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MorphoSys AG Interim / Quarterly Report 2004

Oct 28, 2004

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Interim / Quarterly Report

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9-Monatsbericht 2004

Inhalt

MorphoSys AG: Konzernbericht für die ersten neun Monate 2004

5 Aktionärsbrief
6 Konzernlagebericht
13 Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für die ersten neun Monate per 30. September 2004 und
30. September 2003 (ungeprüft)
14 Verkürzte Konzernbilanz
per 30. September 2004 (ungeprüft) und 31. Dezember 2003
15 Verkürzte Konzern-Eigenkapitalentwicklung
per 30. September 2004 (ungeprüft) und 31. Dezember 2003
16 Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
für die ersten neun Monate per 30. September 2004 und
30. September 2003 (ungeprüft)
18 Anhang zum verkürzten Konzernabschluss (ungeprüft)

Sehr geehrte Aktionäre,

im Verlauf des dritten Quartals 2004 hat sich MorphoSys in operativer und finanzieller Hinsicht bemerkenswert entwickelt.

Im Licht der positiven operativen Entwicklung hat sich die Finanzlage von MorphoSys im dritten Quartal deutlich verbessert und konnte damit den Aufwärtstrend der vergangenen Quartale fortsetzen. Genauer gesagt hat MorphoSys im abgelaufenen Quartal mit 1,3 Mio. EUR zum zweiten Mal in 2004 ein positives Quartalsergebnis erwirtschaftet. Daneben konnte die Gesellschaft in diesem Quartal ihre Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2004 auf 21 Mio. EUR anheben – und erwartet nun einen Anstieg von nahezu 40 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Prognose für den Bestand an liquiden Mitteln wurde ebenfalls angehoben. Am Endes des Jahres erwartet MorphoSys die höchste Cash-Position zu einem Jahresabschluss in der Firmengeschichte.

Im operativen Bereich haben wir ebenfalls bedeutende Fortschritte gemacht. Im August konnte MorphoSys den Beginn eines neuen Antikörper-Programms mit Boehringer Ingelheim verkünden – dem zweiten dieser Art mit MorphoSys. Daneben hat Centocor eine Option für eine kommerzielle Lizenz für HuCAL® Antikörper gegen ein Zielmolekül von Centocor ausgeübt. Einschließlich dieser Projekte belaufen sich die aktiven Therapie-Projekte mit Partnern nach 17 zum Jahresbeginn 2004 nun auf 28 – so viele wie nie zuvor.

MorphoSys hat im dritten Quartal die geschäftlichen Aktivitäten sowohl regional als auch anwendungsbezogen erweitert. Im Juli wurde das zunehmende nicht-therapeutische Potential der HuCAL® Antikörperbibliothek weiter ausgebaut und eine Zusammenarbeit mit Novoplant vereinbart. Novoplant wird die Technologie in vollkommen neuen veterinärmedizinischen Anwendungen einsetzen. Daneben konnte MorphoSys im September eine strategische Vertriebsvereinbarung mit GeneFrontier Corporation unterzeichnen mit dem Ziel, sich den japanischen Life-Science-Markt zu erschließen, den derzeit zweitgrößten der Welt.

Durch diese und andere Erfolge der vergangenen Monate konnte der Unternehmenswert und die Liquidität der Aktie nachhaltig gesteigert werden. Als Folge wurde MorphoSys im September in den TecDAX-Index der Deutschen Börse aufgenommen. Der TecDAX beinhaltet die 30 größten und liquidesten Aktienwerte aus den Technologie-Branchen des Prime-Standard-Segments der Frankfurter Wertpapierbörse.

Nachdem MorphoSys zwei Jahre in Folge einen Liquiditätsüberschuss erwirtschaften konnte, erwarten wir für 2005 ein positives Jahresergebnis und damit die Wende zu Profitabilität und Wachstum.

Wir danken Ihnen für Ihr anhaltendes Interesse und Ihr Vertrauen in unsere Gesellschaft.

Dave Lemus Finanzvorstand MorphoSys AG

Konzernlagebericht und Finanzanalyse Q3 2004

Branchenüberblick

Nach einem starken ersten Halbjahr fielen die Nachrichten des dritten Quartals 2004 in der Pharma- und Biotechnologiebranche unterschiedlich aus. Während im dritten Quartal zehn Unternehmen an die Börse gingen (zwei in Europa, eines in Japan und sieben in den USA), belastete der Rückruf des Blockbuster Vioxx von Merck die Stimmung des Kapitalmarkts für Pharmawerte in besonderer Weise.

MorphoSys konnte seine positive Entwicklung im dritten Quartal 2004 fortsetzen. Seit dem Ende des Vorquartals hat die MorphoSys Aktie insgesamt 9 % zugelegt. Im Vergleich haben im gleichen Zeitraum der TecDAX 14 % und der NASDAQ Biotechnologie-Index 6 % nachgegeben.

Finanzanalyse

Umsatzerlöse

Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres erhöhten sich die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2004 um 42 % auf 15,5 Mio. EUR (30. September 2003: 10,9 Mio. EUR). Hier wirkten sich unter anderem die kürzlich unterzeichneten, wichtigen Vereinbarungen über Kooperationen und die Erreichung verschiedener Meilensteine aus. Die Erlöse aus den Kooperationen im Bereich therapeutischer Antikörper trugen 87 % zum Gesamtumsatz bei, Erlöse aus Kooperationen im Bereich Target Research 10 %. Die Geschäftseinheit Antibodies by Design steuerte 3 % zu den Umsatzerlösen bei.

Nach Regionen unterteilt hat MorphoSys 82 % seiner kommerziellen Umsatzerlöse (d. h. ohne Fördermittel) in Höhe von 12,6 Mio. EUR mit in den USA ansässigen Unternehmen der Biotechnologie- und Pharmabranche getätigt, 18 % mit Unternehmen in Europa. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatten diese Anteile bei 80 % bzw. 20 % gelegen.

Betriebliche Aufwendungen

In den ersten neun Monaten 2004 verminderten sich die betrieblichen Aufwendungen einschließlich des Personalaufwands aus der Ausgabe von Aktienoptionen um 9 % auf 14,9 Mio. EUR (30. September 2003: 16,3 Mio. EUR) und führten zum einem Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,6 Mio. EUR (30. September 2003: Verlust von 5,4 Mio. EUR). Der Rückgang der betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR hatte seine wesentlichen Gründe in niedrigeren externen Beratungskosten (einschließlich externer Laborkosten) und einem geringeren Personalaufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Der Anstieg des Forschungs- und Entwicklungsaufwands um 0,4 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR (30. September 2003: 8,5 Mio. EUR) ist überwiegend auf höhere Personal- und Materialkosten in Verbindung mit den gesteigerten Aktivitäten durch neue Kooperationen sowie auf höhere Abschreibungen als Folge der Neubewertung der in 2003 erworbenen CAT-Lizenz zurückzuführen.

Verwaltungs- und Vertriebskosten

Die Verwaltungs- und Vertriebskosten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2004 auf 5,3 Mio. EUR (30. September 2003: 6,2 Mio. EUR). Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen durch geringere Kosten für Patentstreitigkeiten und niedrigere Rechts- und Beratungskosten hauptsächlich in Verbindung mit den Kapitalerhöhungen des vergangenen Jahres.

Personalaufwand aus der Ausgabe von Aktienoptionen

In den ersten neun Monaten 2004 belief sich der nicht-zahlungswirksame Personalaufwand im Zusammenhang mit der Gewährung von Aktienoptionen gemäß der Bilanzierungsvorschrift SFAS Nr. 123 "Accounting for Stock-Based Compensation" nach US GAAP auf 0,8 Mio. EUR (30. September 2003: 1,6 Mio. EUR). Der Rückgang erklärt sich hauptsächlich sowohl aus rückläufigen Kosten auf in Vorperioden gewährte Optionen und Wandelschuldverschreibungen als auch aus der geringeren Anzahl der in den ersten neun Monaten 2004 gewährten Optionen und Wandelschuldschreibungen.

Aufwand nach Kostenarten

In den ersten drei Quartalen 2004 belief sich der Personalaufwand (ohne Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen) auf 5,9 Mio. EUR (30. September 2003: 5,7 Mio. EUR) oder 40 % der gesamten betrieblichen Aufwendungen. Er stellte damit in den ersten neun Monaten 2004 den größten Kostenblock innerhalb der betrieblichen Aufwendungen dar.

Die Kosten für immaterielle Vermögensgegenstände beinhalten Kosten für Patentstreitigkeiten und Abschreibungen auf Lizenzen und Patente und beliefen sich in den ersten neun Monaten 2004 auf 2,4 Mio. EUR (30. September 2003: 2,0 Mio. EUR) bzw. 16 % der gesamten betrieblichen Aufwendungen. Externe Beratungskosten beliefen sich auf 2,0 Mio. EUR (30. September 2003: 3,7 Mio. EUR) oder 13 % aller betrieblichen Aufwendungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Dem positiven Saldo der betrieblichen Aufwendungen und Erträge von 0,7 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2004 steht im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein negativer Saldo von 1,3 Mio. EUR gegenüber – eine Verbesserung um 2,0 Mio. EUR. Die erfreuliche Entwicklung des laufenden Jahres erklärt sich durch das Fehlen des letztjährigen außerordentlichen Zinsaufwands im Zusammenhang mit der Aktienausgabe an XOMA und den realisierten Ertrag von 0,7 Mio. EUR aus dem Verkauf marktgängiger Wertpapiere durch MorphoSys in den ersten neun Monaten 2004. Gestiegene Zinserträge infolge höherer Zahlungsmittelüberschüsse trugen zu dem positiven Gesamtsaldo bei.

