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Mineralbrunnen Überkingen AG

Quarterly Report Sep 7, 2022

4537_10-q_2022-09-07_80160bfc-e756-4d5d-b518-ebc5e69271f2.pdf

Quarterly Report

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Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

INHALT

1

Konzern auf einen Blick (Konzernkennzahlen) Wesentliche Fakten

2

Konzernzwischenlagebericht

Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Risikobericht Chancen- und Prognosebericht

3

Konzern-Halbjahresabschluss

Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Verkürzter Konzern-Eigenkapitalspiegel Entwicklung des Konzernanlagevermögens Konzernanhang

Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

1

Konzern auf einen Blick (Konzernkennzahlen) Wesentliche Fakten

Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzern auf einen Blick (Konzernkennzahlen)

Kennzahlen in Mio. EUR 30.06.2022 30.06.2021 30.06.2020 30.06.2019 30.06.2018
Bruttoumsatz 1) 78,1 60,3 65,9 82,6 82,2
Beschäftigte
(Anzahl im Durchschnitt)
407 416 439 432 420
Personalaufwand
(Löhne und Gehälter,
soziale Abgaben sowie Altersversorgung)
15,6 13,9 13,5 14,2 13,9
Investitionen
(Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen)
3,1 3,0 6,1 3,3 5,9
EBITDA 8,3 6,3 5,8 10,1 7,7
Abschreibungen 5,8 5,9 5,5 4,9 4,6
EBIT 2,5 0,5 0,3 5,2 3,1
Bilanzsumme 150,6 142,7 143,9 141,7 141,1
Eigenkapital 66,5 60,8 61,3 60,7 61,0
EK-Quote in % 44,2 % 42,6 % 42,6 % 42,8 % 43,2 %
Konzernergebnis 1,3 -0,9 -0,7 2,6 1,5

1) Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen

Hinweis:

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen, in Grafiken und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten.

Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

Wesentliche Fakten

  • Konzernumsatz deutlich angestiegen, spürbare Erholungstendenzen, insbesondere gute Entwicklung der Absätze in der Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft
  • Hirschquelle als führende süddeutsche Heilwassermarke mit neuem Markenauftritt, Investitionen in neue Produktausstattung
  • Anhaltende Kostensteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Energie
  • Investitionen in neue Abfülltechnik am Standort Kißlegg
  • Operative Konzernergebniskennzahlen EBITDA und EBIT deutlich verbessert bei 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,3 Mio. EUR) respektive 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR)
  • Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2022 aufgrund gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten stark beeinträchtigt, insbesondere aufgrund erhöhter Risiken im zweiten Halbjahr
  • Bestätigung der bisherigen Umsatz- und Ergebnisprognose: Unter der Annahme keiner gravierenden Verschärfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahr moderater Anstieg der Umsatzerlöse sowie moderat über dem Niveau des Jahres 2020 liegendes EBITDA für das Geschäftsjahr 2022 erwartet.

Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

2

Konzernzwischenlagebericht

Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Risikobericht Chancen- und Prognosebericht

Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzernzwischenlagebericht

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäfts- und Organisationsstruktur

Der Konzern Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, fruchthaltige Getränke, Erfrischungsgetränke und Fertigcocktails. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Produktsortiments sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Als Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet der Konzern ein breites Produktportfolio von alkoholfreien und alkoholischen Getränken an.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im Getränkemarkt mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein, Baden-Württemberg. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach-Zavelstein, Kißlegg, Lauterecken und Merzig.

Die Konzernstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe (Stand 30. Juni 2022)

Konzernstruktur

Der Konzern umfasst neben den operativ tätigen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, und KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg, die Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg, Minderheitsbeteiligungen an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und an der siro Production GmbH, Neunkirchen (Saarland), die als Zwischenholding fungierende Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, sowie die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Teinach-Zavelstein als Holdinggesellschaft. Die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Martin Adam, auch Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, sowie Andreas Gaupp, Geschäftsführer der operativen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH, sowie Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der siro Production GmbH.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns obliegt der Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH. Nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen werden durch die Karlsberg Service GmbH, Homburg, einer 45-prozentigen Beteiligung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, ausgeübt. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.

Geschäftstätigkeit

Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineral- und Heilwasser, fruchthaltigen Getränken, Erfrischungsgetränken sowie Fertigcocktails. Aufbauend auf unseren Regionalmarken in Süd- und Südwest- (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u. a.) und Norddeutschland (Klindworth) sowie nationalen Marken (afri, Bluna, Vaihinger, Cocktail Plant u. a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein breites Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen und Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Zwar erholt sich die deutsche Wirtschaft seit Jahresbeginn von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, was insbesondere in konsumnahen Dienstleistungsbereichen wie der Gastronomie zu spüren ist, allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen die wirtschaftliche Erholung.

Trotz dieser Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr behauptet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr preisbreinigt um 3,9 % und im zweiten Quartal um 1,8 % gestiegen.1

Die Umsätze im Einzelhandel sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Halbjahr preisbereinigt 0,7 % sowie nominal 6,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren musste dagegen Verluste verzeichnen und setzte real 6,4 % und nominal 0,1 % weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider, die das Konsumklima spürbar beeinträchtigen.2

Die Corona-bedingten Lockdowns sowie anhaltende Auflagen haben im Gastgewerbe als einer der hauptbetroffenen Sektoren in den letzten beiden Jahren deutliche Spuren hinterlassen. Infolge der schrittweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen konnten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes kräftig erholen und in der ersten Jahreshälfte insgesamt einen preisbereinigten Umsatzanstieg von 98,5 % verbuchen (nominal + 109,2 %). Der Umsatzanstieg im Gaststättengewerbe betrug dabei 73,5 % (nominal + 84,0 %) und im von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie besonders betroffenen Beherbergungsgewerbe 169,8 % (nominal + 187,0 %).3

Der Markt für alkoholfreie Getränke4

Während sich die Getränkeabsätze in der Gastronomie stark erholten, sanken die Getränkeabsätze im Einzelhandel leicht.

