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MorphoSys AG Interim / Quarterly Report 2010

Jul 28, 2010

291_10-q_2010-07-28_2f49c0c8-c8f7-4a08-a347-8ce74a40c6e4.pdf

Interim / Quarterly Report

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2. ZWISCHENBERICHT JANUAR – JUNI 2010

Inhalt

MorphoSys-Konzern: 2. Zwischenbericht Januar – Juni 2010

  • Aktionärsbrief
  • Konzern-Zwischenlagebericht
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS) für die ersten sechs Monate 2010 und 2009
  • Gesamtergebnisrechnung (IFRS) für die ersten sechs Monate 2010 und 2009
  • Konzernbilanz (IFRS) per 30. Juni 2010 und 31. Dezember 2009
  • Konzern-Eigenkapitalentwicklung (IFRS) in den ersten sechs Monaten 2010 und 2009
  • Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) für die ersten sechs Monate 2010 und 2009
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Verlauf des zweiten Quartals 2010 verzeichneten sowohl die mit Partnern betriebene als auch die firmeneigene Pipeline von MorphoSys deutliche Fortschritte: Ein Partnerprogramm erreichte die Phase 2, zwei neue mit Partnern verfolgte Programme wurden in die klinische Erprobung gebracht und unsere eigene Pipeline wurde um einen Wirkstoff in der Phase 1 erweitert.

In dem mit Partnern betriebenen therapeutischen Geschäft haben die beiden MorphoSys-Partner Novartis und Centocor Ortho Biotech auf HuCAL-basierende Antikörperprogramme in die klinische Erprobung gebracht. Ein weiteres Novartis-Programm hat die Phase 2 erreicht, nachdem zum ersten Mal der Nachweis der klinischen Wirksamkeit eines HuCAL-basierten Antikörpers erbracht werden konnte. Insgesamt befinden sich neun unserer mit Partnern verfolgten Programme gegenwärtig in der Klinik, davon vier bereits in der Phase 2. In der zweiten Jahreshälfte könnten weitere zwei bis vier Antikörperprogramme die Klinik erreichen.

Neben den Fortschritten in unseren Partnerschaften haben wir auch in der firmeneigenen Produktentwicklung Erfolge erzielt. Von besonderer Bedeutung ist, dass MorphoSys von Xencor, Inc. ein sehr viel versprechendes Anti-CD19-Programm einlizenziert hat, das sich in der Phase 1 der klinischen Erprobung für chronische lymphatische Leukämie (CLL) befindet.

Auf Konzernebene betrugen im Sechsmonatszeitraum zum 30. Juni 2010 die Umsatzerlöse 43,5 Mio. € und lagen damit um 15% höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 8,3 Mio. €. Es ist davon auszugehen, dass sich die Aufwendungen für die Eigenproduktentwicklung in den kommenden beiden Quartalen erhöhen werden.

Vielen Dank für Ihr anhaltendes Interesse und Ihre Unterstützung für MorphoSys.

Mit freundlichen Grüßen

Dave Lemus Finanzvorstand MorphoSys AG

Konzern-Zwischenlagebericht: 1. Januar – 30. Juni 2010

Branchenüberblick

Im zweiten Quartal 2010 hat die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA dem monoklonalen Antikörper Prolia™ (Denosumab) von Amgen zur Behandlung von Osteoporose die Zulassung erteilt. Viele Branchenexperten gehen davon aus, dass sich aus diesem Antikörper in kurzer Zeit eine weitere auf einem Antikörper beruhende Blockbuster-Therapie entwickeln könnte. Genentech, ein Mitglied des Roche-Konzerns, hat bei der FDA für Trastuzumab-DM1 (T-DM1) zur Behandlung von bereits therapierten Frauen mit fortgeschrittenem HER2 positiven Brustkrebs einen Lizenzantrag für biotechnologisch entwickelte Arzneimittel gestellt. Das Programm gilt als ein sehr viel versprechendes Beispiel eines Antikörper-Wirkstoff-Konjugats, auch bekannt als "armed antibody". Bei T-DM1 handelt es sich um den ersten DM1 konjugierten monoklonalen Antikörper, der der FDA zur Prüfung vorliegt. Der Antrag beruht auf den Ergebnissen einer Phase-2-Studie, die gezeigt hat, dass sich bei einem Drittel der Frauen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs, die im Durchschnitt mit bereits sieben Arzneimitteln behandelt worden waren, der Tumor durch den Einsatz von T-DM1 zurückbildete.

Kursentwicklung der MorphoSys-Aktie

Im bisherigen Jahresverlauf sank der Aktienkurs der MorphoSys-Aktie um 15% und hat sich damit wie die wichtigen Leitindizes entwickelt, die ebenfalls deutlich zurückgingen. Der TecDAX sank im Verlauf der ersten sechs Monate um 11%, der NASDAQ Biotechnologie-Index um 6 %. Eine Vergleichsgruppe von internationalen Antikörperunternehmen (Quelle: BioCentury) gab um 20% nach.

Die MorphoSys-Aktie (4. Januar 2010 = 100%)

Finanzanalyse

Umsatzerlöse

Im Vergleich zur Vorjahresperiode sind die Konzernumsatzerlöse in der ersten Jahreshälfte 2010 um 15% auf 43,5 Mio. € gestiegen (H1 2009: 37,9 Mio. €). Dieser Anstieg hat seine wesentlichen Ursachen in höheren Lizenzgebühren und finanzierten Forschungsleistungen des Segments Partnered Discovery sowie in gestiegenen Umsätzen des Segments AbD Serotec. Die Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development trugen 77 % oder 33,4 Mio. € (H1 2009: 28,6 Mio. €) zu den gesamten Segmentumsätzen bei, während das Segment AbD Serotec 24% (10,6 Mio. €) erwirtschaftete (H1 2009: 9,7 Mio. €).

