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Mineralbrunnen Überkingen AG

Annual Report Apr 19, 2016

4537_10-k_2016-04-19_e42927d0-3ff6-40e3-bf0a-efc931bc6262.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2015

Konzern auf einen Blick

KGaA Konzern
Kennzahlen in Mio. € 2015 2014 2013 2012 2011 2015 2014 2013 2012 2011
Umsatz 0,0 0,0 0,0 0,6 7,8 137,2 136,5 138,7 143,6 156,4
Beschäftigte inkl. Auszubildende
(Anzahl im Durchschnitt)
0 0 38 69 128 429 442 478 504 596
Personalaufwand
(Löhne und Gehälter, soziale
Abgaben sowie Altersversorgung)
0,7 0,9 4,1 6,4 9,4 27,1 27,3 28,3 28,9 33,4
Investitionen 8,0 9,3 0,0 0,0 4,8 18,5 8,0 4,5 4,4 10,7
EBITDA 2,3 2,0* 1,9 0,0 14,5 15,8 15,4 15,3 13,1 27,7
EBITDA-Rendite in % 4,2 186,0 11,5 11,3 11,0 9,1 17,7
Abschreibungen 0,0 0,2 0,4 0,9 1,7 11,4 11,2 11,9 12,5 13,5
EBIT 2,3 1,8* 1,5 -0,9 12,8 4,3 4,2 3,4 0,6 14,2
EBIT-Rendite in % -144,2 164,6 3,1 3,0 2,5 0,4 9,1
Bilanzsumme 84,5 82,2 83,2 84,8 108,9 118,8 121,7 134,4 147,1 167,8
Eigenkapital 53,2 45,5 45,1 54,1 64,6 54,9 49,7 51,8 62,9 77,2
EK-Quote 62,9 55,4 54,2 63,8 59,3 46,2 40,8 38,5 42,8 46,0
Jahresergebnis 2,9 2,2 1,8 -1,0 12,5 2,1 1,5 1,4 -2,9 16,6
Davon Einstellungen in Rücklagen 0,0 0,0 0,0 0,0 2,9
Ausschüttungsbetrag 2,4** 1,9 1,8 1,2 9,6
Dividende (€ je Aktie)
Stammaktie 0,27** 0,23 0,21 0,12 1,12
Vorzugsaktie 0,35** 0,31 0,29 0,20 1,20 +
0,11
DVFA/SG-Ergebnis (€ je Aktie)
Ergebnis je Stammaktie 0,24 0,17 0,16 -0,38 2,00
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,32 0,25 0,24 -0,30 2,08
Operativer Cashflow 20,0 15,4 14,9 6,9 -8,5
Operativer Cashflow
in % der Umsatzerlöse
14,6 11,3 10,7 4,8
Höchstkurs (€ je Aktie)
Stammaktie 16,811 15,811 17,601 17,221 14,501
Vorzugsaktie 8,261 8,911 8,491 12,401 6,851
Tiefstkurs (€ je Aktie)
Stammaktie 11,611 10,341 15,001 11,511 10,881
Vorzugsaktie 6,441 6,181 6,001 6,011 5,211

1 Börse Stuttgart

* Korrektur der Werte aus dem Geschäftsbericht 2014 analog der Berechnung der Vorjahre zu Vergleichszwecken

** Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2016

An unsere Aktionäre 06 Vorwort
10 Unsere Gremien
11 Bericht des Aufsichtsrats
13 Unsere Aktie
Grundlagen des Konzerns
Bericht über die 20 Geschäfts- und Organisationsstruktur
Lage der Gesellschaft 22 Konzernstrategie
und des Konzerns 23 Produkt- und Markenportfolio
28 Unternehmerische Steuerungssysteme
Wirtschaftsbericht
28 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
31 Unternehmenssituation
40 Bericht über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen gemäß § 312 AktG
40 Mitarbeiter
41 Innovationsmanagement
41 Umwelt und gesellschaftliches Engagement
43 Risikobericht
48 Nachtragsbericht
48 Chancen- und Prognosebericht
56 Konzern-Bilanz
Konzernabschluss 2015 58 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Mineralbrunnen 59 Konzern-Kapitalflussrechnung
Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 60 Konzern-Eigenkapitalspiegel
62 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
64 Konzernanhang
73 Bestätigungsvermerk
76
Jahresabschluss 2015 78 Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Mineralbrunnen 79 Anhang
Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 86 Bestätigungsvermerk

Finanzkalender

Qualität, Gesundheit, Vitalität – Marken die unseren Alltag lebenswerter machen.

Genuss. Direkt von hier. Genießer-Mineralwasser Ausgewogene Mineralisierung Idealer Begleiter zu guten Weinen

Allgäu pur.

Sanft mineralisiertes Mineralwasser aus dem Allgäu Natrium- und kochsalzarm Für die Zubereitung von Babynahrung geeignet

Saft in seiner feinsten Form

Führende Fruchtsaftmarke in der Gastronomie Umfangreiches Sortiment von klassisch bis exotisch Kompromisslose Qualität

Merziger macht herziger

Fruchtsaft auf höchstem Qualitätsniveau Apfel Direktsaft aus eigener Kelterei in der Region Gesunde Ernährung und höchster Genuss

Folge dem Zeichen. Die deutsche Kult-Cola Geheimnisvoll und stylisch Cola-Genuss der anderen Art

Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?

Extra fruchtige Limonaden Mit außergewöhnlichen, leicht verrückten Inhaltstoffen Jede Flasche ein Blunikat

Qualität, Gesundheit, Vitalität – Marken die unseren Alltag lebenswerter machen.

Tägliche Gesundheit aus der Natur Führende Heilwassermarke aus dem Nordschwarzwald Reine und unberührte Quelle Für eine gesundheitsbewusste Lebensweise

Das Mineralwasser aus der Heimat

Angenehme Mineralisation Fluorid- und kieselsäurehaltig Aus bis zu 680 Metern Tiefe

Auf ein Klindworth Führende Fruchtsaftmarke in norddeutscher Gastronomie Vielfältige Premium-Fruchtsaftauswahl Exklusiv mit Mehrwegfokus

Saftige Grüße vom Lande

Fruchtsaft auf höchstem Qualitätsniveau Qualitativ hochwertige Premium-Direktsäfte Purer Trinkgenuss

Die Marke mit Heimat und Ursprung

Die Marke aus der Pfalz Nachhaltig weil Mehrweg Ein Sortiment aus erntefrischen heimischen Produkten und saisonalen Spezialitäten

Ready to drink Cocktail

Fertig gemischte Cocktails to go Als 10-Liter-Bags oder aus der 0,2-Liter-Glasflasche Premium in Qualität und Geschmack

An unsere Aktionäre

06 Vorwort

  • 10 Unsere Gremien
  • 11 Bericht des Aufsichtsrats
  • 13 Unsere Aktie

Vorwort

Frank Scheidemann Dr. Hans-Georg Eils

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Freunde und Geschäftspartner unserer Unternehmensgruppe,

mit Eintrag in das Handelsregister am 10. Februar 2016 ist der in der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. November 2015 beschlossene Formwechsel der Gesellschaft von einer Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien rechtlich vollzogen. Im Zuge des Formwechsels ist die Karlsberg International Getränkemanagement GmbH der Gesellschaft als persönlich haftende Gesellschafterin beigetreten und ihr obliegt nun durch ihre Geschäftsführer die Vertretung und Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA.

Mit Wirksamwerden des Formwechsels am 10. Februar 2016 ist der bis dahin tätige Alleinvorstand Michael Bartholl auf eigenem Wunsch aus dem Unternehmen ausgeschieden. Er hat als Vorstand der Gesellschaft seit 2010 entscheidend und erfolgreich die Restrukturierung der Unternehmensgruppe und deren positive Ertragsentwicklung geprägt. Wir danken ihm für seine erfolgreiche Arbeit, für sein großes Engagement und seine Loyalität.

Als Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin freuen wir uns, Ihnen erstmals den Geschäftsbericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zu präsentieren. Im Geschäftsjahr 2015 haben sich die Absätze unserer strategischen Marken Teinacher und Krumbach im Segment Wasser erneut positiv und über Marktniveau entwickelt. Das Saftsegment lag leicht unter dem Vorjahresabsatz. Insgesamt haben sich die Umsatzerlöse um 0,7 Mio. € auf 137,2 Mio. € erhöht. Bei gleichzeitig gesunkenen Einstandspreisen für Rohwaren konnte der Rohertrag und die Rentabilität weiter verbessert werden, was sich in einer Steigerung der Kennzahlen EBITDA und EBIT sowie in einer Erhöhung des Konzern-Jahresüberschusses von 1,5 Mio. € auf 2,1 Mio. € widerspiegelt. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr großes Engagement sowie bei den Arbeitnehmervertretungen für die konstruktive Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Wir sind darauf bedacht, die Zukunft unserer Unternehmensgruppe in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern der operativen Gesellschaften positiv zu gestalten und unsere Marktposition in einem schwierigen Marktumfeld weiter zu festigen. Der Konzern bietet seine Produkte heute mit einer konsequenten Mehrmarkenstrategie auf klar definierten Märkten vorwiegend in den gehobenen, margenstarken Preissegmenten an. Die von uns besetzten Themen Genuss, Qualität und Regionalität werden wir konsequent weiter verfolgen und als Anbieter von qualitativ hochwertigen Produkten auch künftig unseren Kunden ein kompetenter und verlässlicher Partner sein.

Wir bedanken uns herzlich für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und freuen uns, wenn Sie unsere Unternehmensgruppe auch weiterhin begleiten und unterstützen.

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

in seiner schönsten Form.

Unsere Gremien

Aufsichtsrat Geschäftsleitung

Dr. Richard Weber, Homburg (Saarpfalz) Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber Vorsitzender

Ernst Fischer, Tübingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender

Friedrich Niehoff, Gronau Geschäftsführer der Friedrich Niehoff GmbH

Gerhard Theis, Waldmohr Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH

Hartmut Schütze, Tettnang Gebietsverkaufsleiter

Helmut Klingl, Amstetten Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH Michael Bartholl, München Vorstand (bis 10. Februar 2016)

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz):

Dr. Hans-Georg Eils, Saarbrücken Geschäftsführer

Frank Scheidemann, Kirchheim unter Teck Geschäftsführer (seit 4. März 2016)

Bericht des Aufsichtsrats

Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei seiner Geschäftsführung regelmäßig überwacht und ihn bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands haben wir nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 4 Sitzungen statt: am 24. März 2015, 19. Mai 2015, 23. September 2015 und am 8. Dezember 2015. Zudem wurden für zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte ein schriftlicher Umlaufbeschluss am 31. Juli 2015 gefasst. An sämtlichen Sitzungen, mit Ausnahme der Sitzung vom 23. September 2015, an welcher Herr Ernst Fischer nicht anwesend war, nahmen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Die wichtigsten Themen der Beratungen und Beschlussfassungen im Gremium waren:

  • die regelmäßige Berichterstattung des Vorstandes über die jeweils aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanzlage des Konzerns
  • die Feststellung des Jahresabschlusses 2014 der Gesellschaft und des Konzernjahresabschlusses 2014

  • die Quartalsergebnisse, der Ergebnisforecast 2015 und die Planung 2016

  • die Liquiditätslage und Mittelfristfinanzierung
  • die Investitionsplanung und -überwachung
  • die Darlehensgewährung an einen Aktionär
  • der Verkauf von Grundstücken und Immobilien
  • die Produkt- und Gebindepolitik der Marken
  • die Absatzentwicklung sowie die entwickelten Vertriebsstrategien
  • Projekte zur Produktivitätssteigerung
  • Konzessionsmodell afri / Bluna
  • Verlagerung von Altersversorgungsverpflichtungen gegen Übertragung eigener Aktien
  • Erteilung von Prokura
  • Strategiepräsentation Saftsegment
  • Gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungsoptionen (Formwechsel von der Rechtsform "Aktiengesellschaft" in die Rechtsform der "GmbH & Co. KGaA")

Gesellschaftsrechtliche Änderungen

Der in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 24. November 2015 beschlossene Formwechsel von der Rechtsform der Aktiengesellschaft in eine GmbH & Co. KGaA ist mit Eintragung in das Handelsregister vom 10. Februar 2016 rechtlich vollzogen worden. Die Gesellschaft firmiert nunmehr als Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), die wiederum durch ihre Geschäftsführer Dr. Hans-Georg Eils und Frank Scheidemann vertreten wird.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2015 und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2015 nach HGB-Grundsätzen geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin rechtzeitig an uns verteilt worden.

Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 22. März 2016 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Jahresabschlüsse gebilligt.

Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt im Berichtszeitraum 4,0 Mio. €. Wir schließen uns dem Vorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an, eine Dividende von 2,4 Mio. € für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten.

Der von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2015 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.

Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, und
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Vollständigkeit und Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu erheben sind.

Personelle Veränderungen in den Gremien

Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen. Mit Eintragung des Formwechsels am 10. Februar 2016 endete die Tätigkeit von Michael Bartholl als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft.

Als Aufsichtsrat danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie dem Vorstand für ihren Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2015. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.

Bad Überkingen, den 22. März 2016

Der Aufsichtsrat Dr. Richard Weber, Vorsitzender

Unsere Aktie

Das Jahr 2015 war für Anleger erneut ein turbulentes Börsenjahr. Angetrieben von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank stieg der deutsche Leitindex DAX zunächst bis zum Frühjahr um mehr als 26 Prozent auf ein Rekordhoch von rund 12.391 Zählern. Die sich mehrenden Zeichen für eine Konjunkturberuhigung in China bereiteten der Rekordjagd jedoch ein jähes Ende und läuteten unter hohen Schwankungen eine Rückwärtsbewegung im weiteren Jahresverlauf ein. Zum Jahresende 2015 schloss der DAX noch mit einem Plus von ca. 9,6 % bei 10.743 Punkten. Damit schaffte er seinen vierten Jahresgewinn in Folge und damit die längste Serie seit einem knappen Jahrzehnt. Auch der CDAX, der alle deutschen Unternehmen im Prime Standard und General Standard umfasst, verzeichnete mit einem Jahresplus von 11,33 % eine positive Entwicklung.

Kursentwicklung und Marktkapitalisierung

Die Aktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wiesen im Berichtszeitraum ebenfalls einen volatilen Kursverlauf auf, entwickelten sich aber ebenfalls insgesamt positiv. Die Stammaktien der Gesellschaft beendeten das Jahr 2015 mit einem Kursgewinn von 10,5 %, die Vorzugsaktien verzeichneten sogar ein Jahresplus von 13,9 %. Am 31. Dezember 2015 schlossen die Stammaktien auf einem Jahreshöchstkurs bei 16,81 €. Ihr Jahrestief hatten sie Ende Juni bei 11,61 € erreicht. Die Vorzugsaktien beendeten das Jahr 2015 mit einem Schlusskurs von 7,97 €. Ihren Jahreshöchstkurs erreichten sie Mitte Juni bei 8,26 €, ihren Tiefstkurs am 16. Januar 2015 bei 6,44 €.

Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA erhöhte sich im Berichtszeitraum um 11,0 % auf 123,58 Mio. € per 31. Dezember 2015 (31.12.2014: 111,36 Mio. €).

Kennzahlen zur Aktie

2015 2014
Grundkapital 22.387.456,00 22.387.456,00
Anzahl Stammaktien Stück 6.314.700 6.314.700
Anzahl Vorzugsaktien Stück 2.187.360 2.187.360
Kurs Stammaktie
zum 31.12. *
16,81 15,21
Kurs Vorzugsaktie
zum 31.12. *
7,97 7,00
Marktkapitalisierung
zum 31.12. *
Mio. € 123,58 111,36
Höchstkurs
Stammaktie *
16,81 15,81
Tiefstkurs
Stammaktie *
11,61 10,34
Höchstkurs
Vorzugsaktie *
8,26 8,91
Tiefstkurs
Vorzugsaktie *
6,44 6,18
EPS Stammaktie 0,24 0,17
EPS Vorzugsaktie 0,32 0,25
Dividende
Stammaktie
0,27** 0,23
Dividende
Vorzugsaktie
0,35** 0,31

* Börse Stuttgart

** Dividendenvorschlag (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2016)

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 € und ist in 6.314.700 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und in 2.187.360 auf den Inhaber lautende nennwertund stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Notiert sind die Stamm- und Vorzugsaktien des Unternehmens an den Börsenplätzen Frankfurt/Main und Stuttgart. An der Deutschen Börse in Frankfurt/Main ist das Unternehmen im Transparenzlevel Entry Standard gelistet, an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart im Teilbereich Freiverkehr Plus.

