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MEDION AG

Annual Report Jul 29, 2013

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Annual Report

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MEDION AG

Essen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2012 bis zum 31.03.2013

2 Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär,

Die MEDION AG kann trotz einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld und unverändert schwierigen Bedingungen für die Nachfrage nach Consumer-Electronics-Produkten auf ein zufriedenstellendes Jahr 2012/2013 bei Umsatz und Ergebnis zurückblicken. Seit Juli 2011 ist die internationale Lenovo-Gruppe, weltweit zweitgrößter Hersteller von PCs, Hauptaktionär der MEDION AG. Nachdem sich viele Aktionäre entschieden haben, ihre Aktien an Lenovo zu verkaufen, wurde auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Dezember 2011 ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit Lenovo abgeschlossen, der im Januar 2012 mit seiner Eintragung im Handelsregister wirksam wurde. Dieser Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag bestand im gesamten Geschäftsjahr 2012/2013.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstandes im Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden.

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Darüber hinaus gab es auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder interne Vorgespräche und Nachbereitungen der Sitzungen. Über Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert.

In der Sitzung am 12. Juni 2012 wurde unter anderem der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. März 2012 behandelt. Der Aufsichtsrat hatte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung der MEDION AG am 31. August 2012 mit den zugehörigen Beschlussvorschlägen verabschiedet und über die aktuelle Geschäftslage diskutiert.

In der Sitzung des Aufsichtsrates am 9. September 2012 wurde über die Hauptversammlung und die gefassten Beschlüsse vom 31. August 2012 berichtet. Außerdem wurde der variable Teil der Vergütung der Bezüge von Gerd Brachmann und Christian Eigen erläutert. Zusätzlich hat der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die Neuausrichtung des Geschäftsmodells für MEDION innerhalb der EMEA-Organisation und den geplanten Übergang von Mitarbeitern und Strukturen informiert sowie einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gegeben.

Die Sitzung am 22. November 2012 diente der Behandlung des Halbjahresfinanzberichtes (1. April 2012 - 30. September 2012), der Aktualisierung der Corporate Governance Erklärung sowie des Compliance-Berichtes und der Diskussion über die Ergebnisse der Effizienzprüfung des Aufsichtsrates.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012/2013, die am 18. Februar 2013 stattgefunden hat, wurde die Satzungsänderung in §§ 12 und 19 aufgrund geänderter gesetzlicher Vorgaben durch Streichung des Wortes "elektronisch" vor "Bundesanzeiger" beschlossen. Außerdem hat der Vorstand über die Geschäftslage zum 31. Dezember 201 2 berichtet und den Ausblick auf das Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 am 31. März 2013 sowie auf die Planung von Umsatz, Ergebnissen und Investitionen für das neue Geschäftsjahr 2013/2014 näher erläutert.

Auch außerhalb dieser Sitzungen stand insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich auf der Grundlage von Kennziffern über die aktuelle Entwicklung der Geschäfte und über wesentliche Geschäftsvorfälle informieren.

Der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex kann dem nachfolgenden Kapitel entnommen werden.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 und der Lagebericht (gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht) der MEDION AG wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, geprüft. Den Prüfungsauftrag hat der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 31. August 2012 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Vorstand ist wie in den Vorjahren der Überzeugung, dass die in IFRS 8.34 geforderte Angabe der Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit wichtigen externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des MEDION-Konzerns belaufen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Der Vorstand hat sich daher vor dem Hintergrund von § 131 Abs. 3 Satz 1 AktG und der im Handelsrecht für eine Umsatzaufgliederung bestehenden Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss nach IFRS zu unterlassen und die insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers wegen dieser fehlenden Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. Der Aufsichtsrat hat sich wie im Vorjahr nach sorgfältiger Prüfung der Auffassung des Vorstandes angeschlossen. Die Einschränkung des Bestätigungsvermerks bezieht sich ausdrücklich lediglich auf diese unterlassene Angabe im Anhang gemäß IFRS 8.34. Der Abschlussprüfer hat im Übrigen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes festgestellt und bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht unter Beachtung der übrigen geltenden Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln.

Das Auftragsverhältnis zwischen der MEDION AG und der Prüfungsgesellschaft hat die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt. Der Aufsichtsrat beauftragte den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dem Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, vor. Darin wurde bestätigt, dass keinerlei berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zur MEDION AG und zu ihren Organen bestehen, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten.

Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das bei der MEDION AG bestehende Risikofrüherkennungssystem geprüft. Er bescheinigt der MEDION AG, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und das Risikofrühwarnsystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen.

Auch der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand angemessene Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ergriffen und insbesondere ein Überwachungssystem installiert hat.

Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte gingen allen Aufsichtsratsmitgliedern zu. Sie waren in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 11. Juni 2013 Gegenstand ausführlicher Beratung. Der Abschlussprüfer, der bereits im Vorfeld Fragen des Aufsichtsrates beantwortet hatte, nahm an der Sitzung teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der MEDION AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes hat der Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2013 sowie den Konzernabschluss zum 31. März 2013 hat der Aufsichtsrat am 11. Juni 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2013 ist damit festgestellt.

Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages weist die MEDION AG für den Jahresabschluss 2012/2013 keinen Bilanzgewinn aus. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten für die Dauer des Vertrages eine jährliche Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Ausgleichszahlung beträgt brutto € 0,82 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von € 1,00 für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrags für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Es kommen 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer zum Abzug. Daraus ergibt sich eine Ausgleichszahlung in Höhe von € 0,69 je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Ausgleichszahlung ist fällig am nächsten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung 2013, die für den 2. Oktober 2013 geplant ist.

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MEDION AG im In- und Ausland sowie der Arbeitnehmervertretung für ihr persönliches Engagement und die in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld geleistete Arbeit.

Essen, am 11. Juni 2013

Der Aufsichtsrat

Dr. Rudolf Stützle, Vorsitzender

Zusammengefasster Konzernlagebericht u. Lagebericht MEDION AG

4.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

4.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung vom 1. April 2012 - 31. März 2013 (im Folgenden: Geschäftsjahr 2012/2013) war auf dem wichtigsten Markt für MEDION in Deutschland von unverändert günstigen Rahmenbedingungen und der positiven Beschäftigungsentwicklung geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in Deutschland im Kalenderjahr 2012 um 0,7 %. Nach einer Abschwächung der konjunkturellen Dynamik im Verlauf des Jahres 2012 konnte sich die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn 2013 wieder leicht stabilisieren. Dabei hat sich auch der private Konsum in Deutschland nach einer nur moderaten Entwicklung im vierten Kalenderquartal (1. Oktober 2012 - 31. Dezember 2012) im ersten Quartal 2013 merklich belebt. Getragen wurde diese Entwicklung von einer anhaltend positiven Beschäftigungsentwicklung im gesamten Jahr 2012 sowie von zum Jahreswechsel 2012/2013 in Kraft getretenen Steuer- und Abgabensenkungen und dem unverändert nur geringen Preisauftrieb. Die Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung waren jedoch auch in 2012/2013 höher als gewöhnlich. Dazu trugen der Fortgang der Finanz- und Euroschuldenkrise sowie die von unverändert hohen Schwankungen geprägte Situation an den Finanzmärkten bei.

Der Euroraum als Ganzes verharrte auch in 2012/2013 in einer leichten Rezession. In Westeuropa ging das Bruttoinlandsprodukt (ohne Deutschland) um 0,4 % in 2012 zurück. Insbesondere in den südeuropäischen Ländern war die Kaufzurückhaltung der Konsumenten von der weiter angestiegenen Arbeitslosenquote geprägt.

4.1.2 Markt für Consumer Electronics

Der Markt für Consumer Electronics in Deutschland ist 2012 bei einem Gesamtumsatz von € 28,8 Mrd. (Vorjahr: € 27,7 Mrd.) um 3,9 % angestiegen.1 Er entwickelte sich damit besser als die Gesamtwirtschaft. Basis für die positive Marktentwicklung ist die weiter fortschreitende Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die sich auch 2012 insbesondere bei Fernsehern und mobilen Endgeräten weiter fortsetzte. Viele neue und innovative Produkte mit verbesserter Bild- und Tonwiedergabe, gesteigerter Energieeffizienz sowie einer Vielzahl neuer Nutzungs- und Vernetzungsmöglichkeiten und die anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones bildeten die Grundlagen für die gute Marktentwicklung.

1 Die Zahlenangaben für die Entwicklung im Consumer-Electronics-Markt 2012 in Deutschland stammen aus dem Consumer-Electronics-Markt-Index CEMIX, der von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgegeben wird.