Geographisch gesehen wurden 20 % oder 8,8 Mio. € der kommerziellen Umsatzerlöse von MorphoSys mit Biotechnologie- und Pharmaunternehmen oder Nonprofit-Organisationen in Nordamerika sowie 80% oder 34,7 Mio. € mit überwiegend in Europa und Asien ansässigen Unternehmen getätigt, verglichen mit 22% bzw. 78% im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development

Die Umsatzerlöse des Segments Partnered Discovery beinhalteten finanzierte Forschungsleistungen und Lizenzgebühren in Höhe von 29,2 Mio. € (H1 2009: 22,7 Mio. €) sowie erfolgsabhängige Zahlungen in Höhe von 3,6 Mio. € (H1 2009: 5,4 Mio. €), die 11 % des Gesamtumsatzes der Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development ausmachten. In den Umsatzerlösen des Segments Proprietary Development waren 0,6 Mio. € finanzierte Forschungsleistungen enthalten (H1 2009: 0,5 Mio. €). Die Umsatzerlöse der Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development stammten zu rund 89 % und der Konzernumsatz zu 68% von den drei größten MorphoSys-Allianzen mit Novartis, Daiichi Sankyo und Pfizer (H1 2009: 85% bzw. 63% ebenfalls mit Novartis, Daiichi Sankyo und Pfizer).

Legt man konstante Wechselkurse auf der Basis des Durchschnittskurses des ersten Halbjahres 2009 zu Grunde, wären die Umsatzerlöse der Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development unverändert geblieben.

Umsatzentwicklung nach Segmenten (in Mio. €)*

* Differenzen sind rundungsbedingt

Segment AbD Serotec

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Umsatzerlöse des Segments AbD Serotec in den ersten sechs Monaten 2010 um 9% oder 0,9 Mio. € auf 10,6 Mio. € (H1 2009: 9,7 Mio. €). Unter Zugrundelegung konstanter Wechselkurse auf der Basis des Durchschnittskurses des

ersten Halbjahres 2009 hätten sich die Umsatzerlöse des Segments AbD Serotec auf 10,4 Mio. € belaufen.

Am 30. Juni 2010 verfügte das Segment über einen Auftragsbestand von 1,3 Mio. € (30. Juni 2009: 1,9 Mio. €).

Betriebliche Aufwendungen

Verglichen mit den ersten sechs Monaten 2009 (31,3 Mio. €) haben sich die betrieblichen Aufwendungen im ersten Halbjahr 2010 um rund 12 % auf 35,2 Mio. € erhöht. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen um 3,9 Mio. € war hauptsächlich auf um 14 % bzw. 2,5 Mio. € höhere Kosten für Forschung und Entwicklung und auf die Zunahme der Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung um 9 % von 10,0 Mio. € auf 10,9 Mio. € zurückzuführen.

Die betrieblichen Aufwendungen stiegen im Segment Partnered Discovery um 5 % auf 10,6 Mio. € (H1 2009: 10,1 Mio. €) und im Segment Proprietary Development um 31 % auf 11,1 Mio. € (H1 2009: 8,5 Mio. €). Im Segment AbD Serotec nahmen die betrieblichen Aufwendungen um 11% auf 9,7 Mio. € zu (H1 2009: 8,7 Mio. €) und hätten sich unter Zugrundelegung konstanter Wechselkurse auf der Basis des Durchschnittskurses des ersten Halbjahres 2009 auf 9,5 Mio. € belaufen.

Der Personalaufwand aus Aktienoptionen ist in den Herstellungskosten, in den Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie in den Kosten für Forschung und Entwicklung enthalten. Er belief sich in den ersten sechs Monaten 2010 auf 1,0 Mio. € (H1 2009: 0,8 Mio. €) und ist nicht zahlungswirksam.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten setzen sich aus den Herstellungskosten des Segments AbD Serotec für die in den ersten sechs Monaten 2010 abgesetzten Produkte zusammen. Sie sind im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3,3 Mio. € um 15 % auf 3,8 Mio. € gestiegen.

Kosten für Forschung und Entwicklung

In den ersten sechs Monaten 2010 sind die Kosten für Forschung und Entwicklung um 2,5 Mio. € auf 20,5 Mio. € (H1 2009: 18,0 Mio. €) gestiegen. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf höhere Personalkosten (H1 2010: 8,6 Mio. €; H1 2009: 7,1 Mio. €) sowie auf gestiegene Materialkosten (H1 2010: 1,6 Mio. €; H1 2009: 0,9 Mio. €) zurückzuführen. In den ersten sechs Monaten 2010 sind der Gesellschaft Aufwendungen für die Eigenproduktentwicklung (ohne segmentbezogene Kostenzuordnungen) in Höhe von 9,8 Mio. € (H1 2009: 7,8 Mio. €) und für die Technologieentwicklung im Segment Partnered Discovery von 1,0 Mio. € (H1 2009: 0,2 Mio. €) entstanden.

Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung

Im Vergleich zur Vorjahresperiode sind die Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung um 0,9 Mio. € auf 10,9 Mio. € (H1 2009: 10,0 Mio. €) gestiegen..

Entwicklung der betrieblichen Aufwendungen (in Mio. €)

Sonstige Aufwendungen und Erträge

In den ersten sechs Monaten 2010 setzten sich die sonstigen Aufwendungen und Erträge im Wesentlichen aus Finanzerträgen von 0,8 Mio. € (H1 2009: 1,1 Mio. €) und sonstigen Aufwendungen von 0,5 Mio. € (H1 2009: 0,2 Mio. €) zusammen.

Steuern

Für die ersten sechs Monate 2010 wies die Gesellschaft einen Aufwand überwiegend aus laufenden Ertragsteuern in Höhe von 2,9 Mio. € (H1 2009: 2,7 Mio. €) aus.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Periodenüberschuss

Das Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich für die ersten sechs Monate 2010 auf 8,3 Mio. € (H1 2009: 6,6 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 8,7 Mio. € gegenüber einem EBIT von 7,5 Mio. € in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Segmente Partnered Discovery und Proprietary Development erzielten einen operativen Segmentgewinn von 22,2 Mio. € (H1 2009: 18,0 Mio. €) bzw. einen operativen Segmentverlust von 10,5 Mio. € (H1 2009: 8,0 Mio. €). Im Segment AbD Serotec sank der operative Gewinn auf 0,9 Mio. € (H1 2009: 1,1 Mio. €) und hätte sich unter Zugrundelegung konstanter Wechselkurse auf der Basis des Durchschnittskurses des ersten Halbjahres 2009 auf ebenfalls 0,9 Mio. € belaufen.

