Quarterly Report • Nov 11, 2022
Quarterly Report
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2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
3 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN
| Werte in Mio.€ | 01.04. - | 01.04. - |
|---|---|---|
| 30.09.2022 | 30.09.2021 | |
| Umsatz | 452 | 477 |
| - Inland | 261 | 292 |
| - Ausland | 191 | 185 |
| Umsätze nach Segmenten | ||
| - davon Direktgeschäft | 247 | 235 |
| - davon Projektgeschäft | 199 | 233 |
| - davon Sonstige | 6 | 9 |
| EBIT | 6 | 19 |
| Konzernergebnis | 1 | 14 |
| Bilanzsumme | 751 | 787 |
| Eigenkapitalquote | 56,6% | 55,6% |
| Mitarbeiter | 1.027 | 1.013 |
| Personalaufwand | 34 | 31 |
| Grundkapital | € 48.418.400 | |
|---|---|---|
| ISIN | DE00066050 09 |
|
| Wertpapier-Kenn-Nr.: | 660500 | |
| Notierungen | Xetra, Frankfurt am Main | |
| Streubesitz | ca. 2% | |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,02 | 0,31 |
Am 12.10.2022 veröffentlichte die Bundesregierung die Herbstprojektion des Bundeswirtschaftsministeriums. In Folge des Krieges in der Ukraine wächst die deutsche Volkswirtschaft im laufenden Jahr demnach nur noch um 1,4 % und soll im nächsten Jahr sogar um 0,4 % schrumpfen. Zentraler Grund für die Abwärtskorrektur gegenüber der Frühjahrsprojektion ist vor allem der Stopp russischer Gaslieferungen. Der Kaufkraftverlust hinterlässt Spuren im preisbereinigten privaten Konsum, der im nächsten Jahr rückläufig sein dürfte. Die Verbraucherpreise bleiben aufgrund der deutlich gestiegenen Inflationsraten auf einem hohen Niveau. Allerdings dürfte die geplante Gaspreisbremse den Preisanstieg dämpfen. Die Bundesregierung prognostiziert eine Inflationsrate von 8,0 % im Jahr 2022 und 7,0 % im Jahr 2023 (zitiert aus PM 12. Oktober 2022, Bundesministerium für Wirtschaft).
Der Markt für Home Electronics Produkte (HE), dargestellt im HEMIX (Home Electronics Market Index) ist nach einem positiven ersten Quartal 2022 seit langer Zeit das erste Mal rückläufig und steht mit 2,9 % im zweiten Quartal im Minus. Die letzten beiden Jahre waren in einigen Segmenten extrem nachfragestark, so dass ein Rückgang nicht unerwartet kommt; der Effekt wurde allerdings durch die Ukraine-Krise und die in Folge sinkende Konsumlaune verstärkt.
Mit einem Umsatz von knapp € 14,2 Mrd. konnte der Bereich Consumer Electronics im ersten Halbjahr 2022 ein Plus von 1,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufweisen. Dabei entwickelte sich das Segment der privat genutzten IT-Produkte mit einem Umsatzminus von -11,5 % auf rd. € 3,6 Mrd. zurück. Die privat genutzte Telekommunikation kam auf eine Steigerung von 14,8 % und so auf rd. € 6,9 Mrd.
Die Umsätze im Bereich der Unterhaltungselektronik sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (€ 3,8 Mrd.) auf € 3,6 Mrd. um –4,2 % zurückgegangen. Die TV-Geräte erzielten einen Umsatz von € 1,5 Mrd. (Vorjahreszeitraum € 1,7 Mrd.; -9,6 %). Die verkaufte Stückzahl sank um -16,8 % auf knapp 2,2 Mio. TV-Geräte. Aufgrund des um mehr als 8,7 % auf 688 Euro gestiegenen Durchschnittspreises fiel der Umsatzrückgang vergleichsweise moderat aus. Das Home Audio Segment blieb mit knapp € 398 Mio. Umsatz erneut im Minus (-1,4 %). Mit einem Umsatz von € 64 Mio. und einem Zuwachs von 3,3 % konnte die Produktsparte Audio-/Video-Zubehör ihren Wachstumskurs fortsetzen.
Das starke Wachstum der Core Wearable bei den Produkten der privat genutzten Telekommunikation scheint nun erstmal vorbei zu sein, nachdem sie nun das zweite Quartal in Folge nur leichte Absatzsteigerungen verzeichneten. So erzielten sie einen Umsatz von € 629 Mio. (9,5 %) nach € 575 Mio. im Vorjahr. Aufgrund des auf € 605 (+ 11,6 %) erneut gestiegenen Durchschnittspreises verzeichnete die Sparte der Smartphones ein Umsatzplus von 16,1 % auf € 6,1 Mrd., die verkaufte Stückzahl stieg ebenfalls um 4,0 % auf 10,1 Mio. Geräte.
