Annual Report • Mar 31, 2020
Annual Report
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Geschäftsbericht 2019 | Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

www.mineralbrunnen-kgaa.de
| Konzern | KGaA | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen in Mio. EUR | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 149,9 | 149,6 | 142,1 | 139,8 | 137,2 | 5,1 | 5,4 | 3,3 | 5,1 | 0,0 |
| Beschäftigte (Anzahl im Durchschnitt inkl. Auszubildende) |
429 | 426 | 422 | 429 | 429 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personalaufwand (Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung) |
27,8 | 28,2 | 27,8 | 29,8 | 27,1 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,8 | 0,7 |
| Investitionen | 16,9 | 13,3 | 27,1 | 9,4 | 18,5 | 8,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 8,0 |
| EBITDA | 26,2 | 20,7 | 20,0 | 16,5 | 15,8 | 12,4 | 8,4 | 6,0 | 3,4 | 2,3 |
| EBITDA-Rendite in % | 17,5 | 13,9 | 14,0 | 11,8 | 11,5 | |||||
| Abschreibungen | 10,3 | 9,7 | 11,4 | 11,9 | 11,4 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT | 15,9 | 11,1 | 8,6 | 4,6 | 4,3 | 12,2 | 8,4 | 6,0 | 3,4 | 2,3 |
| EBIT-Rendite in % | 10,6 | 7,4 | 6,0 | 3,3 | 3,2 | |||||
| Bilanzsumme | 148,5 | 146,2 | 141,8 | 119,1 | 118,8 | 106,4 | 99,1 | 94,5 | 89,2 | 84,5 |
| Eigenkapital | 65,7 | 64,0 | 60,4 | 55,1 | 54,9 | 69,0 | 65,0 | 59,3 | 54,8 | 53,2 |
| EK-Quote | 44,3 | 43,8 | 42,6 | 46,3 | 46,2 | 64,9 | 65,5 | 62,7 | 61,4 | 62,9 |
| Jahresergebnis | 11,4 | 8,4 | 9,7 | 4,4 | 2,1 | 12,4 | 8,7 | 7,2 | 4,0 | 2,9 |
| Ausschüttungsbetrag | 3,6 | 3,3 | 3,0 | 2,7 | 2,4 | |||||
| Dividende (EUR je Aktie) | ||||||||||
| Stammaktie | 0,45* | 0,40 | 0,35 | 0,31 | 0,27 | |||||
| Vorzugsaktie | 0,53* | 0,48 | 0,43 | 0,39 | 0,35 | |||||
| DVFA/SG-Ergebnis (EUR je Aktie) | ||||||||||
| Ergebnis je Stammaktie | 1,39 | 1,01 | 1,18 | 0,52 | 0,24 | |||||
| Ergebnis je Vorzugsaktie | 1,47 | 1,09 | 1,26 | 0,60 | 0,32 | |||||
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 24,6 | 20,7 | 23,0 | 18,2 | 20,0 | |||||
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse |
16,4 | 13,9 | 16,2 | 13,0 | 14,6 | |||||
| Höchstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart) | ||||||||||
| Stammaktie | 18,30 | 18,10 | 17,00 | 17,79 | 16,81 | |||||
| Vorzugsaktie | 16,30 | 14,50 | 10,78 | 8,80 | 8,26 | |||||
| Tiefstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart) | ||||||||||
| Stammaktie | 15,30 | 15,00 | 12,73 | 10,81 | 11,61 | |||||
| Vorzugsaktie | 12,39 | 9,55 | 7,95 | 7,10 | 6,44 |
Impressum
Herausgeber
Badstraße 41
D-75385 Bad Teinach-Zavelstein Telefon +49 (0) 70 53/92 62-220 Telefax +49 (0) 70 53/92 62-67 E-Mail: [email protected]
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
* Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2020)
| 02 | Markenübersicht | |
|---|---|---|
| An unsere Aktionäre | 12 | Vorwort |
| 16 | Unsere Gremien | |
| 17 | Bericht des Aufsichtsrats | |
| 22 | Unsere Aktien | |
| 26 27 |
Gesellschaftliches Engagement Innovationsmanagement |
|
| Zusammengefasster Bericht | Grundlagen des Konzerns | |
| über die Lage der Gesellschaft | 30 | Geschäfts- und Organisationsstruktur |
| und des Konzerns | 31 | Konzernstrategie |
| 32 | Unternehmerische Steuerungssysteme | |
| Wirtschaftsbericht | ||
| 33 | Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene | |
| Rahmenbedingungen | ||
| 35 | Unternehmenssituation | |
| 46 | Bericht über die Beziehungen zu verbundenen | |
| Unternehmen gemäß § 312 AktG | ||
| 46 | Risikobericht | |
| 54 | Chancen- und Prognosebericht | |
| Konzernabschluss 2019 | 62 | Konzern-Bilanz |
| Mineralbrunnen | 64 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung |
| Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA | 65 | Konzern-Kapitalflussrechnung |
| 66 | Konzern-Eigenkapitalspiegel | |
| 70 | Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens | |
| 72 | Konzernanhang | |
| Jahresabschluss 2019 | 86 | Bilanz |
| Mineralbrunnen | 88 | Gewinn- und Verlustrechnung |
| Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA | 89 | Anhang |
Bestätigungsvermerk

in seiner schönsten Form. Genießer-Mineralwasser Ausgewogene Mineralisierung Idealer Begleiter zu guten Weinen

Tägliche Gesundheit aus der Natur Führende Heilwassermarke aus dem Nordschwarzwald Reine und unberührte Quelle Für eine gesundheitsbewusste Lebensweise
Aus dem Allgäu
Hervorragend frischer Geschmack Natrium- und kochsalzarm Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet

Saft in seiner feinsten Form Führende Fruchtsaftmarke in der Gastronomie Umfangreiches Sortiment von klassisch bis exotisch Kompromisslose Qualität

Auf ein Klindworth Moderne Familien-Fruchtsaftmarke Vielfältiges Sortiment Exklusiv mit Mehrwegfokus

die Popkultur-Cola Originelle provokante Werbung Unverwechselbares Flaschendesign Steht für Toleranz, Sex & Unvernunft

Ready to drink Cocktails & Longdrinks
Fertig gemischte Cocktails & Longdrinks to go Longneckflasche in 0,2l Glas-Mehrweg Premium in Qualität und Geschmack

Der Konzern bietet seine Produkte mit einer konsequenten Mehrmarkenstrategie auf klar definierten Märkten vorwiegend in den gehobenen Preissegmenten an. Die Markenpositionierungen sind auf relevante Kunden- und Zielgruppen zugeschnitten und orientieren sich an regionalen sowie teilweise überregionalen Bedürfnissen und Werten. Jede Marke verfügt über ein zielgruppenspezifisches, umfangreiches Getränkeund Gebindesortiment.
Die Produkte des Konzerns werden sowohl über die klassischen Vertriebskanäle als auch über neue Distributionswege vertrieben und erreichen dabei eine gute Marktabdeckung. Die Partner in Handel und Gastronomie werden mit maßgeschneiderten Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt. Die Unternehmen der Gruppe stellen hochwertige Werbemittel zur Verfügung und bieten mit dem stilvollen Design ihrer Glasgebinde größtmögliche Ausstattungsqualität.
Die operativ eigenständigen Tochterunternehmen Mineralbrunnen Krumbach GmbH und Mineralbrunnen Teinach GmbH agieren als regionale Markenanbieter kundenund marktspezifisch. In der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind alle Saftmarken des Konzerns gebündelt und das Unternehmen bedient als schlagkräftige und effiziente Vertriebsorganisation überregional überwiegend den Getränkefachgroßhandel sowie die Gastronomie und Hotellerie.
Die Kernmarke Teinacher ist als Genießer-Mineralwasser positioniert und hat mit ihrer führenden Marktposition in der süddeutschen Gastronomie eine hohe Marktakzeptanz. Mit exklusiven Gastronomiegebinden werden anspruchsvolle Verbraucher angesprochen, die Wert auf Genuss und gehobene Qualität legen. Glaubhaft unterstützt wird diese Strategie durch Kooperationen wie beispielsweise mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg, die das Bekenntnis zu Hotellerie und Gastronomie sowie die regionale Verbundenheit der Marke Teinacher zum Ausdruck bringen.
Die Angebotspalette von Teinacher wächst stetig und umfasst mittlerweile vom natürlichen Mineralwasser über fruchtige Direktsaftschorlen bis hin zu hochwertigen Premiumlimonaden, den Teinacher Genuss-Limonaden, eine Vielzahl von Produkten und Sorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Gebindeformen. Neue Maßstäbe hinsichtlich der Gebinde wurden mit der Entwicklung und Einführung einer umweltfreundlichen "Teinacher Genussflasche" für den Getränkefach- und den Lebensmitteleinzelhandel gesetzt. Sowohl die Glasflasche als auch der dazugehörige Komfortkasten werden zu 100 % aus Recyclingmaterial hergestellt und alle Partner und Lieferanten kommen aus Baden-Württemberg.
Die wichtigste Produktinnovation im Berichtszeitraum war die Sortimentserweiterung der Teinacher Genuss-Limonaden um zwei neue Geschmacksrichtungen mit weniger Zucker: Limette-Minze und Pink Grapefruit. Zudem wurden die im Februar 2018 eingeführten 0,33 l-Longneck-Genussflaschen für den Handel freigeschaltet.
Übergeordnetes Ziel bei Teinacher ist die weitere Schärfung des Markenprofils als regionaler, verantwortungsbewusster und nachhaltiger Mineralbrunnen. In der gesamten Außendarstellung werden die Markenwerte Qualität, Regionalität und Genuss entsprechend deutlich kommuniziert. Sämtliche Markenaktivitäten berücksichtigen dabei den Trend zu Glas als Gebindeform, von der Produktentwicklung über die Produkteinführung, die Produktkommunikation bis hin zu den Aktivitäten vor Ort im Handel.
Die Traditionsmarke Hirschquelle aus dem Schwarzwald ist die führende Heilwassermarke in Süddeutschland und besetzt die
Themen bewusste Ernährung und gesundes Leben. Die regionale Verankerung und das ansteigende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten bilden die Erfolgsgrundlage.
Die Marke Hirschquelle rundet die Teinacher-Produktfamilie ab, indem sie besonders gesundheitsbewusste und anspruchsvolle Käufer anspricht. Dadurch schafft sie neue Absatzpotenziale.
Krumbach produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Die Mineralwassermarke zeichnet sich durch ihre sanfte Mineralisierung und ihre starke Verankerung in der Herkunftsregion Allgäu aus. Kernzielgruppe sind aktive, verantwortungs- und gesundheitsbewusste Menschen und Familien.
Krumbach wird dem Anspruch einer Premium-Marke gerecht und verleiht der Verbundenheit mit seiner Region deutlich Ausdruck. Insgesamt wurde in 2019 die Präsenz in der Region weiter gestärkt und auch in 2020 werden in den Kernabsatzgebieten Baden-Württemberg sowie Bayern in der Gastronomie und im Handel gezielt markenadäquate Werbe- und Verkaufsförderungsaktivitäten durchgeführt. Schwerpunkt im Jahr 2019 war es, den Glastrend erstmalig auch in der Kommunikation in den Vordergrund zu rücken, so dass hierbei sowohl auf die eigene 1,0 l-Glas- als auch auf die 0,7 l-GDB-Flasche hingewiesen wurden. "Glas? Klar!"
Niehoffs Vaihinger ist eine der führenden Saftmarken in Deutschland und kompetenter Partner des Getränkefachgroßhandels, der Gastronomie und der Hotellerie. Die B2B-Marke im Saftbereich zeichnet sich durch Exklusivität, Sortimentskompetenz, hervorragende Qualität, kontinuierliche Innovationen sowie eine attraktive Wertschöpfung beim Kunden aus. Bei Niehoffs Vaihinger sind sowohl die Systemgastronomie
und Hotellerie als auch die Trend- und Szenegastronomie die Haupttreiber und Wachstumsträger. Mit einem breiten Sortiment von über 30 Sorten und einer langjährigen Erfahrung unterstreicht Niehoffs Vaihinger seinen Anspruch, vor allem im Barbereich der kompetente Partner zu sein.
Niehoffs Vaihinger geht weiterhin den konsequenten Weg als umfassender Sortimentsanbieter von fruchthaltigen Getränken im Markt mit innovativen Konzepten zu agieren. So werden seit Januar 2018 zusammen mit einem österreichischen Hersteller vier Saftsorten und zwei Eisteevarianten in bekannter Niehoffs Vaihinger-Qualität in einer neuen, innovativen Getränke-Herstellungsanlage, dem sogenannten Fructomat, angeboten. Die Säfte werden als Postmix-Konzentrat im Bag-in-Box-Behälter geliefert und vor Ort maschinell gemischt. Das neue, einzigartige Getränkesystem spart Verpackung, Lager und Logistik. Zudem wird laut Hersteller für die Kühlung mindestens 50 % weniger Energie im Vergleich zu verpackten Getränken (Dosen, Kartons, etc.) verbraucht. Das Produkt ist für den Einsatz in der Großgastronomie, Betriebskantinen, Freizeitparks und Hotellerie vorgesehen und unterstreicht die Sortimentskompetenz der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.
Niehoffs Vaihinger ist somit auf dem besten Weg, mit hoher Qualität und Cocktail-Kompetenz die eigene Position im Saftmarkt konsequent auszubauen.
Klindworth ist eine moderne Familien-Fruchtsaftmarke mit ansprechendem, frech-fröhlichen Design. Die Marke erfreut sich unter dem Motto "Auf ein Klindworth" hoher, vielversprechender Akzeptanz bei seinen Kunden und Partnern. Der regionale Fokus liegt auf Nord- und Westdeutschland. Die verstärkte Präsenz im organisierten Getränkeabholmarkt und im Lebensmitteleinzelhandel öffnet den Weg der Marke hin zur Familienmarke mit einer hohen Verfügbarkeit. Die Ausstattung setzt auf innovative Etiketten, freche und sympathische
Sortennamen, hochwertige Individualglasflaschen und eine aus dem Markenauftritt heraus entwickelte Werbekampagne. Gleichzeitig bekennt sich Klindworth mit seinem breiten Sortiment von mehr als 25 Sorten zu höchsten Qualitätsansprüchen und ausgewählten natürlichen Zutaten. Eine moderne Homepage mit Filialfinder und eine interaktive Facebookseite versorgen die Kunden mit Gewinnspielen, Promotionsterminen und News rund um Klindworth.
In 2019 wurden unter dem Namen "Trinkste!" zwei Kinderprodukte für die Zielgruppe der 6 bis 10-jährigen Kinder entwickelt. "Trinkste!" sind Tee-basierte Produkte mit einem Fruchtanteil in 100 % Bio-Qualität und nur 4 % Bio-Rohrohrzucker. Die Produkte werden im Handel in der 1,0 l Glas-Mehrwegflasche mitsamt Umfüllflasche für die Schule angeboten. Zugleich folgen wir dem politischen Wunsch nach gesünderen Kindergerichten in der Gastronomie: Hier ist "Trinkste!" in der 0,2 l Glas-Mehrwegflasche erhältlich.
Cocktail Plant steht für erstklassige alkoholfreie und -haltige trinkfertige Cocktails auf Basis der Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte und wird in 0,2 l-Mehrwegflaschen im Lebensmitteleinzelhandel, in Getränkeabholmärkten, Gastronomie und Hotellerie vertrieben. Ende 2018 wurden in einer neu eingeführten 0,2 l Glas-Mehrwegflasche zwei bestehende Longdrinks modifiziert und mit einer Bellini und einer Limonic Variante ergänzt.
Für die Marke afri und ihre Schwestermarke Bluna wurden in den vergangenen Jahren mehrere langfristig ausgelegte Konzessionspartnerschaften abgeschlossen, die vorsehen, dass Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna übernehmen. Im Zuge der Konzessionsvereinbarungen wurden die Marken afri und Bluna mit vergrößertem Sortiment auf eine breitere Basis gestellt. Und nicht nur in puncto Sorten,
sondern auch im Bereich der Gebinde sind afri und Bluna für alle vertrieblichen Herausforderungen und Kundenwünsche gerüstet.
Ab dem 1. Januar 2019 wurde die bereits bestehende Partnerschaft mit der RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG zusätzlich auf deren Kernregionen Rheinland-Pfalz, südliches Hessen und südliches Nordrhein-Westfalen sowie Saarland ausgeweitet, da in diesen Gebieten ein bis dahin bestehender Konzessionsvertrag ausgelaufen ist. Mit Wirkung zum 1. November 2019 machte die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von ihrem Recht zum Erwerb der Marken afri und Bluna Gebrauch.
Das erweiterte Sortiment, neue Kampagnen und eine erhöhte bundesweite Präsenz in Handel und Gastronomie im Zuge der nacheinander in Kraft tretenden Partnerschaften versprechen sowohl bei afri als auch bei Bluna ein deutliches Wachstumspotenzial und eine deutliche Steigerung der Markenbekanntheit. Ziel ist es, mit afri die drittstärkste Cola-Marke in Deutschland zu werden.