TV und Audio

Wie in den Vorjahren gehörten auch 2012 hochauflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten. Dabei hat sich der Markt für TV-Displays aufgrund gesunkener Stückzahlen leicht um 0,2 % auf € 5.989 Mio. verringert, während der Markt für Home-Audio um 3,5 % auf € 962 Mio. gewachsen ist.

Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2012 in Deutschland € 5,6 Mrd. (9,0 Mio. Stück) auf LCD-TVs und € 305 Mio. (0,4 Mio. Stück) auf Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2012 in Deutschland 9,6 Mio. Fernsehgeräte (-0,7 %) verkauft (inklusive CRT-TVs, Rückprojektions-TVs, portable TVs und Frontprojektoren).

Notebook und Tablet

Die Informationstechnologie bildet mit einem nahezu unveränderten Umsatz von € 6,5 Mrd. den zweitgrößten Teilmarkt im deutschen Consumer-Electronics-Markt.

Wachstumstreiber im Bereich PC/Multimedia waren Tablet-PCs. Während sich bei Notebooks der mengenmäßige Absatz um 20,2 % auf 5,7 Mio. Stück bei einem um 11,6 % zurückgegangenen Umsatz auf € 3,4 Mrd. verringert hat, verzeichnete der Markt für Tablet-PCs einen signifikanten Wachstumssprung von 97,4 % auf € 1,4 Mrd. bei einem um 131,9 % gestiegenen Absatz von 3,3 Mio. Stück. Gerade hier zeigte sich der gestiegene Wunsch nach Mobilität und einfacher Bedienung besonders deutlich.

Desktop-PC

Der Absatz von Desktop-PCs nahm um 12,9 % von 1,4 Mio. auf 1,3 Mio. Stück weiter ab, der Umsatz fiel um 9,6 % auf € 0,8 Mrd. aufgrund leicht angestiegener Durchschnittspreise.

Navigationsgeräte

Wie erwartet setzt sich die Entwicklung, die sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hatte, weiter fort. So waren die Absatzmengen bei Navigationsgeräten mit einem Rückgang um 15,1 % auf 2,6 Mio. Stück weiter rückläufig. Da sich der Durchschnittspreis erneut um 5,0 % auf € 150 pro Stück reduzierte, verringerte sich auch der Umsatz in diesem Marktsegment um 19,3 % auf € 393 Mio.

Smartphones

Ein besonders starkes Wachstum verzeichneten unverändert die Smartphones. Hier steigerte sich der Umsatz um 32,3 % auf € 6,8 Mrd. und stieg die Anzahl der verkauften Geräte um 26,3 % von 14,5 Mio. auf 18,4 Mio. Stück. Dabei konnte auch der Durchschnittspreis je verkauftes Gerät nochmals um 4,7 % auf € 370 zulegen.

MEDION hat in seinem Projektgeschäft besondere Kompetenz in den Bereichen PC/ Notebook und digitale Multimedia-Produkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichneten diese Produkte eine leicht über dem Marktdurchschnitt liegende Entwicklung.

4.2 Der MEDION-Konzern

4.2.1 Geschäftsmodell und Zusammenarbeit mit Lenovo

Geschäftsmodell

Das seit über 25 Jahren national wie international bewährte MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem neuesten technologischen Stand in bester Qualität zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit frühzeitig für breite Käuferschichten verfügbar zu machen.

Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice, Software-Downloads und Online-Dienste.

MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte, sondern - weit darüber hinausgehend - die Funktion eines Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte Wertschöpfungskette - von der Entwicklung der Produktidee über die Herstellung und Logistik bis hin zum After-Sales-Service - managt und kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen gleichzeitig in mehreren Ländern oder teilweise sogar auf mehreren Kontinenten stattfinden.

Die MEDION-Produktpalette umfasst das gesamte Sortiment der modernen Konsumelektronik. Ob es sich um einen PC, ein Notebook, ein LCD- oder LED-Fernsehgerät, einen DVD-Recorder, einen MP3-Player, ein Navigationssystem oder einen eigenen Mobilfunktarif handelt: Bei MEDION erhält der Partner im Handel das umfassendste Angebot an moderner Konsumelektronik zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis aus einer Hand. Dazu gehören komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, Downloads und Online-Dienste wie zum Beispiel der Fotoservice.

Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und designorientierten Multimedia-Produkten und der Entwicklung von neuen Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten After-Sales-Service.