Im Segment der privat genutzten IT-Produkte konnten die Produktsparten Desktop PCs (-12,1 % beim Umsatz und –22,5 % bei der Stückzahl) und Notebooks (-13,5 % beim Umsatz und –9,8 % bei der Stückzahl) das pandemiebedingte Wachstum nicht fortsetzen und waren deutlich rückläufig, da viele außerplanmäßige Neuanschaffungen in den letzten 2 Jahren getätigt worden waren. Ebenso fiel der Umsatz bei den Tablet-PCs (-14,7 % beim Umsatz und -23,6 % bei der Stückzahl).
Die Elektrohaushaltsgeräte zeigten eine divergierende Entwicklung. So verzeichneten die Elektro-Großgeräte wieder ein Umsatzplus von 8,3 % auf über € 5,2 Mrd. Hingegen verzeichneten die Elektro-Kleingeräte einen Umsatzrückgang von -4,8 % auf knapp € 3,1 Mrd. Umsatz (Quelle: HEMIX Home Electronics Markt Index Q1-2/2022).
ERTRAGSLAGE
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2022 - 30.09.2022 |
01.04.2021 - 30.09.2021 |
+/- | ||||
| Umsatz | 452,3 | 100,0 | 476,6 | 100,0 | -24,3 | -5,1 |
| Materialeinsatz | -352,3 | -77,9 | -361,3 | -75,8 | 9,0 | 2,5 |
| Rohertrag | 100,0 | 22,1 | 115,3 | 24,2 | -15,3 | -13,3 |
| Personalaufwand | -33,5 | -7,4 | -31,3 | -6,6 | -2,2 | -7,0 |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge |
-58,7 | -13,0 | -63,8 | -13,4 | 5,1 | 8,0 |
| Abschreibungen | -1,5 | -0,3 | -1,5 | -0,3 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT | 6,3 | 1,4 | 18,7 | 3,9 | -12,4 | -66,3 |
| Finanzergebnis | 0,1 | 0,0 | -0,1 | 0,0 | 0,2 | >100,0 |
| EBT | 6,4 | 1,4 | 18,6 | 3,9 | -12,2 | -65,6 |
| Steuern | -5,4 | -1,2 | -4,7 | -1,0 | -0,7 | -14,9 |
| Konzernergebnis | 1,0 | 0,2 | 13,9 | 2,9 | -12,9 | -92,8 |
Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 wurde im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2022/2023 erläutert, dass aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage im Winterhalbjahr ein mit rd. € 1 Mrd. Umsatz nur geringfügig rückläufiges (rd. -3 %) Geschäftsvolumen erwartet wird. Da ein steigender Margendruck aufgrund der allgemein bekannten Ressourcenknappheiten bei Logistikkapazitäten, Materialien und Fachkräften und daraus resultierende Kostensteigerungen nicht vollständig an Handels- und Endkunden weitergeleitet werden können, und die in den letzten beiden Geschäftsjahren realisierten Skaleneffekte sich vorrangig im Hardwarebereich zeigten, wurde jedoch insgesamt mit einem EBIT-Rückgang von bis zu -20 % gerechnet.
Für das erste Geschäftshalbjahr wurde noch ein unveränderter Umsatz (-1 %) und ein EBIT-Rückgang von rd. -15 % geplant. Demnach verlief das erste Halbjahr umsatzseitig leicht unter Plan, ergebnisseitig jedoch deutlich schlechter als erwartet. Der Konzernumsatz sank von € 476,6 Mio. im Vorjahr auf € 452,3 Mio. (-5,1 %). Das erwirtschaftete EBIT liegt mit € 6,3 Mio. um € -12,4 Mio. unter dem Vorjahr.
Deutschland bleibt mit einem Umsatzanteil von 58 % (Vorjahreszeitraum: 61 %) nach wie vor wichtigster Markt, der Umsatz sank jedoch von € 292 Mio. im Vorjahr um -11 % (€ -31 Mio.) auf € 261 Mio. und begründet im Wesentlichen den Rückgang des Konzernumsatzes. Der Umsatz im übrigen Europa sank von € 81 Mio. auf € 69 Mio. (€ -12 Mio. oder -15 %), der Umsatzanteil verringerte sich von 17 % auf 15 %. Teilweise kompensiert wurde der Umsatzrückgang in Europa durch einen Umsatzanstieg in Australien. Hier stieg der Umsatz von € 77 Mio. auf € 93 Mio., der Umsatzanteil stieg entsprechend von 16 % auf 21 %. Im übrigen Ausland stiegen die Umsätze leicht auf € 30 Mio. (Vorjahr: € 27 Mio.), aufgrund des Rückganges im Konzern blieb der Anteil jedoch weiterhin bei 6 %.