Stammdaten der Aktie

Börsenplätze
Börse Frankfurt Segment Entry Standard im Open Market
Börse Stuttgart Segment Freiverkehr Plus im Freiverkehr
Kürzel
Stammaktie MUT
Vorzugsaktie MUT3
WKN
Stammaktie 661400
Vorzugsaktie 661403
ISIN
Stammaktie DE 0006614001
Vorzugsaktie DE 0006614035

Ergebnis je Aktie

Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis je Stammaktie 0,24 € (2014: 0,17 €) und je Vorzugsaktie 0,32 € (2014: 0,25 €). Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den Konzern-Jahresüberschuss durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert.

Dividende

Der Hauptversammlung im Jahr 2016 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 4,0 Mio. € eine Dividende von 0,27 € je Stammaktie und von 0,35 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zur Zeit durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten Anteile 2.363.909,85 € betragen und 1.603.403,47 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Unsere Aktionärsstruktur

Im Berichtszeitraum hat sich die Aktionärsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wie folgt verändert. Der Anteil der Karlsberg Gruppe an den Stammaktien der Gesellschaft erhöhte sich auf 69,57 %. Zudem hielt die Karlsberg Gruppe per Jahresende 2015 einen Anteil von 1,74 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft. Der Förderverein der Angehörigen des Württ.- Hohenz. Gaststättengewerbes e.V., Stuttgart, ist mit einem Anteil von 8,59 % an den Stammaktien und 28,72 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft vertreten. Die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen, hielt 7,21 % der Stammaktien. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum 31. Dezember 2015 insgesamt 394.945 eigene Stammaktien, was einem Anteil von 6,25 % der Stammaktien entspricht, und keine eigenen Vorzugsaktien. 8,38 % der Stammaktien und 69,54 % der Vorzugsaktien befanden sich per Jahresende 2015 im Streubesitz.

Investor Relations

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA stand im Berichtszeitraum mit ihren Investoren sowie Privataktionären im aktiven Dialog und informierte regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen der Gesellschaft. Darüber hinaus bot das Unternehmen aktuelle und umfassende Informationen über seine Internetseite www.mineralbrunnen-kgaa.de an. Auch künftig wird sich die Gesellschaft mit gewohnter Sorgfalt ihren Investor Relations-Aufgaben widmen und der interessierten Öffentlichkeit mit der üblichen Transparenz und Schnelligkeit gegenübertreten. Mit dem Wirksamwerden der sogenannten Marktmissbrauchsverordnung finden zudem ab dem 3. Juli 2016 auch für Freiverkehrsemittenten wie der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bekanntmachungsverfahren für Ad-hoc-Publizität und Directors' Dealings sowie Insiderlisten Anwendung, wodurch die Transparenz und Sicherheit für Anleger weiter steigt.

Stammaktie

Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststätten-

Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V.

Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststätten-

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Grundlagen des Konzerns

  • Geschäfts- und Organisationsstruktur
  • Konzernstrategie
  • Produkt- und Markenportfolio
  • Unternehmerische Steuerungssysteme

Wirtschaftsbericht

  • Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
  • Unternehmenssituation
  • Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
  • Mitarbeiter
  • Innovationsmanagement
  • Umwelt und gesellschaftliches Engagement
  • Risikobericht
  • Nachtragsbericht
  • Chancen- und Prognosebericht

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Grundlagen des Konzerns Geschäfts- und Organisationsstruktur

Der Konzern Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (vormals bis zum 10. Februar 2016 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG)1 ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe2 von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte. Als klassischer Markenartikler im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süddeutschland sowie seinen nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken bietet der Konzern ein marktgerechtes und margenstarkes Marken- und Produktportfolio von alkoholfreien Getränken an.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im alkoholfreien Getränkemarkt mit Sitz in Bad Überkingen, Baden-Württemberg. Dort sind auch die Konzernleitung sowie die zentralen Verwaltungs- und Managementfunktionen der Unternehmensgruppe angesiedelt. Der Konzern verfügt des Weiteren über Bürogebäude, Lager- und Distributionsanlagen, Entwicklungsund Laboreinrichtungen sowie über regionale und nationale Vertriebseinheiten. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach, Kißlegg, Lauterecken und Merzig. Mit 429 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Konzernumsatz von 137,2 Mio. € erwirtschaftet.

2 nachfolgend der "Konzern" oder die "Unternehmensgruppe"

Die Konzernstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA1) (Stand 31.12.2015)

1) Rechtsformwechsel in Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin zum 10.2.2016

2) Umfirmierung in Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und Sitzverlegung nach Lauterecken, Rheinland-Pfalz, zum 16.1.2015

1 Mit der Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm wurde am 10. Februar 2016 der Formwechsel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien (nachfolgend die "Gesellschaft" oder die "KGaA") unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), als persönlich haftende Gesellschafterin wirksam

Konzernstruktur

Der Konzern umfasst die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Überkingen als Holdinggesellschaft. Mit dem Rechtsformwechsel in die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 10. Februar 2016 (Eintragung im Handelsregister) obliegt die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Dr. Hans-Georg Eils und Frank Scheidemann (seit 4. März 2016).

In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, wird das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns erbracht. Die Holdinggesellschaft hält 100 % der Anteile an der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, die wiederum 100 % der Anteile an den operativen Gesellschaften sowie an der Ailon GmbH hält.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Die Umfirmierung der ehemaligen Niehoffs Vaihinger Vertriebs GmbH in Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH einschließlich der Sitzverlegung von Merzig, Saarland, nach Lauterecken, Rheinland-Pfalz, wurden gemäß Gesellschafterbeschluss vom 27. Oktober 2014 mit Eintragung in das Handelsregister zum 16. Januar 2015 wirksam. Zudem wurden alle Saftgesellschaften (Tucano Holding GmbH, Merzig, Lauterecker Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, Merziger Fruchtgetränke GmbH, Merzig, Schloss Veldenz Fruchtsäfte GmbH, Lauterecken, sowie die Tucano Vertriebs-GmbH, Bad Überkingen) auf die Niehoffs

Vaihinger Fruchtsaft GmbH rückwirkend zum 2. Januar 2015 verschmolzen.

Des Weiteren hält die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eine 45-prozentige Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), die Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal und Rechnungswesen erbringt.

Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zusammengefasst.

Geschäftstätigkeit

Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineralund Heilwasser, Erfrischungs- und Süßgetränken sowie Fruchtsäften und anderen Saftvarianten. Aufbauend auf starken Regionalmarken in Süddeutschland (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u.a.) und nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken (afri, Bluna, Niehoffs Vaihinger, Klindworth u.a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein umfassendes Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süddeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen, leistungsfähige Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.

Konzernstrategie

Fokussierung auf regionale Marken im Markt für alkoholfreie Getränke

Mittelfristiges Ziel ist der weitere Ausbau der Unternehmensgruppe zum führenden ertragsstarken Markenanbieter im regionalen Mineralwassermarkt und im überregionalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt. Grundlage des Geschäfts sind die etablierten Regionalmarken in Süddeutschland und die nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken. Das margenstarke Markenangebot wird kontinuierlich verbessert und das Getränkesortiment einer kontinuierlichen Überprüfung der Wirtschaftlichkeit unterzogen. Die Produktion von Handelsmarken wurde in den letzten Jahren Schritt für Schritt zurückgefahren und Ende des ersten Quartals 2015 nunmehr komplett eingestellt. Auch Lohnaufträge führt der Konzern ausschließlich bei nachgewiesener, angemessener Wirtschaftlichkeit durch.

Wertorientierter Ausbau der regionalen Marktanteile durch hochwertiges Produkt- und Markenportfolio

Ein fokussiertes Produktangebot auf Basis etablierter regionaler Marken im Kernabsatzgebiet Süddeutschland und ergänzende nationale Spezialitäten bieten weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Die große Präsenz in Handel, Gastronomie und Hotellerie schafft die Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz der eigenen Markenprodukte durch die Konsumenten. Die Nähe zum Verbraucher und die Kenntnis über die sich wandelnden Bedürfnisse ermöglichen es dem Konzern, ein verbrauchergerechtes Produkt- und Markenangebot bereitzustellen und zusätzliche Absatzpotenziale zu generieren. Der Konzern zieht auch anorganisches Wachstum, beispielsweise durch Zukäufe einzelner Marken, in Betracht. Grundvoraussetzung für die Durchführung einer Akquisition ist eine sinnvolle, strategiekonforme Ergänzung des bestehenden Premiumportfolios durch den Zukauf. Zudem muss die Akquisition das Potenzial besitzen, für den Konzern substanziell Marktanteile im Zielmarkt der margenstarken Premiummarken hinzuzugewinnen.

Margenausbau und Wertsteigerung durch klare Markenpositionierung im oberen Preissegment

Die starken Qualitätsmarken des Konzerns sind eine entscheidende Voraussetzung für die Erzielung höherer Margen im alkoholfreien Getränkemarkt. Durch gezielte Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, einhergehend mit einem fokussierten Distributionsausbau, werden die Konsumenten unmittelbar erreicht und zur Kaufentscheidung geführt. Mit einer relevanten Markenpositionierung und dem Herausstellen des jeweiligen Produktnutzens wird die Abhängigkeit von reinen Preisaktivitäten vermindert und dauerhaft Preisstabilität gesichert. Die kontinuierlich klare Markenführung ermöglicht es, eine langfristige Konsumentenloyalität zu erreichen.

Vertiefung der Konsumentenloyalität durch Regionalität

Die Marken des Konzerns sind in ihren regionalen Kernabsatzgebieten fest verwurzelt und stehen in langfristiger, partnerschaftlicher Beziehung mit ihren Kunden in Handel und Gastronomie. Aufbauend auf dieser Marktnähe und Akzeptanz werden die regionale Konsumentenloyalität sowie die ertrags- und wertorientierte Marktposition weiter gefestigt.

Etablierung einer umfassenden, effizienten Kostenstruktur als Schlüssel für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit

Volatile Grund- und Rohstoffpreise, restriktive und zum Teil stark einschränkende Bestimmungen und Gesetze (z. B. durch die Lebensmittel-Informationsverordnung, Verpackungsverordnungen etc.), der weiterhin intensive Preiswettbewerb und die Anforderungen des Kapitalmarkts bedingen, dass der Konzern seine operativen Prozesse und Strukturen ständig überprüft, anpasst und verbessert. Dazu gehört eine transparente Kosten- und Leistungszuordnung in den einzelnen Unternehmenseinheiten. Die Prozesse im gesamten Konzern werden regelmäßig auf Wirksamkeit und Effizienz geprüft und entsprechend angepasst. Geeignete Maßnahmen zur weiteren Prozess- und Ertragsverbesserung werden fortlaufend umgesetzt.

Moderne Technologien und systematische Mitarbeiterentwicklung als Investitionen in die Zukunft

Konsumenten und Kunden erwarten innovative Produkte, Produktsicherheit und Qualität sowie effiziente und flexible Angebots- und Lieferstrukturen, die durch eine moderne Technikausstattung gewährleistet werden. Gleichzeitig erfordert eine erfolgreiche Unternehmensführung die Wertschätzung und Förderung der Mitarbeiter. Eine gute Personalentwicklung erhöht das Engagement der Mitarbeiter für den Konzern und verbessert den Dialog mit den Kunden.

Produkt- und Markenportfolio

Der Konzern bietet seine Produkte mit einer konsequenten Mehrmarkenstrategie auf klar definierten Märkten vorwiegend in den gehobenen, margenstarken Preissegmenten an. Die Markenpositionierungen sind auf relevante Kunden- und Zielgruppen zugeschnitten und orientieren sich an regionalen sowie teilweise überregionalen Bedürfnissen und Werten. Jede Marke verfügt über ein zielgruppenspezifisches, umfangreiches Getränke- und Gebindesortiment.

Alle Produkte des Konzerns werden sowohl über die klassischen Vertriebskanäle als auch über neue Distributionswege vertrieben und erreichen dabei eine gute Marktabdeckung. Die Partner in Handel und Gastronomie werden mit maßgeschneiderten Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt. Die Unternehmen der Gruppe stellen hochwertige Werbemittel zur Verfügung und bieten mit dem stilvollen Design ihrer Gastronomie-Glasgebinde größtmögliche Ausstattungsqualität.

Durch die dezentrale Vertriebsstruktur ist die Unternehmensgruppe nah an ihren Kunden. Die operativ eigenständigen Tochterunternehmen Krumbach und Teinacher können auf Basis der angepassten Organisationsstruktur als regionale Markenanbieter kunden- und marktspezifisch agieren. Zudem wurde mittels der durchgeführten gesellschaftsrechtlichen und organisatorischen Integration aller Saftgesellschaften in die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH eine schlagkräftige und effiziente Vertriebsorganisation geschaffen, mit der überregional der Getränkefachgroßhandel sowie die Gastronomie und Hotellerie bedient werden.

Die wichtigsten Marken des Konzerns

Teinacher

Die Kernmarke Teinacher ist als Genießer-Mineralwasser positioniert und hat mit ihrer führenden Marktposition in der süddeutschen Gastronomie eine hohe Marktakzeptanz. Teinacher wächst seit mehreren Jahren dynamisch und ist trotz des ausschließlich regionalen Verbreitungsgebiets national unter den Top 5 im Gastronomie-Wassermarkt zu finden. Mit exklusiven Gastronomiegebinden werden anspruchsvolle Verbraucher angesprochen, die Wert auf Genuss und gehobene Qualität legen. Glaubhaft unterstützt wird diese Strategie durch Kooperationen wie beispielsweise mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg. Mit diesem Engagement wird das Bekenntnis zu Hotellerie und Gastronomie sowie die regionale Verbundenheit der Marke Teinacher zum Ausdruck gebracht.

Sowohl das Gebinde- als auch das Produktsortiment von Teinacher wird kontinuierlich weiterentwickelt. So wurde Anfang 2015 das Mineralwassersortiment um ein Individualglasgebinde für den Getränkefach- und den Lebensmitteleinzelhandel erweitert. Die neue "Teinacher Genussflasche" bedient die aktuellen Themen Genuss, Design und Nachhaltigkeit und ist als hochwertige 0,75 Liter Glasflasche im handlichen 12er-Komfortkasten in Getränkeabholmärkten sowie im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich. Die deutsche Umwelthilfe und die Stiftung Initiative Mehrweg haben die neue Teinacher Genussflasche und den Komfortkasten zum Sieger des Mehrweginnovationspreises 2015 gekürt. Diese Auszeichnung steht für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme. Seit Januar 2016 ist auch das Teinacher Gourmet Sortiment um Teinacher Gourmet Classic in der blauen Gastroflasche ergänzt worden. Das natürliche Mineralwasser mit viel Kohlensäure komplettiert das Teinacher Gourmet Sortiment und ist in der 0,75 Liter, 0,5 Liter sowie 0,25 Liter Glasflasche erhältlich.

Der Vertrieb von Limonaden unter dem Namen "Cilly" wurde Anfang 2015 eingestellt. Die bisherigen Cilly-Produkte werden seitdem in neuem Design und optimierter Rezeptur als "Teinacher Limo" vertrieben. Die Teinacher Limonaden werden in den Sorten Zitrone, Orange und Cola-Mix sowie

als ISO-Sport-Getränk in der Geschmacksrichtung "Grapefruit-Zitrone" angeboten. Hinzu kommen die Teinacher Fruchtgetränke in den Sorten Multi 10 und ACE, das als spritzige sowie als stille Variante erhältlich ist. Neu im Teinacher Sortiment sind seit Januar 2016 die Teinacher Eistees in den fruchtigen Geschmacksrichtungen Pfirsich und Zitrone. Die beiden Sorten sind in der praktischen 0,5 Liter PET-Pfandflasche erhältlich.

Übergeordnetes Ziel bei Teinacher ist die weitere Schärfung des Markenprofils als regionaler, verantwortungsbewusster und nachhaltiger Mineralbrunnen.

