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Mineralbrunnen Überkingen AG

Interim / Quarterly Report Aug 5, 2013

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht zum 30. Juni 2013

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Konzernkennzahlen zum 30. Juni 2013

Konzern auf einen Blick

Kennzahlen in Mio. € 30.06.2013 30.06.2012 30.06.2011* 30.06.2010* 30.06. 2009*
Umsatz 70,6 73,6 69,2 79,0 84,2
Beschäftigte (Anzahl im Durchschnitt) 477 542 672 768 846
Personalaufwand
(Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung)
14,6 13,8 17,8 18,7 19,9
Investitionen
Immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen
2,6 3,1 3,5 3,3 2,1
EBITDA 7,9 4,4 4,7 6,3 5,7
EBITDA-Rendite in % 11,2 6,0 6,8 8,0 6,7
Abschreibungen 5,8 6,8 6,3 8,3 9,5
EBIT 2,1 -2,4 -1,6 -2,0 -3,8
EBIT-Rendite in % 3,0 -3,3 -2,3 -2,6 -4,5
Bilanzsumme 142,9 165,7 214,4 270,4 294,0
Eigenkapital 61,2 72,9 51,8 66,1 79,9
Konzernergebnis 0,3 -3,5 10,8 -3,5 -4,6

* Rechnungslegung nach IFRS

Hinweis: Verzerrungen bei den Summenbildungen sowie prozentualen Veränderungsangaben sind rundungsbedingt.

Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2013

  • 04 Wesentliche Fakten
  • 05 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • 05 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
  • 08 Ausblick und Prognose

Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2012

Wesentliche Fakten

  • Branchenabsatz bei Mineralwasser um 3,3 % gesunken
  • Branchenweiter AfG-Absatz um 3,5 % rückläufig
  • Der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG entwickelt sich deutlich besser als der Gesamtmarkt
  • Leichter Umsatzanstieg bei den strategischen Hauptmarken des Konzerns trotz eines schwierigen Branchenumfelds
  • Rohertrag um 0,9 Mio. € verbessert
  • Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 4,9 Mio. € auf 1,9 Mio. € gesteigert
  • Signifikante Verbesserung von EBITDA und EBIT
  • Positives Konzernergebnis von 0,3 Mio. € erzielt
  • Deutliche Steigerung des operativen Cashflows
  • Eigenkapitalquote mit rund 43 % auf vergleichsweise hohem Niveau
  • Dividendenausschüttung an die Aktionäre in Höhe von insgesamt 1,16 Mio. €
  • Marktkapitalisierung im Berichtszeitraum um 1,8 % auf 126,7 Mio. € gestiegen
  • Öffentliches Aktienrückkaufangebot nach Abschluss des Berichtszeitraums erfolgreich durchgeführt
  • Vorstand erwartet trotz schwierigem Branchenumfeld nach wie vor Verbesserung des operativen Ergebnisses für das Gesamtjahr 2013

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Für die gesamte Eurozone prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) in 2013 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,6 %. Deutschland kann sich dem Trend im Euroraum entziehen und wächst laut IWF in diesem Jahr um 0,3 %, wenngleich die Experten noch im April von einem Wachstum um 0,6 % ausgegangen waren. Auch der Einzelhandel entwickelt sich im laufenden Jahr positiv. Von Januar bis Mai stiegen die Einzelhandelsumsätze laut Statistischen Bundesamts bereits um 1,6 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Branche

Der Markt für alkoholfreie Getränke (AfG) in Deutschland wies im ersten Halbjahr 2013 eine weiter rückläufige Entwicklung auf. Das Haushaltspanel der GfK-Gruppe ermittelte ein Absatzminus von insgesamt 3,5 %. Vor allem im Segment der fruchthaltigen Getränke waren mit einem Rückgang von 4,8 % deutliche Absatzeinbußen zu verbuchen. Die Konsumentenzurückhaltung ist dem schlechten Wetter des ersten Halbjahres mit dem lang anhaltenden Winter und dem regnerischen und kalten Frühjahr geschuldet.

Im Segment Mineralwasser sank der Absatz nach Angaben der GfK-Gruppe um 3,3 %. Entsprechend wurde ein Umsatzminus von 3,1 % ausgewiesen. Die größten Absatz- und Umsatzrückgänge verzeichneten dabei Wasser mit viel Kohlensäure sowie Wasser ohne Kohlensäure. Nur Wasser mit wenig Kohlensäure lag trotz eines leichten Absatzrückgangs von 1,4 % auf dem Umsatzniveau des Vorjahres. Hinsichtlich der Preisentwicklung bei Mineralwasser waren nach Angaben des Marktforschungsinstituts ACNielsen in keinem Preissegment signifikante Veränderungen zu beobachten. Vor allem das obere Preissegment (Durchschnittspreis pro Liter über 0,45 €) zeichnete sich durch einen stabilen Marktanteil aus. Dieser lag im Berichtszeitraum gemessen am Absatz bei 22,0 % und gemessen am Umsatz bei 44,6 %.

