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MorphoSys AG — Annual Report 2007
Feb 28, 2008
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Annual Report
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Konzernjahresabschluss (IFRS)
Konzernlagebericht
Das Jahr 2007 war das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte. Im Vordergrund stand der Vertragsabschluss mit Novartis, einer der größten Kooperationsverträge in der Industrie, der für die nächsten zehn Jahre vertraglich zugesicherte Zahlungen von mehr als 410 Mio. W vorsieht. Der Konzernumsatz lag mit 62,0 Mio. W um 17 % über dem Vorjahr, das operative Ergebnis stieg trotz einmaliger Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Novartis-Vertrag um 13 % auf 7,0 Mio. W.
RÜCKBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2007
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2007 verzeichnete MorphoSys eine anhaltend starke Nachfrage nach seiner fi rmeneigenen Antikörpertechnologie HuCAL. Am Konzernhauptsitz in Deutschland und bei den Tochtergesellschaften in Großbritannien und den USA waren insgesamt rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Das größte Geschäftswachstum verzeichnete das Segment Therapeutische Antikörper.
Auf operativer Ebene belegten die während des Jahres geschlossenen Kooperationen die starke Nachfrage nach den Technologien von MorphoSys. Zunächst konnte MorphoSys im März 2007 mit dem zweitgrößten japanischen Pharmaunternehmen Astellas eine Kooperation im Bereich therapeutischer Antikörper vereinbaren. Außerdem unterzeichnete MorphoSys zum Jahresende 2007 mit Novartis eine neue, auf zehn Jahre angelegte Kooperation und schloss damit eine der größten Forschungsallianzen nicht nur in seiner Unternehmensgeschichte sondern in der Biotechnologiebranche überhaupt ab.
Die fi rmeneigenen Antikörperprogramme MOR103 und MOR202 verliefen weiterhin wie geplant. Für das Projekt MOR103 hat MorphoSys im Dezember 2007 einen Antrag auf klinische Erprobung gestellt. Außerdem konnte MorphoSys für das Zielmolekül, auf dem MOR103 beruht, eine starke Patentposition sicherstellen.
Im Jahr 2006 hatte MorphoSys ein auf mehrere Jahre angelegtes Programm zur Technologieentwicklung gestartet, das zu einer wesentlich verbesserten Version seiner Plattform zur Herstellung von Antikörpern führen wird. Zu diesem Zweck wurde im November 2007 ein breites Patentportfolio von Dyax im Bereich Antikörper einlizenziert.
In fi nanzieller Hinsicht konnte MorphoSys im Mai 2007 erfolgreich 652.188 Aktien bei internationalen institutionellen Investoren in Europa und Nordamerika zu 50,00 w je Aktie platzieren. Das Unternehmen erzielte dadurch einen Bruttoemissionserlös von rund 32,6 Mio. w und erhöhte damit seinen Bestand an liquiden Mitteln auf mehr als 100 Mio. w. Außerdem verbuchte das Unternehmen in 2007 einen Steuerertrag in Höhe von 2,3 Mio. w aufgrund der Aktivierung aller steuerlichen Verlustvorträge.
MorphoSys wird auch zukünftig sein auf zwei Segmenten beruhendes Geschäftsmodell fortführen. Mit der Finanzkraft, die das Unternehmen durch den mit Novartis neu geschlossenen Vertrag gewonnen hat, beabsichtigt MorphoSys, seine Anstrengungen für die Eigenentwicklung von Medikamenten zu erhöhen und gleichzeitig seine mit Partnern betriebene Pipeline für therapeutische Antikörper auszuweiten. Auch für das zweite Segment Forschungsantikörper wird weiteres Wachstum und eine Erhöhung des derzeitigen Marktanteils erwartet.
ORGANISATIONSSTRUKTUR UND GESCHÄFTSAKTIVITÄTEN
ORGANISATIONSSTRUKTUR UND WELTWEITE PRÄSENZ
Zurzeit betreibt MorphoSys sein Geschäft in zwei operativen Segmenten. Das Segment Therapeutische Antikörper entwickelt Medikamentenkandidaten sowohl für Partnerunternehmen als auch für die fi rmeneigene Produktpipeline. MorphoSys' zweites operatives Segment Forschungsantikörper liefert unter der Marke AbD Serotec hochwertige Antikörper für den Forschungssektor.
MorphoSys ist an verschiedenen Standorten in Europa und den USA tätig. Die drei wichtigsten Standorte von MorphoSys sind sein Konzernsitz im deutschen Biotechnologie-Cluster Martinsried nahe München, die jüngst eingeweihten Labore in Oxford, einem der akademischen Forschungszentren Englands, und die Einrichtungen im Technologiepark des Research Triangle Parks nahe Raleigh, North Carolina, USA.
Alle Aktivitäten des Segments Therapeutische Antikörper sind in Martinsried angesiedelt. Die dortigen Forschungsaktivitäten beinhalten die Entwicklung und die funktionale Charakterisierung von Produktkandidaten sowohl für die Pharma- und Biotechnologiebranche als auch für die fi rmeneigene Entwicklungspipeline. Alle übrigen Konzernfunktionen im Bereich Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sind in Martinsried zusammengefasst.
Auch das Segment Forschungsantikörper AbD Serotec ist in Martinsried präsent, sowohl mit seinen Verwaltungsfunktionen als auch mit seiner Herstellung neuer Forschungsantikörper auf der Grundlage der HuCAL-Technologie – letzteres aufgrund der ehemaligen Geschäftsinitiative Antibodies by Design. Der zweitgrößte MorphoSys-Standort mit 83 Mitarbeitern von AbD Serotec befi ndet sich in Oxford, England. Die Forschung an diesem Standort betrifft im Wesentlichen die Entwicklung und Charakterisierung von Antikörpern für Forschungszwecke – sowie Vertrieb und Marketing außerhalb der USA.
AbD Serotec ist derzeit in den USA, dem wichtigsten Markt für Forschungsantikörper, mit einem Team von 20 Personen in Raleigh, North Carolina, vertreten. Die gegenwärtige Hauptaufgabe dieses Standorts ist die Unterstützung des Segments beim Marketing und Vertrieb; zurzeit werden an diesem Standort keine Forschungsaktivitäten durchgeführt.
Die Integration und Einbeziehung der erworbenen Gesellschaften wurde im Berichtsjahr wie geplant erfolgreich zum Abschluss gebracht. Die Tochtergesellschaften wurden verschmolzen und im Januar 2007 wurden die Firmenbezeichnungen geändert. In Deutschland wurde die Serotec GmbH (Düsseldorf) in MorphoSys AbD GmbH umbenannt. Der Name der britischen Serotec Ltd. (Oxford, Großbritannien) wurde in MorphoSys UK Ltd. geändert. Außerdem wurde die MorphoSys UK Ltd. (früher Biogenesis Ltd.) in Poole Real Estate Ltd. umbenannt. In den USA wurde die ehemalige Biogenesis Inc. (Brentwood, New Hampshire) auf die Serotec Inc. (Raleigh, North Carolina) verschmolzen, die anschließend in MorphoSys US Inc. umbenannt wurde.
PRODUKTE UND MÄRKTE
SEGMENT THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER
Das Unternehmen hat die Zahl seiner im Bereich therapeutische Antikörper betriebenen Partnerprogramme weiter erhöht und bis zum Jahresende 2007 auf 50 gesteigert. Hiervon erreichten im Verlauf des Jahres 2007 zwei die klinische Entwicklung und ließen die Zahl der Antikörperprogramme in der klinischen Erprobung der Phase 1 auf vier steigen. Bis zum Jahresende 2007 erhöhte sich die Zahl der Programme in der präklinischen Entwicklung von 14 auf 23, während die Zahl der Forschungsprogramme bei 23 lag (Jahresende 2006: 27 Programme).
Daneben entwickelt MorphoSys eigene therapeutische Antikörperkandidaten für die Bereiche entzündliche Erkrankungen und Krebs. Die fi rmeneigene Antikörperpipeline des Unternehmens besteht gegenwärtig aus den beiden Programmen MOR103 und MOR202. Im Dezember 2007 hat MorphoSys in den Niederlanden den Antrag zur klinischen Erprobung (CTA – clinical trial application) von MOR103 gestellt. MOR103 ist ein HuCAL-Antikörper, der zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden soll. Bei der Phase-1-Studie handelt es sich um eine randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelt-verblindet durchgeführte Studie mit einer von Probandengruppe zu Probandengruppe steigenden Dosis des Antikörpers MOR103. Die Studie
wird mit gesunden Probanden durchgeführt und bewertet die Sicherheit und die Verträglichkeit sowie die Pharmakokinetik der steigenden Dosierungen von MOR103. Bei MOR202 handelt es sich um einen vollständig menschlichen HuCAL-Antikörper gegen CD38, ein therapeutisches Zielmolekül zur Behandlung von multiplen Myelomen und bestimmten Formen von Leukämie. Im Verlauf von 2007 wurden weitere präklinische Studien durchgeführt, die im Tiermodell viel versprechende Ergebnisse zeigten.
Der Markt für therapeutische Antikörper ist von hohem Wettbewerb geprägt. Anhand der angewandten Technologien kann die Hauptkonkurrenz von MorphoSys grob in zwei Kategorien unterteilt werden – sonstige Antikörper- und Antikörperfragmenttechnologien, wie sie von den Firmen Medarex, Dyax, Domantis (vom Pharmakonzern GSK erworben) und Ablynx angeboten werden, sowie alternative Immuntherapien auf der Basis von antikörperähnlichen Strukturen beispielsweise von Molecular Partners (Schweiz) oder Pieris (Deutschland). Als Folge der anhaltenden Konsolidierung der Branche hat sich die Marktstellung von MorphoSys verbessert und das Eingehen zusätzlicher Kooperationen ermöglicht.
SEGMENT ABD
Bei AbD (Antibodies Direct) handelt es sich um den Bereich Forschungsantikörper von MorphoSys. Die Marke AbD Serotec wurde Anfang 2006 geschaffen, um die zusammengefassten Produkte und Dienstleistungen von Antibodies by Design, Biogenesis, Serotec und Oxford Biotechnology zu vermarkten – mehr als 10.000 Antikörper und immunologische Wirkstoffe, maßgeschneiderte monoklonale Antikörper aus der HuCAL-Bibliothek von MorphoSys sowie Antikörperherstellung und Konjugationsleistungen im Groß- und Kleinmaßstab.
Die Einheit AbD arbeitet mit einer Reihe von wichtigen Lizenzpartnern zusammen um das Angebot und die Qualität des Angebots weiter zu verbessern. Unter den Partnern befi ndet sich Thermo Fisher, eine Unternehmensgruppe, die Technologien bereitstellt, um Fluoreszenzmarkierte Antikörper anzubieten, sowie die britische Forschungsgesellschaft Medical Research Council für den Zugang zu einer Vielzahl an Hybridom-Zelllinien als Quelle von Forschungsantikörpern. Außerdem kooperiert AbD mit Molecular Probes, Teil der Invitrogen Corp., um Fluoreszenz-Farbstoffe der Alexa Flour-Reihe anbieten zu können.
Seit dem Start des Segments Forschungsantikörper AbD im Jahr 2004 wurden rasche Fortschritte erzielt, um AbD Serotec im Markt für Forschungsantikörper als einen führenden Anbieter zu etablieren. In einer von BioCompare Anfang 2007 durchgeführten Branchenerhebung belegte AbD Serotec bei der Kundenwahrnehmung weltweit Platz 11. Vor den Akquisitionen hatten weder Serotec noch Antibodies by Design/Biogenesis einen Platz unter den Top 20 belegt. AbD Serotec hat seit der Gründung erhebliche Fortschritte erzielt und gewinnt in seinem Segment weiterhin Marktanteile.
Der Markt für Forschungsantikörper durchläuft gegenwärtig eine Phase des Technologiewandels und der Branchenkonsolidierung. In struktureller Hinsicht ist der Markt sehr fragmentiert und besteht aus einer großen Zahl kleiner Anbieter. Wesentliche Wettbewerber sind größere Forschungsunternehmen wie Invitrogen oder Millipore und die in Großbritannien ansässige Abcam, die sich auf die Vermarktung von Forschungsantikörpern spezialisiert hat.
Ungeachtet der Tatsache, dass das Segment AbD Serotec nicht alle am Jahresbeginn 2007 formulierten Finanzziele vollständig erreicht hat, hat es sich zu einem der führenden Anbieter von Forschungsantikörpern entwickelt. AbD Serotec gilt als Anbieter hochwertiger Forschungsantikörper mit einem überlegenen Angebot und einer zuverlässigen Kundenbetreuung.
BESCHAFFUNG
MorphoSys bezieht seine Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für Forschungsaktivitäten und die Herstellung von Antikörpermaterial extern von internationalen Lieferanten. Die meisten der eingekauften Materialien sind Standard-Labormaterialien, die von einer großen Anzahl von Anbietern angeboten werden. Um Versorgungsengpässe und eine mögliche Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden, hält MorphoSys Bestände vor. Die Hauptaufgabe des Beschaffungswesens ist der Einkauf sicherer und hochwertiger Materialien zu günstigen Konditionen. Zu diesem Zweck analysiert MorphoSys kontinuierlich die internationalen Beschaffungsmärkte und fasst die weltweiten Bedarfsmengen im Konzern so weit wie möglich zusammen. Der Preis von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen kann sich jederzeit stark verändern. MorphoSys ist daher bestrebt, den Bezug strategischen Materials durch mittel- und langfristige Verträge zu sichern, und hatte in den letzten Jahren keine Probleme bei der Beschaffung ausreichender Mengen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu vernünftigen Preisen.
Da das Segment AbD weltweit mit anderen Anbietern von Forschungsantikörpern konkurriert, ist das Unternehmen bemüht, sein externes Vertriebsnetz durch Verkaufsförderungs- und Vertriebsvereinbarungen mit Partnern zu stärken.
PRODUKTION
Während der letzten 15 Jahre hat MorphoSys, neben der Entwicklung der verbesserten HuCAL-Versionen, verschiedene interne Herstellungs- und Analyse-Plattformen etabliert. Diese erfüllen alle Anforderungen der Projektteams sowohl im Bereich der Forschung und Entwicklung als auch in der präklinischen Entwicklung. Die Plattformen erleichtern die Produktion einer Vielzahl von Antikörpern, die mittels Hochdurchsatzverfahren aus der HuCAL-Bibliothek isoliert werden, im Mikrogramm- bis Milligrammbereich und liefern auch präklinisches Material, beispielsweise für erste Tierstudien, im Gramm-Bereich. Um einen nahtlosen Übergang von den Forschungsanwendungen hin zur Produktion von Material für klinische Studien zu gewährleisten, wurden die internen Expressionssysteme so ausgewählt, dass diese auch von externen Her stellern (CMO – contract manufacturing organizations) nach den Richtlinien des Good Manufacturing Practice (GMP) angewendet werden können.
In den letzten Jahren hat MorphoSys verschiedene innovative Expressionssysteme einlizenziert oder mit Partnern gemeinsam entwickelt und hat so effi ziente Prozesse für die oben genannten Anforderungen etabliert. Für die Herstellung von Antikörperfragmenten nutzt MorphoSys hauptsächlich bakterielle Expressionssysteme. Produktionsplattformen sind z. B. auf dem innovativen auf E. coli basierenden Sekretionssystem der Firma Wacker entwickelt worden und leistungsfähige E. coli-Produktionsprozesse wurden gemeinsam mit Lonza entwickelt. Für die Produktion von vollständigen Antikörpermolekülen im IgG-Format benutzte MorphoSys überwiegend die Zelllinie HKB11, die von Bayer einlizenziert wurde, und die PER.C6®-Zelllinie von Crucell. Beide Zelllinien sind die Grundlage für die innerbetriebliche Produktion. Sie sind
menschlichen Ursprungs und erlauben die Produktion der menschlichen Antikörper in menschlichen Zelllinien. Dieses Konzept wurde erstmals bei MOR103 angewandt und humane Zelllinien wurden im Labor wie auch in den klinischen Untersuchungen angewandt.
Neben der Auswahl der passenden Expressionssysteme ist das Gesamtkonzept der Herstellungsstrategie von grundlegender Bedeutung. Eine leistungsfähige Prozessentwicklung in der Produktion und in allen Kontrollaktivitäten, offi ziell zusammengefasst als CMC – Chemistry, Manufacturing & Control, berücksichtigt von Beginn an die diesbezüglichen Schlüsselkriterien "Geschwindigkeit, Kosten und Qualität". Der CMC-Standard bestimmt die Wirtschaftlichkeit und die Qualität der Produktionsprozesse. Und die Produktion ist einer der größten Schritte im gesamten Entwicklungsprozess. Die hauptsächliche Herausforderung liegt darin, einen robusten Prozess zu etablieren, der zuverlässig einen sicheren pharmazeutischen Bestandteil zu akzeptablen Kosten bereitstellt. Die Fähigkeit, über einen langen Zeitraum einen pharmazeutischen Bestandteil mit reproduzierbaren physikalischen und chemischen Eigenschaften bereitzustellen, ist ein kritischer Punkt für die Genehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde und den therapeutischen Erfolg.
Für die Produktion des klinischen Materials für MOR103 hat MorphoSys ein Lizenzabkommen mit dem holländischen Biotechnologieunternehmen Crucell N.V. und eine Produktionsvereinbarung mit Crucells Partner DSM Biologics geschlossen.
UMWELTSCHUTZ
MorphoSys fühlt sich dem Umweltschutz und hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards verpfl ichtet. Alle maßgeblichen Faktoren für den Umweltschutz werden regelmäßig überwacht und bewertet. Das gesamte Abfallbeseitigungssystem der Gesellschaft wird ständig überprüft und auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht.
MorphoSys unterliegt keinen speziellen Vorschriften außer den Regeln, die generell für eine Geschäftstätigkeit wie der seinen gelten. Dies schließt verschiedene Gesetze und Vorschriften der jeweiligen Geltungsbereiche ein, in denen das Unternehmen tätig ist, einschließlich der Gesetze und Vorschriften für Umweltschutz wie beispielsweise der Umgang mit und die Entsorgung von Sondermüll. Generell werden in der Forschung und Entwicklung des Unternehmens nur kleine Mengen von Gefahrstoffen und Chemikalien verwendet.
Die Biotechnologieindustrie, also die Branche, in der MorphoSys aktiv ist, gehört nicht zu den CO2-intensiven Branchen. MorphoSys sucht stets nach Möglichkeiten, Emissionswerte im Interesse des Umweltschutzes zu reduzieren. Die Einführung eines Videokonferenz-Systems für die Kommunikation zwischen den einzelnen Standorten der MorphoSys-Gruppe und mit Partnerunternehmen hat bereits die Notwendigkeit von Geschäftsreisen und persönlichen Treffen verringert.
QUALITÄTSMANAGEMENT
Im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems werden alle Arbeitsabläufe kontinuierlich überprüft und verbessert. Ständige Verbesserungsprozesse sind Bestandteil aller Arbeitsabläufe im Unternehmen.
Die Herstellung von Materialien für den Einsatz in Therapie und Diagnostik unterliegt strengen Vorschriften und regulatorischen Standards sowohl für die Belegschaft als auch für den Herstellungsprozess. Alle pharmazeutischen Produkte (einschließlich des Materials für die klinischen Studien) müssen gemäß den Vorgaben der Zulassungsbehörden produziert werden. Es muss sichergestellt sein, dass Patienten nicht durch ungenügende Sicherheit, Qualität oder Wirksamkeit gefährdet werden. Typische regulatorische Standards schließen durch die FDA und die EMEA vorgegebene Richtlinien ein wie beispielsweise ISO (internationales Qualitätssicherungssystem), GLP (gute Laborpraxis), GMP (gute Herstellungsverfahren) und GCP (gute klinische Praxis).
Da MorphoSys seine eigenen Aktivitäten im Bereich der Medikamentenentwicklung verstärkt, wurde im Jahr 2007 ein Qualitätssicherungssystem eingeführt. Zusätzlich hatte MorphoSys eine Herstellungslizenz beantragt, um als Auftraggeber klinischer Studien für MOR103 klinisches Material freigeben zu können. Die Herstellungslizenz wurde durch die bayerische Staatsregierung im Januar 2008 erteilt.
Im Segment AbD ist Qualität der Schlüssel zu marktführenden Lösungen. Die Zulassung nach dem weltweiten Qualitätsstandard ISO9001:2000 wurde Serotec Ltd. im Dezember 1994 und Serotec, Inc. im Mai 2003 erteilt. Dieses Qualitätsmanagementsystem bietet solide Rahmenbedingungen für die weitere Geschäftstätigkeit. Alle genannten Gesellschaften wurden im Jahr 2007 erneut mit Erfolg geprüft.
AbD Serotec vertreibt eine Gruppe von Produkten mit CE-Prüfsiegel, die den Bestimmungen der Richtlinie für in-vitro-Medizingeräte entsprechen und die von Kunden als in-vitro-Medizindiagnosegeräte vertrieben und eingesetzt werden können. MorphoSys UK hat im Jahresverlauf 2007 seine Qualitätssysteme nach dem Standard ISO13485:2006 für Medizingeräte und in-vitro-Medizindiagnosegeräte überarbeitet und rechnet in der ersten Jahreshälfte 2008 mit der ersten formalen Prüfung und der Registrierung nach diesem Standard. Es wird erwartet, dass eine Reihe von Produktionssystemen im Jahr 2008 die Standards des Good Manufacturing Practice (GMP) erfüllen werden.
ARBEITSSICHERHEIT
Es ist sehr wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem gesunden und sicheren Arbeitsumfeld arbeiten können. Alle Neueinstellungen im Bereich Forschung und Entwicklung durchlaufen eine medizinische Einstellungsuntersuchung. Daneben bietet das Unternehmen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich F&E an, sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen. Im Abstand von drei Jahren werden alle Beschäftigten des F&E-Bereichs medizinisch untersucht. Den Beschäftigten in den Bereichen Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung wird ein regel mäßiger Sehtest angeboten.
MorphoSys betreibt seine Forschung in Laboratorien der Sicherheitsstufen "Bio I" und "Bio II" unter strikter Beachtung aller geltenden gesetzlichen Vorschriften. Dabei gehen die internen Standards über die gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien hinaus.
Einem Expertenteam von Verantwortlichen aus den Bereichen Arbeitssicherheit, biologische Sicherheit und Brandschutz gehört ein Mitarbeiter an, der ausschließlich für Arbeitssicherheit zuständig ist. Dieser Experte führt regelmäßige Schulungs- und Auffrischungskurse für die Belegschaft durch, um sie über die neuesten Vorschriften zu informieren. Das Personal von MorphoSys ist mit allen Anforderungen im Hinblick auf Arbeitssicherheit, Umgang mit Gefahrstoffen sowie Unfall- und Brandverhütung vertraut. Auch im Geschäftsjahr 2007 hat sich kein Arbeitsunfall ereignet.
Alle eingesetzten Laborgeräte werden regelmäßig von eigenen Fachkräften gewartet und befi nden sich dadurch auf dem höchstmöglichen Stand der Sicherheit.
INFORMATIONSTECHNOLOGIE
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2007 hat MorphoSys eine neue ERP (Enterprise Resource Planning)-Software in seinen Bereichen Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung eingeführt. Es wird davon ausgegangen, dass das neue System die Effi zienz des Bestell- und des Rechnungswesens weiter erhöht.
Eine weitere wichtige Aufgabe des Jahres 2007 war die Einführung eines neuen Archivierungssystems für Unternehmensdokumente und Geschäftsdaten, das alle Aufbewahrungsvorschriften für die klinische Entwicklung erfüllt.
Ein neues Intranet wurde eingerichtet, um den Wissens- und Informationsaustausch zwischen allen Standorten des MorphoSys-Konzerns zu verbessern.
PATENTE UND LIZENZEN
In 2007 konnte die Gesellschaft ihr Patentportfolio weiter ausbauen und hat begonnen, in zahlreichen Ländern für ihre Antikörperprogramme MOR103 und MOR202 nationale Patentanmeldungen einzureichen. Daneben hat MorphoSys eine Reihe von Patentanmeldungen für die neuen fi rmeneigenen Technologien eingereicht. Gegenwärtig verfügt die Gesellschaft weltweit über rund 20 verschiedene fi rmeneigene Patentfamilien zusätzlich zu den zahlreichen Antikörper-Patentfamilien aus Kooperationen, die die Gesellschaft zusammen mit ihren Partnern betreut.
KONZERNFÜHRUNG UND KONTROLLE
Die MorphoSys AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft und wird von einem Vorstand geleitet, der im Geschäftsjahr 2007 aus drei Mitgliedern bestand. Im Rahmen des dualen Leitungsund Überwachungssystems werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. Weitere Details bezüglich Konzernführung und Kontrolle sowie zu Corporate Governance können dem Corporate-Governance-Bericht des Geschäftsberichts entnommen werden.
Gemäß § 6 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, wobei der Aufsichtsrat die genaue Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen oder mehrere stellvertretende Vorsitzende des Vorstands ernennen. Die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands aus wichtigem Grund vor Ablauf seiner Amtszeit abberufen (§ 84 AktG).
Gemäß § 20 der Satzung bedürfen Satzungsänderungen einer Mehrheit von mehr als 50 % des auf der Hauptversammlung vertretenen stimmberechtigten Aktienkapitals, sofern nicht eine abweichende Mehrheit gesetzlich vorgeschrieben wird. Diese Bestimmung entspricht den §§ 133 und 179 Absatz 2 Satz 2 AktG.
REGULATORISCHES UMFELD
MorphoSys betätigt sich im Gesundheitssektor, der in hohem Maße reguliert ist. Insbesondere Produkte für Therapie und Diagnostik dürfen nicht ohne die Zulassung einer Behörde wie der EMEA oder der FDA auf den Markt gebracht werden. Therapeutische Antikörper benötigen vor ihrer Marktzulassung gründliche präklinische und klinische Erprobungen.
In allen gemeinsam mit Partnern durchgeführten Entwicklungsprogrammen sind die Partner von MorphoSys für die behördlichen Belange zuständig. Im Gegensatz hierzu trägt MorphoSys bei seinen fi rmeneigenen Entwicklungsprogrammen die Verantwortung für die behördlichen Erfordernisse selbst. Ende 2007 hat MorphoSys in den Niederlanden einen Antrag auf klinische Erprobung für MOR103 gestellt.
Die klinische Erprobung von neuen Medikamenten wird üblicherweise in drei Phasen eingeteilt. Vor dem Beginn einer klinischen Erprobung werden umfangreiche präklinische Studien durchgeführt. Nach der erfolgreichen präklinischen Entwicklung durchläuft der Entwicklungsprozess eines neuen Medikaments im Allgemeinen über mehrere Jahre hinweg drei Phasen. Durchläuft ein Medikament mit Erfolg die Phasen 1, 2 und 3, erhält es üblicherweise von der zuständigen Aufsichtsbehörden die Zulassung für die Vermarktung.
Bei präklinischen und klinischen Studien wie auch beim Zulassungsprozess befolgt MorphoSys die aktuellen Richtlinien.
Produkte für Forschungszwecke unterliegen wegen ihrer ausschließlichen Verwendung in der Forschung weniger strengen Vorschriften.
WERTORIENTIERTES MANAGEMENT
Der Konzern wird im Rahmen eines leistungsorientierten Managementsystems geführt und gesteuert. Ziel ist die systematische und stetige Steigerung des Unternehmenswerts – durch gewinnbringendes Wachstum und die Fokussierung auf Geschäfte, die beste Entwicklungschancen in Bezug auf Wettbewerbsstärke und Unternehmenserfolg bieten.
STRATEGIE
Die Strategie von MorphoSys zielt darauf, aus seinen fi rmeneigenen Technologien den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Im Rahmen seiner therapeutischen Partnerschaften erhält MorphoSys Technologielizenzzahlungen, F&E-Finanzierung, erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen, die von der erfolgreichen Vermarktung nach der Produktzulassung abhängen.
Das wichtigste Unternehmensziel bleibt nach wie vor, eine breite Entwicklungspipeline für therapeutische Antikörper aufzubauen. Nach dem Abschluss der Kooperation mit Novartis im Dezember 2007, welche das zukünftige Wachstum der Pipeline sichern wird, wird MorphoSys keine neuen Partnerschaften auf Honorarbasis wie in der Vergangenheit mehr eingehen, sondern seine Anstrengungen zur Entwicklung fi rmeneigener therapeutischer Antikörper erhöhen.
Im Segment AbD beabsichtigt MorphoSys, seinen Marktanteil durch eine stetige Erweiterung seines Angebots über den Verkaufskatalog und die Webseite zu erhöhen. Im Jahr 2007 hat AbD 1.100 neue Produkte in seinen Katalog aufgenommen. Daneben bietet MorphoSys auf der Basis seiner HuCAL-Technologie maßgeschneiderte therapeutische Antikörper an.
SYNERGIEN
HuCAL-Antikörper, die als Forschungswerkzeuge eingesetzt werden, um krankheitsrelevante Zielmoleküle zu identifi zieren und zu validieren, haben gleichzeitig das Potenzial, auch in der Diagnostik oder sogar in der Therapie von Krankheiten zum Einsatz zu kommen. Je intensiver die HuCAL-Technologie in der Forschung genutzt wird, desto wahrscheinlicher ergeben sich lukrative kommerzielle Möglichkeiten, sei es in der Therapie, der Diagnostik oder in weiter gefassten Forschungsanwendungen. MorphoSys verfolgt und fördert deshalb den umfassenden Einsatz seiner HuCAL-Technologie in der Forschungsgemeinschaft.
Es besteht die Möglichkeit, Zugang zu neuen Zielmolekülen zu bekommen, die durch Kunden des AbD-Segments entdeckt werden. Ein erstes Beispiel für eine derartige Synergie ist die Zusammenarbeit mit der neuseeländischen Genesis Research and Development Corp.
NACHHALTIGKEIT UND SOZIALE VERANTWORTUNG
Die Technologien von MorphoSys können dazu beitragen, die Behandlungsmethoden bei lebensbedrohlichen Erkrankungen in einer alternden Bevölkerung zu verbessern. Der Bedarf an innovativen Therapeutika, die die Lebensqualität von Patienten verbessern, nimmt ständig zu und versetzt MorphoSys in die Lage, seine Geschäftstätigkeit global auszuweiten.
Wie in seinem Unternehmensleitbild eindeutig formuliert, bekennt sich MorphoSys zur Nachhaltigkeit und zu seiner sozialen Verpfl ichtung als Unternehmen. Die Unternehmensleitung von MorphoSys ist davon überzeugt, dass ein verantwortungsbewusster und wirksamer Umweltschutz sowie gute Corporate Citizenship entscheidend für den unternehmerischen Erfolg sind.
Im Mai 2007 unterstützte MorphoSys das Ronald McDonald Haus München mit einer Spende in Höhe von 10.000 w. Hier werden die Gelder eingesetzt, um Familien mit erkrankten, insbesondere herzkranken Kindern vor und nach einer Transplantation zu helfen.
Am Ende eines jeden Jahres unterstützt die Belegschaft der MorphoSys AG lokale karitative gemeinnützige Einrichtungen mit privaten Spenden. Im Jahr 2007 haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MorphoSys der "Elterninitiative Krebskranke Kinder München e.V." und der "südSee Kinder- und Jugendhilfe e.V.", eine Organisation, die sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt, insgesamt rund 3.400 w gespendet.
Im März 2007 sponserte MorphoSys eine Charakterisierung möglicher Knochenmarkspender in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation "Aktion Knochenmarkspende Bayern". Mehr als 40 MorphoSys-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen freiwillig ein Profi l ihrer Blutproben erstellen und wurden anschließend in das nationale Register für Knochenmarkspender aufgenommen.
LEISTUNGSMANAGEMENT
Kernelemente des Managementsystems von MorphoSys sind ein integriertes Steuerungskonzept sowie fi nanzielle und nichtfi nanzielle Leistungsindikatoren zusammen mit Maßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Wachstum.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Das Management von MorphoSys verwendet verschiedene nichtfi nanzielle Messgrößen, um den Grad der Erreichung seiner Organisationsziele zu messen.
Im Geschäftsjahr 2007 waren die Hauptmessgrößen, mit denen MorphoSys den Erfolg seiner Strategie beurteilte, die Entwicklung seiner Pipeline und der Marktanteil der Geschäftseinheit AbD.
Im Jahr 2007 hat sich die Partner-Pipeline für therapeutische Antikörper um sieben neue Programme auf insgesamt 50 Antikörperentwicklungsprojekte und damit auf einen Rekordwert in der Unternehmensgeschichte erhöht. Im Verlauf des Jahres erreichten zwei neue Programme die klinische Entwicklung und die Zahl der Programme in der präklinischen Phase erhöhte sich auf 23 Projekte.
Auch bei seinen eigenen Entwicklungsprogrammen hat MorphoSys seine Ziele erreicht und den notwendigen Antrag für den Start der klinischen Erprobung seines Leitprogramms MOR103 gestellt. Das zweite Programm MOR202 entwickelte sich wie geplant.
| segment therapeutische antikörper | 2005 | 2006 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Anzahl der mit Partnern betriebenen Projekte | |||
| für therapeutische Antikörper | 29 | 43 | 50 |
| Phase 1 | 1 | 2 | 4 |
| Präklinische Entwicklung | 7 | 14 | 23 |
| Forschung | 21 | 27 | 23 |
| Anzahl der fi rmeneigenen Entwicklungsprojekte | 4 | 2 | 2 |
Das Segment AbD hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Marktanteil weiter erhöht. Die Umsatzerlöse stiegen mit 7 % im gleichen Maße wie der Markt, wohingegen das Wachstum im Markt für HuCAL-basierte Forschungsantikörper bei über 20 % lag.
FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die operative Unternehmensleistung wird anhand der Umsatzerlöse und des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gemessen. Für beide Unternehmensbereiche wird die Leistung monatlich ermittelt; die Budgetplanung des laufenden Geschäftsjahres wird vierteljährlich überarbeitet und aktualisiert. Darüber hinaus wird das mittelfristige Planungsszenario, das die nächsten Jahre abdeckt, auf jährlicher Basis aktualisiert.
Gegenwärtig überprüft das Unternehmen neben den oben erwähnten Indikatoren noch weitere Kennzahlen.
| in Mio. E | 2005 | 2006 | 2007 |
|---|---|---|---|
| MORPHOSYS-KONZERN | |||
| Konzernumsatzerlöse | 33,5 | 53,0 | 62,0 |
| Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6,2 | 6,2 | 7,0 |
| SEGMENT THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER | |||
| Umsatzerlöse | 29,1 | 34,7 | 42,4 |
| Segmentergebnis | 14,8 | 16,6 | 15,2 |
| SEGMENT ABD | |||
| Umsatzerlöse | 4,3 | 18,3 | 19,6 |
| Segmentergebnis | (2,9) | (3,4) | (0,6) |
GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUM GESCHÄFTSVERLAUF
MorphoSys hat sich nach Überzeugung des Vorstands im Geschäftsjahr 2007 positiv entwickelt. Das Unternehmen erreichte die meisten seiner zu Beginn des Jahres 2007 gesetzten wesentlichen Ziele. Beide Geschäftsbereiche trugen zu dieser Entwicklung bei.
Das stärkste Wachstum war im Segment Therapeutische Antikörper zu verzeichnen, dem hauptsächlichen Werttreiber des Unternehmens. Das AbD Segment wuchs im Marktdurchschnitt, erreichte jedoch nicht den erwarteten Betriebsgewinn. Hierzu trugen einerseits ein schwächeres Marketing- und Vetriebsergebnis sowie die Schwäche des US-Dollars bei. Zudem waren die Betriebskosten für das neue Gebäude höher als ursprünglich erwartet. Allerdings wurde während des Jahres die betriebliche Effi zienz maßgeblich gesteigert und Herstellungskosten sowie Verwaltungs- und Vertriebskosten gesenkt. Die Geschäftsführung ist optimistisch, die zukünftigen Ziele erreichen zu können.
Die MorphoSys-Gruppe verbesserte erneut ihr Betriebsergebnis und steigerte das Nettoergebnis in erheblichem Maße.
