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Medtronic plc Audit Report / Information 2019

Jan 18, 2021

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Audit Report / Information

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Publication

Medtron Aktiengesellschaft

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Medtron AG, die im Jahr 2003 aus der 1992 gegründeten Medtron Medizinische Systeme GmbH hervorging, entwickelt, produziert und verkauft Injektoren für die Computertomographie, die Magnetresonanztherapie sowie für die Angiographie und entwickelt, produziert und handelt mit Verbrauchsmaterialien für diese Injektoren.

Im Wesentlichen besteht der Kundenkreis der Gesellschaft aus Krankenhäusern und Kliniken, aus radiologischen Praxen sowie aus Wiederverkäufern. Dabei tritt die Medtron AG sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Märkten auf.

Veränderungen innerhalb der rechtlichen Unternehmensstruktur der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2019 nicht ergeben.

Die Unternehmensstrategie der Medtron AG bezieht sich auf:

die Umsetzung von Kundenanforderungen in Produkte sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte und die Entwicklung neuer Produkte,
den Ausbau der Marktanteile und die Entwicklung neuer regionaler Märkte,
den Ausbau und die Verbesserung des Serviceangebots,
die leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter
die Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit sowohl im Bereich der Injektoren als auch im Bereich der Verbrauchsmaterialien durch Erhöhung der Produktivität, Flexibilisierung und Verbreiterung der Produktionspalette der eigenen Produktionsstätten in beiden Bereichen.

Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Medtron AG besteht darin, dass sie ein von Kontrastmittelherstellern unabhängiger Produzent von Injektoren ist.

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen hat die Medtron AG eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Es bestehen keine, das Unternehmen gefährdenden, Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder regionalen Märkten.

Um dabei die Konkurrenzfähigkeit der angebotenen Leistungen zu sichern, haben wir den Ausbau unserer Entwicklungsabteilung weiter vorangetrieben, mit dem Ziel, unser Produktportfolio zu erneuern und zu erweitern.

2. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft (1)

Die Weltwirtschaft setzte im Jahr 2019 ihr robustes Wachstum mit nachlassendem Tempo fort: Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,6 (3,2) %. Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern schwächte sich die konjunkturelle Dynamik im Vergleich zum Vorjahr ab. Bei einem nach wie vor verhältnismäßig niedrigen Zinsniveau sowie gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt geringeren Preisen für Energie- und sonstige Rohstoffe sanken weltweit auch die Verbraucherpreise. Zunehmende handelspolitische Verwerfungen auf internationaler Ebene und anhaltende geopolitische Spannungen ließen die wirtschaftlichen Unsicherheiten erheblich wachsen und den weltweiten Güterhandel schwächer werden.

In Westeuropa verlangsamte sich das Wachstum des BIP im Jahresverlauf und erreichte 1,2 (1,8) %. Dabei verringerte sich die Veränderungsrate bei nahezu allen nord- und südeuropäischen Ländern im Vergleich zum Vorjahr. Für Unsicherheit sorgte weiter vor allem der ungewisse Ausgang der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) und die damit verbundenen Fragen nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen. Die Arbeitslosenquote innerhalb der Eurozone sank weiter und lag durchschnittlich bei 7,5 (8,1) %; in Griechenland und Spanien war sie – wenngleich abnehmend – nach wie vor deutlich höher.

Auch die Region Zentral- und Osteuropa wies im Berichtsjahr mit 2,3 (3,3) % eine niedrigere Wachstumsrate auf als im Vorjahr. In Zentraleuropa verlangsamte sich der Anstieg des BIP auf einem verhältnismäßig hohen Niveau. Ebenfalls schwächer war das Wirtschaftswachstum in Osteuropa. Die geringeren Preise für Energie- und sonstige Rohstoffe führten dazu, dass sich die ökonomische Lage in einzelnen rohstoffexportierenden Ländern dieser Region verschlechterte. Mit 1,1 (2,2) % halbierte sich die Wachstumsrate der russischen Wirtschaft – die größte Volkswirtschaft dieser Region – im Vergleich zum Vorjahr.

In Deutschland setzte sich 2019 das Wachstum des BIP bei einer guten Lage am Arbeitsmarkt fort, jedoch ließ die Dynamik mit 0,5 (1,5) % im Vergleich zum Vorjahr deutlich nach. Die Stimmung sowohl der Unternehmen als auch die der Konsumenten trübte sich im Jahresverlauf weiter ein.

Die Lage der brasilianischen Wirtschaft, die für die Medtron AG von besonderem Interesse ist, verzeichnete erneut nur ein leichtes Wachstum von 1,1 (1,3) %. Die Lage in Südamerikas größter Volkswirtschaft blieb unter anderem aufgrund politischer Unsicherheiten weiterhin angespannt.

Ebenfalls von herausragender Bedeutung für die Medtron AG ist die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Diese wuchs 2019 mit 6,2 (6,6) % auf hohem Niveau, aber etwas langsamer als im Vorjahr. Staatliche Stützungsmaßnahmen infolge der handelspolitischen Auseinandersetzungen zwischen China und den USA wurden im Jahresverlauf fortgeführt.

