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MLP SE Interim / Quarterly Report 2003

Nov 19, 2003

289_10-q_2003-11-19_bbae7c44-9cc5-458d-8e76-c58193b6cffd.pdf

Interim / Quarterly Report

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Headline Bericht zum 3. Quartal 2003

MLP-Konzern

Quartale im Überblick

Q3/03 Q2/03 Q1/03 Q4/02 Q3/02
in Mio. EUR
Gesamterlöse 343,1* 246,4 233,7 376,7 245,6
– davon Umsatzerlöse 79,2 72,0 64,1 86,9 62,6
– davon Zinserträge aus dem Bankgeschäft 3,9 3,7 3,8 3,6 3,4
– davon Versicherungsbeiträge 125,3 122,6 123,0 144,1 127,6
Konzernergebnis vor Steuern 14,1 11,7 8,5 - 97,4 7,7
Konzernüberschuss 8,6 7,0 5,1 - 84,7 4,7
DVFA-Ergebnis je Aktie in EUR 0,10 0,08 0,06 - 0,59 0,05
Segmentergebnisse vor Steuern
Beratung und Vertrieb 11,3 12,5 6,8 - 137,0 7,9
Lebensversicherung 5,0 3,5 1,1 43,9 1,6
Sachversicherung 0,6 0,7 0,7 - 0,9 0,7
Bank 0,8 - 0,3 0,4 - 2,1 1,3
Interne Dienstleistungen und Verwaltung - 3,8 - 5,5 - 1,5 13,0 - 4,9
Investitionen 7,8 8,9 9,2 13,8 10,3
Bilanzsumme 2.310,3 2.120,2 1.922,5 1.854,8 1.812,2
Eigenkapital 199,5 190,9 183,9 178,7 263,7
MLP-Berater 2.805 2.847 2.895 2.989 2.971
Mitarbeiter 1.434 1.442 1.458 1.472 1.456
Kunden 544.000 531.000 518.000 505.000 495.000
Geschäftsstellen 362 370 388 390 390

* inklusive dem erfolgsneutralen Einmaleffekt von 81,7 Mio. Euro

Finanzkalender

Ergebnisse zum 3. Quartal 2003 18. November 2003
Endgültige Jahresendergebnisse 2003 28. April 2004
Ergebnisse zum 1. Quartal 2004 26. Mai 2004
Hauptversammlung 2004 22. Juni 2004
Ergebnisse zum 2. Quartal 2004 25. August 2004
Ergebnisse zum 3. Quartal 2004 24. November 2004

MLP steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich

  • " Ergebnis vor Steuern plus 84 Prozent auf 14,1 Mio. Euro
  • " Bereinigte Gesamterlöse steigen um 24 Prozent auf 261,4 Mio. Euro
  • " Umsatzstärkstes Q3 der Unternehmensgeschichte
  • " Umsatzerlöse plus 27 Prozent auf 79,2 Mio. Euro
  • " Ergebnisprognose bestätigt

Der MLP-Konzern baute im 3. Quartal 2003 seine Position als führender unabhängiger Finanzdienstleister für Akademiker und gehobene Privatkunden in allen Geschäftsbereichen weiter aus. Die positive Entwicklung des operativen Geschäfts im 2. Quartal 2003 hat in den Monaten Juli bis September weiter an Dynamik gewonnen. In allen Bereichen des Neugeschäftes verbucht MLP das bisher beste Quartal in diesem Jahr.

Ergebnis und Gesamterlöse deutlich über Vorquartal und Vorjahr

Die Gesamterlöse beliefen sich auf 343,1 Mio. Euro. Darin sind erfolgsneutrale Einmaleffekte von 81,7 Mio. Euro aus der Einführung des Dachfonds-Konzepts enthalten. Hierbei wurden alle Fondsanteile der gemanagten Portfolios verkauft, sodass realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen entstanden sind, die gemäß HGB in der Position Sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen wurden. Ohne diesen Effekt liegen die Gesamterlöse mit 261,4 Mio. Euro um 24 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert (211,4 Mio. Euro), der um die Ende 2002 verkaufte MLP-Lebensversicherung AG, Wien und erfolgsneutrale Effekte bereinigt ist. Gegenüber dem Vorquartal (246,4 Mio. Euro) erhöhten sich die Gesamterlöse um 6 Prozent.

Die Umsatzerlöse, die im Wesentlichen den Erfolg der MLP Finanzdienstleistungen AG widerspiegeln, sind im Berichtszeitraum um 27 Prozent auf 79,2 Mio. Euro gestiegen (Q3/02: 62,6 Mio. Euro) und führten damit zum umsatzstärksten 3. Quartal in der Unternehmensgeschichte. Ausschlaggebend für den Anstieg ist eine höhere Nachfrage nach klassischen Lebensversicherungen wie der "MLP bestpartner classic"-Police.

Der Gewinn vor Steuern (EBT) legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 84 Prozent auf 14,1 Mio. Euro zu (Q3/02: 7,7 Mio. Euro). Gegenüber dem Vorquartal stieg das Ergebnis um 20 Prozent. Kumuliert über die ersten neun Monate 2003 ergibt sich ein Gewinn vor Steuern von 34,3 Mio. Euro, der 44 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (60,8 Mio. Euro) liegt. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen begründet durch ein deutlich reduziertes Rückversicherungsergebnis von 27,2 Mio. Euro.

