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METRO AG Annual Report (ESEF) 2023

Jan 17, 2024

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Zusammengefasster Lagebericht

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

METRO ist ein international führender Lebensmittelgroßhändler und agiert in 32 Ländern. An der Spitze des Konzerns steht die METRO AG als zentrale Managementholding. Sie nimmt Aufgaben der Konzernführung wahr und bündelt zudem zentrale Führungs- und Verwaltungsfunktionen für METRO.

Der Multichannel-Ansatz ist das zentrale Element der Unternehmensstrategie, das sich über die Verzahnung von stationären Großmärkten, deren Umsatzanteil am Geschäft noch rd. 80 % ausmacht, mit dem Belieferungsgeschäft und den digitalen Lösungen im Geschäftsmodell widerspiegelt. Dieses richtet sich konsequent an professionelle Kunden: Kernkundengruppen von METRO sind HoReCa und Trader. Die Sortimente beinhalten Food- und Non-Food-Artikel.

Unter den Marken METRO und MAKRO ist das Unternehmen in den Segmenten Deutschland, West, Russland und Ost aktiv. Im Bereich Food Service Distribution (FSD) ist METRO mit dem METRO Lieferservice und ihren Belieferungsspezialisten (u. a. Classic Fine Foods, Pro à Pro Frankreich, R Express, Johan i Hallen & Bergfalk [JHB], Aviludo und Pro a Pro Spanien) stark positioniert.

Die Out-of-Store-Belieferung (OOS) bezieht sich auf das bestehende METRO Standortportfolio und umfasst einerseits METRO Märkte, die aus dem Markt beliefern und andererseits Großmärkte, die ein eigenes Depot im Markt betreiben.

Das Segment Sonstige umfasst v. a. die Geschäftseinheiten DISH Digital Solutions (vormals Hospitality Digital), METRO MARKETS und METRO PROPERTIES. Im Digitalgeschäft kommt METRO MARKETS mit seinem B2B-Online-Marktplatz für die professionelle Ausstattung von HoReCa-Kunden eine besondere Bedeutung zu. Über diesen Vertriebskanal bietet METRO neben Non-Food-Artikeln aus dem eigenen Sortiment auch Produkte von Drittanbietern an. DISH Digital Solutions bündelt die Digitalisierungsaktivitäten des Konzerns für Kunden aus der Gastronomie und bietet unter der Marke DISH innovative digitale Lösungen an. METRO PROPERTIES entwickelt, betreibt und vermarktet ein internationales Immobilienportfolio. Darüber hinaus gehören Servicegesellschaften in den Bereichen Logistik, Informationstechnologie, Werbung und Beschaffung in dieses Segment.

Standortportfolio nach Ländern und Segmenten zum Stichtag 30.9.2023

Stationäres Geschäft Food Service Distribution (FSD) METRO MARKETS DISH POS Märkte Out-of-Store (OOS)¹ Depots² Belieferungsspezialisten Länder
Deutschland 102 (73) 7 R Express³ x x
Frankreich 99 (94) 17 CFF, Pro à Pro x x
Italien 49 (49) 2 x x
Niederlande 17 (4) 1 x x⁷ x
Österreich 18 (18) 1 R Express x x
Portugal 10 (8) 7 Aviludo x x
Spanien 37 (29) 4 Pro a Pro Spanien x x
West 230 (202) 37 JHB⁴
Russland 93 (85) 0
Bulgarien 11 (9) 1
Kasachstan 6 (6) 6
Kroatien 10 (7) 0
Moldawien 3 (1) 0
Polen 29 (24) 2
Rumänien 30 (26) 0
Serbien 9 (9) 0
Slowakei 6 (6) 0
Tschechien 13 (13) 0
Türkei 34 (27) 1
Ukraine 26 (20)⁵ 5
Ungarn 13 (11) 0
Pakistan 10 (10) 4
Ost 200 (169) 32 CFF⁶
Gesamt 625 (529) 76 6 48

¹ OOS bezieht sich auf das bestehende METRO Standortportfolio und umfasst einerseits METRO Märkte, die aus dem Markt beliefern und andererseits Märkte, die ein eigenes Depot im Markt betreiben.
² Die 18 CFF Depots (Segment Ost) und 5 JHB Depots (Segment West) sind in der Gesamtzahl der Depots enthalten.
³ Weitere Niederlassung R Express: Schweiz.
⁴ Niederlassungen JHB: Schweden, Finnland.
⁵ 2 Märkte in der Ukraine (Mariupol und Kharkiv) wurden aus der Standortbetrachtung herausgenommen, da sie aufgrund des Kriegs temporär nicht operativ sind.
⁶ Weitere Niederlassungen CFF: China, Indonesien, Japan, Malaysia, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vietnam, Singapur.
⁷ POS-System heißt in den Niederlanden Booq.
⁸ Weiteres Land DISH POS: Belgien; das System heißt Booq.

1.2 Steuerungssystem

METRO ist im Zuge der sCore Strategie auf langfristiges profitables Wachstum ausgerichtet. Unser übergeordnetes Ziel ist es dabei, den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

3 Prognosebericht

4 Chancen- und Risikobericht

5 Übernahmerelevante Angaben

6 Ergänzende Angaben für die METRO AG (gem. HGB)# Im Zusammenhang mit sCore hat METRO zudem spezifische Kennzahlen eingeführt, anhand derer der Umsetzungsstand der wesentlichen strategischen Elemente laufend gemessen und überprüft wird. An der Spitze des Kennzahlensystems stehen Kernkennzahlen, die auf nachfolgenden Ebenen durch weitere spezifische Kenngrößen ergänzt bzw. operationalisiert werden. Neben dem Steuerungssystem soll auch das Vergütungssystem für den Vorstand die Umsetzung der Geschäftsstrategie durch eine wertorientierte, langfristige und Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigende Führung von METRO unterstützen. Konkret setzt METRO zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten sowie mehrheitlich auch für die Vorstandsvergütung die nachfolgend beschriebenen Kennzahlen ein:

Finanzielle Steuerungskennzahlen

Mit der Fokussierung auf langfristiges profitables Wachstum sind Gesamtumsatzwachstum und EBITDA bereinigt die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen für METRO. In diesem Sinne sind sie maßgeblich für die interne Steuerung und die Beurteilung unserer Geschäftsentwicklung und damit auch der Kern unserer Prognose. Um der operativen Entwicklung Rechnung zu tragen, wird das Gesamtumsatzwachstum um Wechselkurseffekte bereinigt. Zusätzlich wird das Gesamtumsatzwachstum auch als portfoliobereinigte Kennzahl, d.h. angepasst um wesentliche Akquisitionen bzw. Desinvestitionen des Geschäftsjahres, betrachtet. Diese portfoliobereinigte Sicht bildet grundsätzlich auch den Anknüpfungspunkt für die Prognose. Mit Blick auf das Ergebnis spiegelt das EBITDA bereinigt, d. h. ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen und Transformationskosten (+) bzw. Transformationserträgen (-), die operative Leistungsfähigkeit von METRO in transparenter Form wider. Die Entwicklung von Immobilien und die Realisierung von Desinvestitionserlösen bleiben unabhängig davon zentrale Bestandteile der Immobilienstrategie des Konzerns. Transformationskosten umfassen grundsätzlich nur nicht regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen und Erträge aus strategischen Portfoliobereinigungen. Das Periodenergebnis sowie das Ergebnis je Aktie bilden weitere bedeutsame Steuerungskennzahlen von METRO. Durch diese Kennzahlen findet neben den Abschreibungen auch das Steuer- und Finanzergebnis zusätzlich zum operativen Ergebnis Berücksichtigung. Sie erlauben damit eine ganzheitliche Beurteilung der Ertragslage aus Perspektive der Anteilseigner. Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie stellen der strategische Kundenumsatzanteil, der FSD-Umsatzanteil, der digitale Umsatzanteil sowie der Eigenmarkenumsatzanteil weitere bedeutsame umsatzbezogene Kennzahlen dar. Die Steuerung der Finanz- und Vermögenslage von METRO zielt ab auf die nachhaltige Sicherung der Liquidität sowie auf die kostengünstige Deckung der Finanzierungsbedarfe unserer Konzerngesellschaften. Regelmäßige Analysen des Nettobetriebsvermögens werden zur Steuerung des operativen Geschäfts und des Kapitaleinsatzes vorgenommen. Im Hinblick auf die Mittelverwendung werden zudem auch die Investitionen separat betrachtet, die die Grundlage für das zukünftige Wachstum und die nachhaltige Ertragskraft sowie auch für die Digitalisierung und Dekarbonisierung von METRO bilden. Als Investitionen sind dabei Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten definiert (ohne Finanzinstrumente und latente Steueransprüche). Als Kennzahlen zur Steuerung der Liquidität und der Kapitalstruktur werden die Nettoverschuldung und der Free Cashflow eingesetzt. Der Free Cashflow repräsentiert die im Laufe des Geschäftsjahres erwirtschafteten freien Mittel, die insbesondere zur Tilgung von Finanzschulden, zur Ausschüttung von Dividenden oder für M&A-Aktivitäten zur Verfügung stehen. Zur Beurteilung der Rentabilität des operativen Geschäfts wird weiterhin die Renditekennzahl Return on Capital Employed (RoCE) verwendet. Diese Kennzahl misst die in einer betrachteten Periode erzielte Rendite auf das eingesetzte Geschäftsvermögen (RoCE = EBIT / durchschnittliches Geschäftsvermögen) und ermöglicht eine Beurteilung des Geschäftserfolgs, indem sie dem Kapitalkostensatz vor Steuern gegenübergestellt wird. Letzterer stellt eine auf Basis von Kapitalmarktmodellen abgeleitete marktgerechte Mindestverzinsung auf das eingesetzte Kapital dar. Die Ermittlung erfolgt jährlich zum Ende des Geschäftsjahres.

Nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen

Neben den dargestellten finanziellen Kennzahlen berücksichtigt METRO ausgewählte nichtfinanzielle Kennzahlen in ihrem Steuerungssystem: Warenverfügbarkeit, Net Promoter Score der strategischen Kunden sowie Nachhaltigkeitsaspekte, konkret die Reduzierung der CO2-Emissionen und die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. METRO hat sich hier langfristige Ziele gesetzt, die separat im CR Kennzahlenbericht 2022/23 dargestellt werden.
—Die konkreten Definitionen der einzelnen Kennzahlen sind im Glossar des Geschäftsberichts aufgeführt. Die Entwicklung der Kennzahlen ist im Wirtschaftsbericht dargestellt.

1.3 ZUSAMMENGEFASSTE Nichtfinanzielle Erklärung der METRO AG

Mit diesem Kapitel kommt die METRO AG ihrer Pflicht zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung (NFE) für die Holdinggesellschaft gem. §§ 289b bis 289e HGB sowie einer nichtfinanziellen Konzernerklärung gem. §§ 315b bis 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGB in Form einer zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung nach. Diese ist als separates Kapitel Teil des zusammengefassten Lageberichts. Sofern nicht anders aufgeführt, gelten die dargestellten Konzepte sowohl für den gesamten Konzern als auch für die Holdinggesellschaft. Die NFE wurde unter Berücksichtigung der GRI-Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung erstellt. Die Inhalte unterliegen nicht der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung, sondern sind Gegenstand einer betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit nach ISAE 3000 durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
—Das Prüfungsurteil findet sich am Ende des Berichts nach dem Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.

Geschäftsmodell

—Informationen zum Geschäftsmodell von METRO finden sich im Kapitel 1 Grundlagen des Konzerns – 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns.

METRO ESG-Strategie

Die ESG-Strategie von METRO umfasst Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, die unser Geschäft stark beeinflussen und auf die wir durch unsere Geschäftstätigkeit einen großen Einfluss nehmen können. Unsere ESG-Strategie legt 3 Nachhaltigkeitsprioritäten fest. Klima und CO2, Ethisches Verhalten und Vertrauen sowie Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion:

  1. Klima und CO2: Wir verringern Emissionen und Abfälle in unserem Geschäftsbetrieb und leisten einen Beitrag dazu, dass der Lebensmittelsektor CO2-ärmer wird, bspw. durch die Nutzung erneuerbarer Energien und Maßnahmen zur Verringerung von Lebensmittelabfällen.
  2. Ethisches Verhalten und Vertrauen: Wir achten auf sichere und faire Arbeitsbedingungen in unserem eigenen Geschäftsbetrieb und fördern Lieferketten, in denen ethisch korrekt und transparent im Hinblick auf Menschenrechte sowie Umweltauswirkungen gewirtschaftet wird.
  3. Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion: Im Sinne der integrativen „ONE METRO“-Kultur und basierend auf dem Verständnis, dass unsere Mitarbeiter essenziell für unser Geschäft sind, liegt das Augenmerk auf der Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens unserer Mitarbeiter.

Im Kern geht es für METRO darum, die Veränderung hin zu verantwortungsvollem und nachhaltigem Wirtschaften voranzubringen – innerhalb unseres Geschäftsbetriebs, aber auch in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Kunden. Regelmäßig führen wir eine Prüfung der Vollständigkeit der wesentlichen zu berichtenden nichtfinanziellen Belange, die sog. Wesentlichkeitsanalyse, durch. So ermitteln wir, ob wir die für uns relevanten Nachhaltigkeitsthemen abdecken. Zudem stellen wir sicher, dass wir sich ggf. verändernden Geschäftsinteressen sowie Auswirkungen auf Umwelt oder Gesellschaft Rechnung tragen und diese Sachverhalte in unserer NFE darstellen. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurde die Wesentlichkeitsanalyse überarbeitet. Zunächst wurde eine Liste potenziell wesentlicher Themen erstellt, die sich aus den zukünftigen Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), zusätzlichen Themen ausgewählter Vergleichsunternehmen sowie den bisher für METRO wesentlichen Themen speist. Im nächsten Schritt haben die Mitglieder der ESG Peergroup, des zentralen ESG-Steuerungsgremiums von METRO, sowie ausgewählte CEOs von METRO Ländern und Servicegesellschaften diese Themen bezüglich der Relevanz für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage von METRO sowie hinsichtlich der Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die nichtfinanziellen Aspekte „Umweltbelange“, „Arbeitnehmerbelange“, „Sozialbelange“, „Achtung der Menschenrechte“ sowie „Bekämpfung von Korruption und Bestechung“ bewertet. Dieses Ergebnis wurde anschließend vom Vorstand der METRO AG validiert. Zusätzlich fand eine Ableitung statt, welche der identifizierten Themen aus Sicht des Konzerns für die ebenfalls berichtspflichtige Holdinggesellschaft wesentlich sind. Die beiden finalen Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse wurden anschließend dem Commercial Board und dem Aufsichtsrat vorgestellt. Die in dem beschriebenen Prozess identifizierten Themen und Belange der Wesentlichkeitsanalyse sind Inhalt der vorliegenden zusammengefassten NFE und erfüllen die Anforderungen von § 315c Abs. 2 HGB sowie § 289c Abs. 3 HGB.

ESG-Management

Das Nachhaltigkeitsmanagement berücksichtigt Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichen sowie umwelt-, sozial- und unternehmensführungsbezogenen Aspekten. Der Vorstand der METRO AG ist in die Bearbeitung der hier dargestellten Themen eingebunden. Er wird regelmäßig als Teil des Commercial Board über den Bearbeitungsfortschritt informiert sowie anlassbezogen in Entscheidungen involviert.# Dies erfolgt seit Mai 2023 durch die ESG Peergroup, die das bisherige Nachhaltigkeitskomitee in seiner Funktion ablöst.

Zudem ist die langfristige Komponente des Vergütungssystems des Vorstands und des Senior Management (unterhalb des Vorstands) an das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele „Reduzierung der CO2-Emissionen und Lebensmittelabfälle“ gekoppelt. Die ESG Peergroup ermöglicht den Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen auf oberster Managementebene. Mittels dieses Gremiums werden der strategische Rahmen sowie konzernweit gültige Ziele definiert und dem Commercial Board zur Kenntnisnahme oder Entscheidung vorgelegt. Die ESG Peergroup setzt sich zusammen aus: leitenden Vertretern der Kernfunktionen Corporate Responsibility, Corporate Legal Affairs & Compliance, Einkauf, Global Offer Processes & Master Data Management, Qualitätssicherung, Personalwesen, Treasury, Accounting und Controlling, Investor Relations und Strategie, Internal Audit, Kommunikation sowie Energy Management/Real Estate Sustainability sowie Vertretern von METRO Gesellschaften. Um den spezifischen Markt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden, steuern die METRO Gesellschaften innerhalb dieses Rahmens die operative Umsetzung der übergreifenden Nachhaltigkeitsziele. Sie sind dafür verantwortlich, die jeweils relevanten Nachhaltigkeitsthemen zu bearbeiten, spezifische Ziele und Maßnahmen zu definieren und umzusetzen sowie den Erfolg zu kontrollieren.

METRO analysiert nichtfinanzielle Risiken entlang der wesentlichen nichtfinanziellen Belange. Im Berichtsjahr hat METRO sich hierbei besonders auf Risiken in den Bereichen Menschenrechte sowie Umwelt- und Sozialbelange konzentriert, um neue regulatorische Anforderungen umzusetzen. Daneben erfolgt sukzessive eine Integration von Nachhaltigkeitsrisken in unserem Chancen- und Risikomanagement. Aufgrund der durchgeführten Risikoanalyse kann der Vorstand so mögliche Abweichungen von den Nachhaltigkeitszielen und die damit verbundenen Chancen und Risiken identifizieren, bewerten und steuern.

Die Analyse möglicher berichtspflichtiger Risiken im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Aspekten hat ergeben, dass nach Anwendung der Nettomethode unter Berücksichtigung der Risikobegrenzungsmaßnahmen keine wesentlichen mit unserer Geschäftstätigkeit und unseren Geschäftsbeziehungen sowie den Produkten und Dienstleistungen verknüpften Risiken i. S. d. § 289c Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 und 4 HGB identifiziert wurden, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die genannten Aspekte haben oder haben werden. Für ausführlichere Beschreibungen hierzu verweisen wir auf den Abschnitt Umwelt- und soziale Risiken im Kapitel 4 Chancen- und Risikobericht.

Alle Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden u. a. im Rahmen von Ratings durch unsere Anspruchsgruppen bewertet. Diese Beurteilungen unabhängiger Dritter zeigen uns Fortschritte und Verbesserungspotenziale in unserem Handeln auf und sind damit für uns eine wichtige Motivation und ein Managementinstrument.

Bewertung in relevanten Nachhaltigkeitsindizes und -rankings

Index/Ranking Rating/Punkte Skala Veröffentlichungszeitpunkt
CDP Klimaschutz B F bis A Dezember 2022
CDP Wasserschutz B F bis A Dezember 2022
CDP Wälder
Palmöl B- Dezember 2022
Soja B- Dezember 2022
Papier C Dezember 2022
Rinder
ISS ESG (Institutional Shareholder Services) C+ Prime Status D- bis A+ Oktober 2023
MSCI AAA CCC bis AAA Juli 2023
Sustainalytics Niedriges Risiko (19,7) Rang 55 von 194 in der Food-Retailer-Industrie 0 bis 40+ April 2023

Angaben gem. EU-Taxonomie-Verordnung

Nachhaltiges Wirtschaften ist ein wichtiges Element zur Erreichung der Klima- und Energieziele der Europäischen Union (EU). Um seitens der EU gezielt Investitionen in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen zu lenken, wurde mit der EU-Taxonomie-Verordnung1 ein gemeinsames Klassifizierungssystem zur Identifizierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten geschaffen. Dort ist definiert, welche Wirtschaftstätigkeiten als ökologisch nachhaltig gelten. Die EU-Taxonomie umfasst die folgenden 6 Umweltziele:

  1. Klimaschutz,
  2. Anpassung an den Klimawandel,
  3. nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen,
  4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft,
  5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung,
  6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.

Unternehmen, die eine nichtfinanzielle Erklärung abgeben, müssen darüber berichten, inwiefern ihre Wirtschaftstätigkeiten ökologisch nachhaltig sind. Die Bewertungskriterien der beiden Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind in Annex I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 spezifiziert. Wirtschaftstätigkeiten, die in delegierten Rechtsakten beschrieben wurden, sind per se taxonomiefähig („eligible“). Sobald die Wirtschaftstätigkeiten wesentlich zu den in der EU-Taxonomie festgelegten Umweltzielen beitragen, die anderen Umweltziele nicht nennenswert beeinträchtigen, Anforderungen an den Mindestschutz erfüllen und die in spezifischen delegierten Rechtsakten festgelegten technischen Bewertungskriterien erfüllen, sind sie zudem taxonomiekonform („aligned“).

Im Juli 2022 wurde die delegierte Verordnung (EU) 2022/1214 der EU-Kommission (Delegierte Verordnung vom 9. März 2022 zur Änderung der delegierten Verordnung [EU] 2021/2139 in Bezug auf Wirtschaftstätigkeiten in bestimmten Energiesektoren und der delegierten Verordnung [EU] 2021/2178 in Bezug auf besondere Offenlegungspflichten für diese Wirtschaftstätigkeiten) veröffentlicht. Durch die verabschiedete Änderungsverordnung werden nun bestimmte Atomenergie- und Erdgasaktivitäten unter bestimmten Voraussetzungen als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten nach der EU-Taxonomie eingestuft. Der METRO Konzern selbst übt keine Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas aus.

METRO Taxonomie-Berichterstattung

Allgemein betrachtet tragen die Maßnahmen von METRO innerhalb der Nachhaltigkeitspriorität Klima und CO2 zur Erreichung der EU-Klima- und -Energieziele auf europäischer sowie globaler Ebene bei. Insbesondere das Klimaschutzziel von METRO adressiert die beiden Ziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel. —Weitere Informationen dazu finden sich im Abschnitt Umweltbelange

METRO berichtet auch in diesem Geschäftsjahr auf der Grundlage der Anforderungen von Artikel 8 (1) und (2) der EU-Taxonomie und Artikel 10 Abs. 1 Delegierte Verordnung (EU) 2021/2178 vom 6. Juli 2021 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2020/852 („delegierter Rechtsakt zu Artikel 8 über den Inhalt und die Darstellung der offenzulegenden Informationen“). Demnach ist METRO als Nichtfinanzunternehmen im Geschäftsjahr 2022/23 verpflichtet, für die 2 Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel den Anteil der taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen sowie der taxonomiekonformen und nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten am Gesamtumsatz, an den Investitionsausgaben (CapEx) und den Betriebsausgaben (OpEx) offenzulegen. Die Berichterstattung taxonomiekonformer und nicht taxonomiekonformer Werte muss erstmals in diesem Geschäftsjahr erfolgen. Die Ermittlung der Werte basiert auf den im Konzernabschluss berichteten Zahlen, somit werden hier die entsprechenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Gesamtumsatz

Die Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Nettoumsätze werden wie folgt ermittelt: Nettoumsatz mit Produkten oder Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit taxonomiefähigen und taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten stehen, geteilt durch den Nettogesamtumsatz. Die Nettogesamtumsatzerlöse des Geschäftsjahres 2022/23 bilden den Nenner der Umsatzkennzahl und können der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns entnommen werden. Durch eine Detailanalyse der in den Umsatzerlösen enthaltenen Posten erfolgte die Prüfung der Zuordnung des jeweiligen Umsatzes zu den taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten. Die Summen der identifizierten Umsatzerlöse der für das Geschäftsjahr 2022/23 taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten bilden die Zähler der beiden Kennzahlen. Basierend auf den definierten Tätigkeiten in Annex I und II des delegierten Rechtsakts zu den Klimazielen der EU-Taxonomie fallen die wirtschaftlichen Aktivitäten, die mit dem Kerngeschäft von METRO verbunden sind, nicht unter die spezifischen Kriterien. Dementsprechend ist der Umsatz nicht taxonomiefähig und damit das Verhältnis der Umsatzerlöse aus taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten eines Geschäftsjahres zu den Gesamtumsatzerlösen dieses Geschäftsjahres entsprechend 0.

Investitionsausgaben und Betriebsausgaben

Der Anteil der Investitions- bzw. Betriebsausgaben für Vermögenswerte oder Prozesse, die mit wirtschaftlichen Aktivitäten verbunden sind, die als taxonomiefähig und taxonomiekonform eingestuft werden, wird wie folgt ermittelt:

KPI Investitionsausgaben = Anteil der gesamten Investitionsausgaben, die taxonomiefähig bzw. taxonomiekonform sind, geteilt durch die gesamten Investitionsausgaben gem. EU-Taxonomie-VO.
KPI Betriebsausgaben = Anteil der gesamten Betriebsausgaben, die taxonomiefähig bzw. taxonomiekonform sind, geteilt durch die gesamten Betriebsausgaben gem. EU-Taxonomie-VO.

Basis der Investitionsausgaben sind die Zugänge an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten während des betrachteten Geschäftsjahres vor Abschreibungen und Neubewertungen, einschließlich solcher, die sich aus Neubewertungen und Wertminderungen für das betreffende Geschäftsjahr und ohne Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ergeben. Im Nenner sind ebenfalls Zugänge an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten zu berücksichtigen, die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultieren (Anwendung von IFRS [IAS 16, 38, 40, IFRS 16]). Durch eine Detailanalyse der in den Investitionsausgaben enthaltenen Posten erfolgte die Prüfung der Zuordnung der Investitionsausgaben zu den taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten.# Die Summen der identifizierten Investitionsausgaben der für das Geschäftsjahr 2022/23 taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten bilden die beiden Zähler für die jeweilige Kennzahl.

Die Basis für die Betriebsausgaben umfasst direkte, nicht kapitalisierte Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie sämtliche anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch das Unternehmen oder Dritte beziehen, an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig sind, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen. Durch eine Untersuchung der in den Betriebsausgaben enthaltenen Posten erfolgte die Prüfung der Zuordnung der jeweiligen Betriebsausgaben zu den taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten.

Die Taxonomie unterscheidet jeweils 3 verschiedene Arten von taxonomiekonformen Investitions- und Betriebsausgaben (Zähler). Der Zähler entspricht dem Teil der im Nenner enthaltenen Investitionsausgaben bzw. Betriebsausgaben, der
* sich auf Vermögenswerte oder Prozesse bezieht, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, oder
* Teil eines Plans zur Ausweitung von taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten ist oder die Umwandlung von taxonomiefähigen in taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten innerhalb eines vordefinierten Zeitraums ermöglicht oder
* sich auf den Erwerb von Produkten und Dienstleistungen aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten oder auf individuelle Maßnahmen bezieht, durch die die Zieltätigkeiten kohlenstoffarm ausgeführt werden oder der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt wird, sofern diese Maßnahmen innerhalb von 18 Monaten umgesetzt und einsatzbereit sind.

Wie in Bezug auf den Umsatz erläutert, fallen das Kerngeschäft von METRO und alle damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten derzeit nicht in den Anwendungsbereich der EU-Taxonomie bezüglich der ersten beiden Umweltziele. Dementsprechend ist es nicht möglich, in Vermögenswerte oder Prozesse zu investieren, um die taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten auszuweiten oder die Taxonomiefähigkeit von Wirtschaftstätigkeiten innerhalb des Kerngeschäfts zu ermöglichen. Für die Taxonomiefähigkeit bzw. Taxonomiekonformität kommen daher nur solche Investitions- und Betriebsausgaben infrage, die sich auf den Erwerb von Produkten und Dienstleistungen aus taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten oder auf individuelle Maßnahmen beziehen, durch die die Zieltätigkeiten kohlenstoffarm ausgeführt werden oder der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt wird.

Taxonomiefähiger Anteil der Gesamtbetriebsausgaben von METRO:

Derzeit ergeben sich für METRO Gesamtbetriebsausgaben gem. der EU-Taxonomie-Definition i. H. v. 273 Mio. €. In Bezug auf die Gesamtbetriebsausgaben von METRO kann nur ein kleiner Anteil der Ausgaben dem EU-Taxonomie-Betriebsausgaben-KPI zugerechnet werden. Die Hauptanteile der im Betriebsausgaben-Nenner enthaltenen Ausgaben, wie z. B. Ausgaben für die Instandhaltung von Gebäuden und andere Wartungsarbeiten, stehen in keinem Zusammenhang mit der Kerngeschäftstätigkeit von METRO. Daher betrachten wir die Betriebsausgaben nach EU-Taxonomie als nicht wesentlich für das Geschäftsmodell von METRO. Infolgedessen machen wir von der Ausnahmeklausel im Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 vom 6. Juli 2021 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2020/852 Gebrauch, indem wir den Zähler des KPI Betriebsausgaben mit 0 ausweisen.

Wesentlicher Beitrag

Für die Identifizierung taxonomiekonformer Investitionsausgaben müssen die Wirtschaftstätigkeiten einen wesentlichen Beitrag, der in den delegierten Rechtsakten zu den Umweltzielen Klimaschutz oder Anpassung an den Klimawandel definiert ist, leisten. Für die taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten von METRO relevant ist hierbei das Umweltziel Klimaschutz, da diese Wirtschaftstätigkeiten auf eine Verringerung der CO2-Emissionen abzielen.

Keine wesentliche Beeinträchtigung anderer Umweltziele

Für alle wirtschaftlichen Aktivitäten, bei denen ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz nachgewiesen werden konnte, werden im weiteren Verlauf der Analyse die sog. Do-No-Significant-Harm-(DNSH-)Kriterien untersucht. Diese besagen, dass eine Wirtschaftsaktivität, die das Kriterium der Leistung eines wesentlichen Beitrags erfüllt, keines der anderen Umweltziele erheblich beeinträchtigen darf. Zur Prüfung sind verschiedene Maßnahmen oder Analysen durchzuführen. Diese beginnt i. d. R. mit einer Betrachtung der relevanten Standorte, an denen die jeweilige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird. Als Voraussetzung für die Taxonomiekonformität gilt die Sicherstellung, dass keine wesentliche Beeinträchtigung anderer Umweltziele erfolgt. Da die Wirtschaftsaktivitäten von METRO ausschließlich auf das 1. Umweltziel Klimaschutz einzahlen, sind folglich die Umweltziele 2 bis 6 hinsichtlich etwaiger erheblicher Beeinträchtigungen zu untersuchen.

Umweltziel 2: Anpassung an den Klimawandel

Zur Erfüllung des Ziels sind die physischen Klimarisiken, die für die jeweilige Tätigkeit wesentlich sind und diese mittel- bis langfristig beeinträchtigen können, zu ermitteln. Um diese Risiken festzustellen, wird die Durchführung einer Klimarisiko- und Vulnerabilitätsbewertung gem. Anlage A des Annex I zum Klimaschutz gefordert. Im Annex I sind die Kriterien und der Umfang der Analyse definiert. Sofern akute Risiken festgestellt wurden, sind im nächsten Schritt Anpassungslösungen zu erarbeiten, um das Klimarisiko zu minimieren.

Umweltziel 3: Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen

Zur Erfüllung des Ziels muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung gem. der Richtlinie 2011/92/EU des Europäischen Parlaments und des Rates durchgeführt werden. Diese Prüfung umfasst die Beurteilung der Auswirkungen auf Gewässer gem. der Richtlinie 2000/60/EG. Eine zusätzliche Beurteilung der Auswirkungen auf Gewässer ist nicht erforderlich, sofern die festgestellten Risiken behoben wurden.

Umweltziel 4: Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

Der Übergang in eine Kreislaufwirtschaft erfordert u. a. einen Abfallbewirtschaftungsplan. Ein Plan zur Abfallbewirtschaftung liegt vor, sofern durch Verträge mit Partnern in der Abfallbewirtschaftung, Einbeziehung in Finanzprognosen sowie offizielle Projektunterlagen sichergestellt wird, dass am Lebensdauerende gem. der Abfallhierarchie eine maximale Wiederverwendung oder Recycling durchgeführt wird.

Umweltziel 5: Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung

Das DNSH-Kriterium in Bezug auf das Ziel der Vermeidung und Kontrolle der Umweltverschmutzung erfordert, dass die Tätigkeit nicht zur Herstellung, zum Inverkehrbringen oder zur Verwendung von Stoffen führt, die im Anhang C des delegierten Klimarechtsakts aufgeführt sind.

Umweltziel 6: Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme

Anhang D erfordert, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung oder eine Bewertung gem. der Richtlinie 2011/92/EU durchgeführt wurde.

Mindestschutzkriterien

Der letzte Schritt zur Erreichung der Konformität im Sinne der EU-Taxonomie besteht darin, den Mindestschutz einzuhalten. Zum Mindestschutz gehören alle Verfahren, die sicherstellen, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten übereinstimmen mit:
* den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen (OECD-MNE-Leitsätze),
* den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs), einschließlich der Grundsätze und Rechte, die in den 8 grundlegenden Konventionen der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit festgelegt sind, und
* der Internationalen Menschenrechtskonvention.

In Ermangelung weiterer Leitlinien der Europäischen Kommission stützen wir uns bei der Bewertung der Mindestschutzkriterien auf den „Final Report on Minimum Safeguards“, der von der Platform on Sustainable Finance (PSF) im Oktober 2022 veröffentlicht wurde. Der Umfang des Mindestschutzes umfasst die folgenden 4 Themen: Menschenrechte (einschließlich Arbeits- und Verbraucherrechten), Korruption und Bestechung, Besteuerung sowie fairer Wettbewerb.

Zur Beurteilung der Einhaltung der Mindestschutzkriterien verfolgen wir einen 2-dimensionalen Bewertungsansatz. Einerseits wurden Prozesse implementiert, um negative Auswirkungen zu verhindern (prozessuale Dimension). Andererseits werden die Ergebnisse überwacht, um zu überprüfen, ob unsere Prozesse wirksam sind (Ergebnisdimension). Eine weitere Untersuchung hinsichtlich der Erfüllung des Mindestschutzes ist nur dann durchzuführen, sofern die Anforderungen an die Taxonomiekonformität bereits bei der Prüfung der technischen Bewertungskriterien für eine der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten von METRO nachgewiesen werden können.

In der METRO AG sind wir uns darüber im Klaren, dass das Verhalten aller Mitarbeiter und anderer Akteure entlang unserer Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle bei der Einhaltung der Mindestschutzkriterien spielt. Wir nehmen unsere Verantwortung als global agierendes Großhandelsunternehmen ernst. Daher legen wir Wert darauf, dass die Grundsätze ethischen Verhaltens innerhalb unserer Geschäftsaktivitäten befolgt werden. Diese sind in den Geschäftsgrundsätzen des Konzerns, im Verhaltenskodex für Geschäftspartner, in der METRO-internen Richtlinie zu Menschenrechten und Umweltbelangen sowie in Bezug auf unsere Steuerstrategie öffentlich auf der Website der METRO niedergelegt, die u. a. alle 4 Themen des Mindestschutzes abdecken. Das konzernweite Compliance-Managementsystem (CMS) ist das übergeordnete Organisationstool zur Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen gegenüber den Mindestschutzkriterien.# Identifizierung taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Wirtschaftsaktivitäten

Taxonomiefähigkeit

Als taxonomiefähige Wirtschaftsaktivitäten haben wir folgende Aktivitäten als ökologisch nachhaltig identifiziert:

  • Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren
    • 3.6 Herstellung anderer CO2-armer Technologien
  • Energie
    • 4.25 Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme
  • Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen
    • 5.5 Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in an der Anfallstelle getrennten Fraktionen
  • Verkehr
    • 6.5 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen
    • 6.6 Güterbeförderung im Straßenverkehr
  • Baugewerbe und Immobilien
    • 7.2 Renovierung bestehender Gebäude
    • 7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten
    • 7.4 Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen)
    • 7.5 Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
    • 7.6 Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien
    • 7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden

Derzeit ist ein Anteil von 54 % der Investitionsausgaben von METRO mit taxonomiefähigen und ein Anteil von 0 % der Investitionsausgaben von METRO mit taxonomiekonformen wirtschaftlichen Aktivitäten verbunden. Die Analyse der technischen Bewertungskriterien zeigt, dass aufgrund der zum Teil anspruchsvollen Anforderungen nicht alle Aktivitäten, die taxonomiefähig sind, den technischen Bewertungsmaßstäben gerecht werden, um taxonomiekonform ausgewiesen werden zu können. Im Folgenden werden die Aktivitäten zunächst im Einzelnen auf ihren wesentlichen Beitrag hin untersucht.

Taxonomiekonformität

3.6 Herstellung anderer CO2-armer Technologien

METRO erwirbt im Rahmen des F-Gas Exit Programme stetig neue Kälteanlagen, um so die Ziele der Klimastrategie zu erfüllen. Zwar zielt die Aktivität auf eine erhebliche Verringerung der Treibhausgasemissionen ab, allerdings kann die Einsparung an Lebenszyklus-THG-Emissionen nicht mit den am Markt verfügbaren leistungsfähigsten alternativen Technologien oder Lösungen verglichen werden. Dies ist einerseits darin begründet, dass die Kälteanlagen standortspezifisch aus mehreren Komponenten zusammengesetzt werden und somit kein direkter Vergleich mit anderen Anlagen möglich ist. Zum anderen gelang es im Geschäftsjahr nicht, von den Herstellern der Kälteanlagen entsprechende Nachweise für die Einsparung an Lebenszyklus-THG-Emissionen zu erhalten. Aus diesen Gründen liegt bereits an dieser Stelle der Analyse ein Hemmnis zur Erreichung des wesentlichen Beitrags vor und die Analyse kann beendet werden. Daher wird die Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen der anderen Umweltziele für Aktivität 3.6 nicht weiter untersucht.

6.5 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen

Die von METRO geleasten Personenkraftwagen erfüllen in Teilen die Anforderungen des wesentlichen Beitrags an emissionsarme und emissionsfreie leichte Nutzfahrzeuge. Da METRO die Aktivität 6.5 als „Erwerb von Produktion“ versteht, kann nur der Hersteller bzw. Leasinggeber der Fahrzeuge die Nachweise zur Einhaltung der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen der anderen Umweltziele erbringen. Daher wurden die Hauptleasinggeber von METRO kontaktiert und um Rückmeldung sowie Nachweise zur Erfüllung der technischen Bewertungskriterien gebeten. Leider sahen sich die Leasinggeber im Geschäftsjahr nicht imstande, die erforderlichen Angaben zu machen bzw. geeignete Nachweise zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund kann die Aktivität 6.5 nicht als taxonomiekonform eingestuft werden.

6.6 Güterbeförderung im StraSSenverkehr

Die interne Analyse der Beschaffenheit unserer Logistikflotte ergab, dass zwar vereinzelt in elektrische Fahrzeuge zur Güterbeförderung investiert wurde, dieser Anteil aber im Geschäftsjahr 2022/23 so gering war, dass auf eine Untersuchung der technischen Bewertungskriterien aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet wurde.

7.2 Renovierung bestehender Gebäude

Bei der Renovierung bestehender Gebäude werden weder die Anforderungen an größere Renovierungen gem. den anwendbaren nationalen und regionalen Bauvorschriften erfüllt noch wird der Primärenergiebedarf der Gebäude durch Renovierungsmaßnahmen um mindestens 30 % gesenkt. Daher kann für diese Aktivität kein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz nachgewiesen werden.

7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten

Die Renovierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Geräten, sei es in Form von Installation, Wartung oder Reparatur, wurden vornehmlich durch den Austausch alter Lichtquellen gegen energieeffiziente Leuchtdioden (LEDs) realisiert. Die LEDs wurden mittels einer Stichprobe aus METRO Märkten in verschiedenen Ländern überprüft, um eine umfassende Untersuchung verschiedener Hersteller und Modelle zu gewährleisten. Durch die Überprüfung haben wir festgestellt, dass die LEDs in niedrigere Effizienzklassen fallen als die zur Erfüllung des wesentlichen Beitrags geforderten Klassen A und B und somit kein wesentlicher Beitrag zu einem Umweltziel gegeben ist.

7.6 Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien

Der wesentliche Anteil der Investitionen im Bereich der Technologien für erneuerbare Energien fällt in die Installation, Wartung und Reparatur von Fotovoltaiksystemen vor Ort. Die Investitionssumme in diesem Geschäftsjahr wird gemessen an den Gesamtinvestitionen als nicht wesentlich eingestuft. Von einer weiteren Betrachtung der technischen Bewertungskriterien wird abgesehen. Eine neue Prüfung der Wesentlichkeit erfolgt im nächsten Geschäftsjahr.

7.7 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden

Aktivität 7.7 ist sowohl relevant für unsere Märkte wie auch weitere Immobilien, wie bspw. Warenlager und Bürogebäude. Im Rahmen unserer Prüfung der technischen Bewertungskriterien gem. den Anforderungen der EU-Taxonomie haben wir uns auf 2 wesentliche Aspekte konzentriert: das EPC (Energy Performance Certificate) der Klasse A und die Bewertung der Energieeffizienz. Zuerst haben wir die Märkte und sonstigen Immobilienbestände in Cluster unterteilt. Anschließend wurden in einem Ausschlussverfahren unter Berücksichtigung von Renovierungen und Baujahren die neuesten und modernsten Immobilien gem. den zuvor genannten Kriterien überprüft. Weder unsere Märkte noch andere Immobilien erfüllen aufgrund ihres Baujahres und der weiteren Gebäudebeschaffenheit die strengen energetischen Standards gem. der EU-Taxonomie. Infolgedessen haben wir in diesem Berichtsjahr nicht die Möglichkeit, sie als taxonomiekonform auszuweisen und sehen von einer weiteren Betrachtung der DNSH-Kriterien ab.

Für die übrigen taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten wurde auf eine detaillierte Untersuchung verzichtet, da die entsprechenden Investitionen sowohl einzeln als auch in Summe betrachtet unwesentlich sind.

Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Nettoumsätze¹

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag Code(s) (2) Absoluter Umsatz (3) Umsatzanteil (4) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser- und Meeresressourcen (7) Kreislaufwirtschaft (8) Umweltverschmutzung (9) Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10) Wirtschaftstätigkeiten (1)
Mio. € % % % % % % % % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 0
Total (A.1 + A.2) 0 0
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 30.551 100
Gesamt (A + B) 30.551 100

¹ Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Nettoumsätze

Wirtschaftstätigkeiten (1) DNSH-Kriterien („keine erhebliche Beeinträchtigung“) Klima- schutz (11) Anpas- sung an den Klima- wandel (12) Wasser- und Meeres- ressour- cen (13) Kreis- lauf- wirt- schaft (14) Umwelt- ver- schmut- zung (15) Biolo- gische Vielfalt und Ökosys- teme (16) Mindest- schutz (17) Taxo- nomie- konfor- mer Umsatz- anteil, Jahr 2022/23 (18) Taxo- nomie- konfor- mer Umsatz- anteil, Jahr 2021/22 (19) Katego- rie „er- mögli- chende Tätig- keiten“ (20) Katego- rie „Über-gangs- tätig- keiten“ (21)
J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2) 0
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)

Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Investitionsausgaben¹

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag Code(s) (2) Absolute CapEx (3) Anteil CapEx (4) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser- und Meeresressourcen (7) Kreislaufwirtschaft (8) Umweltverschmutzung (9) Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10) Wirtschaftstätigkeiten (1)
Mio. € % % % % % % % % %
A.

A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)

CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
0

A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)

Wirtschaftstätigkeiten CapEx (Mio. €) Anteil (%)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien 3.6 87
Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme 4.25 0
Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in an der Anfallstelle getrennten Fraktionen 5.5 1
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen 6.5 52
Güterbeförderung im Straßenverkehr 6.6 46
Renovierung bestehender Gebäude 7.2 9
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten 7.3 21
Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen) 7.4 2
Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden 7.5 2
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien 7.6 16
Erwerb von und Eigentum an Gebäuden 7.7 352
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 589 54
Total (A.1 + A.2) 589 54

B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN

CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
494

| Gesamt (A + B) | 1.082 | 100 |

¹ Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Investitionsausgaben

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag Code(s) Absolute CapEx (Mio. €) Anteil CapEx (%) Klimaschutz (%) Anpassung an den Klimawandel (%) Wasser- und Meeresressourcen (%) Kreislaufwirtschaft (%) Umweltverschmutzung (%) Biologische Vielfalt und Ökosysteme (%) Mindestschutz (%) Taxonomiekonformer CapEx-Anteil, Jahr 2022/23 (%) Taxonomiekonformer CapEx-Anteil, Jahr 2021/22 (%) Kategorie „ermöglichende Tätigkeiten“ Kategorie „Übergangstätigkeiten“
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Herstellung anderer CO2-armer Technologien J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N E T
Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme
Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in an der Anfallstelle getrennten Fraktionen
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen
Güterbeförderung im Straßenverkehr
Renovierung bestehender Gebäude
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten
Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen)
Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien
Erwerb von und Eigentum an Gebäuden
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2) 0 0
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B) 1.082 100

Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Betriebsausgaben¹ ,²

Wirtschaftstätigkeiten Kriterien für einen wesentlichen Beitrag Code(s) Absolute OpEx (Mio. €) Anteil OpEx (%) Klimaschutz (%) Anpassung an den Klimawandel (%) Wasser- und Meeresressourcen (%) Kreislaufwirtschaft (%) Umweltverschmutzung (%) Biologische Vielfalt und Ökosysteme (%) Mindestschutz (%) Taxonomiekonformer OpEx-Anteil, Jahr 2022/23 (%) Taxonomiekonformer OpEx-Anteil, Jahr 2021/22 (%) Kategorie „ermöglichende Tätigkeiten“ Kategorie „Übergangstätigkeiten“
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 0
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 0
Total (A.1 + A.2) 0 0
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 5.374 100
Gesamt (A + B) 5.374 100

¹ In Bezug auf die Betriebsausgaben macht METRO Gebrauch von der Ausnahmeklausel im Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 vom 6. Juli 2021 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2020/852 und weist keine Kennzahl zu den Betriebsausgaben aus.
² Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

Anteile der taxonomiefähigen sowie taxonomiekonformen Betriebsausgaben¹

DNSH-Kriterien („keine erhebliche Beeinträchtigung“) Klima- schutz (11) Anpas- sung an den Klima- wandel (12) Wasser- und Meeres- ressour- cen (13) Kreis- laufwirt- schaft (14) Umwelt- ver- schmut- zung (15) Biologi- sche Vielfalt und Ökosys- teme (16) Mindest- schutz (17) Taxo- nomie- konfor- mer OpEx- Anteil, Jahr 2022/23 (18) Taxono- miekon- former OpEx-Anteil, Jahr 2021/22 (19) Katego- rie „ermög- lichende Tätig- keiten“ (20) Katego- rie „Über- gangs- tätigkei- ten“ (21)
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2) 0 0
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B) 0 0

¹ In Bezug auf die Betriebsausgaben macht METRO Gebrauch von der Ausnahmeklausel im Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) ) 2021/2178 vom 6. Juli 2021 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2020/852 und weist keine Kennzahl zu den Betriebsausgaben aus.

Umweltbelange³

Unser Ansatz ist es, die aus unserem Geschäftsbetrieb resultierenden sowie die in unserer Lieferkette entstehenden klimarelevanten Emissionen deutlich zu verringern und unseren Ressourcenverbrauch zu reduzieren⁴. Dazu setzen wir sowohl auf Verhaltensänderung (Energy Awareness Programme) als auch auf Investitionen, um unsere Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern. Außerdem betreiben wir ein weltweites Energiemanagementsystem, das Einsparpotenziale in unseren Märkten identifiziert und unsere übergeordneten Einsparziele überwacht. Im Geschäftsjahr 2022/23 ist der Stromverbrauch in unseren METRO Märkten pro Verkaufs- und Belieferungsfläche⁵ um 3,5 % ggü. dem Vorjahr gesunken.

Beispiele für Maßnahmen im Bereich Umweltbelange insgesamt im Berichtsjahr:

  • Im Rahmen des Energy Saving Programms haben wir 17,3 Mio. € in energieeffiziente Beleuchtung und Gebäudeausstattung investiert. Voraussichtlich werden wir damit künftig jährlich ca. 6,1 Mio. € an Energiekosten einsparen.
  • Im Rahmen des F-Gas Exit Programms investieren wir in energieeffiziente Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln. Dadurch senken wir unsere Emissionen aus Kältemittelverlusten sowie den Energiebedarf und die Kosten. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr dafür 73,7 Mio. €, u. a. auch im Großmarkt Kiew Teremki, investiert.
  • Im Berichtsjahr wurden 21 weitere Fotovoltaikanlagen in der Türkei, in Spanien und Rumänien installiert mit einer zusätzlichen Kapazität von 24.374 kWp.
  • Zusätzliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge von METRO Kunden wurden u. a. an Großmärkten in der Türkei, in Spanien und der Ukraine eingerichtet. In Moldawien, Polen, Portugal, der Slowakei und Ungarn sind bereits alle METRO Großmärkte mit Ladestationen ausgestattet. Insgesamt verfügen wir nun über 1.086 Ladepunkte. In Deutschland nutzen bereits mehr als 400 Mitarbeiter Elektrofahrzeuge als Dienstwagen, deren Emissionen über Zertifikate für Wasserkraftwerke kompensiert werden. Insgesamt werden 861 Firmenwagen elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben, das sind ca. 10 % unserer gesamten Fahrzeugflotte. Für das FSD-Liefergeschäft haben wir Elektro-Lkw in Frankreich, Spanien und Portugal in unsere eigene Lieferflotte integriert.
  • Der Verbrauch von Wasser in unseren Märkten ist ggü. dem Vorjahr um 5,9 % zurückgegangen. Bis 2030 soll ggü. dem Basisjahr 2020/21 der spezifische Wasserverbrauch im eigenen Geschäftsbetrieb um 10 % je Quadratmeter Nettobetriebsfläche reduziert werden.
  • Weitere Schwerpunktthemen in Bezug auf einen ressourceneffizienten Geschäftsbetrieb sind Abfallvermeidung sowie Rückgewinnung und Wiederverwertung von Abfallstoffen.
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist das Abfallvolumen (exkl. Lebensmittelabfälle) um 9,3 % gesunken.

METRO nutzt einen internen CO2-Preis von 50 € pro Tonne CO2, insbesondere für die Genehmigung energieeffizienter Projekte mit niedrigeren finanziellen Einsparungen. METRO ist Mitglied der Task Force on Carbon Pricing in Europe, die das Ziel hat, alle relevanten CO2-Emissionen zu bepreisen und dadurch eine markt- und wettbewerbsorientierte Dekarbonisierung zu erreichen.

