AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Mineralbrunnen Überkingen AG

Annual Report Mar 30, 2021

4537_10-k_2021-03-30_35036455-2129-4637-9eb3-0dbbb5b644ff.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

GESCHÄFTSBERICHT 2020

Konzern auf einen Blick*

Konzern KGaA
Kennzahlen in Mio. EUR 2020 2019 2018 2017 2016 2020 2019 2018 2017 2016
Umsatz 120,9 149,9 149,6 142,1 139,8 2,9 5,1 5,4 3,3 5,1
Beschäftigte
(Anzahl im Durchschnitt
inkl. Auszubildende)
423 429 426 422 429 0 0 0 0 0
Personalaufwand
(Löhne und Gehälter, soziale
Abgaben sowie Altersversorgung)
26,7 27,8 28,2 27,8 29,8 0,1 0,1 0,1 0,1 0,8
Investitionen 10,6 16,9 13,3 27,1 9,4 0,0 8,0 0,0 0,0 0,0
EBITDA 15,1 26,2 20,7 20,0 16,5 2,3 12,4 8,4 6,0 3,4
EBITDA-Marge in % 12,5 17,5 13,9 14,0 11,8
Abschreibungen 11,4 10,3 9,7 11,4 11,9 0,5 0,1 0,0 0,0 0,0
EBIT 3,7 15,9 11,1 8,6 4,6 1,7 12,2 8,4 6,0 3,4
EBIT-Marge in % 3,1 10,6 7,4 6,0 3,3
Bilanzsumme 138,3 148,5 146,2 141,8 119,1 94,0 106,4 99,1 94,5 89,2
Eigenkapital 61,7 65,7 64,0 60,4 55,1 64,8 69,0 65,0 59,3 54,8
Eigenkapital-Quote in % 44,6 44,3 43,8 42,6 46,3 68,9 64,9 65,5 62,7 61,4
Jahresergebnis 3,3 11,4 8,4 9,7 4,4 3,0 12,4 8,7 7,2 4,0
Ausschüttungsbetrag 2,5 3,6 3,3 3,0 2,7
Dividende (EUR je Aktie)
Stammaktie 0,30** 0,45 0,40 0,35 0,31
Vorzugsaktie 0,38** 0,53 0,48 0,43 0,39
DVFA/SG-Ergebnis (EUR je Aktie)
Ergebnis je Stammaktie 0,41 1,39 1,01 1,18 0,52
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,49 1,47 1,09 1,26 0,60
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 10,8 24,6 20,7 23,0 18,2
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit
in % der Umsatzerlöse
9,0 16,4 13,9 16,2 13,0
Höchstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart)
Stammaktie 17,70 18,30 18,10 17,00 17,79
Vorzugsaktie 17,10 16,30 14,50 10,78 8,80
Tiefstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart)
Stammaktie 14,90 15,30 15,00 12,73 10,81
Vorzugsaktie 11,70 12,39 9,55 7,95 7,10

* Tabelle ungeprüft

** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2021)

Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen, in Grafiken und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten.

02
04
Markenübersicht
Produkt- und Markenportfolio
An unsere Aktionäre 10 Vorwort
12 Unsere Gremien
14 Bericht des Aufsichtsrats
18 Unsere Aktien
22 Nachhaltigkeit und soziales Engagement
24 Innovationsmanagement
Zusammengefasster Bericht Grundlagen des Konzerns
über die Lage der Gesellschaft 28 Geschäfts- und Organisationsstruktur
und des Konzerns 30 Unternehmerische Steuerungssysteme
Wirtschaftsbericht
30 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
33 Unternehmenssituation
46 Bericht über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen gemäß § 312 AktG
46 Risikobericht
54 Chancen- und Prognosebericht
Konzernabschluss 2020 62 Konzern-Bilanz
Mineralbrunnen 64 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 65 Konzern-Kapitalflussrechnung
66 Konzern-Eigenkapitalspiegel
70 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
72 Konzernanhang
Jahresabschluss 2020 86 Bilanz
Mineralbrunnen 88 Gewinn- und Verlustrechnung
Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 89 Anhang

Bestätigungsvermerk

Qualität, Gesundheit und Geschmack –

in seiner schönsten Form. Genießer-Mineralwasser Ausgewogene Mineralisierung Idealer Begleiter zu guten Weinen

Tägliche Gesundheit aus der Natur Führende Heilwassermarke aus dem Nordschwarzwald Reine und unberührte Quelle Für eine gesundheitsbewusste Lebensweise

Aus dem Allgäu

Hervorragend frischer Geschmack Natrium- und kochsalzarm Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet

unsere Marken für zu Hause und unterwegs

Saft in seiner feinsten Form Führende Fruchtsaftmarke in der Gastronomie

Umfangreiches Sortiment von klassisch bis exotisch Kompromisslose Qualität

Auf ein Klindworth Moderne Familien-Fruchtsaftmarke Vielfältiges Sortiment Exklusiv mit Mehrwegfokus

die Popkultur-Cola Originelle provokante Werbung Unverwechselbares Flaschendesign Steht für Toleranz, Sex & Unvernunft

Ready to drink Cocktails & Longdrinks

Fertig gemischte Cocktails & Longdrinks to go Longneckflasche in 0,2l Glas-Mehrweg Premium in Qualität und Geschmack

Produkt- und Markenportfolio*

Der Konzern bietet seine Produkte mit einer konsequenten Mehrmarkenstrategie auf klar definierten Märkten vorwiegend in den gehobenen Preissegmenten an. Die Markenpositionierungen sind auf relevante Kunden- und Zielgruppen zugeschnitten und orientieren sich an regionalen sowie teilweise überregionalen Bedürfnissen und Werten. Jede Marke verfügt über ein zielgruppenspezifisches, umfangreiches Getränkeund Gebinde-Sortiment.

Die Produkte des Konzerns werden sowohl über die klassischen Vertriebskanäle als auch über neue Distributionswege vertrieben und erreichen dabei eine gute Marktabdeckung. Die Partner in Handel und Gastronomie werden mit maßgeschneiderten Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt. Die Unternehmen der Gruppe stellen hochwertige Werbemittel zur Verfügung und bieten mit dem stilvollen Design ihrer Glasgebinde größtmögliche Ausstattungsqualität.

Die operativ eigenständigen Tochterunternehmen Mineralbrunnen Krumbach GmbH und Mineralbrunnen Teinach GmbH agieren als regionale Markenanbieter kunden- und marktspezifisch. In der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind alle Saftmarken des Konzerns gebündelt und das Unternehmen bedient als schlagkräftige und effiziente Vertriebsorganisation national überwiegend den Getränkefachgroßhandel, die Gastronomie und Hotellerie sowie zum Teil auch den Lebensmitteleinzelhandel.

Die wichtigsten Marken des Konzerns

Teinacher

Die Kernmarke Teinacher ist als Genießer-Mineralwasser positioniert und hat mit ihrer führenden Marktposition in der süddeutschen Gastronomie eine hohe Marktakzeptanz. Mit exklusiven Gastronomiegebinden werden anspruchsvolle Verbraucher angesprochen, die Wert auf Genuss und gehobene Qualität legen. Glaubhaft unterstützt wird diese Strategie durch Kooperationen wie beispielsweise mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg, die das Bekenntnis zu Hotellerie und Gastronomie sowie die regionale Verbundenheit der Marke Teinacher zum Ausdruck bringen.

Die Angebotspalette von Teinacher wächst stetig und umfasst mittlerweile vom natürlichen Mineralwasser über fruchtige Direktsaftschorlen bis hin zu hochwertigen Premiumlimonaden, den Teinacher Genuss-Limonaden, eine Vielzahl von Produkten und Sorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Gebindeformen. Neue Maßstäbe hinsichtlich der Gebinde wurden mit der Entwicklung und Einführung einer umweltfreundlichen "Teinacher Genussflasche" für den Getränkefach- und den Lebensmitteleinzelhandel gesetzt. Sowohl die Glasflasche als auch der dazugehörige Komfortkasten werden zu 100 % aus Recyclingmaterial hergestellt und alle Partner und Lieferanten kommen aus Baden-Württemberg.

Die wichtigste Produktinnovation im Berichtszeitraum war die erneute Sortimentserweiterung der Teinacher Genuss-Range. Neu hinzu kamen neben den Direktsaftschorlen Apfel und Apfel-Johannisbeere auch kalorienarme Geschmacksrichtungen mit weniger Zucker, nämlich Apfel-Himbeere und Pfirsich-Quitte. Zudem wurde die im Februar 2018 eingeführten 0,33 l-Longneck-Genussflasche für die Gastronomie um folgende Produkte ergänzt: Teinacher Genuss-Eistee in den Geschmacksrichtungen Pfirsich und Zitrone, Genuss Schorlen Apfel sowie Apfel-Johannisbeere, Genuss Cola-Mix und Teinacher Mineralwasser Medium und Naturell.

Übergeordnetes Ziel bei Teinacher ist die weitere Schärfung des Markenprofils als regionaler, verantwortungsbewusster und nachhaltiger Mineralbrunnen. In der gesamten Außendarstellung werden die Markenwerte Qualität, Regionalität und Genuss entsprechend deutlich kommuniziert. Sämtliche Markenaktivitäten berücksichtigen dabei den Trend zu Glas als Gebindeform, von der Produktenwicklung über die Produkteinführung, die Produktkommunikation bis hin zu den Aktivitäten vor Ort im Handel.

Hirschquelle

Die Traditionsmarke Hirschquelle aus dem Schwarzwald ist die führende Heilwassermarke in Süddeutschland und besetzt die Themen bewusste Ernährung und gesundes Leben. Die regionale Verankerung und das ansteigende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten bilden die Erfolgsgrundlage.

Die Marke Hirschquelle rundet die Teinacher-Produktfamilie ab, indem sie besonders gesundheitsbewusste und anspruchsvolle Käufer anspricht. Dadurch schafft sie neue Absatzpotenziale.

Krumbach

Krumbach produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Die Premium-Marke steht für beste Qualität und Geschmack und zeichnet sich durch ihre sanfte Mineralisierung und ihre starke Verankerung in der Herkunftsregion Allgäu aus. Kernzielgruppe sind aktive, verantwortungs- und gesundheitsbewusste Menschen und Familien.

Schwerpunkt im Jahr 2020 war es, den Glastrend in der Kommunikation und der Sortimentsgestaltung weiter in den Vordergrund zu rücken. So wurde zum Jahresanfang das GDB-Glas-Sortiment um vier Produkte erweitert, um den Konsumentenwünschen noch mehr gerecht zu werden. Dabei wurden die Schorlen (Apfel und Apfel-Kirsch) auf Direktsaft aus Süddeutschland umgestellt und zusammen mit zwei weiteren Süßgetränken (Mandarine-Mango und schwarze Johannisbeere) unter der Kampagne "Glas? Klar!" eingeführt.

Niehoffs Vaihinger

Niehoffs Vaihinger ist eine der führenden Saftmarken in Deutschland und kompetenter Partner des Getränkefachgroßhandels, der Gastronomie und der Hotellerie. Die B2B-Marke im Saftbereich zeichnet sich durch Exklusivität, Sortimentskompetenz, hervorragende Qualität, kontinuierliche Innovationen sowie eine attraktive Wertschöpfung beim Kunden aus. Bei Niehoffs Vaihinger sind sowohl die Systemgastronomie und Hotellerie als auch die Trend- und Szenegastronomie die Haupttreiber und Wachstumsträger. Mit einem breiten Sortiment von über 30 Sorten und einer langjährigen Erfahrung unterstreicht Niehoffs Vaihinger seinen Anspruch, vor allem im Barbereich der kompetente Partner zu sein.

Niehoffs Vaihinger geht weiterhin den konsequenten Weg als umfassender Sortimentsanbieter von fruchthaltigen Getränken im Markt mit innovativen Konzepten zu agieren. Die seit 2018 laufende Kooperation mit dem österreichischen Hersteller des Fructomaten ist ein Erfolgsmodell, das strategisch weiter vorangetrieben wird.

Klindworth

Klindworth ist eine moderne Familien-Fruchtsaftmarke mit ansprechendem, frech-fröhlichen Design. Die Marke erfreut sich unter dem Motto "Auf ein Klindworth" hoher, vielversprechender Akzeptanz bei seinen Kunden und Partnern. Der regionale Fokus liegt auf Nord- und Westdeutschland. Die verstärkte Präsenz im organisierten Getränkeabholmarkt und im Lebensmitteleinzelhandel öffnet den Weg der Marke hin zur Familienmarke mit einer hohen Verfügbarkeit. Die Ausstattung setzt auf innovative Etiketten, freche und sympathische Sortennamen, hochwertige Individualglasflaschen und eine aus dem Markenauftritt heraus entwickelte Werbekampagne. Gleichzeitig bekennt sich Klindworth mit seinem breiten Sortiment von mehr als 30 Sorten zu höchsten Qualitätsansprüchen und ausgewählten natürlichen Zutaten. Eine moderne Homepage und eine interaktive Facebookseite sowie die Präsenz bei YouTube und Instagram versorgen die Kunden mit Gewinnspielen, Promotionsterminen und News rund um Klindworth.

In 2019 wurden unter dem Namen "Trinkste!" zwei Kinderprodukte für die Zielgruppe der 6 bis 10-jährigen Kinder entwickelt. "Trinkste!" sind Tee-basierte Produkte mit einem Fruchtanteil in 100 % Bio-Qualität mit nur 4 % Bio-Rohrohrzucker. Die Produkte werden im Handel in der 1,0 l-Glasmehrwegflasche mitsamt Umfüllflasche für die Schule angeboten. Zugleich folgen wir dem politischen Wunsch nach gesünderen Kindergerichten in der Gastronomie: hier ist "Trinkste!" in der 0,2 l-Glasmehrwegflasche erhältlich.

Cocktail Plant

Cocktail Plant steht für erstklassige alkoholfreie und -haltige trinkfertige Cocktails auf Basis der Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte und wird in 0,2 l-Mehrwegflaschen in der Gastronomie, im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten vertrieben.

afri und Bluna

Für die Marke afri und ihre Schwestermarke Bluna wurden in den vergangenen Jahren mehrere langfristig ausgelegte Konzessionspartnerschaften abgeschlossen, die vorsehen, dass Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna übernehmen. Im Zuge der Konzessionsvereinbarungen wurden die Marken afri und Bluna mit vergrößertem Sortiment auf eine breitere Basis gestellt. Und nicht nur in puncto Sorten, sondern auch im Bereich der Gebinde sind afri und Bluna für alle vertrieblichen Herausforderungen und Kundenwünsche gerüstet.

Die Einführung von jeweils zwei afri und Bluna Produkten in der 1,0 l-Glas-Mehrwegflasche findet im Konzessionsgebiet der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sehr großen Zuspruch.

Das erweiterte Sortiment, neue Kampagnen und eine erhöhte bundesweite Präsenz in Handel und Gastronomie im Zuge der nacheinander in Kraft tretenden Partnerschaften versprechen sowohl bei afri als auch bei Bluna ein deutliches Wachstumspotenzial und eine deutliche Steigerung der Markenbekanntheit. Ziel ist es, mit afri die drittstärkste Cola-Marke in Deutschland zu werden.

An unsere Aktionäre

Vorwort

  • 12 Unsere Gremien
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Unsere Aktien
  • Nachhaltigkeit und soziales Engagement
  • Innovationsmanagement

Vorwort

Andreas Gaupp Martin Adam Gerd Gründahl

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Freunde und Geschäftspartner unserer Unternehmensgruppe,

2020 war für uns, genauso wie für die gesamte deutsche Wirtschaft, ein sehr herausforderndes Jahr. Die Covid-19-Pandemie hinterließ deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Gerade auch die deutsche Getränkeindustrie war in erheblichem Umfang von den angeordneten Schließungen der Gastronomie, Hotellerie und des Festbetriebs als wichtigen Absatzkanal betroffen.

Die Auswirkungen und damit verbundenen Herausforderungen für die Branche werden auch mittelfristig noch so lange bestehen bleiben, bis sich wieder eine nachhaltige Erholung im Gastgewerbe abzeichnet und Großveranstaltungen möglich sind. Die Rückkehr zum Vorkrisenniveau liegt nach wie vor in weiter Ferne. Nach Einschätzung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes ist eine vollständige Erholung von der Corona-Krise für das Gastgewerbe vor 2025 nicht zu erwarten.

Um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf unsere Unternehmensgruppe abzufedern, haben wir sehr schnell auf die neuen Herausforderungen reagiert und frühzeitig zahlreiche Maßnahmen initiiert. Neben Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufes und Hygienekonzepten zum Schutz unserer Mitarbeiter konnten wir durch konsequente Kosteneinsparungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung die negativen Effekte der Pandemie auf unser operatives Geschäft zumindest in Teilen kompensieren.

Zudem kam uns unser breit diversifiziertes Produktportfolio sowie unsere Präsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Märkten und Regionen zugute. So konnte unser Handelssegment durch erhöhten Heimkonsum positive Entwicklungstendenzen aufweisen. Hier setzte sich auch im Geschäftsjahr 2020 der Trend zu einer steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden fort, auf die wir schon seit Jahren unseren Gebindeschwerpunkt legen. Unsere Marke Teinacher erfreut sich im Handel immer größerer Beliebtheit und konnte so im vergangenen Jahr die Marktführerschaft im Bereich Glas-Mehrweg in Baden-Württemberg übernehmen.

