Quarterly Report • Sep 7, 2022
Quarterly Report
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Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022
Konzern auf einen Blick (Konzernkennzahlen) Wesentliche Fakten
Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Risikobericht Chancen- und Prognosebericht
Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Verkürzter Konzern-Eigenkapitalspiegel Entwicklung des Konzernanlagevermögens Konzernanhang
Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022
Konzern auf einen Blick (Konzernkennzahlen) Wesentliche Fakten
Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022
| Kennzahlen in Mio. EUR | 30.06.2022 | 30.06.2021 | 30.06.2020 | 30.06.2019 | 30.06.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttoumsatz 1) | 78,1 | 60,3 | 65,9 | 82,6 | 82,2 |
| Beschäftigte (Anzahl im Durchschnitt) |
407 | 416 | 439 | 432 | 420 |
| Personalaufwand (Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung) |
15,6 | 13,9 | 13,5 | 14,2 | 13,9 |
| Investitionen (Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) |
3,1 | 3,0 | 6,1 | 3,3 | 5,9 |
| EBITDA | 8,3 | 6,3 | 5,8 | 10,1 | 7,7 |
| Abschreibungen | 5,8 | 5,9 | 5,5 | 4,9 | 4,6 |
| EBIT | 2,5 | 0,5 | 0,3 | 5,2 | 3,1 |
| Bilanzsumme | 150,6 | 142,7 | 143,9 | 141,7 | 141,1 |
| Eigenkapital | 66,5 | 60,8 | 61,3 | 60,7 | 61,0 |
| EK-Quote in % | 44,2 % | 42,6 % | 42,6 % | 42,8 % | 43,2 % |
| Konzernergebnis | 1,3 | -0,9 | -0,7 | 2,6 | 1,5 |
1) Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen
Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen, in Grafiken und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten.
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Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht Risikobericht Chancen- und Prognosebericht
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Konzernzwischenlagebericht
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, fruchthaltige Getränke, Erfrischungsgetränke und Fertigcocktails. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Produktsortiments sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Als Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet der Konzern ein breites Produktportfolio von alkoholfreien und alkoholischen Getränken an.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im Getränkemarkt mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein, Baden-Württemberg. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach-Zavelstein, Kißlegg, Lauterecken und Merzig.
Der Konzern umfasst neben den operativ tätigen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, und KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg, die Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg, Minderheitsbeteiligungen an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und an der siro Production GmbH, Neunkirchen (Saarland), die als Zwischenholding fungierende Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, sowie die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Teinach-Zavelstein als Holdinggesellschaft. Die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Martin Adam, auch Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, sowie Andreas Gaupp, Geschäftsführer der operativen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH, sowie Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der siro Production GmbH.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns obliegt der Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH. Nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen werden durch die Karlsberg Service GmbH, Homburg, einer 45-prozentigen Beteiligung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, ausgeübt. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.
Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineral- und Heilwasser, fruchthaltigen Getränken, Erfrischungsgetränken sowie Fertigcocktails. Aufbauend auf unseren Regionalmarken in Süd- und Südwest- (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u. a.) und Norddeutschland (Klindworth) sowie nationalen Marken (afri, Bluna, Vaihinger, Cocktail Plant u. a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein breites Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen und Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.
Zwar erholt sich die deutsche Wirtschaft seit Jahresbeginn von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, was insbesondere in konsumnahen Dienstleistungsbereichen wie der Gastronomie zu spüren ist, allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen die wirtschaftliche Erholung.
Trotz dieser Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr behauptet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr preisbreinigt um 3,9 % und im zweiten Quartal um 1,8 % gestiegen.1
Die Umsätze im Einzelhandel sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Halbjahr preisbereinigt 0,7 % sowie nominal 6,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren musste dagegen Verluste verzeichnen und setzte real 6,4 % und nominal 0,1 % weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider, die das Konsumklima spürbar beeinträchtigen.2
Die Corona-bedingten Lockdowns sowie anhaltende Auflagen haben im Gastgewerbe als einer der hauptbetroffenen Sektoren in den letzten beiden Jahren deutliche Spuren hinterlassen. Infolge der schrittweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen konnten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes kräftig erholen und in der ersten Jahreshälfte insgesamt einen preisbereinigten Umsatzanstieg von 98,5 % verbuchen (nominal + 109,2 %). Der Umsatzanstieg im Gaststättengewerbe betrug dabei 73,5 % (nominal + 84,0 %) und im von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie besonders betroffenen Beherbergungsgewerbe 169,8 % (nominal + 187,0 %).3
Während sich die Getränkeabsätze in der Gastronomie stark erholten, sanken die Getränkeabsätze im Einzelhandel leicht.
Der Markt für alkoholfreie Getränke (AfG) in Deutschland hat nach Berechnungen des Haushaltspanels der GfK, die die Entwicklung im Bereich Gastronomie und Hotellerie sowie Veranstaltungen nicht berücksichtigen, im ersten Halbjahr einen Absatzrückgang von 1,5 % sowie einen Umsatzrückgang von 0,6 % verzeichnen müssen.
Die jeweiligen AfG-Segmente entwickelten sich dabei im ersten Halbjahr unterschiedlich.
Das Mineralwasser-Segment verzeichnete nach Angaben der GfK auf alle Sorten gerechnet ein leichtes Absatzplus von 0,2 %. Innerhalb dieses Teilsegments hat sich der Absatz von Wasser
1 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 25. August 2022
2 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 1. August 2022
3 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 19. August 2022
4 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG, Jan-Jun 21/22
ohne Kohlensäure (+ 4,4 %) besonders positiv entwickelt. Wasser mit viel Kohlensäure musste dagegen einen Absatzrückgang von 3,3 % verzeichnen.
Das Segment Fruchthaltige Getränke wies im Berichtszeitraum einen Absatzrückgang von 5,0 % aus. Der Absatz der Fruchtsäfte ging um 4,4 %, der Fruchtnektare um 4,5 % und der Fruchtsaftgetränke um 7,1 % zurück. Auch die Sparte Smoothies musste einen Absatzrückgang von 5,9 % verzeichnen.
Auch das Segment der kohlensäurehaltigen Süßgetränke (Carbonated Soft Drinks) lag unter dem Absatzniveau des Vorjahres (- 3,9 %).
In den restlichen AfG-Segmenten fiel die rückläufige Absatzentwicklung mit 0,9 % moderat aus.
Der Bruttoumsatz5 im Konzern konnte in der ersten Jahreshälfte um 17,8 Mio. EUR (+ 29,5 %) auf 78,1 Mio. EUR gesteigert werden.
Nach einem verhaltenen Jahresstart im Kontext von hohen Covid-19-Inzidenzen ergaben sich im weiteren Jahresverlauf deutliche Erholungstendenzen. Insbesondere konnten in der Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft hohe Umsatzanstiege verzeichnet werden.
Insgesamt lag der Fokus im ersten Halbjahr in verstärktem Maße auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten und einem weiteren Ausbau des Markengeschäfts. So wurde beispielsweise im Mineralwasser-Segment für unsere Heilwassermarke Hirschquelle ein neuer Markenauftritt mit einem neuartigen Kastendesign umgesetzt.
