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MEDION AG

Annual Report Aug 23, 2016

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Annual Report

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MEDION AG

Essen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2015 bis zum 31.03.2016

MEDION AG Geschäftsbericht 2015/2016 (1. April 2015 - 31. März 2016)

Einzel- und Konzernabschluss

2 Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär,

Die MEDION AG kann in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld und bei unverändert schwierigen Bedingungen für die Nachfrage nach Consumer-Electronics-Produkten, insbesondere im Bereich Desktop-PCs und Notebooks, auf ein im Rahmen der Prognose liegendes Jahr 2015/2016 zurückblicken. Dabei ist das Ergebnis wie erwartet zurückgegangen. Die starken Schwankungen im Verhältnis Euro/Dollar haben die Einkaufspreise verteuert und der starke Rückgang (ca. 10 %) der Nachfrage nach PCs in Deutschland sowie der sich immer mehr verstetigende Trend zum Kauf von Consumer-Electronics-Produkten im Internet haben das Geschäft bei MEDION sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis beeinträchtigt. Unverändert stabil ist die Entwicklung bei MEDION im Geschäft mit digitalen Dienstleistungen.

Seit Juli 2011 ist die internationale Lenovo-Gruppe, weltweit größter Hersteller von PCs, Hauptaktionär der MEDION AG. Lenovo ist seit mehr als fünf Jahren der am schnellsten wachsende große PC-Hersteller der Welt. In 2014 hat Lenovo das x86-Server-Geschäft von IBM und die Mobilfunksparte von Motorola übernommen. Lenovo entwickelt damit eine breite Palette von Computertechnologien - von Desktop-PCs, Notebooks, Server Stations, Smartphones über Tablets bis zu digitalen Anwendungstechnologien, die weltweit vertrieben werden. MEDION ist Teil der Lenovo EMEA-Organisation (Europa, Mittlerer Osten und Afrika).

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und Compliance sowie über das Risikomanagement. Die Zusammenarbeit mit dem unverändert amtierenden Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit Lenovo wurden mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstandes im Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden.

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Darüber hinaus gab es auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder interne Vorgespräche und Nachbereitungen der Sitzungen. Über Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert.

In der Sitzung am 15. Juni 2015 wurde unter anderem der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. März 2015 sowie der Vergütungsbericht behandelt. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch die Geschäftslage erörtert und die Planung für das Geschäftsjahr 2015/2016 ausführlich diskutiert und verabschiedet.

Die Sitzung des Aufsichtsrates am 1. Oktober 2015 diente der Nachbereitung über den Verlauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015, die unmittelbar vor der Sitzung stattgefunden hatte. Der zuvor von den Aktionären wiedergewählte Aufsichtsrat konstituierte sich und wählte erneut Herrn Dr. Rudolf Stützle zu seinem Vorsitzenden und Herrn Wai Ming Wong zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates. Zusätzlich hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die Entwicklung des operativen Geschäfts sowie die geplante Erweiterung der Aktivitäten in Hong Kong informiert.

Die Änderungen des Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 25. November 2015 diskutiert und die aktualisierte Version der Entsprechenserklärung vom Aufsichtsrat verabschiedet. Außerdem wurde über die aktuelle Geschäftslage berichtet.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015/2016, die am 23. Februar 2016 stattgefunden hat, wurden die Effizienzprüfung des Aufsichtsrates sowie der Compliance-Bericht 2015/2016 thematisiert und zur Kenntnis genommen. Des Weiteren hat der Vorstand über die Geschäftslage zum 31. Dezember 2015 (3. Quartal 2015/2016) berichtet und einen Ausblick auf das Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 am 31. März 2016 sowie auf die Planung von Umsatz, Ergebnissen und Investitionen im Geschäftsjahr 2016/2017 gegeben. Außerdem wurden in dieser Sitzung die beiden Vorstandsmitglieder Gerd Brachmann und Christian Eigen mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wiederbestellt und die Anstellungsverträge bis zum 31. März 2020 verlängert.

Auch außerhalb dieser Sitzungen stand insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich auf der Grundlage von Kennziffern über die aktuelle Entwicklung der Geschäfte und über wesentliche Geschäftsvorfälle informieren.

Der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex kann dem nachfolgenden Kapitel entnommen werden.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte handelsrechtliche Jahresabschluss (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 und der Lagebericht (gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht) der MEDION AG wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, geprüft. Den Prüfungsauftrag hat der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 1. Oktober 2015 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Vorstand ist wie in den Vorjahren der Überzeugung, dass die in IFRS 8.34 geforderte Angabe der Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit wichtigen externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des MEDION-Konzerns belaufen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Der Vorstand hat sich daher vor dem Hintergrund von § 131 Abs. 3 Satz 1 AktG und der im Handelsrecht für eine Umsatzaufgliederung bestehenden Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss nach IFRS zu unterlassen und die insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers wegen dieser fehlenden Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. Der Aufsichtsrat hat sich wie in den Vorjahren nach sorgfältiger Prüfung der Auffassung des Vorstandes angeschlossen. Die Einschränkung des Bestätigungsvermerks bezieht sich ausdrücklich lediglich auf diese unterlassene Angabe im Anhang gemäß IFRS 8.34. Der Abschlussprüfer hat im Übrigen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes festgestellt und bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht unter Beachtung der übrigen geltenden Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln.

Das Auftragsverhältnis zwischen der MEDION AG und der Prüfungsgesellschaft hat die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt. Der Aufsichtsrat beauftragte den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dem Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, vor. Darin wurde bestätigt, dass keinerlei berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zur MEDION AG und zu ihren Organen bestehen, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten.

Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das bei der MEDION AG bestehende Risikofrüherkennungssystem geprüft. Er bescheinigt der MEDION AG, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und das Risikofrühwarnsystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen.

Auch der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand angemessene Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ergriffen und insbesondere ein Überwachungssystem installiert hat.

Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte gingen allen Aufsichtsratsmitgliedern zu. Sie waren in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 20. Juni 2016 Gegenstand ausführlicher Beratung. Der Abschlussprüfer, der bereits im Vorfeld Fragen des Aufsichtsrates beantwortet hatte, nahm an der Sitzung teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der MEDION AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes hat der Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2016 sowie den Konzernabschluss zum 31. März 2016 hat der Aufsichtsrat am 20. Juni 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2016 ist damit festgestellt.

Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages weist die MEDION AG im Jahresabschluss 2015/2016 keinen Bilanzgewinn aus. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten für die Dauer des Vertrages eine jährliche Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Ausgleichszahlung beträgt brutto EUR 0,82 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 1,00 für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrags für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Es kommen 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer zum Abzug. Daraus ergibt sich eine Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 0,69 je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Ausgleichszahlung ist fällig am nächsten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung 2016, die für den 22. November 2016 geplant ist.

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG.

Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder hat es im Berichtsjahr nicht gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MEDION AG im In- und Ausland sowie der Arbeitnehmervertretung für ihr persönliches Engagement und die in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld geleistete Arbeit.

Essen, am 20. Juni 2016

Der Aufsichtsrat

Dr. Rudolf Stützle, Vorsitzender

Zusammengefasster Konzernlagebericht u. Lagebericht MEDION AG

4.1 Grundlagen des Konzerns

4.1.1 Geschäftsmodell und Verbindung zu Lenovo

Die MEDION AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Mehrheitsaktionär mit ca. 80 % ist der ebenfalls börsennotierte Lenovo-Konzern (gelistet seit 1994 an der Börse in Hongkong und in den USA). Lenovo ist seit 2012 der weltweit größte PC-Hersteller. MEDION ist seit einem freiwilligen Übernahmeangebot im Juli 2011 Teil der internationalen Lenovo-Gruppe. MEDION wird dabei auf der Berichtsebene als Teil der EMEA-Organisation (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) von Lenovo geführt. Lenovo ist mit zwei Mitgliedern im Aufsichtsrat der MEDION AG vertreten. Seit dem Börsengang von MEDION in 1999 führen unverändert Gerd Brachmann und Christian Eigen als Vorstandsmitglieder die MEDION AG.

Lenovo ist ein Computertechnologie-Unternehmen und mit einem Umsatz von über USD 45 Mrd. einer der größten PC-Anbieter der Welt und einem weltweiten Marktanteil von zuletzt 21,6 % (Q4 2015, IDC, Lenovo). Das Unternehmen beschäftigt ca. 60.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern und hat Kunden in mehr als 180 Ländern. Die in Hongkong und New York börsennotierte Lenovo gehört zu den "Fortune Global 500"-Unternehmen und hat ihre Hauptniederlassungen in Peking (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Lenovo unterhält große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai, Shenzhen (China) und Morrisville (USA) sowie Fertigungsanlagen in aller Welt, von Greensboro, North Carolina (USA) über Monterrey (Mexiko) bis Indien, China und Brasilien.

Lenovo ist seit mehr als vier Jahren der am schnellsten wachsende große PC-Hersteller der Welt. Darüber hinaus entwickelt Lenovo eine breite Palette von Computertechnologien, neben den klassischen Desktop-PCs und Notebooks - insbesondere für den Business Bereich - auch Smartphones und Tablets bis zu Smart-TV-Geräten und Server-Technologien und hat seine Geschäftsbasis durch den Erwerb der x86-Server-Sparte von IBM sowie den Kauf der Motorola Mobility Services nochmals verbreitert.

MEDION-Geschäftsmodell

Das seit über 25 Jahren national wie international bewährte MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem neuesten technologischen Stand zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit für breite Käuferschichten verfügbar zu machen.

Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation (MEDIONmobile), Fotoservice, Software-Downloads, Musik-Plattformen und Online-Dienste und vertreibt ausgewählte Produkte im Online-Handel.

MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte, sondern - weit darüber hinausgehend - die Funktion eines Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte Wertschöpfungskette - von der Entwicklung der Produktidee über die Herstellung und Logistik bis hin zum After-Sales-Service - managt und kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen gleichzeitig in mehreren Ländern oder teilweise sogar auf mehreren Kontinenten stattfinden.

Die MEDION-Produktpalette umfasst das gesamte Sortiment der modernen Consumer-Electronics-Produkte. Ob es sich um einen PC, ein Notebook, ein Smartphone, einen Tablet-PC, ein LED-Fernsehgerät oder einen eigenen Mobilfunktarif handelt: bei MEDION erhält der Partner im Handel das umfassendste Angebot an modernen Consumer-Electronics-Produkten zum bekannt attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis aus einer Hand. Dazu gehören komplementäre Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der digitalen Angebote.

Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und designorientierten Multimedia-Produkten und der Entwicklung von neuen Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten After-Sales-Service.

Entwicklung von Lenovo

Lenovo hat neben den unternehmerischen Zielen auch eine Kernkompetenz für das Management von Übernahmen entwickelt, die es bei nachfolgenden Unternehmenszusammenschlüssen und Joint-Ventures angewendet hat. 2011 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit NEC und wurde so zur Nr. 1 unter den PC-Herstellern in Japan. Im gleichen Jahr übernahm Lenovo in Europa MEDION und ist jetzt die Nr. 1 in Deutschland. 2012 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit EMC2 für Server und Unternehmenslösungen und übernahm Stoneware, eine cloudorientierte Softwarefirma. Lenovo hat in 2012 CCE übernommen, einen führenden Anbieter von Verbraucherelektronik in Brasilien. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat Lenovo das weltweite x86-Server-Geschäft von IBM erworben und auch wesentliche Teile des international operierenden Herstellers von Mobiltelefonen, Motorola. All diesen Schritten gemeinsam ist, dass sie Wachstum fördern und neue Synergien ermöglichen sowie neue Märkte und Produktkategorien schaffen, die den Geschäftserfolg von Lenovo als Ganzes steigern sollen.

Lenovo ist der Ansicht, dass ein wirklich globales Unternehmen in der Lage sein muss, von neuen Ideen und Chancen schnell zu profitieren, unabhängig davon, wo diese entstehen, und hat seinen weltweiten Betrieb dementsprechend organisiert. Dadurch, dass Lenovo auf einen herkömmlichen Hauptsitz verzichtet und stattdessen auf Kompetenzzentren in der ganzen Welt setzt, nutzt Lenovo seine Ressourcen optimal, um Produkte auf effiziente Weise zu entwickeln. Dazu gehört auch die Nutzung dezentraler Produktionsstandorte.

Durch die geografisch aufgeteilte Struktur und die organisatorische Aufteilung nach Produktkategorien ist Lenovo näher an seinen Kunden und kann schnell auf Innovationen und lokale Marktanforderungen reagieren. In diese strategische und regionale Ausrichtung ist auch MEDION eingebunden.

Ob PC, Smartphone, Tablet-PC, Smart-TV, Server, Workstation oder Speicher, Lenovo stellt die Produkte her, die Kunden benötigen, sowohl intelligent vernetzte als auch Infrastrukturgeräte. Mit seinem vertikal integrierten End-to-End-Geschäftsmodell hebt sich Lenovo deutlich von seinen Mitbewerbern ab. Dieses Modell liefert einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, durch den Lenovo mehr Innovationen auf den Markt bringen will um die Chancen des "PC+"-Marktes effizienter und offensiver nutzen zu können.

Parallel zu seiner weltweiten Expansion stärkt Lenovo auch seine Verwurzelung in jedem der großen Märkte, indem es nicht nur in Vertrieb und Distribution, sondern auch in die regionale, inländische Fertigung, in F&E und andere wichtige Bereiche investiert. So soll die Strategie "Protect and Attack" noch umfassender umgesetzt werden und die Grundlage für langfristigen Erfolg geschaffen werden. MEDION ist in die weltweite Strategie einbezogen und kann insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, weltweite Beschaffung und strategische Neuausrichtung mit Lenovo zusammenarbeiten.

Gesellschaftsrechtliche Verbindung von Lenovo und MEDION

Lenovo hält zum 31. März 2016 einen Anteil von circa 79,82 % des Grundkapitals der MEDION AG, der sich durch die gemäß §§ 21, 22 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnenden Stimmrechte von 7,72 % der von MEDION gehaltenen eigenen Aktien auf 87,54 % erhöht.

Die Aktionäre der MEDION AG haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Dezember 2011 in Essen dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde das Geschäftsjahr der MEDION AG auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres geändert.

Der Unternehmensvertrag bestimmt, dass die Lenovo Germany Holding GmbH verpflichtet ist, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der MEDION AG dessen Aktien gegen eine Barabfindung im Sinne des § 305 Abs. 2 Nr. 3 AktG von € 13,00 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 zu erwerben. Denjenigen Aktionären, die dieses Abfindungsangebot nicht annehmen, garantiert die Lenovo Germany Holding GmbH für die Dauer des Unternehmensvertrages eine jährliche Ausgleichszahlung. Der Betrag der Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der geltenden Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, gegenwärtig, wie zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, € 0,69 je Aktie.

Daneben haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

4.1.2 Wesentliche Märkte und Wettbewerbsposition

Deutschland bleibt wichtigster Markt für MEDION. Der Umsatzanteil liegt mit 70,7 % auf Niveau des Vorjahres (71,0 %), insgesamt haben sich die Umsätze in Deutschland leicht um € 29,7 Mio. auf € 988,1 Mio. (Vorjahr: € 958,4 Mio.) erhöht. Die Umsätze im übrigen Europa gingen hingegen von € 272,3 Mio. um € -15,0 Mio. (-5,5 %) auf € 257,3 Mio. zurück. Der Anstieg der Umsätze im Übrigen Ausland von 8,8 % auf einen Anteil von 10,9 % resultiert aus der Ausweitung der Kundenservice-Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern.

MEDION gehört in den wesentlichen Produktgruppen PC, Notebook und Tablet-PC sowie mit den Mobilfunktarifen seit Jahren zu den führenden Anbietern in Deutschland. Dies bezieht sich nicht nur auf die Produkte aus dem IT- und CE-Umfeld, wie PCs, Notebooks, Tablets und Fernseher, sondern auch auf Produkte aus dem Bereich der digitalen Dienstleistungen wie das Angebot von Mobilfunktarifen und Musik-Download-Plattformen oder im Bereich Fotoservice.

4.1.3 Ziele und Strategien

Strategische Einbindung von MEDION in den Lenovo-Konzern

Lenovo kann in puncto Innovationen auf eine große Erfolgsgeschichte in der PC-Branche zurückblicken. Strategisch sieht Lenovo Innovationen als zentrale Komponente der Produkte und Technologien an. Mithilfe von Innovationen erreicht Lenovo eine Abgrenzung von Mitbewerbern und treibt neue Marktchancen wie das mobile Internet und Digital-Home und Cloud-Computing sowie Server-Technologien voran.

Lenovo-Produkte werden regelmäßig ausgezeichnet und in der Fachpresse äußerst positiv bewertet. Das wichtigste Ziel der Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo ist, die Benutzerfreundlichkeit insgesamt zu verbessern und zugleich die Betriebskosten zu senken.

Lenovo unterhält 46 Labore, darunter große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai und Shenzhen (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Die Innovationsstrategie von Lenovo basiert auf einem zweigeteilten Ansatz bei der Lösung realer Kundenprobleme:

Den Großteil der Entwicklung auf Ideen konzentrieren, die innerhalb von 24 Monaten auf den Markt gebracht werden können.
Langfristige Forschung auf wirklich bahnbrechende Neuerungen fokussieren.

Lenovo beschäftigt nach der Übernahme von x86 Server und Motorola Mobility mehr als 4.000 Techniker, Forscher und Wissenschaftler. Die Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo haben viele Leistungsmerkmale vorgestellt, die absolute Branchenneuheiten sind und kontinuierlich innovative Lösungen entwickelt. In diesem Sinne arbeiten auch Lenovo und MEDION zusammen. Davon zeugen mehr als 6.500 weltweit anerkannte Patente und über 100 wichtige Designauszeichnungen.

Aufgrund immer globaler werdender Wettbewerbsstrukturen, schnellerer Produktlebenszyklen und zunehmender Konvergenzen von Consumer-Electronics-Produkten ist es für MEDION vorteilhaft, im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern Unterstützungen beim Ausbau der eigenen Kernkompetenzen und bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder bekommen zu können.

Sowohl bei Lenovo als auch bei MEDION gilt es grundsätzlich, zwischen kurz- und mittelfristigen Ergebnispotentialen sowie langfristigen Geschäftszielen abzuwägen und entsprechende Strategien zu definieren. In diesem Sinne unterscheidet man die so genannten "Protect"- von den "Attack"-Strategien. Für MEDION bedeutet dieses auf der einen Seite, die erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu großen Handelsketten und die bekannte Kosteneffizienz weiter zu stabilisieren und auf deren Nachhaltigkeit zu setzen.

Behilflich ist hier die organisatorische Effizienz, die es MEDION ermöglicht, in kurzen Zeiträumen neue Produktideen zu erfolgreichen Vertriebskonzepten weiterzuentwickeln. Bei den so genannten Multimode-Produkten, Notebooks, die zugleich als All-In-One, Desktop oder Tablet genutzt werden können, hat MEDION seine Kompetenz bereits bewiesen. Diese immer wieder neuen Produktideen dienen auch künftig dazu, etablierte Handelskanäle als zuverlässige Strategiebestandteile zu nutzen. Der kontinuierliche Ausbau des so genannten Private Label Business im Ausland im Berichtsjahr ist ebenfalls Konsequenz dieser strategischen Ausrichtung.

Auf der anderen Seite ist es wichtig, den in den Vorjahren gewonnen Schwung beim Ausbau des Tablet-PC- und Mobilfunkgeschäftes beizubehalten und den Eintritt in neue Märkte im Fokus zu behalten. Darüber stehen weitere Entwicklungen im Bereich digitaler Dienstleistungen, so die im Herbst 2015 erfolgreich gestartete Musik-Download-Plattform oder auch Technologien zu Vernetzungen digitaler Produkte und Online-Aktivitäten im Fokus.

Diese neueren Geschäftsfelder sind im MEDION-Konzern im Direktgeschäft strategisch gebündelt und sollen ihren Umsatzanteil am Gesamtumsatz weiter erhöhen. Gemäß diesen Strategien werden auch grundsätzlich geeignete Investitionen diskutiert. Investitionen werden dabei beispielsweise für die weitere Automatisierung der nationalen und internationalen After-Sales-Kapazitäten und die IT-Struktur am Standort Essen vorgesehen.

Wesentlicher Erfolgsfaktor zur Erreichung der Gesamtstrategie bleibt das klassische und seit Jahren immer weiter diversifizierte und verfeinerte MEDION-Konzept zu einem One-Stop-Agency-Approach, der den Handelskunden von der Vermarktungsidee, Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, über den Vertrieb bis hin zum After-Sales-Service ein attraktives Wertschöpfungspaket und gute Vermarktungschancen bietet. Dieses erfolgreiche End-to-End-Modell ist auch die Basis der wachsenden Dienstleistungen, die für den Lenovo-Konzern erbracht werden.

4.1.4 Steuerungssystem

4.1.4.1 Unternehmenssteuerung

Der seit mehr als 15 Jahren amtierende MEDION-Vorstand legt zu Beginn eines Geschäftsjahres die strategischen und operativen Ziele für das klassische MEDION-Geschäft fest. Seit der Mehrheitsübernahme durch Lenovo geschieht dieses in enger Abstimmung mit Verantwortlichen innerhalb der EMEA-Organisation.

Wie bisher verantworten im operativen Bereich Key-Account-Manager die wesentlichen Kunden und Vertriebskanäle. Unabhängig hiervon verantworten Produktmanager die wesentlichen Produktgruppen, wie zum Beispiel Notebook, PC, Tablet-PC, LED-TV, Haushalts-Elektronik sowie die relevanten Angebote im Dienstleistungsbereich (MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice und Webshop).

Einkauf, Design, Qualitätskontrolle, Logistik und Marketing sind als Querschnittsfunktionen unternehmensübergreifend tätig.

Administrative Bereiche, insbesondere kaufmännische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen sowie die EDV-Organisation, sind zum Zweck erhöhter Transparenz, besserer Entscheidungsmöglichkeiten und somit zur Steigerung der Flexibilität und Effizienz im MEDION-Konzern weitestgehend zentralisiert.

Die Erreichungsgrade der operativen und strategischen Ziele werden in einem Management-Informationssystem und einer Balanced Scorecard dokumentiert und laufend auf nationaler wie internationaler Ebene diskutiert.

Alle Geschäfte im MEDION-Konzern werden einer renditeorientierten Vor- und Nachprüfung unterzogen. Zentraler Werttreiber der Renditeorientierung im MEDION-Konzern ist die Anforderung, dass jedes abgewickelte Projekt eine bestimmte EBIT-Marge erwirtschaften muss. Für das Projektgeschäft gilt zusätzlich, einen Rohertrag zu erwirtschaften, der unter Berücksichtigung der bekannten Struktur- und erwarteten Servicekosten die Ziel-EBIT-Marge sicherstellen kann. Zusammenhängend mit diesen beiden zentralen Werttreibern ist auch ein gewisser Mindestumsatz für einzelne Aufträge erforderlich, um bei bekannten Kostenrelationen und Aufwendungen die Erreichung von Ziel-Rohertrag und -EBIT zu gewährleisten.

Bei der Kalkulation der Zielmargen im Direktgeschäft wird unterschieden zwischen dem Hardwaregeschäft und digitalen Dienstleistungen. Im Hardwaregeschäft wird einerseits betrachtet, welche übliche Marge eines weiteren Zwischenhändlers erzielt werden könnte, andererseits wird aber auch berücksichtigt, dass die Produkte des Direktgeschäftes einem verstärkten Preisverfall und einem erhöhten Retourenrisiko (Fernabsatzgesetz) unterliegen können. Für digitale Dienstleistungen ist es erforderlich, den permanenten Preisverfall ausreichend in den Produktkalkulationen zu antizipieren.

4.1.4.2 Die Struktur des MEDION-Konzerns

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG handelt es sich zumeist um Unternehmen, die im Projektgeschäft Vertriebs- und Servicedienstleistungen für MEDION in den jeweiligen Ländern erbringen. Über diese Gesellschaften werden so gut wie keine Umsätze mit MEDION-Produkten im Projektgeschäft abgewickelt und daher leisten diese Gesellschaften auch keinen oder nur einen sehr geringen Beitrag zum Konzern-Ergebnis. Lediglich im Direktgeschäft werden durch die Tochtergesellschaften eigene Umsätze und Ergebnisbeiträge erwirtschaftet.

Die eigentliche Projektabwicklung und die Logistik werden grundsätzlich zentral von der MEDION-Organisation in Deutschland gesteuert. Im Rahmen der Deutschland-Organisation sind die Call-Center-Aktivitäten in der Allgemeine Multimedia Service GmbH und die Reparatur- und Logistikdienstleistungen in der MEDION Service GmbH gebündelt.

Tochtergesellschaften der MEDION AG sind:

TOCHTERGESELLSCHAFTEN DER MEDION AG

Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen

MEDION Service GmbH, Essen

MEDION Mobile GmbH, Essen*

MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich

MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien

MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark

MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich

MEDION B.V., Panningen, Niederlande

MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien

MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Zürich, Schweiz

MEDION USA Inc., Delaware, USA

MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien

MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien

MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China**

* KEIN OPERATIVES GESCHÄFT

** AUFNAHME DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ZUM 1. APRIL 2016

Durch den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unterstellt die MEDION AG seit Januar 2012 die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.

4.1.5 Forschung und Entwicklung

MEDION arbeitet sehr eng mit Lenovo und weiteren führenden Herstellern von Komponenten und Produkten aus den Bereichen Multimedia und Unterhaltungselektronik sowie Telekommunikation zusammen. Dadurch besteht seit Jahren auch ein ständiger Zugang zu den neuesten Ergebnissen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Entsprechend dem MEDION-Geschäftsmodell erfolgt jedoch eine Konzentration darauf, innovative Technologien schnell einem breiten Konsumentenkreis zugänglich zu machen. MEDION verfügt daher über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich so genannter Basistechnologien. Die jeweiligen Projektentwicklungskosten werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern in die Kalkulation des einzelnen Produkts beziehungsweise Projekts mit einbezogen. Würde man Projekt- und Produktentwicklungsausgaben gesondert ausweisen, würden diese einen niedrigen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes von MEDION betragen.

Allerdings arbeitet MEDION in zahlreichen Projekten zusammen mit anderen Partnern daran, im Rahmen der Digitalisierung die Integration der PC-/Multimedia-Technologie mit den Geräten der klassischen Unterhaltungselektronik voranzubringen. MEDION wird dabei von führenden Technologiepartnern wegen seiner Fähigkeit als schneller Technologieintegrator von neuen Anwendungen für den Massenmarkt geschätzt. Die MEDION-Tablet-PCs erhalten mit neuen Software-Applikationen Zugang zum weltweiten Markt mit Apps und mit neuen, innovativen, integrierten Multimedia-Funktionalitäten wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr an der nächsten Generation von Tablet-PCs gearbeitet.

Die MEDION-Produkte erhielten für Benutzerfreundlichkeit und die schnelle Nutzbarkeit der verwendeten neuen Technologien für Tablet-PCs verschiedene Auszeichnungen und gute Testergebnisse. Darüber hinaus wurden Notebooks mit neuen Grafikkarten und SSD-Speichern weiterentwickelt und so genannte Multimode-Geräte mit abnehmbarem Bildschirm auch für die unteren Preissegmente zur erfolgreichen Marktreife gebracht. Im Geschäftsjahr 2015/2016 vorgestellte ultraleichte Notebooks verfügen nicht nur über ein stylisches und schlankes Design und ein sehr geringes Gewicht von 1,2 Kilogramm sondern auch über hohe Arbeitsgeschwindigkeiten und sehr kurze Ladezeiten durch 64 GB große Flash-Speicher. Ein weiteres Merkmal ist das 11,6-Zoll-Display mit einer sehr hohen Pixeldichte und einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln (Full HD).

Die neu vorgestellten MEDION-Smartphones bieten Full HD Display (1.920 x 1.080 Pixel) und sind teilweise durch Corning® Gorilla® Glass vor Beschädigungen geschützt. Dank LTE-Unterstützung und mit dem entsprechenden Mobilfunktarif ist Surfen mit bis zu 150 MBit/s möglich. Auf der Internationalen Funkausstellung im September 2015 wurde das erste MEDION Phablet vorgestellt - also eine Kombination aus Smartphone und Tablet mit großem 6-Zoll-Display. Angetrieben wird das Phablet von einem extrem leistungsfähigen Octa-Core-Prozessor (8 Kerne) mit bis zu 2 GHz Taktfrequenz und 32 GB internem Speicher. Eine weitere Innovation ist die spezielle Ladefunktion. Damit kann das Phablet per Induktion geladen werden.

Seit Anfang 2012 arbeitet MEDION mit Lenovo zusammen, um anwenderorientierte technologische Lösungen auf den Gebieten Desktop-PC, Notebook, Tablet-PC und Smartphones und bei weiteren mobilen Produkten mit Zugang zum Internet gemeinsam zu entwickeln und anschließend zur Marktreife zu bringen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte hier eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Plattformstrategien für Desktop-PCs und Notebooks sowie der Optimierung von Prozessor-Leistungsmerkmalen bei unterschiedlichen Betriebssystemen und der Verlängerung von Batterielaufzeiten durch eine Verbesserung der Energieeffizienz im Bereich der Bildschirmdarstellung.

4.2 Wirtschaftsbericht

4.2.1 Rahmenbedingungen

4.2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2015/2016 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, dem nach wie vor wichtigsten Markt für MEDION, vor allem von einer äußerst positiven Beschäftigungsentwicklung sowie unverändert günstigen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Nach dem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 % zu. Die Binnennachfrage in Deutschland und insbesondere der private und staatliche Konsum zeigten sich dynamischer als vor Jahresfrist erwartet. Die privaten Konsumausgaben expandierten mit 1,9 % noch etwas stärker als erwartet (+1,6 %). Gründe für dieses Ergebnis sind die im Vergleich zur Jahresprojektion schwächere Zunahme der Verbraucherpreise und eine bessere Entwicklung am Arbeitsmarkt. Der Anstieg des Verbraucherpreisniveaus fiel mit 0,3 % sehr niedrig aus. Ohne die Berücksichtigung der volatilen Komponenten Energie und Nahrungsmittel (Kerninflation) lag die Teuerungsrate bei 1,2 %. Maßgeblich für die Entwicklung der Verbraucherpreise war der starke Rückgang der Rohölpreise.

Die konjunkturelle Lage im Euroraum hat sich in 2015 insgesamt verbessert. Der im Jahr 2014 nach zwei Jahren Schrumpfungsprozess eingeschlagene moderate Wachstumskurs setzte sich - weitgehend unbeeindruckt von der erneuten Zuspitzung der Griechenlandkrise zur Jahresmitte 2015 - fort. Das Wirtschaftswachstum in den einzelnen Mitgliedstaaten fiel dabei homogener aus als während der europäischen Schuldenkrise. Einige der damals besonders betroffenen Mitgliedsstaaten wie Spanien und Irland entwickelten sich sogar außerordentlich dynamisch. In vielen Ländern blieb die Lage am Arbeitsmarkt jedoch angespannt. Niedrige Rohölpreise, eine expansiv ausgerichtete Geldpolitik und damit einhergehend ein günstiges Zinsniveau sowie ein niedriger Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar begünstigten die Erholung im Euroraum (vorgenannte Angaben aus dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung, S. 69 ff).

4.2.1.2 Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die MEDION-Geschäftstätigkeit in Deutschland und Europa und den weiteren Märkten, auf denen MEDION seine Produkte und Dienstleistungen anbietet, blieben im Geschäftsjahr 2015/2016 im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren im Wesentlichen unverändert.

Damit hatten unverändert die rechtlichen Rahmenbedingungen keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und es fanden auch - mit Ausnahme der berücksichtigten einmaligen periodenfremden Aufwendungen für Urheberrechtsabgaben - keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen solchen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten.

4.2.1.3 Markt für Consumer Electronics/Digitale Medien/Mobilfunkdienstleistungen

Der Markt für Consumer Electronics in Deutschland hat sich 2015 (1. Januar 2015 - 31. Dezember 2015) bei einem Gesamtumsatz von € 27,4 Mrd. (Vorjahr: € 27,5 Mrd.) mit einem leichten Rückgang um -0,4 % stabil gezeigt.1 Er entwickelte sich damit jedoch schwächer als die Gesamtwirtschaft. Nach einem Umsatzrückgang in den ersten drei Quartalen 2015 zeigte sich der Umsatz mit CE-Produkten im Gesamtjahr 2015 jedoch insgesamt unverändert zum Vorjahr. Dabei musste der Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik ein Minus von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr auf € 9,6 Mrd. hinnehmen. Positiv entwickelte sich hingegen die Sparte der privat genutzten Telekommunikation: Mit einem Plus von 10,1 % auf € 10,2 Mrd. stellt dieser Bereich damit erstmals das größte Segment des gesamten Umsatzvolumens für Consumer Electronics in Deutschland. Die privat genutzten IT-Produkte hingegen konnten den positiven Trend der vergangenen Jahre mit einem Minus von 6,3 % auf € 7,6 Mrd. in 2015 nicht fortsetzen (gfu Pressemitteilung vom 29. Februar 2016).

Unveränderte Basis für die Marktentwicklung ist die immer mehr zunehmende Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die sich auch bei Fernsehern und mobilen Endgeräten weiter fortsetzte. Die positive Entwicklung im Bereich Audio und Video bei innovativen Produkten mit verbesserter Bild- und Tonwiedergabe, größeren Bildschirmen oder gesteigerter Energieeffizienz sowie einer Vielzahl neuer Nutzungs- und Vernetzungsmöglichkeiten und die anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones stehen dem gesunkenen Absatz von Desktop-PCs und Notebooks gegenüber und sorgen somit für eine weitestgehend stabile Marktentwicklung.

1 Die Zahlenangaben für die Entwicklung im Consumer-Electronics-Markt 2015 in Deutschland stammen aus dem Consumer-Electronics-Markt-Index CEMIX, der von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgegeben wird.

TV und Audio

Wie in den Vorjahren gehörten zwar auch 2015 hochauflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten. Die intensive Wettbewerbssituation führte jedoch auch zu einem starken Preiswettbewerb. Insgesamt entwickelte sich der Absatz daher gegenüber dem Vorjahr negativ mit einem Rückgang auf 6,9 Mio. verkaufte Fernsehgeräte (-14,4 %). Beim Umsatz ist der Rückgang mit -10,9 % auf € 4 Mrd. (2014: € 4,5 Mrd.) aufgrund des Trends zu größeren Bilddiagonalen und gut ausgestatteten Geräten geringer ausgefallen. Geräte mit Bildschirmen von 37 Zoll (94 cm) und größer stellen mit knapp € 3,4 Mrd. und entsprechend 84 % (2014: 80 %) den größten Umsatzanteil. UHD, die ultrahohe Auflösung mit 8 Mio. Bildpunkten, hat sich bereits deutlich im Markt gezeigt, denn es wurden rund eine Mio. UHD-Geräte bereits 2015 verkauft.

Die positive Entwicklung des Vorjahrs setzten 2015 die Bereiche Lautsprecher und vernetzbare Audiosysteme fort. Soundbars sorgten mit € 237 Mio. für eine Umsatzsteigerung um 25 %. Bei den vernetzten Audio-Home-Systems liegt der Umsatzzuwachs bei 53 % auf € 309 Mio. Erfolgreich sind auch Dockinglautsprecher zur Audio-Wiedergabe mit Bluetooth-Funkverbindung. Hier wurden 2015 3 Mio. Stück verkauft (+50 %) und damit € 269 Mio. (+38,8 %) Umsatz generiert.

Notebook und Tablet

Die Informationstechnologie bildet mit einem um -6,3 % gesunkenen Umsatz auf € 7,6 Mrd. (Vorjahr: € 8,1 Mrd.) den kleinsten Teilmarkt im deutschen Consumer-Electronics-Markt.