Reduzierung von Lebensmittelabfällen⁶

Lebensmittelabfälle stellen eine Ressourcenverschwendung von großem Ausmaß dar und tragen erheblich zu unseren CO2-Emissionen bei. Als Großhändler mit einem klaren Fokus auf Lebensmittel tragen wir in diesem Zusammenhang große Verantwortung. Im Einklang mit der Resolution zur Lebensmittelverschwendung des Consumer Goods Forum (CGF) haben wir uns verpflichtet, Lebensmittelabfälle in unserem Geschäftsbetrieb (pro Quadratmeter Verkaufs- und Belieferungsfläche) bis 2025 um 50 % ggü. dem Basisjahr 2017/18 zu reduzieren. Im Jahr 2022/23 haben wir ggü. dem Basisjahr bezogen auf die Verkaufs- und Belieferungsfläche eine Reduzierung von 23 % erreicht. ⁷ Unser Anspruch ist es, die Fortschritte in Übereinstimmung mit den Anforderungen des Food-Loss-and-Waste-(FLW-)Protokolls zu messen, zu überwachen und zu berichten.# METRO AG – Integrierter Geschäftsbericht 2022/23

Wir gehen das Problem der Lebensmittelverschwendung mit einer 5-Säulen-Strategie vom Erzeuger zum Verbraucher an: (1) Engagement in der vorgelagerten Lieferkette, (2) Berichterstattung über Lebensmittelabfälle, (3) Lösungen für Lebensmittelabfälle, (4) Einbindung von Partnern und Kunden und (5) Einbindung von Interessengruppen. Wichtige Initiativen helfen bei der Erreichung unseres Ziels:
* In 19 Länder- und Serviceeinheiten arbeiten wir mit Tafelorganisationen zusammen, um nicht verkaufte Lebensmittel an Bedürftige weiterzugeben.
* In 2 Ländern arbeiten wir zu dem Zweck mit Too Good To Go (TGTG) zusammen. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden durch das gemeinsame Engagement 82.469 Mahlzeiten „gerettet“, was einer Einsparung von 206 Tonnen CO2 entspricht. Zusätzlich bewerben wir die TGTG-Plattform in 2 Ländern als Lösung für unsere Kunden, in ihren Betrieben Lebensmittel zu sparen.
* METRO ist Mitglied der „10x20x30“-Initiative des World Resources Institute (WRI), die die 10 größten Lebensmittelhändler der Welt auffordert, mindestens 20 ihrer Lieferanten zu verpflichten, ihre Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren. Die METRO AG hat durch ihre operative Landesgesellschaft METRO Türkei Lieferanten eingebunden.
* Wir arbeiten mit verschiedenen technischen Lösungen, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren, je nach Verfügbarkeit und Bedarf. In der Türkei analysieren wir mit Fazla (früher Whole Surplus) Hotspots und Entsorgungswege von Lebensmittelabfällen.
* Zudem konnten wir die Qualität der Daten und des Datenerhebungsprozesses verbessern: zum einen durch eine vereinfachte Benutzeroberfläche sowie durch das Einrichten von automatisierten Kontrollmechanismen in unserem IT-System. Zum anderen durch intensive Schulungen und Einzeltrainings inkl. überarbeiteter Schulungsunterlagen für die Datenerfasser.

Klimaschutzziel 2040

Bis 2040 wollen wir unseren weltweiten Geschäftsbetrieb hauptsächlich durch eigene Initiativen klimaneutral stellen. Mit der bisher erreichten Einsparung von 39,7 % ggü. dem Basisjahr 2011 sind wir auf einem guten Weg.

Von Oktober 2022 bis September 2023 verursachte METRO 232,4 kg CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Verkaufs- und Belieferungsfläche. Im Vorjahreszeitraum waren es 243,1 kg.

Im Jahr 2019 hat METRO das Klimaziel auch auf die Lieferkette erweitert und sich als erstes deutsches Handelsunternehmen ein anerkanntes Science-Based Target gesetzt. Die METRO AG verpflichtet sich dabei, ihre Scope-1- und Scope-2-CO2-Emissionen um 60 % pro Quadratmeter Verkaufs- und Belieferungsfläche bis 2030 ggü. 2011 zu reduzieren. Hier konnte seit 2011 eine Reduzierung um 31,4 % erreicht werden. Außerdem verpflichtet sich die METRO AG, die absoluten Scope-3-CO2-Emissionen9 (Lieferkette) um 15 % bis 2030 ggü. 2018 zu reduzieren.

Unsere Ziele zu Scope 1 und Scope 2 stehen im Einklang mit den Reduzierungen, die erforderlich sind, um die Erwärmung der Erde bis 2100 auf deutlich unter 2°C ggü. dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Die SBTI-Ziele befinden sich aktuell in der Überarbeitung.

Verpackung und Plastik

Plastik ist eines der am häufigsten verwendeten Materialien für die Verpackung von Lebensmitteln und Non-Food-Produkten und wirkt sich durch die unsachgemäße Entsorgung von Kunststoffabfällen negativ auf das Ökosystem der Erde aus. METRO übernimmt Verantwortung und versucht, die Plastikverschmutzung einzudämmen sowie den ökologischen Fußabdruck von Eigenmarkenverpackungen zu verbessern, indem wir die Rückgewinnung von Ressourcen durch Recycling unterstützen und versuchen, die Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu verringern, auch durch die Suche nach Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen. Dabei fokussieren wir uns auf die METRO/MAKRO Länder sowie unsere zentralen Einkaufsgesellschaften. Dieser Ansatz trägt dazu bei, das Risiko einer künftigen Erschöpfung der natürlichen Ressourcen und des Verlusts der biologischen Vielfalt zu verringern.

Um die Menge der verwendeten Kunststoffe zu reduzieren und die Verwendung alternativer nachhaltiger Materialien zu erhöhen, arbeiten wir mit verschiedenen Interessengruppen an der Entwicklung entsprechender Lösungen. Ein Team von Verpackungsspezialisten der METRO AG sowie ein Projektteam aus verschiedenen METRO Landesgesellschaften und zentralen Einkaufsgesellschaften arbeitet:
1. am 100-prozentigen Ausstieg aus Polyvinylchlorid (PVC) / Polyvinylidenchlorid (PVDC) in Verpackungen für Eigenmarkenprodukte auf allen Verpackungsebenen (primär, sekundär und tertiär)
2. am 100-prozentigen Ausstieg aus expandiertem Polystyrol (EPS) in Verpackungen für Eigenmarkenprodukte auf allen Verpackungsebenen (primär, sekundär und tertiär)
3. an der Sicherstellung der Zertifizierung des Forest Stewardship Council® (FSC®)/Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) für alle Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton und Holz für Eigenmarkenprodukte oder Nutzung eines Recyclinganteils von mindestens 70 % auf der primären und sekundären Verpackungsebene
4. an der Verringerung von 2.000 Tonnen Plastik (neu und recycelt) in Kunststoffverpackungen für Eigenmarkenprodukte im Vergleich zum Basiswert vom 1. Oktober 2018

Für die Marken, die nicht zu METRO gehören, können wir keine plastikfreien oder recycelbaren, kompostierbaren oder wiederverwendbaren Kunststoffverpackungen garantieren. In Zukunft werden wir uns verstärkt auf die Reduzierung von Kunststoffverpackungen bei Eigenmarken konzentrieren, da dies den größten direkten Einfluss auf die Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks hinsichtlich Verpackungen hat. Im Berichtsjahr hat METRO dies erfolgreich durch die METRO Cash & Carry Eigenmarken-Verpackungspolicy in METRO/MAKRO Ländern, Common Sourcing und ITOs abgedeckt.

In Zukunft werden regelmäßig alle Verpackungs- und Kunststoffdaten nach dem gleichen Schema erhoben. Im nächsten Berichtsjahr sollen die erhobenen Daten dann auch für die externe Berichterstattung aufbereitet und gemeldet werden. Zudem erarbeiten wir derzeit neue Verpackungs- und Kunststoffziele, um die o. g. Ziele zu aktualisieren. Ausgenommen davon ist das Ziel, herkömmliche Einwegkunststoffprodukte bis Ende 2025 durch wiederverwendbare, recycelbare oder kompostierbare Alternativen zu ersetzen. Zur Unterstützung der Zielerreichung werden wir regelmäßig interne Kontrollen durchführen, um den Fortschritt zu verfolgen. Regelmäßige Informationen über den Stand der Zielerreichung in der ESG-Peergroup gewährleisten die Einbindung des Vorstands in Fragen zu Plastik und Verpackungen.

Arbeitnehmerbelange

„People & Culture“-Strategie

Die Wachstumsstrategie sCore unseres Unternehmens, die METRO konsequent auf das Multichannel-Großhandelsgeschäft ausrichtet, geht mit einer kulturellen Transformation einher. In diesem Transformationsprozess ist die Motivation der Mitarbeiter von essenzieller Bedeutung, da sie die Veränderungen aktiv mittragen und sich einbringen sollen, um die gesetzten Unternehmensziele zu erreichen. Um dieses Verständnis intern und extern zu demonstrieren, wurde der Bereich Human Resources in People & Culture umbenannt. Er verfolgt eine konsequente, operative Agenda, die klar auf die Umsetzung von sCore ausgerichtet ist und zum Unternehmenswachstum beitragen soll. Parallel dazu unterstreicht unsere Employer Value Proposition „Shape the M“ auch ggü. dem Arbeitsmarkt den hohen Stellenwert des gemeinsamen Weiterentwickelns und Wachsens von Mitarbeitern und Unternehmen für METRO. So ist es uns wichtig, in die Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter zu investieren und eine inklusive, attraktive, offene, inspirierende und auf Leistung und Erfolg zielende Arbeitsumgebung zu erhalten.

Unser ganzheitlicher Personalansatz deckt dabei mit maßgeschneiderten Initiativen und Programmen das gesamte Berufsleben eines Mitarbeiters ab. Das Spektrum reicht dabei u. a. von der Anwerbung über verschiedene Karriere- und Lebensphasen bis hin zu Altersvorsorgemodellen. Grundlage dafür bilden bspw. der globale Standard bzw. länderspezifische Modelle.

Die Personalstrategie von METRO verdeutlicht dabei die globalen Prioritäten für People & Culture. Zudem stellt sie durch die Einbindung des Vorstands bzw. der Geschäftsführungen der jeweiligen Landes- und Servicegesellschaften eine Balance zwischen der Anpassung an spezifische Ländergegebenheiten und dem dennoch notwendigen Grad der konzernweiten Standardisierung sicher. Basis dafür sowie Orientierungshilfe für das Verhalten und die Entscheidungen der Mitarbeiter sind unsere neuen Unternehmenswerte, die METRO Fundamentals. Sie richten das Unternehmen stärker noch als zuvor am Großhandel aus und heben die Bedeutung des Wirgefühls hervor. Um unsere Unternehmenswerte noch stärker in unsere tägliche Arbeit zu integrieren, haben wir Anlässe geschaffen, die unsere METRO Kultur erlebbar machen: z. B. wurde im Geschäftsjahr 2022/23 der ONE METRO Day global gefeiert.

Unsere anhaltend hohen Engagement-Werte sind Beleg dafür, dass sich unsere Mitarbeiter mit dem Unternehmen verbunden fühlen und jeden Tag ihr Bestes geben, um gemeinsam die Ziele des Konzerns zu erreichen. Gleichzeitig liefert uns die 2-mal im Jahr stattfindende Umfrage wichtige Erkenntnisse zur stetigen Verbesserung direkt aus der Belegschaft.# Zusammengefasst konzentriert sich die nachhaltige Personalstrategie auf folgende Schwerpunkte:

  • Förderung der „ONE METRO“-Kultur sowie der Vielfalt und Inklusion weltweit als Treiber für nachhaltigen Geschäftserfolg
  • Förderung der Fertigkeiten und Fähigkeiten aller Mitarbeiter in den Zentralen, Märkten und im Verkauf im Einklang mit den Anforderungen aus der sCore Strategie und zur Unterstützung bei deren Implementierung
  • Nachhaltiges und umfangreiches Talent-Management sowie Investitionen in unsere Arbeitgebermarke, um die Positionen in unserem Unternehmen mit den am besten geeigneten Talenten für die Zukunft zu besetzen
  • Steigerung der Produktivität durch gezielten Einsatz unserer Ressourcen, kontinuierliche Verbesserung und Vereinfachung unserer Prozesse sowie Digitalisierung

Talentakquise

Unser Ziel ist es, METRO als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und qualifizierte Talente für unser Unternehmen zu gewinnen. Durch vielfältige Talentakquisitionsmaßnahmen identifizieren und gewinnen wir passende Fach- und Führungskräfte für METRO, um geschäftskritische Rollen nachhaltig zu besetzen und die eigene Belegschaft zu stärken.

Unsere Hauptaktivitäten:

  • Entwicklung interner Fach- und Führungskräfte: Wir rekrutieren und fördern junge Talente durch Praktikanten-, Trainee- und Ausbildungsprogramme, um sie zu qualifizierten Mitarbeitern heranzubilden.
  • Gewinnung erfahrener Fach- und Führungskräfte: Durch Direct Sourcing (Nutzung des internen Kandidatenpools für die Besetzung von Stellen), Talentpools und Candidate Relationship Management (Gestaltung der Beziehungen zu potenziellen Bewerbern) identifizieren und gewinnen wir Fachexperten.
  • Zielgruppengerechte Kommunikation: Wir positionieren METRO als attraktiven Arbeitgeber durch gezielte Kommunikation auf Karrieremessen, in sozialen Netzwerken und mithilfe strategischer Kooperationen.
  • Stärkung der Arbeitgebermarke: Mit der ausformulierten Employer Value Proposition und der zugehörigen Werteplattform machen wir unsere Arbeitgebermarke sicht- und greifbarer. 21 METRO Landesgesellschaften sind mit Materialien ausgestattet (Brand Manual, Aktivierungskonzept und offene Dateien), um lokal mit dem Employer-Brand-Konzept die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber effektiv zu steigern. Darüber hinaus haben Personalkollegen aus 13 Ländern erfolgreich an der diesjährigen Employer Branding Academy teilgenommen.
  • Auszeichnung als Top-Arbeitgeber 2023: Die erneute Zertifizierung als Top Employer in 8 METRO Gesellschaften unterstreicht unsere Attraktivität als Arbeitgeber.
  • Digitale Recruiting-Plattform: Die Einführung eines neuen Bewerbermanagementsystems mit vorgeschalteter Karrierewebseite unterstützt die effektive Gewinnung von Mitarbeitern in mittlerweile 17 METRO Landes- und 11 Tochtergesellschaften und ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung unserer Wachstumsstrategie.

Talent-Management und Nachfolgeplanung

Durch ganzheitliches Talent- und Performance-Management, gezielte Nachfolgeplanung und zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten entwickeln wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich weiter. So können wir ihnen attraktive Karrieremöglichkeiten innerhalb unseres Unternehmens bieten und schaffen damit die Grundlage für nachhaltigen Erfolg.

Die Prozesse der Performance- und Potenzialbeurteilung sind ausgerichtet an den METRO Fundamentals und der sCore Strategie. Führungskräfte haben die Aufgabe, ihre Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Performance und ihres Potenzials zu bewerten und gemeinsam mit dem entsprechenden Managementteam, unterstützt durch den „People & Culture“-Bereich, in den jährlich stattfindenden Entwicklungsdiskussionen individuelle Maßnahmen für die Mitarbeiter zu definieren. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, eigene Entwicklungsambitionen in den Prozess einzubringen.

Nachfolgeplanung findet sowohl lokal für alle Ebenen als auch länderübergreifend für die 1. und 2. Führungsebene statt. Bei der Besetzung von Positionen mit Fach- und Führungskräften legen wir Wert darauf, dass sie nicht nur passend für ihre aktuelle Stelle sind, sondern auch Potenzial haben, sich darüber hinaus weiterzuentwickeln. Daher messen wir im Hinblick auf die Nachbesetzung von Geschäftsführungspositionen auch in der 2. und 3. Führungsebene, welcher Anteil der Mitarbeiter mit mittlerem oder hohem Entwicklungspotenzial eingeschätzt und so besonders für die Nachfolgeplanung berücksichtigt werden kann. Ebenso legen wir bei der Nachfolgeplanung ein verstärktes Augenmerk auf den Anteil von Frauen in Führungspositionen.

So ist es Ziel von METRO, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter auszubauen. Bis September 2025 sollen bei der METRO AG in der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstands 25 % Frauen beschäftigt sein und in der 2. Führungsebene unterhalb des Vorstands 40 %. Mit Ende des Geschäftsjahres 2022/23 liegt der Anteil von Frauen in der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 25,8 % und bei 22,4 % in der 2. Führungsebene unterhalb des Vorstands. Zudem haben wir uns freiwillig ein Ziel für den Frauenanteil in Führungspositionen in unserem Großhandelsgeschäft gesetzt: Bis September 2025 soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen der Ebenen 1 bis 3 (inkl. Marktleitung) global 30 % betragen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 liegt jener Frauenanteil bei 26,4 %. Nach dem Aktiengesetz müssen zudem mindestens 1 Frau und mindestens 1 Mann Mitglied des Vorstands der METRO AG sein (sog. Beteiligungsgebot). Diese Vorgaben hat die METRO AG im Berichtsjahr erfüllt.

Die oben beschriebenen Prozesse werden durch ein integriertes Talent-Management-und-Learning-System unterstützt. Das Learning-Modul mit vielfältigen Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung steht rund 87.000 Mitarbeitern zur Verfügung. Das Talent- und Performance-Modul steht aktuell rund 46.500 Mitarbeitern zur Verfügung. Der weitere Roll-out in die gesamte Organisation ist für 2024 geplant.

Leistungsorientierte Vergütung

Unser Anspruch ist es, unseren Mitarbeitern eine wettbewerbsfähige, leistungsgerechte und faire Vergütung zu gewähren. Unser Vergütungssystem Perform & Reward für Führungskräfte (mit Ausnahme der Mitglieder des Vorstands) beinhaltet eine feste monatliche Grundvergütung sowie einen jährlichen variablen Gehaltsbestandteil, dessen Auszahlungshöhe im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Gesellschaft abhängt, in der die Führungskraft tätig ist. Mit klarem Fokus auf die wirtschaftliche Entwicklung von METRO erhalten unsere Führungskräfte darüber hinaus einen mehrjährigen variablen Vergütungsbestandteil, der unsere sCore Strategie nachhaltig in unserem Vergütungssystem verankert. Ergänzt wird die Vergütung von Führungskräften durch Zusatzleistungen wie bspw. ein attraktives Altersvorsorgemodell, die Förderung von Gesundheitsvorsorge sowie ein Mobilitätsbudget, das im Rahmen der Green Car Policy von METRO für ein Fahrzeug, die Bahn oder zur Altersvorsorge genutzt werden kann. —Informationen zur Vergütung des Vorstands finden sich im Vergütungsbericht.

Entwicklung und Bindung von Talenten

Im Bereich Talent & Organizational Development passen die firmeninterne Trainingsakademie House of Learning und das Team Global Leadership & Culture ihre Learning-&-Development-Portfolios kontinuierlich sowohl den Ansprüchen der Mitarbeiter als auch der strategischen Ausrichtung des Unternehmens an. Damit unterstützt der Bereich die Entwicklung und Bindung von Mitarbeitern und Führungskräften – sowohl der METRO AG als auch der Landesgesellschaften.

Die Learning-&-Development-Angebote zielen dabei auf 2 grundlegende Kernfelder:

  • Funktionsspezifische und -übergreifende Lernprogramme: Dieses Angebot wird einerseits für Zielgruppen entwickelt, deren Rollen im Rahmen der sCore Strategie im Fokus bzw. im Wandel stehen (z. B. die mit der kommerziellen Transformation einhergehende Ausbildung der Sales Force Team Leaders zu Sales Coaches). Andererseits werden aber auch funktionsübergreifend Lernlösungen für professionelle Skills-Entwicklung und verpflichtende Compliance-Schulungen angeboten. Diese Angebote stehen allen Mitarbeitern zur Verfügung.
  • Internationale Talent- und Führungskräfteentwicklungsprogramme in Form von mehrmonatigen Programmbausteinen: Dieses Angebot ist Potenzialträgern mit vertikalem Wachstumspotenzial vorbehalten. Dieses Potenzial wird durch regelmäßige Prozesse des Talent-Managements und der Nachfolgeplanung bei METRO kalibriert und validiert. Auf diese Weise werden identifizierte Talente und Führungskräfte auf die Herausforderungen zukünftiger Managementaufgaben im Großhandelsgeschäft vorbereitet. Außerdem wird so die Nachfolgeplanung langfristig sichergestellt.

Die Learning-&-Development-Portfolios werden im globalen Lernmanagementsystem MPower abgebildet, zu dem die Mitarbeiter sowohl der METRO AG als auch der Landesgesellschaften Zugang haben.

Trainings

METRO Landesgesellschaften¹ METRO AG Gesamt
Individuelles Lernen (bspw. E-Learning, Videos, Materialien) Trainergeführtes Lernen (Präsenz- und virtuelle Schulungen) Gesamt
Teilnehmer 925.993 114.557 1.040.550
Teilnehmerstunden 426.421 481.401 907.822

¹ Ohne METRO Indien.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement

Unser Managementsystem für Betriebssicherheit (OSMS), das auf den Grundsätzen der ISO 45001 basiert, zielt darauf ab, ein sicheres und gefahrloses Umfeld für unsere Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden zu schaffen. Im Rahmen der jährlichen konzernweiten Kampagne und um Sicherheit zu einer persönlichen Angelegenheit für jeden Mitarbeiter zu machen, haben wir das Programm #BeSafeAtWork gestartet. Es legt einen starken Fokus auf verhaltensbasierte Arbeitssicherheit. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, auf unsichere Bedingungen zu achten und diese sofort zu beheben, unabhängig davon, ob sie die Anlage bedienen oder in der Nähe arbeiten.# ARBEITSsicherheitsBERICHTERSTATTUNG

Sicherheit hat für METRO stets höchste Priorität. Unsere Strategie zur Betriebssicherheit zielt darauf ab, das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen, dass jeder Einzelne Verantwortung für die Betriebssicherheit trägt. Unterstützt wird dies durch ein transparentes konzernweites Berichtswesen, in dem wir alle Vorfälle, Beinaheunfälle und Nichtkonformitäten dokumentieren. Unser Verfahren zur Verwaltung von Vorfällen ist so konzipiert, dass sichergestellt werden kann, dass jeder Fall rechtzeitig gemeldet wird. Die Berichte werden analysiert und auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse werden Maßnahmen ergriffen.

KPIS FÜR SICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ BEI DER ARBEIT

Die Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR), also die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen (Lost Time Injury) pro 1 Million Arbeitsstunden, beträgt für die METRO Gesellschaften im Geschäftsjahr 2022/23: 6,62 (2021/22: 7,18; 2020/21: 6,90). Darüber hinaus werden Vorfälle nach einem risikobasierten Ansatz untersucht. Beauftragte Mitarbeiter im Unternehmen sind dafür verantwortlich, dass die Ursachen ermittelt und Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden. Wir lernen ständig aus unseren Erfahrungen: Bedeutende Vorfälle werden bei der Entwicklung der konzernweiten Sicherheitskampagne in den Fokus gestellt. Es wurden Sicherheitsaudits durchgeführt, um die Einhaltung der konzernweiten Sicherheitsrichtlinien (Operational Safety Management System) zu messen.

Gesundheit und Wohlbefinden

Unser Anspruch ist es, das physische, mentale, soziale und das finanzielle Wohlbefinden sowie die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu fördern. Hierzu dienen bei der METRO AG folgende Maßnahmen:

  • Mental Health First Aid ist ein Training, das Laien schult, anderen Menschen zu helfen, die sich in einer psychischen Krise befinden oder psychische Gesundheitsprobleme entwickeln, bis der Betroffene professionelle Hilfe erhält oder die Krise abklingt: es wird nicht geschult, wie man psychische Probleme diagnostiziert oder behandelt.
  • Die Themen wie Gesundheitserhaltung, Umgang mit Stress und Resilienz sind Bestandteil unserer Talentprogramme.
  • E-Learnings zu den Themen Resilienz, Burn-out-Vermeidung und Umgang mit Finanzen
  • Yoga-/Sportangebote im METRO Activity Center am Campus
  • Betriebsarzt
  • Psychologische Sprechstunde
  • Mitarbeiterunterstützungsprogramme über externen Dienstleister zur Unterstützung bei der Bewältigung von Krisen

Die Landesgesellschaften entwickeln eigenständig Maßnahmen zum Thema Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter. METRO Pakistan etwa initiierte für Mitarbeiter in den Märkten und im Head Office im November 2022 einen „Monat des mentalen Wohlbefindens“ mit Veranstaltungen zu gesunder Ernährung, physischer Gesundheit und Fitness. METRO Türkei hat bereits bestehende Maßnahmen zum Wohlbefinden analysiert und um weitere Maßnahmen zu Ernährung, Fitness und Entspannung sowie um soziale Aktivitäten wie Sportfeste und Sportwettkämpfe ergänzt.

Faire Arbeitsbedingungen und Sozialpartnerschaft

Maßgeblich für die Gestaltung unserer Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen ist die Werteerklärung der METRO AG. Diese verankert das Verbot von Kinderarbeit, das Verbot von Zwangsarbeit, den Arbeitsschutz, die Koalitionsfreiheit, das Verbot der Ungleichbehandlung in der Beschäftigung und die Einhaltung der jeweiligen Mindestlohnvorschriften in der Unternehmensstruktur. Eine verbindliche Konzernrichtlinie sorgt für die Etablierung der daraus folgenden konkreten Rechte und Pflichten. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen haben wir ein Risikomanagement konzipiert, das effektiv sicherstellen soll, dass Risiken für die geschützten Rechtspositionen entdeckt und mitigiert werden.

National wie international pflegt METRO den stetigen Austausch mit Betriebsräten und Gewerkschaften und bestärkt das Management darin, einen konstruktiven und in beide Richtungen informativen Dialog mit unseren Mitarbeitern und ihren Vertretern zu führen. Das Ergebnis dieses Dialogs sind vielfach Kollektivvereinbarungen auf Ebene von Geschäftseinheiten, Ländern oder Märkten – abhängig von der Gesetzgebung vor Ort und von gängigen Praktiken. Zudem besteht das METRO Euro Forum (MEF), unser europäischer Betriebsrat. Außerdem gibt es einen regelmäßigen sozialen Dialog mit der internationalen Gewerkschaftsorganisation UNI Global auf weltweiter Ebene, bei dem u. a. das Engagement für faire Arbeitsbedingungen und Sozialpartnerschaft erörtert wird.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im Vergleich zum Vorjahr als Durchschnittswerte der 4 Quartale des Geschäftsjahres sowie zum Stichtag 30. September, jeweils auf Vollzeitbasis:

| | \multicolumn{2}{c|}{2021/22} | \multicolumn{2}{c|}{2022/23} |
| :----------------------------------------------------------- | :--------------------------: | :--------------------------: |
| Mitarbeiterentwicklung nach Segmenten auf Vollzeitbasis, Durchschnitt | | |
| auf Vollzeitbasis, zum Stichtag 30.9. | 2022 | 2023 |
| METRO | 87.509 | 84.336 |
| Deutschland | 11.320 | 11.425 |
| West | 25.245 | 24.748 |
| Russland | 10.492 | 9.414 |
| Ost | 34.234 | 32.376 |
| Sonstige | 5.522 | 5.696 |
| METRO AG | 696 | 677 |
| | \multicolumn{2}{c|}{86.910} | \multicolumn{2}{c|}{81.834} |
| | \multicolumn{2}{c|}{11.401} | \multicolumn{2}{c|}{11.350} |
| | \multicolumn{2}{c|}{24.676} | \multicolumn{2}{c|}{24.616} |
| | \multicolumn{2}{c|}{10.361} | \multicolumn{2}{c|}{9.003} |
| | \multicolumn{2}{c|}{34.144} | \multicolumn{2}{c|}{30.474} |
| | \multicolumn{2}{c|}{5.646} | \multicolumn{2}{c|}{5.699} |
| | \multicolumn{2}{c|}{682} | \multicolumn{2}{c|}{692} |

Sozialbelange

Achtung von Menschenrechten

Die Achtung der Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN), der Internationalen Menschenrechtscharta, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie der Erklärung über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) formuliert wurden, gehört zu den Grundwerten von METRO. Dies ist in unserer Werteerklärung zu den Menschenrechten festgeschrieben, die sich sowohl auf unsere eigenen Mitarbeiter als auch auf unsere Geschäftspartner innerhalb unserer Lieferkette beziehen. Eine Haltung mit ähnlichen Werten ist uns auch seitens unserer Geschäftspartner wichtig. Unser Ziel ist es, in unserem eigenen Geschäftsbetrieb sowie in unserer Lieferkette Menschenrechtsverletzungen zu erkennen und ihnen vorzubeugen. Außerdem streben wir danach, die Arbeitsbedingungen in unserer Lieferkette systematisch zu verbessern.

Im Berichtsjahr haben wir unseren Managementansatz zur Achtung der Menschenrechte überprüft und mit der Umsetzung der Anforderungen des in Deutschland im Januar 2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) für die im Anwendungsbereich unmittelbar verpflichteten Unternehmen von METRO begonnen. Dies umfasst u. a. das Social-Compliance-Risikomanagementsystem für Lieferantenbeziehungen mit einer ausdifferenzierten Risikoanalyse. Mit Blick auf die Anforderungen des LkSG hat METRO Deutschland den Verhaltenskodex inhaltlich überarbeitet und bei relevanten Geschäftspartnern als Vertragsbestandteil ergänzt. Außerdem enthalten alle unsere Eigenmarken- sowie Rahmenverträge für Markenlieferanten und die internationalen Standardlogistikverträge eine Klausel zu den Sozialstandards. Die Dienstleisterverträge enthalten entsprechende Verpflichtungen zum Arbeits-, Betriebs- und Sicherheitsrecht. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen haben wir entsprechende Prozesse und Maßnahmen implementiert, die uns helfen, unsere Anforderungen entsprechend durchsetzen zu können.

Bei Verstößen gegen unsere Grundprinzipien zu Menschenrechten können sich unsere Mitarbeiter an ihre Vorgesetzten sowie an die Compliance-Officer des Unternehmens wenden. Mit einem über die METRO Compliance-Seite öffentlich zugänglichen Tool können sowohl interne als auch externe Personen, somit auch Interessengruppen unserer Lieferanten, relevante Fälle bzw. Verstöße melden. Für uns ist es wichtig, dass auch unsere Lieferanten den Beschwerdemechanismus von METRO kennen und Informationen darüber entlang der weiteren Lieferkette bereitstellen. Entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung, ob dies so von unseren Lieferanten auch umgesetzt wird, sind nicht etabliert.

Gemeldete Vorfälle, die unser Unternehmen betreffen, werden zeitnah von unseren Experten untersucht und bearbeitet, um – sofern notwendig – angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Dabei bekennen wir uns dazu, sowohl intern als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten an der Behebung von Auswirkungen der Missstände gemeinsam mit Initiativen und Interessengruppen zu arbeiten und den Zugang zu anderen Rechtsbehelfen nicht zu behindern. Dafür haben wir mit Blick auf die Anforderungen des LkSG einen Präventivmaßnahmen- und Abhilfekatalog entwickelt, der je nach Anwendungsfall entweder bereits bei einer Risikoklassifizierung eines Lieferanten oder spätestens bei Meldung eines sich bestätigenden Vorfalls aufgegeben und nachgehalten werden soll.

Globale Arbeits- und Sozialstandards in der Lieferkette

Um dazu beizutragen, sozialverträgliche Arbeitsbedingungen innerhalb unserer Beschaffungskanäle sicherzustellen und etwaigen Verstößen vorzubeugen, ist neben dem Konzept zur Einhaltung des LkSG sowie der vertraglichen Verankerung unserer Anforderungen die Anwendung von Sozialstandardsystemen in unserer Eigenmarkenlieferkette ein wesentlicher Bestandteil des Einkaufsprozesses. Wir verfolgen den Ansatz, dass unsere Produzenten durch eine unabhängige Drittpartei, z. B. entsprechend dem Lieferkettenmanagement der amfori BSCI, dem Sedex-Audit nach SMETA oder nach äquivalenten Sozialstandardsystemen, auditiert werden. Diese Audits können durch uns angestoßen werden oder wir greifen auf durch andere Unternehmen angestoßene Audits zu, die uns für unsere Bewertung freigegeben werden. Das gilt entsprechend einem Risikoansatz für alle Produzenten bestimmter typischerweise menschenrechtskritischer Lebensmittelkategorien und -industrien, für Produzenten in definierten Risikoländern (basierend auf der Bewertung der amfori BSCI), in denen METRO SOURCING International (MSI) und METRO Food Sourcing (MFS) Importware herstellen lassen, sowie für alle o. g. risikobehafteten Produzenten, die für unsere Vertriebslinien Eigenmarken- oder Eigenimportartikel herstellen.# Risikobewertung, Unternehmensethik und Transparenz

Diese Risikobewertung musste auch im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands in der Ukraine nicht angepasst werden, da sie allgemeingültig ist. Grundsätzlich lassen wir Audits entsprechend den Auditzyklen der von METRO akzeptierten Sozialstandards regelmäßig durch externe Auditoren vor Ort durchführen. Bereits seit vielen Jahren arbeiten wir auf der Grundlage eines entsprechenden Prozesses für unsere Non-Food-Produzenten¹³ und führen diesen analog auch für alle Food- und Near-Food-Produzenten im Eigenmarkenbereich schrittweise ein. Bis dato haben MFS und die Landesgesellschaften METRO Deutschland und METRO Frankreich den Prozess vollständig implementiert. Die Landesgesellschaft METRO Türkei ergänzt fortlaufend ihr Produzentenportfolio in dem Food- und Near-Food-Prozess und unsere Einkaufsgesellschaft Rotterdam Trading Office (RTO) hat damit begonnen, den Prozess für ihre Fleischlieferanten einzuführen. Weitere Einkaufs- und Landesgesellschaften bereiten sich auf die Implementierung vor. Bis 2030 streben wir an, unsere gesamte Eigenmarkenlieferkette, soweit diese in Bezug auf potenzielle Menschenrechtsverletzungen risikobehaftet ist, in diesen Prozess einzubeziehen. Die Landesgesellschaften werden hierzu geschult und schrittweise in das Programm eingegliedert. Im Berichtsjahr haben 8 nationale Tochtergesellschaften ihre Kenntnisse über das Programm aufgefrischt und/oder neue Kollegen über Online-Schulungen trainiert.

Die Covid-19-Pandemie und auch der Krieg in der Ukraine hatten bzw. haben Auswirkungen auf unsere Lieferkette. Gerade die Erfahrungen aus diesen Störungen der Lieferkette berücksichtigend, sehen wir in verantwortungsvollen Beschaffungspraktiken den Schlüssel zur Stärkung von Geschäftsbeziehungen, zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität und zum Schutz der Menschenrechte in globalen Wertschöpfungsketten.

Zum 30. September 2023 haben 454 von 492 berichteten aktiven risikobehafteten Eigenmarken-Non-Food-Produzenten¹⁴ und 118 von 186 entsprechenden Food-/Near-Food-Produzenten¹⁵ den Auditierungsprozess durchlaufen¹⁶. Davon haben 100 % (454) der Non-Food-Produzenten und 98 % (116) der Food-/Near-Food-Produzenten das Audit erfolgreich absolviert.

Non-Food-Produzenten, die das Audit nicht bestehen, können seit dem 1. Januar 2019 nur mit einem akzeptablen Auditergebnis als Vertragspartner von METRO beauftragt werden, d. h. für amfori BSCI mindestens mit einem A-, B- oder C-Auditergebnis oder einem erfolgreich bestandenen als äquivalent zugelassenen Audit. Für alle Food-/Near-Food-Lieferanten gilt bis auf Weiteres, dass auch amfori-BSCI-D- und in Ausnahmefällen auch -E-Auditergebnisse (und entsprechende Äquivalente anderer von METRO anerkannter Standards) ausreichen, um von METRO beauftragt werden zu können.

Die Überprüfung der Einhaltung unserer Anforderungen erfolgt über eine interne IT-gestützte Prozessmanagement-Datenbank, die einen Überblick über das Portfoliomanagement der betroffenen Lieferanten sowie der zugehörigen Produzenten ermöglicht. Die Datenbank wird auch dazu genutzt, das Einhalten von vertraglichen Vereinbarungen sowohl bei der Geschäftsanbahnung als auch bei der Suspendierung von Geschäftsbeziehungen zu überwachen. Bei Verfehlungen in Bezug auf die von METRO spezifizierten sog. Dealbreaker im Rahmen von laufenden Geschäftsbeziehungen wird eine Suspendierung des Lieferanten ausgelöst. Als Dealbreaker gelten bestimmte Befunde in den Bereichen Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Arbeitssicherheit mit Bezug auf Brandschutz und ethisches Verhalten. Lieferanten und ihre Produzenten mit einem solchen Befund werden von METRO verpflichtet, kurz- und langfristige Lösungen zur Beseitigung der Dealbreaker zu erarbeiten. Neue Aufträge oder Folgeaufträge werden so lange ausgesetzt, bis die im Dealbreaker-Prozess erfassten Befunde behoben wurden.

Um zur Verbesserung der sozialen Anforderungen bei den Produzenten unserer Eigenmarken beizutragen und damit den Anteil gültiger Sozialaudits weiter zu steigern, arbeiten MSI, MFS sowie METRO Türkei mit unseren Produzenten vor Ort zusammen und begleiten diese im Rahmen von Schulungen, die dem Verständnis und der Einhaltung der Sozialstandardvorgaben dienen. Indem wir unsere Eigenmarkenlieferanten zu der Umsetzung von fairen Arbeitsbedingungen schulen, sensibilisieren wir sie für die Einhaltung dieser Bedingungen und für die Vermeidung von Verstößen.

Unternehmensethik und Transparenz

Der Vorstand der METRO AG stellt an sich selbst und seine Mitarbeiter hohe Ansprüche hinsichtlich des integren und ethisch einwandfreien Verhaltens sowie der Einhaltung von Regeln und Gesetzen, um durch verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln einen vertrauensvollen Umgang mit Kunden, Aktionären, Geschäftspartnern sowie der Öffentlichkeit zu erlangen.

Strategischer Eckpfeiler des verantwortungsbewussten unternehmerischen Handelns ist das vom Vorstand der METRO AG verantwortete Compliance-Managementsystem als unverzichtbares Element guter Corporate Governance. Es bietet eine Struktur zur dauerhaften Vermeidung, Aufdeckung und Sanktionierung von Verstößen in den wesentlichen Risikobereichen und ist neben dem Risikomanagement- und dem internen Kontrollsystem sowie der internen Revision Teil des Governance-, Risiko- und Compliance-Systems (GRC-System).

Im Konzernkomitee für Governance, Risiken und Compliance (GRC-Komitee) unter Leitung des Finanzvorstands der METRO AG erfolgt regelmäßig ein Austausch über die Methoden und die Weiterentwicklung der GRC-Teilsysteme. Über das GRC-Komitee erfolgt auch mindestens halbjährlich die Berichterstattung und strategische Einbindung des Vorstands der METRO AG.

Compliance – einschließlich der Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie von Kartellrechtsverstößen

Mit einem konzernweiten Compliance-Managementsystem (CMS) bündelt METRO Maßnahmen zur Einhaltung von Rechtsvorschriften und selbst gesetzten Verhaltensstandards einschließlich wesentlicher Risiken wie der Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie von Kartellrechtsverstößen. Das CMS zielt darauf ab, Regelverstößen im Unternehmen systematisch und dauerhaft vorzubeugen, sie andernfalls aufzudecken und festgestellte Regelverstöße zu sanktionieren sowie daraus Maßnahmen zur Erreichung künftiger Regeltreue abzuleiten.

Die METRO Geschäftsgrundsätze, die konzernweit vor allem durch fortlaufende Trainingsmaßnahmen nachhaltig verankert werden, bilden den inhaltlichen Kern der Compliance-Initiativen. Das CMS setzt auf den METRO Geschäftsgrundsätzen auf. Geschäftsgrundsatz Nr. 2 verbietet bspw. ausdrücklich Korruption und Bestechung im Umgang mit Geschäftspartnern und Behörden. Geschäftsgrundsatz Nr. 5 stellt klar, dass die Regeln des fairen Wettbewerbs zu respektieren sind.

Bei der Einrichtung des CMS hat METRO sich an den im Prüfungsstandard IDW PS 980 (Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance-Managementsystemen) dargestellten Grundelementen eines solchen Systems orientiert. Es operationalisiert risikobasiert die 7 CMS-Elemente mit einer Fülle von organisatorischen, strukturellen, prozessualen und individuellen Maßnahmen für alle wesentlichen Konzerngesellschaften.

Der Vorstand der METRO AG und die Geschäftsführungen der METRO Konzerngesellschaften leben das korrekte Verhalten vor. Neben informellem Role Modeling gehören regelmäßige Tone-from-the-Top-Botschaften in den Organisationen zum Standard. Neue Mitglieder von Leitungsgremien und andere Executives erhalten ein Compliance-Onboarding zu Beginn ihrer Tätigkeit.

Hinweisen auf Compliance-Vorfälle wird in einem definierten und objektiven Prozess nachgegangen. Daran sind alle wesentlichen Funktionen einschließlich Compliance, Recht, Revision und Personal beteiligt. Das definierte Ziel des CMS wird über Steuerungstools des Personalwesens zusätzlich in die Organisation getragen. Im Rahmen der regelmäßigen Mitarbeitergespräche fließen Compliance-Aspekte in die Bewertung ein.

Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Compliance-Risiken im CMS risikobasiert. Im Rahmen von regelmäßigen Risikoüberprüfungen in den jeweiligen Einheiten auf Grundlage eines standardisierten Prüfungsprozesses werden die Compliance-Risiken laufend auf Vollständigkeit und Relevanz überprüft. Darüber hinaus wird jede relevante Konzerneinheit in 1 von 3 Risikoklassen eingestuft. Hierfür werden externe und interne Indikatoren herangezogen wie etwa Indizes von Transparency International, Mitarbeiterzahl und der Compliance-Reifegrad in vergangenen Perioden. Für jede Risikoklasse ist ein Compliance-Programm mit unterschiedlichen Intensitäten definiert.

Grundlage sind die für jedes wesentliche Compliance-Risiko entwickelten und durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinien. Im Bereich der Bekämpfung von Korruption und Bestechung sind dies Richtlinien zum Umgang mit Geschäftspartnern, Amtsträgern und externen Beratern, einschließlich der Leitlinien für eine Geschäftspartnerprüfung. Im Bereich der Vermeidung von Kartellrechtsverstößen ist dies eine Kartellrechtsrichtlinie, einschließlich der Leitlinien für das Verhalten im Rahmen von Verbandstätigkeit und anderen Zusammentreffen mit Wettbewerbern.

Umgesetzt wird das CMS durch die Compliance-Organisation. Hierzu ist in jeder relevanten Konzerngesellschaft ein Compliance-Officer bestellt. Dieser berichtet direkt an den Bereich Corporate Compliance der METRO AG als Teil von Corporate Legal Affairs & Compliance. Corporate Compliance hält das CMS konzeptionell und inhaltlich auf einem risikoangemessenen Stand und gibt für jedes CMS-Element die Konzepte und Tools zur Umsetzung in den METRO Gesellschaften vor. Die disziplinarische und fachliche Führung der Compliance-Officer erfolgt über institutionalisierte Berichtstermine und Zielvereinbarungen. Die Compliance-Officer berichten in ihren Einheiten regelmäßig direkt an ihre Geschäftsführung. Daneben werden identifizierte wesentliche Compliance-Risiken im Rahmen der weiteren GRC-Teilsysteme aufgegriffen und auch in den dortigen Systemen nachgehalten.# Beschäftigte wie auch externe Dritte haben über ein IT-gestütztes Hinweisgebersystem sowie über gesonderte Meldestellen in jeder relevanten Konzerngesellschaft die Möglichkeit, (ggf. anonym) Hinweise auf vermutetes oder vorliegendes Fehlverhalten und Risiken im Geschäftsbereich von METRO und ihren direkten und indirekten Zulieferern zu geben. Alle gemeldeten Regelverstöße – unabhängig davon, ob die Maßnahmen zur Einhaltung dieser Regeln in die Zuständigkeit der Compliance-Organisation fallen – werden im Rahmen des CMS durch das etablierte Compliance-Incident-Handling-System, das durch die Compliance-Organisation betrieben wird, systematisch aufgearbeitet und (sofern angemessen und notwendig) sanktioniert. Compliance-Themen und -Maßnahmen werden über vielfältige Kanäle im Unternehmen systematisch und adressatengerecht an die Belegschaft kommuniziert. Ein Kerninstrument sind verpflichtende Compliance-Schulungen, die entweder als Präsenz- oder E-Training durchgeführt werden. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden gruppenweit Compliance-Schulungen durchgeführt. Die Auswahl der zu schulenden Mitarbeitergruppen erfolgt risikobasiert. Im Rahmen der Schulungen werden praxisnahe Inhalte vermittelt. Neben Schulungen werden viele andere Kommunikationsformate wie z. B. Compliance-Talks, Poster, Flyer, Intranet, Abteilungsbesuche, Funktions- und Führungskräftekonferenzen sowie Personalentwicklungsveranstaltungen genutzt. Die Gesellschaften von METRO arbeiten mit einer Vielzahl von externen Geschäftspartnern zusammen. Bevor vertragliche Beziehungen eingegangen werden, erfolgt eine risikobasierte Prüfung, ob aus Compliance-Sicht Gründe gegen die Beauftragung sprechen. Insbesondere bestimmte Gruppen von Geschäftspartnern, wie z. B. Berater mit auftragsgemäßem Kontakt zu Amtsträgern, erfordern eine dem Risiko angemessene vertiefte Prüfung. Hierfür steht allen Konzerngesellschaften ein digitales Tool zur Compliance-Prüfung zur Verfügung. Der Prüfungsansatz ist risikobasiert und die Prüfung kann in verschiedenen Intensitätsgraden durchgeführt werden, etwa in Form von Selbstauskünften oder durch Nutzung von externen Datenbanken mit relevanten Risikoinformationen. Die ordnungsmäßige Durchführung der risikobasiert definierten Maßnahmen zur Umsetzung des CMS wird über ein regelmäßiges KPI-Reporting sichergestellt. Auf Grundlage des KPI-Reportings wird jährlich ein Compliance-Reifegrad ermittelt, der wiederum in die Risikoklassifizierung und die Maßnahmendefinition einfließt. Die Wirksamkeit der internen Compliance-Kontrollen ist regelmäßig Teil des Prüfungsplans der internen Revision. Im Rahmen des GRC-Ansatzes von METRO bewertet die Konzernrevision jährlich die Wirksamkeit des konzernweiten CMS. Diese Bewertung wird Vorstand und Aufsichtsrat als Teil der regelmäßigen Berichterstattung zu Compliance-Themen vorgelegt. Insgesamt hat METRO weitreichende Prozesse und Maßnahmen implementiert, die einen angemessenen Compliance-Reifegrad sicherstellen sollen.

Schutz personenbezogener Daten

Der Schutz personenbezogener Daten von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern ist für METRO ein hohes Gut. Dies gilt insbesondere im Hinblick darauf, dass Unternehmensprozesse zunehmend digitalisiert werden und so die Erfassung, Verarbeitung und Speicherung von Daten erforderlich wird. METRO verpflichtet sich stets, den jeweiligen Datenschutzgesetzen der Länder, in denen METRO aktiv ist, gerecht zu werden. Dazu verfügt METRO über eine konzernweite Datenschutzorganisation mit verschiedenen Verantwortlichkeiten sowie eine verbindliche Datenschutzrichtlinie, die einheitliche Standards zum Umgang mit personenbezogenen Daten für alle Konzernunternehmen beinhaltet, daneben gelten die nationalen Gesetze. Für in Europa tätige Unternehmen umfasst dies insbesondere Vorgaben zum Umgang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben im Konzern soll dadurch kontinuierlich und umfassend überprüft werden. Im Geschäftsjahr wurden die datenschutzrechtlich gebotenen Folgemaßnahmen zur Cyberattacke vom Oktober 2022 in die Wege geleitet, wie z. B. die Information der Betroffenen. Im Übrigen wurde das interne Prüfverfahren zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben durch die Konzernunternehmen fortentwickelt.

Kunden

Im Interesse unserer Kunden sind wir als Großhändler verantwortlich für die Einhaltung anerkannter Produktsicherheits- und Qualitätsstandards. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf unseren Eigenmarken – die Food-, Non-Food- und Near-Food-Artikel umfassen –, denn hier haben wir den größten Einfluss. Dies spiegelt sich auch in unserer sCore Strategie wider, die darauf abzielt, den Anteil der Eigenmarken bis 2030 auf über 35 % zu erhöhen.

