Annual Report • Jun 27, 2017
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
BERICHT ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2016/2017 | 1. APRIL 2016 – 31. MÄRZ 2017
BERICHT ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2016/2017 | 1. APRIL 2016 – 31. MÄRZ 2017
| Wert in Mio.€ | 01.04.2016 -31.03.2017 |
01.04.2015 -31.03.2016 |
01.04.2014 -31.03.2015 |
01.04.2013 -31.03.2014 |
01.04.2012 -31.03.2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.401 | 1.397 | 1.350 | 1.277 | 1.652 |
| - Inland | 986 | 988 | 958 | 946 | 1.199 |
| - Ausland | 415 | 409 | 392 | 331 | 453 |
| Umsätze nach Segmen ten |
|||||
| - davon Projektgeschäft | 503 | 545 | 622 | 670 | 1.095 |
| - davon Konzerndienst leistungen |
121 | 100 | 57 | - | - |
| - davon Direktgeschäft | 777 | 752 | 671 | 607 | 557 |
| EBIT | 32 | 31 | 34 | 30 | 351 |
| Konzernergebnis | 23 | 23 | 28 | 22 | 271 |
| Bilanzsumme | 746 | 763 | 749 | 693 | 662 |
| Eigenkapitalquote | 50,4% | 48,6% | 49,7% | 52,8% | 55,6% |
| Mitarbeiter | 1.050 | 989 | 988 | 1.007 | 1.029 |
| Personalaufwand | 59 | 55 | 53 | 50 | 521 |
1Zahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst
| Grundkapital | € 48.418.400 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISIN | DE0006605009 | ||||
| Wertpapier-Kenn-Nr.: | 660500 | ||||
| Notierungen | Xetra,Frankfurt am Main | ||||
| Streubesitz | ca. 2% | ||||
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,51 | 0,52 | 0,62 | 0,50 | 0,611 |
| Durchschnittliche Aktien anzahl |
44.681.430 | 44.681.430 | 44.681.430 | 44.681.430 | 44.681.430 |
| 1 | Vorwort des Vorstandes_____ | 6 |
|---|---|---|
| 2 | Bericht des Aufsichtsrates ___ |
9 |
| 3 | Corporate-Governance-Bericht ____ |
13 |
| 4 | Zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht der MEDION AG ______ |
25 |
| 5 | Konzernabschluss der MEDION AG ______103 |
|
| 6 | Konzernanhang der MEDION AG __111 |
|
| 7 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers160 | |
| 8 | Einzelabschluss der MEDION AG __163 |
|
| 9 | Finanzkalender____166 | |
| 10 | Impressum_______ | 167 |
| 1 | Vorwort des Vorstandes _____6 |
|
|---|---|---|
| 2 | Bericht des Aufsichtsrates ___9 |
|
| 3 | Corporate-Governance-Bericht_____13 | |
| 3.1 | Grundsätze ________13 |
|
| 3.2 | Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex ______13 |
|
| 3.3 | Vorstand und Aufsichtsrat ________16 |
|
| 3.4 | Börsennotierung, Hauptversammlung und Internet Informationen______19 |
|
| 3.5 | Compliance________20 | |
| 3.6 | Rechnungslegung und Abschlussprüfung___22 |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 (1. April 2016 bis 31. März 2017) verlief für MEDION im Rahmen der kommunizierten Erwartungen. Dabei blieben die Umsätze insgesamt mit € 1.400,5 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 1.397,4 Mio.). Das Geschäft mit Personal Computern war aufgrund des unverändert schwierigen Marktumfeldes mit einem allgemeinen Rückgang der Absatzzahlen nochmals deutlich unter dem Vorjahr. Das übrige Projektgeschäft erholte sich leicht, so dass der Gesamtumsatz im Projektgeschäft einen erwarteten Rückgang von rund -8 % verzeichnete.
Im Bereich des Direktgeschäftes verlief das Geschäft unterschiedlich. Während die digitalen Dienstleistungen mit einem Wachstum von rund +6 % leicht über den Erwartungen lagen, blieb das Direktgeschäft im Hardware-Bereich (rund -7 %) hinter den Erwartungen zurück. Auch hier machte sich gerade im vierten Kalenderquartal 2016 der gestiegene Markt- und Preisdruck bemerkbar. Insgesamt lag damit das Umsatzwachstum im Direktgeschäft mit +3 % im Erwartungskorridor, konnte aber den erhofften Rückgang im Projektgeschäft nicht komplett kompensieren.
Die Konzerndienstleistungen haben wie erwartet mit € 120,7 Mio. zum Umsatz beigetragen.
Deutschland bleibt unverändert wichtigster Markt für MEDION. Der Umsatzanteil liegt mit € 986,1 Mio. oder 70,4 % auf Niveau des Vorjahres (€ 988,1 Mio.; 70,7 %). Die Umsätze im übrigen Europa gingen leicht von € 257,3 Mio. um € -5,1 Mio. (-2,0 %) auf € 252,2 Mio. zurück. Hierin sind jedoch Umsätze aus dem Rückverkauf von Servicematerialien an Lenovo in Höhe von € 18,6 Mio. enthalten. Die sich daraus ergebenden verbleibenden Rückgänge resultieren hauptsächlich aus einer bewussten Reduzierung des PC-Geschäftes in Frankreich und den Änderungen in den Abrechnungsprozessen für den Lenovo-Kundenservice. Der Anstieg der Umsätze im übrigen Ausland von 10,9 % auf einen Anteil von 11,6 % resultiert maßgeblich aus dem Wachstum des Mobilfunkgeschäftes in Australien.
Die im Vorjahresvergleich um € -2,1 Mio. höheren Steueraufwendungen führen dazu, dass das im Vergleich zum Vorjahr um € 1,4 Mio. höhere operative Ergebnis (EBIT: € 32,2 Mio.; Vorjahr: € 30,8 Mio.) sowie das entsprechend höhere Ergebnis vor Steuern (€ 31,8 Mio.; Vorjahr: € 30,4 Mio.) sich nicht auf das Konzernergebnis durchschlagen. Dieses liegt mit € 22,6 Mio. um € -0,7 Mio. unter dem Vorjahreswert von € 23,3 Mio. (-3,0 %).
Unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation insbesondere im Markt für Personal Computer ist der Vorstand der MEDION AG mit Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden.
Denn in Deutschland verzeichneten alle drei PC-Sparten im Gesamtmarkt auch in 2016 Einbußen bei Absatz und Umsatz. Desktop-PCs zeigten einen Rückgang um 13,5 % auf 1,1 Mio. Stück. Tablet-PCs gingen um 21,8 % auf knapp 4,8 Mio. Stück zurück. Notebooks büßten 7,7 % auf knapp 4,8 Mio. Stück ein. Beim Umsatz lagen die Desktop-PCs bei € 0,64 Mrd. (- 15 %), Notebooks bei knapp € 3 Mrd. (- 5,8 %) und Tablet-PCs bei knapp € 1,4 Mrd. (- 17,4 %).
Insgesamt ging der Umsatz mit privat genutzten IT-Produkten auf € 6,9 Mrd. zurück, ein Minus von 8,6 %. Unverändert liegt ein Schwerpunkt des Produktangebots von MEDION in diesem Marktsegment.
Der Anteil vernetzbarer Geräte im Markt der technischen Gebrauchsgüter (technical consumer goods) ist 2016 in Deutschland weiter angestiegen. Angeführt wird die Liste der smarten Geräte dabei von den Consumer-Electronics-Produkten. In diesem Segment ist die Vernetzung schon am weitesten fortgeschritten. So wird beispielsweise der überwiegende Umsatz mit Fernsehgeräten, Blu ray-Playern, Set-Top-Boxen, smarten Home Audio-Systemen und Spielekonsolen mit Geräten erzielt, die mit smarten Funktionen und einem Internet-Anschluss ausgestattet sind. Bei TV-Geräten beträgt der Umsatzanteil der Smart TVs bereits über 60 %. Zweitgrößter Bereich beim Umsatz mit vernetzbaren Geräten sind die Home Automation- und Security-Produkte. An dritter Stelle folgen Geräte zur Steuerung und zur Kommunikation (Gateways, Repeater, intelligente Steckdosen usw.), gefolgt von den Elektro-Groß- und Kleingeräten.
MEDION hat in allen vorgenannten Bereichen im abgelaufenen Geschäftsjahr sein Angebot ausgeweitet und zukunftsweisende Lösungen – gerade auch für Home Security – entwickelt.
Unverändert ist es jedoch schwierig, eine Prognose aus den Markterwartungen für das klassische MEDION-Hardware-Geschäft mit PCs, Notebooks oder Tablets zu formulieren. Die Marktforscher der gfu und der GfK sehen dieses Marktsegment in 2017 in einer Größenordnung von bis zu 5 % nochmals rückläufig. Fehlende Produktinnovationen, sich verteuernde Einkaufspreise bei bestimmten Komponenten, die Marktsättigung und die generelle Abhängigkeit vom volatilen Dollar-Kurs erschweren hier eine sichere Planungsgrundlage.
Dazu kommt, dass unverändert viele klassische Handelskunden von MEDION nur geringe Online-Verkaufs-Aktivitäten entwickelt haben und daher keinen breiten Zugang zu neueren Vertriebswegen schaffen. Ein Ausbau alternativer Private-Label-Produktserien ist zwar geeignet, kompensatorisches Geschäft zu generieren, bedarf naturgemäß jedoch einer längeren Marketing- und Implementierungsphase seitens der Handelskunden.
Bevor MEDION seinen Kunden ein eigenes Angebot aus den Segmenten Virtual Reality, Sprachsteuerung oder 3D-Print anbieten kann, müssen entsprechende Produkte zunächst für breite Käuferschichten mit einfacher Bedienerführung, geringen Servicekosten und attraktiven Preisen verfügbar sein. Dies wird im Geschäftsjahr 2017/2018 noch nicht im ausreichenden Maße der Fall sein. Aufgrund der zunehmenden Sättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics, insbesondere bei TV-Produkten, und der im abgelaufenen Geschäftsjahr erst begonnenen Neuausrichtung der Produktkategorien im Bereich Haushalts-Elektronik wird insgesamt ein Rückgang im Umsatz des Projektgeschäftes von -10 bis -15 % erwartet.
Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen vornehmen kann, wird der zunehmende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft auch zu überproportionalem Ergebnisdruck führen. Insofern kann im Projektgeschäft aufgrund der zuvor erläuterten Umsatzrisiken auch ein deutlicher Rückgang des EBIT nicht ausgeschlossen werden.
Im Direktgeschäft hingegen werden zwar Skalenvorteile wie in Vorjahren erwartet, aber der Rückgang der Terminierungsentgelte und insbesondere erhöhte Registrierungskosten können sich belastend auf Umsatz und Ergebnis in diesem Bereich auswirken. Für neue digitale Dienstleistungen oder Vertriebskanäle wird darüber hinaus weiterhin erwartet, mögliche erwirtschaftete Überschüsse direkt in den weiteren Auf- und Ausbau reinvestieren zu müssen, sowie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich höhere Aufwendungen für Marketing, IT und Beratungsdienstleistungen erforderlich waren.
Insgesamt plant der Vorstand der MEDION AG zwar mit einem EBIT auf Vorjahresniveau, aufgrund der zur Umsatzerwartung erläuterten Unsicherheiten kann jedoch ein Rückgang des operativen Ergebnisses von bis zu -20 % nicht ausgeschlossen werden.
Der Fokus von MEDION bleibt unverändert darauf gerichtet, den wesentlichen Kunden und Konsumenten innovative Produkte sowie ein umfassendes Marketing- und Dienstleistungsangebot, das die gesamte Wertschöpfungskette entlang des Handelsprozesses abdeckt, offerieren zu können. MEDION wird weiterhin die Produktideen anhand aktueller Markt- und Kundenbedürfnisse konzeptionieren und zusammen mit dem Qualitäts- und Logistikmanagement einen umfassenden After-Sales-Service garantieren. Der Bereich der digitalen Dienstleistungsangebote wird weiter ausgebaut werden und ist zentraler Bestandteil der zukünftigen Unternehmensentwicklung.
Die vertragliche Einbindung in den Lenovo-Konzern wurde neben dem bestehenden Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrag weiter gefestigt. Darüber hinaus haben Lenovo und MEDION die Zusammenarbeit auf allen operativen Ebenen verstärkt und zum gegenseitigen Nutzen ausgebaut.
Als Kompensation für den Verlust des Dividendenanspruchs aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages erhalten die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG eine jährliche Ausgleichszahlung in Höhe von brutto € 0,82 je MEDION-Aktie abzüglich des Betrags für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, € 0,69 je Aktie. Es ist vorgesehen, die nächste Hauptversammlung der MEDION AG am 21. November 2017 nach Essen einzuberufen. Die Auszahlung der Ausgleichszahlung würde dann am 24. November 2017 erfolgen.
In diesem unverändert herausfordernden Wettbewerbsumfeld danken wir den Mitarbeitern von MEDION für ihren tatkräftigen Einsatz, der im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer guten Umsatzund Ergebnisentwicklung geführt hat und dafür, dass sie unverändert daran mitarbeiten, das Zusammengehen mit Lenovo zum Erfolg werden zu lassen. Den Kolleginnen und Kollegen von Lenovo danken wir für ihre Unterstützung und unseren Kunden und den Konsumenten für ihre Begeisterung für die Marke und die Produkte von MEDION.
Der Vorstand
Gerd Brachmann Christian Eigen
Die MEDION AG kann in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld und bei unverändert schwierigen Bedingungen für die Nachfrage nach Consumer-Electronics-Produkten, insbesondere im Bereich Desktop-PCs und Notebooks, auf ein im Rahmen der Prognose liegendes Jahr 2016/2017 zurückblicken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 blieben die Umsätze insgesamt wie erwartet mit € 1.400,5 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 1.397,4 Mio.). Darin enthalten sind die Umsätze mit Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern, die von € 99,6 Mio. im Vorjahr um € +21,1 Mio. auf € 120,7 Mio. angestiegen sind.
Dabei ist das operative Ergebnis aufgrund des guten Ergebnisbeitrages aus dem Direktgeschäft leicht auf € 32,2 Mio. angestiegen. Höhere Steueraufwendungen führten dann zu einem leicht unter dem Vorjahreswert (€ 23,3 Mio.) liegenden Konzernergebnis 2016/2017 von € 22,6 Mio. Angesichts des unverändert wettbewerbsintensiven Umfelds sind Vorstand und Aufsichtsrat mit dieser Entwicklung bei MEDION zufrieden.
Seit Juli 2011 ist die internationale Lenovo-Gruppe, weltweit größter Hersteller von PCs, Hauptaktionär der MEDION AG. Lenovo ist seit mehr als sechs Jahren der am schnellsten wachsende PC-Hersteller der Welt und hat sich mit der Übernahme der Mobilfunksparte von Motorola und dem Server-Geschäft von IBM bei Produktangebot und Kompetenzen nochmals vergrößert. Lenovo entwickelt eine breite Palette von Computertechnologien – von Desktop-PCs, Notebooks, Server Stations, Smartphones über Tablets bis zu digitalen Anwendungstechnologien und zunehmend auch digitalen Dienstleistungen für Geschäfts- und Privatkunden, die weltweit vertrieben werden. MEDION ist Teil der Lenovo EMEA-Organisation (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und arbeitet in vielen Bereichen mit Lenovo zusammen an der Entwicklung neuer innovativer Produkte.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und Compliance sowie über das Risikomanagement. Die Zusammenarbeit mit dem unverändert amtierenden Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit Lenovo wurden mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstandes im Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden.
Im Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Darüber hinaus gab es auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder interne Vorgespräche und Nachbereitungen der Sitzungen. Über Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert. Der Aufsichtsrat wurde auch über die für seine Arbeit relevanten Bestimmungen der europäischen Marktmissbrauchsverordnung unterrichtet.
In der Sitzung am 20. Juni 2016 wurde unter anderem der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. März 2016 sowie der Vergütungsbericht behandelt. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch die Geschäftslage erörtert und die Planung für das Geschäftsjahr 2016/2017 ausführlich diskutiert und verabschiedet.
Die Sitzung des Aufsichtsrates am 1. September 2016 diente der Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung 2016. Zusätzlich hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die Entwicklung des operativen Geschäfts und die Produktneuheiten zur Internationalen Funkausstellung (IFA) informiert.
Die Änderungen des Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 25. November 2016 diskutiert und die aktualisierte Version der Entsprechenserklärung vom Aufsichtsrat verabschiedet. Außerdem wurde über den Verlauf der Hauptversammlung 2016, die am 22. November 2016 stattgefunden hatte, und die aktuelle Geschäftslage berichtet.
In der letzten Sitzung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2016/2017, die am 21. Februar 2017 stattgefunden hat, wurden unter anderem die Effizienzprüfung des Aufsichtsrates sowie der Compliance-Bericht thematisiert und zur Kenntnis genommen. Des Weiteren hat der Vorstand über die Geschäftslage zum 31. Dezember 2016 (3. Quartal 2016/2017) berichtet und einen Ausblick auf das Ende des Geschäftsjahres 2016/2017 sowie auf die Planung von Umsatz, Ergebnissen und Investitionen im Geschäftsjahr 2017/2018 gegeben. Außerdem wurden in dieser Sitzung die Schwerpunkte der Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2016/2017 erläutert sowie die Zustimmung erteilt, dass die PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, gleichzeitig ihr Mandat als Wirtschaftsprüfer und als Steuerberater für einige MEDION Tochtergesellschaften ausüben darf.
Auch außerhalb dieser Sitzungen stand insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich auf der Grundlage von Kennziffern über die aktuelle Entwicklung der Geschäfte und über wesentliche Geschäftsvorfälle informieren.
Der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex kann dem nachfolgenden Kapitel entnommen werden.
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte handelsrechtliche Jahresabschluss (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 und der Lagebericht (gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht) der MEDION AG wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, geprüft. Den Prüfungsauftrag hat der Aufsichtsrat durch seinen Vorsitzenden entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. November 2016 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Vorstand ist wie in den Vorjahren der Überzeugung, dass die in IFRS 8.34 geforderte Angabe der Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit wichtigen externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des MEDION-Konzerns belaufen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Der Vorstand hat sich daher vor dem Hintergrund von § 131 Abs. 3 Satz 1 AktG und der im Handelsrecht für eine Umsatzaufgliederung bestehenden Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss nach IFRS zu unterlassen und die insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers wegen dieser fehlenden Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. Der Aufsichtsrat hat sich wie in den Vorjahren nach sorgfältiger Prüfung der Auffassung des Vorstandes angeschlossen. Die Einschränkung des Bestätigungsvermerks bezieht sich ausdrücklich lediglich auf diese unterlassene Angabe im Anhang gemäß IFRS 8.34. Der Abschlussprüfer hat im Übrigen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes festgestellt und bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht unter Beachtung der übrigen geltenden Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln.
Das Auftragsverhältnis zwischen der MEDION AG und der Prüfungsgesellschaft hat die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt. Der Aufsichtsrat beauftragte den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dem Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, vor. Darin wurde bestätigt, dass keinerlei berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zur MEDION AG und zu ihren Organen bestehen, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten.
Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das bei der MEDION AG bestehende Risikofrüherkennungssystem geprüft. Er bescheinigt der MEDION AG, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und das Risikofrühwarnsystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen.
Auch der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand angemessene Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ergriffen und insbesondere ein Überwachungssystem installiert hat.
Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte gingen allen Aufsichtsratsmitgliedern zu. Sie waren in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 23. Juni 2017 Gegenstand ausführlicher Beratung. Der Abschlussprüfer, der bereits im Vorfeld Fragen des Aufsichtsrates beantwortet hatte, nahm an der Sitzung teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der MEDION AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes hat der Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 201 am 23. Juni 2017 gebilligt. Der Jahres festgestellt. 2017 sowie den Konzernabschluss zum 31. März 201 Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 201 erheben. Jahresabschluss der sowie den 2017 hat der Aufsichtsrat abschluss MEDION AG 2017 ist damit
Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages weist die MEDION AG im Jahresabschluss 201 Aktionäre der MEDION AG erhalten für die Dauer des Vertrages eine jährliche Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Ausgleichszahlung beträgt brutto EUR 0,82 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 1,00 für jed abzüglich eines Betrags für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Es kommen 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidari Daraus ergibt sich eine Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 0,69 je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Ausgleichszahlung ist fällig am Hauptversammlung 201 2016/2017 keinen Bilanzgewinn aus. Die außenstehenden näre Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer zum Abzug. dritten Bankarbeitstag nach der 2017, die für den 21. November 2017 geplant ist. mit Gewinnabführungsvertrages keinen Bilanzgewinn außenstehenden des von Germany beträgt mit rechnerischen Grundkapital Höhe EUR 1,00 jedes volle Geschäftsjahr, Betrags dem jeweils für % tätszuschlag Abzug. Ausgleichszahlung von Aktie das abgelaufene Bankarbeitstag der Veränderungen im Aufsichtsrat MEDION tand, und AG In-
Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG.
Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder hat es im Berichtsjahr nicht gegeben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vors und Ausland sowie der Arbeitnehmervertretung für ihr persönliches Engagement und die in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld geleistete Arbeit. Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MEDION AG im In und Ausland für ihr persönliches die einem
Essen, am 23. Juni 201 Der Aufsichtsrat . 2017
Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender
Corporate Governance bei MEDION umfasst das System der Leitung und Überwachung des Unternehmens. Dabei ist Corporate Governance bei MEDION die verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens. Wesentlicher Bestandteil dieser Ausrichtung ist die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.
Daran hat sich auch durch die Übernahme des Mehrheitsbesitzes an der Gesellschaft durch die internationale Lenovo-Gruppe nichts geändert. Lenovo und MEDION wollen gemeinsam mit guter Corporate Governance das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger fördern und richten die Leitung und Kontrolle des Unternehmens nach den Bedürfnissen der Kunden, der Mitarbeiter, der Finanzmärkte und der anderen Geschäftspartner sowie der Öffentlichkeit aus. Über die Corporate Governance bei MEDION berichtet der Vorstand – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt:
Corporate Governance ist für MEDION und seine Organe ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. MEDION hat daher alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten.
Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat am 5. Mai 2015 eine Aktualisierung des Kodex beschlossen, die am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.
Dies führte dazu, dass die bisherige Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr in Kodex-Ziffer 5.4.1 – Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat verändert werden musste.
Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. November 2016 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 25. November 2016 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können. Der Aufsichtsrat hat auch keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Die Eignung zur Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit hängt nach seiner Überzeugung insbesondere von den spezifischen Bedürfnissen der Gesellschaft und den individuellen Fähigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält er daher nicht für sinnvoll, da der MEDION AG auch die besonderen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ihrer Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen sollen.
Seit 2010 hat die "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" Empfehlungen beschlossen, nach denen der Aufsichtsrat künftig konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benennen soll. Der Aufsichtsrat der MEDION AG sieht die Zusammensetzung seines Gremiums
insbesondere an den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells und an der seit Juli 2011 geänderten Eigentümerstruktur von MEDION ausgerichtet.
Der Aufsichtsrat soll danach so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Insbesondere sollen die Aufsichtsratsmitglieder für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben. Die Besetzung des Aufsichtsrates soll eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat sicherstellen. Dabei soll insbesondere auch auf die Integrität, Persönlichkeit, Leistungsbereitschaft, internationale Erfahrung und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der unternehmerischen Aktivitäten und zukünftigen Ausrichtung von MEDION als wesentlich erachtet werden.
Bei MEDION besteht der Aufsichtsrat mit Herrn Dr. Rudolf Stützle seit dem Börsengang 1999 aus einem ausgewiesenen Kenner des internationalen Handels und der Finanzmärkte, der über 30 Jahre Leitungsfunktionen in einer internationalen Bank wahrgenommen hat, als unabhängigem Mitglied in der Person des Vorsitzenden des Aufsichtsrates. Vom Mehrheitsaktionär Lenovo sind seit Dezember 2011 zwei Mitglieder des Lenovo Executive Committee im Aufsichtsrat vertreten. Dabei vertritt der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Wai Ming Wong, den Finanzbereich und die internationale Expansionsstrategie von Lenovo. Des Weiteren ist Herr Gianfranco Lanci am 19. Dezember 2013 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt worden. Herr Gianfranco Lanci ist im Lenovo Executive Committee als Corporate President und Chief Operating Officer unter anderem für die größte Produktsparte PC (Personal Computer) und für wesentliche Auslandsmärkte zuständig. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates wurden in der Hauptversammlung am 1. Oktober 2015 für die in § 8 Abs. 2 der Satzung bestimmte Amtszeit wiedergewählt.
Zum 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Für die MEDION AG gilt danach die Verpflichtung als börsennotiertes Unternehmen, Zielgrößen zum Frauenanteil und Fristen zu deren Erreichung in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Die festzulegende Frist bis zur Erreichung dieser ersten Zielmarke darf nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern.
Die MEDION AG hat am 29. September 2015 die entsprechende Erklärung auf ihrer Homepage veröffentlicht.
Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates und der spezifischen Situation der Gesellschaft sowie der Zusammensetzung der Leitungsgremien bei Lenovo verfügt der Aufsichtsrat zurzeit über kein weibliches Mitglied. Der Aufsichtsrat wird jedoch über dieses Thema weiter beraten und strebt in Abstimmung mit dem Vorstand an, den Anteil weiblicher Führungskräfte im Unternehmen weiter zu erhöhen.
Den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells der MEDION AG trägt die seit der Unternehmensgründung beziehungsweise dem Börsengang und insbesondere auch nach der Mehrheitsübernahme in 2011 durch Lenovo in weiten Teilen unverändert gebliebene Vorstands- und Führungsstruktur des Unternehmens Rechnung. Beide Vorstandsmitglieder sind seit dem Börsengang
1999 bestellt, verantworten operative Bereiche, in denen die wesentlichen Geschäftsprozesse bei Einkauf, Logistik, Finanzplanung und Controlling sowie die direkte Führung von wesentlichen Unternehmensfunktionen wie Informationstechnik, Vertrieb, Personal und Strategie enthalten sind. Die beiden Vorstandsmitglieder Gerd Brachmann und Christian Eigen wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wiederbestellt und die Anstellungsverträge der beiden Vorstandsmitglieder in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. Februar 2016 bis zum 31. März 2020 verlängert.
Die so genannte erste Führungsebene im Unternehmen ist dem Vorstand über Zielvorgaben und Berichtspflichten direkt verantwortlich. Die Führungspositionen sind seit Jahren langfristig und kompetent besetzt, circa 28 % davon mit Frauen. MEDION hat mitgeteilt, den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 23 % und auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 29 % bis zum 30. Juni 2017 zu erhöhen und nimmt aktiv an dem weltweiten Diversity Programm von Lenovo teil.
MEDION folgt bereits seit Jahren den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat befassen sich regelmäßig intensiv mit der Erfüllung der Kodex-Vorgaben. Auf Basis dieser Beratungen haben Vorstand und Aufsichtsrat am 25. November 2016 die aktuelle Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und auf der Website der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht.
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat am 12. Juni 2015 den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 als Neufassung im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015, mit den nachstehend erwähnten Abweichungen zu den Kodex-Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 sowie 5.4.1 entsprochen wird.
Der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat der MEDION AG bildet aufgrund der Größe des Aufsichtsrats keine Ausschüsse.
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Die Eignung zur Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit hängt nach unserer Überzeugung insbesondere von den spezifischen Bedürfnissen der Gesellschaft und den individuellen Fähigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat halten wir nicht für sinnvoll, da der MEDION AG auch die besonderen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ihrer Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen sollen.
Neben den Empfehlungen enthält der Kodex eine Reihe von Anregungen für eine gute und verantwortungsbewusste Corporate Governance und Unternehmensführung, deren Einhaltung nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht offengelegt werden muss. MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen kann. Aufgrund der besonderen Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung bisher nicht vorgesehen. Außerdem erfolgt keine Übertragung der Hauptversammlung im Internet (Kodex-Ziffer 2.3.3).
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen; ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage. Für bedeutende Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat den Vorbehalt seiner Zustimmung festgelegt.
MEDION hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (so genannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat und die Vorstandsmitglieder der MEDION AG abgeschlossen.
Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf.
Kein Mitglied des Aufsichtsrates der MEDION AG ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.
Entsprechend dem deutschen Aktienrecht, dem die MEDION AG mit Sitz in Essen unterliegt, verfügt das Unternehmen über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur, die einen zweiköpfigen Vorstand und einen dreiköpfigen Aufsichtsrat umfasst.
Der Vorstand der MEDION AG besteht seit dem 1. Oktober 2009 aus zwei Personen. Der Vorstand führt den MEDION-Konzern in eigener Verantwortung. Die Mitglieder des Vorstandes sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Vorstandes. Seit dem Jahr 2012 ist ein mit dem Mehrheitsaktionär Lenovo abgeschlossener Unternehmensvertrag wirksam, der seit dem 1. Januar 2012 eine Beherrschung und seit dem 1. April 2012 eine Gewinnabführung beziehungsweise Verlustausgleichsverpflichtung vorsieht. Der Mehrheitsaktionär ist dadurch
berechtigt, dem Vorstand der MEDION AG hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft allgemeine oder auf Einzelfälle bezogene Weisungen zu erteilen.
Der Vorstand hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die vom Aufsichtsrat gebilligt worden ist. In dem Geschäftsverteilungsplan sind die individuellen Aufgaben- und Verantwortungsbereiche des Vorstandes festgelegt. Mitglieder des Vorstandes dürfen nicht älter als 60 Jahre sein. Bei Erstbestellung ist die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel.
Der Aufsichtsrat berät über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft diese regelmäßig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat unter Einbeziehung etwaiger Konzernbezüge in angemessener Höhe auf der Grundlage einer individuellen Leistungsbeurteilung festgelegt.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in eine kurz- und langfristige variable Vergütung und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeteilt sind. Aufgrund der Übernahme zusätzlicher Funktionen in den internationalen Gremien der Lenovo-Gruppe werden die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung für den MEDION-Vorstand in Form von Aktien und Optionsrechten auf Aktien der börsennotierten Lenovo-Gruppe direkt von dieser geleistet. Für diese Vergütungsbestandteile bestehen mehrjährige Haltefristen. Da MEDION auf die Ermittlung der Zielerreichung des Vorstands für seine Tätigkeit bei Lenovo keinen Einfluss hat und auch in der Gewinn-und Verlustrechnung für die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung von Lenovo nicht belastet wird, werden die entsprechenden Beträge seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 auch nicht mehr im Vergütungsbericht als Aufwand ausgewiesen. Die Höhe der Vergütung durch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung ist gegenüber den Vorjahren unverändert und entspricht den Vereinbarungen aus den Vorstandsverträgen.
Die variable Vergütung gemäß den seit dem 1. Januar 2017 bestehenden vertraglichen Regelungen besteht aus folgenden Elementen: erstens aus einer gewinnabhängigen Tantieme, deren Höhe sich unter anderem nach dem operativen Ergebnis (EBIT) der Gesellschaft und weiteren überprüfbaren Kriterien bestimmt. Diese enthält die Bezugnahme auf die Erreichung jährlicher Ziele.
Zweitens, der langfristige Leistungsbonus verwendet ein Jahresziel und wird während der Laufzeit des Anstellungsvertrages zweimal berechnet. Der erste langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 27 Monate (27 Monate vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2019). Der zweite langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 12 Monate (12 Monate vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020).
Des Weiteren haben die Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit im Lenovo-Konzern zusätzlich einen Anspruch auf eine aktienbasierte Vergütung von Lenovo, die sich auf Lenovo-Aktien und Lenovo-Optionsrechte bezieht. Diese bemisst sich nach dem Erreichungsgrad individuell vereinbarter Ziele. Die gewährten Aktien und Optionsrechte unterliegen Sperrfristen, innerhalb derer sie nicht verkauft oder anderweitig übertragen werden dürfen. Für außerordentliche, nicht vorhersehbare Entwicklungen hat der Aufsichtsrat einen für jedes Vorstandsmitglied individuellen Höchstbetrag festgelegt, der maximal vergütet wird.
Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der privaten Dienstwagennutzung sowie von Versicherungsprämien. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeiten infolge eines Kontrollwechsels ("Changeof-Control-Regelung") besteht nicht.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates informiert die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und anschließend über deren Veränderung. Die Bekanntgabe der Gesamtvergütung des Vorstandes erfolgt im Konzernanhang. Diese wird separat individualisiert dargestellt nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Der Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen des Vorstandes ist auf den folgenden Seiten 92-95 im Lagebericht und zusammengefassten Konzernlagebericht abgedruckt.
Der auf der Hauptversammlung am 1. Oktober 2015 wiedergewählte Aufsichtsrat der MEDION AG besteht aus drei Personen. Er berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des MEDION-Konzerns. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für den MEDION-Konzern wird er eingebunden. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstandes und sorgt dabei gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrates nach außen wahr.
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Aufgrund der unterschiedlichen beruflichen Werdegänge ist gewährleistet, dass die Mitglieder des Aufsichtsrates über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Die Bekanntgabe der Gesamtvergütung des Aufsichtsrates erfolgt im Konzernanhang. Der Vergütungsbericht mit den individualisierten Bezügen des Aufsichtsrates ist auf der folgenden Seite 96 abgedruckt.
Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, sind von jedem Aufsichtsratsmitglied dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keinerlei Interessenkonflikte aufgetreten. Sollten wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitgliedes auftreten, führen diese zu einer Beendigung des Mandates.
Der Aufsichtsrat hat bei der turnusgemäßen Effizienzprüfung festgestellt, dass der Aufsichtsrat effizient und organisiert ist und dass das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sehr gut funktioniert.
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind nach § 15a WpHG und der seit dem 3. Juli 2016 geltenden europäischen Marktmissbrauchsverordnung (MAR) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der MEDION AG offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahe stehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigten Geschäfte die Summe von € 5.000 erreicht oder übersteigt. Der Aufsichtsrat der MEDION AG hielt zum 31. März 2017 unverändert zum Vorjahresstichtag keine Aktien.
Zum Stichtag 31. März 2017 hielt der Vorstand unverändert zum Vorjahresstichtag keine Aktien.
Veröffentlichungspflichtige Geschäfte werden auf der Website des Unternehmens unter www.medion.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.
Die Aktie der MEDION AG ist börsennotiert. Durch Beschluss der Frankfurter Wertpapierbörse vom 19. März 2012 wurde die Zulassung der MEDION-Aktie zum Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) widerrufen. Der Widerruf wurde mit Ablauf des 19. Juni 2012 wirksam. Die Aufnahme des Handels der Aktien im regulierten Markt (General Standard) erfolgte ab dem 20. Juni 2012. Die Aktionäre der MEDION AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft wahr, in der der Vorsitzende des Aufsichtsrates den Vorsitz führt. In der jährlichen Hauptversammlung haben die Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Weisungen zur Stimmrechtsausübung an diesen Stimmrechtsvertreter konnten im Geschäftsjahr 2016/2017 vor und während der Hauptversammlung am 22. November 2016 bis zum Ende der Generaldebatte erteilt werden. Auch während der kommenden Hauptversammlung am 21. November 2017 in Essen werden die Aktionäre diese Möglichkeit haben.
Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sind auf der MEDION-Website verfügbar. Direkt im Anschluss an die Hauptversammlung werden die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse im Internet veröffentlicht.
Bei der MEDION AG ist das Anmelde- und Legitimationsverfahren zur Hauptversammlung auf den international üblichen so genannten Record Date umgestellt und dadurch vereinfacht worden.
Bei MEDION gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation und Anmeldung der Aktionäre. Somit erhöht MEDION insbesondere für ihre ausländischen Aktionäre den Anreiz, an der Hauptversammlung teilzunehmen und von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Bei der Einladung zur Hauptversammlung werden die Anforderungen hinsichtlich der Angaben zur Vollmachtserteilung und zum stimmberechtigten Aktienbesitz sowie zum Teilnahmerecht umgesetzt. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung, zur Ausübung des Stimmrechts und zur Stellung von Anträgen sind nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig vor der Hauptversammlung anmelden. Die Anmeldung muss der Gesellschaft oder einer in der Einladung zur Hauptversammlung bezeichneten Stelle mindestens sechs Tage vor der Versammlung zugehen. Der Tag der Versammlung und der Tag des Zugangs sind nicht mitzurechnen.
Die Aktionäre haben in der jährlichen Hauptversammlung die Möglichkeit, ihre Rechte wahrzunehmen und dort ihr Stimmrecht auszuüben. Das Stimmrecht kann von den Aktionären entweder selbst oder durch einen von ihnen gewählten Bevollmächtigten oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausgeübt werden. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Auch Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen. Eine Beschlussfassung über die Gewinnverwendung findet während der Wirksamkeit des Gewinnabführungsvertrages mit der Lenovo Germany Holding GmbH nicht statt.
Über wesentliche Termine werden die Aktionäre regelmäßig durch einen Finanzkalender unterrichtet, der im Geschäftsbericht sowie auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht ist.
Die Unternehmenskommunikation und die Investor-Relations-Aktivitäten der Gesellschaft folgen dem Ziel, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Zur Gewährung größtmöglicher Transparenz werden Aktionäre, alle Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Aktionärsvereinigungen sowie die Medien zeitnah und regelmäßig über den Geschäftsverlauf informiert. Zu diesem Zweck wird insbesondere das Internet genutzt. Hier werden unter anderem Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Ad-hoc- und sonstige Meldungen in deutscher Sprache bereitgestellt. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender zusammengefasst.
Unverzüglich nach Kenntnisnahme, dass jemand durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte an der MEDION AG erreicht, über- oder unterschreitet, veröffentlicht der Vorstand eine entsprechende Meldung. Der MEDION AG sind am 18. Januar 2017 Meldungen über den Stimmrechtsbesitz von Paul E. Singer, U.S.A., und von ihm kontrollierten Unternehmen (Elliott) zugegangen. Diese Unternehmen informierten im Rahmen freiwilliger Konzernmitteilungen am 18. Januar 2017, dass sie am 13. Januar 2017 9,83 % des Grundkapitals der MEDION AG hielten.
Weiterhin hielt Lenovo unverändert circa 80 % des Grundkapitals der MEDION AG zum Bilanzstichtag 31. März 2017.
Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Das Risikomanagement des MEDION-Konzerns wird durch die beiden Instrumente Controlling und Frühwarnsystem unter dem Dach eines strategischen Controllings geführt. Das interne Kontrollsystem dient der Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Elemente sind das Prinzip der Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in Organisationsanweisungen dokumentiert. Das systematische Risikomanagement im Rahmen des wertorientierten Konzernmanagements bei MEDION soll dazu beitragen, dass Risiken frühzeitig erkannt und die Risikopositionen optimiert werden. Ein ausführlicher Risikobericht ist im Konzernlagebericht in diesem Geschäftsbericht veröffentlicht.
Ein Bestandteil des Risikomanagements im Konzern betrifft die Compliance-Maßnahmen. Compliance bei MEDION ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die das regelkonforme Verhalten des Unternehmens, seiner Organmitglieder und Mitarbeiter im Hinblick auf gesetzliche Ge- und Verbote sowie interne Unternehmensrichtlinien begründen.
Compliance soll MEDION präventiv vor Fehlverhalten bewahren, das auf Unwissenheit oder Fahrlässigkeit beruht und zu Imageschäden sowie dem Verfehlen von Unternehmenszielen infolge unsachgemäßen Geschäftsgebarens führen kann. Compliance-Systeme sind Organisationsmaßnahmen, die das rechtmäßige, verantwortungsbewusste und nachhaltige Handeln von MEDION sowie seiner Organe und Mitarbeiter gewährleisten sollen und dabei die Angemessenheit und Wirksamkeit der zur Behebung von Defiziten getroffenen Maßnahmen überwachen und regelmäßig bewerten. MEDION hat dafür Vorsorge getroffen, dass das Insiderrecht, die Gesetze zur Korruptionsbekämpfung und die kartellrechtlichen Vorschriften durch die Unternehmen des Konzerns und ihre Mitarbeiter beachtet werden.
Der bei MEDION eingerichtete Compliance-Ausschuss besteht aus dem Mitglied des Vorstandes für Finanzen sowie den Abteilungsleitern Personal und Investor Relations.
MEDION hat seit dem Geschäftsjahr 2008 mit allen Führungskräften bzw. Mitarbeitern aus Bereichen, die eigenständig Aufträge an Dritte vergeben können, Zusatzvereinbarungen zu den bestehenden Arbeitsverträgen geschlossen, die es den Mitarbeitern untersagen, Geldgeschenke oder sonstige geldwerte Vorteile zur persönlichen Verwendung für sich oder für Dritte anzunehmen sowie darüber hinaus so genannte Schmiergeldzahlungen seitens der Handelspartner, Hersteller oder Geschäftspartner anzunehmen oder zu leisten. Alle im Geschäftsjahr 2016/2017 hinzugekommenen neuen Führungskräfte haben diese Vereinbarung ebenfalls unterschrieben.
Am 18., 20., 23. und 30. Januar 2017 sowie am 3. Mai 2017 wurden alle betroffenen Mitarbeiter in fünf Informationsveranstaltungen über die neuen Anforderungen an Compliance, die aktuellen Vorschriften und die praktische Umsetzung im MEDION-Konzern sowie über die Grundzüge der Lenovo-Compliance informiert. Dazu gehören auch Hinweise zum Insiderrecht, zu den Gesetzen zur Korruptionsbekämpfung und zu den kartellrechtlichen Vorschriften sowie die Vorstellung so genannter Code-of-Conduct-Anforderungen. Des Weiteren wurde über die Notwendigkeit von Chinese-Wall-Bereichen im MEDION-Konzern, den gesetzeskonformen Umgang mit möglichen unternehmensrelevanten Informationen, die aktuellen Anforderungen an den Datenschutz und die Vorbildfunktion der Führungskräfte für ihre jeweiligen Bereiche berichtet.
