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Medtronic plc Audit Report / Information 2012

Feb 19, 2014

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Audit Report / Information

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Publication

Medtron AG

Saarbrücken

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die MEDTRON AG, die im Jahr 2003 aus der 1992 gegründeten Medtron Medizinische Systeme GmbH hervor ging, ist einerseits Hersteller und Vertreiber von Injektoren für die Computertomographie, die Magnetresonanztherapie sowie für die Angiographie und handelt andererseits mit Verbrauchsmaterialien für diese Injektoren.

Im Wesentlichen besteht der Kundenkreis der Gesellschaft aus Krankenhäusern und Kliniken, aus radiologischen Praxen sowie aus Wiederverkäufern. Dabei treten wir sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Märkten auf.

Veränderungen innerhalb der rechtlichen Unternehmensstruktur der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2012 nicht ergeben.

Die Unternehmensstrategie der MEDTRON AG bezieht sich auf:

- Die Umsetzung von Kundenanforderungen in Produkte,

- den Ausbau der Marktanteile,

- den Ausbau und die Verbesserung des Serviceangebots,

- die leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter.

- Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Verbrauchsmaterialien durch Errichtung einer eigenen Produktionsstätte für Verbrauchsmaterialien.

Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die MEDTRON AG besteht darin, dass sie ein von Kontrastmittel- herstellern unabhängiger Produzent von Injektoren ist.

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Um dabei die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, haben wir neue Injektorentypen in unser Angebot aufgenommen, die wir erfolgreich am Markt anbieten.

Im Berichtsjahr haben wir – um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber unseren Mitbewerbern weiter zu erhöhen – weitere Rationalisierungsmaßnahmen durchgeführt, die zu einer Erhöhung der Effektivität der Produktion führten. Im Rahmen laufender Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern wir dabei den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. So konnten wir im Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr unser Produktionsvolumen deutlich steigern.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft (1)

In der Eurozone war die wirtschaftliche Entwicklung ganz entscheidend von der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Krise geprägt. Zwar konnten die Aussagen der Europäischen Zentralbank, unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt an den Märkten für Staatsanleihen zu intervenieren, zunächst zur Beruhigung der Lage beitragen. Dennoch führte die sinkende Binnennachfrage zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im Jahresverlauf. Ausgelöst durch die anhaltende Unsicherheit über den Fortbestand der Eurozone konnte der Außenhandel von der Abwertung des Euros profitieren. Diese Entwicklung konnte den Rückgang der Binnennachfrage jedoch nicht kompensieren. Insgesamt dürfte die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone im Jahr 2012 damit rückläufig sein. Während im Jahr 2011 ein Zuwachs des zusammengefassten Bruttoinlandsproduktes von 1,4 % erzielt worden war, wird für das Jahr 2012 ein Rückgang um 0,7 % erwartet.

Die Entwicklung in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten divergierte dabei beträchtlich. Lediglich fünf Länder, darunter Deutschland, konnten sich dem Abwärtstrend bislang entziehen.

In Deutschland verlief die wirtschaftliche Entwicklung relativ robust. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2012 einen Zuwachs von 0,8 % erzielen, trotz der sich zuspitzenden Krise im Euroraum und der Rezession in einigen EU-Mitgliedsstaaten. Im Jahr 2011 betrug die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes noch 3,0 %. Stabilisierend wirkte hier erneut der Außenhandel, der infolge der Euroschwäche profitierte und die rückläufige Inlandsnachfrage überkompensierte.

Die Schwellenländer dürften im Jahr 2012 geringere Zuwachsraten erwirtschaftet haben als im Vorjahr. Die schwächere Nachfrage in den Industrieländern dämpfte auch die Entwicklung in den Schwellenländern. Anders als in früheren Jahren scheinen sich die Schwellenländer weniger gut von der Entwicklung in den Industrieländern abkoppeln zu können. Gleichwohl erzielen die Schwellenländer im Durchschnitt weiterhin weit höhere Wachstumsraten als die Industrieländer. Nach Einschätzung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben diese Länder inzwischen zusammen mit den Vereinigten Staaten und Japan die Funktion eines „Stabilitätsankers für die Weltwirtschaft" übernommen.