Produktivität gesteigert

MLP hat die Zahl seiner Kunden im Berichtszeitraum um 13.000 auf 544.000 gesteigert. Dies entspricht im Vorjahresvergleich (495.000) einem Plus von 10 Prozent. Die Zahl der Berater und Geschäftsstellen liegt mit 2.805 beziehungsweise 362 unter dem Vorjahr (2.971 Berater, 390 Geschäftsstellen). Die eingeleiteten Produktivitätsmaßnahmen zeigen weiter ihre Wirkung. Der Umsatz pro Berater im 3. Quartal liegt bei 30.303 Euro. Das ist gegenüber dem Vorjahresquartal eine Steigerung von 10 Prozent bzw. 5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Innovationsführer MLP setzt wieder Maßstäbe

MLP ist als unabhängiger Makler in der Lage, innovative Finanzlösungen zu entwickeln. So setzte MLP zum Beispiel mit dem top portfolio Maßstäbe in der Branche. Im 3. Quartal führte MLP ein neues Dachfonds-Konzept für fondsgebundene Lebensversicherung ein. Es bietet den Kunden eine innovative und bislang am Markt einzigartige Portfolio-Struktur, die eine breitere Streuung innerhalb der Fondswelt bei gleichzeitig geringerem Risiko erreicht.

Gesamterlöse steigen bereinigt um 24 Prozent

Die Gesamterlöse des MLP-Konzerns stiegen im 3. Quartal um 40 Prozent auf 343,1 Mio. Euro (Q3/02: 245,6 Mio. Euro). Darin sind die bereits genannten erfolgsneutralen Einmaleffekte von 81,7 Mio. Euro enthalten. Im Vorjahresquartal waren Erlöse der Ende 2002 verkauften österreichischen MLP-Lebensversicherung AG von insgesamt 33,9 Mio. Euro sowie ebenfalls erfolgsneutrale Effekte enthalten. Bereinigt um diese Effekte, stiegen die Gesamterlöse um 24 Prozent von 211,4 Mio. Euro auf 261,4 Mio. Euro.

Die Konzernumsatzerlöse erhöhten sich um 27 Prozent von 62,6 Mio. Euro auf 79,2 Mio. Euro. Hauptumsatzträger ist der Bereich Altersvorsorge, dessen Erlöse um 56 Prozent auf 45,9 Mio. Euro (Q3/02: 29,4 Mio. Euro) zunahmen. Die Umsätze des Bereichs Krankenversicherung liegen mit 12,7 Mio. Euro weiter unter dem hohen Niveau des Vorjahres (17,3 Mio. Euro) aber 9 Prozent über dem Vorquartal (11,7 Mio. Euro). Der Bereich Geldanlage entwickelte sich mit einem Anstieg um 34 Prozent erfreulich und steuerte 10,7 Mio. Euro (Q3/02: 8,0 Mio. Euro) zu den Umsatzerlösen bei.

Die Versicherungsbeiträge im MLP-Konzern stiegen im 3. Quartal auf 125,3 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 10 Prozent gegenüber den bereinigten Versicherungsbeiträgen von 114,3 Mio. Euro des Vergleichszeitraums. Das Rückversicherungsergebnis im Konzern ging planmäßig von -1,4 Mio. Euro auf -9,3 Mio. Euro zurück.

Konsequentes Kostenmanagement zeigt deutliche Erfolge

Die nicht versicherungstechnischen betrieblichen Aufwendungen fielen durch das konsequente Kostenmanagement gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 Prozent auf 37,1 Mio. Euro (Q3/02: 45,9 Mio. Euro). Belastend wirken sich Einmalaufwendungen von 1,6 Mio. Euro für die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IAS aus.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 84 Prozent von 7,7 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag im 3. Quartal 2003 bei 0,10 Euro (Q3/02: 0,05 Euro), nach drei Quartalen bei 0,24 Euro (2002: 0,36 Euro).

Segmente im Überblick

Das Ergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung im Segment Beratung und Vertrieb lag bei 11,3 Mio. Euro und damit 44 Prozent über dem Vorjahr (7,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern des Segments Lebensversicherung erhöhte sich von 1,6 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich Sachversicherung steuerte mit 0,6 Mio. Euro (Q3/02: 0,7 Mio. Euro) nahezu das Vorjahresniveau zum Konzernergebnis bei. Das Segmentergebnis vor Steuern der Bank ging von 1,3 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro zurück.

Investitionen

Im 3. Quartal wurden insgesamt 7,8 Mio. Euro (Q3/02: 10,3 Mio. Euro) investiert, davon 3,7 Mio. Euro (Q3/02: 5,0 Mio. Euro) für den Ausbau der IT-Infrastruktur. Die Investitionen in das Geschäftsstellennetz und den Ausbau der Konzernzentrale in Wiesloch einschließlich Investitionen in die Büro- und Geschäftsausstattung bezifferten sich auf 4,1 Mio. Euro (Q3/02: 5,3 Mio. Euro).

Vorsichtiger Konjunkturoptimismus für 2004

Die pessimistischen Konjunkturprognosen einiger Volkswirte wurden im Oktober durch die Bundesregierung bestätigt. Sie geht im Jahr 2003 von einem Nullwachstum aus. Für 2004 hingegen sind die meisten Volkswirte zuversichtlicher. Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrem Herbstgutachten ähnlich wie das Bundesfinanzministerium für das kommende Jahr mit einem Wachstum von 1,7 Prozent. Hierbei sind jedoch bereits positive Effekte berücksichtigt, die sich aus einem Vorziehen der Steuerreform ergeben könnten.

Unabhängig von der konjunkturellen Situation wird MLP von den langfristig sehr positiven Rahmenbedingungen im Bereich der privaten Gesundheits- und Altersvorsorge profitieren. Das deutlich zunehmende Bewusstsein der Bevölkerung und speziell der MLP-Zielgruppe für den Bedarf einer umfassenden Eigenvorsorge wird die Wachstumsdynamik in den kommenden Jahren weiter beflügeln.