www.teinacher.de


Gerd Gründahl Martin Adam
Andreas Gaupp
2019 war für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihre Tochterunternehmen erneut ein erfolgreiches Jahr. Maßgeblich getragen durch eine sehr gute Entwicklung unseres Markengeschäfts lag die Geschäftsentwicklung unserer Unternehmensgruppe deutlich über dem Branchendurchschnitt. So erzielten wir im Berichtszeitraum eine leichte Verbesserung unseres Konzernumsatzes um 0,4 Mio. EUR auf 149,9 Mio. EUR und einen deutlichen Anstieg unseres Rohertrags um 4,0 Mio. EUR auf 97,4 Mio. EUR. Damit wuchs unsere Unternehmensgruppe bereits das fünfte Jahr in Folge. Dieses Wachstum fußt auf der konsequenten Fokussierung auf unsere Premium-Marken in Kombination mit vorausschauenden Investitionen in den Ausbau unserer Glasabfüllkapazitäten.
Insbesondere unsere Marke Teinacher konnte mit einem Umsatzwachstum von 8,6 % erneut stark zulegen. Die Angebots-Palette von Teinacher wächst stetig und umfasst mittlerweile vom natürlichen Mineralwasser über fruchtige Direktsaftschorlen bis hin zu den Teinacher Genuss-Limonaden eine Vielzahl von Produkten und Sorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Gebindeformen. Die wichtigste Produktinnovation im Berichtszeitraum war die Sortimentserweiterung der Teinacher Genuss-Limonaden um zwei neue Geschmacksrichtungen mit weniger Zucker: Limette-Minze und Pink Grapefruit. Zudem wurden die im Februar 2018 eingeführten 0,33 l-Longneck-Genussflaschen nun für den Handel freigeschaltet.
Auch im Saftsegment erzielten wir bei einigen innovativen Markenprodukten sowohl im Absatz als auch im Umsatz hohe Wachstumsraten. So verzeichnete beispielsweise die Produktrange Cocktail Plant mit ihren alkoholfreien und -haltigen, trinkfertigen Cocktails Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Auch die Ende 2018 eingeführte Innovation des Fructomaten – eine neue Getränkeausschankanlage, die unseren Kunden die Möglichkeit bietet, Konzentrate der Marke Niehoffs Vaihinger vor Ort auf Knopfdruck zu trinkfertigen Produkten auszumischen – sorgte im Berichtsjahr für positive Impulse.
In der Geschäftsentwicklung 2019 hat sich die gestiegene Aufmerksamkeit für das Thema Umwelt und Klimaschutz in einer stark steigenden Nachfrage an umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden deutlich bemerkbar gemacht. Um der stetig wachsenden Nachfrage nach Glasgebinden Rechnung zu tragen, haben wir bereits in den letzten Jahren Investitionen in die Modernisierung und den weiteren Ausbau der Glas-Mehrweg-Produktion an den Standorten getätigt. Zudem haben wir in den letzten Jahren signifikant in neue Glasgebinde investiert. Durch diese Maßnahmen konnten wir nun am Trend hin zu mehr Glas deutlich partizipieren.
Auch unsere Profitabilität hat sich weiter verbessert. So erhöhte sich das EBITDA auf 26,2 Mio. EUR (Vorjahr: 20,7 Mio. EUR) und das EBIT auf 15,9 Mio. EUR (Vorjahr: 11,1 Mio. EUR). Der Konzern-Jahresüberschuss verbesserte sich auf 11,4 Mio. EUR und lag damit 3,1 Mio. EUR bzw. 37 % über dem Vorjahresergebnis (8,4 Mio. EUR).
Aufgrund dieser positiven Ertragslage wollen wir unsere Dividende für das Geschäftsjahr 2019 erneut um 0,05 EUR je Aktie erhöhen und schlagen der Hauptversammlung in diesem Jahr eine Dividendenausschüttung von 0,45 je Stammaktie und 0,53 EUR je Vorzugsaktie vor. Allerdings möchten wir an dieser Stelle auf die großen Unsicherheiten durch die aktuelle Corona-Pandemie hinweisen und uns ausdrücklich vorbehalten, diesen Vorschlag bei einer sich signifikant veränderten finanziellen Lage noch anzupassen.
Unser übergeordnetes Ziel bleibt es, unser Markengeschäft konsequent weiterzuentwickeln und unsere Marktanteile in den höherpreisigen, margenstarken Markensegmenten weiter kontinuierlich auszubauen, um auch weiterhin ein nachhaltiges Ertragswachstum zu generieren.
Wir freuen uns, wenn Sie unsere Unternehmensgruppe auch weiterhin begleiten und unterstützen, und bedanken uns herzlich für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren Einsatz und ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

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Mineralbrunnen Teinach GmbH · Badstraße 41 · 75385 Bad Teinach · www.teinacher.de
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Mineralbrunnen Teinach GmbH · Badstraße 41 · 75385 Bad Teinach · www.teinacher.de
Gerhard Theis, Waldmohr Früherer CFO der Karlsberg-Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender (seit 3. Juli 2019)
Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender (seit 3. Juli 2019)
Christian Borck, München Senior Advisor der InfoRoad GmbH (ab 3. Juli 2019)
Dr. Hans-Georg Eils, Bremen Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg-Gruppe (im Ruhestand) (seit 3. Juli 2019)
Jürgen Kirchherr, Rutesheim Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg e. V. (seit 3. Juli 2019)
Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg Betriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Teinach GmbH, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Maschinist (seit 3. Juli 2019)
Dr. Richard Weber, Homburg Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber Vorsitzender (bis 3. Juli 2019)
Ernst Fischer, Tübingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender (bis 3. Juli 2019)
Hartmut Schütze, Tettnang Gebietsverkaufsleiter i. R. (bis 3. Juli 2019)
Helmut Klingl, Amstetten Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH (bis 3. Juli 2019)
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:
Martin Adam, Saarbrücken Geschäftsführer
Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer
Gerd Gründahl, Grünendeich Geschäftsführer
Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten sorgfältig wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der Ausübung ihrer Aufgaben regelmäßig überwacht und sie bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte die Geschäftsführung die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte der Geschäftsführung ausführlich erörtert. Den Beschlussvorschlägen der Geschäftsführung haben wir nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.
Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 4 reguläre Sitzungen statt: am 28. März 2019, am 7. Mai 2019, am 24. September 2019 und am 3. Dezember 2019. Am 3. Juli 2019 fand die konstituierende Sitzung des in der Hauptversammlung neu gewählten Aufsichtsrats statt. An den Sitzungen haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Besondere Schwerpunkte waren:
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung Saarbrücken, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2019 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin rechtzeitig an uns verteilt worden.
Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Abschlüsse zum 31. Dezember 2019 gebilligt.
Auf Grund der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA obliegt die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 nicht dem Aufsichtsrat, sondern der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an, den Jahresabschluss festzustellen.
Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt im Berichtszeitraum 24,8 Mio. EUR. Wir schließen uns dem Vorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an, eine Dividende von 3,6 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Gleichzeitig beobachten wir die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie aufmerksam und behalten uns bei einer signifikanten Veränderung der Lage ausdrücklich vor, der Geschäftsführung einen geänderten Dividendenvorschlag zu empfehlen.
Der von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.
Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Vollständigkeit und Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu erheben sind.
Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Juli 2019 endete turnusgemäß die Amtszeit des bisherigen Aufsichtsrats. Allen ausgeschiedenen Mitgliedern, Dr. Richard Weber, Ernst Fischer, Helmut Klingl und Hartmut Schütze, danken wir ausdrücklich für ihre geleistete Arbeit. Die Hauptversammlung wählte die Herren Christian Borck, Dr. Hans-Georg Eils, Fritz Engelhardt, Jürgen Kirchherr, Claus Pfrommer und Gerhard Theis für die nächste Amtszeit in den Aufsichtsrat. In der konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrates wurden Herr Gerhard Theis zum Vorsitzenden und Herr Fritz Engelhardt zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
In der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, gab es keine personellen Veränderungen.
Als Aufsichtsrat danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie der Geschäftsführung für ihren Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2019. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.
Bad Teinach-Zavelstein, den 24. März 2020
Der Aufsichtsrat Gerhard Theis, Vorsitzender

AUS DEM ALLGÄU NEU



Nach dem Rückgang im Vorjahr wies der Deutsche Aktienindex in 2019 wieder eine sehr positive Kursentwicklung auf, die vor allem von einer expansiven Geldpolitik der EZB angesichts der schwächelnden Konjunktursignale gestützt wurde. Im Januar fiel der DAX zunächst auf sein Jahrestief von 10.417 Punkte. Mit Ausnahme einiger stärkerer Kursschwankungen im Spätsommer stieg der DAX im Jahresverlauf nahezu kontinuierlich und schloss das Jahr 2019 bei 13.249 Punkten knapp unterhalb seines kurz zuvor erreichten Jahreshochs ab. Damit erreichte der DAX im Gesamtjahr ein Kursplus von rund 25,5 % und damit den größten Jahresgewinn seit 2013.
Die beiden Aktiengattungen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA entwickelten sich im Berichtszeitraum unterschiedlich. Die Stammaktien schlossen das Jahr 2019 nach einem sehr volatilen Kursverlauf mit 17,10 EUR rund 3,0 % über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2018: 16,60 EUR) ab. Ende Mai erreichten sie ihr Jahrestief von 15,30 EUR und Anfang Juli ihr Jahreshoch bei 18,30 EUR. Die Vorzugsaktien wiesen dagegen im Gesamtjahr eine deutlich positivere Kursentwicklung auf und schlossen das Jahr 2019 mit einem Kursplus von 22,7 % bei 15,10 EUR ab (31. Dezember 2018: 12,31 EUR). Mitte März erreichten sie ihr Jahrestief von 12,39 EUR und Anfang August ihr Jahreshoch bei 16,30 EUR.
Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA am 31. Dezember 2019 betrug 134,26 Mio. EUR. (31. Dezember 2018: 125,19 Mio. EUR).

* Schlusskurse, Börse Stuttgart
| 2019 | 2018 | ||
|---|---|---|---|
| Grundkapital | EUR | 22.387.456,00 | 22.387.456,00 |
| Anzahl Stammaktien | Stück | 5.919.755 | 5.919.755 |
| Anzahl Vorzugsaktien | Stück | 2.187.360 | 2.187.360 |
| Kurs Stammaktie zum 31.12. * |
EUR | 17,10 | 16,60 |
| Kurs Vorzugsaktie zum 31.12. * |
EUR | 15,10 | 12,31 |
| Marktkapitalisierung zum 31.12. * |
Mio. EUR |
134,26 | 125,19 |
| Höchstkurs Stammaktie * |
EUR | 18,30 | 18,10 |
| Tiefstkurs Stammaktie * |
EUR | 15,30 | 15,00 |
| Höchstkurs Vorzugsaktie * |
EUR | 16,30 | 14,50 |
| Tiefstkurs Vorzugsaktie * |
EUR | 12,39 | 9,55 |
| EPS Stammaktie | EUR | 1,39 | 1,01 |
| EPS Vorzugsaktie | EUR | 1,47 | 1,09 |
| Dividende Stammaktie |
EUR | 0,45** | 0,40 |
| Dividende Vorzugsaktie |
EUR | 0,53** | 0,48 |
* Schlusskurse, Börse Stuttgart
** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversamm lung im Jahr 2020)
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 5.919.755 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und in 2.187.360 auf den Inhaber lautende nennwertund stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Notiert sind die Stamm- und Vorzugsaktien des Unternehmens an den Börsenplätzen Frankfurt/Main und Stuttgart. An der Deutschen Börse in Frankfurt/Main ist das Unternehmen im Basic Board (Open Market) gelistet, an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart im Teilbereich Freiverkehr Plus.
| Börsenplätze | |
|---|---|
| Börse Frankfurt | Segment Basic Board im Open Market |
| Börse Stuttgart | Segment Freiverkehr Plus im Freiverkehr |
| Kürzel | |
| Stammaktie | MUT |
| Vorzugsaktie | MUT3 |
| WKN | |
| Stammaktie | 661400 |
| Vorzugsaktie | 661403 |
| ISIN | |
| Stammaktie | DE 0006614001 |
| Vorzugsaktie | DE 0006614035 |
Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis je Stammaktie 1,39 EUR (2018: 1,01 EUR) und je Vorzugsaktie 1,47 EUR (2018: 1,09 EUR). Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den Konzern-Jahresüberschuss durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert, abzüglich der von der Gesellschaft gehaltenen Aktien.
Der Hauptversammlung im Jahr 2020 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 24,8 Mio. EUR eine Dividende von 0,45 EUR je Stammaktie und von 0,53 EUR je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung des im Januar 2020 erfolgten Aktienrückkaufs 3.600.440,55 EUR betragen. Demzufolge werden in Summe 21.207.016,64 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

2017 2018 2019
* vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2020
Im Berichtszeitraum veränderte sich die Aktionärsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wie folgt. Der Anteil der Stammaktien in Streubesitz sank zum Vorjahresstichtag leicht von 8,43 % auf 8,19 %, während der Anteil der Vorzugsaktien in Streubesitz mit 59,71 % unverändert blieb. Der Anteil der Karlsberg Gruppe an den Stammaktien der Gesellschaft lag zum Jahresende 2019 bei 34,09 %, der Anteil des Versorgungswerks Karlsberg Brauerei e. V. bei 29,48 % und der Anteil des Versorgungswerks Karlsberg Holding e. V. bei 11,23 %. Unverändert hielt die Karlsberg Gruppe per Jahresende 2019 1,74 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft. Der Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststättengewerbes e. V. ist nach wie vor mit einem Anteil von 9,19 % an den Stammaktien und 38,55 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft vertreten. Der Anteil der Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V. an den Stammaktien sank zum Ende des Berichtsraums auf 2,99 %. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum 31. Dezember 2019 insgesamt 285.000 eigene Stammaktien, was einem Anteil von 4,81 % der Stammaktien entspricht, und keine eigenen Vorzugsaktien.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA stand im Berichtszeitraum mit ihren Investoren sowie Privataktionären im aktiven Dialog und informierte regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen der Gesellschaft. Darüber hinaus bot das Unternehmen aktuelle und umfassende Informationen über seine Internetseite www.mineralbrunnen-kgaa.de an. Auch künftig wird sich die Gesellschaft mit gewohnter Sorgfalt ihren Investor Relations-Aufgaben widmen und der interessierten Öffentlichkeit mit der üblichen Transparenz und Schnelligkeit gegenübertreten. Seit dem Wirksamwerden der sogenannten Marktmissbrauchsverordnung finden zudem auch für Freiverkehrsemittenten wie der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bekanntmachungsverfahren für Ad-hoc-Publizität und Directors' Dealings sowie Insiderlisten Anwendung, wodurch die Transparenz und Sicherheit für Anleger weiter gesteigert wurde.

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Kunden und Konsumenten erwarten von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihren Tochterunternehmen als Anbieter des sensiblen Naturproduktes Mineralwasser, der darauf basierenden Erfrischungsgetränke und Limonaden sowie hochwertiger fruchthaltiger Getränke die Gewährleistung höchster Qualität. Deshalb setzt der Konzern auf umweltschonende Unternehmensprozesse, die gleichzeitig der Zukunftssicherung und dem Markenschutz dienen. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind zentrale Bestandteile der verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit des Konzerns. Im Bereich der Quellenpflege und der Förderung sowie der Abfüllung und Distribution spielen umweltrelevante Standards eine zentrale Rolle. In der Beschaffung bestehen Auswahlkriterien, die sowohl qualitativen als auch ressourcenschonenden Aspekten Rechnung tragen. Gleichzeitig verbessert die Unternehmensgruppe permanent Produkte, Verpackungen und Abläufe hinsichtlich eines energieeffizienten und schonenden Ressourceneinsatzes.
Beleg für das starke ökologische Engagement der Unternehmensgruppe sind Zertifizierungen und Auszeichnungen, die höchste Qualität der Verfahren und der Produkte sowie eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit garantieren. Mit der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH und der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wurden alle produzierenden Tochterunternehmen durch das SGS Institut Fresenius GmbH mit dem IFS Food Standard zertifiziert. Dieser Standard stellt als europaweit anerkanntes Kontrollverfahren die Überprüfung von Qualität und Sicherheit im Lebensmittelbereich sicher.
Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH darf für die in Kißlegg abgefüllten Produkte darüber hinaus das staatliche BIO-Siegel vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft führen. Mehrere Produkte der Mineralbrunnen Krumbach
GmbH wurden zudem durch die Deutsche Lebensmittel Gesellschaft (DLG) für ihre herausragende Qualität prämiert. Bestandteil der DLG-Tests sind sensorische, chemische, physikalische und mikrobiologische Analysen sowie die Überprüfung der Genauigkeit der Inhaltsangabe.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH wurde als erster Mineralbrunnen Deutschlands für ihr Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 zertifiziert, womit das vorbildliche Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft am Standort Bad Teinach-Zavelstein ausgezeichnet wurde. Damit nimmt die Mineralbrunnen Teinach GmbH eine Vorreiterrolle in der Branche ein und unterstreicht ihre Ambitionen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Region. Zudem tragen die Teinacher Direktsaftschorlen als erste Fruchtsaftschorlen das Siegel "Gesicherte Qualität – Baden-Württemberg" des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Dieses Qualitätszeichen steht für eine besondere Prozessqualität, für Erzeugung und Verarbeitung in Baden-Württemberg und deren Bestätigung durch neutrale Kontrollen. Zudem wurde die Mineralbrunnen Teinach GmbH für ihr umweltfreundliches Individualglasgebinde "Teinacher Genussflasche" sowie den Komfortkasten mit dem Mehrweg-Innovationspreis 2015 ausgezeichnet, der von der Deutschen Umwelthilfe und der Stiftung Initiative Mehrweg für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme vergeben wird.
Ein weiterer fester Bestandteil der Unternehmenspolitik ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns. Die Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA versteht sich als Teil der Gesellschaft und nimmt ihre soziale Verantwortung in besonderem Maße auf regionaler Ebene wahr. So unterstützt die Mineralbrunnen Krumbach GmbH im Allgäu Kindergärten, Schulen sowie Vereine für Jugendarbeit und sponsert aktiv den Breitensport in unterschiedlichsten Disziplinen mit besonderem Fokus auf die Jugendförderung. Auch die Mineralbrunnen Teinach GmbH engagiert sich in ihrer Heimatregion Schwarzwald durch die
Förderung von Schulen und Kindergärten sowie durch die Unterstützung von Sportveranstaltungen und Tafel-Veranstaltungen mit Gratisware und finanziellen Spenden.
In Anerkennung ihres hohen sozialen und ökologischen Engagements tragen die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH als erste Mineralbrunnen seit 2013 das Prüfsiegel "Gesicherte Nachhaltigkeit – Investition in die Zukunft" des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit und Ökonomie. Das Siegel bescheinigt nachhaltiges Unternehmenshandeln in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialkompetenz.
In den Marktsegmenten des Konzerns besteht ein aktiver Wettbewerb, in dem der Konzern eine Festigung seiner Marktstellung als Markenanbieter durch kontinuierliche Weiterentwicklung anstrebt. Daraus ergeben sich insbesondere zwei Handlungsfelder für Innovationen, die die Unternehmensgruppe konsequent verfolgt:
Mit klaren Markenprofilen und einer konsequenten Markenpflege verankert die Unternehmensgruppe ihre Produkte nachhaltig im Markt und erzeugt dadurch sowohl für ihre Geschäftspartner als auch für sich selbst ein hohes Ertragspotenzial. Das jeweilige Markenversprechen und die gehobene Preisstellung bedürfen gleichzeitig einer Rechtfertigung über Qualität, Ausstattung und Werbung. Deshalb konzentriert der Konzern seine Aktivitäten auf die Weiterentwicklung seiner Marken durch ein konsequentes Qualitätsmanagement, gezielte Investitionen in den Markenausbau sowie sinnvolle Sortimentsergänzungen und Gebinde-Innovationen, die zur jeweiligen Marke passen und interessante Markt- und Ertragspotenziale versprechen.
Im wettbewerbsintensiven Mineralwassermarkt sind permanente Anpassungen hinsichtlich effizienter Prozesse gefragt, um die Kosten weiter zu senken. So konzentrieren sich die eigenen Innovationsaktivitäten auf eine hocheffiziente Anlagentechnik, den Rohstoffeinsatz, die Ressourcenschonung und auf effiziente und flexible Prozessabläufe. Dazu zählen ein optimierter Materialeinsatz und Kostenoptimierungen in Kombination mit effizienten Produktions-, Logistik- und Vertriebsprozessen. Insgesamt zielt die Prozessoptimierung auf eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Kostenstruktur und unterstützt so die Ertragssicherung des Konzerns.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe1 von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, fruchthaltige Getränke, Erfrischungsgetränke und Fertigcocktails. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Produktsortiments sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Als Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf ertragsstarke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel
sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet der Konzern ein wachsendes Produktportfolio von alkoholfreien und alkoholischen Getränken an.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im Getränkemarkt mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein, Baden-Württemberg. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach-Zavelstein, Kißlegg, Lauterecken und Merzig. Mit 429 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2019 ein Konzernumsatz von 149,9 Mio. EUR erwirtschaftet.
1 nachfolgend der "Konzern" oder die "Unternehmensgruppe" oder "KGaA"