Hirschquelle

Die Traditionsmarke Hirschquelle aus dem Schwarzwald ist die führende Heilwassermarke in Süddeutschland und besetzt die Themen bewusste Ernährung und gesundes Leben. Die regionale Verankerung und das ansteigende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten bilden die Erfolgsgrundlage. Im Berichtszeitraum hat sich die Marke entsprechend der Entwicklung des gesamten Heilwassermarkts mit einem Absatz auf Vorjahresniveau stabil entwickelt.

Krumbach

Krumbach ist die im Konzern absatzstärkste Marke und verzeichnete im Berichtsjahr ein Absatz- und Umsatzwachstum. Krumbach produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Die Mineralwassermarke zeichnet sich durch ihre sanfte Mineralisierung und ihre starke Verankerung in der Herkunftsregion Allgäu aus. Kernzielgruppe sind aktive, verantwortungs- und gesundheitsbewusste Menschen und Familien.

Krumbach ist Markenpartner der Allgäu GmbH, der offiziellen Dachorganisation für Standort und Tourismus im Allgäu. Darüber hinaus sponsert Krumbach aktiv den Regionalsport im Allgäu mit besonderem Fokus auf die Jugendförderung. Seit September 2015 ist Krumbach zudem Förderpartner des DEHOGA Bayern. Durch diese Aktivitäten wird die regionale Bindung der Marke weiter vertieft.

Im Berichtszeitraum wurde die Distribution der im Geschäftsjahr 2014 neu eingeführten 1,0 Liter Mehrweg-Glasflasche im 6er-Individualkasten durch zusätzliche Listungen im Lebensmitteleinzelhandel deutlich ausgeweitet. Ab dem Frühjahr 2016 wird das Krumbach-Mineralwassersortiment zudem um eine zusätzliche vierte Mineralwassersorte ergänzt. So wird den bestehenden Sorten Classic, Medium und Naturell mit "Krumbach Fein Perlend" eine weitere hinzugefügt, die eine noch feinere Geschmacksdifferenzierung innerhalb der angebotenen Mineralwässer ermöglicht. Mit einem harmonischen und sanften Geschmack ist die neue Sorte vom Kohlensäuregehalt zwischen Krumbach Medium und Krumbach Naturell einzuordnen und ebenfalls zur Zubereitung von Babynahrung geeignet. Sie wird sowohl in 1,0 Liter Mehrweg-Glasflaschen im 6er-Kasten als auch in 1,0 Liter PET-Flaschen im 9er-Kasten vertrieben. Darüber hinaus wird die Produktvielfalt von Krumbach um das Erfrischungsgetränk "Apfelschorle Naturtrüb" erweitert, das die Kriterien Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität getreu der Krumbach Firmenphilosophie erfüllt. Entsprechend der Krumbach Regionalmarkenstrategie stammen die Äpfel aus Regionen in Süddeutschland, wie beispielsweise dem Bodensee. Auch die Produktion von Glas, Kasten und bedruckten Papieretiketten findet komplett im Allgäu statt. Zunächst ist die neue Apfelschorle Naturtrüb in 1,0 Liter Mehrweg-Glasflaschen im handlichen 6er-Kasten erhältlich. Die Krumbach Apfelschorle Naturtrüb ist zudem aufgrund der besonderen Verarbeitung zur veganen Ernährung geeignet.

In den Kernabsatzgebieten Baden-Württemberg und Bayern wird der Krumbach Vertrieb in Gastronomie und Handel gezielt durch markenadäquate Werbe- und Verkaufsförderungsaktivitäten unterstützt.

Niehoffs Vaihinger

Niehoffs Vaihinger ist eine der führenden Saftmarken in Deutschland und kompetenter Partner des Getränkefachgroßhandels, der Gastronomie und der Hotellerie. Die Premium-Marke im Saftbereich zeichnet sich durch Exklusivität, Sortimentskompetenz, hervorragende Qualität, kontinuierliche Innovationen sowie einer attraktiven Wertschöpfung beim Kunden aus. Bei Niehoffs Vaihinger sind sowohl die Systemgastronomie und Hotellerie als auch die Trend- und Szenegastronomie die Haupttreiber und Wachstumsträger. Mit einem breiten Sortiment von über 25 Sorten und einer

langjährigen Erfahrung unterstreicht Niehoffs Vaihinger seinen Anspruch, vor allem im Barbereich der kompetente Partner zu sein.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Markenauftritt weiterentwickelt, um Niehoffs Vaihinger neue Impulse für nachhaltiges Wachstum im Fruchtsaftmarkt zu geben. Die Marke erstrahlt im neuen Glanz. Das Logo und die Etikettenausstattung unterstreichen den Anspruch derer, die ihren Gästen nur das Beste bieten wollen. Die hochwertige Werbemittelausstattung spricht vor allem die Gastronomie an.

Niehoffs Vaihinger ist somit auf dem besten Weg, mit Premium-Qualität und Cocktail-Kompetenz die eigene Position im Saftmarkt konsequent auszubauen und die Qualitätsmarktführerschaft zu festigen.

Klindworth

Klindworth ist als die traditionsreiche, norddeutsche Saftmarke mit einem umfassenden Mehrwegsortiment ein führender Partner in der Gastronomie und Hotellerie Norddeutschlands. Durch den erfolgreichen Relaunch der Marke Ende 2014 hat sich der Absatz von Klindworth nach Jahren des Rückgangs im Berichtszeitraum wieder stabilisiert. Der neue andersartige Markenauftritt unter dem Motto "Auf ein Klindworth" erfreut sich bereits hoher, vielversprechender Akzeptanz bei Partnern und Kunden. Die verstärkte Präsenz im organisierten Getränkeabholmarkt und im Lebensmitteleinzelhandel öffnet den Weg der Marke hin zur Familienmarke mit einer hohen Verfügbarkeit.

Die neue Ausstattung setzt auf innovative Etiketten, freche und sympathische Sortennamen, hochwertige Individualglasflaschen und eine aus dem Markenauftritt heraus entwickelte Werbekampagne. Gleichzeitig bekennt sich Klindworth mit seinem breiten Sortiment von 29 Sorten zu höchster Premiumqualität und ausgewählten natürlichen Zutaten. In 2015 wurde der neue Markenauftritt durch eine breit angelegte Werbekampagne und markenadäquate Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt, die auch im laufenden Geschäftsjahr weiter fortgesetzt werden. Eine moderne Homepage mit Filialfinder und eine interaktive Facebookseite versorgen die

Kunden mit Gewinnspielen, Promotiontermine und News rund um Klindworth.

Merziger

Merziger bietet ein zeitgemäßes Portfolio an Qualitätssäften mit über 30 Fruchtsäften und Nektaren, sowohl im Mehrweg- als auch im Einweggebinde. Im Fokus des Sortiments stehen Direktsäfte, bevorzugt aus Früchten der Region. Die Produkte richten sich an Familien sowie gesundheits- und qualitätsbewusste Haushalte im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im südlichen Nordrhein-Westfalen. Hohe Qualität bei gleichzeitiger Schonung aller Ressourcen ist fester Bestandteil der Merziger-Unternehmensphilosophie. Im Berichtszeitraum wurde der Absatz durch gezielte Verkaufsförderungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel unterstützt.

Cocktail Plant

Cocktail Plant steht für erstklassige alkoholfreie und -haltige trinkfertige Cocktails auf Basis der Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte und wird in 0,2 Liter Mehrwegflaschen in Getränkeabholmärkten, Gastronomie und Hotellerie vertrieben. Das Cocktail Plant Sortiment umfasst zehn fertig gemixte Cocktails. Die Gestaltung der Etiketten mit besonderen Texten verführt den Konsumenten zum Besuch der interaktiven Cocktail Plant Facebookseite und Homepage. Vom Filialfinder, über einen Online-Shop, bis hin zum personalisierten Etikett und einer druckfertigen Getränkekarte bietet Cocktail Plant alles, was sich eine moderne, junge und kommunikative Zielgruppe wünscht. Aufgrund des noch vorhandenen Marktpotenzials und der attraktiven Wertschöpfung für Kunden zeichnet sich ein weiteres Wachstum für Cocktail Plant ab. Unterstützt wird die Markenwahrnehmung durch eine umfangreiche endverbraucherorientierte PR-Kampagne.

afri und Bluna

Für die Marke afri und ihre Schwestermarke Bluna wurden in den vergangen beiden Jahren mehrere langfristig ausgelegte Konzessionspartnerschaften abgeschlossen, die vorsehen, dass Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna gegen Lizenzgebühren übernehmen. Als erste Konzessionäre starteten zum 1. Januar 2015 die Rhodius Mineralquellen und

Getränke GmbH & Co. KG, Burgbrohl, den Vertrieb der beiden Kultmarken im nördlichen Nordrhein-Westfalen und nördlichen Hessen sowie die konzerneigene Tochtergesellschaft Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH in den Regionen Nordund Ostdeutschland. Zum 1. Januar 2016 übernimmt mit der Anheuser Busch InBev Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen, ein weiterer Konzessionär große Teile Bayerns und einen nördlichen Teil Baden-Württembergs. Mit diesem Konzessionärsmodell wird sukzessive eine gesteigerte bundesweite Präsenz der Kultmarken afri und Bluna in Handel und Gastronomie erreicht.

Im Zuge der Konzessionsvereinbarungen wurden die Marken afri und Bluna mit vergrößertem Sortiment auf eine breitere Basis gestellt. So öffnete sich die Marke afri mit der neuen dritten Sorte "afri cola", die 10 mg Koffein pro 100 ml enthält, für neue Verbraucher, die weniger Koffein und einen süßeren Cola-Geschmack bevorzugen. Die bewährte afri cola mit 25 mg Koffein pro 100 ml wird als "afri cola 25" distribuiert, um den höheren Koffeingehalt hervorzuheben. Die, kalorienfreie "afri cola ohne zucker" erfreut sich, dank ihrer Rezepturoptimierung, seit Sommer 2015 über einen regen Aufschwung. Beim farbenfrohen Limonadenklassiker Bluna gesellt sich zu "Bluna Orange" und "Bluna Zitrone" die neue Sorte "Bluna Mix Cola Orange" hinzu.

Nicht nur in punkto Sorten, sondern auch im Bereich der Gebinde sind afri und Bluna zukünftig für alle vertrieblichen Herausforderungen und Kundenwünsche gerüstet. Während man sich in der angesagten Szene-Gastronomie, in Bars und Lounges weiterhin auf die unverwechselbaren Individualflaschen besinnt, werden afri und Bluna über die Konzessionäre ebenso in verschiedenen Pre- und Postmixgebinden angeboten, um dem Bedarf aller Gastronomietypen gerecht zu werden. PET-Gebinde bleiben weiterhin im Getränkefachmarkt und im Lebensmitteleinzelhandel präsent.

Das erweiterte Sortiment, neue Kampagnen und eine erhöhte Präsenz in Handel und Gastronomie im Zuge der nacheinander in Kraft tretenden Partnerschaften versprechen sowohl bei afri als auch bei Bluna ein deutliches Wachstumspotenzial und eine deutliche Steigerung der Markenbekanntheit.

Weitere Marken

Weitere Marken des Konzerns sind Lindavia, Kisslegger Allgäuquelle und Schloss Veldenz.

Unternehmerische Steuerungssysteme

Die Konzernplanung und -steuerung erfolgt im Wesentlichen auf Basis der Kennzahlen EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Zielsetzung der Unternehmensgruppe ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung und der kontinuierliche Ausbau der Marktanteile in den höherpreisigen, margenstarken Markensegmenten.

Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Die KGaA setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten über die kontinuierliche Auswertung von Ergebnisbeitrag, Marktstellung und Kosteneffizienz.

Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die globale Wirtschaft wuchs nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2015 um etwa 3,1 % und damit langsamer als zunächst erwartet (3,5 %). In den Ländern der Eurozone legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Plus von 1,5 % hingegen deutlich stärker zu als noch im Vorjahr, als die Wirtschaftsleistung lediglich mit 0,9 % zunahm. Auch in Deutschland wurde mit 1,5 % ein solides Wachstum verzeichnet (2014: 1,6 %). Wesentlichen Anteil an der positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hatte der private Konsum, der laut Statistischem Bundesamt in 2015

preisbereinigt um 1,9 % zulegte. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Anstieg der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 2,8 % (2014: 2,3 %). Die Verbraucherpreise stiegen im Berichtszeitraum mit durchschnittlich 0,3 % nur marginal. Der Einzelhandel konnte nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) im vergangenen Jahr mit 3,1 % das stärkste Wachstum seit 20 Jahren erzielen und damit das prognostizierte Wachstum in Höhe von 1,5 % weit übertreffen. Auch Hotellerie und Gastronomie profitierten im Berichtszeitraum von der gestiegenen Konsumfreude der deutschen Verbraucher und setzten nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2015 preisbereinigt 1,7 % mehr um als im Vorjahr. Der nominale Zuwachs, also ohne Berücksichtigung von Preisveränderungen, betrug sogar 4,2 %, was die höchste jährliche Steigerungsrate seit 1994 darstellt.

Der Markt für alkoholfreie Getränke

Der Absatz alkoholfreier Getränke (AfG) verzeichnete nach Rückgängen in den zurückliegenden drei Jahren erstmals wieder einen Zuwachs. So stieg der Absatz im Gesamtjahr 2015 nach Berechnungen des Hauhaltspanels der GfK um insgesamt 1,4 %. Noch deutlich besser als der AfG-Gesamtmarkt entwickelte sich das Mineralwasser-Teilsegment. Dort legte der Absatz auf alle Sorten gerechnet um 2,7 % zu. Besonders kräftig stieg mit einem Absatzplus von 7,4 % Wasser ohne Kohlensäure, gefolgt von wenig kohlensäurehaltigem Mineralwasser, von dem 3,1 % mehr als im Vorjahr abgesetzt wurde. Die Absatzzahlen von Mineralwasser mit viel Kohlensäure lagen dagegen geringfügig unter Vorjahresniveau (-0,1 %).

Auch der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM), in dem rund 200 deutsche Mineralbrunnenbetriebe Mitglied sind, ermittelte in ersten vorläufigen Berechnungen eine positive Absatzentwicklung des gesamten Mineralwassermarkts.

Eigene Darstellung, Quelle: GfK Im Segment Fruchthaltige Getränke (FHG) ermittelte die GfK ebenfalls eine Trendwende. Nach den deutlichen Rückgängen

der vergangenen Jahre stieg der Absatz fruchthaltiger Getränke in 2015 wieder. Insgesamt verzeichnete dieses Teilsegment ein Plus von 2,5 %. Neben Fruchtsäften (+3,5 %) und Fruchtnektaren (+5,2 %) legte vor allem auch die neu in dieses Segment aufgenommene Warengruppe Smoothies deutlich zu. Lediglich Fruchtsaftgetränke hatten Absatzeinbußen zu verzeichnen (-4,2 %).

Im Segment Carbonated Soft Drinks (CSD) waren wie bereits in den Vorjahren Absatzeinbußen zu verzeichnen, die allerdings durch Preiserhöhungen überkompensiert werden konnten. Insgesamt wurden 1,0 % weniger kohlensäurehaltige Süßgetränke abgesetzt. Während Cola- und Cola-Mix-Getränke um 0,3 % unter dem Vorjahresabsatz lagen, fiel der Absatz von Limonaden um 2,9 %. Bittergetränke wiesen dagegen ein Absatzplus von 4,8 % auf.

Die restlichen AfG-Segmente erreichten beim Absatz in etwa das Vorjahresniveau (-0,3 %). Lediglich Wasser Plus (+4,8 %), Energy Drinks (+2,5 %) und Sportgetränke (+0,6 %) erfreuten sich einer wachsenden Beliebtheit.

Gebindeentwicklung

Die eingesetzten Verpackungsarten bei Mineral- und Heilwasser haben sich wie bereits in den Vorjahren auch im Berichtszeitraum nur marginal verändert. Nach vorläufigen Angaben des VDM stieg der Marktanteil der PET-Einweggebinde in 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 47,3 %, während sich die Anteile von PET-Mehrweg auf 19,6 % und von PET-Zweiweg (PETCYCLE) auf 9,1 % jeweils geringfügig verringerten. Der Marktanteil von Glas-Mehrweggebinden lag unverändert bei 23,7 %. Darin eingeschlossen sind auch Individualglasgebinde für die Gastronomie und den Handel, die sich bei anspruchsvollen Verbrauchern steigender Beliebtheit erfreuen.

