Annual Report • Apr 21, 2015
Annual Report
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| AG | Konzern | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen in Mio. € | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010* |
| Umsatz | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 7,8 | 10,7 | 136,5 | 138,7 | 143,6 | 156,4 | 148,7 |
| Beschäftigte (Anzahl im Durchschnitt) |
0 | 38 | 69 | 128 | 258 | 442 | 478 | 504 | 596 | 760 |
| Personalaufwand (Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung) |
0,9 | 4,1 | 6,4 | 9,4 | 13,3 | 27,3 | 28,3 | 28,9 | 33,4 | 34,2 |
| Investitionen | 9,3 | 0,0 | 0,0 | 4,8 | 2,6 | 8,0 | 4,5 | 4,4 | 10,7 | 5,9 |
| EBITDA | -2,2 | 1,9 | 0,0 | 14,5 | 15,4 | 15,3 | 13,1 | 27,7 | 9,8 | |
| EBITDA-Rendite in % | 4,2 | 186,0 | 11,3 | 11,0 | 9,1 | 17,7 | 6,6 | |||
| Abschreibungen | 0,2 | 0,4 | 0,9 | 1,7 | 15,7 | 11,2 | 11,9 | 12,5 | 13,5 | 16,3 |
| EBIT | -2,4 | 1,5 | -0,9 | 12,8 | 4,2 | 3,4 | 0,6 | 14,2 | –3,6 | |
| EBIT-Rendite in % | -144,2 | 164,6 | 3,0 | 2,5 | 0,4 | 9,1 | –2,5 | |||
| Bilanzsumme | 82,2 | 83,2 | 84,8 | 108,9 | 154,4 | 121,7 | 134,4 | 147,1 | 167,8 | 244,7 |
| Eigenkapital | 45,6 | 45,1 | 54,1 | 64,6 | 48,3 | 49,7 | 51,8 | 62,9 | 77,2 | 42,1 |
| EK-Quote | 55,4 | 54,2 | 63,8 | 59,3 | 31,3 | 40,8 | 38,5 | 42,8 | 46,0 | 17,2 |
| Jahresergebnis | 2,2 | 1,8 | -1,0 | 12,5 | –23,7 | 1,5 | 1,4 | -2,9 | 16,6 | –24,6 |
| Davon Einstellungen in Rücklagen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,9 | 0,0 | |||||
| Ausschüttungsbetrag | 1,9** | 1,8** | 1,2 | 9,6 | 0,0 | |||||
| Dividende (€ je Aktie) | ||||||||||
| Stammaktie | 0,23** | 0,21 | 0,12 | 1,12 | 0,00 | |||||
| Vorzugsaktie | 0,31** | 0,29 | 0,20 | 1,20 +0,11 |
0,00 | |||||
| DVFA/SG-Ergebnis (€ je Aktie) | ||||||||||
| Ergebnis je Stammaktie | 0,17 | 0,16 | -0,38 | 2,00 | –3,10 | |||||
| Ergebnis je Vorzugsaktie | 0,25 | 0,24 | -0,30 | 2,08 | –2,99 | |||||
| Cashflow | 15,32 | -10,3 | -4,0 | 5,2 | 8,4 | |||||
| Cashflow in % der Umsatzerlöse | 11,22 | -7,4 | -2,8 | 3,3 | 5,6 | |||||
| Höchstkurs (€ je Aktie) | ||||||||||
| Stammaktie | 15,811 | 17,601 | 17,221 | 14,501 | 20,001 | |||||
| Vorzugsaktie | 8,911 | 8,491 | 12,401 | 6,851 | 7,651 | |||||
| Tiefstkurs (€ je Aktie) | ||||||||||
| Stammaktie | 10,341 | 15,001 | 11,511 | 10,881 | 12,301 | |||||
| Vorzugsaktie | 6,181 | 6,001 | 6,011 | 5,211 | 5,661 |
1 Börse Stuttgart • * Rechnungslegung nach IFRS • ** Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2015.
2 Die Konzernangaben 2014 beziehen sich hier auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bzw. den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse. In den Vorjahren 2010 - 2013 wurden dagegen die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds bzw. die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds in Prozent der Umsatzerlöse angegeben. Vergleichsweise lagen diese Zahlen für den Konzern im Jahr 2014 bei 2,8 Mio. € bzw. bei 2,1 %.
Lage der Gesellschaft
und des Konzerns
Finanzkalender
Genuss. Direkt von hier. Genießer-Mineralwasser Ausgewogene Mineralisierung Idealer Begleiter zu guten Weinen
Allgäu pur. Sanft mineralisiertes Mineralwasser aus dem Allgäu Natrium- und kochsalzarm Für die Zubereitung von Babynahrung geeignet
Die Exklusiven
Führende Fruchtsaftmarke in der Gastronomie Umfangreiches Sortiment von klassisch bis exotisch Kompromisslose Qualität
Merziger macht herziger
Fruchtsaft auf höchstem Qualitätsniveau Apfel Direktsaft aus eigener Kelterei in der Region Gesunde Ernährung und höchster Genuss
Folge dem Zeichen. Die deutsche Kult-Cola Geheimnisvoll und stylisch Cola-Genuss der anderen Art
Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?
Extra fruchtige Limonaden Mit außergewöhnlichen, leicht verrückten Inhaltstoffen Jede Flasche ein Blunikat
Tägliche Gesundheit aus der Natur Führende Heilwassermarke aus dem Nordschwarzwald Reine und unberührte Quelle Für eine gesundheitsbewusste Lebensweise
Erfrischend im Leben
Das Mineralwasser aus der Heimat Überzeugt mit frischem Geschmack Aus 700 m Tiefe
Auf ein Klindworth Führende Fruchtsaftmarke in norddeutscher Gastronomie Vielfältige Premium-Fruchtsaftauswahl Exklusiv mit Mehrwegfokus
Saftige Grüße vom Lande
Fruchtsaft auf höchstem Qualitätsniveau Qualitativ hochwertige Premium-Direktsäfte Purer Trinkgenuss
Die Marke mit Heimat und Ursprung
Die Marke aus der Pfalz Nachhaltig weil Mehrweg Ein Sortiment aus erntefrischen heimischen Produkten und saisonalen Spezialitäten
Attraktiv. Renditestark. Einzigartig.
Fertig gemischte Cocktails to go Als 10-Liter-Bags oder aus der 0,2-Liter-Glasflasche Premium in Qualität und Geschmack
Michael Bartholl
"Unser Konzern entwickelt sich kontinuierlich, um in diesem und den kommenden Jahren von den getätigten Markt- und Markeninvestitionen sowie den verbesserten Kostenstrukturen profitieren zu können."
unser Konzern verfügt heute über ein hochwertiges Portfolio ertragreicher Marken im regionalen Mineralwassermarkt und im überregionalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt. Wir agieren in diesen Märkten mit einer klaren Markenstrategie, ausgerichtet auf die Themen Qualität und Regionalität. Sukzessive haben wir uns von nicht strategischen Geschäftsbereichen getrennt, unsere Unternehmensstruktur vereinfacht, die Produktion unrentabler Handelsmarken eingestellt und unsere Markenprofile geschärft. Dadurch haben wir trotz schwieriger Branchenbedingungen, insbesondere im Saftmarkt, unsere Profitabilität deutlich verbessert und unsere Handlungsfähigkeit erhöht. Zwar hatten wir im Geschäftsjahr 2014 einen Rückgang der Umsatzerlöse zu verbuchen. Dieser resultierte jedoch im Wesentlichen aus der Aufgabe des Handelsmarkengeschäftes und dem Verkauf des Bad Hotels in Bad Überkingen zum 1. April 2014. Unsere Ergebniskennzahlen konnten wir trotz gesunkener Umsatzerlöse und erhöhter Investitionen weiter verbessern. So stieg das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in 2014 um 0,8 Mio. € auf 4,2 Mio. €. Auch der Konzernjahresüberschuss lag mit 1,5 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (2013: 1,4 Mio. €).
Die Einführung eines neuen Konzessionärsmodells für die Marken afri und Bluna im Berichtszeitraum war ein wichtiger Schritt, um diesen Kultmarken die Präsenz in Handel und Gastronomie zu ermöglichen, die ihrer hohen Bekanntheit und ihrem hervorragenden Markenimage gerecht wird. Mit einem erweiterten Sortiment, neuer Kampagne und einer erhöhten Präsenz in Handel und Gastronomie sehen wir sowohl bei afri als auch bei Bluna ein deutliches Wachstumspotenzial, das wir nun gemeinsam mit unseren kompetenten Partnern bundesweit abrufen können.
Zudem arbeiten wir kontinuierlich an einer Effizienzsteigerung in allen Bereichen des Konzerns. Beispielsweise sind durch das im Berichtszeitraum gestartete Optimierungs- und Investitionsprogramm in den Bereichen Logistik und Produktion zukünftig weitere Produktivitätssteigerungen zu erwarten.
Die in 2015 geplante Verschmelzung sämtlicher Gesellschaften des Saftsegments auf die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wird ebenfalls zu einer weiteren Effizienzsteigerung beitragen. Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wird dann auch gesellschaftsrechtlich als zentrale und kompetente Organisationseinheit der Saft- und Trendmarken unseres Konzerns fungieren, mit der überregional der Getränkefachgroßhandel, die Gastronomie und Hotellerie bedient werden. Unser Konzern ist somit in vielerlei Hinsicht gut aufgestellt, um in diesem und den kommenden Jahren von den getätigten Markt- und Markeninvestitionen sowie den verbesserten Kostenstrukturen profitieren zu können.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und freuen uns, wenn Sie uns weiterhin auf unserem eingeschlagenen Weg unterstützen.
Michael Bartholl Vorstand
Neu in der 0,75 Liter Teinacher Genuss asche. Neu in der 0,75 Liter Teinacher Genuss asche.
In den Sorten Classic, Medium und Naturell. In den Sorten Classic, Medium und Naturell.
| Aufsichtsrat | Vorstand | |
|---|---|---|
| Dr. Richard Weber, Homburg (Saarpfalz) Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber Vorsitzender |
Michael Bartholl, München | |
| Ernst Fischer, Tübingen Hotelier Stellvertretender Vorsitzender |
||
| Friedrich Niehoff, Gronau Geschäftsführer der Friedrich Niehoff GmbH |
||
| Gerhard Theis, Waldmohr Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH |
||
| Helmut Klingl, Amstetten Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH |
Hartmut Schütze, Tettnang Mitarbeiter im Außendienst
Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei seiner Geschäftsführung regelmäßig überwacht und ihn bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands haben wir nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.
Im Berichtszeitraum fanden insgesamt fünf Sitzungen statt: am 17. März, 7. Mai, 5. Juni, 14. Oktober und am 9. Dezember 2014. Zudem wurden für zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands schriftliche Umlaufbeschlüsse am 12. Februar und 12. November 2014 gefasst. An sämtlichen Sitzungen nahmen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Die wichtigsten Themen der Beratungen und Beschlussfassungen im Gremium waren:
die Liquiditätslage und Mittelfristfinanzierung
die Investitionsplanung und -überwachung
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zum 31. Dezember 2014 und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2014 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind vom Vorstand rechtzeitig an uns verteilt worden.
Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2015 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer
ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse gebilligt; sie sind damit festgestellt.
Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG beträgt im Berichtszeitraum 3,0 Mio. €. Wir schließen uns dem Vorschlag des Vorstands an, eine Dividende von 1,9 Mio. € für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten.
Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.
Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Vollständigkeit und Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung des Vorstands zu erheben sind.
Weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr personelle Veränderungen.
Nach Abschluss des mitbestimmungsrechtlichen Statusverfahrens gemäß §§ 97 ff. AktG wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. Juni 2014 der Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben neu gewählt. Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Zuge dieser Neuwahl des Aufsichtsrats nicht geändert.
Als Aufsichtsrat danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie dem Vorstand für ihren Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2014. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.
Bad Überkingen, den 24. März 2015
Der Aufsichtsrat Dr. Richard Weber, Vorsitzender
Das Jahr 2014 war für Anleger kein einfaches Börsenjahr. Der deutsche Leitindex DAX schloss nach einer volatilen Seitwärtsbewegung im Jahresverlauf das turbulente Börsenjahr mit einem Plus von 2,65 % bei 9.805 Punkten. Damit schaffte er zwar sein drittes Gewinnjahr in Folge, verglichen mit dem 25-prozentigen Anstieg im Vorjahr wies er aber eine eher magere Performance für das Gesamtjahr aus. Auch die kleineren und mittelgroßen Börsenwerte konnten sich dem Auf und Ab im Berichtszeitraum nicht entziehen. Der Entry All Share-Index, der alle im Entry Standard notierten Gesellschaften umfasst, verzeichnete sogar eine leicht negative Jahresperformance. Der für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG relevante Benchmark-Index lag zum Jahresende 2014 mit 790 Punkten 3,4 % unter dem Vorjahresendwert.
Nach einer stabilen Seitwärtsbewegung in der ersten Jahreshälfte des Berichtszeitraums wiesen im zweiten Halbjahr auch die Aktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG eine deutlich volatilere Kursentwicklung auf. Die Stammaktien der Gesellschaft beendeten das Jahr 2014 nur knapp unter dem Niveau des Vorjahresschlussstands, die Vorzugsaktien verzeichneten dagegen ein Jahresminus von 12,5 %. Am 31. Dezember 2014 schlossen die Stammaktien bei 15,21 €. Ihren Jahreshöchstkurs erreichten die Stammaktien am 29. Dezember bei 15,81 €, nachdem sie Mitte November ihr Jahrestief bei 10,34 € erreicht hatten. Die Vorzugsaktien beendeten das Jahr 2014 mit einem Schlusskurs von 7,00 €. Ihren Jahreshöchstkurs erreichten sie Ende Februar bei 8,91 €, ihren Tiefstkurs am 20. November bei 6,18 €.
Die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG verringerte sich im Berichtszeitraum um 2,1 % auf 111,36 Mio. € per 31. Dezember 2014 (31.12.2013: 113,80 Mio. €).
| 2014 | 2013 | ||
|---|---|---|---|
| Grundkapital | € | 22.387.456,00 | 22.387.456,00 |
| Anzahl Stammaktien | Stück | 6.314.700 | 6.314.700 |
| Anzahl Vorzugsaktien | Stück | 2.187.360 | 2.187.360 |
| Kurs Stammaktie zum 31.12. * |
€ | 15,21 | 15,25 |
| Kurs Vorzugsaktie zum 31.12. * |
€ | 7,00 | 8,00 |
| Marktkapitalisierung zum 31.12. * |
Mio. € | 111,36 | 113,80 |
| Höchstkurs Stammaktie * |
€ | 15,81 | 17,60 |
| Tiefstkurs Stammaktie * |
€ | 10,34 | 15,00 |
| Höchstkurs Vorzugsaktie * |
€ | 8,91 | 8,49 |
| Tiefstkurs Vorzugsaktie * |
€ | 6,18 | 6,00 |
| EPS Stammaktie | € | 0,17 | 0,16 |
| EPS Vorzugsaktie | € | 0,25 | 0,24 |
| Dividende Stammaktie |
€ | 0,23** | 0,21 |
| Dividende Vorzugsaktie |
€ | 0,31** | 0,29 |
* Börse Stuttgart ** Dividendenvorschlag
(vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Jahr 2015)
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG beträgt 22.387.456,00 € und ist in 6.314.700 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien und in 2.187.360 auf den Inhaber lautende nennwert- und stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Notiert sind die Stamm- und Vorzugsaktien des Unternehmens an den Börsenplätzen Frankfurt und Stuttgart. An der Deutschen Börse in Frankfurt ist das Unternehmen im Transparenzlevel Entry Standard gelistet, an der Baden-Württembergischen Börse in Stuttgart im Teilbereich Freiverkehr Plus.
| Börsenplätze | |
|---|---|
| Börse Frankfurt | Segment Entry Standard im Open Market |
| Börse Stuttgart | Segment Freiverkehr Plus im Freiverkehr |
| Kürzel | |
| Stammaktie | MUT |
| Vorzugsaktie | MUT3 |
| WKN | |
| Stammaktie | 661400 |
| Vorzugsaktie | 661403 |
| ISIN | |
| Stammaktie | DE 0006614001 |
| Vorzugsaktie | DE 0006614035 |
Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis je Stammaktie 0,17 € (2013: 0,16 €) und je Vorzugsaktie 0,25 € (2013: 0,24 €). Das Ergebnis je Aktie – Earnings per Share (EPS) – wird errechnet, indem man den Konzernjahresüberschuss durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert.