Im ersten Halbjahr 2022 konnten bei den Glas-Mehrweg-Gebinden, maßgeblich getrieben durch die Rückkehr der Absätze in Gastronomie und Hotellerie und bei Veranstaltungen, Umsatzzuwächse von 40,4 % erreicht werden. Auch andere Gastronomiegebinde wie Bag-in-Box konnten deutlich zulegen. Darüber hinaus konnten auch die in den vergangenen Jahren rückläufigen PET-Gebinde im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder Zuwächse verzeichnen.
Im Mineralwasser-Segment fielen die Umsatzanstiege der Marken Teinacher mit 25,8 % und Krumbach mit 7,0 % in den ersten sechs Monaten deutlich aus.
Das Saftsegment, das aufgrund des hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils durch die Covid-19-Pandemie in besonderem Maße betroffen war, konnte gegenüber Vorjahr jedoch sogar dreistellige Umsatzwachstumsraten verzeichnen. Der Umsatz der Hauptmarken Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt um 116,2 % mehr als verdoppelt werden.
5 Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen
* Umsatz Sonstige: im Wesentlichen Umsatzerlöse für sonstige Marken, Handelswaren und Lohnabfüllungen, Frachterlöse sowie sonstige Erlöse enthalten
Im ersten Halbjahr 2022 betrug der durchschnittliche Personalstand inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen im Konzern 407 (Vorjahr: 416 Mitarbeiter), davon 5 Auszubildende (Vorjahr: 8 Auszubildende).
Im Rahmen des Konzernabschlusses 2021 erfolgten im Sinne einer konzerneinheitlichen Bilanzierung verschiedene Anpassungen der Zuordnung von Aufwendungen in GuV-Positionen die im Konzern-Halbjahresabschluss des Vorjahres noch nicht berücksichtigt waren. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist im Konzern-Halbjahresabschluss nicht erfolgt. Infolgedessen ergibt sich in den Positionen Umsatzerlöse (netto, nach Abzug von Erlösschmälerungen), Materialaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen durch die Umgliederungen eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zum Vorjahr. Hierzu wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen.
| Konzernertragslage | 01.01.-30.06.2022 | 01.01.-30.06.2021 | +/- | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 65.445 | 53.844 | 11.601 | 22% |
| Waren- und Materialeinsatz | -19.259 | -14.895 | -4.364 | 29% |
| Rohertrag | 46.186 | 38.949 | 7.237 | 19% |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.061 | 2.909 | -1.848 | -64% |
| Personal | -15.630 | -13.941 | -1.690 | 12% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -23.360 | -21.589 | -1.771 | 8% |
| EBITDA | 8.257 | 6.329 | 1.928 | 30% |
| Abschreibungen | -5.794 | -5.857 | 63 | -1% |
| EBIT | 2.463 | 471 | 1.991 | + // |
| Finanzergebnis | -142 | -894 | 752 | -84% |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.321 | -423 | 2.743 | + // |
| Steuerergebnis | -1.022 | -487 | -535 | - // |
| Konzernergebnis | 1.299 | -909 | 2.208 | + // |
| Gewinnvortrag | 21.540 | 18.041 | 3.499 | 19% |
| Konzernbilanzgewinn | 22.839 | 17.132 | 5.707 | 33% |
Die Umsatzerlöse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe in Höhe von 65,4 Mio. EUR lagen aufgrund der erläuterten Geschäftsentwicklung in der ersten Jahreshälfte rund 11,6 Mio. EUR respektive 21,5 % über dem Wert des Vorjahres (53,8 Mio. EUR).
Unter Berücksichtigung der im Konzernanhang erläuterten Umgliederungen von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Erlösschmälerungen in Höhe von insgesamt 4,4 Mio. EUR ergibt sich unter Anwendung der Bilanzierungssystematik des Vorjahres ein bereinigter Umsatzanstieg von 16,0 Mio. EUR.
Steigende Preise bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie und Logistik haben sich bereits im ersten Halbjahr auf das operative Geschäft belastend ausgewirkt. Um die Effekte der sehr dynamischen Entwicklung der Einkaufspreise abzufedern, mussten im Saftsegment bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Preiserhöhungen umgesetzt werden.
Infolge der positiven Umsatzentwicklung konnte der Rohertrag 6 gegenüber Vorjahr um 7,2 Mio. EUR, unter Anwendung der Bilanzierungssystematik des Vorjahres um 11,6 Mio. EUR, gesteigert werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR lagen im Berichtsjahr deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2,9 Mio. EUR), das durch enthaltene Buchgewinne aus der Veräußerung einer Lohnabfüllanlage und Erträge aus erhaltenen Covid-19-Finanzhilfen in Höhe von 1,9 Mio. EUR begünstigt war.
Der Personalaufwand ist aufgrund deutlich unter Vorjahr liegender Zuschüsse und unter Berücksichtigung von Tariferhöhungen und erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung um rund 1,7 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR angestiegen.
Trotz der Auswirkungen der Umgliederung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Erlösschmälerungen in Höhe von 4,4 Mio. EUR sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,8 Mio. EUR auf 23,4 Mio. EUR angestiegen, maßgeblich bedingt durch erhöhte Aufwendungen für Marketing und Vertrieb für unser Markengeschäft sowie gestiegene Logistikaufwendungen infolge des höheren Umsatzniveaus.
Die Abschreibungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR lagen nahezu auf Niveau des Vorjahres (5,9 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis in Höhe von - 0,1 Mio. EUR hat sich zum Vorjahr (- 0,9 Mio. EUR) aufgrund reduzierter Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und gestiegener Zinserträge deutlich verbessert.
Der im Berichtszeitraum angefallene Steueraufwand in Höhe von 1,0 Mio. EUR ist aufgrund der verbesserten Ergebnissituation, verbunden mit erhöhten steuerlichen Belastungen bei Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie der Auflösung aktiver latenter Steuern zum Vorjahreswert (0,5 Mio. EUR) angestiegen.
Aufgrund der positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung konnte trotz deutlich reduzierter sonstiger betrieblicher Erträge und erhöhter Aufwendungen für Marketing und Vertrieb ein zum Vorjahr verbessertes Konzernergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: - 0,9 Mio. EUR) erwirtschaftet werden.
6 Rohertrag = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung - Materialaufwand (inkl. Aufwendungen für bezogene Leistungen)
Die operativen Konzernergebniskennzahlen EBITDA7 und EBIT8 lagen bei 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,3 Mio. EUR) respektive 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) und damit ebenfalls über Vorjahr, das durch einen rund fünfmonatigen Lockdown geprägt war.
Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Zum Bilanzstichtag betrug der bilanzierte Wert des Spezialfonds unverändert 1,7 Mio. EUR. Der Kurswert lag zum Stichtag bei 1,5 Mio. EUR.
Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt.