Dabei waren insbesondere PCs in allen Marktsegmenten rückläufig. Alle drei PC-Sparten verzeichneten in 2015 Einbußen bei Absatz und Umsatz. Einen Rückgang um 19,5 % auf knapp 1,3 Mio. Stück erreichten Desktop-PCs. Tablet-PCs gingen um -7,5 % auf knapp 6,2 Mio. Stück und Notebooks um -5,2 % auf knapp 5,2 Mio. Stück zurück. Beim Umsatz liegen die Desktop-PCs mit -20,9 % bei knapp € 0,8 Mrd. Euro, Notebooks mit -2,4 % bei € 3,1 Mrd. und Tablet-PCs mit einer Verringerung um -11,8 % bei knapp € 1,7 Mrd. Die Gründe für die anhaltenden Rückgänge auf dem PC-Markt sind vielfältig: zum einen sorgt der anhaltende Smartphone-Boom für die Verlagerung, zum anderen geben sich inzwischen deutlich mehr Verbraucher und Unternehmen länger mit der Leistung ihrer aktuellen Personal Computer zufrieden als noch vor einem Jahrzehnt - damals wurden schnellere Prozessoren und mehr Speicher noch als sichere Kaufanreize gehandelt. Zudem macht der starke Dollar PCs in vielen Ländern der Welt teurer und bremst so die Kaufbereitschaft noch weiter aus (zitiert nach Computerwoche vom 4. Januar 2016).

Diese Entwicklung hat sich nicht nur in Deutschland und den für MEDION wichtigen zentralen europäischen Märkten gezeigt. Laut den Zahlen von IDC ist der weltweite PC-Markt in 2015 um 10,4 % zurückgegangen. Insgesamt setzten Hersteller 276,2 Mio. Computer ab. Im Jahr 2014 waren es noch 308,3 Mio. Einheiten. Der Markt hatte damit erstmals seit 2008 wieder ein Volumen von weniger als 300 Mio. Einheiten.

Smartphones

Mit einem Plus von 10,1 % auf € 10,2 Mrd. stellt der Bereich Telekommunikation erstmals das größte Segment des gesamten Umsatzvolumens für Consumer Electronics in Deutschland. Ein deutliches Wachstum verzeichneten unverändert die Smartphones. Hier steigerte sich der Umsatz um 11,4 % auf € 9,8 Mrd. und stieg die Anzahl der verkauften Geräte um 4,0 % von 24,1 Mio. auf 25,1 Mio. Stück bei einem um 7,1 % gestiegenen Durchschnittspreis von € 392.

Digitale Medien

Digitale Medien umfassen audiovisuelle Medien und Anwendungen, die als Digitalformate über das Internet an den Endnutzer vertrieben werden. Hierzu zählen digitale Videoinhalte (Filme, Serien und Shows), digitale Musik als Download oder Internet-Stream, digitale Games für verschiedene Endgeräte und elektronische Publikationen (ePublishing), also Bücher, Magazine und Zeitungen als Digitalversionen z. B. für eReader oder Tablets. Der Umsatz in Deutschland in diesem Bereich soll bei anhaltend steigender Tendenz € 2,4 Mrd. betragen haben.

Im Telekommunikationsmarkt haben sich zurückgehende Terminierungsentgelte und die hohe Wettbewerbsintensität im Markt auf den Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen belastend ausgewirkt. Positiv ist die unverändert hohe Nachfrage nach mobiler Datennutzung. Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen beispielsweise im Fotoservice oder bei Download- und Streaming-Angeboten wächst weiter; jedoch sind hier die Margen aufgrund der fehlenden Diversifizierungsmöglichkeiten und des Wettbewerbsumfelds erheblich unter Druck.

Ende 2015 betrug der von den Netzbetreibern veröffentlichte SIM-Karten-Bestand 113,8 Mio. Ein Anteil von 6,6 Mio. des SIM-Karten-Bestandes wurde für die Datenkommunikation zwischen Maschinen (M2M) eingesetzt (Ende 2014: 5,2 Mio.). Das mobile Datenvolumen steigt dabei weiter stark an. 2015 wurden 591 Mio. GB an Daten über die Mobilfunknetze übertragen (2014: 395 Mio. GB).

Um mobile Datenübertragungsdienste zu nutzen, wurden noch einmal erheblich mehr SIM-Karten in UMTS- und LTE-fähigen Endgeräten verwendet. 74,3 Mio. waren es Ende 2015 gegenüber 52,6 Mio. Geräten im Vorjahr. Statistisch entfallen auf jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner etwa 1,4 Karten. Zweit- und Drittgeräte sind aber nicht ständig in Gebrauch, sodass die Anzahl der ausschließlich aktiv genutzten SIM-Karten geringer ist. Bei der Zählung von aktiv genutzten SIM-Karten werden Karten erfasst, über die in den letzten drei Monaten kommuniziert wurde oder zu denen eine Rechnung in diesem Zeitraum gestellt wurde. Auf dieser Basis ergab sich Ende 2015 nach Erhebungen der Bundesnetzagentur eine Anzahl von 108,0 Mio. aktiven SIM-Karten (Ende 2014: 107,8 Mio.). Davon entfielen 22 % auf die Service-Provider (2014: 21 %). Rund 630.000 SIM-Karten wurden stationär genutzt. Die Zahl der aktiven SIM-Karten, die LTE nutzten, wuchs bis Ende 2015 auf über 27 Mio. (Ende 2014: 17 Mio.). Immer mehr der aktiven SIM-Karten sind Postpaid-Karten. Ende 2015 betrug deren Anteil 60 % gegenüber 58 % Ende 2014 (vorstehende Angaben aus dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur, S. 46ff).

4.2.2 Geschäftsverlauf

4.2.2.1 Geschäftsentwicklung 2015/2016

Im Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2014/2015 wurde im Ausblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/2016 erläutert, dass mit einem Umsatzrückgang von bis zu -10 % oder leicht darüber zu rechnen war, bei einem längeren Anhalten oder sogar einer weiteren Verschlechterung der Euro-US-Dollar-Parität auch ein Rückgang von Umsatz und EBIT von insgesamt -20 bis -30 % nicht ausgeschlossen werden konnte.

Dabei wurde im Bereich Personal Computer und Tablet-PCs mit einem Rückgang der Mengen und Umsätze von bis zu -10 % gerechnet, aufgrund der zunehmenden Marktsättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics, insbesondere bei TV- und Navigationsprodukten, insgesamt sogar ein Rückgang des Umsatzes im gesamten Projektgeschäft von bis zu -30 % nicht ausgeschlossen. Für das Direktgeschäft wurde zwar ein weiterer Ausbau, nicht aber eine vollständige Kompensation des Umsatzrückganges im Projektgeschäft erwartet, so dass insgesamt mit einem Umsatzrückgang von bis zu -10 % gerechnet wurde.

Das Geschäft mit Personal Computern und Tablet-PCs blieb aufgrund des schwierigen Marktumfeldes noch einmal unter den Erwartungen. Im PC-Bereich wurden Rückgänge bei Mengen und Umsätzen zwischen -10 % und -20 % realisiert. Die Absatzmenge der Tablet-PCs verringerte sich gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß in einem Korridor von bis zu -10 %, aufgrund des Marktumfeldes lag der Umsatzrückgang bei diesem Produktbereich bei über -10 %. Besser als erwartet entwickelte sich das Geschäft mit Smartphones. Sowohl umsatz- wie auch mengenmäßig wurde mit Rückgängen bis zu -50 % gerechnet, jedoch konnte das Vorjahresniveau wieder erreicht werden. Das übrige Projektgeschäft erholte sich leicht, so dass der Gesamtumsatz im Projektgeschäft mit einem Rückgang von rund -12 % am oberen Rand der Erwartungen (-10 % bis -30 %) lag.

Das Direktgeschäft lag ebenfalls im Erwartungskorridor. Der Umsatz konnte um rund 12 % gesteigert und der Rückgang des Projektgeschäftes somit, entgegen den Erwartungen, vollständig kompensiert werden.

Im Bereich des Direktgeschäftes verlief das Geschäft sowohl im Bereich der digitalen Dienstleistungen als auch beim klassischen E-Commerce erwartungsgemäß. Die Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation konnten weiter ausgebaut und stabilisiert werden und trotz zunehmend intensivem Preiswettbewerb konnten beim Fotoservice durch die Einführung neuer Produkte neue Kunden gewonnen werden. Bei den digitalen Dienstleistungen konnte so ein Umsatzwachstum im Erwartungsbereich von bis zu 10 %, im E-Commerce leicht darüber realisiert werden.

In der nachfolgenden Tabelle haben wir die Erwartungsquote und realisierte Werte gegenüber gestellt.

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Mio. € Mio. €
Leistungsindikator GJ 2014/2015 Erwartung GJ 2015/2016
--- --- --- ---
Gesamtumsatz Konzern 1.349,9 1.397,4
Umsatz ohne Konzerndienstleistungen 1.292,7 Bis zu -10 % 1.297,8
Umsatz Projektgeschäft1 622,0 -20 % bis -30 % 545,3
Umsatz Direktgeschäft 670,7 Leicht steigend 752,5
EBIT 34,3 -10 % bis -30 % 30,8
Bereinigt2 31,6

1 Ohne Konzerndienstleistungen innerhalb des Lenovo-Konzerns

2 Bereinigt um nicht operative Erträge aus Anlagenabgängen

Anders als im Vorjahr verliefen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Geschäftshalbjahre gegensätzlich. Das erste Geschäftshalbjahr lag mit einem Konzernumsatz in Höhe von € 639 Mio. über Vorjahresniveau (€ 589 Mio.) und somit deutlich über den Erwartungen. Im zweiten Geschäftshalbjahr konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum nicht mehr gesteigert werden und lagen mit € 758 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 761 Mio.). Damit liegt der Gesamtumsatz leicht über den Erwartungen.

Ergebnisseitig verliefen die beiden Geschäftshalbjahre jedoch vergleichbar. In den Monaten April bis September 2015 konnte ein EBIT in Höhe von € 7,9 Mio. erwirtschaftet werden, was eine Verminderung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von -20 % bedeutet. Bereinigt um nicht operative Erträge im Vorjahr ergibt sich allerdings eine Steigerung von 10 %, die leicht über dem um Konzerndienstleistungen bereinigten Umsatzwachstum des ersten Geschäftshalbjahres liegt.

Der anhaltend starke US-Dollar gegenüber dem Euro blieb nicht ohne Folgen für die Rentabilität. Während der Markt erwartet, eine positive Entwicklung der Euro-Dollar-Parität durch sinkende Verkaufspreise direkt weiterzugeben, ist eine Weitergabe von steigenden Einkaufspreisen durch eine Verteuerung des US-Dollars nur bedingt und auch nur schrittweise möglich. Im zweiten Geschäftshalbjahr konnte daher nur ein EBIT von € 22,9 Mio. erwirtschaftet werden, welches um rund -6 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert liegt, während der Umsatz im Vergleichszeitraum nur um rund -0,3 % zurückging.

Insgesamt liegt das erwirtschaftete EBIT um rund -10 % unter dem Vorjahr und somit am oberen Rand des Erwartungskorridors (-10 % bis -30 %).

4.2.2.2 Beteiligungen

Nach wie vor wird aus Kosten- und Effizienzgründen innerhalb des MEDION-Konzerns der Hauptteil des Umsatzes - auch im Ausland - aus der MEDION AG heraus realisiert. Im Rahmen der Internationalisierung des Direktgeschäftes werden bei Bedarf Aktivitäten auch im Ausland aufgebaut, weil es im direkten Geschäft mit Endverbrauchern vorteilhaft sein kann, lokale Besonderheiten besser zu erkennen und zu steuern.

4.2.2.3 Aktie und Dividende / Spruchstellenverfahren

Die MEDION-Aktie wird seit 2012 im Bereich "Geregelter Markt" der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Aufgrund der Mehrheitsübernahme durch Lenovo und des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird die MEDION-Aktie in keinem Index mehr abgebildet, erhält keine Coverage mehr von Analysten und wird an den Börsen Frankfurt und Düsseldorf nur noch mit Tagesumsätzen von wenigen Stück gehandelt. Die Kursentwicklung hat mit der operativen Performance des Unternehmens nichts mehr zu tun und ist getragen von wenigen, meist zufälligen, Kauf- oder Verkaufsentscheidungen der Anleger. MEDION zahlt seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 keine Dividende mehr.

In dem 2012 eingeleiteten Spruchstellenverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungsangebot und Ausgleichszahlung hat bis Mitte Mai 2016 noch keine erste mündliche Verhandlung stattgefunden.

4.2.3 Lage des Konzerns

4.2.3.1 Ertragslage

ERTRAGSLAGE

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2015-31.03.2016 01.04.2014-31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 1.397,4 100,0 1.349,9 100,0 47,5 3,5
Materialeinsatz -1.183,7 -84,7 -1.146,4 -84,9 -37,3 -3,3
Rohertrag 213,7 15,3 203,5 15,1 10,2 5,0
Personalaufwand -55,0 -3,9 -53,4 -4,0 -1,6 -3,0
Sonstige Aufwendungen und Erträge -124,9 -8,9 -112,6 -8,3 -12,3 -10,9
Abschreibungen -3,0 -0,2 -3,2 -0,2 0,2 6,3
EBIT 30,8 2,3 34,3 2,6 -3,5 -10,2
Finanzergebnis -0,4 0,0 0,6 0,0 -1,0 <-100,0
EBT 30,4 2,3 34,9 2,6 -4,5 -12,9
Steuern -7,1 -0,5 -7,1 -0,5 0,0 0,0
Konzernergebnis 23,3 1,8 27,8 2,1 -4,5 -16,2

Umsatzentwicklung

Die Umsätze konnten von € 1.349,9 Mio. im Geschäftsjahr 2014/2015 um € 47,5 Mio. (3,5 %) auf € 1.397,4 Mio. gesteigert werden. Maßgebliche Begründung hierfür ist die Ausweitung der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern, die von € 57,2 Mio. im Vorjahr um € +42,4 Mio. auf € 99,6 Mio. erhöht wurden. Um diese konzerninternen Dienstleistungen bereinigt konnte MEDION mit einem Umsatz von € 1.297,8 Mio. das Vorjahresniveau (€ 1.292,7 Mio.) halten und liegt somit umsatzseitig über den Erwartungen. Im Ausblick des Vorjahresberichtes wurde ein Umsatzrückgang in der Größenordnung von bis zu -10 %, bei anhaltender oder weiterer Verschlechterung der Euro-US-Dollar-Parität auch ein Rückgang von bis zu -30 % nicht ausgeschlossen. Im Zwischenbericht zum 31. Dezember 2015 wurde diese Umsatzerwartung bereits korrigiert.

UMSÄTZE NACH REGIONEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2015-31.03.2016 01.04.2014-31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 988,1 70,7 958,4 71,0 29,7 3,1
Europa 257,3 18,4 272,3 20,2 -15,0 -5,5
Übriges Ausland 152,0 10,9 119,2 8,8 32,8 27,5
Umsatz 1.397,4 100,0 1.349,9 100,0 47,5 3,5

Deutschland bleibt wichtigster Markt für MEDION. Der Umsatzanteil liegt mit 70,7 % auf Niveau des Vorjahres (71,0 %), insgesamt haben sich die Umsätze in Deutschland leicht um € 29,7 Mio. auf € 988,1 Mio. (Vorjahr: € 958,4 Mio.) erhöht. Die Umsätze im übrigen Europa gingen hingegen von € 272,3 Mio. um € -15,0 Mio. (-5,5 %) auf € 257,3 Mio. zurück. Der Anstieg der Umsätze im Übrigen Ausland von 8,8 % auf einen Anteil von 10,9 % resultiert aus der Ausweitung der Kundenservice-Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern.

Neben diesen dem MEDION-Geschäftsmodell entsprechenden Regionen erfolgt die Vertriebssteuerung zusätzlich in Anlehnung an die Vertriebsorganisation und regionalen Verantwortungen im Lenovo-Konzern:

In der Region Central werden die DACH-Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammengefasst.
Die skandinavischen Länder, Beneluxstaaten und Frankreich repräsentieren die Region North.
Großbritannien und Irland sind zu UKI zusammengefasst und die Region South umfasst im MEDION-Vertrieb gegenwärtig nur Spanien und Portugal.
Alle übrigen Länder Europas und Asiens, in denen MEDION lediglich situative Geschäftsopportunitäten zur Verwertung nutzt, sowie die USA und Australien sind unter dem Übrigen Ausland zusammengefasst.

UMSÄTZE NACH REGIONEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2015-31.03.2016 01.04.2014-31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Central 1.059,2 75,8 1.025,9 76,0 33,3 3,2
North 113,8 8,1 127,9 9,5 -14,1 -11,0
South 44,8 3,2 46,9 3,5 -2,1 -4,5
UKI 16,0 1,2 17,8 1,3 -1,8 -10,1
Übriges Ausland 163,6 11,7 131,4 9,7 32,2 24,5
Umsatz 1.397,4 100,0 1.349,9 100,0 47,5 3,5

Da die Umsätze in Deutschland als wichtigster Markt für MEDION gewachsen sind, entwickelte sich die Region Central entsprechend. Während die Umsätze in UKI und South nur leicht unter dem Vorjahresniveau blieben, ging der Umsatz in der Region North deutlicher um € -14,1 Mio. zurück, im Wesentlichen in den Benelux-Ländern.

Im Übrigen Ausland stehen dem Anstieg der Umsätze im Rahmen der erweiterten Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern Rückgänge in den Nicht-Kernmärkten, insbesondere Osteuropa, entgegen.

Rohertrag

Die Rohertragsquote konnte zwar nochmals von 15,1 % im Vorjahr auf 15,3 % verbessert werden. Diese Verbesserung ist jedoch begründet durch die im zweiten Geschäftshalbjahr erweiterten Konzerndienstleistungen, mit denen überdurchschnittliche Roherträge erzielt werden. Bereinigt um diese Dienstleistungen ergibt sich eine Reduzierung der Rohertragsmarge im klassischen MEDION-Geschäft von 13,6 % im Vorjahr auf 12,9 % in 2015/2016. Zurückzuführen ist dieses auf die anhaltende Verteuerung des US-Dollars und deren Auswirkungen auf den Hardwarebereich sowie auf einen ebenfalls zunehmenden Preisdruck im Direktgeschäft.

Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2015/2016 waren durchschnittlich 989 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im MEDION-Konzern beschäftigt (Vorjahr: 988). Der Anstieg des Personalaufwandes um € 1,6 Mio. auf € 55,0 Mio. (Vorjahr: € 53,4 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Grad der Spezialisierung und Professionalisierung einiger Funktionen innerhalb des MEDION-Konzerns, dem Aufbau von Spezialisten in Vertriebsfunktionen sowie im Direktgeschäft und höheren Aufwendungen für Sachbezüge, denen entsprechende sonstige betriebliche Erträge gegenüberstehen.

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GJ 2015/2016 GJ 2014/2015
Personalaufwand, gesamt in T€ 54.969 53.384
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 989 988
Personalaufwand pro Mitarbeiter in € 55.580 54.032

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN/ERTRÄGE

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Mio. € Mio. € Mio. € %
01.04.2015-31.03.2016 01.04.2014-31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- ---
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen -105,6 -97,3 -8,3 -8,5
davon Marketing -31,6 -35,2 3,6 10,2
davon Kundenservice -54,4 -42,8 -11,6 -27,1
davon Sonstiges -19,6 -19,3 -0,3 -1,6
Verwaltungsaufwendungen -21,9 -18,5 -3,4 -18,4
Betriebsaufwendungen -3,3 -3,4 0,1 2,9
Übrige -1,2 -1,6 0,4 25,0
-132,0 -120,8 -11,2 -9,3
Sonstige betriebliche Erträge 7,1 8,2 -1,1 -13,4
Saldo -124,9 -112,6 -12,3 -10,9

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 11,2 Mio. auf € 132,0 Mio. (Vorjahr: € 120,8 Mio.) ist hauptsächlich begründet durch den Anstieg der Vertriebsaufwendungen von € 97,3 Mio. im Vorjahr um € 8,3 Mio. auf € 105,6 Mio.

Während die Aufwendungen für den Kundenservice im Rahmen der Erbringung von Serviceleistungen für Lenovo-Produkte um € 11,6 Mio. auf € 54,4 Mio. (Vorjahr: € 42,8 Mio.) anstiegen, konnten die Aufwendungen für Marketing um € 3,6 Mio. von € 35,2 Mio. auf € 31,6 Mio. reduziert werden. Gegenläufig entwickelten sich die Verwaltungsaufwendungen. Der Anstieg von € 18,5 Mio. um € 3,4 Mio. auf € 21,9 Mio. erklärt sich maßgeblich durch höhere Aufwendungen für EDV im Rahmen des Ausbaus der digitalen Dienstleistungen und durch höhere Transaktionsgebühren im klassischen Onlinehandel.

Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge um € 1,1 Mio. auf € 7,1 Mio. (Vorjahr: € 8,2 Mio.) resultiert überwiegend daraus, dass im Vorjahr Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von € 2,7 Mio. realisiert wurden. Dem stehen im abgelaufenen Geschäftsjahr höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie höhere Erträge aus Sachbezügen gegenüber.

Abschreibungen

Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr mit € 3,0 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 3,2 Mio.). Dieses gilt sowohl für die Abschreibungen auf Sachanlagen (€ 1,4 Mio.; Vorjahr: € 1,4 Mio.) als auch für die Abschreibungen auf Software und Lizenzen (€ 1,6 Mio.; Vorjahr: € 1,8 Mio.).

Operatives Ergebnis (EBIT)

Das erwirtschaftete operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von € 30,8 Mio. liegt um € 3,5 Mio. (-10,2 %) unter dem Vorjahr (€ 34,3 Mio.) und somit am oberen Rand des Erwartungskorridors von -10 % bis -30 %.

Bereinigt man das ausgewiesene EBIT des Vorjahres um die realisierten Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen, ergibt sich nur noch eine Verminderung des EBIT von € 0,8 Mio. oder -2,5 % (bereinigtes Vorjahr: € 31,6 Mio.). Somit läge das erwirtschaftete EBIT zwar insgesamt über den Erwartungen, unterstreicht jedoch aufgrund des über den Erwartungen liegenden Wachstums des profitableren Direktgeschäftes eine weiter angespannte Profitabilität im Projektgeschäft.

Finanzergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MEDION erstmalig seit vielen Jahren mit € -0,4 Mio. wieder ein negatives Finanzergebnis realisiert, welches um € 1,0 Mio. unter dem Vorjahresertrag (€ 0,6 Mio.) liegt. Dieses resultiert maßgeblich aus der Wiederaufnahme von ABS-Transaktionen (€ -0,4 Mio.) im November 2015 im Rahmen einer Konzernentscheidung sowie aus marktbedingt geringeren Zinserträgen aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln innerhalb des Lenovo-Konzerns (€ -0,4 Mio.).

Ertragsteuern

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Mio. € Mio. €
GJ 2015/2016 GJ 2014/2015
--- --- ---
Effektive zahlungswirksame Steuern 2,9 1,7
Steuern für Vorjahre 0,1 0,3
Latente Ertragsteuern -0,7 -0,7
Steuerumlage vom Organträger 4,8 5,8
Ertragsteueraufwand 7,1 7,1

Die effektiv zahlungswirksamen Steuern betreffen im Wesentlichen die Tochtergesellschaften der MEDION AG.

Vor dem Hintergrund des seit dem 1. April 2012 wirksamen Gewinnabführungsvertrages der MEDION AG mit der Lenovo Germany Holding GmbH sind die steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG für die Dauer des Gewinnabführungsvertrages nicht nutzbar.

Bedingt durch einen Steuerumlagevertrag zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG werden bei MEDION € 4,8 Mio. als Umlagen vom Organträger ausgewiesen.

4.2.3.2 Segmente

Der MEDION-Konzern hat bislang gemäß IFRS 8 entsprechend der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projekt- und Direktgeschäft berichtet. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Consumer Electronics mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik, für die Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch MEDION erbracht werden. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen im Rahmen der so genannten Primary-Sales-Prozesse (von der Produktidee bis zur Distribution) bis zum After-Sales-Support (vom Retourenhandling bis zum Gewährleistungsmanagement).

Das Angebot solcher umfangreichen Dienstleistungen bedarf naturgemäß einer hinreichenden Auftragssicherheit und Größenordnung. Beim Projektgeschäft handelt es sich daher grundsätzlich um so genanntes Volumengeschäft.

Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel, wobei grundsätzlich nur einzelne Elemente entlang der Wertschöpfungskette zur Anwendung kommen.

Naturgemäß ist das Direktgeschäft nicht durch vorlaufende Auftragseingänge gekennzeichnet, sondern vielmehr durch Kundentreue. Im Hardwarebereich ist es MEDION bislang immer gelungen, durch gezielte Bewerbung ein hohes Kundenaufkommen zu generieren und somit einen verlässlichen Basisumsatz zu realisieren. Der Bereich der digitalen Dienstleistungen ist durch eine sehr hohe Kundenloyalität und somit wiederkehrende Umsätze gekennzeichnet, die man als verlässliches Grundgeschäft bezeichnen kann.

Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 weist MEDION entsprechend der erweiterten Management-Berichterstattung die für den Lenovo-Konzern erbrachten Konzerndienstleistungen gesondert vom Projektgeschäft aus, in dem sie bislang ausgewiesen wurden. Hintergrund ist, dass die Größenordnungen der Dienstleistungen im Bereich Kundenservice die Servicevolumina für die eigenen MEDION-Produkte übersteigen. Daher erfolgt seit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 ein gesonderter Ausweis dieser Dienstleistungen. Diese umfassen neben den erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Kundenservice auch weitere Dienstleistungen im Rahmen von Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Als "Überleitung Konzern" werden nach wie vor Konsolidierungseffekte sowie sonstige Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.

UMSÄTZE NACH SEGMENTEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2015-31.03.2016 01.04.2014-31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Projektgeschäft* 545,3 39,0 622,0 46,1 -76,7 -12,3
Konzerndienstleistungen* 99,6 7,1 57,2 4,2 42,4 74,1
Direktgeschäft 752,5 53,9 670,7 49,7 81,8 12,2
Überleitung Konzern 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -
Umsatz 1.397,4 100,0 1.349,9 100,0 47,5 3,5

* Vorjahreswerte angepasst

Der Umsatz des Projektgeschäftes hat sich gemäß dem oberen Rand der Erwartungen um € -76,7 Mio. (-12,3 %) von € 622,2 Mio. im Vorjahr auf € 545,3 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr vermindert.

Dieser Rückgang konnte durch ein erneutes Wachstum im Direktgeschäft, insbesondere durch Ausweitung digitaler Dienstleistungen, kompensiert werden. Hier stieg der Umsatz von € 670,7 Mio. im Vorjahr um € 81,8 Mio. auf € 752,5 Mio. an. Damit erhöhte sich der Umsatzanteil des Direktgeschäftes am Gesamtumsatz von 49,7 % im Vorjahr auf 53,9 % im abgelaufenen Geschäftsjahr und die Umsatzentwicklung des Direktgeschäftes lag im Erwartungskorridor. Der Anstieg der Konzerndienstleistungen ist begründet durch die Erweiterung der zu bedienenden Lenovo-Produkte und -Regionen im Bereich des Kundenservice.

EBIT NACH SEGMENTEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2015-31.03.2016 01.04.2014-31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Projektgeschäft* 3,9 12,7 8,9 25,9 -5,0 -56,2
Konzerndienstleistungen* 1,4 4,5 1,3 3,8 0,1 7,7
Direktgeschäft 25,5 82,8 21,5 62,7 4,0 18,6
Überleitung Konzern 0,0 0,0 2,6 7,6 -2,6 -100,0
Umsatz 30,8 100,0 34,3 100,0 -3,5 -10,2

* Vorjahreswerte angepasst

Da die Steuerung von Projekt- und Direktgeschäft unterschiedlich ist und die Umsätze entsprechend getrennt aufgezeichnet werden, können auch Großteile der Aufwendungen eindeutig zugeordnet werden. Seit 2014/2015 gilt dieses auch für die erbrachten Dienstleistungen im Lenovo-Konzern. Indirekte Aufwendungen oder Aufwendungen für Maßnahmen, die alle Unternehmensbereiche betreffen, werden nach plausiblen Verteilungsschlüsseln zugeordnet. Das können beispielsweise Umsatzschlüssel oder Anzahl von Aktionen sein.

Die Entwicklung des operativen Ergebnisses nach Segmenten zeigt die Erfolge der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfeld- und Produktpolitik. Das operative Ergebnis im Direktgeschäft konnte um € 4,0 Mio. (+18,6 %) gesteigert werden und beträgt € 25,5 Mio. nach € 21,5 Mio. im Vorjahr. In dieser im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionalen Steigerung des EBIT im Direktgeschäft sind jedoch einmalige Erträge enthalten. Ohne diese läge das EBIT trotz Umsatzwachstums erwartungsgemäß auf Vorjahresniveau, was die zunehmende Wettbewerbsintensität sowohl im Onlinehandel mit Consumer-Electronics-Produkten als auch im Telekommunikationsgeschäft unterstreicht.

Gegensätzlich entwickelte sich das Projektgeschäft. Dem Umsatzrückgang von -12,3 % steht ein überproportionaler Rückgang im EBIT in Höhe von € -5,0 Mio. (-56,2 %) gegenüber. Das EBIT verminderte sich somit auf € 3,9 Mio. nach € 8,9 Mio. im Vorjahr. Allerdings ist das Projektgeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr durch einmalige periodenfremde Aufwendungen für Urheberrechtsabgaben belastet.

Bei den Konzerndienstleistungen liegt das EBIT in diesem Segment trotz Umsatzwachstums in Höhe von 74,1 % nur auf Vorjahresniveau. Dieses ist jedoch dadurch begründet, dass sich in der noch andauernden Aufbauphase der Übernahme von Servicedienstleistungen noch eine Reihe von Regionen, Prozessen, Produkt- und Materialarten verändern. Dadurch sind im Geschäftsjahr 2014/2015 noch periodenfremde Erträge, im Geschäftsjahr 2015/2016 periodenfremde Aufwendungen im für die Konzerndienstleistungen ausgewiesenen EBIT enthalten. Nachhaltig wird mit einem relativ stabilen EBIT in Höhe von rund 2 % vom Umsatz gerechnet. Sämtliche Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern werden nach steuerrechtlich gültigen und unter fremden Dritten üblichen Konditionen vergütet.

Der positive Ergebnisbeitrag aus der Überleitung Konzern im Vorjahr in Höhe von € 2,6 Mio. betraf Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen.

4.2.3.3 Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur (IFRS)

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
31.03.2016 31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 22,7 3,0 23,1 3,1 -0,4 -1,7
Immaterielle Vermögenswerte 5,1 0,7 3,5 0,5 1,6 45,7
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0,9 0,1 1,2 0,2 -0,3 -25,0
Aktive latente Steuern 5,0 0,7 4,6 0,6 0,4 8,7
Langfristige Vermögenswerte 33,7 4,5 32,4 4,4 1,3 4,0
Vorräte 244,2 32,0 208,0 27,8 36,2 17,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 200,1 26,2 210,6 28,1 -10,5 -5,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 185,4 24,3 180,1 24,0 5,3 2,9
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 152,6 20,0 100,0 13,4 52,6 52,6
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 46,3 6,0 56,5 7,5 -10,2 -18,1
Zahlungsmittel/-äquivalente 53,7 7,0 61,3 8,2 -7,6 -12,4
Kurzfristige Vermögenswerte 729,7 95,5 716,5 95,6 13,2 1,8
Summe Aktiva 763,4 100,0 748,9 100,0 14,5 1,9
Eigenkapital 417,7 54,7 418,9 55,9 -1,2 -0,3
abzgl. erworbener eigener Aktien -46,4 -6,1 -46,4 -6,2 0,0 0,0
Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) 371,3 48,6 372,5 49,7 -1,2 -0,3
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 8,0 1,0 9,1 1,2 -1,1 -12,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114,1 14,9 152,7 20,4 -38,6 -25,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20,5 2,7 22,9 3,1 -2,4 -10,5
davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung 20,5 2,7 22,9 3,1 -2,4 -10,5
Steuerrückstellungen 2,0 0,3 4,5 0,6 -2,5 -55,6
Übrige Rückstellungen 157,6 20,6 173,7 23,2 -16,1 -9,3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 89,9 11,9 11,4 1,5 78,5 > 100,0
Passive latente Steuern 0,0 0,0 2,1 0,3 -2,1 -100,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 384,1 50,4 367,3 49,1 16,8 4,6
Summe Passiva 763,4 100,0 748,9 100,0 14,5 1,9

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich zum 31. März 2016 im Vergleich zum 31. März 2015 leicht um € 14,5 Mio. (1,9 %) auf € 763,4 Mio. (31. März 2015: € 748,9 Mio.).

Auf der Aktivseite ist der Anstieg der Bilanzsumme nahezu vollständig durch den Anstieg des Vorratsvermögens begründet. Dieser Anstieg um € 36,2 Mio. auf € 244,2 Mio. (Vorjahr: € 208,0 Mio.) resultiert aus dem Ausbau des Direktgeschäftes im klassischen E-Commerce und dem Ausbau der internationalen Vertriebsaktivitäten im Projektgeschäft. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich stichtagsbedingt (Ostergeschäft) um € 10,5 Mio. auf € 200,1 Mio. (Vorjahr: € 210,6 Mio.). Ebenso stichtagsbedingt gingen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 38,6 Mio. auf € 114,1 Mio. (Vorjahr: € 152,7 Mio.) zurück. Damit hat sich insgesamt das Working Capital um € 64,3 Mio. auf € 330,2 Mio. (Vorjahr: € 265,9 Mio.) erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen blieben mit € 185,4 Mio. leicht über Vorjahresniveau (€ 180,1 Mio.). Berücksichtigt man, dass sich die Bereitstellung liquider Mittel dabei um € 52,6 Mio. von € 100,0 Mio. auf € 152,6 Mio. erhöht hat, ergibt sich für die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Dienstleistungen ein Rückgang von € 80,1 Mio. im Vorjahr um € 47,3 Mio. auf € 32,8 Mio. Die temporär höheren Forderungen im Vorjahr resultieren aus einer Umstellung der Zahlungs- und Verrechnungsprozesse. Bezieht man die innerkonzernlichen Dienstleistungen in die Betrachtung mit ein, hat sich das Working Capital nur leicht von € 346,0 Mio. im Vorjahr auf € 363,0 Mio. erhöht.

Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von € 56,5 Mio. im Vorjahr um € 10,2 Mio. auf € 46,3 Mio. begründet sich maßgeblich durch einen Rückgang von Derivaten in Höhe von € 10 Mio.

Das Eigenkapital liegt mit € 371,3 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 372,5 Mio.), aufgrund der leicht höheren Bilanzsumme ermäßigte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 48,6 % (Vorjahr: 49,7 %) und liegt somit erneut knapp unter 50 %. Aufgrund der durch die stetige Ausweitung der Erbringung von Servicedienstleistungen für Lenovo notwendigen höheren Bevorratung von Servicematerialien und des geplanten Ausbaus des Direktgeschäftes sowie des internationalen Vertriebs ist nicht absehbar, ob die Eigenkapitalquote des MEDION-Konzerns dauerhaft unter 50 % bleibt.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen von € 173,7 Mio. im Vorjahr um € 16,1 Mio. auf € 157,6 Mio. resultiert aus mehreren Sachverhalten. Den bei der Segmentberichterstattung genannten periodenfremden Aufwendungen für Urheberrechtsabgaben stehen geringere Zuführungen von Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und aus nachlaufenden Geschäften aus den erbrachten Vertriebsdienstleistungen für Lenovo gegenüber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 20,5 Mio. zum 31. März 2016 betreffen, wie schon im Vorjahr (€ 22,9 Mio.), ausschließlich Verpflichtungen zur Gewinnabführung.

Der deutliche Anstieg der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von € 11,4 Mio. im Vorjahr um € 78,5 Mio. auf € 89,9 Mio. ist mit € 73,1 Mio. begründet durch die Wiederaufnahme des ABS-Programmes.