UMSÄTZE NACH SEGMENTEN
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2022 - 30.09.2022 |
01.04.2021 - 30.09.2021 |
+ / - | ||||
| Direktgeschäft | 247,2 | 54,6 | 235,3 | 49,4 | 11,9 | 5,1 |
| Projektgeschäft | 199,3 | 44,1 | 232,3 | 48,7 | -33,0 | -14,2 |
| Sonstige | 5,8 | 1,3 | 9,0 | 1,9 | -3,2 | -35,6 |
| Umsatz | 452,3 | 100,0 | 476,6 | 100,0 | -24,3 | -5,1 |
Mit einem leichten Wachstum von € 235,3 Mio. um € +11,9 Mio. (+5,1 %) auf € 247,2 Mio. entspricht das Direktgeschäft als einziges Segment den Erwartungen. Rückgänge im Hardwarebereich konnten hier durch weiterhin wachsende digitale Dienstleistungen kompensiert werden.
Im Projektgeschäft fällt der Umsatzrückgang von € 232,3 Mio. im Vorjahr um € -33,0 Mio. auf € 199,3 Mio. mit rd. -14 % deutlich stärker aus als erwartet (rd. -7 %). Nach den hohen Nachfrageimpulsen in den letzten beiden Geschäftsjahren nach PC-Produkten für Home-Office und Home-Schooling ist die Nachfrage nach PC-Produkten seit Sommer 2022 deutlich zurückgegangen. Aber auch das übrige Projektgeschäft im Hardwarebereich verzeichnet hohe Rückgänge, insbesondere in höherpreisigen Multimedia-Kategorien, aufgrund der allgemeinen Unsicherheiten bzgl. Energiekrise und Inflation, welche die Kaufbereitschaft negativ beeinflussen.
Resultierend aus dem Umsatzrückgang verminderte sich auch der Rohertrag um € -15,3 Mio. auf € 100,0 Mio. (Vorjahr: € 115,3 Mio.). Trotz Umsatzanstieg beim Direktgeschäft, welches üblicherweise höhere Roherträge erzielt, und Rückgang im margenschwächeren Projektgeschäft, ging auch die Rohertragsquote von 24,2 % im Vorjahr auf 22,1 % zurück. Ebenso ist es im Hardwarebereich des Direktgeschäfts aufgrund des Nachfragerückganges zu einem sehr hohen Preis- und Margendruck gekommen. Alle wesentlichen Hersteller haben hohe Lagerbestände und machen daher in allen Kanälen deutliche Preiszugeständnisse.
Die im ersten Geschäftshalbjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeit-Äquivalente) liegen mit 1.027 um 1,4 % über dem Vorjahresniveau (1.013). Der Personalaufwand stieg überproportional auf € 33,5 Mio. (Vorjahr: € 31,3 Mio.; +7,0 %). Hintergrund sind neben der höheren Beschäftigtenzahl insbesondere Sachbezüge, die jedoch ihren Gegenposten in den sonstigen betrieblichen Erträgen haben.
Die Abschreibungen blieben mit € 1,5 Mio. auf Vorjahresniveau und entfallen nach wie vor überwiegend auf Software.
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit € 58,7 Mio. um € -5,1 Mio. (-8,0 %) niedriger als im Vorjahr (€ 63,8 Mio.).
| 01.04.2022 - 01.04.2021 - + / - 30.09.2022 30.09.2021 Sonstige betriebliche Aufwendungen Vertriebsaufwendungen -50,7 -52,5 1,8 davon Marketing -12,9 -14,4 1,5 davon Kundenservice -5,1 -8,4 3,3 davon Provisionen & Gebühren -20,3 -19,1 -1,2 davon Frachtkosten -5,2 -4,9 -0,3 davon Sonstiges -7,2 -5,7 -1,5 Verwaltungsaufwendungen -12,1 -11,1 -1,0 Betriebsaufwendungen -2,0 -1,7 -0,3 Übrige -1,0 -1,8 0,8 -65,8 -67,1 1,3 Sonstige betriebliche Erträge 7,1 3,3 3,8 Saldo -58,7 -63,8 5,1 |
Mio. € | Mio. € | Mio. € | % |
|---|---|---|---|---|
| 3,4 | ||||
| 10,4 | ||||
| 39,3 | ||||
| -6,3 | ||||
| -6,1 | ||||
| -26,3 | ||||
| -9,0 | ||||
| -17,6 | ||||
| 44,4 | ||||
| 1,9 | ||||
| >100,0 | ||||
| 8,0 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um -1,9 % (€ -1,3 Mio.) von € 67,1 Mio. im Vorjahreszeitraum auf € 65,8 Mio. Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus den Vertriebsaufwendungen, die von € 52,5 Mio. im Vorjahr um € -1,8 Mio auf € 50,7 Mio. zurückgingen.