Anteil der von deutschen Brunnenbetrieben verwendeten Verpackungsarten 2012-2015

Eigene Darstellung, Quelle: VDM

Hinweis: Die Angaben für 2015 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten finalen VDM-Marktdaten der Jahre 2012 bis 2014 können daher von den in den Geschäftsberichten der Vorjahre genannten vorläufigen Daten abweichen.

Im FHG-Segment werden Produkte hauptsächlich in Einwegverpackungen abgesetzt. Laut GfK wurden 53,6 % aller fruchthaltigen Getränke im Jahr 2015 in PET-Einweggebinden verkauft, auf Karton- bzw. Weichpackeinweg entfiel ein Marktanteil von 39,7 %, während Glas-Einweggebinde einen Marktanteil von 0,7 % aufwiesen. Der Gesamtmarktanteil von Einweg lag somit insgesamt im Berichtszeitraum bei 94,0 %, der Anteil von Mehrweggebinden bei 6,0 %.

Im GfK-Haushaltspanel ist allerdings der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glasmehrweggebinde vorherrschend sind, nicht erfasst.

Beliebteste Einkaufsstätte für alkoholfreie Getränke sind in Deutschland nach wie vor die Discounter, deren Marktanteil jedoch laut GfK-Haushaltspanel von 50,5 % auf 49,7 % leicht zurückging. Die LEH-Vollsortimenter konnten im Berichtszeitraum hingegen mit einem Marktanteil von 26,2 % im Vorjahresvergleich (2014: 25,2 %) wieder etwas zulegen. Der Marktanteil der SB-Warenhäuser fiel geringfügig um 0,3 Prozentpunkte auf 15,4 %. Die Bedeutung der Getränkeabholmärkte, die einen Marktanteil von 6,4 % (2014: 6,5 %) aufweisen, hat sich kaum verändert.

Im FHG-Segment steigerten die für den Absatz von Markenprodukten besonders relevanten LEH-Vollsortimenter und SB-Warenhäuser ihren Marktanteil von 36,8 % auf 38,7 %, wohingegen der Marktanteil der Discounter von 57,5 % auf 55,4 % zurückging.

Preisentwicklung

Der durchschnittliche Mineralwasserpreis zeigte sich im Berichtszeitraum laut GfK-Haushaltspanel unverändert und lag über alle Preissegmente hinweg bei konstant 0,24 € pro Liter. Das gestiegene Marken- und Qualitätsbewusstsein der Verbraucher kommt dabei dem Markenwassersegment (Durchschnittspreis pro Liter von 0,40 € und höher) zugute, das im Berichtszeitraum schneller als der Gesamtmarkt gewachsen ist. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen profitierten vor allem PET-Einweggebinde sowie Glas-Mehrweggebinde, darunter auch die Individualglasgebinde der Premiummarken.

Im Segment der kohlensäurehaltigen Süßgetränke (Carbonated Soft Drinks, CSD) erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vorjahr um 0,02 € auf einen durchschnittlichen Preis pro Liter von 0,55 €.

Der durchschnittliche Einzelhandelspreis für fruchthaltige Getränke lag im Berichtszeitraum mit 1,02 € pro Liter leicht unter dem Vorjahresniveau (1,03 €).

Unternehmenssituation des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Anmerkungen zur Berichtsweise

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2015 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Wesentliche Ereignisse

Zur weiteren Optimierung der Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit wurde zum 16. Januar 2015 die ehemalige Niehoffs Vaihinger Vertriebs GmbH gemäß Gesellschafterbeschluss vom 27. Oktober 2014 in die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH umfirmiert und ihr Sitz von Merzig, Saarland, nach Lauterecken, Rheinland-Pfalz, verlegt. Anschließend wurden die Tucano Holding GmbH, Merzig, und deren Beteiligungen inklusive der Lauterecker Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, auf die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, rückwirkend zum 2. Januar 2015 verschmolzen. Diese gesellschaftsrechtliche Zusammenführung aller Saftgesellschaften trägt zu einer weiteren Effizienzsteigerung im Konzern bei.

Im Berichtszeitraum konnten zudem weitere neue Konzessionspartner für die Marken afri und Bluna gewonnen werden. Die Partnerschaften basieren auf langfristigen Konzessionsverträgen, die vorsehen, dass die neuen Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA übernehmen. Als erster Konzessionär wurde bereits in 2014 die RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG, Burgbrohl, gewonnen. Die Partnerschaft trat zum 1. Januar 2015 in Kraft und gilt im nördlichen Nordrhein-Westfalen und nördlichen Hessen. Zu den neu gewonnenen Konzessionspartnern gehören die Anheuser-Busch InBev Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen, die Ulmer Getränke Vertrieb GmbH, Ulm,

sowie die konzerneigene Tochtergesellschaft Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken. Die Partnerschaft mit der konzerneigenen nationalen Saftgesellschaft läuft ebenfalls bereits seit dem 1. Januar 2015 und gilt für die Regionen Nord- und Ostdeutschland. Seit dem 1. Januar 2016 ist die Anheuser-Busch InBev Deutschland GmbH & Co. KG in großen Teilen Bayerns und im nördlichen Teil Baden-Württembergs neuer Lizenzpartner. Die Partnerschaft mit der Ulmer Getränke Vertrieb GmbH, einem Tochterunternehmen der Brauerei Gold Ochsen GmbH, startet zum 1. Januar 2017 in großen Teilen von Baden-Württemberg sowie im westlichen Bayern und Allgäu. Zudem wird ab dem 1. Januar 2019 die bereits bestehende Partnerschaft mit der RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG zusätzlich auf deren Kernregionen Rheinland Pfalz, südliches Hessen und südliches Nordrhein-Westfalen sowie Saarland ausgeweitet, da in diesen Gebieten ein bis dahin bestehender Konzessionsvertrag ausläuft. In der Übergangszeit wird dieses Konzessionärsgebiet durch die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH betreut. Mit sämtlichen Konzessionspartnerschaften für die Kultmarken afri und Bluna wird eine erhöhte Präsenz in Handel und Gastronomie erreicht werden. Dies bietet neue Chancen für eine Steigerung von Absatz und Ertrag.

Auf der 89. Hauptversammlung der Gesellschaft am 18. Juni 2015 wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Empfehlungen der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand, aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von 3,0 Mio. € eine Dividende von 0,23 € je Stammaktie und von 0,31 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 23. Juni 2015. Unter Berücksichtigung der zu dieser Zeit durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten eigenen Anteile betrug die Ausschüttungssumme somit 1,9 Mio. €. Dem Gewinnvortrag wurden 1,1 Mio. € zugeführt. Die anwesenden Aktionäre honorierten das erfolgreiche Geschäftsjahr und sprachen dem Vorstand und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.

Zudem erteilte die Hauptversammlung der Gesellschaft die Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien an die

WWW.NIEHOFFS-VAIHINGER.DE

Mein Saft? Vaihinger! Mein Saft? Vaihinger!

SAFT IN SEINER FEINSTEN FORM

Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen, als Gegenleistung für die Übernahme der Verpflichtung zur Erfüllung von Verbindlichkeiten der Gesellschaft aus Leistungszusagen zur betrieblichen Altersversorgung für frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene ("Direktzusagen"). In Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung übertrug die Gesellschaft Ende Juni 455.261 eigene Inhaber-Stammaktien auf die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V. Auf diese Weise wurde eine Verbesserung der Eigenkapitalquote des Konzerns erreicht, die zum 31. Dezember 2015 bei rund 46 % lag. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum Ende des Berichtzeitraums insgesamt 394.945 eigene Stammaktien, was einen Anteil von 6,25 % der Stammaktien entspricht, und keine eigenen Vorzugsaktien.

Am 23. September 2015 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft, den Aktionären in einer außerordentlichen Hauptversammlung den Rechtsformwechsel von einer Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), als persönlich haftende Gesellschafterin vorzuschlagen. Der Rechtsformwechsel dient vor allem dem eingeschlagenen Wachstumskurs der Gesellschaft, indem die Eigenkapitalfinanzierungsfähigkeit gefördert wird. Zu dem Beschlussvorschlag hatte der Vorstand einen ausführlichen Umwandlungsbericht erstellt, der den Aktionären mit der Einberufung der außerordentlichen Hauptversammlung zugänglich gemacht wurde.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. November 2015 wurde der Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz), als persönlich haftende Gesellschafterin mit großer Mehrheit beschlossen. In Folge des Formwechsels wurde auch die Satzung der Gesellschaft neu gefasst, an aktuell geltende Standards angepasst und um Regelungen ergänzt, die den Besonderheiten der Rechtsform der KGaA Rechnung tragen. Zudem wurde ein neues genehmigtes Kapital mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss geschaffen, da das bisherige genehmigte Kapital im Laufe des Berichtszeitraums ausgelaufen war.

Kapitalmaßnahmen

Durch den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. November 2015 wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. November 2020 ganz oder in Teilbeträgen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 11.193.728 € gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Die bisher bestehende Ermächtigung, von der kein Gebrauch gemacht worden war, lief zum 27. Juli 2015 aus. Mit der neuen Ermächtigung ist die Gesellschaft auch nach Wirksamwerden des Rechtsformwechsels weiterhin in der Lage, den künftigen Finanzbedarf schnell und flexibel zu decken.

Gremien

Im Berichtszeitraum haben keine personellen Veränderungen stattgefunden. Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels zum 10. Februar 2016 und dem damit verbundenen Eintritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin schied Herr Bartholl als Vorstand aus der Gesellschaft aus.

Ertragslage

Die Absätze im Eigenmarkengeschäft entwickelten sich im Berichtsjahr in den einzelnen Segmenten des Konzerns unterschiedlich. In den Brunnenbetrieben (Mineralwasser und Erfrischungsgetränke), dem volumenstärksten Segment des Konzerns, konnten die A-Marken Teinacher, Krumbach, afri und Bluna deutliche Zuwächse generieren. Die Heilwassermarke Hirschquelle verzeichnete eine konstante Absatzentwicklung. Das Saftsegment entwickelte sich dagegen leicht rückläufig. Insgesamt schloss der Eigenmarkenabsatz der Unternehmensgruppe über Vorjahresniveau.

Konzernertragslage (in T€) 2015 2014 Delta
Umsatzerlöse 137.186 136.473 713
Waren- und Materialeinsatz -52.607 -56.853 4.246
Rohertrag 84.579 79.620 4.959
Sonstige betriebliche Erträge 6.211 7.284 -1.073
Personal -27.093 -27.315 222
Sonstige betriebliche Aufwendungen -47.704 -43.969 -3.735
Abschreibungen -11.440 -11.233 -207
Betriebsergebnis 4.553 4.387 166
Finanzergebnis -1.879 -1.254 -625
Außerordentlicher Aufwand -32 -55 23
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.642 3.078 -436
Steueraufwand -536 -1.628 1.092
Konzernjahresergebnis 2.106 1.450 656
Verlust- / Gewinnvortrag -443 737 -1.180
Ausschüttung an Aktionäre -1.935 -1.782 -153
Anteile anderer Gesellschafter -847 -848 1
Konzernbilanzverlust -1.119 -443 -676

Der Anstieg der Umsatzerlöse um 0,7 Mio. € auf 137,2 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Absatzsteigerung der A-Marken im Konzern. Durch Einstandspreisentlastungen im Bereich der Rohwaren ergab sich eine deutliche Verminderung des Wareneinsatzes und im Ergebnis eine signifikante Steigerung des Rohertrages.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtszeitraum um 1,1 Mio. € auf 6,2 Mio. €. Im Vorjahr war dieser Posten im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen und Gewinnen aus Anlagenverkäufen begünstigt gewesen, wohingegen im Berichtsjahr vor allem Kursgewinne zu Buche schlugen. Der Personalaufwand sank in 2015 aufgrund einer geringeren Mitarbeiterzahl im Konzern um 0,2 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen infolge höherer Marketing- und Vertriebsaufwendungen sowie insbesondere aufgrund periodenfremder Aufwendungen um 3,6 Mio. €. Die Abschreibungen nahmen infolge erhöhter Investitionen im Berichtsjahr planmäßig um insgesamt 0,2 Mio. € zu.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 0,2 Mio. € auf nunmehr 4,6 Mio. €. Das Finanzergebnis war durch die Dotierung der Pensionsrückstellungen infolge des anhaltend niedrigen Zinsniveaus gegenüber dem Vorjahr mit 0,6 Mio. € belastet. Nach dessen Verrechnung ergab sich ein Konzernergebnis vor Steuern von 2,6 Mio. € gegenüber 3,1 Mio. € im Vorjahr. Der Steueraufwand beinhaltet im Wesentlichen den Verbrauch aktivierter latenter Steuern; das Vorjahr war zudem durch die Auflösung aktivierter latenter Steuern belastet. Der im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete Konzern-Jahresüberschuss verbesserte sich auf 2,1 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (1,5 Mio. €).

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in 2015 mit 15,8 Mio. € leicht über Vorjahresniveau (15,4 Mio. €), das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 0,2 Mio. € auf 4,3 Mio. €.

Unter Berücksichtigung des nach der in 2015 geleisteten Dividendenzahlung verbleibenden Verlustvortrages (2,4 Mio. €) und der Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis (0,8 Mio. €) verbleibt ein Konzernbilanzverlust von 1,1 Mio. €. Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 0,24 € (2014: 0,17 €) und je Vorzugsaktie 0,32 € (2014: 0,25 €).

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres

Die Umsatzentwicklung der Eigenmarken lag bei einer positiven Entwicklung im Wasserbereich und leicht rückläufigen Veränderung im Saftsegment insgesamt über Vorjahresniveau und damit über der erwarteten Entwicklung. Durch Einstandspreissenkungen und verbesserte Kostenstrukturen konnten die Kennzahlen EBIT und EBITDA im Konzernabschluss den im Vorjahresbericht prognostizierten Anstieg im einstelligen Prozentbereich widerspiegeln.

Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zeigt folgende Entwicklung:

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Berichtsjahr aufgrund niedrigerer konzerninterner Erträge auf 6,5 Mio. €, zudem war das Vorjahr (10,6 Mio. €) mit der Auflösung von Rückstellungen und Erträgen aus Anlagenabgängen begünstigt gewesen. Der Personalaufwand reduzierte sich um 0,1 Mio. € auf 0,7 Mio. €, was im Wesentlichen aus der unterjährigen Übertragung von Pensionsverpflichtungen resultierte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erreichten mit 10,9 Mio. € das Vorjahresniveau. Nach Verrechnung der Finanz- und Beteiligungsergebnisse und Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 2,9 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbleibenden Gewinnvortrages von 1,1 Mio. € verbleibt ein Bilanzgewinn von 4,0 Mio. €.

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres

Durch die höheren Erträge aus Gewinnabführungsverträgen einerseits und niedrigeren Personalaufwendungen aufgrund der Übertragung von Pensionsrückstellungen andererseits konnten die Kennzahlen EBIT und EBITDA im Jahresabschluss den im Vorjahresbericht prognostizierten Anstieg im einstelligen Prozentbereich übersteigen.

Operative Tochtergesellschaften

Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.

Mineralbrunnen Teinach GmbH

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet die Marken Teinacher, Hirschquelle und Cilly. Der Umsatz der Gesellschaft lag in 2015 bei 43,3 Mio. €. Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 121 Mitarbeiter, davon fünf Auszubildende.

Mineralbrunnen Krumbach GmbH

Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die im Konzern absatzstärkste Marke Krumbach sowie die Marke Kisslegger. In 2015 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 37,3 Mio. €. Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 141 Mitarbeiter, davon vier Auszubildende.

Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vertreibt die Marken Niehoffs Vaihinger, Klindworth, Merziger, Lindavia, Schloss Veldenz, DCide, Barmade und Cocktail Plant. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 62,9 Mio. €. Im Jahr 2015 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 112 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende. Die ehemalige Niehoffs Vaihinger Vertriebs GmbH wurde zum 16. Januar 2015 in Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH umfirmiert und der Sitz von Merzig, Saarland, nach Lauterecken, Rheinland-Pfalz, verlegt. Die in 2014 beschlossene Verschmelzung der Tucano Holding GmbH und deren Beteiligungen inklusive der Lauterecker Fruchtsaft GmbH auf die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2015.

Finanzierung

Wertpapier-Management

Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Im Berichtsjahr wurde der bestehende Fonds komplett veräußert und in einen neuen Spezialfonds umgeschichtet und auf ein Volumen von 7,9 Mio. € aufgestockt.

