgan des assoziierten Unternehmens.
  • 6 Keine Beherrschung und/oder kein maßgeblicher Einfluss, da reines Finanzinvestment unter Managementverantwortung eines externen Assetmanagers.
  • 7 Keine Beherrschung, da der Gesellschaftsvertrag oder eine sonstige Vereinbarung die relevanten Tätigkeiten an ein Quorum binden, das von Munich Re nicht erreicht werden kann.
  • 8 Zugehörigkeiten von Munich Re zum Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan oder einem sonstigen gleichartigen Leitungsorgan des Unternehmens, dessen maßgebliche Tätigkeiten nur mittels einstimmiger Zustimmung aller zur gemeinschaftlichen Führung berechtigten Parteien bestimmt werden können. 9 Kein Jahresabschluss verfügbar.
  • 10 Dieses Unternehmen ist in seinem Sitzland nicht zur Offenlegung seiner Jahresabschlussunterlagen verpflichtet. Gemäß § 313 Absatz 3 Satz 5 HGB kann in diesem Fall die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses unterbleiben.
  • 11 Keine Beherrschung und kein maßgeblicher Einfluss, da Munich Re bis zur Fertigstellung des Investitionsobjekts über keine Entscheidungsrechte bezüglich der vorzunehmenden relevanten Tätigkeiten verfügt.

Aufgestellt und damit zur Veröffentlichung freigegeben in München, den 5. März 2024.

Der Vorstand

Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk umfasst auch einen "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" ("ESEF-Vermerk"). Der dem ESEF-Vermerk zugrunde liegende Prüfungsgegenstand (zu prüfende ESEF-Unterlagen) ist nicht beigefügt. Die geprüften ESEF-Unterlagen können im Unternehmensregister eingesehen bzw. aus diesem abgerufen werden.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalentwicklung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die auf der im zusammengefassten Lagebericht angegebenen Internetseite veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, die Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, sowie die in Kapitel Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des zusammengefassten Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die Informationen des Unternehmens außerhalb des Konzerngeschäftsberichts, auf die durch Querverweise in den Kapiteln Munich Re Gruppe, Finanzlage und Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB) des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Des Weiteren haben wir die im zusammengefassten Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden Angaben im Abschnitt "Vergütungsbericht der Münchener Rück AG" im Kapitel Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB) sowie im Kapitel Risikobericht, Abschnitte "Internes Kontrollsystem" und "Aussage

über die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems", nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im zusammengefassten Lagebericht sind Angaben, die weder nach §§ 315, 315a bzw. nach §§ 315b bis 315d HGB vorgeschrieben noch nach DRS 20 gefordert sind.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • − entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
  • − vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu der oben genannten Konzernerklärung zur Unternehmensführung, zu dem Inhalt der oben genannten nichtfinanziellen Konzernerklärung, zu dem oben genannten Abschnitt "Vergütungsbericht der Münchener Rück AG" im Kapitel Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB) sowie zu den oben genannten im Kapitel Risikobericht enthaltenen Abschnitten "Internes Kontrollsystem" und "Aussage über die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems" des zusammengefassten Lageberichts ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme im Rahmen der Bewertung der Deckungsrückstellung im Leben- und Gesundheitsversicherungsgeschäft

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Der Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme umfasst bei Anwendung des General Measurement Models und des Variable Fee Approach nach dem dieses Jahr erstmalig anzuwendenden Standard IFRS 17 eine Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme und die Anpassung dieser Schätzung zur Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes (Abzinsung). Die Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme stellt einen zentralen Aspekt der Bewertung der Deckungsrückstellung dar.

Die zukünftigen Zahlungsströme umfassen alle Zahlungsströme innerhalb der Vertragsgrenzen zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen wie Prämienzahlungen, Leistungszahlungen sowie Verwaltungs- und Abschlusskosten. Sie bilden den größten Teil der Bewertung der Deckungsrückstellung. IFRS 17 erfordert eine unternehmensindividuelle Schätzung aller zukünftigen Zahlungsströme. Dabei sollen alle Informationen berücksichtigt werden, die ohne unangemessen hohe Kosten oder Zeitaufwand verfügbar sind. Die Schätzungen sind zum jeweiligen Bewertungsstichtag zu aktualisieren.