Der Markt für alkoholfreie Getränke (AfG) in Deutschland hat nach Berechnungen des Haushaltspanels der GfK, die die Entwicklung im Bereich Gastronomie und Hotellerie sowie Veranstaltungen nicht berücksichtigen, im ersten Halbjahr einen Absatzrückgang von 1,5 % sowie einen Umsatzrückgang von 0,6 % verzeichnen müssen.

Die jeweiligen AfG-Segmente entwickelten sich dabei im ersten Halbjahr unterschiedlich.

Das Mineralwasser-Segment verzeichnete nach Angaben der GfK auf alle Sorten gerechnet ein leichtes Absatzplus von 0,2 %. Innerhalb dieses Teilsegments hat sich der Absatz von Wasser

1 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 25. August 2022

2 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 1. August 2022

3 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 19. August 2022

4 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG, Jan-Jun 21/22

ohne Kohlensäure (+ 4,4 %) besonders positiv entwickelt. Wasser mit viel Kohlensäure musste dagegen einen Absatzrückgang von 3,3 % verzeichnen.

Das Segment Fruchthaltige Getränke wies im Berichtszeitraum einen Absatzrückgang von 5,0 % aus. Der Absatz der Fruchtsäfte ging um 4,4 %, der Fruchtnektare um 4,5 % und der Fruchtsaftgetränke um 7,1 % zurück. Auch die Sparte Smoothies musste einen Absatzrückgang von 5,9 % verzeichnen.

Auch das Segment der kohlensäurehaltigen Süßgetränke (Carbonated Soft Drinks) lag unter dem Absatzniveau des Vorjahres (- 3,9 %).

In den restlichen AfG-Segmenten fiel die rückläufige Absatzentwicklung mit 0,9 % moderat aus.

Geschäftsverlauf

Der Bruttoumsatz5 im Konzern konnte in der ersten Jahreshälfte um 17,8 Mio. EUR (+ 29,5 %) auf 78,1 Mio. EUR gesteigert werden.

Nach einem verhaltenen Jahresstart im Kontext von hohen Covid-19-Inzidenzen ergaben sich im weiteren Jahresverlauf deutliche Erholungstendenzen. Insbesondere konnten in der Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft hohe Umsatzanstiege verzeichnet werden.

Insgesamt lag der Fokus im ersten Halbjahr in verstärktem Maße auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten und einem weiteren Ausbau des Markengeschäfts. So wurde beispielsweise im Mineralwasser-Segment für unsere Heilwassermarke Hirschquelle ein neuer Markenauftritt mit einem neuartigen Kastendesign umgesetzt.

Im ersten Halbjahr 2022 konnten bei den Glas-Mehrweg-Gebinden, maßgeblich getrieben durch die Rückkehr der Absätze in Gastronomie und Hotellerie und bei Veranstaltungen, Umsatzzuwächse von 40,4 % erreicht werden. Auch andere Gastronomiegebinde wie Bag-in-Box konnten deutlich zulegen. Darüber hinaus konnten auch die in den vergangenen Jahren rückläufigen PET-Gebinde im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder Zuwächse verzeichnen.

Im Mineralwasser-Segment fielen die Umsatzanstiege der Marken Teinacher mit 25,8 % und Krumbach mit 7,0 % in den ersten sechs Monaten deutlich aus.

Das Saftsegment, das aufgrund des hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils durch die Covid-19-Pandemie in besonderem Maße betroffen war, konnte gegenüber Vorjahr jedoch sogar dreistellige Umsatzwachstumsraten verzeichnen. Der Umsatz der Hauptmarken Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt um 116,2 % mehr als verdoppelt werden.

5 Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen

Entwicklung Bruttoumsatz (in Mio. EUR):

* Umsatz Sonstige: im Wesentlichen Umsatzerlöse für sonstige Marken, Handelswaren und Lohnabfüllungen, Frachterlöse sowie sonstige Erlöse enthalten

Mitarbeiter

Im ersten Halbjahr 2022 betrug der durchschnittliche Personalstand inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen im Konzern 407 (Vorjahr: 416 Mitarbeiter), davon 5 Auszubildende (Vorjahr: 8 Auszubildende).

Ertragslage

Im Rahmen des Konzernabschlusses 2021 erfolgten im Sinne einer konzerneinheitlichen Bilanzierung verschiedene Anpassungen der Zuordnung von Aufwendungen in GuV-Positionen die im Konzern-Halbjahresabschluss des Vorjahres noch nicht berücksichtigt waren. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist im Konzern-Halbjahresabschluss nicht erfolgt. Infolgedessen ergibt sich in den Positionen Umsatzerlöse (netto, nach Abzug von Erlösschmälerungen), Materialaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen durch die Umgliederungen eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zum Vorjahr. Hierzu wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen.