In den ersten sechs Monaten 2010 wurde ein Periodenüberschuss nach Steuern von 5,9 Mio. € erwirtschaftet, verglichen mit einem Überschuss nach Steuern von 5,0 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der sich für die ersten sechs Monate 2010 ergebende unverwässerte Periodenüberschuss je Aktie belief sich auf 0,26 € (H1 2009: 0,23 €).

Liquidität / Cashflow

Der Mittelzufluss aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten 2010 auf 28,5 Mio. € (H1 2009: 6,6 Mio. €). Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von 26,5 Mio. € (H1 2009: 3,1 Mio. €), während die Finanzierungstätigkeit zu einem Mittelzufluss von 0,05 Mio. € führte (H1 2009: Mittelabfluss von 0,03 Mio. €).

Am 30. Juni 2010 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel und zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere von zusammen 152,1 Mio. €, verglichen mit 135,1 Mio. € am Jahresende 2009.

Aktiva

Die Bilanzsumme erhöhte sich verglichen mit 206,1 Mio. € am 31. Dezember 2009 um 20,4 Mio. € auf 226,5 Mio. € am 30. Juni 2010. Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 10,9 Mio. € vor allem aufgrund des Anstiegs der marktgängigen Wertpapiere (14,7 Mio. €) bei einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5,4 Mio. € zu.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 9,6 Mio. €; Hauptgrund war die Aktivierung einer Vorauszahlung in Zusammenhang mit der Einlizenzierung eines Wirkstoffs von Xencor.

Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen in den ersten sechs Monaten 2010 von 24,3 Mio. € am 31. Dezember 2009 auf 42,1 Mio. € am 30. Juni 2010. Hauptgrund war der Anstieg der Lizenzverbindlichkeiten als Folge der fälligen Vorauszahlung in Zusammenhang mit der Einlizenzierung eines Wirkstoffs von Xencor. Ein weiterer Grund war der Anstieg der kurzfristigen Umsatzabgrenzung um 8,3 Mio. €.

In den ersten sechs Monaten 2010 gingen die langfristigen Verbindlichkeiten um 4,9 Mio. € auf 3,0 Mio. € zurück, was im Wesentlichen auf den Rückgang der langfristigen Umsatzabgrenzung zurückzuführen war.

Eigenkapital

Das Konzern-Eigenkapital belief sich am 30. Juni 2010 auf insgesamt 181,4 Mio. € im Vergleich zu 173,9 Mio. € am 31. Dezember 2009.

Am 30. Juni 2010 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 22.677.078, von denen sich 22.597.182 Stück im Umlauf befanden. Am 31. Dezember 2009 waren 22.660.557 Aktien ausgegeben, wovon sich 22.580.661 Stück im Umlauf befunden hatten.

Der Anstieg der sich im Umlauf befindlichen Aktien um 16.521 Stück ergab sich aus der Ausübung von der Belegschaft gewährten Aktienoptionen.

Investitionen

Im Sechsmonatszeitraum zum 30. Juni 2010 hat MorphoSys 0,9 Mio. € in Sachanlagen investiert; in der Vergleichsperiode des Vorjahres waren es 0,6 Mio. €. Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich im ersten Halbjahr 2010 auf 1,0 Mio. €, verglichen mit 0,7 Mio. € in den ersten sechs Monaten 2009.

In den ersten sechs Monaten 2010 hat die Gesellschaft 11,0 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (H1 2009: 0,4 Mio. €). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich in den ersten sechs Monaten 2010 auf 1,9 Mio. € und haben sich damit gegenüber den ersten sechs Monaten 2009 nicht verändert.

Personal

Anzahl und Qualifikation der Beschäftigten

Am 30. Juni 2010 waren im MorphoSys-Konzern 432 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2009: 404). Im Durchschnitt der ersten sechs Monate 2010 beschäftigte der MorphoSys-Konzern 423 Personen (H1 2009: 354).

Von diesen 432 Personen waren 269 in der Forschung und Entwicklung sowie 163 in Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung beschäftigt (31. Dezember 2009: 248 bzw. 156).

Am 30. Juni 2010 zählte MorphoSys insgesamt 129 promovierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 121).

Von den 432 Beschäftigten entfielen 151 auf das Segment Partnered Discovery, 84 auf das Segment Proprietary Development und 158 auf das Segment AbD Serotec; 39 waren nicht den Segmenten zugeordnet (31. Dezember 2009: Segment Partnered Discovery 144, Segment Proprietary Development 71, Segment AbD Serotec 148 und nicht zugeordnet 41).

Am 30. Juni 2010 beschäftigte MorphoSys zwei Auszubildende (31. Dezember 2009: drei).

Aktueller Stand der Pipeline

Partnered Discovery

Im Verlauf des zweiten Quartals 2010 ging die mit Partnern betriebene Pipeline therapeutischer Antikörper auf insgesamt 64 aktive Antikörperentwicklungsprogramme zurück. Davon haben zwei Programme die Phase 1 erreicht, womit sich die Anzahl der Programme in der klinischen Entwicklung auf insgesamt neun erhöht. 25 Programme befinden sich in der präklinischen Entwicklung und 30 im Forschungsstadium (darin nicht enthalten ist ein Kandidat zur gemeinsamen Entwicklung mit Novartis).

In den ersten sechs Monaten 2010 haben die beiden Partnerunternehmen Centocor Ortho Biotech und Novartis auf HuCAL beruhende Antikörperprogramme in die klinische Erprobung der Phase 1 gebracht. Beide Ereignisse lösten klinische Meilensteinzahlungen an MorphoSys aus.