Produktqualität und -sicherheit

Grundlage für die Gewährleistung einer einwandfreien Produktsicherheit und -qualität sind unsere METRO Qualitätspolitik sowie unser globaler METRO Qualitätsansatz, der in allen METRO Gesellschaften eingeführt wurde. Ein Steuerungssystem wurde eingerichtet, um die o. g. Prozesse zu kontrollieren und die Wirksamkeit der Umsetzung der globalen METRO Qualitätsstandards zu gewährleisten. Alle METRO Einheiten müssen auf der Grundlage einer Risikobewertung mit einem akzeptablen Ergebnis von mindestens 75 % geprüft werden oder andernfalls einen intensiven Entwicklungsplan durchlaufen, der von der Qualitätssicherung überwacht wird. Das Top-Management ist in die Prozesse eingebunden, z. B. wird der Vorstand einmal im Jahr durch die Vorlage eines Qualitätssicherheitsberichts informiert, der alle produktqualitäts- und sicherheitsrelevanten KPIs und Messungen enthält. Wir ergreifen verschiedene Maßnahmen, um ein einheitliches Niveau der Produktqualität und -sicherheit zu gewährleisten. Um sicherzustellen, dass unsere Eigenmarkenprodukte den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden entsprechen, entwickeln wir bspw. unser Eigenmarkensortiment zusammen mit Profiköchen kontinuierlich weiter. Außerdem arbeiten wir mit ausgewählten Lieferanten zusammen, um sichere, konforme und hochwertige Eigenmarkenprodukte anzubieten. Alle METRO Eigenmarkenlieferanten müssen nach einem der international anerkannten Standards, z. B. GFSI oder ISO, zertifiziert sein oder das METRO Food Safety and Quality Audit auf der Grundlage unserer „METRO Assessment Solution (MAS)“-Checkliste bestehen. Darüber hinaus sind in detaillierten Produktspezifikationen alle relevanten Qualitäts- und Gesetzesanforderungen festgelegt. Der Qualitätssicherungsprozess für Eigenmarkenprodukte, einschließlich der Entwicklung und Genehmigung von Spezifikationen, wird über ein maßgeschneidertes METRO IT-Tool (MQuality) abgewickelt. Das IT-Tool hilft uns, unsere Prozesse zu optimieren und die Umsetzung des Qualitätssystems angemessen zu überwachen. Zu diesem Zweck werden die Mitarbeiter der Qualitätssicherung auch regelmäßig über spezielle Kommunikationskanäle zu aktuellen Fragen der Produktqualität und -sicherheit geschult. Zur Vermeidung von Produktsicherheits- und -qualitätsrisiken arbeiten wir mit renommierten Laboren und Zertifizierungsstellen zusammen, um unsere Eigenmarkenprodukte zu prüfen und zu bewerten sowie kontinuierliche Verbesserungen zu gewährleisten.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft stand im Geschäftsjahr 2022/23 unter dem Eindruck der geopolitischen Spannungslage, die maßgeblich durch Russlands Krieg in der Ukraine bestimmt wird. Sie wuchs im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger dynamisch (vgl. Tabelle Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach Regionen). Deutschland rutschte im Jahresverlauf in eine Rezession und die deutsche Wirtschaft entwickelte sich insgesamt leicht rückläufig. Ähnlich schwach wie in Deutschland verlief die wirtschaftliche Entwicklung in zahlreichen Ländern der Region West. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr real aber noch leicht gewachsen. In der Region Ost war die wirtschaftliche Entwicklung uneinheitlich. Die Wachstumsrate für die Region Ost lag unter der des Vorjahres. Die russische Wirtschaft entwickelte sich hingegen leicht besser. Der private Konsum entwickelte sich in den Regionen Deutschland, West und Ost deutlich schwächer als im Vorjahr. Die Entwicklung blieb hinter der des realen Bruttoinlandsprodukts zurück. Der private Konsum fiel damit als Wachstumstreiber in Deutschland und der Region West nahezu aus. Dazu hat auch die weiterhin hohe Inflation beigetragen. Die Inflation hat ihren Höhepunkt in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres überschritten. Allerdings dauerten die Preissteigerungen bei Lebensmitteln weiterhin an und schwächten sich erst mit zeitlicher Verzögerung ab. In zahlreichen Ländern liegt die Lebensmittelinflation weiterhin auf sehr hohem Niveau und oberhalb der Gesamtinflation. Zum Rückgang der Inflation hat zum einen der deutlich nachlassende Energiepreisanstieg beigetragen, der in vielen Ländern auf wirtschaftspolitische Maßnahmen zurückzuführen ist. Zum anderen haben die Zentralbanken fiskalpolitische Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation umgesetzt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat z. B. im Zeitraum des Berichtsjahres 8 Zinserhöhungen vorgenommen. Der positiven Wirkung bei der Bekämpfung der Preissteigerung steht der Nachteil einer restriktiven Geldpolitik gegenüber, dass von ihr i. d. R. keine Wachstumsimpulse ausgehen. Ausgehend von einem historisch niedrigen Niveau erholte sich das Konsumentenvertrauen in den Ländern der Europäischen Union zunächst kontinuierlich. In den letzten beiden Monaten des Geschäftsjahres ging der Wert aber wieder zurück. Während des gesamten Geschäftsjahres lag das Verbrauchervertrauen deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Der Umsatz im Gastgewerbe entwickelte sich ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut positiv. Das Gastgewerbe verzeichnete in Deutschland und vielen Ländern West- und Osteuropas bezogen auf das gesamte Jahr erneut 2-stellige Wachstumsraten.Die Wachstumsdynamik schwächte sich unterjährig jedoch teilweise deutlich ab. Die nominalen Erlöse erreichten durchweg mindestens wieder das Niveau des letzten Jahres vor der Pandemie. Bereinigt um Preissteigerung hat das Gastgewerbe noch nicht überall das Vor-Pandemie-Niveau wieder erreicht. Nach Daten des Statistischen Bundesamts liegt z. B. in Deutschland der reale Gastgewerbeumsatz bisher bei nur etwa 90 % davon.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach METRO Regionen.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach Regionen
Veränderungen zum Vorjahr in %
| | 2021/22¹ | 2022/23² |
| --------------- | -------- | -------- |
| Welt | 3,8 | 2,4 |
| Deutschland | 2,1 | -0,1 |
| West | 5,0 | 1,3 |
| Russland | 0,2 | 0,8 |
| Ost | 4,7 | 2,2 |

Reales BIP-Wachstum auf USD-Basis und, außer für „Welt“, um Kaufkraft korrigiert. Die Werte sind auf Basis des Geschäftsjahres berechnet. Quelle: Oxford Economics.
¹ Vorjahreswerte können ggü. dem Geschäftsbericht 2021/22 geringfügig abweichen, da retrospektive Korrekturen durch den Datenanbieter vorgenommen werden.
² Prognose.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gesamtaussage des Vorstands der METRO AG zum Geschäftsverlauf und zur Lage von METRO

Der Vorstand blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr im Rahmen der Erwartungen zurück. In einem herausfordernden Umfeld schritt die Umsetzung der sCore Wachstumsstrategie voran und es konnten Marktanteile verteidigt werden. Der konsequente Fokus auf die Umsetzung der sCore Strategie zahlte sich aus und wir haben deutliche Fortschritte in der Stärkung der Belieferung, im Online-Geschäft sowie auch bei der Großhandelsoptimierung unserer Märkte gemacht. Das Geschäftsjahr 2022/23 war durch herausfordernde Rahmenbedingungen aufgrund der anhaltenden Inflation, steigender Kosten sowie des Cyberangriffs in Q1 2022/23 geprägt. Mit der Akquisition von JHB in Skandinavien hat METRO das Portfolio in Richtung Belieferungsgeschäft verstärkt. Im Zusammenhang mit der Umsetzung von sCore wurde das Portfolio um Indien bereinigt, da das Land perspektivisch nicht im Einklang mit der sCore Strategie stand. Der Umsatz erreichte die obere Hälfte der Prognosespanne. Das EBITDA bereinigt ging erwartungsgemäß zurück und liegt in der unteren Hälfte des Prognosekorridors. Das berichtete Ergebnis je Aktie (EPS) beträgt 1,21 € (2021/22: -0,92 €). Der Anstieg ist signifikant geprägt von dem Verkauf eines Teils des METRO Campus und dem Verkauf des indischen Geschäfts. Zudem fielen positive nicht zahlungswirksame Währungseffekte im Finanzergebnis an. METRO hat ein starkes Geschäftsmodell. Daran will das Unternehmen seine Aktionäre mit einer attraktiven Dividende teilhaben lassen. Die regelmäßige Ausschüttungsquote beträgt 45 % bis 55 % des EPS. Dementsprechend schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2022/23 eine Dividende i. H. v. 0,55 € je Stamm- und Vorzugsaktie¹⁹ zu zahlen.

Finanz- und Vermögenslage

Finanzmanagement

Grundsätze und Ziele der Finanzaktivitäten

Für die Steuerung der Finanzierungstätigkeiten des Konzerns ist die METRO AG zentral verantwortlich. Sie sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns, reduziert finanzielle Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, und vergibt Kredite an die Konzerngesellschaften. Ziel ist es, den Finanzbedarf der Konzerngesellschaften kosteneffizient und in ausreichender Höhe über die internationalen Banken- und Kapitalmärkte sowie unter der Nutzung von konzerninternen Cashpool-Strukturen zu decken. Grundlage für die Finanzaktivitäten ist die Konzernfinanzplanung, die alle wesentlichen Gesellschaften berücksichtigt. Die Auswahl der Finanzprodukte orientiert sich grundsätzlich an den Fristigkeiten der zugrunde liegenden Geschäfte.

—Informationen zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen finden sich im Konzernanhang – Nr. 39 Management der finanzwirtschaftlichen Risiken.

Rating

Die METRO AG verfügt über ein Investment-Grade-Rating (langfristig BBB-/kurzfristig A-3) von Standard & Poor’s, das am 17. März 2023 mit stabilem Ausblick bestätigt wurde. Das Rating unterstützt den Zugang zu den internationalen Geld- und Kapitalmärkten, der insbesondere im Rahmen des Euro Commercial Paper Programme sowie des Anleiheemissionsprogramms bei entsprechendem Bedarf genutzt wird. Dabei findet ein regelmäßiger Dialog mit Kreditinvestoren und -analysten statt.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Deckung des mittel- bis langfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt im Wesentlichen über ein Anleiheemissionsprogramm. Das Anleiheemissionsprogramm wurde zum 30. September 2023 mit insgesamt 701 Mio. € in Anspruch genommen. Die Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt im Wesentlichen über ein Euro Commercial Paper Programme sowie bilaterale Kreditlinien. Zum 30. September 2023 betrug die Inanspruchnahme des Commercial Paper Programms 225 Mio. € (30.9.2022: 0 Mio. €) und die der bilateralen Kreditlinien 112 Mio. €. Als Liquiditätsreserve hat die METRO AG eine syndizierte Kreditlinie i. H. v. 1.000 Mio. € sowie zusätzlich bilaterale Kreditlinien i. H. v. 150 Mio. € vereinbart. Eine Inanspruchnahme während des Berichtszeitraums erfolgte nicht.

—Weitere Informationen zu Finanzierungsprogrammen und Kreditlinien finden sich im Konzernanhang – Nr. 32 Finanzschulden (ohne Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen).

Investitionen/Desinvestitionen

Im Geschäftsjahr 2022/23 hat METRO 1.147 Mio. € investiert und liegt damit 212 Mio. € über dem Investitionsvolumen des Vorjahres von 935 Mio. €. Der Investitionsanstieg resultiert zu wesentlichen Teilen aus Mietvertragsverlängerungen für zahlreiche Standorte im Portfolio, insbesondere in Frankreich und Italien. Daneben schlägt sich im Segment West die Unternehmensakquisition des FSD-Unternehmens Johan i Hallen & Bergfalk (JHB) nieder, eines führenden schwedischen Spezialanbieters für Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte. Als wesentliche Säule der sCore Strategie wurde im Geschäftsjahr 2022/23 zudem vermehrt in das Belieferungsgeschäft und die Transformation von Großmärkten in sog. Multichannel Fulfilment Centres investiert. Durch die Umbauten werden zielgerichtet Belieferungskapazitäten erweitert und eine effiziente Verzahnung der Vertriebskanäle wird sichergestellt. Auch der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit wurde im Geschäftsjahr 2022/23 beibehalten und Investitionen ggü. dem Vorjahr wurden erhöht. Darüber hinaus wurde weiterhin verstärkt in den Bereich der Digitalisierung investiert. Die Anzahl der Großmärkte reduzierte sich im Geschäftsjahr 2022/23 um insgesamt 36 auf 625 Standorte. Der Rückgang ist bedingt durch den Marktaustritt in Indien (31 Standorte), 2 temporär nichtoperative Großmärkte in der Ukraine, 2 kartellrechtlich bedingte Verkäufe ehemaliger AGM-Standorte sowie durch die Umwandlung eines AGM-Großmarkts in ein Depot. Die Einzahlungen aus Desinvestitionen betragen 317 Mio. € und betreffen im Wesentlichen Immobilienveräußerungen.

—Weitere Informationen zu Desinvestitionen finden sich im Konzernabschluss – Kapitalflussrechnung sowie im Konzernanhang – Nr. 37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung.

Investitionen von METRO
| Veränderung Mio. € | 2021/22 | 2022/23 | absolut | % |
| ------------------- | ------- | ------- | ------- | ----- |
| Deutschland | 107 | 91 | -16 | -15,3 |
| West | 343 | 562 | 219 | 63,9 |
| Russland | 41 | 60 | 19 | 47,5 |
| Ost | 169 | 237 | 69 | 40,7 |
| Sonstige | 275 | 197 | -78 | -28,4 |
| METRO | 935 | 1.147 | 212 | 22,7 |

Liquidität (Kapitalflussrechnung)

Aus der betrieblichen Tätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2022/23 ein Mittelzufluss von 721 Mio. € (2021/22: Mittelzufluss 931 Mio. €) generiert. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Rückgang des EBITDA bereinigt zurückzuführen. Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ist ein Mittelabfluss von 46 Mio. € (2021/22: Mittelabfluss 320 Mio. €) zu verzeichnen. Gestiegenen Auszahlungen für Investitionen stehen höhere Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen und sonstigen Desinvestitionen gegenüber, die vor allem im Zusammenhang mit Immobilienveräußerungen stehen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist einen Mittelabfluss von 820 Mio. € (2021/22: Mittelabfluss 1.308 Mio. €) aus. Hierin sind der Abbau von Finanzschulden i. H. v. 179 Mio. € und Leasingauszahlungen i. H. v. 591 Mio. € enthalten. Die Summe der Cashflows beläuft sich auf -145 Mio. € (2021/22: -696 Mio. €).

—Erläuterungen finden sich im Konzernabschluss – Kapitalflussrechnung sowie im Konzernanhang – Nr. 37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung.

— Aus der Kapitalflussrechnung leitet sich gem. nachfolgender Übersicht der Free Cashflow ab. METRO hat diese Kennzahl eingeführt, um die in einer Periode erwirtschafteten Mittel darzustellen, die vor allem zur Tilgung von Schulden, zur Zahlung von Dividenden und für Unternehmenstransaktionen zur Verfügung stehen.

Free Cashflow
| Mio. € | 2021/22 | 2022/23 |
| -------------------------- | ------- | ------- |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 931 | 721 |
| Investitionen (ohne Geldanlagen) | -414 | -550 |
| Desinvestitionen | 272 | 317 |
| Leasingauszahlungen | -572 | -591 |
| Gezahlte und erhaltene Zinsen | -34 | -26 |
| Sonstige Finanzierungstätigkeit | 7 | -17 |
| Free Cashflow | 190 | -147 |

Kapitalstruktur

Die Konzernbilanz von METRO weist zum 30. September 2023 ein Eigenkapital i. H. v. 2,0 Mrd. € aus (30.9.2022: 2,4 Mrd. €). Das Eigenkapital verringerte sich im Wesentlichen aufgrund der Entwicklung der Währungsumrechnungsdifferenzen i. H. v. -768 Mio. €, zu der die Wertentwicklung des russischen Rubels maßgeblich beitrug. Gegenläufig hat sich das Periodenergebnis mit 439 Mio. € im Eigenkapital positiv ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote beträgt 17,4 % (30.9.2022: 18,4 %).

—Weitere Informationen zum Eigenkapital finden sich im Konzernanhang unter Nr. 27 Eigenkapital.

Die Nettoverschuldung hat sich wie folgt entwickelt:

Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 825 591
Kurzfristige Geldanlagen¹ 19 21
Finanzschulden (inkl. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen) 4.124 3.663
Nettoverschuldung 3.281 3.051

¹ In der Bilanz in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristig) enthalten.# Weitere Angaben zur Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur der finanziellen Schulden sowie zu Kreditlinien finden sich im Konzernanhang – Nr. 32 Finanzschulden (ohne Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen) sowie Nr. 37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung. Die Finanzschulden verringerten sich rückzahlungsbedingt und aufgrund des Verkaufs von METRO Indien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken überwiegend währungsbedingt um 0,2 Mrd. €. Ggü. dem 30. September 2022 ist die Fremdkapitalquote von 81,6 % um 1,0 Prozentpunkte auf 82,6 % gestiegen.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2022/23 reduzierte sich die Bilanzsumme von METRO um 1,2 Mrd. € auf 11,6 Mrd. € (30.9.2022: 12,9 Mrd. €). Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte resultiert überwiegend aus der Akquisition von Johan i Hallen & Bergfalk. Zum Rückgang des Sachanlagevermögens um 0,6 Mrd. € haben insbesondere die Kursentwicklung des russischen Rubels sowie die Veräußerung von METRO Indien beigetragen. Auch die Vorräte waren deutlich von der Rubel-Kursentwicklung betroffen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind im Zuge der Rückzahlung von Anleihen im Stichtagsvergleich um 0,2 Mrd. € gesunken.

Mio. € Anhang Nr. 30.9.2022 30.9.2023
Langfristige Schulden 3.813 3.526
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28 360 351
Sonstige Rückstellungen 29 163 166
Finanzschulden 30, 32, 34 3.065 2.838
Sonstige finanzielle und sonstige andere Verbindlichkeiten 30, 33 71 80
Latente Steuerschulden 21 153 90
Kurzfristige Schulden 6.677 6.100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30, 31 3.855 3.667
Rückstellungen 29 316 305
Finanzschulden 30, 32, 34 1.059 825
Sonstige finanzielle und sonstige andere Verbindlichkeiten 30, 33 1.180 1.098
Ertragsteuerschulden 30 267 205

Weitere Informationen zur Entwicklung der Schulden finden sich im Konzernanhang unter den in der Tabelle angegebenen Nummern. Angaben zu Eventualverbindlichkeiten sowie sonstigen finanziellen Verpflichtungen finden sich im Konzernanhang – Nr. 40 Eventualverbindlichkeiten und Nr. 41 Sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Mio. € Anhang Nr. 30.9.2022 30.9.2023
Langfristige Vermögenswerte 7.722 6.929
Geschäfts- oder Firmenwerte 17 647 712
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 17 572 623
Sachanlagen 18 5.735 5.091
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 19 172 106
Finanzanlagen 84 71
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 108 97
Sonstige finanzielle und sonstige andere Vermögenswerte 20 117 78
Latente Steueransprüche 21 287 151
Kurzfristige Vermögenswerte 5.132 4.718
Vorräte 22 2.455 2.242
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23 601 674
Finanzanlagen 3 1
Sonstige finanzielle und sonstige andere Vermögenswerte 20 928 938
Ertragsteuererstattungsansprüche 102 92
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25 825 591
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 26 219 180

Weitere Informationen zur Entwicklung der lang- und kurzfristigen Vermögenswerte finden sich im Konzernanhang unter den in der Tabelle angegebenen Nummern.

Ertragslage

Geschäftsverlauf des Konzerns im Überblick

Im Geschäftsjahr 2022/23 wuchs der Umsatz in lokaler Währung um 5,6 % trotz der während des Cyberangriffs in Q1 2022/23 entgangenen Umsatzerlöse (niedriger 3-stelliger Millionen-Euro-Betrag). Zu dem Wachstum trugen insbesondere die Segmente Ost, West und Deutschland bei. Der Umsatz in Russland entwickelte sich kriegsbedingt rückläufig, u. a. da das Vorjahr durch Vorratskäufe im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine gestützt war. Das Geschäftsjahr vergleicht sich außerdem zu einer deutlich positiven Entwicklung im Vorjahr, die auf eine Kombination aus steigender Inflation und starkem Momentum im Bereich HoReCa zurückzuführen war. Des Weiteren sind die Umsätze des indischen Geschäfts nach dem Verkauf nur bis April 2023 enthalten. Der berichtete Umsatz wuchs um 2,7 % auf 30,6 Mrd. €. Negative Wechselkurseffekte fielen insbesondere in der Türkei, in Russland, in der Ukraine und in Pakistan an. Alle Vertriebskanäle trugen zum Wachstum bei: Umsatz im stationären Geschäft wuchs auf 23,3 Mrd. € (+0,2 %), der Belieferungsumsatz auf 7,1 Mrd. € (+11,2 %) und der Umsatz von METRO MARKETS auf 0,1 Mrd. € (+60,1 %).

Das EBITDA bereinigt ging im Geschäftsjahr 2022/23 auf 1.174 Mio. € (2021/22: 1.389 Mio. €) zurück. Das Umsatzwachstum durch sCore führte im Allgemeinen zu einem EBITDA-Wachstum. Gegenläufig wirkten sich im Geschäftsjahr 2022/23 die Kosteninflation, das Auslaufen von Posttransaktionseffekten (Real und China) und die rückläufige Entwicklung in Russland aus. Die Beeinträchtigungen durch den Cyberangriff (mittlerer bis hoher 2-stelliger Millionen-Euro-Bereich) in Q1 2022/23 konnten durch eine Versicherungsentschädigung in Höhe eines mittleren 2-stelligen Millionen-Euro-Betrags nicht vollständig ausgeglichen werden. Adjustiert um Wechselkurse ging das EBITDA bereinigt ggü. dem Vorjahreszeitraum um -172 Mio. € zurück. Negative Wechselkurseffekte fielen im Wesentlichen in der Türkei und in Russland an.

Im Geschäftsjahr 2022/23 fielen Transformationserträge i. H. v. 153 Mio. € (2021/22: 123 Mio. € Transformationskosten) an, insbesondere aus dem Verkauf des indischen Geschäfts. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 208 Mio. € (2021/22: 137 Mio. €) und resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf eines Teils des METRO Campus. Insgesamt erreichte das EBITDA 1.534 Mio. € (2021/22: 1.403 Mio. €).

Mio. € 2021/22 2022/23 Abweichung
Umsatz 29.754 30.551 2,7 %
EBITDA bereinigt 1.389 1.174 -15,5 %
Transformationskosten (+) / Transformationserträge (-) 123 -153
Ergebnisbeiträge (+) aus Immobilientransaktionen 137 208 51,7 %
EBITDA 1.403 1.534 9,3 %

Im Geschäftsjahr 2022/23 ist METRO gut mit der Umsetzung der Strategie in den Ländern vorangekommen. Dies spiegelt sich auch in den strategischen KPIs wider, die METRO zur Umsetzung der sCore Strategie heranzieht:

Multichannel-Umsatzentwicklung (Mio. €)

2021/22 2022/23
Stationäres und sonstiges Geschäft 23.299 23.342
FSD 6.386 7.099
METRO MARKETS Umsatz 69 110

sCore KPIs (%)

2021/22 2022/23
Strategischer Kundenumsatzanteil 71 74
Eigenmarkenumsatzanteil 19 22
Warenverfügbarkeit 95 96
FSD-Umsatzanteil 21 23
Digitaler Umsatzanteil 9 11

Vergleich der Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2022/23 hatte METRO ein Umsatzwachstum ggü. dem Vorjahr von rund 5 % bis 10 % (2021/22: 21,4 %20) und einen Rückgang des EBITDA bereinigt um 75 bis 225 Mio. € prognostiziert. Die Prognose erfolgte unter der Annahme stabiler Wechselkurse und ohne weitere Portfolioanpassungen. Die Segmenterwartungen wurden in Q3 2022/23 aufgrund geänderter Inflationsentwicklung und einer leicht veränderten Entwicklung in Deutschland leicht angepasst. An der Gesamtprognose wurde festgehalten. Es wurde ein schrittweiser Rückgang der Inflation (ursprünglich: nennenswerter Rückgang) im Vergleich zum Vorjahr angenommen. Die strategischen Kunden sowie alle Kanäle sollten zum Wachstum beitragen. Alle strategischen KPIs entwickelten sich positiv. Für das Segment West wurde ein Umsatzwachstum innerhalb der Prognosespanne erwartet, für das Segment Deutschland ein Wachstum leicht unterhalb der Prognosespanne (ursprünglich: innerhalb der Prognosespanne). Für das Segment Ost wurde ein Wachstum merklich oberhalb der Prognosespanne (ursprünglich: innerhalb der Prognosespanne), teilweise gestützt durch höhere Inflationsraten, angenommen. Der Umsatz in Russland sollte im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. Der Umsatz im Segment Sonstige sollte deutlich über der Prognosespanne wachsen, da METRO MARKETS und Anwendungen von DISH Digital Solutions (vormals Hospitality Digital) weiter ausgerollt werden.

Mit einem Wachstum des Gesamtumsatzes in lokaler Währung um 8,8 %1 hat METRO dieses Ziel in der oberen Hälfte der Prognose (5 % bis 10 %) erreicht. Auf Segmentebene wurde die leicht angepasste Prognose ebenfalls erreicht. Das EBITDA bereinigt ging im Geschäftsjahr 2022/23 in der Prognosesicht um 170 Mio. €1 zurück und erreichte somit die untere Hälfte des Prognosekorridors (Rückgang um 75 Mio. € bis 225 Mio. €). Wie prognostiziert führte das Umsatzwachstum durch sCore im Allgemeinen zu einem EBITDA-Wachstum. Gegenläufig wirkten sich im Geschäftsjahr 2022/23 die Kosteninflation und die Beeinträchtigungen durch die Cyberattacke aus, was zu dem erwarteten Rückgang auf Gruppenebene führte. Im Segment West wuchs das EBITDA bereinigt wie prognostiziert moderat. Im Segment Ost liegt das EBITDA bereinigt wie prognostiziert auf dem Vorjahresniveau. Im Segment Deutschland ging das EBITDA bereinigt wie prognostiziert merklich zurück (ursprünglich: auf Vorjahresniveau prognostiziert), während es in Russland wie prognostiziert stark zurückging. Im Segment Sonstige ging das EBITDA bereinigt wie prognostiziert ebenfalls stark zurück aufgrund des Auslaufens von Posttransaktionseffekten (hauptsächlich China und Real) und von weiteren Investitionen in Digitalisierung. METRO hat das für das Geschäftsjahr 2022/23 prognostizierte Umsatz- und EBITDA-Ziel innerhalb des Prognosekorridors erreicht.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Segmente

In Deutschland wuchs der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 um 3,5 %. Die Umsetzung der sCore Strategie machte gute Fortschritte. Dies zeigt sich auch in der Umsatzentwicklung mit den HoReCa-Kunden. Es konnten gewonnene Marktanteile verteidigt werden. Der berichtete Umsatz stieg auf 4,9 Mrd. €.

Der Umsatz im Segment West stieg im Geschäftsjahr 2022/23 um 4,4 %. Hierzu trugen insbesondere die Länder Frankreich, Spanien und Italien bei. Darüber hinaus erreichten die Belieferungsspezialisten Pro à Pro Frankreich, Pro a Pro Spanien und Aviludo 2-stellige Wachstumsraten. Die Umsätze des belgischen Geschäfts sind seit dem Verkauf im Mai 2022 nicht mehr enthalten. Seit Mai 2023 tragen die Umsätze des Lieferspezialisten JHB zum Umsatz bei.# METRO AG – Geschäftsbericht 2022/23

Das HoReCa-Geschäft in Frankreich, Spanien und Italien entwickelte sich gut und gewonnene Marktanteile konnten verteidigt werden. Der berichtete Umsatz stieg auf 12,6 Mrd. €. In Russland ging der Umsatz in lokaler Währung im Geschäftsjahr 2022/23 deutlich um -7,9 % zurück. Der russische Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Kaufzurückhaltung wirkten sich negativ aus. Des Weiteren war das Geschäft durch den Cyberangriff signifikant beeinträchtigt. Das Vorjahr war zudem durch Vorratskäufe im Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine gestützt. Der berichtete Umsatz ging aufgrund negativer Wechselkurseffekte um -13,6 % auf 2,5 Mrd. € zurück. Im Segment Ost stieg der Umsatz in lokaler Währung deutlich um 11,2 %. Nahezu alle Länder trugen zu der positiven Entwicklung bei, vor allem getrieben durch die deutlich positive Entwicklung des HoReCa-Geschäfts. Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete stark inflationsgestützt die Türkei. In der Ukraine entwickelte sich der Umsatz trotz des Kriegs positiv und stieg um 10,2 %. Aufgrund des Verkaufs des indischen Geschäfts sind die Umsätze nur bis April 2023 enthalten. Der berichtete Umsatz im Segment Ost stieg um 4,1 % auf 10,4 Mrd. €. Hier wirkten sich negative Wechselkurseffekte, insbesondere in der Türkei sowie in der Ukraine und in Pakistan, aus. Im Segment Sonstige stieg der Umsatz um 91 Mio. € auf 213 Mio. € und beinhaltet insbesondere den METRO MARKETS Umsatz von 110 Mio. € (2021/22: 69 Mio. €). Der Anstieg ist getrieben durch das Wachstum des Marktplatzes in Deutschland, Spanien und Italien sowie die Markteintritte in Portugal, den Niederlanden und Frankreich. Die Umsätze des POS-Anbieters Eijsink (Erstkonsolidierung im März 2022) sowie der Günther-Gruppe (Erstkonsolidierung im August 2022) trugen ebenfalls zum Anstieg bei. Zum 30. September 2023 umfasste das Standortnetz 625 Standorte, davon 529 Out-of-Store (OOS), und 76 Depots. — Detaillierte Informationen zum Standortnetz finden sich im Kapitel 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns.

UMSATZKENNZAHLEN METRO 2022/23 im Vorjahresvergleich

Veränderung zum Vorjahreszeitraum in %
Umsatz (Mio. €) in Konzern-währung (€) Wechselkurs-effekte in Prozentpunkten in lokaler Währung
2021/22 2022/23
METRO 29.754 30.551 2,7 % -2,9 %
Deutschland 4.732 4.897 3,5 % 0,0 %
West 12.042 12.573 4,4 % 0,0 %
Russland 2.904 2.510 -13,6 % -5,7 %
Ost 9.955 10.359 4,1 % -7,1 %
Sonstige 122 213 - -

In Deutschland ging das EBITDA bereinigt im Geschäftsjahr 2022/23 auf 135 Mio. € (2021/22: 167 Mio. €) zurück. Es wirkten sich die bereits erwartete Kosteninflation, fortgesetzte Investitionen in die Preispositionierung in einem rückläufigen Inflationsumfeld sowie selektive Sortiments- und Bestandsbereinigungen aus. Im Segment West stieg das EBITDA bereinigt im Geschäftsjahr 2022/23 auf 614 Mio. € (2021/22: 576 Mio. €). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die gute Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die bereits erwartete Kosteninflation aus. Im Zuge des Verkaufs des belgischen Geschäfts fielen Transformationserträge i. H. v. 1 Mio. € (2021/22: 125 Mio. € Transformationskosten) an. Das EBITDA stieg auf 620 Mio. € (2021/22: 453 Mio. €). Das EBITDA bereinigt lag in Russland im Geschäftsjahr 2022/23 bei 152 Mio. € (2021/22: 231 Mio. €). Angepasst um Wechselkurseffekte ging das EBITDA bereinigt um -65 Mio. € zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das schwierige makroökonomische Umfeld und einen damit verbundenen Umsatz- und Margenrückgang zurückzuführen. Im Segment Ost ging das EBITDA bereinigt im Geschäftsjahr 2022/23 auf 394 Mio. € (2021/22: 417 Mio. €) zurück. Angepasst um Wechselkurseffekte stieg das EBITDA bereinigt um 7 Mio. €. Es fielen Transformationserträge i. H. v. 150 Mio. € (2021/22: 0 Mio. €) an, insbesondere aus dem Verkauf des indischen Geschäfts. Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen fielen nicht an. Im Vorjahr resultierten die Erträge i. H. v. 132 Mio. € primär aus der Veräußerung des nach dem Marktaustritt noch verbliebenen Immobilienportfolios in Japan. Das EBITDA sank auf 544 Mio. € (2021/22: 548 Mio. €). Das EBITDA bereinigt im Segment Sonstige lag im Geschäftsjahr 2022/23 bei -131 Mio. € (2021/22: -1 Mio. €). Während das EBITDA bereinigt im Vorjahr noch vollständig von anfallenden Lizenzerlösen aus der Partnerschaft mit Wumei profitierte, waren diese im aktuellen Jahr nur noch bis einschließlich April 2023 enthalten. Zusätzlich ist der Ergebnisrückgang auf das Auslaufen von Posttransaktionseffekten (Real und China) zurückzuführen. Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 203 Mio. € (2021/22: 3 Mio. €) und resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf eines Teils des METRO Campus. Es fielen Transformationserträge i. H. v. 2 Mio. € (2021/22: 2 Mio. €) an. Das EBITDA erreichte 74 Mio. € (2021/22: 5 Mio. €).

EBITDA bereinigt, Transformationskosten (+) / Transformationserträge (-), Ergebnisbeiträge (+) aus Immobilientransaktionen, EBITDA

Mio. € 2021/22 2022/23 Abweichung 2021/22 2022/23 2021/22 2022/23 2021/22 2022/23
Gesamt 1.389 1.174 -215 123 -153 137 208 1.403 1.534
Deutschland 167 135 -32 0 0 0 0 167 135
West 576 614 38 125 -1 1 5 453 620
Russland 231 152 -79 0 0 1 0 232 152
Ost 417 394 -23 0 -150 132 0 548 544
Sonstige -1 -131 -130 -2 -2 3 203 5 74
Konsolidierung -2 10 11 0 0 0 0 -2 10

Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern

Mio. € Anhang Nr. 2021/22 2022/23
EBITDA 1.403 1.534
Abschreibungen 14 977 939
Zuschreibungen 2 3 3
Betriebliches Ergebnis 429 598
EBIT 429 598
Sonstiges Beteiligungsergebnis 8 15 -38
Zinsertrag/-aufwand (Zinsergebnis) 9 -157 -160
Übriges Finanzergebnis 10 -421 209
Finanzergebnis -563 11
Ergebnis vor Steuern -134 609
EBT -134 609
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12 -196 -170
Periodenergebnis -331 439

Abschreibungen

Die in den Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen i. H. v. 100 Mio. € betreffen mit 88 Mio. € das Sachanlagevermögen und stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit den aufgrund des andauernden Kriegs in der Ukraine verhängten Sanktionen gegen Russland und den infolgedessen reduzierten Umsatz- und Ergebniserwartungen.

Finanzergebnis

Ursächlich für die positive Entwicklung des übrigen Finanzergebnisses ist im Wesentlichen die Wechselkursentwicklung des russischen Rubels. In der Folge entstanden deutlich positive, im Vorjahr deutlich negative, überwiegend nicht zahlungswirksame Erträge aus konzerninternen Positionen.

Steuern

Der im Vergleich zum angestiegenen Vorsteuerergebnis niedrige Steueraufwand ist auf Wechselkurseffekte des russischen Rubels zurückzuführen sowie auf die Veräußerungen von Teilen des METRO Campus und des Geschäfts in Indien, die nur einer geringen Steuerbelastung unterlagen.

Periodenergebnis und Ergebnis je Aktie

Das Periodenergebnis erreichte im Geschäftsjahr 2022/23 439 Mio. € und lag damit 770 Mio. € über dem Periodenergebnis des Vorjahreszeitraums (2021/22: -331 Mio. €). Nach Abzug der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnenden Ergebnisanteile verbleibt ein auf die Aktionäre der METRO AG entfallendes Periodenergebnis von 439 Mio. € (2021/22: -334 Mio. €). Auf dieser Grundlage erzielte METRO im Geschäftsjahr 2022/23 ein Ergebnis von 1,21 € je Aktie (2021/22: -0,92 €). Der Berechnung war eine gewichtete Anzahl von 363.097.253 Aktien zugrunde zu legen. Auf diese Aktienanzahl wurde das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis verteilt. Ein Verwässerungseffekt aus sog. potenziellen Aktien war weder im Geschäftsjahr 2022/23 noch im Vorjahr gegeben.

3 Prognosebericht

Der Prognosebericht von METRO berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt waren und die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Der Prognosebericht zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen basiert auf der Auswertung von Primärdaten zur Früherkennung, die auf Experteneinschätzungen beruhen. Starke Abweichungen von diesen Annahmen können zu maßgeblichen Änderungen führen. Entsprechend sind alle Prognosen mit hohen Unsicherheiten verbunden. Die für diesen Bericht getroffenen Aussagen beziehen sich auf den Stichtag Ende Oktober 2023. Sie können seitdem durch neue Entwicklungen überholt sein.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 erneut an Wachstumsdynamik verloren. Die aktuelle geopolitische Spannungslage und mögliche damit einhergehende Krisen, deren Verlauf und Kosten bislang nicht vollständig absehbar sind, belegen alle Prognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer außerordentlich hohen Unsicherheit. Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2023/24 ähnlich schwach wächst wie im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft befindet sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 weiterhin an der Schwelle zur Rezession. Trotz leicht negativen Wachstums im Geschäftsjahr 2022/23 ist keine deutliche wirtschaftliche Erholung absehbar. Wir nehmen an, dass die deutsche Wirtschaft im Geschäftsjahr 2023/24 ein Nullwachstum verzeichnen wird. Dabei wird sich über den Jahresverlauf eine leicht positive Entwicklung einstellen. Für die Region West wird insgesamt von einem schwachen Wachstum im Geschäftsjahr 2023/24 ausgegangen. Aktuelle Prognosen erwarten für kein Land in der Region ein stärkeres Wachstum als im Vorjahr. Für die Region Ost wird auch eine leicht positive Entwicklung prognostiziert. Das Wachstum wird allerdings deutlich geringer sein als im Geschäftsjahr 2022/23. Da die Länder in der Region Ost in unterschiedlichem Ausmaß direkt von dem Krieg Russlands in der Ukraine betroffen sind, wird die Entwicklung auf Länderebene weiterhin sehr uneinheitlich ausfallen. Für Russland erwarten gegenwärtige Prognosen ein stärkeres Wirtschaftswachstum mit insgesamt mäßiger Dynamik. Wegen der bestehenden Sanktionen gegen Russland werden nachgefragte Güter einerseits selbst produziert.Andereits geht ein Teil des Wachstums auf Kriegsproduktion zurück. Den Prognosen liegt die Annahme zugrunde, dass es weder zu einer Ausdehnung des Kriegs in der Ukraine noch zu einer Energiekrise mit einer möglichen Rationierung von Gas oder Energie für Industrie und Verbraucher kommen wird. Die Inflation bleibt weiterhin ein wesentlicher Einflussfaktor. Wir gehen davon aus, dass sich die Inflation im Laufe des Geschäftsjahres deutlich abschwächen wird. Die Inflationsraten sollten sich in einem niedrigen bis mittleren Bereich bewegen. In der Türkei und in Pakistan sind weiterhin hohe Inflationsraten im 2-stelligen Bereich zu erwarten. Allgemein erwarten wir bei Lebensmitteln einen deutlichen Rückgang der Preissteigerungen, ähnlich wie bei den Energiepreisen im vorangegangenen Geschäftsjahr. In einzelnen Ländern ist vorübergehend eine Deflation bei Lebensmitteln wahrscheinlich. Eine rückläufige Preisdynamik sollte sich positiv auf die verfügbaren Einkommen und damit auf die Konsumneigung der Verbraucher auswirken. Sofern sich die Preisentwicklung stabil innerhalb des Zielkorridors der Zentralbanken bewegt, wie im Falle der EZB von unterhalb 2 %, sollte die restriktive Geldpolitik gelockert werden. Zinssenkungen und infolgedessen sinkende Kreditkosten wirken positiv stimulierend auf Wirtschaft und den privaten Konsum. Der private Konsum wird sich im Geschäftsjahr 2023/24 in den berichteten Regionen uneinheitlich entwickeln. Ausgehend von einer schwachen Vorjahresbasis erwarten wir für Deutschland und die Region West eine Belebung des privaten Konsums im Jahresverlauf. Insgesamt verbleibt das Wachstum auf einem niedrigen Niveau. In der Region Ost könnte sich der private Konsum preisbereinigt negativ entwickeln. Hier ist erneut die Türkei hervorzuheben; wegen der unverändert hohen Inflation sagen aktuelle Prognosen einen stärkeren Rückgang des privaten Konsums vorher. Für Russland wird hingegen ein Wachstum des privaten Konsums in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Die nachfolgende Tabelle zeigt unsere Prognose des Bruttoinlandsprodukts nach unseren Regionen.

Prognose

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach Regionen

1 Veränderungen zum Vorjahr in %

2023/24 2024/25
Welt 1,9 2,6
Deutschland 0,1 1,7
West 0,6 1,4
Russland 2,4 1,3
Ost 1,5 2,6

1 Reales BIP-Wachstum. Die Werte sind auf Basis des Geschäftsjahres berechnet. Quelle: eigene Annahmen, basierend auf u. a. Oxford Economics.
1 Prognose Stand Oktober 2023.

Prognose von METRO

Die Prognose erfolgt unter der Annahme stabiler Wechselkurse und ohne weitere Portfolioanpassungen. Es wird eine unveränderte geopolitische Lage angenommen. Die Erwartungen für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind im Kapitel Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen erläutert. Die wesentlichen Chancen und Risiken, die unsere Prognose beeinflussen können, sind im Chancen- und Risikobericht erläutert. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden einige Portfolioanpassungen vorgenommen: Aufgrund der abgeschlossenen Veräußerung des indischen Geschäfts im Jahr 2022/23 sind diese Zahlen für die Geschäftsjahre 2022/23 und 2023/24 in der Prognose nicht berücksichtigt. Johan i Hallen & Bergfalk als strategische Akquisition ist in den Geschäftsjahren enthalten.

Umsatz

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2023/24 ein Wachstum des Gesamtumsatzes von 3 % bis 7 % (2022/23: 9 %, absoluter Umsatz 30,1 Mrd. €)1. Alle Segmente außer Russland sowie alle Kanäle tragen zum Wachstum bei. Für das Segment Russland wird ein Umsatz ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Für das Segment Deutschland wird ein Wachstum unterhalb der Prognosespanne erwartet. Das Segment West wird voraussichtlich innerhalb der Prognosespanne wachsen, während die Segmente Ost und Sonstige voraussichtlich über der Prognosespanne liegen werden.

Ergebnis

Der Vorstand erwartet zudem eine Veränderung des EBITDA bereinigt von -100 Mio. € bis 50 Mio. € (2022/23: 1.16322 Mio. €) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/23. Das Umsatzwachstum durch sCore führt im Allgemeinen zu einem EBITDA-Wachstum. Im Geschäftsjahr 2023/24 stehen dem jedoch eine merkliche Kosteninflation, das Auslaufen von Posttransaktionseffekten (Segment Sonstige), steigende Kosten für Cybersecurity und eine weiter rückläufige Entwicklung in Russland gegenüber. Im Segment Sonstige wird das EBITDA bereinigt stark zurückgehen, während in den Segmenten Russland und Deutschland das EBITDA bereinigt moderat sinken wird. In den Segmenten West und Ost wird das EBITDA bereinigt moderat wachsen.

4 Chancen- und Risikobericht

Voraussetzung für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und zu nutzen bzw. zu steuern. Der Vorstand der METRO AG trägt die Gesamtverantwortung für ein effektives Risikomanagementsystem (RMS) und ein effektives internes Kontrollsystem (IKS). Das RMS und das IKS von METRO wurden auf Basis der Empfehlungen des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) sowie der Anforderungen der Prüfungsstandards 981, 340 und 982 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) durch die Abteilung Group Governance entwickelt und implementiert. Die Managementsysteme setzen sich aus den im Folgenden beschriebenen Elementen zusammen:

Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem

Ziele des RMS und IKS

Übergeordnete Ziele des RMS und des IKS sind der Schutz der Vermögenswerte und die Unterstützung nachhaltigen Wachstums für METRO. Das RMS unterstützt diese Ziele über eine systematische Berichterstattung zu Chancen und Risiken. Damit werden informierte Entscheidungen ermöglicht und Transparenz wird geschaffen. Das IKS fördert die o. g. Ziele, indem es verlässliche operative und finanzielle Prozesse schafft, die die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität insbesondere der finanziellen Berichterstattung sowie die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sicherstellen.

Organisation des RMS und des IKS

Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für das RMS und IKS sind im Konzern eindeutig geregelt und spiegeln unsere Unternehmensstruktur wider. Wir verbinden die zentrale Konzernsteuerung durch die Managementholding METRO AG mit der dezentralen Verantwortung der METRO Landesgesellschaften und den Servicegesellschaften, die das operative Geschäft unterstützen. Das Risikomanagement-, das interne Kontroll- und das Compliance-Managementsystem (CMS) sowie die interne Revision werden über das Konzernkomitee für Governance, Risiken und Compliance (GRC-Komitee) koordiniert. Diese Organisation orientiert sich an den in § 107 Abs. 3 AktG sowie im Deutschen Corporate Governance Kodex benannten Governance-Elementen. Unter der Leitung des Finanzvorstands der METRO AG erfolgt im GRC-Komitee regelmäßig ein Austausch über die Methoden und die Weiterentwicklung der vorgenannten Managementsysteme. Die Aufbau- und Ablauforganisation des RMS und des IKS sind in den entsprechenden Richtlinien klar definiert und konzernweit eingeführt. —Details zur Beschreibung der wesentlichen Merkmale des CMS finden sich im Kapitel 1.3 Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der METRO AG.

Risikomanagementprozess

Unternehmerische Risiken gehen wir nur dann ein, wenn sie als beherrschbar eingeschätzt werden und aufgrund der damit verbundenen Chancen eine angemessene Wertsteigerung des Unternehmens zu erwarten ist. Risiken, die mit den Kernprozessen wie der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsmodellen oder der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen verbunden sind, werden von METRO selbst getragen und gesteuert. Risiken aus unterstützenden Prozessen werden so weit wie möglich innerhalb von METRO gesteuert oder, soweit sinnvoll, auf Dritte übertragen. Risiken, die sich weder auf Kernprozesse noch auf unterstützende Prozesse beziehen, gehen wir grundsätzlich nicht ein. Sofern es wahrscheinlich ist, dass Risiken eintreten, haben wir diese in unsere Unternehmensplanung aufgenommen. Risiken werden in der jährlichen Risikoinventur für die METRO AG und ihre Tochtergesellschaften identifiziert und bewertet. Dies geschieht auf Basis eines konzernweit einheitlichen Risikokatalogs. Zusätzlich werden geschäftsmodellspezifische Risiken lokal ergänzt. Sämtliche Risiken klassifizieren wir nach einheitlichen Kriterien anhand quantitativer und qualitativer Maßstäbe. Bewertet wird zum einen das potenzielle Schadensausmaß, das negative Auswirkungen auf unsere Unternehmensziele beinhaltet. Die wesentliche Kennziffer ist hier das EBITDA. Zum anderen beurteilen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit. Alle Risiken werden hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkung zum Zeitpunkt der Risikoanalyse sowohl vor eventuellen risikomindernden Maßnahmen (Darstellung der Bruttorisiken) als auch nach Abzug der bereits implementierten Maßnahmen (Darstellung der Nettorisiken) bewertet. Die Risikoidentifizierung und -bewertung sowie die Dokumentation wesentlicher Steuerungsmaßnahmen erfolgt über das zentrale IT-Tool myGRC. Grundsätzlich betrachten wir Risiken vorausschauend für einen Zeitraum von 1 Jahr, strategische Risiken werden mindestens für den Zeithorizont der Mittelfristplanung von 3 Jahren betrachtet. Die durch die Gesellschaften identifizierten und bewerteten Risiken werden anschließend nach Themen den unterschiedlichen Funktionen innerhalb von METRO zugeordnet und durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen, i. d. R. Bereichsleiter, validiert und, sofern notwendig, angepasst und ergänzt. Dabei werden auch längerfristige Risiken, bspw. durch den Klimawandel oder politische Risiken, von den entsprechenden fachlichen Experten berücksichtigt. Diese sog. funktionalen Risiken werden unter Verwendung einer auf statistischen Simulationstechniken basierenden Szenarioanalyse zu konsolidierten Risiken aggregiert. In einem weiteren Schritt werden alle konsolidierten Risiken mithilfe von statistischen Simulationstechniken zu einem Gesamtrisiko aggregiert, dem Eigenkapital der METRO AG gegenübergestellt und die Risikotragfähigkeit abgeleitet.# Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS und RMS)

Die konsolidierten Risiken sowie das Gesamtrisiko werden zunächst durch das GRC-Komitee validiert und freigegeben, bevor sie dem Vorstand der METRO AG zur Autorisierung vorgelegt werden. Chancen systematisch zu identifizieren und zu kommunizieren, ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung von METRO. Dazu führen wir makroökonomische Untersuchungen durch, analysieren die relevante Trendlandschaft und werten Markt-, Wettbewerbs- und Standortanalysen aus. Zudem befassen wir uns mit den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Geschäftsmodelle und mit relevanten Kostentreibern unseres Unternehmens. Die daraus abgeleiteten Markt- und Geschäftschancen sowie Potenziale zur Effizienzsteigerung konkretisiert der Vorstand der METRO AG im Rahmen der strategischen sowie der kurz- und mittelfristigen Planung. Dazu steht er im engen Austausch mit dem Management der Konzerngesellschaften und zentralen Holdingeinheiten. Die konsolidierten Chancen und Risiken werden dem GRC-Komitee sowie dem Vorstand gemeinsam vorgestellt.

Internes Kontrollsystem für finanzielle und operative Prozesse

Das IKS von METRO definiert konzernweite Mindestvorgaben zur Ausgestaltung des internen Kontrollsystems für finanzielle und operative Prozesse für die METRO AG und ihre Tochtergesellschaften. Diese Vorgaben umfassen u. a. das Kontrolldesign, die Kontrollausführung, die Überprüfung der Wirksamkeit der Kontrollen und die Berichterstattung über die Wirksamkeitsanalysen. Das Kontrollrahmenwerk von METRO, das lokale Kontrolldesign der Gesellschaften, die Kontrolldurchführung und -dokumentation sowie die Wirksamkeitsanalysen der Tochtergesellschaften werden ebenfalls in dem zentralen IT-Tool myGRC dokumentiert.

IFRS-Bilanzierungsrichtlinie, Rechnungslegungsprozesse und IT-Sicherheit

Nachfolgend beschreiben wir gem. §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB die wesentlichen Merkmale unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse.

Die einheitliche Bilanzierung für den gesamten METRO Konzern wird durch die konzernweit gültige und regelmäßig aktualisierte IFRS-Bilanzierungsrichtlinie gewährleistet. Die Geschäftsführung jedes wesentlichen Konzernunternehmens muss zu jedem Quartals- und Jahresabschluss eine Erklärung abgeben, in der die Einhaltung der Richtlinienvorgaben bestätigt wird.

Die Einzelabschlusserstellung der Konzernunternehmen erfolgt hauptsächlich in SAP-basierten Rechnungslegungssystemen (SAP FI). Zugriffsregelungen in den IT-Systemen sowie klar definierte Verantwortungsbereiche und Rollenzuteilungen unter Einbeziehung der Global Solution Center von METRO stellen angemessene Funktionstrennungen für die Erfassung der laufenden Geschäftsvorfälle und die Abschlusserstellung sicher. Ein Großteil der Konzernunternehmen nutzt dabei standardisierte Prozesse, wobei die Verantwortung für die Gestaltung der Finanzprozesse und die spezifische Ausgestaltung und Durchführung interner Kontrollen, unter Berücksichtigung der konzernweiten Mindestvorgaben, bei der Geschäftsführung der jeweiligen Einzelgesellschaft liegt.

Die rechnungslegungsbezogenen Daten für die Konzernberichterstattung bei METRO werden über das zentrale Konsolidierungssystem (CCH Tagetik) zusammengeführt. Alle konsolidierten Konzernunternehmen sind darin integriert und verwenden einen einheitlichen Kontenplan unter Berücksichtigung der IFRS-Bilanzierungsrichtlinie. Nach der Übertragung der Einzelabschlussdaten in das Konsolidierungssystem erfolgt eine automatisierte Plausibilitätsprüfung, die typische Zusammenhänge und Abhängigkeiten berücksichtigt. Ferner werden bei der Konzernabschlusserstellung Prozesse und Kontrollen durchgeführt, die die Vollständigkeit, die pünktliche, vollständige und korrekte Datenabgabe, die Vermeidung ungewollter Datenänderungen und die fehlerfreie Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen sicherstellen. Um die Datensicherheit im Allgemeinen zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen Systemen festgelegt und wird die Einhaltung von allgemeinen IT-Sicherheitsrichtlinien von der internen Revision risikoorientiert überprüft.

Berichterstattung zum RMS und IKS

Alle im Rahmen der RMS-, IKS- und CMS-Berichterstattung gewonnenen Erkenntnisse sind Gegenstand der GRC-Berichterstattung. Sie ermöglicht eine Gesamtbetrachtung der Chancen- und Risikosituation des Konzerns sowie eine Einschätzung zur Effektivität der vorgenannten Managementsysteme.

Der GRC-Bericht umfasst
* die Einschätzung des Managements der METRO AG zur Effektivität der Managementsysteme,
* das Chancen- und Risikoprofil des Konzerns und
* die Empfehlungen zu Risikosteuerungsmaßnahmen und zur Optimierung des Governance-Ansatzes.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss fortlaufend zu Chancen und Risiken. Halbjährlich erhält der Aufsichtsrat einen schriftlichen Bericht über die Organisation und Ausrichtung des RMS und des IKS sowie die aktuelle Chancen- und Risikosituation. Bei plötzlich auftretenden gravierenden Risiken für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wird ein Eilmeldesystem genutzt, sodass der Vorstand der METRO AG direkt und unverzüglich alle notwendigen Informationen erhält.

Überwachung und Verbesserung des RMS und IKS

Der Aufsichtsrat der METRO AG ist nach § 107 Abs. 3 AktG verantwortlich für die Überwachung der Governance-Managementsysteme. Insbesondere die GRC-Berichterstattung ermöglicht es dem Aufsichtsrat, seinen Pflichten nachzukommen. Gem. den Vorschriften des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie den Vorschriften des § 317 Abs. 4 HGB unterzieht der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem einer periodischen Beurteilung. Das Ergebnis dieser Prüfung legt er dem Vorstand und dem Aufsichtsrat vor. Zentrale Elemente der internen Überwachung sind die Prüfung der Effektivität durch die interne Revision auf Grundlage risikoorientierter Jahresrevisionsplanungen sowie die Selbsteinschätzung der Wirksamkeit der Managementsysteme durch den Vorstand auf Basis der GRC-Berichterstattung.

Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr durchgeführten Prüfungen des RMS und IKS sind dem Vorstand der METRO AG keine Sachverhalte bekannt geworden, die ihn zu der Auffassung gelangen lassen, dass das RMS oder das IKS im Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 nicht in allen wesentlichen Belangen angemessen und wirksam waren.23

Die Abteilung Group Governance hat Kontrollen zur Überwachung des RMS und IKS entwickelt, die sie selbst durchführt und im zentralen IT-Tool myGRC dokumentiert.