Bei den kohlensäurehaltigen Süßgetränken (Carbonated Soft Drinks, CSD) konnte der Absatzrückgang von 1,3 % im Umsatz überkompensiert werden. Dementsprechend verzeichnete

das CSD-Segment einen leichten Umsatzanstieg von 1,0 %. Cola und Cola-Mix-Getränke erreichten einen Umsatzzuwachs von 2,6 %. Der Absatz in den Neuen Segmenten sank um 7,8 %. Vor allem Wasser mit Zusatz und Schorlen hatten Absatzverluste zu verzeichnen. Zulegen konnten lediglich Sportgetränke (+3,1 %) und Energydrinks (+2,3 %).

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Wesentliche Ereignisse

Das erste Halbjahr 2013 stand ganz im Zeichen, die neue dezentrale Organisationsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG weiter zu optimieren, insbesondere die Prozessund Kostenstrukturen im Konzern kontinuierlich zu überprüfen und die strategische Ausrichtung des Markenportfolios zu justieren. Dabei galt es, die eingeschlagenen Marketing- und Vertriebsstrategien nachhaltig sowie in hoher Qualität umzusetzen.

Seit dem 1. Januar 2013 werden die Saftmarken der Tucano Vertriebs-GmbH in der Niehoffs Vaihinger Vetriebs GmbH gebündelt und vertrieben – also neben den Marken Niehoffs Vaihinger, Klindworth, DCide und Cocktail Plant nun auch die Marken Merziger, Lindavia und Schloss Veldenz. Somit werden alle Saftmarken des Konzerns von einer Vertriebsorganisation konzentriert vermarktet, um zusätzliche Potentiale zu erschließen.

Am 8. Februar 2013 stimmte die Gläubigerversammlung dem Verkauf von wesentlichen Vermögenswerten der zum 1. Januar 2011 aus dem Konzern ausgeschiedenen Überkinger Mineralbrunnen GmbH an die IQ 4 YOU GmbH, Obermeitingen, zu. In diesem Zusammenhang hat die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG Teile des rückerworbenen Grundstücks an ein verbundenes Unternehmen der IQ 4 YOU GmbH veräußert und in einem Vergleich sämtliche wechselseitigen Beziehungen mit der Überkinger Mineralbrunnen GmbH und dem Sachwalter einvernehmlich geregelt.

Im Rahmen des am 5. Juni 2013 gestarteten Aktienrückkaufangebots zum Preis von 17,80 € pro Stammaktie wurden der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG bis zum Ende der Angebotsfrist am 16. Juli 2013 insgesamt 1.517.811 Stammaktien angedient, was einer 2,8-fachen Überzeichnung entspricht. Die Quote, mit der die Annahmeerklärungen berücksichtigt wurden, betrug 35,71 %. Insgesamt hat die Gesellschaft 542.000 Stammaktien erworben, was einem Anteil von 6,37 % des Grundkapitals bzw. 8,58 % des auf die Stammaktien entfallenden Grundkapitals entspricht. Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft hält nunmehr insgesamt 850.206 eigene Stammaktien, entsprechend einem Anteil von 10,00 % des Grundkapitals bzw. 13,46 % des auf die Stammaktien entfallenden Grundkapitals.

Am 12. Juni 2013 wurden auf der 87. Hauptversammlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit im Sinne der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Höhe von 1,93 Mio. € eine Dividende von 0,12 € je Stammaktie und von 0,20 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 17. Juni 2013. Unter Berücksichtigung der durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile betrug die Ausschüttungssumme somit 1,16 Mio. €. Dem Gewinnvortrag wurden 0,77 Mio. € zugeführt.

Sämtliche in 2012 und im ersten Halbjahr 2013 getroffenen Maßnahmen und Beschlüsse dienen dem Zweck, den Handlungs- und Gestaltungsspielraum des Konzerns zu vergrößern, die Wettbewerbsfähigkeit der Marken sowie die Effizienz und Ertragsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe zu verbessern. Klar definierte regionale und sektorale Kernmärkte, verschlankte Prozesse, eine optimierte Kostenstruktur sowie Kundennähe und aktive Marktbearbeitung sichern die notwendige Wettbewerbsfähigkeit, um in einem sehr umkämpften Markt erfolgreich zu agieren.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der vorliegende Halbjahresabschluss ist nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden und ist somit mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

Der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten diesen Geschäftsjahres einen Umsatz von 70,6 Mio. €, der sich wie folgt auf die Geschäftsfelder verteilt:

in Mio. € 1. Halbjahr
2013
1. Halbjahr
2012
Abweichung
Kerngeschäft (AfG) 70,1 72,5 -2,4
Nebenbetriebe 0,5 1,1 -0,6
Umsatzerlöse 70,6 73,6 -3,0

Der Umsatzrückgang um 3,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr beruht ausschließlich auf der Aufgabe von unrentablen Lohnabfüllungen und dem Verkauf des Hotel- und Kurbetriebes Bad Teinach. Der Marktanteil der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG konnte jedoch in den relevanten Märkten zum Teil deutlich ausgebaut werden, so dass sich auf vergleichbarer Basis eine leichte Umsatzsteigerung in Höhe von 0,2 Mio. € ergibt. Damit entwickelte sich der Konzern deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Der Materialaufwand einschließlich der Bestandsveränderungen beläuft sich auf 33,3 Mio. € gegenüber 37,2 Mio. € im Vorjahr. Bei unverändert hohem Preisniveau im Bereich des Rohwareneinstandes haben verbesserte Strukturkosten und Portfoliobereinigungen zu einer deutlichen Verringerung des Materialaufwandes geführt.

