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Mineralbrunnen Überkingen AG

Annual Report Mar 30, 2017

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2016

Konzern auf einen Blick

KGaA Konzern
Kennzahlen in Mio. € 2016 2015 2014 2013 2012 2016 2015 2014 2013 2012
Umsatz 5,1 0,0 0,0 0,0 0,6 139,8 137,2 136,5 138,7 143,6
Beschäftigte inkl. Auszubildende
(Anzahl im Durchschnitt)
0 0 0 38 69 429 429 442 478 504
Personalaufwand
(Löhne und Gehälter, soziale
Abgaben sowie Altersversorgung)
0,8 0,7 0,9 4,1 6,4 29,8 27,1 27,3 28,3 28,9
Investitionen 0,0 8,0 9,3 0,0 0,0 9,4 18,5 8,0 4,5 4,4
EBITDA 3,4 2,3 2,0 1,9 0,0 16,5 16,0** 15,6** 15,5** 13,3**
EBITDA-Rendite in % 66,3 4,2 11,8 11,6** 11,4** 11,2** 9,3**
Abschreibungen 0,0 0,0 0,2 0,4 0,9 11,9 11,4 11,2 11,9 12,5
EBIT 3,4 2,3 1,8 1,5 -0,9 4,6 4,5** 4,3** 3,6** 0,8**
EBIT-Rendite in % 66,1 -144,2 3,3 3,3** 3,2** 2,6** 0,5**
Bilanzsumme 89,2 84,5 82,2 83,2 84,8 119,1 118,8 121,7 134,4 147,1
Eigenkapital 54,8 53,2 45,5 45,1 54,1 55,1 54,9 49,7 51,8 62,9
EK-Quote 61,4 62,9 55,4 54,2 63,8 46,3 46,2 40,8 38,5 42,8
Jahresergebnis 4,0 2,9 2,2 1,8 -1,0 4,4 2,1 1,5 1,4 -2,9
Davon Einstellungen in Rücklagen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ausschüttungsbetrag 2,7* 2,4 1,9 1,8 1,2
Dividende (€ je Aktie)
Stammaktie 0,31* 0,27 0,23 0,21 0,12
Vorzugsaktie 0,39* 0,35 0,31 0,29 0,20
DVFA/SG-Ergebnis (€ je Aktie)
Ergebnis je Stammaktie 0,52 0,24 0,17 0,16 -0,38
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,60 0,32 0,25 0,24 -0,30
Operativer Cashflow 18,2 20,0 15,4 14,9 6,9
Operativer Cashflow
in % der Umsatzerlöse
13,0 14,6 11,3 10,7 4,8
Höchstkurs (€ je Aktie)
Stammaktie 17,791 16,811 15,811 17,601 17,221
Vorzugsaktie 8,801 8,261 8,911 8,491 12,401
Tiefstkurs (€ je Aktie)
Stammaktie 10,811 11,611 10,341 15,001 11,511
Vorzugsaktie 7,101 6,441 6,181 6,001 6,011

1 Börse Stuttgart

* Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2017

** Korrektur der Werte aus den Vorjahren analog der Berechnung des Berichtsjahres 2016 zu Vergleichszwecken

Vorwort
Unsere Gremien
Bericht des Aufsichtsrats
Unsere Aktie
Grundlagen des Konzerns
Geschäfts- und Organisationsstruktur
Konzernstrategie
Produkt- und Markenportfolio
Unternehmerische Steuerungssysteme
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Unternehmenssituation
Bericht über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen gemäß § 312 AktG
Mitarbeiter
Innovationsmanagement
Umwelt und gesellschaftliches Engagement
Risikobericht
Nachtragsbericht
Chance- und Prognosebericht
Konzern-Bilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
Konzernanhang
Bestätigungsvermerk
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang

Finanzkalender

Qualität, Gesundheit, Vitalität – Marken die unseren Alltag lebenswerter machen.

in seiner schönsten Form. Genießer-Mineralwasser Ausgewogene Mineralisierung Idealer Begleiter zu guten Weinen

Aus dem Allgäu Hervorragend frischer Geschmack Natrium- und kochsalzarm Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet

Saft in seiner feinsten Form

Führende Fruchtsaftmarke in der Gastronomie Umfangreiches Sortiment von klassisch bis exotisch Kompromisslose Qualität

Merziger macht herziger

Fruchtsaft auf höchstem Qualitätsniveau Apfel Direktsaft aus eigener Kelterei in der Region Gesunde Ernährung und höchster Genuss

Folge dem Zeichen. Die deutsche Kult-Cola Geheimnisvoll und stylisch Cola-Genuss der anderen Art

Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?

Extra fruchtige Limonaden Mit außergewöhnlichen, leicht verrückten Inhaltstoffen Jede Flasche ein Blunikat

Qualität, Gesundheit, Vitalität – Marken die unseren Alltag lebenswerter machen.

Tägliche Gesundheit aus der Natur Führende Heilwassermarke aus dem Nordschwarzwald Reine und unberührte Quelle Für eine gesundheitsbewusste Lebensweise

Das Mineralwasser aus der Heimat

Angenehme Mineralisation Fluorid- und kieselsäurehaltig Aus bis zu 680 Metern Tiefe

Auf ein Klindworth Moderne Familien-Fruchtsaftmarke Vielfältiges Sortiment Exklusiv mit Mehrwegfokus

Saftige Grüße vom Lande Fruchtsaft auf höchstem Qualitätsniveau Qualitativ hochwertige Premium-Direktsäfte

Purer Trinkgenuss

Die Marke mit Heimat und Ursprung

Die Marke aus der Pfalz Nachhaltig weil Mehrweg Ein Sortiment aus erntefrischen heimischen Produkten und saisonalen Spezialitäten

Ready to drink Cocktail

Fertig gemischte Cocktails to go Als 10-Liter-Bags oder aus der 0,2-Liter-Glasflasche Premium in Qualität und Geschmack

An unsere Aktionäre

06 Vorwort

  • 10 Unsere Gremien
  • 11 Bericht des Aufsichtsrats
  • 14 Unsere Aktie

Vorwort

Frank Scheidemann Dr. Hans-Georg Eils

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Freunde und Geschäftspartner unserer Unternehmensgruppe,

als Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin freuen wir uns, Ihnen den Geschäftsbericht 2016 der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zu präsentieren und dabei auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückzublicken. So haben sich die Absätze unserer Brunnenbetriebe deutlich positiv und über Marktniveau entwickelt. Das Saftsegment lag leicht unter dem Vorjahresabsatz. Insgesamt haben sich die Umsatzerlöse unserer Unternehmensgruppe um 2,6 Mio. € auf 139,8 Mio. € erhöht. Bei gleichzeitig geringerer Wareneinsatzquote konnte der Rohertrag und die Rentabilität signifikant verbessert werden und führten insgesamt zu einer Steigerung der Kennzahlen EBITDA und EBIT sowie zu einer deutlichen Erhöhung des Konzern-Jahresüberschusses von 2,1 Mio. € auf 4,4 Mio. €.

Bei nahezu konstanter Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote im Konzern mit 46 % auf unverändert hohem Niveau. Der positive Cashflow führte zu einer weiteren Verbesserung der Liquiditätslage und des Finanzmittelfonds. Dank dieser positiven Entwicklung unserer Unternehmensgruppe haben wir für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019 ein zukunftsweisendes Investitionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von 52 Mio. € zur Stärkung unserer strategischen Kernmarken auf den Weg gebracht. Schwerpunkte bilden dabei Großprojekte wie eine neue, zusätzliche Glasanlage am Standort Bad Teinach und eine neu konzipierte Abfülllinie am Produktionsstandort der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH in Lauterecken. Die Finanzierung dieser Investitionsvorhaben erfolgt zum einen aus unseren laufenden Cashflows und zum anderen über eine bankenunabhängige Fremdkapitalaufnahme in Form einer Namensschuldverschreibung.

Mit unserer schlanken, dezentralen Organisationsstruktur und einer klaren Markenstrategie mit Fokus auf die Themen Genuss, Qualität und Regionalität ist unsere Unternehmensgruppe gut aufgestellt, um auch im laufenden Jahr von positiven Marktimpulsen profitieren zu können. Unser übergeordnetes Ziel bleibt es, ein nachhaltiges Ertragswachstum im Marktsegment für qualitativ hochwertige, alkoholfreie Premiumgetränke zu generieren und damit unseren Weg der Dividendenkontinuität fortzuführen.

Wir bedanken uns herzlich für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und freuen uns, wenn Sie unsere Unternehmensgruppe auch weiterhin begleiten und unterstützen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren Einsatz und ihr großes Engagement sowie den Arbeitnehmervertretungen für die konstruktive Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

Erfrischend natürlich und so lecker wie selbstgemacht: Unsere neue Genuss-Limonade gibt es in den drei wunderbar fruchtigen Sorten Zitrone, Rhabarber-Mirabelle und Orange-Mandarine. Und weil sie keine Konservierungsstoffe, künstlichen Farb stoffe und künstlichen Süßstoffe enthält, dafür aber bestes Teinacher Genießer-Mineralwasser, ist unsere Genuss-Limonade immer ein echter, unverfälschter Genuss.

Anbieter: Mineralbrunnen Teinach GmbH · Badstraße 41 · 75385 Bad Teinach · www.teinacher.de

Unsere Gremien

Aufsichtsrat Geschäftsleitung

Dr. Richard Weber, Homburg (Saarpfalz) Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber Vorsitzender

Ernst Fischer, Tübingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender

Friedrich Niehoff, Gronau Geschäftsführer der Friedrich Niehoff GmbH

Gerhard Theis, Waldmohr Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH

Hartmut Schütze, Tettnang Gebietsverkaufsleiter

Helmut Klingl, Amstetten Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH Michael Bartholl, München Vorstand (bis 10. Februar 2016)

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg Saarpfalz (seit 10. Februar 2016):

Dr. Hans-Georg Eils, Saarbrücken Geschäftsführer

Frank Scheidemann, Kirchheim unter Teck Geschäftsführer (seit 4. März 2016)

Bericht des Aufsichtsrats

Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten sorgfältig wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bzw. seit der Änderung der Rechtsform mit Wirkung zum 10. Februar 2016 die Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der Ausübung ihrer Aufgaben regelmäßig überwacht und sie bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Der Vorstand bzw. die Geschäftsführung unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte der Vorstand bzw. die Geschäftsführung die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands bzw. der Geschäftsführung ausführlich erörtert. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands bzw. der Geschäftsführung haben wir nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 4 Sitzungen statt: am 22. März 2016, 12. Mai 2016, 20. September 2016 und am 5. Dezember 2016. Zudem wurden für zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte schriftliche Umlaufbeschlüsse am 13./19. Januar 2016 und 21./22. Januar 2016 gefasst. An den Sitzungen im März und Mai 2016 haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen; die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Fischer (Sitzung am 20. September 2016) und Dr. Richard Weber (Sitzung am 5. Dezember 2016) waren an den genannten Sitzungen nicht anwesend. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit dem Vorstand bzw. der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Die wichtigsten Themen der Beratungen und Beschlussfassungen im Gremium waren:

  • die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands bzw. der Geschäftsführung über die jeweils aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanzlage des Konzerns
  • die Feststellung des Jahresabschlusses 2015 der Gesellschaft und des Konzernjahresabschlusses 2015
  • die Quartalsergebnisse, der Ergebnisforecast 2016 und die Planung 2017
  • die Liquiditätslage und Mittelfristfinanzierung
  • die Investitionsplanung und -überwachung
  • die Darlehensgewährung an einen Aktionär
  • die Produkt- und Gebindepolitik der Marken
  • die Absatzentwicklung sowie die entwickelten Vertriebsstrategien
  • Konzession afri / Bluna
  • Bestellung von Geschäftsführern
  • Status Formwechsel von der Rechtsform "Aktiengesellschaft" in die Rechtsform der "GmbH & Co. KGaA"
  • Standortschließung Bad Überkingen
  • Anpassungsprüfung betriebliche Altersversorgung
  • Verschmelzung Ailon
  • Geschäftsordnung des Aufsichtsrates

Gesellschaftsrechtliche Änderungen

Der in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 24. November 2015 beschlossene Wechsel von der Rechtsform der Aktiengesellschaft in eine GmbH & Co. KGaA ist mit Eintragung in das Handelsregister der Gesellschaft am 10. Februar 2016 rechtlich vollzogen worden. Die Gesellschaft firmiert nunmehr als Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), die wiederum durch ihre Geschäftsführer Dr. Hans-Georg Eils und Frank Scheidemann vertreten wird.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung Saarbrücken, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2016 und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2016 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin rechtzeitig an uns verteilt worden.

Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2017 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Abschlüsse zum 31. Dezember 2016 gebilligt.

Mit dem Wirksamwerden des Wechsels in die Rechtsform der GmbH & Co. KGaA obliegt die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 nicht länger dem Aufsichtsrat, sondern der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an, den Jahresabschluss festzustellen.

Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt im Berichtszeitraum 5,6 Mio. €. Wir schließen uns dem Vorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an, eine Dividende von 2,7 Mio. € für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten.

Der von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2016 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.

Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, und
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Vollständigkeit und Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu erheben sind.

Personelle Veränderungen in den Gremien

Mit Wirkung zum Zeitpunkt der Änderung der Rechtsform der Gesellschaft am 10. Februar 2016 ist die Funktion des Vorstands entfallen und Herr Michael Bartholl hat seine Tätigkeit als Mitglied des Vorstands beendet und ist aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen. Nach Ende des Berichtsjahres hat Herr Friedrich Niehoff sein Amt als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 12. Februar 2017 niedergelegt. Es ist beabsichtigt, im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Juni 2017 ein neues Mitglied des Aufsichtsrats zu wählen.

Als Aufsichtsrat danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie dem Vorstand bzw. der Geschäftsführung für ihren Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2016. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.

Bad Überkingen, den 23. März 2017

Der Aufsichtsrat Dr. Richard Weber, Vorsitzender

Unsere Aktie

Das Jahr 2016 war für Anleger erneut ein turbulentes Börsenjahr. Sorgen bezüglich des Ölpreisverfalls und der Weltkonjunktur drückten den deutschen Leitindex DAX zunächst deutlich unter 9.000 Zähler. Im weiteren Jahresverlauf konnte der DAX angetrieben von der weiterhin lockeren Geldpolitik und guten Konjunktur- und Unternehmenszahlen wieder Boden gut machen. Ereignisse wie die Brexit-Entscheidung in Großbritannien und die US-Präsidentschaftswahl führten zwischenzeitlich zu einer hohen Volatilität. Zum Jahresende 2016 schloss der DAX mit einem Plus von rund 6,9 % bei 11.481 Punkten und schaffte damit seinen fünften Jahresgewinn in Folge. Auch der CDAX, der alle deutschen Unternehmen im Prime Standard und General Standard umfasst, verzeichnete mit einem Jahresplus von 6,5 % eine positive Entwicklung.

Kursentwicklung und Marktkapitalisierung

Die Aktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wiesen im Berichtszeitraum ebenfalls einen volatilen Kursverlauf auf. Die Stammaktien der Gesellschaft beendeten das Jahr 2016 mit einem leichten Kursverlust von 3,0 %, die Vorzugsaktien verzeichneten hingegen ein kleines Jahresplus von 1,0 %. Am 31. Dezember 2016 schlossen die Stammaktien bei 16,30 €. Ihr Jahreshoch lag bei 17,79 € Anfang Januar 2016, das Jahrestief wurde im März mit 10,81 € erreicht. Die Vorzugsaktien beendeten das Jahr 2016 mit einem Schlusskurs von 8,05 €. Ihren Jahreshöchstkurs erreichten sie Mitte Juni bei 8,80 €, ihren Tiefstkurs im Januar bei 7,10 €.

Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA verringerte sich im Berichtszeitraum um 2,5 % auf 120,54 Mio. € per 31. Dezember 2016 (31.12.2015: 123,58 Mio. €).