Mit MOR103 ist das erste eigene Antikörperprogramm bereit, die klinische Entwicklung zu beginnen. Die fi rmeneigene Medikamentenentwicklung ist der Bereich, in dem das Management die Gelegenheit für zukünftige Wertsteigerungen sieht. Mit seiner HuCAL-Technologie kann MorphoSys verbesserte Behandlungsmöglichkeiten anbieten und Vorteile aus neuen Wachstumschancen ziehen.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres hat MorphoSys die meisten Anfang des Jahres gesetzten Unternehmensziele erreicht:
| in Mio. E | 2006 | ziel 2007 | ergebnis 2007 | zielerreichung |
|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 53,0 | 60 – 65 | 62,0 | √ |
| 2/3 des | ||||
| Therapeutisches Segment | 34,7 | Konzern umsatzes | 68 % | √ |
| 1/3 des | ||||
| AbD Segment | 18,3 | Konzern umsatzes | 32 % | √ |
| Konzernergebnis aus der | ||||
| Geschäftstätigkeit | 6,2 | 7 – 10 | 7,0 | √ |
Die positive Entwicklung des therapeutischen Segments glich das leicht niedrigere Wachstum des Segments Forschungsantikörper aus. Die Anstrengungen, die Verkäufe im AbD-Bereich anzukurbeln und die Produktivität der Vertriebsorganisation zu erhöhen, sowie die Fertigstellung wichtiger Marketing-Werkzeuge wie Katalog und Webseite waren zeitintensiver als ursprünglich angenommen. Hinzu kommt ein weltweiter Rückgang der Wachstumsraten im Bereich der Forschungsantikörper. Trotzdem erzielte AbD Wachstumsraten im Marktdurchschitt. Das Ziel eines positiven Betriebsergebnisses wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch nicht erreicht. Das Segmentergebnis weist einen Verlust von 0,6 Mio. w aus. Dieser Verlust beinhaltet jedoch eine nicht zahlungswirksame außerordentliche Abschreibung für das ehemalige Biogenesis-Gebäude in Brentwood (USA) in Höhe von 0,2 Mio. w.
MorphoSys hat das Ziel von 50 Partnerprogrammen im Bereich therapeutische Antikörper erreicht. Außerdem stellte MorphoSys kurz vor Jahresende den Antrag für die Zulassung zu klinischen Studien für sein Antikörperprogramm MOR103. Die angestrebte neue Marketing-Vereinbarung im AbD-Bereich konnte in 2007 nicht abgeschlossen werden, da sich die Unternehmensleitung auf den Abschluss der strategischen Partnerschaft mit Novartis konzentrierte.
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Im Verlauf des Jahres 2007 herrschte durchweg ein freundliches wirtschaftliches Umfeld. Nach letzten Schätzungen wuchs das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,7 %. Trotz steigender Preise auf den internationalen Energiemärkten und höherer Zinssätze zeigte die Weltwirtschaft ein gesundes Wachstum. Sie wurde jedoch gegen Jahresende durch die US-Hypothekenkrise und die dadurch ausgelöste Sub-Prime-Krise an den Finanzmärkten beeinträchtigt.
In der Eurozone hat sich im Jahr 2007 die positive Wirtschaftsentwicklung mit einem Wachstum des BIP von 2,6 % fortgesetzt und damit die Erwartungen erfüllt. Auffallend war der Aufschwung in Deutschland, der seine wesentliche Ursache in den Exporten, aber auch in der starken Investitionstätigkeit und im geringeren Maße in Konsumausgaben hatte. In 2007 legte der Euro gegenüber dem US-Dollar um 10 % an Wert zu.
Dagegen schwächte sich in den USA infolge der rückläufi gen US-Konjunktur das BIP-Wachstum auf 2,2 % in 2007 ab, die schwächste Wachstumsrate seit dem Jahr 2002. Der schwache Immobilienmarkt als Folge der Hypothekenkrise hatte einen spürbaren Einfl uss auf die Konjunktur. Erhebliche Abschreibungen von Großbanken in Zusammenhang mit Sub-Prime-Hypotheken führten zu Unsicherheiten und Turbulenzen an den Finanzmärkten. Diese Abschreibungen könnten sich weltweit auf insgesamt 300 – 400 Mrd. US \$ summieren. Infolgedessen brachen die Konsumausgaben in den USA im vierten Quartal ein.
Die weltweiten Kapitalmärkte zeigten eine weitgehend positive Entwicklung. Im Vergleich stiegen die beiden deutschen Börsenindizes DAX und TecDAX um 22 % bzw. 30 %, wobei der erfreuliche Verlauf des TecDAX seine wesentliche Ursache in der Entwicklung der Solarenergieunternehmen hatte. Der Dow Jones als Hauptindex der US-Börse schloss das Börsenjahr bei 13.265 Punkten – ein Anstieg um 7 %. Der japanische Nikkei-Index beendete das Jahr mit einem Abschlag von insgesamt 12 %.
ENTWICKLUNG DER PHARMA- UND BIOTECHNOLOGIEBRANCHE
Wie im Jahr zuvor erwartet wuchs die Pharmabranche in 2007 nach Angaben des Marktforschungsinstituts IMS Health welweit um 5 %. Es wird damit gerechnet, dass sich das Wachstum in den nächsten Jahren in einer Spanne von 5 % bis 8 % bewegen wird. Im Jahresverlauf 2007 haben sich die wesentlichen Herausforderungen für die Pharmaindustrie nicht verändert: Pipeline- und Preisdruck, behördliche Aufl agen, auslaufender Patentschutz und als Folge der Markteintritt von Generika und Biogenerika sind unverändert die größten Herausforderungen, denen sich die Branche ausgesetzt sieht. In Hinblick auf das Scheitern von bereits vermarkteten Produkten und von Entwicklungsprogrammen im Spätstadium mussten Pfi zer die Entwicklung seines cholesterinsenkenden Mittels Torcetrabip® stoppen, die Schweizer Novartis wegen des erhöhten Risikos von Herzversagen die Vermarktung und den Vertrieb von Zelnorm®, einem Mittel gegen Reizdarm, einstellen und der größte deutsche Arzneimittelhersteller Bayer Schering sein Herzmittel Trasylol® zurückrufen.
Die Branche konnte jedoch auch einige positive Entwicklungen vorweisen wie beispielsweise den Erfolg des Impfstoffs Gardasil® des US-Herstellers Merck & Co. Inc. gegen Gebärmutterhalskrebs, der 2006 die behördliche Zulassung erhalten hatte und bereits 2007 in seinem ersten vollen Jahr auf dem Markt mit einem Umsatz von 1,5 Mrd. US \$ Blockbuster-Status erreichte. Andere herausragende Medikamente wie das Arzneimittel Januvia® von Merck gegen Typ-2-Diabetes erwirtschafteten ein starkes Umsatzwachstum und unterstrichen die in der Gesundheitsbranche weiterhin vorhandenen attraktiven Produktchancen.
Wie in den beiden vorangegangenen Jahren haben Pharmaunternehmen ihre Aktivitäten im Bereich biotechnologisch entwickelter Medikamente insbesondere bei therapeutischen Antikörpern verstärkt. Einige große Pharmakonzerne haben ihren Zugang zu Entwicklungsprogrammen und Technologien im Bereich der Antikörper sowohl durch M&A-Transaktionen als auch durch umfangreiche strategische Maßnahmen verbreitert; Beispiele hierfür sind die Allianz von Novartis mit MorphoSys oder die Verbindung von Sanofi -Aventis mit dem US-Unternehmen Regeneron Inc. In 2007 hat der viertgrößte Arzneimittelhersteller in Japan, Eisai, den US-amerikanischen Antikörperhersteller Morphotek erworben, ebenso wie F.Hoffmann-La Roche die Therapeutic Human Polyclonals, Inc. und Astellas das US-Unternehmen AgenSys. Der Erwerb von MedImmune Inc. durch AstraZeneca im Rahmen einer Übernahmetransaktion (in bar), wobei die Gesellschaft mit 15,2 Mrd. US \$ bewertet wurde, war zum Teil motiviert durch den Zugang zu dem Blockbuster-Antikörpermedikament Synagis®.
Am Jahresende 2007 war die Zahl der am Markt zugelassenen therapeutischen Antikörper gegenüber dem Vorjahr unverändert, da im Jahr 2007 kein neues Antikörpermedikament eine Zulassung erhielt. Die zugelassenen 20 therapeutischen Antikörper erwirtschafteten in 2007 Umsatzerlöse von 25 Mrd. US \$ und stellten mit einem soliden Zuwachs von 25 % gegenüber dem Vorjahr den am schnellsten wachsenden Bereich innerhalb des Pharmasektors dar. Gründe für dieses Wachstum waren unter anderem die Umsatzbelebung bei den Antikörpern, die wie Lucentis® (Genentech) in 2006 die Zulassung erhalten hatten, und die Ausweitung bestehender Antikörpertherapien auf Krebs- und entzündliche Erkrankungen. Was die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern im Spätstadium betrifft, erhielt UCB Pharma für ihr PEGyliertes Antikörperfragment Cimzia®, ein modifi ziertes Anti-TNF für die Behandlung von Patienten mit Morbus Crohn, einen negativen Bescheid der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA.
Im Vergleich zum US-amerikanischen Biotechnologiesektor blieb die Aktienkursentwicklung europäischer Biotechnologiewerte zurück. Besonders in Deutschland wurde die Einstellung von Investoren gegenüber Biotechnologiewerten durch das Scheitern von zwei hochkarätigen Phase-3-Projekten deutscher Biotechnologieunternehmen beeinträchtigt. In Europa schafften 15 Biotechnologie-Unternehmen den Sprung an die Börse, zeigten allerdings eine gemischte Entwicklung und verloren seit Notierungsaufnahme im Durchschnitt 14 % an Wert.
Im Jahr 2007 hat die Pharmabranche ihre schwache Entwicklung fortgesetzt. Der Index "FTSE Global Pharma" zeigte keine Bewegung, während der "FTSE All World"-Index um 10 % zulegen konnte. Der US-Index NASDAQ Biotechnology stieg in 2007 um 5 %. In Bezug auf den Antikörpersektor zeigte ein Index, den das Industriemagazin BioCentury für die Entwicklung der führenden Antikörperunternehmen erstellt, für das Jahr 2007 einen Rückgang um 6 %. Der europäische Biotechnologie-Index der WestLB, der die 20 größten europäischen Biotechnologiefi rmen einschliesst, verlor in 2007 insgesamt 12 % an Wert.
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Im Segment Therapeutische Antikörper kann MorphoSys seit Jahren auf eine außergewöhnliche Erfolgsbilanz beim Eingehen neuer Partnerschaften und bei der Erweiterung bestehender Kooperationen verweisen – und in jüngerer Zeit auch in seinem Segment AbD. MorphoSys setzt seine HuCAL-Technologie für die Entwicklung therapeutischer Antikörper und in Forschungsanwendungen ein.
Als Folge der mit Novartis Ende 2007 vereinbarten Zusammenarbeit wird MorphoSys keine neuen Forschungsaufträge auf Honorarbasis wie in den zurückliegenden Jahren mehr annehmen, bei denen MorphoSys gegen Bezahlung therapeutische Antikörper identifi zierte und optimierte. MorphoSys wird jedoch weiterhin eng mit seinen bestehenden Partnern zusammenarbeiten und so den größtmöglichen Erfolg dieser Kooperationen sicherstellen. Diese Kooperationen werden wie vereinbart fortgeführt, am Ende der Laufzeit jedoch weder verlängert noch erweitert. Einige der Partner haben aber noch das Potenzial, neue Antikörperentwicklungsprogramme auf der Basis von HuCAL zu starten; es wird damit gerechnet, dass die Partner-Pipeline auf diese Weise weiter gestärkt wird.
SEGMENT THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER
Ende 2007 verfügte MorphoSys über zehn aktive Kooperationen im Bereich Antikörper mit Unternehmen der Pharma- oder Biotechnologiebranche. Die nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge aufgeführten Partnerschaften wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2007 entweder neu eingegangen oder erweitert. Detaillierte Angaben zu den übrigen Partnerschaften fi nden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter Ziffer 27.
ASTELLAS PHARMA INC.
MorphoSys und Astellas Pharma Inc. (Japan), das zweitgrößte pharmazeutische Unternehmen Japans, haben im März 2007 ein Lizenzabkommen für den Einsatz der HuCAL-Technologie von MorphoSys geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung gewährt MorphoSys Astellas Zugang zu seiner HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek für den Einsatz in deren internen Programmen zur Medikamentenerforschung. Als Gegenleistung erhält MorphoSys eine Einmalzahlung und über die Laufzeit des Abkommens jährliche Nutzungsgebühren. Das Abkommen hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren.
BAYER SCHERING PHARMA AG
Im Dezember 1999 haben MorphoSys und die Bayer AG (Deutschland/USA) eine umfangreiche Zusammenarbeit im Bereich Antikörper vereinbart. Das Abkommen umfasste eine Forschungskooperation sowie ein Lizenzabkommen für die Anwendung der fi rmeneigenen Technologien von MorphoSys in einer Reihe von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen von Bayer. Die Zusammenarbeit wurde im Juli 2001 um weitere vier Jahre und im Dezember 2005 um weitere fünf Jahre verlängert, mit einer Kündigungsoption nach dem ersten Jahr der Zusammenarbeit.
Im Dezember 2001 vereinbarten MorphoSys und die Schering AG (Deutschland) eine strategische Allianz. Diese Zusammenarbeit wurde im Dezember 2004 bis Ende 2006 verlängert mit einer Verlängerungsoption für ein weiteres Jahr über diesen Zeitraum hinaus.
Nach dem Erwerb der Schering AG durch die Bayer AG wurde die Zusammenarbeit mit Bayer beendet und alle Aktivitäten wurden unter dem Vertrag mit Schering mit einer Laufzeit bis Ende 2007 zusammengefasst. Die Zusammenarbeit wurde am Jahresende 2007 beendet; alle laufenden Projekte im Bereich therapeutischer Antikörper werden jedoch fortgeführt.
CENTOCOR, INC.
MorphoSys und Centocor, Inc. (USA), eine 100 %ige Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, hatten im Dezember 2000 eine Vereinbarung mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit von MorphoSys und Centocor, die mehrere therapeutische Antikörperprogramme und ein Forschungsprogramm auf der Basis von HuCAL umfasste, war die Entwicklung von vollständig humanen Antikörpern gegen eine Reihe von Erkrankungen. Ferner hatte Centocor zum Zwecke der Isolierung von Forschungsantikörpern Zugang zu HuCAL GOLD. Im Dezember 2004 wurde die Vereinbarung mit Centocor bis Ende 2007 verlängert.
Die Zusammenarbeit wurde am Jahresende 2007 beendet; alle laufenden Projekte im Bereich therapeutischer Antikörper werden jedoch fortgeführt.
GENEFRONTIER CORPORATION
Im September 2004 haben MorphoSys und GeneFrontier (Japan) ein strategisches Marketing-Konzept zur Erschließung des japanischen Life-Sciences-Markts beschlossen. Bis heute hat dieses Marketing-Abkommen zu drei Allianzen mit den führenden japanischen Pharmakonzernen Astellas, Daiichi Sankyo und Shionogi geführt. Im Jahr 2006 haben beide Partner die Marketing-Allianz unter Einbeziehung eines führenden japanischen Forschungsinstituts um die Herstellung von vollständig humanen Antikörpern auf der Grundlage von HuCAL für die Proteomforschung und die Zielvalidierung sowie um die Vermarktung aller sich ergebender Antikörperprodukte erweitert.
Im November 2007 hat MorphoSys mit GeneFrontier eine weitere Zusammenarbeit zur Suche nach neuen therapeutischen Zielmolekülen in Japan initiiert. Die Ausweitung der bestehenden Zusammenarbeit mit GeneFrontier soll MorphoSys den Zugang zu innovativen krankheits relevanten Zielmolekülen und Ansatzstellen für neue Therapien erleichtern, die auf der Arbeit führender japanischer Forschungsinstitute und Universitäten beruhen. Dadurch stärkt MorphoSys seine fi rmeneigene Medikamentenentwicklung. Im Rahmen der Vereinbarung wird Forschungsinstituten in Japan Zugang zu HuCAL-basierten Forschungsantikörpern gegen neuartige krankheitsrelevante Zielmoleküle im Austausch für kommerzielle Nutzungsrechte gewährt. Antikörper für ausgewählte Projekte werden von GeneFrontier mithilfe der fi rmeneigenen HuCAL-Antikörpertechnologie von MorphoSys in ihren Forschungseinrichtungen in Tokio hergestellt. MorphoSys hat Zugang zu allen Forschungsergebnissen und Daten der ausgewählten Forschungsprogramme sowie eine Option, sich die weltweiten Nutzungsrechte an diesen Antikörper programmen zu sichern.
GENESIS RESEARCH
MorphoSys und das neuseeländische Unternehmen Genesis Research and Development Corporation Ltd. haben im Oktober 2007 den Beginn einer Forschungskooperation bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung wird Genesis ursprünglich von der MorphoSys-Geschäftseinheit AbD Serotec bereitgestellte HuCAL-basierte Antikörper gegen das Zielmolekül FGFR5 – ein Rezeptor des menschlichen Fibroblasten-Wachstumsfaktors – als Teil seines fi rmeneigenen Zyrogen-Entwicklungsprogramms zur Zielmolekülvalidierung und und in präklinischen Studien einsetzen. Im Rahmen dieses Programms untersucht Genesis die Entwicklung therapeutischer Antikörper speziell gegen das Zielmolekül FGFR5, das im Verdacht steht, bei verschiedenen Erkrankungen des Autoimmun- und des Skelettsystems eine Rolle zu spielen. Beide Parteien werden auf der Basis der von Genesis im Verlauf der Zusammenarbeit gewonnenen wissenschaftlichen Daten die weitere Entwicklung des therapeutischen Programms erörtern.
NOVARTIS AG
Im Dezember 2007 haben MorphoSys und die Novartis AG (Schweiz/USA) eine der umfangreichsten strategischen Allianzen für die Entdeckung und Entwicklung von Biopharmaka gebildet. Das Abkommen hat zum Ziel, eine Pipeline von innovativen Arzneimitteln zu etablieren, und vereint die Forschungs- und Entwicklungsexpertise von MorphoSys und Novartis. Novartis wird zum bevorzugten Partner für MorphoSys bei der Entdeckung von Medikamenten auf der Basis von HuCAL. Dies erlaubt MorphoSys sowohl den nächsten Schritt seiner Unternehmensentwicklung, der im Rahmen der Allianz mit Novartis den Schwerpunkt verstärkt auf die Medikamenten entdeckung und -entwicklung legt, als auch die Entwicklung eigener Arzneimittel, wodurch MorphoSys nicht mehr in dem Maße auf den Neuabschluss oder die Verlängerung von Ver ein barungen auf Honorarbasis zur Medikamentenentdeckung angewiesen sein wird. Die erweiterte Allianz räumt ebenfalls das Recht ein, gemeinschaftlich entwickelte Produkte in bestimmten Absatzregionen durch den Aufbau einer eigenen MorphoSys-Vertriebsorganisation zu vermarkten. Neben den gemeinsam verfolgten Projekten hat Novartis sein Vorhaben beschleunigt, die im ursprünglichen Vertrag vereinbarte Option auszuüben und die führende humane Antikörpertechnologie HuCAL von MorphoSys an seinen Forschungsstandorten zu installieren.
MorphoSys und Novartis haben in 2004 ihre Zusammenarbeit aufgenommen, die bis heute zu zahlreichen aktiven therapeutischen Antikörperprogrammen gegen eine Reihe von Krankheiten und – gerade einmal drei Jahre nach ihrem Beginn – im Jahr 2007 zum ersten Klinikstart geführt hat. Das neue Abkommen stützt sich auf die bestehende vertrauensvolle Geschäftsbeziehung zwischen beiden Partnern.
Im Rahmen des neuen Abkommens wird sich Novartis langfristig an die HuCAL-Technologie von MorphoSys binden. Die Zusammenarbeit ist auf insgesamt zehn Jahre angelegt. Novartis wurde die Option eingeräumt, die Zusammenarbeit um weitere zwei Jahre zu verlängern oder sie unter bestimmten Voraussetzungen nach sieben Jahren zu beenden. Während der Vertragsdauer werden sich die Parteien bemühen, die jährliche Zahl der Entdeckungsprogramme für therapeutische Antikörper gegen eine ganze Reihe von Krankheiten im Vergleich zur bisherigen Allianz annähernd zu verdoppeln. MorphoSys hat auch die Option, sich an bestimmten Entwicklungsschritten verschiedener Programme zu beteiligen, wobei Novartis einen Teil derzu Beginn anfallenden Kosten trägt. Im Rahmen der Optionen für gemeinsame Entwicklungen kann MorphoSys wählen, sich in diesen Projekten per Kosten- und Gewinnbeteiligung in einem Maße fi nanziell zu engagieren, das seiner Investitionshöhe in den jeweiligen Programmen entspricht.
Über die Vertragsdauer von zehn Jahren belaufen sich die vertraglich zugesicherten jährlichen Zahlungen für Technologiezugang, Installationsgebühren sowie Forschung und Entwicklung auf mehr als 600 Mio. US \$ – ohne Kostenerstattungen für F&E in Verbindung mit Entwicklungsaktivitäten im Frühstadium. Die Gesamtsumme aus zugesicherten Zahlungen und wahrscheinlichkeitsgewichteten erfolgsabhängigen Meilensteinen, die vom Erfolg der klinischen Entwicklung und der behördlichen Zulassung der Produkte abhängen, könnte bei voller Laufzeit einer erfolgreichen Zusammenarbeit die Schwelle von 1 Mrd. US \$ überschreiten. Neben diesen Zahlungen würden MorphoSys auch umsatzabhängige Tantiemen und/oder Gewinnbeteiligungen auf zukünftige Produktverkäufe zustehen.
XOMA TECHNOLOGIES LTD.
Im Februar 2002 hat MorphoSys eine gegenseitige Lizenzvereinbarung mit der XOMA Technologies Ltd., Berkeley, Kalifornien, USA, für ihre antikörperbezogenen Technologien bekannt gegeben. Im Rahmen des Abkommens erhielten MorphoSys und seine Partner eine Lizenz zum Einsatz der Antikörper-Expressionstechnologie von XOMA zur Entwicklung von Antikörperprodukten (einschließlich Fab- und scFv-Formaten) unter Verwendung der Phagen-Display-basierten HuCAL-Antikörperbibliothek von MorphoSys. Zudem erhielt MorphoSys eine Lizenz für die Produktion von Antikörpern (einschließlich Fab- und scFv-Fragmenten). XOMA wurde für fünf Jahre das Recht eingeräumt, die HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek für die Entdeckung und Erforschung von Zielmolekülen zu nutzen und hat die Option, aus Antikörpern therapeutische Wirkstoffe zu entwickeln.
XOMA's Nutzungsrechte für die HuCAL GOLD Antikörperbibliothek liefen gemäß der ursprünglichen Vereinbarung im vierten Quartal 2007 aus. MorphoSys hat auch zukünftig Zugang zu XOMA's Patenten.
SEGMENT ABD
MEDICAL RESEARCH COUNCIL
AbD Serotec hat im März 2007 sein Lizenzabkommen mit der Technologietransferstelle der britischen Forschungsgesellschaft Medical Research Council (MRC) deutlich erweitert. Die Vereinbarung, die AbD Serotec Zugang zu einer Reihe an verschiedenen Hybridom-Zelllinien als Quelle von Forschungsantikörpern bietet, wurde um weitere fünf Jahre verlängert und umfasst nun zusätzliche Produkte, die in das Angebot von AbD Serotec aufgenommen werden. Beim Medical Research Council handelt es sich um eine staatliche Organisation, die eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge in Großbritannien und im Ausland verfolgt. Das MRC unterhält 40 Institute, Arbeitsgruppen und Zentren und fördert das gesamte Spektrum der medizinischorientierten Forschung und Ausbildung an Universitäten und Krankenhäusern durch Forschungsunterstützung, wissenschaftliche Trainings und MRC-Forschungspreise.
NATIONAL INSTITUTE OF DIABETES AND DIGESTIVE AND KIDNEY DISEASES (NIDDK)
Im Dezember 2007 haben Wissenschaftler am National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK) – eine Abteilung des US-amerikanischen National Institute of Health (NIH) – mithilfe eines von AbD Serotec aus der HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek von MorphoSys entwickelten Antikörpers ein neues Epitop des HIV-Proteins gp41 entdeckt und konnten nachweisen, dass dieser Antikörper in der Lage ist, diverse Laborstämme des HIV-1- Subtyps B sowie primäre Isolate der Subtypen A, B und C zu neutralisieren. Die Ergebnisse wurden im "Journal of Virology" veröffentlicht.
THERMO FISHER SCIENTIFIC
Im Februar 2007 haben AbD Serotec und Thermo Fisher Scientifi c Inc. (USA) eine Co-Marketing-Vereinbarung über den Einsatz von DyLight™-Farbstoffen von Thermo Scientifi c in Kombination mit Forschungsantikörpern von AbD Serotec geschlossen, um eine Reihe von fl uoreszierenden Forschungsreagenzien zu entwickeln. Die daraus resultierenden Produkte werden über den Verkaufskatalog von AbD Serotec angeboten. DyLight™-basierte Fluoreszenzfarbstoffe werden exklusiv durch Thermo Scientifi c als Teil ihrer Produktlinie für Proteinforschung vertrieben und stellen eine hervorragende Alternative zu anderen kommerziell verfügbaren Fluoreszenzfarbstoffen dar.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
In 2007 hat MorphoSys wiederum in die Technologieentwicklung investiert. Für MorphoSys ist die ständige Optimierung seiner Technologieplattform von besonderer Bedeutung, um die Erfolgswahrscheinlichkeit der HuCAL-basierten Antikörper weiter zu erhöhen.
Im November 2007 gab MorphoSys ein mehrjähriges Technologieentwicklungsprogramm bekannt, das zu einer deutlich erweiterten Version seiner Plattform für die Antikörperherstellung führen wird. Das neue System, das mehrere technologische Komponenten umfasst und seine modulare Struktur behalten wird, stellt einen technologischen Durchbruch in der Technologieentwicklung von Antikörperbibliotheken dar und wird einzigartige Chancen zur Entwicklung antikörperbasierter Arzneimittel bieten. Die neue Technologie wird im Vergleich zu anderen derzeit verfügbaren Antikörpertechnologien Verbesserungen hinsichtlich eines deutlich schnelleren und direkteren Zugangs zu hochaffi nen antikörperbasierten Medikamentenkandidaten
im vollständigen IgG-Format aufweisen. Die neue Plattform wird eine Aktualisierung von MorphoSys' derzeitiger Antikörperbibliothek HuCAL GOLD in Form einer erweiterten Version HuCAL Platinum™ sowie bewährte Screening- und Selektionsmethoden wie beispielsweise AutoCAL® und CysDisplay®, die RapMAT®-Technologie für die schnellere Optimierung von Antikörpern, das Antigen-Expressionssystem AgX™, die Software SAS™ für die Sequenz analyse und weitere technologische Module, die zurzeit entwickelt werden, enthalten.
PATENTE UND LIZENZEN
Das geistige Eigentum spielte bei der erfolgreichen Partnersuche der Gesellschaft erneut eine wichtige Rolle; so war der exklusive Zugang zu speziellen Plattformtechnologien ein Grundstein für den wegweisenden Vertrag mit Novartis im Dezember 2007.
LIZENZABKOMMEN MIT DYA X CORP.
Im November 2007 hat MorphoSys von Dyax Lizenzen für ein umfangreiches Patentportfolio im Bereich Antikörper und anderer Proteine erworben. Die Vereinbarung sichert MorphoSys eine vollständig bezahlte Lizenz an einer Reihe von Phage-Display-Patenten von Dyax sowie Lizenzen für andere Patente, die unter anderem Methoden für das Display und die Selektion von Antikörpern und anderen Proteinen durch den Einsatz alternativer Display-Verfahren schützen. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung hat MorphoSys das Recht, seinerseits Lizenzen für diese Patente im Zusammenhang mit seiner fi rmeneigenen Technologie zu erteilen. Die Vereinbarung bietet MorphoSys einen fl exiblen Rahmen für die künftige Weiterentwicklung seiner Technologie, um sein Portfolio an Antikörpertechnologien weiter zu diversifi zieren und sein Angebot für Kunden in den Bereichen therapeutische Antikörper sowie Diagnostik und Forschung zu verbessern.
EXKLUSIVLIZENZ ZUM SCHLÜSSELPATENT FÜR MOR103 VON DER UNIVERSITÄT MELBOURNE Im Geschäftsjahr 2007 hat MorphoSys eine Vereinbarung mit der Universität Melbourne getroffen, die MorphoSys den exklusiven Zugang zu allen Rechten im Rahmen einer US-Patentanmeldung und deren Ergebnissen an bestimmten Verwendungen von Hemmstoffen des humanen Zytokins GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor) sichert. Das Zytokin GM-CSF ist das Zielmolekül für das fi rmeneigene Antikörperprogramm MOR103 von MorphoSys zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis und anderer entzündlicher Erkrankungen. MorphoSys rechnet damit, dass die von der Universität Melbourne erhaltene Lizenz in den USA zu exklusiven Vermarktungsrechten für therapeutische Antikörper gegen das Zielmolekül GM-CSF bei Entzündungsleiden führt, sobald das US-Patent erteilt ist.
ANALYSE DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE
UMSATZERLÖSE
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Konzernumsatzerlöse um 17 % auf 62,0 Mio. w erhöht (2006: 53,0 Mio. w). Der Anstieg hatte seine Ursachen in höheren fi nanzierten Forschungsleistungen, Lizenzgebühren und erfolgsabhängigen Zahlungen sowie in gestiegenen Umsätzen im Segment AbD. Das Segment Therapeutische Antikörper steuerte 68 % bzw. 42,4 Mio. w (ohne Ausgleichsgebühr für den Umsatzteilungsvertrag; 2006: 34,7 Mio. w) zu den Konzernumsatzerlösen bei, das Segment AbD 32 % bzw. 19,6 Mio. w (2006: 18,3 Mio. w).
Geographisch gesehen erzielte MorphoSys 36 % bzw. 22,1 Mio. w seiner kommerziellen Umsätze mit Biotechnologie- und Pharmaunternehmen oder gemeinnützigen Gesellschaften mit Sitz in Nordamerika und 64 % bzw. 39,9 Mio. w hauptsächlich mit Kunden in Europa und Asien. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten diese Anteile 38 % und 62 % betragen.
SEGMENT THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER
Der Umsatz des Segments Therapeutische Antikörper enthielt 30,3 Mio. w an fi nanzierten Forschungsleistungen und Lizenzzahlungen (2006: 27,2 Mio. w) sowie 12,1 Mio. w (2006: 7,5 Mio. w) an erfolgsabhängigen Zahlungen; letztere machten 29 % des Segmentumsatzes aus. Rund 67 % der Umsätze für therapeutische Antikörper und 46 % der Konzernumsätze stammten aus den drei größten Kooperationen der Gesellschaft mit Novartis, Centocor und Bayer Schering (2006: 64 % bzw. 42 % – mit Novartis, Centocor und Roche).
Unter Annahme der durchschnittlichen Währungsumrechnungskurse für 2006 hätten die Umsätze für therapeutische Antikörper 43,1 Mio. w betragen.
SEGMENT ANTIBODIES DIRECT – ABD
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse des Segments AbD in 2007 um 7 % bzw. 1,3 Mio. w auf 19,6 Mio. w (2006: 18,3 Mio. w). Der größte Teil des Umsatzes (rund 85 % bzw. 16,6 Mio. w) wurden mit Katalog- und Industriekunden erzielt, während maßgeschneiderte Antikörper 12 % bzw. 2,3 Mio. w beisteuerten.
Unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Währungsumrechnungskurse für 2006 hätte sich ein Segmentumsatz von 19,9 Mio. w ergeben.
Am 31. Dezember 2007 verfügte das Segment über einen Auftragsbestand von 0,7 Mio. w (2006: 2,5 Mio. w).
BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Gegenüber 2006 stiegen die betrieblichen Aufwendungen in 2007 um 17 % auf 54,9 Mio. w (2006: 46,9 Mio. w). Dieser Anstieg um 8,0 Mio. w war auf um 27 % bzw. 4,7 Mio. w höhere F&E-Aufwendungen und auf um 16 % bzw. 3,4 Mio. w gestiegene Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung zurückzuführen, wohingegen die Herstellungskosten geringfügig von 8,0 Mio. w auf 7,9 Mio. w gesunken sind. Der Gesamteffekt der Kaufpreiszuordnung auf das Betriebsergebnis betrug 1,5 Mio. w (2006: 1,5 Mio. w) einschließlich einer außerordentlichen Abschreibung in Höhe von 0,2 Mio. w auf ein als zur Veräußerung ausgewiesenes Gebäude der ehemaligen Biogenesis in Brentwood, USA.
Der Personalaufwand aus Aktienoptionen ist in den Herstellungskosten, den Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie im Forschungs- und Entwicklungsaufwand enthalten. Er belief sich auf 1,4 Mio. w (2006: 1,2 Mio. w) und ist nicht zahlungswirksam.
HERSTELLUNGSKOSTEN
Die Herstellungskosten setzen sich aus den Herstellungskosten des Segments AbD zusammen und sind im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr geringfügig von 8,0 Mio. w auf 7,9 Mio. w gesunken. Die prozentuale Abnahme des Verhältnisses von Herstellungskosten zu Umsatzerlösen resultiert hauptsächlich aus den Einsparungen im Einkauf sowie der Tatsache, dass die im Rahmen der Kaufpreiszuordnung für Biogenesis identifi zierten Vorräte inzwischen vollständig abgeschrieben sind und daher die Höhe der Herstellungskosten nicht in gleichem Maße beeinfl ussen wie im Vorjahr.
AUFWENDUNGEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand stieg um 4,7 Mio. w auf 22,2 Mio. w (2006: 17,5 Mio. w). Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Personalkosten zurückzuführen (2007: 8,5 Mio. w; 2006: 7,2 Mio. w). Derzeit entwickelt MorphoSys intern die beiden Eigenprodukte MOR103 und MOR202. In 2007 entstanden der Gesellschaft Aufwendungen für die eigene Produkt- und Technologieentwicklung in Höhe von 4,9 Mio. w bzw. 1,2 Mio. w (2006: 2,1 Mio. w bzw. 0,9 Mio. w).
AUFWENDUNGEN FÜR VERTRIEB, ALLGEMEINES UND VERWALTUNG
Die Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung betrugen 24,8 Mio. w nach 21,4 Mio. w im Jahr zuvor. Dieser Anstieg resultierte vornehmlich aus höheren Aufwendungen für externe Dienstleistungen (2007: 8,6 Mio. w; 2006: 4,5 Mio. w), einschließlich Be ratungskosten im Zusammenhang mit dem Novartis-Vertrag.
AUFWAND NACH KOSTENARTEN
Im Geschäftsjahr 2007 beliefen sich die Personalkosten (ohne Aufwand aus Aktienoptionen) auf 18,8 Mio. w (2006: 18,1 Mio. w) oder 34 % des betrieblichen Gesamtaufwands. Sie bildeten damit innerhalb der betrieblichen Aufwendungen den größten Kostenblock.
Die externen Dienstleistungen als zweitgrößter Kostenartenblock setzten sich hauptsächlich aus Beratungskosten (2007: 6,9 Mio. w; 2006: 2,1 Mio. w) und Aufwendungen für externe Laborleistungen (2007: 4,0 Mio. w; 2006: 1,6 Mio. w) zusammen und beliefen sich auf 12,8 Mio. w (2006: 6,1 Mio. w) bzw. 23 % des betrieblichen Gesamtaufwands.
Die Kosten für immaterielle Vermögenswerte bestanden vornehmlich aus Lizenzaufwand (2007: 3,7 Mio. w; 2006: 2,2 Mio. w) sowie aus Abschreibungen auf aktivierte Lizenzen (2007: 1,5 Mio. w; 2006: 1,2 Mio. w) und auf im Rahmen der Kaufpreiszuordnung für Biogenesis und Serotec identifi zierte immaterielle Vermögenswerte (2007: 0,8 Mio. w; 2006: 0,8 Mio. w); sie beliefen sich auf 7,0 Mio. w (2006: 5,9 Mio. w) bzw. 13 % des betrieblichen Gesamtaufwands.