Kapitalflussrechnung

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Mio. € Mio. € Mio. € %
CASHFLOW 01.04.2015-31.03.2016 01.04.2014-31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- ---
Betriebsergebnis (EBIT) 30,8 34,3 -3,5 -10,2
Planmäßige Abschreibungen sowie andere zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2,3 6,7 -4,4 -65,7
Brutto Cashflow 33,1 41,0 -7,9 -19,3
Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen* -65,0 -71,4 6,4 9,0
Veränderungen der übrigen Rückstellungen -16,6 22,8 -39,4 < -100,0
Aus-/Einzahlungen für Steuern -4,9 -0,8 -4,1 < -100,0
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -53,4 -8,4 -45,0 < -100,0
Mittelab-/-zufluss aus Investitionstätigkeit -4,2 2,4 -6,6 < -100,0
Free Cashflow -57,6 -6,0 -51,6 < -100,0
Auszahlung Gewinnabführung Vorjahre -22,9 -24,1 1,2 5,0
Netto-Zahlungen Finanzverbindlichkeiten 73,0 0,7 72,3 > 100,0
Mittelzu-/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit 50,1 -23,4 73,5 > 100,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -7,5 -29,4 21,9 74,5
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -0,1 0,4 -0,5 < -100,0
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres* 61,3 90,3 -29,0 -32,1
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres* 53,7 61,3 -7,6 -12,4

* Ausweisänderung: Die Bereitstellung von Liquidität an verbundene Unternehmen wird im Netto-Umlaufvermögen ausgewiesen (Vorjahreswerte ebenfalls angepasst)

Nach einem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit im Vorjahr in Höhe von € -8,4 Mio. lässt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € -53,4 Mio. feststellen. Begründet ist der um € 45,0 Mio. höhere Mittelabfluss aus einem Rückgang der übrigen Rückstellungen in Höhe € 16,6 Mio., dem eine Rückstellungserhöhung im Vorjahr in Höhe von € 22,8 Mio. gegenüber steht. Ursachen hierfür sind geringere ausstehende Rechnungen, vorrangig für Retouren, sowie eine geringere Zuführung der Gewährleistungsrückstellung.

Dem Mittelzufluss aufgrund von Anlagenverkäufen im Vorjahr steht im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von € 4,2 Mio. gegenüber. Investiert wurde hauptsächlich in Software und EDV-Anlagen (€ 3,5 Mio.).

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 50,1 Mio. beinhaltet die Auszahlung der Gewinnabführung für das vorangegangene Geschäftsjahr und den Zufluss aus ABS-Transaktionen.

Entsprechend ergibt sich für das Berichtsjahr eine Minderung des Finanzmittelfonds von € -7,6 Mio. und im Vorjahr in Höhe von € -29,0 Mio. Im gleichen Zusammenhang ist jedoch auch die erhöhte Bereitstellung kurzfristiger Liquidität an Lenovo in Höhe von € +52,6 Mio. im Zuge von Konzernüberlegungen zu nennen, da dieser Posten im Vorjahresbericht noch in den Finanzmittelfonds mit einbezogen wurde.

Stichtagsliquidität

Durch die vereinbarten Finanzierungsrahmenbedingungen im Wege der Integration in den Lenovo-Konzern erfolgen die Anlagen liquider Mittel nicht mehr durch MEDION selbst, sondern durch den Lenovo-Konzern. Die sonst durch MEDION angelegte Liquidität wird temporär dem Konzern zur Verfügung gestellt und zu marktüblichen Bedingungen sowie unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen verzinst. Diese Beträge werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und reduzieren daher den in der MEDION-Bilanz ausgewiesenen Liquiditätssaldo. Darüber hinaus nimmt MEDION seit November 2015 wieder an einem ABS-Programm teil, um innerhalb des Lenovo-Konzerns temporär eine höhere Liquidität zur Verfügung stellen zu können. Unter Berücksichtigung der im Konzern zur Verfügung gestellten Liquidität hat sich die dem MEDION-Konzern insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität von € 161,3 Mio. im Vorjahr um € 45,0 Mio. auf € 206,3 Mio. erhöht. Unter Berücksichtigung der ABS-Verbindlichkeiten ergibt sich jedoch eine Reduzierung der Netto-Liquidität von € 161,3 Mio. im Vorjahr auf € 133,2 Mio. zum 31. März 2016.

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Mio. € Mio. €
31.03.2016 31.03.2015
--- --- ---
In Bilanz ausgewiesene Liquidität 53,7 61,3
Zuzüglich im Konzern angelegter Mittel 152,6 100,0
Gesamt-Liquidität 206,3 161,3
Abzüglich Netto-ABS-Verbindlichkeiten -73,1 0,0
Netto-Liquidität 133,2 161,3

Der MEDION-Konzern verfügt nach wie vor über eine deutlich positive "Net Cash"-Position. Ebenso verfügt MEDION mit dem hohen Eigenkapital von € 371,3 Mio., einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 48,6 % und einer Liquidität inklusive der Geldanlagen im Konzern (€ 152,6 Mio.) von € 206,3 Mio. über sehr gute Finanzierungsrahmenbedingungen.

4.2.3.4 MEDION AG (ergänzende Erläuterungen auf Basis HGB)

Der Lagebericht der MEDION AG und der Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2015/2016 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der MEDION AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Da das MEDION-Geschäft nahezu vollständig über die MEDION AG abgewickelt und aus Gründen der bekannten Kosteneffizienz entsprechend zentral gesteuert wird, entspricht die Ertrags- sowie die Vermögens- und Finanzlage im Wesentlichen den Informationen über die wirtschaftliche Lage des MEDION-Konzerns.

Ertragslage MEDION AG nach HGB

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
GJ 2015/2016 GJ 2014/2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 1.357,2 100,0 1.310,1 100,0 47,1 3,6
Materialeinsatz -1.158,9 -85,4 -1.118,5 -85,4 -40,4 -3,6
Rohertrag 198,3 14,6 191,6 14,6 6,7 3,5
Personalaufwand -34,1 -2,5 -33,8 -2,6 -0,3 -0,9
Sonstige Aufwendungen und Erträge -137,3 -10,1 -128,9 -9,8 -8,4 -6,5
Abschreibungen -2,9 -0,2 -3,1 -0,2 0,2 6,5
EBIT 24,0 1,8 25,8 2,0 -1,8 -7,0
Finanzergebnis 2,4 0,1 3,6 0,3 -1,2 -33,3
EBT 26,4 1,9 29,4 2,3 -3,0 -10,2
Steuern -5,9 -0,4 -6,9 -0,5 1,0 14,5
Ergebnis MEDION AG vor Gewinnabführung 20,5 1,5 22,5 1,8 -2,0 -8,9

Die MEDION AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von € 1.357,2 Mio., was 97,1 % des Konzernumsatzes entspricht (Vorjahr: 97,0 %). Der Konzernentwicklung entsprechend ist dieses Umsatzwachstum maßgeblich durch eine Ausweitung der für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen begründet.

Die durch die MEDION AG erwirtschaftete Rohertragsmarge liegt mit 14,6 % auf Vorjahresniveau (14,6 %) und entsprechend leicht unter dem Niveau der Konzern-Rohertragsmarge (15,3 %; Vorjahr: 15,1 %). Begründet ist dieses im Wesentlichen durch die Tatsache, dass die ausländischen Tochtergesellschaften nahezu ausschließlich das profitablere Direktgeschäft betreiben.

Der Personalaufwand der MEDION AG lag im Geschäftsjahr 2015/2016 mit € 34,1 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (€ 33,8 Mio.). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Vollzeitäquivalente) der MEDION AG lag mit 509 leicht über Vorjahresniveau (496), im Wesentlichen aufgrund des Aufbaus von Spezialisten im Rahmen des Ausbaus des Direktgeschäftes.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge der MEDION AG nach HGB

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Mio. € Mio. € Mio. € %
GJ 2015/2016 GJ 2014/2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- ---
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen -127,1 -116,3 -10,8 -9,3
davon Marketing -31,6 -35,2 3,6 10,2
davon Kundenservice -73,6 -60,3 -13,3 -22,1
davon Sonstiges -21,9 -20,8 -1,1 -5,3
Verwaltungsaufwendungen -20,4 -17,1 -3,3 -19,3
Betriebsaufwendungen -2,3 -2,5 0,2 8,0
Übrige -1,9 -1,3 -0,6 -46,2
-151,7 -137,2 -14,5 -10,6
Sonstige betriebliche Erträge 14,4 8,3 6,1 73,5
Saldo -137,3 -128,9 -8,4 -6,5

Da im MEDION-Konzern der maßgebliche Anteil des Geschäftes durch die MEDION AG realisiert wird und sich die Organisationsstrukturen entsprechend hauptsächlich in der AG befinden, lässt sich auch die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge mit der des Konzerns vergleichen. Die höheren Aufwendungen für Kundenservice gegenüber den im Konzern ausgewiesenen Aufwendungen resultieren allein aus der internen Verrechnung von Aufwendungen von den Servicegesellschaften des MEDION-Konzerns an die MEDION AG.

Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr begründet sich hauptsächlich durch höhere Rechts- und Beratungskosten sowie höhere Transaktionsgebühren im Zusammenhang mit dem Ausbau des Direktgeschäftes.

Die sonstigen betrieblichen Erträge der MEDION AG liegen mit € 14,4 Mio. um € 7,3 Mio. höher als die im MEDION-Konzern ausgewiesenen (€ 7,1 Mio.). Dieses resultiert im Wesentlichen aus höheren hier ausgewiesenen Auflösungen von Rückstellungen, überwiegend für Lizenzen und Schutzrechte.

Der insgesamt ausgewiesene Rückgang des Finanzergebnisses von € 3,6 Mio. im Vorjahr um € -1,2 Mio. auf € 2,4 Mio. ist analog dem Finanzergebnis im Konzern begründet durch die Wiederaufnahme von ABS-Transaktionen im November 2015 im Rahmen einer Konzernentscheidung (€ -0,4 Mio.) und durch geringere Zinserträge aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln innerhalb des Lenovo-Konzerns (€ -0,4 Mio.). Weiterhin ermäßigte sich die Vereinnahmung von Dividenden von € 3,0 Mio. im Vorjahr um € -0,2 Mio. auf € 2,8 Mio.

Aufgrund eines Steuerumlagevertrages zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG sind in den im Steueraufwand von € 5,9 Mio. (Vorjahr: € 6,9 Mio.) enthaltenen Ertragsteuern der MEDION AG in Höhe von € 5,7 Mio. (Vorjahr: € 6,6 Mio.) Umlagen vom Organträger in Höhe von € 4,8 Mio. (Vorjahr: € 5,8 Mio.) enthalten.

Der im Geschäftsjahr 2015/2016 erwirtschaftete Jahresüberschuss der MEDION AG vor Gewinnabführung liegt mit € 20,5 Mio. (1,5 % vom Umsatz) trotz Umsatzwachstums in Höhe von 3,6 % um € 2,0 Mio. (-8,9 %) unter dem Vorjahresniveau von € 22,5 Mio. (1,8 % vom Umsatz).

Bilanzstruktur der MEDION AG nach HGB

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
31.03.2016 31.03.2015 GJ 2015/2016 zu GJ 2014/2015
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen 31,5 4,2 30,2 4,2 1,3 4,3
Langfristige Vermögenswerte 31,5 4,2 30,2 4,2 1,3 4,3
Vorräte 244,3 32,8 207,8 28,8 36,5 17,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 195,7 26,3 206,6 28,6 -10,9 -5,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 191,2 25,7 186,7 25,8 4,5 2,4
Flüssige Mittel 36,0 4,8 45,8 6,3 -9,8 -21,4
Übrige Vermögenswerte 45,1 6,2 45,8 6,3 -0,7 -1,5
Kurzfristige Vermögenswerte 712,3 95,8 692,7 95,8 19,6 2,8
Summe Aktiva 743,8 100,0 722,9 100,0 20,9 2,9
Eigenkapital 366,1 49,2 366,1 50,6 0,0 0,0
Langfristige Rückstellungen 5,5 0,7 5,0 0,7 0,5 10,0
Steuerrückstellungen 0,0 0,0 3,3 0,5 -3,3 -100,0
Sonstige Rückstellungen 154,3 20,7 170,0 23,5 -15,7 -9,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 109,9 14,8 142,3 19,7 -32,4 -22,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24,9 3,3 26,7 3,7 -1,8 -6,7
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 83,1 11,3 9,5 1,3 73,6 > 100,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 372,2 50,1 351,8 48,7 20,4 5,8
Summe Passiva 743,8 100,0 722,9 100,0 20,9 2,9

Die Bilanzsumme der MEDION AG hat sich zum 31. März 2016 im Vergleich zum 31. März 2015 um € 20,9 Mio. (2,9 %) auf € 743,8 Mio. erhöht (Vorjahr: € 722,9 Mio.). Auf der Aktivseite ist dieses hauptsächlich begründet durch einen Anstieg der Vorräte (€ +36,5 Mio.) im Rahmen des Ausbaus des internationalen Vertriebs und des Direktgeschäftes, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sich stichtagsbedingt (Ostergeschäft) um € 10,9 Mio. auf € 195,7 Mio. (Vorjahr: € 206,6 Mio.) verringerten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen der Konzernbilanz entsprechend hauptsächlich die Geschäftsbeziehungen zum Lenovo-Konzern (€ 185,4 Mio.; Vorjahr: € 180,1 Mio.). Die verbleibenden Forderungen betreffen die laufenden Geschäftsbeziehungen mit eigenen Tochtergesellschaften im Rahmen des internationalen Direktgeschäftes. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ebenfalls der Konzernbilanz entsprechend überwiegend die Verpflichtung zur Gewinnabführung (€ 20,5 Mio.; Vorjahr: € 22,9 Mio.). Die verbleibenden Verbindlichkeiten resultieren aus Dienstleistungen der eigenen Tochtergesellschaften für die MEDION AG oder aus dem Warenbezug innerhalb des Lenovo-Konzerns.

Den Erläuterungen zur Konzernbilanz entsprechend resultiert der Rückgang der sonstigen Rückstellungen von € 170,0 Mio. im Vorjahr um € 15,7 Mio. auf € 154,3 Mio. aus mehreren Sachverhalten. Den bei der Segmentberichterstattung genannten periodenfremden Aufwendungen für Urheberrechtsabgaben stehen geringere Zuführungen von Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und aus nachlaufenden Geschäften aus den erbrachten Vertriebsdienstleistungen für Lenovo gegenüber.

Das Eigenkapital liegt mit € 366,1 Mio. auf Vorjahresniveau, aufgrund der höheren Bilanzsumme ermäßigte sich die Eigenkapitalquote jedoch temporär auf 49,2 % (Vorjahr: 50,6 %).

4.2.3.5 Wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung - Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung und des Risikomanagements greift MEDION auf ein Kennzahlensystem zurück, um sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zu beobachten. Neben den wesentlichen GuV-Kennzahlen wie Umsatz, Rohertrag und EBIT oder Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalquote werden sowohl Planerreichungsgrade als auch prozessorientierte Kennzahlen und das Working Capital beobachtet, die Auswirkungen auf die operative Leistungsfähigkeit haben können.

Eine Working-Capital-Quote in Prozent der Bilanzsumme gibt einen Hinweis darauf, wie viele Mittel für die Erwirtschaftung des Umsatzes gebunden sind. Aufgrund des Projektgeschäftes gilt für MEDION eine Quote unter 40 % als sehr gut. Zwar liegt die Gesamt-Working-Capital-Quote zum 31. März 2016 mit 43 % über dem Niveau des Vorjahres von 36 % und damit erneut über dem Zielwert, jedoch ist hier zu beachten, dass durch die deutlich ausgeweiteten Servicedienstleistungen für Lenovo die Vergleichbarkeit eingeschränkt ist und davon auszugehen ist, dass die stetige Ausweitung der Servicedienstleistungen für den Lenovo-Konzern aufgrund der Notwendigkeit zur Materialvorhaltung dauerhaft zu einer Working-Capital-Quote von über 40 % führen kann. Darüber hinaus bedarf der konsequente Ausbau des Online-Handels und des Private-Label-Geschäftes ebenfalls steigender Vorratsbestände.

Zur Steuerung des Vertriebs sind insbesondere die Kennzahlen Plan-Ist-Abweichung des Umsatzes und frei verfügbarer Warenbestand sowie Umschlagshäufigkeit der Vorräte im Fokus.

Wie schon bei den Ausführungen zum Geschäftsverlauf dargestellt, hat sich das abgelaufene Geschäftsjahr erwartungsgemäß entwickelt. Umsatzseitig wurde im klassischen MEDION-Geschäft eine Planerreichung von 105,3 % realisiert, im Vorjahr betrug der Planerreichungsgrad 103,6 %. Dieses lässt erneut einen Rückschluss auf eine sehr hohe Planungsqualität zu. Diese ist erforderlich, weil MEDION für großvolumige Aufträge im Projektgeschäft immer auch eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. Darüber hinaus ist für das Direktgeschäft eine durchgängige Warenversorgung erforderlich, die ebenfalls geplant werden muss.

Auf der anderen Seite ist jedoch auch darauf zu achten, dass die freie Warenverfügbarkeit gering und der Umschlag hoch ist, um Bestandsrisiken zu vermeiden. Im Idealfall beträgt eine Projektdauer rund sechs bis acht Wochen, wodurch sich ein Zielumschlag von 7 ergibt. Während die Umschlagshäufigkeit im Vorjahr mit 8,4 noch deutlich über dem Zielwert lag, hat sie sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß verschlechtert und liegt mit 6,4 um 0,6 (-9 %) unter dem Zielwert. Entsprechend negativ, aber aufgrund der allgemeinen Marktsituation im Multimedia- und Consumer-Electronics-Bereich ebenfalls erwartet, hat sich die freie Warenverfügbarkeit entwickelt. Zwar lag sie mit 12,0 % immer noch im positiven Bereich von unter 25 %, hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr (7,6 %) deutlich erhöht. Diese Erhöhung ist u. a. auf den Ausbau des Direktgeschäftes und des Private-Label-Geschäftes zurückzuführen.

Im Rahmen des Kundenservice haben Kennzahlen verschiedener Service-Level eine hohe Relevanz, weil diese sowohl Rückschlüsse auf die Qualität der Serviceprozesse zulassen als auch Indikatoren für Kundenzufriedenheit sein können. Für Servicelevelkennzahlen gilt grundsätzlich eine Quote ab 90 % als sehr gut. Im Bereich der Reparaturdurchlaufzeiten konnten die guten Vorjahreswerte von 90,3 % aller Reparaturfälle auf 92,1 % verbessert werden. Die Annahme eines Kundenanrufes erfolgt zu 92,1 % innerhalb der vorgegebenen Zeit (Vorjahr: 93,0 %). Darüber hinaus gilt die durchschnittliche Servicedauer als Indikator für eine Kundenzufriedenheit mit dem Kundenservice. Mit durchschnittlich 7,0 Tagen in 2015/2016 liegt dieser Wert leicht über dem Vorjahreswert (6,6 Tage).

Im Bereich interner Prozesse ist die Mitarbeiterzufriedenheit relevant. Entsprechend wird ein Fluktuationswert von 0,5 % oder darunter angestrebt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Fluktuationsrate leicht um 0,1 %-Punkte auf 0,6 % erhöht (Vorjahr: 0,5 %).

4.3 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2015/2016 (1. April 2015 - 31. März 2016)

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.

4.4.1 Prognosebericht

4.4.1.1 Konjunktureller Rahmen

Die deutsche Wirtschaft ist gut in das Jahr 2016 gestartet. Gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 13. Mai 2016 nahm die wirtschaftliche Aktivität in den ersten drei Monaten saisonal bereinigt um 0,7 % kräftig zu. Getragen wurde das Wachstum vornehmlich von den binnenwirtschaftlich orientierten Komponenten des Bruttoinlandsprodukts. Aber auch die Ausfuhren haben sich in den letzten Monaten etwas belebt. Die Erwerbstätigkeit nahm im ersten Vierteljahr 2016 weiterhin merklich zu, wobei neue Beschäftigung vornehmlich in den Dienstleistungsbereichen entstand. Die Industrieproduktion war im ersten Quartal 2016 deutlich besser als von vielen Seiten angesichts des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds erwartet wurde und die Bauproduktion profitierte spürbar vom milden Winter. Das stabile Preisniveau, die steigende Beschäftigung und zunehmende Einkommen der privaten Haushalte ermöglichten einen weiteren Anstieg der privaten Konsumausgaben. Konjunkturell stützend haben auch die staatlichen Ausgaben für die Versorgung der Flüchtlinge gewirkt. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt hoch. Der Einzelhandel entwickelt sich seit Jahresbeginn 2016 dagegen etwas schwächer. Trotz eines kräftigeren Rückgangs im März 2016 konnte für das erste Quartal dennoch ein geringes Umsatzplus von 0,2 % verbucht werden. Insgesamt befindet sich die Stimmung unter Einzelhändlern auf einem hohen Niveau. Auch die Kauflaune der Verbraucher bleibt angesichts positiver Rahmenbedingungen nahezu ungebremst. Insbesondere der robuste Arbeitsmarkt und eine äußerst moderate Preisentwicklung sorgen dafür, dass der private Konsum als Stütze der Konjunktur auch in 2016 bestehen bleibt.

Nach dem positiven Start in das Jahr 2016 dürfte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Vierteljahr dennoch etwas verlangsamen, weil die übliche Frühjahrsbelebung angesichts der milden Witterung im ersten Vierteljahr etwas schwächer ausfallen wird.

Der Erholungskurs im Euroraum insgesamt soll sich in diesem Jahr weiter festigen und leicht beschleunigen. Der niedrige Euro-Wechselkurs verbessert die Preissetzungsspielräume der Exporteure. Dadurch verbessert sich die Preisrelation im Außenhandel. Dies begünstigt die inländischen Einkommen im Euroraum.

Die Weltwirtschaft wächst gegenwärtig nur moderat. Im laufenden Jahr dürfte ihr Wachstum nur wenig höher ausfallen als im Vorjahr. In den Vereinigten Staaten hat sich das Expansionstempo im ersten Quartal 2016 stark verlangsamt. Die Konjunktur in Japan ist ins Stocken geraten. Unter den Schwellenländern verzeichnet China zwar weiterhin ein hohes Wachstum. Es verlangsamt sich aber weiter. Die aktuellen Frühindikatoren für die globale Wirtschaft deuten nur auf eine sehr allmähliche konjunkturelle Belebung hin (alle vorgenannten Angaben stammen aus der Pressemitteilung des Bundesminsteriums für Wirtschaft vom 13. Mai 2016, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2016).

4.4.1.2 Marktentwicklung im Bereich der Consumer Electronics

Gesamtmarkt

Das Jahr 2016 hat für die Consumer Electronics-Branche mit einem Umsatzrückgang im ersten Quartal begonnen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 wurde ein um 6,6 % geringerer Umsatz von € 6,3 Mrd. erzielt. Die klassische Unterhaltungselektronik verzeichnet dabei ein Minus von 8,3 %. Gegenüber Q1/2015 wurde in diesem Bereich ein Umsatz von knapp € 2,2 Mrd. erzielt. Auch der Umsatz mit privat genutzten Telekommunikations-Produkten entwickelte sich in Q1/2016 negativ. Hier steht ein Rückgang um 3,7 % auf € 2,3 Mrd. zu Buche. Bei den privat genutzten IT-Produkten wurde ein Rückgang des Umsatzes um 8,2 % auf € 1,8 Mrd. verbucht.

Einen merklichen Umsatzzuwachs im Bereich der Unterhaltungselektronik gab es in den Monaten Januar bis März 2016 lediglich im Produktbereich Connected Audio (+ 37 %). Im ersten Quartal 2016 wurden mit TV-Geräten € 0,99 Mrd. (- 7,4 %) umgesetzt. Der Rückgang bei den Stückzahlen beträgt 11,5 % auf knapp 1,7 Mio. Stück.

Im Produktsegment der privat genutzten Telekommunikation hat sich im ersten Quartal 2016 kein Wachstum gezeigt. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich der um 5,8 % geringere Umsatz (€ 2,2 Mrd.) mit Smartphones. Dabei wurden knapp 5,4 Mio. Stück (-11,1 %) verkauft.

Die Kategorie der privat genutzten IT-Produkte konnte in Q1/2016 ebenfalls keine Zuwächse erzielen. Desktop-PCs (-20,2 %), Tablet-PCs (-15,1 %) und Notebooks (-4,9 %) zeigen Umsatzrückgänge.

Für das Gesamtjahr 2016 erwarten die Marktforscher für den Markt der Consumer Electronics-Produkte eine stabile Marktentwicklung auf Vorjahresniveau (gfu, CEMIX Consumer Electronics Markt Index Q1/2016, Pressemitteilung vom 17. Mai 2016).

Innovative Produkte, mobile Mediennutzung, die steigende Vernetzung von Unterhaltungselektronik, IT- und Telekommunikation einerseits sowie die darüber hinausgehende Vernetzung mit Hausgeräten, Systemen der Installationstechnik, Elektromedizin und Sicherheitstechnik andererseits und damit ein klar erkennbarer Mehrwert für die Konsumenten seien die Stärken der Branche. Für eine positive Branchenentwicklung werden immer wieder neue Anwendungs- und Vernetzungsmöglichkeiten sowie auch neue Produktsegmente geschaffen. Impulse werden auch in 2016 von der IFA in Berlin, der weltweit bedeutendsten Messe für Consumer Electronics und Hausgeräte mit einem Ordervolumen von mehr als € 4 Mrd. erwartet. Der ungebrochene Trend zu großformatigen Fernseh-Geräten und eine deutliche Steigerung des Absatzes von UHD-TVs wird zu einem Umsatzwachstum bei TV-Geräten um 3,7 % führen. Dabei erwartet die gfu (Pressemitteillung vom 29. Februar 2016) auch einen Anstieg des Durchschnittspreises aller verkauften TV-Geräte um rund 4 % auf € 600. Der private Markt für Smartphones wird nach Jahren starken Wachstums hingegen 2016 mit erwarteten rund 25 Mio. Stück konstant bleiben. Für alle drei PC-Bereiche erwartet die gfu ebenfalls eine rückläufige Entwicklung, so dass die Segmente der privat genutzten IT und Telekommunikation 2016 gemäß der Prognose leichte Rückgänge verzeichnen werden.

Produktinnovationen

Der Markt für Consumer-Electronics-Produkte ist weiterhin geprägt von der Digitalisierung der Inhalte und Übertragungswege sowie der Konvergenz. Konvergenz bedeutet dabei das Verschmelzen der bislang unterschiedlichen Märkte Unterhaltungselektronik, Medien, Informationstechnologie und Telekommunikation. Basis hierfür ist die digitale Technik, die zum einen die Vernetzung unterschiedlicher Produktgruppen ermöglicht und zum anderen die Nutzung digitaler Komponenten in unterschiedlichen Produktbereichen erlaubt. Neue, insbesondere auch drahtlose Vernetzungslösungen, eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, hochauflösende Inhalte zu nutzen.

Die Vernetzung von CE-Geräten untereinander und ihre Verbindung mit Haushaltsgeräten, der Heizungsanlage oder der Beleuchtung ist ein anhaltender Trend. PCs, Notebooks oder Netzwerk-Festplatten speichern große Archive digitaler Medien - Bilder, Musik und Videos. Das Heimnetz stellt sie mobilen und stationären Endgeräten zur Verfügung, Smartphones und Tablet-PCs ebenso wie vernetzten Fernsehgeräten. Standards wie UPnP und DLNA erleichtern den Medienverkehr: die beteiligten Geräte erkennen einander automatisch und können so die digitalen Inhalte über das Heimnetz austauschen. Immer mehr Kameras und Camcorder übertragen ihre Aufnahmen direkt über WLAN ins Heimnetz. Entweder, um sie ins Internet zu stellen, oder, um sie an ein Fernsehgerät zu übertragen.

Der Trend zur vernetzten Mediennutzung hat auch die HiFi-Welt nachhaltig verändert: Die meisten Musikkomponenten und Surround-Anlagen lassen sich heute problemlos mit dem Heimnetz verbinden, um zentrale Mediensammlungen für die Wiedergabe abzurufen. "Streaming" ist das Stichwort für diese Technik. Bildschirme für faszinierende HDR-Bilder, UHD-Filme von der neuen Blu-ray Disc, 3D-Sound und Musikangebote aus Streaming und superschnelle 3D-Scanner und -Drucker sollen in 2016 neue Wachstumsmärkte darstellen. Internet Adapter Sets stellen schnell und einfach eine Netzwerkverbindung zwischen Routern, Computern und anderen netzwerkfähigen Geräten über das hausinterne Stromnetz her. Dank Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/Sekunde sind diese perfekt geeignet für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Datenübertragung wie HD Video & Audio Streaming, Online-Spiele oder Voice-over-IP.

Die durch die digitale Technik eröffneten neuen Produktwelten werden mit immer kürzeren Produktlebenszyklen auf den Markt gebracht, da der technische Fortschritt leistungsfähigere Produkte und Systeme in immer kürzeren Intervallen hervorbringt. Der umfassende Strukturwandel durch die zunehmende Digitalisierung erfasst inzwischen alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft. Über 99 % aller Haushalte in Deutschland sind mittlerweile an Netze mit einer Übertragungsrate von 1 Mbit/Sekunde und mehr angeschlossen. Entscheidend ist unverändert jetzt, wie schnell es gelingt, Hochgeschwindigkeitsnetze zum Beispiel aus Glasfaser oder über die bestehenden Kabelnetze mit 500 Mbit/Sekunde und mehr zügig auszubauen.

Im Bereich der Vertriebsformen hat das Internet als Einkaufsstätte kontinuierlich an Marktbedeutung gewonnen und sich als eigenständige Vertriebsform mit einem zweistelligen Marktanteil in Deutschland und im Euroraum etabliert. Neben dem Kauf von Waren ist das Internet vor allen Dingen als Quelle für Informationen über Produkte und damit für Kaufentscheidungen der Konsumenten eine aktuelle und transparente Plattform. In vielen Produktkategorien legen Multichannelkäufer mehr Wert auf Leistungs- und Qualitätsmerkmale als auf den reinen Preisvergleich. Im Bereich der Consumer-Electronics-Produkte und beim Angebot digitaler Dienstleistungen wie zum Beispiel dem Fotoservice wird der Online-Vertriebskanal noch weiter an Bedeutung gewinnen. Im Bereich hochwertiger Consumer-Electronics-Produkte in den Preissegmenten über € 700 spielt zunehmend auch eine Rolle, inwieweit den Konsumenten Ratenzahlungen mit sehr günstigen Finanzierungsmodellen angeboten werden können.

Notebook und Desktop-PC

Es ist erkennbar, dass es in 2016 und 2017 immer mehr klassische Produkte der Unterhaltungselektronik geben wird, die aufgrund der Digitalisierung Zugang zum Internet haben. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von Unterhaltungselektronik, leistungsstarke Prozessoren in ihre Geräte zu integrieren. Multikern-Prozessoren und leistungsstarke Grafik-Chips sorgen für schnellen Aufbau von Internet-Seiten, flüssige Bedienung und ruckfreie Videos aus dem Web.

Mit dem Ausbau einer flächendeckenden Infrastruktur für das drahtlose Breitbandinternet wird sich der Trend zu kompakten und leistungsfähigen sowie leichteren Notebooks noch verstärken. Hochleistungsprozessoren für Desktop-PCs sind gefragt, wenn es um die Darstellung von 1080p bei Videoformaten in 7.1-Surround-Sound geht, bei hochauflösenden 3-D-Grafikelementen und vernetzten Online-Spielen, aber auch, um parallele Anwendungen in der Audio- und Videoverarbeitung zu ermöglichen.

Neben sehr leistungsfähigen Notebooks mit neuer stromsparender Vierkern-Prozessor-Technologie und Smartphones mit mehr Arbeitsspeicher und leistungsfähigen Betriebssystemen etablieren sich Geräte, so wie die Tablet-PCs und Phablets, mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Der Markt für PCs und Notebooks ist aufgrund der hohen Ausstattungsdichte der Haushalte vor allem von technologischen Innovationen und dem Ersatzbedarf bestimmt.

Interessante Produktbereiche und Entwicklungen der Consumer Electronics sind in dem für MEDION relevanten Marktumfeld in 2016 und 2017:

mobile Notebooks mit einem Gewicht von unter 2 kg und Zugangsmöglichkeiten zum Internet über integrierte Online-Module
UHD- und HDR TV-Geräte mit einer Auflösung von acht bis zwanzig Millionen Bildpunkten und integriertem Internetzugang, Smart-TVs können dabei auf Inhalte und Dienste aus dem Internet zugreifen - zum Beispiel auf die Mediatheken der Sender, auf Internet-Videotheken, Programmempfehlungen, Online-Spiele, soziale Netzwerke oder Info-Portale. Zu diesen Angeboten führen komfortable Apps - ganz ähnlich wie auf Tablets und Smartphones.
mobile Multimedia-Produkte und Gamer-Notebooks mit hohen Speicherkapazitäten und hochauflösenden Grafikkarten sowie neuester Vierkern-Prozessortechnologie
So genannte Multimode-Notebooks, die bei uneingeschränkter Notebook-Nutzung mit allen bekannten Office-Programmen auch einen abnehmbaren Screen mit Tabletfunktionalitäten enthalten
Smartphones mit schnellem Zugang zum mobilen Internet und umfangreichen Video-Funktionen sowie Spracherkennung
Tablet-PCs in verschiedenen Größen mit Internet-Zugang über WLAN oder Mobilfunknetze und hochauflösendem Bildschirm

Mobilfunk und digitale Dienstleistungen

Der weiterhin steigende Absatz von Smartphones und Tablet-PCs sorgt für einen anhaltenden Zuwachs bei der mobilen Internetnutzung mit hohen Datenübertragungsraten.

Im Mobilfunk wird daher unverändert in den Ausbau der neuen Übertragungstechnik LTE investiert. Die Nachfolgetechnologie von UMTS erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/Sekunde.

Inhaltlich stehen dabei für Mobilfunkkunden das Bedürfnis nach sozialer Vernetzung und der Wunsch nach End-to-End-Crossmedia-Angeboten sowie die ständige Verfügbarkeit des Internets zu Flatrate-Tarifen im Vordergrund. Derzeit existieren weltweit über eine Million mobile Applikationen (Apps) für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Die Anwendungen reichen von Spielen über Nachrichten- und Auskunftsdienste bis hin zu Navigationshilfen und eBook Readern.

Daneben sind Mobilfunkangebote längst nicht mehr an den eigenen Betrieb eines Netzes gekoppelt, sondern stammen zunehmend von virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO). Wachstum bei den UMTS-Teilnehmerzahlen generieren auch die neuen Generationen der Smartphones und vor allem Tablet-PCs. Mit den neuen Geräten und attraktiven Preisen nutzen nunmehr auch Privatpersonen die mobilen Datendienste im In- und Ausland.

Aufgrund der europäischen Regulierungshoheit über die Tarifentgelte für die Handy-Nutzung und das mobile Internetsurfen im europäischen Ausland werden nach dem Willen des Europaparlaments keine Extrakosten bei der Nutzung von Mobilfunkleistungen im Ausland mehr anfallen. Durch den Wegfall der Roaming-Kosten ist ab 2016 mit stagnierenden oder geringeren Monatsumsätzen je Kunde zu rechnen.

Die Digitalisierung und Vernetzung wirkt sich mit unveränderter Dynamik auf alle Bereiche der modernen Gesellschaft aus. Sie berührt alle Lebensbereiche wie die Kommunikation mit Familie und Freundinnen bzw. Freunden, die Steuerung von Gebäudetechnik und Wohnkomfortfunktionen (Smart Home), den privaten Konsum (Online-Plattformen) sowie das Lern- und Arbeitsumfeld (dezentrales Lernen und Arbeiten). Der gesellschaftliche und politische Austausch geschieht unmittelbar durch digitale Kommunikationsmittel, häufig ohne die klassischen Medien. Schließlich konfrontiert die digitale Transformation der Wirtschaft die nationalen und internationalen Unternehmen mit einem erheblichen Strukturwandel. Etablierte Wertschöpfungsketten werden durch die Erfassung, Speicherung und Verwertung von Daten, durch Vernetzungsprozesse und eine zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen flexibilisiert und häufig für neue Akteure zugänglich. Grundsätzliche Voraussetzungen für die Digitalisierung in Deutschland sind flächendeckende und leistungsfähige Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen, die den qualitativen Anforderungen der Wirtschaft gerecht werden, um eine effiziente Digitalisierung und Vernetzung industrieller Produktion und Dienstleistungen zu ermöglichen. (zitiert aus dem Jahresbericht 2015 der Bundesnetzagentur, S. 50ff).

2016 werden die Netzbetreiber das Tarifniveau im Mobilfunk aber stabilisieren und im Festnetz sogar höhere Preise durchsetzen (Quelle: Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte in dem Report "TMT Predictions 2016").

Angesichts von Streaming-Angeboten, also der Übertragung und Wiedergabe von Video- und Audiodaten über ein Netzwerk, und "Connected Devices" wie mit dem Smartphone verbundene Uhren, werden immer mehr Konsumenten leistungsfähige Netzinfrastrukturen schätzen und mehr dafür bezahlen.