Mit der Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme sind in erheblichem Ausmaß Ermessensspielräume verbunden. Die Projektion der zukünftigen Zahlungsströme erfolgt dabei mithilfe aktuarieller Modelle unter Berücksichtigung einer Vielzahl möglicher Szenarien und Verwendung von Annahmen zur künftigen Entwicklung ökonomischer und

nicht-ökonomischer Variablen. Dies betrifft insbesondere Annahmen in Bezug auf Sterblichkeit, Invalidität und Morbidität sowie Kapitalanlageverzinsung, Stornowahrscheinlichkeiten und Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Inflation. Die Festlegung bzw. Anpassung der Annahmen ist regelmäßig mit Unsicherheiten behaftet, insbesondere da diese Annahmen überwiegend nicht am Markt beobachtbar sind. In der Erstversicherung werden zudem Managementregeln, die in Abhängigkeit der Entwicklung des Bestands der Kapitalanlagen und Versicherungsverträge getroffen werden, in den Szenarien abgebildet. Die Projektionen erstrecken sich regelmäßig über einen langen Zeithorizont.

Nach IFRS 17 ist die Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme abzuzinsen, um den Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen. Dabei haben die Abzinsungssätze die Merkmale der Zahlungsströme – einschließlich Liquiditätsmerkmale – der Versicherungsverträge widerzuspiegeln und in Einklang zu stehen mit beobachtbaren aktuellen Marktdaten für Finanzinstrumente mit Zahlungsströmen, deren Eigenschaft sich hinsichtlich des zeitlichen Anfalls, der Währung und der Liquidität mit denen der Versicherungsverträge decken. Die verwendeten Abzinsungssätze sind zum jeweiligen Bewertungsstichtag zu aktualisieren.

Die Abzinsungssätze werden auf Basis eines Bottom-up-Ansatzes ermittelt, bei dem die Solvency-II-Zinskurven laut EIOPA als risikolose Zinssätze als Ausgangspunkt verwendet werden. Bei Unterschieden in der Liquidität zwischen den versicherungstechnischen Verpflichtungen und den liquiden Referenzinstrumenten, die zur Ermittlung des risikolosen Zinses herangezogen werden, wird eine Illiquiditätsprämie basierend auf der EIOPA-Methodik zur Ermittlung der Volatilitätsanpassungen (Volatility Adjustments) als Aufschlag auf die Zinskurve berücksichtigt. Kreditrisiken werden in den verwendeten Abzinsungssätzen nicht berücksichtigt.

Aufgrund der mit der Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme und mit der Bestimmung der Abzinsungssätze verbundenen Unsicherheit und der Ermessensspielräume besteht das Risiko einer fehlerhaften Bewertung der Deckungsrückstellung. Aus diesem Grund haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Prozesse zur Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme sowie zur Ermittlung der Abzinsungssätze auf Fehlerrisiken analysiert. Ferner haben wir die in diesen Prozessen implementierten Kontrollen hinsichtlich ihrer Ausgestaltung beurteilt sowie deren Wirksamkeit getestet, um die vollständige und korrekte Erfassung und Ermittlung der zukünftigen Zahlungsströme sowie die Herleitung der Abzinsungssätze nach den diesbezüglichen Anforderungen des IFRS 17 sicherzustellen. Bei der Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme umfasst dies insbesondere die Beurteilung der methodischen Vorgehensweise unter Berücksichtigung der festgelegten Managementregeln sowie der Herleitung der unternehmensindividuellen Annahmen, wie beispielsweise Biometrie,

Versicherungsnehmerverhalten und Kosten, auf der Grundlage von Bestandsdaten.

Darüber hinaus haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt. So haben wir das Modell zur Ermittlung der Zahlungsströme nachvollzogen. Zudem haben wir durch einen Abgleich mit den Bestandsführungssystemen für eine risikoorientiert ausgewählte Stichprobe untersucht, ob ausgewählte Daten korrekt in die Modellberechnung eingegangen sind. Zusätzlich haben wir die im Modell hinterlegten Annahmen auf deren Plausibilität beurteilt und die in diesem Zusammenhang durchgeführten Validierungen für eine risikoorientiert ausgewählte Stichprobe nachvollzogen. Für die angenommenen Kapitalmarktszenarien haben wir die Eignung des verwendeten Szenariogenerators nachvollzogen und die Validierungsergebnisse analysiert. Die Angemessenheit der Managementregeln und deren Herleitung haben wir ebenfalls in Stichproben nachvollzogen. Die ermittelten zukünftigen Zahlungsströme haben wir anschließend auf Auffälligkeiten analysiert.

