Annual Report • Apr 21, 2023
Annual Report
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| Konzern | KGaA | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen in Mio. EUR | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 |
| Bruttoumsatz1) | 164,5 | 138,1 | 136,2 | 170,0 | 169,7 | 0,0 | 0,0 | 2,9 | 5,1 | 5,4 |
| Beschäftigte (Anzahl im Durchschnitt inkl. Auszubildende) |
405 | 418 | 423 | 429 | 426 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personalaufwand (Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung) |
31,3 | 28,7 | 26,7 | 27,8 | 28,2 | 3,2 | 3,0 | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
| Investitionen | 9,6 | 9,0 | 10,6 | 16,9 | 13,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 8,0 | 0,0 |
| EBITDA2) | 20,2 | 21,3 | 15,1 | 26,2 | 20,7 | 8,5 | 7,1 | 2,3 | 12,4 | 8,4 |
| Abschreibungen | 11,6 | 11,7 | 11,4 | 10,3 | 9,7 | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,1 | 0,0 |
| EBIT3) | 8,6 | 9,6 | 3,7 | 15,9 | 11,1 | 8,0 | 6,5 | 1,7 | 12,2 | 8,4 |
| Bilanzsumme | 143,0 | 142,2 | 138,3 | 148,5 | 146,2 | 104,9 | 101,8 | 94,0 | 106,4 | 99,1 |
| Eigenkapital | 67,3 | 65,2 | 61,7 | 65,7 | 64,0 | 73,0 | 68,7 | 64,8 | 69,0 | 65,0 |
| Eigenkapital-Quote in % | 47,0 | 45,9 | 44,6 | 44,3 | 43,8 | 69,6 | 67,5 | 68,9 | 64,9 | 65,5 |
| (Konzern-)Jahresüberschuss | 6,0 | 6,0 | 3,3 | 11,4 | 8,4 | 8,2 | 6,4 | 3,0 | 12,4 | 8,7 |
| Ausschüttungsbetrag | 4,7** | 4,0 | 2,5 | 3,6 | 3,3 | |||||
| Dividende (EUR je Aktie) | ||||||||||
| Stammaktie | 0,60** | 0,50 | 0,30 | 0,45 | 0,40 | |||||
| Vorzugsaktie | 0,68** | 0,58 | 0,38 | 0,53 | 0,48 | |||||
| DVFA/SG-Ergebnis (EUR je Aktie) | ||||||||||
| Ergebnis je Stammaktie | 0,77 | 0,76 | 0,41 | 1,39 | 1,01 | |||||
| Ergebnis je Vorzugsaktie | 0,85 | 0,84 | 0,49 | 1,47 | 1,09 | |||||
| Höchstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart) | ||||||||||
| Stammaktie | 17,80 | 17,30 | 17,70 | 18,30 | 18,10 | |||||
| Vorzugsaktie | 14,80 | 14,90 | 17,10 | 16,30 | 14,50 | |||||
| Tiefstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart) | ||||||||||
| Stammaktie | 15,00 | 15,00 | 14,90 | 15,30 | 15,00 | |||||
| Vorzugsaktie | 11,50 | 12,60 | 11,70 | 12,39 | 9,55 |
* Tabelle ungeprüft
** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2023)
1) Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen
Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen, in Grafiken und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten.
2) EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.
3) EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, zuzüglich Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.
| An unsere Aktionäre | 02 04 06 08 12 16 18 |
Wesentliche Fakten Vorwort Unsere Gremien Bericht des Aufsichtsrats Unsere Aktien Ausrichtung unserer Unternehmensgruppe Nachhaltigkeit und soziales Engagement |
|---|---|---|
| Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns |
22 24 |
I. Grundlagen des Konzerns Geschäfts- und Organisationsstruktur Unternehmerische Steuerungssysteme |
| 24 29 38 |
II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Unternehmenssituation Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG |
|
| 38 46 |
III. Risikobericht IV. Chancen- und Prognosebericht |
|
| Konzernabschluss 2022 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA |
56 58 59 60 64 66 |
Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalspiegel Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens Konzernanhang |
| Jahresabschluss 2022 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA |
80 82 83 |
Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang |
| 88 92 |
Bestätigungsvermerk Finanzkalender |
"Die Rückkehr der Absätze in Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft haben zu unserer guten Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 beigetragen. Sowohl im Wasser- als auch insbesondere im Saftsegment konnten wir hohe Umsatzanstiege verzeichnen, während wir gleichzeitig mit steigenden Kosten und Lieferengpässen umgehen mussten. Wir sehen uns dabei in unserer Strategie bestätigt, den Fokus auf starke Marken und deren Wachstum zu setzen."
Andreas Gaupp, Geschäftsführer Karlsberg International Getränkemanagement GmbH.
Umsatzwachstum um 19,1 %
14,4 % Wachstum mit unseren Marken Teinacher und Krumbach,
49,1 % Wachstum mit unseren Marken Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant.
Hirschquelle als führende süddeutsche Heilwassermarke mit neuem frischen Produktauftritt und neuer Produktausstattung im Heilwasser-Segment,
Vaihinger mit neuem ergänzenden Sortiment für unsere Kunden in der Hotellerie.
Investitionen in neue Abfülltechnik sowie eine Photovoltaikanlage am Standort Kißlegg.
EBITDA in Höhe von 20,2 Mio. EUR trotz erhöhter Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Energie, höherer Ausgaben für Marketing und Vertrieb und gegenüber Vorjahr deutlich geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen nur leicht unter Vorjahr.
Planmäßige Tilgung der Namensschuldverschreibung Ende des Jahres um 8,3 Mio. EUR,
Steigerung der Eigenkapitalquote (Konzern 47,0 %, Einzelabschluss 69,6 %).
Weiteres Wachstum im Markengeschäft, moderater Umsatzanstieg erwartet,
EBITDA aufgrund deutlich erhöhter Rohstoff- und Energiepreise und höherer Aufwendungen für Marketing und Vertrieb moderat unter dem Wert des Vorjahres
erwartet. 1 Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen.
* Kapitel ungeprüft



Andreas Gaupp Martin Adam Gerd Gründahl
das vergangene Jahr brachte ein wechselhaftes Umfeld: auf der einen Seite hohe Covid-19-Inzidenzen zu Jahresanfang, ein Krieg mitten in Europa und drastisch steigende Kosten für Energie sowie viele unserer Vorprodukte, auf der anderen Seite eine Wiederbelebung der Gastronomie im Frühjahr und ein langer Sommer. Als Team konnten wir unter diesen volatilen Rahmenbedingungen trotzdem viel erreichen, indem wir uns konsequent auf unsere Marken fokussiert und neben Sortimentsoptimierungen auch Effizienzsteigerungen vorangetrieben haben.
Unsere Marken waren im Jahr 2022 weiterhin erfolgreich und erfreuten sich steigender Nachfrage. Zu unserer guten Geschäftsentwicklung haben die Rückkehr der Absätze in Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft beigetragen. Sowohl im Mineralwassersegment mit unseren Marken Teinacher und Krumbach als auch insbesondere im Fruchtsaft- und Cocktailsegment mit unseren Marken Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant konnten wir insgesamt hohe Umsatzsteigerungen verzeichnen, während wir gleichzeitig mit steigenden Kosten und Lieferengpässen umgehen mussten.
Mit einem Konzernumsatz in Höhe von 138,8 Mio. EUR konnten wir im Berichtsjahr entsprechend deutlich zulegen. Damit haben wir auch unsere im Rahmen des letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichte Umsatz- und Ertragsprognose übertroffen. Trotz der spürbaren Auswirkungen erhöhter Rohstoff- und Energiepreise sowie höherer Aufwendungen für Marketing und Vertrieb lag unser EBITDA mit 20,2 Mio. EUR deutlich über dem Wert des Berichtsjahres 2020 und nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Auch unser Konzern-Jahresüberschuss fiel mit 6,0 Mio. EUR auf Vorjahresniveau und damit erneut deutlich positiv aus.
Unser Fokus in 2022 lag in verstärktem Maße auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie einem weiteren Ausbau unseres Markengeschäfts. So haben wir beispielsweise im Mineralwassersegment für unsere Heilwassermarke Hirschquelle einen neuen Produktauftritt mit einem neuartigen Kastendesign umgesetzt und im Fruchtsaftsegment unsere Marke Vaihinger mit einem neuen ergänzenden Sortiment für unsere Hotelkunden ausgestattet. Darüber hinaus investierten wir an unserem Standort Kißlegg in neue Abfülltechnik sowie eine Photovoltaikanlage. Hierdurch werden sich unsere CO2-Emission und Energiekosten weiter deutlich verringern.
Wir sehen uns in unserer Strategie bestätigt, den Fokus auf starke Marken und deren Wachstum zu setzen. Im Mittelpunkt steht hierbei unser Ziel, das Leben unserer Konsumenten mit unseren Getränken schöner zu machen und ein in jeglicher Hinsicht gesundes Unternehmen über Generationen weiterzugeben. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind dabei zentrale Bestandteile unserer verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit.
Wir freuen uns, wenn Sie unsere Unternehmensgruppe auch weiterhin begleiten und unterstützen, und bedanken uns herzlich für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren Einsatz und ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)
Gerhard Theis, Waldmohr Früherer CFO der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender
Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender
Christian Borck, München Senior Advisor InfoRoad GmbH
Dr. Hans-Georg Eils, Bremen Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)
Jürgen Kirchherr, Rutesheim Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg e. V.
Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg Maschinist, Betriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Teinach GmbH, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:
Martin Adam, Saarbrücken Geschäftsführer
Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer
Gerd Gründahl, Stade Geschäftsführer


Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten sorgfältig wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der Ausübung ihrer Aufgaben regelmäßig überwacht und sie bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Veränderungen des Geschäftsverlaufs sowie Abweichungen von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte die Geschäftsführung die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte der Geschäftsführung zur Kenntnis genommen und ausführlich erörtert.
Im Berichtszeitraum fanden insgesamt vier reguläre Sitzungen statt: am 29. März 2022, 19. Mai 2022, 20. September 2022 und am 29. November 2022, an denen alle Mitglieder des Aufsichtsrats in Präsenz oder via Videokonferenz teilgenommen haben. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Besondere Schwerpunkte waren:
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung Saarbrücken, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2022 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin rechtzeitig an uns verteilt worden.
Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Abschlüsse zum 31. Dezember 2022 gebilligt.
Auf Grund der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA obliegt die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 nicht dem Aufsichtsrat, sondern der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an, den Jahresabschluss festzustellen.
Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA belief sich im Berichtszeitraum einschließlich des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr auf 32,4 Mio. EUR. Wir schließen uns dem Vorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an, eine deutlich erhöhte Dividende von 4,7 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten.
Der von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.
Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Vermerk:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu erheben sind.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft gab es keine personellen Veränderungen.
In der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, gab es keine personellen Veränderungen.
2022 stellte ein Geschäftsjahr mit deutlichen Einflüssen aus anfangs hohen Covid-19-Inzidenzen, spürbaren Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt auch auf dem heimischen Markt jedoch auch einer im Jahresverlauf wiederauflebenden Geschäftstätigkeit in der Gastronomie dar. Als Aufsichtsrat danken wir vor diesem Hintergrund allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie der Geschäftsführung für ihren Einsatz und ihre Anpassungsbereitschaft in diesem wechselhaften Geschäftsjahr 2022. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionärinnen und Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.
Bad Teinach-Zavelstein, den 23. März 2023
Der Aufsichtsrat Gerhard Theis, Vorsitzender

Das Jahr 2022 war eines der schlechtesten Börsenjahre seit Langem. Geprägt von geopolitischen Krisen und einer geldpolitischen Zeitenwende verzeichneten die wichtigsten weltweiten Leitindizes deutliche Rückgänge im Jahresverlauf. Auch der deutsche Aktienindex DAX beendete das Börsenjahr bei 13.923 Punkten im Minus. Auf das Jahr gerechnet, büßte das deutsche Börsenbarometer 12,3 Prozent ein und verbuchte so das schlechteste Börsenjahr seit vier Jahren.
Die beiden Aktiengattungen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA entwickelten sich im Berichtszeitraum trotz zwischenzeitlicher Schwankungen insgesamt recht stabil. Die Stammaktien schlossen das Jahr 2022 mit 15,00 EUR rund 5 % unter dem Vorjahreswert (31. Dezember 2021: 15,80 EUR) ab. Zu Jahresbeginn und Jahresende erreichten sie jeweils ihr Jahrestief bei 15,00 EUR, das Jahreshoch lag Ende Juni bei 17,80 EUR. Auch die Vorzugsaktien beendeten das Jahr 2022 mit einem Kursminus von rund 5 % bei 12,10 EUR (31. Dezember 2021: 12,80 EUR). Anfang Juni erreichten sie ihr Jahreshoch bei 14,80 EUR und Mitte Oktober ihr Jahrestief bei 11,50 EUR.
Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA am 31. Dezember 2022 betrug 107,84 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 113,71 Mio. EUR).

* Schlusskurse, Börse Stuttgart
| 2022 | 2021 | ||
|---|---|---|---|
| Grundkapital | EUR | 22.387.456,00 | 22.387.456,00 |
| Anzahl Stammaktien | Stück | 5.424.755 | 5.424.755 |
| Anzahl Vorzugsaktien | Stück | 2.187.360 | 2.187.360 |
| Kurs Stammaktie zum 31.12. * |
EUR | 15,00 | 15,80 |
| Kurs Vorzugsaktie zum 31.12. * |
EUR | 12,10 | 12,80 |
| Marktkapitalisierung zum 31.12. * |
Mio. EUR |
107,84 | 113,71 |
| Höchstkurs Stammaktie * |
EUR | 17,80 | 17,30 |
| Tiefstkurs Stammaktie * |
EUR | 15,00 | 15,00 |
| Höchstkurs Vorzugsaktie * |
EUR | 14,80 | 14,90 |
| Tiefstkurs Vorzugsaktie * |
EUR | 11,50 | 12,60 |
| EPS Stammaktie | EUR | 0,77 | 0,76 |
| EPS Vorzugsaktie | EUR | 0,85 | 0,84 |
| Dividende Stammaktie |
EUR | 0,60** | 0,50 |
| Dividende Vorzugsaktie |
EUR | 0,68** | 0,58 |
* Schlusskurse, Börse Stuttgart
** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2023)
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 5.424.755 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und in 2.187.360 auf den Inhaber lautende nennwertund stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Notiert sind die Stamm- und Vorzugsaktien des Unternehmens an den Börsenplätzen Frankfurt/Main und Stuttgart. An der Deutschen Börse in Frankfurt/Main ist das Unternehmen im Basic Board (Open Market) gelistet, an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart im Teilbereich Freiverkehr Plus.
| Börsenplätze | ||
|---|---|---|
| Börse Frankfurt | Segment Basic Board im Open Market | |
| Börse Stuttgart | Segment Freiverkehr Plus im Freiverkehr | |
| Kürzel | ||
| Stammaktie | MUT | |
| Vorzugsaktie | MUT3 | |
| WKN | ||
| Stammaktie | 661400 | |
| Vorzugsaktie | 661403 | |
| ISIN | ||
| Stammaktie | DE 0006614001 | |
| Vorzugsaktie | DE 0006614035 |
Der Hauptversammlung im Jahr 2023 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 32,42 Mio. EUR eine Dividende von 0,60 EUR (Vorjahr: 0,50 EUR) je Stammaktie und von 0,68 EUR (Vorjahr: 0,58 EUR) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung 4,74 Mio. EUR betragen. Demzufolge werden in Summe 27,67 Mio. EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

* 2022 vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversamlung im Jahr 2023
Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis je Stammaktie 0,77 EUR (Vorjahr: 0,76 EUR) und je Vorzugsaktie 0,85 EUR (Vorjahr: 0,84 EUR). Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den Konzern-Jahresüberschuss durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert, abzüglich der von der Gesellschaft gehaltenen Aktien.
Im Berichtszeitraum veränderte sich die Aktionärsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wie folgt. Der Anteil der Stammaktien in Streubesitz lag zum Jahresende 2022 unverändert bei 8,33 %, der Anteil der Vorzugsaktien in Streubesitz bei 59,71 %. Der Anteil der Karlsberg Gruppe an den Stammaktien lag nach Jahresende 2022 bei 43,10 % und 1,74 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft. Die Versorgungswerke Karlsberg Brauerei e. V. und Karlsberg Holding e. V. hielten 29,71 % respektive 8,83 % an den Stammaktien der Gesellschaft. Der DEHOGA Baden-Württemberg (ehemals Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststättengewerbes e.V.) ist unverändert mit einem Anteil von 10,03 % an den Stammaktien und 38,55 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft vertreten. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum 31. Dezember 2022 keine eigenen Stammaktien und keine eigenen Vorzugsaktien.