SONSTIGE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE
Die sonstigen Erträge betrugen 2,2 Mio. w (2006: Sonstige Aufwendungen von 0,9 Mio. w); diese Veränderung gegenüber 2006 resultierte vor allem aus dem Anstieg der Zinserträge und den Erträgen aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, aus Erträgen von Fremdwährungsderivaten und niedrigeren Zinsaufwendungen. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 9,2 Mio. w (2006: 5,3 Mio. w).
STEUERN
Die Gesellschaft hat einen Gesamtsteuerertrag für 2007 in Höhe von 2,3 Mio. w ausgewiesen. Diese Position umfasste im Wesentlichen Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 4,1 Mio. w und Aufwendungen für laufende Steuern in Höhe von 1,8 Mio. w.
Der latente Steuerertrag stammte aus dem Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von 3,6 Mio. w auf die gesamten verbleibenden Verlustvorträge infolge zukünftig zu erwartendem steuerpfl ichtigen Einkommens. Dieser Ertrag wurde zum Teil durch latente Steueraufwendungen aus der Nutzung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge aus 2006 (1,2 Mio. w) aufgehoben. Zusätzlicher latenter Steuerertrag resultierte aus den in 2007 gebildeten aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen (1,2 Mio. w) und 0,6 Mio. w, die sich in Zusammenhang mit der Auflösung passiver latenter Steuern in Verbindung mit früheren Akquisitionen ergaben.
BETRIEBSERGEBNIS/JAHRESÜBERSCHUSS
Das Konzernbetriebsergebnis belief sich für 2007 auf 7,0 Mio. w (2006: 6,2 Mio. w). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 8,3 Mio. w im Vergleich zu einem EBIT von 5,4 Mio. w im Vorjahr. Der operative Gewinn aus dem Bereich der therapeutischen Antikörper belief sich auf 15,2 Mio. w (2006: 16,6 Mio. w), wohingegen der operative Verlust aus dem Segment AbD 0,6 Mio. w (2006: 3,4 Mio. w) betrug.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Jahresüberschuss nach Steuern von 11,5 Mio. w erwirtschaftet, verglichen mit 6,0 Mio. w im Jahr 2006. Das sich daraus ergebende unverwässerte Ergebnis je Aktie für 2007 belief sich auf 1,61 w (2006: 0,94 w).
LIQUIDITÄT/FINANZMITTELFLUSS
Im Geschäftsjahr 2007 betrug der Mittelzufl uss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 17,1 Mio. w (2006: 16,3 Mio. w). Die Investitionstätigkeit führte zu einem Mittelabfl uss von 5,2 Mio. w (2006: 36,2 Mio. w), während sich aus der Finanzierungstätigkeit ein Mittelzufl uss in Höhe von 32,6 Mio. w (2006: 19,6 Mio. w) ergab.
Am 31. Dezember 2007 verfügte die Gesellschaft über Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte in Höhe von 106,9 Mio. w nach 66,0 Mio. w am Jahresende 2006. Die Mittel wurden bei drei Finanzinstituten von hoher Bonität vor allem in Form von kurzfristig fälligen Geldmarkttiteln und kurzfristigen Einlagen gehalten.
AKTIVA
Die Bilanzsumme hat sich von 127,8 Mio. w am Jahresende 2006 um 56,9 Mio. w auf 184,7 Mio. w zum 31. Dezember 2007 erhöht. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 46,8 Mio. w hatte seine wesentlichen Ursachen in Mittelzufl üssen aus der im Mai 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung (32,6 Mio. w) und aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (17,1 Mio. w) sowie um 5,8 Mio. w höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von neuen in 2007 unterzeichneten Verträgen.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Jahr 2007 um 10,1 Mio. w als eine Folge des Kaufs von Lizenzen (8,7 Mio. w) sowie der Bildung von aktiven latenten Steuern (3,5 Mio. w).
VERBINDLICHKEITEN
Im Berichtsjahr 2007 erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 18,3 Mio. w am Jahresende 2006 auf 29,4 Mio. w. Dieser Anstieg hatte seine wesentlichen Ursachen in der Zunahme der kurzfristigen Umsatzabgrenzung (8,7 Mio. w) aufgrund von Zahlungen aus im laufenden Jahr und in Vorjahren geschlossenen Verträgen sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3,0 Mio. w), im Wesentlichen für Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Abschluss des Novartis-Vertrags am Jahresende.
Der leichte Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten um 0,3 Mio. w auf 9,8 Mio. w hatte seinen Hauptgrund in einem Anstieg der langfristigen Umsatzabgrenzung (0,8 Mio. w) aufgrund von im laufenden Jahr und in Vorjahren geschlossenen Verträgen. Dieser Effekt wurde durch den Rückgang der latenten Steuerverpfl ichtungen (0,6 Mio. w) teilweise ausgeglichen.
EIGENKAPITAL
Am 31. Dezember 2007 belief sich das Konzerneigenkapital auf 145,5 Mio. w, verglichen mit 100,1 Mio. w am 31. Dezember 2006 und führte zu einer Eigenkapitalquote von 78,8 % (2006: 78,3 %).
Die Zahl der ausgegebenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2007 insgesamt 7.386.753, von denen sich 7.360.021 im Umlauf befanden (31.12.2006: 6.715.322 bzw. 6.686.160 Aktien).
Der Anstieg der sich im Umlauf befi ndlichen Aktien um 673.861 Stück rührte von der im Mai 2007 mit Erfolg durchgeführten Barkapitalerhöhung sowie von der Wandlung von an Mitarbeiter ausgegebenen Schuldverschreibungen und der Ausübung von Aktienoptionen her. Im Jahr 2007 wurden 2.430 der ausgeübten Aktienoptionen mit eigenen Aktien bedient. Der Bestand an eigenen Aktien hat sich entsprechend verringert und belief sich am 31. Dezember 2007 auf 26.732 Stück.
INVESTITIONEN
Im Geschäftsjahr 2007 beliefen sich die Sachinvestitionen von MorphoSys auf 1,1 Mio. w. Sie sanken damit gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. w wegen höherer Investitionen in Labor- und Büroausstattung (1,5 Mio. w) und Mietereinbauten (0,9 Mio. w). Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2007 wie auch im Vorjahr 1,5 Mio. w.
Im Berichtsjahr 2007 investierte die Gesellschaft 11,0 Mio. w in immaterielle Vermögenswerte (2006: 0,4 Mio. w). Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch den Erwerb von Lizenzen verursacht. Außerdem wurde eine neue ERP-Software eingeführt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 3,0 Mio. w und lagen damit im Vergleich zu 2006 um 0,3 Mio. w höher.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist im Einklang mit der Planung und den Erwartungen des Konzerns.
PERSONAL
Ein gutes Arbeitsklima, herausragende Fort- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie eine leistungsabhängige Vergütung bilden die Basis für den Erfolg von MorphoSys. MorphoSys legt traditionell hohe Maßstäbe an die Fort- und Ausbildungsmöglichkeiten seiner Beschäftigten.
ANZAHL MITARBEITER
Am 31. Dezember 2007 beschäftigte der MorphoSys-Konzern weltweit 295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2006: 279), ein Anstieg von 6 % gegenüber dem Vorjahresende. Den größten Zuwachs verzeichnete das Segment Therapeutische Antikörper. Im Jahresdurchschnitt 2007 zählte der MorphoSys-Konzern 291 Beschäftigte (2006: 265).
ENTWICKLUNG DES KONZERNPERSONALS
| 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtzahl des Konzern |
|||||
| personals | 95 | 132 | 172 | 279 | 295 |
Von den 295 Personen waren 164 in der Forschung und Entwicklung und 131 im Bereich Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung beschäftigt (31. Dezember 2006: 155 bzw. 124 Beschäftigte).
MITARBEITER NACH SEGMENTEN UND FUNKTIONEN
| 2006 | 2007 | |
|---|---|---|
| ANZAHL DER MITARBEITER | 279 | 295 |
| Segment Therapeutische Antikörper | 158 | 167 |
| Segment AbD | 121 | 128 |
| Personal in Forschung und Entwicklung | 155 | 164 |
| Personal in Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung | 124 | 131 |
Der durchschnittliche Umsatz pro Kopf stieg von 0,20 Mio. w im Jahr 2006 auf 0,21 Mio. w in 2007.
Die Personalkosten von MorphoSys beliefen sich in 2007 auf 18,8 Mio. w (ohne Personalaufwandaus der Ausgabe von Aktienoptionen) und lagen damit um 4 % höher als im Jahr zuvor. Die durchschnittlichen Personalkosten je Beschäftigten betrugen rund 64.000 w (2006: 68.000 w).
Am 31. Dezember 2007 beschäftigte MorphoSys zwei Auszubildende (31. Dezember 2006: 1). Im Jahr 2007 wurden 3 Diplomarbeiten bei MorphoSys betreut.
MITARBEITER NACH REGIONEN
| 2006 | 2007 | ||
|---|---|---|---|
| MITARBEITER GESAMT | 279 | 295 | |
| Deutschland | 183 | 192 | |
| Großbritannien | 78 | 83 | |
| USA | 18 | 20 | |
QUALIFIKATION, FORT- UND AUSBILDUNG
Bei MorphoSys hat die Weiterentwicklung von wissenschaftlichen und Führungsqualitäten einen hohen Stellenwert. Das Unternehmen bietet Karrierechancen in den Bereichen Forschung, Produktentwicklung und in einer Vielzahl von leitenden Funktionen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird neben einer breiten Palette berufl icher und persönlicher Entwicklungsprogramme ein Arbeitsumfeld geboten, das die Einsatzbereitschaft fördert sowie die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und den verschiedenen Standorten des Unternehmens verbessert.
Zum Jahresende 2007 hatten MorphoSys 75 promovierte Mitarbeiter beschäftigt (2006: 59).
LANGFRISTIGE LEISTUNGSBEZOGENE VERGÜTUNG
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter partizipieren derzeit am operativen und fi nanziellen Erfolg des Unternehmens. MorphoSys bietet allen Beschäftigten leistungsorientierte Bonuszahlungen an. Dieser Bonus ergänzt das bestehende Vergütungssystem und bietet einen zusätzlichen Leistungsanreiz. Bonuszahlungen an Beschäftigte sind abhängig vom Unternehmenserfolg sowie von der jeweiligen persönlichen Leistung. Mit der Vereinbarung persönlicher Ziele bzw. Abteilungs- und Unternehmenszielen hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, einen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung von MorphoSys zu leisten und an seinem Erfolg teilzuhaben.
Zusätzlich zur leistungsbezogenen Vergütung haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2007 im Rahmen eines langfristigen Anreizsystems an einem Aktienoptions- oder Wandelschuldverschreibungsprogramm teilgenommen. Ziel dieses Programms ist die langfristige Beteiligung der Belegschaft am Unternehmenserfolg.
Jedes Jahr werden die Gehälter innerhalb der Biotechnologiebranche sowie mit anderen Industriezweigen verglichen, um angemessene Vergütungsstandards zu gewährleisten.
Weitergehende Angaben zum Aktienoptionsprogramm fi nden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter Ziffer 19.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Bestimmungen des Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetzes sowie die Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus verschiedenen Vergütungskomponenten wie fi xe Bestandteile, einem Bonus, einer mittel- und langfristigen Anreizkomponente sowie zusätzlichen Vergünstigungen. Alle Vergütungspakete werden jährlich vom Vergütungsund Ernennungsausschuss auf Umfang und Angemessenheit hin überprüft. Die Vergütung richtet sich insbesondere nach den Verpfl ichtungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds, ihrem/ seinem persönlichen Erfolg und dem des Vorstands sowie nach der wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den wirtschaftlichen Aussichten der Gesellschaft in Relation zum Wettbewerb. Alle Vergütungspakete werden mit dem Ergebnis einer Jahresstudie über Vergütungen in der deutschen Biotechnologiebranche (GRS-Studie) verglichen und anderen internationalen Vergleichsstandards gegenübergestellt. Sämtliche Beschlüsse über die Anpassungen der Vergütungspakete werden vom Plenum des Aufsichtsrats gefasst. Die Gehälter des Vorstands wurden zuletzt im Juli 2007 angepasst.
Die Jahresgehälter der Vorstandsmitglieder bestehen aus festen Vergütungsteilen und zusätzlichen sonstigen Vergünstigungen, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Firmenwagen, der Erstattung von Reise- und Telefonkosten, Zuschüssen zu Kranken-, Sozial- und Invaliditätsversicherung sowie aus speziellen Zulagen und Vergünstigungen für ständig im Ausland lebende Vorstandsmitglieder zusammensetzen. Darüber hinaus nehmen alle Vorstandsmitglieder an privaten Pensionsfonds teil, für die MorphoSys die Monatsbeiträge entrichtet. Diese Zahlungen sind in den sonstigen Vergütungen enthalten und belaufen sich auf 10 % des festen Jahresgehalts eines jeden Vorstandsmitglieds zuzüglich der zu entrichtenden Steuern. Es bestehen keine weiteren Pensionspläne.
Jedes Vorstandsmitglied erhält zusätzlich eine erfolgsabhängige Bonuszahlung. Sie ist abhängig vom Erreichen persönlich vereinbarter Ziele und von Unternehmenszielen, die vom Aufsichtsrat zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres festgelegt werden. Die Unternehmensziele beziehen sich auf die Entwicklung des Unternehmens gemessen an Umsatz und Jahresergebnis sowie auf die Kursentwicklung der MorphoSys-Aktie, die erfolgreiche Integration von Geschäftseinheiten oder den Abschluss und/oder die Verlängerung wichtiger Kooperationen. Am Jahresende bewertet der Aufsichtsrat den Grad der Zielerreichung und legt den Bonus auf Grundlage der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft unter gebührender Berücksichtigung aller Umstände fest. Die Bonuszahlung orientiert sich zu 30 % an der Erreichung persönlich vereinbarter Ziele, die anderen 70 % an dem Maß, in dem die Unternehmensziele erreicht wurden. Der im jeweiligen Geschäftsbericht genannte Bonus betrifft Bonuszahlungen für im vorangegangenen Geschäftsjahr erreichte Ziele.
Im Geschäftsjahr 2007 belief sich die insgesamt an Mitglieder des Vorstands gezahlte Barvergütung auf 1.473.438 w (2006: 1.156.415 w). Die nachfolgende Übersicht zeigt die im Geschäftsjahr 2007 geleistete Vorstandsvergütung in detaillierter und individualisierter Form:
| in E | feste vergütung |
erfolgs abhängige vergütung |
sonstige vergütungen |
gesamt vergütung 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Simon E. Moroney | 320.250 | 198.360 | 83.8821 | 602.492 |
| Dave Lemus | 225.225 | 140.049 | 113.3092 | 478.583 |
| Dr. Marlies Sproll | 211.860 | 124.146 | 56.3563 | 392.362 |
einschließlich 65.105 W jährliche Beiträge in einen privaten Pensionsfonds und Zuschüsse zu Versicherungen
2 einschließlich 43.196 W jährliche Beiträge in einen privaten Pensionsfonds und Zuschüsse zu Versicherungen einschließlich 39.665 W jährliche Beiträge in einen privaten Pensionsfonds und Zuschüsse zu Versicherungen
Die langfristige erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen aus von der Hauptversammlung beschlossenen Plänen zusammen. Hierauf wird nachfolgend in "Vergütung des Vorstands mit Eigenkapitalinstrumenten" eingegangen.
Im Jahr 2007 wurden Mitgliedern des Vorstands 13.873 Wandelschuldverschreibungen gewährt. Der Wert der an den Vorstand im Rahmen des 2002er Wandelschuldverschreibungsprogramms für das Geschäftsjahr 2007 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen belief sich auf 191.447 w (2006: 676.399 w).
Im Verlauf des Jahres 2007 hat kein Mitglied des Vorstands Wandelschuldverschreibungen oder Aktienoptionen ausgeübt.
An Vorstandsmitglieder wurden keine Darlehen oder ähnliche Vergünstigungen gewährt. Im Berichtsjahr erhielten die Mitglieder des Vorstands auch keine Vergünstigungen von Dritten, die mit Blick auf ihre Position als Vorstandsmitglied entweder in Aussicht gestellt oder gewährt wurden.
Die Dienstverträge des Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Simon E. Moroney und des Finanzvorstands Herrn Dave Lemus haben eine Laufzeit von jeweils drei Jahren. Frau Dr. Marlies Sproll wurde im November 2005 erstmals zum Vorstand Forschung und Entwicklung bestellt; ihr Dienstvertrag läuft über zwei Jahre und ist bis Juni 2008 verlängert worden. Im Fall der Nichtwiederbestellung oder der Nichtverlängerung eines Dienstvertrags steht dem betreffenden Vorstandsmitglied eine Abfi ndung in Höhe eines festen Jahreseinkommens zu. Endet der Dienstvertrag eines Vorstandsmitglieds durch Tod, stehen seinem/ihrem Ehegatten oder Lebenspartner(in) das feste Monatsgehalt für den Todesmonat und die nachfolgenden zwölf Monate zu. Nach einem Eigentümerwechsel (change of control) steht jedem Vorstandsmitglied ein außerordentliches Kündigungsrecht seines Dienstvertrags zu mit Anspruch auf das ausstehende Festgehalt für die vereinbarte Vertragslaufzeit, mindestens jedoch das Zweifache eines festen Jahresgehalts. Darüber hinaus werden in einem solchen Fall alle gewährten Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen mit sofortiger Wirkung ausübbar.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütung des Aufsichtsrats unterliegt den Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, deren aktuelle Fassung von den Aktionären anlässlich der Hauptversammlung vom 17. Mai 2006 verabschiedet wurde. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex erhalten die Aufsichtsratsmitglieder sowohl eine feste als auch eine erfolgsabhängige Vergütung. Sie bemisst sich nach der Verantwortung und dem Leistungsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie nach der wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Gesellschaft.
Im Geschäftsjahr 2007 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt 298,500 w (2006: 259.000 w), ohne Erstattung von Reisekosten. Dieser Betrag setzt sich aus einer festen Vergütung und aus einer variablen Vergütung, den Sitzungsgeldern, zusammen.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Vergütung des Aufsichtsrats im Jahr 2007:
| in E | feste vergütung |
variable vergütung |
gesamt vergütung |
|---|---|---|---|
| Dr. Gerald Möller, Vorsitzender | 40.000 | 35.000 | 75.000 |
| Prof. Dr. Jürgen Drews, stellvertretender Vorsitzender | 30.000 | 19.000 | 49.000 |
| Dr. Walter Blättler1 | 14.622 | 12.000 | 26.622 |
| Dr. Daniel Camus | 25.000 | 21.000 | 46.000 |
| Dr. Metin Colpan | 25.000 | 16.000 | 41.000 |
| Prof. Dr. Andreas Plückthun2 | 8.878 | 4.500 | 13.378 |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 26.500 | 21.000 | 47.500 |
ab 16. Mai 2007
2 bis 16. Mai 2007
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfi ehlt eine Vergütung des Aufsichtsrats, die auch auf den langfristigen Erfolg der Gesellschaft bezogene Bestandteile enthält. Im Jahr 2006 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder zusätzlich zur Barvergütung eine umsatzabhängige Vergütung in Form von virtuellen dreijährigen Aktienoptionen ("phantom stocks").
Eine virtuelle Aktienoption stellt einen Anspruch gegenüber der Gesellschaft auf Barzahlung der Differenz zwischen dem Aktienkurs am Ende der Haltefrist und dem Ausübungspreis dar. Die Haltefrist für virtuelle Aktienoptionen beträgt drei Jahre. Der Betrag kommt nur dann zur Auszahlung, wenn die Konzernumsatzerlöse der Gesellschaft einen durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von mindestens 20 % aufweisen. Insgesamt dürfen die von der Gesellschaft im Rahmen dieses Plans an alle Aufsichtsratsmitglieder zu leistenden Zahlungen den Betrag von 80.000 w ("Cap") nicht überschreiten. Im Geschäftsjahr 2007 wurden keine weiteren virtuellen Aktienoptionen an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährt.
Im Jahr 2006 hat MorphoSys mit seinem früheren Aufsichtsratsmitglied Herrn Prof. Dr. Andreas Plückthun und einer Wissenschaftlerin aus dessen Forschungsgruppe an der Universität Zürich bis Dezember 2008 befristete Beraterverträge geschlossen. Beide Berater erbringen im Rahmen der Verträge Beratungsleistungen in den Bereichen Antikörper und Antikörper-ähnliche Fragemente ("scaffolds"). Herr Prof. Dr. Plückthun erhält vertragliche Zahlungen von bis zu 14.000 w jährlich, abhängig davon, in welchem Ausmaß MorphoSys seine Beratungsleistungen in Anspruch nimmt. Im Jahr 2007 erfolgten keine Zahlungen an Herrn Prof. Dr. Plückthun und seine Forschungsgruppe. Die Forschungskooperation mit der Universität Zürich, vertreten durch Herrn Prof. Dr. Andreas Plückthun, wurde Ende des Jahres 2006 beendet.
Daneben gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Beraterverträge mit aktuellen oder früheren Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Die Gesellschaft hat keine Darlehen an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats gewährt.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS MIT EIGENKAPITALINSTRUMENTEN
AKTIENOPTIONEN UND WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN Der Aufsichtsrat entscheidet jedes Jahr auch über die Anzahl der an die Mitglieder des Vorstands zu gewährenden Aktienoptionen oder Wandelschuldverschreibungen. Aktienoptionen werden nur bei der Neubestellung eines Vorstandsmitglieds oder im Fall der Verlängerung eines Dienstvertrags gewährt.
Seit der Einführung von Vergütungsprogrammen mit Eigenkapitalinstrumenten bei der MorphoSys AG werden Aktienoptionen oder Wandelschuldverschreibungen ausschließlich zweimal im Jahr zu den gleichen vordefi nierten Zeitpunkten ausgegeben. Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Aktienoptionen und der Wandelschuldverschreibungen, die im Jahr 2007 an Mitglieder des Vorstands ausgegeben wurden (siehe auch "2002er Mitarbeiter-Wandelschuldverschreibungsprogramm", Abschnitt 18 im Anhang zum Konzernabschluss), und deren potenziellen aktuellen Wert. In 2007 wurden keine Aktienoptionen an den Vorstand ausgegeben.
| beizulegender | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| anzahl der | zeitwert einer | beizulegender | |||||
| wandelschuld | ausübungs | wandelschuld | zeitwert am tag | ||||
| mitglied des | verschrei | preis | tag der | verfalls - | verschreibung | der gewährung | |
| vorstands | bungen | in E | gewährung | termin | in E | in E | |
| Dr. Simon E. Moroney | 5.549 | 55,10 | 15. Jan. 2007 | 31. Dez. 2009 | 13,80 | 76.576 | |
| Dave Lemus | 4.624 | 55,10 | 15. Jan. 2007 | 31. Dez. 2009 | 13,80 | 63.811 | |
| Dr. Marlies Sproll | 3.700 | 55,10 | 15. Jan. 2007 | 31. Dez. 2009 | 13,80 | 51.060 |
AKTIENOPTIONSPROGRAMME
Das laufende 2002er Aktienoptionsprogramm sieht die Ausgabe von nicht übertragbaren Optionsrechten an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an den Vorstand vor. Die Optionsrechte haben eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Daneben unterliegen sie ab dem Tag der Gewährung einer Sperrfrist von zwei Jahren, nach deren Ablauf der Halter der Optionsrechte diese bis zur ausübbaren Anzahl ausüben kann, vorausgesetzt, der Wert der zu Grunde liegenden Aktie lag an einem Handelstag vor der Ausübung um mindestens 20 % höher als der Börsenkurs am Tag der Gewährung.
WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGSPROGRAMME
Das laufende Wandelschuldverschreibungsprogramm von 2003 sieht die Ausgabe unverzinslicher Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von jeweils 1,00 w an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an den Vorstand vor. Die Berechtigten dürfen die Wandlungsrechte erst nach Ablauf einer Wartefrist von einem Jahr nach dem Tag der Gewährung ausüben. Jede Wandelschuldverschreibung im Nennwert von 1,00 w berechtigt bei Entrichtung des Wandlungspreises zum Tausch in eine nennwertlose Stammaktie der Gesellschaft. Daneben unterliegt die Ausübung der Wandelschuldverschreibungen der Bedingung, dass der Kurs der zu Grunde liegenden Aktie an einem Handelstag vor der Ausübung um mindestens 10 % höher lag als der Börsenkurs am Tag der Gewährung.
Eine eingehendere Beschreibung der laufenden Aktienoptions- und Wandelschuldverschreibungsprogramme fi ndet sich in den Abschnitten 18 und 19 im Anhang zum Konzernabschluss.
ANGABEN GEMÄSS WERTPAPIERERWERBS- UND ÜBERNAHMEGESETZ
Die nachfolgenden Angaben werden in Übereinstimmung mit § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) gegeben.
ZUSAMMENSETZUNG DES AKTIENKAPITALS
Am 31. Dezember 2007 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 22.160.259,00 w, eingeteilt in 7.386.753 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Aktien. Mit Ausnahme von 26.732 eigenen Aktien handelt es sich ausnahmslos um stimmberechtigte Stammaktien. Dem Vorstand sind keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Stimm- oder Übertragungsrechte der Aktien bekannt. Dies bezieht sich auch auf Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben können. Der Gesellschaft sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen an ihrem Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte übersteigen, gemäß § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gemeldet worden. Es gibt keine Inhaber mit Sonderrechten oder einer sonstigen Stimmrechtskontrolle.
KAPITALANTEILE VON ÜBER 10 % DER STIMMRECHTE
Es gibt keine direkte Kapitalbeteiligung an der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte übersteigt.
ERMÄCHTIGUNG DES VORSTANDS ZUR AUSGABE VON AKTIEN
Gemäß § 6 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, wobei der Aufsichtsrat die genaue Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen oder mehrere stellvertretende Vorsitzende des Vorstands ernennen. Gemäß § 20 der Satzung bedürfen Satzungsänderungen einer Mehrheit von mehr als 50 % des auf der Hauptversammlung vertretenen stimmberechtigten Aktienkapitals, sofern nicht eine abweichende Mehrheit gesetzlich vorgeschrieben wird.
Die Aktionäre haben dem Vorstand die nachfolgenden Befugnisse zur Ausgabe neuer Aktien oder Wandelschuldverschreibungen oder zum Rückkauf eigener Aktien erteilt:
- a) Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um bis zu 7.481.307 w durch Ausgabe von bis zu 2.493.769 neuen und auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist berechtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre unter folgenden Bedingungen auszuschließen:
- i) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit dies zur Vermeidung von Spitzenbeträgen erforderlich ist; oder
- ii) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, soweit die neuen Aktien zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Patenten, Lizenzen oder anderen gewerblichen Schutzrechten oder einer einen Betrieb bildenden Gesamtheit von Wirtschaftsgütern; oder
- iii) im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit die neuen Aktien im Zuge einer Börseneinführung an einer Wertpapierbörse platziert werden.
- b) Gemäß § 5 Abs. 6 b der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 5.488.686 w, eingeteilt in bis zu 1.829.562 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital III). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als (i) die Inhaber von Optionen und/oder Wandelschuldverschreibungen von bis zum 30. April 2011 durch die Gesellschaft gemäß Hauptversammlungsbeschluss begebenen Options- und/oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder (ii) die Inhaber ihre Pfl icht zur Wandlung erfüllen. Das gleiche trifft für Inhaber von Optionen und/oder Wandelschuldverschreibungen zu, die von in- oder ausländischen 100 %igen Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft begeben wurden.
- c) Des Weiteren gibt es ein Bedingtes Kapital I in Höhe von bis zu 39.285 w (§ 5 Abs. 4 der Satzung), ein Bedingtes Kapital II in Höhe von bis zu 643.425 w (§ 5 Abs. 6 a der Satzung), ein Bedingtes Kapital IV in Höhe von bis zu 1.364.532 w (§ 5 Abs. 6 c der Satzung) und ein Bedingtes Kapital V in Höhe von bis zu 1.011.861 w (§ 5 Abs. 6 d der Satzung). Diese bedingten Kapitalia dienen der Ausgabe von Options- und Wandlungsrechten an Mitglieder des Vorstands und an Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Beteiligungsgesellschaften.
ERMÄCHTIGUNG DES VORSTANDS ZUM RÜCKKAUF VON AKTIEN
d) Gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung 2007 ist die Gesellschaft bis zum 31. Oktober 2008 dazu ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach freiem Ermessen des Vorstands entweder als Kauf über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots. Die erworbenen eigenen Aktien können wie folgt verwendet werden:
- i) mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Einziehung; oder
- ii) zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder einer Beteiligungsgesellschaft eingeräumt wurden; oder
- iii) als Akquisitionswährung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, betrieblichen Vermögenswerten, gewerblichen Schutzrechten oder Lizenzen.
BESTIMMUNGEN IM FALLE EINES EIGENTÜMERWECHSELS
WESENTLICHE KONDITIONIERTE VERTRÄGE
MorphoSys hat seine ursprüngliche Vereinbarung aus dem Jahr 2004 mit der Novartis Pharma AG auf dem Gebiet der pharmazeutischen Forschung erweitert. In bestimmten Fällen eines Eigentümerwechsels im Zusammenhang mit bestimmten Unternehmen, ist Novartis Pharma AG berechtigt aber nicht verpfl ichtet, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, unter anderem auch die teilweise oder vollständige Kündigung der Kooperationsvereinbarung.
Als Kontrollwechsel gilt das Halten von 30 % oder mehr der Stimmrechte an der Gesellschaft – auch im Wege der Stimmrechtszurechnung – im Sinne der §§ 29 und 30 des Wertpapiererwerbsund Übernahmegesetzes (WpÜG). Die Kündigung der Kooperationsvereinbarung durch die Novartis Pharma AG, könnte sich in erheblichem Maße nachteilig auf die zukünftige Liquidität der Gesellschaft auswirken.
VORKEHRUNGEN FÜR MITGLIEDER DES VORSTANDS FÜR DEN FALL EINES EIGENTÜMERWECHSELS Nach einem Eigentümerwechsel ("Change of Control") können Vorstandsmitglieder ihre Anstellungsverträge außerordentlich kündigen und die ausstehende Festvergütung bis zum Ende der Vertragslaufzeit oder eine zweifache Jahresvergütung – je nachdem, welcher Betrag höher ist – verlangen. Des Weiteren gelten in einem solchen Fall alle gewährten Optionen und Wandelschuldverschreibungen als mit sofortiger Wirkung ausübbar. Letzteres trifft auch für einen Teil der Abteilungsleiter zu, denen Optionen oder Wandlungsrechte gewährt wurden.
RISIKEN UND CHANCEN
RISIKOMANAGEMENT UND CONTROLLING
In Übereinstimmung mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hat MorphoSys über alle Funktionen und Abläufe hinweg ein umfassendes und effi zientes System eingerichtet, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, zu übermitteln und zu bewältigen. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betriebliche Verluste mit geeigneten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten und Existenz gefährdende Risiken zu vermeiden. Auf Konzernebene erfolgen regelmäßige Risikoanalysen auf allen funktionalen Ebenen der Gesellschaft einschließlich Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie in unseren Beteiligungsgesellschaften im Ausland. Zweimal jährlich überprüfen alle Mitglieder des Senior Managements die möglichen Risiken in
ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen. Alle identifi zierten Risiken werden quantifi ziert und signifi kante Risiken werden direkt an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Unvorhergesehene Risiken werden sofort weitergeleitet.
RISIKEN
Die MorphoSys AG ist ein weltweit aktives Unternehmen, dessen unternehmerische Tätigkeit mit verschiedenen Risiken behaftet ist, die viele Geschäftsfunktionen betreffen können. Jedes dieser Risiken könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MorphoSys haben.
ALLGEMEINE RISIKEN
MorphoSys ist den typischen Branchen- und Marktrisiken ausgesetzt, die mit der Entwicklung von vollständig humanen Antikörpern für den Gebrauch in Forschung, Diagnostik und Therapie einhergehen. Es ist bekannt, dass die Entwicklung von Medikamenten unter Inkaufnahme hoher Ausfallraten 10 bis 15 Jahre erfordert. MorphoSys minimiert diese Risiken, indem das Unternehmen seine Produkte zusammen mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen entwickelt, die für die klinische Entwicklung und die anschließende Vermarktung verantwortlich sind. Es besteht generell die Gefahr, dass keines der Antikörperprodukte aus der gegenwärtigen Antikörperpipeline von MorphoSys erfolgreich entwickelt werden kann. In seinem zweiten Geschäftssegment stellt der MorphoSys-Konzern Antikörper für Forschung und Diagnostik her. Hier besteht die Gefahr, dass diese Produkte nicht den Anforderungen der Kunden genügen oder andere Produkte günstiger angeboten werden.
RISIKEN DER PRODUKTENT WICKLUNG
MorphoSys entwickelt therapeutische Antikörper für seine kommerziellen Partner und zunehmend auch für eigene Rechnung. Daher umfasst die Produktpipeline von MorphoSys Entwicklungsprogramme für therapeutische Antikörper, die die Gesellschaft entweder gemeinsam mit Partnern oder in Eigenregie durchführt. Diese Programme können aufgrund zahlreicher Risiken, die in der Natur der Entwicklung von medizinischen Wirkstoffen liegen, scheitern. Produktkandidaten erfordern präklinische Studien und eine klinische Erprobung am Menschen sowie eine behördliche Zulassung für die anschließende Vermarktung. Bislang hat keiner der Lizenznehmer oder Kooperationspartner von MorphoSys ein Produkt auf den Markt gebracht, das auf der HuCAL-Technologie der Gesellschaft beruht, und es wird nicht davon ausgegangen, dass auf HuCAL beruhende Produkte in den nächsten Jahren die Marktreife erlangen werden. Zudem hat bislang keiner der HuCAL-basierten Produktkandidaten alle Phasen der klinischen Erprobung und das behördliche Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Präklinische Studien und die Studien der nachfolgenden Phase 1 erlauben keine Vorhersage, geben keinerlei Gewähr hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit am Menschen und lassen nicht ohne weiteres Rückschlüsse auf die möglichen Ergebnisse der entscheidenden klinischen Erprobung am Menschen zu.
AKQUISITIONSRISIKEN
In den Jahren 2005 und 2006 erwarb MorphoSys die Biogenesis-Gruppe und die Serotec-Gruppe, wodurch die Gesellschaft Zugang zu neuen Absatzwegen und Vertriebskanälen erlangte. In der Zukunft könnte MorphoSys weitere Unternehmen oder Technologien erwerben, um seinen Marktanteil zu erhöhen und bestehendes Geschäft zu ergänzen. Der Erwerb von Unternehmen kann MorphoSys Risiken aussetzen, die mit der Integration der neuen Technologien, Geschäftseinheiten und Standorte sowie des Personals verbunden sind, sowie dem Risiko, dass den Anschaffungskosten nicht entsprechende Umsätze gegenübergestellt werden können, dass Eigenkapitalinstrumente ausgegeben werden und dies zu einer Verwässerung führt, dass das gute Verhältnis zu den Angestellten und den Kunden nicht aufrecht erhalten werden kann und dass zusätzliche Kosten in Form zukünftiger Abschreibungen oder Wertminderungen von erworbenen immateriellen Vermögenswerten oder möglichen Geschäften anfallen. Falls sich mit den hier genannten Risiken nicht auseinander gesetzt wird, könnte dies dazu führen, dass das Unternehmen den erwarteten Nutzen der Akquisitionen nicht in einem angemessen Zeitrahmen realisieren kann.
RISIKEN AUS WETTBEWERB UND TECHNOLOGIEWANDEL
Das unternehmerische Umfeld von MorphoSys ist von einem raschen technologischen Wandel, Innovationen sowie einem intensiven Wettbewerb geprägt. Zu den Wettbewerbern von MorphoSys zählen etablierte Pharma-, Chemie- und Biotechnologieunternehmen, die über vergleichsweise größere fi nanzielle und technische Ressourcen wie auch größere Ressourcen in den Bereichen F&E, Personal sowie Marketing und Vertrieb verfügen. Sie haben auch erheblich mehr Erfahrung auf den Gebieten Entwicklung, Herstellung, Marketing und bei der Unterstützung von neuen Technologien und Produkten. Darüber hinaus sind verschiedene Forschungs- und wissenschaftliche Institute in ähnlichen Bereichen wie MorphoSys tätig.