Mit großem Engagement werden wir auch in diesem Jahr die kontinuierliche Erweiterung und Diversifizierung unseres Produktportfolios und unserer Vertriebskanäle fortsetzen sowie weiterführende Maßnahmen zu Produktivitätssteigerung und Kosteneinsparungen umsetzen.

Wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird, insbesondere welche Maßnahmen im Laufe des weiteren Jahres zu ihrer Eindämmung angeordnet oder gelockert werden, ist derzeit nicht verlässlich einzuschätzen. Dennoch gehen wir für das Gesamtjahr 2021 von einem moderaten Anstieg bei unseren Umsatzerlösen und unserem EBITDA im Konzern aus.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere Unternehmensgruppe auch weiterhin begleiten und unterstützen, und bedanken uns herzlich für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren Einsatz und ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Unsere Gremien*

Aufsichtsrat Geschäftsführung

Gerhard Theis, Waldmohr Früherer CFO der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender

Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender

Christian Borck, München Senior Advisor InfoRoad GmbH

Dr. Hans-Georg Eils, Bremen Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)

Jürgen Kirchherr, Rutesheim Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg e. V.

Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg Maschinist, Betriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Teinach GmbH, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:

Martin Adam, Saarbrücken Geschäftsführer

Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer

Gerd Gründahl, Stade Geschäftsführer

Unser absoluter Marktführer* in Sachen Gesundheit aus der Natur.

* Nielsen Retail Panel, Wasser Report TOP MARKEN, N 3b, Period Ending: W 2019 52 - The Nielsen Company

Das natürliche Heilwasser mit hohem Kieselsäuregehalt

Gesundheit, die schmeckt.

Lebenswichtige Mineralien, die wir täglich brauchen.

Mit viel Hydrogen- carbonat und wertvollem Calcium

Schmeckt gut. Tut gut.

Wertvolle Mineralien und Spurenelemente für eine ausgewogene Ernährung.

Anwendungsgebiete: Zur Anregung der Verdauung, zur Förderung der Funktion von Magen und Darm. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Etikett und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bericht des Aufsichtsrats*

Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten sorgfältig wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der Ausübung ihrer Aufgaben regelmäßig überwacht und sie bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte die Geschäftsführung die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte der Geschäftsführung zur Kenntnis genommen und ausführlich erörtert.

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 4 reguläre Sitzungen statt: am 24. März 2020, am 13. Mai 2020, am 22. September 2020 und am 25. November 2020, die aufgrund der Covid-19-Pandemie als Telefon- bzw. Videokonferenzen stattfanden. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Besondere Schwerpunkte waren:

  • » die regelmäßige Berichterstattung der Geschäftsführung über die jeweils aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanzlage des Konzerns
  • » die Prüfung des Jahresabschlusses 2019 der Gesellschaft und des Konzernjahresabschlusses 2019
  • » die Zwischenergebnisse, der Ergebnisforecast 2020 und die Planung 2021
  • » die im Zuge der Covid-19-Pandemie ergriffenen und noch zu ergreifenden Maßnahmen
  • » die Absatzentwicklung sowie die entwickelten Vertriebsstrategien
  • » die Produkt- und Gebindepolitik der Marken
  • » die Liquiditätslage und Mittelfristfinanzierung
  • » die Investitionsplanung und -überwachung
  • » die Darlehensgewährung an einen Aktionär
  • » die Durchführung öffentlicher Aktienrückkaufangebote
  • » die Einziehung eigener Stammaktien
  • » die Digitalisierungsstrategie

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung Saarbrücken, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2020 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin rechtzeitig an uns verteilt worden.

Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 22. März 2021 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Abschlüsse zum 31. Dezember 2020 im Rahmen eines Umlaufbeschlusses gebilligt.

Auf Grund der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA obliegt die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 nicht dem Aufsichtsrat, sondern der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an, den Jahresabschluss festzustellen.

Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beläuft sich im Berichtszeitraum einschließlich des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr auf 24,2 Mio. EUR. Wir schließen uns dem Vorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an, eine deutlich gesenkte Dividende von 2,5 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. Gleichzeitig beobachten wir weiterhin aufmerksam die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und behalten uns bei einer signifikanten Veränderung der Lage ausdrücklich vor, der Geschäftsführung einen geänderten Dividendenvorschlag zu empfehlen.

Der von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum

  1. Dezember 2020 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.

Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Vermerk:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, und
    1. bei dem im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als durch die Geschäftsführung sprechen."

Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Vollständigkeit und Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu erheben sind.

Personelle Veränderungen in den Gremien

Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft gab es keine personellen Veränderungen.

Persönlich haftende Gesellschafterin

In der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, gab es keine personellen Veränderungen.

Dank des Aufsichtsrats

Die Covid-19-Pandemie hatte im Geschäftsjahr 2020 tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Kunden im Hotel- und Gastronomiegewerbe und unsere gesamte Branche. Sie erforderte eine schnelle Anpassung der Geschäftsabläufe an eine außergewöhnliche Lage, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und die Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe zu gewährleisten. Als Aufsichtsrat danken wir vor diesem Hintergrund allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie der Geschäftsführung für ihren Einsatz und ihre Anpassungsbereitschaft in dem von dieser Pandemie geprägten Geschäftsjahr 2020. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.

Bad Teinach-Zavelstein, den 23. März 2021

Der Aufsichtsrat Gerhard Theis, Vorsitzender

Unsere Aktien*

Das Jahr 2020 verlief an den Aktienmärkten bedingt durch die Covid-19-Pandemie außergewöhnlich volatil. Nach einem positiven Start ins Jahr und Höchstständen im Februar löste die große Unsicherheit bezüglich der rapide um sich greifenden Covid-19-Pandemie einen Crash der weltweiten Aktienindizes aus. Von Panikverkäufen der Anleger blieb auch der Deutsche Aktienindex nicht verschont, der von seinem Rekordhoch bei rund 13.800 Punkten bis Mitte März um rund 40 % auf 8.256 Zähler einbrach. Die anschließende Kurserholung erfolgte schnell und sehr deutlich, so dass der DAX im turbulenten Börsenjahr 2020 mit einem Jahresschlussstand von 13.719 Punkten immerhin noch ein leichtes Kursplus von gut 3 % erzielen konnte.

Kursentwicklung und Marktkapitalisierung

Die beiden Aktiengattungen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA entwickelten sich im Berichtszeitraum ebenfalls volatil, jedoch in einer engeren Schwankungsbreite als der DAX. Die Stammaktien schlossen das Jahr 2020 mit 15,50 EUR rund 9 % unter dem Vorjahreswert (31. Dezember 2019: 17,10 EUR) ab. Mitte Februar erreichten sie ihr Jahreshoch bei 17,70 EUR, das Jahrestief lag Mitte März bei 14,90 EUR. Die Vorzugsaktien beendeten das Jahr 2020 mit einem Kursminus von rund 12 % bei 13,30 EUR (31. Dezember 2019: 15,10 EUR). Mitte März erreichten sie ihr Jahrestief bei 11,70 EUR und Anfang Juli ihr Jahreshoch bei 17,10 EUR.

Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA am 31. Dezember 2020 betrug 113,18 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 134,26 Mio. EUR).

* Schlusskurse, Börse Stuttgart

Kennzahlen zu den Aktien

2020 2019
Grundkapital EUR 22.387.456,00 22.387.456,00
Anzahl Stammaktien Stück 5.424.755 5.919.755
Anzahl Vorzugsaktien Stück 2.187.360 2.187.360
Kurs Stammaktie
zum 31.12. *
EUR 15,50 17,10
Kurs Vorzugsaktie
zum 31.12. *
EUR 13,30 15,10
Marktkapitalisierung
zum 31.12. *
Mio.
EUR
113,18 134,26
Höchstkurs
Stammaktie *
EUR 17,70 18,30
Tiefstkurs
Stammaktie *
EUR 14,90 15,30
Höchstkurs
Vorzugsaktie *
EUR 17,10 16,30
Tiefstkurs
Vorzugsaktie *
EUR 11,70 12,39
EPS Stammaktie EUR 0,41 1,39
EPS Vorzugsaktie EUR 0,49 1,47
Dividende
Stammaktie
EUR 0,30** 0,45
Dividende
Vorzugsaktie
EUR 0,38** 0,53

* Schlusskurse, Börse Stuttgart

** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2021)

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 5.424.755 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und in 2.187.360 auf den Inhaber lautende nennwertund stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Anzahl der Stammaktien reduzierte sich durch den Einzug eigener Aktien im Geschäftsjahr um 495.000 Stück.

Notiert sind die Stamm- und Vorzugsaktien des Unternehmens an den Börsenplätzen Frankfurt/Main und Stuttgart. An der Deutschen Börse in Frankfurt/Main ist das Unternehmen im Basic Board (Open Market) gelistet, an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart im Teilbereich Freiverkehr Plus.

Stammdaten der Aktien
Börsenplätze
Börse Frankfurt Segment Basic Board im Open Market
Börse Stuttgart Segment Freiverkehr Plus im Freiverkehr
Kürzel
Stammaktie MUT
Vorzugsaktie MUT3
WKN
Stammaktie 661400
Vorzugsaktie 661403
ISIN
Stammaktie DE 0006614001

Ergebnis je Aktie

Vorzugsaktie DE 0006614035

Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis je Stammaktie 0,41 EUR (2019: 1,39 EUR) und je Vorzugsaktie 0,49 EUR (2019: 1,47 EUR). Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man das Konzernergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert, abzüglich der von der Gesellschaft gehaltenen Aktien.

Dividende

Der Hauptversammlung im Jahr 2021 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 24,2 Mio. EUR eine Dividende von 0,30 EUR je Stammaktie und von 0,38 EUR je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung 2.458.623,30 EUR betragen. Demzufolge werden in Summe 21.756.241,95 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung Dividende (in EUR)

* 2020 vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2021

Unsere Aktionärsstruktur

Im Berichtszeitraum veränderte sich die Aktionärsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wie folgt: Der Anteil der Stammaktien in Streubesitz stieg zum Vorjahresstichtag leicht von 8,19 % auf 8,33 %, während der Anteil der Vorzugsaktien in Streubesitz mit 59,71 % unverändert blieb. Der Anteil der Karlsberg Gruppe an den Stammaktien der Gesellschaft lag zum Jahresende 2020 bei 40,73 %, der Anteil des Versorgungswerks Karlsberg Brauerei e. V. bei 31,28 % und der Anteil des Versorgungswerks Karlsberg Holding e. V. bei 9,62 %. Unverändert hielt die Karlsberg Gruppe per Jahresende 2020 1,74 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft. Der Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststättengewerbes e. V. ist mit einem Anteil von 10,03 % an den Stammaktien und unverändert 38,55 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft vertreten. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum 31. Dezember 2020 keine eigenen Stammaktien und keine eigenen Vorzugsaktien.

Stammaktie

Investor Relations

Auch in Zeiten von Covid-19 wurde auf eine gute Investorenkommunikation großer Wert gelegt. So stand die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Berichtszeitraum mit ihren Investoren sowie Privataktionären im aktiven Dialog und informierte regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen der Gesellschaft. Darüber hinaus bot das Unternehmen aktuelle und umfassende Informationen über seine Internetseite www.mineralbrunnen-kgaa.de an. Zum Schutz der Gesundheit von Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den beteiligten Beratern und Dienstleistern wurde die Hauptversammlung am 8. Juli 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie als virtuelle

Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre/ innen oder ihrer Bevollmächtigten abgehalten. Auch künftig wird sich die Gesellschaft mit gewohnter Sorgfalt ihren Investor Relations-Aufgaben widmen und der interessierten Öffentlichkeit mit hoher Transparenz und Schnelligkeit gegenübertreten. Seit dem Wirksamwerden der sogenannten Marktmissbrauchsverordnung finden zudem auch für Freiverkehrsemittenten wie der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bekanntmachungsverfahren für Ad-hoc-Publizität und Directors' Dealings sowie Insiderlisten Anwendung, wodurch die Transparenz und Sicherheit für Anleger weiter gesteigert wurde.

Nachhaltigkeit und soziales Engagement*

Unternehmerische Verantwortung in Verbindung mit nachhaltigem Handeln haben für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA seit jeher einen hohen Stellenwert. Heute agiert der Konzern als Teil des Karlsberg Unternehmensverbunds, der bereits in fünfter Generation familiengeführt ist. Tief verwurzelt mit der Geschichte und den Menschen in der Region hat jedes Verbunds-Unternehmen ein einzigartiges Gesicht und steht individuell für seine Produkte sowie höchste Qualität. Alle Unternehmen verbindet eine gemeinsame Unternehmens- und Wertekultur – eine Kultur des Miteinanders und der Wertschätzung. Die Menschen als gestaltende Akteure in den einzelnen Gesellschaften prägen das Unternehmensbild und stehen neben den Produkten im Zentrum unseres Handelns.

Aufgabe aller Mitarbeiter im Verbund ist es, durch unsere Getränke das Leben unserer Konsumenten schöner zu machen. Und: ein in jeglicher Hinsicht gesundes Unternehmen über Generationen weiterzugeben. Daher haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen im Jahr 2020 in mehreren verbundsübergreifenden Workshops die strategischen Leitplanken 2030+ für eine zukunftsweisende Unternehmensstrategie erarbeitet und definiert. Für den gesamten Verbund wurden dabei folgende vier Eckpfeiler festgelegt: 1. "Ein starkes Team", 2. "Große Marken", 3. "Jeden Tag besser werden", 4. "In Generationen denken".

Der vierte Eckpfeiler "In Generationen denken" widmet sich den Themen "Ökonomische Nachhaltigkeit" und "Ökologische Nachhaltigkeit". Unter diesem Aspekt wollen wir unser wirtschaftliches Handeln mit unserer ökologischen und sozialen Verantwortung in Einklang bringen. Das Thema Nachhaltigkeit wird in den kommenden Jahren in enger Verzahnung mit der Unternehmensstrategie weiterentwickelt werden, um den Ressourceneinsatz der gesamten Lieferkette unserer Getränke sowie gleichzeitig die Qualität für unsere Konsumenten nachhaltig zu verbessern.

Kunden und Konsumenten erwarten von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihren Tochterunternehmen als Anbieter des sensiblen Naturproduktes

Mineralwasser, der darauf basierenden Erfrischungsgetränke und Limonaden sowie hochwertiger fruchthaltiger Getränke die Gewährleistung höchster Qualität. Deshalb setzt der Konzern auf umweltschonende Unternehmensprozesse, die gleichzeitig der Zukunftssicherung und dem Markenschutz dienen. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind zentrale Bestandteile der verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit des Konzerns. Im Bereich der Quellenpflege und der Förderung sowie der Abfüllung und Distribution spielen umweltrelevante Standards eine zentrale Rolle. In der Beschaffung bestehen Auswahlkriterien, die sowohl qualitativen als auch ressourcenschonenden Aspekten Rechnung tragen. Gleichzeitig verbessert die Unternehmensgruppe permanent ihre Produkte, Verpackungen und Abläufe hinsichtlich eines energieeffizienten und schonenden Ressourceneinsatzes.

Umweltengagement

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH wurde 2012 als erster Mineralbrunnen Deutschlands für ihr Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 zertifiziert, womit das vorbildliche Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft am Standort Bad Teinach-Zavelstein ausgezeichnet wurde. Die ISO 50001 ist eine weltweit gültige Norm zum Nachweis eines systematischen Energiemanagements. Damit nimmt die Mineralbrunnen Teinach GmbH eine Vorreiterrolle in der Branche ein und unterstreicht ihre Ambitionen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Region. Auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind nach ISO 50001 zertifiziert.

Zudem wurde die Mineralbrunnen Teinach GmbH für ihr umweltfreundliches Individualglasgebinde "Teinacher Genussflasche" sowie den Komfortkasten mit dem Mehrweg-Innovationspreis 2015 ausgezeichnet, der von der Deutschen Umwelthilfe und der Stiftung Initiative Mehrweg für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme vergeben wird.

Sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sind Partner des PETCYCLE-Systems, einem nachhaltigen Wertstoffkreislauf für PET-Getränkeflaschen. Insgesamt wurde der Anteil von recycelten Produkten bei der Mineralbrunnen Teinach GmbH in den letzten Jahren von 55 % auf mittlerweile 80 % ausgebaut.

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH verfügt über eine energieeffiziente, modernste Abfüllanlage für Mehrwegflaschen aus Glas. Diese Mehrwegflaschen werden bis zu 50-mal gereinigt und wieder befüllt sowie anschließend recycelt. Jede Flasche besteht im Schnitt aus bis zu 60 % Altglas.

Darüber hinaus haben die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH in den vergangenen zehn Jahren an signifikanten Einsparungen in den Bereichen Gas-, Strom- und Wasserverbrauch gearbeitet. Nicht zuletzt trägt das im Jahr 2016 in Betrieb genommene Blockheizkraftwerk in Kißlegg bei der Mineralbrunnen Krumbach GmbH zu einer Einsparung von 1.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr bei.

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH ist außerdem nach ISO 14001 zertifiziert, die einen Schwerpunkt auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess als Mittel zur Erreichung der jeweils definierten Ziele in Bezug auf die Umweltleistung einer Organisation legt.

Des Weiteren hat die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Jahr 2019 eine "Blühpatenschaft" in Norddeutschland, der Heimat von Klindworth, übernommen. Diese ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt und den Klimaschutz. Sie bietet einen Lebensraum für kleine Tiere und Insekten. Und natürlich Nahrung für Bienen, die so wichtig für unsere Früchte sind.