Der Hauptversammlung im Jahr 2015 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Höhe von 3,0 Mio. € eine Dividende von 0,23 € je Stammaktie und von 0,31 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zur Zeit durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten Anteile 1.934.915,22 € betragen und 1.101.656,03 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Berichtszeitraum hat sich die Aktionärsstruktur der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG nur geringfügig verändert. Lediglich der Anteil der Karlsberg Gruppe an den Stammaktien der Gesellschaft erhöhte sich leicht von 53,24 % auf 54,58 %. Die Karlsberg Holding GmbH hielt per Jahresende 2014 zudem einen Anteil von 22,32 % an den Vorzugsaktien der Gesellschaft. Der Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststättengewerbes e.V. und die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V. sind unverändert mit einem Anteil von 12,45 % respektive 10,49 % an den Stammaktien der Gesellschaft vertreten. Im Eigenbesitz der Gesellschaft befanden sich zum 31. Dezember 2014 nach wie vor insgesamt 850.206 eigene Stammaktien, was einem Anteil von 13,46 % der Stammaktien entspricht, und keine eigenen Vorzugsaktien. 9,02 % der Stammaktien befinden sich im Streubesitz.
Aktionärsstruktur (Stammaktie, Stand: 31.12.2014) Angaben in %
Förderverein der Angehörigen des Württ.-Hohenz. Gaststätten-
Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V.
gewerbes e.V.
Eigene Aktien Streubesitz
Investor Relations
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG stand im Berichtszeitraum mit ihren Investoren sowie Privataktionären im aktiven Dialog und informierte regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen der Gesellschaft. Darüber hinaus bot das Unternehmen aktuelle und umfassende Informationen über seine Internetseite www.mineralbrunnen-ag.de an. Auch künftig wird sich die Gesellschaft mit gewohnter Sorgfalt ihren Investor Relations-Aufgaben widmen und der interessierten Öffentlichkeit mit der üblichen Transparenz und Schnelligkeit gegenübertreten.
Der Konzern Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG1 ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe2 von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte. Als klassischer Markenartikler im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf den Aufbau starker Marken als Grundlage für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süddeutschland sowie seinen nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken bietet der Konzern ein marktgerechtes und margenstarkes Marken- und Produktportfolio von alkoholfreien Getränken an.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wurde 1923 gegründet und kann auf eine bis ins 16. Jahrhundert reichende, erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Sitz des Konzerns und der AG ist in Bad Überkingen, Baden-Württemberg. Dort sind auch die Konzernleitung sowie die zentralen Verwaltungs- und Managementfunktionen der Unternehmensgruppe angesiedelt. Der Konzern verfügt des Weiteren über Bürogebäude, Lager, Entwicklungs- und Laboreinrichtungen sowie über regionale und nationale Vertriebseinheiten. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach, Kißlegg, Lauterecken und Merzig. Mit rund 440 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2014 ein Konzernumsatz von 136,5 Mio. € erwirtschaftet.
1 nachfolgend die "Gesellschaft" oder die "AG"
2 nachfolgend der "Konzern" oder die "Unternehmensgruppe"
1) Umfirmierung in Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und Sitzverlegung nach Lauterecken, Rheinland-Pfalz zum 16.1.2015
2) Verschmelzung der Tucano Holding GmbH und deren Beteiligungen auf die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Geschäftsjahr 2015 geplant
Der Konzern umfasst die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG als Holdinggesellschaft, eine 45-prozentige Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), die für den Konzern Verwaltungstätigkeiten in den Bereichen IT, Personal und Rechnungswesen erbringt, und die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, in der weitere Tochtergesellschaften gebündelt sind. Dazu gehören die eigenständigen, operativen Tochtergesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, und Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg, die mit Wirkung zum 1. Januar 2014 in die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH ausgegliedert wurden. Des Weiteren sind in der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (ehemals Niehoffs Vaihinger Vertriebs GmbH, Merzig), sowie die Tucano Holding GmbH, Merzig, mit weiteren Unternehmen des Fruchtsaftbereichs und die KAMPOS Vertriebs GmbH, Lauterecken, gebündelt. Die Umfirmierung der Niehoffs Vaihinger Vertriebs GmbH in Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH gemäß Gesellschafterbeschluss vom 27. Oktober 2014 wurde zum 16. Januar 2015 wirksam. Im Geschäftsjahr 2015 ist geplant, alle Saftgesellschaften (Tucano Holding GmbH, Lauterecker Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, Merziger Fruchtgetränke GmbH, Merzig, Schloss Veldenz Fruchtsäfte GmbH, Lauterecken, Tucano Vertriebs-GmbH, Bad Überkingen) auf die umfirmierte Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH zu verschmelzen. Die nach der Veräußerung der Hotelbetriebe in Bad Teinach und Bad Überkingen per Asset Deal verbliebenen Mantelgesellschaften wurden mit Wirkung zum 1. September 2014 auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH verschmolzen.
Im Zuge des Umbaus der Konzernstruktur gingen im Jahr 2014 die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH über. In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG werden nach wie vor durch den Vorstand die Leitungsfunktion und die strategische Führung des Konzerns ausgeübt. In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH wird das zentrale Verwaltungs-, Finanzund Liquiditätsmanagement des Konzerns erbracht. Sowohl
zwischen der AG und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.
Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zusammengefasst.
Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineralund Heilwasser, Erfrischungs- und Süßgetränken sowie Fruchtsäften und anderen Saftvarianten. Der Konzern ist in seiner Struktur vertikal integriert und deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süddeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen, leistungsfähige Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufsund Qualitätsmanagement sichergestellt.
Mittelfristiges Ziel ist der weitere Ausbau der Unternehmensgruppe zum führenden ertragsstarken Markenanbieter im regionalen Mineralwassermarkt und im überregionalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt. Grundlage des Geschäfts sind die etablierten Regionalmarken in Süddeutschland und die nationalen Gastronomie- und Spezialitätenmarken. Das margenstarke Markenangebot wird kontinuierlich verbessert und das Getränkesortiment einer kontinuierlichen Überprüfung der Wirtschaftlichkeit unterzogen. Die Produktion von
Handelsmarken wurde in den letzten Jahren Schritt für Schritt eingestellt. Auch Lohnaufträge führt der Konzern ausschließlich bei nachgewiesener, angemessener Wirtschaftlichkeit durch.
Ein fokussiertes Produktangebot auf Basis etablierter regionaler Marken im Kernabsatzgebiet Süddeutschland und ergänzende nationale Spezialitäten bieten weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Die große Präsenz in Handel, Gastronomie und Hotellerie schafft die Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz der eigenen Markenprodukte durch die Konsumenten. Die Nähe zum Verbraucher und die Kenntnis über die sich wandelnden Bedürfnisse ermöglichen es dem Konzern, ein verbrauchergerechtes Produkt- und Markenangebot bereitzustellen und zusätzliche Absatzpotenziale zu generieren. Der Konzern zieht auch anorganisches Wachstum, beispielsweise durch Zukäufe einzelner Marken, in Betracht. Grundvoraussetzung für die Durchführung einer Akquisition ist eine sinnvolle, strategiekonforme Ergänzung des bestehenden Premiumportfolios durch den Zukauf. Zudem muss die Akquisition das Potenzial besitzen, für den Konzern substanziell Marktanteile im Zielmarkt der margenstarken Premiummarken hinzuzugewinnen.
Die starken Qualitätsmarken des Konzerns sind eine entscheidende Voraussetzung für die Erzielung höherer Margen im alkoholfreien Getränkemarkt. Durch gezielte Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, einhergehend mit einem fokussierten Distributionsausbau, werden die Konsumenten unmittelbar erreicht und zur Kaufentscheidung geführt. Mit einer relevanten Markenpositionierung und dem Herausstellen des jeweiligen Produktnutzens wird die Abhängigkeit von reinen Preisaktivitäten vermindert und dauerhaft Preisstabilität gesichert. Die kontinuierlich klare Markenführung ermöglicht es, eine langfristige Konsumentenloyalität zu erreichen.
Die Marken des Konzerns sind in ihren regionalen Kernabsatzgebieten fest verwurzelt und stehen in langfristiger, partnerschaftlicher Beziehung mit ihren Kunden in Handel und Gastronomie. Aufbauend auf dieser Marktnähe und Akzeptanz werden die regionale Konsumentenloyalität sowie die ertrags- und wertorientierte Marktposition weiter gefestigt.
Volatile Grund- und Rohstoffpreise, restriktive und zum Teil stark einschränkende Bestimmungen und Gesetze (z. B. bei Lebensmittel-Informations-Verordnung, Verpackungsverordnungen etc.), der weiterhin intensive Preiswettbewerb und die Anforderungen des Kapitalmarkts bedingen, dass der Konzern seine operativen Prozesse und Strukturen ständig überprüft, anpasst und verbessert. Dazu gehört eine transparente Kosten- und Leistungszuordnung in den einzelnen Unternehmenseinheiten. Im Rahmen der vollzogenen Restrukturierung und Neuausrichtung werden die Prozesse im gesamten Konzern regelmäßig auf Wirksamkeit und Effizienz geprüft und entsprechend angepasst. Geeignete Maßnahmen zur weiteren Prozess- und Ertragsverbesserung werden fortlaufend umgesetzt.
Konsumenten und Kunden erwarten innovative Produkte, Produktsicherheit und Qualität sowie effiziente und flexible Angebots- und Lieferstrukturen, die durch eine moderne Technikausstattung gewährleistet werden. Gleichzeitig erfordert eine erfolgreiche Unternehmensführung die Wertschätzung und Förderung der Mitarbeiter. Eine gute Personalentwicklung erhöht das Engagement der Mitarbeiter für den Konzern und verbessert den Dialog mit den Kunden. Leistungsfähige Mitarbeiter in Verbindung mit moderner Technologie garantieren eine effiziente Umsetzung der Unternehmensziele.
Der Konzern bietet seine Produkte mit einer konsequenten Mehrmarkenstrategie auf klar definierten Märkten vorwiegend in den gehobenen, margenstarken Preissegmenten an. Die Markenpositionierungen sind auf relevante Kunden- und Zielgruppen zugeschnitten und orientieren sich an regionalen sowie teilweise überregionalen Bedürfnissen und Werten. Jede Marke verfügt über ein zielgruppenspezifisches, umfangreiches Getränke- und Gebindesortiment.
Alle Produkte des Konzerns werden sowohl über die klassischen Vertriebskanäle als auch über neue Distributionswege vertrieben und erreichen dabei eine gute Marktabdeckung. Die Partner in Handel und Gastronomie werden mit maßgeschneiderten Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt. Die Unternehmen der Gruppe stellen hochwertige Werbemittel zur Verfügung und bieten mit dem stilvollen Design ihrer Gastronomie-Glasgebinde größtmögliche Ausstattungsqualität.
Durch die Schaffung einer dezentralen Vertriebsstruktur in den vergangenen Jahren ist die Unternehmensgruppe noch ein Stück näher an ihre Kunden gerückt. Die operativ eigenständigen Tochterunternehmen Krumbach und Teinacher können auf Basis der angepassten Organisationsstruktur als regionale Markenanbieter noch kunden- und marktspezifischer agieren. In der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wurden im Berichtszeitraum das Markenportfolio und die vertrieblichen Abläufe optimiert und eine stärkere Fokussierung auf die Marken Niehoffs Vaihinger und Klindworth initiiert. In 2015 ist geplant, alle Saftgesellschaften gesellschaftsrechtlich auf die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH zu verschmelzen. Mit der Verschmelzung wird auch intern der neuen Vertriebsstruktur Rechnung getragen.
Die Kernmarke Teinacher ist als Genießer-Mineralwasser positioniert und hat mit ihrer führenden Marktposition in der süddeutschen Gastronomie eine hohe Marktakzeptanz. Teinacher wächst seit mehreren Jahren dynamisch und ist trotz des ausschließlich regionalen Verbreitungsgebiets national unter den Top 5 im Gastronomie-Wassermarkt zu finden. Mit exklusiven Gastronomiegebinden werden anspruchsvolle Verbraucher angesprochen, die Wert auf Genuss und gehobene Qualität legen. Glaubhaft unterstützt wird diese Strategie durch Kooperationen wie mit dem DEHOGA Baden-Württemberg. Mit diesem Engagement wird das Bekenntnis zu Hotellerie und Gastronomie sowie die regionale Verbundenheit der Marke Teinacher zum Ausdruck gebracht.
Sowohl das Gebinde- als auch das Produktsortiment von Teinacher wird kontinuierlich weiterentwickelt. Im Verlauf des Jahres 2014 wurde beispielsweise das Angebot an Direktsaftschorlen um weitere Geschmacksrichtungen ergänzt. Anfang 2015 wurde das Mineralwassersortiment um ein Individualglasgebinde für den Getränkefach- und den Lebensmitteleinzelhandel erweitert. Die neue "Teinacher Genussflasche" bedient die aktuellen Themen Genuss, Design und Nachhaltigkeit und ist als hochwertige 0,75-Liter-Glasflasche im handlichen 12er-Komfortkasten in Getränkeabholmärkten sowie im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.
Der Vertrieb von Limonaden unter dem Namen "Cilly" wurde Anfang 2015 eingestellt. Die bisherigen Cilly-Produkte werden nun in neuem Design und optimierter Rezeptur als "Teinacher Limo" vertrieben. Die Teinacher Limonaden werden in den Sorten Zitrone, Orange und Cola-Mix sowie als ISO-Sport-Getränk in der Geschmacksrichtung "Grapefruit-Zitrone" angeboten. Hinzu kommen die Teinacher Fruchtgetränke in den Sorten Multi 10 und ACE, das sowohl als spritzige wie auch als stille Variante erhältlich ist.
Übergeordnetes Ziel ist die weitere Schärfung des Markenprofils als regionaler, verantwortungsbewusster und nachhaltiger Mineralbrunnen.
Die Traditionsmarke Hirschquelle aus dem Schwarzwald ist die führende Heilwassermarke in Süddeutschland und besetzt die Themen bewusste Ernährung und gesundes Leben. Die regionale Verankerung und das ansteigende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten bilden die Erfolgsgrundlage. Im vergangenen Jahr konnte die Marke im seit Jahren rückläufigen Heilwassermarkt einen Absatz auf Vorjahresniveau erzielen.
Krumbach ist die im Konzern absatzstärkste Marke und verzeichnete im Berichtsjahr ein leichtes Absatz- und Umsatzwachstum. Krumbach produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Die Mineralwassermarke zeichnet sich durch ihre sanfte Mineralisierung und ihre starke Verankerung in der Herkunftsregion Allgäu aus. Kernzielgruppe sind aktive, verantwortungs- und gesundheitsbewusste Menschen, insbesondere Familien.
Krumbach ist exklusiver Markenpartner der Allgäu GmbH, der offiziellen Dachorganisation für Standort und Tourismus im Allgäu. Zudem sponsert Krumbach aktiv den Regionalsport im Allgäu. Hinzu kommt ein seit Jahren bestehendes, umfangreiches soziales Engagement über die Krumbach Familienstiftung. Durch diese Aktivitäten wird die regionale Bindung der Marke weiter vertieft.
Wie bei der Marke Teinacher wurde auch das Krumbach-Mineralwassersortiment im Geschäftsjahr 2014 um ein weiteres Individualglasgebinde ergänzt: eine formschöne 1,0 l-Mehrweg-Glasflasche in einem dazu passenden, handlichen 6er-Individualkasten mit Tragegriff. Hinzu kamen sinnvolle Ergänzungen der Produktpalette wie die Einführung des kalorienarmen Erfrischungsgetränks "Krumbach Sport" in der Geschmacksrichtung "Grapefruit-Zitrone" sowie die Einführung des Erfrischungsgetränks Krumbach "Mandarine-Mango".
In den Kernabsatzgebieten Baden-Württemberg und Bayern wird durch markenadäquate Werbe- und Verkaufsförderungsaktivitäten der Vertrieb in Gastronomie und Handel gezielt unterstützt.
Niehoffs Vaihinger ist eine der führenden Saftmarken in Deutschland und kompetenter Partner des Getränkefachgroßhandels, der Gastronomie und Hotellerie.
Die Premium-Marke im Saftbereich zeichnet sich durch Exklusivität, Sortimentskompetenz, hervorragende Qualität, kontinuierliche Innovationen sowie eine attraktive Wertschöpfung beim Kunden aus. Bei Niehoffs Vaihinger sind sowohl die Systemgastronomie und Hotellerie als auch die Trend- und Szenegastronomie die Haupttreiber und Wachstumsträger.
Im Berichtsjahr konnte sich Niehoffs Vaihinger mit leichten Absatzverlusten besser als der Markt entwicklen. Im Geschäftsjahr 2015 ist eine Weiterentwicklung des Markenauftritts geplant, der Niehoffs Vaihinger neue Impulse für nachhaltiges Wachstum im Fruchtsaftmarkt geben wird. Im Berichtszeitraum wurden zudem die Qualitätsstandards und Geschmacksprofile der bestehenden Sorten kontinuierlich optimiert und das Sortiment um die Sorte Fairtrade Orangensaft erweitert.
