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MorphoSys AG Annual Report 2008

Feb 26, 2009

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Annual Report

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Konzernabschluss (IFRS)

Inhaltsverzeichnis

KONZERNLAGEBERICHT

  • organisationsstruktur und geschäftsaktivitäten
  • wertorientiert es management
  • gesamt wirtschaf tliche ent wicklung
  • geschäftsentwicklung
  • forschung und entwicklung
  • analyse der v ermögens , finanz- und ertr agsl age
  • personal
  • vergütungsbericht
  • angaben gemäß wertpapiererwerb s und übernahmegesetz
  • risiken und chancen
  • nachtragsbericht
  • ausblick und prognose

KONZERNABSCHLUSS

  • konzernabschluss inhaltsverzeichnis
  • konzern-gewinn- und verlustrechnung (ifrs)
  • konzernbil anz (ifrs)
  • konzern eigenk apitalent wicklung (ifrs)
  • konzern k apitalflussrechnung (ifrs)
  • anhang zum konzernabschluss
  • erklärung des vorstands
  • bestätigungsvermerk

Konzernlagebericht

Im Geschäftsjahr 2008 konnte MorphoSys zahlreiche Fortschritte bei der Ausweitung und Weiterentwicklung seiner fi rmeneigenen Pipeline erzielen. Die Gesellschaft steigerte ihre Investitionen in die Entwicklung von firmeneigenen Medikamenten und Technologien gegenüber dem Vorjahr um 26 % auf 7,7 Mio. €. Die Kooperationen mit Partnern aus der Pharma- und Biotechnologiebranche, einschließlich der größten Kooperation mit Novartis, entwickelten sich weiter positiv. Das Segment AbD erwirtschaftete erstmals ein positives Segmentergebnis, wenn auch bei unter den Erwartungen liegenden Umsätzen. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16 % auf 71,6 Mio. €; das operative Ergebnis verzeichnete einen Anstieg um 134 % auf 16,4 Mio. €.

geschäftsaktivitäten des morphosys-konzerns

organisationsstruktur und geschäftsaktivitäten

ORGANISATIONSSTRUKTUR UND WELTWEITE PRÄSENZ

Seit 2004 betreibt MorphoSys sein Geschäft in zwei operativen Segmenten. Das Segment Therapeutische Antikörper entwickelt Medikamentenkandidaten sowohl für Partnerunternehmen als auch in zunehmendem Maße für die fi rmeneigene Produktpipeline von MorphoSys. MorphoSys' zweites

operatives Segment Forschungsantikörper liefert unter dem Markennamen AbD Serotec qualitativ hochwertige Antikörper für den Forschungs- und Diagnostiksektor.

MorphoSys ist an mehreren Standorten in Europa und den USA tätig. Die wichtigsten Einrichtungen des Unternehmens sind der Konzernsitz von MorphoSys in Martinsried bei München, ein Vertriebsbüro in Düsseldorf, der zweitgrößte Firmensitz in Oxford, England, und ein Vertriebsbüro nahe

rechtliche struktur des morphosys-konzerns

Raleigh, North Carolina, USA. Sämtliche Aktivitäten des Segments Therapeutische Antikörper von MorphoSys sind am Hauptgeschäftssitz in Martinsried angesiedelt. Die dortigen Forschungsaktivitäten beinhalten die Entwicklung und die funktionale Charakterisierung von Produktkandidaten sowohl für die Pharma- und Biotechnologiebranche als auch für die fi rmeneigene Entwicklungspipeline. Sämtliche konzernübergreifenden Funktionen – Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung – sind in Martinsried zusammengefasst. Auch das Segment Forschungsantikörper AbD ist in Martinsried präsent, sowohl mit Verwaltungsfunktionen als auch mit dem so genannten maßgeschneiderten monoklonalen Antikörper-Geschäft, das neue Forschungsantikörper auf der Grundlage der HuCAL-Technologie herstellt. Der größte Teil der Geschäftsaktivitäten und der Belegschaft von AbD Serotec hat seinen Sitz in Oxford, England. Die Forschung an diesem Standort konzentriert sich auf die Entwicklung und Charakterisierung

von Antikörpern für Forschungs zwecke. Außerdem haben Vertrieb und Marketing für alle Regionen außerhalb der USA hier ihren Sitz. Der europäische Vertrieb von Forschungsantikörpern wird übergreifend vom AbD-Büro in Düsseldorf aus gesteuert.

AbD Serotec ist in den USA, dem wichtigsten Markt für Forschungsantikörper, mit einem Team in Raleigh, North Carolina, vertreten. Die gegenwärtige Hauptaufgabe dieses Standorts ist nach wie vor die Unterstützung des Segments bei Marketing und Vertrieb; zurzeit werden an diesem Standort keine Forschungsaktivitäten unternommen.

KONZERNFÜHRUNG UND KONTROLLE

Die MorphoSys AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft und wird von einem Vorstand geleitet, der im überwiegenden Teil des Geschäftsjahres 2008 aus drei Mitgliedern bestand. Im Dezember 2008 wurde mit Herrn Dr. Arndt Schottelius als Entwicklungsvorstand ein viertes Mitglied des Vorstands ernannt. Im Rahmen der dualen Führungsstruktur werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt, der den Vorstand regelmäßig berät und dessen Geschäftsführung überwacht. Weitere Details bezüglich Konzernführung und Kontrolle sowie zu Grundsätzen der Unternehmensführung können dem Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts entnommen werden.

Mit der Bestellung eines Entwicklungsvorstands hat Morpho-Sys den zunehmenden Aktivitäten des Konzerns im Bereich der Entwicklung therapeutischer Antikörper, einschließlich der präklinischen und klinischen Medikamentenentwicklung, Rechnung getragen.

Die Geschäftsleitung wird durch die Senior Management Group komplettiert, einem 13-köpfi gen Führungskreis, der alle Abteilungen repräsentiert. Das Segment Forschungsantikörper wird von einem Managing Director geleitet, der direkt dem Vorstandsvorsitzenden untersteht. Zum Jahreswechsel hat MorphoSys Herrn Dieter Feger zum neuen Leiter von AbD Serotec ernannt. Herr Feger kam von Abbott Diagnostics, USA, einem weltweit führenden Unternehmen in der in-vitro-Diagnostik, zu MorphoSys.

PRODUKTE UND MÄRKTE

Therapeutische Antikörper zählen zu den erfolgreichsten Medikamenten, die die Biotechnologie bislang hervorgebracht hat. Auf Antikörpern basierende Medikamente haben die Therapiemöglichkeiten bei schweren und lebensbedrohlichen Krankheiten erheblich verbessert. Antikörper zählen darüber hinaus zu den wichtigsten Werkzeugen der wissenschaftlichen Forschung und bilden das Herzstück moderner diagnostischer Verfahren. MorphoSys hat seine fi rmeneigenen Technologien und seine Expertise im Bereich der Antikörperentwicklung genutzt, um eine Führungsrolle in seinen Kernmärkten aufzubauen – der Entdeckung neuer therapeutischer Antikörper und antikörperbasierter Forschungsprodukte.

THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER: MÄRKTE NACH TECHNOLOGIEN Unternehmen der Pharma- und Biotechnologiebranche der Industrieländer stellen den wichtigsten Markt für MorphoSys als Anbieter von neuartigen Technologien zur Medikamentenentwicklung und von therapeutischen Antikörpern als Medikamentenkandidaten dar.

Der Markt für therapeutische Antikörper ist hart umkämpft. Anhand der angewandten Technologien können die wesentlichen Wettbewerber von MorphoSys allgemein in zwei Kategorien unterteilt werden – einerseits in sonstige Antikörperund Antikörperfragmenttechnologien, wie sie von den Firmen Medarex und Dyax (beide USA) sowie Ablynx (Belgien) angeboten werden, und andererseits in alternative Therapien auf der Basis von antikörperähnlichen Fragmenten beispielsweise von Molecular Partners (Schweiz), Affi body (Schweden) und Archemix (USA).

Heute setzt ein Großteil der 20 größten Pharmakonzerne Technologien von MorphoSys zur Erforschung und Entwicklung neuer Antikörpermedikamente ein. Daneben ist es MorphoSys gelungen, den Schweizer Pharmakonzern Novartis langfris tig an sich zu binden. Allein durch diese im Dezember 2007 geschlossene Allianz erhält MorphoSys Umsatzerlöse von mehr als 40 Mio. € pro Jahr in Form von fi nanzierten Forschungsleistungen und Lizenzzahlungen. Indem sich das Unternehmen als bevorzugter Partner für Antikörpermedikamente entwickelnde Pharmaunternehmen etabliert hat, konnte MorphoSys eines der zentralen Unternehmens ziele erreichen, die es sich vor einigen Jahren selbst gesetzt hatte.

umsätze aus forschungsfinanzierung und lizenzgebühren

THER APEUTISCHE ANTIKÖRPER: MÄRKTE NACH KRANKHEITSBEREICHEN

Aufgrund der langfristigen Allianz mit Novartis und der Entscheidung, die fi rmeneigene Medikamentenentwicklung zu intensivieren, wird sich das Wettbewerbsumfeld, in dem sich MorphoSys bewegt, in den kommenden Jahren verändern und zunehmend Unternehmen umfassen, die konkurrierende Medikamente und Medikamentenentwicklungsprogramme für Krankheiten anbieten, die auch MorphoSys bearbeitet. In Bezug auf Krankheitsbereiche wird sich die fi rmeneigene Produktentwicklung von MorphoSys weiterhin auf entzündliche und Autoimmunerkrankungen sowie Krebs konzen trieren.

ENTZÜNDLICHE ERKRANKUNGEN

MorphoSys' Leitwirkstoff MOR103 eignet sich zur Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen, unter denen rheumatoide Arthritis den größten Einzelmarkt darstellt. Die Umsätze mit Antirheumatika beliefen sich in 2007 auf mehr als 10 Mrd. US\$ und überstiegen damit die Medikamentenumsätze für jede andere Autoimmunerkrankung. Wie jeder große Markt im Pharmasektor ist der Bereich Rheumatoide Arthritis (RA) von intensivem Wettbewerb geprägt. Unter den biotechnologisch entwickelten Medikamenten stellen die Anti-TNF-Medikamente Enbrel®, Remicade® und Humira® mit 95 % der Umsätze die größte Einzelgruppe unter den bestehenden Therapien dar.

Die kommerziellen Chancen für das Programm MOR103 erwachsen aus drei Gründen: Erstens wird zurzeit weniger als ein Viertel der Patienten angemessen behandelt. Zweitens verliert die Behandlung bei einem Großteil der Patienten, die anfänglich noch auf Anti-TNF-Wirkstoff e ansprechen, nach ein bis zwei Jahren ihre Wirksamkeit. Und drittens gibt das Sicherheitsprofi l der Anti-TNF-Therapien weiterhin Anlass zur Besorgnis. Dies bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der weltweit fünf bis sechs Millionen RA-Patienten bessere alternative Therapien benötigt.

ONKOLOGIE

Der zweite Bereich, in dem MorphoSys derzeit tätig ist, ist die Krebstherapie (Onkologie). Sie stellt einen sehr breiten, vielfältigen und fragmentierten Krankheitsbereich dar mit einem äußerst wettbewerbsintensiven Markt für Krebsmedikamente. Therapeutische Antikörper sind in diesem Markt eine gut etablierte Medikamentenklasse für die Behandlung verschiedener Arten von Krebs. MorphoSys ent wickelt derzeit MOR202 gegen das multiple Myelom und hat Zielmoleküle für zwei weitere fi rmeneigene Programme im Bereich Krebs ausgewählt.

GEGENWÄRTIGER STAND DER MEDIKAMENTENPIPELINE Die Partnerpipeline mit therapeutischen Antikörpern ist zum Jahresende 2008 weiter angewachsen auf insgesamt 55 Programme. Aus diesen Programmen erreichte ein Medikamentenkandidat im Verlauf des Jahres 2008 die klinische Erprobung der Phase 2. Insgesamt befanden sich vier der mit Part nern entwickelten therapeutischen Antikörperprojekte am Jahresende in der klinischen Erprobung. Die Anzahl der Programme in der präklinischen Entwicklung stieg von 23 auf 29; die Anzahl der Forschungsprogramme belief sich am Jahresende 2008 auf 22 (Jahresende 2007: 23).

Daneben entwickelt MorphoSys weiterhin eigene therapeutische Antikörperkandidaten für die Bereiche entzündliche Erkrankungen und Krebs. Die fi rmeneigene Antikörperpipeline des Unternehmens besteht gegenwärtig aus den beiden in Eigenregie betriebenen Programmen MOR103 und MOR202. Im Jahr 2008 wurden bereits zwei Krebs-Zielmoleküle für zusätzliche fi rmeneigene Programmstarts ausgewählt.

Zur Abrundung des Portfolios an fi rmeneigenen Programmen hat sich MorphoSys im Rahmen seiner Kooperation mit Novartis mehrere Entwicklungsoptionen gesichert. Im Jahr 2008 hat MorphoSys eine erste Wahlmöglichkeit zur Teilnahme an der Entwicklung eines therapeutischen Antikörperprogramms genutzt. Die Vereinbarung räumt MorphoSys die Option ein, sich an einem formalen gemeinsamen Entwicklungsprogramm bei einer Kosten- und Gewinn beteiligung von bis zu 50 % zu beteiligen.

Bei MOR103 handelt es sich um einen vollständig menschlichen HuCAL-basierten Antikörper gegen GM-CSF, ein therapeutisches Zielmolekül für die Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen. Im Jahr 2008 hat MorphoSys für MOR103 die klinische Erprobung der Phase 1 für die Behandlung rheumatoider Arthritis begonnen. Die klinische Phase-1-Studie mit gesunden Freiwilligen ist abgeschlossen und wird derzeit ausgewertet.

Bei MOR202 handelt es sich um einen vollständig menschlichen HuCAL-Antikörper gegen CD38, ein therapeutisches Zielmolekül für die Behandlung des multiplen Myeloms und

bestimmter Formen von Leukämie. Im Laufe des Jahres 2008 hat das Unternehmen dieses Programm in die formale präklinische Entwicklung überführt.

Im Rahmen der im November 2008 mit Galapagos geschlossenen Zusammenarbeit wurden zunächst drei krankheitsrelevante Zielmoleküle zur weiteren Validierung ausgewählt. Diese werden durch krankheitsspezifi sche in-vitro- und in-vivo-Tests mithilfe von Antikörpern, die MorphoSys zur Verfügung stellt, weiter validiert. Verlaufen diese Studien erfolgreich, werden MorphoSys und Galapagos Antikörper-Programme zur präklinischen und klinischen Entwicklung auswählen. Gemäß den Vertragsvereinbarungen teilen sich Galapagos und MorphoSys die Forschungs- und Entwicklungskosten ebenso wie alle künftig erzielten Umsätze zu gleichen Anteilen.

SEGMENT ABD SEROTEC

MorphoSys' Segment Forschungsantikörper AbD Serotec bietet neben mehr als 13.000 Antikörpern und immunologischen Reagenzien sowie maßgeschneiderten monoklonalen HuCAL-Antikörpern auch eine Antikörperherstellung und Konjugationsleistungen in großem und kleinem Maßstab an. Das Segment vertreibt seine Produkte und Leistungen in mehr als 50 verschiedenen Ländern; die wesentlichen Märkte sind (in alphabetischer Reihenfolge) die Benelux-Staaten, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, die Schweiz, Skandinavien und die USA.

Seit dem Start des Segments Forschungsantikörper AbD im Jahr 2004 wurden rasche Fortschritte dabei erzielt, die Geschäftseinheit AbD Serotec im Markt für Forschungsantikörper als führenden Anbieter zu etablieren. In einer Anfang 2007 von der Firma BioCompare durchgeführten Branchenerhebung belegte AbD Serotec bei der Kundenwahrnehmung weltweit Platz 11.

In struktureller Hinsicht ist der Markt für Forschungsantikörper sehr fragmentiert und besteht aus einer Vielzahl kleinerer Anbieter. Wesentliche Wettbewerber sind breit aufgestellte Lieferanten von Forschungswerkzeugen einschließlich Antikörpern wie Invitrogen und Millipore sowie Firmen wie die in Großbritannien ansässige Abcam, die sich auf die Vermarktung von Forschungsantikörpern spezialisiert hat.

PATENTE UND LIZENZEN

Im Jahr 2008 hat die Gesellschaft die Patentposition ihres wichtigsten Entwicklungsprogramms MOR103 deutlich gestärkt und den Patentschutz für ihr wachsendes Technologieportfolio und ihre fi rmeneigenen Programme durch zahlreiche Patentanmeldungen schrittweise erweitert. MorphoSys hat zahlreiche Patentanmeldungen für neue fi rmeneigene Plattformtechnologien eingereicht, da runter die neueste Version seiner Kerntechnologie, die Antikörperbibliothek HuCAL PLATINUM. Gegenwärtig verfügt die Gesellschaft neben den rund 30 Antikörper-Patent familien aus Kooperationen, die die Gesellschaft zusammen mit ihren Partnern betreut, weltweit über rund 30 weitere fi rmeneigene Patentfamilien.

Weitere Informationen zu Patenten und Lizenzen fi nden Sie im Anhang zum Konzernabschluss Ziff er 9.

REGULATORISCHES UMFELD

MorphoSys betätigt sich im Gesundheitssektor, der in besonders hohem Maße reguliert ist. Insbesondere Produkte für Therapie und Diagnostik dürfen nicht ohne die Zulassung einer Behörde wie der EMEA (European Medicines Agency – Europäische Zulassungsbehörde) oder der FDA (Food and Drug Administration – US-amerikanische Zulassungsbehörde) vertrieben werden. Für therapeutische Antikörper sind vor ihrer Marktzulassung umfassende präklinische und klinische Untersuchungen vorgeschrieben.

In allen gemeinsam mit Partnern durchgeführten Entwicklungsprogrammen sind die Partnerfi rmen von MorphoSys für die regulativen Belange zuständig. Im Gegensatz hierzu ist MorphoSys bei seinen fi rmeneigenen Entwicklungsprogrammen für die Erfüllung der behördlichen Anforderungen selbst verantwortlich.

Im Jahr 2008 hat die FDA in den USA mehr neue Medikamente zugelassen als in jedem der vorangegangenen drei Jahre. Die Behörde erteilte im vergangenen Jahr 24 neuartigen Medikamenten die Zulassung gegenüber 18 im Jahr 2007, 22 in 2006 und 20 in 2005 – neben der Genehmigung neuer Darreichungsformen oder von zusätzlichen Anwendungen bereits am Markt verfügbarer Behandlungsmethoden.

medikamentenzulassungen durch die fda

Um die Zeitspanne für die Prüfung eingereichter Unterlagen weiter zu verkürzen, hat die FDA im abgelaufenen Jahr das Personal seiner für die Medikamentenzulassung zuständigen Abteilung um mehr als 800 Mitarbeiter aufgestockt. Die FDA teilte mit, dass sich die durchschnittliche Dauer für die behördliche Zulassung eines Medikaments im Zeitraum 2005 bis 2007 auf 1,1 Jahre vermindert hat.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Da MorphoSys gegenwärtig seine Aktivitäten im Bereich der fi rmeneigenen Medikamentenentwicklung verstärkt, wurde 2007 ein Qualitätssicherungssystem eingeführt und in 2008 weiter ausgebaut. Daneben hat die bayerische Staatsregierung der Gesellschaft eine Herstellungslizenz erteilt, die es MorphoSys erlaubt, als Auftraggeber von klinischen Studien klinisches Versuchsmaterial freizugeben.

Im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems werden alle Arbeitsabläufe im Zusammenhang mit den internen und externen Prozessen zur Medikamentenentwicklung kontinuierlich überprüft und verbessert. Ständige Verbesserungsprozesse sind Bestandteil aller Arbeitsabläufe im Unternehmen.

Alle pharmazeutischen Produkte, einschließlich des Materials für die klinischen Studien, müssen so produziert werden, dass durch deren Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit das Wohl der Patienten gewährleistet werden kann. Darüber hinaus müssen bei klinischen Studien an Patienten ethische und wissenschaftliche Qualitätsstandards eingehalten werden, die das Design, die Durchführung, die Dokumentensicherung und das Berichtswesen betreff en. Deshalb sind alle involvierten Mitarbeiter verpfl ichtet, bei sämtlichen Prozessen strenge regulatorische Richtlinien sowie nationale und internationale Standards einzuhalten, wie beispielsweise Standards für gute Laborpraxis (GLP), gute Herstellungsverfahren (GMP) und gute klinische Praxis (GCP) sowie das internationale Qualitätssicherungssystem ISO. MorphoSys erfüllt alle behördlichen Voraussetzungen, um als Auftraggeber seiner fi rmeneigenen klinischen Studien fungieren zu können.

Der Fertigungsstandort von AbD Serotec – MorphoSys UK Ltd. in Oxford, Großbritannien, – ist nach dem Qualitätsstandard ISO 9001:2000 und seit Mai 2008 nach ISO 13485: 2003 für "das Konzipieren, Entwickeln, Herstellen und Vertreiben qualitativ hochwertiger immunologischer Wirkstoff e einschließlich maßgeschneiderter Produkte für die Forschungs- und Diagnostikmärkte" zertifi ziert. Das Qualitätssystem verfügt über ein dokumentiertes und kontrolliertes Managementsystem für die Herstellung standardisierter Qualitätsprodukte und Dienstleistungen und hat zum Ziel, die Kundenzufriedenheit zu maximieren. Kunden können daher darauf vertrauen, dass sie von AbD Serotec qualitativ hochwertige Produkte und damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen erhalten, die stets die Anforderungen von Kunden- und Behördenseite erfüllen.

BESCHAFFUNG

MorphoSys bezieht seine Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff e für Forschungsaktivitäten und die Herstellung von Antikörpermaterial extern von international tätigen Lieferanten. Die meisten der eingekauften Materialien sind Standard-Labormaterialien, die von einer Vielzahl an Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Um Versorgungsengpässe und eine mögliche Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden, hält MorphoSys Bestände vor. Die Hauptaufgabe des Beschaff ungswesens ist der Einkauf sicherer und hochwerti ger Materialien zu günstigen Konditionen. Zu diesem Zweck analysiert MorphoSys laufend die internationalen Beschaffungsmärkte und fasst die Bedarfsmengen im Konzern weltweit so weit wie möglich zusammen. Die Preise von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff en können stark variieren. MorphoSys ist daher bestrebt, den Bezug strategischen Materials durch mittel- und langfristige Verträge zu sichern, und hatte bisher keine Probleme bei der Beschaff ung ausreichender Mengen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff en zu vernünftigen Preisen.

Die Gesamtkosten für Roh-, Hilfs und Betriebsstoff e sind derzeit im Vergleich zu den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten als unerheblich anzusehen und werden daher an dieser Stelle nicht weiter aufgeschlüsselt.

UMWELTSCHUTZ

MorphoSys fühlt sich dem Umweltschutz und der Einhaltung hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandards verpfl ichtet. Alle maßgeblichen Faktoren für den Umweltschutz werden regelmäßig überwacht und bewertet. Das gesamte Abfallbeseitigungssystem der Gesellschaft wird ständig überprüft und auf Verbesserungsmöglichkeiten hin untersucht.

MorphoSys unterliegt keinen speziellen Vorschriften außer den branchenüblichen Regeln. Dies schließt verschiedene Gesetze und Vorschriften der jeweiligen Geltungsbereiche ein, in denen die Gesellschaft unternehmerisch tätig ist, einschließlich der Gesetze und Vorschriften für Umweltschutz, wie beispielsweise zum Umgang mit und der Entsorgung von Sondermüll. Generell setzt die Gesellschaft in ihrer Forschung und Entwicklung nur kleine Mengen von Gefahrstoff en und Chemikalien ein.

Die Biotechnologieindustrie, die Branche, in der MorphoSys tätig ist, gehört nicht zu den CO2 -intensiven Branchen. MorphoSys nutzt alle Möglichkeiten, seine Emission von Treibhausgasen im Interesse des Umweltschutzes weiter zu reduzieren. MorphoSys' Geschäftseinheit AbD Serotec nimmt an einem CO2 -Kompensationsprogramm im Bereich Produktvertrieb teil, in dessen Rahmen die für AbD Serotec tätigen Kurierdienste die CO2 -Bilanz jeder Produktauslieferung für AbD Serotec ermitteln und bei der Organisation ClimateCare im Namen von AbD Serotec entsprechende CO2 -Klimazertifi kate erwerben. ClimateCare verwendet die CO2 -Klimazertifi kate für eine Reihe von Projekten wie Wiederauff orstung, erneuerbare Energien und Energieeffi zienz.

ARBEITSSICHERHEIT

Ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für MorphoSys von großer Bedeutung. Alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung müssen sich einer medi zinischen Einstellungsuntersuchung unterziehen. Daneben bietet das Unternehmen sämtlichen Beschäftigten im Bereich F&E an, sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen. Alle drei Jahre werden die Beschäftigten des Bereichs F&E medizinisch untersucht. Den Beschäftigten im Bereich Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung wird ein regelmäßiger Sehtest angeboten. Um die Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten weiter zu verbessern, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 die Schaff ung einer neuen Position "Manager Health & Safety" beschlossen.

wertorientiertes management

Der Konzern wird im Rahmen eines leistungsorientierten Managementsystems geführt und gesteuert. Ziel der Gesellschaft ist es, den Unternehmenswert durch den Einsatz der fi rmeneigenen Technologien in der Forschung und Entwicklung innovativer Medikamentenkandidaten systematisch und stetig zu steigern. Durch die Kombination von Programmen, die in Eigenregie und im Rahmen von Partner schaften verfolgt werden, strebt MorphoSys eine größtmögliche fi nanzielle Beteiligung an den signifi kanten Erträgen dieser zukünftigen Medikamente an. Trotz der dadurch notwendigen höheren Investitionen ist das Unternehmen entschlossen, profi tabel zu bleiben, um unabhängig von den Kapitalmärkten seinen Wachstumskurs fortsetzen zu können.

STRATEGIE

Die Strategie von MorphoSys zielt darauf, aus seinen fi rmeneigenen Technologien den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Im Rahmen seiner therapeutischen Partnerschaften erhält MorphoSys Lizenzzahlungen für Technologie, F&E-Finanzierungen, erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen, die von der erfolgreichen Vermarktung nach der Produktzulassung abhängen.

Das wichtigste Unternehmensziel im Bereich der therapeutischen Antikörper bleibt nach wie vor, eine starke Entwicklungspipeline aufzubauen. Im Jahr 2007 entschloss sich das Unternehmen, seine eigenen Aktivitäten in der Medikamentenentwicklung zu forcieren und keine neuen Forschungspartnerschaften auf Honorarbasis mehr abzuschließen. Gleichzeitig reifte die Entscheidung, eine umfang reiche Allianz abzuschließen, die zweierlei Ziele erreichen sollte. Zum einen alle Vorteile langfristig zu sichern, die das etablierte Partnergeschäft der Firma bieten konnte. Zum anderen ausreichend

fi nanzielle Mittel für die fi rmeneigenen Entwicklungen zur Verfügung zu stellen. Diese Überlegungen führten zum Abschluss der langfristigen Kooperation mit Novartis im Dezember 2007, die das Wachstum der mit Partnern betriebenen Pipeline in den kommenden Jahren sichert. Selbstständig verfolgte Wirkstoff e können – sobald sie ein Entwicklungsstadium erreicht haben, in dem der Nachweis der klinischen Wirksamkeit erbracht ist – zu attraktiven Konditionen an Partner auslizenziert werden und würden auf diese Weise für MorphoSys einen größeren Wert darstellen als Programme, die von Anfang an mit Partnern entwickelt werden.

Im Segment AbD beabsichtigt MorphoSys, seinen Marktanteil durch eine stetige Erweiterung des Angebots sowohl über den Verkaufskatalog als auch über den Internetauftritt zu erhöhen. Im Jahr 2008 hat AbD mehr als 5.000 neue Produkte in seinen Katalog aufgenommen. Daneben bietet MorphoSys auf der Basis der HuCAL-Technologie weiterhin maßgeschneiderte Forschungsantikörper an.

SYNERGIEN

HuCAL-Antikörper, die als Forschungswerkzeuge eingesetzt werden, um krankheitsrelevante Zielmoleküle zu identifi zieren und zu validieren, haben gleichzeitig das Potenzial, auch in der Diagnostik oder sogar in der Therapie von Krankheiten zum Einsatz zu gelangen. Je intensiver die HuCAL-Technologie in der Forschung genutzt wird, desto wahrscheinlicher ergeben sich lukrative kommerzielle Möglichkeiten, sei es in der Therapie, der Diagnostik oder in weiter gefassten Forschungsanwendungen. MorphoSys könnte Zugang zu therapeutischen Antikörperkandidaten gegen neue Zielmoleküle erhalten, die von Kunden des Segments AbD entdeckt wurden. Daher verfolgt und fördert MorphoSys den umfassenden Einsatz seiner HuCAL-Technologie in der Forschungsgemeinschaft.

Jüngstes Beispiel für eine solche Synergie ist die im Jahr 2008 geschlossene umfangreiche Allianz mit dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie, Berlin, die sich auf den Einsatz von vollständig menschlichen rekombinanten Forschungsantikörpern und die Vermarktung der sich daraus ergebenden Produkte erstreckt. Im Rahmen der Vereinbarung gewährt die MorphoSys-Geschäftseinheit AbD Serotec dem Leibniz-Institut Zugang zu neuartigen HuCAL-basierten Forschungsantikörpern zur Identifi zierung und Validierung von Zielmolekülen für mögliche medizinische Anwendungen. MorphoSys behält die kommerziellen Rechte für alle sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Antikörper – sowohl Forschungswerkzeuge, vertrieben über den Verkaufskatalog von AbD Serotec, als auch für therapeutische und diagnostische Anwendungen.

NACHHALTIGKEIT UND SOZIALE VERANTWORTUNG

Wie in seinem Unternehmensleitbild eindeutig formuliert, bekennt sich MorphoSys zur Nachhaltigkeit und zu seiner sozialen Verantwortung als Unternehmen. Der Vorstand von

MorphoSys ist davon überzeugt, dass ein verantwortungsbewusster und wirksamer Umweltschutz sowie soziales Engagement entscheidend für den unternehmerischen Erfolg und die Wertschaff ung im Sinne aller Interessensgruppen sind.

Die Technologien von MorphoSys können dazu beitragen, die Behandlungsmethoden bei lebensbedrohlichen Erkrankungen in einer alternden Bevölkerung zu verbessern. Der Bedarf an innovativen Therapeutika, die die Lebensqualität von Patienten verbessern helfen, nimmt ständig zu und ermöglicht MorphoSys die Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit. Obwohl innovative Medikamente hochpreisige Produkte darstellen, können sie auf längere Sicht die Gesundheitskosten senken.

Die Technologien von MorphoSys haben das Potenzial, sich als vollständiger in-vitro-Ansatz zur Herstellung von Forschungsantikörpern als eine schnelle kostengünstige und ernsthafte Alternative zu Tierverbrauchenden Methoden zu etablieren.

umsatzwachstum des abd-geschäfts mit in-vitro generierten hucal-antikörpern

Im Mai 2008 stiftete MorphoSys insgesamt 10.000 € an die Kinder-Rheumastiftung (www.kinder-rheumastiftung.de), eine Einrichtung, die Studien und Forschungsprojekte für neue Behandlungsmöglichkeiten der rheumatoiden Arthritis bei Kindern fördert. Etwa 50.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von einer akuten rheumatischen Krankheit betroff en.

Am Ende eines jeden Jahres unterstützt die Belegschaft der MorphoSys AG lokale gemeinnützige Einrichtungen mit privaten Spenden. Im Jahr 2008 haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MorphoSys dem Kinderzentrum München (www.kinderzentrum-muenchen.de), einer Organisation, die Familien mit chronisch und lebensbedrohlich erkrankten Kindern unterstützt, insgesamt rund 1.700 € gespendet.

LEISTUNGSMANAGEMENT

Kernelemente des Managementsystems von MorphoSys sind ein integriertes Steuerungskonzept sowie fi nanzielle und nichtfi nanzielle Leistungsindikatoren zusammen mit Maßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Wachstum.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Das Management von MorphoSys verwendet verschiedene nichtfi nanzielle Messgrößen, um den Grad der Erreichung seiner Organisationsziele zu messen. Im Geschäftsjahr 2008 war die Hauptmessgröße, mit der MorphoSys den Erfolg seiner Strategie beurteilte, die Entwicklung seiner Pipeline.

Im Jahr 2008 hat sich die Partner-Pipeline für therapeutische Antikörper um fünf Programme auf insgesamt 55 Entwicklungsprojekte für Antikörper erhöht, ein Rekordwert in der Unternehmensgeschichte. Im Verlauf des Jahres erreichte ein Programm die klinische Erprobung der Phase 2 und die Zahl der Programme in der präklinischen Phase erhöhte sich auf 29 Projekte. Ein klinisches Programm – der zusammen mit der GPC Biotech AG entwickelte therapeutische Antikörper 1D09C3 – wurde vom Partner im Jahr 2008 eingestellt.

Bei seinen eigenen Entwicklungsprogrammen hat MorphoSys sein Ziel erreicht und sein Leitprogramm MOR103 durch die klinische Erprobung der Phase 1 gebracht. Das zweite Programm MOR202 erreichte planmäßig die formale präklinische Entwicklung. In 2008 wurden zwei weitere krankheitsrelevante Zielmoleküle im Bereich Krebs identifi ziert.

nichtfinanzielle leistungsindikatoren

Therapeutisches Segment 2008 2007 2006 2005
ANZAHL THERAPEUTISCHER ANTIKÖRPER
PROJEKTE MIT PARTNERUNTERNEHMEN
55 50 43 29
Phase 2 1
Phase 1 3 4 2 1
Präklinische Entwicklung 29 23 14 7
Forschung 22 23 27 21
ANZAHL FIRMENEIGENER THER APEUTISCHER
ANTIKÖRPER-PROJEKTE
3 2 2 4
Phase 1 1
Präklinische Entwicklung 1 2 2 3
Forschung 1* 1

* Vorentwicklungs-Programm mit Novartis

FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die operative Unternehmensleistung wird anhand der Umsatzerlöse und des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gemessen. Für beide Unternehmensbereiche wird die Leistung monatlich ermittelt; die Budgetplanung des laufenden Geschäftsjahres wird vierteljährlich überarbeitet und aktualisiert. Darüber hinaus wird das mittelfristige, die nächsten Jahre abdeckende Planungsszenario auf jährlicher Basis aktualisiert.

finanzielle leistungsindikatoren

MORPHOSYS GRUPPE
Gruppenumsatz
71,6
62,0
53,0
33,5
Operatives Betriebsergebnis der Gruppe
16,4
7,0
6,2
6,2
SEGMENT THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER
Umsatz
53,4
42,4
34,7
29,1
Ergebnis Segment
25,6
15,2
16,6
14,8
SEGMENT ABD
Umsatz
18,2
19,6
18,3
4,3
in Mio. € 2008 2007 2006 2005
Ergebnis Segment
0,4
(0,6)
(3,4)
(2,9)

Die Umsätze des Segments AbD Serotec sanken um 7 % auf 18,2 Mio. €, maßgeblich beeinträchtigt von den ungünstigen Währungseinfl üssen des US-Dollar und des britischen Pfund. Das Segment erreichte dennoch die Gewinnzone und erwirtschaftete eine Gewinnmarge von 2 %. Das Ziel einer operativen Gewinnmarge von 5 % bis 10 % konnte hingegen nicht erreicht werden, vor allem infolge der unter den Erwartungen liegenden Umsätze und einer einmaligen außerordentlichen Wertberichtigung auf Immobilien der Poole Real Estate in Poole, Großbritannien (ehem. Biogenesis Ltd.).

GESAMTAUSSAGE DER KONZERNLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

MorphoSys hat sich nach Überzeugung des Vorstands im Geschäftsjahr 2008 positiv entwickelt. Das Unternehmen erreichte die meisten seiner zu Beginn des Jahres 2008 gesetzten Hauptziele. Beide Geschäftsbereiche trugen zu dieser Entwicklung bei.

Das Segment Therapeutische Antikörper war erneut der Hauptwerttreiber des Unternehmens. Auf Basis dieser fi - nanziellen Leistung konnte die Gesellschaft ihre Investitionen in die fi rmeneigene Medikamentenentwicklung gegenüber 2007 um 26 % steigern – dem Bereich, in dem die Geschäftsleitung die größte Chance für künftige Wertschöpfung sieht.

Die allgemeine Geschäftsentwicklung des Segments AbD verbesserte sich und erreichte in 2008 die Gewinnzone; die erwartete Ergebnismarge von 5 % bis 10 % wurde jedoch verfehlt, vor allem wegen unter den Erwartungen liegender Umsätze und der einmaligen außerordentlichen Wertberichtigung auf Immobilien in Großbritannien. Die Hauptgründe für die niedriger als erwartet ausgefallenen Umsätze waren ungünstige Wechselkurseff ekte und ein Umsatzrückgang in Folge einer schwächeren Marktverfassung. Insgesamt hat sich das Wachstum im Markt für Forschungsantikörper auf 4 % bis 6 % verlangsamt.

Die MorphoSys-Gruppe verbesserte erneut ihr Betriebsergebnis und steigerte trotz der gestiegenen Investitionen in die eigene Forschung und Entwicklung den Nettogewinn in erheblichem Maße.

Die fi rmeneigene Pipeline hat sich planmäßig entwickelt. MOR103 hat im April 2008 die klinische Entwicklung der Phase 1 erreicht. Die klinische Erprobung der Phase 1 an gesunden Freiwilligen wurde abgeschlossen und wird derzeit ausgewertet. Die abschließenden Ergebnisse werden im zweiten Quartal 2009 veröff entlicht.

Mit der Markteinführung der neuesten Version seiner HuCAL-Technologie, HuCAL PLATINUM, bietet MorphoSys verbesserte Behandlungsmöglichkeiten und kann neue Wachstumschancen nutzen.

VERGLEICH VON TATSÄCHLICHEM UND PROGNOSTIZIERTEM GESCHÄFTSVERLAUF

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres hat MorphoSys die meisten seiner am Anfang des Jahres gesetzten Unternehmensziele erreicht.

Im therapeutischen Segment erzielten sowohl das mit Partnern betriebene Geschäft als auch die fi rmeneigene Pipeline gute Fortschritte. MorphoSys erreichte sein Ziel, im Jahr 2008 zusammen mit Partnern zehn neue therapeutische Antikörperprogramme zu starten, was zu einer Netto-Erweiterung der Pipeline um insgesamt fünf Programme führte. Das Unternehmen konnte in 2008 einen Meilenstein mit Partnern in der klinischen Phase 1 und einen in der klinischen Phase 2 verzeichnen. Alle Partner, die über eine Option zur Weiterführung ihrer Zusammenarbeit mit MorphoSys verfügten, haben in 2008 diese Option ausgeübt und ihre Allianz mit MorphoSys verlängert.