Zur teilweisen Refinanzierung des Investitionsprogramms der letzten Jahre war Ende 2016 eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25,0 Mio. EUR vertraglich abgeschlossen worden, die von Dezember 2022 bis Dezember 2024 in drei Tranchen fällig ist. Zur Besicherung wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Die mit der Finanzierung verknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) zur Ausnutzung der gewährten Kreditlinien wurden im laufenden Jahr jederzeit erfüllt.
7 EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
8 EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, zuzüglich Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Zum 30. Juni 2022 stand der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA insgesamt ein Finanzierungsrahmen in Höhe von 7,0 Mio. EUR zur Verfügung.
Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf 13,9 Mio. EUR. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Im ersten Halbjahr 2022 stand jederzeit ausreichend freie Liquidität zur Verfügung. Aufgrund hoher liquider Mittel sowie zusätzlich noch freier Kreditlinien war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Aufgrund des saisonalen Geschäftsverlaufs ist die Liquiditätsentwicklung im Jahresverlauf schwankend und der Bedarf insbesondere in den frühen Sommermonaten hoch.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist aufgrund der verbesserten Ertragslage, trotz negativer Einflussfaktoren durch bilanzielle Effekte im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit, deutlich angestiegen und lag im Berichtszeitraum bei 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR).
Unter Berücksichtigung der im Berichtszeitraum getätigten Investitionen und Desinvestitionen sowie der Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition und erhaltener Zinsen betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit - 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: - 0,4 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 0,7 Mio. EUR lag unter Berücksichtigung enthaltener Zins- und Tilgungsleistungen leicht unter dem Vorjahreswert (- 0,5 Mio. EUR).
Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtszeitraum in Summe eine deutliche Erhöhung des Finanzmittelfonds um 6,7 Mio. EUR auf 13,9 Mio. EUR.
Die Bilanzsumme des Konzerns betrug zum 30. Juni 2022 150,6 Mio. EUR und lag aufgrund saisonaler Einflüsse um rund 8,4 Mio. EUR über dem Wert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 (142,2 Mio. EUR).
Das Anlagevermögen in Höhe von 65,0 Mio. EUR ist im Berichtszeitraum um rund 2,7 Mio. EUR zurückgegangen.
Im Anlagevermögen nahmen die immateriellen Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen Marken- und Belieferungsrechte ausweisen, durch planmäßige Abschreibungen um 0,3 Mio. EUR ab. Das Sachanlagevermögen in Höhe von 55,5 Mio. EUR ist im Berichtszeitraum unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bei geringerer Investitionstätigkeit um rund 2,4 Mio. EUR zurückgegangen. Das Finanzanlagevermögen in Höhe von 3,0 Mio. EUR lag dagegen auf Niveau des Bilanzstichtages des Vorjahres.
Die Konzerngesellschaften investierten in der ersten Jahreshälfte 3,1 Mio. EUR und lagen damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (3,0 Mio. EUR). Die größte technische Einzelinvestition war eine Investition in eine Flaschenabfüll- und Etikettieranlage am Standort Kißlegg, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres in Betrieb genommen wurde. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Investitionen in die Produktausstattung. So wurden im Rahmen der Umsetzung des neuen Markenauftritts der Heilwassermarke Hirschquelle neue Kisten und Individualglasflaschen angeschafft. Darüber hinaus wurden verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen.
Das Umlaufvermögen, das aufgrund des Geschäftsverlaufs in besonderem Maße saisonalen Schwankungen unterliegt, hat sich im Berichtszeitraum insbesondere im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit um 11,9 Mio. EUR auf 77,4 Mio. EUR deutlich erhöht, maßgeblich beeinflusst durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegene Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 8,1 Mio. EUR lagen unter dem Niveau des Bilanzstichtages des Vorjahres (8,8 Mio. EUR).
Auf der Passivseite ist das Eigenkapital unter Berücksichtigung des positiven Konzernergebnisses auf 66,5 Mio. EUR angestiegen (31. Dezember 2021: 65,2 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtszeitraum aufgrund der saisonal bedingt erhöhten Bilanzsumme etwas reduziert und lag zum Stichtag bei 44,2 % (31. Dezember 2021: 45,9 %).
Die Rückstellungen sind gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 gestiegen. Insgesamt erhöhten sich die Rückstellungen um 5,6 Mio. EUR auf 47,8 Mio. EUR, maßgeblich bedingt durch erhöhte Pfandrückstellungen und Rückstellungen für Kundenvergütungen und Verkaufsförderungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit.
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten von 34,8 Mio. EUR auf 36,2 Mio. EUR liegt im Wesentlichen an saisonal erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegener sonstiger Verbindlichkeiten aus Steuern.
Die Stamm- und Vorzugsaktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben sich im Berichtszeitraum positiv entwickelt. Der Kurs der Stammaktien schloss im ersten Halbjahr 2022 bei 17,80 EUR und somit 12,7 % über dem Wert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 von 15,80 EUR. Auch die Vorzugsaktien konnten zulegen und lagen Ende Juni mit 14,70 EUR 14,8 % über dem Wert zum 31. Dezember 2021 von 12,80 EUR.9
Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 30. Juni 2022 betrug 128,71 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 113,71 Mio. EUR).
Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.
9 Schlusskurse Börse Stuttgart 30.06.2022
Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können.
Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen zur Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen ausgerichtet ist.
Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung organisatorisch vernetzt. Es bedient sich des internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt.
Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr.
Die folgenden Risikogebiete werden als besonders relevant für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA erachtet:
Die Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns.
Von den im Konzernlagebericht 2021 ausführlich beschriebenen Risiken kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage für das Unternehmen ausgehen. Die Risikolage hat sich gegenüber der Beurteilung zum Konzernabschluss 2021 angesichts der Verschärfung der Energieausnahmesituation und einer weiterhin sehr hohen Inflation, insbesondere mit Blick auf die zweite Jahreshälfte, verändert.
Im Berichtszeitraum konnten sich die Konzernunternehmen nach Einschätzung der Geschäftsführung im Markt gut behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten im bisherigen Geschäftsverlauf des laufenden Jahres weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Unternehmens auf. Die Geschäftsführung erwartet, dass sich aus den vorgenannten Risiken im prospektiv ausgerichteten Risikoprognosezeitraum für das zweite Halbjahr Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und -bewertungen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten.
Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.
Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.
Für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe unterstützen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen.
Wachstumschancen durch Produktinnovationen
Kundenbedürfnissen folgender Ausbau von Kapazitäten
Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine Analyse der langfristigen Ausrichtung der Gruppe und möglicher strategischer Optionen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen Unternehmen etabliert, der sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, die Geschäftsführer der im Markt operierenden Gesellschaften und der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt.
Die deutsche Wirtschaft erholt sich seit Jahresbeginn von den Auswirkungen der Covid-19- Pandemie. Allerdings bremsen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die anhaltenden Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen, die hohe Inflation, die Zinswende und die insgesamt hohe Unsicherheit die wirtschaftliche Erholung in vielen Wirtschaftsbereichen. Auch anhaltende Auswirkungen der Covid-19-Pandemie können belastend auf die wirtschaftliche Entwicklung wirken.