Darstellung der Chancen- und Risikosituation

Jedes konsolidierte Risiko wird auf Basis einer 4x4-Matrix hinsichtlich Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Basierend auf dem Schadensausmaß und der Eintrittswahrscheinlichkeit wird für jedes konsolidierte Risiko eine Risikoklassifizierung (niedrig, mittel, hoch) abgeleitet:

Risikomatrix

Das stabile Portfolio an konsolidierten Risiken beinhaltet insgesamt 16 Risiken für das Geschäftsjahr 2022/23. Alle Risiken sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

Themengruppe Nr. Konsolidierte Risiken 2022/23 Potenzielles Schadensausmaß Eintrittswahrscheinlichkeit Risiko-klassifizierung
Umwelt #1 Strategische Risiken Moderat Gering Niedrig
Umfeld #2 Makroökonomische und politische Risiken Wesentlich Möglich Hoch
#3 Unterbrechung der Geschäftstätigkeit Bedeutend Möglich Mittel
#4 Sicherheitsrisiken Geringfügig Möglich Niedrig
Nachhaltigkeit #5 Umwelt- und soziale Risiken Bedeutend Möglich Mittel
Handelsgeschäft #6 Marktbetriebs- und FSD-Risiken Bedeutend Gering Mittel
Immobilien #7 Immobilienrisiken Bedeutend Möglich Mittel
Lieferanten und Produkte #8 Beschaffungsrisiken Bedeutend Gering Mittel
#9 Qualitätsrisiken Geringfügig Unwahrscheinlich Niedrig
Lieferkette #10 Risiken in der Lieferkette Geringfügig Gering Niedrig
Finanzen #11 Finanzrisiken Bedeutend Gering Mittel
Transaktionen #12 Transaktionsrisiken Geringfügig Gering Niedrig
Informationstechnologie #13 Datenrisiken Geringfügig Möglich Niedrig
Personal #14 Personalrisiken Geringfügig Gering Niedrig
Steuern, Recht und Compliance #15 Steuerrisiken Geringfügig Möglich Niedrig
#16 Legal- und Compliance-Risiken Geringfügig Gering Niedrig

Die Veränderungen der Risiken werden im Vergleich zum Geschäftsbericht 2021/22 in der Nettobetrachtung dargestellt. Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, wurde zum Berichtszeitpunkt von den 16 konsolidierten Risiken 1 Risiko als hoch, 6 Risiken wurden als mittel und 9 Risiken als niedrig klassifiziert.

Im Nachfolgenden gehen wir im Detail auf die Chancen und Risiken ein. Dabei richten wir den Fokus auf diejenigen Risiken, die als hoch und mittel klassifiziert sind, sowie auf die Veränderungen im Berichtszeitraum.

Umwelt

CHANCEN aus globalem und diversifiziertem geschäftsmodell

Das diversifizierte Länderportfolio von METRO, das zu große Einzelabhängigkeiten von bestimmten Ländern ausschließt, bietet in der aktuellen wirtschaftlichen Situation einen Wettbewerbsvorteil ggü. anderen, lokal aufgestellten Marktteilnehmern. METRO kann durch die globale Aufstellung zudem flexibel auf Änderungen der globalen Lieferketten reagieren, bspw. über die Nutzung der regionalen Handelsbüros. Ebenso ist das diversifizierte Multichannel-Geschäftsmodell im Wettbewerbskontext optimal aufgestellt, um den Herausforderungen der Kunden zu begegnen. Dem gestiegenen Kostenbewusstsein der Kunden steht die Eigenmarken- und Preisstrategie für das stationäre Geschäft gegenüber.

Strategische risiken (#1)

Strategische Risiken beinhalten Risiken im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell des Konzerns, der Wettbewerbsfähigkeit sowie der Digitalisierung. Das Verpassen von wesentlichen Trends für neue Vertriebsformate und -kanäle sowie in unserer Sortiments- und Eigenmarkenstrategie kann zusätzliche Risiken darstellen.# Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen
Eine Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen weltweit oder in Ländern, in denen METRO vertreten ist, sowie Verbesserungen im Freihandel könnten sich positiv auf Umsatz, Kosten und Ergebnis auswirken. METRO ist in vielen Ländern vertreten, in denen wir von solchen Entwicklungen profitieren würden. So könnten sich Chancen durch eine anhaltende positive geopolitische und makroökonomische Entwicklung ergeben.

Makroökonomische und politische Risiken (#2)

METRO unterliegt als international agierendes Unternehmen den wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten in den Ländern, in denen der Konzern tätig ist. Wechsel in der politischen Führung oder wirtschaftliche Ungleichgewichte könnten die Geschäfte von METRO gefährden. Der Krieg in der Ukraine beeinträchtigt nach wie vor die Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden sowie die Integrität der Geschäfte und Lieferketten. Aus der fortgeführten Präsenz von METRO in Russland ergeben sich politische und Reputationsrisiken. Im Hinblick auf das Geschäft in Russland ergeben sich Risiken durch Sanktionen, Gegensanktionen und staatliche Eingriffe in den Geschäftsbetrieb bis hin zu einer potenziellen Enteignung infolge der Kriegsentwicklung. Aktuelle politische Maßnahmen zur Abmilderung der derzeitigen Inflation und Energiekosten können sich über Preisobergrenzen für Grundnahrungsmittel oder Margenbegrenzungen auf die Geschäftstätigkeit von METRO auswirken. Auch Regelungen nationaler Mehrwertsteuersysteme stehen hinsichtlich des Ziels stabiler Haushalte zur Diskussion. Eine mögliche Folge wäre die Erhöhung der Steuersätze u. a. für die Gastronomie mit spürbaren Preissteigerungen und potenziellem Nachfragerückgang, der METRO direkt betreffen würde. Der aktuell in Diskussion befindliche Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rats zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr würde sich in seiner aktuellen Fassung über die Kappung der Zahlungsziele auf 30 Tage negativ auf unsere Liquidität auswirken und somit zu erhöhten Zinsaufwendungen und zu einer Verschiebung von Lieferanten- zu Finanzverschuldung führen. Wir stehen auf nationaler wie EU-Ebene im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, insbesondere über Verbände, um auf die beschriebenen Auswirkungen der Regulierung aufmerksam zu machen. Die kontinuierliche Überwachung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung sowie die Überprüfung unserer strategischen Ziele ermöglichen es uns, rechtzeitig und angemessen zu reagieren. —Details zur Einschätzung der weiteren Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds finden sich im Kapitel 3 Prognosebericht.

Unterbrechung der Geschäftstätigkeit (#3)

Unsere Geschäftstätigkeit kann durch Naturkatastrophen oder den Ausfall unserer IT-Systeme beeinträchtigt bzw. unterbrochen werden. Hierbei finden mögliche Cyberangriffe besondere Beachtung. Je nach Schweregrad des Angriffs können wichtige Geschäftsabläufe wie Einkauf, Verkauf sowie die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Entitäten von METRO beeinträchtigt sein. IT-Systeme für den Onlinehandel müssen ständig verfügbar sein, da dieser eine permanente Erreichbarkeit, auch außerhalb von Ladenöffnungszeiten, voraussetzt. Aufgrund der Schwere des Cyberangiffs im Herbst 2022 und der Erkenntnisse aus den Wiederherstellungsmaßnahmen ist das Risiko hinsichtlich des Schadensausmaßes von moderat (> 50–100 Mio. €) auf bedeutend (> 100–300 Mio. €) gestiegen. Im Anschluss an den Cyberangriff wurden weitere Maßnahmen zur generellen Absicherung gegen Cyberangriffe umgesetzt, weshalb sich die Eintrittswahrscheinlichkeit von wahrscheinlich (> 50 %) auf möglich (> 25–50 %) reduzierte. Bei allen IT-Sicherheitsmaßnahmen ist das übergeordnete Ziel, die Betriebsbereitschaft jederzeit zu gewährleisten bzw. schnellstmöglich wiederherzustellen. Ein professionelles Krisenmanagement, wie z. B. durch Business Continuity Management, ermöglicht zudem eine schnelle Reaktion, die Bewältigung der Krise und damit den Schutz unserer Mitarbeiter und Kunden. Dazu gehören u. a. Kommunikations- und Evakuierungspläne sowie Schulungen und Handlungsanweisungen. Soweit möglich und sinnvoll, versichern wir uns gegen den Verlust von Sachwerten sowie drohende Umsatz- und Ertragsverluste infolge von Betriebsausfällen.

Sicherheitsrisiken (#4)

Sicherheitsrisiken beinhalten neben kriminellen Aktivitäten, Terror und Unruhen auch das Thema Betriebssicherheit bzw. Gefährdung von Leib und Leben durch fehlende oder unangemessene Sicherheitsmaßnahmen. Die Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine werden unter Risiko #2 „Makroökonomische und politische Risiken“ behandelt.

Nachhaltigkeit

Chancen aus nachhaltigem wirtschaften

Unsere Gesellschaft ist mehr denn je wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen ausgesetzt. Gleichermaßen erleben wir, dass Nachhaltigkeit der Schlüssel dazu ist, diese Herausforderungen in Chancen zu verwandeln. METRO betreibt ein aktives Nachhaltigkeitsmanagement, um Nachhaltigkeit im Kerngeschäft systematisch zu verankern. Unsere größten Hebel liegen in der Verringerung unserer CO2-Emissionen und von Lebensmittelabfällen, was wir u. a. durch Ausbau energiesparender Infrastruktur und Logistik, Anpassung des Sortiments und seiner Verpackungen sowie durch operative Maßnahmen zur Lebensmittelprävention forcieren. Mit der Sicherstellung von Umwelt- und Sozialstandards durch verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement stärken wir die Robustheit unserer Lieferketten und fördern gleichzeitig lokale Strukturen. Unsere Nachhaltigkeitsbemühungen werden im Rahmen von Ratings bewertet, um Transparenz für Investoren und andere Adressaten zu schaffen.

Umwelt- und soziale Risiken (#5)

Regulatorisch und gesellschaftlich verschärfen sich die Anforderungen, menschenrechts- und umweltbezogene Sorgfaltspflichten einzuhalten. Das Erreichen von Umwelt- und Klimazielen ist aufgrund weiterhin bestehender Unsicherheiten bei der Rohstoffversorgung sowie daraus resultierender möglicher Unterbrechungen in den Lieferketten eine Herausforderung. Auch für unsere Lieferanten könnte die Einhaltung ihrer Verpflichtungen, wie etwa Emissionsverringerungsziele, anspruchsvoll sein. Gleichzeitig bedingt unser operatives Geschäft Treibhausgasemissionen, die negative Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Mit neuen gesetzlichen Verpflichtungen wie z. B. aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ergeben sich Risiken aus der Verletzung nationaler sowie perspektivisch europäischer Lieferkettenvorgaben aufgrund möglicher Nichtbeachtung von Sozial- und Umweltaspekten in der Lieferkette oder im eigenen Geschäftsbereich. Das Verfehlen sozial- und umweltbezogener Ziele und Verpflichtungen kann außer zu Bußgeldern und Reputationsschäden auch zu einem eingeschränkten Zugang zu Finanzierungsinstrumenten führen. Die neuen Sorgfaltspflichten können zudem Auswirkungen auf das Lieferantenspektrum haben, wenn dies als Maßnahme zur Mitigation von Risiken in der Lieferkette angezeigt ist. Daraus ergeben sich potenziell Risiken für die Stabilität unserer Lieferketten. Weitere Risiken resultieren aus zunehmenden Vorschriften zur Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der Lieferkette, die bei Nichteinhaltung zu möglichen Geldstrafen oder zum Verkaufsverbot der betroffenen Waren führen. Um den Risiken entgegenzuwirken, hat METRO umfassende Maßnahmen ergriffen, wie z. B. die Etablierung eines entsprechenden Sozialstandardprogramms und Rückverfolgbarkeitskonzepts, von Energieeffizienz- und Sensibilisierungsmaßnahmen zur Verringerung der Emissionen sowie eines zusätzlichen Unternehmensbudgets für Länderinitiativen zur Implementierung neuer umweltfreundlicher Technologien. —Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen in den Bereichen soziale Verantwortung und Umweltschutz finden sich im Kapitel 1 Grundlagen des Konzerns – 1.3 Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der METRO AG.

Handelsgeschäft

Chancen aus Digitalisierung und Innovationen

METRO fokussiert sich darauf, in einem volatilen Umfeld die zukünftigen Herausforderungen der Kunden frühzeitig zu identifizieren und zu adressieren. Innovationen und Digitalisierung stellen für uns hervorragende Ansatzpunkte zur Wertsteigerung dar. Wir sind davon überzeugt, dass die voranschreitende Digitalisierung die Zukunft des Handels und der Geschäftsabläufe immer stärker beeinflussen wird. Daraus resultierend können neue Geschäftsmodelle entstehen, die uns wiederum vielfältige Chancen eröffnen. Im Rahmen unserer sCore Strategie haben wir eine klare Digitalisierungsambition, in Form eines 40%igen digitalen Umsatzanteils, definiert. Dabei liegt der Fokus auf Digitalisierungsinitiativen, die sich an unsere Kernkundengruppen HoReCa und Trader richten, indem wir unseren Kunden durch die Gesellschaft DISH Digital Solutions digitale Lösungen, wie die Plattform DISH (Digital Innovations and Solutions for Hospitality), zur Verfügung stellen. Mit DISH Digital Solutions sehen wir signifikante Chancen, von einer schneller voranschreitenden Digitalisierung im HoReCa- und Trader-Sektor wie auch in anderen Geschäftsbereichen zu profitieren. Mit unserer Geschäftseinheit METRO DIGITAL digitalisieren wir das Kerngeschäft stetig weiter. So entwickelt, optimiert und betreut METRO DIGITAL alle digitalen Lösungen, die von unseren Kunden und uns genutzt werden, wie z. B. unsere Apps METRO Companion oder M-Shop. Diese digitalen Lösungen ermöglichen Chancen für METRO zur Differenzierung ggü. dem Wettbewerb.

Chancen aus Kundenfokussierung

METRO hat einen klaren Fokus auf Großhandel und B2B-Kunden gelegt. Durch die Messung der Kundenzufriedenheit, z. B. mithilfe des etablierten Net Promoter Score und der systematischen Erfassung und Auswertung von Kundenanregungen, können wir Potenziale zur Verbesserung der Einkaufserfahrung und der Belieferung sowie allgemeine Trends identifizieren.# Risikomanagement

Im Sinne der sCore Strategie entwickeln wir unseren Multichannel-Ansatz weiter. Dazu bauen wir das Belieferungsgeschäft aus und verstärken mit dem Online-Marktplatz von METRO MARKETS unsere E-Commerce-Aktivitäten. Wir verfolgen das Ziel, der Partner der Wahl für unsere Kunden zu sein, indem METRO Lösungen anbietet, die alle Aspekte der Geschäftstätigkeit der Kunden abdecken. Unsere verschiedenen strategischen Projekte haben das Ziel, Einkaufs- und Vertriebsprozesse weiter zu optimieren und Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Dadurch wollen wir die Werthaltigkeit von Vermögenswerten sicherstellen und damit den Herausforderungen des Geschäftsmodells begegnen.

Marktbetriebs- und FSD-Risiken (#6)

Die Märkte, in denen wir tätig sind, sind von einer hohen Veränderungsdynamik und einem intensiven Wettbewerb geprägt. Mangelnde Erfassung, Analyse und Nutzung von Kundendaten, nicht wettbewerbsfähige Preisgestaltung oder ein unzureichendes Dienstleistungsniveau können dazu führen, dass wir Kundenbedürfnisse verfehlen und somit unsere Wachstums- und Profitabilitätsziele gefährden. Unzureichende Markt- und FSD-Prozesse können zu Ineffizienzen führen, die sich vor allem negativ auf die Lagerbestände, Gewinnspanne und Kundenzufriedenheit auswirken.

Um den Risiken entgegenzuwirken, entwickeln wir, abgeleitet von der sCore Gruppenstrategie, länderspezifische Strategiepläne, die sich jeweils an den lokalen Gegebenheiten und Kundenbedürfnissen orientieren. Um die Bedürfnisse professioneller Kunden zu adressieren, streben wir eine ganzheitliche Partnerschaft mit unseren Kunden an. Dazu zählen der Ausbau unseres Belieferungsgeschäfts, die kontinuierliche Umwandlung unserer Geschäfte in Multichannel Fulfilment Centres, die Weiterentwicklung unseres Franchise-Konzepts in ausgewählten Märkten, der Online-Marktplatz von METRO MARKETS und Initiativen zur Digitalisierung unserer Kunden auf DISH sowie Finanzdienstleistungen der METRO Financial Services.

Immobilien Chancen aus Wertsteigerung

Zum 30. September 2023 umfasste das Standortnetz 625 Standorte, davon 529 Out-of-Store-Standorte (OOS), und 76 Depots. Rund die Hälfte der Standorte befindet sich im Eigentum. Langfristiges Wertsteigerungspotenzial für unser Unternehmen sehen wir in möglichen Projektentwicklungen unserer Bestandsimmobilien sowie in einer optimierten Bewirtschaftung.

Immobilienrisiken (#7)

Die wirtschaftlich angespannte Lage und steigende Zinsen erschweren Immobilientransaktionen und können zusätzlich zu Risiken bei der Immobilienentwicklung führen. Dies betrifft uns insbesondere beim Ausbau unserer Märkte zu Multichannel Fulfilment Centres und Depots für das Belieferungsgeschäft. Desweiteren könnten verzögerte Reparatur- und Wartungsarbeiten zu Gesetzesverstößen, Wertminderungen der Immobilien und Reputationsschäden führen. Dem begegnen wir mit strategischem und operativem Immobilienmanagement. Hierzu führen wir regelmäßige Bewertungen der Immobilien hinsichtlich Wert und Ertrag sowie vorausschauende Investitionsplanungen durch.

Die Sicherheit und die Gesundheit von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern können durch Mängel an den Immobilien gefährdet sein. Wir ergreifen wirksame Maßnahmen, um potenziellen Unfällen und gesundheitlichen Schädigungen vorzubeugen und so für ein sicheres und gesundes Umfeld zu sorgen. Dazu führen wir Gefährdungsbeurteilungen durch und erstellen eindeutige Regelwerke und Verfahrenskataloge. Die Umsetzung unterstützen wir durch regelmäßige Schulungen, interne Kontrollen wie regelmäßige Sicherheits- und Arbeitsschutzbegehungen sowie externe Kontrollen wie Standsicherheitsbegehungen.

Aufgrund der Stabilisierung der Energiepreise ist das Risiko hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit von wahrscheinlich (> 50 %) auf möglich (> 25–50 %) gesunken. Auch wenn sich die Energiemärkte derzeit auf hohem Preisniveau stabilisiert haben, ist es nicht auszuschließen, dass es in Zukunft wieder zu einer Erhöhung der Energiekosten kommt. Um den Verbrauch und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren, wurden umfangreiche Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. Ergänzend werden neue Fotovoltaikanlagen in Betrieb genommen. Zusätzlich können strengere Gesetzgebungen bei Umweltstandards, wie z. B. das Gebäudeenergiegesetz (GEG), zu höheren Kosten in unterschiedlichen Bereichen im Bauwesen und Energiemanagement führen, etwa durch den vorzeitigen Austausch von Kälteanlagen.

Lieferanten und Produkte

Chancen aus nachhaltiger Beschaffung

Für uns und immer mehr Kunden sind neben Qualität und Sicherheit zunehmend die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Produkte und ihrer Herstellungsprozesse ein wesentliches Auswahlkriterium. Unser Ziel ist es, ressourcenschonende Herstellung sowie sozial verträgliche Arbeitsbedingungen innerhalb unserer Beschaffungskanäle sicherzustellen. METRO verfolgt eine konzernweite, produktübergreifende Einkaufspolitik mit zusätzlichen Anforderungen für kritische Rohstoffe, um ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Lieferketten- und Beschaffungsmanagement sicherzustellen. —Weitere Informationen zu unserem Engagement für soziale Verantwortung und Umweltschutz finden sich im Kapitel 1 Grundlagen des Konzerns – 1.3 Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der METRO AG.

CHANCEN AUS HÖHERER EIGENMARKENPENETRATION

Eigenmarken sind ein zentrales Element in der Strategie von METRO, den Erfolg unserer Kunden zu erhöhen. Mit Eigenmarken können wir hohe Qualität zu günstigeren Preisen bieten und damit sowohl die Profitabilität unserer Kunden als auch die eigene Profitabilität steigern. Potenzielle wirtschaftliche Einschränkungen und ein erhöhter Preisdruck auf unsere Kunden, z. B. als Folge der Inflation, könnten die Nachfrage nach Eigenmarken erhöhen und somit positive Effekte auf die Profitabilität von METRO haben.

beschaffungsrisiken (#8)

Produktionsausfälle, Störungen der Lieferketten wie auch internationale Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energiepreisen als Ergebnis geopolitischer Instabilitäten können zu einer Nichtverfügbarkeit von Gütern, Unterbrechung der Lieferketten und unerwarteten Preisschwankungen mit destabilisierender Wirkung auf unser Geschäft und das unserer Partner führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, initiiert METRO Projekte, die die Beschaffungsaktivitäten der Länder durch Bündelung unterstützen, dadurch Partnerschaften mit Lieferanten stärken und die Verfügbarkeit von Waren und deren Wettbewerbsfähigkeit sichern. Dies wird unterstützt durch Sortimentsoptimierung und Eigenmarkenentwicklung. Weiterhin sind wir dank unserer globalen Abdeckung in der Lage, für Schlüsselprodukte geeignete alternative Bezugsquellen zu finden. Bei Neuverhandlung auslaufender Verträge versuchen wir die Lieferanten zu verpflichten, sich auf Fälle höherer Gewalt ausreichend vorzubereiten, um die Belieferung zu gewährleisten. Besondere Beachtung schenken wir allen spezifischen Preiskomponenten in der Vorbereitung von Verhandlungen, um bessere Einkaufspreise durchzusetzen.

Qualitätsrisiken (#9)

Die Qualitätsrisiken beinhalten Risiken in Bezug auf die Qualität der angebotenen Produkte, Transport und Lagerung, sofern diese zu einer Beeinträchtigung der Warenqualität oder Lebensmittelsicherheit führen.

Lieferkette Risiken in der Lieferkette (#10)

Risiken in der Lieferkette beinhalten Themen im Zusammenhang mit Logistik, Transport und Lagerung wie z. B. steigende Transportkosten oder ein unzureichendes Management von Logistikdienstleistern.

Finanzen

Finanzrisiken (#11)

Unerwartete externe Einflüsse auf unsere Geschäftstätigkeit oder andere Veränderungen des Geschäftsumfelds können ohne rechtzeitige Gegensteuerung dazu führen, dass wir unsere Planzahlen nicht erreichen. Außerdem kann eine verspätete Erkenntnis über solche Veränderungen dazu führen, dass falsche unternehmerische Entscheidungen getroffen werden. Den Risiken wirken wir entgegen, indem wir die strategische Planung mit dem Budgetprozess eng verzahnen, ein sehr enges Monitoring zur Einhaltung des Budgets durchführen, effektive interne Kontrollen definieren und die Kontrollgremien stark einbeziehen. Aufgrund unseres vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres verfügen wir früh über eine hohe Planungssicherheit, da das ertragreiche Weihnachtsquartal bereits am Anfang des Geschäftsjahres steht.

Die derzeitige globale Bekämpfung der Inflation führt u. a. zu einem Anstieg der Leitzinsen und erhöht somit das Risiko von steigenden Zinsaufwendungen für Finanzierungsinstrumente. Aufgrund der bereits reduzierten Bruttoverschuldung ist dieses Risiko als begrenzt zu bewerten. Um auf Änderungen zeitnah reagieren zu können, findet eine kontinuierliche Überwachung der eigenen Finanzierungspositionen sowie der Geld- und Kapitalmärkte statt. Darüber hinaus stellen mögliche Ausfälle von Geschäftspartnern und Kunden ein finanzielles Risiko dar. Um das Ausfallrisiko von Forderungen ggü. unseren Kunden zu minimieren, entscheiden wir über die Höhe der gewährten Zahlungsziele auf Basis eines umfassenden internen Scorings sowie – soweit verfügbar – externer Informationen. Das Ausfallrisiko für externe Anlagen bei Kreditinstituten reduzieren wir, indem wir die Limite in Abhängigkeit von den Ratings und Credit Spreads festlegen. Durch die kontinuierliche Überwachung des gesamten Forderungsbestands gewährleisten wir jederzeit eine risikoadäquate Anpassung der Zahlungsziele unserer Kunden und der Anlagelimite bei Kreditinstituten. Desweiteren unterliegt METRO Preisänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Bönitätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. —Weitere Informationen zu finanzwirtschaftlichen Risiken und ihrem Management finden sich im Konzernanhang – Nr. 39 Management der finanzwirtschaftlichen Risiken.# Transaktionen chancen aus Effizienzsteigerung und Portfoliovereinfachung

Unser Fokus auf den Großhandel könnte schneller als erwartet zu verbesserten Arbeitsabläufen entlang der Wertschöpfungskette führen und sich über eine Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Kooperationen (auch rein vertraglicher Natur) können helfen, operative Kosteneinsparungen zu generieren oder unseren Kunden Zugang zu innovativen Produkten zu ermöglichen. Das Länderportfolio wird regelmäßig hinsichtlich der Erreichbarkeit einer lokalen Marktführerschaft sowie der Attraktivität der jeweiligen Märkte beurteilt. In diesem Zusammenhang hat METRO im Geschäftsjahr 2022/23 das Geschäft in Indien verkauft.

Chancen aus Marktkonsolidierung und zukäufen

Den Fokus legt METRO zukünftig auch auf Investitionen zur Stärkung der Großhandelsgeschäfte. Dadurch wollen wir unsere führende Position in vielen Märkten weiter festigen und ausbauen. Wir erwarten, dass sich die Konsolidierung der Großhandelsmärkte in vielen unserer Portfolioländer fortsetzen wird. So hat METRO im abgelaufenen Geschäftsjahr das Belieferungsunternehmen JHB in Skandinavien akquiriert. Auch unsere bestehenden Minderheitsbeteiligungen bieten Chancen, weitere Wertsteigerungen zu erzielen, etwa wenn sich Start-up-Unternehmen sehr positiv entwickeln.

Transaktionsrisiken (#12)

Die Transaktionsrisiken beinhalten alle Risiken, die sich aus dem Kauf und Verkauf von Unternehmen(santeilen) ergeben. Dazu gehören rechtliche und steuerliche Risiken, Garantien, Einmal- und Remanenzkosten oder auch Reaktionen des Markts auf die Transaktionen. Im Zusammenhang mit der Konzernaufteilung der METRO GROUP im Jahr 2017 können sich Nachhaftungsrisiken ggü. der CECONOMY AG ergeben. Aufgrund des niedrigeren Transaktionsvolumens sowie des Wegfalls von Garantieansprüchen und Steuerforderungen aus mehreren vergangenen Transaktionen hat sich das Risiko hinsichtlich des Schadensausmaßes von bedeutend (> 100–300 Mio. €) auf geringfügig (≤ 50 Mio. €) verringert und in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit von möglich (> 25–50 %) auf gering (≥ 10–25 %) reduziert. Aufgrund der Veränderungen wurde das Risiko nun als niedrig eingestuft.

InformationstechnologiedatenRISIKEN (#13)

Datenrisiken beinhalten Risiken im Zusammenhang mit Datenschutz und Datensicherheit sowie Risiken in Bezug auf die Richtigkeit, Vollständigkeit und Verfügbarkeit der Daten, die zur Gewährleistung einer erfolgreichen Nutzung von konzerneigenen Daten notwendig sind. Datendiebstahl oder -manipulation durch Unbefugte im Rahmen von Cyberangriffen können außerdem zu Datenschutzverletzungen und somit zu Bußgeldern und Reputationsrisiken führen.

Personal personalRISIKEN (#14)

Personalrisiken beinhalten Risiken im Zusammenhang mit der Personalorganisation, der Rekrutierung und Bindung von Personal, der angemessenen Vergütung und dem Austrittsprozess. Darüber hinaus werden Risiken in Bezug auf die Unternehmenskultur berücksichtigt.

Steuern, recht und compliance

Steuerrisiken (#15)

Steuerrisiken können vornehmlich im Zusammenhang mit der Würdigung von Sachverhalten durch die Finanzverwaltung (inkl. Verrechnungspreissachverhalten) entstehen. Darüber hinaus können sich Risiken durch die Auslegung umsatzsteuerlicher Regelungen ergeben. Aufgrund der veränderten Risikozusammensetzung ist die Eintrittswahrscheinlichkeit von gering (≥ 10–25 %) auf möglich (> 25–50 %) gestiegen.

Legal- und compliance-risiken (#16)

Zu Legal- und Compliance-Risiken gehören Risiken im Zusammenhang mit Kartellrecht, Korruption, Betrug, Geldwäsche und unfairen Handelspraktiken sowie allgemeine rechtliche Risiken.

Gesamtaussage der Unternehmensleitung zur Chancen- und Risikosituation

Vorstand und Aufsichtsrat der METRO AG werden regelmäßig über die Chancen- und Risikosituation des Unternehmens informiert. Für die Beurteilung der gegenwärtigen Situation betrachten wir die Risiken nicht isoliert, sondern haben auch die Interdependenzen entsprechend ihrer Auswirkung analysiert. Die Beurteilung hat ergeben, dass die Risiken insgesamt betrachtet die Risikotragfähigkeit nicht gefährden. Die identifizierten Risiken stellen sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit für einen Zeitraum von 1 Jahr nach dem Abschlussstichtag keine Gefährdung für den Fortbestand des Unternehmens dar. Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft von METRO eine solide Basis für eine nachhaltige, positive Geschäftsentwicklung und die Nutzung vielfältiger Chancen bietet. Grundlegende Änderungen der Chancen- und Risikolage erwartet der Vorstand der METRO AG derzeit nicht.

5 Übernahmerelevante Angaben

Im Folgenden sind die nach §§ 289a S. 1, 315a S. 1 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30. September 2023 dargestellt:

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der METRO AG beträgt 363.097.253 € und ist eingeteilt in 360.121.736 Stück nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammaktien (anteiliger Wert am Grundkapital: 360.121.736 €, ca. 99,18 %) sowie 2.975.517 Stück nennwertlose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien (anteiliger Wert am Grundkapital: 2.975.517 €, ca. 0,82 %). Jede der Aktien der Gesellschaft hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 €. Jede Stammaktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der Gesellschaft. Die Stammaktien sind in voller Höhe gewinnberechtigt. Im Unterschied zu den Stammaktien gewähren Vorzugsaktien grundsätzlich kein Stimmrecht und sind mit einem Gewinnvorzug (Vorabdividende von 0,17 € je Vorzugsaktie) ausgestattet. Einzelheiten zur Gewinnverteilung sind in § 21 der Satzung der METRO AG geregelt.

METRO hat für die Geschäftsjahre 2020/21 und 2021/22 keine Dividende gezahlt, auch nicht die Vorabdividende. Daher gewähren die Vorzugsaktien Stimmrechte, bis die rückständigen Vorabdividenden vollständig gezahlt sind. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung der jeweiligen Kapitalmehrheiten zu berücksichtigen (vgl. § 140 Abs. 2 AktG). Die Anzahl der Stimmrechte beträgt daher 363.097.253 (Summe aus Stammaktien und Vorzugsaktien). Weitere Informationen finden sich im Kapitel METRO Aktie – Dividende und Dividendenpolitik.

Stimmrechts- und übertragungsrelevante Beschränkungen

Nach Kenntnis des Vorstands bestehen bzw. bestanden im Geschäftsjahr 2022/23 folgende Vereinbarungen, die als Beschränkungen im Sinne von § 315a S. 1 Nr. 2 und § 289a S. 1 Nr. 2 HGB angesehen werden können:

Im Rahmen einer konzerninternen Reorganisation der Beisheim-Gruppe zum 31. Dezember 2021 ist die BC Equities GmbH & Co. KG, Düsseldorf, anstelle der Beisheim Assets gGmbH, Düsseldorf, in den Stimmrechtspool eingetreten, der seit dem 29. Juli 2019 mit der Beisheim Holding GmbH, Baar (Schweiz), und der Palatin Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen, einer Tochtergesellschaft der Meridian Stiftung, Essen, besteht. Auf Grundlage der Stimmrechtsmitteilung der Beisheim-Gruppe vom 3. Januar 2022 halten die Partner des Stimmrechtspools unverändert 23,94 % der Stammaktien. Erklärtes Ziel der Meridian Stiftung und der Beisheim-Gruppe ist es, die Stimmrechte aus den von ihnen gehaltenen METRO Aktien zukünftig einheitlich auszuüben und in wesentlichen Angelegenheiten geschlossen gegenüber METRO und deren Aktionären aufzutreten. Entsprechend ist die BC Equities GmbH & Co. KG, Düsseldorf, auch anstelle der Beisheim Assets gGmbH, Düsseldorf, zum 31. Dezember 2021 in den Poolvertrag mit der Beisheim Holding GmbH, Baar (Schweiz), eingetreten; dieser Poolvertrag, der seit dem 29. Juli 2019 mit der Tochtergesellschaft der Meridian Stiftung, Essen, besteht, ruht für die Dauer des Stimmrechtspools mit der Meridian Stiftung, Essen.

Im Zusammenhang mit der Spaltung der ehemaligen METRO AG hat die CECONOMY AG (vormals firmierend als METRO AG) gem. dem Konzerntrennungsvertrag vom 13. Dezember 2016 hinsichtlich der von ihr gehaltenen Aktien eine Halteverpflichtung übernommen. Danach ist die CECONOMY AG verpflichtet, die etwa 1 % der Aktien an der METRO AG, die im Rahmen der Ausgliederung als Teil der Konzernspaltung gewährt wurden, bis zum 1. Oktober 2023 nicht zu veräußern.

Das Vorstandsvergütungssystem sieht Aktienhaltevorschriften (Share Ownership Guidelines) vor. Im Rahmen dieser Vorschriften sind die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, ein eigenfinanziertes Investment in METRO Stammaktien aufzubauen und mindestens bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand zu halten.

Beteiligungen am Kapital

Zum 30. September 2023 bestanden die folgenden direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschritten:

Name/Firma Direkte/Indirekte Beteiligung von mehr als 10 % der Stimmrechte
BC Equities GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Deutschland Direkt
Beisheim Holding GmbH, Baar, Schweiz Direkt
Beisheim Management GmbH, Düsseldorf, Deutschland Indirekt
Beisheim Assets gGmbH, Düsseldorf, Deutschland Indirekt
Prof. Otto Beisheim Stiftung, München, Deutschland Indirekt
Prof. Otto Beisheim Stiftung, Baar, Schweiz Indirekt
Palatin Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen, Deutschland Direkt
BVG Beteiligungs- und Vermögensverwaltungs-GmbH, Essen, Deutschland Indirekt
Gebr. Schmidt GmbH & Co. KG, Essen, Deutschland Indirekt
Gebr. Schmidt Verwaltungsgesellschaft mbH, Essen, Deutschland Indirekt
Meridian Stiftung, Essen, Deutschland Indirekt
EP Global Commerce GmbH, Grünwald, Deutschland Direkt
EP Global Commerce VII GmbH, Grünwald, Deutschland Indirekt
EP Global Commerce IV GmbH, Grünwald, Deutschland Indirekt
EP Global Commerce III GmbH, Grünwald, Deutschland Indirekt
EP Global Commerce a.s., Prag, Tschechische Republik Indirekt
Daniel Křetínský, Prag, Tschechische Republik Indirekt
Patrik Tkáč2, Bratislava, Slowakische Republik Indirekt

1 Abstimmung über die Ausübung von Stimmrechten aufgrund eines Stimmrechtspools zwischen der BC Equities GmbH & Co. KG, der Beisheim Holding GmbH und der Palatin Verwaltungsgesellschaft mbH.
2 Zurechnung der Stimmrechte wegen abgestimmten Verhaltens i. S. d.# 6 Ergänzende Angaben für die METRO AG (gem. HGB)

Überblick über das Geschäftsjahr 2022/23 und Prognose der METRO AG

Die METRO AG ist in ihrer Funktion als Managementholding des METRO Konzerns hinsichtlich des Geschäftsverlaufs, der Lage sowie der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken maßgeblich von der Entwicklung des METRO Konzerns abhängig. Angesichts der Holdingstruktur ist, abweichend von der konzernweiten Betrachtung, der handelsrechtliche Jahresüberschuss die wichtigste Steuerungsgröße der METRO AG i. S. d. DRS 20.

Geschäftsverlauf der METRO AG

Der Geschäftsverlauf der METRO AG ist wesentlich geprägt von der Entwicklung ihrer Tochterunternehmen und dem innerkonzernlichen Ausschüttungsverhalten. Insgesamt wurde der prognostizierte Jahresüberschuss erreicht. Die konsequente Umsetzung der sCore Strategie sowie die weiterhin hohe Inflation haben weitgehend zu Umsatzsteigerungen bei den Konzerngesellschaften geführt. Sie haben jedoch noch nicht für alle Länder zu höheren Lizenzerträgen bei der METRO AG geführt. Im Segment Ost konnte eine Nachzahlung für Vorjahre die ausgelaufenen Lizenzerträge aus China kompensieren. Die Managementholding hat, wie im Vorjahr, ein insgesamt nahezu neutrales Ergebnis erzielt. Das Beteiligungsergebnis konnte jedoch durch Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen deutlich verbessert werden. Hierzu haben auch der Verkauf von Teilen des METRO Campus sowie Kursgewinne auf konzerninterne Verbindlichkeiten beigetragen. Während sich der Dividendenvorschlag grundsätzlich am im Konzernabschluss ausgewiesenen Ergebnis je Aktie orientiert, sind im Folgenden die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz aus dem Jahresabschluss der METRO AG nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) dargestellt.

Ertragslage der METRO AG und Gewinnverwendung

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 nach HGB

Mio. € 2021/22 2022/23
Umsatzerlöse 399 379
Sonstige betriebliche Erträge 478 541
Aufwendungen für bezogene Leistungen -47 -47
Personalaufwand -140 -127
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -48 -43
Sonstige betriebliche Aufwendungen -624 -698
Beteiligungsergebnis -276 379
Finanzergebnis -28 -93
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6 -12
Ergebnis nach Steuern -292 279
Sonstige Steuern -2 -4
Jahresüberschuss (+)/Jahresfehlbetrag (-) -294 275
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0 0
Entnahme aus der Kapitalrücklage 294 0
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 -70
Bilanzgewinn 0 205

Die METRO AG agiert im Wesentlichen als Lizenzgeber sowie als Dienstleister für die operativen METRO Landesgesellschaften und rechnet diese im Rahmen des Verrechnungspreissystems ab. Dienstleistungen betreffen den operativen Geschäftsbetrieb (Beratungsleistungen), Holdingdienstleistungen sowie Leistungen im Bereich der Entwicklung und des Betriebs diverser konzerneigener IT-Lösungen. Vorübergehend werden diese Leistungen auch für ehemalige Tochtergesellschaften erbracht. Im Berichtsjahr werden mit 379 Mio. € Abrechnungsbeträge der METRO AG als Umsatzerlöse ausgewiesen. Diese betreffen mit 307 Mio. € im Wesentlichen Abrechnungen von Lizenzierungsentgelten für die Marken METRO und MAKRO sowie i. H. v. 72 Mio. € IT- und Business-Serviceleistungen.

In der Position sonstige betriebliche Erträge befinden sich hauptsächlich Abrechnungen für Serviceleistungen an aktuelle und vorübergehend auch ehemalige Tochterunternehmen, soweit diese Abrechnungsbeträge nicht als Umsatzerlöse zu klassifizieren sind. Die METRO AG hat zur Ausübung ihrer Funktion als zentrale Managementholding Dienstleistungen bei Konzerngesellschaften und konzernfremden Unternehmen beauftragt, hauptsächlich für IT-Services. Soweit diese Aufwendungen im Zusammenhang mit Umsatzerlösen stehen, werden sie als Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, im Übrigen als sonstige betriebliche Aufwendungen.

Im Durchschnitt der 4 Quartale des Geschäftsjahres 2022/23 beschäftigte die METRO AG 677 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte; 2021/22: 696). Personalaufwendungen liegen um 13 Mio. € unterhalb des Vorjahresniveaus. Abschreibungen entfallen mit 40 Mio. € auf planmäßige Abschreibungen auf die Nutzungsrechte an den Marken METRO und MAKRO und betreffen im Übrigen planmäßige Abschreibungen sonstiger Anlagegüter.

Im Beteiligungsergebnis sind Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen i. H. v. 366 Mio. € (2021/22: 200 Mio. €) enthalten, diese betrafen im Wesentlichen Cash & Carry-Gesellschaften sowie Querschnittsgesellschaften. METRO Cash & Carry International hat dabei von Kursgewinnen auf in Rubel notierte konzerninterne Verbindlichkeiten profitiert, nachdem im Vorjahr hohe Verluste entstanden waren. Beteiligungserträge i. H. v. 204 Mio. € (2021/22: 50 Mio. €) betrafen den Immobilienbereich. Verluste wurden i. H. v. 118 Mio. € (2021/22: 566 Mio. €) übernommen, hauptsächlich aus den Bereichen Immobilien und DISH Digital Solutions. Zu-/Abschreibungen von Beteiligungen i. H. v. 73 Mio. € betrafen Cash-and-Carry-Gesellschaften sowie eine Immobiliengesellschaft.

Das Finanzergebnis beläuft sich aufgrund höherer Zinsaufwendungen auf -93 Mio. €. Der Jahresüberschuss beträgt 275 Mio. €.

Finanzlage der METRO AG

Kapitalstruktur

Passiva Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 363 363
Kapitalrücklage 4.754 4.754
Gewinnrücklagen 8 78
Bilanzgewinn 0 205
5.125 5.400
Rückstellungen 575 491
Verbindlichkeiten
Anleihen 1.201 926
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 2 66
Verbindlichkeiten ggü.

Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis

Bilanz

Eigenkapitalentwicklung

Kapitalflussrechnung

Anhang

Segmentberichterstattung

Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Kapitalmanagement

Konsolidierungskreis und Beteiligungen

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

Sonstige Erläuterungen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Mio. € Anhang Nr. 2021/22 2022/23
Umsatzerlöse 1 29.754 30.551
Umsatzkosten -24.715 -25.669
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.039 4.883
Sonstige betriebliche Erträge 2 1.071 1.088
Vertriebskosten 3 -4.291 -4.351
Allgemeine Verwaltungskosten 4 -964 -892
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 -443 -132
Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte 6 -7 -12
Ergebnisanteil aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 7 24 13
Betriebliches Ergebnis EBIT 429 598
Sonstiges Beteiligungsergebnis 8 15 -38
Zinsertrag 9 32 40
Zinsaufwand 9 -189 -200
Übriges Finanzergebnis 10 -421 209
Finanzergebnis -563 11
Ergebnis vor Steuern EBT -134 609
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12 -196 -170
Periodenergebnis -331 439
Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnendes Periodenergebnis 3 0
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis -334 439
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) 13 (-0,92) (1,21)

Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Mio. € Anhang Nr. 2021/22 2022/23
Periodenergebnis -331 439
Sonstiges Ergebnis
Komponenten des sonstigen Ergebnisses, die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden 27 108 -6
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 151 -9
Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten -1 1
Auf die Komponenten des sonstigen Ergebnisses, die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden, entfallende Ertragsteuern -42 2
Komponenten des sonstigen Ergebnisses, die künftig aufwands- oder ertragswirksam werden könnten 27 716 -769
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbereiche und Hochinflation 716 -768
Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges 0 -1
Auf die Komponenten des sonstigen Ergebnisses, die künftig aufwands- oder ertragswirksam werden könnten, entfallende Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis 27 824 -775
Gesamtergebnis 27 493 -336
Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnendes Gesamtergebnis 27 3 -1
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Gesamtergebnis 27 490 -335

Bilanz zum 30. September 2023

Passiva Mio. € Anhang Nr. 30.9.2022 30.9.2023
Eigenkapital 27 2.365 2.022
Gezeichnetes Kapital 363 363
Kapitalrücklage 4.754 4.754
Gewinnrücklagen -2.774 -3.106
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter 2.344 2.011
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 21 21 11
Langfristige Schulden 3.813 3.526
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28 360 351
Sonstige Rückstellungen 29 163 166
Finanzschulden 30, 32, 42 3.065 2.838
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30, 33 39 26
Sonstige andere Verbindlichkeiten 30, 33 33 54
Latente Steuerschulden 21 153 90
Kurzfristige Schulden 6.677 6.100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30, 31 3.855 3.667
Rückstellungen 29 316 305
Finanzschulden 30, 32, 42 1.059 825
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30, 33 896 857
Sonstige andere Verbindlichkeiten 30, 33 283 241
Ertragsteuerschulden 267 205
12.855 11.648
Aktiva Mio. € Anhang Nr. 30.9.2022 30.9.2023
Langfristige Vermögenswerte 7.722 6.929
Geschäfts- oder Firmenwerte 17 647 712
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 17 572 623
Sachanlagen 18 5.735 5.091
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 19 172 106
Finanzanlagen 84 71
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 108 97
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 20 100 60
Sonstige andere Vermögenswerte 20 17 18
Latente Steueransprüche 21 287 151
Kurzfristige Vermögenswerte 5.132 4.718
Vorräte 22 2.455 2.242
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23 601 674
Finanzanlagen 3 1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 20 588 591
Sonstige andere Vermögenswerte 20 339 347
Ertragsteuererstattungsansprüche 102 92
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25 825 591
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 26 219 180
12.855 11.648

Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

| Mio. € | Anhang Nr. |
| :----- | :--------- |# Eigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges Fair-Value-Bewertung von Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbereiche und Hochinflation Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen Anteil von assoziierten Unternehmen/ Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, am sonstigen Ergebnis Auf Komponenten des sonstigen Ergebnisses entfallende Ertragsteuer Übrige Gewinnrücklagen Gewinnrücklagen gesamt Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschaften gesamt Anteile nicht beherrschender Gesellschaften Eigenkapital gesamt
1.10.2021 363 5.048 4 1 -938 -489 -9 106 -2.231 -3.557 1.854 21
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 0 0 0 0 0 -334 -334 -334 3
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 -1 716 150 0 -42 0 823 823 0
Gesamtergebnis 0 0 0 -1 -222 150 0 -42 -334 489 489 3
Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 3
Ausschüttungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -7
Kapitaltransaktionen mit Veränderung der Beteiligungsquote 0 0 0 0 0 0 0 0 -1 0 -1 1
Sonstige Veränderungen 0 -294 0 0 0 136 0 -2 159 294 0 0
30.9./1.10.2022 27 363 4.754 5 0 -221 -203 -9 62 -2.406 -2.774 2.344
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 0 0 0 0 0 439 439 439 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 -1 1 -768 -9 0 2 0 -774 -774 0
Gesamtergebnis 0 0 -1 1 -768 -9 0 2 439 -335 -335 -1
Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -6
Kapitaltransaktionen mit Veränderung der Beteiligungsquote 0 0 0 0 2 2 0 0 2 2 2 -3
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
30.9.2023 27 363 4.754 3 1 -989 -211 -9 64 -1.965 -3.106 2.011

Kapitalflussrechnung1 für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Mio. € 2021/22 2022/23
EBIT 429 598
Zu-/Abschreibungen auf Anlagevermögen ohne Finanzanlagen 975 936
Veränderung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen -6 -61
Veränderung des Nettobetriebsvermögens -155 -70
Gezahlte (-)/Erhaltene Ertragsteuern -185 -150
Umgliederung Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen -141 -209
Leasingeinzahlungen 63 61
Sonstiges -48 -384
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 931 721
Unternehmensakquisitionen -128 -101
Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen) -263 -389
Sonstige Investitionen -151 -160
Investitionen in Geldanlagen -7 -3
Unternehmensveräußerungen -44 292
Desinvestitionen 272 317
Veräußerung von Geldanlagen 2 1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -320 -46
Gewinnausschüttungen an METRO AG Gesellschafter 0 0
an andere Gesellschafter -7 -6
Aufnahme von Finanzschulden 953 3.493
Tilgung von Finanzschulden -1.655 -3.672
Leasingauszahlungen -572 -591
Gezahlte Zinsen -48 -60
Erhaltene Zinsen 14 34
Sonstige Finanzierungstätigkeit 7 -17
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.308 -820
Summe der Cashflows -696 -145
Wechselkurseffekte auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47 -89
Gesamtveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -649 -234
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Oktober 1.474 825
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. September 825 591

1 Die Kapitalflussrechnung wird unter Nr. 37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung erläutert.

Anhang

Segmentberichterstattung1

Deutschland

Mio. € 2021/22 2022/23
Außenumsätze (netto) 4.732 4.897
Innenumsätze (netto) 18 20
Umsatzerlöse (netto) 4.750 4.917
EBITDA bereinigt 167 135
Transformationskosten (+)/Transformationserträge (-) 0 0
Ergebnisbeiträge (+) aus Immobilientransaktionen 0 0
EBITDA 167 135
Abschreibungen 130 122
Zuschreibungen 0 3
EBIT 37 16
Investitionen 107 91
Langfristiges Segmentvermögen 850 812
Verkaufsfläche (1.000 m²) 852 817
Standorte (Anzahl) 102 102

West

Mio. € 2021/22 2022/23
Außenumsätze (netto) 12.042 12.573
Innenumsätze (netto) 5 10
Umsatzerlöse (netto) 12.047 12.583
EBITDA bereinigt 576 614
Transformationskosten (+)/Transformationserträge (-) 125 -1
Ergebnisbeiträge (+) aus Immobilientransaktionen 1 5
EBITDA 453 620
Abschreibungen 284 299
Zuschreibungen 0 0
EBIT 170 322
Investitionen 343 562
Langfristiges Segmentvermögen 2.510 2.749
Verkaufsfläche (1.000 m²) 1.314 1.288
Standorte (Anzahl) 233 230

Russland

Mio. € 2021/22 2022/23
Außenumsätze (netto) 2.904 2.510
Innenumsätze (netto) 34 28
Umsatzerlöse (netto) 2.938 2.538
EBITDA bereinigt 231 152
Transformationskosten (+)/Transformationserträge (-) 0 0
Ergebnisbeiträge (+) aus Immobilientransaktionen 1 0
EBITDA 232 152
Abschreibungen 112 129
Zuschreibungen 0 0
EBIT 120 23
Investitionen 41 60
Langfristiges Segmentvermögen 1.108 534
Verkaufsfläche (1.000 m²) 683 659
Standorte (Anzahl) 93 93

Ost

Mio. € 2021/22 2022/23
Außenumsätze (netto) 9.955 10.359
Innenumsätze (netto) 1 0
Umsatzerlöse (netto) 9.955 10.360
EBITDA bereinigt 417 394
Transformationskosten (+)/Transformationserträge (-) 0 -150
Ergebnisbeiträge (+) aus Immobilientransaktionen 132 0
EBITDA 548 544
Abschreibungen 236 170
Zuschreibungen 2 0
EBIT 314 374
Investitionen 169 237
Langfristiges Segmentvermögen 1.711 1.553
Verkaufsfläche (1.000 m²) 1.518 1.359
Standorte (Anzahl) 233 200

1 Die Segmentberichterstattung wird unter Nr. 38 Segmentberichterstattung erläutert.

Sonstige Konsolidierung

Mio. € METRO gesamt
2021/22 2022/23
Außenumsätze (netto) 122 213 0
Innenumsätze (netto) 1.074 1.242 -1.132
Umsatzerlöse (netto) 1.196 1.454 -1.132
EBITDA bereinigt -1 -131 -2
Transformationskosten (+)/Transformationserträge (-) -2 -2 0
Ergebnisbeiträge (+) aus Immobilientransaktionen 3 203 0
EBITDA 5 74 -2
Abschreibungen 215 219 0
Zuschreibungen 0 0 0
EBIT -210 -145 -2
Investitionen 275 197 0
Langfristiges Segmentvermögen 1.066 963 -2
Verkaufsfläche (1.000 m²) 0 0 0
Standorte (Anzahl) 0 0 0

erläuterungen zu grundlagen und methoden des konzernabschlusses

Grundlagen der Rechnungslegung

Die METRO AG als Mutter des Konzerns METRO (im Folgenden auch METRO) hat ihren Sitz in der Metro-Straße 1 in 40235 Düsseldorf, Deutschland. Sie wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 79055 geführt.