Bei dem Programm von Centocor Ortho Biotech, das auf die Therapiebereiche Entzündungsund Autoimmunerkrankungen abzielt, handelt es sich um die vierte klinische Erprobung im Rahmen der Zusammenarbeit mit MorphoSys.

Der dritte therapeutische Antikörper, der im Rahmen der Zusammenarbeit mit Novartis die klinische Erprobung erreichte, wird für Erkrankungen des Bewegungsapparates entwickelt. Der erste Nachweis der Wirksamkeit eines HuCAL-Antikörpers beim Menschen, der ebenfalls von Novartis im Verlauf des zweiten Quartals erbracht wurde, ist ein weiterer Beleg für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit diesem Partner. Das Ereignis markierte einen wichtigen wissenschaftlichen Schritt für den Nachweis des therapeutischen Nutzens von auf HuCAL-Antikörpern beruhenden Wirkstoffen.

Insgesamt gesehen geht MorphoSys davon aus, dass in 2010 vier bis sechs Partnerprogramme die klinische Erprobung erreichen könnten.

Proprietary Development

MOR103

Die klinische Erprobung der Phase 1b/2a des am weitesten entwickelten Wirkstoffs MOR103 von MorphoSys verläuft weiterhin wie geplant. Bei MOR103 handelt es sich um einen vollständig menschlichen HuCAL-Antikörper gegen GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen-Koloniestimulierender Faktor), der für den Bereich entzündlicher Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis entwickelt wurde, für die es gegenwärtig keine angemessenen Behandlungsmethoden gibt.

Die randomisierte, doppelt verblindete und Placebo-kontrollierte Studie mit ansteigender Dosis wird voraussichtlich insgesamt 135 Patienten umfassen und in mehreren klinischen Zentren in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt. Bislang wurde die Studie in klinischen Zentren in Deutschland, Bulgarien und den Niederlanden zugelassen. Die letzten Patienten werden voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2011 in die Studie eingebunden; mit den abschließenden Ergebnissen wird für das erste Halbjahr 2012 gerechnet.

MOR202

Bei MOR202 handelt es sich um einen vollständig menschlichen HuCAL-Antikörper gegen das membrangebundene Glykoprotein CD38, ein viel versprechendes Zielmolekül zur Behandlung des multiplen Myeloms. Die Gesellschaft geht davon aus, vor Jahresende 2010 einen Zulassungsantrag zum Start der klinischen Erprobung zu stellen und Anfang 2011 mit einer Studie der Phase 1/2 zu beginnen.

Dieses Programm ist Teil der Münchner Biotechnologie-Initiative "m4 – Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien" und hat vor kurzem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Forschungszuschuss erhalten. Die Fördermittel von bis zu 1,1 Mio. € unterstützen die Entwicklungspläne der Gesellschaft zusätzlich. Im Rahmen des Programms plant die Gesellschaft, in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum der Technischen Universität München relevante Biomarker des Anti-CD38-Ansatzes zu erforschen, wobei dieser neue Therapieansatz weiter differenziert werden soll.

MOR208

Im Juni 2010 hat MorphoSys mit dem US-Unternehmen Xencor, Inc. ein weltweites exklusives Lizenz- und Kooperationsabkommen für einen Antikörper in der Phase 1 der klinischen Entwicklung geschlossen und damit sein wachsendes Produktportfolio um ein wichtiges Programm erweitert.

Bei dem Antikörper XmAb5574 von Xencor, der nach Unterzeichnung des Abkommens in MOR208 umbenannt wurde, handelt es sich um einen humanisierten monoklonalen Anti-CD19- Antikörper zur Behandlung maligner Erkrankungen der B-Zellen. Er wurde dahingehend optimiert, dass er eine deutlich gesteigerte Immunantwort mittels antikörperabhängiger zellulärer Zytotoxizität (ADCC) auslöst, wodurch die Abtötung von Tumorzellen maximiert und möglicherweise eine höhere Wirksamkeit im Vergleich zu bereits auf dem Markt befindlichen Krebs-Antikörpern erreicht wird.

Die FDA hat in den USA eine Phase 1-Studie bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen, deren Kosten vereinbarungsgemäß vollständig von Xencor getragen werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Studie wird MorphoSys für die weitere klinische Entwicklung allein verantwortlich sein.

Pipeline-Programme in der frühen Entwicklungsphase

Die Arbeiten an den beiden Programmen im Frühstadium, MOR104 und MOR105, für den Bereich Entzündungskrankheiten sowie an den beiden Erforschungsprogrammen MOR205 und MOR206 im Therapiebereich Krebs verlaufen weiter wie geplant.

Erforschung von Zielmolekülen

MorphoSys hat für den Bereich Krebs ein neues Zielmolekül ausgewählt, das die Basis für das Programm MOR207 bilden wird.

Risiko- und Chancenbericht

Die Risiken und Chancen haben sich gegenüber der im Geschäftsbericht 2009 beschriebenen Situation nicht wesentlich geändert.

Ausblick

.

Die Gesellschaft hat zuletzt im Februar 2010 eine Prognose abgegeben. Sie rechnet für das Gesamtjahr 2010 mit einem Konzernumsatz zwischen 89 Mio. € und 93 Mio. € sowie einem operativen Gewinn von 5 Mio. € bis 9 Mio. € bei Investitionen in die Technologie- und Produktentwicklung in Höhe von 26 Mio. € bis 29 Mio. € (2009: 19,3 Mio. €). Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal 2010 hat MorphoSys seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)