Für das Lebenserstversicherungsgeschäft haben wir die Angemessenheit der Schätzungen der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der zur Verfügung gestellten Analyse-, Kontroll- und Validierungsdateien beurteilt.

Darüber hinaus haben wir für feste und variable Gemeinkosten nachvollzogen, ob diese mittels systematischer und rationaler Methoden den Gruppen von Versicherungsverträgen zugeordnet wurden.

Wir haben die Eignung des verwendeten Verfahrens zur Herleitung der Abzinsungssätze methodisch nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die verwendeten risikolosen Zinssätze und – falls erforderlich – die verwendeten Illiquiditätsprämien analysiert. Bei der Herleitung von Abzinsungssätzen für Zeiträume, für die keine risikolosen Zinssätze am Markt beobachtbar sind, haben wir die Extrapolation einer langfristigen risikofreien Zinsstrukturkurve (Ultimate Forward Rate) nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Verwendung der nach dem Bottom-up-Ansatz hergeleiteten Abzinsungssätze in den aktuariellen Modellen beurteilt.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir eigene Versicherungsmathematikerinnen und Versicherungsmathematiker eingesetzt.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme im Rahmen der Bewertung der Deckungsrückstellung ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sind im Konzernanhang in den Abschnitten Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Versicherungsverträge sowie Aktivseite – B Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind als auch Passivseite – D Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind dargestellt. Weiterhin wird die Verwendung von Schätzwerten und Annahmen im Abschnitt

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung erläutert. Daneben werden weitere Angaben zu den Abschlussposten in den Abschnitten Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva (10) Abgegebene Versicherungsverträge sowie Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva (26) Abgeschlossene Versicherungsverträge und (27) Deckungsrückstellung dargestellt. Risikoangaben sind im Konzernanhang im Abschnitt Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen (53) Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen und im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel Risikobericht enthalten.

Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft umfasst eine Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme, die Anpassung dieser Schätzung zur Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes (Abzinsung) und eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken.

Die Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme beinhaltet alle Zahlungsströme für bereits eingetretene, noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wie Schadenzahlungen und Schadenregulierungskosten sowie Verwaltungskosten. IFRS 17 erfordert eine unternehmensindividuelle Schätzung aller zukünftigen Zahlungsströme. Dabei sollen alle Informationen berücksichtigt werden, die ohne unangemessen hohe Kosten oder Zeitaufwand verfügbar sind. Die Schätzungen sind zum jeweiligen Bewertungsstichtag zu aktualisieren.

Mit der Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme sind in erheblichem Ausmaß Ermessensspielräume verbunden. Die Projektion der zukünftigen Zahlungsströme erfolgt mithilfe aktuarieller Modelle. Es werden Erfahrungen der Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die weiteren Entwicklungen (zum Beispiel soziale, wirtschaftliche oder technische Einflussfaktoren) berücksichtigt. Erwartete künftige Schadenzahlungen werden dabei auf Basis der historischen Beobachtungen für den unternehmenseigenen Bestand (Abwicklungsmuster) sowie bei Bedarf unter Bezug auf externe Referenzdaten und unter Berücksichtigung von Experteneinschätzungen geschätzt. Hierbei sind Annahmen über künftige Prämien, Endschadenquoten, Abwicklungszeiträume, -faktoren und -geschwindigkeit sowie zur Schadeninflation unter Zugrundelegung der Erfahrungen aus der Vergangenheit zu treffen. Die Bewertung von Großschäden wird gesondert betrachtet.

Nach IFRS 17 ist die Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme abzuzinsen, um den Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen. Dabei haben die Abzinsungssätze die Merkmale der Zahlungsströme – einschließlich Liquiditätsmerkmale – der Versicherungsverträge widerzuspiegeln und in Einklang zu stehen mit beobachtbaren aktuellen Marktdaten

für Finanzinstrumente mit Zahlungsströmen, deren Eigenschaft sich hinsichtlich des zeitlichen Anfalls, der Währung und der Liquidität mit denen der Versicherungsverträge decken. Die verwendeten Abzinsungssätze sind zum jeweiligen Bewertungsstichtag zu aktualisieren, wobei abhängig vom Bewertungsmodell unterschiedliche Zinssätze als Referenz für die Aktualisierung zugrunde gelegt werden. Im General Measurement Model sind dies die aktuellen Zinssätze und im Premium Allocation Approach die Zinssätze zum Zeitpunkt des Schadeneintritts.