Zuversicht für Jahresendgeschäft

Der operative Verlauf und die Produktivitätssteigerungen im 3. Quartal bestätigen das Unternehmen in seinem Ziel von 65 Mio. Euro Gewinn vor Steuern für 2003. Für das 4. Quartal erwartet MLP ein traditionell starkes Jahresendgeschäft.

Gewinn- und Verlustrechnung MLP-Konzern

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Erläuterungen
1. Umsatzerlöse
1
79,2 62,6 215,3 211,2
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
2
0,3 0,0 1,2 0,0
3. Zinserträge aus dem Bankgeschäft
3
3,9 3,4 11,4 9,8
4. Versicherungsbeiträge
4
125,3 127,6 370,9 373,5
5. Erträge Rückversicherung
5
47,5 50,1 128,6 135,6
6. Sonstige betriebliche Erträge
6
86,9 1,9 95,9 19,5
Gesamterlöse 343,1 245,6 823,2 749,7
7. Materialaufwand
7
- 34,7 - 30,8 - 92,7 - 95,5
8. Personalaufwand -19,2 - 16,9 - 57,0 - 53,7
9. Abschreibungen - 7,1 - 5,9 - 19,6 - 17,1
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
8
- 49,4 - 133,6 - 167,6 - 242,1
11. Periodenfremder Aufwand
9
1,5 0,0 0,0 0,0
12. Änderung d. versicherungstechnischen Rückstellungen
10
- 109,5 36,2 - 280,6 37,2
13. Rückversicherungsbeiträge
11
- 51,0 - 51,1 - 138,7 - 134,8
14. Finanzergebnis
12
- 10,6 - 1,5 - 20,6 - 1,4
15. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen
13
- 30,3 6,5 10,6 7,8
16. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen
14
- 18,7 - 40,7 - 22,7 - 189,2
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14,1 7,7 34,3 60,8
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 5,5 - 3,0 - 13,5 - 23,7
19. Überschuss 8,6 4,7 20,8 37,1
20. DVFA-Überschuss pro Aktie in EUR 0,10 0,05 0,24 0,36

Konzernbilanz zum 3. Quartal 2003

Aktiva 30.09.2003 31.12.2002
in Mio. EUR Erläuterungen
Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 5,0 7,0
Anlagevermögen 1.253,6 974,5
davon Kapitalanlagen der Fondspolice 15 1.069,7 799,8
Umlaufvermögen 702,7 617,7
davon Forderungen gegen Bankkunden 16 235,7 228,5
Treuhandvermögen 17 338,8 248,6
Rechnungsabgrenzungsposten 10,2 7,0
Bilanzsumme 2.310,3 1.854,8
30.09.2003 31.12.2002
199,5 178,7
1.771,4 1.427,1
1.069,7 799,8
274,4 241,0
338,8 248,6
0,6 0,3
2.310,3 1.854,8

Eigenkapitalspiegel MLP-Konzern

Mutterunternehmen Minderheiten- Konzern
gesellschafter
Gezeichnetes Kapital- Erwirt. Eigen- Minder- Eigen- Konzern
Kapital rücklage Konzern- kapital heiten- kapital eigen
in Mio. EUR eigenkapital kapital kapital
31.12. 2002 108,6 7,6 62,4 178,6 0,1 0,1 178,7
Periodenüberschuss 20,8 20,8 0,0 0,0 20,8
Übrige Veränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
30.09.2003 108,6 7,7 83,1 199,4 0,1 0,1 199,5

Kapitalflussrechnung

Bei der Aufstellung der Kapitalflussrechnung wurde der DRS 2 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e. V. (DRSC) zugrunde gelegt. Dadurch werden die versicherungsspezifischen Positionen dem operativen Cash Flow und der Investionstätigkeit zugeordnet und ergeben somit einen geänderten Ausweis zum Vorjahr. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Änderung des Nettofinanzvermögens
aus der laufenden Geschäftstätigkeit 264,2 300,2
Änderung des Nettofinanzvermögens
aus der Investitionstätigkeit - 233,7 - 252,6
Änderung des Nettofinanzvermögens
aus der Finanzierungstätigkeit - 0,3 - 34,2
Änderung des Nettofinanzvermögens 30,2 13,3

Segmentberichterstattung

Erläuterungen Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
20
Umsatzerlöse 85,0 81,6 240,6 248,4
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,1 0,0 0,3 0,0
Summe Segmenterträge 85,1 81,6 240,9 248,4
– davon mit Dritten 67,7 52,8 182,0 174,9
– davon mit anderen Segmenten 17,3 28,8 58,6 73,5
Sonstige betriebliche Erträge 7,0 4,6 19,4 14,0
Materialaufwand - 31,6 - 25,5 - 85,0 - 82,4
Personalaufwand - 11,8 - 10,9 - 36,1 - 33,7
Abschreibungen - 3,3 - 3,5 - 10,0 - 10,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 28,4 - 37,2 - 93,5 - 92,5
Finanzergebnis - 5,6 - 1,4 - 5,1 - 3,9
Segmentergebnis (vor EAV)
27
11,3 7,9 30,6 39,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 - 0,3 0,0 - 0,9
Sonstige Steuern - 0,1 0,0 - 0,1 0,0
Ergebnisabführungsvertrag (EAV) - 13,0 - 8,1 - 35,7 - 41,3
Periodenüberschuss/-fehlbetrag - 1,8 - 0,6 - 5,2 - 2,9

Segment Beratung und Vertrieb

In allen Bereichen des Neugeschäfts verbucht MLP das bisher beste Quartal in diesem Jahr. Bei Altersvorsorgeprodukten, Sachversicherungen und Finanzierungen wurden die Vorjahreswerte deutlich übertroffen. Der Absatz von Krankenversicherungen und die Mittelzuflüsse in Investmentfonds erreichte das Vorjahresniveau.