Auch in China verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum zuletzt. Diese Entwicklung dürfte anteilig auch Ergebnis der staatlichen Bemühungen sein, die Hypothekenvergabe restriktiver zu handhaben, um so eine drohende Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden. Infolgedessen wird das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2012 mit einem Plus von etwa 7,8 % prognostiziert. Im Jahr 2011 wurde noch ein Wirtschaftswachstum von 9,2 % verbucht.

In Brasilien wird für das Jahr 2012 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von rund 2,7 % erwartet. Damit liegt Brasilien auf Vorjahresniveau. Die brasilianische Regierung hat im zweiten Halbjahr 2012 ein Konjunkturprogramm aufgelegt, mit dem die Infrastruktur modernisiert werden soll, die zuletzt als Wachstumsbremse angesehen wurde.

(1) Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2012/13

Entwicklung an den Devisenmärkten

Ausgehend vom Höchststand von 1,35 US-Dollar Ende Februar 2012 fiel die europäische Gemeinschaftswährung Ende Juli 2012 auf die Marke von 1,20 US-Dollar. Die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise einiger Euroländer sowie die Staatsanleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank wirkten sich dabei kursdämpfend auf den Euro aus. Im zweiten Halbjahr 2012 erholte sich der Euro bis zum Ende des Geschäftsjahres 2012 auf Werte um 1,32 US-Dollar.

Entwicklung an den Rohstoffmärkten (2)

Seit Anfang 2012 steigen die Rohstoffpreise insgesamt wieder. Viele Rohstoffe erholten sich von ihren Tiefständen Ende 2011, weil das Weltwirtschaftswachstum höher ausfiel als erwartet. Gleichzeitig wurde eine starke Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums weniger wahrscheinlich und die Konjunkturerwartungen in den USA haben sich aufgehellt. Insbesondere die Ölpreise verteuerten sich zu Jahresbeginn. Seit Anfang April 2012 wendete sich das Blatt und die weltweiten Konjunkturerwartungen trübten sich etwas ein. Mit Sorge wurden die Entwicklungen in Spanien und Griechenland verfolgt. Als Ergebnis zeigten sich deutliche Rückgänge beim Index für Nichteisenmetalle, weil die Nachfrage nach Kupfer, Aluminium, Zinn, Zink, Blei und Nickel eng an die weltweite Wirtschaftsentwicklung gebunden ist. Von großer Bedeutung für die Metallmärkte ist die stark wachsende chinesische Wirtschaft.

Seit Mitte des Jahres ist wieder eine Aufwärtsbewegung der Preise der wichtigen Industriemetalle und von Erdöl zu beobachten, unterbrochen durch eine kurze Abwärtsbewegung Ende Oktober / Anfang November.

Typischerweise bewegen sich die Preise für Industriemetalle, die für den Erhalt und den Aufbau der Infrastrukturen benötigt werden, mit dem globalen Wirtschaftswachstum auf und ab.

(2) Quelle: DERA Deutsche Rohstoffagentur, Rohstoffpreisentwicklung 2012

Entwicklung der Branche (3)

Die Medizintechnik - Branche 2012 war geprägt durch eine Abschwächung des Umsatzwachstums von 5,3 im Vorjahr auf 4,4 Prozent in 2012. Auch die Gewinne konnten nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Ursächlich dafür waren vor allem die gestiegenen Rohstoffpreise, der anhaltende Preisdruck und die höheren Außenstände.

Trotz dieser negativen Indikatoren gelang es der Branche weiterhin neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Die wirtschaftliche Lage auf dem deutschen Markt für Medizintechnik konnte sich 2012 nicht positiv entwickeln.

Dagegen konnte der Export in ausländische Märkte, vor allem in Asien, kräftig zu legen, wovon auch die MEDTRON AG kräftig profitierte. Der Anteil des Auslandsumsatzes wird für die deutsche Medizintechnik aufgrund des dynamischeren Wachstums bis 2020 auf rund 73% ansteigen.