Finanzierung

Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag ausschließlich im Zuge der Darlehensgewährung an einen Aktionär mit 8,0 Mio. € in Anspruch genommen wurden. Die an die Kreditlinien geknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) wurden im Berichtszeitraum jederzeit erfüllt. Im Berichtsjahr und für das laufende Geschäftsjahr standen bzw. stehen somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Es liegen auch keine Anzeichen vor, dass die finanziellen Kennzahlen im Geschäftsjahr 2016 nicht erfüllt werden können. Die Entschuldung von langfristigen Darlehen erfolgte planmäßig. Im Berichtsjahr wurden im Konzern Darlehen in einem Volumen von 46 T€ und damit vollständig zurückgeführt, so dass zum Bilanzstichtag keine langfristigen Bankverbindlichkeiten bestehen.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit in das Sachanlagevermögen wurde im Berichtsjahr deutlich intensiviert, unter anderem durch Marktinvestitionen in neue Gebinde sowie Anlageninvestitionen zur Produktivitätsverbesserung in den Bereichen Logistik und Produktion. Insgesamt investierte der Konzern im Berichtszeitraum ein Volumen von 10,4 Mio. € gegenüber 8,0 Mio. € in 2014. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. In 2016 sind Investitionen in Höhe von 11,9 Mio. € geplant.

Cashflow-Situation (Liquiditätsstatus)

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit schloss zum Bilanzstichtag mit einem Liquiditätsüberschuss von 20,0 Mio. € (Vorjahr: 15,4 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag infolge des erhöhten Investitionsvolumens bei -8,9 Mio. € (Vorjahr: -6,2 Mio. €).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war durch Auszahlungen an die Aktionäre und Minderheitsgesellschafter sowie durch die Gewährung eines Darlehens an einen Aktionär mit 8,6 Mio. € negativ (Vorjahr: -6,4 Mio. €). Diese Effekte führten zu einer Verbesserung des Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,5 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €).

Unter Berücksichtigung der Darlehensgewährung an einen Aktionär ergab sich eine Verbesserung des Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2015 von 7,5 Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanzsumme nahm in 2015 um 2,9 Mio. € bzw. 2,4 % gegenüber dem Vorjahr auf 118,8 Mio. € ab. Auf der Aktivseite sanken die immateriellen Vermögensgegenstände, die vornehmlich Marken- und Belieferungsrechte ausweisen, durch planmäßige Abschreibungen um 3,1 Mio. €. Aus Investitionen von 10,4 Mio. € und Abschreibungen in Höhe von 8,3 Mio. € resultierte der Zugang im Sachanlagevermögen von 2,0 Mio. €. Die Abschreibung auf die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen zum einen und die höhere Investition in Wertpapiere des Anlagevermögens zum anderen führten dazu, dass sich die Finanzanlagen auf Vorjahresniveau befanden. Im Umlaufvermögen erhöhte sich das Vorratsvermögen im Wesentlichen durch Bestände an unfertigen Erzeugnissen im Saftsegment. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 15,0 Mio. € ein an einen Aktionär ausgereichtes Darlehen. Die liquiden Mittel gingen durch eine korrespondierend niedrigere Inanspruchnahme von Kreditlinien um 4,5 Mio. € zurück. Durch die planmäßige Abschreibung von aktivierten latenten Steuern nahm dieser Posten um 0,6 Mio. € ab.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um insgesamt 5,2 Mio. €. Trotz der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre (1,9 Mio. €) nahm dieser Posten aufgrund der Herausgabe eigener Aktien in Höhe von 6,7 Mio. € zu.

Das Heilwasser aus der unberührten Natur des Schwarzwaldes

Schmeckt gut. Tut gut.

Die Konzern-Eigenkapitalquote stieg damit auf 46 % (Vorjahr: 41 %) und liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Mit der Herausgabe eigener Aktien wurden in gleicher Höhe Pensionsverpflichtungen übertragen; aufgrund der Zuführung der verbliebenen Pensionsverpflichtung hat dieser Posten insgesamt um 4,6 Mio. € abgenommen. In den sonstigen Rückstellungen führten im Wesentlichen gestiegene Dotierungen für Pfandverpflichtungen, Vertriebsrückstellungen und ausstehenden Rechnungen zu einem Anstieg von 2,9 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (8,0 Mio. €) waren zum Bilanzstichtag 2015 ausschließlich kurzfristig.

In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA lag die Bilanzsumme mit 84,5 Mio. € um 2,8 % über dem Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch eine leichte Zuführung bei den Wertpapieren des Anlagevermögens. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wiesen ein gewährtes Darlehen von 15,0 Mio. € an einen Aktionär aus. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich planmäßig um die Zahlungseingänge aus Anlagenverkäufen sowie der jährlichen Rate aus dem Körperschaftsteuerguthaben. Die liquiden Mittel gingen durch eine korrespondierend niedrigere Inanspruchnahme von Kreditlinien um 4,4 Mio. € zurück. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital im Wesentlichen aufgrund der Herausgabe von eigenen Aktien um 7,7 Mio. €. Damit ergibt sich eine Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 63 %. Im Gegenzug zu der Herausgabe eigener Aktien wurden in gleicher Höhe Pensionsverpflichtungen übertragen. Der Anstieg bei den sonstigen Rückstellungen um 1,5 Mio. € betraf im Wesentlichen die höhere Dotierung für Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren zum Bilanzstichtag 2015 ausschließlich kurzfristig und wurden ausschließlich für die Darlehensgewährung an einen Aktionär ausgeschöpft.

Dividende und Aktie

Der Hauptversammlung im Jahr 2016 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 4,0 Mio. € eine Dividende von 0,27 € je Stammaktie und von 0,35 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten Anteile 2.363.909,85 € betragen und 1.603.403,47 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Kurs der Aktie betrug zum 31. Dezember 2015 bei den Stammaktien 16,81 € (31.12.2014: 15,21 €) und bei den Vorzugsaktien 7,97 € (31.12.2014: 7,00 €). Damit erhöhte sich die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung im Berichtszeitraum um 11,0 % auf 123,58 Mio. € per 31. Dezember 2015 (31.12.2014: 111,36 Mio. €).

Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Im Jahresdurchschnitt 2015 beschäftigte der Konzern inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen 429 Mitarbeiter (2014: 442 Mitarbeiter), davon 11 Auszubildende (2014: 12 Auszubildende).

Personalentwicklung

Die erhöhte operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.

Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst.

Der Konzern arbeitet an einer sich ständig verbessernden, dialogorientierten Unternehmenskultur, fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter und schafft damit auch eine Basis für die fachliche und soziale Entwicklung der Mitarbeiter. Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.

Innovationsmanagement

In den Marktsegmenten des Konzerns besteht ein intensiver Preiswettbewerb und damit hoher Margendruck. Daraus ergeben sich zwei Handlungsfelder für Innovationen, die die Unternehmensgruppe konsequent verfolgt:

Nachhaltige Kostensenkungen durch permanente Produktivitätsoptimierung

Im besonders wettbewerbsintensiven Mineralwassermarkt sind permanente Anpassungen hinsichtlich effizienter Prozesse gefragt, um die Kosten weiter zu senken. So konzentrieren sich die eigenen Innovationsaktivitäten auf eine hocheffiziente Anlagentechnik, den Rohstoffeinsatz, die Ressourcenschonung und auf effiziente und flexible Prozessabläufe. Dazu zählen ein optimierter Materialeinsatz und Kostenoptimierungen in Kombination mit effizienten Produktions-, Logistikund Vertriebsprozessen. Insgesamt zielt die Prozessoptimierung auf eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Kostenstruktur und unterstützt so die Ertragssicherung des Konzerns.

Legitimierung der hochpreisigen Positionierung der Marken im Markt

Mit klaren Markenprofilen und einer konsequenten Markenpflege verankert die Unternehmensgruppe ihre Produkte nachhaltig im Markt und erzeugt dadurch sowohl für ihre Geschäftspartner als auch für sich selbst ein hohes Ertragspotenzial. Das jeweilige Markenversprechen und die gehobene Preisstellung bedürfen gleichzeitig einer Rechtfertigung über Qualität, Ausstattung und Werbung. Deshalb konzentriert der Konzern seine Aktivitäten auf die Weiterentwicklung seiner Marken durch ein konsequentes Qualitätsmanagement, gezielte Investitionen in den Markenaufbau sowie sinnvolle Sortimentsergänzungen und Gebindeinnovationen, die zur jeweiligen Marke passen und interessante Markt- und Ertragspotenziale versprechen.

Umwelt und gesellschaftliches Engagement

Kunden und Konsumenten erwarten von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und ihren Tochterunternehmen als Anbieter des sensiblen Naturproduktes Mineralwasser, der darauf basierenden Erfrischungsgetränke und Limonaden sowie hochwertiger fruchthaltiger Getränke die Gewährleistung höchster Qualität. Deshalb setzt der Konzern auf umweltschonende Unternehmensprozesse, die gleichzeitig der Zukunftssicherung und dem Markenschutz dienen. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind zentrale Bestandteile der verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit des Konzerns. Im Bereich der Quellenpflege und der Förderung sowie der Abfüllung und Distribution spielen umweltrelevante Standards eine zentrale Rolle. In der Beschaffung bestehen Auswahlkriterien, die sowohl qualitativen als auch ressourcenschonenden Aspekten Rechnung tragen. Gleichzeitig verbessert die Unternehmensgruppe permanent Produkte, Verpackungen und Abläufe hinsichtlich eines energieeffizienten und schonenden Ressourceneinsatzes.

Beleg für das starke ökologische Engagement der Unternehmensgruppe sind Zertifizierungen und Auszeichnungen, die höchste Qualität der Verfahren und der Produkte sowie eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit garantieren. Dabei wurden sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH, als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH und die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH mit dem International Food Standard nach der neuen IFS Version 6 zertifiziert. Dieses Zertifikat bescheinigt beste Qualität der Verfahren und der Produkte auf internationalem Niveau.

Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH darf für die in Kißlegg abgefüllten Produkte darüber hinaus das staatliche BIO-Siegel vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz führen. Mehrere Produkte der Mineralbrunnen Krumbach GmbH wurden zudem durch die Deutsche Lebensmittel Gesellschaft (DLG) für Ihre herausragende Qualität prämiert. So erhielten die drei Krumbach Mineralwassersorten Classic, Medium und Naturell und das Mineralwassererfrischungsgetränk "Krumbach Sanft & Erfrischend Birne-Kräuter" sowie die "Krumbach Sanfte Schorle Apfel" die DLG-Gold-Medaille. Bestandteil der DLG-Tests sind sensorische, chemische, physikalische und mikrobiologische Analysen sowie die Überprüfung der Genauigkeit der Inhaltsangabe.

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH wurde als erster Mineralbrunnen Deutschlands für ihr Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 zertifiziert, womit das vorbildliche Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft am Standort Bad Teinach ausgezeichnet wurde. Damit nimmt die Mineralbrunnen Teinach GmbH eine Vorreiterrolle in der Branche ein und unterstreicht ihre Ambitionen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Region. Zudem tragen die Teinacher Direktsaftschorlen als erste Fruchtsaftschorlen das Siegel "Gesicherte Qualität – Baden-Württemberg" des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg. Dieses Qualitätszeichen steht für eine besondere Prozessqualität, für Erzeugung und Verarbeitung in Baden-Württemberg und deren Bestätigung durch neutrale Kontrollen.

Ein weiterer fester Bestandteil der Unternehmenspolitik ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns. Die Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA versteht sich als Teil der Gesellschaft und nimmt ihre soziale Verantwortung in besonderem Maße über die Krumbach Familienstiftung wahr. Das Fundament der Arbeit dieser Stiftung ist die Überzeugung, dass die Unterstützung von Familien eine zukunftsweisende Investition für die Gesellschaft ist. Die Marke Krumbach ist als regionale "Familienmarke" für Mineralwasser positioniert und hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere Kinder und Jugendliche zu fördern und zu unterstützen. Der räumliche Schwerpunkt der Aktivitäten der Krumbach Familienstiftung liegt im Allgäu. Ziel dieser Einrichtung ist die Förderung von lokalen und regionalen Initiativen, die verschiedene Angebote für Familien und Kinder entwickeln und bereitstellen. Da die Stiftung sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen für Spenden offen steht, möchte der Konzern diese Organisation allen Interessierten empfehlen, sich aber auch in Zukunft weiterhin selbst engagieren (Informationen unter: www.krumbach-familienstiftung.de). Darüber hinaus fördert die Mineralbrunnen Teinach GmbH Schulen und Kindergärten in der Region, unterstützt Sportveranstaltungen und Tafel-Veranstaltungen mit Gratisware und finanziellen Spenden.

In Anerkennung ihres hohen sozialen und ökologischen Engagements tragen die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH als erste Mineralbrunnen seit 2013 das Prüfsiegel "Gesicherte Nachhaltigkeit – Investition in die Zukunft" des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit und Ökonomie. Das Siegel bescheinigt nachhaltiges Unternehmenshandeln in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialkompetenz.

Risikobericht

Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.

Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt und im Rahmen der in den Vorjahren durchgeführten Neuausrichtung an die neue Struktur angepasst.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Konzernentwicklung aus.

Branchenrisiken

Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie auswirken kann. Dies betrifft in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.) sowie die Zusatzstoffe in Near-Water- und Süßgetränken (z.B. Zuckerersatzstoffe). Es besteht die Gefahr, dass dadurch – unabhängig vom Anbieter – eine gesamte Produktgattung ungerechtfertigt infrage gestellt wird und dies Absatzrückgänge nach sich zieht. Des Weiteren bestehen Risiken hinsichtlich der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden können. Weitere Risiken bergen die

Regelungen zur Verpackungsverordnung. Dies betrifft insbesondere deren Umsetzung und das damit verbundene Clearing (GDB, PETCYCLE).

Operative Risiken

Produkt- und technische Risiken

Die natürliche Ressource Mineralwasser bedarf sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines seit Jahrzehnten weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen kontinuierlich beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instand gesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Risiken, die aus höherer Gewalt resultieren, können trotz der hohen Sicherheitsstandards nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Natürliches Mineralwasser, das als einziges Lebensmittel in Deutschland einer amtlichen Anerkennung bedarf, muss von ursprünglicher Reinheit sein. Bereits das Eindringen geringster Mengen von beim Schiefergasabbau eingesetzten, toxischen Fracking-Fluiden in ein Mineralwasservorkommen kann dazu führen, dass die amtliche Anerkennung als Mineralwasser verloren geht. Anders als bei Trinkwasser ist eine Aufbereitung zur Entfernung von Schadstoffen bei natürlichem Mineralwasser nicht zulässig. Das Fracking kann so zu einer existenzbedrohenden Gefahr für Mineralbrunnenunternehmen werden. Die Quellen des Konzerns sind aufgrund ihrer geographischen Lage zwar nicht von eventuellen Frackingmaßnahmen direkt betroffen, trotzdem unterstützt der Konzern den VDM in seinem Bestreben, ein gesetzliches Verbot von Fracking zu erwirken.

Die Herstellung von Mineralwasserprodukten mit Geschmack und Zusatznutzen sowie von Fruchtsaftvarianten erfordern bei

der Risikobetrachtung eine besondere Aufmerksamkeit. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Insgesamt steht der Beschaffungsmarkt unter ständiger Beobachtung, wobei langfristige Liefervereinbarungen angestrebt werden. Gleichzeitig sind alle Produktionsstandorte gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert. Diese Norm enthält zusätzlich die Grundsätze einer guten Herstellungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, Wartung, Instandhaltung und Schulung), eine Gefährdungsanalyse sowie kritische Lenkungspunkte. Dieses vorbeugende System unterstreicht die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Lebensmitteln und Verbrauchern. Dennoch ist nicht vollständig auszuschließen, dass es zu Produktfehlern, die einen Produktrückruf notwendig machen, kommen könnte. Eine detaillierte Kennzeichnung macht einzelne Chargen identifizierbar, ordnet relevante Chargen den entsprechenden Lieferanten zu und stellt die Produktverfolgbarkeit sicher. Somit sind die Produktwege kontrollierbar und mögliche Schäden werden begrenzt.