Der vorliegende Konzernabschluss der METRO AG zum 30. September 2023 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des § 315e Handelsgesetzbuch (HGB). Diese bildet gemeinsam mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland.

Das Datum der Unterzeichnung des Abschlusses durch den Vorstand der METRO AG (7. Dezember 2023) ist gleichzeitig das Datum der Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur Veröffentlichung und Weitergabe an den Aufsichtsrat.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen, wenn die Realisierung des jeweiligen Vermögenswerts bzw. die Erfüllung der Schuld innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird.

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz zusammengefasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Geschäftsvorfälle saldiert, wenn durch die Saldierung der Gehalt des Geschäftsvorfalls zutreffend widergespiegelt wird. Diese Posten und Geschäftsvorfälle werden im Anhang gesondert erläutert.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind in Millionen Euro (Mio. €) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen besonders hingewiesen wird. Beträge unter 0,5 Mio. € werden abgerundet und mit 0 Mio. € berichtet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.

In den folgenden Kapiteln dieses Konzernanhangs werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden.

Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften und erstmalige Anwendung von Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2022/23 erstmals angewendete IFRS

Im vorliegenden Konzernabschluss kamen erstmals die folgenden vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossenen Änderungen an IFRS zur Anwendung, die im Geschäftsjahr 2022/23 für METRO verpflichtend waren. Die erstmalige Anwendung dieser Änderungen hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

  • Änderungen zu IFRS 1 – Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards Zyklus 2018–2020 (Tochterunternehmen als Erstanwender)
  • Änderungen zu IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse (Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept)
  • Änderungen zu IFRS 9 – Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards Zyklus 2018–2020 (Bestimmung der Gebühren, die bei dem 10 %-Test für die Beurteilung einer Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten einzubeziehen sind)
  • Änderungen zu IFRS 16 – Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards Zyklus 2018–2020 (Änderung von Beispiel 13 zu IFRS 16 – [Leasingverhältnisse] in Bezug auf Lease Incentives)
  • Änderungen zu IAS 16 – Sachanlagen (Einnahmen vor beabsichtigtem betrieblichen Einsatz)
  • Änderungen zu IAS 37 – Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen (Vertragserfüllungskosten)
  • Änderungen zu IAS 41 – Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards Zyklus 2018–2020 (Berücksichtigung von Steuerzahlungen bei der Ermittlung von Fair Values biologischer Vermögenswerte)
  • Änderungen zu IAS 1 – Darstellung des Abschlusses (Angaben zu Rechnungslegungsmethoden) / vorzeitige Anwendung der Änderungen zu IAS 1 im aktuellen Geschäftsbericht

Veröffentlichte, aber im Geschäftsjahr 2022/23 noch nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Vom IASB wurden weitere Standards und Interpretationen überarbeitet bzw. verabschiedet, die von METRO im Geschäftsjahr 2022/23 indes noch nicht angewendet wurden, da insofern entweder noch keine Pflicht bestand oder die Verlautbarungen von der Europäischen Kommission noch nicht zur Anwendung genehmigt wurden.

| Standard/ Interpretation | Titel | Anwendungsbeginn gem. |
|---|---|---|# Wesentliche Rechnungslegungsmethoden

Rechnungslegungsgrundsätze

Die METRO AG erstellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der anzuwendenden Interpretation des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB) in der jeweils gültigen Fassung, soweit diese in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Rechnungslegungsmethoden entsprechen den Vorschriften der IFRS und den ergänzenden Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften. Sofern keine abweichenden Regelungen getroffen wurden, werden die IFRS in der englischen Originalfassung angewendet.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Standards und Interpretationen, die ab dem 2022/23 Geschäftsjahr bzw. ab dem 2023/24 Geschäftsjahr für METRO AG relevant werden:

Standard/Interpretation Titel Erstmalige Anwendung durch METRO AG Ende der Übergangsfrist Vorzeitige Anwendung möglich
IFRS 1 Anwendung bei METRO AG Ja Ja
Änderungen zu IAS 12 Pillar 2 – eine vorübergehende Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Umsetzung der Regeln zu Pillar 2 ergeben 1.10.2023 1.10.2023 Ja
Änderungen zu IAS 12 Pillar 2 – gezielte Anhangangaben 1.1.2023 1.10.2023 Ja
Änderungen zu IFRS 17 Versicherungsverträge – Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen 1.1.2023 1.10.2023 Ja
IFRS 17 Versicherungsverträge – einschließlich beschlossener Änderungen an dem Standard 1.1.2023 1.10.2023 Ja
Änderungen zu IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Definition von rechnungslegungsbezogener Schätzung) 1.1.2023 1.10.2023 Ja
Änderungen zu IAS 12 Ertragsteuern (latente Steuern in Bezug auf Vermögenswerte und Schulden, die auf einer einzelnen Transaktion basieren) 1.1.2023 1.10.2023 Ja
Änderungen zu IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Einstufung von Schulden als kurz- oder als langfristig) 1.1.2024 1.10.2024 Nein
Änderungen zu IAS 1 Klassifizierung langfristiger Verbindlichkeiten mit Covenants 1.1.2024 1.10.2024 Nein
Änderungen zu IFRS 16 Leasing: Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion 1.1.2024 1.10.2024 Ja
Änderungen zu IAS 7 Kapitalflussrechnung: neue Angabevorschriften zu Reverse-Factoring-Vereinbarungen 1.1.2024 1.10.2024 Nein
Änderungen zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – neue Angabevorschriften zu Reverse-Factoring-Vereinbarungen 1.1.2024 1.10.2024 Nein
Änderungen zu IAS 21 Währungsumrechnung: fehlende Umtauschbarkeit 1.1.2025 1.10.2025 Nein
Änderungen zu IFRS 10/IAS 28 Konzernabschlüsse/Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Änderung: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen) Unbekannt Unbekannt Nein

1 Ohne vorzeitige Anwendung.
2 Anwendung erst ab 1. Oktober aufgrund der Abweichung des Geschäftsjahres vom Kalenderjahr, sofern die Genehmigung zur Anwendung (Endorsement) durch die EU erfolgt ist.
3 Stand: November 2023
4 Offizieller deutscher Titel noch nicht bekannt – daher eigene Übersetzung.

Auswirkung der Weiteren IFRS-Änderungen

Die erstmalige Anwendung der in der obigen Tabelle aufgeführten Standards sowie der Änderungen von IFRS wird erwartungsgemäß zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gem. IFRS 10 (Konzernabschlüsse) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sofern die Geschäftsjahre einbezogener Tochterunternehmen nicht am Abschlussstichtag der METRO AG am 30. September enden, wurden zum Zwecke der Konsolidierung Zwischenabschlüsse aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung wird gem. IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt zunächst mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Beteiligungen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode gem. den für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätzen behandelt, wobei ein vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten ist. Der Ausweis der Ergebnisse aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und gemeinschaftlichen Tätigkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung ist im betrieblichen Ergebnis (EBIT) enthalten. Ggf. abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Abschlüssen von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet sind, werden beibehalten, sofern sie den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von METRO nicht wesentlich entgegenstehen.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Gewinne und Verluste aus bis zum Bilanzstichtag eingetretenen Wechselkursschwankungen werden grundsätzlich erfolgswirksam berücksichtigt. Die sich im Rahmen der Folgebewertung ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen der nachstehenden Vermögenswerte bzw. Schulden werden hingegen erfolgsneutral unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen:

  • Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, die als (Teil einer) Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind
  • Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind
  • Sicherungsinstrumente, die für qualifizierte Absicherungen von Zahlungsströmen verwendet werden

Hochinflation

Seit Juni 2022 wird die Türkei entsprechend IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) aufgrund hoher Inflationsraten als hochinflationäre Volkswirtschaft klassifiziert. METRO hat die quantitativen und qualitativen Kriterien des IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) im Geschäftsjahr 2022/23 erneut gewürdigt. Die kumulierte Inflation der letzten 3 Jahre als quantitatives Kriterium übersteigt auch weiterhin den Wert von 100 %. IAS 29 verlangt, dass die Abschlüsse eines Unternehmens, dessen funktionale Währung die Währung eines Hochinflationslandes ist, in die am Ende des Berichtszeitraums geltende Kaufkraft umgerechnet werden. METRO ist in der Türkei mit Tochtergesellschaften vertreten, deren funktionale Währung die türkische Lira ist. IAS 21.43 schreibt vor, dass die Abschlüsse dieser Tochtergesellschaften, die die funktionale Währung eines Hochinflationslandes haben, in Übereinstimmung mit IAS 29 zum 30. September 2023 anzupassen sind, bevor sie in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Anpassungen wurden für das gesamte Berichtsjahr wie folgt vorgenommen:

  • Erhöhung der Buchwerte der nicht monetären Vermögensgegenstände und Schulden sowie des Eigenkapitals anhand der Entwicklung des allgemeinen Preisindex.
  • Die Effekte aus der Indexierung des laufenden Jahres wurden im übrigen Finanzergebnis erfasst.
  • Die Anpassung betrifft bei METRO im Bereich der nicht monetären Vermögensgegenstände überwiegend das Sachanlagevermögen und in geringerem Umfang die Vorratsbestände.
  • Infolge der Erhöhungen der Buchwerte des Sachanlagevermögens (inkl. Nutzungsrechten) und der Vorräte ergeben sich mittelbar auch Erhöhungen planmäßiger Abschreibungen und Wareneinsätze.
  • Indexierung aller Posten der Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres 2022/23 ab dem Zeitpunkt, zu dem die jeweiligen Aufwands- und Ertragsposten erstmals erfasst wurden, bis zum Bilanzstichtag, um einen Preisindex widerzuspiegeln, der am Bilanzstichtag aktuell ist.

Die Buchwerte der nicht monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Gesamtergebnisrechnung werden in die am Bilanzstichtag gültige Kaufkraft unter Verwendung des kumulierten Konsumgüterpreisindex des Turkish Statistical Institute umgerechnet. Der zum Abschlussstichtag angewandte Wert des Index betrug 1.691,04 (30.9.2022: 1.046,89). Die Indexveränderung auf Jahresbasis beträgt 61,53 %. Zur Umrechnung der Abschlüsse der türkischen Gesellschaften in die Berichtswährung Euro wurde für alle Abschlussposten der Stichtagskurs zum 30. September 2023 herangezogen.

Ausländische Geschäftsbetriebe

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden gem. IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach dem Konzept der funktionalen Währung aufgestellt und, sofern ihre funktionale Währung nicht der Euro ist, zu Konsolidierungszwecken in Euro umgerechnet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen betreiben ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig, sodass ihre jeweilige Landeswährung i. d. R. die funktionale Währung darstellt. Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der Währungen der für METRO wichtigsten Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, folgende Wechselkurse zugrunde gelegt. Die Kurse basieren grundsätzlich auf EZB-Informationen. Für die Umrechnung des russischen Rubels wurde in Ermangelung eines von der EZB zur Verfügung gestellten Kurses die Notierung der russischen Zentralbank verwendet.

Durchschnittskurs je € 2021/22 Durchschnittskurs je € 2022/23 Stichtagskurs je € 30.9.2022 Stichtagskurs je € 30.9.2023
Bulgarischer Lew BGN 1,95583 1,95583 1,95583 1,95583
Indische Rupie INR 83,17465 87,85357 79,42500 88,01650
Pakistanische Rupie PKR 207,61483 283,33879 223,06640 305,36810
Polnischer Złoty PLN 4,65803 4,61973 4,84830 4,62830
Rumänischer Leu RON 4,93848 4,93484 4,94900 4,97350
Russischer Rubel RUB 78,62344 83,79290 55,40640 103,16310
Tschechische Krone CZK 24,81236 23,97181 24,54900 24,33900
Türkische Lira TRY 18,08410 29,05140 18,08410 29,05140
Ukrainische Hrywnja UAH 32,31038 39,02932 35,63610 38,74080
Ungarischer Forint HUF 379,38342 389,04822 422,18000 389,50000

Gewinn- und Verlustrechnung

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt gem. IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) mit Erfüllung der jeweiligen Leistungsverpflichtungen durch die Übertragung von Waren auf Großhandelskunden bzw. die Erbringung von Dienstleistungen. Die Waren gelten zu dem Zeitpunkt als übertragen, zu dem der Kunde Verfügungsgewalt über sie erlangt. Dies gilt sowohl für den stationären Handel und das Belieferungsgeschäft (Food Service Distribution, FSD) wie auch für das Online-Geschäft. Mit den Kunden ist in diesen Fällen üblicherweise Barzahlung bzw. Zahlung innerhalb einer kurzen Zeit nach Lieferung der Ware (Zielkauf) vereinbart. Signifikante Finanzierungskomponenten sind in den Verträgen mit Kunden üblicherweise nicht enthalten. Bei Dienstleistungen wird die Verfügungsgewalt über die Dienstleistungen zeitraumbezogen übertragen und somit die Leistungsverpflichtung erfüllt. Erlöse werden in Höhe der Gegenleistung erfasst, die im Austausch gegen die Güter oder Dienstleistungen erlangt bzw. voraussichtlich erhalten wird.# Anhang

A. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden

Die nachfolgende Darstellung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden bezieht sich auf den Konzernabschluss der METRO AG.

Grundlagen

Den Kunden von METRO wird im Rahmen einiger Wholesale-Geschäftsmodelle unter bestimmten Voraussetzungen bzw. gem. vertraglichen Vereinbarungen oder auf gesetzlicher Grundlage das Recht gewährt, Waren umzutauschen oder zurückzugeben. Für in diesem Zusammenhang erwartete Rücklieferungen werden Rückerstattungsverbindlichkeiten erfasst, die sich auf Erfahrungswerte bezüglich der Rücklieferungsquoten und ‑zeiträume stützen. Aufgrund des korrespondierenden Rechts auf Rückerhalt der Waren vom Kunden wird mit dem ursprünglichen Buchwert der jeweiligen Vorräte (abzüglich Abwicklungskosten und einer ggf. angezeigten Wertminderung) ein Vermögenswert bilanziert und unter den sonstigen anderen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bei Erfüllung bestimmter, im Vorhinein festgelegter Bedingungen gewährt METRO verschiedene Arten von vereinheitlichten, erfolgsabhängigen Rabatten. Dies sind bspw. Rabatte für das Erreichen bestimmter Umsatzvolumina mit einem Kunden sowie für Kundentreue. Sobald davon auszugehen ist, dass ein Kunde die Bedingungen zur Gewährung des Rabatts erfüllt, werden Teile der Umsatzerlöse abgegrenzt und als Vertragsverbindlichkeit ausgewiesen. Eine Ausbuchung solcher Vertragsverbindlichkeiten erfolgt zum Zeitpunkt der Einlösung der Rabatte durch den Kunden oder wenn die Wahrscheinlichkeit als gering einzustufen ist, dass der Kunde seine Ansprüche geltend machen wird. Die Einlösung der Rabatte durch die Kunden erfolgt regelmäßig innerhalb eines Jahres nach der jeweiligen Erfassung einer Vertragsverbindlichkeit.

Im Rahmen einiger von METRO angebotener Franchise-Modelle werden mit Kunden Mehrkomponentenverträge vereinbart, deren Grundlage ein Bündel verschiedener Franchise-Produkte und -Dienstleistungen ist. Einzelne Vertragskomponenten werden den Kunden dabei in subventionierter Form zur Verfügung gestellt, sodass die gesamte vereinbarte Gegenleistung nach Maßgabe der relativen Einzelveräußerungspreise den einzelnen Komponenten zugeordnet wird.

Teilweise tritt METRO bei der Lieferung von Gütern oder der Erbringung von Dienstleistungen als Agent auf. In diesen Fällen erfasst METRO als Erlös die erwartete Gebühr oder Provision.

Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Eine Ausnahme von der erfolgswirksamen Erfassung von Zinsen bilden Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines sog. qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen sind und daher gem. IAS 23 (Fremdkapitalkosten) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert werden.

Gewinnausschüttungen von Unternehmen, an denen METRO beteiligt ist und die nicht nach der Equity-Methode bewertet sind, werden grundsätzlich mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung ertragswirksam vereinnahmt.

Bilanz

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden regelmäßig einmal pro Jahr zum 30. Juni – bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch darüber hinaus – auf Wertminderungen hin überprüft. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese erfolgswirksam erfasst. Zur Ermittlung einer möglichen Wertminderung wird der erzielbare Betrag einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, konkret ist dies i. d. R die Organisationseinheit pro Land, mit der Summe der zugehörigen Buchwerte verglichen. Der erzielbare Betrag ergibt sich aus dem höheren Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten der aus diskontierten zukünftigen Cashflows und mithilfe von Eingangsparametern des Levels 3 der Fair-Value-Hierarchie berechnet wird. Eine Wertminderung für den einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert liegt nur dann vor, wenn der erzielbare Betrag kleiner als die Summe der relevanten Buchwerte dieser Gruppe ist. Eine Zuschreibung erfolgt bei Wegfall der Gründe einer in Vorperioden vorgenommenen Wertminderung nicht.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den Herstellungskosten für ihre Entwicklung gem. IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen alle der Entwicklung direkt zurechenbaren Kosten, soweit für sie kein explizites Aktivierungsverbot besteht. Fremdkapitalkosten i. S. d. IAS 23 werden i. d. R. mangels Erfüllung der einschlägigen Kriterien für einen sog. qualifizierten Vermögenswert bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen.

Alle sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit einer begrenzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer werden planmäßig linear abgeschrieben. Aktivierte selbst erstellte und erworbene Software sowie vergleichbare immaterielle Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren, Lizenzen über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Wertminderungen oder Werterhöhungen werden unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind mit ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten gem. IAS 16 (Sachanlagen) bewertet. In den Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den Einzelkosten direkt zurechenbare Gemeinkosten enthalten. Finanzierungskosten werden ausschließlich bei sog. qualifizierten Vermögenswerten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Erhaltene Investitionszuschüsse werden gem. IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) berücksichtigt, indem die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts um den Betrag des Zuschusses gekürzt werden. Rückbauverpflichtungen werden in Höhe des abgezinsten Erfüllungsbetrags in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einbezogen. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage werden lediglich aktiviert, sofern sie zu einem höheren zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen der Sachanlage führen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt ausschließlich linear. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern, auf denen die planmäßigen Abschreibungen beruhen, liegen konzerneinheitlich in den folgenden Bandbreiten:

Anlagekategorie Nutzungsdauer (Jahre)
Gebäude 10 bis 33
Einbauten in gemieteten Gebäuden 8 bis 15 bzw. kürzere Mietvertragsdauer
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13
Maschinen 3 bis 8

In wenigen begründeten Ausnahmefällen beträgt die Nutzungsdauer von Gebäuden 40 Jahre. Aktivierte Rückbaukosten werden über die Nutzungsdauer des Vermögenswerts abgeschrieben. Bestehen Anhaltspunkte für die Wertminderung einer Sachanlage – bzw. einer (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheit(en) –, wird ein Wertminderungstest gem. IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt. Liegt hierbei der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wird eine Wertminderung erfasst. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung wird eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, die sich ergeben hätten, wenn in früheren Perioden kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden analog zu den Sachanlagen gem. dem Anschaffungskostenmodell mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und ggf. notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die planmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die sich im Eigentum befinden, erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 15 bis 33 Jahren. Für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, bei denen es sich um Nutzungsrechte handelt, erfolgt die Abschreibung linear über eine Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren. Zusätzlich wird der Fair Value dieser Immobilien mithilfe anerkannter Bewertungsmethoden unter Prüfung und Berücksichtigung von Projektentwicklungsmöglichkeiten ermittelt und im Anhang angegeben.

Finanzanlagen

Sofern es sich nicht um assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) handelt, auf die die Equity-Methode angewendet wird, werden finanzielle Vermögenswerte (Finanzanlagen) gem. den Vorschriften des IFRS 9 (Finanzinstrumente) bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn METRO bei einem Finanzinstrument Vertragspartei wird. Der Ansatz erfolgt stets zum Handelstag. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht weiter fortbestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen auf eine andere Partei übertragen werden und METRO nach der Übertragung die Verfügung der finanziellen Vermögenswerte nicht kontrollieren kann. Wenn die Uneinbringlichkeit von Forderungen endgültig feststeht, werden sie ausgebucht.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen, es sei denn, es handelt sich um Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet werden. METRO macht von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (Fair-Value-Option), keinen Gebrauch.

In Bezug auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bilanzierten finanziellen Vermögenswerte werden zum einen Wertberichtigungen gebildet, die sich als erwartete Kreditverluste unabhängig von der Existenz tatsächlicher Ausfallereignisse bestimmen.# Anhang

Bei der Bestimmung der Wertberichtigungsquoten werden alle angemessenen und belastbaren Informationen berücksichtigt, einschließlich zukunftsorientierter Informationen, die durch Einbeziehung eines an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausgerichteten prognostizierten Index Berücksichtigung finden. Zum anderen werden sie bei Vorliegen objektiver Hinweise darauf, dass vertraglich vereinbarte Cashflows eines finanziellen Vermögenswerts voraussichtlich teilweise oder vollständig ausfallen, als Einzelwertberichtigungen erfasst. Bei Wegfall dieser Anzeichen werden erfolgswirksame Wertaufholungen bis zur Höhe des jeweiligen Buchwerts vorgenommen, der sich ohne Ausfallereignis ergeben hätte. Die erwarteten Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestimmt METRO im Rahmen der sog. vereinfachten Vorgehensweise durch Verwendung einer nach verschiedenen (Über-)Fälligkeiten strukturierten Wertminderungsmatrix. Erwartete Kreditverluste für andere finanzielle Vermögenswerte werden nach den Vorgaben zur sog. allgemeinen Vorgehensweise bestimmt. Wertminderungen werden grundsätzlich auf separaten Konten erfasst. Zeitwertänderungen von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVOCI), werden im sonstigen Ergebnis erfasst und zum Zeitpunkt der Veräußerung der Vermögenswerte erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert. Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte der Kategorie FVOCI werden analog zu den Wertminderungen der finanziellen Vermögenswerte der Kategorie AC ermittelt und erfolgswirksam erfasst. Gehaltene Eigenkapitaltitel werden nach den Regelungen des IFRS 9 entweder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (ohne spätere Umgliederung in den Gewinn oder Verlust bzw. ohne Reklassifizierung [no reclassification]; FVOCInR) folgebewertet. Im Rahmen von Cashflow-Hedges, deren
bilanzielle Abbildung weiterhin nach den Vorgaben von IAS 39 erfolgt, sichert METRO künftige Zahlungsströme und damit verbundene Erträge bzw. Aufwendungen gegen Wertänderungsrisiken ab. Hierzu werden zukünftig auftretende Grundgeschäfte und dazugehörige Sicherungsinstrumente zu Bilanzierungszwecken in eine Sicherungsbeziehung designiert. Der effektive Teil der Marktwertänderungen des Sicherungsinstruments, das regelmäßig die Definitionsmerkmale eines Derivats erfüllt, wird dabei zunächst ergebnisneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Der ineffektive Teil wird unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Bei zukünftigen Transaktionen, die zur Bilanzierung eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Schuld führen, werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Marktwertänderungen des Sicherungsinstruments beim erstmaligen Ansatz grundsätzlich gegen die Anschaffungskosten des gesicherten Instruments ausgebucht. Liegen dem Sicherungsgeschäft finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Schulden oder künftige Transaktionen zugrunde, werden die Marktwertänderungen des Sicherungsinstruments in den Berichtsperioden, in denen das gesicherte Grundgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird, aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Die Laufzeit des Sicherungsinstruments ist auf den Eintritt der künftigen Transaktion abgestimmt.

Sonstige finanzielle und sonstige andere Vermögenswerte

Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Vermögenswerte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen werden für das Berichtsjahr nach den Vorgaben zur allgemeinen Vorgehensweise bestimmt. Unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden auch derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Im Rahmen der Rechnungsabgrenzungsposten werden transitorische Posten ausgewiesen.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden

Die Ermittlung latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden erfolgt gem. dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielt wird. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden grundsätzlich saldiert, sofern die ertragsteuerlichen Ansprüche und Schulden ggü. der gleichen Steuerbehörde bestehen und sich auf dasselbe Steuersubjekt oder eine Gruppe unterschiedlicher Steuersubjekte beziehen, die ertragsteuerlich gemeinsam veranlagt werden. Die latenten Steueransprüche werden zu jedem Bilanzstichtag neu beurteilt und ggf. angepasst. Der Ermittlung der latenten Steuern liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Die Beurteilung der latenten Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung von METRO zum Abschlussstichtag im Hinblick auf die Art und Weise ergeben, wie die Buchwerte der Vermögenswerte realisiert bzw. der Schulden erfüllt werden.

Vorräte

Die als Vorräte bilanzierten Handelswaren werden gem. IAS 2 (Vorräte) zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden entweder auf Basis einer Einzelbewertung der Zugänge oder unter Verwendung der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Vergütungen von Lieferanten, die als Anschaffungskostenminderung zu klassifizieren sind, werden bei der Ermittlung der Kosten des Erwerbs abgezogen. Die Bewertung der Handelswaren am Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert. Bei den Handelswaren werden individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen, sofern der Nettoveräußerungswert niedriger ist als der Buchwert. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Verkaufskosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Handelswaren geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für das Berichtsjahr werden erwartete, auf der Grundlage einer Wertminderungsmatrix bestimmte Wertminderungen berücksichtigt. Bestehen darüber hinausgehende Zweifel an der Einbringlichkeit, werden die Kundenforderungen mit dem niedrigeren Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows angesetzt.

Ertragsteuererstattungsansprüche und Ertragsteuerschulden

Die bilanzierten Ertragsteuererstattungsansprüche und Ertragsteuerschulden betreffen in- und ausländische Ertragsteuern für das laufende Jahr sowie aus Vorjahren. Sie werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften des jeweiligen Landes ermittelt. Die Ermittlung der Ertragsteuerschulden erfolgt im Einklang mit den Vorschriften des IAS 12 und IFRIC 23. Für den Ansatz und die Bewertung sind Schätzungen und Annahmen zu treffen, z. B. ob eine Einschätzung gesondert oder zusammen mit anderen Unsicherheiten vorgenommen wird, ein wahrscheinlicher oder erwarteter Wert für die Unsicherheit herangezogen wird und ob Änderungen im Vergleich zur Vorperiode eingetreten sind. Das Entdeckungsrisiko ist für die Bilanzierung unsicherer Bilanzpositionen unbeachtlich. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme, dass die Steuerbehörden den fraglichen Sachverhalt untersuchen und ihnen alle relevanten Informationen vorliegen. Die Unternehmen des Konzerns sind weltweit in diversen Ländern ertragsteuerpflichtig. Bei der Beurteilung der weltweiten Ertragsteueransprüche und -schulden kann insbesondere die Interpretation steuerlicher Vorschriften mit Unsicherheiten behaftet sein. Eine unterschiedliche Sichtweise der jeweiligen Finanzbehörden bezüglich der richtigen Interpretation von steuerlichen Vorschriften kann nicht ausgeschlossen werden. Änderungen der Annahmen über die richtige Interpretation von steuerlichen Normen wie bspw. aufgrund geänderter Rechtsprechung fließen in die Bilanzierung ungewisser Ertragsteueransprüche und -schulden im entsprechenden Wirtschaftsjahr ein.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und andere kurzfristig liquide finanzielle Vermögenswerte, wie bspw. verfügbare Guthaben auf Rechtsanwaltsanderkonten oder unterwegs befindliche Gelder, mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 3 Monaten. Sie sind mit den jeweiligen Nennwerten bewertet.

Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte, Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten und nicht fortgeführte Aktivitäten

Die Klassifizierung als zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte gem. IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) erfolgt, sofern der zugehörige Buchwert vornehmlich durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Ebenso werden Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten in der Bilanz separat ausgewiesen. Ein Verkauf muss grundsätzlich innerhalb der nächsten 12 Monate zur Ausführung geplant und praktisch durchführbar sein.

Leistungen an Arbeitnehmer

Zu den Leistungen an Arbeitnehmer gehören:
* Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
* Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
* Pensionsähnliche Verpflichtungen
* Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
* Anteilsbasierte Vergütungen
* Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten bspw.# Gehälter und Löhne, Sozialversicherungsbeiträge sowie Urlaubs- und Krankengeld und werden als Verbindlichkeiten zum Auszahlungsbetrag angesetzt, sobald die mit ihnen verbundene Arbeitsleistung erbracht ist.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen entweder im Rahmen eines beitragsorientierten oder eines leistungsorientierten Plans. Für beitragsorientierte Pläne wird die Verpflichtung zur Leistung periodischer Beiträge an den externen Versorgungsträger zeitkongruent mit der Erbringung der Arbeitsleistung des Begünstigten als Altersvorsorgeaufwand erfasst. Versäumte oder im Voraus geleistete Zahlungen an den Versorgungsträger werden als Verbindlichkeit bzw. als Forderung abgegrenzt. Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von über 12 Monaten werden abgezinst.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen für die betriebliche Altersversorgung im Rahmen eines leistungsorientierten Plans erfolgt nach der in IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden unter Berücksichtigung biometrischer Daten sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Falls die ermittelte Leistungsverpflichtung oder der beizulegende Zeitwert des Planvermögens zwischen dem Beginn und dem Ende eines Geschäftsjahres aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen (z. B. bei einer veränderten Fluktuationsrate) oder Änderungen der zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen steigen oder sinken, entstehen hieraus sog. versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Diese werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Effekte aus Planänderungen und Plankürzungen werden erfolgswirksam im Dienstzeitaufwand berücksichtigt. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird als Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Sofern Planvermögen vorliegt, ergibt sich die Höhe der Pensionsverpflichtung grundsätzlich als Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Zeitwert des Planvermögens.

Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen (wie z. B. Jubiläums- und Sterbegelder) basieren auf dem Barwert der künftig an den Arbeitnehmer bzw. an seine Hinterbliebenen zu leistenden Zahlungen, abzüglich etwaiger damit verbundener Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert. Die Höhe der Rückstellungen wird mittels versicherungsmathematischer Gutachten gem. IAS 19 bestimmt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in derjenigen Periode erfasst, in der sie entstehen.

Bei den Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses handelt es sich um Abfindungszahlungen an Arbeitnehmer. Sie werden erfolgswirksam als Schuld erfasst, wenn aufgrund einer vertraglichen oder faktischen Verpflichtung Zahlungen an Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu leisten sind. Eine solche Verpflichtung liegt vor, wenn für die vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein formaler Plan existiert und keine Möglichkeit besteht, sich diesem zu entziehen. Liegt die Fälligkeit der Leistung mehr als 12 Monate nach dem Abschlussstichtag, wird diese in Höhe ihres Barwerts angesetzt.

Die im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems gewährten Aktienprämien sind als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich gem. IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt dabei erfolgswirksam als Personalaufwand, verteilt über die jeweils zugrunde liegende Sperrfrist. Der beizulegende Zeitwert wird bis zur Ausübung der Option mithilfe eines Optionspreismodells zu jedem Bilanzstichtag während der Sperrfrist neu berechnet. Die Rückstellung wird entsprechend erfolgswirksam angepasst.

Die anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer enthalten die künftigen Leistungen, die die Arbeitnehmer im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben (wie z. B. langfristige Gewinn- und Erfolgsbeteiligungen). Diese Leistungen werden in Höhe ihres Barwerts angesetzt.

(Sonstige) Rückstellungen

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über 1 Jahr werden auf den Bilanzstichtag mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich der Zinseffekte widerspiegelt. Eine entsprechende Abzinsung erfolgt für Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter 1 Jahr, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Rückgriffsansprüche werden nicht mit dem Rückstellungsbetrag verrechnet, sondern separat als Vermögenswert bilanziert, sofern ihre Realisation so gut wie sicher ist. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden angesetzt, sofern zum Bilanzstichtag die faktische Verpflichtung zur Restrukturierung durch Verabschiedung eines detaillierten Restrukturierungsplans und dessen Kommunikation an die Betroffenen formalisiert wurde. Rückstellungen für Garantieleistungen, die nicht nach IFRS 15 als Vertragsverbindlichkeit zu bilanzieren sind, werden auf Grundlage der tatsächlich eingetretenen Garantieleistungen der Vergangenheit sowie der Umsätze des Geschäftsjahres gebildet.

(Sonstige) Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden gem. IFRS 9 einer der folgenden Kategorien zugeordnet:
* Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
* Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die erstmalige Erfassung finanzieller Verbindlichkeiten sowie die Folgebewertung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten erfolgt in Analogie zu den entsprechenden Vorgaben, wie sie auf finanzielle Vermögenswerte angewendet werden. Als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden sämtliche übrigen finanziellen Verbindlichkeiten eingestuft. Sie werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Fair-Value-Option nach IFRS 9 wird auf finanzielle Verbindlichkeiten bei METRO nicht angewendet. Die im Anhang angegebenen Fair Values der finanziellen Verbindlichkeiten sind auf Basis der am Bilanzstichtag für die entsprechenden Restlaufzeiten und Tilgungsstrukturen gültigen Zinssätze ermittelt. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird nur dann ausgebucht, wenn diese erloschen ist bzw. die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Leasingverhältnisse

Nach IFRS 16 ist ein Vertrag ein Leasingverhältnis oder enthält ein solches, wenn der Vertrag ein Recht auf die Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum im Austausch gegen eine Gegenleistung überträgt.

AUSÜBUNG DER WAHLRECHTE

Für den Leasingnehmer bestehen diverse Wahlrechte. So besteht bei der Bilanzierung und Bewertung ein Wahlrecht zur Portfoliobildung von Verträgen mit gleichen oder ähnlichen Eigenschaften, das METRO nicht in Anspruch genommen hat. METRO macht von dem Wahlrecht Gebrauch, den Ansatz eines Nutzungsrechts bei Leasingverträgen, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen (im Wesentlichen im Bereich der Büroausstattung und der Betriebs- und Geschäftsausstattung), und bei kurzfristigen Leasingverträgen (Laufzeit maximal 12 Monate) nicht anzuwenden. Mietaufwendungen für diese Vermögensgegenstände sind dementsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden. Das Wahlrecht zur Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten (Service) wird nicht in Anspruch genommen und die Nichtleasingkomponenten werden im anzusetzenden Nutzungsrecht berücksichtigt. Des Weiteren wurde auch das Wahlrecht zur Aktivierung von gemieteten immateriellen Vermögensgegenständen nicht in Anspruch genommen. Diese fallen weiterhin in den Anwendungsbereich des IAS 38.

METRO ALS LEASINGNEHMER

Das Unternehmen verbucht einen Vermögenswert mit Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit zum Zeitpunkt des Leasingbeginns. Das Nutzungsrecht wird anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet, die aus dem anfänglichen Betrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um alle am oder vor dem Anfangsdatum geleisteten Leasingzahlungen, zuzüglich aller anfänglich entstandenen direkten Kosten, abzüglich aller erhaltenen Anreize, bestehen. Das Nutzungsrecht wird anschließend nach der linearen Methode über den kürzeren Zeitraum der Leasingdauer oder der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird anfänglich zum Barwert der Leasingraten bewertet, die mit dem dem Leasingvertrag innewohnenden Zinssatz abgezinst werden oder, falls dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz, den das Unternehmen für die Aufnahme von Fremdkapital zahlen müsste, um einen Vermögenswert von ähnlichem Wert in einem ähnlichen wirtschaftlichen Umfeld zu erwerben. Zur Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wird der länder- und währungsspezifische Referenzzinssatz aus laufzeitadäquaten risikolosen Zinssätzen, erhöht um den Kreditrisikoaufschlag, verwendet. Dieser wird vierteljährlich pro Land ermittelt und nach Laufzeiten unterteilt. Die Leasingverbindlichkeit wird zu amortisierten Kosten, unter Anwendung der Effektivzinsmethode, bewertet.Sie wird neu bewertet, wenn sich die zukünftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder Zinssatzänderung ändern, wenn sich die Schätzung des Unternehmens hinsichtlich des Betrags ändert, der voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen ist, oder wenn das Unternehmen seine Einschätzung, ob es eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausüben wird, ändert. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sind in einer signifikanten Anzahl von Leasingverträgen in allen Anlageklassen von METRO enthalten. Verlängerungsoptionen (oder Kündigungsoptionen) werden in die Laufzeit des Leasingverhältnisses einbezogen, wenn ihre Ausübung (bzw. Nichtausübung bei Kündigungsoptionen) hinreichend sicher ist. Bei der Festlegung der Mietdauer berücksichtigt das Management alle Fakten und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung einer Verlängerungsoption bzw. zur Nichtausübung einer Kündigungsoption schaffen. Beispiele für Fakten und Umstände sind die Vertragsbedingungen für die optionalen Zeiträume im Vergleich zu den Marktkonditionen, wesentliche Verbesserungen an den Mietverhältnissen, Kosten im Zusammenhang mit der Kündigung des Mietvertrags und die Bedeutung des zugrunde liegenden Vermögenswerts für die Geschäftstätigkeit von METRO. Die Bewertung wird überprüft, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung der Umstände eintritt, die diese Bewertung beeinflusst.

Nutzungsrechte werden in der Bilanz unter den Sachanlagen ausgewiesen. Nutzungsrechte, die die Definition von Investitionseigentum erfüllen, sind unter den „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“ enthalten und werden im Abschluss gesondert ausgewiesen. Die Leasingverbindlichkeiten sind in den Finanzschulden enthalten. In der Kapitalflussrechnung hat das Unternehmen die Tilgung der Leasingzahlungen sowie den Zinsanteil innerhalb der Finanzierungsaktivitäten klassifiziert. Die Leasingzahlungen werden in einen Tilgungs- und einen Zinsanteil aufgeteilt und sind in der Kapitalflussrechnung in der Zeile „Leasingauszahlungen“ enthalten. Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverträge, Leasingzahlungen für Leasing von geringwertigen Wirtschaftsgütern und variable Leasingzahlungen, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit enthalten sind, werden als Cashflow aus operativer Tätigkeit klassifiziert.

METRO ALS LEASINGGEBER
Wenn das Unternehmen im Rahmen einer Untervermietung als Leasinggeber auftritt, legt es zu Beginn des Leasingvertrags fest, ob es sich bei jedem Leasingvertrag um ein Finanzierungsleasing oder ein Operating-Leasing handelt. Um jedes Leasing zu klassifizieren, nimmt das Unternehmen eine Gesamtbeurteilung vor, ob das Leasing im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des zugrunde liegenden Vermögenswerts verbundenen Risiken und Vorteile überträgt. Wenn dies der Fall ist, dann ist das Leasing ein Finanzierungsleasing, wenn nicht, dann ist es ein Operating-Leasing. Als Teil dieser Beurteilung berücksichtigt das Unternehmen bestimmte Indikatoren, wie z. B. ob das Leasing den größten Teil der Laufzeit des Hauptleasings des Vermögenswerts umfasst.

Handelt es sich um ein Finanzierungsleasingverhältnis, werden die entsprechenden Zinserträge aus Leasingverhältnissen im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Wenn das Unternehmen ein Zwischenleasinggeber ist, verbucht es seine Anteile am Hauptleasingvertrag und am Unterleasingvertrag getrennt. Wenn ein Hauptleasingvertrag ein kurzfristiger Leasingvertrag ist, auf den das Unternehmen die oben beschriebene Ausnahme anwendet, dann klassifiziert es den Unterleasingvertrag als Operating-Leasingvertrag.

Das Unternehmen verbucht Leasingzahlungen, die es im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen erhält, als Mietertrag.

Sonstiges
Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Ihr Einsatz erfolgt im Rahmen der Vorgaben der entsprechenden Konzernrichtlinie. Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht als Teil einer Sicherungsbeziehung designiert sind, werden gem. IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Bewertung der derivativen Finanzinstrumente werden die Interbankenkonditionen, ggf. inkl. der für METRO gültigen Kreditmargen, oder Börsenkurse herangezogen; dabei werden die Mittelkurse am Bilanzstichtag verwendet. Falls keine Börsenkurse herangezogen werden können, wird der beizulegende Zeitwert mittels anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle berechnet.

Liegt ein wirksames Sicherungsgeschäft (Hedge Accounting) nach IAS 39 vor, wird im Rahmen von Cashflow-Hedges der effektive Teil der Änderung des betroffenen Derivats erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine erfolgswirksame Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt grundsätzlich erst bei Realisation des Grundgeschäfts. Der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Vergütungen von Lieferanten
Vergütungen von Lieferanten werden je nach zugrunde liegendem Sachverhalt als Anschaffungskostenminderung, als Kostenerstattung oder als Entgelt für erbrachte Dienstleistungen bilanziert. Die Lieferantenvergütungen werden zum Bilanzstichtag periodengerecht abgegrenzt, sofern sie vertraglich vereinbart sind und die Realisation wahrscheinlich ist. Im Falle von Lieferantenvergütungen, die an Kalenderjahresziele gekoppelt sind, basiert die im Abschluss berücksichtigte Vergütung auf entsprechenden Hochrechnungen.

Schätzungen und Annahmen, Ermessensentscheidungen
Krieg in der Ukraine
Besonderen Einfluss auf den Konzernabschluss hatte auch im Geschäftsjahr 2022/23 weiterhin der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Folgen wie die Energiekrise und die Inflation. METRO ist sowohl in der Ukraine als auch in Russland vertreten.

Schätzungen und Annahmen
Für die Erstellung dieses Konzernabschlusses mussten unter Berücksichtigung des oben dargestellten veränderten Unternehmensumfelds Schätzungen und Annahmen getroffen werden, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen mit bedeutenden Auswirkungen sind insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine bei den folgenden Sachverhalten getroffen worden:

  • Überprüfung der Werthaltigkeit von abnutzbaren und nicht abnutzbaren Vermögenswerten einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten, Markenrechten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer und Kundenstämmen, ggf. inkl. Sensitivitätsanalyse.
  • Einbringbarkeit von Forderungen − insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen an Lieferanten.
  • Bewertung von Vorräten, insbesondere bezüglich Abwertungen auf niedrigere Nettoveräußerungswerte.

Für METRO Russland und METRO Ukraine wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte bereits zum 31. März 2022 in voller Höhe ergebniswirksam wertgemindert. Bei den Märkten in der Ukraine, die eine geografische Nähe zu den Krisengebieten haben und deren Umsatz- und Ergebniserwartung signifikant eingebrochen ist, wurden im Vorjahr Wertminderungen auf das Sachanlagevermögen zwischen 50 und 100 % der Restbuchwerte vorgenommen. Märkte in Russland wurden auf Basis aktueller Ertragserwartungen und Immobilienbewertungen analysiert und bei Bedarf wertgemindert. Nach der Wertminderung entspricht der Buchwert dem erzielbaren Betrag. Die Bewertung der Vorräte und der Forderungen erfolgte unter Berücksichtigung der dem aktuellen Unternehmensumfeld angemessenen Risikovorsorgen.

Neben den aus dem Krieg in der Ukraine resultierenden Fragestellungen können sich insbesondere für die folgenden Posten beträchtliche Bewertungsanpassungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres ergeben:

  • Abnutzbare und nicht abnutzbare Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten, Markenrechten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer und Kundenstämmen. Mögliche kurzfristige Beeinträchtigungen der Ertragslage haben indes grundsätzlich keine Auswirkung auf die vorhandenen Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte (Nr. 17 Geschäfts- oder Firmenwert sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte und Nr. 18 Sachanlagen).
  • Bei der Bewertung der Forderungen wurden seit Beginn des Kriegs in der Ukraine in erhöhtem Umfang Einzelwertberichtigungen vorgenommen, insbesondere in Einheiten, die längerfristige Zahlungsziele gewähren und ein hohes Engagement im HoReCa-Sektor aufweisen. Ferner wurde das Zukunftselement im Rahmen der allgemeinen Risikovorsorge gem. IFRS 9 in einer risikoadäquaten Höhe berücksichtigt (Nr. 23 Forderungen aus Lieferung und Leistung). Für die Risikoeinschätzung werden laufend die Folgen des Kriegs in der Ukraine, wie die Energiekrise und die Inflation, unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen beobachtet.
  • Pensionsrückstellungen (Nr. 28 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)

Ermessensentscheidungen
Informationen zu bedeutenden Ermessensentscheidungen, die die im vorliegenden Konzernabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, beziehen sich auf die folgenden Sachverhalte bzw. Angaben in diesem Konzernabschluss:

  • Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen unter Berücksichtigung maßgeblicher Fakten und Umstände in Bezug auf wirtschaftliche Anreize zur voraussichtlichen Ausübung von Verlängerungsoptionen bzw. zur Nichtausübung von Kündigungsoptionen sowie Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes (Nr.# Leasingverhältnisse)

Kapitalmanagement

Ziele der Kapitalmanagementstrategie von METRO sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Steigerung des Unternehmenswerts, die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des zukünftigen Wachstums sowie die Gewährleistung attraktiver Dividendenzahlungen und des Kapitaldiensts.

Die Kapitalmanagementstrategie von METRO hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Eigen- und Fremdkapital sowie Nettoverschuldung im Konzernabschluss

Mio. €
30.9.2022
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter 2.344
Fremdkapital 10.490
Nettoverschuldung 3.281
Finanzschulden 4.124
davon Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (2.847)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 825
Kurzfristige Geldanlagen¹ 19
Mio. €
30.9.2023
Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter 2.011
Fremdkapital 9.625
Nettoverschuldung 3.051
Finanzschulden 3.663
davon Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (2.621)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 591
Kurzfristige Geldanlagen¹ 21

¹ In der Bilanz in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (kurzfristig) enthalten.

Die Zahlungsmittel unserer russischen Konzerngesellschaften belaufen sich auf 101 Mio. € (30.9.2022: 119 Mio. €). Diese werden laufend auf relevante Restriktionen vor dem Hintergrund zunehmender staatlicher Eingriffe beobachtet. Darüber hinaus entfallen 81 Mio. € (30.9.2022: 108 Mio. €) der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen auf die russischen Landesgesellschaften.

Lokale Kapitalanforderungen

Die Kapitalmanagementstrategie von METRO zielt stets darauf ab, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung aufweisen. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen erfüllt. Diese beinhalten bspw. die Einhaltung eines bestimmten Verschuldungsgrads oder einer festen Eigenkapitalquote.

Konsolidierungskreis und Beteiligungen

In den Konzernabschluss werden außer der METRO AG alle Unternehmen einbezogen, bei denen die METRO AG mittel- oder unmittelbar die Beherrschung innehat, sofern diese Unternehmen einzeln sowie auch insgesamt nicht unbedeutend für den Konzernabschluss sind. Eine Beherrschung liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, durch die Mehrheit der Stimmrechte oder gem. Satzung, Unternehmensvertrag oder vertraglicher Vereinbarung die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens auszuüben, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Es werden einschließlich der METRO AG 106 deutsche (30.9.2022: 112) und 171 internationale (30.9.2022: 172) Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Im Geschäftsjahr 2022/23 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt geändert:

Stand 1.10.2022 Veränderungen im Geschäftsjahr 2022/23 Stand 30.9.2023
284
Verschmelzungen/Anwachsungen auf andere Konzerngesellschaften -8
Verkäufe -2
Liquidationen -4
Neugründungen 3
Erwerbe 4
277

Erläuterungen zu Unternehmenszusammenschlüssen

Johan i Hallen & Bergfalk (JHB)

Gem. Kaufvertrag vom 3. Mai 2023 erwarb METRO zum 10. Mai 2023 100 % der Anteile an den folgenden Gesellschaften:

  • JOHBECO AB, Schweden
  • Johan i Hallen & Bergfalk AB, Schweden
  • Johan i Hallen & Bergfalk Oy, Finnland

Der ausschließlich in Zahlungsmitteln geleistete vorläufige Kaufpreis beträgt rund 0,1 Mrd. €. JHB ist der führende Spezialanbieter von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten und beliefert mit dem Know-how von mehr als 350 Mitarbeitern über 4.000 Kunden in Schweden und Finnland, hauptsächlich im HoReCa-Sektor. Über 50 % des Umsatzes stammen aus der eigenen Verarbeitung von Fleisch und Fisch. JHB ist eine substanzielle Ergänzung des bestehenden FSD-Portfolios von METRO und gewährt Zugang zu einem der größten Food-Service-Märkte in Europa.

Die Erstkonsolidierung erfolgte auf Basis des um wesentliche Transaktionen fortgeschriebenen Monatsabschlusses zum 30. April 2023. JHB ist Bestandteil des Segments West.

Die Fair Values der erworbenen Vermögenswerte und Schulden setzten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden Mio. €
Vermögenswerte 111
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 65
Sachanlagen 13
Latente Steueransprüche 2
Vorräte 9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16
Finanzanlagen 1
Sonstige andere Vermögenswerte (kurzfristig) 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5
Schulden 69
Finanzschulden (langfristig) 7
Latente Steuerschulden 16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12
Finanzschulden (kurzfristig) 26
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 4
Sonstige andere Verbindlichkeiten (kurzfristig) 2
Ertragsteuerschulden 1

Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Markenrechte wurde die Lizenzpreisanalogiemethode verwendet. Die erworbenen Kundenbeziehungen wurden nach der Residualwertmethode, unter Abzug solcher Cashflows, die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind, bewertet. Der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 17 Mio. €, wovon 1 Mio. € zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden. Im Zusammenhang mit der Transaktion sind Kosten von 1 Mio. € angefallen, die in den Verwaltungskosten ausgewiesen wurden.

Die Erstkonsolidierung von JHB ist hinsichtlich der Bestimmung des Kaufpreises als vorläufig anzusehen. Aus dem Erwerb von JHB resultiert ein vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert i. H. v. von 65 Mio. €, der im Wesentlichen durch das künftige Ertragspotenzial sowie durch erwartete Synergieeffekte bedingt ist. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 10. Mai 2023 hat JHB zu den Umsatzerlösen von METRO mit 77 Mio. € und zum Periodenergebnis mit 2 Mio. € beigetragen. Unter der Annahme, dass der Unternehmenserwerb zum 1. Oktober 2022 erfolgt wäre, hätte JHB zum konsolidierten Umsatz von METRO mit 176 Mio. € und zum konsolidierten Periodenergebnis mit 4 Mio. € beigetragen.

Unternehmensveräußerungen

Verkauf des Geschäfts in Indien

METRO hat am 22. Dezember 2022 eine Vereinbarung zur Veräußerung von METRO Indien an Reliance Retail Ventures Limited (Reliance) unterzeichnet. Aufgrund der zunehmenden Marktkonsolidierung, der beschleunigten Digitalisierung und des intensiven Wettbewerbs passt das Geschäft von METRO Indien nicht mehr zur sCore Wachstumsstrategie von METRO. Der Verkauf von METRO Indien, einschließlich aller 31 Großhandelsmärkte und des gesamten Immobilienportfolios (6 Marktstandorte), an Reliance konnte am 11. Mai 2023 erfolgreich abgeschlossen werden. Die METRO AG bietet im Rahmen der Transaktion bestimmte Übergangsdienstleistungen und -lizenzen an, um dem neuen Eigentümer den Betrieb des Unternehmens zu ermöglichen.

Infolge der Klassifizierung als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und Schulden wurden nach vorgenommenen Konsolidierungsmaßnahmen zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung 303 Mio. € in der Konzernbilanz in der Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. 238 Mio. € in der Position „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen.