Alle Personen mit Zugang zu Insiderinformationen – Mitarbeiter und Außenstehende – für die der Zugang zu Informationen unerlässlich ist, um ihre Aufgaben bei MEDION wahrnehmen zu können, werden in entsprechenden Insiderverzeichnissen, die in der Personalabteilung geführt werden, dokumentiert. Dabei werden die neuen Vorschriften und Änderungen, die sich aus der am 3. Juli 2016 in Kraft getretenen EU-Richtlinie zur Marktmissbrauchsverordnung (MAR) ergeben, eingehalten und umgesetzt.
Die Rechnungslegung des MEDION Financial Reporting Standards), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der gesetzlich vorgeschriebene Einzelabschluss der MEDION AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. MEDION-Konzerns erfolgt nach den Grundsätzen der IFRS (International Konzerns Financial sie 315a 1 handelsrechtlichen vorgeschriebene den Vorschriften des Abschlussprüfer wird erhält Aufsichtsrat den
Der Abschlussprüfer wird durch die Hauptversammlung gewählt und erhält vom Prüfungsauftrag. Um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu gewährleisten, holt der Aufsichtsrat von ihm eine Erklärung über eventuell bestehende Ausschluss Ausschluss- und Befangenheitsgründe ein. die Aufsichtsrat
Anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung am Aufsichtsrates die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der ME 22. November 2016 wurde auf Vorschlag des MEDION AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 bestellt. auf des PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Abschlussprüfer des DION AG bestellt.der dem Abschlussprüfer, dass der des Ausschluss- oder
Im Rahmen der Erteilung des Prüfungsauftrages vereinbart der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates über Ausschluss Befangenheitsgründe, die während der Prüfung nicht unverzüglich beseitigt werden. auftreten, unverzüglich informiert wird, soweit diese
Des Weiteren soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der A unverzüglich berichten. unverzüglich informiert diese alle die wesentlichen und Vorkommnisse, Abschlussprüfung ergeben,
Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsi vereinbar sind. Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht Aufsichtsrat im vermerken, Zuge Abschlussprüfung die mit chtsrat Entsprechenserklärung nicht AG
Für den Aufsichtsrat der MEDION AG
Für den Vorstand der MEDION AG
Dr. Rudolf Stützle (Vorsitzender)
Gerd Brachmann (Vorsitzender)
| 4 | Zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht der MEDION AG ______25 |
|
|---|---|---|
| 4.1 | Grundlagen des Konzerns ________25 |
|
| 4.1.1 4.1.2 4.1.3 4.1.4 4.1.4.1 4.1.4.2 4.1.5 |
Geschäftsmodell und Verbindung zu Lenovo___ 25 Wesentliche Märkte und Wettbewerbsposition ____ 28 Ziele und Strategien _____ 29 Steuerungssystem _____ 30 Unternehmenssteuerung______ 30 Die Struktur des MEDION-Konzerns _______ 31 Forschung und Entwicklung_____ 32 |
|
| 4.2 | Wirtschaftsbericht ________34 |
|
| 4.2.1 4.2.1.1 4.2.1.2 4.2.1.3 4.2.2 4.2.2.1 4.2.2.2 4.2.2.3 4.2.3 4.2.3.1 4.2.3.2 4.2.3.3 4.2.3.4 4.2.3.5 |
Rahmenbedingungen ______ 34 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung _____ 34 Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen____ 34 Markt für Consumer Electronics/Digitale Medien/Mobilfunkdienstleistungen __ 34 Geschäftsverlauf _______ 36 Geschäftsentwicklung 2016/2017 _____ 36 Beteiligungen_________ 38 Aktie und Dividende/Spruchstellenverfahren ____ 39 Lage des Konzerns _______ 39 Ertragslage ________ 39 Segmente _________ 44 Vermögens- und Finanzlage _______ 47 MEDION AG (ergänzende Erläuterungen auf Basis HGB) ___ 50 Wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung - Finanzielle Leistungsindikatoren ___________ 54 |
|
| 4.3 | Nachtragsbericht _________56 |
|
| 4.4 | Prognose-, Chancen- und Risikobericht ____57 |
|
| 4.4.1 4.4.1.1 4.4.1.2 4.4.1.3 4.4.1.4 4.4.1.5 4.4.1.6 4.4.1.7 4.4.2 4.4.2.1 4.4.2.2 4.4.2.3 4.4.2.4 4.4.2.5 4.4.2.6 4.4.2.7 |
Prognosebericht ______ 57 Konjunktureller Rahmen _______ 57 Marktentwicklung im Bereich der Consumer Electronics___ 58 Unternehmensentwicklung und Geschäftsmodell ____ 64 Entwicklung von MEDION in den Jahren 2017 und 2018 ___ 64 Auftragslage _______ 65 Umsatz und Ergebnis (EBIT) in den Geschäftsjahren 2017/2018 und 2018/2019 __ 66 Liquidität und Bilanzstruktur ______ 68 Risikobericht ________ 68 Risikomanagement _______ 68 Risikomanagementsysteme und internes Kontrollsystem___ 69 Absatzbezogene Risikoposition _______ 69 Betrieb________ 71 Recht _________ 74 Finanzen und Finanzinstrumente _____ 75 Personal___________ 75 |
|
| 4.4.2.8 4.4.3 |
Risikoszenarien ________ 76 Chancenbericht ___________ 78 |
| 4.5 | Ergänzende Berichterstattungselemente und nicht | |
|---|---|---|
| finanzielle Leistungsindikatoren ____81 |
||
| 4.5.1 | Personal _______ 81 | |
| 4.5.1.1 | Entwicklung ________ 81 | |
| 4.5.1.2 | Struktur___________ 82 | |
| 4.5.1.3 | Motivation _________ 83 | |
| 4.5.1.4 | Wesentliche Vereinbarungen_______ 84 | |
| 4.5.2 | Nachhaltigkeit _________ 85 | |
| 4.5.3 | Corporate Governance/Vergütungsbericht _____ 91 | |
| 4.5.3.1 | Corporate Governance ___________ 91 | |
| 4.5.3.2 | Vorstandsvergütungen ___________ 92 | |
| 4.5.3.3 | Aufsichtsratsvergütungen _________ 96 | |
4.5.4 Sonstige Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB ________ 96 4.5.5 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a und § 315 Abs. 5 HGB97
Die MEDION AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Die Aktie wurde bis zum 19. Juni 2012 im Börsensegment "Prime Standard" im regulierten Markt in Frankfurt geführt. Mit Ablauf des 19. Juni 2012 schied die Aktie aus dem Prime Standard aus und wird seit dem 20. Juni 2012 im regulierten Markt (General Standard) geführt. Mehrheitsaktionär mit rund 80 % ist der ebenfalls börsennotierte Lenovo-Konzern (gelistet seit 1994 an der Börse in Hongkong und in den USA). Lenovo ist seit 2012 der weltweit größte PC-Hersteller. MEDION ist seit einem freiwilligen Übernahmeangebot im Juli 2011 Teil der internationalen Lenovo-Gruppe. MEDION wird dabei auf der Berichtsebene als Teil der EMEA-Organisation (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) von Lenovo geführt. Lenovo ist mit zwei Mitgliedern im Aufsichtsrat der MEDION AG vertreten. Seit dem Börsengang von MEDION in 1999 führen unverändert Gerd Brachmann und Christian Eigen als Vorstandsmitglieder die MEDION AG.
Das seit über 25 Jahren national wie international bewährte MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem neuesten technologischen Stand zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit für breite Käuferschichten verfügbar zu machen. Die Kernkompetenz ist dabei die Entwicklung und der Vertrieb von Computer- und Multimedia-Produkten wie Notebooks, PC-Systemen, Monitoren, Smartphones und Tablets. Hierzu zählen auch die MEDION-Smart-Home-Bausteine, mit denen die Kunden Hausautomation selbst nachrüsten können. Unterhaltungselektronik wie LCD-Fernseher, Internetradios und Bluetooth-Lautsprecher sowie Haushalts- und Gesundheits-Produkte sind weitere Felder, in denen MEDION über jahrzehntelange Erfahrung verfügt.
Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation (MEDIONmobile), Fotoservice, Software-Downloads, Musik-Plattformen und Online-Dienste und vertreibt ausgewählte Produkte im Online-Handel.
MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte, sondern – weit darüber hinausgehend – die Funktion eines Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte Wertschöpfungskette – von der Entwicklung der Produktidee über die Herstellung und Logistik bis hin zum After-Sales-Service – managt und kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen gleichzeitig in mehreren Ländern stattfinden.
Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und nutzerorientierten Multimedia-Produkten im preisgekrönten Design und der Entwicklung von neuen Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten nationalen und internationalen After-Sales-Service.
Lenovo ist ein Computertechnologie-Konzern und mit einem Umsatz von über USD 45 Mrd. der größte PC-Anbieter der Welt mit einem weltweiten Marktanteil von zuletzt 22,4 % (Q3 2016/2017, IDC, Lenovo). Der Konzern beschäftigt ca. 60.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern und hat Kunden in mehr als 180 Ländern. Die in Hongkong und New York börsennotierte Lenovo gehört zu den "Fortune Global 500"-Unternehmen und hat ihre Hauptniederlassungen in Peking (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Lenovo unterhält große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai, Shenzhen (China) und Morrisville (USA) sowie Fertigungsanlagen in aller Welt, von Greensboro, North Carolina (USA) über Monterrey (Mexiko) bis Indien, China und Brasilien. Lenovo ist seit vielen Jahren durch Übernahmen und seine Geschäftserfolge der am schnellsten gewachsene große PC-Hersteller der Welt. Darüber hinaus entwickelt Lenovo eine breite Palette von Computertechnologien, neben den klassischen Desktop-PCs und Notebooks – insbesondere für den Business Bereich – auch Smartphones und Tablets bis zu Smart-TV-Geräten und Server-Technologien und hat seine Geschäftsbasis durch den Erwerb der x86-Server-Sparte von IBM sowie den Kauf der Motorola Mobility Services nochmals verbreitert. Das Lenovo Geschäft wird in die Segmente "PC und Smart Devices", "Mobile Business" (Smartphones) und "Data Center" (Server) untergliedert. In 2016 baute Lenovo die Partnerschaft mit SAP aus, um flexible Cloud-Lösungen zu entwickeln und startete eine Partnerschaft mit Nutanix, um alle Rechenzentren der Welt mit sogenannter unsichtbarer Infrastruktur auszustatten. Lenovo arbeitet gemeinsam mit Google an der Entwicklung mobiler Produkte mit 3D-Bewegungserfassung und Tiefenerkennung.
Lenovo hat neben den unternehmerischen Zielen insbesondere auch eine Kernkompetenz für das Management von Übernahmen entwickelt, die es bei nachfolgenden Unternehmenszusammenschlüssen und Joint-Ventures angewendet hat. 2011 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit NEC und wurde so zur Nr. 1 unter den PC-Herstellern in Japan. Im gleichen Jahr übernahm Lenovo MEDION und ist seit dem im PC Consumer Bereich die Nr. 1 in Europa. 2012 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit EMC2 für Server und Unternehmenslösungen und übernahm Stoneware, eine cloudorientierte Softwarefirma. Lenovo hat in 2012 CCE übernommen, einen führenden Anbieter von Verbraucherelektronik in Brasilien. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat Lenovo das weltweite x86- Server-Geschäft von IBM erworben und auch wesentliche Teile des international operierenden Herstellers von Mobiltelefonen, Motorola. All diesen Schritten gemeinsam ist, dass sie Wachstum fördern und neue Synergien ermöglichen sowie neue Märkte und Produktkategorien schaffen, die den Geschäftserfolg von Lenovo als Ganzes steigern sollen.
Lenovo ist der Ansicht, dass ein wirklich globales Unternehmen in der Lage sein muss, von neuen Ideen und Chancen schnell zu profitieren, unabhängig davon, wo diese entstehen, und hat seinen weltweiten Betrieb dementsprechend organisiert. Dadurch, dass Lenovo auf ein Hauptsitz verzichtet und stattdessen auf Kompetenzzentren in der ganzen Welt setzt, nutzt Lenovo seine Ressourcen optimal, um Produkte auf effiziente Weise zu entwickeln. Dazu gehört auch die Nutzung dezentraler Produktionsstandorte. in neuen Ideen hat seinen Lenovo einen herkömmlichen
Durch die geografisch aufgeteilte Struktur und die organisatorische Aufteilung nach Produktkategorien ist Lenovo näher an seinen Kunden und kann schnell auf Innovationen und lokale Marktanforderungen reagieren. In diese strategische und regionale Ausrichtung is eingebunden. und auf nutzt Lenovo seine Produkte zu entwickeln. die die aufgeteilte die organisatorische nach Lenovo näher schnell und lokale Marktanforderungen In und ist auch MEDION
Ob PC, Smartphone, Tablet Produkte her, die Kunden benötigen, sowohl intelligent vernetzte als auch Infrastrukturgeräte. Mit seinem vertikal integrierten End Mitbewerbern ab. Dieses Modell liefert einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, durch den Lenovo mehr Innovationen auf den Markt bringen will um die Chancen des "PC+" Angebote effizienter und offensiver nutzen zu können. Tablet-PC, Smart-TV, Server, Workstation oder Speicher, Lenovo stellt die End-to-End-Geschäftsmodell hebt sich Lenovo deutlich von seinen "PC+"-Marktes und zukünftiger Cloud TV, Workstation Lenovo die sowohl intelligent als Mit Geschäftsmodell deutlich von seinen Modell liefert den mehr Marktes Cloud-
Parallel zu seiner weltweiten Expansion stärkt Lenovo auch seine Verwurzelung in jedem der großen Märkte, indem es nicht nur in Vertrieb und Distribution, sondern auch in die regionale, inländische Fertigung, in F&E und andere wichtige Bereiche investiert. So soll die Strategie "Protect and Attack" noch umfassender umgesetzt werden und die Grundlage für langfristigen Erfolg geschaffen werden. MEDION ist in die weltweite Strategie einbezogen und kann insbesonder und Entwicklung, weltweite Beschaffung und strategische Neuausrichtung mit Lenovo zusammenarbeiten. e insbesondere in den Bereichen Forschung weltweiten seine großen es Vertrieb inländische Bereiche Attack" werden Erfolg werden. e Forschung und und Lenovo
Lenovo hält zum 31. März 2017 einen Anteil von 79,83 % des Grundkapitals der MEDION AG, der sich durch die gemäß §§ 21, 22 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnenden Stimmrechte von 7,72 % der von MEDION gehaltenen eigenen Aktien auf 87,55 % erhöht.
Die Aktionäre der MEDION AG haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Dezember 2011 in Essen dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde das Geschäftsjahr der MEDION AG auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres geändert.
Der Unternehmensvertrag bestimmt, dass die Lenovo Germany Holding GmbH verpflichtet ist, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der MEDION AG dessen Aktien gegen eine Barabfindung im Sinne des § 305 Abs. 2 Nr. 3 AktG von € 13,00 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 zu erwerben. Denjenigen Aktionären, die dieses Abfindungsangebot nicht annehmen, garantiert die Lenovo Germany Holding GmbH für die Dauer des Unternehmensvertrages eine jährliche Ausgleichszahlung. Der Betrag der Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der geltenden Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, gegenwärtig, wie zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, € 0,69 je Aktie.
Daneben haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen. In dem Spruchstellenverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Ausgleichszahlung und Abfindungsangebot ist im Geschäftsjahr 2016/2017 keine gerichtliche Entscheidung ergangen.
Deutschland bleibt wichtigster Markt für MEDION. Der Umsatzanteil liegt mit € 986,1 Mio. oder 70,4 % auf Niveau des Vorjahres (€ 988,1 Mio.; 70,7 %). Die Umsätze im übrigen Europa gingen leicht von € 257,3 Mio. um € -5,1 Mio. (-2,0 %) auf € 252,2 Mio. zurück. Gründe sind u.a. bewusste Reduzierungen des PC-Geschäftes in Frankreich und Änderungen in den Abrechnungsprozessen für den Lenovo-Kundenservice. Der Anstieg der Umsätze im Übrigen Ausland von 10,9 % auf einen Anteil von 11,6 % resultiert maßgeblich aus dem Wachstum des Mobilfunkgeschäftes in Australien.
MEDION gehört in den wesentlichen Produktgruppen PC, Notebook und Tablet-PC sowie mit den Mobilfunktarifen seit Jahren zu den führenden Anbietern in Deutschland. Dies bezieht sich nicht nur auf die Produkte aus dem IT- und CE-Umfeld, wie PCs, Notebooks und Fernseher, sondern auch auf Produkte aus dem Bereich der digitalen Dienstleistungen wie das Angebot von Mobilfunktarifen und Musik-Download-Plattformen oder im Bereich Fotoservice. MEDION wird seit Jahren – auch in 2016/2017 – als eine der innovativsten Marken in Deutschland ausgezeichnet und hat darüberhinaus viele renommierte Design-Preise für seine Produkte erhalten.
Lenovo kann bei seinen Innovationen auf eine große Erfolgsgeschichte in der PC-Branche zurückblicken. Strategisch sieht Lenovo Innovationen als zentrale Komponente der Produkte und Technologien an. Mithilfe von Innovationen erreicht Lenovo eine Abgrenzung von Mitbewerbern und treibt neue Marktchancen wie das mobile Internet und Digital-Home und Cloud-Computing sowie Server-Technologien voran. Lenovo kann auf die Erfahrung von 100 Millionen verkauften ThinkPad PCs bauen und gilt als eines der 50 innovativsten Unternehmen weltweit (Studie Boston Consulting Group).
Lenovo-Produkte werden regelmäßig ausgezeichnet und in der Fachpresse äußerst positiv bewertet. Das wichtigste Ziel der Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo ist, die Benutzerfreundlichkeit insgesamt zu verbessern und zugleich die Betriebskosten zu senken.
Lenovo unterhält 46 Labore, darunter große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai und Shenzhen (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Die Innovationsstrategie von Lenovo basiert auf einem zweigeteilten Ansatz bei der Lösung realer Kundenprobleme:
Lenovo beschäftigt nach der Übernahme von x86 Server und Motorola Mobility mehr als 4.000 Techniker, Forscher und Wissenschaftler. Die Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo haben viele Leistungsmerkmale vorgestellt, die absolute Branchenneuheiten sind und kontinuierlich innovative Lösungen entwickelt. In diesem Sinne arbeiten auch Lenovo und MEDION zusammen. Davon zeugen mehr als 6.500 weltweit anerkannte Patente von Lenovo.
Aufgrund immer globaler werdender Wettbewerbsstrukturen, schnellerer Produktlebenszyklen und zunehmender Konvergenzen von Consumer-Electronics-Produkten sowie der Vernetzung von stationären Produkten mit webbasierten Cloud-Lösungen ist es für MEDION vorteilhaft, im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern Unterstützungen beim Ausbau der eigenen Kernkompetenzen, dem Zugriff auf weltweite Einkaufsverbindungen von Lenovo und bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder bekommen zu können.
Sowohl bei Lenovo als auch bei MEDION gilt es grundsätzlich, zwischen kurz- und mittelfristigen Ergebnispotentialen sowie langfristigen Geschäftszielen abzuwägen und entsprechende Strategien zu definieren. In diesem Sinne unterscheidet man die so genannten "Protect"- von den "Attack"- Strategien. Für MEDION bedeutet dieses auf der einen Seite, die erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu großen Handelsketten und die bekannte Kosteneffizienz weiter zu stabilisieren und auf deren Nachhaltigkeit zu setzen.
Behilflich ist hier die organisatorische Effizienz, die es MEDION ermöglicht, in kurzen Zeiträumen neue Produktideen zu erfolgreichen Vertriebskonzepten weiterzuentwickeln. Bei den so genannten Multimode-Produkten, Notebooks, die zugleich als All-In-One, Desktop oder Tablet genutzt werden können, hat MEDION seine Kompetenz bereits bewiesen. Diese immer wieder neuen Produktideen dienen auch künftig dazu, etablierte Handelskanäle als zuverlässige Strategiebestandteile zu nutzen.
Der kontinuierliche Ausbau des so genannten Private Label Business im Ausland im Berichtsjahr ist ebenfalls Konsequenz dieser strategischen Ausrichtung.
Auf der anderen Seite ist es wichtig, den in den Vorjahren gewonnen Schwung beim Ausbau digitaler Produkte und Kanäle beizubehalten und den Eintritt in neue Märkte im Fokus zu behalten. Darüber stehen weitere Entwicklungen im Bereich digitaler Dienstleistungen, so die im Herbst 2015 erfolgreich gestartete Musik-Download-Plattform oder auch Technologien zu Vernetzungen digitaler Produkte und Online-Aktivitäten im Fokus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden beispielsweise erstmals eBooks ebenfalls über die Download-Plattform angeboten.
Diese neueren Geschäftsfelder sind im MEDION-Konzern im Direktgeschäft strategisch gebündelt und sollen ihren Umsatzanteil am Gesamtumsatz weiter erhöhen. Gemäß diesen Strategien werden auch grundsätzlich geeignete Investitionen diskutiert. Investitionen werden dabei beispielsweise für die weitere Automatisierung der nationalen und internationalen After-Sales-Kapazitäten und die IT-Struktur am Standort Essen vorgesehen.
Wesentlicher Erfolgsfaktor zur Erreichung der Gesamtstrategie bleibt das klassische und seit Jahren immer weiter diversifizierte und verfeinerte MEDION-Konzept zu einem One-Stop-Agency-Approach, der den Handelskunden von der Vermarktungsidee, Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, über den Vertrieb bis hin zum After-Sales-Service ein attraktives Wertschöpfungspaket und gute Vermarktungschancen bietet.
Der seit mehr als 15 Jahren amtierende MEDION-Vorstand legt zu Beginn eines Geschäftsjahres die strategischen und operativen Ziele für das klassische MEDION-Geschäft fest. Seit der Mehrheitsübernahme durch Lenovo geschieht dieses in enger Abstimmung mit Verantwortlichen innerhalb der EMEA-Organisation.
Im operativen Bereich verantworten Key-Account-Manager die wesentlichen Kunden und Vertriebskanäle. Unabhängig hiervon verantworten Produktmanager die wesentlichen Produktgruppen, wie zum Beispiel Notebook, PC, Tablet-PC, LED-TV, Haushalts-Elektronik sowie die relevanten Angebote im Dienstleistungsbereich (z.B. MEDIONmobile und MEDION-Fotoservice).
Einkauf, Design, Qualitätskontrolle, Logistik und Marketing sind als Querschnittsfunktionen unternehmensübergreifend tätig.
Administrative Bereiche, insbesondere kaufmännische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen sowie die EDV-Organisation, sind zum Zweck erhöhter Transparenz, besserer Entscheidungsmöglichkeiten und somit zur Steigerung der Flexibilität und Effizienz im MEDION-Konzern weitestgehend zentralisiert.
Die Erreichungsgrade der operativen und strategischen Ziele werden in einem Management-Informationssystem und einer Balanced Scorecard dokumentiert und laufend auf nationaler wie internationaler Ebene diskutiert.
Alle Geschäfte im MEDION-Konzern werden einer renditeorientierten Vor- und Nachprüfung unterzogen. Zentraler Werttreiber der Renditeorientierung im MEDION-Konzern ist die Anforderung, dass jedes abgewickelte Projekt eine bestimmte EBIT-Marge erwirtschaften muss. Für das Projektgeschäft gilt zusätzlich, einen Rohertrag zu erwirtschaften, der unter Berücksichtigung der bekannten Struktur- und erwarteten Servicekosten die Ziel-EBIT-Marge sicherstellen kann. Zusammenhängend mit diesen beiden zentralen Werttreibern ist auch ein gewisser Mindestumsatz für einzelne Aufträge erforderlich, um bei bekannten Kostenrelationen und Aufwendungen die Erreichung von Ziel-Rohertrag und -EBIT zu gewährleisten.
Bei der Kalkulation der Zielmargen im Direktgeschäft wird unterschieden zwischen dem Hardwaregeschäft und digitalen Dienstleistungen. Im Hardwaregeschäft wird einerseits betrachtet, welche übliche Marge eines weiteren Zwischenhändlers erzielt werden könnte, andererseits wird aber auch berücksichtigt, dass die Produkte des Direktgeschäftes einem verstärkten Preisverfall und einem erhöhten Retourenrisiko (Fernabsatzgesetz) unterliegen können.
Für digitale Dienstleistungen ist es erforderlich, den permanenten Preisverfall bei Tarifen und notwendige, eventuell größere Werbemaßnahmen sowie Aufwendungen für komplexere IT-Systeme und -Sicherheitserfordernisse ausreichend in den Produktkalkulationen zu antizipieren.
Das operative Geschäft von MEDION wird zu über 90% in der deutschen Aktiengesellschaft mit Sitz in Essen abgewickelt. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG handelt es sich zumeist um Unternehmen, die im Projektgeschäft Vertriebs- und Servicedienstleistungen für MEDION in den jeweiligen Ländern erbringen. Über diese Gesellschaften werden so gut wie keine Umsätze mit MEDION-Produkten im Projektgeschäft abgewickelt und daher leisten diese Gesellschaften auch keinen oder nur einen sehr geringen Beitrag zum Konzern-Ergebnis. Lediglich im Direktgeschäft werden durch die Tochtergesellschaften eigene Umsätze und Ergebnisbeiträge erwirtschaftet.
Die eigentliche Projektabwicklung und die Logistik werden grundsätzlich zentral von der MEDION-Organisation in Deutschland gesteuert. Im Rahmen der Deutschland-Organisation sind die Call-Center-Aktivitäten in der Allgemeine Multimedia Service GmbH und die Reparatur- und Logistikdienstleistungen in der MEDION Service GmbH gebündelt.
Tochtergesellschaften der MEDION AG sind: Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen MEDION Service GmbH, Essen MEDION Mobile GmbH, Essen* MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China** MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich MEDION B.V., Panningen, Niederlande MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien TOCHTERGESELL-SCHAFTEN DER MEDION AG
MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien
MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich
MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien
MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark
MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Zürich, Schweiz
MEDION USA Inc., Delaware, USA
MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*
LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*
*Kein operatives Geschäft **Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. April 2016
Durch den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unterstellt die MEDION AG seit Januar 2012 die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.
MEDION arbeitet sehr eng mit Lenovo und weiteren führenden Herstellern von Komponenten und Produkten aus den Bereichen Multimedia und Unterhaltungselektronik sowie Telekommunikation zusammen. Dadurch besteht seit Jahren auch ein ständiger Zugang zu den neuesten Ergebnissen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
Entsprechend dem MEDION-Geschäftsmodell erfolgt jedoch eine Konzentration darauf, innovative Technologien schnell einem breiten Konsumentenkreis zugänglich zu machen. MEDION verfügt daher über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich so genannter Basistechnologien. Die jeweiligen Projektentwicklungskosten werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern in die Kalkulation des einzelnen Produkts beziehungsweise Projekts mit einbezogen. Würde man Projekt- und Produktentwicklungsausgaben gesondert ausweisen, würden diese einen niedrigen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes von MEDION betragen.
Allerdings arbeitet MEDION in zahlreichen Projekten zusammen mit anderen Partnern daran, im Rahmen der Digitalisierung die Integration der PC-/Multimedia-Technologie mit den Geräten der klassischen Unterhaltungselektronik voranzubringen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MEDION darüber hinaus Produkte in den Bereichen Smart Home Sicherheit, Energie und Komfort erfolgreich in den Markt eingeführt. MEDION wird dabei von führenden Technologiepartnern wegen seiner Fähigkeit als schneller Technologieintegrator von neuen Anwendungen für den Massenmarkt geschätzt. Die MEDION-Tablet-PCs erhalten mit neuen Software-Applikationen Zugang zum weltweiten Markt mit Apps und mit neuen, innovativen, integrierten Multimedia-Funktionalitäten wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr an der nächsten Generation von Tablet-PCs gearbeitet. Die neuen ultramobilen MEDION Notebooks mit besonders flachem Design verbinden geringes Gewicht (1,2 Kilogramm) mit maximaler Mobilität.
Die MEDION-Produkte erhielten für Benutzerfreundlichkeit und die schnelle Nutzbarkeit der verwendeten neuen Technologien für Tablet-PCs verschiedene Auszeichnungen und gute Testergebnisse. Darüber hinaus wurden Notebooks mit neuen Grafikkarten und SSD-Speichern
weiterentwickelt und so genannte Multimode-Geräte mit abnehmbarem Bildschirm auch für die unteren Preissegmente zur erfolgreichen Marktreife gebracht. Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren aber auch die MEDION Gaming Produkte unter dem Namen Erazer sehr erfolgreich. High-End-Desktop-PCs mit sogenannten i7K-Prozessoren sowie Turbo-Boost-Technik 2.0 und Virtual Reality Anwendungsmöglichkeiten erfreuen sich insbesondere in der Gamer Szene einer hohen Beliebtheit und waren auf allen wesentlichen Gamer-Events und Messen in Deutschland und in der Schweiz prominent vertreten. Neueste und leistungsstarke Speichertechnologien mit 16 GB DDR3/4 Arbeitsspeicher ermöglichen parallel mehrere Prozesse und Anwendungen zu betreiben ohne die Systemleistung zu beeinträchtigen. Die Hot-Swap Festplattenwechselrahmen bieten die einfache Austauschmöglichkeit von Festplatten sogar während des Betriebes und sind damit perfekt für Datensicherung, Datenaustausch und alternative Betriebssysteme geeignet.
MEDION ist bekannt für günstige und zeitgleich leistungsstarke Android Smartphones. Neu im Programm sind seit der IFA 2016 die X5520 Produkte. Das 5,5 Zoll Display zeigt eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD) und ist mit 2.5D Glas sowie der blickwinkelstabilen IPS-Technologie ausgestattet. Mit 4 GB Arbeitsspeicher können zudem auch Multitasking-Aufgaben gut bewältigt werden. Intern werden 64 GB Flash-Speicher angeboten. Mithilfe einer microSD-Karte kann dieser um bis zu 128 GB erweitert werden. In Hinsicht auf die Kameras ist ein rückseitiger Sensor mit 13 Megapixel an Bord, während die Front mit einer 5 MP Webcam bestückt ist. Das Gehäuse des MEDION X5520 bietet zudem Platz für einen 3.000 mAh Lithium-Ionen-Akku und einen Fingerabdrucksensor. Bei den möglichen Funkverbindungen ist LTE vorgesehen und ermöglicht somit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/s und Uploads mit bis zu 50 Mbit/s.
Seit Anfang 2012 arbeitet MEDION mit Lenovo zusammen, um anwenderorientierte technologische Lösungen auf den Gebieten Desktop-PC, Notebook, Tablet-PC und Smartphones und bei weiteren mobilen Produkten mit Zugang zum Internet gemeinsam zu entwickeln und anschließend zur Marktreife zu bringen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte hier eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Plattformstrategien für Desktop-PCs und Notebooks sowie der Optimierung von Prozessor-Leistungsmerkmalen bei unterschiedlichen Betriebssystemen und der Verlängerung von Batterielaufzeiten durch eine Verbesserung der Energieeffizienz im Bereich der Bildschirmdarstellung. Darüber hinaus wird an bedienerfreundlichen Cloud Lösungen für Konsumenten gearbeitet.
34 | 4.2 Wirtschaftsbericht
Im Geschäftsjahr 2016/2017 setzte sich das solide und stetige Wirtschaftswachstum in Deutschland, dem nach wie vor wichtigsten Markt für MEDION, fort. Nach dem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % zu. Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt – die Arbeitslosenquote liegt derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit 25 Jahren – bildet die Grundlage für spürbare Zugewinne bei der Kaufkraft privater Haushalte. Der private Konsum sowie insbesondere die dynamischen Wohnungsbauinvestitionen und der erhöhte Staatskonsum sind Träger der insgesamt günstigen konjunkturellen Entwicklung. Die robuste wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland erscheint angesichts des verhaltenen Ausblicks und der weiterhin hohen Verschuldung in Teilen des Euroraums sowie der beträchtlichen Unsicherheiten aufgrund von geopolitischen Konflikten und einer fragilen Weltkonjunktur bemerkenswert.
Im Euroraum setzt sich die wirtschaftliche Erholung in einem schwierigen globalen Umfeld fort. Die Wachstumserwartungen des vergangenen Jahres wurden in etwa erfüllt. Die expansive Geldpolitik und die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar werden die Konjunktur weiterhin stützen. Die Verbraucherpreisinflation dürfte sich nach der Stabilisierung der Rohölpreise spürbar beschleunigen. Wesentliche Nachfrageimpulse kommen im Eurogebiet weiterhin vom privaten Konsum. Hierzu trägt die leichte Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt bei. Dieser bleibt aber in vielen Ländern nach wie vor angespannt (vorgenannte Angaben aus dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2017, S. 14 ff).
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die MEDION-Geschäftstätigkeit in Deutschland und Europa und den weiteren Märkten, auf denen MEDION seine Produkte und Dienstleistungen anbietet, blieben im Geschäftsjahr 2016/2017 im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren im Wesentlichen unverändert.
Damit hatten unverändert die rechtlichen Rahmenbedingungen keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und es fanden auch keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen solchen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten.
Im Gegensatz zur positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung waren die für MEDION relevanten Marktsegmente jedoch nach wie vor von starkem Preisdruck und hohen Sättigungsraten geprägt.
Der Markt für Consumer Electronics in Deutschland verzeichnete 2016 (1. Januar 2016 – 31. Dezember 2016) bei einem Gesamtumsatz von € 26,6 Mrd. (Vorjahr: € 27,6 Mrd.) einen Rückgang
um 4 %. 1 Er entwickelte sich damit schwächer als die Gesamtwirtschaft. Trotz eines stabilen und besonders im zweiten Quartal positiven Marktes für TV-Geräte fiel das Ergebnis des Umsatzes mit CE-Produkten im Gesamtjahr 2016 mit -4 % negativ aus. Dabei musste der Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 4,4 % auf € 9,2 Mrd. hinnehmen. Die Sparte der privat genutzten Telekommunikation verzeichnete mit € 10,4 Mrd. (-0,2 %) ein nahezu stabiles Ergebnis. Im Segment der privat genutzten IT-Produkte fiel der Umsatzverlust mit einem Minus von 8,6 % auf € 6,9 Mrd. am höchsten aus (gfu Pressemitteilung vom 24. Februar 2017).
Unveränderte Basis für die Marktentwicklung ist die immer mehr zunehmende Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die sich auch bei Fernsehern und mobilen Endgeräten weiter fortsetzte. Die positive Entwicklung im Bereich Audio und Video bei innovativen Produkten mit verbesserter Bild- und Tonwiedergabe, größeren Bildschirmen oder gesteigerter Energieeffizienz sowie einer Vielzahl neuer Nutzungs- und Vernetzungsmöglichkeiten und die anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones stehen dem gesunkenen Absatz von Desktop-PCs und Notebooks gegenüber und sorgen somit für eine weitestgehend stabile Marktentwicklung.
Wie in den Vorjahren gehörten zwar auch 2016 hochauflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten. Die intensive Wettbewerbssituation führte jedoch auch zu einem starken Preiswettbewerb. Insgesamt entwickelte sich der Absatz gegenüber dem Vorjahr stabil und erwirtschaftete einen Umsatz von € 4 Mrd. Beim Absatz lässt sich ein leichter Rückgang von -0,9 % auf 6,9 Mio. Stück verzeichnen (Vorjahr: 6,9 Mio. Stück).
Die positive Entwicklung des Vorjahrs setzte 2016 der Bereich Home Audio fort. Insgesamt wurde hier 2016 ein Umsatz von € 1,1 Mrd. erzielt (Vorjahr: € 1,0 Mrd.). Connected Audio sorgte mit € 388 Mio. für eine Umsatzsteigerung um 25,7 %. Der Absatz legte mit einem Zuwachs von 26,1 % auf 1,6 Mio. Stück (Vorjahr: 1,3 Mio. Stück) ebenfalls kräftig zu.
Die Informationstechnologie bildet mit einem um -8,6 % gesunkenen Umsatz auf € 6,9 Mrd. (Vorjahr: € 7,6 Mrd.) erneut den kleinsten Teilmarkt im deutschen Consumer-Electronics-Markt.
Dabei waren insbesondere PCs in allen Marktsegmenten rückläufig. Alle drei PC-Sparten verzeichneten in 2016 Einbußen bei Absatz und Umsatz. Einen Rückgang um -13,5 % auf 1,1 Mio. Stück erreichten Desktop-PCs. Tablet-PCs gingen deutlich um -21,8 % auf 4,8 Mio. Stück und Notebooks um -7,7 % auf knapp 4,8 Mio. Stück zurück. Beim Umsatz liegen die Desktop-PCs mit - 15,0 % bei € 0,6 Mrd., Notebooks mit -5,8 % bei knapp € 3,0 Mrd. und Tablet-PCs mit einer Verringerung um -17,4 % bei knapp € 1,4 Mrd. Die Gründe für die anhaltenden Rückgänge auf dem PC-Markt sind vielfältig: zum einen sorgt die stabile Entwicklung im Bereich Smartphones für die Verlagerung, zum anderen geben sich inzwischen deutlich mehr Verbraucher und Unternehmen länger mit der Leistung ihrer aktuellen Personal Computer zufrieden als noch vor einem Jahrzehnt – damals wurden schnellere Prozessoren und mehr Speicher noch als sichere Kaufanreize gehandelt.
1 Die Zahlenangaben für die Entwicklung im Consumer-Electronics-Markt 2016 in Deutschland stammen aus dem Consumer-
Electronics-Markt-Index CEMIX, der von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgegeben wird.
Zudem macht der starke US-Dollar PCs in vielen Ländern der Welt teurer und bremst so die Kaufbereitschaft noch weiter aus.
Diese Entwicklung hat sich nicht nur in Deutschland und den für MEDION wichtigen zentralen europäischen Märkten gezeigt. Laut den Zahlen von Gartner ist der weltweite PC-Markt in 2016 um 6,2 % zurückgegangen. Insgesamt setzten Hersteller 269,7 Mio. Computer ab. Im Jahr 2015 waren es noch 276,2 Mio. Einheiten.
Der Bereich Telekommunikation stellt erneut das größte Segment des gesamten Umsatzvolumens für Consumer Electronics in Deutschland. In 2016 ist der Umsatz leicht um -0,2 % auf € 10,4 Mrd. gesunken. Einen leichten Rückgang verzeichneten die Smartphones. Hier reduzierte sich der Umsatz um -2,7 % auf knapp € 9,6 Mrd. und sank die Anzahl der verkauften Geräte um -7,6 % von 25,1 Mio. auf 23,2 Mio. Stück trotz eines um 5,3 % gestiegenen Durchschnittspreises von € 412.
Digitale Medien umfassen audiovisuelle Medien und Anwendungen, die als Digitalformate über das Internet an den Endnutzer vertrieben werden. Hierzu zählen digitale Videoinhalte (Filme, Serien und Shows), digitale Musik als Download oder Internet-Stream, digitale Games für verschiedene Endgeräte und elektronische Publikationen (ePublishing), also Bücher, Magazine und Zeitungen als Digitalversionen z. B. für eReader oder Tablets. Prognosen der Initiative D21 zufolge wird in den kommenden zehn Jahren die Digitalisierung die gesamte Bevölkerung erfasst haben (D21: Digital Index 2014, Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland).
Im Telekommunikationsmarkt haben sich zurückgehende Terminierungsentgelte und die hohe Wettbewerbsintensität im Markt auf den Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen belastend ausgewirkt. Positiv ist die unverändert hohe Nachfrage nach mobiler Datennutzung. Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen beispielsweise im Fotoservice oder bei Download- und Streaming-Angeboten wächst weiter; jedoch sind hier die Margen aufgrund der fehlenden Diversifizierungsmöglichkeiten und des Wettbewerbsumfelds erheblich unter Druck.
Im Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2015/2016 wurde im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/2017 erläutert, dass mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau, gegebenenfalls mit einem leichten Umsatzwachstum von bis zu 5 % gerechnet wurde, aber auch ein leichter Umsatzrückgang nicht ausgeschlossen werden konnte. Für das EBIT galt die gleiche Erwartungshaltung, ein leichter Anstieg von bis zu 5 % wurde aber nur bei möglicher Weitergabe der anhaltenden US-Dollar-Verteuerung an den Markt für möglich gehalten.
Dabei wurde im Bereich Personal Computer mit einem unveränderten Absatzvolumen und - entgegen den Vorjahren - mit einem leichten Umsatzwachstum von 5 % bis 10 %, im Bereich Tablet-PCs mit
einem Rückgang der Mengen und Umsätze zwischen -20 % und -30 % gerechnet. Für Smartphones rechnete man mit einem Mengen- und Umsatzwachstum zwischen +10 % und +15 %. Aufgrund der zunehmenden Marktsättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics, insbesondere bei TV- und Navigationsprodukten, und der erst angelaufenen Neuausrichtung im Bereich Haushalts-Elektronik wurde insgesamt mit einem Umsatzrückgang im Projektgeschäft von bis zu -10 % gerechnet. Für das Direktgeschäft wurde eine weitgehende Kompensation der Rückgänge des Projektgeschäftes für möglich gehalten. Insgesamt rechnete man aufgrund der unsicheren Marktsituation mit einem leichten Rückgang oder einem leichten Wachstum der Umsätze von unter 5 %.
Im Quartalsbericht zum 31. Dezember 2016 wurde die Umsatzerwartung bereits dahingehend korrigiert, dass nicht mehr mit einem leichten Umsatzwachstum, sondern aufgrund der deutlicheren Auswirkungen des Markt- und Preisdrucks im dritten Geschäfts- bzw. vierten Kalenderquartal eher mit einem leichten Rückgang zu rechnen ist, weil die Rückgänge im Projektgeschäft voraussichtlich nicht durch ein Wachstum im Direktgeschäft kompensiert werden können. Die EBIT-Erwartungen blieben unverändert.