Überschuss/Fehlbetrag

Dem positiven Trend des Jahres 2003 folgend erwirtschaftete die Gesellschaft in den ersten neun Monaten 2004 einen Überschuss von 1,3 Mio. EUR (30. September 2003: Fehlbetrag von 6,7 Mio. EUR ). Das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation, Amortization and Stock-Based Compensation – Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Personalaufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen) der ersten neun Monate 2004 betrug 4,3 Mio. EUR (30. September 2003: Verlust von 2,6 Mio. EUR).

Der sich für die ersten neun Monate 2004 ergebende Gewinn je Aktie betrug 0,24 EUR nach einem Verlust je Aktie von 1,60 EUR im Vergleichzeitraum des Vorjahres.

Liquidität/Kapitalfluss

Am 30. September 2004 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel und marktgängige Wertpapiere in Höhe von 31,8 Mio. EUR, verglichen mit 23,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2003. Die bessere Liquiditätsposition ist sowohl auf die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung über 9,0 Mio. EUR an Novartis im Zusammenhang mit der im Mai 2004 vereinbarten strategischen Antikörper-Kooperation als auch auf den operativen Zahlungsmittelzufluss der ersten neun Monate 2004 zurückzuführen.

In den ersten drei Quartalen 2004 stieg das Umlaufvermögen der Gesellschaft um 10,3 Mio. EUR auf 36,5 Mio. EUR im Vergleich zu 26,2 Mio. EUR am 31. Dezember 2003.

Aktiva

Als Folge der verbesserten Liquiditätsposition erhöhte sich die Bilanzsumme in den ersten neun Monaten 2004 um 9,1 Mio. EUR auf 54,9 Mio. EUR nach 45,8 Mio. EUR zum Jahresende 2003.

Verbindlichkeiten

Die langfristigen Verbindlichkeiten verminderten sich in den ersten neun Monaten 2004 um 2,2 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der langfristigen passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Kurzfristige Verbindlichkeiten erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR hauptsächlich wegen der zum Jahresultimo gestiegenen Lizenzverbindlichkeiten wie auch der zum 30. September 2004 leicht höheren Rückstellungen.

Eigenkapital

Zum 30. September 2004 belief sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien auf 5.411.315, von denen sich 5.351.553 im Umlauf befanden. Zum 31. Dezember 2003 hatte die Zahl der ausgegebenen Aktien 4.901.332 und die der im Umlauf befindlichen Aktien 4.841.570 betragen. Der Anstieg ergab sich aus der Wandlung der Wandelschuldverschreibung, die im Zusammenhang mit der im Mai 2004 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung an Novartis ausgegeben worden war. Diese Schuldverschreibung wurde am 15. Juni 2004 in 490.133 Stammaktien der MorphoSys gewandelt.

Weitere 19.850 Aktien wurden im Zusammenhang mit der Wandlung von an Mitarbeiter gewährten Schuldverschreibungen ausgegeben.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich von Januar bis September 2004 auf 1,3 Mio. EUR nach 0,5 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Grund dieses Anstiegs waren die Automatisierung in der Geschäftseinheit Antibodies by Design und Instandhaltungsmaßnahmen in anderen Bereichen der Gesellschaft. Als Folge stiegen die Abschreibungen in den ersten neun Monaten 2004 auf 0,7 Mio. EUR nach 0,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2004 auf 1,6 Mio. EUR, verglichen mit 1,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Anstieg um 0,5 Mio. EUR ergab sich zum Teil aus der Neubewertung der in 2003 erworbenen CAT-Lizenz.

Personal

Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter

Am 30. September 2004 waren in der MorphoSys Gruppe 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2003: 95). Im Durchschnitt der ersten neun Monate 2004 zählte die Belegschaft 112 Personen, gegenüber durchschnittlich 93 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Anstieg stand im Zusammenhang mit den in jüngster Zeit geschlossenen Kooperationen.

Von den 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 103 in Forschung & Entwicklung und 24 in Verwaltung und Vertrieb beschäftigt. Am 30. September 2004 hatten von den MorphoSys-Beschäftigten 43 promoviert (31. Dezember 2003: 35). Gegenüber dem Jahresende 2003 blieb die Zahl der Auszubildenden zum 30. September 2004 mit zwei unverändert.

Am 3. September 2004 teilte MorphoSys das Ausscheiden von Herrn Dr. Thomas von Rüden, Mitglied des Vorstands für Forschung & Entwicklung, aus der Gesellschaft mit. Da ein geeigneter Nachfolger zur Zeit noch gesucht wird, liegt bis zu seiner Bestellung die Führung der Gesellschaft in den Händen der beiden anderen Mitglieder des Vorstands – des Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Simon Moroney und des Finanzvorstands Herrn Dave Lemus. Herr Dr. Moroney hat die Verantwortung für den Bereich Forschung & Entwicklung übernommen, Herr Lemus die Zuständigkeit für Technical Operations.

Gleichzeitig hat MorphoSys zwei interne Beförderungen auf der Vice-President- und Direktorenebene bekannt gegeben: Frau Dr. Marlies Sproll, Vice President Forschung & Entwicklung, wurde in gleicher Funktion zur Senior Vice President ernannt und Frau Dr. Barbara Krebs, Director Business Development, zur Senior Director befördert.

Forschung & Entwicklung / Forschungskooperationen

Eigene Antikörperentwicklung

MOR102

MorphoSys führt derzeit eine Vergleichsstudie für MOR102 mit anderen, bereits zugelassenen Medikamenten gegen Schuppenflechte (Psoriasis) durch. Die Ergebnisse dieser Studie werden Ende des ersten Quartals 2005 erwartet.

MOR202

Im Oktober 2004 konnte MorphoSys auf der 11. "Human Antibodies & Hybridomas" Konferenz in Dublin, Irland, erste vielversprechende Tierdaten aus präklinischen Studien des Antikörperprogramms MOR202 zur Krebsbekämpfung vorstellen.

Die MOR202-Antikörper wurden zunächst ausführlich in verschiedenen *in-vitro-*Untersuchungen charakterisiert. Sowohl bei Zelllinien bestimmter Blutkrebsarten als auch bei primärem Patienten-Tumormaterial konnte gezeigt werden, dass die Antikörper in der Lage sind, Krebszellen effizient abzutöten. Ein MOR202-Antikörper zeigte außerdem auch in einem *in-vivo-*Tiermodell zur Untersuchung des Multiplen Myeloms sehr gute Wirksamkeit. Der HuCAL® IgG Antikörper wurde tumortragenden Mäusen regelmäßig über einen Zeitraum von drei bis fünf Wochen verabreicht. Verschiedene Antikörperkonstrukte wurden bei unterschiedlichen Dosierungen sowie Verabreichungsschemata geprüft. In allen Fällen führte die Behandlung mit dem MOR202-Antikörper zu einem stark verzögerten Tumorwachstum. In manchen Fällen war am

Ende des Beobachtungszeitraums kein Tumor mehr nachweisbar. MorphoSys hat mehrere US-Patentanmeldungen eingereicht. Diese beziehen sich auf spezifische anti-CD38-Antikörper und deren Verwendung.

Kooperationen

Biogen Idec, Inc.

Die im Dezember 2000 vereinbarte und im Januar 2002 verlängerte Forschungskooperation mit Biogen Idec wurde Ende September 2004 erfolgreich beendet. Biogen Idec hatte die HuCAL® GOLD Antikörperbibliothek in Genomforschungsprogrammen eingesetzt und MorphoSys für Biogen Idec Antikörper gegen Expressed Sequence Tags ("EST") zur Identifizierung und Beurteilung von Arzneimittelkandidaten im Rahmen von Biogen Idec's Genomforschungsaktivitäten hergestellt. Biogen Idec behält auch zukünftig limitierte Rechte für bestimmte HuCAL® Antikörper.

Boehringer Ingelheim GmbH & Co. KG

Im August 2004 haben MorphoSys und Boehringer Ingelheim den Beginn eines neuen Programms zur Entwicklung eines therapeutischen Antikörpers gegen ein nicht genanntes Zielmolekül im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verkündet. MorphoSys wird diesen Antikörper auf der Grundlage ihrer unternehmenseigenen HuCAL GOLD® Technologie herstellen. Boehringer Ingelheim ist für die präklinische und klinische Entwicklung sowie die anschließende Vermarktung aller resultierender Produkte zuständig. Am Erfolg des Projekts ist MorphoSys in Form von Meilensteinzahlungen und Tantiemen beteiligt.

Der Beginn des neuen Antikörperprojekts von Boehringer Ingelheim und MorphoSys fand im Rahmen der im Februar 2003 unterzeichneten gegenseitigen Kooperations- und Lizenzvereinbarung statt und stellt für Boehringer Ingelheim die Ausübung ihrer zweiten Option zur Entwicklung eines therapeutischen Antikörpers auf der Grundlage der HuCAL® Technologie von MorphoSys dar. Entsprechend dieser Vereinbarung erhielt MorphoSys die exklusive, weltweite Lizenz zur Nutzung bestimmter Patente von Boehringer Ingelheim. Diese Patentrechte beziehen sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von therapeutischen und diagnostischen Antikörpern gegen das Zielmolekül ICAM-1. ICAM-1 ist die Basis der unternehmenseigenen Antikörperprogramme MOR101 und MOR102 von MorphoSys zur Behandlung von Hautverbrennungen und entzündlichen Erkrankungen wie beispielsweise Psoriasis. Als Gegenleistung wurden Boehringer Ingelheim von MorphoSys Optionen zur Entwicklung von zwei therapeutischen Antikörpern auf der Grundlage deren HuCAL® Technologie eingeräumt. Die erste Option zur Entwicklung eines therapeutischen Antikörpers hatte Boehringer Ingelheim im November 2003 ausgeübt.