Es gibt keine Garantie dafür, dass Wettbewerber der Gesellschaft sich nicht momentan oder in der Zukunft mit der Entwicklung von Technologien und Produkten befassen, die gleichwertig oder effektiver sind, günstigere Nebeneffekt-Profi le aufweisen und/oder wirtschaftlicher sind als irgendeine derzeitige oder künftige Technologie oder ein Produkt von MorphoSys. Medikamente von Wettbewerbern könnten schnellere oder größere Marktakzeptanz gewinnen als Medikamente der Gesellschaft. Medizinischer Fortschritt oder rasche technologische Entwicklung der Wettbewerber könnten bewirken, dass Medikamentenkandidaten der Gesellschaft nicht mehr wettbewerbsfähig oder veraltet sind, bevor die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Vermarktungskosten zu erwirtschaften. Sollten sich die Gesellschaft oder ihre Medikamentenkandidaten im Wettbewerb nicht behaupten, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft haben.
Das erste in den Markt eingeführte Pharmaprodukt genießt in der Regel einen erheblichen Vorteil gegenüber später eingeführten Produkten, vor allem deshalb, weil spätere Marktteilnehmer die besseren Eigenschaften ihrer Produkte im Vergleich zu bereits eingeführten Produkten nachweisen müssen. MorphoSys arbeitet unter dem Risiko, dass sich von seinen Wettbewerbern entwickelte Technologien und Produkte als sicherer, kostengünstiger und effektiver herausstellen als seine eigenen. Zudem besteht das Risiko, dass mithilfe dieser Technologien Produkte hergestellt werden, die früher auf den Markt kommen und erfolgreicher sein könnten als die von MorphoSys entwickelten.
PRODUKTRISIKEN
Die Vermarktung und der Verkauf von Antikörperprodukten und -dienstleistungen für bestimmte Anwendungen sind einem möglichen Produkthaftungsrisiko ausgesetzt. Die Gesellschaft kann nicht davon ausgehen, dass in Zukunft keine Produkthaftungsklagen gegen sie vorgebracht werden. MorphoSys verfügt gegenwärtig über eine Produkthaftpfl ichtversicherung; es gibt jedoch keinerlei Gewähr, dass dieser Versicherungsschutz zu vertretbaren Kosten und akzeptablen Konditionen aufrecht erhalten werden kann oder dass er ausreicht, um MorphoSys gegen eine Klage oder einen Verlust oder gegen alle möglichen Klagen oder Verluste zu schützen.
MorphoSys ist dem Risiko von Produkthaftungsklagen ausgesetzt, das klinischen Erprobungen eigen ist, und könnte im Zusammenhang mit der klinischen Erprobung von Medikamenten kandidaten am Menschen möglicherweise Klagen ausgesetzt sein. Da das Unternehmen bislang noch kein pharmazeutisches Produkt vermarktet, verfügt es für seine klinischen Erprobungen lediglich über eine Probandenversicherung.
Darüber hinaus könnten Produkthaftungsklagen erhebliche fi nanzielle Mittel und Managementkapazitäten binden, dem Ansehen des Unternehmens abträglich sein, falls der Markt dessen Medikamentenkandidaten infolge unerwarteter Nebeneffekte als unsicher oder unwirksam erachtet, und die künftige Entwicklung oder Vermarktung von Medikamenten oder Medikamentenkandidaten des Unternehmens einschränken oder verhindern.
ABHÄNGIGKEIT VON GESUNDHEITSVORSORGE UND AUSGABEN DER PHARMAINDUSTRIE MorphoSys ist abhängig von verschiedenen Einnahmequellen, insbesondere von Gebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen von Lizenznehmern und Kooperationspartnern, von der Verfassung der öffentlichen Haushalte und der Finanzmärkte, von Regierungen und staatlichen Gesundheitsbehörden, von Forschungsinstituten, privaten Krankenversicherern und anderen Organisationen. Ein Teil der von MorphoSys erwirtschafteten Umsatzerlöse stammt aus der Zusammenarbeit mit Partnern unter anderem aus der Pharmabranche. Viele Kooperationsund/oder Auslizenzierungsverträge sehen Meilensteinzahlungen und Gebühren vor, die bei Erfüllung bestimmter Kriterien fällig werden. MorphoSys hat keinen Einfl uss darauf, ob seine Kooperationspartner oder Lizenznehmer diese Meilensteine erreichen oder ob auf seiner Technologie basierende Produkte von seinen Partnern überhaupt weiterentwickelt werden. Darüber hinaus könnten Pharmaunternehmen eher versuchen, Produkte einzulizenzieren, die sich wie beispielsweise Phase-2-Präparate bereits in einem relativ fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befi nden, im Gegensatz zu weniger weit entwickelten Produktkandidaten im präklinischen Stadium. Als Folge könnten Produkte aus der Pipeline von MorphoSys noch für gewisse Zeit ein nicht genügend fortgeschrittenes Entwicklungsstadium aufweisen, um für diese Pharmaunternehmen von Interesse zu sein. Das Unternehmen kann daher keine Gewähr dafür geben, dass aus seinen bestehenden Partnerschaften fortlaufend Umsatzerlöse erzielt werden.
RISIKEN IN VERBINDUNG MIT GEISTIGEM EIGENTUM
MorphoSys war in der Vergangenheit Beteiligter in Gerichtsverfahren in Deutschland oder im Ausland – auch in den USA –, die durch die Gesellschaft selbst eingereichte oder gegen sie erhobene Klagen wegen angeblicher Lizenz- oder Patentverletzungen im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs zum Gegenstand hatten. Nach der Beilegung des Patentstreits mit Applied
Molecular Evolution/Eli Lilly im September 2005 sind derzeit keine signifi kanten Patentstreitigkeiten anhängig. Allerdings sind die Gebiete der rekombinanten Antikörperbibliotheken und der Phagen-Display-Technologie, auf denen sich die Gesellschaft betätigt, relativ neu, und die Frage des geistigen Eigentums der verschiedenen beteiligten Parteien ist komplex und prozessanfällig. Daher kann MorphoSys keine Garantie dafür übernehmen, dass keine weiteren Patentklagen durch Unternehmen eingereicht werden, die erteilte Patente oder solche besitzen, die gegenwärtig noch nicht erteilt sind bzw. von denen die Gesellschaft gegenwärtig keine Kenntnis hat. Jedes eingeleitete Verfahren, das zu Ungunsten von MorphoSys entschieden wird, könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf dessen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
FINANZIERUNGSRISIKEN
MorphoSys wird auch zukünftig einen erheblichen Kapitalbedarf haben. Der Kapitalbedarf wird von vielen Faktoren abhängen, unter anderem von der Fähigkeit der Gesellschaft, Lizenznehmer zu fi nden und Ertrag bringende Kooperationen zu schließen sowie von dem Erfolg solcher Kooperationen in Bezug auf Umsatzerlöse (zum Beispiel aus Lizenzgebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen). Die Kosten der präklinischen Studien für Produkte und Technologien von MorphoSys und die Kosten der Patentanmeldung sowie der Verteidigung und Durchsetzung von Patentrechten könnten die Erträge aus diesen Produkten übersteigen. Die Gesellschaft könnte in künftigen Jahren auch in die Lage kommen, weitere Finanzmittel aufnehmen zu müssen; sie kann jedoch keine Gewähr dafür übernehmen, dass ihr im Bedarfsfall ausreichende Finanzmittel zu annehmbaren Konditionen oder überhaupt zur Verfügung stehen werden. Sollten ausreichende Finanzmittel nicht oder nicht zu annehmbaren Konditionen zur Verfügung stehen, könnte MorphoSys gezwungen sein, seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Produktion oder Marketing einzuschränken. Jede dieser Entwicklungen könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MorphoSys haben. Für den Fall, dass die Gesellschaft zusätzliches Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien aufnimmt, könnten bestehende Aktionäre möglicherweise eine Verwässerung ihrer Anteile erleiden.
WÄHRUNGS- UND ZINSRISIKEN
Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in Euro erstellt. Ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse und Aufwendungen fällt in anderen Währungen als dem Euro an. Wenngleich der Euro die vorherrschende Währung darstellt, könnten andere Währungen, insbesondere der US-Dollar und das britische Pfund sowie in geringerem Maße der Schweizer Franken und der japanische Yen, Wechselkursschwankungen gegenüber dem Euro ausgesetzt sein und folglich das Finanzergebnis beeinfl ussen. MorphoSys prüft im Jahresverlauf die Notwendigkeit von Kurssicherungsgeschäften zur Minimierung des Währungsrisikos und versucht, diesem Risiko durch ein Kurssicherungsprogramm im erforderlichen Umfang zu begegnen.
Die Zinserträge der zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswerte der Gesellschaft unterliegen der Veränderung der jeweiligen Marktzinssätze. Die Gesellschaft verfolgt eine Anlagestrategie, nach der alle Finanzanlagen mindestens über ein Investment-Grade-Rating (BBB+) verfügen müssen. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere
werden grundsätzlich bei drei renommierten Finanzinstituten in Deutschland gehalten. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, und deren Bonität und kann derzeit kein Risiko der Nichterfüllung erkennen.
ABHÄNGIGKEIT VON WICHTIGEN MITARBEITERN
MorphoSys hatte bisher keinerlei Schwierigkeiten, Führungskräfte oder wissenschaftliche Mitarbeiter einzustellen oder zu halten. Die Fähigkeit, jederzeit qualifi ziertes Fachpersonal zu gewinnen und zu halten, ist für den Unternehmenserfolg von entscheidender Bedeutung. Vor dem Hintergrund des heftigen Wettbewerbs um erfahrene Wissenschaftler zwischen einer Reihe von Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie wissenschaftlichen und anderen Forschungsinstituten kann es keine Gewähr geben, dass MorphoSys künftig in der Lage sein wird, das benötigte Personal zu vertretbaren Konditionen einzustellen und zu halten. Für geplante geschäftliche Aktivitäten wird ebenfalls zusätzliches Personal mit Expertise auf unterschiedlichen Gebieten, unter anderem mit Managementerfahrung, erforderlich werden. Sollte die Gesellschaft nicht in der Lage sein, dieses Personal einzustellen oder die erforderliche Expertise intern selbst aufzubauen, könnte dies erhebliche nachteilige Auswirkungen auf ihre operative Tätigkeit haben.
SONSTIGE RISIKEN
Über die genannten Risiken hinaus überwacht MorphoSys ständig die Einhaltung der anzuwendenden Vorschriften für Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie der betrieblichen Richtlinien wie auch aller übrigen zu beachtenden Gesetzes- und Branchenvorschriften. MorphoSys hat Vorkehrungen getroffen um sicherzustellen, dass alle diese Vorschriften an jedem seiner Standorte eingehalten werden. Um die vielfältigen Rahmenbedingungen in den Bereichen Steuer-, Gesellschafts-, Arbeits- und Wettbewerbsrecht, geistiges Eigentum und sonstiges Recht auf ein Minimum zu reduzieren, fällt die Unternehmensleitung ihre Entscheidungen und formuliert ihre Richtlinien und Arbeitsabläufe nach Beratung mit externen und internen Experten. Neben den hier beschriebenen Risiken könnte es andere Risiken geben, die MorphoSys entweder als unbedeutend einschätzt oder von denen MorphoSys zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Geschäftsberichts keine Kenntnis hat.
ALLGEMEINE EINSCHÄTZUNG DER RISIKOSITUATION
Der Vorstand von MorphoSys analysiert fortlaufend mögliche Risiken, die sich teilweise oder vollständig der Kontrolle des Unternehmens entziehen wie beispielsweise die allgemeine Entwicklung von nationalen Ökonomien und der Weltwirtschaft. Potenzielle Risiken betreffen auch Faktoren, auf die das Unternehmen einwirken kann. Hierzu zählen operative Risiken, die im Rahmen des Risikomanagementsystems frühzeitig erkannt und analysiert werden können. Erforderlichenfalls können Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Nach heutigem Kenntnisstand stehen die wesentlichsten Risiken im Zusammenhang mit wichtigen Verträgen sowie dem Unternehmenserfolg bedeutender Kunden.
CHANCEN
Dank seiner international ausgerichteten Strategie verfügt MorphoSys für die kommenden Jahre über gute Wachstumsaussichten. Durch die Ausweitung seiner Expertise bei der Herstellung, Charakterisierung, Produktion und klinischen Entwicklung von therapeutischen Antikörpern kann MorphoSys sein Profi l im Bereich der Gesundheitsvorsorge systematisch schärfen. Daneben bemüht sich das Segment AbD um eine Erhöhung seines Marktanteils bei Forschungsund diagnostischen Antikörpern. MorphoSys ist zuversichtlich, dass der Forschungsmarkt als Ganzes gesehen reif für einen technologischen Wandel ist und die tierbasierten Methoden mittel- bis langfristig durch in-vitro-Ansätze wie die HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys ersetzt werden.
ALLGEMEINE AUSSAGE ZU DEN CHANCEN
Der wachsenden Nachfrage in der Gesundheitsvorsorge nach neuen Behandlungsmöglichkeiten wird nicht allein mit der Anwendung bestehender Therapieformen Rechnung getragen, sondern auch durch neue Therapien. Diese leiten sich aus dem verbesserten Verständnis der biologischen Abläufe von Krankheiten und der Anwendung neuer Technologien ab. Innovative neue Produkte wie beispielsweise humane Antikörper sind in den letzten Jahren auf den Markt gekommen, die therapeutische Ansätze verändern und die Lebensqualität von Patienten verbessern. Ferner verstärken infolge des starken Wettbewerbs unter den Generikaunternehmen fast alle Pharmaunternehmen ihr Engagement im Bereich biotechnologisch entwickelter Medikamente wie humane Antikörper. Therapieformen auf der Basis biologischer Wirkstoffe sind weniger dem Wettbewerb durch Generika ausgesetzt wie z. B. kleine Moleküle, da die Herstellung dieser Wirkstoffe weitaus komplexer ist. Um die Entwicklungspipeline zu füllen, engagieren sich alle bedeutenden Pharmaunternehmen in biologischen Therapien. Daher sind die Nachfrage nach Antikörpern und das Interesse der Industrie an dieser Medikamentenklasse in den letzten 12 bis 24 Monaten enorm gestiegen, was seinen deutlichen Widerhall in verschiedenen Akquisitionen und bedeutenden Lizenzvereinbarungen auf diesem Gebiet fi ndet. Aber nicht allein die Verwendung von Antikörpern in der Therapie, sondern auch für Forschungszwecke und diagnostische Anwendungen bedeutet künftige Wachstumschancen für MorphoSys.
MARKTCHANCEN
MorphoSys ist der Ansicht, dass seine Antikörper-Plattform HuCAL in der Lage ist, Produkte, die auf einen erheblichen medizinischen Bedarf zielen und gleichzeitig neue Forschungswerkzeuge darstellen, möglicherweise preiswerter und schneller herzustellen.
THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER
MorphoSys hat sich als einer der führenden Anbieter von vollständig humanen therapeutischen Antikörpern etabliert. Im Verlauf der vergangenen drei Jahre schwächte sich die Wettbewerbsintensität im Bereich Antikörper durch die Übernahme mehrerer Wettbewerber deutlich ab. Nur wenige Unternehmen bieten Technologien zur Entwicklung vollständig humaner Antikörper. In den letzten Jahren hat MorphoSys ein starkes internationales Patentportfolio aufgebaut und damit die Möglichkeit bewahrt, seine Technologien weltweit einzusetzen und zu vermarkten.
Durch die Zusammenarbeit mit einer Reihe von Unternehmen bei der Medikamentenentwicklung konnte MorphoSys sein Risikoprofi l deutlich senken. Mit seinen derzeit laufenden mehr als 50 Entwicklungsprogrammen für therapeutische Antikörper, die zusammen mit Partnern betrieben werden, sind die Chancen für MorphoSys sehr viel größer, fi nanziell an der Vermarktung eines Medikaments oder mehrerer Medikamente zu partizipieren, als wenn sich die Gesellschaft auf einzelne Entwicklungsprogramme konzentrieren würde. Ende 2007 hat MorphoSys eine umfangreiche strategische Allianz mit Novartis vereinbart, die dem Unternehmen für die kommenden zehn Jahre vertraglich vereinbarte Zahlungen zusichert. Im Rahmen der Kooperation hat MorphoSys Mitentwicklungssoptionen mit der Möglichkeit, neue Antikörpertherapeutika zusammen mit einem erfahrenen Pharmapartner zu entwickeln. Die vertraglich zugesicherten Zahlungen erlauben MorphoSys, seine Investitionen in die Entwicklung eigener Medikamente zu erhöhen.
Durch die Einlizenzierung neuer Zielmoleküle beabsichtigt das Unternehmen, seine fi rmeneigene Pipeline zu erweitern und zu verbessern. Durch die Auslizenzierung nach dem Nachweis der klinischen Wirksamkeit im Menschen wird MorphoSys mit Unternehmen zusammenarbeiten, die über Erfahrung in der Spätphase der klinischen Entwicklung und der anschließenden Vermarktung verfügen. Durch die Fortführung seiner internen Programme MOR103 und MOR202 ohne Partner werden dem Unternehmen die besseren fi nanziellen Konditionen zu dem Zeitpunkt zugute kommen, zu dem eine Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung vereinbart wird.
FORSCHUNGSANTIKÖRPER
Durch die Akquisitionen von Biogenesis und Serotec hat sich MorphoSys in der Gruppe der 20 weltweit führenden Anbieter von Antikörpern und Antikörpertechnologien für Forschung und Diagnostik etabliert. AbD Serotec hat sich eine starke Basis erarbeitet, von der aus sie HuCAL-Antikörper im Forschungs- und Diagnostikmarkt vertreibt. Diese Märkte wurden in der Vergangenheit ausschließlich mit Antikörpern versorgt, die von Tieren stammten. MorphoSys beabsichtigt, sich bei der Antikörperherstellung an die Spitze des technologischen Wandels hin zu neuen in-vitro-Technologien zu setzen. Im Gegensatz zu tierbasierten Methoden bieten in-vitro-Technologien wie die HuCAL-Bibliothek bei der Antikörperherstellung Vorteile im Hinblick auf Geschwindigkeit, Durchsatz und Flexibilität. Aus der gegenwärtigen Position eines führenden Anbieters auf dem europäischen Markt heraus rechnet das Unternehmen damit, sich in diesem Segment auch auf dem Weltmarkt zu einem der führenden Anbieter zu entwickeln.
AKQUISITIONSCHANCEN
MorphoSys hat in der Vergangenheit seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, das Unternehmenswachstum duch Akquisitionen zu beschleunigen. Das Unternehmen wird möglicherweise auch in der Zukunft eine Akquisitionsstrategie nutzen, um seinen Marktanteil weiter auszubauen, sich Zugang zu Patenten und Lizenzen für die eigene Technologie- und Produktentwicklung zu sichern oder um andere wichtige Unternehmenswerte zu erwerben.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Am 16. Januar 2008 hat MorphoSys bekannt gegeben, dass das menschliche Zytokin GM-GSF das Zielmolekül seines fi rmeneigenen Antikörperprogramms MOR103 zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis (RA) ist. Mit MOR103 entwickelt MorphoSys in der klinischen Erprobung den ersten vollständig humanen therapeutischen Antikörper gegen dieses Zielmolekül, der eine neuartige Nicht-TNF-Behandlungsmethode für RA-Patienten darstellt.
Zwischen dem Abschlussstichtag zum 31. Dezember 2007 und dem Fertigstellungsdatum dieses Lageberichts am 11. Februar 2008 haben sich nach Kenntnis der Gesellschaft keine weiteren Ereignisse von Bedeutung ergeben.
AUSBLICK UND PROGNOSE
MorphoSys ist eines der weltweit führenden Biotechnologieunternehmen im Bereich der vollständig humanen Antikörper und beabsichtigt, seine Position in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, die fi rmeneigene Antikörperpipeline weiterentwickeln zu können und sich verstärkt auf die wertorientierte Entwicklung eigener Wirkstoffe auf der Basis der HuCAL-Technologie zu konzentrieren. Darüber hinaus beabsichtigt MorphoSys, seinen Marktanteil auf den Gebieten der Forschung und Diagnostik zu steigern.
STRATEGISCHER AUSBLICK
Auf der Basis der aktuellen Planung wird MorphoSys auch zukünftig sein Geschäft in zwei operativen Geschäftssegmenten führen.
In dem Segment Therapeutische Antikörper wird MorphoSys auch künftig bestehende Geschäftspartner mit therapeutischen Antikörperkandidaten beliefern. Die mit Partnern betriebene Pipeline für Therapeutika soll weiter reifen und in den kommenden Jahren wachsen, wobei sich die Ausfallrate aufgrund des fortschreitenden Stadiums der Entwicklungsprogramme erhöhen könnte. Nach der Unterzeichnung der strategischen Allianz mit Novartis beabsichtigt MorphoSys, keine weiteren Kooperationen mit Pharma- oder Biotechnologieunternehmen auf Honorarbasis einzugehen.
In den nächsten Jahren wird MorphoSys seine Anstrengungen bei der Entwicklung fi rmeneigener Antikörper erhöhen. Das erweiterte Abkommen mit Novartis sichert dem Unternehmen für das nächste Jahrzehnt vertraglich zugesicherte Zahlungen und erlaubt MorphoSys, seine Investitionen in die Entwicklung eigener Medikamente zu steigern. Im Rahmen der Allianz mit
Novartis kann sich MorphoSys für die gemeinsame Entwicklung in bestimmten Programmen entscheiden (co-development), wobei ein Teil der zu Beginn anfallenden Kosten von Novartis getragen wird. Ferner kann MorphoSys sowohl mit anderen Biotechnologie- oder Pharmaunternehmen als auch mit Novartis gemeinsame Entwicklungsprojekte für HuCAL-Antikörper starten.
Es wird erwartet, dass das AbD-Segment zukünftig ähnliche Wachstumsraten wie in den Vorjahren aufweisen wird. Die wesentlichen organischen Wachstumstreiber werden in diesem Segment die Produktvermarktung über das Internet mit ausgeklügeltem technischem Service und Kundendienst sowie eine Ausweitung des Produkt- und Leistungsangebots sein.
KÜNFTIGE KONJUNKTURENTWICKLUNG
Als Folge der US-Immobilienkrise sowie des globalen Anstiegs von Zinsen und Ölpreis hat sich die Gefahr für eine Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums erhöht. Nach Angaben der OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) wird sich das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamen. Für Deutschland wird erwartet, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung mit Wachstumsraten von 2,1 % in 2008 und 1,6 % im Jahr 2009 fortsetzen wird.
KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DES GESUNDHEITSSEKTORS
In den kommenden Jahren werden mehr als drei Dutzend Blockbuster-Produkte ihren Patentschutz verlieren. Es wird erwartet, dass die führenden Unternehmen in den Jahren 2007 bis 2012 Umsätze in Höhe von rund 67 Mrd. US \$ durch konkurrierende Generika verlieren werden. Diese Entwicklung wird durch eine abnehmende Produktivität von Forschung und Entwicklung weiter verstärkt. Im Zeitraum 2002 bis 2006 hat die Branche 43 % weniger Medikamente auf den Markt gebracht als in den letzten fünf Jahren der 1990er Jahre – und dies trotz mehr als doppelt so hoher F&E-Ausgaben. Auf der Biotechnologie beruhende neue Arzneimittel sind durch die geringere Konkurrenz durch Nachahmerpräparate (Generika) sehr attraktiv. Gegenwärtig gibt es in den USA keinen defi nierten behördlichen Zulassungsweg für biotechnologisch hergestellte Generika. Aus diesem Grund werden Biotechnologieunternehmen und biotechnologisch hergestellte Medikamente interessante Zielobjekte für Kooperationen oder Übernahmen bleiben.
KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen sich die Geschäftsentwicklung von MorphoSys hauptsächlich auf neue Kooperationen auf Honorarbasis für seine HuCAL-Technologie konzentrierte, wird sich MorphoSys nun mehr auf die Einlizenzierung von Entwicklungsprogrammen für neue Antikörper wie auch auf die künftige Lizenzvergabe für fi rmeneigene Arzneimittelprogramme nach dem klinischen Wirksamkeitsnachweis fokussieren.
Das Segment AbD wird verstärkt sein Vertriebsnetz ausbauen, neue Forschungsantikörper einlizenzieren sowie weitere Maßnahmen zur Angebotserweiterung und -verbesserung ergreifen.
KÜNFTIGE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
MorphoSys wird weiterhin in seine fi rmeneigene HuCAL-Technologie investieren und führt derzeit ein mehrjähriges Technologieentwicklungsprogramm durch, das zu einer deutlich erweiterten Version der gegenwärtigen Plattform für die Herstellung von Antikörpern führen wird.
MorphoSys beabsichtigt, im Verlauf des Geschäftsjahres 2008 die Phase-1-Erprobung seines fi rmeneigenen Wirkstoffs MOR103 zum Abschluss zu bringen, woran sich Phase-2-Studien mit Patienten zum Nachweis der klinischen Wirksamkeit beim Menschen anschließen werden. Für MOR202 soll im Jahr 2008 die formale präklinische Entwicklung mit dem Ziel begonnen werden, im Jahr 2009 mit der klinischen Entwicklung zu starten.
KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER FINANZLAGE
Therapeutische Antikörper gehören zu einer fest etablierten und schnell wachsenden Medikamentenklasse, von deren Entwicklung MorphoSys profi tiert. Das Segment Therapeutische Antikörper war in den letzten Jahren hochprofi tabel und erwirtschaftet einen starken operativen Cashfl ow. MorphoSys beabsichtigt, in den kommenden Jahren seine Ausgaben für die Entwicklung eigener Medikamente zu erhöhen. Das Segment AbD hat bereits im Geschäftsjahr 2007 einen positiven Cashfl ow erwirtschaftet und MorphoSys plant, dieses Ergebnis weiter auszubauen und zukünftig einen Betriebsgewinn zu erzielen.
KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGE
Für das Geschäftsjahr 2008 geht MorphoSys von einem Wachstum beim Konzernumsatz von mindestens 15 % im Vergleich zum Jahr 2007 aus. Es wird erwartet, dass die Umsatzaufteilung zwischen den beiden Segmenten im Vergleich zu 2007 weitgehend unverändert bleibt.
Auf der Basis der aktuellen Planungen der Geschäftsleitung werden sich die Aufwendungen in den Jahren 2008 und 2009 erhöhen. Die Herstellungskosten werden im gleichen Verhältnis wie die Umsätze im AbD Segment steigen. In den kommenden Jahren wird MorphoSys seine Investitionen in die eigene Medikamentenentwicklung weiter steigern, um die eigene Medikamentenpipeline inklusive MOR103 und MOR202 weiter voranzutreiben. Die Verwaltungsund Vertriebskosten werden ebenfalls leicht steigen. Auf der Basis der aktuellen Planung wird MorphoSys auch in 2008 und 2009 ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften. Für das Jahr 2008 wird ein im Vergleich zu 2007 steigendes operatives Ergebnis erwartet.
DIVIDENDE
Dividenden dürfen ausschließlich auf der Grundlage des Bilanzgewinns des deutschen Einzelabschlusses der Gesellschaft (nach Abzug bestimmter Rücklagen) beschlossen und ausgeschüttet werden. Dieser Betrag unterscheidet sich aufgrund der Anpassungen des Konzernabschlusses an IFRS von der Summe aus Kapitalrücklage und Bilanzverlust im vorliegenden Konzernabschluss. Obwohl die Gesellschaft in ihrem deutschen Einzelabschluss für das Jahr 2007 ein zu versteuerndes Ergebnis auswies, ergab sich zum 31. Dezember 2007 und 2006 kein Bilanzgewinn für eine Ausschüttung. Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Dividendenausschüttung hängt daher von ihrer zukünftigen Ertragsentwicklung ab.
Das Unternehmen plant, auch in den kommenden Jahren keine Dividende auszuschütten. Alle Gewinne aus der Geschäftsentwicklung sollen wieder investiert werden, um zukünftige Wachstumschancen nutzen zu können.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG
Die Nachfrage nach neuen Behandlungsmöglichkeiten bleibt weiterhin hoch und erlaubt dem Unternehmen, seine therapeutische Antikörperpipeline sowohl innerhalb seiner Partnerschaften als auch in Eigenregie weiter auszubauen. Der Markt für Antikörper zu Forschungszwecken und zur Anwendungen in der Diagnostik erlebt derzeit eine Phase der technologischen und strukturellen Umwälzung. MorphoSys nimmt diese Entwicklung als starken Anreiz, um im Markt aktiv zu bleiben, und als ausgezeichnete Gelegenheit für zukünftiges Wachstum.
Dieser Ausblick zieht alle Faktoren in Betracht, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Finanzberichts bekannt sind und unser Geschäft in 2008 und in der weiteren Zukunft beeinfl ussen könnten, und basiert auf den Annahmen des Managements. Zukünftige Resultate können von den Erwartungen, die im Ausblick beschrieben wurden, abweichen. Die wichtigsten Risiken werden im Risikobericht erläutert.
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Konzernabschluss
konzernabschluss
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
- Konzernbilanz (IFRS)
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung (IFRS)
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung (IFRS)
anhang zum konzernabschluss
- Organisation und wesentliche Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze
- Segmentberichterstattung
- Liquide Mittel
- Finanzanlagen
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- Sonstige Forderungen
- Rechnungsabgrenzung, Steuerforderungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Vorräte
- Sachanlagen
- Immaterielle Vermögenswerte
- Sonstige Vermögenswerte
- Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
- Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
- Unternehmenszusammenschlüsse
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-
Rückstellungen
-
Finanzinstrumente und Risikomanagement
- Eigenkapital
- Wandelschuldverschreibungen
- Aktienoptionen
- Personalaufwand
- Ertragsteuern
- Ergebnis je Aktie
- Mietverpfl ichtungen
- Eventualschulden
- Nahe stehende Unternehmen und Personen
- Corporate Governance
- Forschungs- und Entwicklungsabkommen
- Anlagenspiegel IFRS (Anlage 1)
- Konsolidierungskreis (Anlage 2)
- Erklärung des Vorstands
-
Bestätigungsvermerk
-
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
| anhangs angaben |
2007 | 2006 |
|---|---|---|
| 1r | 61.962.008 | 53.031.172 |
| 2 | 7.947.128 | 7.978.641 |
| 22.237.173 | 17.458.347 | |
| 24.759.882 | 21.418.416 | |
| 54.944.183 | 46.855.404 | |
| 7.017.825 | 6.175.768 | |
| 904.704 | 60.241 | |
| 10.956 | 143.197 | |
| 1.306.036 | (806.924) | |
| 9.217.609 | 5.285.888 | |
| 21 | 2.257.421 | 742.046 |
| 11.475.030 | 6.027.934 | |
| 22 | 1,61 | 0,94 |
| 22 | 1,59 | 0,93 |
| 22 | 7.115.890 | 6.379.046 |
| 22 | 7.211.101 | 6.469.839 |
Konzernbilanz (IFRS)
| anhangs | |||
|---|---|---|---|
| in E | angaben | 2007 | 2006 |
| AKTIVA | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Liquide Mittel | 3, 16 | 48.407.064 | 3.765.320 |
| Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar | 4, 16 | 58.491.852 | 62.260.552 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5, 16 | 9.461.832 | 3.699.386 |
| Steuerforderungen | 7 | 1.023.762 | 199.951 |
| Sonstige Forderungen | 6 | 138.903 | 110.734 |
| Vorräte, netto | 7 | 3.833.208 | 3.511.405 |
| Rechnungsabgrenzung und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
7 | 1.163.521 | 1.897.040 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 12 | 346.330 | 664.108 |
| Kurzfristige Vermögenswerte gesamt | 122.866.472 | 76.108.496 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen, netto | 8 | 4.229.043 | 6.894.112 |
| Patente, netto | 9 | 1.594.749 | 1.950.154 |
| Lizenzen, netto | 9 | 16.430.881 | 7.776.374 |
| Software, netto | 9 | 632.453 | 243.813 |
| Know-how und Kundenstamm, netto | 9 | 3.686.512 | 4.834.289 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9 | 26.953.864 | 27.002.591 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 11 | 1.602.558 | 0 |
| Aktive latente Steuern | 21 | 4.948.435 | 1.455.723 |
| Rechnungsabgrenzung und sonstige Vermögenswerte, | |||
| ohne kurzfristigen Anteil | 7, 10 | 1.767.579 | 1.577.570 |
| Langfristige Vermögenswerte gesamt | 61.846.074 | 51.734.626 | |
| AKTIVA GESAMT | 184.712.546 | 127.843.122 |
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
| anhangs | |||
|---|---|---|---|
| in E | angaben | 2007 | 2006 |
| PASSIVA | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14, 16 | 13.440.778 | 10.455.799 |
| Lizenzverbindlichkeiten | 14, 16 | 131.326 | 126.382 |
| Rückstellungen und Steuerverpfl ichtungen | 15 | 476.548 | 1.082.042 |
| Umsatzabgrenzung, kurzfristiger Anteil | 1r | 15.345.863 | 6.648.107 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt | 29.394.515 | 18.312.330 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Rückstellungen, ohne kurzfristigen Anteil | 15 | 62.763 | 62.763 |
| Umsatzabgrenzung, ohne kurzfristigen Anteil | 1r | 7.049.474 | 6.216.007 |
| Wandelschuldverschreibungen an nahe stehende | |||
| Unternehmen und Personen | 18 | 79.065 | 38.371 |
| Latente Steuerverpfl ichtungen | 21 | 2.589.280 | 3.162.332 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gesamt | 9.780.582 | 9.479.473 | |
| Eigenkapital | 17, 18, 19 | ||
| Grundkapital, 3,00 W Nennwert | |||
| 12.729.785 und 12.729.785 genehmigte Stammaktien in 2007 bzw. 2006 |
|||
| 7.386.753 und 6.715.322 ausgegebene Stammaktien in 2007 bzw. 2006 |
|||
| 7.360.021 und 6.686.160 Stammaktien im Umlauf in 2007 bzw. 2006 |
|||
| Eigene Aktien (26.732 und 29.162 | |||
| in 2007 bzw. 2006) zu Anschaffungskosten | 22.150.448 | 20.135.263 | |
| Kapitalrücklage | 155.376.343 | 123.878.001 | |
| Rücklagen | 1.858.910 | 1.359.948 | |
| Bilanzverlust | – 33.848.252 | – 45.321.893 | |
| Eigenkapital gesamt | 145.537.449 | 100.051.319 | |
| PASSIVA GESAMT | 184.712.546 | 127.843.122 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung (IFRS)
| grundkapital | |||
|---|---|---|---|
| aktien | R | ||
| STAND AM 01. JANUAR 2006 | 6.025.863 | 18.077.589 | |
| Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen |
0 | 0 | |
| Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Optionen und Wandelschuldverschreibungen |
96.561 | 289.683 | |
| Sachkapitalerhöhung, nach Ausgabekosten von 32.060 W | 208.560 | 625.680 | |
| Kapitalerhöhung, nach Ausgabekosten 472.884 W | 384.338 | 1.153.014 | |
| Rücklagen: | |||
| Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Abzug von latenten Steuern |
0 | 0 | |
| Effekte aus dem eigenkapitalbezogenen Ansatz von latenten Steuern | 0 | 0 | |
| Währungsverlust aus Konsolidierung | 0 | 0 | |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | |
| "Comprehensive Income" | 0 | 0 | |
| STAND AM 31. DEZEMBER 2006 | 6.715.322 | 20.145.966 | |
| Ergebnis aus der Restrukturierung von Beteiligungsgesellschaften | 0 | 0 | |
| Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen |
0 | 0 | |
| Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Optionen und Wandelschuldverschreibungen, nach Ausgabekosten von 9.350 W (nach Abzug latenter Steuern) |
19.243 | 57.729 | |
| Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Optionen auf eigenen Aktien |
0 | 0 | |
| Barkapitalerhöhung, nach Ausgabekosten von 1.215.656 W (nach Abzug latenter Steuern) |
652.188 | 1.956.564 | |
| Rücklagen: | |||
| Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, nach Abzug von latenten Steuern |
0 | 0 | |
| Effekte aus dem eigenkapitalbezogenen Ansatz von latenten Steuern | 0 | 0 | |
| Währungsverlust aus Konsolidierung | 0 | 0 | |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | |
| "Comprehensive Income" | 0 | 0 | |
| STAND AM 31. DEZEMBER 2007 | 7.386.753 | 22.160.259 |
neubewer-
währungs-
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
| eigene aktien | kapital | tungs | umrechnungs | bilanz | gesamtes | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aktien | R | rücklage R |
rücklage R |
differenzen R |
verlust R |
eigenkapital R |
| 29.162 | – 10.703 | 96.412.849 | 584.679 | 293.184 | – 51.349.827 | 64.007.771 |
| 0 | 0 | 1.250.891 | 0 | 0 | 0 | 1.250.891 |
| 0 | 0 | 2.739.618 | 0 | 0 | 0 | 3.029.301 |
| 0 | 0 | 7.997.500 | 0 | 0 | 0 | 8.623.180 |
| 0 | 0 | 15.477.143 | 0 | 0 | 0 | 16.630.157 |
| 0 | 0 | 0 | 623.420 | 0 | 0 | 623.420 |
| 0 | 0 | 0 | – 141.309 | 0 | 0 | – 141.309 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | – 26 | 0 | – 26 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6.027.934 | 6.027.934 |
| 0 | 0 | 0 | 482.111 | – 26 | 6.027.934 | 6.510.019 |
| 29.162 | – 10.703 | 123.878.001 | 1.066.790 | 293.158 | – 45.321.893 | 100.051.319 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | – 1.389 | – 1.389 |
| 0 | 0 | 1.430.406 | 0 | 0 | 0 | 1.430.406 |
| 0 | 0 | 630.756 | 0 | 0 | 0 | 688.485 |
| – 2.430 | 892 | 0 | 0 | 0 | 0 | 892 |
| 0 | 0 | 29.437.180 | 0 | 0 | 0 | 31.393.744 |
| 0 | 0 | 0 | 1.304.584 | 0 | 0 | 1.304.584 |
| 0 | 0 | 0 | – 130.046 | 0 | 0 | – 130.046 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | – 675.576 | 0 | – 675.576 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.475.030 | 11.475.030 |
| 0 | 0 | 0 | 1.174.538 | – 675.576 | 11.475.030 | 11.973.992 |
| 26.732 | – 9.811 | 155.376.343 | 2.241.328 | – 382.418 | – 33.848.252 | 145.537.449 |
Konzern-Kapitalfl ussrechnung (IFRS)
| in E | anhangs angaben |
2007 | 2006 |
|---|---|---|---|
| GEWÖHNLICHE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT: | |||
| Jahresüberschuss | 11.475.030 | 6.027.934 | |
| Überleitung vom Jahresüberschuss zum Mittelzufl uss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: |
|||
| Nicht zahlungswirksamer Aufwand aus Kaufpreiszuordnung |
724.647 | 699.709 | |
| Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögenswerte |
4.470.172 | 4.251.545 | |
| Steuerertrag | – 580.317 | – 524.615 | |
| Nettogewinn aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
– 1.333.651 | – 667.534 | |
| Unrealisierter Nettogewinn aus derivativen Finanzinstrumenten |
– 474.734 | – 18.372 | |
| Verlust/(Gewinn) aus der Veräußerung von Sachanlagen/ immateriellen Vermögenswerten |
37.833 | – 28.929 | |
| Realisierung von abgegrenzten Umsatzerlösen | – 20.775.489 | – 15.981.692 | |
| Anteilsbasierte Vergütung | 1.419.515 | 1.242.971 | |
| Veränderungen von betrieblichen Aktiva und Passiva | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – 5.877.999 | 1.140.530 | |
| Aktive Rechnungsabgrenzung, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen |
– 4.092.265 | – 2.894.480 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen |
– 2.534.689 | 2.060.891 | |
| Lizenzverbindlichkeiten | 4.944 | – 885.851 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.086.203 | 593.509 | |
| Umsatzabgrenzung | 30.306.712 | 20.423.400 | |
| Mittelzufl uss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: | 16.855.912 | 15.439.016 | |
| Gezahlte Zinsen | 4.967 | 20.480 | |
| Erhaltene Zinsen | – 906.372 | – 60.099 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | 1.110.547 | 949.330 | |
| MIT TELZUFLUSS AUS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, NETTO |
17.065.054 | 16.348.727 |
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
| in E | anhangs angaben |
2007 | 2006 |
|---|---|---|---|
| INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | |||
| Erwerb von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | – 16.311.410 | – 33.848.867 | |
| Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung | |||
| verfügbaren Wertpapieren | 22.745.022 | 22.778.680 | |
| Erwerb von Sachanlagen | – 1.057.368 | – 3.548.865 | |
| Erlöse aus der Veräußerung von Sachanlagen | 410.085 | 38.850 | |
| Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten | – 10.950.279 | – 425.931 | |
| Akquisition von Serotec, nach Abzug erworbener Zahlungsmittel |
0 | – 21.172.502 | |
| MITTELABFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT | 16 | –5.163.950 | – 36.178.635 |
| FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | |||
| Erlöse aus der Eigenkapitalemission | 32.609.400 | 17.103.041 | |
| Erlöse aus der Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Optionen und Wandelschuldverschreibungen |
698.727 | 3.029.301 | |
| Nettozahlungen aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen an nahe stehende Unternehmen und Personen |
40.694 | – 11.843 | |
| Erwerb von derivativen Finanzinstrumenten | 6 | – 91.500 | – 93.650 |
| Erlöse aus der Veräußerung von derivativen Finanzinstrumenten |
6 | 538.065 | 31.006 |
| Kosten der Aktienausgabe | – 1.225.005 | – 504.945 | |
| MITTELZUFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | 16 | 32.570.381 | 19.552.910 |
| Einfl uss von Wechselkurseffekten auf die Zahlungsmittel | 170.259 | 25.289 | |
| Zunahme/(Abnahme) der liquiden Mittel | 44.641.744 | – 251.709 | |
| LIQUIDE MITTEL ZU BEGINN DER PERIODE | 3.765.320 | 4.017.029 | |
| LIQUIDE MITTEL AM ENDE DER PERIODE | 48.407.064 | 3.765.320 |
Anhang zum Konzernabschluss
ORGANISATION UND WESENTLICHE BILANZIE-RUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE 1 Im Januar 2006 hat die MorphoSys AG die Serotec Ltd. mit
GESCHÄFT UND UNTERNEHMEN
Die MorphoSys AG (die "Gesellschaft" oder "MorphoSys") ist ein Biotechnologieunternehmen, das die kombinatorische Biologie für die Arzneimittelentdeckung einsetzt mit dem vorrangigen Ziel der Entwicklung und kommerziellen Nutzung neuer Technologien für ein breites wissenschaftliches Spektrum. Die Gesellschaft wurde im Juli 1992 als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet und im Juni 1998 in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Börsengang der Gesellschaft erfolgte im März 1999 am Neuen Markt, einem Segment der Deutschen Börse für Gesellschaften mit hohen Wachstumsraten. Am 15. Januar 2003 wurde die MorphoSys AG in das Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen.
KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN
Die MorphoSys AG hat vier 100 %ige Tochtergesellschaften (zusammen der "MorphoSys-Konzern").
Die MorphoSys USA, Inc. wurde am 16. Februar 2000 in den USA gegründet. Der Geschäftszweck dieses Tochterunternehmens bestand in der Unterstützung der MorphoSys AG beim Vertrieb und bei der Lizenzierung ihrer Produkte. Die MorphoSys USA, Inc. hat im November 2002 ihre Tätigkeit weitgehend eingestellt.
Die MorphoSys IP GmbH wurde am 6. November 2002 im Handelsregister München eingetragen und hat am 31. Dezember 2002 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Geschäftszweck dieser Gesellschaft sind der Kauf, die Pfl ege und die Verwaltung bestimmter immaterieller Vermögenswerte des MorphoSys-Konzerns. Die Gesellschaft ist in dem Gebäude der MorphoSys AG untergebracht.
ihren Tochtergesellschaften Serotec, Inc., Serotec GmbH und Oxford Biotechnology Ltd. (zusammen die "Serotec-Gruppe") erworben, die damit eine 100 %ige MorphoSys-Tochtergesellschaft wurde. Die Serotec-Gruppe wurde in das bestehende AbD-Segment von MorphoSys integriert. Der Kaufpreis von rund 20 Mio. £ (rund 29,3 Mio. w) wurde mit 14 Mio. £ bzw. 20,5 Mio. w in bar und der verbleibende Teil durch die Ausgabe von 208.560 neuen MorphoSys-Aktien aus einer Sachkapitalerhöhung entrichtet.
Im Januar 2007 wurden die Serotec Ltd. und die Serotec, Inc. in MorphoSys UK Ltd. bzw. MorphoSys US, Inc. umbenannt. Im März 2007 wurde die Serotec GmbH in MorphoSys AbD GmbH umfi rmiert.
Die Biogenesis Ltd., Poole, UK, und die Biogenesis, Inc., New Hampshire, USA, wurden von MorphoSys im Januar 2005 für insgesamt 5,25 Mio. £ nach Abzug von Nettofi nanzschulden in Höhe von rund 0,7 Mio. £ erworben. Die Biogenesis UK wurde zunächst in MorphoSys UK Ltd. umbenannt und änderte in 2007 ihren Firmennamen in Poole Real Estate Ltd. Die Biogenesis, Inc. wurde in MorphoSys US, Inc. umfi rmiert und auf die Serotec, Inc. verschmolzen. Die aufnehmende Gesellschaft nahm daraufhin wieder den Namen MorphoSys US, Inc. an.
Seit dem Geschäftsjahr 2007 wendet die Gesellschaft § 264 Abs. 3 HGB (Handelsgesetzbuch) an. Aus diesem Grund wurde kein gesonderter Jahresabschluss für 2007 der MorphoSys IP GmbH im Bundesanzeiger veröffentlicht.
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 wurde vom Vorstand in seiner Sitzung am 11. Februar 2008 durch Vorstandsbeschluss freigegeben. Dem Vorstand der Gesellschaft gehören die Herren Dr. Simon E. Moroney als Vorstandsvorsitzender und Dave Lemus als Executive Vice President und Finanzvorstand sowie Frau Dr. Marlies Sproll als Vorstand Forschung und Entwicklung an.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören Dr. Gerald Möller (Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Vergütungs- und Ernennungsausschusses), Prof. Dr. Jürgen Drews (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Ver gütungsund Ernennungsausschuss), Dr. Daniel Camus (Prüfungsausschuss), Dr. Metin Colpan (Vergütungs- und Ernennungsausschuss), Dr. Walter Blättler und Dr. Geoffrey N. Vernon (Vorsitzender des Prüfungsausschusses) an. Der Aufsichtsrat kann den durch den Vorstand freigegebenen Jahresabschluss ändern.
Der eingetragene Sitz der MorphoSys AG befi ndet sich in der Lena-Christ-Straße 48 in D-82152 Martinsried/Planegg.
WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
A) GRUNDLAGEN DER ANWENDUNG
Die Erstellung von Konzernabschlüssen gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erfordert von der Geschäftsleitung, Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treffen, die die im Konzernabschluss und im dazugehörigen Anhang ausgewiesenen Beträge beeinfl ussen. Die tatsächlichen Ergebnisse könnten von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und die ihnen zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die Änderung von Schätzungen wird in der Periode, in der die Änderung vorgenommen wird, und in jeder betroffenen zukünftigen Periode erfasst.
Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auf alle Perioden des vorliegenden Konzernabschlusses einheitlich angewendet.
IFRS 2 "AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG"
IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" verlangt die aufwandswirksame Erfassung von Transaktionen, bei denen der Konzern Vermögenswerte oder Dienstleistungen als Gegenleistung für Aktien oder Rechte an Aktien ("Erfüllung durch Eigenkapitalinstrumente") oder als Gegenleistung für andere Vermögenswerte, die wertmäßig einer bestimmten Anzahl von Aktien oder Rechten an Aktien entsprechen ("Erfüllung in bar"), erwirbt. Wesentliche Auswirkung für den MorphoSys-Konzern hat IFRS 2 durch die erfolgswirksame Erfassung von Aktienoptionen and sonstigen aktienbasierten Vergütungssystemen für Mitarbeiter und Organmitglieder unter Anwendung eines Optionspreismodells. In Übereinstimmung mit IFRS 2.54 hat der Konzern IFRS 2 in Bezug auf eigenkapitalorientierte
Zusagen angewendet, die am oder nach dem 1. Januar 1999 ausgegeben wurden. In Übereinstimmung mit IFRS 2.56 werden vor dem 1. Januar 1999 gewährte Optionen daher nicht im Aufwand erfasst. Dennoch werden alle Angaben im Einklang mit IFRS 2.44 und 2.45 offengelegt. Weitere Erläuterungen werden in den Ziffern 18 und 19 dieses Anhangs zum Konzernabschluss gegeben.
IFRS 3 "UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE", IAS 36 "WERTMINDERUNG VON VERMÖGENSWERTEN" UND IAS 38 "IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE"
IFRS 3 betrifft die Rechnungslegung bei Unternehmenszusammenschlüssen, die am oder nach dem 31. März 2004 vereinbart wurden. IFRS 3 schreibt vor, dass für alle Unternehmenszusammenschlüsse die Erwerbsmethode Anwendung fi ndet, wobei die identifi zierbaren erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden erstmalig zu den jeweiligen beizu legenden Zeitwerten angesetzt werden. Ein Überschuss des Kaufpreises über die zugeordneten Beträge ist als Geschäfts- oder Firmenwert zu erfassen. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung auf mögliche Wertminderung.
Die Nutzungsdauer wird für jeden einzelnen immateriellen Vermögenswert als zeitlich begrenzt oder unbegrenzt festgelegt. Die Gesellschaft hat keine Werte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifi ziert. Zeitlich begrenzt nutzbare immaterielle Vermögenswerte werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Abschreibungszeitraum und -methoden für zeitlich begrenzt nutzbare immaterielle Vermögenswerte werden jährlich oder bei Anzeichen einer dauerhaften Wertminderung vorzeitig überprüft.
Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste zwischen konsolidierten Gesellschaften werden in der Konsolidierung eliminiert.
- IN 2007 WIRKSAM GEWORDENE NEUE STANDARDS
-
IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" und die ergänzende Änderung von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses – Angaben zum Kapital" führen neue Offenlegungspfl ichten zu Finanzinstrumenten ein und haben keine Auswirkungen auf die Klassifi zierung und Bewertung der Finanzinstrumente des Konzerns oder die Angabepfl ichten zur Besteuerung und zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten.
-
IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2" erfordert bei Vereinbarungen, bei denen die identifi zierbare erhaltene Gegenleistung unter dem beizulegenden Wert der gewährten Eigenkapitalinstrumente liegt, eine Prüfung, inwieweit sie in den Anwendungsbereich von IFRS 2 fallen. Dieser Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
- IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung" untersagt, den in einer Zwischenperiode erfassten Wertminderungsaufwand bei Geschäfts- oder Firmenwerten, bei gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten und bei zu Anschaffungskosten bilanzierten fi nanziellen Vermögenswerten zu einem späteren Bilanzstichtag wieder rückgängig zu machen. Dieser Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die nachfolgenden Standards sowie Änderungen und Interpretationen zu veröffentlichten Standards sind für die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnenden Berichtsperioden verpfl ichtend anzuwenden, sind jedoch für die Geschäftstätigkeit des Konzerns nicht relevant.
- IFRS 4 "Versicherungsverträge",
- IFRIC 7 "Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinfl ationsländern",
- IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate".
STANDARDS, ÄNDERUNGEN UND INTERPRETATIONEN ZU BESTEHENDEN STANDARDS, DIE NOCH NICHT IN KR AFT GETRETEN SIND UND IM KONZERN NICHT VORZEITIG ANGE-WENDET WERDEN
Die folgenden Standards sowie Änderungen und Interpretationen zu bestehenden Standards wurden veröffentlicht und sind für die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnenden Berichtsperioden oder für spätere Perioden des Konzerns verpfl ichtend anzuwenden; sie werden im Konzern jedoch nicht vorzeitig angewendet.
• IAS 23 (geändert) "Fremdkapitalkosten" (tritt am 1. Januar 2009 in Kraft) – Die Änderung des Standards bedarf noch der Zustimmung der Europäischen Union. Sie schreibt vor, dass ein Unternehmen im direkten Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung oder der Produktion eines qualifi zierten Vermögenswerts (Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn für den Gebrauch oder Verkauf herzurichten) anfallende Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Ver mögenswerts zu aktivieren hat. Die Möglichkeit, solche
Fremdkapitalkosten unmittelbar im Aufwand zu erfassen, entfällt. IAS 23 (geändert) wird mit Wirkung vom 1. Januar 2009 im Konzern angewendet; er ist gegenwärtig im Konzern nicht anzuwenden, da keine qualifi zierten Vermögenswerte vorhanden sind.
- IFRS 8 "Operative Segmente" (tritt am 1. Januar 2009 in Kraft) – IFRS 8 ersetzt IAS 14 und bringt die Zwischenberichterstattung in Einklang mit den Anforderungen des US-Standards SFAS 131 "Disclosures about segments of an enterprise and related information". Der neue Standard schreibt einen "Management Approach" vor, nach dem die Segmentinformationen auf der gleichen Basis wie die interne Berichterstattung zu erfolgen haben. IFRS 8 wird mit Wirkung vom 1. Januar 2009 im Konzern angewendet.
- IFRIC 14 "IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfi nanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" (in Kraft seit dem 1. Januar 2008). IFRIC 14 gibt eine Leitlinie zur Bestimmung der Obergrenze des Überschussbetrags eines Pensionsfonds, der nach IAS 19 als Vermögenswert angesetzt werden kann. Es wird auch erklärt, wie sich gesetzliche oder vertragliche Mindestfi nanzierungsvorschriften auf die Vermögenswerte oder Schulden eines Plans auswirken können. IFRIC 14 wird mit Wirkung vom 1. Januar 2008 im Konzern angewendet; er war für den vorliegenden Konzernabschluss nicht anzuwenden, da keine leistungsorientierten Vermögenswerte und Finanzierungsvorschriften vorhanden sind.
- Andere Standards, Änderungen und Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind und im Konzern noch nicht vorzeitig angewendet werden, umfassen IAS 1 geändert, IFRIC 11 "IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen", IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme".
B) ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Standing Interpretations Committee (SIC), des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie der von der Europäischen Kommission verabschiedeten IFRS erstellt.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Der Konzernabschluss für das zum 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr der Gesellschaft umfasst die MorphoSys AG und ihre Tochtergesellschaften (zusammen der "MorphoSys-Konzern").
C) GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG
Der Abschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, erstellt. Er beruht auf historischen Anschaffungskosten mit Ausnahme der folgenden Aktiva und Passiva, die zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten ausgewiesen sind: derivative Finanzinstrumente, zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte und bestimmte Lizenzen (Cambridge Antibody Technology Ltd. (CAT) und XOMA Ireland Ltd.). Alle Zahlenangaben in diesem Bericht sind entweder auf volle Beträge in Euro, Tausend Euro oder in Millionen Euro gerundet.
IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" ist für am 1. Januar 2005 oder danach beginnende jährliche Berichtsperioden anzuwenden. Die Gesellschaft hat entschieden, IAS 27 allen Abschlüssen ab dem 1. Januar 2003 zu Grunde zu legen. Von den Konzerngesellschaften wurden in Übereinstimmung mit IAS 27.28 einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.
D) GRUNDLAGEN DER KONSOLIDIERUNG
Konzerninterne Salden und Transaktionen und aus konzerninternen Transaktionen resultierende unrealisierte Gewinne wurden gemäß IAS 27.24 bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Unrealisierte Verluste werden zwar in gleicher Weise wie unrealisierte Gewinne eliminiert, gelten jedoch als Anzeichen für eine eventuelle Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze von Tochtergesellschaften wurden bei Bedarf geändert, um Einheitlichkeit mit den im Konzern angewandten Grundsätzen herzustellen. Für weitere Erläuterungen siehe Ziffer 1A dieses Anhangs zum Konzernabschluss, IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte".
E) FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG
IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" schreibt vor, wie Geschäftsvorfälle und Salden in fremder Währung zu bilanzieren sind. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung
werden zum Wechselkurs des jeweiligen Tags des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Am Bilanzstichtag werden Aktiva sowie Verbindlichkeiten und Schulden zum Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zu Stichtagskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus diesen Umrechnungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Weitere Fremdwährungsdifferenzen auf Konzernebene werden im Posten "Währungsumrechnungsdifferenzen" (Eigenkapital) erfasst.
F) ZINSEN
Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten wendet MorphoSys bestimmte Zinssätze an. Für die Berechnung anteilsbasierter Vergütungen legt MorphoSys für Wandelschuldverschreibungen den am Tag der Zusage geltenden Zinssatz für deutsche Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren und für Aktienoptionen den am Tag der Zusage geltenden Zinssatz für deutsche Bundesanleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren zu Grunde.
G) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Zur Absicherung seines Fremdwährungsrisikos werden im Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Nach IAS 39.9 werden alle derivativen Finanzinstrumente ausschließlich zu Handelszwecken gehalten und bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungskosten angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden derivative Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert, d.h. ihrem notierten Marktpreis am Bilanzstichtag, bewertet. Da die Derivate nicht für Sicherungszwecke bestimmt sind, wird ein sich ergebender Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Gemäß der Kurssicherungspolitik des Konzerns werden nur zukünftige Cashfl ows mit hoher Wahrscheinlichkeit sowie eindeutig bestimmbare Forderungen kursgesichert, die innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten realisiert werden können.
H) LIQUIDE MITTEL
Alle Bankguthaben, Kassenbestände und kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger betrachtet die Gesellschaft als liquide Mittel. Sie legt ihre liquiden Mittel bei drei großen deutschen Finanzinstituten, der Dresdner Bank, der HypoVereinsbank und der Deutschen Bank, an.
I) NICHT-DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Bei ihrer erstmaligen Bewertung werden alle nicht-derivativen Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten angesetzt, d.h. zum beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistung und unter Einschluss der Transaktionskosten von Instrumenten, die nicht ergebniswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt sind.
Für ihre Finanzinstrumente in Form von Schuld- und Eigenkapitaltiteln wendet die Gesellschaft IAS 39 an. Die Geschäftsleitung entscheidet zum Zeitpunkt des Erwerbs über die entsprechende Klassifi zierung des Finanzinstruments und überprüft sie zu jedem Bilanzstichtag. Am 31. Dezember der Jahre 2007 und 2006 waren alle von der Gesellschaft gehaltenen Finanzinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet. Diese Finanzinstrumente werden an dem Tag gebucht oder ausgebucht, an dem sich der Konzern zu ihrem Erwerb oder ihrer Veräußerung verpfl ichtet. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei ein Gewinn oder Verlust direkt in der Neubewertungsrücklage innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wird, bis die Finanzinstrumente veräußert, eingelöst oder auf andere Weise abgegangen sind oder die Finanzinstrumente als wertgemindert angesehen werden, wobei der kumulierte Verlust zu diesem Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird.
Die Gesellschaft betrachtet einen Rückgang des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, der länger als sechs Monate dauert, als dauerhaft, sofern nicht besondere Hinweise und Umstände dagegen sprechen. Falls sich in einer Folgeperiode der beizulegende Zeitwert wieder erhöht, wird der Wertminderungsverlust rückgängig gemacht und der rückgängig gemachte Betrag bei Eigenkapitaltiteln in der Neubewertungsrücklage und bei Schuldtiteln in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Sonstige nicht derivative Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode unter Abzug eines Wertminderungsverlusts bewertet.
J) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen (siehe unten) und wegen Wertminderung (siehe Ziffer 1N dieses Anhangs) ausgewiesen.
Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen beruhen auf der Einschätzung der Geschäftsleitung über die Einbringlichkeit bestimmter Kundenforderungen und auf der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sollte eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit eines wichtigen Kunden eintreten oder sollten die tatsächlichen Forderungsausfälle höher sein als in der Vergangenheit, könnte die Einschätzung der Geschäftsleitung bezüglich der Realisierung von Außenständen der Gesellschaft nachteilig beeinfl usst werden. Aufgrund der Einschätzung der Geschäftsleitung wurden per 31. Dezember 2007 Wertberichtigungen in Höhe von 65.498 w und per 31. Dezember 2006 in Höhe von 189.103 w vorgenommen. Die Gesellschaft vereinbart mit Kunden des Segments AbD für Außenstände Eigentumsvorbehalte, die zum 31. Dezember 2007 jedoch nicht von Bedeutung waren.
K) VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsoder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert nach der FIFO-Methode bewertet. In die Herstellungskosten der selbstgefertigten Vorräte sind alle Kosten, die direkt zugeordnet werden können, und ein angemessener Anteil der Gemeinkosten einbezogen. Die Vorräte unterteilen sich in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse.
L) SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe auch Ziffer 8 dieses Anhangs) und etwaige Wertminderungen (siehe Ziffer 1N dieses Anhangs). Ersatzbeschaffungen sowie Um- und Einbauten werden aktiviert, während Reparatur- und Instandhaltungsausgaben bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst werden. Die Sachanlagen werden über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Mietereinbauten werden über die geschätzte Nutzungsdauer der Anlagen linear abgeschrieben.
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
M) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
MA) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten werden in Übereinstimmung mit IAS 38.5 und IAS 38.11-38.23 bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst.
MB) PATENTKOSTEN
Durch den Konzern erlangte Patente werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe unten) und etwaige Wertminderungen (siehe Ziffer 1N dieses Anhangs). Bei den aktivierten Kosten handelt es sich in erster Linie um Kosten der Rechtsberatung. Patentkosten werden linear über die niedrigere Dauer aus geschätzter wirtschaftlicher Nutzungsdauer der Patente (zehn Jahre) und verbleibender Patentlaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der Patenterteilung. Die Patente der Gesellschaft zum Schutz ihrer fi rmeneigenen HuCAL-Technologie wurden in Australien im Oktober 2000, in den USA im Oktober 2001 und in Europa im Juni 2002 erteilt. Weitere Patente sind in Kanada und Japan sowie in anderen Ländern angemeldet.
MC) LIZENZRECHTE
Die Gesellschaft hat von Dritten Lizenzrechte durch Vorauszahlung von Lizenzgebühren, jährliche Gebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzen und Gebühren für Unterlizenzen erworben. Die vorausbezahlten Lizenzgebühren schreibt die Gesellschaft über die geschätzte Nutzungsdauer der erworbenen Lizenz (zehn Jahre) linear ab. Dauer und Methode der Abschreibung werden gemäß IAS 38.104 am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Jahresgebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzen werden über die Laufzeit des einzelnen Jahresvertrags abgeschrieben. Gebühren für Unterlizenzen werden über die Laufzeit des Vertrags oder bei Verträgen ohne vertraglich vereinbarte Laufzeit über die geschätzte Nutzungsdauer der Zusammenarbeit linear abgeschrieben.
MD) SOFTWARE
Software wird zu Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe unten) und etwaige Wertminderungen (siehe Ziffer 1N dieses Anhangs). Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die geschätzte Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren als Aufwand erfasst. Die Abschreibung beginnt in dem Zeitpunkt, in dem die Software einsatzbereit ist.
ME) KNOW-HOW UND KUNDENSTAMM
MorphoSys hat eine gemäß IFRS 3 "Unternehmenzusammenschlüsse" vorgeschriebene Kaufpreiszuordnung vorgenommen. Die identifi zierten immateriellen Vermögenswerte bestehen aus Kundenstamm, Know-how sowie Kundenbeziehungen und Händlernetz.
MF) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT
Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert sowohl aus den erwarteten, zu realisierenden Synergien, als auch aus den Fähigkeiten der im Zuge des Erwerbs integrierten Belegschaften.
MG) NACHTRÄGLICHE AUSGABEN
Nachträgliche Ausgaben für aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden nur aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des jeweiligen Vermögenswerts erhöhen, auf den sie sich beziehen. Alle übrigen Ausgaben werden bei ihrem Entstehen als Aufwand erfasst.
N) WERTMINDERUNG
Die Geschäftsleitung überprüft die Buchwerte der fi nanziellen und nicht-fi nanziellen Vermögenswerte des Konzerns zu jedem Bilanzstichtag oder wann immer Anhaltspunkte vorliegen, dass ein Buchwert nicht mehr erzielbar sein könnte, auf mög liche Wertminderungen. Liegt ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag geringer ist als der Buchwert des Vermögenswerts. Aufwendungen aus Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashfl ows mit einem Zinssatz vor Steuern, der die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseffekts und die speziellen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Erwirtschaftet ein Vermögenswert keinen unabhängigen Cashfl ow, wird der erzielbare Betrag für die Zahlungsmittel generierende Einheit ermittelt, zu der der Vermögenswert gehört.
Ein Wertminderungsaufwand in Bezug auf einen zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswert wird anhand seines beizulegenden Zeitwerts ermittelt. Im Einzelfall wesentliche fi nanzielle Vermögenswerte werden in Gruppen zusammengefasst bewertet, die ähnliche Ausfallrisiken aufweisen. Alle Aufwendungen aus Wertminderungen werden im Ergebnis erfasst. Ein kumulierter Verlust in Bezug auf einen zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswert, der vorher im Eigenkapital ausgewiesen wurde, wird ergebniswirksam erfasst.
Ein Wertminderungsaufwand für einen fi nanziellen Vermögenswert wird rückgängig gemacht, wenn die spätere Erhöhung des erzielbaren Betrags objektiv mit einem Ereignis in Zusammenhang zu bringen ist, das eingetreten ist, nachdem der Wertminderungsaufwand erfasst wurde. In Bezug auf andere Vermögenswerte ist ein Wertminderungsaufwand dann rückgängig zu machen, wenn sich die Schätzungen geändert haben, die der Bestimmung des erzielbaren Betrags zu Grunde lagen. Ein Wertminderungsaufwand darf nur so weit rückgängig gemacht werden, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Buchwert übersteigt, der sich ergeben hätte (abzüglich der Abschreibungen), wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.
Langfristige Vermögenswerte, von denen erwartet wird, dass ihre Buchwerte überwiegend durch Veräußerungsgeschäfte und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden, werden als zur Veräußerung gehalten klassifi ziert. Wertminderungsaufwendungen aus der erstmaligen Klassifi zierung als zur Veräußerung gehalten und spätere Gewinne und Verluste aus der erneuten Bewertung werden im Ergebnis erfasst. Gewinne werden nur bis zur Höhe des kumulierten Wertminderungsaufwands berücksichtigt.
O) GRUNDKAPITAL
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifi ziert. Zusätz liche Kosten, die der Ausgabe von Stammaktien und Aktien optionen direkt zugeordnet werden können, werden nach Abzug der Steuereffekte vom Eigenkapital abgesetzt. Wird als Eigenkapital ausgewiesenes Grundkapital zurückgekauft, werden die als Gegenleistung gezahlten Beträge, in denen direkt zurechenbare Kosten enthalten sind, nach Abzug von Steuern vom Eigenkapital gekürzt und als eigene Aktien behandelt. Werden eigene
Aktien später veräußert oder erneut ausgegeben, wird der Erlös eigenkapitalerhöhend erfasst und das sich aus der Transaktion ergebende Plus oder Minus mit dem Ergebnisvortrag verrechnet.
P) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden auf ihren Barwert abgezinst.
Verbindlichkeiten mit ungewissem Zeitpunkt oder Betrag werden als Rückstellungen ausgewiesen.
Q) WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN
Die Gesellschaft hat unter Beachtung von IAS 32 und IAS 39 an den Vorstand und an Mitarbeiter des Konzerns Wandelschuldverschreibungen ausgegeben. In Übereinstimmung mit IAS 32.28 ist die Eigenkapitalkomponente einer Schuldverschreibung separat in der Kapitalrücklage auszuweisen und vom beizulegenden Zeitwert der Schuldverschreibung abzuziehen. Der verbleibende Betrag wird als Personalaufwand aus Aktienoptionen behandelt. Die Gesellschaft wendet IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" auf alle an Vorstand und Mitarbeiter des Konzerns gewährten Wandelschuldverschreibungen an.
R) UMSATZREALISIERUNG
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft enthalten Gebühren für die Bereitstellung von Technologien sowie Gebühren aus Forschungs- und Entwicklungskooperationen vorwiegend mit in den USA ansässigen Unternehmen.
Umsatzerlöse aus nicht rückzahlbaren Gebühren für die Bereitstellung von Technologien, Gebühren für die Nutzung von Technologien und Lizenzgebühren werden – solange keine geeignetere Methode der Umsatzrealisierung verfügbar ist – über die jeweilige Vertragslaufzeit, abgegrenzt und linear erfasst. Diese Vertragslaufzeit entspricht in der Regel der vertraglich vereinbarten Forschungsdauer oder bei Verträgen ohne vertraglich vereinbarte Dauer der geschätzten Nutzungsdauer der Kooperation. Servicegebühren im Rahmen von Forschungsund Entwicklungskooperationen werden in der Periode erfasst, in der die Dienstleistung erbracht wird. Umsatzerlöse aus Meilensteinzahlungen werden bei Erfüllung bestimmter Kriterien gebucht.
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Vereinnahmte staatliche Investitionszuschüsse für die Förderung spezieller Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden bis zur Höhe der damit in Zusammenhang stehenden tatsächlich angefallenen Aufwendungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Nach den Vergabebedingungen für Investitionsbeihilfen steht den staatlichen Vergabestellen grundsätzlich das Recht zu, die Verwendung der von der Gesellschaft vereinnahmten Mittel zu prüfen.
In Übereinstimmung mit IAS 18.21, IAS 18.25 und IAS 20.18 wird für Umsatzvereinbarungen im Rahmen von Mehrkomponentenverträgen die Gesamtvergütung den separat identifi zierbaren Komponenten im Verhältnis ihrer jeweiligen beizulegenden Zeitwerte (IAS 18.20) zugeordnet und das Vorliegen der Kriterien für die Umsatzrealisierung für jede Komponente einzeln beurteilt.
Die Umsatzabgrenzung beinhaltet erhaltene Umsatzerlöse, die nach den Vertragsbestimmungen jedoch noch nicht verdient sind.
Die Zuschüsse beliefen sich im Jahr 2007 auf 0,2 Mio. w (2006: 0,2 Mio. w).
S) AUFWENDUNGEN
SA) HERSTELLUNGSKOSTEN
Die Herstellungskosten bestehen aus den Herstellungskosten der umgesetzten Leistung und den Anschaffungskosten der weiterverkauften Handelswaren.
SB) PERSONALAUFWAND AUS AKTIENOPTIONEN
Die Gesellschaft wendet IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" an. IFRS 2 schreibt vor, die geschätzten beizulegenden Zeitwerte von Aktienoptionen und anderen Vergünstigungen zum Bewertungsstichtag als Vergütungsaufwand über die Periode zu verteilen, in der die Mitarbeiter die mit der Gewährung im Zusammenhang stehenden Leistungen erbringen. Der Personalaufwand aus Aktienoptionen belief sich für das Gesamtjahr 2007 auf 1.419.515 w (2006: 1.242.971 w) und wurde in der Berichtsperiode unter den Herstellungskosten, den Kosten für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung sowie den Kosten für Forschung und Entwicklung ausgewiesen.
SC) ZAHLUNGEN FÜR OPER ATING - LEASINGVERHÄLTNISSE Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen geleistete Zahlungen sind über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Gemäß SIC-15 sind alle Anreizvereinbarungen in Zusammenhang mit Mietleasingverhältnissen als Bestandteil der vereinbarten Nettogegenleistung für die Nutzung des Leasinggegenstandes zu erfassen. Die Summe der Erträge aus Anreizvereinbarungen ist während der Mietdauer linear von den Leasingaufwendungen abzusetzen.
T) ZINSERTRAG
Zinserträge werden bei ihrem Anfall unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswerts in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.
U) ZINSAUFWAND
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
V) ERTRAGSTEUERN
Ertragsteuern auf den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag enthalten laufende und latente Steuern. Ertragsteuern sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem die Steuern mit direkt im Eigenkapital angesetzten Posten im Zusammenhang stehen, wobei die Ertragsteuern dann ebenfalls im Eigenkapital erfasst werden.
Die laufenden Ertragsteuern sind die erwartete Steuerschuld auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres, basierend auf Steuersätzen, die am Bilanzstichtag gelten oder vorwiegend gelten, und verrechnet mit Anpassungen der Steuerschuld für Vorjahre.
Latente Steuern werden auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode berechnet, die sich mit temporären Differenzen zwischen den Buchwerten für Vermögenswerte und Schulden in der Handelsbilanz und ihren Beträgen in der Steuerbilanz befasst. Die latenten Steuern ermitteln sich in Abhängigkeit von der Art und Weise, in der erwartet wird, die Buchwerte der Vermögenswerte zu realisieren und die Schulden zu erfüllen, basierend auf Steuersätzen, die am Bilanzstichtag gelten oder vorwiegend gelten.