Die Abzinsungssätze werden auf Basis eines Bottom-up-Ansatzes ermittelt, bei dem die Solvency-II-Zinskurven laut EIOPA als risikolose Zinssätze als Ausgangspunkt verwendet werden. Bei Unterschieden in der Liquidität zwischen den versicherungstechnischen Verpflichtungen und den liquiden Referenzinstrumenten, die zur Ermittlung des risikolosen Zinses herangezogen werden, wird eine Illiquiditätsprämie basierend auf der EIOPA-Methodik zur Ermittlung der Volatilitätsanpassungen (Volatility Adjustments) als Aufschlag auf die Zinskurve berücksichtigt. Kreditrisiken werden in den verwendeten Abzinsungssätzen nicht berücksichtigt.

Zur Berücksichtigung der Unsicherheit aus nichtfinanziellen Risiken hinsichtlich des Betrags und des zeitlichen Anfalls der Zahlungsströme erfordert IFRS 17, den Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme um eine Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken zu erweitern. Die Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken ist zum jeweiligen Bewertungsstichtag zu aktualisieren.

Die Bestimmung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken leitet sich aus dem internen Solvency II Risikomodell unter Berücksichtigung der gruppenweiten Risikodiversifikation ab und erfolgt unter Anwendung der Kapitalkostenmethode.

Aufgrund der mit der Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme sowie mit der Bestimmung der Abzinsungssätze und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken verbundenen Unsicherheit und der Ermessensspielräume besteht das Risiko einer fehlerhaften Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. Aus diesem Grund haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Prozesse zur Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme sowie zur Ermittlung der Abzinsungssätze und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken auf Fehlerrisiken analysiert. Ferner haben wir die in diesen Prozessen implementierten Kontrollen hinsichtlich ihrer Ausgestaltung beurteilt sowie deren Wirksamkeit getestet, um die vollständige und korrekte Erfassung und Ermittlung der zukünftigen Zahlungsströme sowie die Herleitung der Abzinsungssätze und der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken nach den diesbezüglichen Anforderungen des IFRS 17 sicherzustellen. Bei der Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme umfasst dies

insbesondere die Beurteilung der methodischen Vorgehensweise sowie der Herleitung der unternehmensindividuellen Annahmen auf Grundlage der historischen Schadenentwicklung und Annahmen zu Verwaltungsund Schadenregulierungskosten.

Darüber hinaus haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt. So haben wir die Eignung der verwendeten aktuariellen Verfahren und statistischen Methoden und die Ableitung und Nachvollziehbarkeit wesentlicher verwendeter Annahmen (beispielsweise Schadenquoten und Annahmen zur Schadenabwicklung) beurteilt. Zur Beurteilung der Schätzqualität haben wir die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebuchten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert.

Ferner haben wir für risikoorientiert ausgewählte Sparten auf der Grundlage mathematisch-statistischer Verfahren eigene Schadenprojektionen der Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme vorgenommen. Wir haben hierbei den von uns ermittelten besten Schätzwert und eine Bandbreite mithilfe statistischer Wahrscheinlichkeiten ermittelt und mit den Berechnungen des Managements verglichen.

Wir haben für eine bewusst ausgewählte Stichprobe die Berechnung der Rückstellungen für Großschäden unter Berücksichtigung der vorliegenden Informationen und Erkenntnisse zum Bilanzstichtag nachvollzogen.

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Asbest- und Umwelthaftpflichtschäden haben wir die Verfahren zur Validierung der Reservehöhe und einzelne Methoden nachvollzogen sowie die verwendeten Vergleichszahlen mit extern verfügbaren Marktstudien abgeglichen.

Wir haben die Herleitung der Annahmen zur Weiterentwicklung der Verbraucherpreis-, Baukosten-, Gehaltssteigerungund Gesundheitskostenindizes und deren Auswirkung auf das Gesamtportfolio nachvollzogen und anhand einer zufällig ausgewählten Stichprobe die richtige Verwendung der portfoliospezifischen Inflationsannahmen beurteilt.