Im Bereich der weiteren digitalen Dienstleistungen wird für den Foto-Service ein noch differenzierteres Angebot neben Bildern und Fotobüchern beispielsweise bei großflächigen Leinwänden erwartet. Die Wettbewerbssituation der vielen Online-Anbieter und ein unverändert stabiler stationärer Handel werden Preiserhöhungen nicht ermöglichen, so dass der Margendruck auch in 2016 und 2017 erhalten bleibt. Die in Deutschland und Europa mittlerweile angebotenen Musik Download Plattformen unterscheiden sich qualitativ nur wenig und werden versuchen, über die Preisgestaltung Marktanteile zu gewinnen.

4.4.1.3 Unternehmensentwicklung und Geschäftsmodell

MEDION wird sich im mittlerweile etablierten Konzernverbund mit Lenovo als führender deutscher Anbieter von Consumer-Electronics-Produkten und digitalen Dienstleistungsangeboten weiterentwickeln. Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs- und Discountermärkte sowie den anhaltend wachsenden Online-Handel/E-Commerce über das Internet auch in 2016 und 2017 fortsetzen. Das digitale Dienstleistungsangebot wird weiter fokussiert und an die Bedürfnisse ausländischer Märkte und neuer Kunden angepasst.

MEDION als eines der ganz wenigen Unternehmen mit einem umfassenden Angebot von Produkten der klassischen Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie kann damit die Herausforderungen des digitalen und vernetzten Weltmarktes mit anwenderfreundlichen Produktangeboten im Projektgeschäft umsetzen. Das MEDION-Geschäftsmodell bleibt darauf ausgerichtet, hochwertige, innovative Trendprodukte mit attraktivem, ausgezeichnetem Design zu günstigen Preisen im Bereich der Consumer Electronics für breite Käuferschichten verfügbar zu machen.

Ergänzend zu dem klassischen europäischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION im Unternehmensbereich Direktgeschäft komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/ MEDIONmobile, Fotoservice, Downloads und weitere Online-Dienste.

Entsprechend der bei MEDION seit Jahren bestehenden und umgesetzten grundsätzlichen strategischen Ausrichtung soll der Zuwachs im Direktgeschäft den Rückgang im Projektgeschäft insbesondere aufgrund der Veränderung des Einkaufsverhaltens der Konsumenten teilweise kompensieren.

4.4.1.4 Entwicklung von MEDION in den Jahren 2016 und 2017

Wirtschaftliche Entwicklung von MEDION in den Jahren 2016 und 2017

MEDION hat durch ein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes seine Profitabilität gehalten und die Bilanzstrukturen bei einer Eigenkapitalquote von knapp 50 % auf einem sehr guten Niveau gefestigt. Von einer nachhaltigen Eigenkapitalquote von knapp 50 %, gegebenenfalls leicht darunter, wird auch weiterhin ausgegangen.

Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes wird sich mittelfristig auf einen Wert von unter 50 % einpendeln. Das Direktgeschäft wächst weiterhin, liefert einen überproportionalen Ergebnisbeitrag und profitiert neben dem Anstieg bei dem Angebot von Telekommunikationsdienstleistungen auch von dem Ausbau des internationalen Online-Geschäftes und der weiteren digitalen Dienstleistungsangebote.

Wesentlicher Baustein auf dem Weg der Weiterentwicklung war und ist - auch im Interesse der Kunden und Partner im Markt - die weitere Stärkung der Marke MEDION als Markenzeichen für Produkte und Dienstleistungen von hoher Qualität mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem exzellenten Design.

MEDION-Produkte und -Dienstleistungen überzeugen im Inland sowie im Ausland durch beste Testergebnisse und die Marke MEDION hat an Bedeutung und Wertschätzung gewonnen. MEDION verfügt neben Deutschland in zentralen Ländern im Euroraum einschließlich Skandinavien und Großbritannien über eine gute Präsenz und in Verbindung mit den Handels- und Kooperationspartnern über gut aufgestellte und professionell arbeitende Vertriebs- und Serviceeinheiten. Dies sind die Voraussetzungen, das Geschäft im Inland wie auch im Ausland gemeinsam mit Lenovo weiterzuentwickeln und auszubauen.

Die zukünftige Entwicklung von MEDION als einem führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Consumer Electronics für den Massenmarkt hängt neben den effizienten und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher ausgerichteten Strukturen und neuen innovativen Produkten des Unternehmens in hohem Maße davon ab, wie sich der konjunkturelle Rahmen, die Währungsrelationen und die Konsumneigung der Verbraucher beim Wettbewerb der Einkaufsstätten in Deutschland und in den wichtigsten europäischen Ländern entwickeln. Unverändert besteht der Trend der hohen Wettbewerbsintensität und der Verlagerung des Einkaufsverhaltens ins Internet. Zu berücksichtigen sind damit auch in besonderem Maße die Erwartungen der Handelspartner hinsichtlich der Absatzchancen von Consumer-Electronics-Produkten mit dem daraus resultierenden Bestellverhalten.

Strukturänderungen/Spruchstellenverfahren

Aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH hat sich die MEDION AG verpflichtet, während der Vertragsdauer ihren ganzen, nach Maßgabe der handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Damit ist auch das Recht der Aktionäre der MEDION AG entfallen, über die Verwendung eines Ergebnisses zu entscheiden. Als Kompensation für den Verlust des Dividendenanspruchs ist in dem Unternehmensvertrag festgestellt, dass Lenovo zur Zahlung eines jährlichen Ausgleichsbetrages an die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG verpflichtet ist. Diese Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Der Steuerabzug ist nur bei Gewinnen der MEDION AG vorzunehmen, die der deutschen Körperschaftsteuer unterliegen. Damit entspricht die Ausgleichszahlung bei der zurzeit gültigen Körperschaftsteuerbelastung einem Betrag von € 0,69 je MEDION-Aktie. Die gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung könnte im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 zu einem erstinstanzlichen Urteil führen.

Rohertrag

Die Rohertragsmargen werden bei MEDION aufgrund der unverändert hohen Wettbewerbsintensität und der sich sehr volatil entwickelnden Währungsparitäten weiterhin unter Druck stehen. Der MEDION-Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der guten Marktposition von MEDION und einer weiter verbesserten Umsatzstruktur eine Rohertragsmarge auf einem Niveau von knapp 15 % möglich bleibt.

4.4.1.5 Auftragslage

MEDION unterscheidet im Rahmen der Unternehmenssteuerung zwischen dem Projektgeschäft und dem Direktgeschäft. Hintergrund dieser Unterscheidung ist neben den Eigenschaften von Produkten oder Vertriebskanälen insbesondere die Charakteristik der Ablauforganisationen. Während im Projektgeschäft eine mittelfristige Planung von der Produktidee bis zur Distribution erforderlich ist, zeichnet sich das Direktgeschäft durch kurzfristige Realisationsmöglichkeiten aufgrund sofort verfügbarer Produkte aus.

Dieses hat natürlich zur Folge, dass das Projektgeschäft einen gewissen Vorlauf benötigt und daher auf Basis der Auftragslage oder deren Erwartungen eine Prognose erstellt werden kann. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass das geplante Umsatzvolumen der nächsten drei bis vier Monate bereits mit fixierten Aufträgen und somit hinreichender Sicherheit hinterlegt ist. Für das Volumen der nächsten fünf bis acht Monate befinden sich die Projekte in finalen Phasen, womit man von einer mittleren Sicherheit der Auftragslage ausgehen kann.

Das Direktgeschäft hat naturgemäß keinen Auftragsbestand, da es sich um direkte Beziehungen zu Endkunden handelt. Hier kann jedoch, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen, erfahrungsgemäß von einem stabilen Basisgeschäft ausgegangen werden.

Auf die innerhalb des Lenovo-Konzerns erbrachten Dienstleistungen hat MEDION keinen Einfluss, soweit es um die Beauftragung oder Entscheidung geht. MEDION geht jedoch von einem mittelfristig eingeschwungenen Auftragsvolumen auf Niveau des Jahres 2015/2016 oder leicht darüber aus und plant interne wie externe Ressourcen entsprechend.

4.4.1.6 Umsatz und Ergebnis (EBIT) in den Geschäftsjahren 2016/2017 und 2017/2018

Insgesamt gilt, dass die Geschäftssituation und somit der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr mit mittlerer Sicherheit auftragsseitig hinterlegt ist. Dennoch gilt grundsätzlich, dass die Entwicklung insbesondere im zweiten Geschäftshalbjahr 2016/2017 branchentypisch noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostizierbar ist.

Prinzipiell bietet MEDION durch sein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie mit der erfolgreichen Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung. Gegenwärtig ist jedoch zu berücksichtigen, dass das konjunkturell unsichere Umfeld, der Trend weiterhin rückläufiger Durchschnittspreise und das Fehlen bedeutender Produktinnovationen zusätzlich geprägt ist von einer anhaltenden sehr starken Verteuerung des US-Dollars in den letzten 18 Monaten. Die zuvor erläuterten Chancen aus Trends zu neuen modernen Produkten und der durch die Exportmöglichkeiten makroökonomisch positive Ausblick müssen daher nicht kurzfristig im durch Sättigung und Preisdruck geprägten Multimedia- und Consumer-Electronics-Markt zu steigenden Umsätzen und Ergebnissen führen.

Aufgrund ausbleibender Innovationen ist es nach wie vor nur bedingt möglich, die relativ gestiegenen Einkaufspreise durch die Verteuerung des US-Dollars an den Kunden weiterzugeben. Darüber hinaus haben viele klassische Handelskunden von MEDION nur geringe Online-Verkaufs-Aktivitäten und daher keinen breiten Zugang zu neueren Vertriebswegen. Ein Ausbau alternativer Private-Label-Produktserien ist zwar geeignet, kompensatorisches Geschäft zu generieren, bedarf naturgemäß jedoch einer längeren Marketing- und Implementierungsphase seitens der Handelskunden. Auch wenn MEDION hier im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Grundsteine für langfristige Kundenbeziehungen gelegt hat, rechnet MEDION vor dem Hintergrund all dieser Rahmenbedingungen im Bereich von Personal Computern mit einem unveränderten Absatzvolumen, aber mit einem leichten Umsatzanstieg von 5 % bis 10 %. Im Bereich Tablet-PCs können jedoch aufgrund des starken Preisdrucks bei ohnehin schon geringeren Durchschnittspreisen Mengen- und Preisrückgänge zwischen -20 % und -30 % nicht ausgeschlossen werden. Bei Smartphones rechnet MEDION dagegen aufgrund neuer Produktkonzeptionen mit einem Mengen- und Umsatzwachstum zwischen 10 % und 15 %.

Aufgrund der zunehmenden Sättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics, insbesondere bei TV- und Navigationsprodukten, und der im abgelaufenen Geschäftsjahr erst begonnenen Neuausrichtung der Produktkategorien im Bereich Haushalts-Elektro wird insgesamt jedoch ein Rückgang im Umsatz des Projektgeschäftes von bis zu -10 % erwartet.

Im Berichtssegment des Direktgeschäftes wird im Bereich Mobilfunk mit einem weiteren Anstieg der Kundenzahlen, aber auch mit einem weiteren Rückgang von Tarifentgelten gerechnet. Aufgrund der erfolgreichen Erweiterung der digitalen Services und des klassischen E-Commerce in den vorangegangenen Geschäftsjahren wird erwartet, auch im laufenden Jahr 2016/2017 einen Ausbau des Direktgeschäftes realisieren zu können. Dazu gehören insbesondere auch neue digitale Dienstleistungen sowie neue Vertriebswege für digitale Produkte. Anders als bei der Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr wird für das kommende Geschäftsjahr 2016/2017 damit gerechnet, dass das erwartete Wachstum im Direktgeschäft trotz des schwierigen Marktumfeldes den erwarteten Rückgang im Projektgeschäft kompensieren kann.

Für die für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen ist keine Veränderung geplant worden, weil MEDION keinen Einfluss auf die entsprechenden Produkte, Regionen oder Geschäftsstrategien hat. Insgesamt rechnet MEDION daher mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau bzw. mit einem leichten Umsatzwachstum von unter 5 %, aufgrund des gegenwärtig schwierigen Marktumfeldes kann jedoch auch ein leichter Umsatzrückgang nicht ausgeschlossen werden.

Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen vornehmen kann, wird der zunehmende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft nach wie vor einen überproportionalen Ergebnisdruck begründen. Im Direktgeschäft werden zwar Skalenvorteile wie in Vorjahren erwartet, aber auch hier wird ein steigender Preisdruck, insbesondere im Telekommunikationsgeschäft, nicht zu einer höheren Rentabilität insgesamt führen können. Für neue digitale Dienstleistungen oder Vertriebskanäle wird darüber hinaus erwartet, mögliche erwirtschaftete Überschüsse direkt in den weiteren Auf- und Ausbau reinvestieren zu müssen. Insgesamt kann daher analog zum Umsatz für 2016/2017 ein leichter Rückgang des EBIT nicht ausgeschlossen werden, jedoch wird eher mit einem EBIT auf Vorjahresniveau gerechnet, eine leichte Verbesserung von bis zu 5 % aber auch für möglich gehalten, wenn die anhaltende Verteuerung des US-Dollars schrittweise an den Markt weitergegeben werden kann.

In dem wettbewerbsintensiven Umfeld, von einem starken Anteil des Weihnachtsgeschäfts am Umsatz geprägten Markt und vor dem Hintergrund der anhaltenden durch den US-Dollar unter Druck geratenen Rentabilität des Hardwaregeschäftes wäre eine in das Geschäftsjahr 2017/2018 hineinreichende detaillierte Prognose zu Umsatz und Ergebnis (EBIT) mit hohen Unsicherheiten behaftet und von nicht planbaren Prämissen begleitet. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit neuen digitalen Dienstleistungen und Vertriebswegen im abgelaufenen Geschäftsjahr geht der Vorstand jedoch davon aus, dass es im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht zu weiteren Umsatz- oder Ergebnisrückgängen in den Geschäftssegmenten kommen wird.

4.4.1.7 Liquidität und Bilanzstruktur

MEDION wird auch in den Jahren 2016 und 2017 voraussichtlich keine Fremdmittel zur Finanzierung großvolumiger Projekte benötigen. Die Bilanzrelationen werden sich daher im Rahmen des klassischen MEDION-Geschäftes kaum verändern. Eine Veränderung durch Erweiterungen der erbrachten Dienstleistungen für Lenovo, beispielsweise im Bereich des Working Capital, kann nicht abgeschätzt werden. MEDION geht jedoch davon aus, dass die Eigenkapitalquote in der Größenordnung von 50 % der Bilanzsumme verbleibt und nur temporär durch saisonale Verschiebungen etwas darunter liegen kann.

4.4.2 Risikobericht

4.4.2.1 Risikomanagement

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der MEDION-Geschäftsstrategie. Es dient dazu, in einem strukturierten Prozess die wesentlichen Risikofelder laufend zu beobachten, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergreifen zu können.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind die verantwortlichen Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen verpflichtet, die spezifischen Risikofelder im eigenen Aufgabenbereich zu beobachten, die Risikoausprägungen zu messen und das Eingehen unangemessener Risiken zu vermeiden. Sie berichten die Risikoposition in regelmäßigen Abständen unter Zuhilfenahme der unternehmensinternen Kontrollsysteme an das Controlling und bei Bedarf unmittelbar und ad hoc an die Unternehmensleitung.

Im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern sind die Berichtswege um Berichterstattungen an weitere Managementfunktionen erweitert worden.

4.4.2.2 Risikomanagementsysteme und internes Kontrollsystem

Kernelement des MEDION-Risikomanagementsystems ist ein integratives Management-Informationssystem, welches als dynamisches Informations- und Steuerungsinstrument dient. In diesem verankert ist ein umfassendes Frühwarnsystem für alle Unternehmensbereiche. Durch Verzahnung verschiedener Managementberichte werden operative Kennzahlen, die zur täglichen Kurzfriststeuerung dienen, direkt unter dem Aspekt eines Planerreichungsgrades im Sinne der konzernweiten operativen und finanzwirtschaftlichen Ziele betrachtet. Hiermit zusammenhängend dient eine Balanced Scorecard als Instrument des Risikomanagementsystems, um die Umsetzung definierter Maßnahmen zur Steuerung risikorelevanter Positionen zu messen.

Wesentliche weitere Elemente des integrierten MEDION-Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem (IKS) und die Interne Revision.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem dient der Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Prinzipien sind das Prinzip der Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in Organisationsanweisungen dokumentiert.

Im Rahmen der Arbeiten einer Internen Revision entscheidet entweder der Aufsichtsrat über einen durch den Vorstand vorgelegten Revisionsplan mit Themen zu prozessunabhängigen Kontrollen in allen Unternehmensbereichen oder Themen werden durch die Lenovo-Konzernrevision angekündigt. Die Arbeiten der Internen Revision decken dabei nicht nur MEDION-spezifische Anforderungen ab, sondern sind auch auf Anforderungen durch etwaige veränderte Rechts- und Geschäftssituationen im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern ausgelegt. Die ausgewählten Themen werden vorzugsweise durch auf diese Themen spezialisierte externe Dienstleister bearbeitet. Die Berichterstattung erfolgt unmittelbar an den Vorstand, der dem Aufsichtsrat berichtet. Ergänzend zu etwaigen selbst ausgewählten Themen werden das Risikomanagement und die Geschäftsprozesse des MEDION-Konzerns in regelmäßigen Abständen durch die Lenovo-Konzernrevision einer Prüfung unterzogen.

4.4.2.3 Absatzbezogene Risikoposition

Das MEDION-Geschäftsmodell ist auf den Absatz von Consumer-Electronics-Produkten und komplementären Dienstleistungen mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis in großen Stückzahlen für den Konsumentenmarkt ausgerichtet. Der größte Umsatzanteil wird mit Kunden aus dem Discount-Retailer-Segment und Consumer-Electronics-Fachmärkten abgewickelt. Daneben wird über die Website des MEDIONshops der Direktverkauf von Produkten angeboten. Branchentypisch für den Bereich Consumer Electronics sind in der unterjährigen Verteilung das erste und insbesondere das vierte Kalenderquartal umsatzstark, wohingegen das zweite und dritte Kalenderquartal geringere Umsatzvolumina zeigen.

MEDION ist wie jedes Unternehmen, das im Konsumgüterbereich tätig ist, stark von der Kaufkraft und Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Während die Kaufkraft von gesamtwirtschaftlichen Parametern wie Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsen und Arbeitslosigkeit beeinflusst wird, hängt die Kaufneigung stark von weichen Faktoren wie etwa der wirtschaftlichen Grundstimmung und dem Verbrauchervertrauen ab. Aufgrund des Absatzschwerpunktes über große Handelsketten ist MEDION wesentlich von der Kaufneigung der Verbraucher und den darauf gerichteten Absatzerwartungen seiner großen Kunden in diesem Marktsegment abhängig.

Sofern jedoch rezessive Tendenzen auf die Wirtschaft mit sinkenden Aufträgen durchschlagen, kann sich auch die Konsumneigung der Verbraucher verschlechtern und im Extremfall zu kurzfristigen Veränderungen im Bestellverhalten der Kunden führen mit durchaus deutlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MEDION.

Die MEDION-Kunden gehören überwiegend zu den namhaften Adressen des internationalen Retail-Marktes. Durch den Charakter des Projektgeschäftes werden mit einzelnen Kunden in kurzen Zeiträumen hohe Umsatzvolumina realisiert. Im Rahmen dieses seit langen Jahren erfolgreichen Geschäftsmodells ist die Vertriebstätigkeit auf wenige leistungsfähige Partner im Retail-Markt ausgerichtet. MEDION unterhält daher Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Andererseits können sich durch den Hinzugewinn einzelner Kunden oder Projekte auch große Umsatzveränderungen zum Positiven ergeben. Dabei ist MEDION aufgrund seiner führenden Wettbewerbsposition im für den Handelskunden individualisierten Aktionsgeschäft und des guten Verhältnisses von Qualität, Design und Preis der Produkte national wie international ein attraktiver Partner für seine Kunden und verfügt über stabile Kundenbeziehungen. Es ist derzeit nicht ersichtlich, dass wesentliche Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.

Den im Bereich hochwertiger Produkte der Consumer Electronics aufgrund der dynamischen technologischen Entwicklung typischerweise innewohnenden Bestandsrisiken der technologischen Veralterung und den damit verbundenen Abwertungsrisiken begegnet MEDION bei seinen Produkten durch eine strikte Anwendung des Build-to-Order-Prinzips. Bei den Vorratsbeständen handelt es sich daher im Wesentlichen um bereits fest disponierte Ware im Projektgeschäft beziehungsweise um Serviceware für Reparatur und Austausch im After-Sales-Service-Prozess. Die für den Direktverkauf bereitgestellte Ware beruht auf einer rollierenden, den täglich ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung mit kurzen Produktzyklen. Damit werden eine kurze Zeitspanne zwischen Beschaffung und Absatz und eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte große Flexibilität im Produktmix erreicht und damit die Bestandsrisiken auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Bestandsdisposition und -bewertung wird durch ein prozessunabhängiges Bestandscontrolling überwacht und gesteuert.

Bei den MEDION-Handelskunden besteht ein allgemeines Abverkaufsrisiko für die georderten Waren. Durch gezielte Marktforschung, Testaktionen bei Produktneueinführungen und dosierte Mengenplanungen wird dieses Risiko der MEDION-Handelspartner in engen Grenzen gehalten. Aufgrund der in weiten Teilen des Handels in einem zeitlich begrenzten Zeitraum üblichen Geld-zurück-Garantie haben die Konsumenten das Recht, auch funktionell einwandfreie Ware als Retourenware an den Handel zurückzugeben. Diese Retourenwaren werden zumeist an den Hersteller weitergeleitet und von diesem einer alternativen Vermarktung zugeführt. Solche Bestände unterliegen einem besonderen Abverkaufsrisiko. MEDION hat in Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit den Handelskunden Verfahren entwickelt und vereinbart, um Missbräuche im Retourenprozess zu verhindern und die Risiken aus der Rückgabe einwandfreier Waren zu begrenzen. Im Hinblick auf die Zweitvermarktung von Retourenwaren hat MEDION durch ein gezieltes Retourenmanagement die Prozesssteuerung und die Abverkaufskanäle über Dritte optimiert und ergänzend dazu durch den MEDION-Outlet-Store und den Abverkauf über den MEDION-Fabrikverkauf und den Abverkauf über den MEDIONshop im Internet im In- und Ausland eigene Vertriebswege für eine Folgevermarktung geschaffen. Durch dieses Bündel von Maßnahmen konnte die Risikoposition verbessert werden.

Die Zusammenarbeit mit Lenovo wird nach wie vor keine negativen Auswirkungen auf das Risikoprofil von MEDION haben, weil die Steuerungsgrundsätze im klassischen projektbezogenen MEDION-Geschäft unverändert bleiben und die Vereinbarungen über den Vertrieb von Lenovo-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen für Lenovo durch MEDION nach allgemein üblichen Grundsätzen für Fremdvergleiche getroffen werden.

Forderungen gegen Kunden

MEDION reduziert das Bonitätsrisiko dadurch, dass sich die Vertriebsaktivitäten im Wesentlichen auf international tätige Handelskonzerne mit A-Bonitäten konzentrieren. Kunden, die nicht in diese Kategorie fallen, haben für MEDION im Projektgeschäft nur untergeordnete Bedeutung und werden größtenteils kreditversichert beziehungsweise nur gegen Garantien oder auf Vorkasse beliefert.

An dieser Vorgehensweise wird auch in der Zusammenarbeit mit Lenovo festgehalten. Darüber hinaus wird durch punktuelle Nutzung externer Vertriebspartner ein potentielles Risiko vermieden.

4.4.2.4 Betrieb

Produktidee

Kern des MEDION-Geschäftsmodells ist die Vermarktung von attraktiven und designorientierten Trendprodukten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an breite Käuferschichten. Neue Produkte schaffen neue Absatzchancen, sind jedoch erst nach einer gewissen Zeit in Abhängigkeit vom individuellen Produktlebenszyklus ausgereift und preislich für den Massenmarkt tauglich. Ältere Produkte unterliegen bei dem schnellen technologischen Wandel dem Risiko der technischen Veralterung, verlieren damit schnell an Attraktivität und sind einem hohen Preisverfall ausgesetzt. Die Herausforderung liegt darin, die richtige Produktidee zum richtigen Zeitpunkt zu platzieren.

Über das seit vielen Jahren gewachsene MEDION-Einkaufsnetzwerk wird eine Vielzahl von Ideen generiert und an die Kunden herangetragen. Daneben werden laufend Erkenntnisse der Marktforschung ausgewertet und durch eigene Präsenz auf wichtigen Messen und im unmittelbaren Kontakt mit innovativen und sehr leistungsfähigen Herstellern aktiv neue attraktive Produktideen gesucht. Im MEDION-Produktmanagement arbeiten erfahrene Mitarbeiter, die über langjährige Markt- und Branchenkenntnisse verfügen. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu den im Markt generierten Neuheiten und Trends und beurteilen diese Entwicklungen in Kreativteams systematisch auf ihre Tauglichkeit für die Vermarktung im Massenmarkt.

Aus diesem systematischen Ansatz heraus hat sich MEDION im Markt sowohl bei den Kunden als auch bei den Lieferanten einen guten Namen als schneller und leistungsfähiger Technologieintegrator für den Massenmarkt gemacht. Nicht zuletzt wurden darüber auch die Ideen zu den erfolgreich eingeführten Dienstleistungen generiert und umgesetzt.

Durch den Zugriff auf Produktideen und Technologien von Gesellschaften des Lenovo-Konzerns ergeben sich weitere Vorteile für das MEDION-Geschäftsmodell bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten.

Beschaffung und Absatz

MEDION greift bei wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette auf externe Partner zurück. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Produkten und Komponenten, für die Abwicklung logistischer Prozesse und auch für Prozesse im After-Sales-Service. Insofern ist MEDION sowohl qualitativ als auch preislich auf eine Vielzahl von Partnern angewiesen. Insbesondere die Beschaffungsmärkte für PC-Komponenten und Logistikdienstleistungen sind dabei von einer hohen Verfügbarkeits- und Preisvolatilität bei Dienstleistungen, wichtigen Bauteilen und Komponenten (zum Beispiel Speicherkomponenten und CPUs) geprägt, die teilweise durch die Entwicklung der Fremdwährungsparitäten gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund noch verstärkt wird. Während sinkende Einkaufspreise regelmäßig durch den Wettbewerbsdruck an Handels- und Endkunden weitergegeben werden müssen, können steigende Einkaufspreise nur sehr selten, und in der Regel nur verzögert, weitergegeben werden. Dieses kann in vielen wesentlichen MEDION-Produktbereichen zu einem entsprechenden Druck auf die Umsatz- und Rohertragsentwicklung führen.

Potentielle Risiken für MEDION bestehen im Falle des Konkurses von Lieferanten, was die Nichtrealisierung des Kundenprojektes zur Folge hätte beziehungsweise bei einem nachgelagerten Konkurs den Ausfall des After-Sales-Service. MEDION begegnet diesem Risiko durch Konzentration auf große, international bekannte Hersteller.

Potentielle Risiken durch Lieferengpässe bei Hauptlieferanten können zu Preisrisiken und gegebenenfalls Umsatzeinbußen führen. MEDION verfügt jedoch aufgrund des großen, über viele Jahre hinweg gewachsenen Einkaufsnetzwerkes über sehr stabile Lieferantenbeziehungen und wird bedingt durch die hohen Beschaffungsvolumina in der Regel als A-Kunde eingestuft und bei Kapazitätsengpässen bevorzugt beliefert. Darüber hinaus kann MEDION teilweise bei der Beschaffung von der Zugehörigkeit zum Lenovo-Konzern profitieren.

Weitere potentielle Risiken können durch Qualitätsmängel bei den Produkten erwachsen und insbesondere im Bereich der Service- und After-Sales-Kosten zu höherem Aufwand führen und eine Imageschädigung nach sich ziehen. MEDION bezieht seine Waren von international führenden Herstellern mit hohen Qualitätsstandards, die grundsätzlich das Qualitätsrisiko tragen. Um eine größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der Produktqualität zu gewährleisten und Probleme möglichst in einem frühen Stadium des Projektes zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können, führt MEDION vor, während und nach der Produktion eigene Qualitätskontrollen zumeist vor Ort beim Lieferanten durch.

Neben der professionellen Projektabwicklung im Verkaufs- und Beschaffungsprozess ist ein hocheffizienter und verlässlicher After-Sales-Prozess der wesentliche Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Markterfolg. Bei Beeinträchtigung der Servicequalität kann es zu Imageschädigungen und negativen Folgen für die Kundenbeziehungen, das Ansehen und die Akzeptanz der Marke MEDION kommen. Um im Bereich der After-Sales-Prozesse ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, werden nur erfahrene Dienstleister eingesetzt. Die Auftragsabwicklung wird laufend dokumentiert und die Arbeitsergebnisse und die Effektivität über ein parallel laufendes Qualitätsmanagementsystem überwacht und optimiert. Dadurch ist es über lange Jahre hinweg gelungen, bei den Partnern im Handel und bei den Endkunden ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von MEDION-Produkten und in den MEDION-Service aufzubauen.

Durch die Zusammenarbeit mit Lenovo werden die Einkaufsmöglichkeiten laufend optimiert und durch den Zugriff auf ein großes Beschaffungsnetzwerk weiter flexibilisiert.

Datenverarbeitung

Für das Funktionieren des Projekt- und Direktgeschäftes und des After-Sales-Service sind effiziente und sichere EDV-Lösungen unerlässlich. Im Falle nicht funktionierender EDV-Prozesse könnten die zeitgerechte Projektabwicklung gefährdet werden und gegebenenfalls weitere wesentliche Beeinträchtigungen des Geschäftsablaufes eintreten. Im Zuge der zunehmenden EDV-Prozessintegration kommt dabei auch der Einbeziehung der Systeme und Schnittstellen zu Lieferanten, Service-Providern und Kunden besondere Bedeutung zu. Die bei MEDION und den in die Wertschöpfungskette einbezogenen Partnern eingesetzten Informationstechnologien werden von eigenen und externen EDV-Fachleuten ständig überprüft und aktualisiert. Die Systeme zur Informationssicherheit werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Reviews für die EDV-Prozessqualität und -Sicherheit von externen Prüforganisationen sowie von der Lenovo-Konzern-Revision durchgeführt. Dadurch wird ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleistet.

Logistik

Da sich MEDION in wesentlichen Umsatzbereichen auf das Projektgeschäft konzentriert, kommt der Fähigkeit, die Produkte innerhalb eines vertraglich vereinbarten Zeitfensters an die Kunden auszuliefern, besondere Bedeutung zu. Verzögerungen können zu Konventionalstrafen oder infolge der Notwendigkeit von Änderungen des Transportmittels zu erhöhten Kosten führen. MEDION arbeitet mit einer begrenzten Anzahl international tätiger Speditionen zusammen, die für hohe Qualitätsstandards und Liefertreue stehen. Die Logistikprozesse bei diesen Spediteuren sind in die eigene IT-Prozesssteuerung von MEDION integriert. Dadurch wird ein hohes Maß an Prozesssicherheit im Bereich Logistik erreicht.

Außerhalb des Projektgeschäftes erfolgt die Distribution von Waren mit national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern bestehen individuelle Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die Standards für die Servicequalität und Sicherheit festgelegt sind.

Die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und die Einhaltung der vertraglich festgelegten Standards werden über das Risikomanagementsystem laufend überwacht.

Direktgeschäft

Abweichend vom Projektgeschäft unterliegt das Direktgeschäft bei der direkten Geschäftsbeziehung zum Endkunden naturgemäß einem größeren finanziellen Risiko. Insbesondere im Online-Handel kommen dem Verbraucher die hier anzuwendenden gesetzlichen Regelungen zugute. MEDION hat daher in seine Geschäftsprozesse mit externen Dienstleistern umfangreiche Kontrollregelungen eingebunden, um sowohl in der Logistik als auch im Zahlungsprozess Risiken zu vermeiden. Darüber hinaus erfolgt der Aufbau von für das Direktgeschäft verfügbaren Warenbeständen streng den Verläufen des Projektgeschäftes, um ein gemäß den Markttrends inhärentes Bestandsrisiko zu minimieren. Im Bereich der Vermarktung digitaler Dienstleistungen bestanden diese Risiken aufgrund der Vertriebsstruktur jedoch nicht.

4.4.2.5 Recht

Die Urheberrechtsreform zum 1. Januar 2008 hat dazu geführt, dass Einigungen zwischen der Industrie und den Verwertungsgesellschaften über die Geräteabgabe (Urheberrechtsabgabe) dem Grunde als auch der Höhe nach schwieriger möglich sind. Kommt eine Einigung nicht zustande, so wird in der Regel das Schiedsstellenverfahren betrieben und nachfolgend die ordentlichen Gerichte bemüht. In der Regel enden diese Verfahren vor dem Bundesgerichtshof und werden oftmals im Instanzenzug noch zur Vorlage an den EuGH abgegeben, so dass von dem Zeitpunkt der Geltendmachung der Urheberrechtsabgabe für ein bestimmtes Gerät bis zur Feststellung, ob diese Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, Jahre vergehen können.

Dies führt dazu, dass für möglicherweise urheberrechtsabgabepflichtige Geräte Rückstellungen zu bilden sind, deren Höhe nicht konkret beziffert werden kann. Für diese Risiken werden dann im Abschluss angemessene Rückstellungen passiviert, soweit entsprechende höchstrichterliche rechtskräftige Entscheidungen dem Grunde und der Höhe nach ergangen sind oder in naher Zukunft diese zu erwarten sind.

Es bleibt weiterhin festzustellen, dass von verschiedenen Seiten verstärkt Ansprüche wegen angeblicher Verletzung von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere von Patenten, geltend gemacht werden. Dies erfolgt teilweise durch die Schutzrechtsinhaber selbst, teilweise werden die Ansprüche auch kommerziell über Dritte, insbesondere so genannte Patentverwertungsgesellschaften, zunächst außergerichtlich geltend gemacht. Dabei werden verstärkt die Verletzungsansprüche gegen den Inhaber der jeweiligen Marke, die auf den Geräten abgebildet ist, geltend gemacht und konsequenterweise auch nur eine Lizenzierung durch den Markeninhaber akzeptiert.

Generell gilt, dass behauptete Schutzrechtsverletzungen und Ansprüche oftmals als nicht gerechtfertigt beurteilt werden können.

Für bestehende Risiken wurden im Abschluss, soweit kalkulierbar, angemessene Rückstellungen, auch für Schutzrechtsverletzungen, passiviert.

Um die Risiken für MEDION daraus weitestmöglich zu begrenzen, vereinbart MEDION im Einkaufsbereich, wenn möglich, mit den Lieferanten, dass diese für eine mögliche Verletzung von Schutzrechten Dritter für die gelieferte beziehungsweise hergestellte Ware allein verantwortlich sind und MEDION von allen diesbezüglichen Ansprüchen freigestellt wird.

Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachträglich zu zahlenden Urheberrechtsabgaben und Lizenzgebühren von den zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis ergeben.

4.4.2.6 Finanzen und Finanzinstrumente

Die MEDION-typische Ausrichtung auf das Projektgeschäft erfordert für kurze Zeiträume die Verfügbarkeit von erheblichen Finanzmitteln zur Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten könnten ansonsten die Unternehmensentwicklung bremsen.

Im Rahmen des MEDION-Geschäftsmodells werden viele kapitalintensive Teile des Wertschöpfungsprozesses wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik oder Verkauf am Point of Sale von Partnerunternehmen wahrgenommen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen und vor dem Hintergrund der soliden Kapital- und Finanzstruktur stehen MEDION in erheblichem Maße Lieferantenlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung beschränkt sich ein möglicher Finanzkreditbedarf von MEDION ausschließlich auf die kurzfristige Abdeckung von Finanzierungsspitzen bei großvolumigen Projekten im klassischen Saisongeschäft.

Als international agierendes Unternehmen ist MEDION Risiken durch Wechselkurseinflüsse ausgesetzt. Insbesondere auf der Beschaffungsseite fallen Zahlungsströme in ausländischer Währung an, da die überwiegende Zahl der Lieferanten in Asien beheimatet ist und die Transaktionen daher in US-Dollar abgewickelt werden. MEDION sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von marktüblichen Devisentermingeschäften und teilweise ergänzenden Swap-Geschäften ab. Dieses geschieht nach Konzern-Richtlinien innerhalb des Lenovo-Konzerns. Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Der Einsatz von Währungssicherungsinstrumenten ist im Wesentlichen gekoppelt an die Auftragsstruktur des Projektgeschäftes. Auf die Darstellung der Finanzrisiken im Konzernanhang auf Seite 155-159 wird verwiesen.

