Annual Report • Apr 11, 2022
Annual Report
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| Konzern | KGaA | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen in Mio. EUR | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 |
| Bruttoumsatz1) | 138,1 | 136,2 | 170,0 | 169,7 | 161,8 | 0,0 | 2,9 | 5,1 | 5,4 | 3,3 |
| Beschäftigte (Anzahl im Durchschnitt inkl. Auszubildende) |
418 | 423 | 429 | 426 | 422 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personalaufwand (Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung) |
28,7 | 26,7 | 27,8 | 28,2 | 27,8 | 3,0 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
| Investitionen | 9,0 | 10,6 | 16,9 | 13,3 | 27,1 | 0,0 | 0,0 | 8,0 | 0,0 | 0,0 |
| EBITDA2) | 21,3 | 15,1 | 26,2 | 20,7 | 20,0 | 7,1 | 2,3 | 12,4 | 8,4 | 6,0 |
| Abschreibungen | 11,7 | 11,4 | 10,3 | 9,7 | 11,4 | 0,5 | 0,5 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT3) | 9,6 | 3,7 | 15,9 | 11,1 | 8,6 | 6,5 | 1,7 | 12,2 | 8,4 | 6,0 |
| Bilanzsumme | 142,2 | 138,3 | 148,5 | 146,2 | 141,8 | 101,8 | 94,0 | 106,4 | 99,1 | 94,5 |
| Eigenkapital | 65,2 | 61,7 | 65,7 | 64,0 | 60,4 | 68,7 | 64,8 | 69,0 | 65,0 | 59,3 |
| Eigenkapital-Quote in % | 45,9 | 44,6 | 44,3 | 43,8 | 42,6 | 67,5 | 68,9 | 64,9 | 65,5 | 62,7 |
| Jahresergebnis | 6,0 | 3,3 | 11,4 | 8,4 | 9,7 | 6,4 | 3,0 | 12,4 | 8,7 | 7,2 |
| Ausschüttungsbetrag | 4,0** | 2,5 | 3,6 | 3,3 | 3,0 | |||||
| Dividende (EUR je Aktie) | ||||||||||
| Stammaktie | 0,50** | 0,30 | 0,45 | 0,40 | 0,35 | |||||
| Vorzugsaktie | 0,58** | 0,38 | 0,53 | 0,48 | 0,43 | |||||
| DVFA/SG-Ergebnis (EUR je Aktie) | ||||||||||
| Ergebnis je Stammaktie | 0,76 | 0,41 | 1,39 | 1,01 | 1,18 | |||||
| Ergebnis je Vorzugsaktie | 0,84 | 0,49 | 1,47 | 1,09 | 1,26 | |||||
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 15,8 | 10,8 | 24,6 | 20,7 | 23,0 | |||||
| Höchstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart) | ||||||||||
| Stammaktie | 17,30 | 17,70 | 18,30 | 18,10 | 17,00 | |||||
| Vorzugsaktie | 14,90 | 17,10 | 16,30 | 14,50 | 10,78 | |||||
| Tiefstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart) | ||||||||||
| Stammaktie | 15,00 | 14,90 | 15,30 | 15,00 | 12,73 | |||||
| Vorzugsaktie | 12,60 | 11,70 | 12,39 | 9,55 | 7,95 |
* Tabelle ungeprüft
** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2022)
1) Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen
3) EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, zuzüglich Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.
Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen, in Grafiken und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten.
2) EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.
| An unsere Aktionäre | 02 04 06 10 14 16 |
Vorwort Unsere Gremien Bericht des Aufsichtsrats Unsere Aktien Ausrichtung unserer Unternehmensgruppe Nachhaltigkeit und soziales Engagement |
|---|---|---|
| Zusammengefasster Bericht | I. Grundlagen des Konzerns | |
| über die Lage der Gesellschaft | 22 | Geschäfts- und Organisationsstruktur |
| und des Konzerns | 24 | Unternehmerische Steuerungssysteme |
| II. Wirtschaftsbericht | ||
| 24 | Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene | |
| Rahmenbedingungen | ||
| 27 | Unternehmenssituation | |
| 39 | Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG |
|
| 39 | III. Risikobericht | |
| 48 | IV. Chancen- und Prognosebericht | |
| Konzernabschluss 2021 | 56 | Konzern-Bilanz |
| Mineralbrunnen | 58 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung |
| Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA | 59 | Konzern-Kapitalflussrechnung |
| 60 | Konzern-Eigenkapitalspiegel | |
| 64 | Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens | |
| 66 | Konzernanhang | |
| Jahresabschluss 2021 | 80 | Bilanz |
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA |
82 83 |
Gewinn- und Verlustrechnung Anhang |
| 88 | Bestätigungsvermerk | |
| 92 | Finanzkalender |

2021 war für uns, genauso wie für die gesamte deutsche Wirtschaft, ein erneut anspruchsvolles Jahr. Die Covid-19-Pandemie prägte die deutsche Getränkeindustrie auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in besonderem Maße. Ein fast fünfmonatiger Lockdown der Gastronomie zu Jahresanfang sowie der Ausfall zahlreicher Veranstaltungen führten zu spürbar weniger Konsumanlässen.
Nach verhaltenem Jahresstart konnten sich unsere Hauptmarken dann im Jahresverlauf spürbar erholen und im Berichtszeitraum insgesamt positiv entwickeln. So verzeichneten wir 2021 Umsatzzuwächse sowohl im Segment Mineralwasser und Erfrischungsgetränke als auch in unserem Saftsegment, das aufgrund des vergleichsweise hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils besonders von den Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen war.
Auch setzte sich der Trend zu einer steigenden Nachfrage der Konsumenten nach umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden fort, auf die wir schon seit Jahren unseren Gebinde- und Investitionsschwerpunkt legen und deren Anteil wir künftig weiter kontinuierlich ausbauen wollen. Hierdurch werden unsere strategischen Marken gestärkt und weitere hochwertige Produktinnovationen ermöglicht.
Im Bereich Nachhaltigkeit haben wir darüber hinaus im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Fortschritte erzielt. Bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualität für unsere Konsumenten optimieren wir auch nachhaltig den Ressourceneinsatz der gesamten Lieferkette unserer Produkte. In diesem Rahmen wurden die CO2 Emissionen erfasst und Maßnahmen zur zügigen Vermeidung bzw. Reduzierung der Emissionen definiert. All diese Maßnahmen zielen darauf ab, dass unsere gesamte Unternehmensgruppe zukünftig klimaneutral produzieren wird.
Aufgrund der insgesamt positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung, erhöhter sonstiger betrieblicher Erträge und eines disziplinierten Kostenmanagements wurde unsere Ertragsprognose eines moderat über Vorjahr liegenden EBITDA sowohl auf Konzern- als auch Einzelabschluss-Ebene klar übertroffen. Im Konzern verbesserte sich das EBITDA von 15,1 Mio. EUR auf 21,3 Mio. EUR, im Einzelabschluss von 2,3 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR. Auch das Konzernergebnis fiel mit 6,0 Mio. EUR signifikant höher als im Vorjahr (3,3 Mio. EUR) aus.
Unser strategischer Fokus liegt auch in diesem Jahr auf dem konsequenten Ausbau unseres Markengeschäfts und der nachhaltigen Verbesserung unserer Ertragskraft. Mit Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten werden wir unser Markensortiment erweitern und durch Verstärkung unserer Vertriebsmannschaft den Distributionsausbau im Handel weiter vorantreiben.
Wir freuen uns, wenn Sie unsere Unternehmensgruppe auch weiterhin begleiten und unterstützen, und bedanken uns herzlich für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren Einsatz und ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
Gerhard Theis, Waldmohr Früherer CFO der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender
Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender
Christian Borck, München Senior Advisor InfoRoad GmbH
Dr. Hans-Georg Eils, Bremen Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)
Jürgen Kirchherr, Rutesheim Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg e. V.
Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg Maschinist, Betriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Teinach GmbH, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:
Martin Adam, Saarbrücken Geschäftsführer
Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer
Gerd Gründahl, Stade Geschäftsführer


Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten sorgfältig wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der Ausübung ihrer Aufgaben regelmäßig überwacht und sie bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte die Geschäftsführung die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte der Geschäftsführung zur Kenntnis genommen und ausführlich erörtert.
Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 4 reguläre Sitzungen statt: am 22. März 2021, am 4. Mai 2021, am 20. September 2021 und am 23. November 2021, aufgrund der Covid-19-Pandemie teilweise als Telefon- bzw. Videokonferenzen. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Besondere Schwerpunkte waren:
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung Saarbrücken, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2021 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin rechtzeitig an uns verteilt worden.
Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 29. März 2022 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Abschlüsse zum 31. Dezember 2021 gebilligt.
Auf Grund der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA obliegt die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 nicht dem Aufsichtsrat, sondern der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an, den Jahresabschluss festzustellen.
Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beläuft sich im Berichtszeitraum einschließlich des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr auf 28,15 Mio. EUR. Wir schließen uns dem Vorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an, eine deutlich erhöhte Dividende von 3,98 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2021 auszuschütten. Gleichzeitig beobachten wir weiterhin aufmerksam die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und die geopolitischen Spannungen in Osteuropa und behalten uns bei einer signifikanten Veränderung der Lage ausdrücklich vor, der Geschäftsführung einen geänderten Dividendenvorschlag zu empfehlen.
Der von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.
Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Vermerk:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu erheben sind.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft gab es keine personellen Veränderungen.
In der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, gab es keine personellen Veränderungen.
Die Covid-19-Pandemie hatte auch im Geschäftsjahr 2021 tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Kunden im Hotelund Gastronomiegewerbe und unsere gesamte Branche. Sie erforderte eine schnelle Anpassung der Geschäftsabläufe an eine außergewöhnliche Lage, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und die Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe zu gewährleisten.
Als Aufsichtsrat danken wir vor diesem Hintergrund allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie der Geschäftsführung für ihren Einsatz und ihre Anpassungsbereitschaft in dem von dieser Pandemie geprägten Geschäftsjahr 2021. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.
Bad Teinach-Zavelstein, den 29. März 2022
Der Aufsichtsrat Gerhard Theis, Vorsitzender
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Das Jahr 2021 verlief an den globalen Aktienmärkten bedingt durch die Covid-19-Pandemie zwar weiterhin recht volatil, aber insgesamt sehr positiv. So verzeichneten die wichtigsten weltweiten Leitindizes einen deutlichen Anstieg im Jahresverlauf mit teilweise neuen Rekordwerten. Auch der deutsche Aktienindex, der im Berichtszeitraum von 30 auf 40 Unternehmen angewachsen ist, beendete das Börsenjahr bei 15.885 Punkten. Damit gewann der Deutsche Leitindex auf Jahressicht rund 16 % und schloss das neunte Mal in zehn Jahren mit einem Jahresgewinn ab.
Die beiden Aktiengattungen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA entwickelten sich im Berichtszeitraum trotz zwischenzeitlicher Schwankungen insgesamt recht stabil. Die Stammaktien schlossen das Jahr 2021 mit 15,80 EUR rund 2 % über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2020: 15,50 EUR) ab. Ende Januar und Anfang Februar erreichten sie ihr Jahrestief bei 15,00 EUR, das Jahreshoch lag Anfang Juni bei 17,30 EUR. Die Vorzugsaktien beendeten das Jahr 2021 mit einem leichten Kursminus von rund 4 % bei 12,80 EUR (31. Dezember 2020: 13,30 EUR). Mitte Juli erreichten sie ihr Jahreshoch bei 14,90 EUR und Ende Dezember ihr Jahrestief bei 12,60 EUR.
Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA am 31. Dezember 2021 betrug 113,71 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 113,18 Mio. EUR).

* Schlusskurse, Börse Stuttgart
| 2021 | 2020 | ||
|---|---|---|---|
| Grundkapital | EUR | 22.387.456,00 | 22.387.456,00 |
| Anzahl Stammaktien | Stück | 5.424.755 | 5.424.755 |
| Anzahl Vorzugsaktien | Stück | 2.187.360 | 2.187.360 |
| Kurs Stammaktie zum 31.12. * |
EUR | 15,80 | 15,50 |
| Kurs Vorzugsaktie zum 31.12. * |
EUR | 12,80 | 13,30 |
| Marktkapitalisierung zum 31.12. * |
Mio. EUR |
113,71 | 113,18 |
| Höchstkurs Stammaktie * |
EUR | 17,30 | 17,70 |
| Tiefstkurs Stammaktie * |
EUR | 15,00 | 14,90 |
| Höchstkurs Vorzugsaktie * |
EUR | 14,90 | 17,10 |
| Tiefstkurs Vorzugsaktie * |
EUR | 12,60 | 11,70 |
| EPS Stammaktie | EUR | 0,76 | 0,41 |
| EPS Vorzugsaktie | EUR | 0,84 | 0,49 |
| Dividende Stammaktie |
EUR | 0,50** | 0,30 |
| Dividende Vorzugsaktie |
EUR | 0,58** | 0,38 |
* Schlusskurse, Börse Stuttgart
** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2022)
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 5.424.755 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und in 2.187.360 auf den Inhaber lautende nennwert- und stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Notiert sind die Stamm- und Vorzugsaktien des Unternehmens an den Börsenplätzen Frankfurt/Main und Stuttgart. An der Deutschen Börse in Frankfurt/Main ist das Unternehmen im Basic Board (Open Market) gelistet, an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart im Teilbereich Freiverkehr Plus.
| Börsenplätze | |||
|---|---|---|---|
| Börse Frankfurt | Segment Basic Board im Open Market | ||
| Börse Stuttgart | Segment Freiverkehr Plus im Freiverkehr | ||
| Kürzel | |||
| Stammaktie | MUT | ||
| Vorzugsaktie | MUT3 | ||
| WKN | |||
| Stammaktie | 661400 | ||
| Vorzugsaktie | 661403 | ||
| ISIN | |||
| Stammaktie | DE 0006614001 | ||
| Vorzugsaktie | DE 0006614035 | ||
Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis je Stammaktie 0,76 EUR (Vorjahr: 0,41 EUR) und je Vorzugsaktie 0,84 EUR (Vorjahr: 0,49 EUR). Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den Konzern-Jahresüberschuss durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert, abzüglich der von der Gesellschaft gehaltenen Aktien.
Der Hauptversammlung im Jahr 2022 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 28,15 Mio. EUR eine Dividende von 0,50 EUR (Vorjahr: 0,30 EUR) je Stammaktie und von 0,58 EUR (Vorjahr: 0,38 EUR) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2021 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung 3,98 Mio. EUR betragen. Demzufolge werden in Summe 24,17 Mio. EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

* 2021 vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2022
Im Berichtszeitraum veränderte sich die Aktionärsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA nicht. Der Anteil der Stammaktien in Streubesitz lag zum Jahresende 2021 unverändert bei 8,33 %, der Anteil der Vorzugsaktien in Streubesitz bei 59,71 %. Die Karlsberg Gruppe hielt nach wie vor 40,73 % an den Stammaktien und 1,74 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft. Die Versorgungswerke Karlsberg Brauerei e. V. und Karlsberg Holding e. V. hielten 31,28 % respektive 9,62 % an den Stammaktien der Gesellschaft. Der Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststättengewerbes e.V. ist unverändert mit einem Anteil von 10,03 % an den Stammaktien und 38,55 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft vertreten. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum 31. Dezember 2021 keine eigenen Stammaktien und keine eigenen Vorzugsaktien.