Im Bereich der fi rmeneigenen Medikamentenentwicklung zeigten die Programme MOR103 und MOR202 den geplanten Verlauf. Im März 2008 hat MorphoSys die Unterzeichnung eines Lizenzabkommens für PER.C6® mit dem niederländischen Biotechnologieunternehmen Crucell NV und dessen Technologiepartner DSM Biologics bekannt gegeben. Dieses Lizenzabkommen berechtigt MorphoSys zur Nutzung der

Zelllinie PER.C6® bei der Herstellung von klinischem Material für die Entwicklung seines eigenen therapeutischen Krebs-Antikörperprogramms MOR202. DSM hat in 2008 damit begonnen, klinisches Material für MOR202 herzustellen. Für MOR103 startete die klinische Erprobung der Phase 1 an gesunden Freiwilligen im April 2008 und wird derzeit analysiert.

Daneben hat das Unternehmen ein Budget und Pläne zur Erweiterung der Pipeline in 2009 ausgearbeitet.

Die positive Entwicklung des therapeutischen Segments konnte die etwas schwächere Entwicklung des Forschungssegments mehr als ausgleichen. Die Wachstumsraten für Forschungsantikörper waren weltweit rückläufi g. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftseinheit AbD ihr Ziel eines positiven Betriebsergebnisses erreicht und erwirtschaftete ein positives Segmentergebnis von 0,4 Mio. €, gleichbedeutend mit einer Gewinnmarge von 2 %, einschließlich einer nicht zahlungswirksamen Wertberichtigung auf ein Gebäude der ehemaligen Biogenesis UK in Poole, Großbritannien, in Höhe von 0,5 Mio. €. Die anvisierte Gewinnmarge von 5 % bis 10 % konnte das Segment jedoch nicht erreichen.

In operativer Hinsicht hat das Segment AbD jedoch seine positive Entwicklung fortgesetzt. So konnte mit dem in Berlin ansässigen Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie ein Abkommen mit dem Ziel unterzeichnet werden, Zugang zu neuen therapeutischen Zielmolekülen und Forschungsprodukten zu erhalten. Daneben hat sich AbD mit dem Einsatz eines ersten HuCAL-Antikörpers in einem Diagnose-Kit, das von dem schwedischen Diagnostikunternehmen Phadia AB, einem Kunden von AbD Serotec, vermarktet wird, in der Diagnostikbranche weiter profi liert.

finanzielle ziele für 2008

in Mio. € 2007 Ziel 20081 Ergebnis 2008 Zielerreichung
KONZERNUMSATZERLÖSE 62,0 73 – 76 71,6 NEIN
Hiervon AbD Segment 19,6 19 18,2 NEIN
OPERATIVER KONZERNGEWINN 7,0 15 –16 16,4 JA
Gewinnmarge AbD 5 % – 10 % 2 % NEIN

1 Die ursprüngliche Prognose wurde anlässlich der Vorlage des 9-Monatsberichts 2008 aktualisiert. Der Korridor für die Umsatz prognose wurde reduziert von ursprünglich 73 Mio. € bis 77 Mio. €; die Umsatzprognose für AbD wurde reduziert von ursprünglich 20 Mio. €; die Gewinnprognose wurde erhöht von ursprünglich 9 Mio. € bis € 11 Mio. € aufgrund niedriger als erwarteter Aufwendungen für die eigene Produktentwicklung.

unternehmensziele für 2008

Zielerreichung
FORTSCHRITTE DER EIGENEN PIPELINE
Start der Phase 1 mit MOR103 JA
Präsentation präklinische Ergebnisse zu MOR103 JA
Herstellung klinischen Materials zu MOR202 JA
Vereinbarungen mit Entwicklungsbeteiligung JA
FORTSCHRITT BEI DER ANTIKÖRPER-PIPELINE MIT PARTNERN
1 – 2 Klinikgänge von Partner-Programmen JA
Klinische Daten von laufenden Phase-1-Studien JA
PARTNERSCHAFTEN
Ausweitung von Partnerschaften durch bestehende Optionen JA
ABD
Neue Kooperation mit medizinischem Forschungsinstitut JA
Vergrößerung des diagnostischen Kundenstammes JA

gesamtwirtschaftliche entwicklung

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Im Jahr 2008 wuchs das weltweite Bruttoinlandsprodukt den neuesten Prognosen zufolge um 2,5 %. In den USA führten die anhaltende Krise im Immobilienmarkt, rückläufi ge Investitionsausgaben und der schwache private Konsum zu einer nahezu stagnierenden Inlandsnachfrage. Exporte hingegen nahmen aufgrund des schwachen US-Dollar-Kurses deutlich zu.

In der Eurozone hat sich die Konjunktur ebenfalls eingetrübt. Nach einem guten Start in das Jahr 2008 schwächte sich das Wirtschaftswachstum im weiteren Jahresverlauf auf insgesamt knapp 1,2 % ab. Die deutsche Wirtschaft zeigte sich in einer leicht besseren Verfassung. Die höhere Infl ation dämpfte zwar den privaten Verbrauch, die Investitionsaus gaben und die Exporte legten jedoch geringfügig zu.

ENTWICKLUNG DER PHARMA- UND BIOTECHNOLOGIEBRANCHE

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IMS Health belief sich das weltweite Wachstum der Pharmabranche auf 5 %. Im Jahresverlauf 2008 haben sich die wesentlichen Herausforderungen für die Pharmaindustrie nicht verändert: Pipeline- und Preisdruck, behördliche Aufl agen, auslaufender Patentschutz und als Folge der Markteintritt von Generika und Biogenerika sind unverändert die größten Herausforderungen, denen sich die Branche ausgesetzt sieht. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Pharmaindustrie verstärkt bemühen wird, ihre Pipelines wieder mit innovativen Therapien zu füllen und zu stärken, um den Herausforderungen begegnen zu können.

Wie in den meisten Branchen waren im Gesundheitssektor die Auswirkungen der Finanzkrise und der Einfl uss der US-Regierung die wesentlichen Diskussionspunkte im Jahr 2008.

Die erste Reaktion vieler Pharmaunternehmen auf die fi nanzielle Krise war Personalabbau. Maßnahmen zum Wiederauffüllen der Medikamentenpipeline – wie etwa Kooperationsund Einlizenzierungsvereinbarungen sowie Übernahmen und Fusionen – waren bisher nicht negativ beeinfl usst. Nach einer von der WestLB durchgeführten Untersuchung kam es in der Branche im Jahr 2008 zu mehr als 140 Übernahmen und Fusionen. Mit 30 größeren Transaktionen bewegten sich die M&A-Aktivitäten auf dem Niveau des Jahres 2007, während sich das durchschnittliche Transaktionsvolumen in 2008 im Vergleich zum Vorjahr sogar erhöhte.

Wie in den beiden vorangegangenen Jahren standen in 2008 therapeutische Antikörper im Pharmasektor erneut im Zentrum des Interesses, wie mehrere Übernahmen von Antikörper herstellenden Biotechnologieunternehmen durch große Pharmakonzerne und umfangreiche strategische Transaktionen zeigen. Zunächst erwarb der Pharmakonzern Eli Lilly in einer Übernahme in bar das Biotechnologieunternehmen ImClone, wobei sie den Hersteller von Antikörpermedikamenten mit rund 6,5 Mrd. US\$ bewertete. Der Schweizer Pharmakonzern Roche entschloss sich zur vollständigen Übernahme von Genentech, wobei er zunächst 42,5 Mrd. US\$ für die ausstehenden 44 % an der US-Biotech-Gruppe bot. Diese Trans aktion war, obwohl sie im Verlauf des Jahres nicht zum Abschluss gebracht wurde, die größte M&A-Transaktion des Jahres 2008 im Gesundheitssektor. In Deutschland erwarb das japanische Pharmaunternehmen Daiichi Sankyo für 150 Mio. € das in München ansässige Antikörperunternehmen U3 Pharma.

Daneben verzeichnete die Branche eine Vielzahl an antikörperbezogenen Allianzen und produktbezogenen Lizenzabkommen wie den Vertrag von Sanofi -Aventis mit Dyax Corp., die Partnerschaft zwischen PDL Biopharma und Bristol-Myers Squibb zur gemeinschaftlichen Entwicklung eines Anti körpers gegen das multiple Myelom, die Allianz von ThromboGenics und BioInvent mit Roche zur Entwicklung eines Krebs-Antikörpers und den Vertrag von NycoMed und Immunomedics zur Entwicklung eines humanisierten Anti-CD20-Antikörpers gegen rheumatoide Arthritis.

Ende 2008 lag die Zahl der am Markt zugelassenen therapeutischen Antikörper mit 22 höher als im Vorjahr, wobei im Laufe des Jahres mit Cimzia® von UCB Pharma eine neue antikörperbasierte Behandlungsmethode zur Therapie von Morbus Crohn die Zulassung durch die US-Arzneimittelaufsicht FDA erhielt. Weitere Produkte einschließlich des therapeutischen Antikörpers Denosumab® von Amgen, mit potenziellem Blockbuster-Status, könnten im Jahr 2009 auf den Markt kommen.

Die derzeit zugelassenen 22 therapeutischen Antikörper erwirtschafteten in 2008 Umsatzerlöse von insgesamt rund 30 Mrd. US\$; dieser Bereich stellte mit einem soliden Umsatzanstieg von 14 % gegenüber dem Vorjahr den am schnellsten wachsenden Bereich innerhalb des Pharmasektors dar. Zu diesem Wachstum trugen unter anderem die Umsatzbelebung bei den zugelassenen Antikörpern und die Ausweitung bestehender Antikörpertherapien auf Krebs- und entzündliche Erkrankungen bei.

umsatzentwicklung der zugelassenen therapeutischen antikörper 2007-2013 (Datamonitor, in Mrd. US\$)

In Bezug auf therapeutische Antikörper in der Spätphase ihrer Entwicklung haben Elan und Wyeth nur bedingt überzeugende vorläufi ge Daten der Phase-2a-Erprobung von Bapineuzumab®, einem therapeutischen Antikörper zur Behandlung von Alzheimer, veröff entlicht. Der therapeutische Antikörper Denosumab® von Amgen zur Behandlung von Osteoporose bei postmenopausalen Frauen zeigte positive Resultate in mehreren Phase-3-Studien und veranlasste Amgen, im Dezember 2008 die Marktzulassung zu beantragen.

Hingegen hat sich im Fall von Ustekinumab®, einem menschlichen monoklonalen Antikörper von Centocor, Inc. in der Phase-3 der klinischen Entwicklung zur Behandlung von leichter bis schwerer Psoriasis, die Marktzulassung deutlich verzögert, nachdem die FDA zusätzliche Daten angefordert hat.

In Bezug auf Produktsicherheit wurden im Verlauf des Jahres 2008 vier Fälle einer ernsthaften und möglicherweise tödlichen Hirnentzündung (progressive multifokale Leukoenzephalopathie – PML) in Verbindung mit der Einnahme des zugelassenen Medikaments Tysabri® gegen multiple Sklerose und Morbus Crohn bekannt. Ein weiterer Fall von PML stand in Verbindung mit der Einnahme des zugelassenen Medikaments Raptiva® zur Behandlung von chronischer Psoriasis.

Der pharmazeutische Sektor übertraf in 2008 den Gesamtmarkt: Während der FTSE All World Index um 44 % sank, schloss der FTSE Global Pharma Index lediglich um 15 % unter dem Vorjahresniveau. Als Folge der weltweit schwierigen Verfassung der Aktienmärkte und mehrerer Rückschläge in der Life-Sciences-Branche zeigten die Aktien von Biotechnologieunternehmen im Jahr 2008 eine insgesamt negative Kursentwicklung. Der DAXsubsector Biotechnology mit seinen 14 börsennotierten deutschen Biotechnologieunternehmen sank um 17 %, während der NASDAQ Biotechnology Index um 12 % nachgab. Vor diesem Hintergrund konnte die MorphoSys-Aktie seine Mitbewerber deutlich übertreff en: Die MorphoSys-Aktie legte im Jahresverlauf um 16 % zu, während sich der TecDAX um 48 % abschwächte.

geschäftsentwicklung

MorphoSys setzt seine HuCAL-Technologie für die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern und Antikörpern für den Einsatz in Forschung und Diagnostik ein. Im Segment Therapeutische Antikörper kann MorphoSys seit Jahren eine außergewöhnliche Erfolgsbilanz beim Eingehen neuer Partnerschaften und bei der Erweiterung bestehender Kooperationen vorweisen. Diese Erfolgsbilanz setzte sich im Jahr 2008 fort.

SEGMENT THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER

Ende 2008 verfügte MorphoSys über 18 laufende Kooperationen im Bereich Antikörper mit Unternehmen der Pharmaoder Biotechnologiebranche. Die nachfolgend aufgeführten Partnerschaften wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 entweder neu eingegangen, erweitert oder beendet. Detaillierte Angaben zu allen Partnerschaften fi nden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter Ziff er 27.

AUSWEITUNG DER BESTEHENDEN ALLIANZEN AUF HONORARBASIS Im Zuge der Entscheidung, sich verstärkt auf die fi rmeneigene Medikamentenentwicklung zu fokussieren, entschloss sich MorphoSys keine neuen Forschungskooperationen auf Honorarbasis mehr einzugehen, wie sie in den zurückliegenden Jahren abgeschlossen wurden. MorphoSys wird jedoch weiterhin eng mit seinen bestehenden Partnern zusammenarbeiten. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 hatte eine Reihe dieser Partnerunternehmen – Astellas Pharma, Daiichi Sankyo, OncoMed Pharmaceuticals und Schering-Plough – die Möglichkeit, bestehende Optionen auszuüben und die Dauer der Zusammenarbeit zu verlängern. Alle diese Partner haben sich für eine Verlängerung der Zusammenarbeit entschieden. Wie in dem in 2007 mit Novartis unterzeichneten Vertrag vorgesehen, wurde das Forscherteam aus MorphoSys-Mitarbeitern, das die Projekte der Allianz betreut, im Jahr 2008 deutlich erweitert.

Infolge dieser Verlängerungen werden die Partnerschaften mit OncoMed, Astellas und Daiichi Sankyo jeweils über ihre volle Vertragsdauer laufen. Die Zusammenarbeit mit Schering-Plough kann mit Ablauf eines jeden Jahres bis zum Jahr 2011 verlängert werden.

überblick über die partnerschaften auf honorarbasis

vereinbarte laufzeit optional verlängerung zugang zu rapmat

ÜBERBLICK ÜBER DIE PARTNERSCHAFTEN AUF HONORARBASIS

Alle Partner werden wie bisher Zugang zur Antikörper-Bibliothek HuCAL GOLD von MorphoSys haben. Im Rahmen der verlängerten Vereinbarungen erhält MorphoSys von den Partnerunternehmen weiterhin jährliche Nutzungsgebühren für den Zugang zu seiner HuCAL-Plattform. In einem Fall löste die Verlängerung eine zusätzliche Zahlung aus und führte zu höheren Forschungszahlungen an MorphoSys. Die Verträge sehen für die Partnerunternehmen weiterhin verschiedene Optionen zur Entwicklung und Vermarktung auf der Grundlage von HuCAL entwickelter Antikörper vor, für die MorphoSys exklusive Lizenzgebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen erhalten würde.

GEMEINSAME ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN IN 2008 GALAPAGOS

Im November 2008 haben die MorphoSys AG und die Galapagos NV den Abschluss einer langfristig angelegten Entwicklungsallianz bekanntgegeben. Ziel der Allianz ist es, auf neuartigen Wirkungsweisen basierende Antikörpertherapien gegen entzündliche Knochen- und Gelenkserkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Osteoporose und Osteoarthritis zu erforschen und zu entwicklen.

Die Vereinbarung umfasst sämtliche Aktivitäten von der Erforschung der Zielmoleküle bis zum Abschluss der klinischen Wirksamkeitsstudie für neuartige therapeutische Antikörper. Im Anschluss an den Nachweis der klinischen Wirksamkeit am Menschen werden die Programme für die weitere Entwicklung, Zulassung und Vermarktung an Partner auslizenziert. Beide Vertragsunternehmen stellen im Rahmen der

Allianz ihre Schlüsseltechnologien und ihre Expertise zur Verfügung. Galapagos wird zusätzlich zu seiner auf der Nutzung von Adenoviren basierenden Plattform für die Erforschung neuer Zielmoleküle auch bereits identifi zierte Zielmoleküle in die Kooperation einbringen, die mit Knochenund Gelenkserkrankungen in Verbindung gebracht werden. MorphoSys wird seine HuCAL-Antikörpertechnologien zur Herstellung vollständig menschlicher Antikörper gegen diese Zielmoleküle zur Verfügung stellen. Gemäß den Vertragsvereinbarungen teilen sich Galapagos und MorphoSys die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie alle zukünftigen Umsätze zu gleichen Teilen.

NOVARTIS

Im September 2008 gab MorphoSys bekannt, im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit Novartis die erste Option zur Teilnahme an der Entwicklung eines therapeutischen Antikörpers ausgeübt zu haben. In einem ersten, vor der Entwicklungsphase liegenden Schritt wird Novartis die gemeinsamen Aktivitäten beider Unternehmen bis zum Erreichen der formalen präklinischen Entwicklung fi nanzieren. Zu diesem Zeitpunkt hatMorphoSys dann die Möglichkeit, gemeinsam mit Novartis die formale Entwicklung für das betreff ende Programm zu beginnen. MorphoSys kann über seinen Anteil an den Entwicklungskosten frei entscheiden und wird im gleichen Verhältnis am Gewinn eines sich ergebenden Produkts partizipieren.

ERWEITERUNG DER ABKOMMEN ZUM TECHNOLOGIETRANSFER Im Juli 2008 gab MorphoSys bekannt, dass Astellas und Boehringer Ingelheim im Rahmen ihrer Abkommen zum Technologietransfer bestehende Optionen zur Nutzung der fi rmeneigenen RapMAT-Technologie von MorphoSys zur schnelleren Optimierung von Antikörpern ausgeübt haben. In der Folge hat MorphoSys zusätzlich zu seinen bestehenden Installationen der Antikörperbibliothek HuCAL GOLD sein RapMAT-Technologiemodul an den Forschungsstandorten von Astellas in Tsukuba, Japan, und von Boehringer Ingelheim in Wien, Österreich, installiert. Im Rahmen der Vertragsverlängerungen stehen MorphoSys neben den jährlichen Nutzungsgebühren für den Zugang zu seiner HuCAL-Plattform nun auch jährliche Nutzungsgebühren für die RapMAT-Technologie zu.

FORSCHUNGSALLIANZEN

VERLÄNGERUNG DER F&E-PARTNERSCHAFT MIT SHIONOGI Im September 2008 gab MorphoSys bekannt, dass Shionogi & Co., Ltd., Osaka, Japan, sich entschieden hat, sein bestehendes Lizenzabkommen über die Nutzung der HuCAL-Technologie von MorphoSys für die Medikamentenerforschung um zusätzliche drei Jahre zu verlängern. Im Rahmen der Vereinbarung wird Shionogi weiterhin das Recht eingeräumt, die Antikörperbibliothek HuCAL GOLD an einem seiner Forschungsstandorte für Forschungszwecke einzusetzen. Shionogi wird für den Zugang zur HuCAL-Technologie jährliche Nutzungsgebühren an MorphoSys entrichten.

ZUSAMMENARBEIT BEI DER ERFORSCHUNG VON ZIELMOLEKÜLEN Aufbauend auf seinen bestehenden Geschäftsverbindungen mit führenden, medizinisch ausgerichteten Forschungsinstituten in Japan und den USA hat MorphoSys im April 2008 mit dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie, Berlin, eine umfassende Allianz über den Einsatz von vollständig menschlichen rekombinanten Forschungsantikörpern und die Vermarktung der sich daraus ergebenden Produkte geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung wird die MorphoSys-Geschäftseinheit AbD Serotec dem Leibniz-Institut zur Identifzierung und Validierung von Zielmolekülen mit potenzieller medizinischer Anwendung den Zugang zu neuartigen HuCAL-basierten Forschungsantikörpern gewähren. MorphoSys behält die Vertriebsrechte für alle sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Antikörper – sowohl für Forschungswerkzeuge über den Verkaufskatalog von AbD Serotec als auch für therapeutische und diagnostische Anwendungen.

SEGMENT ABD

E2V BIOSENSORS

Im September 2008 haben AbD Serotec und ihr Kunde e2v biosensors, eine Tochtergesellschaft der e2v technologies plc, ein Forschungsprogramm zur Einführung des e2v-eigenen Biosensor-Systems Visucare™ gestartet. Das Visucare™ - System, eine neuartige Detektionsmethode für Biomarker mithilfe eines Einzelantikörper-Immunologietests, wird im Rahmen patientennaher und so genannter Point-of-care-Untersuchungen bei der Protein-Bestimmung zum Einsatz kommen. e2v biosensors und AbD Serotec haben im September 2006 in einem ersten Projekt die neuartige Plattformtechnologie von e2v und die führende rekombinante Antikörpertechnologie HuCAL von AbD zusammengeführt. Seither hat AbD Serotec eine Reihe von speziell modifi zierten rekombinanten Antikörpern entwickelt, die es e2v ermöglichen, in Machbarkeitsstudien den Wirkungsnachweis ihres Visucare™ -Ansatzes zu erbringen.

INTEGRATED BIOTHERAPEUTICS

Im Juli 2008 gab AbD Serotec bekannt, dass ihr Kunde, die in den USA ansässige Biotechnologiefi rma Integrated BioTherapeutics, Inc. (IBT), von den National Institutes of Health eine auf fünf Jahre befristete Forschungszuwendung zur Entwicklung menschlicher therapeutischer Antikörper gegen das Staphylokokken-Enterotoxin B – ein von Bakterien produziertes Gift – erhalten hat. Das Projekt ist die Fortführung eines Programms zum Schutz vor Bioterrorismus, das im September 2006 vom USAMRIID, einer Einrichtung der Abteilung für Medizinische Forschung und Ausrüstung des US-Militärs, initiiert wurde, wobei maßgeschneiderte monoklonale Antikörper von AbD Serotec zum Einsatz kamen. Gemäß den Vertragsbedingungen wird IBT eine Auswahl an HuCAL-basierten Antikörpern, die ursprünglich von AbD Serotec gegen das Staphylokokken-Enterotoxin B hergestellt wurden, in in-vitro- und in-vivo-Experimenten zur Identifi zierung von neutralisierenden Leitkandidaten verwenden. Es

wird damit gerechnet, dass IBT weiteres Antikörpermaterial ordern und zusätzliche von AbD Serotec angebotene Leistungen in Anspruch nehmen wird.

PHADIA

Im Juli 2008 hat AbD Serotecs Kunde Phadia AB, ein Weltmarktführer für Autoimmun- und Allergietests, eine Reihe von HuCAL-basierten rekombinanten Antikörpern in seine kommerziell verfügbaren Autoimmuntests Varelisa™ und EliA™ integriert. Damit ist Phadia das erste Diagnostikunternehmen, das eine Autoimmun-Screening-Plattform mit integrierten rekombinanten Antikörpern vertreibt. AbD Serotec, die Geschäftseinheit von MorphoSys für Forschungs- und diagnostische Antikörper, erhält Lizenzgebühren und wird Phadia regelmäßig mit rekombinantem Antikörpermaterial versorgen.

PROTEOMIKA

Im März 2008 hat die MorphoSys-Geschäftseinheit AbD Serotec einen umfangreichen Auftrag für Forschungsantikörper von dem spanischen Biotechnologieunternehmen Proteomika SL, einem Spezialisten für die Entdeckung von Biomarkern, erhalten. Proteomika hat neben der Herstellung von Antigenmaterial durch AbD Serotec neuartige HuCAL-basierte Forschungsantikörper gegen ein breites Spektrum von Zielmolekülen bestellt. Mit diesem Auftrag zählt Proteomika zu den größten Kunden von AbD Serotec im Bereich maßgeschneiderter monoklonaler Antikörper und Dienstleistungen.

SIGMA-ALDRICH

Im Februar 2008 haben MorphoSys und Sigma-Aldrich eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung spezieller rekombinanter Forschungsantikörper auf der Basis der fi rmeneigenen HuCAL-Technologie von MorphoSys unterzeichnet. Die Morpho-Sys-Geschäftseinheit AbD Serotec wird auf der Basis der fi rmeneigenen HuCAL GOLD-Bibliothek spezielle Antikörper gegen eine vertraglich festgelegte Zahl von Zielmolekülen entwickeln und qualifi zieren, die Sigma-Aldrich identifi ziert und zur Verfügung stellt. Sigma-Aldrich wird die rekombinanten HuCAL-Forschungsantikörper über seine leistungsstarken und einzigartigen Online-Vertriebsplattformen Antibody Explorer™ und Your Favorite Gene Search™ für den Einsatz in Forschungsanwendungen anbieten. Der Vertrag unterstützt das Ziel von MorphoSys, eine steigende Anzahl HuCAL-basierter Forschungsantikörper auf den Markt zu bringen, und wird der Forschungsgemeinschaft durch das leistungsfähige Vertriebsnetz sowie die starke Marktpräsenz von Sigma-Aldrich den Zugang zu HuCAL-basierten Antikörpern erleichtern.

forschung und entwicklung

Im Geschäftsjahr 2008 hat MorphoSys weiter in die Technologieentwicklung und die fi rmeneigene Medikamentenentwicklung investiert.

TECHNOLOGIEENTWICKLUNG

Für MorphoSys ist die ständige Verbesserung seiner Technologieplattform von besonderer Bedeutung, um HuCAL-basierten Antikörper in bestmöglicher Qualität für den Einsatz in der Therapie, der Diagnostik und Forschung zu entwickeln.

Im Dezember 2008 gab MorphoSys die erfolgreiche Fertigstellung seiner neuen fi rmeneigenen Antikörperbibliothek HuCAL PLATINUM bekannt. Im Vergleich zur bisherigen Version der HuCAL-Bibliothek weist HuCAL PLATINUM eine Reihe von wesentlichen Verbesserungen auf. Die neue Bib liothek stützt sich auf die genetischen Baupläne von rund 45 Milliarden verschiedenen, vollständig menschlichen Antikörpern. Der größere Umfang der Bibliothek und weitere Leistungsmerkmale haben bislang eine bis zu 25-mal höhere Vielfalt der anfänglichen Antikörperkandidaten im Vergleich zur Vorgängerversion erbracht. Diese Verbesserung bietet

ein noch größeres Spektrum an Erfolg versprechenden antikörperbasierten Medikamentenkandidaten. Darüber hinaus wurden bestimmte Sequenzmotive auf der DNA- und Protein-Ebene, die für eine mögliche Limitierung der Expressionsraten verantwortlich gemacht werden, entfernt oder deutlich reduziert. Insgesamt hat die Aktualisierung der Sequenzinformationen bislang zu einer Verdoppelung der durchschnittlichen Expressionsrate mithilfe von HuCAL PLATINUM selektierter Antikörper im IgG-Format geführt und verspricht, die Fertigstellungsdauer von ganzen Antikörper-Produktionsprogrammen zu verkürzen. Wie bisher behalten alle resultierenden HuCAL-Antikörper ihre vollständig menschliche Zusammensetzung bei. Die neue Bibliothok ist mit den bereits von MorphoSys entwickelten etablierten Screening- und Selektionsmethoden vollständig kompatibel.

Weitere sich gegenwärtig in der Entwicklung befi ndende Module der Antikörpertechnologien von MorphoSys werden auf den Stärken der neuen HuCAL-Bibliothek aufbauen und für einen noch schnelleren und direkteren Zugang zu hochaffi nen antikörperbasierten Medikamentenkandidaten im vollständigen IgG-Format sorgen.

FIRMENEIGENE PIPELINE

ERSTE DATEN ZU MOR103

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 hat MorphoSys erste biophysikalische und präklinische Daten zu seinem am weitesten fortgeschrittenen fi rmeneigenen Medikamentenentwicklungsprogramm MOR103 veröff entlicht. Bei MOR103 handelt es sich um einen vollständig menschlichen HuCAL-Antikörper gegen das Zielmolekül GM-CSF zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen. MOR103 wird gegenwär tig in der ersten Phase der klinischen Erprobung auf Sicherheit und Verträglichkeit sowie auf seine pharmakokinetischen Eigenschaften untersucht.

Die im September 2008 in der Fachzeitschrift "Molecular Immunology" veröff entlichten Daten zeigen, dass MOR103 in der Lage ist, krankheitsrelevante Prozesse wie z.B. die durch GM-CSF induzierte rapide Zellvermehrung (Proliferation) und die Signalübertragung in vitro zu blockieren. Daneben wird in der Publikation beschrieben, dass MorphoSys im Vergleich zu dem parentalen Antikörper auf Basis der etablierten Optimierungstechnologie eine 5.000-fache Steigerung der Bindungsstärke (Affi nität) und eine 2.000-fache Verbesserung der Wirksamkeit erreichen konnte. Mit einer Affi nität von 400 femtomolar ist MOR103 der erste bekannte Anti-GM-CSF-Wirkstoff mit einer subpikolomaren Affi nität zu seinem Zielmolekül. Zum Ansteuern von Antigenen wie z.B. GM-CSF, die im Patienten nur in niedrigen Konzentrationen vorkommen, werden Antikörper mit niedrigen pikolomaren bis subpikolomaren Affi nitäten benötigt, um auch bei niedriger Dosierung in vivo Wirksamkeit zu erzielen. Eine hohe Affi nität könnte auch zu günstigen Therapieschemata und zu Kostenvorteilen bei der Herstellung führen.

Ferner zeigte der Antikörper eine sehr hohe Spezifi tät für sein Zielmolekül und es wurden weder nachteilige Kreuzreaktionen mit anderen Botenstoff en der Entzündungskaskade wie etwa IL-3, IL-4, IL-5 oder M-CSF noch andere unspezifi sche Bindungen an eine Auswahl von menschlichen Gewebemustern festgestellt. MOR103 erkennt auch die in Ratten und Rhesusaff en vorkommende Form des GM-CSF, beides nützliche Eigenschaften im Hinblick auf den Entwicklungsprozess.

Zur Vervollständigung des Datenpakets hat MorphoSys im November 2008 präklinische Daten veröff entlicht, die zeigen, dass MOR103 in Abhängigkeit der Dosis die Anzeichen und Symptome der rheumatoiden Arthritis in vivo unterbinden kann. In der Studie wurde ein etabliertes Streptokokken-Zellwand-induziertes Tiermodell mit Ratten zur Untersuchung der Arthritis verwendet. Der Antikörper wurde in einer Reihe verschiedener Konzentrationen verabreicht und

konnte in Abhängigkeit von der Dosis die Schwellung der betroff enen Kniegelenke deutlich reduzieren sowie das krankheitsspezifi sche Gewebebild der Gelenke verbessern. Daneben wurden in dem die Gelenke umschließenden synovialen Gewebe erheblich niedrigere Zytokinwerte und ein verminderter Zustrom an weißen Blutkörperchen festgestellt. In einem mehrfach mit konstanter Dosis durchgeführten Standardtest an Rhesusaff en wurden keine toxischen Eff ekte beobachtet.

Die präklinischen und biophysikalischen Daten sind ein überzeugender Hinweis für die Wirksamkeit von MOR103 bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis und stellen die Basis für die klinische Erprobung der Phase 1 dar.

PARTNER-PIPELINE

ERSTER WIRKSTOFF IN DER KLINISCHEN PHASE-2- ERPROBUNG Im Dezember 2008 hat MorphoSys' Lizenzpartner Centocor R&D Inc. erste Patienten in die klinische Phase-2-Erprobung mit einem auf der Basis von HuCAL entwickelten vollständig menschlichen Antikörper aufgenommen. Die neue Erpro bung testet den Antikörper im Bereich einer immunologischen Erkrankung. Eine separate klinische Erprobung der Phase 1 des gleichen Antikörpers bei Krebspatienten wurde 2007 begonnen und läuft derzeit. Damit wird der erste mithilfe der Kerntechnologie von MorphoSys entwickelte Antikörper in der zweiten Phase der klinischen Erprobung und gleichzeitig der erste HuCAL-Antikörper in zwei Krankheitsbereichen getestet. Die Ausweitung in zusätzliche Krankheitsbereiche hat zum kommerziellen Erfolg zahlreicher Antikörpertherapien beigetragen, die zurzeit auf dem Markt sind. Für MorphoSys bedeutet der Einsatz in weiteren Krankheitsbereichen einen Wertzuwachs für seine mit Partnern betriebene Medikamentenpipeline, weil dies in der Summe zu höheren klinischen Meilensteinzahlungen und Tantiemen-bezogenen Einkünften führen kann. Der Beginn der Phase-2-Erprobung und der Klinikgang in einem neuen Krankheitsbereich lösten zwei klinische Meilensteinzahlungen an MorphoSys aus.

PRODUKTION

Ergänzend zur Entwicklung optimierter HuCAL-Versionen hat MorphoSys im Verlauf der letzten 15 Jahre parallel verschiedene interne Herstellungsplattformen etabliert, die alle Anforderungen der Projektteams sowohl im Bereich der Forschung als auch in der präklinischen Entwicklung erfüllen. Diese Plattformen erleichtern die Herstellung einer Vielzahl von Antikörpern, die mittels Hochdurchsatzverfahren aus der HuCAL-Bibliothek isoliert werden, im Mikrogramm- bis Milligrammbereich und liefern auch präklinisches Material (z.B. für erste Tierstudien) im Grammbereich. Um einen nahtlosen Übergang von den Forschungsanwendungen hin zur Herstellung von Material für klinische Studien zu gewährleisten, wurden die hausinternen Expressionssysteme so ausgewählt, dass sie auch von externen Herstellern (CMO – Contract Manufacturing Organizations) nach den Richtlinien des Good Manufacturing Practice (GMP) angewendet werden können. Darüber hinaus liefern die hausinternen Aktivitäten zur Charakterisierung und Prozessentwicklung den CMOs wertvolle Informationen für die großangelegte Herstellung der Antikörper, indem sie die formale Entwicklungszeit verkürzen.

In den letzten Jahren hat MorphoSys verschiedene innovative Expressionssysteme einlizenziert oder gemeinsam mit Partnern entwickelt und hat so effi ziente Herstellungsprozesse maßgeschneidert für die oben genannten Anforderungen etabliert. Für die Herstellung von Antikörperfragmenten nutzt MorphoSys hauptsächlich bakterielle Expressionssysteme. Für die Produktion von Antikörpermolekülen im vollständigen IgG-Format benutzte MorphoSys überwiegend die Zell linien HKB11 und PER.C6®.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 haben MorphoSys und die Wacker Chemie AG, München, ihre Zusammenarbeit auf der Basis der Sekretionstechnologie von Wacker intensiviert. Die beiden Unternehmen unterzeichneten ein neues Abkommen mit präzise festgelegten Anwendungsbereichen und Produktionslimits, innerhalb derer MorphoSys das Sekretionssystem im Forschungsmaßstab weiter anwenden wird. Demzufolge wird MorphoSys nun in der Lage sein, die Wacker-Technologie sowohl für die Frühentwicklungsphase von therapeutischen Projekten als auch für die Herstellung von Antikörpern für Forschung und Diagnostik einzusetzen. Sollten die vereinbarten Mengen von MorphoSys überschritten werden, ist Wacker in der Lage, den nahtlosen Übergang auf Produktionsleistungen im Großmaßstab sicherzustellen.

a na lyse der v er mögens -, fina nzund ertragslage

UMSATZERLÖSE

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Konzernumsatzerlöse um 16 % auf 71,6 Mio. € erhöht (2007: 62,0 Mio. €). Gründe hierfür waren ein Anstieg der fi nanzierten Forschungsleistungen sowie höhere Lizenzeinnahmen. Das Segment Therapeutische Antikörper steuerte 75 % bzw. 53,4 Mio. € (2007: 42,4 Mio. €) zu den Konzernumsatzerlösen bei, das Segment AbD 25 % bzw. 18,2 Mio. € (2007: 19,6 Mio. €).

Geographisch gesehen erzielte MorphoSys 23 % bzw. 16,4 Mio. € seiner kommerziellen Umsatzerlöse mit Biotechnologie- und Pharmaunternehmen bzw. gemein nützigen Gesellschaften mit Sitz in Nordamerika und 77 % bzw. 55,2 Mio. € mit Kunden mit Hauptsitz in Europa und Asien. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese Anteile 36 % und 64 % betragen.

SEGMENT THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER

Die Umsatzerlöse des Segments Therapeutische Antikörper enthielten 43,5 Mio. € an fi nanzierten Forschungsleistungen und Lizenzzahlungen (2007: 30,3 Mio. €) sowie 9,9 Mio. € (2007: 12,1 Mio. €) an erfolgsabhängigen Zahlungen; letztere machten damit 19 % der Segmentumsatzerlöse aus. Rund 84 % der Umsatzerlöse des Segments Therapeutische Antikörper und 62 % der Konzernumsatzerlöse stammten aus den drei größten Kooperationen der Gesellschaft mit Novartis, Daiichi Sankyo und Centocor (2007: 67 % bzw. 46 % mit Novartis, Centocor und Bayer Schering).

Unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Währungsumrechnungskurse für 2007 hätten die Umsatzerlöse für das Segment Therapeutische Antikörper unverändert 53,4 Mio. € betragen.

SEGMENT ANTIBODIES DIRECT – ABD

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsatzerlöse des Segments AbD in 2008 um 7 % bzw. 1,4 Mio. € auf 18,2 Mio. € (2007: 19,6 Mio. €). Hauptgründe für diesen Umsatzrückgang waren ungünstige Wechselkurseff ekte und die unerwartet schwächere Verfassung der Märkte für Forschungsantikörper. Unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Währungsumrechnungskurse für 2007 hätten sich im Segment AbD Umsatzerlöse von 19,7 Mio. € ergeben.

Der größte Teil der Umsatzerlöse (rund 82 % bzw. 14,9 Mio. €) wurde mit Katalog- und Industriekunden erzielt, wäh rend maßgeschneiderte Antikörper 13 % bzw. 2,4 Mio. € bei steuerten.

Am 31. Dezember 2008 verfügte das Segment über einen Auftragsbestand von 2,3 Mio. € (2007: 0,7 Mio. €).

BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Gegenüber 2007 stiegen die betrieblichen Aufwendungen in 2008 um weniger als 1 % auf 55,2 Mio. € (2007: 54,9 Mio. €). Der Anstieg der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 5,4 Mio. € wurde durch den Rückgang der Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung und der Herstellungskosten fast vollständig ausgeglichen. Der Gesamteff ekt der Kaufpreiszuordnung auf das Betriebsergebnis betrug 1,2 Mio. € (2007: 1,5 Mio. €) einschließlich einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 0,5 Mio. € auf ein Gebäude der ehemaligen Biogenesis UK in Poole, UK, das als zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswert ausgewiesen wird.