Kennzahlen zur Aktie

2016 2015
Grundkapital 22.387.456,00 22.387.456,00
Anzahl Stammaktien Stück 6.314.700 6.314.700
Anzahl Vorzugsaktien Stück 2.187.360 2.187.360
Kurs Stammaktie
zum 31.12. *
16,30 16,81
Kurs Vorzugsaktie
zum 31.12. *
8,05 7,97
Marktkapitalisierung
zum 31.12. *
Mio. € 120,54 123,58
Höchstkurs
Stammaktie *
17,79 16,81
Tiefstkurs
Stammaktie *
10,81 11,61
Höchstkurs
Vorzugsaktie *
8,80 8,26
Tiefstkurs
Vorzugsaktie *
7,10 6,44
EPS Stammaktie 0,52 0,24
EPS Vorzugsaktie 0,60 0,32
Dividende
Stammaktie
0,31** 0,27
Dividende
Vorzugsaktie
0,39** 0,35

* Börse Stuttgart

** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2017)

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 € und ist in 6.314.700 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und in 2.187.360 auf den Inhaber lautende nennwert- und stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Notiert sind die Stamm- und Vorzugsaktien des Unternehmens an den Börsenplätzen Frankfurt/Main und Stuttgart. An der Deutschen Börse in Frankfurt/Main ist das Unternehmen im Basic Board (Open Market), dem Nachfolgesegment des Entry Standard, gelistet, an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart im Teilbereich Freiverkehr Plus.

Stammdaten der Aktie

Börsenplätze
Börse Frankfurt Segment Basic Board im Open Market
Börse Stuttgart Segment Freiverkehr Plus im Freiverkehr
Kürzel
Stammaktie MUT
Vorzugsaktie MUT3
WKN
Stammaktie 661400
Vorzugsaktie 661403
ISIN
Stammaktie DE 0006614001
Vorzugsaktie DE 0006614035

Ergebnis je Aktie

Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis je Stammaktie 0,52 € (2015: 0,24 €) und je Vorzugsaktie 0,60 € (2015: 0,32 €). Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den Konzern-Jahresüberschuss durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert.

Dividende

Der Hauptversammlung im Jahr 2017 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 5,6 Mio. € eine Dividende von 0,31 € je Stammaktie und von 0,39 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zur Zeit durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten Anteile 2.688.194,45 € betragen und 2.872.620,19 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Unsere Aktionärsstruktur

Im Berichtszeitraum hat sich die Aktionärsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wie folgt verändert. Der Anteil der Karlsberg Gruppe an den Stammaktien der Gesellschaft erhöhte sich leicht von 69,57 % auf 70,13 %. Zudem hielt die Karlsberg Gruppe per Jahresende 2016 einen unveränderten Anteil von 1,74 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft. Der Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststättengewerbes e.V., Stuttgart, ist nach wie vor mit einem Anteil von 8,59 % an den Stammaktien der Gesellschaft vertreten, ihr Anteil an den Vorzugsaktien erhöhte sich von 28,72 % auf 36,54 %. Die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen, hielt unverändert 7,21 % der Stammaktien. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum 31. Dezember 2016 insgesamt 394.945 eigene Stammaktien, was einem Anteil von 6,25 % der Stammaktien entspricht, und keine eigenen Vorzugsaktien. 7,83 % der Stammaktien und 61,72 % der Vorzugsaktien befanden sich per Jahresende 2016 im Streubesitz.

Investor Relations

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA stand im Berichtszeitraum mit ihren Investoren sowie Privataktionären im aktiven Dialog und informierte regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen der Gesellschaft. Darüber hinaus bot das Unternehmen aktuelle und umfassende Informationen über seine Internetseite www.mineralbrunnen-kgaa.de an. Auch künftig wird sich die Gesellschaft mit gewohnter Sorgfalt ihren Investor Relations-Aufgaben widmen und der interessierten Öffentlichkeit mit der üblichen Transparenz und Schnelligkeit gegenübertreten. Mit dem Wirksamwerden der sogenannten Marktmissbrauchsverordnung finden zudem seit dem 3. Juli 2016 auch für Freiverkehrsemittenten wie der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bekanntmachungsverfahren für Ad-hoc-Publizität und Directors' Dealings sowie Insiderlisten Anwendung, wodurch die Transparenz und Sicherheit für Anleger weiter gesteigert wurde.

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Grundlagen des Konzerns

  • Geschäfts- und Organisationsstruktur
  • Konzernstrategie
  • Produkt- und Markenportfolio
  • Unternehmerische Steuerungssysteme

Wirtschaftsbericht

  • Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
  • Unternehmenssituation
  • Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
  • Mitarbeiter
  • Innovationsmanagement
  • Umwelt und gesellschaftliches Engagement
  • Risikobericht
  • Nachtragsbericht
  • Chance- und Prognosebericht

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Grundlagen des Konzerns Geschäfts- und Organisationsstruktur

Der Konzern Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA1 ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe2 von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte. Als klassischer Markenartikler im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süddeutschland sowie seinen nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken bietet der Konzern ein marktgerechtes und margenstarkes Marken- und Produktportfolio von alkoholfreien Getränken an.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im alkoholfreien Getränkemarkt mit Sitz in Bad Überkingen, Baden-Württemberg. Dort sind auch die operative Konzernleitung sowie die zentralen Verwaltungs- und Managementfunktionen der Unternehmensgruppe angesiedelt. Der Konzern verfügt des Weiteren über Bürogebäude, Lager- und Distributionsanlagen, Entwicklungs- und Laboreinrichtungen sowie über regionale und nationale Vertriebseinheiten. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach, Kißlegg, Lauterecken und Merzig. Mit 429 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Konzernumsatz von 139,8 Mio. € erwirtschaftet.

2 nachfolgend der "Konzern" oder die "Unternehmensgruppe"

Die Konzernstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA* (Stand 31.12.2016)

* Rechtsformwechselnde Umwandlung in Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin zum 10.2.2016

1 Mit der Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm wurde am 10. Februar 2016 der Formwechsel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien (nachfolgend die "Gesellschaft" oder die "KGaA") unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), als persönlich haftende Gesellschafterin wirksam

Konzernstruktur

Der Konzern umfasst die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Überkingen als Holdinggesellschaft. Mit der rechtsformwechselnden Umwandlung in die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 10. Februar 2016 (Eintragung im Handelsregister) obliegt die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), als persönlich haftender Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Dr. Hans-Georg Eils und Frank Scheidemann (seit 4. März 2016).

In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, wird das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns erbracht. Die Holdinggesellschaft hält 100 % der Anteile an der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, die wiederum 100 % der Anteile an den operativen Gesellschaften hält.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 25. Juli 2016 wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 die Ailon GmbH mit Sitz in Bad Überkingen auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH verschmolzen und am 18. August 2016 im Handelsregister eingetragen.

Des Weiteren hält die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eine 45-prozentige Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), die Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal und Rechnungswesen erbringt.

Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zusammengefasst.

Geschäftstätigkeit

Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineralund Heilwasser, Erfrischungs- und Süßgetränken sowie Fruchtsäften und anderen Saftvarianten. Aufbauend auf starken Regionalmarken in Süddeutschland (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u.a.) und nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken (afri, Bluna, Niehoffs Vaihinger, Klindworth u.a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein umfassendes Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süddeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen, leistungsfähige Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.

Konzernstrategie

Fokussierung auf regionale Marken im Markt für alkoholfreie Getränke

Mittelfristiges Ziel ist der weitere Ausbau der Unternehmensgruppe zum führenden ertragsstarken Markenanbieter im regionalen Mineralwassermarkt und im überregionalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt. Grundlage des Geschäfts sind die etablierten Regionalmarken in Süddeutschland und die nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken. Das margenstarke Markenangebot wird kontinuierlich verbessert und das Getränkesortiment einer kontinuierlichen Überprüfung der Wirtschaftlichkeit unterzogen. Lohnaufträge führt der Konzern ausschließlich bei nachgewiesener, angemessener Wirtschaftlichkeit durch.

Wertorientierter Ausbau der regionalen Marktanteile durch hochwertiges Produkt- und Markenportfolio

Ein fokussiertes Produktangebot auf Basis etablierter regionaler Marken im Kernabsatzgebiet Süddeutschland und ergänzende nationale Spezialitäten bieten weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Die große Präsenz in Handel, Gastronomie und Hotellerie schafft die Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz der eigenen Markenprodukte durch die Konsumenten. Die Nähe zum Verbraucher und die Kenntnis über die sich wandelnden Bedürfnisse ermöglichen es dem Konzern, ein verbrauchergerechtes Produkt- und Markenangebot bereitzustellen und zusätzliche Absatzpotenziale zu generieren.

Margenausbau und Wertsteigerung durch klare Markenpositionierung im oberen Preissegment

Die starken Qualitätsmarken des Konzerns sind eine entscheidende Voraussetzung für die Erzielung höherer Margen im alkoholfreien Getränkemarkt. Durch gezielte Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, einhergehend mit einem fokussierten Distributionsausbau, werden die Konsumenten unmittelbar erreicht und zur Kaufentscheidung geführt. Mit einer relevanten Markenpositionierung und dem Herausstellen des jeweiligen Produktnutzens wird die Abhängigkeit von reinen Preisaktivitäten vermindert und dauerhaft Preisstabilität gesichert. Die kontinuierlich klare Markenführung ermöglicht es, eine langfristige Konsumentenloyalität zu erreichen.

Vertiefung der Konsumentenloyalität durch Regionalität

Die Marken des Konzerns sind in ihren regionalen Kernabsatzgebieten fest verwurzelt und stehen in langfristiger, partnerschaftlicher Beziehung mit ihren Kunden in Handel und Gastronomie. Aufbauend auf dieser Marktnähe und Akzeptanz werden die regionale Konsumentenloyalität sowie die ertrags- und wertorientierte Marktposition weiter gefestigt.

Etablierung einer umfassenden, effizienten Kostenstruktur als Schlüssel für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit

Volatile Grund- und Rohstoffpreise, restriktive und zum Teil stark einschränkende Bestimmungen und Gesetze (z. B. durch die Lebensmittel-Informationsverordnung, Verpackungsverordnungen etc.), der weiterhin intensive Preiswettbewerb und die Anforderungen des Kapitalmarkts bedingen, dass der Konzern seine operativen Prozesse und Strukturen ständig überprüft, anpasst und verbessert. Dazu gehört eine transparente Kosten- und Leistungszuordnung in den einzelnen Unternehmenseinheiten. Die Prozesse im gesamten Konzern werden regelmäßig auf Wirksamkeit und Effizienz geprüft und entsprechend angepasst. Geeignete Maßnahmen zur weiteren Prozess- und Ertragsverbesserung werden fortlaufend umgesetzt.

Moderne Technologien und systematische Mitarbeiterentwicklung als Investitionen in die Zukunft

Konsumenten und Kunden erwarten innovative Produkte, Produktsicherheit und Qualität sowie effiziente und flexible Angebots- und Lieferstrukturen, die durch eine moderne Technikausstattung gewährleistet werden. Gleichzeitig erfordert eine erfolgreiche Unternehmensführung die Wertschätzung und Förderung der Mitarbeiter. Eine gute Personalentwicklung erhöht das Engagement der Mitarbeiter für den Konzern und verbessert den Dialog mit den Kunden.

Produkt- und Markenportfolio

Der Konzern bietet seine Produkte mit einer konsequenten Mehrmarkenstrategie auf klar definierten Märkten vorwiegend in den gehobenen, margenstarken Preissegmenten an. Die Markenpositionierungen sind auf relevante Kunden- und Zielgruppen zugeschnitten und orientieren sich an regionalen sowie teilweise überregionalen Bedürfnissen und Werten. Jede Marke verfügt über ein zielgruppenspezifisches, umfangreiches Getränke- und Gebindesortiment.

Alle Produkte des Konzerns werden sowohl über die klassischen Vertriebskanäle als auch über neue Distributionswege vertrieben und erreichen dabei eine gute Marktabdeckung. Die Partner in Handel und Gastronomie werden mit maßgeschneiderten Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt. Die Unternehmen der Gruppe stellen hochwertige Werbemittel zur Verfügung und bieten mit dem stilvollen Design ihrer Gastronomie-Glasgebinde größtmögliche Ausstattungsqualität. Die operativ eigenständigen Tochterunternehmen Mineralbrunnen Krumbach GmbH und Mineralbrunnen Teinach GmbH agieren als regionale Markenanbieter kunden- und marktspezifisch. In der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind alle Saftmarken gebündelt. Sie bedient als schlagkräftige und effiziente Vertriebsorganisation überregional den Getränkefachgroßhandel sowie die Gastronomie und Hotellerie.

Die wichtigsten Marken des Konzerns

Teinacher

Die Kernmarke Teinacher ist als Genießer-Mineralwasser positioniert und hat mit ihrer führenden Marktposition in der süddeutschen Gastronomie eine hohe Marktakzeptanz. Teinacher wächst seit mehreren Jahren dynamisch und ist trotz des ausschließlich regionalen Verbreitungsgebiets national unter den Top 5 im Gastronomie-Wassermarkt zu finden. Mit exklusiven Gastronomiegebinden werden anspruchsvolle Verbraucher angesprochen, die Wert auf Genuss und gehobene Qualität legen. Glaubhaft unterstützt wird diese Strategie durch Kooperationen wie beispielsweise mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg. Mit diesem Engagement wird das Bekenntnis zu Hotellerie und Gastronomie sowie die regionale Verbundenheit der Marke Teinacher zum Ausdruck gebracht.

Die Angebots-Palette von Teinacher wächst stetig. Vom natürlichen Mineralwasser über fruchtige Direktsaftschorlen in verschiedenen Geschmacksrichtungen bis hin zu erfrischenden Süßgetränken in vielerlei Sorten. Sowohl das Produkt- als auch das Gebindesortiment von Teinacher werden kontinuierlich weiterentwickelt. So wurde im Januar 2016 das Teinacher Gourmet Sortiment, das exklusiv für die Gastronomie angeboten wird, um eine Classic-Variante ergänzt. Teinacher Gourmet Classic in der blauen Gastroflasche komplettiert als natürliches Mineralwasser mit viel Kohlensäure das Teinacher Gourmet Sortiment und ist in der 0,75 Liter, 0,5 Liter sowie 0,25 Liter Glasflasche erhältlich. Ebenfalls neu im Teinacher Sortiment sind die Teinacher Eistees in den fruchtigen Geschmacksrichtungen Zitrone und Pfirsich.

Die beiden Sorten, die sich auch für eine vegane Ernährung eignen, sind seit Januar 2016 in der praktischen 0,5 Liter PET-Pfandflasche im Handel und seit Juli 2016 in der 0,33 Liter Gourmet-Flasche für die Gastronomie verfügbar.

Mit der Entwicklung und Einführung des umweltfreundlichen Individualglasgebindes "Teinacher Genussflasche" im Komfortkasten für den Getränkefach- und den Lebensmitteleinzelhandel wurden bereits 2015 neue Maßstäbe bei Glas-Mehrwegflaschen gesetzt. Sowohl Glasflasche als auch Komfortkasten werden aus 100 % Recyclingmaterial hergestellt und alle Partner und Lieferanten kommen aus Baden-Württemberg. Hierfür wurde die Mineralbrunnen Teinach GmbH im Berichtszeitraum mit dem Mehrweg-Innovationspreis ausgezeichnet, der von der deutschen Umwelthilfe und der Stiftung Initiative Mehrweg für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme vergeben wird. Die hochwertigen 0,75 Liter Glasflaschen im handlichen 12er-Komfortkasten bedienen die aktuellen Themen Genuss, Design sowie Nachhaltigkeit und leisten einen großen Beitrag dazu, das Mehrwegsystem noch attraktiver, umwelt- und verbraucherfreundlicher zu machen. Seit Februar 2017 wird in diesem Gebinde auch die neue Teinacher Genuss-Limonade in den Sorten Zitrone, Rhabarber-Mirabelle und Orange-Mandarine vertrieben. Das neue Premium-Getränk im Retro-Look zeichnet sich durch hochwertige Zutaten, hohe Natürlichkeit und regionale Einzigartigkeit aus. Der Absatz der Teinacher Genuss-Limonade wird durch eine breit angelegte Werbekampagne und markenadäquate Verkaufsförderungsmaßnahmen im Handel unterstützt.

Übergeordnetes Ziel bei Teinacher ist die weitere Schärfung des Markenprofils als regionaler, verantwortungsbewusster und nachhaltiger Mineralbrunnen. In der gesamten Außendarstellung werden die Markenwerte Qualität, Regionalität und Genuss entsprechend deutlich kommuniziert. Auch im laufenden Jahr soll die führende Marktposition mit Teinacher Gourmet weiter ausgebaut sowie die Distribution von PETund Genussflaschen-Gebinde im Handel ausgeweitet werden.

Hirschquelle

Die Traditionsmarke Hirschquelle aus dem Schwarzwald ist die führende Heilwassermarke in Süddeutschland und besetzt die Themen bewusste Ernährung und gesundes Leben. Die regionale Verankerung und das ansteigende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten bilden die Erfolgsgrundlage. Im Berichtszeitraum hat sich die Marke mit einem Absatz unter Vorjahresniveau leicht negativ entwickelt.