Die Bundesregierung geht in ihrer im April kommunizierten Frühjahrsprojektion für das laufende Jahr von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % aus.
Die anhaltende Inflation, steigende Zinsen und ein drohender Lieferstopp für Erdgas könnten jedoch dazu führen, dass die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr in eine Rezession fällt.10
Die deutsche Getränkeindustrie konnte nach Absatzverlusten infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in den beiden vergangenen Jahren im ersten Halbjahr 2022 wieder Zuwächse verzeichnen. Nach einer zufriedenstellenden ersten Jahreshälfte blickt die deutsche Getränkeindustrie jedoch mit Sorgen auf die kommenden Monate. Stark ansteigende Preise bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Energie und Logistik und ein möglicher Gaslieferstopp werden die Branche vor große Herausforderungen stellen.11
Ziel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe ist es, ihr Markengeschäft konsequent weiterzuentwickeln. Der Konzern wird auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Durch fokussierte Markenkommunikation und die nationale Vertriebsorganisation der KAMPOS Vertriebs GmbH soll die Distribution unserer Marken auch im Handel weiter ausgebaut werden, so dass auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden.
Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit im laufenden Jahr werden auf der Sortimentserweiterung durch Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten im Markengeschäft mit Fokussierung auf Glas-Mehrwegflaschen (z. B. Individualgebinde Hirschquelle) liegen.
Aufgrund steigender Bezugskosten bei Energie und Gebinden und vielen weiteren Vorprodukten bilden zudem Effizienzsteigerungen und die Umsetzung von notwendigen Preiserhöhungen wichtige Schwerpunkte. Zudem sind im zweiten Halbjahr zukunftsgerichtete technische Investitionen wie der Bau von Solaranlagen geplant. Darüber hinaus laufen vorbereitende Maßnahmen für die im Jahr 2023 geplante Einführung eines neuen ERP-Systems.
Aufgrund der hohen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2022 stark beeinträchtigt.
Angesichts des unsicheren Umfeldes, zunehmend belastet durch eine hohe Inflation mit zu erwartenden negativen Auswirkungen auf den privaten Konsumverbrauch sowie steigende und stark schwankende Rohstoff- und Energiepreise, ergeben sich für das zweite Halbjahr erhöhte Risiken, die aus heutiger Sicht noch nicht abschließend beurteilt werden können. Darüber hinaus stellt die unsichere Versorgung mit wichtigen Industrie- und Energierohstoffen derzeit ein schwer kalkulierbares Risiko dar. Auch eine Beurteilung des weiteren Ausmaßes und der
10 Quelle: Frühjahrsprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 27. April 2022
11 Quelle: ZEIT ONLINE, Bericht vom 19. April 2022
Dauer der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.
Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich aus heutiger Sicht angesichts des aktuellen geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der auch in Herbst und Winter zu erwartenden Auswirkungen der Covid-19- Pandemie ergeben könnten.
Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten und unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen für das zweite Halbjahr bestätigt die Geschäftsführung ihre bisherige Prognose. Trotz aktueller Belastungen durch Rohstoffpreise und Energiekosten wird für die gesamte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 ein im Vergleich zum Vorjahr moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Bei gleichzeitig erhöhten Aufwendungen für Marketing sowie Vertrieb und deutlich reduzierten sonstigen betrieblichen Erträgen geht die Geschäftsführung davon aus, dass das EBITDA moderat über dem Niveau des Jahres 2020 liegen wird.
Bad Teinach-Zavelstein, den 6. September 2022
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022
Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Verkürzter Konzern-Eigenkapitalspiegel Entwicklung des Konzernanlagevermögens Konzernanhang
Bad Teinach-ZavelsteinZwischenbericht zum 30. Juni 2022
| 30.0 6.20 22 |
31. 12.2 021 |
30.0 6.20 22 |
31. 12.2 021 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EU R |
EU R |
TEU R |
EUR | EU R |
EU R |
TEU R |
||
| A. Anl öge age verm n |
A. Eig enk apit al |
||||||||
| I. Imm ielle Ver mög tänd ater ens geg ens e |
I. Gez eich s Ka pita l nete |
||||||||
| 1. Entg eltlic h er ben e Be liefe nd a nde re R echt wor rung s- u e |
6.54 3.36 1,30 |
6.81 4 |
1. Sta aktie mm n |
15.9 54.3 65,3 6 |
15.9 54 |
||||
| 2. Ges chäf der Firm ts- o ert enw |
0,00 | 0 | - eige ne A nteile |
0,00 | 0 | ||||
| 3. Gel eiste te A nzah lung en |
0,00 | 0 | 2. Vor aktie zugs n |
6.43 3.09 0,64 |
6.43 3 |
||||
| 6.54 3.36 1,30 |
6.81 4 |
- eige ne A nteile |
0,00 | 0 | |||||
| II. Sac han lage n |
22.3 87.4 56,0 0 |
22.3 87 |
|||||||
| 1. Gru ndst ücke und Bau ten |
14.8 77.2 70,5 7 |
15.1 89 |
|||||||
| 2. Que llen und Que llena nlag en |
889 .492 ,29 |
950 | II. Kap italr ück lage |
17.2 47.8 47,5 2 |
17.2 48 |
||||
| 3. Tec hnis che Anla und Ma schi gen nen |
24. 717 .874 ,51 |
22.9 32 |
|||||||
| 4. Bet rieb nd G esch äftsa usst attu s- u ng |
13.9 97.5 41,4 4 |
14.5 96 |
III. Gew innr ück lage n |
||||||
| Gel eiste te A nzah lung nd A nlag en i m B 5. en u au |
976 .666 ,30 |
4.21 0 |
1. Ges etzli che Rüc klag e |
915 .710 ,47 |
916 | ||||
| 55.4 58.8 45,1 0 |
57.8 77 |
2. And Gew innr ückl ere age n |
3.12 7.00 0,00 |
3.12 7 |
|||||
| III. Fin anla anz gen |
4.04 2.71 0,47 |
4.04 3 |
|||||||
| 1. Bete iligu nge n |
|||||||||
| a) a sozi ierte n Un ehm tern n as en |
473 .549 ,87 |
526 | IV. Kon bila ewi nn ( +) / Kon bila rlus t (-) zern nzg zern nzve |
22.8 38.9 25,5 5 |
21.5 40 |
||||
| b) s ige onst |
35.8 25,8 4 |
36 | |||||||
| 2. We pier e de s An lage rtpa öge verm ns |
1.74 7.00 7,90 |
1.74 7 |
V. Nich t be herr sch end e An teile |
0,00 | 0 | ||||
| 3. Son stige Aus leihu d Ge haft eile sant nge n un noss ensc |
725 .026 ,51 |
725 | |||||||
| 2.98 1.41 0,12 |
3.03 4 |
66.5 16.9 39,5 4 |
65.2 18 |
||||||
| Uml aufv |
64.9 83.6 16,5 3 |
67.7 25 |
B. Son derp n fü r Inv esti tion sch üss oste szu e und Inv esti tion |
83.1 7 |
|||||
| B. öge erm n I. räte |
lage szu n |
51,5 | 91 | ||||||
| Vor Roh -, Hi lfs- u nd B etrie bsst offe |
6.99 5.25 |
6.90 | |||||||
| 1. Unf ertig e Er niss 2. e |
2,82 1.85 0.29 |
1 2.67 |
C. Rüc kste llun |
||||||
| zeug 3. Fer tige Erze isse und Wa ren |