Entwicklung an Devisenmärkten (2)

Vergleiche bezüglich der Entwicklung an Devisenmärkten die Grafik „Devisenkursentwicklung von Dezember 2017 bis Dezember 2019, Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2018 = 100".

Entwicklung von Rohstoffmärkten (3)

Die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten waren 2019 insbesondere durch globale Konflikte geprägt: einerseits durch den Handelskrieg zwischen den USA und China, der bereits seit Mitte 2018 anhält, und vor allem die Preise für Industriemetalle, aber auch die für Agrarrohstoffe im Jahr 2019 deutlich beeinflusste; andererseits durch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die die Preise auf den Rohölmärkten antrieben. Trotz zeitweiser angespannter weltpolitischer Situation lag der durchschnittliche Rohölpreis 2019 unter dem Niveau des Jahres 2018.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist 2019 durchschnittlich um 12 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken und auch die Teilindizes für Energierohstoffe, Industrierohstoffe und Nahrungs- und Genussmittel sind gefallen.

Während die Preise für Energierohstoffe im Jahresdurchschnitt um 14 % und die für Nahrungs- und Genussmittel um 5 % sanken, blieben die Preise für Industrierohstoffe nahezu unverändert und wiesen lediglich eine negative Wachstumsrate von 0,5 % auf.

Auch die Preise für Rohöl sind 2019 im Vergleich zu 2018 durchschnittlich gesunken. Dabei lag der Durchschnittspreis für ein Barrel der europäischen Referenzsorte Brent 2019 bei 64 US-$ und für die amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) bei 57 US-$.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China beeinflusste 2019 auch die Entwicklung des Index für Industrierohstoffe. Die bilateral verhängten Strafzölle schwächten das chinesische Wirtschaftswachstum und reduzierten insbesondere die Nachfrage nach Industriemetallen, was zu Preisreduktionen auf den Märkten für Stahlschrott und NE-Metalle führte.

Globale Verwerfungen beeinflussten 2019 die Preise auf den internationalen Rohstoffmärkten und erhöhten die Unsicherheit. Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA verschärften sich zunehmend. Der im Jahr 2019 immer wieder eskalierende Handelskonflikt zwischen China und den USA reduzierte das globale Wirtschaftswachstum und verringerte die globale Nachfrage nach Industrierohstoffen. Das kürzlich unterzeichnete Teilabkommen zwischen den USA und China ließ die Preise für Industrie und Agrarrohstoffe wieder ansteigen und stärkt die Hoffnung auf eine Erholung der globalen Wirtschaft.

Entwicklung der Branche (4)

Die Gesundheitswirtschaft weist im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Sie ist in den letzten zehn Jahren mit 4,1 % pro Jahr stärker gewachsen als die deutsche Volkswirtschaft insgesamt.

Die deutsche Gesundheitswirtschaft beschäftigt 7,6 Millionen Menschen und erwirtschaftet knapp 370 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 12,1 % am Bruttoinlandsprodukt.

8,4 % der deutschen Exporte (131,1 Milliarden Euro) gehen auf die Gesundheitswirtschaft zurück. Hierzu tragen vor allem die Pharma- und die Medizinprodukte-Branche bei. Zusammen exportieren diese beiden Branchen Güter im Wert von über 95 Milliarden Euro.

Die Beschäftigtenzahlen in der Gesundheitswirtschaft steigen stärker als im Durchschnitt der deutschen Wirtschaft. Seit 2007 hat die Gesundheitswirtschaft mehr als 1,6 Millionen Stellen geschaffen. Sie beschäftigt inzwischen fast so viele Erwerbstätige wie das gesamte verarbeitende Gewerbe. Mittlerweile arbeiten in der Gesundheitswirtschaft 7,6 Millionen Menschen, also jeder sechste Erwerbstätige.

Die industrielle Gesundheitswirtschaft (IGW), zu der unter anderem auch die Medizintechnik gehört, zählt zu einer der größten und bedeutendsten Teilbranchen der Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Seit dem Jahr 2007 hat sich das Exportvolumen der IGW um 56,6 Milliarden Euro auf insgesamt 120,9 Milliarden Euro fast verdoppelt. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der Exporte betrug dabei 5,9 %.

Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen (mit über 20 Beschäftigten) legte in Deutschland nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2019 um 10,4 % auf 33,4 Milliarden Euro zu. Der Inlandsumsatz stieg auf 11,5 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz stieg auf insgesamt 21,9 Milliarden Euro. Bei einer Exportquote von rund 65 % ist das Auslandsgeschäft von zentraler Bedeutung für die Hersteller. Die neuen Handelszölle und der Brexit sind hier deutliche Hemmnisse.

Die Herstellung von Medizinprodukten und Medizintechnik gehört neben der Humanarzneimittelherstellung zu den bedeutendsten Teilbereichen der produzierenden industriellen Gesundheitswirtschaft. Mit einer Bruttowertschöpfung von rund 16 Milliarden Euro generiert die Branche 18,4 % der industriellen Gesundheitswirtschaft und somit rund jeden 5. Euro an Wertschöpfung. Der Anteil der MedTech-Branche am Bruttoinlandsprodukt beträgt 0,49 % und ist damit im europäischen Vergleich nach Dänemark am höchsten. Der EU-Durchschnitt beträgt 0,27 %.