Zusammenarbeit mit Lenovo

Seit Ende Juli 2011 ist der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Lenovo Mehrheitsaktionär bei MEDION. Nach Beendigung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes vom Juni 2011 und des Vollzugs von Aktienkaufverträgen hielt die Lenovo Germany Holding GmbH unmittelbar 29.688.210 Aktien der MEDION AG, was einem Anteil von 61,32 % des Grundkapitals der MEDION AG entsprach.

Lenovo hält zum 31. März 2013 einen Anteil von circa 79,82 % des Grundkapitals der MEDION AG, der sich durch die gemäß §§ 21, 22 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnenden Stimmrechte von 7,72 % der von MEDION gehaltenen eigenen Aktien auf 87,54 % erhöht.

Die Aktionäre der MEDION AG haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Dezember 2011 in Essen dem Abschluss eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde das Geschäftsjahr der MEDION AG auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres geändert.

Der Unternehmensvertrag bestimmt, dass die Lenovo Germany Holding GmbH verpflichtet ist, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der MEDION AG dessen Aktien gegen eine Barabfindung im Sinne des § 305 Abs. 2 Nr. 3 AktG von € 13,00 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 zu erwerben. Denjenigen Aktionären, die dieses Abfindungsangebot nicht annehmen, garantiert die Lenovo Germany Holding GmbH für die Dauer des Unternehmensvertrages eine jährliche Ausgleichszahlung. Der Betrag der Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, € 0,69 je Aktie.

Daneben haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

4.2.2 Unternehmenssteuerung

Der MEDION-Vorstand legt zu Beginn eines Geschäftsjahres die strategischen und operativen Ziele für das klassische MEDION-Geschäft fest. Seit der Mehrheitsübernahme durch Lenovo geschieht dieses in enger Abstimmung mit Verantwortlichen für das Lenovo-Consumergeschäft in Westeuropa. Dabei ist das zu Geschäftsjahresbeginn ursprünglich installierte Konzept zur Übernahme von eigenständigen Vertriebsaktivitäten für das Lenovo-Consumergeschäft durch MEDION im Rahmen einer regionalen Neuordnung von Zuständigkeitsbereichen innerhalb des Lenovo-Konzerns angepasst worden. Damit konzentriert sich MEDION nunmehr wieder auf sein klassisches Geschäft.

Wie bisher verantworten im operativen Bereich Key-Account-Manager die wesentlichen Kunden und Vertriebskanäle. Unabhängig hiervon verantworten Produktmanager die wesentlichen Produktgruppen, wie zum Beispiel Notebook, PC, LCD-TV, mobile Navigationsgeräte sowie die relevanten Angebote im Dienstleistungsbereich (MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice und Webshop).

Einkauf, Design, Qualitätskontrolle, Logistik und Marketing sind als Querschnittsfunktionen unternehmensübergreifend tätig. Insbesondere Einkauf und Marketing arbeiten hier in enger Abstimmung mit Lenovo.

Administrative Bereiche, insbesondere kaufmännische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen sowie die EDV-Organisation, sind zum Zweck erhöhter Transparenz, besserer Entscheidungsmöglichkeiten und somit zur Steigerung der Flexibilität und Effizienz im MEDION-Konzern weitgehend zentralisiert.

Die Erreichungsgrade der operativen und strategischen Ziele werden in einem ManagementInformationssystem und einer Balanced Scorecard dokumentiert und laufend auf nationaler wie internationaler Ebene diskutiert.

Alle Geschäfte im MEDION-Konzern werden einer renditeorientierten Vor- und Nachprüfung unterzogen. Werttreiber der Renditeorientierung im MEDION-Konzern ist die Anforderung, dass jedes abgewickelte Projekt eine bestimmte EBIT-Marge erwirtschaften muss unter Berücksichtigung der Zielerwartung für das Konzern-EBIT des laufenden Geschäftsjahres. Dieses grundlegende Steuerungselement gilt sowohl für originäre MEDION- als auch für Lenovo-Produkte.

4.2.3 Die Struktur des MEDION-Konzerns

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich zumeist um Unternehmen, die Vertriebs- und Servicedienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen.

Die eigentliche Projektabwicklung und die Logistik werden grundsätzlich zentral von der MEDION-Organisation in Deutschland gesteuert. Im Rahmen der Deutschland-Organisation sind die Call-Center-Aktivitäten in der Allgemeine Multimedia Service GmbH und die Reparatur- und Logistikdienstleistungen für After-Sales- und E-Commerce-Geschäfte in der MEDION Service GmbH gebündelt. Gemeinsam mit Lenovo soll MEDION das westeuropäische Endkonsumentengeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten betreiben.