3,51 3.75 8.43 2,91 |
5 3.86 6 |
gen 1. Rüc kste llung en f ür P ione d äh nlich e Ve rpflic htun ens n un |
14.9 23.8 10,1 |
13.8 | ||||
| ugn | 12.6 03.9 79,2 4 |
13.4 | gen Ste ücks tellu 2. uerr nge |
9 1.36 0.94 |
46 1.80 |
||||
| II. For deru d so nsti ge V öge nstä nde nge n un erm nsg ege |
42 | n 3. Son stige Rüc kste llung |
6,68 31.4 66.2 14,2 |
7 26.4 |
|||||
| Ford Lie feru d Le istun 1. erun gen aus nge n un gen |
15.3 28.4 67,0 7 |
8.78 | en | 2 | 47.7 50.9 71,0 9 |
49 42. |
|||
| 2. For deru bun den e Un ehm tern nge n ge gen ver en |
33.3 32.4 11,6 4 |
6 34.3 |
102 | ||||||
| For deru Unt hme 3. nge n ge gen erne n, |
62 | D. Ver bind lich keit en |
|||||||
| mit d n ein Bet eilig hältn is be steh t ene ung sver |
8.72 6,56 |
0 | 1. Nam chu ldve rsch reib enss |
25.0 00.0 00,0 0 |
25.0 00 |
||||
| For deru Ge sells chaf 4. ter nge n ge gen |
0,00 | 0 | ung Ver bind lichk eite übe r Kre ditin stitu 2. ten n ge gen |
0,00 | 0 | ||||
| 5. Son stige Ver mög nstä nde ensg ege |
2.24 9.83 0,29 |
2.26 0 |
3. Ver bind lichk eite s Lie feru d Le istun n au nge n un gen |
5.93 3.69 7,62 |
4.92 7 |
||||
| 50.9 19.4 35,5 6 |
08 45.4 |
4. Ver bind lichk eite übe rbun den Unt hme n ge gen r ve erne n |
74. 150 ,47 |
251 | |||||
| 5. Ver bind lichk eite übe r Ge sells chaf tern n ge gen |
0,00 | 0 | |||||||
| III. Kas bes tand , Gu thab en b ei K redi tins titut sen en |
13.9 02.3 22,4 1 |
6.65 8 |
Ver bind lichk eite übe r Un ehm mit 6. tern n ge gen en, |
||||||
| den in B etei ligun rhält nis b ht este en e gsve |
5.25 5,93 |
106 | |||||||
| 25.7 37,2 77.4 1 |
65.5 08 |
Son stige Ver bind lichk eite 7. n |
5.18 7.23 6,70 |
4.47 6 |
|||||
| C. Rec hnu abg sten ngs renz ung spo |
36.2 00.3 40,7 2 |
34.7 59 |
|||||||
| Disa gio 1. |
0,00 | 0 | |||||||
| 2. Son stige |
17.6 33,7 5 |
139 | |||||||
| 17.6 33,7 5 |
139 | ||||||||
| D. Akti ve l te S aten teue rn |
8.12 4.41 5,44 |
8.79 8 |
|||||||
Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022
| 01.01. - 30.06.2022 EUR |
EUR | 01.01. - 30.06.2021 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse 2. Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestandes |
65.445.195,25 | 53.844 | |
| an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -874.983,54 | -639 | |
| 64.570.211,71 | 53.205 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 1.061.253,12 | 2.909 | |
| 4. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|||
| Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5. Personalaufwand |
17.637.181,58 747.090,40 |
13.681 575 |
|
| a) Löhne und Gehälter | 10.966.784,87 | 9.930 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung davon für Altersversorgung |
4.663.600,58 | 4.010 | |
| EUR 2.531.496,34 Vorjahr EUR 2.228.611,22 6. Abschreibungen |
|||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.794.331,37 23.359.839,65 |
5.857 21.589 |
|
| 63.168.828,45 | 55.642 | ||
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
0,74 738.593,49 |
0 664 |
|
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und | |||
| auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | 0 | |
| 11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-80.898,04 961.490,25 |
52 1.505 |
|
| -141.997,98 | -894 | ||
| 13. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 911.233,73 | 385 | |
| 14. Ergebnis nach Steuern | 1.409.404,67 | -807 | |
| 15. Sonstige Steuern | 110.304,36 | 102 | |
| 16. Konzernergebnis | 1.299.100,31 | -909 | |
| 17. Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) | 21.539.825,24 | 18.041 | |
| 18. Nicht beherrschende Anteile | 0,00 | 0 | |
| 19. Konzernbilanzergebnis | 22.838.925,55 | 17.132 |
Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022
| 01.01.- 30.06.2022 EUR |
01.01.- 30.06.2021 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich | |||
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) | 1.299.100,31 | -909 | |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.809.815,88 | 6.072 | |
| Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | 6.095.448,94 | 657 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen /Erträge | -7.784,75 | -8 | |
| Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und | |||
| Leistungen sowie anderer Aktiva | -5.752.721,32 | -8.452 | |
| Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| sowie anderer Passiva | 504.285,56 | 3.534 | |
| Gewinn /Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -48.772,42 | -722 | |
| Zinsaufwendungen / Zinserträge | 222.896,76 | 841 | |
| Ertragsteueraufwand /-ertrag | 911.233,73 | 385 | |
| Ertragsteuerzahlungen | -26.791,40 | -197 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 9.006.711,30 | 1.200 | |
| 2. | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 58.945,21 | 1.240 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -3.115.239,42 | -2.986 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 37.017,44 | 0 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0,00 | -41 | |
| Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1) | 1.226.800,00 | 727 | |
| Erhaltene Zinsen | 738.571,51 | 664 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.053.905,26 | -396 | |
| 3. | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten | -253.289,27 | 0 | |
| Gezahlte Zinsen | -455.501,75 | -477 | |
| Gezahlte Dividenden | 0,00 | 0 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -708.791,02 | -477 | |
| 4. | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 7.244.015,02 | 326 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.658.307,39 | 7.798 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 13.902.322,41 | 8.124 | |
| 5. | Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 13.902.322,41 | 8.124 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 0 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 13.902.322,41 | 8.124 |
1) enthält Veränderungen aus dem Cashpooling mit verbundenen Unternehmen
Bad Teinach-ZavelsteinZwischenbericht zum 30. Juni 2022
| Mut hm teru nte rne en |
Nic ht b ehe hen de Ant eile rrsc |
Kon nei zer gen |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Ko rrig iert es) zeic hne Ka pita l tes ge |
Rüc | klag en |
Gew inn -/ |
kap ital |
||
| Kap ital rüc klag e |
Gew inn rüc klag en |
Ver lust trag vor |
||||
| h § 272 nac |
Kon nja hre zer s |
|||||
| Abs . 2 Nr. 1-3 HG B |
übe hus s/ rsc |
|||||
| -feh lbe trag |
||||||
| Zur ech nun g |
||||||
| Mut hm teru nte rne en |