Im Leergutmanagement werden kundenspezifische Salden geführt. Zudem wird die Leergutrückführung zeitnah in den Systemen aktualisiert. Damit stellt der Konzern sicher, dass die Pfandvergütung sachgerecht und wirtschaftlich adäquat zugeordnet wird, keine Leergutengpässe entstehen und die Lieferfähigkeit gesichert bleibt.

Insgesamt begegnet der Konzern negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aus operativen Risiken unter anderem mit dem Abschluss eines adäquaten und wirtschaftlich angemessenen Versicherungsschutzes.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften eingezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

IT-Risiken

Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäftsprozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit. Hohe Sicherheitsstandards, moderne Technologie und qualifizierte Mitarbeiter tragen dazu bei, IT-Risiken zu minimieren. Zudem hält der Konzern eine Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), die für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und deren Tochterunternehmen unter anderem IT-gestützte Verwaltungstätigkeiten übernimmt. Darüber hinaus versucht der Konzern, sich bei allen von externen Dienstleistern erbrachten Leistungen gegen solche Risiken vertraglich abzusichern.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa aus der Veräußerung von Gesellschaften und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert.

Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Die Unternehmensgruppe erwartet, dass die bestehenden Risiken keine wesentlichen negativen

Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.

Tarifrisiken

Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation ist es angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung möglich, dass der Druck auf die Tarifparteien zunimmt. Daraus können höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen.

Marktrisiken

Marktpreisrisiken

Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern. Dazu können u. a. Rahmenvereinbarungen genutzt werden, die genügend Flexibilität bei Mengenänderungen ermöglichen. Zudem werden laufend die Bestellpositionen im Hinblick auf Synergiepotenziale überprüft, um zusätzliche Einsparungen nutzen zu können. Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.

Absatz- und Umsatzrisiken

Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher. Hier kann es zu weiteren Nachfrageverschiebungen kommen. Ursache ist der anhaltende Preiswettbewerb im Markt. Wie das Thema Biolebensmittel deutlich macht, erweitert das Preiseinstiegssegment kontinuierlich seine Mengen- und Preisorientierung um den Faktor Produktmehrwert. Der Konzern begegnet diesen Aktivitäten mit gezielten Marketingmaßnahmen, um

die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Besonders die Hinwendung der Verbraucher zu regionalen Produkten bietet hier Möglichkeiten zur Differenzierung.

Finanz-, Kredit- und Liquiditätsrisiken

Vermögens-Management und Forderungsrisiken

Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, bewährt. Eine weitere Risikodiversifikation und Risikoreduktion wird durch die Berücksichtigung diversifizierter Vermögens-Klassen erreicht. Für das Spezialfondsvermögen wird der Value-at-Risk berechnet. Bei der Auswahl der Titel wird unverändert auf eine hohe Marktgängigkeit, eine gute Bonität und konservative Risikoparameter geachtet.

Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden.

Kreditrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Das Geschäft des Konzerns ist Zins-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen.

Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch permanente Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Die im Finanzierungsmarkt allgemein festzustellende Einengung der Handlungsspielräume beobachtet die Unternehmensgruppe aufmerksam und leitet daraus langfristige Finanzierungsstrategien ab.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u.a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Gesamtbeurteilung

Im Geschäftsjahr 2015 hat sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Markt gut behauptet. Bestandsgefährdende Risiken traten 2015 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Konzerns auf.

Nachtragsbericht

Am 10. Februar 2016 wurde mit der Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm der Formwechsel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in die Rechtsform der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) unter Beitritt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin wirksam. Die Gesellschaft firmiert seitdem als Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Alle Aktionäre der vormaligen Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wurden Kommanditaktionäre der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Durch den Rechtsformwechsel ist das bisherige Organ "Vorstand" entfallen und die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegen nunmehr der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Dr. Hans-Georg Eils und Frank Scheidemann (seit 4. März 2016). Der bisherige Alleinvorstand Michael Bartholl ist mit Eintragung des Formwechsels am 10. Februar 2016 ausgeschieden und hat sämtliche Geschäftsführungsfunktionen in den Tochtergesellschaften zum 11. Februar 2016 niedergelegt. Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt weiterhin bei den

Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH.

Weitere wesentliche Ereignisse sind nach Ablauf des Geschäftsjahres 2015 nicht eingetreten.

Chancen- und Prognosebericht

Der folgende Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.

Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung Marktverschiebungen von Hersteller- zu Handelsmarken erfolgen und die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.

Chancenbericht

Der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wurde in den vergangenen Jahren einem konsequenten Umbau unterzogen, bei dem die Organisations-, Prozess- und Kostenstrukturen den Markterfordernissen angepasst wurden. Diese Maßnahmen führten sukzessive

zu einer effizienten Unternehmensstruktur mit einem fokussierten, marktgerechten Produkt- und Markenangebot. Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm, umfassende Rationalisierungen in allen Konzernunternehmen und schnellere Entscheidungswege versetzen die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Die Kernmarken sind bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Spezialitäten unterliegen dabei einer klaren Markenführung, um sich im Verdrängungswettbewerb maßgeblich durchzusetzen.

Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank starker Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern. Die in einigen Regionen bestehende Marktführerschaft soll kontinuierlich und ertragsorientiert ausgebaut und auch auf angrenzende Regionen ausgedehnt werden. Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich ebenfalls noch nicht genutzte Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süddeutschland und national auf dem Gastronomiemarkt.

Ausbau des Chancenmanagements

Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen Unternehmen etabliert, der sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, die Geschäftsführer der im Markt operierenden Gesellschaften und die Geschäftsleitung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt.

Chancen durch Reorganisation

Durch die zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 durchgeführte gesellschaftsrechtliche und organisatorische Integration aller Saftgesellschaften in die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wurde eine schlagkräftige und effiziente Vertriebsorganisation geschaffen, mit der überregional der Getränkefachgroßhandel, die Gastronomie und Hotellerie bedient werden. Durch die gesellschaftsrechtliche Zusammenführung der Saftgesellschaften ergeben sich intern Effizienzgewinne, die sich auch positiv auf die Verwaltungskosten auswirken werden.

Der vollzogene Rechtsformwechsel in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien ermöglicht darüber hinaus, die Flexibilität einer kapitalmarktorientierten Publikumsgesellschaft mit den Vorteilen eines strategisch ausgerichteten und nachhaltig agierenden Familienunternehmens, der Karlsberg Gruppe, zu kombinieren. So wurde eine Struktur erreicht, die einerseits unter flexibleren Rahmenbedingungen die Aufnahme von neuem Eigenkapital zur Verfolgung der Investitions- und Wachstumsstrategie ermöglicht sowie andererseits eine effektive und nachhaltige Bündelung der operativen Kompetenzen beider Unternehmen erlaubt. Eine engere Verflechtung aller Bereiche mit Karlsberg wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege wird zu einer weiteren Effizienzsteigerung führen.

Chancen der Unternehmensgruppe in den wichtigsten Produktkategorien

Mineral- und Heilwasser

(Marken: Krumbach, Teinacher, Hirschquelle, Kisslegger u. a.):

Die Kernmarken des Konzerns sind in ihren Regionalmärkten fest verankert und bieten den Partnern in Gastronomie und Handel eine attraktive Marge. Um die Preise der gehobenen Mineral- und Heilwassermarken auch in Zukunft durchzusetzen, bedient sich die Unternehmensgruppe einer klaren Markenführung und einer Fokussierung auf die ertragsstarken Produkte im jeweiligen Sortiment. Neben der wertorientierten Positionierung trägt die regionale Verankerung der Marken zum Erfolg bei.

Erfrischungs- und Süßgetränke (Marken: afri, Bluna, Krumbach, Teinacher u. a.):

Erfolgreiche Marken zeichnen sich durch einen hohen Bekanntheitsgrad und eine starke Emotionalisierung aus. Mit den eigenen Marken erfüllt der Konzern diesen Anspruch und verknüpft seine Produkte mit aktuellen Lifestyle-Trends und den jeweiligen Lebenswelten der Konsumenten. Umso wichtiger ist es, den Markenaufbau durch gezielten Distributionsausbau und ein aktives Warengeschäft zu festigen. Für die Marken afri und Bluna ergeben sich mit dem Abschluss von Konzessionsverträgen große Chancen, in den kommenden Jahren die Marktpräsenz in Handel und Gastronomie nachhaltig zu erhöhen und neue Absatzmärkte und Marktanteile zu gewinnen.

Fruchthaltige Getränke (Marken: Niehoffs Vaihinger, Klindworth, Merziger u. a.):

Im Fruchtsaftsegment schätzen die Konsumenten die hohe Qualität und Produktvielfalt des Markenportfolios des Konzerns. Marktchancen ergeben sich aus dem wachsenden Bedürfnis der Konsumenten nach Gesundheit und mildem Genuss. Auf Basis von qualitäts- und wertorientierten Positionierungen kann die Gruppe in diesem Zielmarkt ihren Marktanteil weiter ausbauen. Vor allem durch den eigenständig am Markt operierenden Gastronomievertrieb ergibt sich zusätzliches Potenzial, im wichtigen Segment der Hotellerie und Gastronomie auf nationaler und internationaler Ebene neue Ertragspotenziale zu erschließen.

Prognosebericht

Der IWF veranschlagt das globale Wirtschaftswachstum in 2016 mit 3,4 %. Für Deutschland wird ein vergleichsweise solider Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 % prognostiziert. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für den deutschen Einzelhandel ein Wachstum von 2,0 % und damit das sechste Jahr in Folge ein Umsatzplus. Dabei profitierte der Einzelhandel von günstigen Rahmenbedingungen wie einer guten Arbeitsmarktlage, nur moderat steigenden Preisen und einer konstanten Sparquote bei steigenden verfügbaren Einkommen, die allesamt zu einem positiven Konsumumfeld beitragen. Dieser positive Ausblick wird gestützt durch den GfK-Konsumklimaindex, der im Januar 2016 mit 9,4 Punkten auf einem weiterhin hohen Niveau lag. Für die Gastronomie und Hotellerie blickt der Branchenverband DEHOGA ebenfalls mit Zuversicht auf das Jahr 2016 und prognostiziert ein Umsatzwachstum zwischen nominal 2,0 und 2,5 %. Zugleich sieht der Verband aber auch Unsicherheiten und beklagt unverändert die hohen bürokratischen Hürden.

Im Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden durch das im Vorjahr gestartete Optimierungsprogramm in den Bereichen Logistik und Produktion die Prozesse weiter verbessert. Auch die Verschmelzung der Saftgesellschaften im Berichtszeitraum wird künftig zu weiteren Effizienzsteigerungen beitragen. Mit der schlanken, dezentralen Organisationsstruktur und einer klaren Markenstrategie mit Fokus auf die Themen Qualität und Regionalität ist der Konzern somit gut aufgestellt, um im laufenden Jahr von positiven Marktimpulsen profitieren zu können. Die engere Verflechtung aller Bereiche mit Karlsberg wie beispielsweise in den Bereichen Technik, Logistik und Administration und eine Straffung der Entscheidungswege werden zusätzlich zu Effizienzsteigerungen und Synergieeffekten führen.

Auch die Finanzierung und die Liquidität des Konzerns stehen im Geschäftsjahr 2016 auf einer gesicherten Basis. Die zur Verfügung stehenden Eigenmittel werden gezielt in Werbung, Markenausstattung und Produktionstechnik investiert. Darüber hinaus ist beabsichtigt, sich bietende Akquisitionsgelegenheiten für ein wirtschaftlich sinnvolles und zielgerichtetes anorganisches Wachstum zu nutzen. Übergeordnetes Ziel bleibt nachhaltiges Ertragswachstum im Marktsegment für qualitativ hochwertige, alkoholfreie Premiumgetränke zu generieren.

Der Konzernumsatz wird sich im Geschäftsjahr 2016 in allen Segmenten leicht über Vorjahresniveau auf ein Volumen von 137,5 Mio. € entwickeln; absatzseitig wird von einer moderaten Steigerung in den Brunnenbetrieben (Mineralwasser und Erfrischungsgetränke) und von einem leichten Rückgang im Bereich der fruchthaltigen Getränke ausgegangen.

Durch das ab dem Geschäftsjahr 2016 anzuwendende Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und dem dadurch geänderten Ausweis von Konzernumlagen wird für den Jahresabschluss ein zusätzlicher Umsatz in Höhe von 5,0 Mio. € erwartet.

Im Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wird jeweils eine Verbesserung bei EBIT und EBITDA im einstelligen Prozentbereich erwartet.

Bad Überkingen, den 22. März 2016 Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

www.klindworth-fruchtsaefte.de

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Konzernabschluss 2015

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

  • 56 Konzern-Bilanz
  • 58 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 59 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 60 Konzern-Eigenkapitalspiegel
  • 62 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • 64 Konzernanhang
  • 73 Bestätigungsvermerk

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA 31.12.2015
31.12.2014
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte 7.609.108,30 10.670.818,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
7.609.108,30 10.670.818,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 15.913.640,54 17.078.013,67
2. Quellen und Quellenanlagen 874.305,29 953.479,29
3. Technische Anlagen und Maschinen 12.380.406,17 11.100.569,98
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.918.228,75 6.042.226,73
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.496.284,61 2.380.581,58
39.582.865,37 37.554.871,25
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 2.397.527,95 2.795.076,77
b) sonstige 35.825,84 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.945.431,66 7.713.530,40
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 744.270,63 560.395,18
11.123.056,08 11.104.828,19
58.315.029,75 59.330.517,79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.624.062,48 6.730.887,61
2. Unfertige Erzeugnisse 2.484.241,28 2.271.949,76
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.279.153,94 4.099.996,09
13.387.457,70 13.102.833,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.684.489,63 11.489.903,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.258.914,16 10.083.287,39
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 226.800,00 226.800,42
4. Forderungen gegen Gesellschafter 3.341,41 9.392,37
5. Sonstige Vermögensgegenstände 10.269.222,29 12.846.965,88
37.442.767,49 34.656.350,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.301.604,70 6.761.935,53
53.131.829,89 54.521.118,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 367.067,25 273.887,20
D. Aktive latente Steuern 6.998.960,69 7.556.308,02
118.812.887,58 121.681.832,00
PASSIVA 31.12.2015
31.12.2014
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 16.627.742,97 16.627.742,97
./. Eigene Anteile 1.039.961,35 2.238.745,60
2. Vorzugsaktien 5.759.713,03 5.759.713,03
./. Eigene Anteile 0,00 0
21.347.494,65 20.148.710,40
II. Kapitalrücklage 26.950.308,87 21.415.429,65
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 915.710,47 915.710,47
2. Andere Gewinnrücklagen 3.127.000,00 3.127.000,00
4.042.710,47 4.042.710,47
IV. Konzernbilanzverlust -1.119.265,84 -443.493,88
V. Anteile anderer Gesellschafter 3.632.850,00 4.541.062,50
54.854.098,15 49.704.419,14
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 403.650,00 504.562,50
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 185.218,62 201.220,82
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.431.853,00 15.066.776,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 202.687,00
3. Sonstige Rückstellungen 35.616.395,77 32.757.781,36
46.048.248,77 48.027.244,36
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.000.000,00 15.045.934,91
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.346.307,61 6.108.639,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 217.673,78 283.577,74
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.189.090,65 1.096.757,91
16.753.072,04 22.534.910,18
F. Rechnungsabgrenzungsposten 5.100,00 5.100,00
G. Passive latente Steuern 563.500,00 704.375,00

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2015

2015
2014
1.
Umsatzerlöse
137.186.361,00 136.473.422,82
2.
Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
341.014,54 -778.735,61
137.527.375,54 135.694.687,21
3.
Sonstige betriebliche Erträge
6.210.829,72 7.283.864,66
4.
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 42.810.373,18 45.508.469,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.137.782,41 10.566.033,48
5.
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.200.838,76 22.087.590,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
- davon für Altersversorgung € 950.755,86 (Vj. € 1.149.317,91)
4.892.099,06 5.227.393,85
6.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
11.440.115,97 11.233.171,96
7.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
47.704.389,81 43.968.617,37
139.185.599,19 138.591.276,51
8.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
37.818,98 38.531,23
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
671.595,26 858.653,84
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 28.940,07 0,00
11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 170.748,82 170.748,40
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.388.442,37 1.980.392,93
-1.878.717,02 -1.253.956,26
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.673.889,05 3.133.319,10
14. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis
- davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB
(Übergangsvorschriften zum BilMoG) € 32.235,68 (Vj. € 54.911,00)
-32.235,68 -54.911,00
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 293.426,30 1.294.894,14
16. Sonstige Steuern 242.104,63 333.200,23
17. Konzern-Jahresüberschuss 2.106.122,44 1.450.313,73
18. Verlustvortrag -2.378.409,10 -1.044.898,19
19. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 846.979,18 848.909,42
20. Konzernbilanzverlust -1.119.265,84 -443.493,88