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH ist außerdem Partner des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, der sich unter anderem für eine intakte Natur einsetzt. Das Unternehmen unterstützt hier neben finanziellen Zuwendungen als Sponsor von

Wanderwegen und Pate von Blumenwiesen insbesondere bei der Kommunikation von nachhaltigen Projekten.

Unsere Produkte

Beleg für das starke ökologische Engagement der Unternehmensgruppe sind Zertifizierungen und Auszeichnungen, die höchste Qualität der Verfahren und der Produkte sowie eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit garantieren. Mit der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH und der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wurden alle produzierenden Tochterunternehmen durch das SGS Institut Fresenius GmbH mit dem IFS Food Standard zertifiziert. Dieser Standard stellt als europaweit anerkanntes Kontrollverfahren die Überprüfung von Qualität und Sicherheit im Lebensmittelbereich sicher.

Mehrere Produkte der Mineralbrunnen Krumbach GmbH wurden zudem durch die Deutsche Lebensmittel Gesellschaft (DLG) für ihre herausragende Qualität prämiert. Bestandteil der DLG-Tests sind sensorische, chemische, physikalische und mikrobiologische Analysen sowie die Überprüfung der Genauigkeit der Inhaltsangabe.

Sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH setzen auf Lieferanten aus der Region: Für die Produktion ihrer Saftschorlen werden sie von einem Saftlieferanten aus Süddeutschland beliefert, der Früchte aus der Region verarbeitet und zur Weiterverarbeitung anliefert. Um die Lieferwege kurz zu halten werden des Weiteren die Teinacher Genussflasche 0,75 l und die Krumbach Individualglasflasche 1,0 l, der Teinacher Komfortkasten oder auch der Individualkasten von Krumbach in Bad Wurzach in Baden-Württemberg produziert. Auch die Etiketten stammen aus der Region.

Lange Transportwege will auch die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vermeiden. Die Gesellschaft bezieht viele ihrer Rohwaren wie beispielsweise Äpfel von Streuobstwiesen aus der Region, die dann vom Unternehmen selbst am Standort

Innovationsmanagent*

Merzig gekeltert werden. Verarbeitet werden unter anderem Bio- und Fair Trade-Produkte, für welche das Unternehmen entsprechend zertifiziert ist. Alle Säfte, Nektare, Schorlen und Erfrischungstees der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind zudem vegan. Das Unternehmen ist darüber hinaus Mitglied im SGF International e. V., einem Verein, der als Instrument der industriellen Selbstkontrolle zur Wiederherstellung freier und fairer Marktbedingungen in der Saftindustrie gegründet wurde.

Soziales Engagement

Ein weiterer fester Bestandteil der Unternehmenspolitik ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns. Die Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA versteht sich als Teil der Gesellschaft und nimmt ihre soziale Verantwortung in besonderem Maße auf regionaler Ebene wahr. So unterstützt die Mineralbrunnen Krumbach GmbH im Allgäu Kindergärten, Schulen sowie Vereine für Jugendarbeit und sponsert aktiv den Breitensport in unterschiedlichsten Disziplinen mit besonderem Fokus auf die Jugendförderung.

Auch die Mineralbrunnen Teinach GmbH engagiert sich in ihrer Heimatregion Schwarzwald durch die Förderung von Schulen und Kindergärten sowie durch die Unterstützung von Sportveranstaltungen und Tafel-Veranstaltungen mit Gratisware und finanziellen Spenden.

Für ihre aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und ihre Familien veranstaltet die Unternehmensgruppe jedes Jahr ein großes Familienfest. Ihre Jubilare ehren die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH bei einer jährlich stattfindenden Jubilarfeier.

In den Marktsegmenten des Konzerns besteht ein aktiver Wettbewerb, in dem der Konzern eine Festigung seiner Marktstellung als Markenanbieter durch kontinuierliche Weiterentwicklung anstrebt. Daraus ergeben sich insbesondere zwei Handlungsfelder für Innovationen, die die Unternehmensgruppe konsequent verfolgt:

Legitimierung der Premium-Positionierung der Marken im Markt

Mit klaren Markenprofilen und einer konsequenten Markenpflege verankert die Unternehmensgruppe ihre Produkte nachhaltig im Markt und erzeugt dadurch sowohl für ihre Geschäftspartner als auch für sich selbst ein hohes Ertragspotenzial. Das jeweilige Markenversprechen und die gehobene Preisstellung bedürfen gleichzeitig einer Rechtfertigung über Qualität, Ausstattung und Werbung. Deshalb konzentriert der Konzern seine Aktivitäten auf die Weiterentwicklung seiner Marken durch ein konsequentes Qualitätsmanagement, gezielte Investitionen in den Markenausbau sowie sinnvolle Sortimentsergänzungen und Gebinde-Innovationen, die zur jeweiligen Marke passen und interessante Markt- und Ertragspotenziale versprechen.

Nachhaltige Kostensenkungen durch permanente Produktivitätsoptimierung

Im wettbewerbsintensiven Mineralwassermarkt sind permanente Anpassungen hinsichtlich effizienter Prozesse gefragt, um die Kosten weiter zu senken. So konzentrieren sich die eigenen Innovationsaktivitäten auf eine hocheffiziente Anlagentechnik, den Rohstoffeinsatz, die Ressourcenschonung und auf effiziente und flexible Prozessabläufe. Dazu zählen ein optimierter Materialeinsatz und Kostenoptimierungen in Kombination mit effizienten Produktions-, Logistik- und Vertriebsprozessen. Insgesamt zielt die Prozessoptimierung auf eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Kostenstruktur und unterstützt so die Ertragssicherung des Konzerns.

* Kapitel ungeprüft

Und besuchen Sie unsere Website www.klindworthfruchtsaefte.de

Diese Auswahl ist Multikulti!

Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Grundlagen des Konzerns

  • 28 Geschäfts- und Organisationsstruktur
  • 30 Unternehmerische Steuerungssysteme

Wirtschaftsbericht

  • 30 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
  • 33 Unternehmenssituation
  • 46 Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
  • 46 Risikobericht
  • 54 Chancen- und Prognosebericht

Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Grundlagen des Konzerns Geschäfts- und Organisationsstruktur

Der Konzern Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (im Folgenden auch "KGaA") ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe* von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, fruchthaltige Getränke, Erfrischungsgetränke und Fertigcocktails. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Produktsortiments sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Als Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte

Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet der Konzern ein breites Produktportfolio von alkoholfreien und alkoholischen Getränken an.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im Getränkemarkt mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein, Baden-Württemberg. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach-Zavelstein, Kißlegg, Lauterecken und Merzig. Mit 423 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2020 ein Konzernumsatz von 120,9 Mio. EUR erwirtschaftet.

*nachfolgend der "Konzern", die "Unternehmensgruppe" oder die "KGaA"

Konzernstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe (Stand 31. Dezember 2020)

Die Konzernstruktur

Der Konzern umfasst neben den operativ tätigen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken und KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg, die Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg, Minderheitsbeteiligungen an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und an der siro Production GmbH, Neunkirchen (Saarland), die als Zwischenholding fungierende Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, sowie die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Teinach-Zavelstein als Holdinggesellschaft. Die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, als persönlich haftender Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Martin Adam, auch Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, sowie Andreas Gaupp, Geschäftsführer der operativen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH, sowie Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der siro Production GmbH.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns obliegt der Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH. Nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen werden durch die Karlsberg Service GmbH, Homburg, einer 45-prozentigen Beteiligung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA,

ausgeübt. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.

Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zusammengefasst.

Geschäftstätigkeit

Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineralund Heilwasser, Erfrischungs- und Süßgetränken sowie fruchthaltigen Getränken und Fertigcocktails. Aufbauend auf unseren Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u. a.) und nationalen Gastronomiemarken (afri, Bluna, Niehoffs Vaihinger, Klindworth, Cocktail Plant u. a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein breites Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen und Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.

Unternehmerische Steuerungssysteme

Die Leistungsstärke des Konzerns wird durch die Geschäftsführung im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz sowie EBITDA1 gemessen.

Daneben erfolgt die operative Steuerung über Produktivitätskennziffern, wie zum Beispiel Kosten pro Produktionsmenge (EUR/l) in der Produktion oder abverkaufte Menge pro Outlet pro Woche im Vertrieb Handel. Diese internen Kennziffern werden im Rahmen des externen Rechnungswesens nicht kommentiert.

Zielsetzung der Unternehmensgruppe ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung durch kontinuierlichen Ausbau der Marktanteile im margenstarken Markengeschäft.

Darüber hinaus sind auf dem Gebiet der operativen finanziellen Leistungsmessung neben diesen Kennzahlen auch EBIT2, Investitionen sowie der Free Cashflow bedeutsame finanzielle Indikatoren. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich durch nach unserer Einschätzung schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Die KGaA setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten.

Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie in eine schwere Rezession, vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009, geraten.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist trotz umfangreicher staatlicher Maßnahmenpakete und einer kräftigen wirtschaftlichen Erholung im dritten Quartal nach vorläufigen Angaben der Bundesregierung im Gesamtjahr 2020 preisbereinigt um 5,0 % zurückgegangen (Vorjahr: + 0,6 %).

Die Covid-19-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt.

Die exportorientierte deutsche Industrie hat in dieser Krise in besonderem Maße gelitten. Die Exportumsätze von Waren und Dienstleistungen gingen laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, nämlich preisbereinigt um 9,9 % (Vorjahr: + 1,0 %). Auch die Importe sanken preisbereinigt um 8,6 % (Vorjahr: + 2,6 %).

Der stetige Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt wurde abrupt beendet. Trotz massiver staatlicher Unterstützungen und auch erweiterter Regelungen zur Kurzarbeit ist die Anzahl der Erwerbstätigen erstmals seit 14 Jahren rückläufig.

1 EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. 2 EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie deutlich sichtbar. Anders als während der Wirtschafts- und Finanzkrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 % zurück (Vorjahr: + 1,6 %).3

Die Umsätze im Einzelhandel sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2020 zwar preisbereinigt 3,9 % sowie nominal 5,1 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Entwicklung in den einzelnen Bereichen entwickelte sich hierbei jedoch sehr unterschiedlich. Während die Umsätze im Internet- und Versandhandel mit einem realen Anstieg von 24,1 % deutlich zunahmen, litt der stationäre Handel insbesondere unter den Einschränkungen im Rahmen der Pandemiebekämpfung. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte real 5,1 % und nominal 8,1 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.4

Der Corona-bedingte Lockdown im zweiten und vierten Quartal sowie anhaltende Auflagen haben das Gastgewerbe zu einem der hauptbetroffenen Sektoren werden lassen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mussten die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes im Jahr 2020 insgesamt einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 39,0 % verbuchen (nominal - 36,6 %). Der Umsatzrückgang im Gaststättengewerbe betrug dabei 35,0 % (nominal - 32,0 %) und im Beherbergungsgewerbe 45,8 % (nominal - 44,7 %). Auch im in normalen Jahren durch Weihnachtsfeiern geprägten Monat Dezember befand sich der Sektor im Lockdown.5

Der Markt für alkoholfreie Getränke (AfG)6

Die Covid-19-Pandemie prägte auch die deutsche Getränkeindustrie deutlich, die im Jahr 2020 insbesondere im Gastronomiesektor hohe Absatzverluste zu verzeichnen hatte. Ausgefallene Veranstaltungen sowie insbesondere die im Zeitraum März bis Mai sowie die Anfang November erneut angeordneten Betriebsschließungen in der Gastronomie

3 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14. Januar 2021.

5 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 19. Februar 2021.

führten bei den Unternehmen zu deutlichen Absatzverlusten im wichtigen Gastronomiegeschäft.

Die Marktdaten des Haushaltspanels der GfK, die die hohen Verluste im Bereich Gastronomie und Hotellerie nicht berücksichtigen, sind aufgrund des infolge der Covid-19-Pandemie verlagerten Konsums in den häuslichen Bereich deutlich positiv beeinflusst.

Der AfG-Absatz laut GfK lag nach einem letztjährigen Absatzrückgang von 5,8 % im Gesamtjahr 2020 auf Vorjahresniveau. Das Preisniveau ist weiterhin gestiegen. Im Berichtsjahr hat sich der AfG-Umsatz um 6,8 % (Vorjahr: - 1,0 %) erhöht. Die jeweiligen Sorten entwickelten sich hierbei unterschiedlich.

Während Wasser insgesamt um 2,2 % (Vorjahr: - 8,1 %) schrumpfte, konnte Wasser ohne Kohlensäure ein Absatzplus von 3,7 % aufweisen. Jedoch lag der Absatz von Wasser mit wenig (- 6,1 %) bzw. viel Kohlensäure (- 1,7 %) jeweils unter Vorjahr.

Die Getränkekategorie Fruchthaltige Getränke (FHG) konnte nach Absatzverlusten in den vergangenen Jahren im Jahr 2020 durch erhöhte Handelsumsätze aufgrund der Covid-19 bedingten Konsumverschiebung in erhöhtem Maße profitieren und eine Absatzsteigerung von 5,7 % (Vorjahr: - 3,8 %) erreichen. Innerhalb dieses Segments konnten mit Ausnahme von Smoothies (- 2,0 %) alle Sorten eine positive Absatzentwicklung verzeichnen (Fruchtsäfte + 6,7 %, Fruchtnektare + 3,3 %, Fruchtsaftgetränke + 5,5 %).

Die Carbonated Softdrinks legten um 3,3 % (Vorjahr: - 2,9 %) zu, maßgeblich beeinflusst durch deutliche Absatzzuwächse von Bittergetränken (+ 14,1 %) und Cola/Cola-Mix (+ 4,8 %). In den restlichen AfG-Segmenten gingen die Absätze im Vergleich zum Vorjahr dagegen zurück (- 1,8 %). Verlierer waren hier insbesondere Schorlen sowie Sportgetränke.

4 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 1. Februar 2021.

6 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG, Jan-Dez 19/20

Absatzveränderung der alkoholfreien Getränke im Handel in Deutschland 2020 (in %)7

Eigene Darstellung, Quelle: GfK

Gebinde-Entwicklung8

Nach einer stark rückläufigen Nachfrage nach PET-Gebinden bereits im Jahr 2019 verstetigte sich auch im Berichtsjahr dieser Trend bei gleichzeitig erhöhter Wachstumsdynamik bei Glasgebinden. Zunehmender Beliebtheit erfreuten sich dabei weiterhin Individualglasflaschen.

Diese Entwicklung spiegelt sich in den ersten Hochrechnungen des VDM wider, in denen der Marktanteil der PET-Einweggebinde 2020 im Vergleich zum Vorjahr von 59,9 % auf 59,3 % sowie von PET-Zweiweg (PETCYCLE) von 6,9 % auf 5,4 % zurückgegangen ist.

Der Marktanteil der Glas-Mehrweggebinde konnte dagegen gegenüber dem Vorjahr von 18,6 % auf 20,3 % erneut stark zulegen.

Anteil der von den deutschen Brunnenbetrieben verwendeten Verpackungsarten 2019-2020 (in %) (Mineral- und Heilwasser sowie Erfrischungsgetränke)9

Hinweis: Die Angaben für 2020 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten VDM-Marktdaten des Jahres 2019 basieren auf einer neuen Datenbasis und weichen daher von den im Geschäftsbericht des Vorjahres genannten Daten ab. Aufgrund der neuen Datenbasis ab 2019 besteht keine Vergleichbarkeit zu den Branchendaten 2018 und früher.

Im FHG-Segment wird der überwiegende Teil der Produkte nach wie vor in Einwegverpackungen abgesetzt. Laut GfK wurden 2020 insgesamt 92,8 % aller fruchthaltigen Getränke in Einweggebinden verkauft. Auf PET-Einweggebinde entfiel ein Marktanteil von 52,7 % und auf Karton- bzw. Weichpackeinweg 38,6 %. Glas-Einweggebinde wiesen einen Marktanteil von 1,4 % auf. Der Anteil von Mehrweggebinden stieg jedoch deutlich um 15,5 % und erreicht damit inzwischen einen Marktanteil von 7,2 %. Im GfK-Haushaltspanel ist allerdings der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glas-Mehrweggebinde vorherrschend sind, nicht erfasst.10

7 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG, Jan-Dez 19/20 8 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V. (VDM), vorläufige Branchendaten 2020 vom 28.01.2021

9 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V. (VDM),

vorläufige Branchendaten 2020 vom 28.01.2021 10 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V. (VDM), vorläufige Branchendaten 2020 vom 28.01.2021

Unternehmenssituation des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Anmerkungen zur Berichtsweise

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2020 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Wesentliche Ereignisse

Auf Basis der von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juli 2018 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hat die Gesellschaft ihren Aktionären am 16. Dezember 2019 ein Angebot unterbreitet, bis zu 210.000 Stammaktien zu einem Preis von 17,50 EUR je Stückaktie zu erwerben. Dies entsprach einem Aufschlag von rund 14 % bezogen auf den Schlusskurs der Stammaktie an der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, Stuttgart, am dritten Börsentag vor dem Tag der Veröffentlichung des Aktienrückkaufangebots. Die Angebotsfrist begann am Donnerstag, den 19. Dezember 2019, und endete am Montag, den 20. Januar 2020, 12:00 Uhr MEZ.

Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 216.563 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils ein großer Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde. Die Annahmeerklärungen wurden dabei verhältnismäßig mit einer Quote von rund 96,99 % berücksichtigt. Die Zuteilung wurde auf die Einzelkundenbestände vorgenommen und auf die nächste natürliche Zahl abgerundet.

Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes hielt die Gesellschaft 495.000 eigene Stammaktien, was einem Anteil von ca. 6,11 % am Grundkapital entsprach.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juli 2018 zu Tagesordnungspunkt 6 ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft gem. § 71 Abs. 1

Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien einzuziehen, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat unter Ausnutzung dieser Ermächtigung am 28. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, 495.000 erworbene eigene Stammaktien im Wege des vereinfachten Einziehungsverfahrens ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Wirkung zum Ablauf des 28. April 2020 einzuziehen.

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt damit 22.387.456,00 EUR und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,94 EUR, eingeteilt.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Juli 2020, die aus Gründen der Covid-19-Pandemie erstmals virtuell stattgefunden hat, wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Empfehlungen der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und persönlich haftender Gesellschafterin, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von rund 24,8 Mio. EUR eine Dividende von 0,45 EUR je Stammaktie und von 0,53 EUR je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 13. Juli 2020. Unter Berücksichtigung der zu diesem Zeitpunkt von der Gesellschaft gehaltenen Anteile betrug die Ausschüttungssumme 3,6 Mio. EUR. Dem Gewinnvortrag wurden 21,2 Mio. EUR zugeführt. Die anwesenden Aktionäre honorierten den erfolgreichen Geschäftsverlauf 2019 und sprachen dem Management und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.

Genehmigtes Kapital

Die von der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. November 2015 beschlossene Ermächtigung zur Durchführung von Kapitalerhöhungen aus genehmigtem Kapital ist am 23. November 2020 ausgelaufen.

Durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Juli 2020 wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2025 ganz oder in Teilbeträgen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 11.193.728 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020). Mit der Ermächtigung ist die Gesellschaft in der Lage, möglichen künftigen Finanzbedarf schnell und flexibel zu decken.

Gremien

Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich keine personellen Veränderungen.

Geschäftsverlauf

Der Gesamtumsatz im Konzern ist im Geschäftsjahr 2020 infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie um 29,0 Mio. EUR auf 120,9 Mio. EUR zurückgegangen (Vorjahr: 149,9 Mio. EUR).

Die rapide Ausbreitung der Covid-19-Pandemie in Europa seit dem ersten Quartal führte im Zeitraum März bis Mai sowie seit Anfang November zu angeordneten Betriebsschließungen in der Gastronomie und Hotellerie, einem wichtigen Absatzkanal für viele unserer Produkte. Auch im restlichen Jahr führte die Pandemie zu Absagen von Großveranstaltungen und größtenteils verhaltenem Geschäft im Absatzkanal HoReCa (Hotel / Restaurant / Café). So wurden nach einem nach unserer Sicht sehr guten Jahresstart im März bereits deutliche Auswirkungen auf das operative Geschäft sichtbar. Ein nahezu vollständiger Umsatzausfall im Gastronomiesegment in den Monaten April, Mai, November und Dezember führte trotz zwischenzeitlicher Erholungstendenzen dazu, dass die angestrebten Umsatzziele deutlich verfehlt wurden.

Aufgrund des nach unserer Einschätzung breit diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen konnten die Einzelrisiken zumindest in Teilen kompensiert werden. So zeigten sich im Handelssegment durch erhöhten Heimkonsum auch positive Entwicklungstendenzen. Auch im Geschäftsjahr 2020 hat sich der Trend im Handel zu einer steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden, auf die unser Konzern schon lange seinen Gebindeschwerpunkt legt, fortgesetzt. Die Umsätze im Glas-Mehrwegbereich konnten um 8,1 % gesteigert werden. Demgegenüber gingen die Umsätze der PET-Gebinde um 14,9 % weiter zurück.

Umsatz Marken, sonstige Umsätze (in Mio. EUR)

Das Saftsegment war aufgrund der Marktposition im Absatzkanal Gastronomie und Hotellerie in besonderem Maße von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen. Zwar konnten Zuwächse im Bereich Handel erzielt werden, jedoch ist dieser noch im Aufbau befindliche Absatzkanal im Bereich Saft deutlich kleiner. Darüber hinaus ist aufgrund der Absagen von Weihnachtsmärkten das sehr umsatzstarke Weihnachtsgeschäft der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vollständig ausgefallen. Infolgedessen wurden insgesamt gegenüber dem Vorjahr deutliche Umsatzrückgänge verzeichnet. Der Umsatz der Hauptmarken Niehoffs Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant ging dabei von 44,3 Mio. EUR auf 24,5 Mio. EUR zurück.

Im Segment Mineralwasser und Erfrischungsgetränke litten insbesondere Gastronomiegebinde unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Ein erhöhter Heimkonsum konnte Verluste bei Gastronomiegebinden jedoch teilweise ausgleichen. Auch der sich fortsetzende Trend weg von PET hin zu Glasgebinden setzte positive Impulse, da unsere Standorte bereits seit Jahren den Schwerpunkt auf Glas-Mehrweggebinde legen. So konnte nach unserer Auffassung die sehr dynamische

Entwicklung des Individualglasgebindes mit einem deutlichen Umsatzanstieg von über 30 % trotz des herausfordernden Marktumfeldes erneut fortgeführt werden. Auch GDB-Glas-Mehrweggebinde wuchsen weiter.

Die Marke Teinacher erfreut sich aus unserer Sicht immer größerer Beliebtheit im Handel und konnte so im vergangenen Jahr die Marktführerschaft im Bereich Glas-Mehrweg in Baden-Württemberg übernehmen. Nach einer hohen Wachstumsdynamik in den letzten Jahren liegt der Gesamtumsatz der Marke in Höhe von 34,4 Mio. EUR aufgrund der hohen Umsatzverluste in der Gastronomie rund 8,7 % unter dem Vorjahresniveau.

Der Umsatz der Marke Krumbach ging um 4,4 % auf 26,9 Mio. EUR zurück. Auch hier waren die Umsatzverluste insbesondere bei den Gastronomiegebinden zu verzeichnen.

Über alle Unternehmen und Bereiche hinweg haben unsere Mitarbeiter frühzeitig zahlreiche Maßnahmen initiiert, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufes und zum Schutz der Mitarbeiter (zum Beispiel hohe Hygienestandards, Vermeidung von internen und externen Präsenzbesprechungen, stattdessen Nutzung von Telefonund Videokonferenzen, Ermöglichung von Home-Office). Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet und zeitweise staatliche Entlastungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Kurzarbeit oder Stundungen von Steuerzahlungen und Sozialabgaben in Anspruch genommen sowie das Working Capital-, Budget- und Forderungsmanagement intensiviert.

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Im Jahresdurchschnitt 2020 reduzierte sich im Konzern die Mitarbeiterzahl inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen geringfügig auf 423 (Vorjahr: 429 Mitarbeiter), davon 9 Auszubildende (Vorjahr: 11 Auszubildende).

Personalentwicklung

Unsere hohe operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.

Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird aus unserer Sicht maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst.

Der Konzern arbeitet deshalb an einer dialogorientierten Unternehmenskultur und fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter.

Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.

Ertragslage

Konzern

Der Gesamtumsatz im Konzern ist im Geschäftsjahr 2020 infolge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie trotz einer guten Entwicklung der Handelsumsätze um 29,0 Mio. EUR auf 120,9 Mio. EUR zurückgegangen (Vorjahr: 149,9 Mio. EUR).

Insgesamt führten diese Entwicklungen im Geschäftsjahr 2020 auch zu einem deutlichen Rückgang des Rohertrags um 17,8 Mio. EUR auf nunmehr 79,5 Mio. EUR.

Konzernertragslage (in TEUR) 2020 2019 +/- %
Umsatzerlöse 120.858 149.944 -29.086 -19 %
Waren- und Materialeinsatz -41.314 -52.571 11.257 -21 %
Rohertrag 79.544 97.373 -17.829 -18 %
Sonstige betriebliche Erträge 2.894 4.160 -1.266 -30 %
Personal -26.661 -27.770 1.110 -4 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -40.715 -47.560 6.845 -14 %
EBITDA 15.062 26.202 -11.140 -43 %
Abschreibungen -11.365 -10.332 -1.032 10 %
EBIT 3.697 15.870 -12.173 -77 %
Finanzergebnis -1.125 -1.234 109 -9 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.572 14.636 -12.064 -82 %
Steuerergebnis 711 -3.191 3.902 + //
Konzernergebnis 3.283 11.445 -8.162 -71 %
Gewinnvortrag 18.358 10.761 7.597 71 %
Ausschüttung an Aktionäre -3.600 -3.304 -297 -9 %
Nicht beherrschende Anteile 0 -545 545 + //
Konzernbilanzgewinn 18.041 18.358 -317 -2 %

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,9 Mio. EUR lagen im Wesentlichen bedingt durch im Vorjahr enthaltene höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen rund 1,3 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden bereits frühzeitig zahlreiche Maßnahmen initiiert, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern. Konsequente Kosteneinsparungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung führten zu niedrigeren Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Der Personalaufwand ist aufgrund reduzierter variabler Personalkosten, enthaltener staatlicher Unterstützungsleistungen (Kurzarbeitergeld, reduzierte Sozialversicherungsbeiträge) sowie unter Berücksichtigung eines gegenüber dem Vorjahr geringeren Personalbestandes auf 26,7 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR) zurückgegangen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 40,7 Mio. EUR (Vorjahr: 47,6 Mio. EUR) konnten im Berichtsjahr insbesondere in den variablen Kostenpositionen aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements hohe Einsparungen erzielt werden.

Die Abschreibungen sind aufgrund erhöhter Leergutinvestitionen in Glas-Mehrweg sowie erworbener Markenrechte gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR auf 11,4 Mio. EUR angestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtszeitraum um 0,1 Mio. EUR auf - 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: - 1,2 Mio. EUR) aufgrund geringerer Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen leicht verbessert.

Der im Berichtszeitraum angefallene Steuerertrag in Höhe von 0,7 Mio. EUR ist maßgeblich auf die Zuführung von aktiven latenten Steuern in Höhe von rund 0,8 Mio. EUR zurückzuführen.

Trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen der Covid-19- Pandemie im Gastronomiesegment konnte aufgrund der Umsatzentwicklung im Handel sowie frühzeitig ergriffener Maßnahmen zu Kostensenkungen im Geschäftsjahr 2020 noch ein positives Konzernergebnis in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 11,4 Mio. EUR) erwirtschaftet werden.

Die Ergebniskennzahlen EBITDA und EBIT (Definition Kennzahlen vgl. Kapitel "Unternehmerische Steuerungssysteme") lagen bei 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 26,2 Mio. EUR) respektive 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 15,9 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag ergibt sich daraus ein Konzernbilanzgewinn von 18,0 Mio. EUR (Vorjahr: 18,4 Mio. EUR). Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 0,41 EUR (Vorjahr: 1,39 EUR) und je Vorzugsaktie 0,49 EUR (Vorjahr: 1,47 EUR).

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres

Die im Rahmen unseres letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichten Prognosen für das Geschäftsjahr 2020 konnten aufgrund der erheblichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowohl bei Umsatz als auch für die operative Ergebniskennzahl EBITDA für das Geschäftsjahr 2020 nicht aufrechterhalten werden.

Der Konzernumsatz in Höhe von 120,9 Mio. EUR ist im Berichtsjahr um rund 19,4 % zurückgegangen. Damit ist die ursprüngliche Prognose einer stabilen Entwicklung der Umsatzerlöse verfehlt worden.

Aufgrund des hohen Umsatz- und Rohertragsrückgangs konnte trotz aller eingeleiteten Maßnahmen und realisierten Kosteneinsparungen auch die Ertragsprognose eines EBITDA zwischen 19,0 und 26,0 Mio. EUR nicht erreicht werden.

EBITDA-, EBIT-Marge (in % zum Umsatz)

COLA-GETRÄNKE 34,1%
Limonaden + FSG mit $CO2$ 18,8%
Fruchtsäfte 12,8%
EISTEE 7,1%
Schorle 5,7%
Energy-Drinks $4.3\%$
Frucht-Nektare $4.0\%$
Fruchtsaft-Getränke ohne CO 2 3,1%
Wasser aromatisiert $3.1\%$
Bitter-Getränke Ouelle:
$2.6\%$
Nielsen 3b, Retail Panel
Restliche $4.5\%$
KW35/2020

Einzelabschluss

Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zeigt folgende Entwicklung:

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 2,9 Mio. EUR und lagen im Wesentlichen bedingt durch reduzierte konzerninterne Weiterberechnungen von Lizenzgebühren um 2,2 Mio. EUR deutlich niedriger als noch im Vorjahreszeitraum. Dementsprechend haben sich auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen von 4,9 Mio. EUR auf nun 3,0 Mio. EUR in ähnlichem Umfang reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,6 Mio. EUR lagen rund 0,2 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand in Höhe von 0,1 Mio. EUR ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen auch im Geschäftsjahr 2020 um 0,3 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR weiter zurück, maßgeblich bedingt durch nochmals reduzierte externe Beratungsaufwendungen. Demgegenüber sind die Abschreibungen aufgrund der im Vorjahr erworbenen Markenrechte für afri und Bluna um 0,4 Mio. EUR angestiegen.

Das Finanzergebnis lag unter Berücksichtigung deutlich reduzierter Erträge aus Gewinnabführungsverträgen unter dem Vorjahresergebnis.

Das Zinsergebnis ist aufgrund geringerer Zinsaufwendungen und durch höhere sonstige Zinsen und ähnliche Erträge gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR gestiegen.

Nach Verrechnung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Gastronomiesegment aufgrund einer guten Umsatzentwicklung im Handel sowie frühzeitig ergriffener Maßnahmen zu Kostensenkungen ein Jahresüberschuss von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbleibenden Gewinnvortrages von 21,2 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 24,2 Mio. EUR.

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres

Infolge der dargestellten Entwicklung ist der Jahresüberschuss um 9,4 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR zurückgegangen.

Die im Rahmen unseres letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 konnte nicht aufrechterhalten werden. Die operative Kennzahl EBITDA in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR) lag damit deutlich unter der ursprünglich prognostizierten EBITDA-Spanne zwischen 5 und 12 Mio. EUR.

Operative Tochtergesellschaften

Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.

Mineralbrunnen Teinach GmbH

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet insbesondere die Marken Teinacher und Hirschquelle. Der Umsatz der Gesellschaft lag 2020 bei 49,1 Mio. EUR (Vorjahr: 52,6 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 137 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.

Mineralbrunnen Krumbach GmbH

Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert Mineralwässer und Erfrischungsgetränke. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die Marken Krumbach und Kisslegger. 2020 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 34,8 Mio. EUR (Vorjahr: 37,2 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 132 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.

Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vertreibt die Marken Niehoffs Vaihinger, afri und Bluna, Cocktail Plant, Klindworth, Merziger und Lindavia. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 40,9 Mio. EUR (Vorjahr: 65,1 Mio. EUR). Im Jahr 2020 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 125 Mitarbeiter, davon vier Auszubildende.

Finanzlage

Wertpapier-Management

Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Zum Bilanzstichtag betrug der bilanzierte Wert des Spezialfonds 1,7 Mio. EUR. Der Kurswert lag zum Stichtag bei 1,6 Mio. EUR.

Finanzierung

Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen Kontokorrentlinien in Höhe von 1,0 Mio. EUR zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren. Zudem bestanden zum 31. Dezember 2020 liquide Mittel in Höhe von 7,8 Mio. EUR. Derzeit führt die KGaA Refinanzierungsgespräche mit Banken zur Erhöhung der Banklinien, die sich in sehr fortgeschrittenem Stadium befinden.

Zur teilweisen Refinanzierung des Investitionsprogramms der letzten Jahre war Ende 2016 eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25,0 Mio. EUR vertraglich abgeschlossen worden, die bis Dezember 2024 mehrstufig fällig ist. Zur Besicherung verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Die mit der Finanzierung verknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) zur Ausnutzung der gewährten Kreditlinien wurden im vergangenen und werden im laufenden Jahr auf Basis der bestehenden Planung und der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich aus dem Ausbruch des Coronavirus auf die Getränkeindustrie und die Konzernunternehmen ergeben könnten, jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Im Berichtsjahr und für das laufende Geschäftsjahr stand bzw. steht somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Cashflow-Situation (Liquiditätsstatus)

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 24,6 Mio. EUR). Der deutliche Rückgang zum Vorjahr ist auf die verschlechterte, durch Covid-19 geprägte operative Ergebnisentwicklung zurückzuführen.

Der positive Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 4,3 Mio. EUR war durch hohe Einzahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 13,0 Mio. EUR begünstigt und lag unter Berücksichtigung weiterhin hoher Investitionen in Mehrweggebinde deutlich über dem Niveau des Vorjahres (- 18,4 Mio. EUR), das durch erworbene Markenrechte in erhöhtem Maße beeinflusst war.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: - 10,8 Mio. EUR) war vornehmlich geprägt durch Auszahlungen an die Aktionäre (- 3,6 Mio. EUR) sowie den zu Beginn des Berichtsjahres vorgenommenen Aktienrückkauf (- 3,7 Mio. EUR). Darüber hinaus sind Zinszahlungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten.

Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtsjahr in Summe eine deutliche Erhöhung des Finanzmittelfonds um 6,8 Mio. EUR. Die liquiden Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf einen positiven Saldo von 7,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2020 stand jederzeit ausreichend freie Liquidität zur Verfügung. Aufgrund ausreichender freier Kreditlinien sowie vorhandener liquider Mittel war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Konzern

Die Bilanzsumme des Konzerns reduzierte sich unter Berücksichtigung deutlich geringerer Forderungen sowie geringerer Rückstellungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um 10,1 Mio. EUR auf 138,3 Mio. EUR.