Der Konzern umfasst neben den operativ tätigen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH, die Aqua Vertriebs GmbH, eine Minderheitsbeteiligung an der Karlsberg Service GmbH und an der siro Production GmbH, die als Zwischenholding fungierende Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH sowie die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Teinach-Zavelstein als Holdinggesellschaft. Die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, als persönlich haftender Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Martin Adam, auch Geschäftsführer der Karlsberg Holding, sowie Andreas Gaupp und Gerd Gründahl, Geschäftsführer der operativen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH bzw. Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.
Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns obliegt der Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH. Nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen werden durch die Karlsberg Service GmbH, Homburg, eine 45-prozentige Beteiligung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, ausgeübt. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.
Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zusammengefasst.
Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineralund Heilwasser, Erfrischungs- und Süßgetränken sowie fruchthaltigen Getränken und Fertigcocktails. Aufbauend auf starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u. a.) und nationalen Gastronomiemarken (afri, Bluna, Niehoffs Vaihinger, Klindworth, Cocktail Plant u. a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein breites Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen und Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.
Der Konzern verfolgt eine Strategie der kontinuierlichen Verbesserung der Ertragsbasis mit folgenden Schwerpunkten:
Mittelfristiges Ziel ist der weitere Ausbau der Unternehmensgruppe zum führenden Markenanbieter im regionalen Mineralwassermarkt und im nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt. Grundlage des Geschäfts sind die gut positionierten Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie die
nationalen Marken im Bereich fruchthaltige Getränke und Limonaden. Das Markenangebot wird fortwährend weiterentwickelt und das Getränkesortiment einer kontinuierlichen Überprüfung der Wirtschaftlichkeit unterzogen. Lohnaufträge führt der Konzern ausschließlich bei nachgewiesener, angemessener Wirtschaftlichkeit durch.
Ein fokussiertes Produktangebot auf Basis gut positionierter regionaler Marken im Kernabsatzgebiet Süd- und Südwestdeutschland und ergänzende nationale Marken bieten weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Die große Präsenz in Handel, Gastronomie und Hotellerie schafft die Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz der eigenen Markenprodukte durch die Konsumenten. Die Nähe zum Verbraucher und die Kenntnis über die sich wandelnden Bedürfnisse ermöglichen es dem Konzern, ein verbrauchergerechtes Produkt- und Markenangebot bereitzustellen und zusätzliche Absatzpotenziale zu generieren.
Die Qualitätsmarken des Konzerns sind eine entscheidende Voraussetzung für die Erzielung höherer Margen im alkoholfreien Getränkemarkt. Durch gezielte Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, einhergehend mit einem fokussierten Distributionsausbau, werden die Konsumenten unmittelbar erreicht und zur Kaufentscheidung geführt. Mit einer relevanten Markenpositionierung und dem Herausstellen des jeweiligen Produktnutzens wird die Abhängigkeit von reinen Preisaktivitäten vermindert und dauerhaft die Preisstabilität gesichert. Die kontinuierlich klare Markenführung ermöglicht es, eine langfristige Konsumentenloyalität zu erreichen.
Die Marken des Konzerns sind in ihren regionalen und nationalen Kernabsatzgebieten fest verwurzelt und stehen in langfristiger, partnerschaftlicher Beziehung mit ihren Kunden im Getränkefachgroßhandel, Lebensmitteleinzelhandel und in der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf dieser Marktnähe und Akzeptanz werden die regionale Konsumentenloyalität sowie die ertrags- und wertorientierte Marktposition weiter gefestigt.
Volatile Grund- und Rohstoffpreise, restriktive und zum Teil stark einschränkende Bestimmungen und Gesetze, der anhaltende Preiswettbewerb und die Anforderungen des Kapitalmarkts bedingen, dass der Konzern seine operativen Prozesse und Strukturen ständig überprüft, anpasst und verbessert. Dazu gehört eine transparente Kosten- und Leistungszuordnung in den einzelnen Unternehmenseinheiten. Die Prozesse im gesamten Konzern werden regelmäßig auf Wirksamkeit und Effizienz geprüft und entsprechend angepasst. Geeignete Maßnahmen zur weiteren Prozess- und Ertragsverbesserung werden fortlaufend erarbeitet, geprüft und umgesetzt.
Konsumenten und Kunden erwarten innovative Produkte, Produktsicherheit und Qualität sowie effiziente und flexible Angebots- und Lieferstrukturen, die durch eine moderne Technikausstattung gewährleistet werden. Gleichzeitig erfordert eine erfolgreiche Unternehmensführung die Wertschätzung und Förderung der Mitarbeiter. Eine gute Personalentwicklung erhöht das Engagement der Mitarbeiter für den Konzern und verbessert den Dialog mit den Kunden.
Die Konzernplanung und -steuerung erfolgt im Wesentlichen auf Basis der Kennzahlen Absatz, Umsatz und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Zielsetzung der Unternehmensgruppe ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung und der kontinuierliche Ausbau der Marktanteile in den höherpreisigen, margenstarken Markensegmenten.
Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Die KGaA setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten über die kontinuierliche Auswertung von Ergebnisbeitrag, Marktstellung und Kosteneffizienz.
Das deutsche Wirtschaftswachstum hat in 2019 deutlich an Schwung verloren. Die Konjunktur wird durch internationale Handelskonflikte, Währungsturbulenzen von Schwellenländern sowie geopolitische Konflikte zunehmend belastet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in Deutschland nach Angaben der Bundesregierung preisbereinigt um 0,6 % (Vorjahr: + 1,5 %). Die konjunkturelle Grunddynamik der deutschen Wirtschaft bleibt zwar aufwärtsgerichtet, jedoch gegenüber den Vorjahren deutlich abgeschwächt.
Die exportorientierte deutsche Industrie hat unter der schwächelnden Weltkonjunktur besonders stark gelitten, die nicht zuletzt vom Handelskrieg zwischen den USA und China ausgelöst wurde. Das herausfordernde außenwirtschaftliche Umfeld führte dazu, dass die Exportumsätze preisbereinigt um 0,9 % deutlich weniger wuchsen als noch im Vorjahr (2018: + 2,1 %). Auch die Importe nahmen mit 1,9 % weniger stark zu als noch im Vorjahr (+ 3,6 %).
Als Konjunkturstütze erwies sich hingegen einmal mehr der inländische private Konsum. Die privaten Konsumausgaben sind preisbereinigt um 1,6 % und nominal um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Aufgrund des weiterhin sehr niedrigen Zinsumfeldes hielt auch der Boom in der deutschen Bauwirtschaft an. So konnten die Bruttoanlageinvestitionen erneut kräftig zulegen (2019: + 2,5 %).
Angesichts einer weiterhin guten Lage am Arbeitsmarkt, steigender Einkommen und erhöhter Kaufkraft entwickelte sich der deutsche Einzelhandel auch im Berichtsjahr positiv. Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Jahr 2019 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt 2,7 % sowie nominal 3,3 % mehr um als im Jahr 2018. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte in diesem Zeitraum real 1,2 % und nominal 2,1 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Trotz konjunktureller Abkühlung verlief für die Gastronomie und Hotellerie das Jahr aufgrund der noch guten binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfreulich. Die Konsumfreude der Deutschen und die dadurch stabile Binnenkonjunktur stützen weiterhin die Branche. Zudem hat das gute Sommerwetter für positive Impulse gesorgt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres konnten die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes nach Angaben des Bundesverbandes DEHOGA insgesamt ein Umsatzplus von nominal 3,2 % verbuchen (preisbereinigt 0,8 %). Der Umsatzzuwachs in der Gastronomie betrug dabei 3,5 % (preisbereinigt 0,8 %) und im Beherbergungsgewerbe 2,3 % (preisbereinigt 0,3 %).
Nach dem von einem langen Sommer und der Fußball-Weltmeisterschaft profitierenden Kalenderjahr 2018 musste der Absatz alkoholfreier Getränke (AfG) im vergangenen Jahr angesichts einer zwar sonnenstundenreichen, jedoch schwankenden Wetterlage im Sommer einen Rückgang verbuchen.
Der AfG-Absatz ging im Gesamtjahr 2019 nach Berechnungen des Haushaltspanels der GfK um 5,8 % (2018: + 1,2 %) zurück. Das Preisniveau ist dagegen gestiegen. Im Berichtsjahr ging der AfG-Umsatz entsprechend lediglich um 1,0 % (2018: + 5,0 %) zurück.
Im Wassersegment fiel der Absatzrückgang laut GfK mit 8,1 % (2018: +1,3 %) besonders hoch aus. Über alle Sorten waren dabei deutliche Absatzverluste zu verzeichnen (Wasser ohne Kohlensäure - 6,0 %, Wasser mit wenig Kohlensäure - 8,7 %, Wasser mit viel Kohlensäure - 8,8 %).
Die Getränkekategorie Fruchthaltige Getränke (FHG) hat 2019 einen Absatzverlust von 3,8 % (2018: - 4,2 %) hinnehmen müssen. Innerhalb dieses Segments fielen die Einbußen bei den Smoothies mit 12,6 % besonders deutlich aus. Auch die Warengruppen Fruchtsaftgetränke (- 5,6 %), Fruchtnektare (- 5,4 %) und Fruchtsaft (- 2,5 %) verzeichneten sinkende Absätze.
Die Carbonated Softdrinks konnten sich dem rückläufigen Markttrend ebenfalls nicht entziehen. Jedoch fiel der Absatzrückgang mit 2,9 % (2018: + 2,6 %) im Vergleich zum Gesamtmarkt moderater aus, maßgeblich beeinflusst durch Absatzzuwächse von Bittergetränken (+ 1,2 %) und einer weniger stark rückläufigen Entwicklung von Cola- und Cola-Mix-Getränken (- 1,1 %). Auch in den restlichen AfG-Segmenten gingen die Absätze im Vergleich zum Vorjahr zurück (- 3,4 %). Verlierer sind hier insbesondere Schorlen und Nektare mit CO2 , sowie Nearwater-Produkte.

Eigene Darstellung, Quelle: GfK
Das Jahr 2019 war geprägt von einer stark fallenden Nachfrage nach PET-Gebinden und einer erhöhten Wachstumsdynamik bei Glasgebinden. Zunehmender Beliebtheit erfreuten sich dabei auch Individualglasflaschen für die Gastronomie und den Handel. Diese Entwicklung spiegelt sich in den ersten Hochrechnungen des VDM, in denen der Marktanteil der PET-Einweggebinde 2019 im Vergleich zum Vorjahr von 46,8 % auf 44,9 %, von PET-Mehrweg von 19,4 % auf 18,7 % sowie von PET-Zweiweg (PETCYCLE) von 8,7 % auf 8,0 % zurückgegangen ist. Der Marktanteil der Glas-Mehrweggebinde konnte dagegen gegenüber Vorjahr von 24,7 % auf 27,6 % erneut stark zulegen.


Eigene Darstellung, Quelle: VDM
Hinweis: Die Angaben für 2019 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten finalen VDM-Marktdaten der Jahre 2017 bis 2018 können daher von den in den Geschäftsberichten der Vorjahre genannten vorläufigen Daten abweichen.
Im FHG-Segment wird der überwiegende Teil der Produkte nach wie vor in Einwegverpackungen abgesetzt. Laut GfK wurden 2019 insgesamt 94,0 % aller fruchthaltigen Getränke in Einweggebinden verkauft. Auf PET-Einweggebinde entfiel ein Marktanteil von 54,1 % und auf Karton- bzw. Weichpackeinweg 38,7 %. Glas-Einweggebinde wiesen lediglich einen Marktanteil von 1,2 % auf. Der Anteil von Mehrweggebinden stieg um 12,7 % und erreicht damit einen Marktanteil von 5,9 %. Im GfK-Haushaltspanel ist allerdings der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glas-Mehrweggebinde vorherrschend sind, nicht erfasst.
Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2019 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.
Auf Basis der von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juli 2018 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien, hat die Gesellschaft ihren Aktionären am 7. Dezember 2018 ein Angebot unterbreitet, bis zu 285.000 Stammaktien zu einem Preis von 17,50 EUR je Stückaktie zu erwerben. Dies entsprach einem Aufschlag von rund 8 % bezogen auf den Schlusskurs der Stammaktie an der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, Stuttgart, am 4. Dezember 2018 (= dritter Börsentag vor dem Tag der Veröffentlichung des Aktienrückkaufangebots). Die Angebotsfrist begann am Dienstag, dem 11. Dezember 2018, und endete am Mittwoch, dem 9. Januar 2019, 12:00 Uhr MEZ. Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 481.293 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils nur ein Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde. Die Annahmeerklärungen wurden dabei verhältnismäßig mit einer Quote von rund 59,22 % berücksichtigt. Die Zuteilung wurde auf die Einzelkundenbestände vorgenommen und auf die nächste natürliche Zahl abgerundet.
Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes hält die Gesellschaft zum Jahresende 2019 285.000 eigene Stammaktien. Dies entspricht einem Betrag von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 0), was einem Anteil von ca. 3,52 % am Grundkapital entspricht.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 3. Juli 2019 wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Empfehlungen der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und persönlich haftender Gesellschafterin, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von rund 15,7 Mio. EUR eine Dividende von 0,40 EUR je Stammaktie und von 0,48 EUR je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2018 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 8. Juli 2019. Unter Berücksichtigung der zu diesem Zeitpunkt von der Gesellschaft gehaltenen Anteile betrug die Ausschüttungssumme 3,3 Mio. EUR. Dem Gewinnvortrag wurden 12,4 Mio. EUR zugeführt. Die anwesenden Aktionäre honorierten den erfolgreichen Geschäftsverlauf und sprachen dem Management und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA den Gesellschaftsvertrag der Bluna-Warenzeichen-GbR gekündigt und erklärt, dass sie zu diesem Zeitpunkt von dem ihr eingeräumten Übernahmerecht Gebrauch machen wird. Mit Vereinbarung vom 20. Februar 2019 haben die Gesellschafter die Satzung geändert und die vorzeitige Auflösung der Gesellschaft und die damit verbundene Ausübung des Erwerbsrechts zum 31. Oktober 2019 beschlossen, womit sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der Bluna-Warenzeichen-GbR bei der MinKGaA angewachsen sind.
Für die Marke afri und ihre Schwestermarke Bluna wurden bereits in den vergangenen Jahren mehrere langfristig ausgelegte Konzessionspartnerschaften abgeschlossen, die vorsehen, dass Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna übernehmen. Im Zuge der Konzessionsvereinbarungen wurden die Marken afri und Bluna mit vergrößertem Sortiment auf eine breitere Basis gestellt.
Ab dem 1. Januar 2019 wurde die bereits bestehende Partnerschaft mit der RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG zusätzlich auf deren Kernregionen Rheinland-Pfalz, südliches Hessen und südliches Nordrhein-Westfalen sowie Saarland ausgeweitet, da in diesen Gebieten ein bis dahin bestehender Konzessionsvertrag ausgelaufen ist.
Durch den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. November 2015 wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. November 2020 ganz oder in Teilbeträgen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 11.193.728 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Mit der Ermächtigung ist die Gesellschaft in der Lage, möglichen künftigen Finanzbedarf schnell und flexibel zu decken.
Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich keine Veränderungen in der Geschäftsführung.
Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA endete mit Ablauf der Hauptversammlung am 3. Juli 2019. Anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung im Berichtsjahr wurde ein neuer Aufsichtsrat entsprechend den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt, gewählt, wobei das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, nicht mitgerechnet wird.
Im Konzern konnte der Gesamtabsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,5 % auf 287,0 Mio. Liter gesteigert werden. Damit lag die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe deutlich über dem Branchendurchschnitt (AfG-Branche lt. Angaben GfK: - 5,8 %).
Der Umsatz im Konzern stieg um 0,4 Mio. EUR (+ 0,2 %) auf 149,9 Mio. EUR, wobei sich der Umsatzmix weiter verbesserte. Der Umsatz niedrigmargiger Lohnproduktion ging zurück, wohingegen das strategisch wichtige Markengeschäft nach dem von einem langen Sommer und der Fußball-Weltmeisterschaft profitierenden Ausnahmejahr 2018 auch im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 1,1 % steigern konnte.
Im Berichtszeitraum konnten im Segment Mineralwasser und Erfrischungsgetränke insgesamt erneut Absatzzuwächse bei den Hauptmarken verzeichnet werden. Insbesondere die
Marke Teinacher konnte sich von der rückläufigen Marktentwicklung deutlich abkoppeln und auch 2019 mit einem Umsatzwachstum von 8,6 % erneut stark zulegen. Die Angebots-Palette von Teinacher wächst stetig und umfasst mittlerweile vom natürlichen Mineralwasser über fruchtige Direktsaftschorlen bis hin zu den Teinacher Genuss-Limonaden eine Vielzahl von Produkten und Sorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Gebindeformen. Die wichtigste Produktinnovation im Berichtszeitraum war die Sortimentserweiterung der Teinacher Genuss-Limonaden um zwei neue Geschmacksrichtungen mit weniger Zucker: Limette-Minze und Pink Grapefruit. Zudem wurden die im Februar 2018 eingeführten 0,33 l-Longneck-Genussflaschen für den Handel freigeschaltet.
Das Saftsegment entwickelte sich gegenüber Vorjahr insgesamt leicht rückläufig. Einige innovative Markenprodukte konnten jedoch sowohl im Absatz als auch im Umsatz hohe Wachstumsraten erzielen. So konnte beispielsweise die Produktrange Cocktail Plant mit ihren alkoholfreien und -haltigen trinkfertigen Cocktails Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Auch die Ende 2018 eingeführte Innovation des Fructomaten, eine neue Getränke-Herstellungsanlage, sorgte im Berichtsjahr für positive Impulse. Der Fructomat bietet unseren Kunden die Möglichkeit, Konzentrate der Marke Niehoffs Vaihinger vor Ort auf Knopfdruck zu trinkfertigen Produkten auszumischen.
In der Geschäftsentwicklung 2019 hat sich die deutlich gestiegene Aufmerksamkeit für das Thema Umwelt und Klimaschutz in einer stark steigenden Nachfrage an umweltfreundlichen Glas-Mehrweggebinden deutlich bemerkbar gemacht. Im Bereich Glas-Mehrweg waren im Berichtsjahr die höchsten Umsatzzuwächse (+ 5,5 %) zu verzeichnen. Demgegenüber gingen die Umsätze der PET-Gebinde um 7,6 % zurück. Um der stetig wachsenden Nachfrage nach Glasgebinden Rechnung zu tragen, wurden bereits in den letzten Jahren vorausschauende Investitionen in den weiteren Ausbau der Glas-Mehrweg-Produktion an den Standorten getätigt. Hierdurch konnte die Unternehmensgruppe am Trend hin zu mehr Glas partizipieren.