Der Markenauftritt wurde in 2016 weiterentwickelt und Hirschquelle Heilwasser sowie Hirschquelle Vital mit neuem Logo und neuen Etiketten ausgeliefert. Das einheitliche, moderne Design sorgt für eine hohe Wiedererkennung, der Hirsch als Wahrzeichen der Marke bleibt ebenso wie Inhalt und Flasche erhalten. Neu und sofort erkennbar ist jetzt der "Teinacher" Mineralbrunnen als Absender. Durch den Relaunch werden frische Impulse gesetzt, gesundheitsbewusste und anspruchsvolle Käufer angesprochen und dadurch neue Absatzpotenziale geschaffen.

Krumbach

Krumbach ist die im Konzern absatzstärkste Marke und verzeichnete im Berichtsjahr eine stabile Absatz- und Umsatzentwicklung. Krumbach produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Die Mineralwassermarke zeichnet sich durch ihre sanfte Mineralisierung und ihre starke Verankerung in der Herkunftsregion Allgäu aus. Kernzielgruppe sind aktive, verantwortungs- und gesundheitsbewusste Menschen und Familien.

Die regionale Bindung der Marke wird durch das Engagement bei vielen Projekten und Aktivitäten im Allgäu vertieft. So ist Krumbach Markenpartner der Allgäu GmbH, der offiziellen Dachorganisation für Standort und Tourismus im Allgäu. Darüber hinaus unterstützt Krumbach Kindergärten, Schulen sowie Vereine für Jugendarbeit und sponsert aktiv den Breitensport im Allgäu in unterschiedlichsten Disziplinen mit besonderem Fokus auf die Jugendförderung. Seit der Fußballsaison 2016/17 ist Krumbach auch offizieller Mineralwasserpartner des FC Augsburg und in den nächsten drei Jahren für die Lieferung des Mineralwassers in die WWK Arena zuständig. Bereits seit 2015 ist Krumbach zudem Förderpartner des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Bayern.

Im Berichtszeitraum wurde die Distribution der 1,0 Liter Mehrweg-Glasflasche im 6er-Individualkasten durch zusätzliche Listungen im Lebensmitteleinzelhandel weiter deutlich ausgeweitet. Im Frühjahr 2016 wurde das Krumbach-Mineralwassersortiment zudem um eine zusätzliche vierte Mineralwassersorte ergänzt. Den bestehenden Sorten Classic, Medium und Naturell wurde mit "Krumbach Fein Perlend" eine weitere hinzugefügt, die eine noch feinere Geschmacksdifferenzierung innerhalb der angebotenen Mineralwässer ermöglicht. Mit einem harmonischen und sanften Geschmack ist die neue Sorte vom Kohlensäuregehalt zwischen Krumbach Medium und Krumbach Naturell einzuordnen und ebenfalls zur Zubereitung von Babynahrung geeignet. Sie wird sowohl in 1,0 Liter Mehrweg-Glasflaschen im 6er-Kasten als auch in 1,0 Liter PET-Flaschen im 9er-Kasten vertrieben. Darüber hinaus wurde die Produktvielfalt von Krumbach um das Erfrischungsgetränk "Apfelschorle Naturtrüb" erweitert, das die Kriterien Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität getreu der Krumbach Firmenphilosophie erfüllt. Entsprechend der Krumbach Regionalmarkenstrategie stammen die Äpfel aus Regionen in Süddeutschland, wie beispielsweise dem Bodensee, und die Produktion von Glas, Kasten und bedruckten Papieretiketten findet komplett im Allgäu statt. Die Krumbach Apfelschorle Naturtrüb ist zudem aufgrund der besonderen Verarbeitung zur veganen Ernährung geeignet. Sie ist sowohl in 1,0 Liter Mehrweg-Glasflaschen im handlichen 6er-Kasten als auch in 0,5 Liter Mehrweg-Glasflaschen im 12er-Kasten erhältlich.

In diesem Jahr erfährt die Marke Krumbach einen großen Relaunch mit einer modernen, marken- und premiumgerechten Erscheinung. Das neue Krumbach Logo mit dem Zusatz "Aus dem Allgäu" steht für das klare Bekenntnis zur Heimatregion und macht die regionale Bindung der Marke noch deutlicher. In den Kernabsatzgebieten Baden-Württemberg und Bayern wird zudem der Krumbach Vertrieb in Gastronomie und Handel gezielt durch markenadäquate Werbe- und Verkaufsförderungsaktivitäten unterstützt.

Niehoffs Vaihinger

Niehoffs Vaihinger ist eine der führenden Saftmarken in Deutschland und kompetenter Partner des Getränkefachgroßhandels, der Gastronomie und der Hotellerie. Die Premium-Marke im Saftbereich zeichnet sich durch Exklusivität,

Sortimentskompetenz, hervorragende Qualität, kontinuierliche Innovationen sowie eine attraktive Wertschöpfung beim Kunden aus. Bei Niehoffs Vaihinger sind sowohl die Systemgastronomie und Hotellerie als auch die Trend- und Szenegastronomie die Haupttreiber und Wachstumsträger. Mit einem breiten Sortiment von über 25 Sorten und einer langjährigen Erfahrung unterstreicht Niehoffs Vaihinger seinen Anspruch, vor allem im Barbereich der kompetente Partner zu sein. Niehoffs Vaihinger geht den Weg als umfassender Anbieter von fruchthaltigen Getränken weiter und entwickelt neue Möglichkeiten, wie den Einsatz von Saftkonzentraten.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Markenauftritt weiterentwickelt, um Niehoffs Vaihinger neue Impulse für nachhaltiges Wachstum im Fruchtsaftmarkt zu geben. Die Marke erstrahlt im neuen Glanz. Das Logo und die Etikettenausstattung unterstreichen den Anspruch derer, die ihren Gästen nur das Beste bieten wollen. Die hochwertige Werbemittelausstattung spricht vor allem die Gastronomie an. Im Juli 2017 wird mit einem naturtrüben Rhabarber-Nektar zudem ein Neuprodukt in das Niehoffs Vaihinger Sortiment eingeführt.

Niehoffs Vaihinger ist somit auf dem besten Weg, mit Premium-Qualität und Cocktail-Kompetenz die eigene Position im Saftmarkt konsequent auszubauen und die Qualitätsmarktführerschaft zu festigen.

Klindworth

Klindworth ist eine moderne Familien-Fruchtsaftmarke mit ansprechendem frech-fröhlichen Design. Nach dem erfolgreichen Relaunch der Marke Ende 2014 zeigt die Absatzentwicklung im Berichtszeitraum entgegen dem Markttrend nach oben. Der neue andersartige Markenauftritt unter dem Motto "Auf ein Klindworth" erfreut sich hoher, vielversprechender Akzeptanz bei Partnern und Kunden. Die verstärkte Präsenz im organisierten Getränkeabholmarkt und im Lebensmitteleinzelhandel öffnete den Weg der Marke hin zur Familienmarke mit einer hohen Verfügbarkeit.

Die neue Ausstattung setzt auf innovative Etiketten, freche und sympathische Sortennamen, hochwertige Individualglasflaschen und eine aus dem Markenauftritt heraus entwickelte Werbekampagne. Gleichzeitig bekennt sich Klindworth mit

seinem breiten Sortiment von 34 Sorten zu höchster Premiumqualität und ausgewählten natürlichen Zutaten. In 2016 wurden kundenspezifische Vermarktungsaktivitäten mit dem Ziel der Neukundengewinnung und Kundenbindung umgesetzt. Eine moderne Homepage mit Filialfinder und eine interaktive Facebookseite versorgen die Kunden mit Gewinnspielen, Promotionterminen und News rund um Klindworth. Die Werbemaßnahmen werden auch in 2017 fortgeführt, darunter eine Plakat-Aktion mit 18 großformatigen Einzelplakaten verbunden mit einer Promotiontour in Nord- und Westdeutschland. Im Juli 2017 wird mit dem naturtrüben Rhabarber-Nektar RHABI zudem ein Neuprodukt in das Klindworth Sortiment eingeführt.

Merziger

Merziger bietet ein zeitgemäßes Portfolio an Qualitätssäften, sowohl im Mehrweg- als auch im Einweggebinde. Im Fokus des Sortiments stehen Direktsäfte, bevorzugt aus Früchten der Region. Die Produkte richten sich an Familien sowie gesundheits- und qualitätsbewusste Haushalte im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im südlichen Nordrhein-Westfalen. Hohe Qualität bei gleichzeitiger Schonung aller Ressourcen ist fester Bestandteil der Merziger-Philosophie. Im Berichtszeitraum wurde der Absatz durch gezielte Verkaufsförderungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel unterstützt. Zudem wurden die ersten Weichen für eine auf Regionalität ausgerichtete Neupositionierung der Marke in 2017 gestellt.

Cocktail Plant

Cocktail Plant steht für erstklassige alkoholfreie und -haltige trinkfertige Cocktails auf Basis der Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte und wird in 0,2 Liter Mehrwegflaschen in Getränkeabholmärkten, Gastronomie und Hotellerie vertrieben. Das Cocktail Plant Sortiment umfasst zehn fertig gemixte Cocktails. Die Gestaltung der Etiketten mit besonderen Texten verführt den Konsumenten zum Besuch der interaktiven Cocktail Plant Facebookseite und Homepage. Vom Filialfinder, über einen Online-Shop, bis hin zum personalisierten Etikett und einer druckfertigen Getränkekarte bietet Cocktail Plant alles, was sich eine moderne, junge und kommunikative Zielgruppe wünscht. Aufgrund des noch vorhandenen Marktpotenzials und der attraktiven Wertschöpfung für Kunden zeichnet sich ein weiteres Wachstum für Cocktail Plant ab. Unterstützt wird

die Markenwahrnehmung durch eine umfangreiche endverbraucherorientierte PR-Kampagne. Über eine Kooperation mit der Frauenzeitschrift "Jolie", die bisher alle Erwartungen übertroffen hat, werden sowohl die Print-Leser als auch die Online-User des Lifestyle-Magazins angesprochen. In 2017 stehen eine Erweiterung des Sortimentes um Longdrink-Varianten, eine Distributionsausweitung auf den Lebensmitteleinzelhandel und verstärkt verkaufsfördernde Maßnahmen am Point of Sale an.

afri und Bluna

Für die Marke afri und ihre Schwestermarke Bluna wurden in den vergangenen Jahren mehrere langfristig ausgelegte Konzessionspartnerschaften abgeschlossen, die vorsehen, dass Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna übernehmen. Im Zuge der Konzessionsvereinbarungen wurden die Marken afri und Bluna mit vergrößertem Sortiment auf eine breitere Basis gestellt. So öffnete sich die Marke afri mit der neuen dritten Sorte "afri cola", die 10 mg Koffein pro 100 ml enthält, für neue Verbraucher, die weniger Koffein und einen süßeren Cola-Geschmack bevorzugen. Die bewährte afri cola mit 25 mg Koffein pro 100 ml wird als "afri cola 25" distribuiert, um den höheren Koffeingehalt hervorzuheben. Die kalorienfreie "afri cola ohne zucker" erfreut sich dank ihrer Rezepturoptimierung steigender Beliebtheit. Beim farbenfrohen Limonadenklassiker Bluna gesellt sich zu "Bluna Orange" und "Bluna Zitrone" die neue Sorte "Bluna Mix Cola Orange" hinzu.

Nicht nur in punkto Sorten, sondern auch im Bereich der Gebinde sind afri und Bluna für alle vertrieblichen Herausforderungen und Kundenwünsche gerüstet. Während man sich in der angesagten Szene-Gastronomie, in Bars und Lounges weiterhin auf die unverwechselbaren Individualflaschen besinnt, werden afri und Bluna über die Konzessionäre ebenso in verschiedenen Pre- und Postmixgebinden angeboten, um dem Bedarf aller Gastronomietypen gerecht zu werden. PET-Einweg-Gebinde bleiben weiterhin im Getränkefachmarkt und im Lebensmitteleinzelhandel präsent.

Das erweiterte Sortiment, neue Kampagnen und eine erhöhte bundesweite Präsenz in Handel und Gastronomie im Zuge der nacheinander in Kraft tretenden Partnerschaften versprechen sowohl bei afri als auch bei Bluna ein deutliches Wachstumspotenzial und eine deutliche Steigerung der Markenbekanntheit. Ziel ist es, mit afri die drittstärkste Cola-Marke in Deutschland zu werden.

Weitere Marken

Weitere Marken des Konzerns sind Lindavia, Kisslegger Allgäuquelle und Schloss Veldenz.

Unternehmerische Steuerungssysteme

Die Konzernplanung und -steuerung erfolgt im Wesentlichen auf Basis der Kennzahlen EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), wobei die Zinsen die Positionen 8. - 12. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten. Zielsetzung der Unternehmensgruppe ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung und der kontinuierliche Ausbau der Marktanteile in den höherpreisigen, margenstarken Markensegmenten.

Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Die KGaA setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten über die kontinuierliche Auswertung von Ergebnisbeitrag, Marktstellung und Kosteneffizienz.

Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) erreichte das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2016 mit rund 3,1 % in etwa das Niveau des Vorjahres (3,2 %). In den Ländern der Eurozone lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwartungsgemäß bei 1,7 %. Mit einem Anstieg von ebenfalls 1,7 % konnte auch Deutschland ein solides Wachstum verzeichnen (2015: 1,5 %). Wesentlichen Anteil an der positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hatte der private Konsum, der laut Statistischem Bundesamt im Berichtsjahr preisbereinigt um 2,0 % zulegte. Dafür entscheidend war der Anstieg der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 2,8 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2016 um durchschnittlich 0,5 % gegenüber dem Vorjahr und damit erstmals seit 2011 wieder stärker als im Jahr zuvor (2015: +0,3 %). Der Einzelhandel konnte nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) im vergangenen Jahr ein Wachstum von 2,3 % erzielen und damit das prognostizierte Wachstum in Höhe von 2,0 % übertreffen. Auch das Gastgewerbe in Deutschland entwickelte sich in 2016 positiv. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts setzten Hotellerie und Gastronomie preisbereinigt 0,9 % mehr um als im Vorjahr. Nominal, also ohne Berücksichtigung von Preisveränderungen, lag der Zuwachs sogar bei 2,9 %.

Der Markt für alkoholfreie Getränke

Der Absatz alkoholfreier Getränke (AfG) verzeichnete im Berichtszeitraum nach Berechnungen des Haushaltspanels der GfK einen leichten Rückgang. So lag der Absatz im Gesamtjahr 2016 um 1,2 % niedriger als im Vorjahr. Einzig das Mineralwasser-Teilsegment konnte sich nahezu stabil halten und lag auf alle Sorten gerechnet lediglich 0,1 % unter dem Vorjahresniveau. Während Wasser ohne Kohlensäure ein kräftiges Absatzplus von 3,4 % und Wasser mit wenig Kohlensäure einen Zuwachs von 1,6 % auswiesen, sanken die Absatzzahlen von Wasser mit viel Kohlensäure deutlich um 4,0 %.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM), in dem rund 200 deutsche Mineralbrunnenbetriebe Mitglied sind, ermittelte in einer ersten Hochrechnung für das Mineral- und Heilwassersegment eine positive Absatzentwicklung. Mit 11,3 Milliarden Litern wurde ein Absatzplus von 0,8 % im Vergleich zu 2015 und damit ein Rekordwert erreicht. Einschließlich Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken stieg der Gesamtabsatz der Branche nach den vorläufigen Berechnungen um 0,4 % auf 14,8 Milliarden Liter.

Eigene Darstellung, Quelle: GfK

Im Segment Fruchthaltige Getränke (FHG) ermittelte die GfK nach dem Anstieg in 2015 von 2,5 % wieder einen Absatzrückgang. Insgesamt verzeichnete dieses Teilsegment in 2016 ein Minus von 2,9 %. Neben Fruchtsäften (-2,6 %) mussten vor allem Fruchtsaftgetränke Absatzeinbußen hinnehmen (-9,0 %). Der Absatz von Fruchtnektaren lag hingegen leicht im Plus (+0,7 %). Die im vergangenen Jahr neu in dieses Segment aufgenommene Warengruppe Smoothies konnte erneut stark zulegen.