Drei Monate Drei Monate Sechs Monate Sechs Monate
zum zum zum zum
30.06.2010 30.06.2009 30.06.2010 30.06.2009
An
hang
Umsatzerlöse
2
22.896.162 18.743.211 43.461.542 37.877.713
Betriebliche Aufwendungen
2
Herstellungskosten 2.079.137 1.656.394 3.807.638 3.319.892
Kosten für Forschung und Entwicklung 11.166.877 9.471.378 20.478.395 17.954.978
Kosten für Vertrieb, Allgemeines und 6.008.291 5.222.095
Verwaltung 10.870.374 9.991.236
Betriebliche Aufwendungen gesamt 19.254.305 16.349.867 35.156.407 31.266.106
Ergebnis der gewöhnlichen 3.641.857 2.393.344
Geschäftstätigkeit 8.305.135 6.611.607
Finanzerträge 714.247 230.742 750.614 1.138.195
Finanzaufwendungen 4.599 3.358 9.039 4.588
Sonstige Erträge 61.225 81.075 177.254 193.344
Sonstige Aufwendungen 268.566 88.907 505.557 237.228
Ergebnis vor Steuern 4.144.164 2.612.896 8.718.407 7.701.330
Ertragsteuern 1.471.687 1.075.753 2.854.026 2.657.339
Periodenüberschuss 2.672.477 1.537.143 5.864.381 5.043.991
Periodenüberschuss je Aktie, unverwässert 0,12 0,07 0,26 0,23
Periodenüberschuss je Aktie, verwässert 0,12 0,07 0,26 0,22
Anzahl Aktien zur Berechnung des
unverwässerten Periodenüberschusses je Aktie
22.597.182 22.412.391 22.594.797 22.411.266
Anzahl Aktien zur Berechnung des
verwässerten Periodenüberschusses je Aktie
22.685.398 22.503.994 22.721.085 22.510.795

AKTIONÄRS- KONZERN- KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS 1 3

  • BRIEF LAGEBERICHT Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalentwicklung
    • Konzern-Kapitalflussrechnung
    • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)

Drei Monate Drei Monate Sechs Monate Sechs Monate
zum zum zum zum
30.06.2010 30.06.2009 30.06.2010 30.06.2009
Periodenüberschuss 2.672.477 1.537.143 5.864.381 5.043.991
Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur
Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
– 596.762 26.673 – 514.249 – 505.584
(davon Umgliederungen von unrealisierten Gewinnen bei
Veräußerung von Wertpapieren in die Gewinn- und
Verlustrechnung)
– 675.675 – 160.500 – 670.461 – 924.378
Latente Steuern
Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur
157.127 – 7.023 135.402 133.120
Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Abzug von
latenten Steuern
– 439.635 19.650 – 378.847 – 372.464
Effekte aus dem eigenkapitalbezogenen Ansatz von – 10.040 – 9.832
latenten Steuern – 10.125 – 13.016
Währungsgewinn aus der Konsolidierung 742.514 660.614 803.068 922.078
Gesamtergebnis 2.965.316 2.207.575 6.278.477 5.580.589

Konzernbilanz (IFRS)

30.06.2010 31.12.2009
An
hang
AKTIVA
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 43.461.353 41.255.316
Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar 108.614.034 93.883.571
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.761.563 11.156.559
Forderungen aus Ertragsteuern 480.679 794.855
Sonstige Forderungen 312.657 257.550
Vorräte, netto 3.940.720 3.990.238
Rechnungsabgrenzung und sonstige
Vermögenswerte
3.071.863 3.481.709
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte
846.024 771.798
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 166.488.893 155.591.596
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen, netto 5.045.126 4.996.804
Patente, netto 544.502 789.798
Lizenzen, netto 13.030.999 13.780.534
Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 10.513.100 -
Software, netto 605.092 712.482
Know-how und Kundenstamm, netto 2.027.215 2.083.633
Geschäfts- oder Firmenwert 26.750.616 26.742.173
Aktive latente Steuern 269.666 221.534
Rechnungsabgrenzung und sonstige
Vermögenswerte, ohne kurzfristigen Anteil
1.274.203 1.172.041
Langfristige Vermögenswerte gesamt 60.060.519 50.498.999
AKTIVA GESAMT 226.549.412 206.090.595

AKTIONÄRS- KONZERN- KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS 1 5

  • Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalentwicklung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
30.06.2010 31.12.2009
An
hang
PASSIVA
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
11.263.610 14.106.352
Lizenzverbindlichkeiten 10.636.066 100.746
Rückstellungen und Steuerverbindlichkeiten 3.311.626 1.426.760
Umsatzabgrenzung, kurzfristiger Anteil 16.874.721 8.618.250
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 42.086.023 24.252.108
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen, ohne kurzfristigen Anteil 43.344 43.344
Umsatzabgrenzung, ohne kurzfristigen Anteil 748.934 5.579.610
Wandelschuldverschreibungen an nahe
stehende Unternehmen und Personen 32.670 32.670
Latente Steuerverpflichtungen 2.189.649 2.248.498
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 3.014.597 7.904.122
Eigenkapital
Grundkapital, 1,00€ Nennwert;
41.935.950 und 42.400.635 genehmigte
Stammaktien in 2010 bzw. 2009
22.677.078 und 22.660.557 ausgegebene
Stammaktien in 2010 bzw. 2009
22.597.182 und 22.580.661 Stammaktien im
Umlauf in 2010 bzw. 2009
Eigene Aktien (79.896 und 79.896 Aktien
in 2010 und 2009), zu Anschaffungskosten
3
22.667.304 22.650.783
Kapitalrücklage
3
162.850.697 161.631.268
Rücklagen 1.797.214 1.383.118
Bilanzverlust – 5.866.423 – 11.730.804
Eigenkapital gesamt 181.448.792 173.934.365
PASSIVA GESAMT 226.549.412 206.090.595

Konzern-Eigenkapitalentwicklung (IFRS)

Grundkapital
Aktien
Stand am 1. Januar 2009 22.478.787 22.478.787
Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen 0 0
Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen
Optionen und Wandelschuldverschreibungen
13.500 13.500
Rücklagen:
Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren
Wertpapieren nach Abzug von latenten Steuern
0 0
Effekte aus dem eigenkapitalbezogenen Ansatz von latenten Steuern 0 0
Währungsgewinn aus der Konsolidierung 0 0
Periodenüberschuss 0 0
Gesamtergebnis 0 0
Stand am 30. Juni 2009 22.492.287 22.492.287
Stand am 1. Januar 2010 22.660.557 22.660.557
Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen 0 0
Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen
Optionen und Wandelschuldverschreibungen
16.521 16.521
Rücklagen:
Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren
Wertpapieren nach Abzug von latenten Steuern
0 0
Effekte aus dem eigenkapitalbezogenen Ansatz von latenten Steuern 0 0
Währungsgewinn aus der Konsolidierung 0 0
Periodenüberschuss 0 0
Gesamtergebnis 0 0
Stand am 30. Juni 2010 22.677.078 22.677.078