Der Personalaufwand aus Aktienoptionen ist in den Herstellungskosten, den Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie im Forschungs- und Entwicklungsaufwand enthalten. Er belief sich in 2008 auf 1,0 Mio. € (2007: 1,4 Mio. €) und ist nicht zahlungswirksam.

entwicklung der betrieblichen aufwendungen (in Mio. €)

aufwendungen für forschung und entwicklung

au f w en du ngen f ü r eigen e produ k t und technologieentwicklung (in Mio. €)

HERSTELLUNGSKOSTEN

Die Herstellungskosten setzen sich aus den Herstellungskosten des Segments AbD zusammen und sind im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr von 7,9 Mio. € auf 7,1 Mio. € gesunken. Die Abnahme der Herstellungskosten resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Umsatzerlösen sowie der Tatsache, dass die im Rahmen der Kaufpreiszuordnung für den Serotec-Erwerb identifi zierten Vorräte inzwischen vollständig ab geschrieben sind und somit die Höhe der Herstellungskosten nicht mehr in gleichem Maße beeinfl ussten wie in 2007.

AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand stieg um 5,4 Mio. € auf 27,6 Mio. € (2007: 22,2 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Personalkosten im Segment Therapeutische Antikörper in Folge der gesteigerten fi rmeneigenen Produktentwicklung und Partneraktivitäten (2008: 10,8 Mio. €; 2007: 8,5 Mio. €) sowie auf den Kostenanstieg bei immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem in 2007 von Dyax einlizenzierten Patentportfolio (2008: 6,0 Mio. €; 2007: 4,8 Mio. €) zurückzuführen. Darüber hin aus stiegen die Aufwendungen für externe Dienstleistungen im Rahmen der Eigenproduktentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. €. Derzeit entwickelt MorphoSys intern die beiden Antikörper MOR103 und MOR202.

In 2008 entstanden der Gesellschaft Aufwendungen für die eigene Produkt- bzw. Technologieentwicklung in Höhe von 7,2 Mio. € bzw. 0,5 Mio. € (2007: 4,9 Mio. € bzw. 1,2 Mio. €).

AUFWENDUNGEN FÜR VERTRIEB, ALLGEMEINES UND VERWALTUNG

Die Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung betrugen 20,5 Mio. € gegenüber 24,8 Mio. € im Jahr zuvor. Diese Veränderung resultierte vornehmlich aus niedrigeren Aufwendungen für externe Dienstleistungen (2008: 4,0 Mio. €; 2007: 8,6 Mio. €). Im Jahr 2007 waren Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Novartis-Vertrag angefallen. Marketingaufwendungen, die vor allem im Segment AbD anfallen, waren ebenfalls rückläufi g (2008: 0,7 Mio. €; 2007: 1,0 Mio. €). Die Marketingaufwendungen beinhalten E-Mail- und Online-Werbung, Anzeigen sowie die Beteiligung an internationalen Messen.

AUFWAND NACH KOSTENARTEN

Im Geschäftsjahr 2008 beliefen sich die Personalkosten (ohne Aufwand aus Aktienoptionen) auf 21,5 Mio. € (2007: 18,8 Mio. €) oder 39 % des betrieblichen Gesamtaufwands. Sie bildeten damit innerhalb der betrieblichen Aufwendungen den größten Kostenblock.

Externe Dienstleistungen als zweitgrößter Kostenblock beliefen sich auf 9,0 Mio. € (2007: 12,8 Mio. €) bzw. 16 % des betrieblichen Gesamtaufwands.

Kosten für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 8,2 Mio. € (2007: 7,0 Mio. €) bzw. 15 % des betrieblichen Gesamtaufwands und bestanden vornehmlich aus Lizenzaufwendungen (2008: 3,7 Mio. €; 2007: 3,7 Mio. €), Abschreibungen auf aktivierte Lizenzen (2008: 2,4 Mio. €; 2007: 1,5 Mio. €) sowie Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreiszuordnungen für die akquirierten Firmen Biogenesis und Serotec identifi zierte immaterielle Vermögenswerte (2008: 0,6 Mio. €; 2007: 0,8 Mio. €).

aufwand nach kostenarten

SONSTIGE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Die sonstigen Erträge betrugen 1,6 Mio. € (2007: 2,2 Mio. €); diese Veränderung gegenüber 2007 resultierte vor allem aus niedrigeren Erträgen aus Fremdwährungsderivaten und niedrigeren Erträgen aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf 18,0 Mio. € (2007: 9,2 Mio. €).

STEUERN

Die Gesellschaft hat einen Steueraufwand für 2008 in Höhe von 4,8 Mio. € ausgewiesen. Diese Position umfasste im Wesentlichen Aufwendungen aus latenten Steuern (3,3 Mio. €), Erträge aus latenten Steuern (0,5 Mio. €) und Aufwendungen aus laufenden Steuern in Höhe von 2,0 Mio. €.

Aufwendungen aus latenten Steuern stammten im Wesentlichen aus der Nutzung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (2,6 Mio. €) und auf temporäre Diff erenzen (0,7 Mio. €) aus dem Jahr 2007. Dieser Aufwand aus latenten Steuern wurde zum Teil durch Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 0,4 Mio. € aus der Aufl ösung latenter Steuerverpfl ichtungen in Verbindung mit früheren Akquisitionen kompensiert.

BETRIEBSERGEBNIS/JAHRESÜBERSCHUSS

Das Konzernbetriebsergebnis belief sich für 2008 auf 16,4 Mio. € (2007: 7,0 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 16,5 Mio. € im Vergleich zu einem EBIT von 8,3 Mio. € im Vorjahr. Das operative Ergebnis des Segments Therapeutische Antikörper belief sich auf 25,6 Mio. € (2007: 15,2 Mio. €), der des Segments AbD auf 0,4 Mio. € (2007: operativer Verlust von 0,6 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein Jahresüberschuss nach Steuern von 13,2 Mio. € erwirtschaftet, verglichen mit 11,5 Mio. € im Jahr 2007. Das sich daraus ergebende unverwässerte Ergebnis je Aktie für 2008 belief sich auf 0,59 € (2007: 0,54 €).

LIQUIDITÄT/FINANZMITTELFLUSS

Im Geschäftsjahr 2008 betrug der Mittelzufl uss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 28,6 Mio. € (2007: 17,1 Mio. €). Die Investitionstätigkeit führte zu einem Mittelabfl uss von 39,3 Mio. € (2007: 5,2 Mio. €), während sich aus der Finanzierungstätigkeit hauptsächlich durch die Ausübung von Aktienoptionen ein Mittelzufl uss in Höhe von 2,5 Mio. € (2007: 32,6 Mio. €) ergab.

Am 31. Dezember 2008 verfügte die Gesellschaft über Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte in Höhe von 137,9 Mio. € verglichen mit 106,9 Mio. € am Jahresende 2007. Die Mittel wurden bei drei Finanzinstituten von hoher Boni tät vor allem in Form von kurzfristig fälligen Geldmarkttiteln und kurzfristigen Einlagen gehalten.

AKTIVA

Die Bilanzsumme hat sich von 184,7 Mio. € am Jahresende 2007 um 18,6 Mio. € auf 203,3 Mio. € am 31. Dezember 2008 erhöht. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 27,2 Mio. € hatte seine wesentliche Ursache in Mittelzufl üssen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Diesem Anstieg stand ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5,3 Mio. € gegenüber.

Die langfristigen Vermögenswerte sanken in 2008 um 8,6 Mio. € als Folge der Aufl ösung aktiver latenter Steuern in Höhe von 3,2 Mio. €, der Umgliederung der Immobilie in Poole, England, von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in 2007 in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte im Jahr 2008 sowie der Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten aus früheren Akquisitio nen (zusammen 1,2 Mio. €) und von Lizenzen (1,0 Mio. €).

VERBINDLICHKEITEN

In 2008 sanken die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 29,4 Mio. € am Jahresende 2007 auf 27,4 Mio. €. Dieser Rückgang hatte seine wesentliche Ursache in der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,8 Mio. €.

Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten in 2008 um 4,1 Mio. € auf 13,9 Mio. € resultierte aus einem Anstieg der langfristigen Umsatzabgrenzung (4,2 Mio. €) aufgrund von im laufenden Jahr und in Vorjahren geschlossenen Verträgen.

KREDIT-RATING

Ein Kredit-Rating stellt eine gegenwärtige Meinung zur Kreditwürdigkeit eines Schuldners in Bezug auf eine spezifi sche Finanzverpfl ichtung dar. MorphoSys wird aktuell von keiner Ratingagentur beurteilt, da Kredite eine verhältnismäßig geringe Bedeutung für die Finanzierung des Konzerns haben.

EIGENKAPITAL

Am 31. Dezember 2008 belief sich das Konzerneigenkapital auf 162,0 Mio. €, verglichen mit 145,5 Mio. € am 31. Dezember 2007 und führte zu einer Eigenkapitalquote von 79,7 % (2007: 78,8 %).

Am 23. Dezember 2008 hat die Gesellschaft einen von der Hauptversammlung am 14. Mai 2008 beschlossenen Aktiensplit der MorphoSys-Aktie im Verhältnis 1:3 durchgeführt.

Die Zahl der ausgegebenen Aktien (nach dem Aktiensplit) betrug zum 31. Dezember 2008 insgesamt 22.478.787, von denen sich 22.398.891 im Umlauf befanden (31. Dezember 2007: 22.160.259 bzw. 22.080.063 Aktien).

Der Anstieg der sich im Umlauf befi ndlichen Aktien um 318.528 Stück resultierte aus der Wandlung von an Mitarbeiter ausgegebenen Schuldverschreibungen und der Ausübung von Aktienoptionen. Im Jahr 2008 wurden 300 der ausgeübten Aktienoptionen mit eigenen Aktien bedient. Der Bestand an eigenen Aktien hat sich entsprechend verringert und belief sich am 31. Dezember 2008 auf 79.896 Stück.

INVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2008 beliefen sich die Investitionen von MorphoSys in Sachanlagen auf 1,6 Mio. € und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € wegen höherer Investitionen in Labor- und Büroausstattung (1,5 Mio. €). Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2008 wie im Vorjahr 1,5 Mio. €.

In 2008 investierte die Gesellschaft 2,2 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte (2007: 11,0 Mio. €). Die Investitionen betrafen hauptsächlich den Erwerb von Lizenzen (1,7 Mio. €) und Software (0,4 Mio. €). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 3,7 Mio. € und lagen damit im Vergleich zu 2007 um 0,7 Mio. € höher.

personal

Seit Gründung des Unternehmens wurde eine starke Unternehmenskultur sowie ein gutes Arbeitsklima geschaff en. Ein gut ausgebildetes und motiviertes Team von Mitarbeitern ist die Basis für den Erfolg von MorphoSys. MorphoSys legt traditionell hohe Maßstäbe an die Fort- und Ausbildungsmöglichkeiten seiner Beschäftigten.

ANZAHL MITARBEITER

Die Mitarbeiterzahl ist in 2008 stark angestiegen. Am 31. Dezember 2008 beschäftigte der MorphoSys-Konzern weltweit 334 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2007: 295), ein Anstieg von 13 % gegenüber dem Vorjahr. Den größten Zuwachs verzeichnete das Segment Therapeutische Antikörper. Im Jahresdurchschnitt 2008 zählte der MorphoSys-Konzern 312 Beschäftigte (2007: 291).

Der durchschnittliche Umsatz pro Kopf blieb gegenüber dem Vorjahr mit 0,21 Mio. € unverändert. Die Personalkosten von MorphoSys beliefen sich in 2008 auf 21,5 Mio. € (ohne Personalaufwand aus der Ausgabe von Aktienoptionen) und lagen damit rund 14 % höher als im Jahr zuvor. Die durchschnittlichen Personalkosten je Beschäftigtem betrugen unverändert zum Vorjahr 64.000 €.

personal nach segmenten und funktionen

2008 2007
PERSONAL GESAMT 334 295
Segment Therapeutische Antikörper 201 167
Segment AbD 133 128
Personal in Forschung und Entwicklung 191 164
Personal in Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung 143 131

Am 31. Dezember 2008 beschäftigte MorphoSys zwei Auszubildende (31. Dezember 2007: zwei).

Im Jahr 2008 wurden bei MorphoSys von Mitarbeitern des Bereichs Forschung und Entwicklung zwei Diplomarbeiten betreut.

QUALIFIKATION, FORT- UND AUSBILDUNG

Bei MorphoSys hat die berufl iche Weiterbildung einen hohen Stellenwert. Das Unternehmen bietet Karrierechancen in den Bereichen Forschung, Produktentwicklung und in einer Vielzahl von leitenden Funktionen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird neben einer breiten Palette berufl icher und persönlicher Entwicklungsprogramme ein Arbeitsum feld geboten, das die Einsatzbereitschaft fördert sowie die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und den verschiedenen Standorten des Unternehmens verbessert.

Zum Jahresende 2008 beschäftigte MorphoSys 91 promovierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2007: 75).

WISSENSCHAFTSKULTUR UND ERFAHRUNGSAUSTUSCH

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter von MorphoSys nutzen verschiedene Möglichkeiten, um Meinungen auszutauschen, wissenschaftliche Problemstellungen zu erörtern sowie metho dische Problemstellungen zu diskutieren. Außerdem

fi ndet ein kontinuierlicher Austausch statt über die neues ten wissenschaftlichen Veröff entlichungen aus dem Antikörperbereich sowie derjenigen Krankheitsgebiete, in denen MorphoSys aktiv ist. MorphoSys fördert aktiv diesen Wissensaustausch, um seine lebendige Biotech-Kultur zu erhalten, die als Basis für den wirtschaftlichen Erfolg von Biotechnologieunternehmen angesehen wird.

LANGFRISTIGE LEISTUNGSBEZOGENE VERGÜTUNG

Ein attraktives Vergütungssystem ist ein Schlüsselfaktor, um Mitarbeiter und Führungskräfte anzuziehen und zu halten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter partizipieren derzeit am operativen und fi nanziellen Erfolg des Unternehmens. MorphoSys bietet allen Beschäftigten leistungsorientierte Bonuszahlungen an. Dieser Bonus ergänzt das bestehende Vergütungssystem und bietet einen zusätzlichen Leistungsanreiz.

Bonuszahlungen an Beschäftigte sind abhängig vom Unternehmenserfolg sowie von der jeweiligen persönlichen Leistung. Mit der Vereinbarung persönlicher Ziele bzw. Abteilungs- und Unternehmenszielen hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, einen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung von MorphoSys zu leisten und an seinem Erfolg teilzuhaben.

Zusätzlich zur leistungsbezogenen Vergütung wurde im Jahr 2008 für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außer dem Vorstand und den Führungskräften ein Gewinnbeteiligungsprogramm eingeführt. Mitglieder des Vorstands sowie der zweiten Führungsebene erhielten im Jahr 2008 Aktienoptionen.

Jedes Jahr werden die Gehälter innerhalb der Biotechnologiebranche sowie mit anderen Industriezweigen verglichen, um angemessene Vergütungsstandards zu gewährleisten.

vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Bestimmungen des Vorstandsvergütungs-Off enlegungsgesetzes sowie die Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus verschiedenen Vergütungskomponenten wie fi xe Bestandteile, einem Bonus, einer mittel- und langfristigen Anreizkomponente sowie zusätzlichen Vergünstigungen. Alle Vergütungspakete werden jährlich vom Vergütungs- und Ernennungsausschuss auf Umfang und Angemessenheit hin überprüft. Die Vergütung richtet sich insbesondere nach den Verpfl ichtungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds, ihrem/ seinem persönlichen Erfolg und dem des Vorstands sowie nach der wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den wirtschaftlichen Aussichten der Gesellschaft in Relation zum Wettbewerb. Alle Vergütungspakete werden mit dem Ergebnis einer Jahresstudie über Vergütungen in der deutschen Biotechnologiebranche (GRS-Studie) verglichen und anderen internationalen Vergleichsstandards gegenübergestellt. Sämtliche Beschlüsse über die Anpassungen der Vergütungspakete werden vom Plenum des Aufsichtsrats gefasst. Die Gehälter des Vorstands wurden zuletzt im Juni 2008 angepasst.

Die Jahresgehälter der Vorstandsmitglieder bestehen aus festen Vergütungsteilen und sonstigen Vergünstigungen, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Firmenwagen, Zuschüssen zu Kranken-, Sozial- und Invaliditätsversicherung sowie aus speziellen Zulagen und Vergünstigungen für ständig im Ausland lebende Vorstandsmitglieder zusammensetzen. Darüber hinaus nehmen alle Vorstandsmitglieder an privaten Pensionsfonds teil, für die MorphoSys die Monatsbeiträge entrichtet. Diese Zahlungen sind in den sonstigen Vergütungen enthalten und belaufen sich auf 10 % des festen Jahresgehalts eines jeden Vorstandsmitglieds zuzüglich der zu entrichtenden Steuern. Zusätzlich wurde während des Jahres 2008 in Zusammenarbeit mit der Allianz-Pensions-Management e.V. eine Unterstützungskasse eingeführt. Die Pensionsverpfl ichtungen aus dieser Unterstützungskasse werden von der Allianz getragen.

Jedes Vorstandsmitglied erhält zusätzlich eine erfolgsabhängige Bonuszahlung. Das Bonussystem wurde im Geschäftsjahr 2008 geändert. Die Bonuszahlung ist nun nur vom Erreichen der Unternehmensziele abhängig, während in den Vorjahren auch individuelle Ziele vereinbart wurden. Die Unternehmensziele werden vom Aufsichtsrat zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres festgelegt. Die Unternehmensziele beziehen sich auf die Entwicklung des Unternehmens gemessen an Umsatz und Jahresergebnis sowie auf die Kursentwicklung der MorphoSys-Aktie, die erfolgreiche Integration von Geschäftseinheiten oder den Abschluss und/oder die Verlängerung wichtiger Kooperationen. Am Jahresende bewertet der Aufsichtsrat den Grad der Zielerreichung und legt den Bonus auf Grundlage der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft unter gebührender Berücksichtigung aller Umstände fest. Der im jeweiligen Geschäftsbericht genannte Bonus bezieht sich auf im voran gegangenen Geschäftsjahr erreichte Ziele.

Im Geschäftsjahr 2008 belief sich die insgesamt an Mitglieder des Vorstands gezahlte Barvergütung auf 1.819.317 € (2007: 1.473.437 €). Die nachfolgende Übersicht zeigt die im Geschäftsjahr 2008 geleistete Vorstandsvergütung in detaillierter und individualisierter Form:

vergütung des vorstands

in € Feste
Vergütung
Erfolgsabhängige
Vergütung
Sonstige
Vergütungen
Gesamtvergütung
2008
Dr. Simon E. Moroney 343.125 240.188 105.2462 688.559
Dave Lemus 241.313 168.919 129.1673 539.399
Dr. Arndt Schottelius1 1.222 - 123.8934 125.115
Dr. Marlies Sproll 231.660 158.895 75.6895 466.244

1 Dr. Arndt Schottelius wurde am 29. Dezember 2008 zum Entwicklungsvorstand bestellt.

2 einschließlich 86.810 € jährliche Beiträge zu privaten Pensionsfonds und Zuschüsse zu Versicherungen

3 einschließlich 61.060 € jährliche Beiträge zu privaten Pensionsfonds und Zuschüsse zu Versicherungen

4 einschließlich 0 € jährliche Beiträge zu privaten Pensionsfonds und Zuschüsse zu Versicherungen

5 einschließlich 58.626 € jährliche Beiträge zu privaten Pensionsfonds und Zuschüsse zu Versicherungen

Die langfristige erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen aus von der Hauptversammlung beschlossenen Plänen zusammen. Hierauf wird nachfolgend in "Vergütung des Vorstands mit Eigenkapitalinstrumenten" eingegangen.

Im Jahr 2008 wurden Mitgliedern des Vorstands 242.979 Aktienoptionen gewährt. Der Wert der an den Vorstand im Rahmen des 2002er Aktienoptionsprogramms für das Geschäftsjahr 2008 ausgegebenen Aktienoptionen belief sich auf 1.037.520 € (2007: Gewährung von 41.619 Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von 191.447 €).

Im Verlauf des Jahres 2008 haben die Mitglieder des Vorstands Wandelschuldverschreibungen oder Aktienoptionen ausgeübt und die daraus entstandenen Aktien wurden anschließend verkauft. Alle Transaktionen wurden wie gesetzlich vorgeschrieben veröff entlicht und auf der Unternehmenswebseite veröff entlicht.

An Vorstandsmitglieder wurden keine Darlehen oder ähnliche Vergünstigungen gewährt. Im Berichtsjahr erhielten die Mitglieder des Vorstands auch keine Vergünstigungen von Dritten, die mit Blick auf ihre Position als Vorstandsmitglied entweder in Aussicht gestellt oder gewährt wurden.

Die Dienstverträge für den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Simon E. Moroney, den Finanzvorstand Herrn Dave Lemus und den Forschungsvorstand Frau Dr. Marlies Sproll wurden im Juni 2008 für weitere drei Jahre verlängert. Herr Dr. Arndt Schottelius wurde am 29. Dezember 2008 zum Entwicklungsvorstand bestellt. Sein Dienstvertrag hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Dr. Schottelius erhielt einen einmaligen Antrittsbonus als Ausgleich für entgangene Bonuszahlungen aus seinem vorherigen Anstellungsvertrag sowie eine Erstattung der Umzugskosten, welche allerdings erst im Geschäftsjahr 2009 bezahlt werden.

Im Fall der Nichtwiederbestellung oder der Nichtverlängerung eines Dienstvertrags steht dem betreff enden Vorstandsmitglied eine Abfi ndung in Höhe eines festen Jahreseinkommens zu. Endet der Dienstvertrag eines Vorstandsmitglieds durch Tod, stehen seinem/ihrem Ehegatten oder Lebens partner(in) das feste Monatsgehalt für den Todesmonat und die nachfolgenden zwölf Monate zu. Im Falle, dass MorphoSys (i) Vermögensgegenstände oder materielle Teile seiner Vermögensgegenstände an nicht-verbundene Dritte überträgt, oder (ii) mit einem nicht-verbundenen Unternehmen verschmolzen wird oder (iii) ein Aktionär mehr als 30 % der Stimmrechte an MorphoSys erwirbt, steht jedem Vorstandsmitglied ein außerordentliches Kündigungsrecht seines Dienstvertrags zu mit Anspruch auf das ausstehende Festgehalt für die vereinbarte Vertragslaufzeit, mindestens jedoch das Zweifache eines festen Jahresgehalts. Darüber hinaus werden in einem solchen Fall alle gewährten Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen mit sofortiger Wirkung ausübbar.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats unterliegt den Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, deren aktuelle Fassung von den Aktionären anlässlich der Hauptversammlung vom 14. Mai 2008 verabschiedet wurde. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex erhalten die Aufsichtsratsmitglieder sowohl eine feste als auch eine erfolgsabhängige Vergütung. Sie bemisst sich nach der Verantwortung und dem Leistungsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie nach der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2008 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt 292.500 € (2007: 298.500 €), ohne Erstattung von Reisekosten. Dieser Betrag setzt sich aus einer festen Vergütung und aus einer variablen Vergütung, den Sitzungsgeldern, zusammen.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Vergütung des Aufsichtsrats im Jahr 2008:

vergütung des aufsichtsrats

in € Feste
Vergütung
Variable
Vergütung
Gesamt -
vergütung
Dr. Gerald Möller, Vorsitzender 57.000 21.500 78.500
Prof. Jürgen Drews, stellvertretender Vorsitzender 42.000 9.500 51.500
Dr. Walter Blättler 27.000 10.500 37.500
Dr. Daniel Camus 28.500 13.500 42.000
Dr. Metin Colpan 28.500 9.500 38.000
Dr. Geoff rey N. Vernon 30.000 15.000 45.000

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfi ehlt eine Vergütung des Aufsichtsrats, die auch auf den langfristigen Erfolg der Gesellschaft bezogene Bestandteile enthält. Im Jahr 2006 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder zusätzlich zur Barvergütung eine umsatzabhängige Vergütung in Form von virtuellen dreijährigen Aktienoptionen ("phantom stocks").

Eine virtuelle Aktienoption stellt einen Anspruch gegenüber der Gesellschaft auf Barzahlung der Diff erenz zwischen dem Aktienkurs am Ende der Haltefrist und dem Ausübungspreis dar. Die Haltefrist für virtuelle Aktienoptionen be trägt drei Jahre. Der Betrag kommt nur dann zur Auszahlung, wenn die Konzernumsatzerlöse der Gesellschaft einen durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von mindestens 20 % aufweisen. Insgesamt dürfen die von der Gesellschaft im Rahmen dieses Plans an alle Aufsichtsratsmitglieder zu leistenden Zahlungen den Betrag von 80.000 € ("Cap") nicht überschreiten. Im Geschäftsjahr 2008 wurden keine weiteren virtuellen Aktienoptionen an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährt.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine Beraterverträge mit aktuellen oder früheren Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Die Gesellschaft hat keine Darlehen an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats gewährt.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS MIT EIGENKAPITAL-INSTRUMENTEN

AKTIENOPTIONEN UND WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN Der Aufsichtsrat entscheidet jedes Jahr auch über die Anzahl der an die Mitglieder des Vorstands zu gewährenden Aktienoptionen oder Wandelschuldverschreibungen.

Seit der Einführung von Vergütungsprogrammen mit Eigenkapitalinstrumenten bei der MorphoSys AG können Aktienoptionen oder Wandelschuldverschreibungen lediglich zweimal im Jahr ausgegeben werden. Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Aktienoptionen, die im Jahr 2008 an Mitglieder des Vorstands ausgegeben wurden (siehe auch "2002er Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramm", Ziff er 19 im Anhang zum Konzernabschluss), und deren potenziellen aktuellen Wert. In 2008 wurden keine Wandelschuldverschreibungen an den Vorstand ausgegeben.

vergütung des vorstands mit eigenkapitalinstrumenten

Beizulegender Beizulegender
Zeitwert Zeitwert
Mitglied Anzahl der Ausübungs Tag der einer Aktien - am Tag der
des Vorstands Aktienoptionen preis in € Gewährung Verfallstermin option in € Gewährung in €
Dr. Simon E. Moroney 110.445 13,03 25. Jan. 2008 25. Jan. 2013 4,27 471.600
Dave Lemus 66.267 13,03 25. Jan. 2008 25. Jan. 2013 4,27 282.960
Dr. Arndt Schottelius1
Dr. Marlies Sproll 66.267 13,03 25. Jan. 2008 25. Jan. 2013 4,27 282.960

1 Dr. Arndt Schottelius wurde am 29. Dezember 2008 zum Entwicklungsvorstand bestellt.

AKTIENOPTIONSPROGRAMME

Das laufende 2002er Aktienoptionsprogramm sieht die Ausgabe von nicht übertragbaren Optionsrechten an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an den Vorstand vor. Die Optionsrechte haben eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Daneben unterliegen sie ab dem Tag der Gewährung einer Sperrfrist von zwei Jahren, nach deren Ablauf der Halter der Optionsrechte diese bis zur ausübbaren Anzahl ausüben kann, vorausgesetzt, der Wert der zu Grunde liegenden Aktie lag an einem Handelstag vor der Ausübung um mindestens 20 % höher als der Börsenkurs am Tag der Gewährung.

WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGSPROGRAMME

Das laufende Wandelschuldverschreibungsprogramm von 2002 sieht die Ausgabe unverzinslicher Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von jeweils 0,33 € an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an den Vorstand vor. Die Berechtigten dürfen die Wandlungsrechte erst nach Ablauf einer Wartefrist von einem Jahr nach dem Tag der Ge währung ausüben. Jede Wandelschuldverschreibung im Nennwert von 0,33 € berechtigt bei Entrichtung des Wandlungspreises zum Tausch in eine nennwertlose Stammaktie der Gesellschaft. Daneben unterliegt die Ausübung der Wandelschuldverschreibungen der Bedingung, dass der Kurs der zu Grunde liegenden Aktie an einem Handelstag vor der Ausübung um mindestens 10 % höher lag als der Börsenkurs am Tag der Gewährung.

Eine ausführlichere Beschreibung der laufenden Aktienoptions- und Wandelschuldverschreibungsprogramme fi ndet sich in den Ziff ern 18 und 19 im Anhang zum Konzernabschluss.

a nga ben gem äss w ert pa pier erw er bs und übernahmegesetz

Die nachfolgenden Angaben werden in Übereinstimmung mit § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) gegeben.

ZUSAMMENSETZUNG DES AKTIENKAPITALS

Am 31. Dezember 2008 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 22.478.787 €, eingeteilt in 22.478.787 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Aktien. Mit Ausnahme von 79.896 eigenen Aktien handelt es sich ausnahmslos um stimmberechtigte Stammaktien. Dem Vorstand sind keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Stimm- oder Übertragungsrechte der Aktien bekannt. Dies bezieht sich auch auf

Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben können. Der Gesellschaft sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen an ihrem Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte übersteigen, gemäß § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gemeldet worden. Es gibt keine Inhaber mit Sonderrechten oder einer sonstigen Stimmrechtskontrolle.

KAPITALANTEILE VON ÜBER 10 % DER STIMMRECHTE

Es gibt keine direkte oder indirekte Kapitalbeteiligung an der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte übersteigt.

BESTELLUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDS-MITGLIEDERN, SATZUNGSÄNDERUNGEN

Gemäß § 6 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, wobei der Aufsichtsrat die genaue Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen oder mehrere stellvertretende Vorsitzende des Vorstands ernennen. Gemäß § 20 der Satzung bedürfen Satzungsänderungen einer Mehrheit von mehr als 50 % des auf der Hauptversammlung vertretenen stimmberechtigten Aktienkapitals, sofern nicht eine abweichende Mehrheit gesetzlich vorgeschrieben wird.

ERMÄCHTIGUNG DES VORSTANDS ZUR AUSGABE VON AKTIEN

Die Aktionäre haben dem Vorstand die nachfolgenden Befugnisse zur Ausgabe neuer Aktien oder Wandelschuldverschreibungen oder zum Rückkauf eigener Aktien erteilt:

a) Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Barund/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um bis zu 8.864.103 € durch Ausgabe von bis zu 8.864.103 neuen und auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008-I). Der Vorstand ist berechtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter folgenden Bedingungen auszuschließen:

  • i) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit dies zur Vermeidung von Spitzenbeträgen erforderlich ist; oder
  • ii) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, soweit die neuen Aktien zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Patenten, Lizenzen oder anderen gewerblichen Schutzrechten oder einer einen Betrieb bildenden Gesamtheit von Wirtschaftsgütern dienen; oder
  • iii) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit die neuen Aktien im Zuge einer Börseneinführung an einer Wertpapierbörse platziert werden.
  • b) Gemäß § 5 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um bis zu 2.216.025 € durch Ausgabe von bis zu 2.216.025 neuen und auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008-II). Der Vorstand ist berechtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter folgenden Bedingungen auszuschließen:
  • i) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit dies zur Vermeidung von Spitzenbeträgen erforderlich ist; oder
  • ii) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit der Ausgabepreis für die neuen Aktien nicht substanziell unter dem Börsenkurs für bereits be stehende Aktien zum Ausgabezeitpunkt liegt.
  • c) Gemäß § 5 Abs. 6 b der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 5.488.686 €, eingeteilt in bis zu 5.488.686 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2006-I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als (i) die Inhaber von Optionen und/oder Wandelschuldverschreibungen von bis zum 30. April 2011 durch die Gesellschaft gemäß Hauptversammlungsbeschluss begebenen Options- und/oder Wandlungsrechten Gebrauch

machen oder (ii) die Inhaber ihre Pfl icht zur Wandlung erfüllen. Das gleiche triff t für Inhaber von Optionen und/ oder Wandelschuldverschreibungen zu, die von in- oder ausländischen 100 %igen Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft begeben wurden.

d) Des Weiteren gibt es ein Bedingtes Kapital 1998-I in Höhe von bis zu 39.285 € (§ 5 Abs. 4 der Satzung), ein Bedingtes Kapital 1999-I in Höhe von bis zu 643.425 € (§ 5 Abs. 6 a der Satzung), ein Bedingtes Kapital 2003-II in Höhe von bis zu 1.364.532 € (§ 5 Abs. 6 c der Satzung) und ein Bedingtes Kapital 2008-II in Höhe von bis zu 1.533.315 € (§ 5 Abs. 6 d der Satzung) und ein Bedingtes Kapital 2008-III in Höhe von bis zu 450.000 € (§ 5 Abs. 6 e der Satzung). Diese bedingten Kapitalia dienen der Aus gabe von Options- und Wandlungsrechten an Mitglieder des Vorstands und an Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften.

ERMÄCHTIGUNG DES VORSTANDS ZUM RÜCKKAUF VON AKTIEN

  • e) Gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung 2008 ist die Gesellschaft bis zum 31. Oktober 2009 dazu ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach freiem Ermessen des Vorstands entweder als Kauf über die Börse oder mittels eines öff entlichen Kaufangebots. Die erworbenen eigenen Aktien können wie folgt verwendet werden:
  • i) mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Einziehung; oder
  • ii) zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einer Beteiligungsgesellschaft eingeräumt wurden; oder
  • iii) als Akquisitionswährung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, betrieblichen Vermögenswerten, gewerblichen Schutzrechten oder Lizenzen.

BESTIMMUNGEN IM FALLE EINES EIGENTÜMERWECHSELS

WESENTLICHE KONDITIONIERTE VERTRÄGE

MorphoSys hat seine ursprüngliche Vereinbarung aus dem Jahr 2004 mit der Novartis Pharma AG auf dem Gebiet der pharmazeutischen Forschung erweitert. In bestimmten Fällen eines Eigentümerwechsels im Zusammenhang mit bestimmten Unternehmen, ist die Novartis Pharma AG berechtigt aber nicht verpfl ichtet, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, unter anderem auch die teilweise oder vollständige Kündigung der Kooperationsvereinbarung.

Als Kontrollwechsel gilt der Erwerb von 30 % oder mehr der Stimmrechte an der Gesellschaft – auch im Wege der Stimmrechtszurechnung – im Sinne der §§ 29 und 30 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG). Die Kündigung der Kooperationsvereinbarung durch die Novartis Pharma AG, könnte sich in erheblichem Maße nachteilig auf die zukünftige Liquidität der Gesellschaft auswirken.

VORKEHRUNGEN FÜR MITGLIEDER DES VORSTANDS FÜR DEN FALL EINES EIGENTÜMERWECHSELS

Nach einem Eigentümerwechsel ("Change of Control") können Vorstandsmitglieder ihre Anstellungsverträge außerordentlich kündigen und die ausstehende Festvergütung bis zum Ende der Vertragslaufzeit oder eine zweifache Jahresvergütung – je nachdem, welcher Betrag höher ist – verlangen. Des Weiteren gelten in einem solchen Fall alle gewährten Optionen und Wandelschuldverschreibungen als mit sofortiger Wirkung ausübbar. Letzteres triff t auch für einen Teil der Abteilungsleiter zu, denen Optionen oder Wandlungsrechte gewährt wurden.

risiken und chancen

RISIKOMANAGEMENT UND CONTROLLING

In Übereinstimmung mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hat MorphoSys über alle Funktionen und Abläufe hinweg ein umfassendes

und effi zientes System eingerichtet, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, zu übermitteln und zu bewältigen. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betriebliche Verluste mit geeigneten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten und Existenz gefährdende Risiken zu vermeiden. Auf Konzernebene erfolgen regelmäßige Risikoanalysen auf allen funktionalen Ebenen der Gesellschaft einschließlich Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie in unseren Beteiligungsgesellschaften im Ausland. Zweimal jährlich überprüfen alle Mitglieder des Senior Managements die möglichen Risiken in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen. Alle identifi zierten Risiken werden quantifi ziert und signifi kante Änderungen von wesentlichen Risiken direkt an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Unvorhergesehene Risiken werden sofort weitergeleitet.

RISIKEN

Die MorphoSys AG ist ein weltweit aktives Unternehmen, dessen unternehmerische Tätigkeit mit verschiedenen Risiken behaftet ist, die viele Geschäftsfunktionen betreff en können. Jedes dieser Risiken könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MorphoSys haben.

ALLGEMEINE RISIKEN

MorphoSys ist den typischen Branchen- und Marktrisiken ausgesetzt, die mit der Entwicklung von vollständig humanen Antikörpern für den Gebrauch in Forschung, Diagnostik und Therapie einhergehen. Es ist bekannt, dass die Entwicklung von Medikamenten unter Inkaufnahme hoher Ausfallraten zehn bis 15 Jahre erfordert. MorphoSys minimiert diese Risiken, indem das Unternehmen seine Produkte zusammen mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen entwickelt, die für die klinische Entwicklung und die anschließende Vermarktung verantwortlich sind. Es besteht generell die Gefahr, dass keines der Antikörperprodukte aus der gegenwärtigen Antikörperpipeline von MorphoSys erfolgreich entwickelt werden kann. In seinem zweiten Geschäftssegment stellt der MorphoSys-Konzern Antikörper für Forschung und Diagnostik her. Hier besteht die Gefahr, dass diese Produkte nicht den Anforderungen der Kunden genügen oder andere Produkte günstiger angeboten werden. Es besteht das Risiko, dass die Umsätze und Gewinne in Segment AbD nicht das vom Management erwartete Niveau erreichen.

RISIKEN DER PRODUKTENTWICKLUNG

MorphoSys entwickelt therapeutische Antikörper für seine kommerziellen Partner und zunehmend auch auf eigene Rechnung. Daher umfasst die Produktpipeline von MorphoSys Entwicklungsprogramme für therapeutische Antikörper, die die Gesellschaft entweder gemeinsam mit Partnern oder in Eigenregie durchführt. Diese Programme können aufgrund zahlreicher Risiken, die in der Natur der Entwicklung von medizinischen Wirkstoff en liegen, scheitern. Produktkandidaten erfordern präklinische Studien und eine klinische Erprobung am Menschen sowie eine behördliche Zulassung für die anschließende Vermarktung. Es gibt viele Schwierigkeiten und Ungewissheiten, die bei der Forschung und Entwicklung eines neuen Produkts auftreten können. Die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung von Krankheiten birgt hohe Ausfallraten. Die Entwicklung eines Medikaments vom Forschungsstadium bis zur Marktreife kann länger als zehn Jahre dauern, und die Entwicklung kann zu jedem Zeitpunkt scheitern, auch nachdem bereits erhebliche Beträge investiert worden sind. Dies hat zur Folge, dass ein erhebliches Risiko besteht, dass Mittel, die in unsere eigene Produktpipeline oder in unsere Partnerprogramme investiert werden, keinen fi nanziellen Gewinn erzielen werden. Das größte Risiko besteht in unerwarteten Verzögerungen in der Produktentwicklung, sich verschlechternden Konditionen für die Auslizenzierung wie geringeren erfolgsabhängigen Zahlungen und Tantiemen, sowie abnehmenden Verkaufszahlen und zunehmenden Ausfallraten. Bislang hat keiner der Lizenznehmer oder Kooperationspartner von MorphoSys ein Produkt auf den Markt gebracht, das auf der HuCAL-Technologie der Gesellschaft beruht, und es wird nicht davon ausgegangen, dass auf HuCAL beruhende Produkte in den nächsten Jahren die Marktreife erlangen

werden. Zudem hat bislang keiner der HuCAL-basierten Produktkandidaten alle Phasen der klinischen Erprobung und das behördliche Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Präklinische Studien und die Studien der nachfolgenden Phase 1 und 2 erlauben keine Vorhersage, geben keinerlei Gewähr hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit am Menschen und lassen nicht ohne Weiteres Rückschlüsse auf die möglichen Ergebnisse der entscheidenden klinischen Erprobung am Menschen zu.