Konzernertragslage 01.01.-30.06.2022 01.01.-30.06.2021 +/-
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 65.445 53.844 11.601 22%
Waren- und Materialeinsatz -19.259 -14.895 -4.364 29%
Rohertrag 46.186 38.949 7.237 19%
Sonstige betriebliche Erträge 1.061 2.909 -1.848 -64%
Personal -15.630 -13.941 -1.690 12%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -23.360 -21.589 -1.771 8%
EBITDA 8.257 6.329 1.928 30%
Abschreibungen -5.794 -5.857 63 -1%
EBIT 2.463 471 1.991 + //
Finanzergebnis -142 -894 752 -84%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.321 -423 2.743 + //
Steuerergebnis -1.022 -487 -535 - //
Konzernergebnis 1.299 -909 2.208 + //
Gewinnvortrag 21.540 18.041 3.499 19%
Konzernbilanzgewinn 22.839 17.132 5.707 33%

Die Umsatzerlöse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe in Höhe von 65,4 Mio. EUR lagen aufgrund der erläuterten Geschäftsentwicklung in der ersten Jahreshälfte rund 11,6 Mio. EUR respektive 21,5 % über dem Wert des Vorjahres (53,8 Mio. EUR).

Unter Berücksichtigung der im Konzernanhang erläuterten Umgliederungen von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Erlösschmälerungen in Höhe von insgesamt 4,4 Mio. EUR ergibt sich unter Anwendung der Bilanzierungssystematik des Vorjahres ein bereinigter Umsatzanstieg von 16,0 Mio. EUR.

Steigende Preise bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie und Logistik haben sich bereits im ersten Halbjahr auf das operative Geschäft belastend ausgewirkt. Um die Effekte der sehr dynamischen Entwicklung der Einkaufspreise abzufedern, mussten im Saftsegment bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Preiserhöhungen umgesetzt werden.

Infolge der positiven Umsatzentwicklung konnte der Rohertrag 6 gegenüber Vorjahr um 7,2 Mio. EUR, unter Anwendung der Bilanzierungssystematik des Vorjahres um 11,6 Mio. EUR, gesteigert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR lagen im Berichtsjahr deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2,9 Mio. EUR), das durch enthaltene Buchgewinne aus der Veräußerung einer Lohnabfüllanlage und Erträge aus erhaltenen Covid-19-Finanzhilfen in Höhe von 1,9 Mio. EUR begünstigt war.

Der Personalaufwand ist aufgrund deutlich unter Vorjahr liegender Zuschüsse und unter Berücksichtigung von Tariferhöhungen und erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung um rund 1,7 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR angestiegen.

Trotz der Auswirkungen der Umgliederung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Erlösschmälerungen in Höhe von 4,4 Mio. EUR sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,8 Mio. EUR auf 23,4 Mio. EUR angestiegen, maßgeblich bedingt durch erhöhte Aufwendungen für Marketing und Vertrieb für unser Markengeschäft sowie gestiegene Logistikaufwendungen infolge des höheren Umsatzniveaus.

Die Abschreibungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR lagen nahezu auf Niveau des Vorjahres (5,9 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis in Höhe von - 0,1 Mio. EUR hat sich zum Vorjahr (- 0,9 Mio. EUR) aufgrund reduzierter Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und gestiegener Zinserträge deutlich verbessert.

Der im Berichtszeitraum angefallene Steueraufwand in Höhe von 1,0 Mio. EUR ist aufgrund der verbesserten Ergebnissituation, verbunden mit erhöhten steuerlichen Belastungen bei Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie der Auflösung aktiver latenter Steuern zum Vorjahreswert (0,5 Mio. EUR) angestiegen.

Aufgrund der positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung konnte trotz deutlich reduzierter sonstiger betrieblicher Erträge und erhöhter Aufwendungen für Marketing und Vertrieb ein zum Vorjahr verbessertes Konzernergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: - 0,9 Mio. EUR) erwirtschaftet werden.

6 Rohertrag = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung - Materialaufwand (inkl. Aufwendungen für bezogene Leistungen)

Die operativen Konzernergebniskennzahlen EBITDA7 und EBIT8 lagen bei 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,3 Mio. EUR) respektive 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) und damit ebenfalls über Vorjahr, das durch einen rund fünfmonatigen Lockdown geprägt war.

Die wesentlichen Ergebniskennzahlen (in Mio. EUR)

Finanzlage

Wertpapier-Management

Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Zum Bilanzstichtag betrug der bilanzierte Wert des Spezialfonds unverändert 1,7 Mio. EUR. Der Kurswert lag zum Stichtag bei 1,5 Mio. EUR.

Finanzierung

Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt.

Zur teilweisen Refinanzierung des Investitionsprogramms der letzten Jahre war Ende 2016 eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25,0 Mio. EUR vertraglich abgeschlossen worden, die von Dezember 2022 bis Dezember 2024 in drei Tranchen fällig ist. Zur Besicherung wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Die mit der Finanzierung verknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) zur Ausnutzung der gewährten Kreditlinien wurden im laufenden Jahr jederzeit erfüllt.

7 EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

8 EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, zuzüglich Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Cashflow-Situation (Liquiditätsstatus)

Zum 30. Juni 2022 stand der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA insgesamt ein Finanzierungsrahmen in Höhe von 7,0 Mio. EUR zur Verfügung.

Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf 13,9 Mio. EUR. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Im ersten Halbjahr 2022 stand jederzeit ausreichend freie Liquidität zur Verfügung. Aufgrund hoher liquider Mittel sowie zusätzlich noch freier Kreditlinien war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Aufgrund des saisonalen Geschäftsverlaufs ist die Liquiditätsentwicklung im Jahresverlauf schwankend und der Bedarf insbesondere in den frühen Sommermonaten hoch.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist aufgrund der verbesserten Ertragslage, trotz negativer Einflussfaktoren durch bilanzielle Effekte im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit, deutlich angestiegen und lag im Berichtszeitraum bei 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR).