Mit rund 1 Million Erwerbstätigen ist etwa jeder achte Arbeitsplatz in der Gesundheitswirtschaft in der IGW angesiedelt. Die industrielle Gesundheitswirtschaft ist ein Jobmotor und hat seit 2007 mehr als 160.000 Stellen geschaffen. Die MedTech-Branche ist Arbeitsplatz für über 210.000 Erwerbstätige, was einem Anteil von fast 20 % der industriellen Gesundheitswirtschaft entspricht. In den letzten fünf Jahren sind 12.000 neue Jobs geschaffen worden. Das Problem in der Praxis besteht allerdings darin, dass die zusätzlichen Stellen vor allem in regulatorischen Bereichen geschaffen werden, um die zusätzlichen Anforderungen aus der EU-Medizinprodukte-Verordnung erfüllen zu können. Darunter leiden die Forschungs- und Entwicklungsbereiche und damit langfristig die Innovationskraft der Branche.

Der BVMed führte im Herbst 2019 eine umfassende Online-Befragung bei seinen Mitgliedsunternehmen durch. Die Herbstumfrage, an der sich 105 Mitgliedsunternehmen beteiligt haben, ergaben folgende wichtigsten Ergebnisse:

1. Die Stimmung in der deutschen Medizintechnik- Branche hat sich nach der BVMed-Herbstumfrage im Jahr 2019 deutlich eingetrübt. Die erwartete Umsatzentwicklung im Inland ist mit nur noch 3,3 % gegenüber dem Vorjahr (4,2 %) stark rückläufig. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der Gewinnsituation durch sinkende Preise und höhere Kosten. Nur noch 12 % erwarten in diesem Jahr eine verbesserte Gewinnsituation. Zudem ist der vom BVMed erhobene Innovationsklima-Index mit 4,2 von 10 Punkten auf dem niedrigsten Stand.

2. Hauptgrund für die eingetrübte Stimmung ist die EU-Medizinprodukte-Verordnung, die für Ressourcendefizite bei den benannten Stellen, längere Bewertungsverfahren und steigende Preise sorgt. Fast 90 % der MedTech-Unternehmen befürchten, dass Produkte aus ökonomischen Gründen vom Markt genommen bzw. nicht auf den Markt gebracht werden. Das würde dann auch zu Lasten der Patientenversorgung gehen.

3. Ein stabilisierender Faktor bleibt der Export. Mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 5,8 % wachsen die Unternehmen der Medizintechnologie weltweit nach wie vor deutlich stärker als im Inland.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Medtron AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich gesteigert werden. Auch das Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr.

Diese Entwicklung ist insbesondere zurückzuführen auf die folgenden Aktivitäten:

erfolgreiche Entwicklung neuer regionaler Märkte,
weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Herstellern der Scanner für CT und MRT,
Ausbau der Vertriebsorganisation, insbesondere in Südamerika und im Mittleren Osten.

Die dargestellten Aktivitäten wurden im Geschäftsjahr 2019 durch intensive Anstrengungen im Entwicklungsbereich sowohl der Injektoren als auch der Verbrauchsmaterialien unterstützt. Die vorhandenen Personalkapazitäten wurden weiter ausgebaut. Auf dieser Basis konnten neue Anwendungsgebiete entwickelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die Aktivitäten im Bereich Qualitätsmanagement, insbesondere die Vorbereitung auf die sich durch die neuen Normen (ISO 13485:2016 und MDR) verschärfenden Anforderungen. Wir sind sicher, dass unser Unternehmen in den kommenden Jahren diesen Anforderungen gerecht werden kann.

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2019 wichtige Weichenstellungen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens auch in der Zukunft getroffen.

B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Medtron AG hat sich im Geschäftsjahr 2019 insgesamt positiv entwickelt.

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Medtron AG belief sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2019 auf T€ 18.489,4 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (T€ 18.945,5) um rd. 2,4 % verringert.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von rd. 18,1 % nach rd. 19,2 % im Vorjahr gekennzeichnet. Das Anlagevermögen liegt im Geschäftsjahr mit T€ 3.338,5 bedingt durch die jährliche Abschreibung unter dem Vorjahresniveau (T€ 3.641,2). Der Anteil des Umlaufvermögens und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme beläuft sich in 2019 auf rd. 81,9 % nach rd. 80,8 % im Vorjahr.

Für die aktivierten Vorratsbestände (ohne geleistete Anzahlungen) ermittelt sich dabei ein Anteil von rd. 52,1 % (Vorjahr: rd. 41,7 %) und für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nebst geleisteten Anzahlungen des Umlaufvermögens sowie sonstigen Vermögensgegenstände (inkl. ARAP) ein Anteil von rd. 25,7 % (Vorjahr: rd. 30,1 %) an der Bilanzsumme.