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Im Jahresdurchschnitt 2019 erhöhte sich im Konzern die Mitarbeiterzahl inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen auf 429 (2018: 426 Mitarbeiter), davon 11 Auszubildende (2018: 8 Auszubildende).
Die erhöhte operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.
Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst.
Der Konzern arbeitet deshalb an einer dialogorientierten Unternehmenskultur, fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter und schafft damit auch eine Basis für die fachliche und soziale Entwicklung der Mitarbeiter. Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe erzielte im Berichtszeitraum bei verbessertem Umsatzmix einen Anstieg der Umsatzerlöse um 0,4 Mio. EUR (+ 0,2 %) auf 149,9 Mio. EUR.
| Konzernertragslage (in TEUR) | 2019 | 2018 | +/- | % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 149.944 | 149.588 | 356 | 0 |
| Waren- und Materialeinsatz | -52.571 | -56.206 | 3.634 | -6 |
| Rohertrag | 97.373 | 93.382 | 3.991 | 4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.160 | 3.434 | 726 | 21 |
| Personal | -27.770 | -28.156 | 386 | -1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -47.560 | -47.935 | 375 | -1 |
| EBITDA | 26.202 | 20.726 | 5.476 | 26 |
| Abschreibungen | -10.332 | -9.661 | -672 | 7 |
| EBIT | 15.870 | 11.065 | 4.805 | 43 |
| Finanzergebnis | -1.234 | -1.067 | -167 | 16 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 14.636 | 9.998 | 4.638 | 46 |
| Steuerergebnis | - 3.191 | - 1.628 | - 1.563 | 96 |
| Konzernjahresergebnis | 11.445 | 8.370 | 3.075 | 37 |
| Gewinnvortrag | 10.761 | 6.248 | 4.512 | 72 |
| Ausschüttung an Aktionäre | -3.304 | -3.012 | -291 | 10 |
| Nicht beherrschende Anteile | -545 | -845 | 301 | -36 |
| Konzernbilanzgewinn | 18.358 | 10.761 | 7.597 | 71 |
Trotz der leicht positiven Umsatzentwicklung konnte der Waren- und Materialeinsatz um rund 3,6 Mio. EUR deutlich reduziert werden. Weniger Lohnabfüllung mit niedriger Rohertragsmarge, Wachstum in margenstarken Markenprodukten in Glas-Mehrweggebinden sowie günstige Einkaufsbedingungen bei manchen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen waren hierfür ausschlaggebend.
Insgesamt führten diese Entwicklungen im Geschäftsjahr 2019 zu einem deutlich verbesserten Rohertrag um 4,0 Mio. EUR auf nunmehr 97,4 Mio. EUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 4,2 Mio. EUR lagen rund 0,7 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres, begünstigt durch erhöhte Auflösungen von Rückstellungen sowie aufgrund im Berichtsjahr enthaltener Erträge aus Schadensersatzleistungen.
Der Personalaufwand ist trotz leicht erhöhter Beschäftigtenzahl unter Berücksichtigung noch im Vorjahr enthaltener Restrukturierungsaufwendungen für Altersteilzeit- und Aufhebungsvereinbarungen in Höhe von rund 0,5 Mio. EUR sowie im Berichtszeitraum erzielter Kosteneinsparungen insgesamt um 0,4 Mio. EUR auf 27,8 Mio. EUR zurückgegangen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 47,6 Mio. EUR lagen um 0,4 Mio. EUR unter Vorjahresniveau. Der Rückgang resultiert aus einer weiteren Reduzierung von externen Beratungskosten sowie geringeren Lizenzgebühren infolge der Übernahme der Markenrechte afri und Bluna mit Wirkung zum 31. Oktober 2019. Aufwendungen für Marketing und Vertrieb für das strategisch wichtige Markengeschäft wurden dagegen im Berichtsjahr erwartungsgemäß gesteigert.
Die Abschreibungen in Höhe von 10,3 Mio. EUR lagen aufgrund der im vergangenen Jahr und im Berichtszeitraum getätigten planmäßigen Investitionen 0,7 Mio. EUR über Vorjahr.
Das Finanzergebnis ist im Berichtszeitraum auf - 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: - 1,1 Mio. EUR) zurückgegangen. Im laufenden Geschäftsjahr sind die Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen aufgrund der weiterhin stark rückläufigen Entwicklung des Abzinsungssatzes nach § 253 Abs. 2 HGB um 0,3 Mio. EUR erneut deutlich angestiegen.
Der im Berichtszeitraum angefallene Steueraufwand in Höhe von 3,2 Mio. EUR ist auf die positive Geschäftsentwicklung, verbunden mit erhöhten steuerlichen Belastungen bei Gewerbe- und Körperschaftsteuer, zurückzuführen. Darüber hinaus ergab sich aufgrund der Auflösung von aktiven latenten Steuern ein Aufwand in Höhe von rund 1,0 Mio. EUR.
Das im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete Konzernergebnis belief sich auf 11,4 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (8,4 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür war die erneut gute operative Geschäftsentwicklung 2019 mit einer deutlichen Rohertragssteigerung. Neben einer weiter verbesserten Umsatzentwicklung im Markengeschäft sind reduzierte Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen dafür ausschlaggebend. Darüber hinaus war das Ergebnis durch erhöhte sonstige betriebliche Erträge zusätzlich begünstigt.
Die operativen Konzernergebniskennzahlen EBITDA und EBIT lagen bei 26,2 Mio. EUR (Vorjahr: 20,7 Mio. EUR) respektive 15,9 Mio. EUR (Vorjahr: 11,1 Mio. EUR). Damit konnte die positive Ertragsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut fortgeführt und das operative Ergebnis nochmals signifikant verbessert werden. Zum Bilanzstichtag ergibt sich daraus ein Konzernbilanzgewinn von 18,4 Mio. EUR (Vorjahr: 10,8 Mio. EUR). Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 1,39 EUR (Vorjahr: 1,01 EUR) und je Vorzugsaktie 1,47 EUR (Vorjahr: 1,09 EUR).
Der Konzernumsatz in Höhe von 149,9 Mio. EUR konnte im Berichtsjahr um rund 0,2 % leicht gesteigert werden. Damit konnte die Prognose eines geringfügigen Anstiegs des Umsatzes im niedrigen einstelligen Prozentbereich erreicht werden. Infolge der erneut verbesserten operativen Performance mit deutlicher Steigerung des Rohertrags, reduzierten Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie erhöhter sonstiger betrieblicher Erträge wurde mit einem EBITDA von 26,2 Mio. EUR die prognostizierte Spanne von 21 bis 25 Mio. EUR sogar noch leicht übertroffen.


Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zeigt folgende Entwicklung:
Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 5,1 Mio. EUR und lagen aufgrund reduzierter konzerninterner Weiterberechnungen von Lizenzgebühren um 0,3 Mio. EUR geringer als noch im Vorjahreszeitraum. Dementsprechend haben sich auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen von 5,2 Mio. EUR auf nun 4,9 Mio. EUR reduziert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR lagen nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand in Höhe von 0,1 Mio. EUR ist gegenüber Vorjahr geringfügig zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen im Berichtsjahr um 0,2 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR zurück, maßgeblich bedingt durch reduzierte externe Beratungskosten sowie geringere Lizenzgebühren infolge der Übernahme der Markenrechte afri und Bluna mit Wirkung zum 31.Oktober 2019. Demgegenüber sind die Abschreibungen um 0,1 Mio. EUR angestiegen.
Das Finanzergebnis lag unter Berücksichtigung deutlich erhöhter Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (+ 3,7 Mio. EUR) erneut über dem Vorjahresergebnis. Das Zinsergebnis ist aufgrund erhöhter Zinserträge gegenüber Vorjahr um 0,2 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR gestiegen.
Der im Berichtsjahr ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 0,9 Mio. EUR lag 0,3 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres und ist auf die positive Geschäftsentwicklung, verbunden mit erhöhten steuerlichen Belastungen bei Gewerbe- und Körperschaftsteuer, zurückzuführen.
Nach Verrechnung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: 8,7 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbleibenden Gewinnvortrages von 12,4 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 24,8 Mio. EUR.
Infolge der dargestellten Entwicklung konnte der Jahresüberschuss um 3,7 Mio. EUR gesteigert werden. Auch die operative Kennzahl EBITDA (12,4 Mio. EUR gegenüber 8,4 Mio. EUR im Vorjahr) konnte deutlich verbessert werden und lag damit über der Prognose einer geringfügigen Steigerung des EBITDA.
Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet insbesondere die Marken Teinacher und Hirschquelle. Der Umsatz der Gesellschaft lag 2019 bei 52,6 Mio. EUR (Vorjahr: 49,9 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 136 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.
Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die Marken Krumbach und Kisslegger. 2019 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 37,2 Mio. EUR (Vorjahr: 38,7 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 135 Mitarbeiter, davon fünf Auszubildende.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vertreibt die Marken Niehoffs Vaihinger, afri und Bluna, Cocktail Plant, Klindworth, Merziger und Lindavia. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 65,1 Mio. EUR (Vorjahr: 66,9 Mio. EUR). Im Jahr 2019 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 125 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.
Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Zum Bilanzstichtag betrug der bilanzierte Wert des Spezialfonds 1,7 Mio. EUR. Der Kurswert lag zum Stichtag bei 1,6 Mio. EUR, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei 1,5 Mio. EUR.
Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen ausreichende Kontokorrentlinien in Höhe von 11,0 Mio. EUR zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren. Zudem bestanden zum 31. Dezember 2019 liquide Mittel in Höhe von 1,0 Mio. EUR.
Zur teilweisen Refinanzierung des Investitionsprogramms der letzten Jahre war Ende 2016 eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25,0 Mio. EUR vertraglich abgeschlossen worden, die bis Dezember 2024 mehrstufig fällig ist. Zur Besicherung verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
Die mit der Finanzierung verknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) zur Ausnutzung der gewährten Kreditlinien wurden im vergangenen und werden im laufenden Jahr auf Basis der bestehenden Planung und der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich aus dem Ausbruch des Coronavirus auf die Getränkeindustrie und die Konzernunternehmen ergeben könnten, jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Im Berichtsjahr und für das laufende Geschäftsjahr stand bzw. steht somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 24,6 Mio. EUR (Vorjahr: 20,7 Mio. EUR). Der deutliche Anstieg zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die
verbesserte operative Geschäftsentwicklung sowie reduzierte Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Andererseits ergaben sich zum Bilanzstichtag deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag unter Berücksichtigung der Übernahme der Markenrechte afri und Bluna und erhöhter Investitionen in Leergut mit - 18,4 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (- 10,2 Mio. EUR). Der Cashflow des Vorjahres war durch den Verkauf von Teilen des Spezialfonds in Höhe von 6,2 Mio. EUR begünstigt.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: - 5,8 Mio. EUR) war vornehmlich geprägt durch Auszahlungen an die Aktionäre (- 3,3 Mio. EUR) und Minderheitsgesellschafter (- 1,5 Mio. EUR) sowie durch den zu Beginn des Berichtsjahres vorgenommenen Aktienrückkauf (- 5,0 Mio. EUR). Darüber hinaus sind Zinszahlungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten.
Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtsjahr in Summe eine Reduzierung des Finanzmittelfonds von 4,6 Mio. EUR. Die liquiden Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf einen positiven Saldo von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR). In 2019 stand jederzeit ausreichend freie Liquidität zur Verfügung. Aufgrund ausreichender freier Kreditlinien sowie vorhandener liquider Mittel war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich unter Berücksichtigung der höheren Investitionen und Forderungen bei gleichzeitig erhöhtem Eigenkapital und höheren Rückstellungen zum Bilanzstichtag um 2,2 Mio. EUR auf 148,5 Mio. EUR.
Im Anlagevermögen sind die immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund der erworbenen Markenrechte für afri und Bluna auf 7,9 Mio. EUR deutlich angestiegen. Unter Berücksichtigung von Investitionen und planmäßiger Abschreibungen ist das Sachanlagevermögen um 0,5 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR zurückgegangen.
Die Investitionen des Geschäftsjahres 2019 betrugen 16,9 Mio. EUR und lagen damit über dem Niveau des Vorjahres (13,3 Mio. EUR).
Nach den technischen Großinvestitionen der Vorjahre, unter anderem in die Glas-Mehrweg-Produktion an den Standorten Bad Teinach-Zavelstein und Lauterecken, lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr auf der Produktausstattung, insbesondere mit dem Fokus auf Mehrweg-Glasflaschen und neue Kisten für unser Markengeschäft. Um der stetig wachsenden Nachfrage nach Glasflaschen Rechnung zu tragen, soll der Anteil von Glasindividualgebinden kontinuierlich ausgebaut werden.
Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen. Durch einen erhöhten Automationsgrad und die Verbesserung der Arbeitsabläufe in der gesamten Supply Chain können so die Prozesskosten und der Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionsbedarf kontinuierlich optimiert werden.
Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 4,2 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR.
Das Umlaufvermögen ist im Berichtszeitraum um 2,7 Mio. EUR auf 67,1 Mio. EUR zurückgegangen, im Wesentlichen bedingt durch reduzierte liquide Mittel sowie geringere Vorräte und sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen dagegen um 3,7 Mio. EUR höher als zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 8,0 Mio. EUR sind gegenüber dem Vorjahreswert um 1,0 Mio. EUR zurückgegangen.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital unter Berücksichtigung des zu Beginn des Berichtsjahres erfolgten Aktienrückkaufs (5,0 Mio. EUR), der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre (3,3 Mio. EUR) und der Ausschüttung an nicht beherrschende Anteile Dritter (1,5 Mio. EUR) aufgrund des Konzern-Jahresüberschusses (11,4 Mio. EUR) um 1,7 Mio. EUR auf 65,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichts-

27,1
zeitraum trotz erhöhter Bilanzsumme verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 44,3 % über dem Vorjahreswert (43,8 %).
Bei den Rückstellungen wurde ein Anstieg um 2,5 Mio. EUR auf 46,3 Mio. EUR verzeichnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich insbesondere aufgrund des weiterhin stark rückläufigen Abzinsungssatzes um rund 1,6 Mio. EUR erhöht. Zudem sind die sonstigen Rückstellungen um 0,8 Mio. EUR gestiegen.
Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Vorjahr um 1,7 Mio. EUR auf 36,3 Mio. EUR reduziert. Demgegenüber sind die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund erhöhter Verbindlichkeiten aus Steuern angestiegen.
Im Einzelabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA lag die Bilanzsumme mit 106,4 Mio. EUR rund 7,3 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres.
Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Übernahme der Markenrechte afri und Bluna gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres deutlich von 23,0 Mio. EUR auf 30,9 Mio. EUR.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wiesen ein gewährtes Darlehen in Höhe von 40,0 Mio. EUR an einen Mehrheitsaktionär aus. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres waren 36,8 Mio. EUR in Anspruch genommen worden. Der deutliche Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,9 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR ist auf die Tilgung kurzfristiger Darlehensforderungen gegen den Gesellschafter Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen, zurückzuführen. Die liquiden Mittel sind im Berichtszeitraum aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen zurückgegangen und lagen zum Stichtag bei 0,4 Mio. EUR und damit 3,7 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.
Der erhöhte Jahresüberschuss in Höhe von 12,4 Mio. EUR führte zu einer Steigerung des Bilanzgewinns und demzufolge zu einem deutlich höheren Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote hat sich jedoch aufgrund der erhöhten Bilanzsumme leicht reduziert und lag zum Bilanzstichtag mit 64,9 % geringfügig unter dem Vorjahreswert (65,5 %).
Die Rückstellungen sind aufgrund erhöhter Steuerrückstellungen und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,3 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR angestiegen.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,9 Mio. EUR auf 35,5 Mio. EUR.
Die Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."
Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.
Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens haben können.
Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen zur Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen ausgerichtet ist.
Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung, sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt.
Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr.
Die folgenden Risikogebiete werden als besonders relevant für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA erachtet:
Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Konzernentwicklung aus.
Risiken mit potenzieller Auswirkung auf den Waren- und Materialeinsatz und den Absatz von Produkten des Konzerns können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen. Planungsunsicherheit besteht nach wie vor auch hinsichtlich der Auswirkungen des Brexits, wenngleich die Folgen
aufgrund der geringen wirtschaftlichen Beziehungen der Konzerngesellschaften zu Unternehmen im Vereinigten Königreich als untergeordnet bezeichnet werden können.
Insbesondere eine verstärkte Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie kann sich auf die deutsche Konjunktur und auch auf das Geschäft des Konzerns negativ auswirken. Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), welches die Atemwegserkrankung COVID-19 auslösen kann, hat sich inzwischen weltweit ausgebreitet. Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft und unser operatives Geschäft ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.
Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen wird sich infolge der Auswirkungen des Coronavirus nach Einschätzung der Geschäftsführung in Abstimmung mit den Organen der Tochtergesellschaften eine Entwicklungsbeeinträchtigung mit entsprechenden Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben. Wir gehen allerdings auf Basis der durchgeführten Analysen und der Möglichkeit zur Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen der Bundesregierung nicht von einer Bestandsgefährdung der Unternehmensgruppe aus.
Risiken für den Konzern können dabei nicht nur die Absatzentwicklung, insbesondere im Gastronomie-Geschäft der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Lieferketten führen.
Über alle Unternehmen und Bereiche hinweg sind in den letzten Wochen bereits zahlreiche Maßnahmen initiiert worden, um die Effekte der Corona-Pandemie abzufedern, wie zum Beispiel:
In handelslastigen Segmenten des Konzerns existieren in einem solchen Fall zudem auch positive Entwicklungstendenzen wie bspw. erhöhter Heimkonsum, die kompensatorische Wirkungen entfalten könnten. Auch eine erhöhte Wertschätzung der Konsumenten für Lebensmittel sowie sich beschleunigt etablierende innovative Geschäftsmodelle infolge der Krise können mittelfristig positive Impulse mit sich bringen.
Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie auswirken kann. Dies betrifft in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.) sowie die Zusatzstoffe in Nearwater- und Süßgetränken (z. B. Zuckerersatzstoffe). Es besteht die Gefahr, dass dadurch – unabhängig vom Anbieter – eine gesamte Produktgattung ungerechtfertigt infrage gestellt wird und dies Absatzrückgänge nach sich zieht. So kann sich auch die in der Öffentlichkeit oftmals einseitig geführte Diskussion über Mineral- und Leitungswasser negativ auf das Konsumverhalten der Verbraucher auswirken. Eine zunehmend unausgewogene Berichterstattung über Mineralwasser könnte dazu beigetragen, dass viele Konsumenten den Mehrwert des Naturproduktes Mineralwasser im Vergleich zu aufbereitetem Leitungswasser weniger wahrnehmen. In diesem Zusammenhang hat der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen eine Verbandsinitiative "Dialog natürliches Mineralwasser" ins Leben gerufen, um die Vorzüge des nachhaltigen Naturproduktes aufzuzeigen.
Des Weiteren bestehen Risiken hinsichtlich der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden. Nach Schätzungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung beträgt die Rücklaufquote bei Einweg-Kunststoffflaschen über 97 %, wovon nahezu 100 % werkstofflich verwertet würden. Nichtsdestotrotz hat sich die deutlich gestiegene Aufmerksamkeit für das Thema Umwelt und Klimaschutz im Geschäftsjahr 2019 spürbar bemerkbar gemacht und in der gesamten Branche zu Absatzverlusten bei PET-Gebinden geführt.
Die Unternehmensgruppe sieht sich mit ihrer schon länger verfolgten strategischen Fokussierung auf umweltfreundliche Glas-Mehrweggebinde gut aufgestellt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden weitere Investitionen in die Glas-Mehrweg-Produktion an den Standorten getätigt.
Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher. Ein sich verschlechterndes Konsumklima kann so zu sinkender Nachfrage und erhöhtem Preiswettbewerb führen. Hier kann es zu weiteren Nachfrageverschiebungen kommen. Ursache ist der anhaltende Preiswettbewerb im Markt. Wie das Thema Biolebensmittel deutlich macht, erweitert das Preiseinstiegssegment kontinuierlich seine Mengen- und Preisorientierung um den Faktor Produktmehrwert. Der Konzern begegnet diesen Aktivitäten mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. So ist bei den Konsumenten eine Rückbesinnung auf regionale Produkte zu beobachten. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten und Produktinnovationen, hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden kommt den geänderten Kundenwünschen entgegen. Durch die Förderung effizienter Stoffkreisläufe und dem langjährigen Ausbau der Mehrwegglas-Kompetenz wird den Kunden zudem geholfen, umweltbewusst zu handeln.