Die Marketingaufwendungen verringerten sich um rd. -10 % (€ -1,5 Mio.) auf € 12,9 Mio. (Vorjahr: € 14,4 Mio.). Die Aufwendungen für Kundenservice verringerten sich von € 8,4 Mio. auf € 5,1 Mio. (€ - 3,3 Mio.) aufgrund höherer Inanspruchnahmen der Gewährleistungsrückstellung als Zuführungen und geringerer Servicedienstleistungen für den Lenovo-Konzern. Dagegen stiegen die Provisionen und Gebühren aufgrund des weiteren Ausbaus der digitalen Dienstleistungen von € 19,1 Mio. um € 1,2 Mio. auf € 20,3 Mio. Der Anstieg der sonstigen Vertriebsaufwendungen erklärt sich insbesondere durch höhere Kosten bei Verpackungsmaterialien sowie vermehrte Aufwendungen für Retourenhandling.
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um € 1,0 Mio. auf € 12,1 Mio. (Vorjahr: € 11,1 Mio.) resultiert aus höheren IT-Aufwendungen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von € 3,3 Mio. um € +3,8 Mio. auf € 7,1 Mio. resultiert überwiegend aus Schadensersatzleistungen.
| EBIT NACH |
|---|
| SEGMENTEN |
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2022 - 30.09.2022 |
01.04.2021 - 30.09.2021 |
+ / - | ||||
| Direktgeschäft | 11,3 | 179,4 | 17,8 | 95,2 | -6,5 | -36,5 |
| Projektgeschäft | -5,2 | -82,5 | 0,7 | 3,7 | -5,9 | < -100,0 |
| Sonstige | 0,2 | 3,1 | 0,2 | 1,1 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT | 6,3 | 100,0 | 18,7 | 100,0 | -12,4 | -66,3 |
Das fehlende Absatz- und Umsatzvolumen im Hardwarebereich und der gestiegene Preisdruck sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite haben in Verbindung mit den ohnehin noch spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie in Bezug auf Produkt- und Logistikkapazitäten zu Rückgängen in den Deckungsbeiträgen geführt. Gerade im aufwendigen und wettbewerbsintensiven Multimediabereich war, insbesondere im zweiten Quartal, keine ausreichende Kostendeckung mehr möglich. Das Projektgeschäft hat daher im ersten Geschäftshalbjahr mit € -5,2 Mio. ein negatives EBIT erwirtschaftet, während im Vorjahr noch ein ausgeglichenes EBIT realisiert werden konnte, was auch für das erste Geschäftshalbjahr 2022/2023 erwartet wurde.
Auch im Direktgeschäft ging das EBIT trotz Umsatzanstieg aus Gründen fehlender Deckungsbeiträge im Hardwarebereich zurück. Bei den digitalen Dienstleistungen hat der Trend zu stärkerem Wettbewerb zusätzlich zu einem Druck auf den Rohertrag geführt. Insgesamt ging somit das EBIT im Direktgeschäft von € 17,8 Mio. im Vorjahr um € -6,5 Mio. (rd. -37 %) auf € 11,3 Mio. zurück.
Als Folge liegt das insgesamt erwirtschaftete EBIT mit € 6,3 Mio. mit einem Rückgang von € -12,4 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert von € 18,7 Mio. und somit auch deutlich unter den bereits vorsichtigen Erwartungen mit einem Rückgang von rd. -15 % im ersten Geschäftshalbjahr.
Das Finanzergebnis liegt mit € +0,1 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau von € -0,1 Mio. Hintergründe sind höhere Zinserträge aus Geldanlagen in außereuropäischen Tochtergesellschaften und geringere Gebühren.
Der Steueraufwand stieg von € 4,7 Mio. auf € 5,4 Mio. aufgrund von höheren Ergebnissen ausländischer Tochtergesellschaften.
Durch die Ergebnisrückgänge im europäischen Kernmarkt ging somit insgesamt das Konzernergebnis im ersten Geschäftshalbjahr 2022/2023 von € 13,9 Mio. im Vorjahr um € -12,9 Mio. auf ein nur noch ausgeglichenes Konzernergebnis von € 1,0 Mio. zurück.