Die Summe aus Forderungen gegen Kunden, geleisteten Anzahlungen innerhalb der Vorräte und sonstigen Vermögensgegenständen (inkl. ARAP) hat sich im Geschäftsjahr um T€ 968,6 auf T€ 4.744,6 (Vorjahr: T€ 5.713,2) vermindert.

Auf der Passivseite der Bilanz wird ein Eigenkapital von T€ 11.975,0 nach T€ 11.244,0 im Vorjahr ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich von rd. 59,4 % im Vorjahr auf rd. 64,8 % im Geschäftsjahr erhöht.

Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 22,3 % im Geschäftsjahr 2019 nach rd. 22,2 % im Vorjahr. Die Summe der passivierten Rückstellungen beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 4.135,0 nach T€ 4.211,0 im Vorjahr. Hieraus lässt sich ein leichter Rückgang um rd. 1,8 % ableiten.

Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten liegt mit T€ 2.379,4 um T€ 1.111,1 unter dem Vorjahresniveau (T€ 3.490,5). Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 1.106,9; Vorjahr: T€ 728,0) sind im Geschäftsjahr um insgesamt T€ 378,9 angestiegen. Gesunken sind dagegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 917,3; Vorjahr: T€ 1.199,7), die erhaltenen Anzahlungen (T€ 101,9; Vorjahr: T€ 154,1) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich zum Geschäftsjahresende 2019 auf T€ 253,3 nach T€ 1.408,7 belaufen.

Im Geschäftsjahr 2019 werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten neben einem Darlehen, welches zum Geschäftsjahresende mit T€ 206,5 ausgewiesen wird, auch kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten über insgesamt T€ 46,8 ausgewiesen. Die Quote der gesamten Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme ist trotz der Inanspruchnahme eines laufenden Kontokorrentkredites mit rd. 12,9 % im Geschäftsjahr nach rd. 18,4 % im Vorjahr auf einem konstant niedrigen Niveau.

2. Finanzlage

Die Darstellung im Rahmen der Kapitalflussrechnung bezieht sich auf die Veränderung in 2019. Der Zahlungsmittelbestand der Medtron AG beträgt zum 31. Dezember 2019 rd. T€ 730,8. Dabei wird ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 2.590,5 (Vorjahr: T€ 3.061,3) ausgewiesen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 357,4 nach T€ 1.108,6 im Vorjahr. Der Finanzbedarf für die Investitionen wurde aus dem betrieblichen Cash-Flow. Weiterhin erfolgte die Finanzierung durch die Inanspruchnahme eines kurzfristigen Kontokorrentkredits.

Der Mittelabfluss aus dem Finanzierungsbereich (T€ 2.118,0) resultiert einerseits aus der planmäßigen Tilgung des Darlehens bei der Deutschen Bank sowie einer Ausschüttung über T€ 2.000,0 an die Aktionäre.

Insgesamt vermindert sich der Finanzmittelbestand zum 31.12.2019 auf T€ 730,8 (Vorjahr: T€ 615,7).

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr abermals positiv. Die Medtron AG rechnet auch zukünftig aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft damit, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Insgesamt bestehen bei Kreditinstituten eingeräumte Kreditlinien über T€ 500,0. Unter Berücksichtigung der Saldierung von Kontokorrentguthaben und -verbindlichkeiten ermittelt sich eine nicht ausgenutzte Kreditlinie der Medtron AG zum 31.12.2019 von T€ 500,0.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) des Geschäftsjahres liegt um rd. 8,9 % über der im Vorjahr erzielten Gesamtleistung.

Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwendungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 6,0 % bzw. T€ 1.142,2 auf T€ 20.098,0 (Vorjahr: T€ 18.955,8) erhöht.

Die Personalkosten haben sich insgesamt um T€ 1.567,1 erhöht und belaufen sich auf T€ 8.671,0 nach T€ 7.103,9 im Vorjahr.

Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise war abermals durch einen leichten Anstieg gekennzeichnet, die nicht in vollem Umfang über die Verkaufspreise kompensiert werden konnten.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Dabei wird die termingerechte Bereitstellung u.a. durch den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen sichergestellt.

Auch im Geschäftsjahr 2019 wurde die Lagerhaltung weiterhin ausgebaut, wodurch wir die erforderliche Kontinuität der Fertigung sichern und uns gegenüber wechselnden Verhältnissen an den Beschaffungsmärkten weitgehend unabhängig machen konnten.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen haben sich aufgrund des höheren Auftragsvolumens im Geschäftsjahr um T€ 281,8 auf T€ 3.368,7 erhöht, was einem Anstieg von rd. 9,1 % entspricht.

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ -3,5 auf T€ -18,6 leicht verschlechtert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern) hat sich im Berichtsjahr um T€ 239,4 auf T€ 4.115,6 (Vorjahr: T€ 4.355,0) verringert.

Insgesamt hat die Medtron AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis nach Steuern von T€ 2.731,0 nach T€ 2.898,3 im Vorjahr erzielt, was einem Rückgang von rd. 5,8 % entspricht.

4. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sehen wir das Rohergebnis, das EBIT und den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

2019 2018
Rohergebnis (in T€) 20.098,0 18.955,8
EBIT (in T€) 4.134,2 4.370,1
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (in T€) 2.590,5 3.061,3

5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Medtron AG ist solide und geordnet.

Die Medtron AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2020 ein weiterer Umsatzanstieg von rd. 6,6 % erreicht wird. Die erwartete Steigerung wird am stärksten im Bereich der Verbrauchsmaterialien erwartet.

Die bisherige positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 bestätigt unsere Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung. Der Auftragseingang wird im Vergleich zum Vorjahr weiter ansteigen.

Beim Auftragsbestand erwarten wir im Bereich der Injektoren ein annähernd gleichbleibendes Niveau.

C. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (5) (6) (7) (8)

Die Medizintechnik-Branche wird ein Wachstumsmarkt bleiben. Der Bedarf an Gesundheitsleistungen wird weiter steigen. Die Marktforscher von Evaluate prognostizieren für den globalen Medizintechnik-Markt bis zum Jahr 2024 ein jährliches Wachstum von 6 %. Die Stimmung in der deutschen Medizintechnik-Branche hat sich nach der BVMed-Herbstumfrage im Jahr 2019 deutlich eingetrübt. Die erwartete Umsatzentwicklung im Inland ist mit nur noch 3,3 % gegenüber dem Vorjahr (4,2 %) stark rückläufig. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der Gewinnsituation durch sinkende Preise und höhere Kosten. Nur noch 12 % erwarten in diesem Jahr eine verbesserte Gewinnsituation.

Inwiefern die oben genannten Prognosen vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Pandemie zutreffen, ist derzeit noch nicht abschätzbar. In einer Blitzumfrage des BVMed gaben ein Viertel der Unternehmen an, unter einer sinkenden Marktnachfrage nach ihren Medizinprodukten zu leiden. Auf der anderen Seite ist die Marktsituation bei 30 % der Hersteller besser geworden, insbesondere im Bereich der medizinischen Schutzausrüstung oder bei Produkten für die Intensivmedizin. 59 % der MedTech-Unternehmen gaben an, in Folge des Coronavirus-Ausbruchs Probleme mit Zulieferern zu haben. 45 % haben einen erhöhten Krankenstand bei den Mitarbeitern. Kurzarbeit mussten 6 % der MedTech-Unternehmen anordnen.

Ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise ist sicherlich die von EU-Kommissarin Stella Kyriakides am 25.03.2020 angekündigte und seitens des Europäischen Parlaments und des Rates bereits zugestimmte Verschiebung des Geltungsbeginnes der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) um ein Jahr. BVMed Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll meinte dazu: „Jeder Tag zählt. Denn die oberste Priorität der Medizinprodukte-Unternehmen muss in den nächsten Wochen und Monaten sein, in der Coronavirus-Pandemie alle notwendigen Produkte für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen".

2. Wirtschaftliche Prognose

Die Medtron AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2020 ein weiterer Umsatzanstieg von rd. 6,6 % erreicht wird. Einen wesentlichen Anteil an dieser Steigerung wird im Bereich der Verbrauchsmaterialien erwartet. Die Zahlen des Geschäftsjahres 2020 bis Ende Mai und die umfangreichen Analysen unserer Märkte geben uns derzeit keinen Anlass einen negativen Einfluss der Corona-Pandemie auf das Geschäft der Medtron AG anzunehmen. Wir gehen davon aus, dass prognostizierte leichte Umsatzrückgänge im südamerikanischen Verkaufsgebiet durch eine höhere Nachfrage aus dem chinesischen Markt kompensiert werden.

3. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die bisherige positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 bestätigt unsere Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung. Der Auftragseingang wird im Vergleich zum Vorjahr ansteigen. Beim Auftragsbestand erwarten wir ein annähernd gleichbleibendes Niveau.

Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass die COVID-19-Pandemie sich negativ auf die Ertragslage der Medtron AG auswirken wird.

4. Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft strebt 2020 wie auch in den folgenden Geschäftsjahren weiterhin eine positive Ertragslage an. Der Vorstand geht davon aus, dass das Jahresergebnis 2020 über dem Vorjahresniveau liegen wird.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Medtron AG ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken und Chancen zu erkennen, über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können sowie um frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Hierzu bestehen zur Erfassung und Steuerung von Risiken umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, die permanent weiterentwickelt werden.

Das in der Gesellschaft eingerichtete Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Hierfür wesentlich sind neben einem internen Überwachungssystem ein funktionierendes Controlling- und Frühwarnsystem.

Die Elemente des Risikomanagementsystems bestehen aus:

Risikosteuerung,
Risikocontrolling und
Risikoreporting.

Zu dem in der Gesellschaft eingerichteten internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher und dokumentierter Richtlinien,
der Einsatz zuverlässiger Software,
die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,
laufende Prüfungen durch die interne Revision,
Abweichungsanalysen,
Arbeitsanweisungen,
Regelungen zur Vertretungsvollmacht

Das Risiko- und Chancenmanagement bildet einen integralen Bestandteil aller zu treffenden Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

2. Preisänderungs- sowie Ausfallrisiken und daraus resultierende Liquiditätsbelastungen

Risiken, die aus Preisänderungen oder aus Zahlungsausfällen resultieren, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft minimiert jedoch diese Risiken einerseits durch langfristig abgeschlossene Lieferverträge mit den Lieferanten sowie durch den Abschluss von Kreditausfallversicherungen für bestehende Forderungen gegenüber unseren Kunden.