Unter Berücksichtigung der im Berichtszeitraum getätigten Investitionen und Desinvestitionen sowie der Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition und erhaltener Zinsen betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit - 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: - 0,4 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 0,7 Mio. EUR lag unter Berücksichtigung enthaltener Zins- und Tilgungsleistungen leicht unter dem Vorjahreswert (- 0,5 Mio. EUR).

Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtszeitraum in Summe eine deutliche Erhöhung des Finanzmittelfonds um 6,7 Mio. EUR auf 13,9 Mio. EUR.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns betrug zum 30. Juni 2022 150,6 Mio. EUR und lag aufgrund saisonaler Einflüsse um rund 8,4 Mio. EUR über dem Wert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 (142,2 Mio. EUR).

Das Anlagevermögen in Höhe von 65,0 Mio. EUR ist im Berichtszeitraum um rund 2,7 Mio. EUR zurückgegangen.

Im Anlagevermögen nahmen die immateriellen Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen Marken- und Belieferungsrechte ausweisen, durch planmäßige Abschreibungen um 0,3 Mio. EUR ab. Das Sachanlagevermögen in Höhe von 55,5 Mio. EUR ist im Berichtszeitraum unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bei geringerer Investitionstätigkeit um rund 2,4 Mio. EUR zurückgegangen. Das Finanzanlagevermögen in Höhe von 3,0 Mio. EUR lag dagegen auf Niveau des Bilanzstichtages des Vorjahres.

Die Konzerngesellschaften investierten in der ersten Jahreshälfte 3,1 Mio. EUR und lagen damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (3,0 Mio. EUR). Die größte technische Einzelinvestition war eine Investition in eine Flaschenabfüll- und Etikettieranlage am Standort Kißlegg, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres in Betrieb genommen wurde. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Investitionen in die Produktausstattung. So wurden im Rahmen der Umsetzung des neuen Markenauftritts der Heilwassermarke Hirschquelle neue Kisten und Individualglasflaschen angeschafft. Darüber hinaus wurden verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen.

Das Umlaufvermögen, das aufgrund des Geschäftsverlaufs in besonderem Maße saisonalen Schwankungen unterliegt, hat sich im Berichtszeitraum insbesondere im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit um 11,9 Mio. EUR auf 77,4 Mio. EUR deutlich erhöht, maßgeblich beeinflusst durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegene Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 8,1 Mio. EUR lagen unter dem Niveau des Bilanzstichtages des Vorjahres (8,8 Mio. EUR).

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital unter Berücksichtigung des positiven Konzernergebnisses auf 66,5 Mio. EUR angestiegen (31. Dezember 2021: 65,2 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtszeitraum aufgrund der saisonal bedingt erhöhten Bilanzsumme etwas reduziert und lag zum Stichtag bei 44,2 % (31. Dezember 2021: 45,9 %).

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 gestiegen. Insgesamt erhöhten sich die Rückstellungen um 5,6 Mio. EUR auf 47,8 Mio. EUR, maßgeblich bedingt durch erhöhte Pfandrückstellungen und Rückstellungen für Kundenvergütungen und Verkaufsförderungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten von 34,8 Mio. EUR auf 36,2 Mio. EUR liegt im Wesentlichen an saisonal erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegener sonstiger Verbindlichkeiten aus Steuern.

Aktie im Marktumfeld

Die Stamm- und Vorzugsaktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben sich im Berichtszeitraum positiv entwickelt. Der Kurs der Stammaktien schloss im ersten Halbjahr 2022 bei 17,80 EUR und somit 12,7 % über dem Wert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 von 15,80 EUR. Auch die Vorzugsaktien konnten zulegen und lagen Ende Juni mit 14,70 EUR 14,8 % über dem Wert zum 31. Dezember 2021 von 12,80 EUR.9

Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 30. Juni 2022 betrug 128,71 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 113,71 Mio. EUR).

III. Risikobericht

Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.

9 Schlusskurse Börse Stuttgart 30.06.2022

Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können.

Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen zur Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen ausgerichtet ist.

Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung organisatorisch vernetzt. Es bedient sich des internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt.

Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr.

Die folgenden Risikogebiete werden als besonders relevant für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA erachtet:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

  • Konjunkturrisiken
  • Hohe Inflation mit Wirkung auf die Kaufkraft der Marktteilnehmer
  • Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
  • Situation an den Finanzmärkten

Geopolitische Risiken

  • Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine
  • Weitere Eskalation geopolitischer Konflikte
  • Verstärkung protektionistischer Tendenzen
  • Ordnungspolitische Eingriffe

Branchenrisiken

  • Einfluss von Umwelt- und Verbrauchergruppen auf Konsumverhalten
  • Nachteilige Verordnungen und Gesetze
  • Witterungseinflüsse
  • Veränderung des Konsumverhaltens

Marktpreisrisiken

  • Deutliche Preissteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Energie und Logistik

Produkt-, Beschaffungs- und technische Risiken

  • Ausfall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit und/oder Produktqualität
  • Erhöhte Beschaffungsrisiken aufgrund anhaltender Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten sowie Lieferantenabhängigkeiten
  • Energieengpässe infolge der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine
  • Saisonale Leergutengpässe
  • Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen

Umweltschutzrisiken

IT-Risiken

  • Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen
  • Verlust oder Manipulation von Daten
  • Cyberkriminalität
  • Compliance-Verletzungen
  • Offenlegung vertraulicher Informationen
  • Risiken im Rahmen der Einführung einer neuen ERP-Software (Verzögerungen in der Umsetzungsphase, nicht ausreichende Kapazität der Projektbeteiligten, unzureichende Realisierung von Synergien und Effizienzsteigerungen)

Rechtliche und steuerliche Risiken

  • Risiken aus dolosen Handlungen (z.B. seit 2021 Verdachtsfall hinsichtlich Schädigung der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug mit drohenden vorsteuerlichen Nachteilen)
  • Risiken aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen
  • Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht
  • Risiken aus Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie aus unterschiedlichen Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen

Personalrisiken

  • Gesundheitsrisiko: Kompetenzengpässe aufgrund zahlreicher gesundheitlicher Ausfälle, z.B. infolge der Covid-19-Pandemie
  • Anpassungsrisiko: Mitarbeiter sind falsch oder unzureichend qualifiziert
  • Motivationsrisiko: Arbeitsleistung wird zurückgehalten
  • Verlust von wichtigen Fach- und Führungskräften
  • Streikrisiko: Produktionsausfall aufgrund der Ausübung des Streikrechts
  • Tarifrisiko

Forderungsrisiken

  • Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden der Unternehmen
  • Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen
  • Kreditrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
  • Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns.

Von den im Konzernlagebericht 2021 ausführlich beschriebenen Risiken kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage für das Unternehmen ausgehen. Die Risikolage hat sich gegenüber der Beurteilung zum Konzernabschluss 2021 angesichts der Verschärfung der Energieausnahmesituation und einer weiterhin sehr hohen Inflation, insbesondere mit Blick auf die zweite Jahreshälfte, verändert.

Im Berichtszeitraum konnten sich die Konzernunternehmen nach Einschätzung der Geschäftsführung im Markt gut behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten im bisherigen Geschäftsverlauf des laufenden Jahres weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Unternehmens auf. Die Geschäftsführung erwartet, dass sich aus den vorgenannten Risiken im prospektiv ausgerichteten Risikoprognosezeitraum für das zweite Halbjahr Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und -bewertungen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten.

IV. Chancen- und Prognosebericht

Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.

Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.

Chancenbericht

Für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe unterstützen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen.

  • Chancen durch unsere Markenkompetenz
  • Nutzung ertragsorientierter Wachstumschancen durch ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm und schnelle Entscheidungswege
  • Klare Markenführung der etablierten Regionalmarken und nationalen Marken, um sich im Verdrängungswettbewerb maßgeblich durchzusetzen
  • Weiter steigende Präferenz unserer starken Marken bei den Konsumenten durch ein attraktives Produktportfolio, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist
  • Wachstumschancen durch Produktinnovationen

  • Kundenbedürfnissen folgender Ausbau von Kapazitäten

Chancen durch Diversifikation und Synergien im Karlsberg Verbund

  • Chancen durch ein breit diversifiziertes Produktportfolio, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen
  • Realisierung von Synergien durch die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und Unternehmen des Karlsberg Verbundes in den Bereichen Vertrieb, Technik, Logistik, Einkauf und Administration bei straffen Entscheidungswegen

Chancen durch Digitalisierung

  • Einsatz von standardisierten Online-IT-Systemen und die wachsende Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses
  • Einsatz neuer IT-Anwendungen in Marketing und Vertrieb, um so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Information, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung zu tragen
  • Signifikante Effizienzsteigerungen durch die Nutzung von einheitlichen IT-Systemen
  • Einführung einer speziell auf die mittelständische Getränkeindustrie zugeschnittenen ERP-Software zur Optimierung der Geschäftsprozesse, zur konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen in allen Funktionsbereichen sowie zur Integration und Steuerung unterschiedlichster Unternehmensaktivitäten in den Bereichen Produktion und Abfüllung, Logistik, Finanzen und Vertrieb

Ausbau des Chancenmanagements

Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine Analyse der langfristigen Ausrichtung der Gruppe und möglicher strategischer Optionen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen Unternehmen etabliert, der sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, die Geschäftsführer der im Markt operierenden Gesellschaften und der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt.

Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft erholt sich seit Jahresbeginn von den Auswirkungen der Covid-19- Pandemie. Allerdings bremsen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die anhaltenden Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen, die hohe Inflation, die Zinswende und die insgesamt hohe Unsicherheit die wirtschaftliche Erholung in vielen Wirtschaftsbereichen. Auch anhaltende Auswirkungen der Covid-19-Pandemie können belastend auf die wirtschaftliche Entwicklung wirken.

Die Bundesregierung geht in ihrer im April kommunizierten Frühjahrsprojektion für das laufende Jahr von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % aus.

Die anhaltende Inflation, steigende Zinsen und ein drohender Lieferstopp für Erdgas könnten jedoch dazu führen, dass die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr in eine Rezession fällt.10

Die deutsche Getränkeindustrie konnte nach Absatzverlusten infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in den beiden vergangenen Jahren im ersten Halbjahr 2022 wieder Zuwächse verzeichnen. Nach einer zufriedenstellenden ersten Jahreshälfte blickt die deutsche Getränkeindustrie jedoch mit Sorgen auf die kommenden Monate. Stark ansteigende Preise bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Energie und Logistik und ein möglicher Gaslieferstopp werden die Branche vor große Herausforderungen stellen.11

Ziel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe ist es, ihr Markengeschäft konsequent weiterzuentwickeln. Der Konzern wird auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Durch fokussierte Markenkommunikation und die nationale Vertriebsorganisation der KAMPOS Vertriebs GmbH soll die Distribution unserer Marken auch im Handel weiter ausgebaut werden, so dass auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden.

Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit im laufenden Jahr werden auf der Sortimentserweiterung durch Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten im Markengeschäft mit Fokussierung auf Glas-Mehrwegflaschen (z. B. Individualgebinde Hirschquelle) liegen.

Aufgrund steigender Bezugskosten bei Energie und Gebinden und vielen weiteren Vorprodukten bilden zudem Effizienzsteigerungen und die Umsetzung von notwendigen Preiserhöhungen wichtige Schwerpunkte. Zudem sind im zweiten Halbjahr zukunftsgerichtete technische Investitionen wie der Bau von Solaranlagen geplant. Darüber hinaus laufen vorbereitende Maßnahmen für die im Jahr 2023 geplante Einführung eines neuen ERP-Systems.

Aufgrund der hohen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2022 stark beeinträchtigt.

Angesichts des unsicheren Umfeldes, zunehmend belastet durch eine hohe Inflation mit zu erwartenden negativen Auswirkungen auf den privaten Konsumverbrauch sowie steigende und stark schwankende Rohstoff- und Energiepreise, ergeben sich für das zweite Halbjahr erhöhte Risiken, die aus heutiger Sicht noch nicht abschließend beurteilt werden können. Darüber hinaus stellt die unsichere Versorgung mit wichtigen Industrie- und Energierohstoffen derzeit ein schwer kalkulierbares Risiko dar. Auch eine Beurteilung des weiteren Ausmaßes und der

10 Quelle: Frühjahrsprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 27. April 2022

11 Quelle: ZEIT ONLINE, Bericht vom 19. April 2022

Dauer der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.

Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich aus heutiger Sicht angesichts des aktuellen geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der auch in Herbst und Winter zu erwartenden Auswirkungen der Covid-19- Pandemie ergeben könnten.

Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten und unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen für das zweite Halbjahr bestätigt die Geschäftsführung ihre bisherige Prognose. Trotz aktueller Belastungen durch Rohstoffpreise und Energiekosten wird für die gesamte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 ein im Vergleich zum Vorjahr moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Bei gleichzeitig erhöhten Aufwendungen für Marketing sowie Vertrieb und deutlich reduzierten sonstigen betrieblichen Erträgen geht die Geschäftsführung davon aus, dass das EBITDA moderat über dem Niveau des Jahres 2020 liegen wird.

Bad Teinach-Zavelstein, den 6. September 2022

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

3

Konzern-Halbjahresabschluss

Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Verkürzter Konzern-Eigenkapitalspiegel Entwicklung des Konzernanlagevermögens Konzernanhang

Bad Teinach-ZavelsteinZwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzern-HalbjahresabschlussKonzern-Bilanz

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Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzern-Halbjahresabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

01.01. -
30.06.2022
EUR
EUR 01.01. -
30.06.2021
TEUR
1. Umsatzerlöse
2. Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestandes
65.445.195,25 53.844
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -874.983,54 -639
64.570.211,71 53.205
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.061.253,12 2.909
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
5. Personalaufwand
17.637.181,58
747.090,40
13.681
575
a) Löhne und Gehälter 10.966.784,87 9.930
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und Unterstützung
davon für Altersversorgung
4.663.600,58 4.010
EUR
2.531.496,34 Vorjahr EUR
2.228.611,22
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
5.794.331,37
23.359.839,65
5.857
21.589
63.168.828,45 55.642
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
0,74
738.593,49
0
664
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0
11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-80.898,04
961.490,25
52
1.505
-141.997,98 -894
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 911.233,73 385
14. Ergebnis nach Steuern 1.409.404,67 -807
15. Sonstige Steuern 110.304,36 102
16. Konzernergebnis 1.299.100,31 -909
17. Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) 21.539.825,24 18.041
18. Nicht beherrschende Anteile 0,00 0
19. Konzernbilanzergebnis 22.838.925,55 17.132

Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzern-Halbjahresabschluss Konzern-Kapitalflussrechnung

01.01.-
30.06.2022
EUR
01.01.-
30.06.2021
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 1.299.100,31 -909
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.809.815,88 6.072
Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 6.095.448,94 657
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen /Erträge -7.784,75 -8
Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva -5.752.721,32 -8.452
Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva 504.285,56 3.534
Gewinn /Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -48.772,42 -722
Zinsaufwendungen / Zinserträge 222.896,76 841
Ertragsteueraufwand /-ertrag 911.233,73 385
Ertragsteuerzahlungen -26.791,40 -197
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.006.711,30 1.200
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 58.945,21 1.240
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.115.239,42 -2.986
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 37.017,44 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -41
Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1) 1.226.800,00 727
Erhaltene Zinsen 738.571,51 664
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.053.905,26 -396
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -253.289,27 0
Gezahlte Zinsen -455.501,75 -477
Gezahlte Dividenden 0,00 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -708.791,02 -477
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 7.244.015,02 326
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.658.307,39 7.798
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.902.322,41 8.124
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.902.322,41 8.124
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.902.322,41 8.124

1) enthält Veränderungen aus dem Cashpooling mit verbundenen Unternehmen

Bad Teinach-ZavelsteinZwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzern-HalbjahresabschlussVerkürzter Konzern-Eigenkapitalspiegel

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Bad Teinach-ZavelsteinZwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzern-HalbjahresabschlussEntwicklung des Konzernanlagevermögens

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Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022

Konzern-Halbjahresabschluss Konzernanhang

Angaben zum Konzern-Halbjahresabschluss

Allgemeines

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.

