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MPH Health Care

Quarterly Report Feb 22, 2024

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 33752125

MPH Health Care AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

5. BERICHT DES AUFSICHTSRATS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

1. ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG UND ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND

Der Aufsichtsrat der MPH Health Care AG hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich sowie zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, wesentliche Geschäftsvorfälle, die Unternehmensplanung inklusive Fragen der Geschäftspolitik und zum Risikomanagement, die Kosten- und Ertragsentwicklung, die Liquidität sowie die Investitions- und Desinvestitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Themenbezogene Ausschüsse innerhalb des Aufsichtsrates wurden nicht gebildet.

2. SITZUNGEN, BERATUNGEN UND BESCHLUSSFASSUNGEN

Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2022 insgesamt fünf ordentliche Sitzungen ab. Folgende Themen standen in den Sitzungen neben anderen im Mittelpunkt:

15. Februar 2022:

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Aktuelle Analysteneinschätzungen und Kursentwicklung der Beteiligungen
Lage des Unternehmens und der Beteiligungsgesellschaften, Finanzsituation der M1
Expansion M1 Kliniken AG und Weiterentwicklung der HAEMATO

03. Mai 2022:

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Erörterung und Billigung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses 2021
Erörterung und Beschlussfassung über die Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2021
Erörterung und Billigung des Abhängigkeitsberichts 2021
Erörterung und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung
Beschlussfassung über die Tagesordnung der Hauptversammlung am 14. Juli 2022
Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022

13. Juli 2022:

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Vorbereitung der Hauptversammlung am 14. Juli 2022

11. Oktober 2022:

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Aktuelle Analysteneinschätzungen MPH und Beteiligungen
Aktienkursentwicklung MPH und der Beteiligungen
Status operatives Geschäft der Beteiligungen

13. Dezember 2022:

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Aktuelle Analysteneinschätzungen und Status zu den Beteiligungen
Bilanzzahlen für das 3. Quartal 2022
Finanzkalender 2023

In den Aufsichtsratssitzungen wurden zudem aktuelle Entwicklungen, strategische Entscheidungen und deren operative Umsetzung besprochen. Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt und wurden zum Anlass genommen, neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren.

3. JAHRESABSCHLUSS

Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der MPH Health Care AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 12. Mai 2023 ausgehändigt. In den Aufsichtsratssitzungen am 02. und 12. Mai 2023 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss unsererseits geprüft.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden in der Bilanzsitzung ausführlich erörtert. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden nicht erhoben. Auch den Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn vollständig auf neue Rechnung vorzutragen, haben wir geprüft. Wir halten diesen Vorschlag für angemessen und schließen uns diesem deshalb an.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

4. ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Die MPH Health Care AG hat für ihr am 31.12.2022 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt.

Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstandes nicht zu erheben waren, wurde gemäß § 313 Abs. 3 AktG folgender Bestätigungsvermerk vom Wirtschaftsprüfer erteilt:

"Nach meiner pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätige ich, dass

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die tatsächlichen Angaben im Bericht richtig sind,
bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen wurden,
bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Abhängigkeitsbericht und der darüber hinaus erstattete Prüfungsbericht des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Kenntnis gebracht und in seiner Sitzung am 12. Mai 2023 eingehend geprüft. Fragen wurden vom Abschlussprüfer ausführlich beantwortet.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den Abhängigkeitsbericht und den Prüfungsbericht und hat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

5. BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 unverändert aus den Aufsichtsratsmitgliedern Andrea Grosse (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Mitglied) und Uwe Zimdars (stellvertretender Vorsitzender) zusammen.

6. SONSTIGES

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die erzielten Leistungen und die angenehme, konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern der MPH-Gruppe für ihren Einsatz und die erzielten Leistungen.

Berlin, den 12. Mai 2023

Andrea Grosse, Vorsitzende des Aufsichtsrats

6. KONZERNLAGEBERICHT

6.1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die MPH Health Care AG ist eine an der Frankfurter Wertpapierbörse (Basic Board) gelistete Investment- und Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Berlin. Ihre Geschäftstätigkeit besteht in der Beteiligung an Unternehmen mit dem Ziel des langfristigen Vermögenszuwachses.

Der strategische Fokus der Aktivitäten liegt auf dem Kauf und Aufbau von Unternehmen und Unternehmensanteilen insbesondere aus Wachstumssegmenten des Gesundheitsmarktes und der Pharmaindustrie. Dies schließt sowohl versicherungsfinanzierte ("erster" Gesundheitsmarkt) als auch privatfinanzierte (sog. "zweiter" Gesundheitsmarkt) Segmente ein. Aber auch außerhalb dieser Märkte nutzt die MPH AG Potenziale aus wachstumsstarken Branchen, wie z.B. der Immobilienwirtschaft. Ziel ist es, durch aktive Weiterentwicklung ein profitables Wachstum der Beteiligungsunternehmen zu generieren und so den Unternehmenswert der MPH zu fördern.

6.2 WIRTSCHAFTSBERICHT

Die MPH Health Care AG war im Geschäftsjahr 2022 unverändert im Wesentlichen in zwei börsennotierten Beteiligungen investiert. Diese Beteiligungen bestanden aus der M1 Kliniken AG sowie der CR Capital AG. Durch Zukäufe im Laufe des Jahres 2022 erhöhte sich die Beteiligung der M1 Kliniken auf 69 % (Vorjahr 62 %). Die Anteile der CR Capital AG wurden im Zuge der ausgeschütteten Aktiendividende aufgestockt. Die Beteiligung erhöhte sich entsprechend und liegt nun bei gut 58,5 % (Vorjahr 57 %).

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wurde bei der M1 Kliniken AG im Vorjahr keine Dividende ausgeschüttet, um die Liquidität auf Unternehmensseite bestehen zu lassen und diese dem laufenden Ausbau des Geschäftsbetriebes zugutekommen zu lassen. Auf der Hauptversammlung der CR Capital AG im Mai 2022 wurde eine Dividende von 2,50 EUR je Aktie beschlossen (Vorjahr 1,50 EUR). Diese Dividende wurde von der MPH in Folge des Wahlrechts als Aktiendividende vereinnahmt. Im Bezugsverhältnis von 7:1 wurden der MPH damit neue Aktien der CR Capital AG eingebucht. Deren Ausgabepreis lag bei 17,50 EUR. Zusammen mit Erträgen aus den nicht-börsennotierten Beteiligungen erzielte die MPH Health Care AG insgesamt Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 6,61 Mio. EUR (Vorjahr 3,56 Mio. EUR).

Die MPH Health Care AG selbst schüttete im Geschäftsjahr 2022 keine Dividende aus.

2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Globales wirtschaftliches Umfeld

Nachdem im Jahr 2020 das weltweite BIP (Bruttoinlandsprodukt) aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und damit verbundenen Lockdown-Phasen um rund 3,1 % gesunken ist, konnte das weltweite BIP bereits im Folgejahr 2021 ein erneutes Wachstum von etwa 6,1 % verzeichnen. 2

Für das Jahr 2022 geht das IfW Kiel (Institut für Weltwirtschaft) von einem Zuwachs der Weltproduktion von 3,2 % aus. Der Anstieg der Weltproduktion hat sich zum Ende des vergangenen Jahres wieder verlangsamt. Die weltwirtschaftliche Expansion schwächte sich im Jahr 2022, bei allerdings unstetem Verlauf, insgesamt deutlich ab. Im Schlussquartal legte die globale Wirtschaftsleistung erneut nur wenig zu. Bremsend wirkten die gestiegenen Energiepreise, die in Reaktion auf die hohe Inflation inzwischen deutlich restriktive Geldpolitik und in China nochmals Maßnahmen zur Eindämmung einer Corona-Infektionswelle. Im Jahresergebnis erhöhte sich die Weltproduktion mit 3,2 % zwar in etwa so stark wie im mittelfristigen Trend; im Schlussquartal lag sie aber nur noch um 1,8 % höher als ein Jahr zuvor. Zuletzt hat sich die weltwirtschaftliche Stimmung zwar etwas aufgehellt, für das laufende Quartal signalisiert der vom IfW Kiel auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnete Indikator für das globale Wirtschaftsklima allerdings eine weiter nur mäßige Expansion. Damit ist die Phase der Erholung der Weltwirtschaft von dem pandemiebedingten Einbruch zunächst einmal zu Ende gegangen. 3

2.1.2 Wirtschaftliches Umfeld Deutschland

Gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im vergangenen Jahr angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme als erfreulich widerstandsfähig erwiesen. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu (Vorjahr plus 2,7 %). Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise gewachsen. Gründe für den positiven Verlauf sind Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie nachlassende Lieferengpässe. So hat der private Konsum mit einer Wachstumsrate von +4,6 % stark expandiert, da wieder Reisen, Restaurantbesuche, große Kulturveranstaltungen, Feste und Messen möglich waren. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfällt als bislang erwartet worden ist. Dennoch dürften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden hohen Preissteigerungen die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu Jahresbeginn 2023 noch belasten. Außerdem sorgen Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Perspektiven aktuell noch für Investitionszurückhaltung. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gemäß den ifo-Umfragen im Dezember spürbar aufgehellt. Fast alle Wirtschaftsbereiche waren zuversichtlicher als zuvor. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass eine Rezession im Winterhalbjahr 2022/​23 ausbleiben könnte. Die Inflationsrate hat sich im Dezember um 1,4 Prozentpunkte auf voraussichtlich 8,6 % verringert. Im Jahresdurchschnitt 2023 lagen die Verbraucherpreise damit um 7,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Dezember-Soforthilfe für Gas und Wärme dürfte für den Rückgang im Dezember eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Teuerung der Energieträger fiel spürbar schwächer aus als in den Vormonaten. Der Anstieg der Preise für Nahrungsmittel hat sich leicht abgeschwächt. Auch zum Jahresende erweist sich der Arbeitsmarkt nach wie vor als widerstandsfähig. Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit dürfte zwar nochmals zugelegt haben, sich aber weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen. Die Arbeitskräfteknappheit wird allerdings zunehmend zur Wachstumsbremse. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg im Jahr 2022 auf ein Höchstniveau. Insbesondere im Dienstleistungssektor suchen fast alle Branchen nach neuen Mitarbeitenden. 4

Unsere börsennotierten Beteiligungen sind in der Gesundheitswirtschaft und Immobilienwirtschaft tätig. Die M1 Kliniken AG bedient mit ihren auf den Selbstzahlermarkt abzielenden ästhetisch-medizinischen Behandlungen den sogenannten "zweiten Gesundheitsmarkt", während die CR Capital AG als integrierter Investment-Manager in innovative Unternehmen entlang der Immobilienwertschöpfungskette investiert. Die HAEMATO AG, als Teilkonzern der M1-Gruppe, ist im Pharmahandel überwiegend im sogenannten "ersten Gesundheitsmarkt" tätig.