Auch in 2022 wurde auf eine gute Investorenkommunikation großen Wert gelegt. So stand die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Berichtszeitraum mit ihren Investoren sowie Privataktionären im aktiven Dialog und informierte regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen der Gesellschaft. Darüber hinaus bot das Unternehmen aktuelle und umfassende Informationen über seine Internetseite www.mineralbrunnen-kgaa.de an. Zum Schutz der Gesundheit von Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den beteiligten Beratern und Dienstleistern wurde die Hauptversammlung am 14. Juli 2022 aufgrund der Covid-19-Pandemie als
virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre/-innen oder ihrer Bevollmächtigten abgehalten. Auch künftig wird sich die Gesellschaft mit gewohnter Sorgfalt ihren Investor Relations-Aufgaben widmen und der interessierten Öffentlichkeit mit hoher Transparenz und Schnelligkeit gegenübertreten. Seit dem Wirksamwerden der sogenannten Marktmissbrauchsverordnung finden zudem auch für Freiverkehrsemittenten wie der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bekanntmachungsverfahren für Ad-hoc-Publizität und Directors' Dealings sowie Insiderlisten Anwendung, wodurch die Transparenz und Sicherheit für Anleger weiter gesteigert wurde.



Wir in der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihren Tochtergesellschaften sehen es als unsere Aufgabe, durch unsere Getränke das Leben unserer Konsumenten schöner zu machen und ein gesundes Unternehmen über Generationen weiterzugeben.
Als börsennotiertes Unternehmen mit der Karlsberg Gruppe, einem in fünfter Generation familiengeführten Unternehmen, als Ankeraktionär sind wir Teil eines Verbundes starker Getränke-Marken.
Unsere gemeinsame Unternehmens- und Wertekultur bildet dabei die Basis unseres Handelns. Unsere Strategie beruht auf vier strategischen Eckpfeilern:
Wir sehen den Menschen seit jeher als Schlüssel zum Erfolg unseres unternehmerischen Handelns. Die Stärkung und Weiterentwicklung unserer Teams stehen dabei für uns klar im Vordergrund. Durch systematische Mitarbeiterbefragungen involvieren wir möglichst viele Mitarbeiter in diesen Prozess. Als Unterzeichner der "Charta der Vielfalt" erkennen wir Vielfalt nicht nur an, sondern bekennen uns dazu, sie in alle ihren Facetten zu fördern.
Wir konzentrieren uns auf die Entwicklung und den Ausbau unserer Marken, insbesondere unserer großen Marken Krumbach, Teinacher und Vaihinger. Darüber hinaus ist
es unser Ziel, weitere Marken aus unserem Portfolio, wie zum Beispiel die Marken Hirschquelle oder Cocktail Plant, zu großen Marken auszubauen. Langfristig streben wir an, weitere Marken auch von außerhalb in unser Portfolio zu integrieren.
Wir haben in den letzten Jahren unsere Abläufe in der Unternehmensgruppe stetig verbessert und unsere Produktivität und Effizienz gesteigert. Durch eine konsequente Digitalisierung unserer Prozesse sowie weitere Investitionen in unsere Produktionsstandorte werden wir diesen Weg der kontinuierlichen Verbesserung weiter konsequent beschreiten.
Wir übernehmen Verantwortung für die Zeit nach uns: Unternehmerische Verantwortung in Verbindung mit nachhaltigem Handeln haben unsere Unternehmensgruppe schon immer geprägt. In der Definition unserer Strategie für die nächsten Jahre haben wir dabei die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit noch weiter in den Vordergrund gestellt. Wasser dem Boden der Erde zu entnehmen und mit Zutaten unserer Natur zu veredeln, ist ein Geschenk, das wir durch verantwortungsvolles Handeln wertschätzen.
Mit unseren vier strategischen Eckpfeilern als Antrieb und Rahmen wird sich unsere Unternehmensgruppe in den nächsten Jahren konsequent weiterentwickeln. Im Rahmen unseres jährlichen Strategieprozesses definieren wir dabei regelmäßig unsere konkreten Ziele und Initiativen und überprüfen mit Messgrößen kontinuierlich unseren Fortschritt. In diesem Weg sehen wir unsere Zukunft zu einem nachhaltigen Unternehmertum.


Unsere Kunden und Konsumenten erwarten von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihren Tochterunternehmen als Anbieter des sensiblen Naturproduktes Mineralwasser, der darauf basierenden Erfrischungsgetränke und Limonaden sowie hochwertiger fruchthaltiger Getränke die Gewährleistung höchster Qualität. Deshalb setzen wir auf umweltschonende Unternehmensprozesse, die gleichzeitig der Zukunftssicherung und dem Markenschutz dienen. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind zentrale Bestandteile unserer verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit. Im Bereich der Quellenpflege und der Förderung sowie der Abfüllung und Distribution sind für uns umweltrelevante Standards sehr wichtig. In der Beschaffung bestehen Auswahlkriterien, die sowohl qualitativen als auch ressourcenschonenden und ethischen Aspekten Rechnung tragen. Gleichzeitig liegt es uns am Herzen, unsere Produkte, Verpackungen und Abläufe hinsichtlich eines energieeffizienten und schonenden Ressourceneinsatzes ständig zu verbessern.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH wurde 2012 als erster Mineralbrunnen Deutschlands für ihr Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 zertifiziert, womit das vorbildliche Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft am Standort Bad Teinach-Zavelstein ausgezeichnet wurde. Die ISO 50001 ist eine weltweit gültige Norm zum Nachweis eines systematischen Energiemanagements. Damit nimmt die Mineralbrunnen Teinach GmbH eine Vorreiterrolle in der Branche ein und unterstreicht ihre Ambitionen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Region.
Zudem wurde die Mineralbrunnen Teinach GmbH für ihr umweltfreundliches Individualglasgebinde "Teinacher Genussflasche" sowie den Komfortkasten mit dem Mehrweg-Innovationspreis 2015 ausgezeichnet, der von der Deutschen Umwelthilfe und der Stiftung Initiative
Mehrweg für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme vergeben wird.
Auch ist die Mineralbrunnen Teinach GmbH stolzer Partner des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, der sich unter anderem für eine intakte Natur einsetzt. Das Unternehmen unterstützt hier neben finanziellen Zuwendungen als Sponsor von Wanderwegen und Pate von Blumenwiesen insbesondere bei der Kommunikation von nachhaltigen Projekten.
Sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sind Partner des PETCYCLE-Systems, einem nachhaltigen Wertstoffkreislauf für PET-Getränkeflaschen. Insgesamt wurde der Anteil von recycelten Produkten bei der Mineralbrunnen Teinach GmbH in den letzten Jahren von 55 % auf mittlerweile 80 % ausgebaut.
Auch haben die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH in den vergangenen zehn Jahren an signifikanten Einsparungen in den Bereichen Gas-, Strom- und Wasserverbrauch gearbeitet.
Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH ist ebenfalls nach ISO 50001 zertifiziert. Das Unternehmen verfügt über ein Blockheizkraftwerk und ist in Kooperation mit einem Partnerseit dem 01.01.2022 ein klimaneutrales Unternehmen. Das bedeutet, alle direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen werden erfasst, kontinuierlich reduziert und unvermeidbare Emissionen durch Klimaschutzprojekte kompensiert. So wurden 2020 3.833 Tonnen CO2 ausgeglichen. 2021 waren es dagegen noch 2.959 Tonnen CO2, eine Einsparung von 874 Tonnen CO2. Auch 2022 gab es weitere signifikante Einsparungen, die im ersten Quartal 2023 genau ermittelt werden.
Am Standort der Mineralbrunnen Krumbach GmbH in Kißlegg wurde 2022 außerdem mit dem Bau einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.180 KWp begonnen. Diese Anlage mit einer geplanten Eigennutzung von 67 Prozent wird im ersten Quartal 2023 in Betrieb gehen. Die CO2-Emission an diesem Standort wird sich allein dadurch um weitere 628,9 Tonnen/Jahr verringern.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH ist neben ISO 50001 auch nach ISO 14001 zertifiziert, die einen Schwerpunkt auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess als Mittel zur Erreichung der jeweils definierten Ziele in Bezug auf die Umweltleistung einer Organisation legt.
Sie verfügt dabei über eine hochmoderne, energieeffiziente Abfüllanlage für Mehrwegflaschen aus Glas. Diese Mehrwegflaschen werden bis zu 50-mal gereinigt und wieder befüllt sowie anschließend recycelt. Jede Flasche besteht im Schnitt aus bis zu 60 % Altglas.
Ende 2022 wurde der Auftrag zum Bau einer Photovoltaikanlage am Standort der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH in Lauterecken erteilt. Sie soll eine Leistung von 708 KWp – dies entspricht einem geschätzten Jahresertrag von 710.840 KWh – erbringen. Damit wollen wir die CO2-Emission am Standort um 333,9 Tonnen/Jahr reduzieren.
Des Weiteren hat die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Jahr 2019 eine "Blühpatenschaft" in Norddeutschland, der Heimat von Klindworth, übernommen. Diese ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt und den Klimaschutz. Sie bietet einen Lebensraum für kleine Tiere und Insekten. Und natürlich Nahrung für Bienen, die so wichtig für unsere Früchte sind.
Uns liegt die Qualität unserer Produkte am Herzen. Beleg für das starke Engagement der Unternehmensgruppe in den Bereichen Qualität und Sicherheit sind Zertifizierungen und Auszeichnungen, die höchste Qualität der Verfahren und der Produkte sowie eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit garantieren. Mit der Mineralbrunnen Teinach
GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH und der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wurden alle produzierenden Tochterunternehmen durch das SGS Institut Fresenius GmbH mit dem IFS Food Standard zertifiziert. Dieser Standard stellt als europaweit anerkanntes Kontrollverfahren die Überprüfung von Qualität und Sicherheit im Lebensmittelbereich sicher.
Die Unternehmensgruppe ist in ihrer Region stark verankert. In den letzten Jahren hat Qualität und Wertigkeit bei der Auftragsvergabe eine höhere Gewichtung bekommen. Wir haben als Gruppe einen verbundweiten Verhaltenskodex verabschiedet, in dem wir uns unter anderem selbst auf den ETI Base Code der Ethical Trading Initiative verpflichten, einer Mitgliedinitiative zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen weltweit.
Von ihren Lieferanten fordern die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihre Tochterunternehmen die Einhaltung der Regelungen des Verhaltenskodex für Geschäftspartner, der zeitgleich mit dem internen Verhaltenskodex verabschiedet wurde. Bei den größten Lieferanten wird außerdem geprüft, ob ein zertifiziertes Umweltmanagement-System vorliegt.
Zusätzlich überarbeitet die Gruppe derzeit ihre Lieferantenverträge, um die unternehmerischen Sorgfaltspflichten im Hinblick auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zukünftig zu integrieren.
Sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH setzen auf Lieferanten aus der Region: Für die Produktion ihrer Saftschorlen werden sie von einem Saftlieferanten aus Süddeutschland beliefert, der Früchte aus der Region verarbeitet und zur Weiterverarbeitung anliefert. Um die Lieferwege kurz zu halten, werden des Weiteren die Teinacher Genussflasche 0,75l und die Krumbach Individualglasflasche 1,0l, der Teinacher Komfortkasten oder auch der Individualkasten von Krumbach in Bad Wurzach in Baden-Württemberg produziert. Auch die Etiketten stammen aus der Region.
Lange Transportwege will auch die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vermeiden. Sie bezieht viele ihrer Rohwaren wie beispielsweise Äpfel von Streuobstwiesen aus der Region, die dann vom Unternehmen selbst am Standort Merzig gekeltert werden. Verarbeitet werden unter anderem Bio- und Fair-Trade-Produkte, für welche das Unternehmen entsprechend zertifiziert ist. Alle Säfte, Nektare, Schorlen und Erfrischungstees der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind zudem vegan. Das Unternehmen ist darüber hinaus Mitglied im SGF International e. V., einem Verein, der als Instrument der industriellen Selbstkontrolle zur Wiederherstellung freier und fairer Marktbedingungen in der Saftindustrie gegründet wurde.
Auch gesellschaftliches Engagement liegt uns am Herzen. Die Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA versteht sich als Teil der Gesellschaft und nimmt ihre soziale Verantwortung in besonderem Maße auf regionaler Ebene wahr. So unterstützt die Mineralbrunnen Krumbach GmbH im Allgäu Kindergärten, Schulen sowie Vereine für Jugendarbeit und sponsert aktiv den Breitensport in unterschiedlichsten Disziplinen mit besonderem Fokus auf die Jugendförderung.
Auch die Mineralbrunnen Teinach GmbH engagiert sich in ihrer Heimatregion Schwarzwald durch die Förderung von Schulen und Kindergärten sowie durch die Unterstützung von Sportveranstaltungen und Tafel-Veranstaltungen mit Gratisware und finanziellen Spenden.
Ihre Jubilare ehren die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH bei einer jährlich stattfindenden Jubilarfeier.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe* von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, fruchthaltige Getränke, Erfrischungsgetränke und Fertigcocktails. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Produktsortiments sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Als Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel
sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet der Konzern ein breites Produktportfolio von alkoholfreien und alkoholischen Getränken an.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im Getränkemarkt mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein, Baden-Württemberg. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach-Zavelstein, Kißlegg, Lauterecken und Merzig.
*nachfolgend der "Konzern", die "Unternehmensgruppe" oder die "Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe"