AKQUISITIONSRISIKEN

In den Jahren 2005 und 2006 erwarb MorphoSys die Biogenesis-Gruppe und die Serotec-Gruppe, wodurch die Gesellschaft Zugang zu neuen Absatzwegen und Vertriebskanälen erlangte. In der Zukunft könnte MorphoSys weitere Unternehmen oder Technologien erwerben, um seinen Marktanteil zu erhöhen und bestehendes Geschäft zu ergänzen. Der Erwerb von Unternehmen kann MorphoSys Risiken aussetzen, die mit der Integration der neuen Technologien, Geschäftseinheiten und Standorte sowie des Personals verbunden sind, sowie dem Risiko, dass den Anschaff ungskosten nicht entsprechende Umsätze gegenübergestellt werden können, dass Eigenkapitalinstrumente ausgegeben werden und dies zu einer Verwässerung führt, dass das gute Verhältnis zu den Angestellten und den Kunden nicht aufrecht erhalten wer den kann und dass zusätzliche Kosten in Form zukünftiger Abschreibungen oder Wertminderungen von erworbenen immateriellen Vermögenswerten oder möglichen Geschäften anfallen. Falls sich mit den hier genannten Risiken nicht auseinander gesetzt wird, könnte dies dazu führen, dass das Unternehmen den erwarteten Nutzen der Akquisitionen nicht in einem angemessen Zeitrahmen realisieren kann.

RISIKEN AUS WETTBEWERB UND TECHNOLOGIEWANDEL Das unternehmerische Umfeld von MorphoSys ist von einem raschen technologischen Wandel, Innovationen sowie einem intensiven Wettbewerb geprägt. Zu den Wettbewerbern von MorphoSys zählen etablierte Pharma-, Chemie- und Biotechnologieunternehmen, die über vergleichsweise größere fi nanzielle und technische Ressourcen wie auch größere Ressourcen in den Bereichen F&E, Personal sowie Marketing und Vertrieb verfügen. Sie haben auch erheblich mehr Erfahrung auf den Gebieten Entwicklung, Herstellung, Marketing und bei der Unterstützung von neuen Technologien und Produkten. Darüber hinaus sind verschiedene Forschungs- und wissenschaftliche Institute in ähnlichen Bereichen wie MorphoSys tätig.

Es gibt keine Garantie dafür, dass Wettbewerber der Gesellschaft sich nicht momentan oder in der Zukunft mit der Entwicklung von Technologien und Produkten befassen, die gleichwertig oder eff ektiver sind, günstigere Nebeneff ekt-Profi le aufweisen und/oder wirtschaftlicher sind als irgendeine derzeitige oder künftige Technologie oder ein Produkt von MorphoSys. Medikamente von Wettbewerbern könnten schnellere oder größere Marktakzeptanz gewinnen als Medikamente der Gesellschaft. Medizinischer Fortschritt oder rasche technologische Entwicklung der Wettbewerber könnten bewirken, dass Medikamentenkandidaten der Gesellschaft nicht mehr wettbewerbsfähig oder veraltet sind, bevor die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Forschungs-, Entwicklungsund Vermarktungskosten zu erwirtschaften. Sollten sich die Gesellschaft oder ihre Medikamentenkandidaten im Wettbewerb nicht behaupten, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft haben.

Das erste in den Markt eingeführte Pharmaprodukt genießt in der Regel einen erheblichen Vorteil gegenüber später eingeführten Produkten, vor allem deshalb, weil spätere Marktteilnehmer die besseren Eigenschaften ihrer Produkte im Vergleich zu bereits eingeführten Produkten nachweisen müssen. MorphoSys arbeitet unter dem Risiko, dass sich von seinen Wettbewerbern entwickelte Technologien und Produkte als sicherer, kostengünstiger und eff ektiver herausstellen als seine eigenen. Zudem besteht das Risiko, dass mithilfe dieser Technologien Produkte hergestellt werden, die früher auf den Markt kommen und erfolgreicher sein könnten als die von MorphoSys entwickelten.

PRODUKTRISIKEN

Die Vermarktung und der Verkauf von Antikörperprodukten und -dienstleistungen für bestimmte Anwendungen sind einem möglichen Produkthaftungsrisiko ausgesetzt. Die Gesellschaft kann nicht davon ausgehen, dass in Zukunft keine Produkthaftungsklagen gegen sie vorgebracht werden. MorphoSys verfügt gegenwärtig über eine Produkthaftpfl ichtversicherung; es gibt jedoch keinerlei Gewähr, dass dieser Versicherungsschutz zu vertretbaren Kosten und akzeptablen Konditionen aufrecht erhalten werden kann oder dass er ausreicht, um MorphoSys gegen eine Klage oder einen Verlust oder gegen alle möglichen Klagen oder Verluste zu schützen.

MorphoSys ist dem Risiko von Produkthaftungsklagen ausgesetzt, das klinischen Erprobungen eigen ist, und könnte im Zusammenhang mit der klinischen Erprobung von Medikamentenkandidaten am Menschen Klagen ausgesetzt sein. Da das Unternehmen bislang noch kein pharmazeutisches Produkt vermarktet, verfügt es für seine klinischen Erprobungen lediglich über eine Probandenversicherung. Darüber hinaus könnten Produkthaftungsklagen erhebliche fi nanzielle Mittel und Managementkapazitäten binden, dem Ansehen des Un ternehmens abträglich sein, falls der Markt dessen Medikamentenkandidaten infolge unerwarteter Nebeneff ekte als unsicher oder unwirksam erachtet, und die künftige Entwicklung oder Vermarktung von Medikamenten oder Medikamentenkandidaten des Unternehmens einschränken oder verhindern.

ABHÄNGIGKEIT VOM GESUNDHEITSWESEN UND VON AUSGABEN DER PHARMAINDUSTRIE

MorphoSys ist abhängig von verschiedenen Einnahmequel len, insbesondere von Gebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen von Lizenznehmern und Kooperationspartnern, von der Verfassung der öff entlichen Haushalte und der Finanzmärkte, von Regierungen und staatlichen Gesundheitsbehörden, von Forschungsinstituten, privaten Krankenversicherern und anderen Organisationen. Ein Teil der von

MorphoSys erwirtschafteten Umsatzerlöse stammt aus der Zusammenarbeit mit Partnern unter anderem aus der Pharma branche. Viele Kooperations- und/oder Auslizenzierungsverträge sehen Meilensteinzahlungen und Gebühren vor, die bei Erfüllung bestimmter Kriterien fällig werden. MorphoSys hat keinen Einfl uss darauf, ob seine Kooperationspartner oder Lizenznehmer diese Meilensteine erreichen oder ob auf seiner Technologie basierende Produkte von seinen Partnern überhaupt weiterentwickelt werden. Es besteht ein potenzielles Risiko, das die Hauptkunden der Gesellschaft, Lizenznehmer und Partnerunternehmen ihre erwarteten Forschungsinvestitionen für Produktentwicklungen aufgrund von internen Konsolidierungsprozessen oder beeinfl usst durch gesetzliche Reformen kürzen könnten. Ferner kann ein negativer Einfl uss auf die Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden, wenn sich die Forschungsprioritäten in Bezug auf therapeutische Antikörper im Fall einer Übernahme der wichtigsten Kunden durch andere Pharmafi rmen oder Fusionen ändern oder aber wichtige Partner Insolvenz anmelden müssten. Darüber hinaus könnten Pharmaunternehmen eher versuchen, Produkte einzulizenzieren, die sich wie beispielsweise Phase-2- oder Phase-3-Präparate bereits in einem relativ fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befi nden, im Gegensatz zu weniger weit entwickelten Produktkandidaten im präklinischen Stadium. Als Folge könnten Produkte aus der Pipeline von MorphoSys noch für gewisse Zeit ein nicht genügend fortgeschrittenes Entwicklungsstadium aufweisen, um für diese Pharmaunternehmen von Interesse zu sein. Das Unternehmen kann daher keine Gewähr dafür geben, dass aus seinen bestehenden Partnerschaften fortlaufend Umsatzerlöse erzielt werden.

RISIKEN IN VERBINDUNG MIT GEISTIGEM EIGENTUM MorphoSys war in der Vergangenheit Beteiligter in Gerichtsverfahren in Deutschland oder im Ausland – auch in den USA –, die durch die Gesellschaft selbst eingereichte oder gegen sie erhobene Klagen wegen angeblicher Lizenz- oder Patentverletzungen im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs zum Gegenstand hatten. Nach der Beilegung des Patentstreits mit Applied Molecular Evolution/Eli Lilly im September 2005 sind derzeit keine signifi kanten Patentstreitigkeiten anhängig. Allerdings sind die Gebiete der rekombinanten Antikörperbibliotheken und der Phagen-Display-Technologie, auf denen sich die Gesellschaft betätigt, relativ neu, und die Frage des geistigen Eigentums der verschiedenen beteiligten Parteien ist komplex und prozess anfällig. Daher kann MorphoSys keine Garantie dafür übernehmen, dass keine weiteren Patentklagen durch Unternehmen eingereicht werden, die erteilte Patente oder solche besitzen, die gegenwärtig noch nicht erteilt sind bzw. von denen die Gesellschaft gegenwärtig keine Kenntnis hat. Jedes eingeleitete Verfahren, das zu Ungunsten von MorphoSys entschieden wird, könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf dessen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

FINANZIERUNGSRISIKEN

MorphoSys wird auch zukünftig einen erheblichen Kapitalbedarf haben. Der Kapitalbedarf wird von vielen Faktoren abhängen, unter anderem von der Fähigkeit der Gesellschaft, Lizenznehmer zu fi nden sowie von dem Erfolg solcher bestehender Kooperationen in Bezug auf Umsatzerlöse (zum Beispiel aus Lizenzgebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen). Die Kosten der präklinischen Studien für Produkte und Technologien von MorphoSys und die Kosten der Patentanmeldung sowie der Verteidigung und Durchsetzung von Patentrechten könnten die Erträge aus diesen Produkten übersteigen. Die Gesellschaft könnte in künftigen Jahren auch in die Lage kommen, weitere Finanzmittel aufnehmen zu müssen; sie kann jedoch keine Gewähr dafür übernehmen, dass ihr im Bedarfsfall ausreichende Finanzmittel zu annehmbaren Konditionen oder überhaupt zur Verfügung stehen werden. Sollten ausreichende Finanzmittel nicht oder nicht zu annehmbaren Konditionen zur Verfügung stehen, könnte MorphoSys gezwungen sein, seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Produktion oder Marketing einzuschränken. Jede dieser Entwicklungen könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MorphoSys haben. Für den Fall, dass die Gesellschaft zusätzliches Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien aufnimmt, könnten bestehende Aktionäre möglicherweise eine Verwässerung ihrer Anteile erleiden.

WÄHRUNGS- UND ZINSRISIKEN

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in Euro erstellt. Ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse und Aufwendungen fällt in anderen Währungen als dem Euro an. Wenngleich der Euro die vorherrschende Währung darstellt, könnten andere Währungen, insbesondere der US-Dollar und das britische Pfund sowie in geringerem Maße der Schweizer Franken und der japanische Yen, Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro ausgesetzt sein und folglich das Finanzergebnis beeinfl ussen. MorphoSys prüft im Jahresverlauf die Notwendigkeit von Kurssicherungsgeschäften zur Minimierung des Währungsrisikos und versucht, diesem Risiko durch ein Kurssicherungsprogramm im erforderlichen Umfang zu begegnen.

Die Zinserträge der zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswerte der Gesellschaft unterliegen der Veränderung der jeweiligen Marktzinssätze. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere werden grundsätzlich bei drei Finanzinstituten in Deutschland gehalten. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Posi tionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, und deren Bonität und kann derzeit kein Risiko der Nichterfüllung erkennen.

ABHÄNGIGKEIT VON WICHTIGEN MITARBEITERN

MorphoSys hatte bisher keinerlei Schwierigkeiten, Führungskräfte oder wissenschaftliche Mitarbeiter einzustellen oder zu halten. Die Fähigkeit, jederzeit qualifi ziertes Fachpersonal zu gewinnen und zu halten, ist für den Unternehmenserfolg von entscheidender Bedeutung. Vor dem Hintergrund des heftigen Wettbewerbs um erfahrene Wissenschaftler zwischen

einer Reihe von Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie wissenschaftlichen und anderen Forschungsinstituten kann es keine Gewähr geben, dass MorphoSys künftig in der Lage sein wird, das benötigte Personal zu vertretbaren Konditionen einzustellen und zu halten. Für geplante geschäftliche Aktivitäten wird ebenfalls zusätzliches Personal mit Expertise auf unterschiedlichen Gebieten, unter anderem mit Managementerfahrung, erforderlich werden. Sollte die Gesellschaft nicht in der Lage sein, dieses Personal einzustellen oder die erforderliche Expertise intern selbst aufzubauen, könnte dies erhebliche nachteilige Auswirkungen auf ihre operative Tätigkeit haben.

SONSTIGE RISIKEN

Über die genannten Risiken hinaus überwacht MorphoSys ständig die Einhaltung der anzuwendenden Vorschriften für Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie der betrieblichen Richtlinien wie auch aller übrigen zu beach tenden Gesetzes- und Branchenvorschriften. MorphoSys hat Vorkeh rungen getroff en um sicherzustellen, dass alle diese Vorschriften an jedem seiner Standorte eingehalten werden. Um die vielfältigen Risiken in den Bereichen Steuer-, Gesellschafts-, Arbeits- und Wettbewerbsrecht, geistiges Eigentum und sonstiges Recht auf ein Minimum zu reduzieren, fällt die Unternehmensleitung ihre Entscheidungen und formuliert ihre Richtlinien und Arbeitsabläufe nach Beratung mit externen und internen Experten. Neben den hier beschriebenen Risiken könnte es andere Risiken geben, die MorphoSys entweder als unbedeutend einschätzt oder von denen MorphoSys zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Geschäftsberichts keine Kenntnis hat.

ALLGEMEINE EINSCHÄTZUNG DER RISIKOSITUATION Der Vorstand von MorphoSys analysiert fortlaufend mögliche Risiken, die sich teilweise oder vollständig der Kontrolle des Unternehmens entziehen wie beispielsweise die allgemeine Entwicklung von nationalen Ökonomien und der Weltwirtschaft. Potenzielle Risiken betreff en auch Faktoren,

auf die das Unternehmen einwirken kann. Hierzu zählen operative Risiken, die im Rahmen des Risikomanagementsys tems frühzeitig erkannt und analysiert werden können. Erforderlichenfalls können Gegenmaßnahmen ergriff en werden.

Nach heutigem Kenntnisstand stehen die wesentlichsten Risiken im Zusammenhang mit der eigenen Produktentwicklung, wichtigen Verträgen sowie dem Unternehmenserfolg bedeutender Kunden.

CHANCEN

Dank seiner international ausgerichteten Strategie ver fügt MorphoSys für die kommenden Jahre über gute Wachstumsaussichten. Durch die Ausweitung seiner Expertise bei der Herstellung, Charakterisierung, Produktion und klinischen Entwicklung von therapeutischen Antikörpern kann MorphoSys sein Profi l im Bereich der Gesundheitsvorsorge systematisch schärfen. Daneben bemüht sich das Segment AbD um eine Erhöhung seines Marktanteils bei Forschungsund diagnostischen Antikörpern. MorphoSys ist davon überzeugt, dass seine HuCAL-Technologie den Kunden in den Märkten für Forschungsantikörper und Diagnostika entscheidende Vorteile bietet.

ALLGEMEINE AUSSAGE ZU DEN CHANCEN

Angesichts der steigenden Lebenserwartung der Menschen in den Industriestaaten und des wachsenden Verständnisses in Bezug auf Krankheiten bleibt der Bedarf an innovativen Therapeutika und neuen Technologien weiterhin hoch. Der wachsenden Nachfrage in der Gesundheitsvorsorge nach neuen Behandlungsmöglichkeiten wird nicht allein mit der Anwendung bestehender Therapieformen Rechnung getragen, sondern auch durch neue Therapien. Diese leiten sich aus dem verbesserten Verständnis der biologischen Abläufe von Krankheiten und der Anwendung neuer Technologien ab. Innovative neue Produkte wie beispielsweise humane Antikörper sind in den letzten Jahren auf den Markt gekommen, die therapeutische Ansätze verändern und die Lebens -

qualität von Patienten verbessern. Ferner verstärken in Folge des starken Wettbewerbs unter den Generikaunternehmen fast alle Pharmaunternehmen ihr Engagement im Bereich biotechnologisch entwickelter Medikamente wie humane Antikörper. Therapieformen auf der Basis biologischer Wirkstoff e sind weniger dem Wettbewerb durch Generika ausgesetzt, als z.B. kleine Moleküle, da die Herstellung dieser Wirkstoff e weitaus komplexer ist. Um die Entwicklungspipeline zu füllen, engagieren sich alle bedeutenden Pharmaunternehmen in biologischen Therapien. Daher sind die Nachfrage nach Antikörpern und das Interesse der Industrie an dieser Medikamentenklasse in den letzten 12 bis 24 Monaten enorm gestiegen, was seinen deutlichen Widerhall in verschiedenen Akquisitionen und bedeutenden Lizenzvereinbarungen auf diesem Gebiet fi ndet. Die Verwendung von Antikörpern in der Therapie, für Forschungszwecke und für diagnos tische Anwendungen bedeutet künftige Wachstumschancen für MorphoSys.

MARKTCHANCEN

MorphoSys ist der Ansicht, dass seine Antikörper-Plattform HuCAL in der Lage ist, Produkte, die auf einen erheblichen medizinischen Bedarf zielen und gleichzeitig neue Forschungswerkzeuge darstellen, möglicherweise preiswerter und schneller herzustellen.

THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER

MorphoSys hat sich als einer der führenden Anbieter von vollständig menschlichen therapeutischen Antikörpern etabliert. Im Verlauf der letzten drei Jahre hat sich die Wettbewerbsintensität im Bereich Antikörper durch die Übernahme mehrerer Wettbewerber deutlich abgeschwächt. Nur noch wenige unabhängige Unternehmen bieten Technologien zur Entwicklung vollständig menschlicher Antikörper an. In den letzten Jahren hat MorphoSys ein starkes internationales Patentportfolio aufgebaut und sich damit die Möglichkeit bewahrt, seine Technologien weltweit einzusetzen und zu vermarkten.

Durch die Zusammenarbeit mit einer Reihe von Unternehmen bei der Medikamentenentwicklung konnte MorphoSys sein Risikoprofi l deutlich senken. Mit seinen derzeit laufenden 55 Entwicklungsprogrammen für therapeutische Antikörper, die zusammen mit Partnern betrieben werden, sind die Chancen für MorphoSys sehr viel größer, fi nanziell an der Vermarktung eines Medikaments oder mehrerer Medikamente zu partizipieren, als wenn sich die Gesellschaft auf einzelne Entwicklungsprogramme konzentrieren würde. Ende 2007 hat MorphoSys eine umfangreiche strategische Allianz mit Novartis vereinbart, die MorphoSys für die kommenden zehn Jahre vertraglich vereinbarte Zahlungen zusichert. Im Rahmen der Kooperation hat MorphoSys Mitentwicklungssoptionen mit der Möglichkeit, neue Antikörpertherapeutika zusammen mit einem erfahrenen Pharmapartner zu entwickeln. Die vertraglich zugesicherten Zahlungen werden MorphoSys in die Lage versetzen, seine Investitionen in die Entwicklung eigener Medikamente zu erhöhen.

AKQUISITIONSCHANCEN

MorphoSys hat in der Vergangenheit seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, das Unternehmenswachstum durch Akquisitionen zu beschleunigen. Das Unternehmen wird möglicherweise auch in der Zukunft eine Akquisitionsstrategie nutzen, um das organische Wachstum zu verstärken und seinen Marktanteil weiter auszubauen, sich Zugang zu Patenten und Lizenzen für die eigene Technologie- und Produktentwicklung zu sichern oder um andere wichtige Unternehmenswerte zu erwerben. Im gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Umfeld befi ndet sich die Gesellschaft in einer stärkeren Verhandlungsposition für den Abschluss wertsteigernder Transaktionen als die überwiegende Zahl der Biotechnologie-Unternehmen, die mit Finanzengpässen zu kämpfen haben. Dies könnte zum Abschluss solcher Transaktionen zu vorteilhaften Konditionen führen.

nachtragsbericht

Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine berichtspfl ichtigen Vorkommnisse ereignet.

ausblick und prognose

MorphoSys konzentriert sich auf die Entwicklung von vollständig menschlichen Antikörpern und beabsichtigt, seine Position in den kommenden Jahren in den für seine Produkte aussichtsreichsten Märkten weiter auszubauen. Die Stra tegie des Unternehmens sieht vor, die Maßnahmen zur Entwicklung eigener Wirkstoff e auf eine noch breitere Basis zu stellen um lukrative Möglichkeiten im Markt für therapeutische Antikörper zu erschließen. Darüber hinaus plant MorphoSys, seinen Marktanteil auf den Gebieten der Forschung und insbesondere der Diagnostik zu steigern. Der Markt für Diagnostika stellt einen besonders lukrativen Markt für die Technologie des Unternehmens dar.

STRATEGISCHER AUSBLICK

Das Geschäftsmodell von MorphoSys basiert hauptsächlich auf seiner fi rmeneigenen HuCAL-Technologie, die für die Entwicklung innovativer Medikamente, aber auch für Anwendungen in der Forschung und Diagnostik eingesetzt wird. Seit dem Jahr 2004 betreibt MorphoSys sein Geschäft in zwei operativen Segmenten, nämlich dem Segment Therapeuti sche Antikörper, das die Medikamentenentwicklung mit Partnern und in Eigenregie umfasst, und dem Segment Forschungsantikörper (AbD) für Forschungszwecke. Aus der Sicht heutiger Planung beabsichtigt MorphoSys, künftig sein Geschäft in drei operativen Segmenten zu verfolgen. In 2009 wird MorphoSys ein drittes Segment etablieren, um unabhängig von seinen Geschäftsaktivitäten mit Partnerunternehmen Nutzen aus der wachsenden Bedeutung und der unterschiedlichen Natur seiner fi rmeneigenen Medikamentenentwicklung zu ziehen.

Im Bereich der therapeutischen Antikörper wird MorphoSys einen Teil seiner im Rahmen langfristiger Entwicklungskooperationen zugesicherten Cashfl ows zur Ausweitung und Stärkung der fi rmeneigenen Pipeline, des zukünftig dritten Segments, einsetzen. Die Gesellschaft entwickelt therapeutische Antikörper auf eigene Rechnung, indem sie Medikamentenkandidaten in den meisten Fällen bis zum klinischen Wirksamkeitsnachweis entwickelt, bevor sie einen Partner für die Vermarktung sucht. Die fi rmeneigene Pipeline soll jedoch nicht allein durch den Start von de-novo-Programmen erweitert werden, sondern auch durch Einlizenzierung oder möglicherweise durch Firmenzukäufe, um sich Zugang zu interessanten krankheitsrelevanten Zielmolekülen oder Medikamentenkandidaten zu sichern. Ferner könnte MorphoSys mit anderen Biotechnologie- oder Pharmaunternehmen gemeinsame Entwicklungsprojekte für HuCAL-Antikörper starten und seine Pipeline so weiter diversifi zieren.

Daneben wird die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern im Rahmen der MorphoSys-Kooperationen fortgeführt. Die mit Partnern betriebene Pipeline für Therapeutika soll weiter reifen und in den kommenden Jahren wachsen, wobei sich die Ausfallrate aufgrund des fortschreitenden Stadiums der Entwicklungsprogramme erhöhen könnte.

Im Segment AbD liegt das Umsatzwachstum etwas unter den Erwartungen. Der weltweite Konjunkturrückgang und die ungünstigen Wechselkursentwicklungen ließen die Wachstumsraten schrumpfen. Dennoch geht MorphoSys davon aus, seinen Marktanteil bei Forschungsantikörpern und insbesondere bei diagnostischen Anwendungen ausweiten zu können. Die Ergebnismarge wird nach der derzeitigen Einschätzung der Gesellschaft in dem Maße weiter wachsen, in dem die Skaleneff ekte zum Tragen kommen.

KÜNFTIGE KONJUNKTURENTWICKLUNG

Die EU-Kommission rechnet für 2009 mit einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von weniger als 1 % und damit mit einer weltweiten Rezession. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts könnte im Jahr 2010 wieder gering fügig zulegen.

Die US-Regierung hat Pläne für ein Konjunkturprogramm in Höhe von 825 Mrd. US\$ veröff entlicht. Die deutsche Regierung hat ähnliche Schritte unternommen und einem Konjunkturpaket von 50 Mrd. € zugestimmt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht abgeschätzt werden, in welchem Maße die in den USA und in Europa verabschiedeten Konjunkturbelebungsprogramme den weltweiten Konjunkturrückgang abfedern werden.

Im Allgemeinen gelten die Pharma- und die Biotechnologiebranche als relativ unabhängig von Konjunkturschwankungen, da diese Branchen zu denen zählen, die als letzte von einer Abschwächung des privaten Konsums betroff en sind.

KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DES GESUNDHEITSSEKTORS

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IMS Health wird damit gerechnet, dass der weltweite Pharmamarkt im nächsten Jahr zwischen 4,5 % und 5,5 % wachsen wird und sich das Wachstum in den kommenden Jahren in einem Korridor von 5 % bis 8 % bewegen wird. Es wird erwartet, dass das zusammengefasste Wachstum von Pharma-Schwellenländern wie China, Indien und Russland mit 14 % bis 15 % das der traditionellen Märkte übersteigen wird.

Der Zugang zu frischem Kapital wird in 2009 für börsenund nicht-börsennotierte Biotechnologieunternehmen eine der wesentlichen Herausforderungen sein. Es wird allge mein erwartet, dass die Kapitalmärkte zumindest in der ersten Jahreshälfte 2009 nicht zugänglich sein werden. Das könnte im Zusammenhang mit den eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten im Jahr 2008 für viele Unternehmen

zu einem Liquiditätsengpass führen. Nach Auskunft von Thomson Reuters gab es allein im Zeitraum von Ende September bis zur ersten Dezemberwoche 2008 einen Abfl uss von mehr als 700 Mio. US\$ an Investorengeldern aus Biotechnologieunternehmen. In einem kürzlich im Industriemagazin BioCentury erschienenen Artikel wurde darauf hingewiesen, dass es gegenwärtig mindestens 17 börsennotierte Biotechnologie unternehmen mit Medikamentenkandidaten in der Phase 3 gibt, die für weniger als ein Jahr ausreichend fi nanziert sind. Nach Ansicht des amerikanischen Branchenverbands Biotechnology Industry Organisation (BIO) sind mehr als ein Drittel aller 370 börsennotierten US-Biotechnologieunternehmen für weniger als sechs Monate ausreichend fi nanziert.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht abgeschätzt werden, in welchem Maße sich die Konjunkturbelebungsprogramme auf die Biotechnologie- und Pharmabranche auswirken werden. Als erste hat die norwegische Regierung im Rahmen ihres 2,87 Mrd. US\$ umfassenden nationalen Belebungsprogramms explizit Vorsorge für Unternehmen im Bereich Life Sciences und innovative Forschung getroff en. Der für die Biotechnologiebranche vorgesehene Anteil an diesem Paket wird auf knapp 418 Mio. US\$ geschätzt.

Biotechnologie- und Pharmaunternehmen sind gezwungen, ihre Pipelines um innovative Therapieformen zu erweitern. Innovative Biotechnologieunternehmen können von dieser Nachfrage durch verschiedene Vereinbarungen weiter profi tieren. Diese Entwicklungen könnten bedeuten, dass die Biotechnologie branche von den schlimmsten Auswirkungen des Konjunkturabschwungs verschont bleibt. Eine steigende Anzahl von Übernahmen und Fusionen, Kooperationsvereinbarungen und Auslizenzierungsabkommen können genutzt werden, um Finanzierungsengpässe zu überbrücken. Dessen ungeachtet wird die Zahl kleinerer Biotechnologieunternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssen, höher sein als in den bisherigen Konjunkturabschwüngen.

Die Pharmaindustrie wird ihre Investitionen in die Forschung und Entwicklung wahrscheinlich weiter erhöhen, um wichtige Medikamente, deren Patentschutz ausläuft, durch die Markteinführung neuer Produkte zu ersetzen. Gemäß dem 2008 EU Industrial R&D Investment Scoreboard, einer Erhebung von F&E-Investitionen von 2.000 EU- und Nicht-EU-Unternehmen, hat die Pharma- und Biotechnologiebranche ihre Spitzenstellung bei Forschungsinvestitionen im Jahr 2008 gefestigt. Auf die Branche entfi elen mehr als 19 % der F&E-Investitionen aller teilnehmenden Unternehmen. Mehrere Pharmaunternehmen zeigten einen besonders starken Anstieg ihrer Forschungsinvestitionen (vor allem aufgrund von Akquisitionen), so z. B. Schering-Plough (+ 33,7 %), Astra-Zeneca (+ 29,8 %), Roche (+ 25,9 %) und Novartis (+ 21,1 %).

KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Mit dem Novartis-Vertrag, und den damit verbundenen sicheren Mittelzufl üssen in den kommenden Jahren, wird sich MorphoSys auf die Stärkung seiner fi rmeneigenen Pipeline konzentrieren. Die Gesellschaft wird sich jetzt mehr auf die Einlizenzierung interessanter Zielmoleküle oder innovativer Entwicklungsprogramme wie auch auf Möglichkeiten zur Mitentwicklung fokussieren. Nach dem Nachweis der klinischen Wirksamkeit werden die Entwicklungskandidaten in den meisten Fällen an Partner auslizenziert werden. Für MOR103, das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsprogramm in der Pipeline von MorphoSys, wird die Auslizenzierung für 2011 oder 2012 ins Auge gefasst, wobei unerwartet auftretende Entwicklungen diesen Zeithorizont verändern könnten.

Das Segment AbD wird verstärkt sein Vertriebsnetz ausbauen, neue Forschungsantikörper einlizenzieren sowie weitere Maßnahmen zur Angebotserweiterung und -verbesserung ergreifen.

KÜNFTIGE PERSONALENTWICKLUNG

Im Zuge der Ausweitung seiner mit Partnern und in Eigenregie betriebenen Medikamentenentwicklung beabsichtigt

MorphoSys, seine F&E-Abteilung weiter aufzustocken. Daher geht die Gesellschaft davon aus, im Jahr 2009 mehr als 40 neue Beschäftigte hauptsächlich für den Bereich Forschung und Entwicklung vornehmlich am Standort München einzustellen. Demzufolge werden sich die F&E-Aufwendungen in 2009 deutlich erhöhen.

KÜNFTIGE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Das F&E-Budget für die fi rmeneigene Entwicklung von Medikamenten und Technologien wird sich in 2009 auf 18 Mio. € bis 20 Mio. € mehr als verdoppeln. Der Großteil dieser Investitionen wird in die klinischen und präklinischen Entwicklungsaktivitäten von MOR103 und MOR202 fl ießen. Der Trend zu höheren Investitionen wird sich in 2010 und den Folgejahren in Abhängigkeit vom Stand der fi rmeneigenen Pipeline und der Umsatzentwicklung fortsetzen. Dessen ungeachtet ist die Gesellschaft entschlossen, weiterhin profi tabel zu bleiben.

Die für 2009 geplanten Eigenentwicklungsschritte der Gesellschaft beinhalten:

  • den Start einer klinischen Phase-1b/2a-Studie für den Leitwirkstoff MOR103 gegen rheumatoide Arthritis;
  • die Festlegung eines zweiten Krankheitsbereichs für MOR103 und Vorbereitung einer weiteren Phase-2-Studie;
  • die formelle präklinische Entwicklung und Herstellung des klinischen Materials für MOR202;
  • die Erweiterung der fi rmeneigenen Pipeline um bis zu fünf de-novo-Programme, von denen eines bereits vor kurzem gestartet wurde;
  • ein Vorentwicklungsprogramm mit Novartis; die entsprechende Vereinbarung sieht für MorphoSys die Option vor, eine formale Co-Entwicklung für das betreff ende Programm einzugehen;
  • die Validierung von drei Zielmolekülen zusammen mit Galapagos, welche die Basis für künftige Antikörperprogramme bilden können.

Als Ergebnis der geplanten Aktivitäten könnte die fi rmeneigene Pipeline von MorphoSys bis zum Jahresende 2009 auf bis zu acht Entwicklungsprogramme anwachsen. Darin eingeschlossen ist ein gemeinsam mit Novartis verfolgtes Projekt. Im Jahr 2008 hatte die fi rmeneigene Pipeline zwei proprietäre Programme und ein gemeinsam mit Novartis betriebenes Programm umfasst.

In 2008 hat MorphoSys die neueste Version seiner fi rmeneigenen Antikörperplattform, HuCAL PLATINUM, fertiggestellt. Dessen ungeachtet wird MorphoSys in 2009 und den Folgejahren weiter in die Technologieentwicklung investieren, um seine technologisch führende Position im Bereich menschlicher Antikörper zu sichern.

Im Hinblick auf das Segment AbD, wird ein profi tables Wachstum mithilfe innovativer Produkte und Services angestrebt. Das Geschäft mit maßgeschneiderten monoklonalen HuCAL-Antikörpern hat die attraktivsten Wachstumsaussichten und bleibt deshalb weiterhin im Fokus der Aktivitäten des Segments. Darüber hinaus wird sich die Geschäftseinheit AbD zunehmend auf diagnostische Anwendungen spezialisieren, da die HuCAL-Technologie im Vergleich zu traditionellen Immunisierungsverfahren auf Tierbasis zahlreiche Vorteile bietet und leistungsfähigere diagnostische Pro dukte ermöglicht.

KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE

Therapeutische Antikörper bilden eine fest etablierte und schnell wachsende Medikamentenklasse, von deren Entwicklung MorphoSys profi tiert. Das Segment Therapeutische Antikörper war in den letzten Jahren hochprofi tabel und erwirtschaftete einen starken operativen Cashfl ow. Lang fris tige Kooperationen werden die Gesellschaft in den kommenden zehn Jahren mit zugesicherten Mittelzufl üssen versorgen. In den nächsten Jahren beabsichtigt MorphoSys, seine Ausgaben für die Entwicklung eigener Medikamente

zu erhöhen und in 2009 die Investitionen zu verdoppeln. Trotz dieses Anstiegs ist die Gesellschaft entschlossen, weiterhin profi tabel zu arbeiten.

Das Segment AbD hat in 2008 die Gewinnzone erreicht und damit ein entscheidendes Ziel erfüllt. Das Management von MorphoSys erwartet, dass das Segment im Jahr 2009 zu einem Umsatzwachstum zurückkehrt, beabsichtigt aber auch, durch Investitionen das Segment so aufzustellen, dass im Jahr 2010 und darüber hinaus das Marktwachstum übertroff en werden kann.

Am Ende des Geschäftsjahres 2008 belief sich die Liquiditätsposition von MorphoSys auf 137,9 Mio. €. MorphoSys sieht diese gute Ausstattung mit liquiden Mitteln als wertvollen Vorteil an und beabsichtigt, seine Finanzmittel dazu zu verwenden, das künftige Wachstum potentiell in allen Geschäftssegmenten durch Akquisitionen zu beschleunigen. Trotz der durch die weltweite Finanzkrise erschwerten Rahmenbedingungen verfügt MorphoSys über eine solide Finanzbasis.

KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGE

Die Geschäftsleitung von MorphoSys strebt für die kommenden Jahre ein durchschnittliches Umsatzwachstum zwischen 15 % und 20 % an. Zukünftig wird der Umsatzanstieg in stärkerem Maße von der Auslizenzierung eigener Pro dukte wie MOR103 abhängen und von steigenden Meilensteinzahlungen sowie Tantiemen getragen werden, so bald HuCAL-Antikörper die Marktzulassung erhalten. Aller Voraussicht nach wird der Umsatzbeitrag der beiden Geschäftsbereiche in 2009 dem des Vorjahres annähernd entsprechen.

Auf der Basis der aktuellen Planungen der Geschäftsleitung werden sich die Aufwendungen in den Jahren 2009 und 2010 bei entsprechendem Umsatzanstieg erhöhen. In den kommenden Jahren wird MorphoSys seine Investitionen in die

Entwicklung eigener Medikamente steigern, um die fi rmeneigene Antikörperpipeline einschließlich MOR103 und MOR202, zusätzlicher de-novo-Forschungsprogramme und Co-Entwicklungsprogramme weiter voranzutreiben. Im Segment AbD werden die Herstellungskosten im gleichen Verhältnis wie die Umsätze steigen.

Die Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung werden voraussichtlich leicht steigen. Auf der Basis der aktuellen Planung erwartet MorphoSys auch in 2009 und 2010 einen Gewinn auszuweisen. Für 2009 sieht das Unternehmen einen Gewinn vor. Dieser wird aufgrund erheblich höherer Investitionen in die fi rmeneigene Produktentwicklung geringer als im Vorjahr ausfallen. Dies steht im Einklang mit der festen Überzeugung des Managements von MorphoSys, dass der Ausbau der fi rmen eigenen Pipeline die beste Strategie ist, um den Unternehmenswert weiter zu steigern.

DIVIDENDE

Eine Dividende darf ausschließlich auf der Grundlage des Bilanzgewinns des deutschen Einzelabschlusses der Gesellschaft (nach Abzug bestimmter Rücklagen) beschlossen und ausgeschüttet werden. Dieser Betrag unterscheidet sich aufgrund der Anpassungen des Konzernabschlusses an IFRS von der Summe aus Kapitalrücklage und Bilanzverlust im vorliegenden Konzernabschluss. Obwohl die Gesellschaft in ihrem deutschen Einzelabschluss für das Jahr 2008 ein zu versteuerndes Ergebnis ausgewiesen hat, ergab sich zum 31. Dezember 2008 und 2007 kein Bilanzgewinn für eine Ausschüttung. Die Fähigkeit der Gesellschaft, eine Dividende zu zahlen, hängt daher von ihrer zukünftigen Ertragsentwicklung ab.