||||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 31. 12.2 019 |
21.6 00.4 40,5 3 |
21.7 09.8 62,9 9 |
4. 042 .710 ,47 |
1 8.3 57.9 89, 19 |
0,00 | 65.7 11.0 03, 18 |
| Aus gab n ei en A ntei len e vo gen |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erw erb / E inzi ehu igen er A ntei le ng e |
787 .015 ,47 |
4.4 62.0 15,4 7 - |
0,00 | 0,00 | 0,00 | -3.6 75.0 00,0 0 |
| Gez ahlt e D ivid end en |
0,00 | 0,00 | 0,00 | -3.6 00. 195 ,15 |
0,00 | -3.6 00. 195 ,15 |
| Aus sch üttu n M inde rhe itsg llsc haft ng a ese er |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Übr ige Ver änd eru nge n |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 787 .015 ,47 |
4.4 62.0 15,4 7 - |
0,00 | 3.6 00. 195 ,15 - |
0,00 | -7. 275 .195 ,15 |
|
| Jah resü ber sch (+) / Ja hre sfeh lbet (-) uss rag |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.2 83.4 28, 98 |
0,00 | 3.2 83.4 28, 98 |
| Kon n-G bnis mte zer esa rge |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.2 83.4 28, 98 |
0,00 | 3.2 83.4 28, 98 |
| 31. 12.2 020 |
22.3 87.4 56,0 0 |
17. 247 .847 ,52 |
4. 042 .710 ,47 |
1 8.04 1.22 3,02 |
0,00 | 61.7 19.2 37,0 1 |
| Aus gab n ei en A ntei len e vo gen |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Erw erb / E inzi ehu igen er A ntei le ng e |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Gez ahlt e D ivid end en |
0,00 | 0,00 | 0,00 | -2.4 58.4 58,9 1 |
0,00 | -2.4 58.4 58,9 1 |
| Aus sch üttu n M inde rhe itsg llsc haft ng a ese er |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Übr ige Ver änd eru nge n |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.45 8.45 8,9 1 - |
0,00 | 2.45 8.45 8,9 1 - |
|
| Jah resü ber sch (+) / Ja hre sfeh lbet (-) uss rag |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.95 7.06 1,13 |
0,00 | 5.95 7.06 1,13 |
| Kon n-G bnis mte zer esa rge |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 5. 957 .06 1,13 |
0,00 | 5. 957 .06 1,13 |
| 31. 12.2 021 |
22.3 87.4 56,0 0 |
17. 247 .847 ,52 |
4. 042 .710 ,47 |
21.5 39.8 25,2 4 |
0,00 | 65.2 17.8 39,2 3 |
| Aus gab n ei en A ntei len e vo gen Erw erb / E inzi ehu igen er A ntei le ng e |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
| Gez ahlt e D ivid end en Aus sch üttu n M inde rhe itsg llsc haft ese er |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
| ng a Übr ige Ver änd eru nge n |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Jah resü ber sch (+) / Ja hre sfeh lbet (-) uss rag Kon n-G bnis |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.29 9.1 00,3 1 1.29 9.1 1 |
0,00 | 1.29 9.1 00,3 1 1.29 9.1 1 |
| mte zer esa rge 30.0 6.20 22 |
0,00 22.3 87.4 56,0 0 |
0,00 17.2 47.8 47,5 2 |
0,00 4.04 2.7 10,4 7 |
00,3 22.8 38.9 25,5 5 |
0,00 0,00 |
00,3 66.5 16.9 39,5 4 |
Bad Teinach-ZavelsteinZwischenbericht zum 30. Juni 2022
| Ans cha ffun d H tell sko ste gs- un ers ung n |
Kum ulie Abs chr eib rte ung en |
Buc | hwe rte |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01. 01. 202 2 EU R |
Zug äng e EU R |
Abg äng e EU R |
Um buc hun gen EU R |
30. 06. 202 2 EU R |
01. 01. 202 2 EU R |
Zug äng e EU R |
Abg äng e EU R |
30. 06. 202 2 EU R |
30. 06. 202 2 EU R |
31. 12. 202 1 EU R |
|
| I. Imm riel le V öge änd ate nst erm nsg ege e |
|||||||||||
| Ent ltlic h e rbe Bel iefe d a nde re R ech 1. te ge rwo ne run gs- un |
38. 541 .35 5,6 9 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
38. 541 .35 5,6 9 |
31. 727 .22 0,4 9 |
270 .77 3,9 0 |
0,0 0 |
31. 997 .99 4,3 9 |
6.5 43. 361 ,30 |
6.8 14. 135 ,20 |
| 2. Ge sch äfts - od er F irm ert enw |
11. 080 .05 3 7,5 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
11. 080 .05 3 7,5 |
11. 080 .05 3 7,5 |
0,0 0 |
0,0 0 |
11. 080 .05 3 7,5 |
0,0 0 |
0,0 0 |
| 3. Ge leis An zah lung tete en |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
| 49. 621 .41 3,2 2 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
49. 621 .41 3,2 2 |
42. 807 .27 8,0 2 |
270 .77 3,9 0 |
0,0 0 |
43. 078 .05 1,9 2 |
6.5 43. 361 ,30 |
6.8 14. 135 ,20 |
|
| 0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 | 0 | |
| II. Sac han lag en |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 | 0 |
| Gru nds ke und Ba 1. tüc ute n |
90. 250 .64 8,7 2 |
11. 579 ,07 |
2.0 45, 17 |
105 .79 8,6 1 |
90. 365 .98 1,2 3 |
75. 061 .90 4,3 7 |
426 .80 6,2 9 |
0,0 0 |
75. 488 .71 0,6 6 |
14. 877 .27 0,5 7 |
15. 188 .74 4,3 5 |
| 2. Qu elle nd Qu elle lage n u nan n |
6.8 24. 235 ,93 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
6.8 24. 235 ,93 |
5.8 73. 838 ,64 |
60. 905 ,00 |
0,0 0 |
5.9 34. 743 ,64 |
889 .49 2,2 9 |
950 .39 7,2 9 |
| 3. Tec hnis che An lage nd Ma sch ine n u n |
112 .98 1.0 97, 06 |
69. 475 ,56 |
0,0 0 |
3.2 69. 165 ,64 |
116 .31 9.7 38, 26 |
90. 048 .94 4,3 3 |
1.5 52. 919 ,42 |
0,0 0 |
91. 601 .86 3,7 5 |
24. 717 .87 4,5 1 |
22. 932 .15 2,7 3 |
| 4. Bet rieb nd Ge sch äfts sta ttun s- u aus g |
44. 041 .25 2,6 0 |
2.7 64. 772 ,13 |
9.6 62, 46 |
127 .75 8,1 6 |
46. 924 .12 0,4 3 |
29. 445 .18 7,0 7 |
3.4 82. 926 ,76 |
1.5 34, 84 |
32. 926 .57 8,9 9 |
13. 997 .54 1,4 4 |
14. 596 .06 5,5 3 |
| 5. Ge leis An zah lung und An lage n im Ba tete en u |
4.2 09. 976 ,05 |
269 .41 2,6 6 |
0,0 0 |
3.5 02. 722 ,41 - |
976 .66 6,3 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
976 .66 6,3 0 |
4.2 09. 976 ,05 |
| 258 .30 7.2 10, 36 |
3.1 15. 239 ,42 |
11. 707 ,63 |
0,0 | 0 261 .41 0.7 42, 15 |
200 .42 9.8 74, 41 |
5.5 23. 557 ,47 |
1.5 34, 84 |
205 .95 1.8 97, 04 |
55. 458 .84 5,1 1 |
57. 877 .33 5,9 5 |
|
| 0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 | 0 | |
| III. Fin anl anz age n |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 | 0 |
| 1. Bet eilig ung en |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 | 0 |
| a) a ziie Un ehm rten tern n a sso en |
4.6 25. 416 ,11 |
0,0 0 |
37. 017 ,44 |
0,0 0 |
4.5 88. 398 ,67 |
4.0 99. 364 ,28 |
15. 484 ,51 |
0,0 0 |
4.1 14. 848 ,79 |
473 .54 9,8 7 |
526 .05 1,8 3 |
| b) s tige ons |
35. 825 ,84 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
35. 825 ,84 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
35. 825 ,84 |
35. 825 ,84 |
| 2. We iere de s A nlag rmö rtpa p eve gen s |
1.7 54. 167 ,90 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
1.7 54. 167 ,90 |
7.1 60, 00 |
0,0 0 |
0,0 0 |
7.1 60, 00 |
1.7 47. 007 ,90 |
1.7 47. 007 ,90 |
| Son Ge afts 3. stig e A usle ihu nd sch eile ant nge n u nos sen |
731 .02 6,5 1 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