Der Konzern umfasst neben den operativ tätigen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, und KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg, Minderheitsbeteiligungen an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und an der siro Production GmbH, Neunkirchen (Saarland), die als Zwischenholding fungierende Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, sowie die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Teinach-Zavelstein als Holdinggesellschaft. Die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Martin Adam, auch Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, sowie Andreas Gaupp, Geschäftsführer der operativen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH, sowie Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der siro Production GmbH.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns obliegt der Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH. Nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen werden durch die Karlsberg Service GmbH, Homburg, einer 45-prozentigen Beteiligung
der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, ausgeübt. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.
Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zusammengefasst.
Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineral- und Heilwasser, fruchthaltigen Getränken, Erfrischungsgetränken sowie Fertigcocktails. Aufbauend auf den Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u. a.) und Norddeutschland (Klindworth) sowie nationalen Marken (afri, Bluna, Vaihinger, Cocktail Plant u. a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein breites Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen und Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.
Die Leistungsstärke des Konzerns wird durch die Geschäftsführung im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz sowie EBITDA2 gemessen.
Daneben erfolgt die operative Steuerung über Produktivitätskennziffern, wie zum Beispiel EBITDA/Liter, Kosten pro Produktionsmenge (EUR/Liter) in der Produktion oder abverkaufte Menge pro Outlet pro Woche im Vertrieb Handel sowie Nachhaltigkeitskennzahlen. Diese internen Kennziffern werden im Rahmen des externen Rechnungswesens nicht kommentiert.
Darüber hinaus sind auf dem Gebiet der operativen finanziellen Leistungsmessung neben diesen Kennzahlen auch EBIT3, Investitionen sowie der Free Cashflow bedeutsame finanzielle Indikatoren. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich nach Einschätzung der Geschäftsführung durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Der Konzern setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten.
Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2022 leicht wachsen. Trotz hoher Inflation, Ukraine-Krieg, Energiekrise und anhaltender Lieferprobleme ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Gesamtjahr 2022 preisbereinigt um 1,8 % (Vorjahr: + 2,6 %) gestiegen. Allerdings ist zu beachten, dass ein beträchtlicher Teil des Wachstums im ersten Quartal erwirtschaftet wurde und sich die Konjunktur zum Ende des Jahres deutlich abgeschwächt hat und im vierten Quartal aufgrund sinkender Konsumausgaben der Verbraucher, die unter der hohen Inflation leiden, preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % zum Vorquartal gesunken ist.4
Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % (Vorjahr: + 0,4 %) im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Die exportorientierte deutsche Industrie nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu. Die Exportumsätze von Waren und Dienstleistungen sind laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 3,2 % (Vorjahr: + 9,7 %) gestiegen. Die Importe legten preisbereinigt um 6,7 % (Vorjahr: + 9,0 %) noch stärker zu.5
2 EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. 3 EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, zuzüglich Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.
4 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 30. Januar 2023.
5 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2023.
Die Umsätze im Einzelhandel sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 preisbereinigt um 0,6 % (Vorjahr: + 0,7 %) zurückgegangen sowie nominal um 7,8 % (Vorjahr: + 2,9 %) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte preisbereinigt 4,6 % weniger (Vorjahr: - 1,1 %) und nominal 5,6 % (Vorjahr: + 0,8 %) mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.6 Die Differenz zwischen den preisbereinigten und nominalen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen wider.
Die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes konnten mit dem Nachlassen der Covid-19-Pandemie und dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen 2022 nach signifikanten Verlusten in den beiden Vorjahren die Umsätze deutlich steigern, blieben jedoch unter dem Vor-Corona-Niveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzten die Gastronomie- und Beherbergungsunternehmen 2022 preisbereinigt 45,4 % (Vorjahr: - 2,2 %) und nominal 55,7 % (Vorjahr: + 0,1 %) mehr um als 2021. Der Umsatzanstieg im Gaststättengewerbe betrug dabei preisbereinigt 38,7 % (Vorjahr: - 4,0 %) und nominal 48,3 % (Vorjahr: - 0,8 %). Im Beherbergungsgewerbe fiel der Umsatzanstieg mit preisbereinigt 63,8 % (Vorjahr: + 1,3 %) und nominal 76,7 % (Vorjahr: + 2,6 %) noch deutlicher aus.7
Nach den Absatzverlusten des vergangenen Jahres konnte die deutsche Getränkeindustrie, begünstigt durch einen heißen Sommer und warmen Herbst, im Jahr 2022 wieder Absatzzuwächse verzeichnen.
Laut Marktdaten des Haushaltspanels der GfK, die die Entwicklung im Bereich Gastronomie und Hotellerie sowie Veranstaltungen nicht berücksichtigen, hat sich der AfG-Absatz im Gesamtjahr 2022 um 1,5 % verbessert. Auch das Preisniveau ist erneut gestiegen. Im Berichtsjahr erhöhte sich demzufolge der AfG-Umsatz um 3,5 %.
Im Wassersegment, das zunehmend durch ein steigendes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung profitiert, konnte nach den Absatzrückgängen des vergangenen Jahres die höchste Zuwachsrate unter allen AfG-Kategorien erzielt werden. Laut GfK hat sich der Absatz im Jahr 2022 um insgesamt 3,8 % erhöht. Insbesondere Wasser ohne Kohlensäure konnte den Trend der letzten Jahre fortführen und um 6,9 % überproportional zulegen. Bei den Sorten Wasser mit wenig Kohlensäure war eine Absatzsteigerung von 4,1 %, bei Wasser mit viel Kohlensäure von 0,9 % zu verzeichnen.
Die Getränkekategorie Fruchthaltige Getränke (FHG) verzeichnete laut GfK im Jahr 2022 moderate Absatzverluste von 2,1 %. Innerhalb dieses Segments ergaben sich mit Ausnahme von Smoothies (zum Vorjahr unverändert) bei allen Sorten rückläufige Absätze (Fruchtsäfte - 0,5 %, Fruchtnektare - 6,0 %, Fruchtsaftgetränke - 3,6 %).
Auch die Absätze der Carbonated Softdrinks gingen um 1,7 % zurück. In den restlichen AfG-Segmenten konnten die Absätze im Vergleich zum Vorjahr dagegen gesteigert werden (+ 1,7 %). Höhere Zuwächse konnten hier insbesondere Energy Drinks und Sportgetränke verbuchen.

Eigene Darstellung, Quelle: GfK
6 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 31. Januar 2023.
7 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 17. Februar 2023.
8 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG (=Alkoholfreie Getränke), Jan-Dez 21/22.


SO SCHMECKT
DAS ALLGÄU.
Nach ersten Hochrechnungen des VDM haben sich die Anteile der von den deutschen Brunnenbetrieben verwendeten Verpackungsarten im Berichtsjahr nur unwesentlich verändert. Der Marktanteil der Glas-Mehrweggebinde in Höhe von 20,6 % lag geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres von 20,8 %. PET-Einweggebinde legten dagegen zu und ihr Anteil erhöhte sich von 59,4 % auf 59,8 %, der Anteil von PET-Mehrweggebinden ging dagegen auf 13,9 % leicht zurück (Vorjahr: 14,1 %). Der Marktanteil von PETCYCLE-Gebinden betrug unverändert 5,3 %.9

Eigene Darstellung, Quelle: VDM
Hinweis: Die Angaben für 2022 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten VDM-Marktdaten des Jahres 2021 basieren auf einer neuen Datenbasis und weichen daher von den im Geschäftsbericht des Vorjahres genannten Daten ab.
Im FHG-Segment wird der überwiegende Teil der Produkte laut GfK nach wie vor in Einwegverpackungen abgesetzt. Der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glas-Mehrweggebinde vorherrschend sind, ist allerdings im GfK-Haushaltspanel nicht erfasst.10


Eigene Darstellung, Quelle: GfK
5,3 % Hinweis: Die Angaben für 2022 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten VDM-Marktdaten des Jahres 2021 basieren auf einer neuen Datenbasis und weichen daher von den im Geschäftsbericht des Vorjahres genannten Daten ab.
9 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM), vorläufige Branchendaten 2022 vom 3. Februar 2023.
10 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG (=Alkoholfreie Getränke), Jan-Dez 21/22.
Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2022 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juli 2022, die aus Gründen der Covid-19-Pandemie zum Schutz der Gesundheit von Aktionären, Mitarbeitern sowie den beteiligten Beratern und Dienstleistern erneut virtuell stattgefunden hat, wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Empfehlungen der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und persönlich haftender Gesellschafterin, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von rund 28,1 Mio. EUR eine Dividende von 0,50 EUR je Stammaktie und von 0,58 EUR je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2021 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 19. Juli 2022. Die Ausschüttungssumme betrug 4,0 Mio. EUR, dem Gewinnvortrag wurden 24,2 Mio. EUR zugeführt. Die anwesenden Aktionäre honorierten insbesondere auch vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen den Geschäftsverlauf 2022 und sprachen dem Management und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.
In 2021 wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Aufgrund dieses Betrugsfalls wurden auch interne Untersuchungen initiiert, Prozesse auf den Prüfstand gestellt, ein umfangreiches Präventionskonzept
gestartet und daraus abgeleitete Maßnahmen umgesetzt. Der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind aus den schädigenden Vorgängen auch Nachteile in Form von Steuerrückzahlungen entstanden. Im letztjährigen Konzernabschluss wurden die Risiken auf Basis der damaligen Ermittlungsstände bewertet und in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Ermittlungsstände wurden die Risikobewertungen aktualisiert und die Risiken im vorliegenden Konzernabschluss entsprechend bewertet.
Durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Juli 2020 wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2025 ganz oder in Teilbeträgen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 11.193.728 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020). Mit der Ermächtigung ist die Gesellschaft in der Lage, möglichen künftigen Finanzbedarf schnell und flexibel zu decken.
Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich keine personellen Veränderungen.
Der Bruttoumsatz11 im Konzern konnte im Berichtsjahr um 26,4 Mio. EUR (+ 19,1 %) auf 164,5 Mio. EUR gesteigert werden.
Nach einem verhaltenen Jahresstart im Kontext von hohen Covid-19-Inzidenzen ergaben sich im weiteren Jahresverlauf deutliche Erholungstendenzen. Insbesondere konnten in der Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft hohe Umsatzanstiege verzeichnet werden.
Insgesamt lag der Fokus im Berichtsjahr in verstärktem Maße auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten und einem weiteren Ausbau des Markengeschäfts. So wurde beispielsweise im Mineralwasser-Segment für die Heilwassermarke Hirschquelle ein neuer Markenauftritt mit einem neuartigen Kastendesign umgesetzt. Im Saft-Segment wurde für die Marke Vaihinger das Sortiment für Kunden in der Hotellerie erweitert.
Im Geschäftsjahr 2022 konnten bei den Glas-Mehrweggebinden, maßgeblich getrieben durch die Rückkehr der Absätze in Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft, Umsatzzuwächse von 22,7 % erreicht werden. Auch andere Gastronomiegebinde wie Bag-in-Box konnten deutlich zulegen. Darüber hinaus konnten auch die in den vergangenen Jahren rückläufigen PET-Gebinde im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder Zuwächse verzeichnen.
Im Mineralwasser-Segment fielen die Umsatzanstiege der Marken Teinacher mit 20,1 % und Krumbach mit 6,8 % deutlich aus. Das Saft-Segment, das aufgrund des hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils durch die Covid-19- Pandemie in besonderem Maße betroffen war, konnte gegenüber Vorjahr noch wesentlich höhere Umsatzwachstumsraten verzeichnen. Der Umsatz der Hauptmarken Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant konnte im Berichtsjahr insgesamt um 49,1 % gesteigert werden.