Latente Steuereransprüche und latente Steuerschulden werden dann saldiert, wenn es ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden gibt und wenn sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde gegenüber dem gleichen Steuersubjekt erhoben werden bzw. gegenüber unterschiedlichen Steuersubjekten, die jedoch beabsichtigen, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und -erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder zeitgleich den Anspruch zu realisieren und die Schuld abzulösen.
Aktive latente Steuern sind nur in der Höhe als Vermögenswert zu bilanzieren, in der es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch zu realisieren. Aktive latente Steuern sind in dem Maße zu kürzen, in dem der Steueranspruch wahrscheinlich nicht mehr realisiert werden kann.
W) ERGEBNIS JE AKTIE
Der Konzern weist für seine Stammaktien ein unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie aus. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem man den den Stammaktionären der Gesellschaft zustehenden Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag durch die gewichtete Zahl der sich in der Berichtsperiode durchschnittlich im Umlauf befi ndlichen Stammaktien dividiert. Das verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem man den Stammaktionären zustehenden Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag und die gewichtete Zahl der sich durchschnittlich im Umlauf befi ndlichen Stammaktien um den möglichen Verwässerungseffekt aller an das Management und die Mitarbeiter ausgegebenen verwässernden Stammaktien aus Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen bereinigt.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 2
Ein Geschäftssegment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Konzerns, die Produkte erstellt oder Dienstleistungen erbringt und die Risiken und Chancen ausgesetzt ist, die sich von denen der anderen Geschäftssegmente unterscheiden.
Segmentinformationen werden in Bezug auf die Geschäftsund die geographischen Segmente des Konzerns gegeben. Die Grundlage für das primäre Segmentberichtsformat, die Geschäftssegmente, bilden die Managementstruktur des Konzerns und der Aufbau seiner internen Berichterstattung. Die Segmentergebnisse und das Segmentvermögen enthalten Bestandteile, die dem einzelnen Segment entweder direkt zuordenbar sind oder auf einer vernünftigen Basis auf die Segmente verteilt werden können. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden gemäß einer Konzernrichtlinie auf der Basis des "dealing at arm's length" im Fremdvergleich ermittelt.
Aufwendungen für Allgemeines und Verwaltung werden den Geschäftssegmenten auf der Basis ihres Personal bestands zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte, die beiden Geschäftssegmenten zuzurechnen sind, werden nach Umsätzen zugeordnet.
Die Segmentinvestitionen stellen die in der Berichtsperiode angefallenen Gesamtkosten für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) dar.
Der Konzern besteht im Wesentlichen aus den folgenden beiden Geschäftssegmenten:
THERAPEUTISCHE ANTIKÖRPER
MorphoSys ist im Besitz einer der führenden Technologien für die Herstellung von menschlichen Antikörpertherapeutika und maßgeschneiderten Antikörper-Forschungsprojekten. Die Gesellschaft setzt ihre Technologie in Kooperationen mit internationalen Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie für eigene Rechnung ein.
ANTIBODIES DIRECT — ABD
Das Geschäftssegment AbD erweitert die Kernkompetenz von MorphoSys in Richtung der Entwicklung und Herstellung von Antikörpern zu Forschungszwecken. Es verwertet die HuCAL-Technologie zur gezielten und maßgeschneiderten Herstellung von Forschungsantikörpern für Partnerunternehmen. Das Segment erwirtschaftet Umsätze aus maßgeschneiderten Antikörpern sowie Katalog-Antikörpern und der Herstellung von Antikörpern in industriellen Mengen.
GEOGRAPHISCHE SEGMENTE
Bei den geographischen Segmentinformationen beziehen sich die Segmentumsatzerlöse auf den geographischen Sitz der Kunden. Die Angaben zum Segmentvermögen betreffen den Standort der Vermögenswerte.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
| therapeutische antikörper |
abd | nicht zugeordnet |
konsoli dierung |
konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T E | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 | 2007 | 2007 | 2006 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT |
43.103 | 34.713 | 19.608 | 18.318 | 0 | 0 | – 749 | 61.962 | 53.031 |
| Umsatzerlöse, extern | 43.103 | 34.713 | 18.859 | 18.318 | 0 | 0 | 0 | 61.962 | 53.031 |
| Umsatzerlöse, intersegmentär |
0 | 0 | 749 | 0 | 0 | 0 | – 749 | 0 | 0 |
| BETRIEBLICHE AUF WENDUNGEN GESAMT |
27.863 | 18.124 | 20.195 | 21.746 | 7.635 | 6.985 | – 749 | 54.944 | 46.855 |
| Herstellungskosten | 0 | 0 | 7.947 | 7.979 | 0 | 0 | 0 | 7.947 | 7.979 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
27.114 | 18.124 | 12.248 | 13.767 | 7.635 | 6.985 | 0 | 46.997 | 38.876 |
| Aufwendungen, intersegmentär |
749 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | – 749 | 0 | 0 |
| SEGMENTERGEBNIS | 15.240 | 16.589 | – 587 | – 3.428 | – 7.635 | – 6.985 | 0 | 7.018 | 6.176 |
| Zinsertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 905 | 60 |
| Zinsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11 | 143 |
| Sonstige Erträge/ (Aufwendungen), netto |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.306 | – 807 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.218 | 5.286 |
| Steuerertrag aus Ertragsteuern |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.257 | 742 |
| JAHRESÜBERSCHUSS | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.475 | 6.028 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
7.255 | 1.895 | 8.431 | 8.649 | 107.180 | 65.564 | 0 | 122.866 | 76.108 |
| Langfristige Vermögenswerte |
2.019 | 2.064 | 35.013 | 36.967 | 24.814 | 12.704 | 0 | 61.846 | 51.735 |
| SEGMENTAKTIVA GESAMT |
9.274 | 3.959 | 43.445 | 45.616 | 131.994 | 78.268 | 0 | 184.713 | 127.843 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten |
15.253 | 6.476 | 3.362 | 4.426 | 10.780 | 7.410 | 0 | 29.395 | 18.312 |
| Langfristige Verbindlichkeiten |
7.050 | 6.216 | 1.742 | 2.483 | 989 | 781 | 0 | 9.781 | 9.480 |
| Eigenkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | 145.537 | 100.051 | 0 | 145.537 | 100.051 |
| SEGMENTPASSIVA GESAMT |
22.303 | 12.692 | 5.104 | 6.909 | 157.307 | 108.242 | 0 | 184.713 | 127.843 |
| Investitionen | 11.250 | 2.128 | 724 | 1.863 | 41 | 13 | 0 | 12.015 | 4.005 |
| Abschreibungen | 2.165 | 1.735 | 1.558 | 1.868 | 750 | 651 | 0 | 4.473 | 4.254 |
Das Segmentergebnis ergibt sich aus den Segmentumsatzerlösen abzüglich der betrieblichen Aufwendungen des Segments. Als Ausgleich für therapeutische Umsatzerlöse aus Verträgen, die ursprünglich durch das Segment AbD initiiert wurden, leistete das Segment Therapeutische Antikörper eine Ausgleichsgebühr an das Segment AbD in Höhe von 0,7 Mio. w aufgrund eines Umsatzteilungsvertrages, der in 2007 zwischen den beiden Segement geschlossen wurde.
Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung der Konzernumsatzerlöse:
in T E 2007 2006 Europa und Asien 38.260 32.793 USA und Kanada 22.099 19.935 Sonstige 1.603 303 GESAMT 61.962 53.031 Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung der Konzerninvestitionen:
| GESAMTINVESTITIONEN | 12.015 | 4.005 | |
|---|---|---|---|
| USA | 35 | 43 | |
| UK | 612 | 1.808 | |
| Deutschland | 11.368 | 2.154 | |
| in T E | 2007 | 2006 | |
| in T E | 2007 | 2006 | |
|---|---|---|---|
| Bankguthaben und Kassenbestände |
46.382 | 3.577 | |
| Termingelder | 2.275 | 438 | |
| Zweckgebundene Finanzmittel |
(250) | (250) | |
| LIQUIDE MITTEL | 48.407 | 3.765 | |
| GESAMTVERMÖGEN | 184.713 | 127.843 |
|---|---|---|
| USA | 1.663 | 1.465 |
| UK | 8.414 | 9.040 |
| Deutschland | 174.636 | 117.338 |
| in T E | 2007 | 2006 |
Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung des
Konzernvermögens:
Die 250.000 w an zweckgebundenen Finanzmitteln stellen eine Mietkaution für das Gebäude am Hauptsitz München dar.
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
FINANZANLAGEN 4
Die Finanzanlagen setzten sich am 31. Dezember 2007 und 2006 wie folgt zusammen:
| unrealisierter | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| holding- | reali | ||||||
| anschaf | sierter | ||||||
| fällig - | fungs | brutto | brutto | holding | markt | ||
| in T E | keit | kosten | gewinn | verlust | gewinn | wert | |
| 31. DEZEMBER 2007 | |||||||
| DB Money Cash | täglich | 56.388 | 3.219 | 0 | 0 | 59.607 | |
| Zweckgebundene liquide Mittel | – 1.115 | ||||||
| 58.492 | |||||||
| 31. DEZEMBER 2006 | |||||||
| DB Money Cash | täglich | 61.598 | 1.888 | 0 | 0 | 63.486 | |
| Zweckgebundene liquide Mittel | – 1.225 | ||||||
| 62.261 | |||||||
Der unrealisierte Bruttogewinn des Konzerns in Höhe von 3.218.916 w zum 31. Dezember 2007 und 1.887.656 w zum 31. Dezember 2006 wurde als separate Eigenkapitalposition (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Im Jahr 2007 hat der Konzern in der Gewinn- und Verlustrechnung einen Gewinn von 1.333.651 w aus der Veräußerung von Finanzinstrumenten ausgewiesen, der zuvor im Eigenkapital erfasst war (2006: 667.533 w). Die 1,1 Mio w an zweckgebundenen Finanzmitteln stellen eine Mietkaution für den Standort MorphoSys UK Ltd. dar.
Weitere Erläuterungen zur bilanziellen Behandlung der Finanz instrumente werden in der Ziffer 1I dieses Anhangs zum Konzernabschluss gegeben.
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 5
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben generell Zahlungsziele zwischen 30 und 45 Tagen. Am 31. Dezember 2007 und 2006 enthielten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht in Rechnung gestellte Beträge von 1.031.250 w bzw. 133.333 w.
SONSTIGE FORDERUNGEN 6
Gemäß der Kurssicherungspolitik der Gesellschaft werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Cashfl ows und eindeutig bestimmbare Fremdwährungsforderungen mit einem Zahlungsziel von bis zu zwölf Monaten auf Kurssicherungsbedarf geprüft. Diese Derivative werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten als sonstige Forderungen ausgewiesen. Beginnend in 2003 hat MorphoSys Devisenoptions- und -terminverträge zur Kurssicherung ihres Währungsrisikos aus US-Dollar-Forderungen geschlossen.
Am 31. Dezember 2007 bestand ein offener Optionsvertrag im Nennbetrag von 1.125.000 w oder 1.462.500 US \$ (2006: 1.562.500 w oder 1.921.875 US \$) mit Fälligkeit im Februar 2008. Der Marktwert zum 31. Dezember 2007 belief sich auf 130.163 w (2006: 106.334 w). Daneben bestanden zwei offene Terminverträge in Höhe von zusammen 10.700.000 US \$ (2006: 0 US \$) mit Fälligkeit in Februar 2008. Die Marktwerte dieser Verträge beliefen sich zum 31. Dezember 2007 auf 4.340 w (2006: 0 w). Diese wurden in der Bilanz unter den
sonstigen Forderungen ausgewiesen. Der Zeitpunkt der erwarteten Zahlungsmittelzufl üsse aus dem den Options- bzw. Terminverträgen zugrundeliegenden Geschäft entspricht dem jeweiligen Fälligkeitsdatum der Options- und Terminverträge. Veränderungen der Marktwerte und realisierten Gewinne beliefen sich im Geschäftsjahr 2007 auf 0,5 Mio. w (2006: 18.557 w) und wurden als sonstige Erträge erfasst. Am 31. Dezember 2007 betrug die Optionsprämie für im Januar 2007 eingegangene Derivate 41.500 w (2006: 75.700 w).
RECHNUNGSABGRENZUNG, STEUERFORDE-RUNGEN, SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENS-WERTE UND VORRÄTE 7
Sowohl die kurzfristige als auch die langfristige aktive Rechnungsabgrenzung bestand zum 31. Dezember 2007 im Wesentlichen aus vorausgezahlten Gebühren für Unterlizenzen in Höhe von 0,4 Mio. w (2006: 0,1 Mio. w) und anderen Vorauszahlungen in Höhe von 0,9 Mio. w (2006: 1,2 Mio. w).
Zum 31. Dezember 2007 bestanden Steuerforderungen in Höhe von 1,0 Mio. w (2006: 0,2 Mio. w), die hauptsächlich Forderungen aus einbehaltenem Zinsabschlag auf Kapitalerträge umfassen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf 0,2 Mio. w (2006: 0,5 Mio. w) und bestanden vor allem aus Umsatzsteuerforderungen.
Vorräte in Höhe von 3,8 Mio. w (2006: 3,5 Mio. w) lagerten vor allem an den Standorten Oxford, UK, und Raleigh, USA und Martinsried, Deutschland. Zum Bilanzstichtag enthielten die Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 3,4 Mio. w (2006: 3,1 Mio. w), unfertige Erzeugnisse in Höhe von 0,2 Mio. w (2006: 0,1 Mio. w) und Fertigerzeugnisse in Höhe von 0,2 Mio. w (2006: 0,3 Mio. w). Die Wertberichtigung auf Vorräte belief sich auf 1,7 Mio. w zum 31. Dezember 2007 (2006: 1,1 Mio. w) und ist in den Herstellungskosten enthalten. Wie im Vorjahr bestanden zum Bilanzstichtag keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert ausgewiesen werden. Im Geschäftsjahr 2007 wurden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Bestandsveränderungen der unfertigen Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse in Höhe von 5,7 Mio. w (2006: 6,0 Mio. w) unter den Herstellungskosten erfasst.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
SACHANLAGEN 8
| in T E | grundstücke und gebäude* |
büro - und labor einrichtung |
betriebs- und geschäfts ausstattung |
gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| 1. JANUAR 2007 | 3.023 | 7.399 | 2.219 | 12.641 |
| Zugänge | 78 | 867 | 129 | 1.074 |
| Abgänge* | – 1.786 | – 308 | – 185 | – 2.279 |
| Währungseffekte | – 241 | – 52 | – 47 | – 340 |
| 31. DEZEMBER 2007 | 1.074 | 7.906 | 2.116 | 11.096 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 1. JANUAR 2007 | 100 | 4.506 | 1.141 | 5.747 |
| Jahresabschreibung | 65 | 1.186 | 229 | 1.480 |
| Wertberichtigungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | – 21 | – 272 | – 33 | – 326 |
| Währungseffekte | – 7 | – 16 | – 11 | – 34 |
| 31. DEZEMBER 2007 | 137 | 5.404 | 1.326 | 6.867 |
| Buchwerte | ||||
| 1. JANUAR 2007 | 2.923 | 2.893 | 1.078 | 6.894 |
| 31. DEZEMBER 2007 | 937 | 2.502 | 790 | 4.229 |
| Anschaffungskosten | ||||
| 1. JANUAR 2006 | 2.247 | 5.334 | 1.881 | 9.462 |
| Zugänge | 1.487 | 2.322 | 613 | 4.422 |
| Abgänge* | – 697 | – 257 | – 265 | – 1.219 |
| Währungseffekte | – 14 | 0 | – 10 | – 24 |
| 31. DEZEMBER 2006 | 3.023 | 7.399 | 2.219 | 12.641 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 1. JANUAR 2006 | 10 | 3.783 | 972 | 4.765 |
| Jahresabschreibung | 66 | 909 | 229 | 1.204 |
| Wertberichtigungen | 57 | 60 | 204 | 321 |
| Abgänge | – 33 | – 247 | – 265 | – 545 |
| Währungseffekte | 0 | 1 | 1 | 2 |
| 31. DEZEMBER 2006 | 100 | 4.506 | 1.141 | 5.747 |
| Buchwerte | ||||
| 1. JANUAR 2006 | 2.237 | 1.551 | 909 | 4.697 |
| 31. DEZEMBER 2006 | 2.923 | 2.893 | 1.078 | 6.894 |
* enthält Umgliederung zu 'als Finanzinvestition gehaltene Immobilien' (siehe Ziffer 11 dieses Anhangs) sowie' zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte' (siehe Ziffer 12 dieses Anhangs)
Währungsumrechnungseffekte aus in Fremdwährung gehaltenen Sachanlagen waren zum 31. Dezember 2007 von untergeordneter Bedeutung.
Zum 31. Dezember 2007 waren Grundstücke und Gebäude in Brentwood, New Hampshire, USA, im Wert von 0,3 Mio. w als 'zur Veräußerung gehalten' beurteilt und in den kurzfristigen Vermögenswerten des Segments AbD enthalten. Die am 31. Dezember 2006 in Höhe von 0,2 Mio. w als zur Veräußerung gehaltenen Grundstücke und Gebäude in Oxford, UK, wurden im Dezember 2007 veräußert (siehe Ziffer 12 dieses Anhangs).
Die Abschreibungen sind in den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| in T E | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Forschung und Entwicklung |
898 | 625 |
| Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung (Abschreibungen) |
491 | 528 |
| Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung (Wertberichtigungen) |
0 | 317 |
| Herstellungskosten | 109 | 48 |
| GESAMT | 1.498 | 1.518 |
Zum 31. Dezember 2007 waren die im Eigenkapital unter "Währungsumrechnungsdifferenzen" erfassten Fremdwährungseffekte aus erworbenen Vermögenswerten von untergeordneter Bedeutung.
Detailliertere Angaben sind in der Anlage 1 enthalten.
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 9
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
| know how und kunden |
geschäfts oder firmen |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T w | patente | lizenzen | software | stamm | wert | gesamt |
| Anschaffungskosten | ||||||
| 1. JANUAR 2007 | 3.845 | 12.741 | 1.669 | 6.478 | 27.003 | 51.736 |
| Zugänge | 110 | 10.202 | 628 | 0 | 0 | 10.940 |
| Abgänge | 0 | – 85 | – 6 | 0 | 0 | – 91 |
| Währungseffekte | 0 | – 43 | – 10 | – 518 | – 49 | – 620 |
| 31. DEZEMBER 2007 | 3.955 | 22.815 | 2.281 | 5.960 | 26.954 | 61.965 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 1. JANUAR 2007 | 1.895 | 4.965 | 1.425 | 1.643 | 0 | 9.928 |
| Jahresabschreibung | 466 | 1.467 | 227 | 764 | 0 | 2.924 |
| Wertberichtigungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | – 42 | 0 | 0 | 0 | – 42 |
| Währungseffekte | 0 | – 6 | – 3 | – 134 | 0 | – 143 |
| 31. DEZEMBER 2007 | 2.361 | 6.384 | 1.649 | 2.273 | 0 | 12.667 |
| Buchwerte | ||||||
| 1. JANUAR 2007 | 1.950 | 7.776 | 244 | 4.835 | 27.003 | 41.808 |
| 31. DEZEMBER 2007 | 1.594 | 16.431 | 632 | 3.687 | 26.954 | 49.298 |
| Anschaffungskosten | ||||||
| 1. JANUAR 2006 | 3.795 | 12.140 | 1.392 | 2.313 | 4.137 | 23.777 |
| Zugänge | 50 | 605 | 277 | 4.194 | 22.783 | 27.909 |
| Abgänge | 0 | – 4 | 0 | 0 | 0 | – 4 |
| Währungseffekte | 0 | 0 | 0 | – 29 | 83 | 54 |
| 31. DEZEMBER 2006 | 3.845 | 12.741 | 1.669 | 6.478 | 27.003 | 51.736 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 1. JANUAR 2006 | 1.434 | 3.683 | 1.260 | 827 | 0 | 7.204 |
| Jahresabschreibung | 461 | 1.286 | 132 | 816 | 0 | 2.695 |
| Wertberichtigungen | 0 | 0 | 33 | 0 | 0 | 33 |
| Abgänge | 0 | – 4 | 0 | 0 | 0 | – 4 |
| Währungseffekte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. DEZEMBER 2006 | 1.895 | 4.965 | 1.425 | 1.643 | 0 | 9.928 |
| Buchwerte | ||||||
| 1. JANUAR 2006 | 2.361 | 8.457 | 132 | 1.486 | 4.137 | 16.573 |
| 31. DEZEMBER 2006 | 1.950 | 7.776 | 244 | 4.835 | 27.003 | 41.808 |
Währungseffekte aus in Fremdwährung gehaltenen immateriellen Vermögenswerten beliefen sich zum 31. Dezember 2007 auf 0,1 Mio. w (2006: 0,1 Mio. w).
Der Abschreibungsaufwand ist in den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| in T E | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Forschung und | ||
| Entwicklung | 2.285 | 2.131 |
| Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung (Abschreibungen) |
563 | 505 |
| Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung |
||
| (Wertberichtigungen) | 0 | 33 |
| Herstellungskosten | 127 | 67 |
| GESAMT | 2.975 | 2.736 |
Zum 31. Dezember 2007 waren die im Eigenkapital unter "Währungsumrechnungsdifferenzen" erfassten Fremdwährungseffekte aus erworbenen Vermögenswerten von untergeordneter Bedeutung.
Die Gesellschaft hat folgende Lizenzvereinbarungen über bestimmte patentgeschützte Technologien geschlossen, die aktiviert sind (nicht aktivierte Lizenzvereinbarungen werden nicht einzeln offengelegt):
DYAX CORP., USA
Im November 2007 hat MorphoSys mit der Dyax Corp., ein Lizenzabkommen über ein umfangreiches Patentportfolio im Bereich Antikörper und anderer Proteine geschlossen. Die Vereinbarung sichert MorphoSys eine vollständig bezahlte Lizenz an einer Reihe von Phage-Display-Patenten von Dyax sowie Lizenzen für andere Patente, die unter anderem Methoden für das Display und die Selektion von Antikörpern und anderen Proteinen durch den Einsatz alternativer Display-Verfahren schützen. Im Rahmen der Lizenzvereinbarung hat MorphoSys
das Recht, seinerseits Lizenzen für diese Patente im Zusammenhang mit seiner fi rmeneigenen Technologie zu erteilen. Die Vereinbarung bietet MorphoSys einen fl exiblen Rahmen für die künftige Weiterentwicklung seiner Technologie, um sein Portfolio an Antikörpertechnologien weiter zu diversifi zieren und sein Angebot für Kunden in den Bereichen therapeutische Antikörper sowie Diagnostik und Forschung zu verbessern.
Am 31. Dezember 2007 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von ungefähr zehn Jahren.
SCA VENTURES, INC., USA
Im Dezember 1999 hat die Gesellschaft eine nicht exklusive, produktbezogene Lizenzvereinbarung mit SCA Ventures, Inc., USA, geschlossen. Die nicht exklusive Lizenz der SCA Ventures dient der Konzipierung, Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Nutzung sowie dem Verkauf, Verkaufsangebot und Import von auf der Grundlage von HuCAL entwickelten Produkten unter den Patentrechten von SCA Ventures auf einkettige Antikörper. Die Gesellschaft ist berechtigt, die von SCA Ventures lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifi zierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Sie kann diese Lizenzvereinbarung aus beliebigem Grund gegenüber SCA Ventures schriftlich mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten kündigen. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet daneben jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.
Am 31. Dezember 2007 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von zwei Jahren.
BIOSITE DIAGNOSTICS, INC., USA
Im Januar 2000 hat die Gesellschaft eine Kooperationsvereinbarung mit Biosite Diagnostics, Inc. , unterzeichnet, in deren Rahmen die Gesellschaft eine lizenzgebührenpfl ichtige, nicht exklusive, weltweite Lizenz für Patente von Biosite und XOMA Corporation auf bestimmte Technologien im Hinblick auf das Display und Screening von mehrkettigen Antikörpern erhielt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifi zierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
Sofern die Vereinbarung nicht vorzeitig gekündigt wird, läuft sie bis zum späteren Zeitpunkt aus Ablauf der Verpfl ichtung zur Lizenzzahlung und Auslaufen des letzten Patents, für das von einer der Vertragsparteien eine Lizenz an die andere Partei gewährt wurde. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenzund Lizenzvergabegebühren.
Am 31. Dezember 2007 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von zwei Jahren.
GENENTECH, INC., USA
Im Mai 2000 hat die Gesellschaft eine Lizenzvereinbarung mit Genentech, Inc., geschlossen, die ihr im Rahmen der Genentech-Patente Rechte an der monovalenten Phagendisplay-Screeningtechnologie gewährt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifi zierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.
Am 31. Dezember 2007 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von ungefähr zweieinhalb Jahren.
XOMA IRELAND LTD., IRLAND
Im Februar 2002 hat die Gesellschaft mit XOMA Ireland Ltd., eine gegenseitige Lizenzvereinbarung über antikörperbezogene Technologien geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung entrichtete MorphoSys an XOMA 1,1 Mio. w und im September 2002 eine zweite Rate in Höhe von 4,6 Mio. w. Die Gesellschaft hatte die Möglichkeit, die zweite Rate in bar oder in Form neuer Stammaktien der Gesellschaft im Gegenwert von 5,5 Mio. w zu leisten. Die Gesellschaft erfasste im Jahr 2002 einen Betrag von 2,5 Mio. w als Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Die verbleibenden 3,2 Mio. w stellen den Wert der erhaltenen Lizenz dar. Sie wurde als immaterieller Vermögenswert aktiviert und wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.
Im Oktober 2002 hat die Gesellschaft die Option ausgeübt und die zweite Rate in Form von 363.466 neuen Stammaktien entrichtet, deren Anzahl sich aus dem Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Bekanntgabe ergab. Im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Option hat die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aktienausgabe im Mai 2003 einen Zinsaufwand von 0,7 Mio. w gebucht.
Am 31. Dezember 2007 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von fünf Jahren.
CAMBRIDGE ANTIBODY TECHNOLOGY LTD. (CAT), UK
Im Dezember 2002 hat MorphoSys mit Wirkung vom Juli 2003 ein Lizenzabkommen und einen Vergleich mit CAT, geschlossen. Der Vergleich erstreckt sich auf die bisherige, gegenwärtige und künftige Nutzung sowie die Vermarktung sämtlicher Versionen der HuCAL-Bibliotheken von MorphoSys und auf alle Patente, die Gegenstand der beigelegten Auseinandersetzungen zwischen beiden Gesellschaften waren. Eingeschlossen sind auch die Rechtsstreitigkeiten in den USA bezüglich der Griffi ths-, McCafferty-, Winter II- und Winter/Lerner/Huse-Patente von CAT wie auch die von MorphoSys beim Europäischen Patentamt eingereichten Einsprüche gegen die CAT-Patente Winter II und McCafferty.
Am 31. Dezember 2007 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von sechs Jahren.
CRUCELL N.V., NIEDERLANDE
Im August 2006 hat die MorphoSys AG mit dem niederländischen Biotechnologieunternehmen Crucell N.V. ein zweites Lizenzabkommen für PER.C6® und mit dessen Technologiepartner DSM Biologics eine biopharmazeutische Produktionsvereinbarung geschlossen. Die Lizenz berechtigt MorphoSys, die Zelllinie PER.C6® bei der Herstellung von klinischem Material für die Entwicklung seines eigenen therapeutischen Antikörperprogramms MOR103 einzusetzen. Die Herstellung von klinischem Material ist eine wichtige Voraussetzung für die Einhaltung des Projektzeitplans.
Am 31. Dezember 2007 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von neun Jahren.
THE UNIVERSITY OF MELBOURNE, AUSTRALIEN
Im Geschäftsjahr 2007 hat MorphoSys eine Vereinbarung mit der University of Melbourne getroffen, die MorphoSys den exklusiven Zugang zu allen Rechten an der Verwendung von Hemmstoffen des humanen Zytokins GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor) im Rahmen einer US-Patentanmeldung und deren Nachfolger sichert. Das Zytokin GM-CSF ist das Zielmolekül für das fi rmeneigene Antikörperprogramm MOR103 von MorphoSys zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis (RA) und anderen entzündlichen Erkrankungen. MorphoSys rechnet damit, dass die von der University of Melbourne erhaltene Lizenz in den USA nach der Patenterteilung zu exklusiven Vermarktungsrechten für therapeutische Antikörper gegen das Zielmolekül GM-CSF bei entzündlichen Erkrankungen führt.
Weitere Erläuterungen sind in der Anlage 1 enthalten.
SONSTIGE VERMÖGENSWERTE 10
Die Gesellschaft hat bestimmte Positionen innerhalb der sonstigen Vermögenswerte als zweckgebundene Finanzmittel klassifi ziert, die für betriebliche Zwecke nicht zur Verfügung stehen (siehe Ziffer 3 des Anhangs zu diesem Konzernabschluss). Zum 31. Dezember 2007 und 2006 verfügte die Gesellschaft über zweckgebundene Finanzmittel von 1.365.095 w bzw. 1.475.182 w für ausgereichte Garantien und von 79.065 w bzw. 38.371 w für an Mitarbeiter ausgegebene Wandelschuldverschreibungen.
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN 11
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bestehen aus den gewerblich genutzten Immobilien der Tochtergesellschaft Poole Real Estate Ltd., Poole, UK, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen an Dritte weitervermietet wurden. Die Leasingverhältnisse sind in den ersten beiden Jahren unkündbar. Bedingte Mieten werden nicht erhoben.
Der Buchwert der Immobilie beläuft sich auf 1,6 Mio. w (umgegliedert von den Sachanlagen). Diese Umgliederung in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien war im Jahr 2007 notwendig geworden, nachdem sich der Konzern entschieden hatte, die Immobilien unterzuvermieten. In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2007 wurden 0,3 Mio. w als Mieteinnahmen erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zum 31. Dezember 2007 wurde keine Bewertung eines unabhängigen Gutachters vorgenommen. Die Gebäude werden linear in Höhe von jährlich 2 % abgeschrieben. In 2007 entstanden keine Kosten, die den 'als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien' direkt zugerechnet werden konnten. Der beizulegende Zeitwert der Immobilie ist nicht verlässlich bestimmbar, da vergleichbare Markttransaktionen unregelmäßig sind und andere verlässliche Schätzungen des beizulegenden Zeitwerts (z. B. durch zukünftige Zahlungsmittelzufl üsse) nicht verfügbar sind.
Die künftige Mindestleasingrate im Rahmen des unkündbaren Leasingvertrags beträgt 0,3 Mio. w (Fälligkeit von weniger als einem Jahr) und 0,3 Mio. w (Fälligkeit zwischen einem und fünf Jahren).
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE 12
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Mio. w (2006: 0,7 Mio. w) bestehen aus Immobilien der Tochtergesellschaft MorphoSys US, Inc. in Brentwood, New Hampshire, USA. Maßnahmen zur Veräußerung der Immobilien wurden ergriffen und werden voraussichtlich innerhalb eines Jahres zum Verkauf führen. Eine externe unabhängige Immobiliengesellschaft, die über die erforderliche fachliche Qualifi kation sowie aktuelle Erfahrungen mit Standort und Art der zu bewertenden Immobilien verfügt, hat die Immobilien im vierten Quartal 2007 bewertet. Aufgrund dieser Neubewertung zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Wertminderungsaufwand (impairment loss) von 0,2 Mio. w erfasst.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Im Dezember 2007 hat der Konzern die in Kidlington, UK, gelegenen Immobilien der Tochtergesellschaft MorphoSys UK Ltd. veräußert. Zum 31. Dezember 2006 war in diesem Zusammenhang ein Betrag von 0,2 Mio. w als zur Veräußerung gehalten eingestuft worden. Aus der Veräußerung ergab sich ein Gewinn von untergeordneter Bedeutung.
UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE 13
In den Jahren 2005 und 2006 hat MorphoSys im Rahmen der Rechnunglegung nach IFRS laut IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" vorgeschriebene Kaufpreiszuordnungen vorgenommen. Die Gesellschaft beauftragte PriceWaterhouseCoopers mit der Identifi zierung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte. IFRS räumt für die nicht ergebniswirksame Anpassung der zugewiesenen beizulegenden Zeitwerte einen Zeitraum von zwölf Monaten nach dem Erwerbszeitpunkt ein. Zum 31. Dezember 2007 wurde kein Anpassungsbedarf der beizulegenden Zeitwerte festgestellt.
Am 31. Oktober 2007 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert wie von IAS 36.134 vorgeschrieben überprüft. Auf der Basis des Segments AbD als der Zahlungsmittel generierenden Einheit wurde der Nutzungswert erheblich höher als der Buchwert eingestuft und aus diesem Grund eine ausführliche Sensitivitätsanalyse als nicht erforderlich angesehen. Der Ermittlung des Nutzungswerts auf der Grundlage einer aktualisierten Prognose der Finanzmittelfl üsse für die nächsten fünf Jahre lagen folgende Annahmen zu Grunde: ein Beta-Faktor von 1,49, ein Ertragsteuersatz von 36 %, ein WACC von 11,15 % und eine konservative Wachstumsrate der ewigen Rente von 3 % . Die ge troffenen Annahmen entsprechen der Einschätzung des Managements im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung und beruhen sowohl auf internen Planungsszenarien als auch auf externen Quellen.
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 14
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben im Normalfall ein Zahlungsziel von bis zu 30 Tagen. Lizenzverbindlichkeiten haben zum Teil ein Zahlungsziel von bis zu 30 Tagen.
Die Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
| 2006 | |
|---|---|
| 1.289 | 3.326 |
| 11.621 | 6.376 |
| 754 | |
| 379 | 670 |
| 0 | 0 |
| 13.441 | 10.456 |
| 2007 531 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Rückstellungen enthalten, im Wesentlichen abgegrenzte Personalaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. w (2006: 1,8 Mio. w). Die abgegrenzten Aufwendungen enthalten auch Rückstellungen für ausstehende Rechnungen einschließlich Beratungsgebühren von 5,6 Mio. w (2006: 2,2 Mio. w), externe Laborleistungen von 0,6 Mio. w (2006: 0,2 Mio. w), Lizenzzahlungen von 2,5 Mio. w (2006: 1,5 Mio. w), Aufsichtsratsvergütungen von 0,3 Mio. w (2006: 0,2 Mio. w), Prüfungs- und sonstige damit verbundenen Honorare von 0,2 Mio. w (2006: 0,2 Mio. w) sowie 0,4 Mio. w für Rechtsberatung (2006: 0,2 Mio. w).
Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Mai 2007 wurde ihr Aufsichtsrat ermächtigt, die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer zu bestellen. Die Prüfungsgesellschaft und ihre Partnerunternehmen innerhalb des weltweiten KPMG-Netzwerks erhielten von MorphoSys in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 Vergütungen in Höhe von 312.972 w bzw. 303.353 w einschließlich Prüfungshonorare von 228.071 w (2006: 185.915 w), Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen von 45.936 w (2006: 110.658 w), Honorare für Steuerberatung von 5.000 w (2006: 6.230 w) und Honorare für sonstige Leistungen von 33.965 w (2006: 550 w). In diesen Zahlen sind Rückstellungen für Prüfungshonorare von 141.211 w (2006: 159.419 w) enthalten.
Die Honorare für KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrugen 196.328 w (2006: 172.824 w) einschließlich Prüfungshonorare von 144.572 w (2006: 118.496 w), Honorare für sonstige Bestätigungsoder Bewertungsleistungen von 45.936 w (2006: 47.548 w), Honorare für Steuerberatung von 5.000 w (2006: 6.230 w) und Honorare für sonstige Leistungen von 820 w (2006: 550 w).
RÜCKSTELLUNGEN 15
Am 31. Dezember 2007 und 2006 bestanden Rückstellungen in Höhe von 539.311 w bzw. 1.144.805 w.
Die Steuerrückstellungen enthalten vor allem Aufwendungen für Ertragsteuern, die zum 31. Dezember 2007 in Bezug auf ihre Höhe ungewiss waren und voraussichtlich in 2008 ausgeglichen werden.