Die Zusammensetzung der im Rahmen der Entkonsolidierung abgegangenen Vermögenswerte und Schulden stellt sich, auf Basis des Monatsabschlusses zum 30. April 2023, wie folgt dar:

Abgehende Vermögenswerte und Schulden Mio. €
Vermögenswerte 303
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1
Sachanlagen 171
Finanzanlagen 9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig) 2
Sonstige andere Vermögenswerte (langfristig) 3
Vorräte 60
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) 11
Sonstige andere Vermögenswerte (kurzfristig) 18
Ertragsteuererstattungsansprüche 2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21
Schulden 238
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3
Finanzschulden (langfristig) 103
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45
Finanzschulden (kurzfristig) 73
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 7
Sonstige andere Verbindlichkeiten (kurzfristig) 7

Der für die abgegangenen Vermögenswerte und Schulden erhaltene, vorläufige Nettomittelzufluss beträgt, unter Berücksichtigung der abgehenden Zahlungsmittel und einschließlich der Vorauszahlung für die Nutzung der Marke METRO, 0,3 Mrd. €. Das im Zuge der Veräußerung von METRO Indien entstandene positive EBITDA-wirksame Ergebnis beträgt inkl. Transaktionskosten 150 Mio. €. Es entfällt vollständig auf das Segment Ost und ist als Portfoliomaßnahme den Transformationserträgen zugeordnet. Die bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt im Eigenkapital von METRO Indien enthaltenen Bestandteile des den Anteilseignern der METRO AG zustehenden sonstigen Ergebnisses aus Währungsumrechnungsdifferenzen wirkten sich aufgrund der erfolgswirksamen Ausbuchung mit -44 Mio. € im Finanzergebnis aus. Im Zusammenhang mit der Bewertung der Veräußerungsgruppe zum Fair Value abzüglich Veräußerungskosten sind keine Aufwendungen angefallen.

Übersicht der wesentlichen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften

Anhand der Höhe der konzernexternen Umsatzerlöse werden insbesondere die folgenden Konzerngesellschaften als wesentlich erachtet. Darüber hinaus haben weitere Gesellschaften strategische Bedeutung (z. B. METRO Markets GmbH, DISH Digital Solutions GmbH) oder erbringen wesentliche konzerninterne Leistungen (z. B. METRO Sourcing International Limited, METRO PROPERTIES GmbH & Co. KG, METRO Digital GmbH).

Name Sitz Konzernanteile in % 30.9.2022 und 30.9.2023 Umsatzerlöse Mio. € 2022/23
METRO FRANCE S.A.S. Nanterre, Frankreich 100,00 5.121
METRO Deutschland GmbH Düsseldorf, Deutschland 100,00 4.597
METRO Cash & Carry OOO Moskau, Russland 100,00 2.509
METRO CASH & CARRY ROMANIA SRL Bukarest, Rumänien 100,00 2.015
METRO Italia S.p.A. San Donato Milanese, Italien 100,00 1.948
MAKRO DISTRIBUCION MAYORISTA, S.A.U. Madrid, Spanien 100,00 1.629
Makro Cash and Carry Polska S.A. Warschau, Polen 100,00 1.410
MAKRO Cash & Carry CR s.r.o.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Finanzinformationen der METRO Cash & Carry Österreich GmbH mit Sitz in Vösendorf, Österreich, und einer Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Gesellschafter i. H. v. 27 %.

Mio. € Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gezahlte Dividende¹ Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden Umsatz- erlöse Gewinn- anteile¹
30.9.2022 18 6 237 103 63 211 798 3
30.9.2023 13 6 257 95 90 189 813 1

¹ Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

12 assoziierte Unternehmen (30.9.2022: 12) und 8 Gemeinschaftsunternehmen (30.9.2022: 8) werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Veräußerungsabsicht werden die Anteile am assoziierten Unternehmen WM Holding (HK) Limited als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte ausgewiesen und bewertet. Angaben zu den wesentlichen nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Außer Habib METRO Pakistan (Bilanzstichtag 30. Juni) sowie der Košík Holding a.s. (Bilanzstichtag 31. März) haben alle genannten Gesellschaften den 31. Dezember als Bilanzstichtag. Die Gesellschaften werden mit ihren letzten verfügbaren Abschlüssen in den Konzernabschluss der METRO AG einbezogen.

Mio. € Habib METRO Pakistan OPCI FWP OPCI FWS EKS Handelsgesellschaft Übrige
2021/22 2022/23 2021/22 2022/23 2021/22
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse 11 9 19 21 18
Nachsteuerergebnis aus fortgeführten Aktivitäten 6 5 13 14 13
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis 6 5 13 14 13
Dividendenzahlungen an den Konzern 1 0 1 1 4
Angaben zur Bilanz
Langfristige Vermögenswerte 28 18 257 257 248
Kurzfristige Vermögenswerte 23 18 10 10 5
Langfristige Schulden 5 3 97 97 93
Kurzfristige Schulden 3 2 0 0 0
Nettovermögen 44 30 170 170 160
Höhe des Anteils (in %) 40 40 5 5 25
Anteil des Konzerns am Nettovermögen 18 12 9 9 40
Wertanpassungen der Vermögenswerte 10 4
Buchwert des Anteils im Konzern 28 16 9 9 40

Durch eine personelle Vertretung von METRO im Aufsichtsrat der OPCI FRENCH WHOLESALE PROPERTIES – FWP ist ein maßgeblicher Einfluss gegeben und eine Bilanzierung nach der Equity-Methode trotz einer Beteiligung von 5 % angemessen. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Konzern handelt es sich im Wesentlichen um assoziierte Unternehmen und Vermietungsgesellschaften. Gegenstand der Vermietungsgesellschaften sind vor allem der Erwerb sowie die Vermietung und Verwaltung von Vermögenswerten. Die Anmietung der Vermögenswerte dieser Immobiliengesellschaften erfolgt im Wesentlichen durch METRO Unternehmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse sind den folgenden Kategorien zuzuordnen:

Mio. € 2021/22 2022/23
Stationäres und sonstiges Geschäft 23.299 23.342
Deutschland 4.033 4.042
West 9.200 9.296
Russland 2.413 2.031
Ost 7.611 7.870
Sonstige 43 102
Belieferungsgeschäft 6.386 7.099
Deutschland 699 855
West 2.842 3.276
Russland 492 478
Ost 2.344 2.490
Sonstige 10 0
METRO MARKETS Umsatz 69 110
Umsatz gesamt 29.754 30.551
Deutschland 4.732 4.897
West 12.042 12.573
Russland 2.904 2.510
Ost 9.955 10.359
Sonstige¹ 122 213

¹ Inkl. METRO MARKETS Umsatz.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Mio. € 2021/22 2022/23
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen und aus Zuschreibungen 181 232
Erträge aus Entkonsolidierung 1 165
Mieten einschließlich Erstattungen von Mietnebenkosten 154 153
Serviceleistungen an Lieferanten 125 122
Dienstleistungen 145 118
Erträge aus Logistikdienstleistungen 254 97
Übrige 211 201
Gesamt 1.071 1.088

Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen und aus Zuschreibungen beinhalten Erträge aus der Veräußerung von Immobilien i. H. v. 209 Mio. € (2021/22: 142 Mio. €), die im Wesentlichen aus dem Verkauf von Teilen des METRO Campus resultieren. Der aus dieser Transaktion realisierte Sale-and-Leaseback-Ertrag beläuft sich auf 193 Mio. € (2021/22: 0 Mio. €). Darüber hinaus sind Erträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen i. H. v. 16 Mio. € (2021/22: 34 Mio. €) angefallen. Erträge aus Zuschreibungen betragen 3 Mio. € (2021/22: 2 Mio. €). Erträge aus Entkonsolidierung stehen im Zusammenhang mit der Veräußerung von METRO Indien. Logistik- und andere Dienstleistungen, im Wesentlichen Werbedienstleistungen, sind aufgrund der Einstellung des Geschäfts mit Real rückläufig. Aufwendungen aus Logistikdienstleistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, solche aus Werbedienstleistungen in den Vertriebskosten ausgewiesen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Schadenersatzleistungen, Erträge aus der Nutzung der METRO Marke, Leistungsverrechnungen sowie eine Vielzahl nicht signifikanter Einzelsachverhalte.

3. Vertriebskosten

In den Vertriebskosten sind Personalkosten i. H. v. 2.150 Mio. € (2021/22: 2.143 Mio. €) sowie Sachkosten i. H. v. 2.201 Mio. € (2021/22: 2.148 Mio. €) enthalten. Im Bereich der Personalkosten sind die Löhne und Gehälter des laufenden Geschäftsjahres gestiegen, während geringere Restrukturierungsaufwendungen angefallen sind. Der Anstieg der Sachkosten resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Energiekosten. Darüber hinaus haben sich die Instandhaltungs-, Reise- und übrigen Transportkosten sowie die Kosten des Zahlungsverkehrs erhöht. Weiterhin sind die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen gestiegen. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang der Werbekosten aus.

4. Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Personalkosten i. H. v. 483 Mio. € (2021/22: 568 Mio. €) sowie Sachkosten i. H. v. 408 Mio. € (2021/22: 396 Mio. €) enthalten. Der Rückgang der Personalkosten des laufenden Geschäftsjahres resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen variablen Zahlungen sowie geringerem Restrukturierungsaufwand. Im Vorjahr enthielten die Personalkosten den einmaligen Aufwand aus dem Buy-out der Pensionsverpflichtungen im Vereinigten Königreich.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Logistikdienstleistungen i. H. v. 117 Mio. € (2021/22: 217 Mio. €). Den Aufwendungen stehen Erträge aus Logistikdienstleistungen gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Darüber hinaus sind 10 Mio. € (2021/22: 28 Mio. €) Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen angefallen. Aufwand aus Entkonsolidierung (2021/22: 131 Mio. €) und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (2021/22: 55 Mio. €) ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.

6. Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte

Das Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte beinhaltet Wertminderungen auf operative Forderungen aus Verträgen mit Kunden i. H. v. 12 Mio. € (2021/22: 5 Mio. €). Darin enthalten sind Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertminderungen, Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen sowie Erträge aus dem Erhalt von Zahlungsmitteln für bereits ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte.

7. Ergebnisanteil aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

Der Ergebnisanteil aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen entfällt mit 13 Mio. € (2021/22: 11 Mio. €) auf das Segment West, 0 Mio. € (2021/22: 11 Mio. €) auf das Segment Sonstige sowie 0 Mio. € (2021/22: 1 Mio. €) auf das Segment Ost.

8. Sonstiges Beteiligungsergebnis

Das sonstige Beteiligungsergebnis beinhaltet Ergebniseinflüsse aus der Fair-Value-Bewertung von Beteiligungen i. H. v. -5 Mio. € (2021/22: 15 Mio. €). Ausschüttungen von Beteiligungen sind i. H. v. 2 Mio. € (2021/22: 0 Mio. €) angefallen. Es beinhaltet ferner Ergebnisse aus der Fair-Value-Bewertung der Anteile an der zur Veräußerung vorgesehenen WM Holding (HK) Limited i. H. v. -5 Mio. € (2021/22: -114 Mio. €) sowie der dazugehörigen Put-Option i. H. v. -30 Mio. € (2021/22: 114 Mio. €).

9. Zinsertrag/Zinsaufwand

Das Zinsergebnis enthält im Wesentlichen Zinsen aus Leasingverhältnissen. Zinsen aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gem. IFRS 9 sind in den Zinserträgen i. H. v. 15 Mio. € (2021/22: 10 Mio. €) und in den Zinsaufwendungen i. H. v. 47 Mio. € (2021/22: 37 Mio. €) enthalten. Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten sind den Bewertungskategorien gem. IFRS 9 anhand der Grundgeschäfte zugeordnet. Die hierin enthaltenen Zinsaufwendungen (der Bewertungskategorien gem. IFRS 9) beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für ausgegebene Anleihen (einschließlich Euro Commercial Paper Programme) i. H. v. 28 Mio. € (2021/22: 21 Mio. €) und für Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten i. H. v. 15 Mio. € (2021/22: 11 Mio. €).

10. Übriges Finanzergebnis

Die sonstigen finanziellen Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind den Bewertungskategorien gem. IFRS 9 anhand der Grundgeschäfte zugeordnet. Dabei sind neben Erträgen und Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten (außer Derivaten in Sicherungsbeziehungen) auch Bewertungen von Fremdwährungspositionen berücksichtigt.

Mio. € 2021/2022 2022/23
Sonstige finanzielle Erträge 727 1.030
davon aus Wechselkurseffekten (252) (539)
davon aus Sicherungsgeschäften (131) (56)
Sonstige finanzielle Aufwendungen -1.148 -821
davon aus Wechselkurseffekten (-646) (-305)
davon aus Sicherungsgeschäften (-145) (-47)
Übriges Finanzergebnis -421 209
davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gem.

Die wesentlichen Ergebniseinflüsse aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

Beteiligungen Zinsen Fair-Value-Bewertungen Währungsumrechnungen Abgänge Wertberichtigungen Sonstiges Nettoergebnis
2021/22 Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte inkl. Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 0 10 0 -332 0 -15 0 -337
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 129 0 -17 0 0 0 0 113
Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente 0 0 0 0 0 0 0 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 -37 -17 -31 7 0 -4 -83
Zwischensumme 129 -27 -34 -363 7 -15 -4 -307
2022/23 Mio. €
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte inkl. Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 0 14 0 256 0 -13 0 257
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -33 1 15 0 0 0 0 -17
Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente 0 0 0 0 0 0 0 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 -47 12 0 14 0 -5 -26
Zwischensumme -33 -31 27 257 14 -13 -5 215

Die Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind den Bewertungskategorien gem. IFRS 9 anhand der Grundgeschäfte zugeordnet. Die Erträge aus Beteiligungen und die Ergebniseffekte aus dem Abgang von Beteiligungen sind im sonstigen Beteiligungsergebnis berücksichtigt. Darin enthalten ist ein Ergebnis aus der Bewertung einer Put-Option i. H. v. -30 Mio. € (2021/22: 114 Mio. €), die im Zusammenhang mit den Anteilen an der WM Holding (HK) Limited steht. Die Erträge und Aufwendungen aus Zinsen sind Bestandteil des Zinsergebnisses. Ergebniseffekte aus dem Abgang sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten sind Bestandteil des betrieblichen Ergebnisses (EBIT). Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen sind im Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte enthalten.

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die tatsächlichen Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen für die einzelnen Länder ausgewiesen.

Mio. € 2021/22 2022/23
Latenter Steueraufwand/-ertrag (+/-) 28 82
davon aus temporären Differenzen (8) (75)
davon aus Verlust- und Zinsvorträgen (20) (7)
Mio. € 2021/22 2022/23
Tatsächliche Steuern 168 88
davon Deutschland (13) (17)
davon international (155) (71)
davon Steueraufwand/-ertrag der laufenden Periode (171) (153)
davon Steueraufwand/-ertrag aus Vorperioden (3) (66)
Latente Steuern 28 82
davon Deutschland (2) (14)
davon international (26) (68)
Gesamter Steueraufwand/-ertrag 196 170

Der Ertragsteuersatz der deutschen Gesellschaften von METRO setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,50 % sowie dem Gewerbesteuersatz von 14,70 % bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 420,00 %. Insgesamt ergibt sich daraus ein Gesamtsteuersatz von 30,53 %. Die Steuersätze stimmen mit den Vorjahreswerten überein. Die angewandten ausländischen Ertragsteuersätze basieren auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen und variieren zwischen 0,00 % (2021/22: 9,00 %) und 38,07 % (2021/22: 38,07 %). Im Vorjahr führte die Nutzung von Verlustvorträgen und temporären Differenzen, die nicht mit latenten Steuern bewertet waren, zu einer Minderung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands von 36 Mio. € und stand im Zusammenhang mit Immobilienveräußerungen in Japan. Aus der Aufhebung einer früheren Abwertung aktiver latenter Steuern ergab sich im Vorjahr ein Ertrag von 4 Mio. €. Der Steueraufwand des laufenden Jahres enthält einen latenten Steueraufwand aus der Abwertung eines latenten Steueranspruchs i. H. v. 37 Mio. € (2021/22: 0 Mio. €). Unter Anwendung des deutschen Konzernsteuersatzes auf das ausgewiesene Vorsteuerergebnis ergäbe sich ein Ertragsteueraufwand von 186 Mio. € (2021/22: -41 Mio. €). Die Abweichung um -16 Mio. € (2021/22: 237 Mio. €) zum ausgewiesenen Steueraufwand von 170 Mio. € (2021/22: 196 Mio. €) lässt sich wie folgt überleiten:

Mio. € 2021/22 2022/23
Ergebnis vor Steuern -134 609
Erwarteter Ertragsteueraufwand (30,53 %) -41 186
Auswirkungen abweichender nationaler Steuersätze -3 -15
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge -3 -66
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 106 62
Auswirkungen latenter Steuern 94 60
Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 14 -13
Steuerfreie Erträge -14 -7
Sonstige Abweichungen 44 -36
Ertragsteueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung 196 170
Konzernsteuerquote -146,3 % 27,9 %

In der Position „Auswirkungen abweichender nationaler Steuersätze“ ist ein latenter Steueraufwand von 7 Mio. € (2021/22: 6 Mio. €) aus Steuersatzänderungen enthalten. Der periodenfremde Steuerertrag des laufenden Jahres entfällt mit 53 Mio. € auf den Länderaustritt Japan. Ein gegenläufiger Effekt aus latenten Steuern ist in der Position „Auswirkungen latenter Steuern“ mit 58 Mio. € ausgewiesen. Die nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben des laufenden Jahres enthalten im Wesentlichen ergebnisunabhängige Quellensteuer aus konzerninternen Dividenden von 24 Mio. € (2021/22: 59 Mio. €) sowie Hinzurechnungen nach dem Außensteuergesetz von 10 Mio. € (2021/22: 21 Mio. €). Die „Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern“ enthalten im laufenden Jahr einen Effekt von -30 Mio. € aus dem gewerbesteuerfreien Verkauf eines Teils des METRO Campus. Die „Sonstigen Abweichungen“ betreffen mit -36 Mio. € (2021/22:28 Mio. €) steuerunwirksame Effekte im Zusammenhang mit Portfoliobereinigungen. Im Rahmen der Einigung zur Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung ist im Dezember 2022 die EU-Richtlinie 2022/2523 zur Umsetzung eines globalen Mindeststeuersatzes von 15 % auf Basis der OECD-Musterregelungen in Kraft getreten. Die Umsetzung in deutsches Recht soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein und ab 2024 Anwendung finden. Zum 30. September 2023 ergeben sich für den METRO Konzern keine steuerlichen Auswirkungen daraus. Auch künftig erwarten wir keine wesentlichen Effekte aus der Mindestbesteuerung. Bedingt durch das abweichende Wirtschaftsjahr finden die Regelungen für den METRO Konzern erstmals zum 1. Oktober 2024 Anwendung.

13. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnenden Periodenergebnisses i. H. v. 439 Mio. € (30.9.2022: -334 Mio. €) durch eine gewichtete Anzahl ausgegebener Aktien. Die gewichtete Anzahl ausgegebener Aktien beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 363.097.253. Ein Verwässerungseffekt, der sich aus sog. potenziellen Aktien ergeben könnte, ist weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr eingetreten.

14. Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte

Die Wertminderungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit den aufgrund des andauernden Kriegs in der Ukraine verhängten Sanktionen gegen Russland und den infolgedessen reduzierten Umsatz- und Ergebniserwartungen. I. H. v. 75 Mio. € entfallen die Wertminderungen auf das Segment Russland. Des Weiteren wurden Wertminderungen i. H. v. 6 Mio. € im Segment Ost, 4 Mio. € in Deutschland, 8 Mio. € im Segment West sowie i. H. v. 6 Mio. € im Segment Sonstige vorgenommen.

Mio. € 2021/22 2022/23
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 821 840
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 156 100
Wertminderungen auf langfristige Finanzanlagen 0 0
Gesamt 977 939

15. Materialaufwand

In den Umsatzkosten sind Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren i. H. v. 24.869 Mio. € (2021/22: 23.917 Mio. €) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen i. H. v. 26 Mio. € (2021/22: 21 Mio. €) enthalten.

16. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2021/22 2022/23
Löhne und Gehälter 2.489 2.414
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 614 622
(davon für Altersversorgung) (57) (37)
Gesamt 3.103 3.035

Die Löhne und Gehälter enthalten Aufwendungen für Restrukturierungen und Abfindungen i. H. v. 47 Mio. € (2021/22: 104 Mio. €). Die variable Vergütung reduzierte sich von 160 Mio. € im Geschäftsjahr 2021/22 auf 93 Mio. € im Geschäftsjahr 2022/23. Ein weiterer Bestandteil der Löhne und Gehälter sind Aufwendungen für langfristige Vergütungen i. H. v. 13 Mio. € (2021/22: 13 Mio. €). Im Jahresdurchschnitt war die nachfolgend genannte Anzahl von Mitarbeitern nach Köpfen im Konzern beschäftigt:

2021/22 2022/23
Arbeiter/Angestellte 93.203 89.440
(davon im Ausland beschäftigt) (76.011) (72.286)
Auszubildende 1.741 1.761
(davon im Ausland beschäftigt) (951) (1.022)
Gesamt 94.944 91.201

Hierin sind auf Personenbasis 12.743 (2021/22: 14.023) Teilzeitbeschäftigte berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

17.# Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Wesentliche Anteile der Geschäfts- oder Firmenwerte bestanden zum Berichtsstichtag bei den folgenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

30.9.2022 30.9.2023
WACC Mio. € WACC % Mio. € %
METRO
Frankreich 6,3 293 6,6 293
West
Sonstige 6,1-12,6 354 6,0-12,6 419
(jeweils
unter 10 %
des
Gesamtbuchw
erts)
647 712

Die erwarteten Cashflows basieren auf einem qualifizierten Planungsprozess unter Beachtung von unternehmensinternen Erfahrungswerten sowie unternehmensextern erhobenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten. Der Detailplanungszeitraum umfasst grundsätzlich 3 Jahre, dabei wurden verschiedene Szenarien hergeleitet und im Hinblick auf ihre Angemessenheit für Zwecke des Impairment-Tests analysiert. Die detaillierte Planungsphase kann grundsätzlich für Einheiten, die sich in einem Transformationsprozess befinden, um bis zu 2 weitere Planjahre verlängert werden. Hiervon wurde jedoch im Geschäftsjahr 2022/23 kein Gebrauch gemacht. Im Anschluss an den Detailplanungszeitraum wurde, wie im Vorjahr, eine Wachstumsrate von 1,25 % unterstellt. Als Kapitalisierungszinssatz wird der durchschnittliche gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) unter Anwendung des Capital Asset Pricing Model abgeleitet. Hierbei wird für alle im gleichen Geschäftsfeld agierenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine individuelle Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) unterstellt. Die Kapitalisierungszinssätze bestimmen sich ferner unter Annahme eines Basiszinssatzes von 2,45 % (30.9.2022: 1,5 %) und einer Marktrisikoprämie von 6,97 % (30.9.2022: 8,0 %) in Deutschland sowie eines Betafaktors von 0,86 (30.9.2022: 0,88). Sowohl auf den Eigenkapitalkostensatz als auch auf den Fremdkapitalkostensatz werden landesspezifische Risikozuschläge erhoben. In Anbetracht der weiterhin konsequenten Umsetzung der sCore Strategie gehen wir bei allen Gesellschaften während der Detailplanungsphase von einem signifikanten Umsatz- und EBITDA-Wachstum aus. Für die Einheiten mit als wesentlich erachteten Geschäfts- oder Firmenwerten ergibt sich daraus nachfolgende Entwicklung der Umsätze und des EBITDA bis zum Ende des Detailplanungszeitraums.

Umsatz EBITDA
METRO Frankreich
Solide steigend Deutlich steigend

Aus dem Erwerb von Johan i Hallen & Bergfalk resultiert ein Zugang zum Geschäfts- oder Firmenwert i. H. v. 65 Mio. €, der zum Stichtag währungsbedingt um 3 Mio. € gesunken ist. Abgänge von Geschäfts- oder Firmenwerten entstehen aufgrund Veränderungen des Konsolidierungskreises und werden zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung berichtet. Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Mio. € Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 1.10.2021 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.9./1.10.2022 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Umbuchungen Stand 30.9.2023
Geschäfts- oder Firmenwerte 796 29 46 0 -3 0 868 -30 65 0 -9 5 0 894
Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwerte 2.199 36 21 150 -62 -3 2.340 -25 65 164 -478 -1 2 2.067
(davon selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte) (1.340) (3) (0) (123) (-21) (-33) (1.412) (-3) (0) (134) (-427) (0) (-2) (1.114)
Mio. € Abschreibungen Stand 1.10.2021 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge, planmäßig Zugänge Wertminderungen Abgänge Umbuchungen Stand 30.9./1.10.2022 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge, planmäßig Zugänge Wertminderungen Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Umbuchungen Stand 30.9.2023
Geschäfts- oder Firmenwerte 152 17 0 55 -3 0 221 -30 0 0 -9 5 0 182
Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwerte 1.631 17 157 20 -58 0 1.768 -12 158 7 -476 -1 0 1.444
(davon selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte) (1.023) (3) (97) (1) (-19) (-21) (1.084) (-2) (107) (2) (-426) (0) (0) (764)
Mio. € Buchwert 1.10.2021 Buchwert 30.9.2022 Buchwert 30.9.2023
Geschäfts- oder Firmenwerte 644 647 712
Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwerte 568 572 623
(davon selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte) (317) (328) (350)

Die erworbenen Markenrechte haben sich wie folgt entwickelt:

30.9.2022 30.9.2023
WACC Mio. € WACC % Mio. € %
Lizenzrate in %
Classic Fine Foods 1,0 55 6,7 50 6,8
Pro à Pro Frankreich 0,3 33 6,3 33 6,6
Johan i Hallen & Bergfalk 1,0 - - 23 6,6
Sonstige 0,2-0,7 10 6,2-6,8 9 6,0-7,0
98 116

Markenrechte stellen i. d. R. unbegrenzt nutzbare Vermögenswerte dar. Die Nutzungsdauer der Markenrechte ist grundsätzlich unbestimmbar, da METRO diese Rechte ohne zeitliche Beschränkung nutzen darf und ihre Aufgabe in Zukunft nicht vorgesehen ist. Die Buchwerte dieser Marken werden für Einheiten, denen nicht gleichzeitig auch ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, jährlich entsprechend der Vorgehensweise bei den jeweiligen Kaufpreisallokationen nach der Lizenzpreisanalogiemethode überprüft. Hierbei werden Eingangsparameter des Levels 3 der Fair-Value-Hierarchie verwendet. Die vorgeschriebene jährliche Prüfung bestätigte die Werthaltigkeit der Buchwerte. In den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind mit 23 Mio. € (2021/22: 13 Mio. €) Zugänge für von Dritten erworbene in Entwicklung befindliche Software sowie mit 7 Mio. € (2021/22: 13 Mio. €) Zugänge für Konzessionen, Rechte und Lizenzen enthalten. Die als Aufwand erfassten Ausgaben für Forschung und Entwicklung betreffen im Wesentlichen selbst erstellte Software und betragen 42 Mio. € (2021/22: 42 Mio. €). Für immaterielle Vermögenswerte bestehen – wie im Vorjahr – keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Es wurden Erwerbsverpflichtungen für immaterielle Vermögenswerte i. H. v. 2 Mio. € (30.9.2022: 2 Mio. €) eingegangen.

18. Sachanlagen

Die mit 5.091 Mio. € (30.9.2022: 5.735 Mio. €) bilanzierten Sachanlagen umfassen eigene Sachanlagen i. H. v. 3.029 Mio. € (30.9.2022: 3.608 Mio. €) und Nutzungsrechte an geleastem Sachanlagevermögen i. H. v. 2.063 Mio. € (30.9.2022: 2.126 Mio. €). Im Folgenden werden die Bestände und Entwicklungen jeweils separat dargestellt und erläutert. Die Entwicklung der eigenen Sachanlagen kann der folgenden Tabelle entnommen werden.

Mio. € Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 1.10.2021 Währungsumrechnung Zugänge Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Umbuchungen Stand 30.9./1.10.2022 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Umbuchungen Stand 30.9.2023
Grundstücke und Bauten 5.659 575 42 27 -98 -179 -128 5.899 -684 0 50 -87 -107 118 5.190
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.897 192 3 69 -287 -1 101 2.974 -222 2 91 -194 -54 108 2.706
Anlagen im Bau 94 8 0 184 -7 0 -141 137 -15 0 222 -3 -11 -160 170
Gesamt 8.649 775 45 281 -393 -179 -168 9.010 -921 3 364 -284 -171 65 8.066
Mio. € Abschreibungen Stand 1.10.2021 Währungsumrechnung Zugänge, planmäßig Zugänge Wertminderungen Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Zuschreibungen Umbuchungen Stand 30.9./1.10.2022 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge, planmäßig Zugänge Wertminderungen Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Zuschreibungen Umbuchungen Stand 30.9.2023
Grundstücke und Bauten 2.931 267 164 62 -56 -47 -2 -131 3.188 -297 158 74 -83 -28 0 22 3.034
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.163 133 161 6 -260 0 0 -2 2.200 -144 155 4 -185 -37 -2 2 1.994
Anlagen im Bau 10 3 0 1 0 0 0 -1 13 -4 0 0 0 0 0 0 9
Gesamt 5.104 403 325 69 -316 -48 -2 -134 5.402 -445 312 78 -267 -65 -2 24 5.037
Mio. € Buchwert 1.10.2021 Buchwert 30.9.2022 Buchwert 30.9.2023
Grundstücke und Bauten 2.728 2.711 2.156
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 734 774 711
Anlagen im Bau 84 124 161
Gesamt 3.545 3.608 3.029

Der Rückgang der eigenen Sachanlagen i. H. v. 580 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus Währungsumrechnung, insbesondere verursacht durch die Wechselkursentwicklung des russischen Rubels. Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen für Gegenstände des Sachanlagevermögens liegen – wie im Vorjahr – nicht vor. Für Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden Erwerbsverpflichtungen i. H. v. 46 Mio. € (30.9.2022: 50 Mio. €) eingegangen.

Die Entwicklung der Nutzungsrechte an geleastem Sachanlagevermögen kann der folgenden Tabelle entnommen werden.

Mio. € Nettobuchwert Stand 1.10.2021 Zugänge Abschreibungen Wertminderungen Umgliederungen und Nettoveränderung Konsolidierungskreis Abgänge, Währungsumrechnung/Hochinflation und Zuschreibungen Stand 30.9./1.10.2022 Zugänge Abschreibungen Wertminderungen Umgliederungen und Nettoveränderung Konsolidierungskreis Abgänge, Währungsumrechnung/Hochinflation und Zuschreibungen Stand 30.9.2023
Grundstücke und Bauten 1.988 286 -248 -7 -21 -6 1.992 354 -267 -10 -105 -79 1.884
Fahrzeuge 101 57 -49 0 -1 -5 103 87 -59 0 0 -4 128
Sonstige 28 15 -11 0 0 -1 31 31 -12 0 1 -1 50
Gesamt 2.117 359 -309 -7 -22 -12 2.126 471 -338 -10 -104 -83 2.063

19. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien kann der folgenden Tabelle entnommen werden.

Mio. € Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Eigentum) Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 1.10.2021 Als Finanzinvestition gehaltene Nutzungsrechte an Immobilien Währungsumrechnung/Hochinflation Gesamt Zugänge Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Umbuchungen im Zusammenhang mit Sachanlagen Stand 30.9./1.10.2022 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Umbuchungen im Zusammenhang mit Sachanlagen Stand 30.9.2023
Stand 1.10.2021 180 771 951
Währungsumrechnung/Hochinflation 21 -20 1
Zugänge Konsolidierungskreis 0 0 0
Zugänge 0 22 22
Abgänge -7 -30 -37
Umgliederungen gem. IFRS 5 -13 0 -13
Umbuchungen im Zusammenhang mit Sachanlagen 171 124 295
Stand 30.9./1.10.2022 352 868 1.220
Währungsumrechnung/Hochinflation 1 19 20
Zugänge 0 6 6
Abgänge -28 -100 -128
Umgliederungen gem. IFRS 5 -80 0 -80
Umbuchungen im Zusammenhang mit Sachanlagen 0 30 30
Stand 30.9.2023 245 823 1.068
Mio. € Abschreibungen Stand 1.10.2021 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge, planmäßig Zugänge Wertminderungen Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5 Zuschreibungen Umbuchungen im Zusammenhang mit Sachanlagen Stand 30.9./1.10.2022 Währungsumrechnung/Hochinflation Zugänge, planmäßig Zugänge Wertminderungen Abgänge Umgliederungen gem. IFRS 5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Eigentum) 118 15 4 0 -2 -8 0 134 260 0 4 0 -21
Als Finanzinvestition gehaltene Nutzungsrechte an Immobilien 663 -19 27 5 -11 0 -1 124 788 18 26 4 -94
Gesamt 781 -5 30 5 -13 -8 -1 257 1.048 19 30 4 -115 # 20. Sonstige finanzielle und sonstige andere Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere die Forderungen an Lieferanten. Die Forderungen an Lieferanten beinhalten sowohl in Rechnung gestellte Forderungen als auch Abgrenzungen für nachlaufende Vergütungen von Lieferanten (z. B. Boni und Werbekostenzuschüsse) sowie debitorische Kreditoren. Darüber hinaus bestehen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte insbesondere aus den Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen, einer Put-Option, den Forderungen aus Kreditkartengeschäften, den Forderungen aus Schadensfällen, den Forderungen aus sonstigen Finanzgeschäften sowie den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten aus dem Immobilienbereich.

Die sonstigen anderen Vermögenswerte bestehen insbesondere aus den sonstigen Steuererstattungsansprüchen i.H.v. 215 Mio. € (30.9.2022: 197 Mio. €). Darüber hinaus sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten, geleistete Anzahlungen auf Vorräte und auf sonstige langfristige Vermögenswerte sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen enthalten. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen anderen Vermögenswerte vertragliche Vermögenswerte aus Kundenverträgen sowie Vermögenswerte für das Recht, Ware zurückzunehmen.

21. Latente Steueransprüche/latente Steuerschulden

Die latenten Steuern betreffen folgende Bilanzposten:

30.9.2022 30.9.2023 Erfolgswirksame Veränderung Vorjahr Erfolgswirksame Veränderung aktuelles Jahr
Aktiv Passiv Aktiv Passiv Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Mio. €
Geschäfts- oder Firmenwerte 18 0 13 0 -3 0 -5 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 13 136 13 148 2 4 2 1
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 95 716 91 643 6 -1 3 -11
Finanzanlagen und nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 4 4 4 5 0 0 0 1
Vorräte 32 1 22 2 2 0 -6 2
Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte 56 78 61 58 -4 13 5 -17
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 3 0 0 6 3 0 -3 5
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 64 56 64 57 -2 2 0 1
Sonstige Rückstellungen 50 12 53 14 2 2 3 3
Finanzschulden 707 2 682 1 -30 -1 -11 -1
Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten 171 26 55 20 83 -3 -102 -7
Schulden i. Z. m. zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 0 0 0 0 0 0 0 0
Outside Basis Differences 58 33 0 4 -8 30 -58 -23
Hochinflation 0 22 0 33 0 2 0 2
Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen -97 0 -42 0 -10 0 54 0
Verlustvorträge 45 0 38 0 -20 0 -7 0
Bilanzwert der latenten Steuern vor Saldierung 1.219 1.085 1.053 992 21 49 -126 -43
Saldierung -932 -932 -902 -902 -21 -21 126 126
Bilanzwert der latenten Steuern 287 153 151 90 0 28 0 82

Der ausgewiesene Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern i. H. v. 61 Mio. € (30.9.2022: 134 Mio. €) entfällt im Wesentlichen auf temporäre Differenzen diverser Gesellschaften im Ausland. Auf Basis der Unternehmensplanung ist die Realisierung der Steueransprüche als hinreichend wahrscheinlich anzusehen. Gem. IAS 12 (Ertragsteuern) sind passive latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sog. Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung zu rechnen ist. Die zum 30. September 2023 ausgewiesene passive latente Steuer i. H. v. 4 Mio. € (30.9.2022: 33 Mio. €) ist auf geplante konzerninterne Dividendenzahlungen zurückzuführen. Die Auflösung der ausgewiesenen aktiven latenten Steuer auf Outside Basis Differences im aktuellen Jahr steht im Zusammenhang mit dem Länderaustritt in Japan. Die Summe des Betrags temporärer Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuerschulden bilanziert worden sind, wurde nicht ermittelt, da dies aufgrund der Gliederungstiefe des METRO Konzerns mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre.

Für folgende Verlust- und Zinsvorträge sowie temporäre Differenzen wurden keine latenten Steueransprüche bilanziert, da mit einer kurz- bis mittelfristigen Realisierung der Ansprüche nicht zu rechnen ist:

Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Körperschaftsteuerliche Verluste 4.430 4.447
Gewerbesteuerliche Verluste 3.940 4.026
Zinsvorträge 116 137
Temporäre Differenzen 364 197

Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, auf die keine latenten Steueransprüche bilanziert wurden, betreffen deutsche Gesellschaften und sind unbegrenzt vortragsfähig.

Verfallsdaten körperschaftsteuerlicher Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden

Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Verlustvorträge Körperschaftsteuer 4.430 4.447
Bis zu 1 Jahr 121 72
1 bis 5 Jahre 205 168
Über 5 Jahre 85 87
Unbegrenzt vortragsfähig 4.019 4.120

Steuerliche Auswirkungen auf Komponenten des Sonstigen Ergebnisses

Mio. € 2021/22 2022/23
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
Währungsumrechnungs- differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbereiche 716 0 716 -768 0 -768
davon Währungsumrechnungs- differenzen aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (-20) (0) (-20) (-22) (0) (-22)
Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges 0 0 0 -1 0 -1
Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten -1 0 -1 1 0 1
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 151 -42 108 -9 2 -7
866 -42 824 -777 2 -775

Die latenten Steuern auf Komponenten des sonstigen Ergebnisses beziehen sich im Wesentlichen auf die Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen. Bei den anderen Komponenten ergibt sich aufgrund nicht steuerwirksamer Sachverhalte kein entsprechender Steuereffekt.

22. Vorräte

Die Vorräte beinhalten Food-Handelswaren i. H. v. 1.785 Mio. € (30.9.2022: 1.893 Mio. €) sowie Non-Food-Handelswaren i. H. v. 457 Mio. € (30.9.2022: 562 Mio. €). Negative Effekte aus der Währungsumrechnung, die insbesondere aus der Entwicklung des russischen Rubels resultieren, verringerten das Vorratsvermögen um insgesamt 261 Mio. €. Im Vorratsvermögen sind Wertberichtigungen i. H. v. 116 Mio. € (30.9.2022: 130 Mio. €) enthalten. Für Vorräte bestehen branchenübliche bzw. gesetzliche Eigentumsvorbehalte.

23. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Hierbei handelt es sich um Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr. Negative Effekte aus der Währungsumrechnung, die insbesondere aus der Wechselkursentwicklung des russischen Rubels und der türkischen Lira resultieren, verringerten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt 28 Mio. €.

24. Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte

Die Wertminderungen zum 30. September 2023 betragen 146 Mio. € (30.9.2022: 149 Mio. €). Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde der erwartete Kreditverlust über die gesamte Laufzeit erfasst. Die Wertberichtigung erfolgte insbesondere anhand vergangenheitsbezogener Erfahrungswerte in Bezug auf Fälligkeit und Ausfall sowie unter Berücksichtigung regionen- und kundenspezifischer Portfolios. Die Verlustausfallraten je Fälligkeitsband dieser Portfolios werden anhand bisheriger Erfahrungen mit Kreditverlusten aus solchen finanziellen Vermögenswerten abgeschätzt. Die so ermittelten Verlustausfallraten werden durch die Einbeziehung eines an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausgerichteten prognostizierten Index angepasst. Einzelne Forderungen, für die objektive Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Bonität vorliegen, werden einzelwertberichtigt. Die nachfolgende Tabelle zeigt je Fälligkeitsband die zum Stichtag bilanzierten Bruttobuchwerte und die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Mio.€ Bruttoforderung 30.9.2022 gesamt Bandbreite ermittelter Ausfallquoten Davon der Risikovorsorge unterliegend Darauf vorgenommene Wertminderungen Bruttoforderung 30.9.2023 gesamt Bandbreite ermittelter Ausfallquoten Davon der Risikovorsorge unterliegend Darauf vorgenommene Wertminderungen Nicht überfällig 505 0,03%-0,61% 430 -18 534 0,07%-0,60% 440 -15 Bis 90 Tage überfällig 103 0,09%-3,08% 80 -1 120 0,45%-5,73% 92 -1 91 bis 180 Tage überfällig 14 0,26%-7,98% 6 0 28 1,45%-16,53% 9 -1 181 bis 270 Tage überfällig 6 0,54%-11,60% 3 0 10 2,61%-24,18% 5 0 271 bis 360 Tage überfällig 4 1,08%-23,20% 2 0 11 2,17%-32,19% 3 0 Mehr als 360 Tage überfällig 38 5,40%-46,40% 2 -1 32 4,80%-67,62% 3 -1 Bruttoforderung 669 524 - 735 551 - Wertminderungen -87 - -20 -83 - -19 Maximales Ausfallrisiko 582 - - 651 - - Die Risikovorsorge i. H. v. 19 Mio. € (30.9.2022: 20 Mio. €) beinhaltet neben der auf der Grundlage der dargestellten regionenbasierten Wertminderungsmatrix erfassten Wertminderung auch eine zusätzliche länder- und kundengruppenspezifische Risikovorsorge vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine, der Energiekrise und der Inflation. Die Überleitung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach der vereinfachten Ermittlung stellt sich wie folgt dar:

Mio. € 2021/22 2022/23
Stand 1.10. 90 87
Zuführung zur Wertminderung 26 36
Auflösung/Inanspruchnahme der Wertminderung -30 -34
Sonstige Veränderungen 1 -5
Stand 30.9. 87 83

Die Wertminderungen enthalten Einzelwertberichtigungen i. H. v. 65 Mio. € (30.9.2022: 67 Mio. €). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 22 Mio. € (30.9.2022: 19 Mio. €) wurden nicht wertgemindert, da Sicherheiten vorliegen. Auf Forderungen an Lieferanten, Forderungen aus Kreditkartengeschäften, Ausleihungen, Forderungen aus Leasingverhältnissen und sonstige Forderungen aus dem Immobilienbereich wendet METRO die allgemeinen Wertminderungsregelungen an. Hierbei werden die Forderungen anhand ihrer (Über-)Fälligkeit und des Kontrahentenratings in die Risikoklassen gut, mittel und schlecht sowie Einzelwertberichtigung eingeteilt. Die Bonität der Kontrahenten wird kontinuierlich überwacht, sodass METRO einen signifikanten Anstieg des Ausfallrisikos erkennt und zeitnah auf eventuelle Veränderungen reagieren kann. Für den überwiegenden Teil der METRO Kontrahenten, die unter die obigen Geschäftsbeziehungen zu zählen sind, sind keine externen Ratings verfügbar, daher sind die Risikoklassen in gut, mittel und schlecht geändert worden. Forderungen, die noch nicht fällig sind oder eine geringe Überfälligkeit von maximal 30 Tagen aufweisen, werden überwiegend in die Risikoklasse gut eingestuft und Forderungen mit einer Überfälligkeit über 90 Tage werden überwiegend in die Risikoklasse schlecht eingestuft. Forderungen, die zwischen diesen Überfälligkeiten liegen, werden überwiegend in die Risikoklasse mittel eingestuft. Bei signifikanten Bonitätsveränderungen des Kontrahenten werden Forderungen in der Risikoklasse herabgestuft. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend diesen Einstufungen angepasst. In der nachfolgenden Tabelle wird der Bruttobuchwert sowie die Entwicklung der Risikovorsorge in Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte dargestellt, auf die die allgemeinen Wertminderungsregelungen angewendet werden:

Mio. € Gut Mittel Schlecht Einzelwert-berichtigung2 Gesamt2
Bruttobuchwert 30.9.2022 344 61 42 77 524
Bruttobuchwert 30.9.2023 312 22 19 110 463
Wertminderungen Stand 1.10.2021 3 1 0 64 68
Neu ausgereichte/erworbene finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 4 4
Sonstige Veränderungen innerhalb einer Stufe -1 0 0 9 8
Ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 -13 -14
Inanspruchnahme 0 0 0 -6 -6
Sonstige Änderungen1 0 0 0 -6 -6
Stand 30.9./1.10.2022 2 0 1 52 55
Neu ausgereichte/erworbene finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 10 11
Sonstige Veränderungen innerhalb einer Stufe 0 0 0 17 18
Ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte -2 0 0 -19 -22
Inanspruchnahme 0 0 0 -2 -2
Sonstige Änderungen1 0 0 0 -4 -4
Stand 30.9.2023 0 0 1 55 56

1 In den sonstigen Änderungen werden Währungsumrechnungsdifferenzen, Änderungen im Konsolidierungskreis sowie Umgliederungen in die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte ausgewiesen.
2 Vorjahresanpassung aufgrund der Anwendung des allgemeinen Wertminderungsgrundsatzes auf sonstige Forderungen aus dem Immobilienbereich.

Darüber hinaus bestehen Wertminderungen i. H. v. 7 Mio. € (30.9.2022: 7 Mio. €) auf finanzielle Vermögenswerte, die weder den vereinfachten noch den allgemeinen Wertminderungsregelungen unterliegen.

25. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten und andere kurzfristige liquide finanzielle Vermögenswerte i. H. v. 561 Mio. € (30.9.2022: 806 Mio. €) sowie Schecks und Kassenbestände i. H. v. 30 Mio. € (30.9.2022: 20 Mio. €). Verfügungsbeschränkungen in Bezug auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr vor. —Im Einzelnen wird auf die Kapitalflussrechnung sowie auf Nr. 37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung verwiesen.

26. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte beinhalten im Segment Ost die Anteile an der WM Holding (HK) Limited, da weiterhin die Absicht besteht, sie im nächsten Geschäftsjahr an den Hauptanteilseigner zu veräußern. Aus der Bewertung der Anteile zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ergibt sich ein Wertminderungsaufwand i. H. v. 5 Mio. € (2021/22: 114 Mio. €), der im sonstigen Beteiligungsergebnis ausgewiesen wird. In Q1 ist die Veräußerung der Teilbereiche des Campusstandorts in Düsseldorf sowie der Verkauf der 2 Standorte in Österreich erfolgreich beendet worden. Die Veräußerung der Einzelimmobilie in Polen ist in Q3 finalisiert worden. Hinzugekommen sind in Q4 Einzelobjekte in der Türkei sowie in den Niederlanden aufgrund der Veräußerungsabsicht. Der Verkauf soll bis Mitte des kommenden Geschäftsjahres 2023/24 abgeschlossen sein.

27. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der METRO AG ist zum 30. September 2023 voll eingezahlt und unverändert wie folgt eingeteilt:

Nennwertlose Inhaberstückaktien, anteiliger Wert je Aktie am Grundkapital 1,00 €

30.9.2022 30.9.2023
Stammaktien Stück 360.121.736 360.121.736
360.121.736 360.121.736
Vorzugsaktien Stück 2.975.517 2.975.517
2.975.517 2.975.517
Aktien gesamt Stück 363.097.253 363.097.253
Grundkapital gesamt € 363.097.253 363.097.253

Jede Stammaktie berechtigt zu einer Stimme in der Hauptversammlung der Gesellschaft. Die Stammaktien sind in voller Höhe gewinnberechtigt. Im Unterschied zu den Stammaktien gewähren Vorzugsaktien grundsätzlich kein Stimmrecht und sind mit einem Gewinnvorzug gem. § 21 der Satzung der METRO AG ausgestattet.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 11. Februar 2022 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Februar 2027 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Geldeinlagen einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu 108.929.175 €, zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei haben die Aktionäre ein Bezugsrecht. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre zum Ausgleich von Spitzenbeträgen ausschließen. Das genehmigte Kapital wurde bisher nicht ausgenutzt. —Weitere Angaben zu den Stimmrechten, zum genehmigten Kapital und zum bedingten Kapital bzw. zur Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen finden sich im zusammengefassten Lagebericht – 6 Übernahmerelevante Angaben.

Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen

Vor dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ausgliederung und Abspaltung von der CECONOMY AG am 12. Juli 2017 war die METRO AG noch kein Konzern i. S. d. IFRS 10. Dementsprechend wurde für den Börsenprospekt der METRO AG noch ein kombinierter Abschluss der METRO Wholesale & Food Specialist GROUP (im Folgenden: MWFS GROUP) aufgestellt. Das Eigenkapital im kombinierten Abschluss war dabei die Residualgröße aus den kombinierten Vermögenswerten und Schulden der MWFS GROUP. Nach der Spaltung wurde METRO ein eigenständiger Konzern mit der METRO AG als börsennotiertem Mutterunternehmen. Daher wird das Eigenkapital im Konzernabschluss nach den gesetzlichen Anforderungen gegliedert. Dabei wurden das gezeichnete Kapital i. H. v. 363 Mio. € und die Kapitalrücklage i. H. v. 6.118 Mio. € mit den Buchwerten aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der METRO AG zum 30. September 2017 angesetzt. Dazu erfolgte eine Umbuchung von der zum 1. Oktober 2016 im kombinierten Abschluss der MWFS GROUP ausgewiesenen Eigenkapitalposition „Nettovermögen entfallend auf die ehemalige METRO GROUP“. Der verbleibende negative Betrag dieser Eigenkapitalposition wurde in die übrigen Gewinnrücklagen umgegliedert. Er ist somit nicht auf eine langfristige Verlusthistorie zurückzuführen. Die Veränderung aus Währungsumrechnungsdifferenzen wirkt sich i. H. v. -767 Mio. € (2021/22: 744 Mio. €) eigenkapitalmindernd aus. Der ergebnisneutrale Effekt aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Konzernwährung verursacht, insbesondere aufgrund der Wertentwicklung des russischen Rubels, im sonstigen Ergebnis einen Rückgang von 796 Mio. €. Gegenläufig wirkt sich die erfolgswirksame Ausbuchung der kumulierten Währungsdifferenzen von Gesellschaften, die innerhalb des Geschäftsjahres 2022/23 entkonsolidiert wurden bzw. die Geschäftstätigkeit einstellten, i. H. v. 29 Mio. € aus.

Verwendung des Bilanzgewinns, Dividende

Die Dividendenausschüttung der METRO AG richtet sich nach dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der METRO AG. Zur Verwendung des Bilanzgewinns 2022/23 schlägt der Vorstand der METRO AG der Hauptversammlung vor, aus dem ausgewiesenen Bilanzgewinn von 205 Mio. € eine Dividendenausschüttung i. H. v. 0,55 € je Stammaktie und je Vorzugsaktie, also insgesamt – einschließlich der Nachzahlung der Vorabdividenden i. H. v.# 28. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen i. H. v. 324 Mio. € (30.9.2022: 332 Mio. €) beinhalten Verpflichtungen, bei denen es sich größtenteils um Leistungen der betrieblichen Altersversorgung handelt. Es bestehen leistungsorientierte Ansprüche aus unmittelbaren Zusagen (Direktzusagen) und ggü. externen Versorgungsträgern (Unterstützungskassen in Deutschland und Pensionsfonds oder Versicherungen im Ausland). Das Vermögen der externen Träger dient ausschließlich der Finanzierung der Pensionsansprüche und ist als Planvermögen qualifiziert. Die Versorgungsleistungen sind gem. den jeweiligen Leistungsplänen einkommens- und dienstzeitbezogen. Im Folgenden werden die wichtigsten leistungsorientierte Altersversorgungspläne beschrieben.