Damit führten die dargestellten Entwicklungen im Bereich der Umsatzerlöse und des Wareneinsatzes zu einem um 0,9 Mio. € verbesserten Rohertrag. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 2,6 Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand beläuft sich auf 14,6 Mio. € gegenüber 13,8 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Tariferhöhung und der erstmals anteilig im Personalaufwand erfassten Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Die Abschreibungen sanken insbesondere durch das geringere Volumen bei den technischen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung um 1,0 Mio. €. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,0 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen für Beratung und Instandhaltungen. Das Finanzergebnis weist einen Fehlbetrag

von 0,3 Mio. € aus. Die Verbesserung gegenüber 2012 um 0,2 Mio. € stammt im Wesentlichen aus geringeren Zinszahlungen für die Inanspruchnahme von Kreditlinien und der Aufzinsung für die Pensionsrückstellungen.

Das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte durch die dargestellten positiven Effekte gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Mio. € auf nunmehr 1,9 Mio. € deutlich gesteigert werden. Trotz der Auflösung von aktivierten latenten Steuern ergibt sich ein positives Periodenergebnis im Konzern von 0,3 Mio. € gegenüber -3,5 Mio. € im Vorjahr.

Die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses spiegelt sich insbesondere in den Kennzahlen EBITDA und EBIT wider. Das EBITDA konnte um 3,5 Mio. € auf 7,9 Mio. € gesteigert werden; das im Vorjahreszeitraum noch negative EBIT ist im Berichtszeitraum um 4,6 Mio. € auf einen nunmehr positiven Betrag von 2,1 Mio. € angewachsen.

Vermögens- und Finanzlage

Bei nahezu konstanter Bilanzstruktur hat die Bilanzsumme um 4,2 Mio. € bzw. 2,8 % auf 142,9 Mio. € abgenommen. Die wesentlichen Posten haben sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wie folgt entwickelt:

Im Anlagevermögen haben die immateriellen Vermögensgegenstände, die vornehmlich Marken- und Belieferungsrechte ausweisen, durch planmäßige Abschreibungen abgenommen. Bei einem Investitionsvolumen von 2,6 Mio. € und planmäßigen Abschreibungen von 4,2 Mio. € sowie Abgängen mit Restbuchwerten von 0,1 Mio. € ist das Sachanlagevermögen um 1,6 Mio. € gesunken. Das Finanzanlagevermögen blieb mit einem Volumen von 11,6 Mio. € nahezu konstant.

Im Umlaufvermögen hat das Vorratsvermögen durch den Bestandsabbau bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und den unfertigen Erzeugnissen um insgesamt 2,1 Mio. € abgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um 2,1 Mio. € erhöht. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Darlehen von 5,0 Mio. € ausgewiesen. Infolge von Zahlungseingängen aus im Vorjahr erfolgten Grundstücksverkäufen sind die sonstigen Vermögensgegenstände um 3,6 Mio. € zurückgegangen. Die liquiden Mittel belaufen sich mit 2,6 Mio. € auf dem Niveau des Bilanzstichtages 31. Dezember 2012.

Durch die Auflösung von aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge nahm der Posten um 1,4 Mio. € ab.

Das Eigenkapital hat sich vornehmlich durch die Dividendenauskehrung an die Aktionäre um 1,8 Mio. € auf 61,2 Mio. € vermindert. Die Eigenkapitalquote liegt zum Ende des Berichtzeitraums mit rund 43 % auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

In den Rückstellungen führten gesunkene Dotierungen für ausstehende Eingangsrechnungen und für vertriebliche Vergütungen zu einer Verringerung von 1,9 Mio. €. Die Verbindlichkeiten liegen mit 30,2 Mio. € in etwa auf der Höhe des Bilanzstichtages 31. Dezember 2012.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt analog der operativen Entwicklung eine deutliche Steigerung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit. Nach Verrechnung der Liquiditätseffekte für Investitionen und Finanzierungstätigkeiten (Auskehrung an Aktionäre und Minderheitsgesellschafter) hat der Finanzmittelfonds im Berichtszeitraum insgesamt um 2,8 Mio. € abgenommen. Die liquiden Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum 30. Juni 2013 auf einen Schuldsaldo von 3,6 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2013 stand ausreichend freie Liquidität zur Verfügung; die bereitgestellten Kreditlinien wurden nur in geringem Umfang in Anspruch genommen.

Aktie im Marktumfeld

Die Stamm- und Vorzugsaktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG haben sich im ersten Halbjahr 2013 unterschiedlich entwickelt. Der Kurs der Stammaktien schloss Ende Juni bei 17,40 € leicht über dem Vorjahresendwert (31.12.2012: 16,81 €). Die Vorzugsaktie lag zum Stichtag bei 7,70 € unterhalb des Vorjahresniveaus (31.12.2012: 8,40 €). Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG am 30. Juni 2013 erhöhte sich im Berichtszeitraum dennoch um 1,8 % auf 126,7 Mio. € (31.12.2012: 124,5 Mio. €).