Darüber hinaus haben wir für feste und variable Gemeinkosten nachvollzogen, ob diese mittels systematischer und rationaler Methoden den Gruppen von Versicherungsverträgen zugeordnet wurden.

Wir haben die Eignung des verwendeten Verfahrens zur Herleitung der Abzinsungssätze methodisch nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die verwendeten risikolosen Zinssätze und – falls erforderlich – die verwendeten Illiquiditätsprämien analysiert. Bei der Herleitung von Abzinsungssätzen für Zeiträume, für die keine risikolosen Zinssätze am Markt beobachtbar sind, haben wir die Extrapolation einer langfristigen risikofreien Zinsstrukturkurve (Ultimate Forward Rate) nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Verwendung der nach dem Bottom-up-Ansatz hergeleiteten Abzinsungssätze in den aktuariellen Modellen beurteilt.

Wir haben die Eignung des verwendeten Verfahrens zur Herleitung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken methodisch nachvollzogen und die Ableitung und Nachvollziehbarkeit wesentlicher verwendeter Annahmen (einschließlich der gruppenweiten Risikodiversifikation) beurteilt. Zudem haben wir die Veränderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken analysiert. Dabei haben wir die Veränderung der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken für ähnliche Gruppen von Versicherungsverträgen hinsichtlich Konsistenz verglichen und die Relation zwischen der Risikoanpassung für nichtfinanzielle Risiken und dem Erfüllungswert analysiert.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir eigene Versicherungsmathematikerinnen und Versicherungsmathematiker eingesetzt.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Schadenund Unfallversicherungsgeschäft ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sind im Konzernanhang in den Abschnitten Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Versicherungsverträge sowie Aktivseite – B Abgegebene Versicherungsverträge, die Vermögenswerte sind als auch Passivseite – D Abgeschlossene Versicherungsverträge, die Verbindlichkeiten sind dargestellt. Weiterhin wird die Verwendung von Schätzwerten und Annahmen im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung erläutert. Daneben werden weitere Angaben zu den Abschlussposten in den Abschnitten Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva (10) Abgegebene Versicherungsverträge sowie Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva (26) Abgeschlossene Versicherungsverträge und (28) Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle dargestellt. Risikoangaben sind im Konzernanhang im Abschnitt Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen (53) Erläuterungen zu weiteren Risiken aus Versicherungsverträgen und im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel Risikobericht enthalten.

Bewertung nicht börsennotierter Kapitalanlagen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die Ermittlung der Zeitwerte nicht börsennotierter Kapitalanlagen erfolgt überwiegend anhand von Bewertungsmodellen oder Wertindikatoren Dritter. Als Parameter werden hierbei überwiegend am Markt beobachtbare Bewertungsparameter (beispielsweise laufzeitabhängige Zinsstrukturkurven und Risikoaufschläge) verwendet. Dies betrifft insbesondere die Zeitwertermittlung von nicht börsennotierten festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen (Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen, Infrastrukturdarlehen und sonstige Darlehen) und Derivaten. Weiterhin kommen bei der Bewertung bestimmter Kapitalanlagen – insbesondere Immobilien, Immobilienfonds, Anteile an Private Equity Fonds, alternative Direktanlagen (beispielsweise Infrastruktur) – nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter zur Anwendung. Bei der Auswahl der Bewertungsmodelle und der Festlegung der Annahmen zu den Bewertungsparametern bestehen Ermessensspielräume. Der Ermessensspielraum ist umso größer, je mehr Parameter verwendet werden, die nicht am Markt beobachtbar sind, sondern auf internen Einschätzungen beruhen.

Aufgrund der Ermessensspielräume bei der Festlegung der Bewertungsmodelle und der zu treffenden Annahmen zu den wesentlichen Bewertungsparametern handelt es sich um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt. Zudem machen die nicht börsennotierten Kapitalanlagen einen wesentlichen Anteil am Aktivposten Kapitalanlagen in der Konzernbilanz aus.

Prüferisches Vorgehen

Wir haben uns im Rahmen der Prüfung mit den Prozessen zur Bewertung nicht börsennotierter Kapitalanlagen befasst und die in den Prozessen implementierten Kontrollen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zur Sicherstellung der vollständigen und richtigen Auswahl und Erfassung von Parametern sowie zur richtigen Umsetzung der eingesetzten Bewertungsmodelle getestet.