Auch in Zeiten von Covid-19 wurde auf eine gute Investorenkommunikation großer Wert gelegt. So stand die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Berichtszeitraum mit ihren Investoren sowie Privataktionären im aktiven Dialog und informierte regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen der Gesellschaft. Darüber hinaus bot das Unternehmen aktuelle und umfassende Informationen über seine Internetseite www.mineralbrunnen-kgaa.de an. Zum Schutz der Gesundheit von Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den beteiligten Beratern und Dienstleistern wurde die Hauptversammlung am 7. Juli 2021 aufgrund der Covid-19-Pandemie als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre/-innen oder ihrer Bevollmächtigten abgehalten. Auch künftig wird sich die Gesellschaft mit gewohnter Sorgfalt ihren Investor Relations-Aufgaben widmen und der interessierten Öffentlichkeit mit hoher Transparenz und Schnelligkeit gegenübertreten. Seit dem Wirksamwerden der sogenannten Marktmissbrauchsverordnung finden zudem auch für Freiverkehrsemittenten wie der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bekanntmachungsverfahren für Ad-hoc-Publizität und Directors' Dealings sowie Insiderlisten Anwendung, wodurch die Transparenz und Sicherheit für Anleger weiter gesteigert wurde.

Kalorienarm

Wir sind als börsennotiertes Unternehmen im Mineralwasserund Fruchtsaftbereich – mit einem Familienunternehmen als Ankeraktionär – Teil eines Unternehmensverbundes. Als Mitglied des seit fünf Generationen familiengeführten Karlsberg Verbundes sehen wir es als unsere Aufgabe, durch unsere Getränke das Leben unserer Konsumenten schöner zu machen und ein gesundes Unternehmen über Generationen weiterzugeben. Unsere gemeinsame Unternehmens- und Wertekultur – eine Kultur des Miteinanders und der Wertschätzung – bildet dabei die Basis unseres Handelns.
Gemeinschaftlich mit einer großen Gruppe von Mitarbeitern aus allen Unternehmensbereichen im Verbund haben wir in den letzten Jahren unsere strategische Ausrichtung überarbeitet. In diesem Strategieprozess haben wir vier strategische Eckpfeiler für uns definiert:
Wir sehen den Menschen seit jeher als Schlüssel zum Erfolg unseres unternehmerischen Handelns. Die Stärkung und Weiterentwicklung unserer Teams stehen dabei für uns klar im Vordergrund. Durch systematische Mitarbeiterbefragungen involvieren wir möglichst viele Mitarbeiter in diesen Prozess. Nur gemeinsam als starkes Team können wir unsere Ziele erreichen.
Wir haben uns in den letzten Jahren auf unsere Marken konzentriert und uns von margenschwachen Geschäften im Bereich der Lohnproduktion und Handelsmarke getrennt. Wir fokussieren dies jetzt noch stärker mit einer Konzentration auf unsere großen ertragsstärksten Marken.
Wir haben in den letzten Jahren unsere Abläufe in der Unternehmensgruppe stetig verbessert und unsere Produktivität und Effizienz gesteigert. Durch eine konsequente Digitalisierung unserer Prozesse sowie weitere Investitionen in unsere Produktionsstandorte werden wir diesen Weg der kontinuierlichen Verbesserung weiter konsequent beschreiten. Die Suche nach dem besseren Weg treibt uns an.
Wir übernehmen Verantwortung für die Zeit nach uns: Unternehmerische Verantwortung in Verbindung mit nachhaltigem Handeln haben unsere Unternehmensgruppe schon immer geprägt. In der Definition unserer Strategie für die nächsten Jahre haben wir dabei die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit noch weiter in den Vordergrund gestellt. Wasser dem Boden der Erde zu entnehmen und mit Zutaten unserer Natur zu veredeln, ist ein Geschenk, das wir durch verantwortungsvolles Handeln wertschätzen. Das Thema Nachhaltigkeit wird in den kommenden Jahren als wichtiger Baustein unserer Unternehmensstrategie sehr prominent bleiben, um den Ressourceneinsatz in der gesamten Lieferkette unserer Getränke sowie gleichzeitig die Qualität für unsere Konsumenten kontinuierlich und nachhaltig zu verbessern.
Mit unseren vier strategischen Eckpfeilern als Antrieb und Rahmen wird sich unsere Unternehmensgruppe in den nächsten Jahren konsequent weiterentwickeln. Im Rahmen unseres jährlichen Strategieprozesses definieren wir dabei regelmäßig unsere konkreten Ziele und Initiativen und überprüfen mit Messgrößen kontinuierlich unseren Fortschritt. In diesem Weg sehen wir unsere Zukunft zu einem nachhaltigen Unternehmertum.



Kunden und Konsumenten erwarten von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihren Tochterunternehmen als Anbieter des sensiblen Naturproduktes Mineralwasser, der darauf basierenden Erfrischungsgetränke und Limonaden sowie hochwertiger fruchthaltiger Getränke die Gewährleistung höchster Qualität. Deshalb setzt der Konzern auf umweltschonende Unternehmensprozesse, die gleichzeitig der Zukunftssicherung und dem Markenschutz dienen. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind zentrale Bestandteile der verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit des Konzerns. Im Bereich der Quellenpflege und der Förderung sowie der Abfüllung und Distribution spielen umweltrelevante Standards eine zentrale Rolle. In der Beschaffung bestehen Auswahlkriterien, die sowohl qualitativen als auch ressourcenschonenden und ethischen Aspekten Rechnung tragen. Gleichzeitig verbessert die Unternehmensgruppe permanent ihre Produkte, Verpackungen und Abläufe hinsichtlich eines energieeffizienten und schonenden Ressourceneinsatzes.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH wurde 2012 als erster Mineralbrunnen Deutschlands für ihr Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 zertifiziert, womit das vorbildliche Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft am Standort Bad Teinach-Zavelstein ausgezeichnet wurde. Die ISO 50001 ist eine weltweit gültige Norm zum Nachweis eines systematischen Energiemanagements. Damit nimmt die Mineralbrunnen Teinach GmbH eine Vorreiterrolle in der Branche ein und unterstreicht ihre Ambitionen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Region. Auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind nach ISO 50001 zertifiziert.
Zudem wurde die Mineralbrunnen Teinach GmbH für ihr umweltfreundliches Individualglasgebinde "Teinacher Genussflasche" sowie den Komfortkasten mit dem
Mehrweg-Innovationspreis 2015 ausgezeichnet, der von der Deutschen Umwelthilfe und der Stiftung Initiative Mehrweg für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme vergeben wird.
Sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sind Partner des PETCYCLE-Systems, einem nachhaltigen Wertstoffkreislauf für PET-Getränkeflaschen. Insgesamt wurde der Anteil von recycelten Produkten bei der Mineralbrunnen Teinach GmbH in den letzten Jahren von 55 % auf mittlerweile 80 % ausgebaut. Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH verfügt über eine hochmoderne, energieeffiziente Abfüllanlage für Mehrwegflaschen aus Glas. Diese Mehrwegflaschen werden bis zu 50-mal gereinigt und wieder befüllt sowie anschließend recycelt. Jede Flasche besteht im Schnitt aus bis zu 60 % Altglas.
Darüber hinaus haben die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH in den vergangenen zehn Jahren an signifikanten Einsparungen in den Bereichen Gas-, Strom- und Wasserverbrauch gearbeitet. Nicht zuletzt trägt das im Jahr 2016 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk in Kißlegg bei der Mineralbrunnen Krumbach GmbH zu einer Einsparung von 1.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr bei.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH ist außerdem nach ISO 14001 zertifiziert, die einen Schwerpunkt auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess als Mittel zur Erreichung der jeweils definierten Ziele in Bezug auf die Umweltleistung einer Organisation legt.
Des Weiteren hat die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Jahr 2019 eine "Blühpatenschaft" in Norddeutschland, der Heimat von Klindworth, übernommen. Diese ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt und den Klimaschutz. Sie bietet einen Lebensraum für kleine Tiere und Insekten. Und natürlich Nahrung für Bienen, die so wichtig für unsere Früchte sind.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH ist außerdem Partner des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, der sich unter anderem für eine intakte Natur einsetzt. Das Unternehmen unterstützt hier neben finanziellen Zuwendungen als Sponsor von Wanderwegen und Pate von Blumenwiesen insbesondere bei der Kommunikation von nachhaltigen Projekten.
Beleg für das starke Engagement der Unternehmensgruppe in den Bereichen Qualität und Sicherheit sind Zertifizierungen und Auszeichnungen, die höchste Qualität der Verfahren und der Produkte sowie eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit garantieren. Mit der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH und der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wurden alle produzierenden Tochterunternehmen durch das SGS Institut Fresenius GmbH mit dem IFS Food Standard zertifiziert. Dieser Standard stellt als europaweit anerkanntes Kontrollverfahren die Überprüfung von Qualität und Sicherheit im Lebensmittelbereich sicher.
Mehrere Produkte der Mineralbrunnen Krumbach GmbH wurden zudem durch die Deutsche Lebensmittel Gesellschaft (DLG) für ihre herausragende Qualität prämiert. Bestandteil der DLG-Tests sind sensorische, chemische, physikalische und mikrobiologische Analysen sowie die Überprüfung der Genauigkeit der Inhaltsangabe.
Die Unternehmensgruppe ist in ihrer Region stark verankert. In den letzten Jahren hat Qualität und Wertigkeit bei der Auftragsvergabe eine höhere Gewichtung bekommen. Die Gruppe verpflichtet sich selbst auf den ETI Base Code der Ethical Trading Initiative, einer Mitgliedinitiative zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen weltweit. Von ihren Lieferanten fordern die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihre Tochterunternehmen einen auf den ETI-Richtlinien basierenden Fragebogen auszufüllen und zu unterschreiben. Alternativ wird ein Code of Conduct gefordert. Bei den größten Lieferanten wird außerdem geprüft, ob ein zertifiziertes Umweltmanagement-System vorliegt.
Zusätzlich überarbeitet die Gruppe derzeit ihre Lieferantenverträge, um die unternehmerischen Sorgfaltspflichten im Hinblick auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zukünftig zu integrieren. Weiterhin ist die Unternehmensgruppe gerade dabei, einen verbundweiten Verhaltenskodex mit dem Betriebsrat abzustimmen und einzuführen.
Sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH setzen auf Lieferanten aus der Region: Für die Produktion ihrer Saftschorlen werden sie von einem Saftlieferanten aus Süddeutschland beliefert, der Früchte aus der Region verarbeitet und zur Weiterverarbeitung anliefert. Um die Lieferwege kurz zu halten werden des Weiteren die Teinacher Genussflasche 0,75l und die Krumbach Individualglasflasche 1,0l, der Teinacher Komfortkasten oder auch der Individualkasten von Krumbach in Bad Wurzach in Baden-Württemberg produziert. Auch die Etiketten stammen aus der Region.
Lange Transportwege will auch die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vermeiden. Die Gesellschaft bezieht viele ihrer Rohwaren wie beispielsweise Äpfel von Streuobstwiesen aus der Region, die dann vom Unternehmen selbst am Standort Merzig gekeltert werden. Verarbeitet werden unter anderem Bio- und Fair-Trade-Produkte, für welche das Unternehmen entsprechend zertifiziert ist. Alle Säfte, Nektare, Schorlen und Erfrischungstees der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind zudem vegan. Das Unternehmen ist darüber hinaus Mitglied im SGF International e. V., einem Verein, der als Instrument der industriellen Selbstkontrolle zur Wiederherstellung freier und fairer Marktbedingungen in der Saftindustrie gegründet wurde.
Ein weiterer fester Bestandteil der Unternehmenspolitik ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns. Die Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA versteht sich als Teil der Gesellschaft und nimmt ihre soziale Verantwortung in besonderem Maße auf
regionaler Ebene wahr. So unterstützt die Mineralbrunnen Krumbach GmbH im Allgäu Kindergärten, Schulen sowie Vereine für Jugendarbeit und sponsert aktiv den Breitensport in unterschiedlichsten Disziplinen mit besonderem Fokus auf die Jugendförderung.
Auch die Mineralbrunnen Teinach GmbH engagiert sich in ihrer Heimatregion Schwarzwald durch die Förderung von Schulen und Kindergärten sowie durch die Unterstützung von Sportveranstaltungen und Tafel-Veranstaltungen mit Gratisware und finanziellen Spenden.
Ihre Jubilare ehren die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH bei einer jährlich stattfindenden Jubilarfeier.




Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe* von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, fruchthaltige Getränke, Erfrischungsgetränke und Fertigcocktails. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Produktsortiments sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Als Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet der Konzern ein breites Produktportfolio von alkoholfreien und alkoholischen Getränken an.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im Getränkemarkt mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein, Baden-Württemberg. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach-Zavelstein, Kißlegg, Lauterecken und Merzig.
*nachfolgend der "Konzern", die "Unternehmensgruppe" oder die "Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe"

Der Konzern umfasst neben den operativ tätigen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, und KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg, die Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg, Minderheitsbeteiligungen an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und an der siro Production GmbH, Neunkirchen (Saarland), die als Zwischenholding fungierende Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, sowie die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Teinach-Zavelstein als Holdinggesellschaft. Die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Martin Adam, auch Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, sowie Andreas Gaupp, Geschäftsführer der operativen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH, sowie Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der siro Production GmbH.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns obliegt der Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH. Nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen werden durch die Karlsberg Service GmbH, Homburg, einer 45-prozentigen Beteiligung
der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, ausgeübt. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechtsund Vertragswesen.
Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zusammengefasst.
Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineralund Heilwasser, fruchthaltigen Getränken, Erfrischungsgetränken sowie Fertigcocktails. Aufbauend auf unseren Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u. a.) und nationalen Marken (afri, Bluna, Vaihinger, Klindworth, Cocktail Plant u. a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein breites Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen und Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.
Die Leistungsstärke des Konzerns wird durch die Geschäftsführung im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz sowie EBITDA1 gemessen.
Daneben erfolgt die operative Steuerung über Produktivitätskennziffern, wie zum Beispiel EBITDA/Liter, Kosten pro Produktionsmenge (EUR/L) in der Produktion oder abverkaufte Menge pro Outlet pro Woche im Vertrieb Handel sowie Nachhaltigkeitskennzahlen. Diese internen Kennziffern werden im Rahmen des externen Rechnungswesens nicht kommentiert.
Darüber hinaus sind auf dem Gebiet der operativen finanziellen Leistungsmessung neben diesen Kennzahlen auch EBIT2, Investitionen sowie der Free Cashflow bedeutsame finanzielle Indikatoren. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich durch nach unserer Einschätzung schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Der Konzern setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten.
Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 vom Covid-19 bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet.
Die Industrie konnte aufgrund von Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten sowie Rohstoffen ihre Produktion – trotz voller Auftragsbücher – oft noch nicht auf volles Potenzial hochfahren. In den letzten Monaten des Jahres beeinflusste zudem eine stark ansteigende Inflationsrate die wirtschaftliche Entwicklung.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach vorläufigen Angaben der Bundesregierung im Gesamtjahr 2021 preisbereinigt um 2,7 % gestiegen, nachdem es durch die Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 zu einem starken Rückgang um 4,6 % gekommen war.
Die exportorientierte deutsche Industrie erholte sich nach hohen Verlusten im Jahr 2020. Die Exportumsätze von Waren und Dienstleistungen sind laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 preisbereinigt um 9,4 % (Vorjahr: - 9,3 %) gestiegen. Auch die Importe konnten preisbereinigt um 8,6 % (Vorjahr: - 8,6 %) zulegen.
Die inländische Nachfrage war weiterhin von der Covid-19-Pandemie geprägt, sodass die preisbereinigten privaten Konsumausgaben in 2021 auf Vorjahresniveau lagen. (Vorjahr: - 5,9 %).3
1 EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. 2 EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, zuzüglich Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.
3 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14. Januar 2022.
Die Umsätze im Einzelhandel sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 preisbereinigt um 0,7 % sowie nominal um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte real 1,1 % weniger und nominal 0,8 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.4
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mussten die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes 2021 nach signifikanten Verlusten im Vorjahr trotz der zwischenzeitlichen Aufholeffekte insgesamt erneut einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 2,2 % verbuchen (nominal + 0,1 %). Der Umsatzrückgang im Gaststättengewerbe betrug dabei 4,0 % (nominal - 0,8 %). Im Beherbergungsgewerbe war dagegen ein Umsatzanstieg von preisbereinigt 1,3 % (nominal + 2,6 %) zu verzeichnen.5
Die Covid-19-Pandemie prägte die deutsche Getränkeindustrie auch im Jahr 2021 in besonderem Maße. Ein fast fünfmonatiger Lockdown der Gastronomie sowie der Ausfall zahlreicher Veranstaltungen führten zu spürbar weniger Konsumanlässen.
Beim Absatz machten sich die ausgebliebenen Verkäufe in der Gastronomie und bei Veranstaltungen deutlich bemerkbar. Nach sukzessiv umgesetzten Lockerungen und der Wiedereröffnung vieler Gastronomiebetriebe seit Mai war trotz weiterhin vorhandener Restriktionen sowie fehlender Veranstaltungen in den Sommermonaten eine Erholung der Absätze festzustellen. Die zum Ende des Jahres eingetretene Verschärfung der pandemischen Lage und angeordnete Corona-Schutzmaßnahmen im Gastgewerbe haben die Absatzentwicklung jedoch nochmals negativ beeinflusst.
Laut Marktdaten des Haushaltspanels der GfK, die die Verluste im Bereich Gastronomie und Hotellerie nicht berücksichtigen, ging der AfG-Absatz nach einer letztjährigen konstanten Absatzentwicklung im Gesamtjahr 2021 um 4,8 % zurück.
4 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 1. Februar 2022.
6 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG (=Alkoholfreie Getränke), Jan-Dez 20/21
Das Preisniveau ist weiterhin gestiegen. Im Berichtsjahr hat sich der AfG-Umsatz um 2,1 % erhöht.
Im Wassersegment fiel der Absatzrückgang laut GfK mit 7,2 % (Vorjahr: - 2,2 %) besonders hoch aus. Über nahezu alle Sorten waren dabei deutliche Absatzverluste zu verzeichnen (Wasser mit wenig Kohlensäure - 9,7 %, Wasser mit viel Kohlensäure - 8,7 %). Dagegen fiel der Absatzverlust bei Wasser ohne Kohlensäure mit 1,7 % vergleichsweise moderat aus.
Die Getränkekategorie Fruchthaltige Getränke (FHG) musste nach einer Absatzsteigerung im vergangenen Jahr (+ 5,7 %) im Jahr 2021 Absatzverluste von 5,3 % verzeichnen. Innerhalb dieses Segments ergaben sich mit Ausnahme von Smoothies (+ 16,2 %) bei allen Sorten rückläufige Absätze (Fruchtsäfte - 7,0 %, Fruchtnektare - 5,3 %, Fruchtsaftgetränke - 1,8 %).
Auch die Absätze der Carbonated Softdrinks gingen um 3,7 % (Vorjahr: + 3,3 %) zurück. In den restlichen AfG-Segmenten konnten die Absätze im Vergleich zum Vorjahr dagegen gesteigert werden (+ 4,3 %). Zuwächse konnten hier insbesondere Flavoured Water, Eistee und Energy Drinks verbuchen.
Absatzveränderung der alkoholfreien Getränke im Handel in

Eigene Darstellung, Quelle: GfK
5 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 19. Februar 2022.
Nach ersten Hochrechnungen des VDM konnte bei den deutschen Brunnenbetrieben der Marktanteil der Glas-Mehrweggebinde gegenüber dem Vorjahr von 20,5 % auf 20,8 % erneut zulegen. Nach größeren Verlusten des PET-Einweg-Anteils in den letzten beiden Jahren hat sich auch der Marktanteil der PET-Einweggebinde 2021 im Vergleich zum Vorjahr von 59,3 % auf 59,6 % leicht erhöht. Der PET-Mehrweg bewegte sich auf fast unverändertem Niveau von 14,3 % (Vorjahr: 14,4 %). PETCYCLE verlor hingegen 0,5 Prozentpunkte Marktanteil auf nunmehr 4,9 %.7
Anteil der von den deutschen Brunnenbetrieben verwendeten Verpackungsarten 2019-2021 (in %) (Mineral- und Heilwasser sowie Erfrischungsgetränke)

Eigene Darstellung, Quelle: VDM
Hinweis: Die Angaben für 2021 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten VDM-Marktdaten des Jahres 2020 basieren auf einer neuen Datenbasis und weichen daher von den im Geschäftsbericht des Vorjahres genannten Daten ab.
IIm FHG-Segment wird der überwiegende Teil der Produkte laut GfK nach wie vor in Einwegverpackungen abgesetzt. Der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glas-Mehrweggebinde vorherrschend sind, ist allerdings im GfK-Haushaltspanel nicht erfasst.8


Eigene Darstellung, Quelle: GfK
Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2021 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 7. Juli 2021, die aus Gründen der Covid-19-Pandemie zum Schutz der Gesundheit von Aktionären, Mitarbeitern sowie den beteiligten Beratern und Dienstleistern erneut virtuell stattgefunden hat, wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Empfehlungen der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und persönlich haftender Gesellschafterin, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von rund 24,2 Mio. EUR eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Dividende von 0,30 EUR je Stammaktie und von 0,38 EUR je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 12. Juli 2021. Die Ausschüttungssumme betrug 2,5 Mio. EUR, dem Gewinnvortrag wurden 21,7 Mio. EUR zugeführt. Die anwesenden Aktionäre honorierten insbesondere auch vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen den Geschäftsverlauf 2021 und sprachen dem Management und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.
Im Berichtsjahr wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Die ermittelnden Behörden werden seitens der Geschäftsführung vollumfänglich bei der Aufklärung unterstützt.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH über Jahre hinweg durch falsch deklarierte Rechnungen über tatsächlich nicht oder in geringerem Umfang stattgefundene Transportleistungen geschädigt zu haben. Es ist möglich, dass der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH aus den schädigenden Vorgängen auch Nachteile in Form von Steuerrückzahlungen entstehen werden. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden die Risiken auf Basis der aktuellen Ermittlungsstände bewertet und hierfür in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet.
Durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Juli 2020 wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2025 ganz oder in Teilbeträgen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 11.193.728 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020). Mit der Ermächtigung ist die Gesellschaft in der Lage, möglichen künftigen Finanzbedarf schnell und flexibel zu decken.
Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich keine personellen Veränderungen.
Die Covid-19-Pandemie hatte auch im Geschäftsjahr 2021 spürbar negative Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung des Konzerns. Ein bereits im November 2020 angeordneter erneuter Lockdown dauerte bis in den Mai und führte dazu, dass der wichtige Absatzkanal HoReCa (Hotel / Restaurant / Café) in den ersten Monaten des Geschäftsjahres nur sehr bedingt geschäftsfähig war.


AUS DEM ALLGÄU
Infolge sukzessiver Lockerungen und der Wiedereröffnung der Gastronomiebetriebe im Mai zeigten sich trotz des schlechten Wetters im Sommer spürbare Erholungstendenzen, so dass die Umsatzverluste der ersten Monate aufgeholt werden konnten. Die jedoch zunehmende Verschärfung der pandemischen Lage im Laufe des zweiten Halbjahres und angeordnete Corona-Schutzmaßnahmen wie die für das Gastgewerbe geltenden 2G- oder 2G Plus-Zugangsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungsverbote, Sperrzeitregelungen sowie Schließungen von Clubs und Discotheken haben insbesondere in den letzten beiden Monaten des Jahres wieder zu einer gedämpften Umsatzentwicklung in diesem Sektor geführt.
Der Bruttoumsatz9 im Konzern konnte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit einer im Vergleich zum Vorjahr noch längeren Lockdown-Phase im Geschäftsjahr 2021 um 1,9 Mio. EUR auf insgesamt 138,1 Mio. EUR leicht gesteigert werden (Vorjahr: 136,2 Mio. EUR).
Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Umgliederung von Werbekostenzuschüssen und Delkrederevergütungen aus dem sonstigen betrieblichen Aufwand und einer hierdurch eingeschränkten Vergleichbarkeit des Nettoumsatzes zu den Vorjahren wurden im Abschluss und im Lagebericht die Darstellungsform des besser vergleichbaren Bruttoumsatzes9 gewählt.