Ausblick und Prognose

Chancen und Risiken

Die Risikolage des Konzerns hat sich gegenüber der Beurteilung zum Jahresabschluss 2012 nicht verändert. Von den im Geschäftsbericht 2012 beschriebenen Risiken kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage für das Unternehmen ausgehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand des Konzerns im überschaubaren Zeitraum gefährden können.

Branchenspezifisch kann aus kurzfristiger Betrachtung der jeweilige Witterungsverlauf die Produktions- und Absatzplanung beeinträchtigen. Daher kommt der operativen Flexibilität hinsichtlich Lieferfähigkeit, Marktanpassung und Kostenmanagement eine hohe Bedeutung zu. Dies eröffnet den Produkten des Konzerns gute Aussichten, ertragsrelevante Positionen auch auf Märkten zu halten oder zu erreichen, die im Wettbewerb weiter hart umkämpft bleiben.

Die Strategie der Gesellschaft baut auf den Themen Markenprofilierung und Regionalität auf, die es noch weiter auszubauen gilt. Dank starker Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränkeund Saftbereich sowie der regionalen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale in einem wettbewerbsintensiven Markt.

Prognosebericht

Für den Euroraum rechnet der IWF nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,6 % im laufenden Jahr mit einer Erholung der Konjunktur in 2014 auf dann 0,9 % Wachstum. Die deutsche Wirtschaft soll nach 0,3 % Zuwachs im laufenden Jahr ebenfalls in 2014 deutlich zulegen und ein Plus von 1,3 % erreichen. Getragen wird dieser Optimismus primär vom privaten Konsum. Bei den deutschen Konsumenten wird weiterhin von einer positiven Stimmungslage ausgegangen. Gründe hierfür sind vor allem das stabile Beschäftigungsniveau, Tariferhöhungen, eine rückläufige Inflationsrate und das niedrige Zinsniveau. Nach Prognosen des Handelsverband Deutschland (HDE) wird sich der Einzelhandel im Gesamtjahr 2013 mit einem Plus von 1,0 % positiv entwickeln.

Im AfG-Marktsegment ist der bestimmende Faktor nach wie vor der intensive Verdrängungswettbewerb, getrieben durch Billigprodukte. Die entscheidende Schlussfolgerung für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG lautet daher, dass die Verbesserung der Wertschöpfung eindeutig vor Mengenwachstum geht. Bei Wasser, Erfrischungsgetränken und Saft wird für das Gesamtjahr 2013 ein rückläufiges Marktvolumen erwartet. Eine hervorragende Qualität in Produkt und Ausstattung, eine nachvollziehbare und klare Vermarktungsstrategie und eine gute Arbeit beim Kunden bieten jedoch weiterhin ertragsreiche Wachstumschancen in den Premiumsegmenten.

Über gute Produktkonzepte und die richtige Ansprache mit regionalem Bezug und Nachhaltigkeit hat der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG als Markenanbieter aus der Region die Chance, deutlich zu profitieren und Marktanteile hinzuzugewinnen. Die Unternehmensgruppe verfügt über kundennahe und effiziente Vertriebsstrukturen und klare Markenprofile. Das ermöglicht einen ertragsorientierten Ausbau der Marktanteile in den Segmenten Wasser, Erfrischungsgetränke und Saft. Viele der in den letzten beiden Jahren getroffenen Maßnahmen werden sich im laufenden Jahr sowohl kostenund umsatzseitig als auch auf das Gesamtergebnis positiv auswirken.

Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand an seiner Prognose fest, dass für das Gesamtjahr 2013 eine stabile bis leicht positive Absatz- und Umsatzentwicklung im A-Marken-Bereich sowie eine Verbesserung des operativen Ergebnisses erreicht wird.

Bad Überkingen, 2. August 2013

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG

Michael Bartholl Vorstand

Konzern-Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2013 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG

  • 10 Konzern-Bilanz
  • 12 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 13 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 14 Konzern-Eigenkapitalspiegel
  • 16 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • 18 Konzernanhang

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2013

AKTIVA 30.06.2013
31.12.2012
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Belieferungs- und andere Rechte 15.344.379,97 16.910.822,25
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
15.344.379,97 16.910.822,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 21.682.845,24 22.451.583,89
2. Quellen und Quellenanlagen 1.074.602,29 292.079,29
3. Technische Anlagen und Maschinen 14.532.720,19 15.596.946,70
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.879.381,33 5.078.905,92
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 888.907,38 1.282.149,90
43.058.456,43 44.701.665,70
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 3.391.399,99 3.590.174,40
b) sonstige 35.825,84 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.576.884,04 7.576.884,04
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 578.360,18 589.666,95
11.582.470,05 11.792.551,23
69.985.306,45 73.405.039,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.255.968,09 9.474.901,39
2. Unfertige Erzeugnisse 1.341.307,13 2.474.641,30
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.056.937,48 4.848.543,90
14.654.212,70 16.798.086,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.262.550,93 22.168.793,29
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.074.848,93 152.061,80
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 113.400,21 226.800,42
4. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 0,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 18.257.990,79 21.854.640,54
47.708.790,86 44.402.296,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.581.043,90 2.902.692,54
64.944.047,46 64.103.075,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.437,50 170.536,99
D. Aktive Latente Steuern 7.960.912,15 9.384.395,19
142.891.703,56 147.063.046,54
PASSIVA 30.06.2013
31.12.2012
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 16.627.742,97 16.627.742,97
./. Eigene Anteile 811.561,93 811.561,93
2. Vorzugsaktien 5.759.713,03 5.759.713,03
./. Eigene Anteile 0,00 0,00
21.575.894,07 21.575.894,07
II. Kapitalrücklage 29.635.845,98 29.635.845,98
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 915.710,47 915.710,47
2. Andere Gewinnrücklagen 3.127.000,00 3.127.000,00
4.042.710,47 4.042.710,47
IV. Bilanzgewinn 20.839,21 1.329.021,53
V. Anteile anderer Gesellschafter 5.903.381,25 6.357.487,50
61.178.670,98 62.940.959,55
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 655.931,25 706.387,50
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen 227.846,16 238.469,33
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 13.886.456,25 13.473.323,00
2. Steuerrückstellungen 48.027,35 403.865,00
3. Sonstige Rückstellungen 35.729.471,78 37.700.219,01
49.663.955,38 51.577.407,01
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.340.076,00 9.532.133,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.620.633,52 16.044.677,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.564,00 678.080,25
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 5.191,34
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.270.338,77 4.353.615,77
30.249.612,29 30.613.698,15
F. Passive Latente Steuern 915.687,50 986.125,00