In den traditionellen Absatzmärkte der deutschen Medizintechnik, Nordamerika und Westeuropa, wird langfristig vor allem die Nachfrage nach medizintechnischen Innovationen zunehmen. Die Modernisierung des medizintechnischen „Kapitalstocks" dürfte sich aber infolge der Konsolidierung öffentlicher Haushalte verzögern und verlangsamen. In Westeuropa wird vor allem die demografische Alterung die Nachfrage nach Medizintechnik positiv beeinflussen.

Besonders interessant entwickelt sich der Markt derzeit in Russland und Polen.

Bevölkerungsreiche und sich rasant entwickelnde Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien zählen dagegen derzeit noch nicht zu den wichtigsten Absatzmärkten. Allgemein wird davon ausgegangen, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Dieser Trend ist bei der MEDTRON AG bereits deutlich sichtbar, da sowohl China, als auch Brasilien zu den umsatzstärksten Märkten gehören.

(3) BVMed-Herbstumfrage Medizintechnik 2012, HWWI März 2013 

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2012 der MEDTRON AG war insgesamt erfolgreich. So konnten wir von den gegenüber dem Vorjahr verbesserten konjunkturellen Rahmenbedingungen partizipieren, und Umsatz und Absatz auf nahezu allen wichtigen Märkten weiter steigern.

Dieser Erfolg der MEDTRON AG beruht u.a. auf der Qualität der von uns entwickelten und vertriebenen Produkte, und dem hohen Niveau unseres Services.

Der Umsatzanstieg im Geschäftsjahr lässt sich im Wesentlichen zurückzuführen auf:

- Höhere Absatzmengen insbesondere in Asien und Südamerika bei annähernd gleichbleibenden Verkaufspreisen,

- Produktverbesserung und -weiterentwicklung,

- Rationalisierungsmaßnahmen und Prozessverbesserung im Produktionsbereich.

Trotz des zunehmend härter werdenden Wettbewerbs in der Branche der Medizintechnik können wir einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von T€ 3.922,1 erzielen.

Das überdurchschnittliche Wachstum des Geschäftsjahres 2012 wird sich im Geschäftsjahr 2013 nicht wiederholen lassen. Das Jahr wird vor allem durch den Produktionsanlauf in der neuen Produktionsstätte in Hermeskeil geprägt sein.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MEDTRON AG hat sich im Geschäftsjahr 2012 insgesamt positiv entwickelt.

1. Ertragslage

Die Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) des Geschäftsjahres liegt um 36,8 % über der im Vorjahr erzielten Gesamtleistung.

Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge; abzüglich Materialaufwendungen) konnte im Vergleich zum Vorjahr um 33,0 % auf T€ 12.025 gesteigert werden.

Die Personalkosten haben sich insgesamt um T€ 846 erhöht und belaufen sich auf T€ 3.870 nach T€ 3.024 im Vorjahr.

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen- und Aufwendungen) ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und zwar im Geschäftsjahr 2012 auf T€ -166 nach T€ 13 im Vorjahr.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtsjahr um T€ 1.256 auf T€ 3.922 (Vorjahr: T€ 2.666) erhöht.

Insgesamt hat die MEDTRON AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis nach Steuern von T€ 2.558 nach T€ 1.813 im Vorjahr erzielt.

2. Finanzlage

Der Zahlungsmittelbestand der MEDTRON AG beträgt zum 31. Dezember 2012 rd. T€ 1.565. Dabei wird ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 2.927 ausgewiesen.

Der Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit beträgt T€ -2.126.

Der Mittelzufluss aus dem Finanzierungsbereich belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 401. Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelbestand somit zum 31.12.2012 auf T€ 1.565 (Vorjahr: T€ 363).

Die MEDTRON AG war aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MEDTRON AG belief sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2012 auf T€ 10.884 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (T€ 6.947) um rd. 56,7% erhöht.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von rd. 23,1 % nach rd. 7,9 % im Vorjahr gekennzeichnet.