Auch im Berichtsjahr setzte sich der Trend fort, dass Konsumenten Glas-Mehrweg-Individualgebinde schätzen. So konnten bei den Glas-Mehrweg-Individualgebinden Umsatzzuwächse von 12,2 % erreicht werden. Demgegenüber gingen die Bruttoumsätze der PET-Gebinde inkl. PETCYCLE erneut um 1,0 % zurück.
Trotz des herausfordernden Marktumfeldes konnten sich die Hauptmarken nach einer fast fünfmonatigen Lockdown-Phase im Jahresverlauf spürbar erholen und sich im Geschäftsjahr 2021 insgesamt positiv entwickeln.
Im Segment Mineralwasser und Erfrischungsgetränke konnten die Marken Teinacher und Krumbach nach erfolgreich umgesetzten Preiserhöhungen im Berichtsjahr einen Zuwachs beim Bruttoumsatz von 3,0 % respektive 0,8 % verzeichnen.
Auch das Saftsegment, das aufgrund des vergleichsweise hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils in besonderem Maße von den Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen ist, konnte wieder Umsatzzuwächse verzeichnen. Der Bruttoumsatz der Hauptmarken Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant konnte insgesamt um 13,2 % gesteigert werden.
Der Rückgang der sonstigen Bruttoumsatzerlöse um 8,9 % resultierte im Wesentlichen aus der strategiekonformen weiteren Rückführung des Lohnproduktionsgeschäfts.
Im Jahresdurchschnitt 2021 reduzierte sich im Konzern die Mitarbeiterzahl inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen auf 418 (Vorjahr: 423 Mitarbeiter).
Die hohe operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.
Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird aus unserer Sicht maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst.
Der Konzern arbeitet deshalb an einer dialogorientierten Unternehmenskultur und fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter.
Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.
Im Berichtszeitraum erfolgten im Sinne einer konzerneinheitlichen Bilanzierung verschiedene Anpassungen der Zuordnung von Aufwendungen in GuV-Positionen. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist im Konzernabschluss nicht erfolgt. Infolgedessen ergibt sich in den Positionen Umsatzerlöse, Materialaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen durch die Umgliederungen eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zum Vorjahr. Hierzu wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen.
Die Umsatzerlöse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe sind im Geschäftsjahr 2021 um 6,6 Mio. EUR auf 114,2 Mio. EUR zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der im Konzernanhang erläuterten Umgliederungen von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu Erlösschmälerungen in Höhe von insgesamt 8,8 Mio. EUR ergibt sich unter Anwendung der Bilanzierungssystematik des Vorjahres ein Umsatzanstieg von 2,1 Mio. EUR.
| Konzernertragslage (in TEUR) | 01.01.- 31.12.2021 |
01.01.- 31.12.2020 |
+/- | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 114.234 | 120.858 | -6.624 | -5 % |
| Waren- und Materialeinsatz | -32.877 | -41.314 | 8.437 | -20 % |
| Rohertrag | 81.357 | 79.544 | 1.813 | 2% |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9.702 | 2.894 | 6.809 | + // |
| Personal | -28.723 | -26.661 | -2.062 | 8 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -40.995 | -40.715 | -280 | 1 % |
| EBITDA | 21.341 | 15.062 | 6.279 | 42 % |
| Abschreibungen | -11.712 | -11.365 | -347 | 3 % |
| EBIT | 9.629 | 3.697 | 5.932 | + // |
| Finanzergebnis | -1.491 | -1.125 | -365 | 32 % |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 8.139 | 2.572 | 5.567 | + // |
| Steuerergebnis | -2.182 | 711 | -2.893 | + // |
| Konzernergebnis | 5.957 | 3.283 | 2.674 | 81% |
| Gewinnvortrag | 18.041 | 18.358 | -317 | -2 % |
| Ausschüttung an Aktionäre | -2.458 | -3.600 | 1.142 | 32 % |
| Konzernbilanzgewinn | 21.540 | 18.041 | 3.499 | 19 % |
Infolge der positiven Umsatzentwicklung im Markengeschäft konnte der Rohertrag10 gegenüber Vorjahr um 1,8 Mio. EUR, unter Anwendung der Bilanzierungssystematik des Vorjahres um 2,2 Mio. EUR, gesteigert werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 9,7 Mio. EUR lagen aufgrund enthaltener Buchgewinne aus der Veräußerung einer Lohnabfüllanlage, gegenüber Vorjahr erhöhter Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie unter Berücksichtigung enthaltener Erträge aus bezogenen Covid-19-Finanzhilfen deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2,9 Mio. EUR).
Der Personalaufwand ist unter Berücksichtigung von erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung um rund 2,1 Mio. EUR auf 28,7 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung um 3,2 Mio. EUR resultiert maßgeblich aus Zuwendungen der Trägerunternehmen für Rentenzahlungen aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e.V., Bad Teinach-Zavelstein. Aufgrund des bei der Versorgungshilfe inzwischen aufgebrauchten Vermögens zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen sind die Zuwendungsaufwendungen der Trägerunternehmen für die zu leistenden Rentenzahlungen seit Beginn des Berichtsjahres in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand auszuweisen.
Die bereits im Vorjahr initiierten Maßnahmen, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern, wurden im Berichtsjahr fortgeführt.
Durch ein diszipliniertes Kostenmanagement konnten Kosteneinsparungen realisiert werden. Budgetäre Maßnahmen sowie Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung wirkten wie geplant und führten insbesondere in variablen Kostenpositionen zu Einspareffekten.
Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr erfolgten Umgliederungen ergibt sich ein geringfügiger Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,3 Mio. EUR auf nun 41,0 Mio. EUR.
Die Abschreibungen in Höhe von 11,7 Mio. EUR liegen aufgrund der im vergangenen Jahr und im Berichtszeitraum insbesondere in die Produktausstattung in Kisten und Flaschen getätigten Investitionen rund 0,3 Mio. EUR über Vorjahr.
Das Finanzergebnis in Höhe von - 1,5 Mio. EUR ist im Wesentlichen aufgrund geringerer Zinserträge und höherer Zinsaufwendungen aus der Abzinsung um rund 0,4 Mio. EUR zurückgegangen.
Der im Berichtszeitraum angefallene Steueraufwand in Höhe von 2,2 Mio. EUR liegt aufgrund des deutlich verbesserten Ergebnisses und unter Berücksichtigung enthaltener einmaliger Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von rund 0,9 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (Steuerergebnis: + 0,7 Mio. EUR).
Trotz der spürbaren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aufgrund der langen Lockdown-Phase, insbesondere im Gastronomiesegment, konnte aufgrund einer dennoch insgesamt positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung sowie frühzeitig ergriffener Maßnahmen zu Kostensenkungen im Geschäftsjahr 2021 ein positives Konzernergebnis in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Dabei war das Ergebnis durch erhöhte sonstige betriebliche Erträge begünstigt.
Die Ergebniskennzahlen EBITDA und EBIT (Definition Kennzahlen vgl. Kapitel "Unternehmerische Steuerungssysteme") lagen bei 21,3 Mio. EUR (Vorjahr: 15,1 Mio. EUR) respektive
9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag ergibt sich daraus ein Konzernbilanzgewinn von 21,5 Mio. EUR (Vorjahr: 18,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 0,76 EUR (Vorjahr: 0,41 EUR) und je Vorzugsaktie 0,84 EUR (Vorjahr: 0,49 EUR).
Der Konzernumsatz in Höhe von 114,2 Mio. EUR ist um 5,5 % zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr vorgenommenen Umgliederungen von Werbekostenzuschüssen und Delkrederevergütungen in die Erlösschmälerungen ergibt sich ein zum Vorjahr vergleichbarer Umsatz von 123,0 Mio. EUR, wodurch sich ein Anstieg von 2,1 Mio. EUR (+ 1,8 %) ergäbe. Damit konnte die Prognose eines moderaten Umsatzanstiegs erreicht werden.
Aufgrund der zum Vorjahr verbesserten Umsatz- und Rohertragssituation sowie aufgrund erhöhter sonstiger betrieblicher Erträge wurde die Ertragsprognose eines moderat über Vorjahr liegenden EBITDA übertroffen. Das EBITDA in Höhe von 21,3 Mio. EUR lag deutlich über dem Vorjahreswert von 15,1 Mio. EUR.

Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zeigt folgende Entwicklung:
Die Umsatzerlöse sind aufgrund angepasster konzerninterner Verrechnungen deutlich zurückgegangen. Dementsprechend sind im Berichtsjahr auch keine Aufwendungen für bezogene Leistungen mehr angefallen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,6 Mio. EUR lagen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand ist unter Berücksichtigung von erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung aufgrund von Zuwendungen für Rentenzahlungen aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e.V., Bad Teinach-Zavelstein, um rund 2,9 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen auch im Geschäftsjahr 2021 um 0,3 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR weiter zurück, maßgeblich bedingt durch geringere Konzernumlagen und reduzierte Beratungsaufwendungen. Die Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR lagen auf Vorjahresniveau.
Das Finanzergebnis hat sich unter Berücksichtigung signifikant erhöhter Erträge aus Gewinnabführungsverträgen zum Vorjahresergebnis deutlich verbessert. Das Zinsergebnis ist im Wesentlichen durch geringere sonstige Zinsen und ähnliche Erträge gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR zurückgegangen.
Nach Verrechnung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbliebenen Gewinnvortrages von 21,8 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 28,1 Mio. EUR.
Infolge der dargestellten Entwicklung ist der Jahresüberschuss um 3,4 Mio. EUR auf 6,4 Mio. EUR gestiegen.
Die im Rahmen unseres letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2021 eines moderat über Vorjahr liegenden EBITDA11 konnte übertroffen werden. Die operative Kennzahl EBITDA in Höhe von 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres.
Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet insbesondere die Marken Teinacher und Hirschquelle. Der Umsatz der Gesellschaft lag 2021 bei 46,1 Mio. EUR (Vorjahr: 49,1 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 134 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.
Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert Mineralwässer und Erfrischungsgetränke. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die Marken Krumbach und Kisslegger. 2021 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 30,5 Mio. EUR (Vorjahr: 34,8 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 125 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vertreibt die Marken Vaihinger, afri und Bluna, Cocktail Plant, Klindworth, Merziger und Lindavia. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 41,5 Mio. EUR (Vorjahr: 40,9 Mio. EUR). Im Jahr 2021 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 124 Mitarbeiter, davon vier Auszubildende.


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Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Zum Bilanzstichtag betrug der bilanzierte Wert des Spezialfonds 1,7 Mio. EUR. Der Kurswert lag zum Stichtag bei 1,6 Mio. EUR.
Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen Kontokorrentlinien in Höhe von 5,0 Mio. EUR zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren. Zudem bestanden zum 31. Dezember 2021 liquide Mittel in Höhe von 6,7 Mio. EUR.
Zur teilweisen Refinanzierung des Investitionsprogramms der letzten Jahre war Ende 2016 eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25,0 Mio. EUR vertraglich abgeschlossen worden, die bis Dezember 2024 mehrstufig fällig ist. Zur Besicherung verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
Die mit der Finanzierung verknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) zur Ausnutzung der gewährten Kreditlinien wurden im vergangenen und werden im laufenden Jahr auf Basis der bestehenden Planung jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Im Berichtsjahr und für das laufende Geschäftsjahr stand bzw. steht somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist aufgrund der verbesserten Ertragslage, trotz negativer Einflussfaktoren durch bilanzielle Effekte im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit, deutlich angestiegen und lag im Berichtsjahr bei 15,8 Mio. EUR (Vorjahr: 10,8 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von - 13,1 Mio. EUR war durch erhöhte Auszahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 6,8 Mio. EUR beeinflusst und lag unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr getätigten Investitionen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (4,3 Mio. EUR), das durch Einzahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in hohem Maße begünstigt war.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: - 8,3 Mio. EUR) war vornehmlich geprägt durch Auszahlungen an die Aktionäre (- 2,5 Mio. EUR). Darüber hinaus sind Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe 0,5 Mio. EUR sowie Zinszahlungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR enthalten.
Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtsjahr in Summe ein leichter Rückgang des Finanzmittelfonds um 1,1 Mio. EUR. Die liquiden Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf einen positiven Saldo von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2021 stand jederzeit ausreichend freie Liquidität zur Verfügung. Aufgrund ausreichender freier Kreditlinien sowie vorhandener liquider Mittel war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Die Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2021 betrug 142,2 Mio. EUR und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (138,3 Mio. EUR).
Das Anlagevermögen in Höhe von 67,7 Mio. EUR hat sich im Berichtszeitraum um rund 3,7 Mio. EUR reduziert. Unter Berücksichtigung von Investitionen und planmäßiger Abschreibungen ist das Sachanlagevermögen um 2,8 Mio. EUR auf 57,9 Mio. EUR zurückgegangen.
Die Investitionen des Geschäftsjahres 2021 betrugen 9,0 Mio. EUR und lagen damit unter dem Niveau des Vorjahres (10,6 Mio. EUR). Die größte technische Einzelinvestition war eine Investition in einen Flaschenabfüller am Standort Kißlegg, für die im Berichtsjahr bereits Anzahlungen geleistet wurden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgesehen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen. Ein weiterer Schwerpunkt lag weiterhin auf der Produktausstattung, insbesondere mit dem Fokus auf Mehrweg-Glasflaschen und neue Kisten für unser Markengeschäft.

Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 3,4 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR.
Das Umlaufvermögen hat sich im Berichtszeitraum um 7,6 Mio. EUR auf 65,5 Mio. EUR erhöht, im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Sonstige Vermögensgegenstände sind dagegen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 8,8 Mio. EUR lagen auf Vorjahresniveau.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital unter Berücksichtigung des Konzern-Jahresüberschusses (6,0 Mio. EUR) und der zum Vorjahr reduzierten Dividende an die Aktionäre (2,5 Mio. EUR) um 3,5 Mio. EUR auf 65,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtszeitraum trotz leicht erhöhter Bilanzsumme verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 45,9 % über dem Vorjahreswert (44,6 %).
Bei den Rückstellungen wurde insgesamt ein Rückgang um 1,5 Mio. EUR auf 42,1 Mio. EUR verzeichnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich insbesondere aufgrund des weiterhin stark rückläufigen Abzinsungssatzes um rund 2,0 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind dagegen im Wesentlichen aufgrund im Berichtsjahr enthaltener periodenfremder Erträge aus der Anpassung von Pfandrückstellungen um 4,9 Mio. EUR auf 26,4 Mio. EUR zurückgegangen. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR lagen aufgrund des deutlich verbesserten Ergebnisses, unter Berücksichtigung enthaltener einmaliger Steueraufwendungen für Vorjahre sowie gebildeter Rückstellungen für steuerliche Risiken, deutlich über dem Vorjahreswert (0,4 Mio. EUR).
Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch deutlich höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR erhöht.
Im Einzelabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA lag die Bilanzsumme mit 101,8 Mio. EUR rund 7,8 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres.
Das Anlagevermögen reduzierte sich insbesondere aufgrund planmäßiger Abschreibungen von Markenrechten gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 30,3 Mio. EUR auf 29,8 Mio. EUR.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wiesen ein gewährtes Darlehen in Höhe von 34,0 Mio. EUR an einen Mehrheitsaktionär aus. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres waren 27,0 Mio. EUR in Anspruch genommen worden. Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag bei 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR).
Das Eigenkapital erhöhte sich von 64,8 Mio. EUR auf 68,7 Mio. EUR. Während der Jahresüberschuss in Höhe von 6,4 Mio. EUR eigenkapitalerhöhend wirkte, senkte die im Berichtsjahr ausgezahlte Dividende in Höhe von 2,5 Mio. EUR das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der erhöhten Bilanzsumme leicht reduziert und lag zum Bilanzstichtag mit 67,5 % unter dem Vorjahreswert (68,9 %).
Die Rückstellungen sind aufgrund erhöhter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie höherer Steuerrückstellungen um 1,0 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR angestiegen.
Die Verbindlichkeiten in Höhe von 30,1 Mio. EUR lagen aufgrund höherer Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstiger Verbindlichkeiten um 2,8 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres (27,2 Mio. EUR).
Die Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."
Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.
Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden von der Unternehmensgruppe abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns haben können.
Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen zur Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen ausgerichtet ist.
Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung, sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt.
Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr.
Die folgenden Risikogebiete werden für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als besonders relevant erachtet:
Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Konzernentwicklung aus.
Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Auswirkungen haben auch weiterhin einen sehr großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Geschäft, insbesondere auf das Saftsegment, des Konzerns. Die Verschärfung der Covid-19-Pandemie mit der Omikron-Welle und die damit verbundenen Einschränkungen insbesondere im Geschäftssegment HoReCa dämpfen die wirtschaftliche Erholung. Darüber hinaus bremsen die Folgen der Covid-19-Krise wie Lieferkettenprobleme und die hohe Inflation hartnäckig die konjunkturelle Erholung.
Die Geschäftsführung sieht auch weiterhin erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten. Das Ausmaß und die Dauer einzelner Auswirkungen auf das operative Geschäft sind schwer vorherzusagen. Die wesentlichsten Unsicherheiten der Covid-19-Pandemie sind ihre weitere Dauer, die Schwere weiterer Infektionswellen sowie die Entwicklung des weltweiten Impffortschritts und der medikamentösen Behandlung der Infektion.
Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19-Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden im Kapitel Prognosebericht detailliert erläutert.
Risiken für die Unternehmensgruppe können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Lieferketten führen. In diesem nach unserer Einschätzung herausfordernden Umfeld ist die Minderung von Gesundheitsrisiken sowie die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Kunden, Partner und aller anderen Stakeholder für uns von höchster Priorität.
In allen Funktionsbereichen werden die unterschiedlichen Auswirkungen sorgfältig überwacht und Maßnahmen initiiert, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufes und zum Schutz der Mitarbeiter (zum Beispiel hohe Hygienestandards, betriebliche Impfangebote, Home-Office, etc.). Darüber hinaus wurden zeitweise staatliche Entlastungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Kurzarbeit oder Covid-19- Finanzhilfen in Anspruch genommen sowie das Working Capital-, Budget- und Forderungsmanagement intensiviert.
Eine Beurteilung des weiteren Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und unser operatives Geschäft ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.
Aufgrund des nach Einschätzung der Geschäftsführung breit diversifizierten und robusten Geschäftsmodells, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Märkten und Regionen reduziert sich der Einfluss von Einzelrisiken.
Risiken mit potenzieller Auswirkung auf den Waren- und Materialeinsatz und den Absatz von Produkten des Konzerns können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen.
Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsumklima in unseren Märkten ergeben.
Unsicherheiten bestehen derzeit durch die sehr angespannte Lage zwischen Russland und den USA mit seinen europäischen Verbündeten. Mit Bezug auf die aktuelle Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und resultierender Reaktionen vieler Länder (z.B. Sanktionen) sind negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft zu erwarten, die aufgrund der hohen Unsicherheit aus heutiger Sicht nicht abschließend bewertet werden können. Aufgrund nur sehr geringer Geschäftsbeziehungen mit Russland und der Ukraine ergeben sich durch diese geopolitische Krise zwar keine materiellen unmittelbaren Auswirkungen auf den Absatz der Konzerngesellschaften. Nichtsdestotrotz können Risiken auf der Beschaffungsseite entstehen. Beispielsweise könnten starke Einschränkungen der russischen Gaslieferungen nach Europa zu noch höheren Energiepreisen und Rationierung führen und so die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen.
Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die häufig weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie und die Absatzentwicklung auswirken kann. Dies betrifft in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.) sowie die Zusatzstoffe in Nearwater- und Süßgetränken (z. B. Zuckerersatzstoffe).