VERMÖGENS-
FINANZLAGE
UND
10 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
| Mio.€ | % | Mio.€ | % | Mio.€ | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2022 | 31.03.2022 | +/- | ||||
| Sachanlagen | 26,3 | 3,5 | 26,6 | 3,3 | -0,3 | -1,1 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2,3 | 0,3 | 2,6 | 0,3 | -0,3 | -11,5 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,4 | 0,1 | 0,4 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige langfristige andere Vermögenswerte | 0,1 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Aktive latente Steuern | 6,8 | 0,9 | 6,9 | 0,9 | -0,1 | -1,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 35,9 | 4,8 | 36,6 | 4,6 | -0,7 | -1,9 |
| Vorräte | 266,8 | 35,5 | 269,7 | 34,3 | -2,9 | -1,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 192,8 | 25,7 | 220,9 | 28,0 | -28,1 | -12,7 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 77,8 | 10,4 | 69,7 | 8,8 | 8,1 | 11,6 |
| davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln | 46,7 | 6,2 | 30,0 | 3,8 | 16,7 | 55,7 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 36,9 | 4,9 | 41,1 | 5,1 | -4,2 | -10,2 |
| Sonstige kurzfristige andere Vermögenswerte | 11,0 | 1,5 | 10,8 | 1,4 | 0,2 | 1,9 |
| Zahlungsmittel / -äquivalente | 129,4 | 17,2 | 140,7 | 17,8 | -11,3 | -8,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 714,7 | 95,2 | 752,9 | 95,4 | -38,2 | -5,1 |
| Summe Aktiva | 750,6 | 100,0 | 789,5 | 100,0 | -38,9 | -4,9 |
| Eigenkapital | 471,4 | 62,8 | 470,5 | 59,6 | 0,9 | 0,2 |
| abzgl. erworbener eigener Aktien | -46,4 | -6,2 | -46,4 | -5,9 | 0,0 | 0,0 |
| Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) | 425,0 | 56,6 | 424,1 | 53,7 | 0,9 | 0,2 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 25,0 | 3,3 | 26,9 | 3,4 | -1,9 | -7,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 136,6 | 18,2 | 165,2 | 20,9 | -28,6 | -17,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 32,1 | 4,3 | 45,4 | 5,8 | -13,3 | -29,3 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung | 28,0 | 3,7 | 36,5 | 4,6 | -8,5 | -23,3 |
| Steuerrückstellungen | 1,0 | 0,1 | 1,6 | 0,2 | -0,6 | -37,5 |
| Sonstige Rückstellungen | 64,3 | 8,6 | 71,5 | 9,1 | -7,2 | -10,1 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 45,4 | 6,1 | 36,3 | 4,6 | 9,1 | 25,1 |
| Sonstige kurzfristige andere Verbindlichkeiten | 21,2 | 2,8 | 18,5 | 2,3 | 2,7 | 14,6 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 300,6 | 40,1 | 338,5 | 42,9 | -37,9 | -11,2 |
| Summe Passiva | 750,6 | 100,0 | 789,5 | 100,0 | -38,9 | -4,9 |
Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns reduzierte sich im Vergleich zum 31. März 2022 von € 789,5 Mio. um € -38,9 Mio. auf € 750,6 Mio.
Auf der Aktivseite blieb das Vorratsvermögen mit € 266,8 Mio. nahezu unverändert (31. März 2022: € 269,7 Mio). Auf der einen Seite resultiert dieses aus dem Geschäftsrückgang im Hardwarebereich, auf der anderen Seite sind bereits Produkte für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft gelagert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen korrespondierend zum Geschäftsrückgang um € -28,1 Mio. (-12,7 %) auf € 192,8 Mio. zurück (31. März 2022: € 220,9 Mio.).
Aufgrund des nach wie vor überdurchschnittlich hohen Vorratsvermögens bleibt die insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität geringer als in den Vorjahren. Zwar haben sich Zahlungsmittel und -äquivalente im Vergleich zum Geschäftsjahresbeginn nur von € 140,7 Mio. um € -11,3 Mio. auf € 129,4 Mio. vermindert, unter Berücksichtigung der im Konzern bereitgestellten liquiden Mittel liegt die MEDION insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität jedoch mit € 176,1 Mio. auf Niveau des Bilanzstichtages zu Geschäftsjahresbeginn (31. März 2022: € 170,7 Mio.).
Das Eigenkapital zum 30. September 2022 bleibt mit € 425,0 Mio. auf Niveau des 31. März 2022 (€ 424,1 Mio.). Aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 53,7 % auf 56,6 %.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von € 165,2 Mio. zum 31. März 2022 auf € 136,6 Mio. (Vorjahresstichtag: € 156,4 Mio.). Das Working Capital bleibt mit € 323,0 Mio. demnach im Vergleich zum 31. März 2022 (€ 325,4 Mio.) unverändert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich von € 45,4 Mio. um € -13,3 Mio. auf € 32,1 Mio. Neben dem Rückgang von Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung (€ -8,5 Mio.) gab es einen Rückgang aus für den Konzern erbrachten Dienstleistungen im Bereich des Kundenservice.
Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um € -7,2 Mio. auf € 64,3 Mio. (31. März 2022: € 71,5 Mio.). Die wesentlichen Posten betreffen nach wie vor Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte (€ 23,9 Mio.; 31. März 2022: € 24,1 Mio.) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (€ 18,8 Mio.; 31. März 2022: € 20,2 Mio.). Für Verpflichtungen aus Gewährleistungen werden weitere € 9,0 Mio. (31. März 2022: € 11,2 Mio.) in den langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen das Factoring-Programm (€ 36,7 Mio.; 31. März 2022: € 30,6 Mio.) und kreditorische Debitoren (€ 7,3 Mio.; 31. März 2022: € 4,0 Mio.), deren Veränderungen auch die Gesamtveränderung begründen. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten von € 18,5 Mio. auf € 21,2 Mio. resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten.