* Umsatz Sonstige: Im Wesentlichen Umsatzerlöse für sonstige Marken, Handelswaren und Lohnabfüllungen, Frachterlöse sowie sonstige Erlöse enthalten.
Im Jahresdurchschnitt 2022 reduzierte sich im Konzern die Mitarbeiterzahl inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen auf 405 (Vorjahr: 418 Mitarbeiter).
Die hohe operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.
Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird aus Sicht der Geschäftsführung maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst.
Der Konzern arbeitet deshalb an einer dialogorientierten Unternehmenskultur und fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter.
Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.
Die Umsatzerlöse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe sind im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der erläuterten Geschäftsentwicklung um 24,6 Mio. EUR (+ 21,5 %) auf 138,8 Mio. EUR deutlich angestiegen.
Steigende Preise bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie und Logistik haben sich auf das operative Geschäft belastend ausgewirkt. Um die Effekte der sehr dynamischen Entwicklung der Einkaufspreise abzufedern, mussten im Berichtsjahr bei den operativen Konzerngesellschaften Preiserhöhungen umgesetzt werden.
| Konzernertragslage (in TEUR) | 01.01.- 31.12.2022 |
01.01.- 31.12.2021 |
+/- | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 138.837 | 114.234 | 24.603 | 22 % |
| Waren- und Materialeinsatz | -40.881 | -32.877 | -8.005 | 24 % |
| Rohertrag | 97.955 | 81.357 | 16.598 | 20 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.729 | 9.702 | -5.974 | -62 % |
| Personal | -31.348 | -28.723 | -2.625 | 9 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -50.114 | -40.995 | -9.120 | 22 % |
| EBITDA | 20.221 | 21.341 | -1.120 | -5 % |
| Abschreibungen | -11.594 | -11.712 | 118 | -1 % |
| EBIT | 8.627 | 9.629 | -1.002 | -10 % |
| Finanzergebnis | 300 | -1.491 | 1.790 | + // |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 8.927 | 8.139 | 788 | 10 % |
| Steuerergebnis | -2.903 | -2.182 | -722 | -33 % |
| Konzern-Jahresüberschuss | 6.023 | 5.957 | 66 | 1 % |
| Gewinnvortrag | 21.540 | 18.041 | 3.499 | 19 % |
| Ausschüttung an Aktionäre | -3.981 | -2.458 | -1.522 | 62 % |
| Konzernbilanzgewinn | 23.582 | 21.540 | 2.043 | 9 % |
Infolge der positiven Umsatzentwicklung im Markengeschäft konnte der Rohertrag12 gegenüber Vorjahr um 16,6 Mio. EUR auf 98,0 Mio. EUR, gesteigert werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,7 Mio. EUR lagen im Berichtsjahr deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (9,7 Mio. EUR), das durch Erträge aus erhaltenen Covid-19-Finanzhilfen, enthaltene Buchgewinne aus der Veräußerung einer Lohnabfüllanlage sowie durch hohe Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen insgesamt in Höhe von 6,6 Mio. EUR begünstigt war.
Der Personalaufwand ist aufgrund deutlich unter Vorjahr liegender Zuschüsse und unter Berücksichtigung von Tariferhöhungen sowie erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung um rund 2,6 Mio. EUR auf 31,3 Mio. EUR angestiegen. Erforderliche Anpassungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen haben die Personalaufwendungen in Höhe von rund 0,8 Mio. EUR belastet.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Wesentlichen aufgrund erhöhter Marketing- und Vertriebsaufwendungen für das Markengeschäft sowie gestiegener variabler Logistikkosten um 9,1 Mio. EUR auf 50,1 Mio. EUR erhöht.
Die Abschreibungen in Höhe von 11,6 Mio. EUR lagen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen nahezu auf Niveau des Vorjahres (11,7 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis in Höhe von + 0,3 Mio. EUR konnte gegenüber Vorjahr (- 1,5 Mio. EUR) deutlich verbessert werden, maßgeblich bedingt durch signifikant unter Vorjahr liegenden Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen.
Der im Berichtszeitraum angefallene Steueraufwand in Höhe von 2,9 Mio. EUR lag unter Berücksichtigung enthaltener Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und der Auflösung von aktiven latenten Steuern 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Aufgrund der positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung konnte trotz der spürbaren Auswirkungen erhöhter Rohstoff- und Energiepreise und höherer Aufwendungen für Marketing und Vertrieb ein auf Vorjahr liegender deutlich positiver Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von 6,0 Mio. EUR erzielt werden. Beim Vorjahresvergleich ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr durch erhöhte sonstige betriebliche Erträge in besonderem Maße begünstigt war.
Die Ergebniskennzahlen EBITDA und EBIT (Definition Kennzahlen vgl. Kapitel "Unternehmerische Steuerungssysteme") lagen bei 20,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,3 Mio. EUR) respektive 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR) und damit trotz deutlich unter Vorjahr liegender sonstiger betrieblicher Erträge nur leicht unter Vorjahr. Zum Bilanzstichtag ergibt sich daraus ein Konzernbilanzgewinn von 23,6 Mio. EUR (Vorjahr: 21,5 Mio. EUR). Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 0,77 EUR (Vorjahr: 0,76 EUR) und je Vorzugsaktie 0,85 EUR (Vorjahr: 0,84 EUR).
Der Konzernumsatz in Höhe von 138,8 Mio. EUR konnte im Berichtsjahr um 21,5 % deutlich zulegen. Damit konnte die Prognose eines moderaten Umsatzanstiegs leicht übertroffen werden.
Unter Berücksichtigung der deutlich verbesserten Umsatzund Rohertragssituation konnte, trotz erhöhter Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie gestiegener Rohstoff- und Energiepreise, die im Rahmen des letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichte Ertragsprognose eines moderat über dem Berichtsjahr 2020 liegenden EBITDA übertroffen werden. Das EBITDA in Höhe von 20,2 Mio. EUR lag deutlich über dem Wert des Berichtsjahres 2020 von 15,1 Mio. EUR und nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (21,3 Mio. EUR), das von erhöhten sonstigen betrieblichen Erträgen in besonderem Maße begünstigt war.
12 Rohertrag = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung - Materialaufwand (inkl. Aufwendungen für bezogene Leistungen).

Die wesentlichen Ergebniskennzahlen (in Mio. EUR)
Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zeigt folgende Entwicklung:
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,7 Mio. EUR lagen rund 0,1 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand ist unter Berücksichtigung von erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung aufgrund erforderlicher Anpassungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen um rund 0,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR lagen im Berichtsjahr nahezu auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR lagen auf Vorjahresniveau. Das Zinsergebnis ist in geringem Maße auf 1,0 Mio. EUR zurückgegangen.
Nach Verrechnung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbliebenen Gewinnvortrages von 24,2 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 32,4 Mio. EUR.
Die im Rahmen des letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichte Prognose eines moderat über dem Berichtsjahr 2020 liegenden EBITDA13 konnte deutlich übertroffen werden. Die operative Kennzahl EBITDA in Höhe von 8,5 Mio. EUR lag nicht nur deutlich über dem Niveau des Jahres 2020 (2,3 Mio. EUR), sondern auch über dem Vorjahreswert (7,1 Mio. EUR).
Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet insbesondere die Marken Teinacher und Hirschquelle. Der Umsatz der Gesellschaft lag 2022 bei 54,2 Mio. EUR (Vorjahr: 46,1 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 140 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende.
Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert Mineralwässer und Erfrischungsgetränke. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die Marken Krumbach und Kisslegger. 2022 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 31,8 Mio. EUR (Vorjahr: 30,5 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 117 Mitarbeiter, davon einen Auszubildenden.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vertreibt die Marken Vaihinger, afri und Bluna, Cocktail Plant, Klindworth, Merziger und Lindavia. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 57,1 Mio. EUR (Vorjahr: 41,5 Mio. EUR). Im Jahr 2022 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 119 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.
13 EBITDA = Jahresabschluss inklusive Beteiligungserträge.
Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Zum Bilanzstichtag betrug der bilanzierte Wert des Spezialfonds 1,7 Mio. EUR. Der Kurswert lag zum Stichtag bei 1,5 Mio. EUR.
Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen nach Abschluss eines neuen Betriebsmittelkredits Kontokorrentlinien in Höhe von insgesamt 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nur in sehr geringem Umfang in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) in Anspruch genommen waren. Zudem bestanden zum 31. Dezember 2022 liquide Mittel in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR).
Zur teilweisen Refinanzierung des Investitionsprogramms der letzten Jahre war Ende 2016 eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25,0 Mio. EUR vertraglich abgeschlossen worden, die bis Dezember 2024 mehrstufig fällig ist. Nach erfolgter planmäßiger Tilgung in Höhe von 8,3 Mio. EUR betrug die Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR). Zur Besicherung wird auf die Angaben im Anhang sowie im Konzernanhang verwiesen.
Die mit der Finanzierung verknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) zur Ausnutzung der gewährten Kreditlinien wurden im vergangenen und werden im laufenden Jahr auf Basis der bestehenden Planung jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Im Berichtsjahr und für das laufende Geschäftsjahr stand bzw. steht somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 21,8 Mio. EUR, begünstigt durch insgesamt positive bilanzielle Effekte im Zuge der Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit, lag deutlich über dem Vorjahreswert von 15,8 Mio. EUR.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - 13,9 Mio. EUR war durch über Vorjahr liegende Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 9,6 Mio. EUR sowie Auszahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 5,8 Mio. EUR geprägt und lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres (- 13,1 Mio. EUR).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 13,8 Mio. EUR (Vorjahr: - 3,9 Mio. EUR) war vornehmlich geprägt von der zum Ende des Berichtsjahres planmäßig erfolgten Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung in Höhe von 8,3 Mio. EUR sowie von der Dividendenzahlung an die Aktionäre in Höhe von 4,0 Mio. EUR. Darüber hinaus sind Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe 0,5 Mio. EUR sowie Zinszahlungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR enthalten.
Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtsjahr in Summe ein Rückgang des Finanzmittelfonds um 5,8 Mio. EUR. Die liquiden Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf einen positiven Saldo von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2022 stand jederzeit ausreichend freie Liquidität zur Verfügung. Aufgrund ausreichender freier Kreditlinien sowie vorhandener liquider Mittel war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.


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SCAN
Die Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2022 betrug 143,0 Mio. EUR und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (142,2 Mio. EUR).
Das Anlagevermögen in Höhe von 65,6 Mio. EUR hat sich im Berichtszeitraum um rund 2,1 Mio. EUR reduziert. Unter Berücksichtigung von Investitionen und planmäßiger Abschreibungen ist das Sachanlagevermögen um 1,5 Mio. EUR auf 56,4 Mio. EUR zurückgegangen.
Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022 betrugen 9,6 Mio. EUR und lagen damit über dem Niveau des Vorjahres (9,0 Mio. EUR).
Die größte technische Einzelinvestition war in eine Füllerund Etikettieranlage am Standort Kißlegg, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022 in Betrieb genommen
wurde. Bereits im Geschäftsjahr 2021 sind für diese Investition in erhöhtem Umfang Anzahlungen geleistet worden.
Am Standort Kißlegg wurde zudem mit dem Bau einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.180 Kilowatt-Peak (KWp) begonnen, für die im Berichtsjahr bereits Anzahlungen geleistet wurden. Die Inbetriebnahme ist für die erste Jahreshälfte des laufenden Geschäftsjahres vorgesehen. Hierdurch werden sich die CO2-Emission und die Energiekosten deutlich verringern. Darüber hinaus wurden verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktions- und Abfülltechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung getätigt.
Ein großer Fokus lag im Geschäftsjahr 2022 auf Investitionen im Vertriebsbereich mit hohen Investitionen in die Produktausstattung für die Marken, insbesondere in neue Kisten und Flaschen. So wurden bspw. im Rahmen der Umsetzung des neuen Markenauftritts der Heilwassermarke Hirschquelle neue Kisten und Individualglasflaschen angeschafft.

Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 0,1 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR.
Das Umlaufvermögen hat sich im Berichtszeitraum aufgrund der Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit um 4,7 Mio. EUR auf 70,2 Mio. EUR erhöht, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Vorräte um 3,0 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR. Zudem sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Mio. EUR auf 40,8 Mio. EUR angestiegen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind dagegen, im Wesentlichen bedingt durch die zum Ende des Berichtsjahres planmäßig erfolgte Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung, um 5,5 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR zurückgegangen.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 7,0 Mio. EUR sind unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr verbuchten Auflösung latenter Steuern gesunken (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR).
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital unter Berücksichtigung des Konzern-Jahresüberschusses (6,0 Mio. EUR) und der Dividende an die Aktionäre (4,0 Mio. EUR) um 2,0 Mio. EUR auf 67,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich infolgedessen trotz der erhöhten Bilanzsumme verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 47,0 % über dem Vorjahreswert (45,9 %).
Die Rückstellungen lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt stiegen die Rückstellungen um 6,1 Mio. EUR auf 48,2 Mio. EUR, maßgeblich bedingt durch erhöhte Rückstellungen für Kundenvergütungen und Verkaufsförderungszuschüsse sowie Pfandrückstellungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen fiel aufgrund der Zinswende mit 1,0 Mio. EUR im Vergleich zu den Vorjahren moderater aus.
Die Verbindlichkeiten in Höhe von 27,4 Mio. EUR (Vorjahr: 34,8 Mio. EUR) sind nach planmäßiger Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung deutlich zurückgegangen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dagegen haben sich im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR erhöht.
Im Einzelabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA lag die Bilanzsumme mit 104,9 Mio. EUR rund 3,1 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres.
Das Anlagevermögen reduzierte sich insbesondere aufgrund planmäßiger Abschreibungen von Markenrechten gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 29,8 Mio. EUR auf 29,3 Mio. EUR.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wiesen ein gewährtes Darlehen in Höhe von 40,0 Mio. EUR an einen Mehrheitsaktionär aus. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres waren 34,0 Mio. EUR in Anspruch genommen worden. Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag bei 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR).
Das Eigenkapital erhöhte sich unter Berücksichtigung des Jahresüberschuss in Höhe von 8,2 Mio. EUR und der im Berichtsjahr ausgezahlten Dividende in Höhe von 4,0 Mio. EUR von 68,7 Mio. EUR auf 73,0 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des höheren Jahresüberschusses trotz der erhöhten Bilanzsumme verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 69,6 % über dem Vorjahreswert (67,5 %).
Die Rückstellungen sind aufgrund höherer Steuerrückstellungen und erhöhter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,4 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR angestiegen.
Die Verbindlichkeiten in Höhe von 28,4 Mio. EUR lagen nach erfolgter planmäßiger Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung in Höhe von 8,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (30,1 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zum Vorjahr um rund 7,4 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR angestiegen.
Die Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."
Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. So wurde im Berichtsjahr ein "Präventionskonzept" für die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH erarbeitet, das sich derzeit in Einführung befindet. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.
Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden von der Unternehmensgruppe abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns haben können.
Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen
zur Unternehmensgruppe gehörenden Gesellschaften ausgerichtet ist.
Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung, sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt.
Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr.
Die folgenden Risikogebiete werden für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als besonders relevant erachtet:
Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So können sich Konjunkturrisiken, die derzeit hohe Inflation mit Wirkung auf die Kaufkraft der Marktteilnehmer oder auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Unternehmensentwicklung auswirken.
Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Auswirkungen hatten zu Beginn des Berichtsjahres noch einen großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Geschäft der Unternehmensgruppe, im weiteren Jahresverlauf nahmen die Einflussfaktoren jedoch deutlich ab. Das Virus SARS-CoV-2 ist nach wie vor im Umlauf, wenn auch deutlich weniger verbreitet und mit milderen Krankheitsverläufen bei einer Infektion. Die Virologen beobachten, dass sich in Europa aus der Pandemie eine endemische Lage entwickelt hat. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen werden nach Einschätzung der Geschäftsführung im laufenden Geschäftsjahr in diesem Zusammenhang keine wesentlichen Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen erwartet.
Jedoch ist die Entstehung neuer, kritischer Virusvarianten nicht auszuschließen.
Aufgrund des nach Einschätzung der Geschäftsführung breit diversifizierten und robusten Geschäftsmodells, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Märkten und Regionen reduziert sich der Einfluss von Einzelrisiken.
Risiken mit potenzieller Auswirkung auf den Waren- und Materialeinsatz und den Absatz von Produkten des Konzerns können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen.
Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsumklima in den Märkten der Unternehmensgruppe ergeben.
Der Krieg in der Ukraine bringt weiterhin erhebliche Belastungen für die deutsche Wirtschaft mit sich, hat die Rahmenbedingungen für viele Unternehmen grundlegend verändert und zu einem hohen Ausmaß an politischer und ökonomischer Verunsicherung geführt. Im Falle einer zunehmenden Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts sind weitere negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft zu erwarten, die aufgrund der hohen Unsicherheit aus heutiger Sicht nicht abschließend bewertet werden können.
Aufgrund nicht vorhandener Geschäftsbeziehungen mit Russland und der Ukraine ergeben sich durch diese geopolitische Krise zwar keine unmittelbaren materiellen Auswirkungen auf den Absatz des Konzerns. Nichtsdestotrotz sind die Risiken auf der Beschaffungsseite weiterhin als hoch einzuschätzen. Hohe Belastungen durch drohende Engpässe in der Energieversorgung sowie hohe Energie- und Rohstoffpreise könnten die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen.
Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die häufig weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten auswirken kann. Dies kann in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.), die Zusatzstoffe in Nearwater- und Süßgetränken (z. B. Zuckerersatzstoffe) oder die verwendeten Verpackungsstoffe betreffen, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden können. Auch die in der Öffentlichkeit häufig einseitig geführte Diskussion über Mineral- und Leitungswasser kann sich auf das Konsumverhalten der Verbraucher negativ auswirken. Eine unausgewogene Berichterstattung über Mineralwasser könnte dazu beitragen, dass viele Konsumenten den Mehrwert des Naturproduktes Mineralwasser im Vergleich zu aufbereitetem Leitungswasser weniger wahrnehmen. In diesem Zusammenhang hat der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen eine Verbandsinitiative "Dialog Natürliches Mineralwasser" ins Leben gerufen, um die Vorzüge des nachhaltigen Naturproduktes aufzuzeigen.
Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind bei saisonal ausgerichteter Lagerstrategie in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher.
Der kontinuierlichen Erweiterung der Mengen- und Preisorientierung im Preiseinstiegssegment um den Faktor Produktmehrwert begegnet der Konzern mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten, Produktinnovationen und hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden zielt darauf ab, den geänderten Kundenwünschen entgegenzukommen. Dem Risiko weitestgehend gesättigter Märkte wird nach Auffassung der Geschäftsführung mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet. Produktmehrwert begegnet der Konzern mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten, Produktinnovationen und hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden kommt den geänderten Kundenwünschen entgegen. Dem Risiko weitestgehend gesättigter Märkte wird nach unserer Auffassung mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet.
Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten werden zwar durch mittelfristige Verträge abgesichert, auf längere Sicht stellen jedoch insbesondere volatile Energie- und hohe Rohwarenpreise ernstzunehmende Risiken dar.
Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern.
Das Jahr 2022 brachte in Deutschland die größte Preissteigerung seit mehr als 70 Jahren. Die Verbraucherpreise erhöhten sich dabei laut Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021.14 Auch für 2023 gehen Wirtschaftsexperten von einer sich zwar abschwächenden, dennoch im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhten Inflationsrate aus.
Steigende Preise für Rohstoffe, Verpackungen, Energie und Logistik belasten das Geschäft des Konzerns in zunehmend hohem Maße, wenn auch noch ein Teil der Preissteigerungen durch bestehende Kontrakte für das laufende Geschäftsjahr vertraglich abgesichert ist. Um die Effekte der stark gestiegenen Einkaufspreise abzufedern, werden auch im Geschäftsjahr 2023 Preisanpassungen bei den Endprodukten erforderlich sein.
Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.
Die natürliche Ressource Mineralwasser sowie die im Produktionsprozess eingesetzten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bedürfen sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines kontinuierlich weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instandgesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Dem Ausfallrisiko von Abfüllstraßen wird durch regelmäßige vorbeugende Wartungen, Zustandsbeurteilungen der Maschinen und Anlagen, Schulung des Wartungspersonals, Ersatzinvestitionen in Anlagenteile sowie bei Notwendigkeit durch gänzliche Erneuerung der Anlagen begegnet. Risiken durch drohende Verunreinigung von Fertigprodukten werden durch den Einsatz von Kontrollstandards und technischen Einrichtungen minimiert.


