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MEDION AG

Quarterly Report Nov 13, 2018

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Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht

2018/2019 | 1. April 2018 – 30. September 2018

2 | Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 | 1. April 2018 – 30. September 2018

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN

Werte in Mio.€ 01.04. -
30.09.2018
01.04. -
30.09.2017
Umsatz 542 597
- Inland 422 438
- Ausland 120 159
Umsätze nach Segmenten
- davon Direktgeschäft 391 383
- davon Projektgeschäft 141 179
- davon Konzerndienstleistungen 10 35
EBIT 13 12
Konzernergebnis 11 10
Bilanzsumme 747 741
Eigenkapitalquote 53,3% 51,8%
Mitarbeiter 1.018 1.048
Personalaufwand 28 29

Aktienbezogene Daten

Grundkapital € 48.418.400
ISIN DE0006605009
Wertpapier-Kenn-Nr.: 660500
Notierungen Xetra,Frankfurt am Main
Streubesitz ca. 2%
Ergebnis je Aktie (in €) 0,24 0,21

1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter im Aufschwung. Die Bundesregierung erwartet gemäß ihrer Herbstprojektion (Pressemitteilung, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 15. Oktober 2018) eine Expansion der gesamtwirtschaftlichen Leistung im laufenden und im kommenden Jahr von preisbereinigt jeweils 1,8 %. Dabei wird die solide konjunkturelle Grunddynamik angesichts des schwierigeren außenwirtschaftlichen Umfelds vor allem durch die solide Binnenwirtschaft gestützt. Aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld kommen gegenwärtig geringere Impulse. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen Handel und die globale Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung in den Schwellenländern kommt die etwas verlangsamte Dynamik der industriellen Erzeugung vor allem aus den entwickelten Volkswirtschaften. Die gute Entwicklung des Arbeitsmarkts und kräftige Lohnzuwächse sorgen in Deutschland dafür, dass der private Konsum eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur bleibt. Die Bundesregierung erwartet in ihrer Herbstprojektion eine Ausweitung der privaten Konsumausgaben um 1,6 % im laufenden und um weitere 2,0 % im kommenden Jahr. Am aktuellen Rand deuten die Umsätze im Einzelhandel auf eine etwas langsamere Gangart hin, nach einem schwachen Start ins dritte Quartal sanken sie im August 2018 erneut geringfügig um -0,1 %. Der Umsatz im Bereich der Consumer Electronics in Deutschland verblieb bei einem leichten Plus von 0,3 Prozent mit rund 12,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2018 auf Vorjahres-Niveau. Das Segment der privat genutzten Telekommunikation verzeichnete ein Umsatzwachstum von 11,2 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro. Die Segmente Unterhaltungselektronik (- 8,9 %; 4,2 Mrd. Euro) und privat genutzte IT-Produkte (- 3,5 %; 2,9 Mrd. Euro) mussten deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen (Pressemitteilung gfu vom 20. August 2018).

Die Entwicklung des Marktes beim Angebot digitaler Dienstleistungen im MEDION-Berichtssegment Direktgeschäft ist unverändert positiv. Der weiterhin steigenden Nachfrage nach Datenvolumen im Mobilfunk steht jedoch der Preisrückgang bei den Terminierungsentgelten durch die europaweite Deregulierung entgegen. Auch sind die Auswirkungen der seit dem 1. Juli 2017 gesetzlich vorgeschriebenen Ausweispflicht bei der Erstregistrierung von Prepaid Mobilfunkanschlüssen noch nicht vollständig kompensiert. Das Marktsegment Prepaid konnte daher nur durch Preissenkungen wieder an Attraktivität gewinnen. Dabei ist die Anzahl der Prepaid Simkarten auf dem deutschen Markt insgesamt im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die Entwicklung im Mobilfunkmarkt ist auch von der ab Frühjahr 2019 erwarteten Entscheidung über die Teilnehmer des neuen Frequenzstandards 5G geprägt. Für zukunftsfähige digitale Infrastrukturen sind den Marktteilnehmern geeignete Frequenzen frühzeitig und bedarfsgerecht bereitzustellen. Daher ist entscheidend, dass ein schneller, flexibler und bedarfsgerechter 5G-Rollout in Deutschland ermöglicht wird. Bei MEDION prägten darüberhinaus im Berichtszeitraum der weitere Ausbau des Angebots im Marktsegment digitaler Services und die unverändert zunehmende Nachfrage nach Online-Handelsaktivitäten insgesamt die Entwicklung im Direktgeschäft.