Das Geschäft mit Personal Computern blieb aufgrund des schwierigen Marktumfeldes noch einmal unter den Erwartungen. Hier wurden Rückgänge bei Mengen und Umsätzen zwischen -10 % und - 15 % realisiert. Im Bereich der Tablet-PCs setzte sich der Trend des Vorjahres fort, die Mengen- und Umsatzveränderungen fielen mit Rückgängen zwischen -10 % und -15 % jedoch nicht so hoch aus wie erwartet. Ähnlich verhielt es sich bei Smartphones. Das übrige Projektgeschäft erholte sich leicht, so dass der Gesamtumsatz im Projektgeschäft mit einem Rückgang von rund -8 % noch innerhalb des Erwartungskorridors, wenn auch am unteren Rand der Erwartungen (bis -10 %) lag.
Im Bereich des Direktgeschäftes verlief das Geschäft unterschiedlich. Während die digitalen Dienstleistungen mit einem Wachstum von rund +6 % leicht über den Erwartungen lagen, bleib das Direktgeschäft im Hardware-Bereich (rund -7 %) hinter den Erwartungen zurück. Auch hier machte sich gerade im vierten Kalenderquartal der gestiegene Markt- und Preisdruck bemerkbar. Insgesamt lag das Umsatzwachstum im Direktgeschäft mit +3 % zwar im Erwartungskorridor, konnte aber den Rückgang im Projektgeschäft nicht wie erwartet kompensieren.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Erwartungsquote und realisierte Werte gegenüber gestellt:
| Mio.€ | Mio.€ | ||
|---|---|---|---|
| Leistungsindikator | GJ 2015/2016 | Erwartung | GJ 2016/2017 |
| Gesamtumsatz Konzern | 1.397,4 | Von -5 % bis zu + 5 % |
1.400,5 |
| Umsatz ohne Konzerndienstleistungen | 1.297,8 | Von -5 % bis zu + 5 % |
1.279,8 |
| Umsatz Projektgeschäft | 545,3 | Bis zu -10% | 503,0 |
| Umsatz Direktgeschäft | 752,5 | Kompensation des Projektge schäftes |
776,8 |
| EBIT | 30,8 | Analog der Umsatzerwar tung |
32,2 |
Ähnlich dem Vorjahr verliefen die Geschäftshalbjahre im abgelaufenen Geschäftsjahr gegensätzlich. Das erste Geschäftshalbjahr lag mit einem Konzernumsatz im MEDION-eigenen Geschäft in Höhe von € 594,0 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 594,4 Mio.). Dagegen lagen die Umsätze im zweiten Geschäftshalbjahr aufgrund der zunehmenden Marktsättigung und weiterhin fehlenden Innovationen unter den Erwartungen. Mit € 685,8 Mio. (ohne Konzerndienstleistungen) lagen die Umsätze um € -17,6 Mio. bzw. -2,5 % unter dem Vorjahr (€ 703,4 Mio.) und somit im zweiten Geschäftshalbjahr am unteren Rand der Erwartungen. Aufgrund des stabilen ersten Halbjahres ergibt sich somit insgesamt mit € 1.279,8 Mio. ein Umsatz leicht unter Vorjahresniveau (€ 1.297,8 Mio.; -1,4 %). Der Umsatzrückgang im Projektgeschäft (€ -42,3 Mio.; -7,8 %) konnte entgegen den Erwartungen nicht durch das Wachstum im Direktgeschäft (€ +24,3 Mio.; +3,2 %) kompensiert werden.
Ergebnisseitig verliefen die beiden Geschäftshalbjahre jedoch leicht besser als der Trend in der Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich. In den Monaten April bis September 2016 konnte ein EBIT in Höhe von € 10,1 Mio. erwirtschaftet werden, was eine Steigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (€ 7,9 Mio.) von rund +28 % bedeutet und deutlich über dem Erwartungskorridor lag. Mit der Abschwächung des Geschäftes im zweiten Geschäftshalbjahr verminderte sich auch das operative Ergebnis. Das EBIT lag in den Monaten Oktober 2016 bis März 2017 mit € 22,1 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau (€ 22,9 Mio.). Durch das gute erste Geschäftshalbjahr konnte somit insgesamt ein EBIT von € 32,2 Mio. erwirtschaftet werden, was mit +4,5 % am oberen Rand der Erwartungen (bis zu +5 %) liegt.
Nach wie vor wird aus Kosten- und Effizienzgründen innerhalb des MEDION-Konzerns der Hauptteil des Umsatzes – auch im Ausland – aus der MEDION AG heraus realisiert. Im Rahmen der Internationalisierung des Direktgeschäftes werden Aktivitäten bei Bedarf auch im Ausland aufgebaut, weil es im direkten Geschäft mit Endverbrauchern vorteilhaft sein kann, lokale Besonderheiten besser zu erkennen und zu steuern.
Die MEDION-Aktie wird seit 2012 im Bereich "Geregelter Markt" der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Aufgrund der Mehrheitsübernahme durch Lenovo und des bestehenden Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrages wird die MEDION-Aktie in keinem Index mehr abgebildet, erhält keine Coverage mehr von Analysten und wird an den Börsen Frankfurt und Düsseldorf nur noch mit Tagesumsätzen von wenigen Stück gehandelt. Die Kursentwicklung hat mit der operativen Performance des Unternehmens nichts mehr zu tun und ist getragen von wenigen, meist zufälligen, Kauf- oder Verkaufsentscheidungen der Anleger. MEDION zahlt seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 keine Dividende mehr.
In dem 2012 eingeleiteten Spruchstellenverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungsangebot und Ausgleichszahlung hat bis Mitte Mai 2017 noch keine erste mündliche Verhandlung stattgefunden.
ERTRAGSLAGE
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2016- 31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||||
| Umsatz | 1.400,5 | 100,0 | 1.397,4 | 100,0 | 3,1 | 0,2 |
| Materialeinsatz | -1.166,6 | -83,3 | -1.183,7 | -84,7 | 17,1 | 1,4 |
| Rohertrag | 233,9 | 16,7 | 213,7 | 15,3 | 20,2 | 9,5 |
| Personalaufwand | -59,3 | -4,2 | -55,0 | -3,9 | -4,3 | -7,8 |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge |
-138,0 | -9,9 | -124,9 | -8,9 | -13,1 | -10,5 |
| Abschreibungen | -4,4 | -0,3 | -3,0 | -0,2 | -1,4 | -46,7 |
| EBIT | 32,2 | 2,3 | 30,8 | 2,3 | 1,4 | 4,5 |
| Finanzergebnis | -0,4 | 0,0 | -0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| EBT | 31,8 | 2,3 | 30,4 | 2,3 | 1,4 | 4,6 |
| Steuern | -9,2 | -0,7 | -7,1 | -0,5 | -2,1 | -29,6 |
| Konzernergebnis | 22,6 | 1,6 | 23,3 | 1,8 | -0,7 | -3,0 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 blieben die Umsätze insgesamt wie erwartet mit € 1.400,5 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 1.397,4 Mio.). Berücksichtigt man die Umsätze der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern, die von € 99,6 Mio. im Vorjahr um € +21,1 Mio. auf € 120,7 Mio. stiegen, ergibt sich für das MEDION-eigene Geschäft mit € 1.279,8 Mio. ein Umsatz, der nur leicht um € -18,0 Mio. (-1,4 %) unter Vorjahresniveau (€ 1.297,8) liegt.
40 | 4.2 Wirtschaftsbericht
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2016 - 31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
|||||
| Deutschland | 986,1 | 70,4 | 988,1 | 70,7 | -2,0 | -0,2 | |
| Europa | 252,2 | 18,0 | 257,3 | 18,4 | -5,1 | -2,0 | |
| Übriges Ausland | 162,2 | 11,6 | 152,0 | 10,9 | 10,2 | 6,7 | |
| Umsatz | 1.400,5 | 100,0 | 1.397,4 | 100,0 | 3,1 | 0,2 | |
Deutschland bleibt wichtigster Markt für MEDION. Der Umsatzanteil liegt mit € 986,1 Mio. oder 70,4 % auf Niveau des Vorjahres (€ 988,1 Mio.; 70,7 %). Die Umsätze im übrigen Europa gingen leicht von € 257,3 Mio. um € -5,1 Mio. (-2,0 %) auf € 252,2 Mio. zurück. Hierin sind jedoch Umsätze aus dem Rückverkauf von Servicematerialien an Lenovo in Höhe von € 18,6 Mio. enthalten. Die sich daraus ergebenden verbleibenden Rückgänge resultieren hauptsächlich aus einer bewussten Reduzierung des PC-Geschäftes in Frankreich und Änderungen in den Abrechnungsprozessen für den Lenovo-Kundenservice (hierzu verweisen wir auf unsere nachfolgenden Ausführungen zu den Segmenten im Kapitel 4.2.3.2). Der Anstieg der Umsätze im Übrigen Ausland von 10,9 % auf einen Anteil von 11,6 % resultiert maßgeblich aus dem Wachstum des Mobilfunkgeschäftes in Australien.
Ende 2016 hat der Lenovo-Konzern seine regionalen Zuständigkeiten geändert. Die bisher (für MEDION fünf) steuerungsrelevanten Regionen wurden in zehn Territorien und 16 Märkte aufgeteilt. Diese Granularität ist für die Vertriebssteuerung von MEDION jedoch nicht relevant. Die gegenwärtig für MEDION noch maßgebliche regionale Zuordnung entspricht der bis Ende 2016 gegebenen Vertriebsorganisation im Lenovo-Konzern:
| 01.04.2016- 01.04.2015 - 31.03.2017 31.03.2016 GJ 2015/2016 Central 1.045,7 74,7 1.059,2 75,8 -13,5 North 141,4 10,1 113,8 8,1 27,6 South 32,8 2,3 44,8 3,2 -12,0 UKI 8,3 0,6 16,0 1,2 -7,7 Übriges Ausland 172,3 12,3 163,6 11,7 8,7 Umsatz 1.400,5 100,0 1.397,4 100,0 3,1 |
UMSÄTZE NACH | Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| REGIONEN | GJ 2016/2017 zu | ||||||||
| -1,3 | |||||||||
| 24,3 | |||||||||
| -26,8 | |||||||||
| -48,1 | |||||||||
| 5,3 | |||||||||
| 0,2 |
Während die Umsätze in Deutschland auf Vorjahresniveau blieben, gingen sie in der Region Central insgesamt aufgrund eines schwächeren Projektgeschäftes in Österreich leicht zurück. Die Umsatzrückgänge in der Region South resultieren zu einem Großteil aus der zuvor erwähnten Reduzierung des PC-Geschäftes in Frankreich, der Umsatzrückgang in UKI begründet sich maßgeblich aus veränderten Abrechnungsprozessen im Lenovo-Kundenservice. Positiv entwickelten sich die Regionen North, im Wesentlichen aufgrund eines Wachstums in den Benelux-Ländern, und das Übrige Ausland aufgrund des weiteren Ausbaus des Direktgeschäftes in Australien.
Die Rohertragsquote konnte nochmals von 15,3 % im Vorjahr auf 16,7 % verbessert werden. Diese Verbesserung geht wie auch in den Vorjahren einher mit dem Wachstum des Direktgeschäftes, mit dem überdurchschnittliche Roherträge erzielt werden. Aber auch im Projektgeschäft konnte bei gefallenen Umsätzen die Rohertragsquote trotz hohem marktseitigen Druck verbessert werden. Bereinigt um die mit überduchschnittlichen Roherträgen versehenen Umsätze aus Konzerndienstleistungen im Rahmen des Kundenservice für den Lenovo-Konzern ergibt sich eine Verbesserung der Rohertragsmarge im klassischen MEDION-Geschäft von 12,9 % im Vorjahr auf 14,1 % in 2016/2017.
Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren durchschnittlich 1.050 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im MEDION-Konzern beschäftigt (Vorjahr: 989). Dieser Anstieg sowie der Anstieg des Personalaufwandes um € 4,3 Mio. auf € 59,3 Mio. (Vorjahr: € 55,0 Mio.) ist hauptsächlich zurück zu führen auf die Übernahme der Mitarbeiter eines ehemaligen Geschäftspartners in Hongkong in die MEDION Asia Pacific Ltd. Diese Gesellschaft war bis zum 31. März 2016 nicht operativ und hat zum 1. April 2016 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Zweck der Gesellschaft ist es, den MEDION-Konzern bei der Entwicklung und Beschaffung von Consumer- und Haushalts-Elektronik-Produkten in direkter Nähe zu den Beschaffungsmärkten zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurden Mitarbeiter von einem vorher mit diesen Aufgaben betrauten Geschäftspartner in Hongkong zum Geschäftsbeginn 2016/2017 eingestellt.
Weiterhin wurden erneut die Vertriebsbereiche im Direktgeschäft verstärkt.
| GJ 2016/2017 | GJ 2015/2016 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand, gesamt in T€ | 59.272 | 54.969 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 1.050 | 989 |
| Personalaufwand pro Mitarbeiter in € | 56.450 | 55.580 |
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE
| Saldo | -138,0 | -124,9 | -13,1 | -10,5 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 7,0 | 7,1 | -0,1 | -1,4 |
| -145,0 | -132,0 | -13,0 | -9,8 | |
| Übrige | -1,4 | -1,2 | -0,2 | -16,7 |
| Betriebsaufwendungen | -4,6 | -3,3 | -1,3 | -39,4 |
| Verwaltungsaufwendungen | -27,2 | -21,9 | -5,3 | -24,2 |
| davon Sonstiges | -21,1 | -19,6 | -1,5 | -7,7 |
| davon Kundenservice | -54,5 | -54,4 | -0,1 | -0,2 |
| davon Marketing | -36,2 | -31,6 | -4,6 | -14,6 |
| Vertriebsaufwendungen | -111,8 | -105,6 | -6,2 | -5,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| 01.04.2016 -31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % |
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 13,0 Mio. auf € 145,0 Mio. (Vorjahr: € 132,0 Mio.) resultiert wie im Vorjahr maßgeblich aus dem Anstieg der Vertriebsaufwendungen von € 105,6 Mio. im Vorjahr um € 6,2 Mio. auf € 111,8 Mio. Anders als im Vorjahr sind jedoch nicht mehr die Aufwendungen für Kundenservice im Rahmen der Ausweitung der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern im Wesentlichen dafür verantwortlich, sondern eine Erhöhung der Marketingaufwendungen von € 31,6 Mio. im Vorjahr auf € 36,2 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr (€ +4,6 Mio.) im Rahmen des weiteren Ausbaus des Direktgeschäftes. Die Aufwendungen für den Kundenservice blieben mit € 54,5 Mio. unverändert.
Deutlich angestiegen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr die Verwaltungsaufwendungen. Der Anstieg von € 21,9 Mio. um € 5,3 Mio. auf € 27,2 Mio. erklärt sich durch höhere Aufwendungen für IT und Unterstützung externer Dienstleister im Rahmen des Ausbaus und der Optimierung der digitalen Dienstleistungen und des Onlinehandels.
Der leichte Anstieg der Betriebsaufwendungen von € 3,3 Mio. im Vorjahr auf € 4,6 Mio. (€ +1,3 Mio.) resultiert hauptsächlich aus der Erweiterung von Geschäftsgebäuden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben mit € 7,0 Mio. auf Vorjahresniveu (€ 7,1 Mio.). Höheren Versicherungsleistungen für im zweiten Halbjahr entstandene Transportschäden stehen geringere Erträge aus Sachbezügen und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten gegenüber.
Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr mit € 4,4 Mio. ebenfalls über dem Vorjahresniveau (€ 3,0 Mio.). Dieser Effekt ergibt sich ebenfalls aus den gestiegenen Investitionen zum Ausbau des Direktgeschäftes, infolge dessen sich die Abschreibungen auf Software und Lizenzen von € 1,7 Mio. im Vorjahr auf € 3,0 Mio. (€ +1,3 Mio.) erhöhten.
Das erwirtschaftete operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von € 32,2 Mio. liegt um € 1,4 Mio. (+4,5 %) über dem Vorjahr (€ 30,8 Mio.) und somit am oberen Rand des Erwartungskorridors von bis zu +5 %.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MEDION mit € -0,4 Mio. wieder ein negatives Finanzergebnis realisiert (Vorjahr: ebenfalls € -0,4 Mio.). Die Gründe für die negativen Finanzergebnisse in den letzten beiden abgelaufenen Geschäftsjahren liegen in der Wiederaufnahme von ABS-Transaktionen im November 2015 im Rahmen einer Konzernentscheidung sowie in marktbedingt geringeren Zinserträgen aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln innerhalb des Lenovo-Konzerns.
| Mio.€ | Mio.€ | |
|---|---|---|
| GJ 2016/2017 | GJ 2015/2016 | |
| Effektiv zahlungswirksame Steuern | 2,9 | 2,9 |
| Steuern für Vorjahre | 1,3 | 0,1 |
| Latente Ertragsteuern | 0,5 | -0,7 |
| Steuerumlage vom Organträger | 4,5 | 4,8 |
| Ertragsteueraufwand | 9,2 | 7,1 |
Die effektiv zahlungswirksamen Steuern betreffen im Wesentlichen die Tochtergesellschaften der MEDION AG. Die Steuern für Vorjahre betreffen die MEDION AG.
Vor dem Hintergrund des seit dem 1. April 2012 wirksamen Gewinnabführungsvertrages der MEDION AG mit der Lenovo Germany Holding GmbH sind die steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG für die Dauer des Gewinnabführungsvertrages nicht nutzbar.
Bedingt durch einen Steuerumlagevertrag zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin der MEDION AG werden bei MEDION € 4,5 Mio. als Umlagen vom Organträger ausgewiesen (Vorjahr: € 4,8 Mio.).
Die im Vorjahresvergleich um € -2,1 Mio. höheren Steueraufwendungen führen dazu, dass das im Vergleich zum Vorjahr um € 1,4 Mio. höhere operative Ergebnis (EBIT: € 32,2 Mio.; Vorjahr: € 30,8 Mio.) sowie das entsprechend höhere Ergebnis vor Steuern (€ 31,8 Mio.; Vorjahr: € 30,4 Mio.) sich nicht auf das Konzernergebnis durchschlagen. Dieses liegt mit € 22,6 Mio. um € -0,7 Mio. unter dem Vorjahreswert von € 23,3 Mio. (-3,0 %).
Der MEDION-Konzern berichtet gemäß IFRS 8 entsprechend der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft, Direktgeschäft und Konzerndienstleistungen.
Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Consumer Electronics mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik, für die Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch MEDION erbracht werden. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen im Rahmen der so genannten Primary-Sales-Prozesse (von der Produktidee bis zur Distribution) bis zum After-Sales-Support (vom Retourenhandling bis zum Gewährleistungsmanagement). Das Angebot solcher umfangreichen Dienstleistungen bedarf naturgemäß einer hinreichenden Auftragssicherheit und Größenordnung. Beim Projektgeschäft handelt es sich daher grundsätzlich um so genanntes Volumengeschäft.
Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel, wobei grundsätzlich nur einzelne Elemente entlang der Wertschöpfungskette zur Anwendung kommen. Naturgemäß ist das Direktgeschäft nicht durch vorlaufende Auftragseingänge gekennzeichnet, sondern vielmehr durch Kundentreue. Im Hardwarebereich ist es MEDION bislang immer gelungen, durch gezielte Bewerbung ein hohes Kundenaufkommen zu generieren und somit einen verlässlichen Basisumsatz zu realisieren. Der Bereich der digitalen Dienstleistungen ist durch eine sehr hohe Kundenloyalität und somit wiederkehrende Umsätze gekennzeichnet, die man als verlässliches Grundgeschäft bezeichnen kann.
Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 weist MEDION entsprechend der erweiterten Management-Berichterstattung die für den Lenovo-Konzern erbrachten Konzerndienstleistungen aus. Diese umfassen neben den erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Kundenservice auch weitere Dienstleistungen im Rahmen von Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen.
Jedoch ergaben sich in 2016 mehrere organisatorische Veränderungen im Lenovo-Konzern, die sich auch auf das MEDION-Geschäft auswirken. Neben einer regionalen Neuordnung von Vertriebs- und Verantwortungsbereichen innerhalb des Lenovo-Konzerns gab es auch eine Änderung in den Abrechnungsprozessen mit Geschäftspartnern für die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des Kundenservice. Dieses hat zur Folge, dass MEDION zwar noch weite Teile des Kundenservice für den Lenovo-Konzern in den EMEA-Regionen steuert, die Abrechnungen von Reparatur-, Logistik- oder
sonstigen Dienstleistungen sowie Materialbewegungen werden seit Oktober 2016 jedoch schrittweise in eine direkte Abrechnung der Geschäftspartner mit Lenovo selbst überführt. Im kommenden Geschäftsjahr 2017/2018 werden daher fast ausschließlich die reinen Management-Tätigkeiten, nicht mehr jedoch andere Dienstleistungen wie Reparaturen, Logistik oder Materialversorgung über MEDION abgerechnet. Die im Rahmen dieses Segmentes erwirtschafteten Umsatzerlöse werden voraussichtlich im niedrigen zweistelligen, mittelfristig sogar voraussichtlich nur noch im einstelligen Millionenbereich liegen. Das Segment Konzerndienstleistungen wird daher voraussichtlich im Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2018/2019 nicht mehr gesondert ausgewiesen.
Als "Überleitung Konzern" werden grundsätzlich Konsolidierungseffekte sowie sonstige Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2016- 31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||||
| Projektgeschäft | 503,0 | 35,9 | 545,3 | 39,0 | -42,3 | -7,8 |
| Konzerndienstleistungen | 120,7 | 8,6 | 99,6 | 7,1 | 21,1 | 21,2 |
| Direktgeschäft | 776,8 | 55,5 | 752,5 | 53,9 | 24,3 | 3,2 |
| Überleitung Konzern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - | - |
| Umsatz | 1.400,5 | 100,0 | 1.397,4 | 100,0 | 3,1 | 0,2 |
Der Umsatz des Projektgeschäftes hat sich gemäß dem oberen Drittel des Erwartungskorridors (bis zu -10 %) um € -42,3 Mio. (-7,8 %) von € 545,3 Mio. im Vorjahr auf € 503,0 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr vermindert. Das Direktgeschäft konnte erneut wachsen und stieg von € 752,5 Mio. im Vorjahr um € +24,3 Mio. auf € 776,8 Mio. Das Wachstum fiel mit +3,2 % jedoch geringer aus als in den Vorjahren. Zurückzuführen ist dieses sowohl auf den wachsenden Wettbewerb im Bereich digitaler Dienstleistungen, insbesondere Mobilfunk, als auch auf den begonnenen Umbau und die Neuausrichtung des Online-Handels mit klassischen MEDION-Produkten. Insbesondere im zweiten Geschäftshalbjahr blieb das Direktgeschäft unter den Erwartungen und konnte den Rückgang des Projektgeschäftes entgegen den Erwartungen zu Jahresbeginn nicht kompensieren.
Der Anstieg der Konzerndienstleistungen ist begründet durch den Rückverkauf von Servicematerialien in Höhe von € 18,6 Mio. im Rahmen der zuvor erläuterten Änderungen der Serviceprozesse im Lenovo-Konzern.
UMSÄTZE NACH SEGMENTEN
EBIT NACH SEGMENTEN
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2016- 31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||||
| Projektgeschäft | 3,8 | 11,8 | 3,9 | 12,7 | -0,1 | -2,6 |
| Konzerndienstleistungen | 2,4 | 7,5 | 1,4 | 4,5 | 1,0 | 71,4 |
| Direktgeschäft | 26,0 | 80,7 | 25,5 | 82,8 | 0,5 | 2,0 |
| Überleitung Konzern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - | - |
| EBIT | 32,2 | 100,0 | 30,8 | 100,0 | 1,4 | 4,5 |
Da die Steuerung von Projekt- und Direktgeschäft unterschiedlich ist und die Umsätze entsprechend getrennt aufgezeichnet werden, können auch Großteile der Aufwendungen eindeutig zugeordnet werden. Indirekte Aufwendungen oder Aufwendungen für Maßnahmen, die alle Unternehmensbereiche betreffen, werden nach plausiblen Verteilungsschlüsseln zugeordnet. Das können beispielsweise Umsatzschlüssel oder Anzahl von Aktionen sein.
Die Entwicklung des operativen Ergebnisses nach Segmenten zeigt einmal mehr die Erfolge der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfeld- und Produktpolitik. Das operative Ergebnis im Direktgeschäft konnte erneut gesteigert werden. Zwar stieg das operative Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr nur um € 0,5 Mio. (Vorjahr: € +4,0 Mio.) von € 25,5 Mio. auf € 26,0 Mio., diese im Verhältnis zum Umsatzwachstum (+3,2 %) mit +2,0 % nur unterproportionale Steigerung ist jedoch auf die notwendigen getätigten Investitionen, insbesondere in IT und Marketing, sowie die Unterstützung externer Berater zurück zu führen.
Wie schon im Vorjahr entwickelte sich das Projektgeschäft auch im abgelaufenen Geschäftsjahr negativ. Zwar sank das EBIT im Vergleich zum Umsatzrückgang von -7,8 % (Vorjahr: -12,3 %) unterproportional von € 3,9 Mio. im Vorjahr um nur € -0,1 Mio. oder -2,6 % auf € 3,8 Mio., jedoch war das Vorjahres-EBIT durch Einmalaufwendungen für Urheberrechtsabgaben belastet.
Bei den Konzerndienstleistungen hat sich das EBIT um € 1,0 Mio. oder +71,4 % auf € 2,4 Mio. (Vorjahr: € 1,4 Mio.) deutlich verbessert und mit 2,0 % vom Umsatz das erwartete eingeschwungene Niveau (2,0 % bis 2,5 %) erreicht. Aufgrund der angekündigten Änderungen in den Abrechnungsprozessen im Bereich der Erbringung von Servicedienstleistungen für den Lenovo-Konzern ist die bisherige Erwartung eines stabilen EBIT in Höhe von rund 2 % vom Umsatz mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Nach wie vor werden aber auch zukünftig sämtliche Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern nach steuerrechtlich gültigen und unter fremden Dritten üblichen Konditionen vergütet.
47 | 4.2 Wirtschaftsbericht
| Mio.€ | % | Mio.€ | % | Mio.€ | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||||
| Sachanlagen | 23,3 | 3,1 | 22,7 | 3,0 | 0,6 | 2,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 6,2 | 0,8 | 5,1 | 0,7 | 1,1 | 21,6 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 0,5 | 0,1 | 0,9 | 0,1 | -0,4 | -44,4 |
| Aktive latente Steuern | 3,9 | 0,5 | 5,0 | 0,7 | -1,1 | -22,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 33,9 | 4,5 | 33,7 | 4,5 | 0,2 | 0,6 |
| Vorräte | 172,5 | 23,1 | 244,2 | 32,0 | -71,7 | -29,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 171,4 | 23,0 | 200,1 | 26,2 | -28,7 | -14,3 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 211,7 | 28,5 | 185,4 | 24,3 | 26,3 | 14,2 |
| davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln | 140,0 | 18,8 | 152,6 | 20,0 | -12,6 | -8,3 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 54,7 | 7,3 | 46,3 | 6,0 | 8,4 | 18,1 |
| Zahlungsmittel / -äquivalente | 101,3 | 13,6 | 53,7 | 7,0 | 47,6 | 88,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 711,6 | 95,5 | 729,7 | 95,5 | -18,1 | -2,5 |
| Summe Aktiva | 745,5 | 100,0 | 763,4 | 100,0 | -17,9 | -2,3 |
| Eigenkapital | 422,3 | 56,6 | 417,7 | 54,7 | 4,6 | 1,1 |
| abzgl. erworbener eigener Aktien | -46,4 | -6,2 | -46,4 | -6,1 | 0,0 | 0,0 |
| Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) | 375,9 | 50,4 | 371,3 | 48,6 | 4,6 | 1,2 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 11,0 | 1,5 | 8,0 | 1,0 | 3,0 | 37,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 122,4 | 16,4 | 114,1 | 14,9 | 8,3 | 7,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 23,9 | 3,2 | 20,5 | 2,7 | 3,4 | 16,6 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung | 20,1 | 2,7 | 20,5 | 2,7 | -0,4 | -2,0 |
| Steuerrückstellungen | 2,4 | 0,3 | 2,0 | 0,3 | 0,4 | 20,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 125,0 | 16,8 | 157,6 | 20,6 | -32,6 | -20,7 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 84,9 | 11,4 | 89,9 | 11,9 | -5,0 | -5,6 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 358,6 | 48,1 | 384,1 | 50,4 | -25,5 | -6,6 |
| Summe Passiva | 745,5 | 100,0 | 763,4 | 100,0 | -17,9 | -2,3 |
Die Bilanzsumme des Konzerns zum 31. März 2017 hat sich im Vergleich zum 31. März 2016 leicht um € -17,9 Mio. (-2,3 %) auf € 745,5 Mio. (31. März 2016: € 763,4 Mio.) vermindert.
Auf der Aktivseite verminderten sich das Vorratsvermögen um € -71,7 Mio. auf € 172,5 Mio. (Vorjahr: € 244,2 Mio.) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € -28,7 Mio. auf € 171,4 Mio. (Vorjahr: € 200,1 Mio.), insbesondere aus saisonalen Gründen (Ostergeschäft), beim Vorratsvermögen aber auch begründet durch den bei den Ausführungen zur Ertragslage erläuterten Rückverkauf von Servicematerialien. Ebenso stichtagsbedingt stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht um € 8,3 Mio. auf € 122,4 Mio. an (Vorjahr: € 114,1 Mio.).
Insgesamt verminderte sich so das Working Capital zum 31. März 2017 um € -108,7 Mio. auf € 221,5 Mio. (Vorjahr: € 330,2 Mio.).
Den erläuterten Rückgängen in den Aktivposten steht ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 26,3 Mio. auf € 211,7 Mio. (Vorjahr: € 185,4 Mio.) sowie der Zahlungsmittel und -äquivalente um € 47,6 Mio. auf € 101,3 Mio. (Vorjahr: € 53,7 Mio.) gegenüber. Bereinigt man die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um die enthaltenen Bereitstellungen liquider Mittel, ergibt sich eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit verbundenen Unternehmen von € 32,8 Mio. im Vorjahr um € 38,9 Mio. auf € 71,7 Mio. Dieses korrespondiert mit dem oben erwähnten Verkauf von Servicematerialien an Lenovo sowie mit erweiterten Dienstleistungen im zweiten Geschäftshalbjahr im Rahmen der Änderungen der Abrechnungsprozesse.
Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von € 46,3 Mio. im Vorjahr um € 8,4 Mio. auf € 54,7 Mio. resultiert hauptsächlich aus zum Bilanzstichtag höheren Forderungen aus Werbekostenzuschüssen.
Das Eigenkapital liegt mit € 375,9 Mio. leicht über Vorjahresniveau (€ 371,3 Mio.), aufgrund der verminderten Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 48,6 % im Vorjahr auf 50,4 % zum 31. März 2017 und liegt somit wieder über 50 %. Aufgrund der anstehenden Änderungen im Kundenservice für den Lenovo-Konzern und den daraus resultierenden Rückgängen von Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Servicematerialien ist es möglich, dass die Eigenkapitalquote des MEDION-Konzerns wieder dauerhaft über 50 % bleibt.
Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen von € 157,6 Mio. im Vorjahr um € -32,6 Mio. auf € 125,0 Mio. ist maßgeblich zurückzuführen auf die Inanspruchnahme der Rückstellungen für Urheberrechtsabgaben, denen zum 31. März 2016 einmalige Beträge zugeführt wurden, sowie einer höheren Inanspruchnahme der Gewährleistungsrückstellung als Folge des Absatzrückganges servicenintensiver Produktgruppen.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 23,9 Mio. zum 31. März 2017 sind neben den Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung (€ 20,1 Mio.) auch Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Servicematerialien enthalten (im Vorjahr ausschließlich Verpflichtungen zur Gewinnabführung in Höhe von € 20,5 Mio.).
Die Verminderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von € 89,9 Mio. im Vorjahr um € -5,0 Mio. auf € 84,9 Mio. ist mit € -4,7 Mio. begründet durch Fair Value-Bewertungen.
| Mio.€ | Mio.€ | Mio.€ | % | |
|---|---|---|---|---|
| CASHFLOW | 01.04.2016 -31.03.2017 |
01.04.2015 -31.03.2016 |
GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
|
| Betriebsergebnis (EBIT) | 32,2 | 30,8 | 1,4 | 4,5 |
| Planmäßige Abschreibungen sowie andere zahlungs unwirksame Aufwendungen und Erträge |
5,4 | 2,3 | 3,1 | > 100,0 |
| Brutto Cashflow | 37,6 | 33,1 | 4,5 | 13,6 |
| Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen | 74,1 | -65,0 | 139,1 | > 100,0 |
| Veränderungen der übrigen Rückstellungen | -32,6 | -16,6 | -16,0 | -96,4 |
| Aus- / Einzahlungen für Steuern | -3,9 | -4,9 | 1,0 | 20,4 |
| Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätig keit |
75,2 | -53,4 | 128,6 | > 100,0 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -6,0 | -4,2 | -1,8 | -42,9 |
| Free Cashflow | 69,2 | -57,6 | 126,8 | > 100,0 |
| Auszahlung Ergebnisabführung Vorjahre | -20,5 | -22,9 | 2,4 | 10,5 |
| Netto-Zahlungen Finanzverbindlichkeiten | -2,4 | 73,0 | -75,4 | < -100,0 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -22,9 | 50,1 | -73,0 | < -100,0 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmit telfonds |
46,3 | -7,5 | 53,8 | > 100,0 |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 0,3 | -0,1 | 0,4 | > 100,0 |
| Konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittel fonds |
1,0 | 0,0 | 1,0 | > 100,0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres | 53,7 | 61,3 | -7,6 | -12,4 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | 101,3 | 53,7 | 47,6 | 88,6 |
Nach einem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit im Vorjahr in Höhe von € -53,4 Mio. lässt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 75,2 Mio. feststellen. Diese Veränderung in Höhe von € +128,6 Mio. resultiert maßgeblich aus der Veränderung der Bereitstellung von liquiden Mitteln im Lenovo-Konzern sowie aus dem Abbau von Nettoumlaufvermögen, begründet durch saisonale Effekte (Ostergeschäft) und den Rückverkauf von Servicematerialien an den Lenovo-Konzern.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen auf Investitionen in Software und EDV-Anlagen (€ 4,0 Mio.) zurückzuführen. Des Weiteren wurde in den Aus- und Umbau von Geschäftsgebäuden investiert (€ 2,1 Mio.). Den Investitionen stehen geringe Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von € 0,1 Mio. gegenüber.
Aufgrund der Wiederaufnahme der ABS-Transaktionen im Vorjahr und des vergleichbaren Transaktionsvolumens im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich nach dem hohen Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit im Vorjahr in Höhe von € +50,1 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Mittelabfluss von € -22,9 Mio. ergeben, der im Wesentlichen der Auszahlung für Gewinnabführungen entspricht.
Entsprechend ergibt sich für das Berichtsjahr eine Erhöhung des Finanzmittelfonds von € +47,6 Mio. nach einer Minderung im Vorjahr in Höhe von € -7,6 Mio.
Durch die vereinbarten Finanzierungsrahmenbedingungen im Wege der Integration in den Lenovo-Konzern erfolgen die Anlagen liquider Mittel nicht mehr durch MEDION selbst, sondern durch den Lenovo-Konzern. Die sonst durch MEDION angelegte Liquidität wird temporär dem Konzern zur Verfügung gestellt und zu marktüblichen Bedingungen sowie unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen verzinst. Diese Beträge werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und reduzieren daher den in der MEDION-Bilanz ausgewiesenen Liquiditätssaldo. Darüber hinaus nimmt MEDION seit November 2015 wieder an einem ABS-Programm teil, um innerhalb des Lenovo-Konzerns temporär eine höhere Liquidität zur Verfügung stellen zu können. Unter Berücksichtigung der im Konzern zur Verfügung gestellten Liquidität hat sich die dem MEDION-Konzern insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität von € 206,3 Mio. im Vorjahr um € 35,0 Mio. auf € 241,3 Mio. erhöht. Unter Berücksichtigung einer leichten Verminderung der ABS-Verbindlichkeiten ergibt sich sogar eine Erhöhung der Netto-Liquidität um € 37,1 Mio. von € 133,2 Mio. im Vorjahr auf € 170,3 Mio. zum 31. März 2017.
| Mio.€ | Mio.€ | |
|---|---|---|
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | |
| In Bilanz ausgewiesene Liquidität | 101,3 | 53,7 |
| Zuzüglich im Konzern angelegter Mittel | 140,0 | 152,6 |
| Gesamt-Liquidität | 241,3 | 206,3 |
| Abzüglich Netto-ABS-Verbindlichkeiten | -71,0 | -73,1 |
| Netto-Liquidität | 170,3 | 133,2 |
Der MEDION-Konzern verfügt nach wie vor über eine deutlich positive "Net Cash"-Position. Ebenso verfügt MEDION mit dem hohen Eigenkapital von € 375,9 Mio., einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 50,4 % und einer Liquidität inklusive der Geldanlagen im Konzern (€ 140,0 Mio.) von € 241,3 Mio. über sehr gute Finanzierungsrahmenbedingungen.
Der Lagebericht der MEDION AG und der Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2016/2017 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der MEDION AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Da das MEDION-Geschäft nahezu vollständig über die MEDION AG abgewickelt und aus Gründen der bekannten Kosteneffizienz entsprechend zentral gesteuert wird, entspricht die Ertrags- sowie die Vermögens- und Finanzlage im Wesentlichen den Informationen über die wirtschaftliche Lage des MEDION-Konzerns.
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2016- 31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||||
| Umsatz | 1.351,8 | 100,0 | 1.357,2 | 100,0 | -5,4 | -0,4 |
| Materialeinsatz | -1.135,7 | -84,0 | -1.158,9 | -85,4 | 23,2 | 2,0 |
| Rohertrag | 216,1 | 16,0 | 198,3 | 14,6 | 17,8 | 9,0 |
| Personalaufwand | -35,7 | -2,6 | -34,1 | -2,5 | -1,6 | -4,7 |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge |
-151,8 | -11,2 | -137,3 | -10,1 | -14,5 | -10,6 |
| Abschreibungen | -4,2 | -0,3 | -2,9 | -0,2 | -1,3 | -44,8 |
| EBIT | 24,4 | 1,8 | 24,0 | 1,8 | 0,4 | 1,7 |
| Finanzergebnis | 2,5 | 0,2 | 2,4 | 0,1 | 0,1 | 4,2 |
| EBT | 26,9 | 2,0 | 26,4 | 1,9 | 0,5 | 1,9 |
| Steuern | -6,8 | -0,5 | -5,9 | -0,4 | -0,9 | -15,3 |
| Ergebnis MEDION AG vor Gewinnabführung |
20,1 | 1,5 | 20,5 | 1,5 | -0,4 | -2,0 |
Die MEDION AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von € 1.351,8 Mio., was 96,5 % des Konzernumsatzes entspricht (Vorjahr: 97,1 %). Der Konzernentwicklung entsprechend liegen die Umsätze auf Vorjahresniveau. Die erstmalige Anwendung des BILRUGs führte zu einem um € 2,1 Mio. höheren Umsatz und einem entsprechenden Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge.
Die durch die MEDION AG erwirtschaftete Rohertragsmarge liegt mit 16,0 % um 1,4 %-Punkte über dem Vorjahresniveau von 14,6 %. Dieses erklärt sich zum einen dadurch, dass die Rohertragsmarge im Vorjahr durch einmalige periodenfremde Aufwendungen für Urheberrechtsabgaben belastet war. Zum anderen hat sich aber auch durch das Wachstum des Direktgeschäftes und die Stabilisierung des Projektgeschäftes die erwirtschaftete Rohertragsmarge leicht verbessert.
Der Personalaufwand der MEDION AG lag im Geschäftsjahr 2016/2017 mit € 35,7 Mio. um € +1,6 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (€ 34,1 Mio.). Begründet ist dieses durch die Erweiterung des Direktgeschäftes. Dieses ist auch maßgeblich für den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (Vollzeitäquivalente) der MEDION AG, die zum 31. März 2017 mit 529 um 20 (+4 %) über Vorjahresniveau (509) lag.
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
|---|---|---|---|---|
| GJ 2016/2017 | GJ 2015/2016 | GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| Vertriebsaufwendungen | -132,0 | -127,1 | -4,9 | -3,9 |
| davon Marketing | -35,9 | -31,6 | -4,3 | -13,6 |
| davon Kundenservice | -72,6 | -73,6 | 1,0 | 1,4 |
| davon Sonstiges | -23,5 | -21,9 | -1,6 | -7,3 |
| Verwaltungsaufwendungen | -28,5 | -20,4 | -8,1 | -39,7 |
| Betriebsaufwendungen | -3,2 | -2,3 | -0,9 | -39,1 |
| Übrige | -1,5 | -1,9 | 0,4 | 21,1 |
| -165,2 | -151,7 | -13,5 | -8,9 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13,4 | 14,4 | -1,0 | -6,9 |
| Saldo | -151,8 | -137,3 | -14,5 | -10,6 |
Da im MEDION-Konzern der maßgebliche Anteil des Geschäftes durch die MEDION AG realisiert wird und sich die Organisationsstrukturen entsprechend hauptsächlich in der AG befinden, lässt sich auch die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge mit der des Konzerns vergleichen. Der Anstieg der Marketingaufwendungen resultiert aus Maßnahmen zur Stärkung des Direktgeschäftes. Die höheren Aufwendungen für Kundenservice gegenüber den im Konzern ausgewiesenen Aufwendungen resultieren allein aus der internen Verrechnung von Aufwendungen von den Servicegesellschaften des MEDION-Konzerns an die MEDION AG.
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen resultiert ebenso korrespondierend zum Konzern aus höheren Aufwendungen für IT und Unterstützung externer Dienstleister im Rahmen des Ausbaus und der Optimierung des Direktgeschäftes.