Die Zahl der Kunden stieg im 3. Quartal um 13.000 Kunden (10.000) auf 544.000 (495.000), die von 2.805 Beratern (2.971) in 362 Geschäftsstellen (390) betreut werden.

Die Produktivität der Berater nahm im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal und Vorquartal weiter zu. Gemessen in der Kennziffer Umsatz pro Berater liegt diese bei 30.303 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 10 Prozent bzw. 5 Prozent.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 4 Prozent auf 85,0 Mio. Euro (Q3/02: 81,6 Mio. Euro). Der größte Umsatzanteil resultiert aus Altersvorsorgeprodukten mit 71 Prozent und Krankenversicherungen mit 15 Prozent. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf niedrigere IT-Kosten zurückzuführen. Das negative Finanzergebnis entsteht durch die kalkulatorischen Zinsen auf die gebildete, langfristige Rückstellung auf die vergangenen Factoring-Geschäfte (siehe auch Textziffer 12). Das Ergebnis vor Steuern und Ergebnisabführungsvertrag stieg um 44 Prozent auf 11,3 Mio. Euro (Q3/02: 7,9 Mio. Euro).

Im Ausland nahmen die Umsatzerlöse auf 3,7 Mio. Euro (Q3/02: 3,3 Mio. Euro) zu. Der Verlust wurde auf 1,1 Mio. Euro (Q3/02: -3,7 Mio. Euro) reduziert. Außerhalb Deutschlands sind 232 Berater (221) in 44 Geschäftsstellen (43) beschäftigt.

Erläuterungen Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
21
Umsatzerlöse 2,3 2,4 5,1 6,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 0,0 0,4 0,0
Versicherungsbeiträge 117,0 120,2 344,5 350,7
Erträge Rückversicherung 46,3 49,0 126,4 126,7
Summe Segmenterträge
25
165,7 171,7 476,3 484,1
- davon mit Dritten 165,6 171,7 475,9 484,1
- davon mit anderen Segmenten 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 83,4 0,6 85,5 6,5
Materialaufwand - 17,4 - 29,9 - 51,9 - 69,8
Personalaufwand - 2,3 - 2,6 - 7,3 - 8,2
Abschreibungen - 1,2 - 0,9 - 3,2 - 1,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 11,8 - 87,8 - 53,1 - 134,4
Veränd. d. versicherungst. Rückstellungen - 107,8 35,6 - 277,9 38,6
Rückversicherungsbeiträge - 49,6 - 50,0 - 134,3 - 124,7
Finanzergebnis - 5,1 - 0,9 - 12,4 - 1,0
Nicht realisierte Gewinne u. Verluste
des Anlagestocks der Fondspolice - 49,0 - 34,2 - 12,1 - 181,3
Segmentergebnis
27
5,0 1,6 9,5 7,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 0,8 0,0 - 0,2
Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag 5,0 2,4 9,5 7,6

Segment Lebensversicherung

Mit einem am Markt bislang neuen Dachfonds-Konzept stellte die MLP Lebensversicherung AG im 3. Quartal die Portfolios der Fondspolicen um. Die Portfolios werden somit optimiert und das Risiko gleichzeitig breiter gestreut. Mit dem Einsatz der Dachfonds kann MLP wesentlich schneller auf Marktentwicklungen reagieren und die Portfolios entsprechend anpassen. Durch die Umstellung entsteht ein erfolgsneutraler Einmaleffekt in Höhe von 81,7 Mio. Euro, der als realisierter Gewinn aus Kapitalanlagen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Der Anlagestock der MLP Fondspolice stieg von 0,8 Mrd. Euro Ende 2002 auf 1,1 Mrd. Euro.

Die Beitragseinnahmen der MLP Lebensversicherung AG erhöhten sich um 9 Prozent auf 117,0 Mio. Euro (Q3/02: 107,0 Mio. Euro). Im Vorjahresquartal steuerte die Ende 2002 verkaufte österreichische MLP-Lebensversicherung AG Versicherungsbeiträge in Höhe von 13,3 Mio. Euro bei. Das Rückversicherungsergebnis ging planmäßig auf -9,0 Mio. Euro (Q3/02: -2,1 Mio. Euro) zurück. Darin sind 1,2 Mio. Euro (Q3/02: 5,2 Mio. Euro) Rückversicherungsprovisionen enthalten. Das Segmentergebnis vor Steuern erreichte 5,0 Mio. Euro (Q3/02: 1,6 Mio. Euro). Im Vorjahresquartal war ein Verlust von 0,4 Mio. Euro durch die österreichische Lebensversicherung entstanden.

Erläuterungen Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
22
Umsatzerlöse 1,3 0,5 6,5 6,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,1 0,0 0,2 0,0
Versicherungsbeiträge 8,4 7,3 26,4 22,9
Erträge Rückversicherung 1,1 1,1 2,3 9,0
Summe Segmenterträge
25
10,9 8,9 35,4 38,3
– davon mit Dritten 10,8 8,9 35,2 38,3
– davon mit anderen Segmenten 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 0,2 0,5 0,5 0,7
Materialaufwand - 0,3 - 0,3 - 6,0 - 5,1
Personalaufwand - 1,2 - 1,2 - 3,7 - 3,8
Abschreibungen - 0,4 - 0,6 - 1,0 - 1,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 5,7 - 6,3 - 16,9 - 15,2
Veränd. d. versicherungst. Rückstellungen - 1,7 0,6 - 2,7 - 1,4
Rückversicherungsbeiträge - 1,4 - 1,1 - 4,4 - 10,1
Finanzergebnis 0,2 0,1 0,8 0,8
Segmentergebnis
27
0,6 0,7 2,0 2,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 0,0 - 0,3 0,0
Sonstige Steuern 0,0 0,0 - 0,1 0,0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag 0,8 0,7 1,6 2,5