Um dem aus der Corona-Pandemie geschuldeten höheren Risiko von Zahlungsausfällen bzw. Überschreitung von Zahlungszielen und den damit einhergehenden Liquiditätsbelastungen Rechnung zu tragen, haben wir unsere Kreditlinie bei den Banken um T€ 500 auf T€ 1.000 erhöht.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren weiterhin Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch in der Gesellschaft installierte Sicherungsmaßnahmen reduziert.

3. Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Medtron AG wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. So könnte eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen (z.B. Abgabenerhöhungen oder Preissteigerungen unserer Produkte) das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden, da sich die sinkende Nachfrage negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken könnte.

Ein Risiko im Rahmen der Corona-Pandemie sehen wir auch in dem Zusammenbruch von Lieferketten. Aufgrund unserer langfristigen und gefestigten Geschäftsbeziehungen sind derzeit in diesem Bereich keine akuten Gefahren ersichtlich.

Derzeit gehen wir nicht davon aus, dass die COVID-19-Pandemie sich negativ auf die Ertragslage der Medtron AG auswirken wird.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Produktentwicklung könnten entstehen durch:

die Verschlechterung der Qualität des Materials,
das Fehlen innovativer Produkte,
erhöhte Entwicklungskosten durch unvorhersehbare Verzögerungen bei der Projektrealisierung,
einen geringen Deckungsbeitrag der Produkte,
erhöhte Ausschussquoten, insbesondere bei der Verbrauchsmaterialproduktion,
fehlende Zulassungen von Produkten in einzelnen Märkten.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet.

Folgende wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Investitions- und Finanzierungsrisiken könnten die Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen:

Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens,
fehlende Kreditsicherheiten,
steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele, insbesondere durch Kunden, die unter den negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie leiden

Personalrisiken

Die Medtron AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen; dies betrifft im Wesentlichen den Personalbedarf in der Entwicklungsabteilung. Durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichern wir die fachliche Kompetenz des Personals.

Risiken könnten einerseits daraus erwachsen, dass qualifizierte Mitarbeiter aus der Gesellschaft ausscheiden und ein adäquater Ersatz nicht in angemessener Zeit akquiriert werden kann. Andererseits besteht das Risiko, durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf neue qualifizierte Mitarbeiter angewiesen zu sein, jedoch in angemessener Zeit kein qualifiziertes Personal angeworben werden kann.

Grundsätzlich besteht auch für die Medtron AG, trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen, das Risiko, dass aufgrund von gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, Personal ausfallen könnte, was insbesondere unsere Produktionskapazitäten negativ beeinflussen kann.

Folgende Maßnahmen wurden getroffen, um dieses Risiko so weit wie möglich zu mindern:

Entflechtung von Personal

durch Einrichtung eines Zwei-Schichtsystems in der Produktion
Arbeit im Home-Office
Meetings werden über Skype abgehalten

Weitere Schutzmaßnahmen

allen Mitarbeitern werden Gesichtsschutzmasken zur Verfügung gestellt
Desinfektionsmittelspender sind an allen Ein- und Ausgängen sowie den Sanitärräumen angebracht
Die Mitarbeiter werden regelmäßig über Infoschreiben über die erweiterten Hygienemaßnahmen informiert
Betreten von Firmenräumen für Besucher ist nur mit Gesichtsmasken erlaubt

4. Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtsituation wird regelmäßig analysiert und gesteuert. Die Beurteilung des Gesamtrisikos der Gesellschaft hat ergeben, dass gegenwärtig keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zum jetzigen Zeitpunkt auch keine zukünftigen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Im Rahmen der Betrachtung der Chancenseite werden Potenziale sichtbar, die gleichzeitig als Herausforderung anzusehen sind.

Saarbrücken, den 05. Juni 2020

Martin Batels, Vorstandsvorsitzender

Martin Biehl, Vorstand

(1) Vgl. Volkswagen Aktiengesellschaft: Geschäftsbericht 2019 http://geschaeftsbericht2019.volkswagenag.com/konzernlagebericht/geschaeftsverlauf.html

(2) Vgl. Volkswagen Aktiengesellschaft: Geschäftsbericht 2019 http://geschaeftsbericht2019.volkswagenag.com/konzernlagebericht/geschaeftsverlauf.html

(3) Vgl. HWWI: Rohstoffpreisentwicklung im Jahr 2019 https://www.wirtschaftsdienst.eu/pdf-download/jahr/2020/heft/2/beitrag/konjunkturschlaglicht-rohstoffpreisentwicklung-im-jahr-2019.html

(4) Vgl. BVMed: Branchenbericht Medizintechnologien 2020

(5) Vgl. BVMed: Branchenbericht Medizintechnologien 2020

(6) Vgl. BVMed: So trifft Corona die MedTech-Branche: https://gesundheitsprofi.de/so-trifft-corona-die-medtech-branche/