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt verändert:
| inanspruch | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T E | 01. 01. 2007 | zuführungen | nahme | auflösung | 31. 12. 2007 |
| Steuern | 1.004 | 1.068 | 1.117 | 479 | 476 |
| Sonstige Verpfl ichtungen | 141 | 6 | 78 | 6 | 63 |
| GESAMT | 1.145 | 1.074 | 1.195 | 485 | 539 |
FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENT 16
Zusätzlich zu den im Lagebericht angegebenen Risiken hat der Konzern folgende Risiken identifi ziert:
AUSFALL- UND LIQUIDITÄTSRISIKO
Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfall- und Liquiditätsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro und US-Dollar. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um qualitativ hochwertige Anlagen. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere werden grundsätzlich bei drei renommierten Finanzinstituten in Deutschland gehalten. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, und deren Bonität und kann kein Risiko der Nichterfüllung erkennen.
Es ist Politik des Konzerns, alle Kunden mit dem Wunsch nach Zahlungszielen einer Kreditwürdigkeitsprüfung zu unterziehen. Dennoch unterliegen die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft einem Ausfallrisiko durch Kundenkonzentration. Forderungen gegen den wichtigsten Kunden des Konzerns belaufen sich auf 3,8 Mio. w zum 31. Dezember 2007 (2006: 0,8 Mio. w). Vom Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns entfi elen zum Jahresende 2007 rund 40 % auf einen einzelnen Kunden. Überdies machten drei einzelne Kunden der Gesellschaft 25 %, 14 % und 8 % der gesamten Umsatzerlöse des Jahres 2007 aus. Zum 31. Dezember 2006 hatten 20 % des letztjährigen Forderungsbestands der Gesellschaft einen einzelnen
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Kunden betroffen; von den Umsatzerlösen des Jahres 2006 waren 25 %, 12 % bzw. 5 % auf drei Kunden entfallen. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung waren im AbD Segment zum 31. Dezember 2007 und 2006 Wertberichtigungen in Höhe von 65.498 w bzw. 189.103 w erforderlich. Die Buchwerte der fi nanziellen Vermögenswerte stellen das maximale Ausfallrisiko dar.
Das maximale Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach geographischer Aufteilung stellt sich wie folgt dar:
| in E | 2007 |
|---|---|
| Europa und Asien | 6.504.707 |
| USA und Kanada | 2.775.052 |
| Sonstige | 182.073 |
| GESAMT | 9.461.832 |
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, NACH ABZUG DER WERTBERICHTIGUNG |
8.546.578 | 822.362 | 92.892 | 9.461.832 |
|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigung | 0 | 0 | – 65.498 | – 65.498 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.546.578 | 822.362 | 158.390 | 9.527.330 |
| in E; Fälligkeit | 0 – 30 tage | 30 – 60 tage | 60 + tage | gesamt |
| 2007 | 2007 | 2007 | 2007 |
Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine und die zugehörigen Zahlungsmittelfl üsse liegen innerhalb eines Jahres. Die Wandelschuldverschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. w haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2009. Zu den derivativen Finanzinstrumenten und den zugehörigen Zahlungsmittelfl üssen verweisen wir auf Abschnitt 6 des Anhangs zum Konzernabschluss.
MARKTRISIKO
Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass sich Änderungen in Marktpreisen wie Währungskurse, Zinssätze und Anteilsbewertungen auf die Ertragslage des Konzerns oder den Wert der gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Der Konzern ist einem Währungsrisiko und einem Zinsrisiko ausgesetzt.
WÄHRUNGSRISIKO
Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt. Während die Aufwendungen von MorphoSys überwiegend in Euro anfallen, hängt ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse vom jeweiligen Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro ab. Die Gesellschaft prüft im Jahresverlauf die Notwendigkeit von Kurssicherungsmaßnahmen zur Minderung des Währungsrisikos und begegnet diesem Risiko durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
| Forderungen aus Lieferungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| und Leistungen | 6.921.385 | 1.908.302 | 509.663 | 122.482 | 9.461.832 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||||
| und Leistungen | – 507.286 | – 270.394 | – 620.898 | – 21.603 | – 1.420.181 |
| 2.647.202 | 1.833.780 | 100.879 | 114.940.567 |
Ein Anstieg von 10% des Euro gegen den US-Dollar zum 31. Dezember 2007 hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,3 Mio. w verringert (unter der Annahme konstanter Zinssätze). Ein Rückgang um 10% des Euro gegen den USD hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,3 Mio. w erhöht. Ein Anstieg von 10% des Euro gegen das Britische Pfund zum 31. Dezember 2007 hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,1 Mio. w verringert (unter der Annahme konstanter Zinssätze). Ein Rückgang um 10% des Euro gegen das Britische Pfund hätte das Ergebnis des Konzerns um 0,2 Mio. w erhöht.
Unter der Annahme gleichbleibender Währungskurse von USD/ EUR und GBP/EUR im Vergleich zum Jahresdurchschnittskurs von 2006 wären die Umsatzerlöse des Konzerns um 1,0 Mio. w höher.
ZINSRISIKO
Das Risiko des Konzerns aus Zinssatzänderungen ergibt sich im Wesentlichen aus den zur Veräußerung gehaltenen Wertpapieren. Eine Änderung des allgemeinen Zinsniveaus könnte zu einer Erhöhung oder einem Rückgang des Marktwerts dieser Wertpapiere führen. Das Risiko eines Rückgangs des Marktwerts ist jedoch aufgrund von Marktwertgarantien der ausgebenden Banken begrenzt. Die Garantien werden halbjährlich erneuert. Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sieht sich der Konzern derzeit keinem wesentlichen Zinsrisiko ausgesetzt.
BEIZULEGENDE ZEITWERTE
Die Buchwerte von fi nanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, marktgängigen Wertpapieren, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen angesichts ihrer kurzen Fälligkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Marktwert von marktgängigen Wertpapieren bestimmt sich nach ihren notierten Marktpreisen (siehe Ziffer 4 dieses Anhangs). Der den Lizenzverbindlichkeiten beizulegende Zeitwert ermittelt sich nach der Effektivzinsmethode. Wandelschuldverschreibungen werden mit den zugeschriebenen Werten ausgewiesen, die annähernd dem zum Fälligkeitstag fälligen Kapitalbetrag entsprechen.
GEZEICHNETES KAPITAL
Am 31. Dezember 2007 betrug das Grundkapital (AG) der Gesellschaft einschließlich eigener Aktien 22.160.259 w, eine Zunahme von 2.014.293 w gegenüber dem Stand von 20.145.966 w am 31. Dezember 2006. Jede Stückaktie des gezeichneten Kapitals gewährt ein Stimmrecht. Eine Zunahme um 1.956.564 w bzw. 652.188 Aktien ist auf die im Mai 2007 durchgeführte Kapitalerhöhung zurückzuführen. Die Wandlung und die Ausübung von 19.243 an Mitarbeiter gewährten Wandelschuldverschreibungen und Optionen erhöhten das gezeichnete Kapital im Jahr 2007 um weitere 57.729 w.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
Am 31. Dezember 2006 hatte das gezeichnete Kapital der Gesellschaft 20.145.966 w betragen. Die Zunahme der Aktienanzahl um 625.680 w bzw. 208.560 Aktien war auf die Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Serotec-Erwerb vom 11. Januar 2006 zurückzuführen. Durch eine am 29. März 2006 durchgeführte Kapitalerhöhung hatte sich das gezeichnete Kapital um 1.153.014 w bzw. 384.338 Aktien erhöht. Durch die Wandlung und Ausübung von 96.561 an Mitarbeiter gewährten Wandelschuldverschreibungen und Optionen hatte sich das Grundkapital im Jahr 2006 um weitere 289.683 w erhöht.
Eigene Aktien beliefen sich am 31. Dezember 2007 auf 9.811 w (26.732 Aktien) verglichen mit 10.703 w (29.162 Aktien) am 31. Dezember 2006.
GENEHMIGTES KAPITAL
Am 9. Mai 2007 wurden im Rahmen einer Barkapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital II 652.188 Aktien ausgegeben.
Das nicht in Anspruch genommene Genehmigte Kapital I blieb zum 31. Dezember 2007 verglichen mit dem 31. Dezember 2006 unverändert und dient der Ausgabe von bis zu 2.493.769 neuen Aktien.
Das Genehmigte Kapital II war am 31. Dezember 2007 vollständig in Anspruch genommen (31.12.2006: 652.188 Aktien).
BEDINGTES KAPITAL
Im Jahr 2007 wurden aus dem Bedingten Kapital I durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter 2.500 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 7.500 w erhöht. Daneben wurden aus dem Bedingten Kapital II durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter 300 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 900 w erhöht. Aus dem Bedingten Kapital IV wurden durch Ausübung der gleichen Zahl von Wandelschuldverschreibungen durch Mitarbeiter 9.743 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 29.229 w erhöht. Schließlich wurden aus dem Bedingten Kapital V durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter 6.700 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 20.100 w erhöht.
Im Jahr 2006 waren aus dem Bedingten Kapital I, II, IV und V 2.445, 31.265, 49.351 bzw. 13.500 Aktien geschaffen worden. Das Grundkapital hatte sich dadurch um 7.335 w, 93.795 w, 148.053 w bzw. 40.500 w erhöht.
Am 17. Mai 2006 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, für das Bedingte Kapital III und V zusätzliche Aktien bis zu maximal 1.829.562 bzw. 343.987 Stück zu schaffen.
HAUPTVERSAMMLUNG UND AKTIENSPLIT
Die Rechtsmittelinstanz ist nicht der Argumentation unseres Rechtsbeistands gefolgt mit der Konsequenz, dass der Aktiensplit (Tagesordnungspunkt 5 der Hauptversammlung), der Tagesordnungspunkt 7 (Erhöhung des Genehmigten Kapitals 2006-I gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung), der Tagesordnungspunkt 9 (Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2007-I gemäß § 5 Abs. 6b der Satzung) wie auch der Tagesordnungspunkt 10 (Erhöhung des Bedingten Kapitals 2003-III gemäß § 5 Abs. 6d der Satzung) nicht in das Handelsregister eingetragen werden.
DIVIDENDEN
Dividenden dürfen ausschließlich auf der Grundlage des Bilanzgewinns des deutschen Einzelabschlusses der Gesellschaft (nach Abzug bestimmter Rücklagen) beschlossen und ausgeschüttet werden. Dieser Betrag unterscheidet sich aufgrund der Anpassungen des Konzernabschlusses an IFRS von der Summe aus Kapitalrücklage und Bilanzverlustvortrag im vorliegenden Konzernabschluss. Obwohl die Gesellschaft in ihrem deutschen Einzelabschluss für das Jahr 2007 ein zu versteuerndes Ergebnis auswies, ergab sich zum 31. Dezember 2007 und 2006 kein Bilanzgewinn für eine Ausschüttung. Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Dividendenausschüttung hängt daher von ihrer zukünftigen Ertragsentwicklung ab.
KAPITALRÜCKLAGE
Am 31. Dezember 2007 betrug die Kapitalrücklage 155.376.343 w (31. Dezember 2006: 123.878.001 w). Der Anstieg um insgesamt rund 31,5 Mio. w ergab sich aus Personalaufwand aus Aktienoptionen von 1.430.406 w (einschließlich des inneren Werts der gewährten Wandelschuldverschreibungen) und aus einer Kapitalerhöhung im Mai 2007 von
29.437.180 w. Ein Anstieg um 630.756 w ergab sich aus der Ausübung und Wandlung von Optionen und Wandelschuldverschreibungen im Jahr 2007.
Im Jahr 2006 hatte sich die Kapitalrücklage um 27,5 Mio. w durch Personalaufwand aus Aktienoptionen von 1.250.892 w, eine Sachkapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Serotec-Erwerb von 7.997.500 w (einschließlich Ausgabekosten von 32.060 w) und aus einer Kapitalerhöhung am 29. März 2006 von 15.477.143 w (einschließlich transaktionsbedingter Kosten von 756.916 w), saldiert mit einem latenten Steueranspruch von 284.032 w, erhöht. Ein Anstieg um 2.739.618 w ergab sich aus der Ausübung und Wandlung von Optionen und Wandelschuldverschreibungen im Jahr 2006.
WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN 18
Die Hauptversammlung im Juli 2002 hatte die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Juni 2006 bis zu 300.000 unverzinsliche Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von jeweils 1,00 w an Mitarbeiter sowie Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihrer Beteiligungsgesellschaften zu gewähren. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Am 16. Mai 2003 und 11. Mai 2005 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft jeweils ermächtigt, weitere 150.269 Aktien bis zum 30. April 2010 auszugeben. Am 15. Januar 2006 waren 38.418 Wandelschuldverschreibungen zu einem Ausübungspreis von 44,12 w an Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der MorphoSys AG gewährt worden.
Die Wandelschuldverschreibungen sind außer in Erbschafts-/ Todesfällen nicht übertragbar und dürfen nicht beliehen werden. Im Falle der Arbeitsunfähigkeit kann der Vorstand in begründeten Einzelfällen einer Übertragung zustimmen.
Die Wandlungsrechte können nur ausgeübt werden, sofern zum Zeitpunkt der Ausübung der Wandlungsrechte das Arbeitsverhältnis mit dem Halter der Wandelschuldverschreibungen ungekündigt ist und noch keine einvernehmliche Aufhebungsvereinbarung getroffen wurde. Im Fall der Nichtausübung der Wandlungsrechte werden den Begünstigten die zum Erwerb der Wandelschuldverschreibungen aufgewendeten Beträge (d. h. 1,00 w je Schuldverschreibung /Aktie) erstattet.
Die Begünstigten dürfen die Wandlungsrechte erst nach Ablauf einer Wartefrist von einem Jahr nach Gewährungsdatum ausüben. Jede Wandelschuldverschreibung im Nennwert von 1,00 w berechtigt bei Entrichtung des Wandlungspreises zum Tausch in eine nennwertlose Stammaktie der Gesellschaft. Die Wandelschuldverschreibungen können nach dem 31. Dezember 2008 nicht mehr ausgeübt werden.
Der Wandlungspreis der im Jahr 2006 gewährten Wandelschuldverschreibungen hatte 44,12 w betragen und dem Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft in der Xetra-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse am letzten Handelstag vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen entsprochen.
Die Wandlungsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der Börsenkurs an mindestens einem Tag während der Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen 110 % des Börsenkurs der Xetra-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse am letzten Handelstag vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen erreicht hat.
Aktien aus der Ausübung von Wandlungsrechten können erstmals in dem Geschäftsjahr am Gewinn der Gesellschaft teilhaben, für das zum Zeitpunkt der Ausübung die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat.
Im Jahr 2007 haben Mitarbeiter der Gesellschaft 9.743 im Jahr 2006 gewährte Schuldverschreibungen in die gleiche Anzahl nennwertlose Stammaktien gewandelt.
Im Jahr 2007 wurden im Rahmen des 2002er Plans Mitgliedern des Vorstands und Mitarbeitern weitere Wandelschuldverschreibungen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 2002 gewährt. Am 15. Januar 2007 wurden 52.818 Wandelschuldverschreibungen an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der MorphoSys AG gewährt. Der Ausübungspreis für die Schuldverschreibungen beträgt 55,10 w und entspricht dem Börsenkurs in der Xetra-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse am Handelstag vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Wandelschuldverschreibungsplans für Mitarbeiter der Gesellschaft in den Jahren 2007 und 2006:
| wandel schuldver schreibungen |
gewichteter durchschnitts preis (R) |
|
|---|---|---|
| AM 1. JANUAR 2006 AUSSTEHEND |
49.541 | 38,40 |
| Gewährt | 38.418 | 44,12 |
| Ausgeübt | – 49.351 | 38,40 |
| Verfallen | – 237 | 44,12 |
| Abgelaufen | – 190 | 38,40 |
| AM 31. DEZEMBER 2006 AUSSTEHEND |
38.181 | 44,12 |
| AM 1. JANUAR 2007 AUSSTEHEND |
38.181 | 44,12 |
| Gewährt | 52.818 | 55,10 |
| Ausgeübt | – 9.743 | 44,12 |
| Verfallen | – 2.191 | 54,95 |
| Abgelaufen | 0 | – |
| AM 31. DEZEMBER 2007 AUSSTEHEND |
79.065 | 51,15 |
Die am 31. Dezember 2007 und 2006 ausübbaren Wandelschuldverschreibungen beliefen sich auf 28.408 bzw. 0 Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der ausübbaren Wandelschuldverschreibungen belief sich am 31. Dezember 2007 bzw. 2006 auf 44,12 w bzw. 0 w.
Die folgende Übersicht enthält den gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis sowie Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen Gruppen von Wandelschuldverschreibungen zum 31. Dezember 2007:
| 79.065 | 1,64 | 51,15 R | 28.408 | 44,12 R | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 44,13 W – 55,10 W | 50.657 | 2,00 | 55,10 W | 0 | – | |
| 10,00 W – 44,12 W | 28.408 | 1,00 | 44,12 W | 28.408 | 44,12 W | |
| bandbreite der ausübungspreise | ausstehende (anzahl) |
laufzeit (in jahren) |
licher aus übungspreis |
ausübbar (anzahl) |
licher aus übungspreis |
|
| restliche vertrags |
gewichteter durchschnitt |
gewichteter durchschnitt |
Die Gesellschaft bilanziert den Personalaufwand aus Aktienoptionen in Übereinstimmung mit IFRS 2 und IAS 32.28. Die Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibungen ist separat in der Kapitalrücklage auszuweisen und wird vom beizulegenden Zeitwert der Wandelschuldverschreibungen abgesetzt. Der verbleibende Wert wird als Personalaufwand aus Aktienoptionen erfasst. Der Vergütungsaufwand im Zusammenhang mit Wandelschuldverschreibungen belief sich in den Jahren 2007 und 2006 auf 699.261 w bzw. 535.635 w. Der beizulegende Zeitwert der im Jahr 2007 gewährten Wandelschuldverschreibungen wurde auf der Grundlage des Optionspreismodells von Black-Scholes unter der Annahme eines risikofreien Zinssatzes von 3,95 %, einer Dividendenrendite von 0 %, einer auf historischen Daten beruhenden erwarteten Volatilität von 40 % und einer erwarteten Laufzeit von zwei Jahren ermittelt. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der im Jahr 2007 gewährten Wandelschuldverschreibungen wird somit auf 14,02 w geschätzt.
Bewertungsmodelle beruhen in starkem Maße auf subjektiven Annahmen. Da Veränderungen der subjektiven Bewertungsannahmen die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts erheblich beeinfl ussen können, liefern die bestehenden Modelle nach Ansicht des Managements nicht unbedingt einen zuverlässigen alleinigen Maßstab für den beizulegenden Zeitwert der an Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen.
AKTIENOPTIONEN 19
1998 MITARBEITER-AKTIENOPTIONSPROGRAMM
Am 15. Juni 1998 hat die Gesellschaft einen Aktienoptionsplan ("1998er Plan") zur Gewährung von Optionen an Führungskräfte und Vorstandsmitglieder der Gesellschaft zum Erwerb von Stammaktien der Gesellschaft eingeführt. Der 1998er Plan erlaubte die Ausgabe von Optionen an die Belegschaft für 96.075 Stammaktien der Gesellschaft in Form von 45.450 Namensoptionsscheinen für je eine Stammaktie und 50.625 Aktien, auszugeben nach Ausübung von Optionsrechten ohne Optionsschein. Die Gesellschaft hat 55.350 Stammaktien sowie 68.650 eigene Aktien für die Aktienoptionen reserviert. Alle unter dem 1998er Plan gewährten Optionsrechte haben eine Laufzeit von zehn Jahren.
Jeder Optionsschein berechtigt den Halter zum Bezug einer Aktie. Mit Ausübung des Optionsscheins wird der Ausübungspreis, der dem Marktpreis der Aktien am Tag der Gewährung entspricht, zur Zahlung fällig. Halter von Optionsscheinen dürfen sie in vollem Umfang frühestens sechs Monate nach ihrer Gewährung ausüben, können sie jedoch auch veräußern. Die Optionsscheine oder die durch Ausübung erhaltenen Aktien werden über drei Jahre gestaffelt jährlich ausübbar.
Die nicht mit Optionsscheinen ausgestatteten Optionsrechte werden im Rahmen einer Optionsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und dem Mitarbeiter gewährt. Für alle Zuteilungen nach dem Juni 1998 gilt eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zuteilungsdatum; nach deren Ablauf kann der Halter von nicht mit Optionsscheinen ausgestatteten Optionsrechten sie bis zum Betrag der ausübbaren Optionsrechte ausüben.
In den Jahren 2007 und 2006 wurden 4.930 bzw. 2.445 Optionen aus dem 1998er Plan ausgeübt.
1999 MITARBEITER-AKTIENOPTIONSPROGRAMM
Mit Wirkung vom 21. Juli 1999 hat die Gesellschaft ihren Aktienoptionsplan ("1999er Plan") durch die zusätzlich genehmigte Gewährung von Optionen an Mitarbeiter für bis zu 300.250 Aktien aus dem Bedingten Kapital erweitert, auszuhändigen bei Ausübung von nicht mit Optionsscheinen versehenen Optionsrechten. Am 31. Oktober 1999 wurden 98.100 Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft, den Vorstand und den Aufsichtsrat gewährt. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar und haben eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Daneben gilt eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zuteilungsdatum; nach deren Ablauf kann der Halter der Optionsrechte diese bis zum Betrag der ausübbaren Optionsrechte ausüben, vorausgesetzt, dass die zu Grunde liegende Aktie im Jahr der Ausübung einen kumulierten Wertzuwachs von 10 % pro Jahr erreicht hat. Am 14. Oktober 2004 haben Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, die Ausübungsfrist für 54.900 an Mitarbeiter und Vorstand gewährte Optionen bis zum 31. Oktober 2009 zu verlängern.
Im Jahr 2002 erhielten Mitarbeiter im Rahmen des 1999er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 1999. Am 15. Januar 2002 wurden 5.500 Optionen an Mitarbeiter der MorphoSys AG ausgegeben. Am 15. Januar 2007 sind die nicht ausgeübten Optionen verfallen.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Im Jahr 2003 erhielten Mitglieder des Vorstands im Rahmen des 1999er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 1999. Am 1. Juli 2003 wurden 36.000 Optionen an Mitglieder des Vorstands der MorphoSys AG ausgegeben.
In den Jahren 2007 und 2006 wurden 300 bzw. 31.265 Optionen aus dem 1999er Plan ausgeübt.
2002 MITARBEITER-AKTIENOPTIONSPROGRAMM
Mit Wirkung vom 6. Juni 2002 hat die Gesellschaft ihren Aktienoptionsplan ("2002er Plan") durch die zusätzlich genehmigte Gewährung von Optionen an Mitarbeiter für bis zu 74.556 Aktien aus dem Bedingten Kapital erweitert, auszuhändigen bei Ausübung von nicht mit Optionsscheinen versehenen Optionsrechten. Die Konditionen entsprechen weitgehend denen des 1999er Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramms. Am 16. Mai 2003, 11. Mai 2004, 11. Mai 2005 und 17. Mai 2006 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, im Rahmen des 2002er Mitarbeiter-Aktienoptionsprogramms weitere 36.891, 58.816, 74.017 bzw. 116.957 Aktien zu gleichen Konditionen auszugeben.
Im Jahr 2003 wurden im Rahmen des 2002er Plans Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie bei den Gewährungen in den Jahren 1999 und 2002 an Mitarbeiter ausgegeben. Am 15. Januar 2003 und 1. Juli 2003 erhielten Mitarbeiter der MorphoSys AG 2.500 bzw. 15.000 Optionen.
Am 15. Januar 2004 wurden Mitarbeitern 35.000 Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie in den Jahren 1999, 2002 und 2003 gewährt.
Im Jahr 2005 wurden Mitgliedern des Vorstands und Mitarbeitern im Rahmen des 2002er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 2002 gewährt. Am 1. Juli 2005 wurden 97.358 Optionen an Mitglieder des Vorstands und an Mitarbeiter von MorphoSys ausgegeben.
Im Jahr 2006 wurden im Rahmen des 2002er Plans Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie in den Jahren 1999 und 2002 an Mitarbeiter und ein Vorstandsmitglied ausgegeben. Am 15. Januar 2006 und 1. Juli 2006 wurden 40.000 bzw. 7.500 Optionen an Mitarbeiter und an den Vorstand der MorphoSys AG ausgegeben.
Am 1. Juli 2007 wurden im Rahmen des 2002er Plans 60.000 Optionen zu den gleichen Konditionen wie in den Vorjahren an Mitarbeiter ausgegeben.
In den Jahren 2007 und 2006 wurden 6.700 bzw. 13.500 Optionen aus dem 2002er Plan ausgeübt.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Aktienoptionspläne für Mitarbeiter der Gesellschaft in den Jahren 2007 und 2006:
| aktien | gewichteter durchschnitts preis (R) |
|
|---|---|---|
| AM 1. JANUAR 2006 AUSSTEHEND |
251.459 | 23,34 |
| Gewährt | 47.500 | 43,80 |
| Ausgeübt | – 47.210 | 24,03 |
| Verfallen | – 10.604 | 31,35 |
| Abgelaufen | – 2.100 | 44,27 |
| AM 31. DEZEMBER 2006 AUSSTEHEND |
239.045 | 26,73 |
| AM 1. JANUAR 2007 AUSSTEHEND |
239.045 | 26,73 |
| Gewährt | 60.000 | 48,30 |
| Ausgeübt | – 11.930 | 22,54 |
| Verfallen | – 5.625 | 44,12 |
| Abgelaufen | – 1.000 | 59,51 |
| AM 31. DEZEMBER 2007 AUSSTEHEND |
280.490 | 31,05 |
Am 31. Dezember 2007 bzw. 2006 waren Aktienoptionen für 130.865 bzw. 88.670 Aktien ausübbar. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der ausübbaren Aktienoptionen belief sich am 31. Dezember 2007 bzw. 2006 auf 20,30 w bzw. 17,83 w.
Die folgende Übersicht enthält den gewichteten Durchschnittspreis sowie Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen zum 31. Dezember 2007 ausstehenden Optionsgruppen:
| 280.490 | 2,55 | 31,05 R | 130.865 | 20,30 R | |
|---|---|---|---|---|---|
| 40,00 W – 48,30 W | 101.875 | 3,94 | 46,43 W | 0 | – |
| 30,00 W – 39,99 W | 73.000 | 2,50 | 31,35 W | 34.000 | 31,35 W |
| 20,00 W – 29,99 W | 49.350 | 1,83 | 20,80 W | 49.350 | 20,80 W |
| 10,88 W – 19,99 W | 56.265 | 0,72 | 11,82 W | 47.515 | 11,87 W |
| bandbreite der ausübungspreise | ausstehend (anzahl) |
laufzeit (in jahren) |
licher aus übungspreis |
ausübbar (anzahl) |
licher aus übungspreis |
| restliche vertrags |
gewichteter durchschnitt |
gewichteter durchschnitt |
|||
Die Gesellschaft bilanziert den Personalaufwand aus Aktienoptionen in Übereinstimmung mit IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung". Der Vergütungsaufwand im Zusammenhang mit Aktienoptionen belief sich in den Jahren 2007 und 2006 auf 720.254 w bzw. 707.336 w.
Der beizulegende Zeitwert der im Jahr 2007 gewährten Optionen wurde auf der Basis des Optionspreismodells von Black-Scholes unter Zugrundelegung eines risikofreien Zinssatzes von 4,45 %, einer Dividendenrendite von 0 %, einer auf historischen Daten beruhenden erwarteten Volatilität von 42 % und einer erwarteten Laufzeit von 3,0 Jahren ermittelt. Für die im Jahr 2006 gewährten Aktienoptionen waren die folgenden Annahmen zu Grunde gelegt worden: risikofreier Zinssatz 2,89 %, Dividendenrendite 0 %, erwartete Volatilität 55 % bis 60 % und der gleichen Optionslaufzeit wie in 2007. Der gewichtete durchschnittliche theoretische Optionspreis der in den Jahren 2007 und 2006 gewährten Optionen wird auf 16,09 w bzw. 18,33 w geschätzt.
Optionsbewertungsmodelle beruhen in starkem Maße auf subjektiven Annahmen. Da Veränderungen der subjektiven Bewertungsannahmen die Ermittlung des theoretischen Optionspreises erheblich beeinfl ussen können, liefern die bestehenden Modelle nach Ansicht des Managements nicht unbedingt einen zuverlässigen alleinigen Maßstab für den theoretischen Optionspreis der an Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen.
PERSONALAUFWAND 20
| in T E | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 15.727 | 15.890 |
| Sozialversicherungs abgaben |
2.500 | 1.612 |
| Personalaufwand aus Aktienoptionen |
1.420 | 1.243 |
| Zeitpersonal (extern) | 91 | 22 |
| Sonstige | 490 | 601 |
| GESAMT | 20.228 | 19.368 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des Geschäftsjahres 2007 betrug 291 (2006: 265). Von den 295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Bilanzstichtag waren 164 (31. Dezember 2006: 155) in der Forschung und Entwicklung sowie 131 (31. Dezember 2006: 124) in Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung beschäftigt.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
ERTRAGSTEUERN 21
Die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften MorphoSys IP GmbH und MorphoSys AbD GmbH unterliegen der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer. Seit dem Jahr 2001 gilt ein Körperschaftsteuersatz von 25 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5 %. Unter Berücksichtigung des Hebesatzes von 300 % für kommunale Gewerbesteuer (für die MorphoSys AG und die MorphoSys IP GmbH) beträgt der Gewerbesteuersatz 13,04 % des zu versteuernden Einkommens und ist bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer abzugsfähig. Für die ausländischen Tochtergesellschaften von MorphoSys gelten Ertragsteuersätze von 30 % in UK bzw. 39 % in den USA.
Am 6. Juli 2007 hat der Deutsche Bundesrat der Unternehmenssteuerreform 2008 zugestimmt. Im Rahmen der zum 1. Januar 2008 in Kraft tretenden Bestimmungen wird die Körperschaftsteuer von 25 % auf 15 % gesenkt, während der Solidaritätszuschlag unverändert 5,5 % beträgt und gleichzeitig der effektive Gewerbesteuersatz moderat von 9,6 % auf 10,5 % ansteigt. Eine der Maßnahmen zur Gegenfi nanzierung ist die Begrenzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Betriebsausgaben. Diese Neuregelungen werden sich im Konzern auswirken und sind in diesem Konzernabschluss berücksichtigt.
Die Ertragsteuern des abgelaufenen Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:
| in T E | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand für das abgelaufene Jahr (davon direkt im Eigenkapital | ||
| berücksichtigt nach IAS 32.35: 438 T W; 2006: 284 T W) | – 1.809 | – 1.177 |
| Latenter Steuerertrag | 4.066 | 1.919 |
| Gesamter Steuerertrag | 2.257 | 742 |
| Gesamtbetrag latenter Steuern aus Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst werden | – 978 | – 821 |
Latente Steuern werden nur in dem Umfang erfasst, in dem die betreffenden Steuervorteile mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit realisiert werden können. Am 31. Dezember 2007 bilanzierte die Gesellschaft aktive latente Steuern von 4,9 Mio. w aufgrund der für die Geschäftsjahre 2008 bis 2012 erwarteten Geschäftsentwicklung.
Der Ausweis von aktiven latenten Steuern aufgrund zuvor nicht ausgewiesener aktiver latenter Steuern betrug 5,6 Mio. w (2006: 2,1 Mio. w). Die gegenwärtige Einschätzung im Hinblick auf Realisierbarkeit der aktiven latenten Steuern kann sich in Abhängigkeit von der Ergebnissituation kommender Jahre ändern und zu höheren oder niedrigeren Wertberichtigungen führen.
Die nachfolgende Übersicht leitet den gesetzlichen Ertragsteueraufwand zum effektiven Ertragsteueraufwand über, wie er im Konzernabschluss ausgewiesen wird. Bei der Ermittlung der gesetzlichen Ertragsteuern wurde im Geschäftsjahr 2007 der kombinierte Ertragsteuersatz von 36 % (2006: 36 %) auf das Ergebnis vor Steuern angewendet. Der in der Überleitungsrechnung verwendete Steuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag von zusammen 26,38 % zuzüglich die effektive Gewerbesteuer auf der Grundlage eines Hebesatzes von 300 % für die kommunale Gewerbesteuer von 9,60 % unter Berücksichtigung der Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer.
| in T E | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 9.218 | 5.286 |
| Erwarteter Steuersatz | 36 % | 36 % |
| ERWARTETE ERTRAGSTEUERN | – 3.318 | – 1.903 |
| URSACHEN DER STEUEREFFEKTE: | ||
| Latente Steuern aufgrund des Ausweises aktiver latenter Steuern auf zuvor nicht ausgewiesene aktive latente Steuern im Hinblick auf die künftige Aufhebung der Differenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz |
2.072 | 919 |
| Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verluste des Berichtsjahres | – 167 | 0 |
| Erstmaliger Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge | 3.580 | 1.186 |
| Ertragsteuern aufgrund des Ausweises aktiver latenter Steuern auf zuvor nicht ausgewiesene aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge |
236 | 1.309 |
| Personalaufwand aus Aktienoptionen | – 511 | – 448 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Posten | – 149 | – 235 |
| Änderung von Steuersätzen | 295 | – 31 |
| Steuern für Vorjahre | 131 | 0 |
| Sonstige Effekte | 88 | – 55 |
| EFFEKTIVE ERTRAGSTEUERN | 2.257 | 742 |
In 2006 waren für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 14,5 Mio. w und für deutsche gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 13,8 Mio. w keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen worden. Zum 31. Dezember 2007 beliefen sich der verbleibende Verlustvortrag für Körperschaftsteuer auf 13,9 Mio. w bzw. für Gewerbesteuer auf 13,2 Mio. w. Zum Bilanzstichtag wurden bisher nicht erfasste steuerliche Verluste in Höhe von 3,6 Mio. w als aktive latente Steuern erfasst, da die Geschäftsleitung es für wahrscheinlich hält, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, mit dem der
steuerliche Verlust verrechnet werden kann. Die Geschäftsleitung hat als Folge der mit Novartis vereinbarten Zusammenarbeit ihre Einschätzung der künftigen Gewinne revidiert. Die steuerlichen Verlustvorträge können auf unbestimmte Zeit und in unbegrenzter Höhe vorgetragen werden. Seit dem Jahr 2004 begrenzt das deutsche Steuerrecht die Verrechnung von zu versteuerndem Einkommen mit bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen auf einen Betrag von 1,0 Mio. w zuzüglich 60 % des Betrags, um den das zu versteuernde Einkommen den Betrag von 1,0 Mio. w übersteigt. Zum 31. Dezember 2006 war
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
kein latenter Steueranspruch im Hinblick auf die zukünftige Umkehrung der Unterschiede zwischen der IFRS- und der Steuerbilanz in Höhe von 2,7 Mio. w gebildet. Zum 31. Dezember 2007 belief sich der latente Steuerertrag aus der Bilanzierung eines vorher nicht bilanzierten latenten Steuererstattungsanspruchs im Hinblick auf die zukünftige Umkehrung von Ergebnisunterschieden in der IFRS- und der Steuerbilanz auf 2,1 Mio. w.
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| aktive latente |
aktive latente |
passive latente |
passive latente |
|
|---|---|---|---|---|
| in T E | steuern 2007 | steuern 2006 | steuern 2007 | steuern 2006 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.110 | 3.858 | 2.276 | 3.020 |
| Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte |
0 | – 2.673 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 0 | 41 | 37 | 80 |
| Grundstücke | 0 | 0 | 160 | 277 |
| Gebäude | 0 | 0 | 73 | 132 |
| Vorräte | 77 | 219 | 5 | 184 |
| Anzahlungen | 0 | 7 | 0 | 0 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 | 18 | 56 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 1 | 3 | 0 | 0 |
| Investitionen in kurzfristige Wertpapiere | 0 | 0 | 848 | 679 |
| Sonstige Rückstellungen | 25 | 34 | 66 | 1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 4 | 15 |
| Wandelschuldverschreibungen | 0 | 0 | 0 | 14 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 2 | 0 | 0 |
| Steuerliche Verluste | 3.633 | 1.261 | 0 | 0 |
| 5.846 | 2.752 | 3.487 | 4.458 |
Aufgrund der steuerlichen Organschaft der MorphoSys AG und der MorphoSys IP GmbH wurden aktive und passive latente Steuern in Höhe von 0,9 Mio. w bilanziell verrechnet. Passive latente Steuern in Höhe von 0,8 Mio. w wurden direkt im Eigenkapital erfasst; dieser Betrag steht im Zusammenhang mit der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten. Direkt im Eigenkapital erfasste Ertragsteuern beliefen sich auf 0,4 Mio. w und beziehen sich auf die Kosten der Kapitalerhöhung in 2007.