Der Anteil des Umlaufvermögens und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf rd. 77 % nach 92% im Vorjahr. Absolut gesehen haben sich das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um T€ 1.979 auf T€ 8.376 erhöht.

Auf der Passivseite der Bilanz wird ein Eigenkapital von T€ 4.740 nach T€ 2.182 im Vorjahr ausgewiesen. Somit stieg die Eigenkapitalquote von 31,4% im Vorjahr auf 43,6 % im Geschäftsjahr.

Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf 34,8 % im Geschäftsjahr nach 43,9 % Im Geschäftsjahr 2011. Die Summe der passivierten Rückstellungen beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 3.783 nach T€ 3.049 im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt T€ 2.361 (Vorjahr: T€ 1.716).

4. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MEDTRON AG ist solide und geordnet.

Die MEDTRON AG geht davon aus, dass sich der konjunkturelle Aufwärtstrend im Jahr 2013 nicht auf dem hohen Niveau beibehalten werden kann und für das Geschäftsjahr 2013 ein gleichbleibendes Umsatzniveau wie im Vorjahr prognostiziert wird.

Die bisherige positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2013 bestätigt unsere Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung. Sowohl der Auftragseingang, als auch der Auftragsbestand, werden im Vergleich zum Vorjahr auf gleichhohem Niveau verharren. Auftragsverluste auf diversen Märkten konnte durch Neuerschließung und Ausbau bestehender Märkte ausgeglichen werden.

Bedingt durch Anlaufverluste bei der Errichtung einer eigenen Produktionsstätte für Verbrauchsmaterialien, gehen wir jedoch von einem Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus. Diese Errichtung war perspektivisch dringend geboten, um vor allem bei den Verbrauchsmaterialien das Potenzial auszunutzen, und die Grundlagen zu legen, mittelfristig wieder eine signifikante Wertschöpfung auf diesem Gebiet zu sichern.

Mit durchschnittlich 63 Mitarbeitern per 31.03.2013 waren in unserem Unternehmen 26% mehr Mitarbeiter als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt beschäftigt. Bis zum Jahresende 2013 wird noch einmal ein deutlicher Anstieg der Beschäftigtenzahl erwartet.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung der Branche mit ihren Chancen und Risiken

Für 2013 sind die Erwartungen, was die Geschäftsentwicklung, Investitions-, Export- und Beschäftigungspläne betrifft, noch einmal höher im Vergleich zum Vorjahr.

Ursächlich für die weiterhin sehr gute Entwicklung der Nachfrage nach Medizintechnik sind das Wachstum der Weltbevölkerung, die stetig steigenden Einkommen in den bevölkerungsreichen Schwellenländern, und die demografische Alterung in einigen europäischen Ländern.

Die weltweite Nachfrage nach deutschen Produkten der Medizintechnik bleibt ungebrochen hoch. Dies wird sich auch in den Beschäftigungszahlen der deutschen Medizintechnik-Branche widerspiegeln.

In den westlichen Absatzmärkten wird vor allem die Nachfrage nach höherer Qualität und Vielfalt in der Medizintechnik steigen.

„Der Anteil der innovativen Produkte in der Medizintechnik , die noch nicht länger als drei Jahre auf dem Markt sind, beträgt rund 1/3" (spectaris 2012).

In einigen osteuropäischen Ländern, wie zum Beispiel Polen, wird die Anhebung ihrer Standards an europäische Normen für Bedarf an hochtechnologischer Medizintechnik sorgen.

Dagegen ist in den Entwicklungs- und Schwellenländern eine Wachstumssteigerung im Wesentlichen durch eine Mengenausweitung zu erzielen. Ein Grund für die auch zukünftig starke Nachfrage nach Medizintechnik z.Bsp. in China ist die steigende Dichte an Ärzten und Krankenhäusern.

Die Branchenentwicklung der nächsten Jahre wird stark an die Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise gekoppelt sein. So werden in einigen Ländern die Konsolidierungsmaßnahmen der Finanzen die Umsatzentwicklung der Medizintechnik leicht abbremsen.