Konzern-Kapitalflussrechnung 2015

2015
2014
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 2.106.122,44 1.450.313,73
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.855.763,53 11.494.074,41
Veränderungen der Rückstellungen 4.722.432,20 -720.706,99
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 299.557,63 3.371.690,12
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4.223,88 -1.011.445,60
Zinsaufwendungen / Zinserträge 1.716.847,11 1.121.739,09
Aufwendungen / Erträge aus außerordentlichen Posten 32.235,68 54.911,00
Ertragsteueraufwand / -ertrag 293.426,30 1.294.894,14
Ertragsteuerzahlungen 900.940,47 771.860,51
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -1.647.966,42 9.920.262,93
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva (ohne Rückstellungen)
-228.295,51 -12.337.674,58
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 20.046.839,55 15.409.918,76
2. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 7.688.013,76 0,00
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.306.878,10 1.040.731,01
Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens -33.361,60 -10.448,10
Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des Sachanlagevermögens -10.963.533,48 -7.261.918,64
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -7.938.013,76 0,00
Erhaltene Zinsen 57.595,33 11.888,88
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.882.421,65 -6.219.746,85
3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -3.684.055,96 -3.548.343,92
Einzahlungen aus Darlehen an Mehrheitsaktionär 10.000.000,00 27.000.000,00
Auszahlungen für Darlehen an Mehrheitsaktionär -15.000.000,00 -27.000.000,00
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -45.934,91 -2.735.997,97
Erhaltene Zinsen Darlehen Mehrheitsaktionär 367.916,65 277.000,00
Gezahlte Zinsen -262.674,51 -364.041,12
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -8.624.748,73 -6.371.383,01
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1. - 3.) 2.539.669,17 2.818.788,90
Finanzmittelfonds am 1. Januar -8.238.064,47 -11.056.853,37
Finanzmittelfonds am 31. Dezember -5.698.395,30 -8.238.064,47
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 2.301.604,70 6.761.935,53
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -8.000.000,00 -15.000.000,00
Finanzmittelfonds am 31. Dezember -5.698.395,30 -8.238.064,47

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2015

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes
Konzern
eigenkapital
Stammaktien Vorzugsaktien
31.12.2013 14.388.997,37 5.759.713,03 21.415.429,65 4.779.690,42
Ausgabe von eigenen Anteilen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 -1.781.878,14
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 -1.781.878,14
Jahresüberschuss (+/-) 601.404,31
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 601.404,31
31.12.2014 14.388.997,37 5.759.713,03 21.415.429,65 3.599.216,59
Ausgabe von eigenen Anteilen 1.198.784,25 0,00 5.534.879,22 0,00
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 -1.934.915,22
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
1.198.784,25 0,00 5.534.879,22 -1.934.915,22
Jahresüberschuss (+/-) 0,00 0,00 0,00 1.259.143,26
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 1.259.143,26
31.12.2015 15.587.781,62 5.759.713,03 26.950.308,87 2.923.444,63
Konzern
eigenkapital
Minderheitsgesellschafter
Eigenkapital Minderheitenkapital Eigenkapital
gemäß
Konzernbilanz
51.793.105,47 5.449.275,00 5.449.275,00 46.343.830,47
0,00 0,00 0,00 0,00
-1.781.878,14 0,00 0,00 -1.781.878,14
-1.757.121,92 -1.757.121,92 -1.757.121,92 0,00
-3.539.000,06 -1.757.121,92 -1.757.121,92 -1.781.878,14
1.450.313,73 848.909,42 848.909,42 601.404,31
1.450.313,73 848.909,42 848.909,42 601.404,31
49.704.419,14 4.541.062,50 4.541.062,50 45.163.356,64
6.733.663,47 0,00 0,00 6.733.663,47
-1.934.915,22 0,00 0,00 -1.934.915,22
-1.755.191,68 -1.755.191,68 -1.755.191,68 0,00
3.043.556,57 -1.755.191,68 -1.755.191,68 4.798.748,25
2.106.122,44 846.979,18 846.979,18 1.259.143,26
2.106.122,44 846.979,18 846.979,18 1.259.143,26
54.854.098,15 3.632.850,00 3.632.850,00 51.221.248,15

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2015
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Belieferungs-
und andere Rechte
32.201.134,91 33.361,60 4.218,16 0,00 32.230.278,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 0,00 0,00 11.080.057,53
43.281.192,44 33.361,60 4.218,16 0,00 43.310.335,88
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 87.121.165,17 47.086,27 2.325,35 0,00 87.165.926,09
2. Quellen und Quellenanlagen 6.077.354,71 0,00 0,00 0,00 6.077.354,71
3. Technische Anlagen und Maschinen 118.482.681,01 3.504.988,13 269.337,93 1.266.005,73 122.984.336,94
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.650.329,75 6.446.897,50 1.965.572,52 0,00 32.131.654,73
5. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
2.380.581,58 381.708,76 0,00 -1.266.005,73 1.496.284,61
241.712.112,22 10.380.680,66 2.237.235,80 0,00 249.855.557,08
III.
Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 3.987.723,22 0,00 0,00 0,00 3.987.723,22
b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.654.325,67 7.938.013,76 8.646.907,77 0,00 7.945.431,66
3. Sonstige Ausleihungen und
Genossenschaftsanteile
599.395,18 190.998,20 7.122,75 0,00 783.270,63
13.277.269,91 8.129.011,96 8.654.030,52 0,00 12.752.251,35
298.270.574,57 18.543.054,22 10.895.484,48 0,00 305.918.144,31
Buchwerte Kumulierte Abschreibungen
31.12.2014 31.12.2015 31.12.2015 Zuschreibung Abgänge Zugänge 01.01.2015
10.670.818,35 7.609.108,30 24.621.170,05 0,00 4.218,16 3.095.071,65 21.530.316,56
0,00 0,00 11.080.057,53 0,00 0,00 0,00 11.080.057,53
10.670.818,35 7.609.108,30 35.701.227,58 0,00 4.218,16 3.095.071,65 32.610.374,09
17.078.013,67 15.913.640,54 71.252.285,55 0,00 0,00 1.209.134,05 70.043.151,50
953.479,29 874.305,29 5.203.049,42 0,00 0,00 79.174,00 5.123.875,42
11.100.569,98 12.380.406,17 110.603.930,77 0,00 266.962,93 3.488.782,67 107.382.111,03
6.042.226,73 8.918.228,75 23.213.425,98 0,00 1.962.630,65 3.567.953,61 21.608.103,02
2.380.581,58 1.496.284,61 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
37.554.871,25 39.582.865,37 210.272.691,71 0,00 2.229.593,58 8.345.044,32 204.157.240,97
2.795.076,77 2.397.527,95 1.590.195,27 0,00 0,00 397.548,82 1.192.646,45
35.825,84 35.825,84 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.713.530,40 7.945.431,66 0,00 10.841,33 958.894,01 28.940,07 940.795,27
560.395,18 744.270,63 39.000,00 0,00 0,00 0,00 39.000,00
11.104.828,19 11.123.056,08 1.629.195,27 10.841,33 958.894,01 426.488,89 2.172.441,72
59.330.517,79 58.315.029,75 247.603.114,56 10.841,33 3.192.705,75 11.866.604,86 238.940.056,78

Konzernanhang 2015

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft, Bad Überkingen, (Amtsgericht Ulm HRB 540111) gemäß § 190 ff. UmwG.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinnund Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 7 inländische Tochterunternehmen sowie eine Zweckgesellschaft.

Jeweils mit Vertrag über das Ausscheiden der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, und der Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. der Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, vom 7. August 2014 ist die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, als Kommanditistin bei der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG bzw. Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG mit Ablauf des 31. August 2014 ausgeschieden. Aufgrund des Ausscheidens der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als alleinige Kommanditistin ist das Vermögen der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG bzw. der Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG durch Anwachsung kraft Gesetzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Bad Hotel Teinach

Verwaltungs GmbH bzw. die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH übergegangen.

Aufgrund der Verschmelzungsverträge vom 11. September 2014 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 11. September 2014 wurden die Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, und die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, mit der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, verschmolzen.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nahmen wir nach der Buchwertmethode vor. Es handelte sich um eine inländische Gesellschaft, die Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses wird die Gesellschaft unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögensund Ertragslage des Konzerns hat.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens wurde nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Markenund andere Rechte beträgt zwischen 3 und 10 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 3 Jahre.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Bei der Beteiligung an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zum gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den Herstellungskosten, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Kostenbestandteile gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind, soweit erforderlich, in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,89 % (Vj. 4,54 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %)

berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 87.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Für Verpflichtungen aus zugesagten Jubiläumszuwendungen sind Beträge in Höhe der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte der möglichen Gesamtverpflichtungen zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags in Höhe von 29,13 % (Vj. 29,13 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den

§§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Latente Steuerschulden auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
- Sachanlagen -748 -468
- Sonstige Verbindlichkeiten -13 -39
- Bewertungsunterschiede aus
Konsolidierungsmaßnahmen gemäß
§ 306 HGB
-458 -718
-1.219 -1.225
Latente Steueransprüche auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
- Immaterielle Vermögensgegenstände 3.675 4.131
- Finanzanlagen 0 282
- Pensionsrückstellungen 1.059 892
- Sonstigen Rückstellungen 138 108
- Bewertungsunterschiede aus
Konsolidierungsmaßnahmen gemäß
§ 306 HGB
300 322
5.172 5.735
Latente Steueransprüche auf
Verlustvorträge
3.046 3.046
Latente Steueransprüche netto 6.999 7.556

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,13 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 10.890 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 9.942 sind latente Steueransprüche in Höhe von T€ 3.046 aktiviert.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Bluna-Warenzeichen GbR -564 -704

Die passive latente Steuerschuld resultiert aus der Konsolidierung der Zweckgesellschaft Bluna-Warenzeichen GbR. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 12,25 % (Vj. 12,25 %).

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in € aufgestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Zwischengewinne und -verluste wurden gemäß § 304 Abs. 2 HGB wegen Geringfügigkeit nicht eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:

Firma und Sitz Kapitalanteil
%
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen (u), 1)
100
Mineralbrunnen Teinach GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (m), 1)
100
Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m), 1) 100
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) 100
Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH,
Lauterecken (m), 1)
100
KAMPOS Vertriebs GmbH, Lauterecken (m), 1) 100
Ailon GmbH, Bad Überkingen (m), 1) 100
Bluna-Warenzeichen GbR, Bad Überkingen (u) 10% am Erfolg

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.

Bei der Bluna-Warenzeichen GbR handelt es sich um eine Zweckgesellschaft gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Bei wirtschaftlicher Betrachtung liegen die Mehrheit der Risiken und Chancen des Unternehmens bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA. Die Zweckgesellschaft wurde daher nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Assoziierte Unternehmen

Beteiligung
%
Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz) 45,00

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz) und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2015 T€ 2.385. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.511 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft auf Grund der Verflechtungen mit der Karlsberg-Gruppe von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden im Berichtsjahr Anteile an einem Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hielt, veräußert. Bei diesem Spezialfonds handelte es sich um einen Mischfonds. Dieser investierte vorwiegend in europäische Aktien bzw. europäische Staatsanleihen und Pfandbriefe mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Veräußerungszeitpunkt bei T€ 7.688 und damit T€ 18 unter dem Buchwert von T€ 7.706. Aufgrund der Veräußerung wurde im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von T€ 18 realisiert. Eine Rückgabe der Anteile konnte innerhalb einer Frist von 5 Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung über T€ 34.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei T€ 7.512 und damit T€ 426 unter dem Buchwert von T€ 7.938. Eine Abschreibung ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Aufgrund der Bonität der im

Spezialfonds gehaltenen Rentenfonds wird von einer kurz- bis mittelfristigen Kurserholung ausgegangen. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausschüttung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.684 11.490
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.259 10.083
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen Unternehmen
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
227 227
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 3 9
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 10.269 12.847
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.789 6.533
37.442 34.656

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von T€ 21.347, die Kapitalrücklage von T€ 26.950 und die gesetzliche Rücklage von T€ 916 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Die anderen Gewinnrücklagen betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG.

Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Der Hauptversammlung im Jahr 2016 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 4,0 Mio. € eine Dividende von € 0,27 je Stammaktie und von € 0,35 je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile € 2.363.909,85 betragen und € 1.603.403,47 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2015 hält die Gesellschaft insgesamt 394.945 Stück Stammaktien (Vj. 850.206 Stück) und unverändert zum Vorjahr keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 1.040 (Vj. T€ 2.239) oder einem Anteil von 4,65 % (Vj. 10,00 %) am Grundkapital.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der erstmalig zum 1. Januar 2010 in den Konzern eingebundenen Bluna-Warenzeichen GbR führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.009. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig nach der Restnutzungsdauer der entsprechenden abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von zehn Jahren aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen und lag im Berichtsjahr bei T€ 101.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf T€ 48.804 (Vj. T€ 42.033); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit 31.12.2015
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
8.000 0 8.000
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.346 0 7.346
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
218 0 218
4. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
1.044
(878)
(0)
18
(0)
(0)
1.189
(878)
(0)
16.608 18 16.753
Restlaufzeit 31.12.2014
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
15.046 0 15.046
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
6.109 0 6.109
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
283 0 283
4. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
925
(715)
(0)
45
(0)
(0)
1.097
(715)
(0)
22.363 45 22.535

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen und verpfändete Wertpapiere gesichert.

Haftungsverhältnisse

T€
Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools 14.678

Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG,

Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen e.G., Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.

Die an der Ausgliederung beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet sind, als Gesamtschuldner. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von T€ 1.217 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

T€
Miet- und Leasingverträge 914
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 303
1.217

Des Weiteren bestehen Mengenkontrakte, die die Tochtergesellschaften zur Abnahme von Rohstoffen für zukünftige Geschäftsjahre verpflichten.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen den Jahren 2016 und 2019.

Derivative Finanzinstrumente

Angaben zu Finanzinstrumenten:

Kategorie Nominal
betrag
Beizu
legender
Zeitwert
Buchwert
(sofern
vorhanden)
In Bilanz
posten
(sofern in
Bilanz
TUS\$ T€ T€ erfasst)
Währungs
bezogene
Geschäfte
5.000 158 0 -

Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 5,0 Mio. US\$. Zudem wurde ein Sammel-Devisentermingeschäft mit Zielsumme abgeschlossen, dessen Nominalbetrag vom Feststellungskurs an den einzelnen Fälligkeitsterminen abhängt, mindestens jedoch T\$ 250. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs bei einer Tochtergesellschaft. Der positive Marktwert beläuft sich auf T€ 158. Er entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:

2015
T€
2014
T€
Erlöse
Bruttoerlöse Inland 125.404 128.783
Bruttoerlöse Ausland 6.704 6.918
Erlöse aus Nebenbetrieben 0 97
Lohnabfüllung und Handelswaren 19.745 15.413
Fuhrbetrieb und Fracht und Sonstiges 4.885 4.569
156.738 155.780
. /. Erlösschmälerungen -19.552 -19.307
137.186 136.473

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 839 (Vj. T€ 553) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.159 (Vj. T€ 1.884) enthalten, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2.553 (Vj. T€ 1.464).

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 1.809 (Vj. T€ 223) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 423 (Vj. T€ 275).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergab sich ein Betrag in Höhe von T€ 2.091 (Vj. T€ 1.584).

Außerordentliche Aufwendungen

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet im Berichtsjahr ausschließlich die ergebniswirksamen BilMoG-Umstellungseffekte aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Ertragsteuern wurden in Höhe von T€ 350 (Vj. T€ 369) bezahlt.

Die erstatteten Ertragsteuern lagen im Berichtsjahr bei T€ 1.251 (Vj. T€ 1.141).

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren T€ 2.307 (Vj. T€ 1.041) Einzahlungen, aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren T€ 10.964 (Vj. T€ 7.262) Auszahlungen.

Die erhaltenen Zinsen lagen bei T€ 58 (Vj. T€ 12).