Niehoffs Vaihinger ist somit auf dem besten Weg, mit Premium-Qualität und Cocktail-Kompetenz die eigene Position im Saftmarkt konsequent auszubauen und die Qualitätsmarktführerschaft zu festigen.
Klindworth ist als die traditionsreiche, norddeutsche Premium-Saftmarke mit einem umfassenden Mehrwegsortiment ein führender Partner in der Gastronomie und Hotellerie Norddeutschlands. Die Marke Klindworth hat 2014 einen kompletten Relaunch erfahren. Die neue Ausstattung setzt auf innovative Etiketten, freche und sympatische Sortennamen, hochwertige Individualglasflaschen und eine aus dem Markenauftritt heraus entwickelte Werbekampagne. Gleichzeitig bekennt sich Klindworth zu höchster Premiumqualität und ausgewählten natürlichen Zutaten. Der neue andersartige Markenauftritt unter dem Motto "Auf ein Klindworth" wurde Ende 2014 vorgestellt und erfreut sich bereits hoher, vielversprechender Akzeptanz bei Partnern und Kunden. In 2015 wird der neue Markenauftritt durch eine breit angelegte Werbekampagne und markenadäquate Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt.
Merziger bietet ein zeitgemäßes Portfolio an Qualitätssäften an. Im Fokus des Sortiments stehen Direktsäfte, bevorzugt aus Früchten der Region. Die Produkte richten sich an Familien sowie gesundheits- und qualitätsbewusste Haushalte im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im südlichen Nordrhein-Westfalen. Im Handel wird der Absatz durch gezielte Verkaufsförderungsaktionen unterstützt.
Cocktail Plant steht für erstklassige alkoholfreie und -haltige Premixes in Kombination mit exklusiven Niehoffs Vaihinger Fruchtsäften und wird in 0,2-Liter Mehrwegflaschen in Getränkeabholmärkten, Gastronomie und Hotellerie vertrieben. Mit der Einführung der fertig gemischten Sorte Tequila Sunrise in 2014 umfasst das Cocktail Plant-Sortiment mittlerweile zehn Sorten. Aufgrund des noch vorhandenen Marktpotenzials und der attraktiven Wertschöpfung für Kunden zeichnet sich ein weiteres Wachstum für Cocktail Plant ab.
Für die Marke afri und ihre Schwestermarke Bluna wurden in 2014 und Anfang 2015 mehrere Konzessionspartnerschaften abgeschlossen, die den beiden Kultmarken eine hohe bundesweite Präsenz in Handel und Gastronomie bescheren wird.
Im Zuge der Einführung des neuen nationalen Konzessionärsmodells wurden die Marken afri und Bluna auf eine breitere Basis gestellt. Die bewährte afri cola, mit 25 mg Koffein pro 100 ml die stärkste Cola im Sortiment, wird nun als "afri cola 25" angeboten und steht weiterhin für Kultcharakter und ein inspirierendes, anregendes und aufregendes Lebensgefühl. Zusätzlich wird das Sortiment um eine afri-Variante mit 10 mg Koffein pro 100 ml ergänzt. Die neue "afri cola" spricht mit ihrer familienorientierten Rezeptur neue Zielgruppen an, die den typischen Cola-Geschmack und weniger Koffein bevorzugen. Als Bekenntnis zu den deutschen Wurzeln der Marke wird die leicht modifizierte kalorienfreie Variante in "afri cola ohne zucker" umbenannt. Der Markenrelaunch wird von einer Kampagne mit dem Claim "Folge dem Zeichen" begleitet, in deren Mittelpunkt die stilisierte weiße Palme steht.
Aufbauend auf der unverwechselbaren Taillenflasche, die allen Sorten erhalten bleibt, wird das neue Sortiment alle Gebinde beinhalten, die für eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit der Gastronomie, dem Getränkefachund dem Lebensmitteleinzelhandel relevant sind.
Wie ihre Markenschwester afri hat sich auch Bluna im Zuge der Einführung des Konzessionärsmodells neu erfunden. Der Claim "Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?" bildet aufgrund seiner hohen Bekanntheit und Beliebtheit die Basis des Markenauftritts. Die witzige Inszenierung in der neuen Produktkampagne erfolgt über die einzigartigen Inhaltstoffe und die Symbole der Marke Bluna. Sympathisch-skurrile Slogans wie "Mit 24 % natürlichem Irrsinn!" oder "Kann Spuren von Quatsch enthalten!" machen ab sofort jede Flasche zu einem "Blunikat". Die fruchtigen Limonaden sind in den Geschmacksrichtungen "Bluna Orange", "Bluna Zitrone" sowie "Bluna Mix Cola Orange" und, wie afri, in verschiedenen Glas- und PET-Gebinden sowie als 20l-Container und BIB (Bag-In-Box)-Sirup erhältlich. Das erweiterte Sortiment, neue Kampagnen und eine erhöhte Präsenz in Handel und Gastronomie im Zuge der nacheinander in Kraft tretenden Partnerschaften versprechen sowohl bei afri als auch bei Bluna ein deutliches Wachstumspotenzial.
Die weiteren Marken des Konzerns Lindavia, Kisslegger und Schloss Veldenz werden primär taktisch geführt.
Die Konzernplanung und -steuerung erfolgt im Wesentlichen auf Basis der Kennzahlen EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Zielsetzung der Unternehmensgruppe ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung und der kontinuierliche Ausbau der Marktanteile in den höherpreisigen, margenstarken Markensegmenten.
Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Die AG setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten über die kontinuierliche Auswertung von Ergebnisbeitrag, Marktstellung und Kosteneffizienz.
Die globale Wirtschaft wuchs nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2014 um 3,3 %. In den Ländern der Eurozone legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Plus von 0,8 % erstmals seit zwei Jahren wieder gegenüber dem Vorjahr zu. Die deutsche Wirtschaft war mit einem Wachstum von 1,5 % in solider Verfassung. Wesentlichen Anteil an der positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hatte der private Konsum, der in 2014 um 2,1 % zulegte. Dafür entscheidend war der Anstieg der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 2,2 %. Zudem wurde die erfreuliche Entwicklung des privaten Konsums durch den nur leichten Anstieg der Sparquote von 9,1 % auf 9,2 % unterstützt. Die Verbraucherpreise stiegen im Berichtszeitraum mit durchschnittlich 0,9 % nur leicht. Der Einzelhandel konnte nach Angaben des Handelsverband Deutschland
(HDE) im vergangenen Jahr 1,9 % mehr umsetzen. Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) konnte der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) davon jedoch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau nicht profitieren. Insbesondere die Discounter mussten Einbußen hinnehmen, während gleichzeitig LEH-Vollsortimenter und Drogeriemärkte zulegen konnten. Auch Hotellerie und Gastronomie profitierten im Berichtszeitraum von der gestiegenen Konsumfreude der deutschen Verbraucher und verzeichneten nach Angaben des Statistischen Bundesamts ein Umsatzplus von 3,2 %.
Der Absatz alkoholfreier Getränke (AfG) sank nach Berechnungen des Hauhaltspanels der GfK in 2014 um insgesamt 1,2 %. Das einzige AfG-Teilsegment, das eine positive Entwicklung verzeichnete, war das Mineralwasser-Segment. Dort stieg der Absatz auf alle Sorten gerechnet leicht um 0,4 %. Während der Absatz von Wasser ohne Kohlensäure kräftig um 4,1 % zulegte, sanken die Absatzzahlen von Mineralwasser mit viel Kohlensäure um 0,4 % sowie von wenig kohlensäurehaltigem Mineralwasser um 0,5 %. Auch der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM), in dem mehr als 200 deutsche Mineralbrunnenbetriebe Mitglied sind, ermittelte in ersten vorläufigen Berechnungen eine positive Absatzentwicklung.
Eigene Darstellung, Quelle: GfK
Im Segment Fruchthaltige Getränke (FHG) ermittelte die GfK nach deutlichen Rückgängen in den zurückliegenden Jahren auch in 2014 einen Absatzverlust. Demnach sank der Absatz fruchthaltiger Getränke insgesamt um 4,5 %. Während Fruchtsäfte (-4,8 %) und Fruchtsaftgetränke (-7,6 %) hohe Einbußen zu verzeichnen hatten, verharrte der Absatz von Fruchtnektaren auf Vorjahresniveau (+0,1 %).
Im Segment der kohlensäurehaltigen Süßgetränke (Carbonated Soft Drinks, CSD) wurden 1,7 % weniger abgesetzt. Der Absatz von Cola- und Cola-Mix-Getränken sank leicht um 0,8 %, der Absatz von Limonaden um 2,8 %. Der Absatz von Bittergetränken fiel deutlich um 7,3 %.
In den sogenannten "Neuen Segmenten" setzte sich die negative Entwicklung des vergangenen Jahres fort und der Absatz sank um 4,0 %. Lediglich Energy Drinks erfreuten sich weiterhin einer stark wachsenden Beliebtheit (+15,3 %). Im Gegensatz dazu sanken die Absatzzahlen von Eistee (-4,5 %), von Wasser mit Zusatz (-5,2 %) und von Schorlen (-7,2 %) deutlich. Der Absatz von Sportgetränken lag nur leicht unter Vorjahresniveau (-0,3 %).
Die eingesetzten Verpackungsarten bei Mineral- und Heilwasser haben sich wie schon im vergangenen Jahr im Berichtszeitraum kaum verändert. Nach vorläufigen Angaben des VDM stieg der Marktanteil der PET-Einweggebinde leicht auf 46,8 %, während sich der Anteil von PET-Mehrweg auf 20,1 % und von PET-Zweiweg (PETCYCLE) auf 9,1 % jeweils geringfügig verringerte. Der Marktanteil von Glas-Mehrweggebinden verzeichnete wie schon im Vorjahr einen kleinen Zuwachs auf 23,7 %. Darin eingeschlossen sind auch Individual-Glasgebinde für die Gastronomie und den Handel, die sich bei anspruchsvollen Verbrauchern steigender Beliebtheit erfreuen.
(Mineral- und Heilwasser sowie Erfrischungsgetränke)
Eigene Darstellung, Quelle: VDM
Hinweis: Die Angaben für 2014 basieren auf vorläufigen Umfragen des VDM bei seinen Mitgliedsunternehmen und werden im Jahresverlauf weiter angepasst. Die hier dargestellten finalen VDM-Marktdaten der Jahre 2011 bis 2013 können daher von den in den Geschäftsberichten der Vorjahre genannten vorläufigen Daten abweichen.
Im FHG-Segment werden Produkte hauptsächlich in Einwegverpackungen abgesetzt. Laut GfK wurden 52,0 % aller fruchthaltigen Getränke in 2014 in PET-Einweggebinden verkauft, auf Karton- bzw. Weichpackeinweg entfiel ein Marktanteil von 42,4 %, während Glas-Einweggebinde einen Marktanteil von 0,5 % aufwiesen. Der Gesamtmarktanteil von Einweg lag somit insgesamt im Jahr 2014 bei 94,9 %, der Anteil von Mehrweggebinden bei 5,1 %. Im GfK-Haushaltspanel ist allerdings der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glasmehrweggebinde vorherrschend sind, nicht erfasst.
Beliebteste Einkaufsstätte für alkoholfreie Getränke bleiben in Deutschland die Discounter. In einem in 2014 leicht rückläufigen AfG-Markt ging deren Marktanteil jedoch laut GfK-Haushaltspanel von 53,9 % auf 52,8 % zurück. Die LEH-Vollsortimenter konnten im Berichtszeitraum hingegen mit einem Marktanteil von 20,4 % (2013: 19,2 %) leicht zulegen. Der Marktanteil der SB-Warenhäuser stieg geringfügig um 0,2 Prozentpunkte auf 18,8 %. Weiter rückläufig ist die Bedeutung der Getränkeabholmärkte, die nur noch einen Marktanteil von 6,0 % (2013: 6,4 %) aufweisen.
Im FHG-Segment steigerten die für den Absatz von Markenprodukten besonders relevanten LEH-Vollsortimenter und SB-Warenhäuser ihren Marktanteil von 35,0 % auf 36,4 %, wohingegen der Marktanteil der Discounter leicht auf 58,9 % zurückging (Vorjahr: 60,4 %).
Der durchschnittliche Mineralwasserpreis zeigte sich im Berichtszeitraum unverändert und lag über alle Preissegmente hinweg das sechste Jahr in Folge bei konstant 0,23 € pro Liter. Das gestiegene Marken- und Qualitätsbewusstsein der Verbraucher kommt dabei den Premiummarken zugute, was die Stabilisierung des Marktanteils im oberen Preissegment (Durchschnittspreis pro Liter über 0,45 €) deutlich widerspiegelt. Dieser lag im Jahr 2014 nach Angaben von Nielsen gemessen am Absatz bei 20,5 % und gemessen am Umsatz bei 44 % auf dem Niveau des Vorjahres.
Im Segment der kohlensäurehaltigen Süßgetränke (Carbonated Soft Drinks, CSD) erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vorjahr mit 0,01 € nur leicht auf einen durchschnittlichen Preis je Liter von 0,51 €.
Die Preise für fruchthaltige Getränke stiegen nach einer deutlichen Erhöhung in den vergangenen Jahren im Berichtszeitraum ebenfalls nur leicht. Der durchschnittliche Einzelhandelspreis für Produkte dieser Kategorie lag nach 0,97 € im Vorjahr in 2014 bei 0,98 € pro Liter.
Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zum 31. Dezember 2014 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.
Im Berichtsjahr stand weiterhin die kontinuierliche Optimierung der neuen Organisations- und Kostenstruktur im Fokus. Dazu gehörte die Umsetzung eines Optimierungsprogramms in den Bereichen Logistik und Produktion. Bestandteile des Programms waren neben der Überprüfung der vorhandenen Strukturen, Prozesse und Kosten auch Produktivitätssteigerung über gezielte Investitionen in die Produktionstechnik der Betriebe.
Zur weiteren Optimierung der Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit veräußerte der Konzern zum 1. April 2014 das Bad Hotel Bad Überkingen per Asset Deal an die Unternehmensgruppe der IQ4YOU GmbH, Bad Überkingen. Zusammen mit dem Verkauf des Hotel- und Kurbetriebs in Bad Teinach im Jahr 2012 hat die Gesellschaft sich damit vollständig von ihren Hotelaktivitäten getrennt und ihr strategisches Ziel erreicht, sich ausschließlich auf ihr Kerngeschäft im alkoholfreien Getränkemarkt zu konzentrieren. Die nach der Veräußerung der Hotelbetriebe verbliebenen Mantelgesellschaften wurden mit Wirkung zum 1. September 2014 auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH verschmolzen.
Als weiterer Schritt zur Vereinfachung der Konzernstruktur wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 die Ausgliederung der Mineralbrunnen Teinach GmbH und der Mineralbrunnen Krumbach GmbH auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH vollzogen. Zudem gingen Anfang 2014
die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH über.
Nachdem bereits im Vorjahr wesentliche Teile der Immobilien und Grundstücksflächen des ehemaligen Brunnenbetriebes am Standort Bad Überkingen verkauft worden waren, wurden im Berichtsjahr (mit Wirkung zum 31. Dezember 2014) die restlichen Immobilien und Flächen veräußert. Hierdurch konnte ein Buchgewinn realisiert werden. Das damit ebenfalls veräußerte Verwaltungsgebäude wurde zum 1. Januar 2015 durch die AG gepachtet.
Ein wichtiges Ereignis im Berichtszeitraum war die Entwicklung und Umsetzung eines Konzessionärsmodells für die Marken afri und Bluna. Das Modell basiert auf langfristigen Konzessionsverträgen, die vorsehen, dass Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna gegen die Zahlung von Lizenzeinnahmen übernehmen. Die neuen Partnerschaften werden möglich, weil vielfach alte Konzessionsverträge der Partner mit einem internationalen Softdrinkunternehmen auslaufen. Als ersten Konzessionär für dieses Modell gewann die Gesellschaft im Juli 2014 die RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG, Burgbrohl. Die Partnerschaft trat zum 1. Januar 2015 in Kraft und gilt im nördlichen Nordrhein-Westfalen und nördlichen Hessen. Zum 1. Januar 2019 wird die Partnerschaft zusätzlich auf die Kernregionen der RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG – Rheinland Pfalz, südliches Hessen und südliches Nordrhein-Westfalen sowie Saarland – ausgeweitet, weil in diesen Gebieten dann ein bis dahin bestehender Konzessionsvertrag ausläuft. Nach dem Berichtszeitraum konnten weitere Konzessionspartnerschaften abgeschlossen werden (siehe Nachtragsbericht). Mit den neuen Konzessionspartnerschaften für die Kultmarken afri und Bluna wird eine gesteigerte Präsenz in Handel und Gastronomie erreicht. Dies bietet neue Chancen für eine Steigerung von Absatz und Ertrag.