Das Unternehmen plant, auch in den kommenden Jahren keine Dividende auszuschütten. Die erzielten Gewinne aus der Geschäftstätigkeit sollen im Wesentlichen wieder investiert werden, um zukünftige Wachstumschancen nutzen zu können.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Die gegenwärtige Konjunkturkrise triff t MorphoSys in einem geringeren Maße als die überwiegende Anzahl seiner Vergleichsunternehmen. Die Gesellschaft arbeitet profi tabel und verfügt über eine starke Liquiditätsposition, die für strategische Akquisitionen oder das Einlizenzieren von Wirkstoff en genutzt werden kann. Wir rechnen für MorphoSys mit den folgenden Entwicklungen auf den jeweiligen Märkten:

Die Nachfrage nach neuen Behandlungsmöglichkeiten bleibt weiterhin hoch und erlaubt der Gesellschaft, ihre therapeutische Antikörperpipeline sowohl innerhalb ihrer Partnerschaften als auch in Eigenregie weiter auszubauen.

Der Markt für Antikörper zu Forschungszwecken und zur Anwendung in der Diagnostik ist vom Konjunkturabschwung betroff en. Daher wird für 2009 nicht mit einem Anstieg der öff entlichen und privaten Ausgaben für Antikörper zu Forschungszwecken gerechnet. Es wird erwartet, dass die Ausgaben des NIH (US National Institute of Health), als größte öff entliche Quelle für Fördermitteln für Forschungsprojekte, in 2009 unverändert bleiben und kleine und mittelgroße Unternehmen ihre Forschungsbudgets wahrscheinlich kürzen werden. Daneben könnten Wechselkurse das Segment neagativ beeinfl ussen. Dessen ungeachtet ist MorphoSys jedoch zuversichtlich, dass das Segment AbD zu organischem Wachstum zurückkehrt und damit den Marktanteil der Gesell schaft erhöht.

Dieser Ausblick zieht alle Faktoren in Betracht, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Finanzberichts bekannt sind und unser Geschäft in 2009 und in der weiteren Zukunft beeinfl ussen könnten, und basiert auf den Annahmen des Managements. Zukünftige Resultate können von den Erwartungen, die im Ausblick beschrieben wurden, abweichen. Die wichtigsten Risiken werden im Risikobericht erläutert.

Konzernabschluss

KONZERNABSCHLUSS

  • konzern-gewinn- und verlustrechnung (ifrs)
  • konzernbil anz (ifrs)
  • konzern eigenk apitalent wicklung (ifrs)
  • konzern k apitalflussrechnung (ifrs)

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

  • organisation und wesentliche bil anzierungs und bewertungsgrundsätze
  • segmentberichterstattung
  • liquide mit tel
  • finanzanlagen
  • forderungen aus lieferungen und leistungen
  • sonstige forderungen
  • rechnungsabgrenzung, steuerforderungen, sonstige kurzfristige vermögenswerte und vorräte
  • sachanlagen
  • immaterielle v ermögenswerte
  • sonstige vermögenswerte
  • als finanzinvestition gehaltene immobilien
  • zur veräußerung gehaltene vermögenswerte
  • geschäfts- oder firmenwert

  • verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen

  • rückstellungen und steuerverbindlichkeiten
  • finanzinstrumente und risikomanagement
  • eigenkapital
  • wandelschuldverschreibungen
  • aktienoptionen
  • personalaufwand
  • ertragsteuern
  • ergebnis je aktie
  • mietverpflichtungen
  • eventualschulden
  • nahe stehende unternehmen und personen
  • corp or ate gov ernance
  • forschungs- und entwicklungsabkommen
  • anlagenspiegel ifrs (anlage 1)
  • konsolidierungskreis (anlage 2)
  • erklärung des vorstands
  • bestätigungsvermerk des abschlussprüfers

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)

in € Anhang 2008 2007
Umsatzerlöse 1R 71.645.341 61.962.008
Betriebliche Aufwendungen
Herstellungskosten 2 7.138.484 7.947.128
Kosten für Forschung und Entwicklung 27.599.615 22.237.173
Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung 20.484.400 24.759.882
Betriebliche Aufwendungen gesamt 55.222.499 54.944.183
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16.422.842 7.017.825
Zinserträge 1.485.760 904.704
Zinsaufwendungen 6.468 10.956
Sonstige Erträge(+)/Aufwendungen(–), netto 83.598 1.306.036
Ergebnis vor Steuern 17.985.732 9.217.609
Aufwand (–)/Ertrag (+) aus Ertragsteuern 21 – 4.832.379 2.257.421
JAHRESÜBERSCHUSS 13.153.353 11.475.030
Jahresüberschuss je Aktie, unverwässert 22 0.59 0.54
Jahresüberschuss je Aktie, verwässert 22 0.59 0.53
Anzahl Aktien zur Berechnung des
unverwässerten Jahresüberschusses je Aktie 22 22.216.677 21.347.670
Anzahl Aktien zur Berechnung des
verwässerten Jahresüberschusses je Aktie 22 22.326.917 21.633.303

Konzernbilanz (IFRS)

in € Anhang 2008 2007
AKTIVA
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 3, 16 40.113.727 48.407.064
Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar 4, 16 97.752.015 58.491.852
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5, 16 4.211.258 9.461.832
Forderungen aus Ertragsteuern 7 1.122.495 1.023.762
Sonstige Forderungen 6 109.900 138.903
Vorräte, netto 7 3.521.451 3.833.208
Rechnungsabgrenzung und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 7 2.563.030 1.163.521
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 12 722.036 346.330
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 150.115.912 122.866.472
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen, netto 8 3.967.405 4.229.043
Patente, netto 9 1.199.267 1.594.749
Lizenzen, netto 9 15.377.995 16.430.881
Software, netto 9 663.964 632.453
Know-how und Kundenstamm, netto 9 2.492.537 3.686.512
Geschäfts- oder Firmenwert 9, 13 26.672.397 26.953.864
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 11 0 1.602.558
Aktive latente Steuern 21 1.720.750 4.948.435
Rechnungsabgrenzung und sonstige Vermögenswerte, ohne kurzfristigen Anteil 7, 10 1.082.665 1.767.579
Langfristige Vermögenswerte gesamt 53.176.980 61.846.074
AKTIVA GESAMT 203.292.892 184.712.546
in € Anhang 2008 2007
PASSIVA
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14, 16 11.616.376 13.440.778
Lizenzverbindlichkeiten 16 450.969 131.326
Steuerverpfl ichtungen und Rückstellungen 15 881.999 476.548
Umsatzabgrenzung, kurzfristiger Anteil 1R 14.453.680 15.345.863
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 27.403.024 29.394.515
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen, ohne kurzfristigen Anteil 15 117.839 62.763
Umsatzabgrenzung, ohne kurzfristigen Anteil 1R 11.193.421 7.049.474
Wandelschuldverschreibungen an nahe stehende Unternehmen und Personen 18 48.670 79.065
Latente Steuerverpfl ichtungen 21 2.542.750 2.589.280
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 13.902.680 9.780.582
Eigenkapital 17, 18, 19
Grundkapital, € 1 Nennwert;
42.759.630 und 38.189.355 genehmigte Stammaktien in 2008 bzw. 2007
22.478.787 und 22.160.259 ausgegebene Stammaktien in 2008 und 2007
22.398.891 und 22.080.063 Stammaktien im Umlauf in 2008 und 2007
Eigene Aktien (79.896 und 80.196 Aktien in 2008 und 2007),
zu Anschaff ungskosten 22.469.013 22.150.448
Kapitalrücklage 158.523.363 155.376.343
Rücklagen 1.689.711 1.858.910
Bilanzverlust – 20.694.899 – 33.848.252
Eigenkapital gesamt 161.987.188 145.537.449
PASSIVA GESAMT 203.292.892 184.712.546

Konzern-Eigenkapitalentwicklung (IFRS)

Grundkapital
Aktien
STAND AM 01. JANUAR 2007 20.145.966 20.145.966
Ergebnis aus der Restrukturierung von Tochtergesellschaften 0 0
Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen 0 0
Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Optionen und
Wandelschuldverschreibungen, nach Ausgabekosten von 9.350 € (nach Abzug latenter Steuern)
57.729 57.729
Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen
Optionen auf eigene Aktien
0 0
Barkapitalerhöhung, nach Ausgabekosten von 1.215.656 € (nach Abzug latenter Steuern) 1.956.564 1.956.564
Rücklagen:
Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
nach Abzug von latenten Steuern
0 0
Eff ekte aus dem eigenkapitalbezogenen Ansatz von latenten Steuern 0 0
Währungsverlust aus der Konsolidierung 0 0
Jahresüberschuss 0 0
"Comprehensive Income" 0 0
STAND AM 31. DEZEMBER 2007 22.160.259 22.160.259
STAND AM 01. JANUAR 2008 22.160.259 22.160.259
Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen 0 0
Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Optionen
und Wandelschuldverschreibungen, nach Ausgabekosten von 15.500 €
Rücklagen:
318.528 318.528
Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
nach Abzug von latenten Steuern
0 0
Eff ekte aus dem eigenkapitalbezogenen Ansatz von latenten Steuern 0 0
Währungsverlust aus der Konsolidierung 0 0
Jahresüberschuss 0 0
"Comprehensive Income" 0 0
STAND AM 31. DEZEMBER 2008 22.478.787 22.478.787

siehe Anhang zum Konzernabschluss; alle hier dargestellten Berichtsperioden unterstellen, dass der Aktiensplit bereits am 1. Januar 2007 durchgeführt worden wäre

Eigene Aktien Kapital Gesamtes
Aktien rücklage
rücklage
nungsdiff erenzen
Bilanzverlust
Eigenkapital
87.486 – 10.703 123.878.001 1.066.790 293.158 – 45.321.893 100.051.319
0 0 0 0 0 – 1.389 – 1.389
0 0 1.430.406 0 0 0 1.430.406
0 0 630.756 0 0 0 688.485
– 7.290 892 0 0 0 0 892
0 0 29.437.180 0 0 0 31.393.744
0 0 0 1.304.584 0 0 1.304.584
0 0 0 – 130.046 0 0 – 130.046
0 0 0 0 – 675.576 0 675.576
0 0 0 0 0 11.475.030 11.475.030
0 0 0 1.174.538 – 675.576 11.475.030 11.973.992
80.196 – 9.811 155.376.343 2.241.328 – 382.418 – 33.848.252 145.537.449
80.196 – 9.811 155.376.343 2.241.328 – 382.418 – 33.848.252 145.537.449
0 0 1.039.035 0 0 0 1.039.035
– 300 37 2.107.985 0 0 0 2.426.550
0 0 0 2.021.136 0 0 2.021.136
0 0 0 – 98.492 0 0 (98.492)
0 0 0 0 – 2.091.843 0 – 2.091.843
0 0 0 0 0 13.153.353 13.153.353
0 0 0 1.922.644 – 2.091.843 13.153.353 12.984.154
79.896 – 9.774 158.523.363 4.163.972 – 2.474.261 – 20.694.899 161.987.188

Konzern-Kapitalfl ussrechnung (IFRS)

in € Anhang 2008 2007
GEWÖHNLICHE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT:
Jahresüberschuss 13.153.353 11.475.030
Überleitung vom Jahresüberschuss zum Mittelzufl uss aus der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit:
Nicht zahlungswirksamer Aufwand aus Kaufpreiszuordnung 178.851 547.769
Wertminderung von Vermögenswerten 867.131 176.878
Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte 5.238.185 4.470.172
Steuerertrag – 465.447 – 580.317
Nettogewinn aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren – 1.022.873 – 1.333.651
Unrealisierter Nettoverlust-/(gewinn) aus derivativen Finanzinstrumenten 39.144 – 474.734
(Gewinn)/Verlust aus der Veräußerung von Sachanlagen – 12.702 37.833
Realisierung von abgegrenzten Umsatzerlösen – 33.631.336 – 20.775.489
Aktienbasierte Vergütung 1.039.036 1.419.515
Veränderungen von betrieblichen Aktiva und Passiva:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.102.007 – 5.877.999
Aktive Rechnungsabgrenzung, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 3.169.357 – 4.092.265
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen 614.663 – 2.534.689
Lizenzverbindlichkeiten 319.643 4.944
Sonstige Verbindlichkeiten – 2.150.763 4.086.203
Umsatzabgrenzung 36.883.100 30.306.712
Mittelzufl uss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 29.321.349 16.855.912
Gezahlte Zinsen 0 4.967
Erhaltene Zinsen – 1.486.190 – 906.372
Gezahlte Ertragsteuern 812.414 1.110.547
MITTELZUFLUSS AUS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 28.647.573 17.065.054
in € Anhang 2008 2007
INVESTITIONSTÄTIGKEIT:
Erwerb von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren – 47.783.024 – 16.311.410
Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 12.018.161 22.745.022
Erwerb von Sachanlagen – 1.616.948 – 1.057.368
Erlöse aus der Veräußerung von Sachanlagen 327.082 410.085
Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten – 2.265.621 – 10.950.279
Erlöse aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten 7.055 0
MITTELABFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT 16 – 39.313.295 – 5.163.950
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT:
Erlöse aus der Ausgabe von Eigenkapital 0 32.609.400
Erlöse aus der Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen
ausgegebenen Optionen und Wandelschuldverschreibungen
2.442.049 698.727
Nettoerlöse aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen
an nahe stehende Unternehmen und Personen
– 30.395 40.694
Erwerb von derivativen Finanzinstrumenten 6 – 75.000 – 91.500
Erlöse aus der Veräußerung von derivativen Finanzinstrumenten 6 170.359 538.065
Kosten der Aktienausgabe, netto – 15.500 – 1.225.005
MITTELZUFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 16 2.491.513 32.570.381
Einfl uss von Wechselkurseff ekten auf die Zahlungsmittel – 119.128 170.259
(Abnahme)/Zunahme der liquiden Mittel – 8.293.337 44.641.744
LIQUIDE MITTEL ZU BEGINN DER PERIODE 48.407.064 3.765.320
LIQUIDE MITTEL AM ENDE DER PERIODE 40.113.727 48.407.064

Anhang zum Konzernabschluss

orga n isat ion u n d w esen t l iche bil a nzierungs- und bewertungsgrundsätze 1 Im Januar 2007 wurden die Serotec Ltd. und die Serotec, Inc. in

GESCHÄFT UND UNTERNEHMEN

Die MorphoSys AG (nachfolgend auch die "Gesellschaft" oder "MorphoSys") ist ein Biotechnologieunternehmen, das die kombinatorische Biologie für die Arzneimittelentdeckung einsetzt mit dem vorrangigen Ziel der Entwicklung und kommerziellen Nutzung neuer Technologien für ein breites wissenschaftliches Spektrum. Die Gesellschaft wurde im Juli 1992 als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet und im Juni 1998 in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Börsengang der Gesellschaft erfolgte im März 1999 am Neuen Markt, einem Segment der Deutschen Börse für Gesellschaften mit hohen Wachstumsraten. Am 15. Januar 2003 wurde die MorphoSys AG in das Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen.

KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

Die MorphoSys AG hat vier 100 %ige Tochtergesellschaften (zusammen der "MorphoSys-Konzern").

Die MorphoSys USA, Inc. wurde am 16. Februar 2000 in den USA gegründet. Der Geschäftszweck dieses Tochterunternehmens bestand in der Unterstützung der MorphoSys AG beim Vertrieb und bei der Lizenzierung ihrer Produkte. Die MorphoSys USA, Inc. hat im November 2002 ihre Tätigkeit weitgehend eingestellt.

Die MorphoSys IP GmbH wurde am 6. November 2002 im Handelsregister München eingetragen und hat am 31. Dezember 2002 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Geschäftszweck dieser Gesellschaft sind der Kauf, die Pfl ege und die Verwaltung bestimmter immaterieller Vermögenswerte des MorphoSys-Konzerns. Die Gesellschaft ist in dem Gebäude der MorphoSys AG untergebracht.

Im Januar 2006 hat die MorphoSys AG die Serotec Ltd. mit ihren Tochtergesellschaften Serotec, Inc., Serotec GmbH und Oxford Biotechnology Ltd. (zusammen die "Serotec-Gruppe") erworben, die damit eine 100 %ige MorphoSys-Tochtergesellschaft wurde. Die Serotec-Gruppe wurde in das bestehende AbD-Segment von MorphoSys integriert. Der Kaufpreis von rund 20 Mio. £ (rund 29,3 Mio. €) wurde mit 14 Mio. £ bzw. 20,5 Mio. € in bar und der verbleibende Teil durch die Ausgabe von 208.560 neuen MorphoSys-Aktien aus einer Sachkapitalerhöhung entrichtet.

MorphoSys UK Ltd. bzw. MorphoSys US, Inc. umbenannt. Im März 2007 fi rmierte die Serotec GmbH in MorphoSys AbD GmbH um.

Die Biogenesis Ltd., Poole, UK, und die Biogenesis, Inc., New Hampshire, USA, wurden von MorphoSys im Januar 2005 für insgesamt 5,25 Mio. £ nach Abzug von Nettofi nanzschulden in Höhe von rund 0,7 Mio. £ erworben. Die Biogenesis UK wurde zunächst in MorphoSys UK Ltd. umbenannt und änderte in 2007 ihren Firmennamen in Poole Real Estate Ltd. Die Biogenesis, Inc. wurde in MorphoSys US, Inc. umfi rmiert und auf die Serotec, Inc. verschmolzen. Die aufnehmende Gesellschaft nahm daraufhin wieder den Namen MorphoSys US, Inc. an.

Im Geschäftsjahr 2008 wendet die Gesellschaft § 264 Abs. 3 HGB (Handelsgesetzbuch) an. Aus diesem Grund wurde kein gesonderter Jahresabschluss für 2007 der MorphoSys IP GmbH im Bundesanzeiger veröff entlicht.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde vom Vorstand in seiner Sitzung am 9. Februar 2009 durch Vorstandsbeschluss freigegeben. Dem Vorstand der Gesellschaft gehören Herr Dr. Simon E. Moroney als Vorstandsvorsitzender, Herr Dave Lemus als Executive Vice President und Finanzvorstand, Herr Dr. Arndt Schottelius als Entwicklungsvorstand sowie Frau Dr. Marlies Sproll als Forschungsvorstand an.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören Dr. Gerald Möller (Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Vergütungs- und Ernennungsausschusses), Prof. Dr. Jürgen Drews (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vergütungs- und Ernennungsausschusses), Dr. Walter Blättler, Dr. Daniel Camus (Prüfungsausschuss), Dr. Metin Colpan (Vergütungs- und Ernennungsausschuss) und Dr. Geoff rey N. Vernon (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) an. Der Aufsichtsrat kann den durch den Vorstand freigegebenen Jahresabschluss ändern.

Der eingetragene Sitz der MorphoSys AG befi ndet sich in der Lena-Christ-Straße 48 in D-82152 Martinsried/Planegg.

WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE A) GRUNDLAGEN DER ANWENDUNG

Die Erstellung von Konzernabschlüssen gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erfordert von der Geschäftsleitung, Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treff en, die die im Konzernabschluss und im dazugehörigen Anhang ausgewiesenen Beträge

das unternehmen konzernabschluss 59

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung · Konzernbilanz · Konzern-Eigenkapitalentwicklung · Konzern-Kapitalfl ussrechnung · Anhang zum Konzernabschluss

beeinfl ussen. Die tatsächlichen Ergebnisse könnten von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die Änderung von Schätzungen wird in der Periode, in der die Änderung vorgenommen wird, und in jeder betroff enen zukünftigen Periode erfasst.

Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auf alle Perioden des vorliegenden Konzernabschlusses einheitlich angewendet.

IFRS 2 "AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG"

IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" verlangt die aufwandswirksame Erfassung von Transaktionen, bei denen der Konzern Vermögenswerte oder Dienstleistungen als Gegenleistung für Aktien oder Rechte an Aktien ("Erfüllung durch Eigenkapitalinstrumente") oder als Gegenleistung für andere Vermögenswerte, die wertmäßig einer bestimmten Anzahl von Aktien oder Rechten an Aktien entsprechen ("Erfüllung in bar"), erwirbt. Wesentliche Auswirkung für den MorphoSys-Konzern hat IFRS 2 durch die erfolgswirksame Erfassung von Aktienoptionen und sonstigen aktienbasierten Vergütungssystemen für Mitarbeiter und Organmitglieder unter Anwendung eines Optionspreismodells. In Übereinstimmung mit IFRS 2.54 hat der Konzern IFRS 2 in Bezug auf eigenkapitalorientierte Zusagen angewendet, die am oder nach dem 1. Januar 1999 ausgegeben wurden. In Übereinstimmung mit IFRS 2.56 werden vor dem 1. Januar 1999 gewährte Optionen daher nicht im Aufwand erfasst. Dennoch werden alle Angaben im Einklang mit IFRS 2.44 und 2.45 off engelegt. Weitere Erläuterungen werden in den Ziff ern 18 und 19 dieses Anhangs zum Konzernabschluss gegeben.

IFRS 3 "UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE", IAS 36 "WERTMINDERUNG VON VERMÖGENSWERTEN" UND IAS 38 "IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE"

IFRS 3 betriff t die Rechnungslegung bei Unternehmenszusammenschlüssen, die am oder nach dem 31. März 2004 vereinbart wurden. IFRS 3 schreibt vor, dass für alle Unternehmenszusammenschlüsse die Erwerbsmethode Anwendung fi ndet, wobei die identifi zierbaren erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden erstmalig zu den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten angesetzt werden. Ein Überschuss des Kaufpreises über die zugeordneten Beträge ist als Geschäftsoder Firmenwert zu erfassen. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung auf mögliche Wertminderung.

Die Nutzungsdauer wird für jeden einzelnen immateriellen Vermögenswert als zeitlich begrenzt oder unbegrenzt festgelegt. Die Gesellschaft hat keine Werte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifi ziert. Zeitlich begrenzt nutzbare immaterielle Vermögenswerte werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Abschreibungszeitraum und -methoden für zeitlich begrenzt nutzbare immaterielle Vermögenswerte werden jährlich oder bei Anzeichen einer dauerhaften Wertminderung vorzeitig überprüft.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne zwischen konsolidierten Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

IN 2008 WIRKSAM GEWORDENE NEUE STANDARDS

  • IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfi nanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" (in Kraft seit dem 1. Januar 2008). IFRIC 14 gibt eine Leitlinie zur Bestimmung der Obergrenze des Überschussbetrags eines Pensionsfonds, der nach IAS 19 als Vermögenswert angesetzt werden kann. Es wird auch erklärt, wie sich gesetzliche oder vertragliche Mindestfi nanzierungsvorschriften auf die Vermögenswerte oder Schulden auswirken können. IFRIC 14 wird seit dem 1. Januar 2008 im Konzern angewendet; er war für den vorliegenden Konzernabschluss jedoch nicht anzuwenden, da keine leistungsorientierten Vermögenswerte und Finanzierungsvorschriften vorhanden sind.
  • Die Interpretationen IFRIC 11 "IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen", IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" sind für den Konzern nicht von Bedeutung.

STANDARDS, ÄNDERUNGEN UND INTERPRETATIONEN ZU BESTEHENDEN STANDARDS, DIE NOCH NICHT IN KR AFT GETRETEN SIND UND IM KONZERN NICHT VORZEITIG ANGEWENDET WERDEN Die folgenden Standards sowie Änderungen und Interpretationen zu be-

stehenden Standards wurden veröff entlicht und sind für die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnenden Berichtsperioden oder für spätere Perioden des Konzerns verpfl ichtend anzuwenden; sie werden im Konzern jedoch nicht vorzeitig angewendet:

  • IAS 23 (geändert) "Fremdkapitalkosten" (in Kraft seit dem 1. Januar 2009). Die Änderung des Standards bedarf noch der Zustimmung der Europäischen Union. Sie schreibt vor, dass ein Unternehmen im direkten Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung oder der Produktion eines qualifi zierten Vermögenswerts (Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn für den Gebrauch oder Verkauf herzurichten) anfallende Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaff ungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts zu aktivieren hat. Die Möglichkeit, solche Fremdkapitalkosten unmittelbar im Aufwand zu erfassen, entfällt. IAS 23 (geändert) wird mit Wirkung vom 1. Januar 2009 im Konzern angewendet. Der Standard ist gegenwärtig für den Konzern jedoch ohne Auswirkung, da keine qualifi zierten Vermögenswerte vorhanden sind.
  • IFRS 8 "Operative Segmente" (in Kraft seit dem 1. Januar 2009). IFRS 8 ersetzt IAS 14 und bringt die Segmentberichterstattung in Einklang mit den Anforderungen des US-Standards SFAS 131 "Disclosures about segments of an enterprise and related information". Der neue Standard schreibt einen "Management Approach" vor, nach dem die Segmentinformationen auf der gleichen Basis wie die interne Berichterstattung zu erfolgen haben. IFRS 8 wird mit Wirkung vom 1. Januar 2009 im Konzern angewendet.

• Andere Standards, Änderungen und Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind und im Konzern noch nicht vorzeitig angewendet werden, umfassen IAS 1 (überarbeitet) "Darstellung des Abschlusses", IFRS 2 (geändert) "Aktienbasierte Vergütung", IAS 32 (geändert) "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung", IFRS 1 (geändert) "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IAS 27 (überarbeitet) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS", IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 5 (geändert) "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche", IAS 23 (geändert) "Fremdkapitalkosten", IAS 28 (geändert) "Anteile an assoziierten Unternehmen", IAS 36 (geändert) "Wertminderung von Vermögenswerten", IAS 38 (geändert) "Immaterielle Vermögenswerte", IAS 19 (geändert) "Leistungen an Arbeitnehmer", IAS 39 (geändert) "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", IAS 1 (geändert) "Darstellung des Abschlusses" und IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb".

B) ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Standing Interpretations Committee (SIC), des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wie sie von der Europäischen Kommission verabschiedet sind, erstellt.

Der Konzernabschluss für das zum 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr der Gesellschaft umfasst die MorphoSys AG und ihre Tochtergesellschaften (zusammen der "MorphoSys-Konzern").

C) GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG

Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, erstellt. Er beruht auf historischen Anschaff ungskosten mit Ausnahme der folgenden Aktiva und Passiva, die zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten ausgewiesen sind: derivative Finanzinstrumente, zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte und bestimmte Lizenzen (Cambridge Antibody Technology Ltd. und XOMA Ireland Ltd.). Alle Zahlenangaben in diesem Bericht sind entweder auf volle Beträge in Euro, Tausend Euro oder Millionen Euro gerundet.

IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" sollte für am 1. Januar 2005 oder danach beginnende jährliche Berichtsperioden angewendet werden. Die Gesellschaft hat entschieden, IAS 27 allen Abschlüssen ab dem 1. Januar 2003 zu Grunde zu legen. Von den Konzerngesellschaften wurden in Übereinstimmung mit IAS 27.28 einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

D) GRUNDLAGEN DER KONSOLIDIERUNG

Konzerninterne Salden und Transaktionen und aus konzerninternen Transaktionen resultierende unrealisierte Gewinne wurden gemäß IAS 27.24 bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Unrealisierte Verluste werden zwar in gleicher Weise wie unrealisierte

Gewinne eliminiert, gelten jedoch als Anzeichen für eine eventuelle Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts. Die Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze von Tochtergesellschaften wurden bei Bedarf geändert, um Einheitlichkeit mit den im Konzern angewandten Grundsätzen herzustellen. Für weitere Erläuterungen siehe Ziff er 1A dieses Anhangs zum Konzernabschluss sowie IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte".

E) FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" schreibt vor, wie Geschäftsvorfälle und Salden in fremder Währung zu bilanzieren sind. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Wechselkurs des jeweiligen Tages des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdiff erenzen werden im Ergebnis erfasst. Am Bilanzstichtag werden Aktiva und Passiva zum Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert und entstehende Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zu Stichtagskursen umgerechnet. Währungskursdiff erenzen aus diesen Umrechnungen werden im Ergebnis erfasst. Weitere Fremdwährungsdiff erenzen auf Konzernebene werden unter den Rücklagen im Posten "Währungsumrechnungsdiff erenzen" des Eigenkapitals erfasst.

F) ZINSEN

Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten wendet MorphoSys Zinssätze an. Für die Berechnung aktienbasierter Vergütungen legt MorphoSys für Wandelschuldverschreibungen den am Tag der Zusage geltenden Zinssatz für deutsche Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren und für Aktienoptionen den am Tag der Zusage geltenden Zinssatz für deutsche Bundesanleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren zu Grunde.

G) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Zur Absicherung seines Fremdwährungsrisikos werden im Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Nach IAS 39.9 werden alle derivativen Finanzinstrumente ausschließlich zu Handelszwecken gehalten und bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaff ungskosten angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden derivative Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert, d.h. ihrem notierten Marktpreis am Bilanzstichtag, bewertet. Da die Derivate nicht für Sicherungszwecke bestimmt sind, wird ein sich ergebender Gewinn oder Verlust im Ergebnis ausgewiesen. Gemäß der Kurssicherungspolitik des Konzerns werden nur zukünftige Cashfl ows mit hoher Wahrscheinlichkeit sowie eindeutig bestimmbare Forderungen kursgesichert, die innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten realisiert werden können.

H) LIQUIDE MITTEL

Alle Bankguthaben, Kassenbestände und kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger betrachtet die Gesellschaft als liquide Mittel. Sie legt ihre liquiden Mittel bei drei großen deutschen Finanzinstituten – der Dresdner Bank, der HypoVereinsbank und der Deutschen Bank – an.

I) NICHT-DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Bei ihrer erstmaligen Bewertung werden alle nicht-derivativen Finanzinstrumente zu Anschaff ungskosten angesetzt, d. h. zum beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistung und unter Einschluss der Transaktionskosten von Instrumenten, die nicht ergebniswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt sind.

Für ihre Finanzinstrumente in Form von Schuld- und Eigenkapitaltiteln wendet die Gesellschaft IAS 39 an. Die Geschäftsleitung entscheidet zum Zeitpunkt des Erwerbs über die entsprechende Klassifi zierung des Finanzinstruments und überprüft sie zu jedem Bilanzstichtag. Am 31. Dezember der Jahre 2008 und 2007 waren einige von der Gesellschaft gehaltenen Finanzinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet. Diese Finanzinstrumente werden an dem Tag gebucht oder ausgebucht, an dem sich der Konzern zu ihrem Erwerb oder ihrer Veräußerung verpfl ichtet. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei ein Gewinn oder Verlust direkt in der Neubewertungsrücklage innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wird, bis die Finanzinstrumente veräußert, eingelöst oder auf andere Weise abgegangen sind oder die Finanzinstrumente als wertgemindert angesehen werden, wobei der kumulierte Verlust zu diesem Zeitpunkt im Ergebnis erfasst wird.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte dieser fi nanziellen Vermögenswerte daraufhin überprüft, ob objektive Hinweise (wie etwa erhebliche fi nanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, bedeutende Veränderungen des technologischen, ökonomischen und rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Schuldners) auf eine Wertminderung hindeuten. Für gehaltene Eigenkapitalinstrumente ist eine signifi kante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwertes ein objektiver Hinweis auf eine möglicherweise vorzunehmende Wertminderung.

Falls sich in einer Folgeperiode der beizulegende Zeitwert wieder erhöht, wird der Wertminderungsverlust rückgängig gemacht und der rückgängig gemachte Betrag bei Eigenkapitaltiteln in der Neubewertungsrücklage und bei Schuldtiteln im Ergebnis erfasst.

J) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Anschaff ungskosten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen (siehe unten) und abzüglich Verlusten aus Wertminderung (siehe Ziff er 1N dieses Anhangs zum Konzernabschluss) ausgewiesen.

Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen beruhen auf der Einschätzung der Geschäftsleitung über die Einbringlichkeit bestimmter Kundenforderungen und auf der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sollte eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit eines wichtigen Kunden eintreten oder sollten die tatsächlichen Forderungsausfälle höher sein als in der Vergangenheit, könnte die Einschätzung der Geschäftsleitung bezüglich der Realisierung von Außenständen der Gesellschaft nachteilig beeinfl usst werden. Aufgrund der Einschätzung der Geschäftsleitung wurden per 31. Dezember 2008 Wertberichtigungen in Höhe von 73.579 € und per 31. Dezember 2007 in Höhe von 65.498 € vorgenommen. Die Gesellschaft vereinbart mit Kunden des Segments AbD für Außenstände Eigentumsvorbehalte, die zum 31. Dezember 2008 jedoch nicht von Bedeutung waren.

Sonstige nicht-derivative Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaff ungskosten unter Anwendung der Eff ektivzinsmethode und unter Abzug eines Wertminderungsverlusts bewertet.

K) VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaff ungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert nach der FIFO-Methode (First in - First out) bewertet. In die Herstellungskosten der selbstgefertigten Vorräte sind alle Kosten, die direkt zugeordnet werden können, und ein angemessener Anteil der Gemeinkosten einbezogen. Die Vorräte unterteilen sich in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff e sowie unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse.

L) SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaff ungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe auch Ziff er 8 dieses Anhangs zum Konzernabschluss) und etwaige Wertminderungen (siehe Ziff er 1N dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Ersatzbeschaff ungen sowie Um- und Einbauten werden aktiviert, während Reparatur- und Instandhaltungsausgaben bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst werden. Die Sachanlagen werden über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Mietereinbauten werden über die geschätzte Nutzungsdauer der Anlagen linear abgeschrieben.

M) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

MA) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten werden in Übereinstimmung mit IAS 38.5 und IAS 38.11-38.23 bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst.

MB) PATENTKOSTEN

Durch den Konzern erlangte Patente werden zu Anschaff ungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe unten) und etwaige Wertminderungen (siehe Ziff er 1N dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Bei den aktivierten Kosten handelt es sich in erster Linie um Kosten der Rechtsberatung. Patentkosten werden linear über die niedrigere Dauer aus geschätzter wirtschaftlicher Nutzungsdauer

der Patente (zehn Jahre) und verbleibender Patentlaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der Patenterteilung. Die Patente der Gesellschaft zum Schutz ihrer fi rmeneigenen HuCAL-Technologie wurden in Australien im Oktober 2000, in den USA im Oktober 2001 und in Europa im Juni 2002 erteilt. Weitere Patente sind in Kanada und Japan sowie in anderen Ländern angemeldet.

MC) LIZENZRECHTE

Die Gesellschaft hat von Dritten Lizenzrechte durch Vorauszahlung von Lizenzgebühren, jährliche Gebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzen und Gebühren für Unterlizenzen erworben. Die vorausbezahlten Lizenzgebühren schreibt die Gesellschaft über die geschätzte Nutzungsdauer der erworbenen Lizenz (zehn Jahre) linear ab. Dauer und Methode der Abschreibung werden gemäß IAS 38.104 am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Jahresgebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzen werden über die Laufzeit des einzelnen Jahresvertrags abgeschrieben. Gebühren für Unterlizenzen werden über die Laufzeit des Vertrags oder bei Verträgen ohne vertraglich vereinbarte Laufzeit über die geschätzte Nutzungsdauer der Zusammenarbeit linear abgeschrieben.

MD) SOFTWARE

Software wird zu Anschaff ungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe unten) und etwaige Verluste aus Wertminderungen (siehe Ziff er 1N dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die geschätzte Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren als Aufwand erfasst. Die Abschreibung beginnt in dem Zeitpunkt, in dem die Software einsatzbereit ist.

ME) KNOW-HOW UND KUNDENSTAMM

MorphoSys hat eine gemäß IFRS 3 "Unternehmenzusammenschlüsse" vorgeschriebene Kaufpreiszuordnung vorgenommen. Die identifi zierten immateriellen Vermögenswerte bestehen aus Kundenstamm, Know-how sowie Kundenbeziehungen und Händlernetz.

MF) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert sowohl aus den erwarteten, zu realisierenden Synergien als auch aus den Fähigkeiten der im Zuge des Erwerbs integrierten Belegschaften.

MG) NACHTRÄGLICHE AUSGABEN

Nachträgliche Ausgaben für aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden nur aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des jeweiligen Vermögenswerts erhöhen, auf den sie sich beziehen. Alle übrigen Ausgaben werden bei ihrem Entstehen als Aufwand erfasst.

N) WERTMINDERUNG

Die Geschäftsleitung überprüft die Buchwerte der fi nanziellen und nicht-fi nanziellen Vermögenswerte des Konzerns zu jedem Bilanzstichtag oder wann immer Anhaltspunkte vorliegen, dass ein Buchwert nicht mehr erzielbar sein könnte, auf mögliche Wertminderungen. Liegt ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag geringer ist als der Buchwert des Vermögenswerts. Verluste aus Wertminderungen werden in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist als der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert defi niert. Zur Schätzung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashfl ows mit einem Zinssatz vor Steuern, der die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseff ekts und die speziellen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Erwirtschaftet ein Vermögenswert keinen unabhängigen Cashfl ow, wird der erzielbare Betrag für die Zahlungsmittel generierende Einheit ermittelt, zu der der Vermögenswert gehört.

Ein Wertminderungsverlust in Bezug auf einen zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswert wird anhand seines beizulegenden Zeitwerts ermittelt. Im Einzelfall wesentliche fi nanzielle Vermögenswerte werden in Gruppen zusammengefasst bewertet, die ähnliche Ausfallrisiken aufweisen. Alle Verluste aus Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein kumulierter Verlust in Bezug auf einen zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswert, der vorher im Eigenkapital ausgewiesen wurde, wird ergebniswirksam erfasst.

Ein Wertminderungsverlust für einen fi nanziellen Vermögenswert wird rückgängig gemacht, wenn die spätere Erhöhung des erzielbaren Betrags objektiv mit einem Ereignis in Zusammenhang zu bringen ist, das eingetreten ist, nachdem der Wertminderungsverlust erfasst wurde. In Bezug auf andere Vermögenswerte ist ein Wertminderungsverlust dann rückgängig zu machen, wenn sich die Schätzungen geändert haben, die der Bestimmung des erzielbaren Betrags zu Grunde lagen. Ein Wertminderungsverlust darf nur so weit rückgängig gemacht werden, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Buchwert übersteigt, der sich ergeben hätte (abzüglich der Abschreibungen), wenn kein Wertminderungsverlust erfasst worden wäre.

Langfristige Vermögenswerte, von denen erwartet wird, dass ihre Buchwerte überwiegend durch Veräußerungsgeschäfte und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden, werden als zur Veräußerung gehalten klassifi ziert. Wertminderungsverluste aus der erstmaligen Klassifi zierung als zur Veräußerung gehalten und spätere Gewinne und Verluste aus der erneuten Bewertung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gewinne werden nur bis zur Höhe des kumulierten Wertminderungsverlusts berücksichtigt.