Die sonstigen betrieblichen Erträge der MEDION AG liegen mit € 13,4 Mio. um € -1,0 Mio. leicht unter denen des Vorjahres (€ 14,4 Mio.).
Der Anstieg der Abschreibungen ist entsprechend eine Folge verstärkter Investitionen in die IT.
Das im Gegensatz zum Konzern positive Finanzergebnis resultiert aus der Vereinnahmung von Dividenden aus Tochtergesellschaften.
Aufgrund eines Steuerumlagevertrages zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG sind in den Ertragsteuern der MEDION AG (€ 6,6 Mio.; Vorjahr: € 5,7 Mio.) Umlagen vom Organträger in Höhe von € 4,5 Mio. (Vorjahr: € 4,8 Mio.) enthalten. Insgesamt erhöhte sich der Steueraufwand von € 5,9 Mio. im Vorjahr auf € 6,8 Mio., maßgeblich aufgrund von Steuern für Vorjahre.
Der im Geschäftsjahr 2016/2017 erwirtschaftete Jahresüberschuss der MEDION AG vor Gewinnabführung liegt mit € 20,1 Mio. (1,5 % vom Umsatz) auf Vorjahresniveau (€ 20,5 Mio., ebenso 1,5 % vom Umsatz).
| Mio.€ | % | Mio.€ | % | Mio.€ | % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | GJ 2016/2017 zu GJ 2015/2016 |
||||
| Anlagevermögen | 34,0 | 4,7 | 31,5 | 4,2 | 2,5 | 7,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 34,0 | 4,7 | 31,5 | 4,2 | 2,5 | 7,9 |
| Vorräte | 172,5 | 24,0 | 244,3 | 32,8 | -71,8 | -29,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
164,4 | 22,9 | 195,7 | 26,3 | -31,3 | -16,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
213,6 | 29,7 | 191,2 | 25,7 | 22,4 | 11,7 |
| Flüssige Mittel | 84,3 | 11,7 | 36,0 | 4,8 | 48,3 | > 100,0 |
| Übrige Vermögenswerte | 50,6 | 7,0 | 45,1 | 6,2 | 5,5 | 12,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 685,4 | 95,3 | 712,3 | 95,8 | -26,9 | -3,8 |
| Summe Aktiva | 719,4 | 100,0 | 743,8 | 100,0 | -24,4 | -3,3 |
| Eigenkapital | 366,1 | 50,9 | 366,1 | 49,2 | 0,0 | 0,0 |
| Langfristige Rückstellungen | 6,3 | 0,9 | 5,5 | 0,7 | 0,8 | 14,5 |
| Steuerrückstellungen | 1,3 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 1,3 | 0,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 116,6 | 16,2 | 154,3 | 20,7 | -37,7 | -24,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
117,8 | 16,4 | 109,9 | 14,8 | 7,9 | 7,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
28,2 | 3,9 | 24,9 | 3,3 | 3,3 | 13,3 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkei ten |
83,1 | 11,5 | 83,1 | 11,3 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
347,0 | 48,2 | 372,2 | 50,1 | -25,2 | -6,8 |
| Summe Passiva | 719,4 | 100,0 | 743,8 | 100,0 | -24,4 | -3,3 |
Entsprechend der Konzernbilanz hat sich auch die Bilanzsumme der MEDION AG zum 31. März 2017 im Vergleich zum 31. März 2016 leicht vermindert. Nach € 743,8 Mio. im Vorjahr verminderte sie sich um € -24,4 Mio. auf € 719,4 Mio. Das Eigenkapital bleibt mit € 366,1 Mio. unverändert, aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme erhöht sich dadurch die Eigenkapitalquote zum 31. März 2017 auf 50,9 % nach 49,2 % im Vorjahr.
Ebenfalls der Konzernbilanz entsprechend veränderten sich die Posten des Working Capitals im Rahmen saisonaler Verschiebungen (Ostergeschäft) und des Rückverkaufes von Servicematerialien an den Lenovo-Konzern.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen der Konzernbilanz entsprechend hauptsächlich die Geschäftsbeziehungen zum Lenovo-Konzern (€ 211,7 Mio.; Vorjahr: € 185,4 Mio.).
Die verbleibenden Forderungen betreffen die laufenden Geschäftsbeziehungen mit eigenen Tochtergesellschaften im Rahmen des internationalen Direktgeschäftes. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ebenfalls der Konzernbilanz entsprechend überwiegend die Verpflichtung zur Gewinnabführung (€ 20,1 Mio.; Vorjahr: € 20,5 Mio.). Die verbleibenden Verbindlichkeiten resultieren aus Dienstleistungen der eigenen Tochtergesellschaften für die MEDION AG oder aus dem Warenbezug innerhalb des Lenovo-Konzerns.
Den Erläuterungen zur Konzernbilanz entsprechend resultiert der Rückgang der sonstigen Rückstellungen von € 154,3 Mio. im Vorjahr um € -37,7 Mio. auf € 116,6 Mio. maßgeblich aus Inanspruchnahmen von Rückstellungen für Urheberrechtsabgaben und Gewährleistungen.
Im Rahmen der Unternehmenssteuerung und des Risikomanagements greift MEDION auf ein Kennzahlensystem zurück, um sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zu beobachten. Neben den wesentlichen GuV-Kennzahlen wie Umsatz und EBIT als finanzielle Leistungsindikatoren oder Bilanzkennzahlen wie die Eigenkapitalquote werden sowohl Planerreichungsgrade als auch prozessorientierte Kennzahlen und das Working Capital beobachtet, die Auswirkungen auf die operative Leistungsfähigkeit haben können.
Eine Working-Capital-Quote in Prozent der Bilanzsumme gibt einen Hinweis darauf, wie viele Mittel für die Erwirtschaftung des Umsatzes gebunden sind. Aufgrund des Projektgeschäftes gilt für MEDION eine Quote unter 40 % als sehr gut. Zum 31. März 2017 liegt die Gesamt-Working-Capital-Quote ohne Berücksichtigung der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern bei 30 % und somit deutlich unter dem Vorjahreswert von 43 %. Allerdings sind diese Stichtagswerte von saisonalen Effekten geprägt. Da der konsequente Ausbau des Online-Handels und des Private-Label-Geschäftes steigender Vorratsbestände bedarf, bleibt eine Working-Capital-Ziel-Quote von unter 40 % zunächst auch relevant.
Zur Steuerung des Vertriebs sind insbesondere die Kennzahlen Plan-Ist-Abweichung des Umsatzes und frei verfügbarer Warenbestand sowie Umschlagshäufigkeit der Vorräte im Fokus. Wie schon bei den Ausführungen zum Geschäftsverlauf dargestellt, hat sich das abgelaufene Geschäftsjahr erwartungsgemäß entwickelt. Umsatzseitig wurde im klassischen MEDION-Geschäft eine Planerreichung von 100,4 % realisiert (Vorjahr: 105,3 %). Dieses lässt erneut einen Rückschluss auf eine sehr hohe Planungsqualität zu. Diese ist erforderlich, weil MEDION für großvolumige Aufträge im Projektgeschäft immer auch eine gewisse Vorlaufzeit benötigt und für das Direktgeschäft eine durchgängige Warenversorgung erforderlich ist.
Es ist jedoch auch darauf zu achten, dass die freie Warenverfügbarkeit gering und der Umschlag hoch ist, um Bestandsrisiken zu vermeiden. Im Idealfall beträgt eine Projektdauer rund sechs bis acht Wochen, wodurch sich ein Zielumschlag von 7 ergibt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Umschlagshäufigkeit mit einem Wert von 6,7 zwar leicht über dem Vorjahreswert von 6,4, aber immer noch knapp unter dem Zielwert. Entsprechend negativ, aber aufgrund der allgemeinen Marktsituation im Multimedia- und Consumer-Electronics-Bereich ebenfalls erwartet, hat sich die freie Warenverfügbarkeit entwickelt. Zwar lag sie mit 16,0 % immer noch im positiven Bereich von unter 25 %, hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr (12,0 %) erneut erhöht.
Im Rahmen des Kundenservice haben Kennzahlen verschiedener Service-Level eine hohe Relevanz, weil diese sowohl Rückschlüsse auf die Qualität der Serviceprozesse zulassen als auch Indikatoren für Kundenzufriedenheit sein können. Für Servicelevelkennzahlen gilt grundsätzlich eine Quote ab 90 % als sehr gut. Im Bereich der Reparaturdurchlaufzeiten konnten die guten Vorjahreswerte von 92,1 % aller Reparaturfälle jedoch nicht erreicht werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 87,1 % der Reparaturfälle im vorgegebenen Rahmen bearbeitet. Zurückzuführen ist diese temporäre Minderung auf Sonderthemen im Bereich der Kundendienstleistungen für Lenovo. Damit korrespondiert die leichte Erhöhung der Reparaturdurchlaufzeiten von 7,0 Tagen im Vorjahr auf 8,0 Tage in 2016/2017. Leicht verbessert haben sich die Annahmen der Kundengespräche innerhalb der vorgegebenen Zeit: die sehr gute Vorjahresquote von 92,1 % konnte auf 92,4 % gesteigert werden.
Im Bereich interner Prozesse ist die Mitarbeiterzufriedenheit relevant. Entsprechend wird ein Fluktuationswert von 0,5 % oder darunter angestrebt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Fluktuationsrate auf den Vorjahreswert von 0,6 % eingependelt. Diese leichte Erhöhung gegenüber den Vorjahren resultiert u.a. aus den laufenden Erweiterungen des Direktgeschäftes.
56 | 4.3 Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2016/2017 (1. April 2016 – 31. März 2017)
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.
Die deutsche Wirtschaft ist gut in das Jahr 2017 gestartet. Dies gilt insbesondere für die Industrie, deren Produktion sich im Januar 2017 aus ihrer Stagnation vom Jahresschlussquartal 2016 löste. Sie wurde dabei durch Nachholeffekte unterstützt und kann insgesamt auf einer sehr erfreulichen Auftragsentwicklung aufbauen. In den übrigen Wirtschaftsbereichen, insbesondere in den meisten Dienstleistungsbereichen, setzt sich der Aufschwung ungebremst fort. Dies wurde Anfang März 2017 durch die von der Bundesagentur für Arbeit gemeldete beträchtliche Aufwärtskorrektur der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachdrücklich unterstrichen. Für einen guten Start in das Jahr 2017 sprechen auch die einschlägigen wirtschaftlichen Stimmungsindikatoren, die sich spürbar aufgehellt zeigen. Insofern ist nach der erkennbaren Stagnation der deutschen Wirtschaft im Sommer 2016 und der Belebung im Jahresschlussquartal auf eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, eine weitere Beschleunigung der Expansion im ersten Quartal 2017 wahrscheinlich (BMWi, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2017, Pressemitteilung vom 15. März 2017).
Die globale Konjunktur dürfte in diesem Jahr etwas stärker als im Jahresdurchschnitt des Jahres 2016 expandieren. Zum Jahresende 2016 hat sich die weltweite Aktivität gemessen an der Industrieproduktion und dem Welthandel bereits etwas belebt. Der globale Einkaufsmanager Index von Markit hielt im Februar 2017 sein erhöhtes Niveau und das vom ifo Institut ermittelte Weltwirtschaftsklima hellte sich im ersten Kalenderquartal 2017 auf. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten dürfte trotz einer Wachstumsverlangsamung im vierten Quartal 2016 im Jahr 2017 stärker zunehmen als im Vorjahr. Auch im Euroraum bleiben die konjunkturellen Aussichten leicht aufgehellt. Das Wirtschaftswachstum dürfte daher trotz gestiegener Risiken und Unabwägbarkeiten durch das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ähnlich hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr. In Japan hat sich die konjunkturelle Entwicklung stabilisiert und die Wirtschaftsleistung dürfte in diesem Jahr moderat zunehmen. Von den Schwellenländern verzeichnete China wieder ein gleichmäßigeres Wachstum. Mit den anziehenden Rohstoffpreisen werden Russland und wohl auch Brasilien ihre Rezessionen hinter sich lassen. Die OECD erwartet in ihrer Prognose vom März 2017 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 % für dieses Jahr nach 3,0 % im vergangenen Jahr.
Der private Konsum nahm im Jahr 2016 preisbereinigt um 2,0 % kräftig zu. Er erbrachte mit 1,1 Prozentpunkten einen wichtigen Beitrag zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2016. Zum Jahresbeginn 2017 ist der Umsatz im Einzelhandel (ohne Kfz) allerdings leicht um 0,8 % zurückgegangen und auch bei der Betrachtung der Dreimonatsdurchschnitte (-0,2 %) war die Entwicklung Anfang 2017 eher verhalten. Hier könnte sich die anziehende Inflationsrate von 1,9 % im Januar (Februar: +2,2 %) niedergeschlagen haben. Die Stimmung sowohl unter den Einzelhändlern als auch unter den Verbrauchern blieb alles in Allem aber zuversichtlich. Die gute Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung sowie ein Anstieg der Verbraucherpreise in der Nähe der
Zielmarke der EZB sollten für eine Fortführung der positiven Konsumentwicklung sorgen. Denn auf der Verbraucherseite herrscht Optimism auch wenn es im Februar die Perspektiven für den der Wirtschaftspolitik, Monatsbericht April 2017, S.51ff) seite Optimismus. Das GfK-Konsumklima bewegt sich auf hohem Niveau, 2017 leicht nachgab. Ungeachtet des etwas stärkeren Preisauftriebs bleiben privaten Konsum von daher insgesamt weiter günstig (B rtschaftspolitik, S.51ff). eine Fortführung auf Konsumklima auf hohem Niveau, leicht nachgab. Ungeachtet bleiben rivaten insgesamt (BMWi, Schlaglichter
Für das laufende Jahr wird im Bereich der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland ein U folgenden Zahlen: Bitkom, ITK Märkte, März 2017). Umsatz von € 161 Mrd. (+1,3 %) erwartet (diese und die das Informationstechnologie, und € 161 die einem % zeigt die Besonders gefragt sind auch in
Mit einem Umsatz von Informationstechnologie erneut als Treiber der positiven Entwicklung. Besond diesem Jahr die Anbieter von Software (+6,3 %) und IT Volumen von € 23 Mrd. bzw. € 39 Mrd. anwachsen werden. Die Umsätze in IT dagegen stabil bei € 24 Mrd. € 86 Mrd. und einem Wachstum von 2,7 % zeigt sich die IT-Services (+2,3 %), deren Geschäfte auf ein Services deren ein 23 39 anwachsen IT-Hardware bleiben
| ITK-Markt | Marktvolumen (in Mrd. Euro) | Wachstumsraten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 15/14 | 16/15 | 17/16 |
| Summe ITK + CE | 153,2 | 157,8 | 159,3 | 161,4 | 3,0% | 1,0% | 1,3% |
| Consumer Electronics | 10,2 | 9,6 | 9,2 | 9,2 | -5,3% | -4,4% | -0,5% |
| Summe ITK | 143,0 | 148,2 | 150,1 | 152,2 | 3,6% | 1,3% | 1,4% |
| Informationstechnik | 77,8 | 81,1 | 83,7 | 86 | 4,1% | 3,3% | 2,7% |
| IT- Hardware | 22,5 | 23,5 | 24 | 24,0 | 4,5% | 1,8% | 0,1% |
| Software | 19,1 | 20,4 | 21,6 | 23,0 | 6,6% | 6,2% | 6,3% |
| IT-Services | 36,2 | 37,2 | 38,1 | 39,0 | 2,6% | 2,7% | 2,3% |
| Telekommunikation | 65,2 | 67,1 | 66,4 | 66,2 | 3,0% | -1,1% | -0,2% |
| TK-Endgeräte | 9,3 | 11,3 | 10,6 | 10,7 | 22,0% | -6,1% | 1,0% |
| TK-Infrastruktur | 6,3 | 6,5 | 6,6 | 6,6 | 2,5% | 1,7% | 0,7% |
| Telekommunikations-dienste | 49,6 | 49,3 | 49,2 | 48,9 | -0,5% | -0,3% | -0,6% |
Quelle: Bitkom Research GmbH
Innovative Produkte, mobile Mediennutzung, die steigende Vernetzung von Unterhaltungselektronik, IT- und Telekommunikation einerseits sowie die darüber hinausgehende Vernetzung mit Hausgeräten, Systemen der Installationstechnik, Elektromedizin und Sicherheitstechnik andererseits und damit ein klar erkennbarer Mehrwert für die Konsumenten seien die Stärken der Branche. Für eine positive Branchenentwicklung werden immer wieder neue Anwendungs- und Vernetzungsmöglichkeiten sowie auch neue Produktsegmente geschaffen. Für alle drei PC-Bereiche erwartet die gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik) allerdings weiterhin eine rückläufige oder nur stagnierende Entwicklung, so dass die Segmente der privat genutzten IT und Telekommunikation 2017 gemäß der Prognose wahrscheinlich nochmals leichte Rückgänge verzeichnen werden.
Der Markt für Consumer-Electronics-Produkte ist weiterhin geprägt von der Digitalisierung der Inhalte und Übertragungswege sowie der Konvergenz. Konvergenz bedeutet dabei das Verschmelzen der bislang unterschiedlichen Märkte Unterhaltungselektronik, Medien, Informationstechnologie und Telekommunikation. Basis hierfür ist die digitale Technik, die zum einen die Vernetzung unterschiedlicher Produktgruppen ermöglicht und zum anderen die Nutzung digitaler Komponenten in unterschiedlichen Produktbereichen erlaubt. Neue, insbesondere auch drahtlose Vernetzungslösungen, eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, hochauflösende Inhalte zu nutzen.
Die Vernetzung von CE-Geräten untereinander und ihre Verbindung mit Haushaltsgeräten, der Heizungsanlage oder der Beleuchtung ist ein anhaltender Trend. PCs, Notebooks oder Netzwerk-Festplatten speichern große Archive digitaler Medien – Bilder, Musik und Videos. Das Heimnetz stellt sie mobilen und stationären Endgeräten zur Verfügung, Smartphones und Tablet-PCs ebenso wie vernetzten Fernsehgeräten. Standards wie UPnP und DLNA erleichtern den Medienverkehr: die beteiligten Geräte erkennen einander automatisch und können so die digitalen Inhalte über das Heimnetz austauschen. Immer mehr Kameras und Camcorder übertragen ihre Aufnahmen direkt über WLAN ins Heimnetz. Entweder, um sie ins Internet zu stellen, oder, um sie an ein Fernsehgerät zu übertragen. Der Anteil vernetzbarer Geräte im Markt der technischen Gebrauchsgüter (technical consumer goods) ist 2016 in Deutschland um rund 9 % gegenüber dem Vorjahreswert auf über € 4 Mrd. gestiegen (Quelle: GfK).
Angeführt wird die Liste der smarten Geräte dabei von den Consumer Electronics-Produkten. In diesem Segment ist die Vernetztung schon am weitesten fortgeschritten. So wird beispielsweise der überwiegende Umsatz mit Fernsehgeräten, Blu ray-Playern, Set-Top-Boxen, smarten Home Audio-Systemen und Spielekonsolen mit Geräten erzielt, die mit smarten Funktionen und einem Internet-Anschluss ausgestattet sind. Bei TV-Geräten beträgt der Umsatzanteil der Smart TVs bereits über 60 %. Nicht eingerechnet sind in dieser Betrachtung die Smartphones, die per se eine Internetverbindung aufweisen. Zweitgrößter Bereich beim Umsatz mit vernetzbaren Geräten sind die Home Automation- und Security-Produkte. An dritter Stelle folgen Geräte zur Steuerung und zur Kommunikation (Gateways, Repeater, intelligente Steckdosen usw.), gefolgt von den Elektro-Großund Kleingeräten (Quelle: gfu, Zuwachs bei vernetzten Geräten auf über € 4 Mrd., Pressemitteilung vom 7. April 2017). Jedoch sind Smartphones weiterhin ein Hoffnungsträger für die Consumer Electronics. Durch die Vernetzung mit Smartphones entstehen auch neue Möglichkeiten für die Geräte der klassischen Unterhaltungselektronik.
So lassen sich Millionen von Songs per Smartphone mit vernetzbaren Audiogeräten verbinden und bringen Musik in jeden Raum. Entsprechend wächst auch der Umsatz des Audiosegments erneut. Ein Umsatzwachstum ist jedoch ausschließlich bei vernetzbaren Audioprodukten zu verzeichnen. Nicht internetfähige Audiosysteme werden immer weniger nachgefragt. Der Trend zu vernetzbaren Produkten prägt die klassische Unterhaltungselektronik und lässt die Grenzen zwischen CE sowie Informations- und Kommunikationstechnik weiter verschwimmen – hin zur Connected Consumer Technology (vorgenannte Angaben entnommen aus der Bitkom-Deloitte Studie, Zukunft der Consumer Technology-2016, S.13ff).
Die große Anzahl an Bildschirmen in den Haushalten führt zu einem massiven Wandel des Medienkonsums und der Medienbereitstellung. Denn immer mehr Inhalte sind auf noch mehr vernetzten Endgeräten jederzeit verfügbar. Bewegtbild, ob live oder on-demand, verteilt sich auf mehrere Geräte. Inmitten der anderen vernetzten Bildschirme ist der Fernseher einer von vielen. Sein besonderes Merkmal sind nicht die Inhalte, sondern die Größe und Qualität der Darstellung. Und die Inhalte kommen zunehmend aus dem Netz. Auch bei TV-Geräten, deren Anschlussrate jedes Jahr weiter steigt. Je hochauflösender die Inhalte werden, desto wichtiger ist die Größe des Bildschirms. Neben Ultra-HD (UHD) kommen nun weitere Features wie HDR (High Dynamic Range), welche die verbesserte Bildqualität gerade auf großen Bildschirmen deutlich zeigen. Diese Erkenntnis setzt sich auch bei den Verbrauchern durch, TV-Geräte in den Haushalten werden entsprechend immer größer.
Der Trend zur vernetzten Mediennutzung hat auch die HiFi-Welt nachhaltig verändert. Die meisten Musikkomponenten und Surround-Anlagen lassen sich heute problemlos mit dem Heimnetz verbinden, um zentrale Mediensammlungen für die Wiedergabe abzurufen. "Streaming" ist das Stichwort für diese Technik. Bildschirme für faszinierende HDR-Bilder, UHD-Filme von der neuen Bluray Disc, 3D-Sound und Musikangebote aus Streaming und superschnelle 3D-Scanner und -Drucker sollen weiterhin die Wachstumsmärkte darstellen.
Internet Adapter Sets stellen schnell und einfach eine Netzwerkverbindung zwischen Routern, Computern und anderen netzwerkfähigen Geräten über das hausinterne Stromnetz her. Dank Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/Sekunde sind diese perfekt geeignet für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Datenübertragung wie HD Video & Audio Streaming, Online-Spiele oder Voice-over-IP.
Der Audio Streamingmarkt ist sehr dynamisch. Mit strategischen Partnerschaften, Übernahmen und Aufgaben hat sich der Markt in den vergangenen beiden Jahren konsolidiert. Dazu zählen etwa die Übernahme von Ampya durch Deezer und das Ersetzen von Sonys Streamingservice Music Unlimited auf der Playstation durch Spotify. Zudem ergaben sich strategischen Partnerschaften bei der Geschäftsaufgabe und die Kundenübernahme von Simfy durch Deezer bzw. von Wimp durch Tidal. Auf der anderen Seite haben Global Player wie Apple, Amazon und Google ihre Aktivitäten im Musikstreaming massiv ausgeweitet und so für zusätzliche Aufmerksamkeit und Reichweite gesorgt. Aldi als nationales und branchenfremdes Unternehmen hat mit Unterstützung von Napster und MEDION mit ALDI LIFE einen eigenen Streamingservice auf den Markt gebracht. Gerade weil die Global Player auf den Markt drängen, wird die Konsolidierung in den kommenden Jahren fortschreiten und Musikstreaming in Deutschland weiter wachsen. In Deutschland hörten 2016 bereits vier von zehn Internetnutzern ab 14 Jahre (39 %) Musik über Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, Soundcloud & Co. Vor zwei Jahren waren es noch 32 %. Die große Mehrheit (77 %) der Nutzer von Musikstreaming bevorzugt die kostenlosen bzw. werbefinanzierten Modelle. Dennoch zahlt bereits etwa jeder fünfte Nutzer (22 %). Im Vorjahr waren es noch 19 % (vorgenannte Angaben entnommen aus der Bitkom-Deloitte Studie, Zukunft der Consumer Technology-2016, S. 29ff).
Die durch die digitale Technik eröffneten neuen Produktwelten werden mit immer kürzeren Produktlebenszyklen auf den Markt gebracht, da der technische Fortschritt leistungsfähigere Produkte und Systeme in immer kürzeren Intervallen hervorbringt. Der umfassende Strukturwandel durch die zunehmende Digitalisierung erfasst inzwischen alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft. Über 99 % aller Haushalte in Deutschland sind mittlerweile an Netze mit einer Übertragungsrate von 1 Mbit/Sekunde und mehr angeschlossen. Entscheidend ist unverändert, wie schnell es gelingt, Hochgeschwindigkeitsnetze zum Beispiel aus Glasfaser oder über die bestehenden Kabelnetze mit 500 Mbit/Sekunde und mehr zügig auszubauen.
Im Bereich der Vertriebsformen hat das Internet als Einkaufsstätte kontinuierlich an Marktbedeutung gewonnen und sich als eigenständige Vertriebsform mit einem zweistelligen Marktanteil in Deutschland und im Euroraum etabliert. Neben dem Kauf von Waren ist das Internet vor allen Dingen als Quelle für Informationen über Produkte und damit für Kaufentscheidungen der Konsumenten eine aktuelle und transparente Plattform. In vielen Produktkategorien legen Multichannelkäufer mehr Wert auf Leistungs- und Qualitätsmerkmale als auf den reinen Preisvergleich. Im Bereich der Consumer-Electronics-Produkte und beim Angebot digitaler Dienstleistungen – wie zum Beispiel dem Fotoservice – wird der Online-Vertriebskanal noch weiter an Bedeutung gewinnen. Im Bereich hochwertiger Consumer-Electronics-Produkte in den Preissegmenten über € 700 spielt zunehmend auch eine Rolle, inwieweit den Konsumenten Ratenzahlungen mit sehr günstigen Finanzierungsmodellen angeboten werden können.
Es ist unverändert erkennbar, dass es immer mehr klassische Produkte der Unterhaltungselektronik geben wird, die aufgrund der Digitalisierung Zugang zum Internet haben. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von Unterhaltungselektronik, leistungsstarke Prozessoren in ihre
Geräte zu integrieren. Multikern-Prozessoren und leistungsstarke Grafik-Chips sorgen für schnellen Aufbau von Internet-Seiten, flüssige Bedienung und ruckelfreie Videos aus dem Web.
Mit dem weitestgehend vollzogenen Ausbau einer flächendeckenden Infrastruktur für das drahtlose Breitbandinternet wird sich der Trend zu kompakten und leistungsfähigen sowie leichteren Notebooks noch verstärken. Hochleistungsprozessoren für Desktop-PCs sind gefragt, wenn es um die Darstellung von 1080p bei Videoformaten in 7.1-Surround-Sound geht, bei hochauflösenden 3-D-Grafikelementen und vernetzten Online-Spielen, aber auch, um parallele Anwendungen in der Audiound Videoverarbeitung zu ermöglichen.
Neben sehr leistungsfähigen Notebooks mit neuer stromsparender Vierkern-Prozessor-Technologie und Smartphones mit mehr Arbeitsspeicher und leistungsfähigen Betriebssystemen etablieren sich Geräte, so wie die Tablet-PCs und Phablets, mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder modernen Funkstandards wie LTE. Der Markt für PCs und Notebooks ist aufgrund der hohen Ausstattungsdichte der Haushalte seit Jahren vorrangig von Ersatzbedarf bestimmt, technologische Innovationen geben dagegen im gegenwärtigen Marktumfeld nur geringere Kaufanreize.
Interessante Produktbereiche und Entwicklungen der Consumer Electronics sind in dem für MEDION relevanten Marktumfeld :
Der weiterhin stabile Absatz von Smartphones und Tablet-PCs sorgt für einen anhaltenden Zuwachs bei der mobilen Internetnutzung mit hohen Datenübertragungsraten.
Im Mobilfunk wird daher unverändert in den Ausbau der neuen Übertragungstechnik LTE und die Glasfasernetzte investiert. Die Nachfolgetechnologie von UMTS erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/Sekunde. Inhaltlich stehen dabei für Mobilfunkkunden unter anderem das Bedürfnis nach sozialer Vernetzung und der Wunsch nach End-to-End-Crossmedia-Angeboten sowie die ständige
Verfügbarkeit des Internets zu Flatrate-Tarifen im Vordergrund. Derzeit existieren weltweit über eine Million mobile Applikationen (Apps) für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Die Anwendungen reichen von Spielen über Nachrichten- und Auskunftsdienste bis hin zu Navigationshilfen und eBook Readern. Es wird sich zeigen müssen, ob sich Flatrates beim Streaming von Video und Audioinhalten am Markt durchsetzen können.
Daneben sind Mobilfunkangebote längst nicht mehr an den eigenen Betrieb eines Netzes gekoppelt, sondern stammen zunehmend von virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO). Wachstum bei den UMTS-Teilnehmerzahlen generieren auch die neuen Generationen der Smartphones und vor allem Tablet-PCs. Mit den neuen Geräten und attraktiven Preisen nutzen nunmehr auch Privatpersonen die mobilen Datendienste im In- und Ausland.
Aufgrund der europäischen Regulierungshoheit über die Tarifentgelte für die Handy-Nutzung und das mobile Internetsurfen im europäischen Ausland werden nach dem Willen des Europaparlaments keine Extrakosten bei der Nutzung von Mobilfunkleistungen im Ausland mehr anfallen. Durch den Wegfall der europäischen Roaming-Kosten ist in 2017 und 2018 mit stagnierenden oder geringeren Monatsumsätzen je Kunde zu rechnen.
Die Digitalisierung und Vernetzung wirkt sich mit unveränderter Dynamik auf alle Bereiche der modernen Gesellschaft aus. Sie berührt alle Lebensbereiche wie die Kommunikation mit Familie und Freundinnen bzw. Freunden, die Steuerung von Gebäudetechnik und Wohnkomfortfunktionen (Smart Home), den privaten Konsum (Online-Plattformen) sowie das Lern- und Arbeitsumfeld (dezentrales Lernen und Arbeiten). Der gesellschaftliche und politische Austausch geschieht unmittelbar durch digitale Kommunikationsmittel, häufig ohne die klassischen Medien. Schließlich konfrontiert die digitale Transformation der Wirtschaft die nationalen und internationalen Unternehmen mit einem erheblichen Strukturwandel. Etablierte Wertschöpfungsketten werden durch die Erfassung, Speicherung und Verwertung von Daten, durch Vernetzungsprozesse und eine zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen flexibilisiert und häufig für neue Akteure zugänglich. Grundsätzliche Voraussetzungen für die Digitalisierung in Deutschland sind flächendeckende und leistungsfähige Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen, die den qualitativen Anforderungen der Wirtschaft gerecht werden, um eine effiziente Digitalisierung und Vernetzung industrieller Produktion und Dienstleistungen zu ermöglichen (zitiert aus dem Jahresbericht 2015 der Bundesnetzagentur, S. 50ff).
Angesichts von Streaming-Angeboten, also der Übertragung und Wiedergabe von Video- und Audiodaten über ein Netzwerk, und "Connected Devices" wie mit dem Smartphone verbundene Uhren, werden immer mehr Konsumenten leistungsfähige Netzinfrastrukturen schätzen und dazu bereit sein, höhere oder umfangreichere Tarife zu buchen.
Im Bereich der weiteren digitalen Dienstleistungen wird für den Fotoservice ein noch differenzierteres Angebot neben Bildern und Fotobüchern beispielsweise bei großflächigen Leinwänden erwartet. Die Wettbewerbssituation der vielen Online-Anbieter und ein unverändert stabiler stationärer Handel werden Preiserhöhungen nicht ermöglichen, so dass der Margendruck auch in 2017 und 2018 erhalten bleibt. Die in Deutschland und Europa mittlerweile angebotenen Musik Download Plattformen unterscheiden sich qualitativ nur wenig und werden versuchen, über die Preisgestaltung Marktanteile zu gewinnen.
MEDION wird sich im mittlerweile etablierten Konzernverbund mit Lenovo als führender deutscher Anbieter von Consumer-Electronics-Produkten und digitalen Dienstleistungsangeboten weiterentwickeln. Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs- und Discountermärkte sowie den anhaltend wachsenden Online-Handel/E-Commerce über das Internet auch in 2017 und 2018 fortsetzen. Das digitale Dienstleistungsangebot wird weiter fokussiert, um neue Downloadangebote ergänzt, und an die Bedürfnisse in Deutschland und die ausländischen Märkte sowie neue Kunden angepasst.
MEDION als eines der ganz wenigen Unternehmen mit einem umfassenden Angebot von Produkten der klassischen Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie sowie komplementären digitalen Dienstleistungen kann damit die Herausforderungen des digitalen und vernetzten Weltmarktes mit anwenderfreundlichen Produktangeboten in allen Geschäftsbereichen umsetzen. Das MEDION-Geschäftsmodell bleibt darauf ausgerichtet, hochwertige, innovative Trendprodukte mit attraktivem, ausgezeichnetem Design zu günstigen Preisen im Bereich der Consumer Electronics für breite Käuferschichten verfügbar zu machen.
Entsprechend der bei MEDION seit Jahren bestehenden und umgesetzten grundsätzlichen strategischen Ausrichtung soll der Zuwachs im Direktgeschäft den Rückgang im Projektgeschäft insbesondere aufgrund der Veränderung des Einkaufsverhaltens der Konsumenten teilweise kompensieren.
Ergänzend zu dem klassischen europäischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten im Projektgeschäft entwickelt und vermarktet MEDION im Unternehmensbereich Direktgeschäft komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, Fotoservice, Downloads und weitere Online-Dienste. Hier bestehen jedoch in 2017 bei allen Marktteilnehmern Unsicherheiten über die Auswirkungen der gesetzlich ab dem 1. Juli 2017 vorgeschriebenen Identitätsüberprüfung bei der Freischaltung neuer Mobilfunkverträge.
Die für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen werden sich auf die Steuerung und Überwachung der Kundenservice-Prozesse sowie damit zusammenhängende administrative Tätigkeiten beschränken. Der erwartete deutliche Umsatzrückgang in diesem Bereich wird jedoch keine kurzfristigen strukturellen Auswirkungen haben.
MEDION hat durch ein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes seine Profitabilität gehalten und die Bilanzstrukturen bei einer Eigenkapitalquote von rund 50 % auf einem sehr guten Niveau gefestigt. Von einer nachhaltigen Eigenkapitalquote in dieser Größenordnung wird auch weiterhin ausgegangen. Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes wird voraussichtlich bei einem Wert von unter 50 % bleiben. Das Direktgeschäft wächst grundsätzlich weiterhin, liefert einen überproportionalen Ergebnisbeitrag und profitiert neben dem Anstieg bei dem
Angebot von Telekommunikationsdienstleistungen auch von dem Ausbau des internationalen Online-Geschäftes und der weiteren digitalen Dienstleistungsangebote.
Wesentlicher Baustein auf dem Weg der Weiterentwicklung war und ist – auch im Interesse der Kunden und Partner im Markt – die weitere Stärkung der Marke MEDION als Markenzeichen für Produkte und Dienstleistungen von hoher Qualität mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem exzellenten Design. Daneben kommt es entscheidend darauf an, in Verbindung mit den Handels- und Kooperationspartnern, die existierenden Vertriebs- und Serviceeinheiten auch für neue Produktangebote und erweiterte digitale Dienstleistungen zu nutzen.
Die zukünftige Entwicklung von MEDION in 2017 und 2018 als einem führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Consumer Electronics für den Massenmarkt hängt neben den effizienten und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher ausgerichteten Strukturen und neuen innovativen Produkten des Unternehmens in hohem Maße davon ab, wie sich der konjunkturelle Rahmen, die Währungsrelationen und die Konsumneigung der Verbraucher beim Wettbewerb der Einkaufsstätten in Deutschland und in den wichtigsten europäischen Ländern entwickeln. Unverändert besteht der Trend der hohen Wettbewerbsintensität und der Verlagerung des Einkaufsverhaltens ins Internet. Zu berücksichtigen sind damit auch in besonderem Maße die Erwartungen der Handelspartner hinsichtlich der Absatzchancen von Consumer-Electronics-Produkten mit dem daraus resultierenden Bestellverhalten.
Aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH hat sich die MEDION AG verpflichtet, während der Vertragsdauer ihren ganzen, nach Maßgabe der handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Damit ist auch das Recht der Aktionäre der MEDION AG entfallen, über die Verwendung eines Ergebnisses zu entscheiden. Als Kompensation für den Verlust des Dividendenanspruchs ist in dem Unternehmensvertrag festgestellt, dass Lenovo zur Zahlung eines jährlichen Ausgleichsbetrages an die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG verpflichtet ist. Diese Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Der Steuerabzug ist nur bei Gewinnen der MEDION AG vorzunehmen, die der deutschen Körperschaftsteuer unterliegen. Damit entspricht die Ausgleichszahlung bei der zurzeit gültigen Körperschaftsteuerbelastung einem Betrag von € 0,69 je MEDION-Aktie. Die gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung könnte im laufenden Geschäftsjahr 2017/2018 zu einem erstinstanzlichen Urteil führen.
MEDION unterscheidet im Rahmen der Unternehmenssteuerung zwischen dem Projektgeschäft und dem Direktgeschäft. Hintergrund dieser Unterscheidung ist neben den Eigenschaften von Produkten oder Vertriebskanälen insbesondere die Charakteristik der Ablauforganisationen. Während im Projektgeschäft eine mittelfristige Planung von der Produktidee bis zur Distribution erforderlich ist, zeichnet sich das Direktgeschäft durch kurzfristige Realisationsmöglichkeiten aufgrund sofort verfügbarer Produkte aus.
Dementsprechend gilt, dass das Projektgeschäft einen gewissen Vorlauf benötigt und daher auf Basis der Auftragslage oder deren Erwartungen eine Prognose erstellt werden kann. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass das geplante Umsatzvolumen der nächsten drei bis vier Monate bereits mit fixierten Aufträgen und somit hinreichender Sicherheit hinterlegt ist. Für das Volumen der nächsten fünf bis acht Monate befinden sich die Projekte in finalen Phasen, womit man von einer mittleren Sicherheit der Auftragslage ausgehen kann.
Das Direktgeschäft hat naturgemäß keinen Auftragsbestand, da es sich um direkte Beziehungen zu Endkunden handelt. Hier kann jedoch, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen, erfahrungsgemäß von einem stabilen Basisgeschäft ausgegangen werden.
Auf die innerhalb des Lenovo-Konzerns erbrachten Dienstleistungen hat MEDION keinen Einfluss, soweit es um die Beauftragung oder Entscheidung geht. Seit Oktober 2016 hat Lenovo jedoch damit begonnen, die Materialversorgungs- und Abrechnungsprozesse nicht mehr über MEDION, sondern selbst direkt mit den entsprechenden externen Dienstleistern abzuwickeln. MEDION bleibt in den Prozessen zwar in Steuerungs- und administrativen Funktionen tätig, wird Materialversorgungen und Reparatur- sowie Logistikdienstleistungen jedoch nicht mehr verauslagen und anschließend an Lenovo weiterbelasten. Insofern rechnet MEDION mit einem deutlich reduzierten Auftragsvolumen im unteren zweistelligen Millionenbereich im Geschäftsjahr 2017/2018. Für die nachfolgenden Jahre lässt sich keine Prognose abgeben, es wird mittelfristig jedoch mit einem Dienstleistungsvolumen in einstelliger Millionenhöhe gerechnet.
Insgesamt gilt, dass die Geschäftssituation und somit der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr mit mittlerer Sicherheit auftragsseitig hinterlegt ist. Dennoch gilt grundsätzlich, dass die Entwicklung insbesondere im zweiten Geschäftshalbjahr 2017/2018 branchentypisch noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostizierbar ist.
Prinzipiell bietet MEDION durch sein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie mit der erfolgreichen Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung. Gegenwärtig ist jedoch zu berücksichtigen, dass das konjunkturell unsichere Umfeld, der Trend weiterhin rückläufiger Durchschnittspreise und das Fehlen bedeutender Produktinnovationen nach wie vor zusätzlich geprägt ist von einer anhaltenden ungünstigen Euro-US-Dollar-Parität in den letzten 18 bis 24 Monaten. Die zuvor erläuterten Chancen aus Trends zu neuen modernen Produkten und der durch die Exportmöglichkeiten makroökonomisch positive Ausblick müssen daher nicht kurzfristig im durch Sättigung und Preisdruck geprägten Multimedia- und Consumer-Electronics-Markt zu steigenden Umsätzen und Ergebnissen führen.
Aufgrund ausbleibender Innovationen ist es nach wie vor nur bedingt möglich, gestiegene Einkaufspreise an den Kunden weiterzugeben. Darüber hinaus haben viele klassische Handelskunden von MEDION nur geringe Online-Verkaufs-Aktivitäten und daher keinen breiten Zugang zu neueren Vertriebswegen. Ein Ausbau alternativer Private-Label-Produktserien ist zwar geeignet, kompensatorisches Geschäft zu generieren, bedarf naturgemäß jedoch einer längeren Marketing- und Implementierungsphase seitens der Handelskunden. Auch wenn MEDION im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere wichtige Grundsteine für langfristige Kundenbeziehungen gelegt hat, rechnet
MEDION vor dem Hintergrund all dieser Rahmenbedingungen im Bereich von Personal Computern erneut mit einem leicht rückläufigen Absatzvolumen von bis zu -5 %, bei anhaltender ungünstiger Euro-US-Dollar-Parität und weiterhin gesättigtem Markt kann auch ein Rückgang des Absatzvolumens von bis zu -10 % nicht ausgeschlossen werden. Für den Umsatz im Personal Computer-Geschäft wird ein Rückgang von bis zu -10 % erwartet, aber auch ein höherer Rückgang von bis zu -15 % kann in Abhängigeit zur Mengenentwicklung nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der zunehmenden Sättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics und der im abgelaufenen Geschäftsjahr erst begonnenen Neuausrichtung der Produktkategorien im Bereich Haushalts-Elektronik wird insgesamt ein Rückgang im Umsatz des Projektgeschäftes von bis zu - 15 % erwartet.