Auch die in der Öffentlichkeit häufig einseitig geführte Diskussion über Mineral- und Leitungswasser kann sich auf das Konsumverhalten der Verbraucher negativ auswirken. Eine zunehmend unausgewogene Berichterstattung über Mineralwasser könnte dazu beitragen, dass viele Konsumenten den Mehrwert des Naturproduktes Mineralwasser im Vergleich zu aufbereitetem Leitungswasser weniger wahrnehmen. In diesem Zusammenhang hat der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen eine Verbandsinitiative "Dialog Natürliches Mineralwasser" ins Leben gerufen, um die Vorzüge des nachhaltigen Naturproduktes aufzuzeigen. Darüber hinaus bestehen Risiken hinsichtlich der Regelungen zur Verpackungsverordnung sowie der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden können.
Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher.
Der kontinuierlichen Erweiterung der Mengen- und Preisorientierung im Preiseinstiegssegment um den Faktor Produktmehrwert begegnet der Konzern mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten, Produktinnovationen und hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden kommt den geänderten Kundenwünschen entgegen. Dem Risiko weitestgehend gesättigter Märkte wird nach unserer Auffassung mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet.
Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten werden zwar durch mittelfristige Verträge abgesichert, auf längere Sicht stellen jedoch insbesondere volatile Energie- und hohe Rohwarenpreise ernstzunehmende Risiken dar.
Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern.
Die Knappheit an Rohstoffen und anderen Gütern sowie höhere Energiepreise haben im Berichtsjahr die Inflation auf ein Mehrjahreshoch getrieben. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich laut Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber 2020 erhöht, die höchste Jahresteuerungsrate seit nahezu 30 Jahren.12 Auch für 2022 gehen Wirtschaftsexperten von einer sich zwar leicht abschwächenden, dennoch im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhten Inflationsrate aus.
Steigende Preise für Rohstoffe, Verpackungen, Energie und Logistik werden sich auf das Geschäft des Konzerns belastend auswirken, wobei ein Teil der Preissteigerungen durch bestehende Kontrakte für das laufende Geschäftsjahr vertraglich abgesichert ist.
Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.
Die natürliche Ressource Mineralwasser sowie die im Produktionsprozess eingesetzten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bedürfen sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines kontinuierlich weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instandgesetzt und die zuständigen Mitarbeiter regelmäßig geschult.
Dem Ausfallrisiko von Abfüllstraßen wird durch regelmäßige vorbeugende Wartungen, Zustandsbeurteilungen der Maschinen und Anlagen, Schulung des Wartungspersonals, Ersatz von risikobehafteten Altanlagen, Ersatzinvestitionen in Anlagenteile sowie bei Notwendigkeit durch gänzliche Erneuerung der Anlagen begegnet. Risiken durch drohende Verunreinigung von Fertigprodukten werden durch den Einsatz von Kontrollstandards und technischen Einrichtungen minimiert.
Die Qualitätssicherung und die Produktionschargenrückverfolgung zur Kontrolle der Produktwege sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Ausfall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moderne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Insgesamt steht der Beschaffungsmarkt unter ständiger Beobachtung, wobei langfristige Liefervereinbarungen angestrebt werden. Gleichzeitig sind alle Produktionsstandorte gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert.
Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat der Konzern entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Konzerngesellschaften beziehen ihre Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von einer Vielzahl verschiedener Lieferanten. Dennoch können Beschaffungsrisiken aufgrund von Lieferantenabhängigkeiten und Lieferengpässen bei bestimmten Produkten wie bspw. Glasgebinden bestehen. Durch eine Verteilung der Bedarfe auf möglichst viele Lieferanten kann dieses Risiko minimiert werden.
Auch in der Logistik können Engpässe auftreten. Diesem Risiko wird mit vertraglicher Absicherung von ausreichend Frachtraum sowie einem möglichst breiten Netzwerk an Dienstleistern entgegengewirkt.
Im Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutzrisiken vorzubeugen, werden umweltschutzund auch arbeitsschutzrelevante Gesetze regelmäßig analysiert sowie Emissionswerte durch ein systematisches Energiemanagementsystem einer kontinuierlichen Überwachung unterzogen. Für die Konzernunternehmen erlangen Energierückgewinnungsprojekte eine immer größere Bedeutung. So konnten durch die in den vergangenen Jahren umgesetzten Energieeinspar- und Effizienzinvestitionen, wie beispielsweise die Errichtung eines Blockheizkraftwerks, die Emissionswerte und Energiekosten deutlich reduziert werden.
Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Sensibilisierung aller im Produktionsprozess eingebundenen Mitarbeiter für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie eine Einbindung in verschiedene operative Projekte, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren.
Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informationsund Kommunikationstechnologien ein, um die Produktionsund Geschäftsprozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit.
Generell können Risiken in der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, bei einem Verlust oder einer Manipulation von Daten, durch Cyberkriminalität oder Compliance-Verletzungen sowie bei Offenlegung vertraulicher Informationen bestehen.
Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie, Richtlinien und qualifizierte Mitarbeiter tragen aus unserer Sicht dazu bei, diese IT-Risiken zu minimieren. Die in der Karlsberg Service GmbH organisierte zentrale IT-Organisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter Systeme und Prozesse sind weitere Maßnahmen zur Risikominimierung.
Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme sowie durch eine Notstromversorgung minimiert, sodass wir dieses Risiko insgesamt als gering einschätzen.
Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Prozesse hat das Thema Cybersecurity in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen werden konzernweit aktuelle Sicherheitssysteme eingesetzt.
Der Karlsberg Verbund plant, eine speziell auf die mittelständische Getränkeindustrie zugeschnittene ERP-Software einzuführen. Risiken könnten hierbei einerseits in einer nicht ausreichenden Kapazität der Projektbeteiligten durch eine hohe Ressourcenbindung der in das Projekt eingebundenen Mitarbeiter bestehen. Zudem könnte die Gefahr bestehen, dass Synergien nicht wie geplant realisiert werden und
Effizienzsteigerungen der Prozesse nicht in angestrebtem Umfang erreicht werden könnten. Durch die Einführung in nahezu allen Unternehmensbereichen des gesamten Verbundes und einer infolgedessen hohen Projektkomplexität können sich Verzögerungen in der Umsetzungsphase ergeben. Zur Erreichung der Projektziele und Minimierung der vorgenannten Risiken wurde eine Projektorganisation implementiert, in die alle für die ERP-Einführung betroffenen Ebenen und Funktionen, ein erfahrenes Projektmanagement sowie Mitglieder der Geschäftsführung eingebunden sind. Zur ausführlichen Darstellung der Chancen durch das Projekt wird auf den Chancenbericht verwiesen.
Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern auch mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert. Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Im Schadensfall sind die nach Einschätzung der Geschäftsführung größten Risiken durch ausreichende Versicherungen abgesichert.
Im Berichtsjahr wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Aufgrund dieses Betrugsfalls wurden auch interne Untersuchungen initiiert und Prozesse auf den Prüfstand gestellt. Es ist möglich, dass der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH aus den schädigenden Vorgängen auch Nachteile in Form von Steuerrückzahlungen entstehen werden. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden die Risiken auf
Basis der aktuellen Ermittlungsstände bewertet und hierfür in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt zudem den jeweils geltenden nationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuernachzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten haben.
Steuerliche Risiken, die sich aus den verschiedenen Themenkomplexen ergeben, werden durch die Steuerabteilung der Karlsberg Service GmbH, die bei operativen und strategischen Entscheidungen mit möglichen steuerlichen Folgen konsequent einzubinden ist, fortlaufend identifiziert und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche risikomindernde Maßnahmen initiiert.
Für die Unternehmen des Konzerns ist es von großer Bedeutung, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für alle Bereiche zu gewinnen, zu entwickeln und im Unternehmen zu halten sowie alle Personalressourcen effektiv zu steuern. Ansonsten könnten die Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein, ihrer Geschäftstätigkeit effizient und erfolgreich nachzugehen. Eine zunehmend größere Herausforderung sind die sich verändernden Anforderungen in der digitalisierten Arbeitsumgebung.
Risiken könnten sich durch Kompetenzengpässe aufgrund zahlreicher gesundheitlicher Ausfälle infolge der anhaltenden Covid-19-Pandemie ergeben (Gesundheitsrisiko). Darüber hinaus könnten Anpassungs- (Mitarbeiter sind falsch oder unzureichend qualifiziert), Motivations- (Arbeitsleistung wird zurückgehalten) oder Streikrisiken (Produktionsausfall aufgrund der Ausübung des Streikrechts) oder der Verlust von wichtigen Fach- und Führungskräften negative Auswirkungen
für die Unternehmen mit sich bringen. Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation ist es angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung möglich, dass der Druck auf die Tarifparteien zunimmt. Hieraus könnten höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen (Tarifrisiko).
Einzelne oder mehrere dieser Umstände könnten die Fähigkeit beeinträchtigen, die Personalressourcen effektiv zu steuern. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Zur Begegnung dieser Risiken werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um ihre negativen Auswirkungen so weit wie möglich zu mindern, wie zum Beispiel:
Ausfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden der Konzerngesellschaften begründet. Ein Beispiel sind Zahlungsausfälle im Geschäftssegment HoReCa, das von den Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie in besonderem Maße betroffen ist, falls die staatliche Unterstützung für diesen Sektor seine Wirkung verfehlt. Daraus resultieren Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen.
Möglichen Forderungsausfällen wird durch unser Debitorenmanagement und bevorzugter Nutzung von Zentralregulierung entgegengewirkt. Ein IT-gestütztes Überwachungssystem sowie eine eintrittsbasierte Forderungsbewertungssystematik gewährleisten die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und Kreditengagements überprüft sowie laufend Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwachungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen an und leitet umgehend Gegenmaßnahmen ein. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen.
Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, unserer Einschätzung nach bewährt.
Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, bei denen der Konzern gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, den prognostizierbaren Bedarf zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch häufige Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird der Finanzierungsund Liquiditätsbedarf durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung gesteuert. Fällig werdende Finanzierungen werden frühzeitig auf Refinanzierungsbedarf geprüft und Refinanzierungsgespräche mit Geschäftspartnern zügig angegangen. Im Berichtsjahr konnten neue Betriebsmittelkredite mit einem Finanzierungsrahmen von insgesamt 4,0 Mio. EUR zu verbesserten Finanzierungskonditionen erfolgreich abgeschlossen werden.
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Mit der Ende 2016 abgeschlossenen bankenunabhängigen Finanzierung in Form von Namensschuldverschreibungen über insgesamt 25 Mio. EUR sind Verpflichtungen in Form von finanziellen Kennzahlen (Covenants) verbunden. Die erste von drei Tilgungstranchen aus dieser Finanzierung wird Ende 2022 fällig. Das Einhalten der Kennzahlen wird im Rahmen des Finanzreportings regelmäßig überwacht. Im vergangenen Jahr wurden diese jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird seitens der Geschäftsführung auch zukünftig als gering eingeschätzt.
Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen. Diese Sicherungsbeziehungen sind effektiv und werden in der Regel als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Abschluss abgebildet.