Centocor, Inc.

Im August 2004 teilte MorphoSys die Ausübung einer Option für eine kommerzielle Lizenz über HuCAL® Antikörper durch die Johnson & Johnson-Gesellschaft Centocor, Inc. mit, die sich gegen ein ungenanntes Zielmolekül im Bereich entzündlicher Erkrankungen richten. Die im Dezember 2000 begonnene Zusammenarbeit von MorphoSys und Centocor zielt auf die Entwicklung humaner therapeutischer Antikörper für eine Reihe von Indikationen. Sie beinhaltet eine Option zugunsten Centocor für die Entwicklung von Antikörpern gegen bis zu 30 verschiedene Zielmoleküle unter Einsatz der unternehmenseigenen MorphoSys-Technologien. Im März 2002 erweiterte Centocor die bestehende Vereinbarung mit der Bestellung von AutoCAL™, dem von MorphoSys entwickelten System zur automatisierten Durchmusterung der HuCAL® Antikörperbibliothek. Im März 2004 starteten beide Unternehmen ein neues Antikörperprogramm, in dessen Rahmen MorphoSys therapeutische Antikörper gegen ein

Zielmolekül von Centocor im Bereich von Autoimmunerkrankungen entwickelt. Im Zuge der Zusammenarbeit hat MorphoSys bisher vier erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von Centocor erhalten.

Crucell N.V.

Im September 2004 hat MorphoSys den Abschluss einer nicht-exklusiven Lizenzvereinbarung mit dem niederländischen Biotechnologie-Unternehmen Crucell N.V. und dessen Partner, dem Auftragsproduzenten DSM Biologics, verkündet. Im Rahmen des Vertrages sichert sich MorphoSys das Recht, Crucells vollständig menschliche Zelllinien-Technologie PER.C6® innerhalb der eigenen Antikörperprojekte sowie innerhalb der bei MorphoSys durchgeführten Partnerprogramme einzusetzen. Weiterhin verfügen MorphoSys und seine Partner über die Option, eine weiterführende Lizenz für die Produktion von Antikörpern aus der HuCAL® Bibliothek im klinischen und kommerziellen Maßstab zu erhalten. Die humane Zelllinie ist zur Entwicklung und Produktion eines breiten Spektrums an biologischen Wirkstoffen geeignet, darunter Antikörper.

Bei Crucells voll-humaner PER.C6® Zelllinie handelt es sich um eine etablierte Technologie zur Produktion von Antikörpern. Mit diesem Vertrag erweitert MorphoSys seine technologische Basis und gleichzeitig sein Angebot an bereits bestehende und neue Partner. Die PER.C6® Zelllinie erlaubt unter anderem eine Antikörperproduktion mit hohen Ausbeuten sowie hohe Produktionszyklen und verleiht ein menschliches Glykolisierungsmuster – die natürliche Modifizierung der Oberfläche eines Proteins mit Zuckermolekülen.

GeneFrontier Corp.

Ebenfalls im September 2004 hat MorphoSys die Bildung einer strategischen Vertriebsallianz mit der in Tokio ansässigen GeneFrontier Corporation für die Erschließung des japanischen Life-Science-Markts bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung neuer Geschäftschancen in Japan durch das Etablieren der MorphoSys HuCAL® Technologie als Premium-Marke für die Erforschung und Herstellung von therapeutischen Antikörpern. Im Zuge einer Premarketing-Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen sind bisher bereits mehrere Forschungsprojekte mit japanischen Partnern erfolgreich durchgeführt worden. Im Rahmen der mehrjährigen Kooperation werden beide Partner in Japan Investitionen in Kundenentwicklung und Vertrieb tätigen als Teil von MorphoSys' erklärtem Vorhaben, geographisch in neue Märkte zu expandieren.

Novoplant GmbH

Im Juli 2004 haben MorphoSys und Novoplant GmbH, Gatersleben, die Unterzeichnung einer Zusammenarbeit für die Erforschung von therapeutischen Antikörper für Anwendungen im Bereich der Tiergesundheit verkündet. Im Rahmen der auf drei Jahre angelegten Vereinbarung hat Novoplant von MorphoSys eine Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung von Antikörpern als Futterzusatz für veterinärmedizinische Zwecke erhalten. Als Gegenleistung entrichtete Novoplant an MorphoSys eine Technologiebereitstellungsgebühr für die Nutzung der HuCAL GOLD® Technologie, der künftig jährliche Lizenzzahlungen folgen werden. Daneben wird MorphoSys Meilensteinzahlungen und Tantiemen für die Entwicklung und Vermarktung aller resultierender Produkte erhalten.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wird Novoplant die HuCAL GOLD® Technologie von MorphoSys zur Herstellung von Antikörpern gegen Viren, Parasiten und pathogene Mikroorganismen wie E. coli oder Salmonellen verwenden. Die Zugabe von MorphoSys Antikörpern zu den Futtermitteln für Geflügel, Schweine und Rinder könnte Schutz vor infektiösen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt dieser Tierarten bieten. MorphoSys hat sich alle Rechte an humanen Therapeutika und Diagnostika gesichert, die sich aus dieser Zusammenarbeit ergeben.

Patentwesen

Am 30. September 2004 veröffentlichte der Bezirksrichter des US-Bezirksgerichts in Boston, Massachusetts, der für den Fall MorphoSys / Applied Molecular Evolution ("AME") verantwortlich ist, ein "Memorandum and Order", in dem er zum jetztigen Zeitpunkt ablehnte, sich der positiven Empfehlung ("Report and Recommendation") der Magistratsrichterin vom Januar 2003 anzuschließen. Wie bereits am 8. Januar 2003 berichtet, hatte die Magistratsrichterin empfohlen, dem Antrag von MorphoSys auf Nicht-Verletzung der Patente stattzugeben und den Antrag von AME auf Patentverletzung durch MorphoSys abzulehnen.

Der Bezirksrichter hat vielmehr eine Anhörung (Markman-Hearing) über die Auslegung der Patentansprüche anberaumt, nach der auf der Grundlage der vorliegenden Fakten über die weiteren Schritte entschieden werden wird. Um das weitere Vorgehen abzuklären, soll Anfang November 2004 eine erste Anhörung stattfinden.

Am 25. Juni 2001 reichte AME beim amerikanischen Bezirksgericht in Boston (Massachusetts/ USA) eine Klage gegen MorphoSys AG und ihre 100%ige Tochter MorphoSys USA Inc. ein. AME verklagte MorphoSys auf Unterlassung und Schadensersatz. In dieser Klage wurde behauptet, dass die MorphoSys AG und die MorphoSys USA Inc. vorsätzlich die sogenannten Kauffman Patente verletzen würde. AME besitzt eine exklusive Lizenz für diese Patentfamilie. MorphoSys reichte daraufhin eine Gegenklage ein, dass die Patente nicht verletzt würden, und dass die Patente nicht gültig und/oder nicht durchsetzbar seien. Im Sommer 2002 reichten beide Parteien Anträge für abschließende Teilentscheidungen ("summary judgments") ein, die zu der positiven Empfehlung der Magistratsrichterin an den Bezirksrichter vom 6. Januar 2003 führte. Seit dem Beginn der gerichtlichen Auseinandersetzung wurde der Antragsgegner, AME, von Eli Lilly and Company vollständig übernommen.

Ausblick

Im Juli 2004 hat MorphoSys das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2004 auf 21 Mio. EUR angehoben, eine Steigerung um nahezu 40 % gegenüber dem Vorjahr.

Zugleich wurde die Liquiditätsprognose für das Jahresende 2004 nach der Gewährung und der anschließenden Wandlung einer Wandelschuldverschreibung im Juni 2004 auf mindestens 28 Mio. EUR erhöht.

Für das Geschäftsjahr 2005 geht MorphoSys auf der Basis der gegenwärtigen Planung davon aus, ein profitables Ergebnis zu erzielen.

Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung (US GAAP) – ungeprüft

Drei Monate Drei Monate Neun Monate Neun Monate
zum zum zum zum
30. Sept. 2004 30. Sept. 2003 30. Sept. 2004 30. Sept.2003
EURO EURO EURO EURO
Umsatzerlöse 6.694.528 3.641.356 15.477.951 10.884.738
Betriebliche Aufwendungen
Forschung und Entwicklung 3.211.871 2.774.010 8.857.554 8.482.957
Verwaltung und Vertrieb 1.606.605 2.092.519 5.258.637 6.164.499
Personalaufwand aus Aktienoptionen 179.190 542.257 764.863 1.599.499
Betriebliche Aufwendungen gesamt 4.997.666 5.408.786 14.881.054 16.246.955
Gewinn / (Verlust) aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 1.696.862 (1.767.430) 596.897 (5.362.217)
Zinserträge 123.374 12.860 236.649 198.420
Zinsaufwendungen 83.907 47.495 241.917 959.026
Wertminderung von Wertpapieren des Umlaufvermögens (753.768)
Sonstige betriebliche Erträge /( Aufwendungen), netto 327.453 37.201 694.360 226.451
Gewinn / (Verlust) vor Steuern 2.063.782 (1.764.864) 1.285.989 (6.650.140)
Steuern vom Einkommen im Ausland 1
Überschuss / (Fehlbetrag) 2.063.782 (1.764.864) 1.285.989 (6.650.141)
Gewinn / (Verlust) pro Aktie
Unverwässert 0,40 (0,39) 0,24 (1,60)
Verwässert 0,39 (0,39) 0,24 (1,60)
Anzahl der Aktien zur Berechnung des Ergebnissespro Aktie
Unverwässert 5.183.686 4.547.490 5.349.795 4.162.728
Verwässert 5.230.653 4.547.490 5.387.516 4.162.728

siehe Anhang

Verkürzte Konzernbilanz (US GAAP)

30.9.2004 31.12.2003
EURO EURO
(ungeprüft)
Aktiva
Umlaufvermögen
Liquide Mittel 9.185.507 6.652.456
Marktgängige Wertpapiere 22.620.228 16.508.575
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.134.855 2.111.710
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögensgegenstände 538.737 948.575
Umlaufvermögen gesamt 36.479.327 26.221.316
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagen, netto 2.481.328 1.907.895
Patente, netto 5.503.540 6.103.675
Lizenzrechte, netto 9.974.641 10.898.904
Sonstige Vermögensgegenstände 432.892 627.130
Langfristige Vermögensgegenstände gesamt 18.392.401 19.537.604
Aktiva gesamt 54.871.728 45.758.920
Passiva und Eigenkapital
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 290.997 258.732
Zu zahlende Lizenzen, kurzfristiger Anteil 956.710 677.060
Passive Rechnungsabgrenzung, kurzfristiger Anteil 4.201.859 4.272.249
Rückstellungen für Löhne und Gehälter 1.016.231 949.122
Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 1.787.328 1.524.439
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 8.253.125 7.681.602
Langfristige Verbindlichkeiten
Zu zahlende Lizenzen, ohne kurzfristigen Anteil 1.589.392 1.651.360
Passive Rechnungsabgrenzung, ohne kurzfristigen Anteil 3.938.710 6.086.205
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Wandelschuldverschreibungen gg. nahe stehenden Personen 130.250 157.200
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 5.658.352 7.894.765
Eigenkapital
Grundkapital, 3,00 EUR Nennwert;
9.567.400 and 8.626.344 genehmigte Stammaktien;
5.411.315 and 4.901.332 ausgegebene Stammaktien;5.351.553 and 4.841.570 Stammaktien in Umlauf für 2004 und 2003 16.233.945 14.703.996
Eigene Aktien (59.762 Aktien für 2004 und 2003) (21.934) (21.934)
Kapitalrücklagen 76.945.683 68.623.807
Kumuliertes sonstiges "Comprehensive Income" 552.639 912.755
Verlustvortrag (52.750.082) (54.036.071)
Eigenkapital gesamt 40.960.251 30.182.553
Passiva gesamt 54.871.728 45.758.920

siehe Anhang

Verkürzte Konzern-Eigenkapitalentwicklung (US GAAP) – ungeprüft

Kumuliertes
sonstiges Com- Gesamtes
Grundkapital Eigene Anteile Kapital-prehensive Verlust- Eigen
rücklagen Gain/(Loss) vortrag kapital
Aktien EURO Aktien EURO EURO EURO EURO EURO
Stand 1. Januar 2003 3.949.706 11.849.118 59.762 (21.934) 59.193.912 (517.591) (49.888.039) 20.615.466
Aufwand aus der Gewährung von
Aktienoptionen und Wandel
schuldverschreibungen 2.175.430 2.175.430
Kapitalerhöhung gegen Sach
einlage (XOMA); Ausgaben in
Höhe von EUR 23.314 363.466 1.090.398 3.110.896 4.201.294
Kapitalerhöhung gegen Sach
einlage (CAT); Ausgaben in
Höhe von EUR 150.000 588.160 1.764.480 4.143.569 5.908.049
Sonstiges "Comprehensive Loss":
Nicht realisierte Verluste aus
dem Kauf und Verkauf vonkurzfristigen Geldanlagen 1.418.156 1.418.156
Gewinne aus der Umrechnungvon Fremdwährungen durch
Konsolidierung 12.190 12.190
Jahresfehlbetrag (4.148.032) (4.148.032)
"Comprehensive Loss" (2.717.686)
Stand 31. Dezember 2003 4.901.332 14.703.996 59.762 (21.934) 68.623.807 912.755 (54.036.071) 30.182.553
Wandlung von Wandelschuldverschreibungen nahe stehender
Personen 19.850 59.550 172.497 232.047
Aufwand aus der Gewährung von
Aktienoptionen und Wandelschuld
verschreibungen (ungeprüft) 764.863 764.863
Wandlung von Schuldverschrei
bungen abzüglich Kosten
in Höhe von EUR 124.083
und Änderung des Marktwerts
in Höhe von 24,268 490.133 1.470.399 7.384.516 8.854.915
Sonstiges "Comprehensive Loss":
Nicht realisierte Gewinne aus
dem Kauf und Verkauf von kurz
fristigen Geldanlagen (ungeprüft) (360.673) (360.673)
Gewinne aus der Umrechnung
von Fremdwährungen durch
Konsolidierung (ungeprüft) 557 557
Überschuss (ungeprüft) 1.285.989 1.285.989
"Comprehensive Icome"
(ungeprüft) 925.873
Stand 30. September 2004
(ungeprüft) 5.411.315 16.233.945 59.762 (21.934) 76.945.683 552.639 (52.750.082) 40.960.251

Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung (US GAAP) – ungeprüft

2004 2003
Neun Monate per 30. September EURO EURO
Cashflow der gewöhnlichen Betriebstätigkeit
Überschuss / (Fehlbetrag) 1.285.989 (6.650.141)
Überleitung vom Überschuss / (Fehlbetrag) zum Mittelzufluss
/ (-abfluss) aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Abschreibungen 692.879 647.396
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.568.699 1.077.342
Nettogewinn aus dem Verkauf von marktgängigen Wertpapieren (726.747) (266.928)
Wertberichtigung auf marktgängige Wertpapiere 753.768
Nicht realisierter Nettogewinn / (-verlust) aus derivativen
Finanzinstrumenten 70.590 (72.276)
Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen (2.650)
Auflösung von Rechnungsabgrenzungsposten (9.027.910) (5.713.677)
Personalaufwand
aus Aktien und Wandelschuldverschreibungen 764.863 1.599.499
Veränderungen von Vermögensgegenständen und
Verbindlichkeiten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.023.145) 4.863.688
Aktive Rechnungsabgrenzung und sonstige Vermögensgegenstände 65.562 1.000.680
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.265 (857.690)
Zu zahlende Lizenzen 217.682 (702.404)
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 6.810.025 3.378.900
Rückstellungen für Löhne und Gehälter 67.109 (68.610)
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 262.889 (440.205)
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 240.159
Mittelzufluss / (-abfluss) aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 60.750 (1.213.149)

siehe Anhang

2004 2003
Neun Monate per 30. September EURO EURO
Investitionstätigkeit
Kauf von marktgängigen Wertpapieren (14.682.499) (10.625.589)
Verkauf von marktgängigen Wertpapieren 9.055.420 12.175.326
Kauf von Sachanlagen (1.285.720) (499.447)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 19.408 22.887
Zugänge zu Patenten (44.301) (33.219)
Mittelzufluss / (-abfluss) aus Investitionstätigkeit (6.937.692) 1.039.958
Finanzierungstätigkeit
Erlöse aus der Ausgabe von Wandelanleihen 8.978.998
Erlöse aus der Ausgabe von Wandelanleihenan nahe stehende Personen 232.047
Auszahlungen durch Wandlung und die Rückgabe
von Wandelschuldverschreibungen (26.950) (10.100)
Erlöse aus der Ausgabe von Wandelanleihen
an nahe stehende Personen 93.200
Erwerb von derivativen Finanzinstrumenten (158.576) (175.200)
Erlöse aus dem Verkauf/der Ausübung derivativer Finanzinstrumente 508.000 11.200
Kosten im Zusammenhang mit Aktienausgabe (124.083) (173.314)
Mittelzufluss / (-abfluss) aus der Finanzierungstätigkeit 9.409.436 (254.214)
Einfluss von Wechselkursdifferenzen 557 12.885
Nettozufluss / (-abfluss) liquider Mittel 2.533.051 (414.520)
Liquide Mittel zu Beginn des Berichtszeitraums 6.652.456 842.082
Liquide Mittel zu Ende des Berichtszeitraums 9.185.507 427.562
Sonstige Cashflow-Angaben
Veränderung nicht realisierter Gewinne auf Wertpapiere desUmlaufvermögens (360.673) 553.901
Nicht liquiditätswirksame Änderung des Marktwerts vonausgegebenen Wandelschuldverschreibungen 24.268
Reduzierung gebundener Mttel 118.500
Nicht liquiditätswirksame Rückführung von
Lizenzverbindlichkeiten (XOMA) 4.224.608
Durch Eigenkapital gezahlte Lizenz 6.058.048

siehe Anhang

Anhang zum verkürzten Konzernabschluss – ungeprüft

Unternehmensgegenstand und Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1

Geschäftsfelder und Unternehmensform

Die MorphoSys AG (die "Gesellschaft") ist ein Biotechnologieunternehmen, das die kombinatorische Biologie für die Arzneistoffentdeckung einsetzt. Dies dient vorrangig dem Ziel der Entwicklung und kommerziellen Nutzung neuer Technologien für ein breites wissenschaftliches Spektrum. Die Gesellschaft wurde im Juli 1992 als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet und im Juni 1998 in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Börsengang der Gesellschaft erfolgte im März 1999 am Neuen Markt, einem Segment der Deutschen Börse für Gesellschaften mit hohen Wachstumsraten. Am 15. Januar 2003 wurde die MorphoSys AG in das Prime-Standard-Segment der Frankfurter Börse aufgenommen, seit dem 20. September 2004 gehört sie zum TecDAX-Index der Deutschen Börse.