Klindworth: Norddeutschlands Saftliebling!

Die Qualitätssicherung und die Produktionschargenrückverfolgung zur Kontrolle der Produktwege sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Ausfall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moderne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Alle Produktionsstandorte sind gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert.
Die Konzerngesellschaften beziehen ihre Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von einer Vielzahl verschiedener Lieferanten. Dennoch können Beschaffungsrisiken aufgrund von Lieferantenabhängigkeiten und Lieferengpässen bei bestimmten Produkten wie bspw. Glasgebinden bestehen. Durch eine Verteilung der Bedarfe auf möglichst viele Lieferanten kann dieses Risiko minimiert werden.
Auch in der Logistik können Engpässe auftreten. Diesem Risiko wird mit vertraglicher Absicherung von ausreichend Frachtraum sowie einem Netzwerk an Dienstleistern entgegengewirkt.
Im Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutzrisiken vorzubeugen, werden umweltschutzund auch arbeitsschutzrelevante Gesetze regelmäßig analysiert sowie Emissionswerte durch ein systematisches Energiemanagementsystem einer kontinuierlichen Überwachung unterzogen. Für die Konzernunternehmen spielen Energierückgewinnungsprojekte eine wichtige Rolle. Auch gewinnen Photovoltaik-Projekte zunehmend an Bedeutung. So wurde im Geschäftsjahr in Kißlegg mit der Errichtung
einer Photovoltaik-Anlage begonnen und im laufenden Jahr wird am Standort Lauterecken ein weiteres Photovoltaik-Projekt realisiert. Auch am Standort in Bad Teinach-Zavelstein wird diese Option geprüft.
Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Sensibilisierung aller im Produktionsprozess eingebundenen Mitarbeiter für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie eine Einbindung in verschiedene operative Projekte, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren.
Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informationsund Kommunikationstechnologien ein, um die Produktionsund Geschäftsprozesse effizient, sicher und kostengünstig zu gestalten.
Generell können Risiken in der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, bei einem Verlust oder einer Manipulation von Daten, durch Cyberkriminalität oder Compliance-Verletzungen sowie bei Offenlegung vertraulicher Informationen bestehen. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln deshalb verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit.
Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie, Richtlinien und qualifizierte Mitarbeiter tragen aus Sicht der Geschäftsführung dazu bei, IT-Risiken zu minimieren. Die in der Karlsberg Service GmbH, Homburg, organisierte zentrale IT-Organisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter Systeme und Prozesse sind weitere Maßnahmen zur Risikominimierung durch Professionalisierung.
Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme sowie durch eine Notstromversorgung minimiert, sodass dieses Risiko insgesamt als gering eingeschätzt wird.
Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Prozesse hat das Thema Cybersecurity in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen werden konzernweit aktuelle Sicherheitssysteme eingesetzt.
Der Karlsberg Verbund plant, eine speziell auf die mittelständische Getränkeindustrie zugeschnittene Cloudbasierte ERP-Software einzuführen.
Risiken könnten hierbei in einer nicht ausreichenden Kapazität der Projektbeteiligten durch eine hohe Ressourcenbindung der in das Projekt eingebundenen Mitarbeiter bestehen. Zudem könnte die Gefahr bestehen, dass Synergien nicht wie geplant realisiert werden und Effizienzsteigerungen der Prozesse nicht in angestrebtem Umfang erreicht werden könnten. Durch die schrittweise Einführung in nahezu allen Unternehmensbereichen des gesamten Verbundes und einer infolgedessen hohen Projektkomplexität können sich Verzögerungen in der Umsetzungsphase ergeben.
Zur Erreichung der Projektziele und Minimierung der vorgenannten Risiken wurde eine Projektorganisation implementiert, in die alle für die ERP-Einführung betroffenen Ebenen und Funktionen, ein erfahrenes Projektmanagement sowie Mitglieder der Geschäftsführung eingebunden sind.
Die Datenmigration ist ein kritischer Schritt im Rahmen eines ERP-Wechsels. Da Unternehmensdaten aus verschiedenen IT-Systemen voneinander abhängig sind, könnte das Übersehen von Problemen bei Datenabhängigkeiten und Integrationen schnell zu Problemen bei der Implementierung führen. Hieraus könnten sich auch finanzielle Folgerisiken ergeben, wenn beispielsweise über einen längeren Zeitraum keine Rechnungen geschrieben werden könnten.
Der Einsatz von Cloud-Lösungen kann auch ein Sicherheitsrisiko mit sich bringen. Provider und ERP-Betreiber teilen sich dieses Risiko zwar grundsätzlich, letztendlich liegt aber die Sicherheit in der Verantwortung der Organisation, die das ERP-System nutzt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, sind entsprechende Maßnahmen im internen Kontrollsystem und im Zugriffs- und Änderungsmanagement erforderlich. Durch die Erstellung eines Berechtigungskonzeptes mit Protokollierung von Berechtigungsänderungen und einem auf den Bedürfnissen des Unternehmens zugeschnittenen Berechtigungsumfang kann diesem Risiko entsprechend begegnet werden.
Zur ausführlichen Darstellung der Chancen durch das Projekt wird auf den Chancenbericht verwiesen.
Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern auch mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert. Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Im Schadensfall sind die nach Einschätzung der Geschäftsführung größten Risiken durch ausreichende Versicherungen abgesichert.
In 2021 wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Aufgrund dieses Betrugsfalls wurden auch interne Untersuchungen initiiert, Prozesse auf den Prüfstand gestellt und verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind aus den schädigenden Vorgängen auch Nachteile in Form von Steuerrückzahlungen entstanden. Im letztjährigen Konzernabschluss wurden die Risiken auf Basis der damaligen
Ermittlungsstände bewertet und in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Ermittlungsstände wurden die Risikobewertungen aktualisiert und die Risiken im vorliegenden Konzernabschluss entsprechend bewertet.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt zudem den jeweils geltenden nationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuernachzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten haben.
Steuerliche Risiken, die sich aus den verschiedenen Themenkomplexen ergeben, werden durch die Steuerabteilung der Karlsberg Service GmbH, die bei operativen und strategischen Entscheidungen mit möglichen steuerlichen Folgen konsequent einzubinden ist, fortlaufend identifiziert und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche risikomindernde Maßnahmen initiiert.
Für die Konzerngesellschaften ist es von großer Bedeutung, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für alle Bereiche zu gewinnen, zu entwickeln und im Unternehmen zu halten sowie alle Personalressourcen effektiv zu steuern. Ansonsten könnte der Konzern möglicherweise nicht in der Lage sein, seiner Geschäftstätigkeit effizient und erfolgreich nachzugehen. Eine zunehmend größere Herausforderung sind die sich verändernden Anforderungen in der digitalisierten Arbeitsumgebung.
Anpassungs- (Mitarbeiter sind falsch oder unzureichend qualifiziert), Motivations- (Arbeitsleistung wird zurückgehalten) oder Streikrisiken (Produktionsausfall aufgrund der Ausübung des Streikrechts) oder der Verlust von wichtigen Fach- und Führungskräften könnten negative Auswirkungen für die Unternehmensgruppe mit sich bringen. Trotz der
anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation nimmt derzeit angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung der Druck auf die Tarifparteien zu, nicht zuletzt auch infolge einer weiterhin sehr hohen Inflation. Hieraus könnten höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen (Tarifrisiko).
Nach den aus Personalsicht sehr herausfordernden Corona-Jahren zeigt sich zunehmend eine hohe Wechselbereitschaft gepaart mit gestiegenen Anforderungen im sogenannten "War for Talents". Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu binden ist zu einer ernstzunehmenden Aufgabenstellung geworden.
Einzelne oder mehrere dieser Umstände könnten die Fähigkeit beeinträchtigen, die Personalressourcen effektiv zu steuern. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Zur Begegnung dieser Risiken werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um ihre negativen Auswirkungen so weit wie möglich zu mindern, wie zum Beispiel:
Ausfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden der Konzerngesellschaften begründet. Daraus resultieren Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen.
Möglichen Forderungsausfällen werden durch ein Debitorenmanagement und bevorzugter Nutzung von Zentralregulierung entgegengewirkt. Ein IT-gestütztes Überwachungssystem sowie eine eintrittsbasierte Forderungsbewertungssystematik gewährleisten die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und Kreditengagements überprüft sowie laufend Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwachungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen an und leitet umgehend Gegenmaßnahmen ein. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen.
Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, nach Einschätzung der Geschäftsführung bewährt.
Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, bei denen der Konzern gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, den prognostizierbaren Bedarf zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch häufige Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird der Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung gesteuert. Fällig werdende Finanzierungen werden frühzeitig auf Refinanzierungsbedarf geprüft und Refinanzierungsgespräche mit Geschäftspartnern zügig angegangen.
Mit der Ende 2016 abgeschlossenen bankenunabhängigen Finanzierung in Form von Namensschuldverschreibungen über insgesamt 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR) sind Verpflichtungen in Form von finanziellen Kennzahlen (Covenants) verbunden. Das Einhalten der Kennzahlen wird im Rahmen des Finanzreportings regelmäßig überwacht. Im vergangenen Jahr wurden diese jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird seitens der Geschäftsführung auch zukünftig als gering eingeschätzt.
Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen. Diese Sicherungsbeziehungen sind effektiv und werden in der Regel als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Abschluss abgebildet.
Aufgrund des derzeit steigenden Zinsniveaus verteuert sich die Inanspruchnahme von Bankkrediten. Unter Berücksichtigung der nur saisonalen Inanspruchnahme von Kreditlinien und des positiven Zahlungsmittelbestandes zum Bilanzstichtag kann der Effekt aus diesem Risiko für das laufende Jahr nach aktueller Einschätzung als vergleichsweise gering eingestuft werden.
Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u. a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehaltsund Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Vorausschauende Mehrjahresanalysen und Szenarioberechnungen können hierbei die Planungssicherheit erhöhen und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglichen.
Die Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikoposition im Geschäftsjahr 2022 nicht wesentlich verändert. Im Berichtszeitraum konnte sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA aus Sicht der Geschäftsführung im Markt gut behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten 2022 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Konzerns auf und sind auch im prospektiv ausgerichteten Risikoprognosezeitraum von einem Jahr nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht zu erwarten. Die Geschäftsführung erwartet, dass die vorstehend genannten Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.
Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.
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Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen Planungsunsicherheiten. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.
Für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe unterstützen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen.
Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm und schnelle Entscheidungswege versetzen nach Ansicht der Geschäftsführung die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientiert Wachstumschancen zu nutzen. Die Marken der Konzerngesellschaften sind nach Einschätzung der Geschäftsführung bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Marken fruchthaltiger Getränke und Fertigcocktails unterliegen dabei einer klaren Markenführung, die auch immer wieder Wachstumsimpulse durch neue Produktinnovationen ermöglichen.
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Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank der nach Einschätzung der Geschäftsführung starken Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen und nachhaltigen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern.
Gute Chancen werden insbesondere bei den Marken Teinacher, Hirschquelle und Krumbach sowie Vaihinger, Cocktail Plant, Klindworth und afri gesehen, die nach Ansicht der Geschäftsführung in ihren Märkten fest verankert sind und ein attraktives und umfangreiches Produktportfolio bieten, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist.
Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich nach Einschätzung der Geschäftsführung Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süd- und Südwestdeutschland und national auf dem Gastronomiemarkt, in der Hotellerie und im Handel. Das Investitionsprogramm der vergangenen Geschäftsjahre insbesondere in die Glas-Mehrwegproduktion erhöht die Chancen der Gruppe, weiter profitabel zu wachsen. Durch den Ausbau von Kapazitäten im Glas-Mehrwegbereich werden die strategischen Marken der Gruppe gestärkt und weitere hochwertige Produktinnovationen ermöglicht. Darüber hinaus werden durch die Investitionen die Effizienz und Flexibilität in der Produktion weiter gesteigert.
Aufgrund des diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen können eventuell auftretende Einzelrisiken nicht nur häufig kompensiert werden, sondern sich auch Chancen beispielsweise durch Know-how-Transfer und Innovationsimpulse ergeben. Darüber hinaus können Synergien durch die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und anderen Unternehmen des Karlsberg Verbundes realisiert werden. Die enge Verflechtung in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führen nach Beurteilung durch die Geschäftsführung zu Effizienzsteigerungen und Synergieeffekten. So wird im Vertrieb durch Kooperation mit den anderen Unternehmen im Verbund eine intensivere Marktbearbeitung, d. h. eine Optimierung der Betreuung und Kontaktpflege von Kunden, erreicht. Darüber hinaus wird im Konzern in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechtsund Vertragswesen auf die gebündelte Bearbeitung in der Konzerngesellschaft Karlsberg Service GmbH gesetzt.
Der Karlsberg Verbund plant mit der Warsteiner Gruppe die Gründung einer gemeinsamen eigenständigen Einkaufsgesellschaft, von der auch die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA profitieren können. Ziel der strategisch ausgerichteten Einkaufskooperation ist es, jederzeit eine optimale Warenversorgung der Kunden zu gewährleisten. Gleichzeitig werden durch Bündelung von Beschaffungsvolumen verbesserte Einkaufs- und Lieferkonditionen angestrebt. Durch einen möglichen zukünftigen Beitritt weiterer Partner könnten sich die positiven Effekte aus dieser Einkaufskooperation in der Zukunft noch weiter erhöhen.
Digitale Technologien werden für die Märkte und die Arbeitswelt des Konzerns zunehmend wichtiger. Über alle Unternehmensbereiche hinweg wird die fortschreitende Digitalisierung neue Möglichkeiten und somit ein signifikantes Potenzial für die Unternehmensgruppe bieten.
Im technischen Bereich bieten der Einsatz von standardisierten Online-IT-Systemen und die vollständige Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses Chancen für die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprozesses in den nächsten Jahren.
Unter Einsatz neuer IT-Anwendungen und harmonisierter Daten werden sich für Marketing und Vertrieb neue Möglichkeiten ergeben und so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Information, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung getragen.
Auch im Verwaltungsbereich werden durch die Digitalisierung aufgrund der Nutzung von einheitlichen IT-Systemen und Daten signifikante Effizienzsteigerungen erwartet.
Der Karlsberg Verbund plant, zur Optimierung der Geschäftsprozesse, zur konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen in allen Funktionsbereichen sowie zur Integration und Steuerung unterschiedlichster Unternehmensaktivitäten in den Bereichen Produktion und Abfüllung, Logistik, Finanzen und Vertrieb eine speziell auf die mittelständische Getränkeindustrie zugeschnittene ERP-Software einzuführen.