2 Finanzbericht

ERTRAGSLAGE

Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2018 -
30.09.2018
01.04.2017 -
30.09.2017
+/-
Umsatz 541,5 100,0 597,3 100,0 -55,8 -9,3
Materialeinsatz -439,5 -81,2 -497,5 -83,3 58,0 11,7
Rohertrag 102,0 18,8 99,8 16,7 2,2 2,2
Personalaufwand -28,4 -5,2 -29,1 -4,9 0,7 2,4
Sonstige Aufwendungen
und Erträge
-58,8 -10,8 -56,2 -9,4 -2,6 -4,6
Abschreibungen -2,0 -0,4 -2,3 -0,4 0,3 13,0
EBIT 12,8 2,4 12,2 2,0 0,6 4,9
Finanzergebnis 1,0 0,1 -0,1 0,0 1,1 > 100,0
EBT 13,8 2,5 12,1 2,0 1,7 14,0
Steuern -3,3 -0,6 -2,6 -0,4 -0,7 -26,9
Konzernergebnis 10,5 1,9 9,5 1,6 1,0 10,5

Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 wurde im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2018/2019 erläutert, dass zwar mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau geplant wurde, aber auch ein leichter Umsatzrückgang von bis zu -5 % nicht auszuschließen ist. Insbesondere im Projektgeschäft wurde ein Umsatzrückgang von bis zu -15 % erwartet, der durch das erwartete Umsatzwachstum im Direktgeschäft von bis zu 5 % nicht kompensiert werden kann. Für das EBIT wurde mit einem Wert von rd. € 33 Mio. geplant, welches dem Planwert des Geschäftsjahres 2017/2018 und dem erwirtschafteten EBIT des diesem vorangegangenen Geschäftsjahres entspricht. Hintergrund des erwarteten Rückganges sind die im vorherigen Geschäftsjahr 2017/2018 einmaligen, teilweise periodenfremden Erträge.

Das erste Geschäftshalbjahr verlief demnach umsatzseitig im Rahmen der Erwartungen, ergebnisseitig leicht besser als erwartet. Der Konzernumsatz sank von € 597,3 Mio. im Vorjahr um € -55,8 Mio. (-9,3 %) auf € 541,5 Mio. Dieser Rückgang fällt zwar höher aus als für das Gesamtjahr erwartet (bis zu -5 %), entspricht jedoch dem Erwartungswert für das erste Geschäftshalbjahr. Während die Umätze im Projekt- und Direktgeschäft nahezu exakt auf Planniveu liegen, haben sich lediglich die Umsätze aus Konzerndienstleistungen für den Lenovo-Konzern etwas stärker vermindert als geplant.

Deutschland bleibt mit einem leicht gestiegenen Umsatzanteil von 78 % (Vorjahreszeitraum: 74 %) nach wie vor wichtigster Markt, sank jedoch von € 438 Mio. im Vorjahr auf € 422 Mio. Der Umsatz im übrigen Europa sank deutlich und verminderte sich von € 90 Mio. auf nur noch € 64 Mio., der Umsatzanteil ermäßigte sich entsprechend von 15 % auf 12 %. Dieser starke Umsatzrückgang ist teilweise darauf zurückzuführen, dass das digitale Neugeschäft im Segment Direktgeschäft überwiegend als Agentengeschäft ausgebaut wird. Der Umsatz außerhalb Europas sank, maßgeblich durch den Rückgang der Konzerndienstleistungen, der durch den weiteren Ausbau des Direktgeschäftes nicht kompensiert werden konnte, auf € 56 Mio. nach € 69 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Umsatzanteil veränderte sich dadurch leicht von 12 % auf 10%.

UMSÄTZE NACH SEGMENTEN

Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2018 -
30.09.2018
01.04.2017 -
30.09.2017
+ / -
Direktgeschäft 391,2 72,2 383,4 64,2 7,8 2,0
Projektgeschäft 140,5 26,0 179,0 30,0 -38,5 -21,5
Konzerndienstleistungen 9,8 1,8 34,9 5,8 -25,1 -71,9
Umsatz 541,5 100,0 597,3 100,0 -55,8 -9,3

Der Rückgang des Konzernumsatzes in Höhe von € -55,8 Mio. ist erwartungsgemäß überwiegend durch einen erneuten Umsatzrückgang im Projektgeschäft begründet, welches sich um € -38,5 Mio. von € 179,0 Mio. im Vorjahr auf € 140,5 Mio. verringerte. Dieser Rückgang wiederum ist überwiegend auf einen Rückgang der unter überdurchschnittlichem Preisdruck stehenden Produktbereiche PC und Tablet-PCs sowie TV und Smartphones zurückzuführen.

Zwar konnte das Direktgeschäft den Umsatzrückgang im Projektgeschäft erwartungsgemäß nicht vollständig kompensieren, stieg jedoch leicht von € 383,4 Mio. um € +7,8 Mio. auf € 391,2 Mio. an. Die im Vergleich zu Vorperioden ermäßigte Wachstumsrate resultiert unter anderem daraus, dass beim Ausbau digitaler Geschäftsmodelle vorrangig das Agentengeschäft betrieben wird.

Der Rückgang der Konzerndienstleistungen um € -25,1 Mio. auf € 9,8 Mio. (Vorjahr: € 34,9 Mio.) fiel zwar mit rd. -72 % höher aus als erwartet (rd. -60 %), bleibt aufgrund des geringen Ergebnisbeitrages jedoch insgesamt unbedeutend. Dementsprechend wird dieses Segment voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 nicht mehr gesondert ausgewiesen.