731 .02 6,5 1 |
6.0 00, 00 |
0,0 0 |
0,0 0 |
6.0 00, 00 |
725 .02 6,5 1 |
725 .02 6,5 1 |
| 7.1 46. 436 ,36 |
0,0 0 |
37. 017 ,44 |
0,0 0 |
7.1 09. 418 ,92 |
4.1 12. 524 ,28 |
15. 484 ,51 |
0,0 0 |
4.1 28. 008 ,79 |
2.9 81. 410 ,12 |
3.0 33. 912 ,08 |
|
| 315 .07 5.0 59, 94 |
3.1 15. 239 ,42 |
48. 725 ,07 |
0,0 | 0 318 .14 1.5 74, 29 |
247 .34 9.6 76, 71 |
5.8 09. 815 ,88 |
1.5 34, 84 |
253 .15 7.9 57, 75 |
64. 983 .61 6,5 3 |
67. 725 .38 3,2 3 |
Bad Teinach-Zavelstein Zwischenbericht zum 30. Juni 2022
Konzern-Halbjahresabschluss Konzernanhang
Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.
Der vorliegende Konzern-Halbjahresabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Konzernanhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.
Der Konzern-Halbjahresabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 8 (Vorjahr: 8) inländische Tochterunternehmen.
Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich zum einen um die Karlsberg Service GmbH, Homburg, an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Zum anderen wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 40,00 % der Anteile an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, mit Sitz in Neunkirchen (Saarland) erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses werden diese Gesellschaften unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzern-Halbjahresabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.
Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzern-Halbjahresabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.
Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzern-Halbjahresabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.
Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.
Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.
Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode angesetzt. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.
Im Vergleich zum Konzern-Halbjahresabschluss des Vorjahres waren, mit Ausnahme der weiter untenstehend in diesem Kapitel beschriebenen in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommenen Umgliederungen, im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Abschlüsse der in den Konzern-Halbjahresabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.
Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 4 Jahre.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere sowie die sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und den Geschäfts- oder Firmenwert sowie latente Steuern berücksichtigt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.
Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.
Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum 31. Dezember 2021 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.
Zum 30. Juni 2022 erfolgte die Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund einer Prognoserechnung unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,59 % (31. Dezember 2021: 1,87 %) und unter Berücksichtigung der Schätzung der Auswirkungen bei einer Anpassung des Rententrends von 1,50 % auf 1,75 %. Die Prognoserechnung basiert auf den Personaldaten, die bereits bei der Berechnung der Verpflichtungswerte im Bilanzgutachten 31. Dezember 2021 zugrunde lagen.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Im Rahmen des Konzernabschlusses 2021 erfolgte im Sinne einer konzerneinheitlichen Bilanzierung innerhalb der GuV-Positionen Umsatzerlöse, Materialaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen eine Anpassung der Zuordnung von nachfolgenden Geschäftsvorfällen, die im Konzern-Halbjahresabschluss des Vorjahres noch nicht berücksichtigt waren.
Im Bereich der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfolgte eine Anpassung des GuV-Ausweises von Delkrederevergütungen und Werbekostenzuschüssen. Delkrederevergütungen und Teile der im Vorjahr noch als sonstige betriebliche Aufwendungen bilanzierten Werbekostenzuschüsse werden fortan als Erlösschmälerungen ausgewiesen. Der Effekt aus der Ausweisänderung beläuft sich auf einen Gesamtbetrag von TEUR 4.375.
Zudem ergaben sich noch in geringerem Umfang Umgliederungen von Aufwendungen für Treibstoffe (TEUR 288, Umgliederung aus dem Materialaufwand in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sowie für Leiharbeitnehmer (TEUR 102, Umgliederung von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen).
In den vorgenannten Fällen ist eine Anpassung der Vorjahreswerte im Konzern-Halbjahresabschluss nicht erfolgt. Die Aufwendungen des Vorjahres der vorgenannten Positionen bewegten sich auf einem vergleichbaren Niveau.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.
Die Abschlüsse der in den Konzern-Halbjahresabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in EUR aufgestellt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzern-Halbjahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:
| Gesellschaft | Kapitalanteil |
|---|---|
| % | |
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u) 1) |
100 |
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) 1) | 100 |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) 1) | 100 |
| Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m) 1) | 100 |
| 1) Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) |
100 |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 1) | 100 |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht
| Gesellschaft | Beteiligung |
|---|---|
| % | |
| Karlsberg Service GmbH, Homburg | 45 |
| siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, | |
| Neunkirchen (Saarland) | 40 |
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 30. Juni 2022 TEUR 0.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung beträgt zum 30. Juni 2022 TEUR 319. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 170 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft ebenso aufgrund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht. Zum 30. Juni 2022 beträgt der Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 155.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit hoher Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.536 und damit TEUR 211 unter dem Buchwert von TEUR 1.747. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 33.122 (31. Dezember 2021: TEUR 34.123) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Vermögensgegenstände. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 328 (31. Dezember 2021: TEUR 209) enthalten.