AKTIONÄRS- KONZERN- KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS 1 7

  • Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalentwicklung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Eigene Aktien Kapitalrück Neubewer Wäh Bilanzverlust Gesamtes
lage tungs rungsum Eigenkapital
rücklage rechnungs
differenzen
Aktien
79.896 – 9.774 158.523.363 4.163.972 – 2.474.261 – 20.694.899 161.987.188
849.190
0 0 849.190 0 0 0
61.155
0 0 47.655 0 0 0
– 372.464
0 0 0 – 372.464 0 0
0 0 0 – 13.016 0 0 – 13.016
0 0 0 0 922.078 0 922.078
0 0 0 0 0 5.043.991 5.043.991
0 0 0 – 385.480 922.078 5.043.991 5.580.589
79.896 – 9.774 159.420.208 3.778.492 – 1.552.183 – 15.650.908 168.478.122
79.896 – 9.774 161.631.268 3.371.195 – 1.988.077 – 11.730.804 173.934.365
1.021.280
0 0 1.021.280 0 0 0
214.670
0 0 198.149 0 0 0
– 378.847
0 0 0 – 378.847 0 0
0 0 0 – 10.125 0 0 – 10.125
0 0 0 0 803.068 0 803.068
0 0 0 0 0 5.864.381 5.864.381
0 0 0 – 388.972 803.068 5.864.381 6.278.477
79.896 – 9.774 162.850.697 2.982.223 – 1.185.009 – 5.866.423 181.448.792

Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)

An 2010 2009
Sechs Monate zum 30. Juni
hang
Gewöhnliche Geschäftstätigkeit:
Periodenüberschuss 5.864.381 5.043.991
Überleitung vom Periodenüberschuss zum Mittelzufluss aus der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte 2.868.958 2.599.511
Steuerertrag – 241.712 – 84.873
Nettogewinn aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren
Wertpapieren – 678.348 – 934.087
Unrealisierter Nettoverlust aus derivativen Finanzinstrumenten 121.900 83.418
Verlust aus der Veräußerung von Sachanlagen 3.810 357
Realisierung von abgegrenzten Umsatzerlösen – 19.941.117 – 15.621.543
Aktienbasierte Vergütung 979.584 842.318
Veränderungen von betrieblichen Aktiva und Passiva:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.560.071 – 1.087.082
Aktive Rechnungsabgrenzung, sonstige Vermögenswerte und
Steuerforderungen
1.055.041 991.255
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen 2.704.866 619.045
Lizenzverbindlichkeiten 10.535.320 – 197.960
Sonstige Verbindlichkeiten – 2.957.081 – 1.976.385
Umsatzabgrenzung 23.366.912 16.681.557
Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 29.242.585 6.959.522
Gezahlte Zinsen – 6.432 – 1.954
Erhaltene Zinsen 72.276 204.151
Gezahlte Ertragsteuern – 761.522 – 537.906
Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 28.546.907 6.623.813

AKTIONÄRS- KONZERN- KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS 1 9 BRIEF LAGEBERICHT Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  • Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalentwicklung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
An 2010 2009
Sechs Monate zum 30. Juni
hang
Investitionstätigkeit:
Erwerb von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren – 20.783.313 – 10.988.704
Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 6.216.948 8.855.654
Erwerb von Sachanlagen – 938.904 – 568.793
Erlöse aus der Veräußerung von Sachanlagen 0 535
Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten – 10.992.388 – 359.160
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit, netto – 26.497.657 – 3.060.468
Finanzierungstätigkeit:
Erlöse aus der Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen
ausgegebenen Optionen und Wandelschuldverschreibungen
230.122 61.155
Nettoerlöse aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen an nahe
stehende Unternehmen und Personen
0 31.480
Erwerb von derivativen Finanzinstrumenten – 175.900 – 173.304
Erlöse aus der Veräußerung von derivativen Finanzinstrumenten 9.176 47.000
Kosten der Aktienausgabe – 15.500 0
Mittelzufluss/ -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit, netto 47.898 – 33.669
Einfluss von Wechselkurseffekten auf die Zahlungsmittel 108.889 136.272
Zunahme der liquiden Mittel 2.206.037 3.665.948
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 41.255.316 40.113.727
Liquide Mittel am Ende der Periode 43.461.353 43.779.675

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Financial Reporting Standard (IFRS) IAS 34 "Zwischenberichterstattung" des International Accounting Standards Board (IASB), London, und unter Beachtung der Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie gemäß den von der Europäischen Union anerkannten IFRS erstellt.

Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2010 umfasst neben der MorphoSys AG die MorphoSys IP GmbH, die MorphoSys USA, Inc., die MorphoSys UK Ltd. (vormals Serotec Ltd.), die Morpho-Sys US, Inc. (vormals Serotec, Inc.), die MorphoSys AbD GmbH (vormals Serotec GmbH) und die Poole Real Estate Ltd. (vormals Biogenesis UK Ltd.), zusammen der "Konzern".

1 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Schätzungen

Zum 1. Juni 2010 geht die Gesellschaft davon aus, dass bestimmte Erfolgskriterien einer Kooperation früher als erwartet erreicht werden. Diese Änderung einer Schätzung wird prospektiv berücksichtigt und hat sich im ersten Halbjahr 2010 mit 0,2 Mio. € (zusätzlicher Umsatz) ausgewirkt.

Die dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 zu Grunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auch für die ersten sechs Monate 2010 angewandt.

2 Segmentberichterstattung

Ein Geschäftssegment ist eine Teilaktivität einer wirtschaftlichen Einheit, die geschäftliche Aktivitäten betreibt, mit denen sie Umsätze und Erträge erwirtschaften kann und aus denen ihr Aufwendungen entstehen können, deren betrieblicher Erfolg regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger der Einheit überprüft wird und für die eigenständige Finanzinformationen verfügbar sind.