Segment Sachversicherung

Die Beitragseinnahmen der MLP Versicherung AG nahmen um 14 Prozent auf 8,4 Mio. Euro (Q3/02: 7,3 Mio. Euro) zu. Das Rückversicherungsergebnis fiel planmäßig auf - 0,3 Mio. Euro (Q3/02: 0,0 Mio. Euro). Darin sind 0,2 Mio. Euro (Q3/02: 0,4 Mio. Euro) Rückversicherungsprovisionen enthalten. Das Ergebnis vor Steuern erreichte mit 0,6 Mio. Euro nahezu das Vorquartalsniveau von 0,7 Mio. Euro.

Erläuterungen Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
23
Umsatzerlöse 8,6 7,5 23,8 24,6
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,1 0,0
Zinserträge aus dem Bankgeschäft 3,9 3,4 11,4 9,8
Summe Segmenterträge 12,4 10,9 35,2 34,4
– davon mit Dritten 11,7 10,3 33,0 32,9
– davon mit anderen Segmenten 0,7 0,6 2,1 1,5
Sonstige betriebliche Erträge 0,3 0,7 1,1 1,5
Materialaufwand
26
- 3,7 - 4,0 - 9,8 - 12,0
Personalaufwand - 1,8 - 1,6 - 5,5 - 5,0
Abschreibungen - 0,9 - 0,4 - 1,7 - 1,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 5,7 - 4,4 - 17,3 - 12,3
Finanzergebnis 0,0 0,2 - 1,3 - 1,2
Segmentergebnis
27
0,8 1,3 0,8 4,2
Steuern v. Einkommen u. vom Ertrag - 0,1 0,2 - 0,3 0,5
Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag 0,7 1,5 0,5 4,7

Segment Bank

Der Zinsüberschuss der MLP Bank AG stieg im Wesentlichen durch eine höhere Zinsspanne um 7 Prozent auf 2,2 Mio. Euro (Q3/02: 2,1 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss profitiert von der guten Entwicklung der Vermögensverwaltung. Er übertraf mit 6,2 Mio. Euro das Vorjahresniveau von 4,9 Mio. Euro deutlich um 25 Prozent. Das betreute Vermögen erhöhte sich von 2,9 Mrd. Euro zum Jahresende 2002 auf 3,4 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern ging aufgrund höherer IT-Aufwendungen auf 0,8 Mio. Euro (Q3/02: 1,3 Mio. Euro) zurück.

Erläuterungen Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
24
Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 0,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,0 0,2 0,0
Summe Segmenterträge 0,0 0,0 0,2 0,0
– davon mit Dritten 0,0 0,0 0,0 0,0
– davon mit anderen Segmenten 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 5,0 3,8 16,4 22,7
Materialaufwand - 0,1 - 0,5 - 0,7 - 0,8
Personalaufwand - 2,2 - 0,7 - 4,3 - 3,1
Abschreibungen - 1,7 - 1,5 - 4,8 - 4,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 5,1 - 6,4 - 15,2 - 15,4
Finanzergebnis 0,3 0,5 - 2,4 4,0
Segmentergebnis (vor EAV)
27
- 3,8 - 4,9 - 10,8 2,8
Steuern v. Einkommen u. vom Ertrag - 5,4 2,0 - 12,1 - 16,5
Sonstige Steuern 0,0 0,0 - 0,1 - 0,1
Ergebnisabführungsvertrag (EAV) 13,0 8,1 35,7 41,3
Periodenüberschuss/-fehlbetrag 3,8 5,3 12,7 27,5

Segement Interne Dienstleistungen und Verwaltung

Sämtliche interne Dienstleistungen und Aktivitäten des MLP-Konzerns werden in diesem Segment zusammengefasst. Die börsennotierte Muttergesellschaft MLP AG erhält durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der MLP Finanzdienstleistungen AG deren Ergebnis.

Erläuterungen zum Quartalsabschluss

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der MLP AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im vorliegenden Zwischenbericht wurden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze befolgt wie im letzten Jahresabschluss. Die Angaben in Millionen Euro sind kaufmännisch gerundet.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

1

3

Von den Umsatzerlösen entfallen auf:

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Lebensversicherung 45,9 29,4 116,2 93,5
Krankenversicherung 12,7 17,3 39,7 52,5
Geldanlagen 10,7 8,0 30,1 27,8
Sachversicherung 3,5 2,3 13,1 12,5
Finanzierungen 5,2 3,4 13,0 10,9
Sonstige Umsatzerlöse 1,3 2,2 3,2 13,9
Gesamt 79,2 62,6 215,3 211,2
  • Andere aktivierte Eigenleistungen: Diese Position enthält aktivierte konzerninterne Aufwendungen, die bei der Anpassung fremd erstellter Software an unternehmensspezifische Anforderungen angefallen sind. 2
  • Zinserträge und Zinsaufwendungen aus dem Kreditkartengeschäft werden saldiert unter dem Posten Umsatzerlöse ausgewiesen. Im Vorjahresquartal wurden die Werte unsaldiert in den Zinserträgen aus dem Bankgeschäft und im Materialaufwand bilanziert. Der Vorjahreswert wurde angepasst.
  • Von den Versicherungsbeiträgen entfallen auf: 4
Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
MLP Lebensversicherung AG 117,0 107,0 344,5 306,6
MLP Versicherung AG 8,4 7,3 26,4 22,9
MLP-Lebensversicherung AG, Wien 0,0 13,3 0,0 44,1
Gesamt 125,3 127,6 370,9 373,5