Auch der Rückgang der in der Vergangenheit hohen Wachstumsraten in den großen Schwellenländern wird das Wachstumspotential leicht abschwächen.

Zusammenfassend lässt sich bis zum Jahr 2015 eine leicht gedämpfte Nachfrage nach Medizintechnik prognostizieren. Die globale Nachfrage nach deutscher Medizintechnik wird bis 2020 gemäß einer neuen Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts HWWI, um rund fünf Prozent jährlich wachsen.

Für das Geschäftsjahr 2013 prognostizieren wir eine Geschäftsentwicklung auf gleichbleibendem Niveau. Dies ist auf eine stabile Umsatzerwartung im Injektorenbereich, und einem moderaten Anstieg bei den Verbrauchsmaterialien zurückzuführen.

Aus einigen der im Abschnitt „Risikobericht" dieses Lageberichts dargestellten Risiken ergeben sich für die

MEDTRON AG auch Chancen. So können beispielsweise aus Umfeld, Branchen- und Wettbewerbsrisiken, aus Produktrisiken und aus Finanz- und Investitionsrisiken auch Chancen für die Gesellschaft abgeleitet werden. Die Chancen ergeben sich dabei z.B. aus der frühzeitigen Erkennung einer Risikosituation und der Einleitung von Gegenmaßnahmen.

Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft liegen insbesondere in:

- sich belebende Konjunktur,

- Erschließung neuer Absatzmärkte,

- eine stabile finanzielle Situation,

- neue innovative Entwicklung von Produkten,

- hohe Produktqualität.

Die Geschäftspolitik sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft werden im Wesentlichen unverändert bleiben.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die MEDTRON AG ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken zu erkennen, über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können sowie um frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Hierzu bestehen zur Erfassung und Steuerung von Risiken umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, die permanent weiterentwickelt werden.

Das in unserer Gesellschaft eingerichtete Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Hierfür wesentlich sind neben einem internen Überwachungssystem ein funktionierendes Controlling- und Frühwarnsystem.

Die Elemente des Risikomanagementsystems bestehen aus:

- Risikosteuerung,

- Risikocontrolling und

- Risikoreporting.

Zu dem in unserer Gesellschaft eingerichteten internen Überwachungssystem gehören: 

- die Anwendung einheitlicher und dokumentierter Richtlinien,

- den Einsatz zuverlässiger Software,

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,

- laufende Prüfungen durch interne Revision,

- Abweichungsanalysen,

- Arbeitsanweisungen,

- Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Das Risikomanagement bildet einen integralen Bestandteil aller zu treffenden Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Risiken, die aus Preisänderungen oder aus Zahlungsausfällen resultieren, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft minimiert jedoch diese Risiken einerseits durch langfristig abgeschlossene Lieferverträge mit den Lieferanten sowie durch den Abschluss von Kreditausfallversicherungen für bestehende Forderungen gegenüber unseren Kunden.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren weiterhin Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt.

Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch in der Gesellschaft installierte Sicherungsmaßnahmen reduziert.

Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die MEDTRON AG wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. So könnte eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen (z.B. Abgabenerhöhungen oder Preissteigerungen unserer Produkte) das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden, da sich die Nachfrage negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken könnte.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln. Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Produktentwicklung könnten entstehen durch:

- Verschlechterung der Qualität des Materials,

- das Fehlen innovativer Produkte,

- erhöhte Entwicklungskosten durch unvorhersehbare Verzögerungen bei der Projektrealisierung

- geringer Deckungsbeitrag der Produkte,

- erhöhte Ausschussquoten, insbesondere bei der Verbrauchsmaterialproduktion,

- fehlende Zulassungen von Produkten in einzelnen Märkten.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet.

Folgende wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Investitions- und Finanzierungsrisiken könnten die

Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen:

- Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens,

- fehlende Kreditsicherheiten,

- steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele.

Personalrisiken

Die MEDTRON AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungs- kräfte angewiesen; dies betrifft im Wesentlichen den Personalbedarf in der Entwicklungsabteilung. Durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichern wir die fachliche Kompetenz des Personals.