Das Anlagevermögen in Höhe von 71,5 Mio. EUR lag unter dem Niveau des Vorjahres (73,0 Mio. EUR).

Unter Berücksichtigung von Investitionen und planmäßiger Abschreibungen ist das Sachanlagevermögen um 0,6 Mio. EUR auf 60,7 Mio. EUR geringfügig zurückgegangen.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2020 betrugen 10,6 Mio. EUR und lagen damit unter dem Niveau des Vorjahres (16,9 Mio. EUR), maßgeblich bedingt durch die im Vorjahr erfolgte vollständige Übernahme der Markenrechte afri und Bluna.

Nach den technischen Großinvestitionen der Vorjahre, unter anderem in die Glas-Mehrweg-Produktion an den Standorten Bad Teinach-Zavelstein und Lauterecken, lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr weiterhin auf der Produktausstattung, insbesondere mit dem Fokus auf Mehrweg-Glasflaschen und neue Kisten für unser Markengeschäft. Um der stetig wachsenden Nachfrage nach Glasflaschen Rechnung zu tragen, soll der Anteil von Glasindividualgebinden weiter ausgebaut werden.

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen. Durch einen erhöhten Automationsgrad und die Verbesserung der Arbeitsabläufe in der gesamten Supply Chain können so die Prozesskosten und der Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionsbedarf kontinuierlich optimiert werden.

Investitionen (in Mio. EUR)

Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 3,8 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR.

Das Umlaufvermögen ist im Berichtszeitraum um 9,2 Mio. EUR auf 57,9 Mio. EUR zurückgegangen, im Wesentlichen bedingt durch deutlich geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der reduzierten Geschäftstätigkeit. Demgegenüber sind die liquiden Mittel um 6,8 Mio. EUR auf nun 7,8 Mio. EUR angestiegen.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 8,8 Mio. EUR lagen über dem Vorjahreswert von 8,0 Mio. EUR.

Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital unter Berücksichtigung des zu Beginn des Berichtsjahres erfolgten Aktienrückkaufs (3,7 Mio. EUR), der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre (3,6 Mio. EUR) und des Konzern-Jahresüberschusses (3,3 Mio. EUR) um 4,0 Mio. EUR auf 61,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtszeitraum aufgrund der geringeren Bilanzsumme leicht verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 44,6 % über dem Vorjahreswert (44,3 %).

Bei den Rückstellungen wurde ein Rückgang um 2,8 Mio. EUR auf 43,6 Mio. EUR verzeichnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich insbesondere aufgrund des weiterhin stark rückläufigen Abzinsungssatzes um rund 1,7 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind dagegen aufgrund der reduzierten Geschäftstätigkeit, insbesondere im Bereich der Vergütungen und bei Pfandrückstellungen, um 4,3 Mio. EUR zurückgegangen. Ebenso reduzierten sich die Steuerrückstellungen um rund 0,2 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Mio. EUR auf 32,9 Mio. EUR reduziert.

Einzelabschluss

Im Einzelabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA lag die Bilanzsumme mit 94,0 Mio. EUR rund 12,4 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres.

Das Anlagevermögen reduzierte sich insbesondere aufgrund planmäßiger Abschreibungen von Markenrechten gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 30,9 Mio. EUR auf 30,3 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wiesen ein gewährtes Darlehen in Höhe von 27,0 Mio. EUR an einen Mehrheitsaktionär aus. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres waren 40,0 Mio. EUR in Anspruch genommen worden. Die liquiden Mittel sind im Berichtszeitraum aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen angestiegen und lagen zum Stichtag bei 7,5 Mio. EUR und damit 7,1 Mio. EUR höher als im Vorjahr.

Das Eigenkapital reduzierte sich von 69,0 Mio. EUR auf 64,8 Mio. EUR. Während der Jahresüberschuss in Höhe von 3,0 Mio. EUR eigenkapitalerhöhend wirkte, senkten die im Berichtsjahr ausgezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2019 sowie der im Januar 2020 abgeschlossene Aktienrückkauf das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote hat sich jedoch aufgrund der deutlich geringeren Bilanzsumme verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 68,9 % über dem Vorjahreswert (64,9 %).

Die Rückstellungen sind aufgrund erhöhter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,2 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR geringfügig angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gingen im Berichtsjahr aufgrund geringerer Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstiger Verbindlichkeiten um 8,3 Mio. EUR auf 27,2 Mio. EUR zurück.

Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."

Risikobericht

Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.

Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können.

Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen zur Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen ausgerichtet ist.

Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung, sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt.

Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr.

Die folgenden Risikogebiete werden für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als besonders relevant erachtet:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Konzernentwicklung aus.

Das im Dezember 2019 identifizierte Coronavirus ("SARS-CoV-2") hat sich innerhalb kürzester Zeit auf der gesamten Welt ausgebreitet und weite Teile der globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte nachhaltig gestört. Die durch das Virus hervorgerufene Krankheit Covid-19 wurde im März 2020 durch die Weltgesundheitsorganisation zur Pandemie erklärt.

Die rasante Ausbreitung der Covid-19-Pandemie hat sich sowohl auf die deutsche Konjunktur als auch auf das operative Geschäft, insbesondere auf das Saftsegment, des Konzerns negativ ausgewirkt. Durch den Ausbruch des Coronavirus haben sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums geführt haben.

Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19-Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden im Kapitel Prognosebericht detailliert erläutert.

Risiken für die Unternehmensgruppe können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Lieferketten führen.

In diesem nach unserer Einschätzung herausfordernden Umfeld ist die Minderung von Gesundheitsrisiken sowie die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Kunden, Partner und allen anderen Stakeholder für uns von höchster Priorität.

Über alle Unternehmen und Bereiche hinweg haben unsere Mitarbeiter frühzeitig zahlreiche Maßnahmen initiiert, um die Effekte der Covid-19-Pandemie abzufedern, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des betrieblichen Ablaufes und zum Schutz der Mitarbeiter (zum Beispiel hohe Hygienestandards, Vermeidung von internen und externen Präsenzbesprechungen, stattdessen Nutzung von Telefonund Videokonferenzen, Ermöglichung von Home-Office). Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet und zeitweise staatliche Entlastungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Kurzarbeit oder Stundungen von Steuerzahlungen und Sozialabgaben in Anspruch genommen sowie das Working Capital-, Budget- und Forderungsmanagement intensiviert.

Eine Beurteilung des weiteren Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und unser operatives Geschäft ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.

Das breit diversifizierte Geschäftsmodell, die Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie die Präsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Märkten und Regionen reduzieren nach Einschätzung der Geschäftsführung den Einfluss von Einzelrisiken. So konnten erhöhte Handelsumsätze, frühzeitig ergriffene Maßnahmen sowie ein stringentes Kostenmanagement bislang in Teilen kompensatorische

Wirkungen gegenüber dem gesunkenen Gastronomie-Konsum entfalten.

Geopolitische Risiken

Risiken mit potenzieller Auswirkung auf den Waren- und Materialeinsatz und den Absatz von Produkten des Konzerns können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen.

Branchenrisiken

Die Lebensmittelbranche wurde in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die häufig weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie auswirken kann. Dies betrifft in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.) sowie die Zusatzstoffe in Nearwater- und Süßgetränken (z. B. Zuckerersatzstoffe). Es besteht die Gefahr, dass dadurch – unabhängig vom Anbieter – eine gesamte Produktgattung ungerechtfertigt infrage gestellt wird und dies Absatzrückgänge nach sich zieht. So kann sich auch die in der Öffentlichkeit oftmals einseitig geführte Diskussion über Mineral- und Leitungswasser negativ auf das Konsumverhalten der Verbraucher auswirken. Eine zunehmend unausgewogene Berichterstattung über Mineralwasser könnte dazu beigetragen, dass viele Konsumenten den Mehrwert des Naturproduktes Mineralwasser im Vergleich zu aufbereitetem Leitungswasser weniger wahrnehmen. In diesem Zusammenhang hat der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen eine Verbandsinitiative "Dialog natürliches Mineralwasser" ins Leben gerufen, um die Vorzüge des nachhaltigen Naturproduktes aufzuzeigen.

Des Weiteren bestehen Risiken hinsichtlich der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden. Nach Schätzungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung beträgt die Rücklaufquote bei Einweg-Kunststoffflaschen über 97 %, wovon nahezu 100 % werkstofflich verwertet würden. Nichtsdestotrotz hat sich die

deutlich gestiegene Aufmerksamkeit für das Thema Umwelt und Klimaschutz auch im Geschäftsjahr 2020 spürbar bemerkbar gemacht und in der gesamten Branche zu weiteren Absatzverlusten bei PET-Gebinden geführt.

Die Unternehmensgruppe sieht sich mit ihrer schon länger verfolgten strategischen Fokussierung auf umweltfreundliche Glas-Mehrweggebinde gut aufgestellt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden weitere Investitionen in die Glas-Mehrweg-Produktion an den Standorten getätigt.

Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher. Ein sich verschlechterndes Konsumklima kann so zu sinkender Nachfrage und erhöhtem Preiswettbewerb führen. Hier kann es zu weiteren Nachfrageverschiebungen kommen. Ursache ist der anhaltende Preiswettbewerb im Markt. Wie das Thema Biolebensmittel deutlich macht, erweitert das Preiseinstiegssegment kontinuierlich seine Mengen- und Preisorientierung um den Faktor Produktmehrwert. Der Konzern begegnet diesen Aktivitäten mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. So ist bei den Konsumenten eine Rückbesinnung auf regionale Produkte und Glas-Mehrweggebinde zu beobachten. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten und Produktinnovationen, hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden kommt den geänderten Kundenwünschen entgegen. Durch die Förderung effizienter Stoffkreisläufe und dem langjährigen Ausbau der Mehrwegglas-Kompetenz wird den Kunden zudem geholfen, umweltbewusst zu handeln.

Dem Risiko weitestgehend gesättigter Märkte wird nach unserer Auffassung mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet.

Einer möglichen Veränderung des Konsumverhaltens wird durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios Rechnung getragen.

Marktpreisrisiken

Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten werden zwar durch mittelfristige Verträge abgesichert, auf längere Sicht stellen jedoch insbesondere volatile Energieund hohe Rohwarenpreise ernstzunehmende Risiken dar.

Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern. Dazu können u. a. Rahmenvereinbarungen genutzt werden, die genügend Flexibilität bei Mengenänderungen ermöglichen. Zudem werden laufend die Bestellpositionen im Hinblick auf Synergiepotenziale überprüft, um zusätzliche Einsparungen nutzen zu können. Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.

Produkt-, Beschaffungs- und technische Risiken

Die natürliche Ressource Mineralwasser bedarf sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines stetig weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen kontinuierlich beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instandgesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Risiken, die aus höherer Gewalt resultieren, können jedoch trotz der hohen Sicherheitsstandards nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Dem Ausfallrisiko der Fertigung wird durch regelmäßige vorbeugende Wartungen, Zustandsbeurteilungen der Maschinen und Anlagen, Schulung des Wartungspersonals, klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie Sicherheitsvorgaben, Ersatz von risikobehafteten Altanlagen, Ersatzinvestitionen in Anlagenteile sowie bei Notwendigkeit durch gänzliche Erneuerung der Anlagen begegnet. Risiken durch drohende Verunreinigung von Fertigprodukten werden durch den Einsatz von Kontrollstandards und technischen Einrichtungen minimiert.

Die Produktionschargenrückverfolgung und die Qualitätssicherung sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Ausfall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moderne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Die Herstellung von Mineralwasserprodukten mit Geschmack und Zusatznutzen sowie von Fruchtsaftvarianten erfordert bei der Risikobetrachtung eine besondere Aufmerksamkeit. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Insgesamt steht der Beschaffungsmarkt unter ständiger Beobachtung, wobei langfristige Liefervereinbarungen angestrebt werden. Gleichzeitig sind alle Produktionsstandorte gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert. Diese Norm enthält zusätzlich die Grundsätze einer guten Herstellungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, Wartung, Instandhaltung und Schulung), eine Gefährdungsanalyse sowie kritische Lenkungspunkte. Dieses vorbeugende System unterstreicht die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Lebensmitteln und Verbrauchern. Dennoch ist nicht vollständig auszuschließen, dass es zu Produktfehlern, die einen Produktrückruf notwendig machen, kommen könnte. Eine detaillierte Kennzeichnung macht einzelne Chargen identifizierbar, ordnet relevante Chargen den entsprechenden Lieferanten zu und stellt die Produktverfolgbarkeit sicher.

Somit sind die Produktwege kontrollierbar und mögliche Schäden werden begrenzt. Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat der Konzern entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Konzerngesellschaften beziehen ihre Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von einer Vielzahl verschiedener Lieferanten. Dennoch können Beschaffungsrisiken aufgrund von Lieferengpässen sowie Lieferantenabhängigkeiten bei bestimmten Produkten wie bspw. Glasgebinden bestehen. Durch eine Verteilung der Bedarfe auf möglichst viele Lieferanten kann dieses Risiko minimiert werden.

Leergutengpässe können saisonal, d. h. insbesondere in den Sommermonaten, bei erhöhter Konsumentennachfrage zu einer Leergutknappheit führen, wodurch vereinzelt Out-of-Stock-Situationen resultieren können. Im operativen Leergutmanagement werden kundenspezifische Salden geführt. Zudem wird die Leergutrückführung zeitnah in den Systemen aktualisiert. Damit stellt das Unternehmen sicher, dass die Pfandvergütung sachgerecht und wirtschaftlich adäquat zugeordnet wird und möglichst wenig Leergutengpässe entstehen.

Engpässe in der Logistik können sowohl national als auch international auftreten. Diesem Risiko wird mit vertraglicher Absicherung von ausreichend Frachtraum sowie einem möglichst breiten Netzwerk an Dienstleistern entgegengewirkt.

Umweltschutzrisiken

Im Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutzrisiken vorzubeugen, werden umweltschutz- und auch arbeitsschutzrelevante Gesetze regelmäßig analysiert sowie Emissionswerte durch ein systematisches Energiemanagementsystem einer kontinuierlichen Überwachung unterzogen. Für die Konzernunternehmen erlangen Energierückgewinnungsprojekte eine immer größere Bedeutung.

So konnten durch die in den vergangenen Jahren umgesetzten Energieeinspar- und Effizienzinvestitionen, wie beispielsweise die Errichtung eines Blockheizkraftwerks, die Emissionswerte und Energiekosten deutlich reduziert werden.

Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Sensibilisierung aller im Produktionsprozess eingebundenen Mitarbeiter für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie eine Einbindung in verschiedene operative Projekte, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren.

IT-Risiken

Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäftsprozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit.

Generell können Risiken in der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, bei einem Verlust oder einer Manipulation von Daten, durch Cyberkriminalität oder Compliance-Verletzungen sowie bei Offenlegung vertraulicher Informationen bestehen.

Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie, Richtlinien und qualifizierte Mitarbeiter tragen aus unserer Sicht dazu bei, diese IT-Risiken zu minimieren. Die in der Karlsberg Service GmbH organisierte zentrale IT-Organisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter Systeme und Prozesse sind weitere Maßnahmen zur Risikominimierung. Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme sowie durch eine Notstromversorgung minimiert, so dass wir dieses Risiko insgesamt als gering einschätzen.

Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Prozesse hat das Thema Cybersecurity in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen werden konzernweit aktuelle Sicherheitssysteme

eingesetzt. Im Schadensfall sind die nach Einschätzung der Geschäftsführung größten Risiken durch ausreichende Versicherungen abgesichert.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa aus der Veräußerung von Gesellschaften und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern auch mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert.

Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Im Schadensfall sind die nach Einschätzung der Geschäftsführung größten Risiken durch ausreichende Versicherungen abgesichert.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt zudem den jeweils geltenden nationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung (z. B. bei der Behandlung von Pfand) sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuernachzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten haben.

Steuerliche Risiken, die sich aus den verschiedenen Themenkomplexen ergeben, werden durch die Steuerabteilung der Karlsberg Service GmbH, die bei operativen und strategischen Entscheidungen mit möglichen steuerlichen Folgen konsequent einzubinden ist, fortlaufend identifiziert und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche risikomindernde Maßnahmen initiiert.

Personalrisiken

Für die Unternehmen des Konzerns ist es von großer Bedeutung, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für alle Bereiche zu gewinnen, zu entwickeln und im Unternehmen zu halten sowie alle Personalressourcen effektiv zu steuern. Ansonsten könnten die Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein, ihrer Geschäftstätigkeit effizient und erfolgreich nachzugehen. Eine zunehmend größere Herausforderung ist der Wettbewerb um die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte und die sich verändernden Anforderungen in der digitalisierten Arbeitsumgebung.

Risiken könnten sich durch Kompetenzengpässe aufgrund zahlreicher gesundheitlicher Ausfälle infolge der aktuellen Covid-19-Pandemie ergeben (Gesundheitsrisiko). Darüber hinaus könnten Anpassungs- (Mitarbeiter sind falsch oder unzureichend qualifiziert), Motivations- (Arbeitsleistung wird zurückgehalten) oder Streikrisiken (Produktionsausfall aufgrund der Ausübung des Streikrechts) oder der Verlust von wichtigen Fach- und Führungskräften negative Auswirkungen für das Unternehmen mit sich bringen. Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation ist es angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung möglich, dass der Druck auf die Tarifparteien zunimmt. Hieraus könnten höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen (Tarifrisiko).