Die Erträge Rückversicherung setzen sich wie folgt zusammen:

5

6

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Rückversicherungsanteil an der Erhöh. d. Deckungsrückstellung 44,6 41,3 119,5 102,4
Rückversicherungsprovisionen 1,3 5,5 4,1 20,7
Rückversicherungsanteil für Versicherungsfälle,
Rückkäufe und Saldozinsen 1,5 3,3 5,0 12,5
Gesamt 47,5 50,1 128,6 135,6

Durch die geänderte Rückversicherungspolitik sind die Rückversicherungsprovisionen um 76 Prozent von 5,5 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro gefallen.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind erfolgsneutrale Einmaleffekte in Höhe von 81,7 Mio. Euro durch die Einführung des Dachfonds-Konzeptes bei den fondsgebundenen Policen der MLP Lebensversicherung AG enthalten. Hierbei wurden alle Fondsanteile der gemanagten Portfolios verkauft, sodass Gewinne entsprechend realisiert und in dieser Position ausgewiesen wurden. Diese Erträge sind erfolgsneutral, da ihnen Aufwendungen zu Gunsten der Versicherungsnehmer in gleicher Höhe aus der Erhöhung der Deckungsrückstellung gegenüberstehen. Darüber hinaus sind in dieser Position Erträge aus der planmäßigen Auflösung der Rückstellung für Einstandspflichten aus Factoring-Geschäften der Jahre 1998 bis 2001 der MLP Finanzdienstleistungen AG in Höhe von 2,3 Mio. Euro enthalten.

7 Vom Materialaufwand entfallen auf:

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Provisionsaufwand 32,8 28,8 87,9 91,5
Zinsaufwand aus dem Bankgeschäft 1,6 1,5 3,8 3,0
Sonstiger Materialaufwand 0,3 0,4 1,0 1,0
Gesamt 34,7 30,8 92,7 95,5

Die Position Materialaufwand enthält zum großen Teil Provisionszahlungen an die selbstständigen Handelsvertreter (MLP-Berater), die diesen aus dem Verkauf von Produkten an MLP-Kunden und der Betreuung von MLP-Kunden als Provisionen zustehen. Zinserträge und Zinsaufwendungen aus dem Kreditkartengeschäft werden saldiert unter dem Posten Umsatzerlöse ausgewiesen. Im Vorjahresquartal wurden die Werte unsaldiert in den Zinserträgen aus dem Bankgeschäft und im Materialaufwand bilanziert. Der Vorjahreswert wurde angepasst.

8 Der Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 14,6 10,1 44,1 37,7
Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen - 2,4 77,7 9,2 93,2
Summe 12,3 87,7 53,2 130,9
EDV-Kosten 11,8 15,4 38,6 38,2
Raumkosten 5,8 5,8 17,9 16,8
Kommunikationsaufwendungen 3,2 5,3 11,2 12,7
Schulungen und Seminare 1,4 2,2 4,0 6,0
Bürobedarf 1,0 1,2 2,8 3,9
Werbeaufwendungen 1,9 4,6 5,9 8,0
Beratungsaufwendungen 4,0 4,0 9,7 7,8
Wertberichtigungen auf Forderungen 0,0 0,1 0,1 0,2
Übrige Aufwendungen 8,1 7,2 24,2 17,7
Summe 37,1 45,9 114,4 111,2
Gesamt 49,4 133,6 167,6 242,1

Die Position Sonstige betriebliche Aufwendungen enthält unter anderem die realisierten Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung in Höhe von -2,4 Mio. Euro (2002: 77,7 Mio. Euro). Der negative Effekt entsteht aus der Nettobetrachtung der realisierten Gewinne und Verluste einzelner Fondskonten. Diese Aufwendungen sind in der Gesamtbetrachtung neutral, da ihnen im Konzern Erträge aus der Reduzierung der Deckungsrückstellung gegenüberstehen. Bereinigt um diesen Effekt und die sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen, fielen die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 19 Prozent von 45,9 Mio. Euro auf 37,1 Mio. Euro.

Der Ertrag aus der planmäßigen Auflösung der Rückstellung für die vergangenen Factoring-Geschäfte und die kalkulatorischen Zinsen für diese Rückstellung wurden in der Position Periodenfremder Aufwand netto ausgewiesen. Zum 3. Quartal werden die Erträge in der Position Sonstige betriebliche Erträge und die kalkulatorischen Zinsen im Finanzergebnis brutto ausgewiesen. Der veränderte Ausweis ist erfolgsneutral.

In der Position Änderung der versicherungstechnischen Rückstellungen sind Sparbeträge aus der fondsgebundenen Lebensversicherung enthalten. Darüber hinaus ist diese Position die Gegenposition, welche die Erträge aus der Werterhöhung des Anlagestocks der fondsgebundenen Lebensversicherung in der Gesamtbetrachtung neutralisiert. Sie enthält realisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen, die in den Positionen Sonstige betriebliche Erträge (siehe Textziffer 6) respektive Sonstige betriebliche Aufwendungen (siehe Textziffer 8) enthalten sind. Darüber hinaus gehen "Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen" in diese Position ein (siehe Textziffer 13, 14). Des Weiteren enthält diese Position Zinserträge auf Teile des Deckungsstocks sowie sonstige Rückstellungen für konventionelle Produkte aus dem Lebens- und Sachversicherungsbereich.