Auf der 88. ordentlichen Hauptversammlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG am 5. Juni 2014 wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Vorschlägen der Verwaltung beschlossen. Dies betraf auch den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Höhe von 2,6 Mio. € eine Dividende von 0,21 € je Stammaktie und von 0,29 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 10. Juni 2014. Unter Berücksichtigung der durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten eigenen Anteile betrug die Ausschüttungssumme 1,8 Mio. €. Die anwesenden Aktionäre honorierten das erfolgreiche zweite Geschäftsjahr mit der neuen dezentralen Organisationsstruktur und sprachen dem Vorstand und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.
Durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juni 2014 wird die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Die bisher bestehende, von der Hauptversammlung vom 27. Juli 2011 erteilte Ermächtigung war durch das Aktienrückkaufangebot vom 3. Juni 2013 bereits in erheblichem Umfang ausgeschöpft. Mit der neuen Ermächtigung ist die Gesellschaft weiterhin in der Lage, vom Finanzinstrument des Erwerbs eigener Aktien Gebrauch zu machen, um die damit verbundenen Vorteile im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu realisieren.
Der Aufsichtsrat der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG war bislang gemäß den Vorgaben des Drittelbeteiligungsgesetzes zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzt. Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2014 waren die Voraussetzungen des Drittelbeteiligungsgesetzes nicht mehr gegeben. Vor diesem Hintergrund leitete der Vorstand der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG am 8. Januar 2014 ein Statusverfahren gemäß § 97 Abs. 1 AktG ein, das innerhalb einer Monatsfrist ohne Anrufung des gemäß § 98 Abs. 1 AktG zuständigen Gerichts endete. In der Folge wurde anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juni 2014 der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG ein neuer Aufsichtsrat entsprechend den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben gewählt. Alle bisherigen Aufsichtsratsmitglieder der
Die Exklusiven
Gesellschaft, inklusiv der beiden Arbeitnehmervertreter, wurden erneut für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Damit bleibt trotz des Entfallens der Pflicht zur Drittbeteiligung von Arbeitnehmern im Aufsichtsrat der Gesellschaft die Kontinuität im Gremium gewahrt.
Die Absätze im Eigenmarkengeschäft entwickelten sich im Berichtsjahr in den einzelnen Segmenten des Konzerns unterschiedlich. In den Brunnenbetrieben (Mineralwasser und Erfrischungsgetränke), dem volumenstärksten Segment des Konzerns, konnten die Hauptmarken Teinacher und Krumbach Zuwächse generieren. Die Heilwassermarke Hirschquelle verzeichnete eine konstante Absatzentwicklung. Das Saftsegment entwickelte sich dagegen in marktkonformer Höhe rückläufig, so dass insgesamt der Eigenmarkenabsatz der Unternehmensgruppe auf Vorjahresniveau schloss.
Ab dem Berichtsjahr werden im Saftsegment analog der Vorgehensweise im Wasserbereich Vertriebsaufwendungen mit vertraglich definierten Leistungsabsprachen gekoppelt und damit unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis als nicht leistungsbezogene Erlösschmälerung in den Umsatzerlösen in einem Volumen von 4,5 Mio. €. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus der Aufgabe des Handelsmarkengeschäftes und dem Verkauf des Bad Hotels in Bad Überkingen zum 1. April 2014. Durch diese Aufgabe und Einstandspreisentlastungen im Bereich der Rohwaren ergab sich eine deutliche Verminderung des Wareneinsatzes und im Ergebnis eine Steigerung des Rohertrages.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtszeitraum um 3,5 Mio. € auf 7,3 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dieser Posten im Vorjahr durch höhere Erträge (im Wesentlichen aus Anlagenverkäufen) begünstigt war.
| Konzernertragslage (in T€) | 2014 | 2013 | Delta |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 136.473 | 138.728 | -2.255 |
| Waren- und Materialeinsatz | -56.853 | -64.659 | 7.806 |
| Rohertrag | 79.620 | 74.069 | 5.551 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7.284 | 10.764 | -3.480 |
| Personal | -27.315 | -28.278 | 963 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -43.969 | -41.028 | -2.941 |
| Abschreibungen | -11.233 | -11.861 | 628 |
| Betriebsergebnis | 4.387 | 3.666 | 721 |
| Finanzergebnis | -1.254 | -1.175 | -79 |
| Außerordentlicher Aufwand | -55 | -55 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 3.078 | 2.436 | 642 |
| Steueraufwand | -1.628 | -1.016 | -612 |
| Konzernjahresergebnis | 1.450 | 1.420 | 30 |
| Gewinnvortrag | 737 | 1.329 | -592 |
| Ausschüttung an Aktionäre | -1.782 | -1.158 | -624 |
| Anteile anderer Gesellschafter | -848 | -854 | 6 |
| Konzernbilanzverlust / -gewinn | -443 | 737 | -1.180 |
Der Personalaufwand sank in 2014 aufgrund einer gesunkenen geringeren Mitarbeiterzahl im Konzern um 1,0 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen infolge des bereits beschriebenen Anstiegs der Werbekostenaufwendungen um 2,9 Mio. €. Bereinigt um diesen Posten entwickelten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen allerdings mit 3,8 Mio. € stark rückläufig. Insbesondere die Verwaltungskosten sowie periodenfremden Aufwendungen entwickelten sich rückläufig. Die Abschreibungen nahmen trotz erhöhter Investitionen im Berichtsjahr infolge der moderaten und auf kurzfristige Amortisation ausgerichteten Investitionspolitik der vergangenen Jahre planmäßig um insgesamt 0,6 Mio. € ab.
Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 0,7 Mio. € auf nunmehr 4,4 Mio. €. Das Finanzergebnis war durch den Rückgang des allgemeinen Zinsniveaus bedingte erhöhte Dotierungen im Bereich der Pensionsrückstellungen gegenüber dem Vorjahr belastet. Nach dessen Verrechnung ergibt sich ein Konzernergebnis vor Steuern von 3,1 Mio. € gegenüber 2,4 Mio. € im Vorjahr. Der Steueraufwand beinhaltete wie im Vorjahr nahezu ausschließlich den Verbrauch und die Abschreibung aktivierter latenter Steuern. Der im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Konzernjahresüberschuss verbesserte sich mit 1,5 Mio. € leicht gegenüber dem Vorjahr (1,4 Mio. €).
Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in 2014 mit 15,4 Mio. € leicht über Vorjahresniveau (15,3 Mio. €), das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 0,8 Mio. € auf 4,2 Mio. €.
Die Umsatzentwicklung der Eigenmarken lag bei einer positiven Entwicklung im Wasserbereich im Wesentlichen aufgrund einer marktkonformen negativen Veränderung im Saftsegment insgesamt auf Vorjahresniveau und damit minimal unter der erwarteten Entwicklung. Durch Margensteigerungen, Einstandspreissenkungen und verbesserte Kostenstrukturen konnten die Kennzahlen EBIT und EBITDA im Konzernabschluss den im Vorjahresbericht prognostizierten kontinuierlichen Anstieg widerspiegeln.
Unter Berücksichtigung des nach der in 2014 geleisteten Dividendenzahlung verbleibenden Verlustvortrages (1,0 Mio. €) und der Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis verbleibt ein Konzernbilanzverlust von 0,4 Mio. €. Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 0,17 € (2013: 0,16 €) und je Vorzugsaktie 0,25 € (2013: 0,24 €).
Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zeigt folgende Entwicklung:
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 gingen sämtliche Mitarbeiter der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH über und damit auch die bisher in der AG ausgeübten administrativen Aufgaben in den Bereichen Finanz- und Liquiditätsmanagement und kaufmännische Dienstleistungen. In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG ist nunmehr in Person des Vorstands die strategische Führung und die Leitung des Konzerns angesiedelt. Insoweit ergeben sich korrespondierende Veränderungen in den Posten Personalaufwand sowie im Bereich der innerbetrieblichen Umlagen. So nahm der Personalaufwand dadurch um 3,3 Mio. € ab. Der verbliebene Betrag von 0,9 Mio. € beinhaltet neben der Vorstandsvergütung die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ehemaliger Vorstände und Mitarbeiter. Der Saldo aus betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sank ebenfalls deutlich auf -0,2 Mio. €. Nach Berücksichtigung der verminderten Abschreibungen ergibt sich ein um 0,2 Mio. € verbessertes Betriebsergebnis. Die Beteiligungserträge und das Finanzergebnis verbesserten sich um 0,2 Mio. €. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren aus dem Ausgleich der negativen Kapitalkonten der Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG im Rahmen der Anwachsung und Verschmelzung. Die im Vorjahr diesbezüglich gebildete Einzelwertberichtigung wurde aufgelöst und ist mit 0,6 Mio. € in den betrieblichen Erträgen erfasst. Nach Verrechnung der Finanz- und Beteiligungsergebnisse und Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbleibenden Gewinnvortrages von 0,8 Mio. € verbleibt
ein Bilanzgewinn von 3,0 Mio. €. Das EBIT und EBITDA lagen über der Prognose der Gesellschaft. Grund hierfür ist im Wesentlichen der reduzierte Personalaufwand infolge des Übergangs der Mitarbeiter zur Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH.
Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH, die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sowie die Lauterecker Fruchtsaft GmbH.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet die Marken Teinacher, Hirschquelle, Cilly, afri und Bluna. Der Umsatz der Gesellschaft lag in 2014 bei 43,5 Mio. €. Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 123 Mitarbeiter, davon sieben Auszubildende.
Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert ein umfassendes Angebot an Mineralwässern und Erfrischungsgetränken. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die im Konzern absatzstärkste Marke Krumbach sowie die Marke Kisslegger. In 2014 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 36,4 Mio. €. Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 142 Mitarbeiter, davon vier Auszubildende.
Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH ist die Vertriebsgesellschaft der Unternehmensgruppe im Fruchtsaftbereich. Das Tochterunternehmen vertreibt die Marken Niehoffs Vaihinger, Klindworth, Merziger, Lindavia, Schloss Veldenz, DCide und Cocktail Plant. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 60,6 Mio. €. Im Jahr 2014 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 37 Mitarbeiter. Die Niehoffs Vaihinger Vertriebs GmbH wurde zum 16. Januar 2015 in Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH umfirmiert und der Sitz von Merzig, Saarland, nach Lauterecken, Rheinland-Pfalz, verlegt.
Die in 2014 beschlossene Verschmelzung der Tucano Holding GmbH und deren Beteiligungen inklusive der Lauterecker Fruchtsaft GmbH auf die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH wird in 2015 rückwirkend zum 1. Januar 2015 erfolgen.
Die Lauterecker Fruchtsaft GmbH realisierte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 37,5 Mio. € und beschäftigte 76 Mitarbeiter, darunter einen Auszubildenden.
Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Im Berichtsjahr wurden 0,1 Mio. € dem Fonds zugeschrieben, so dass zum Bilanzstichtag ein Volumen von 7,7 Mio. € ausgewiesen war. Auf Basis eines Wertsicherungskonzeptes sind die enthaltenen Wertpapiere in mehreren risikoarmen Anlagekategorien investiert.
Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die AG gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag im Zuge der Darlehensgewährung an einen Aktionär entsprechend in Anspruch genommen wurden. Die an die Kreditlinien geknüpften Covenants wurden im Berichtszeitraum jederzeit erfüllt. Im Berichtsjahr stand somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.
Die Entschuldung von langfristigen Darlehen erfolgte planmäßig. Im Berichtsjahr wurden im Konzern Darlehen in einem Volumen von 2,8 Mio. € zurückgeführt. Sie valutierten zum Bilanzstichtag mit einem Restbetrag von 46 T€ und sind damit nahezu vollständig zurückgeführt.
Die Investitionstätigkeit legte im Berichtsjahr deutlich zu, unter anderem durch Marktinvestitionen in neue Gebinde sowie Anlageninvestitionen zur Produktivitätsverbesserung in den
Bereichen Logistik und Produktion. Insgesamt investierte der Konzern im Berichtszeitraum ein Volumen von 8,0 Mio. € gegenüber 4,5 Mio. € in 2013. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Auch in 2015 sind Investitionen in Höhe von 9,0 Mio. € geplant.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit schloss zum Bilanzstichtag mit einem Liquiditätsüberschuss von 15,3 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag infolge des erhöhten Investitionsvolumens bei -6,2 Mio. € (gegenüber +0,5 Mio. € im Vorjahr).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch Auszahlungen an die Aktionäre und Minderheitsgesellschafter sowie durch planmäßige Darlehenstilgungen mit 6,3 Mio. € negativ. Diese Effekte führten zu einer Verbesserung des Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,8 Mio. €.
Die Konzernbilanzsumme nahm in 2014 um 12,7 Mio. € bzw. 9,5 % gegenüber dem Vorjahr ab. Auf der Aktivseite sanken die immateriellen Vermögensgegenstände, die vornehmlich Marken- und Belieferungsrechte ausweisen, durch planmäßige Abschreibungen um 3,1 Mio. €. Bei Investitionen und Abschreibungsvolumen von jeweils rund 8 Mio. € resultierte der Rückgang im Sachanlagevermögen ausschließlich aus Abgängen zu Restbuchwerten von 2,0 Mio. €. Im Umlaufvermögen reduzierte sich das Vorratsvermögen im Wesentlichen durch geringere Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffbestände im Saftsegment. Durch den liquiditätswirksamen Ausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Geschäftspartner verringerten sich diese Bilanzposten korrespondierend um 5,2 Mio. €. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen weisen wie im Vorjahr ein gewährtes Darlehen von 10,0 Mio. € an einen Aktionär aus. Die liquiden Mittel stiegen stichtagsbedingt um 4,9 Mio. €. Durch die planmäßige Auflösung sowie Abschreibung von aktivierten latenten Steuern nahm dieser Posten um 1,2 Mio. € ab.
Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um insgesamt 2,1 Mio. €. Maßgeblich dafür war im Wesentlichen die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre (1,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote liegt mit rund 41 % (Vorjahr: 39 %) weiterhin auf einem hohen Niveau. In den sonstigen Rückstellungen führten im Wesentlichen gesunkene Dotierungen für Pfandverpflichtungen zu einem Rückgang von 2,3 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren zum Bilanzstichtag 2014 ausschließlich kurzfristig.
In der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG lag die Bilanzsumme mit 82,2 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen reduzierte sich im Wesentlichen durch Anlagenabgänge um 2,2 Mio. €. Durch den liquiditätswirksamen Ausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Geschäftspartner verringerte sich dieser Bilanzposten korrespondierend um 5,2 Mio. €. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen weisen wie im Vorjahr ein gewährtes Darlehen von 10,0 Mio. € an einen Aktionär aus. Die liquiden Mittel stiegen stichtagsbedingt um 5,2 Mio. €. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 0,5 Mio. €. Damit ergibt sich eine Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 55,4 %. Der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen um 1,8 Mio. € ist auf den Wechsel aller Mitarbeiter aus der Gesellschaft in die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren zum Bilanzstichtag 2014 ausschließlich kurzfristig und im Wesentlichen für die Darlehensgewährung an einen Aktionär ausgeschöpft.
Der Hauptversammlung im Jahr 2015 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Höhe von 3,0 Mio. € eine Dividende von 0,23 € je Stammaktie und von 0,31 € je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen, nicht dividendenberechtigten Anteile 1.934.915,22 € betragen und 1.101.656,03 € werden auf neue Rechnung vorgetragen.
Schmeckt gut. Tut gut.
Der Kurs der Aktie betrug zum 31. Dezember 2014 bei den Stammaktien 15,21 € (31.12.2013: 15,25 €) und bei den Vorzugsaktien 7,00 € (31.12.2013: 8,00 €). Damit verringerte sich die stichtagsbezogene Marktkapitalisierung um 2,1 % auf 111,36 Mio. € per 31. Dezember 2014 (31.12.2013: 113,80 Mio. €).
Der Vorstand der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:
"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."
Im Jahresdurchschnitt 2014 beschäftigte der Konzern inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen 442 Mitarbeiter (2013: 478 Mitarbeiter), davon 12 Auszubildende (2013: 13 Auszubildende).
Die erhöhte operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.
Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst. Zum Zweck einer konkreten ziel- und werteorientierten sowie transparenten Führungskultur führte der Konzern seit 2013 ein Führungskräfteprogramm durch, das in 2014 erfolgreich abgeschlossen wurde.
Der Konzern arbeitet an einer sich ständig verbessernden, dialogorientierten Unternehmenskultur, fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter und schafft damit auch eine Basis für die fachliche und soziale Entwicklung der Mitarbeiter. Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.