2.1.3 Gesundheitswirtschaft und Pharmamarkt

Kernmarkt der Geschäftsaktivitäten war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin Deutschland. Der Gesundheitssektor (in dem die Beteiligung M1 Kliniken AG tätig ist) bleibt einer der wichtigsten Zukunftsmärkte, der auch weiterhin von globalen Trends geprägt wird. Diese beinhalten u.a. die demographische Entwicklung (steigende Lebenserwartung), die steigende Nachfrage nach Gesundheitsprodukten und Gesundheitsdienstleistungen, etc. Neben dem steigenden Einkommen und dem medizinischen Fortschritt ist die Alterung der Gesellschaft ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Gesundheitsausgaben, die den Anteil der Gesundheitsindustrie am Bruttoinlandsprodukt ankurbeln. Die Gesundheitswirtschaft setzt sich aus vielen Bereichen zusammen. Der Kernbereich, auch erster Gesundheitsmarkt genannt, umfasst dabei den Bereich der "klassischen" Gesundheitsversorgung, die größtenteils durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV) einschließlich Pflegeversicherung finanziert wird. Als zweiter Gesundheitsmarkt werden alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen rund um die Gesundheit bezeichnet; er umfasst im Wesentlichen freiverkäufliche Arzneimittel und individuelle Gesundheitsleistungen (inkl. ambulanter und stationärer ärztlicher Eingriffe, Fitness und Wellness, Gesundheitstourismus sowie - zum Teil - die Bereiche Sport/​Freizeit, Ernährung und Wohnen. 5

Als einer der größten deutschen Wirtschaftszweige ist die Gesundheitswirtschaft ein Leitmarkt der deutschen Wirtschaft. Menschen leben mit Hilfe ihrer Leistungen und Produkte nicht nur länger, sondern auch länger gesünder und länger selbstbestimmt. 6

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) im April 2023 mitteilte, stiegen die Gesundheitsausgaben in Deutschland im zweiten Corona-Jahr (neuere Daten lagen bei der Erstellung dieses Berichts noch nicht vor) auf einen neuen Höchststand von 474,1 Mrd. Euro (Vorjahr 440,6 Mrd. Euro). Das waren rund 5.700 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Die Gesundheitsausgaben 2021 waren um 33,1 Mrd. Euro oder 7,5 % höher als 2020 (Vorjahr 6,5 %). Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2021 bei 13,2 % und damit nur 0,2 Prozentpunkte höher als 2020.

Die Pharmaindustrie ist für die Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationseffekte in Deutschland weiterhin von großer Bedeutung. Im Jahr 2022 stieg der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik), in dem die HAEMATO AG tätig ist, um 5,4 % auf 56,5 Mrd. Euro (Vorjahr plus 7,3 %). Das Wachstum in den Teilsegmenten "Apothekenmarkt" (Volumen 46,6 Mrd. Euro) und "Klinikmarkt" (Volumen 7,9 Mrd. Euro) ist mit 5,5 % bzw. 4,9 % fast identisch. 8

Auch der Markt für medizinisch-ästhetische Behandlungen (als Teil des zweiten Gesundheitsmarktes), in dem unsere Beteiligung M1 Kliniken AG aktiv ist, ist weiterhin ein Wachstumsmarkt, insbesondere aufgrund des vermehrten gesellschaftlichen Wunsches, das natürliche Erscheinungsbild und die Leistungsfähigkeit des Körpers bis ins hohe Alter zu erhalten.

Der weltweite Schönheitsmarkt blieb auch im Jahr 2021 (neuere Daten sind nicht verfügbar) ein Wachstumsmarkt, sowohl bei den operativen als auch bei den ambulanten Eingriffen. Basierend auf den Zahlen des weltweit agierenden Branchenverbands der plastischen Chirurgen für das Jahr 2021 (ISAPS) stieg die Anzahl der gesamten ästhetisch-chirurgischen Eingriffe um 18,5 % und die Anzahl der nicht-operativen ästhetisch-kosmetischen Eingriffe um 19,9 %. Über einen Betrachtungszeitraum der letzten vier Jahre hinweg stiegen ISAPS zufolge die chirurgischen Eingriffe um 33,3 % und die nicht-operativen Eingriffe sogar um 54,4 %. 9

Im operativen Bereich haben die beiden beliebtesten Eingriffe Fettabsaugung und Brustvergrößerung um 24,8 % bzw. um 3,8 % zugenommen. Auf den Plätzen 3 und 4 der beliebtesten ästhetischen Operationen finden sich Oberlidstraffungen und Nasenkorrekturen mit Zuwachsraten von 18,1 % und 16,7 %. Bei den nicht-operativen Eingriffen haben beiden beliebtesten Behandlungen Botulinumtoxin- und Hyaluronsäure-Unterspritzungen mit 17,7 % und 30,3 % zugenommen. Durch die Veränderung des Arbeitslebens im Rahmen verstärkter Home-Office-Nutzung und einer Zunahme der Nutzung von Videokonferenzen verstärkte sich der Fokus auf die Gesichts- und Augenpartie der Menschen, was die Nachfrage nach Lidstraffungen und Botox-Behandlungen der oberen Gesichtshälfte gesteigert hat. 10

In Deutschland haben sich die Behandlungszahlen im Jahr 2021 etwas differenzierter entwickelt. Rechnet man (wie in den Vorjahren) die Lippenvergrößerung zu den minimal-invasiven Behandlungen hinzu, so hat sich bei den chirurgischen Behandlungen eine Zunahme von 3,1 % ergeben. Durch verstärkte Homeoffice-Arbeiten und Lockdowns im Rahmen der Corona-Restriktionen hatten die Patienten mehr Zeit, um länger geplante operative Eingriffe durchführen zu lassen. Während im vorherigen Betrachtungszeitraum noch die Brustvergrößerung der beliebteste Eingriff war, war im Jahr 2021 die Fettabsaugung mit einer Zunahme von 3,3 % der Spitzenreiter, gefolgt von Augenlidkorrekturen (+12,6 %), während die Brustvergrößerung nunmehr auf Platz 3 der häufigsten Eingriffe steht (-0,1 %).

Im Bereich der Unterspritzungsbehandlungen ist in Deutschland aufgrund der Behinderungen durch die Corona-Pandemie ein Rückgang von 12 % zu verzeichnen. Die Anzahl der minimal-invasiven Eingriffe reduzierte sich von rund 732.000 im Jahr 2020 auf rund 644.000 Eingriffe im Jahr 2021. Davon entfallen rund 306.000 Behandlungen auf Botulinumtoxin und rund 289.000 Behandlungen auf Hyaluronsäure (Filler).

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist nach wie vor der drittgrößte Industriezweig in Deutschland nach dem Fahrzeug- und Maschinenbau. Gemessen am Umsatz steht die deutsche chemischpharmazeutische Industrie in Europa auf Platz eins und weltweit an dritter Stelle hinter China und den USA. Die pharmazeutische Industrie ist ein wichtiger Teil der chemischen Industrie. Knapp 24 % der gesamten Chemieproduktion entfallen auf pharmazeutische Erzeugnisse. Die Branche gehört zu den produktivsten und forschungsintensivsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Mit ihren Forschungs- und Entwicklungsausgaben belegt die chemisch-pharmazeutische Industrie Platz 3 nach Fahrzeugbau und Elektroindustrie. 11

Die GKV-Arzneimittelausgaben von Dezember 2021 bis Dezember 2022 weisen ein Umsatzwachstum von 5,3 % (auf 50,0 Mrd. Euro) und ein Absatzwachstum von 4,5 % (auf 723,1 Mio. Packungen) auf. Die Hersteller-Zwangsabschläge und Rabatte des Jahres 2022 im GKV-, PKV- und Krankenhausmarkt sind durchgängig höher als im Vorjahr. Im GKV-Markt stiegen die Abschläge um 17 %, im PKV-Markt um 16 % und im Krankenhausmarkt um 8 %. Die Zwangsabschläge summieren sich in allen Marktsegmenten insgesamt auf 8,69 Mrd. Euro (Vorjahr 7,49 Mrd. Euro). 12