Aufgrund des leichten Anstieges des Direktgeschäftes und dem damit zusammenhängenden höheren Umsatzanteil am Gesamtumsatz konnte der erwirtschaftete Rohertrag von € 99,8 Mio. im Vorjahr auf € 102,0 Mio. im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr verbessert werden. Die Rohertragsquote erhöhte sich entsprechend von 16,7 % im Vorjahr auf 18,8 %.

Der Personalaufwand blieb mit € 28,4 Mio. leicht unter Vorjahresniveau (€ 29,1 Mio.) und korrespondiert zur Veränderung der im Berichtszeitraum durchschnittlichen Mitarbeiter (Vollzeit-Äquivalente) von 1.048 im Vorjahr auf 1.018.

Ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert blieben die Abschreibungen mit € 2,0 Mio. (Vorjahr: € 2,3 Mio.), nachdem die verstärkten Investitionen in den Ausbau des digitalen Direktgeschäftes in den Vorjahren reduziert werden konnten.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit € 58,8 Mio. zwar nur leicht über Vorjahresniveau (€ 56,2 Mio.), jedoch gab es deutliche Veränderungen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Mio. € Mio. € Mio. € %
01.04.2018 -
30.09.2018
01.04.2017 -
30.09.2017
+ / -
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen -44,6 -41,3 -3,3 -8,0
davon Marketing -18,2 -14,4 -3,8 -26,4
davon Kundenservice -9,1 -16,6 7,5 45,2
davon Sonstiges -17,3 -10,3 -7,0 -68,0
Verwaltungsaufwendungen -11,4 -13,9 2,5 18,0
Betriebsaufwendungen -1,7 -1,7 0,0 0,0
Übrige -3,8 -0,7 -3,1 < -100,0
-61,5 -57,6 -3,9 -6,8
Sonstige betriebliche Erträge 2,7 1,4 1,3 92,9
Saldo -58,8 -56,2 -2,6 -4,6

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von € 57,6 Mio. im Vorjahreszeitraum um € +3,9 Mio. (+6,8 %) auf € 61,5 Mio. Dabei gab es deutliche Veränderungen in mehreren Kostenarten. Die Marketingaufwendungen erhöhten sich von € 14,4 Mio. im Vorjahr auf € 18,2 Mio., hauptsächlich begründet durch Werbung für das Direktgeschäft und Maßnahmen zur Markenbildung. Der Rückgang der Aufwendungen für Kundenservice von € 16,6 Mio. auf € 9,1 Mio. ist, wie in den Vorjahren, hauptsächlich durch die Reduzierung der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern begründet. Im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr haben sich aber auch die Serviceaufwendungen für MEDION-Produkte vermindert, als Folge des kontinuierlichen Rückganges von Hardwaregeschäft in den letzten beiden Geschäftsjahren. Der deutliche Anstieg der sonstigen Vertriebsaufwendungen resultiert ausschließlich aus höheren Aufwendungen für Identifikationsverfahren im Mobilfunkbereich im Zuge des Anti-Terror-Gesetzes (seit Juli 2017) sowie Vertriebsprovisionen für den Vertrieb digitaler Produkte.

Die Verwaltungsaufwendungen konnten um € 2,5 Mio. auf € 11,4 Mio. vermindert werden (Vorjahr: € 13,9 Mio.). Hier konnten Beratungsleistungen sowie Gebühren für Zahlungsdienstleistungen und Versicherungen verringert werden. Während die Betriebsaufwendungen mit € 1,7 Mio. unverändert blieben, erhöhten sich die übrigen Aufwendungen deutlich von € 0,7 Mio. im Vorjahr auf € 3,8 Mio. Hintergrund sind einmalige, periodenfremde nachlaufende Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau neuer digitaler Vertriebskanäle und -Produkte in Vorjahren sowie erstmalige Aufwendungen für Wertberichtigungen im Rahmen der neu anzuwendenden Vorschriften des IFRS 9 (Expected Loss).

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von € 1,4 Mio. um € +1,3 Mio. auf € 2,7 Mio. resultiert überwiegend aus höheren Auflösungen von Rückstellungen und Versicherungsleistungen.

Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2018 -
30.09.2018
30.09.2017 01.04.2017 - + / -
Direktgeschäft 13,2 103,1 12,7 104,1 0,5 3,9
Projektgeschäft -0,7 -5,5 -1,0 -8,2 0,3 30,0
Konzerndienstleistungen 0,3 2,4 0,5 4,1 -0,2 -40,0
EBIT 12,8 100,0 12,2 100,0 0,6 4,9

Im Projektgeschäft entwickelte sich das EBIT plangemäß. Aufgrund des erwarteten Umsatzrückgangs konnten die erwirtschafteten Roherträge die nachlaufenden Aufwendungen nicht mehr vollständig decken. Insbesondere im Multimedia-Bereich bedürfen die klassischen Projektgeschäftsstrukturen gewisser Skalenvorteile, die sich mit Umsatzerlösen in der Größenordnung des abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahres nicht realisieren lassen. Die Auswirkungen des marktseitigen Preisdrucks in diesem Segment haben zu einem negativen EBIT im Projektgeschäft von € -0,7 Mio. geführt. Das im Vorjahresvergleich trotz Umsatzrückgang leicht verbesserte EBIT ist begründet durch den geringeren Umsatz im unter überdurchschnittlichem Preisdruck stehenden PC-Bereich.