ERGEBNIS JE AKTIE 22
Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie beruht auf einem Jahresüberschuss für 2007 von 11.475.030 w (2006: 6.027.934 w) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl in Umlauf befi ndlicher Stammaktien für die betreffenden Jahre (2007: 7.115.890; 2006: 6.379.046).
Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien ermittelte sich wie folgt:
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| STAND DER AUSGEGEBENEN AKTIEN AM 1. JANUAR | 6.715.322 | 6.025.863 |
| Effekt der gehaltenen eigenen Aktien | – 29.162 | – 29.162 |
| Effekt der Aktienausgabe im Januar | 7.276 | 162.990 |
| Effekt der Aktienausgabe im Februar | 2.993 | 9.136 |
| Effekt der Aktienausgabe im März | 400 | 203.299 |
| Effekt der Aktienausgabe im April | 0 | 525 |
| Effekt der Aktienausgabe im Mai | 418.517 | 172 |
| Effekt der Aktienausgabe im Juni | 133 | 0 |
| Effekt der Aktienausgabe im Juli | 0 | 1.342 |
| Effekt der Aktienausgabe im August | 0 | 1.221 |
| Effekt der Aktienausgabe im September | 0 | 518 |
| Effekt der Aktienausgabe im Oktober | 0 | 2.626 |
| Effekt der Aktienausgabe im November | 0 | 174 |
| Effekt der Aktienausgabe im Dezember | 411 | 342 |
| GEWICHTETE DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL STAMMAKTIEN | 7.115.890 | 6.379.046 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter Berücksichtigung der potenziellen Stammaktien der Gesellschaft aus gewährten Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen ermittelt.
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung des unverwässerten auf das verwässerte Ergebnis je Aktie (in w, mit Ausnahme der Angaben je Aktie):
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| Zähler: | ||
| Jahresüberschuss | 11.475.030 | 6.027.934 |
| Nenner (Anzahl): | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie |
7.115.890 | 6.379.046 |
| Verwässernde Aktien aus Aktienoptionen | 95.211 | 90.793 |
| Verwässernde Aktien aus Wandelschuldverschreibungen | 0 | 0 |
| NENNER GESAMT: | 7.211.101 | 6.469.839 |
| Ergebnis je Aktie (in E) | ||
| Unverwässert | 1,61 | 0,94 |
| Verwässert | 1,59 | 0,93 |
MIETVERPFLICHTUNGEN 23
Die Gesellschaft mietet Einrichtungen und Ausstattungen im Rahmen langfristiger Operating-Leasingverträge. In den Geschäftsjahren 2007 und 2006 belief sich der Mietaufwand auf 1.770.942 w bzw. 1.672.888 w. Im Januar 2004 hatte MorphoSys den bestehenden Leasingvertrag für ihren Grund und Gebäude geändert. Der neue Leasingvertrag hat eine Laufzeit bis September 2009. Darauf folgend hat MorphoSys die Möglichkeit, den Mietvertrag jährlich um jeweils ein Jahr zu verlängern. Eine jährliche Erhöhung der Mietrate wird entsprechend des Verbraucherindex für Deutschland festgelegt.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Versicherungsverträgen sowie anderen Dienstleistungen stellen sich wie folgt dar:
| GESAMT | 12.395 | 15.413 |
|---|---|---|
| mehr als 5 Jahre | 5.942 | 7.229 |
| 1 – 5 Jahre | 3.577 | 5.263 |
| bis zu 1 Jahr | 2.876 | 2.921 |
| in T E | 2007 | 2006 |
Der Gesamtaufwand der Gesellschaft aus Operating-Leasingund Versicherungsverträgen sowie anderen Dienstleistungen belief sich in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 auf insgesamt rund 3.200.067 w bzw. 2.896.961 w.
EVENTUALSCHULDEN 24
Der Geschäftsleitung sind keine Vorgänge bekannt, die für die Gesellschaft zu einer wesentlichen Verpfl ichtung führen und eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN 25
Der Konzern unterhält mit Mitgliedern seiner Geschäftsleitung und seines Aufsichtsrats als nahe stehende Personen Geschäftsbeziehungen. Neben der Barvergütung hat die Gesellschaft dem Vorstand und Mitgliedern des Aufsichtsrats Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen gewährt. Die nachfolgenden Übersichten zeigen die vom Vorstand und vom Aufsichtsrat im Verlauf des Geschäftsjahres 2007 gehaltenen Aktien, Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sowie die Änderungen in ihren Besitzverhältnissen:
AKTIEN
| 01. 01. 2007 | zugänge | verfall | verkäufe | 31. 12. 2007 | |
|---|---|---|---|---|---|
| VORSTAND | |||||
| Dr. Simon E. Moroney | 113.461 | 0 | 0 | 0 | 113.461 |
| Dave Lemus4 | 100 | 0 | 0 | 0 | 100 |
| Dr. Marlies Sproll | 35 | 0 | 0 | 0 | 35 |
| GESAMT | 113.596 | 0 | 0 | 0 | 113.596 |
| AUFSICHTSRAT | |||||
| Dr. Gerald Möller | 2.500 | 0 | 0 | 0 | 2.500 |
| Prof. Dr. Jürgen Drews1 | 0 | 2.430 | 0 | 0 | 2.430 |
| Dr. Walter Blättler2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 673 |
| Dr. Daniel Camus | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Metin Colpan | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Andreas Plückthun3 | 59.300 | 0 | 0 | 0 | 59.300 |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT | 61.800 | 2.430 | 0 | 0 | 64.903 |
1) Prof. Dr. Drews übte seine Aktienoptionen aus und hielt die erhaltenen Aktien
2) am 16. Mai 2007 beigetreten; Aktien wurden von Dr. Blättler vor seiner Ernennung zum Aufsichtsrat erworben
3) am 16. Mai 2007 ausgeschieden
4) von seiner Ehefrau gehalten
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
AKTIENOPTIONEN
| 01. 01. 2007 | zugänge | verfall | ausübungen | 31. 12. 2007 | |
|---|---|---|---|---|---|
| VORSTAND | |||||
| Dr. Simon E. Moroney | 83.000 | 0 | 0 | 0 | 83.000 |
| Dave Lemus | 48.000 | 0 | 0 | 0 | 48.000 |
| Dr. Marlies Sproll | 26.250 | 0 | 0 | 0 | 26.250 |
| GESAMT | 157.250 | 0 | 0 | 0 | 157.250 |
| AUFSICHTSRAT | |||||
| Dr. Gerald Möller | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Jürgen Drews1 | 2.430 | 0 | 0 | 2.430 | 0 |
| Dr. Walter Blättler2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Daniel Camus | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Metin Colpan | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Andreas Plückthun3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT | 2.430 | 0 | 0 | 2.430 | 0 |
1) Prof. Dr. Drews übte seine Aktienoptionen aus und hielt die erhaltenen Aktien
2) am 16. Mai 2007 beigetreten
3) am 16. Mai 2007 ausgeschieden
WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN
| 01. 01. 2007 | zugänge | verfall | ausübungen | 31. 12. 2007 | |
|---|---|---|---|---|---|
| VORSTAND | |||||
| Dr. Simon E. Moroney | 5.699 | 5.549 | 0 | 0 | 11.248 |
| Dave Lemus | 4.749 | 4.624 | 0 | 0 | 9.373 |
| Dr. Marlies Sproll | 3.800 | 3.700 | 0 | 0 | 7.500 |
| GESAMT | 14.248 | 13.873 | 0 | 0 | 28.121 |
| AUFSICHTSRAT | |||||
| Dr. Gerald Möller | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Jürgen Drews | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Walter Blättler2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Daniel Camus | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Metin Colpan | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Andreas Plückthun3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
2) am 16. Mai 2007 beigetreten
3) am 16. Mai 2007 ausgeschieden
Die Vergütungen sowohl für den Vorstand als auch für den Aufsichtsrat bestanden aus einer fi xen und einer variablen Komponente und sonstigen Entschädigungen. Sofern keine Wiederernennung erfolgt bzw. das Dienstverhältnis nicht verlängert wird, hat jedes Vorstandsmitglied den Anspruch auf eine Abfi ndungszahlung in Höhe eines Jahresfi xgehaltes. Im Jahr 2007 belief sich die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat ohne Reisekostenerstattungen auf 298.500 w (2006: 259.000 w). Die nachfolgenden Übersichten zeigen die Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats in detaillierter Form:
VORSTAND
| fixe vergütung |
variable vergütung |
sonstige vergütungen |
gesamt vergütung |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in E | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 |
| Dr. Simon Moroney | 320.250 | 290.000 | 198.360 | 139.024 | 83.882 | 77.313 | 602.492 | 506.337 |
| Dave Lemus | 225.225 | 204.750 | 140.049 | 104.973 | 113.309 | 99.456 | 478.583 | 409.179 |
| Dr. Marlies Sproll | 211.860 | 181.500 | 124.146 | 13.052 | 56.356 | 46.347 | 392.362 | 240.899 |
| GESAMT | 757.335 | 676.250 | 462.555 | 257.049 | 253.547 | 223.116 | 1.473.437 | 1.156.415 |
AUFSICHTSRAT
| fixe vergütung |
variable vergütung |
gesamt vergütung |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in E | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 |
| Dr. Gerald Möller | 40.000 | 40.000 | 35.000 | 24.500 | 75.000 | 64.500 |
| Prof. Dr. Jürgen Drews | 30.000 | 30.000 | 19.000 | 11.000 | 49.000 | 41.000 |
| Dr. Daniel Camus | 25.000 | 25.000 | 21.000 | 20.000 | 46.000 | 45.000 |
| Dr. Metin Colpan | 25.000 | 25.000 | 16.000 | 7.500 | 41.000 | 32.500 |
| Prof. Dr. Andreas Plückthun1 | 8.878 | 23.500 | 4.500 | 7.500 | 13.378 | 31.000 |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 26.500 | 26.500 | 21.000 | 18.500 | 47.500 | 45.000 |
| Dr. Walter Blättler2 | 14.622 | 0 | 12.000 | 0 | 26.622 | 0 |
| GESAMT | 170.000 | 170.000 | 128.500 | 89.000 | 298.500 | 259.000 |
1) am 16. Mai 2007 beigetreten
2) am 16. Mai 2007 ausgeschieden
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernbilanz Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
Auf der Hauptversammlung am 17. Mai 2006 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats virtuelle Aktienoptionen ("phantom stocks") gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhielt 2.500, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende 2.000 und die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils 1.500 Aktienwertsteigerungsrechte ("stock appreciation rights").
Im Jahr 2006 hat MorphoSys mit seinem früheren Aufsichtsratsmitglied Herrn Prof. Dr. Andreas Plückthun und einer Wissenschaftlerin aus dessen Forschungsgruppe an der Universität Zürich bis Dezember 2008 befristete Beraterverträge geschlossen. Beide Berater erbringen im Rahmen der Verträge Beratungsleistungen in den Bereichen Antikörper und Antikörperähnliche Fragmente ("scaffolds"). Herr Prof. Dr. Plückthun erhält vertragliche Zahlungen von bis zu 14.000 w jährlich, abhängig davon, in welchem Ausmaß MorphoSys seine Beratungsleistungen in Anspruch nimmt. Im Jahr 2007 erfolgten keine Zahlungen an Herrn Prof. Dr. Plückthun und seine Forschungsgruppe. Die Forschungskooperation mit der Universität Zürich wurde mit Ablauf des Jahres 2006 beendet.
Daneben gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Beraterverträge mit aktuellen und früheren Mitgliedern des Aufsichtsrats.
CORPORATE GOVERNANCE 26
Die Gesellschaft hat die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Diese Erklärung wurde veröffentlicht und den Aktionären am 19. Dezember 2007 dauerhaft zugänglich gemacht.
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSABKOMMEN 27
Die Gesellschaft hat im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungsstrategie eine Reihe von F&E-Vereinbarungen geschlossen. Im Folgenden sind die Abkommen kurz beschrieben, die spürbare fi nanzielle Auswirkungen gehabt haben bzw. haben könnten (in alphabetischer Reihenfolge). In Bezug auf die im Geschäftsjahr 2007 neu geschlossenen oder wesentlich geänderten Partnerschaften wird auf den Abschnitt Geschäftsentwicklung des Konzernlageberichts verwiesen.
ASTELLAS PHARMA INC.
MorphoSys und Astellas Pharma Inc., das zweitgrößte ethischpharmazeutische Unternehmen Japans, haben im März 2007 ein Lizenzabkommen für den Einsatz der HuCAL-Technologie von MorphoSys geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung gewährt MorphoSys Astellas Zugang zu seiner HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek für den Einsatz in deren internen Programmen zur Medikamentenerforschung. Als Gegenleistung bekam MorphoSys eine Einmalzahlung und erhält über die Laufzeit des Abkommens jährliche Nutzungsgebühren. Das Abkommen hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren.
BAYER SCHERING PHARMA AG
Die Zusammenarbeit mit Bayer Schering Pharma AG (Deutschland/USA) wurde Ende 2007 eingestellt. Im Rahmen des vorherigen Abkommens hatte Bayer Schering Pharma jährliche Lizenzgebühren für den Zugang zu MorphoSys-Technologien und für bei MorphoSys erbrachte Unterstützungsleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung gezahlt. Mehrere therapeutische Antikörperprogramme befi nden sich derzeit in der Entwicklung und könnten künftig zu entwicklungsabhängigen Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen.
BOEHRINGER INGELHEIM PHARMA GMBH & CO. KG
Im Februar 2003 vereinbarten MorphoSys und Boehringer Ingelheim, Deutschland/USA, eine Kooperation im Bereich therapeutischer Antikörper. Als Gegenleistung für bestimmte Rechte für Zielmoleküle für das ICAM-1-Molekül erhielt Boehringer Ingelheim exklusive kommerzielle Lizenzen auf therapeutische Antikörper gegen zwei ungenannte Zielmoleküle. Im November 2003 und August 2004 hat Boehringer Ingelheim Optionen für die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern gegen Zielmoleküle im Bereich von Herz-Kreislauf- und entzündlichen Erkrankungen ausgeübt.
Im Februar 2005 haben beide Unternehmen die Ausweitung ihrer bestehenden Zusammenarbeit bei Forschungs- und therapeutischen Anwendungen vereinbart. Unter dem neuen Vertrag hat Boehringer Ingelheim eine Option auf mehrere exklusive Lizenzen für neue therapeutische Antikörperprogramme erworben. Daneben erhielt Boehringer Ingelheim für Forschungszwecke in einer Reihe von Forschungseinrichtungen wie beispielsweise am Standort Wien, Österreich, Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys. Im Rahmen der laufenden Vereinbarung erhielt MorphoSys eine Technologiezugangsgebühr und erhält über die fünfjährige Dauer der Zusammenarbeit jährliche Lizenzgebühren und optionale F&E-Zahlungen. Für aus der Zusammenarbeit resultierende therapeutische Antikörper wird Boehringer Ingelheim an MorphoSys Meilensteinzahlungen leisten und Tantiemen entrichten.
Insgesamt befi nden sich derzeit mehrere therapeutische Antikörperprogramme in der Entwicklung und könnten künftig zu entwicklungsabhängigen Meilensteinzahlungen und zu Tantiemen auf Produktverkäufe führen.
CENTOCOR, INC.
Die laufende Zusammenarbeit mit Centocor, Inc., USA, einer 100 %igen Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, wurde Ende 2007 eingestellt. Im Rahmen des vorherigen Abkommens hat Centocor jährliche Lizenzgebühren für den Zugang zu MorphoSys-Technologien und für bei MorphoSys erbrachte Unterstützungsleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung gezahlt. Derzeit befi nden sich mehrere therapeutische Antikörperprogramme für mehrere Indikationen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und könnten künftig zu entwicklungsabhängigen Meilensteinzahlungen und zu Tantiemen auf Produktverkäufe führen.
DAIICHI SANKYO COMPANY, LIMITED
Im März 2006 haben MorphoSys und Sankyo Company Limited, eine 100 %ige Tochtergesellschaft von Daiichi Sankyo Company, Limited, Japan, ein Lizenzabkommen geschlossen und eine Zusammenarbeit im Bereich therapeutischer Antikörper vereinbart. Die Laufzeit beträgt zunächst zwei Jahre mit einer Option zur Verlängerung um bis zu weitere drei Jahre. Während der Vertragdauer hat Daiichi Sankyo an seinem Forschungsstandort in Tokio Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys. Daneben wird MorphoSys seine fi rmeneigene HuCAL GOLD-Technologie zur Herstellung von Antikörpern gegen von Daiichi Sankyo zur Verfügung gestellte Zielmoleküle einsetzen. Im Jahr 2007 startete Daiichi Sankyo zusammen mit MorphoSys ein therapeutisches Antikörperprogramm und besitzt eine Option auf weitere Programme. Im Fall der Verlängerung über den ursprünglichen Zweijahreszeitraum hinaus sichert der Vertrag Daiichi Sankyo den Zugang zu weiteren MorphoSys-Dienstleistungen wie Validierung von Zielmolekülen, Optimierung von Antikörpern und präklinische Entwicklung. Eine solche Vertragsverlängerung würde eine zusätzliche Vorauszahlung auslösen und bei MorphoSys zu einem Anstieg der Forschungsfi nanzierung führen.
ELI LILLY AND COMPANY
Im September 2005 haben MorphoSys und der US-Pharmakonzern Eli Lilly and Company ("Lilly") ein Lizenzabkommen auf Gegenseitigkeit über die Nutzung von rekombinanten Protein-Technologien unterzeichnet. Im Rahmen des Abkommens erhält MorphoSys eine Lizenz auf die Kauffman-Patentfamilie für die Herstellung und das Screening bestimmter rekombinanter Peptid- und Protein-Bibliotheken und für die Vermarktung von hieraus resultierenden Produkten. Lilly erhält im Rahmen des Abkommens für ihre internen Forschungs- und Entwicklungsprogramme Zugang zur HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys. Für im Rahmen der Vereinbarung entwickelte therapeutische Antikörper wird Lilly an MorphoSys Ausschließlichkeitsgebühren, Erfolgsprämien, Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Endprodukte entrichten. Das Abkommen ist Teil der Beilegung eines von Applied Molecular Evolution (AME), einer 100 %igen Tochtergesellschaft von Lilly, angestrengten Patentprozesses im Zusammenhang mit mehreren US-Patenten der Kauffman-Patentfamilie.
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
F. HOFFMANN-LA ROCHE AG
Im September 2000 haben MorphoSys und die F. Hoffmann-La Roche AG, Basel, Schweiz, die Unterzeichnung einer Ver einbarung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von menschlichen therapeutischen Antikörpern gegen ein von Roche be nanntes biologisches Zielmolekül gegen Alzheimer bekannt gegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat MorphoSys mehrere Antikörper aus seiner HuCAL-Bibliothek gegen das Alzheimer-Zielmolekül Amyloid beta selektioniert, das eine anormale Ansammlung dieses Peptids im Gehirn hervorruft. Diese Ansammlungen sind typisch für Alzheimer-Patienten und der Antikörper soll helfen, sie abzubauen.
Im Januar 2006 hat Roche alle erforderlichen Anträge für den Start der klinischen Erprobung in einer europäischen Phase-1- Studie für das auf HuCAL aufbauende Antikörperprogramm R1450 gegen Alzheimer gestellt. Die Einreichung der Anträge zum Beginn der klinischen Erprobung löste eine klinische Meilensteinzahlung von Roche an MorphoSys aus. Am Jahresende 2007 war die klinische Erprobung der Phase 1 des Antikörpers im Gange. Im Zusammenhang mit dem Entwicklungsprogramm R1450 könnte MorphoSys weitere entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen aus der Vermarktung von sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Produkten erhalten.
Aufbauend auf der bestehenden Zusammenarbeit bei Alzheimer haben MorphoSys und Roche im März 2006 eine neue Kooperation zur Entwicklung neuartiger therapeutischer Krebs-Antikörper bekannt gegeben. Roche kann zwei neue Zielmoleküle bestimmen, gegen die MorphoSys unter Einsatz seiner HuCAL GOLD-Technologie Antikörper entwickeln wird. MorphoSys stehen Lizenz- und Meilensteinzahlungen auf Projekte in der klinischen Entwicklung sowie Tantiemen auf sich aus der Zusammenarbeit ergebende Endprodukte zu.
GENEFRONTIER CORPORATION
Aufbauend auf einer im Jahr 2004 geschlossenen Marketing-Vereinbarung haben MorphoSys und die in Tokio, Japan, ansässige GeneFrontier Corp. bei zwei Anlässen die Ausweitung ihrer bestehenden Allianz im Verlauf des Jahres 2007 bekannt gegeben. Im Rahmen der laufenden Vereinbarungen nutzt Gene-Frontier die HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek von MorphoSys zur Herstellung neuartiger HuCAL-Antikörper gegen Zielmoleküle, die von führenden japanischen Forschungsinstituten und Universitäten zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck wurde die HuCAL-Antikörpertechnologie in den Forschungslabors einer Forschungsanlage von GeneFrontier in Tokio installiert. GeneFrontier leistet für den Zugang zur HuCAL-Technologie jährliche Lizenzzahlungen an MorphSys.
GPC BIOTECH AG
Im April 1999 hatten MorphoSys und GPC Biotech AG, Deutschland, ein Abkommen geschlossen. Im Rahmen dieses Abkommens selektierte und optimierte MorphoSys unter Einsatz seiner HuCAL-Technology einen vollständig humanen Antikörper gegen ein Zielmolekül von GPC Biotech. Der Antikörper 1D09C3 zielt auf das selektive Erkennen und die Zerstörung von aktivierten reproduzierenden positiven Tumorzellen des Typs MHC Klasse II – einschließlich solcher in Lymphomen vom B-Zellund T-Zell-Typ.
Im Februar 2005 gab MorphoSys bekannt, dass GPC Biotech die klinische Phase-1-Erprobung für den Krebsantikörper 1D09C3 begonnen hat. Insgesamt erstreckte sich die klinischen Erprobung über drei unterschiedliche Standorte in Europa und begann zunächst am Onkologischen Institut der Südschweiz (IOSI), einem bereits in zahlreichen Phase-1-Erprobungen einbezogenen weltweit anerkannten Krebszentrum. Am Jahresende 2007 war die klinische Erprobung des Antikörpers noch im Gange. Im Rahmen der Zusammenarbeit kann MorphoSys weitere entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen aus der Vermarktung von sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Produkten erhalten
IMMUNOGEN, INC.
Im September 2000 hatte MorphoSys eine Zusammenarbeit mit ImmunoGen, Inc., USA, zur Entwicklung humaner Antikörper für die Krebsbehandlung begonnen. In der Partnerschaft hatte MorphoSys seine HuCAL-Technologie zur Entdeckung und Optimierung von vollständig humanen Antikörpern gegen ein nicht spezifi ziertes Zielmolekül auf Zellenoberfl ächen, das mit einer Reihe von Krebsarten im Zusammenhang steht, angewendet. Im Rahmen der Zusammenarbeit erhielt MorphoSys zusätzliche entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantieme aus der Vermarktung von sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Produkten. Die aktive Form der Zusammenarbeit wurde im Mai 2006 beendet.
MERCK & CO., INC.
Im Dezember 2005 hat MorphoSys ein auf fünf Jahre angelegtes Lizenzabkommen mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co., Inc. über den Einsatz der HuCAL GOLD- und der AutoCAL-Technologien von MorphoSys in der Erforschung und Entwicklung von humanen therapeutischen Antikörpern geschlossen. Das Abkommen erlaubt Merck die Entwicklung von bis zu zehn therapeutischen Antikörpern auf der Basis von HuCAL für eine Reihe von Indikationen. MorphoSys bekam eine Einmalzahlung und erhält jährliche Nutzungsgebühren und F&E-Zahlungen. Daneben stehen MorphoSys Lizenz- und Meilensteinzahlungen für Projekte in der klinischen Entwicklung sowie Tantiemen auf aus der Zusammenarbeit resultierende Endprodukte zu.
NOVARTIS AG
MorphoSys und Novartis, Schweiz/USA, haben im Mai 2004 eine Zusammenarbeit begonnen, die bisher zu mehreren aktiven Antikörperprogrammen gegen eine Reihe von Krankheiten und im September 2007, gerade einmal drei Jahre nach dem Beginn der Zusammenarbeit, zu einem ersten IND-Antrag führte. Im Dezember 2007 weiteten MorphoSys und Novartis ihre bisherige Geschäftsverbindung deutlich aus und schlossen eine der umfassendsten strategischen Allianzen für die Erforschung und Entwicklung von Biopharmaka. Über die
Vertragsdauer von zehn Jahren belaufen sich die vertraglich zugesicherten jährlichen Zahlungen für Technologiezugang, interne Installation sowie Forschung und Entwicklung auf mehr als 600 Mio. US \$ – ohne Kostenerstattungen für F&E in Verbindung mit Entwicklungsaktivitäten im Frühstadium. Die Gesamtsumme aus zugesicherten Zahlungen und wahrschein lichkeitsgewichteten, erfolgsabhängigen Meilensteinen, die vom Erfolg der klinischen Entwicklung und der behördlichen Zu lassung mehrerer Produkte abhängen, könnte bei voller Laufzeit einer erfolgreichen Zusammenarbeit die Schwelle von 1 Mrd. US \$ überschreiten. Neben diesen Zahlungen würden MorphoSys auch umsatzabhängige Tantiemen und/oder Gewinnbeteiligungen aus zukünftigen Produktverkäufen zustehen.
ONCOMED PHARMACEUTICALS, INC.
MorphoSys und das in den USA ansässige biopharmazeutische Unternehmen OncoMed Pharmaceuticals, Inc. haben im Juni 2006 den Abschluss eines Lizenzabkommens bekannt gegeben. Dieses Abkommen betrifft den Einsatz der HuCAL-Technologie von MorphoSys in der Erforschung und Entwicklung humaner therapeutischer Antikörper für die Behandlung von verschiedenen Krebsformen einschließlich Brust-, Lungen-, Darm- und Prostatakrebs durch die Bekämpfung von Krebsstammzellen. OncoMed Pharmaceuticals erforscht und entwickelt monoklonale Antikörper und Proteine, die geeignet sind, "Krebsstammzellen" zu zerstören, ein kürzlich entdeckter Zelltyp, von dem man annimmt, dass er das Krebswachstum fördert und dem Krebs ermöglicht, sich auszubreiten und Gewebe zu befallen. Im Rahmen der Vereinbarung gewährt MorphoSys OncoMed Zugang zu seiner fi rmeneigenen Antikörperbibliothek HuCAL GOLD für den Einsatz in den Medikamentenforschungsprogrammen von OncoMed. Der zunächst auf zwei Jahre angelegte Vertrag enthält eine Option für OncoMed zur Entwicklung von therapeutischen Antikörpern auf der Grundlage von HuCAL. MorphoSys bekam eine Vorauszahlung und erhält jährliche Nutzungsgebühren.
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
PFIZER, INC.
Im Dezember 2003 haben MorphoSys und der US-Pharmakonzern Pfi zer, Inc. zunächst für fünf Jahre eine Zusammenarbeit für die Entwicklung von therapeutischen Antikörpern vereinbart. Im Dezember 2006 vereinbarten beide Parteien die vorzeitige Verlängerung ihrer Zusammenarbeit bis Ende 2011. Die Verlängerung löste eine Einmalzahlung von Pfi zer an MorphoSys aus. Im Rahmen der verlängerten Vereinbarung hat Pfi zer die Option, zusammen mit MorphoSys neue therapeutische Antikörperprojekte in Angriff zu nehmen, was zu einem Anstieg der Anzahl der Projekte führt, die im Zuge der Zusammenarbeit durchgeführt werden. MorphoSys setzt seine HuCAL GOLD-Bibliothek für die Herstellung von therapeutischen Antikörpern gegen eine Reihe von Zielmolekülen von Pfi zer ein. Pfi zer ist zuständig für die präklinische und klinische Entwicklung und die Vermarktung von hieraus resultierenden Produkten. Der mögliche betragsmäßige Nutzen für MorphoSys aus Forschungsfi nanzierung und etwaigen Zahlungen für das Erreichen von Entwicklungsmeilensteinen hat sich ohne Tantiemen auf mehr als 100 Mio. US \$ erhöht.
PROCHON BIOTECH LTD.
Im Mai 2000 wurde ein Abkommen zwischen MorphoSys und dem aus dem Weizmann-Institut in Form eines Spin-off aus gegliederten israelischen Biotechnologieunternehmen ProChon Biotech Ltd. geschlossen. Im Rahmen des Abkommens setzte MorphoSys seine innovative HuCAL-Antikörperbibliothek für die Herstellung von humanen Antikörpern gegen einen humanen Wachstumsfaktor-Rezeptor ein, der mit verschiedenen Knochenerkrankungen einschließlich Achondroplasie, der häufi gsten Form menschlichen Zwergenwuchses, als auch mit einigen Krebsarten in Verbindung gebracht wird. MorphoSys stehen Meilensteinzahlungen auf Projekte in der klinischen Entwicklung und Tantiemen aus den sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Endprodukten zu.
SCHERING-PLOUGH CORPORATION
Im Mai 2006 unterzeichneten MorphoSys und der US-Pharmakonzern Schering-Plough Corporation ein zunächst auf zwei Jahre befristetes Lizenzabkommen. Im Rahmen des Abkommens, das Schering-Plough auch eine Verlängerungsoption auf bis zu weitere drei Jahre einräumt, gewährt MorphoSys an einem Forschungsstandort von Schering-Plough Zugang zu seiner fi rmeneigenen HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek für den Einsatz in deren Wirkstoffforschung. Ferner bietet der Vertrag Schering-Plough die Option, therapeutische Antikörper auf der Grundlage von HuCAL gegen bis zu zehn krankheitsrelevante Zielmoleküle zu entwickeln. MorphoSys bekam eine Einmalzahlung und erhält jährliche Nutzungsgebühren sowie optionale F&E-Zahlungen. Im Rahmen der Vereinbarung stehen MorphoSys für von Schering-Plough durchgeführte therapeutische Antikörperprojekte Lizenzgebühren und für erfolgreich voranschreitende Projekte in der klinischen Entwicklung Meilensteinzahlungen sowie Tantiemen auf HuCAL-Antikörper zu.
SHIONOGI & CO., LTD.
Im September 2005 haben MorphoSys und Shionogi & Co., Ltd., Japan, ein auf drei Jahre befristetes Lizenzabkommen über die Nutzung der HuCAL-Technologie geschlossen. Im Rahmen des Abkommens erhielt Shionogi für den Einsatz in seinen Medikamentenforschungsprogrammen Zugang zur HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek von MorphoSys. Während der dreijährigen Vertragslaufzeit hat Shionogi an einem seiner Forschungsstandorte Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys. Als Gegenleistung erhielt MorphoSys eine Einmalzahlung und über die Laufzeit des Abkommens jährliche Nutzungsgebühren. Das Abkommen soll im September 2008 auslaufen.
ANLAGE 1: ANLAGENSPIEGEL (IFRS) – MORPHOSYS-KONZERN
| anschaffungs- und herstellungskosten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in E | 01. 01. 2007 | zugänge | abgänge | währungs differenzen |
31. 12. 2007 | |||
| I. SACHANLAGEN | ||||||||
| Grundstücke und Gebäude | 3.023.390 | 78.088 | 1.786.568 | (241.067) | 1.073.843 | |||
| Büro- und Laborausstattung | 7.398.495 | 866.796 | 308.414 | (50.595) | 7.906.282 | |||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.219.251 | 129.174 | 185.213 | (46.989) | 2.116.223 | |||
| 12.641.136 | 1.074.058 | 2.280.195 | (338.651) | 11.096.348 | ||||
| II. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||||
| Patente | 3.844.555 | 110.747 | 0 | 0 | 3.955.302 | |||
| Software | 1.668.580 | 627.564 | 5.572 | (9.931) | 2.280.641 | |||
| Know-how und Kundenstamm | 6.478.449 | 0 | 0 | (518.656) | 5.959.793 | |||
| Lizenzen | 12.740.965 | 10.201.676 | 84.815 | (42.685) | 22.815.141 | |||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 27.002.591 | 0 | 0 | (48.727) | 26.953.864 | |||
| 51.735.140 | 10.939.987 | 90.387 | (619.999) | 61.964.741 |
ANLAGE 2: KONSOLIDIERUNGSKREIS ZUM 31. DEZEMBER 2007
| wechselkurs zum 31. 12. 2007 |
|||
|---|---|---|---|
| name und sitz der gesellschaft | währung | einheiten | |
| KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN (NEBEN DER MUTTERGESELLSCHAFT) | |||
| MorphoSys USA, Inc., Charlotte, North Carolina, USA | US \$ | 1,44370 | |
| MorphoSys IP GmbH, München, Deutschland | E | – | |
| MorphoSys UK Ltd., Oxford, UK | £ | 0,72900 | |
| MorphoSys US Inc., Raleigh, North Carolina, USA | US \$ | 1,44370 | |
| MorphoSys AbD GmbH, Düsseldorf, Deutschland | E | – | |
| Poole Real Estate Ltd., Poole, UK | £ | 0,72900 | |
* vor Eliminierung von konzerninternen Sachverhalten
- Konzernbilanz
- Konzern-Eigenkapitalentwicklung
- Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
| nettobuchwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01. 01. 2007 | zugänge | wertberich tigungen |
abgänge | währungs differenzen |
31. 12. 2007 | 31. 12. 2007 | 31. 12. 2006 |
| 100.299 | 65.339 | 0 | 21.017 | – 8.040 | 136.581 | 937.262 | 2.923.091 |
| 4.505.279 | 1.185.725 | 0 | 272.219 | – 14.444 | 5.404.341 | 2.501.941 | 2.893.216 |
| 1.141.446 | 228.889 | 0 | 33.247 | – 10.705 | 1.326.383 | 789.840 | 1.077.805 |
| 5.747.024 | 1.479.953 | 0 | 326.483 | – 33.189 | 6.867.305 | 4.229.043 | 6.894.112 |
| 1.894.401 | 466.152 | 0 | 0 | 0 | 2.360.553 | 1.594.749 | 1.950.154 |
| 1.424.767 | 226.831 | 0 | 0 | – 3.410 | 1.648.188 | 632.453 | 243.813 |
| 1.644.160 | 763.625 | 0 | 0 | – 134.505 | 2.273.280 | 3.686.512 | 4.834.289 |
| 4.964.591 | 1.467.027 | 0 | 42.215 | – 5.143 | 6.384.260 | 16.430.881 | 7.776.374 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 26.953.864 | 27.002.591 |
| 9.927.919 | 2.923.635 | 0 | 42.215 | – 143.058 | 12.666.281 | 49.298.459 | 41.807.221 |
| beteiligung in % |
eigenkapital in fremd währung* |
bilanzsumme in fremd währung* |
verbind lichkeiten in fremd währung* |
umsatz in fremd währung* |
jahres ergebnis in fremd währung* |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 100 | 2.000 | 16.122 | 41.335 | 0 | – 11.667 | |
| 100 | 25.000 | 9.027.482 | 10.198.903 | 4.085.127 | 426.415 | |
| 100 | 100 | 6.600.360 | 3.880.052 | 8.616.010 | 353.549 | |
| 100 | 50.000 | 2.702.416 | 2.569.216 | 9.157.873 | – 593.594 | |
| 100 | 25.000 | 1.415.705 | 524.433 | 3.551.777 | 469.330 | |
| 100 | 200 | 1.137.010 | 107.598 | 0 | 106.530 | |
Erklärung des Vorstands
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Martinsried/Planegg, 11. Februar 2008
Dr. Simon Moroney Mr. Dave Lemus Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand
Dr. Marlies Sproll Vorstand für Forschung und Entwicklung
Bestätigungsvermerk
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der MorphoSys AG, Martinsried, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalfl ussrechnung, Eigenkapitalentwicklung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung
umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 12. Februar 2008
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Maurer Rahn
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
MorphoSys AG
Deutschland Tel.: +49-89-89927-0 Fax: +49-89-89927-222
HuCAL® , HuCAL GOLD® , AutoCAL® , CysDisplay® und RapMAT® sind eingetragene Warenzeichen der MorphoSys AG. HuCAL Platinum™, AgX™ und SAS™ sind Warenzeichen der MorphoSys AG.