In den Marktsegmenten des Konzerns besteht ein intensiver Preiswettbewerb und damit hoher Margendruck. Daraus ergeben sich zwei Handlungsfelder für Innovationen, die die Unternehmensgruppe konsequent verfolgt:
In einem vom Preiseinstiegssegment geprägten Wettbewerbsumfeld sind permanente Anpassungen hinsichtlich effizienter Prozesse gefragt, um die Kosten weiter zu senken. So konzentrieren sich die eigenen Innovationsaktivitäten auf eine hocheffiziente Anlagentechnik, den Rohstoffeinsatz, die Ressourcenschonung und auf effiziente und flexible Prozessabläufe. Dazu zählen ein optimierter Materialeinsatz und Kostenoptimierungen in Kombination mit effizienten Produktions-, Logistik- und Vertriebsprozessen. Insgesamt zielt die Prozessoptimierung auf eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Kostenstruktur und unterstützt so die Ertragssicherung des Konzerns.
Mit klaren Markenprofilen und einer konsequenten Markenpflege verankert die Unternehmensgruppe ihre Produkte nachhaltig im Markt und erzeugt dadurch sowohl für ihre Geschäftspartner als auch für sich selbst ein hohes Ertragspotenzial. Das jeweilige Markenversprechen und die gehobene Preisstellung bedürfen gleichzeitig einer Rechtfertigung über Qualität, Ausstattung und Werbung. Deshalb konzentriert der Konzern seine Aktivitäten auf die Weiterentwicklung seiner Marken durch ein konsequentes Qualitätsmanagement, gezielte Investitionen in den Markenaufbau sowie sinnvolle Sortimentsergänzungen und Gebindeinnovationen, die zur jeweiligen Marke passen und interessante Markt- und Ertragspotenziale versprechen.
Kunden und Konsumenten erwarten von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG und ihren Tochterunternehmen als Anbieter des sensiblen Naturproduktes Mineralwasser, der darauf basierenden Erfrischungsgetränke und Limonaden sowie hochwertiger fruchthaltiger Getränke die Gewährleistung höchster Qualität. Deshalb setzt der Konzern auf umweltschonende Unternehmensprozesse, die gleichzeitig der Zukunftssicherung und dem Markenschutz dienen. Ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein der handelnden Personen, nachhaltiges Wirtschaften und die Schonung der natürlichen Ressourcen sind zentrale Bestandteile der verantwortungsvollen Unternehmenstätigkeit des Konzerns. Im Bereich der Quellenpflege und der Förderung sowie der Abfüllung und Distribution spielen umweltrelevante Standards eine zentrale Rolle. In der Beschaffung bestehen Auswahlkriterien, die sowohl qualitativen als auch ressourcenschonenden Aspekten Rechnung tragen. Gleichzeitig verbessert die Unternehmensgruppe permanent Produkte, Verpackungen und Abläufe hinsichtlich eines energieeffizienten und schonenden Ressourceneinsatzes.
Beleg für das starke ökologische Engagement der Unternehmensgruppe sind Zertifizierungen und Auszeichnungen, die höchste Qualität der Verfahren und Produkte sowie eine einwandfreie Lebensmittelsicherheit garantieren. Dabei wurden sowohl die Mineralbrunnen Teinach GmbH, als auch die Mineralbrunnen Krumbach GmbH und die Lauterecker Fruchtsaft GmbH mit dem International Food Standard nach der neuen IFS Version 6 zertifiziert. Dieses Zertifikat bescheinigt beste Qualität der Verfahren und Produkte auf internationalem Niveau.
Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH darf für die in Kißlegg abgefüllten Produkte darüber hinaus das staatliche BIO-Siegel vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz führen. Das Siegel bescheinigt, dass die Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau sind und ohne Farb- und Konservierungsstoffe hergestellt werden. Mehrere Produkte der Mineralbrunnen Krumbach GmbH wurden zudem durch die Deutsche Lebensmittel Gesellschaft (DLG) für Ihre herausragende Qualität prämiert. So erhielten die Mineralwassersorte "Krumbach Naturell" und das Mineralwassererfrischungsgetränk "Krumbach Sanft & Erfrischend Birne-Kräuter" die DLG-Gold-Medaille. "Krumbach Sanfte Schorle Apfel" erhielt den Silbernen DLG-Preis und die "Krumbach Cola-Mix Limonade" wurde mit der Bronze-Medaille ausgezeichnet. Bestandteil der DLG-Tests sind sensorische, chemische, physikalische und mikrobiologische Analysen sowie die Überprüfung der Genauigkeit der Inhaltsangabe.
Die Mineralbrunnen Teinach GmbH wurde als erster Mineralbrunnen Deutschlands für ihr Energiemanagementsystem nach der ISO 50001 zertifiziert, womit das vorbildliche Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft am Standort Bad Teinach ausgezeichnet wurde. Damit nimmt die Mineralbrunnen Teinach GmbH eine Vorreiterrolle in der Branche ein und unterstreicht ihre Ambitionen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Region. Zudem tragen die Teinacher Direktsaftschorlen als erste Fruchtsaftschorlen das Siegel "Gesicherte Qualität – Baden-Württemberg" des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg.
Dieses Qualitätszeichen steht für eine besondere Prozessqualität, für Erzeugung und Verarbeitung in Baden-Württemberg und deren Bestätigung durch neutrale Kontrollen.
Ein weiterer fester Bestandteil der Unternehmenspolitik ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns. Die Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG versteht sich als Teil der Gesellschaft und nimmt ihre soziale Verantwortung in besonderem Maße über die Krumbach Familienstiftung wahr. Das Fundament der Arbeit dieser Stiftung ist die Überzeugung, dass die Unterstützung von Familien eine zukunftsweisende Investition für die Gesellschaft ist. Die Marke Krumbach ist als regionale "Familienmarke" für Mineralwasser und Erfrischungsgetränke positioniert und hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere Kinder und Jugendliche zu fördern und zu unterstützen. Der räumliche Schwerpunkt der Aktivitäten der Krumbach Familienstiftung liegt im Allgäu. Ziel dieser Einrichtung ist die Förderung von lokalen und regionalen Initiativen, die verschiedene Angebote für Familien und Kinder entwickeln und bereitstellen. Da die Stiftung sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen für Spenden offen steht, möchte der Konzern diese Organisation allen Interessierten empfehlen, sich aber auch in Zukunft weiterhin selbst engagieren (Informationen unter: www.krumbachfamilienstiftung.de). Darüber hinaus fördert die Mineralbrunnen Teinach GmbH Schulen und Kindergärten in der Region, unterstützt Sportveranstaltungen und Tafel-Veranstaltungen mit Gratisware und finanziellen Spenden.
In Anerkennung ihres hohen sozialen und ökologischen Engagements tragen die Mineralbrunnen Teinach GmbH und die Mineralbrunnen Krumbach GmbH als erste Mineralbrunnen seit 2013 das Prüfsiegel "Gesicherte Nachhaltigkeit – Investition in die Zukunft" des Deutschen Instituts für Nachhaltigkeit und Ökonomie. Das Siegel bescheinigt nachhaltiges Unternehmenshandeln in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Sozialkompetenz.
Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.
Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt und im Rahmen der in den Vorjahren durchgeführten Neuausrichtung an die neue Struktur angepasst.
Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Konzernentwicklung aus.
Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten innerhalb einer Produktkategorie auswirken kann. Dies betrifft in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.) sowie die Zusatzstoffe in Near-Water- und Süßgetränken (z.B. Zuckerersatzstoffe). Es besteht die Gefahr, dass dadurch – unabhängig vom Anbieter – eine gesamte Produktgattung ungerechtfertigt infrage gestellt wird und dies Absatzrückgänge nach sich zieht. Des Weiteren bestehen Risiken hinsichtlich der verwendeten Verpackungsstoffe, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden können. Weitere Risiken
bergen die Regelungen zur Verpackungsverordnung. Dies betrifft insbesondere deren Umsetzung und das damit verbundene Clearing (GDB, PETCYCLE).
Die natürliche Ressource Mineralwasser bedarf sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines seit Jahrzehnten weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen kontinuierlich beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz. Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instand gesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Risiken, die aus höherer Gewalt resultieren, können trotz der hohen Sicherheitsstandards nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Natürliches Mineralwasser, das als einziges Lebensmittel in Deutschland einer amtlichen Anerkennung bedarf, muss von ursprünglicher Reinheit sein. Bereits das Eindringen geringster Mengen von beim Schiefergasabbau eingesetzten, toxischen Fracking-Fluiden in ein Mineralwasservorkommen kann dazu führen, dass die amtliche Anerkennung als Mineralwasser verloren geht. Anders als bei Trinkwasser ist eine Aufbereitung zur Entfernung von Schadstoffen bei natürlichem Mineralwasser nicht zulässig. Das Fracking kann so zu einer existenzbedrohenden Gefahr für Mineralbrunnenunternehmen werden. Die Quellen des Konzerns sind auf Grund ihrer geographischen Lage zwar nicht von eventuellen Frackingmaßnahmen direkt betroffen, trotzdem unterstützt der Konzern den VDM in seinem Bestreben, ein gesetzliches Verbot von Fracking zu erwirken.
Die Herstellung von Mineralwasserprodukten mit Geschmack und Zusatznutzen sowie von Fruchtsaftvarianten erfordern bei der Risikobetrachtung eine besondere Aufmerksamkeit. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Insgesamt steht der Beschaffungsmarkt unter ständiger Beobachtung, wobei langfristige Liefervereinbarungen angestrebt werden. Gleichzeitig sind alle Produktionsstandorte gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert. Diese Norm enthält zusätzlich die Grundsätze einer guten Herstellungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, Wartung, Instandhaltung und Schulung), eine Gefährdungsanalyse sowie kritische Lenkungspunkte. Dieses vorbeugende System unterstreicht die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Lebensmitteln und Verbrauchern. Dennoch ist nicht vollständig auszuschließen, dass es zu Produktfehlern, die einen Produktrückruf notwendig machen, kommen könnte. Eine detaillierte Kennzeichnung macht einzelne Chargen identifizierbar, ordnet relevante Chargen den entsprechenden Lieferanten zu und stellt die Produktverfolgbarkeit sicher. Somit sind die Produktwege kontrollierbar und mögliche Schäden werden begrenzt.
Im Leergutmanagement werden kundenspezifische Salden geführt. Zudem wird die Leergutrückführung zeitnah in den Systemen aktualisiert. Damit stellt der Konzern sicher, dass die Pfandvergütung sachgerecht und wirtschaftlich adäquat zugeordnet wird, keine Leergutengpässe entstehen und die Lieferfähigkeit gesichert bleibt.
Insgesamt begegnet der Konzern negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aus operativen Risiken unter anderem mit dem Abschluss eines adäquaten und wirtschaftlich angemessenen Versicherungsschutzes.
Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften eingezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäftsprozesse effizient und kostengünstig zu gestalten. Die komplexen Produktionsprozesse der Abfüllanlagen werden mit hochmoderner Leittechnik gesteuert. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit. Hohe Sicherheitsstandards, moderne Technologie und qualifizierte Mitarbeiter tragen dazu bei, IT-Risiken zu minimieren. Zudem hält der Konzern eine Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), die für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG und deren Tochterunternehmen unter anderem ITgestützte Verwaltungstätigkeiten übernimmt. Darüber hinaus versucht der Konzern, sich bei allen von externen Dienstleistern erbrachten Leistungen gegen solche Risiken vertraglich abzusichern.
Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa aus der Veräußerung von Gesellschaften und im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert.
Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Die Unternehmensgruppe erwartet, dass die bestehenden Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.
Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation ist es angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung möglich, dass der Druck auf die Tarifparteien zunimmt. Daraus können höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen.
Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern. Dazu können u. a. Rahmenvereinbarungen genutzt werden, die genügend Flexibilität bei Mengenänderungen ermöglichen. Zudem werden laufend die Bestellpositionen im Hinblick auf Synergiepotenziale überprüft, um zusätzliche Einsparungen nutzen zu können. Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.
Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher. Hier kann es zu weiteren Nachfrageverschiebungen kommen. Ursache ist der anhaltende Preiswettbewerb im Markt. Wie das Thema Biolebensmittel deutlich macht, erweitert das Preiseinstiegssegment kontinuierlich seine Mengen- und Preisorientierung
um den Faktor Produktmehrwert. Der Konzern begegnet diesen Aktivitäten mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Besonders die Hinwendung der Verbraucher zu regionalen Produkten bietet hier Möglichkeiten zur Differenzierung.
Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, bewährt. Eine weitere Risikodiversifikation und Risikoreduktion wird durch die Berücksichtigung diversifizierter Vermögens-Klassen erreicht. Für das Spezialfondsvermögen wird der Value-at-Risk berechnet. Bei der Auswahl der Titel wird unverändert auf eine hohe Marktgängigkeit, eine gute Bonität und konservative Risikoparameter geachtet.
Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden.
Das Geschäft des Konzerns ist Zins-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen.
Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch permanente Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Die im Finanzierungsmarkt allgemein festzustellende Einengung der Handlungsspielräume beobachtet die Unternehmensgruppe aufmerksam und leitet daraus langfristige Finanzierungsstrategien ab.
Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u.a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Im Geschäftsjahr 2014 hat sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen im Markt gut behauptet. Bestandsgefährdende Risiken traten 2014 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Konzerns auf.
Nachdem bereits im Juli 2014 eine Konzessionspartnerschaft mit der RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG abgeschlossen worden war, konnten im Februar 2015 weitere neue Konzessionspartnerschaften für die Marken afri und Bluna vorgestellt werden. Die Partnerschaften basieren auf langfristigen Konzessionsverträgen, die vorsehen, dass die neuen Partnerunternehmen in festgelegten Konzessionsgebieten die Produktion und den Vertrieb der Marken afri und Bluna für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG übernehmen. Zu den neuen Partnerunternehmen gehören die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Bremen, die Ulmer Getränke Vertrieb GmbH, Ulm, sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken.
Die Zusammenarbeit mit der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH gilt ab dem 1. Januar 2016. Ab diesem Datum wird Anheuser-Busch InBev in großen Teilen Bayerns und im nördlichen Teil Baden-Württembergs neuer Lizenzpartner der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG. Der zweite Partner, die Ulmer Getränke Vertrieb GmbH, ist ein Tochterunternehmen der Brauerei Gold Ochsen GmbH, Ulm. Die neue Partnerschaft startet zum 1. Januar 2017. Die Ulmer Getränke Vertrieb GmbH wird ab diesem Zeitpunkt für die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG Getränke der Marken afri und Bluna produzieren und in großen Teilen von Baden-Württemberg und im westlichen Bayern und Allgäu über die eigenen Vertriebskanäle vertreiben. Auch mit der konzerneigenen Tochtergesellschaft Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH hat die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG eine Konzessionsvereinbarung geschlossen. Die Partnerschaft mit der nationalen Saftgesellschaft des Konzerns läuft bereits seit dem 1. Januar 2015 und betrifft den Vertrieb von afri und Bluna Produkten in den Regionen Nord- und Ostdeutschland.
Weitere wesentliche Ereignisse sind nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014 nicht eingetreten.
Der folgende Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.
Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG bestehen kontinuierliche Planungsunsicherheiten. So können bei einer unerwartet schwächeren konjunkturellen Entwicklung Marktverschiebungen von Hersteller- zu Handelsmarken erfolgen und die Preisaktivitäten im Markt zunehmen. Generell sind die Wechselwirkungen zwischen allgemeiner Wirtschaftslage und Konsumentenverhalten nicht vollständig vorhersehbar. Hinzu kommt das Wetter, das einen nicht zu kalkulierenden, aber nachweislich maßgeblichen Faktor für die Getränkeindustrie darstellt. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.
Der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wurde in den vergangenen Jahren einem konsequenten Umbau unterzogen, bei dem die Organisations-, Prozess- und Kostenstrukturen den Markterfordernissen angepasst wurden. Diese Maßnahmen führten sukzessive zu einer effizienten Unternehmensstruktur mit einem fokussierten, marktgerechten Produkt- und Markenangebot. Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm, umfassende Rationalisierungen in allen Konzernunternehmen und schnellere Entscheidungswege versetzen die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientierte Wachstumschancen zu nutzen. Die Kernmarken sind bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen. Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Spezialitäten unterliegen dabei einer klaren Markenführung, um sich im Verdrängungswettbewerb maßgeblich durchzusetzen.
Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank starker Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern. Die in einigen Regionen bestehende Marktführerschaft soll kontinuierlich und ertragsorientiert ausgebaut und auch auf angrenzende Regionen ausgedehnt werden. Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich ebenfalls noch nicht genutzte Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süddeutschland und national auf dem Gastronomiemarkt.
Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisiert das Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die
übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde ein dezentraler Konzernaufbau mit eigenständigen operativen Unternehmen etabliert, der sich durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der operativen Unternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt den regionalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung. Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche mit Marktverantwortung, Geschäftsführer und Vorstand steuern gemeinsam das Chancenmanagementsystem, das gezielt aussichtsreiche Marktänderungen und Produkttrends identifiziert und erschließt.
Mit der Einführung einer dezentralen Vertriebsstruktur wurden kurze Entscheidungswege und schlanke, auf Regionalmärkte ausgerichtete Strukturen etabliert, die die Leistungsfähigkeit der als eigenständige Gesellschaften geführten Geschäftseinheiten Krumbach, Teinacher und Niehoffs Vaihinger verbessern. Zudem wurde mittels der durchgeführten organisatorischen Integration der Saftgesellschaften in die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH (vormals Niehoffs Vaihinger Vertriebs GmbH) eine schlagkräftige und effiziente Vertriebsorganisation geschaffen, mit der überregional der Getränkefachgroßhandel, die Gastronomie und Hotellerie bedient werden. Im Geschäftsjahr 2015 ist geplant, alle Saftgesellschaften auch gesellschaftsrechtlich auf die zum 16. Januar 2015 umbenannte Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH zu verschmelzen und dadurch Abläufe und Strukturen weiter zu vereinfachen. Durch die gesellschaftsrechtliche Zusammenführung der Saftgesellschaften ergibt sich intern ein erheblicher Effizienzgewinn, der sich positiv auf die Betriebskosten auswirken wird.
Die regionalen Kernmarken des Konzerns sind in ihren Regionalmärkten fest verankert und bieten den Partnern in Gastronomie und Handel eine attraktive Marge. Um die Preise der gehobenen Mineral- und Heilwassermarken auch in Zukunft durchzusetzen, bedient sich die Unternehmensgruppe einer klaren Markenführung und einer Fokussierung auf die ertragsstarken Produkte im jeweiligen Sortiment. Neben der wertorientierten Positionierung trägt die regionale Verankerung der Marken zum Erfolg bei.
Erfolgreiche Marken zeichnen sich durch einen hohen Bekanntheitsgrad und eine starke Emotionalisierung aus. Mit den eigenen Marken erfüllt der Konzern diesen Anspruch und verknüpft seine Produkte mit aktuellen Lifestyle-Trends und den jeweiligen Lebenswelten der Konsumenten. Umso wichtiger ist es, den Markenaufbau durch gezielten Distributionsausbau und ein aktives Warengeschäft zu festigen. Für die Marken afri und Bluna ergeben sich mit dem Abschluss umfangreicher Konzessionsverträge nach dem Berichtszeitraum große Chancen, in den kommenden Jahren die Marktpräsenz in Handel und Gastronomie nachhaltig zu erhöhen und neue Absatzmärkte und Marktanteile zu gewinnen.
Im Fruchtsaftsegment schätzen die Konsumenten die hohe Qualität und Produktvielfalt des Markenportfolios des Konzerns. Marktchancen ergeben sich aus dem wachsenden Bedürfnis der Konsumenten nach Gesundheit und mildem Genuss. Auf Basis von qualitäts- und wertorientierten
Positionierungen kann die Gruppe in diesem Zielmarkt ihren Marktanteil weiter ausbauen. Vor allem durch den eigenständig am Markt operierenden Gastronomievertrieb ergibt sich zusätzliches Potenzial, im wichtigen Segment der Hotellerie und Gastronomie auf nationaler und internationaler Ebene neue Ertragspotenziale zu erschließen.
Der IWF veranschlagt das globale Wirtschaftswachstum in 2015 mit 3,5 %. Für Deutschland prognostiziert er einen vergleichsweise soliden Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 %. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet mit einem Wachstum von 1,5 % das sechste Jahr in Folge ein leichtes Umsatzplus im deutschen Einzelhandel. Dabei profitierte der Einzelhandel von günstigen Rahmenbedingungen wie einer guten Arbeitsmarktlage, nur moderat steigenden Preisen und einer konstanten Sparquote bei steigenden verfügbaren Einkommen. Die Entwicklung des GfK-Geschäftsklimaindex mit einem 13-Jahres-Hoch im Januar 2015 bestätigt die gute Ausgangslage für den Handel. Für Gastronomie und Hotellerie prognostiziert der Branchenverband DEHOGA in 2015 ebenfalls ein Wachstum von 1,5 %, beklagt allerdings gleichzeitig wachsende bürokratische Hürden.
In der Getränkeindustrie herrscht aufgrund der guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundsätzlich Optimismus, wie eine im Rahmen der Branchenkonferenz Get.In. durchgeführte Umfrage ergab. So erwarten rund 65 % der Entscheider aus der Getränkeindustrie für ihr eigenes Unternehmen in 2015 eine bessere Entwicklung als in 2014. Was die gesamte Branchenentwicklung betrifft, rechnen allerdings nur rund 24 % mit einer Verbesserung, 54 % erwarten eine ähnliche Entwicklung wie im Vorjahr und rund 21 % eine schlechtere Entwicklung.
Im Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG werden sich die in den vergangenen Jahren getätigten Schritte zur Optimierung der Kostenstrukturen und zur Effizienzerhöhung weiter zunehmend bemerkbar machen. Durch das im Berichtszeitraum gestartete Optimierungsprogramm in den Bereichen Logistik und Produktion werden die Prozesse weiter verbessert. Auch die geplante Verschmelzung der Saftgesellschaften im Geschäftsjahr 2015 wird zu einer weiteren Effizienzsteigerung beitragen. Mit der schlanken, dezentralen Organisationsstruktur und einer klaren Markenstrategie mit Fokus auf die Themen Qualität und Regionalität ist der Konzern somit gut aufgestellt, um im laufenden Jahr von positiven Marktimpulsen profitieren zu können. Auch die Finanzierung und die Liquidität des Konzerns stehen im Geschäftsjahr 2015 auf einer gesicherten Basis. Die zur Verfügung stehenden Eigenmittel werden gezielt in Werbung, Markenausstattung und Produktionstechnik investiert. Bieten sich kurzfristig neue, attraktive Handlungsoptionen wie Akquisitionen, zieht der Konzern diese in Betracht, sofern ein Zukauf wirtschaftlich sinnvoll ist und im Einklang mit der Strategie des Konzerns steht. Übergeordnetes Ziel bleibt nachhaltiges Ertragswachstum im Marktsegment für qualitativ hochwertige, alkoholfreie Premiumgetränke zu generieren.
Für die Brunnenbetriebe (Mineralwasser und Erfrischungsgetränke) wird für das Geschäftsjahr 2015 von einer leicht positiven Absatz- und Umsatzentwicklung ausgegangen. Im Saftbetrieb (Fruchtsäfte und Fruchtnektare) wird, vor dem Hintergrund der eingeleiteten Maßnahmen, in einem voraussichtlich weiter schrumpfenden Saftmarkt eine weitestgehend stabile Absatz- und Umsatzentwicklung erwartet. Insgesamt wird im Konzern für das Jahr 2015 ein Umsatz auf Vorjahresniveau prognostiziert. Infolge der positiven Effekte aus den Eigenmarken und der verbesserten Prozessund Kostenstruktur wird für das Geschäftsjahr 2015 im Jahres- und Konzernabschluss eine Verbesserung beim EBIT und EBITDA im einstelligen Prozentbereich erwartet.
Bad Überkingen, den 18. März 2015
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
Michael Bartholl Der Vorstand
Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns 51
| AKTIVA | 31.12.2014 € |
31.12.2013 € |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte | 10.670.818,35 | 13.766.313,80 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 | |
| 10.670.818,35 | 13.766.313,80 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 17.078.013,67 | 20.367.676,33 | |
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 953.479,29 | 1.033.791,29 | |
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 11.100.569,98 | 13.166.154,77 | |
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.042.226,73 | 4.370.244,26 | |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.380.581,58 | 682.842,35 | |
| 37.554.871,25 | 39.620.709,00 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | |||
| a) an assoziierten Unternehmen | 2.795.076,77 | 3.192.625,58 | |
| b) sonstige | 35.825,84 | 35.825,84 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 7.713.530,40 | 7.576.884,04 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 560.395,18 | 560.927,64 | |
| 11.104.828,19 | 11.366.263,10 | ||
| 59.330.517,79 | 64.753.285,90 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.730.887,61 | 8.678.861,53 | |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 2.271.949,76 | 2.536.717,41 | |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.099.996,09 | 4.553.291,15 | |
| 13.102.833,46 | 15.768.870,09 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.489.903,94 | 19.635.692,80 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 10.083.287,39 | 10.178.257,30 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 226.800,42 | 226.800,42 | |
| 4. Forderungen gegen Gesellschafter | 9.392,37 | 48,51 | |
| 5. Sonstige Vermögensgegenstände | 12.846.965,88 | 12.986.442,87 | |
| 34.656.350,00 | 43.027.241,90 | ||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 6.761.935,53 | 1.845.888,13 | |
| 54.521.118,99 | 60.642.000,12 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 273.887,20 | 269.373,05 | |
| D. Aktive latente Steuern | 7.556.308,02 | 8.720.762,85 | |
| 121.681.832,00 | 134.385.421,92 |
| PASSIVA | 31.12.2014 € |
31.12.2013 € |
||
|---|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||||
| 1. Stammaktien | 16.627.742,97 | 16.627.742,97 | ||
| ./. Eigene Anteile | 2.238.745,60 | 2.238.745,60 | ||
| 2. Vorzugsaktien | 5.759.713,03 | 5.759.713,03 | ||
| ./. Eigene Anteile | 0,00 | 0,00 | ||
| 20.148.710,40 | 20.148.710,40 | |||
| II. Kapitalrücklage | 21.415.429,65 | 21.415.429,65 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 915.710,47 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 3.127.000,00 | 3.127.000,00 | ||
| 4.042.710,47 | 4.042.710,47 | |||
| IV. Konzernbilanzgewinn (+)/ Konzernbilanzverlust (-) | -443.493,88 | 736.979,95 | ||
| V. Anteile anderer Gesellschafter | 4.541.062,50 | 5.449.275,00 | ||
| 49.704.419,14 | 51.793.105,47 | |||
| B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung | 504.562,50 | 605.475,00 | ||
| C. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 201.220,82 | 217.223,03 | ||
| D. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 15.066.776,00 | 13.643.576,00 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 202.687,00 | 29.687,00 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 32.757.781,36 | 35.019.777,35 | ||
| 48.027.244,36 | 48.693.040,35 | |||
| E. | Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.045.934,91 | 15.684.674,38 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.108.639,62 | 14.074.853,97 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 283.577,74 | 226.282,14 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.096.757,91 | 2.245.517,58 | ||
| 22.534.910,18 | 32.231.328,07 | |||
| F. | Rechnungsabgrenzungsposten | 5.100,00 | 0,00 | |
| G. Passive latente Steuern | 704.375,00 | 845.250,00 | ||
| 2014 € |
2013 € |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 136.473.422,82 | 138.727.743,58 |
| 2. | Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -778.735,61 | -176.463,18 |
| 135.694.687,21 | 138.551.280,40 | ||
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | 7.283.864,66 | 10.764.259,61 |
| 4. | Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 45.508.469,75 | 52.277.273,27 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.566.033,48 | 12.204.870,33 | |
| 5. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 22.087.590,10 | 23.365.740,85 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - davon für Altersversorgung € 1.149.317,91 (Vj. € 792.275,33) |
5.227.393,85 | 4.912.144,81 | |
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 11.233.171,96 | 11.861.079,52 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 43.968.617,37 | 41.028.609,49 |
| 138.591.276,51 | 145.649.718,27 | ||
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 38.531,23 | 138.937,13 |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 858.653,84 | 570.367,04 |
| 10. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 170.748,40 | 170.748,40 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.980.392,93 | 1.713.715,40 | |
| -1.253.956,26 | -1.175.159,63 | ||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.133.319,10 | 2.490.662,11 | |
| 13. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis - davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) € 54.911,00 (Vj. € 54.911,00) |
-54.911,00 | -54.911,00 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.294.894,14 | 752.212,66 | |
| 15. Sonstige Steuern | 333.200,23 | 263.661,87 | |
| 16. Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) | 1.450.313,73 | 1.419.876,58 | |
| 17. Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) | -1.044.898,19 | 170.770,25 | |
| 18. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis | 848.909,42 | 853.666,88 | |
| 19. Konzernbilanzgewinn (+) / Konzernbilanzverlust (-) | -443.493,88 | 736.979,95 | |
| 2014 € |
2013 € |
|
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten |
1.505.224,73 | 1.474.787,58 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 11.494.074,42 | 12.258.628,34 |
| Veränderungen der Rückstellungen | -720.706,99 | -2.939.277,66 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 3.371.690,11 | 400.598,54 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -1.011.445,60 | -4.331.956,64 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | 10.491.671,84 | 12.841.709,59 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (ohne Rückstellungen) |
-9.795.741,99 | -4.801.394,54 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 15.334.766,52 | 14.903.095,21 |
| 2. Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 0,00 | 33.739,31 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 1.040.731,01 | 4.610.852,66 |
| Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens | -10.448,10 | 0,00 |
| Auszahlungen für Investitionen in Gegenstände des Sachanlagevermögens | -7.261.918,64 | -4.189.253,40 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -6.231.635,73 | 455.338,57 |
| 3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter | -3.548.343,92 | -2.920.179,16 |
| Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile | 0,00 | -9.647.600,00 |
| Einzahlungen für Darlehen an Mehrheitsaktionär | 27.000.000,00 | 0,00 |
| Auszahlungen für Darlehen an Mehrheitsaktionär | -27.000.000,00 | -10.000.000,00 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -2.735.997,97 | -3.053.463,81 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -6.284.341,89 | -25.621.242,97 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1. - 3.) |
2.818.788,90 | -10.262.809,19 |
| Finanzmittelfonds am 1. Januar | -11.056.853,37 | -794.044,18 |
| Finanzmittelfonds am 31. Dezember | -8.238.064,47 | -11.056.853,37 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 6.761.935,53 | 1.845.888,13 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -15.000.000,00 | -12.902.741,50 |
| Finanzmittelbestand am 31. Dezember | -8.238.064,47 | -11.056.853,37 |
| Mutterunternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzern eigenkapital |
||
| Stammaktien | Vorzugsaktien | |||
| € | € | € | € | |
| 31.12.2012 | 15.816.181,04 | 5.759.713,03 | 29.635.845,98 | 5.371.732,00 |
| Erwerb eigener Anteile | -1.427.183,67 | 0,00 | -8.220.416,33 | 0,00 |
| Gezahlte Dividenden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -1.158.251,28 |
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| -1.427.183,67 | 0,00 | -8.220.416,33 | -1.158.251,28 | |
| Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 566.209,70 |
| Konzerngesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 566.209,70 |
| 31.12.2013 | 14.388.997,37 | 5.759.713,03 | 21.415.429,65 | 4.779.690,42 |
| Gezahlte Dividenden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -1.781.878,14 |
| Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | -1.781.878,14 | |
| Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 601.404,31 |
| Konzerngesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 601.404,31 |
| 31.12.2014 | 14.388.997,37 | 5.759.713,03 | 21.415.429,65 | 3.599.216,59 |
| Konzern eigenkapital |
Minderheitsgesellschafter | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | Minderheitenkapital | Eigenkapital gemäß Konzernbilanz |
|
| € | € | € | € |
| 62.940.959,55 | 6.357.487,50 | 6.357.487,50 | 56.583.472,05 |
| -9.647.600,00 | 0,00 | 0,00 | -9.647.600,00 |
| -1.158.251,28 | 0,00 | 0,00 | -1.158.251,28 |
| -1.761.879,38 | -1.761.879,38 | -1.761.879,38 | 0,00 |
| -12.567.730,66 | -1.761.879,38 | -1.761.879,38 | -10.805.851,28 |
| 1.419.876,58 | 853.666,88 | 853.666,88 | 566.209,70 |
| 1.419.876,58 | 853.666,88 | 853.666,88 | 566.209,70 |
| 51.793.105,47 | 5.449.275,00 | 5.449.275,00 | 46.343.830,47 |
| -1.781.878,14 | 0,00 | 0,00 | -1.781.878,14 |
| -1.757.121,92 | -1.757.121,92 | -1.757.121,92 | 0,00 |
| -3.539.000,06 | -1.757.121,92 | -1.757.121,92 | -1.781.878,14 |
| 1.450.313,73 | 848.909,42 | 848.909,42 | 601.404,31 |
| 1.450.313,73 | 848.909,42 | 848.909,42 | 601.404,31 |
| 49.704.419,14 | 4.541.062,50 | 4.541.062,50 | 45.163.356,64 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.01.2014 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2014 | ||
| € | € | € | € | € | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte |
32.344.595,92 | 10.448,10 | 153.909,11 | 0,00 | 32.201.134,91 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 11.080.057,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.080.057,53 | |
| 43.424.653,45 | 10.448,10 | 153.909,11 | 0,00 | 43.281.192,44 | ||
| II. Sachanlagen |
||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 104.666.059,50 | 100.872,40 | 17.676.885,86 | 31.119,13 | 87.121.165,17 | |
| 2. Quellen und Quellenanlagen | 6.077.354,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 6.077.354,71 | |
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 117.384.012,24 | 1.226.602,94 | 390.732,22 | 262.798,05 | 118.482.681,01 | |
| 4. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.995.390,98 | 4.679.202,90 | 2.040.355,55 | 16.091,42 | 27.650.329,75 | |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
682.842,35 | 2.007.747,83 | 0,00 | -310.008,60 | 2.380.581,58 | |
| 253.805.659,78 | 8.014.426,07 | 20.107.973,63 | 0,00 | 241.712.112,22 | ||
| III. Finanzanlagen |
||||||
| 1. Beteiligungen | ||||||
| a) an assoziierten Unternehmen | 3.987.723,22 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.987.723,22 | |
| b) sonstige | 35.825,84 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 8.654.325,67 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 8.654.325,67 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile |
599.927,64 | 8.836,98 | 9.369,44 | 0,00 | 599.395,18 | |
| 13.277.802,37 | 8.836,98 | 9.369,44 | 0,00 | 13.277.269,91 | ||
| 310.508.115,60 | 8.033.711,15 | 20.271.252,18 | 0,00 | 298.270.574,57 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.01.2014 | Zugänge | Abgänge | Zuschreibung | 31.12.2014 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| € | € | € | € | € | € | T€ | |
| 18.578.282,12 | 3.105.943,55 | 153.909,11 | 0,00 | 21.530.316,56 | 10.670.818,35 | 13.766 | |
| 11.080.057,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.080.057,53 | 0,00 | 0 | |
| 29.658.339,65 | 3.105.943,55 | 153.909,11 | 0,00 | 32.610.374,09 | 10.670.818,35 | 13.766 | |
| 84.298.383,17 | 1.568.194,99 | 15.823.426,66 | 0,00 | 70.043.151,50 | 17.078.013,67 | 20.368 | |
| 5.043.563,42 | 80.312,00 | 0,00 | 0,00 | 5.123.875,42 | 953.479,29 | 1.034 | |
| 104.217.857,47 | 3.520.917,78 | 356.664,22 | 0,00 | 107.382.111,03 | 11.100.569,98 | 13.166 | |
| 20.625.146,72 | 2.957.803,64 | 1.974.847,34 | 0,00 | 21.608.103,02 | 6.042.226,73 | 4.370 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.380.581,58 | 683 | |
| 214.184.950,78 | 8.127.228,41 | 18.154.938,22 | 0,00 | 204.157.240,97 | 37.554.871,25 | 39.621 | |
| 795.097,63 | 397.548,82 | 0,00 | 0,00 | 1.192.646,45 | 2.795.076,77 | 3.192 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.825,84 | 36 | |
| 1.077.441,63 | 0,00 | 0,00 | 136.646,36 | 940.795,27 | 7.713.530,40 | 7.577 | |
| 39.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 39.000,00 | 560.395,18 | 561 | |
| 1.911.539,26 | 397.548,82 | 0,00 | 136.646,36 | 2.172.441,72 | 11.104.828,19 | 11.366 | |
| 245.754.829,69 | 11.630.720,78 | 18.308.847,33 | 136.646,36 | 238.940.056,78 | 59.330.517,79 | 64.753 |
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinnund Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 12 inländische Tochterunternehmen sowie eine Zweckgesellschaft.