2.1.4 Immobilienwirtschaft

Im Jahr 2022 gab es einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 5,1 % Die Bauindustrie erwartet für 2023 einen weiteren Rückgang um 6 %. Die Baugenehmigungen für neue Bauten stiegen von 2022 nominal um 2,6 %. Angesichts der Baupreissteigerungen ist dies ein Rückgang von etwa 14 %. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2022 um 9,7 % zurück. Der Auftragsbestand lag Ende Dezember 2022 mit 68 Mrd. Euro auf einem Rekordwert zu diesem Zeitpunkt, der durch die Baupreisentwicklung überzeichnet war. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Dezember mit (saisonbereinigt) 4,4 Monaten noch auf einem hohen Niveau, gingen aber bis zum Februar 2023 weiter auf 4,2 Monate zurück. Der Auftragseingang verzeichnete im Januar 2023 einen realen Rückgang von 19,1 %. Ein Problem, welches sich 2023 verstärkt auswirken wird, ist die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt. In den vergangenen 10 Jahren waren die rekordniedrigen Zinssätze für Hypothekarkredite ein wesentlicher Treiber im Wohnungsneubau, weil die Refinanzierung günstig war. Nach Berechnungen der Bundesbank stieg der Zinssatz für Hypothekarkredite mit mehr als 10 Jahren Laufzeit im Neugeschäft von Januar bis Dezember von 1,4 % auf 3,5 %. Dies beeinträchtigt zum einen die Renditeerwartungen im Mietwohnungsbau, gleichzeitig stellt es potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. Im Januar 2023 lag das Neugeschäftsvolumen der Wohnungsbaukredite an private Haushalte nur noch bei 12,7 Mrd. Euro, dies waren 49 % weniger als im Januar 2022. 13

Nach der abrupten Preiswende im letzten Jahr scheinen sich die Immobilienpreise langsam einzupendeln. Das jedenfalls ist - bezogen auf Bestandswohnungen - das Fazit des 9. Immobilienkompass der Online-Plattform immowelt. Sanken im 4. Quartal in allen 14 untersuchten deutschen Großstädten die Angebotspreise, so verzeichneten im 1. Quartal 2023 nur noch vier Städte einen negativen Trend bei der Preisentwicklung von Bestandwohnungen. Laut Felix Kusch, Country Managing Director von immowelt, befindet sich der Immobilienmarkt derzeit in einer Findungsphase: "Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage wie zuletzt weiter stabilisiert und sich die Preise folglich seitwärts entwickeln mit kleineren Schwankungen nach oben und unten." Nach den neuesten Zahlen von Europace, nach eigener Aussage Deutschlands führende Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, ist die Preissituation auf dem deutschen Immobilienmarkt uneinheitlich. So verzeichnet der hauseigene Index EPX im Januar 2023 einen Preisanstieg um 1,31 % bei Neubauten im Vergleich zum Vormonat. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt jetzt für neue Ein- und Zweifamilienhäuser bei 530.211 Euro. Dagegen waren bestehende Eigentumswohnungen und Häuser bei den Preisen weiterhin rückläufig. 14

2.2 Geschäftsverlauf

Als Investmentgesellschaft liegt der strategische Fokus unserer Aktivitäten auf Unternehmen in wachstumsstarken Segmenten des Gesundheitsmarktes. Dies schließt sowohl versicherungsfinanzierte als auch privatfinanzierte Segmente ein.

Die MPH Health Care AG hat gemäß IFRS 10 den Status einer Investmentgesellschaft. Alle Investments wurden gemäß IFRS 9 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Das Jahr 2022 war einerseits geprägt von dem Abflachen der Corona-Pandemie und sukzessiven Lockerungen und andererseits vom nach wie vor andauernden Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Einschränkungen und Preissteigerungen bei der Energieversorgung. Trotz der allgemeinen Preissteigerungen zeigt sich die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und dennoch preisgünstigen Schönheitsbehandlungen ungebrochen. Die M1 Kliniken AG hat den Ausbau der Standorte in Deutschland und Europa auch im Jahr 2022 weiter vorangetrieben. So wurden im vergangenen Jahr acht neue Fachzentren eröffnet und die Anzahl der medizinisch-ästhetischen Behandlungszentren auf 54 gesteigert. Im Geschäftsjahr 2023 soll die Expansion weiter vorangetrieben werden mit dem Ziel, Ende 2023 dann insgesamt 60 Fachzentren zu betreiben. Die M1-Gruppe ist im wachsenden Markt der ästhetischen Medizin und plastischen Chirurgie tätig und führt ästhetisch-medizinische Behandlungen im Selbstzahlersegment durch (Segment "Beauty"). In einem zweiten Segment "Handel" vertreibt die Gruppe mittels des Teilkonzerns HAEMATO AG als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Ebenso werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten.

Die M1-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2022 den Umsatz im Segment "Beauty" um 14,1 % auf über 60,2 Mio. Euro steigern (Vorjahr 52,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge in diesem Bereich erhöhte sich von 9,8 % (5,15 Mio. Euro) im Vorjahr auf nunmehr 11,7 % (7,03 Mio. Euro). Der konsolidierte Konzernumsatz der M1-Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt um rund 9 % auf 285,3 Mio. Euro verringert (Vorjahr 314,6 Mio. Euro). Ursächlich hierfür ist der Umsatzrückgang im Segment Handel um 14,0 % auf 225,0 Mio. Euro (Vorjahr 261,8 Mio. Euro) aufgrund eines reduzierten Geschäftsvolumens mit der COVID-19 Diagnostik durch den sukzessiven Rückgang der pandemiebedingten Testpflichten sowie einer fortgesetzten Portfolio-Optimierung, bei der bestimmte Produkte mit zu geringer Marge bereinigt wurden.

Der operative Gewinn 2022 (EBIT) der M1-Gruppe beläuft sich auf 9,3 Mio. Euro (Vorjahr 12,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern beträgt 10,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 (14,4 Mio. Euro im Vorjahr). Das Eigenkapital hat sich um 3,2 Mio. Euro auf 143,1 Mio. Euro zum 31.12.2022 erhöht (Vorjahr 139,9 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote steigerte sich auf 72,6 % (Vorjahr 70,6 %).

Die positive operative Geschäftstätigkeit spiegelte sich auch in der Entwicklung des Aktienkurses wider. Der Kurs dieser Beteiligung ist von 7,50 Euro am 31.12.2021 auf 9,06 Euro am Abschlussstichtag 31.12.2022 und somit um 21 % gestiegen.

Die CR Capital AG konnte trotz einem sich verschlechterndem Umfeld (steigende Materialpreise und höhere Finanzierungskosten für Käufer von Wohneigentum) ihren erfolgreichen Weg fortsetzen und weiter profitabel wachsen. Gemäß der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich das EBIT von 66 Mio. Euro auf 76 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert 97 %. CR Capital ist verstärkt in den Bereichen regenerative Energieversorgung und nachhaltiges Wohnen engagiert, deren Märkte ein Milliarden-Volumen aufweisen.

Mit den Beteiligungen Solartec GmbH und Greentec GmbH als innovative Technologieunternehmen erschließt die CR Capital AG weitere Marktpotentiale im Bereich der nachhaltigen Energiegewinnung und -speicherung sowie der umweltschonenden Baustoffproduktion. Damit verfolgt sie ihre Philosophie der Entwicklung von Produkten in höchster Qualität zum besten Preis konsequent weiter. Seit dem Jahr 2022 ist CR Capital ESG-zertifiziert (Rating "sehr gut"). Im B2B-Geschäft mit institutionellen Kunden ist das ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Institutionelle Investoren bevorzugen verstärkt Engagements, die ESG-Kriterien erfüllen.

Der Aktienkurs der CR Capital AG hat sich von 33,40 Euro am 31.12.2021 auf 32,00 Euro am 31.12.2021 leicht verringert.

Auch die nicht börsennotierten Beteiligungen MPH Ventures GmbH und Pharmigon GmbH haben ihren erfolgreichen Wachstumskurs fortgesetzt. Die Pharmigon GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022 ihren Umsatz um 45,5 % auf 15,3 Mio. Euro und ihren Jahresüberschuss um 16,1 % auf 2,3 Mio. Euro steigern. Die MPH Ventures GmbH fungiert im Wesentlichen als Inkubator und Beteiligungsgesellschaft für start-ups im Bereich der Gesundheitswirtschaft und erzielt in der Regel keine nennenswerten eigenen operativen Umsätze. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Rohergebnis von 3,36 Mio. Euro erzielt (Vorjahr 2,45 Mio. Euro) und ein Jahresüberschuss von 0,85 Mio. Euro (Vorjahr-0,13 Mio. Euro).

Die MPH Ventures GmbH hat mit Gründung der Direct Apotheke Venlo B.V (Niederlande) im Jahr 2020 die ersten wichtigen Schritte in den stark wachsenden Bereich der Versandapotheken unternommen. Im Geschäftsjahr 2022 konnten die Umsatzerlöse der Apotheke um 81 % auf 13,54 Mio. Euro gesteigert und ein positives Ergebnis nach Steuern erzielt werden. Hauptaugenmerk liegt vor allem im Versandhandel von Arzneimitteln und Medizinprodukten für medizinisch-ästhetische Behandlungen.

Aus der Entwicklung der Fair Value Gewinne und der Beteiligungserträge resultiert bei der MPH Health Care AG ein Jahresüberschuss in Höhe von 29,1 Mio. EUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag von 9,0 Mio.). Dieser beinhaltet im Wesentlichen die Ergebnisse aus der (zum 31.12.2022) stichtagsbezogenen Bewertung der Investments in Höhe von 23,7 Mio. EUR (Vorjahr -12,1 Mio. EUR), Beteiligungserträge sowie dem Gewinn aus Beteiligungsverkäufen (im Gesamtjahr) in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR).

6.3 LAGE

3.1 Ertragslage der Gesellschaft (IFRS)

In der Regel hat eine Investmentgesellschaft weder ihre Tochterunternehmen zu konsolidieren noch IFRS 3 anzuwenden, wenn sie die Beherrschung über ein anderes Unternehmen erlangt. Eine Investmentgesellschaft hat vielmehr die Anteile an einem Tochterunternehmen nach IFRS 9 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.