Im Segment Carbonated Soft Drinks (CSD) waren wie bereits in den Vorjahren Absatzeinbußen zu verzeichnen. Insgesamt wurden 1,0 % weniger kohlensäurehaltige Süßgetränke in 2016 abgesetzt. Während sich der Absatz von Limonade

annähernd auf Vorjahresniveau halten konnte (-0,1 %), sank der Absatz von Cola- und Cola-Mix-Getränken um 1,1 %. Den stärksten Rückgang (-7,1 %) wiesen Bittergetränke auf, nachdem in 2015 noch ein deutliches Absatzplus von 4,8 % erreicht wurde.

Die restlichen AfG-Segmente verbuchten einen Rückgang beim Absatz von 5,5 %. Insbesondere Schorlen (-16,0 %), Nearwater (-10,7 %) und Flavoured Water (-7,9 %) sanken in der Gunst der Konsumenten. Hingegen erfreuten sich Energy Drinks (+17,5 %), Wasser Plus (+4,7%) und Eistee (+3,8 %) einer wachsenden Beliebtheit.

Gebindeentwicklung

Die eingesetzten Verpackungsarten bei Mineral- und Heilwasser haben sich wie bereits in den Vorjahren auch im Berichtszeitraum nur marginal verändert. Nach ersten Hochrechnungen des VDM stieg der Marktanteil der PET-Einweggebinde in 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 47,9 %, während sich die Anteile von PET-Mehrweg auf 19,3 % und

Anteil der von deutschen Brunnenbetrieben verwendeten Verpackungsarten 2013-2016

(Mineral- und Heilwasser sowie Erfrischungsgetränke)

Eigene Darstellung, Quelle: VDM

Hinweis: Die Angaben für 2016 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten finalen VDM-Marktdaten der Jahre 2013 bis 2016 können daher von den in den Geschäftsberichten der Vorjahre genannten vorläufigen Daten abweichen.

von PET-Zweiweg (PETCYCLE) auf 9,0 % jeweils geringfügig verringerten. Der Marktanteil von Glas-Mehrweggebinden lag unverändert bei 23,5 %. Darin eingeschlossen sind auch Individualglasgebinde für die Gastronomie und den Handel, die sich bei anspruchsvollen Verbrauchern steigender Beliebtheit erfreuen.

Im FHG-Segment wird der überwiegende Teil der Produkte nach wie vor in Einwegverpackungen abgesetzt. Laut GfK wurden 2016 insgesamt 94,1 % aller fruchthaltigen Getränke in Einweggebinden verkauft. Auf PET-Einweggebinden entfiel ein Marktanteil von 53,5 % und auf Karton- bzw. Weichpackeinweg 39,7 %. Glas-Einweggebinde wiesen lediglich einen Marktanteil von 0,8 % auf. Der Anteil von Mehrweggebinden lag unverändert bei 5,9 %. Im GfK-Haushaltspanel ist allerdings der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glasmehrwegebinde vorherrschend sind, nicht erfasst.

Einkaufsstätte

Beliebteste Einkaufsstätte für alkoholfreie Getränke sind für die Konsumenten in Deutschland weiterhin die Discounter, deren Marktanteil in 2016 laut GfK-Haushaltspanel jedoch von 49,8 % auf 49,6 % erneut leicht zurückging. Die LEH-Vollsortimenter konnten hingegen mit einem Marktanteil von 26,9 % im Vorjahresvergleich (26,2 %) weiter zulegen. Der Marktanteil der SB-Warenhäuser fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 15,2 %. Auch die Bedeutung der Getränkeabholmärkte hat mit einem Rückgang des Marktanteils von 6,4 % auf 6,1 % im Berichtszeitraum abgenommen.

Im FHG-Marktsegment steigerten die für den Absatz von Markenprodukten besonders relevanten LEH-Vollsortimenter und SB-Warenhäuser ihren Marktanteil um 2,1 Prozentpunkte auf 40,8 % erneut, wohingegen der Marktanteil der Discounter von 55,4 % auf 53,4 % weiter zurückging.

Preisentwicklung

In allen AfG-Segmenten war eine steigende Preisentwicklung nach Berechnungen des GfK-Haushaltspanels zu beobachten. Der durchschnittliche Mineralwasserpreis, der in den vergangenen Jahren über alle Preissegmente hinweg konstant bei 0,24 € pro Liter lag, erhöhte sich in 2016 auf 0,25 € pro Liter. Das gestiegene Marken- und Qualitätsbewusstsein der Verbraucher kommt dabei vor allem dem Markenwassersegment (Durchschnittspreis pro Liter von 0,40 € und höher) zugute. Davon profitieren bei den Verpackungsarten vorwiegend auch die Glas-Mehrweggebinde, darunter die Individualglasgebinde der Premiummarken.

Der durchschnittliche Einzelhandelspreis für fruchthaltige Getränke lag im Berichtszeitraum mit 1,07 € pro Liter um 0,05 € deutlich über dem Vorjahresniveau.

Im Segment der kohlensäurehaltigen Süßgetränke stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahr um 0,01 € auf einen durchschnittlichen Preis pro Liter von 0,56 €.

Unternehmenssituation des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Anmerkungen zur Berichtsweise

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2016 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Wesentliche Ereignisse

Am 10. Februar 2016 wurde mit der Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm die formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin wirksam. Die Gesellschaft firmiert seitdem als Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Alle Aktionäre der vormaligen Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wurden Kommanditaktionäre der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Durch den Rechtsformwechsel ist das bisherige Organ "Vorstand" entfallen und die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegen seitdem der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Dr. Hans-Georg Eils und Frank Scheidemann (seit 4. März 2016). Alleinvorstand Michael Bartholl ist mit Eintragung der formwechselnden Umwandlung am 10. Februar 2016 ausgeschieden und hat sämtliche Geschäftsführungsfunktionen in den Tochtergesellschaften zum 11. Februar 2016 niedergelegt. Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 16. Juni 2016 wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Empfehlungen der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und persönlich haftender Gesellschafterin, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von rund 4,0 Mio. € eine Dividende von 0,27 € je Stammaktie und von 0,35 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 21. Juni 2016. Unter Berücksichtigung der zu dieser Zeit von der Gesellschaft gehaltenen Anteile betrug die Ausschüttungssumme somit 2,4 Mio. €. Dem Gewinnvortrag wurden 1,6 Mio. € zugeführt. Die anwesenden Aktionäre honorierten den erfolgreichen Geschäftsverlauf und sprachen dem Management und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.

Im Dezember 2016 hat die Gesellschaft darüber hinaus beschlossen, ihre Investitionstätigkeit in den kommenden Jahren konzernübergreifend deutlich zu erhöhen. So ist es geplant, in den Geschäftsjahren 2017 bis 2019 insgesamt 52 Mio. € zu investieren. Ziel des Investitionsprogramms ist die Stärkung der strategischen Kernmarken der Gruppe, insbesondere durch den Ausbau von Kapazitäten im Glas-Mehrwegbereich. Schwerpunkte bilden dabei die Produktionsstandorte für die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaftmarken und die Teinacher-Marken durch geplante Großinvestitionen wie eine neue,

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zusätzliche Glasanlage am Standort Bad Teinach und eine neu konzeptionierte Abfüllung in Lauterecken. Die Finanzierung des verabschiedeten Investitionsprogramms wird zum einen aus den laufenden Cashflows der Unternehmensgruppe und zum anderen über die abgeschlossene bankenunabhängige Fremdkapitalaufnahme im Volumen von 25 Mio. € bei der Pricoa Capital Group erfolgen, einem Geschäftsbereich des US-amerikanischen Versicherungskonzerns Prudential Financial. Mit der vereinbarten, langfristigen Partnerschaft mit Pricoa konnte sich die Gesellschaft das gegenwärtig niedrige Zinsniveau für die zukunftsweisenden Investitionen langfristig sichern.

Kapitalmaßnahmen

Durch den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. November 2015 wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. November 2020 ganz oder in Teilbeträgen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 11.193.728 € gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Mit der Ermächtigung ist die Gesellschaft auch nach Wirksamwerden des Rechtsformwechsels weiterhin in der Lage, den künftigen Finanzbedarf schnell und flexibel zu decken.

Gremien

Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels zum 10. Februar 2016 ist das bisherige Organ "Vorstand" entfallen und die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegen seitdem der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Dr. Hans-Georg Eils und Frank Scheidemann (seit 4. März 2016). Alleinvorstand Michael Bartholl ist mit Eintragung des Formwechsels am 10. Februar 2016 ausgeschieden und hat sämtliche Geschäftsführungsfunktionen in den Tochtergesellschaften zum 11. Februar 2016 niedergelegt.

Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen. Nach Ende des Berichtsjahres hat Herr Friedrich Niehoff sein Amt als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 12. Februar 2017 niedergelegt. Es ist beabsichtigt, im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Juni 2017 ein neues Mitglied des Aufsichtsrats zu wählen.

Ertragslage

Konzern

Bei gegenläufiger Entwicklung in den einzelnen Segmenten konnten die A-Marken insgesamt ein leichtes Absatzplus verzeichnen. Dabei konnte in den Segmenten der Mineralbrunnen ein deutliches Mengenplus generiert werden, während das Saftsegment leicht rückläufig war. Ein deutlicher Zuwachs konnte zudem bei den Lohnfüllungen an den Standorten Krumbach und Lauterecken bei auskömmlichen Deckungsbeiträgen erzielt werden. Die Ertragslage zeigt folgendes Bild:

Konzernertragslage (in T€) 2016 2015 Delta
Umsatzerlöse 139.830 137.186 2.644
Waren- und Materialeinsatz -50.258 -52.607 2.349
Rohertrag 89.572 84.579 4.993
Sonstige betriebliche Erträge 2.573 6.211 -3.638
Personal -29.814 -27.093 -2.721
Sonstige betriebliche Aufwendungen -45.872 -47.736 1.864
Abschreibungen -11.874 -11.440 -434
Betriebsergebnis 4.585 4.521 64
Finanzergebnis 166 -1.879 2.045
Ergebnis vor Steuern (EBT) 4.751 2.642 2.109
Steueraufwand -385 -536 151
Konzernjahresergebnis 4.366 2.106 2.260
Verlustvortrag -1.119 -443 -676
Ausschüttung an Aktionäre -2.364 -1.935 -429
Nicht beherrschende Anteile -849 -847 -1
Konzernbilanzgewinn / -verlust 34 -1.119 1.154

Der Anstieg der Umsatzerlöse um 2,6 Mio. € resultierte aus den Absatzsteigerungen in den Brunnenbetrieben und aus höheren Umsätzen aus Lohnfüllungen. Der Rückgang im Wareneinsatz resultierte neben punktuell gesunkenen Einstandspreisen im Wesentlichen aus der Veränderung der Absatzstruktur zugunsten von Produkten mit geringerer Wareneinsatzquote. Insgesamt führte diese Entwicklung zu einer signifikanten Steigerung des Rohertrags und damit einer deutlichen operativen Verbesserung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtszeitraum um 3,6 Mio. € auf 2,6 Mio. €. Im Vorjahr war dieser Posten im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen, durch periodenfremde Erträge und Kursgewinne aus Fremdwährungssicherung begünstigt.

Trotz der konstanten Anzahl der Beschäftigen im Jahresdurchschnitt ist der Personalaufwand fast ausschließlich infolge von Rückstellungsdotierungen für Abfindungen und den Abschlüssen von Altersteilzeitverträgen für die Schließung des Standorts Bad Überkingen um insgesamt 2,7 Mio. € gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken infolge niedrigerer Aufwendungen im Verwaltungsbereich und im Bereich der neutralen Aufwendungen wie periodenfremde oder außerordentliche Aufwendungen; in den Bereichen Marketing und Vertrieb waren höhere Aufwendungen zu verzeichnen. Die Abschreibungen nahmen infolge des gesteigerten Investitionsvolumen planmäßig um insgesamt 0,4 Mio. € zu.

Trotz negativer Sondereffekte durch die Restrukturierungsaufwendungen (Standortschließung Bad Überkingen) im Personalaufwand (2,6 Mio. €) und durch geringere neutrale Erträge konnte durch die signifikante Verbesserung des operativen Ergebnisses das Betriebsergebnis um 0,1 Mio. € auf nunmehr 4,6 Mio. € gesteigert werden.

Das Finanzergebnis war durch den geänderten Rechnungszins bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung sowie durch höhere Zinserträge aus gewährten Darlehen gegenüber dem Vorjahr mit 2,0 Mio. € begünstigt. Nach dessen Verrechnung ergab sich ein Konzernergebnis vor Steuern von 4,8 Mio. € gegenüber 2,6 Mio. € im Vorjahr. Der Steueraufwand lag

hauptsächlich durch Zuführungen aktivierter latenter Steuern unterhalb des Vorjahres. Der im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete Konzern-Jahresüberschuss verbesserte sich auf 4,4 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (2,1 Mio. €).

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in 2016 mit 16,5 Mio. € leicht über Vorjahresniveau (16,0 Mio. €), das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 0,1 Mio. € auf 4,6 Mio. €.

Unter Berücksichtigung der in 2016 geleisteten Dividendenzahlung und dem Nicht beherrschenden Anteilen zustehenden Gewinn (0,8 Mio. €) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Konzernbilanzgewinn von 0,03 Mio. €. Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 0,52 € (2015: 0,24 €) und je Vorzugsaktie 0,60 € (2015: 0,32 €).

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres

Die signifikante Verbesserung des Rohertrages und geringere sonstige betriebliche Aufwendungen konnten die negativen Sondereffekte in den Personalaufwendungen überkompensieren, so dass im Ergebnis die prognostizierte Verbesserung im EBIT und EBITDA im einstelligen Prozentbereich realisiert werden konnte.

Einzelabschluss

Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zeigt folgende Entwicklung:

Durch den geänderten Ausweis von Konzernumlagen durch die erstmalige Anwendung der Vorschriften des BilRUG haben sich Verschiebungen innerhalb der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. So waren im Berichtszeitraum Umsatzerlöse für Lizenzen und für innerkonzernliche Leistungen in Höhe von 5,1 Mio. € auszuweisen; im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, die zusätzlich durch geringere periodenfremde Erträge insgesamt um 5,9 Mio. € deutlich gesunkenen sind. Ebenso waren

Dienstleistungen und Lizenzaufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 3,5 Mio. € als Aufwendungen für bezogene Leistungen auszuweisen, die wiederum die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr entlasteten. Der Personalaufwand erhöhte sich um 0,1 Mio. € auf 0,8 Mio. €, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 6,4 Mio. € unter dem Vorjahr liegen, welches neben dem Ausweis bezogener Leistungen im Materialaufwand maßgeblich aus geringeren Verwaltungskosten sowie geringeren periodenfremden Aufwendungen resultiert. Das Finanzergebnis schloss nahezu auf Vorjahresniveau, wobei geringere Erträge aus Ergebnisabführungen durch geringere Zinsaufwendungen ausgeglichen wurden. Nach Verrechnung der Finanz- und Beteiligungsergebnisse und Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 4,0 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbleibenden Gewinnvortrages von 1,6 Mio. € verbleibt ein Bilanzgewinn von 5,6 Mio. €.

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres

Infolge der dargestellten Entwicklung konnte das betriebliche Ergebnis um 1,9 Mio. € gesteigert werden und führte daher zu einer deutlichen Steigerung der Kennzahlen EBIT und EBITDA (jeweils 3,4 Mio. € gegenüber 2,3 Mio. € im Vorjahr), die jeweils deutlich über den prognostizierten Werten lagen.

Operative Tochtergesellschaften

Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.

Mineralbrunnen Teinach GmbH

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet die Marken Teinacher, Hirschquelle und Cilly. Der Umsatz der Gesellschaft lag in 2016 bei 43,5 Mio. €. Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 122 Mitarbeiter, davon fünf Auszubildende.

Mineralbrunnen Krumbach GmbH

Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die im Konzern absatzstärkste Marke Krumbach sowie die Marke Kisslegger. In 2016 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 37,3 Mio. €. Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 141 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende.

Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vertreibt die Marken Niehoffs Vaihinger, Klindworth, Merziger, Lindavia, Schloss Veldenz, DCide, Barmade und Cocktail Plant. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 64,1 Mio. €. Im Jahr 2016 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 111 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die größten Zugänge betrafen Marktinvestitionen in neue Gebinde sowie Anlageninvestitionen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung. Insgesamt investierte der Konzern im Berichtszeitraum ein Volumen von 9,4 Mio. € gegenüber 10,4 Mio. € in 2015. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.

Für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019 ist ein zukunftsweisendes Investitionsprogramm mit einem Volumen von 52 Mio. € beschlossen worden, das insbesondere Großprojekte wie eine neue, zusätzliche Glasanlage am Standort Bad Teinach und eine neu konzipierte Abfülllinie am Produktionsstandort der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH in Lauterecken berücksichtigt.