(7) Vgl. Newsletter BVMed 03/20: EU-Kommission will MDR-Geltungsbeginn um ein Jahr aussetzen

(8) Vgl. Amtsblatt der Europäischen Union: Verordnung (EU) 2020/561 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2020 zur Änderung der Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte hinsichtlich des Geltungsbeginns einiger ihrer Bestimmungen https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32020R0561&from=EN

Bilanz

Aktiva

31.12.2019

EUR
31.12.2018

EUR
A. Anlagevermögen 3.338.485,93 3.641.181,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.618,12 137.786,20
II. Sachanlagen 3.025.867,81 3.293.395,48
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.374,56 7.328,01
2. technische Anlagen und Maschinen 341.891,30 404.922,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.650.436,95 2.498.008,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.165,00 383.136,26
III. Finanzanlagen 210.000,00 210.000,00
B. Umlaufvermögen 15.095.205,51 15.202.304,30
I. Vorräte 9.629.374,00 8.023.541,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.688.305,99 5.478.881,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 777.525,52 1.699.881,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.673,02 102.049,07
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.489.364,46 18.945.535,05
Passiva
31.12.2019

EUR
31.12.2018

EUR
A. Eigenkapital 11.974.990,58 11.243.976,95
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000,00 5.000,00
III. Bilanzgewinn 11.919.990,58 11.188.976,95
B. Rückstellungen 4.135.015,79 4.211.043,92
C. Verbindlichkeiten 2.379.358,09 3.490.514,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 253.258,75 1.408.708,09
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.489.364,46 18.945.535,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019

EUR
1.1.2018 - 31.12.2018

EUR
1. Rohergebnis 20.097.981,68 18.955.809,38
2. Personalaufwand 8.671.024,74 7.103.898,91
a) Löhne und Gehälter 7.197.576,40 5.978.378,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.473.448,34 1.125.520,12
davon für Altersversorgung 230.096,59 101.836,43
3. Abschreibungen 660.104,83 537.112,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.632.680,24 6.944.665,80
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 10.323,16 10.807,24
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.123,15 3.498,85
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.704,59 18.639,17
davon aus Abzinsung 12.599,00 12.548,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.368.819,24 1.449.720,13
8. Ergebnis nach Steuern 2.746.771,19 2.905.271,48
9. sonstige Steuern 15.757,56 6.991,41
10. Jahresüberschuss 2.731.013,63 2.898.280,07

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Medtron AG

Sitz: Saarbrücken

Amtsgericht Saarbrücken

HRB 13752

wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ferner wurde der Jahresabschluss entsprechend der Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in Form von Davon-Vermerken in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Übrige Angaben wurden im Anhang getätigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen, dessen Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgen pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2018 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 1.000,00 betragen, wurde im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des (strengen) Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zeitanteilige Aufwandsabgrenzungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Soweit der Kurs am Bilanzstichtag bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagenspiegel & Geschäftsjahresabschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Aufgliederung der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

Passiv latente Steuern sind nicht angefallen. Auf die Abgrenzung aktiv latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 288 Abs. 2 HBG verzichtet.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 50.000,00 zerlegt sich in 50.000 Stückaktien. Es handelt sich ausschließlich um auf den Inhaber lautende Stammaktien.

Pensionsrückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method bzw. Anwartschaftsbarwertmethode). Für die Berechnungen wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

Zinssatz: 2,71 % bzw. 2,79 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00 %
Erwartete Rentensteigerung: 2,00 %
Fluktuation: 0,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck

Die Pensionsrückstellungen wurden, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt waren, mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 150) verrechnet.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben und der vergangenen zehn Jahre beläuft sich auf T€ 101 (Vorjahr: T€ 107).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden: 465.231,00 €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände: 149.891,00 €
Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände: 149.891,00 €

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 2.106.358,11 (Vorjahr: € 3.003.356,72).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem, aber weniger als fünf Jahren beträgt € 272.999,98 (Vorjahr: € 487.157,46).

Es sind Verbindlichkeiten in Höhe von € 487.157,46 (€ Vorjahr: € 716.834,86) besichert.

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen rd. T€ 640 und betreffen Fahrzeuge sowie EDV-Hardware. Die zugrundeliegenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.

Angaben gemäß § 158 Abs. 1 AktG

1. Jahresüberschuss: € 2.731.013,63
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr: € 11.188.976,95
3. Ausschüttung: € 2.000,000,00
4. Bilanzgewinn: € 11.919.990,58

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 11.919.990,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 2019 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

– Herr Martin Bartels: Diplom-Wirtschaftsingenieur, Vorstandsvorsitzender
– Herr Martin Biehl (seit 14.05.2019): Physiker, Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

– Herr Prof. Dr. Dr. Günter Brill: Arzt, Physiker, Vorsitzender des Aufsichtsrates,
– Herr Dr. Jörg Blumentritt: Diplom-Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates,
– Herr Klaus Welte: Ingenieur, Geschäftsführer Stockert GmbH, Freiburg,

Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für frühere Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen nach Verrechnung mit den Aktivwerten € 315.340,00.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

An den Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2019 keine weiteren Kredite ausgegeben. Der laufende Kredit aus dem Jahr 2016, der mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen wurde, wird mit einem Zinssatz von 1,5 % verzinst und valutiert zum Geschäftsjahresende mit T€ 210.