Der Geschäftsbetrieb befindet sich überwiegend in Deutschland. Die Gesellschaft hat zwei 100%ige Tochtergesellschaften:

  • Die MorphoSys USA, Inc., die am 16. Februar 2000 in den USA gegründet wurde. Der Geschäftszweck dieses Tochterunternehmens bestand in der Unterstützung der MorphoSys AG beim Vertrieb und bei der Lizenzierung ihrer Produkte. Die MorphoSys USA, Inc. hat im November 2002 ihre Tätigkeiten im Wesentlichen eingestellt.
  • Die MorphoSys IP GmbH, die am 6. November 2002 im Handelsregister München eingetragen wurde und am 31. Dezember 2002 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen hat. Geschäftszweck dieser Gesellschaft sind der Kauf, die Pflege und die Verwaltung bestimmter immaterieller Vermögensgegenstände des MorphoSys-Konzerns. Die MorphoSys IP GmbH ist in dem Gebäude der MorphoSys AG in Martinsried/Planegg untergebracht.

Die Bilanzierungsrichtlinien zur Aufstellung des Konzernabschlusses sind im Anhang bzw. an anderer Stelle des Abschlusses näher erläutert.

Grundlage des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde nach den in den USA allgemein anerkannten Bilanzierungsgrundsätzen (United States Generally Accepted Accounting Principles - "US GAAP") aufgestellt.

Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses gemäß den in den Vereinigten Staaten allgemein anerkannten Bilanzierungsgrundsätzen erfordert, dass die Geschäftsleitung Einschätzungen von Sachverhalten vornimmt und Annahmen trifft, die die in den Jahresabschlüssen und Anhängen ausgewiesenen Beträge verändern können. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Liquide Mittel und Geldmarktpapiere

Für die Gesellschaft stellen alle Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten Zahlungsmitteläquivalente dar. Die Gesellschaft legt ihre liquiden Mittel auf Konten bei zwei großen deutschen Finanzinstituten an.

Konsolidierung

Der beigefügte Konzernabschluss der Gesellschaft fasst die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagelage der MorphoSys AG und ihrer Tochtergesellschaften zusammen. Alle konzerninternen Vorgänge und Salden zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

Marktgängige Wertpapiere

Die Gesellschaft wendet bei der Bilanzierung ihrer marktgängigen Wertpapiere das Statement of Financial Accounting Standards SFAS Nr. 115 "Accounting for Certain Investments in Debt and Equity Securities" an. Das Management entscheidet über den korrekten Ausweis der Wertpapiere zum Zeitpunkt des Erwerbs und überprüft diese Zuordnung zu jedem Bilanzstichtag. Zum 30. September 2004 bzw. 31. Dezember 2003 wurden alle Wertpapiere, die als zum Verkauf stehend (available-for-sale) eingestuft wurden, zu Börsenkursen bewertet; unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter "Kumuliertes sonstiges Comprehensive Income", einer eigenen Eigenkapitalposition, ausgewiesen. Speziell ermittelte, realisierte Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren werden bei Verkauf oder Fälligkeit ergebniswirksam erfasst. Die Gesellschaft prüft die Wertpapiere regelmäßig auf Wertminderung (impairment). Wenn ein Rückgang des Marktwerts von zum Verkauf stehenden Wertpapieren nicht als vorübergehend eingestuft wird, erfolgt die Abschreibung des fortgeschriebenen Anschaffungswerts für das entsprechende Wertpapier auf den Marktwert als neuer Kostenbasis. Die Differenz wird als Wertminderungsaufwand ergebniswirksam erfasst. Als nicht vorübergehend definiert die Gesellschaft einen Rückgang des Börsenwerts eines marktgängigen Wertpapiers, der länger als sechs Monate anhält, es sei denn, besondere Faktoren und Umstände stehen dem entgegen (siehe Anmerkung 2).

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft wendet für die Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente SFAS Nr. 133 "Accounting for Derivative Instruments and Hedging Activities" mit den Änderungen bzw. Ergänzungen durch SFAS Nr. 138 an. SFAS Nr. 133 schreibt vor, dass die Gesellschaft jedes derivative Finanzinstrument mit dem Marktwert anzusetzen und entweder auf der Aktiv- oder auf der Passivseite auszuweisen hat. Gewinne oder Verluste aus Marktwertänderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. Gemäss der Richtlinie der Gesellschaft für die Absicherung von Fremdwährungsgeschäften werden ausschließlich konkrete Forderungen mit einer maximalen Fälligkeit von 12 Monaten gegen Fremdwährungsrisiken gesichert. SFAS Nr. 133 folgend werden eingebettete Derivative vom Hauptvertrag separiert und getrennt bilanziert. Am 30. September 2004 und 31. Dezember 2003 hatte die Gesellschaft in ihren jeweiligen Verträgen keine eingebetteten Derivate identifiziert. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 4 verwiesen.

Anlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bilanziert. Größere Ersatzbeschaffungen sowie Um- und Einbauten werden aktiviert, Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten als Aufwand ausgewiesen. Die Sachanlagen werden über drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Einbauten in gemieteten Räume werden über die geschätzte Nutzungsdauer bzw. die Mietlaufzeit abgeschrieben, je nachdem, was kürzer ist.

Umsatzrealisierung

Die Umsätze der Gesellschaft stammen aus Gebühren für die Bereitstellung von Technologie und aus Kooperationsverträgen im Bereich Forschung & Entwicklung, vorwiegend mit US-Unternehmen sowie aus Gebühren im Zusammenhang mit dem Verkauf von HuCAL® Antikörpern für nicht-therapeutische Anwendungen.

Umsatzerlöse aus nicht rückzahlbaren Technologiebereitstellungsgebühren sowie aus Zeichnungsund Lizenzgebühren werden abgegrenzt und linear über die entsprechende Vertragslaufzeit

verteilt – in der Regel über die Forschungsdauer bzw., bei Verträgen ohne vertragliche Befristung, über die geschätzte Laufzeit der Kooperation, sofern nicht geeignetere Methoden zur Erlösverteilung zur Verfügung stehen. Gebühren aus Kooperationsverträgen im Bereich Forschung & Entwicklung werden in der Periode ausgewiesen, in der die vereinbarten Leistungen erbracht werden. Erlöse aus Meilensteinzahlungen werden nach Erfüllung bestimmter Kriterien gebucht. Umsätze aus dem Verkauf nicht-therapeutischer Antikörper werden bei ihrer Auslieferung erfasst.

Staatliche Investitionszuschüsse zur Unterstützung spezieller Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden bis zur Höhe des damit im Zusammenhang stehenden Aufwands als Umsätze erfasst. Nach den Bedingungen für staatliche Investitionshilfen haben die Vergabestellen das Recht, die Verwendung der an die Gesellschaft ausgezahlten Gelder zu überprüfen. Bei Mehrkomponentenverträgen prüft die Gesellschaft, ob eine Aufteilung der vereinbarten Lieferungen und Leistungen gemäß den Kriterien des Emerging Issues Task Force EITF 00-21 "Accounting for Revenue Arrangements with Multiple Deliverables" in separaten Abrechnungseinheiten erfolgen kann. Wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, werden die Komponenten auf der Basis ihrer jeweiligen Marktpreise aufgeteilt und die geltenden Kriterien für die Umsatzrealisierung für jede einzelne Abrechnungseinheit getrennt angewandt.

Die Umsatzabgrenzung enthält erhaltene Anzahlungen auf vertraglich noch nicht getätigte Umsätze. Am 30. September 2004 bzw. 31. Dezember 2003 waren 6.000 EUR bzw. 0 EUR ausstehende Zahlungen in der passiven Umsatzabgrenzung enthalten.

Segmentberichterstattung

Die Gesellschaft ist hauptsächlich in einem Segment, der Entwicklung von Antikörpertherapeutika in der Biotechnologiebranche, tätig. Daher veröffentlicht die Gesellschaft keine wesentlichen zusätzlichen Segmentinformationen gemäß der Definition der Segmentberichterstattung in SFAS Nr. 131 "Disclosures About Segments of an Enterprise and Related Information".

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung werden bei ihrem Anfall als Aufwand gebucht.

Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen

Die Gesellschaft wendet die Bestimmungen des SFAS Nr. 123 "Accounting for Stock-Based Compensation" an, nach denen die Gesellschaft den geschätzten Marktwert von Aktienoptionen und ähnlichen Instrumenten zum Datum der Ausgabe als Personalkosten über den Zeitraum verteilen muss, in dem das Personal die Dienste erbringt, die mit der Gewährung der Aktienoptionen und der ähnlichen Instrumente im Zusammenhang stehen.

Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften wurden in Übereinstimmung mit SFAS Nr. 52 "Foreign Currency Translation" in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzkonten erfolgte zu den am Bilanzstichtag gültigen Wechselkursen, die Umrechnung der Beträge der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs der Periode. Gewinne und Verluste aus Wechselkursänderungen gegenüber dem Vorjahr werden unter dem kumulierten sonstigen "Comprehensive Income" ausgewiesen. Für weitere Informationen wird auf Anmerkung 5 verwiesen.

Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit SFAS Nr. 128 "Earnings per Share" berechnet. Grundlage der Berechnung ist die für die entsprechenden Perioden gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien. Der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zum 30. September 2004 liegen die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien und die durchschnittliche Anzahl Aktien aus Aktienoptionen und ausübbaren Wandelschuldverschreibungen zu Grunde.

Wertminderung langfristiger Vermögensgegenstände und identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände

Die Gesellschaft überprüft die Buchwerte der langfristigen Vermögensgegenstände und der identifizierbaren immateriellen Vermögensgegenstände auf mögliche Wertminderungen, sobald Ereignisse oder Veränderungen signalisieren, dass der Buchwert solcher Vermögensgegenstände eventuell nicht mehr erzielbar ist. Die Erzielbarkeit wird anhand eines Vergleichs der zu erwartenden, nicht-diskontierten Mittelzuflüsse der Vermögensgegenstände mit ihren jeweiligen Buchwerten geprüft. Eine Wertminderung ergibt sich, wenn der erwartete, nicht-diskontierte zukünftige Mittelzufluss geringer ist als der Buchwert des jeweiligen Vermögensgegenstands. Ein Wertverlust ergibt sich als der Betrag, um den der Buchwert des Vermögensgegenstands seinen Zeitwert übersteigt.

Patentkosten

Die Gesellschaft aktiviert Kosten, die im Zusammenhang mit der Erlangung von Patenten und dem Schutz bereits erteilter Patente gegen Patentrechtsverletzungen anfallen. Bei den aktivierten Kosten handelt es sich im Wesentlichen um Kosten der Rechtsberatung. Die Patentkosten werden linear über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die Patentlaufzeit von 10 Jahren abgeschrieben, je nachdem, was kürzer ist. Die Abschreibung der Patentkosten beginnt zum Zeitpunkt der Patenterteilung. Die Patente der Gesellschaft für die firmeneigene HuCAL® Technologie wurden in Australien im Oktober 2000, in den USA im Oktober 2001 und in Europa im Juni 2002 erteilt. Weitere Patentanmeldungen sind in Kanada und Japan anhängig.

Erworbene Lizenzrechte

Die Gesellschaft hat Lizenzrechte durch Vorauszahlung von Lizenzgebühren, jährliche Gebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzverträge und Lizenzzahlungen an Dritte im Zusammenhang mit Unterlizenzen erworben. Die Gesellschaft schreibt vorausgezahlte Lizenzgebühren linear über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der erworbenen Lizenzen (10 Jahre) ab. Jährliche Kosten zur Aufrechterhaltung der Lizenzverträge werden gemäß der Laufzeit jedes einzelnen Jahresvertrags abgeschrieben. Zahlungen für Unterlizenzen werden linear über die Laufzeit dieser Verträge oder, falls eine Laufzeit nicht ausdrücklich vereinbart wurde, über die geschätzte Laufzeit der Kooperation abgeschrieben.

Konzentration des Kreditrisikos

Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft eine Konzentration des Kreditrisikos bedeuten können, bestehen überwiegend aus Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, marktgängigen Wertpapieren und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten hauptsächlich auf Euro und US-Dollar. Die Anlage in marktgängigen Wertpapieren erfolgt ausschließlich in Wertpapieren mit hoher Bonität. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere werden grundsätzlich bei zwei renommierten Finanzinstituten in Deutschland angelegt. Die Gesellschaft überwacht laufend ihre Anlagen bei den Finanzinstituten und deren Bonität und geht nicht von einem Bonitätsrisiko aus. Infolge einer bestehenden Kundenkonzentration unterliegen die Umsätze und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft einem Kreditrisiko. Am 30. September 2004 betrug der Anteil von drei einzelnen Kunden an den gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von MorphoSys rund 47 %, 29 % und 15 %. Daneben wurden während der ersten neun Monate des Jahres 2004 mit drei einzelnen Kunden 31 %, 20 % bzw. 17 % der Gesamtumsätze der Gesellschaft erzielt. Am 30. September 2003 hatten drei Kunden einen individuellen Anteil von 43 %, 26 % und 16 % am Umsatz der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2003 betrafen 88 % der insgesamt ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen einzelnen Kunden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beruhen auf der Beurteilung derEinbringlichkeit bestimmter Kundenforderungen und der Altersstruktur aller Forderungen durch das Management. Die Verschlechterung der Kreditwürdigkeit eines bedeutenden Kunden oder höhere Forderungsausfälle als in der Vergangenheit können die Erwartungen der Geschäftsführung bezüglich der Einbringlichkeit der Beträge beeinträchtigen, die der Gesellschaft zustehen. Nach Ansicht der Geschäftsführung waren zum 30. September 2004 und zum 31. Dezember 2003 Wertberichtigungen in Höhe von 5.955 EUR bzw. 0 EUR im neu geschaffenen Reagenz-Bereich erforderlich. Die Gesellschaft verlangt von ihren Kunden keine Sicherheiten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Am 30. September 2004 und 31. Dezember 2003 beinhalteten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht in Rechnung gestellte Beträge in Höhe von ca. 3.749.540 EUR bzw. 119.360 EUR.

Zeitwert von Finanzinstrumenten

Der Buchwert von Finanzinstrumenten wie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht aufgrund ihrer Liquidierbarkeit annähernd ihrem Zeitwert. Der Zeitwert von marktgängigen Wertpapieren ergibt sich aus den notierten Marktpreisen (siehe Anmerkung 2). Der Zeitwert von Lizenzverbindlichkeiten wird nach der Effektivzinsmethode bestimmt. Wandelschuldverschreibungen werden zu ihren zugeschriebenen Nennwerten erfasst; diese entsprechen annähernd dem Baraufwand, der bei Wandlung fällig ist.

Umgliederungen

Einzelne Beträge des letztjährigen Konzernabschlusses wurden umgegliedert und der diesjährigen Darstellung angepasst.

Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards

Bezüglich der Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards verweisen wir auf die Veröffentlichung unseres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2003.

Marktgängige Wertpapiere 2

Marktgängige Wertpapiere setzten sich zum 30. September 2004 und 31. Dezember 2003 wie folgt zusammen:

An Unreali- Unreali
schaffungs- sierter sierter
in Tsd. EUR Fälligkeit kosten Gewinn Verlust Marktwert
31. Dezember 2003
HVB Euro Bond 07.06.2011 3.268 456 0 3.724
HVB Schuldverschreibung 06.12.2009 2.562 161 0 2.723
DB Geldmarktfonds täglich 10.181 245 0 10.426
16.011 862 0 16.873
Gebundene liquide Mittel 364
16.509
30. September 2004
DB Geldmarktfonds täglich 22.365 501 0 22.866
22.365 501 0 22.866
Gebundene liquide Mittel 246
22.620

Die nicht realisierten Gewinne (netto) von 501.257 EUR für die ersten neun Monate 2004 und 861.929 EUR für das zum 31. Dezember 2003 abgelaufene Geschäftsjahr sind als separate Eigenkapitalposition ausgewiesen.

Die Gesellschaft hat in früheren Jahren einen Gesamtbetrag von 3,8 Mio. EUR in eine stille Beteiligung an der HypoVereinsbank Luxembourg und 2,8 Mio. EUR in Wertpapiere der HypoVereinsbank AG investiert. Gemäß SFAS Nr. 115 "Accounting for Certain Investments in Debt and Equity Securities" wurden beide Anlagen als zum Verkauf stehend eingestuft und in der Bilanz der Gesellschaft zum Zeitwert ausgewiesen. Die Bilanzierungsrichtlinien der Gesellschaft schreiben vor, dass marktgängige Wertpapiere als im Wert gemindert anzusehen sind, wenn ihr Zeitwert länger als sechs Monate unter ihren Anschaffungskosten liegt, es sei denn, besondere Faktoren und Umstände stehen dem entgegen. Beurteilt die Gesellschaft diese Anlagen am Ende einer anderen Rechnungsperiode als zusätzlich im Wert gemindert, kann eine weitere Wertminderung erfolgen. Da die HypoVereinsbank-Anlagen von MorphoSys im Laufe der Jahre 2002/2003 länger als sechs Monate unter ihren ursprünglichen Anschaffungskosten gehandelt wurden, ging die Gesellschaft von einer Wertminderung dieser Anlagen aus. Dementsprechend war im Juni 2003 eine Wertberichtigung in Höhe von 753.768 EUR für den Zeitraum von Januar bis Juni 2003 gebildet worden.

Im Januar und Februar 2004 verkaufte MorphoSys sowohl die stille Beteiligung an der HypoVereinsbank Luxembourg als auch die Wertpapiere der HypoVereinsbank AG und realisierte einen Gewinn in Höhe von 646.100 EUR.

Zu weiteren Einzelheiten über zweckgebundene liquide Mittel siehe Anmerkung 3.

Gebundenes Vermögen 3

Die Gesellschaft weist unter den sonstigen Vermögensgegenständen bestimmte Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere als gebundenes Vermögen aus, das nicht für betriebliche Zwecke zur Verfügung steht. Zum 30. September 2004 hatte die Gesellschaft Garantieverpflichtungen in Höhe von 245.500 EUR, verglichen mit 364.000 EUR zum Jahresende 2003. Die Reduzierung ist auf zurückerhaltene Avale im Zuge der Einstellung der Tätigkeiten der MorphoSys U.S.A., Inc. zurückzuführen.