Finanzierung

Wertpapier-Management

Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Im Berichtsjahr wurde der bestehende Spezialfonds unverändert bei einem Volumen von 7,9 Mio. € gehalten.

Finanzierung

Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen ausreichende Kontokorrentlinien in Höhe von 10,0 Mio. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag mit 1,0 Mio. € valutieren.

Zur teilweisen Refinanzierung für das dargestellte Investitionsprogramm 2017 bis 2019 mit einem Volumen von 52 Mio. € ist im Berichtsjahr eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25 Mio. € vertraglich abgeschlossen worden, von denen eine Tranche von 10 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres abgerufen war. Die Laufzeit endet im Dezember 2024; die Rückzahlungsmodalitäten sehen Tilgungen in den Jahren 2022 bis 2024 zu jeweils einem Drittel vor.

Die an die Kreditlinien und an die Namensschuldverschreibung geknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) wurden im Berichtszeitraum jederzeit erfüllt. Im Berichtsjahr und für das laufende Geschäftsjahr stand bzw. steht somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Es liegen auch keine Anzeichen vor, dass die finanziellen Kennzahlen im Geschäftsjahr 2017 nicht erfüllt werden können.

Cashflow-Situation (Liquiditätsstatus)

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit schloss zum Bilanzstichtag mit einem Liquiditätsüberschuss von 18,2 Mio. € (Vorjahr: 20,0 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag infolge des weiterhin hohen Investitionsvolumens sowie durch die Gewährung eines Darlehens an einen Aktionär bei -17,5 Mio. € (Vorjahr: -13,5 Mio. €).

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Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war durch Auszahlungen an die Aktionäre und Minderheitsgesellschafter sowie durch die Aufnahme von langfristigen Finanzschulden mit 5,6 Mio. € positiv (Vorjahr: -4,0 Mio. €). Diese Effekte führten zu einer Verbesserung des Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahresstichtag um 6,2 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €).

Unter Berücksichtigung der stichtagsbedingt um 10,0 Mio. € höheren Darlehensgewährung an einen Aktionär ergab sich eine Verbesserung des Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2016 von 16,2 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

Konzern

Die Konzernbilanzsumme ist mit 119,1 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (118,8 Mio. €). Auf der Aktivseite sanken die immateriellen Vermögensgegenstände, die vornehmlich Marken- und Belieferungsrechte ausweisen, durch planmäßige Abschreibungen um 3,5 Mio. €. Aus Investitionen von 9,3 Mio. € und Abschreibungen in Höhe von 8,4 Mio. € resultierte der Zugang im Sachanlagevermögen von 0,8 Mio. €. Die planmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen führte dazu, dass sich die Finanzanlagen um 0,4 Mio. € reduzierten. Im Umlaufvermögen erhöhte sich das Vorratsvermögen im Wesentlichen durch höhere Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 25,0 Mio. € ein an einen Aktionär ausgereichtes Darlehen (im Vorjahr 15,0 Mio. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich durch Verrechnung von Deckungsvermögen (4,9 Mio. €) i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände) mit den Pensionsverpflichtungen vermindert. Die liquiden Mittel gingen stichtagbedingt um 0,8 Mio. € zurück.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 0,2 Mio. €. Trotz der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre (2,4 Mio. €) und der planmäßigen Abschreibung von nicht beherrschenden Anteilen Dritter nahm dieser Posten aufgrund des Konzern-Jahresüberschusses

(4,4 Mio. €) zu. Die Konzern-Eigenkapitalquote liegt mit unverändert 46 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind im Wesentlichen durch die dargestellte Verrechnung mit Deckungsvermögen um 4,5 Mio. € gesunken. Die sonstigen Rückstellungen liegen nahezu auf Vorjahresniveau. Der Anstieg der Verbindlichkeiten liegt durch die Aufnahme der langfristig ausgerichteten Namensschuldverschreibung bei gleichzeitiger Rückführung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten begründet.

Einzelabschluss

In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA lag die Bilanzsumme mit 4,7 Mio. € um 5,6 % über dem Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen lag auf Grund planmäßig durchgeführter Abschreibungen mit 0,1 Mio. € unter dem Vorjahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wiesen ein gewährtes Darlehen von 25,0 Mio. € an einen Aktionär aus, welches zum Vorjahresstichtag mit 15,0 Mio. € in Anspruch genommen war. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich infolge der geschilderten Verrechnung von Deckungsvermögen mit den Pensionsverpflichtungen sowie der jährlichen Einzahlung aus dem Körperschaftsteuerguthaben um 1,4 Mio. €. Die liquiden Mittel gingen stichtagsbedingt um 0,8 Mio. € zurück. Auf der Passivseite führte der erhöhte Jahresüberschuss zu einer Steigerung des Bilanzgewinns und bei sonst unveränderten Werten insgesamt zu einem höheren Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote liegt mit 61 % weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Rückstellungen sind im Wesentlichen durch die dargestellte Verrechnung von Deckungsvermögen mit den Pensionsverpflichtungen um insgesamt 1,6 Mio. € gesunken. Der Anstieg der Verbindlichkeiten liegt durch die Aufnahme der langfristig ausgerichteten Namensschuldverschreibung bei gleichzeitiger Rückführung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten begründet.

Dividende und Aktie

Der Hauptversammlung im Jahr 2017 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 5,6 Mio. € eine Dividende von 0,31 € je Stammaktie und von 0,39 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zur Zeit durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten Anteile 2.688.194,45 € betragen und 2.872.620,19 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Kurs der Aktien betrug zum 31. Dezember 2016 bei den Stammaktien 16,30 € (31.12.2015: 16,81 €) und bei den Vorzugsaktien 8,05 € (31.12.2015: 7,97 €). Damit verringerte sich die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Berichtszeitraum um 2,5 % auf 120,54 Mio. € per 31. Dezember 2016 (31.12.2015: 123,58 Mio. €).

Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Im Jahresdurchschnitt 2016 beschäftigte der Konzern inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen 429 Mitarbeiter (2015: 429 Mitarbeiter), davon 9 Auszubildende (2015: 11 Auszubildende).

Personalentwicklung

Die erhöhte operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.

Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst.

Der Konzern arbeitet an einer sich ständig verbessernden, dialogorientierten Unternehmenskultur, fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter und schafft damit auch eine Basis für die fachliche und soziale Entwicklung der Mitarbeiter. Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.

Innovationsmanagement

In den Marktsegmenten des Konzerns besteht ein intensiver Preiswettbewerb und damit hoher Margendruck. Daraus ergeben sich zwei Handlungsfelder für Innovationen, die die Unternehmensgruppe konsequent verfolgt:

Nachhaltige Kostensenkungen durch permanente Produktivitätsoptimierung

Im besonders wettbewerbsintensiven Mineralwassermarkt sind permanente Anpassungen hinsichtlich effizienter Prozesse gefragt, um die Kosten weiter zu senken. So konzentrieren sich die eigenen Innovationsaktivitäten auf eine hocheffiziente Anlagentechnik, den Rohstoffeinsatz, die Ressourcenschonung und auf effiziente und flexible Prozessabläufe. Dazu zählen ein optimierter Materialeinsatz und Kostenoptimierungen in Kombination mit effizienten Produktions-, Logistikund Vertriebsprozessen. Insgesamt zielt die Prozessoptimierung auf eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Kostenstruktur und unterstützt so die Ertragssicherung des Konzerns.

Legitimierung der hochpreisigen Positionierung der Marken im Markt

Mit klaren Markenprofilen und einer konsequenten Markenpflege verankert die Unternehmensgruppe ihre Produkte nachhaltig im Markt und erzeugt dadurch sowohl für ihre Geschäftspartner als auch für sich selbst ein hohes Ertragspotenzial. Das jeweilige Markenversprechen und die gehobene Preisstellung bedürfen gleichzeitig einer Rechtfertigung über Qualität, Ausstattung und Werbung. Deshalb konzentriert der Konzern seine Aktivitäten auf die Weiterentwicklung seiner Marken durch ein konsequentes Qualitätsmanagement, gezielte Investitionen in den Markenaufbau sowie sinnvolle Sortimentsergänzungen und Gebindeinnovationen, die zur jeweiligen Marke passen und interessante Markt- und Ertragspotenziale versprechen.

Umwelt und gesellschaftliches Engagement

Kunden und Konsumenten erwarten von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihren Tochterunternehmen als Anbieter des sensiblen Naturproduktes Mineralwasser, der darauf basierenden Erfrischungsgetränke und Limonaden sowie hochwertiger fruchthaltiger Getränke die Gewährleistung höchster Qualität. Deshalb setzt der Konzern auf umweltschonende Unternehmensprozesse, die gleichzeitig der Zukunftssicherung und dem Markenschutz dienen. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind zentrale Bestandteile der verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit des Konzerns. Im Bereich der Quellenpflege und der Förderung sowie der Abfüllung und Distribution spielen umweltrelevante Standards eine zentrale Rolle. In der Beschaffung bestehen Auswahlkriterien, die sowohl qualitativen als auch ressourcenschonenden Aspekten Rechnung tragen. Gleichzeitig verbessert die Unternehmensgruppe permanent Produkte, Verpackungen und Abläufe hinsichtlich eines energieeffizienten und schonenden Ressourceneinsatzes.

Beleg für das starke ökologische Engagement der Unternehmensgruppe sind Zertifizierungen und Auszeichnungen, die höchste Qualität der Verfahren und der Produkte sowie eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit garantieren. Mit der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH und der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wurden alle produzierenden Tochterunternehmen durch das SGS Institut Fresenius GmbH mit dem IFS Food Standard zertifiziert, ein europaweit anerkanntes Kontrollverfahren zur Überprüfung von Qualität und Sicherheit im Lebensmittelbereich.

Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH darf für die in Kißlegg abgefüllten Produkte darüber hinaus das staatliche BIO-Siegel vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz führen. Mehrere Produkte der Mineralbrunnen Krumbach GmbH wurden zudem durch die Deutsche Lebensmittel Gesellschaft (DLG) für Ihre herausragende Qualität prämiert. Bestandteil der DLG-Tests sind sensorische, chemische, physikalische und mikrobiologische Analysen sowie die Überprüfung der Genauigkeit der Inhaltsangabe.

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH wurde als erster Mineralbrunnen Deutschlands für ihr Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 zertifiziert, womit das vorbildliche Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft am Standort Bad Teinach ausgezeichnet wurde. Damit nimmt die Mineralbrunnen Teinach GmbH eine Vorreiterrolle in der Branche ein und unterstreicht ihre Ambitionen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Region. Zudem tragen die Teinacher Direktsaftschorlen als erste Fruchtsaftschorlen das Siegel "Gesicherte Qualität – Baden-Württemberg" des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg. Dieses Qualitätszeichen steht für eine besondere Prozessqualität, für Erzeugung und Verarbeitung in Baden-Württemberg und deren Bestätigung durch neutrale Kontrollen. Zudem wurde die Mineralbrunnen Teinach GmbH für ihr umweltfreundliches Individualglasgebinde "Teinacher Genussflasche" sowie den Komfortkasten mit dem Mehrweg-Innovationspreis 2015 ausgezeichnet, der von der deutschen Umwelthilfe und der Stiftung Initiative Mehrweg für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme vergeben wird.

Ein weiterer fester Bestandteil der Unternehmenspolitik ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns. Die Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA versteht sich als Teil der Gesellschaft und nimmt ihre soziale Verantwortung in besonderem Maße auf regionaler Ebene wahr. So unterstützt die Mineralbrunnen Krumbach GmbH im Allgäu Kindergärten, Schulen sowie Vereine für Jugendarbeit und sponsert aktiv den Breitensport in unterschiedlichsten Disziplinen mit besonderem Fokus auf die Jugendförderung. Auch die Mineralbrunnen Teinach GmbH engagiert sich in ihrer Heimatregion Schwarzwald durch die Förderung von Schulen und Kindergärten sowie durch die Unterstützung von Sportveranstaltungen und Tafel-Veranstaltungen mit Gratisware und finanziellen Spenden.

In Anerkennung ihres hohen sozialen und ökologischen Engagements tragen die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH als erste Mineralbrunnen seit 2013 das Prüfsiegel "Gesicherte Nachhaltigkeit – Investition in die Zukunft" des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit und Ökonomie. Das Siegel bescheinigt nachhaltiges Unternehmenshandeln in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialkompetenz.

Risikobericht

Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.

Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt und im Rahmen der in den Vorjahren durchgeführten Neuausrichtung an die neue Struktur angepasst.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Konzernentwicklung aus.

Branchenrisiken

Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie auswirken kann. Dies betrifft in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.) sowie die Zusatzstoffe in Near-Water- und Süßgetränken (z.B. Zuckerersatzstoffe). Es besteht die Gefahr, dass dadurch – unabhängig vom Anbieter – eine gesamte Produktgattung ungerechtfertigt infrage gestellt wird und dies Absatzrückgänge nach sich zieht. Des Weiteren bestehen Risiken hinsichtlich der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden können. Weitere Risiken bergen die Regelungen zur Verpackungsverordnung. Dies betrifft insbesondere deren Umsetzung und das damit verbundene Clearing (GDB, PETCYCLE).

Operative Risiken

Produkt- und technische Risiken

Die natürliche Ressource Mineralwasser bedarf sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines seit Jahrzehnten weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen kontinuierlich beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden.

Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instand gesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Risiken, die aus höherer Gewalt resultieren, können trotz der hohen Sicherheitsstandards nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Die Herstellung von Mineralwasserprodukten mit Geschmack und Zusatznutzen sowie von Fruchtsaftvarianten erfordern bei der Risikobetrachtung eine besondere Aufmerksamkeit. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Insgesamt steht der Beschaffungsmarkt unter ständiger Beobachtung, wobei langfristige Liefervereinbarungen angestrebt werden. Gleichzeitig sind alle Produktionsstandorte gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert. Diese Norm enthält zusätzlich die Grundsätze einer guten Herstellungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, Wartung, Instandhaltung und Schulung), eine Gefährdungsanalyse sowie kritische Lenkungspunkte. Dieses vorbeugende System unterstreicht die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Lebensmitteln und Verbrauchern. Dennoch ist nicht vollständig auszuschließen, dass es zu Produktfehlern, die einen Produktrückruf notwendig machen, kommen könnte. Eine detaillierte Kennzeichnung macht einzelne Chargen identifizierbar, ordnet relevante Chargen den entsprechenden Lieferanten zu und stellt die Produktverfolgbarkeit sicher. Somit sind die Produktwege kontrollierbar und mögliche Schäden werden begrenzt.

Im Leergutmanagement werden kundenspezifische Salden geführt. Zudem wird die Leergutrückführung zeitnah in den Systemen aktualisiert. Damit stellt der Konzern sicher, dass die Pfandvergütung sachgerecht und wirtschaftlich adäquat zugeordnet wird, keine Leergutengpässe entstehen und die Lieferfähigkeit gesichert bleibt.

Insgesamt begegnet der Konzern negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aus operativen Risiken unter anderem mit dem Abschluss eines adäquaten und wirtschaftlich angemessenen Versicherungsschutzes.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

IT-Risiken

Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäftsprozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit. Hohe Sicherheitsstandards, moderne Technologie und qualifizierte Mitarbeiter tragen dazu bei, IT-Risiken zu minimieren. Zudem hält der Konzern eine Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), die für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und deren Tochterunternehmen unter anderem IT-gestützte Verwaltungstätigkeiten übernimmt. Darüber hinaus versucht der Konzern, sich bei allen von externen Dienstleistern erbrachten Leistungen gegen solche Risiken vertraglich abzusichern.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa aus der Veräußerung von Gesellschaften und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere

in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert.

Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Die Unternehmensgruppe erwartet, dass die bestehenden Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.

Tarifrisiken

Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation ist es angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung möglich, dass der Druck auf die Tarifparteien zunimmt. Daraus können höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen.

Marktrisiken

Marktpreisrisiken

Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern. Dazu können u. a. Rahmenvereinbarungen genutzt werden, die genügend Flexibilität bei Mengenänderungen ermöglichen. Zudem werden laufend die Bestellpositionen im Hinblick auf Synergiepotenziale überprüft, um zusätzliche Einsparungen nutzen zu können. Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.