Vergütung der Vorstände

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB werden hierzu keine Angaben gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte: 135,25
– davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 116,75
– davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 18,50
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer beträgt damit: 135,25

Zudem beschäftigte die Medtron AG im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 1 Auszubildende.

Nachtragsbericht

Wir weisen darauf hin, dass im Zuge der Corona-Pandemie im März 2020 eine Ausnahmesituation eingetreten ist, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und mithin auch auf unsere Branche haben kann. Es kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass hierdurch auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft erheblich negativ beeinflusst werden kann. Derzeit sind allerdings noch keine Ereignisse eingetreten, die sich negativ aus unsere Leistungs- und Ergebnisentwicklung auswirken.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Saarbrücken, den 05. Juni 2020

Martin Bartels, Vorstandsvorsitzender

Martin Biehl, Vorstand

Ergebnisverwendung

Beschluss der Aktionäre der MEDTRON AG im Umlaufverfahren über die Ausschüttung einer Dividende auf den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019

Die Aktionäre der MEDTRON AG beschließen im Umlaufverfahren was folgt:

Der Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates der MEDTRON AG, auf den festgestellten Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 i.H.v. EUR 11.919.990,58 eine Betrag in Höhe von EUR 2.000.000,00 (in Worten: zwei Millionen) anteilig zum 11.12.2020 an die Aktionäre auszuzahlen und den Restbetrag in Höhe von EUR 9.919.990,58 (in Worten: neun Millionen neunhundertneunzehntausend neunhundertneunzig komma achtundfünfzig) auf neue Rechnung vorzutragen, wird einstimmig angenommen.

Die nicht ausgezahlten Dividenden werden zu Gunsten der Anteilseigner mit einem Zinssatz von 4,0 % bis zur Auszahlung verzinst.

Die Aktionäre bestätigen den Beschluss duch ihre Unterschrift am 01.12.2020 sowie am 02.12.2020.

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Endstand
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 530.595,99 20.715,00 0,00 0,00 551.310,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.192,06 0,00 0,00 0,00 29.192,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 711.240,97 839,63 0,00 0,00 712.080,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.988.871,12 290.704,78 324.967,36 399.120,93 5.353.729,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 383.136,26 45.149,67 0,00 -399.120,93 29.165,00
Gesamt II. 6.112.440,41 336.694,08 324.967,36 0,00 6.124.167,13
III. Finanzanlagen 210.000,00 0,00 0,00 0,00 210.000,00
Gesamt I. - III. 6.853.036,40 357.409,08 324.967,36 0,00 6.885.478,12
Abschreibungen
Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Endstand
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 392.809,79 55.883,08 0,00 0,00 448.692,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.864,05 2.953,45 0,00 0,00 24.817,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 306.318,40 63.870,90 0,00 0,00 370.189,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.490.862,48 537.397,40 324.967,36 0,00 2.703.292,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt II. 2.819.044,93 604.221,75 324.967,36 0,00 3.098.299,32
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. - III. 3.211.854,72 660.104,83 324.967,36 0,00 3.546.992,19
Buchwerte
31.12.2018 31.12.2019
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 137.786,20 102.618,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.328,01 4.374,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 404.922,57 341.891,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.498.008,64 2.650.436,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 383.136,26 29.165,00
Gesamt II. 3.293.395,48 3.025.867,81
III. Finanzanlagen 210.000,00 210.000,00
Gesamt I. - III. 3.641.181,68 3.338.485,93

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert.

Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr haben vier Aufsichtsratssitzungen (26.04.2019, 26.07.2019, 25.10.2019 und 13.12.2019) stattgefunden.

Jahresabschluss

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht zum Geschäftsjahr 2019 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Unterlagen zum Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers liegen jedem Mitglied des Aufsichtsrats vor.

In seiner Sitzung am 31. Juli 2020 hat der Aufsichtsrat diese Abschlüsse und Berichte ausführlich mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Einwendungen ergaben sich hieraus nicht.

Der Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2019 beträgt € 11.919.990,58. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung angeschlossen, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss nebst Lagebericht der MEDTRON AG zum 31.12.2019. Der Jahresabschluss der MEDTRON AG ist damit festgestellt.

Sonstiges

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre guten Leistungen. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionären für ihre Verbundenheit und Treue, den Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

Dem Geschäftsjahr 2020 sieht der Aufsichtsrat mit der positiven Erwartung entgegen, dass die MEDTRON AG ihren Erfolgskurs weiter fortsetzen wird.

Dillingen, den 31. Juli 2020

Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollstädigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Medtron AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Medtron AG – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medtron AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Dillingen, den 05.06.2020

**W+ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT**

Dieter Schneider, Wirtschaftsprüfer

Stefan Fleury, Wirtschaftsprüfer