Durch den Einsatz der gleichen ERP-Software in allen Unternehmen und nahezu allen Bereichen des Karlsberg Verbundes sollen Effizienzsteigerungen durch die Minimierung bzw. den Entfall manueller Abläufe, einer durchgängigen Datennutzung und der Automatisierung von repetitiven Prozessen erzielt werden.
Im Rahmen des Projektes werden unternehmensinterne Prozesse und Arbeitsabläufe analysiert und "auf den Prüfstand gestellt", um mögliche Verbesserungspotentiale für die neue Software bestmöglich auszunutzen. Eine Optimierung aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette wird nach Einschätzung der Geschäftsführung dazu beitragen, dass die Prozessqualität aufgrund einer geringeren Anzahl an Fehlerquellen gesteigert werden kann, unwirtschaftliche bzw. nicht mehr zeitgemäße Abläufe ersetzt und aufgrund einer an den End-to-End-Prozessen ausgerichteten Projektorganisation mit der Cloud-Lösung bereichsübergreifende Synergien gehoben werden können.
Wettbewerbsvorteile könnten sich in der verbundeinheitlichen Systemlandschaft durch beispielsweise eine verbesserte Datenbasis für Entscheidungen und die strategische Unternehmenssteuerung, durch Zeitgewinn aufgrund von schnelleren Abläufen sowie durch eine gesteigerte Kundenund Mitarbeiterzufriedenheit ergeben. Darüber hinaus ermöglicht das Cloud-basierte ERP-System eine Vereinfachung des Systembetriebes sowie eine leichtere Realisierung von Skaleneffekten.
Zur ausführlichen Darstellung der Risiken durch das Projekt wird auf den Risikobericht verwiesen.
Weitere Digitalisierungsinitiativen im Karlsberg Verbund werden aktuell und in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen liegen:
Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisieren die Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde eine Organisationsstruktur etabliert, die sich nach Beurteilung der Geschäftsführung durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der Konzernunternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt nach Einschätzung der Geschäftsführung den regionalen bzw. nationalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung.
Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und die Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche werden so unterstützt und mit Ressourcen ausgestattet, um identifizierte Chancen zu heben.
Nach einer deutlichen Konjunkturabschwächung Ende des Berichtsjahres werden auch 2023 einige der Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft fortbestehen. Aufgrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs, der schwachen Dynamik der Weltwirtschaft, anhaltender Lieferprobleme, der Energiekrise sowie durch die Auswirkungen der hohen Inflation wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn noch schrumpfen wird, sich ab der zweiten Jahreshälfte jedoch eine allmähliche Erholung einstellen könnte. Auch die zunehmend bei den Verbrauchern
ankommenden hohen Preissteigerungen dürften die wirtschaftliche Entwicklung zu Jahresbeginn 2023 noch belasten. Allerdings könnten die seit einigen Monaten wieder sinkenden Preise bei Energie, Frachtraten und einigen Rohstoffen konjunkturbelebend wirken.
Die Bundesregierung hat im Januar 2023 ihre im Oktober 2022 veröffentlichte Konjunkturprognose angehoben und rechnet nun mit einem leichten Wirtschaftswachstum. Für das laufende Jahr geht die Bundesregierung in ihrer im Jahreswirtschaftsbericht 2023 veröffentlichten Prognose von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus.15
Die Getränkeindustrie war von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in besonderem Maße betroffen. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie sieht sich die Branche bereits mit Kostensteigerungen und unerwarteten Lieferengpässen konfrontiert. Der Krieg in der Ukraine hat die Probleme nochmals deutlich verschärft. Die seit dem Frühjahr 2022 anhaltende Energie- und Wirtschaftskrise hat die Branche zunehmend unter Druck gesetzt. Stark gestiegene Kosten für Energie, Rohstoffe und Verpackungen sowie angespannte Lieferketten haben das zurückliegende Wirtschaftsjahr dominiert und sich auf die Betriebe ausgewirkt. Der anhaltend hohe Kostendruck ist neben der Aufrechterhaltung einer sicheren Rohstoff- und Energieversorgung die größte Herausforderung für die deutsche Getränkeindustrie im laufenden Jahr. Insbesondere stark steigende Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik belasten die Unternehmen in hohem Maße.16
ist es, das Markengeschäft weiter auszubauen. Die Konzerngesellschaften werden auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Ertragskraft legen und sich hierbei auf margenstarke Marken sowie den weiteren Ausbau der Marktposition ihrer Marken konzentrieren.
Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 werden auf der Erweiterung des Produktportfolios durch Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten im Markengeschäft mit Fokussierung auf Glas-Mehrwegflaschen liegen. Ein stark auf die Hauptmarken fokussierter Distributionsausbau im Lebensmitteleinzelhandel soll zu einem Ausbau der Marktpositionen beitragen. Nach der Weiterentwicklung des Markenauftritts der Heilwassermarke Hirschquelle im abgelaufenen Geschäftsjahr wird im ersten Quartal des laufenden Jahres für die Hauptmarke Teinacher ein umfassender Markenrelaunch durchgeführt, der nach Einschätzung der Geschäftsführung zu einer noch moderneren und hochwertigeren Positionierung der Produkte im Markt beitragen wird.
Angesichts der Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie werden in Teilen des Konzerns im laufenden Jahr weitere Preiserhöhungen eingeleitet.
Darüber hinaus ist im laufenden Jahr die Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen an den Standorten Kißlegg und Lauterecken geplant, wodurch sich die CO2-Emissionen und die Energiekosten deutlich verringern werden.
Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und der geopolitischen Rahmenbedingungen sowie einer hieraus resultierenden hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2023 beeinträchtigt. Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich angesichts des herausfordernden Umfelds auf die Getränkeindustrie und die Konzerngesellschaften ergeben könnten. Die Grundlage der Einschätzungen für das Jahr 2023 sind weitgehend stabile gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die skizzierte Entwicklung unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden in den Kapiteln "Risikobericht" und "Chancenbericht" detailliert erläutert.
15 Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 25. Januar 2023.
16 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM), Presseinformation vom 3. Februar 2023.
Für die gesamte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2023 ein moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Für den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA sowie für den Konzernabschluss wird bei erhöhten Aufwendungen für Marketing und Vertrieb zur Weiterentwicklung der Marken sowie deutlich steigenden Kosten in der Herstellung und Logistik ein EBITDA17 moderat unter dem Niveau des abgelaufenen Jahres (Konzern: 20,2 Mio. EUR, Jahresabschluss: 8,5 Mio. EUR) prognostiziert.
Bad Teinach-Zavelstein, den 23. März 2023
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
| AKTIVA | 31.12.2022 EUR |
31.12.2021 TEUR |
||
|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
6.273.250,08 | 6.814 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 14.566.346,09 | 15.189 | ||
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 829.170,29 | 950 | ||
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 24.229.267,72 | 22.932 | ||
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.519.183,56 | 14.596 | ||
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.281.191,45 | 4.210 | ||
| 56.425.159,11 | 57.877 | |||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | ||||
| a) an assoziierten Unternehmen | 442.916,25 | 526 | ||
| b) sonstige | 35.825,84 | 36 | ||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.747.007,90 | 1.747 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 724.590,29 | 725 | ||
| 2.950.340,28 | 3.034 | |||
| 65.648.749,47 | 67.725 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.753.632,44 | 6.901 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 2.021.632,60 | 2.675 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.689.244,80 | 3.866 | ||
| 16.464.509,84 | 13.442 | |||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.380.249,83 | 8.786 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 40.804.871,72 | 34.362 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.420.047,61 | 2.260 | ||
| 52.605.169,16 | 45.408 | |||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 1.108.527,28 | 6.658 | ||
| 70.178.206,28 | 65.508 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 141.647,36 | 139 | ||
| D. Aktive latente Steuern | 6.997.124,27 | 8.798 | ||
| 142.965.727,38 | 142.170 |
| PASSIVA | 31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||
| 1. Stammaktien | 15.954.365,36 | 15.954 |
| 2. Vorzugsaktien | 6.433.090,64 | 6.433 |
| 22.387.456,00 | 22.387 | |
| II. Kapitalrücklage | 17.247.847,52 | 17.248 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 916 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 3.127.000,00 | 3.127 |
| 4.042.710,47 | 4.043 | |
| IV. Konzernbilanzgewinn | 23.582.477,83 | 21.540 |
| 67.260.491,82 | 65.218 | |
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 75.366,85 | 91 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 14.802.541,13 | 13.846 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.682.216,67 | 1.807 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 31.755.085,87 | 26.449 |
| 48.239.843,67 | 42.102 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Namensschuldverschreibung | 16.666.666,67 | 25.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 250.000,00 | 0 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.964.185,97 | 4.927 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 10.935,82 | 251 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 66.438,47 | 106 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.431.798,11 | 4.476 |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022
142.965.727,38 142.170
| 2022 EUR |
2021 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 138.836.725,73 | 114.234 |
| 2. | Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 130.315,64 | 799 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge - davon aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. TEUR 1) |
3.728.551,31 | 9.702 |
| 142.695.592,68 | 124.735 | ||
| 4. | Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 39.123.998,36 | 32.187 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.887.654,27 | 1.489 | |
| 5. | Personalaufwand - davon für Altersversorgung EUR 4.780.323,17 (Vj. TEUR 4.089) |
||
| a) Löhne und Gehälter | 22.202.418,99 | 20.580 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 9.145.906,13 | 8.143 | |
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
11.593.924,23 | 11.712 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen - davon aus der Währungsumrechnung EUR 10.663,60 (Vj. TEUR 12) |
50.114.450,77 | 40.995 |
| 134.068.352,75 | 115.106 | ||
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 239,20 | 0 |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.381.666,62 (Vj. TEUR 1.374) |
1.410.860,42 | 1.377 |
| 10. | Erträge aus assoziierten Unternehmen | 193.114,42 | 0 |
| 11. | Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 0 | 130 |
| 12. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon aus der Abzinsung EUR 311.091,18 (Vj. TEUR 1.719) |
1.304.685,25 | 2.738 |
| 299.528,79 | -1.491 | ||
| 13. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - davon aus der Veränderung latenter Steuern EUR 1.800.468,43 (Vj. TEUR -35) |
2.511.758,57 | 1.166 |
| 14. Ergebnis nach Steuern | 6.415.010,15 | 6.973 | |
| 15. | Sonstige Steuern | 391.583,66 | 1.016 |
| 16. Konzern-Jahresüberschuss | 6.023.426,49 | 5.957 | |
| 17. | Gewinnvortrag | 17.559.051,34 | 15.583 |
| 18. Konzernbilanzgewinn | 23.582.477,83 | 21.540 |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2022
| 2022 EUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) |
6.023.426,49 | 5.957 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 11.624.893,26 | 12.141 |
| Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | 6.263.051,53 | -2.891 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | -15.569,47 | -16 |
| Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-4.188.023,44 | -1.682 |
| Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
24.168,03 | 774 |
| Gewinn / Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -48.947,84 | -721 |
| Zinsaufwendungen / Zinserträge | -106.175,17 | 1.361 |
| Ertragsteueraufwand /-ertrag | 2.511.758,57 | 1.166 |
| Ertragsteuerzahlungen | -261.789,08 | -241 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 21.826.792,88 | 15.847 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 74.144,15 | 1.264 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -9.626.058,59 | -8.901 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 52.602,77 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0,00 | -52 |
| Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1) | -5.773.200,00 | -6.773 |
| Erhaltene Zinsen | 1.410.860,42 | 1.377 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -13.861.651,25 | -13.086 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten | -8.842.212,10 | -500 |
| Gezahlte Zinsen | -941.935,74 | -943 |
| Gezahlte Dividenden | -3.980.773,90 | -2.458 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -13.764.921,74 | -3.901 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -5.799.780,11 | -1.139 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.658.307,39 | 7.798 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 858.527,28 | 6.658 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 1.108.527,28 | 6.658 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -250.000,00 | 0 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 858.527,28 | 6.658 |
1) enthält Veränderungen aus dem Cashpooling mit verbundenen Unternehmen
| Mutterunternehmen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (Korrigiertes) gezeichnetes Kapital | |||||||
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Summe | |||||
| Stammaktien | Vorzugsaktien | Summe | Stammaktien | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |||
| 31.12.2020 | 15.954.365,36 | 6.433.090,64 | 22.387.456,00 | 0,00 | 22.387.456,00 | ||
| Ausgabe von eigenen Anteilen | |||||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | |||||||
| Gezahlte Dividenden | |||||||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | |||||||
| Übrige Veränderungen | |||||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |||
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | |||||||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 31.12.2021 | 15.954.365,36 | 6.433.090,64 | 22.387.456,00 | 0,00 | 22.387.456,00 | ||
| Ausgabe von eigenen Anteilen | |||||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | |||||||
| Gezahlte Dividenden | |||||||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | |||||||
| Übrige Veränderungen | |||||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |||
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | |||||||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 31.12.2022 | 15.954.365,36 | 6.433.090,64 | 22.387.456,00 | 0,00 | 22.387.456,00 |
| Mutterunternehmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn/-Verlustvortrag Konzernjahresüber schuss/ -fehlbetrag, Zurechnung Mutterunternehmen |
Rücklagen | ||||
| Summe | Gewinnrücklagen | Kapitalrücklage | |||
| Summe | andere Gewinnrücklagen |
gesetzliche Rücklage |
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB |
||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 18.041.223,02 | 21.290.557,99 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 17.247.847,52 |
| -2.458.458,91 | |||||
| -2.458.458,91 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.957.061,13 | |||||
| 5.957.061,13 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 21.539.825,24 | 21.290.557,99 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 17.247.847,52 |
| -3.980.773,90 | |||||
| -3.980.773,90 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 6.023.426,49 | |||||
| 6.023.426,49 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 23.582.477,83 | 21.290.557,99 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 17.247.847,52 |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022
| Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigen Kapital |
|||
|---|---|---|---|---|
| Nicht beherrschende Anteile vor Eigen kapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis |
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne / Verluste |
Summe | Summe | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 31.12.2020 | -8.222.567,67 | 8.222.567,67 | 0,00 | 61.719.237,01 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | ||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | ||||