Absatz- und Umsatzrisiken

Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in

der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher. Hier kann es zu weiteren Nachfrageverschiebungen kommen. Ursache ist der anhaltende Preiswettbewerb im Markt. Wie das Thema Biolebensmittel deutlich macht, erweitert das Preiseinstiegssegment kontinuierlich seine Mengen- und Preisorientierung um den Faktor Produktmehrwert. Der Konzern begegnet diesen Aktivitäten mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Besonders die Hinwendung der Verbraucher zu regionalen Produkten bietet hier Möglichkeiten zur Differenzierung.

Finanz-, Kredit- und Liquiditätsrisiken

Vermögens-Management und Forderungsrisiken

Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, bewährt. Eine weitere Risikodiversifikation und Risikoreduktion wird durch die Berücksichtigung diversifizierter Vermögens-Klassen erreicht. Für das Spezialfondsvermögen wird der Value-at-Risk berechnet. Bei der Auswahl der Titel wird unverändert auf eine hohe Marktgängigkeit, eine gute Bonität und konservative Risikoparameter geachtet.

Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden.

Kreditrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Das Geschäft des Konzerns ist Zins-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen.

Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch permanente Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Die im Finanzierungsmarkt allgemein festzustellende Einengung der Handlungsspielräume beobachtet die Unternehmensgruppe aufmerksam und leitet daraus langfristige Finanzierungsstrategien ab.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u.a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Gesamtbeurteilung

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Markt gut behauptet. Bestandsgefährdende Risiken traten 2016 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Konzerns auf.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtsjahres hat Herr Friedrich Niehoff sein Amt als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 12. Februar 2017 niedergelegt. Es ist beabsichtigt, im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Juni 2017 ein neues Mitglied des Aufsichtsrats zu wählen.

Im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Bad Überkingen wurden ein Interessenausgleich sowie ein Sozialplan, jeweils mit Datum 6. März 2017, geschlossen. Die voraussichtlichen Aufwendungen für Abfindungen und sonstige Verpflichtungen sind in voller Höhe im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und der Kampos Vertriebs GmbH und somit im Konzern als Rückstellung dotiert.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA sowie des Konzerns haben.

Chance- und Prognosebericht

Der folgende Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.

Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung Marktverschiebungen von Hersteller- zu Handelsmarken erfolgen und die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.

Chancenbericht

Der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wurde in den vergangenen Jahren einem konsequenten Umbau unterzogen, bei dem die Organisations-, Prozess- und Kostenstrukturen den Markterfordernissen angepasst wurden. Diese Maßnahmen führten sukzessive zu einer effizienten Unternehmensstruktur mit einem fokussierten, marktgerechten Produkt- und Markenangebot. Ein qualitativ

hochwertiges Produktprogramm und schnellere Entscheidungswege versetzen die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Die Kernmarken sind bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Spezialitäten unterliegen dabei einer klaren Markenführung, um sich im Verdrängungswettbewerb maßgeblich durchzusetzen.

Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank starker Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern. Die in einigen Regionen bestehende Marktführerschaft soll kontinuierlich und ertragsorientiert ausgebaut und auch auf angrenzende Regionen ausgedehnt werden. Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich ebenfalls noch nicht genutzte Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süddeutschland und national auf dem Gastronomiemarkt.

Ausbau des Chancenmanagements

Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen Unternehmen etabliert, der sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der

operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, die Geschäftsführer der im Markt operierenden Gesellschaften und die Geschäftsleitung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt.

Chancen durch Rechtsformwechsel

Der in 2016 vollzogene Rechtsformwechsel in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien ermöglicht, die Flexibilität einer kapitalmarktorientierten Publikumsgesellschaft mit den Vorteilen eines strategisch ausgerichteten und nachhaltig agierenden Familienunternehmens, der Karlsberg Gruppe, zu kombinieren. So wurde eine Struktur erreicht, die einerseits unter flexibleren Rahmenbedingungen die Aufnahme von neuem Eigenkapital zur Verfolgung der Investitions- und Wachstumsstrategie ermöglicht sowie andererseits eine effektive und nachhaltige Bündelung der operativen Kompetenzen beider Unternehmen erlaubt. Eine engere Verflechtung aller Bereiche mit Karlsberg wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führt zu einer weiteren Effizienzsteigerung.

Chancen der Unternehmensgruppe in den wichtigsten Produktkategorien

Mineral- und Heilwasser

(Marken: Krumbach, Teinacher, Hirschquelle, Kisslegger u. a.):

Die Kernmarken des Konzerns sind in ihren Regionalmärkten fest verankert und bieten den Partnern in Gastronomie und Handel eine attraktive Marge. Um die Preise der gehobenen Mineral- und Heilwassermarken auch in Zukunft durchzusetzen, bedient sich die Unternehmensgruppe einer klaren Markenführung und einer Fokussierung auf die ertragsstarken Produkte im jeweiligen Sortiment. Neben der wertorientierten Positionierung trägt die regionale Verankerung der Marken zum Erfolg bei.

Erfrischungs- und Süßgetränke (Marken: afri, Bluna, Krumbach, Teinacher u. a.):

Erfolgreiche Marken zeichnen sich durch einen hohen Bekanntheitsgrad und eine starke Emotionalisierung aus. Mit den eigenen Marken erfüllt der Konzern diesen Anspruch und verknüpft seine Produkte mit aktuellen Lifestyle-Trends und den jeweiligen Lebenswelten der Konsumenten. Umso wichtiger ist es, den Markenaufbau durch gezielten Distributionsausbau und ein aktives Warengeschäft zu festigen. Für die Marken afri und Bluna ergeben sich mit dem Abschluss von Konzessionsverträgen große Chancen, in den kommenden Jahren die Marktpräsenz in Handel und Gastronomie nachhaltig zu erhöhen und neue Absatzmärkte und Marktanteile zu gewinnen.

Fruchthaltige Getränke (Marken: Niehoffs Vaihinger, Klindworth, Merziger u. a.):

Im Fruchtsaftsegment schätzen die Konsumenten die hohe Qualität und Produktvielfalt des Markenportfolios des Konzerns. Marktchancen ergeben sich aus dem wachsenden Bedürfnis der Konsumenten nach Gesundheit und mildem Genuss. Auf Basis von qualitäts- und wertorientierten Positionierungen kann die Gruppe in diesem Zielmarkt ihren Marktanteil weiter ausbauen. Vor allem durch den eigenständig am Markt operierenden Gastronomievertrieb ergibt sich zusätzliches Potenzial, im wichtigen Segment der Hotellerie und Gastronomie auf nationaler und internationaler Ebene neue Ertragspotenziale zu erschließen.

Prognosebericht

Der IWF veranschlagt das globale Wirtschaftswachstum in 2017 mit 3,4 %. Für Deutschland wird ein im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigerer Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % prognostiziert. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für den deutschen Einzelhandel ein Wachstum von 2,0 % und damit das achte Jahr in Folge ein Umsatzplus. Dabei profitierte der Einzelhandel von günstigen Rahmenbedingungen wie einer guten Arbeitsmarktlage, nur moderat steigenden Preisen und einer konstanten Sparquote bei steigenden verfügbaren Einkommen, die allesamt zu einem positiven Konsumumfeld beitragen. Dieser positive Ausblick wird gestützt durch den GfK-Konsumklima-Index, der im Januar 2017 mit 9,9 Punkten auf einem weiterhin hohen Niveau liegt. Die ohnehin schon gute Konsumstimmung dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Für die Gastronomie und Hotellerie blickt der Branchenverband DEHOGA ebenfalls mit Zuversicht auf das Jahr 2017 und prognostiziert ein Umsatzwachstum von nominal 2,0 %.

Mit der schlanken, dezentralen Organisationsstruktur und einer klaren Markenstrategie mit Fokus auf die Themen Qualität und Regionalität ist der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA gut aufgestellt, um im laufenden Jahr von positiven Marktimpulsen profitieren zu können. Die engere Verflechtung aller Bereiche mit Karlsberg wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Logistik und Administration und eine Straffung der Entscheidungswege werden zusätzlich zu Effizienzsteigerungen und Synergieeffekten führen.

Auch die Finanzierung und die Liquidität des Konzerns stehen im Geschäftsjahr 2017 auf einer gesicherten Basis. Die zur Verfügung stehenden Eigenmittel werden gezielt in Werbung, Markenausstattung und Produktionstechnik investiert. Übergeordnetes Ziel bleibt nachhaltiges Ertragswachstum im Marktsegment für qualitativ hochwertige, alkoholfreie Premiumgetränke zu generieren.

Der Konzernumsatz wird sich im Geschäftsjahr 2017 leicht über Vorjahresniveau entwickeln; absatzseitig wird in den Brunnenbetrieben insgesamt von einer moderaten Steigerung (Mineralwasser und Erfrischungsgetränke) und von einem leichten Rückgang im Bereich der fruchthaltigen Getränke ausgegangen.

Sowohl im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als auch im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 wird jeweils eine Verbesserung bei EBIT und EBITDA im einstelligen Prozentbereich erwartet.

Bad Überkingen, den 23. März 2017 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

Mein lieber ScHolli, was für'n Umsatz!

www.klindworth-fruchtsaefte.de

ReNate an Kasse 1, ReNate, bitte!

Konzernabschluss 2016

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

  • 58 Konzern-Bilanz
  • 60 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 61 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 62 Konzern-Eigenkapitalspiegel
  • 64 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • 66 Konzernanhang
  • 77 Bestätigungsvermerk

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA 31.12.2016
31.12.2015
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte 4.130.086,91 7.609.108,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4.130.086,91 7.609.108,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 15.584.183,36 15.913.640,54
2. Quellen und Quellenanlagen 1.271.941,29 874.305,29
3. Technische Anlagen und Maschinen 13.561.178,01 12.380.406,17
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.298.708,05 8.918.228,75
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 710.694,20 1.496.284,61
40.426.704,91 39.582.865,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 1.999.979,13 2.397.527,95
b) sonstige 35.825,84 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.945.431,66 7.945.431,66
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 728.939,95 744.270,63
10.710.176,58 11.123.056,08
55.266.968,40 58.315.029,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.530.834,75 6.624.062,48
2. Unfertige Erzeugnisse 1.972.762,98 2.484.241,28
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.311.388,31 4.279.153,94
13.814.986,04 13.387.457,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.931.852,22 11.684.489,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.231.600,80 15.258.914,16
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 226.800,00 226.800,00
4. Forderungen gegen Gesellschafter 4.218,22 3.341,41
5. Sonstige Vermögensgegenstände 4.463.392,68 10.269.222,29
40.857.863,92 37.442.767,49
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.531.994,22 2.301.604,70
56.204.844,18 53.131.829,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 300.667,97 367.067,25
D. Aktive latente Steuern 7.293.930,16 6.998.960,69
119.066.410,71 118.812.887,58
PASSIVA 31.12.2016
31.12.2015
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 16.627.742,97 16.627.742,97
- eigene Anteile 1.039.961,35 1.039.961,35
2. Vorzugsaktien 5.759.713,03 5.759.713,03
- eigene Anteile 0,00 0,00
21.347.494,65 21.347.494,65
II. Kapitalrücklage 26.950.308,87 26.950.308,87
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 915.710,47 915.710,47
2. Andere Gewinnrücklagen 3.127.000,00 3.127.000,00
4.042.710,47 4.042.710,47
IV. Konzernbilanzgewinn (+) / Konzernbilanzverlust (-) 34.229,02 -1.119.265,84
V. Nicht beherrschende Anteile 2.724.637,50 3.632.850,00
55.099.380,51 54.854.098,15
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 302.737,50 403.650,00
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 169.216,41 185.218,62
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.934.562,00 10.431.853,00
2. Steuerrückstellungen 219.149,78 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 36.355.665,18 35.616.395,77
42.509.376,96 46.048.248,77
E. Verbindlichkeiten
1. Namensschuldverschreibung 10.000.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.011,90 8.000.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.756.356,81 7.346.307,61
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 727.007,42 217.673,78
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.079.698,20 1.189.090,65
20.563.074,33 16.753.072,04
F. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 5.100,00
G. Passive latente Steuern 422.625,00 563.500,00

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2016

2016
2015
1. Umsatzerlöse 139.830.281,73 137.186.361,00
2. Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -472.610,78 341.014,54
139.357.670,95 137.527.375,54
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.572.723,28 6.210.829,72
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 40.526.027,30 42.810.373,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.259.606,43 10.137.782,41
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.211.374,38 22.200.838,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
- davon für Altersversorgung € 654.116,31 (Vj. € 950.755,86)
4.602.367,81 4.892.099,06
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.874.220,79 11.440.115,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB
(Übergangsvorschriften zum BilMoG) € 116.194,00 (Vj. € 32.235,68)
45.872.054,68 47.736.625,49
137.345.651,39 139.217.834,87
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.261,47 37.818,98
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 809.214,69 671.595,26
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 28.940,07
11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 170.748,82 170.748,82
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 476.410,42 2.388.442,37
166.316,92 -1.878.717,02
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 136.872,50 293.426,30
14. Ergebnis nach Steuern 4.614.187,26 2.348.227,07
15. Sonstige Steuern 248.401,39 242.104,63
16. Konzern-Jahresüberschuss 4.365.785,87 2.106.122,44
17. Verlustvortrag -3.483.175,69 -2.378.409,10
18. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 848.381,16 846.979,18
19. Konzernbilanzgewinn (+) / Konzernbilanzverlust (-) 34.229,02 -1.119.265,84

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Konzern-Kapitalflussrechnung 2016


1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich nicht beherrschenden Anteilen zustehendes Ergebnis)
4.365.785,87
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
12.271.769,61
Veränderung der Rückstellungen
-3.758.021,59
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge
-116.914,71
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
-215.498,43
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva
5.328.219,80
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva
(ohne Rückstellungen)
-306.257,95
Zinsaufwendungen / Zinserträge
-332.804,27
Ertragsteueraufwand / -ertrag
136.872,50
Ertragsteuerzahlungen
787.948,92
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
18.161.099,75
2.106.122,44
11.855.763,53
4.722.432,20
331.793,31
-4.223,88
-1.647.966,42
-228.295,51
1.716.847,11
293.426,30
900.940,47
20.046.839,55
2. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens
17.317,46
7.688.013,76
Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des Finanzanlagevermögens
-1.986,78
-7.938.013,76
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
348.954,13
2.306.878,10
Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des Sachanlagevermögens
-8.524.117,31
-10.963.533,48
Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens
-27.641,80
-33.361,60
Erhaltene Zinsen
21.966,59
57.595,33
Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen an Mehrheitsaktionär
20.000.000,00
10.000.000,00
Auszahlungen aufgrund kurzfristiger Darlehen an Mehrheitsaktionär
-30.000.000,00
-15.000.000,00
Erhaltenen Zinsen Darlehen Mehrheitsaktionär
621.694,44
367.916,65
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-17.543.813,27
-13.514.505,00
3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
-4.124.721,74
-3.684.055,96
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden
10.000.000,00
0,00
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden
0,00
-45.934,91
Gezahlte Zinsen
-262.187,12
-262.674,51
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
5.613.091,14
-3.992.665,38
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1. - 3.)
6.230.377,62
2.539.669,17
Finanzmittelfonds am 1. Januar
-5.698.395,30
-8.238.064,47
Finanzmittelfonds am 31. Dezember
531.982,32
-5.698.395,30
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel
1.531.994,22
2.301.604,70
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-1.000.011,90
-8.000.000,00
531.982,32
Finanzmittelfonds am 31. Dezember
-5.698.395,30

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2016

Mutterunternehmen
Kapitalrücklage Erwirtschaftetes
Konzern
eigenkapital
Stammaktien Vorzugsaktien
14.388.997,37 5.759.713,03 21.415.429,65 3.599.216,59
1.198.784,25 0,00 5.534.879,22 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 -1.934.915,22
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.198.784,25 0,00 5.534.879,22 -1.934.915,22
0,00 0,00 0,00 1.259.143,26
0,00 0,00 0,00 1.259.143,26
15.587.781,62 5.759.713,03 26.950.308,87 2.923.444,63
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 -2.363.909,85
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 -2.363.909,85
0,00 0,00 0,00 3.517.404,71
0,00 0,00 0,00 3.517.404,71
15.587.781,62 5.759.713,03 26.950.308,87 4.076.939,49
Gezeichnetes Kapital
Konzern
eigenkapital
Minderheitsgesellschafter
Eigenkapital Minderheitenkapital Eigenkapital
gemäß
Konzernbilanz
49.704.419,14 4.541.062,50 4.541.062,50 45.163.356,64
6.733.663,47 0,00 0,00 6.733.663,47
0,00 0,00 0,00 0,00
-1.934.915,22 0,00 0,00 -1.934.915,22
-1.755.191,68 -1.755.191,68 -1.755.191,68 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.043.556,57 -1.755.191,68 -1.755.191,68 4.798.748,25
2.106.122,44 846.979,18 846.979,18 1.259.143,26
2.106.122,44 846.979,18 846.979,18 1.259.143,26
54.854.098,15 3.632.850,00 3.632.850,00 51.221.248,15
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
-2.363.909,85 0,00 0,00 -2.363.909,85
-1.756.593,66 -1.756.593,66 -1.756.593,66 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
-4.120.503,51 -1.756.593,66 -1.756.593,66 -2.363.909,85
4.365.785,87 848.381,16 848.381,16 3.517.404,71
4.365.785,87 848.381,16 848.381,16 3.517.404,71
55.099.380,51 2.724.637,50 2.724.637,50 52.374.743,01