Die Umsätze und sonstigen Erträge des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich im Wesentlichen aus Gewinnen aus dem Verkauf von Anteilen der Beteiligungen. Aus dem Verkauf von Aktien wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Gewinn von TEUR 207 realisiert (Vorjahr TEUR 766). Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 18.415 in Beteiligungskäufe investiert (Vorjahr TEUR 4.780). Aus dem Verkauf von Anteilen börsennotierter Beteiligungen wurden im Jahr 2022 TEUR 2.860 erlöst (Vorjahr TEUR 6.225).

Das Gesamtkapital der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um 19,7 % auf 237,0 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital /​ Gesamtkapital * 100) verringerte sich leicht von 97,1 % in 2021 auf 93,4% in 2022. In den Finanzanlagen spiegeln sich die getätigten Investments wider. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 erhöhte der Wert dieser Vermögenswerte um 20,4 % von TEUR 193.502 auf TEUR 233.010 zum 31.12.2022.

Der Betriebsertrag, bestehend aus den Fair Value Gewinnen der Bewertungen der Beteiligungen, den Beteiligungserträgen sowie den Gewinnen aus den Verkäufen aus dem Finanzanlagevermögen, konnte im Geschäftsjahr 2022 deutlich auf TEUR 30.666 gesteigert werden (Vorjahr TEUR 13.547). Der Betriebsaufwand, bestehend aus den Fair Value Verlusten der Bewertungen der Beteiligungen, den Verlusten aus Verkäufen aus dem Finanzanlagevermögen sowie dem Finanz- und Verwaltungsaufwand, reduzierte sich im Geschäftsjahr 2022 erheblich von TEUR 22.601 auf TEUR 1.077.

3.2 Finanzlage der Gesellschaft (IFRS)

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist gut. Das nominale Eigenkapital konnte um 29,1 Mio. Euro gesteigert werden, die Eigenkapitalquote liegt weiterhin bei deutlich über 90 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 8,96 Mio. Euro erhöht, um zusätzlichen Spielraum für Beteiligungskäufe zu erhalten und machen 5,5 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr 2,0 %). Die MPH und die Beteiligungsunternehmen bedienen sich der eingeräumten Kreditlinien verschiedener Banken, um den Geschäftserfolg zu fördern.Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Langfristige Vermögensgegenstände sind zu 95,0 % durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die Summe der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten. Die per 31.12.2022 noch unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Bankkredite wurden Anfang 2023 in langfristige Kredite umgewandelt.

Die Liquiditätslage ist auch in Hinblick auf die jederzeit kurzfristig verfügbaren und liquidierbaren Beteiligungen gut.

Wesentliche Investitionen in das Sachanlagevermögen sind nicht erfolgt und auch kurzfristig nicht geplant. Durch die teilweise Ausnutzung von verfügbaren kurzfristigen Kreditlinien, sowie den Verkauf von Anteilen an Beteiligungen, wurde Liquidität für Investitionen in Finanzanlagen geschaffen. Die finanzielle Entwicklung der MPH-Investmentgesellschaft stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit wie folgt dar:

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Cashflow aus 2022 in TEUR 2021 in TEUR
laufender Geschäftstätigkeit 4 -1.087
der Investitionstätigkeit -8.955 6.366
der Finanzierungstätigkeit -3.187 -205
Gesamt (Netto-Cashflow) -12.138 5.074
Veränderung jederzeit fällige Verbindlichkeiten 11.964 -3.600
Veränderung Zahlungmittelbestand -174 1.474

3.3 Vermögenslage der Gesellschaft (IFRS)

Die Vermögenslage der MPH Health Care AG ist im Geschäftsjahr 2022 weiterhin als gut zu bezeichnen. Sie ist gekennzeichnet von deutlich gestiegenen Finanzanlagen (von 193,5 Mio. Euro in 2021 auf 233,0 Mio. Euro in 2022), fast unveränderten Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (1,7 Mio. Euro in 2022 zu 1,8 Mio. Euro im Vorjahr) sowie einer Zunahme der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 9,0 Mio. Euro, die vor allem Darlehen von Kreditinstituten für Beteiligungskäufe beinhalten. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

6.4 NACHTRAGS- UND PROGNOSEBERICHT

Eine wichtige Rolle in der zukünftigen Entwicklung der MPH und deren (direkten und indirekten) Beteiligungen liegt in den weiteren Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine sowie der weiteren Entwicklung der Energiepreise und inflationärer Tendenzen. Die weiteren Auswirkungen der anhaltenden Ukraine-Krise und steigenden Inflation auf die Weltwirtschaft und unsere Portfolio-Unternehmen sind allerdings kurzfristig nicht absehbar und können immer wieder zu einer hohen Volatilität an den Aktienmärkten führen, von der auch unsere Beteiligungen (und die MPH selbst) betroffen sind.

Unsere Beteiligung M1 Kliniken AG ist aktuell nicht von irgendwelchen Restriktionen betroffen und verzeichnet eine ungebrochen hohe Nachfrage nach Schönheitsbehandlungen. Auch die Beteiligung CR Capital AG profitiert vom hohen Zuspruch ihrer Angebote in den Märkten für nachhaltige Energieversorgungskonzepte, qualitäts- und kostenoptimierten Wohnraum sowie Kapitalanlagen für breite Bevölkerungsgruppen. Mit den aktuellen Projekten wird die Strategie weiter umgesetzt, neue und bestehende Wohnquartiere an dezentrale und kompakte Infrastrukturen mit regenerativer Energieversorgung anzubinden.

Wir beurteilen die mittelfristige Entwicklung der MPH Health Care AG und ihrer börsennotierten Beteiligungen weiterhin positiv, zumal sich bei der M1 Kliniken AG eine Erholung im Kursverlauf bereits abgezeichnet hat und weitere Steigerungen zu erwarten sind. Die begonnene Entwicklung im Ergebnis der M1 Kliniken AG durch die Aktivitäten der HAEMATO AG hin zu margenstärkeren Produkten werden sich im Ergebnis bemerkbar machen. Wir beurteilen den Bereich des wachsenden Produktsegmentes "Lifestyle und Aesthetics" positiv. Die Zulassung eines eigenen Botulinumtoxins im Bereich der Eigenmarken verläuft weiter nach Plan. Der Antrag zur Durchführung einer klinischen Studie wurde Ende Januar 2023 bei den zuständigen Behörden eingereicht. Der Ausbau dieser ertragreichen Produkte sollte sich im Ergebnis der M1 Kliniken AG in den kommenden Jahre widerspiegeln und damit auch positiven Einfluss auf die Bewertung der Beteiligung haben.

Die Wirtschaftsbereiche unserer Investments bieten weiterhin prinzipiell ein großes Wachstumspotential. Die Nachfrage von patentfreien und patentgeschützten Arzneimitteln und die Herstellung von Medikationen für Therapien bei Krebs, HIV und anderen chronischen Krankheiten steigt stetig. Beauty-Lifestyle-Leistungen für Privatzahler liegen ungebrochen im Trend und verfügen über einen weiterhin wachsenden Zuspruch. Der anhaltenden Nachfrage von bezahlbaren Wohnraum und Eigentum bietet die CR Capital AG mit ihren Tochtergesellschaften ein Angebot, welches weiter viel Wachstum und Chancen mit sich bringt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisensituationen in der Ukraine sowie steigender Inflation wird der Vorstand die Strategie und Ausrichtung der MPH und ihrer Beteiligungsunternehmen fortlaufend prüfen.

6.5 RISIKOBERICHT

Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Infolge der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des damit verbundenen hohen Anteils an Finanzanlagen an der Bilanzsumme ist die Gruppe jedoch den Schwankungen der Finanzmärkte ausgesetzt.

Dem Wettbewerb am Markt werden die Investments weiterhin durch Service, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Auf der Beschaffungsseite können die Investments auf eine breite Palette von Einkaufsmöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren die Beteiligungen ihre Bezugsquellen europaweit. Die hohen Qualitätsansprüche sichern die Beteiligungen durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und Lieferantenauswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab. So bringt z.B. die Umsetzung der Richtlinie 2011/​62/​EU mit Start vom 9. Februar 2019 für die HAEMATO AG zusätzliche Sicherheit im Bereich der Beschaffung und wird eine noch stabilere Geschäftsgrundlage für die kommenden Geschäftsjahre bilden.

5.1 Spezifische Risiken

5.1.1 Branchenspezifische Risiken

Beauty:

Im Bereich der Schönheitsbehandlungen besteht das Risiko, dass sich das Schönheitsempfinden in der Gesellschaft ändert. Sollte sich ein anderes Schönheitsideal entwickeln, das im Widerspruch zu den von M1 erbrachten Leistungen steht, könnte dies ein erhebliches unternehmerisches Risiko darstellen. Aufgrund seiner marktführenden Position und der hohen Anzahl an Kundenkontakten ist M1 sehr frühzeitig in der Position, neue Entwicklungen im "Schönheitsbewusstsein" der Zielkunden zu identifizieren und hieraus Schlüsse in Bezug auf das zur optimalen Marktabdeckung erforderliche Angebotsspektrum abzuleiten. Des Weiteren könnten neue Marktteilnehmer in Konkurrenz zur M1 treten, deren Konzept ähnlich ausgerichtet ist. Sollten diese neuen Marktteilnehmer eigene "Unique Selling Propositions" (USP's) entwickeln, könnte dies ebenfalls ein unternehmerisches Risiko darstellen. M1 verfolgt das Wettbewerbsumfeld in den eigenen Marktsegmenten genau und beobachtet einzelne entstehende Wettbewerber bzw. Unternehmensketten, um entsprechend reagieren zu können. Weiter steigende Preise für Energie, Wohnen, Transport, etc., könnte dazu führen, dass die Haushalte weniger frei verfügbares Einkommen haben und zukünftig die Konsumausgaben reduzieren, zu denen auch die elektiven Schönheitsbehandlungen der M1-Gruppe zählen. Dem wirkt die M1 entgegen, indem sie ihre Preise für diese Beauty-Behandlungen stabil niedrig hält und sich somit einen Wettbewerbsvorteil sichert.