4.4.2.7 Personal

Der Wettbewerb um hochqualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in der Consumer-Electronics-Branche nach wie vor sehr groß. Gerade im Projektgeschäft und bei dem zunehmenden Grad der Digitalisierung stellen erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter eine sehr wichtige Ressource dar. Daher muss auf die Bindung von Know-how-Trägern an das Unternehmen sowie auf die Gewinnung und das erfolgreiche Onboarding von Talenten vom externen Markt durch geeignete Maßnahmen besonderes Gewicht gelegt werden.

Nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter können Risiken beherrschen und vermeiden. Daher fördert MEDION gezielt die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter.

Um bei einem Personalwechsel die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu erleichtern und Probleme durch Know-how-Verluste möglichst zu vermeiden, sind im Rahmen des Workflow-Managements alle unternehmensinternen Prozesse so dokumentiert, dass sie personenunabhängig ausgeführt werden können.

Insgesamt arbeitet bei MEDION ein motiviertes und hochprofessionelles Team - eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern, die das Unternehmen schon lange begleiten, jungen Kolleginnen und Kollegen, die ihre berufliche Karriere bei MEDION beginnen und Kollegen, die aus anderen Unternehmen zu MEDION gekommen sind und mit ihren Erfahrungen zum Unternehmenserfolg beitragen.

4.4.2.8 Risikoszenarien

Insgesamt sieht sich MEDION, trotz der zunehmenden Sättigung im Verbraucherumfeld und dem dadurch begründeten stärkeren Wettbewerb, sicher aufgestellt, weil durch die langjährige Nähe zu Geschäftspartnern und neuen Möglichkeiten durch Lenovo kritische Tendenzen rechtzeitig erkannt und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen Risiken vermindert werden können.

Die geringen Planabweichungen deuten bereits auf ein gut funktionierendes Risikomanagement einschließlich eines hohen Maßes an Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Entwicklungen hin. Aufgrund guter Kundenbeziehungen und Marktkenntnisse sowie flexibler Produktmanagement-Prozesse können Risiken bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt werden. Für die zuvor beschriebenen Risikofelder werden dabei insbesondere die nachfolgend aufgeführten Risiken mit individuellen Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen finanziellen Auswirkungen berücksichtigt.

RISIKOSZENARIEN

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Risiko Eintritts-

wahrscheinlich-

keit
Risiko und Auswirkung Beurteilung
Absatzbezogene Risikopositionen
Mobilfunkregulierung Hoch Mittel Änderungen im rechtlichen Umfeld betreffen grundsätzlich den gesamten Markt. MEDION ist hiervon nicht stärker betroffen als andere Wettbewerber.
Veränderungen in den Einzelhandelsstrukturen Gering Hoch MEDION fokussiert auf großvolumige Handelsaktionen und profitiert von überregionalen Flächenkonzepten seiner Kunden. Veränderungen hierin können auch Veränderungen auf die Absatzvolumina haben. Die Hauptkunden sind jedoch international sehr starke Handelspartner, die ihre Flächen eher erweitern als reduzieren.
Betriebliche Risiken - Produktidee
Trend vom klassischen PC zu mobilen Geräten mit Internetzugang Hoch Hoch MEDION hat auf diese Entwicklung bereits seit Jahren reagiert und erfolgreich digitale Dienstleistungen sowie attraktive Tablet-PCs entwickelt. Hier wird MEDION seine Aktivitäten marktentsprechend verstärken.
Betriebliche Risiken - Beschaffung
Lieferanten-Konsolidierung Gering Mittel Im Bereich der Consumer Electronics ist seit Jahren eine Konsolidierung im Gange. Aufgrund der guten Planbarkeit des Geschäftes kann MEDION rechtzeitig auf Änderungen reagieren.
Verteuerung des US-Dollars Hoch Hoch Zwar ist durch eine Verteuerung des US-Dollars und damit steigenden Einkaufspreisen auch die gesamte Industrie und nicht nur MEDION betroffen. Jedoch kann eine starke unerwartete oder auch länger anhaltende Verteuerung, wie beispielsweise seit Spätsommer 2014, zu negativen Auswirkungen infolge nicht weiter zu gebender Einkaufspreise führen. Der MEDION-spezifische Vorteil, nicht vorproduzieren zu müssen, sondern sämtliche Projektgeschäfte individuell zu verhandeln, kann unter Umständen somit temporär nicht in üblicher Form genutzt werden.
Betriebliche Risiken - Logistik
Globalisierung von Logistik-Unternehmen Mittel Mittel Die Logistikbranche ist bereits konsolidiert und Frachtraten unterliegen sehr starken Schwankungen. Aufgrund der guten Planbarkeit des Geschäftes kann MEDION rechtzeitig auf Änderungen reagieren.
Betriebliche Risiken - Direktgeschäft
Veränderungen im Verbraucherschutz Mittel Gering Im Rahmen der EU-Regulierungen gibt es immer wieder Diskussionen um einen erweiterten Verbraucherschutz, insbesondere im Rahmen des Fernabsatzgesetzes. Weitere Regelungen zugunsten der Verbraucher betreffen jedoch nicht nur MEDION, sondern den gesamten Wettbewerb. MEDION hat bisher bewiesen, dass jederzeit eine kurzfristige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen, auch im Ausland, möglich ist.

4.4.3 Chancenbericht

Neben den allgemeinen Entwicklungen beobachtet MEDION auch spezifische Markttendenzen, die dem Geschäftsmodell entgegen kommen und Chancen nicht nur zum Wachstum, sondern insbesondere auch zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb und somit zur Ertragsstabilisierung bieten. Diese Entwicklungen zeigen zu den Möglichkeiten, die bereits in der Prognose berücksichtigt sind, weitere operative, aber nicht mit ausreichender Sicherheit quantifizierbare Chancen.

White Label/Private Label

Produkte aus dem Consumer-Electronics-Umfeld vereinen immer mehr verschiedene Funktionen in einem Gerät. Der Wettbewerb um Marktanteile wird somit immer intensiver und die Produktlebenszyklen immer kürzer. Aus diesem Grund werden neue Produktideen wiederum immer schneller zu Commodities. Die mit dieser Entwicklung verbundene immer bessere Leistungsfähigkeit von Consumer-Electronics-Produkten bietet zwischen den Produkten selbst jedoch auch immer weniger Differenzierungsmerkmale, die zur Kundengewinnung entscheidend sein können.

Zusätzlich wird der Preiswettbewerb durch intelligente Suchmaschinen immer intensiver und Preise können sich angleichen. Neben den Differenzierungsmerkmalen Preis und Design wird daher für den Verbraucher auch immer mehr das Vertrauen in den Anbieter entscheidend. Das Vertrauen in den Produzenten ist dabei nicht ganz genau abzugrenzen von dem Vertrauen in den Händler.

Dieses Vertrauen wird durch umfangreiche Kundenservices, die dem Verbraucher ein Gefühl von bekanntem, sicherem Einkauf geben, immer mehr gefördert. Hier bieten sich im Bereich von White Label Produktserien, wie sie im Lebensmittelbereich bereits alltäglich sind, neue Potentiale.

MEDION hat seit vielen Jahren neben dem Vertrieb von Produkten unter dem eigenen Markennamen auch Erfahrungen als Lieferant von White Label Elektronik und ist für diesen Markttrend entsprechend aufgestellt. Demzufolge konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr neue langfristige Geschäftsbeziehungen gegründet werden. Nicht nur im Multimedia-Bereich, sondern insbesondere auch im Bereich Haushaltswaren kann MEDION hier zukünftig nachhaltig wachsen.

Hochauflösendes Ultra HDTV

Die bereits erhältliche Technologie für das hochauflösende Ultra-HD oder 4k-Fernsehen ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht im Massenmarkt angekommen. Zwar werden neuere TV-Geräte zunehmend mit dieser Technologie angeboten, was auch hier mittlerweile zu einem Preisrückgang geführt hat. Solange es jedoch weiterhin an entsprechenden Inhalten fehlt, fehlt auch der Kaufanreiz für den Endkunden, solange keine Ersatzinvestition zwingend ist. Ein größeres Film- und Fernseh-Angebot mit dieser Technologie ist absehbar, gegenwärtig jedoch noch nicht vollumfänglich verfügbar.

Aufgrund der Flexibilität und der Fähigkeit von MEDION, in kurzer Zeit Produktideen zu großvolumigen Aktionsgeschäften zu entwickeln, ist MEDION auch für den Vertrieb von preislich attraktiven Ultra-HD-Geräten vorbereitet.

Digitale Dienstleistungen

Nicht zuletzt wegen des Erfolges von Smartphones und Tablet-PCs wird das Geschäft mit digitalen Medien und Inhalten bedeutender für den Consumer-Electronics-Markt. MEDION betreibt seit mehreren Jahren erfolgreich das Telekommunikationsgeschäft sowie einen Online-Fotoservice und hat daher mit den gegenwärtigen Vertriebserfolgen von attraktiven Tablet-PCs und Smartphones eine gute Ausgangssituation für den Ausbau digitaler Dienstleistungen. Weiterhin hat MEDION aufgrund seiner jahrelangen Kontakte in den Beschaffungs- und Vertriebskanälen vielversprechende Möglichkeiten, die durch zuvor genannte attraktive CE- und digitale Produkte gewonnen Kunden durch zusätzliche digitale Dienstleistungen zu binden. Beispiele sind unter anderem die Life-Produkte wie der im September 2015 an den Markt gebrachte Musik-Streamingdienst Lifestore.

Neben den digitalen Dienstleistungen hat MEDION auch seit Jahren den klassischen Online-Handel erfolgreich auf- und durch ergänzende Vertriebsmodelle ausgebaut und plant hier zusätzliche nationale und internationale Erweiterungen. Insbesondere bei der Anbindung des MEDION-Online-Shops an bereits bestehende Kunden-Webshops haben sich und werden sich weitere sehr gute alternative Vertriebskanäle ergeben.

Internationaler Kundenservice

Der im Rahmen der zuvor beschriebenen Produkt- und Marktentwicklungen begründete Preisdruck wirkt sich auch auf die Erbringung von Kundendienstleistungen im Rahmen gesetzlicher Gewährleistungen oder auch von Zusatzdiensten aus. MEDION hat schon vor langem diesen Trend erkannt und seine Servicestrukturen angepasst. Die seit 2012 geleistete Erbringung von Kundendienstleistungen für Lenovo zeigt, dass MEDION ideale Voraussetzungen für einen internationalen kosteneffizienten Kundendienst hat.

4.5.1 Personal

4.5.1.1 Entwicklung

Die Anzahl der im MEDION-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 31. März 2016 beschäftigten Mitarbeiter hat sich umgerechnet auf Vollzeitäquivalente von 993 im Vorjahr verändert und beträgt 978. Davon entfielen auf die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften 866 (Vorjahr: 864) und auf die ausländischen Gesellschaften 112 (Vorjahr: 129).

Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr mit € 55,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von € 53,4 Mio. um € 1,6 Mio. (3,0 %) erhöht. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen mit einem höheren Grad der Spezialisierung und Professionalisierung einiger Funktionen innerhalb des MEDION-Konzerns, dem Aufbau von Spezialisten in Vertriebsfunktionen und im Direktgeschäft sowie höheren Aufwendungen für Sachbezüge einher.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung der Mitarbeiterzahlen zum 31. März 2016 gegenüber dem Vorjahresstichtag.

VERÄNDERUNG MITARBEITERZAHLEN (VOLLZEITÄQUIVALENTE)

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Inland Anzahl 31.03.2016 Anzahl 31.03.2015 +/- Anzahl +/-

%
Sales 323 326 -3 -0,9
Service 413 417 -4 -1,0
Administration 130 121 9 7,4
866 864 2 0,2
Ausland
Sales 27 29 -2 -6,9
Service 74 89 -15 -16,9
Administration 11 11 0 0,0
112 129 -17 -13,2
Gesamt
Sales 350 355 -5 -1,4
Service 487 506 -19 -3,8
Administration 141 132 9 6,8
978 993 -15 -1,5

4.5.1.2 Struktur

Aufgrund des rasanten Unternehmenswachstums in den Jahren bis 2004 und des damit verbundenen schnellen Personalaufbaus weisen die bei MEDION beschäftigten Mitarbeiter ein relativ junges Durchschnittsalter und eine relativ kurze Beschäftigungsdauer auf. Im Berichtsjahr waren bei der MEDION AG und deren Tochtergesellschaften wie im Vorjahr 37 % Frauen und 63 % Männer beschäftigt.

Das Durchschnittsalter hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert und lag in 2015/2016 bei 39,9 Jahren (Vorjahr: 40,0). Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Altersstruktur der Mitarbeiter, getrennt nach Frauen und Männern.

Durch die Zugehörigkeit zum Lenovo-Konzern konnte MEDION sein Angebot an attraktiven, interessanten Aufgaben und Positionen stetig erweitern. Mittlerweile haben viele Mitarbeiter innerhalb des Lenovo-Konzerns neue Aufgaben übernommen. Diese Attraktivität ist ein Grund für die seit Jahren steigende durchschnittliche Betriebszugehörigkeit.

Die Durchschnittsdauer der Beschäftigung bei der MEDION AG und deren inländischen Tochtergesellschaften lag im Geschäftsjahr 2015/2016 bei circa 9,0 Jahren (Vorjahr: 8,8 Jahre). Die Betriebszugehörigkeit nach Jahren und Geschlecht lässt sich wie folgt darstellen:

Die Krankenstatistik im Bereich der MEDION AG lag im Berichtsjahr bei 3,3 % (Vorjahr: 3,2 %) und damit, wie schon in Vorjahren, weit unter dem Bundesdurchschnitt von 3,9 %.

4.5.1.3 Motivation

Die hohe Motivation und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Aufgrund einer schlanken Organisationsform und schneller Entscheidungswege werden unsere Mitarbeiter in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen. Die Nähe zu unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig, um die immer komplexer werdenden Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Bereichen an die veränderten Marktbedingungen und damit verbundenen steigenden Anforderungen anzupassen.

Bei der Besetzung von vakanten Positionen legen wir großen Wert darauf, einerseits die Fähigkeiten und Potentiale von Mitarbeitern, andererseits aber auch deren persönliche Karriereziele zu berücksichtigen. Dies beinhaltet, dass Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg persönlich begleitet und zielgerichtet für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden. Damit werden eine den Anforderungen entsprechende interne Stellenbesetzung gefördert, Einarbeitungszeiten reduziert und den Mitarbeitern somit interessante Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.

MEDION investiert in ein positives Arbeitsumfeld. Modern ausgestattete Arbeitsplätze und interessante Jobinhalte tragen zu einem produktiven Arbeitsklima bei.

Mitarbeiter haben im Rahmen von Einarbeitungsplänen die Möglichkeit, sich schnell in die Unternehmensstrukturen und -prozesse einzufinden. Praktikanten können "on the Job" Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der gesamten Supply Chain gewinnen.

Bei der Zusammenstellung unserer Belegschaft legen wir Wert auf Vielfalt - ungeachtet von Geschlecht, Nationalität, Religion oder ethnischer Herkunft.

4.5.1.4 Wesentliche Vereinbarungen

MEDION legt großen Wert auf eine offene und freundliche Unternehmenskultur und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung und den einzelnen Mitarbeitern.

Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem konstruktiven Miteinander geprägt.

Vorstand und Mitarbeitervertretung sind gemeinsam davon überzeugt, dass sozialkompetente Verhaltensweisen das Betriebsklima nachhaltig positiv beeinflussen, die Arbeitsprozesse verbessern, damit die Produktivität und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und somit vielfältige positive Auswirkungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter bringen. Aus diesem Grunde gibt es im MEDION-Konzern eine Reihe von wichtigen Betriebsvereinbarungen, die zum einen der langfristigen Mitarbeiterbindung und zum anderen einer den Markterfordernissen angepassten höheren Flexibilisierung innerhalb des Unternehmens dienen.

Zum Umgang mit IT gibt es vier Betriebsvereinbarungen. Die erste Betriebsvereinbarung widmet sich der Einführung und Nutzung einer Software im MEDION-Call-Center zur Realisierung eines Workforcemanagement-Systems. Ziel des Einsatzes ist die Vereinfachung und Verbesserung der Personaleinsatzplanung einschließlich Zeitwirtschaft zur Erhöhung der Planbarkeit für das MEDION-Call-Center. Zugleich sollen die Eigenbestimmung und Gestaltungsmöglichkeiten der Mitarbeiter im Rahmen der Personaleinsatzplanung verstärkt werden. Die anderen drei Betriebsvereinbarungen beziehen sich auf Abläufe und Systeme der MEDION-EDV.

Darüber hinaus existieren eine Reihe von weiteren Betriebsvereinbarungen im Unternehmen. Im Rahmen der Vereinbarung über das Betriebliche Eingliederungsmanagement verfolgen Vorstand und Mitarbeitervertretung gemeinsam das Ziel, arbeitsunfähige Mitarbeiter möglichst bald wieder in die Arbeitsorganisation zu integrieren. Darüber hinaus wollen sie klären, mit welchen Maßnahmen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann. Der Arbeitsplatz von Arbeitnehmern, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind, soll möglichst erhalten bleiben. Vor diesem Hintergrund werden betriebliche Organisationsstrukturen, Verfahrensabläufe und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit einem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vereinbart.

Neben einer Vereinbarung über Jubiläumszuwendungen in Form von Sonderurlaub bieten die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften allen Beschäftigten die Inanspruchnahme einer betrieblichen Altersversorgung in Form von Direktversicherung und Pensionskasse an.

Bei den Führungskräften sind flächendeckend Vergütungssysteme eingeführt, die sich aus einem Fixum und einem variablen Anteil auf der Basis von individuellen Zielvereinbarungen zusammensetzen. Die individuellen Zielvereinbarungen werden dabei anhand von unternehmensbezogenen und persönlichen Zielen festgelegt.

Darüber hinaus wurden den Mitarbeitern externe fachbezogene Weiterbildungsmaßnahmen und IT-bezogene Schulungen angeboten, die im Bereich SAP R/3 durch ein SAP-Inhouse-Competence-Center und im Bereich von Microsoft Office durch die MEDION Trainings Akademie intern durchgeführt wurden.

MEDION beteiligt sich aktiv an der betrieblichen Ausbildung junger Menschen. Im März 2016 sind insgesamt 55 Auszubildende (Vorjahr: 47) im MEDION-Konzern beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 6,1 % (Vorjahr: 5,2 %). Die Auszubildenden teilen sich auf folgende Ausbildungsgänge auf: 15 kaufmännische, 6 technische, 11 im Dialogmarketing sowie 4 Mediengestalter. Zusätzlich hat die MEDION AG 19 jungen Menschen einen dualen Studiengang im Fachbereich Wirtschaft/Wirtschaftsinformatik angeboten. Wir sind besonders stolz darauf, dass MEDION-Auszubildende zum dritten Mal in Folge zu den besten Absolventen der MEO-Region (Mülheim an der Ruhr, Essen, Oberhausen) gehörten und von der IHK ausgezeichnet wurden. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und der Beijing University of Technology konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr den dualen Studenten im Unternehmen die Möglichkeit zur Teilnahme an der Beijing Summer School angeboten werden. Da MEDION ausschließlich für den eigenen Bedarf ausbildet, können wir in der Regel allen Ausgebildeten ein Arbeitsplatzangebot unterbreiten.

Die zwischen MEDION und Joblinge gemeinnützige AG Ruhr im Vorjahr gestartete Kooperation zur Unterstützung der Initiative JOBLINGE war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich. JOBLINGE ist als gemeinnütziges Angebot der Wirtschaft gegen Jugendarbeitslosigkeit und Nachwuchskräftemangel konzipiert. Das Ziel ist, Jugendlichen ohne Abschluss ("Joblinge") durch individuelle Betreuung, Weiterbildung und Qualifizierung die Chance zu geben, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu positionieren. MEDION beteiligt sich mit einer jährlichen Spende sowie durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen in Form von Qualifizierungs- und Bewerbungspraktika und hat über JOBLINGE im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Auszubildende beschäftigt.

Im Rahmen des Betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes hat MEDION im abgelaufenen Berichtsjahr Schulungen für die Ersthelfer und Evakuierungshelfer sowie jeweils kostenlos für alle Mitarbeiter eine Grippeschutzimpfung angeboten. Wie bereits im Vorjahr haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 66 Mitarbeiter das Angebot einer kostenlosen Grippeschutzimpfung wahrgenommen.

4.5.2 Nachhaltigkeit

Das Leitbild einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung der MEDION AG zielt nicht nur auf wirtschaftliche Erfolge ab, sondern umfasst auch die Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung. Alle Aktivitäten in diesem Zusammenhang werden im Bereich "Corporate Responsibility" zentral gebündelt.

Soziale Verantwortung in der Lieferkette

Als Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI), einer freiwilligen Unternehmensinitiative, sind wir bestrebt, unsere Produkte nach sozialen Gesichtspunkten fertigen zu lassen und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette beizutragen. Auf Basis des BSCI Verhaltenskodex haben wir unternehmensweit gültige Sozialstandards definiert, mit denen wir die Werte und Grundsätze bei der Herstellung unserer Produkte festlegen. Der BSCI Verhaltenskodex stützt sich auf internationale Übereinkommen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Leitlinien Kinderrechte und Unternehmerisches Handeln, die Leitlinien der Vereinten Nationen "Wirtschaft und Menschenrechte", die OECD-Leitsätze sowie den UN Global Compact und die Übereinkommen und Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Innerhalb unseres Einflussbereichs ermutigen wir unsere Lieferanten, ihre Geschäftspraktiken am BSCI Verhaltenskodex auszurichten und die dafür notwendigen Managementsysteme und -prozesse zu etablieren.

Im Rahmen unserer BSCI-Mitgliedschaft haben wir ein Programm zur Überwachung der Einhaltung gültiger Sozialstandards etabliert. Dabei legen wir großen Wert auf einen entwicklungsorientieren Ansatz, der auf drei Säulen basiert:

1. Überwachung - Externe, akkreditierte Prüfungsunternehmen führen in den Produktionsstätten unabhängige Audits zur Überprüfung des Umsetzungsgrades des BSCI-Verhaltenskodex durch. Die Sozialaudits werden dabei nach einem einheitlichen Standard durchgeführt, der in unterschiedlichen Kapiteln die einzelnen Prinzipien des BSCI-Verhaltenskodex adressiert. Werden Verfehlungen festgestellt, unterstützen wir unsere Produzenten dabei, einen Maßnahmenplan zur Erreichung von Verbesserungen zu erstellen und überwachen dessen Umsetzung.

2. Befähigung - Um das Bewusstsein unserer Produzenten für nachhaltige Geschäftspraktiken zu stärken, stellen wir ihnen unterschiedliche Tools und Informationsdokumente zur Verfügung. Diese sollen dabei unterstützen, die notwendigen Managementsysteme und -prozesse zu implementieren. Darüber hinaus bieten wir unseren Produzenten die Möglichkeit zur Teilnahme an kostenlosen Schulungen und Workshops zur Verbesserung des Verständnisses und der Umsetzung der sozialen Anforderungen.

3. Einbindung von Anspruchsgruppen - Gemeinsam mit der BSCI verfolgen wir einen konstruktiven Dialog mit relevanten Anspruchsgruppen in Europa und den Lieferländern, wie z. B. unseren Lieferanten, anderen BSCI-Mitgliedern, unseren Kunden und Nichtregierungsorganisationen.

Ziel ist es, innerhalb unseres Einflussbereiches einen kontinuierlichen, nachhaltigen Verbesserungsprozess bei unseren direkten Lieferanten zu erreichen.

Ökologische Verantwortung

Als Teil des weltweiten Lenovo-Nachhaltigkeitsprogramms hat sich MEDION in Bezug auf all seine Geschäftsbereiche - von den Betriebsabläufen über das Produktdesign bis hin zum Recycling - dem Umweltschutz verschrieben. Die Unternehmensrichtlinie zum Umweltschutz wird vom globalen Umweltmanagementsystem des Lenovo-Konzerns unterstützt. Darin bekennt sich MEDION gemeinsam mit Lenovo zum Einsatz nachhaltiger Geschäftspraktiken und -prozesse. Wir verpflichten uns, Umweltbelastungen zu vermindern und die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung voranzutreiben.

Zur Sicherstellung der effektiven Umsetzung der Umweltschutzrichtlinie wurde am Hauptsitz in Essen ein Umweltmanagementsystem implementiert, welches gemäß dem internationalen Standard DIN EN ISO 14001 zertifiziert ist. Das Managementsystem ermöglicht uns die zielgerichtete Erfassung und Bewertung des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie des Abfallaufkommens. Auf dieser Basis können wir Handlungsfelder und Optimierungspotenziale identifizieren, die die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten Schritt für Schritt minimieren. Als wesentliche Ziele streben wir die Optimierung des Energieeinsatzes, die Verringerung der Abfallmenge sowie die Erhöhung der Recyclingquote an. Die Einhaltung umweltrelevanter Rechtsvorschriften, die Verwirklichung von Umweltzielen sowie die Eignung und Effektivität des implementierten Umweltmanagementsystems werden durch regelmäßige interne und externe Umweltaudits sowie Managementreviews überprüft.

Darüber hinaus haben wir im letzten Jahr gemeinsam mit Lenovo ein Energiemanagementsystem eingeführt, welches im Dezember 2015 nach dem internationalen Standard DIN EN ISO 50001 zertifiziert wurde. Die weltweit gültige Norm unterstützt uns dabei, durch spezifische Prozesse und Abläufe unsere Energieeffizienz zu verbessern. Dadurch sollen Energiesparpotenziale aufgezeigt, Energiekosten verringert und die Energieleistung kontinuierlich verbessert werden.

Mit der Einführung und Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 gehen wir über die seit 2015 durch das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) verpflichtende Anforderung zur Durchführung eines Energieaudits hinaus. Damit zeigen wir unser Engagement für die kontinuierliche Verbesserung unserer energiebezogenen Leistung.

Wesentliche Umweltkennzahlen

Der aus Strom- und witterungsbereinigtem2 Heizenergieverbrauch bestehende Gesamtenergieverbrauch von MEDION am Hauptsitz in Essen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 4.366 MWh. Das entspricht einer Einsparung von mehr als 3 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014/2015.

Um unserer Verantwortung für den Klimaschutz nachzukommen und wertvolle Ressourcen zu schonen, stellen wir seit Januar 2016 die CO2 Neutralität unseres Stromverbrauchs sicher. Dazu erwerben wir jährlich 2.500 MWh Strom aus regenerativen Quellen. Entsprechend der europäischen Rechtsvorschriften wird durch so genannte Herkunftsnachweise vom Umweltbundesamt bestätigt, dass die eingekaufte Energiemenge zu 100 % aus erneuerbaren und CO2-freien Energiequellen stammt.

Im Erfassungszeitraum konnte der Anteil der Abfälle, die entweder recycelt oder stofflich verwertet wurden, durch eine weiter verbesserte Trennung auf 77 % gesteigert werden. Für die in der Übersicht enthaltenen Abfallfraktionen stehen den Mitarbeitern am Standort diverse Sammelstellen für die getrennte Entsorgung zur Verfügung, u. a. von Papier, Restmüll, Holz, Bau- und Abbruchabfällen, Elektroaltgeräten, Batterien, Tonern und Leuchtmitteln. Alle anfallenden Abfälle werden von zertifizierten Entsorgungsbetrieben abgeholt und umweltgerecht verwertet oder beseitigt.

Im Juni 2015 haben wir uns erneut an den "Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit" beteiligt. Sowohl im Unternehmen als auch in unserem Fabrikverkauf engagierten wir uns mit einer Handysammelaktion. Mit den gesammelten Althandys haben wir die Kampagne "Alte Handys für die Havel" unterstützt und sorgten somit gleich doppelt für mehr Umweltschutz: Zum einen wurde sichergestellt, dass wertvolle Rohstoffe wiederverwendet werden und Schadstoffe nicht auf dem Müll landen. Zum anderen erhält der Naturschutzbund (NABU) für jedes eingegangene Althandy 1,60 Euro. Dieses Geld fließt zu 100 % in das NABU-Projekt zur Renaturierung der Unteren Havel.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde die Zusammenarbeit mit der internationalen, gemeinnützigen Organisation Forest Stewardship Council® (FSC) weiter intensiviert. FSC® hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe eines Siegels, ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf Produkten sichtbar zu machen.

Als MEDION-Markenlizenzhalter gehen wir unserer Verpflichtung mit unserem zertifizierten Zulieferer nach, den illegalen Raubbau zu verhindern, verbieten gentechnisch veränderte Pflanzen, schützen seltene Arten, setzen ökologische und soziale Mindeststandards durch und beugen Menschenrechtsverletzungen vor. Dazu werden jährliche Kontrollen durch unabhängige Dritte, sowohl im Wald als auch in den nachgelagerten Industrien, durchgeführt. Wir stehen gemeinsam für das Versprechen einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft vom Wald über den Handel bis zum Verbraucher.

Mit all diesen Aktivitäten und Projekten legen wir uns die Selbstverpflichtung auf, als Teil der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung künftiger Generationen zu leisten.

2 Der Heizenergieverbrauch von Gebäuden ist wesentlich von der Lufttemperatur außerhalb der Gebäude abhängig. Die Berücksichtigung und damit Bereinigung zur Vergleichbarkeit erfolgt mit den heiztechnischen Kenngrößen Gradtage oder Gradtagszahlen.

4.5.3 Corporate Governance/Vergütungsbericht

4.5.3.1 Corporate Governance

MEDION verpflichtet sich zu den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Mitarbeiter der MEDION AG identifizieren sich mit diesen Grundsätzen. MEDION erachtet die Verpflichtung zur Corporate Governance als wichtige Maßnahme zur Vertrauenssteigerung gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit auf nationalen und internationalen Märkten.

Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2015, die am 5. Mai 2015 beschlossen und am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden, führten dazu, dass die bisherige Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr in Kodex-Ziffer 5.4.1 - Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat - verändert werden musste.

Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. November 2015 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 7. Dezember 2015 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können. Der Aufsichtsrat hat auch keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Die Eignung zur Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit hängt nach seiner Überzeugung insbesondere von den spezifischen Bedürfnissen der Gesellschaft und den individuellen Fähigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält er daher nicht für sinnvoll, da der MEDION AG auch die besonderen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ihrer Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen sollen.

Bei MEDION ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates ausgewiesener Kenner des Handels und der Finanzmärkte, der über 30 Jahre Leitungsfunktionen in einer internationalen Bank wahrgenommen hat. Er ist im besonderen Maße geeignet, bei der unternehmensspezifischen Situation von MEDION Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrzunehmen, da in der von schnellen Entwicklungen geprägten internationalen Welt der Consumer-Electronics-Produkte und der Ausrichtung von MEDION auf die internationalen Handelsketten gerade die Kenntnisse der Prozesse international agierender Handelsunternehmen sowie das damit verbundene Finanztransaktions-Know-how entscheidend sind. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 wurden zwei Vertreter von Lenovo, der Finanzvorstand (Executive Vice President) der internationalen Lenovo-Gruppe und der in Leitungsorganen von Lenovo für internationale Märkte verantwortliche Senior Vice President in den Aufsichtsrat gewählt. Im Dezember 2013 hat dieses Mitglied aufgrund seines Ausscheidens aus dem Lenovo-Konzern auch sein Mandat im Aufsichtsrat von MEDION niedergelegt. Anschließend erfolgte auf Antrag der Gesellschaft die gerichtliche Bestellung des für den weltweiten PC-Bereich verantwortlichen Corporate President von Lenovo. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates wurden von der Hauptversammlung am 1. Oktober 2015 für fünf Jahre wiedergewählt.

MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt. Aufgrund der besonderen Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung bisher nicht vorgesehen. Darüber hinaus enthält die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2) keine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Bestandteile, da bei dem Geschäftsmodell von MEDION die Ermittlung, Objektivierung und Quantifizierung langfristiger Erfolgsparameter schwierig ist.

Der ausführliche Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Corporate Governance im MEDION-Konzern findet sich im Geschäftsbericht.

4.5.3.2 Vorstandsvergütungen

Durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 13. Dezember 2011 und unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des in 2011 erfolgten Erwerbs von MEDION durch Lenovo sind die Vorstandsmitglieder Gerd Brachmann und Christian Eigen mit Wirkung vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2016 für fünf Jahre zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft bestellt worden.

Gemäß den in diesem Zusammenhang mit den Vorstandsmitgliedern geschlossenen Anstellungsverträgen besteht die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die variable Vergütung, eine zusätzliche von Lenovo zu ermittelnde und zu leistende aktienbasierte Vergütung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen.

Maßgebend für die Festlegung der Gesamtvergütungsstruktur des Vorstandes ist der Aufsichtsrat, der die Angemessenheit der Vergütungen bestimmt.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen kurz- und langfristigen Komponenten in eine variable Vergütung einfließen.

Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen Versicherungen sowie die Zurverfügungstellung von Dienstwagen, die als Vergütungsbestandteil vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern sind. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu, die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Kredite oder Gehaltsvorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Die erfolgsabhängige Tantieme für Gerd Brachmann und Christian Eigen besteht aus einem kurzfristigen jährlichen Leistungsbonus und einem langfristigen Leistungsbonus und wird in Bezug auf die Leistung des jeweiligen Vorstandsmitgliedes und die Leistung der Gesellschaft gemäß der Methode des Lenovo-Leistungsbonusplans berechnet.

Der kurzfristige jährliche Leistungsbonus hat ein Jahresziel und wird jährlich bezogen auf einen Geschäftsjahreszyklus gemäß der so genannten Lenovo-P3-Methode berechnet und ausgezahlt. Diese Methode enthält zwei variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator, die vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Geschäftsjahres fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.

Der langfristige Leistungsbonus verwendet ein Jahresziel und wird während der Laufzeit des Anstellungsvertrages zweimal berechnet. Der erste langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 3 Monate (27 Monate vom 1. Januar 2012 bis zum 31. März 2014). Der zweite langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 9 Monate (33 Monate vom 1. April 2014 bis zum 31. Dezember 2016). Die tatsächliche Bonuszahlung wird ebenfalls unter Verwendung der Lenovo-P3-Methode berechnet. Diese Methode enthält zwei vom Aufsichtsrat festgelegte variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Zeitraums und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Zeitraums fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.

Die Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf jährliche Zuteilungen von Kapitalbeteiligungen im Rahmen des so genannten Lenovo Long Term Incentive Program (LTI). Aufgrund der Übernahme zusätzlicher Funktionen in den internationalen Gremien der Lenovo-Gruppe werden die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung für den MEDION-Vorstand in Form von Aktien und Optionsrechten auf Aktien der börsennotierten Lenovo-Gruppe direkt von dieser geleistet. Demnach haben die Vorstandsmitglieder eine Option auf Zuteilung von Kapitalbeteiligungen in Form von "Share Appreciation Rights (SARs)" und "Restricted Share Units (RSUs)" bezogen auf Aktien der Lenovo Group Limited. Die tatsächliche Anzahl der Anteile hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie zum Beispiel der Allokation der Zuteilung nach SARs und RSUs, Aktienkursen und Wechselkursen. LTI-Zuteilungen erfolgen im Juni eines jeden Jahres.

Die SARs und RSUs werden nach Maßgabe der Bedingungen des Lenovo-SAR-Plans und des Lenovo-RSU-Plans über einen Zeitraum von vier Jahren zu 25 % jährlich unverfallbar. Für die Ausübung oder den Verkauf von SARs und RSUs durch die Vorstandsmitglieder gelten bestimmte Sperrfristen, die in den jeweiligen Plänen näher dargelegt werden.

Für die Zuteilung von Kapitalbeteiligungen gelten die Bedingungen des LTI, des SAR- und RSU-Plans sowie die Zuteilungsvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern. Die Zuteilungsvereinbarungen enthalten Beschränkungen hinsichtlich des Wettbewerbs mit Lenovo und des Abwerbens von Lenovo-Mitarbeitern nach Beendigung der Anstellung. Die Zuteilungsvereinbarungen, die sich in Zukunft ändern können, sehen derzeit vor, dass leitende Angestellte im Fall der Zuwiderhandlung gegen diese Beschränkungen alle Barzahlungen oder Aktien zurückerstatten müssen, die sie in den 12 Monaten vor ihrem Ausscheiden im Rahmen des LTI erhalten haben.