Einzelne oder mehrere dieser Umstände könnten die Fähigkeit beeinträchtigen, die Personalressourcen effektiv zu steuern. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Zur Begegnung dieser Risiken werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um ihre negativen Auswirkungen so weit wie möglich zu mindern, wie zum Beispiel:

  • » Verstärkte Hygienemaßnahmen und Aufbau möglichst redundanter Personalstrukturen,
  • » Aufbau von Mitarbeiter- und Führungskompetenzen durch gezielte Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung,
  • » Ausrollen eines verbundweiten Konzepts zur Förderung der

Eigenständigkeit und Motivation durch Erkennen und Steuern des eigenen Beitrags zum Unternehmenserfolg,

  • » Monitoring des Nachwuchspotenzials,
  • » Förderung einer positiv geprägten Unternehmenskultur, in der direkte Rückmeldungen und Kritik erlaubt sind; professionelle Begleitung von schwierigen Gesprächssituationen,
  • » Aktive Informationspolitik und Aufbau kompetenter, eigenständig handelnder Führungskräfte,
  • » Regelmäßige Rücksprachen von Personal und Geschäftsführung mit den Betriebsräten, Abgleich Stimmungsbild, Wertebefragungen, Unternehmenswerkstatt mit Beteiligungsmöglichkeit,
  • » Regelmäßige (mind. jährliche) Rücksprache mit den Führungskräften (Personalentwicklung in den Bereichen),
  • » Interdisziplinäre Tarifkommissionen begleiten jede Tarifverhandlung.

Forderungsrisiken

Ausfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden der Konzerngesellschaften begründet. Ein Beispiel sind Zahlungsausfälle im Bereich HoReCa (Hotel / Restaurant / Café), der von den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie besonders getroffen wird, falls die staatliche Unterstützung für diesen Sektor seine Wirkung verfehlt. Daraus resultieren Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen.

Möglichen Forderungsausfällen wird durch unser Debitorenmanagement und häufige Nutzung von Zentralregulierung entgegengewirkt. Ein IT-gestütztes Überwachungssystem sowie eine eintrittsbasierte Forderungsbewertungssystematik gewährleisten die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und Kreditengagements überprüft sowie laufend Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwachungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen an und leitet umgehend Gegenmaßnahmen ein. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen.

Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, unserer Einschätzung nach bewährt.

Kreditrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, bei denen der Konzern gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, den prognostizierbaren Bedarf zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch häufige Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird der kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung gesteuert. Fällig werdende Finanzierungen werden frühzeitig auf Refinanzierungsbedarf geprüft und Refinanzierungsgespräche mit Geschäftspartnern zügig angegangen. Derzeit führt die KGaA Refinanzierungsgespräche mit Banken zur Erhöhung der Banklinien, die sich in sehr fortgeschrittenem Stadium befinden.

Mit der Ende 2016 abgeschlossenen bankenunabhängigen Finanzierung in Form von Namensschuldverschreibungen über insgesamt 25 Mio. EUR sind Verpflichtungen in Form von finanziellen Kennzahlen (Covenants) verbunden. Das Einhalten der Kennzahlen wird im Rahmen des Finanzreportings regelmäßig überwacht. Im vergangenen Jahr wurden diese jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird seitens der Geschäftsführung auch zukünftig als gering eingeschätzt.

Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen. Diese Sicherungsbeziehungen sind effektiv und werden in der Regel als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Abschluss abgebildet.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u. a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehaltsund Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. So ergeben sich aufgrund des gegenwärtigen Niedrigzinsumfeldes im Bereich der Pensionsrückstellungen signifikante Zinsbelastungen. Vorausschauende Mehrjahresanalysen und Szenarioberechnungen können hierbei die Planungssicherheit erhöhen und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglichen.

Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikoposition im Geschäftsjahr 2020 insbesondere durch Effekte der Covid-19-Pandemie verändert. Im Berichtszeitraum konnte sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA nach unserer Auffassung im Markt behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten 2020 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Unternehmens auf und sind auch im prospektiv ausgerichteten Risikoprognosezeitraum von einem Jahr nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht zu erwarten. Die Geschäftsführung erwartet, dass die vorstehend genannten Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.

Chancen- und Prognosebericht

Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.

Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung Marktverschiebungen von Hersteller- zu Handelsmarken erfolgen und die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.

Chancenbericht

Für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe unterstützen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen.

Chancen durch unsere Markenkompetenz

Der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wurde in den vergangenen Jahren einem konsequenten Umbau unterzogen, bei dem die Organisations-, Prozess- und Kostenstrukturen den Markterfordernissen angepasst wurden. Diese Maßnahmen führten nach unserer Auffassung sukzessive zu einer effizienteren Unternehmensstruktur mit einem fokussierten, marktgerechten Produkt- und Markenangebot. Ein umfassendes Produktprogramm und

schnellere Entscheidungswege versetzen die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Die Marken sind unserer Einschätzung nach bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Marken fruchthaltiger Getränke und Fertigcocktails unterliegen dabei einer klaren Markenführung, die auch immer wieder Wachstumsimpulse durch neue Produktinnovationen ermöglichen.

Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank unserer Einschätzung nach starker Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern.

Gute Chancen werden insbesondere bei unseren Marken Teinacher und Krumbach sowie Niehoffs Vaihinger, Klindworth und afri gesehen, die nach unserer Ansicht in ihren Märkten fest verankert sind und ein attraktives und umfangreiches Produktportfolio bieten, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist. Die in einigen Regionen bestehende Marktführerschaft soll kontinuierlich und ertragsorientiert ausgebaut und auch auf angrenzende Regionen ausgedehnt werden. So erfreut sich die Marke Teinacher immer größerer Beliebtheit im Handel und konnte im vergangenen Jahr die Marktführerschaft im Bereich Glas-Mehrweg in Baden-Württemberg übernehmen.

Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich nach unserer Einschätzung zusätzliche Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süd- und Südwestdeutschland und national auf dem Gastronomiemarkt, in der Hotellerie und im Handel. Das Investitionsprogramm der vergangenen Geschäftsjahre insbesondere in die Glas-Mehrweg-Produktion erhöht die Chancen der Gruppe, weiter profitabel zu wachsen. Durch den Ausbau von Kapazitäten im Glas-Mehrwegbereich werden die strategischen Marken der Gruppe gestärkt und weitere hochwertige Produktinnovationen ermöglicht.

HELLO SUNDOWN!

Genieße deinen Sundown-Moment mit Cocktail-Plant.

READY TO DRINK!

Die Unternehmensgruppe sieht sich mit ihrer strategischen Fokussierung auf umweltfreundliche Glas-Mehrweggebinde gut aufgestellt. Der Anteil von Glasindividualgebinden soll in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden. Darüber hinaus werden durch die Investitionen die Effizienz und Flexibilität in der Produktion weiter gesteigert.

Chancen durch Diversifikation und Synergien im Karlsberg Verbund

Aufgrund eines nach unserer Einschätzung diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen können eventuell auftretende Einzelrisiken nicht nur weitestgehend kompensiert werden, sondern sich auch größere Chancen hieraus ergeben. Darüber hinaus können Synergien durch die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und anderen Unternehmen des Karlsberg Verbundes realisiert werden. Die enge Verflechtung in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führen nach Beurteilung durch die Geschäftsführung zu Effizienz und Synergieeffekten. So wird im Vertrieb durch Kooperation mit den anderen Unternehmen im Verbund eine intensivere Marktbearbeitung, d. h. eine Optimierung der Betreuung und Kontaktpflege von Kunden, erreicht. Darüber hinaus wird im Konzern in den Bereichen Personal, Kommunikation, Einkauf, IT, Rechts- und Vertragswesen sowie Finanzen auf die gebündelte Bearbeitung in der Konzerngesellschaft Karlsberg Service GmbH gesetzt.

Chancen durch Digitalisierung

Digitale Technologien werden für unsere Märkte und unsere Arbeitswelt zunehmend wichtiger. Über alle Unternehmensbereiche hinweg wird die fortschreitende Digitalisierung in den kommenden Jahren neue Möglichkeiten und somit ein aus unserer Sicht enormes Potenzial für den Konzern bieten.

Im technischen Bereich bieten der Einsatz von standardisierten Online-IT-Systemen und die vollständige Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses Chancen für die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprozesses in den nächsten Jahren. Auch in Marketing und Vertrieb werden sich unter Einsatz neuer IT-Anwendungen neue Möglichkeiten ergeben und so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Information, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung getragen. In diesem Zusammenhang sollen die Internetpräsenz weiterentwickelt und die Social-Media-Aktivitäten forciert werden. Auch im Verwaltungsbereich werden durch die Digitalisierung aufgrund der Nutzung von einheitlichen IT-Systemen signifikante Effizienzsteigerungen erwartet. So wird im Karlsberg Verbund im Geschäftsjahr 2021 eine Harmonisierung derzeit noch unterschiedlicher ERP-Releases umgesetzt. Nach Projektabschluss wird in den kommenden Jahren die bestmögliche Ausnutzung des Optimierungspotenzials in der konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen in allen Funktionsbereichen erreicht werden.

Die Digitalisierungsinitiativen im Karlsberg Verbund werden aktuell und in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen liegen:

  • » Omni Channel: Aufbau und Erweiterung der bisherigen Vertriebskanäle, zum Beispiel B2B-Webshops,
  • » Customer Engagement: Verbesserung des Kundenservice, zum Beispiel Einrichtung von Kunden-Self-Service-Portalen,
  • » Infrastructure Management: Verwaltung und Sourcing unterschiedlicher IT-Infrastrukturtypen, wie Varianten von Cloud, On-Premise, oder Appliances sowie Netzwerkinfrastrukturen,
  • » Mobile: Mobile Endgeräte als wesentlicher Interaktionskanal für Kunden und Mitarbeiter, Verbesserung des mobilen Zugangs zu Informationen und Prozessen des Unternehmens; zum Beispiel mobile Teilnahme am Rechnungseingangs-Workflow,
  • » Digital Vendor Ecosystem: Organisation der Einkaufsprozesse zwischen den einzelnen Nutzern entlang der gesamten Supply Chain über eine digitale Plattform,
  • » Big Data: Systematisierung des Managements großer Datenmengen, zum Beispiel Einführung SAP MII zur Datenauswertung für Anlagendaten in Verbindung mit SAP, Process Mining im O2C- und P2P-Prozess,

  • » Digital Finance Operations: Automatisierung von repetitiven Geschäftsprozessen im Rechnungswesen und die Optimierung der Beleg- und Zahlungsflüsse, zum Beispiel Digitalisierung von P2P-Prozessen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz,

  • » Smart Logistics & Transport: zum Beispiel Logistikoptimierung durch digitale Tourenplanung, mobile Lagerlogistik und Auslieferung, Hofzeitenmanagement durch Buchen von Zeitslots durch Kunden bzw. Spediteure,
  • » Digital HR Operations: Automatisierung wesentlicher Prozesse im Bereich Personal und die Bereitstellung von Self-Service-Angeboten,
  • » Social Cooperation: interaktiver Austausch von Informationen und Inhalten über soziale Medien.

Ausbau des Chancenmanagements

Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine Analyse der langfristigen Ausrichtung der Gruppe und möglicher strategischer Optionen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen Unternehmen etabliert, der sich nach unserer Beurteilung durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet.

Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt nach unserer Einschätzung den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, die Geschäftsführer der im Markt

operierenden Unternehmen und die Geschäftsleitung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt.

Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft ist 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie in eine schwere Rezession geraten. Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 5,0 % rechnet die Bundesregierung mit einem schwierigeren und längeren Weg aus der Corona-bedingten Wirtschaftskrise. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich vom Pandemieverlauf und den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst.

Der bundesweite Lockdown hat zu einer erheblichen Verlangsamung der konjunkturellen Erholung geführt. Es wird erwartet, dass die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf nach Stabilisierung der pandemischen Lage durch die Impfung größerer Bevölkerungsgruppen und der Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder Fahrt aufnehmen wird. Für das laufende Jahr geht die Bundesregierung in ihrer im Jahreswirtschaftsbericht 2021 veröffentlichten Prognose von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 % aus.11

Gerade die Getränkeindustrie ist in erheblichem Umfang von der Schließung der Gastronomie und des Festbetriebs betroffen. Nach einem aus unserer Sicht enttäuschenden Jahr 2020 blickt die deutsche Getränkeindustrie dennoch verhalten optimistisch auf das laufende Jahr. Die ersten Monate werden aufgrund des bundesweiten Lockdowns noch negative Auswirkungen mit sich bringen. Unter Berücksichtigung einer abflachenden Pandemie und einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung wird jedoch im weiteren Jahresverlauf für den Gastronomiesektor, der von der Rückkehr der Lebensnormalität und dem Aufbruchswillen der Menschen profitieren sollte, eine spürbare Erholung erwartet.

11 Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 27. Januar 2021.

Darüber hinaus können auch die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Sommerspiele zusätzlich positive Impulse bringen.

Der Konzern wird den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Ziel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe ist es, ihr Markengeschäft konsequent auszubauen. Durch fokussierte Markenkommunikation und die nationale Vertriebsorganisation der KAMPOS Vertriebs GmbH soll die Distribution unserer Marken gerade im Handel weiter ausgebaut werden, so dass auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden.

Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit werden im Jahr 2021 auf der Sortimentserweiterung durch Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten im Markengeschäft mit Fokussierung auf Glas-Mehrwegflaschen (z. B. afri und Bluna Mehrweg-Glasgebinde 6 x 1,0 l) sowie der Distributionserweiterung im Saftsegment im Handel mit Erhöhung der bundesweiten Präsenz ausgerichtet sein. Ziel ist es, den Anteil an Glas-Mehrweggebinden weiter kontinuierlich auszubauen. Darüber hinaus bilden die Fortsetzung der geographischen Expansion von Teinacher insbesondere weiter Richtung Westen (z. B. im Saarland), logistische Optimierungen und die Weiterentwicklung der Preis- und Konditionenkonzepte weitere Schwerpunkte.

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer hieraus resultierenden außergewöhnlich hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2021 wesentlich beeinträchtigt.

Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich angesichts des herausfordernden Umfelds und der zu erwartenden weiterhin anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie insbesondere in der ersten Jahreshälfte auf die Getränkeindustrie und die Konzerngesellschaften ergeben könnten. Die Grundlage unserer Einschätzungen für das Jahr 2021 sind weitgehend stabile gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Erwartung, dass sich die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung moderat fortsetzt. So wird insbesondere für die zweite Jahreshälfte, die durch einen zu erwartenden Impffortschritt positiv beeinflusst werden sollte, eine deutliche Erholung des Gastronomiegeschäftes erwartet. Lockerungen im Bereich Großveranstaltungen werden hingegen erst verzögert im kommenden Jahr erwartet. Die skizzierte Entwicklung unterliegt einer Vielzahl von Chancen und Risiken, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden in den Kapiteln "Risikobericht" und "Chancenbericht" detailliert erläutert.

Für die gesamte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2021 ein moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Für den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA sowie für den Konzernabschluss wird im Geschäftsjahr 2021 ein ebenfalls moderater Anstieg der operativen Kennzahl EBITDA (EBITDA Jahresabschluss inklusive Beteiligungserträge) prognostiziert. Mit einer Rückkehr auf das Niveau von 2019 wird jedoch im Geschäftsjahr 2021 noch nicht gerechnet.

Bad Teinach-Zavelstein, den 23. März 2021 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl

PURER GENUSS

Der Gastro-Liebling jetzt auch zuhause!

Fein. Feiner. Vaihinger.