Pharma:

Ständige gesetzliche Regulierungsmaßnahmen, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiken und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Medikamente können einen negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnissituation der HAEMATO AG (und damit auf die Muttergesellschaft M1 Kliniken AG) haben. Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb der Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen. Als Importeur gilt HAEMATO arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer und trägt daher das Risiko von Marktrücknahmen.

Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz aus dem Jahr 2022 wird zum 1. Januar 2023 der Herstellerabschlag für erstattungsfähige Arzneimittel bis zum 31. Dezember 2023 von 7 auf 12 Prozent angehoben. Die HAEMATO AG rechnet daher im Vergleich zu den Vorjahren mit steigenden Aufwendungen in der Warenbeschaffung und für Transportleistungen. Dieser Effekt soll durch das seit Ende 2021 laufende Kosteneffizienzprogramm kompensiert werden. Der Bereich "Lifestyle und Aesthetics" soll weiter ausgebaut werden und somit den Fokus auf dauerhaft höhere Margen unterstützen.

Immobilien:

Die CR Capital AG ist Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber oder anderer Vorschriften ergeben, welche u.a. die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen betreffen können. Da die Unternehmenstätigkeit auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht unerwartet auftreten, besteht i.d.R. hinreichend Zeit, um auf etwaige Veränderungen adäquat zu reagieren. Auch werden geplante Gesetzesänderungen im Vorfeld mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die Gesellschaften unterziehen sich zudem regelmäßig der gesetzlichen MaBV-Prüfung. Generell sind die Geschäftssegmente der Beteiligungen auch vom Fortgang des Ukrainekriegs und der weiteren (Energie-)Preisentwicklung betroffen. Durch eine Verschärfung der bestehenden Krisen oder dem Auftauchen von neuen Konfliktherden (z. B. durch das Übergreifen der Kriegshandlungen in der Ukraine auf andere Staaten können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums weltweit führen können. Risiken für die Beteiligungsunternehmen können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Zulieferkette führen.

5.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Die MPH Health Care AG beteiligt sich teilweise in erheblichem Ausmaß am Kapital ihrer Investments. Die Veränderung der Marktpreise der Investments haben unmittelbare Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft. Die von der Gesellschaft gehaltenen börsennotierten Wertpapiere unterliegen einem täglichen Handelsgeschehen.

5.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

5.1.4 Risikomanagementsystem

Die MPH Health Care AG nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.

Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings. Falls notwendig, entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.

Die Beteiligungsunternehmen nutzen etablierte Risikomanagementsysteme, um jederzeit kurzfristig auf Veränderungen des Risikoprofils der operativen Entscheidungen reagieren zu können. Ein umfangreiches Berichtswesen im Rechnungswesen und Controlling sowie allen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette versetzt sie in die Lage, die Risiken priorisiert nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zyklisch neu zu bewerten.

5.2 Chancenbericht

Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch Spezialisierung unserer Investments im Bereich der plastischen Chirurgie und ästhetisch-medizinischen Schönheitsbehandlungen (M1 Kliniken), dem Pharmahandel in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten sowie dem stark wachsenden Bereich der ästhetischen Arzneimittel und Medizinprodukte im neuen Segment "Lifestyle und Aesthetics" (Teilkonzern HAEMATO), werden wir an diesem Wachstum partizipieren. Die Effizienz in der Behandlung der Patienten wird durch die konsequente Fokussierung auf ein begrenztes Indikationsspektrum gefördert. Hierzu trägt auch die hohe Qualität der behandelnden Ärzte bei, die wiederum durch die hohe Zahl der individuell durchgeführten Behandlungen gestützt wird.

Die CR Capital konzentriert sich in ihrem Immobilien-Projektgeschäft weiter auf das Umland von Berlin und Leipzig als Kernregionen und sieht dort großes Aufholpotential zum Bundesdurchschnitt, z.B. bei der Eigenheimquote. Wenn die aktuelle Eigenheimquote von unter 20 Prozent mit dem Bundesdurchschnitt von rund 50 Prozent gleichziehen soll, haben allein im Raum Berlin-Brandenburg mehr als eine Million Haushalte das Potential zum Eigenheimerwerb. Mit ihren Beteiligungen Solartec GmbH und Greentec GmbH ergänzt die CR Capital ihr Portfolio um innovative Technologieunternehmen und wandelt sich immer mehr zum Bauträger und Projektentwickler mit Fokus auf neue Technologien zur regenerativen Energie- und Wärmeversorgung sowie zum optimierten Wohnungsneubau. CR Capital ist verstärkt in den Milliardenmärkten regenerative Energieversorgung und nachhaltiges Wohnen engagiert. Das geschätzte Marktvolumen für Energiewende-Investitionen beträgt in Deutschland bis 2030 ca. 600 Mrd. EUR. Allein für den Photovoltaik-Markt sollen in den kommenden Jahren weit über 100 Mrd. EUR erforderlich werden.

Neben den aktuellen Bauprojekten und Entwicklungen von ca. 50.000 m 2 Wohnfläche mit in Teilen angebundenen Energieversorgungssystemen, ist eine Anlage (Agri-Photovoltaik) auf über 60.000 m 2 zur Produktion von ca. 6 Mio. kWh p. a. geplant. Von gestiegenen Kosten sind die Beteiligungen der CR Capital kaum betroffen, da langfristige Verträge bestehen und flexible Anpassungen in Einzelfällen vorgenommen werden konnten. Alle Projekte wurden planmäßig abgeschlossen und übergeben.

5.3 Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir im Wesentlichen durch Schwankungen der Finanz- und Devisenmärkte. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

6.6 RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaften, an denen die MPH direkt oder indirekt beteiligt ist, verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels der erwirtschafteten Ergebnisbeiträge der Investments.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über eine Strategie zur täglichen Überwachung der Entwicklung der Investments an den Finanzmärkten. Darüber hinaus informieren wir uns vor einer Neuanlage von Investments umfassend über die Gesamtsituation der möglichen Beteiligungen im Rahmen einer Due Diligence.

6.7 BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

6.8 SCHLUSSERKLÄRUNG NACH § 312 ABSATZ 3 AKTG

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."

Berlin, 21. April 2023

MPH Health Care AG

Patrick Brenske, Vorstand

IFRS BILANZ zum 31. Dezember 2022

- AKTIVA

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◄ 31.12.2022 ◄ 31.12.2021
EUR EUR
--- --- ---
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.668.692 1.843.029
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände 2.147.824 2.598.698
Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 143.399 10.892
Forderungen aus Ertragssteuern 0 0
Kurzfristige Vermögensgegenstände 3.959.915 4.452.618
Immaterielle Vermögensgegenstände 4 4
Sachanlagen 21.928 41.482
Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände 233.010.261 193.502.399
Langfristige Vermögensgegenstände 233.032.192 193.543.884
► SUMME AKTIVA 236.992.107 197.996.502

* Bilanzierung nach IFRS

- PASSIVA

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◄ 31.12.2022 ◄ 31.12.2021
EUR EUR
--- --- ---
Kurzfristige Rückstellungen 87.416 100.946
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.762 50.922
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 14.467 17.443
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 12.970.231 4.011.053
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 618.957 19.758
Kurzfristige Schulden 13.739.833 4.200.121
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 7.390 21.857
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Passive latente Steuern 1.823.236 1.467.775
Langfristige Schulden 1.830.626 1.489.632
Gezeichnetes Kapital 4.281.384 4.281.384
Kapitalrücklage 41.220.633 41.220.633
Gewinnrücklagen 175.919.631 146.804.732
Eigenkapital 221.421.648 192.306.749
► SUMME PASSIVA 236.992.107 197.996.502

IFRS - GESAMTERGEBNISRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 *

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◄ 2022 ◄ 2021
Gewinn- und Verlustrechnung EUR EUR
--- --- ---
Betriebsertrag 30.665.667 13.546.711
Fair Value Gewinn Finanzanlagen 23.815.838 9.185.181
Nettogewinn aus Beteiligungen 207.060 765.579
Beteiligungserträge 6.605.420 3.561.105
Sonstige betriebliche Erträge 37.349 34.846
Betriebsaufwand -1.077.284 -22.600.737
Fair Value Verlust Finanzanlagen -70.038 -21.349.508
Finanzaufwand -20.000 -327.909
Nettoverlust aus Beteiligungen 0 0
Verwaltungsaufwand -987.246 -923.321
Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | EBITDA 29.588.383 -9.054.026
Abschreibungen -25.169 -20.077
Operatives Ergebnis | EBIT 29.563.213 -9.074.103
Finanzergebnis -89.454 -114.600
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.000 80.000
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -169.454 -194.600
Ergebnis vor Steuern | EBT 29.473.759 -9.188.703
Steuern vom Einkommen und Ertrag -358.860 232.651
Jahresüberschuss 29.114.899 -8.956.052