Die leichte Erhöhung des EBIT im Direktgeschäft um +3,9 % (€ 0,5 Mio.) auf € 13,2 Mio. (Vorjahr: € 12,7 Mio.) korrespondiert zur Umsatzveränderung.

Das mit den für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen erwirtschaftete EBIT verminderte sich im Wege des Umsatzrückganges von € 0,5 Mio. auf € 0,3 Mio. Der im Vergleich zum Umsatz unterproportional rückläufige Ergebnisbeitrag resultiert aus der Tatsache, dass im Vorjahr noch erfolgsneutrale Rückübertragungen von Servicematerialien getätigt wurden.

Das insgesamt erwirtschaftete EBIT in Höhe von € 12,8 Mio. liegt leicht (+4,9 %) über dem vergleichbaren Vorjahreswert € 12,2 Mio. und entspricht den Erwartungen.

Das Finanzergebnis liegt mit einem Ertrag von € 1,0 Mio. deutlich über dem Vorjahr (€ -0,1 Mio.) und den Erwartungen. Maßgeblich begründet ist dieses durch Änderungen im Wege der Erstanwendung von IFRS 9 (Hedge-Accounting). Darüber hinaus sind in der zweiten Geschäftsjahreshälfte des Vorjahres die Vereinbarungen mit Lenovo bezüglich der Abrechnung von Kosten des ABS-Programmes und Verzinsungen der im Lenovo-Konzern bereitgestellten liquiden Mittel angepasst worden.

Aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses liegt auch das Ergebnis vor Steuern mit € 13,8 Mio. um +14 % (€ +1,7 Mio.) über dem Vorjahreswert und somit über den Erwartungen.

Der Steueraufwand erhöhte sich um € 0,7 Mio. auf € 3,3 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.), im Wesentlichen aufgrund höherer Ergebnisbeiträge im Ausland.

EBIT NACH SEGMENTEN

8 | Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 | 1. April 2018 – 30. September 2018

Insgesamt konnte MEDION somit im ersten Geschäftshalbjahr 2018/2019 trotz rückläufigen Umsatzvolumens das Konzernergebnis von € 9,5 Mio. im Vorjahreszeitraum auf € 10,5 Mio. (+10,5 %) steigern.

Mio.€ % Mio.€ % Mio.€ %
30.09.2018 31.03.2018 +/-
Sachanlagen 22,7 3,0 23,2 3,2 -0,5 -2,2
Immaterielle Vermögenswerte 5,2 0,7 5,9 0,8 -0,7 -11,9
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0,7 0,1 0,4 0,1 0,3 75,0
Aktive latente Steuern 12,8 1,7 11,8 1,6 1,0 8,5
Langfristige Vermögenswerte 41,4 5,5 41,3 5,7 0,1 0,2
Vorräte 153,0 20,5 143,7 19,9 9,3 6,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 166,9 22,3 182,0 25,3 -15,1 -8,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 249,7 33,4 225,8 31,3 23,9 10,6
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 220,0 29,4 200,0 27,7 20,0 10,0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 36,6 4,9 37,3 5,2 -0,7 -1,9
Zahlungsmittel / -äquivalente 99,8 13,4 90,7 12,6 9,1 10,0
Kurzfristige Vermögenswerte 706,0 94,5 679,5 94,3 26,5 3,9
Summe Aktiva 747,4 100,0 720,8 100,0 26,6 3,7
Eigenkapital 445,0 59,5 435,4 60,4 9,6 2,2
abzgl. erworbener eigener Aktien -46,4 -6,2 -46,4 -6,4 0,0 0,0
Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) 398,6 53,3 389,0 54,0 9,6 2,5
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkei
ten
11,6 1,6 10,7 1,5 0,9 8,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 136,7 18,3 88,3 12,3 48,4 54,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh
men
1,4 0,2 17,3 2,4 -15,9 -91,9
davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung 0,0 0,0 16,3 2,3 -16,3 -100,0
Steuerrückstellungen 0,8 0,1 1,7 0,2 -0,9 -52,9
Sonstige Rückstellungen 104,1 13,9 114,6 15,9 -10,5 -9,2
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 94,2 12,6 99,2 13,8 -5,0 -5,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 337,2 45,1 321,1 44,5 16,1 5,0
Summe Passiva 747,4 100,0 720,8 100,0 26,6 3,7

Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns liegt mit € 747,4 Mio. leicht über dem Niveau des Konzernabschlusses zum 31. März 2018 (€ 720,8 Mio.).