Segmentinformationen werden in Bezug auf die Geschäftssegmente und die geographischen Segmente des Konzerns gegeben. Die Grundlage für das Segmentberichtsformat nach Geschäftssegmenten bilden die Managementstruktur des Konzerns und der Aufbau seiner internen Berichterstattung. Die Segmentergebnisse und das Segmentvermögen enthalten Bestandteile, die einem einzelnen Segment entweder direkt zugeordnet oder auf einer vernünftigen Basis auf die Segmente verteilt werden können. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden gemäß einer Konzernrichtlinie auf der Basis des "dealing at arm's length" ermittelt.

  • Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalentwicklung Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Der Konzern besteht im Wesentlichen aus den folgenden drei Geschäftssegmenten:

Partnered Discovery

MorphoSys ist im Besitz einer der führenden Technologien für die Herstellung von menschlichen Antikörpertherapeutika. Die Gesellschaft verwertet ihre Technologie in Kooperationen mit zahlreichen Pharma- und Biotechnologieunternehmen. Alle Aktivitäten im Rahmen dieser Kooperationen sowie der Großteil der Technologieentwicklung werden in diesem Segment ausgewiesen.

Proprietary Development

Dieses Segment umfasst alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Eigenentwicklung von therapeutischen Antikörpern. Gegenwärtig beinhaltet dieses Segment die drei firmeneigenen Antikörperprogramme MOR103, MOR202 und MOR208 sowie fünf Programme im Forschungstadium und ein Programm mit Novartis in der präklinischen Entwicklung. Im Juni 2010 hat MorphoSys ein Anti-CD19-Programm von Xencor einlizenziert, das sich in der klinischen Erprobung in der Phase 1 befindet. Das Programm wurde in MOR208 umbenannt. Das Unternehmen plant momentan eigenentwickelte Wirkstoffe nach dem Nachweis ihrer klinischen Wirksamkeit auszulizensieren.

AbD Serotec

Das Geschäftssegment AbD Serotec erweitert die technologische Kernkompetenz von MorphoSys in Richtung der Entwicklung und Herstellung von Antikörpern zu Forschungs- und Diagnostikzwecken. Es verwertet die HuCAL-Technologie zur gezielten und maßgeschneiderten Herstellung von Forschungsantikörpern für seine Kunden. Das Segment erwirtschaftet daneben Umsätze mit Katalog-Antikörpern und mit der Herstellung von Antikörpern in industriellen Mengen.

SEGMENT ÜBERGREIFENDE ANGABEN

Bei den Segment-übergreifenden Angaben beziehen sich die Segmentumsatzerlöse auf den geographischen Sitz der Kunden.

Sechs Monate zum 30. Juni Partnered Discovery Proprietary Development
(in T €) 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse, gesamt 32.796 28.103 633 506
Umsatzerlöse, extern 32.796 28.103 633 506
Umsatzerlöse, intersegmentär - - -
Betriebliche Aufwendungen gesamt 10.587 10.120 11.101 8.536
Herstellungskosten - - -
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.125 9.658 11.033 8.536
Aufwendungen intersegmentär 462 462 68 -
Segmentergebnis 22.209 17.983 – 10.468 – 8.030
Finanzerträge - - - -
Finanzaufwendungen - - - -
Sonstige Erträge - - - -
Sonstige Aufwendungen - - - -
Ergebnis vor Steuern - - - -
Ertragsteuern - - - -
Periodenüberschuss - - - -
Drei Monate zum 30. Juni Partnered Discovery Proprietary Development
(in T €) 2010 2009 2010 2009
Umsatzerlöse, gesamt 17.744 13.869 380 253
Umsatzerlöse, extern 17.744 13.869 380 253
Umsatzerlöse, intersegmentär - - -
Betriebliche Aufwendungen gesamt 5.579 5.210 6.513 4.470
Herstellungskosten - - -
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.348 4.979 6.445 4.470
Aufwendungen intersegmentär 231 231 68 -
Segmentergebnis 12.165 8.659 – 6.133 – 4.217
Finanzerträge - - - -
Finanzaufwendungen - - - -
Sonstige Erträge - - - -
Sonstige Aufwendungen - - - -
Ergebnis vor Steuern - - - -
Ertragsteuern - - - -
Periodenüberschuss - - - -

AKTIONÄRS- KONZERN- KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS 2 3 BRIEF LAGEBERICHT Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  • Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz

Konzern-Eigenkapitalentwicklung

Konzern-Kapitalflussrechnung Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

AbD Serotec Nicht zugeordnet Konsolidierung Konzern
2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009
10.563 9.731 - - – 530 – 462 43.462 37.878
10.033 9.269 - - - - 43.462 37.878
530 462 - - – 530 – 462 - -
9.703 8.658 4.296 4.414 – 530 – 462 35.157 31.266
3.808 3.320 - - - - 3.808 3.320
5.895 5.338 4.296 4.414 - - 31.349 27.946
- - - - – 530 – 462 - -
860 1.073 – 4.296 – 4.414 - - 8.305 6.612
- - - - - - 750 1.138
- - - - - - 9 5
- - - - - - 177 193
- - - - - - 505 237
- - - - - - 8.718 7.701
- - - - - - 2.854 2.657
- - - - - - 5.864 5.044
AbD Serotec Nicht zugeordnet Konsolidierung Konzern
2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009
5.072 4.852 - - – 299 – 231 22.897 18.743
4.773 4.621 - - - - 22.897 18.743
299 231 - - – 299 – 231 - -
5.133 4.403 2.329 2.498 – 299 – 231 19.255 16.350
2.079 1.657 - - - - 2.079 1.657
3.054 2.746 2.329 2.498 - - 17.176 14.693
- - - - – 299 – 231 - -
– 61 449 – 2.329 – 2.498 - - 3.642 2.393
- - - - - - 714 231
- - - - - - 5 3
- - - - - - 61 81
- - - - - - 268 89
- - - - - - 4.144 2.613
- - - - - - 1.472 1.076
- - - - - - 2.672 1.537

Im Jahr 2007 wurde für Leistungen, die das Segment AbD Serotec für das Segment Partnered Discovery erbringt, ein Umsatzverteilungsvertrag geschlossen. Die Ausgleichszahlung an das Segment AbD Serotec belief sich für die ersten sechs Monate 2010 auf 0,5 Mio. € (H1 2009: 0,5 Mio. €).

Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung der Konzernumsatzerlöse:

Sechs Monate zum 30. Juni
(in T €) 2010 2009
Deutschland 2.358 2.790
Sonstiges Europa und Asien 31.631 26.212
USA und Kanada 8.803 8.281
Sonstige 670 595
Gesamt 43.462 37.878

3 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital

Am 30. Juni 2010 betrug das gezeichnete Kapital der Gesellschaft 22.677.078 € (31. Dezember 2009: 22.660.557 €). Aus der Ausübung von 16.521 dem Management und der Belegschaft gewährten Optionen erhöhte sich das gezeichnete Kapital in den ersten sechs Monaten 2010 um 16.521 €. Zum 30. Juni 2010 beliefen sich die eigenen Aktien auf 9.774 € (31. Dezember 2009: 9.774 €).

Kapitalrücklage

Am 30. Juni 2010 belief sich die Kapitalrücklage auf 162.850.697 € (31. Dezember 2009: 161.631.268 €). Der Anstieg um insgesamt 1.219.429 € ergab sich aus dem Personalaufwand aus Aktienoptionen in Höhe von 1.021.280 € und der Ausübung ausgegebener Aktienoptionen in Höhe von 198.149 €.

4 Entwicklung der Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen

Am 1. April 2010 wurden im Rahmen des Management-Vergütungsplans 2010 Vorstandsmitgliedern und der Belegschaft 352.800 Wandelschuldverschreibungen gewährt.

5 Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings)

Der Konzern unterhält mit seiner Geschäftsleitung und mit Mitgliedern seines Aufsichtsrats als nahe stehenden Personen Geschäftsbeziehungen. Neben der Barvergütung hat die Gesell-

AKTIONÄRS- KONZERN- KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS 2 5 BRIEF LAGEBERICHT Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapitalentwicklung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

schaft dem Vorstand Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen gewährt. Die nachfolgende Übersicht zeigt die von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats im Verlauf der ersten sechs Monate 2010 gehaltenen Aktien, Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sowie die Veränderungen in ihren Besitzverhältnissen:

01.01.10 Zugänge Verfall Verkäufe 30.06.10
Vorstand
Dr. Simon E. Moroney 416.385 0 0 0 416.385
Dave Lemus 5.400 0 0 0 5.400
Dr. Arndt Schottelius 500 1.000 0 0 1.500
Dr. Marlies Sproll 105 0 0 0 105
Gesamt 422.390 1.000 0 0 423.390
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller 7.500 0 0 0 7.500
Prof. Dr. Jürgen Drews 7.290 0 0 0 7.290
Dr. Walter Blättler 2.019 0 0 0 2.019
Dr. Daniel Camus 0 0 0 0 0
Dr. Metin Colpan 0 0 0 0 0
Dr. Geoffrey N. Vernon 0 0 0 0 0
Gesamt 16.809 0 0 0 16.809
Aktienoptionen
01.01.10 Zugänge Verfall Ausübungen 30.06.10
Vorstand
Dr. Simon E. Moroney 299.445 0 0 0 299.445
Dave Lemus 110.172 0 0 0 110.172
Dr. Arndt Schottelius 90.000 0 0 0 90.000
Dr. Marlies Sproll 177.867 0 0 0 177.867
Gesamt 677.484 0 0 0 677.484
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller 0 0 0 0 0
Prof. Dr. Jürgen Drews 0 0 0 0 0
Dr. Walter Blättler 0 0 0 0 0
Dr. Daniel Camus 0 0 0 0 0
Dr. Metin Colpan 0 0 0 0 0
Dr. Geoffrey N. Vernon 0 0 0 0 0
Gesamt 0 0 0 0 0

Aktien

Wandelschuldverschreibungen

01.01.10 Zugänge Verfall Ausübungen 30.06.10
Vorstand
Dr. Simon E. Moroney 30.000 58.800 0 0 88.800
Dave Lemus 30.000 33.000 0 0 63.000
Dr. Arndt Schottelius 0 33.000 0 0 33.000
Dr. Marlies Sproll 30.000 33.000 0 0 63.000
Gesamt 90.000 157.800 0 0 247.800
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller 0 0 0 0 0
Prof. Dr. Jürgen Drews 0 0 0 0 0
Dr. Walter Blättler 0 0 0 0 0
Dr. Daniel Camus 0 0 0 0 0
Dr. Metin Colpan 0 0 0 0 0
Dr. Geoffrey N. Vernon 0 0 0 0 0
Gesamt 0 0 0 0 0

6 Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit Ausnahme der unter "Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings)" erläuterten Transaktionen wurden in den ersten sechs Monaten 2010 keine weiteren Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt.

AKTIONÄRS- KONZERN- KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS 2 7 BRIEF LAGEBERICHT Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  • Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalentwicklung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Nach unserem besten Wissen und in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Grundsätzen für die Zwischenberichterstattung vermittelt der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-lagebericht vermittelt ein zutreffendes Bild der Entwicklung und des Verlaufs des Geschäftsbetriebs sowie der Lage des Konzerns und stellt die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres zutreffend dar."

Martinsried/Planegg, den 22. Juli 2010

Dr. Simon E. Moroney Dave Lemus Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand

Dr. Arndt Schottelius Dr. Marlies Sproll

Entwicklungsvorstand Forschungsvorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die MorphoSys Aktiengesellschaft, Martinsried/ Planegg

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalentwicklung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der MorphoSys AG, Martinsried/ Planegg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2010, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 22. Juli 2010

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pastor Rahn Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

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Veröffentlicht am 28. Juli 2010

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich und kann von unserer Internetseite heruntergeladen werden.

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