* Bilanzierung nach IFRS

IFRS - KAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 *

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◄ 2022 ◄ 2021
EUR EUR
--- --- ---
Periodenergebnis 29.114.899 -8.956.052
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 25.169 20.077
Zunahme /​ Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen -13.529 27.403
Zunahme /​ Abnahme durch Zeitwertbewertung -23.745.799 12.164.327
Zunahme /​ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva 318.366 1.574.128
Zunahme /​ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 592.239 17.523
Gewinn /​ Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen -207.060 -761.373
Zinsaufwendungen /​ -erträge 169.454 194.600
Sonstige Beteiligungserträge -6.605.420 -5.173.114
Ertragssteueraufwand /​ -ertrag 358.860 -232.651
Ertragssteuerzahlungen -3.399 38.440
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.780 -1.086.693
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 0 23.109
Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.615 -2.270
Einzahlung aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 2.860.366 6.224.575
Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -18.415.369 -4.779.564
Zinserträge 0 0
Beteiligungserträge 6.605.420 4.900.472
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.955.198 6.366.322
Veränderung der Bankverbindlichkeiten -3.000.000 0
Zinsaufwendungen -168.573 -193.880
Tilgung Nutzungsrechte -18.324 -11.556
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -3.186.897 -205.436
Netto Cashflow -12.138.315 5.074.193
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 845.762 -4.228.431
jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Anfang der Periode 997.267 4.597.089
Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode 1.843.029 368.658
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -11.292.554 845.762
jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Ende der Periode 12.961.246 997.267
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 1.668.692 1.843.029
Veränderung Zahlungsmittelbestand -174.337 1.474.371

* Bilanzierung nach IFRS

IFRS - EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG zum 31. Dezember 2022 *

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
1. Januar 2021 4.281.384 41.220.633 155.760.784 201.262.801
Jahresüberschuss 0 0 -8.956.052 -8.956.052
Kapitalherabsetzung 0 0 0 0
Einstellung in die Rücklagen 0 0 0 0
31. Dezember 2021 4.281.384 41.220.633 146.804.732 192.306.749
1. Januar 2022 4.281.384 41.220.633 146.804.732 192.306.749
Jahresüberschuss 0 0 29.114.899 29.114.899
31. Dezember 2022 4.281.384 41.220.633 175.919.630 221.421.648

* Bilanzierung nach IFRS

8. IFRS ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die MPH Health Care AG wurde im Geschäftsjahr 2008 unter der Bezeichnung MPH Mittelständische Pharma Holding AG gegründet und in 2017 umfirmiert. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 116425 eingetragen und hat ihren Sitz in der Grünauer Straße 5, 12557 Berlin. Die MPH Health Care AG ist eine Investmentgesellschaft im Sinne des IFRS 10.27. Ihre Geschäftstätigkeit besteht in der Beteiligung an Unternehmen mit dem Ziel des Vermögenszuwachses.

Der IFRS-Abschluss für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 der MPH Health Care AG, Sitz Berlin, wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Die Werte für das Geschäftsjahr 2022 und für das Vorjahr werden in Euro angegeben. Soweit nichts anderes angegeben, werden die Werte auf den nächsten Euro gerundet. Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.

Die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmals für Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen:

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COVID-19-bezogene Mieterleichterungen nach dem 30.06.2021 (Änderungen an IFRS 16) - beginnend ab April 2021
Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung IAS 37 - beginnend ab 01.01.2022
Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020 - beginnend ab 01.01.2022
Sachanlagen: Erträge vor der geplanten Nutzung (Änderungen an IAS 16) - beginnend ab 01.01.2022
Verweise auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) - beginnend ab 01.01.2022

Zukünftig sind die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards anzuwenden:

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Einstufung von Verbindlichkeiten als kurz- und langfristig - beginnend ab 01.01.2023
IFRS 17 Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge - beginnend ab 01.01.2023
Angaben zu Rechnungslegungsmethoden (Änderungen IAS 1 und IFRS Practice Statement 2) - beginnend ab 01.01.2023
Definition von Schätzungen (Änderungen an IAS 8) - beginnend ab 01.01.2023
Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion (Änderungen an IAS 12) - beginnend ab 01.01.2023
Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen (Änderungen an IFRS 10 und IAS 28) - noch offen

Finanzielle Vermögenswerte

Mit IFRS 9 wird ein einheitliches Modell zur Einstufung finanzieller Vermögenswerte eingeführt, mit dem finanzielle Vermögenswerte in drei Kategorien eingestuft werden: finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden ebenfalls mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach IFRS 9 bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen dar. Sämtliche dieser Instrumente werden unter IFRS 9 in der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet eingestuft und unterliegen der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Kontokorrentkredite, Bankdarlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl nach IAS 39 bisher als auch nach IFRS 9 der Bewertungskategorie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zuzuordnen.

Anwendung IFRS 16 Leasingverhältnisse

Im Konzernabschluss wurden Erleichterungsvorschriften bei der Anwendung des IFRS 16 auf Leasingverhältnisse genutzt, die nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft wurden. Im Einzelnen wurden:

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bei Leasingverhältnissen, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt
bei Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt
bei der Bewertung des Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt gelassen

Die MPH Health Care AG weist die Tilgungszahlungen der Leasingverbindlichkeiten im Cashflow der Finanzierungstätigkeit aus. Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse werden im Cashflow der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen.

Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen.

Die Bilanz der MPH Health Care AG ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, nach IAS 1 als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuern sind entsprechend IAS 1.56 jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.

Die Gewinne und Verluste in der Gesamtergebnisrechnung werden nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. BETEILIGUNGEN

Im IFRS Abschluss zum 31. Dezember 2022 der MPH Health Care AG, Berlin, wurden keine Beteiligungen konsolidiert, da die MPH Health Care AG gemäß IFRS 10.27 eine Investmentgesellschaft ist. Die nachfolgend aufgeführten beherrschten Beteiligungen sind daher gemäß IFRS 10.31 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bewertet.

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteilsquote Stichtag der Beherrschungsübernahme
MPH Ventures GmbH Schönefeld 100 % 31. August 2011
M1 Kliniken AG Berlin 69 % 7. Mai 2012
Pharmigon GmbH Berlin 50 % 7. Mai 2012
CR Capital AG Berlin 59 % 1. Januar 2015

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Gemäß IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 erfolgt die Bilanzierung nach den Vorschriften für Investmentgesellschaften. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge aus der Vollkonsolidierung bestehen damit nicht.

Die Investments werden nach IFRS 9 mit dem fair value zum Abschlussstichtag bewertet.

4. SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN

Die Erstellung des Abschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die MPH Health Care AG ist eine Investmentgesellschaft gemäß Paragraph 27 des IFRS 10. Eine Investmentgesellschaft ist ein Unternehmen, das

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(a) von einem oder mehreren Investoren Mittel zu dem Zweck erhält, für diese(n) Investor(en) Dienstleistungen im Bereich der Vermögensverwaltung zu erbringen;
(b) sich gegenüber seinem Investor bzw. seinen Investoren verpflichtet, dass sein Geschäftszweck allein in der Anlage der Mittel zum Zweck der Erreichung von Wertsteigerungen oder der Erwirtschaftung von Kapitalerträgen oder beidem besteht; und
(c) die Ertragskraft im Wesentlichen aller seiner Investments auf der Basis des beizulegenden Zeitwerts bewertet und beurteilt.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden basiert auf Beurteilungen des Managements.

Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Abschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im IFRS-Abschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens , Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.

5. ANGABEN ZUR BILANZ EINSCHLIESSLICH DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Beteiligungen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (Euro) der Beteiligung lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.

5.1 Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die im Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.

5.2 Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite, debitorische Kreditoren und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz in der Bilanz erfolgt in dem Zeitpunkt, in dem die Investmentgesellschaft Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente einer der in IFRS 9 Finanzinstrumente aufgeführten Bewertungskategorien (finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) zugeordnet.

5.3 Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Rechnungsabgrenzungen und Forderungen gegen Personal.

5.4 Die Forderungen aus Ertragssteuern beinhalten zu viel entrichtete Ertragsteuern auf Kapitalerträge.

5.5 Die Sachanlagen sowie die immateriellen Vermögenswerte werden unter Anwendung von IAS 16 bzw. IAS 38 zu Anschaffungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungskosten. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.

Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögenswertes.

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Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen
in EUR in EUR
--- --- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Januar 2021 64.284 148.310
Zugänge 0 45.067
Abgänge 0 -44.696
31. Dezember 2021 64.284 148.681
1.Januar 2022 64.284 148.681
Zugänge 0 5.615
Abgänge 0 -11.813
31. Dezember 2022 64.284 142.483
Abschreibungen /​ Zuschreibungen
1. Januar 2021 -63.760 -104.503
Abschreibungen 0 -20.077
Abgänge 0 17.381
31. Dezember 2021 -64.280 -107.199
1. Januar 2022 -64.280 -107.199
Abschreibungen 0 -25.169
Zuschreibungen 0 11.813
31. Dezember 2022 -64.280 -120.556
Buchwerte
31. Dezember 2021 4 41.482
31. Dezember 2022 4 21.928

5.6 Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden u.a. Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Wert" zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Schlusskurs des jeweiligen Stichtags.

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2021 Veränderung 2022 Schlusskurs 31.12.2022 Beizulegender Zeitwert
Börsennotierte Gesellschaft Stück Stück Stück EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
HAEMATO AG 11.718 +3.500 15.218 17,20 261.750
M1 Kliniken AG 12.240.898 +1.312.334 13.553.232 9,06 122.792.282
CR Capital AG 2.327.955 +332.564 2.660.519 32,00 85.136.608
Nicht börsennotierte Beteiligungen 1) 24.819.621
Summe Finanzanlagen 233.010.261

1) Nicht börsennotierte Beteiligungen in der Rechtsform einer GmbH werden mit dem IFRS-Eigenkapital bewertet. Dies ist das Eigenkapital, welches im Einzelabschlusses der Gesellschaft, im Rahmen der IFRS-Bilanz für diese Gesellschaft zu Buche steht

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Anteile an verbundenen Unternehmen
in EUR
--- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Januar 2021 99.727.980
Zugänge 4.779.564
Abgänge -2.152.893
31. Dezember 2021 102.354.651
1. Januar 2022 102.354.651
Zugänge 18.415.369
Abgänge -2.397.468
31. Dezember 2022 118.372.553
Abschreibungen /​ Zuschreibungen
1. Januar 2021 106.618.178
Abschreibungen -21.349.508
Zuschreibungen 9.185.181
Abgänge -3.306.103
31. Dezember 2021 91.147.748
1. Januar 2022 91.147.748
Abschreibungen -70.038
Zuschreibungen 23.815.838
Abgänge -255.839
31. Dezember 2022 114.637.708
Buchwerte
31. Dezember 2021 193.502.399
31. Dezember 2022 233.010.261

5.7 Kurzfristige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist.

Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind die der Verpflichtung inhärenten Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Die kurzfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abschluss- und Prüfungskosten sowie sonstige Rückstellungen.