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Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u. a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. So ergeben sich aufgrund des gegenwärtigen Niedrigzinsumfeldes im Bereich der Pensionsrückstellungen signifikante Zinsbelastungen. Vorausschauende Mehrjahresanalysen und Szenarioberechnungen können hierbei die Planungssicherheit erhöhen und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglichen.
Die Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikoposition im Geschäftsjahr 2021 angesichts der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nicht wesentlich verändert. Im Berichtszeitraum konnte sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA nach unserer Auffassung im Markt gut behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten 2021 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Konzerns auf und sind auch im prospektiv ausgerichteten Risikoprognosezeitraum von einem Jahr nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht zu erwarten. Die Geschäftsführung erwartet, dass die vorstehend genannten Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.
Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.
Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen Planungsunsicherheiten. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.
Für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe unterstützen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen.
Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm und schnelle Entscheidungswege versetzen nach unserer Ansicht die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Die Marken sind unserer Einschätzung nach bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Marken fruchthaltiger Getränke und Fertigcocktails unterliegen dabei einer klaren Markenführung, die auch immer wieder Wachstumsimpulse durch neue Produktinnovationen ermöglichen.
Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank unserer Einschätzung nach starker Marken im Wasser-,
Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern.
Gute Chancen werden insbesondere bei unseren Marken Teinacher, Hirschquelle und Krumbach sowie Vaihinger, Klindworth und afri gesehen, die nach unserer Ansicht in ihren Märkten fest verankert sind und ein attraktives und umfangreiches Produktportfolio bieten, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist. Die in einigen Regionen bestehende Marktführerschaft soll kontinuierlich und ertragsorientiert ausgebaut und auch auf angrenzende Regionen ausgedehnt werden.
Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich nach unserer Einschätzung zusätzliche Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süd- und Südwestdeutschland und national auf dem Gastronomiemarkt, in der Hotellerie und im Handel. Das Investitionsprogramm der vergangenen Geschäftsjahre insbesondere in die Glas-Mehrweg-Produktion erhöht die Chancen der Gruppe, weiter profitabel zu wachsen. Durch den Ausbau von Kapazitäten im Glas-Mehrwegbereich werden die strategischen Marken der Gruppe gestärkt und weitere hochwertige Produktinnovationen ermöglicht. Die Unternehmensgruppe sieht sich mit ihrer strategischen Fokussierung auf umweltfreundliche Glas-Mehrweggebinde gut aufgestellt. Der Anteil von Glasindividualgebinden soll in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden. Darüber hinaus werden durch die Investitionen die Effizienz und Flexibilität in der Produktion weiter gesteigert.
Aufgrund eines nach unserer Einschätzung diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen können eventuell auftretende Einzelrisiken nicht nur häufig kompensiert werden, sondern sich auch Chancen beispielsweise durch Know-how-Transfer und Innovationsimpulse ergeben.
Darüber hinaus können Synergien durch die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und anderen Unternehmen des Karlsberg Verbundes realisiert werden. Die enge Verflechtung in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führen nach Beurteilung durch die Geschäftsführung zu Effizienzsteigerungen und Synergieeffekten. So wird im Vertrieb durch Kooperation mit den anderen Unternehmen im Verbund eine intensivere Marktbearbeitung, d. h. eine Optimierung der Betreuung und Kontaktpflege von Kunden, erreicht. Darüber hinaus wird im Konzern in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen auf die gebündelte Bearbeitung in der Konzerngesellschaft Karlsberg Service GmbH gesetzt.
Digitale Technologien werden für unsere Märkte und unsere Arbeitswelt zunehmend wichtiger.
Über alle Unternehmensbereiche hinweg wird die fortschreitende Digitalisierung neue Möglichkeiten und somit ein aus unserer Sicht signifikantes Potenzial für den Konzern bieten.
Im technischen Bereich bieten der Einsatz von standardisierten Online-IT-Systemen und die vollständige Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses Chancen für die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprozesses in den nächsten Jahren.
Unter Einsatz neuer IT-Anwendungen werden sich für Marketing und Vertrieb neue Möglichkeiten ergeben und so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Information, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung getragen.
Auch im Verwaltungsbereich werden durch die Digitalisierung aufgrund der Nutzung von einheitlichen IT-Systemen signifikante Effizienzsteigerungen erwartet.
Der Karlsberg Verbund plant, zur Optimierung der Geschäftsprozesse, zur konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen in allen Funktionsbereichen sowie zur Integration und Steuerung unterschiedlichster Unternehmensaktivitäten in den Bereichen Produktion und Abfüllung, Logistik, Finanzen und Vertrieb eine speziell auf die mittelständische Getränkeindustrie zugeschnittene ERP-Software einzuführen.
Durch den Einsatz der gleichen ERP-Software in allen Unternehmen und nahezu allen Bereichen des Karlsberg Verbundes sollen Effizienzsteigerungen durch die Minimierung bzw. den Entfall manueller Abläufe, einer durchgängigen Datennutzung und der Automatisierung von repetitiven Prozessen erzielt werden.
Im Rahmen des Projektes werden unternehmensinterne Prozesse und Arbeitsabläufe analysiert und auf den Prüfstand gestellt, um mögliche Verbesserungspotentiale für die neue Software bestmöglich auszunutzen. Eine Optimierung aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette wird nach unserer Einschätzung dazu beitragen, dass die Prozessqualität aufgrund einer geringeren Anzahl an Fehlerquellen gesteigert werden kann, unwirtschaftliche bzw. nicht mehr zeitgemäße Abläufe ersetzt und aufgrund einer an den End-to-End-Prozessen ausgerichteten Projektorganisation mit der Cloud-Lösung bereichsübergreifende Synergien gehoben werden können.
Wettbewerbsvorteile könnten sich in der verbundeinheitlichen Systemlandschaft durch beispielsweise eine verbesserte Datenbasis für Entscheidungen und die strategische Unternehmenssteuerung, durch Zeitgewinn aufgrund von schnelleren Abläufen sowie durch eine gesteigerte Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit ergeben. Darüber hinaus ermöglicht das Cloud-basierte ERP-System eine Vereinfachung des Systembetriebes sowie eine leichtere Realisierung von Skaleneffekten.
Zur ausführlichen Darstellung der Risiken durch das Projekt wird auf den Risikobericht verwiesen.
Weitere Digitalisierungsinitiativen werden aktuell und in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen liegen:
Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisieren die Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde eine Organisationsstruktur etabliert, die sich nach unserer Beurteilung durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der Konzernunternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt nach unserer Einschätzung den regionalen bzw. nationalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung.
Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche werden so unterstützt und mit Ressourcen ausgestattet, um identifizierte Chancen zu heben.
In der deutschen Wirtschaft zeichnet sich ein deutlicher Anstieg des Wirtschaftswachstums ab. Zwar dämpfen die Covid-19-Omikron-Welle und die damit verbundenen Einschränkungen noch die wirtschaftliche Erholung zum Jahresanfang und Lieferkettenprobleme bremsen die konjunkturelle Erholung.
Es wird jedoch erwartet, dass die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf nach Stabilisierung der pandemischen Lage und bei allmählichem Ende der Lieferengpässe weiter Fahrt aufnehmen wird. Für das laufende Jahr geht die Bundesregierung in ihrer im Jahreswirtschaftsbericht 2022 veröffentlichten Prognose von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 % aus.13 Damit würde die Wirtschaftsleistung erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau liegen.
Gerade die Getränkeindustrie ist in erheblichem Umfang von der Schließung der Gastronomie und des Festbetriebs betroffen.
Für das laufende Jahr rechnet der VDM mit einer langsamen Erholung des Marktes und geht in Abhängigkeit vom Wetter und den Auswirkungen der Pandemie von einer Trendumkehr im Jahresverlauf aus. Verunsicherte Konsumenten, verschärfte Zugangsregeln für die Gastronomie und die Absage vieler Events wirken sich dämpfend aus. Insbesondere die ersten Monate werden noch negative Auswirkungen mit sich bringen. Unter Berücksichtigung einer abflachenden Pandemie und einer wirtschaftlichen Erholung wird jedoch im weiteren Jahresverlauf für den Gastronomiesektor, der von der Rückkehr der Lebensnormalität und dem Aufbruchswillen der Menschen profitieren sollte, eine Erholung erwartet.
Der Konzern wird auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Ziel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe ist es, ihr Markengeschäft konsequent auszubauen. Durch fokussierte Markenkommunikation und die nationale Vertriebsorganisation der KAMPOS Vertriebs GmbH soll die Distribution unserer Marken gerade im Handel weiter ausgebaut werden, so dass auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden.
Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit im Jahr 2022 werden auf der Sortimentserweiterung durch Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten im Markengeschäft mit Fokussierung auf Glas-Mehrwegflaschen (z. B. Individualgebinde Hirschquelle und Vaihinger) liegen. Ziel ist es, den Anteil an Glas-Mehrweggebinden weiter kontinuierlich auszubauen.
13 Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 26. Januar 2022.
Durch eine Verstärkung der Vertriebsmannschaft im Inland soll die Distributionserweiterung unseres wachsenden Markenportfolios im Handel weiter vorangetrieben werden. Ein stark auf die Hauptmarken fokussierter Distributionsausbau im Lebensmitteleinzelhandel soll zu einem Ausbau der Marktführerschaften beitragen.
Darüber hinaus bilden die Umsetzung von Preiserhöhungen im gesamten Markengeschäft des Saftsegmentes und die Weiterentwicklung der Preis- und Konditionenkonzepte sowie vorbereitende Maßnahmen für die im Jahr 2023 geplante Einführung eines neuen ERP-Systems weitere Schwerpunkte. Zudem sind im laufenden Jahr an den Standorten Lauterecken und Kißlegg zukunftsgerichtete technische Investitionen in den Bau von Solarparks geplant.
Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen und einer hieraus resultierenden hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2022 wesentlich beeinträchtigt.
Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich angesichts des herausfordernden Umfelds und der zu erwartenden weiterhin anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Getränkeindustrie und die Konzerngesellschaften ergeben könnten. Die Grundlage unserer Einschätzungen für das Jahr 2022 sind weitgehend stabile gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Erwartung einer zunehmenden wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung. Die zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie initiierten Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel die für das Gastgewerbe geltenden Zugangsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Veranstaltungsverbote, Sperrzeitregelungen sowie Schließungen von Clubs und Discotheken werden den Umsatz im Gastronomiesektor in den ersten Monaten des Jahres noch negativ beeinflussen. Jedoch wird im weiteren Jahresverlauf eine deutliche Erholung der Umsätze im Absatzkanal HoReCa erwartet.
Die skizzierte Entwicklung unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden in den Kapiteln "Risikobericht" und "Chancenbericht" detailliert erläutert.
Für die gesamte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2022 ein im Vergleich zum Vorjahr moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Für den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA sowie für den Konzernabschluss wird gegenüber dem Vorjahr mit deutlich erhöhten Aufwendungen für Marketing und Vertrieb und geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen ein EBITDA14 moderat über dem Niveau des Jahres 2020 (Konzern: 15,1 Mio. EUR, Jahresabschluss: 2,3 Mio. EUR) prognostiziert. Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung und die von Bund und Ländern beschlossenen schrittweisen Lockerungen der Covid-19-Beschränkungen bis Mitte März 2022 könnte, basierend auf einer Szenariorechnung, mit zunehmender wirtschaftlicher Erholung auch ein EBITDA erreicht werden, das deutlich über dem Wert des Geschäftsjahres 2020 liegen könnte.
Bad Teinach-Zavelstein, den 29. März 2022
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
| AKTIVA | 31.12.2021 EUR |
31.12.2020 TEUR |
||
|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
6.814.135,20 | 7.359 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 15.188.744,34 | 15.881 | ||
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 950.397,29 | 1.018 | ||
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 22.932.152,73 | 26.209 | ||
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.596.065,53 | 17.493 | ||
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.209.976,05 | 86 | ||
| 57.877.335,94 | 60.687 | |||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | ||||
| a) an assoziierten Unternehmen | 526.051,83 | 902 | ||
| b) sonstige | 35.825,84 | 36 | ||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.747.007,90 | 1.747 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 725.026,51 | 726 | ||
| 3.033.912,08 | 3.411 | |||
| 67.725.383,22 | 71.456 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.900.700,59 | 6.398 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 2.675.330,36 | 2.038 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 3.865.679,40 | 3.713 | ||
| 13.441.710,35 | 12.149 | |||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.786.030,61 | 7.011 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 34.362.066,12 | 27.431 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.259.898,52 | 3.539 | ||
| 45.407.995,25 | 37.981 | |||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 6.658.307,39 | 7.798 | ||
| 65.508.012,99 | 57.928 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 138.608,25 | 161 | ||
| D. Aktive latente Steuern | 8.797.592,69 | 8.763 | ||
| 142.169.597,15 | 138.307 |
| PASSIVA 31.12.2021 EUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||||||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||||||
| 1. Stammaktien | 15.954.365,36 | 15.954 | ||||
| 2. Vorzugsaktien | 6.433.090,64 | 6.433 | ||||
| 22.387.456,00 | 22.387 | |||||
| II. Kapitalrücklage | 17.247.847,52 | 17.248 | ||||
| III. Gewinnrücklagen | ||||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 916 | ||||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 3.127.000,00 | 3.127 | ||||
| IV. Konzernbilanzgewinn | 4.042.710,47 21.539.825,24 |
4.043 18.041 |
||||
| 65.217.839,23 | 61.719 | |||||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 90.936,32 | 107 | ||||
| C. Rückstellungen | ||||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 13.845.543,64 | 11.854 | ||||
| 2. Steuerrückstellungen | 1.807.125,17 | 378 | ||||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 26.449.031,83 | 31.332 | ||||
| 42.101.700,64 | 43.564 | |||||
| D. Verbindlichkeiten | ||||||
| 1. Namensschuldverschreibung | 25.000.000,00 | 25.000 | ||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.926.576,28 | 3.220 | ||||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 250.719,79 | 0 | ||||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 105.844,48 | 16 | ||||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.475.980,41 | 4.681 |
142.169.597,15 138.307
| 2021 EUR |
2020 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 114.233.747,54 | 120.858 | |
| 2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 799.324,72 | 924 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge - davon aus der Währungsumrechnung EUR 1.327,40 (Vj. TEUR 3) |
9.702.291,51 | 2.894 | |
| 124.735.363,77 | 124.676 | ||
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 32.186.698,43 | 32.796 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.489.181,69 | 9.441 | |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 20.579.673,17 | 21.579 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - davon für Altersversorgung EUR 4.089.063,73 (Vj. TEUR 936) |
8.143.445,67 | 5.082 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 11.712.022,51 | 11.365 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - davon aus der Währungsumrechnung EUR 12.263,47 (Vj. TEUR 3) |
40.994.926,41 | 40.715 | |
| 115.105.947,88 | 120.978 | ||
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 0,74 | 0 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.373.979,14 (Vj. TEUR 1.611) |
1.377.227,52 | 1.621 | |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 0 | |
| 11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 129.585,95 | 182 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon aus der Abzinsung EUR 1.718.872,59 (Vj. TEUR 1.549) |
2.738.283,21 | 2.565 | |
| 13. Finanzergebnis | -1.490.640,90 | -1.125 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - davon aus der Veränderung latenter Steuern EUR -34.803,98 (Vj. TEUR -784) |
1.165.916,93 | -814 | |
| 15. Ergebnis nach Steuern | 6.972.858,06 | 3.386 | |
| 16. Sonstige Steuern | 1.015.796,93 | 103 | |
| 17. Konzern-Jahresüberschuss | 5.957.061,13 | 3.387 | |
| 18. Gewinnvortrag | 15.582.764,11 | 14.758 | |
| 19. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn | 0,00 | 0 | |
| 20. Konzernbilanzgewinn | 21.539.825,24 | 18.041 |
| 2021 EUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) |
5.957.061,13 | 3.283 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 12.140.540,35 | 11.793 |
| Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | -2.890.883,31 | -2.588 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | -15.569,48 | -16 |
| Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
-1.682.239,71 | 3.125 |
| Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 773.503,48 | -5.071 |
| Gewinn / Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -720.642,35 | 295 |
| Zinsaufwendungen / Zinserträge | 1.361.055,69 | 944 |
| Ertragsteueraufwand /-ertrag | 1.165.916,93 | -814 |