*50 % weniger Zucker als herkömmliche Erfrischungsgetränke
Dem Risiko weitestgehend gesättigter Märkte wird mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet. Einer möglichen Veränderung des Konsumverhaltens wird durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios Rechnung getragen.
Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten werden zwar durch mittelfristige Verträge abgesichert, auf längere Sicht stellen jedoch insbesondere volatile Energie- und hohe Rohwarenpreise ernstzunehmende Risiken dar.
Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern. Dazu können u. a. Rahmenvereinbarungen genutzt werden, die genügend Flexibilität bei Mengenänderungen ermöglichen. Zudem werden laufend die Bestellpositionen im Hinblick auf Synergiepotenziale überprüft, um zusätzliche Einsparungen nutzen zu können. Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.
Die natürliche Ressource Mineralwasser bedarf sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines stetig weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen kontinuierlich beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instandgesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Risiken, die aus höherer Gewalt resultieren, können jedoch trotz der hohen Sicherheitsstandards nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Dem Ausfallrisiko der Fertigung wird durch regelmäßige vorbeugende Wartungen, Zustandsbeurteilungen der Maschinen und Anlagen, Schulung des Wartungspersonals, klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie Sicherheitsvorgaben, Ersatz von risikobehafteten Altanlagen, Ersatzinvestitionen in Anlagenteile sowie bei Notwendigkeit durch gänzliche Erneuerung der Anlagen begegnet. Risiken durch drohende Verunreinigung von Fertigprodukten werden durch den Einsatz von Kontrollstandards und technischen Einrichtungen minimiert.
Die Produktionschargenrückverfolgung und die Qualitätssicherung sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Ausfall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moderne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Die Herstellung von Mineralwasserprodukten mit Geschmack und Zusatznutzen sowie von Fruchtsaftvarianten erfordert bei der Risikobetrachtung eine besondere Aufmerksamkeit. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Insgesamt steht der Beschaffungsmarkt unter ständiger Beobachtung, wobei langfristige Liefervereinbarungen angestrebt werden. Gleichzeitig sind alle Produktionsstandorte gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert. Diese Norm enthält zusätzlich die Grundsätze einer guten Herstellungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, Wartung, Instandhaltung und Schulung), eine Gefährdungsanalyse sowie kritische Lenkungspunkte. Dieses vorbeugende System unterstreicht die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Lebensmitteln und Verbrauchern. Dennoch ist nicht vollständig auszuschließen, dass es zu Produktfehlern, die einen Produktrückruf notwendig machen, kommen könnte. Eine detaillierte Kennzeichnung macht einzelne Chargen identifizierbar, ordnet relevante Chargen den entsprechenden Lieferanten zu und stellt die Produktverfolgbarkeit sicher. Somit sind die Produktwege kontrollierbar und mögliche Schäden werden begrenzt. Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden,
hat der Konzern entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Konzerngesellschaften beziehen ihre Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von einer Vielzahl von verschiedenen Lieferanten. Dennoch können Beschaffungsrisiken aufgrund von Lieferengpässen sowie Lieferantenabhängigkeiten bei bestimmten Produkten wie bspw. Glasgebinden bestehen. Durch eine Verteilung der Bedarfe auf möglichst viele Lieferanten kann dieses Risiko minimiert werden.
Leergutengpässe können saisonal, d. h. insbesondere in den Sommermonaten, bei erhöhter Konsumentennachfrage zu einer Leergutknappheit führen, wodurch vereinzelt Out-of-Stock-Situationen resultieren können. Im operativen Leergutmanagement werden kundenspezifische Salden geführt. Zudem wird die Leergutrückführung zeitnah in den Systemen aktualisiert. Damit stellt das Unternehmen sicher, dass die Pfandvergütung sachgerecht und wirtschaftlich adäquat zugeordnet wird und möglichst wenig Leergutengpässe entstehen.
Im Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutzrisiken vorzubeugen, werden umweltschutz- und auch arbeitsschutzrelevante Gesetze regelmäßig analysiert sowie Emissionswerte einer kontinuierlichen Überwachung unterzogen. Für die Konzernunternehmen erlangen Energierückgewinnungsprojekte eine immer größere Bedeutung. So konnten durch die in den vergangenen Jahren umgesetzten Energieeinspar- und Effizienzinvestitionen, wie beispielsweise durch die Errichtung eines Blockheizkraftwerks, die Emissionswerte und Energiekosten deutlich reduziert werden.
Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Sensibilisierung aller im Produktionsprozess eingebundenen Mitarbeiter für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie eine Einbindung in verschiedene operative Projekte, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren.
Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäftsprozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit.
Generell können folgende Risiken bestehen:
Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie, Richtlinien und qualifizierte Mitarbeiter tragen dazu bei, diese IT-Risiken zu minimieren. Die in der Karlsberg Service GmbH organisierte zentrale IT-Organisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter Systeme und Prozesse sind weitere Maßnahmen zur Risikominimierung. Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme sowie durch eine Notstromversorgung minimiert, so dass wir dieses Risiko insgesamt als gering einschätzen.
Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Prozesse hat das Thema Cybersecurity in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen werden konzernweit aktuelle Sicherheitssysteme eingesetzt.
Im Schadensfall sind die größten Risiken durch Versicherungen abgesichert.
Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa aus der Veräußerung von Gesellschaften und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern auch mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert.
Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Darüber hinaus werden durch einen ausreichenden Versicherungsschutz die größten Einzelrisiken abgesichert. Die Unternehmensgruppe erwartet, dass die bestehenden Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt zudem den jeweils geltenden nationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung (z. B. bei der Behandlung von Pfand) sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuernachzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten haben.
Steuerliche Risiken, die sich aus den verschiedenen Themenkomplexen ergeben, werden durch die Steuerabteilung der Karlsberg Service GmbH, die bei operativen und strategischen Entscheidungen mit möglichen steuerlichen Folgen konsequent einzubinden ist, fortlaufend identifiziert und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche risikomindernde Maßnahmen initiiert.
Für die Unternehmen des Konzerns ist es von großer Bedeutung, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für alle Bereiche zu gewinnen, zu entwickeln und im Unternehmen zu halten sowie alle Personalressourcen effektiv zu steuern. Ansonsten könnten die Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein, ihrer Geschäftstätigkeit effizient und erfolgreich nachzugehen. Eine zunehmend größere Herausforderung ist der stetig an Intensität zunehmende Wettbewerb um die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte und die sich verändernden Anforderungen in der digitalisierten Arbeitsumgebung.
Insbesondere nachfolgende Risiken könnten sich ergeben:
Einzelne oder mehrere dieser Umstände könnten die Fähigkeit beeinträchtigen, die Personalressourcen effektiv zu steuern. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Zur Begegnung dieser Risiken werden nachfolgende Maßnahmen ergriffen, um ihre negativen Auswirkungen so weit wie möglich zu mindern:
Ausfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden der Konzerngesellschaften begründet. Ein Beispiel sind Zahlungsausfälle im Bereich HoReCa (Hotel / Restaurant / Café), der von den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders getroffen wird, falls staatliche Unterstützung für diesen Sektor seine Wirkung verfehlt. Daraus resultieren Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen. Möglichen Forderungsausfällen wird durch ein stringentes Debitorenmanagement entgegengewirkt. Ein IT-gestütztes Überwachungssystem sowie eine eintrittsbasierte Forderungsbewertungssystematik gewährleisten die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und Kreditengagements überprüft sowie laufend Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwachungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen an und leitet umgehend Gegenmaßnahmen ein. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen.
Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, bewährt.
Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, dass der Konzern gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder dass nicht ausreichend Liquidität zu
den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aufgabe des Liquiditäts-Managements ist es, den prognostizierbaren Bedarf zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Unternehmens sicherzustellen. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch permanente Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Um jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird der kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsvorausschau gesteuert. Fällig werdende Finanzierungen werden frühzeitig auf Refinanzierungsbedarf geprüft und Refinanzierungsgespräche mit Geschäftspartnern zügig angegangen.
Mit der Ende 2016 abgeschlossenen bankenunabhängigen Finanzierung in Form von Namensschuldverschreibungen über insgesamt 25 Mio. EUR sind Verpflichtungen in Form von finanziellen Kennzahlen (Covenants) verbunden. Das Einhalten der Kennzahlen wird im Rahmen des Finanzreportings regelmäßig überwacht. Im vergangenen Jahr wurden diese jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen. Diese Sicherungsbeziehungen sind effektiv und werden in der Regel als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Abschluss abgebildet.
Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u. a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. So ergeben sich aufgrund des gegenwärtigen Niedrigzinsumfeldes im Bereich der Pensionsrückstellungen signifikante Zinsbelastungen. Vorausschauende Mehrjahresanalysen und Szenarioberechnungen können hierbei die Planungssicherheit erhöhen und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglichen.
Die Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikoposition im Geschäftsjahr 2019 nicht wesentlich verändert. Im Berichtszeitraum konnte sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Markt gut behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten 2019 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Unternehmens auf.
Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.
Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung Marktverschiebungen von Hersteller- zu Handelsmarken erfolgen und die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.
Für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen vielfältige Chancen, die den
langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe unterstützen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen.
Der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wurde in den vergangenen Jahren einem konsequenten Umbau unterzogen, bei dem die Organisations-, Prozess- und Kostenstrukturen den Markterfordernissen angepasst wurden. Diese Maßnahmen führten sukzessive zu einer effizienten Unternehmensstruktur mit einem fokussierten, marktgerechten Produkt- und Markenangebot. Ein umfassendes Produktprogramm und schnellere Entscheidungswege versetzen die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Die Marken sind bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Marken fruchthaltiger Getränke und Fertigcocktails unterliegen dabei einer klaren Markenführung, um sich im Verdrängungswettbewerb maßgeblich durchzusetzen.
Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank starker Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern.
Gute Chancen werden insbesondere bei unseren Marken Teinacher und Krumbach sowie Niehoffs Vaihinger und Klindworth gesehen, die in ihren Märkten fest verankert sind und ein attraktives und umfangreiches Produktportfolio bieten, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist. Die in einigen Regionen bestehende Marktführerschaft soll kontinuierlich und ertragsorientiert ausgebaut und auch auf angrenzende Regionen ausgedehnt werden. Im Geschäftsjahr 2019 konnten die jeweiligen Marktpositionen weiter ausgebaut werden.
Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich zusätzliche Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süd- und Südwestdeutschland und national auf dem Gastro-
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Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns 55