Die verwendeten Bewertungsmodelle haben wir dahingehend beurteilt, ob diese eine verlässliche Ermittlung des Zeitwerts gewährleisten.

Bei nicht börsennotierten festverzinslichen Schuldtiteln haben wir für eine risikoorientiert ausgewählte Stichprobe eigene Berechnungen der beizulegenden Zeitwerte unter Verwendung unabhängig bestimmter bewertungsrelevanter Parameter (Zinsstrukturkurven und Spreads) durchgeführt. Die Ergebnisse haben wir mit den Bewertungen des Managements verglichen.

Für Derivate haben wir stichprobenartig eigene Zeitwerte ermittelt und mit den vom Management ermittelten Zeitwerten verglichen.

Ferner haben wir die Zeitwertermittlung für alternative Direktanlagen risikoorientiert in Stichproben nachvollzogen und dabei die verwendeten Berechnungsparameter vor dem Hintergrund der investmentspezifischen Gegebenheiten gewürdigt. Die Zeitwerte für Teilbestände der indirekt gehaltenen Immobilien sowie der Anteile an Private Equity Fonds haben wir mit externen Informationen abgeglichen. Bei direkt gehaltenen Immobilien haben wir die vorgenommenen Bewertungen risikoorientiert in Stichproben nachvollzogen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der nicht börsennotierten Kapitalanlagen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sind im Konzernanhang im Abschnitt Postenübergreifende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Beizulegender Zeitwert sowie Aktivseite – D Kapitalanlagen dargestellt. Weiterhin wird die Verwendung von Schätzwerten und Annahmen im Abschnitt Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze, Ausübung von Ermessen und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung, erläutert. Daneben werden weitere Angaben zu den einzelnen Instrumenten in den Abschnitten Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva (11) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie (16) Finanzielle Kapitalanlagen als auch im Abschnitt Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Zeitwertangaben zu Vermögenswerten und Schulden dargestellt. Risikoangaben zum Markt- und Kreditrisiko sind im Konzernanhang im Abschnitt Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen (51) Erläuterungen zu Risiken aus Finanzinstrumenten und im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel Risikobericht enthalten.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Konzernerklärung zur Unternehmensführung ist, sowie für den Vergütungsbericht nach § 162 AktG sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die oben genannte nichtfinanzielle Konzernerklärung sowie die oben genannten im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt "Vergütungsbericht der Münchener Rück AG" des Kapitels Münchener Rück AG (Erläuterungen auf Basis HGB) und die im Kapitel Risikobericht in den Abschnitten "Internes Kontrollsystem" und "Aussage über die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems" enthaltenen lageberichtsfremden Angaben. Ferner umfassen die sonstigen Informationen weitere für den Konzerngeschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere:

  • − Munich Re im Überblick
  • − Aktionärsbrief
  • − Versicherung der gesetzlichen Vertreter

aber nicht den Konzernabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen zusammengefassten Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- − wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder − anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

− identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

− gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

  • − beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
  • − ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
  • − beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
  • − holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
  • − beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzes-

entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

− führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Munich_Re_ESEF-2023-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • − identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen;
  • − gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben;
  • − beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h., ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt;
  • − beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen;
  • − beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden in der Hauptversammlung am 5. Mai 2023 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 9. August 2023 vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Konzernabschlussprüfer der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Sonstiger Sachverhalt – Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht – auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Thomas Kagermeier.

München, den 5. März 2024

EY GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ott Dr. Kagermeier Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit

An die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München

Wir haben die in Abschnitt "Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München (im Folgenden die "Gesellschaft"), die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns zusammengefasst ist, sowie den durch Verweisung als Bestandteil qualifizierten Abschnitt "Munich Re Gruppe" des zusammengefassten Lageberichts für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (im Folgenden die "nichtfinanzielle Erklärung") einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.

Sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung sowie Angaben für Vorjahre waren nicht Gegenstand unserer Prüfung.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB und Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden die "EU-Taxonomieverordnung") und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie mit deren eigenen in verschiedenen Abschnitten der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe.

Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (Manipulation der nichtfinanziellen Erklärung) oder Irrtümern ist.

Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte in verschiedenen Abschnitten der nichtfinanziellen Erklärung niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.

Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.

Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen – insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Erklärung abzugeben.

Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in verschiedenen Abschnitten der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. Nicht Gegenstand unserer Prüfung waren sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung sowie Angaben für Vorjahre.

Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u.a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

  • − Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern
  • − Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Auswahl der Themen für die nichtfinanzielle Erklärung, der Risikoeinschätzung und der Konzepte der Gesellschaft und des Konzerns für die als wesentlich identifizierten Themen
  • − Befragung von Mitarbeitern, die in die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung
  • − Befragung von Mitarbeitern, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung sowie der Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung betraut sind, zur Beurteilung des Berichterstattungssystems, der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung relevant sind
  • − Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung
  • − Einsichtnahme in die relevante Dokumentation der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Aggregation und Validierung der Daten
  • − analytische Beurteilung von Angaben der nichtfinanziellen Erklärung auf Ebene des Mutterunternehmens und des Konzerns
  • − Befragungen und Dokumenteneinsicht in Stichproben hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten Daten
  • − Beurteilung der Darstellung der Angaben der nichtfinanziellen Erklärung
  • − Abgleich von ausgewählten Angaben mit den entsprechenden Daten im Jahresabschluss und Lagebericht
  • − Beurteilung des Prozesses zur Erhebung der Angaben nach der EU-Taxonomieverordnung in der nichtfinanziellen Erklärung.

Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.

Prüfungsurteil

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in verschiedenen Abschnitten der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist.

Wir geben kein Prüfungsurteil zu den sonstigen Verweisen auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung sowie zu Angaben für Vorjahre ab.

Verwendungsbeschränkung für den Vermerk

Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er möglicherweise für einen anderen als den vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist in dieser Hinsicht nicht modifiziert.

Auftragsbedingungen und Haftung

Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/IDW-Auftragsbedingungen). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

München, den 5. März 2024

EY GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Kagermeier Welz Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

München, den 13. März 2024

Dr. Joachim Wenning

Dr. Thomas Blunck Nicholas Gartside Stefan Golling

Dr. Christoph Jurecka Dr. Achim Kassow Michael Kerner

Clarisse Kopff Mari-Lizette Malherbe Dr. Markus Rieß

Impressum/Service 328

© 2024 Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München Königinstraße 107 80802 München Deutschland www.munichre.com

LinkedIn: https://de.linkedin.com/company/munich-re X: @MunichRe

Sitz der Gesellschaft: München

Handelsregister: Amtsgericht München HRB 42039

Veröffentlichungsdatum Internet: 14. März 2024

Bildnachweis

Marcus Buck, Andreas Pohlmann, Munich Re, Andreas Hagemann

Unseren Geschäftsbericht veröffentlichen wir auch auf Englisch. Darüber hinaus finden Sie unsere Geschäfts- und Zwischenberichte sowie weitere aktuelle Informationen zu Munich Re und zu ihrer Aktie im Internet unter www.munichre.com.

Service für Privatanleger

Aktionärsteam: Alexander Rappl, Ute Trenker Telefon: +49 89 38 91-22 55 [email protected]

Service für institutionelle Investoren und Analysten

Christian Becker-Hussong Telefon: +49 89 38 91-39 10 [email protected]

Service für Medien Stefan Straub Telefon: +49 89 38 91-98 96 [email protected]