Da MEDION auf die Errechnung der Zuteilung der Lenovo Kapitalbeteiligungen keinen Einfluss hat und die entsprechenden Parameter allein von Lenovo aufgrund der Tätigkeit des MEDION-Vorstands für Lenovo und des dementsprechenden Erfolgs ermittelt werden, wurde im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat seit dem Berichtsjahr 2014/2015 kein entsprechender Aufwand mehr gebucht. Lenovo hat auch für die zurückliegenden Geschäftsjahre die entsprechenden Kapitalbeteiligungen direkt an den MEDION-Vorstand geleistet und erklärt, dies auch zukünftig tun zu wollen.

Einzelheiten der Vergütungen für den Gesamtzeitraum des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der erfolgten vertraglichen Änderungen ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen (Darstellung 2014/2015 angepasst):

Gerd Brachmann | Vorstandsvorsitzender

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Zuwendungen für GJ 2015/2016 Werte

in €
2014/2015 2015/2016 2015/2016 (min) 2015/2016 (max)
Festvergütung 570.000 570.000 570.000 570.000
Nebenleistungen 29.108 29.108 29.108 29.108
Summe Fixvergütungen 599.108 599.108 599.108 599.108
einjährige variable Vergütung 210.000 201.600 0 504.000
mehrjährige variable Vergütung aktienbasierte Vergütung (LTI)* 192.000 192.000 0 576.000
Summe variable Vergütungen 402.000 393.600 0 1.080.000
Gesamtsumme 1.001.108 992.708 599.108 1.679.108
Versorgungsaufwand** 270.361 226.745

Christian Eigen | stellvertretender Vorstandsvorsitzender

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Zuwendungen für GJ 2015/2016 Werte

in €
2014/2015 2015/2016 2015/2016 (min) 2015/2016 (max)
Festvergütung 475.000 475.000 475.000 475.000
Nebenleistungen 35.560 47.437 47.437 47.437
Summe Fixvergütungen 510.560 522.437 522.437 522.437
einjährige variable Vergütung 172.500 165.600 0 414.000
mehrjährige variable Vergütung 162.000 162.000 0 486.000
aktienbasierte Vergütung (LTI)*
Summe variable Vergütungen 334.500 327.600 0 900.000
Gesamtsumme 845.060 850.037 522.437 1.422.437
Versorgungsaufwand** 168.533 182.465

* Die aktienbasierten Vergütungen betreffen die Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf jährliche Zuteilungen im Rahmen des Lenovo Long Term Incentive Program (LTI).

** Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19

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Gerd Brachmann | Vorstandsvorsitzender Christian Eigen | stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Zuflüsse im GJ 2015/2016 Werte

in €
2014/2015 2015/2016 2014/2015 2015/2016
--- --- --- --- ---
Festvergütung 570.000 570.000 475.000 475.000
Nebenleistungen 29.108 29.108 35.560 47.437
Summe Fixvergütungen 599.108 599.108 510.560 522.437
einjährige variable Vergütung 168.000 168.000 138.000 138.000
erfolgsbezogene Zielerreichung der einjährigen variablen Vergütung 42.000 42.000 34.500 34.500
mehrjährige variable Vergütung 153.600 153.600 129.600 129.600
aktienbasierte Vergütung (LTI)*
erfolgsbezogene Zielerreichung der mehrjährigen variablen Vergütung 182.400 153.900
Summe variable Vergütungen 546.000 363.600 456.000 302.100
Gesamtsumme 1.145.108 962.708 966.560 824.537
Versorgungsaufwand** 270.361 226.745 168.533 182.465

* Die aktienbasierten Vergütungen betreffen die Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf jährliche Zuteilungen im Rahmen des Lenovo Long Term Incentive Program (LTI) und werden von Lenovo ermittelt und geleistet.

** Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19

In den obigen Tabellen sind ferner Einzelheiten zu den Zuführungen zur Pensionsrückstellung der Vorstandsmitglieder aufgeführt. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.

Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

4.5.3.3 Aufsichtsratsvergütungen

Aufsichtsratsvergütungen sind in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Durch Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 wurde die Vergütung des Aufsichtsrates auf T€ 120 für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und auf T€ 50 für die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates festgesetzt. Die Vergütung ist zahlbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit.

Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015/2016 T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Davon entfallen auf Herrn Dr. Stützle T€ 120, wobei die anderen Aufsichtsratsmitglieder, wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr, aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo auf ihre Vergütung verzichtet haben.

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GJ 2015/2016 Dr. Rudolf Stützle Wai Ming Wong Gianfranco Lanci
Werte

in €
Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Mitglied Gesamt
--- --- --- --- ---
Vergütung 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00

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GJ 2014/2015 Dr. Rudolf Stützle Wai Ming Wong Gianfranco Lanci
Werte

in €
Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Mitglied Gesamt
--- --- --- --- ---
Vergütung 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00

Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

4.5.4 Sonstige Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB

1. Das € 48.418.400,00 betragende Grundkapital der MEDION AG ist in die entsprechende Anzahl auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

2. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte oder der Übertragbarkeit der Aktien bestehen nach der Satzung der Gesellschaft nicht und sind darüber hinaus auch nicht bekannt.

3. Am Kapital der MEDION AG ist Lenovo seit 2011 mehrheitlich beteiligt. Darüber hinaus besteht eine zum 19. September 2012 mitgeteilte und im Februar 2016 aktualisierte Beteiligung der amerikanischen Fondsgesellschaft Elliott in Höhe von 10,21 %.

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind Aktionären nicht eingeräumt.

5. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Regelungen zur Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind.

6. Die Satzung der MEDION AG legt in § 6 Ziff. 1 und 2 fest, dass der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen zu bestehen hat und die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder sowie eventueller stellvertretender Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung und die Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat erfolgen. Darüber hinaus enthält die Satzung keine Regelungen zur Bestellung und zum Widerruf der Bestellung von Mitgliedern des Vorstandes sowie zum Abschluss und zur Beendigung von Anstellungsverträgen, so dass die Vorschriften der §§ 84, 85 AktG maßgeblich sind. Einschlägig für Satzungsänderungen der MEDION AG sind die Bestimmungen des § 10 Ziff. 7 und des § 15 Ziff. 4 und 5 der Satzung in Verbindung mit den §§ 179 ff. AktG.

7. Der Vorstand der MEDION AG ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Mai 2016 um bis zu € 24,0 Mio. durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 3 Ziff. 7 der Satzung. Am 31. März 2015 hat die Gesellschaft 3.736.970 Stück eigene Aktien im Bestand. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde der Vorstand bis zum 25. Mai 2015 ermächtigt, weitere eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Von diesen Ermächtigungen wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 kein Gebrauch gemacht.

8. Bei der MEDION AG gibt es keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit den Mitgliedern des Vorstandes oder den Arbeitnehmern ebenfalls nicht getroffen worden.

4.5.5 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Unternehmensführung von MEDION - als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft - wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Corporate Governance ist für MEDION ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. Wir haben daher alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt MEDION dem so genannten dualen Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen.

Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie entwickeln die Unternehmensstrategie und sorgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für deren Umsetzung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstandes von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die der Zustimmung des Aufsichtsrates vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstandes. Der Vorstand von MEDION besteht seit Jahren unverändert aus zwei Mitgliedern.

Den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells der MEDION AG trägt die seit der Unternehmensgründung beziehungsweise dem Börsengang und insbesondere auch nach der Mehrheitsübernahme durch Lenovo in weiten Teilen unverändert gebliebene Vorstands- und Führungsstruktur des Unternehmens Rechnung. Beide Vorstandsmitglieder verantworten operative Bereiche, in denen die wesentlichen Geschäftsprozesse bei Einkauf, Logistik, Finanzplanung und Controlling sowie die direkte Führung von wesentlichen Unternehmensfunktionen wie Informationstechnik, Vertrieb, Personal und Strategie enthalten sind. Die so genannte erste Führungsebene im Unternehmen ist dem Vorstand über Zielvorgaben und Berichtspflichten direkt verantwortlich.

Am 25. Oktober 2011 haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH als herrschendes Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Durch den Vertrag unterstellt die MEDION AG die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich ab dem 1. April 2012, ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den MEDION-Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien, das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstandes liegt.

Funktionsfähige Kontrollsysteme sind wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse bei MEDION. Dazu gehört ein konzernweites Risikomanagementsystem, das Funktionen, Prozesse, potentielle Ergebnisbelastungen und unternehmensspezifische Risiken erfasst.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstandes, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für MEDION von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat von MEDION besteht aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrates von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates geregelt.

Schließlich enthalten die Satzung der MEDION AG sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Kein Mitglied des Aufsichtsrates von MEDION ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2015, die am 5. Mai 2015 beschlossen und am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden, führten dazu, dass die bisherige Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr in Kodex-Ziffer 5.4.1 - Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat - verändert werden musste.

Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. November 2015 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 7. Dezember 2015 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können. Der Aufsichtsrat hat auch keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt.

Die Eignung zur Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit hängt nach seiner Überzeugung insbesondere von den spezifischen Bedürfnissen der Gesellschaft und den individuellen Fähigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält er daher nicht für sinnvoll, da der MEDION AG auch die besonderen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ihrer Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen sollen.

Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen von MEDION sind auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten der Corporate-Governance-Praxis von MEDION können dem aktuellen Corporate-Governance-Bericht entnommen werden, der gleichzeitig Bestandteil dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und im Geschäftsbericht abgedruckt ist.

Die Angaben zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind auf unserer Homepage unter www.medion.com veröffentlicht worden.

Essen, 30. Mai 2016

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Konzernabschluss der MEDION AG

5.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Werte in T€ Anmerkung im Anhang 01.04.2015 - 31.03.2016 01.04.2014 - 31.03.2015
1. Umsatzerlöse (1) 1.397.355 1.349.913
2. Sonstige betriebliche Erträge (2) 7.147 8.163
3. Materialaufwand (3) -1.183.671 -1.146.368
4. Personalaufwand (4) -54.969 -53.384
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3.050 -3.197
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -132.050 -120.834
7. Betriebsergebnis (EBIT) 30.762 34.293
8. Finanzierungserträge (6) 383 887
9. Finanzierungsaufwendungen (6) -755 -258
10. Ergebnis vor Steuern (EBT) 30.390 34.922
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (7) -7.108 -7.115
12. Konzernergebnis 23.282 27.807
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 0,52 0,62
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 44.681.430 44.681.430
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 0,52 0,62
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 44.681.430 44.681.430

5.3 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 01.04.2015 - 31.03.2016 01.04.2014 - 31.03.2015
1. Konzernergebnis 23.282 27.807
2. Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
+/- Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen (17) 1.288 -2.830
+/- Latente Steuern aus der Pensionsbewertung -417 913
3. Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
+/- Währungsumrechnungsdifferenzen -99 381
+/- Überschuss/Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges -5.309 4.145
+/- Latente Steuern aus Cashflow-Hedges 494 -1.405
\= sonstiges Ergebnis, nach Steuern (Summe aus 2. und 3.) -4.043 1.204
4. Gesamtergebnis, nach Steuern 19.239 29.011

5.4 Konzern-Kapitalflussrechnung

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Werte

in T€
01.04.2015 - 31.03.2016 01.04.2014 - 31.03.2015
1. Betriebsergebnis (EBIT) 30.762 34.293
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.050 3.197
3. +/- Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen -701 3.454
Brutto Cashflow 33.111 40.944
4. -/+ Abnahme/Zunahme der übrigen Rückstellungen -16.593 22.804
5. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten 5 -2.708
6. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -25.206 -93.652
7. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -39.813 24.979
8. +/- Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) -4.878 -814
9. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 8) -53.374 -8.447
10. + Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 44 3.785
11. - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -4.289 -1.376
12. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 10 und 11) -4.245 2.409
13. + Einzahlungen aus ABS-Transaktionen 73.091 0
14. - Auszahlung für Gewinnabführung Vorjahre -22.894 -24.156
15. + Einzahlungen aus Zinsen 381 792
16. - Auszahlungen für Zinsen -469 -57
17. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 13 bis 16) 50.109 -23.421
18. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 9, 12, 17) -7.510 -29.459
19. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -90 377
20. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 61.262 90.344
21. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 18 bis 20) 53.662 61.262

5.5 Konzernbilanz

Aktiva

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Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 31.03.2016 31.03.2015
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen (8) 22.706 23.080
Immaterielle Vermögenswerte (9) 5.075 3.519
Beteiligungen (10) 140 140
Ertragsteuererstattungsansprüche (11) 294 588
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (15) 417 420
Sonstige langfristige Vermögenswerte (15) 41 77
Aktive latente Steuern (7) 5.035 4.595
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 33.708 32.419
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12) 200.148 210.613
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (13) 185.366 180.123
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 152.600 100.000
Vorräte (14) 244.259 208.044
Ertragsteuererstattungsansprüche (15) 665 601
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (15) 41.442 51.586
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (15) 4.207 4.311
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 53.662 61.262
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 729.749 716.540
Aktiva, gesamt 763.457 748.959
Passiva
Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 31.03.2016 31.03.2015
Eigenkapital (16)
Gezeichnetes Kapital 48.418 48.418
- davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418
- Genehmigtes Kapital: T€ 24.000 (Vorjahr: T€ 24.000)
Kapitalrücklage 142.068 142.068
Eigene Aktien -46.358 -46.358
Gewinnrücklagen 229.524 225.839
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals -2.389 2.525
Eigenkapital, gesamt 371.263 372.492
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (22, 23) 0 370
Pensionsrückstellungen (17) 8.048 8.749
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 8.048 9.119
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (18) 114.112 152.692
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (19) 20.468 22.894
davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung 20.468 22.894
Steuerrückstellungen (7, 20) 1.981 4.506
Sonstige Rückstellungen (21) 157.573 173.701
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (22, 23) 87.032 3.773
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (22, 23) 2.980 7.657
Passive Latente Steuern (7) 0 2.125
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 384.146 367.348
Passiva, gesamt 763.457 748.959

5.6 Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Gesamtergebnis
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
--- --- --- --- --- --- ---
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
--- --- --- --- --- --- ---
Werte

in T€
Aktien im Umlauf (Anzahl) Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Eigene Aktien Andere Gewinnrücklagen/ Bilanzgewinn Marktbewertung von Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. April 2014 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 222.494 209
Sonstiges Ergebni s nach Steuern 0 0 0 0 -1.917 2.740
Konzernergebnis 0 0 0 0 27.807 0
Gesamtergebnis 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 248.384 2.949
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 0 0 0 -22.545 0
Stand 31. März 2015 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 225.839 2.949
Stand 1. April 2015 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 225.839 2.949
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 0 0 871 -4.815
Konzernergebnis 0 0 0 0 23.282 0
Gesamtergebnis 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 249.992 -1.866
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 0 0 0 -20.468 0
Stand 31. März 2016 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 229.524 -1.866

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Gesamtergebnis
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
--- --- ---
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
--- --- ---
Werte

in T€
Währungsumrechnungsdifferenzen Gesamt
--- --- ---
Stand 1. April 2014 -805 366.026
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 381 1.204
Konzernergebnis 0 27.807
Gesamtergebnis -424 395.037
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 -22.545
Stand 31. März 2015 -424 372.492
Stand 1. April 2015 -424 372.492
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -99 -4.043
Konzernergebnis 0 23.282
Gesamtergebnis -523 391.731
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 -20.468
Stand 31. März 2016 -523 371.263

Konzernanhang

der MEDION AG

6.1 Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

6.1.1 Aufstellungsgrundsätze

Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im regulierten Markt (General Standard) geführt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Multimedia Hard- und Software, Unterhaltungs- und Konsumelektronik, Telekommunikations- und Satellitentechnik sowie weiteren Non-Food-Artikeln aller Art und der Handel mit Telekommunikationsdienstleistungen sowie der Handel mit digitalen Inhalten.

Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsgrundsätzen "International Financial Reporting Standards (IFRS)" und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Zur Anwendung kamen alle für das Geschäftsjahr 2015/2016 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen des IASB, die von der EU übernommen wurden.

Anwendung und Auswirkungen neuer bzw. überarbeiteter Rechnungslegungsvorschriften

Erstmalig im Geschäftsjahr angewandte neue bzw. überarbeitete Rechnungslegungsvorschriften

Im Abschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurden erstmals folgende neue oder überarbeitete Rechnungslegungsvorschriften angewandt:

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Nummer und Name des Standards oder der Standardänderungen Datum der Übernahme in europäisches Recht
IFRIC 21 Bilanzierung von Abgaben 13.06.2014
IAS 19 Änderungen: Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 17.12.2014
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2010-2012 17.12.2014
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2011-2013 18.12.2014

Die Änderungen von Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, so dass auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet wird.

Veröffentlichte, aber im Geschäftsjahr 2015/2016 noch nicht angewandte neue bzw. überarbeitete Rechnungslegungsvorschriften

Die nachfolgend aufgeführten neuen Standards und Interpretationen sowie Änderungen an bestehenden Standards wurden vom IASB herausgegeben, waren jedoch im Geschäftsjahr 2015/2016, sofern bereits in europäisches Recht übernommen, noch nicht verpflichtend anzuwenden. Ein eventuelles Wahlrecht zur freiwilligen vorzeitigen Anwendung wurde für diese Rechnungslegungsvorschriften nicht in Anspruch genommen.

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Anwendung verpflichtend/ voraussichtlich im Geschäftsjahr Name des Standards, der Standardänderungen oder der Interpretation Datum der Übernahme in europäisches Recht
2016/2017 IAS 1 Änderungen: Darstellung des Abschlusses 18.12.2015
IAS 16, IAS 38 Änderungen: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 02.12.2015
IAS 16, IAS 41 Änderungen: Produzierende Pflanzen 23.11.2015
IAS 27 Änderungen: Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss 18.12.2015
IFRS 11 Änderungen: Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 24.11.2015
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2012-2014 25.12.2015
2017/2018 oder später IFRS 10, IAS 28 Änderungen: Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen -1
IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 Änderungen: Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme -1
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten -1
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen sowie Klarstellung zu IFRS 15 -1
IFRS 9 Finanzinstrumente inklusive Änderungen an diesem Standard -1
IFRS 16 Leasingverhältnisse -1
IAS 12 Ansatz von Vermögenswerten aus latenten Steuern für nicht realisierte Verluste -1
IAS 7 Angabeninitiative - Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeiten -1

-1 Da der Standard, die Änderung oder die Interpretation noch nicht in europäisches Recht übernommen sind, besteht kein verbindlicher Anwendungstermin innerhalb der Europäischen Union. Gegenüber dem für die Zuordnung zu Geschäftsjahren zugrunde gelegten Erstanwendungstermin, wie er vom IASB vorgesehen ist, können sich daher noch Änderungen ergeben.

Die diversen Änderungen im Rahmen der Verbesserung der IFRS enthalten in der Regel nur kleinere Klarstellungen oder redaktionelle Anpassungen, so dass aus der erstmaligen Anwendung dieser Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet werden.

Aus der erstmaligen Anwendung der nachfolgenden neuen Standards oder Standardänderungen werden keine Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet:

Änderungen IAS 16 und IAS 38,
Änderungen IAS 16 und IAS 41,
Änderungen IAS 27,
Änderungen IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28,
IFRS 14,
IFRS 12.

Entsprechend wird auf eine detaillierte Darstellung dieser neuen Standards und Standardänderungen verzichtet.

Aus der erstmaligen Anwendung der übrigen Standards und Interpretationen sowie der Änderungen an Standards werden die nachfolgend dargestellten Auswirkungen erwartet.

Änderungen des IAS 1: Darstellung des Abschlusses

Durch die Änderungen wird klargestellt, dass Anhangangaben nur notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt auch für in Standards geforderte Mindestangaben. Gleichzeitig ist jedoch zu beurteilen, ob über die explizit geforderten Angabepflichten hinaus weitere Angaben erforderlich sind, um den Adressaten ein besseres Verständnis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu ermöglichen. Daneben enthalten die Änderungen Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung sowie Klarstellungen zur Darstellung von Anteilen am sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung. Außerdem entfällt die Vorgabe zur Darstellung der Anhangangaben in einer bestimmten Reihenfolge. Des Weiteren sollen Unternehmen im Rahmen der Bestimmung der anzugebenen Rechnungslegungsmethoden die Natur ihrer Geschäftstätigkeit und die Methoden, über die Adressaten voraussichtlich Informationen erwarten, berücksichtigen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Änderungen des IFRS 11: Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit

Die Änderungen beinhalten Leitlinien dazu, wie ein Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit abzubilden ist. Ein Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellt, ist demnach nach den Vorschriften des IFRS 3 zu bilanzieren. Die Änderungen haben nur dann Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wenn zukünftig ein Geschäftsbetrieb von einer gemeinschaftlichen Tätigkeit erworben würde.
Änderungen des IFRS 10 und IAS 28: Übertragung von Vermögenswerten an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die Änderungen beheben eine Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28. Bei Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen oder Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen soll ein Veräußerungsgewinn oder -verlust dann vollständig erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Stellen die übertragenen Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb dar, ist der Erfolg nur anteilig zu erfassen. Die Änderungen haben nur dann Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wenn zukünftig ein Geschäftsbetrieb an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen übertragen würde. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.
IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der neue Standard gibt einheitliche Grundprinzipien zur Umsatzrealisation für alle Branchen und für alle Kategorien von Transaktionen vor und ersetzt die Vielzahl der diesbezüglichen Einzelregelungen und somit vor allem IAS 18 und IAS 11. Diese Grundprinzipien helfen den Unternehmen bei der Zusammenstellung entscheidungsnützlicher Informationen über die Art, die Höhe, den Zeitpunkt des Anfalls sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden. Zeitpunkt und Höhe von Umsatzerlösen orientieren sich dabei an einem fünfschrittigen Modell. Im Ergebnis ist hiernach mit Übertragung der Verfügungsgewalt über eine Leistung die dieser Leistung zuzurechnende anteilige Gegenleistung als Umsatzerlös zu realisieren. Die Übertragung der Verfügungsgewalt kann dabei nach wie vor zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfolgen. Daneben werden zahlreiche Detailfragen geklärt, wie etwa der Umgang mit Vertragsänderungen sowie die Bewertung von variablen Gegenleistungen wie etwa Rabatten, Rückgaberechten und Leistungsvergütungen. Außerdem enthält der Standard neue Leitlinien zu Prinzipal-Agenten-Beziehungen und zu Kosten zur Erlangung eines Vertrags. Auch die Anhangangaben zu Umsatzerlösen wurden deutlich ausgeweitet. Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden derzeit analysiert.
IFRS 16: Leasingverhältnisse

IFRS 16 ersetzt IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC 15 sowie SIC 27. IFRS 16 ist grundsätzlich auf alle Leasingverhältnisse anzuwenden. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Bezüglich immaterieller Vermögenswerte hat der Leasingnehmer ein Wahlrecht zur Anwendung der neuen Vorschriften.

Leasingnehmer haben zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand zu aktivieren und die aus dem Leasingvertrag resultierende Zahlungsverpflichtung zu passivieren. Maßgeblich für die Erstbewertung der Verpflichtung ist die Höhe des Barwerts der im Leasingvertrag vereinbarten Leasingzahlungen. Zukünftige variable Leasingzahlungen sind gemäß der erwarteten Zahlungen zu berücksichtigen. Die Abzinsung erfolgt mit dem Zinssatz, den der Leasinggeber dem Leasingnehmer in Rechnung stellt. Sofern dieser dem Leasingnehmer nicht bekannt ist, erfolgt die Abzinsung mit seinem Grenzfremdkapitalzinssatz.

Der Ansatz des Nutzungsrechts orientiert sich im Erstzugangszeitpunkt grundsätzlich an der Höhe der Leasingverbindlichkeit. Darüber hinaus sind direkte Kosten des Leasingnehmers in Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss sowie Leasingzahlungen, die der Leasingnehmer vor Leasingbeginn zahlt, zu aktivieren. Der Ausweis des Nutzungsrechtes in der Bilanz kann separat erfolgen oder sich an der Art des Leasinggegenstandes orientieren. Die Leasingverbindlichkeit kann separat oder als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen werden. Sofern kein separater Ausweis erfolgt, sind entsprechende Anhangsangaben erforderlich.

Für den Leasinggeber sind die Bilanzierungsvorschriften dagegen weitestgehend unverändert geblieben. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Zinsaufwand aus der Leasingverpflichtung und eine Abschreibung auf das Nutzungsrecht zu zeigen. Der Aufwandsverlauf zeigt somit zukünftig für alle Leasingverhältnisse einen degressiven Verlauf ("cost frontloading") wie bei einem Finance Lease nach IAS 17.

Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden derzeit analysiert.
IAS 7: Angabeninitiative - Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeiten

Zielsetzung der Änderungen ist die Vermittlung von relevanten Informationen, um Veränderungen der Schulden aus Finanzierungstätigkeit besser beurteilen zu können.

Schulden aus Finanzierungstätigkeit im Sinne der neuen Vorschriften sind Verbindlichkeiten, deren Zahlungsströme aktuell oder künftig als Zahlungsstrom aus Finanzierungstätigkeit klassifiziert werden. Insofern sind Änderungen von finanziellen Vermögenswerten ebenfalls dann berichtspflichtig, wenn aus diesen Vermögenswerten aktuell oder künftig Zahlungsströme resultieren, die innerhalb der Kapitalflussrechnung als Zahlungsstrom aus Finanzierungstätigkeit klassifiziert werden (z. B. Absicherung von Schulden).

Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres.

Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich für den Konzern geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage der IFRS angewandt. Auf die Bewertungsunterschiede gegenüber der Steuerbilanz wurden entsprechende latente Steuern berechnet.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2016 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge wurden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

6.1.2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. März 2016 wurden neben der Muttergesellschaft MEDION AG, Essen, die nachfolgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode einbezogen.

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Firma und Sitz Stammkapital zum 31.03.2016 Beteiligung Erwerbszeitpunkt Erste Einbeziehung in den Konzernabschluss
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen ("AMS") € 25.000 100,0 % Gründung 2002 ab 1. Dezember 2002
2. MEDION Service GmbH, Essen ("MSG") € 25.000 100,0 % Gründung 2004 ab 1. September 2004
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich ("MEDION France") € 150.000 100,0 % Gründung 1998 ab 1. Juli 1999
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien ("MEDION UK") GBP 400.000 100,0 % Gründung 1998 ab 1. Juli 2000
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark ("MEDION Nordic") DKK 500.000 100,0 % Erwerb 2002 ab 1. Juli 2002
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich ("MEDION AT") € 50.000 100,0 % Gründung 2002 ab 1. Dezember 2002
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande ("MEDION NL") € 650.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. Juli 2001
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien ("MEDION Iberia") € 5.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. Juli 2001
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Zürich, Schweiz ("MEDION Schweiz") CHF 100.000 100,0 % Gründung 2004 ab 1. Februar 2004
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA ("MEDION USA") USD 10.100.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. April 2001
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien ("MEDION Australia") AUD 10.000 100,0 % Gründung 2003 ab 1. November 2003
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien ("MEDION Slovenia") SIT 2.100.000 = € 8.763 100,0 % Gründung 2006 ab 1. Juli 2007

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich um Unternehmen, die im Wesentlichen Vertriebs- und Service-Dienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen. Darüber hinaus haben einige Tochtergesellschaften eigenes Geschäft im Segment Direktgeschäft.

Die AMS erbringt Call-Center-Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit der MSG umfasst Reparatur- sowie Logistikdienstleistungen für den After-Sales-Service und für E-Commerce-Geschäfte.

Grundlage für die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss waren die nach Landesrecht aufgestellten und an IFRS sowie Konzernbilanzierungsregeln angepassten Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016.

Die übrigen ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG sowie ein inländisches Tochterunternehmen (vgl. unter "6.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personen") wurden aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

6.1.3 Konsolidierungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Soweit zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligungen den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden der jeweiligen Gesellschaft übersteigen, entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwill). Deren Werthaltigkeit ist gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich durch Impairment-Tests zu verifizieren.

Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.

Zwischengewinneliminierungen waren nicht erforderlich.

6.1.4 Grundsätze der Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen in den Gesellschaften werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen oder im Materialaufwand erfasst. Soweit sie auf Finanzposten entfallen, werden sie im Finanzergebnis erfasst.

Die ausländischen Tochtergesellschaften, deren landesrechtlicher Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, sind nach den in IAS 21 vorgesehenen Abgrenzungskriterien als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheit ("Foreign Entity") anzusehen. Die jeweilige Landeswährung stellt die funktionale Währung für die Geschäfte dieser Tochtergesellschaften dar.

Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach der so genannten modifizierten Stichtagskursmethode (IAS 21.39) umgerechnet. Dementsprechend sind sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem Bilanzstichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt beziehungsweise zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung umgerechnet.

Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Konzernunternehmen werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend IAS 21.40 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter der Position "Währungsumrechnungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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31.03.2016 31.03.2015 2015/2016 2014/2015
1 € = Bilanz Mittelkurs GuV Durchschnittskurs
--- --- --- --- --- ---
Australien AUD 1,4809 1,4051 1,4969 1,4486
Dänemark DKK 7,4558 7,4687 7,4611 7,4517
Großbritannien GBP 0,7900 0,7234 0,7338 0,7854
Schweiz CHF 1,0945 1,0433 1,0731 1,1770
USA USD 1,1377 1,0740 1,1014 1,2682

6.1.5 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Neubewertungen des Sachanlagevermögens wurden nicht vorgenommen.

Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

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Nutzungsdauer
Gebäude und Außenanlagen 10-40 Jahre
Mietereinbauten 3-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und andere Rechte sowie Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr und zehn Jahren.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. In der Folgebewertung werden die Finanzanlagen auf ihre Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten berechnen sich aus dem Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen werden für wesentliche Forderungen im Rahmen einer Einzelbetrachtung vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus werden bestimmte Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden, anhand gleichartiger Risikomerkmale zu Gruppen zusammengefasst und auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit auf Portfoliobasis wertberichtigt. Die Wertberichtigungen werden über Wertberichtigungskonten gebucht und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt ihre Ausbuchung und die Entlastung des Wertberichtigungskontos.

Im Rahmen von Asset-Backed-Security-Transaktionen (ABS-Transaktionen) werden finanzielle Vermögenswerte verkauft. Die Risiken werden in Form von Kaufpreisabschlägen berücksichtigt. Die Abschläge betreffen Risiken für Verwässerung, Transaktionskosten und Bonität. Da die Voraussetzungen gemäß 39.17 ff. für einen Eigentumsübergang der Forderungen nicht vorliegen, werden die in die ABS-Transaktion einbezogenen finanziellen Vermögenswerte weiterhin bei der Gesellschaft bilanziert.

Die Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt dabei grundsätzlich nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde.

Sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten, im Falle von Fremdwährungsposten zum Fair Value.

Fremdkapitalkosten werden mangels Anschaffung qualifizierter Vermögenswerte und der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft nicht aktiviert.

Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.

Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren berechnet. Hiernach werden sowohl die zum Abschlussstichtag erworbenen Anwartschaften als auch künftig erwartete Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die im Berichtsjahr auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.120C erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Im Rahmen der Berechnung wird auf die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zurückgegriffen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen - Fremdwährungsposten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet - ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen erforderlichen Ausgaben ermittelt. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Verluste gegebenenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich gegebenenfalls erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente), die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in eine der drei folgenden Hierarchiestufen einzuordnen:

auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Die MEDION AG verwendet derivative Finanzinstrumente, um Marktrisiken aus Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in US-Dollar und teils in Britischen Pfund abgewickelt werden, zu reduzieren. Dazu schließt die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Abschlusses des Einkaufskontraktes Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und Betragshöhe im Wesentlichen den zugrundeliegenden Einkaufsgeschäften. Darüber hinaus wurden in der Vergangenheit Verkaufskontrakte in Australischen Dollar abgesichert. Die von MEDION eingesetzten Devisentermingeschäfte erfüllen die Effektivitätsanforderungen nach IAS 39.88 für die Anwendung der Hedge-Accounting-Grundsätze. Dementsprechend werden die Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag in der Bilanz angesetzt (Stufe 2). Dabei werden die Marktwerte der Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cash-flow-Hedges), erfolgsneutral über eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital abgegrenzt. Da die Finanzinstrumente ausschließlich zur Kurssicherung der bei den Einkaufsgeschäften zugrunde gelegten Kalkulationskurse dienen, werden die aus der Währungsumrechnung und der Währungssicherung durch Devisentermingeschäfte entstehenden Erträge und Aufwendungen im Materialaufwand erfasst.

Weiterhin werden Devisenswaps mit einer kurzen Laufzeit eingesetzt, um Abweichungen zwischen den geplanten und tatsächlichen Fremdwährungszahlungsströmen Rechnung zu tragen. Diese Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt (Stufe 2).

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- und Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen zum Erfüllungszeitpunkt.

Eigene Aktien werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und gemäß IAS 32.33 im Eigenkapital als Abzugsposten ausgewiesen. Die eigenen Aktien stellen nach IAS 32.11 keinen finanziellen Vermögenswert dar.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen. Darüber hinaus werden Erlöse für erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des Direktgeschäftes, insbesondere im Bereich Mobilfunk, sowie im Bereich Konzerndienstleistungen bei Leistungserbringung erfolgswirksam erfasst.

Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Steuerumlagen aufgrund des Steuerumlagevertrages der MEDION AG mit der Organträgerin Lenovo Germany Holding GmbH als auch latente Steuern. Latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und/oder passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern (auch auf Verlustvorträge) werden aktiviert, sofern damit gerechnet werden kann, dass diese in den zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen auch genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der MEDION AG werden aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages nicht mehr gebildet. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen der Gesellschaft zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

MEDION ist kein Leasinggeber. In geringem Umfang unterhält die Gesellschaft operate Lease Verträge im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie PKWs.

6.1.6 Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

6.1.7 Kapitalmanagement

Ziele der Kapitalmanagementstrategie von MEDION sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Steigerung des Unternehmenswerts und die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des zukünftigen Wachstums.

Dazu arbeitet MEDION auch mit dem Bereich Kapitalmanagement bei Lenovo zusammen.

Die seit Jahren bestehende Bilanzstruktur mit einer um 50 % liegenden Eigenkapitalquote, keinen langfristigen Bankverbindlichkeiten und der Möglichkeit eines zeitlich begrenzten Fremdkapitaleinsatzes (Aval-Linien) für das Projektgeschäft soll dabei erhalten bleiben.

Im Segment Direktgeschäft wird aufgrund der Struktur des Geschäfts unverändert zu den Vorjahren kein Fremdkapital eingesetzt. MEDION hat mit Ausnahme von ABS-Transaktionen keine Anleihen oder sonstige Fremdkapitalinstrumente begeben und plant auch nicht, solche zu begeben. Die überschüssigen Barmittel werden befristet unter Beachtung einer strengen Risikoallokation im Lenovo-Konzern angelegt.

6.1.8 ABS-Transaktionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ABS-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Da die wesentlichen Risiken (Kreditrisiken und Spätzahlungsrisiken) und Chancen bei der MEDION verblieben sind, führte dies nicht zum bilanziellen Abgang der verkauften Forderungen. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 91.364 verkauft. MEDION hat im Rahmen eines Kreditgeschäftes vom Erwerber T€ 73.091 vereinnahmt, die unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gezeigt werden. In Höhe von T€ 18.273 besteht hinsichtlich des Erwerbes noch ein Rückbehalt, der abhängig vom Zahlungseingang beim Erwerber an MEDION ausgezahlt wird. Die Einbehalte aus ABS-Transaktionen beziehen sich auf kalkulatorische Kaufpreisabschläge für Verwässerung, Transaktionskosten sowie einen Abschlag für Bonitätsrisiko. Die Abrechnung erfolgt jeweils nach Ende einer Transaktion.

6.2 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz

6.2.1 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Deutschland 988.090 958.382
Europa 257.329 272.273
Übriges Ausland 151.936 119.258
1.397.355 1.349.913

In den Umsatzerlösen von € 1.397 Mio. (Vorjahr: € 1.350 Mio.) sind Beträge aus Dienstleistungen (Konzerndienstleistungen und Direktgeschäft) in Höhe von € 221,6 Mio. (Vorjahr: € 165,5 Mio.) enthalten. Die verbleibenden Beträge entfallen auf den Verkauf von Gütern.