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Berichtsjahr wurden Finanzschulden in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 2.736) getilgt.

An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichtsjahr T€ 1.749 (Vj. T€ 1.766) ausbezahlt.

An den Mehrheitsaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt T€ 15.000 ausbezahlt und in Höhe von insgesamt T€ 10.000 wieder zurückgeführt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei T€ 15.000, diese wurde auch zum 31. Dezember 2015 erreicht.

Zinsen wurden in Höhe von T€ 263 (Vj. T€ 364) bezahlt, die erhaltenen Zinsen lagen bei T€ 368 (Vj. T€ 277).

Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2015 hält die Gesellschaft insgesamt 394.945 Stück Stammaktien (Vj. 850.206 Stück) und unverändert zum Vorjahr keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 1.040 (Vj. T€ 2.239) oder einem Anteil von 4,65 % (Vj. 10,00 %) am Grundkapital.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2015 wurde eine Dividende von T€ 1.935 ausbezahlt.

Minderheitsgesellschafter

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bluna-Warenzeichen GbR zum 1. Januar 2010 wurde der Anteil der ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, am neubewerteten Eigenkapital der Bluna-Warenzeichen GbR in Höhe von T€ 9.082 als Minderheitenkapital angesetzt.

Gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen werden 90 % des Jahresabschlussergebnisses der Bluna-Warenzeichen GbR an die ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, abgeführt. Der entsprechende Betrag wird direkt mit den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verrechnet und kommt im Berichtsjahr und im Folgejahr zur Auszahlung. Der Ausweis im Eigenkapitalspiegel erfolgt in der Zeile "Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter".

Sonstige Angaben

Organbezüge

T€
Aufsichtsratsvergütung
- Fixe Vergütung
- Variable Vergütung
116
0
Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren
Hinterbliebenen
307
Rückstellungen für Pensionen
früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen
0

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird in analoger Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2015
Gesamt
2014
Gesamt
Gewerbliche Mitarbeiter 244 256
Angestellte Mitarbeiter 174 174
Auszubildende 11 12
429 442

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für

T€
Abschlussprüfungsleistungen 156
Andere Bestätigungsleistungen 1
Steuerberatungsleistungen 204
Sonstige Leistungen 64
425

Bad Überkingen, 22. März 2016

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

Bestätigungsvermerk Konzern

Wir haben den von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen (vormals bis 10. Februar 2016: Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen), aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 22. März 2016

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Göhner Waldner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss 2015

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

76 Bilanz

78 Gewinn- und Verlustrechnung

79 Anhang

86 Bestätigungsvermerk

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA 31.12.2015
31.12.2014
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte 70,00 9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.304.697,55 1.307
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.360,00 42
1.340.057,55 1.349
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.200.354,70 16.200
2. Beteiligungen 3.753.549,06 3.754
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.945.173,76 7.713
4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 200.557,29 153
28.099.634,81 27.820
29.439.762,36 29.178
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 464.232,11 464
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.488.761,90 38.943
3. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
226.800,00 227
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.594.985,48 6.726
52.774.779,49 46.360
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.283.696,01 6.661
55.058.475,50 53.021
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.563,75 11
84.509.801,61 82.210
PASSIVA 31.12.2015
31.12.2014
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 16.627.742,97 16.628
. /. Eigene Anteile 1.039.961,35 2.239
15.587.781,62 14.389
2. Vorzugsaktien 5.759.713,03 5.760
. /. Eigene Anteile 0,00 0
5.759.713,03 5.760
21.347.494,65 20.149
II. Kapitalrücklage 26.950.308,87 21.415
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 915.710,47 916
IV. Bilanzgewinn 3.967.313,32 3.037
53.180.827,31 45.517
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.703.736,00 8.034
2. Steuerrückstellungen 0,00 160
3. Sonstige Rückstellungen 2.164.675,76 665
3.868.411,76 8.859
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.000.000,00 15.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 717.709,62 829
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.830.995,34 11.211
4. Sonstige Verbindlichkeiten 911.857,58 794
27.460.562,54 27.834
84.509.801,61 82.210

Gewinn- und Verlustrechnung für 2015

2015
2014
T€
1. Sonstige betriebliche Erträge
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 331.753,27 (Vj. T€ 87)
6.487.924,36 10.563
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung € 202.416,62 (Vj. T€ 384)
504.407,84
209.314,23
437
412
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
25.186,70 171
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 195.809,11 (Vj. T€ 19)
10.895.266,22 10.767
11.634.174,99 11.787
5. Erträge aufgrund eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags 7.521.466,43 4.164
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 35.417,71 37
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen € 1.373.761,82 (Vj. T€ 1.246)
1.567.284,46 1.761
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 28.940,07 813
9. Verluste aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags 0,00 261
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen € 462.979,03 (Vj. T€ 398)
- davon aus der Aufzinsung € 662.982,73 (Vj. T€ 717)
1.417.950,94 1.403
7.677.277,59 3.485
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.531.026,96 2.261
12. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis
- davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB
(Übergangsvorschriften zum BilMoG) € 32.235,68 (Vj. T€ 55)
-32.235,68 -55
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -397.739,06 -26
14. Sonstige Steuern 30.873,05 -9
15. Jahresüberschuss 2.865.657,29 2.241
16. Gewinnvortrag 1.101.656,03 796
17. Bilanzgewinn 3.967.313,32 3.037

Anhang für 2015

Grundsätzliche Ausführungen

Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft, Bad Überkingen, (Amtsgericht Ulm HRB 540111) gemäß § 190 ff. UmwG.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer für Belieferungs- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 9 Jahren.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert ist.

Geringwertige Anlagegüter von € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut wurden die Anschaffungskosten auf eine Laufzeit von drei Jahren verteilt.

Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken sind ausreichend berücksichtigt.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,89 % (Vj. 4,54 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 87.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehenden Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags (Gewerbesteuer 13,30 % und Körperschaftsteuer 15,83 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden gesetzlichen Ansatzwahlrechts gemäß § 274 HGB.

Zum 31. Dezember 2015 bestehen aktive latente Steuern (Steuerentlastungen) in Höhe von T€ 4.110 aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Diese resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Des Weiteren bestehen aktive latente Steuern aufgrund von vorhandenen Verlustvorträgen für Körperschaftsteuer und aktive latente Steuern aufgrund von vorhandenen Verlustvorträgen für Gewerbesteuer.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagenspiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift § 274a Nr. 1 HGB verzichtet.

(1) Finanzanlagen Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Firma und Sitz Kapital
anteil
in %
Eigen
kapital
T€
Ergebnis
2015
T€
Tochterunternehmen:
Mineralbrunnen Teinach GmbH,
Bad Teinach-Zavelstein (m), 1)
100,0 3.372 3.6592)
Mineralbrunnen Krumbach GmbH,
Kißlegg (m), 1)
100,0 5.087 9712)
KAMPOS Vertriebs GmbH,
Lauterecken (m), 1)
100,0 25 -72)
Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) 100,0 25 -172)
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach
Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen (u), 1)
100,0 16.198 6.3232)
Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH,
Lauterecken (m), 1)
100,0 20.673 3.4202)
Ailon GmbH, Bad Überkingen (m), 1) 100,0 100 42)
Beteiligungen: Karlsberg Service GmbH,
Homburg (Saarpfalz) (u), 3)
45,0 49 2672)

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.

2) Ergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme.

3) Unternehmen stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz) ein verbundenes Unternehmen dar.

Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, hat im Wege der Ausgliederung nach Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 6. Dezember 2013 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 12. Juni 2013 und 6. Dezember 2013 Teile ihres Vermögens (Beteiligungen an der Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, und an der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg) auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, ausgegliedert.

Jeweils mit Vertrag über das Ausscheiden der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, und der Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. der Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, vom 7. August 2014 ist die Mineralbrunnen ÜberkingenTeinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, als Kommanditistin bei der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG, Bad Überkingen, mit Ablauf des 31. August 2014 ausgeschieden. Aufgrund des Ausscheidens der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, als alleinige Kommanditistin ist das Vermögen der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. der Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG, Bad Überkingen, durch Anwachsung kraft Gesetzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, übergegangen.

Aufgrund der Verschmelzungsverträge vom 11. September 2014 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 11. September 2014 wurden die Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, und die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, mit der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, verschmolzen.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden im Berichtsjahr Anteile an einem Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hielt, veräußert. Bei diesem Spezialfonds handelte es sich um einen Mischfonds. Dieser investierte vorwiegend in europäische Aktien bzw. europäische Staatsanleihen und Pfandbriefe mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Veräußerungszeitpunkt bei T€ 7.688 und damit T€ 18 unter dem Buchwert von T€ 7.706. Aufgrund der Veräußerung wurde im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von T€ 18 realisiert. Eine Rückgabe der Anteile konnte innerhalb einer Frist von 5 Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung über T€ 34.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei T€ 7.512 und damit

T€ 426 unter dem Buchwert von T€ 7.938. Eine Abschreibung ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Aufgrund der Bonität der im Spezialfonds gehaltenen Rentenfonds wird von einer kurz- bis mittelfristigen Kurserholung ausgegangen. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausschüttung.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit 31.12.2015
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Gesamt
T€
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
464 0 464
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen
48.489 0 48.489
Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen
ein Beteilgungsverhältnis
besteht
227 0 227
Sonstige Vermögens
gegenstände
1.394 2.201 3.595
50.574 2.201 52.775
Restlaufzeit 31.12.2014
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Gesamt
T€
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
464 0 464
Forderungen gegen ver
bundene Unternehmen
38.943 0 38.943
Forderungen gegen
Unternehmen, mit denen
ein Beteilgungsverhältnis
besteht 227 0 227
Sonstige Vermögens
gegenstände
3.592 3.134 6.726
43.226 3.134 46.360

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 24) enthalten.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen gegen das verbundene Unternehmen Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung erfasst.

(3) Flüssige Mittel

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Kassenbestand 1 1
Guthaben bei Kreditinstituten 2.283 6.660
2.284 6.661

(4) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2015 ist eingeteilt in:

Inhaberaktien

8.502.060 Stückaktien, in 6.314.700 Stammaktien (davon 394.945 eigene Anteile zum 31. Dezember 2015) und 2.187.360 stimmrechtslose Vorzugsaktien

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2010 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Juli 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 11.193.728,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stück Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Am 5. Juni 2014 wurde durch Zustimmung der Hauptversammlung zum Tagesordnungspunkt 7 (Erwerb eigener Aktien) der vorherige Beschluss aufgehoben und die Gesellschaft ermächtigt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, im Zeitraum bis zum 4. Juni 2019 wahlweise eigene Stammaktien und / oder stimmrechtslose Vorzugsaktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.

Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2015 hält die Gesellschaft insgesamt 394.945 Stammaktien (Vj. 850.206 Stück) und unverändert zum Vorjahr keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 1.040 (Vj. T€ 2.239) oder einem Anteil von 4,65% (Vj. 10,00 %) am Grundkapital.

(5) Kapitalrücklage

2015
T€
2014
T€
1.1. 21.415 21.415
Veräußerung an die Versorgungshilfe
für die Betriebsangehörigen der
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
1938 e.V., Bad Überkingen
5.535 0
31.12. 26.950 21.415

Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

(6) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Gesetzliche Rücklage 916 916

(7) Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 1.102 enthalten; im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

(8) Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen umfassen Verpflichtungen aufgrund unmittelbarer Zusagen.

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf T€ 37.485 (Vj. T€ 32.649); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen.

(9) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit 31.12.2015
bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten
8.000 0 8.000
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
718 0 718
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen
17.831 0 17.831
Sonstige
Verbindlichkeiten
768 18 912
- davon aus Steuern (619) (0) (619)
- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
(0) (0) (0)
27.317 18 27.461
Restlaufzeit 31.12.2014
bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten
15.000 0 15.000
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
829 0 829
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen
11.212 0 11.211
Sonstige
Verbindlichkeiten
623 45 794
- davon aus Steuern (453) (0) (453)
- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
(0) (0) (0)
27.664 45 27.834

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen und verpfändete Wertpapiere gesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 0) enthalten.

Der Posten sonstige Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kirchensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag für Dezember 2015.

Derivative Finanzinstrumente

Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 5,0 Mio. US\$. Zudem wurde ein Sammel-Devisentermingeschäft mit Zielsumme abgeschlossen, dessen Nominalbetrag vom Feststellungskurs an den einzelnen Fälligkeitsterminen abhängt, mindestens jedoch T\$ 250. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs bei einer Tochtergesellschaft. Der positive Marktwert beläuft sich auf T€ 158. Er entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestand eine unbeschränkte gesamtschuldnerische Haftung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als Gesellschafterin der Bluna-Warenzeichen-GbR. Aufgrund der derzeitigen Lage ist mit einer Inanspruchnahme zum heutigen Zeitpunkt nicht zu rechnen.

Die an der Ausgliederung der Brunnenbetriebe und Hotels beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet worden sind, als Gesamtschuldner. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung im Rahmen der im Konzern verbliebenen Rechtsträger nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aufgrund einer dauernden Wertminderung wurden im Geschäftsjahr Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von T€ 29 außerordentlich abgeschrieben.

(11) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis im Geschäftsjahr beinhaltet ausschließlich die ergebniswirksamen BilMoG-Umstellungseffekte aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung.

(12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Körperschaftsteuerguthaben zum 31. Dezember 2006 wurde im Rahmen des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) als abgezinste Forderung erstmalig zum 31. Dezember 2006 in Höhe von T€ 5.855 bilanziert. Im Jahr 2010 musste der Gesetzgeber die Regelung zur Berechnung des Körperschaftsteuerguthabens nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ändern. Dies führte im Jahr 2010 zu einer Erhöhung des Körperschaftsteuerguthabens um T€ 1.884. Im Jahr 2011 hat sich der Anspruch aufgrund eines geänderten Bescheids um T€ 14 erhöht. Aufgrund der vorzunehmenden Aufzinsung und der Auszahlung zum 30. September 2015 i. H. v. T€ 1.055 betrug das Körperschaftsteuerguthaben zum 31. Dezember 2015 nunmehr T€ 2.010. Die Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens erfolgt seit dem Jahr 2008 in zehn gleichen Jahresraten. Die Abzinsung wurde mit einem Zinssatz von 4,00 % (Vj. 4,00 %) vorgenommen und dieser Zinssatz wird über die Laufzeit beibehalten.

(13) Sonstige Angaben

§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Karlsberg Holding GmbH mit Sitz in Homburg (Saarpfalz) und die Karlsberg Brauerei KG Weber mit Sitz in Homburg (Saarpfalz) haben uns mit Schreiben vom 2. Januar 2012 nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen unmittelbar bzw. mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (Mehrheit der Stimmrechte) an unserer Gesellschaft gehört.

Geschäftsleitung

Michael Bartholl, München Vorstand (bis 10. Februar 2016)

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz):

Dr. Hans-Georg Eils, Saarbrücken Geschäftsführer

Frank Scheidemann, Kirchheim unter Teck Geschäftsführer (seit 4. März 2016)

Aufsichtsrat

Dr. Richard Weber,

Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz) - Vorsitzender -

Ernst Fischer, Hotelier, Tübingen - Stellvertretender Vorsitzender -

Friedrich Niehoff, Geschäftsführer der Friedrich Niehoff GmbH, Gronau

Gerhard Theis, Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, Waldmohr

Hartmut Schütze, Gebietsverkaufsleiter, Tettnang

Helmut Klingl, Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Amstetten

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung im Jahr 2016 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von 4,0 Mio. € eine Dividende von € 0,27 je Stammaktie und von € 0,35 je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2015 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile € 2.363.909,85 betragen und € 1.603.403,47 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Ulm (HRB Nr. 733158), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz), (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.

Bad Überkingen, 22. März 2016

Dr. Hans-Georg Eils Frank Scheidemann

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg (Saarpfalz)

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Überkingen (vormals bis 16. Februar 2016: Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 22. März 2016

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Göhner Waldner

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender

Bilanzpressekonferenz
Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2015
Hauptversammlung
Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts

Impressum

Herausgeber

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA Bahnhofstraße 15 73337 Bad Überkingen Telefon +49 (0)7331 201-0 Telefax +49 (0)7331 201- 400 E-Mail: [email protected] www.mineralbrunnen-kgaa.de

www.mineralbrunnen-kgaa.de

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