Im Berichtssegment des Direktgeschäftes wird im Bereich Mobilfunk aufgrund der zum 1. Juli 2017 neu geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Einführung des Anti-Terror-Gesetzes zwar zunächst mit einer stabilen Kundenbasis geplant, ein leichter Rückgang mit proportionaler Auswirkung auf Umsatz und EBIT kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Hintergrund für diese vorsichtige Einschätzung ist die durch das Gesetz eingeführte Identitätsprüfung bei Kauf und Aktivierung der SIM-Karten, die eine deutliche Auswirkung auf Spontankäufe sowie auf den Ewerb von Zusatz- oder Ersatz-SIM-Karten haben kann. Für die anderen digitalen Dienstleistungen werden leicht steigende Umsätze und Ergebnisbeiträge erwartet, sodass für die digitalen Dienste insgesamt ein leichter Umsatzanstieg von bis zu 5 % für möglich gehalten wird. Nach den hohen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr wird auch für den klassischen E-Commerce ein Umsatzwachstum von bis zu 15 % angestrebt, sodass sich insgesamt für das Direktgeschäft ein Umsatzwachstum von 5 % oder leicht darüber ergeben kann. Der Umsatzrückgang im Projektgeschäft kann dadurch voraussichtlich jedoch nicht kompensiert werden.
Die für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen werden sich, wie schon in den Ausführungen zur Ertragslage beschrieben, auf die Steuerung und Überwachung der Kundenservice-Prozesse sowie damit zusammenhängende administrative Tätigkeiten beschränken. Da die direkte Abrechnung mit Reparatur-, Logistik- und anderen Dienstleistern sowie Materiallieferanten zukünftig nicht mehr oder nur noch vereinzelt durch MEDION erfolgt, wird hier ein Umsatzrückgang von mindestens 90 % erwartet.
Aufgrund der deutlich erwarteten Umsatzrückgänge im Bereich der Konzerndienstleistungen und im Projektgeschäft, die vorausssichtlich nicht vollständig durch das Direktgeschäft kompensiert werden können, rechnet MEDION daher insgesamt mit einem Umsatzrückgang von bis zu -10 %. Aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation im Multimedia-Bereich und der Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen des Anti-Terror-Gesetzes auf das Mobilfunkgeschäft kann jedoch ein höherer Umsatzrückgang von bis zu -15 % nicht ausgeschlossen werden. Bezogen auf das reine MEDION-Geschäft ohne Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern bedeutet dieses einen Umsatzrückgang von bis zu -5 %.
Die Rohertragsmargen werden bei MEDION aufgrund der unverändert hohen Wettbewerbsintensität und der sich sehr volatil entwickelnden Währungsparitäten weiterhin unter Druck stehen. Der Trend zu digitalen Verriebswegen und digitalen Dienstleistungen wird weiter zunehmen. Da MEDION hier seit Jahren konsequent am Auf- und Ausbau dieser Kanäle und Themen arbeitet, geht der MEDION-Vorstand auch weiter davon aus, dass eine Rohertragsmarge auf einem Niveau von rund 15 % möglich bleibt.
Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen vornehmen kann, wird der zunehmende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft nach wie vor einen überproportionalen Ergebnisdruck begründen. Insofern kann im Projektgeschäft aufgrund der zuvor erläuterten Umsatzrisiken auch ein Rückgang des EBIT nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund des erwähnten geringen Anteils variabler Kosten können weitere Kostensenkungsmaßnahmen einen möglichen EBIT-Rückgang im Projektgeschäft nicht kurzfristig kompensieren. Im Direktgeschäft werden zwar Skalenvorteile wie in Vorjahren erwartet, aber auch hier wird ein steigender Preisdruck, insbesondere im Telekommunikationsgeschäft, nicht zu einer höheren Rentabilität insgesamt führen können. Für neue digitale Dienstleistungen oder Vertriebskanäle wird darüber hinaus weiterhin erwartet, mögliche erwirtschaftete Überschüsse direkt in den weiteren Auf- und Ausbau reinvestieren zu müssen, so wie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich höhere Aufwendungen für Marketing, IT und Beratungsdienstleistungen erforderlich waren. Zwar wird insgesamt mit einem EBIT auf Vorjahresniveau geplant, aufgrund der zur Umsatzerwartung erläuterten Unsicherheiten kann jedoch ein Rückgang des operativen Ergebnisses von bis zu -20 % nicht ausgeschlossen werden.
In dem wettbewerbsintensiven Umfeld, von einem starken Anteil des Weihnachtsgeschäfts am Umsatz geprägten Markt und vor dem Hintergrund der anhaltenden durch den US-Dollar unter Druck geratenen Rentabilität des Hardwaregeschäftes wäre eine in das Geschäftsjahr 2018/2019 hineinreichende detaillierte Prognose zu Umsatz und Ergebnis (EBIT) mit hohen Unsicherheiten behaftet und von nicht planbaren Prämissen begleitet. Aufgrund der Erfahrungen mit neuen digitalen Dienstleistungen und Vertriebswegen in den beiden abgelaufenen Geschäftsjahren geht der Vorstand jedoch davon aus, dass es im Geschäftsjahr 2018/2019 nicht zu weiteren Risiken und Unsicherheiten mit der Folge eines Umsatz- oder Ergebnisrückganges kommen wird.
MEDION wird auch in den Jahren 2017 und 2018 voraussichtlich keine Fremdmittel zur Finanzierung großvolumiger Projekte benötigen. Die Bilanzrelationen werden sich daher im Rahmen des klassischen MEDION-Geschäftes kaum verändern, lediglich die Leistungssalden mit verbundenen Unternehmen werden sich weiter vermindern. MEDION geht davon aus, dass die Eigenkapitalquote in der Größenordnung von 50 % der Bilanzsumme verbleibt und nur temporär durch saisonale Verschiebungen etwas darunter liegen kann.
Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der MEDION-Geschäftsstrategie. Es dient dazu, in einem strukturierten Prozess die wesentlichen Risikofelder laufend zu beobachten, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergreifen zu können.
Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind die verantwortlichen Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen verpflichtet, die spezifischen Risikofelder im eigenen Aufgabenbereich zu beobachten, die Risikoausprägungen zu messen und das Eingehen unangemessener Risiken zu vermeiden. Sie berichten die Risikoposition in regelmäßigen Abständen
unter Zuhilfenahme der unternehmensinternen Kontrollsysteme an das Controlling und bei Bedarf unmittelbar und ad hoc an die Unternehmensleitung.
Im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern sind einige Berichtswege um Berichterstattungen an weitere Managementfunktionen erweitert worden.
Kernelement des MEDION-Risikomanagementsystems ist ein integratives Management-Informationssystem, welches als dynamisches Informations- und Steuerungsinstrument dient. Durch Verzahnung verschiedener Managementberichte werden operative Kennzahlen, die zur täglichen Kurzfriststeuerung dienen, direkt unter dem Aspekt eines Planerreichungsgrades im Sinne der konzernweiten operativen und finanzwirtschaftlichen Ziele betrachtet. Hiermit zusammenhängend dient eine Balanced Scorecard als Instrument des Risikomanagementsystems, um die Umsetzung definierter Maßnahmen zur Steuerung risikorelevanter Positionen zu messen.
Wesentliche weitere Elemente des integrierten MEDION-Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem (IKS) und die Interne Revision.
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem dient der Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Prinzipien sind das Prinzip der Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in Organisationsanweisungen dokumentiert.
Im Rahmen der Arbeiten einer Internen Revision entscheidet entweder der Aufsichtsrat über einen durch den Vorstand vorgelegten Revisionsplan mit Themen zu prozessunabhängigen Kontrollen in allen Unternehmensbereichen oder Themen werden durch die Lenovo-Konzernrevision angekündigt. Die Arbeiten der Internen Revision decken dabei nicht nur MEDION-spezifische Anforderungen ab, sondern sind auch auf Anforderungen durch etwaige veränderte Rechts- und Geschäftssituationen im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern ausgelegt. Die ausgewählten Themen werden vorzugsweise durch auf diese Themen spezialisierte externe Dienstleister bearbeitet. Die Berichterstattung erfolgt unmittelbar an den Vorstand, der dem Aufsichtsrat berichtet. Ergänzend zu etwaigen selbst ausgewählten Themen werden das Risikomanagement und die Geschäftsprozesse des MEDION-Konzerns in regelmäßigen Abständen durch die Lenovo-Konzernrevision einer Prüfung unterzogen.
Das MEDION-Geschäftsmodell ist auf den Absatz von Consumer-Electronics-Produkten und komplementären Dienstleistungen mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis in großen Stückzahlen für den Konsumentenmarkt ausgerichtet. Der größte Umsatzanteil wird mit Kunden aus dem Discount-Retailer-Segment und Consumer-Electronics-Fachmärkten abgewickelt. Daneben wird über die Website des MEDIONshops der Direktverkauf von Produkten angeboten. Branchentypisch für den Bereich Consumer Electronics sind in der unterjährigen Verteilung das erste und insbesondere das vierte Kalenderquartal umsatzstark, wohingegen das zweite und dritte Kalenderquartal geringere Umsatzvolumina zeigen.
MEDION ist wie jedes Unternehmen, das im Konsumgüterbereich tätig ist, stark von der Kaufkraft und Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Während die Kaufkraft von gesamtwirtschaftlichen Parametern wie Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsen und Arbeitslosigkeit beeinflusst wird, hängt die Kaufneigung stark von weichen Faktoren wie etwa der wirtschaftlichen Grundstimmung und dem Verbrauchervertrauen ab. Aufgrund des Absatzschwerpunktes über große Handelsketten ist MEDION wesentlich von der Kaufneigung der Verbraucher und den darauf gerichteten Absatzerwartungen seiner großen Kunden in diesem Marktsegment abhängig.
Sofern jedoch rezessive Tendenzen auf die Wirtschaft mit sinkenden Aufträgen durchschlagen, kann sich auch die Konsumneigung der Verbraucher verschlechtern und im Extremfall zu kurzfristigen Veränderungen im Bestellverhalten der Kunden führen mit durchaus deutlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MEDION.
Die MEDION-Kunden gehören überwiegend zu den namhaften Adressen des internationalen Retail-Marktes. Durch den Charakter des Projektgeschäftes werden mit einzelnen Kunden in kurzen Zeiträumen hohe Umsatzvolumina realisiert. Im Rahmen dieses seit langen Jahren erfolgreichen Geschäftsmodells ist die Vertriebstätigkeit auf wenige leistungsfähige Partner im Retail-Markt ausgerichtet. MEDION unterhält daher Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Andererseits können sich durch den Hinzugewinn einzelner Kunden oder Projekte auch große Umsatzveränderungen zum Positiven ergeben. Dabei ist MEDION aufgrund seiner führenden Wettbewerbsposition im für den Handelskunden individualisierten Aktionsgeschäft und des guten Verhältnisses von Qualität, Design und Preis der Produkte national wie international ein attraktiver Partner für seine Kunden und verfügt über stabile Kundenbeziehungen.
Den im Bereich hochwertiger Produkte der Consumer Electronics aufgrund der dynamischen technologischen Entwicklung typischerweise innewohnenden Bestandsrisiken der technologischen Veralterung und den damit verbundenen Abwertungsrisiken begegnet MEDION bei seinen Produkten durch eine strikte Anwendung des Build-to-Order-Prinzips. Bei den Vorratsbeständen handelt es sich daher im Wesentlichen um bereits fest disponierte Ware im Projektgeschäft beziehungsweise um Serviceware für Reparatur und Austausch im After-Sales-Service-Prozess. Die für den Direktverkauf bereitgestellte Ware beruht auf einer rollierenden, den täglich ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung mit kurzen Produktzyklen. Damit werden eine kurze Zeitspanne zwischen Beschaffung und Absatz und eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte große Flexibilität im Produktmix erreicht und damit die Bestandsrisiken auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Bestandsdisposition und -bewertung wird durch ein prozessunabhängiges Bestandscontrolling überwacht und gesteuert.
Bei den MEDION-Handelskunden besteht ein allgemeines Abverkaufsrisiko für die georderten Waren. Durch gezielte Marktforschung, Testaktionen bei Produktneueinführungen und dosierte Mengenplanungen wird dieses Risiko der MEDION-Handelspartner in engen Grenzen gehalten. Aufgrund der in weiten Teilen des Handels in einem zeitlich begrenzten Zeitraum üblichen Geldzurück-Garantie haben die Konsumenten das Recht, auch funktionell einwandfreie Ware als Retourenware an den Handel zurückzugeben. Diese Retourenwaren werden zumeist an den Hersteller weitergeleitet und von diesem einer alternativen Vermarktung zugeführt. Solche Bestände unterliegen einem besonderen Abverkaufsrisiko. MEDION hat in Zusammenarbeit und im
Einvernehmen mit den Handelskunden Verfahren entwickelt und vereinbart, um Missbräuche im Retourenprozess zu verhindern und die Risiken aus der Rückgabe einwandfreier Waren zu begrenzen. Im Hinblick auf die Zweitvermarktung von Retourenwaren hat MEDION durch ein gezieltes Retourenmanagement die Prozesssteuerung und die Abverkaufskanäle über Dritte optimiert und ergänzend dazu durch den MEDION-Fabrikverkauf und den Abverkauf über den MEDIONshop im Internet im In- und Ausland eigene Vertriebswege für eine Folgevermarktung geschaffen. Durch dieses Bündel von Maßnahmen konnte die Risikoposition verbessert werden.
Die Zusammenarbeit mit Lenovo wird nach wie vor keine negativen Auswirkungen auf das Risikoprofil von MEDION haben, weil die Steuerungsgrundsätze im klassischen projektbezogenen MEDION-Geschäft unverändert bleiben und die Vereinbarungen über den Vertrieb von Lenovo-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen für Lenovo durch MEDION nach allgemein üblichen Grundsätzen für Fremdvergleiche getroffen werden.
MEDION reduziert das Bonitätsrisiko dadurch, dass sich die Vertriebsaktivitäten im Wesentlichen auf international tätige Handelskonzerne mit A-Bonitäten konzentrieren. Kunden, die nicht in diese Kategorie fallen, haben für MEDION im Projektgeschäft nur untergeordnete Bedeutung und werden größtenteils kreditversichert beziehungsweise nur gegen Garantien oder auf Vorkasse beliefert.
An dieser Vorgehensweise wird auch in der Zusammenarbeit mit Lenovo festgehalten. Darüber hinaus wird durch punktuelle Nutzung externer Vertriebspartner ein potentielles Risiko vermieden.
Im Direktgeschäft werden grundsätzlich sogenannte sichere Zahlungsmethoden angeboten oder übliche Bonitätsprüfungen vor Verkauf, Versand oder Bereitstellung von Produkten durchgeführt.
Kern des MEDION-Geschäftsmodells ist die Vermarktung von attraktiven und designorientierten Trendprodukten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an breite Käuferschichten. Neue Produkte schaffen neue Absatzchancen, sind jedoch erst nach einer gewissen Zeit in Abhängigkeit vom individuellen Produktlebenszyklus ausgereift und preislich für den Massenmarkt tauglich. Ältere Produkte unterliegen bei dem schnellen technologischen Wandel dem Risiko der technischen Veralterung, verlieren damit schnell an Attraktivität und sind einem hohen Preisverfall ausgesetzt. Die Herausforderung liegt darin, die richtige Produktidee zum richtigen Zeitpunkt zu platzieren.
Über das seit vielen Jahren gewachsene MEDION-Einkaufsnetzwerk wird eine Vielzahl von Ideen generiert und an die Kunden herangetragen. Daneben werden laufend Erkenntnisse der Marktforschung ausgewertet und durch eigene Präsenz auf wichtigen Messen und im unmittelbaren Kontakt mit innovativen Herstellern aktiv neue attraktive Produktideen gesucht. Im MEDION-Produktmanagement arbeiten erfahrene Mitarbeiter, die über langjährige Markt- und Branchenkenntnisse verfügen. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu den im Markt generierten Neuheiten und Trends und beurteilen diese Entwicklungen in Kreativteams systematisch auf ihre Tauglichkeit für die Vermarktung im Massenmarkt.
Aus diesem systematischen Ansatz heraus hat sich MEDION im Markt sowohl bei den Kunden als auch bei den Lieferanten einen guten Namen als schneller und leistungsfähiger Technologieintegrator für den Massenmarkt gemacht. Nicht zuletzt wurden darüber auch die Ideen zu den erfolgreich eingeführten Dienstleistungen generiert und umgesetzt.
Durch den Zugriff auf Produktideen und Technologien von Gesellschaften des Lenovo-Konzerns können sich weitere Vorteile für das MEDION-Geschäftsmodell bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten ergeben.
Im Bereich der digitalen Produkte hat MEDION seit Einführung des Lifestores in 2015 auch in 2016 neue digitale Produkt- und Vertriebsideen mit innovativem Charakter auf den Markt gebracht. Hier arbeitet MEDION ausschließlich mit erfahrenen und erfolgreichen Dienstleistern zusammen.
MEDION greift bei wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette auf externe Partner zurück. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Produkten und Komponenten, für die Abwicklung logistischer Prozesse und auch für Prozesse im After-Sales-Service. Insofern ist MEDION sowohl qualitativ als auch preislich auf eine Vielzahl von Partnern angewiesen. Insbesondere die Beschaffungsmärkte für PC-Komponenten und Logistikdienstleistungen sind dabei von einer hohen Verfügbarkeits- und Preisvolatilität bei Dienstleistungen, wichtigen Bauteilen und Komponenten (zum Beispiel Speicherkomponenten und CPUs) geprägt, die teilweise durch die Entwicklung der Fremdwährungsparitäten gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund noch verstärkt wird. Während sinkende Einkaufspreise regelmäßig durch den Wettbewerbsdruck an Handels- und Endkunden weitergegeben werden müssen, können steigende Einkaufspreise nur sehr selten, und in der Regel nur verzögert, weitergegeben werden. Dieses kann in vielen wesentlichen MEDION-Produktbereichen zu einem entsprechenden Druck auf die Umsatz- und Rohertragsentwicklung führen.
Potentielle Risiken für MEDION bestehen im Falle des Konkurses von Lieferanten, was die Nichtrealisierung des Kundenprojektes zur Folge hätte beziehungsweise bei einem nachgelagerten Konkurs den Ausfall des After-Sales-Service. MEDION begegnet diesem Risiko durch Konzentration auf große, international bekannte Hersteller.
Potentielle Risiken durch Lieferengpässe bei Hauptlieferanten können zu Preisrisiken und gegebenenfalls Umsatzeinbußen führen. MEDION verfügt jedoch aufgrund des großen, über viele Jahre hinweg gewachsenen Einkaufsnetzwerkes über sehr stabile Lieferantenbeziehungen und wird bedingt durch die hohen Beschaffungsvolumina in der Regel als A-Kunde eingestuft und bei Kapazitätsengpässen bevorzugt beliefert. Darüber hinaus kann MEDION teilweise bei der Beschaffung von der Zugehörigkeit zum Lenovo-Konzern profitieren.
Weitere potentielle Risiken können durch Qualitätsmängel bei den Produkten erwachsen und insbesondere im Bereich der Service- und After-Sales-Kosten zu höherem Aufwand führen und eine Imageschädigung nach sich ziehen. MEDION bezieht seine Waren von international führenden Herstellern mit hohen Qualitätsstandards, die grundsätzlich das Qualitätsrisiko tragen. Um eine größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der Produktqualität zu gewährleisten und Probleme möglichst in einem frühen Stadium des Projektes zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu
können, führt MEDION vor, während und nach der Produktion eigene Qualitätskontrollen zumeist vor Ort beim Lieferanten durch.
Neben der professionellen Projektabwicklung im Verkaufs- und Beschaffungsprozess ist ein hocheffizienter und verlässlicher After-Sales-Prozess der wesentliche Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Markterfolg. Bei Beeinträchtigung der Servicequalität kann es zu Imageschädigungen und negativen Folgen für die Kundenbeziehungen, das Ansehen und die Akzeptanz der Marke MEDION kommen. Um im Bereich der After-Sales-Prozesse ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, werden nur erfahrene Dienstleister eingesetzt. Die Auftragsabwicklung wird laufend dokumentiert und die Arbeitsergebnisse und die Effektivität über ein parallel laufendes Qualitätsmanagementsystem überwacht und optimiert. Dadurch ist es über lange Jahre hinweg gelungen, bei den Partnern im Handel und bei den Endkunden ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von MEDION-Produkten und in den MEDION-Service aufzubauen.
Seit Integration in den Lenovo-Konzern werden laufend Optimierungen für Einkaufsmöglichkeiten untersucht. Der Zugriff auf ein großes Beschaffungsnetzwerk im Lenovo-Konzern kann hier steigende Flexibilität bedeuten.
Abweichend vom Projektgeschäft unterliegt das Direktgeschäft bei der direkten Geschäftsbeziehung zum Endkunden naturgemäß einem größeren finanziellen Risiko. Insbesondere im Online-Handel kommen dem Verbraucher die hier anzuwendenden gesetzlichen Regelungen zugute. MEDION hat daher in seine Geschäftsprozesse mit externen Dienstleistern umfangreiche Kontrollregelungen eingebunden, um sowohl in der Logistik als auch im Zahlungsprozess Risiken zu vermeiden. Darüber hinaus erfolgt der Aufbau von für das Direktgeschäft verfügbaren Warenbeständen streng den Verläufen des Projektgeschäftes, um ein gemäß den Markttrends inhärentes Bestandsrisiko zu minimieren. Im Bereich der Vermarktung digitaler Dienstleistungen bestanden diese Risiken aufgrund der Vertriebsstruktur jedoch nicht.
Im Bereich der digitalen Produkte ist es zudem erforderlich, sichere, aber auch sehr schnelle Bewegungen digitaler Produkte an Ein- und Verkaufsschnittstellen zu gewährleisten. Entscheidend für den Erfolg in diesem Segment ist eine dauerhaft leistungsfähige und sichere technische Infrastruktur. Hier arbeitet MEDION ausschließlich mit erfahrenen und erfolgreichen Dienstleistern zusammen und fungiert in der Regel als Plattformbetreiber zwischen Rechte- oder Contentlieferanten und den Endverbrauchern.
Die Einführung des Anti-Terror-Gesetzes zum 1. Juli 2017 wird im kommenden Geschäftsjahr 2017/2018 zu erhöhten Kontrollen und Analysen in der Steuerung des Mobilfunkgeschäftes führen. Es wird erwartet, dass die Einführung der verpflichtenden Identitätsprüfung bei Kauf und Aktivierung der SIM-Karten Auswirkungen auf Spontankäufe sowie auf den Ewerb von Zusatz- oder Ersatz-SIM-Karten haben kann, mit entsprechenden Auswirkungen auf Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge.
Für das Funktionieren des Projekt- und Direktgeschäftes und des After-Sales-Service sind effiziente und sichere EDV-Lösungen unerlässlich. Im Falle nicht funktionierender EDV-Prozesse könnten die zeitgerechte Projektabwicklung gefährdet werden und gegebenenfalls weitere wesentliche
Beeinträchtigungen des Geschäftsablaufes eintreten. Im Zuge der zunehmenden EDV-Prozessintegration kommt dabei auch der Einbeziehung der Systeme und Schnittstellen zu Lieferanten, Service-Providern und Kunden besondere Bedeutung zu. Die bei MEDION und den in die Wertschöpfungskette einbezogenen Partnern eingesetzten Informationstechnologien werden von eigenen und externen EDV-Fachleuten ständig überprüft und aktualisiert. Die Systeme zur Informationssicherheit werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Reviews für die EDV-Prozessqualität und -Sicherheit von externen Prüforganisationen sowie von der Lenovo-Konzern-Revision durchgeführt. Dadurch wird ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleistet.
Da sich MEDION in wesentlichen Umsatzbereichen auf das Projektgeschäft konzentriert, kommt der Fähigkeit, die Produkte innerhalb eines vertraglich vereinbarten Zeitfensters an die Kunden auszuliefern, besondere Bedeutung zu. Verzögerungen können zu Konventionalstrafen oder infolge der Notwendigkeit von Änderungen des Transportmittels zu erhöhten Kosten führen. MEDION arbeitet mit einer begrenzten Anzahl international tätiger Speditionen zusammen, die für hohe Qualitätsstandards und Liefertreue stehen. Die Logistikprozesse bei diesen Spediteuren sind in die eigene IT-Prozesssteuerung von MEDION integriert. Dadurch wird ein hohes Maß an Prozesssicherheit im Bereich Logistik erreicht.
Außerhalb des Projektgeschäftes erfolgt die Distribution von Waren mit national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern bestehen individuelle Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die Standards für die Servicequalität und Sicherheit festgelegt sind.
Die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und die Einhaltung der vertraglich festgelegten Standards werden über das Risikomanagementsystem laufend überwacht.
Es bleibt festzustellen, dass von verschiedenen Seiten verstärkt Ansprüche wegen angeblicher Verletzung von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere von Patenten, geltend gemacht werden. Dies erfolgt teilweise durch die Schutzrechtsinhaber selbst, teilweise werden die Ansprüche auch kommerziell über Dritte, insbesondere so genannte Patentverwertungsgesellschaften, zunächst außergerichtlich geltend gemacht. Dabei werden verstärkt die Verletzungsansprüche gegen den Inhaber der jeweiligen Marke, die auf den Geräten abgebildet ist, geltend gemacht und konsequenterweise auch nur eine Lizenzierung durch den Markeninhaber akzeptiert.
Generell gilt, dass behauptete Schutzrechtsverletzungen und Ansprüche oftmals als nicht gerechtfertigt beurteilt werden können.
Für bestehende Risiken wurden im Abschluss, soweit kalkulierbar, angemessene Rückstellungen, auch für Schutzrechtsverletzungen, passiviert.
Um die Risiken für MEDION daraus weitestmöglich zu begrenzen, vereinbart MEDION im Einkaufsbereich, wenn möglich, mit den Lieferanten, dass diese für eine mögliche Verletzung von Schutzrechten Dritter für die gelieferte beziehungsweise hergestellte Ware allein verantwortlich sind
und MEDION von allen diesbezüglichen Ansprüchen freigestellt wird. Es ist jedoch erkennbar, dass die Durchsetzung dieser Ansprüche vor allem gegenüber Lieferanten aus dem asiatischen Raum mit erheblichen rechtlichen Problemen verbunden ist, sodass trotz möglicher Freistellungsvereinbarungen Risiken bei der Durchsetzung bestehen bleiben.
Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachträglich zu zahlenden Lizenzgebühren oder sonstigen Schadensersatzzahlungen von den zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis ergeben.
Die MEDION-typische Ausrichtung auf das Projektgeschäft erfordert für kurze Zeiträume die Verfügbarkeit von erheblichen Finanzmitteln zur Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten könnten ansonsten die Unternehmensentwicklung bremsen.
Im Rahmen des MEDION-Geschäftsmodells werden viele kapitalintensive Teile des Wertschöpfungsprozesses wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik oder Verkauf am Point of Sale von Partnerunternehmen wahrgenommen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen und vor dem Hintergrund der soliden Kapital- und Finanzstruktur stehen MEDION in erheblichem Maße Lieferantenlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung beschränkt sich ein möglicher Finanzkreditbedarf von MEDION ausschließlich auf die kurzfristige Abdeckung von Finanzierungsspitzen bei großvolumigen Projekten im klassischen Saisongeschäft. Ein kurzfristiger Finanzbedarf hat sich jedoch seit mehreren Jahren nicht mehr ergeben. Seit Integration in den Lenovo-Konzern hat MEDION dauerhaft freie Liquidität anderen Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt.
Als international agierendes Unternehmen ist MEDION Risiken durch Wechselkurseinflüsse ausgesetzt. Insbesondere auf der Beschaffungsseite fallen Zahlungsströme in ausländischer Währung an, da die überwiegende Zahl der Lieferanten in Asien beheimatet ist und die Transaktionen daher in US-Dollar abgewickelt werden. MEDION sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von marktüblichen Devisentermingeschäften und teilweise ergänzenden Swap-Geschäften ab. Dieses geschieht nach Konzern-Richtlinien innerhalb des Lenovo-Konzerns. Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Der Einsatz von Währungssicherungsinstrumenten ist im Wesentlichen gekoppelt an die Auftragsstruktur des Projektgeschäftes. Auf die Darstellung der Finanzrisiken im Konzernanhang auf Seite 149-153 wird verwiesen.
Der Wettbewerb um hochqualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in der Consumer-Electronics-Branche nach wie vor sehr groß. Nicht nur im Projektgeschäft, sondern insbesondere auch im Rahmen neuer digitaler Kanäle und Produkte und dem zunehmenden Grad der Digitalisierung des Hardwarevertriebes stellen erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter eine sehr wichtige Ressource dar. Daher muss auf die Bindung von Know-how-Trägern an das Unternehmen sowie auf die Gewinnung und das erfolgreiche Onboarding von Talenten vom externen Markt durch geeignete Maßnahmen besonderes Gewicht gelegt werden.
Nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter können Risiken beherrschen und vermeiden. Daher fördert MEDION gezielt die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter.
Um bei einem Personalwechsel die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu erleichtern und Probleme durch Know-how-Verluste möglichst zu vermeiden, sind im Rahmen des Workflow-Managements alle unternehmensinternen Prozesse so dokumentiert, dass sie personenunabhängig ausgeführt werden können.
Insgesamt arbeitet bei MEDION ein motiviertes und hochprofessionelles Team – eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern, die das Unternehmen schon lange begleiten, jungen Kolleginnen und Kollegen, die ihre berufliche Karriere bei MEDION beginnen und Kollegen, die aus anderen Unternehmen zu MEDION gekommen sind und mit ihren Erfahrungen zum Unternehmenserfolg beitragen.
Insgesamt sieht sich MEDION, trotz der zunehmenden Sättigung im Verbraucherumfeld und dem dadurch begründeten stärkeren Wettbewerb, gut aufgestellt, weil durch die langjährige Nähe zu Geschäftspartnern und neuen Informationsmöglichkeiten durch Lenovo kritische Tendenzen rechtzeitig erkannt und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen Risiken vermindert werden können. Insbesondere die Erfolge der neuen digitalen Kanäle und Produkte haben bei bestehenden und neuen Kunden zu großem Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit geführt.
Die geringen Planabweichungen deuten bereits auf ein gut funktionierendes Risikomanagement einschließlich eines hohen Maßes an Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Entwicklungen hin. Aufgrund guter Kundenbeziehungen und Marktkenntnisse sowie flexibler Produktmanagement-Prozesse können Risiken bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt werden. Für die zuvor beschriebenen Risikofelder werden dabei insbesondere die nachfolgend aufgeführten Risiken mit individuellen Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen finanziellen Auswirkungen berücksichtigt.
| 4.4 77 |
Zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht der MEDION AG Prognose-, Chancen- |
und Risikobericht | ||
|---|---|---|---|---|
| RISIKO SZENARIEN |
Risiko | Eintrittswahr scheinlichkeit |
Risiko und Auswirkung |
Beurteilung |
| Absatzbezogene Risikopositionen und rechtliche Rahmenbedingungen | ||||
| Mobilfunkregulierung | Sicher | Hoch | Änderungen im rechtlichen Umfeld betreffen grundsätzlich den gesam ten Markt. Zwar ist MEDION meis tens hiervon nicht stärker betroffen als andere Wettbewerber. Aufgrund der Einführung neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen des Anti Terror-Gesetzes zum 1. Juli 2017 ergeben sich für MEDION aufgrund der Tatsache, ausschließlich im Prepaid-Bereich tätig zu sein, jedoch höhere Risiken für die Umsatz- und Rentabilitätsentwicklung des Mobil funkgeschäftes in der EU. |
|
| Veränderung in den Einzel handelsstrukturen |
Gering | Hoch | MEDION fokussiert auf großvolumige Handelsaktionen und profitiert von überregionalen Flächenkonzepten seiner Kunden. Veränderungen hierin können auch Veränderungen auf die Absatzvolumina haben. Die Haupt kunden sind jedoch international sehr starke Handelspartner, die ihre Flächen eher erweitern als reduzie ren. |
|
| Betriebliche Risiken - Produktidee | ||||
| Trend vom klassischen PC zu mobilen Geräten mit Inter net zugang |
Hoch | Hoch | MEDION hat auf diese Entwicklung bereits seit Jahren reagiert und erfolgreich digitale Dienstleistungen sowie attraktive Tablet-PCs entwi ckelt. Hier wird MEDION seine Aktivi täten marktentsprechend verstärken. Die gegenwärtig schwierige Marktsi tuation (Marktsättigung und teure Beschaffungswege) erschweren zurzeit ein notwendiges Wachstum in diesem Segment. |
| Risiko | Eintrittswahr scheinlichkeit |
Risiko und Auswirkung |
Beurteilung |
|---|---|---|---|
| Betriebliche Risiken - Beschaffung | |||
| Lieferanten-Konsolidierung | Gering | Mittel | Im Bereich der Consumer Electronics ist seit Jahren eine Konsolidierung im Gange. Aufgrund der guten Planbar keit des Geschäftes und dem Zugang zu Lenovo-Kanälen kann MEDION in der Regel rechtzeitig auf Änderungen reagieren. |
| Verteuerung des US- Dollars | Hoch | Hoch | Zwar ist durch eine Verteuerung des US-Dollars und damit steigenden Einkaufspreisen auch die gesamte Industrie und nicht nur MEDION betroffen. Jedoch kann eine starke unerwartete oder auch länger anhal tende Verteuerung zu negativen Auswirkungen infolge nicht weiter zu gebenden Einkaufspreisen führen. Der MEDION-spezifische Vorteil, nicht vorproduzieren zu müssen, sondern sämtliche Projektgeschäfte individuell zu verhandeln, kann unter Umständen somit temporär nicht in üblicher Form genutzt werden. |
| Betriebliche Risiken - Logistik | |||
| Globalisierung von Logistik Unternehmen |
Mittel | Mittel | Die Logistikbranche ist bereits kon solidiert und Frachtraten unterliegen sehr starken Schwankungen. Auf grund der guten Planbarkeit des Geschäfts kann MEDION rechtzeitig auf Änderungen reagieren. |
| Betriebliche Risiken - Direktgeschäft | |||
| Veränderungen im Ver brauch erschutz |
Mittel | Gering | Im Rahmen der EU-Regulierungen gibt es immer wieder Diskussionen um einen erweiterten Verbraucher schutz, insbesondere im Rahmen des Fernabsatzgesetzes. Weitere Rege lungen zugunsten der Verbraucher betreffen jedoch nicht nur MEDION, sondern den gesamten Wettbewerb. MEDION hat bisher bewiesen, dass jederzeit eine kurzfristige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen, auch im Ausland, möglich ist. |
Neben den allgemeinen Entwicklungen beobachtet MEDION auch spezifische Markttendenzen, die dem Geschäftsmodell entgegen kommen und Chancen nicht nur zum Wachstum, sondern insbesondere auch zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb und somit zur Ertragsstabilisierung bieten. Diese Entwicklungen zeigen zu den Möglichkeiten, die bereits in der
Prognose berücksichtigt sind, weitere operative, aber nicht mit ausreichender Sicherheit quantifizierbare Chancen.
Produkte aus dem Consumer-Electronics-Umfeld vereinen immer mehr verschiedene Funktionen in einem Gerät. Der Wettbewerb um Marktanteile wird somit immer intensiver und die Produktlebenszyklen immer kürzer. Aus diesem Grund werden neue Produktideen wiederum immer schneller zu Commodities. Die mit dieser Entwicklung verbundene immer bessere Leistungsfähigkeit von Consumer-Electronics-Produkten bietet zwischen den Produkten selbst jedoch auch immer weniger Differenzierungsmerkmale, die zur Kundengewinnung entscheidend sein können.
Zusätzlich wird der Preiswettbewerb durch intelligente Suchmaschinen immer intensiver und Preise können sich angleichen. Neben den Differenzierungsmerkmalen Preis und Design wird daher für den Verbraucher auch immer mehr das Vertrauen in den Anbieter entscheidend. Das Vertrauen in den Produzenten ist dabei nicht ganz genau abzugrenzen von dem Vertrauen in den Händler.
Dieses Vertrauen wird durch umfangreiche Kundenservices, die dem Verbraucher ein Gefühl von bekanntem, sicherem Einkauf geben, immer mehr gefördert. Hier bieten sich im Bereich von White Label Produktserien, wie sie im Lebensmittelbereich bereits alltäglich sind, neue Potentiale.
MEDION hat seit vielen Jahren neben dem Vertrieb von Produkten unter dem eigenen Markennamen auch Erfahrungen als Lieferant von White Label Elektronik und ist für diesen Markttrend entsprechend aufgestellt. Demzufolge konnten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder neue erfolgsversprechende Geschäftsbeziehungen begründet werden. Nicht nur im Multimedia-Bereich, sondern insbesondere auch im Bereich Haushaltswaren kann MEDION hier zukünftig nachhaltig wachsen.
Die bereits erhältliche Technologie für das hochauflösende Ultra-HD oder 4k-Fernsehen ist immer noch nicht vollumfänglich im Massenmarkt angekommen. Zwar werden neuere TV-Geräte zunehmend mit dieser Technologie angeboten, was auch hier mittlerweile zu einem Preisrückgang geführt hat. Solange es jedoch weiterhin an entsprechenden Inhalten fehlt, fehlt auch der Kaufanreiz für den Endkunden, solange keine Ersatzinvestition zwingend ist. Ein größeres Film- und Fernseh-Angebot mit dieser Technologie ist absehbar, gegenwärtig jedoch noch nicht vollumfänglich frei, sondern in der Regel nur im Pay-TV-Bereich verfügbar. Aufgrund der Flexibilität und der Fähigkeit von MEDION, in kurzer Zeit Produktideen zu großvolumigen Aktionsgeschäften zu entwickeln, ist MEDION auch für den Vertrieb von preislich attraktiven Ultra-HD-Geräten vorbereitet.
Nicht zuletzt wegen des Erfolges von Smartphones und Tablet-PCs wird das Geschäft mit digitalen Medien und Inhalten bedeutender für den Consumer-Electronics-Markt. MEDION betreibt seit mehreren Jahren erfolgreich das Telekommunikationsgeschäft sowie einen Online-Fotoservice und hat daher mit den gegenwärtigen Vertriebserfolgen von attraktiven Tablet-PCs und Smartphones eine gute Ausgangssituation für den Ausbau digitaler Dienstleistungen.
Weiterhin hat MEDION aufgrund seiner jahrelangen Kontakte in den Beschaffungs- und Vertriebskanälen vielversprechende Möglichkeiten, die durch zuvor genannte attraktive CE- und digitale Produkte gewonnen Kunden durch zusätzliche digitale Dienstleistungen zu binden. Beispiele sind die Life-Produkte wie der im September 2015 in den Markt gebrachte Musik-Streamingdienst Lifestore, der mittlerweile um E-Books erweitert und auch im Ausland gestartet wurde, oder die in 2016 unter dem Label LifeXPress in den Markt gebrachten digitalen Gutschein-Codes für Gaming, Telefonie oder Online-Shopping bei verschiedenen Anbietern, welche ebenfalls bereits im In- und Ausland vertrieben werden. In diesem Bereich hat MEDION mit echten USPs gegenwärtig auch First-Mover-Vorteile, die konsequent ausgebaut und für internationales wachstum genutzt wedren.
Neben den digitalen Dienstleistungen hat MEDION auch seit Jahren den klassischen Online-Handel durch ergänzende Vertriebsmodelle weiterentwickelt und plant hier zusätzliche nationale und internationale Erweiterungen. Insbesondere bei der Anbindung des MEDION-Online-Shops an bereits bestehende Kunden-Webshops oder etablierte Marktplatz-Portale haben sich und werden sich weitere sehr gute alternative Absatzmöglichkeiten ergeben.
Der im Rahmen der zuvor beschriebenen Produkt- und Marktentwicklungen begründete Preisdruck wirkt sich auch auf die Erbringung von Kundendienstleistungen im Rahmen gesetzlicher Gewährleistungen oder auch von Zusatzdiensten aus. MEDION hat schon vor langem diesen Trend erkannt und seine Servicestrukturen angepasst. Die seit 2012 geleistete Erbringung von Kundendienstleistungen für Lenovo zeigt, dass MEDION ideale Voraussetzungen für einen internationalen kosteneffizienten Kundendienst hat. MEDION ist hier auch in der Lage, für Drittanbieter Service-Dienstleistungen für Produkte zu erbringen, die selbst nicht durch MEDION vertrieben werden.
Die Anzahl der im MEDION-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter hat sich, umgerechnet auf Vollzeitäquivalente, von 978 zum Vorjahresstichtag um +74 erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 31. März 2017 nun 1.052. Davon entfielen auf die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften 882 (Vorjahr: 866) und auf die ausländischen Gesellschaften 170 (Vorjahr: 112).
Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr mit € 59,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von € 55,0 Mio. um € 4,3 Mio. (7,8 %) erhöht. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahlen (Vollzeitäquivalente) und Personalaufwendungen ist hauptsächlich zurück zu führen auf die Übernahme von mehr als 50 Mitarbeitern eines ehemaligen Geschäftspartners in Hongkong in die MEDION Asia Pacific zum 1. April 2016, ebenfalls mit Sitz in Hongkong. Darüber hinaus gehen die Erhöhungen mit einem höheren Grad der Spezialisierung und Professionalisierung einiger Funktionen innerhalb des MEDION-Konzerns, dem Aufbau von Spezialisten in Vertriebsfunktionen und im Digitalgeschäft einher.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung der Mitarbeiterzahlen zum 31. März 2017 gegenüber dem Vorjahresstichtag.
| VERÄNDERUNG MITARBEITER |
Anzahl 31.03.2017 |
Anzahl 31.03.2016 |
+/- Anzahl | +/- % | |
|---|---|---|---|---|---|
| KENNZAHLEN | Inland | ||||
| (VOLLZEIT | Sales | 338 | 323 | 15 | 4,6 |
| ÄQUIVALENTE) | Service | 407 | 413 | -6 | -1,5 |
| Administration | 137 | 130 | 7 | 5,4 | |
| 882 | 866 | 16 | 1,8 | ||
| Ausland | |||||
| Sales | 79 | 27 | 52 | >100,0 | |
| Service | 69 | 74 | -5 | -6,8 | |
| Administration | 22 | 11 | 11 | 100,0 | |
| 170 | 112 | 58 | 51,8 | ||
| Gesamt | |||||
| Sales | 417 | 350 | 67 | 19,1 | |
| Service | 476 | 487 | -11 | -2,3 | |
| Administration | 159 | 141 | 18 | 12,8 | |
| 1.052 | 978 | 74 | 7,6 | ||
Aufgrund des rasanten Unternehmenswachstums bis Mitte der 2000er-Jahre und des damit verbundenen schnellen Personalaufbaus weisen die bei MEDION beschäftigten Mitarbeiter ein relativ junges Durchschnittsalter und eine relativ kurze Beschäftigungsdauer auf. Das Durchschnittsalter hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert und lag in 2016/2017 bei 40,0 Jahren (Vorjahr: 39,9). Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Altersstruktur der Mitarbeiter, getrennt nach Frauen und Männern.
Insgesamt waren im Berichtsjahr bei der MEDION AG und deren Tochtergesellschaften 38 % Frauen (Vorjahr: 37 %) und 62 % Männer (Vorjahr: 63 %) beschäftigt.
Durch die Zugehörigkeit zum Lenovo-Konzern konnte MEDION sein Angebot an Aufgaben und Positionen erweitern. Entsprechend haben viele Mitarbeiter innerhalb des Lenovo-Konzerns neue Aufgaben übernommen. Auch durch die Schaffung neuer Positionen im Digitalgeschäft steigt die Attraktivität der MEDION AG als Arbeitgeber. Diese Attraktivität ist ein Grund für die seit Jahren steigende durchschnittliche Betriebszugehörigkeit.
Die Durchschnittsdauer der Beschäftigung bei der MEDION AG und deren Tochtergesellschaften lag im Geschäftsjahr 2016/2017 bei circa 8,7 Jahren (Vorjahr: 9,0 Jahre). Damit ist die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit erstmalig seit Jahren im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Dies hängt auch damit zusammen, dass einige Mitarbeiter das Renteneintrittsalter erreicht haben. Die Betriebszugehörigkeit nach Jahren und Geschlecht lässt sich wie folgt darstellen:
Die Krankenstatistik im Bereich der MEDION AG lag im Berichtsjahr bei 2,9 % (Vorjahr: 3,3 %) und damit, wie schon in Vorjahren, weit unter dem Bundesdurchschnitt von 4,3 %.
unter 2 Jahre 2 - 5 Jahre 6 - 10 Jahre über 10 Jahre
6,6 6,3
-
5,00
Die hohe Motivation und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Aufgrund einer schlanken Organisationsform und schneller Entscheidungswege werden unsere Mitarbeiter in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen. Die Nähe zu unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig, um die immer komplexer werdenden Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Bereichen an die veränderten Marktbedingungen und damit verbundenen steigenden Anforderungen anzupassen.
Bei der Besetzung von vakanten Positionen legen wir großen Wert darauf, einerseits die Fähigkeiten und Potentiale von Mitarbeitern, andererseits aber auch deren persönliche Karriereziele zu berücksichtigen. Dies beinhaltet, dass Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg persönlich begleitet und zielgerichtet für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden. Damit werden eine den Anforderungen entsprechende interne Stellenbesetzung gefördert, Einarbeitungszeiten reduziert und den Mitarbeitern somit interessante Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.
MEDION investiert in ein positives Arbeitsumfeld. Modern ausgestattete Arbeitsplätze und interessante Jobinhalte tragen zu einem produktiven Arbeitsklima bei.
Mitarbeiter haben im Rahmen von Einarbeitungsplänen die Möglichkeit, sich schnell in die Unternehmensstrukturen und -prozesse einzufinden. Praktikanten können "on the Job" Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der gesamten Supply Chain gewinnen.
Bei der Zusammenstellung unserer Belegschaft legen wir Wert auf Vielfalt – ungeachtet von Geschlecht, Nationalität, Religion, oder ethnischer Herkunft.
MEDION legt großen Wert auf eine offene und freundliche Unternehmenskultur und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung und den einzelnen Mitarbeitern.
Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem konstruktiven Miteinander geprägt.
Vorstand und Mitarbeitervertretung sind gemeinsam davon überzeugt, dass sozialkompetente Verhaltensweisen das Betriebsklima nachhaltig positiv beeinflussen, die Arbeitsprozesse verbessern, damit die Produktivität und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und somit vielfältige positive Auswirkungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter bringen. Aus diesem Grunde gibt es im MEDION-Konzern eine Reihe von wichtigen Betriebsvereinbarungen, die zum einen der langfristigen Mitarbeiterbindung und zum anderen einer den Markterfordernissen angepassten höheren Flexibilisierung innerhalb des Unternehmens dienen.
Zum Umgang mit IT gibt es fünf Betriebsvereinbarungen. Die ersten beiden Betriebsvereinbarungen widmen sich der Einführung und Nutzung einer Software im MEDION-Call-Center zur Realisierung eines Workforcemanagement-Systems sowie einer ACD-Anlage. Ziel des Einsatzes ist die Vereinfachung und Verbesserung der Personaleinsatzplanung einschließlich Zeitwirtschaft zur Erhöhung der Planbarkeit für das MEDION-Call-Center. Zugleich sollen die Eigenbestimmung und Gestaltungsmöglichkeiten der Mitarbeiter im Rahmen der Personaleinsatzplanung verstärkt werden. Die anderen drei Betriebsvereinbarungen beziehen sich auf Abläufe und Systeme der MEDION-EDV.
Darüber hinaus existieren eine Reihe von weiteren Betriebsvereinbarungen im Unternehmen. Im Rahmen der Vereinbarung über das Betriebliche Eingliederungsmanagement verfolgen Vorstand und Mitarbeitervertretung gemeinsam das Ziel, arbeitsunfähige Mitarbeiter möglichst bald wieder in die Arbeitsorganisation zu integrieren. Darüber hinaus wollen sie klären, mit welchen Maßnahmen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann. Der Arbeitsplatz von Arbeitnehmern, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind, soll möglichst erhalten bleiben. Vor diesem Hintergrund werden betriebliche Organisationsstrukturen, Verfahrensabläufe und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit einem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vereinbart.
Jedes Unternehmen lebt von der Innovationskraft und der Kreativität seiner Mitarbeiter. Diesem Grundsatz trägt das Unternehmen durch das betriebliche Vorschlagswesen, das unter dem Begriff "Ideengarten" eingeführt wurde, Rechnung. Hierdurch soll allen Mitarbeitern ein zusätzlicher Anreiz geboten werden, mit eigenen Anregungen das betriebliche Geschehen zum Nutzen des Unternehmens und der Mitarbeiter mitzugestalten. Weiter soll damit die Mitarbeiterzufriedenheit und Motivation erhalten sowie nachhaltig gesteigert werden.
Neben einer Vereinbarung über Jubiläumszuwendungen in Form von Sonderurlaub bieten die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften allen Beschäftigten die Inanspruchnahme einer betrieblichen Altersversorgung in Form von Direktversicherung und Pensionskasse an.
Bei den Führungskräften sind flächendeckend Vergütungssysteme eingeführt, die sich aus einem Fixum und einem variablen Anteil auf der Basis von individuellen Zielvereinbarungen
zusammensetzen. Die individuellen Zielvereinbarungen werden dabei anhand von unternehmensbezogenen und persönlichen Zielen festgelegt.
Darüber hinaus wurden den Mitarbeitern externe fachbezogene Weiterbildungsmaßnahmen und ITbezogene Schulungen angeboten, die im Bereich SAP R/3 durch ein SAP-Inhouse-Competence-Center und im Bereich von Microsoft Office durch die MEDION Trainings Akademie intern durchgeführt wurden.
MEDION beteiligt sich aktiv an der betrieblichen Ausbildung junger Menschen. Im März 2017 sind insgesamt 55 Auszubildende (Vorjahr: 55) im MEDION-Konzern beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 6,0 % (Vorjahr: 6,1 %). Die Auszubildenden teilen sich auf folgende Ausbildungsgänge auf: 17 kaufmännische, 7 technische, 6 im Dialogmarketing sowie 1 Mediengestalter. Zusätzlich hat die MEDION AG 24 jungen Menschen einen dualen Studiengang in den Fachbereichen Wirtschaft/Wirtschaftsinformatik/Mediendesign angeboten. Wir sind besonders stolz darauf, dass MEDION-Auszubildende zum dritten Mal in Folge zu den besten Absolventen der MEO-Region (Mülheim an der Ruhr, Essen, Oberhausen) gehörten und von der IHK ausgezeichnet wurden. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und der Beijing University of Technology konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr den dualen Studenten im Unternehmen die Möglichkeit zur Teilnahme an der Beijing Summer School angeboten werden. Da MEDION ausschließlich für den eigenen Bedarf ausbildet, können wir in der Regel allen Ausgebildeten ein Arbeitsplatzangebot unterbreiten.
Die Kooperation zwischen MEDION und Joblinge gemeinnützige AG Ruhr zur Unterstützung der Initiative JOBLINGE war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich. JOBLINGE ist als gemeinnütziges Angebot der Wirtschaft gegen Jugendarbeitslosigkeit und Nachwuchskräftemangel konzipiert. Das Ziel ist, Jugendlichen ohne Abschluss ("Joblinge") durch individuelle Betreuung, Weiterbildung und Qualifizierung die Chance zu geben, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu positionieren. MEDION beteiligt sich mit einer jährlichen Spende sowie durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen in Form von Qualifizierungs- und Bewerbungspraktika und hat über JOBLINGE im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Auszubildende beschäftigt.
Im Rahmen des Betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes hat MEDION im abgelaufenen Berichtsjahr Schulungen für Ersthelfer, Evakuierungshelfer und Sammelplatzbeauftragte angeboten. Darüber hinaus haben 167 Mitarbeiter das kostenlose Angebot einer Untersuchung der Augen und des Sehvermögens sowie 63 Mitarbeiter das kostenlose Angebot einer Grippeschutzimpfung wahrgenommen.
Das Leitbild einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung der MEDION AG zielt nicht nur auf wirtschaftliche Erfolge ab, sondern umfasst auch die Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung. Alle Aktivitäten in diesem Zusammenhang werden im Bereich "Corporate Responsibility" zentral gebündelt.
86 | 4.5 Ergänzende Berichterstattungselemente und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Als Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI), einer freiwilligen Unternehmensinitiative, sind wir bestrebt, unsere Produkte nach sozialen Gesichtspunkten fertigen zu lassen und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette beizutragen. Auf Basis des BSCI Verhaltenskodex haben wir unternehmensweit gültige Sozialstandards definiert, mit denen wir die Werte und Grundsätze bei der Herstellung unserer Produkte festlegen. Der BSCI Verhaltenskodex stützt sich auf internationale Übereinkommen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Leitlinien Kinderrechte und Unternehmerisches Handeln, die Leitlinien der Vereinten Nationen "Wirtschaft und Menschenrechte", die OECD-Leitsätze sowie den UN Global Compact und die Übereinkommen und Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Innerhalb unseres Einflussbereichs ermutigen wir unsere Lieferanten, ihre Geschäftspraktiken am BSCI Verhaltenskodex auszurichten und die dafür notwendigen Managementsysteme und -prozesse zu etablieren.
Im Rahmen unserer BSCI-Mitgliedschaft haben wir ein Programm zur Überwachung der Einhaltung gültiger Sozialstandards etabliert. Dabei legen wir großen Wert auf einen entwicklungsorientierten Ansatz, der auf drei Säulen basiert:
Ziel ist es, innerhalb unseres Einflussbereiches einen kontinuierlichen, nachhaltigen Verbesserungsprozess bei unseren direkten Lieferanten zu erreichen.
Als Teil des weltweiten Lenovo-Nachhaltigkeitsprogramms hat sich MEDION in Bezug auf all seine Geschäftsbereiche – von den Betriebsabläufen über das Produktdesign bis hin zum Recycling – dem Umweltschutz verschrieben. Die Umweltrichtlinie wird vom globalen Umweltmanagementsystem des Lenovo-Konzerns unterstützt. Darin bekennt sich MEDION gemeinsam mit Lenovo zum Einsatz nachhaltiger Geschäftspraktiken und -prozesse. Wir verpflichten uns, Umweltbelastungen zu vermindern und die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung voranzutreiben.
Zur Sicherstellung der effektiven Umsetzung der Umweltrichtlinie wurde am Hauptsitz in Essen ein Umweltmanagementsystem implementiert, welches gemäß dem internationalen Standard DIN EN ISO 14001 zertifiziert ist. Im Zuge der neuesten Revision der Umweltmanagementnorm wurde die Umweltrichtlinie von Lenovo und MEDION anpasst, um den neuen Anforderungen der ISO 14001:2015 Rechnung zu tragen. Die Änderungen beinhalten u.a. mehr Details zum Umweltmanagement in der Lieferkette, ein veränderter Fokus von der Vermeidung von Umweltbelastungen hin zum proaktiven Umweltschutz und ein deutlicherer Schwerpunkt auf Risikomanagement. Das Managementsystem ermöglicht uns die zielgerichtete Erfassung und Bewertung des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie des Abfallaufkommens. Auf dieser Basis können wir Handlungsfelder und Optimierungspotenziale identifizieren, die die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten Schritt für Schritt minimieren. Als wesentliche Ziele streben wir die Optimierung des Energieeinsatzes, die Verringerung der Abfallmenge sowie die Erhöhung der Recyclingquote an. Die Einhaltung umweltrelevanter Rechtsvorschriften, die Verwirklichung von Umweltzielen sowie die Eignung und Effektivität des implementierten Umweltmanagementsystems werden durch regelmäßige interne und externe Umweltaudits sowie Managementreviews überprüft.
Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit Lenovo ein Energiemanagementsystem eingeführt, welches im Dezember 2015 nach dem internationalen Standard DIN EN ISO 50001 zertifiziert wurde. Im Oktober 2016 wurde am Unternehmenssitz in Essen sowie am Standort in Oberursel die Normkonformität gemäß der DIN EN ISO 50001 durch eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft überprüft und bestätigt. Die weltweit gültige Norm unterstützt uns dabei, durch spezifische Prozesse und Abläufe unsere Energieeffizienz zu verbessern.
Dadurch sollen Energiesparpotenziale aufgezeigt, Energiekosten verringert und die Energieleistung kontinuierlich verbessert werden.
Mit der Einführung und Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 gehen wir über die seit 2015 durch das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) verpflichtende Anforderung zur Durchführung eines Energieaudits hinaus. Damit zeigen wir unser Engagement für die kontinuierliche Verbesserung unserer energiebezogenen Leistung.
Strom- und Heizenergieverbrauch am Unternehmenssitz in Essen
Der aus Strom- und witterungsbereinigtem Heizenergieverbrauch bestehende Gesamtenergieverbrauch von MEDION am Hauptsitz in Essen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 4.327 MWh. Das entspricht einer Einsparung von etwa 1 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/2016. Während im Berichtszeitraum der Stromverbrauch aufgrund einiger kleinerer Energieprojekte um mehr als 4 % gesenkt werden konnte, stieg der witterungsbereinigte Heizenergieverbrauch um etwa 3 % an. Der höhere Heizenergiebedarf wurde durch großflächige Gebäudeumbauarbeiten verursacht.
Um unserer Verantwortung für den Klimaschutz nachzukommen und wertvolle Ressourcen zu schonen, stellen wir seit Januar 2016 die CO2 Neutralität unseres Stromverbrauchs sicher. Dazu erwerben wir jährlich 2.500 MWh Strom aus regenerativen Quellen. Entsprechend der europäischen Rechtsvorschriften wird durch so genannte Herkunftsnachweise vom Umweltbundesamt bestätigt, dass die eingekaufte Energiemenge zu 100 % aus erneuerbaren und CO2-freien Energiequellen stammt.
Verwertungsquote ungefährlicher und gefährlicher Abfälle am Unternehmenssitz in Essen
Im Erfassungszeitraum konnte die Gesamtmenge der Abfälle am MEDION Hauptsitz von 285 Tonnen auf 241 Tonnen reduziert werden. Zurückzuführen ist die Reduzierung auf Sondereffekte, wie Aktenentsorgung und Abbrucharbeiten, die im Geschäftsjahr 2015/2016 auftraten. Im letzten Geschäftsjahr reduzierten sich daher überwiegend Papier- und Abbruchabfälle. Dadurch sank der Anteil der Abfälle, die entweder recycelt oder stofflich verwertet wurden, leicht auf auf 75,7 %. Für die in der Übersicht enthaltenen Abfallfraktionen stehen den Mitarbeitern am Standort diverse Sammelstellen für die getrennte Entsorgung zur Verfügung, u. a. von Papier, Restmüll, Holz, Bauund Abbruchabfällen, Elektroaltgeräten, Batterien, Tonern und Leuchtmitteln. Alle anfallenden Abfälle werden von zertifizierten Entsorgungsbetrieben abgeholt und umweltgerecht verwertet oder beseitigt.
2016 haben wir uns erneut an den "Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit", die vom 30. Mai 2016 bis 5. Juni 2016 stattgefunden haben, beteiligt. Sowohl im Unternehmen als auch in unserem Fabrikverkauf engagierten wir uns mit einer Handysammelaktion. Mit den gesammelten Althandys haben wir wieder die Kampagne "Alte Handys für die Havel" unterstützt und sorgten somit gleich doppelt für mehr Umweltschutz: Zum einen wurde sichergestellt, dass wertvolle Rohstoffe wiederverwendet werden und Schadstoffe nicht auf dem Müll landen. Zum anderen erhält der Naturschutzbund (NABU) für jedes eingegangene Althandy 1,60 Euro. Dieses Geld fließt zu 100 % in das NABU-Projekt zur Renaturierung der Unteren Havel.
Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde die Zusammenarbeit mit der internationalen, gemeinnützigen Organisation Forest Stewardship Council® (FSC®) weiter intensiviert. Seit dem abgelaufenen Geschäftsjahr wird für die interne und externe Bürokommunikation nur Papier eingesetzt, welches gemäß dem Forest Stewardship Council® (FSC®) zertifiziert ist. FSC® hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe eines Siegels ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf Produkten sichtbar zu machen.
Als MEDION-Markenlizenzhalter gehen wir unserer Verpflichtung mit unserem zertifizierten Zulieferer nach, den illegalen Raubbau zu verhindern, verbieten gentechnisch veränderte Pflanzen, schützen seltene Arten, setzen ökologische und soziale Mindeststandards durch und beugen Menschenrechtsverletzungen vor. Dazu werden jährliche Kontrollen durch unabhängige Dritte, sowohl im Wald als auch in den nachgelagerten Industrien, durchgeführt. Wir stehen gemeinsam für das Versprechen einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft vom Wald über den Handel bis zum Verbraucher.
Um den Verbrauch natürlicher Ressourcen weiter zu reduzieren, erfolgte bei MEDION eine Umstellung der Papierspender. Die veränderte Technologie ermöglichte es uns, innerhalb des letzten Jahres den Verbrauch von Hygienepapier um circa 12 % zu reduzieren.
Ein weiteres wichtiges Umweltziel bei MEDION betrifft die Reduzierung der mit der Logistik verbundenen Emissionen. Neben der fortlaufenden Optimierung von Produktverpackungen hinsichtlich Volumen und Gewicht konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei bedeutende Logistikprojekte umgesetzt werden.
Während unsere Produkte und Komponenten zuvor größtenteils per See- und Luftfracht nach Deutschland transportiert wurden, konnte jetzt ein Anteil dieser Transporte auf die Bahn verlegt werden. MEDION hat dabei u.a. in Zusammenarbeit mit DHL Global Forwarding im letzten Jahr den ersten multimodalen Schienentransport von Taiwan nach Europa durchgeführt. Dabei wird die Strecke von Taiwan nach China zunächst auf dem Seeweg zurückgelegt. Von China nach Europa werden die neuen Schienentransportlösungen genutzt. Dadurch können im Vergleich zur vorher häufig genutzten Luftfracht die CO2-Emissionen (kg CO2e Well-to-Wheel je transportierten Brutto kg2 ) um circa 90 % reduziert werden.
Um die Klimaauswirkungen unserer Logistik weiter systematisch zu verringern, wird seit Juli 2016 für den nationalen Paketversand der DHL Service "Go Green" genutzt. Das Programm zielt auf die Vermeidung, Reduktion und Kompensation der beim Versand entstehenden Treibhausgasemissionen. Alle bisher nicht vermeidbaren Emissionen werden durch DHL neutralisiert. Durch die Verwendung klimaneutraler "GoGreen" Produkte und Services wurden 2016 Treibhausgasemissionen in Höhe von 292,76 Tonnen CO2e ausgeglichen. Durch die Nutzung des klimaneutralen Versandservice von DHL übernehmen wir gemeinsam Verantwortung gegenüber der Umwelt.
Mit all diesen Aktivitäten und Projekten legen wir uns die Selbstverpflichtung auf, als Teil der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung künftiger Generationen zu leisten.
2 Die Well-to-Wheel Analyse ermittelt alle direkten und indirekten Emissionen über den kompletten Pfad der Bereitstellung eines Energieträgers - angefangen bei der Rohstoffgewinnung des Kraftstoffs bis zur Verwendung im Fahrzeug.
MEDION verpflichtet sich zu den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Mitarbeiter der MEDION AG identifizieren sich mit diesen Grundsätzen. MEDION erachtet die Verpflichtung zur Corporate Governance als wichtige Maßnahme zur Vertrauenssteigerung gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit auf nationalen und internationalen Märkten.
Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2015, die am 5. Mai 2015 beschlossen und am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden, führten dazu, dass die bisherige Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr in Kodex-Ziffer 5.4.1 – Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat – verändert werden musste.
Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. November 2016 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 25. November 2016 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können. Der Aufsichtsrat hat auch keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Die Eignung zur Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit hängt nach seiner Überzeugung insbesondere von den spezifischen Bedürfnissen der Gesellschaft und den individuellen Fähigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält er daher nicht für sinnvoll, da der MEDION AG auch die besonderen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ihrer Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen sollen.
Bei MEDION ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates ausgewiesener Kenner des Handels und der Finanzmärkte, der über 30 Jahre Leitungsfunktionen in einer internationalen Bank wahrgenommen hat. Er ist im besonderen Maße geeignet, bei der unternehmensspezifischen Situation von MEDION Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrzunehmen, da in der von schnellen Entwicklungen geprägten internationalen Welt der Consumer-Electronics-Produkte und der Ausrichtung von MEDION auf die internationalen Handelsketten gerade die Kenntnisse der Prozesse international agierender Handelsunternehmen sowie das damit verbundene Finanztransaktions-Know-how entscheidend sind. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 wurden zwei Vertreter von Lenovo, der Finanzvorstand (Executive Vice President) der internationalen Lenovo-Gruppe und der in Leitungsorganen von Lenovo für internationale Märkte verantwortliche Senior Vice President in den Aufsichtsrat gewählt. Im Dezember 2013 hat dieses Mitglied aufgrund seines Ausscheidens aus dem Lenovo-Konzern auch sein Mandat im Aufsichtsrat von MEDION niedergelegt. Anschließend erfolgte auf Antrag der Gesellschaft die gerichtliche Bestellung des für den weltweiten PC-Bereich verantwortlichen Corporate President von Lenovo. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates wurden von der Hauptversammlung am 1. Oktober 2015 für fünf Jahre wiedergewählt.
MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt. Aufgrund der besonderen Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung bisher nicht vorgesehen. Darüber hinaus enthält die Vergütung der
Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2) keine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Bestandteile, da bei dem Geschäftsmodell von MEDION die Ermittlung, Objektivierung und Quantifizierung langfristiger Erfolgsparameter schwierig ist.
Der ausführliche Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Corporate Governance im MEDION-Konzern findet sich im Geschäftsbericht.
Durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 23. Februar 2016 und unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des in 2011 erfolgten Erwerbs von MEDION durch Lenovo sind die Vorstandsmitglieder Gerd Brachmann und Christian Eigen mit Wirkung vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2020 zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft bestellt worden.
Gemäß den in diesem Zusammenhang mit den Vorstandsmitgliedern geschlossenen Anstellungsverträgen besteht die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die variable Vergütung, eine zusätzliche von Lenovo zu ermittelnde und zu leistende aktienbasierte Vergütung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen.
Maßgebend für die Festlegung der Gesamtvergütungsstruktur des Vorstandes ist der Aufsichtsrat, der die Angemessenheit der Vergütungen bestimmt.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen kurz- und langfristigen Komponenten in eine variable Vergütung einfließen.
Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen Versicherungen sowie die Zurverfügungstellung von Dienstwagen, die als Vergütungsbestandteil vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern sind. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu, die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Kredite oder Gehaltsvorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die erfolgsabhängige Tantieme für Gerd Brachmann und Christian Eigen besteht aus einem kurzfristigen jährlichen Leistungsbonus und einem langfristigen Leistungsbonus und wird in Bezug auf die Leistung des jeweiligen Vorstandsmitgliedes und die Leistung der Gesellschaft gemäß der Methode des Lenovo-Leistungsbonusplans berechnet.
Der kurzfristige jährliche Leistungsbonus hat ein Jahresziel und wird jährlich bezogen auf einen Geschäftsjahreszyklus gemäß der Methode des Lenovo-Leistungsbonusplans berechnet und ausgezahlt. Diese Methode enthält zwei variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator, die vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Geschäftsjahres fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen
Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.
Der langfristige Leistungsbonus verwendet ein Jahresziel und wird während der Laufzeit des Anstellungsvertrages zweimal berechnet. Der erste langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 27 Monate (27 Monate vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2019). Der zweite langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 12 Monate (12 Monate vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020). Die tatsächliche Bonuszahlung wird ebenfalls unter Verwendung der Methode des Lenovo-Leistungsbonusplans berechnet. Diese Methode enthält zwei vom Aufsichtsrat festgelegte variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Zeitraums und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Zeitraums fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.
Zusätzlich erhält Christian Eigen eine zusätzliche variable Vergütung für die Übernahme von Sonderaufgaben im Lenovo-Konzern, die sich ebenfalls aus einem kurzfristigen Bonus und einem langfristigen jährlichen Bonus zusammen setzt.
Die Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf jährliche Zuteilungen von Kapitalbeteiligungen im Rahmen des so genannten Lenovo Long Term Incentive Program (LTI). Aufgrund der Übernahme zusätzlicher Funktionen in den internationalen Gremien der Lenovo-Gruppe werden die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung für den MEDION-Vorstand in Form von Aktien und Optionsrechten auf Aktien der börsennotierten Lenovo-Gruppe direkt von dieser geleistet. Demnach haben die Vorstandsmitglieder eine Option auf Zuteilung von Kapitalbeteiligungen in Form von "Share Appreciation Rights (SARs)" und "Restricted Share Units (RSUs)" bezogen auf Aktien der Lenovo Group Limited. Die tatsächliche Anzahl der Anteile hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie zum Beispiel der Allokation der Zuteilung nach SARs und RSUs, Aktienkursen und Wechselkursen.
Die SARs und RSUs werden nach Maßgabe der Bedingungen des Lenovo-SAR-Plans und des Lenovo-RSU-Plans über einen Zeitraum von vier Jahren zu 25 % jährlich unverfallbar. Für die Ausübung oder den Verkauf von SARs und RSUs durch die Vorstandsmitglieder gelten bestimmte Sperrfristen, die in den jeweiligen Plänen näher dargelegt werden.
Für die Zuteilung von Kapitalbeteiligungen gelten die Bedingungen des LTI, des SAR- und RSU-Plans sowie die Zuteilungsvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern. Die Zuteilungsvereinbarungen enthalten Beschränkungen hinsichtlich des Wettbewerbs mit Lenovo und des Abwerbens von Lenovo-Mitarbeitern nach Beendigung der Anstellung. Die Zuteilungsvereinbarungen, die sich in Zukunft ändern können, sehen derzeit vor, dass leitende Angestellte im Fall der Zuwiderhandlung gegen diese Beschränkungen alle Barzahlungen oder Aktien zurückerstatten müssen, die sie in den 12 Monaten vor ihrem Ausscheiden im Rahmen des LTI erhalten haben.
Da MEDION auf die Errechnung der Zuteilung der Lenovo Kapitalbeteiligungen keinen Einfluss hat und die entsprechenden Parameter allein von Lenovo aufgrund der Tätigkeit des MEDION-Vorstands für Lenovo und des dementsprechenden Erfolgs ermittelt werden, wurde im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat seit dem Berichtsjahr 2014/2015 kein entsprechender Aufwand mehr gebucht. Lenovo
hat auch für die zurückliegenden Geschäftsjahre die entsprechenden Kapitalbeteiligungen direkt an den MEDION-Vorstand geleistet und erklärt, dies auch zukünftig tun zu wollen.
Einzelheiten der Vergütungen für den Gesamtzeitraum des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der erfolgten vertraglichen Änderungen ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen:
| 2015/2016 | 2016/2017 | 2016/2017 (min) |
2016/2017 (max) |
|---|---|---|---|
| 570.000 | 575.700 | 575.700 | 575.700 |
| 29.108 | 29.108 | 29.108 | 29.108 |
| 599.108 | 604.808 | 604.808 | 604.808 |
| 201.600 | 168.000 | - | 504.000 |
| 192.000 | 192.000 | - | 576.000 |
| 393.600 | 360.000 | - | 1.080.000 |
| 992.708 | 964.808 | 604.808 | 1.684.808 |
| 226.745 | 278.001 | - | - |
| Gerd Brachmann Vorstandsvorsitzender |
| Zuwendungen für bzw. im GJ 2016/2017 Werte in € |
2015/2016 | 2016/2017 | 2016/2017 (min) |
2016/2017 (max) |
|---|---|---|---|---|
| Festvergütung | 475.000 | 479.750 | 479.750 | 479.750 |
| Nebenleistungen | 47.437 | 47.435 | 47.435 | 47.435 |
| Summe Fixvergütungen | 522.437 | 527.185 | 527.185 | 527.185 |
| einjährige variable Vergütung | 165.600 | 138.000 | - | 414.000 |
| mehrjährige variable Vergütung | 162.000 | 162.000 | - | 486.000 |
| Summe variable Vergütungen | 327.600 | 300.000 | - | 900.000 |
| Gesamtsumme | 850.037 | 827.185 | 527.185 | 1.427.185 |
| Versorgungsaufwand* | 182.465 | 148.687 | - | - |
*Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19
95 | 4.5 Ergänzende Berichterstattungselemente und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
| Gerd Brachmann Vorstandsvorsitzender |
Christian Eigen stellvertretender Vorstands vorsitzender |
|||
|---|---|---|---|---|
| Zuflüsse für GJ 2016/2017 Werte in € |
2015/2016 | 2016/2017 | 2015/2016 | 2016/2017 |
| Festvergütung | 570.000 | 575.700 | 475.000 | 479.750 |
| Nebenleistungen | 29.108 | 29.108 | 47.437 | 47.435 |
| Summe Fixvergütungen | 599.108 | 604.808 | 522.437 | 527.185 |
| einjährige variable Vergütung | 168.000 | 168.000 | 138.000 | 138.000 |
| erfolgsbezogene Zielerreichung der einjähri gen variablen |
||||
| Vergütung | 42.000 | 33.600 | 34.500 | 27.600 |
| mehrjährige variable Vergütung | 153.600 | 153.600 | 129.600 | 129.600 |
| Summe variable Vergütungen | 363.600 | 355.200 | 302.100 | 295.200 |
| Gesamtsumme | 962.708 | 960.008 | 824.537 | 822.385 |
| Versorgungsaufwand* | 226.745 | 278.001 | 182.465 | 148.687 |
* Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19
Die individuellen Pensionsrückstellungen betragen nach IFRS für Herrn Brachmann T€ 5.746 (Vorjahr: T€ 5.129) und Herrn Eigen T€ 3.314 (Vorjahr: 2.919) sowie nach HGB für Herrn Brachmann T€ 4.192 (Vorjahr: T€ 3.653) und Herrn Eigen T€ 2.123 (Vorjahr: T€ 1.820). Hierfür wurden im Geschäftsjahr nach IFRS für Herrn Brachmann T€ 618 und für Herrn Eigen T€ 395 sowie nach HGB für Herrn Brachmann T€ 539 und für Herrn Eigen T€ 303 zurückgestellt.
Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.
Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Aufsichtsratsvergütungen sind in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.
Durch Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 wurde die Vergütung des Aufsichtsrates auf T€ 120 für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und auf T€ 50 für die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates festgesetzt. Die Vergütung ist zahlbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit.
Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2016/2017 T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Davon entfallen auf Herrn Dr. Stützle T€ 120, wobei die anderen Aufsichtsratsmitglieder aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo auf ihre Vergütung verzichtet haben.
| GJ 2016/2017 Werte in € |
Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender |
Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender |
Gianfranco Lanci Mitglied |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Vergütung | 120.000,00 | 0,00 | 0,00 | 120.000,00 |
| Gesamtsumme | 120.000,00 | 0,00 | 0,00 | 120.000,00 |
| GJ 2015/2016 Werte in € |
Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender |
Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender |
Gianfranco Lanci Mitglied |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Vergütung | 120.000,00 | 0,00 | 0,00 | 120.000,00 |
| Gesamtsumme | 120.000,00 | 0,00 | 0,00 | 120.000,00 |
Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die nachfolgende Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a und § 315 Abs.5 HGB gibt die aktuelle Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der MEDION gemäß § 161 AktG wieder und enthält eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats. Ferner enthält die Erklärung zur Unternehmensführung Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken und zu den Festlegungen zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sowie dem Mindestanteil von Frauen und Männern im Aufsichtsrat. Darüber hinausgehende Informationen zur Corporate Governance im Unternehmen sind im Kapitel Corporate-Governance-Bericht veröffentlicht.
Die Unternehmensführung von MEDION – als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft – wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate
Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Corporate Governance ist für MEDION ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. Wir haben daher alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten.
Ein wesentliches Element der Corporate Governance deutscher Aktiengesellschaften ist die Trennung von Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt MEDION dem so genannten dualen Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen.
Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Der Vorstand leitet die MEDION AG und den Konzern in eigener Verantwortung. Zu den wesentlichen Führungsaufgaben des Vorstandes zählen die Festlegung der Unternehmensziele und der strategischen Ausrichtung des Konzerns, dessen Steuerung und Überwachung sowie die Unternehmensplanung. Darüber hinaus sichert der Vorstand die Verfügbarkeit von Investitionsmitteln, entscheidet über deren Vergabe innerhalb des Konzerns und ist verantwortlich für die Gewinnung und Förderung hoch qualifizierter Führungskräfte. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstandes von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die der Zustimmung des Aufsichtsrates vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstandes. Der Vorstand von MEDION besteht seit Jahren unverändert aus zwei Mitgliedern.
Den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells der MEDION AG trägt die seit der Unternehmensgründung beziehungsweise dem Börsengang und insbesondere auch nach der Mehrheitsübernahme durch Lenovo in weiten Teilen unverändert gebliebene Vorstands- und Führungsstruktur des Unternehmens Rechnung. Beide Vorstandsmitglieder verantworten operative Bereiche, in denen die wesentlichen Geschäftsprozesse bei Einkauf, Logistik, Finanzplanung und Controlling sowie die direkte Führung von wesentlichen Unternehmensfunktionen wie Informationstechnik, Vertrieb, Personal und Strategie enthalten sind. Die so genannte erste Führungsebene im Unternehmen ist dem Vorstand über Zielvorgaben und Berichtspflichten direkt verantwortlich.
Am 25. Oktober 2011 haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH als herrschendes Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Durch den Vertrag unterstellt die MEDION AG die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich ab dem 1. April 2012, ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den MEDION-Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien, das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstandes liegt.
Funktionsfähige Kontrollsysteme sind wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse bei MEDION. Dazu gehört ein konzernweites Risikomanagementsystem, das Funktionen, Prozesse, potentielle Ergebnisbelastungen und unternehmensspezifische Risiken erfasst.
Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstandes, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für MEDION von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat von MEDION besteht aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrates von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates geregelt.
Schließlich enthalten die Satzung der MEDION AG sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Kein Mitglied des Aufsichtsrates von MEDION ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.
Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2015, die am 5. Mai 2015 beschlossen und am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden, führten im Vorjahr dazu, dass die bisherige Corporate Governance Erklärung der MEDION AG in Kodex-Ziffer 5.4.1 – Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat – verändert werden musste.
Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. November 2016 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 25. November 2016 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können. Der Aufsichtsrat hat auch keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Die Eignung zur Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit hängt nach seiner Überzeugung insbesondere von den spezifischen Bedürfnissen der Gesellschaft und den individuellen Fähigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält er daher nicht für sinnvoll, da der MEDION AG auch die besonderen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ihrer Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen sollen.
Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen von MEDION sind auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten der Corporate-Governance-Praxis von MEDION können dem aktuellen Corporate-Governance-Bericht entnommen werden, der gleichzeitig Bestandteil dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und im Geschäftsbericht abgedruckt ist.
Gemäß § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG haben Aufsichtsrat und Vorstand im Kalenderjahr 2015 Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen und Fristen zur Erreichung dieser Zielgrößen beschlossen. Für die MEDION AG gilt danach die Verpflichtung als börsennotiertes Unternehmen, Zielgrößen zum Frauenanteil und Fristen zu deren Erreichung in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Die festzulegende Frist bis zur Erreichung dieser ersten Zielmarke darf nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern. Die MEDION AG hat veröffentlicht, dass bis zum 30. Juni 2017 aufgrund der besonderen Struktur der Gesellschaft im Vorstand und Aufsichtsrat keine Frauen vertreten sein werden und der Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 23 % und auf der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands 29 % betragen soll. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden diese Zielgrößen erreicht.