Tochtergesellschaften der MEDION AG sind:

Tochtergesellschaften DER MEDION AG

Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen

MEDION Service GmbH, Essen

MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich

MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien

MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark

MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich

MEDION B.V., Panningen, Niederlande

MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien

MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz

MEDION USA Inc., Delaware, USA

MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien

MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien

MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

* KEIN OPERATIVES GESCHÄFT.

Durch den Abschluss des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages unterstellt die MEDION AG seit Januar 2012 die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.

4.3 Finanzbericht

4.3.1 Geschäftsentwicklung Geschäftsjahr 2012/2013 - Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Aufgrund der Umstellung auf ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr sind die wirtschaftliche Situation des abgelaufenen Geschäftsjahres 2012/2013 mit dem Rumpfgeschäftsjahr für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 2012 und die Veränderungen der Aufwendungen und Erträge nur bedingt vergleichbar, insbesondere weil MEDION ein saisonal sehr unterschiedliches Geschäft betreibt. Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir daher zusätzlich die wirtschaftlichen Informationen für den (ungeprüften) Zeitraum vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 dargestellt.

ERTRAGSLAGE

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012 01.04.2011- 31.03.2012*
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 1.652,4 100,0 383,8 100,0 1.445,1 100,0
Materialeinsatz -1.461,5 -88,4 -339,3 -88,4 -1.265,8 -87,6
Rohertrag 190,9 11,6 44,5 11,6 179,3 12,4
Personalaufwand -52,8 -3,2 -13,3 -3,5 -49,9 -3,5
Abschreibungen -3,8 -0,2 -0,9 -0,2 -3,7 -0,3
Sonstige Aufwendungen / Erträge -100,3 -6,1 -24,5 -6,4 -99,2 -6,8
EBIT 34,0 2,1 5,8 1,5 26,5 1,8
Finanzergebnis 0,2 0,0 0,0 0,0 1,7 0,1
EBT 34,2 2,1 5,8 1,5 28,2 1,9
Steuern -7,9 -0,5 -1,6 -0,4 -13,6 -0,9
Konzernergebnis 26,3 1,6 4,2 1,1 14,6 1,0

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Mio. € %
GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- ---
Umsatz 1.268,6 >100,0
Materialeinsatz -1.122,2 >100,0
Rohertrag 146,4 >100,0
Personalaufwand -39,5 >100,0
Abschreibungen -2,9 >100,0
Sonstige Aufwendungen / Erträge -75,8 >100,0
EBIT 28,2 >100,0
Finanzergebnis 0,2 -
EBT 28,4 >100,0
Steuern -6,3 >100,0
Konzernergebnis 22,1 >100,0

* = 01.04.2011- 31.03.2012 = angenommener Vergleichszeitraum, nicht testiert

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 verlief für MEDION in der ersten Hälfte erwartungsgemäß. Bereits im dritten Quartal (viertes Kalenderquartal 2012) zeichnete sich jedoch die in den letzten Monaten spürbare Abschwächung des PC-Marktes, begründet sowohl durch den Trend zu mobilen kleinen, aber leistungsfähigen Endgeräten als auch durch die geringe Akzeptanz des neuen Windows 8-Betriebssystemes, perspektivisch ab. Der Anstieg des Geschäftsvolumens im klassischen MEDION-Geschäft, der zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres durch die Zusammenarbeit mit Lenovo realisiert werden konnte, ging im zweiten Geschäftshalbjahr, insbesondere seit Dezember 2012, zurück. Im klassischen MEDION-Geschäft (Produkte der IT und Unterhaltungselektronik unter dem Markennamen MEDION) blieb der Umsatz somit insgesamt auf Niveau der dem neuen umgestellten Geschäftsjahr 2012/2013 vorangegangenen vier Quartale.

Im ausgewiesenen Konzernumsatz von € 1.652,4 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 383,8 Mio.) sind € 205,9 Mio. Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Lenovo-Produkten enthalten. Diese werden grundsätzlich im Rahmen marktüblicher Konditionen und unter Berücksichtigung einer Deckung der für die Leistungen anfallenden Aufwendungen vergütet.