nomiemarkt, in der Hotellerie und im Handel. Das Investitionsprogramm der vergangenen Geschäftsjahre insbesondere in die Glas-Mehrweg-Produktion erhöht die Chancen der Gruppe, weiter profitabel zu wachsen. Zum einen werden insbesondere durch den Ausbau von Kapazitäten im Glas-Mehrwegbereich die strategischen Marken der Gruppe gestärkt und weitere hochwertige Produktinnovationen ermöglicht. Die Unternehmensgruppe sieht sich mit ihrer strategischen Fokussierung auf umweltfreundliche Glas-Mehrweggebinde gut aufgestellt. Der Anteil von Glasindividualgebinden soll in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden. Darüber hinaus werden durch die Investitionen die Effizienz und Flexibilität in der Produktion weiter gesteigert.
(Marken: Krumbach, Teinacher, Hirschquelle, Kisslegger u. a.): Die Marken des Konzerns sind in ihren Regionalmärkten fest verankert und bieten ein attraktives und umfangreiches Produktportfolio, das perfekt auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist. Um die Preise der gehobenen Mineral- und Heilwassermarken auch in Zukunft durchzusetzen, bedient sich die Unternehmensgruppe einer klaren Markenführung und einer Fokussierung auf aussichtsreiche Produkte und Gebinde im jeweiligen Sortiment. Neben der wertorientierten Positionierung trägt die regionale Verankerung der Marken zum Erfolg bei.
Erfolgreiche Marken zeichnen sich durch einen hohen Bekanntheitsgrad und eine starke Emotionalisierung aus. Mit den eigenen Marken erfüllt der Konzern diesen Anspruch und verknüpft seine Produkte mit aktuellen Lifestyle-Trends und den jeweiligen Lebenswelten der Konsumenten. Umso wichtiger ist es, den Markenaufbau durch gezielten Distributionsausbau und ein aktives Warengeschäft zu festigen.
Für die Marken afri und Bluna ergeben sich mit dem Abschluss von Konzessionsverträgen sowie durch die im Berichtsjahr erfolgte Übernahme der Markenrechte große Chancen, in den kommenden Jahren die Marktpräsenz in Handel und Gastronomie nachhaltig zu erhöhen und neue Absatzmärkte und Marktanteile zu gewinnen.
Im Fruchtsaftsegment schätzen die Konsumenten die hohe Qualität und Produktvielfalt des Markenportfolios des Konzerns. Marktchancen ergeben sich aus dem wachsenden Bedürfnis der Konsumenten nach Gesundheit und Genuss. Auf Basis von qualitäts- und wertorientierten Positionierungen und effizienzsteigernden Lösungen für Gastronomie und Handel kann die Gruppe in diesem Zielmarkt ihren Marktanteil weiter ausbauen. Vor allem durch den eigenständig am Markt operierenden Gastronomievertrieb ergibt sich zusätzliches Potenzial, im wichtigen Segment der Hotellerie und Gastronomie auf nationaler und internationaler Ebene neue Ertragspotenziale zu erschließen.
Aufgrund eines sehr breit diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen können eventuell auftretende Einzelrisiken nicht nur weitestgehend kompensiert werden, sondern sich auch größere Chancen hieraus ergeben. Darüber hinaus können Synergien durch die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und anderen Unternehmen des Karlsberg Verbundes realisiert werden. Die enge Verflechtung in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führen zu Effizienz und Synergieeffekten. So wird im Vertrieb durch Kooperation mit den anderen Unternehmen im Verbund eine intensivere Marktbearbeitung, d. h. eine Optimierung der Betreuung und Kontaktpflege von Kunden, erreicht. Darüber hinaus wird im Konzern in den Bereichen Personal, Kommunikation, Einkauf, IT, Rechts- und Vertragswesen sowie Finanzen auf die gebündelte Bearbeitung in der Konzerngesellschaft Karlsberg Service GmbH gesetzt.
Über alle Unternehmensbereiche hinweg wird die fortschreitende Digitalisierung in den kommenden Jahren neue Möglichkeiten und somit ein enormes Potenzial für den Konzern bieten. Im technischen Bereich bieten der Einsatz von standardisierten Online-IT-Systemen und die vollständige Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses Chancen für die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprozesses in den nächsten Jahren. Auch im Marketing und Vertrieb werden sich unter Einsatz neuer IT-Anwendungen neue Möglichkeiten ergeben und so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Information, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung getragen.
In diesem Zusammenhang sollen die Internetpräsenz weiterentwickelt und die Social-Media-Aktivitäten forciert werden. Auch im Verwaltungsbereich werden durch die Digitalisierung aufgrund der Nutzung von einheitlichen IT-Systemen signifikante Effizienzsteigerungen erwartet. So wird im Karlsberg Verbund im laufenden Geschäftsjahr eine Harmonisierung derzeit noch unterschiedlicher ERP-Releases umgesetzt. Nach Projektabschluss wird in den kommenden Jahren die bestmögliche Ausnutzung des Optimierungspotenzials in der konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen in allen Funktionsbereichen angestrebt.
Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine Analyse der langfristigen Ausrichtung der Gruppe und möglicher strategischer Optionen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen
Unternehmen etabliert, der sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, die Geschäftsführer der im Markt operierenden Gesellschaften und die Geschäftsleitung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt.
Die deutsche Wirtschaft hat nach guten Jahren in 2019 deutlich an Schwung verloren.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2019 nur noch um 0,6 % (Vorjahr: 1,5 %) zu. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt zudem weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Die internationalen Handelskonflikte, die Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands durch die WHO infolge des Coronavirus, der Brexit sowie geopolitische Risiken dämpfen den Welthandel und die globale Industrieproduktion. Im zu Jahresbeginn 2020 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht ging die Bundesregierung von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,1 % aus. Allerdings hat sich seitdem die gesamtwirtschaftliche Lage deutlich eingetrübt.
Nach einem schwierigen Jahr 2019 blickte die deutsche Getränkeindustrie im Umfeld einer weiterhin robusten Inlandsnachfrage und im Hinblick auf positive Anzeichen für eine baldige Überwindung der Wachstumsdelle im Auslandsgeschäft zu Jahresbeginn verhalten optimistisch auf das
laufende Jahr. Demgegenüber können sich jedoch infolge des Ausmaßes des Coronavirus erhebliche negative Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Verbraucher insbesondere in der Gastronomie ergeben, falls diese nicht durch gegenläufige Entwicklungen im Handel kompensiert werden.
Der Konzern wird auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Ziel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe ist es, ihr Markengeschäft konsequent auszubauen. Durch fokussierte Markenkommunikation und die Leistung der nationalen Vertriebsorganisation der KAMPOS Vertriebs GmbH soll die Distribution unserer Marken und die Präsenz am Point of Sale weiter ausgebaut werden, so dass auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden. In strategisch weniger relevanten Randbereichen wird der Umsatz dagegen weiter zurückgeführt.
Die Geschäftstätigkeit wird im Jahr 2020 auf folgende Schwerpunkte ausgerichtet sein:
Mit der schlanken, dezentralen Organisationsstruktur und einer klaren Markenstrategie mit Fokus auf die Themen Qualität und Regionalität ist der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA gut aufgestellt. Die engere Verflechtung aller Bereiche mit dem Karlsberg Verbund wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Logistik und Administration und eine Straffung der Entscheidungswege führen zusätzlich zu Effizienz und Synergieeffekten.
Auch die Finanzierung und die Liquidität des Konzerns stehen im Geschäftsjahr 2020 auf einer gesicherten Basis. Die zur Verfügung stehenden Eigenmittel werden gezielt in Werbung, Markenausstattung und Produktionstechnik investiert. Übergeordnetes Ziel bleibt, nachhaltiges Ertragswachstum im Marktsegment für qualitativ hochwertige, alkoholfreie Premiumgetränke zu generieren. Auf Basis dieser konsequent auf die Premiummarken ausgerichteten Unternehmensstrategie sieht sich der Konzern für die Zukunft gut aufgestellt.
Für das Gesamtjahr 2020 wird im Markensegment von insgesamt stabilen Absätzen, in strategisch weniger relevanten Randbereichen wie der Lohnabfüllung dagegen von Absatzrückgängen ausgegangen. Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich aus dem Ausbruch des Coronavirus auf die Getränkeindustrie und die Konzernunternehmen ergeben könnten.
Für die gesamte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2020 eine insgesamt stabile Entwicklung der Umsatzerlöse erwartet. Für den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA geht die Geschäftsführung davon aus, dass die operative Kennzahl EBITDA zwischen 5 und 12 Mio. EUR liegen wird. Im Konzernabschluss wird für das laufende Jahr ein EBITDA zwischen 19 und 26 Mio. EUR in Aussicht gestellt.
Bad Teinach-Zavelstein, den 24. März 2020 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns 59
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
| AKTIVA | 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
||
|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte | 7.916.270,46 | 1.235.769,98 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 16.636.066,50 | 17.420.295,61 | ||
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 1.111.793,29 | 1.189.626,29 | ||
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 29.085.991,93 | 32.088.066,60 | ||
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.218.908,97 | 10.814.331,91 | ||
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 219.826,32 | 262.102,79 | ||
| 61.272.587,01 | 61.774.423,20 | |||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | ||||
| a) an assoziierten Unternehmen | 1.311.050,24 | 1.678.823,50 | ||
| b) sonstige | 35.825,84 | 35.825,84 | ||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.747.007,90 | 1.754.167,90 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 725.207,31 | 723.790,39 | ||
| 3.819.091,29 | 4.192.607,63 | |||
| 73.007.948,76 | 67.202.800,81 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.916.550,32 | 7.824.222,34 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 1.647.378,23 | 1.660.690,98 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 3.241.956,60 | 3.670.493,40 | ||
| 11.805.885,15 | 13.155.406,72 | |||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.471.234,95 | 10.028.020,03 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 40.973.262,70 | 37.317.358,19 | ||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 687,86 | ||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.890.773,50 | 3.607.638,78 | ||
| 54.335.271,15 | 50.953.704,86 | |||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 958.339,42 | 5.715.864,61 | ||
| 67.099.495,72 | 69.824.976,19 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 368.417,56 | 261.808,24 | ||
| D. Aktive latente Steuern | 7.978.795,12 | 8.938.734,57 | ||
| 148.454.657,16 | 146.228.319,81 |
| PASSIVA | 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | |||
| 1. Stammaktien | 16.347.153,65 | 16.347.153,65 | |
| - Eigene Anteile | -787.015,47 | 0,00 | |
| 2. Vorzugsaktien | 6.040.302,35 | 6.040.302,35 | |
| - Eigene Anteile | 0,00 | 0,00 | |
| 21.600.440,53 | 22.387.456,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 21.709.862,99 | 25.910.347,52 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 915.710,47 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 3.127.000,00 | 3.127.000,00 | |
| 4.042.710,47 | 4.042.710,47 | ||
| IV. Konzernbilanzgewinn (+) / Konzernbilanzverlust (-) | 18.357.989,19 | 10.760.897,66 | |
| V. Nicht beherrschende Anteile | 0,00 | 908.212,50 | |
| 65.711.003,18 | 64.009.624,15 | ||
| B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung | 0,00 | 100.912,50 | |
| C. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen | 122.075,26 | 137.644,73 | |
| D. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 10.129.439,00 | 8.531.627,06 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 560.803,38 | 415.629,28 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 35.644.510,56 | 34.894.364,04 | |
| 46.334.752,94 | 43.841.620,38 | ||
| E. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. Namensschuldverschreibung | 25.000.000,00 | 25.000.000,00 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 138.365,69 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.171.568,72 | 8.076.057,55 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.900,00 | 46.758,29 | |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 91.731,62 | 122.233,52 | |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 6.011.625,44 | 4.614.228,00 | |
| 36.286.825,78 | 37.997.643,05 | ||
| F. | Passive latente Steuern | 0,00 | 140.875,00 |
| 148.454.657,16 | 146.228.319,81 |
| 2019 EUR |
2018 EUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 149.943.959,83 | 149.587.808,45 |
| 2. | Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -424.629,90 | -645.873,41 |
| 149.519.329,93 | 148.941.935,04 | ||
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | 4.159.943,28 | 3.434.360,78 |
| 4. | Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 40.812.903,22 | 44.869.414,88 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 11.333.148,57 | 10.690.259,09 | |
| 5. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 22.658.163,77 | 23.089.522,56 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - davon für Altersversorgung |
5.112.281,71 703.770,54 |
5.066.437,03 897.670,30 |
|
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 10.332.437,16 | 9.660.832,54 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 47.560.340,85 | 47.934.529,28 |
| Summe Aufwendungen | 137.809.275,28 | 141.310.995,38 | |
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.937,55 | 4.593,77 |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.634.180,90 | 1.508.462,24 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 7.160,00 | 0,00 | |
| 11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 140.973,26 | 149.117,59 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 2.721.775,68 | 2.430.974,34 | |
| Finanzergebnis | -1.233.790,49 | -1.067.035,92 | |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.986.583,26 | 1.366.118,19 | |
| 14. Ergebnis nach Steuern | 11.649.624,18 | 8.632.146,33 | |
| 15. Sonstige Steuern | 204.166,77 | 261.787,81 | |
| 16. Konzern-Jahresüberschuss | 11.445.457,41 | 8.370.358,52 | |
| 17. Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) | 7.457.281,26 | 3.235.950,83 | |
| 18. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn | 544.749,49 | 845.411,69 | |
| 19. Konzernbilanzgewinn | 18.357.989,19 | 10.760.897,66 |
| 2019 EUR |
2018 EUR |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Periodenergebnis (einschließlich Nicht beherrschenden Anteilen zustehendes Ergebnis) |
11.445.457,41 | 8.370.358,52 | |||||||
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 10.768.115,00 | 10.089.350,38 | |||||||
| Veränderungen der Rückstellungen | 2.347.958,46 | 1.545.097,44 | |||||||
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | -116.481,97 | -116.481,97 | |||||||
| Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 244.856,43 | -65.709,35 | |||||||
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | 1.873.638,17 | 1.544.360,47 | |||||||
| (ohne Rückstellungen) | Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -5.298.469,52 | -1.906.407,48 | ||||||
| Zinsaufwendungen / -erträge | |||||||||
| Ertragsteueraufwand / -ertrag | 1.087.594,78 2.986.583,26 |
922.512,10 1.366.118,19 |
|||||||
| Ertragsteuerzahlungen | -760.954,52 | -1.006.819,13 | |||||||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 24.578.297,49 | 20.742.379,18 | |||||||
| 2. Cashflow aus Investitionstätigkeit | |||||||||
| Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens | -7.949.670,22 | -1.192,66 | |||||||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | |||||||||
| Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des Sachanlagevermögens | 43.742,22 -8.850.029,88 |
85.181,48 -12.741.571,06 |
|||||||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | |||||||||
| Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des Finanzanlagevermögens | |||||||||
| Erhaltene Zinsen | |||||||||
| Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | |||||||||
| Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | |||||||||
| Erhaltene Zinsen aufgrund der Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzsiposition | |||||||||
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -18.435.276,16 | -10.209.550,59 | |||||||
| 3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | |||||||||
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter | -4.753.589,19 | -4.773.402,53 | |||||||
| Auszahlungen für Aktienrückkäufe | |||||||||
| Gezahlte Zinsen | -1.021.091,64 | -1.007.255,50 | |||||||
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -10.762.180,83 | -5.780.658,03 | |||||||
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | |||||||||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1. - 3.) | -4.619.159,50 | 4.752.170,56 | |||||||
| Finanzmittelfonds am 1. Januar | 5.577.498,92 | 825.328,36 | |||||||
| Finanzmittelfonds am 31. Dezember | 958.339,42 | 5.577.498,92 | |||||||
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | |||||||||
| Liquide Mittel | 958.339,42 | 5.715.864,61 | |||||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | -138.365,69 | |||||||
| Finanzmittelfonds am 31. Dezember | 958.339,42 | 5.577.498,92 |
| Mutterunternehmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| (Korrigiertes) gezeichnetes Kapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Summe | |||
| Stammaktien | Vorzugsaktien | Summe | Stammaktien | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 31.12.2017 | 16.627.742,97 | 5.759.713,03 | 22.387.456,00 | -1.039.961,35 | 21.347.494,65 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | |||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | -280.589,32 | 280.589,32 | 1.039.961,35 | ||
| Gezahlte Dividenden | |||||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | |||||
| Übrige Veränderungen | |||||
| -280.589,32 | 280.589,32 | 0,00 | 1.039.961,35 | 1.039.961,35 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | |||||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 31.12.2018 | 16.347.153,65 | 6.040.302,35 | 22.387.456,00 | 0,00 | 22.387.456,00 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | |||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | -787.015,47 | ||||
| Gezahlte Dividenden | |||||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | |||||
| Übrige Veränderungen | |||||
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | -787.015,47 | -787.015,47 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | |||||
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 31.12.2019 | 16.347.153,65 | 6.040.302,35 | 22.387.456,00 | -787.015,47 | 21.600.440,53 |
| Mutterunternehmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn/-Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag Zurechnung Mutterunternehmen |
Rücklagen | ||||
| Summe | Gewinnrücklagen | Kapitalrücklage | |||
| Summe | andere Gewinnrücklagen |
gesetzliche Rücklage |
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB |
||
| EUR 6.248.429,88 |
EUR 30.993.019,34 |
EUR 4.042.710,47 |
EUR 3.127.000,00 |
EUR 915.710,47 |
EUR 26.950.308,87 |
| -1.039.961,35 | |||||
| -3.012.479,05 | |||||
| -3.012.479,05 | -1.039.961,35 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -1.039.961,35 |
| 7.524.946,83 | |||||
| 7.524.946,83 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 10.760.897,67 | 29.953.057,99 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 25.910.347,52 |
| -4.200.484,53 | |||||
| -3.303.616,40 | |||||
| -3.303.616,40 | -4.200.484,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -4.200.484,53 |
| 10.900.707,92 | |||||
| 10.900.707,92 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 18.357.989,19 | 25.752.573,46 | 4.042.710,47 | 3.127.000,00 | 915.710,47 | 21.709.862,99 |
| Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigen Kapital |
|||
|---|---|---|---|---|
| Nicht beherrschende Anteile vor Eigen kapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis |
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne / Verluste |
Summe | Summe | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 31.12.2017 | -5.015.981,49 | 6.832.406,49 | 1.816.425,00 | 60.405.368,87 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | ||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | ||||
| Gezahlte Dividenden | -3.012.479,05 | |||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | -1.753.624,19 | -1.753.624,19 | -1.753.624,19 | |
| Übrige Veränderungen | ||||
| -1.753.624,19 | 0,00 | -1.753.624,19 | -4.766.103,24 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | 0,00 | 845.411,69 | 845.411,69 | 8.370.358,52 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 845.411,69 | 845.411,69 | 8.370.358,52 |
| 31.12.2018 | -6.769.605,68 | 7.677.818,18 | 908.212,50 | 64.009.624,16 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | ||||
| Erwerb / Einziehung eigener Anteile | ||||
| Gezahlte Dividenden | -3.303.616,40 | |||
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | -1.452.961,99 | 0,00 | -1.452.961,99 | -1.452.961,99 |
| Übrige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| -1.452.961,99 | 0,00 | -1.452.961,99 | -4.756.578,39 | |
| Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | 0,00 | 544.749,49 | 544.749,49 | 11.445.457,41 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 544.749,49 | 544.749,49 | 11.445.457,41 |
| 31.12.2019 | -8.222.567,67 | 8.222.567,67 | 0,00 | 65.711.003,18 |
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigen-
EUR EUR EUR EUR
-1.753.624,19 0,00 -1.753.624,19 -4.766.103,24
-1.452.961,99 0,00 -1.452.961,99 -4.756.578,39
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne / Verluste
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Ausgabe von eigenen Anteilen Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Ausgabe von eigenen Anteilen Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Übrige Veränderungen
31.12.2017 -5.015.981,49 6.832.406,49 1.816.425,00 60.405.368,87
Gezahlte Dividenden -3.012.479,05 Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter -1.753.624,19 -1.753.624,19 -1.753.624,19
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 0,00 845.411,69 845.411,69 8.370.358,52 Konzern-Gesamtergebnis 0,00 845.411,69 845.411,69 8.370.358,52 31.12.2018 -6.769.605,68 7.677.818,18 908.212,50 64.009.624,16
Gezahlte Dividenden -3.303.616,40 Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter -1.452.961,99 0,00 -1.452.961,99 -1.452.961,99 Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 0,00 544.749,49 544.749,49 11.445.457,41 Konzern-Gesamtergebnis 0,00 544.749,49 544.749,49 11.445.457,41 31.12.2019 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 65.711.003,18
Kapital
Summe Summe
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2019 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||||
| 1. Entgeltlich erworbene Belieferungs- | |||||
| und andere Rechte 2. Geschäfts- oder Firmenwert |
30.591.685,47 11.080.057,53 |
7.949.670,22 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
38.541.355,69 11.080.057,53 |
| 41.671.743,00 | 7.949.670,22 | 0,00 | 0,00 | 49.621.413,22 | |
| II. Sachanlagen |
|||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 90.895.036,95 | 39.117,63 | 29.474,54 | 0,00 | 90.904.680,04 |
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 6.709.619,70 | 36.403,48 | 0,00 | 0,00 | 6.746.023,18 |
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 130.728.157,51 | 522.885,91 | 132.401,72 | 86.032,37 | 131.204.674,07 |
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 32.490.961,20 | 8.146.047,44 | 734.524,37 | 61.819,52 | 39.964.303,79 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