Risiken könnten einerseits daraus erwachsen, dass qualifizierte Mitarbeiter aus der Gesellschaft ausscheiden und ein adäquater Ersatz nicht in angemessener Zeit akquiriert werden kann. Andererseits besteht das Risiko, durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf neue qualifizierte Mitarbeiter angewiesen zu sein, jedoch in angemessener Zeit kein qualifiziertes Personal angeworben werden kann.

Bestandsgefährdende Risiken

Die aufgeführten Risiken stellen derzeit aus Sicht der Geschäftsführung keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

E. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Saarbrücken, den 28. Juni 2013

Vorstand

Martin Bartels

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.637,13 90.709,72
II. Sachanlagen 2.423.193,27 423.490,44
davon Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.434,41 19.222,61
davon Technische Anlagen und Maschinen 532.574,80 0,50
davon Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.870.184,06 404.267,33
III. Finanzanlagen 36.772,87 2.507.603,27 35.876,00 550.076,16
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.280.416,53 2.422.034,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.515.261,65 2.601.839,71
III. Wertpapiere 0,00 1.006.945,48
IV. Flüssige Mittel 1.577.004,33 8.372.682,51 362.815,33 6.393.635,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.831,93 3.076,33
10.884.117,71 6.946.787,60
Passiva
31.12.2012

31.12.2011

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000,00 5.000,00
III. Bilanzgewinn 4.685.183,96 2.126.806,87
4.740.183,96 2.181.806,87
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.783.429,40 3.048.875,21
C. VERBINDLICHKEITEN 2.360.504,35 1.716.105,52
10.884.117,71 6.946.787,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar - 31. Dezember 2012

2012 2011
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1. ROHERGEBNIS 12.025.461,78 9.041.557,88
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.286.394,52 -2.549.487,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -584.009,59 -3.870.404,11 -474.723,32 -3.024.210,51
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände -168.549,51 -127.692,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.898.857,33 -3.236.474,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 109.070,17 152.331,29
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -274.629,41 -139.541,90
7. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 3.922.091,59 2.665.969,55
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.356.759,86 -824.118,59
9. Sonstige Steuern -6.954,64 -1.363.714,50 -28.641,61 -852.760,20
10. JAHRESÜBERSCHUSS 2.558.377,09 1.813.209,35
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.126.806,87 2.746.288,13
12. Ausschüttung 0,00 2.432.690,61
13. Bilanzgewinn 4.685.183,96 2.126.806,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der MEDTRON AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in Form von Davon-Vermerken in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Übrige Angaben wurden im Anhang getätigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge bei Vermögensgegenständen des beweglichen Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgten pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2007 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen € 150,01 und € 1.000,00 betragen, wurde im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet, und über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben.

Die sonstigen Ausleihungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand, die Wertpapiere des Umlaufvermögens und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß § 253 Absatz 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Soweit der Kurs am Bilanzstichtag bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagenspiegel & Geschäftsjahresabschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie der Aufgliederung der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

Passiv latente Steuern sind nicht angefallen. Auf die Abgrenzung aktiv latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 50.000,00 zerlegt sich in 50.000 Stückaktien. Es handelt sich ausschließlich um auf den Inhaber lautende Stammaktien.

Pensionsrückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method bzw. Anwartschaftsbarwertmethode). Für die Berechnungen wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

- Zinssatz: 5,04%
- Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00%
- Erwartete Rentensteigerung: 2,00%
- Fluktuation: 0,00%
- Zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln 2005 von Prof. Dr. Heubeck

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 609) verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen und Produkthaftung (€ 2,12 Mio.).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden: € 769.062,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände: € 608.774,76
Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände: € 608.774,76

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 860.504,35 (Vj.: € 716.105,52) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 0,00 (Vj.: € 0,00).