Desweiteren hatte die Gesellschaft am 30. September 2004 bzw. am 31. Dezember 2003 Verpflichtungen in Höhe von 130.250 EUR bzw. 157.200 EUR für an Mitarbeiter, Vorstand und Aufsichtsrat ausgegebene Wandelschuldverschreibungen. Die Minderung entstand aufgrund von Wandlungen von Schuldverschreibungen mit einem Nominalwert von 19.850 EUR sowie durch den Verfall von Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalwert von 7.100 EUR während der ersten neun Monate 2004.

Derivative Finanzinstrumente 4

Im Mai 2003 hatte MorphoSys Währungsoptionsverträge geschlossen, um sich gegen Wechselkursrisiken bei auf US-Dollar lautenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzusichern. Zum 30. September 2003 bestanden offene Terminkontrakte im Nominalbetrag von 5,2 Mio. EUR bzw. 5,8 Mio. USD. Im Verlauf der ersten neun Monate 2004 wurden die übrigen Währungsoptionen für 508.000 EUR verkauft bzw. ausgeübt.

Im Februar 2004 hat die Gesellschaft Währungsoptionsverträge über nominal 3,8 Mio. EUR bzw. 5,0 Mio. USD abgeschlossen. Zum 30. September 2004 waren diese Optionsverträge noch nicht in Anspruch genommen und wurden unter den Sonstigen Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens ausgewiesen. In den ersten neun Monaten 2004 belief sich die Abschreibung auf die Optionsprämien auf 113.090 EUR.

Im Mai 2004 hat die Gesellschaft USD-Währungstermingeschäfte über nominal 3,8 Mio. USD mit Fälligkeit im Zeitraum Juli 2004 bis Juli 2005 abgeschlossen. Zum 30. September 2004 wurden diese Terminkontrakte mit 35.005 EUR unter den Sonstigen Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens ausgewiesen.

Die Marktwertänderungen wurden als Währungsverluste in Höhe von 31.761 EUR (30. September 2003: 60.610 EUR) im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst.

Das Unternehmen bilanziert eingebettete Finanzderivative nach SFAS Nr. 133 "Accounting for Derivative Financial Instruments and Hedging Activities". Im zweiten Quartal 2004 hat MorphoSys in einem ihrer Verträge anfänglich ein möglicherweise als eingebettetes Derivativ zu wertendes Instrument identifiziert und im Quartalsabschluss unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen entsprechenden Aufwand in Höhe von 0,3 Mio. EUR gebucht. Bei der weiteren Behandlung stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um ein eingebettetes Derivativ im Sinn des SFAS Nr. 133 handelt; alle Buchungen wurden daher im Abschluss für das dritte Quartal 2004 storniert.

Kumuliertes Sonstiges "Comprehensive Income" 5

Das kumulierte sonstige "Comprehensive Income" besteht aus nicht realisierten Gewinnen aus der Bewertung von marktgängigen Wertpapieren und aus der Währungsumrechnung im Rahmen der Konsolidierung. Zum 30. September 2004 bzw. 31. Dezember 2003 bestand das kumulierte sonstige "Comprehensive Income" aus folgenden Positionen:

in Tsd. EUR 30.09.2004 31.12.2003
Nicht realisierter Gewinn aus
zum Verkauf stehenden Wertpapieren 501 862
Währungsumrechnungsanpassung 52 51
Kumuliertes sonstiges "Comprehensive Income" 553 913

Immaterielle Vermögensgegenstände 6

Nachfolgend sind die beiden Gruppen der immateriellen Vermögensgegenstände per 30. September 2004 und 31. Dezember 2003 aufgeführt:

in Tsd. EUR 30.09.2004 31.12.2003
Abgeschriebene Patente
Patente 8.600 8.569
Kumulierte Abschreibung Patente (3.215) (2.571)
Nicht abgeschriebene Patente
Patente 119 106
Patente, netto 5.504 6.104
Abgeschriebene Lizenzrechte
Lizenzrechte 12.140 12.140
Kumulierte Abschreibung Lizenzen (2.165) (1.241)
Lizenzrechte, netto 9.975 10.899

Die Veränderung des Buchwerts von noch nicht abgeschriebenen Patenten für den am 30. September 2004 endenden Zeitraum setzte sich wie folgt zusammen:

in Tsd. EUREURO
Nicht abgeschriebene immaterielle Vermögensgegenstände
Stand per 31. Dezember 2003 106
Zugänge in den ersten neun Monaten 2004 13
Stand per 30. September 2004 119

Die Abschreibung auf abschreibungsfähige Patente beginnt zum Zeitpunkt der Patenterteilung. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betrugen für die ersten neun Monate 2004 1.568.699 EUR (30. September 2003: 1.077.342 EUR). Patente werden über zehn Jahre abgeschrieben, beginnend mit dem Tag der ersten Patenterteilung. Lizenzen werden über zehn Jahre ab dem Tag der Anschaffung abgeschrieben. Der Anstieg der Abschreibungen ist hauptsächlich auf den Erwerb der CAT Lizenz im Juli 2003 zurückzuführen.

Sachanlagen 7

Die Sachanlagen setzten sich zum 30. September 2004 bzw. 31. Dezember 2003 wie folgt zusammen:

in Tsd. EUR 30.09.2004 31.12.2003
Büro- und Laborausstattung 4.690 3.605
Betriebs und Geschäftsausstattung 1.340 1.267
Erworbene Software 1.286 1.186
Gesamt 7.316 6.058
Abzüglich kumulierter Abschreibung (4.835) (4.150)
Sachanlagen, netto 2.481 1.908

Eventualverbindlichkeiten 8

Im Juni 2001 wurde beim US-Bezirksgericht von Massachusetts in Boston, Massachusetts/ USA, von Applied Molecular Evolution, Inc. ("AME"), San Diego, Kalifornien/USA, eine Klage gegen die Gesellschaft eingereicht, in der ihr die Verletzung der Kauffman-Ballivet-Patentfamilie vorgeworfen wird. Diese Ende der 1990er Jahre erteilten Patente betreffen die stochastische Produktion von Proteinen. MorphoSys konnte im Januar 2003 den Erhalt einer positiven Empfehlung ("Report and Recommendation") in dem von AME angestrengten Patentstreit bestätigen, in der eine Magistratsrichterin ("Magistrate Judge") dem zuständigen Bezirksrichter des Bezirksgerichts in Boston empfahl, dem Antrag von MorphoSys auf eine abschließende Zwischenentscheidung ("summary judgment") wegen Nicht-Verletzung der Patente stattzugeben und den Antrag von AME auf "summary judgment" wegen Patentverletzung durch MorphoSys abzulehnen. Im September 2004 hat der Bezirksrichter in einem "Memorandum and Order" die Empfehlung der Magistratsrichterin zum jetzigen Zeitpunkt nicht angenommen und die Anträge auf ein Schnellverfahren ("Summary Judgment") abgelehnt. Er hat vielmehr eine Anhörung (Markman-Hearing) über die Auslegung der Patentansprüche anberaumt, nach der auf der Grundlage der vorliegenden Fakten entschieden werden wird, ob der Fall durch eine abschließende Zwischenentscheidung entschieden werden kann oder vor ein Geschworenengericht gehört. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft bisher keine Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten in ihren Büchern gebildet.

Der Vorstand der Gesellschaft ist sich keiner sonstigen Vorgänge bewusst, die zu wesentlichen Verpflichtungen der Gesellschaft führen oder eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

Eigenkapital 9

Grundkapital

Am 30. September 2004 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 16.233.945 EUR. Ein Anstieg von 1.470.399 EUR resultierte aus der Wandlung einer Schuldverschreibung, die am 19. Mai 2004 in Verbindung mit der früher im Jahr unterzeichneten strategischen Antikörper-Allianz an Novartis ausgegeben worden war. Die Schuldverschreibung wurde am 15. Juni 2004 in 490.133 MorphoSys Aktien gewandelt. Durch Wandlung von 19.850 an Mitarbeiter ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen erhöhte sich das Grundkapital in den ersten neun Monaten 2004 um weitere 59.550 EUR.

Im Geschäftsjahr 2003 war das Grundkapital um 2.854.878 EUR erhöht worden. Diese Zunahme war das Ergebnis der Ausgabe von 363.466 Aktien an XOMA im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, die am 6. Mai 2003 in das Handelsregister eingetragen wurde. Die Ausgabe von 588.160 Aktien an CAT im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage wurde am 26. August 2003 in das Handelsregister eingetragen.

Genehmigtes Kapital

Am 11. Mai 2004 genehmigte die Hauptversammlung der Gesellschaft die Erhöhung des Genehmigten Kapitals I um 823.424 Aktien auf maximal 1.960.533 neue Aktien (31. Dezember 2003: 1.137.109 Aktien). Ferner erhielt die Gesellschaft die Genehmigung für die Erhöhung des Genehmigten Kapitals II um 58.816 Aktien auf maximal 490.133 neue Aktien (31. Dezember 2003: 431.317 Aktien).

Bedingtes Kapital

In den ersten neun Monaten 2004 wurde das Bedingte Kapital IV infolge der Ausübung derselben Anzahl von Wandelschuldverschreibungen durch Mitarbeiter um 19.850 Aktien erhöht, wodurch das gezeichnete Kapital um 59.550 EUR stieg.