262.102,79 | 105.575,42 | 0,00 | -147.851,89 | 219.826,32 |
| 261.085.878,15 | 8.850.029,88 | 896.400,63 | 0,00 | 269.039.507,40 | |
| III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen |
|||||
| a) an assoziierten Unternehmen | 4.492.634,25 | 60.744,59 | 0,00 | 0,00 | 4.553.378,84 |
| b) sonstige | 35.825,84 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.754.167,90 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.754.167,90 |
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile |
729.790,39 | 1.416,92 | 0,00 | 0,00 | 731.207,31 |
| 7.012.418,38 | 62.161,51 | 0,00 | 0,00 | 7.074.579,89 | |
| 309.770.039,53 | 16.861.861,61 | 896.400,63 | 0,00 | 325.735.500,51 |
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
EUR
29.355.915,49 1.269.169,74 0,00 30.625.085,23 7.916.270,46 1.235.769,98 11.080.057,53 0,00 0,00 11.080.057,53 0,00 0,00
40.435.973,02 1.269.169,74 0,00 41.705.142,76 7.916.270,46 1.235.769,98
73.474.741,34 793.872,20 0,00 74.268.613,54 16.636.066,50 17.420.295,61 5.519.993,41 114.236,48 0,00 5.634.229,89 1.111.793,29 1.189.626,29 98.640.090,91 3.554.326,63 75.735,40 102.118.682,14 29.085.991,93 32.088.066,60 21.676.629,29 4.600.832,11 532.066,58 25.745.394,82 14.218.908,97 10.814.331,91
199.311.454,95 9.063.267,42 607.801,98 207.766.920,39 61.272.587,01 61.774.423,20
2.813.810,75 428.517,84 0,00 3.242.328,59 1.311.050,24 1.678.823,50
0,00 0,00 0,00 0,00 219.826,32 262.102,79
0,00 0,00 0,00 0,00 35.825,84 35.825,84 0,00 7.160,00 0,00 7.160,00 1.747.007,90 1.754.167,90
6.000,00 0,00 0,00 6.000,00 725.207,31 723.790,39 2.819.810,75 435.677,84 0,00 3.242.328,59 3.819.091,29 4.192.607,63 242.567.238,72 10.768.115,00 607.801,98 252.727.551,74 73.007.948,76 67.202.800,81
31.12.2019
EUR
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Abgänge
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 29.355.915,49 | 1.269.169,74 | 0,00 | 30.625.085,23 | 7.916.270,46 | 1.235.769,98 | |
| 11.080.057,53 | 0,00 | 0,00 | 11.080.057,53 | 0,00 | 0,00 | |
| 40.435.973,02 | 1.269.169,74 | 0,00 | 41.705.142,76 | 7.916.270,46 | 1.235.769,98 | |
| 73.474.741,34 | 793.872,20 | 0,00 | 74.268.613,54 | 16.636.066,50 | 17.420.295,61 | |
| 5.519.993,41 | 114.236,48 | 0,00 | 5.634.229,89 | 1.111.793,29 | 1.189.626,29 | |
| 98.640.090,91 | 3.554.326,63 | 75.735,40 | 102.118.682,14 | 29.085.991,93 | 32.088.066,60 | |
| 21.676.629,29 | 4.600.832,11 | 532.066,58 | 25.745.394,82 | 14.218.908,97 | 10.814.331,91 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 219.826,32 | 262.102,79 | |
| 199.311.454,95 | 9.063.267,42 | 607.801,98 | 207.766.920,39 | 61.272.587,01 | 61.774.423,20 | |
| 2.813.810,75 | 428.517,84 | 0,00 | 3.242.328,59 | 1.311.050,24 | 1.678.823,50 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 | 35.825,84 | |
| 0,00 | 7.160,00 | 0,00 | 7.160,00 | 1.747.007,90 | 1.754.167,90 | |
| 6.000,00 | 0,00 | 0,00 | 6.000,00 | 725.207,31 | 723.790,39 | |
| 2.819.810,75 | 435.677,84 | 0,00 | 3.242.328,59 | 3.819.091,29 | 4.192.607,63 | |
| 242.567.238,72 | 10.768.115,00 | 607.801,98 | 252.727.551,74 | 73.007.948,76 | 67.202.800,81 |
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge
EUR
Abgänge
41.671.743,00 7.949.670,22 0,00 0,00 49.621.413,22
261.085.878,15 8.850.029,88 896.400,63 0,00 269.039.507,40
7.012.418,38 62.161,51 0,00 0,00 7.074.579,89 309.770.039,53 16.861.861,61 896.400,63 0,00 325.735.500,51
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2019
EUR
01.01.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Belieferungs-
Geleistete Anzahlungen und
Sonstige Ausleihungen und
II. Sachanlagen
III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen
EUR
und andere Rechte 30.591.685,47 7.949.670,22 0,00 0,00 38.541.355,69 2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 0,00 0,00 11.080.057,53
Anlagen im Bau 262.102,79 105.575,42 0,00 -147.851,89 219.826,32
a) an assoziierten Unternehmen 4.492.634,25 60.744,59 0,00 0,00 4.553.378,84 b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.754.167,90 0,00 0,00 0,00 1.754.167,90
Genossenschaftsanteile 729.790,39 1.416,92 0,00 0,00 731.207,31
Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA) mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinnund Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), welches die Atemwegserkrankung COVID-19 auslösen kann, hat sich aus China kommend im ersten Quartal 2020 weltweit und gerade auch in Europa ausgebreitet. Wir werten diesen Sachverhalt in Übereinstimmung mit den entsprechenden Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland als wertbegründendes Ereignis im Jahr 2020 und sehen keine Notwendigkeit zur Anpassung von Bilanzwerten im vorliegenden Abschluss.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat die MinKGaA den Gesellschaftsvertrag der Bluna-Warenzeichen-GbR gekündigt und erklärt, dass sie zu diesem Zeitpunkt vom dem ihr eingeräumten Übernahmerecht Gebrauch machen wird. Mit Vereinbarung vom 20. Februar 2019 haben die Gesellschafter die Satzung geändert und die vorzeitige Auflösung der Gesellschaft und die damit verbundene Ausübung des Erwerbsrechts zum 31. Oktober 2019 beschlossen. Die Übernahme der Bluna- und afri-Warenzeichen gegen Zahlung eines Betrags in Höhe von TEUR 7.950 wird gem. DRS 23 als Erwerbsvorgang abgebildet. Diese werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben.
Der Konzernabschluss umfasst somit neben der Muttergesellschaft 8 (Vorjahr: 8) inländische Tochterunternehmen sowie bis zum 31. Oktober 2019 eine Zweckgesellschaft. Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich zum einen um die Karlsberg Service GmbH, Homburg, an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Zum anderen wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 40,00 % der Anteile an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, mit Sitz in Neunkirchen (Saarland) erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses werden diese Gesellschaften unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.
Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender
Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.
Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.
Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.
Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.
Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode angesetzt. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Die Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.
Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Markenund andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.
Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 4 Jahre.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.
Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Für Reparaturmaterial und Ersatzteile sowie für Arbeitskleidung und sonstige Betriebsstoffe wurden Festwerte gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
wurden zu Nennwerten angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.
Für die Abzinsung wurde der Marktzinssatz im 10-Jahres-Durchschnitt bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Bei Anwendung des bisherigen 7-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes hätte der Abzinsungssatz bei 1,96 % (Vorjahr: 2,32 %) gelegen.
Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00 % - 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % - 3,50 % (Vorjahr: 3,50 %) berücksichtigt.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.
Für Verpflichtungen aus zugesagten Jubiläumszuwendungen sind Beträge in Höhe der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte der möglichen Gesamtverpflichtungen zurückgestellt.
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in EUR aufgestellt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:
| Kapitalanteil | |
|---|---|
| Firma und Sitz | % |
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u), 1) |
100 |
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m), 1) |
100 |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m), 1) | 100 |
| Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) | 100 |
| Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m), 1) |
100 |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m), 1) | 100 |
| Bluna-Warenzeichen-GbR, Bad Überkingen (u), 2) | 10 % am Erfolg |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.
2) bis 31. Oktober 2019
| Beteiligung % |
|
|---|---|
| Karlsberg Service GmbH, Homburg | 45 |
| siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) |
40 |
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 795. Der im Equity-Ansatz enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 504 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft auf Grund der Verflechtungen mit der Karlsberg-Gruppe von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 361. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 248 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft ebenso auf Grund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.626 und damit TEUR 120 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.453. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Der Wertrückgang im Berichtsjahr 2020 ist wie eingangs dargestellt wertbegründend. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtszeitraum erfolgte keine Ausschüttung.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
||
| 1. Forderungen aus Lieferun- gen und Leistungen (Vorjahr) |
10.471 (10.028) |
10.471 (10.028) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr) |
40.973 (37.317) |
973 (567) |
40.000 (36.750) |
0 (0) |
|
| 3. Forderungen gegen Unter- nehmen mit denen ein Be- teiligungsverhältnis besteht (Vorjahr) |
0 (1) |
0 (1) |
0 (0) |
0 (0) |
|
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahr) |
2.891 (3.608) |
2.310 (2.835) |
581 (773) |
0 (0) |
|
| Summe (Vorjahr) |
54.335 (50.954) |
13.755 (13.431) |
40.581 (37.523 ) |
0 (0) |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 40.139 (Vorjahr: TEUR 36.887) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Vermögensgegenstände. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 278) enthalten.
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
| 31.12.2019 TEUR |
31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Sachanlagen | -2.305 | -1.340 |
| - Sonstiges | -3 | -2 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
-80 | -80 |
| -2.388 | -1.422 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.780 | 2.217 |
| - Finanzanlagen | 38 | 146 |
| - Pensionsrückstellungen | 2.204 | 1.777 |
| - Sonstige Rückstellungen | 220 | 248 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
164 | 125 |
| 4.406 | 4.513 | |
| Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge |
5.961 | 5.847 |
| Latente Steueransprüche netto | 7.979 | 8.939 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,98 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von jeweils TEUR 21.304 sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 5.961 aktiviert. Daneben bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 17.858 sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.475, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird. Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich aus dem Ausbruch des Coronavirus auf die Getränkeindustrie und die Konzernunternehmen ergeben könnten.
Im Rahmen der Hauptversammlung am 25. Juli 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals u. a. im Wege eines öffentlichen Rückkaufangebotes an die Aktionäre der Gesellschaft zu erwerben (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG). Mit ihrem freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebot (zum Erwerb von bis zu 285.000 Stammaktien zum Festpreis von EUR 17,50 je Stammaktie) vom 7. Dezember 2018, das am 11. Dezember 2018 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, hat die Gesellschaft von der erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und ihren Aktionären am 7. Dezember 2018 ein Angebot unterbreitet, bis zu 285.000 Stammaktien zu einem Preis von EUR 17,50 je Stückaktie zu erwerben. Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 481.293 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils nur ein Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde.
Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes zum 9. Januar 2019 hält die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2019 insgesamt 285.000 eigene Stammaktien (Vorjahr: keine) und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 0), was einem Anteil von ca. 3,52 % am Grundkapital entspricht.
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt TEUR 22.387 und ist in 8.107.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.919.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,76 eingeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.
(Vorjahr: TEUR 22.387), die Kapitalrücklage von TEUR 21.710 (Vorjahr: TEUR 25.910) und die gesetzliche Rücklage von TEUR 916 (Vorjahr: TEUR 916) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.
Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der in 2019 erworbenen eigenen Anteilen.
Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 3.127 (Vorjahr: TEUR 3.127) betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).
Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.
Die Kapitalkonsolidierung der erstmalig zum 1. Januar 2010 in den Konzern eingebundenen Bluna-Warenzeichen-GbR führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.009. Der Unterschiedsbetrag wurde planmäßig nach der Restnutzungsdauer der entsprechenden abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 10 Jahren aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen und lag nach Auflösung der Bluna-Warenzeichen-GbR zum 31. Dezember 2019 bei TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 101).
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2.719.
Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag |
15.990 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 5.860 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum Stichtag |
5.860 |
| Verrechnete Aufwendungen | 447 |
| Verrechnete Erträge | 332 |
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 65.915 (Vorjahr: TEUR 59.443); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|
| 1. Namensschuldverschreibung (Vorjahr) |
25.000 (25.000) |
0 (0) |
25.000 (16.667) |
0 (8.333) |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) |
0 (138) |
0 (138) |
0 (0) |
0 (0) |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) |
5.172 (8.076) |
5.172 (8.076) |
0 (0) |
0 (0) |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) |
12 (47) |
12 (47) |
0 (0) |
0 (0) |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr) |
92 (122) |
92 (122) |
0 (0) |
0 (0) |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) |
6.012 (4.614) |
3.690 (1.801) |
2.322 (2.018) |
0 (795) |
| - davon aus Steuern (Vorjahr) |
342 (274) |
342 (274) |
0 (0) |
0 (0) |
| Summe (Vorjahr) |
36.287 (37.997) |
8.965 (10.184) |
27.322 (18.685) |
0 (9.128) |
Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert. Daneben wurden Markenrechte der vorgenannten Gesellschaften verpfändet; im Hinblick auf die Marken der Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH erfolgte eine nachrangige Verpfändung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen sowie verpfändete Markenrechte, Warenzeichen und sonstige IP-Rechte gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht.
Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
| 31.12.2019 TEUR |
31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bluna-Warenzeichen-GbR | 0 | 141 |
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
| Aktive latente Steuern TEUR |
Passive latente Steuern TEUR |
Saldo TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 8.939 | 141 | 8.798 |
| 31.12.2019 | 7.979 | 0 | 7.979 |
| Veränderung | -959 | -141 | -818 |
Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:
| 2019 TEUR |
2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erlöse | ||
| Inland | 139.914 | 137.959 |
| Ausland | 6.274 | 6.299 |
| Handelswaren und Lohnabfüllung | 16.083 | 19.517 |
| Fuhrbetrieb und Sonstiges | 7.769 | 5.931 |
| 170.040 | 169.706 | |
| . /. Erlösschmälerungen | -20.096 | -20.119 |
| 149.944 | 149.588 |
Vom Gesamtumsatz entfallen TEUR 127.401 auf die Hauptkategorien Mineralwasser (TEUR 57.614), Saft, Fruchtsaftgetränke und Nektare (TEUR 53.320) und Erfrischungsgetränke (TEUR 16.467).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 4.160 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.169 (Vorjahr: TEUR 2.103) enthalten. Hiervon entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.527 (Vorjahr: TEUR 1.774). Darüber hinaus sind Erträge aus erhaltenen Schadensersatzleistungen in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 521).
Die Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Zinserträgen eines Darlehens an einen Mehrheitsaktionär in Höhe von TEUR 40.000 (Vorjahr: TEUR 36.750) zusammen.
Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1.538 (Vorjahr: TEUR 1.271) wurde im Finanzergebnis ausgewiesen.
Zudem ergab sich aus der Abzinsung von Rückstellungen ein Aufwand von TEUR 1.699 (Vorjahr: TEUR 1.404).
| TEUR | |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools | 13.414 |
Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG, Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.
Die an der Ausgliederung der Brunnenbetriebe und Hotels in den Geschäftsjahren 2010 bis 2013 beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet sind, als Gesamtschuldner. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.
Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Wesentlichen im Bereich des Fuhrparks.
In die Karlsberg Service GmbH, einer 45 %-Beteiligung, sind Teile von Verwaltungs- und Dienstleistungstätigkeiten ausgelagert. Zweck und Vorteil dieser Auslagerung ist die Nutzung von Synergien durch Bündelung von Know-how und der effiziente Einsatz von Mitarbeitern. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.
Des Weiteren bestehen Mengenkontrakte, die die Tochtergesellschaften zur Abnahme von Rohstoffen für zukünftige Geschäftsjahre verpflichten.
Die zum 31. Dezember 2019 bestehenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:
| Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2019 | unter einem Jahr |
von 1-5 Jahren |
über 5 Jahre |
| Verpflichtung aus Rohstoffkontrakten (Vorjahr) |
11.256 (7.299) |
6.728 (6.803) |
4.528 (496) |
0 (0) |
| Verpflichtung aus Investitionsaufträgen (Vorjahr) |
235 (37) |
235 (37) |
0 (0) |
0 (0) |
| Verpflichtung aus Leasingverträgen (Vorjahr) |
1.028 (1.080) |
606 (542) |
422 (538) |
0 (0) |
| Summe (Vorjahr) |
12.520 (8.416) |
7.569 (7.382) |
4.951 (1.034) |
0 (0) |
Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2020 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 4.139 anfallen.
Angaben zu Finanzinstrumenten:
| Kategorie | Nominal betrag |
Beizulegender Zeitwert |
Buchwert (sofern vorhanden) |
In Bilanz posten (sofern in Bilanz erfasst) |
|---|---|---|---|---|
| TUSD | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Währungsbezo gene Geschäfte |
4.840 | 4.235 | - | - |
Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TUSD 4.840. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Der negative Marktwert beläuft sich auf TEUR 4. Er entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung verzichtet.
Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:
| Grundgeschäft / | Fremdwährungsverbindlichkeit / |
|---|---|
| Sicherungsinstrument | Devisentermingeschäft |
| Risiko / Art der | Währungsrisiko / |
| Bewertungseinheit | micro hedge |
| einbezogener Betrag | TUSD 3.200 |
| Höhe des abgesicherten Risikos |
TEUR ca. 2.800 |
Für die geplanten Materialaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres (Einkauf verschiedener Basisrohstoffe), die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.
Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg erreicht wird.
| TEUR | |
|---|---|
| Aufsichtsratsvergütung - Fixe Vergütung - Variable Vergütung |
92 0 |
Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:
| 2019 Gesamt |
2018 Gesamt |
|
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 256 | 251 |
| Angestellte Mitarbeiter | 162 | 167 |
| 418 | 418 | |
| Auszubildende | 11 | 8 |
| 429 | 426 |
Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für:
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 135 |
| Steuerberatungsleistungen | 1 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 2 |
| Sonstige Leistungen | 140 |
| 278 |
Auf Basis der von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juli 2018 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hat die Gesellschaft ihren Aktionären am 16. Dezember 2019 ein Angebot unterbreitet, bis zu 210.000 Stammaktien zu einem Preis von EUR 17,50 je Stückaktie zu erwerben. Dies entsprach einem Aufschlag von 13,64 % bezogen auf den Schlusskurs der Stammaktie an der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, Stuttgart, am dritten Börsentag vor dem Tag der Veröffentlichung des Aktienrückkaufangebots.
Die Angebotsfrist begann am Donnerstag, den 19. Dezember 2019, und endete am Montag, den 20. Januar 2020, 12:00 Uhr MEZ.
Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 216.563 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils nur ein Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde. Die Annahmeerklärungen wurden dabei verhältnismäßig mit einer Quote von rund 96,99 % berücksichtigt. Die Zuteilung wurde auf die Einzelkundenbestände vorgenommen und auf die nächste natürliche Zahl abgerundet.
Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes hält die Gesellschaft nunmehr 495.000 eigene Stammaktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 6,11 % und an dem auf die Stammaktien entfallenden Teil des Grundkapitals von ca. 8,36 % entspricht.
Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen wird sich infolge der Auswirkungen des Coronavirus unter Verweis auf die Erläuterungen im zusammengefassten Bericht über die Lage der Gesellschaft
und des Konzerns nach Einschätzung der Geschäftsführung in Abstimmung mit den Organen der Tochtergesellschaften eine Entwicklungsbeeinträchtigung mit entsprechenden Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben. Wir gehen allerdings auf Basis der durchgeführten Analysen und der Möglichkeit zur Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen der Bundesregierung nicht von einer Bestandsgefährdung der Unternehmensgruppe aus.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.
Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 761 (Vorjahr: TEUR 1.007) bezahlt.
Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 85), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen in Höhe von TEUR 8.850 (Vorjahr: TEUR 12.742). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 11).
An den Mehrheitsaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt TEUR 6.250 ausbezahlt und in Höhe von insgesamt TEUR 3.000 wieder zurückgeführt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei TEUR 40.000, diese wurde auch zum 31. Dezember 2019 erreicht. Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 1.625 (Vorjahr: TEUR 1.465).
Im Berichtsjahr erfolgte eine Dividendenauszahlung in Höhe von TEUR 3.304 (Vorjahr: TEUR 3.012).
An Minderheitsgesellschafter wurden TEUR 1.449 (Vorjahr: TEUR 1.761) ausbezahlt.
Darüber hinaus sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 1.021 (Vorjahr: TEUR 1.007) enthalten.
Am Stichtag, dem 31. Dezember 2019, hält die Gesellschaft insgesamt 285.000 eigene Stammaktien (Vorjahr: keine) und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 0) oder einem Anteil von 3,52 % (Vorjahr: 0,00 %) am Grundkapital.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2019 wurde eine Dividende von TEUR 3.304 ausbezahlt.
Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bluna-Warenzeichen-GbR zum 1. Januar 2010 wurde der Anteil der ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, am neubewerteten Eigenkapital der Bluna-Warenzeichen-GbR in Höhe von TEUR 9.082 als Minderheitenkapital angesetzt.
Mit Beschluss vom 15. Dezember 2017 gab die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bekannt, von ihrem Recht zum Erwerb der Marken afri und Bluna, Gebrauch zu machen.
Die Übernahme der Bluna- und afri-Warenzeichen wird gem. DRS 23 als Erwerbsvorgang abgebildet, weshalb zum 31. Dezember 2019 keine Minderheiten mehr im Konzernabschluss vorhanden sind.
Gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen werden 90 % des Jahresabschlussergebnisses der Bluna-Warenzeichen-GbR
an die ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, abgeführt (bis zur Übernahme am 31. Oktober 2019). Der entsprechende Betrag wird direkt mit den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verrechnet. Der Ausweis im Eigenkapitalspiegel erfolgt in der Zeile "Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter".
Der Hauptversammlung im Jahr 2020 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 24.807 eine Dividende von EUR 0,45 (Vorjahr: EUR 0,40) je Stammaktie und von EUR 0,53 (Vorjahr: EUR 0,48) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird unter Berücksichtigung des im Januar 2020 erfolgten Aktienrückkaufs bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung EUR 3.600.440,55 betragen. Demzufolge werden in Summe EUR 21.207.016,64 auf neue Rechnung vorgetragen.
Bad Teinach-Zavelstein, 24. März 2020 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
86 Bilanz
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Bilanz zum 31. Dezember 2019
| AKTIVA | 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Belieferungs- und andere Rechte | 7.861.340,00 | 0,00 | |
| 7.861.340,00 | 0,00 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| Grundstücke und Bauten | 1.117.100,35 | 1.128.635,10 | |
| 1.117.100,35 | 1.128.635,10 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.200.354,70 | 16.200.354,70 | |
| 2. Beteiligungen | 3.753.549,06 | 3.753.549,06 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.746.750,00 | 1.753.910,00 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 202.521,42 | 202.125,70 | |
| 21.903.175,18 | 21.909.939,46 | ||
| 30.881.615,53 | 23.038.574,56 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.888,45 | 11.110,33 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 74.776.849,49 | 70.705.435,52 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 355.654,00 | 1.255.701,32 | |
| 75.138.391,94 | 71.972.247,17 | ||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 402.138,24 | 4.112.921,83 | |
| 75.540.530,18 | 76.085.169,00 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 11.328,75 | 11.728,75 |
| 106.433.474,46 | 99.135.472,31 |
| PASSIVA | 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital |
||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||
| 1. Stammaktien - Eigene Anteile |
16.347.153,65 -787.015,47 |
16.347.153,65 0,00 |
| 2. Vorzugsaktien - Eigene Anteile |
6.040.302,35 0,00 |
6.040.302,35 0,00 |
| 21.600.440,53 | 22.387.456,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 21.709.862,99 | 25.910.347,52 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 915.710,47 |
| IV. Bilanzgewinn | 24.807.457,19 | 15.737.132,82 |
| 69.033.471,18 | 64.950.646,81 | |
| B. Rückstellungen |
||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.222.034,00 | 974.796,59 |
| 2. Steuerrückstellungen | 325.703,38 | 180.529,28 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 315.579,67 | 411.951,94 |
| 1.863.317,05 | 1.567.277,81 | |
| C. Verbindlichkeiten |
||
| 1. Namensschuldverschreibung | 25.000.000,00 | 25.000.000,00 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 138.188,59 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 248.384,53 | 647.090,74 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 8.555.488,07 | 5.774.915,96 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.732.813,63 | 1.057.352,40 |
| 35.536.686,23 | 32.617.547,69 | |
| 106.433.474,46 | 99.135.472,31 |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein Gewinn- und Verlustrechnung 2019
| 2019 EUR |
|||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 5.054.842,48 | 5.430.918,66 |
| 5.054.842,48 | 5.430.918,66 | ||
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 354.461,20 | 294.022,27 |
| 3. | Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen |
4.932.281,37 | 5.241.942,65 |
| 4. | Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung |
68,28 85.830,50 85.259,44 |
277,87 94.106,70 93.429,66 |
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
144.998,54 | 0,00 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.771.769,10 | 1.993.376,06 |
| Summe Aufwendungen | 6.934.947,79 | 7.329.703,28 | |
| 7. | Erträge aufgrund eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags | 13.748.397,11 | 10.001.197,64 |
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 540,81 | 1.282,24 |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen |
2.469.138,06 2.462.538,06 |
2.316.323,26 2.277.273,26 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 7.160,00 | 0,00 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen - davon aus der Aufzinsung |
1.406.169,82 140.628,97 300.270,58 |
1.439.559,45 124.321,46 344.772,37 |
|
| Finanzergebnis | 14.804.746,16 | 10.879.243,69 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 907.738,43 | 572.384,03 | |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 12.371.363,62 | 8.702.097,31 | |
| 14. Sonstige Steuern | -2.577,15 | 720,47 | |
| 15. Jahresüberschuss | 12.373.940,77 | 8.701.376,84 | |
| 16. Gewinnvortrag | 12.433.516,42 | 7.035.755,98 | |
| 17. Bilanzgewinn | 24.807.457,19 | 15.737.132,82 |
Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft, Bad Überkingen (Amtsgericht Ulm HRB 540111) gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA) mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat die MinKGaA den Gesellschaftsvertrag der Bluna-Warenzeichen-GbR gekündigt und erklärt, dass sie zu diesem Zeitpunkt von dem ihr eingeräumten Übernahmerecht Gebrauch machen wird. Mit Vereinbarung vom 20. Februar 2019 haben die Gesellschafter die Satzung geändert und die vorzeitige Auflösung der Gesellschaft und die damit verbundene Ausübung des Erwerbsrechts zum 31. Oktober 2019 beschlossen, womit sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der Bluna-Warenzeichen-GbR bei der MinKGaA angewachsen sind. Die von der MinKGaA an die ACB Marken GmbH & Co. KG für die Übernahme der Bluna- und afri-Warenzeichen geleistete Zahlung in Höhe von TEUR 7.950 ist als Anschaffungskosten für die Warenzeichen aktiviert worden und wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben.
Aus der Anwachsung ergibt sich zum Stichtag weder in der Bilanz noch in der GuV eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr.
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), welches die Atemwegserkrankung COVID-19 auslösen kann, hat sich aus China kommend im ersten Quartal 2020 weltweit und gerade auch in Europa ausgebreitet. Wir werten diesen Sachverhalt in Übereinstimmung mit den entsprechenden Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland als wertbegründendes Ereignis im Jahr 2020 und sehen keine Notwendigkeit zur Anpassung von Bilanzwerten im vorliegenden Abschluss.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.
Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Der Bestand an liquiden Mitteln wird ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.
Für die Abzinsung wurde der Marktzinssatz im 10-Jahres-Durchschnitt bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Bei Anwendung des bisherigen 7-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes hätte der Abzinsungssatz bei 1,96 % (Vorjahr: 2,32 %) gelegen.
Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00 % (Vorjahr: 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate 0,00 % (Vorjahr: 0,00 %) berücksichtigt.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver
Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstel-
lungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagespiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:
| Firma und Sitz | Kapital anteil in % |
Eigen kapital TEUR |
Ergebnis 2019 TEUR |
|---|---|---|---|
| Tochterunternehmen: | |||
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m), 1) |
100 | 3.372 | 6.706 2) |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m), 1) |
100 | 5.087 | 2.399 2) |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m), 1) | 100 | 25 | -203 2) |
| Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) | 100 | 25 | 1 2) |
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u), 1) |
100 16.198 | -730 2) | |
| Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (u), 1) |
100 20.970 | 5.349 2) | |
| Beteiligungen: | |||
| Karlsberg Service GmbH, Homburg (u), 3) |
45 | 27 | 528 2) |
| siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) (m) |
40 | 626 | 152 2) |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lage berichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.
2) Ergebnis vor Ergebnisabführung.
3) Unternehmen stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, ein verbundenes Unternehmen dar.
Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt
es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.626 und damit TEUR 120 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.453. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Der Wertrückgang im Berichtsjahr 2020 ist wie eingangs dargestellt wertbegründend. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtszeitraum erfolgte keine Ausschüttung.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) |
6 (11) |
6 (11) |
0 (0) |
0 (0) |
| Forderungen gegen verbundene Unter nehmen (Vorjahr) |
74.777 (70.705) |
34.777 (12.701) |
40.000 (58.004) |
0 (0) |
| Sonstige Vermögens gegenstände (Vorjahr) |
356 (1.256) |
356 (1.256) |
0 (0) |
0 (0) |
| Summe (Vorjahr) |
75.138 (71.972) |
35.138 (13.968) |
40.000 (58.004) |
0 (0) |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 40.139 (Vorjahr: TEUR 36.887) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Vermögensgegenstände.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
Im Rahmen der Hauptversammlung am 25. Juli 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals u. a. im Wege eines öffentlichen Rückkaufangebotes an die Aktionäre der Gesellschaft zu erwerben (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG). Mit ihrem freiwilligen öffentlichen Aktienrückkaufangebot (zum Erwerb von bis zu 285.000 Stammaktien zum Festpreis von EUR 17,50 je Stammaktie) vom 7. Dezember 2018, das am 11. Dezember 2018 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, hat die Gesellschaft von der erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und ihren Aktionären am 7. Dezember 2018 ein Angebot unterbreitet, bis zu 285.000 Stammaktien zu einem Preis von EUR 17,50 je Stückaktie zu erwerben. Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 481.293 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils nur ein Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde.
Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes zum 9. Januar 2019 hält die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2019 insgesamt 285.000 eigene Stammaktien (Vorjahr: keine) und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 0), was einem Anteil von ca. 3,52 % am Grundkapital entspricht.
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt TEUR 22.387 und ist in 8.107.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.919.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,76 eingeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.
| 31.12.2019 TEUR |
31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Veräußerung an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen |
21.710 | 25.910 |
Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der in 2019 erworbenen eigenen Anteilen.
Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2019 TEUR |
31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 916 | 916 |
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 12.434 enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 447 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
| TEUR | |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag |
2.484 |
| Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände | 1.262 |
| Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum Stichtag |
1.262 |
| Verrechnete Aufwendungen | 71 |
| Verrechnete Erträge | 20 |
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 48.099 (Vorjahr: TEUR 44.111); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Überkingen.
| Betrag | davon mit einer Restlaufzeit |
|||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | unter einem Jahr TEUR |
von 1-5 Jahren TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|
| 1. Namensschuldverschreibung (Vorjahr) |
25.000 (25.000) |
0 (0) |
25.000 (16.667) |
0 (8.333) |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) |
0 (138) |
0 (138) |
0 (0) |
0 (0) |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) |
248 (648) |
248 (648) |
0 (0) |
0 (0) |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) |
8.555 (5.775) |
8.555 (5.775) |
0 (0) |
0 (0) |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) |
1.733 (1.057) |
1.733 (1.057) |
0 (0) |
0 (0) |
| - davon aus Steuern (Vorjahr) |
16 (873) |
16 (873) |
(0) (0) |
(0) (0) |
| Summe (Vorjahr) |
35.537 (32.618) |
10.537 (7.618) |
25.000 (16.667) |
0 (8.333) |
Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 25.000 ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert. Daneben wurden Markenrechte der vorgenannten Gesellschaften verpfändet; im Hinblick auf die Marken der Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH erfolgte eine nachrangige Verpfändung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen und verpfändete Wertpapiere gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten im Rahmen der Finanzierungstätigkeit. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht.
Am Bilanzstichtag bestand eine unbeschränkte gesamtschuldnerische Haftung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als Gesellschafterin der Bluna-Warenzeichen-GbR. Aufgrund der derzeitigen Lage ist mit einer Inanspruchnahme zum heutigen Zeitpunkt nicht zu rechnen.
Die an der Ausgliederung der Brunnenbetriebe und Hotels beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet worden sind, als Gesamtschuldner. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung im Rahmen der im Konzern verbliebenen Rechtsträger nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.
In die Karlsberg Service GmbH, einer 45 %-Beteiligung, sind Teile von Verwaltungs- und Dienstleistungstätigkeiten ausgelagert. Zweck und Vorteil dieser Auslagerung ist die Nutzung von Synergien durch Bündelung von Know-how und der effiziente Einsatz von Mitarbeitern. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.
Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2020 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 4.093 anfallen.
Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:
| Grundgeschäft / Sicherungsinstrument |
Devisentermingeschäft NVF / Devisentermingeschäft Bank |
|---|---|
| Risiko / Art der Bewertungseinheit Währungsrisiko / micro hedge | |
| einbezogener Betrag | TUSD 1.200 |
| Höhe des abgesicherten Risikos | ca. TEUR 1.000 |
Für die geplanten Materialaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres (Einkauf verschiedener Basisrohstoffe), die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH (NVF) kauft verschiedene Basisrohstoffe auf USD-Basis ein. Um das diesbezügliche Währungsrisiko beim Einkauf zu minimieren, wird über Devisentermingeschäfte das Wechselkursrisiko minimiert. Die NVF sichert ihr Währungsrisiko durch Devisentermingeschäfte mit der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ab. Die Devisen werden bei Bedarf an die NVF übertragen, die somit keinem Währungsrisiko ausgesetzt ist und über Planungssicherheit verfügt.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA sichert ihr Währungsrisiko aus den o.g. Sicherungsgeschäften mit der NVF mit Devisentermingeschäften mit zwei europäischen Großbanken ab.
Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg erreicht wird.
In Höhe des Unterschiedsbetrags i. S. v. § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 475) besteht eine Gewinnausschüttungssperre.
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:
Martin Adam, Saarbrücken Geschäftsführer
Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein Geschäftsführer
Gerd Gründahl, Grünendeich Geschäftsführer
Gerhard Theis, Waldmohr Früherer CFO der Karlsberg-Gruppe (im Ruhestand) Vorsitzender (seit 3. Juli 2019)
Fritz Engelhardt, Pfullingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender (seit 3. Juli 2019)
Christian Borck, München Senior Advisor InfoRoad GmbH (seit 3. Juli 2019) Dr. Hans-Georg Eils, Bremen Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg-Gruppe (im Ruhestand) (seit 3. Juli 2019)
Jürgen Kirchherr, Rutesheim Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden Württemberg e. V. (seit 3. Juli 2019)
Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg Maschinist, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (seit 3. Juli 2019)
Dr. Richard Weber, Homburg Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber Vorsitzender (bis 3. Juli 2019)
Ernst Fischer, Tübingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender (bis 3. Juli 2019)
Hartmut Schütze, Tettnang Gebietsverkaufsleiter i. R. (bis 3. Juli 2019)
Helmut Klingl, Amstetten Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH (bis 3. Juli 2019)
Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.
Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Stuttgart (HRB Nr. 761720), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.
Auf Basis der von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juli 2018 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien hat die Gesellschaft ihren Aktionären am 16. Dezember 2019 ein Angebot unterbreitet, bis zu 210.000 Stammaktien zu einem Preis von EUR 17,50 je Stückaktie zu erwerben. Dies entsprach einem Aufschlag von 13,64 % bezogen auf den Schlusskurs der Stammaktie an der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, Stuttgart, am dritten Börsentag vor dem Tag der Veröffentlichung des Aktienrückkaufangebots.
Die Angebotsfrist begann am Donnerstag, den 19. Dezember 2019, und endete am Montag, den 20. Januar 2020, 12:00 Uhr MEZ.
Insgesamt wurden im Rahmen des öffentlichen Rückkaufangebotes 216.563 Stammaktien zum Rückkauf eingereicht, so dass von jedem Aktionär jeweils nur ein Teil der von ihm angedienten Stammaktien erworben wurde. Die Annahmeerklärungen wurden dabei verhältnismäßig mit einer Quote von rund 96,99 % berücksichtigt. Die Zuteilung wurde auf die Einzelkundenbestände vorgenommen und auf die nächste natürliche Zahl abgerundet.
Nach Abschluss des öffentlichen Rückkaufangebotes hält die Gesellschaft nunmehr 495.000 eigene Stammaktien, was einem Anteil am Grundkapital von ca. 6,11 % und an dem auf die Stammaktien entfallenden Teil des Grundkapitals von ca. 8,36 % entspricht.
Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft und das operative Geschäft der operativen Gesellschaften der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.
Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen wird sich infolge der Auswirkungen des Coronavirus unter Verweis auf die Erläuterungen im zusammengefassten Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach Einschätzung der Geschäftsführung in Abstimmung mit den Organen der operativen Gesellschaften eine Entwicklungsbeeinträchtigung mit entsprechenden Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen ergeben. Wir gehen allerdings auf Basis der durchgeführten Analysen und der Möglichkeit zur Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen der Bundesregierung nicht von einer Bestandsgefährdung der operativen Gesellschaften der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA aus.
Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.
Der Hauptversammlung im Jahr 2020 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 24.807 eine Dividende von EUR 0,45 (Vorjahr: EUR 0,40) je Stammaktie und von EUR 0,53 (Vorjahr: EUR 0,48) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird unter Berücksichtigung des im Januar 2020 erfolgten Aktienrückkaufs bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung EUR 3.600.440,55 betragen. Demzufolge werden in Summe EUR 21.207.016,64 auf neue Rechnung vorgetragen.
Bad Teinach-Zavelstein, 24. März 2020
Martin Adam Andreas Gaupp Gerd Gründahl
Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg
An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
Wir haben den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
» entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und
» vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
» wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
» anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
» identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
» gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
» beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
» ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
» beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
» holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
» beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
» führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, 24. März 2020
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Zabel Waldner
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| 31.03.2020 | Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2019 |
|---|---|
| 08.07.2020 | Hauptversammlung |
| 25.08.2020 | Veröffentlichung Halbjahresabschluss 2020 |
Konzern auf einen Blick
Beschäftigte
(Anzahl im Durchschnitt inkl. Auszubildende)
Dividende (EUR je Aktie)
DVFA/SG-Ergebnis (EUR je Aktie)
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit
Höchstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart)
Tiefstkurs (EUR je Aktie, Börse Stuttgart)
Personalaufwand (Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung) Konzern KGaA
429 426 422 429 429 0 0 0 0 0
27,8 28,2 27,8 29,8 27,1 0,1 0,1 0,1 0,8 0,7
Kennzahlen in Mio. EUR 2019 2018 2017 2016 2015 2019 2018 2017 2016 2015 Umsatz 149,9 149,6 142,1 139,8 137,2 5,1 5,4 3,3 5,1 0,0
Investitionen 16,9 13,3 27,1 9,4 18,5 8,0 0,0 0,0 0,0 8,0 EBITDA 26,2 20,7 20,0 16,5 15,8 12,4 8,4 6,0 3,4 2,3
Abschreibungen 10,3 9,7 11,4 11,9 11,4 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 EBIT 15,9 11,1 8,6 4,6 4,3 12,2 8,4 6,0 3,4 2,3
Bilanzsumme 148,5 146,2 141,8 119,1 118,8 106,4 99,1 94,5 89,2 84,5 Eigenkapital 65,7 64,0 60,4 55,1 54,9 69,0 65,0 59,3 54,8 53,2 EK-Quote 44,3 43,8 42,6 46,3 46,2 64,9 65,5 62,7 61,4 62,9 Jahresergebnis 11,4 8,4 9,7 4,4 2,1 12,4 8,7 7,2 4,0 2,9 Ausschüttungsbetrag 3,6 3,3 3,0 2,7 2,4
Stammaktie 0,45* 0,40 0,35 0,31 0,27 Vorzugsaktie 0,53* 0,48 0,43 0,39 0,35
Stammaktie 18,30 18,10 17,00 17,79 16,81 Vorzugsaktie 16,30 14,50 10,78 8,80 8,26
Stammaktie 15,30 15,00 12,73 10,81 11,61 Vorzugsaktie 12,39 9,55 7,95 7,10 6,44
EBITDA-Rendite in % 17,5 13,9 14,0 11,8 11,5
EBIT-Rendite in % 10,6 7,4 6,0 3,3 3,2
Ergebnis je Stammaktie 1,39 1,01 1,18 0,52 0,24 Ergebnis je Vorzugsaktie 1,47 1,09 1,26 0,60 0,32 Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 24,6 20,7 23,0 18,2 20,0
in % der Umsatzerlöse 16,4 13,9 16,2 13,0 14,6
* Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2020)
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Badstraße 41 D-75385 Bad Teinach-Zavelstein Telefon +49 (0) 70 53/92 62-220 Telefax +49 (0) 70 53/92 62-67 E-Mail: [email protected]


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Geschäftsbericht 2019 | Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA
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