Auf der Aktivseite gab es dabei leichte Verschiebungen im Rahmen saisonaler Entwicklungen. Die Vorräte stiegen aufgrund des bevorstehenden umsatzstärkeren Weihnachtsquartals von € 143,7 Mio. zum 31. März 2018 auf € 153,0 Mio. zum 30. September 2018. Dem steht ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des bezüglich des Projektgeschäftes umsatzschwächeren Sommerquartals und des Ostergeschäftes zum 31. März 2018 von € 182,0 Mio. um € -15,1 Mio. auf € 166,9 Mio. gegenüber.

VERMÖGENS-UND FINANZLAGE

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich zwar von € 225,8 Mio. um € +23,9 Mio. auf € 249,7 Mio. Dieser Anstieg resultiert jedoch im Wesentlichen aus einer um € +20,0 Mio. höheren Bereitstellung liquider Mittel von € 220,0 Mio. (31. März 2018: 200,0 Mio.).

Trotz des anstehenden Weihnachtsquartals und damit beginnender Bevorratung erhöhte sich, unter Berücksichtigung der innerhalb des Lenovo-Konzerns bereitgestellten Liquidität, die insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität leicht von € 290,7 Mio. zum 31. März 2018 um € +29,1 Mio. auf € 319,8 Mio.

Das Eigenkapital zum 30. September 2018 hat sich gegenüber dem Stand zum 31. März 2018 (€ 389,0 Mio.) um € 9,6 Mio. auf € 398,6 Mio. erhöht. Aufgrund der höheren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote zwar leicht auf 53,3 % ermäßigt (31. März 2018: 54,0 %), liegt jedoch weiterhin stabil bei über 50 %.

Einen deutlichen Anstieg verzeichneten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 88,3 Mio. um € +48,4 Mio. auf € 136,7 Mio. Hintergrund ist u.a. das Wachstum im digitalen Direktgeschäft. Ein abrechnungsbedingter Anstieg spiegelt sich auch im deutlichen Anstieg der zur Verfügung stehenden Liquidität wider.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von € 17,3 Mio. zum Geschäftsjahresende zum 31. März 2018 um € -15,9 Mio. auf € 1,4 Mio. reduziert, maßgeblich aufgrund der Gewinnabführung (€ -16,3 Mio.).

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit € 104,1 Mio. um € -10,5 Mio. niederiger als zum 31. März 2018 (€ 114,6 Mio.). Die wesentlichen Posten betreffen Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte (€ 54,8 Mio.; 31. März 2018: € 53,5 Mio.) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (€ 35,0 Mio.; 31. März 2018: € 35,5 Mio.).

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen mit € 94,2 Mio. leicht unter dem Wert zum 31. März 2018 (€ 99,2 Mio.) und betreffen nach wie vor fast ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm.

3 Chancen- und Risikobericht

Nach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns im Berichtszeitraum 1. April 2018 bis 30. September 2018 gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2017/2018 auf den Seiten 92-104 nicht verändert. Im Geschäftsbericht findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können.

4 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Halbjahresende (1. April 2018 – 30. September 2018)

Ereignisse nach dem 30. September 2018, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.

Vorsorglich weist der Vorstand der MEDION AG darauf hin, dass die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) in einem laufenden Verfahren gemäß § 342b HGB die Bilanzierung der Umsatzerlöse im Berichtssegment Direktgeschäft im Geschäftsjahr 2016/2017 anlassbezogen überprüft. In einem gemeinsamen Termin von DPR und MEDION am 04. Oktober 2018 konnte keine übereinstimmende Feststellung zu den aufgeworfenen Fragen der Bilanzierung erzielt werden. Die DPR hat daraufhin am 02.11.2018 eine Fehlerfeststellung übermittelt. Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Berichtes durch den Vorstand lag noch keine Entscheidung vor, ob der Fehlerfeststellung zugestimmt wird. In jedem Fall hat der beanstandete Fehler keinerlei Auswirkungen auf die Höhe der Erträge und das Ergebnis des Medion Konzerns.

5 Ausblick

Gegenüber dem Prognosebericht für das laufende Geschäftsjahr und den entsprechenden Angaben im Geschäftsbericht 2017/2018 auf den Seiten 80-92 hat sich der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr umsatzseitig leicht ermäßigt, jedoch führt dies zu keinen negativen Auswirkungen auf die Prognose für das operative Ergebnis.

Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen im Multimedia-Bereich bei Personal Computern wurde zu Geschäftsjahresbeginn mit einem rückläufigen Absatz- und Umsatzvolumen von bis zu -10 %, bei weiterhin gesättigtem Markt von bis zu -15 % gerechnet. Aufgrund der aktuellen Marktsituation kann gegenwärtig jedoch auch ein Rückgang von bis zu -20 % beim Umsatz nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der ebenfalls zunehmenden Sättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics und Haushalts-Elektronik wird nicht davon ausgegangen, dass das geplante Wachstum in diesen Bereichen den höheren Rückgang des Multimedia-Geschäftes kompensieren kann. Somit wird nun auch im Umsatz für das Berichtssegment Projektgeschäft ein Rückgang von bis zu -20 % nicht ausgeschlossen.