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen rd. T€ 253 und betreffen Fahrzeuge und EDV-Hardware und haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die Mietaufwendungen für Immobilien betragen T€ 13.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Angaben gemäß § 158 Abs. 1 AktG

Jahresüberschuss 2.558.377,09
Gewinnvortrag 2.126.806,87
Ausschüttung 0,00
Bilanzgewinn 4.685.183,96

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

– Herr Martin Bartels, Vorstandsvorsitzender

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

– Herr Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Radiologe, Physiker
– Herr Gernot Rischmann, vereidigter Buchprüfer/Steuerberater
– Herr Wolfgang Koch, Gesellschafter-Geschäftsführer der Kotronik GmbH

Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für frühere Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen vor Verrechnung mit den Aktivwerten € 769.062,00.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2012 wurden dem Vorstand keine weiteren neuen Kredite gewährt. Unter Berücksichtigung aufgelaufener Zinsen und Tilgungen valutierten die fortgeführten Kredite zum 31.12.2012 mit € 42.227,74.

An Aufsichtsräte wurden im Geschäftsjahr 2012 keine neuen Kredite ausgegeben. Die noch bestehenden Kredite wurden weiterhin mit 2,5% verzinst. Die Forderung beträgt somit zum Ende des Geschäftsjahres € 13.849,51.

Vergütung der Vorstände

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB werden hierzu keine Angaben gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte:
– davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 51,00
– daon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 3,97
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer beträgt damit: 54,97

Saarbrücken, den 28. Juni 2013 

Martin Bartels, Vorstandsvorsitzender

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Medtron AG für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Dillingen, den 28.06.2013

**W+ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT**

Dieter Schneider, Wirtschaftsprüfer

Stefan Fleury, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert.

Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr haben zwei Aufsichtsratssitzungen (29.03.2012 und 17.07.2012) stattgefunden.

Jahresabschluss

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht zum Geschäftsjahr 2012 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Unterlagen zum Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers liegen jedem Mitglied des Aufsichtsrats vor.

In seiner Sitzung am 22. August 2013 hat der Aufsichtsrat diese Abschlüsse und Berichte ausführlich mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lageberichts geprüft. Einwendungen ergaben sich hieraus nicht.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung angeschlossen. Danach wird aus dem Bilanzgewinn in Höhe von € 4.685.183,96 ein Betrag von € 1.810.000,00 an die Aktionäre ausgeschüttet und der Restbetrag in Höhe von € 2.875.183,96 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss nebst Lagebericht der Medtron AG zum 31.12.2012. Der Jahresabschluss der Medtron AG ist damit festgestellt.

Sonstiges

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre guten Leistungen. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionären für ihre Verbundenheit und Treue, den Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

Dem Geschäftsjahr 2013 sieht der Aufsichtsrat mit der positiven Erwartung entgegen, dass die Medtron AG ihren Erfolgskurs weiter fortsetzen wird.

Saarbrücken, den 22. August 2013

Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2012

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände 271.602,30 9.373,58 0,00 280.975,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.306,06 1.945,00 0,00 23.251,06
344.411,66 U
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.855,40 199.939,52 0,00 551.206,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 968.887,34 1.307.853,48 U 261.656,51 0,00 2.538.397,33
1.652.265,14 U
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.652.265,14 0,00 0,00
1.652.265,14 U 1.652.265,14 U
Gesamt II. 997.048,80 2.115.806,17 0,00 3.112.854,97
III. Finanzanlagen 35.876,00 896,87 0,00 36.772,87
Gesamt I. - III. 1.304.527,10 3.778.341,76 1.652.265,14 3.430.603,72
Abschreibungen
Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 180.892,58 52.446,17 0,00 233.338,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.083,45 733,20 0,00 2.816,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.854,90 11.776,88 0,00 18.631,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 564.620,01 103.593,26 0,00 668.213,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt II. 573.558,36 116.103,34 0,00 689.661,70
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. - III. 754.450,94 168.549,51 0,00 923.000,45
Buchwerte
Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2012
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände 90.709,72 47.637,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.222,61 20.434,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,50 532.574,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.267,33 1.870.184,06
Gesamt II. 423.490,44 2.423.193,27
III. Finanzanlagen 35.876,00 36.772,87
Gesamt I. - III. 550.076,16 2.507.603,27