9

10

11 Rückversicherungsbeiträge

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
MLP Lebensversicherung AG 49,6 31,3 134,3 96,5
MLP Versicherung AG 1,4 1,1 4,4 10,1
MLP-Lebensversicherung AG, Wien 0,0 18,7 0,0 28,1
Gesamt 51,0 51,1 138,7 134,8

12 Finanzergebnis

13 14

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Erträge aus anderen Wertpapieren des Anlagevermögens 0,3 0,7 3,9 2,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,8 0,3 3,5 2,4
Abschreib. auf Finanzanl. u. Wertpapiere des Umlaufvermögens - 0,1 - 1,2 - 0,3 - 1,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 11,6 - 1,3 - 27,7 - 4,5
Gesamt - 10,6 - 1,5 - 20,6 - 1,4

Das Finanzergebnis ist von -1,5 Mio. Euro auf -10,6 Mio. Euro gefallen. In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind 5,1 Mio. Euro Depotzinsen aus dem Rückversicherungsgeschäft der MLP Lebensversicherung AG und 5,6 Mio. Euro kalkulatorische Zinsen auf die gebildete, langfristige Rückstellung auf die vergangenen Factoring-Geschäfte enthalten.

Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen/Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen: Die Kapitalanlagen des Anlagestocks für die Fondspolice müssen nach den gesetzlichen Vorgaben mit dem Zeitwert, d. h. mit den Investmentfondskursen zum Bilanzstichtag bilanziert werden. Kursgewinne bzw. Kursverluste für Investmentfondsanteile, die bereits zu Beginn des Geschäftsjahres gehalten wurden, werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen bzw. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen verbucht. Die Gegenposition fließt in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung in die Aufwendungen aus der Erhöhung versicherungstechnischer Rückstellungen ein. Daher sind diese Positionen in der Summe für den MLP-Konzern ergebnisunwirksam.

Erläuterungen zur Bilanz

  • Die Kapitalanlagen der Fondspolice (Anlagestock) umfassen die Investmentfondsanteile, welche für die Versicherungsnehmer der fondsgebundenen Lebensversicherung gehalten werden. Hierbei wird das Risiko vollständig vom Versicherungsnehmer getragen. 15
  • Die Position Forderungen gegen Bankkunden weist Forderungen gegenüber Bankkunden aus Girokonten und Kreditkarten aus. 16
  • Bei der Position Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Treuhandkredite, die in eigenem Namen für Rechnung und auf Risiko anderer Kreditinstitute an Kunden der MLP Bank AG für Baufinanzierungen und Praxisfinanzierungen gewährt werden. Dementsprechend erfolgt ein Ausweis der Treuhandverbindlichkeiten in gleicher Höhe. 17
  • Die Position Deckungsrückstellung Fondspolice entspricht dem Anlagestock der fondsgebundenen Lebensversicherung. Der dazugehörige Posten auf der Aktivseite ist Kapitalanlagen der Fondspolice. Hierbei wird das Risiko vollständig vom Versicherungsnehmer getragen. 18
  • Verbindlichkeiten gegenüber Bankkunden: Dieser Posten repräsentiert die Einlagen der Kunden bei der MLP Bank AG auf Giro- und Kreditkartenkonten. 19

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Bei der Aufstellung der Segmentberichterstattung wurde der DRS 3 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e. V. (DRSC) zugrunde gelegt.

  • Gegenstand des Segments Beratung und Vertrieb ist die betriebswirtschaftliche Beratung von Kunden, insbesondere hinsichtlich Versicherungen, Vermögensanlagen und Finanzierungen aller Art, sowie die Vermittlung von Verträgen über diese Finanzdienstleistungen. Das Segment wird gebildet durch die MLP Finanzdienstleistungen AG, Heidelberg, die MLP Private Finance plc, London, Großbritannien, die MLP Private Finance Correduria de Seguros S.A., Madrid, Spanien, (erstmalig 2002) sowie die MLP Media GmbH Verlag und Werbeagentur. Durch die erstmalige Einbeziehung der MLP Private Finance Correduria de Seguros S.A., Madrid, Spanien, in den Konzernabschluss enthält auch das Segment Beratung und Vertrieb erstmalig die Werte dieser Beteiligung im Jahr 2002. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet. 20
  • Das Produkt- und Dienstleistungsangebot des Segments Lebensversicherung umfasst verschiedene Arten von Lebensversicherungsverträgen, steuerlich geförderte Versicherungen nach dem AvmG, Kapitalisierungsgeschäfte sowie die Verwaltung von Versorgungseinrichtungen. Das Segment Lebensversicherung besteht aus der MLP Lebensversicherung AG, Heidelberg. Im 3. Quartal 2002 war zudem die MLP-Lebensversicherung AG, Wien, anteilsmäßig (50 Prozent) konsolidiert. Durch den Verkauf der Beteiligung an der MLP-Lebensversicherung AG, Wien, Österreich, im vierten Quartal 2002 wurde der Beteiligungsansatz per 30. September 2002 entkonsolidiert. Die Segmentwerte beinhalten anteilig bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt der MLP-Lebensversicherung AG, Wien, Österreich, die entsprechenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung. 21

Die Geschäftstätigkeit des Segments Sachversicherung erstreckt sich auf die Konzeption und den Betrieb von Schaden- und Unfallversicherungen. Das Segment wird gebildet durch die MLP Versicherung AG.