Nach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich -trotz der geänderten Prognose aufgrund deutlich abgeschwächter Konsumneigung- Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns im Berichtszeitraum 1. April 2022 bis 30. September 2022 gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2021/2022 (Kapitel 5.3.2) nicht verändert. Im Geschäftsbericht findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Halbjahresende (1. April 2022 – 30. September 2022)
Ereignisse nach dem 30. September 2022, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.
Die seit Beginn der Corona-Pandemie bestehenden Schwierigkeiten, einzuschätzen, inwieweit die Maßnahmen bezüglich Mobilitäts- und Kontaktbeschränkungen langfristig wirken, sind durch den Beginn des Krieges in der Ukraine, spätestens durch die Auswirkungen seit Sommer 2022 in den Hintergrund gerückt, aber weiterhin präsent. Die in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren 2020/2021 und 2021/2022 verzeichneten positiven Kaufimpulse waren im ersten Geschäftsquartal 2022/2023 auftragsseitig zwar noch spürbar, jedoch hat sich die Situation bezüglich Knappheiten von Ressourcen bei Materialien und Logistikkapazitäten durch den Ukraine-Krieg seit Frühjahr 2022 massiv verschärft. Seitdem diese neuen Auswirkungen im Laufe des zweiten Geschäftsquartales zugenommen haben, sind die zuvor genannten positiven Kaufimpulse vollständig zum Erliegen gekommen und haben die Nachfrage spürbar sinken lassen. Hinzu kommt die allgemeine Unsicherheit der Verbraucher bezüglich der stark steigenden Energiepreise und Inflation sowie der gegenwärtige Trend, Freizeitaktivitäten nachzuholen, solange es geht, weil im bevorstehenden Winter erneut Einschränkungen durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie möglich sind und darüber hinausgehend weitere Restriktionen im Alltag durch Maßnahmen zur Energieeinsparung nicht ausgeschlossen werden können. Die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Situation im Verbraucherumfeld und in der Weltwirtschaft wird den Druck auf Preise in alle Richtungen erhöhen und Geschäfte teilweise schwierig kalkulierbar machen. Vor diesem Hintergrund ist das für MEDION wichtige Weihnachtsgeschäft kaum einzuschätzen.
Insgesamt erwartet MEDION daher aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen nicht mehr nur einen leichten Umsatzrückgang von bis zu -3 %, sondern geht von einem Umsatzrückgang wie im ersten Geschäftshalbjahr von -5 % oder sogar bis zu -10 % für das Gesamtjahr aus. Auch wenn die Auftragsbücher einen entsprechenden Rückgang des Geschäftsvolumens in dieser Größenordnung noch nicht zeigen, ist die Realisierung von Aufträgen aufgrund der Beschaffungs- und Transportmärkte sowie insbesondere des Verbraucherverhaltens aufgrund der hohen Energiekosten und allgemeiner Inflation gegenwärtig mit hoher Unsicherheit behaftet. Diese Unsicherheit und die im Vorjahresvergleich anhaltende Verteuerung des US-Dollars werden sich auch auf das EBIT deutlich negativ auswirken.
Die in beiden Geschäftssegmenten Projekt- und Direktgeschäft durch erneut hohe Geschäftsvolumina im Geschäftsjahr 2021/2022 realisierten Skaleneffekte im Hardwarebereich erreichten Entlastungen beim Preisdruck sind im ersten Geschäftshalbjahr, insbesondere im zweiten Geschäftsquartal, durch die zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen nahezu vollständig aufgezehrt worden. Der im ersten Geschäftshalbjahr realisierte Rückgang des EBITs um -66 % gegenüber dem Vorjahr wird nun auch für das Gesamtjahr für möglich gehalten.
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2022 enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichtes zum 30. September 2022. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet, Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien eingetreten sind.