Im Berichtssegment Direktgeschäft zeigen die im Bereich Mobilfunk seit dem 1. Juli 2017 neu geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen (Anti-Terror-Gesetz) nach wie vor ihre Wirkung und werden den Druck auf Preise und Margen hochhalten. Für andere digitale Dienstleistungen werden nach wie vor steigende Umsätze erwartet und auch für den klassischen E-Commerce ist ein Umsatzwachstum von bis zu 15 % möglich, sodass insgesamt für das Direktgeschäft weiterhin ein Umsatzwachstum von bis zu 5 % erwartet wird, der den Umsatzrückgang im Projektgeschäft aber nicht kompensieren wird.

Aufgrund des erwarteten Umsatzrückganges im Berichtssegment Konzerndienstleistungen (mehr als -50 %) und dem nun erwarteten höheren Rückgang im Projektgeschäft wird nach der Gesamterwartung zu Geschäftsjahresbeginn von bis zu -5 % nun auch ein Umsatzrückgang von bis zu -10 % nicht mehr ausgeschlossen.

Der anhaltende Preisverfall im Projektgeschäft wird nach wie vor einen überproportionalen Ergebnisdruck begründen. Im Direktgeschäft werden zwar weiter steigende Skalenvorteile erwartet, aber auch hier kann zunehmender Preisdruck durch steigende Produkttransparenz und Anbieterzahl eine zur erwarteten Umsatzsteigerung korrespondierende Erhöhung der Rentabilität insgesamt verzögern. Für neue digitale Dienstleistungen und Vertriebskanäle wird auch weiterhin erwartet, mögliche erwirtschaftete Überschüsse direkt in den weiteren Auf- und Ausbau reinvestieren zu müssen.

Ferner ist zu beachten, dass das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2017/2018 durch einmalige, teilweise periodenfremde Erträge geprägt war. Da der nun erwartete höhere Umsatzrückgang hauptsächlich auf den unter starkem Preisdruck stehenden Multimedia-Bereich bei Personal Computern zurückgeht, wird trotz Geschäftsrückgang weiterhin mit einem EBIT auf Planniveau für das Geschäftsjahr 2017/2018, welches dem EBIT des diesem vorangegangen Geschäftsjahres 2016/2017 entspricht, von rund € 33 Mio. gerechnet.

Disclaimer

Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2018 enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichtes zum 30. September 2018. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet, Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien eingetreten sind.

VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUST-RECHNUNG

2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
1
1
541.479 597.343 276.811 301.761
2.680 1.393 1.405 765
-439.499 -497.540 -226.294 -250.971
-28.370 -29.128 -13.840 -14.402
-2.022 -2.336 -917 -1.246
-61.499 -57.515 -29.819 -28.684
-297 0 -297 0
12.769 12.217 7.346 7.223
1.218 223 1.004 109
-200 -326 -77 -168
13.787 12.114 8.273 7.164
-3.257 -2.568 -2.029 -1.626
10.530 9.546 6.244 5.538
0,24 0,21 0,14 0,12
0,24 0,21 0,14 0,12
1 1
1 1
1 1
01.04. - 30.09.
1 1
1 1
1 1
01.07. - 30.09.
1 1
1 1
44.681.430 44.681.430 44.681.430 44.681.430
44.681.430 44.681.430 44.681.430 44.681.430

KONZERN-GESAMT ERGEBNIS-RECHNUNG

2018/2019 2017/2018 2018/2019 2017/2018
1
Werte in T€
1
1
1
1
1
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
01.04. - 30.09.
1 1
1 1
01.07. - 30.09.
1 1
1
1
1. Konzernergebnis 10.530 9.546 6.242 5.538
2. Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn
oder Verlust umgegliedert werden
+/- Währungsumrechnungsdifferenzen 139 -868 -193 -239
+/- Überschuss / Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges 1.505 -927 -2.364 1.515
+/- Latente Steuern aus Cashflow-Hedges -486 299 763 -489
3. = sonstiges Ergebnis, nach Steuern 1.158 -1.496 -1.794 787
4. Gesamtergebnis, nach Steuern 11.688 8.050 4.448 6.325

13 | Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 | 1. April 2018 – 30. September 2018

2018/2019 2017/2018

VERKÜRZTE KONZERN-KAPITALFLUSS-RECHNUNG

1
1
1
1
Werte in T€
1
1 1
01.04. - 30.09.
1
1. 1
1
1
1
Betriebsergebnis (EBIT)
1
1 1
12.769
1
12.217
2. Abschreibungen / Zuschreibungen auf
+/-
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
2.022 2.335
3. +/-Zunahme / Abnahme der Pensionsrückstellungen 360 360
Brutto Cashflow 15.151 14.912
4. -/+ Abnahme / Zunahme der übrigen Rückstellungen -10.437 1.287
5. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten -45 -30
6. Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
-/+
Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-737 8.200
7. Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer
-/+
Passiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
48.256 4.749
8. +/- Ein- / Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) -2.011 -5.277
9. Cashflow aus der laufenden
=
Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 8)
50.177 23.841
10. + Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 49 32
11. Auszahlungen für Investitionen in
-
immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Finanzanlagen
-911 -2.644
12. -/+ Zu-/Abnahme aus Bereitstellung liquider Mittel -20.002 -
13. + Einzahlungen aus Zinsen 1.164 185
14. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
=
(Summe aus 10 bis 13)
-19.700 -2.427
15. +/-Saldo aus ABS-Transaktionen -5.127 853
16. - Auszahlung für Gewinnabführung Vorjahre -16.263 -20.114
17. - Auszahlungen für Zinsen -201 -341
18. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
=
(Summe aus 15 bis 17)
-21.591 -19.602
19. Zahlungswirksame Änderungen des Finanz
mittelfonds (Summe aus 9, 14, 18)
8.886 1.812
20. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 123 -829
21. Finanzmittelfonds am Anfang der
+
Periode
90.733 101.299
22. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
=
(Summe aus 19 bis 21)
99.742 102.282