Essen, 30. Mai 2017
Gerd Brachmann Christian Eigen
Vorsitzender des Vorstandes Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
101 | 4.5 Ergänzende Berichterstattungselemente und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
| 5 | Konzernabschluss der MEDION AG ______103 |
|
|---|---|---|
| 5.1 | Ausgewählte Kennzahlen ________103 |
|
| 5.2 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ___104 |
|
| 5.3 | Konzern-Gesamtergebnisrechnung ______105 |
|
| 5.4 | Konzern-Kapitalflussrechnung ____106 |
|
| 5.5 | Konzernbilanz_____107 | |
| 5.6 | Entwicklung des Konzerneigenkapitals____109 |
| Werte in Mio. € | 01.04.2016 - 31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.401 | 1.397 |
| - Inland | 986 | 988 |
| - Ausland | 415 | 409 |
| Umsätze nach Segmenten | ||
| - davon Projektgeschäft | 503 | 545 |
| - davon Konzerndienstleistungen | 121 | 100 |
| - davon Direktgeschäft | 777 | 752 |
| EBIT | 32 | 31 |
| Konzernergebnis | 23 | 23 |
| Bilanzsumme | 746 | 763 |
| Eigenkapitalquote | 50,4% | 48,6% |
| Mitarbeiter | 1.050 | 989 |
| Personalaufwand | 59 | 55 |
| Aktienbezogene Daten | ||
|---|---|---|
| Grundkapital | € 48.418.400 | € 48.418.400 |
| Genehmigtes Kapital | € 0 | € 24.000.000 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,51 | 0,52 |
| Werte in T€ | Anmerkung im Anhang |
01.04.2016 - 31.03.2017 |
01.04.2015 - 31.03.2016 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (1) | 1.400.469 | 1.397.355 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 7.021 | 7.147 |
| 3. Materialaufwand | (3) | -1.166.644 | -1.183.671 |
| 4. Personalaufwand | (4) | -59.272 | -54.969 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermö genswerte und Sachanlagen |
-4.351 | -3.050 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5) | -145.030 | -132.050 |
| 7. Betriebsergebnis (EBIT) | 32.193 | 30.762 | |
| 8. Finanzierungserträge | (6) | 361 | 383 |
| 9. Finanzierungsaufwendungen | (6) | -786 | -755 |
| 10. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 31.768 | 30.390 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (7) | -9.185 | -7.108 |
| 12. Konzernergebnis | 22.583 | 23.282 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 0,51 | 0,52 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) |
44.681.430 | 44.681.430 | |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 0,51 | 0,52 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) |
44.681.430 | 44.681.430 |
| Werte in T€ | Anmerkung im Anhang |
01.04.2016 -31.03.2017 |
01.04.2015 -31.03.2016 |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. | Konzernergebnis | 22.583 | 23.282 | |
| 2. | Veränderung des Konsolidierungskreises | -5 | - | |
| 3. | Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
|||
| Neubewertung von leistungsorientierten Ver +/- sorgungsplänen |
(17) | -406 | 1.288 | |
| +/-Latente Steuern aus der Pensionsbewertung | 131 | -417 | ||
| 4. | Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
|||
| +/-Währungsumrechnungsdifferenzen | 389 | -99 | ||
| +/-Überschuss / Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges | 3.036 | -5.309 | ||
| +/-Latente Steuern aus Cashflow-Hedges | -980 | 494 | ||
| 5. | = sonstiges Ergebnis, nach Steuern (Summe aus 3. und 4.) |
2.170 | -4.043 | |
| 6. | Gesamtergebnis, nach Steuern | 24.748 | 19.239 |
| Werte in T€ | 01.04.2016 -31.03.2017 |
01.04.2015 -31.03.2016 |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Betriebsergebnis (EBIT) | 32.193 | 30.762 | |
| 2. | +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
4.351 | 3.050 | |
| 3. | +/- Zunahme / Abnahme der Pensionsrückstellungen | 1.012 | -701 | |
| Brutto Cashflow | 37.556 | 33.111 | ||
| 4. | -/+ Abnahme / Zunahme der übrigen Rückstellungen | -32.588 | -16.593 | |
| 5. | -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten | -11 | 5 | |
| 6. | -/+ | Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
79.755 | -25.206 |
| 7. | -/+ | Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-5.583 | -39.813 |
| 8. | +/- Ein- / Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) | -3.938 | -4.878 | |
| 9. | = | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 8) |
75.191 | -53.374 |
| 10. | + | Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | 139 | 44 |
| 11. | - | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
-6.184 | -4.289 |
| 12. | = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 10 und 11) |
-6.045 | -4.245 |
| 13. | +/- Saldo aus ABS-Transaktionen | -2.126 | 73.091 | |
| 14. | - | Auszahlung für Gewinnabführung Vorjahre | -20.468 | -22.894 |
| 15. | + | Einzahlungen aus Zinsen | 317 | 381 |
| 16. | - | Auszahlungen für Zinsen | -617 | -469 |
| 17. | = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 13 bis 16) |
-22.894 | 50.109 |
| 18. | Zahlungswirksame Änderungen des Finanz mittelfonds (Summe aus 9, 12, 17) |
46.252 | -7.510 | |
| 19. | +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 377 | -90 | |
| 20. | +/- Konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 1.008 | - | |
| 21. | + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
53.662 | 61.262 |
| 22. | = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 18 bis 21) |
101.299 | 53.662 |
| Werte in T€ | Anmerkung im Anhang |
31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | (8) | 23.343 | 22.706 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (9) | 6.155 | 5.075 |
| Beteiligungen | (10) | 31 | 140 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | (11) | - | 294 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (15) | 442 | 417 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (15) | 47 | 41 |
| Aktive latente Steuern | (7) | 3.889 | 5.035 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 33.907 | 33.708 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
(12) | 171.441 | 200.148 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (13) | 211.697 | 185.366 |
| davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln | 140.022 | 152.600 | |
| Vorräte | (14) | 172.546 | 244.259 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | (15) | 1.133 | 665 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (15) | 49.020 | 41.442 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (15) | 4.470 | 4.207 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 101.299 | 53.662 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 711.606 | 729.749 | |
| Aktiva, gesamt | 745.513 | 763.457 |
| Werte in T€ | Anmerkung im Anhang |
31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | (16) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 48.418 | 48.418 | |
| - davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418 | |||
| - Genehmigtes Kapital: T€ 0 (Vorjahr: T€ 24.000) | |||
| Kapitalrücklage | 142.068 | 142.068 | |
| Eigene Aktien | -46.358 | -46.358 | |
| Gewinnrücklagen | 231.713 | 229.524 | |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 56 | -2.389 | |
| Eigenkapital, gesamt | 375.897 | 371.263 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellun gen Sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
(22, 23) | 1.797 | 0 |
| Passive latente Steuern | (7) | 152 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | (17) | 9.060 | 8.048 |
| Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellun |
11.009 | 8.048 | |
| gen | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 122.408 | 114.112 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh men |
(19) | 23.910 | 20.468 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung | 20.114 | 20.468 | |
| Steuerrückstellungen | (7, 20) | 2.354 | 1.981 |
| Sonstige Rückstellungen | (21) | 125.013 | 157.573 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (22, 23) | 75.881 | 87.032 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (22, 23) | 9.041 | 2.980 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 358.607 | 384.146 | |
| Passiva, gesamt | 745.513 | 763.457 |
109 | 5.6 Entwicklung des Konzerneigenkapitals
| Gesamtergebnis | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| umgegliedert werden | Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust |
|||||||
| Werte in T€ | Aktien im Umlauf (Anzahl) |
Gezeichne tes Kapital |
Kapital rücklage |
Eigene Aktien |
Andere Ge winnrücklag en / Bilanzge winn |
Marktbe wertung von Finanz instrumen ten |
Währungs umrech nungs differenzen |
Gesamt |
| Stand 1. April 2015 |
44.681.430 | 48.418 | 142.068 | -46.358 | 225.839 | 2.949 | -424 | 372.492 |
| Sonstiges Er gebnis nach Steuern |
0 | 0 | 0 | 0 | 871 | -4.815 | -99 | -4.043 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 23.282 | 0 | 0 | 23.282 |
| Gesamtergeb nis |
0 | 0 | 0 | 0 | 24.153 | -4.815 | -99 | 19.239 |
| Aufgrund Ge winnabführungs vertrag abge führter Gewinn |
0 | 0 | 0 | 0 | -20.468 | 0 | 0 | -20.468 |
| Stand 31. März 2016 |
44.681.430 | 48.418 | 142.068 | -46.358 | 229.524 | -1.866 | -523 | 371.263 |
| Stand 1. April 2016 |
44.681.430 | 48.418 | 142.068 | -46.358 | 229.524 | -1.866 | -523 | 371.263 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung des Konsolidierungs kreises |
0 | 0 | 0 | 0 | -5 | 0 | 0 | -5 |
| Sonstiges Er gebnis nach Steuern |
0 | 0 | 0 | 0 | -275 | 2.056 | 389 | 2.170 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 22.583 | 0 | 0 | 22.583 |
| Gesamtergeb nis |
0 | 0 | 0 | 0 | 22.303 | 2.056 | 389 | 24.748 |
| Aufgrund Ge winnabführungs vertrag abge führter Gewinn |
0 | 0 | 0 | 0 | -20.114 | 0 | 0 | -20.114 |
| Stand 31. März 2017 |
44.681.430 | 48.418 | 142.068 | -46.358 | 231.713 | 190 | -134 | 375.897 |
| 6 | Konzernanhang der MEDION AG __111 |
|
|---|---|---|
| 6.1 | Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss | _____111 |
| 6.1.1 6.1.2 6.1.3 6.1.4 6.1.5 6.1.6 6.1.7 6.1.8 |
Aufstellungsgrundsätze_____ 111 Konsolidierungskreis ______ 117 Konsolidierungsmethoden_____ 119 Grundsätze der Währungsumrechnung ___ 119 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden________ 120 Verwendung von Annahmen und Schätzungen ___ 124 Kapitalmanagement _______ 124 ABS-Transaktionen __________ 124 |
|
| 6.2 | Erläuterung zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz ___126 |
|
| 6.2.1 6.2.2 6.2.3 |
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung ___ 126 Angaben zur Bilanz ______ 132 Konzernanlagenspiegel _____ 145 |
|
| 6.3 | Ergänzende Angaben _____147 |
|
| 6.3.1 6.3.2 6.3.3 6.3.4 6.3.5 6.3.6 6.3.7 6.3.8 |
Angaben zur Kapitalflussrechnung ____ 147 Segmentberichterstattung ______ 147 Ergebnis je Aktie______ 149 Sonstige finanzielle Verpflichtungen ____ 149 Risikomanagement und Finanzderivate____ 149 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag ___ 153 Nahe stehende Unternehmen und Personen ___ 154 Vorstand _________ 156 |
|
| 6.3.9 6.3.10 6.3.11 |
Aufsichtsrat_______ 156 Corporate Governance – Angabe gemäß § 161 AktG __ 158 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns__ 158 |
Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im regulierten Markt (General Standard) geführt.
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Multimedia Hard- und Software, Unterhaltungs- und Konsumelektronik, Telekommunikations- und Satellitentechnik sowie weiteren Non-Food-Artikeln aller Art und der Handel mit Telekommunikationsdienstleistungen sowie der Handel mit digitalen Inhalten.
Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsgrundsätzen "International Financial Reporting Standards (IFRS)" und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Zur Anwendung kamen alle für das Geschäftsjahr 2016/2017 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen des IASB, die von der EU übernommen wurden.
Im Abschluss für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurden erstmals folgende neue oder überarbeitete Rechnungslegungsvorschriften angewandt:
| Nummer und Name des Standards oder der Standardänderung | Datum der Übernahme in europäisches Recht |
|
|---|---|---|
| IAS 1 | Änderungen: Darstellung des Abschlusses | 18.12.2015 |
| IAS 16, IAS 38 | Änderungen: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsme thoden |
02.12.2015 |
| IAS 16, IAS 41 | Änderungen: Produzierende Pflanzen | 23.11.2015 |
| IAS 27 | Änderungen: Anwendung der Equity-Methode im Einzelab schluss |
18.12.2015 |
| IFRS 11 | Änderungen: Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten |
24.11.2015 |
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Zyklus 2012-2014 | 15.12.2015 |
| IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 |
Änderungen: Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme |
22.09.2016 |
Die Änderungen von Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, so dass auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet wird.
Die nachfolgend aufgeführten neuen Standards und Interpretationen sowie Änderungen an bestehenden Standards wurden vom IASB herausgegeben, waren jedoch im Geschäftsjahr 2016/2017, sofern bereits in europäisches Recht übernommen, noch nicht verpflichtend anzuwenden. Ein eventuelles Wahlrecht zur freiwilligen vorzeitigen Anwendung wird für diese Rechnungslegungsvorschriften nicht in Anspruch genommen.
| Anwendung verpflicht end/ voraus sichtlich im Geschäftsjahr |
Name des Standards, der Standardänderungen oder der Interpretation | Datum der Übernahme in europäi sches Recht |
|---|---|---|
| 2018 / 2019 | IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen sowie Klarstellung zu IFRS 15 |
22.09.2016 |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente inklusive Änderungen an diesem Standard | 22.11.2016 | |
| IFRS 10; IAS 28 |
Änderungen: Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unter nehmen oder Gemeinschaftsunternehmen |
_1 auf unbe stimmte Zeit verschoben |
|
| IAS 12 | Ansatz von Vermögenswerten aus latenten Steuern für nicht realisierte Verluste |
_1 | |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | Keine Über nahme mehr vorgesehen |
|
| 2017 / 2018 oder später |
IFRS 16 | Leasingverhältnisse | _1 |
| IAS 7 | Angabeninitiative - Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeiten | _1 | |
| IFRS 15 | Klarstellung von IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" | _1 | |
| IFRS 2 | Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung |
_1 | |
| IFRS 4 | Änderungen an IFRS 4 (Versicherungsverträge) in Bezug auf die erstmali ge Anwendung von IFRS 9 |
_1 | |
| Diverse | Jährliche Verbesserung an den IFRS Zyklus 2014-2016 | _1 | |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistun gen |
_1 | |
| IAS 40 | Änderungen: Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien |
_1 |
1 Da die Standards, die Änderungen oder die Interpretation noch nicht in europäisches Recht übernommen wurden, besteht kein verbindlicher Anwendungstermin innerhalb der Europäischen Union. Gegenüber dem für die Zuordnung zu Geschäftsjahren zugrunde gelegten Erstanwendungstermin, wie er vom IASB vorgesehen ist, können sich daher noch Änderungen ergeben.
Die diversen Änderungen im Rahmen der Verbesserung der IFRS enthalten in der Regel nur kleinere Klarstellungen oder redaktionelle Anpassungen, so dass aus der erstmaligen Anwendung dieser
Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet werden.
Aus der erstmaligen Anwendung der nachfolgenden neuen Standards oder Standardänderungen werden keine Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet:
Entsprechend wird auf eine detaillierte Darstellung dieser neuen Standards und Standardänderungen verzichtet.
Aus der erstmaligen Anwendung der übrigen Standards und Interpretationen sowie der Änderungen an Standards werden die nachfolgend dargestellten Auswirkungen erwartet.
Der neue Standard gibt einheitliche Grundprinzipien zur Umsatzrealisation für alle Branchen und für alle Kategorien von Transaktionen vor und ersetzt die Vielzahl der diesbezüglichen Einzelregelungen und somit vor allem IAS 18 und IAS 11. Diese Grundprinzipien helfen den Unternehmen bei der Zusammenstellung entscheidungsnützlicher Informationen über die Art, die Höhe, den Zeitpunkt des Anfalls sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden. Zeitpunkt und Höhe von Umsatzerlösen orientieren sich dabei an einem fünfschrittigen Modell. Im Ergebnis ist hiernach mit Übertragung der Verfügungsgewalt über eine Leistung die dieser Leistung zuzurechnende anteilige Gegenleistung als Umsatzerlös zu realisieren. Die Übertragung der Verfügungsgewalt kann dabei nach wie vor zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfolgen. Daneben werden zahlreiche Detailfragen geklärt, wie etwa der Umgang mit Vertragsänderungen sowie die Bewertung von variablen Gegenleistungen wie etwa Rabatten, Rückgaberechten und Leistungsvergütungen. Außerdem enthält der Standard neue Leitlinien zu Prinzipal-Agenten-Beziehungen und zu Kosten zur Erlangung eines Vertrags. Auch die Anhangangaben zu Umsatzerlösen wurden deutlich ausgeweitet. Die Änderungen werden nach derzeitigem Stand der Analysen voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Das IASB hat am 12. April 2016 Änderungen an IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht. Die Änderungen enthalten zum einen Klarstellungen zu verschiedenen Regelungen des IFRS 15 und zum anderen Vereinfachungen bezüglich des Übergangs auf den neuen Standard.
Die Klarstellungen betreffen folgende Punkte:
Über die Klarstellungen hinaus enthält der Änderungsstandard zwei weitere Erleichterungen zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten der Umstellung auf den neuen Standard. Diese betreffen Wahlrechte bei der Darstellung von Verträgen, die entweder zu Beginn der frühesten dargestellten Periode abgeschlossen sind oder die vor Beginn der frühesten dargestellten Periode geändert wurden.
Die Änderungen sind ebenso wie IFRS 15 insgesamt zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden.
Dieser Standard wird die bisherigen Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten ersetzen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Bewertungskategorien des IAS 39 durch die beiden Kategorien "fortgeführte Anschaffungskosten" und "beizulegender Zeitwert". Beim Ansatz und der Bewertung von Finanzinstrumenten gilt der Grundsatz der Bewertung zum Fair Value. Die Einordnung eines Instruments in die Kategorie "fortgeführte Anschaffungskosten" hängt sowohl von dessen Produktmerkmalen als auch vom Geschäftsmodell des Unternehmens ab. Bei Einordnung eines Instruments in die Kategorie "beizulegender Zeitwert" ist ähnlich zur bisherigen Abbildung nach IAS 39 entweder eine ergebniswirksame Neubewertung oder eine Neubewertung mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis und somit im Eigenkapital möglich. Ausnahmen bestehen für die Veränderung des Zeitwerts finanzieller Verbindlichkeiten aufgrund von Änderungen des eigenen Kreditrisikos. Zudem beinhaltet der neue Standard Neuregelungen zur Ermittlung von Wertminderungen. Hierbei wird das bisherige Modell zur Berücksichtigung eingetretener Verluste durch ein Modell zur Berücksichtigung erwarteter Verluste ersetzt. Daneben werden die Regelungen des IFRS 9 mehr Flexibilität zur bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen bieten. Ergänzend wird der Umfang der Anhangangaben deutlich zunehmen. Die Neuerung wird voraussichtlich Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens , Finanz- und Ertragslage haben. Die möglichen Auswirkungen werden derzeit weiterhin analysiert.
Die Änderungen sind für Wirtschaftsjahre, die nach dem 1. Januar 2018 beginnen, erstmalig anzuwenden.
Die Änderungen beheben eine Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28. Bei Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen oder Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen soll ein Veräußerungsgewinn oder –verlust dann vollständig erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Stellen die übertragenen Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb dar, ist der Erfolg nur anteilig zu erfassen. Die Änderungen haben nur dann Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wenn zukünftig ein Geschäftsbetrieb an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen übertragen würde. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.
IFRS 16 ersetzt IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC 15 sowie SIC 27. IFRS 16 ist grundsätzlich auf alle Leasingverhältnisse anzuwenden. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Bezüglich immaterieller Vermögenswerte hat der Leasingnehmer ein Wahlrecht zur Anwendung der neuen Vorschriften.
Leasingnehmer haben zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand zu aktivieren und die aus dem Leasingvertrag resultierende Zahlungsverpflichtung zu passivieren. Maßgeblich für die Erstbewertung der Verpflichtung ist die Höhe des Barwerts der im Leasingvertrag vereinbarten Leasingzahlungen. Zukünftige variable Leasingzahlungen sind gemäß der erwarteten Zahlungen zu berücksichtigen. Die Abzinsung erfolgt mit dem Zinssatz, den der Leasinggeber dem Leasingnehmer in Rechnung stellt. Sofern dieser dem Leasingnehmer nicht bekannt ist, erfolgt die Abzinsung mit seinem Grenzfremdkapitalzinssatz.
Der Ansatz des Nutzungsrechts orientiert sich im Erstzugangszeitpunkt grundsätzlich an der Höhe der Leasingverbindlichkeit. Darüber hinaus sind direkte Kosten des Leasingnehmers in Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss sowie Leasingzahlungen, die der Leasingnehmer vor Leasingbeginn zahlt, zu aktivieren. Der Ausweis des Nutzungsrechtes in der Bilanz kann separat erfolgen oder sich an der Art des Leasinggegenstandes orientieren. Die Leasingverbindlichkeit kann separat oder als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen werden. Sofern kein separater Ausweis erfolgt, sind entsprechende Anhangsangaben erforderlich.
Für den Leasinggeber sind die Bilanzierungsvorschriften dagegen weitestgehend unverändert geblieben. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Zinsaufwand aus der Leasingverpflichtung und eine Abschreibung auf das Nutzungsrecht zu zeigen. Der Aufwandsverlauf zeigt somit zukünftig für alle Leasingverhältnisse einen degressiven Verlauf ("cost frontloading") wie bei einem Finance Lease nach IAS 17.
Die Auswirkungen des neuen Standards werden aufgrund des geringen Umfangs an Leasing-Transaktionen keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Zielsetzung der Änderungen ist die Vermittlung von relevanten Informationen, um Veränderungen der Schulden aus Finanzierungstätigkeit besser beurteilen zu können.
Schulden aus Finanzierungstätigkeit im Sinne der neuen Vorschriften sind Verbindlichkeiten, deren Zahlungsströme aktuell oder künftig als Zahlungsstrom aus Finanzierungstätigkeit klassifiziert werden. Insofern sind Änderungen von finanziellen Vermögenswerten ebenfalls dann berichtspflichtig, wenn aus diesen Vermögenswerten aktuell oder künftig Zahlungsströme resultieren, die innerhalb der Kapitalflussrechnung als Zahlungsstrom aus Finanzierungstätigkeit klassifiziert werden (z. B. Absicherung von Schulden).
Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Das IASB hat am 20. Juni 2016 Änderungen zu IFRS 2 – Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die folgenden Bereiche:
Die Änderungen sind auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt.
Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres.
Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich für den Konzern geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage der IFRS angewandt. Auf die Bewertungsunterschiede gegenüber der Steuerbilanz wurden entsprechende latente Steuern berechnet.
Der Konzernabschluss zum 31. März 2017 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge wurden – soweit nicht anders dargestellt – in T€ angegeben. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.
In den Konzernabschluss zum 31. März 2017 wurden neben der Muttergesellschaft MEDION AG, Essen, die nachfolgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode einbezogen.
| Name und Sitz | Stamm kapital zum 31.03.2017 |
Beteili gung |
Erwerbs zeitpunkt |
Erste Einbeziehung in den Konzernab schluss |
|---|---|---|---|---|
| 1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen ("AMS") |
EUR 25.000 | 100,0 % | Gründung 2002 |
ab 1. Dezember 2002 |
| 2. MEDION Service GmbH, Essen ("MSG") |
EUR 25.000 | 100,0 % | Gründung 2004 |
ab 1. September 2004 |
| 3. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong ("MEDION AP") |
HKD 10.000.000 |
100,0 % | Gründung 2005 |
ab 1. April 2016 |
| 4. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien ("MEDION Australia") |
AUD 10.000 | 100,0 % | Gründung 2003 |
ab 1. November 2003 |
| 5. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich ("MEDION AT") |
EUR 50.000 | 100,0 % | Gründung 2002 |
ab 1. Dezember 2002 |
| 6. MEDION B.V., Panningen, Niederlande ("MEDION NL") |
EUR 650.000 | 100,0 % | Gründung 2001 |
ab 1. Juli 2001 |
| 7. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien ("MEDION Sloweni en") |
EUR 8.763 | 100,0 % | Gründung 2006 |
ab 1. Juli 2007 |
| 8. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien ("MEDION UK") |
GBP 400.000 | 100,0 % | Gründung 1998 |
ab 1. Juli 2000 |
| 9. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich ("MEDION France") |
EUR 150.000 | 100,0 % | Gründung 1998 |
ab 1. Juli 1999 |
| 10 MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien ("MEDION Iberia") |
EUR 5.000 | 100,0 % | Gründung 2001 |
ab 1. Juli 2001 |
| 11 MEDION NORDIC A/S, Herlev, Dänemark ("MEDION Nordic") |
DKK 500.000 | 100,0 % | Erwerb 2002 |
ab 1. Juli 2002 |
| 12 MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Zürich, Schweiz ("MEDION Schweiz") |
CHF 100.000 | 100,0 % | Gründung 2004 |
ab 1. Februar 2004 |
| 13 MEDION USA Inc., Delaware, USA, ("MEDION USA") |
USD 10.100.000 |
100,0 % | Gründung 2001 |
ab 1. April 2001 |
Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich um Unternehmen, die im Wesentlichen Vertriebs- und Service-Dienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen. Darüber hinaus haben einige Tochtergesellschaften eigenes Geschäft im Segment Direktgeschäft.
Seit dem 1. April 2016 wird die 100%ige Tochtergesellschaft MEDION Asia Pacific Ltd. mit Sitz in Hongkong in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Gesellschaft war bis zum 31. März 2016 nicht operativ tätig und hat zum 1. April 2016 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Zweck der Gesellschaft ist es, den MEDION-Konzern bei der Entwicklung und Beschaffung von Consumer- und Haushalts-Elektronik-Produkten in direkter Nähe zu den Beschaffungsmärkten zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurden Mitarbeiter von einem vorher mit diesen Aufgaben betrauten Geschäftspartner zum Geschäftsbeginn eingestellt und das Stammkapital der Gesellschaft von HKD 1.000.000 auf HKD 10.000.000 erhöht. Die MEDION Asia Pacific erbringt ausschließlich Dienstleistungen für den MEDION-Konzern. Die erstmalige Einbeziehung der MEDION Asia Pacific hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die AMS erbringt Call-Center-Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit der MSG umfasst Reparatursowie Logistikdienstleistungen für den After-Sales-Service und für Online-Geschäfte.
Grundlage für die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss waren die nach Landesrecht aufgestellten und an IFRS sowie Konzernbilanzierungsregeln angepassten Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis zum 31. März 2017.
Die übrigen ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG sowie ein inländisches Tochterunternehmen (vgl. unter "6.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personen") wurden aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Soweit zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligungen den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden der jeweiligen Gesellschaft übersteigen, entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwill). Deren Werthaltigkeit ist gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich durch Impairment-Tests zu verifizieren.
Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.
Zwischengewinneliminierungen waren nicht erforderlich.
Fremdwährungstransaktionen in den Gesellschaften werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen oder im Materialaufwand erfasst. Soweit sie auf Finanzposten entfallen, werden sie im Finanzergebnis erfasst.
Die ausländischen Tochtergesellschaften, deren landesrechtlicher Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, sind nach den in IAS 21 vorgesehenen Abgrenzungskriterien als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheit ("Foreign Entity") anzusehen. Die jeweilige Landeswährung stellt die funktionale Währung für die Geschäfte dieser Tochtergesellschaften dar.
Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach der so genannten modifizierten Stichtagskursmethode (IAS 21.39) umgerechnet. Dementsprechend sind sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem Bilanzstichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt beziehungsweise zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung umgerechnet. Die Gewinnund Verlustrechnungen dieser ausländischen Konzernunternehmen werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend IAS 21.40 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres
umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter der Position "Währungsumrechnungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen.
Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | 2016/2017 | 2015/2016 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 € = | Bilanz Mittelkurs | GuV Durchschnittskurs | |||
| Australien | AUD | 1,3978 | 1,4809 | 1,4576 | 1,4969 |
| Dänemark | DKK | 7,4377 | 7,4558 | 7,4407 | 7,4611 |
| Großbritannien | GBP | 0,8577 | 0,7900 | 0,8414 | 0,7338 |
| Schweiz | CHF | 1,0689 | 1,0945 | 1,0835 | 1,0731 |
| USA | USD | 1,0681 | 1,1377 | 1,0972 | 1,1014 |
| Hong Kong | HKD | 8,2992 | 8,8221 | 8,5134 | 8,5436 |
| China | CNY | 7,3485 | 7,3640 | 7,3770 | 7,0194 |
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Neubewertungen des Sachanlagevermögens wurden nicht vorgenommen.
Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:
Nutzungsdauer
| Gebäude und Außenanlagen | 10 - 40 Jahre |
|---|---|
| Mietereinbauten | 3 - 20 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 13 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und andere Rechte sowie Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr und zehn Jahren.
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. In der Folgebewertung werden die Finanzanlagen auf ihre Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten berechnen sich aus dem Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen werden für wesentliche Forderungen im Rahmen einer Einzelbetrachtung vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus werden bestimmte Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden, anhand gleichartiger Risikomerkmale zu Gruppen zusammengefasst und auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit auf Portfoliobasis wertberichtigt. Die Wertberichtigungen werden über Wertberichtigungskonten gebucht und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt ihre Ausbuchung und die Entlastung des Wertberichtigungskontos.
Im Rahmen von Asset-Backed-Security-Transaktionen (ABS-Transaktionen) werden finanzielle Vermögenswerte verkauft. Die Risiken werden in Form von Kaufpreisabschlägen berücksichtigt. Die Abschläge betreffen Risiken für Verwässerung, Transaktionskosten und Bonität. Da die Voraussetzungen gemäß IAS 39.17 ff. für einen Abgang der Forderungen nicht vorliegen, werden die in die ABS-Transaktion einbezogenen finanziellen Vermögenswerte weiterhin bei der Gesellschaft bilanziert.
Die Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt dabei grundsätzlich nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde.
Sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten, im Falle von Fremdwährungsposten zum Fair Value.
Fremdkapitalkosten werden mangels Anschaffung qualifizierter Vermögenswerte und der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft nicht aktiviert.
Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.
Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.
Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren berechnet. Hiernach werden sowohl die zum Abschlussstichtag erworbenen Anwartschaften als auch künftig erwartete Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die im Berichtsjahr auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.120C erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Im Rahmen der Berechnung wird auf die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zurückgegriffen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen – Fremdwährungsposten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet – ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen erforderlichen Ausgaben ermittelt. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Verluste gegebenenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich gegebenenfalls erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente), die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in eine der drei folgenden Hierarchiestufen einzuordnen:
Die MEDION AG verwendet derivative Finanzinstrumente, um Marktrisiken aus Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in US-Dollar abgewickelt werden, zu reduzieren. Dazu schließt die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Abschlusses des Einkaufskontraktes Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und Betragshöhe im Wesentlichen den zugrundeliegenden Einkaufsgeschäften. Die von MEDION eingesetzten Devisentermingeschäfte erfüllen die Effektivitätsanforderungen nach IAS 39.88 für die Anwendung der Hedge-Accounting-Grundsätze. Dementsprechend werden die Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag in der Bilanz angesetzt (Stufe 2). Dabei werden die Marktwerte der Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), erfolgsneutral über eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital abgegrenzt. Da die Finanzinstrumente
ausschließlich zur Kurssicherung der bei den Einkaufsgeschäften zugrunde gelegten Kalkulationskurse dienen, werden die aus der Währungsumrechnung und der Währungssicherung durch Devisentermingeschäfte entstehenden Erträge und Aufwendungen im Materialaufwand erfasst.
Weiterhin werden Devisenswaps mit einer kurzen Laufzeit eingesetzt, um Abweichungen zwischen den geplanten und tatsächlichen Fremdwährungszahlungsströmen Rechnung zu tragen. Diese Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt (Stufe 2).
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- und Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.
Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen zum Erfüllungszeitpunkt.
Eigene Aktien werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und gemäß IAS 32.33 im Eigenkapital als Abzugsposten ausgewiesen. Die eigenen Aktien stellen nach IAS 32.11 keinen finanziellen Vermögenswert dar.
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen. Darüber hinaus werden Erlöse für erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des Direktgeschäftes, insbesondere im Bereich Mobilfunk, sowie im Bereich Konzerndienstleistungen bei Leistungserbringung erfolgswirksam erfasst.
Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Steuerumlagen aufgrund des Steuerumlagevertrages der MEDION AG mit der Organträgerin Lenovo Germany Holding GmbH als auch latente Steuern. Latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und/oder passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern (auch auf Verlustvorträge) werden aktiviert, sofern damit gerechnet werden kann, dass diese in den zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen auch genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der MEDION AG werden aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages nicht mehr gebildet. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen der Gesellschaft zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
MEDION ist kein Leasinggeber. In geringem Umfang unterhält die Gesellschaft operate Lease Verträge im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie PKWs.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Ziele der Kapitalmanagementstrategie von MEDION sind die Sicherung des Geschäftsbetriebes, die Steigerung des Unternehmenswertes und die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des zukünftigen Wachstums.
Dazu arbeitet MEDION auch mit dem Bereich Kapitalmanagement bei Lenovo zusammen.
Die seit Jahren bestehende Bilanzstruktur mit einer um 50 % liegenden Eigenkapitalquote, keinen langfristigen Bankverbindlichkeiten und der Möglichkeit eines zeitlich begrenzten Fremdkapitaleinsatzes (Aval-Linien) für das Projektgeschäft soll dabei erhalten bleiben.
Im Segment Direktgeschäft wird aufgrund der Struktur des Geschäfts unverändert zu den Vorjahren kein Fremdkapital eingesetzt. MEDION hat mit Ausnahme von ABS-Transaktionen keine Anleihen oder sonstige Fremdkapitalinstrumente begeben und plant auch nicht, solche zu begeben. Die überschüssigen Barmittel werden befristet unter Beachtung einer strengen Risikoallokation im Lenovo-Konzern angelegt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ABS-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Da die wesentlichen Risiken (Kreditrisiken und Spätzahlungsrisiken) und Chancen bei der MEDION verblieben sind, führte dies nicht zum bilanziellen Abgang der verkauften Forderungen. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 88.707 verkauft. MEDION hat im Rahmen eines Kreditgeschäftes vom Erwerber T€ 70.966 vereinnahmt, die unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gezeigt werden. In Höhe von T€ 17.741 besteht hinsichtlich des Erwerbes noch ein Rückbehalt, der abhängig vom Zahlungseingang beim Erwerber an MEDION ausgezahlt wird. Die Einbehalte aus ABS-Transaktionen beziehen sich auf kalkulatorische Kaufpreisabschläge für Verwässerung, Transaktionskosten sowie einen Abschlag für Bonitätsrisiko. Die Abrechnung erfolgt jeweils nach Ende einer Transaktion.
125 | 6.1 Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
(1) Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen:
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Deutschland | 986.052 | 988.090 |
| Europa | 252.239 | 257.329 |
| Übriges Ausland | 162.178 | 151.936 |
| 1.400.469 | 1.397.355 |
In den Umsatzerlösen von € 1.400,5 Mio. (Vorjahr: € 1.397,4 Mio.) sind Beträge aus Dienstleistungen (Konzerndienstleistungen und Direktgeschäft) in Höhe von € 254,6 (Vorjahr: € 221,6 Mio.) enthalten. Die verbleibenden Beträge entfallen auf den Verkauf von Gütern.
(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Erträge aus Schadenersatz/Versicherungserstattungen | 2.970 | 653 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.444 | 1.893 |
| Erträge aus Sachbezügen | 809 | 1.549 |
| periodenfremde Erträge | 434 | 553 |
| Ausbuchung von Verbindlichkeiten | - | 1.246 |
| Provisionserträge | - | 699 |
| Übrige | 364 | 554 |
| 7.021 | 7.147 |
(3) Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um die Aufwendungen für die Beschaffung oder Lohnfertigung in den Bereichen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik/ Dienstleistungen einschließlich der Anschaffungsnebenkosten und der bezogenen Leistungen.
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 50.700 | 46.720 |
| Soziale Abgaben | 8.145 | 7.840 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 427 | 409 |
| 59.272 | 54.969 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 1.089,8 (Vorjahr: 1.029,2).
Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt:
| Mitarbeiter nach Gruppen |
2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Service | 485 | 500 |
| Vertrieb | 405 | 350 |
| Verwaltung | 160 | 139 |
| 1.050 | 989 |
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | 111.846 | 105.638 |
| Verwaltungsaufwendungen | 27.157 | 21.851 |
| Betriebsaufwendungen | 4.553 | 3.266 |
| Übrige Aufwendungen | 1.474 | 1.295 |
| 145.030 | 132.050 |
Der wesentliche Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Vertriebsaufwendungen, die sich wie folgt aufgliedern:
| 111.846 | 105.638 | |
|---|---|---|
| Übrige | 21.157 | 19.561 |
| Werbe-/Messekosten, Marketing | 36.204 | 31.633 |
| Aufwendungen für Kundenservice | 54.485 | 54.444 |
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für IT | 9.632 | 8.299 |
| Rechts- und Beratungskosten | 7.210 | 4.003 |
| Nebenkosten des Geldverkehrs | 4.080 | 3.652 |
| Externe Dienstleistungen | 2.971 | 2.420 |
| Versicherungen und Beiträge | 2.099 | 2.210 |
| Kommunikation | 704 | 885 |
| Übrige | 461 | 382 |
| 27.157 | 21.851 |
Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 275 | 252 |
| Steuerberatungsleistungen | - | - |
| Andere Bestätigungsleistungen | - | - |
| Sonstige Leistungen | - | - |
| 275 | 252 |
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Reparaturen | 1.639 | 694 |
| Mieten und Leasing | 1.539 | 1.158 |
| Mietnebenkosten | 732 | 728 |
| Übrige Betriebsaufwendungen | 643 | 686 |
| 4.553 | 3.266 |
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 947 | -181 |
| sonstige Steuern | 286 | 212 |
| Kursdifferenzen | 138 | 602 |
| Übrige | 103 | 662 |
| 1.474 | 1.295 |
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Finanzierungserträge | 361 | 383 |
| Finanzierungsaufwendungen | -786 | -755 |
| -425 | -372 |
Im Zusammenhang mit den Bewertungskategorien nach IAS 39 ergibt sich das folgende Nettofinanzergebnis:
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 357 | 382 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
-65 | -4 |
| 292 | 378 |
Das Nettoergebnis gem. IFRS 7 umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert.
Die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Finanzierungskosten sind mit Ausnahme von abgegrenzten Zinserträgen in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 41) sowie abgegrenzten Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 62) und des Zinseffektes aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von von T€ 179 (Vorjahr: T€ 223) im Berichtsjahr zahlungswirksam geworden.
Der Gesamtzinsertrag und -aufwand für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente entspricht im Wesentlichen dem genannten Zinsaufwand und Zinsertrag.
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| MEDION AG | ||
| Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag | -5.313 | -5.551 |
| davon: Umlage vom Organträger | -4.548 | -4.776 |
| Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag Vorjahre | -1.277 | -166 |
| Gewerbesteuer Vorjahre | -10 | - |
| -6.600 | -5.717 | |
| MEDION Australia | -1.612 | -1.015 |
| AMS | -211 | -209 |
| MSG | -99 | -96 |
| MEDION UK | -41 | -6 |
| MEDION NL | -36 | -274 |
| MEDION France | -33 | -164 |
| MEDION Austria | -21 | -177 |
| MEDION Schweiz | -21 | -63 |
| MEDION Asia Pacific | -11 | - |
| MEDION Iberia | -7 | -53 |
| MEDION Nordic | -6 | -44 |
| Übrige | -15 | -6 |
| Latente Steuern | -472 | 716 |
| -9.185 | -7.108 |
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom theoretisch erwarteten Steueraufwand zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12.79 ff.:
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 31.768 | 30.390 |
| Konzern-Steuersatz in % | 32,28 | 32,28 |
| Erwartete Steuer | -10.255 | -9.810 |
| Unterschiede zu ausländischen Steuern | 252 | 758 |
| Steuern auf nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | -28 | -38 |
| Steuererträge/-aufwendungen für Vorjahre | -1.277 | -86 |
| Effekte aus Gewinnabführungsvertrag | 2.368 | 2.443 |
| Steuern auf Beteiligungsergebnisse | -46 | -45 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag auf Verlustvorträge | - | -330 |
| Differenzen aus unterschiedlichen Steuersätzen | -199 | - |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -9.185 | -7.108 |
| Tatsächlicher Ertragsteuersatz in % | 28,91 | 23,39 |
Der Konzernsteuersatz von 32,28 % errechnet sich aus der Gewerbesteuerbelastung von 16,45 %, der Körperschaftsteuer von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 %.
| Werte in T€ | 2016/2017 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| Latenter Steuerertrag (+) /-aufwand (-) | -472 | 716 |
| davon aus: | ||
| Steuerlichen Verlustvorträgen MEDION Australia | ||
| Auflösung/Zuführung | - | -330 |
| Temporären Differenzen | -472 | 1.046 |
| -472 | 716 |
Zum Abschlussstichtag verfügt der MEDION-Konzern über inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 9.024 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 8.467 sowie ausländische Verlustvorträge von T€ 5.790 (MEDION USA: T€ 5.790; Vorjahr: T€ 5.848) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Die Verluste sind zeitlich unbegrenzt verrechenbar.
Latente Steuern auf die Verlustvorträge der MEDION AG wurden nicht gebildet, da diese während der Laufzeit des Gewinnabführungsvertrages nicht nutzbar sind. Für MEDION USA werden ebenfalls keine latenten Steuern gebildet, da kein ausreichend positives steuerliches Ergebnis erwartet wird.
Für steuerpflichtige Differenzen zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen in Höhe von T€ 176 (Vorjahr: T€ 110) wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da die MEDION AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und mit einer Umkehr der temporären Differenzen in naher Zukunft nicht zu rechnen ist.
Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten:
| aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch | |
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||
| Cashflow-Hedges | - | 129 | 1.070 | - |
| davon aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital |
- | (90) | (890) | - |
| Pensionsrückstellungen | 1.658 | - | 1.439 | - |
| davon aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital |
(1.158) | - | (1.027) | - |
| Übrige Rückstellungen | 1.509 | - | 1.612 | - |
| Vorräte und Forderungen | 722 | - | 914 | - |
| Anlagevermögen | - | 23 | - | - |
| 3.889 | 152 | 5.035 | - |
Die auf Pensionsrückstellungen entfallenen latenten Steuern werden sich voraussichtlich in einem Zeitraum von mehr als einem Jahr umkehren.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel auf den Seiten 146-147 zu entnehmen.
(11) In den langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüchen wurde im Vorjahr auch das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG in Höhe von T€ 294 ausgewiesen.
(12) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen | 172.274 | 200.633 |
| Wertberichtigungen | -833 | -485 |
| 171.441 | 200.148 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen international tätige Handelskonzerne.
Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|
| Stand 1. April | 485 | 964 |
| Inanspruchnahmen | -101 | - |
| Auflösungen | -235 | -589 |
| Zuführungen | 684 | 110 |
| Endbestand | 833 | 485 |
Die Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.
Von den nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 171.441 (Vorjahr: T€ 200.148) waren T€ 156.042 (Vorjahr: T€ 188.229) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Forderungen sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:
| Summe der fälligen Forderungen | 15.399 | 11.919 |
|---|---|---|
| Größer als 180 Tage | 867 | 3.337 |
| Zwischen 91 und 180 Tage | 369 | 1.594 |
| Zwischen 61 und 90 Tage | 696 | 810 |
| Zwischen 30 und 60 Tage | 390 | 535 |
| Kleiner als 30 Tage | 13.077 | 5.643 |
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
Hinsichtlich der nicht wertberichtigten, der noch nicht fälligen und überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Abschlussstichtag keine Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Liefer- und Verrechnungsprozessen mit Dienstleistern, vorrangig im Bereich des Kundenservice, mit denen aufgrund einer Vielzahl von kleinteiligen Warenbewegungen vierteljährliche oder jährliche
Abrechnungen erfolgen. Darüber hinaus sind Forderungen aus Jahresvereinbarungen mit Lieferanten enthalten, die ebenfalls nur viertel-, halb- oder sogar jährliche Abrechnungszyklen haben.
Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 484 (Vorjahr: T€ 215). Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen waren von untergeordneter Bedeutung.
Die Forderungsverluste sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den übrigen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|
| Produktivbestände | 119.593 | 150.590 |
| Servicewaren | 19.002 | 39.615 |
| Retouren-/Remarketingbestände | 5.563 | 10.588 |
| Direct Sales | 28.388 | 43.466 |
| 172.546 | 244.259 |
Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|
| Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren | 21.923 | 18.275 |
| Auf Produktivbestände/Direct Sales | 3.026 | 3.735 |
| 24.949 | 22.010 |
Die Vorräte betreffen mit T€ 119.169 (Vorjahr: T€ 179.252) PC/Multimedia und mit T€ 53.377 (Vorjahr: T€ 65.007) Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen.
| gesamt | davon kurzfristig |
gesamt | davon kurzfristig |
|
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||
| a) Finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Ausstehende Lieferantengutschriften | 48.418 | 48.418 | 41.693 | 41.693 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung |
848 | 848 | - | - |
| Derivate mit nicht bilanzieller Sicherungsbeziehung |
19 | 19 | 28 | 28 |
| Ausgereichte Darlehen | 1.210 | 799 | 1.243 | 826 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte/Wertberichtigung | -1.033 | -1.064 | -1.105 | -1.105 |
| 49.462 | 49.020 | 41.859 | 41.442 | |
| b) Übrige Vermögenswerte |
||||
| Sonstige Steuerforderungen | 1.814 | 1.814 | 2.261 | 2.261 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.703 | 2.656 | 1.956 | 1.946 |
| Übrige | - | - | 31 | - |
| 4.517 | 4.470 | 4.248 | 4.207 | |
| 53.979 | 53.490 | 46.107 | 45.649 |
Die ausstehenden Lieferantengutschriften betreffen noch erwartete Preisgutschriften für gelieferte Produkte sowie Ansprüche aus der Abwicklung von Defektmaterialien. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Lizenzgebühren, Servicekosten sowie Wartungs- und Mietvorauszahlungen ausgewiesen.