13 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG
| 2022/2023 | 2021/2022 | 2022/2023 | 2021/2022 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | 01.04. - 30.09. | 01.07. - 30.09. | |||
| 1. | Umsatzerlöse | 452.314 | 476.589 | 211.709 | 242.497 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 7.094 | 3.254 | 4.871 | 1.519 |
| davon Anpassungen aufgrund von IFRS 9 | 113 | 364 | 113 | 356 | |
| 3. | Materialaufwand | -352.361 | -361.299 | -166.334 | -185.077 |
| 4. | Personalaufwand | -33.452 | -31.316 | -15.352 | -15.084 |
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
-1.515 | -1.482 | -814 | -755 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -65.785 | -67.073 | -33.936 | -32.498 |
| davon Anpassungen aufgrund von IFRS 9 | -101 | - | -101 | - | |
| 7. | Betriebsergebnis (EBIT) | 6.295 | 18.673 | 144 | 10.602 |
| 8. | Finanzierungserträge | 264 | 212 | 224 | 123 |
| 9. | Finanzierungsaufwendungen | -132 | -311 | -20 | -158 |
| 10. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 6.427 | 18.574 | 348 | 10.567 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -5.372 | -4.682 | -3.162 | -2.697 | |
| 12. Konzernergebnis | 1.055 | 13.892 | -2.814 | 7.870 | |
| Ergebnis je Aktie in € (un-/verwässert) | 0,02 | 0,31 | -0,06 | 0,18 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (un-/verwäs sert) |
44.681.430 44.681.430 44.681.430 44.681.430 |
KONZERN-GESAMT ERGEBNIS-RECHNUNG
| 2022/2023 | 2021/2022 | 2022/2023 | 2021/2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | 01.04. - 30.09. | 01.07. - 30.09. | ||||
| 1. | Konzernergebnis | 1.055 | 13.892 | -2.814 | 7.870 | |
| 2. | Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
|||||
| +/- | Währungsumrechnungsdifferenzen | -548 | -2.075 | 242 | -715 | |
| +/- | Überschuss / Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges | -4.673 | 279 | -4.997 | 1.952 | |
| +/- | Latente Steuern aus Cashflow-Hedges | -197 | -91 | -91 | -637 | |
| 3. | = sonstiges Ergebnis, nach Steuern | -5.418 | -1.887 | -4.846 | 600 | |
| 4. | Gesamtergebnis, nach Steuern | -4.363 | 12.005 | -7.660 | 8.470 |
14 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
| VERKÜRZTE |
|---|
| KONZERN |
| KAPITALFLUSS |
| RECHNUNG |
| 2022/2023 | 2021/2022 | |||
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | 01.04. - 30.09. | |||
| 1. | Betriebsergebnis (EBIT) | 6.295 | 18.673 | |
| 2. | +/- | Abschreibungen / Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
1.515 | 1.482 |
| 3. | +/-Zunahme / Abnahme der Pensionsrückstellungen | 360 | 360 | |
| Brutto Cashflow | 8.170 | 20.515 | ||
| 4. | -/+ Abnahme / Zunahme der übrigen Rückstellungen | -7.523 | -4.698 | |
| 5. | -/+ | Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
43.027 | -41.737 |
| 6. | -/+ | Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-29.263 | 4.676 |
| 7. | +/- Ein- / Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) | -6.228 | -4.612 | |
| 8. | = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 7) |
8.183 | -25.856 | |
| 9. | + Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | - | - | |
| 10. | - | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Finanzanlagen |
-869 | -816 |
| 11. | + Einzahlungen aus der Darlehensvergabe an Lenovo | - | 170.000 | |
| 12. | - Auszahlungen aus der Darlehensvergabe an Lenovo | -16.572 | -110.000 | |
| 13. -/+ Aus-/Einzahlungen aus Zinsen und anderen Finanzierungserträgen | 183 | -6 | ||
| 14. = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 9 bis 13) |
-17.258 | 59.178 | |
| 15. +/-Saldo aus Factoring-Finanzierung | 6.156 | -46.597 | ||
| 16. | + Einzahlungen aus Kostenerstattungen i.Z.m. der Finanzierungstätigkeit | 1.157 | - | |
| 17. | - Auszahlung für Gewinnabführung Vorjahre | -8.544 | - | |
| 18. | - Auszahlungen für Zinsen | -435 | -272 | |
| 19. = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 15 bis 18) |
-1.666 | -46.869 | |
| 20. | Zahlungswirksame Änderungen des Finanz mittelfonds (Summe aus 8, 14, 19) |
-10.741 | -13.547 | |
| 21. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -590 | -2.057 | ||
| 22. | + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
140.739 | 166.702 |
| 23. = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 19 bis 22) |
129.408 | 151.098 |
Aktiva
15 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
| 30.09.2022 31.03.2022 |
30.09.2021 |
|---|---|
| 26.209 26.569 |
26.736 |
| 2.321 2.566 |
2.869 |
| 28 28 |
28 |
| 439 445 |
408 |
| 63 112 |
55 |
| 6.841 6.851 |
6.648 |
| 35.901 36.571 |
36.744 |
| 192.802 220.904 |
180.686 |
| 77.830 69.726 |
86.994 |
| 46.654 30.005 |
50.009 |
| 266.847 269.697 |
271.766 |
| 192 42 |
305 |
| 36.667 41.108 |
49.165 |
| 10.962 10.764 |
10.469 |
| 129.408 140.739 |
151.098 |
| 714.708 752.980 |
750.483 |
| 750.609 | 789.551 |
| Werte in T€ | 30.09.2022 | 31.03.2022 | 30.09.2021 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 48.418 | 48.418 | 48.418 |
| - davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418 | |||
| Kapitalrücklage | 170.899 | 170.899 | 168.644 |
| Eigene Aktien | -46.358 | -46.358 | -46.358 |