(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.893 1.193
Erträge aus Sachbezügen 1.549 1.028
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 1.246 -
Provisionserträge 699 609
Erträge aus Schadenersatz/Versicherungserstattungen 653 724
periodenfremde Erträge 553 859
Mehrerlös aus Anlagenabgang - 2.721
Übrige 554 1.029
7.147 8.163

(3) Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um die Aufwendungen für die Beschaffung oder Lohnfertigung in den Bereichen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen einschließlich der Anschaffungsnebenkosten und der bezogenen Leistungen.

(4) Die Personalaufwendungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Löhne und Gehälter 46.720 45.224
Soziale Abgaben 7.840 7.721
Aufwendungen für Altersversorgung 409 439
54.969 53.384

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2015/2016 1.029,2 (Vorjahr: 1.030,9 ).

Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt:

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Mitarbeiter nach Gruppen 2015/2016 2014/2015
Service 500 511
Vertrieb 350 338
Verwaltung 139 139
989 988

(5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Vertriebsaufwendungen 105.638 97.347
Verwaltungsaufwendungen 21.851 18.536
Betriebsaufwendungen 3.266 3.440
Übrige Aufwendungen 1.295 1.511
132.050 120.834

Der wesentliche Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Vertriebsaufwendungen, die sich wie folgt aufgliedern:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Aufwendungen für Kundenservice 54.444 42.773
Werbe-/Messekosten, Marketing 31.633 35.217
Übrige 19.561 19.357
105.638 97.347

Unter den Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen für IT (T€ 8.299, Vorjahr: T€ 6.567), Versicherungen und Beiträge (T€ 2.210, Vorjahr: T€ 1.824), Rechts- und Beratungskosten (T€ 4.003, Vorjahr: T€ 3.373), externe Dienstleistungen (T€ 2.420, Vorjahr: T€ 2.485), Nebenkosten des Geldverkehrs (T€ 3.652; Vorjahr: T€ 2.904), Kommunikation (T€ 885; Vorjahr: T€ 740) und sonstige allgemeine Verwaltungskosten (T€ 382, Vorjahr: T€ 643) zusammengefasst.

Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Abschlussprüfungsleistungen 252 257
Steuerberatungsleistungen - -
Andere Bestätigungsleistungen - -
Sonstige Leistungen - 25
252 282

Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich insbesondere um Aufwendungen für Mieten und Leasing (T€ 1.158; Vorjahr: T€ 1.144), Reparaturen (T€ 694; Vorjahr: T€ 725) sowie Mietnebenkosten (T€ 728; Vorjahr: T€ 785).

Die übrigen Aufwendungen enthalten vor allem Kursdifferenzen (T€ 602; Vorjahr: T€ 209), sonstige Steuern (T€ 212; Vorjahr T€ 356) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ -181; Vorjahr: T€ 511).

(6) Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Finanzierungserträge 383 887
Finanzierungsaufwendungen -755 -258
-372 629

Im Zusammenhang mit den Bewertungskategorien nach IAS 39 ergibt sich das folgende Nettofinanzergebnis:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Kredite und Forderungen 382 830
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -4 -13
378 817

Das Nettoergebnis gem. IFRS 7 umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert.

Die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Finanzierungskosten sind mit Ausnahme von abgegrenzten Zinserträgen in Höhe von T€ 41 sowie des Zinseffektes aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 285 (Zinsaufwand), der fast ausschließlich aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 223 resultiert, (Vorjahr: Zinsertrag: T€ 110; Zinsaufwand: T€ 200) im Berichtsjahr zahlungswirksam geworden.

Der Gesamtzinsertrag und -aufwand für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente entspricht im Wesentlichen dem genannten Zinsaufwand und Zinsertrag.

(7) Die Ertragsteuern (-/+ Aufwand/Ertrag) setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
MEDION AG
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag -5.551 -6.532
davon: Umlage vom Organträger -4.776 -5.757
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag Vorjahre -166 -
Gewerbeertragsteuer - -4
-5.717 -6.536
MEDION France -164 -536
MEDION NL -274 -232
AMS -209 -211
MEDION Austria -177 -171
MSG -96 -82
MEDION Nordic -44 -61
MEDION Iberia -53 -28
MEDION Schweiz -63 48
MEDION Australia -1.015 -
Übrige -12 -8
Latente Steuern 716 702
-7.108 -7.115

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom theoretisch erwarteten Steueraufwand zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12.79 ff.:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
1. Konzernergebnis vor Ertragsteuern 30.390 34.922
2. Anzuwendender theoretischer Steuersatz in % 32,28 32,28
3. Theoretische Steuer -9.810 -11.273
4. Unterschiede zu ausländischen und latenten Steuern 758 -349
5. Steuern auf nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -38 -250
6. Steuererträge/-aufwendungen für Vorjahre -86 -953
7. Effekte aus Gewinnabführungsvertrag 2.443 4.317
8. Steuern auf Beteiligungsergebnisse -45 -48
9. Latenter Steueraufwand/-ertrag auf Verlustvorträge -330 -855
10. Latenter Steuerertrag Vorjahre - 2.296
11. Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -7.108 -7.115
12. Tatsächlicher Ertragsteuersatz in % 23,39 20,37

Der Konzernsteuersatz von 32,28 % errechnet sich aus der Gewerbesteuerbelastung von 16,45 %, der Körperschaftsteuer von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 %.

Die latenten Steuern (-/+ Aufwand/Ertrag) haben sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
2015/2016 2014/2015
Latenter Steuerertrag (+) /-aufwand (-) 716 702
davon aus:
Steuerlichen Verlustvorträgen MEDION Australia
Auflösung/Zuführung -330 -857
Temporären Differenzen 1.046 1.559
716 702

Zum Abschlussstichtag verfügt der MEDION-Konzern über inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 9.024 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 8.467 sowie ausländische Verlustvorträge von T€ 5.848 (MEDION USA: T€ 5.848; Vorjahr: T€ 6.374 davon MEDION USA T€ 5.156 und MEDION Australia T€ 1.218) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Die Verluste sind zeitlich unbegrenzt verrechenbar.

Latente Steuern auf die Verlustvorträge der MEDION AG wurden nicht gebildet, da diese während der Laufzeit des Gewinnabführungsvertrages nicht nutzbar sind. Für MEDION USA werden ebenfalls keine latenten Steuern gebildet, da kein ausreichend positives steuerliches Ergebnis erwartet wird.

Für steuerpflichtige Differenzen zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen in Höhe von T€ 110 (Vorjahr: T€ 107) wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da die MEDION AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und mit einer Umkehr der temporären Differenzen in naher Zukunft nicht zu rechnen ist.

Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten:

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aktivisch passivisch aktivisch passivisch
Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
--- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges 1.070 - - 2.125
davon aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital (494) - - (1.405)
Pensionsrückstellungen 1.439 - 1.738 -
davon aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital (760) - (1.176) -
Übrige Rückstellungen 1.580 - 1.588 -
Vorräte und Forderungen 914 - 888 -
Steuerliche Verlustvorträge 32 - 381 -
5.035 - 4.595 2.125

6.2.2 Angaben zur Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

(8) Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens belief sich in 2015/2016 auf T€ 4.289, wobei ein Großteil in Hardware, Gebäude und Bauten und Büroausstattung investiert wurde.

(9) Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 3.241 betreffen im Wesentlichen mit T€ 2.229 externe Entwicklungs- und Softwarekosten für verschiedene Softwareentwicklungsprojekte sowie mit T€ 905 Anzahlungen für externe Entwicklungskosten.

(10) Als Beteiligungen werden die nicht konsolidierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel auf den Seiten 150-151 zu entnehmen.

(11) In den Ertragsteuererstattungsansprüchen wird auch das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ausgewiesen, das in Höhe von T€ 294 (Vorjahr: T€ 588) eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat.

Kurzfristige Vermögenswerte

(12) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Forderungen 200.633 211.577
Wertberichtigungen -485 -964
200.148 210.613

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen international tätige Handelskonzerne.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Stand 1. April 964 1.002
Inanspruchnahmen - -92
Auflösungen -589 -298
Zuführungen 110 352
Endbestand 485 964

Die Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.

Von den nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 200.148 (Vorjahr: T€ 210.613) waren T€ 188.229 (Vorjahr: T€ 168.813) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Forderungen sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Kleiner als 30 Tage 5.643 30.615
Zwischen 30 und 60 Tage 535 1.945
Zwischen 61 und 90 Tage 810 6.562
Zwischen 91 und 180 Tage 1.594 2.345
Größer als 180 Tage 3.337 333
Summe der fälligen Forderungen 11.919 41.800

Hinsichtlich der nicht wertberichtigten, aber überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Abschlussstichtag keine Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Liefer- und Verrechnungsprozessen mit Dienstleistern, vorrangig im Bereich des Kundenservice, mit denen aufgrund einer Vielzahl von kleinteiligen Warenbewegungen vierteljährliche oder jährliche Abrechnungen erfolgen. Darüber hinaus sind Forderungen aus Jahresvereinbarungen mit Lieferanten enthalten, die ebenfalls nur viertel-, halb- oder sogar jährliche Abrechnungszyklen haben.

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 215 (Vorjahr: T€ 299). Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen waren von untergeordneter Bedeutung.

Die Forderungsverluste sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den übrigen Aufwendungen ausgewiesen.

(13) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Lenovo PC Hong Kong Ltd., Hong Kong und resultieren überwiegend aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln.

(14) Die Vorräte betreffen im Wesentlichen bei fremden Lagerhaltern und Spediteuren gelagerte Handelswaren für größtenteils fest disponierte Projektaufträge, schwimmende Waren sowie Service- und Retourenwaren.

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Produktivbestände 150.590 110.443
Servicewaren 39.615 48.239
Retouren-/Remarketingbestände 10.588 20.895
Direct Sales 43.466 28.467
244.259 208.044

Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren 18.275 19.402
Auf Produktivbestände/Direct Sales 3.735 3.753
22.010 23.155

Die Vorräte betreffen mit T€ 179.252 (Vorjahr: T€ 162.496) PC/Multimedia und mit T€ 65.007 (Vorjahr: T€ 45.548) Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen.

(15) Die sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
--- --- --- --- ---
a) Finanzielle Vermögenswerte
Ausstehende Lieferantengutschriften 41.693 41.693 41.714 41.714
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung - - 9.992 9.992
Derivate mit nicht bilanzieller Sicherungsbeziehung 28 28 48 48
Ausgereichte Darlehen 1.243 826 1.225 805
Übrige finanzielle Vermögenswerte/ Wertberichtigung -1.105 -1.105 -973 -973
41.859 41.442 52.006 51.586
b) Übrige Vermögenswerte
Sonstige Steuerforderungen 2.261 2.261 2.515 2.515
Rechnungsabgrenzungsposten 1.956 1.946 1.824 1.796
Übrige 31 - 49 -
4.248 4.207 4.388 4.311
46.107 45.649 56.394 55.897

Die ausstehenden Lieferantengutschriften betreffen noch erwartete Preisgutschriften für gelieferte Produkte sowie Ansprüche aus der Abwicklung von Defektmaterialien. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Lizenzgebühren, Servicekosten sowie Wartungs- und Mietvorauszahlungen ausgewiesen.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Finanzielle Vermögenswerte 43.131 53.197
Wertberichtigungen -1.272 -1.191
41.859 52.006

Die nicht wertberichtigten sonstigen finanziellen Vermögenswerte weisen keine Überfälligkeiten auf.

(16) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2015: 44.681.430) im Umlauf.

Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.

Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:

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Rückkaufprogramm Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals (€) Anschaffungskosten (€) Anteil des Grundkapitals Zeitpunkt des Erwerbs Gründe des Erwerbs: Hauptversammlungsbeschluss vom
I 1.670.551 25.788.127 3,45 % 2007 11. Mai 2007
I 750.369 12.094.224 1,55 % 2008 11. Mai 2007
I 2.420.920 37.882.351 5,00 %
II 484.184 3.645.833 1,00 % 2008 14. Mai 2008
III 264.000 1.496.018 0,55 % 2008 14. Mai 2008
III 704.368 4.213.491 1,45 % 2009 14. Mai 2008
III 968.368 5.709.509 2,00 %
3.873.472 47.237.693 8,00 %

Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis zum 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis zum 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis zum 12. März 2009 durchgeführt.

Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2016 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital).

Es wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde nicht ausgenutzt.

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen und Rücklagen

Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 142.068 beinhaltet vor allem das Agio aus Kapitalerhöhungen seit Gründung der MEDION AG.

Die Gewinnrücklagen beinhalten thesaurierte Ergebnisse der Vorjahre sowie die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 2 in 2005 in Höhe von unverändert T€ -3.341, sowie die aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen erfassten Beträge.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 erfolgte keine Ausschüttung aus dem Eigenkapital. Es erfolgte eine Gewinnabführung in Höhe von € 20,5 Mio. an die Lenovo Germany Holding GmbH aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages.

Daneben haben T€ -99 Währungsumrechnungsdifferenzen das Eigenkapital verringert (Vorjahr: T€ 381). Sie resultieren im Wesentlichen aus den Tochtergesellschaften in den USA, Schweiz, Großbritannien und Australien.

Die Marktwertbewertung von Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedge) führte zu einer Reduzierung des Eigenkapitals um T€ 4.815 (Vorjahr: Erhöhung um T€ 2.740).

Für die Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Seite 110 dieses Berichtes.

Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2016 eine Gesamtzahl von 38.647.508 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Aktien (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.

Langfristige Verbindlichkeiten

(17) Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Stand 1. April 8.749 5.295
Finanzierungsaufwand 177 185
laufender Dienstzeitaufwand 410 439
Verrechnete Verluste (+)/Gewinne (-) aus Neubewertungen -1.288 2.830
Stand 31. März 8.048 8.749

Die versicherungsmathematischen Gewinne aus Neubewertungen des Geschäftsjahres 2015/2016 ergeben sich aus den Auswirkungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes (2,25 % p.a.) gegenüber dem Vorjahr (1,55 % p.a.) i.H.v. T€ -1.850, dem gegenüber stehen erfahrungsbedingte Verluste i.H.v. T€ 562.

Der Rechnungszinssatz basiert auf dem vom Gutachterbüro Mercer entwickelten Ersatzzinssatzverfahren. Er entspricht dem zum 31. März 2016 veröffentlichten Rechnungszins von Mercer unter Berücksichtigung der Struktur der Pensionsberechtigten bei der MEDION AG.

Das verwendete Zinsableitungsverfahren wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr modifiziert. Neben Änderungen beim verwendeten Datenanbieter gab es Detailänderungen bei der Herleitung der Zinsstrukturkurve. Aus den dargestellten Änderungen haben sich für die MEDION AG zum 31. März 2016 keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.

Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO = Defined Benefit Obligation) liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Diskontierungssatz 2,25 1,55
Gehaltstrend -1) -1)
Rententrend 2,00 2,00

1) Der Gehaltstrend ist ab 2008 nicht mehr relevant, da die absolute Obergrenze der Anwartschaft erreicht ist.

Bei einer um 1 Jahr höheren (niedrigeren) Lebenserwartung ergäbe sich bei sonst gleichbleibenden Parametern eine um T€ 256 höhere (T€ 157 niedrigere) Rückstellung.

Bei einem um 0,5 Prozentpunkte höheren (niedrigeren) Diskontierungssatz ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 779 (Vorjahr: T€ 914) niedrigere (T€ 894 (Vorjahr: T€ 1.057) höhere) Rückstellung.

Bei einem um 0,5 Prozentpunkte niedrigeren (höheren) Rententrend ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 580 (Vorjahr: T€ 660) niedrigere (T€ 646 (Vorjahr: T€ 738) höhere) Rückstellung.

Zur Bestimmung der Sensitivitätsangaben wurden die Verpflichtungswerte mit demselben Verfahren berechnet, das auch zur Berechnung der Verpflichtung am Bilanzstichtag herangezogen wurde. Wenn mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss der Gesamtbetrag nicht zwingend der Summe der Einzeleffekte aufgrund der Änderung dieser Annahmen entsprechen.

Die Rückstellung berücksichtigt die Ansprüche von zwei aktiven Versorgungsberechtigten, so dass derzeit keine Rentenzahlungen erwartet werden. Die Duration der Verpflichtung beträgt 22,9 Jahre (Vorjahr: 22,8 Jahre).

Zum Abschlussstichtag besteht keine Abweichung zwischen der Pensionsrückstellung und dem Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO).

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) hat sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015 31.03.2014 31.03.2013 31.12.2012
Verpflichtungsbarwert 8.048 8.749 5.295 4.055 2.897

Zusätzliche Belastungen können sich ergeben durch eine höhere Lebenserwartung sowie eine höhere Inflationsrate. Darüber hinaus ergeben sich keine planspezifischen Risiken.

Die Zusagen unterliegen dem deutschen Betriebsrentengesetz. Eine Anpassungsprüfung hat grundsätzlich alle 3 Jahre zu erfolgen.

Die Beiträge zur Rentenversicherung belaufen sich für das abgelaufene Geschäftsjahr auf T€ 2.956 (Vorjahr: T€ 2.925).

Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen

(18) Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 114.112 (Vorjahr: T€ 152.692) waren T€ 109.761 (Vorjahr: T€ 109.565) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Verbindlichkeiten sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
Kleiner als 30 Tage 7.935 36.996
Zwischen 30 und 60 Tage 553 212
Zwischen 61 und 90 Tage 262 420
Zwischen 91 und 180 Tage 525 210
Größer als 180 Tage 2.076 5.289
Summe der fälligen Verbindlichkeiten 11.351 43.127

Die Erträge für die Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 1.246 (Vorjahr: T€ 0).

(19) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Lenovo Germany Holding GmbH aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung.

(20) Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
MEDION AG
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag - 2.825
Übrige Steuern 22 450
MEDION Australia 903 -
MEDION France 322 359
MEDION NL 274 239
MEDION Austria 108 169
AMS 92 130
MSG 86 43
MEDION Schweiz 79 42
MEDION Nordic 65 249
MEDION Iberia 27 -
Übrige 3 -
1.981 4.506

(21) Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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Werte

in T€
01.04.2015 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Währungskursdifferenzen 31.03.2016
Ausstehende Rechnungen 46.309 43.533 108 24.482 -26 27.124
Lizenzen und Schutzrechte 68.287 8.934 4.005 22.707 0 78.055
Gewährleistungen 49.427 16.258 2.159 11.420 42.430
Personal 8.165 5.607 302 6.587 -22 8.821
Übrige Rückstellungen 1.513 762 397 797 -8 1.143
173.701 75.094 6.971 65.993 -56 157.573

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betreffen im Wesentlichen Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum bis März 2016, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen.

Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte umfassen laufende Verpflichtungen für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu leistende Urheberrechtsabgaben sowie Risiken möglicher Ansprüche aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Bei der Berechnung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in den Garantiezeiträumen zu Auszahlungen führen. Die Gewährleistungsrückstellung wird auf Basis von Stückkosten pro Servicefall, den in den Verkehr gebrachten Mengen und den statistisch erfassten Gewährleistungsverläufen verschiedener Produktgruppen individuell ermittelt.

In den Personalrückstellungen sind ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Sonderzahlungen an Vorstand und Mitarbeiter sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen werden voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen.

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen, die auch voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen werden.

Auflösungen von Rückstellungen, die im Zusammenhang mit operativen Geschäftsvorgängen der Warenbeschaffung und des Vertriebes von Produkten stehen, werden in den entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, über die sie gebildet wurden.

(22) Die sonstigen kurz- und langfristigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

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gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
--- --- --- --- ---
a) Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 4.925 4.925 219 219
ABS-Verbindlichkeiten 73.091 73.091 - -
Übrige 9.016 9.016 3.554 3.554
87.032 87.032 3.773 3.773
b) Übrige Verbindlichkeiten
Steuerverbindlichkeiten 2.484 2.484 7.127 7.127
Verbindlichkeiten Sozialversicherung 126 126 160 160
Übrige 370 370 740 370
2.980 2.980 8.027 7.657
90.012 90.012 11.800 11.430

Bei den Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen handelt es sich um kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die im Rahmen des ABS-Vertrages revolvierend zurückgezahlt werden.

(23) In den kurz- und langfristigen Schulden sind nachfolgende finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Die Fälligkeitsstrukturen der zukünftigen (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

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Tilgung
Werte

in T€
Cashflows 2016
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen 73.091 73.091
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 4.925 4.925
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 143.596 143.596
221.612 221.612

Die finanziellen Verbindlichkeiten sind ausschließlich kurzfristiger Natur, so dass die Tilgung der entsprechenden Beträge innerhalb eines Jahres zu erfolgen hat.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Konzern-Treasury, das die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Die überschüssige Liquidität der MEDION AG ist im Rahmen eines Intercompany Loan Agreements bei der Konzernmutter Lenovo verzinslich angelegt, und kann dort jederzeit abgerufen werden. Mit der Deutschen Bank und der Commerzbank sind zusätzlich bilaterale Kreditlinien ausgehandelt, die im Tagesgeschäft zur Stellung von Akkreditiven und Avalen für Lieferanten genutzt werden. Weiterhin wurden mit der Commerzbank Verträge über Asset-Backed-Security-Transaktionen geschlossen.

(24) Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 7

Zum 31. März 2016 werden folgende Buchwerte nach Bewertungskategorien ausgewiesen:

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Werte

in T€
31.03.2016 31.03.2015
a) Kredite und Forderungen 481.007 493.964
b) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen - -
c) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 140 140
d) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 28 48
e) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Restwerten bewertet werden 216.687 179.140
f) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten - -

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

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Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Bewertungs-

kategorie IAS 39
Buchwert fortgeführte Anschaffungskosten/Nominalwert Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgs-

wirksam
Fair Value
Werte

in T€
31.03.2016 Wertansatz nach IAS 39 31.03.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente a) 53.662 53.662 53.662
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen a) 200.148 200.148 200.148
Forderungen gegen verbundene Unternehmen a) 185.366 185.366 185.366
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen a) 41.831 41.831 41.831
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen - 0 0
Devisenswaps d) 28 28 28
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) c) 140 140 140
481.175 481.147 0 28 481.175
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen e) 114.112 114.112 114.112
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen e) 20.468 20.468 20.468
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen - 4.925 4.925 4.925
Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen e) 73.091 73.091 73.091
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten e) 9.016 9.016 9.016
221.612 216.687 4.925 221.612

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Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Buchwert fortgeführte Anschaffungskosten/ Nominalwert Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Fair Value
Werte

in T€
31.03.2015 Wertansatz nach IAS 39 31.03.2015
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 61.262 61.262 61.262
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 210.613 210.613 210.613
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 180.123 180.123 180.123
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 41.966 41.966 41.966
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen 9.992 9.992 9.992
Devisenswaps 48 48 48
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) 140 140 140
504.144 494.104 9.992 48 504.144
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152.692 152.692 152.692
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.894 22.894 22.894
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen 219 219 219
Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.554 3.554 3.554
179.359 179.140 219 179.359

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Werten überein. Die Finanzinstrumente in Höhe von insgesamt T€ 702.787 (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) beinhalten langfristige Beträge in Höhe von T€ 417 und sind somit fast ausschließlich kurzfristig.

Die Voraussetzungen für eine Saldierung von Finanzinstrumenten nach IAS 32 Absatz 42 sind im Jahresabschluss nicht gegeben. Weiterhin bestanden keine durchsetzbaren Netting-Rahmenvereinbarungen.

1 Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und daher zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand zum Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

GJ 2015/2016

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Stand 01.04.2015 Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus Währungs-

umrechnung
Stand 31.03.2016
Werte

in T€
Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 26.826 174 11 -142 -1 26.846
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.702 518 288 63 -79 14.916
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 356 0 142 0 498
Sachanlagen 41.528 1.048 299 63 -80 42.260
Lizenzen 7.765 107 0 -63 0 7.809
EDV-Software 23.464 2.229 0 387 -12 26.068
Geleistete Anzahlungen 399 905 0 -387 1 918
Immaterielle Vermögenswerte 31.628 3.241 0 -63 -11 34.795
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Beteiligungen 140 0 0 0 0 140
Finanzanlagen 140 0 0 0 0 140
73.812 4.289 299 0 -91 77.711

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Stand 01.04.2015 Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus Währungs-

umrechnung
Stand 31.03.2016
Werte

in T€
Abschreibungen
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 6.278 599 0 -42 -2 6.833
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.170 772 250 63 -76 12.679
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 42 0 42
Sachanlagen 18.448 1.371 250 63 -78 19.554
Lizenzen 5.556 809 0 -63 0 6.302
EDV-Software 22.553 870 0 0 -5 23.418
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 28.109 1.679 0 -63 -5 29.720
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0 0
47.073 3.050 250 0 -83 49.790

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Stand 31.03.2016 Stand 31.03.2015
Werte

in T€
Buchwerte
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 20.013 20.548
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.237 2.532
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 456 0
Sachanlagen 22.706 23.080
Lizenzen 1.507 2.209
EDV-Software 2.650 911
Geleistete Anzahlungen 918 399
Immaterielle Vermögenswerte 5.075 3.519
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Beteiligungen 140 140
Finanzanlagen 140 140
27.921 26.739

GJ 2014/2015

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Stand 01.04.2014 Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus Währungs-

umrechnung
Stand 31.03.2015
Werte

in T€
Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 27.841 10 1.028 0 3 26.826
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.680 420 523 9 116 14.702
Sachanlagen 42.521 430 1.551 9 119 41.528
Lizenzen 7.549 110 0 105 1 7.765
EDV-Software 22.859 533 0 61 11 23.464
Geleistete Anzahlungen 298 276 0 -175 0 399
Immaterielle Vermögenswerte 30.706 919 0 -9 12 31.628
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Beteiligungen 113 27 0 0 0 140
Finanzanlagen 113 27 0 0 0 140
73.856 1.376 1.551 0 131 73.812

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Stand 01.04.2014 Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus Währungs-

umrechnung
Stand 31.03.2015
Werte

in T€
Abschreibungen
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 5.678 598 0 0 2 6.278
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.696 833 474 0 115 12.170
Sachanlagen 17.374 1.431 474 0 117 18.448
Lizenzen 4.720 835 0 0 1 5.556
EDV-Software 21.615 931 0 0 7 22.553
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 26.335 1.766 0 0 8 28.109
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0 0
44.225 3.197 474 0 125 47.073

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Stand 31.03.2015 Stand 31.03.2014
Werte

in T€
Buchwerte
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 20.548 22.163
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.532 2.984
Sachanlagen 23.080 25.147
Lizenzen 2.209 2.829
EDV-Software 911 1.244
Geleistete Anzahlungen 399 298
Immaterielle Vermögenswerte 3.519 4.371
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Beteiligungen 140 113
Finanzanlagen 140 113
26.739 29.631

6.3 Ergänzende Angaben

6.3.1 Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 zeigt, wie sich Zahlungsmittel und -äquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse/Mittelabflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel beziehungsweise -äquivalente in Form von Schecks, Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Kapitalflussrechnung angepasst. Die Bereitstellung liquider Mittel an verbundene Unternehmen (€ 152,6 Mio.; Vorjahr: € 100,0 Mio.) wird seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 nicht mehr dem Finanzmittelfonds zugerechnet. Die Veränderung wird nunmehr im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Hintergrund sind Änderungen in den Abrechnungsprozessen bei den Verfügungsrahmen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

6.3.2 Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management-Approach zu berichten. Berichtspflichtig sind diejenigen operativen Segmente, die Komponenten eines Unternehmens darstellen, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die regelmäßig aufgrund der internen Berichterstattung durch die Hauptentscheidungsträger überprüft werden.

Der MEDION-Konzern hat bislang gemäß IFRS 8 entsprechend der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft und Direktgeschäft berichtet. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik. Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel. Als "Überleitung Konzern" werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.

Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 weist MEDION entsprechend der erweiterten Management-Berichterstattung die für den Lenovo-Konzern erbrachten Konzerndienstleistungen gesondert vom Projektgeschäft aus, in dem sie bislang ausgewiesen wurden. Hintergrund ist, dass die Größenordnungen der Dienstleistungen im Bereich Kundenservice die Servicevolumina für die eigenen MEDION-Produkte übersteigen. Daher erfolgt seit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 ein gesonderter Ausweis dieser Dienstleistungen. Diese umfassen neben den erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Kundenservice auch weitere Dienstleistungen im Rahmen von Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach folgenden Grundsätzen:

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der Gewinnung der Segmentinformationen zugrunde gelegt wurden, entsprechen grundsätzlich den Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses.
Konzerninterne Transaktionen zwischen den Segmenten lagen im Berichtsjahr nicht vor.
Für die interne Steuerung des MEDION-Konzerns ist der Vorstand verantwortlich. Das entscheidende Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente der MEDION-Gruppe sowie für die Erfolgsbeurteilung und die Ressourcenallokation ist das EBIT.
Die Umsätze werden den Segmenten zugewiesen, in denen die Umsatzerlöse realisiert werden.
Der Segment-Cashflow ermittelt sich auf Basis der jeweiligen Segmentbetriebsergebnisse zuzüglich der Segmentabschreibungen sowie der zahlungsunwirksamen Aufwendungen.
Das Segmentvermögen umfasst die Aktiva, die zur Erwirtschaftung des Betriebsergebnisses des jeweiligen Segments eingesetzt werden. Die Segmentschulden ergeben sich aus dem jeweiligen zugehörigen Fremdkapital. Konzerninterne Vermögens- und Schuldposten werden in der Spalte "Überleitung Konzern" eliminiert.
Unter Investitionen werden die Zugänge des laufenden Geschäftsjahres in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen ausgewiesen.

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Projektgeschäft Konzerndienstleistungen Direktgeschäft
Werte

in T€
01.04.2015 -31.03.2016 01.04.2014 -31.03.2015 01.04.2015 -31.03.2016 01.04.2014 -31.03.2015 01.04.2015 -31.03.2016 01.04.2014 -31.03.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtumsätze 545.294 622.046 99.594 57.161 752.467 670.706
EBIT 3.931 8.818 1.366 1.326 25.465 21.502
Abschreibungen auf Anlagevermögen 906 1.102 0 0 2.144 2.095
Finanzergebnis -51 181 -15 21 -306 387
Steuern 908 1.830 316 275 5.884 4.461
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -327 1.881 0 0 -374 1.573
Brutto Cashflow 4.510 11.801 1.366 1.326 27.235 25.170
Segmentvermögen 365.384 365.100 90.846 120.421 306.629 262.357
Segmentschulden 256.666 272.196 4.063 6.218 121.412 88.139
Investitionen 1.175 583 0 0 3.114 793

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Überleitung Konzern Konzern
Werte

in T€
01.04.2015 -31.03.2016 01.04.2014 -31.03.2015 01.04.2015 -31.03.2016 01.04.2014 -31.03.2015
--- --- --- --- ---
Gesamtumsätze 0 0 1.397.355 1.349.913
EBIT 0 2.647 30.762 34.293
Abschreibungen auf Anlagevermögen 0 0 3.050 3.197
Finanzergebnis 0 41 -372 629
Steuern 0 549 7.108 7.115
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 0 0 -701 3.454
Brutto Cashflow 0 2.647 33.111 40.944
Segmentvermögen 598 1.081 763.457 748.959
Segmentschulden 10.053 9.914 392.194 376.467
Investitionen 0 0 4.289 1.376

Die Erlöse mit externen Kunden nach Regionen sind in den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen dargestellt.

Gemäß IFRS 8.34 hat MEDION Informationen über den Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigen Kunden vorzulegen.

MEDION unterhält im Projektgeschäft und Direktgeschäft Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Derzeit ist nicht ersichtlich, dass wichtige Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.

Da eine quantitative Aufgliederung der Umsätze für wichtige Kunden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, hat sich der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse zu unterlassen und die in der Folge insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich der Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen.

Die Überleitung der Segmentschulden betrifft zu T€ 8.449 kreditorische Debitoren. Die Vorjahresüberleitung in Bezug auf das EBIT sowie des Brutto-Cashflows betrifft hauptsächlich Erträge aus dem Anlagenabgang in Höhe von T€ 2.721.

6.3.3 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der MEDION AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Die durchschnittliche Anzahl an Aktien beträgt für das Geschäftsjahr 2015/2016 44.681.430. In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte, die sich aus potentiellen Stammaktien ergeben.

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2015/2016 2014/2015
Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien 44.681.430 44.681.430
Konzernergebnis (T€) 23.282 27.807
Ergebnis je Aktie (unverwässert, in €) 0,52 0,62
Ergebnis je Aktie (verwässert, in €) 0,52 0,62

6.3.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und sonstige Operating-Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge.

Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:

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31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015
Werte

in T€
≤ 1 Jahr 1 Jahr < x ≤ 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Lagerräume 812 846 615 930 - 17
Sonstige Operating-Leasingverhältnisse 433 499 414 413 1 0
1.245 1.345 1.029 1.343 1 17

6.3.5 Risikomanagement und Finanzderivate

1. Kreditrisiken

Unter Kreditrisiko wird nach IFRS 7 das Risiko verstanden, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt.

Bei der MEDION AG können Kreditrisiken insbesondere in Form von Ausfallrisiken entstehen. Wesentliche Ausfallrisiken können bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Kunden nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu begleichen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 200.148 (Vorjahr: T€ 210.613) wiedergegeben. Die Reduktion des Risikos erfolgt bei der MEDION AG grundsätzlich durch die Konzentration auf Kunden mit A-Bonität. Kunden, die nicht in diese Kategorien fallen, sind von untergeordneter Bedeutung und werden in der Regel kreditversichert. Für Kundenforderungen, die im Rahmen von ABS-Transaktionen veräußert werden, besteht ein maximales Ausfallrisiko von 3 %. Die Fälligkeiten und Überfälligkeiten werden kontinuierlich überwacht und monatlich an den Vorstand gemeldet. Die Risikominderung erfolgt über Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.

Die MEDION AG erachtet das Ausfallrisiko von Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den Derivaten mit positivem Marktwert als sehr gering, da die zugrunde liegenden Geschäfte entweder mit dem Mutterkonzern Lenovo oder mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken abgeschlossen wurden. Das maximale Ausfallrisiko bei den Zahlungsmitteln und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird durch den Buchwert (T€ 239.028), bei den Derivaten mit positivem Marktwert wiedergegeben (T€ 28).

2. Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, Verpflichtungen aus finanziellen Schulden nicht erfüllen zu können. Die Erläuterung des Liquiditätsmanagements sowie eine Analyse der Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter Punkt (22) erfolgt.

3. Marktrisiken | Währungsrisiken

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Die folgende Auflistung zeigt die wesentlichen Fremdwährungsposten zum Abschlussstichtag:

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31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015
Werte

in T€
USD GBP Übrige
--- --- --- --- --- --- ---
Zahlungsmittel 1.659 1.166 744 1.127 13.148 9.365
Forderungen 39.340 54.333 238 1.624 7.131 5.413
Verbindlichkeiten -53.064 -51.779 -529 -1.736 -6.852 -7.632
Saldo -12.065 3.720 453 1.015 13.427 7.146

Die zum Abschlussstichtag zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte haben ein Nominalvolumen von USD 180,0 Mio. Aus der Kursentwicklung resultierten zum Abschlussstichtag negative Marktwerte in Höhe von T€ 4.920, die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden.

Für die Devisentermingeschäfte, die der Absicherung der einkaufsseitigen USD-Zahlungsströme im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/2017 dienen und somit als Cashflow-Hedge designiert wurden, erfolgte die Gegenbuchung der Marktwertänderungen von T€ -4.920 erfolgsneutral im Eigenkapital als Bewertungsrücklage. Auf diesen Teil der Bewertungsrücklage entfallen aktive latente Steuern von T€ 1.588. Der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage aus den Devisentermingeschäften stehen die Wechselkursanpassungen aus den gesicherten USD-Fremdwährungsverbindlichkeiten der Einkaufsverträge sowie entsprechende, zum Abschlussstichtag noch nicht bilanzwirksam gewordene Währungsgewinne/-verluste aus den zugehörigen schwebenden Einkaufskontrakten gegenüber. Für den gesicherten Teil der Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden T€ 2.162 im Eigenkapital erfasst. Auf diesen Teil der Bewertungsrücklage entfallen passive latente Steuern von T€ 698. Für den nicht gesicherten Teil der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden insgesamt T€ -3.013 ergebniswirksam erfasst.

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Nominalwert Marktwert Nominalwert Marktwert
TUSD T€ TUSD T€
--- --- --- --- ---
31.03.2016 31.03.2015
--- --- --- --- ---
Währungsbezogene Geschäfte Devisentermingeschäfte in USD 180.000 -4.920 199.000 9.773
Davon erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet (brutto) -4.920 9.773
Umrechnungseffekt aus Grundgeschäften erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet (brutto) 2.162 -5.421
Abzüglich latenter Steuern 1.588 -1.404
Cashflow-Hedges -1.170 2.948

Der Marktwert wird aus dem Devisenmittelkurs vom Abschlussstichtag abgeleitet.