Das gezeichnete Kapital von TEUR 22.387 (31. Dezember 2021: TEUR 22.387), die Kapitalrücklage von TEUR 17.248 (31. Dezember 2021: TEUR 17.248) und die gesetzliche Rücklage von TEUR 916 (31. Dezember 2021: TEUR 916) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.
Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 3.127 (31. Dezember 2021: TEUR 3.127) betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).
Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 74.333 (31. Dezember 2021: TEUR 73.474); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein. Die Zuwendungen der Trägerunternehmen für Rentenzahlungen aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e.V., Bad-Teinach-Zavelstein, sind aufgrund des bei der Versorgungshilfe inzwischen aufgebrauchten Vermögens zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand auszuweisen.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.
In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Pfand in Höhe von TEUR 13.693 (31. Dezember 2021: TEUR 11.428), für Personalkosten in Höhe von TEUR 3.879 (31. Dezember 2021: TEUR 3.102) sowie für ausstehende Rechnungen, Kundenvergütungen und Verkaufsförderungen und sonstige Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 13.894 (31. Dezember 2021: TEUR 11.919) enthalten.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1 - 5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|||
| 1. | Namensschuldverschreibung (31.12.2021) Verbindlichkeiten gegenüber Verbindlichkeiten aus |
25.000 (25.000) |
8.333 (8.333) |
16.667 (16.667) |
0 (0) |
|
| 2. | Lieferungen und Leistungen (31.12.2021) |
5.934 (4.927) |
5.934 (4.927) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| 3. 4. |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (31.12.2021) Verbindlichkeiten gegenüber |
74 (251) |
74 (251) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (31.12.2021) |
5 (106) |
5 (106) |
0 (0) |
0 (0) |
||
| 5. | Sonstige Verbindlichkeiten (31.12.2021) |
5.187 (4.476) |
4.132 (3.163) |
1.055 (1.313) |
0 (0) |
|
| davon aus Steuern (31.12.2021) |
2.530 (1.480) |
2.530 (1.480) |
0 (0) |
0 (0) |
||
| S U M M E (31.12.2021) |
36.200 (34.759) |
18.478 (16.779) |
17.722 (17.980) |
0 (0) |
Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr auf Lieferungen und Leistungen.
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Halbjahr 2022 |
1. Halbjahr 2021 |
|
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Inland | 68.936 | 50.855 |
| Ausland | 2.431 | 1.520 |
| Handelswaren und | ||
| Lohnabfüllungen | 3.750 | 5.292 |
| Fuhrbetrieb und Sonstiges | 3.014 | 2.654 |
| Bruttoumsatz * | 78.132 | 60.320 |
| ./. Erlösschmälerungen | 12.687 | 6.476 |
| Umsatzerlöse | 65.445 | 53.844 |
* Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen
Vom Bruttoumsatz entfallen TEUR 68.855 auf die Hauptkategorien Mineralwasser (TEUR 32.231), Saft, Fruchtsaftgetränke und Nektare (TEUR 26.945) und Erfrischungsgetränke (TEUR 9.679).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 1.061 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 692 (Vorjahr: TEUR 711) enthalten. Hiervon entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 429).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 266).
Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 473 hat sich reduziert (Vorjahr: TEUR 911) und wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
| TEUR | |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools | 18.026 |
Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG, Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.
Die zum 30. Juni 2022 bestehenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:
| Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| bis zu | von 1 bis | mehr als | ||
| in TEUR | 30.06.2022 | 1 Jahr | 5 Jahren | 5 Jahre |
| Verpflichtungen aus Rohstoffkontrakten | 10.780 | 5.517 | 5.263 | 0 |
| Verpflichtungen aus Investitionsaufträgen | 976 | 976 | 0 | 0 |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | 777 | 266 | 511 | 0 |
| Summe | 12.533 | 6.759 | 5.774 | 0 |
Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus einem Miet- und Pachtvertrag in Höhe von TEUR 10. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2022 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 5.502 anfallen.
Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
| Grundgeschäft/ Sicherungsinstrument |
Risiko/ Art der Bewertungseinheit |
einbezogener Betrag |
Höhe des abgesicherten Risikos |
|---|---|---|---|
| Fremdwährungsverbindlichkeit/ Devisentermingeschäft |
Währungsrisiko/ micro hedge |
TUSD 2.500 | ca. TEUR 2.107 |
Für bereits kontrahierte Rohstoffeinkäufe des folgenden Geschäftsjahres, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese schwebenden Geschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH kauft verschiedene Basisrohstoffe auf USD-Basis ein. Um das diesbezügliche Währungsrisiko beim Einkauf zu minimieren, wird über Devisentermingeschäfte das Wechselkursrisiko minimiert. Darüber hinaus werden USD-
Bestände auf Bankkonten als originäre Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen ausschließlich dieser Einkaufskontrakte verwendet.
Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg anhand der Critical-Terms-Match-Methode gemessen und erreicht wird.
TEUR Aufsichtsratsvergütung 34
Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge der Muttergesellschaft wird wie im Vorjahr aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:
| 30.06.2022 | 30.06.2021 | |
|---|---|---|
| Gesamt | Gesamt | |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 255 | 255 |
| Angestellte Mitarbeiter | 147 | 153 |
| 402 | 408 | |
| Auszubildende | 5 | 8 |
| 407 | 416 |
Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
Das für den Zeitraum 01. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 6 |
| 6 |
Aufgrund der hohen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ergeben sich Risiken, die die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen können.
Angesichts des unsicheren Umfeldes, zunehmend belastet durch eine hohe Inflation mit zu erwartenden Auswirkungen auf den privaten Konsumverbrauch sowie steigende und stark schwankende Rohstoff- und Energiepreise, ergeben sich erhöhte Risiken, die aus heutiger Sicht noch nicht abschließend beurteilt werden können. Darüber hinaus stellt die sichere Versorgung mit wichtigen Industrie- und Energierohstoffen derzeit ein schwer kalkulierbares Risiko dar. Auch eine Beurteilung des weiteren Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.
Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und -bewertungen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2022 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.
Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 203) bezahlt. Die erstatteten Ertragsteuern lagen im Berichtsjahr bei TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 6).
Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 1.240), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen in Höhe von TEUR 3.115 (Vorjahr: TEUR 2.986). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2).
An einen Großaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt TEUR 3.000 ausbezahlt und in Höhe von insgesamt TEUR 4.000 wieder zurückgeführt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei TEUR 37.000, zum 30. Juni 2022 bei TEUR 33.000. Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 738 (Vorjahr: TEUR 661).
Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 456 (Vorjahr: TEUR 477) sowie Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Am Stichtag, dem 30. Juni 2022, hält die Gesellschaft keine Stammaktien und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien.
Die Dividendenausschüttung erfolgte erst nach Beschlussfassung der Hauptversammlung am 14. Juli 2022.
Bad Teinach-Zavelstein, den 6. September 2022
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Badstraße 41 D-75385 Bad Teinach-Zavelstein Telefon +49 (0) 70 53/92 62-220 Telefax +49 (0) 70 53/92 62-67 E-Mail: [email protected]
www.mineralbrunnen-kgaa.de
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