| Gewinnrücklagen | 249.652 | 248.597 | 266.161 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 2.378 | 2.520 | 844 |
| Eigenkapital, gesamt | 424.989 | 424.076 | 437.709 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1.546 | 1.763 | 86 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 9.007 | 11.216 | 10.298 |
| Passive latente Steuern | 217 | 88 | 1.367 |
| Pensionsrückstellungen | 14.243 | 13.883 | 15.012 |
| Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 25.013 | 26.950 | 26.763 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 136.607 | 165.180 | 156.385 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 32.143 | 45.357 | 49.442 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung | 28.000 | 36.544 | 29.310 |
| Steuerrückstellungen | 990 | 1.628 | 1.005 |
| Sonstige Rückstellungen | 64.280 | 71.492 | 67.981 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 45.343 | 36.739 | 22.496 |
| Sonstige kurzfristige andere Verbindlichkeiten | 21.244 | 18.129 | 25.446 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 300.607 | 338.525 | 322.755 |
| Passiva, gesamt | 750.609 | 789.551 | 787.227 |
17 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
| 01.04. - 30.09 | Direktgeschäft | Projektgeschäft | Sonstiges | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | 01.04.2022 - 30.09.2022 |
01.04.2021 - 30.09.2021 |
01.04.2022 - 30.09.2022 |
01.04.2021 - 30.09.2021 |
01.04.2022 - 30.09.2022 |
01.04.2021 - 30.09.2021 |
01.04.2022 - 30.09.2022 |
01.04.2021 - 30.09.2021 |
| Gesamtumsätze | 247.214 | 235.270 | 199.289 | 232.282 | 5.811 | 9.037 | 452.314 | 476.589 |
| EBIT | 11.329 | 17.752 | -5.201 | 668 | 167 | 253 | 6.295 | 18.673 |
| Abschreibungen auf Anla gevermögen |
1.111 | 1.085 | 404 | 397 | - | - | 1.515 | 1.482 |
| Finanzergebnis | 205 | -92 | -76 | -6 | 3 | -1 | 132 | -99 |
| Steuern | -9.668 | -4.451 | 4.438 | -168 | -142 | -63 | -5.372 | -4.682 |
| Sonstige zahlungswirk same Aufwendungen und Er träge |
238 | 247 | 122 | 113 | - | - | 360 | 360 |
| Brutto Cashflow | 12.678 | 19.085 | -4.675 | 1.177 | 167 | 253 | 8.170 | 20.515 |
| Investitionen | 605 | 612 | 264 | 204 | - | - | 869 | 816 |
18 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
VERKÜRZTE ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGEN-KAPITALS
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals - Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
| Stand 30. September 2021 | 48.418 | 168.644 | -46.358 | 266.161 | 2.383 | -1.539 | 437.709 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtergebnis | - | - | - | 13.892 | 188 | -2.075 | 12.005 |
| Konzernergebnis | - | - | - | 13.892 | - | - | 13.892 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - | 188 | -2.075 | -1.887 |
| Stand 1. April 2021 | 48.418 | 168.644 | -46.358 | 252.269 | 2.195 | 536 | 425.704 |
| Werte in T€ | Gezeichne tes Kapital |
Kapital rücklage |
Eigene Aktien |
Gewinn rücklagen |
Cashflow Hedges |
Währungs umrech nungs differenzen |
Gesamt |
| Stand 1. April 2022 | 48.418 | 170.899 | -46.358 | 248.597 | 351 | 2.169 | 424.076 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - | -4.870 | -548 | -5.418 |
| Konzernergebnis | - | - | - | 1.055 | - | - | 1.055 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 1.055 | -4.870 | -548 | -4.363 |
| Gewinne und Verluste aus Siche rungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind |
- | - | - | - | 5.276 | - | 5.276 |
| Stand 30. September 2022 | 48.418 | 170.899 | -46.358 | 249.652 | 757 | 1.621 | 424.989 |
Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH werden unter Punkt 5.1.1 im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2021/2022 beschrieben.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das zum 30. September 2022 endende Halbjahr wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2022 zu lesen. Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. März 2022 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert übernommen.
Alle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2021/2022 (1. April 2021 – 31. März 2022) unter Punkt 8.3.7 aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind aber nach ihrer Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich.
Der Aufsichtsrat hielt zum 30. September 2022 unverändert zum Vorjahresstichtag keine Aktien.
Der Vorstand hielt zum 30. September 2022 unverändert zum Vorjahresstichtag keine Aktien.
Eine prüferische Durchsicht oder eine Prüfung entsprechend § 317 HGB dieses Halbjahresfinanzberichtes (verkürzter Abschluss und Zwischenlagebericht) zum 30. September 2022 ist nicht erfolgt (Angabe gemäß § 115 Absatz 5 WpHG).
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Essen, 11. November 2022
Gerd Brachmann Christian Eigen
Vorsitzender des Vorstandes Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
21 | Halbjahresfinanzbericht 2022/2023 | 1. April 2022 – 30. September 2022
MEDION AG Investor Relations Am Zehnthof 77 45307 Essen
Tel.: +49 (0)201-83 83 6500 Fax: +49 (0)201-83 83 6510 Internet www.medion.de / www.medion.com
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