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:
| 49.462 | 41.859 | |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen | -1.286 | -1.272 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 50.748 | 43.131 |
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
Die nicht wertberichtigten sonstigen finanziellen Vermögenswerte weisen keine Überfälligkeiten auf.
Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2016: 44.681.430 Aktien) im Umlauf.
Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:
| Gründe des Er werbs: Hauptversamm lungsbeschluss vom |
Zeitpunkt des Erwerbs |
Anteil des Grundkapitals |
Anschaffungs kosten (€) |
Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals (€) |
Rückkauf programm |
|---|---|---|---|---|---|
| 11. Mai 2007 | 2007 | 3,45% | 25.788.127 | 1.670.551 | I |
| 11. Mai 2007 | 2008 | 1,55% | 12.094.224 | 750.369 | I |
| 5,00% | 37.882.351 | 2.420.920 | I | ||
| 14. Mai 2008 | 2008 | 1,00% | 3.645.833 | 484.184 | II |
| 14. Mai 2008 | 2008 | 0,55% | 1.496.018 | 264.000 | III |
| 14. Mai 2008 | 2009 | 1,45% | 4.213.491 | 704.368 | III |
| 2,00% | 5.709.509 | 968.368 | III | ||
| 8,00% | 47.237.693 | 3.873.472 | |||
Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis zum 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis zum 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis zum 12. März 2009 durchgeführt.
Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2017 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital).
Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 142.068 beinhaltet vor allem das Agio aus Kapitalerhöhungen seit Gründung der MEDION AG.
Die Gewinnrücklagen beinhalten thesaurierte Ergebnisse der Vorjahre sowie die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 2 in 2005 in Höhe von unverändert T€ -3.341, sowie die aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen erfassten Beträge.
Im Geschäftsjahr 2016/2017 erfolgte keine Ausschüttung aus dem Eigenkapital. Es erfolgte eine Ergebnisabführung in Höhe von € 20,1 Mio. an die Lenovo Germany Holding GmbH aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages.
Daneben haben T€ 389 Währungsumrechnungsdifferenzen das Eigenkapital erhöht (Vorjahr: T€ -99). Sie resultieren im Wesentlichen aus den Tochtergesellschaften in den USA, der Schweiz, Großbritannien und Australien.
Die Marktwertbewertung von Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedge) führte zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um T€ 2.056 (Vorjahr: Reduzierung um T€ 4.815).
Für die Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Seite 109 dieses Berichtes.
Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2017 eine Gesamtzahl von 38.651.822 Aktien (79,83 %) zuzüglich 3.736.970 Aktien (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.
(17) Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen wie folgt entwickelt:
| Verrechnete Verluste (+)/Gewinne (-) aus Neubewertungen Stand 31. März |
406 9.060 |
-1.288 8.048 |
|---|---|---|
| laufender Dienstzeitaufwand | 427 | 410 |
| Finanzierungsaufwand | 179 | 177 |
| Stand 1. April | 8.048 | 8.749 |
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
Die versicherungsmathematischen Verluste aus Neubewertungen des Geschäftsjahres 2016/2017 ergeben sich aus den Auswirkungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes (2,02 % p.a.) gegenüber dem Vorjahr (2,25 % p.a.) in Höhe von T€ 406.
Der Rechnungszinssatz basiert auf dem vom Gutachterbüro Mercer entwickelten Ersatzzinssatzverfahren. Er entspricht dem zum 31. März 2017 veröffentlichten Rechnungszins von Mercer unter Berücksichtigung der Struktur der Pensionsberechtigten bei der MEDION AG.
Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO = Defined Benefit Obligation) liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
| Werte in % | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|
| Diskontierungssatz | 2,02 | 2,25 |
| Gehaltstrend | 1) | 1) |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
1) Der Gehaltstrend ist ab 2008 nicht mehr relevant, da die absolute Obergrenze der Anwartschaft erreicht ist
Bei einer um 1 Jahr höheren (niedrigeren) Lebenserwartung ergäbe sich bei sonst gleichbleibenden Parametern eine um T€ 260 (Vorjahr: T€ 256) höhere (T€ 162 (Vorjahr: T€ 157) niedrigere) Rückstellung.
Bei einem um 0,5 Prozentpunkte höheren (niedrigeren) Diskontierungssatz ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 852 (Vorjahr: T€ 779) niedrigere (T€ 975 (Vorjahr: T€ 894) höhere) Rückstellung.
Bei einem um 0,5 Prozentpunkte niedrigeren (höheren) Rententrend ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 662 (Vorjahr: T€ 580) niedrigere (T€ 738 (Vorjahr: T€ 646) höhere) Rückstellung.
Zur Bestimmung der Sensitivitätsangaben wurden die Verpflichtungswerte mit demselben Verfahren berechnet, das auch zur Berechnung der Verpflichtung am Bilanzstichtag herangezogen wurde. Wenn mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss der Gesamtbetrag nicht zwingend der Summe der Einzeleffekte aufgrund der Änderung dieser Annahmen entsprechen.
Die Rückstellung berücksichtigt die Ansprüche von zwei aktiven Versorgungsberechtigten, so dass derzeit keine Rentenzahlungen erwartet werden. Die Duration der Verpflichtung beträgt 20,5 Jahre (Vorjahr: 22,9 Jahre).
Zum Abschlussstichtag besteht keine Abweichung zwischen der Pensionsrückstellung und dem Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO).
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) hat sich wie folgt entwickelt:
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2015 | 31.03.2014 | 31.03.2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungsbarwert | 9.060 | 8.048 | 8.749 | 5.295 | 4.055 |
Zusätzliche Belastungen können sich ergeben durch eine höhere Lebenserwartung sowie eine höhere Inflationsrate. Darüber hinaus ergeben sich keine planspezifischen Risiken.
Die Zusagen unterliegen dem deutschen Betriebsrentengesetz. Eine Anpassungsprüfung hat grundsätzlich alle 3 Jahre zu erfolgen.
Die Beiträge zur Rentenversicherung belaufen sich für das abgelaufene Geschäftsjahr auf T€ 3.109 (Vorjahr: T€ 2.956).
(18) Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 122.408 (Vorjahr: T€ 114.112) waren T€ 118.125 (Vorjahr: T€ 102.761) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Verbindlichkeiten sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:
| Summe der fälligen Verbindlichkeiten | 4.283 | 11.351 |
|---|---|---|
| Größer als 180 Tage | 882 | 2.076 |
| Zwischen 91 und 180 Tage | 253 | 525 |
| Zwischen 61 und 90 Tage | 203 | 262 |
| Zwischen 30 und 60 Tage | 385 | 553 |
| Kleiner als 30 Tage | 2.560 | 7.935 |
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
Die Erträge für die Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 1.246).
(19) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung (€ 20,1 Mio.) gegenüber der Lenovo Germany Holding GmbH sowie aus dem Bezug von Servicematerialien (im Vorjahr ausschließlich aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung i.H.v. € 20,5 Mio.).
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|
| MEDION AG | ||
| Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag | 1.267 | - |
| Übrige Steuern | - | 22 |
| MEDION Australia | 593 | 903 |
| MEDION NL | 310 | 274 |
| MEDION Schweiz | 79 | 79 |
| MSG | 52 | 86 |
| MEDION UK | 29 | - |
| MEDION Nordic | 6 | 65 |
| MEDION Iberia | 6 | 27 |
| MEDION France | - | 322 |
| MEDION Austria | - | 108 |
| AMS | - | 92 |
| Übrige | 12 | 3 |
| 2.354 | 1.981 |
| 01.04.2016 | Inanspruch nahme |
Auflösung | Zuführung | Währungskurs differenzen |
31.03.2017 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ Ausstehende Rechnungen |
27.124 | 24.049 | 1.503 | 26.336 | 202 | 28.110 |
| Lizenzen und Schutzrechte | 78.055 | 32.340 | 4.960 | 9.625 | - | 50.380 |
| Gewährleistungen | 42.430 | 16.587 | 1.780 | 12.421 | - | 36.484 |
| Personal | 8.821 | 7.155 | 1.319 | 7.865 | 15 | 8.227 |
| Übrige Rückstellungen | 1.143 | 435 | 63 | 1.167 | - | 1.812 |
| 157.573 | 80.566 | 9.625 | 57.414 | 217 | 125.013 |
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betreffen im Wesentlichen Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum bis März 2017, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen.
Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte umfassen laufende Verpflichtungen für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu leistende Urheberrechtsabgaben sowie Risiken möglicher Ansprüche aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Bei der Berechnung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in den Garantiezeiträumen zu Auszahlungen führen.
Die Gewährleistungsrückstellung wird auf Basis von Stückkosten pro Servicefall, den in den Verkehr gebrachten Mengen und den statistisch erfassten Gewährleistungsverläufen verschiedener Produktgruppen individuell ermittelt.
In den Personalrückstellungen sind ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Sonderzahlungen an Vorstand und Mitarbeiter sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen werden voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen.
Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen, die auch voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen werden.
Auflösungen von Rückstellungen, die im Zusammenhang mit operativen Geschäftsvorgängen der Warenbeschaffung und des Vertriebes von Produkten stehen, werden in den entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, über die sie gebildet wurden.
| (22) Die sonstigen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: | |||
|---|---|---|---|
| -- | ---------------------------------------------------------------------------------------------- | -- | -- |
| gesamt | davon kurzfristig |
gesamt | davon kurzfristig |
|
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 | ||
| a) Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 150 | 150 | 4.925 | 4.925 |
| ABS-Verbindlichkeiten | 70.966 | 70.966 | 73.091 | 73.091 |
| Übrige | 4.765 | 4.765 | 9.016 | 9.016 |
| 75.881 | 75.881 | 87.032 | 87.032 | |
| b) Übrige Verbindlichkeiten |
||||
| Steuerverbindlichkeiten | 6.723 | 6.723 | 2.484 | 2.484 |
| Verbindlichkeiten Sozialversicherung | 141 | 141 | 126 | 126 |
| Übrige | 3.974 | 2.177 | 370 | 370 |
| 10.838 | 9.041 | 2.980 | 2.980 | |
| 86.719 | 84.922 | 90.012 | 90.012 |
Bei den Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen handelt es sich um kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die im Rahmen des ABS-Vertrages revolvierend zurückgezahlt werden.
(23) In den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten sind nachfolgende finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Die Fälligkeitsstrukturen der zukünftigen (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
142 | 6.2 Erläuterung zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz
| Tilgung | ||
|---|---|---|
| Werte in T€ | Cashflows 2017 | |
| Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen | 70.966 | 70.966 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 150 | 150 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 151.083 | 151.083 |
| 222.199 | 222.199 |
Die finanziellen Verbindlichkeiten sind ausschließlich kurzfristiger Natur, so dass die Tilgung der entsprechenden Beträge innerhalb eines Jahres zu erfolgen hat.
Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Konzern-Treasury, das die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Die überschüssige Liquidität der MEDION AG ist im Rahmen eines Intercompany Loan Agreements bei der Konzernmutter Lenovo verzinslich angelegt und kann dort jederzeit abgerufen werden. Mit der Deutschen Bank und der Commerzbank sind zusätzlich bilaterale Kreditlinien ausgehandelt, die im Tagesgeschäft zur Stellung von Akkreditiven und Avalen für Lieferanten genutzt werden. Weiterhin wurden mit der Commerzbank Verträge über Asset-Backed-Security-Transaktionen geschlossen.
Zum 31. März 2017 werden folgende Buchwerte nach Bewertungskategorien ausgewiesen:
| Werte in T€ | 31.03.2017 | 31.03.2016 | |
|---|---|---|---|
| a) | Kredite und Forderungen | 533.001 | 481.007 |
| b) | Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen | - | - |
| c) | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 31 | 140 |
| d) | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanziel le Vermögenswerte |
19 | 28 |
| e) | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Restwerten bewertet wer den |
222.049 | 216.687 |
| f) | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanziel le Verbindlichkeiten |
- | - |
| Bewer tungs kate gorie IAS 39 |
Buchwert | fortgeführte An schaffungs kosten/ Nominalwert |
Fair Value erfolgsneutral |
|
|---|---|---|---|---|
| Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Werte in T€ |
31.03.2017 | Wertansatz nach IAS 39 | ||
| Aktiva | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalen te |
a) | 101.299 | 101.299a a |
- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | a) | 171.441 | 171.441 | - |
| Forderungen gegen verbundene Unterneh men |
a) | 211.697 | 211.697a a |
- |
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögens a werte a |
||||
| Kredite und Forderungen | a) | 48.564 | 48.564 | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehungen |
- | 848 | a - a |
848 |
| Devisenswaps | d) | 19 | - | - |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Ver mögenswerte 1) |
c) | 31 | 31a a |
- |
| 533.899 | 533.032a a |
848 | ||
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis tungen |
e) | 122.408 | 122.408a a |
- |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
e) | 23.910 | 23.910a a |
- |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen |
- | 150 | a - a |
150 |
| Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen | e) | 70.966 | 70.966 | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | e) | 4.765 | 4.765 | - |
| 222.199 | 222.049 | 150 | ||
1) Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Werten überein. Die Finanzinstrumente in Höhe von insgesamt T€ 756.098 (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) beinhalten langfristige Beträge in Höhe von T€ 442 und sind somit fast ausschließlich kurzfristig.
144 | 6.2 Erläuterung zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz
| Fair value | Fair Value erfolgswirk sam |
Fair Value erfolgsneutral |
fortgeführte An schaffungs kosten/ Nominalwert |
Buchwert | Fair Value | Fair Value erfolgswirksam |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2016 | Wertansatz nach IAS 39 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | * |
||
| 53.662 | - | - | 53.662a a |
53.662 | 101.299 | - |
| 200.148 | - | - | 200.148 | 200.148 | 171.441 | - |
| 185.366 | - | - | 185.366a a |
185.366 | 211.697 | - |
| a a |
||||||
| 41.831 | - | - | 41.831 | 41.831 | 48.564 | - |
| - | - | - | a - a |
- | 848 | - |
| 28 | 28 | - | - | 28 | 19 | 19 |
| 140 | - | - | 140a a |
140 | 31 | - |
| 481.175 | 28 | - | 481.147a a |
481.175 | 533.899 | 19 |
| 114.112 | - | - | 114.112a a |
114.112 | 122.408 | - |
| 20.468 | - | - | 20.468a a |
20.468 | 23.910 | - |
| 4.925 | - | 4.925 | a - a |
4.925 | 150 | - |
| 73.091 | - | - | 73.091 | 73.091 | 70.966 | - |
| 9.016 | - | - | 9.016 | 9.016 | 4.765 | - |
| 221.612 | - | 4.925 | 216.687 | 221.612 | 222.199 | - |
Die Voraussetzungen für eine Saldierung von Finanzinstrumenten nach IAS 32 Absatz 42 sind im Jahresabschluss nicht gegeben. Weiterhin bestanden keine durchsetzbaren Netting-Rahmenvereinbarungen.
145 | 6.2 Erläuterung zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz
| 77.711 | -109 | 6.184 | 327 | - | -36 | 83.423 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzanlagen | 140 | -109 | - | - | - | - | 31 |
| Beteiligungen | 140 | -109 | - | - | - | - | 31 |
| Geschäfts- oder Firmen wert |
516 | - | - | - | - | - | 516 |
| Immaterielle Vermögens werte |
34.795 | - | 4.045 | - | - | 13 | 38.853 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
918 | - | - | - | -918 | - | - |
| EDV-Software | 26.068 | - | 4.045 | - | 918 | 13 | 31.044 |
| Lizenzen | 7.809 | - | - | - | - | - | 7.809 |
| Sachanlagen | 42.260 | - | 2.139 | 327 | - | -49 | 44.023 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
498 | - | 1.571 | - | - | 1 | 2.070 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
14.916 | - | 568 | 327 | - | -49 | 15.108 |
| Grundstücke und Bauten | 26.846 | - | - | - | - | -1 | 26.845 |
| Werte in T€ | Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 01.04.2016 |
Veränderung des Konsolidie rungskreises |
Zugänge | Abgänge | Umbuchung | Differenz aus Währungsum rechnung |
Stand 31.03.2017 |
| Veränderung des | Differenz aus | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Konsolidie | Währungsum | Stand | |||
| 01.04.2015 | rungskreises | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | rechnung | 31.03.2016 |
| Werte in T€ | Anschaffungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 26.826 | - | 174 | 11 | -142 | -1 | 26.846 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
14.702 | - | 518 | 288 | 63 | -79 | 14.916 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
- | - | 356 | - | 142 | - | 498 | |
| Sachanlagen | 41.528 | - | 1.048 | 299 | 63 | -80 | 42.260 | |
| Lizenzen | 7.765 | - | 107 | - | -63 | - | 7.809 | |
| EDV-Software | 23.464 | - | 2.229 | - | 387 | -12 | 26.068 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
399 | - | 905 | - | -387 | 1 | 918 | |
| Immaterielle Vermögens werte |
31.628 | - | 3.241 | - | -63 | -11 | 34.795 | |
| Geschäfts- oder Firmen wert |
516 | - | - | - | - | - | 516 | |
| Beteiligungen | 140 | - | - | - | - | - | 140 | |
| Finanzanlagen | 140 | - | - | - | - | - | 140 | |
| 73.812 | - | 4.289 | 299 | - | -91 | 77.711 |
146 | 6.2 Erläuterung zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz
| Stand 31.03.2016 |
Stand 31.03.2017 |
Stand 31.03.2017 |
Differenz aus Währungsum rechnung |
Umbuchung | Abgänge | Zugänge | Veränderung des Konsolidierungs kreises |
Stand 01.04.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | Abschreibungen | |||||||
| 20.013 | 19.414 | 7.431 | - | - | - | 598 | - | 6.833 |
| 2.237 | 1.901 | 13.207 | -56 | - | 198 | 782 | - | 12.679 |
| 456 | 2.028 | 42 | - | - | - | - | - | 42 |
| 22.706 | 23.343 | 20.680 | -56 | - | 198 | 1.380 | - | 19.554 |
| 1.507 | 736 | 7.073 | -2 | - | - | 773 | - | 6.302 |
| 2.650 | 5.419 | 25.625 | 9 | - | - | 2.198 | - | 23.418 |
| 918 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 5.075 | 6.155 | 32.698 | 7 | - | - | 2.971 | - | 29.720 |
| - | - | 516 | - | - | - | - | - | 516 |
| 140 | 31 | - | - | - | - | - | - | - |
| 140 | 31 | - | - | - | - | - | - | - |
| 27.921 | 29.529 | 53.894 | -49 | - | 198 | 4.351 | - | 49.790 |
| Veränderung des | Differenz aus | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Konsolidierungs | Währungsum | Stand | Stand | Stand | |||
| 01.04.2015 | kreises | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | rechnung | 31.03.2016 | 31.03.2016 | 31.03.2015 |
| Abschreibungen | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 6.278 | - | 599 | - | -42 | -2 | 6.833 | 20.013 | 20.548 | |
12.170 |
- | 772 | 250 | 63 | -76 | 12.679 | 2.237 | 2.532 | |
- |
- | - | - | 42 | - | 42 | 456 | - | |
| 18.448 | - | 1.371 | 250 | 63 | -78 | 19.554 | 22.706 | 23.080 | |
| 5.556 | - | 809 | - | -63 | - | 6.302 | 1.507 | 2.209 | |
| 22.553 | - | 870 | - | - | -5 | 23.418 | 2.650 | 911 | |
- |
- | - | - | - | - | - | 918 | 399 | |
28.109 |
- | 1.679 | - | -63 | -5 | 29.720 | 5.075 | 3.519 | |
516 |
- | - | - | - | - | 516 | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | - | 140 | 140 | |
| - | - | - | - | - | - | - | 140 | 140 | |
| 47.073 | - | 3.050 | 250 | - | -83 | 49.790 | 27.921 | 26.739 |
Die Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 zeigt, wie sich Zahlungsmittel und -äquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse/Mittelabflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel beziehungsweise -äquivalente in Form von Schecks, Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
Nach IFRS 8 ist über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management-Approach zu berichten. Berichtspflichtig sind diejenigen operativen Segmente, die Komponenten eines Unternehmens darstellen, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die regelmäßig aufgrund der internen Berichterstattung durch die Hauptentscheidungsträger überprüft werden.
Der MEDION-Konzern berichtet gemäß IFRS 8 entsprechend der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft, Direktgeschäft sowie Konzerndienstleistungen. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik. Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel. Die Konzerndienstleistungen umfassen neben den erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Kundenservice auch weitere Dienstleistungen im Rahmen von Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen. Als "Überleitung Konzern" werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.
Die Segmentberichterstattung erfolgt nach folgenden Grundsätzen:
zugehörigen Fremdkapital. Konzerninterne Vermögens- und Schuldposten werden in der Spalte "Überleitung Konzern" eliminiert.
Unter Investitionen werden die Zugänge des laufenden Geschäftsjahres in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen ausgewiesen.
| Projektgeschäft | Konzerndienstleistungen | Direktgeschäft Überleitung Konzern |
Konzern | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.04.2016 | 01.04.2015 | 01.04.2016 | 01.04.2015 | 01.04.2016 | 01.04.2015 | 01.04.2016 | 01.04.2015 | 01.04.2016 | 01.04.2015 | |
| Werte in T€ | - 31.03.2017 |
- 31.03.2016 |
- 31.03.2017 |
- 31.03.2016 |
- 31.03.2017 |
- 31.03.2016 |
- 31.03.2017 |
- 31.03.2016 |
- 31.03.2017 |
- 31.03.2016 |
| 1.397.355 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3.761 | 3.931 | 2.416 | 1.366 | 26.016 | 25.465 | 0 | 0 | 32.193 | 30.762 |
| 849 | 906 | 0 | 0 | 3.502 | 2.144 | 0 | 0 | 4.351 | 3.050 |
| -57 | -51 | -27 | -15 | -341 | -306 | 0 | 0 | -425 | -372 |
| -1.073 | 908 | -689 | 316 | -7.423 | 5.884 | 0 | 0 | -9.185 | 7.108 |
| 451 | -327 | 0 | 0 | 561 | -374 | 0 | 0 | 1.012 | -701 |
| 5.061 | 4.510 | 2.416 | 1.366 | 30.079 | 27.235 | 0 | 0 | 37.556 | 33.111 |
| 326.541 | 365.384 | 97.379 | 90.846 | 321.073 | 306.629 | 520 | 598 | 745.513 | 763.457 |
| 258.367 | 256.666 | 7.369 | 4.063 | 88.159 | 121.412 | 15.721 | 10.053 | 369.616 | 392.194 |
| 2.208 | 1.175 | 0 | 0 | 3.976 | 3.114 | 0 | 0 | 6.184 | 4.289 |
| 502.951 | 545.294 | 120.722 | 99.594 | 776.796 | 752.467 | 0 | 0 | 1.400.469 |
Die Erlöse mit externen Kunden nach Regionen sind in den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen dargestellt.
Gemäß IFRS 8.34 hat MEDION Informationen über den Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigen Kunden vorzulegen.
MEDION unterhält im Projektgeschäft und Direktgeschäft Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Derzeit ist nicht ersichtlich, dass wichtige Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.
Da eine quantitative Aufgliederung der Umsätze für wichtige Kunden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, hat sich der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse zu unterlassen und die in der Folge insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich der Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen.
Die Überleitung der Segmentschulden betrifft im Wesentlichen die kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 4.003, Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.865 sowie passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 3.973.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der MEDION AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.
Die durchschnittliche Anzahl an Aktien beträgt für das Geschäftsjahr 2016/2017 44.681.430.
In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte, die sich aus potentiellen Stammaktien ergeben.
| 2017/2016 | 2016/2017 | |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien | 44.681.430 | 44.681.430 |
| Konzernergebnis (T€) | 22.583 | 23.282 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert, in €) | 0,51 | 0,52 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert, in €) | 0,51 | 0,52 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und sonstige Operating-Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge.
Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:
| 1.205 | 1.245 | 1.343 | 1.029 | - | 1 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Operating-Leasingverhältnisse | 457 | 433 | 728 | 414 | - | 1 |
| Geschäfts- und Lagerräume | 748 | 812 | 615 | 615 | - | - |
| Werte in T€ | ≤ 1 Jahr | 1 Jahr < x ≤ 5 Jahre | > 5 Jahre | |||
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
Unter Kreditrisiko wird nach IFRS 7 das Risiko verstanden, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt.
Bei der MEDION AG können Kreditrisiken insbesondere in Form von Ausfallrisiken entstehen. Wesentliche Ausfallrisiken können bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Kunden nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu begleichen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 171.441 (Vorjahr: T€ 200.148) wiedergegeben. Die Reduktion des Risikos erfolgt bei der MEDION AG grundsätzlich durch die Konzentration auf Kunden mit A-Bonität. Kunden, die nicht in diese Kategorien fallen, sind von untergeordneter Bedeutung und werden in der Regel kreditversichert. Für Kundenforderungen, die im Rahmen von ABS-Transaktionen veräußert werden, besteht ein maximales Ausfallrisiko von 3 %. Die Fälligkeiten und Überfälligkeiten werden kontinuierlich überwacht und monatlich an den Vorstand gemeldet. Die Risikominderung erfolgt über Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.
Die MEDION AG erachtet das Ausfallrisiko von Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den Derivaten mit positivem Marktwert als sehr gering, da die zugrunde liegenden Geschäfte entweder mit dem Mutterkonzern Lenovo oder mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken abgeschlossen wurden. Das maximale Ausfallrisiko bei den Zahlungsmitteln und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird durch den Buchwert (T€ 312.996), bei den Derivaten mit positivem Marktwert wiedergegeben (T€ 867).
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, Verpflichtungen aus finanziellen Schulden nicht erfüllen zu können. Die Erläuterung des Liquiditätsmanagements sowie eine Analyse der Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter Punkt (22) erfolgt.
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Die folgende Auflistung zeigt die wesentlichen Fremdwährungsposten zum Abschlussstichtag:
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | USD | GBP | HKD | Übrige | ||||
| Zahlungsmittel | 1.178 | 1.659 | 1.275 | 744 | 845 | - | 12.165 | 13.148 |
| Forderungen | 14.608 | 39.340 | 2.418 | 238 | 92 | - | 8.102 | 7.131 |
| Verbindlich keiten |
-38.164 | -53.064 | -418 | -529 | -202 | - | -11.134 | -6.852 |
| Saldo | -22.378 | -12.065 | 3.275 | 453 | 735 | - | 9.133 | 13.427 |
Die zum Abschlussstichtag zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte haben ein Nominalvolumen von USD 105,0 Mio. Aus der Kursentwicklung resultierten zum Abschlussstichtag negative Marktwerte in Höhe von T€ 150, die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden, sowie positive Marktwerte in Höhe von T€ 848, die in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen wurden.
Für die Devisentermingeschäfte, die der Absicherung der einkaufsseitigen USD-Zahlungsströme im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/2018 dienen und somit als Cashflow-Hedge designiert wurden, erfolgte die Gegenbuchung der Marktwertänderungen von T€ 698 erfolgsneutral im Eigenkapital als Bewertungsrücklage. Auf diesen Teil der Bewertungsrücklage entfallen passive latente Steuern von T€ 225. Der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage aus den Devisentermingeschäften stehen die Wechselkursanpassungen aus den gesicherten USD-Fremdwährungsverbindlichkeiten der Einkaufsverträge sowie entsprechende, zum Abschlussstichtag noch nicht bilanzwirksam gewordene Währungsgewinne/-verluste aus den zugehörigen schwebenden Einkaufskontrakten gegenüber. Für den gesicherten Teil der Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden T€ -419 im Eigenkapital erfasst. Auf diesen Teil der Bewertungsrücklage entfallen aktive latente Steuern von T€ 135. Für den nicht gesicherten Teil der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden insgesamt T€ 21 ergebniswirksam erfasst.
| Nominal wert TUSD |
Markt wert T€ |
Nominal wert TUSD |
Markt wert T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | |||
| Währungsbezogene Geschäfte Devisentermingeschäfte in USD |
105.000 | 698 | 180.000 | -4.920 |
| Davon erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet (brutto) |
698 | -4.920 | ||
| Umrechnungseffekt aus Grundgeschäften erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet (brutto) |
-419 | 2.162 | ||
| Abzüglich latenter Steuern | -225 | 1.588 | ||
| Cashflow-Hedges | 54 | -1.170 |
Der Marktwert wird aus dem Devisenmittelkurs vom Abschlussstichtag abgeleitet.
Die MEDION AG legt grundsätzlich nur in € an bzw. nimmt grundsätzlich nur Gelder in € auf. Aus diesem Grund nutzt die MEDION AG Devisenswaps, um Überhänge in Fremdwährungen bis zum nächsten Zeitpunkt, an dem diese Währungen benötigt werden, in € zu konvertieren und somit eine Geldanlage oder -aufnahme in diesen Währungen zu vermeiden.
| Nominal wert TUSD |
Markt wert T€ |
Nominal wert TUSD |
Markt wert T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | |||
| SWAP-Geschäfte | ||||
| SWAPS in TUSD | 3.450 | 3 | 9.780 | 28 |
| SWAPS in TAUD | 0 | 0 | 990 | -3 |
| SWAPS in TGBP | 1.320 | 16 | 250 | -2 |
Für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, ist eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Die Sensitivitätsanalyse dient der Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme zu ermitteln.
Die MEDION AG ist vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung um 10 % gegenüber dem Euro angenommen.
Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2017 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte die Bewertungsrücklage die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt:
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | USD | GBP | AUD | |||
| Abwertung um 10% |
2.356 | 3.522 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aufwertung um 10% |
-2.592 | -3.874 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2017 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte das Ergebnis die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt:
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | 31.03.2017 | 31.03.2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ | USD | GBP | AUD | |||
| Abwertung um 10% |
-906 | -596 | -172 | 48 | -5 | -416 |
| Aufwertung um 10% |
997 | 656 | 189 | -52 | 6 | 458 |
Aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten werden keine nachteiligen Einflüsse auf die Finanzlage des Konzerns erwartet. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.
Mit Zinsrisiko wird das Risiko beschrieben, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.
Marktzinsänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit vorhandene liquide Mittel als kurzfristige Festgeldanlagen mit fix verhandelten Zinssätzen gehalten werden, unterliegen diese damit keinem Zinsrisiko.
Darüber hinaus sind Geldanlagen auch zu Vereinbarungen angelegt, die variable Zinskomponenten enthalten. Zinsänderungsrisiken, insbesondere Zinsminderungsrisiken, sind hierbei jedoch von untergeordneter Bedeutung.
Als sonstige Preisrisiken im Sinne von IFRS 7 kommen insbesondere Risiken aus Marktpreisänderungen von Aktien sowie handelbaren Rohstoffen infrage.
Zum 31. März 2017 hat die MEDION AG keine Bestände an Aktien. Eigene Anteile sind keine Finanzinstrumente in diesem Sinne, da IAS 32.11 ausdrücklich auf Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen abstellt.
Bis zum 30. Mai 2017 (Freigabe des Abschlusses durch den Vorstand an den Aufsichtsrat) ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse.
| Stammkapital | Prozentsatz | Jahres | |
|---|---|---|---|
| Name und Sitz | zum 31.03.2017 |
der Beteili gung |
ergebnis in T€ |
| 1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen | EUR 25.000 | 100,0% | 401 |
| 2. MEDION Service GmbH, Essen | EUR 25.000 | 100,0% | 206 |
| 3. MEDION Mobile GmbH, Essen | EUR 25.000 | 100,0% | nicht operativ |
| 4. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, China | HKD 10.000.000 |
100,0% | 145 |
| 5. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien | AUD 10.000 | 100,0% | 4.006 |
| 6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich | EUR 50.000 | 100,0% | 63 |
| 7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande | EUR 650.000 | 100,0% | 145 |
| 8. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien | EUR 8.763 | 100,0% | 13 |
| 9. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, United Kingdom | GBP 400.000 | 100,0% | 185 |
| 10. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich | EUR 150.000 | 100,0% | 137 |
| 11. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien | EUR 5.000 | 100,0% | 20 |
| 12. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark | DKK 500.000 | 100,0% | 21 |
| 13. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Zürich, Schweiz | CHF 100.000 | 100,0% | 89 |
| 14. MEDION USA Inc., Delaware, USA | USD 10.100.000 |
100,0% | 49 |
| 15. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, China | HKD 10.000 | 100,0% | nicht operativ, ruhend |
| 16. LIFETEC International Ltd., Hongkong, China | HKD 10.000 | 100,0% | nicht operativ, ruhend |
Neben den genannten Gesellschaften sowie Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates gelten darüber hinaus auch sämtliche Gesellschaften der Lenovo-Gruppe als nahe stehende Unternehmen. Mutterunternehmen der MEDION AG ist die Lenovo Germany Holding GmbH mit Sitz in Essen. Oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Lenovo Group Limited mit Sitz in Hongkong. Der Konzernabschluss der Lenovo Group Limited ist am Sitz der Gesellschaft bzw. über www.lenovo.com erhältlich. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der MEDION AG und den Tochtergesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht weiter erläutert. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen.
Im Berichtsjahr sind folgende Geschäftsbeziehungen gemäß IAS 24 zum Mutterunternehmen und zu sonstigen nahe stehenden Unternehmen darzustellen. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt. Die Beziehungen zu Vorstand und Aufsichtsrat betreffen die Vergütung und sind in den folgenden Abschnitten dargestellt.
| Werte in T€ SONSTIGE NAHE STEHENDE PERSONEN MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG Sonstiges Lifetec Electronics GmbH, Essen Provisionsvertrag |
Forde rung/Verbind lichkeit (-) (brut |
|
|---|---|---|
| Umsätze (netto) | to) | |
| 2016/2017 | 31.03.2017 | |
| 26 | 0 | |
| -31 | ||
| UNTERNEHMEN DES LENOVO-KONZERNS | ||
| Lenovo PC Hong Kong Ltd. | ||
| Verkäufe von MEDION AG | 100.380 | 18.069 |
| Warenlieferung an MEDION AG | -35.765 | -3.520 |
| Rabatte und Nachlässe | 3.154 | 2.231 |
| Forderungen aus Schadensfällen | 2.385 | 2.033 |
| Finanztransaktionen/ Kurzfristige Kapitalüberlassung | 228 | 140.022 |
| Sonstige | 9.228 | 23.516 |
| Derivate Nominalwert | 98.305 | |
| Lenovo (Deutschland) GmbH | ||
| Verkäufe von MEDION AG | 127 | 151 |
| Sonstige Forderungen Sonstige Verbindlichkeiten |
202 -464 |
283 -442 |
| Lenovo Mobile Communication (Wuhan) Company Ltd | ||
| Warenlieferung an MEDION AG | -26 | -26 |
| Lenovo Germany Holding GmbH | ||
| Verauslagte Kosten und Steuern | -4.548 | 7.088 |
| Lenovo (United States) Inc. | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | -30 | -30 |
| Lenovo (Slovakia) s.r.o. | ||
| Verkäufe von MEDION AG | 1 | |
| Lenovo Belgium | ||
| Verkäufe von MEDION AG | 2 | |
| Lenovo (Schweiz) GmbH | ||
| Verkäufe von MEDION AG |
| Umsätze (netto) | Forde rung/Verbind lichkeit (-) (brut to) |
|
|---|---|---|
| Lenovo Services B.V. Verkäufe von MEDION AG |
20.752 | 18.730 |
Im Berichtsjahr betrugen die für kurzfristig fällige Leistungen erfassten Aufwendungen an Vorstand und Aufsichtsrat T€ 1.721 bzw. T€ 120 (Vorjahr: T€ 1.772 bzw. T€ 120) und für andere langfristige Leistungen T€ 71 (Vorjahr: T€ 71). Für die Vorstandsversorgung wurde Dienstzeitaufwand in Höhe von T€ 427 (Vorjahr: T€ 409) erfasst.
Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:
Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes)
Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes) Mitglied in anderen Aufsichtsräten: Adinotec AG, Griesheim
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ -1.012; Vorjahr: T€ -701) auf insgesamt T€ 1.782,4 (Vorjahr: T€ 1.787,2). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5–8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.
Der Vorstand hielt zum 31. März 2017 keine Aktien der Gesellschaft.
Im Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:
Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender) (Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main)
Herr Dr. Stützle nimmt keine Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften wahr. Bei folgenden in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen übt Herr Dr. Stützle vergleichbare Mandate aus:
Carl Spaeter GmbH, Duisburg (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Wai Ming Wong (stellv. Vorsitzender), Executive Vice President und Chief Financial Officer, Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China
Herr Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Herr Wong übt jedoch bei folgenden in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:
China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China
Gianfranco Lanci (Mitglied), Corporate President und Chief Operating Officer, Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wohnhaft in Lugano, Schweiz
Herr Lanci ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übt vergleichbare Mandate bei in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus.
Herr Dr. Rudolf Stützle erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016/2017 eine Vergütung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Herr Wai Ming Wong erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016/2017 aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 0). Herr Gianfranco Lanci erhält für seine Tätigkeit aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 0).
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2016/2017 auf T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.
| Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender |
Wai Ming Wong Stellv. Vorsit zender |
Gianfranco Lanci Mitglied |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| 120.000,00 | 0,00 | 0,00 | 120.000,00 |
| 120.000,00 | 0,00 | 0,00 | 120.000,00 |
| Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender 120.000,00 |
Wai Ming Wong Stellv. Vorsit zender 0,00 |
Gianfranco Lanci Mitglied 0,00 |
Gesamt 120.000,00 |
| 120.000,00 | 0,00 | 0,00 | 120.000,00 |
Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2017 unverändert keine Aktien.
Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung.
Am 25. November 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und am 25. November 2016 den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages steht bei der MEDION AG kein verteilungsfähiger Bilanzgewinn zur Verfügung. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten am dritten Bankarbeitstag nach dem Tag der Hauptversammlung 2017, die über das Geschäftsjahr 2016/2017 beschließt, die vertraglich festgesetzte Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Hauptversammlung der MEDION AG findet voraussichtlich am 21. November 2017 statt.
Essen, 30. Mai 2017
Gerd Brachmann Christian Eigen
Vorsitzender des Vorstandes Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Essen, 30. Mai 2017
Gerd Brachmann Christian Eigen
Vorsitzender des Vorstandes Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
| 7 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers______160 | ||
|---|---|---|---|
Wir haben den von der MEDION AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalverän-derungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen IFRS 8.34 werden im Konzernanhang die Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen, nicht angegeben, sondern lediglich qualitative Angaben zu wichtigen Kunden gemacht.
Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit der genannten Einschränkung steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 9. Juni 2017
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Stefan Wienands ppa. Joachim Möglich Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| 8 | Einzelabschluss der MEDION AG __163 |
|
|---|---|---|
| 8.1 | Gewinn- und Verlustrechnung ____163 |
|
| 8.2 | Bilanz _____164 |
| Werte in T€ | GJ 2016/2017 | GJ 2015/2016 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 1.351.809 | 1.357.154 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 13.383 | 14.490 |
| 3. | Materialaufwand | ||
| a.) Aufwendungen für bezogene Waren | 1.118.782 | 1.141.798 | |
| b.) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 16.933 | 17.143 | |
| 1.135.715 | 1.158.941 | ||
| 4. | Personalaufwand | ||
| a.) Löhne und Gehälter | 30.553 | 29.295 | |
| b.) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 5.120 | 4.786 | |
| 35.673 | 34.081 | ||
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
4.175 | 2.945 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 165.173 | 151.708 |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | 3.346 | 2.802 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 317 | 373 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.161 | 803 |
| 10. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6.600 | 5.717 |
| 11. | Ergebnis nach Steuern | 20.358 | 20.624 |
| 12. | Sonstige Steuern | 244 | 156 |
| 13. | Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn | 20.114 | 20.468 |
| 14. | Jahresüberschuss | 0 | 0 |
| 15. | Bilanzgewinn | 0 | 0 |
| Aktiva | ||
|---|---|---|
| 31.03.2017 | 31.03.2016 | |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
736 | 1.509 |
| 2. Entgeltlich erworbene EDV-Software | 5.290 | 2.588 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 918 |
| 6.026 | 5.015 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 19.414 | 20.013 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.519 | 2.053 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.028 | 456 |
| 22.961 | 22.522 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.008 | 3.933 |
| 33.995 | 31.470 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN |
| I. Vorräte | ||
|---|---|---|
| Waren | 172.526 | 244.253 |
| 172.526 | 244.253 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 164.394 | 195.687 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 213.557 | 191.227 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 49.489 | 43.297 |
| 427.440 | 430.211 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 84.348 | 35.953 |
| 684.314 | 710.417 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 1.047 | 1.876 |
| 719.356 | 743.763 |
165 | 8.2
719.356 743.763
| 13. November 2017 | Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2017 (1. April 2017 – 30. September 2017) |
|---|---|
| 21. November 2017 | Hauptversammlung, Essen (Geschäftsjahr 2016/2017) |
Die in diesem Dokument wiedergegebenen Bezeichnungen können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
MEDION AG Investor Relations Am Zehnthof 77 45307 Essen
Tel +49(0)201-83 83 6500 Fax +49(0)201-83 83 6510 E-Mail [email protected] Internet www.medion.de / www.medion.com
Fotonachweis: Das Copyright der Abbildungen liegt bei MEDION AG
© 2017 MEDION AG Essen
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.