O) AKTIENKAPITAL

Stammaktien werden als Eigenkapital klassifi ziert. Zusätzliche Kosten, die der Ausgabe von Stammaktien und Aktienoptionen direkt zugeordnet werden können, werden nach Abzug der Steuereff ekte vom Eigenkapital abgesetzt. Wird als Eigenkapital ausgewiesenes Aktienkapital zurückgekauft, werden die als Gegenleistung gezahlten Beträge, in denen direkt zurechenbare Kosten enthalten sind, nach Abzug von Steuern vom Eigenkapital gekürzt und als eigene Aktien behandelt. Werden eigene Aktien später veräußert oder erneut ausgegeben, wird der Erlös eigenkapitalerhöhend erfasst und das sich aus der Transaktion ergebende Plus oder Minus mit dem Verlustvortrag verrechnet.

P) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden auf ihren Barwert abgezinst.

Verbindlichkeiten mit ungewissem zeitlichen Anfall oder Betrag werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Q) WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN

Die Gesellschaft hat unter Beachtung von IAS 32 und IAS 39 an den Vorstand und an Mitarbeiter des Konzerns Wandelschuldverschreibungen ausgegeben. In Übereinstimmung mit IAS 32.28 ist die Eigenkapitalkomponente einer Schuldverschreibung separat in der Kapitalrücklage auszuweisen und vom beizulegenden Zeitwert der Schuldverschreibung abzuziehen. Der verbleibende Betrag wird als Personalaufwand aus Aktienoptionen behandelt. Die Gesellschaft wendet IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" auf alle an Vorstand und Mitarbeiter des Konzerns gewährten Wandelschuldverschreibungen an.

R) UMSATZREALISIERUNG

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft enthalten Gebühren für die Zurverfügungstellung von Technologien sowie Gebühren aus Forschungs- und Entwicklungskooperationen vorwiegend mit in Europa und den USA ansässigen Unternehmen.

Umsatzerlöse aus nicht rückzahlbaren Gebühren für die Bereitstellung von Technologien, Gebühren für die Nutzung von Technologien und Lizenzgebühren werden – solange keine geeignetere Methode der Umsatzrealisierung verfügbar ist – über die jeweilige Vertragslaufzeit abgegrenzt und linear erfasst. Diese Vertragslaufzeit entspricht in der Regel der vertraglich vereinbarten Forschungsdauer oder bei Verträgen ohne vertraglich vereinbarte Dauer der geschätzten Nutzungsdauer der Kooperation. Servicegebühren im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungskooperationen werden in der Periode erfasst, in der die Dienstleistung erbracht wird. Umsatzerlöse aus Meilensteinzahlungen werden bei Erfüllung bestimmter Kriterien gebucht.

Vereinnahmte staatliche Investitionszuschüsse für die Förderung spezieller Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden bis zur Höhe der damit in Zusammenhang stehenden tatsächlich angefallenen Aufwendungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Nach den Vergabebedingungen für Investitionsbeihilfen steht den staatlichen Vergabestellen grundsätzlich das Recht zu, die Verwendung der von der Gesellschaft vereinnahmten Mittel zu prüfen.

In Übereinstimmung mit IAS 18.21, IAS 18.25 und IAS 20.18 wird für Umsatzvereinbarungen im Rahmen von Mehrkomponentenverträgen die Gesamtvergütung den separat identifi zierbaren Komponenten im Verhältnis ihrer jeweiligen beizulegenden Zeitwerte (IAS 18.20) zugeordnet und das Vorliegen der Kriterien für die Umsatzrealisierung für jede Komponente einzeln beurteilt.

Die Umsatzabgrenzung beinhaltet erhaltene Umsatzerlöse, die nach den Vertragsbestimmungen jedoch noch nicht verdient sind.

Die Zuschüsse beliefen sich im Jahr 2008 auf 20.153 € (2007: 0,2 Mio. €).

S) AUFWENDUNGEN

SA) HERSTELLUNGSKOSTEN

Die Herstellungskosten bestehen aus den Herstellungskosten der umgesetzten Leistung und den Anschaff ungskosten der weiterverkauften Handelswaren.

SB) PERSONALAUFWAND AUS AKTIENOPTIONEN

Die Gesellschaft wendet IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" an. IFRS 2 schreibt vor, die geschätzten beizulegenden Zeitwerte von Aktienoptionen und anderen Vergünstigungen zum Bewertungsstichtag als Vergütungsaufwand über die Periode zu verteilen, in der die Mitarbeiter die mit der Gewährung in Zusammenhang stehenden Leistungen erbringen. Der Personalaufwand aus Aktienoptionen belief sich für das Gesamtjahr 2008 auf 1.039.035 € (2007: 1.419.515 €) und wurde in der Berichtsperiode unter den Herstellungskosten, den Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie den Kosten für Forschung und Entwicklung ausgewiesen.

SC) ZAHLUNGEN FÜR OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSE

Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen geleistete Zahlungen sind über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Gemäß SIC-15 sind alle Anreizvereinbarungen in Zusammenhang mit Mietleasingverhältnissen als Bestandteil der vereinbarten Nettogegenleistung für die Nutzung des Leasinggegenstands zu erfassen. Die Summe der Erträge aus Anreizvereinbarungen ist während der Mietdauer linear von den Leasingaufwendungen abzusetzen.

T) ZINSERTRAG

Zinserträge werden bei ihrem Anfall unter Berücksichtigung der Eff ektivverzinsung des Vermögenswerts in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

U) ZINSAUFWAND

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

V) ERTRAGSTEUERN

Ertragsteuern auf den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag enthalten laufende und latente Steuern. Ertragsteuern sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem die Steuern mit direkt im Eigenkapital angesetzten Posten im Zusammenhang stehen, wobei die Ertragsteuern dann ebenfalls im Eigenkapital erfasst werden.

Die laufenden Ertragsteuern sind die erwartete Steuerschuld auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres, basierend auf Steuersätzen, die am Bilanzstichtag gelten oder vorwiegend gelten, verrechnet mit Anpassungen der Steuerschuld für Vorjahre.

Latente Steuern werden auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode berechnet, die sich mit temporären Diff erenzen zwischen den Buchwerten für Vermögenswerte und Schulden in der Handelsbilanz und ihren Beträgen in der Steuerbilanz befasst. Die latenten Steuern ermitteln sich in Abhängigkeit von der Art und Weise, in der erwartet wird, die Buchwerte der Vermögenswerte zu realisieren und die Schulden zu erfüllen. Dies basiert auf Steuersätzen, die am Bilanzstichtag gelten oder vorwiegend gelten.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn es ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gibt und wenn sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde gegenüber dem gleichen Steuersubjekt erhoben werden bzw. gegenüber unterschiedlichen Steuersubjekten, die jedoch beabsichtigen, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und -erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder zeitgleich den Anspruch zu realisieren und die Schuld abzulösen.

Aktive latente Steuern sind nur in der Höhe als Vermögenswert zu bilanzieren, in der es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch zu reali sieren. Aktive latente Steuern sind in dem Maße zu kürzen, in dem der Steueranspruch wahrscheinlich nicht mehr realisiert werden kann.

W) ERGEBNIS JE AKTIE

Der Konzern weist für seine Stammaktien ein unverwässertes und ein verwässertes Ergebnis je Aktie aus. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man den den Stammaktionären der Gesellschaft zustehenden Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag durch die gewichtete Zahl der sich in der Berichtsperiode durchschnittlich im Umlauf befi ndlichen Stammaktien dividiert. Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich in gleicher Weise, wobei man den den Stammaktionären zustehenden Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag und die gewichtete

Zahl der sich durchschnittlich im Umlauf befi ndlichen Stammaktien um den möglichen Verwässerungseff ekt aller an das Management und Mitarbeiter ausgegebenen verwässernden Stammaktien aus Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen bereinigt.

segmen t ber ich t erstat t u ng 2

Ein Geschäftssegment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Konzerns, die Produkte erstellt oder Dienstleistungen erbringt und die Risiken und Chancen ausgesetzt ist, die sich von denen der anderen Geschäftssegmente unterscheiden.

Segmentinformationen werden in Bezug auf die Geschäftssegmente und die geographischen Segmente des Konzerns gegeben. Die Grundlage für das primäre Segmentberichtsformat, die Geschäftssegmente, bilden die Managementstruktur des Konzerns und der Aufbau seiner internen Berichterstattung. Die Segmentergebnisse und das Segmentvermögen enthalten Bestandteile, die dem einzelnen Segment entweder direkt zuordenbar sind oder auf einer vernünftigen Basis auf die Segmente verteilt werden können. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden gemäß einer Konzernrichtlinie auf der Basis des "dealing at arm's length" im Fremdvergleich ermittelt.

Der Konzern besteht im Wesentlichen aus den folgenden beiden Geschäftssegmenten:

THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER

MorphoSys ist im Besitz einer der führenden Technologien für die Herstellung von menschlichen Antikörpertherapeutika und maßgeschneiderten Antikörper-Forschungsprojekten. Die Gesellschaft setzt ihre Technologie in Kooperationen mit internationalen Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie für eigene Aktivitäten ein.

ANTIBODIES DIRECT — ABD

Das Geschäftssegment AbD erweitert die Kernkompetenz von MorphoSys in Richtung der Entwicklung und Herstellung von Antikörpern zu Forschungszwecken. AbD setzt die HuCAL-Technologie zur gezielten und maßgeschneiderten Herstellung von Forschungsantikörpern für Partnerunternehmen ein. Das Segment erwirtschaftet Umsätze aus maßgeschneiderten Antikörpern sowie Katalog-Antikörpern und der Herstellung von Antikörpern in industriellen Mengen.

GEOGRAPHISCHE SEGMENTE

Bei den geographischen Segmentinformationen beziehen sich die Segmentumsatzerlöse auf den geographischen Sitz der Kunden. Die Angaben zum Segmentvermögen betreff en den Standort der Vermögenswerte.

Therapeutische Antikörper AbD Nicht zugeordnet Konsolidierung Konzern
in T € 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
UMSATZERLÖSE,
GESAMT 54.323 43.103 18.216 19.608 0 0 – 894 – 749 71.645 61.962
Umsatzerlöse, extern 54.323 43.103 17.322 18.859 0 0 71.645 61.962
Umsatzerlöse,
intersegmentär
0 0 894 749 0 0 – 894 – 749 0 0
BETRIEBLICHE
AUFWENDUNGEN
GESAMT
28.748 27.863 17.852 20.195 9.516 7.635 – 894 – 749 55.222 54.944
Herstellungskosten 0 0 7.138 7.947 0 0 0 0 7.138 7.947
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
27.854 27.114 10.714 12.248 9.516 7.635 0 0 48.084 46.997
Aufwendungen,
intersegmentär
894 749 0 0 0 0 – 894 – 749 0 0
SEGMENTERGEBNIS 25.575 15.240 364 – 587 – 9.516 – 7.635 0 0 16.423 7.018
Zinserträge 0 0 0 0 0 0 0 0 1.486 905
Zinsaufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 6 11
Sonstige Erträge/
Aufwendungen, netto
0 0 0 0 0 0 0 0 83 1.306
ERGEBNIS VOR
STEUERN
0 0 0 0 0 0 0 0 17.986 9.218
Ertragsteuern 0 0 0 0 0 0 0 0 – 4.833 2.257
JAHRES -
ÜBERSCHUSS
0 0 0 0 0 0 0 0 13.153 11.475
Kurzfristige
Vermögenswerte
1.930 7.255 8.790 8.431 139.395 107.180 0 0 150.115 122.866
Langfristige
Vermögenswerte
2.382 2.019 31.177 35.013 19.618 24.814 0 0 53.177 61.846
SEGMENTAKTIVA
GESAMT
4.312 9.274 39.967 43.445 159.013 131.994 0 0 203.292 184.713
Kurzfristige
Verbindlichkeiten
14.106 15.253 2.771 3.362 10.526 10.780 0 0 27.403 29.395
Langfristige
Verbindlichkeiten
11.193 7.050 1.020 1.742 1.689 989 0 0 13.902 9.781
Eigenkapital 161.987 145.537 0 0 161.987 145.537
SEGMENTPASSIVA
GESAMT
25.299 22.303 3.791 5.104 174.202 157.307 0 0 203.292 184.713
Investitionen 3.491 11.250 324 724 70 41 0 0 3.885 12.015
Abschreibungen 3.202 2.165 1.222 1.558 819 750 0 0 5.243 4.473

Das Segmentergebnis ergibt sich aus den Segmentumsatzerlösen abzüglich der betrieblichen Aufwendungen des Segments. Als Ausgleich für therapeutische Umsatzerlöse aus Verträgen, die ursprünglich durch das Segment AbD initiiert wurden, leistete das Segment Therapeutische Antikörper eine Ausgleichsgebühr an das Segment AbD in Höhe von 0,9 Mio. € im Jahr 2008 (2007: 0,7 Mio. €) aufgrund eines Umsatzverteilungsvertrags, der in 2007 zwischen den beiden Segmenten geschlossen wurde. In 2008 wurden Wertminderungen von Vermögenswerten in Höhe von 0,4 Mio. € (2007: 0 €) im Segment Therapeutische Antikörper sowie in Höhe von 0,5 Mio. € (2007: 0,2 Mio. €) im AbD Segment ergebniswirksam erfasst.

Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung der Konzernumsatzerlöse:

in T € 2008 2007
Europa und Asien 53.652 38.260
USA und Kanada 16.390 22.099
Sonstige 1.603 1.603
GESAMT 71.645 61.962

Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung des Konzernvermögens:

in T € 2008 2007
Deutschland 194.126 174.636
UK 7.414 8.414
USA 1.753 1.663
GESAMT 203.293 184.713

Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung der Konzerninvestitionen:

in T € 2008 2007
Deutschland 3.696 11.368
UK 147 612
USA 42 35
GESAMT 3.885 12.015

l iqu ide m i t t el 3

in T € 2008 2007
Bankguthaben und
Kassenbestände 40.114 46.382
Termingelder 842 2.275
Zweckgebundene Finanzmittel – 842 – 250
LIQUIDE MITTEL 40.114 48.407

Die 0,8 Mio. € an zweckgebundenen Finanzmitteln stellen eine Mietkaution für die Gebäude an den Hauptsitzen in München und Oxford dar (Vorjahr: 0,3 Mio. €).

fina nza nl agen 4

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen setzten sich am 31. Dezember 2008 und 2007 wie folgt zusammen:

Unrealisierter Holding
in T € Fälligkeit Anschaf
fungskosten
Brutto
Gewinn
Brutto
Verlust
Realisierter
Holdinggewinn
Marktwert
31. DEZEMBER 2008
DB Money Cash täglich 92.073 5.786 0 0 97.859
Zweckgebundene liquide Mittel – 107
GESAMT 97.752
31. DEZEMBER 2007
DB Money Cash täglich 56.388 3.219 0 0 59.607
Zweckgebundene liquide Mittel – 1.115
GESAMT 58.492

Der unrealisierte Bruttogewinn des Konzerns in Höhe von 5.785.889 € zum 31. Dezember 2008 und 3.218.916 € zum 31. Dezember 2007 wurde als separate Eigenkapitalposition (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Im Jahr 2008 hat der Konzern in der Gewinn- und Verlustrechnung einen Gewinn von 1.022.873 € aus der Veräußerung von Finanzinstrumenten ausgewiesen, der zuvor im Eigenkapital erfasst war (2007: 1.333.651 €). Die 0.1 Mio. € (2007: 0.1 Mio. €) an zweckgebundenen Finanzmitteln stellen eine gezahlte Mietkaution dar.

Weitere Erläuterungen zur bilanziellen Behandlung der Finanzinstrumente werden in der Ziff er 1I dieses Anhangs zum Konzernabschluss gegeben.

for deru ngen aus l ieferu ngen und leistungen 5

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben generell Zahlungsziele zwischen 30 und 45 Tagen. Am 31. Dezember 2008 und 2007 enthielten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht in Rechnung gestellte Beträge von 971.686 € bzw. 1.031.250 €.

sonst ige for deru ngen 6

Gemäß der Kurssicherungspolitik der Gesellschaft werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Cashfl ows und eindeutig bestimmbare Fremdwährungsforderungen mit einem Zahlungsziel von bis zu zwölf Monaten auf Kurssicherungsbedarf geprüft. Diese Derivative werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten als sonstige Forderungen ausgewiesen. Beginnend in 2003 hat MorphoSys Devisenoptions- und -terminverträge zur Kurssicherung seines Währungsrisikos aus US-Dollar-Forderungen geschlossen.

Zum 31. Dezember 2008 bestehen keine off enen Options- oder Terminverträge. Am Anfang des Geschäftsjahres hat die Gesellschaft einen Optionsvertrag mit Fälligkeitstermin Dezember 2008 und einem realisierten Verlust in Höhe von 75.000 € abgeschlossen. Am 31. Dezember 2007 hatte ein off ener Optionsvertrag im Nennbetrag von 1.125.000 € oder 1.462.500 US\$ mit Fälligkeit im Februar 2008 und einem Marktwert von 130.163 € bestanden. Daneben hatten am 31. Dezember 2007 zwei off ene Terminverträge in Höhe von zusammen 10.700.000 US\$ mit Fälligkeit im Februar 2008 bestanden. Der Marktwert dieser Verträge hatte sich zum 31. Dezember 2007 auf je 4.340 € belaufen. Veränderungen der Marktwerte und realisierten Gewinne wurden als sonstige Erträge erfasst und beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf einen Verlust in Höhe von 39.144 € (2007: Ertrag in Höhe von 0,5 Mio. €).

r echn u ngsa bgr enzu ng, st eu erfor deru ngen, sonst ige ku r zfr ist ige vermögenswerte und vorräte

Sowohl die kurzfristige als auch die langfristige aktive Rechnungsabgrenzung bestanden zum 31. Dezember 2008 im Wesentlichen aus vorausgezahlten Gebühren für Sublizenzen in Höhe von 0,2 Mio. € (2007: 0,4 Mio. €) und anderen Vorauszahlungen in Höhe von 1,7 Mio. € (2007: 0,9 Mio. €).

Zum 31. Dezember 2008 bestanden Steuerforderungen in Höhe von 1,1 Mio. € (2007: 1,0 Mio. €), die hauptsächlich Forderungen aus einbehaltenem Zinsabschlag auf Kapitalerträge umfassten.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf 0,7 Mio. € (2007: 0,2 Mio. €) und bestanden vor allem aus Umsatzsteuerforderungen.

7 Vorräte in Höhe von 3,5 Mio. € (2007: 3,8 Mio. €) lagerten vor allem an den Standorten Oxford, Großbritannien, und Raleigh, USA, sowie Martinsried, Deutschland. Zum Bilanzstichtag enthielten die Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff e in Höhe von 2,8 Mio. € (2007: 3,4 Mio. €), unfertige Erzeugnisse in Höhe von 0,1 Mio. € (2007: 0,2 Mio. €) und Fertigerzeugnisse in Höhe von 0,6 Mio. € (2007: 0,2 Mio. €). Die Wertberichtigung auf Vorräte belief sich zum 31. Dezember 2008 auf 1,6 Mio. € (2007: 1,7 Mio. €) und ist in den Herstellungskosten enthalten. Wie im Vorjahr bestanden zum Bilanzstichtag keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert ausgewiesen wurden. Im Geschäftsjahr 2008 wurden wunfertigen Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse in Höhe von 5,4 Mio. € (2007: 5,7 Mio. €) unter den Herstellungskosten erfasst.

sach a nl agen 8

in T €
und Gebäude
Laboreinrichtung
ausstattung
Gesamt
Anschaff ungskosten
01. JANUAR 2008
1.074
7.906
2.116
11.096
Zugänge
0
1.482
160
1.642
Abgänge
0
– 112
0
– 112
Währungseff ekte
– 261
– 180
– 92
– 533
813
9.096
2.184
12.093
31. DEZEMBER 2008
Kumulierte Abschreibungen
137
5.404
1.326
6.867
01. JANUAR 2008
Jahresabschreibung
57
1.200
249
1.506
Wertberichtigungen
0
0
0
0
Abgänge
0
– 108
0
– 108
Währungseff ekte
– 33
– 69
– 37
– 139
161
6.427
1.538
8.126
31. DEZEMBER 2008
Buchwerte
01. JANUAR 2008
937
2.502
790
4.229
652
2.669
646
3.967
31. DEZEMBER 2008
Anschaff ungskosten
3.023
7.399
2.219
12.641
01. JANUAR 2007
Zugänge
78
867
129
1.074
Abgänge
– 1.786
– 308
– 185
– 2.279
Währungseff ekte
– 241
– 52
– 47
– 340
1.074
7.906
2.116
11.096
31. DEZEMBER 2007
Kumulierte Abschreibungen
100
4.506
1.141
5.747
01. JANUAR 2007
Jahresabschreibung
65
1.186
229
1.480
Wertberichtigungen
0
0
0
0
Abgänge
– 21
– 272
– 33
– 326
Währungseff ekte
– 7
– 16
– 11
– 34
137
5.404
1.326
6.867
31. DEZEMBER 2007
Buchwerte
01. JANUAR 2007
2.923
2.893
1.078
6.894
937
2.502
790
4.229
31. DEZEMBER 2007
Grundstücke Büro- und Betriebs
und Geschäfts

Währungsumrechnungseff ekte aus in Fremdwährung gehaltenen Sachanlagen waren zum 31. Dezember 2008 von untergeordneter Bedeutung. Zum 31. Dezember 2007 waren Grundstücke und Gebäude in Brentwood, New Hampshire, USA, im Wert von 0,3 Mio. € als "zur Veräußerung gehalten" beurteilt und in den kurzfristigen Vermögenswerten des Segments AbD enthalten. Die Veräußerung der Immobilien an Dritte fand im August 2008 statt und führte zu einem unbedeutenden Verlust.

Zum 31. Dezember 2008 waren Grundstücke und Gebäude in Poole, UK, im Wert von 722.036 € als "zur Veräußerung gehalten" beurteilt.

Die Abschreibungen sind in den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

in T € 2008 2007
Forschung und Entwicklung 917 898
Vertrieb, Allgemeines und
Verwaltung (Abschreibungen)
496 491
Vertrieb, Allgemeines und
Verwaltung (Wertberichtigungen)
0 0
Herstellungskosten 103 109
GESAMT 1.516 1.498

Zum 31. Dezember 2008 waren die im Eigenkapital unter "Währungsumrechnungsdiff erenzen" erfassten Fremdwährungseff ekte aus erworbenen Vermögenswerten von untergeordneter Bedeutung.

Detailliertere Angaben sind in der Anlage 1 enthalten.

imm at er iel l e v er mögensw ert e 9

Know-how und Geschäfts- oder
in T € Patente Lizenzen Software Kundenstamm Firmenwert Gesamt
Anschaff ungskosten
1. JANUAR 2008 3.955 22.815 2.281 5.960 26.954 61.965
Zugänge 103 1.743 398 0 0 2.244
Abgänge – 72 – 48 – 28 0 0 – 148
Währungseff ekte 0 – 129 – 56 – 1.055 – 282 – 1.522
31. DEZEMBER 2008 3.986 24.381 2.595 4.905 26.672 62.539
Kumulierte Abschreibungen
1. JANUAR 2008 2.361 6.384 1.649 2.273 0 12.667
Jahresabschreibung 498 2.339 305 492 0 3.634
Wertberichtigungen 0 350 0 0 0 350
Abgänge – 72 – 46 – 2 0 0 – 120
Währungseff ekte 0 – 24 – 21 – 353 0 – 398
31. DEZEMBER 2008 2.787 9.003 1.931 2.412 0 16.133
Buchwerte
1. JANUAR 2008 1.594 16.431 632 3.687 26.954 49.298
31. DEZEMBER 2008 1.199 15.378 664 2.493 26.672 46.406
Anschaff ungskosten
1. JANUAR 2007 3.845 12.741 1.669 6.478 27.003 51.736
Zugänge 110 10.202 628 0 0 10.940
Abgänge 0 – 85 – 6 0 0 – 91
Währungseff ekte 0 – 43 – 10 – 518 – 49 – 620
31. DEZEMBER 2007 3.955 22.815 2.281 5.960 26.954 61.965
Kumulierte Abschreibungen
1. JANUAR 2007 1.895 4.965 1.425 1.643 0 9.928
Jahresabschreibung 466 1.467 227 764 0 2.924
Wertberichtigungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 – 42 0 0 0 – 42
Währungseff ekte 0 – 6 – 3 – 134 0 – 143
31. DEZEMBER 2007 2.361 6.384 1.649 2.273 0 12.667
Buchwerte
1. JANUAR 2007 1.950 7.776 244 4.835 27.003 41.808
31. DEZEMBER 2007 1.594 16.431 632 3.687 26.954 49.298

Währungseff ekte aus in Fremdwährung gehaltenen immateriellen Vermögenswerten beliefen sich zum 31. Dezember 2008 auf 0,1 Mio. € (2007: 0,1 Mio. €).

Der Abschreibungsaufwand ist in den folgenden Positionen der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:

in T € 2008 2007
Forschung und Entwicklung 2.938 2.285
Forschung und Entwicklung
(Wertberichtigungen)
350 0
Vertrieb, Allgemeines und
Verwaltung
629 563
Herstellungskosten 160 127
GESAMT 4.077 2.975

Zum 31. Dezember 2008 wurde eine Wertberichtigung auf eine erworbene Lizenz in Höhe von 350.000 € im Segment Therapeutische Antikörper ergebniswirksam erfasst.

Zum 31. Dezember 2008 waren die im Eigenkapital unter "Währungsumrechnungsdiff erenzen" erfassten Fremdwährungseff ekte aus erworbenen Vermögenswerten von untergeordneter Bedeutung.

Die Gesellschaft hat folgende Lizenzvereinbarungen über bestimmte patentgeschützte Technologien und krankheitsrelevante Zielmoleküle geschlossen, die aktiviert sind (nicht aktivierte Lizenzvereinbarungen werden nicht einzeln off engelegt):

DYAX CORP., USA

Im November 2007 hat MorphoSys mit der Dyax Corp. ein Lizenzabkommen über ein umfangreiches Patentportfolio im Bereich Antikörper und anderer Proteine geschlossen. Die Vereinbarung sichert MorphoSys eine vollständig bezahlte Lizenz an einer Reihe von Phagen-Display-Patenten von Dyax sowie Lizenzen für andere Patente, die unter anderem Methoden für das Display und die Selektion von Antikörpern und anderen Proteinen durch den Einsatz alternativer Display-Verfahren schützen. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung hat MorphoSys das Recht, seinerseits Lizenzen für diese Patente im Zusammenhang mit seiner fi rmeneigenen Technologie zu erteilen. Die Vereinbarung bietet MorphoSys einen fl exiblen Rahmen für die künftige Weiterentwicklung seiner Technologie, um sein Portfolio an Antikörpertechnologien weiter zu diversifi zieren und sein Angebot für Kunden in den Bereichen therapeutische Antikörper sowie Diagnostik und Forschung zu verbessern.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von ungefähr neun Jahren.

SCA VENTURES, INC., USA

Im Dezember 1999 hat die Gesellschaft eine nicht exklusive, produktbezogene Lizenzvereinbarung mit SCA Ventures, Inc., USA, geschlossen. Die nicht exklusive Lizenz der SCA Ventures dient der Konzipierung, Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Nutzung sowie dem Verkauf, Verkaufsangebot und Import von auf der Grundlage von HuCAL entwickelten Produkten unter den Patentrechten von SCA Ventures auf einkettige Antikörper. Die Gesellschaft ist berechtigt, die von SCA Ventures lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifi zierung neuartiger therapeutischer Wirkstoff e und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Sie kann diese Lizenzvereinbarung aus beliebigem Grund gegenüber SCA Ventures schriftlich mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten kündigen. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet daneben jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von einem Jahr.

BIOSITE DIAGNOSTICS, INC., USA

Im Januar 2000 hat die Gesellschaft eine Kooperationsvereinbarung mit Biosite Diagnostics, Inc. unterzeichnet, in deren Rahmen die Gesellschaft eine lizenzgebührenpfl ichtige, nicht exklusive, weltweite Lizenz für Patente von Biosite und XOMA Corporation auf bestimmte Technologien im Hinblick auf das Display und Screening von mehrkettigen Antikörpern erhielt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifi zierung neuartiger therapeutischer Wirkstoff e und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben.

Sofern die Vereinbarung nicht vorzeitig gekündigt wird, läuft sie bis zum späteren Zeitpunkt aus Ablauf der Verpfl ichtung zur Lizenzzahlung und Auslaufen des letzten Patents, für das von einer der Vertragsparteien eine Lizenz an die andere Partei gewährt wurde. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von einem Jahr.

GENENTECH, INC., USA

Im Mai 2000 hat die Gesellschaft eine Lizenzvereinbarung mit Genentech, Inc. geschlossen, die ihr im Rahmen der Genentech-Patente Rechte an der monovalenten Phagen-Display-Screeningtechnologie gewährt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifi zierung neuartiger therapeutischer Wirkstoff e und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von etwa eineinhalb Jahren.

XOMA IRELAND LTD., IRLAND

Im Februar 2002 hat die Gesellschaft mit XOMA Ireland Ltd. eine gegenseitige Lizenzvereinbarung über antikörperbezogene Technologien geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung entrichtete MorphoSys an XOMA 1,1 Mio. € und im September 2002 eine zweite Rate in Höhe von 4,6 Mio. €. Die Gesellschaft hatte die Möglichkeit, die zweite Rate in bar oder in Form neuer Stammaktien der Gesellschaft im Gegenwert von 5,5 Mio. € zu leisten. Die Gesellschaft erfasste im Jahr 2002 einen Betrag von 2,5 Mio. € als Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Die verbleibenden 3,2 Mio. € stellen den Wert der erhaltenen Lizenz dar. Sie wurde als immaterieller Vermögenswert aktiviert und wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Im Oktober 2002 hat die Gesellschaft die Option ausgeübt und die zweite Rate in Form von 363.466 neuen eigenen Stammaktien entrichtet, deren Anzahl sich aus dem Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Bekanntgabe ergab. Im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Option hat die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aktienausgabe im Mai 2003 einen Zinsaufwand von 0,7 Mio. € gebucht.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von vier Jahren.

CAMBRIDGE ANTIBODY TECHNOLOGY LTD. (CAT), GROSSBRITANNIEN

Im Dezember 2002 hat MorphoSys mit Wirkung vom Juli 2003 ein Lizenzabkommen und einen Vergleich mit CAT geschlossen. Der Vergleich erstreckt sich auf die bisherige, gegenwärtige und künftige Nutzung sowie die Vermarktung sämtlicher Versionen der HuCAL-Bibliotheken von MorphoSys und auf alle Patente, die Gegenstand der langjährigen Patentstreitigkeiten zwischen beiden Gesellschaften waren. Eingeschlossen sind auch die Rechtsstreitigkeiten in den USA bezüglich der Griffi ths-, McCaff erty-, Winter II- und Winter/Lerner/ Huse-Patente von CAT wie auch die von MorphoSys beim Europäischen Patentamt eingereichten Einsprüche gegen die CAT-Patente Winter II und McCaff erty.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von fünf Jahren.

CRUCELL N.V., NIEDERLANDE

Im August 2006 hat die MorphoSys AG mit dem niederländischen Biotechnologieunternehmen Crucell N.V. ein zweites Lizenzabkommen für PER.C6® und mit dessen Technologiepartner DSM Biologics eine biopharmazeutische Produktionsvereinbarung geschlossen. Die Lizenz berechtigt MorphoSys, die Zelllinie PER.C6® bei der Herstellung von klinischem Material für die Entwicklung seines fi rmeneigenen therapeutischen Antikörperprogramms MOR103 einzusetzen. Die voll-humane PER.C6® Zelllinie erlaubt eine Antikörperproduktion mit hohen Ausbeuten und verleiht im Gegensatz zu anderen, Tier-basierten Zelllinien zusätzlich ein menschliches Glykolisierungsmuster der resultierenden Antikörper. Aus diesen Gründen wird die Zelllinie als sehr geeignet für die Produktion der ebenfalls vollständig humanen HuCAL-Antikörper im Großmaßstab angesehen.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von acht Jahren.

Im März 2008 hat die MorphoSys AG eine weitere Lizenz- und Produktionsvereinbarung für PER.C6® mit Crucell und DSM Biologics geschlossen und damit die Nutzungsrechte an der Zelllinie PER.C6® auf die Herstellung von klinischem Material für die Entwicklung seines fi rmeneigenen therapeutischen Krebs-Antikörperprogramms MOR202 erweitert.

Am 31. Dezember 2008 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von neun Jahren.

UNIVERSITY OF MELBOURNE, AUSTRALIEN

Im Geschäftsjahr 2007 hat MorphoSys eine Vereinbarung mit der Universität von Melbourne getroff en, die MorphoSys den exklusiven Zugang zu allen Rechten an der Verwendung von Hemmstoff en des humanen Zytokins GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor) im Rahmen einer US-Patentanmeldung und deren Nachfolger sichert. Das Zytokin GM-CSF ist das Zielmolekül für das fi rmeneigene Antikörperprogramm MOR103 von MorphoSys zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis und anderen Entzündungserkrankungen.

Am 25. November 2008 hat das US-Patent- und Markenamt das im Rahmen eines Lizenzabkommens zwischen den beiden Parteien exklusiv an MorphoSys lizensierte US-Patent 7,455,836 erteilt, das den Einsatz von Antikörpern bei entzündlichen Erkrankungen gegen das Zielmolekül GM-CSF schützt. Das Patent stammt aus einer vorläufi gen Patentanmeldung, die die Universität von Melbourne im Jahr 2000 beim US-Patentamt eingereicht hatte. Das neue Patent gewährt MorphoSys breiten Schutz für sein Antikörperprogramm MOR103 in den USA, dem bei weitem größten Markt für Medikamente gegen Rheumatoide Arthritis.

Weitere Lizenzvereinbarungen, die gegenwärtig aus Wettbewerbsgründen nicht off engelegt werden, wurden in Verbindung mit der Erweiterung der Eigenproduktpalette von MorphoSys unterzeichnet, um Zugang zu neuartigen krankheitsbezogenen Zielmolekülen zu erhalten.

sonst ige v er mögensw ert e 10

Die Gesellschaft hat bestimmte Positionen innerhalb der sonstigen Vermögenswerte als zweckgebundene Finanzmittel klassifi ziert, die für betriebliche Zwecke nicht zur Verfügung stehen (siehe Ziff er 3 dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Zum 31. Dezember 2008 und 2007 verfügte die Gesellschaft über zweckgebundene Finanzmittel von 0,9 Mio. € bzw. 1,4 Mio. € für ausgereichte Garantien und von 48.670 € bzw. 79.065 € für an Mitarbeiter ausgegebene Wandelschuldverschreibungen.

a ls fina nzin v est i t ion geh a lt ene immobilien 11

Zum 31. Dezember 2007 bestanden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien aus den gewerblich genutzten Immobilien (Segment AbD) der Tochtergesellschaft Poole Real Estate Ltd., Poole, Großbritannien, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen an Dritte vermietet wurden. Nachdem der Mietvertrag im Dezember 2008 ausgelaufen ist und die Geschäftsleitung beabsichtigt, die Immobilien innerhalb der nächsten zwölf Monate an Dritte zu veräußern, wurde eine Umgliederung in "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" erforderlich.

Für das Berichtsjahr wurde ein Betrag von 0,2 Mio. € in der Gewinnund Verlustrechnung als Mietertrag ausgewiesen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaff ungskosten bewertet. Die Gebäude werden in Höhe von jährlich 2 % linear abgeschrieben. In 2008 entstanden keine Kosten, die den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien direkt zugerechnet werden konnten.

zu r v er äusseru ng geh a lt ene vermögenswerte 12

Am 31. Dezember 2008 bestanden die als zur Veräußerung verfügbar klassifi zierten Vermögenswerte aus den gewerblich genutzten Immobilien (Segment AbD) der Tochtergesellschaft Poole Real Estate Ltd., Poole, Großbritannien, mit einem Nettobuchwert von 722.036 €. Maßnahmen zur Veräußerung der Immobilien wurden ergriff en und werden voraussichtlich innerhalb eines Jahres zum Verkauf führen. Eine externe unabhängige Immobiliengesellschaft, die über die erforderliche fachliche Qualifi kation sowie aktuelle Erfahrungen mit Standort und Art der zu bewertenden Immobilien verfügt, hat die Immobilien im vierten Quartal 2008 bewertet. Aufgrund des Preisrückgangs am Immobilienmarkt und der Neubewertung zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten wurde in der Gewinnund Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Wertminderungsaufwand (impairment loss) von 0,5 Mio. € erfasst.

Am 31. Dezember 2007 hatten die als zur Veräußerung verfügbar klassifi zierten Vermögenswerte (Segment AbD) in Höhe von 0,3 Mio. € aus Immobilien der Tochtergesellschaft MorphoSys US, Inc. in Brentwood, New Hampshire, USA, bestanden. Die Veräußerung der Immobilien fand in 2008 statt und führte zu einem unbedeutenden Verlust.

gesch ä f ts - oder fir men w ert 13

Zum 31. Oktober 2008 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert wie von IAS 36.134 vorgeschrieben einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Auf der Basis des Segments AbD als der Zahlungsmittel generierenden Einheit wurde der Nutzungswert erheblich höher als der Buchwert einge-stuft. Zusätzlich wurde eine ausführliche Sensitivitätsanalyse erstellt. Der Ermittlung des Nutzungswerts auf der Grundlage einer aktuali sierten Prognose der Finanzmittelzufl üsse für die nächsten fünf Jahre lagen folgende Annahmen zugrunde: ein Betafaktor von 1,1, ein Ertragsteuersatz von 36 %, ein WACC von 8,92 % und eine konservative Wachstumsrate der ewigen Rente von 3 %. Die Sensitivitätsanalyse wurde mit unterschiedlichen Annahmen erstellt. Bei einem Rückgang der Wachstumsrate der ewigen Rente von 3 % auf 0 % bzw. einem Anstieg des WACC von 8,92 % auf 10 %, 11 % oder 12 % wurde kein Abwertungsbedarf festgestellt. Die getroff enen Annahmen entsprechen der Einschätzung des Managements im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung und beruhen sowohl auf internen Planungsszenarien als auch auf externen Quellen.

das unternehmen konzernabschluss 75

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung · Konzernbilanz · Konzern-Eigenkapitalentwicklung · Konzern-Kapitalfl ussrechnung · Anhang zum Konzernabschluss

v er bin dl ichk ei t en aus l ieferu ngen und leistungen 14

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben im Normalfall Zahlungsziele von bis zu 30 Tagen.