Am 11. Mai 2004 genehmigte die Hauptversammlung der Gesellschaft die Schaffung von zusätzlichen 58.816 Aktien für das Bedingte Kapital V bis zu einer Höhe von maximal 510.789 EUR (170.263 Aktien).

Am 19. Mai 2004 begab MorphoSys an Novartis eine Wandelschuldverschreibung, aufgeteilt in sieben Teilschuldverschreibungen und wandelbar in insgesamt 490.133 Aktien. Novartis hat am 15. Juni 2004 alle Teilschuldverschreibungen in 490.133 Stammaktien aus dem Bedingten Kapital III der Gesellschaft gewandelt.

Kapitalrücklage

Zum 30. September 2004 betrug die Kapitalrücklage 76.945.683 EUR (31. Dezember 2003: 68.623.807 EUR). Die Erhöhung um 8.321.876 EUR ist im Wesentlichen zurückzuführen auf Rückstellungen für Personalaufwand im Zusammenhang mit der Ausgabe von Aktienoptionen in Höhe von 764.863 EUR sowie 7.384.516 EUR infolge der Aktienausgabe an Novartis, in denen direkte Kosten von 124.083 EUR enthalten waren. Die Wandlung von an Mitarbeiter ausgegebenen Schuldverschreibungen erhöhte die Kapitalrücklage um 172.497 EUR.

Eigene Anteile

Zum 30. September 2004 betrug der Wert der eigenen Anteile 21.934 EUR (59.762 Aktien) und bedeutet keine Veränderung im Vergleich zum 31. Dezember 2003.

Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen 10

Mit Wirkung vom 6. Juni 2002 hatte die Gesellschaft den Aktienoptionsplan ("2002er Plan") durch die Genehmigung von Optionen für Mitarbeiter in Höhe von bis zu 74.556 Aktien aus dem Bedingten Kapital erweitert, die am Ausübungstag der Optionsrechte zur Verfügung stehen müssen. Am 15. Januar 2004 wurden 35.000 Aktienoptionen nach dem 2002er Plan an Mitarbeiter ausgegeben. Diese Optionen sind nicht übertragbar und verfügen über eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Zusätzlich besteht eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zeitpunkt der Zuteilung. Danach kann der Inhaber die Option bis zur Höhe der übertragenen Optionsrechte unter der Bedingung ausüben, dass der Wert der zugrunde liegenden Aktie an mindestens einem Tag während der Laufzeit der Option 120 % des Ausübungspreises erreicht. Mit Zustimmung der Hauptversammlungen vom Juli 2002 und Mai 2003 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2006 bis zu 450.269 unverzinsliche Wandelschuldverschreibungen mit einem Nennwert von je 1,00 EUR an Mitarbeiter sowie an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften auszugeben (2002er Plan). Die Bezugsrechte der Aktionäre wurden ausgeschlossen.

Am 1. April 2003 hat die Gesellschaft durch Vorstandsbeschluss im Rahmen des 2002er Plans 70.700 Wandelschuldverschreibungen an Mitglieder des Vorstands und an Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben. Die Begünstigten können die Umtauschrechte erst nach Ablauf einer Wartefrist von einem Jahr ab dem Tag ihrer Gewährung ausüben. Jede Wandelschuldverschreibung mit einem Nennwert von 1,00 EUR kann gegen Zahlung des Umtauschpreises gegen eine nennwertlose Stammaktie der Gesellschaft getauscht werden. Die Wandelschuldverschreibungen können nur bis zum 31. Dezember 2005 ausgeübt werden unter der Bedingung, dass der Börsenkurs an mindestens einem Tag der Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen 110 % des Umtauschpreises erreicht hat. Im Zeitraum Juli bis September 2004 wurden 19.850 der am 1. April 2003 gewährten Umtauschrechte in Anspruch genommen und in Stammaktien gewandelt.

Am 31. Oktober 1999 waren im Rahmen des 1999er Optionsplans 98.100 Optionen an Mitarbeiter sowie an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ausgegeben worden. Die ursprünglich vorgesehene Laufzeit der Optionen hatte fünf Jahre betragen. Am 14. Oktober 2004 haben der Vorstand und der Aufsichtsrat beschlossen, die Ausübungsfrist von 55.900 an Mitarbeiter und Vorstand ausgegebenen Optionen bis zum 31. Oktober 2009 zu verlängern. In den ersten neun Monaten des Jahres 2004 wurden keine Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Transaktionen von Organmitgliedern 11

Die nachstehende Tabelle zeigt die Aktien, Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen, die der Vorstand und der Aufsichtsrat halten, sowie diesbezügliche Änderungen der Eigentumsverhältnisse während der ersten neun Monate des Jahres 2004:

Aktien

01.01.2004 Zugänge Verfallen Verkäufe 30.09.2004
Vorstand
Dr. Simon E. Moroney(durch ein beherrschtes
Unternehmen) 113.461 113.461
Dave Lemus
Dr. Thomas von Rüden***
Summe 113.461 113.461
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller 2.500 2.500
Prof. Dr. Jürgen Drews
Dr. Daniel Camus
Dr. Metin Colpan**
Prof. Dr. Andreas Plückthun 59.300 59.300
Dr. Jörg Reinhardt*
Dr. Geoffrey N. Vernon
Summe 59.300 2.500 61.800

Aktienoptionen

01.01.2004 Zugänge Verfallen Verkäufe 30.09.2004
Vorstand
Dr. Simon E. Moroney 47.000 47.000
Dave Lemus 21.000 21.000
Dr. Thomas von Rüden*** 64.700 10.500 54.200
Summe 132.700 10.500 122.200
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller 6.100 6.100
Prof. Dr. Jürgen Drews 5.930 5.930
Dr. Daniel Camus
Dr. Metin Colpan**
Prof. Dr. Andreas Plückthun 3.500 3.500
Dr. Jörg Reinhardt* 3.500 1.750 1.750
Dr. Geoffrey N. Vernon 3.500 3.500
Summe 22.530 1.750 20.780

* bis 11.05.2004

** ab 11.05.2004

*** bis 03.09.2004

01.01.2004 Zugänge Verfallen Verkäufe 30.09.2004
Vorstand
Dr. Simon E. Moroney 24.000 24.000
Dave Lemus 34.000 34.000
Dr. Thomas von Rüden*** 20.000 20.000
Summe 78.000 20.000 58.000
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller 2.500 2.500
Prof. Dr. Jürgen Drews
Dr. Daniel Camus 1.500 1.500
Dr. Metin Colpan**
Prof. Dr. Andreas Plückthun 1.500 1.500
Dr. Jörg Reinhardt* 1.500 1.500
Dr. Geoffrey N. Vernon 1.500 1.500
Summe 8.500 1.500 7.000

Wandelschuldverschreibungen

* bis 11.05.2004

** ab 11.05.2004

*** bis 03.09.2004

Ergebnis je Aktie 12

Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) wird gemäß SFAS Nr. 128 "Earnings per Share" ermittelt. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung vom unverwässerten zum verwässerten Ergebnis je Aktie (in Tsd. EUR, bis auf Angaben je Aktie):

Drei Monate Drei Monate Neun Monate Neun Monate
zum zum zum zum
30. Sept. 2004 30.Sept.2003 30. Sept. 2004 30.Sept.2003
EURO EURO EURO EURO
Zähler
Überschuss / (Fehlbetrag) 2.064 (1.765) 1.286 (6.650)
Nenner
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktienzur Berechnung des unverwässerten Gewinns/Verlustes 5.183.686 4.547.490 5.349.795 4.162.728
Verwässernde Aktien aus Aktienoptionen 12.267 7.417
Verwässernde Aktien aus Wandelschuldverschreibungen 34.700 30.304
Summe Nenner 5.230.653 4.547.490 5.387.516 4.162.728
Gewinn / (Verlust) pro Aktie (in EUR)
Unverwässert 0,40 (0,39) 0,24 (1,60)
Verwässert 0,39 (0,39) 0,24 (1,60)

13 Ereignisse nach dem Stichtag

Am 3. September 2004 ist Herr Dr. Thomas von Rüden mit sofortiger Wirkung als Mitglied des Vorstands abberufen worden; sein Anstellungsvertrag wurde am selben Tage aus wichtigem Grund beendet. Seitdem hat Herr Dr. Thomas von Rüden klargestellt, dass er die Beendigung seines Anstellungsvertrags nicht akzeptiere, und zunächst im Rahmen eines sog. Urkundsprozess beim Landgericht München Teile seiner entgangenen Vergütung eingeklagt. Ein erster Gerichtstermin ist für den 04.11.2004 anberaumt. Die anwaltlichen Berater des Unternehmens sehen gut vertretbare Argumente zu Gunsten des Unternehmens. Da allerdings der Ausgang der gerichtlichen Verfahren nicht zu prognostizieren und der voraussichtliche Schaden weder wahrscheinlich noch zu schätzen ist, sind keine Rückstellungen gebildet worden.

Impressum

Kontakt

Unternehmenskommunikation

Dave Lemus Finanzvorstand Tel.: +49 89 899 27-439 Fax: +49 89 899 27-5439

Dr. Claudia Gutjahr-Löser Director Corporate Communications Tel.: +49 89 899 27-122 Fax: +49 89 899 27-5122

Mario Brkulj PR Specialist Tel.: +49 89 899-454 Fax: +49 89 899 27-5454

MorphoSys AG Lena-Christ-Str. 48 82152 Martinsried/Planegg Deutschland

E-mail: [email protected] Internet: www.morphosys.com