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01.01.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2022
Rückstellungen TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Prüfungs- und Jahresabschlusskosten 20 20 0 23 23
Aufsichtsratsvergütungen 20 20 0 20 20
Sonstige 61 44 2 29 44
101 84 2 52 87

5.8 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

5.9 Leasingverbindlichkeiten: Die MPH aktiviert nach IFRS 16 Leasingverträge aus dem Operate Leasing als Nutzungsrechte und schreibt diese über die Laufzeit der Verträge ab. Aus den Leasingzahlungen entstehen Verbindlichkeiten, die abhängig von der Laufzeit in kurz- und langfristige Verbindlichkeiten zu unterscheiden sind und abgezinst werden. Für Weiteres wird auf Punkt (1) verwiesen.

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31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
--- --- ---
Nutzungsrecht 21.399 38.946
Aktive Rechnungsabgrenzung 0 0
Σ Aktivseite 21.399 38.946
Verbindlichkeiten 21.857 39.300
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 14.467 17.443
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 7.390 21.857
Passive Rechnungsabgrenzung 0 0
Σ Passivseite 21.857 39.301
Abschreibung -17.547 -11.071
Zinsaufwand -881 -720
Σ Gewinn- und Verlustrechnung -18.428 -11.791
Leasingaufwand 18.324 11.556
Σ Korrektur Leasingaufwand 18.324 11.556

5.10 Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 12.970 (Vorjahr TEUR 4.011). Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Krediten und Kontokorrentkrediten, erhaltenen Darlehen sowie um Zinsen für erhaltene Schuldscheindarlehen und kreditorische Debitoren. Die MPH hat im Geschäftsjahr 2022 die bestehenden Kreditlinien der Kreditinstitute mit einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Auslastung in Anspruch genommen, um strategische Zukäufe und damit den Ausbau der bestehenden Beteiligungen kurzfristig zu finanzieren.

5.11 Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 619 (Vorjahr TEUR 20). Es handelt sich dabei neben Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten um getätigte Beteiligungserwerbe, deren rechtlicher Übergang auf die MPH im Jahr 2022 erfolgte, die jedoch von den depotführenden Banken erst in 2023 verbucht wurden. Diese zeitlichen Überschneidungen führen zum Stichtag 31.12.2022 zu einer kurzfristigen Verbindlichkeit, die mit Valuta in den Zahlungsmitteln sichtbar wird.

5.12 Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag 31.12.2022 nicht.

5.13 Latente Steuerschulden: Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft nicht kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Bei den zum 31.12.2021 erfassten latenten Steuern handelt es sich vollständig um die temporäre Differenz der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte. Dabei wurden zum 31.12.2022 TEUR 355 erfolgswirksam - ergebnismindernd - erfasst und führen zu einer erhöhten latenten Steuerschuld von TEUR 1.823 (Vorjahr TEUR 1.468).

5.14 Eigenkapital: Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.281.384 ist eingeteilt in 4.281.384 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2022 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Juli 2027 einmalig oder mehrfach durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stammaktien und/​oder stimmrechtloser Vorzugsaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.140.692 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2022).

Laut Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2022 wurde das bedingte Kapital für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Options- bzw. Wandlungsrechten oder bei Erfüllung entsprechender Options- bzw. Wandlungspflichten oder bei Ausübung eines Wahlrechts der Gesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrages Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren, bis zum 13. Juli 2027 erhöht. Die Ausgabe dieser Aktien erfolgt zum bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen gemäß Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2022 und nur insoweit durchzuführen, wie von Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder zur Optionsausübung bzw. Wandlung erfüllen oder wie die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrages Stückaktien der Gesellschaft zu liefern und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden.

Zur Entwicklung und Zusammensetzung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

6. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

7. ERLÄUTERUNGEN ZUR IFRS-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Grundsätze der Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenen Gegenleistung bewertet und um zu erwartete Erlösschmälerungen gekürzt.

Segmentberichterstattung nach IFRS 8

IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind. Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar. Die MPH Health Care AG ist als Investmentgesellschaft im Wesentlichen in einem zusammenfassenden Geschäftssegment der Beteiligungen und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig, so dass sich eine weitgehende faktische Befreiung von der Segmentberichtspflicht ergibt.

Nach IFRS 8.31 sind jedoch auch Ein-Segment-Konzerne zur Angabe bestimmter disaggregierter Finanzdaten verpflichtet. Dabei handelt es sich um Ausweiserfordernisse, die nach folgenden Kriterien darzustellen sind:

Produkte und Dienstleistungen (IFRS 8.32): Sämtliche Produkte (Beteiligungen) wurden zu einer Gruppe vergleichbarer Produkte zusammengefasst. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsätze beziehen sich im Wesentlichen auf die oben beschriebene Produktgruppe.

Geographische Teilbereiche (IFRS 8.33): Wie bereits oben beschrieben wurde, ist die MPH Health Care AG im Wesentlichen in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig. Da die Aufbereitung von Informationen über geografische Regionen mit erhöhten Kosten verbunden wäre, wurde darauf verzichtet.

Wesentliche Kunden (IFRS 8.34): Infolge der Bilanzierung nach IFRS 10.31 als Investmentgesellschaft werden Tochterunternehmen nicht konsolidiert. Umsatzerlöse wurden nicht erzielt. Wesentliche Kunden sind daher bei der MPH Health Care AG nicht vorhanden.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögenswerten und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann.

7.1 Fair Value Gewinn /​ Fair Value Verlust Finanzanlagen

Die in den finanziellen Vermögenswerten gehaltenen Finanzanlagen werden zum Stichtag "at fair value through profit or loss" bewertet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden diese Beteiligungen in Summe mit TEUR 23.746 höher bewertet. Im Vorjahr gab es eine Abwertung von TEUR 12.164. Dabei handelt es sich um die nicht realisierten Gewinne /​ Verluste aus der Fair Value Bewertung der Beteiligungen zum Stichtag.

7.2 Nettogewinn aus Beteiligungen

Alle realisierten Gewinne und Verluste (siehe 7.6) aus den Verkäufen oder aus Abschreibungen von Beteiligungen werden für jede Beteiligung ermittelt.

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Verkaufserlös Buchwert Gewinn /​ Verlust
Jahr in EUR in EUR in EUR
--- --- --- ---
2021 6.224.575 5.458.996 765.579
2022 2.860.367 2.653.307 207.060

7.3 Beteiligungserträge

Die Beteiligungserträge spiegeln die realisierten Dividenden- und Gewinnausschüttungen der Beteiligungen wider. Die Erträge haben sich im Berichtsjahr um TEUR 3.044 auf TEUR 6.605 erhöht. Das entspricht einer Steigerung von 85,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

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Beteiligungserträge 2022 Beteiligungserträge 2021
Beteiligung in EUR in EUR
--- --- ---
CR Capital AG 5.819.888 3.288.462
HAEMATO AG 12.890 0
M1 Kliniken AG 0 0
Pharmigon (nicht börsennotiert) 500.000 0
HC Grundbesitz GmbH (nicht börsennotiert) 272.643 272.643
Gesamt 6.605.420 3.561.105

7.4 Sonstige betriebliche Erträge

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Erträge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, Versicherungsentschädigungen sowie Sachbezüge.

7.5 Finanzaufwand

Der Finanzaufwand beinhaltet Provisionen für die Vermittlung von Aktienverkäufen.

7.6 Nettoverlust aus Beteiligungen

Alle realisierten Gewinne (siehe 7.2) und Verluste aus den Verkäufen oder aus Abschreibungen von Beteiligungen werden für jede Beteiligung ermittelt. Im Berichtszeitraum sind keine Verluste aus dem Verkauf von Beteiligungen entstanden.

7.7 Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand setzt sich aus einer Reihe von Positionen zusammen die sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt auf TEUR 987 (Vorjahr TEUR 923) belaufen. Darin enthalten sind z.B. Werbe- und Reisekosten, Versicherungsprämien, Fremdarbeiten, Aufsichtsratvergütungen, Rechts- und Beratungskosten, nicht abziehbare Vorsteuern, Personalkosten sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

7.8 Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 20). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (1 bis 15 Jahre) abgeschrieben.

7.9 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Es handelt sich hierbei um Zinserträge in Höhe von insgesamt TEUR 80 (Vorjahr TEUR 80). Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen an verbundene Unternehmen bzw. aus der Anlage von liquiden Mitteln bei deutschen Kreditinstituten.

7.10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Bei den Zinsen, die sich insgesamt auf TEUR 169 (Vorjahr TEUR 195) belaufen, handelt es sich im Wesentlichen um Kontokorrentzinsen oder Zinsen, die für gewährte Darlehen in Rechnung gestellt wurden.

Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten entsprechend den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 stellen sich wie folgt dar:

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Zinserträge + Dividenden 2022 Zinserträge + Dividenden 2021 Zinsaufwand 2022 Zinsaufwand 2021 Fair Value 2022 Fair Value 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen (sonstige finanzielle Vermögenswerte) 80 80 0 0 0 0
Erträge aus Beteiligungen (sonstige finanzielle Vermögenswerte) 6.605 3.561 0 0 0 0
Eigenkapitalinstrumente (Finanzanlagen, erfolgswirksam zum beizulegenden Wert) 0 0 0 0 23.746 -12.164
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten (sonstige finanzielle Verbindlichkeiten) 0 0 -169 -195 0 0
Summe Nettoergebnis 6.685 3.641 -169 -195 23.746 -12.164
Erfolgswirksam 6.685 3.641 -169 -195 23.746 -12.164

7.11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Position lässt sich wie folgt aufgliedern:

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2022 2021
TEUR TEUR
--- --- ---
Steueraufwand der laufenden Periode 0 0
Latenter Steueraufwand aus Bewertungsunterschieden -359 0
Latenter Steuerertrag aus Bewertungsunterschieden 0 233
-359 233

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt wie im Vorjahr unter Verwendung des nachfolgenden Effektivsteuersatz unter Hinweis auf IAS 12.81 c:

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Gesetzlicher Effektivsteuersatz für Gesellschaften mit Sitz in 2022 in %
Berlin 30,175

Der gesetzliche Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsätze: Berlin mit 14,350 %).

8. ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen.

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2022 2021
EUR EUR
--- --- ---
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss 29.114.899 -8.956.052
Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) 4.281.384 4.281.384
Ergebnis je Aktie 6,80 -2,09

9. ANGABEN ÜBER MITGLIEDER DER UNTERNEHMENSORGANE:

Vorstand

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Familienname Vorname Beruf Vertretungsbefugnis Titel
Brenske Patrick Kaufmann Alleinvertretungsberechtigt Master of Banking & Finance

Aufsichtsrat

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Familienname Vorname Funktion Beruf
Grosse Andrea Vorsitzende Rechtsanwältin
Zimdars Uwe Stellvertretender Vorsitzender Unternehmensberater
Prof. Dr. Dr. Meck Sabine Mitglied Hochschullehrerin und Wissenschaftsjournalistin

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 46 (Vorjahr TEUR 45). Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrates bestehen nicht.

10. MITARBEITERZAHL

In der MPH Health Care AG wurde im Berichtszeitraum durchschnittlich 1 Arbeitnehmer beschäftigt.

11. MANAGEMENT VON RISIKEN

Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen

Das Risikomanagementsystem der MPH Health Care AG hat das Ziel, alle bedeutenden Risiken und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu erfassen, um finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden.

Das Vorgehen stellt sicher, dass geeignete Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt werden können. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem, das der Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung dient.

Die Risikomanagementpolitik wird im Wesentlichen durch den Vorstand der MPH Health Care AG abgedeckt. Der Vorstand entscheidet über die angemessene Strategie bei der Steuerung der Risiken.

Infolge der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des damit verbundenen hohen Anteils an Finanzanlagen an der Bilanzsumme ist die Gruppe den Schwankungen der Finanzmärkte ausgesetzt.

Kapitalrisikomanagement, Fremdkapital- und Zinsänderungsrisiko

Die Investmentgesellschaft steuert mit dem Ziel die Mittel von seinen Investoren zum Zweck der Erreichung von Wertsteigerungen oder der Erwirtschaftung von Kapitalerträgen einzusetzen.

Dabei wird sichergestellt, dass alle Investments unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Das Eigenkapital beträgt zum jeweiligen Abschlussstichtag:

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31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
--- --- ---
Eigenkapital 221.422 192.307
Bilanzsumme 236.992 197.997
Eigenkapitalquote 93,43 % 97,13 %

Der Gesellschaft hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells kurzfristiges Fremdkapital aufgenommen.

Im Berichtszeitraum sind die Bankverbindlichkeiten durch Ausnutzung der bestehenden kurzfristigen Kreditlinien von TEUR 3.997 auf TEUR 12.961 gestiegen. Dabei wurde das fällige Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 3.000 im Geschäftsjahr 2022 vollständig abgelöst. Die zum 31.12.2022 als Kontokorrentlinie gehaltenen Verbindlichkeiten werden Anfang des Jahres 2023 durch Umwandlung in ein langfristig zu tilgendes Darlehen abgelöst.

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten der MPH Health Care sind vollständig mit fixen Zinssätzen über einem Referenzzinssatz ausgestattet. Bei der Erhöhung des Referenzzinssatzes um 1 % besteht bei der aktuellen Bankverbindlichkeit in Höhe von TEUR 12.961 ein Zinsänderungsrisiko in Höhe von TEUR 130.

Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da keine Zinsen zu zahlen sind. Es handelt sich um kurzfristige Verbindlichkeiten.

Die Summe der Buchwerte bzw. die beizulegenden Zeitwerte der erfolgswirksam bewerteten Finanzanlagen belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt TEUR 233.010 (Vorjahr TEUR 193.502).

Bei den in der vor- und nachstehenden Tabelle dargestellten Instrumenten betrachtet der Vorstand die Buchwerte in der Bilanz als gute Näherung an deren beizulegende Zeitwerte.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Nachfolgende Methoden und Prämissen wurden dabei zugrunde gelegt.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

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Vermögenswerte kurzfristig
31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen /​ Vorräte Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Liquide Mittel Summe der Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
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in TEUR
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 2.148 1.669 3.817 3.817

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Vermögenswerte kurzfristig
31.12.2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen /​ Vorräte Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Liquide Mittel Summe der Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
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in TEUR
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 2.599 1.843 4.442 4.442

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird ebenfalls unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

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Verbindlichkeiten kurzfristig
31.12.2022 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
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in TEUR
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12.961 49 14 9

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langfristig
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Langfristige Leasingverbindlichkeiten Summe der Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
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0 7 13.040 13.040

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Verbindlichkeiten kurzfristig
31.12.2021 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
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in TEUR
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3.997 51 17 14

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langfristig
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Langfristige Leasingverbindlichkeiten Summe der Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
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0 22 4.101 4.101

Liquiditätsrisiko

Die MPH Health Care AG investiert den Großteil ihrer Vermögenswerte in Beteiligungen, die an aktiven Märkten gehandelt werden und die leicht zu veräußern sind. Die MPH Health Care AG besitzt einen geringen Teil ihrer Vermögenswerte in Beteiligungen, die nicht an einer Börse gehandelt werden und gegebenenfalls illiquide sind. Infolgedessen könnten Anlagen in diese Beteiligungen von der Gesellschaft möglicherweise nicht schnell liquidiert werden.

Des Weiteren steuert die MPH Health Care AG Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

In den folgenden Tabellen sind die erwarteten Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (undiskontierte Tilgungs- und Zinszahlungen) zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021 dargestellt:

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Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Buchwert 31.12.2022 Cashflow bis 1 Jahr Cashflow > 1 Jahr bis 5 Jahre Cashflow > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
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Rückstellungen 87 87 0 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 12.961 12.961 0 0
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 698 691 7 0

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Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Buchwert 31.12.2021 Cashflow bis 1 Jahr Cashflow > 1 Jahr bis 5 Jahre Cashflow > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
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Rückstellungen 101 101 0 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 3.997 3.997 0 0
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 124 102 22 0

Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 49 (Vorjahr TEUR 51) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 628 (Vorjahr TEUR 34) auf die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und finanziellen Verbindlichkeiten. Aus den bilanziellen Änderungen nach der Umstellung auf IFRS 16 entfallen TEUR 22 (Vorjahr TEUR 39) im Berichtszeitraum auf Leasingverbindlichkeiten.

IFRS-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der MPH Health Care AG im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelbestand enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.669 (Vorjahr TEUR 1.843). Die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten bestehen in der Inanspruchnahme von Kontokorrentkreditlinien.

12. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die Aktionäre der MPH Health Care AG haben in der Hauptversammlung am 14. Juli 2022 den Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff zum Abschlussprüfer gewählt.

Die Abschlussprüfungsleistungen betreffen die Prüfung des IFRS-Abschlusses und der Jahresabschlüsse sowie alle für die Abschlussprüfung erforderlichen Leistungen, der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie der projektbegleitenden rechnungslegungsbezogenen IT- und Prozessprüfungen.

Steuerberatungsleistungen wurden durch den Wirtschaftsprüfer nicht erbracht.

Für das voraussichtliche Honorar des Wirtschaftsprüfers Harry Haseloff wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2022 und die Investmentgesellschaft betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 20 gebildet.

13. ANGABE ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige sowie alle Gesellschaften die zum Investmentkreis der MPH Health Care AG gehören in Betracht. Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt (9). Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften der Investments beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahstehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.

Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt.

Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:

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Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen 31.12.2022 31.12.2021
in TEUR in TEUR
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Erbrachte Lieferungen und Leistungen 3 0
Zinserträge 80 80
Empfangene Lieferungen und Leistungen 0 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1 3
Zinsaufwendungen 0 0

14. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Bis zum 09. Mai 2023 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

15. FREIGABE DES IFRS ABSCHLUSS 2022 DURCH DEN VORSTAND ZUR VERÖFFENTLICHUNG GEMÄSS IAS 10.17

Der vorliegende IFRS Abschluss berücksichtigt alle dem Vorstand bekannten Ereignisse bis zum 09. Mai 2023.

Berlin, den 09. Mai 2023

Patrick Brenske, Vorstand

16. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und dem Lagebericht 2022 der MPH Health Care AG unter dem Datum 12. Mai 2023 den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MPH Health Care AG (Investmentgesellschaft), Berlin:

Prüfungsurteil

Ich habe den nach IFRS aufgestellten Jahresabschluss der MPH Health Care AG - bestehend aus Bilanz zum 31.12.2022, Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022, Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022, Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022, Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022, Anhang für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 sowie den Lagebericht geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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1. entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS sowie den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und
2. vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Investmentgesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
3. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Investmentgesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den IFRS bzw. den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Investmentgesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus:

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1. identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
2. gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
3. beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
4. ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
5. beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der IFRS sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Investmentgesellschaft vermittelt.
6. beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Investmentgesellschaft.
7. führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen."

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Berlin, 12. Mai 2023

Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer

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