| Ertragsteuerzahlungen | -241.409,65 | -133 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 15.847.333,08 | 10.818 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 1.263.509,40 | 14 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -8.901.364,53 | -10.530 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 498,61 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -52.131,89 | -20 |
| Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1) | -6.773.199,00 | 13.227 |
| Erhaltene Zinsen | 1.376.855,46 | 1.621 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -13.085.831,95 | 4.311 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 2) | 0,00 | -3.675 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten | -499.760,53 | 0 |
| Gezahlte Zinsen | -942.687,04 | -1.015 |
| Gezahlte Dividenden | -2.458.458,90 | -3.600 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -3.900.906,47 | -8.290 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.139.405,34 | 6.839 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.797.712,73 | 958 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.658.307,39 | 7.798 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 6.658.307,39 | 7.798 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.658.307,39 | 7.798 |
1) enthält Veränderungen aus dem Cashpooling mit verbundenen Unternehmen
2) enthält Aktienrückkäufe
| Mutterunternehmen (Korrigiertes) gezeichnetes Kapital Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Stammaktien Vorzugsaktien Summe Stammaktien EUR EUR EUR EUR 16.347.153,65 6.040.302,35 22.387.456,00 -787.015,47 -392.788,29 392.788,29 0,00 787.015,47 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| -392.788,29 392.788,29 0,00 0,00 0,00 0,00 15.954.365,36 6.433.090,64 22.387.456,00 |
|||||
| Summe | |||||
| EUR | |||||
| 31.12.2019 | 21.600.440,53 | ||||
| Ausgabe von eigenen Anteilen | |||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | 787.015,47 | ||||
| Gezahlte Dividenden | |||||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | |||||
| Übrige Veränderungen | |||||
| 787.015,47 | 787.015,47 | ||||
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | |||||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | |||
| 31.12.2020 | 0,00 | 22.387.456,00 | |||
| Ausgabe von eigenen Anteilen | |||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | |||||
| Gezahlte Dividenden | |||||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | |||||
| Übrige Veränderungen | |||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | |||||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 31.12.2021 | 15.954.365,36 | 6.433.090,64 | 22.387.456,00 | 0,00 | 22.387.456,00 |
| Mutterunternehmen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn/-Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, Zurechnung Mutterunternehmen |
Rücklagen | ||||||
| Summe | Gewinnrücklagen | Kapitalrücklage | |||||
| EUR | EUR | Summe EUR |
andere Gewinnrücklagen EUR |
gesetzliche Rücklage EUR |
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB EUR |
||
| 18.357.989,19 | 25.752.573,46 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 21.709.862,99 | ||
| -4.462.015,47 | -4.462.015,47 | ||||||
| -3.600.195,15 | |||||||
| -3.600.195,15 | -4.462.015,47 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -4.462.015,47 | ||
| 3.283.428,98 | |||||||
| 3.283.428,98 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 18.041.223,02 | 21.290.557,99 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 17.247.847,52 | ||
| -2.458.458,91 | |||||||
| -2.458.458,91 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 5.957.061,13 | |||||||
| 5.957.061,13 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 21.539.825,24 | 21.290.557,99 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 17.247.847,52 |
| Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigen Kapital |
|||
|---|---|---|---|---|
| Nicht beherrschende Anteile vor Eigen kapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis |
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne / Verluste |
Summe | Summe | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 31.12.2019 | -8.222.567,67 | 8.222.567,67 | 0,00 | 65.711.003,18 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | ||||
| (Erwerb / Einziehung eigener Anteile) | -3.675.000,00 | |||
| Gezahlte Dividenden | -3.600.195,15 | |||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | ||||
| Übrige Veränderungen | ||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | -7.275.195,15 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | 3.283.428,98 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.283.428,98 |
| 31.12.2020 | -8.222.567,67 | 8.222.567,67 | 0,00 | 61.719.237,01 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | ||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | ||||
| Gezahlte Dividenden | -2.458.458,91 | |||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | ||||
| Übrige Veränderungen | ||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | -2.458.458,91 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | 5.957.061,13 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.957.061,13 |
| 31.12.2021 | -8.222.567,67 | 8.222.567,67 | 0,00 | 65.217.839,23 |
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigen-
EUR EUR EUR EUR
0,00 0,00 0,00 -7.275.195,15
0,00 0,00 0,00 -2.458.458,91
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne / Verluste
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Ausgabe von eigenen Anteilen
Ausgabe von eigenen Anteilen Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Übrige Veränderungen
Übrige Veränderungen
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
31.12.2019 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 65.711.003,18
(Erwerb / Einziehung eigener Anteile) -3.675.000,00 Gezahlte Dividenden -3.600.195,15
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 3.283.428,98 Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 3.283.428,98 31.12.2020 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 61.719.237,01
Gezahlte Dividenden -2.458.458,91
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 5.957.061,13 Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 5.957.061,13 31.12.2021 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 65.217.839,23
Kapital
Summe Summe
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2021 | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an |
||||||
| solchen Rechten und Werten | 38.541.355,69 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 38.541.355,69 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 11.080.057,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.080.057,53 | |
| 49.621.413,22 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 49.621.413,22 | ||
| II. Sachanlagen |
||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 90.195.970,39 | 17.810,57 | 0,00 | 36.867,76 | 90.250.648,72 | |
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 6.769.531,93 | 54.704,00 | 0,00 | 0,00 | 6.824.235,93 | |
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 129.670.163,39 | 372.048,45 | 17.074.094,95 | 12.980,17 | 112.981.097,06 | |
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 44.505.666,13 | 4.246.825,46 | 4.711.238,99 | 0,00 | 44.041.252,60 | |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
86.074,15 | 4.209.976,05 | 36.226,22 | -49.847,93 | 4.209.976,05 | |
| 271.227.405,99 | 8.901.364,53 | 21.821.560,16 | 0,00 | 258.307.210,36 | ||
| III. Finanzanlagen |
||||||
| 1. Beteiligungen | ||||||
| a) an assoziierten Unternehmen | 4.573.284,22 | 52.131,89 | 0,00 | 0,00 | 4.625.416,11 | |
| b) sonstige | 35.825,84 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.754.167,90 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.754.167,90 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile |
731.525,12 | 0,00 | 498,61 | 0,00 | 731.026,51 | |
| 7.094.803,08 | 52.131,89 | 498,61 | 0,00 | 7.146.436,36 | ||
| 327.943.622,29 | 8.953.496,42 | 21.822.058,77 | 0,00 | 315.075.059,94 |
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
EUR
31.182.552,54 544.667,95 0,00 31.727.220,49 6.814.135,20 7.358.803,15 11.080.057,53 0,00 0,00 11.080.057,53 0,00 0,00
42.262.610,07 544.667,95 0,00 42.807.278,02 6.814.135,20 7.358.803,15
74.315.074,13 746.830,25 0,00 75.061.904,38 15.188.744,34 15.880.896,26 5.752.031,64 121.807,00 0,00 5.873.838,64 950.397,29 1.017.500,29 103.461.220,61 3.180.884,57 16.593.160,85 90.048.944,33 22.932.152,73 26.208.942,78 27.012.886,59 7.117.832,74 4.685.532,26 29.445.187,07 14.596.065,53 17.492.779,54
210.541.212,97 11.167.354,56 21.278.693,11 200.429.874,42 57.877.335,94 60.686.193,02
3.670.846,44 428.517,84 0,00 4.099.364,28 526.051,83 902.437,78
0,00 0,00 0,00 0,00 4.209.976,05 86.074,15
0,00 0,00 0,00 0,00 35.825,84 35.825,84 7.160,00 0,00 0,00 7.160,00 1.747.007,90 1.747.007,90
6.000,00 0,00 0,00 6.000,00 725.026,51 725.525,12 3.684.006,44 428.517,84 0,00 4.112.524,28 3.033.912,08 3.410.796,64 256.487.829,48 12.140.540,35 21.278.693,11 247.349.676,72 67.725.383,22 71.455.792,81
31.12.2021
EUR
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
Abgänge
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2021 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2021 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 31.182.552,54 | 544.667,95 | 0,00 | 31.727.220,49 | 6.814.135,20 | 7.358.803,15 | |
| 11.080.057,53 | 0,00 | 0,00 | 11.080.057,53 | 0,00 | 0,00 | |
| 42.262.610,07 | 544.667,95 | 0,00 | 42.807.278,02 | 6.814.135,20 | 7.358.803,15 | |
| 74.315.074,13 | 746.830,25 | 0,00 | 75.061.904,38 | 15.188.744,34 | 15.880.896,26 | |
| 5.752.031,64 | 121.807,00 | 0,00 | 5.873.838,64 | 950.397,29 | 1.017.500,29 | |
| 103.461.220,61 | 3.180.884,57 | 16.593.160,85 | 90.048.944,33 | 22.932.152,73 | 26.208.942,78 | |
| 27.012.886,59 | 7.117.832,74 | 4.685.532,26 | 29.445.187,07 | 14.596.065,53 | 17.492.779,54 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.209.976,05 | 86.074,15 | |
| 210.541.212,97 | 11.167.354,56 | 21.278.693,11 | 200.429.874,42 | 57.877.335,94 | 60.686.193,02 | |
| 3.670.846,44 | 428.517,84 | 0,00 | 4.099.364,28 | 526.051,83 | 902.437,78 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 | 35.825,84 | |
| 7.160,00 | 0,00 | 0,00 | 7.160,00 | 1.747.007,90 | 1.747.007,90 | |
| 6.000,00 | 0,00 | 0,00 | 6.000,00 | 725.026,51 | 725.525,12 | |
| 3.684.006,44 | 428.517,84 | 0,00 | 4.112.524,28 | 3.033.912,08 | 3.410.796,64 | |
| 256.487.829,48 | 12.140.540,35 | 21.278.693,11 | 247.349.676,72 | 67.725.383,22 | 71.455.792,81 | |
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge
EUR
Abgänge
49.621.413,22 0,00 0,00 0,00 49.621.413,22
271.227.405,99 8.901.364,53 21.821.560,16 0,00 258.307.210,36
7.094.803,08 52.131,89 498,61 0,00 7.146.436,36 327.943.622,29 8.953.496,42 21.822.058,77 0,00 315.075.059,94
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
01.01.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
Geleistete Anzahlungen und
Sonstige Ausleihungen und
II. Sachanlagen
III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen
EUR
solchen Rechten und Werten 38.541.355,69 0,00 0,00 0,00 38.541.355,69 2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 0,00 0,00 11.080.057,53
Anlagen im Bau 86.074,15 4.209.976,05 36.226,22 -49.847,93 4.209.976,05
a) an assoziierten Unternehmen 4.573.284,22 52.131,89 0,00 0,00 4.625.416,11 b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.754.167,90 0,00 0,00 0,00 1.754.167,90
Genossenschaftsanteile 731.525,12 0,00 498,61 0,00 731.026,51
Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 8 (Vorjahr: 8) inländische Tochterunternehmen.
Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich zum einen um die Karlsberg Service GmbH, Homburg, an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Zum anderen wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 40,00 % der Anteile an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion mit Sitz in Neunkirchen (Saarland), erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses werden diese Gesellschaften unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.
Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.
Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.
Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.
Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.
Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode bilanziert und bewertet. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren, mit Ausnahme der weiter untenstehend in diesem Kapitel beschriebenen in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommenen Umgliederungen, im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Die Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend
der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.
Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 4 Jahre.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und die sonstigen Ausleihungen zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.
Die sonstigen Ausleihungen und Genossenschaftsanteile sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten,Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.
Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.
Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum 31. Dezember 2021 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,87 % (Vorjahr: 2,32 %) und einem erwarteten Rententrend von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) und unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der
Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die "Einfrierungsmethode" angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Im Berichtszeitraum erfolgte im Sinne einer konzerneinheitlichen Bilanzierung innerhalb der GuV-Positionen Umsatzerlöse, Materialaufwand sowie sonstige betriebliche Aufwendungen eine Anpassung der Zuordnung von nachfolgenden Geschäftsvorfällen.
Im Bereich der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfolgte eine Anpassung des GuV-Ausweises von Werbekostenzuschüssen und Delkrederevergütungen. Die bislang als sonstige betriebliche Aufwendungen bilanzierten Werbekostenzuschüsse und Delkrederevergütungen werden seit Beginn des Berichtsjahres als Erlösschmälerungen ausgewiesen. Der Effekt aus der Ausweisänderung beläuft sich auf einen Gesamtbetrag von TEUR 8.769.
Darüber hinaus werden bislang als Aufwendungen für bezogene Leistungen bilanzierte Lager- und insbesondere Transportaufwendungen für die Verbringung der Ware zum Kunden nun als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Der Effekt aus der Ausweisänderung im Berichtsjahr beträgt insgesamt TEUR 8.095.
Zudem ergaben sich noch in geringerem Umfang Umgliederungen von Aufwendungen für Treibstoffe (TEUR 469, Umgliederung aus dem Materialaufwand in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sowie für Leiharbeitnehmer (TEUR 175, Umgliederung von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen).
In den vorgenannten Fällen ist eine Anpassung der Vorjahreswerte im Konzernabschluss nicht erfolgt. Die Aufwendungen des Vorjahres der vorgenannten Positionen bewegten sich auf einem vergleichbaren Niveau.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in EUR aufgestellt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:
| Gesellschaft | Kapitalanteil % |
|
|---|---|---|
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u) |
100 | |
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) 1) |
100 | |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) 1) | 100 | |
| Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m) 1) | 100 | |
| Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) 1) |
100 | |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 1) | 100 |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.
| Gesellschaft | Beteiligung % |
|---|---|
| Karlsberg Service GmbH, Homburg | 45 |
| siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) |
40 |
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 0. Der im Equity-Ansatz enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert, welchem eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde lag, wurde zum Bilanzstichtag in voller Höhe abgeschrieben.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 351. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 186 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft ebenso aufgrund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenpapiere. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.600 und damit TEUR 147 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung lag der Kurswert bei TEUR 1.597. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 34.123 (Vorjahr: TEUR 27.126) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 139) enthalten.
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus nachfolgenden Sachverhalten:
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Sachanlagen | -2.939 | -3.269 |
| - Sonstiges | -6 | 0 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
-80 | -80 |
| -3.025 | -3.349 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.094 | 1.439 |
| - Finanzanlagen | 78 | 40 |
| - Vorräte | 213 | 0 |
| - Pensionsrückstellungen | 3.266 | 2.680 |
| - Sonstige Rückstellungen | 444 | 284 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
216 | 190 |
| 5.310 | 4.633 | |
| Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge |
6.513 | 7.478 |
| Latente Steueransprüche netto | 8.798 | 8.762 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,67 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 25.300 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 19.545 sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 6.513 aktiviert. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verlustvorträge mehr, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird.
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.
Das gezeichnete Kapital von TEUR 22.387 (31. Dezember 2020: TEUR 22.387), die Kapitalrücklage von TEUR 17.248 (31. Dezember 2020: TEUR 17.248) und die gesetzliche Rücklage von TEUR 916 (31. Dezember 2020: TEUR 916) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.
Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2.411 (Vorjahr: TEUR 2.950).
Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag |
16.477 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 6.425 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum Stichtag |
6.425 |
| Verrechnete Aufwendungen | 1.889 |
| Verrechnete Erträge | -522 |
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 73.474 (Vorjahr: TEUR 71.477); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein.
In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Pfand in Höhe von TEUR 11.428 (Vorjahr: TEUR 16.898), für Personalkosten in Höhe von TEUR 3.102 (Vorjahr: TEUR 3.369) sowie für ausstehende Rechnungen, Rückvergütungen und Verkaufsförderungen und sonstige Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 11.919 (Vorjahr: TEUR 11.065) enthalten.
Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden Altersteilzeitverpflichtungen mit zusammenhängenden Vermögensgegenständen verrechnet.