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Belieferungs-
und andere Rechte
32.230.278,35 27.641,80 0,00 11.416,30 32.269.336,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 0,00 0,00 11.080.057,53
43.310.335,88 27.641,80 0,00 11.416,30 43.349.393,98
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 87.165.926,09 66.402,83 129.536,11 208.543,57 87.311.336,38
2. Quellen und Quellenanlagen 6.077.354,71 66.503,88 0,00 438.567,88 6.582.426,47
3. Technische Anlagen und Maschinen 122.984.336,94 3.805.628,96 4.136.581,44 636.764,25 123.290.148,71
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.131.654,73 4.695.622,97 2.709.932,39 200.992,61 34.318.337,92
5. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
1.496.284,61 710.694,20 0,00 -1.496.284,61 710.694,20
249.855.557,08 9.344.852,84 6.976.049,94 -11.416,30 252.212.943,68
III.
Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 3.987.723,22 0,00 0,00 0,00 3.987.723,22
b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.945.431,66 0,00 0,00 0,00 7.945.431,66
3. Sonstige Ausleihungen und
Genossenschaftsanteile
783.270,63 1.986,78 50.317,46 0,00 734.939,95
12.752.251,35 1.986,78 50.317,46 0,00 12.703.920,67
305.918.144,31 9.374.481,42 7.026.367,40 0,00 308.266.258,33
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015
24.621.170,05 3.518.079,49 0,00 28.139.249,54 4.130.086,91 7.609.108,30
11.080.057,53 0,00 0,00 11.080.057,53 0,00 0,00
35.701.227,58 3.518.079,49 0,00 39.219.307,07 4.130.086,91 7.609.108,30
71.252.285,55 483.122,79 8.255,32 71.727.153,02 15.584.183,36 15.913.640,54
5.203.049,42 107.435,76 0,00 5.310.485,18 1.271.941,29 874.305,29
110.603.930,77
23.213.425,98
3.261.621,37
4.503.961,38
4.136.581,44
2.697.757,49
109.728.970,70
25.019.629,87
13.561.178,01
9.298.708,05
12.380.406,17
8.918.228,75
0,00 0,00 0,00 0,00 710.694,20 1.496.284,61
210.272.691,72 8.356.141,30 6.842.594,25 211.786.238,77 40.426.704,91 39.582.865,37
1.590.195,27 397.548,82 0,00 1.987.744,09 1.999.979,13 2.397.527,95
0,00 0,00 0,00 0,00 35.825,84 35.825,84
0,00 0,00 0,00 0,00 7.945.431,66 7.945.431,66
39.000,00 0,00 33.000,00 6.000,00 728.939,95 744.270,63
1.629.195,27 397.548,82 33.000,00 1.993.744,09 10.710.176,58 11.123.056,08
247.603.114,57 12.271.769,61 6.875.594,25 252.999.289,93 55.266.968,40 58.315.029,75

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Konzernanhang 2016

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Überkingen im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 733158 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinnund Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Vergleichbarkeit mit Vorjahreszahlen auf Grund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)

Mit dem Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 17. Juli 2015 hat Deutschland die EU Bilanzrichtlinie 2013/34/ EU in nationales Recht umgesetzt. Dies hat punktuelle Auswirkungen auf das HGB, wie z.B. eine Neudefinition der Umsatzerlöse und damit zusammenhängend Ausweisänderungen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen, den bezogenen Leistungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Anpassungen im Anhang. Die Auswirkungen durch das BilRUG auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sind nur unwesentlicher Natur. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte entsprechend Art. 75 Abs. 2 EGHGB nicht.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 7 inländische Tochterunternehmen sowie eine Zweckgesellschaft.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nahmen wir nach der Buchwertmethode vor. Es handelte sich um eine inländische Gesellschaft, die Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses wird die Gesellschaft unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögensund Ertragslage des Konzerns hat.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens wurde nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Markenund andere Rechte beträgt zwischen 3 und 10 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und

Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebsund Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 3 Jahre.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Bei der Beteiligung an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zum gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den Herstellungskosten, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Die Kostenbestandteile gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden aktiviert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind, soweit erforderlich, in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde der Marktzinssatz im 10-Jahres-Durchschnitt bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,01 % (Vj. 7-Jahres-Durchschnitt: 3,89 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Bei Anwendung des bisherigen 7-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes hätte der Abzinsungssatz bei 3,23 % gelegen.

Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Für Verpflichtungen aus zugesagten Jubiläumszuwendungen sind Beträge in Höhe der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte der möglichen Gesamtverpflichtungen zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in € aufgestellt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:

Firma und Sitz Kapitalanteil
%
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen (u), 1)
100
Mineralbrunnen Teinach GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (m), 1)
100
Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m), 1) 100
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) 100
Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH,
Lauterecken (m), 1)
100
KAMPOS Vertriebs GmbH, Lauterecken (m), 1) 100
Bluna-Warenzeichen GbR, Bad Überkingen (u) 10% am Erfolg

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.

Bei der Bluna-Warenzeichen GbR handelt es sich um eine Zweckgesellschaft gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Bei wirtschaftlicher Betrachtung liegen die Mehrheit der Risiken und Chancen des Unternehmens bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Die Zweckgesellschaft wurde daher nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Assoziierte Unternehmen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Beteiligung
%
Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz) 45,00

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz) und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2016 T€ 1.988. Der im Equity-Ansatz enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.259 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft auf Grund der Verflechtungen mit der Karlsberg-Gruppe von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei T€ 7.558 und damit T€ 380 unter dem Buchwert von T€ 7.938. Eine Abschreibung ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Aufgrund der Bonität der im Spezialfonds gehaltenen Rentenfonds wird von einer kurzbis mittelfristigen Kurserholung ausgegangen. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausschüttung.

Vorräte

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.932 11.684
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.232 15.259
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen Unternehmen
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
227 227
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 4 3
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 4.463 10.269
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 5.789
40.858 37.442

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und gegen Gesellschafter betreffen mit € 25,1 Mio. im Wesentlichen sonstige Vermögensgegenstände und im übrigen Lieferungen und Leistungen.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
- Sachanlagen -556 -748
- Sonstige Verbindlichkeiten -19 -13
- Bewertungsunterschiede aus
Konsolidierungsmaßnahmen gemäß
§ 306 HGB
-80 -458
-655 -1.219
Latente Steueransprüche auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
- Immaterielle Vermögensgegenstände 3.091 3.675
- Finanzanlagen 0 0
- Pensionsrückstellungen 1.039 1.059
- Sonstigen Rückstellungen 285 138
- Bewertungsunterschiede aus
Konsolidierungsmaßnahmen gemäß
§ 306 HGB
38 300
4.453 5.172
Latente Steueransprüche auf
Verlustvorträge
3.496 3.046
Latente Steueransprüche netto 7.294 6.999

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,97 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 12.911 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 11.963 sind latente Steueransprüche in Höhe von T€ 3.496 aktiviert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von T€ 21.347, die Kapitalrücklage von T€ 26.950 und die gesetzliche Rücklage von T€ 916 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Die anderen Gewinnrücklagen betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG.

Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2016 hält die Gesellschaft unverändert zum Vorjahr insgesamt 394.945 Stück Stammaktien (Vj. 394.945 Stück) und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 1.040 (Vj. T€ 1.040) oder einem Anteil von 4,65 % (Vj. 4,65 %) am Grundkapital.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der erstmalig zum 1. Januar 2010 in den Konzern eingebundenen Bluna-Warenzeichen GbR führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.009. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig nach der Restnutzungsdauer der entsprechenden abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von zehn Jahren aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen und lag im Berichtsjahr bei T€ 101.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag wurde im Berichtsjahr in Höhe von T€ 116 im Aufwand erfasst.

Ein noch in künftigen Perioden anzusammelnder Fehlbetrag für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen gemäß Art. 67 Abs.2 EGHGB besteht damit nicht mehr.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 1.822.

Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

Verbindlichkeiten

T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 4.920
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 4.920
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 4.920
Verrechnete Aufwendungen 329
Verrechnete Erträge 329

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf T€ 49.200 (Vj. T€ 48.804); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit (in T€) < 1
Jahr
1-5
Jahre
>5
Jahre
Gesamt
1. Namensschuldverschreibung 0 0 10.000 10.000
2. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
1.000 0 0 1.000
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.756 0 0 7.756
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
727 0 0 727
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
1.080
(803)
(0)
0
(0)
(0)
0
(0)
(0)
1.080
(803)
(0)
10.563 0 10.000 20.563
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit (in T€) < 1
Jahr
1-5
Jahre
>5
Jahre
Gesamt
1. Namensschuldverschreibung 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
8.000 0 0 8.000
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.346 0 0 7.346
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
218 0 0 218
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der
1.044
(878)
0
(0)
18
(0)
1.189
(878)
sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (0)
16.608 0 18 16.753

Im Berichtsjahr wurde eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von € 25,0 Mio. vertraglich abgeschlossen, von der ein Teilbetrag in Höhe von € 10,0 Mio. abgerufen wurde. Als Besicherung dienen selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH. Daneben wurden Markenrechte der vorgenannten Gesellschaften verpfändet; im Hinblick auf die Marken der Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH erfolgt eine nachrangige Verpfändung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen, verpfändete Wertpapiere sowie verpfändete Markenrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Bluna-Warenzeichen GbR 423 564

Die passive latente Steuerschuld resultiert aus der Konsolidierung der Zweckgesellschaft Bluna-Warenzeichen GbR. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 12,25 % (Vj. 12,25 %).

Entwicklung der latenten Steuern

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente
Steuern
T€
Passive latente
Steuern
T€
Saldo
T€
31.12.2015 6.999 564 6.435
31.12.2016 7.294 423 6.871
Veränderung 295 -141 436

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:

2016
T€
2015
T€
Erlöse
Bruttoerlöse Inland 127.186 125.404
Bruttoerlöse Ausland 6.340 6.704
Lohnabfüllung und Handelswaren 20.164 19.745
Fuhrbetrieb, Fracht und Sonstiges 5.226 4.885
158.916 156.738
. /. Erlösschmälerungen -19.086 -19.552
139.830 137.186

In den Umsatzerlösen ist ein Betrag in Höhe von T€ 68 (Vj. T€ 401) enthalten, der unter Anwendung des BilRUG nicht mehr den sonstigen betrieblichen Erträgen zuzuordnen ist. Wenn das BilRUG bereits in 2015 anzuwenden gewesen wäre, hätten die Umsatzerlöse bei T€ 137.587 gelegen.

Materialaufwand

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen ist ein Betrag in Höhe von T€ 27 enthalten, der unter Anwendung des BilRUG nicht mehr den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zuzuordnen ist.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 845 (Vj. T€ 1.159) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 213 (Vj. T€ 839) enthalten, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.349 (Vj. T€ 2.553). Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 461 (Vj. T€ 1.809) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 194 (Vj. T€ 423).

Außergewöhnliche Aufwendungen

Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierungskosten aus der Standortschließung Bad Überkingen mit € 2,6 Mio. enthalten. Daneben enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit € 0,1 Mio. Aufwendungen aus den BilMoG-Umstellungseffekten aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergab sich ein Betrag in Höhe von T€ 279 (Vj. T€ 2.091).

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung im Jahr 2017 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von € 5,6 Mio. eine Dividende von € 0,31 je Stammaktie und von € 0,39 je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile € 2.688.194,45 betragen und € 2.872.620,19 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Haftungsverhältnisse

T€
Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools 13.882

Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen e.G., Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.

Die an der Ausgliederung beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet sind, als Gesamtschuldner. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Wesentlichen im Bereich des Fuhrparks.

In die Karlsberg Service GmbH, einer 45 % Beteiligung, sind Teile von Verwaltungs- und Dienstleistungstätigkeiten ausgelagert. Zweck und Vorteil dieser Auslagerung ist die Nutzung von Synergien durch Bündelung von Know-how und effizienten Einsatz von Mitarbeitern. Im Berichtsjahr wurden Leistungen in einem Volumen von € 1,3 Mio. abgerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von T€ 14.940 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

T€
Miet- und Leasingverträge 938
Rohstoffverträge 7.840
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 6.162
14.940

Des Weiteren bestehen Mengenkontrakte, die die Tochtergesellschaften zur Abnahme von Rohstoffen für zukünftige Geschäftsjahre verpflichten.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen den Jahren 2017 und 2019 und die Rohstoffverträge zwischen den Jahren 2017 und 2018.

Derivative Finanzinstrumente

Angaben zu Finanzinstrumenten:

Kategorie Nominal
betrag
Beizu
legender
Zeitwert
Buchwert
(sofern
vorhanden)
In Bilanz
posten
(sofern in
Bilanz
TUS\$ T€ T€ erfasst)
Währungs
bezogene
Geschäfte
7.000 497 0 -

Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von US\$ 6,75 Mio. Zudem wurde ein Sammel-Devisentermingeschäft mit Zielsumme abgeschlossen, dessen Nominalbetrag vom Feststellungskurs an den einzelnen Fälligkeitsterminen abhängt, mindestens jedoch TUS\$ 250. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs bei einer Tochtergesellschaft. Der positive Marktwert beläuft sich auf T€ 497. Er entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde.

Sonstige Angaben

Organbezüge

T€
Aufsichtsratsvergütung
- Fixe Vergütung
- Variable Vergütung
116
0
Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren
Hinterbliebenen
4
Rückstellungen für Pensionen
früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen
30

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird in analoger Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2016
Gesamt
2015
Gesamt
Gewerbliche Mitarbeiter 243 244
Angestellte Mitarbeiter 177 174
Auszubildende 9 11
429 429

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für

T€
Abschlussprüfungsleistungen 155
Andere Bestätigungsleistungen 3
Steuerberatungsleistungen 81
Sonstige Leistungen 10
249

Konzernverhältnisse

Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:

  • Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH
  • Mineralbrunnen Teinach GmbH
  • Mineralbrunnen Krumbach GmbH
  • Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH
  • Kampos Vertriebs GmbH
  • Aqua Vertriebs GmbH
  • Bluna Warenzeichen GbR

Nachtragsbericht

Im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Bad Überkingen wurden ein Interessenausgleich sowie ein Sozialplan, jeweils mit Datum 6. März 2017, geschlossen. Die voraussichtlichen Aufwendungen für Abfindungen und sonstige Verpflichtungen sind in voller Höhe im Konzernabschluss als Rückstellung dotiert.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Ertragsteuern wurden in Höhe von T€ 273 (Vj. T€ 350) bezahlt.

Die erstatteten Ertragsteuern lagen im Berichtsjahr bei T€ 1.061 (Vj. T€ 1.251).

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren T€ 349 (Vj. T€ 2.307) Einzahlungen, aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren T€ 8.524 (Vj. T€ 10.964) Auszahlungen.

Die erhaltenen Zinsen lagen bei T€ 47 (Vj. T€ 58).

An den Mehrheitsaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt T€ 30.000 ausbezahlt und in Höhe von insgesamt T€ 20.000 wieder zurückgeführt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei T€ 25.000, diese wurde auch zum 31. Dezember 2016 erreicht.

Zinsen wurden in Höhe von T€ 262 (Vj. T€ 263) bezahlt, die erhaltenen Zinsen lagen bei T€ 622 (Vj. T€ 368).

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Berichtsjahr wurden Finanzschulden in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 46) getilgt.

An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichtsjahr T€ 1.757 (Vj. T€ 1.749) ausbezahlt.

Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2016 hält die Gesellschaft unverändert zum Vorjahr insgesamt 394.945 Stück Stammaktien (Vj. 394.945 Stück) und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 1.040 (Vj. T€ 1.040) oder einem Anteil von 4,65 % (Vj. 4,65 %) am Grundkapital.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2016 wurde eine Dividende von T€ 2.364 ausbezahlt.