Die Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

in T € 2008 2007
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.216 1.289
Abgegrenzte Aufwendungen 9.802 11.621
Sonstige Verbindlichkeiten 598 531
GESAMT 11.616 13.441

In den Verbindlichkeiten sind Rückstellungen enthalten, im Wesent lichen abgegrenzte Personalaufwendungen in Höhe von 2,9 Mio. € (2007: 2,0 Mio. €). Die abgegrenzten Aufwendungen enthalten auch Rückstellungen für ausstehende Rechnungen einschließlich Beratungsgebühren von 2,3 Mio. € (2007: 5,6 Mio. €), externe Laborleistungen von 1,3 Mio. € (2007: 0,6 Mio. €), Lizenzzahlungen von 2,4 Mio. € (2007: 2,5 Mio. €), Aufsichtsratsvergütungen von 0,3 Mio. € (2007: 0,3 Mio. €), Prüfungs- und sonstige damit verbundene Honorare von 0,2 Mio. € (2007: 0,2 Mio. €) sowie 0,3 Mio. € für Rechtsberatung (2007: 0,4 Mio. €).

Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Mai 2008 wurde ihr Aufsichtsrat ermächtigt, die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (seit 1. Oktober 2008: KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) zum Abschlussprüfer zu bestellen. Die Prüfungsgesellschaft und ihre Partnerunternehmen innerhalb des weltweiten KPMG-Netzwerks erhielten von MorphoSys im Geschäftsjahr 2008 Vergütungen in Höhe von 207.887 € (2007: 312.972 €) einschließlich Prüfungshonorare von 193.199 € (2007: 228.071 €), Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen von 13.970 € (2007: 45.936 €), Honorare für Steuerberatung von 0 € (2007: 5.000 €) und Honorare für sonstige Leistungen von 718 € (2007: 33.965 €). In diesen Zahlen sind Rückstellungen für Prüfungshonorare von 166.019 € (2007: 141.211 €) enthalten. Die Veränderung der Gesamtvergütung im Vergleich zum Vorjahr beinhaltet die Aufl ösung einer Rückstellung für Prüfungshonorare in Höhe von 30.000 €.

In 2008 beliefen sich die Vergütungen für die Prüfungsgesellschaft und der verbundenen Unternehmen der KPMG Europe LLP auf insgesamt 162.294 €, einschließlich Prüfungshonorare von 151.518 €, sonstige Bestätigungs- oder Beratungsleistungen von 10.059 €, Steuerberatung von 0 € und sonstige Leistungen von 718 €.

Die Vergütungen für KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beliefen sich in 2007 auf 196.328 €, einschließlich Prüfungshonorare von 144.572 €, Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen von 45.936 €, Honorare für Steuerberatung von 5.000 € und Honorare für sonstige Leistungen von 820 €.

rückst el lu ngen u n d st eu erv er bin d lichkeiten 15

Am 31. Dezember 2008 und 2007 verfügte die Gesellschaft über Rückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. € bzw. 0,5 Mio. €.

Die Rückstellungen und Steuerverbindlichkeiten enthalten vor allem Aufwendungen für Ertragsteuern, die zum 31. Dezember 2008 in Bezug auf ihre Höhe ungewiss waren und voraussichtlich in 2009 ausgeglichen werden.

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt verändert:

Inanspruch
in T € 01. 01. 2008 Zuführungen nahme Aufl ösung 31. 12. 2008
Steuern 476 777 371 0 882
Sonstige Verpfl ichtungen 63 118 0 63 118
GESAMT 539 895 371 63 1.000

f i na nzi nst rum en t e u n d risikomanagement 16

Zusätzlich zu den im Lagebericht angegebenen Risiken hat der Konzern folgende Risiken identifi ziert:

AUSFALL- UND LIQUIDITÄTSRISIKO

Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfall- und Liquiditätsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro und US-Dollar. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um qualitativ hochwertige Anlagen. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere werden grundsätzlich bei drei renommierten Finanzinstituten in Deutschland gehalten. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann derzeit kein Risiko der Nichterfüllung erkennen.

Es ist Politik des Konzerns, alle Kunden mit dem Wunsch nach Zahlungszielen einer Kreditwürdigkeitsprüfung zu unterziehen. Dennoch unterliegen die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft einem Ausfallrisiko durch Kundenkonzentration. Forderungen gegen den wichtigsten Kunden des Konzerns be liefen sich auf 1,8 Mio. € zum 31. Dezember 2008 (2007: 3,8 Mio. €).

Vom Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns entfi elen zum Jahresende 2008 rund 43 % auf diesen einzelnen Kunden. Überdies machten drei einzelne Kunden der Gesellschaft 50 %, 7 % bzw. 6 % der gesamten Umsatzerlöse des Jahres 2008 aus. Am 31. Dezember 2007 hatten 40 % des letztjährigen Forderungsbestands der Gesellschaft einen einzelnen Kunden betroff en; von den Umsatzerlösen des Jahres 2007 waren 25 %, 14 % bzw. 8 % auf drei Kunden entfallen. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung waren im Segment AbD zum 31. Dezember 2008 und 2007 Wertberichtigungen in Höhe von 73.579 € bzw. 65.498 € erforderlich. Die Buchwerte der fi nanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Ausfallrisiko dar.

Das maximale Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach geographischer Aufteilung stellt sich wie folgt dar:

in € 2008 2007
Europa und Asien 2.862.293 6.504.707
USA und Kanada 1.317.226 2.775.052
Sonstige 31.739 182.073
GESAMT 4.211.258 9.461.832

Die Alterstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in €; Fälligkeit 2008
0 – 30 Tage
2008
30 – 60 Tage
2008
60 + Tage
2008
Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.703.447 443.967 137.423 4.284.837
Wertberichtigung 0 0 – 73.579 – 73.579
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN,
NACH ABZUG DER WERTBERICHTIGUNG
3.703.447 443.967 63.844 4.211.258
in €; Fälligkeit 2007
0 – 30 Tage
2007
30 – 60 Tage
2007
60 + Tage
2007
Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.546.578 822.362 158.390 9.527.330
Wertberichtigung 0 0 – 65.498 – 65.498
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN,
NACH ABZUG DER WERTBERICHTIGUNG
8.546.578 822.362 92.892 9.461.832

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine von und die zugehörigen Zahlungsmittelfl üsse aus Finanzverbindlichkeiten liegen innerhalb eines Jahres. Die an nahe stehende Unternehmen und Personen aus ge gebenen Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. € haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2009 (2007: 0,1 Mio. €, Laufzeit bis 31. Dezember 2009). Zu den derivativen Finanzinstrumenten sowie den Fälligkeiten und Beträgen der zugehörigen Zahlungsmittelzu- und -abfl üssen verweisen wir auf Ziff er 6 dieses Anhangs zum Konzernabschluss.

MARKTRISIKO

Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass sich Änderungen in Marktpreisen wie Währungskurse, Zinssätze und Anteilsbewertungen auf die Ertragslage des Konzerns oder den Wert der gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Der Konzern ist einem Währungsrisiko und einem Zinsrisiko ausgesetzt.

WÄHRUNGSRISIKO

Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt. Während die Aufwendungen von MorphoSys überwiegend in Euro anfallen, hängt ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse vom jeweiligen Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro ab. Die Gesellschaft prüft im Jahresverlauf die Notwendigkeit von Kurssicherungsmaßnahmen zur Minderung des Währungsrisikos und begegnet ihm durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten.

Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2008 - in € EUR USD GBP Sonstige Gesamt
Liquide Mittel 38.306.089 85.704 1.721.934 0 40.113.727
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 97.752.016 0 0 0 97.752.016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.995.096 1.738.197 418.663 59.302 4.211.258
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Lizenzverbindlichkeiten – 1.149.401 – 160.695 – 345.065 – 11.567 – 1.666.728
GESAMT 136.903.800 1.663.206 1.795.532 47.735 140.410.273
31. Dezember 2007 - in € EUR USD GBP Sonstige Gesamt
Liquide Mittel 46.650.873 1.009.294 746.897 0 48.407.064
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 57.293.734 0 1.198.118 0 58.491.852
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.921.385 1.908.302 509.663 122.482 9.461.832
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Lizenzverbindlichkeiten – 507.286 – 270.394 – 620.898 – 21.603 – 1.420.181
GESAMT 110.358.706 2.647.202 1.833.780 100.879 114.940.567

Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2008 hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € verringert (unter der Annahme konstanter Zinssätze, 2007: Rückgang um 0,3 Mio. €). Ein Rückgang um 10 % des Euro gegenüber dem US-Dollar hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € erhöht (2007: Erhöhung um 0,3 Mio. €). Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber dem Britischen Pfund zum 31. Dezember 2008 hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € verringert (unter der Annahme konstanter Zinssätze, 2007: Rückgang um 0,1 Mio. €). Ein Rückgang um 10 % des Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. € erhöht (2007: Erhöhung um 0,2 Mio. €).

Unter der Annahme gleichbleibender Währungskurse von USD/EUR und GBP/EUR im Vergleich zum Jahresdurchschnittskurs von 2007 wären die Umsatzerlöse des Konzerns um 1,5 Mio. € höher (2007: 1,0 Mio. €).

ZINSRISIKO

Das Risiko des Konzerns aus Zinssatzänderungen ergibt sich im Wesentlichen aus den zur Veräußerung gehaltenen Wertpapieren. Eine Änderung des allgemeinen Zinsniveaus könnte zu einer Erhöhung oder einem Rückgang des Marktwerts dieser Wertpapiere führen. Das Risiko eines Rückgangs des Marktwerts ist jedoch aufgrund von Marktwert garantien der ausgebenden Banken, zusätzlich zu der Tatsache, dass alle Finanzinstrumente in diesen Geldmarktfonds kurze Fälligkeitstermine haben, begrenzt. Diese Garantien werden halbjährlich erneuert. Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sieht sich der Konzern derzeit keinem wesentlichen Zinsrisiko ausgesetzt.

BEIZULEGENDE ZEITWERTE

Die Buchwerte von fi nanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, marktgängigen Wertpapieren sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen angesichts ihrer kurzen Fälligkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Marktwert von marktgängigen Wertpapieren bestimmt sich nach ihren notierten Marktpreisen (siehe Ziff er 4 dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Der den Lizenzverbindlichkeiten beizulegende Zeitwert ermittelt sich nach der Eff ektivzinsmethode. Wandelschuldverschreibungen werden mit den zugeschriebenen Werten ausgewiesen, die annähernd dem zum Fälligkeitstag fälligen Kapitalbetrag entsprechen.

eigenk a pi ta l 17

Die Richtlinien des Kapitalmanagements der Gesellschaft umfassen die Sicherung einer starken Eigenkapitalbasis zur Sicherstellung des Vertrauens von Investoren, Geschäftspartnern sowie des Marktes und eine nachhaltige zukünftige Entwicklung. Die Richtlinien weichen nicht von den Vorjahresgrundsätzen ab.

GEZEICHNETES KAPITAL

Am 31. Dezember 2008 betrug das gezeichnete Kapital der Gesellschaft einschließlich eigener Aktien 22.478.787 €, eine Zunahme von 318.528 € gegenüber dem Stand von 22.160.259 € am 31. Dezember 2007. Jede Stückaktie des gezeichneten Kapitals gewährt ein Stimmrecht. Die Zunahme ist auf die Wandlung und die Ausübung von 318.528 an Mitarbeiter gewährten Wandelschuldverschreibungen und Optionen zurückzuführen.

Am 31. Dezember 2007 hatte das gezeichnete Kapital der Gesellschaft 22.160.259 € betragen. Die Zunahme der Aktienanzahl um 1.956.564 € bzw. 1.956.564 Aktien war auf die Kapitalerhöhung im Mai 2007 zurückzuführen. Durch die Wandlung und Ausübung von 57.729 an Mitarbeiter gewährten Wandelschuldverschreibungen und Optionen hatte sich das Grundkapital im Jahr 2007 um weitere 57.729 € erhöht.

Eigene Aktien beliefen sich am 31. Dezember 2008 auf 9.774 € (79.896 Aktien) im Vergleich zu 9.811 € (80.196 Aktien) am 31. Dezember 2007.

GENEHMIGTES KAPITAL

Am 14. Mai 2008 hat die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, das Genehmigte Kapital I um 1.382.796 neue Aktien auf maximal 8.864.103 Aktien zu erhöhen (31. Dezember 2007: 7.481.307 Aktien).

Ebenfalls genehmigt wurde eine Erhöhung des Genehmigten Kapitals II um 2.216.025 neue Aktien auf maximal 2.216.025 Aktien (31. Dezember 2007: vollständig in Anspruch genommen).

BEDINGTES KAPITAL

Im Jahr 2008 wurden aus dem Bedingten Kapital I durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter 15.495 Aktien geschaff en und das Grundkapital um 15.495 € erhöht. Daneben wurden aus dem Bedingten Kapital II durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands 133.350 Aktien geschaff en und das Grundkapital um 133.350 € erhöht. Aus dem Bedingten Kapital IV wurden durch Ausübung der gleichen Zahl von Wandelschuldverschreibungen durch Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands 75.783 Aktien geschaff en und das Grundkapital um 75.783 € erhöht. Schließlich wurden aus dem Bedingten Kapital V durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands 93.900 Aktien geschaff en und das Grundkapital um 93.900 € erhöht.

Im Jahr 2007 waren aus den Genehmigten Kapitalien I, II, IV und V 7.500, 900, 29.229 bzw. 20.100 Aktien geschaff en worden. Das Grundkapital hatte sich dadurch um 7.500 €, 900 €, 29.229 € bzw. 20.100 € erhöht.

Am 14. Mai 2008 hat die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, für das Bedingte Kapital V zusätzliche Aktien bis zu maximal 1.439.415 Stück und für das neue Bedingte Kapital VI Aktien bis zu maximal 450.000 Stück zu schaff en.

DIVIDENDEN

Dividenden dürfen ausschließlich auf der Grundlage des Bilanzgewinns des deutschen Einzelabschlusses der Gesellschaft (nach Abzug bestimmter Rücklagen) beschlossen und ausgeschüttet werden. Dieser Betrag unterscheidet sich aufgrund der Anpassungen des Konzernabschlusses an IFRS von der Summe aus Kapitalrücklage und Bilanz verlustvortrag im vorliegenden Konzernabschluss. Obwohl die Gesellschaft in ihrem deutschen Einzelabschluss für das Jahr 2008 ein zu versteuerndes Ergebnis auswies, ergab sich zum 31. Dezember 2008 und 2007 kein Bilanzgewinn für eine Ausschüttung. Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Dividendenausschüttung hängt daher von ihrer zukünftigen Ertragsentwicklung ab.

KAPITALRÜCKLAGE

Am 31. Dezember 2008 betrug die Kapitalrücklage 158.523.363 € (31. Dezember 2007: 155.376.343 €). Der Anstieg um insgesamt 3.147.020 € ergab sich aus Personalaufwand aus Aktienoptionen von 1.039.035 €. Ein weiterer Anstieg um 2.107.985 € ergab sich aus der Ausübung und Wandlung von Optionen und Wandelschuldverschreibungen im Jahr 2008.

Im Jahr 2007 hatte sich die Kapitalrücklage um 31,5 Mio. € durch Personalaufwand aus Aktienoptionen von 1.430.406 € und infolge der Kapitalerhöhung im Mai 2007 von 29.437.180 € erhöht. Ein weiterer Anstieg um 630.756 € ergab sich aus der Ausübung und Wandlung von Optionen und Wandelschuldverschreibungen im Jahr 2007.

wa n delsch u l dv erschr eibu ngen 18

Die Hauptversammlung im Juli 2001 hatte die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2006 bis zu 900.000 unverzinsliche Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von jeweils 0,33 € an Mitglieder des Vorstands sowie Mitarbeiter der Gesellschaft und ihrer Beteiligungsgesellschaften zu gewähren. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Am 16. Mai 2003 und 11. Mai 2005 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft jeweils ermächtigt, weitere 450.807 Aktien bis zum 30. April 2010 auszugeben. Am 15. Januar 2006 waren 115.254 Wandelschuldverschreibungen zu einem Ausübungspreis von 14,71 € an Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der MorphoSys AG gewährt worden.

Die Wandelschuldverschreibungen sind außer in Erbschafts-/Todesfällen nicht übertragbar und dürfen nicht beliehen werden. Im Falle der Arbeitsunfähigkeit kann der Vorstand in begründeten Einzelfällen einer Übertragung zustimmen.

Die Wandlungsrechte können nur ausgeübt werden, sofern zum Zeitpunkt der Ausübung der Wandlungsrechte das Arbeitsverhältnis mit dem Halter der Wandelschuldverschreibungen ungekündigt ist und noch keine einvernehmliche Aufhebungsvereinbarung getroff en wurde. Im Fall der Nichtausübung der Wandlungsrechte werden den Begünstigten die zum Erwerb der Wandelschuldverschreibungen aufgewendeten Beträge (d. h. 0,33 € je Schuldverschreibung/Aktie) erstattet.

Die Begünstigten dürfen die Wandlungsrechte erst nach Ablauf einer Wartefrist von einem Jahr nach Gewährungsdatum ausüben. Jede Wandelschuldverschreibung im Nennwert von 0,33 € berechtigt bei Entrichtung des Wandlungspreises zum Tausch in eine nennwertlose Stammaktie der Gesellschaft. Die Wandelschuldverschreibungen können nach dem 31. Dezember 2008 nicht mehr ausgeübt werden.

Der Wandlungspreis der im Jahr 2006 gewährten Wandelschuldverschreibungen hatte 14,71 € betragen und dem Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft in der Xetra-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse am letzten Handelstag vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen entsprochen.

Die Wandlungsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der Börsenkurs an mindestens einem Tag während der Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen 110 % des Börsenkurses der Xetra-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse am letzten Handelstag vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen erreicht hat. Aktien aus der Ausübung von Wandlungsrechten können erstmals in dem Geschäftsjahr am Gewinn der Gesellschaft teilhaben, für das zum Zeitpunkt der Ausübung die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Im Jahr 2008 haben Mitarbeiter der Gesellschaft 75.783 im Jahr 2006 gewährten Schuldverschreibungen in die gleiche Anzahl nennwertloser Stückaktien gewandelt. Davon wurden 42.744 Schuldverschreibungen von Mitgliedern des Vorstands ausgeübt. Weitere Erläuterungen sind in Ziff er 25 dieses Anhangs zum Konzernabschluss enthalten. Am 31. Dezember 2008 sind alle im Jahr 2006 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen verfallen. Der Nominalbetrag von jeweils 0,33 € wurde an die Betroff enen zurückgezahlt.

Im Jahr 2007 waren im Rahmen des 2002er Plans Mitgliedern des Vorstands und Mitarbeitern weitere Wandelschuldverschreibungen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 2002 gewährt worden. Am 15. Januar 2007 wurden 158.454 Wandelschuldverschreibungen an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der MorphoSys AG gewährt. Der Ausübungspreis für die Schuldverschreibungen betrug 18,37 € und entsprach dem Börsenkurs in der Xetra-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse am Handelstag vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Wandelschuldverschreibungsplans für Mitarbeiter der Gesellschaft in den Jahren 2008 und 2007:

Wandelschuld
verschreibungen
Gewichteter Durch
schnittspreis €
AM 1. JANUAR 2007
AUSSTEHEND
114.543 14,71
Gewährt 158.454 18,37
Ausgeübt – 29.229 14,71
Verfallen – 6.573 18,32
Abgelaufen 0
AM 31. DEZEMBER 2007
AUSSTEHEND
237.195 17,05
AM 1. JANUAR 2008
AUSSTEHEND
237.195 17,05
Gewährt 0
Ausgeübt – 75.783 14,71
Verfallen – 12.552 18,06
Abgelaufen – 8.400 14,71
AM 31. DEZEMBER 2008
AUSSTEHEND
140.460 18,37

Die am 31. Dezember 2008 und 2007 ausübbaren Wandelschuldverschreibungen beliefen sich auf 140.460 bzw. 85.224 Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der ausübbaren Wandelschuldverschreibungen belief sich am 31. Dezember 2008 bzw. 2007 auf 18,37 € bzw. 14,71 €.

Die folgende Übersicht enthält den gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis sowie Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen Gruppen von Wandelschuldverschreibungen zum 31. Dezember 2008:

Gewichteter Gewichteter
Restliche Ver durchschnitt durchschnitt
Ausstehend tragslaufzeit licher Aus Ausübbar licher Aus
Bandbreite der Ausübungspreise (Anzahl) (in Jahren) übungspreis (Anzahl) übungspreis
3,33 € – 9,99 € 0 0
10,00 € – 18,37 € 140.460 1,00 18,37 € 140.460 18,37 €
140.460 1,00 18,37 € 140.460 18,37 €

Die folgende Übersicht enthält den gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis sowie Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen Gruppen von Wandelschuldverschreibungen zum 31. Dezember 2007:

Gewichteter Gewichteter
Restliche Ver durchschnitt durchschnitt
Ausstehend tragslaufzeit licher Aus Ausübbar licher Aus
Bandbreite der Ausübungspreise (Anzahl) (in Jahren) übungspreis (Anzahl) übungspreis
3,33 € - 14,70 € 85.224 1,00 14,70 € 85.224 14,70 €
14,71 € - 18,37 € 151.971 2,00 18,37 € 0
237.195 1,64 17,05 € 85.224 14,70 €

Die Gesellschaft bilanziert den Personalaufwand aus Aktienoptionen in Übereinstimmung mit IFRS 2 und IAS 32.28. Die Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibungen ist separat in der Kapitalrücklage auszuweisen und wird vom beizulegenden Zeitwert der Wandelschuldverschreibungen abgesetzt. Der verbleibende Wert wird als Personalaufwand aus Aktienoptionen erfasst. Der Vergütungsaufwand im Zusammenhang mit Wandelschuldverschreibungen belief sich in den Jahren 2008 und 2007 auf 0 € bzw. 699.261 €.

a kt i enop t ionen 19

1998 MITARBEITER-AKTIENOPTIONSPROGRAMM

Mit Wirkung vom 15. Juni 1998 hat die Gesellschaft einen Aktienoptionsplan ("1998er Plan") zur Gewährung von Optionen an Führungskräfte und Vorstandsmitglieder der Gesellschaft zum Erwerb von Stammaktien der Gesellschaft eingeführt. Der 1998er Plan erlaubte die Ausgabe von Optionen an die Belegschaft für 288.225 Stammaktien der Gesellschaft in Form von 136.350 Namensoptionsscheinen für je eine Stammaktie und 151.875 Aktien, auszugeben nach Ausübung von Optionsrechten ohne Optionsschein. Die Gesellschaft hat 166.050 Stammaktien und 205.950 eigene Aktien für die Aktienoptionen reserviert. Alle unter dem 1998er Plan gewährten Optionsrechte haben eine Laufzeit von zehn Jahren.

Jeder Optionsschein berechtigt den Halter zum Bezug einer Aktie. Mit Ausübung des Optionsscheins wird der Ausübungspreis, der dem Marktpreis der Aktien am Tag der Gewährung entspricht, zur Zahlung fällig. Halter von Optionsscheinen dürfen sie in vollem Umfang frühestens sechs Monate nach ihrer Gewährung ausüben, können sie jedoch auch veräußern. Die Optionsscheine oder die durch Ausübung erhaltenen Aktien werden über drei Jahre gestaff elt jährlich ausübbar.

Die nicht mit Optionsscheinen ausgestatteten Optionsrechte werden im Rahmen einer Optionsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und dem Mitarbeiter gewährt. Für alle Zuteilungen nach dem Juni 1998 gilt eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zuteilungsdatum; nach deren Ablauf kann der Halter von nicht mit Optionsscheinen ausgestatteten Optionsrechten sie bis zum Betrag der ausübbaren Optionsrechte ausüben.

In den Jahren 2008 und 2007 wurden 15.495 bzw. 14.790 Optionen aus dem 1998er Plan ausgeübt. Im Jahr 2008 sind die nicht ausgeübten im Jahr 1998 gewährten Aktienoptionen verfallen.

1999 MITARBEITER-AKTIENOPTIONSPROGRAMM

Mit Wirkung vom 21. Juli 1999 hat die Gesellschaft den Aktienoptionsplan ("1999er Plan") durch die zusätzlich genehmigte Gewährung von Optionen an Mitarbeiter für bis zu 900.750 Aktien aus dem Bedingten Kapital erweitert, auszuhändigen bei Ausübung von nicht mit Optionsscheinen versehenen Optionsrechten. Am 31. Oktober 1999 wurden 294.300 Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft, den Vorstand und den Aufsichtsrat gewährt. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar und

haben eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Daneben gilt eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zuteilungsdatum; nach deren Ablauf kann der Halter der Optionsrechte diese bis zum Betrag der ausübbaren Optionsrechte ausüben, vorausgesetzt, dass die zu Grunde liegende Aktie im Jahr der Ausübung einen kumulierten Wertzuwachs von 10 % pro Jahr erreicht hat. Am 14. Oktober 2004 haben Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, die Ausübungsfrist für 164.700 an Mitarbeiter und Vorstand gewährte Optionen bis zum 31. Oktober 2009 zu verlängern.

Im Jahr 2003 erhielten Mitglieder des Vorstands im Rahmen des 1999er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 1999. Am 1. Juli 2003 wurden 108.000 Optionen an Mitglieder des Vorstands der MorphoSys AG ausgegeben. Zum 1. Juli 2008 sind diese Optionen verfallen.

Im Jahr 2008 erhielten Mitarbeiter der Gesellschaft im Rahmen des 1999er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 1999. Am 25. Januar 2008 wurden 29.070 Optionen an Mitarbeiter der MorphoSys AG ausgegeben.

In den Jahren 2008 und 2007 wurden 133.350 bzw. 900 Optionen aus dem 1999er Plan ausgeübt. Davon wurden 129.000 Optionen von Mitgliedern des Vorstands ausgeübt. Weitere Einzelheiten sind in Ziff er 25 dieses Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

2002 MITARBEITER-AKTIENOPTIONSPROGRAMM

Mit Wirkung vom 6. Juni 2002 hat die Gesellschaft ihren Aktienoptionsplan ("2002er Plan") durch die zusätzlich genehmigte Gewährung von Optionen an Mitarbeiter für bis zu 223.668 Aktien aus dem Bedingten Kapital erweitert, auszuhändigen bei Ausübung von nicht mit Optionsscheinen versehenen Optionsrechten. Die Konditionen entsprechen weitgehend denen des 1999er Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramms. Am 16. Mai 2003, 11. Mai 2004, 11. Mai 2005 und 17. Mai 2006 und 14. Mai 2008 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, im Rahmen des 2002er Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramms weitere 110.673, 176.448, 222.051, 345.246 bzw. 521.454 Aktien zu gleichen Konditionen auszugeben.

Im Jahr 2003 wurden im Rahmen des 2002er Plans Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie bei den Gewährungen in 1999 und 2002 an Mitarbeiter ausgegeben: Am 15. Januar 2003 und 1. Juli 2003 erhielten Mitarbeiter der MorphoSys AG 7.500 bzw. 45.000 Optionen. Am 15. Januar 2008 bzw. 1. Juli 2008 sind diese Optionen verfallen.

Am 15. Januar 2004 wurden Mitarbeitern 105.000 Aktienoptionen zu gleichen Konditionen wie in den Jahren 1999, 2002 und 2003 gewährt.

Im Jahr 2005 wurden Mitgliedern des Vorstands und Mitarbeitern im Rahmen des 2002er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 2002 gewährt: Am 1. Juli 2005 wurden 292.074 Optionen an Mitglieder des Vorstands und an Mitarbeiter von MorphoSys ausgegeben.

Im Jahr 2006 wurden im Rahmen des 2002er Plans Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie in den Jahren 1999 und 2002 an Mitarbeiter und ein Vorstandsmitglied ausgegeben: Am 15. Januar 2006 und 1. Juli 2006 wurden 120.000 bzw. 22.500 Optionen an Mitarbeiter und an ein Vorstandsmitglied der MorphoSys AG gewährt.

Am 1. Juli 2007 wurden im Rahmen des 2002er Plans 180.000 Optionen zu den gleichen Konditionen wie in den Vorjahren an Mitarbeiter ausgegeben.

Im Jahr 2008 wurden im Rahmen des 2002er Plans Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie in den Jahren 1999 und 2002 an Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands ausgegeben: Am 25. Januar 2008 und 1. Oktober 2008 wurden 283.335 bzw. 92.664 Optionen an Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands der MorphoSys AG gewährt.

In den Jahren 2008 und 2007 wurden 93.900 bzw. 20.100 Optionen aus dem 2002er Plan ausgeübt. Davon wurden 3.750 Optionen von Mitgliedern des Vorstands ausgeübt. Weitere Einzelheiten sind in Ziff er 25 dieses Anhangs zum Konzernabschluss enthalten.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Aktienoptionspläne für Mitarbeiter der Gesellschaft in den Jahren 2008 und 2007:

Aktien Gewichteter Durch
schnittspreis €
AM 1. JANUAR 2007
AUSSTEHEND 717.135 8,91
Gewährt 180.000 16,10
Ausgeübt – 35.790 7,51
Verfallen – 16.875 14,71
Abgelaufen – 3.000 19,84
AM 31. DEZEMBER 2007
AUSSTEHEND
841.470 10,35
AM 1. JANUAR 2008
AUSSTEHEND
841.470 10,35
Gewährt 405.069 13,33
Ausgeübt – 243.045 5,46
Verfallen – 43.590 14,63
Abgelaufen – 1.350 5,83
AM 31. DEZEMBER 2008
AUSSTEHEND
958.554 12,66

Am 31. Dezember 2008 und 2007 waren Aktienoptionen für 292.950 bzw. 392.595 Aktien ausübbar. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der ausübbaren Aktienoptionen belief sich am 31. Dezember 2008 und 2007 auf 9,93 € bzw. 6,77 €.

Die folgende Übersicht enthält den gewichteten Durchschnittspreis sowie Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen zum 31. Dezember 2008 ausstehenden Optionsgruppen:

Gewichteter Gewichteter
Restliche Ver durchschnitt durchschnitt
Ausstehend tragslaufzeit licher Aus Ausübbar licher Aus
Bandbreite der Ausübungspreise (Anzahl) (in Jahren) übungspreis (Anzahl) übungspreis
3,63 € – 9,99 € 91.200 0,74 6,58 € 91.200 6,58 €
10,00 € – 16,10 € 867.354 3,20 13,30 € 201.750 11,44 €
958.554 2,97 12,66 € 292.950 9,93 €

Die folgende Übersicht enthält den gewichteten Durchschnittspreis sowie Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen zum 31. Dezember 2007 ausstehenden Optionsgruppen:

Gewichteter Gewichteter
Restliche Ver durchschnitt durchschnitt
Ausstehend tragslaufzeit licher Aus Ausübbar licher Aus
Bandbreite der Ausübungspreise (Anzahl) (in Jahren) übungspreis (Anzahl) übungspreis
3,63 € – 6,66 € 168.795 0,72 3,94 € 142.545 3,96 €
6,67 € – 9,99 € 148.050 1,83 6,93 € 148.050 6,93 €
10,00 € – 13,33 € 219.000 2,50 10,45 € 102.000 10,45 €
13,34 € – 16,10 € 305.625 3,94 15,48 € 0
841.470 2,55 10,35 € 392.595 6,77 €

Die Gesellschaft bilanziert den Personalaufwand aus Aktienoptionen in Übereinstimmung mit IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung". Der Vergütungsaufwand im Zusammenhang mit Aktienoptionen belief sich in den Jahren 2008 und 2007 auf 1.039.036 € bzw. 720.254 €.

Der beizulegende Zeitwert der im Jahr 2008 gewährten Optionen wurde auf der Basis des Optionspreismodells von Black-Scholes unter Zugrundelegung eines risikofreien Zinssatzes von 3,57 %, einer Dividendenrendite von 0 %, einer auf historischen Daten beruhenden erwarteten Volatilität von 43 % und einer erwarteten Laufzeit von 3,0 Jahren ermittelt. Für die im Jahr 2007 gewährten Aktienoptionen waren die folgenden Annahmen zu Grunde gelegt worden: risikofreier Zinssatz von 4,45 %, Dividendenrendite von 0 %, erwartete Volatilität von 42 % und die gleiche Optionslaufzeit wie in 2008. Der gewichtete durchschnittliche theoretische Optionspreis der in den Jahren 2008 und 2007 gewährten Optionen wird auf 4,39 € bzw. 5,36 € geschätzt.

Optionsbewertungsmodelle beruhen in starkem Maße auf subjektiven Annahmen. Da Veränderungen der subjektiven Bewertungsannahmen die Ermittlung des theoretischen Optionspreises erheblich beeinfl ussen können, liefern die bestehenden Modelle nach Ansicht des Managements nicht unbedingt einen zuverlässigen alleinigen Maßstab für den theoretischen Optionspreis der an Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen.

persona l au f wa n d 20

in T € 2008 2007
Löhne und Gehälter 17.779 15.727
Sozialversicherungsabgaben 2.609 2.500
Personalaufwand
aus Aktienoptionen
1.039 1.420
Zeitpersonal (extern) 87 91
Sonstige 1.023 490
GESAMT 22.537 20.228

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des Geschäftsjahres 2008 betrug 312 (2007: 291). Von den 334 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Bilanzstichtag waren 191 (31. Dezember 2007: 164) in der Forschung und Entwicklung sowie 143 (31. Dezember 2007: 131) in Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung beschäftigt. Die Kosten für beitragsorientierte Versorgungszusagen beliefen sich in 2008 auf 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0 €).

ert r agst eu er n 21

Die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften MorphoSys IP GmbH und MorphoSys AbD GmbH unterliegen der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer. Im Rahmen der zum 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Unternehmenssteuerreform 2008 wurde die Körperschaftsteuer von 25 % auf 15 % gesenkt, während der Solidaritätszuschlag unverändert 5,5 % beträgt und gleichzeitig der eff ektive Gewerbesteuersatz moderat von 9,6 % auf 10,5 % anstieg. Für die ausländischen Tochtergesellschaften von MorphoSys gelten Ertragsteuersätze von 30 % in Großbritannien bzw. 39 % in den USA.

Die Ertragsteuern des abgelaufenen Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

in T € 2008 2007
Laufender Steueraufwand für das
abgelaufene Jahr (davon direkt im
Eigenkapital berücksichtigt nach
IAS 32.35: 0T€; 2007: 438T€)
– 2.029 – 1.809
Latenter Steueraufwand/-Ertrag – 2.803 4.066
Gesamter Steueraufwand/
-Ertrag
– 4.832 2.257
Gesamtbetrag latenter Steuern
aus Posten, die direkt im Eigen
kapital erfasst werden
– 1.622 – 978

Latente Steuern werden nur in dem Umfang erfasst, in dem die betreffenden Steuervorteile mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit realisiert werden können. Am 31. Dezember 2007 bilanzierte die Ge sellschaft aktive latente Steuern von 4,9 Mio. € aufgrund der für die Geschäftsjahre 2008 bis 2012 erwarteten Geschäftsentwicklung. In 2008 wurden diese aktiven latenten Steuern in Höhe von 2,6 Mio. € aufgrund der Inanspruchnahme von steuerlichen Verlustvorträgen und in Höhe von 0,7 Mio. € aufgrund der Veränderung der temporären Diff erenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz aufgelöst.

Die Einschätzung des letzten Jahres im Hinblick auf Realisierbarkeit der aktiven latenten Steuern hat sich in 2008 nicht geändert; sie kann sich jedoch in Abhängigkeit von der Ergebnissituation kommender Jahre ändern und zu höheren oder niedrigeren Wertberichtigungen führen.

Die nachfolgende Übersicht leitet den erwarteten Ertragsteuerauf wand zum eff ektiven Ertragsteueraufwand über, wie er im Konzernabschluss ausgewiesen wird. Bei der Ermittlung der gesetzlichen Ertragsteuern wurde im Geschäftsjahr 2008 der kombinierte Ertragsteuersatz von 26,33 % (2007: 36 %) auf das Ergebnis vor Steuern angewendet. Der in der Überleitungsrechnung verwendete Steuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag von zusammen 15,83 % zuzüglich der eff ektiven Gewerbesteuer auf der Grundlage eines Hebesatzes von 300 % für die kommunale Gewerbesteuer von 10,5 % unter Berücksichtigung der nicht mehr vorhandenen Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer.

in T € 2008 2007
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 17.986 9.218
Erwarteter Steuersatz 26,33 % 36,00 %
ERWARTETE ERTRAGSTEUERN – 4.736 – 3.318
URSACHEN DER STEUEREFFEKTE:
Latente Steuern aufgrund des Ausweises aktiver latenter Steuern auf zuvor nicht ausgewiesene aktive latente Steuern
im Hinblick auf die künftige Aufhebung der Diff erenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz
0 2,072
Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verluste des Berichtsjahres 0 – 167
Erstmaliger Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 0 3,580
Ertragsteuern aufgrund des Ausweises aktiver latenter Steuern auf zuvor nicht ausgewiesene aktive latente Steuern
auf steuerliche Verlustvorträge
319 236
Personalaufwand aus Aktienoptionen – 274 – 511
Steuerlich nicht abzugsfähige Posten – 102 – 149
Steuerfreie Beträge 57 0
Änderung von Steuersätzen 9 295
Steuern für Vorjahre 101 131
Sonstige Eff ekte – 206 88
EFFEKTIVE ERTRAGSTEUERN – 4.832 2.257

Zum 31. Dezember 2008 belief sich der verbliebene Verlustvortrag für Körperschaftsteuer auf 4,1 Mio. € bzw. für Gewerbesteuer auf 3,2 Mio. €. Die steuerlichen Verlustvorträge können auf unbestimmte Zeit und in unbegrenzter Höhe vorgetragen werden. Seit dem Jahr 2004 begrenzt das deutsche Steuerrecht die Verrechnung von zu versteuerndem Einkommen mit bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen auf einen Betrag von 1,0 Mio. € zuzüglich 60 % des Betrags, um den das zu versteuernde Einkommen den Betrag von 1,0 Mio. € übersteigt. Laut Körperschaftsteuergesetz (KStG) können Steuern auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden. Der Abzug von steuerlichen Verlustvorträgen wird jedoch ausgeschlossen, wenn eine Gesellschaft ihre wirtschaftliche Identität verliert. Bei einem Unternehmen gilt die wirtschaftliche Identität als verloren, wenn die beiden folgenden Kriterien gleichzeitig erfüllt werden: (a) mehr als 50 % der Aktien des Unternehmens wurden transferiert und (b) die Geschäftstätigkeit des Unternehmens wird mit überwiegend neuem Betriebsvermögen fortgeführt bzw. neu gestartet (§ 8 Absatz 4 KStG, anwendbar bis 31. Dezember 2007). Bezüglich des Eigenkapitaltransfers ist diese Vorschrift in Anwendung der Körperschaftsteuerreform durch § 8c KStG zu ersetzen. Jeder Transfer zwischen 25 % und 50 % des Grundkapitals führt zum teilweisen, jeder Transfer von mehr als 50 % des Grundkapitals zum vollständigen Untergang von steuerlichen Verlustvorträgen. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit mit überwiegend neuem Betriebsvermögen ist nicht mehr relevant. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu steuerlichen Verlustvorträgen (sowohl § 8 Absatz 4 KStG als auch § 8c KStG) wird für in Deutschland steuerbare Unternehmen generell als unsicher erachtet. Im Unternehmen wurde bisher keine Steuerprüfung für die Geschäftsjahre 2004 bis 2008 durchgeführt.