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30. Juni 2013

1. Halbjahr 2013
1. Halbjahr 2012
1. Umsatzerlöse 70.595.174,42 73.621.202,02
2. Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -910.760,98 -825.588,73
69.684.413,44 72.795.613,29
3. Sonstige betriebliche Erträge 7.123.257,57 4.545.873,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
24.392.774,52
8.017.607,80
28.272.244,70
8.114.707,02
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung € 545.498,83 (Vj. € 134.835,56)
11.974.705,14
2.643.947,82
11.673.216,45
2.155.656,90
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
5.788.349,00 6.796.626,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.759.130,64 22.739.537,75
74.576.514,92 79.751.989,06
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3,12 75.367,09
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 221.373,98 377.481,71
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 85.374,20 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 461.415,53 1.014.053,25
-325.412,63 -561.204,45
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.905.743,46 -2.971.706,30
14. Außerordentliche Aufwendungen 27.455,50 27.455,50
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.428.404,17 319.014,57
16. Sonstige Steuern 171.743,38 145.497,52
17. Periodenergebnis 278.140,41 -3.463.673,89
18. Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) 170.770,25 14.679.465,70
19. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 428.071,45 431.702,31
20. Konzernbilanzgewinn (+) / Konzernbilanzverlust (-) 20.839,21 10.784.089,50

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Konzern-Kapitalflussrechnung zum 30. Juni 2013

1. Halbjahr 2013
1. Halbjahr 2012
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern)
vor außerordentlichen Posten
305.595,91 -3.436.218,39
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.987.123,41 6.796.626,24
Veränderungen der Rückstellungen -1.940.907,13 -2.200.013,12
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 1.291.966,12 -131.583,20
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -43.456,39 53.907,70
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -3.612.521,43 -8.110.903,24
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva (ohne Rückstellungen)
-564.050,31 666.411,71
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.423.750,18 -6.361.772,30
2. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 11.306,77 4.278.482,63
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,00 0,00
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.713.314,66 28.430,86
Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens 0,00 0,00
Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des Sachanlagevermögens -2.352.592,34 -2.402.825,46
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte 0,00 -18.537,91
Cashflow aus Investitionstätigkeit 372.029,09 1.885.550,12
3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -2.925.370,50 -1.757.111,76
Auszahlungen für Aktienrückkäufe 0,00 0,00
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -1.687.598,10 -2.280.922,77
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 0,00 0,00
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.612.968,60 -4.038.034,53
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Zwischensumme 1. - 3.)
-2.817.189,33 -8.514.256,71
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,00 0,00
Finanzmittelfonds am 1. Januar -794.044,18 3.235.320,32
Finanzmittelfonds am 30. Juni -3.611.233,51 -5.278.936,39
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
liquide Mittel 2.581.043,90 1.521.455,46
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -6.192.277,41 -6.800.391,85
Finanzmittelfonds am 30. Juni -3.611.233,51 -5.278.936,39

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 30. Juni 2013

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes
Konzern
eigenkapital
Stammaktien Vorzugsaktien
31.12.2011 15.816.181,04 5.759.713,03 29.635.845,98 18.722.176,17
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 -3.895.376,20
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 -3.895.376,20
30.06.2012 15.816.181,04 5.759.713,03 29.635.845,98 14.826.799,97
31.12.2012 15.816.181,04 5.759.713,03 29.635.845,98 5.371.732,00
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 -1.158.251,28
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 -1.158.251,28
Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 -149.931,04
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 -149.931,04
30.06.2013 15.816.181,04 5.759.713,03 29.635.845,98 4.063.549,68
Konzern
eigenkapital
Minderheitsgesellschafter
Eigenkapital Minderheitenkapital Eigenkapital
gemäß
Konzernbilanz
77.199.616,22 7.265.700,00 7.265.700,00 69.933.916,22
-885.808,56 -885.808,56 -885.808,56 0,00
-885.808,56 -885.808,56 -885.808,56 0,00
-3.463.673,89 431.702,31 431.702,31 -3.895.376,20
-3.463.673,89 431.702,31 431.702,31 -3.895.376,20
72.850.133,77 6.811.593,75 6.811.593,75 66.038.540,02
62.940.959,55 6.357.487,50 6.357.487,50 56.583.472,05
-1.158.251,28 0,00 0,00 -1.158.251,28
-882.177,70 -882.177,70 -882.177,70 0,00
-2.040.428,98 -882.177,70 -882.177,70 -1.158.251,28
278.140,41 428.071,45 428.071,45 -149.931,04
278.140,41 428.071,45 428.071,45 -149.931,04
61.178.670,98 5.903.381,25 5.903.381,25 55.275.289,73