14 | Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 | 1. April 2018 – 30. September 2018

VERKÜRZTE KONZERNBILANZ

Aktiva

Werte in T€ 30.09.2018 31.03.2018 30.09.2017
1
1
Langfristige Vermögenswerte
1 1 1 1 11
Sachanlagen 22.701 23.162 23.435
Immaterielle Vermögenswerte 5.174 5.862 6.305
Beteiligungen 78 28 56
Sonstige langfristige Vermögenswerte 699 505 462
Aktive latente Steuern 12.756 11.771 4.444
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 41.408 41.328 34.702
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 166.851 182.006 154.221
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 249.741 225.814 192.345
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 220.036 200.034 130.024
Vorräte 153.037 143.674 215.347
Ertragsteuererstattungsansprüche 365 1.907 4.028
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 36.245 35.372 37.742
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 99.742 90.733 102.282
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 705.981 679.506 705.965
Aktiva, gesamt 747.389 720.834 740.667

Passiva

Werte in T€ 30.09.2018 31.03.2018 30.09.2017
1
Eigenkapital
1 1
1 1
1 1
Gezeichnetes Kapital 48.418 48.418 48.418
- davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418
Kapitalrücklage 142.068 142.068 142.068
Eigene Aktien -46.358 -46.358 -46.358
Gewinnrücklagen 255.322 246.918 241.259
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals -858 -2.016 -1.440
Eigenkapital, gesamt 398.592 389.030 383.947
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.123 1.347 1.572
Passive latente Steuern 800 20 21
Pensionsrückstellungen 9.685 9.325 9.419
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 11.608 10.692 11.012
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 136.662 88.270 128.772
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.384 17.313 1.150
davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung - 16.262 -
Steuerrückstellungen 755 1.656 1.712
Sonstige Rückstellungen 104.154 114.590 126.300
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 94.234 99.283 87.774
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 337.189 321.112 345.708
Passiva, gesamt 747.389 720.834 740.667

16 | Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 | 1. April 2018 – 30. September 2018

VERKÜRZTER SEGMENT-BERICHT

01.04. - 30.09 Direktgeschäft Projektgeschäft Konzerndienstleistungen Konzern
*
Werte in T€
*
*
01.04.2018
-
30.09.2018
* *
01.04.2017
-
30.09.2017
* *
01.04.2018
-
30.09.2018
* *
01.04.2017
-
30.09.2017
* *
01.04.2018
-
30.09.2018
01.04.2017
-
30.09.2017
*
*
01.04.2018
-
30.09.2018
01.04.2017
-
30.09.2017
*
Gesamtumsätze
*
*
391.154
* *
383.405
* *
140.507
* *
179.014
* *
9.818
34.924 *
*
541.479
597.343
EBIT 13.190 12.776 -702 -1.033 281 474 12.769 12.217
Abschreibungen auf
Anlagevermögen
1.744 1.938 278 397 - - 2.022 2.335
Finanzergebnis 1.000 -100 - - 18 -3 1.018 -103
Steuern -3.189 -2.476 - - -68 -92 -3.257 -2.568
Sonstige zahlungswirk
same
Aufwendungen und
Erträge
260 229 100 131 - - 360 360
Brutto Cashflow 15.194 14.943 -324 -505 281 474 15.151 14.912
Investitionen 821 2.116 66 528 - - 887 2.644
01.07. - 30.09
Direktgeschäft
Projektgeschäft Konzerndienstleistungen Konzern

*
Werte in T€
* *
01.07.2018
-
30.09.2018
* *
01.07.2017
-
30.09.2017
* *
01.07.2018
-
30.09.2018
* *
01.07.2017
-
30.09.2017
* *
01.07.2018
-
30.09.2018
* *
01.07.2017
-
30.09.2017
* *
01.07.2018
-
30.09.2018
01.07.2017
-
30.09.2017

*
Gesamtumsätze
* *
201.096
* *
195.390
* *
71.059
* *
93.260
* *
4.656
* *
13.111
* *
276.811
301.761
EBIT 7.403 7.123 -198 -142 141 242 7.346 7.223
Abschreibungen auf
Anlagevermögen
808 1.048 109 198 - - 917 1.246
Finanzergebnis 910 -57 - - 17 -2 927 -59
Steuern -1.990 -1.571 - - -39 -55 -2.029 -1.626
Sonstige zahlungswirk
same
Aufwendungen und
Erträge
131 115 49 65 - - 180 180
Brutto Cashflow 8.342 8.286 -40 121 141 242 8.443 8.649