Die MEDION AG legt grundsätzlich nur in € an bzw. nimmt grundsätzlich nur Gelder in € auf. Aus diesem Grund nutzt die MEDION AG Devisenswaps, um Überhänge in Fremdwährungen bis zum nächsten Zeitpunkt, an dem diese Währungen benötigt werden, in € zu konvertieren und somit eine Geldanlage oder -aufnahme in diesen Währungen zu vermeiden.

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Nominalwert Marktwert Nominalwert Marktwert
31.03.2016 31.03.2015
--- --- --- --- ---
SWAP-Geschäfte
SWAPS in TUSD 9.780 28 8.330 29
SWAPS in TAUD 990 -3 450 4
SWAPS in TGBP 250 -2 1.080 15

Für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, ist eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Die Sensitivitätsanalyse dient der Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme zu ermitteln.

Die MEDION AG ist vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung um 10 % gegenüber dem Euro angenommen.

Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2016 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte die Bewertungsrücklage die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt:

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31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015
Werte

in T€
USD GBP AUD
--- --- --- --- --- --- ---
Abwertung um 10 % 3.522 2.635 0 0 0 0
Aufwertung um 10 % -3.874 -2.898 0 0 0 0

Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2016 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte das Ergebnis die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt:

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31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015
Werte

in T€
USD GBP AUD
--- --- --- --- --- --- ---
Abwertung um 10 % -596 -2.288 48 -48 -416 -92
Aufwertung um 10 % 656 2.517 -52 21 458 101

Aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten werden keine nachteiligen Einflüsse auf die Finanzlage des Konzerns erwartet. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.

4. Marktrisiken | Zinsrisiken

Mit Zinsrisiko wird das Risiko beschrieben, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Marktzinsänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit vorhandene liquide Mittel als kurzfristige Festgeldanlagen mit fix verhandelten Zinssätzen gehalten werden, unterliegen diese damit keinem Zinsrisiko.

Darüber hinaus sind Geldanlagen auch zu Vereinbarungen angelegt, die variable Zinskomponenten enthalten. Zinsänderungsrisiken, insbesondere Zinsminderungsrisiken, sind hierbei jedoch von untergeordneter Bedeutung.

5. Marktrisiken | Sonstige Preisrisiken

Als sonstige Preisrisiken im Sinne von IFRS 7 kommen insbesondere Risiken aus Marktpreisänderungen von Aktien sowie handelbaren Rohstoffen in Frage.

Zum 31. März 2016 hat die MEDION AG keine Bestände an Aktien. Eigene Anteile sind keine Finanzinstrumente in diesem Sinn, da IAS 32.11 ausdrücklich auf Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen abstellt.

6.3.6 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Bis zum 30. Mai 2016 (Freigabe des Abschlusses durch den Vorstand an den Aufsichtsrat) ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse.

6.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personen

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Name und Sitz Stammkapital zum 31.03.2015 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis

in T€
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen € 25.000 100,0 % 427
2. MEDION Service GmbH, Essen € 25.000 100,0 % 193
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich € 150.000 100,0 % 341
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, United Kingdom GBP 400.000 100,0 % 30
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark DKK 500.000 100,0 % 225
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich € 50.000 100,0 % 658
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande € 650.000 100,0 % 863
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien € 5.000 100,0 % 194
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Zürich, Schweiz CHF 100.000 100,0 % 329
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA USD 10.100.000 100,0 % -32
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien AUD 10.000 100,0 % 3.489
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien SIT 2.100.000 = € 8.763 100,0 % 21
13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 10.000 100,0 % nicht operativ, ruhend
14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 10.000 100,0 % nicht operativ, ruhend
15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 1.000.000 100,0 % nicht operativ
16. MEDION Mobile GmbH, Essen € 25.000 100,0 % nicht operativ

Neben den genannten Gesellschaften sowie Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates gelten darüber hinaus auch sämtliche Gesellschaften der Lenovo-Gruppe als nahe stehende Unternehmen. Mutterunternehmen der MEDION AG ist die Lenovo Germany Holding GmbH mit Sitz in Essen. Oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Lenovo Group Limited mit Sitz in Hongkong. Der Konzernabschluss der Lenovo Group Limited ist am Sitz der Gesellschaft bzw. über www.lenovo.com erhältlich. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der MEDION AG und den Tochtergesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht weiter erläutert. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen.

Im Berichtsjahr sind folgende Geschäftsbeziehungen gemäß IAS 24 zum Mutterunternehmen und zu sonstigen nahe stehenden Unternehmen darzustellen. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt. Die Beziehungen zu Vorstand und Aufsichtsrat betreffen die Vergütung und sind in den folgenden Abschnitten dargestellt.

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Werte

in T€
Umsätze (netto) 2015/2016 Forderung/Verbindlichkeit (-) (brutto) 31.03.2016
SONSTIGE NAHE STEHENDE PERSONEN
MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen
Sonstiges -1 0
Lifetec Electronics GmbH, Essen
Kosten für Vertriebsaufwendungen -8
Provisionsvertrag -31
UNTERNEHMEN DES LENOVO-KONZERNS
Lenovo PC Hong Kong Ltd.
Verkäufe von MEDION AG 91.742 8.266
Warenlieferungen an MEDION AG -44.818 -9.092
Rabatte und Nachlässe 3.784 1.016
Forderungen aus Schadensfällen 254 18
Finanztransaktionen/Kurzfristige Kapitalüberlassung -603 152.600
Sonstige 17.539 18.492
Derivate Nominalwert 180.000
Lenovo (Deutschland) GmbH
Verkäufe von MEDION AG 118
Sonstige Forderungen 63 42
Lenovo Mobile Communication (Wuhan) Company Ltd.
Warenlieferungen an MEDION AG -47 -35
Lenovo Insurance Pte. Ltd.
Sonstige Verbindlichkeiten -336
Lenovo Germany Holding GmbH
Verauslagte Kosten und Steuern -3.189 10.478
Lenovo (United States) Inc.
Sonstige Forderungen 4
Lenovo Technology UK Ltd.
Verkäufe von MEDION AG 5 5
Lenovo Technology B.V. Espoo (Schweden)
Verkäufe von MEDION AG 22 22
Lenovo Danmark ApS
Verkäufe von MEDION AG 3

6.3.8 Vorstand

Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:

Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes)

Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes)

Mitglied in anderen Aufsichtsräten: Adinotec AG, Griesheim

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ -701; Vorjahr: T€ 948) auf insgesamt T€ 1.787,2 (Vorjahr: T€ 2.035,2). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.

Der Vorstand hielt zum 31. März 2016 keine Aktien der Gesellschaft.

6.3.9 Aufsichtsrat

In der Hauptversammlung am 1. Oktober 2015 sind folgende Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015/2016 für die in § 8 Abs. 2 der Satzung bestimmte Amtszeit in den Aufsichtsrat wiedergewählt worden:

Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender)

(Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main)

Herr Dr. Stützle nimmt keine Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften wahr. Bei folgenden in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen übt Herr Dr. Stützle vergleichbare Mandate aus:

Carl Spaeter GmbH, Duisburg (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Wai Ming Wong (stellv. Vorsitzender), Executive Vice President und Chief Financial Officer, Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China

Herr Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Herr Wong übt jedoch bei folgenden in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:

China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China

Gianfranco Lanci (Mitglied), Corporate President und Chief Operating Officer, Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wohnhaft in Lugano, Schweiz

Herr Lanci ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übt vergleichbare Mandate bei in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus.

Für die von der Hauptversammlung gewählten Herren Wai Ming Wong und Gianfranco Lanci wurde erklärt, dass diese Mandate im Exekutiv Organ der Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wahrnehmen. Die Lenovo Group Ltd. ist über 100 %ige Tochtergesellschaften mehrheitlich an der MEDION AG beteiligt. Zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH (100 %ige Tochtergesellschaft der Lenovo Group Ltd.) besteht seit 2012 ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag.

Herr Dr. Rudolf Stützle erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 eine Vergütung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Herr Wai Ming Wong erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 0). Herr Gianfranco Lanci erhält für seine Tätigkeit aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 0).

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2015/2016 auf T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.

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GJ 2015/2016 Dr. Rudolf Stützle Wai Ming Wong Gianfranco Lanci
Werte

in €
Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Mitglied Gesamt
--- --- --- --- ---
Vergütung 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00

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GJ 2014/2015 Dr. Rudolf Stützle Wai Ming Wong Gianfranco Lanci Gesamt
Werte

in €
Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Mitglied
--- --- --- --- ---
Vergütung 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00

Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2016 unverändert keine Aktien.

Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.

6.3.10 Corporate Governance - Angabe gemäß § 161 AktG

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Am 25. November 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und am 7. Dezember 2015 den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

6.3.11 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages steht bei der MEDION AG kein verteilungsfähiger Bilanzgewinn zur Verfügung. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten am nächsten Bankarbeitstag nach dem Tag der Hauptversammlung 2016, die über das Geschäftsjahr 2015/2016 beschließt, die vertraglich festgesetzte Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Hauptversammlung der MEDION AG findet voraussichtlich am 22. November 2016 statt.

Essen, 30. Mai 2016

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Erklärung nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4 sowie 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Essen, 30. Mai 2016

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

7 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der MEDION AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen IFRS 8.34 werden im Konzernanhang die Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen, nicht angegeben, sondern lediglich qualitative Angaben zu wichtigen Kunden gemacht.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit der genannten Einschränkung steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 7. Juni 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss der MEDION AG

8.1 Gewinn- und Verlustrechnung

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Werte in T€ GJ 2015/2016 GJ 2014/2015
1. Umsatzerlöse 1.357.154 1.310.047
2. Sonstige betriebliche Erträge 14.490 8.332
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 1.141.798 1.101.498
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.143 17.017
1.158.941 1.118.515
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 29.295 28.485
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.786 5.292
34.081 33.777
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.945 3.094
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 151.708 137.195
7. Erträge aus Beteiligungen 2.802 3.004
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 373 841
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 803 265
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 26.341 29.378
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.717 6.537
12. Sonstige Steuern 156 296
5.873 6.833
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 20.468 22.545
14. Jahresüberschuss 0 0
15. Bilanzgewinn 0 0

8.2 Bilanz

Aktiva

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Werte in T€ 31.03.2016 31.03.2015
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.509 2.170
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 2.588 839
3. Geleistete Anzahlungen 918 399
5.015 3.408
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 20.469 20.548
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.053 2.306
22.522 22.854
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.933 3.933
31.470 30.195
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 244.253 207.824
2. Geleistete Anzahlungen 0 0
244.253 207.824
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 195.687 206.570
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 191.227 186.661
3. Sonstige Vermögensgegenstände 43.297 44.147
430.211 437.378
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 35.953 45.799
710.417 691.001
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.876 1.677
743.763 722.873
Passiva
Werte in T€ 31.03.2016 31.03.2015
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Grundkapital 48.418 48.418
2. Eigene Anteile -3.737 -3.737
44.681 44.681
II. Kapitalrücklage 138.726 138.726
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 182.679 182.679
IV. Bilanzgewinn 0 0
366.086 366.086
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 5.473 5.017
2. Steuerrückstellungen 22 3.275
3. Sonstige Rückstellungen 154.274 169.970
159.769 178.262
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 109.885 142.307
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.913 26.739
3. Sonstige Verbindlichkeiten 82.740 8.738
217.538 177.784
D. Rechnungsabgrenzungsposten 370 741
743.763 722.873

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016

MEDION AG, Essen

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Aufstellungsgrundsätze

Die MEDION AG ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wurde bis zum 19. Juni 2012 im Börsensegment "Prime Standard" im Geregelten Markt in Frankfurt geführt. Mit Ablauf des 19. Juni 2012 schied die Aktie aus dem Prime Standard aus und wird seit dem 20. Juni 2012 im regulierten Markt (General Standard) geführt.

Der Jahresabschluss der MEDION AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2016 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben.

Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

2. Grundsätze der Währungsumrechnung

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind grundsätzlich mit dem Umrechnungskurs zum Abschlussstichtag (Devisenkassamittelkurs) bewertet. Langfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung bestehen nicht. Bestimmte Forderungen und Verbindlichkeiten in US-Dollar sind mit dem Terminkurs der Devisentermingeschäfte bewertet, der für die Wechselkurssicherung der entsprechenden Einkaufsgeschäfte abgeschlossen wurde.

Die durch Termingeschäfte US-Dollar gesicherten Verbindlichkeiten wurden mit einem Sicherungskurs von € 1 = USD 1,1377 umgerechnet.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 1 und 10 Jahren.

Die Aktivierung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Aufwand erfasst worden.

Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

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Gebäude und Außenanlagen 10 - 40 Jahre
Mietereinbauten 3 - 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Eine detaillierte Aufstellung der verbundenen Unternehmen ist unter "IV. Ergänzende Angaben, Punkt 5. Angaben zum Anteilsbesitz" dargestellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gewogenen Durchschnittsmethode. Darüber hinaus werden bei Rücklieferungen Bewertungsabschläge vorgenommen. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen zugrunde.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen. Körperschaftssteuerguthaben werden zum Barwert angesetzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ABS-Vereinbarungen über monatlich revolvierende Verkäufe für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Da die wesentlichen Risiken (Kreditrisiken und Spätzahlungsrisiken) und Chancen bei der MEDION verblieben sind, führte dies nicht zum bilanziellen Abgang der verkauften Forderungen. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 91.364 verkauft. MEDION hat im Rahmen eines Kreditgeschäftes vom Erwerber T€ 73.091 vereinnahmt, die unter den sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt werden. In Höhe von T€ 18.273 besteht seitens des Erwerbes noch ein Rückbehalt, der abhängig vom Zahlungseingang beim Erwerber an MEDION ausgezahlt wird. Die Einbehalte aus ABS-Transaktionen beziehen sich auf kalkulatorische Kaufpreisabschläge für Verwässerung, Transaktionskosten sowie einen Abschlag für Bonitätsrisiko. Die Abrechnung erfolgt jeweils nach Ende einer Transaktion.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Vorauszahlungen für künftige Zeiträume und auf der Passivseite Einzahlungen für künftige Zeiträume abgegrenzt.

Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, (Organträgerin) werden latente Steuern bei der Organträgerin berücksichtigt.

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Die Kaufpreisanteile, die die Nennwerte der erworbenen eigenen Anteile übersteigen, sind gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Kapitalrücklage besteht aus Agiobeträgen, die aus Gründungsvorgängen und Kapitalerhöhungen stammen.

Die Rückstellungen für Pensionen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Das Deckungskapital wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird von jährlichen Anpassungen von 2,0 % ausgegangen. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür erstmals der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 4,24 % angesetzt (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 4,37 %).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen bei den sonstigen Rückstellungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen. Darüber hinaus werden Erlöse für erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des Direktgeschäftes, insbesondere im Bereich Mobilfunk, sowie im Bereich Konzerndienstleistungen bei Leistungserbringung erfolgswirksam erfasst.

Die Ertragsteuern enthalten für das aktuelle Geschäftsjahr die zwischen der MEDION AG und der Organträgerin vereinbarten Steuerumlagen, Steuern vom Einkommen und Ertrag auf die Ausgleichszahlungen an außenstehende Aktionäre sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Angaben zur Bilanz

Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände betreffen diverse EDV-Software sowie Software-Lizenzen und Rechte.

Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens betrifft im Wesentlichen Investitionen in Büroausstattung und IT-Equipment.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel auf der Seite 13 zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 (Anlagenspiegel)

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ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand 01.04.2015

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Umbuchungen

T€
Stand 31.03.2016

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.657 107 0 -63 7.701
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 23.305 2.230 0 387 25.922
3. Geleistete Anzahlungen 399 906 0 -387 918
31.361 3.243 0 -63 34.541
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 26.706 174 11 -142 26.727
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.496 382 145 205 12.938
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 456 0 0 456
39.202 1.012 156 63 40.121
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.992 0 0 0 11.992
82.555 4.255 156 0 86.654

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ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.04.2015

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Umbuchungen

T€
Stand 31.03.2016

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.487 767 0 -62 6.192
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 22.466 868 0 0 23.334
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
27.953 1.635 0 -62 29.526
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.158 598 0 -42 6.714
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.190 712 121 104 10.885
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
16.348 1.310 121 62 17.599
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.059 0 0 0 8.059
52.360 2.945 121 0 55.184

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BUCHWERTE
Stand 31.03.2016

T€
Stand 31.03.2015

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.509 2.170
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 2.588 839
3. Geleistete Anzahlungen 918 399
5.015 3.408
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 20.013 20.548
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.053 2.306
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 456 0
22.522 22.854
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.933 3.933
31.470 30.195

Die Vorräte gliedern sich auf die umsatzbezogenen Bedarfsbereiche wie folgt auf:

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31.03.2016

T€
31.03.2015

T€
Produktivbestände 150.584 110.223
Servicewaren 39.615 48.239
Retouren-/Remarketingbestände 10.588 20.895
Direct Sales 43.466 28.467
244.253 207.824

Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:

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31.03.2016

T€
31.03.2015

T€
Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren 18.275 19.402
Auf Produktivbestände/Direct Sales 3.735 3.753
22.010 23.155

Nach Bedarfsbereichen betreffen die Vorräte mit T€ 179.253 (Vorjahr: T€ 162.496) PC/Multimedia und mit T€ 65.000 (Vorjahr: T€ 45.328) Unterhaltungselektronik / Servicewaren.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Ausfallrisiken und das allgemeine Kreditrisiko in Höhe von T€ 484 (Vorjahr: T€ 960) durch Wertberichtigungen im Rahmen von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 25.396 (Vorjahr: T€ 69.049), Forderungen aus Steuerzahlungen T€ 10.478 (Vorjahr: T€ 12.550) und Forderungen aus kurzfristiger Kapitalüberlassung T€ 152.600 (Vorjahr: T€ 100.000).

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.03.2016

T€
31.03.2015

T€
Ausstehende Lieferantengutschriften 40.184 40.264
Debitorische Kreditoren 532 690
Steuerforderungen
- Erstattungsansprüche Ertragsteuern 588 885
- Ausländische Umsatzsteuer 980 1.500
- Inländische Umsatzsteuer 177 0
Sonstige Darlehen Dritte 1.001
Wertberichtigungen -572 429 481
Darlehensforderungen gegen Mitarbeiter 142 174
Übrige 265 153
43.297 44.147

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen, von denen T€ 417 (Vorjahr T€ 409) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Innerhalb der Erstattungsansprüche Ertragsteuern betreffen T€ 588 (Vorjahr T€ 885) den abgezinsten Betrag des nach § 37 Abs. 5 KStG aktivierten Körperschaftsteuerguthabens. Davon haben T€ 294 (Vorjahr T€ 588) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte Aufwendungen für Folgejahre ausgewiesen. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Sponsoring-, Service-, Wartungs- und Werbekosten.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert T€ 48.418. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2015: 44.681.430 Aktien) im Umlauf. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile in Höhe von T€ 3.737 wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

In der Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 wurde beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.

Die gesetzliche Rücklage wurde nicht dotiert, da die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 138.726 bereits der Bestimmung des § 150 Abs. 2 AktG genügt. Satzungsmäßige Rücklagen sind nicht vorgesehen.

Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:

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Rückkaufprogramm Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals

(€)
Anschaffungskosten

(€)
Anteil des Grundkapitals Zeitpunkt des Erwerbs Grundlage des Erwerbs: Hauptversammlungsbeschluss vom
I 1.670.551 25.788.127 3,45% 2007 11. Mai 2007
I 750.369 12.094.224 1,55% 2008 11. Mai 2007
I 2.420.920 37.882.351 5,00%
II 484.184 3.645.833 1,00% 2008 14. Mai 2008
III 264.000 1.496.018 0,55% 2008 14. Mai 2008
III 704.368 4.213.491 1,45% 2009 14. Mai 2008
III 968.368 5.709.509 2,00%
3.873.472 47.237.693 8,00%

Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis 12. März 2009 durchgeführt.

Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2016 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital).

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde nicht ausgenutzt.

Den Rückstellungen für Pensionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 456 (Vorjahr T€ 948) ergebniswirksam zugeführt. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 573. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen setzen wie folgt zusammen:

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31.03.2016

T€
31.03.2015

T€
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag* 0 2.825
Umsatzsteuer 22 150
Sonstige Steuern 0 300
22 3.275

* In den Rückstellungen für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag sind Rückstellungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr t€ 2.050) enthalten, die Vorjahre betreffen.

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

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31.03.2016

T€
31.03.2015

T€
Ausstehende Eingangsrechnungen 26.019 44.717
Lizenzen und Schutzrechte 78.055 68.287
Gewährleistungen 42.430 49.427
Personal 6.823 6.243
Übrige Rückstellungen 947 1.296
154.274 169.970

Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffen im Wesentlichen Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum März 2016, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen.

Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte umfassen laufende Verpflichtungen für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu leistende Urheberrechtsabgaben sowie Risiken möglicher Ansprüche aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Dabei werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt.

Die Personalrückstellungen umfassen ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Mehrarbeitsvergütungen und noch zu zahlende Gratifikationen an Mitarbeiter und Vorstand sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abschluss- und Aufbewahrungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Aufsichtsratsvergütungen sowie Archivierungskosten.

Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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Davon mit einer Restlaufzeit
Stand 31.03.2016

T€
bis 1 Jahr

T€
1 - 5 Jahre

T€
über 5 Jahre

T€
Gesicherte Beträge Stand2) 31.03.2015

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 109.885 109.885 0 0 1) 142.307
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.913 24.913 0 0 26.739
Sonstige Verbindlichkeiten 82.740 82.740 0 0 8.738
- davon aus ABS3): (73.091) (73.091) (0) (0)
- davon aus Steuern: (566) (566) (0) (0) (5.245)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: (0) (0) (0) (0) (0)
217.538 217.538 0 0 177.784

1) Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Liefergeschäften.

2) Die Vorjahresbeträge haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3) ABS betrifft den monatlichen revolvierenden Verlauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit T€ 4.445 (Vorjahr: T€ 4.194.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 20.468 (Vorjahr: T€ 22.545) Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die Lenovo Germany Holding GmbH, Essen.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse sind auf den folgenden Märkten erzielt worden:

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2015/2016

Mio. €
2014/2015

Mio. €
Deutschland 988 958
Europa 247 263
Asien/Australien 115 85
USA 7 4
Ausland 369 352
Umsatz gesamt 1.357 1.310

In Bezug auf die Bedarfsbereiche verteilt sich der Umsatz wie folgt:

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2015/2016

Mio. €
2014/2015

Mio. €
PC/Multimedia 461 592
Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen 896 718
1.357 1.310

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 8.595 (Vorjahr: T€ 1.075) und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.248 (Vorjahr: T€ 790).

Aus der Währungsumrechnung ergeben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 139 (Vorjahr T€ 169).

Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter und Dienstleistungen einschließlich der entsprechenden Anschaffungsnebenkosten.

Die Personalaufwendungen betreffen in Höhe von T€ 233 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr: T€ 752).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen:

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2015/2016

T€
2014/2015

T€
Vertriebsaufwendungen 127.072 116.349
Verwaltungsaufwendungen 20.439 17.049
Betriebsaufwendungen 2.294 2.488
Übrige 1.903 1.309
151.708 137.195

In den Vertriebsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung/Marketing sowie für Kundenservice, Ausgangsfrachten, Verpackungen, Entsorgungsabgaben und sonstige Vertriebsnebenkosten enthalten. Darüber hinaus sind auch die Aufwendungen aus Weiterbelastungen von Servicekosten der Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen als Aufwand verbuchten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

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2015/2016

T€
2014/2015

T€
Abschlussprüfungsleistungen 228 232
andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
sonstige Leistungen 0 25
228 257

Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten, Energien, Reparaturen und sonstigen Betriebsbedarf.

In den übrigen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 58) sowie Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechung in Höhe von T€ 587 (Vorjahr: T€ 76) enthalten.

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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2015/2016

T€
2014/2015

T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 373 841
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -803 -265
Zinsergebnis -430 576
Beteiligungserträge (aus verbundenen Unternehmen) 2.802 3.004
2.372 3.580

Im Zinsergebnis sind gegenüber verbundenen Unternehmen Zinserträge in Höhe von T€ 324 (Vorjahr: T€ 728) sowie Zinsaufwendungen mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Der Zinsaufwand entfällt mit T€ 223 (Vorjahr: T€ 197) auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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2015/2016

T€
2014/2015

T€
Ertragsteuerumlagen laufendes Jahr 4.776 5.757
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag für Vorjahre 166 0
Gewerbesteuer 0 4
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschl. lfd. Jahr 775 775
5.717 6.536

Auf der Grundlage des ab dem 1. April 2012 gültigen Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis für das zum 31. März 2016 endende Geschäftsjahr in voller Höhe (T€ 20.468) an die Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, abgeführt. Lenovo Germany Holding GmbH erhebt von Medion AG eine Ertragssteuerumlage.

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Haftungsverhältnis / Gewährleistungsvertrag

Es besteht eine Patronatserklärung zwischen der MEDION AG, Essen und der MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney.

Als Muttergesellschaft hat die Medion AG der MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien (verbundenes Unternehmen) eine Zusage erteilt, sie für den Zeitraum von mindestens 12 Monaten ab dem 31.03.2015 finanziell so zu unterstützen, dass sie jederzeit in der Lage ist ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der verbesserten Geschäftsentwicklung und Liquiditätslage des Tochterunternehmens gehen wir zurzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und sonstige Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge. Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:

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2016 2015 2016 2015 2016 2015
≤ 1 Jahr 1 Jahr < x ≤ 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Lagerräume 296 501 343 573 0 0
Sonstige Leasingverhältnisse 271 334 300 289 0 0
567 835 643 862 0 0

3. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft sichert das Risiko aus Fremdwährungsgeschäften teilweise durch den Einsatz von Devisentermingeschäften ab. Soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit den entsprechenden Grundgeschäften zu Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefasst. In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag die in der nachgelagerten Tabelle dargestellten Positionen einbezogen. Bei den angegebenen schwebenden Geschäften handelt es sich um Wareneinkaufsverträge in Fremdwährung, bei denen die Warenlieferung in der Zukunft liegt.

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Forderungen Verbindlichkeiten Schwebende Geschäfte Gesamt
TUSD 0 59.487 120.513 180.000

Die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen und Verbindlichkeiten in USD zum Fälligkeitszeitpunkt entsprechend ausgleichende Devisentermingeschäfte gegenüberstehen. Die Wertänderungen gleichen sich (voraussichtlich) im Zeitraum bis September 2016 weitestgehend aus. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderungen oder der Abwicklung der Auftragseingänge kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. März 2016 auf T€ 162.819 bei beizulegenden Zeitwerten von T€ -4.920 (davon positive Marktwerte in Höhe von T€ 0 sowie negative Marktwerte in Höhe von T€ 4.920).

Die Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit wird auf Grundlage eines angemessenen Risikomanagementsystems beurteilt. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt zum Stichtag T€ 0. In dieser Höhe wurden negative Wert- und Zahlungsstromänderungen vermieden.

Die Verbuchung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der so genannten Einfrierungsmethode.

Sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente imparitätisch bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Geschäfte, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit waren:

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31.03.2016 31.03.2015
Nominalwert Marktwert Nominalwert Marktwert
--- --- --- --- ---
SWAP Geschäfte
SWAPS in TUSD 9.780 28 8.330 29
SWAPS in TAUD 990 -3 450 4
SWAPS in TGBP 250 -2 1.080 15

Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.

4. Belegschaft

Im Durchschnitt waren 529 Mitarbeiter beschäftigt (VJ: 515 Mitarbeiter).

Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wie folgt:

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Mitarbeiter nach Gruppen 2015/2016 2014/2015
Service 60 58
Vertrieb 322 312
Verwaltung 127 126
509 496

5. Angaben zum Anteilsbesitz

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Name und Sitz Eigenkapital zum 31. März 2016 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen € 451.594 100,0 % T€ 427
2. MEDION Service GmbH, Essen € 217.837 100,0 % T€ 193
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich € 865.742 100,0 % T€ 341
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien GBP 621.959 100,0 % TGBP 22
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark DKK 2.213.584 100,0 % TDKK 1.682
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich € 708.221 100,0 % T€ 658
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande € 1.520414 100,0 % T€ 863
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien € 486.919 100,0 % T€ 194
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz CHF 802.346 100,0 % TCHF 353
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA USD 1.085.872 100,0 % TUSD -35
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien AUD 3.930.808 100,0 % TAUD 5.223
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien € 95.606 100,0 % T€ 21
13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 0 100,0 % HKD 0
14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 0 100,0 % HKD 0
15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 951.990 100,0 % THKD -48
16. MEDION Mobile GmbH, Essen € 23.119 100,0 % T€ -1

Die MEDION AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB und zur Konzernrechnungslegung verpflichtet. Sie stellt gem. § 315 a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf.

6. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehen insbesondere Liefer- und Leistungsbeziehungen zu Unternehmen des Lenovo-Konzerns, bei denen unmittelbar oder mittelbar kein 100-prozentiger Anteilsbesitz besteht, und zu anderen nahestehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen. Die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen erbracht.

Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind folgende Geschäftsbeziehungen darzustellen:

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2015/2016

T€
Sonstige nahestehende Personen
MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen
Sonstiges -1
-1
Lifetec Electronics GmbH, Essen
Kosten für Vertriebsaufwendungen -8
Provisionen -31
-39
Unternehmen des Lenovo Konzerns
Lenovo PC HK Limited, Hong Kong
Verkäufe von MEDION AG 91.742
Warenlieferung an MEDION AG -44.818
Sonstige Forderungen 17.539
Sonstige Verbindlichkeiten -793
Rabatte und Nachlässe 3.784
Forderungen aus Schadensfällen 254
Finanztransaktionen 190
Kurzfristige Kapitalüberlassung 152.600
Derivate Nominalwert 180.000
400.498
Lenovo (Deutschland) GmbH, Stuttgart
Verkäufe von MEDION AG 118
Sonstige Forderungen 63
181
Lenovo Technology UK Ltd. (GB)
Verkäufe von MEDION AG 5
5
Lenovo Germany Holding GmbH
Verauslagte Kosten und Steuern -3.189
-3.189
Lenovo Insurance Pte Ltd.
Sonstige Verbindlichkeiten -336
-336
Lenovo Mobile Communication (Wuhan) Company Ltd.
Warenlieferung an MEDION AG -47
-47
Lenovo (United States) Inc.
Sonstige Forderungen 4
4
Lenovo Sweden AB
Verkäufe von MEDION AG 22
22
Lenovo Danmark ApS
Verkäufe von MEDION AG 3
3

7. Angaben zum Konzernabschluss

Die MEDION AG wird seit dem 1. August 2011 in den Konzernabschluss der Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China, einbezogen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft bzw. über www.Lenovo.com erhältlich.

Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2016 eine Gesamtzahl von 38.647.508 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Stück (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.

8. Vorstand

Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:

Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes),
Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes), Mitglied in anderem Aufsichtsrat: Adinotec AG, Griesheim

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 456; Vorjahr: T€ 948) auf insgesamt T€ 1.787 (Vorjahr: T€ 2.035). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 285 S. 1 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.

Der Vorstand hielt zum 31. März 2016 keine Aktien der Gesellschaft.

9. Aufsichtsrat

In der Hauptversammlung am 1. Oktober 2015 sind folgende Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015/2016 für die in § 8 Abs. 2 der Satzung bestimmte Amtszeit in den Aufsichtsrat wiedergewählt worden:

Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender)

Ehemaliger Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main

Herr Dr. Stützle nimmt keine Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften wahr.

Bei folgenden in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen übt Herr Dr. Stützle vergleichbare Mandate aus:

Carl Spaeter GmbH, Duisburg (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Wai Ming Wong (stellv. Vorsitzender), Executive Vice President und Chief Financial Officer, Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hong Kong, Volksrepublik China.

Herr Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten.

Herr Wong übt jedoch bei folgenden in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:

China Unicom (Hong Kong) Limited, Hong Kong, Volksrepublik

China Gianfranco Lanci (Mitglied), Corporate President und Chief Operating Officer, Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wohnhaft in Lugano, Schweiz.

Herr Lanci ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übt auch keine vergleichbaren Mandate bei in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus.

Für die von der Hauptversammlung gewählten Herren Wai Ming Wong und Gianfranco Lanci wurde erklärt, dass diese Mandate im Exekutiv Organ der Lenovo Group Ltd., mit dem Sitz in Hong Kong, wahrnehmen. Die Lenovo Group Ltd. ist über 100%ige Tochtergesellschaften mehrheitlich an der MEDION AG beteiligt. Zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH (100%igen Tochtergesellschaft der Lenovo Group Ltd.) besteht seit 2012 ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag.

Herr Dr. Stützle erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 eine Vergütung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Herr Wai Ming Wong erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 0). Herr Gianfranco Lanci erhält für seine Tätigkeit aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 0). Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2015/2016 auf T€ 120 (Vorjahreszeitraum: T€ 120). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.

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GJ 2015/2016 Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender

Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender

Gianfranco Lanci Mitglied

Gesamt

Vergütung 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00

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GJ 2014/2015 Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender

Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender

Gianfranco Lanci Mitglied

Gesamt

Vergütung 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 0,00 0,00 120.000,00

Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2016 unverändert keine Aktien.

Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge nach § 285 S. 1 Nr. 9 a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichtes und zusammengefassten Konzernlageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.

10. Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 31. März 2016 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach §§ 21, 22 und 25 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind.

Unverändert hält die Lenovo Germany Holding GmbH zum 31. März 2016 eine Gesamtzahl von 38.647.508 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Stück (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind.

Paul E. Singer, U.S.A., und die ihm zuzurechnenden im Folgenden aufgeführten Gesellschaften haben in den vergangenen Geschäftsjahren seit 2011 insgesamt einen Stimmrechtsanteil von 10,26 % erworben und gemeldet: Diese Gesellschaften sind: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Braxton Associates, Inc., U.S.A., Elliott Asset Management LLC, U.S.A., Warrington LLC, U.S.A., Elliott Special GP LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., Elliott International Capital Advisors, Inc., U.S.A., Elliott International Limited, Cayman Islands.

Die MEDION AG hat am 24. Februar 2016 eine Mitteilung nach §§ 21, 25, 25a WpHG des Mitteilungspflichtigen Paul E. Singer als freiwillige Konzernmitteilung erhalten, die mit 9,99 % die Schwellenunterschreitung (10 % Schwelle) eines Tochterunternehmens, Cornwall GmbH & Co. KG, zum 18. Februar 2016 zum Gegenstand hat. Insgesamt hält Paul E. Singer mittelbar über die nachfolgend genannten Gesellschaften 4.943.395 Aktien der Gesellschaft, dies entspricht einem zurechenbaren Stimmrechtsanteil von 10,21%. Die genannten Gesellschaften sind: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Braxton Associates, Inc., U.S.A., Elliott Asset Management LLC, U.S.A., Warrington LLC, U.S.A., Elliott Special GP LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., Elliott International Capital Advisors, Inc., U.S.A., Elliott International Limited, Cayman Islands.

Darüber hinaus hat die MEDION AG am 24. Februar 2016 Mitteilungen nach §§ 21, 25, 25a WpHG der Mitteilungspflichtigen Paul E. Singer und Elliott International Limited erhalten, die jeweils mit 9,99 % die Schwellenunterschreitungen (10 % Schwelle) von Tochterunternehmen, Cornwall GmbH & Co. KG, Elliott International Capital Advisors, Inc. zum 19. Februar 2016 zum Gegenstand haben. Die Mitteilung von Paul E. Singer ist eine freiwillige Konzernmitteilung. Insgesamt hält Paul E. Singer mittelbar über die nachfolgend genannten Gesellschaften 4.938.395 Aktien der Gesellschaft, dies entspricht einem zurechenbaren Stimmrechtsanteil von 10,20%. Die genannten Gesellschaften sind: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Braxton Associates, Inc., U.S.A., Elliott Asset Management LLC, U.S.A., Warrington LLC, U.S.A., Elliott Special GP LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., Elliott International Capital Advisors, Inc., U.S.A., Elliott International Limited, Cayman Islands.

11. Corporate Governance - Erklärung nach § 161 AktG

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Am 25. November 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und am 7. Dezember 2015 den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Essen, 30. Mai 2016

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 sowie § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Essen, 30. Mai 2016

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MEDION AG, Essen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 7. Juni 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer

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