Deutschland

METRO gewährt einer Vielzahl von Mitarbeitern in Deutschland eine Zusage auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Neuzusagen werden in Form von leistungsorientierten Zusagen gem. IAS 19 (beitragsorientierte Leistungszusagen i. S. d. Betriebsrentengesetzes) gewährt, die eine Entgeltumwandlungs- und eine Arbeitgeber-Matching-Komponente enthalten. Die Beiträge werden an eine Rückdeckungsversicherung gezahlt, aus der im Versorgungsfall die fälligen Leistungen gewährt werden. Für die nicht durch die Rückdeckungsversicherung gedeckten Ansprüche wird eine Rückstellung gebildet. Darüber hinaus bestehen verschiedene für Neueintritte geschlossene Versorgungswerke, die i. d. R. lebenslange Renten ab Rentenbeginn oder ab anerkannter Invalidität vorsehen. Die Leistungen sind größtenteils als Festbetrag oder über einen jährlichen Steigerungsbetrag definiert. In Sonderfällen berechnet sich die Leistung unter Anrechnung der gesetzlichen Renten. Die Zusagen sehen Hinterbliebenenleistungen in unterschiedlicher Höhe vor, abhängig von der Leistung, die der ehemalige Mitarbeiter erhalten hat oder im Falle der Invalidität erhalten hätte. Außerdem bestehen Entgeltumwandlungsverträge mit der Hamburger Pensionskasse.

Niederlande

In den Niederlanden gibt es einen leistungsorientierten Pensionsplan, der mit Wirkung zum 1. Januar 2021 für Neueintritte und zukünftige Anwartschaftszuwächse geschlossen und seitdem für Anwartschaften durch einen Collective-Defined-Contribution-(CDC-)Plan ersetzt wurde. Der leistungsorientierte Pensionsplan sieht zusätzlich zu Altersleistungen auch Leistungen bei Invalidität und Tod vor, deren Höhe sich nach dem jeweiligen ruhegeldfähigen Einkommen pro Dienstjahr bemisst. Die Finanzierung erfolgt über einen landestypischen Pensionsfonds.

Der Finanzierungsstand des Anwartschaftsbarwerts stellt sich wie folgt dar:

Mio. €
30.9.2022
Finanzierungsstand Anwartschaftsbarwert 917
Abzüglich Fair Value des Planvermögens 702
Vermögenswertanpassung (Obergrenze für den Vermögenswert) 117
Nettoschuld/-vermögenswert 332
davon als Rückstellung bilanziert (332)
davon als Nettovermögen bilanziert (0)

Die genannten Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach den einschlägigen Vorschriften des IAS 19 bewertet. Grundlage der Bewertungen sind die rechtlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Die im Folgenden dargestellten Annahmen für die wesentlichen Parameter wurden den versicherungsmathematischen Bewertungen zugrunde gelegt:

30.9.2022 30.9.2023
Deutschland (%) Niederlande (%)
Rechnungszins 4,10 4,20
Rententrend 2,20 2,00

METRO hat wie in den Vorjahren zur Bestimmung des Rechnungszinses auf allgemein anerkannte Verfahren zurückgegriffen. Mit diesen wird auf Basis der Rendite von Unternehmensanleihen hoher Bonität am Bilanzierungsstichtag unter Berücksichtigung der Währung und der Laufzeit der zugrunde liegenden Verpflichtungen der jeweils anzuwendende Rechnungszins ermittelt. Der Rechnungszins für die Eurozone basiert auf den Ergebnissen einer vom Konzernaktuar einheitlich verwendeten Methode. Die Zinsfestsetzung basiert hierbei auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen sowie der Duration der Verpflichtungen. In Ländern, in denen kein liquider Markt an zur Zinsfestsetzung geeigneten Unternehmensanleihen besteht, wurden stattdessen Renditen von Staatsanleihen als Referenz bei der Festsetzung des Rechnungszinses verwendet.

Neben dem Rechnungszins stellt der Rententrend einen weiteren wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter dar. Die Rentensteigerungsrate in Deutschland wird, soweit die Rentenanpassungen mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten zu ermitteln sind, direkt von der Inflation abgeleitet. Auch in den ausländischen Gesellschaften wird die Rentenanpassung i. d. R. in Abhängigkeit von der Inflation festgesetzt. Die sonstigen verwendeten Parameter sind für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen nicht wesentlich.

Der Einfluss von Veränderungen bei Fluktuations- und Sterblichkeitsannahmen wurde für die wesentlichen Pläne analysiert. Bei den deutschen Konzernunternehmen basieren die Sterblichkeitsraten zum 30. September 2023 auf den Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH. Den versicherungsmathematischen Bewertungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde. Die resultierenden Effekte aus Fluktuations- und Sterblichkeitsannahmen wurden als nicht wesentlich eingeschätzt und nicht als gesonderte Komponente aufgeführt.

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.

Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Deutschland Niederlande
Rechnungszins
Anstieg um 100 Basispunkte -42 -74
Rückgang um 100 Basispunkte 53 99
Rententrend
Anstieg um 25 Basispunkte 9 12
Rückgang um 25 Basispunkte -9 -11

Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts ergeben sich wie folgt:

Mio. € 2021/22 2022/23
Anwartschaftsbarwert Stand Periodenbeginn 1.631 917
Erfolgswirksam erfasst 55 44
Zinsaufwand 23 34
Laufender Dienstzeitaufwand 16 12
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inkl. Plankürzungen und -änderungen) 0 -2
Effekt aus Planabgeltungen 16 0
Erfolgsneutral unter „Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen“ im sonstigen Ergebnis erfasst -449 -1
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aus Änderung der demografischen Annahmen (-/+) -3 1
Änderung der finanziellen Annahmen (-/+) -429 5
erfahrungsbedingter Berichtigung (-/+) -17 -7
Sonstige Effekte -320 -45
Leistungszahlungen (inkl. Steuerzahlungen) -266 -42
Beiträge der Teilnehmer des Plans 4 4
Veränderung Konsolidierungskreis/Transfers -63 -3
Währungseffekte 5 -4
Anwartschaftsbarwert Stand Periodenende 917 914

Veränderungen der versicherungsmathematischen Parameter führten insgesamt zu einer Veränderung des Anwartschaftsbarwerts von 6 Mio. € (2021/22: -432 Mio. €). Im Vorjahr führte die in den Leistungszahlungen enthaltene Übertragung von Planvermögen auf eine Versicherung im Rahmen eines Buy-outs zu einer Minderung des Anwartschaftsbarwerts von 217 Mio. €.

Der Anwartschaftsbarwert entfällt im Wesentlichen auf Deutschland mit 358 Mio. € (30.9.2022: 358 Mio. €) und auf die Niederlande mit 453 Mio. € (30.9.2022: 453 Mio. €).

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung beträgt in Deutschland 13 Jahre (30.9.2022: 14 Jahre), in den Niederlanden 18 Jahre (30.9.2022: 19 Jahre) und in übrigen Ländern 9 Jahre (30.9.2022: 9 Jahre).

Der Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen von Versorgungsberechtigten:

30.9.2022 (%) 30.9.2023 (%)
Aktive Anwärter 28 20
Ausgeschiedene Anwärter 35 42
Pensionäre 37 38

Die Zusage von leistungsorientierten Pensionsansprüchen setzt METRO verschiedenen Risiken aus. Zu diesen zählen die allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken aus der Bewertung der Pensionsverpflichtung (z. B. das Zinssatzänderungsrisiko) sowie die Kapital- bzw. Anlagerisiken des Planvermögens. Im Hinblick auf die Finanzierung der zukünftigen Rentenzahlungen aus mittelbaren Zusagen sowie auf einen stabilen Bestand an Deckungskapital investiert METRO das Planvermögen überwiegend in wenig risikobehaftete Anlageformen. Die Finanzierung der unmittelbaren Pensionszusagen ist über den operativen Cashflow von METRO gesichert.

Die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Mio. € 2021/22 2022/23
Veränderungen des Planvermögens
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Periodenbeginn 1.175 702
Erfolgswirksam erfasst 18 27
Zinsertrag 18 27
Erfolgsneutral unter „Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen“ im sonstigen Ergebnis erfasst -225 -30
Ertrag/Verlust aus Planvermögen ohne Zinsertrag (+/-) -225 -30
Sonstige Effekte -266 -9
Leistungszahlungen (inkl. Steuerzahlungen) -27 -18
Zahlungen für Planabgeltungen -217 0
Arbeitgeberbeiträge 18 5
Beiträge der Teilnehmer des Plans 4 4
Veränderung Konsolidierungskreis/Transfers -50 0
Währungseffekte 6 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Periodenende 702 689

Das Planvermögen entfällt im Wesentlichen auf Deutschland mit 112 Mio. € (30.9.2022: 107 Mio. €) und die Niederlande mit 552 Mio. € (30.9.2022: 569 Mio. €).

Der Fair Value des Planvermögens verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien:

30.9.2022 30.9.2023
% Mio. €
Festverzinsliche Wertpapiere 40 280
Aktien und Fonds 36 256
Immobilien 7 46
Sonstige Vermögenswerte 17 120
100 702

Die festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und Fonds werden regelmäßig an aktiven Märkten gehandelt. Marktpreise liegen infolgedessen vor.# H1: 29. Sonstige Rückstellungen (langfristig)/Rückstellungen (kurzfristig)

Die sonstigen Rückstellungen (langfristig)/Rückstellungen (kurzfristig) haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Mio. € Verpflich- tungen aus dem Immo- bilienbereich Verpflich- tungen aus dem Waren- geschäft Restrukturierung und Abfindung Übrige Gesamt
Stand 1.10.2022 78 61 107 233 479
Währungsumrechnung 0 -3 0 -3 -6
Zuführung 28 53 29 193 303
Auflösung -3 -6 -14 -84 -107
Inanspruchnahme -15 -40 -34 -107 -196
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zinsanteil in der Zuführung/ Veränderung des Zinssatzes 0 0 -1 0 -2
Umgliederung gem. IFRS 5 0 0 0 -1 -1
Umbuchung 0 0 -4 5 0
Stand 30.9.2023 87 66 82 236 471
davon langfristig (22) (0) (22) (123) (166)
davon kurzfristig (66) (66) (60) (113) (305)

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich betreffen im Wesentlichen Instandhaltungsverpflichtungen, Rückbauverpflichtungen und Mietverpflichtungen. Die Fälligkeit der immobilienbezogenen Rückstellungen richtet sich nach der Restlaufzeit der Mietverträge. In den Rückstellungen der Verpflichtungen aus dem Warengeschäft sind hauptsächlich Rückstellungen für Risiken aus Nachbelastungen von Lieferanten, Garantieleistungen, Kundentreueprogramme für Drittanbieter sowie sonstige Sachverhalte enthalten. Restrukturierungsrückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf Projekte zur weiteren Umsetzung der sCore Strategie und betreffen vornehmlich die Segmente Deutschland, West und Sonstige. In Abhängigkeit vom Fortschritt der Maßnahmen wird es in den Folgejahren zur Auszahlung kommen. Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen i. H. v. 66 Mio. € (30.9.2022: 53 Mio. €), die im Zusammenhang mit Unternehmensveräußerungen stehen, Rückstellungen für Prozesskosten/-risiken i. H. v. 37 Mio. € (30.9.2022: 40 Mio. €), Rückstellungen für Vergütungsbestandteile i. H. v. 32 Mio. € (30.9.2022: 21 Mio. €), Rückstellungen für Risiken aus sonstigen Steuern i. H. v. 32 Mio. € (30.9.2022: 24 Mio. €) sowie Rückstellungen für Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken. Der Zahlungsmittelabfluss für Rückstellungen aus Prozesskosten/-risiken wurde anhand der erwarteten Prozessdauer geschätzt. Die Rückstellungen für langfristige Vergütungsbestandteile werden in den Jahren 2025 und 2026 fällig. Die Zinssätze für unverzinsliche langfristige Rückstellungen liegen, je nach Laufzeit und Land, zwischen 2,33 % und 6,87 %.

H1: 30. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

Restlaufzeit Restlaufzeit Mio. € Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
30.9.2022 30.9.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.855 3.855 0 0 3.667 3.667 0 0
Anleihen inkl. Commercial Papers 1.209 509 700 0 930 281 649 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 69 64 1 4 112 108 2 2
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.847 487 1.223 1.137 2.621 436 1.220 965
Finanzschulden 4.124 1.059 1.925 1.141 3.663 825 1.871 967
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 935 896 5 34 883 857 4 23

H1: 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 188 Mio. €. Im Geschäftsjahr wirkten sich Effekte aus der Währungsumrechnung i. H. v. 277 Mio. € überwiegend wegen des russischen Rubels und der türkischen Lira mindernd aus.

H1: 32. Finanzschulden (ohne Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen)

Die Deckung des mittel- bis langfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt über ein Anleiheemissionsprogramm, das über ein maximales Volumen von 5 Mrd. € verfügt. Das Anleiheemissionsprogramm wurde zum 30. September 2023 mit insgesamt 701 Mio. € (30.9.2022: 1.201 Mio. €) in Anspruch genommen. Die Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt über das Euro Commercial Paper Programme (CP) mit einem maximalen Volumen von 2 Mrd. €. Im Durchschnitt wurde das Programm im Berichtszeitraum mit 348 Mio. € in Anspruch genommen. Zum 30. September 2023 betrug die Inanspruchnahme 225 Mio. € (30.9.2022: 0 Mio. €). Des Weiteren steht METRO eine syndizierte Kreditlinie i. H. v. 1.000 Mio. € (30.9.2022: 850 Mio. €) mit einem Laufzeitende im Jahr 2027 zur Verfügung. Die syndizierte Kreditlinie ist zu keinem Zeitpunkt während des Berichtszeitraums in Anspruch genommen worden. METRO standen insgesamt zum 30. September 2023 zusätzliche bilaterale Bankkreditlinien i. H. v. 262 Mio. € (30.9.2022: 714 Mio. €) zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag wurden von den bilateralen Kreditlinien insgesamt 112 Mio. € (30.9.2022: 69 Mio. €) in Anspruch genommen. Davon weisen 108 Mio. € (30.9.2022: 64 Mio. €) eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr auf. Somit standen zum Stichtag freie bilaterale Kreditlinien i. H. v. 150 Mio. € zur Verfügung. Der Ausfall eines Kreditgebers kann durch die bestehenden freien Kreditfazilitäten bzw. die verfügbaren Geld- und Kapitalmarktprogramme jederzeit gedeckt werden. METRO trägt somit kein Kreditgeberausfallrisiko. Sicherheiten für die Finanzschulden werden von METRO grundsätzlich nicht gegeben. Die Fälligkeits- und Zinsstruktur der Finanzschulden ist in der unten stehenden Tabelle dargestellt. Die angegebenen Buchwerte und Fair Values beinhalten die aufgelaufenen Zinsen, deren Restlaufzeit jeweils unter 1 Jahr liegt. Tilgungsdarlehen, die unter den Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten (Verb. KI) ausgewiesen werden, sind in den Restlaufzeiten entsprechend ihren Tilgungszeitpunkten dargestellt.

Finanzschulden Angabe in Mio. € 30.9. Instrument Lokale Währung Nominalvolumen in Mio. € Verzinsung Buchwert bis 1 Jahr Buchwert 1 bis 5 Jahre Buchwert über 5 Jahre Fair Value
2023 Anleihen/CP EUR 225 variabel 224 0 0 902
2023 Anleihen/CP EUR 701 fix 57 649 0 0
2023 Verb. KI EUR 50 fix 50 0 0 54
2023 Verb. KI EUR 4 variabel 1 2 2 2
2023 Verb. KI TRY 11 fix 11 0 0 11
2022 Anleihen/CP EUR 1.201 fix 509 700 0 1.179
2022 Verb. KI EUR 6 variabel 1 1 4 6
2022 Verb. KI INR 28 fix 28 0 0 28

Die Zinsbindung der kurz- und mittelfristigen Finanzschulden und die Zinsanpassungstermine aller festverzinslichen Finanzschulden entsprechen im Wesentlichen den dargestellten Restlaufzeiten. Die Zinsanpassungstermine variabler Zinssätze liegen unter 1 Jahr.

H1: 33. Sonstige finanzielle und sonstige andere Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten i. H. v. von 556 Mio. € (30.9.2022: 609 Mio. €). Die sonstigen anderen Verbindlichkeiten i. H. v. 295 Mio. € (30.9.2022: 316 Mio. €) setzen sich vor allem aus sonstigen Steuerverbindlichkeiten (Umsatzsteuer, Lohn- und Kirchensteuer sowie sonstige Steuern) und Vertragsverbindlichkeiten zusammen. Die im Geschäftsjahr realisierten Umsatzerlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren, betragen 37 Mio. € (30.9.2022: 41 Mio. €).Darüber hinaus wird im Geschäftsjahr eine im Rahmen der Veräußerung von METRO Indien vorab erhaltene Lizenzzahlung für die Nutzung der Marke METRO i. H. v. 28 Mio. € bilanziert (30.9.2022: 35 Mio. € aus dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an METRO China); die daraus über den Zeitraum der Nutzung realisierten Erträge werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Wie nach IFRS 15 zulässig, werden weder zum 30. September 2023 noch zum 30. September 2022 Angaben zu verbleibenden Leistungsverpflichtungen, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von 1 Jahr oder weniger haben, bereitgestellt.

  1. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
    Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, bestanden wie folgt:

30.9.2022

Mio. € Brutto- beträge angesetzter finanzieller Vermögens- werte/ Verbind- lichkeiten (a) Brutto- beträge angesetzter finanzieller Verbind- lichkeiten/ Vermögens- werte, die in der Bilanz saldiert werden (b) Nettobeträge finanzieller Vermögens- werte/ Verbindlich- keiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden (c) = (a) - (b) Zugehörige Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden (d) (e) = (c) - (d)
Finanz- instrumente
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Lieferanten 363 110 253 14 238
Derivative Finanzinstrumente 15 0 15 2 13
378 110 268 16 252
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.966 110 3.855 14 3.841
Derivative Finanzinstrumente 17 0 17 2 14
3.982 110 3.872 16 3.855
30.9.2023
Brutto- beträge angesetzter finanzieller Vermögens- werte/ Verbind- lichkeiten (a) Brutto- beträge angesetzter finanzieller Verbind- lichkeiten/ Vermögens- werte, die in der Bilanz saldiert werden (b) Netto- beträge finanzieller Vermögens- werte/ Verbindlich- keiten, die in der Bilanz ausgewie-sen werden (c) = (a) - (b) Zugehörige Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden (d) (e) = (c) - (d)
Mio. € Finanz- instrumente Erhaltene/ gestellte Sicher- heiten Nettobetrag
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Lieferanten 348 103 245 11 235
Derivative Finanzinstrumente 6 0 6 1 6
354 103 252 11 240
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.770 103 3.667 11 3.656
Derivative Finanzinstrumente 5 0 5 1 5
3.775 103 3.672 11 3.661

Die Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden, beinhalten sowohl Finanzinstrumente als auch Sicherheiten. Die nicht saldierten Finanzinstrumente wären durch die zugrunde liegenden Rahmenverträge saldierungsfähig, erfüllen jedoch nicht die Saldierungskriterien.

  1. Undiskontierte Cashflows finanzieller Verbindlichkeiten
    Die undiskontierten Cashflows stellen sich wie folgt dar:
Mio. € Vertragliche Zahlungsströme 2022 Vertragliche Zahlungsströme 2023
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Anleihen inkl. Commercial Papers 519 729 0 289 665 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 65 1 4 111 2 2
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 611 1.569 1.666 540 1.483 1.234
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.855 0 0 3.666 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 896 5 34 857 4 23
Währungsbezogene passivierte Derivate 17 0 0 5 0 0
  1. Buchwerte und Fair Values nach Bewertungskategorien
    Die Buchwerte und Fair Values der bilanzierten Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Mio. € Klasse von Finanzinstrumenten und Bewertungshierarchie Buchwerte (30.9.22) Fair Value (30.9.22) Buchwerte (30.9.23) Fair Value (30.9.23)
Ausleihungen und gewährte Darlehen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 24 25 12 13
Forderungen an Lieferanten Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 253 253 245 245
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 601 601 674 674
Übrige Finanzinstrumente Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 168 168 229 229
Beteiligungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 2) 52 52 47 47
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 2) 3 3 2 2
Wertpapiere Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 2) 3 3 2 2
Ausleihungen und gewährte Darlehen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 2) 5 5 7 7
Übrige Finanzinstrumente Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 3) 114 114 84 84
Beteiligungen Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 2) 2 2 3 3
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungszusammenhang Derivate mit Hedge-Beziehung (Level 2) 12 12 4 4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 825 825 591 591
Forderungen aus Leasingverhältnissen Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 138 140 87 87
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 2) 16 16 4 4
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Level 3) 1 1 1 1
Finanzschulden ohne Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 1.277 1.247 1.042 1.014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 3.855 3.855 3.667 3.667
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 918 917 877 877
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungszusammenhang Derivate mit Hedge-Beziehung (Level 2) 1 1 1 1
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 2.847 2.621

Die Klassenbildung ist anhand gleichartiger Risiken für die jeweiligen Finanzinstrumente vorgenommen worden und ist gleichlautend zu den Kategorien des IFRS 9. Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungszusammenhang gem. IAS 39 und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sind jeweils einer eigenen Klasse zugeordnet.

Die Hierarchie der Fair Values umfasst 3 Level und wird durch die Marktnähe der in die Bewertungsverfahren eingehenden Eingangsparameter festgelegt. In den Fällen, in denen verschiedene Eingangsparameter für die Bewertung maßgeblich sind, wird der Fair Value dem Hierarchielevel zugeordnet, das dem Eingangsparameter des niedrigsten Levels entspricht, das für die Bewertung von Bedeutung ist.

Eingangsparameter des Levels 1: notierte (unverändert übernommene) Preise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann.
Eingangsparameter des Levels 2: andere Eingangsparameter als die dem Level 1 zugeordneten notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
Eingangsparameter des Levels 3: für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Eingangsparameter.

Vom Gesamtbuchwert der Beteiligungen i. H. v. 51 Mio. € (30.9.2022: 54 Mio. €) werden 47 Mio. € (30.9.2022: 52 Mio. €) erfolgswirksam bewertet. Es handelt sich hierbei um nicht börsennotierte Finanzinstrumente, für die auch kein aktiver Markt besteht. Die verbleibenden Beteiligungen i. H. v. 3 Mio. € (30.9.2022: 2 Mio. €) werden erfolgsneutral zum Fair Value bewertet. Die Klassifizierung (FVOCInR) wurde gewählt, da in diese Eigenkapitalinstrumente mit einem längerfristigen Anlagehorizont investiert wurde. Darüber hinaus werden Wertpapiere i. H. v. 2 Mio. € (30.9.2022: 3 Mio. €) erfolgswirksam folgebewertet. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um börsennotierte, hochliquide Geldmarktfonds. Das übrige Finanzinstrument i. H. v. 84 Mio. € betrifft die Put-Option im Zusammenhang mit der beabsichtigten Veräußerung der Anteile an der WM Holding (HK) Limited.

Die Bewertung der Wertpapiere (Level 1) erfolgt anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten. Bei Zinsswaps und Devisengeschäften (alle Level 2) erfolgt eine Mark-to-Market-Bewertung auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven. Grundlage für die Bewertung von Beteiligungen (alle Level 2) stellen vergleichbare Transaktionen der Vergangenheit dar. Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Leveln 1 und 2 vorgenommen.

Finanzinstrumente, die in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, für die der Fair Value aber im Anhang angegeben ist, sind ebenfalls in eine 3-stufige Fair-Value-Hierarchie eingeordnet. Die Fair Values der Forderungen an Lieferanten, der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeit im Wesentlichen ihren Buchwerten. Die Ermittlung der Fair Values der Anleihen, Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen erfolgt auf der Basis der Marktzinskurve nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Berücksichtigung von Credit Spreads (Level 2). Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten. Die Fair Values aller anderen übrigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten (Level 2), die nicht börsennotiert sind, entsprechen den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen. Bei der Berechnung wurden die zum Stichtag gültigen landesspezifischen Zinsstrukturkurven (Level 2) herangezogen.

METRO verfügt über eine ausgeübte Put-Option für die Anteile an der WM Holding (HK) Limited, die als zur Veräußerung vorgesehener Vermögenswert bilanziert werden. Da der Wert der Anteile nicht von beobachtbaren Märkten abgeleitet werden kann, sondern von einem Gutachter über ein Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird, handelt es sich formal um ein Level-3-Instrument.# Der Erwartungswert des Kaufpreises abzüglich des Werts der Anteile ergibt den Wert der Put-Option, daher kompensiert der Wert der Put-Option vom Grundsatz her etwaige Wertänderungen der Anteile – steigt (sinkt) der Wert der Anteile um bspw. 10 Mio. €, so sinkt (steigt) der Wert des Puts um einen vergleichbaren Betrag. Der Effekt aus der Diskontierung wird, aufgrund der kurzen Laufzeit, als unwesentlich eingestuft. Mögliche Kredit- und Zahlungsverkehrsrisiken sind in der Kaufpreiserwartung angemessen berücksichtigt. Einschließlich der Währungseffekte wurde ein Aufwand i. H. v. 30 Mio. € im Rahmen der Fair-Value-Bewertung der Put-Option im Finanzergebnis berücksichtigt.

Sonstige Erläuterungen

37. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit sind Leasingeinzahlungen mit einem Tilgungsanteil i. H. v. 52 Mio. € (2021/22: 50 Mio. €) sowie einem Zinsanteil i. H. v. 9 Mio. € (2021/22: 13 Mio. €) enthalten. Die Position Sonstiges im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit setzt sich aus sonstigen Steuern, Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten, Veränderungen der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten zusammen. Darüber hinaus enthält sie Anpassungen nicht realisierter Währungseffekte und die Umgliederung EBIT-wirksamer Entkonsolidierungsergebnisse. In dem Cashflow aus Investitionstätigkeit betreffen die sonstigen Investitionen überwiegend Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte. Die Geldanlagen umfassen Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über 3 Monaten bis einschließlich 1 Jahr sowie geldmarktnahe Anlagen, die nicht als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente klassifiziert werden, wie z. B. Anteile an Geldmarktfonds. Die Einzahlungen aus Desinvestitionen beinhalten im Wesentlichen den Verkauf eines Teils des METRO Campus. Die im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen Leasingauszahlungen beinhalten sowohl den Tilgungsanteil i. H. v. 467 Mio. € (2021/22: 435 Mio. €) als auch den Zinsanteil i. H. v. 124 Mio. € (2021/22: 137 Mio. €). Der Tilgungsanteil enthält Auszahlungen für anfänglich direkte Kosten in unwesentlicher Höhe.

Überleitung des Cashflows aus Finanzschulden zur Veränderung der Finanzschulden gem. Bilanz

Mio. € 30.9.2021 Zahlungs- wirksam Zugänge Zins- aufwen- dungen Abgänge Konsolidierungs- kreisver- ände- rungen Umgliede- rungen/ Sonstiges Wechsel- kursver- ände- rungen 30.9.2022
Anleihen inkl. Commercial Papers 1.816 -607 0 0 0 0 0 0 1.209
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 102 -40 0 0 0 4 0 3 69
Schuldscheindarlehen 55 -55 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.981 -572 370 137 -55 -9 -19 13 2.847
Summe 4.954 -1.274 370 137 -55 -4 -19 16 4.124
Mio. € 30.9.2022 Zahlungs- wirksam Zugänge Zins- aufwen- dungen Abgänge Konsolidierungs- kreisver- ände- rungen Umgliede- rungen/ Sonstiges Wechsel- kurs- verände- rungen 30.9.2023
Anleihen inkl. Commercial Papers 1.209 -275 0 0 0 0 -3 0 930
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 69 96 0 0 0 -44 0 -9 112
Schuldscheindarlehen 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.847 -591 490 124 -28 -98 -47 -76 2.621
Summe 4.124 -770 490 124 -28 -143 -50 -85 3.663

38. Segmentberichterstattung

Die Segmentierung folgt der internen Berichterstattung des Konzerns, so wie sie der Ressourcenallokation und der Messung der Performance durch den Chief Operating Decision-Maker (Vorstand der METRO AG) zugrunde gelegt wird. METRO ist in stationären Großmärkten mit den Marken METRO und MAKRO sowie im Belieferungsgeschäft (Food Service Distribution, FSD) mit dem METRO Lieferservice und u. a. mit den Belieferungsspezialisten Classic Fine Foods, Pro à Pro, R Express, Aviludo, Pro a Pro Spanien und Johan i Hallen & Bergfalk (JHB) aktiv. Zudem runden digitale Lösungen den Multichannel-Ansatz ab. Durch Aggregationen von operativen Berichtseinheiten richten sich die Berichtssegmente nach der Einteilung des Geschäfts in einzelne Regionen. Die regionale Aufteilung untergliedert sich in Deutschland, West, Russland und Ost. Unter Sonstige zusammengefasst werden insbesondere DISH Digital Solutions, die Geschäftseinheit, die die Digitalisierungsinitiativen des Konzerns bündelt, METRO MARKETS sowie Servicegesellschaften, wie z. B. METRO PROPERTIES, METRO LOGISTICS, METRO DIGITAL, METRO ADVERTISING und METRO SOURCING, die konzernweit übergreifende Dienstleistungen in den Bereichen Immobilien, Logistik, Informationstechnologie, Werbung und Beschaffung übernehmen. Mit einem B2B-Online-Marktplatz baut METRO MARKETS das digitale Angebot für unabhängige Gastronomen weiter aus. Über diesen Vertriebskanal bietet METRO neben Food- und Non-Food-Artikeln aus dem eigenen Sortiment auch Produkte von Drittanbietern an.

Nachfolgend werden die wesentlichen Bestandteile der Segmentberichterstattung beschrieben:

  • Der Außenumsatz repräsentiert den Umsatz der Geschäftssegmente mit Konzernexternen.
  • Der Innenumsatz zeigt die Umsätze mit anderen Geschäftssegmenten. Sie werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
  • Der Begriff der Transformationskosten/-erträge bezieht sich auf nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte aus strategischen Portfoliobereinigungen.
  • Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beinhalten das EBITDA-wirksame Ergebnis aus dem Abgang von Grundstücken bzw. Landnutzungsrechten und/oder von Gebäuden im Rahmen einer Veräußerungstransaktion. Ergebnisse aus der Veräußerung von reinen Immobiliengesellschaften oder dem Verkauf von „at Equity“ bilanzierten Anteilen an solchen Gesellschaften gehören aufgrund ihres wirtschaftlichen Gehalts ebenfalls zu den Ergebnisbeiträgen aus Immobilientransaktionen. Ergebnismindernd wirken Kostenbestandteile, die im Zusammenhang mit Immobilientransaktionen angefallen sind.
  • Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern.
  • Konzerninterne Mietverträge werden in den Segmenten als Operating-Leasingverhältnisse dargestellt. Die Vermietung findet dabei zu marktüblichen Konditionen statt.
  • Werthaltigkeitsrisiken von langfristigen Vermögenswerten werden in den Segmenten grundsätzlich nur dann abgebildet, wenn es sich um Konzernrisiken handelt. Dies gilt analog für aktive und passive Abgrenzungen, die auf Segmentebene nur dann abgebildet werden, wenn dies auch in der Konzernbilanz erforderlich wäre.
  • Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge (einschließlich der Zugänge zum Konsolidierungskreis sowie der Effekte aus der Hochinflationsbilanzierung) zu den Geschäfts- oder Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Ausgenommen hiervon sind Zugänge aufgrund der Reklassifizierung von zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten als langfristige Vermögenswerte.
  • Transfers zwischen den Segmenten finden grundsätzlich auf Basis der aus Konzernsicht entstehenden Kosten statt.

Nachfolgend wird die Überleitung des langfristigen Segmentvermögens auf die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns dargestellt:

Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Langfristiges Segmentvermögen 7.243 6.609
Finanzanlagen 84 71
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 108 97
Latente Steueransprüche 287 151
Sonstiges 0 1
Langfristige Vermögenswerte des Konzerns 7.722 6.929

Neben den Ländern Deutschland und Russland entfallen innerhalb des Segments West im Geschäftsjahr 2022/23 wesentliche Außenumsatzerlöse i. H. v. 6.312 Mio. € (2021/22: 5.809 Mio. €) sowie ein wesentliches langfristiges Segmentvermögen i. H. v. 1.236 Mio. € (30.9.2022: 1.178 Mio. €) auf Frankreich.

39. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Die Treasury von METRO steuert die finanzwirtschaftlichen Risiken im Konzern. Hierbei handelt es sich im Einzelnen um

  • Preisänderungsrisiken,
  • Liquiditätsrisiken,
  • Bonitätsrisiken und
  • Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.

—Nähere Angaben zum Risikomanagementsystem finden sich im zusammengefassten Lagebericht – 2 Wirtschaftsbericht – 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage – Finanz- und Vermögenslage – Finanzmanagement.

Preisänderungsrisiken

Preisänderungsrisiken resultieren für METRO daraus, dass der Wert eines Finanzinstruments durch Änderungen der Marktzinssätze und/oder der Wechselkurse beeinflusst wird. Zinsrisiken können sich für METRO aus Veränderungen der Zinsniveaus ergeben. Zur Begrenzung dieser Risiken werden – falls erforderlich – Zinsderivate eingesetzt. Die Ermittlung des verbleibenden Zinsrisikos erfolgt mittels einer Sensitivitätsanalyse. Grundlage für die Sensitivitätsanalyse stellen variabel verzinsliche Finanzinstrumente unter Berücksichtigung entsprechender Sicherungsgeschäfte dar. Das verbleibende Zinsrisiko von METRO resultiert zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten und aus anderen kurzfristigen liquiden finanziellen Vermögenswerten (unter Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen) mit einem Gesamtanlagesaldo nach Berücksichtigung von Sicherungsgeschäften i. H. v. 286 Mio. € (30.9.2022: 766 Mio. €). Eine Zinssatzerhöhung um 10 Basispunkte hat bei diesem Gesamtsaldo einen um 0 Mio. € (2021/22: 1 Mio. €) höheren Ertrag im Zinsergebnis pro Jahr zur Folge. Bei einer Zinssatzreduzierung um 10 Basispunkte ergibt sich ein gegenläufiger Effekt i. H. v. 0 Mio. € (2021/22: -1 Mio. €).

Währungsrisiken entstehen METRO im internationalen Einkauf von Waren und aufgrund von Kosten, Finanzierungen, Dividenden und Mietverträgen, die in einer anderen Währung als der jeweiligen Landeswährung anfallen oder an die Entwicklung einer anderen Währung gebunden sind. Für daraus resultierende Fremdwährungspositionen besteht eine Sicherungspflicht gem. den Vorgaben der Konzernrichtlinie. Ausnahmen bestehen dort, wo es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, sowie bei gesetzlichen und regulatorischen Beschränkungen in den Ländern.Die METRO AG übernimmt die konzernweite Koordination der Absicherungsmaßnahmen der Konzerngesellschaften und setzt externe derivative Finanzinstrumente bedarfsgerecht ein. Des Weiteren resultieren Währungsrisiken für METRO aus der Bilanzierung von Fremdwährungsleasingverbindlichkeiten sowie Fremdwährungsleasingforderungen, die sich aufgrund der Stichtagskursbewertung auf die Höhe des übrigen Finanzergebnisses auswirken. Sofern möglich, wird das Risiko durch den Einsatz bilanzieller Sicherungsmaßnahmen (Natural Hedge) reduziert. Die Darstellung des durch die Ausnahmen entstehenden Fremdwährungsrisikos erfolgt ebenfalls mittels einer Sensitivitätsanalyse. Die durch die Sensitivitätsanalyse dargestellte Gesamtauswirkung bezieht sich in ihrer Höhe und ihren Ergebnischarakteristika auf die Fremdwährungsbestände innerhalb der konsolidierten Tochtergesellschaften von METRO und drückt den Effekt bei Vorliegen der Abwertung des Euro aus. Bei einer Abwertung des Euro tritt ein positiver Effekt ein, sofern eine Fremdwährungsforderung in einer Tochtergesellschaft besteht, deren funktionale Währung der Euro ist, sowie bei einer Verbindlichkeit in Euro in einer Tochtergesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. In der nachfolgenden Tabelle werden die Währungspaar-Nominalvolumina, die unter diese Kategorie fallen, mit einem positiven Vorzeichen dargestellt. Ein negativer Effekt tritt bei einer Abwertung des Euro ein, sofern eine Forderung in Euro in einer Tochtergesellschaft besteht, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, sowie bei einer Fremdwährungsverbindlichkeit in einer Tochtergesellschaft, deren funktionale Währung der Euro ist. Korrespondierend dazu werden in der nachfolgenden Tabelle die unter diese Kategorie fallenden Währungspaar-Nominalvolumina mit einem negativen Vorzeichen ausgewiesen. Eine Aufwertung des Euro bewirkt für alle oben dargestellten Beziehungen jeweils den gegenläufigen Effekt. Das verbleibende Währungsrisiko von METRO besteht für die wesentlichen Währungspaare zum Bilanzstichtag wie folgt:

Währungspaar Volumen 30.9.2022 Volumen 30.9.2023
CZK/EUR +85 -9
PLN/EUR +61 -6
RUB/EUR -724 72
UAH/EUR +45 -4
CNY/EUR +64 -6
KZT/EUR +135 -14
PLN/EUR +63 -6
UAH/EUR +175 -18
USD/EUR +95 -10
Währungspaar Periodenergebnis +/- Eigenkapital +/-
CZK/EUR +85 -9
PLN/EUR +67 -7
RUB/EUR -198 20
UAH/EUR +58 -6
CNY/EUR +31 -3
KZT/EUR +135 -13
PLN/EUR +66 -7
UAH/EUR +175 -18
USD/EUR +68 -7

In den oben stehenden Fremdwährungsbeständen sind konzerninterne Salden enthalten. Fremdwährungsbewertungen aus solchen Beständen führen, soweit keine Absicherung vorgenommen wird, einerseits zu Ergebnissen im übrigen Finanzergebnis und andererseits zu kompensierenden erfolgsneutralen Effekten aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse der Gegenpartei in die Konzernwährung, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Diese Konstellation kommt insbesondere für flüssige Mittel aus Russland zum Tragen, die dem Konzern als Liquidität zur Verfügung gestellt wurden. Zins- und Währungsrisiken werden durch die internen Treasury-Richtlinien deutlich reduziert und limitiert, sofern eine Absicherung mit derivativem Finanzinstrumenten möglich ist. Die Richtlinien regeln konzernweit, dass jede Absicherungsmaßnahme im Rahmen vorher definierter Limits erfolgen muss und in keinem Fall zu einer Erhöhung der Risikoposition führen darf. METRO nimmt dabei bewusst in Kauf, dass die Möglichkeiten, aktuelle oder erwartete Zins- bzw. Wechselkursentwicklungen zur Ergebnisoptimierung zu nutzen, stark eingeschränkt sind. Zur Absicherung von Währungsrisiken dürfen außerdem ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Am Bilanzstichtag sind folgende derivative Finanzinstrumente (währungsbezogene Geschäfte) zur Risikoreduzierung eingesetzt:

30.9.2022 30.9.2023
Mio. € Nominal- volumen¹ Finanzielle Vermögens- werte Finanzielle Verbindlich- keiten Nominal- volumen¹
Devisentermingeschäfte 411 15 17 115
davon innerhalb Cashflow-Hedges (159) (12) (1) (100)
davon nicht in einer Hedge-Beziehung (252) (3) (16) (15)
411 15 17 115

¹ Positives Vorzeichen bei den Nominalvolumina bedeutet einen Überhang von Ankauf an Fremdwährung von Devisentermingeschäften. Das Nominalvolumen der Devisentermingeschäfte/-optionen und der Zinsbegrenzungsvereinbarungen bestimmt sich aus der Nettoposition der den einzelnen Geschäften zugrunde liegenden An- und Verkaufsbeträge in Fremdwährung, umgerechnet zum entsprechenden Wechselkurs zum Bilanzstichtag. Sämtliche Fair Values stellen den theoretischen Wert bei Auflösung der Geschäfte zum Stichtag dar. Unter der Prämisse des Haltens der Geschäfte bis zur Endlaufzeit handelt es sich hierbei um unrealisierte Gewinne und Verluste, die sich bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts bis zur Fälligkeit mit Gewinnen und Verlusten der Grundgeschäfte ausgleichen werden. Die eingesetzten Währungsderivate beziehen sich vor allem auf den polnischen Złoty, den rumänischen Leu, den US-Dollar, die schwedische Krone, den Schweizer Franken, das britische Pfund Sterling sowie die tschechische Krone. Aus Absicherungen, die in einer Sicherungsbeziehung stehen, ergeben sich für METRO die durchschnittlichen Absicherungskurse für die beiden besonders wesentlichen Währungspaare wie folgt: 1,10 USD/EUR und 7,72 CNY/EUR. Die Fälligkeit der Derivate im Sicherungszusammenhang i. H. v. 3 Mio. € (30.9.2022: 11 Mio. €) liegt unter 1 Jahr. Der im sonstigen Ergebnis erfasste effektive Teil der Veränderung der als Cashflow-Hedge designierten Derivate ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Mio. €
2021/22
Erst- bzw. Folgebewertung derivativer Finanzinstrumente 2
Ausbuchung von Cashflow-Hedges -2
davon im Vorratsvermögen (0)
davon im Finanzergebnis (-2)
Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges 1

Liquiditätsrisiken

Mit Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen bzw. bereitstellen zu können. Liquiditätsrisiken entstehen bspw. durch temporäres Versagen der Kapitalmärkte, Ausfall von Kreditgebern, unzureichende Kreditlinien oder das Ausbleiben geplanter Zahlungseingänge. Die METRO AG fungiert für die Konzerngesellschaften als finanzwirtschaftlicher Koordinator, um eine möglichst kostengünstige und ausreichend hohe Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und Investitionen sicherzustellen. Zur bedarfsgerechten Allokation der finanziellen Mittel und zur Optimierung des Zinsaufwands wird Cashpooling eingesetzt. METRO ermittelt auf Basis von kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanungen den Finanzbedarf des Konzerns. Als Finanzierungsinstrumente werden Produkte des Geld- und Kapitalmarkts (Fest- und Tagesgelder, Commercial Papers und börsennotierte Anleihen im Rahmen der Daueremissionsprogramme) sowie bilaterale und syndizierte Kredite eingesetzt. METRO verfügt über eine ausreichende Liquiditätsreserve, sodass Liquiditätsrisiken unwahrscheinlich sind, wenn unerwartet auftretende Ereignisse negative finanzwirtschaftliche Auswirkungen auf die Liquiditätslage haben. Die als Liquiditätsreserve vorgehaltenen Kreditlinien unterliegen dabei bestimmten Kreditbedingungen. Für den Fall, dass die vereinbarten Kreditbedingungen wider Erwarten zukünftig nicht eingehalten werden können und mit dem Bankenkonsortium keine temporäre Anpassung der Kreditbedingungen verhandelt werden könnte, stehen METRO ausreichende Refinanzierungsalternativen mit einer ähnlichen Liquiditätswirkung zur Verfügung. Zu den Finanzierungsinstrumenten wird auf die Ausführungen unter den entsprechenden Bilanzpositionen verwiesen.

Bonitätsrisiken

Bonitätsrisiken entstehen im Rahmen von Geldanlagen sowie bei derivativen Finanzinstrumenten mit positiven Marktwerten durch den vollständigen oder teilweisen Ausfall eines Kontrahenten, bspw. durch Insolvenz. Das maximale Ausfallrisiko, dem METRO zum Bilanzstichtag ausgesetzt ist, wird durch die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte in einer Gesamthöhe von 1.988 Mio. € (30.9.2022: 2.202 Mio. €) widergespiegelt. Im Zuge des Risikomanagements von Geldanlagen in Gesamthöhe von 520 Mio. € (30.9.2022: 770 Mio. €) und derivativen Finanzinstrumenten mit positiven Marktwerten in Gesamthöhe von 6 Mio. € (30.9.2022: 15 Mio. €) sind für alle Geschäftspartner von METRO Mindestanforderungen an die Bonität und zudem individuelle Höchstgrenzen für das Engagement festgelegt. Bei der Ermittlung der Bonitätsrisiken werden Schecks und unterwegs befindliche Gelder nicht berücksichtigt. Grundlage ist dabei eine in den Treasury-Richtlinien festgeschriebene Limitsystematik, die im Wesentlichen auf den Einstufungen internationaler Ratingagenturen, der Entwicklung des Credit Default Swap oder auf internen Bonitätsprüfungen basiert. Jedem Kontrahenten von METRO wird ein individuelles Limit zugewiesen, dessen Einhaltung fortlaufend in Treasury-Systemen überwacht wird. Die in den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten berücksichtigten Kassenbestände i. H. v. 22 Mio. € (30.9.2022: 13 Mio. €) unterliegen keinem Ausfallrisiko.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Verursacht durch eine Änderung des zukünftigen Zinsniveaus, können sich bei variabel verzinslichen Vermögens- bzw. Schuldposten Schwankungen der Zahlungsströme einstellen. Anhand von Stresstests wird untersucht, welche Auswirkungen die Veränderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme haben könnten und wie sie im Einklang mit den internen Treasury-Richtlinien durch Sicherungsgeschäfte limitiert werden können.

  1. Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen i. H. v. 18 Mio. € (30.9.2022: 32 Mio. €). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Mietgarantien mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren, soweit eine Inanspruchnahme nicht als gänzlich unwahrscheinlich eingeschätzt werden konnte.41. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Nominalwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 435 Mio. € (30.9.2022: 588 Mio. €) und beinhaltet im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen für mehrjährige IT-Dienstleistungen und sonstige Dienstleistungsverträge.

  1. Leasingverhältnisse

METRO als Leasingnehmer
METRO mietet im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude für ihre Großhandelsgeschäfte, Verteilungscenter sowie Büro- und Lagerflächen an. Die Leasingverträge werden auf individueller Basis ausgehandelt und enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher Bedingungen und Konditionen. Die Mietverträge für die Immobilien werden i. d. R. über feste Zeiträume von 5 bis 15 Jahren abgeschlossen und beinhalten in einer Vielzahl von Verträgen Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Darüber hinaus werden auch Nutzfahrzeuge wie Lkws, Gabelstapler und Flurfahrzeuge mit Laufzeiten von 4 bis 6 Jahren sowie Pkws mit einer Anmietungszeit von 3 bis 4 Jahren angemietet. Die sonstigen Leasingverhältnisse, die einen unwesentlichen Teil der Leasingverhältnisse ausmachen, umfassen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen sowie IT-Infrastruktur und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

—Eine ausführliche Darstellung der Nutzungsrechte findet sich unter Nr. 18 Sachanlagen − Entwicklung der Nutzungsrechte an geleastem Sachanlagevermögen.
—Eine Fristigkeitsanalyse der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen findet sich unter Nr. 30 Verbindlichkeiten.
—Eine Fälligkeitsanalyse der undiskontierten Zahlungen findet sich unter Nr. 35 Undiskontierte Cashflows finanzieller Verbindlichkeiten.

Im Geschäftsjahr 2022/23 waren keine wesentlichen nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogenen Aufwendungen für variable Leasingzahlungen zu verzeichnen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen.

Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Variable Mietaufwendungen aus Nutzungsrechten -5 -3
Mietaufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse -19 -22
Mietaufwendungen für Leasingverhältnisse bei Vermögenswerten von geringem Wert -8 -9
Summe Mietaufwendungen -32 -33
Abschreibungen¹ -347 -378
Zinsaufwendungen -137 -124
Aufwendungen und Erträge aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen 1 193
Erträge aus Untervermietung von Nutzungsrechten 84 89

¹ Beinhaltet auch Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Wertminderungen.

Darüber hinaus sind variable Mietzahlungen, die von Preisindizes oder Inflationsraten abhängig sind, in den Zugängen der Nutzungsrechte und der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen enthalten. Diese Mietanpassungen werden jährlich oder bei Überschreiten vertraglich vereinbarter Mindestveränderungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2022/23 beliefen sich diese Mietanpassungen auf 34 Mio. € (2021/22: 15 Mio. €).

Der gesamte Mittelabfluss, der sich aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten (Zins- und Tilgungsanteil), den Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, den Zahlungen für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, und den variablen Leasingzahlungen zusammensetzt, beträgt 671 Mio. € (30.9.2022: 588 Mio. €).

Bei der Bestimmung der Leasingverbindlichkeit und der korrespondierenden Nutzungsrechte werden alle hinreichend sicheren Zahlungsmittelabflüsse berücksichtigt. Potenzielle zukünftige Zahlungsmittelabflüsse wurden per 30. September 2023 i. H. v. 1.984 Mio. € (30.9.2022: 2.096 Mio. €) nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, weil es nicht hinreichend sicher ist, dass die Leasingverträge verlängert oder nicht gekündigt werden. Während des Geschäftsjahres wurden Mietvertragsverlängerungen i. H. v. 229 Mio. € (30.9.2022: 69 Mio. €) ausgeübt und unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt dieser Modifikation des Leasingverhältnisses in den Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt. METRO hat keine wesentlichen Leasingverhältnisse, die Restwertgarantien oder Kaufoptionen beinhalten. Die undiskontierten Zahlungsverpflichtungen für Leasingverhältnisse, die zum Bilanzstichtag noch nicht begonnen wurden und somit nicht in den Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen werden, bestehen i. H. v. 17 Mio. € (30.9.2022: 4 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2022/23 veräußerte METRO einen Teil des METRO Campus in Düsseldorf im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. Der aus der Transaktion realisierte Sale-and-Leaseback-Ertrag belief sich auf 193 Mio. €.

METRO als Leasinggeber
Aus der Vermietung von Immobilien, die als Finanzierungsleasingverhältnisse oder als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert wurden, bestehen Ansprüche ggü. Konzernfremden auf den Erhalt von Leasingzahlungen, die in den Folgeperioden wie folgt fällig werden. Darüber hinaus wurden folgende Mieterträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

Mio. € 30.9.2022 30.9.2023
Finanzierungs-leasing Operating-Leasing
Bis zu 1 Jahr 60 91
1 bis 2 Jahre 42 60
2 bis 3 Jahre 20 38
3 bis 4 Jahre 16 29
4 bis 5 Jahre 14 19
Über 5 Jahre 15 40
Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen 167 277
Noch nicht realisierter Zinsertrag -22 -
Wertminderungen -7 -
Nettoinvestition in das Leasingverhältnis nach Wertminderungen 138 -
Leasingerträge
Fixer Mietertrag - 99
Variabler Mietertrag 1 0
Summe Mieterträge 1 99
Zinserträge 13 -
  1. Sonstige Rechtsangelegenheiten
    Gesellschaften des METRO Konzerns sind Partei bzw. Beteiligte in (schieds-)gerichtlichen Klageverfahren sowie Kartell- und anderen regulatorischen Verfahren in verschiedenen Ländern. Für diese Verfahren wurde, sofern die Verpflichtung hinreichend konkretisiert ist, eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Die METRO AG bzw. ihre Konzerngesellschaften haben zudem Klagen auf Schadensersatz gegen Unternehmen erhoben, die wegen verbotener Wettbewerbsabsprachen verurteilt wurden (u. a. Lkw- und Zuckerkartell).

  2. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
    Anteile an der WM Holding (HK) LIMITED
    Der Verkauf der 20 %-Anteile an der WM Holding (HK) Limited konnte am 13. November 2023 vollständig vollzogen werden, dies führte zu einem Zahlungsmittelzufluss i. H. v. 257 Mio. €.