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 30. Juni 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.06.2013
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Belieferungs- und andere Rechte 32.947.939,22 0,00 0,00 0,00 32.947.939,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 0,00 0,00 11.080.057,53
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
44.027.996,75 0,00 0,00 0,00 44.027.996,75
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 147.703.993,64 46.852,00 0,00 0,00 147.750.845,64
2. Quellen und Quellenanlagen 5.539.745,61 0,00 0,00 801.084,45 6.340.830,06
3. Technische Anlagen und Maschinen 119.500.188,54 439.290,29 849.106,41 261.250,00 119.351.622,42
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.354.259,58 1.474.321,50 155.495,72 0,00 26.673.085,36
5. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
1.812.399,81 669.091,93 530.249,91 -1.062.334,45 888.907,38
299.910.587,18 2.629.555,72 1.534.852,04 0,00 301.005.290,86
III.
Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 3.987.723,22 0,00 0,00 0,00 3.987.723,22
b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.654.325,67 0,00 0,00 0,00 8.654.325,67
3. Sonstige Ausleihungen und
Genossenschaftsanteile
633.666,95 0,00 11.306,77 0,00 622.360,18
13.311.541,68 0,00 11.306,77 0,00 13.300.234,91
357.250.125,61 2.629.555,72 1.546.158,81 0,00 358.333.522,52
Abgänge
01.01.2013
Zugänge
30.06.2013 30.06.2013 31.12.2012

16.037.116,96
1.566.442,29
0,00 17.603.559,25 15.344.379,97 16.910.822,25
11.080.057,53
0,00
0,00 11.080.057,53 0,00 0,00
0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
27.117.174,49
1.566.442,29
0,00 28.683.616,78 15.344.379,97 16.910.822,25
125.252.409,76
815.590,64
0,00 126.068.000,40 21.682.845,24 22.451.583,89
5.247.666,32
18.561,45
0,00 5.266.227,77 1.074.602,29 292.079,29
103.903.241,84
1.764.766,80
849.106,41 104.818.902,23 14.532.720,19 15.596.946,70
20.275.353,66
1.622.987,82
104.637,45 21.793.704,03 4.879.381,33 5.078.905,92
530.249,91
0,00
530.249,91 0,00 888.907,38 1.282.149,90
255.208.921,49
4.221.906,71
1.483.993,77 257.946.834,43 43.058.456,43 44.701.665,70
397.548,82
198.774,41
0,00 596.323,23 3.391.399,99 3.590.174,40
0,00
0,00
0,00 0,00 35.825,84 35.825,84
1.077.441,63
0,00
0,00 1.077.441,63 7.576.884,04 7.576.884,04
44.000,00
0,00
0,00 44.000,00 578.360,18 589.666,95
1.518.990,45
198.774,41
0,00 1.717.764,86 11.582.470,05 11.792.551,23
283.845.086,43
5.987.123,41
1.483.993,77 288.348.216,07 69.985.306,45 73.405.039,18

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Konzernanhang zum Zwischenabschluss zum 30. Juni 2013

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und nachfolgend gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 16 inländische Tochterunternehmen sowie eine Zweckgesellschaft.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nahmen wir nach der Buchwertmethode vor. Es handelte sich um eine inländische Gesellschaft, die Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45 % der Anteile erworben hat. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses wird die Gesellschaft unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V. wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Halbjahresabschlusses waren im Wesentlichen die unverändert zur Vergleichsperiode nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Der Halbjahresabschluss des assoziierten Unternehmens wurde nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Markenund andere Rechte beträgt zwischen 3 und 10 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebsund Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut beträgt die Nutzungsdauer weiterhin 3 Jahre.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Bei der Beteiligung an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zum gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den Herstellungskosten, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Kostenbestandteile gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind, soweit erforderlich, in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung "der Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,06 % (Vj. 5,13 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 2,90 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 631.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Für Verpflichtungen aus zugesagten Jubiläumszuwendungen sind Beträge in Höhe der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte der möglichen Gesamtverpflichtungen zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (Gewerbesteuer 13,30 % und Körperschaftsteuer 15,83 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Die passive latente Steuerschuld resultiert aus der Konsolidierung der Zweckgesellschaft Bluna-Warenzeichen GbR. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 12,25 %.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in € aufgestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Zwischengewinne und -verluste wurden gemäß § 304 Abs. 2 HGB wegen Geringfügigkeit nicht eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG eingeflossen sind:

Firma und Sitz Kapitalanteil
%
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen (u)
100
Mineralbrunnen Teinach GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (u)
100
Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (u) 100
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m) 100
Ailon GmbH, Bad Überkingen (m) 100
Tucano Holding GmbH, Merzig (m) 100
Lauterecker Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) 100
Merziger Fruchtgetränke GmbH, Merzig (m) 100
Schloss Veldenz Fruchtsäfte GmbH,
Lauterecken (m)
100
Niefhoffs Vaihinger Vertriebs GmbH, Merzig (m) 100
Tucano Vertriebs-GmbH, Bad Überkingen (m) 100
KAMPOS Vertriebs GmbH, Lauterecken (m) 100
Bluna-Warenzeichen GbR, Bad Überkingen (u) 10% am Erfolg
Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (u)
100
Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG,
Bad Teinach-Zavelstein (u)
100
Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH,
Bad Überkingen (u)
100
Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG,
Bad Überkingen (u)
100

Bei der Bluna-Warenzeichen GbR handelt es sich um eine Zweckgesellschaft gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Bei wirtschaftlicher Betrachtung liegt die Mehrheit der Risiken und Chancen des Unternehmens bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG. Die Zweckgesellschaft wurde daher nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Assoziierte Unternehmen

Beteiligung
%
Inland
Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz)
45,00

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 30. Juni 2013 T€ 3.379.

Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 2.140 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft auf Grund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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30.06.2013 31.12.2012
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.263 22.169
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.075 152
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 0 0
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen Unternehmen
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 113 227
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 18.258 21.855
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.286 8.781
47.709 44.402
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.286 8.781

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von T€ 21.576 und die Kapitalrücklage von T€ 29.636 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Die Gewinnrücklagen betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG.

Der Bilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Die Hauptversammlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG hat am 12. Juni 2013 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Höhe von 1.925.834,79 € aus dem Jahr 2012 eine Dividende von 0,12 € je Stammaktie und von 0,20 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2012 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG beträgt unter Berücksichtigung der zum Zeitpunkt der Hauptversammlung durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile 1.158.251,28 €. Der verbleibende Betrag in Höhe von 767.583,51 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Am Stichtag, dem 30. Juni 2013 hält die Gesellschaft insgesamt 308.206 Stück Stammaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 812 oder einem Anteil von 3,63 % am Grundkapital. Vorzugsaktien werden zum Stichtag am 30. Juni 2013 nicht gehalten.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der erstmalig zum 1. Januar 2010 in den Konzern eingebundenen Bluna-Warenzeichen GbR führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.009. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig nach der Restnutzungsdauer der entsprechenden abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von zehn Jahren aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen und lag im ersten Halbjahr 2013 bei T€ 50.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf T€ 33.514; er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.

Des Weiteren wurden auf Ebene der Tochtergesellschaft Tucano Vertriebs-GmbH Rückstellungen für Altersteilzeitverhältnisse (T€ 122) gebildet. Diese ergeben sich durch die Verrechnung von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von diesen Vermögensgegenständen zugeordneten Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, mit diesen Schulden.

Die Vermögensverrechnung der Tucano Vertriebs-GmbH zum 30. Juni 2013 stellt sich wie folgt dar:

30.06.2013
T€
Wertansatz gem. § 253 HGB (= Sollrückstellung) 178
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 56
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 56
Verrechnete Zinsaufwendungen 0
Verrechnete Zinserträge 0

Verbindlichkeiten

in T€ 30.06.2013 31.12.2012
Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit
bis
1 Jahr
Restlaufzeit
über
5 Jahre
gesichert
mit
Gesamt Restlaufzeit
bis
1 Jahr
Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.925 0 30.624 10.340 6.750 9.532
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.621 0 0 15.621 16.045 16.045
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19 0 0 19 678 678
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 5 5
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
4.270
1.512
0
0
0
0
0
0
0
4.270
1.512
0
3.660
1.062
1
4.354
1.062
1
28.835 0 30.624 30.249 27.138 30.614

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren T€ 21.113 (Vj. T€ 21.113) durch Grundpfandrechte und T€ 9.511 (Vj. T€ 18.391) durch andere Pfandrechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten valutieren zum 30. Juni 2013 in Höhe von T€ 10.340.

Haftungsverhältnisse

T€
Bedingt rückzahlbare Investitionszuschüsse 450
Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools 4.809
5.259

Bei den bedingt rückzahlbaren Investitionszuschüssen handelt es sich um eine mögliche Rückforderung des Investitionszuschusses des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von T€ 450. Aufgrund der Personalplanung der betreffenden Konzerngesellschaft bleibt die notwendige Anzahl der Mitarbeiter erhalten, somit ist mit einer Rückzahlung des Investitionszuschusses nicht zu rechnen.

Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen e.G., Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.

Die an der Ausgliederung beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufenden Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet sind, als Gesamtschuldner. Der ausgegliederte Rechtsträger hat den Konsolidierungskreis aufgrund eines Verkaufs verlassen. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von

T€ 2.095 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

T€
Miet- und Leasingverträge 1.353
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 742
2.095

Des Weiteren bestehen Mengenkontrakte, die die Gesellschaft zur Abnahme von Rohstoffen für zukünftige Geschäftsjahre verpflichten.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen den Jahren 2013 und 2017.