Quartalszahlen

31�12�2023 30�9�2023 30�6�2023 31�3�2023
Bilanz
Kapitalanlagen Mio. € 218�462 209�957 209�699 210�580
Eigenkapital Mio. € 29�772 27�647 27�436 28�182
Abgeschlossene und abgegebene Versicherungsverträge (netto) Mio. € 203�383 196�198 197�213 197�140
Bilanzsumme Mio. € 273�793 264�698 263�780 263�591
Aktie
Kurs je Aktie 375�10 369�10 343�60 322�50
Börsenwert der Münchener Rück AG Mrd. € 51�2 50�4 46�9 45�2
Sonstige
Schaden-Kosten-Quote
Rückversicherung Schaden/Unfall % 91�6 82�0 80�5 86�5
ERGO Schaden/Unfall Deutschland % 97�5 88�2 88�1 81�2
ERGO International % 89�5 87�9 88�1 95�4
Mitarbeiter 42�812 42�562 42�061 41�727
Mio. € Gesamt Q4 2023 Q3 2023 Q2 2023 Q1 2023
Versicherungsumsatz aus abgeschlossenen Versicherungs
1.
verträgen 57�884 14�977 14�460 14�175 14�273
Versicherungstechnische Aufwendungen aus
2.
abgeschlossenen Versicherungsverträgen 0
Schadenaufwendungen –41�481 –11�040 –10�189 –10�048 –10�204
Veränderungen durch der Versicherungsnehmenerbeteiligung
unterliegende Vermögenswerte (Underlying Items) 48 103 100 120 –275
Verwaltungs- und Abschlusskosten –8�617 –2�565 –2�068 –2�008 –1�977
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 0 0 0 0 0
–50�051 –13�502 –12�158 –11�935 –12�456
3.
Versicherungstechnisches Ergebnis aus abgeschlossenen
Versicherungsverträgen (1.+2.) 7�834 1�475 2�302 2�240 1�817
4.
Abgegebener Versicherungsumsatz aus abgegebenen
Versicherungsverträgen –1�577 –505 –408 –366 –298
5.
Versicherungstechnische Erträge aus abgegebenen
Versicherungsverträgen 788 285 119 231 153
6.
Versicherungstechnisches Ergebnis aus abgegebenen
Versicherungsverträgen (4.+5.) –789 –220 –289 –135 –145
7.
Versicherungstechnisches Ergebnis (3.+6.)
7�045 1�255 2�014 2�105 1�672
8.
Ergebnis aus versicherungsnahen Finanzinstrumenten
501 101 207 55 138
9.
Versicherungstechnisches Gesamtergebnis (7.+8.)
7�545 1�356 2�221 2�159 1�809
10. Ergebnis aus Kapitalanlagen 5�374 2�405 760 596 1�612
11. Währungsergebnis –292 –499 309 44 –145
12. Ergebnis aus Kapitalanlagen im Bereich der fondsgebundenen
Lebensversicherung 816 405 –79 163 327
13. Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgeschlossenen Versicherungsverträgen –5�490 –2�274 –940 –885 –1�391
14. Versicherungstechnische Finanzerträge oder -aufwendungen aus
abgegebenen Versicherungsverträgen 99 31 25 23 20
15. Versicherungstechnisches Finanzergebnis (13.+14.) –5�391 –2�243 –915 –861 –1�371
16. Nettofinanzergebnis (10.+11.+12.+15.) 507 67 75 –59 423
17. Sonstige operative Erträge 1�316 462 272 283 299
18. Sonstige operative Aufwendungen –3�667 –1�300 –792 –810 –764
19. Operatives Ergebnis (9.+16.+17.+18.) 5�702 585 1�776 1�573 1�768
20. Finanzierungsergebnis –168 –42 –42 –42 –42
21. Ertragsteuern –936 461 –565 –377 –455
22. Konzernergebnis (19.+20.+21.) 4�597 1�004 1�169 1�154 1�271
davon:
Auf Anteilseigner der Münchener Rück AG entfallend 4�606 1�011 1�168 1�153 1�275
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend –9 –7 1 1 –5
Gesamt Q4 2023 Q3 2023 Q2 2023 Q1 2023
Ergebnis je Aktie 33�88 7�51 8�61 8�45 9�29

Termine 2024

  1. Februar 2024 Bilanz-Medienkonferenz zum Konzernabschluss 2023 (vorläufige Zahlen)

  2. März 2024 Veröffentlichung des Konzerngeschäftsberichts 2023

  3. April 2024 Hauptversammlung

  4. Mai 2024 Quartalsmitteilung zum 31. März 2024

  5. August 2024 Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2024

  6. November 2024 Quartalsmitteilung zum 30. September 2024

Termine 2025

  1. Februar 2025 Bilanz-Medienkonferenz zum Konzernabschluss 2024 (vorläufige Zahlen)

  2. März 2025 Veröffentlichung des Konzerngeschäftsberichts 2024

  3. April 2025 Hauptversammlung

  4. Mai 2025 Quartalsmitteilung zum 31. März 2025

  5. August 2025 Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2025

  6. November 2025 Quartalsmitteilung zum 30. September 2025

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