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

in T € Aktive latente
Steuern 2008
Aktive latente
Steuern 2007
Passive latente
Steuern 2008
Passive latente
Steuern 2007
Immaterielle Vermögenswerte 1.397 2.110 1.838 2.276
Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 0
Sachanlagen 0 0 25 37
Grundstücke 0 0 0 160
Gebäude 0 0 0 73
Vorräte 58 77 0 5
Anzahlungen 0 0 0 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 0 0 18
Eigene Anteile 3 0 0 0
Aktive Rechnungsabgrenzung 0 1 1 0
Investitionen in kurzfristige Wertpapiere 0 0 1.523 848
Sonstige Rückstellungen 0 25 5 66
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 0 5 4
Wandelschuldverschreibungen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Steuerliche Verluste 1.117 3.633 0 0
2.576 5.846 3.397 3.487

Aufgrund der steuerlichen Organschaft der MorphoSys AG und der MorphoSys IP GmbH wurden aktive und passive latente Steuern in Höhe von 0,9 Mio. € bilanziell verrechnet (Vorjahr: 0,9 Mio. €). Passive latente Steuern in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) wurden direkt im Eigenkapital erfasst; dieser Betrag steht im Zusammenhang mit der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten.

ergebn is j e a kt ie 22

Als Folge des Aktiensplits vom 23. Dezember 2008 hat sich Anzahl der Aktien im Verhältnis 1:3 erhöht. Alle Berichtsperioden dieses Finanzberichts werden gemäß IAS 33 so dargestellt, als ob der Aktiensplit bereits am 1. Januar 2007 stattgefunden hätte. Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie beruht auf einem Jahresüberschuss für 2008 von 13.153.353 € (2007: 11.475.030 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl in Umlauf befi ndlicher Stammaktien für die betreffenden Jahre (2008: 22.216.677; 2007: 21.347.670).

Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien ermittelt sich wie folgt:

2008 2007
STAND DER AUSGEGEBENEN AKTIEN AM 1. JANUAR 22.160.259 20.145.966
Eff ekt der gehaltenen eigenen Aktien – 80.196 – 87.486
Eff ekt der Aktienausgabe im Januar 7.188 21.828
Eff ekt der Aktienausgabe im Februar 5.118 8.979
Eff ekt der Aktienausgabe im März 51.375 1.200
Eff ekt der Aktienausgabe im April 5.322 0
Eff ekt der Aktienausgabe im Mai 3.768 1.255.551
Eff ekt der Aktienausgabe im Juni 14.139 399
Eff ekt der Aktienausgabe im Juli 2.577 0
Eff ekt der Aktienausgabe im August 39.567 0
Eff ekt der Aktienausgabe im September 3.063 0
Eff ekt der Aktienausgabe im Oktober 27 0
Eff ekt der Aktienausgabe im November 2.121 0
Eff ekt der Aktienausgabe im Dezember 2.349 1.233
GEWICHTETE DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL STAMMAKTIEN 22.216.677 21.347.670

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter Berücksichtigung der möglichen Stammaktien der Gesellschaft aus gewährten Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen ermittelt.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung des unverwässerten auf das verwässerte Ergebnis je Aktie (in €, mit Ausnahme der Angaben je Aktie):

2008 2007
Zähler:
Jahresüberschuss 13.153.353 11.475.030
Nenner (Anzahl):
Gewichtete durchschnittliche Anzahl Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie 22.216.677 21.347.670
Verwässernde Aktien aus Aktienoptionen 110.240 285.633
Verwässernde Aktien aus Wandelschuldverschreibungen 0 0
NENNER GESAMT: 22.326.917 21.633.303
Ergebnis je Aktie (in €)
Unverwässert 0,59 0,54
Verwässert 0,59 0,53

miet v er pfl ich t u ngen 23

Die Gesellschaft mietet Einrichtungen und Ausstattungen im Rahmen langfristiger Operating-Leasingverträge. In den Geschäftsjahren 2008 und 2007 belief sich der Mietaufwand auf 1.887.430 € bzw. 1.770.942 €. Im Januar 2004 hatte MorphoSys den bestehenden Mietvertrag für ihre Liegenschaften geändert. Der neue Leasingvertrag hat eine Laufzeit bis September 2009. Danach hat MorphoSys jährlich die Möglichkeit, den Mietvertrag um jeweils ein weiteres Jahr zu verlängern. Eine jährliche Erhöhung der Mietrate wird dem Verbraucherindex für Deutschland entsprechend festgelegt.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Versicherungsverträgen sowie anderen Dienstleistungen stellen sich wie folgt dar:

in T € 2008 2007
bis zu 1 Jahr 2.958 2.876
1 – 5 Jahre 4.058 3.577
mehr als 5 Jahre 3.488 5.942
GESAMT 10.504 12.395

Der Gesamtaufwand der Gesellschaft aus Operating-Leasing- und Versicherungsverträgen sowie anderen Dienstleistungen belief sich in den Geschäftsjahren 2008 und 2007 auf insgesamt rund 3.208.165 € bzw. 3.200.067 €.

ev en t ua lsch u l den 24

Der Geschäftsleitung sind keine Vorgänge bekannt, die für die Gesellschaft zu einer wesentlichen Verpfl ichtung führen und eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

na he st ehen de u n t er nehmen und personen 25

Der Konzern unterhält mit Mitgliedern seiner Geschäftsleitung und seines Aufsichtsrats als nahe stehende Personen Geschäftsbeziehungen. Neben der Barvergütung hat die Gesellschaft dem Vorstand Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen gewährt. Die nachfolgenden Übersichten zeigen die von Vorstand und Aufsichtsrat im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 gehaltenen Aktien, Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sowie die Änderungen in ihren Besitzverhältnissen:

AKTIEN

01. 01. 2008 Zugänge Verfall Verkäufe 31. 12. 2008
VORSTAND
Dr. Simon E. Moroney 340.383 66.000 0 0 406.383
Dave Lemus 300 0 0 0 300
Dr. Arndt Schottelius* 0 0 0 0 0
Dr. Marlies Sproll 105 0 0 0 105
GESAMT 340.788 66.000 0 0 406.788
AUFSICHTSRAT
Dr. Gerald Möller 7.500 0 0 0 7.500
Prof. Dr. Jürgen Drews 7.290 0 0 0 7.290
Dr. Walter Blättler 2.019 0 0 0 2.019
Dr. Daniel Camus 0 0 0 0 0
Dr. Metin Colpan 0 0 0 0 0
Dr. Geoff rey N. Vernon 0 0 0 0 0
GESAMT 16.809 0 0 0 16.809

* wurde am 29. Dezember 2008 zum Entwicklungsvorstand ernannt

AKTIENOPTIONEN

01.01.2008 Zugänge Verfall Ausübungen 31. 12. 2008
VORSTAND
Dr. Simon E. Moroney 249.000 110.445 0 66.000 293.445
Dave Lemus 144.000 66.267 0 63.000 147.267
Dr. Arndt Schottelius* 0 0 0 0 0
Dr. Marlies Sproll 78.750 66.267 0 3.750 141.267
GESAMT 471.750 242.979 0 132.750 581.979
AUFSICHTSRAT
Dr. Gerald Möller
0 0 0 0 0
Prof. Dr. Jürgen Drews 0 0 0 0
Dr. Walter Blättler 0 0 0 0 0
Dr. Daniel Camus 0 0 0 0 0
Dr. Metin Colpan 0 0 0 0 0
Dr. Geoff rey N. Vernon 0 0 0 0 0
GESAMT 0 0 0 0 0

* wurde am 29. Dezember 2008 zum Entwicklungsvorstand ernannt

WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN

01.01.2008 Zugänge Verfall Ausübungen 31 .12. 2008
VORSTAND
Dr. Simon E. Moroney 33.744 0 0 17.097 16.647
Dave Lemus 28.119 0 0 14.247 13.872
Dr. Arndt Schottelius* 0 0 0 0 0
Dr. Marlies Sproll 22.500 0 0 11.400 11.100
GESAMT 84.363 0 0 42.744 41.619
AUFSICHTSRAT
Dr. Gerald Möller 0 0 0 0 0
Prof. Dr. Jürgen Drews 0 0 0 0 0
Dr. Walter Blättler 0 0 0 0 0
Dr. Daniel Camus 0 0 0 0 0
Dr. Metin Colpan 0 0 0 0 0
Dr. Geoff rey N. Vernon 0 0 0 0 0
GESAMT 0 0 0 0 0

* wurde am 29. Dezember 2008 zum Entwicklungsvorstand ernannt

Die Vergütungen sowohl für den Vorstand als auch für den Aufsichtsrat bestanden aus einer fi xen und einer variablen Komponente und sonstigen Entschädigungen. Sofern keine Wiederernennung erfolgt bzw. das Dienstverhältnis nicht verlängert wird, hat jedes Vorstandsmitglied Anspruch auf eine Abfi ndungszahlung in Höhe eines Jahresfi xgehalts. Im Jahr 2008 belief sich die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat ohne Reisekostenerstattung auf 292.500 € (2007: 298.500 €). Die nachfolgenden Übersichten zeigen die Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats in detaillierter Form:

VORSTAND

Fixe Vergütung Variable Vergütung
Sonstige Vergütungen
Gesamtvergütung
in € 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
Dr. Simon Moroney 343.125 320.250 240.188 198.360 105.246 83.882 688.559 602.492
Dave Lemus 241.313 225.225 168.919 140.049 129.167 113.309 539.399 478.583
Dr. Arndt Schottelius* 1.222 0 0 0 123.893 0 125.115 0
Dr. Marlies Sproll 231.660 211.860 158.895 124.146 75.689 56.356 466.244 392.362
GESAMT 817.320 757.335 568.002 462.555 433.995 253.547 1.819.317 1.473.437

* wurde am 29. Dezember 2008 zum Entwicklungsvorstand ernannt

AUFSICHTSRAT

Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtvergütung
in € 2008 2007 2008 2007 2008 2007
Dr. Gerald Möller 57.000 40.000 21.500 35.000 78.500 75.000
Prof. Dr. Jürgen Drews 42.000 30.000 9.500 19.000 51.500 49.000
Dr. Walter Blättler** 27.000 14.622 10.500 12.000 37.500 26.622
Dr. Daniel Camus 28.500 25.000 13.500 21.000 42.000 46.000
Dr. Metin Colpan 28.500 25.000 9.500 16.000 38.000 41.000
Prof. Dr. Andreas Plückthun* 0 8.878 0 4.500 0 13.378
Dr. Geoff rey N. Vernon 30.000 26.500 15.000 21.000 45.000 47.500
GESAMT 213.000 170.000 79.500 128.500 292.500 298.500

* am 16. Mai 2007 ausgeschieden

** am 16. Mai 2007 beigetreten

Auf der Hauptversammlung am 17. Mai 2006 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats virtuelle Aktienoptionen ("phantom stocks") gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhielt 2.500, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende 2.000 und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils 1.500 Aktienwertsteigerungsrechte ("stock appreciation rights").

Daneben gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Verträge mit aktuellen oder früheren Mitgliedern des Aufsichtsrats.

cor por at e gov er na nce 26

Die Gesellschaft hat die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Diese Erklärung wurde am 10. Dezember 2008 veröff entlicht und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

forsch u ngs - u n d en t w ick lu ngs abkommen 27

Die Gesellschaft hat im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungsstrategie eine Reihe von F&E-Vereinbarungen geschlossen. Im Folgenden sind die Abkommen kurz beschrieben, die spürbare fi nanzielle Auswirkungen gehabt haben bzw. haben könnten (in alphabetischer Reihenfolge). In Bezug auf die im Geschäftsjahr 2008 neu geschlossenen oder wesentlich geänderten Partnerschaften wird auf den Abschnitt "Geschäftsentwicklung" des Konzernlageberichts verwiesen.

ASTELLAS PHARMA INC.

MorphoSys und Astellas Pharma Inc., das zweitgrößte pharmazeutische Unternehmen Japans, haben im März 2007 ein Lizenzabkommen für den Einsatz der HuCAL-Technologie von MorphoSys geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung erhielt Astellas Zugang zur HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek von MorphoSys für den Einsatz in ihren internen Programmen zur Medikamentenerforschung. Als Gegenleistung bekam MorphoSys eine Einmalzahlung und erhält über die Laufzeit des Abkommens jährliche Nutzungsgebühren. Im Februar 2008 hat sich Astellas für eine Erweiterung der gegenwärtigen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen um weitere vier Jahre bis März 2012 entschieden.

Während der Laufzeit der Vereinbarung erhält Astellas weiter Zugang zur HuCAL GOLD Bibliothek von MorphoSys an ihrem Forschungsstandort in Tsukuba, Japan. Ferner hat Astellas während der Laufzeit die Option zum Beginn von Antikörperprojekten. Im Rahmen einer optionalen Kooperationskomponente nutzt MorphoSys seine HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek zur Herstellung neuartiger HuCAL-Antikörper gegen von Astellas zur Verfügung gestellte Zielmoleküle. In der Folge wird Astellas für die präklinische und klinische Entwicklung dieser Wirkstoff e und die anschließende Vermarktung von hieraus resultierenden Produkten verantwortlich sein. Für im Rahmen der Vereinbarung gestartete Projekte erhält MorphoSys Forschungsunterstützung neben Lizenz- und Meilensteinzahlungen sowie Tantiemen auf Endprodukte.

Im Juli 2008 hat Astellas im Rahmen der laufenden Vereinbarungen zwischen beiden Unternehmen zum Technologietransfer eine bereits bestehende Option zur Nutzung der RapMAT-Technologie von MorphoSys für die schnellere Optimierung von Antikörpern ausgeübt. Als Folge erhält MorphoSys neben den Nutzungsgebühren für die HuCAL-Plattform zusätzliche jährliche Nutzungsgebühren für die RapMAT-Technologie.

BAYER SCHERING PHARMA AG

Die laufende Zusammenarbeit mit der Bayer Schering Pharma AG wurde Ende 2007 eingestellt. Derzeit befi nden sich mehrere therapeutische Antikörperprogramme in der Entwicklung und könnten künftig zu entwicklungsabhängigen Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen.

BOEHRINGER INGELHEIM PHARMA GMBH & CO. KG

Im Februar 2003 haben MorphoSys und Boehringer Ingelheim eine Kooperation im Bereich therapeutischer Antikörper vereinbart. Im Rahmen des Abkommens hat MorphoSys die exklusive weltweite Lizenz auf bestimmte Patente von oder unter der Kontrolle von Boehringer Ingelheim erhalten. Als Gegenleistung erhielt Boehringer Ingelheim exklusive kommerzielle Lizenzen auf therapeutische Antikörper gegen zwei Zielmoleküle.

Im Februar 2005 haben beide Unternehmen die Ausweitung ihrer bestehenden Zusammenarbeit bei Forschungs- und therapeutischen Anwendungen vereinbart. Unter dem neuen Vertrag hat Boehringer Ingelheim eine Option auf mehrere exklusive Lizenzen für neue therapeutische Antikörperprogramme erworben. Daneben erhielt Boehringer Ingelheim für Forschungszwecke in einer Reihe von Forschungseinrichtungen wie beispielsweise am Standort Wien, Österreich, Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys. Im Rahmen der Vereinbarung erhielt MorphoSys eine Technologiezugangsgebühr und erhält über die fünfjährige Dauer der Zusammenarbeit jährliche Lizenzgebühren und optionale F&E-Zahlungen. Für aus der Zusammenarbeit resultierende therapeutische Antikörper wird Boehringer Ingelheim an MorphoSys Meilensteinzahlungen leisten und Tantiemen entrichten.

Im November 2006 haben MorphoSys und Boehringer Ingelheim ihre Zusammenarbeit um ein neues Antikörperprogramm gegen Krebs erweitert. Boehringer Ingelheim hat eine Option für die Optimierung eines therapeutischen HuCAL-Antikörpers ausgeübt und eine exklusive Lizenz für dieses Projekt erworben. Der von Boehringer Ingelheim an seinem Forschungsstandort in Wien, Österreich, identifi zierte Antikörper richtet sich gegen ein Zielmolekül im Bereich Onkologie.

Im Juni 2008 hat Boehringer Ingelheim im Rahmen der laufenden Vereinbarungen zwischen beiden Unternehmen zum Technologietransfer eine bereits bestehende Option zur Nutzung der RapMAT-Technologie von MorphoSys für die schnellere Optimierung von Antikörpern ausgeübt. Als Folge erhält MorphoSys neben den Nutzungsgebühren für die HuCAL-Plattform zusätzliche jährliche Nutzungsgebühren für die RapMAT-Technologie.

CENTOCOR, INC.

Die laufende Zusammenarbeit mit Centocor, Inc., eine 100 %ige Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Pharmaunternehmens Johnson & Johnson, wurde Ende 2007 eingestellt. Derzeit befi nden sich einige therapeutische Antikörperprogramme gegen mehrere Krankheiten in unterschiedlichen Entwicklungsstufen und könnten künftig zu entwicklungsabhängigen Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen. Der im Rahmen dieser Zusammenarbeit am weitesten fortgeschrittene Antikörper befi ndet sich in einer immunologischen Indikation derzeit in der klinischen Erprobung der Phase 2 und im Bereich Onkologie in der klinischen Erprobung der Phase 1.

DAIICHI SANKYO COMPANY, LIMITED

Im März 2006 haben MorphoSys und Sankyo Company Limited, eine 100 %ige Tochtergesellschaft des japanischen Pharmaunternehmens Daiichi Sankyo Company, Limited, ein Lizenzabkommen geschlossen und eine Zusammenarbeit im Bereich therapeutischer Antikörper für zunächst zwei Jahre mit einer Option zur Verlängerung um bis zu weitere drei Jahre vereinbart. Im Rahmen des Abkommens hat sich Daiichi Sankyo zum Start eines therapeutischen Antikörperprogramms mit MorphoSys verpfl ichtet und eine Option auf bis zu fünf weitere Programme erhalten. Im März 2008 wurde die Kooperation bis März 2011 verlängert, was eine zusätzliche Vorauszahlung auslöste und zu höheren Forschungszahlungen an MorphoSys führte. Während der Vertragsdauer hat Daiichi Sankyo an seinem Forschungsstandort in Tokio, Japan, weiterhin Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys. Daneben wird MorphoSys seine fi rmeneigene HuCAL GOLD-Technologie zur Herstellung von Antikörper gegen von Daiichi Sankyo zur Verfügung gestellte Zielmoleküle einsetzen.

ELI LILLY AND COMPANY

Im September 2005 haben MorphoSys und der US-Pharmakonzern Eli Lilly and Company ("Lilly") ein Lizenzabkommen auf Gegenseitigkeit über die Nutzung bestimmter rekombinanter Protein-Technologien unterzeichnet. Im Rahmen des Abkommens erhielt MorphoSys eine Lizenz auf die Kauff man-Patentfamilie für die Herstellung und das Screening bestimmter rekombinanter Peptid- und Protein-Bibliotheken und für die Vermarktung von hieraus resultierenden Produkten. Lilly erhielt im Rahmen des Abkommens für ihre internen Forschungs- und Entwicklungsprogramme Zugang zur HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys. Für im Rahmen der Vereinbarung von Lilly entwickelte therapeutische Antikörper entrichtet Lilly an MorphoSys Lizenzgebühren, Erfolgsprämien, Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Endprodukte. Das Abkommen ist Teil der Beilegung eines von Applied Molecular Evolution, einer 100 %igen Tochtergesellschaft von Lilly, angestrengten Patentprozesses im Zusammenhang mit mehreren US-Patenten der Kauff man-Patentfamilie.

F. HOFFMANN-LA ROCHE AG

Im September 2000 haben MorphoSys und F. Hoff mann-La Roche AG , Basel, Schweiz, die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von menschlichen therapeutischen Antikörpern gegen ein von Roche benanntes biologisches Zielmolekül gegen Alzheimer bekannt gegeben. Die HuCAL-Antikörper richten sich gegen die für Alzheimer-Patienten typische anormale Ansammlung des Proteins Amyloid beta im Gehirn. Der Antikörper soll helfen, diese Ansammlungen abzubauen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit hat MorphoSys mehrere Antikörper aus seiner HuCAL-Bibliothek gegen das Alzheimer-Zielprotein Amyloid beta selektioniert, was im Dezember 2000 und März 2001 zu den ersten beiden Meilensteinzahlungen führte. Mit Erreichen dieser beiden Meilensteine lieferte MorphoSys eine Reihe von HuCAL-Antikörpern, die nachweislich an das Roche-Zielmolekül im von Alzheimer befallenen menschlichen Hirngewebe selektiv binden. Im Juli 2002 hatte MorphoSys einen weiteren Meilenstein erreicht. MorphoSys stellte HuCAL-Antikörper her, die nachweislich sowohl in in-vitro-Ansätzen als auch in einem Alzheimer-Tiermodell mit hoher Affi nität an das Roche-Zielmolekül binden. Im Januar 2006 hat Roche alle erforderlichen Anträge für den Start der klinischen Erprobung in einer europäischen Phase-1-Studie für das auf HuCAL aufbauende Antikörperprogramm R1450 zur Behandlung von Alzheimer gestellt. Die Rekrutierung von Testpersonen für die Phase-1-Studie mit dem HuCAL-Antikörper zur Behandlung von Alzheimer ist abgeschlossen.

Im Rahmen der Kooperation stehen MorphoSys entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen aus der Vermarktung von sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Produkten zu.

Aufbauend auf der bestehenden Zusammenarbeit bei Alzheimer haben MorphoSys und Roche im März 2006 eine neue Kooperation zur Entwicklung neuartiger therapeutischer Krebs-Antikörper bekannt gegeben. Roche wird zwei neue Zielmoleküle bestimmen, gegen die MorphoSys unter Einsatz seiner HuCAL GOLD-Technologie Antikörper entwickeln wird.

GALAPAGOS NV

Im November 2008 haben MorphoSys und Galapagos NV den Abschluss einer langfristig angelegten Zusammenarbeit zur gemeinsamen Medikamentenerforschung und -entwicklung bekannt gegeben. Ziel ist es, neuartige Wirkmechanismen zur Behandlung entzündlicher Knochenund Gelenkserkrankungen wie etwa Rheumatoider Arthritis, Osteoporose und Osteoarthritis zu erforschen und Antikörpertherapien gegen diese Krankheiten zu entwickeln.

Die Vereinbarung umfasst sämtliche Aktivitäten von der Erforschung der Zielmoleküle bis zum Abschluss der klinischen Wirksamkeitsstudie für neuartige therapeutische Antikörper. Im Anschluss an den Nachweis der klinischen Wirksamkeit am Menschen werden die Programme für die weitere Entwicklung, Zulassung und Vermarktung an Partner auslizenziert. Beide Partner stellen im Rahmen der Allianz ihre Schlüsseltechnologien und ihre Expertise zur Verfügung. Galapagos wird zusätzlich zu seiner auf der Nutzung von Adenoviren basierenden Plattform für die Erforschung neuer Zielmoleküle auch bereits identifi zierte Zielmoleküle in die Kooperation einbringen, die mit Knochen- und Gelenkserkrankungen in Verbindung gebracht werden. MorphoSys wird seine HuCAL-Antikörpertechnologien zur Herstellung vollständig menschlicher Antikörper gegen diese Zielmoleküle zur Verfügung stellen. Gemäß den Vertragsvereinbarungen teilen sich Galapagos und MorphoSys die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie alle zukünftigen Umsätze zu gleichen Teilen.

GENEFRONTIER CORPORATION

Aufbauend auf einer im Jahr 2004 geschlossenen Marketing-Vereinbarung haben MorphoSys und die in Tokio, Japan, ansässige GeneFrontier Corp. bei zwei Anlässen im Verlauf des Jahres 2007 die Ausweitung ihrer bestehenden Allianz bekannt gegeben. Im Rahmen der laufenden Vereinbarungen nutzt GeneFrontier die HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek von MorphoSys zur Herstellung neuartiger HuCAL-Antikörper gegen Zielmoleküle, die von führenden japanischen Forschungsinstituten und Universitäten zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck wurde die HuCAL-Antikörpertechnologie in den Forschungslabors einer Forschungsanlage von GeneFrontier in Tokio installiert. GeneFrontier leistet für den Zugang zur HuCAL-Technologie jährliche Lizenzzahlungen an MorphoSys.

GENESIS RESEARCH AND DEVELOPMENT CORPORATION LTD.

Im Oktober 2007 haben MorphoSys und die in Neuseeland ansässige Genesis Research and Development Corporation Ltd. den Beginn einer Forschungskooperation bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung setzt Genesis HuCAL-basierte Antikörper, die gegen den Rezeptor des menschlichen Fibroblasten-Wachstumsfaktors FGFR5 gerichtet sind, in seinem fi rmeneigenen Zyrogen-Entwicklungsprogramm für die weitere Zielmolekül-Validierung sowie für präklinische Studien ein. Diese Antikörper wurden ursprünglich durch die MorphoSys-Geschäftseinheit AbD Serotec bereitgestellt. Im Rahmen des Programms untersucht Genesis die Entwicklung therapeutischer Antikörper speziell gegen das Zielmolekül FGFR5, das im Verdacht steht, bei verschiedenen Autoimmun-Erkrankungen und Erkrankungen des Skelettapparats eine Rolle zu spielen. Auf der Basis der von Genesis gewonnenen wissenschaftlichen Daten werden beide Parteien die weitere Entwicklung des therapeutischen Programms erörtern.

IMMUNOGEN, INC.

Im September 2000 hat MorphoSys eine Zusammenarbeit mit dem US-Biopharmaunternehmen ImmunoGen zur Entwicklung menschlicher Antikörper für die Krebsbehandlung begonnen. Die laufende Zusammenarbeit mit ImmunoGen wurde im Jahr 2006 beendet. MorphoSys stehen entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen aus der Vermarktung von sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Produkten zu.

MERCK & CO., INC.

Im Dezember 2005 hat MorphoSys ein auf fünf Jahre angelegtes Lizenzabkommen mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co., Inc. über den Einsatz der HuCAL GOLD- und AutoCAL-Technologien von MorphoSys in der Erforschung und Entwicklung von humanen therapeutischen Antikörpern geschlossen. Das Abkommen erlaubt Merck ferner die Entwicklung von bis zu zehn therapeutischen Antikörpern auf der Basis von HuCAL für eine Reihe von Indikationen. MorphoSys erhält eine Einmalzahlung und jährliche Nutzungsgebühren und F&E-Zahlungen. Daneben stehen MorphoSys Lizenz- und Meilensteinzahlungen für Projekte in der klinischen Entwicklung sowie Tantiemen auf aus der Zusammenarbeit resultierende Endprodukte zu.

NOVARTIS AG

Im Jahr 2004 haben MorphoSys und Novartis eine Zusammenarbeit begonnen, die bisher zu mehreren derzeit laufenden Antikörperprogrammen gegen eine Reihe von Krankheiten und im September 2007, gerade einmal drei Jahre nach dem Beginn der Zusammenarbeit, zu einem ersten Klinikgang führte. Im Dezember 2007 weiteten MorphoSys und Novartis ihre bisherige Geschäftsverbindung deutlich aus und schlossen eine der umfassendsten strategischen Allianzen für die Erforschung und Entwicklung von Biopharmaka. Über die Vertragsdauer von zehn Jahren belaufen sich die vertraglich zugesicherten jährlichen Zahlungen für Technologiezugang, Zugang zur Internalisierungstechnologie sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf mehr als 600 Mio. US\$ – ohne Kostenerstattungen für F&E in Verbindung mit Entwicklungsaktivitäten im Frühstadium. Die Gesamtsumme aus zugesicherten Zahlungen und wahrscheinlichkeitsgewichteten, erfolgsabhängigen Meilensteinen, die vom Erfolg der klinischen Entwicklung und der behördlichen Zulassung mehrerer Produkte abhängen, könnte bei voller Laufzeit einer erfolgreichen Kollaboration die Schwelle von 1 Mrd. US\$ überschreiten. Neben diesen Zahlungen würden MorphoSys auch umsatzabhängige Tantiemen und/oder Gewinnbeteiligungen aus zukünftigen Produktverkäufen zustehen. Darüber hinaus hat MorphoSys Optionen zur Teilnahme an bestimmten Entwicklungsaktivitäten im Rahmen verschiedener Programme, wobei Teile der Kosten im Frühstadium von Novartis getragen werden. In Bezug auf die Teilnahmeoptionen kann sich MorphoSys zur Mitarbeit in diesen Projekten in Form von Kosten- und Gewinnbeteiligungen entschließen, wobei der fi nanzielle Beitrag dem Grad seiner Beteiligung an den betreff enden Programmen entspricht.

ONCOMED PHARMACEUTICALS, INC.

MorphoSys und das in den USA ansässige biopharmazeutische Unternehmen OncoMed Pharmaceuticals, Inc. haben im Juni 2006 den Abschluss eines Lizenzabkommens bekannt gegeben. Dieses Abkommen betriff t den Einsatz der HuCAL-Technologie von MorphoSys in der Erforschung und Entwicklung humaner therapeutischer Antikörper für die Behandlung von verschiedenen Krebsformen einschließlich Brust-, Lungen-, Darm- und Prostatakrebs durch die Bekämpfung von "Krebsstammzellen". Im Juni 2008 wurde die Zusammenarbeit bis Juni 2010 erweitert. OncoMed erforscht und entwickelt monoklonale Antikörper und Proteine, die geeignet sind, Krebsstammzellen zu zerstören, ein kürzlich entdeckter Zelltyp, von dem man annimmt, dass er das Krebswachstum fördert und dem Krebs ermöglicht, sich auszubreiten und Gewebe zu befallen. OncoMed nimmt bei der Anwendung von Forschungsergebnissen der Universität von Michigan in Bezug auf Isolierung, Reinigung und Analyse von Krebsstammzellen eine Spitzenposition ein. Im Rahmen der Vereinbarung gewährt MorphoSys OncoMed Zugang zu seiner fi rmeneigenen Antikörperbibliothek HuCAL GOLD für den Einsatz in den Medikamentenforschungsprogrammen von Onco-Med. Der Vertrag enthält eine Option für OncoMed zur Entwicklung von bis zu fünf therapeutischen Antikörpern auf der Grundlage von HuCAL. MorphoSys bekam eine Vorauszahlung und erhält jährliche Nutzungsgebühren über die gesamte Laufzeit der Zusammenarbeit.

PFIZER, INC.

Im Dezember 2003 hat MorphoSys mit dem US-Pharmakonzern Pfi zer, Inc. eine Zusammenarbeit für die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern vereinbart. Im Dezember 2006 wurde die Zusammenarbeit bis Ende 2011 verlängert, was eine Einmalzahlung von Pfi zer an MorphoSys auslöste. MorphoSys setzt seine HuCAL GOLD-Bibliothek für die Herstellung von therapeutischen Antikörpern gegen eine Reihe von Zielmolekülen von Pfi zer ein. Pfi zer ist zuständig für die präklinische und klinische Entwicklung und die anschließende Vermarktung von hieraus resultierenden Produkten. Der mögliche betragsmäßige Nutzen für MorphoSys aus Forschungsfi nanzierung und etwaigen Zahlungen für das Erreichen von Entwicklungsmeilensteinen liegt – ohne Tantiemen auf künftige Produkte – bei mehr als 100 Mio. US\$.

PROCHON BIOTECH LTD.

Im Mai 2000 wurde ein Abkommen zwischen MorphoSys und ProChon Biotech Ltd., einem aus dem Weizmann-Institut in Form eines Spin-off ausgegliederten israelischen Biotechnologieunternehmen, geschlossen. Im Rahmen des Abkommens setzte MorphoSys seine innovative HuCAL-Antikörperbibliothek für die Herstellung von humanen Antikörpern gegen einen humanen Wachstumsfaktor-Rezeptor ein, der mit verschiedenen Knochenerkrankungen einschließlich Achondroplasie, der häufi gsten Form menschlichen Zwergenwuchses, als auch mit einigen Krebsarten in Verbindung gebracht wird. MorphoSys stehen entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen aus der Vermarktung von sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Produkten zu.

SCHERING-PLOUGH CORPORATION

Im Mai 2006 unterzeichneten MorphoSys und Schering-Plough Corporation ein Lizenzabkommen über den Einsatz der HuCAL GOLD-Technologie bei der Erforschung und Entwicklung von humanen therapeutischen Antikörpern. Das Abkommen hat eine maximale Laufzeit von fünf Jahren bis 2011 und kann von Schering-Plough am Ende eines jeden Jahres verlängert werden. Im Rahmen des Abkommens gewährt MorphoSys Schering-Plough an dessen Forschungsstandort Palo Alto, CA, USA, Zugang zu seiner fi rmeneigenen HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek für den Einsatz in deren Wirkstoff forschung. Ferner bietet der Vertrag Schering-Plough die Option, therapeutische Antikörper auf der Grundlage von HuCAL gegen bis zu zehn krankheitsrelevante Zielmoleküle zu entwickeln. MorphoSys bekam eine Einmalzahlung und erhält jährliche Nutzungsgebühren sowie optionale F&E-Zahlungen. MorphoSys stehen für von Schering-Plough erfolgreich durchgeführte therapeutische Antikörperprojekte Lizenzgebühren und für erfolgreich voranschreitende Projekte in der klinischen Entwicklung Meilensteinzahlungen sowie Tantiemen auf im Rahmen der Vereinbarung entwickelte HuCAL-Antikörper zu.

SHIONOGI & CO., LTD.

Im September 2005 haben MorphoSys und das japanische Pharmaunternehmen Shionogi & Co., Ltd. ein auf drei Jahre angelegtes Lizenzabkommen über die Nutzung der HuCAL-Technologie von MorphoSys geschlossen. Im September 2008 wurde die Partnerschaft um weitere drei Jahre verlängert. Im Rahmen des Abkommens gewährt MorphoSys Shionogi Zugang zu seiner HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek für den Einsatz in dessen Medikamentenforschungsprogrammen. Während der sechsjährigen Vertragslaufzeit hat Shionogi an einem seiner Forschungsstandorte Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys. Als Gegenleistung erhielt MorphoSys eine Einmalzahlung und erhält über die Laufzeit des Abkommens jährliche Nutzungsgebühren.

anlage 1: anlagenspiegel (ifrs) – morphosys-konzern

in € 01. 01. 2008 Zugänge Abgänge Währungs
diff erenzen
31. 12. 2008
I. SACHANLAGEN
Grundstücke und Gebäude 1.073.843 0 0 – 260.558 813.285
Büro- und Laborausstattung 7.906.282 1.481.506 111.997 – 179.573 9.096.218
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.116.223 159.968 288 – 92.233 2.183.670
11.096.348 1.641.474 112.285 – 532.364 12.093.173
II. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Patente 3.955.302 102.613 71.841 0 3.986.074
Software 2.280.641 397.841 27.942 – 55.651 2.594.889
Know-how und Kundenstamm 5.959.793 0 0 – 1.055.208 4.904.585
Lizenzen 22.815.141 1.743.531 48.167 – 129.242 24.381.263
Geschäfts- oder Firmenwert 26.953.864 0 0 – 281.467 26.672.397
61.964.741 2.243.985 147.950 – 1.521.568 62.539.208

anlage 2: konsolidierungskreis zum 31. dezember 2008

Wechselkurs
zum 31. 12. 2008
€ in Fremd
Währungs
Name und Sitz der Gesellschaft Währung einheiten
KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN (NEBEN DER MUTTERGESELLSCHAFT)
MorphoSys USA Inc., Charlotte, North Carolina, USA US \$ 1,40272
MorphoSys IP GmbH, München, Deutschland
MorphoSys UK Ltd., Oxford, UK £ 0,96256
MorphoSys US Inc., Raleigh, North Carolina, USA US \$ 1,40272
MorphoSys AbD GmbH, Düsseldorf, Deutschland
Poole Real Estate Ltd., Poole, UK £ 0,96256
12.666.281 3.633.595 – 350.000 119.656 – 397.172 16.133.047 46.406.161 49.298.461
0 0 0 0 0 0 26.672.397 26.953.864
6.384.260 2.339.291 – 350.000 46.247 – 24.036 9.003.267 15.377.996 16.430.881
2.273.280 491.446 0 0 – 352.679 2.412.048 2.492.537 3.686.512
1.648.188 304.765 0 1.570 – 20.457 1.930.925 663.964 632.453
2.360.553 498.093 0 71.839 0 2.786.807 1.199.267 1.594.749
6.867.305 1.505.631 0 107.855 – 139.313 8.125.768 3.967.404 4.229.043
1.326.383 249.004 0 201 – 37.011 1.538.175 645.495 789.840
5.404.341 1.200.050 0 107.654 – 69.162 6.427.575 2.668.642 2.501.941
136.581 56.577 0 0 – 33.140 160.018 653.267 937.262
01. 01. 2008 Zugänge Wertberichtigung Abgänge Währungs
diff erenzen
31. 12. 2008 31. 12. 2008 31. 12. 2007
Nettobuchwerte
Beteiligung
in %
Eigenkapital in
Fremdwährung
Bilanzsumme in
Fremdwährung
Verbindlich
keiten in Fremd
währung
Umsatz in
Fremdwährung
Jahresergebnis
in Fremd
währung
100 2.000 18.091 11.434 0 1.869
100 25.000 5.996.312 6.732.832 3.814.278 434.901
100 100 7.379.276 3.813.487 8.950.124 845.482
100 50.000 2.924.430 1.630.975 8.772.853 1.160.256
100 25.000 1.267.522 275.794 3.225.157 100.457
100 200 1.133.166 86.443 0 17.310

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Martinsried/ Planegg, 9. Februar 2009

Dr. Simon E. Moroney Dave Lemus Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand

Dr. Arndt Schottelius Dr. Marlies Sproll Entwicklungsvorstand Forschungsvorstand

Wir haben den von der MorphoSys AG, Martinsried, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung, Kapitalfl ussrechnung, Eigenkapitalentwicklung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auff assung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handels rechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreff endes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreff end dar.

München, den 10. Februar 2009

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

Maurer Rahn Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

MorphoSys AG

Lena-Christ-Str. 48 82152 Martinsried/Planegg Deutschland Tel.: +49-89-89927-0 Fax: +49-89-89927-222 www.morphosys.de

HuCAL®, HuCAL GOLD®, HuCAL PLATINUM®, AutoCAL® und RapMAT® sind eingetragene Warenzeichen der MorphoSys AG.