Konzernabschluss 2020

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

  • 62 Konzern-Bilanz
  • 64 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 65 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 66 Konzern-Eigenkapitalspiegel
  • 70 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • 72 Konzernanhang

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA 31.12.2020
EUR
31.12.2019
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
7.358.803,15 7.916
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 15.880.896,26 16.636
2. Quellen und Quellenanlagen 1.017.500,29 1.112
3. Technische Anlagen und Maschinen 26.208.942,78 29.086
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.492.779,54 14.219
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86.074,15 220
60.686.193,02 61.273
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 902.437,78 1.311
b) sonstige 35.825,84 36
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.747.007,90 1.747
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 725.525,12 725
3.410.796,64 3.819
71.455.792,82 73.008
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.398.044,54 6.917
2. Unfertige Erzeugnisse 2.037.823,10 1.647
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.713.464,84 3.242
12.149.332,48 11.806
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.010.724,84 10.471
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.430.525,40 40.973
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.539.391,96 2.891
37.980.642,20 54.335
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.797.712,73 958
57.927.687,41 67.099
C. Rechnungsabgrenzungsposten 161.118,75 369
D. Aktive latente Steuern 8.762.788,71 7.979
138.307.387,68 148.455
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien
15.954.365,36
- Eigene Anteile
0,00
2. Vorzugsaktien
6.433.090,64
22.387.456,00
II. Kapitalrücklage
17.247.847,52
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage
915.710,47
2. Andere Gewinnrücklagen
3.127.000,00
4.042.710,47
IV. Konzernbilanzgewinn
18.041.223,02
61.719.237,01
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse
106.505,80
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
11.853.718,00
2. Steuerrückstellungen
378.394,00
3. Sonstige Rückstellungen
31.331.740,78
43.563.852,78
D. Verbindlichkeiten
1. Namensschuldverschreibung
25.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.220.206,52
PASSIVA 31.12.2020
EUR
31.12.2019
TEUR
16.347
787
6.040
21.600
21.710
916
3.127
4.043
18.358
65.711
122
10.129
561
35.644
46.334
25.000
5.172
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
0,00
12
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
16.075,24
92
5. Sonstige Verbindlichkeiten
4.681.510,33
6.012
32.917.792,09 36.288

138.307.387,68 148.455

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2020

2020
EUR
2019
TEUR
1. Umsatzerlöse 120.857.931,48 149.944
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 923.917,08 -425
3. Sonstige betriebliche Erträge
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 3.229,18 (Vj. TEUR 1)
2.893.671,81 4.160
124.675.520,37 153.679
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 32.796.097,28 40.813
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.441.422,95 11.333
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.578.927,06 22.658
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
- davon für Altersversorgung EUR 936.179,75 (Vj. EUR 703.770,54)
5.081.695,72 5.112
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.364.615,02 10.332
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 2.525,70 (Vj. TEUR 2)
40.715.313,79 47.560
120.978.071,82 137.808
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 436,71 2
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.611.000,00 (Vj. TEUR 1.625)
1.620.769,33 1.634
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 7
11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 181.812,46 141
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon aus der Abzinsung EUR 1.548.636,00 EUR (Vj. TEUR 1.699)
2.564.628,16 2.722
Finanzergebnis -1.125.234,58 -1.234
13. (Erstattete) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- davon aus der Veränderung latenter Steuern EUR -783.993,59 (Vj. TEUR 960)
-814.326,05 2.987
14. Ergebnis nach Steuern 3.386.540,02 11.650
15. Sonstige Steuern 103.111,04 204
16. Konzern-Jahresüberschuss 3.283.428,98 11.446
17. Gewinnvortrag 14.757.794,04 7.457
18. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 0,00 545
19. Konzernbilanzgewinn 18.041.223,02 18.358

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Konzern-Kapitalflussrechnung 2020

2020
EUR
2019
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis
(Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter)
3.283.428,98 11.445
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.793.132,86 10.768
Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -2.588.490,78 2.348
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -15.569,46 -116
Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva
3.124.725,15 1.874
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -5.071.046,46 -5.298
Gewinn / Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 295.407,62 245
Zinsaufwendungen / Zinserträge 943.858,83 1.088
Ertragsteueraufwand /-ertrag -814.326,06 2.987
Ertragsteuerzahlungen -133.044,72 -761
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.818.075,97 24.578
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0,00 -7.950
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 13.810,90 44
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -10.529.972,25 -8.850
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -20.223,19 -62
Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1) 13.226.800,00 -3.250
Erhaltene Zinsen 1.620.769,33 1.633
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 4.311.184,79 -18.435
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 2) -3.675.000,00 -4.988
Gezahlte Zinsen -1.014.692,30 -1.021
Gezahlte Dividenden -3.600.195,15 -4.754
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8.289.887,45 -10.762
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1. - 3.) 6.839.373,31 -4.619
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 958.339,42 5.577
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.797.712,73 958
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.797.712,73 958
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.797.712,73 958

1) enthält Veränderungen aus dem Cashpooling mit verbundenen Unternehmen 2) enthält Aktienrückkäufe

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Konzern-Eigenkapitalspiegel 2020

Mutterunternehmen
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Summe
Stammaktien Vorzugsaktien Summe Stammaktien
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2018 16.347.153,65 6.040.302,35 22.387.456,00 0,00 22.387.456,00
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile -787.015,47
Gezahlte Dividenden
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 -787.015,47 -787.015,47
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-)
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2019 16.347.153,65 6.040.302,35 22.387.456,00 -787.015,47 21.600.440,53
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile -392.788,29 392.788,29 0,00 787.015,47 787.015,47
Gezahlte Dividenden
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
-392.788,29 392.788,29 0,00 787.015,47 787.015,47
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-)
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2020 15.954.365,36 6.433.090,64 22.387.456,00 0,00 22.387.456,00
Mutterunternehmen
Gewinn/-Verlustvortrag
Konzernjahresüberschuss/
-fehlbetrag, Zurechnung
Mutterunternehmen
Rücklagen
Summe Gewinnrücklagen Kapitalrücklage
EUR EUR Summe
EUR
andere
Gewinnrücklagen
EUR
gesetzliche
Rücklage
EUR
nach § 272 Abs. 2
Nr. 1-3 HGB
EUR
10.760.897,67 29.953.057,99 4.042.710,47 3.127.000,00 915.710,47 25.910.347,52
-4.200.484,53
-3.303.616,40
-3.303.616,40 -4.200.484,53 0,00 0,00 0,00 -4.200.484,53
10.900.707,92
10.900.707,92 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.357.989,19 25.752.573,46 4.042.710,47 3.127.000,00 915.710,47 21.709.862,99
-4.462.015,47 -4.462.015,47
-3.600.195,15
-3.600.195,15
3.283.428,98
-4.462.015,47 0,00 0,00 0,00 -4.462.015,47
3.283.428,98 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.041.223,02 21.290.557,99 4.042.710,47 3.127.000,00 915.710,47 17.247.847,52

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Konzern-Eigenkapitalspiegel 2020

Nicht beherrschende Anteile
Auf nicht
Summe
Anteile vor Eigen
beherrschende
kapitaldifferenz aus
Anteile entfallene
Gewinne / Verluste
und Jahresergebnis
EUR
EUR
EUR
-6.769.605,68
7.677.818,18
908.212,50
Nicht beherrschende
Währungsumrechnung
Summe
EUR
31.12.2018 64.009.624,16
Ausgabe von eigenen Anteilen
(Erwerb / Einziehung eigener Anteile) -4.987.500,00
Gezahlte Dividenden -3.303.616,40
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter -1.452.961,99 0,00 -1.452.961,99 -1.452.961,99
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
-1.452.961,99 0,00 -1.452.961,99 -9.744.078,39
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 0,00 544.749,49 544.749,49 11.445.457,41
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 544.749,49 544.749,49 11.445.457,41
31.12.2019 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 65.711.003,18
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile -3.675.000,00
Gezahlte Dividenden -3.600.195,15
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 -7.275.195,15
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 3.283.428,98
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 3.283.428,98
31.12.2020 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 61.719.237,01

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
38.541.355,69 0,00 0,00 0,00 38.541.355,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 0,00 0,00 11.080.057,53
49.621.413,22 0,00 0,00 0,00 49.621.413,22
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 90.904.680,04 0,00 708.709,65 0,00 90.195.970,39
2. Quellen und Quellenanlagen 6.746.023,18 23.508,75 0,00 0,00 6.769.531,93
3. Technische Anlagen und Maschinen 131.204.674,07 405.545,33 2.116.402,98 176.346,97 129.670.163,39
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.964.303,79 10.014.844,02 5.516.961,03 43.479,35 44.505.666,13
5. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
219.826,32 86.074,15 0,00 -219.826,32 86.074,15
269.039.507,40 10.529.972,25 8.342.073,66 0,00 271.227.405,99
III.
Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 4.553.378,84 19.905,38 0,00 0,00 4.573.284,22
b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.754.167,90 0,00 0,00 0,00 1.754.167,90
3. Sonstige Ausleihungen und
Genossenschaftsanteile
731.207,31 317,81 0,00 0,00 731.525,12
7.074.579,89 20.223,19 0,00 0,00 7.094.803,08
325.735.500,51 10.550.195,44 8.342.073,66 0,00 327.943.622,29
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
30.625.085,23 557.467,31 0,00 31.182.552,54 7.358.803,15 7.916.270,46
11.080.057,53 0,00 0,00 11.080.057,53 0,00 0,00
41.705.142,76 557.467,31 0,00 42.262.610,07 7.358.803,15 7.916.270,46
74.268.613,54 749.373,20 702.912,61 74.315.074,13 15.880.896,26 16.636.066,50
5.634.229,89 117.801,75 0,00 5.752.031,64 1.017.500,29 1.111.793,29
102.118.682,14 3.458.941,45 2.116.402,98 103.461.220,61 26.208.942,78 29.085.991,93
25.745.394,82 6.481.031,31 5.213.539,54 27.012.886,59 17.492.779,54 14.218.908,97
0,00 0,00 0,00 0,00 86.074,15 219.826,32
207.766.920,39 10.807.147,71 8.032.855,13 210.541.212,97 60.686.193,02 61.272.587,01
3.242.328,59 428.517,84 0,00 3.670.846,44 902.437,78 1.311.050,24
0,00 0,00 0,00 0,00 35.825,84 35.825,84
7.160,00 0,00 0,00 7.160,00 1.747.007,90 1.747.007,90
6.000,00 0,00 0,00 6.000,00 725.525,12 725.207,31
3.255.488,59 428.517,84 0,00 3.684.006,44 3.410.796,64 3.819.091,29
252.727.551,74 11.793.132,86 8.032.855,13 256.487.829,48 74.455.792,81 73.007.948,76

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Konzernanhang 2020

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinnund Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Das im Dezember 2019 identifizierte Coronavirus ("SARS-CoV-2") hat sich innerhalb kürzester Zeit auf der gesamten Welt ausgebreitet und weite Teile der globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte nachhaltig gestört. Die durch das Virus hervorgerufene Krankheit COVID-19 wurde im März 2020 durch die Weltgesundheitsorganisation zur Pandemie erklärt. Der für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wichtige Absatzmarkt der Gastronomie (v. a. Gaststätten, Hotels, Restaurants und Cafés) wurde durch den Ausbruch und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung, insbesondere Betriebsschließungen, Reise- und Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen, Quarantäne ("Präventions- und Interventions-Maßnahmen") schwerwiegend gestört. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden im vorliegenden Abschluss insbesondere bei

der Bewertung des Finanzanlagevermögens, von Forderungen, Vorräten sowie Rückstellungen und latenten Steuern in angemessenem Rahmen berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 8 (Vorjahr: 8) inländische Tochterunternehmen.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich zum einen um die Karlsberg Service GmbH, Homburg, an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Zum anderen wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 40,00 % der Anteile an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion mit Sitz in Neunkirchen (Saarland), erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses werden diese Gesellschaften unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und

Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.

Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode bilanziert und bewertet. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Markenund andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 4 Jahre.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Für Reparaturmaterial und Ersatzteile sowie für Arbeitskleidung und sonstige Betriebsstoffe wurden Festwerte gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

wurden zu Nennwerten angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum 31. Dezember 2020 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 2,32 % (Vorjahr: 2,71 %) und einem erwarteten Rententrend von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rück-

stellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Für Verpflichtungen aus zugesagten Jubiläumszuwendungen sind Beträge in Höhe der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte der möglichen Gesamtverpflichtungen zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die

"Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die "Einfrierungsmethode" angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in EUR aufgestellt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:

Firma und Sitz Kapitalanteil
%
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u)
100
Mineralbrunnen Teinach GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (m) 1)
100
Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) 1) 100
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m) 100
Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH,
Lauterecken (m) 1)
100
KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 100

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.

Assoziierte Unternehmen

Beteiligung
%
Karlsberg Service GmbH, Homburg 45
siro Production GmbH, Agentur für graphische
Produktion, Neunkirchen (Saarland)
40

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 398. Der im Equity-Ansatz enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 252 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft aufgrund der Verflechtungen mit der Karlsberg Gruppe von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 350. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 217 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft ebenso aufgrund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.598 und damit TEUR 149 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.596. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtszeitraum erfolgte keine Ausschüttung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Betrag davon mit einer
Restlaufzeit
TEUR unter
einem
Jahr
TEUR
von
1-5
Jahren
TEUR
über
5
Jahre
TEUR
1. Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen
(Vorjahr)
7.011
(10.471)
7.011
(10.471)
0
(0)
0
(0)
2. Forderungen
gegen verbundene
Unternehmen
(Vorjahr)
27.431
(40.973)
431
(973)
27.000
(40.000)
0
(0)
3. Sonstige
Vermögensgegenstände
(Vorjahr)
3.539
(2.891)
3.070
(2.310)
469
(581)
0
(0)
Summe
(Vorjahr)
37.981
(54.335)
10.512
(13.754)
27.469
(40.581)
0
(0)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 27.126 (Vorjahr: TEUR 40.139) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 548) enthalten.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus nachfolgenden Sachverhalten:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
- Sachanlagen -3.269 -2.305
- Sonstiges 0 -3
- Bewertungsunterschiede aus
Konsolidierungsmaßnahmen gemäß
§ 306 HGB
-80 -80
-3.349 -2.388
Latente Steueransprüche auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
- Immaterielle Vermögensgegenstände 1.439 1.780
- Finanzanlagen 40 38
- Pensionsrückstellungen 2.680 2.204
- Sonstige Rückstellungen 284 220
- Bewertungsunterschiede aus
Konsolidierungsmaßnahmen gemäß
§ 306 HGB
190 164
4.633 4.406
Latente Steueransprüche auf
Verlustvorträge
7.478 5.961
Latente Steueransprüche netto 8.762 7.979

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,28 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 26.445 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von jeweils TEUR 26.746 sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 7.478 aktiviert. Daneben bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.445, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird. Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich aus dem Ausbruch des Coronavirus auf die Getränkeindustrie und die Konzernunternehmen ergeben könnten.

Eigenkapital

Im Rahmen der Hauptversammlung am 25. Juli 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals u. a. im Wege eines öffentlichen Rückkaufangebotes an die Aktionäre der Gesellschaft zu erwerben (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG). Mit ihrem freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebot (zum Erwerb von bis zu 210.000 Stammaktien zum Festpreis von EUR 17,50 je Stammaktie) vom 16. Dezember 2019, das am 19. Dezember 2019 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, hat die Gesellschaft von der erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und ihren Aktionären am 16. Dezember 2019 ein Angebot unterbreitet, bis zu 210.000 Stammaktien zu einem Preis von EUR 17,50 je Stückaktie zu erwerben. Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 216.563 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils nur ein Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde. Die Annahmeerklärungen wurden dabei verhältnismäßig mit einer Quote von rund 96,99 % berücksichtigt. Die Zuteilung wurde auf die Einzelkundenbestände vorgenommen und auf die nächste natürliche Zahl abgerundet.

Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes hielt die Gesellschaft 495.000 eigene Stammaktien, was einem Anteil von ca. 6,11 % am Grundkapital entsprach.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juli 2018 zu Tagesordnungspunkt 6 ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien einzuziehen, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat unter Ausnutzung dieser Ermächtigung am 28. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, 495.000 erworbene eigene Stammaktien im Wege des vereinfachten Einziehungsverfahrens ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Wirkung zum Ablauf des 28. April 2020 einzuziehen.

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt EUR 22.387.456,00 und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 22.387 (31. Dezember 2019: TEUR 21.600), die Kapitalrücklage von TEUR 17.248 (31. Dezember 2019: TEUR 21.710) und die gesetzliche Rücklage von TEUR 916 (31. Dezember 2019: TEUR 916) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der im Jahr 2020 erworbenen eigenen Anteilen.

Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 3.127 (Vorjahr: TEUR 3.127) betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).

Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2.950.

Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden
zum Stichtag
18.024
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 6.170
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände
zum Stichtag
6.170
Verrechnete Aufwendungen 1.784
Verrechnete Erträge 310

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 71.477 (Vorjahr: TEUR 65.915); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.

Verbindlichkeiten

Betrag davon mit einer
Restlaufzeit
TEUR unter
einem
Jahr
TEUR
von
1-5
Jahren
TEUR
über
5
Jahre
TEUR
1. Namensschuldverschreibung
(Vorjahr)
25.000
(25.000)
0
(0)
25.000
(25.000)
0
(0)
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
(Vorjahr)
3.220
(5.172)
3.220
(5.172)
0
(0)
0
(0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
(Vorjahr)
0
(12)
0
(12)
0
(0)
0
(0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis
besteht
(Vorjahr)
16
(92)
16
(92)
0
(0)
0
(0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
(Vorjahr)
4.682
(6.012)
2.859
(3.690)
1.822
(2.322)
0
(0)
- davon aus Steuern
(Vorjahr)
214
(342)
214
(342)
0
(0)
0
(0)
Summe
(Vorjahr)
32.918
(36.287)
6.096
(8.965)
26.822
(27.322)
0
(0)

Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert. Daneben wurden Markenrechte der vorgenannten Gesellschaften verpfändet; im Hinblick auf die Marken der Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH erfolgte eine nachrangige Verpfändung.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:

2020
TEUR
2019
TEUR
Erlöse
Inland 113.080 139.914
Ausland 3.307 6.274
Handelswaren und Lohnabfüllung 13.780 16.083
Fuhrbetrieb und Sonstiges 6.021 7.769
136.189 170.040
. /. Erlösschmälerungen -15.331 -20.096
120.858 149.944

Vom Gesamtumsatz entfallen TEUR 102.166 auf die Hauptkategorien Mineralwasser (TEUR 54.116), Saft, Fruchtsaftgetränke und Nektare (TEUR 34.528) und Erfrischungsgetränke (TEUR 13.522).

Materialaufwand, Personalaufwand, Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 2.894 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.219 (Vorjahr: TEUR 2.169) enthalten. Hiervon entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 893 (Vorjahr: TEUR 1.527). Darüber hinaus sind außergewöhnliche Erträge aus erhaltenen Schadensersatzleistungen in Höhe von TEUR 804 (Vorjahr: TEUR 190) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 429).

Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen für Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von TEUR 374 enthalten.