| Gezahlte Dividenden | -2.458.458,91 | |||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | ||||
| Übrige Veränderungen | ||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | -2.458.458,91 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | 5.957.061,13 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.957.061,13 |
| 31.12.2021 | -8.222.567,67 | 8.222.567,67 | 0,00 | 65.217.839,23 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | ||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | ||||
| Gezahlte Dividenden | -3.980.773,90 | |||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | ||||
| Übrige Veränderungen | ||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | -3.980.773,90 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | 6.023.426,49 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 6.023.426,49 |
| 31.12.2022 | -8.222.567,67 | 8.222.567,67 | 0,00 | 67.260.491,82 |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
31.12.2020 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 61.719.237,01
Gezahlte Dividenden -2.458.458,91
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 5.957.061,13 Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 5.957.061,13 31.12.2021 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 65.217.839,23
Gezahlte Dividenden -3.980.773,90
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 6.023.426,49 Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 6.023.426,49 31.12.2022 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 67.260.491,82
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigen-
EUR EUR EUR EUR
0,00 0,00 0,00 -2.458.458,91
0,00 0,00 0,00 -3.980.773,90
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne / Verluste Kapital
Summe Summe
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022
Ausgabe von eigenen Anteilen Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Ausgabe von eigenen Anteilen Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Übrige Veränderungen
Übrige Veränderungen
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2022 | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
38.541.355,69 | 0,00 | 6,00 | 0,00 | 38.541.349,69 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 11.080.057,53 | 0,00 | 9.089.565,07 | 0,00 | 1.990.492,46 | |
| 49.621.413,22 | 0,00 | 9.089.571,07 | 0,00 | 40.531.842,15 | ||
| II. Sachanlagen |
||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 90.250.648,72 | 23.274,49 | 2.045,17 | 105.798,61 | 90.377.676,65 | |
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 6.824.235,93 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 6.824.235,93 | |
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 112.981.097,06 | 587.101,18 | 701.708,27 | 3.828.683,49 | 116.695.173,46 | |
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 44.041.252,60 | 7.734.491,47 | 4.839.989,38 | 275.493,95 | 47.211.248,64 | |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
4.209.976,05 | 1.281.191,45 | 0,00 | -4.209.976,05 | 1.281.191,45 | |
| 258.307.210,36 | 9.626.058,59 | 5.543.742,82 | 0,00 | 262.389.526,13 | ||
| III. Finanzanlagen |
||||||
| 1. Beteiligungen | ||||||
| a) an assoziierten Unternehmen | 4.625.416,11 | 0,00 | 52.166,55 | 0,00 | 4.573.249,56 | |
| b) sonstige | 35.825,84 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.754.167,90 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.754.167,90 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile |
731.026,51 | 0,00 | 436,22 | 0,00 | 730.590,29 | |
| 7.146.436,36 | 0,00 | 52.602,77 | 0,00 | 7.093.833,59 | ||
| 315.075.059,94 | 9.626.058,59 | 14.685.916,66 | 0,00 | 310.015.201,87 |
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
EUR
31.727.220,49 540.885,12 6,00 32.268.099,61 6.273.250,08 6.814.135,20 11.080.057,53 0,00 9.089.565,07 1.990.492,46 0,00 0,00
42.807.278,02 540.885,12 9.089.571,07 34.258.592,07 6.273.250,08 6.814.135,20
75.061.904,38 749.426,18 0,00 75.811.330,56 14.566.346,09 15.188.744,34 5.873.838,64 121.227,00 0,00 5.995.065,64 829.170,29 950.397,29 90.048.944,33 3.118.669,68 701.708,27 92.465.905,74 24.229.267,72 22.932.152,73 29.445.187,07 7.063.716,25 4.816.838,24 31.692.065,08 15.519.183,56 14.596.065,53
200.429.874,42 11.053.039,11 5.518.546,51 205.964.367,02 56.425.159,11 57.877.335,94
4.099.364,28 30.969,03 0,00 4.130.333,31 442.916,25 526.051,83
0,00 0,00 0,00 0,00 1.281.191,45 4.209.976,05
0,00 0,00 0,00 0,00 35.825,84 35.825,84 7.160,00 0,00 0,00 7.160,00 1.747.007,90 1.747.007,90
6.000,00 0,00 0,00 6.000,00 724.590,29 725.026,51 4.112.524,28 30.969,03 0,00 4.143.493,31 2.950.340,28 3.033.912,08 247.349.676,72 11.624.893,26 14.608.117,58 244.366.452,40 65.648.749,47 67.725.383,22
31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Abgänge
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2022 | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 31.727.220,49 | 540.885,12 | 6,00 | 32.268.099,61 | 6.273.250,08 | 6.814.135,20 | |
| 11.080.057,53 | 0,00 | 9.089.565,07 | 1.990.492,46 | 0,00 | 0,00 | |
| 42.807.278,02 | 540.885,12 | 9.089.571,07 | 34.258.592,07 | 6.273.250,08 | 6.814.135,20 | |
| 75.061.904,38 | 749.426,18 | 0,00 | 75.811.330,56 | 14.566.346,09 | 15.188.744,34 | |
| 5.873.838,64 | 121.227,00 | 0,00 | 5.995.065,64 | 829.170,29 | 950.397,29 | |
| 90.048.944,33 | 3.118.669,68 | 701.708,27 | 92.465.905,74 24.229.267,72 |
22.932.152,73 | ||
| 29.445.187,07 | 7.063.716,25 | 4.816.838,24 | 31.692.065,08 | 15.519.183,56 | 14.596.065,53 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.281.191,45 | 4.209.976,05 | |
| 200.429.874,42 | 11.053.039,11 | 5.518.546,51 | 205.964.367,02 | 56.425.159,11 | 57.877.335,94 | |
| 4.099.364,28 | 30.969,03 | 0,00 | 4.130.333,31 | 442.916,25 | 526.051,83 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 | 35.825,84 | |
| 7.160,00 | 0,00 | 0,00 | 7.160,00 | 1.747.007,90 | 1.747.007,90 | |
| 6.000,00 | 0,00 | 0,00 | 6.000,00 | 724.590,29 | 725.026,51 | |
| 4.112.524,28 | 30.969,03 | 0,00 | 4.143.493,31 | 2.950.340,28 | 3.033.912,08 | |
| 247.349.676,72 | 11.624.893,26 | 14.608.117,58 | 244.366.452,40 | 65.648.749,47 | 67.725.383,22 |
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge
EUR
Abgänge
49.621.413,22 0,00 9.089.571,07 0,00 40.531.842,15
258.307.210,36 9.626.058,59 5.543.742,82 0,00 262.389.526,13
7.146.436,36 0,00 52.602,77 0,00 7.093.833,59 315.075.059,94 9.626.058,59 14.685.916,66 0,00 310.015.201,87
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
01.01.2022
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
II. Sachanlagen
III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen
Geleistete Anzahlungen und
Sonstige Ausleihungen und
EUR
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
solchen Rechten und Werten 38.541.355,69 0,00 6,00 0,00 38.541.349,69 2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 9.089.565,07 0,00 1.990.492,46
Anlagen im Bau 4.209.976,05 1.281.191,45 0,00 -4.209.976,05 1.281.191,45
a) an assoziierten Unternehmen 4.625.416,11 0,00 52.166,55 0,00 4.573.249,56 b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.754.167,90 0,00 0,00 0,00 1.754.167,90
Genossenschaftsanteile 731.026,51 0,00 436,22 0,00 730.590,29
Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 7 (Vorjahr: 8) inländische Tochterunternehmen.
Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich zum einen um die Karlsberg Service GmbH, Homburg, an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Zum anderen wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 40,00 % der Anteile an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion mit Sitz in Neunkirchen (Saarland), erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses werden die Anteile an diesen Gesellschaften unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.
Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.
Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.
Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.
Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.
Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode bilanziert und bewertet. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungsund Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Die Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-,
Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.
Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 4 Jahre.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. .
Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.
Die sonstigen Ausleihungen und Genossenschaftsanteile sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.
Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum 31. Dezember 2022 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,80 % (Vorjahr: 1,87 %) und eines erwarteten Rententrends von 1,75 % (Vorjahr: 1,50 %) sowie unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.
Die Erhöhung des Rententrends auf 1,75 % führte zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 752. Der Ausweis des Betrags erfolgte im Personalaufwand.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen grundsätzlich deren Aktivwerte verwendet.
Im Hinblick auf die Bilanzierung des Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Anpassung der Bewertungssystematik unter Erstanwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Diese führt zu einer geänderten Bewertung der Rückdeckungsversicherungen im Rahmen teilweise leistungskongruent rückgedeckter Pensionszusagen aus Entgeltumwandlung. Die Änderung der Bewertungsmethode dient der Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Als Maß für die Finanzierungs- und Erdienungskongruenz der teilweise rückgedeckten Pensionszusagen wurde das Deckungskapitalverfahren zu Grunde gelegt. Die Rückdeckungsversicherungen wurden auf Basis des Passivprimats bewertet. Diese Bewertungsanpassung führte zu einer Verminderung der Bilanzsumme und zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 96. Der Ausweis des Betrags erfolgte innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstel-
lungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments
bilanziert werden, angewandt werden können, wird die "Einfrierungsmethode" angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in EUR aufgestellt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:
| Gesellschaft | Kapitalanteil % |
|
|---|---|---|
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u) |
100 | |
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) 1) |
100 | |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) 1) | 100 | |
| Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) 1) |
100 | |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 1) | 100 |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.
| Gesellschaft | Beteiligung % |
|---|---|
| Karlsberg Service GmbH, Homburg | 45 |
| siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) |
40 |
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 288. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 155 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft ebenso aufgrund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenpapiere. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.516 und damit TEUR 231 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung lag der Kurswert bei TEUR 1.493. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 40.118 (Vorjahr: TEUR 34.123) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 209) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 40.000 (Vorjahr: TEUR 34.000) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus nachfolgenden Sachverhalten:
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Sachanlagen | -3.191 | -2.939 |
| - Sonstiges | 0 | -6 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
-80 | -80 |
| -3.271 | -3.025 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Immaterielle Vermögensgegenstände | 731 | 1.094 |
| - Finanzanlagen | 0 | 78 |
| - Vorräte | 101 | 213 |
| - Pensionsrückstellungen | 3.594 | 3.266 |
| - Sonstige Rückstellungen | 129 | 444 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
255 | 216 |
| 4.811 | 5.310 | |
| Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge |
5.456 | 6.513 |
| Latente Steueransprüche netto | 6.997 | 8.798 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,74 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 21.295 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 16.158 sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 5.456 aktiviert. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verlustvorträge mehr, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird.
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.
Das gezeichnete Kapital von TEUR 22.387 (31. Dezember 2021: TEUR 22.387), die Kapitalrücklage von TEUR 17.248 (31. Dezember 2021: TEUR 17.248) und die gesetzliche Rücklage von TEUR 916 (31. Dezember 2021: TEUR 916) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.
Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.641 (Vorjahr: TEUR 2.411).
Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag |
17.899 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 6.610 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum Stichtag |
6.610 |
| Verrechnete Aufwendungen | 600 |
| Verrechnete Erträge | 405 |
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 73.687 (Vorjahr: TEUR 73.474); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad-Teinach-Zavelstein.
In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Pfand in Höhe von TEUR 13.853 (Vorjahr: TEUR 11.428), für Personalkosten in Höhe von TEUR 3.035 (Vorjahr: TEUR 3.102) sowie für ausstehende Rechnungen, Rückvergütungen und Verkaufsförderungen und sonstige Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 14.866 (Vorjahr: 11.919) enthalten.
Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden Altersteilzeitverpflichtungen mit zusammenhängenden Vermögensgegenständen verrechnet.
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 394 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 233 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 233 |
| Verrechnete Aufwendungen | 6 |
| Verrechnete Erträge | 0 |
Ebenso werden die in diesem Zusammenhang entstandenen Aufwendungen und Erträge saldiert unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.
| Betrag davon mit einer Restlaufzeit |
||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|
| 1. Namensschuld- verschreibung (Vorjahr) |
16.667 (25.000) |
8.333 (8.333) |
8.333 (16.667) |
0 (0) |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) |
250 (0) |
250 (0) |
0 (0) |
0 (0) |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) |
6.964 (4.927) |
6.964 (4.927) |
0 (0) |
0 (0) |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) |
11 (251) |
11 (251) |
0 (0) |
0 (0) |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs- verhältnis besteht (Vorjahr) |
66 (106) |
66 (106) |
0 (0) |
0 (0) |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) |
3.432 (4.476) |
2.637 (3.163) |
795 (1.313) |
0 (0) |
| - davon aus Steuern (Vorjahr) |
715 (1.480) |
715 (1.480) |
0 (0) |
0 (0) |
| Summe (Vorjahr) |
27.390 (34.759) |
18.262 (16.779) |
9.128 (17.980) |
0 (0) |
Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 16.667 (Vorjahr: TEUR 25.000) ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.
Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 250 durch Mithaftung der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 251) enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr auf Lieferungen und Leistungen.
Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erlöse | ||
| Inland | 144.864 | 118.178 |
| Ausland | 5.132 | 3.863 |
| Handelswaren und Lohnabfüllung | 7.280 | 9.405 |
| Fuhrbetrieb und Sonstiges | 7.191 | 6.691 |
| Bruttoumsatz * | 164.467 | 138.138 |
| . /. Erlösschmälerungen | -25.630 | -23.904 |
| Umsatzerlöse | 138.837 | 114.234 |
* Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen
Vom Bruttoumsatz entfallen TEUR 143.439 auf die Hauptkategorien Mineralwasser (TEUR 67.298), Saft, Fruchtsaftgetränke und Nektare (TEUR 56.143) und Erfrischungsgetränke (TEUR 19.997).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 3.729 (Vorjahr: TEUR 9.702) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.354 (Vorjahr: TEUR 6.631) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.023 (Vorjahr: TEUR 1.885). Der Vorjahreswert war im Wesentlichen aus einmaligen Anpassungen von Pfandrückstellungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 4.135 begünstigt.
Darüber hinaus waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres Erträge aus erhaltenen Covid-19- Finanzhilfen in Höhe von TEUR 1.746 enthalten.
Im Personalaufwand sind im Berichtsjahr keine Aufwendungen für Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen enthalten (Vorjahr: TEUR 104 als außergewöhnliche Aufwendungen).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 409).
Im Vorjahr wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Aufgrund dieses Betrugsfalls wurden auch interne Untersuchungen initiiert, Prozesse auf den Prüfstand gestellt, ein umfangreiches Präventionskonzept gestartet und daraus abgeleitete Maßnahmen umgesetzt. Steuerliche Risiken wurden auf Basis der aktuellen Ermittlungsstände bewertet und hierfür in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet. In den
sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sowie den sonstigen Steuern sind in diesem Zusammenhang periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 820) enthalten.
Darüber hinaus beinhalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 569).
Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 1.791) wurde im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die zum 31. Dezember 2022 bestehenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:
| Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2022 | bis zu 1 Jahr |
von 1-5 Jahren |
mehr als 5 Jahre |
| Verpflichtung aus Rohstoffkontrakten |
10.575 | 10.575 | 0 | 0 |
| Verpflichtung aus Investitionsaufträgen |
1.131 | 1.131 | 0 | 0 |
| Verpflichtung aus Leasingverträgen |
1.077 | 512 | 561 | 4 |
| Summe | 12.782 | 12.217 | 561 | 4 |
| TEUR | |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools |
17.331 |
Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bonn, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG, Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.
Es bestehen darüber hinaus jährliche Zahlungsverpflichtungen aus zwei Mietverträgen in Höhe von TEUR 23.
Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 6.131 anfallen.
Angaben zu Finanzinstrumenten:
| Kategorie | Nomi nal |
Beizulegen der |
Buch wert |
In Bilanz posten |
|---|---|---|---|---|
| betrag | Zeitwert | (sofern vorhan den) |
(sofern in Bilanz erfasst) |
|
| TUSD | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Währungs bezogene |
||||
| Geschäfte | 7.000 | 6.666 | - | - |
Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TUSD 7.000. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Der Marktwert entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine Mark-to-Market-Bewertung zugrunde. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet.
Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:
| Grundgeschäft/ Sicherungs instrument |
Risiko/Art der Bewertungsein heit |
einbezo gener Betrag |
Höhe des abgesicherten Risikos |
|---|---|---|---|
| Fremdwährungs verbindlichkeit |
Währungsrisiko | TUSD 7.231 | rd. TEUR 6.860 |
| Devisen termingeschäft |
micro hedge | TUSD 7.000 | rd. TEUR 6.666 |
| Bankguthaben | micro hedge TUSD | 231 | rd. TEUR 194 |
Für bereits kontrahierte Rohstoffeinkäufe des folgenden Geschäftsjahres, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese schwebenden Geschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH kauft verschiedene Basisrohstoffe auf USD-Basis ein. Um das diesbezügliche Währungsrisiko beim Einkauf zu minimieren, wird über Devisentermingeschäfte das Wechselkursrisiko minimiert. Darüber hinaus werden USD-Bestände auf Bankkonten als originäre Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen ausschließlich dieser Einkaufskontrakte verwendet.
Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg anhand der Critical-Terms-Match-Methode gemessen und erreicht wird.
| 2022 TEUR |
2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufsichtsratsvergütung | 68 | 68 |
Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge der Muttergesellschaft wird wie im Vorjahr aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:
| 2022 Gesamt |
2021 Gesamt |
|
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 253 | 258 |
| Angestellte Mitarbeiter | 146 | 153 |
| 399 | 411 | |
| Auszubildende | 6 | 7 |
| 405 | 418 |
Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Folgende Tochterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 155 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 6 |
| 161 |
Am 2. Februar 2023 wurde bekannt gegeben, dass Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH – der persönlich haftenden Gesellschafterin der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA – auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2023 die Unternehmensgruppe verlassen wird. Die Aufgabengebiete von Gerd Gründahl werden ab dem 1. Juli 2023 die beiden Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Martin Adam und Andreas Gaupp, bis zu einer Neubesetzung übernehmen. Die Nachfolge wird im Laufe des Jahres bekannt gegeben.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.
Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 241) bezahlt.
Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 1.264), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen in Höhe von TEUR 9.626 (Vorjahr: TEUR 8.901). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 3).
An einen Großaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt TEUR 6.000 ausgezahlt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei TEUR 40.000, diese wurde auch zum 31. Dezember 2022 erreicht. Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 1.382 (Vorjahr: TEUR 1.374).
Im Berichtsjahr erfolgte eine Dividendenauszahlung in Höhe von TEUR 3.981 (Vorjahr: TEUR 2.458).
Darüber hinaus sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 942 (Vorjahr: TEUR 943) sowie Abflüsse aus der planmäßigen Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung in Höhe von TEUR 8.333 (Vorjahr: TEUR 0) und der Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 500) enthalten.
Am Stichtag, dem 31. Dezember 2022, hält die Gesellschaft keine eigenen Stammaktien und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2022 wurde eine Dividende von TEUR 3.981 (Vorjahr: TEUR 2.458) ausbezahlt.
Der Hauptversammlung im Jahr 2023 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 32.415 eine Dividende von EUR 0,60 (Vorjahr: EUR 0,50) je Stammaktie und von EUR 0,68 (Vorjahr: EUR 0,58) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung TEUR 4.742 betragen. Demzufolge werden in Summe TEUR 27.673 auf neue Rechnung vorgetragen.
Bad Teinach-Zavelstein, 23. März 2023
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
80 Bilanz
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Bilanz zum 31. Dezember 2022
| AKTIVA | 31.12.2022 EUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
6.271.403,00 | 6.801 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Grundstücke und Bauten | 1.109.258,15 | 1.111 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.200.354,70 | 16.200 | |
| 2. Beteiligungen | 3.753.549,06 | 3.754 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.746.750,00 | 1.747 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 202.349,09 | 203 | |
| 21.903.002,85 | 21.904 | ||
| 29.283.664,00 | 29.816 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 74.670.314,79 | 65.679 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 22.707,03 | 234 | |
| 74.693.021,82 | 65.913 | ||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 873.872,80 | 6.049 | |
| 75.566.894,62 | 71.962 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 11.266,25 | 10 |
| 104.861.824,87 | 101.788 |
| PASSIVA | 31.12.2022 EUR |
31.12.2021 TEUR |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital |
||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||
| 1. Stammaktien | 15.954.365,36 | 15.954 |
| 2. Vorzugsaktien | 6.433.090,64 | 6.433 |
| 22.387.456,00 | 22.387 | |
| II. Kapitalrücklage | 17.247.847,52 | 17.248 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 916 |
| IV. Bilanzgewinn | 32.415.385,14 | 28.148 |
| 72.966.399,13 | 68.699 | |
| B. Rückstellungen |
||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.899.163,70 | 1.744 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.231.516,43 | 987 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 323.740,43 | 306 |
| 3.454.420,56 | 3.038 | |
| C. Verbindlichkeiten |
||
| 1. Namensschuldverschreibung | 16.666.666,67 | 25.000 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 250.000,00 | 0 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 141.965,95 | 241 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 10.869.991,52 | 3.517 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 512.381,04 | 1.293 |
| 28.441.005,18 | 30.051 | |
| 104.861.824,87 | 101.788 |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
Bilanz zum 31. Dezember 2022
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Gewinn- und Verlustrechnung 2022
| 2022 EUR |
2021 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 1.032,00 | 1 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 728.474,83 | 643 |
| 729.506,83 | 644 | ||
| 3. | Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung EUR 3.156.326,28 (Vj. TEUR 3.049) |
168,75 3.156.441,06 |
115 3.049 |
| 4. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
529.979,00 | 530 |
| 5. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.159.917,45 | 1.122 |
| 4.846.506,26 | 4.700 | ||
| 6. | Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 12.078.648,04 | 10.605 |
| 7. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 66,60 | 0 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.212.060,54 (Vj. TEUR 2.180) |
2.239.514,43 | 2.182 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen EUR 216.097,73 (Vj. TEUR 96) - davon aus der Abzinsung EUR 78.137,95 (Vj. TEUR 163) |
1.241.201,98 | 1.165 |
| 13.077.027,09 | 11.622 | ||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 711.244,81 | 1.195 | |
| 11. | Ergebnis nach Steuern | 8.248.782,85 | 6.370 |
| 12. | Sonstige Steuern | 956,57 | -22 |
| 13. Jahresüberschuss | 8.247.826,28 | 6.392 | |
| 14. Gewinnvortrag | 24.167.558,86 | 21.756 | |
| 15. Bilanzgewinn | 32.415.385,14 | 28.148 |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
Gewinn- und Verlustrechnung 2022
Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft, Bad Überkingen (Amtsgericht Ulm HRB 540111) gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA) mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.
Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen sowie Genossenschaftsanteile zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.
Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.
Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,80 % (Vorjahr: 1,87 %) und einem erwarteten Rententrend von 1,75 % (Vorjahr: 1,50 %) sowie unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.
Die Erhöhung des Rententrends auf 1,75 % führte zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 112. Der Ausweis des Betrags erfolgte im Personalaufwand.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen grundsätzlich deren Aktivwerte verwendet.
Im Hinblick auf die Bilanzierung des Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Anpassung der Bewertungssystematik unter Erstanwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Diese führt zu einer geänderten Bewertung der Rückdeckungsversicherungen im Rahmen teilweise leistungskongruent rückgedeckter Pensionszusagen aus Entgeltumwandlung. Die Änderung der Bewertungsmethode dient der Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Als Maß für die Finanzierungsund Erdienungskongruenz der teilweise rückgedeckten Pensionszusagen wurde das Deckungskapitalverfahren zu Grunde gelegt. Die Rückdeckungsversicherungen wurden auf Basis des Passivprimats bewertet. Diese Bewertungsanpassung führte zu einer Verminderung der Bilanzsumme und zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 9. Der Ausweis des Betrags erfolgte innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagespiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift nach § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:
| Gesellschaft | Kapi tal |
Eigen kapital |
Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| anteil | 31.12.2022 | 2022 | ||
| in % | TEUR | TEUR | ||
| Tochterunternehmen: | ||||
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) (1) |
100 | 3.372 | 6.440 2) | |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) (1) |
100 | 5.087 | 1.792 2) | |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) (1) |
100 | 25 | 6 2) | |
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u) |
100 | 16.198 | -1.151 2) | |
| Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) (1) |
100 | 20.970 | 4.765 2) | |
| Beteiligungen: | ||||
| Karlsberg Service GmbH, Homburg (u) (3) |
45 | 27 | 551 2) | |
| siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) (m) |
40 | 649 | -7 |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht.
2) Ergebnis vor Ergebnisabführung.
3) Stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, ein verbundenes Unternehmen dar.
Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.516 und damit TEUR 231 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.493. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 40.118 (Vorjahr: TEUR 34.123) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie auch im Vorjahr, keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|
|---|---|---|
| Veräußerung an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein |
17.248 | 17.248 |
Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 916 | 916 |
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 24.168 (Vorjahr: TEUR 21.756) enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 371) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag |
3.177 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 1.278 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegen stände zum Stichtag |
1.278 |
| Verrechnete Aufwendungen | 104 |
| Verrechnete Erträge | 26 |
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 51.188 (Vorjahr: TEUR 51.818); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
||
| 1. Namensschuldverschreibung (Vorjahr) |
16.667 (25.000) |
8.333 (8.333) |
8.333 (16.667) |
0 (0) |
|
| 2. Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten (Vorjahr) |
250 (0) |
250 (0) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) |
142 (240) |
142 (240) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| 4. Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unternehmen (Vorjahr) |
10.870 (3.517) |
10.870 (3.517) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) |
512 (1.293) |
512 (1.293) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| - davon aus Steuern (Vorjahr) |
445 (1.202) |
445 (1.202) |
(0) (0) |
(0) (0) |
|
| Summe (Vorjahr) |
28.441 (30.051) |
20.108 (13.384) |
8.333 (16.667) |
0 (0) |
Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 16.667 (Vorjahr: TEUR 25.000) ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.
Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 250 durch Mithaftung der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, in voller Höhe Verbindlichkeiten im Rahmen der Finanzierungstätigkeit. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht.
Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 625 anfallen.
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:
Martin Adam, Saarbrücken Geschäftsführer
Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer
Gerd Gründahl, Stade Geschäftsführer
Früherer CFO der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender
Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender
Christian Borck, München Senior Advisor InfoRoad GmbH
Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)
Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden Württemberg e. V.
Maschinist, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.
Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Stuttgart (HRB Nr. 761720), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.
Am 2. Februar 2023 wurde bekannt gegeben, dass Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH – der persönlich haftenden Gesellschafterin der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA – auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2023 die Unternehmensgruppe verlassen wird. Die Aufgabengebiete von Gerd Gründahl werden ab dem 1. Juli 2023 die beiden Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Martin Adam und Andreas Gaupp, bis zu einer Neubesetzung übernehmen. Die Nachfolge wird im Laufe des Jahres bekannt gegeben.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.
Der Hauptversammlung im Jahr 2023 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 32.415 eine Dividende von EUR 0,60 (Vorjahr: EUR 0,50) je Stammaktie und von EUR 0,68 (Vorjahr: EUR 0,58) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung TEUR 4.742 betragen. Demzufolge werden in Summe TEUR 27.673 auf neue Rechnung vorgetragen.
Bad Teinach-Zavelstein, 23. März 2023
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Wir haben den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, 23. März 2023
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Zabel Müller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| 18.04.2023 | Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2022 |
|---|---|
| 18.07.2023 | Hauptversammlung |
| 12.09.2023 | Veröffentlichung Halbjahresabschluss 2023 |
Herausgeber Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Badstraße 41 D-75385 Bad Teinach-Zavelstein Telefon +49 (0) 70 53/92 62-220 Telefax +49 (0) 70 53/92 62-67 E-Mail: [email protected]
www.mineralbrunnen-kgaa.de
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