Jeweils mit Vertrag über das Ausscheiden der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, und der Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. der Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, vom 7. August 2014 ist die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, als Kommanditistin bei der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG bzw. Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG mit Ablauf des 31. August 2014 ausgeschieden. Aufgrund des Ausscheidens der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG als alleinige Kommanditistin ist das Vermögen der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG bzw. der Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG durch Anwachsung kraft Gesetzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH bzw. die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH übergegangen.
Aufgrund der Verschmelzungsverträge vom 11. September 2014 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 11. September 2014 wurden die Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, und die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, mit der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, verschmolzen.
Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nahmen wir nach der Buchwertmethode vor. Es handelte sich um eine inländische Gesellschaft, die Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz), an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses wird die Gesellschaft unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögensund Ertragslage des Konzerns hat.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens wurde nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Markenund andere Rechte beträgt zwischen 3 und 10 Jahren.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.
Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 3 Jahre.
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Bei der Beteiligung an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.
Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zum gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den Herstellungskosten, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Kostenbestandteile gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden aktiviert.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind, soweit erforderlich, in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.
Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,54 % (Vj. 4,90 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.
Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.
Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 549.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.
Für Verpflichtungen aus zugesagten Jubiläumszuwendungen sind Beträge in Höhe der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte der möglichen Gesamtverpflichtungen zurückgestellt.
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags in Höhe von 29,13 % (Vj. 29,13 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
| 31.12.2014 T€ |
31.12.2013 T€ |
|
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Sachanlagen | -468 | 0 |
| - Sonstige Verbindlichkeiten | -39 | -16 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
-718 | -978 |
| -1.225 | -994 | |
| Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für |
||
| - Immaterielle Vermögensgegenstände | 4.131 | 4.101 |
| - Sachanlagen | 0 | 142 |
| - Finanzanlagen | 282 | 301 |
| - Pensionsrückstellungen | 892 | 621 |
| - Sonstigen Rückstellungen | 108 | 278 |
| - Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB |
322 | 403 |
| 5.735 | 5.846 | |
| Latente Steueransprüche auf Verlust vorträge |
3.046 | 3.869 |
| Latente Steueransprüche netto | 7.556 | 8.721 |
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,13 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 10.890 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 9.942 sind latente Steueransprüche in Höhe von T€ 3.046 aktiviert.
Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
| 31.12.2014 T€ |
31.12.2013 T€ |
|
|---|---|---|
| Bluna-Warenzeichen GbR | -704 | -845 |
Die passive latente Steuerschuld resultiert aus der Konsolidierung der Zweckgesellschaft Bluna-Warenzeichen GbR. Die Berechnung erfolgte mit einem Steuersatz von 12,25 % (Vj. 12,25 %).
| T€ | |
|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) | 2.745 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuersatz 29,13 %) - davon Gewerbesteuer 13,30 % - davon Körperschaftsteuer 15,83 % |
800 |
| Temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden |
24 |
| Abweichende Steuerbelastung bei Personen handelsgesellschaften |
-213 |
| Nichtabziehbare Aufwendungen | -11 |
| Steuerfreie Erträge | -63 |
| Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen | -7 |
| Tatsächlicher Steueraufwand aus anrechenbaren Steuern |
1 |
| Steuerertrag aus Vorjahren | -3 |
| Wertberichtigung auf latente Steuern | -244 |
| Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge | 188 |
| Veränderung aktivierte steuerliche Verlustvorträge | 823 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 1.295 |
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in € aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.
Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.
Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.
Zwischengewinne und -verluste wurden gemäß § 304 Abs. 2 HGB wegen Geringfügigkeit nicht eliminiert.
Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG eingeflossen sind:
| Firma und Sitz | Kapitalanteil % |
|---|---|
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen (u), 1) |
100 |
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m), 1) |
100 |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m), 1) | 100 |
| Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) | 100 |
| Tucano Holding GmbH, Merzig (m), 1) | 100 |
| Lauterecker Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m), 1) | 100 |
| Merziger Fruchtgetränke GmbH, Merzig (m), 1) | 100 |
| Schloss Veldenz Fruchtsäfte GmbH, Lauterecken (m), 1) |
100 |
| Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m), 1) |
100 |
| Tucano Vertriebs-GmbH, Bad Überkingen (m), 1) |
100 |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Lauterecken (m), 1) | 100 |
| Ailon GmbH, Bad Überkingen (m), 1) | 100 |
| Bluna-Warenzeichen GbR, Bad Überkingen (u) | 10% am Erfolg |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.
Bei der Bluna-Warenzeichen GbR handelt es sich um eine Zweckgesellschaft gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Bei wirtschaftlicher Betrachtung liegen die Mehrheit der Risiken und Chancen des Unternehmens bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG. Die Zweckgesellschaft wurde daher nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
| Beteiligung % |
|
|---|---|
| Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz) | 45,00 |
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz) und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2014 T€ 2.783. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.763 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren
abgeschrieben, da die Gesellschaft auf Grund der Verflechtungen mit der Karlsberg-Gruppe von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in europäische Aktien bzw. europäische Staatsanleihen und Pfandbriefe mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei T€ 7.712 und damit T€ 6 über dem Buchwert von T€ 7.706. Aufgrund des Wegfalls einer dauerhaften Wertminderung wurde im Berichtsjahr eine Zuschreibung in Höhe von T€ 137 durchgeführt. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von 5 Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung über T€ 35.
| 31.12.2014 T€ |
31.12.2013 T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.490 | 19.636 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 10.083 | 10.178 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
227 | 227 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Gesellschafter | 9 | 0 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 12.847 | 12.986 |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 6.533 | 7.308 |
| 34.656 | 43.027 | |
| - davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 6.533 | 7.308 |
Das gezeichnete Kapital von T€ 20.149, die Kapitalrücklage von T€ 21.415 und die gesetzliche Rücklage von T€ 916 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.
Die anderen Gewinnrücklagen betreffen Beträge aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG.
Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.
Der Hauptversammlung im Jahr 2015 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Höhe von 3,0 Mio. € eine Dividende von € 0,23 je Stammaktie und von € 0,31 je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile € 1.934.915,22 betragen und € 1.101.656,03 werden auf neue Rechnung vorgetragen.
Am Stichtag, dem 31. Dezember 2014 hält die Gesellschaft insgesamt 850.206 Stück Stammaktien (Vj. 850.206 Stück) und unverändert zum Vorjahr keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 2.239 (Vj. T€ 2.239) oder einem Anteil von 10,00 % (Vj. 10,00 %) am Grundkapital.
Die Kapitalkonsolidierung der erstmalig zum 1. Januar 2010 in den Konzern eingebundenen Bluna-Warenzeichen GbR führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.009. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig nach der Restnutzungsdauer der entsprechenden abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von zehn Jahren aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen und lag im Berichtsjahr bei T€ 101.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf T€ 42.033 (Vj. T€ 37.105); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leergutverpflichtungen, Kundenverpflichtungen und Personalrückstellungen.
| Restlaufzeit | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr T€ |
über 5 Jahre T€ |
Gesamt T€ |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
15.046 | 0 | 15.046 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
6.109 | 0 | 6.109 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
283 | 0 | 283 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
925 (715) (0) |
45 (0) (0) |
1.097 (715) (0) |
|
| 22.363 | 45 | 22.535 |
| Restlaufzeit | 31.12.2013 | ||
|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | bis 1 Jahr T€ |
über 5 Jahre T€ |
Gesamt T€ |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
15.639 | 0 | 15.685 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
14.075 | 0 | 14.075 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
226 | 0 | 226 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
1.992 (1.063) (0) |
71 (0) (0) |
2.245 (1.063) (0) |
| 31.932 | 71 | 32.231 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen und verpfändete Wertpapiere gesichert.
| T€ | |
|---|---|
| Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools | 16.198 |
Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bad Neuenahr-Ahrweiler, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen e.G., Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.
Die an der Ausgliederung beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet sind, als Gesamtschuldner. Der ausgegliederte Rechtsträger hat den Konsolidierungskreis aufgrund eines Verkaufs verlassen. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.
Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von T€ 1.713 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
| T€ | |
|---|---|
| Miet- und Leasingverträge | 813 |
| Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen | 900 |
| 1.713 |
Des Weiteren bestehen Mengenkontrakte, die die Tochtergesellschaften zur Abnahme von Rohstoffen für zukünftige Geschäftsjahre verpflichten.
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen den Jahren 2015 und 2017.
Angaben zu Finanzinstrumenten:
| Kategorie | Nominal betrag |
Beizu legender Zeitwert |
Buchwert (sofern vorhanden) |
In Bilanz posten (sofern in Bilanz |
|---|---|---|---|---|
| TUS\$ | T€ | T€ | erfasst) | |
| Währungs bezogene Geschäfte |
8.600 | 728 | 0 | - |
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte in US-Dollar. Diese dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs bei einer Tochtergesellschaft.
Es ist ein positiver Marktwert von T€ 728 gegeben. Er entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde.
Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:
| 2014 T€ |
2013 T€ |
|
|---|---|---|
| Erlöse | ||
| Bruttoerlöse Inland | 128.783 | 130.177 |
| Bruttoerlöse Ausland | 6.918 | 7.431 |
| Erlöse aus Nebenbetrieben | 97 | 938 |
| Lohnabfüllung und Handelswaren | 15.413 | 19.447 |
| Fuhrbetrieb und Fracht und Sonstiges | 4.569 | 5.010 |
| 155.780 | 163.003 | |
| . /. Erlösschmälerungen | 19.307 | 24.275 |
| 136.473 | 138.728 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 553 (Vj. T€ 1.241) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.884 (Vj. T€ 1.902) enthalten, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.464 (Vj. T€ 2.015).
Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 223 (Vj. T€ 114) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 275 (Vj. T€ 169).
Aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergab sich ein Betrag in Höhe von T€ 1.584 (Vj. T€ 1.116).
Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet im Berichtsjahr ausschließlich die ergebniswirksamen BilMoG-Umstellungseffekte aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung bei der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.
Ertragsteuern wurden in Höhe von T€ 369 (Vj. T€ 612), Zinsen wurden in Höhe von T€ 364 (Vj. T€ 414) bezahlt.
Die erstatteten Ertragsteuern lagen im Berichtsjahr bei T€ 1.141 (Vj. T€ 1.080), die erhaltenen Zinsen bei T€ 289 (Vj. T€ 107).
Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren T€ 1.041 (Vj. T€ 4.611) Einzahlungen, aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren T€ 7.262 (Vj. T€ 4.189) Auszahlungen.
Im Berichtsjahr wurden Finanzschulden in Höhe von T€ 2.736 (Vj. T€ 3.053) getilgt.
An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichtsjahr T€ 1.766 (Vj. T€ 1.762) ausbezahlt.
An den Mehrheitsaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt T€ 27.000 ausbezahlt und wieder zurückgeführt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei T€ 10.000, diese wurde auch zum 31. Dezember 2014 erreicht.
Am Stichtag, dem 31. Dezember 2014 hält die Gesellschaft insgesamt 850.206 Stück Stammaktien (Vj. 850.206 Stück) und unverändert zum Vorjahr keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 2.239 (Vj. T€ 2.239) oder einem Anteil von 10,00 % (Vj. 10,00 %) am Grundkapital.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Juni 2014 wurde eine Dividende von T€ 1.782 ausbezahlt.
Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Bluna-Warenzeichen GbR zum 1. Januar 2010 wurde der Anteil der ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, am neubewerteten Eigenkapital der Bluna-Warenzeichen GbR in Höhe von T€ 9.082 als Minderheitenkapital angesetzt.
Gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen werden 90 % des HGB-Jahresabschlussergebnisses der Bluna-Warenzeichen GbR an die ACB Marken GmbH & Co. KG, Köln, abgeführt. Der entsprechende Betrag wird direkt mit den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verrechnet und kommt im Berichtsjahr und im Folgejahr zur Auszahlung. Der Ausweis im Eigenkapitalspiegel erfolgt in der Zeile "Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter".
| T€ | |
|---|---|
| Aufsichtsratsvergütung - Fixe Vergütung - Variable Vergütung |
116 0 |
| Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen |
639 |
| Rückstellungen für Pensionen früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen |
6.550 |
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird in analoger Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
| 2014 Gesamt |
2013 Gesamt |
|
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 256 | 284 |
| Angestellte Mitarbeiter | 174 | 181 |
| Auszubildende | 12 | 13 |
| 442 | 478 |
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
| T€ | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 177 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 282 |
| Sonstige Leistungen | 55 |
| 514 |
Bad Überkingen, 18. März 2015
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
Michael Bartholl Der Vorstand
Wir haben den von der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 20. März 2015
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Göhner Ladwig
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
76 Bilanz
| AKTIVA | 31.12.2014 € |
31.12.2013 € |
|
|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Belieferungs- und andere Rechte | 9.069,00 | 30.787,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.307.022,90 | 3.387.084,69 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 343,00 | |
| 3. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 41.634,00 | 79.850,00 | |
| 1.348.656,90 | 3.467.277,69 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 16.200.354,70 | 16.359.605,61 | |
| 2. Beteiligungen | 3.753.549,06 | 3.753.549,06 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 7.713.272,50 | 7.576.626,14 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile | 153.080,32 | 150.612,31 | |
| 27.820.256,58 | 27.840.393,12 | ||
| 29.177.982,48 | 31.338.457,81 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 463.676,71 | 5.755.350,41 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 38.943.323,10 | 37.322.975,03 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
226.800,42 | 226.800,42 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 6.726.313,88 | 7.006.764,81 | |
| 46.360.114,11 | 50.311.890,67 | ||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 6.661.396,91 | 1.493.788,93 | |
| 53.021.511,02 | 51.805.679,60 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 10.822,75 | 62.559,69 |
| 82.210.316,25 | 83.206.697,10 |
| PASSIVA | 31.12.2014 € |
31.12.2013 € |
|
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | |||
| 1. Stammaktien | 16.627.742,97 | 16.627.742,97 | |
| . /. Eigene Anteile | 2.238.745,60 | 2.238.745,60 | |
| 14.388.997,37 | 14.388.997,37 | ||
| 2. Vorzugsaktien | 5.759.713,03 | 5.759.713,03 | |
| . /. Eigene Anteile | 0,00 | 0,00 | |
| 5.759.713,03 | 5.759.713,03 | ||
| 20.148.710,40 | 20.148.710,40 | ||
| II. Kapitalrücklage | 21.415.429,65 | 21.415.429,65 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 915.710,47 | 915.710,47 | |
| IV. Bilanzgewinn | 3.036.571,25 | 2.577.652,19 | |
| 45.516.421,77 | 45.057.502,71 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 8.034.199,00 | 8.129.964,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 160.000,00 | 0,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 664.737,80 | 2.436.346,10 | |
| 8.858.936,80 | 10.566.310,10 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.000.000,00 | 12.902.703,75 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 829.217,29 | 5.889.866,81 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.211.412,95 | 7.126.393,85 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 794.327,44 | 1.663.919,88 | |
| 27.834.957,68 | 27.582.884,29 | ||
| 82.210.316,25 | 83.206.697,10 |
| 2014 € |
2013 € |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Sonstige betriebliche Erträge davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 86.560,63 (Vj. T€ 48) |
10.563.420,47 | 15.262.350,88 |
| 2. | Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - davon für Altersversorgung € 383.885,14 (Vj. T€ 297) |
436.883,82 412.621,35 |
3.445.961,43 676.461,74 |
| 3. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
170.944,53 | 410.298,00 |
| 4. | Sonstige betriebliche Aufwendungen - davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 18.988,42 (Vj. T€ 6) |
10.766.677,37 | 12.134.774,87 |
| 11.787.127,07 | 16.667.496,04 | ||
| 5. | Erträge aus Beteiligungen - davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vj. T€ 8) |
0,00 | 8.283,81 |
| 6. | Erträge aufgrund eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags | 4.163.535,99 | 3.647.355,63 |
| 7. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 36.454,12 | 136.654,47 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - davon aus verbundenen Unternehmen € 1.245.866,54 (Vj. T€ 1.216) |
1.760.708,11 | 1.658.596,34 |
| 9. | Abschreibungen auf Finanzanlagen | 812.634,38 | 351.983,87 |
| 10. Verluste aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags | 260.666,87 | 370.437,15 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen € 397.818,94 (Vj. T€ 489) - davon aus der Aufzinsung € 717.119,00 (Vj. T€ 688) |
1.402.873,16 | 1.477.943,94 | |
| 3.484.523,81 | 3.250.525,29 | ||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.260.817,21 | 1.845.380,13 | |
| 13. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis - davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) € 54.911,00 (Vj. T€ 55) |
-54.911,00 | -54.911,00 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -25.699,99 | -57.343,47 | |
| 15. Sonstige Steuern | -9.191,00 | 37.743,92 | |
| 16. Jahresüberschuss | 2.240.797,20 | 1.810.068,68 | |
| 17. Gewinnvortrag | 795.774,05 | 767.583,51 | |
| 18. Bilanzgewinn | 3.036.571,25 | 2.577.652,19 |
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer für Belieferungs- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 9 Jahren.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.
Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert ist.
Geringwertige Anlagegüter von € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Geschäftsjahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut wurden die Anschaffungskosten auf eine Laufzeit von drei Jahren verteilt.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken sind ausreichend berücksichtigt.
Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risiken wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.
Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,54 % (Vj. 4,90 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.
Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.
Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt T€ 549.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehenden Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags (Gewerbesteuer 13,30 % und Körperschaftsteuer 15,83 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden gesetzlichen Ansatzwahlrechts gemäß § 274 HGB.
Zum 31. Dezember 2014 bestehen aktive latente Steuern (Steuerentlastungen) in Höhe von T€ 4.906 aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Diese resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen
und sonstigen Rückstellungen. Des Weiteren bestehen aktive latente Steuern aufgrund von vorhandenen Verlustvorträgen für Körperschaftsteuer und aktive latente Steuern aufgrund von vorhandenen Verlustvorträgen für Gewerbesteuer.
| Steuerliche Überleitungsrechnung | T€ |
|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) | 2.215 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuersatz 29,13 %) - davon Gewerbesteuer 13,30 % - davon Körperschaftsteuer 15,83 % |
645 |
| Temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden |
-787 |
| Nichtabziehbare Aufwendungen | -10 |
| Steuerfreie Erträge | -63 |
| Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen | 23 |
| Steuerertrag aus Vorjahren | -26 |
| Steuereffekt aus Wertberichtigung von Verlustvorträgen zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer |
192 |
| Ausgewiesener Ertragssteuerertrag | -26 |
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.
Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagenspiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift § 274a Nr. 1 HGB verzichtet.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:
| Firma und Sitz | Kapital anteil in % |
Eigen kapital T€ |
Ergebnis 2014 T€ |
|---|---|---|---|
| Tochterunternehmen: | |||
| Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m), 1) |
100,0 | 3.372 | 2.9322) |
| Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m), 1) |
100,0 | 5.087 | -2612) |
| KAMPOS Vertriebs GmbH, Lauterecken (m), 1) |
100,0 | 25 | 42) |
| Aqua Vertriebs GmbH, Kißlegg (m), 1) | 100,0 | 25 | -392) |
| Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen (u), 1) |
100,0 16.198 | 1.0052) | |
| Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m), 1) |
100,0 | 9.465 | -9742) |
| Tucano Holding GmbH, Merzig (m), 1) | 100,0 13.939 | 3.1982) | |
| Merziger Fruchtgetränke GmbH, Merzig (m), 1) |
100,0 | 4.352 | 3352) |
| Schloss Veldenz Fruchtsäfte GmbH, Lauterecken (m), 1) |
100,0 | 2.556 | 422) |
| Lauterecker Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m), 1) |
100,0 | 1.726 | 1.3702) |
| Ailon GmbH, Bad Überkingen (m), 1) | 100,0 | 100 | 22) |
| Tucano Vertriebs-GmbH, Bad Überkingen (m), 1) |
100,0 | 7.491 | 1.3732) |
| Beteiligungen: Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz) (u), 3) |
45,0 | 49 | 438 |
1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.
2) Ergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme.
3) Unternehmen stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz) ein verbundenes Unternehmen dar.
Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, hat im Wege der Ausgliederung nach Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 6. Dezember 2013 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 12. Juni 2013 und 6. Dezember 2013 Teile ihres Vermögens (Beteiligungen an der Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein und an der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg) auf die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, ausgegliedert.
Jeweils mit Vertrag über das Ausscheiden der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, und der Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. der Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, vom 7. August 2014 ist die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, als Kommanditistin bei der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG, Bad Überkingen, mit Ablauf des 31. August 2014 ausgeschieden. Aufgrund des Ausscheidens der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, als alleinige Kommanditistin ist das Vermögen der Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. der Bad Hotel Überkingen GmbH & Co. KG, Bad Überkingen, durch Anwachsung kraft Gesetzes im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, bzw. die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, übergegangen.
Aufgrund der Verschmelzungsverträge vom 11. September 2014 und der Versammlungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom 11. September 2014 wurden die Bad Hotel Teinach Verwaltungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, und die Bad Hotel Überkingen Verwaltungs GmbH, Bad Überkingen, mit der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Überkingen, verschmolzen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in europäische Aktien bzw. europäische Staatsanleihen und Pfandbriefe mit bester Bonität. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei T€ 7.712 und damit T€ 6 über dem Buchwert von T€ 7.706. Aufgrund des Wegfalls einer dauerhaften Wertminderung wurde im Berichtsjahr eine Zuschreibung in Höhe von T€ 137 durchgeführt. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von 5 Werktagen erfolgen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung über T€ 35.
| Restlaufzeit | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr T€ |
über 1 Jahr T€ |
Gesamt T€ |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
464 | 0 | 464 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
38.943 | 0 | 38.943 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteilgungsverhältnis besteht |
227 | 0 | 227 |
| Sonstige Vermögens | |||
| gegenstände | 3.592 | 3.134 | 6.726 |
| 43.226 | 3.134 | 46.360 |
| Restlaufzeit | 31.12.2013 | ||
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr T€ |
über 1 Jahr T€ |
Gesamt T€ |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
5.755 | 0 | 5.755 |
| Forderungen gegen ver bundene Unternehmen |
37.323 | 0 | 37.323 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteilgungsverhältnis besteht |
227 | 0 | 227 |
| Sonstige Vermögens gegenstände |
2.455 | 4.552 | 7.007 |
| 45.760 | 4.552 | 50.312 |
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 24) enthalten.
Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen gegen das verbundene Unternehmen Karlsberg Service GmbH, Homburg (Saarpfalz).
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung erfasst.
| 31.12.2014 T€ |
31.12.2013 T€ |
|
|---|---|---|
| Kassenbestand | 1 | 1 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 6.660 | 1.493 |
| 6.661 | 1.494 |
Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zum 31. Dezember 2014 ist eingeteilt in:
8.502.060 Stückaktien, in
6.314.700 Stammaktien
(davon 850.206 eigene Anteile zum 31. Dezember 2014) und 2.187.360 stimmrechtslose Vorzugsaktien
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2010 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Juli 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 11.193.728,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stück Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Am 5. Juni 2014 wurde durch Zustimmung der Hauptversammlung zum Tagesordnungspunkt 7 (Erwerb eigener Aktien) der vorherige Beschluss aufgehoben und die Gesellschaft ermächtigt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, im Zeitraum bis zum 4. Juni 2019 wahlweise eigene Stammaktien und/ oder stimmrechtslose Vorzugsaktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden.
Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Am Stichtag, dem 31. Dezember 2014 hält die Gesellschaft insgesamt 850.206 Stück Stammaktien (Vj. 850.206 Stück) und ebenfalls unverändert zum Vorjahr keine Vorzugsaktien als eigene Aktien. Dies entspricht einem Betrag von T€ 2.239 (Vj. T€ 2.239) oder einem Anteil von 10,00 % (Vj. 10,00 %) am Grundkapital.
| 2014 T€ |
2013 T€ |
|
|---|---|---|
| 1.1. | 21.415 | 29.636 |
| Aktienrückkauf | 0 | -8.221 |
| 31.12. | 21.415 | 21.415 |
Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2014 T€ |
31.12.2013 T€ |
|
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 916 | 916 |
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 796 enthalten; im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.
Die Pensionsrückstellungen umfassen Verpflichtungen aufgrund unmittelbarer Zusagen.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf T€ 32.649 (Vj. T€ 30.456); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG 1938 e.V., Bad Überkingen.
| Restlaufzeit | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr T€ |
über 5 Jahre T€ |
Gesamt T€ |
|
| Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten |
15.000 | 0 | 15.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
829 | 0 | 829 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
11.212 | 0 | 11.212 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
623 | 45 | 794 |
| - davon aus Steuern | (453) | (0) | (453) |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
(0) | (0) | (0) |
| 27.664 | 45 | 27.835 |
| Restlaufzeit | 31.12.2013 | ||
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr T€ |
über 5 Jahre T€ |
Gesamt T€ |
|
| Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten |
12.903 | 0 | 12.903 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
5.890 | 0 | 5.890 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
7.126 | 0 | 7.126 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
1.466 | 71 | 1.664 |
| - davon aus Steuern | (814) | (0) | (814) |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
(0) | (0) | (0) |
| 27.512 | 71 | 27.583 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf Grundstücke von Tochterunternehmen und verpfändete Wertpapiere gesichert.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 20) enthalten.
Der Posten sonstige Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen Verpflichtungen für Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen von veräußerten Gesellschaften, Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kirchensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag für Dezember 2014.
Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 8,6 Mio. US\$. Diese dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs bei einer Tochtergesellschaft. Der positive Marktwert beläuft sich hier auf T€ 728. Er entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine mark to market-Bewertung zugrunde.
Am Bilanzstichtag bestand zudem eine unbeschränkte gesamtschuldnerische Haftung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG als Gesellschafterin der Bluna-Warenzeichen-GbR. Aufgrund der derzeitigen Lage ist mit einer Inanspruchnahme zum heutigen Zeitpunkt nicht zu rechnen.
Die an der Ausgliederung der Brunnenbetriebe und Hotels beteiligten Rechtsträger haften für die Verbindlichkeiten aus Pensionsanwartschaften und laufende Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern des übertragenen Rechtsträgers, sofern diese vor der Ausgliederung begründet worden sind, als Gesamtschuldner. Diese Haftung ist auf 10 Jahre beschränkt. Mit einem Eintreten der Haftung ist im Rahmen der im Konzern verbliebenen Rechtsträger sowie der Rechtsträger, die den Konzernverbund verlassen haben, nach heutiger Einschätzung nicht zu rechnen.
Aufgrund einer dauernden Wertminderung wurden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 813 außerordentlich abgeschrieben.
Aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurden im Vorjahr Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von T€ 352 außerordentlich abgeschrieben.
Das außerordentliche Ergebnis im Geschäftsjahr beinhaltet ausschließlich die ergebniswirksamen BilMoG-Umstellungseffekte aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung.
Das Körperschaftsteuerguthaben zum 31. Dezember 2006 wurde im Rahmen des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) als abgezinste Forderung erstmalig zum 31. Dezember 2006 in Höhe von T€ 5.855 bilanziert. Im Jahr 2010 musste der Gesetzgeber die Regelung zur Berechnung des Körperschaftsteuerguthabens nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ändern. Dies führte im Jahr 2010 zu einer Erhöhung des Körperschaftsteuerguthabens um T€ 1.884. Im Jahr 2011 hat sich der Anspruch aufgrund eines geänderten Bescheids um T€ 14 erhöht. Aufgrund der vorzunehmenden Aufzinsung und der Auszahlung zum 13. Oktober 2014 i. H. v. T€ 1.055 betrug das Körperschaftsteuerguthaben zum 31. Dezember 2014 nunmehr T€ 2.957. Die Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens erfolgt seit dem Jahr 2008 in zehn gleichen Jahresraten. Die Abzinsung wurde mit einem Zinssatz von 4,00 % (Vj. 4,00 %) vorgenommen und dieser Zinssatz wird über die Laufzeit beibehalten.
Die Karlsberg Holding GmbH mit Sitz in Homburg (Saarpfalz) und die Karlsberg Brauerei KG Weber mit Sitz in Homburg (Saarpfalz) haben uns mit Schreiben vom 2. Januar 2012 nach § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen unmittelbar bzw. mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (Mehrheit der Stimmrechte) an unserer Gesellschaft gehört.
Michael Bartholl, Vorstand, München
Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz) - Vorsitzender -
Hotelier, Tübingen - Stellvertretender Vorsitzender -
Geschäftsführer der Friedrich Niehoff GmbH, Gronau
Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, Waldmohr
Mitarbeiter im Außendienst, Tettnang
Bezirksleiter KAMPOS Vertriebs GmbH Betriebsratsvorsitzender KAMPOS Vertriebs GmbH und Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Amstetten
Der Hauptversammlung im Jahr 2015 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Höhe von 3,0 Mio. € eine Dividende von € 0,23 je Stammaktie und von € 0,31 je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung unter Berücksichtigung der zurzeit durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile € 1.934.915,22 betragen und € 1.101.656,03 werden auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Ulm (HRB Nr. 540111), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg (Saarpfalz), (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.
Bad Überkingen, 18. März 2015
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
Michael Bartholl Der Vorstand
An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 20. März 2015
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Göhner Ladwig
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| 14. April 2015 | Bilanzpressekonferenz |
|---|---|
| 14. April 2015 | Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2014 |
| 18. Juni 2015 | Hauptversammlung |
| September 2015 | Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts |
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG Bahnhofstraße 15 73337 Bad Überkingen Telefon +49 (0)7331 201-0 Telefax +49 (0)7331 201- 400 E-Mail: [email protected] www.mineralbrunnen-ag.de
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