  3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
    Zu nahestehenden Unternehmen bestanden folgende Geschäftsbeziehungen:

Mio. € 2021/22 2022/23
Erbrachte Leistungen 91 55
Assoziierte Unternehmen 86 55
Gemeinschaftsunternehmen 2 1
Übrige nahestehende Unternehmen 4 0
Erhaltene Leistungen 88 82
Assoziierte Unternehmen 80 75
Gemeinschaftsunternehmen 5 4
Übrige nahestehende Unternehmen 4 3
Forderungen aus erbrachten Leistungen zum 30.9. 3 5
Assoziierte Unternehmen 3 5
Gemeinschaftsunternehmen 0 0
Übrige nahestehende Unternehmen 0 0
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Leistungen zum 30.9. 0 0
Assoziierte Unternehmen 0 0
Gemeinschaftsunternehmen 0 0
Übrige nahestehende Unternehmen 0 0
Erhaltene Dividenden 14 13

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und übrigen nahestehenden Unternehmen
Die erbrachten Leistungen resultieren im Wesentlichen aus den bis zum 30.4.2023 bestehenden Geschäftsbeziehungen zu METRO GROUP Commerce (Shanghai) Co., Ltd. (ehemals METRO China) aufgrund eines vereinbarten Service-Level-Agreements und der Gewährung von Markenlizenzen. Darüber hinaus sind Leistungen aus einer seit Januar bestehenden Kooperation mit der Kosik Holding enthalten. Die erhaltenen Leistungen bestanden i. H. v. 61 Mio. € (2021/22: 67 Mio. €) aus der Vermietung von Immobilien (davon 58 Mio. € von assoziierten Unternehmen; 2021/22: 65 Mio. €), i. H. v. 11 Mio. € (2021/22: 12 Mio. €) aus erhaltenen Dienstleistungen (davon 7 Mio. € von assoziierten Unternehmen; 2021/22: 7 Mio. €; sowie 4 Mio. € von Gemeinschaftsunternehmen; 2021/22: 5 Mio. €) und i. H. v. 10 Mio. € aus übrigen Leistungen von assoziierten Unternehmen (2021/22: 8 Mio. €). In der Bilanz werden Leasingverbindlichkeiten i. H. v. 446 Mio. € (2021/22: 418 Mio. €) und damit korrespondierende Nutzungsrechte i. H. v. 394 Mio. € (2021/22: 363 Mio. €) aus den Mietverhältnissen ggü. assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um OPCI FWP Frankreich und OPCI FWS Frankreich. Forderungen aus erbrachten Leistungen wurden i. H. v. 1 Mio. € (2021/22: 1 Mio. €) wertgemindert. Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen sind vertraglich vereinbart und entsprechen Marktkonditionen. Im Geschäftsjahr 2022/23 bestanden wie im Vorjahr keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden natürlichen Personen und Unternehmen des Managements in Schlüsselpositionen.

Nahestehende Personen (Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen)
Das Management in Schlüsselpositionen von METRO besteht aus Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der METRO AG. Der so ermittelte Aufwand für Mitglieder des Vorstands der METRO AG betrug für kurzfristig fällige Leistungen 8,0 Mio. € (2021/22: 10,1 Mio. €) sowie für Leistungen aus Anlass der Beendigung 5,1 Mio. € (2021/22: 4,1 Mio. €) und nach Beendigung des Dienstverhältnisses 0,6 Mio. € (2021/22: 0,5 Mio. €). Der Aufwand für langfristig fällige Leistungen betrug 3,0 Mio. € (2021/22: 0,0 Mio. €). Für die anteilsbasierten Programme für Vergütungen mit langfristiger Anreizwirkung wurde ein Ertrag von 0,6 Mio. € (2021/22: 0,5 Mio. € Aufwand) ermittelt. Die kurzfristig fällige Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der METRO AG betrug 2,4 Mio. € (2021/22: 2,3 Mio. €). Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen erhielten eine Gesamtvergütung i. H. v. 18,6 Mio. € (2021/22: 17,6 Mio. €).# 46. Anteilsbasierte Vergütungen

Group Incentive Plan für Führungskräfte

Der Group Incentive Plan (GIP) ist ein mehrjähriges Vergütungssystem, das Führungskräfte an der nachhaltigen und langfristigen Unternehmensentwicklung von METRO beteiligt und dabei die Belange der Aktionäre, der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (z. B. Mitarbeiter, Kunden) und der Umwelt mit einschließt. Zur Unterstützung der Zukunftsausrichtung von METRO wird der GIP jährlich in separaten Tranchen zu einem festen Zeitpunkt zugeteilt. Jede Tranche hat eine Laufzeit von 3 Jahren. Erstmals wurde der GIP am 1. April 2021 gewährt (Tranche Geschäftsjahr 2020/21). Der zyklischen Planstruktur folgend wird seitdem jedes Jahr am 1. April eine weitere Tranche des GIP an die Führungskräfte begeben. Seit dem Geschäftsjahr 2022/23 sind die mehrjährigen Vergütungssysteme nicht mehr anteilsbasiert ausgestaltet. Für die Bezugsberechtigten wird zunächst ein Zielbetrag in Euro festgelegt. Der Auszahlungsbetrag ergibt sich durch Multiplikation des Zielbetrags mit dem Faktor der Gesamtzielerreichung. Dieser berechnet sich durch Ermittlung der Zielerreichungsfaktoren für jedes der 3 Erfolgsziele. Das gewichtete arithmetische Mittel der Faktoren ergibt den Gesamtzielerreichungsfaktor. Die maximale Höhe des Auszahlungsbetrags stellt die Begrenzung der einzelnen im Plan definierten Performance-Ziele dar (Auszahlungscap). Die Gesamtzielerreichung für die Tranche Geschäftsjahr 2020/21 sowie für die Tranche Geschäftsjahr 2021/22 wird durch die folgenden 3 Performance-Ziele ausgedrückt:

  • 40 % Ergebnis je Aktie (Earnings per Share – EPS),
  • 50 % Aktienrendite (METRO Total Shareholder Return – METRO TSR),
  • 10 % Nachhaltigkeitskomponente (Sustainability).

Die Ermittlung des Performance-Ziels Ergebnis je Aktie (EPS) ergibt sich grundsätzlich durch den Vergleich des erreichten EPS mit einem vor Beginn der Laufzeit des Plans definierten Zielwert. Im EPS werden positive und negative Währungseffekte sowie separat ausgewiesene Sonderfaktoren/Transformationskosten ggü. der Zielsetzung neutralisiert. Entsprechend wird für die Messung der Performance-Zielerreichung das im Konzernabschluss berichtete EPS um Währungseffekte sowie Sonderfaktoren/Transformationskosten bereinigt. Das Performance-Ziel METRO TSR spiegelt die externe Bewertung von METRO durch den Kapitalmarkt über die Planlaufzeit hinweg wider. Es wird durch einen Vergleich der relativen Aktienrendite (Total Shareholder Return, TSR) der METRO Stammaktie zum MDAX und zu einer Vergleichsgruppe ausgewählter Wettbewerber ermittelt. Die Performance-Zielerreichung für die Nachhaltigkeitskomponente (Sustainability) spiegelt das Erfüllen der sozialen Verantwortung durch METRO wider und honoriert die Einhaltung ökonomischer und ökologischer Kriterien. Die Zielerreichung wird u. a. durch den Durchschnittsrang, den die METRO AG während der Planlaufzeit in einem extern durchgeführten Corporate Sustainability Assessment erreicht, bestimmt.

Performance Share Plan für den Vorstand

Die für die Geschäftsjahre 2016/17 bis 2019/20 den Mitgliedern des Vorstands gewährten jährlichen Performance-Share-Plan-Tranchen hatten eine mehrjährige Performance-Periode, die im Regelfall 3 Jahre betrug. Die Performance-Periode der Tranche 2019/20 endete im Geschäftsjahr 2022/23. Jedem Mitglied des Vorstands wurden zunächst bedingte Performance Shares zugeteilt, deren Anzahl sich aus dem individuellen Zielbetrag und dem arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse der METRO Stammaktie in einem definierten Zeitraum bei Zuteilung ergab. Die finale Anzahl der Performance Shares ergab sich durch Multiplikation der bedingt zugeteilten Performance Shares mit dem Gesamtzielerreichungsfaktor, der sich wie folgt zusammensetzte:

  • 50 % Aktienrendite (Total Shareholder Return – TSR),
  • 50 % Ergebnis je Aktie (Earnings per Share – EPS).

Aus dieser Tranche erfolgte keine Auszahlung. Die TSR-Komponente bemaß sich anhand der relativen Aktienrendite (TSR) der METRO Stammaktie im Vergleich zum MDAX und zu einer definierten Vergleichsgruppe über den 3-jährigen TSR-Performance-Zeitraum. Bei einem Erreichen der unteren Einstiegshürde oder niedriger betrug die Zielerreichung der TSR-Komponente 0,0, bei einer Outperformance von 5 Prozentpunkten betrug der Faktor 1,0. Der Faktor für eine Zielerreichung bei Zwischenwerten und bis zu 300 % errechnete sich mittels linearer Inter- bzw. Extrapolation. Die Zielerreichung der EPS-Komponente ergab sich durch den Vergleich des erreichten EPS am Ende der 3-jährigen EPS-Performance-Periode mit einem vor Beginn der Laufzeit definierten Zielwert. Bei Erreichen der unteren Einstiegshürde oder niedriger betrug die Zielerreichung der EPS-Komponente 0, bei Erreichen des definierten 100 %-Werts betrug der Faktor 1,0. Der Faktor für eine Zielerreichung bei Zwischenwerten und bis zu 300 % errechnete sich mittels linearer Inter- bzw. Extrapolation. Die ermittelte finale Anzahl der Performance Shares wurde mit dem arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse der METRO Stammaktie über einen definierten Zeitraum einschließlich der während der Performance-Periode für die METRO Stammaktie gezahlten Dividenden multipliziert. Der sich ergebende Auszahlungsbetrag war auf 250 % des individuellen Zielbetrags begrenzt.

Performance Cash Plan für den Vorstand

Die in den Geschäftsjahren 2020/21 und 2021/22 den Mitgliedern des Vorstands gewährten jährlichen Performance-Cash-Plan-Tranchen haben eine 4-jährige Laufzeit. Der Performance Cash Plan basiert auf der Erreichung von 2 Erfolgszielen:

  • 60 % Aktienrendite (Total Shareholder Return – TSR),
  • 40 % Ergebnis je Aktie (Earnings per Share – EPS).

Die TSR-Komponente bemisst sich anhand der relativen Aktienrendite (TSR) der METRO Stammaktie im Vergleich zum MDAX und zu einer definierten Vergleichsgruppe über den 3-jährigen TSR-Performance-Zeitraum. Bei einem Erreichen der unteren Einstiegshürde oder niedriger beträgt die Zielerreichung der TSR-Komponente 0,0, bei einer Outperformance von 5 Prozentpunkten beträgt der Faktor 1,0. Der Faktor für eine Zielerreichung bei Zwischenwerten und bis zu 300 % errechnet sich mittels linearer Inter- bzw. Extrapolation. Die Zielerreichung der EPS-Komponente ergibt sich durch den Vergleich des erreichten EPS am Ende der 3-jährigen EPS-Performance-Periode mit einem vor Beginn der Laufzeit definierten Zielwert. Bei Erreichen der unteren Einstiegshürde oder niedriger beträgt die Zielerreichung der EPS-Komponente 0, bei Erreichen des definierten 100 %-Werts beträgt der Faktor 1,0. Der Faktor für eine Zielerreichung bei Zwischenwerten und bis zu 300 % errechnet sich mittels linearer Inter- bzw. Extrapolation. Der sich ergebende Auszahlungsbetrag ist auf 250 % des individuellen Zielbetrags begrenzt.

Die Aufwände bzw. Erträge der einzelnen Pläne für Führungskräfte und für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2022/23 ergeben sich wie folgt:

  • Im Rahmen des METRO LTI, der im Geschäftsjahr 2021/22 fällig wurde und auch weitestgehend ausgezahlt worden ist, ist ein Gesamtertrag i. H. v. 1 Mio. € (2021/22: Aufwand i. H. v. 5 Mio. €) angefallen.
  • Aus der Tranche 2021 des GIP ist ein Gesamtaufwand i. H. v. 6 Mio. € (2021/22: 7 Mio. €) angefallen, aus der Tranche 2022 des GIP ein Gesamtaufwand i. H. v. 3 Mio. € (2021/22: 2 Mio. €).
  • Für den Performance Share Plan konnten Rückstellungen i. H. v. 1 Mio. € aufgelöst werden (2021/22: Ertrag i. H. v. 3 Mio. €).
  • Für den Performance Cash Plan ist ein Gesamtaufwand von 1 Mio. € angefallen (2021/22: 4 Mio. €).

Die Rückstellungen für die oben beschriebenen Pläne belaufen sich gesamthaft im Geschäftsjahr 2022/23 auf 26 Mio. € (2021/22: 21 Mio. €). Die Rückstellungen entsprechen dem zeitanteilig ermittelten beizulegenden Zeitwert der Pläne. Dieser wird von einem externen Gutachter mithilfe anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Grundlage hierfür bildet ein risikoneutrales, arbitragefreies Bewertungsmodell der Optionspreistheorie (hier mittels Monte-Carlo-Simulation). Die Eingangsdaten für die Simulation sind stichtagsbezogene Bewertungen und Einschätzungen interner Kennzahlen und die externen Marktwerte zum Bewertungsstichtag.

47. Organbezüge

Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2022/23

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2022/23 16,6 Mio. € (2021/22: 14,6 Mio. €). Die Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2022/23 setzen sich zusammen aus der Grundvergütung, der kurzfristigen und langfristigen variablen Vergütung sowie den sonstigen Bezügen. Die den Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2022/23 gewährte nicht anteilsbasierte langfristige variable Vergütung (Performance Cash Plan 2023) ist mit der Zuführung zur Rückstellung angegeben und beträgt 3,0 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden weder Kredite an Mitglieder des Vorstands gewährt noch bestanden Kreditvereinbarungen aus Vorjahren.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf 5,9 Mio. € (2021/22: 4,1 Mio. €). Darüber hinaus bestehen ggü. früheren Mitgliedern des Vorstands Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen von 14,2 Mio. €, die kongruent rückversichert sind.

—Weitere Informationen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder sind im Vergütungsbericht dargestellt. Der Vergütungsbericht und der entsprechende Prüfungsvermerk sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.metroag.de/de/ueber-uns/corporate-governance öffentlich zugänglich.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Gesamtvergütung sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/23 betrug 2,4 Mio. € (2021/22: 2,3 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden weder Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährt noch bestanden Kreditvereinbarungen aus Vorjahren.

—Weitere Angaben zur Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht dargestellt.# 48. Honorare des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist ein Gesamthonorar von 6,2 Mio. € berechnet worden. Davon entfallen auf Honorare für Abschlussprüfungsleistungen 5,1 Mio. €, auf andere Bestätigungsleistungen 0,5 Mio. € und auf sonstige Leistungen 0,6 Mio. €. Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der METRO AG vereinbar sind. Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezieht sich auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der METRO AG einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen sowie eines gewählten Prüfungsschwerpunkts im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen ERP-Systems. Darüber hinaus sind die Honorare für die Prüfungen von IFRS Reporting Packages von Tochterunternehmen der METRO AG zur Einbeziehung in den METRO Konzernabschluss enthalten sowie für handelsrechtliche Jahresabschlussprüfungen von Tochterunternehmen. Zudem erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen. Andere Bestätigungsleistungen beziehen sich auf vereinbarte Prüfungshandlungen (bspw. Compliance Certificates und Vollständigkeitserklärungen gem. Verpackungsverordnung), eine Werthaltigkeitsbescheinigung, die Angemessenheitsprüfung des steuerlichen Compliance-Managementsystems, die Erteilung eines Comfort Letter, die materielle Prüfung des Vergütungsberichts und die Prüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung. Die sonstigen Leistungen umfassen Leistungen zur Unterstützung des IT-Krisenmanagements im Zuge des Cyberangriffs sowie die qualitätssichernde Begleitung im Rahmen der Optimierung des Treasury-Systems.

49. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben im September 2023 die jährliche Erklärung gem. § 161 AktG zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung ist auf der Homepage der METRO AG (www.metroag.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

  1. Dezember 2023
    Der Vorstand

Konzerngesellschaften und Beteiligungen

Anteilsbesitz der METRO AG und des METRO Konzerns zum 30. September 2023

Die nachfolgend aufgeführten Angaben zum Anteilsbesitz der METRO AG und des METRO Konzerns nach § 285 und § 313 HGB sowie zur Inanspruchnahme von Befreiungswahlrechten gem. § 264 Abs. 3 oder § 264b HGB sind Teil des Anhangs zum Jahres- und Konzernabschluss der METRO AG zum 30. September 2023.

Name Sitz Land Anteile am Kapital in % Eigenkapital in ´000 EUR Jahresergebnis in ´000 EUR Fußnote
Konsolidierte Tochterunternehmen
2. Schaper Objekt GmbH & Co. Kiel KG Düsseldorf Deutschland 100,00 5.227 254 2, 17
ADAGIO 2. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
ADAGIO Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 52 0 1, 2, 17
AIB Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 28 3 2, 17
ARKON Grundbesitzverwaltung GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 26 0 1, 2, 17
ASSET Immobilienbeteiligungen GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 190.760 0 1, 2, 17
ATLA – Logística, S.A. Quarteira Portugal 100,00 691 -257 17
AUBEPINE SARL Montauban Frankreich 100,00 5.394 530 17
Avilo Marketing Gesellschaft m. b. H. Vösendorf Österreich 100,00 4.406 0 1, 17
Aviludo – Indústria e Comércio de Produtos Alimentares, S.A. Quarteira Portugal 100,00 12.528 1.731 17
booq company B.V. Hengelo Niederlande 100,00 62 15 13
booq software B.V. Hengelo Niederlande 100,00 1.409 -555 13
C & C Abholgroßmärkte Gesellschaft m.b.H. Vösendorf Österreich 100,00 2.572 632 17
CCG DE GmbH Kelsterbach Deutschland 100,00 26 0 1, 2, 17
CFF (Macau) Limited Macau China 100,00 996 -109 13
Classic Coffee & Beverage Sdn Bhd Kuala Lumpur Malaysia 100,00 145 -11 13
Classic Fine Foods (Hong Kong) Limited Hong Kong China 100,00 17.282 -2.005 13
Classic Fine Foods (S) PTE LTD Singapore Singapur 100,00 2.728 1.004 13
Classic Fine Foods (Thailand) Company Limited Bangkok Thailand 100,00 -5.452 -100 14
Classic Fine Foods (Thailand) Holding Company Limited Bangkok Thailand 49,00 -537 -10 3, 14
Classic Fine Foods (Vietnam) Limited Ho Chi Minh City Vietnam 100,00 9.348 527 13
Classic Fine Foods China Holdings Limited Hong Kong China 100,00 -4.123 -16 13
Classic Fine Foods China Trading Limited Hong Kong China 100,00 94 -62 13
Classic Fine Foods EM LLC Schardscha Vereinigte Arabische 49,00 0 0 3, 13
Emirate
Classic Fine Foods Group Limited London Großbritannien 100,00 25.077 -2.816 13
Classic Fine Foods Holdings Limited London Großbritannien 100,00 16.371 0 13
Classic Fine Foods Japan Holdings Tokyo Japan 100,00 3.491 -5 13
Classic Fine Foods Limited Company - Single Shareholder Company Riyadh Saudi-Arabien 100,00 "-" "-" 4
Classic Fine Foods Macau Holding Limited Hong Kong China 100,00 67 -21 13
Classic Fine Foods Netherlands BV Rotterdam Niederlande 100,00 680 -3 13
Classic Fine Foods Philippines Inc. Makati City Philippinen 100,00 -11.944 0 11
Classic Fine Foods Rungis SAS Rungis Frankreich 100,00 1.244 -113 13
Classic Fine Foods Sdn Bhd Kuala Lumpur Malaysia 100,00 5.821 653 13
Classic Fine Foods UK Limited London Großbritannien 100,00 4.394 559 13
Classic Fine Foodstuff Trading LLC Dubai Vereinigte Arabische 49,00 15.865 836 3, 13
Emirate
Concarneau Trading Office SAS Concarneau Frankreich 100,00 1.112 42 13
COOL CHAIN GROUP PL Sp. z o.o. Krakau Polen 100,00 338 -3 17
Culinary Agents Italia s.r.l. San Donato Milanese Italien 100,00 82 -1 13
D. u. E. GÜNTHER GMBH Bergkirchen Deutschland 100,00 477 0 1, 2, 17
Deelnemingmaatschappij Arodema B.V. Amsterdam-Duivendrecht Niederlande 100,00 1.518 -1 13
Deepideas GmbH Düsseldorf Deutschland 70,00 -336 218 13
DFI Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
Dinghao Foods (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai China 100,00 -10.764 -6.345 14
Eijsink B.V. Hengelo Niederlande 100,00 5.858 1.442 13
Eijsink Hengelo Werkmaatschappij B.V. Hengelo Niederlande 100,00 7.198 -86 13
Eijsink Online B.V. Hengelo Niederlande 100,00 530 175 13
Eijsink Retail Automatisering B.V. Hengelo Niederlande 100,00 -48 -82 13
ETABLISSEMENTS BLIN SAS Saint-Gilles Frankreich 100,00 21.910 3.669 17
Fideco AG Courgevaux Schweiz 100,00 3.115 -169 17
FOOD GO – Import Export, LDA Quarteira Portugal 100,00 -134 -37 17
French F&B (Japan) Co., Ltd. Tokyo Japan 93,83 1.322 -1.750 13
GBS Gesellschaft für Unternehmensbeteiligungen mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 175.529 0 1, 2, 17
GKF Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Bergkirchen und Immenstadt KG Düsseldorf Deutschland 100,00 26 -213 2, 17
GKF Vermögensverwaltung Objekt Hamm GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 2.619 0 1, 2, 17
GKF Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 534 20 2, 17
GKF Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. 25. Objekt-KG Düsseldorf Deutschland 100,00 0 41 2, 17
GKF Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Gewerbegrundstücke KG Düsseldorf Deutschland 100,00 131 339 2, 17
GKF Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hürth KG Düsseldorf Deutschland 100,00 1.502 -191 2, 17
GKF Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mönchengladbach ZV II KG Düsseldorf Deutschland 100,00 102 -226 2, 17
GKF Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saar-Grund KG Düsseldorf Deutschland 100,00 866 202 2, 17
Goldhand Lebensmittel- u. Verbrauchsgüter-Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung Düsseldorf Deutschland 100,00 26 0 2, 13
Hermann Großküchentechnik Hotel- und Gastronomiebedarf GmbH Bergkirchen Deutschland 100,00 946 0 1, 2, 17
HoReCa Innovation I Carry GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 16,57 -12 -6 3, 13
HoReCa Innovation I GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 99,78 3.453 -383 2, 8
HoReCa Innovation I Team GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 14,33 1 -6 3, 13
HoReCa Investment I Carry GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 17,36 0 -1 3, 6
HoReCa Investment I GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 99,79 39.283 2.834 2, 8
HoReCa Investment I Team GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 14,58 130 -6 3, 13
HoReCa Komplementär GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 30 0 1, 2, 13
HoReCa Strategic I Carry GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 4,26 -10 -5 2, 3, 13
HoReCa Strategic I GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 100,00 5.100 440 2, 8
Hospitality Digital GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 279 0 1, 2, 13
ICS METRO Cash & Carry Moldova S.R.L. Chişinău Moldawien 100,00 5.484 2.551 14
Immobilien-Vermietungsgesellschaft von Quistorp GmbH & Co. Objekt Altlandsberg KG Düsseldorf Deutschland 90,24 41 -10 2, 17
Inpakcentrale ICN B.V. Duiven Niederlande 100,00 15.025 -7 13
Johan i Hallen & Bergfalk AB Göteborg Schweden 100,00 20.191 761 14
Johan i Hallen & Bergfalk Oy Helsinki Finnland 100,00 1.058 663 14
Johannes Berg GmbH, Weinkellerei Düsseldorf Deutschland 100,00 26 0 1, 2, 17
JOHBECO AB Stockholm Schweden 100,00 26.315 4.549 14
Kaufhalle GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25.182 0 1, 2, 17
Kaufhalle GmbH & Co. Objekt Lager Apfelstädt KG Düsseldorf Deutschland 100,00 3.750 -342 2, 17
Klassisk Group (S) Pte. Ltd. Singapore Singapur 100,00 -97 -13 14
Klassisk Investment Limited Hong Kong China 100,00 68.540 -1.366 13
LLC Ukrainian Wholesale Trade Company Kiev Ukraine 100,00 211 19 14
LUDOFOODS, S.A. Quarteira Portugal 100,00 298 -66 17
Makro Ltd. Manchester Großbritannien 100,00 1.196 -13.855 11
MAKRO Cash & Carry CR s.r.o. Prag Tschechien 100,00 77.922 6.371 13
Makro Cash & Carry Egypt LLC Cairo Ägypten 100,00 -22.088 -1.305 13
Makro Cash & Carry Portugal S.A.
--- --- --- --- --- ---
Lissabon Portugal Lissabon Portugal 100,00 66.401 4.710 13
Makro Cash & Carry UK Holding Limited Manchester Großbritannien 100,00 -12.443 -36.434 11
Makro Cash and Carry Polska S.A. Warschau Polen 100,00 61.291 2.249 13
MAKRO Convenience Czechia s.r.o. Prag Tschechien 100,00 38 0 13
MAKRO DISTRIBUCION MAYORISTA, S.A.U. Madrid Spanien 100,00 353.192 9.177 13
MAKRO FULFILLMENT SL Madrid Spanien 100,00 64 98 17
Makro Pension Trustees Ltd. Manchester Großbritannien 100,00 0 0 11
MCC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Augsburg KG Düsseldorf Deutschland 94,90 -1.118 35 2, 17
MCC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin-Friedrichshain KG Düsseldorf Deutschland 100,00 14.892 708 2, 17
MCC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf-Derendorf KG Düsseldorf Deutschland 100,00 728 -9 2, 17
MCC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hamburg-Altona KG Düsseldorf Deutschland 100,00 18.229 1.089 2, 17
MCC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt München-Pasing KG Düsseldorf Deutschland 100,00 29.929 2.364 2, 17
MCC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Porta-Westfalica KG Düsseldorf Deutschland 100,00 7.476 614 2, 17
MCC Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwelm KG Düsseldorf Deutschland 100,00 10.558 836 2, 17
MCC Trading Deutschland GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 26 0 2, 13
MCC Trading International GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 26 0 1, 2, 17
MCC Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ludwigshafen KG Düsseldorf Deutschland 94,90 -283 38 2, 17
MCCAP Holding GmbH Wien Österreich 100,00 448.617 40.931 17
MCCI Asia Pte. Ltd. Singapore Singapur 100,00 1.474 0 13
MDH Secundus GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 70.080 0 1, 2, 17
METRO Achte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Advertising GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 105 0 1, 2, 13
METRO Advertising Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Warschau Polen 100,00 4.565 481 13
METRO Asia Investment GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 130.914 0 1, 2, 17
METRO Asia Investment Management Limited Hong Kong China 100,00 135 135 13
METRO Asset Management Services GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 90.333 0 1, 2, 17
METRO Białystok sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 5.446 -184 13
METRO Bielsko-Biała sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.209 -79 13
METRO Bydgoszcz sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 5.024 -114 13
METRO Campus Services GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 5.197 0 1, 2, 17
METRO Cash & Carry Bulgaria EOOD Sofia Bulgarien 100,00 49.530 10.987 14
METRO Cash & Carry Central Asia Holding GmbH Wien Österreich 100,00 139 -50 17
METRO Cash & Carry China Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 130.967 0 1, 2, 17
METRO Cash & Carry d.o.o. Zagreb Kroatien 100,00 -46.007 1.403 13
METRO Cash & Carry d.o.o. Belgrade Serbien 100,00 33.949 2.448 13
Metro Cash & Carry Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Cash & Carry Import Limited Liability Company Noginsk Russland 100,00 1.051 494 14
METRO Cash & Carry International GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 4.373.330 0 1, 2, 17
METRO Cash & Carry International Holding B. V. Amsterdam-Duivendrecht Niederlande 100,00 2.384.407 136.945 13
METRO Cash & Carry International Holding GmbH Wien Österreich 100,00 806.009 36.511 17
METRO Cash & Carry Myanmar Holding GmbH Wien Österreich 100,00 7.747 -12 17
Metro Cash & Carry Nederland B.V. Amsterdam-Duivendrecht Niederlande 100,00 -151.628 -62.165 13
METRO Cash & Carry OOO Moskau Russland 100,00 548.807 85.231 14
METRO Cash & Carry Österreich GmbH Vösendorf Österreich 73,00 97.137 3.848 17
METRO CASH & CARRY ROMANIA SRL Bukarest Rumänien 100,00 344.085 7.651 14
METRO Cash & Carry Russia N.V. Amsterdam-Duivendrecht Niederlande 100,00 203.663 60.597 13
METRO Cash & Carry SR s.r.o. Ivanka pri Dunaji Slowakei 100,00 18.189 1.626 13
METRO Cash & Carry TOO Almaty Kasachstan 100,00 -59.298 -4.109 13
METRO Cash & Carry Ukraine Ltd. Kiev Ukraine 100,00 -142.431 -16.993 14
METRO Central East Europe GmbH Wien Österreich 100,00 57.240 -13.352 17
METRO CONVENIENCE ROMANIA S.R.L. Bukarest Rumänien 100,00 -1.160 -1.169 14
METRO Częstochowa sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.728 -97 13
METRO Deutschland Consulting GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Deutschland GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 41.998 0 1, 2, 13
METRO Dienstleistungs-Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 595.331 0 1, 2, 17
METRO Digital GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 10.025 0 1, 2, 17
METRO DIGITAL ROMANIA S.R.L. Bukarest Rumänien 100,00 1.857 1.670 14
METRO DIGITAL VIETNAM CO., LTD. Ho Chi Minh City Vietnam 100,00 "-" "-" 4
METRO Distributie Nederland B. V. Amsterdam-Duivendrecht Niederlande 100,00 -45.409 -49.091 13
METRO DOLOMITI S.p.A. San Donato Milanese Italien 100,00 6.494 531 13
METRO Dritte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Erste Erwerbsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 4.623.763 0 2, 17
METRO FIM S.p.A. Cinisello Balsamo Italien 100,00 70.221 1.313 14
METRO Financial Services GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 127 0 1, 2, 17
Metro France Immobiliere S. a. r. l. Nanterre Frankreich 100,00 119.063 5.575 17
METRO FRANCE S.A.S. Nanterre Frankreich 100,00 145.101 76.904 17
METRO FSD France S.A.S. Montauban Frankreich 100,00 173.732 -3.175 17
METRO FSD Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 13
METRO FSD HOLDING PORTUGAL, SGPS, S.A. Carnaxide Portugal 100,00 -3.905 -969 17
METRO Fulfillment GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Fünfte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Gastro Equipment Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Gdańsk-Przejazdowo sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.153 -295 13
METRO Gdynia sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 3.688 -300 13
Metro Global Solution Center Private Limited Pune Indien 100,00 11.462 1.206 15
METRO Global Solution Center spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Szczecin Polen 100,00 2.536 1.176 13
Metro Grosmarket Bakirköy Alisveris Hizmetleri Ticaret Ltd. Sirketi Istanbul Türkei 100,00 26.745 10.242 13
METRO Groß- und Lebensmitteleinzelhandel Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 5.148.126 0 1, 2, 17
Metro Großhandelsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 36.820 0 1, 2, 13
METRO Group Properties SR s.r.o. Ivanka pri Dunaji Slowakei 100,00 50.171 2.984 13
METRO Group Retail Real Estate Romania S.R.L. Bukarest Rumänien 100,00 4 -719 14
METRO Group Wholesale Real Estate Bulgaria EOOD Sofia Bulgarien 100,00 5 0 14
Metro Holding France S. A. Vitry sur Seine Frankreich 100,00 502.533 63.785 17
METRO Hospitality Digital Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 306 0 1, 2, 13
METRO Insurance Broker GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 140 0 1, 2, 17
Metro International AG Baar Schweiz 100,00 480.562 37.983 13
METRO INTERNATIONAL SUPPLY GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 1.000 0 1, 2, 17
METRO Italia S.p.A. San Donato Milanese Italien 100,00 7.335 -14.221 13
METRO Kalisz sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 3.934 81 13
METRO Kereskedelmi Kft. Budaörs Ungarn 100,00 232.670 -6.089 13
METRO Kielce sp. z o.o Warschau Polen 100,00 6.125 -211 13
METRO Koszalin sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 3.633 15 13
METRO Kraków Zakopiańska sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 5.535 -217 13
METRO Leasing GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 1.527 0 1, 2, 17
METRO Łódź sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.660 236 13
METRO LOGISTICS Germany GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 1.675 0 2, 17
METRO Logistics Polska sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 495 22 13
METRO Logistics Polska spółka z ograniczoną odpowiedzialnością i Spółka spółka komandytowa Warschau Polen 99,83 6.547 3.726 13
METRO Management EOOD Sofia Bulgarien 100,00 18 0 14
METRO MANAGEMENT UKRAINE LLC Kiev Ukraine 100,00 12.822 0 14
METRO Markets France SAS Paris Frankreich 100,00 0 -1 17
METRO Markets GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO MARKETS ITALIA S.R.L. Mailand Italien 100,00 28 57 17
METRO MARKETS PALMA SL Palma de Mallorca Spanien 100,00 2.219 259 17
METRO Neunte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Olsztyn sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.166 -38 13
METRO Opole sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.638 19 13
METRO Pakistan (Pvt.) Limited Lahore Pakistan 100,00 -14.975 -2.557 13
METRO Poznań II sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 1 -143 13
METRO Poznań sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.486 -310 13
Metro Properties B.V. Amsterdam Niederlande 100,00 176.554 12.976 13
METRO PROPERTIES CR s.r.o. Prag Tschechien 100,00 51.925 3.225 13
METRO PROPERTIES France SAS Nanterre Frankreich 100,00 32 -18 13
Metro Properties Gayrimenkul Yatirim A.Ş. Istanbul Türkei 100,00 57.525 7.692 13
METRO PROPERTIES GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 92,90 154.976 199.140 2, 17
METRO PROPERTIES Holding GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 394.025 0 1, 2, 17
METRO PROPERTIES Management GmbH Düsseldorf Deutschland 66,67 46 -2 17
METRO Properties Real Estate Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Warschau Polen 100,00 9.685 654 13
METRO PROPERTIES Sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 -6.915 -4.479 13
METRO Re AG Düsseldorf Deutschland 100,00 22.314 0 1, 17
METRO Retail Real Estate GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 100 0 1, 2, 17
METRO Rybnik sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 3.844 -164 13
METRO Rzeszów sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.976 27 13
METRO Rzgów sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 806 -685 13
Metro SB-Großmärkte GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Esslingen am Neckar Deutschland 100,00 256 399 2, 13
Metro SB-Großmärkte GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Linden Deutschland 100,00 256 798 2, 13
METRO Sechste Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Siebte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Sosnowiec sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.699 -133 13
METRO Sourcing (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai China 100,00 25 0 1, 2, 17
--- --- --- --- --- ---
METRO Sourcing Shanghai Co., Ltd. Shanghai China 100,00 1.508 523 14
METRO Sourcing GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 38.925 0 1, 2, 17
METRO Sourcing International Limited Hong Kong China 100,00 27.430 9.300 13
METRO Szczecin sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.553 -281 13
METRO Toruń sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.163 38 13
METRO Vierte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
Metro Warehouse Noginsk Limited Liability Company Noginsk Russland 100,00 36.473 2.308 14
METRO Warszawa Jerozolimskie sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 13.057 2.957 13
METRO Warszawa Kolumbijska sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 5.936 -2 13
Metro Wholesale Myanmar Ltd. Yangon Myanmar 100,00 -4.186 -574 17
METRO Wholesale Real Estate GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 100 0 1, 2, 17
METRO Zabrze sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 4.231 -91 13
METRO Zehnte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
METRO Zielona Góra sp. z o.o. Warschau Polen 100,00 3.740 -100 13
METRO Zwölfte Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
MGB METRO Group Buying RUS OOO Moskau Russland 100,00 -496 -346 14
MGC METRO Group Clearing GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
MGL METRO Group Logistics Bulgaria LTD Sofia Bulgarien 100,00 5 0 14
MGL METRO Group Logistics GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 235 0 1, 2, 17
MGL METRO Group Logistics Limited Liability Company Noginsk Russland 100,00 5.173 -1.007 14
MGL METRO Group Logistics Warehousing Beteiligungs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 78 0 2, 17
MIP METRO Group Intellectual Property GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 100,00 76 0 2, 17
MIP METRO Group Intellectual Property Management GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 80 0 2, 17
MIP METRO Holding Management GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 2, 17
MP Gayrimenkul Yönetim Hizmetleri Anonim Şirketi Istanbul Türkei 100,00 385 89 14
Multi-Center Warenvertriebs GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 6.111 0 1, 2, 13
My Mart (China) Trading Co., Ltd. Guangzhou China 100,00 799 -214 13
N & NF Trading GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 30 0 2, 17
NX-Food GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
Petit RUNGIS express GmbH Meckenheim Deutschland 100,00 25 0 1, 2, 17
PRO A PRO DISTRIBUTION EXPORT SAS Montauban Frankreich 100,00 21.038 2.572 17
PRO A PRO DISTRIBUTION NORD SAS Châlette-sur-Loing Frankreich 100,00 24.970 -752 17
PRO A PRO DISTRIBUTION SUD SAS Montauban Frankreich 100,00 13.154 491 17
PRO A PRO HOSTELERIA ORGANIZADA, S.A. Sant Just Desvern Spanien 100,00 9.308 1.183 13
PT Classic Fine Foods Indonesia North Jakarta Indonesien 100,00 -4 -1 13
Real Estate Management Misr Limited Liability Company Cairo Ägypten 100,00 -2 -1 5
Remo Zaandam B.V. Zaandam Niederlande 100,00 17.425 0 13
Retail Property 5 Limited Liability Company Moskau Russland 100,00 7.552 1.628 14
Retail Property 6 Limited Liability Company Moskau Russland 100,00 7.139 1.067 14
Rotterdam Trading Office B.V. Amsterdam-Duivendrecht Niederlande 100,00 3.649 208 10
RUDU Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 465 0 1, 2, 17
RUNGIS express GmbH Meckenheim Deutschland 100,00 1.461 0 1, 2, 17
RUNGIS express Suisse Holding AG Courgevaux Schweiz 100,00 103 -117 17
Schaper Grundbesitz-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf Deutschland 100,00 1.243 0 1, 2, 17
Sentinel GCC Holdings Limited Tortola Britische Jungferninseln 100,00 209 0 10
Sezam XVI Fundusz Inwestycyjny Zamknięty Aktywów Niepublicznych Warschau Polen 100,00 788 -84 14
SIL Verwaltung GmbH & Co. Objekt Haidach KG Düsseldorf Deutschland 100,00 1.043 -178 2, 17
Siller & Laar Großküchentechnik und Gastronomiebedarf GmbH Augsburg Deutschland 56,00 804 -187 13
SODEGER SAS Château-Gontier Frankreich 100,00 -1.337 -1.613 17
Star Farm Pakistan Pvt. Ltd. Lahore Pakistan 100,00 -67 -86 13
STW Grundstücksverwaltung GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 80 7 2, 17
TRANSPRO FRANCE Sarl Montauban Frankreich 100,00 40 372 17
TRANSPRO SAS La Possession Frankreich 100,00 2.002 389 17
VALENCIA TRADING OFFICE, S.L. Albuixech Spanien 100,00 4.088 682 13
Weinkellerei Thomas Rath GmbH Düsseldorf Deutschland 100,00 26 0 1, 2, 17
Western United Finance Company Limited London Großbritannien 100,00 323 11 13
Wholesale Real Estate Belgium N.V. Etterbeek (Brussels) Belgien 100,00 28.263 6.718 13
WRE Real Estate Limited Liability Partnership Almaty Kasachstan 100,00 -29.328 390 14
X4DEV – Business Solutions, S.A. Quarteira Portugal 100,00 463 -46 17

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen - Gemeinschaftsunternehmen

Name of Entity Country of Incorporation Ownership (%) Equity (in € thousands) Net Profit (in € thousands) Footnotes
CABI-SFPK JV Lahore Pakistan 48,00 -21 -28 12
MAXXAM B.V. Ede Niederlande 16,67 36 0 13
MAXXAM C.V. Ede Niederlande 16,67 420 0 13
MEC METRO-ECE Centermanagement GmbH & Co. KG Düsseldorf Deutschland 50,00 822 1.804 14
MEC METRO-ECE Centermanagement Verwaltungs GmbH Düsseldorf Deutschland 50,00 25 0 14
METSPA Beszerzési és Kereskedelmi Kft. Bicske Ungarn 33,33 10 2 14
METSPA d.o.o. za trgovinu Zagreb Kroatien 50,00 10 8 14
Professional Finance Technologies Limited Liability Company Moskau Russland 50,00 191 -11 14

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen - Assoziierte Unternehmen

Name of Entity Country of Incorporation Ownership (%) Equity (in € thousands) Net Profit (in € thousands) Footnotes
EKS Handelsgesellschaft mbH Salzburg Österreich 15,00 74 2 14
EKS Handelsgesellschaft mbH & Co. KG Salzburg Österreich 15,00 73.281 72.924 14
Fachmarktzentrum Essen GmbH & Co. KG Pullach im Isartal Deutschland 94,00 -244 -432 14
FILPROMER SAS Cherbourg-en-Cotentin Frankreich 24,90 230 0 10
Gourmet F&B Korea Ltd. Seoul Südkorea 28,00 21.832 1.439 14
Habib METRO Pakistan (Pvt) Ltd Karachi Pakistan 40,00 32.530 4.859 16
Horizon International Services Sàrl Le Grand-Saconnex Schweiz 25,00 1.415 -71 14
Iniziative Methab s.r.l. Bozen Italien 50,00 2.236 1.571 14
Košík Holding a.s. Prag Tschechien 25,00 116.366 -3 15
OPCI FRENCH WHOLESALE PROPERTIES - FWP Paris Frankreich 5,00 217.463 17.484 14
OPCI FRENCH WHOLESALE STORES - FWS Paris Frankreich 25,00 200.150 17.386 14
Peter Glinicke Grundstücks-GmbH & Co. KG Pullach im Isartal Deutschland 50,00 3.899 3.913 11
WM Holding (HK) Limited Hong Kong China 20,04 1.193.396 -92.967 14

Beteiligungen

Name of Entity Country of Incorporation Ownership (%) Equity (in € thousands) Net Profit (in € thousands) Footnotes
BINARY SUBJECT, S.A. Torres Vedras Portugal 12,70 9.309 -8.093 9
Culinary Agents Inc. Wilmington USA 18,20 720 387 14
eVentures Growth, L.P. Wilmington USA 5,60 87.069 4.401 14
HORIZON ACHATS SARL Paris Frankreich 8,00 1.005 5 7
HORIZON APPELS D’OFFRES SARL Paris Frankreich 8,00 208 8 7
Matsmart in Scandinavia AB Stockholm Schweden 7,90 9.429 -8.463 9
QUANTIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Darmstadt KG Schönefeld Deutschland 6,00 3 0 14
RTG Retail Trade Group GmbH Hamburg Deutschland 10,00 -1.334 361 11
Shore GmbH München Deutschland 8,90 6.009 -7.999 14
Verwaltungsgesellschaft Lebensmittelgesellschaft ''GLAWA'' mbH & Co. KG Hamburg Deutschland 18,75 716 235 9

Fußnoten

1 Ergebnisabführungsvertrag.
2 Befreite inländische Tochterunternehmen.
3 Vollkonsolidierung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.
4 Neugründung/Erwerb, Jahresabschluss liegt noch nicht vor.
5 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. September 2015.
6 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. September 2019.
7 Eigenkapital und Ergebnis zum 31. Dezember 2019.
8 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. September 2020.
9 Eigenkapital und Ergebnis zum 31. Dezember 2020.
10 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. September 2021.
11 Eigenkapital und Ergebnis zum 31. Dezember 2021.
12 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. Juni 2022.
13 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. September 2022.
14 Eigenkapital und Ergebnis zum 31. Dezember 2022.
15 Eigenkapital und Ergebnis zum 31. März 2023.
16 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. Juni 2023.
17 Eigenkapital und Ergebnis zum 30. September 2023.
1 Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088
2 Für den KPI Investitionsausgaben wurde dieser Kategorie an Wirtschaftsaktivitäten der Erwerb von Produktion aus taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten hinzugerechnet. Wir folgen damit der Auslegung, dass nicht nur die Herstellung anderer CO2-armer Technologien, sondern auch der Erwerb solcher CO2-armer Technologien an dieser Stelle als taxonomiefähig angerechnet werden kann.
3 Für einige Kennzahlen im Bereich Klima und CO2 sowie für die Kennzahlen zum Stromverbrauch, Wasserverbrauch, und Abfallvolumen sind Hochrechnungen und Schätzungen der Verbrauchsdaten notwendig, sofern Primärdaten nur teilweise vorliegen. Das Nachhaltigkeitsdatenmanagement führt die Daten aus den verschiedenen Berichtssystemen zusammen.
4Für die Holdinggesellschaft METRO AG sind die Aspekte Lebensmittelverschwendung und ressourceneffizienter Geschäftsbetrieb aufgrund der geschäftlichen Ausrichtung nicht wesentlich, sondern nur in Bezug auf die operativen Einheiten des METRO Konzerns.
5 Die Verkaufs- und Belieferungsflächen für alle umweltbezogenen Kennzahlen sind Jahresdurchschnittswerte.
6 Lebensmittelabfälle sind für den menschlichen Verzehr bestimmte Lebensmittel inkl. nicht verzehrbarer Teile dieser Lebensmittel, die aus der Lebensmittelversorgungskette entfernt werden, um verwertet oder entsorgt zu werden. Nahrungsergänzungsmittel sowie Lebensmittelspenden werden nicht unter der Kennzahl der Lebensmittelabfälle berichtet
7KPI Lebensmittelabfälle deckt die folgenden METRO Gesellschaften und Länder u.a. aufgrund von Datenverfügbarkeit und Veränderungen im Konsolidierungskreis sowohl im Basisjahr als auch im Berichtsjahr nicht ab: Belgien, Indien, Pro à Pro Frankreich und Pro a Pro Spanien, Aviludo, Classic Fine Foods, JHB, Österreich (AGM) und METRO MARKETS. Zudem wurden die Daten des Basisjahres 2017/18 für Deutschland, Bulgarien, Kroatien und Rumänien angepasst. Bisher lagen dort keine adäquaten Daten vor, daher wurde u.a. auf Basis der Umsatzentwicklung eine pauschale Rückrechnung vorgenommen bzw. aufgrund einer rückwirkenden Qualitätsprüfung angepasst.
8Es wurden die Emissionsfaktoren aus dem Vorjahr verwendet; eine Aktualisierung hat nicht stattgefunden.Zudem deckt die Kennzahl CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Verkaufs- und Belieferungsfläche die folgenden METRO Gesellschaften u. a. aufgrund von Datenverfügbarkeit und Veränderungen im Konsolidierungskreis nicht ab: Belgien, Indien, Pro a Pro Spanien, Aviludo, Classic Fine Foods, JHB, Österreich (AGM) und METRO MARKETS. 9 Dabei basiert die Ermittlung der Scope-3-CO2-Emissionen auf anerkannten Hochrechnungsmethoden, um näherungsweise die innerhalb der Lieferkette anfallenden Emissionen ermitteln zu können. 10Die Kennzahl deckt die METRO Gesellschaft Belgien aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis nicht mit ab. 11 Die Kennzahl deckt die METRO Gesellschaft Belgien aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis nicht mit ab und weicht daher von der Darstellung dieser Kennzahl im Vorjahresbericht ab. 12 Die Kennzahl deckt die METRO Gesellschaften Japan und Belgien aufgrund von Veränderungen im Konsolidierungskreis nicht mit ab und weicht daher von der Darstellung dieser Kennzahl im Vorjahresbericht ab. 13Erfasst sind hierbei Produzenten für Handelsware (Non-Food-Eigenmarken sowie -Eigenimporte) in Risikoländern, die den letzten maßgeblichen und wertgebenden Produktionsschritt durchführen, z. B. das finale Kleidungsstück produzieren. 14 Risikobehaftete Produzenten für Non-Food werden u. a. anhand der folgenden Kriterien bewertet: inhärentes Risiko (Produzenten mit Sitz in einem Risikoland nach amfori BSCI) sowie faktenbasiertes Risiko (kritische Vorfälle). 15 Risikobehaftete Produzenten für Near-Food werden u. a. anhand der folgenden Kriterien bewertet: inhärentes Risiko (Produzenten mit Sitz in einem Risikoland nach amfori BSCI) sowie faktenbasiertes Risiko (kritische Vorfälle). Risikobehaftete Produzenten für Food werden u. a. nach folgenden Kriterien betrachtet: I. Inhärentes Risiko: a) Produzenten mit Sitz in einem Risikoland, b) Produzenten, die Produkte aus bestimmten risikobehafteten Warengruppen und/oder Sektoren/Industriezweigen produzieren, unabhängig vom Risikostatus des Produktionslandes oder c) Governance und Organisationsstrukturen: Belegschaft hauptsächlich Frauen oder Migranten oder Saison-/Zeitarbeiter oder Arbeiter ohne feste oder reguläre Verträge oder II. Faktenbasiertes Risiko (kritische Vorfälle) 16Der Auditierungsprozess der Kennzahl deckt die folgenden METRO Gesellschaften und Länder u. a. aufgrund von Datenverfügbarkeit und Veränderungen im Konsolidierungskreis im Berichtsjahr nicht ab: Belgien, Indien, Japan, Portugal, Russland und Ukraine. 17 METRO ist im Oktober 2022 Opfer eines Cyberangriffs geworden, der zu einem teilweisen Ausfall der IT-Systeme geführt hat. Weitere Erläuterungen zum Sachverhalt sind im zusammengefassten Lagebericht aufgeführt (u. a.Kapitel 1 Grundlagen des Konzerns). 18 Die verwendeten Daten wurden zum Stichtag 9. Oktober 2023 erhoben. Die Statistiken zu Russland sind eingeschränkt verlässlich, da sich einerseits die Auswirkungen des Kriegs und die damit verbundenen Sanktionen selbst im abgelaufenen Geschäftsjahr bislang nur schwer einschätzen lassen und andererseits Daten der russischen Behörden nur selektiv herausgegeben werden. 19 Vorzugsaktie zuzüglich der Nachzahlung der Vorabdividenden in Höhe von je 0,17 € je Vorzugsaktie für die Geschäftsjahre 2020/21 und 2021/22. 20Wechselkursbereinigt, ohne Japan und Myanmar, mit Aviludo und Pro a Pro Spanien. Belgien bis einschließlich Mai 2022. 21 OOS bezieht sich auf das bestehende METRO Standortportfolio und umfasst einerseits METRO Märkte, die aus dem Markt beliefern, und andererseits Märkte, die ein eigenes Depot im Markt betreiben. 22 Wechselkursbereinigt, exkl. Indien, inkl. JHB. 23 Es handelt sich bei dieser Stellungnahme des Vorstands um eine nach DCGK 2022 vorgesehene (ungeprüfte) Angabe, die als lageberichtsfremde Angabe nicht Gegenstand der Abschlussprüfung ist. 24 Die Satzung der METRO AG ist abrufbar auf der Website www.metroag.de unter der Rubrik Über uns – Corporate Governance. 25 Durch die METRO AG veröffentlichte Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website www.metroag.de unter der Rubrik Newsroom – Rechtliche Mitteilungen abrufbar.