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | 490 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 200 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände | 200 |
| Verrechnete Aufwendungen | 9 |
| Verrechnete Erträge | 0 |
Ebenso werden die in diesem Zusammenhang entstandenen Aufwendungen und Erträge saldiert unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|
| 1. Namensschuldverschreibung (Vorjahr) |
25.000 (25.000) |
8.333 (0) |
16.667 (25.000) |
0 (0) |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) |
4.927 (3.220) |
4.927 (3.220) |
0 (0) |
0 (0) |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) |
251 (0) |
251 (0) |
0 (0) |
0 (0) |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr) |
106 (16) |
106 (16) |
0 (0) |
0 (0) |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) |
4.476 (4.681) |
3.163 (2.859) |
1.313 (1.822) |
0 (0) |
| - davon aus Steuern (Vorjahr) |
1.480 (214) |
1.480 (214) |
0 (0) |
0 (0) |
| Summe (Vorjahr) |
34.759 (32.918) |
16.779 (6.096) |
17.980 (26.822) |
0 (0) |
Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 251 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr auf Lieferungen und Leistungen.
Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erlöse | ||
| Inland | 118.178 | 113.080 |
| Ausland | 3.863 | 3.307 |
| Handelswaren und Lohnabfüllung | 9.405 | 13.780 |
| Fuhrbetrieb und Sonstiges | 6.691 | 6.021 |
| Bruttoumsatz * | 138.138 | 136.189 |
| . /. Erlösschmälerungen | -23.904 | -15.331 |
| Umsatzerlöse | 114.234 | 120.858 |
* Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen
Vom Bruttoumsatz entfallen TEUR 117.459 auf die Hauptkategorien Mineralwasser (TEUR 60.942), Saft, Fruchtsaftgetränke und Nektare (TEUR 40.579) und Erfrischungsgetränke (TEUR 15.938).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 9.702 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6.631 (Vorjahr: TEUR 1.219) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.885 (Vorjahr: TEUR 893), sowie auf Anpassungen von Pfandrückstellungen aus Vorjahren TEUR 4.135.
Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus erhaltenen Covid-19-Finanzhilfen in Höhe von TEUR 1.746 und Erträge aus erhaltenen Schadensersatzleistungen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 804) enthalten.
Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen für Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 374) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 517).
Im Berichtsjahr wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Beschuldigten die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt haben. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH über Jahre hinweg durch falsch deklarierte Rechnungen über tatsächlich nicht oder in geringerem Umfang stattgefundene Transportleistungen geschädigt zu haben. Steuerliche Risiken wurden auf Basis der aktuellen Ermittlungsstände bewertet und hierfür in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sowie den sonstigen Steuern sind in diesem Zusammenhang periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 820 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Darüber hinaus beinhalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 569.
Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1.791 (Vorjahr: TEUR 1.386) wurde im Finanzergebnis ausgewiesen.
| TEUR | |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools | 19.724 |
Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PET-CYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bonn, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG, Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.
Die zum 31. Dezember 2021 bestehenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:
| Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2021 | bis zu 1 Jahr |
von 1-5 Jahren |
mehr als 5 Jahre |
| Verpflichtung aus Rohstoffkontrakten |
10.450 | 9.003 | 1.447 | 0 |
| Verpflichtung aus Investitionsaufträgen |
233 | 233 | 0 | 0 |
| Verpflichtung aus Leasingverträgen |
737 | 426 | 311 | 0 |
| Summe | 11.420 | 9.662 | 1.758 | 0 |
Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus einem Miet- und Pachtvertrag in Höhe von TEUR 11. Der Vertrag endet 2022.
Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2022 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 5.502 anfallen.
Angaben zu Finanzinstrumenten:
| Kategorie | Nominal betrag |
Beizulegender Zeitwert |
Buchwert (sofern vorhanden) |
In Bilanz posten (sofern in Bilanz erfasst) |
|---|---|---|---|---|
| TUSD | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Währungsbezogene Geschäfte |
4.500 | 3.816 | - | - |
Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TUSD 4.500. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Der Marktwert entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet.
Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:
| Grundgeschäft/ Sicherungs instrument |
Risiko/Art der Bewertungseinheit |
einbezogener Betrag |
Höhe des abgesicherten Risikos |
|---|---|---|---|
| Fremdwährungs verbindlichkeit |
Währungsrisiko | TUSD 5.097 | rd. TEUR 4.362 |
| Devisen termingeschäft |
micro hedge | TUSD 4.500 | rd. TEUR 3.816 |
| Bankguthaben | micro hedge TUSD | 597 | rd. TEUR 547 |
Für bereits kontrahierte Rohstoffeinkäufe des folgenden Geschäftsjahres, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese schwebenden Geschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH kauft verschiedene Basisrohstoffe auf USD-Basis ein. Um das diesbezügliche Währungsrisiko beim Einkauf zu minimieren, wird über Devisentermingeschäfte das Wechselkursrisiko minimiert. Darüber hinaus werden USD-Bestände auf Bankkonten als originäre Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen ausschließlich dieser Einkaufskontrakte verwendet.
Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg anhand der Critical-Terms-Match-Methode gemessen und erreicht wird.
| 2021 TEUR |
2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufsichtsratsvergütung | 68 | 68 |
Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge der Muttergesellschaft wird wie im Vorjahr aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:
| 2021 Gesamt |
2020 Gesamt |
|
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 258 | 258 |
| Angestellte Mitarbeiter | 153 | 156 |
| 411 | 414 | |
| Auszubildende | 7 | 9 |
| 418 | 423 |
Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Folgende Tochterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 122 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 2 |
| 124 |
Aus der Covid-19-Pandemie ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken, die zu weiteren signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus sowie der Entwicklung neuartiger Virusvarianten auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.
Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19-Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben; die entsprechenden Analysen lassen gleichzeitig darauf schließen, dass eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft nicht vorliegt.
Mit Bezug auf die aktuelle Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und resultierender Reaktionen vieler Länder (z.B. Sanktionen) sind negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. Risiken könnten sich beispielsweise durch Engpässe in der Energieversorgung und steigende Energiepreise ergeben, die jedoch auf Basis einer aktuellen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten können.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.
Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 133) bezahlt.
Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 1.264 (Vorjahr: TEUR 14), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen in Höhe von TEUR 8.901 (Vorjahr: TEUR 10.530). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 10).
An einem Großaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt TEUR 7.000 ausgezahlt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei TEUR 37.000, zum 31. Dezember 2021 bei TEUR 34.000. Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 1.374 (Vorjahr: TEUR 1.611).
Im Berichtsjahr erfolgte eine Dividendenauszahlung in Höhe von TEUR 2.458 (Vorjahr: TEUR 3.600).
Darüber hinaus sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 943 (Vorjahr: TEUR 1.015) sowie Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Am Stichtag, dem 31. Dezember 2021, hält die Gesellschaft keine eigenen Stammaktien und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2021 wurde eine Dividende von TEUR 2.458 (Vorjahr: TEUR 3.600) ausbezahlt.
Der Hauptversammlung im Jahr 2022 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 28.148 eine Dividende von EUR 0,50 (Vorjahr: EUR 0,30) je Stammaktie und von EUR 0,58 (Vorjahr: EUR 0,38) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2021 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung TEUR 3.981 betragen. Demzufolge werden in Summe TEUR 24.167 auf neue Rechnung vorgetragen.
Bad Teinach-Zavelstein, 29. März 2022
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
80 Bilanz
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein
| AKTIVA | 31.12.2021 EUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
6.801.382,00 | 7.331 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Grundstücke und Bauten | 1.111.303,32 | 1.111 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.200.354,70 | 16.200 | |
| 2. Beteiligungen | 3.753.549,06 | 3.754 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.746.750,00 | 1.747 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 202.470,92 | 203 | |
| 21.903.124,68 | 21.904 | ||
| 29.815.810,00 | 30.346 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 65.679.413,27 | 55.964 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 233.798,58 | 233 | |
| 65.913.211,85 | 56.197 | ||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 6.049.032,77 | 7.470 | |
| 71.962.244,62 | 63.667 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 9.828,75 | 12 |
| 101.787.883,37 | 94.025 |
| PASSIVA | 31.12.2021 EUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | |||
| 1. Stammaktien | 15.954.365,36 | 15.954 | |
| 2. Vorzugsaktien | 6.433.090,64 | 6.433 | |
| 22.387.456,00 | 22.387 | ||
| II. Kapitalrücklage | 17.247.847,52 | 17.248 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 916 | |
| IV. Bilanzgewinn | 28.148.332,76 | 24.215 | |
| 68.699.346,75 | 64.766 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.744.357,83 | 1.476 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 986.963,55 | 235 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 306.425,00 | 316 | |
| 3.037.746,38 | 2.027 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. Namensschuldverschreibung | 25.000.000,00 | 25.000 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 240.469,46 | 149 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.517.180,70 | 1.259 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.293.140,08 | 824 | |
| 30.050.790,24 | 27.232 | ||
| 101.787.883,37 | 94.025 |
| 2021 EUR |
2020 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 1.032,00 | 2.884 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 642.541,07 | 600 |
| 643.573,07 | 3.484 | ||
| 3. | Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen |
0,00 | 3.000 |
| 4. | Personalaufwand Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung EUR 3.048.331,36 (Vj. TEUR 115) |
3.048.500,31 | 115 |
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
529.979,00 | 530 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.121.692,25 | 1.470 |
| 4.700.171,56 | 5.115 | ||
| 7. | Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 10.605.084,71 | 3.364 |
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 0,00 | 0 |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.180.176,20 (Vj. TEUR 2.596) |
2.181.930,09 | 2.601 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen EUR 96.341,35 (Vj. TEUR 100) - davon aus der Abzinsung EUR 162.962,91 (Vj. TEUR 286) |
1.164.951,84 | 1.353 | |
| 11.622.062,96 | 4.612 | ||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.195.445,92 | -30 | |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 6.370.018,55 | 3.011 | |
| 13. Sonstige Steuern | -21.907,86 | 3 | |
| 14. Jahresüberschuss | 6.391.926,41 | 3.008 | |
| 15. Gewinnvortrag | 21.756.406,35 | 21.207 | |
| 16. Bilanzgewinn | 28.148.332,76 | 24.215 |
Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft, Bad Überkingen (Amtsgericht Ulm HRB 540111) gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA) mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.
Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und die sonstigen Ausleihungen zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.
Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.
Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,87 % (Vorjahr: 2,32 %) und einem erwarteten Rententrend von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) und unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver
Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.
lungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagespiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift nach § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:
| Gesellschaft | Kapital anteil |
Eigen kapital |
Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| in % | 31.12.2021 TEUR |
2021 TEUR |
||
| Tochterunternehmen: | ||||
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) 1) |
100 | 3.372 | 7.455 2) | |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) 1) |
100 | 5.087 | 4.430 2) | |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 1) |
100 | 25 | -33 2) | |
| Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m) 1) | 100 | 25 | -2 2) | |
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u) |
100 | 16.198 | -866 2) | |
| Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) 1) |
100 | 20.970 | -605 2) | |
| Beteiligungen: | ||||
| Karlsberg Service GmbH, Homburg (u) 3) |
45 | 27 | 611 2) | |
| siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) (m) |
40 | 756 | 130 |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresab schlusses Gebrauch gemacht.
2) Ergebnis vor Ergebnisabführung.
3) Unternehmen stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der
Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, ein verbundenes Unternehmen dar.
Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.600 und damit TEUR 147 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.597. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 34.123 (Vorjahr: TEUR 27.126) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Veräußerung an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein |
17.248 | 17.248 |
Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 916 | 916 |
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 21.756 (Vorjahr: TEUR 21.207) enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 371 (Vorjahr: TEUR 468) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag |
3.022 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 1.277 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum Stichtag |
1.277 |
| Verrechnete Aufwendungen | 336 |
| Verrechnete Erträge | - 173 |
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 51.818 (Vorjahr: TEUR 51.240); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|
| 1. Namensschuldverschreibung | 25.000 | 8.333 | 16.667 | 0 |
| (Vorjahr) | (25.000) | (0) | (25.000) | (0) |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) |
240 (149) |
240 (149) |
0 (0) |
0 (0) |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) |
3.517 (1.259) |
3.517 (1.259) |
0 (0) |
0 (0) |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.293 | 1.293 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | (824) | (824) | (0) | (0) |
| - davon aus Steuern | 1.202 | 1.202 | (0) | (0) |
| (Vorjahr) | (16) | (16) | (0) | (0) |
| Summe | 30.051 | 13.384 | 16.667 | 0 |
| (Vorjahr) | (27.232) | (2.232) | (25.000) | (0) |
Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten im Rahmen der Finanzierungstätigkeit. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht.
Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2022 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 615 anfallen.
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:
Geschäftsführer
Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer
Geschäftsführer
Gerhard Theis, Waldmohr Früherer CFO der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender
Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender
Christian Borck, München Senior Advisor InfoRoad GmbH
Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)
Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden Württemberg e. V.
Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg Maschinist, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.
Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Stuttgart (HRB Nr. 761720), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.
Aus der Covid-19-Pandemie ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken, die zu weiteren signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus sowie der Entwicklung neuartiger Virusvarianten auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft der Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19-Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben; die entsprechenden Analysen lassen gleichzeitig darauf schließen, dass eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft nicht vorliegt.
Mit Bezug auf die aktuelle Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und resultierender Reaktionen vieler Länder (z.B. Sanktionen) sind negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. Risiken könnten sich beispielsweise durch Engpässe in der Energieversorgung und steigende Energiepreise ergeben, die jedoch auf Basis einer aktuellen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten können.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.
Der Hauptversammlung im Jahr 2022 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 28.148 eine Dividende von EUR 0,50 (Vorjahr: EUR 0,30) je Stammaktie und von EUR 0,58 (Vorjahr: EUR 0,38) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2021 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung TEUR 3.981 betragen. Demzufolge werden in Summe TEUR 24.167 auf neue Rechnung vorgetragen.
Bad Teinach-Zavelstein, 29. März 2022
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Wir haben den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, 29. März 2022
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Zabel Delizia Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
| 05.04.2022 | Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2021 |
|---|---|
| 14.07.2022 | Hauptversammlung |
| 06.09.2022 | Veröffentlichung Halbjahresabschluss 2022 |
Herausgeber Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Badstraße 41 D-75385 Bad Teinach-Zavelstein Telefon +49 (0) 70 53/92 62-220 Telefax +49 (0) 70 53/92 62-67 E-Mail: [email protected]
www.mineralbrunnen-kgaa.de
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