VERKÜRZTE ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGEN-KAPITALS

Gesamtergebnis

Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden

Stand 30. Sep
tember 2017
44.681.430 48.418 142.068 -46.358 241.259 -438 -1.002 383.947
Konzernergebnis - - - - 9.546 - - 9.546
Sonstiges Ergebnis
nach Steuern

-
- - - - -628 -868 -1.496
Stand 1. April
2017
44.681.430 48.418 142.068 -46.358 231.713 190 -134 375.897
Werte in T€ Aktien
im Umlauf
(Anzahl)
Gezeichne
tes
Kapital
Kapital
rücklage
Eigene
Aktien
Andere Ge
winnrück
lagen /
Bilanzge
winn
Marktbe
wertung
von Finanz
instrumen
ten

Währungs
umrech

nungs
differenzen
*
Gesamt
Stand 1. April
2018 vor Anpas
sung IFRS 9
44.681.430 48.418 142.068 -46.358 246.918 -158 -1.858 389.030
Anpassung aufr
gund von IFRS 9
- - - - -2.126 - - -2.126
Stand 1. April
2018 nach An
passung IFRS 9
44.681.430 48.418 142.068 -46.358 244.792 -158 -1.858 386.904
Sonstiges Ergebnis
nach Steuern

-
- - - - 1.019 139 1.158
Konzernergebnis - - - - 10.530 - - 10.530
Stand 30. Sep
tember 2018
44.681.430 48.418 142.068 -46.358 255.322 861 -1.719 398.592

6 Erläuternde Angaben

Information zum Unternehmen

Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH werden unter Punkt 6.1.1 ab Seite 50 im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2017/2018 beschrieben.

Grundlage der Aufstellung des Abschlusses und Änderung von Rechnungslegungsmethoden

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für das zum 30. September 2018 endende Halbjahr wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2018 zu lesen.

Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. März 2018 angewandten Rechnungslegungsmethoden mit Ausnahme der unten dargestellten neu anzuwendenen Standards unverändert übernommen.

Die Rechnungslegungsstandards IFRS 9 – "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" sind verpflichtend, für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden. Medion wendet diese neuen Standards seit dem 1. April 2018 an. Eine Notwendigkeit zur Anpassung der Vorjahresvergleichswerte besteht nicht.

Aus den neuen Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften zu finanziellen Vermögenswerten ergaben sich für Medion keine Änderungen. Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten richtet sich nach dem Geschäftsmodell zur Steuerung und den Eigenschaften der Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Sämtliche finanzielle Vermögenswerte von Medion werden nach dem Geschäftsmodell "Halten" gesteuert und die zugrundeliegenden Zahlungsströme führen ausschließlich zu Tilgungs- sowie Zinszahlungen, so dass die Bilanzierung dieser finanziellen Vermögenswerte unverändert zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt.

Die Neu-Regelungen zum Hedge Accounting, die u.a. ein Wahlrecht zur Designation von Komponenten vorsehen, werden durch Medion prospektiv auf alle neu im Geschäftsjahr 2018/2019 abgeschlossenen Sicherungsbeziehungen angewendet. Im Rahmen der Abbildung der neuen Sicherungsbeziehungen wird ausschließlich die Kassaveränderung designiert und bis zur Lieferung des Grundgeschäfts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Die Terminkomponente und der Währungsbasis-Spread sind von der Sicherungsbeziehung ausgeschlossen und werden direkt ergebniswirksam im Zinsergebnis erfasst.

Aufgrund der geänderten Wertminderungsvorschriften des IFRS 9, wonach eine Wertminderung für erwartete Kreditverluste zu erfassen ist, hat sich für Medion zum 1. April 2018 ein Umstellungseffekt von € 2,1 Mio. (nach latenten Steuern) ergeben, der in den Gewinnrücklagen ausgewiesen wird.

Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Alle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2017/2018 (1. April 2017 – 31. März 2018) unter Punkt 9.3.7 auf den Seiten 171-173 aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind aber nach ihrer Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich.

Sonstige Angaben

Der Aufsichtsrat hielt zum 30. September 2018 unverändert zum Vorjahresstichtag keine Aktien.

Der Vorstand hielt zum 30. September 2018 unverändert zum Vorjahresstichtag keine Aktien.

Prüferische Durchsicht

Eine prüferische Durchsicht dieses Halbjahresfinanzberichtes zum 30. September 2018 ist nicht erfolgt (§ 37w Absatz 1 Satz 6 WpHG).

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Essen, 12. November 2018

20 | Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 | 1. April 2018 – 30. September 2018

MEDION AG Investor Relations Am Zehnthof 77 45307 Essen

Tel.: +49 (0)201-83 83 6500 Fax: +49 (0)201-83 83 6510 Internet www.medion.de / www.medion.com

© 2018 MEDION AG Essen

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