Derivative Finanzinstrumente

Angaben zu Finanzinstrumenten (nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert):

Kategorie Nominal
betrag
Beizu
legender
Zeitwert
T€
Buchwert
(sofern
vorhanden)
T€
In Bilanz
posten
(sofern in
Bilanz
erfasst)
Währungs
bezogene
Geschäfte
8.450 T\$ 78 0 -

Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte in US-Dollar. Diese dienen zur Absicherung des Währungsrisikos für den Rohstoffeinkauf bei einer Tochtergesellschaft.

Es ist ein positiver Marktwert von T€ 78 gegeben, der bei Fälligkeit ertragswirksam realisiert wird. Den Wertansätzen liegt eine Mark-to-Market-Bewertung zugrunde.

Bewertungseinheiten

Grundgeschäft /
Sicherungs
instrument
Risiko /
Art der Bewertungs
einheit
Marktwert
30.06.2013
Höhe des ab
gesicherten
Risikos
30.06.2013
Zinsswap Zinsänderungsrisiko T€ -112 T€ 3.900

Für ein variabel verzinsliches Darlehen in Höhe von T€ 3.900 hat eine Tochtergesellschaft einen Zinsswap mit Tilgung mit identischem Volumen abgeschlossen. Das Darlehen sowie der Zinsswap haben eine Laufzeit bis zum Jahr 2014.

Durch den Zinsswap wurde die variabel verzinsliche Verbindlichkeit in eine fest verzinsliche Schuld umgewandelt. Zum Stichtag hat der Zinsswap einen negativen Marktwert in Höhe von T€ 112. Die Bewertung des Zinsswaps erfolgt nach der Barwertmethode.

Die Wertänderung aus Grund- (Darlehen) und Sicherungsgeschäft (Zinsswap) gleichen sich über den gesamten Sicherungszeitraum aus.

Die Gesellschaft hat eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB (Micro Hedge) gebildet. Eine Drohverlustrückstellung für den am Stichtag gegebenen negativen Marktwert ist somit nicht zu bilden.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:

30.06.2013
T€
30.06.2012
T€
Erlöse
Bruttoerlöse Inland 64.033 65.794
Bruttoerlöse Ausland 3.752 4.219
Erlöse aus Nebenbetrieben 465 1.086
Lohnabfüllung und Handelswaren 10.684 11.450
Fuhrbetrieb, Fracht und Sonstiges 2.278 3.052
81.212 85.601
. /. Erlösschmälerungen 10.617 11.981
70.595 73.621

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.087 (Vj. T€ 357) enthalten, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 669 (Vj. T€ 543).

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 36 (Vj. T€ 268) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 37).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergab sich ein Betrag in Höhe von T€ 395 (Vj. T€ 648).

Außerordentliche Aufwendungen

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet im Berichtsjahr ausschließlich die ergebniswirksamen BilMoG-Umstellungseffekte aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Ertragsteuern wurden in Höhe von T€ 61 (Vj. T€ 1), Zinsen wurden in Höhe von T€ 213 (Vj. T€ 360) bezahlt.

Die erstatteten Ertragsteuern lagen im Berichtsjahr bei T€ 25 (Vj. T€ 445), die erhaltenen Zinsen bei T€ 13 (Vj. T€ 5).

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens betragen im Berichtsjahr T€ 2.713.

Für Investitionen in Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden Auszahlungen in Höhe von T€ 2.353 getätigt.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Berichtsjahr wurden Finanzschulden in Höhe von T€ 1.688 getilgt.

An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichtsjahr T€ 1.767 (Vj. T€ 1.757) ausbezahlt.

Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen

Am Stichtag, dem 30. Juni 2013 hält die Gesellschaft insgesamt 308.206 Stück Stammaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 812 oder einem Anteil von 3,63 % am Grundkapital. Der rechnerische Wert der gehaltenen eigenen Anteile wird offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt.

Minderheitsgesellschafter

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bluna-Warenzeichen GbR zum 1. Januar 2010 wurde der Anteil der ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, am neubewerteten Eigenkapital der Bluna-Warenzeichen GbR in Höhe von T€ 9.082 als Minderheitenkapital angesetzt.

Gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen werden 90 % des HGB Jahresabschlussergebnisses der Bluna-Warenzeichen GbR an die ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, abgeführt. Der entsprechende Betrag wird direkt mit den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verrechnet und kommt im Berichtsjahr und im Folgejahr zur Auszahlung. Der Ausweis im Eigenkapitalspiegel erfolgt in der Zeile "Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter".

Sonstige Angaben

Organbezüge

T€
Aufsichtsratsvergütung
- Fixe Vergütung
- Variable Vergütung
58
0
Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und
deren Hinterbliebenen
354
Rückstellungen für Pensionen früherer Vorstands
mitglieder und deren Hinterbliebenen
6.648

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird in analoger Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

30.06.2013
Gesamt
31.12.2012
Gesamt
Gewerbliche Mitarbeiter 283 293
Angestellte Mitarbeiter 182 194
Auszubildende 12 17
477 504

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2013 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für

T€
Abschlussprüfungsleistungen 0
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 42
Sonstige Leistungen 0
42

Bad Überkingen, 2. August 2013

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG

Michael Bartholl Vorstand

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG Postfach 80 73334 Bad Überkingen Telefon +49 (0)7331 201-0 Telefax +49 (0)7331 201- 400 E-Mail: [email protected] www.mineralbrunnen-ag.de

www.mineralbrunnen-ag.de

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