Minderheitsgesellschafter

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bluna-Warenzeichen GbR zum 1. Januar 2010 wurde der Anteil der ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, am neubewerteten Eigenkapital der Bluna-Warenzeichen GbR in Höhe von T€ 9.082 als Minderheitenkapital angesetzt.

Gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen werden 90 % des Jahresabschlussergebnisses der Bluna-Warenzeichen GbR an die ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, abgeführt. Der entsprechende Betrag wird direkt mit den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verrechnet und kommt im Berichtsjahr und im Folgejahr zur Auszahlung. Der Ausweis im Eigenkapitalspiegel erfolgt in der Zeile "Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter".

Bad Überkingen, 23. März 2017

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

Bestätigungsvermerk Konzern

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Saarbrücken, 27. März 2017

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Witsch Waldner

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss 2016

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

80 Bilanz

  • 82 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 83 Anhang
  • 92 Bestätigungsvermerk

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA 31.12.2016
31.12.2015
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte 0,00 70,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.183.416,76 1.304.697,55
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.727,00 35.360,00
1.206.143,76 1.340.057,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.200.354,70 16.200.354,70
2. Beteiligungen 3.753.549,06 3.753.549,06
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.945.173,76 7.945.173,76
4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 201.112,16 200.557,29
28.100.189,68 28.099.634,81
29.306.333,44 29.439.762,36
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.324,60 464.232,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.949.914,56 48.488.761,90
3. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände 226.800,00
2.188.354,84
226.800,00
3.594.985,48
58.375.394,00 52.774.779,49
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.515.078,75 2.283.696,01
59.890.472,75 55.058.475,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.728,75 11.563,75
89.208.534,94 84.509.801,61
PASSIVA 31.12.2016
31.12.2015
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 16.627.742,97 16.627.742,97
- eigene Anteile 1.039.961,35 1.039.961,35
2. Vorzugsaktien 5.759.713,03 5.759.713,03
- eigene Anteile 0,00 0,00
21.347.494,65 21.347.494,65
II. Kapitalrücklage 26.950.308,87 26.950.308,87
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 915.710,47 915.710,47
IV. Bilanzgewinn 5.560.814,64 3.967.313,32
54.774.328,63 53.180.827,31
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 512.353,00 1.703.736,00
2. Steuerrückstellungen 216.000,04 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.549.857,78 2.164.675,76
2.278.210,82 3.868.411,76
C. Verbindlichkeiten
1. Namensschuldverschreibung 10.000.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 8.000.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 397.898,06 717.709,62
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.960.409,64 17.830.995,34
5. Sonstige Verbindlichkeiten 797.687,79 911.857,58
32.155.995,49 27.460.562,54
89.208.534,94 84.509.801,61

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

2016
2015
1. Umsatzerlöse 5.098.352,53 0,00
2. Sonstige betriebliche Erträge
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 172.626,84 (Vj. € 331.753,27)
546.435,33 6.487.924,36
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen
3.552.347,25 0,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung € 70.559,26 (Vj. € 202.416,62)
771.238,27
71.185,06
504.407,84
209.314,23
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
12.413,00 25.186,70
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 0,00 (Vj. € 195.809,11)
- davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB
(Übergangsvorschriften zum BilMoG) € 87.312,00 (Vj. € 9.701,00)
4.479.222,00 10.927.501,90
8.886.405,58 11.666.410,67
7. Erträge aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages 6.609.251,48 7.521.466,43
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.188,86 35.417,71
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen € 1.539.628,84 (Vj. € 1.373.761,82)
- davon aus der Abzinsung € 77.336,64 (Vj. € 107.895,96)
1.661.970,95 1.567.284,46
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 28.940,07
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen € 501.334,97 (Vj. € 462.979,03)
- davon aus der Aufzinsung € 0,00 (Vj. € 662.982,73)
767.830,03 1.417.950,94
7.504.581,26 7.677.277,59
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(Vj. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag)
299.681,92 -397.739,06
13. Ergebnis nach Steuern 3.963.281,62 2.896.530,34
14. Sonstige Steuern 5.870,45 30.873,05
15. Jahresüberschuss 3.957.411,17 2.865.657,29
16. Gewinnvortrag 1.603.403,47 1.101.656,03
17. Bilanzgewinn 5.560.814,64 3.967.313,32

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen Anhang für 2016

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Überkingen im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 733158 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Vergleichbarkeit mit Vorjahreszahlen auf Grund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)

Mit dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 17. Juli 2015 hat Deutschland die EU Bilanzrichtlinie 2013/34/ EU in nationales Recht umgesetzt. Dies hat punktuelle Auswirkungen auf das HGB, wie z. B. eine Neudefinition der Umsatzerlöse und damit zusammenhängend Ausweisänderungen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen, den bezogenen Leistungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Anpassungen im Anhang.

Die Umsatzerlöse, die sonstigen betrieblichen Erträge, die bezogenen Leistungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deshalb nur eingeschränkt mit dem Vorjahr

vergleichbar. Die Umsatzerlöse sind durch die Neudefinition gem. § 277 Abs. 1 HGB ausgeweitet worden. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte entsprechend Art. 75 Abs. 2 EGHGB nicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer für Belieferungs- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 9 Jahren.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert ist.

Geringwertige Anlagegüter von € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut wurden die Anschaffungskosten auf eine Laufzeit von drei Jahren verteilt.

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden

Werten angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken sind ausreichend berücksichtigt.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde der Marktzinssatz im 10-Jahres-Durchschnitt bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,01 % (Vj. 3,89 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Bei Anwendung des bisherigen 7-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes hätte der Abzinsungssatz bei 3,23 % gelegen.

Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % (Vj. 0,00 %) berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwerte verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehenden Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden gesetzlichen Ansatzwahlrechts gemäß § 274 HGB.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagenspiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift § 274a Nr. 1 HGB verzichtet.

Finanzanlagen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Firma und Sitz Kapital
anteil
in %
Eigen
kapital
T€
Ergebnis
2016
T€
Tochterunternehmen:
Mineralbrunnen Teinach GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (m), 1)
100,0 3.372 5.0212)
Mineralbrunnen Krumbach GmbH,
Kißlegg (m), 1)
100,0 5.087 3622)
KAMPOS Vertriebs GmbH,
Lauterecken (m), 1)
100,0 25 -2032)
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) 100,0 25 -142)
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen (u), 1)
100,0 16.198 -1.9002)
Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH,
Lauterecken (m), 1)
100,0 20.673 3.5662)
Beteiligungen:
Karlsberg Service GmbH,
Homburg (Saarpfalz) (u), 3)
45,0 49 4002)

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.

2) Ergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme.

3) Unternehmen stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz) ein verbundenes Unternehmen dar.

Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei T€ 7.558 und damit T€ 380 unter dem Buchwert von T€ 7.938. Eine Abschreibung ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Aufgrund der Bonität der im Spezialfonds gehaltenen Rentenfonds wird von einer kurz- bis mittelfristigen Kurserholung ausgegangen. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausschüttung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit 31.12.2016
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Gesamt
T€
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
10 0 10
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen
55.950 0 55.950
Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen
ein Beteilgungsverhältnis
besteht
227 0 227
Sonstige Vermögens
gegenstände
2.188 0 2.188
58.375 0 58.375
Restlaufzeit
31.12.2015
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Gesamt
T€
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
464 0 464
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen
48.489 0 48.489
Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen
ein Beteilgungsverhältnis
besteht
227 0 227
Sonstige Vermögens
gegenstände 1.394 2.201 3.595
50.574 2.201 52.775

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 0) enthalten.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um sonstige Forderungen gegen das verbundene Unternehmen Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen kurzfristige Steuererstattungsansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben von T€ 1.025 sowie ein kurzfristiges Darlehen über T€ 1.100 an ein verbundenes Unternehmen, die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e. V., Bad Überkingen, enthalten. Der im Vorjahr in diesem Posten ausgewiesene Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen ist zum Bilanzstichtag 2016 als Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldiert.

Flüssige Mittel

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Kassenbestand 4 1
Guthaben bei Kreditinstituten 1.511 2.283
1.515 2.284

Aktive latente Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,97 % zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2016 bestehen aktive latente Steuern (Steuerentlastungen) in Höhe von T€ 3.839 aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Diese resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Des Weiteren bestehen aktive latente Steuern aufgrund von vorhandenen Verlustvorträgen für Körperschaftsteuer und aktive latente Steuern aufgrund von vorhandenen Verlustvorträgen für Gewerbesteuer. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei Finanzanlagen und sonstigen Verbindlichkeiten saldiert. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2016 ist eingeteilt in:

Inhaberaktien

8.502.060 Stückaktien, in 6.314.700 Stammaktien (davon 394.945 eigene Anteile zum 31. Dezember 2016) und 2.187.360 stimmrechtslose Vorzugsaktien

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2010 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Juli 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 11.193.728,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stück Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Am 5. Juni 2014 wurde durch Zustimmung der Hauptversammlung zum Tagesordnungspunkt 7 (Erwerb eigener Aktien) der vorherige Beschluss aufgehoben und die Gesellschaft ermächtigt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, im Zeitraum bis zum 4. Juni 2019 wahlweise eigene Stammaktien und / oder stimmrechtslose Vorzugsaktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2016 hält die Gesellschaft insgesamt 394.945 Stammaktien (Vj. 394.945 Stück) und unverändert zum Vorjahr keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 1.040 (Vj. T€ 1.040) oder einem Anteil von 4,65 % (Vj. 4,65 %) am Grundkapital.

Kapitalrücklage

2016
T€
2015
T€
1.1. 26.950 21.415
Veräußerung an die Versorgungshilfe
für die Betriebsangehörigen der
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
1938 e.V., Bad Überkingen
0 5.535
31.12. 26.950 26.950

Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Gesetzliche Rücklage 916 916

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 1.603 enthalten; im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen (T€ 512; Vj. T€ 1.704) umfassen Verpflichtungen aufgrund unmittelbarer Zusagen.

Der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag wurde im Berichtsjahr vollständig im Aufwand erfasst (T€ 87). Ein noch in künftigen Perioden anzusammelnder Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB besteht damit nicht mehr.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 328 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

Verbindlichkeiten

T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.277
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.277
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 1.277
Verrechnete Aufwendungen 69
Verrechnete Erträge 69

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf T€ 37.942 (Vj. T€ 37.485); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen.

Restlaufzeit 31.12.2016
<1
Jahr
T€
1-5
Jahre
T€
>5
Jahre
T€
Gesamt
T€
1. Namensschuldverschreibung 0 0 10.000 10.000
2. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
1.000 0 0 1.000
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
398 0 0 398
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
19.960 0 0 19.960
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
639
(532)
32
(0)
127
(0)
798
(532)
- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
(0) (0) (0) (0)
21.997 32 10.127 32.156
Restlaufzeit
<1
Jahr
T€
1-5
Jahre
T€
>5
Jahre
T€
Gesamt
T€
1. Namensschuldverschreibung 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
8.000 0 0 8.000
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
718 0 0 718
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
17.831 0 0 17.831
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der
768
(619)
126
(0)
18
(0)
912
(619)
sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (0)
27.317 126 18 27.461

Im Berichtsjahr wurde eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von € 25,0 Mio. vertraglich abgeschlossen, von der ein Teilbetrag in Höhe von € 10,0 Mio. abgerufen wurde. Als Besicherung dienen selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH. Daneben wurden Markenrechte der vorgenannten Gesellschaften verpfändet; im Hinblick auf die Marken der Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH erfolgt eine nachrangige Verpfändung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen und verpfändete Wertpapiere gesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 0) enthalten.

Der Posten sonstige Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kirchensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag für Dezember 2016.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen ist ein Betrag in Höhe von T€ 5.098 enthalten, der unter Anwendung des BilRUG nicht mehr den sonstigen betrieblichen Erträgen zuzuordnen ist. Wenn das BilRUG bereits in 2015 anzuwenden gewesen wäre, hätten die Umsatzerlöse bei T€ 4.970 gelegen.

Materialaufwand

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen ist ein Betrag in Höhe von T€ 3.553 enthalten, der unter Anwendung des BilRUG nicht mehr den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zuzuordnen ist. Wenn das BilRUG bereits in 2015 anzuwenden gewesen wäre, hätten die bezogenen Leistungen bei T€ 3.331 gelegen.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aufgrund einer dauernden Wertminderung wurden im Vorjahr Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von T€ 29 außerordentlich abgeschrieben.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Körperschaftsteuerguthaben zum 31. Dezember 2006 wurde im Rahmen des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) als abgezinste Forderung erstmalig zum 31. Dezember 2006 in Höhe von T€ 5.855 bilanziert. Im Jahr 2010 musste der Gesetzgeber die Regelung zur Berechnung des Körperschaftsteuerguthabens nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ändern. Dies führte im Jahr 2010 zu einer Erhöhung des Körperschaftsteuerguthabens um T€ 1.884. Im Jahr 2011 hat sich der Anspruch aufgrund eines geänderten Bescheids um T€ 14 erhöht. Aufgrund der vorzunehmenden Aufzinsung und der Auszahlung zum 30. September 2016 i. H. v. T€ 1.055 betrug das Körperschaftsteuerguthaben zum 31. Dezember 2016 nunmehr T€ 1.025. Die Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens erfolgt seit dem Jahr 2008 in zehn gleichen Jahresraten. Die Abzinsung wurde mit einem Zinssatz von 4,00 % (Vj. 4,00 %) vorgenommen und dieser Zinssatz wird über die Laufzeit beibehalten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung im Jahr 2017 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von € 5,6 Mio. eine Dividende von € 0,31 je Stammaktie und von € 0,39 je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile € 2.688.194,45 betragen und € 2.872.620,19 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestand eine unbeschränkte gesamtschuldnerische Haftung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als Gesellschafterin der Bluna-Warenzeichen GbR. Aufgrund der derzeitigen Lage ist mit einer Inanspruchnahme zum heutigen Zeitpunkt nicht zu rechnen.

Die an der Ausgliederung der Brunnenbetriebe und Hotels beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet worden sind, als Gesamtschuldner. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung im Rahmen der im Konzern verbliebenen Rechtsträger nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude in Bad Überkingen in Höhe von T€ 166, welcher zum 31. Dezember 2017 endet.

Derivative Finanzinstrumente

Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von US\$ 6,8 Mio. Zudem wurde ein Sammel-Devisentermingeschäft mit Zielsumme abgeschlossen, dessen Nominalbetrag vom Feststellungskurs an den einzelnen Fälligkeitsterminen abhängt, mindestens jedoch TUS\$ 250. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs bei einer Tochtergesellschaft. Der positive Marktwert beläuft sich auf T€ 497. Er entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde.

Ausschüttungssperre

Aus der Passivierung von Pensionsrückstellungen ergibt sich nach § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB eine Gewinnausschüttungssperre von T€ 328.

Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.

§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Karlsberg Holding GmbH mit Sitz in Homburg (Saarpfalz) und die Karlsberg Brauerei KG Weber mit Sitz in Homburg (Saarpfalz) haben uns mit Schreiben vom 2. Januar 2012 nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen unmittelbar bzw. mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (Mehrheit der Stimmrechte) an unserer Gesellschaft gehört.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.

Geschäftsleitung

Michael Bartholl, München Vorstand (bis 10. Februar 2016)

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz):

Dr. Hans-Georg Eils, Saarbrücken Geschäftsführer

Frank Scheidemann, Kirchheim unter Teck Geschäftsführer (seit 4. März 2016)

Aufsichtsrat

Dr. Richard Weber,

Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz) - Vorsitzender -

Ernst Fischer, Hotelier, Tübingen - Stellvertretender Vorsitzender -

Friedrich Niehoff, Geschäftsführer der Friedrich Niehoff GmbH, Gronau

Gerhard Theis, Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, Waldmohr

Hartmut Schütze, Gebietsverkaufsleiter, Tettnang

Helmut Klingl,

Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Amstetten

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Ulm (HRB Nr. 733158), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz), (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.

Bad Überkingen, 23. März 2017

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Saarbrücken, 27. März 2017

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Witsch Waldner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender

30. März 2017 Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016
30. März 2017
Bilanzpressekonferenz
22. Juni 2017 Hauptversammlung
September 2017 Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts

Impressum

Herausgeber

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bahnhofstraße 15 73337 Bad Überkingen Telefon +49 (0)7331 201-0 Telefax +49 (0)7331 201- 400 E-Mail: [email protected] www.mineralbrunnen-kgaa.de

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