Zudem sind im Materialaufwand, den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen infolge der Auswirkungen eines Warenrückrufs außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 614 enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Zinserträgen eines Darlehens an einen Großaktionär in Höhe von TEUR 27.000 (Vorjahr: TEUR 40.000) zusammen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1.386 (Vorjahr: TEUR 1.538) wurde im Finanzergebnis ausgewiesen.

Zudem ergab sich aus der Abzinsung von Rückstellungen ein Aufwand von TEUR 1.549 (Vorjahr: TEUR 1.699).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

TEUR
Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools 14.000

Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG, Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Wesentlichen im Bereich des Fuhrparks.

In die Karlsberg Service GmbH, einer 45 %-Beteiligung, sind Teile von Verwaltungs- und Dienstleistungstätigkeiten ausgelagert. Zweck und Vorteil dieser Auslagerung ist die Nutzung von Synergien durch Bündelung von Know-how und der effiziente Einsatz von Mitarbeitern. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.

Des Weiteren bestehen Mengenkontrakte, die die Tochtergesellschaften zur Abnahme von Rohstoffen für zukünftige Geschäftsjahre verpflichten.

Die zum 31. Dezember 2020 bestehenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:

Restlaufzeit
in TEUR 31.12.2020 unter
einem
Jahr
von
1-5
Jahren
über
5
Jahre
Verpflichtung aus
Rohstoffkontrakten
13.096 10.427 2.669 0
Verpflichtung aus
Investitionsaufträgen
249 249 0 0
Verpflichtung aus
Leasingverträgen
930 540 390 0
Summe 14.275 11.216 3.059 0

Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2021 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 4.800 anfallen.

Derivative Finanzinstrumente

Angaben zu Finanzinstrumenten:

Kategorie Nominal
betrag
Beizulegender
Zeitwert
Buchwert
(sofern
vorhanden)
In Bilanz
posten
(sofern in
Bilanz erfasst)
TUSD TEUR TEUR TEUR
Währungsbezogene
Geschäfte
4.100 3.644 - -

Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TUSD 4.100. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Die negativen Marktwerte der Devisentermingeschäfte summieren sich auf TEUR 135. Daneben bestehen positive Marktwerte von in Summe TEUR 179. Der Marktwert

entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet.

Bewertungseinheiten

Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:

Grundgeschäft/
Sicherungs
instrument
Risiko/Art der
Bewertungseinheit
einbezogener
Betrag
Höhe des
abgesicherten
Risikos
Fremdwährungs
verbindlichkeit
Währungsrisiko TUSD 4.385 rd. TEUR 3.875
Devisen
termingeschäft
micro hedge TUSD 4.100 rd. TEUR 3.643
Bankguthaben micro hedge TUSD 285 rd. TEUR 232

Für bereits kontrahierte Rohstoffeinkäufe des folgenden Geschäftsjahres, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese schwebenden Geschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet.

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH kauft verschiedene Basisrohstoffe auf USD-Basis ein. Um das diesbezügliche Währungsrisiko beim Einkauf zu minimieren, wird über Devisentermingeschäfte das Wechselkursrisiko minimiert. Darüber hinaus werden USD-Bestände auf Bankkonten als originäre Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen ausschließlich dieser Einkaufskontrakte verwendet.

Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg anhand der Critical-Terms-Match-Methode gemessen und erreicht wird.

Organbezüge

2020
TEUR
2019
TEUR
Aufsichtsratsvergütung 68 92

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge der Muttergesellschaft wird wie im Vorjahr aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:

2020
Gesamt
2019
Gesamt
Gewerbliche Mitarbeiter 258 256
Angestellte Mitarbeiter 156 162
414 418
Auszubildende 9 11
423 429

Konzernverhältnisse

Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Folgende Tochterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:

  • » Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein
  • » Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein
  • » Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg
  • » Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken
  • » KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg
  • » Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 131
Steuerberatungsleistungen 2
Andere Bestätigungsleistungen 2
135

Nachtragsbericht

Aus der Covid-19-Pandemie ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken, die zu weiteren signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus sowie der Entwicklung neuartiger Virusvarianten auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19- Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben; die entsprechenden Analysen lassen gleichzeitig darauf schließen, dass eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft nicht vorliegt.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 761) bezahlt.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 44), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen in Höhe von TEUR 10.530 (Vorjahr: TEUR 8.850). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 8).

Von einem Großaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt TEUR 13.000 zurückgeführt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei TEUR 40.000, zum 31. Dezember 2020 bei TEUR 27.000. Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 1.611 (Vorjahr: TEUR 1.625).

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Berichtsjahr erfolgte eine Dividendenauszahlung in Höhe von TEUR 3.600 (Vorjahr: TEUR 3.304).

Darüber hinaus sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 1.015 (Vorjahr: TEUR 1.021) sowie die Auswirkungen des Aktienrückkaufs in Höhe von TEUR 3.675 (Vorjahr: TEUR 4.988) enthalten.

Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2020, hält die Gesellschaft keine eigenen Stammaktien (Vorjahr: 285.000) und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 wurde eine Dividende von TEUR 3.600 (Vorjahr: TEUR 3.304) ausbezahlt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung im Jahr 2021 wird vorgeschlagen, die Dividende 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu senken. Auch wenn die Geschäftsführung eine gewisse Kontinuität als wichtigen Aspekt der Dividendenstrategie ansieht, sieht die Geschäftsführung diese Senkung für das von Covid-19 geprägte Jahr 2020 als erforderlich an. Sie schlägt deshalb vor, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 24.215 eine Dividende von EUR 0,30 (Vorjahr: EUR 0,45) je Stammaktie und von EUR 0,38 (Vorjahr: EUR 0,53) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung EUR 2.458.623,30 betragen. Demzufolge werden in Summe EUR 21.756.241,95 auf neue Rechnung vorgetragen.

Bad Teinach-Zavelstein, 23. März 2021 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Jahresabschluss 2020

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

86 Bilanz

  • 88 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 89 Anhang

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA 31.12.2020 EUR 31.12.2019 TEUR A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.331.361,00 7.861 II. Sachanlagen Grundstücke und Bauten 1.111.303,32 1.117 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.200.354,70 16.200 2. Beteiligungen 3.753.549,06 3.754 3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.746.750,00 1.747 4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 202.610,17 203 21.903.263,93 21.904 30.345.928,25 30.882 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 6 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.963.850,54 74.777 3. Sonstige Vermögensgegenstände 233.339,60 355 56.197.190,14 75.138 II. Guthaben bei Kreditinstituten 7.470.391,04 402 63.667.581,18 75.540 C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.328,75 11 94.024.838,18 106.433

PASSIVA
31.12.2020
EUR
31.12.2019
TEUR
A.
Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien
- Eigene Anteile
15.954.365,36
0,00
16.347
787
15.954.365,36 15.560
2. Vorzugsaktien 6.433.090,64 6.040
22.387.456,00 21.600
II. Kapitalrücklage 17.247.847,52 21.710
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 915.710,47 916
IV. Bilanzgewinn 24.214.865,25 24.807
64.765.879,24 69.033
B.
Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.476.046,00 1.222
2. Steuerrückstellungen 235.394,00 326
3. Sonstige Rückstellungen 315.571,88 315
2.027.011,88 1.863
C.
Verbindlichkeiten
1. Namensschuldverschreibung 25.000.000,00 25.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149.025,97 248
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.259.258,45 8.556
4. Sonstige Verbindlichkeiten 823.662,64 1.733
27.231.947,06 35.537
94.024.838,18 106.433

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Gewinn- und Verlustrechnung 2020

2020
EUR
2019
TEUR
1. Umsatzerlöse 2.884.099,29 5.055
2. Sonstige betriebliche Erträge 599.572,95 354
3.483.672,24 5.409
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen
2.999.860,00 4.932
4. Personalaufwand
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung EUR 114.510,92 (Vj. TEUR 85)
115.289,37 86
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
529.979,00 145
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.469.972,99 1.772
5.115.101,36 6.935
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.363.499,54 13.748
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 121,75 1
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.596.196,84 (Vj. TEUR 2.463)
2.600.596,84 2.469
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 7
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen EUR 99.895,78 (Vj. TEUR 141)
- davon aus der Abzinsung EUR 285.924,00 (Vj. TEUR 300)
1.352.563,48 1.406
4.611.654,65 14.805
12. (Erstattete) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -30.332,47 908
13. Ergebnis nach Steuern 3.010.558,00 12.371
14. Sonstige Steuern 2.954,79 -3
15. Jahresüberschuss 3.007.603,21 12.374
16. Gewinnvortrag 21.207.262,04 12.433
17. Bilanzgewinn 24.214.865,25 24.807

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Anhang 2020

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft, Bad Überkingen (Amtsgericht Ulm HRB 540111) gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA) mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das im Dezember 2019 identifizierte Coronavirus ("SARS-CoV-2") hat sich innerhalb kürzester Zeit auf der gesamten Welt ausgebreitet und weite Teile der globalen Wirtschaftsund Finanzmärkte nachhaltig gestört. Die durch das Virus hervorgerufene Krankheit COVID-19 wurde im März 2020 durch die Weltgesundheitsorganisation zur Pandemie erklärt. Der für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wichtige Absatzmarkt der Gastronomie (v. a. Gaststätten, Hotels, Restaurants und Cafés) wurde durch den Ausbruch und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung, insbesondere Betriebsschließungen, Reise- und Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen, Quarantäne ("Präventions- und Interventions-Maßnahmen") schwerwiegend gestört. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden im vorliegenden Abschluss insbesondere bei der Bewertung des Finanzanlagevermögens, von Forderungen sowie Rückstellungen in angemessenem Rahmen berücksichtigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebsund Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

sind zum Nennwert angesetzt. Risiken wurden durch Einzelund Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum 31. Dezember 2020 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 2,32 % (Vorjahr: 2,71 %) und einem erwarteten Rententrend von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rück-

stellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Erläuterungen zur Bilanz

Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagespiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift nach § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet.

Finanzanlagen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Firma und Sitz Kapital
anteil
Eigen
kapital
Ergebnis
in % 31.12.2020
TEUR
2020
TEUR
Tochterunternehmen:
Mineralbrunnen Teinach GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (m) 1)
100 3.372 4.328 2)
Mineralbrunnen Krumbach GmbH,
Kißlegg (m) 1)
100 5.087 2.371 2)
KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 100 25 -132 2)
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m) 100 25 0 2)
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
Beteiligungs GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (u)
100 16.198 -736 2)
Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH,
Lauterecken (m) 1)
100 20.970 -2.695 2)
Beteiligungen:
Karlsberg Service GmbH,
Homburg (u) 3)
45 27 576 2)
siro Production GmbH, Agentur für
graphische Produktion, Neunkirchen
(Saarland) (m) 40 676 50

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.

2) Ergebnis vor Ergebnisabführung.

3) Unternehmen stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der

Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, ein verbundenes Unternehmen dar.

Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.598 und damit TEUR 149 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.596. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtszeitraum erfolgte keine Ausschüttung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Betrag
davon mit einer
Restlaufzeit
TEUR unter
einem
Jahr
TEUR
von
1-5
Jahren
TEUR
über
5
Jahre
TEUR
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
(Vorjahr)
0
(6)
0
(6)
0
(0)
0
(0)
Forderungen
gegen verbundene
Unternehmen
(Vorjahr)
55.964
(74.777)
28.964
(34.777)
27.000
(40.000)
0
(0)
Sonstige
Vermögensgegenstände
(Vorjahr)
233
(356)
233
(356)
0
(0)
0
(0)
Summe
(Vorjahr)
56.197
(75.138)
29.197
(35.138)
27.000
(40.000)
0
(0)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 27.126 (Vorjahr: TEUR 40.139) Forderungen gegen Gesellschafter.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Im Rahmen der Hauptversammlung am 25. Juli 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals u. a. im Wege eines öffentlichen Rückkaufangebotes an die Aktionäre der Gesellschaft zu erwerben (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG). Mit ihrem freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebot (zum Erwerb von bis zu 210.000 Stammaktien zum Festpreis von EUR 17,50 je Stammaktie) vom 16. Dezember 2019, das am 19. Dezember 2019 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, hat die Gesellschaft von der erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und ihren Aktionären am 16. Dezember 2019 ein Angebot unterbreitet, bis zu 210.000 Stammaktien zu einem Preis von EUR 17,50 je Stückaktie zu erwerben. Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 216.563 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils nur ein Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde. Die Annahmeerklärungen wurden dabei verhältnismäßig mit einer Quote von rund 96,99 % berücksichtigt. Die Zuteilung wurde auf die Einzelkundenbestände vorgenommen und auf die nächste natürliche Zahl abgerundet.

Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes hielt die Gesellschaft 495.000 eigene Stammaktien, was einem Anteil von ca. 6,11 % am Grundkapital entsprach.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juli 2018 zu Tagesordnungspunkt 6 ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt worden, eigene Aktien einzuziehen, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat unter Ausnutzung dieser Ermächtigung am 28. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, 495.000 erworbene eigene Stammaktien im Wege des vereinfachten Einziehungsverfahrens ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Wirkung zum Ablauf des 28. April 2020 einzuziehen.

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt EUR 22.387.456,00 und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.

Kapitalrücklage

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Veräußerung an die Versorgungshilfe
für die Betriebsangehörigen der
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
GmbH & Co. KGaA 1938 e. V.,
Bad Überkingen
17.248 21.710

Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der im Jahr 2020 erworbenen eigenen Anteile.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Gesetzliche Rücklage 916 916

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 21.207 enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 468 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden
zum Stichtag
2.735
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.259
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände
zum Stichtag
1.259
Verrechnete Aufwendungen 282
Verrechnete Erträge - 4

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 51.240 (Vorjahr: TEUR 48.099); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen.

Verbindlichkeiten

Betrag
davon mit einer
Restlaufzeit
TEUR unter
einem
Jahr
TEUR
von
1-5
Jahren
TEUR
über
5
Jahre
TEUR
1. Namensschuldverschreibung 25.000 0 25.000 0
(Vorjahr) (25.000) (0) (25.000) (0)
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
(Vorjahr)
149
(248)
149
(248)
0
(0)
0
(0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
(Vorjahr)
1.259
(8.555)
1.259
(8.555)
0
(0)
0
(0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 824 824 0 0
(Vorjahr) (1.733) (1.733) (0) (0)
- davon aus Steuern 16 16 (0) (0)
(Vorjahr) (16) (16) (0) (0)
Summe 27.232 2.232 25.000 0
(Vorjahr) (35.537) (10.537) (25.000) (0)

Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert. Daneben wurden Markenrechte der vorgenannten Gesellschaften verpfändet; im Hinblick auf die Marken der Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH erfolgte eine nachrangige Verpfändung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten im Rahmen der Finanzierungstätigkeit. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In die Karlsberg Service GmbH, einer 45 %-Beteiligung, sind Teile von Verwaltungs- und Dienstleistungstätigkeiten ausgelagert. Zweck und Vorteil dieser Auslagerung ist die Nutzung von Synergien durch Bündelung von Know-how und der effiziente Einsatz von Mitarbeitern. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.

Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2021 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 579 anfallen.

Ausschüttungssperre

In Höhe des Unterschiedsbetrags i. S. v. § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 468 (Vorjahr: TEUR 447) besteht eine Gewinnausschüttungssperre.

Geschäftsführung

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:

Martin Adam, Saarbrücken Geschäftsführer

Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer

Gerd Gründahl, Stade Geschäftsführer

Aufsichtsrat

Gerhard Theis, Waldmohr Früherer CFO der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender

Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender

Christian Borck, München Senior Advisor InfoRoad GmbH

Dr. Hans-Georg Eils, Bremen Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)

Jürgen Kirchherr, Rutesheim

Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden Württemberg e. V.

Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg

Maschinist, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Stuttgart (HRB Nr. 761720), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.

Nachtragsbericht

Aus der Covid-19-Pandemie ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken, die zu weiteren signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus sowie der Entwicklung neuartiger Virusvarianten auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft der Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen werden sich infolge der Covid-19-Pandemie nach Einschätzung der Geschäftsführung Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben; die entsprechenden Analysen lassen gleichzeitig darauf schließen, dass eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft nicht vorliegt.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung im Jahr 2021 wird vorgeschlagen, die Dividende 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu senken. Auch wenn die Geschäftsführung eine gewisse Kontinuität als wichtigen Aspekt der Dividendenstrategie ansieht, sieht die Geschäftsführung diese Senkung für das von Covid-19 geprägte Jahr 2020 als erforderlich an. Sie schlägt deshalb vor, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 24.215 eine Dividende von EUR 0,30 (Vorjahr: EUR 0,45) je Stammaktie und von EUR 0,38 (Vorjahr: EUR 0,53) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung EUR 2.458.623,30 betragen. Demzufolge werden in Summe EUR 21.756.241,95 auf neue Rechnung vorgetragen.

Bad Teinach-Zavelstein, 23. März 2021

Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

» entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

» vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

» wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

» anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

» identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

» gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

» beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

» ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf

der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

» beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

» holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

» beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

» führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Saarbrücken, 23. März 2021

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Zabel Delizia Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Finanzkalender

30.03.2021 Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2020
07.07.2021 Hauptversammlung
31.08.2021 Veröffentlichung Halbjahresabschluss 2021

Impressum

Herausgeber Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Badstraße 41 D-75385 Bad Teinach-Zavelstein Telefon +49 (0) 70 53/92 62-220 Telefax +49 (0) 70 53/92 62-67 E-Mail: [email protected]

www.mineralbrunnen-kgaa.de

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.