Der vorliegende Konzern-Halbjahresabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Konzernanhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.

Konsolidierungskreis

Der Konzern-Halbjahresabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 8 (Vorjahr: 8) inländische Tochterunternehmen.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich zum einen um die Karlsberg Service GmbH, Homburg, an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Zum anderen wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 40,00 % der Anteile an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, mit Sitz in Neunkirchen (Saarland) erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses werden diese Gesellschaften unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzern-Halbjahresabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzern-Halbjahresabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzern-Halbjahresabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.

Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode angesetzt. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Vergleich zum Konzern-Halbjahresabschluss des Vorjahres waren, mit Ausnahme der weiter untenstehend in diesem Kapitel beschriebenen in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommenen Umgliederungen, im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzern-Halbjahresabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 4 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere sowie die sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und den Geschäfts- oder Firmenwert sowie latente Steuern berücksichtigt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum 31. Dezember 2021 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.

Zum 30. Juni 2022 erfolgte die Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund einer Prognoserechnung unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,59 % (31. Dezember 2021: 1,87 %) und unter Berücksichtigung der Schätzung der Auswirkungen bei einer Anpassung des Rententrends von 1,50 % auf 1,75 %. Die Prognoserechnung basiert auf den Personaldaten, die bereits bei der Berechnung der Verpflichtungswerte im Bilanzgutachten 31. Dezember 2021 zugrunde lagen.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Im Rahmen des Konzernabschlusses 2021 erfolgte im Sinne einer konzerneinheitlichen Bilanzierung innerhalb der GuV-Positionen Umsatzerlöse, Materialaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen eine Anpassung der Zuordnung von nachfolgenden Geschäftsvorfällen, die im Konzern-Halbjahresabschluss des Vorjahres noch nicht berücksichtigt waren.

Im Bereich der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfolgte eine Anpassung des GuV-Ausweises von Delkrederevergütungen und Werbekostenzuschüssen. Delkrederevergütungen und Teile der im Vorjahr noch als sonstige betriebliche Aufwendungen bilanzierten Werbekostenzuschüsse werden fortan als Erlösschmälerungen ausgewiesen. Der Effekt aus der Ausweisänderung beläuft sich auf einen Gesamtbetrag von TEUR 4.375.

Zudem ergaben sich noch in geringerem Umfang Umgliederungen von Aufwendungen für Treibstoffe (TEUR 288, Umgliederung aus dem Materialaufwand in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sowie für Leiharbeitnehmer (TEUR 102, Umgliederung von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen).

In den vorgenannten Fällen ist eine Anpassung der Vorjahreswerte im Konzern-Halbjahresabschluss nicht erfolgt. Die Aufwendungen des Vorjahres der vorgenannten Positionen bewegten sich auf einem vergleichbaren Niveau.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Abschlüsse der in den Konzern-Halbjahresabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in EUR aufgestellt.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzern-Halbjahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:

Gesellschaft Kapitalanteil
%
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (u) 1)
100
Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) 1) 100
Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) 1) 100
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m) 1) 100
1)
Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m)
100
KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 1) 100

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht

Assoziierte Unternehmen

Gesellschaft Beteiligung
%
Karlsberg Service GmbH, Homburg 45
siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion,
Neunkirchen (Saarland) 40

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 30. Juni 2022 TEUR 0.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung beträgt zum 30. Juni 2022 TEUR 319. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 170 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft ebenso aufgrund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht. Zum 30. Juni 2022 beträgt der Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 155.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit hoher Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.536 und damit TEUR 211 unter dem Buchwert von TEUR 1.747. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 33.122 (31. Dezember 2021: TEUR 34.123) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Vermögensgegenstände. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 328 (31. Dezember 2021: TEUR 209) enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 22.387 (31. Dezember 2021: TEUR 22.387), die Kapitalrücklage von TEUR 17.248 (31. Dezember 2021: TEUR 17.248) und die gesetzliche Rücklage von TEUR 916 (31. Dezember 2021: TEUR 916) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 3.127 (31. Dezember 2021: TEUR 3.127) betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).

Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 74.333 (31. Dezember 2021: TEUR 73.474); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein. Die Zuwendungen der Trägerunternehmen für Rentenzahlungen aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e.V., Bad-Teinach-Zavelstein, sind aufgrund des bei der Versorgungshilfe inzwischen aufgebrauchten Vermögens zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand auszuweisen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Pfand in Höhe von TEUR 13.693 (31. Dezember 2021: TEUR 11.428), für Personalkosten in Höhe von TEUR 3.879 (31. Dezember 2021: TEUR 3.102) sowie für ausstehende Rechnungen, Kundenvergütungen und Verkaufsförderungen und sonstige Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 13.894 (31. Dezember 2021: TEUR 11.919) enthalten.

Betrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR unter
einem Jahr
TEUR
von
1 -
5 Jahren
TEUR
über
5 Jahre
TEUR
1. Namensschuldverschreibung
(31.12.2021)
Verbindlichkeiten gegenüber
Verbindlichkeiten aus
25.000
(25.000)
8.333
(8.333)
16.667
(16.667)
0
(0)
2. Lieferungen und Leistungen
(31.12.2021)
5.934
(4.927)
5.934
(4.927)
0
(0)
0
(0)
3.
4.
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
(31.12.2021)
Verbindlichkeiten gegenüber
74
(251)
74
(251)
0
(0)
0
(0)
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
(31.12.2021)
5
(106)
5
(106)
0
(0)
0
(0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
(31.12.2021)
5.187
(4.476)
4.132
(3.163)
1.055
(1.313)
0
(0)
davon aus Steuern
(31.12.2021)
2.530
(1.480)
2.530
(1.480)
0
(0)
0
(0)
S U M M E
(31.12.2021)
36.200
(34.759)
18.478
(16.779)
17.722
(17.980)
0
(0)

Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr auf Lieferungen und Leistungen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

1.
Halbjahr
2022
1.
Halbjahr
2021
TEUR TEUR
Inland 68.936 50.855
Ausland 2.431 1.520
Handelswaren und
Lohnabfüllungen 3.750 5.292
Fuhrbetrieb und Sonstiges 3.014 2.654
Bruttoumsatz * 78.132 60.320
./. Erlösschmälerungen 12.687 6.476
Umsatzerlöse 65.445 53.844

* Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen

Vom Bruttoumsatz entfallen TEUR 68.855 auf die Hauptkategorien Mineralwasser (TEUR 32.231), Saft, Fruchtsaftgetränke und Nektare (TEUR 26.945) und Erfrischungsgetränke (TEUR 9.679).

Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 1.061 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 692 (Vorjahr: TEUR 711) enthalten. Hiervon entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 429).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 266).

Finanzergebnis

Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 473 hat sich reduziert (Vorjahr: TEUR 911) und wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Haftungsverhältnisse

TEUR
Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools 18.026

Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG, Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zum 30. Juni 2022 bestehenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:

Restlaufzeit
bis zu von 1 bis mehr als
in TEUR 30.06.2022 1 Jahr 5 Jahren 5 Jahre
Verpflichtungen aus Rohstoffkontrakten 10.780 5.517 5.263 0
Verpflichtungen aus Investitionsaufträgen 976 976 0 0
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 777 266 511 0
Summe 12.533 6.759 5.774 0

Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus einem Miet- und Pachtvertrag in Höhe von TEUR 10. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2022 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 5.502 anfallen.

Bewertungseinheiten

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Grundgeschäft/
Sicherungsinstrument
Risiko/
Art der
Bewertungseinheit
einbezogener
Betrag
Höhe des
abgesicherten
Risikos
Fremdwährungsverbindlichkeit/
Devisentermingeschäft
Währungsrisiko/
micro hedge
TUSD 2.500 ca. TEUR 2.107

Für bereits kontrahierte Rohstoffeinkäufe des folgenden Geschäftsjahres, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese schwebenden Geschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet.

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH kauft verschiedene Basisrohstoffe auf USD-Basis ein. Um das diesbezügliche Währungsrisiko beim Einkauf zu minimieren, wird über Devisentermingeschäfte das Wechselkursrisiko minimiert. Darüber hinaus werden USD-

Bestände auf Bankkonten als originäre Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen ausschließlich dieser Einkaufskontrakte verwendet.

Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg anhand der Critical-Terms-Match-Methode gemessen und erreicht wird.

Organbezüge

TEUR Aufsichtsratsvergütung 34

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge der Muttergesellschaft wird wie im Vorjahr aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:

30.06.2022 30.06.2021
Gesamt Gesamt
Gewerbliche Mitarbeiter 255 255
Angestellte Mitarbeiter 147 153
402 408
Auszubildende 5 8
407 416

Konzernverhältnisse

Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:

  • − Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH
  • − Mineralbrunnen Teinach GmbH
  • − Mineralbrunnen Krumbach GmbH
  • − Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH
  • − KAMPOS Vertriebs GmbH
  • − Aqua Vertriebs GmbH

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für den Zeitraum 01. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Andere Bestätigungsleistungen 6
6

Nachtragsbericht

Aufgrund der hohen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ergeben sich Risiken, die die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen können.

Angesichts des unsicheren Umfeldes, zunehmend belastet durch eine hohe Inflation mit zu erwartenden Auswirkungen auf den privaten Konsumverbrauch sowie steigende und stark schwankende Rohstoff- und Energiepreise, ergeben sich erhöhte Risiken, die aus heutiger Sicht noch nicht abschließend beurteilt werden können. Darüber hinaus stellt die sichere Versorgung mit wichtigen Industrie- und Energierohstoffen derzeit ein schwer kalkulierbares Risiko dar. Auch eine Beurteilung des weiteren Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.

Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und -bewertungen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2022 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 203) bezahlt. Die erstatteten Ertragsteuern lagen im Berichtsjahr bei TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 6).

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 1.240), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen in Höhe von TEUR 3.115 (Vorjahr: TEUR 2.986). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2).

An einen Großaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt TEUR 3.000 ausbezahlt und in Höhe von insgesamt TEUR 4.000 wieder zurückgeführt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei TEUR 37.000, zum 30. Juni 2022 bei TEUR 33.000. Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 738 (Vorjahr: TEUR 661).

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 456 (Vorjahr: TEUR 477) sowie Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen

Am Stichtag, dem 30. Juni 2022, hält die Gesellschaft keine Stammaktien und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien.

Die Dividendenausschüttung erfolgte erst nach Beschlussfassung der Hauptversammlung am 14. Juli 2022.

Bad Teinach-Zavelstein, den 6. September 2022

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Badstraße 41 D-75385 Bad Teinach-Zavelstein Telefon +49 (0) 70 53/92 62-220 Telefax +49 (0) 70 53/92 62-67 E-Mail: [email protected]

www.mineralbrunnen-kgaa.de

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