22

  • Zu den Geschäftsfeldern des Segments Bank (Bezeichnung im Vorjahr: Bank und Vermögensverwaltung) zählen die Finanzportfolioverwaltung, das Treuhandkreditgeschäft, das Kredit- und Kreditkartengeschäft, die Beratung bei Anlageentscheidungen in Investmentfondsanteilen sowie die Konzeption und organisatorische Umsetzung neuer Finanzprodukte für den MLP-Konzern. Durch die Verschmelzung der MLP Vermögensvererwaltung AG auf die MLP Bank AG wird das Segment im Vergleich zum Vorjahr nur durch die MLP Bank AG gebildet. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist nicht erforderlich, da sich durch den Verschmelzungsvorgang keine Änderungen ergaben. 23
  • Das Segment Interne Dienstleistungen und Verwaltung (Bezeichnung im Vorjahr: Sonstige Segmente) wird durch die MLP Login GmbH, die MLP Consult GmbH sowie die MLP AG gebildet. Sämtliche interne Dienstleistungen und Aktivitäten des MLP-Konzerns werden somit in einem eigenen Segment zusammengefasst. Im Vorjahr war diesem Segment ausschließlich die MLP Login GmbH zugeordnet. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 24
  • Die Segmenterträge der Segmente Lebensversicherung und Sachversicherung umfassen im Wesentlichen Versicherungsbeiträge und Erträge aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft. Die Segmenterträge des Segments Bank beinhalten Zins- und Provisionserträge. 25
  • Im Konzern werden Zinsaufwendungen der MLP Bank AG unter der Position Materialaufwand ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese in der Segmentberichterstattung unter dem Posten Zinsaufwendungen ausgewiesen. 2002 erfolgte eine Umgliederung der Zinsaufwendungen entsprechend der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Materialaufwand. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst. 26
  • Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. 27

Entwicklung des Rückversicherungsergebnisses

MLP Lebens- MLP-Lebens- MLP MLP-Konzern
versicherung AG, versicherung AG, Versicherung AG,
Heidelberg Wien Heidelberg
in Mio. EUR Q3/03 Q3/02 Q3/03 Q3/02 Q3/03 Q3/02 Q3/03 Q3/02
Erträge Rückversicherung 46,3 29,2 0,0 19,9 1,1 1,1 47,5 50,1
Rückversicherungsbeiträge - 49,6 - 31,3 0,0 - 18,7 - 1,4 - 1,1 - 51,0 - 51,1
Depotzinsen, Saldozinsen
und technische Zinsen - 5,7 0,0 0,0 - 0,3 0,0 0,0 - 5,7 - 0,3
Rückversicherungsergebnis - 9,0 - 2,1 0,0 0,8 - 0,3 0,0 - 9,3 - 1,4
MLP Lebens- MLP-Lebens- MLP MLP-Konzern
versicherung AG, versicherung AG, Versicherung AG,
Heidelberg Wien Heidelberg
in Mio. EUR 9M/03 9M/02 9M/03 9M/02 9M/03 9M/02 9M/03 9M/02
Erträge Rückversicherung 126,4 94,5 0,0 32,2 2,3 9,0 128,6 135,6
Rückversicherungsbeiträge - 134,3 - 96,5 0,0 - 28,1 - 4,4 - 10,1 - 138,7 - 134,8
Depotzinsen, Saldozinsen
und technische Zinsen - 17,6 0,0 0,0 - 1,4 0,0 0,0 - 17,6 - 1,4
Rückversicherungsergebnis - 25,5 - 2,1 0,0 2,7 - 2,2 - 1,2 - 27,7 - 0,6

DVFA-Ergebnis je Aktie

Q3/03 Q3/02 9M/03 9M/02
in Mio. EUR
Überschuss 8,6 4,7 20,8 37,1
DVFA-Anpassung 2,2 0,7 5,2 2,1
Anteile Dritter 0,0 0,0 0,0 0,0
DVFA-Ergebnis 10,8 5,4 26,0 39,2
Anzahl Aktien 108,6 108,6 108,6 108,6
DVFA-Ergebnis je Aktie in EUR 0,10 0,05 0,24 0,36

Vorausschauende Aussagen

Diese Unterlagen enthalten unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen und Informationen über zukünftige Entwicklungen, die auf Überzeugungen des Vorstandes der MLP AG sowie auf Annahmen und Informationen beruhen, die der MLP AG gegenwärtig zur Verfügung stehen. Worte wie "erwarten", "einschätzen", "annehmen", "beabsichtigen", "planen", "sollten", "könnten" und "projizieren" sowie ähnliche Begriffe in Bezug auf das Unternehmen sollen solche vorausschauende Aussagen anzeigen, die insoweit gewissen Unsicherheitsfaktoren unterworfen sind. Viele Faktoren können dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse des MLP Konzerns sich wesentlich von den Zukunftsprognosen unterscheiden, die in solchen vorausschauenden Aussagen ihren Niederschlag finden. Die MLP AG übernimmt keine Verpflichtung gegenüber der Öffentlichkeit, vorausschauende Aussagen zu aktualisieren oder zu korrigieren. Sämtliche vorausschauende Aussagen unterliegen unterschiedlichen Risiken und Unsicherheiten, durch die die tatsächlichen Ergebnisse zahlenmäßig von den Erwartungen abweichen können. Die vorausschauenden Aussagen geben die Sicht zu dem Zeitpunkt wieder, zu dem sie gemacht wurden.

Organe der MLP AG

Vorstand: Dr. Bernhard Termühlen (Vorsitzender)
Eugen Bucher
Gerhard Frieg
Dr. Uwe Schroeder-Wildberg
Aufsichtsrat: Manfred Lautenschläger (Vorsitzender)
Gerd Schmitz-Morkramer
Dr. Peter Lütke-Bornefeld
Johannes Maret
Maria Bähr (Arbeitnehmervertreter)
Norbert Kohler (Arbeitnehmervertreter)

Kontakt

MLP AG Investor Relations

Michael Pfister, Leiter Kommunikation Andreas Dittmar, Leiter Investor Relations Sebastian Slania, Manager Investor Relations

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