Der anhaltende Preisverfall im Markt für Consumer-Electronics-Produkte, insbesondere bei Notebooks, Desktop-PCs, mobilen Navigationsgeräten und LCD-TVs, führte zu einem weiteren Druck auf den Rohertrag. Die in den Quartalen des Geschäftsjahres 2011 noch möglichen Rohertragsmargen gingen im Geschäftsjahr 2012/2013 entsprechend zurück und verblieben auf dem Niveau des im Rumpfgeschäftsjahr 2012 erwirtschafteten Rohertrages. Der erwirtschaftete Rohertrag (€ 190,9 Mio., Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 44,5 Mio.) lag demnach im neuen umgestellten Geschäftsjahr auf Niveau des Rumpfgeschäftsjahres 2012 bei 11,6 % vom Umsatz.

Der Personalaufwand lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Dauer der letzten beiden Geschäftsjahre und organisatorischer Änderungen nicht vergleichen. Der rechnerische durchschnittliche Personalaufwand je Quartal blieb mit durchschnittlich € 13,2 Mio. jedoch im Vergleich zum vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr 2012 nahezu unverändert.

Aufgrund des bekannten effizienten Kostenmanagements von MEDION haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge auch mit dem Vertrieb von Lenovo-Produkten nicht erhöht, sondern blieben mit € 100,3 Mio. im Quartalsdurchschnitt auf dem Niveau des Rumpfgeschäftsjahres 2012 bzw. der dem abgelaufenen Geschäftsjahr vergleichbaren vorangegangenen vier Quartale. Der Anteil der sonstigen Aufwendungen und Erträge konnte demzufolge auf 6,1 % vom Umsatz gesenkt werden (Rumpfgeschäftsjahr 2012: 6,4 %). Im Vergleich zum Zeitraum vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 konnte das operative Ergebnis (EBIT) entsprechend von 1,7 % auf 2,1 % vom Nettoumsatz gesteigert werden und betrug € 34,0 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 5,8 Mio. beziehungsweise 1,5 %).

Das geringere Finanzergebnis ist im Wesentlichen zurückzuführen auf das im Geschäftsjahr allgemein niedrige Zinsniveau und den verstärkten Liquiditätsbedarf zu Beginn des Geschäftsjahres zum Aufbau des Vertriebs mit Lenovo-Produkten.

Aufgrund eines Steuerumlagevertrages zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG fallen bei MEDION Steuerumlagen in Höhe von € 4,5 Mio. (insgesamt Steuern: € 7,9 Mio.) an.

4.3.2 Umsatzentwicklung

Deutschland bleibt wichtigster Markt für MEDION. Zwar hat sich der Umsatzanteil am Gesamtumsatz auf 72,5 % ermäßigt (Rumpfgeschäftsjahr 2012: 78,5 %), dieses resultiert jedoch aus dem Vertrieb von Lenovo-Produkten, deren Anteil an Umsätzen im europäischen Ausland höher ist. Ohne Berücksichtigung dieser Vertriebsaktivitäten bleibt der Anteil des klassischen MEDION-Geschäftes in Deutschland unverändert.

Während in den Vorjahren die außerhalb Europas erwirtschafteten Umsätze weniger strategische Relevanz hatten, konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr Kundenbeziehungen gestärkt werden. Die außerhalb Europas erwirtschafteten Umsätze von € 35,5 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 2,4 Mio.) bleiben mit einem Anteil von 2,2 % am Gesamtumsatz jedoch untergeordnet.

UMSÄTZE NACH REGIONEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012 01.04.2011- 31.03.2012
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Deutschland 1.198,8 72,5 301,3 78,5 1.113,0 77,0
Europa 418,1 25,3 80,1 20,9 282,1 19,5
Übriges Ausland 35,5 2,2 2,4 0,6 50,0 3,5
Umsatz 1.652,4 100,0 383,8 100,0 1.445,1 100,0

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Umsätze nach Regionen Mio. € %
GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- ---
Deutschland 897,5 >100,0
Europa 338,0 >100,0
Übriges Ausland 33,1 >100,0
Umsatz 1.268,6 >100,0

Segmente

Der MEDION-Konzern berichtet gemäß IFRS 8 entsprechend der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projekt- und Direktgeschäft.

Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik, für die Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch MEDION erbracht werden. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen im Rahmen der sogenannten Primary-Sales-Prozesse (von der Produktidee bis zur Distribution), dem After-Sales-Support (vom Retourenhandling bis zum Gewährleistungsmanagement) und dem Zweitvermarktungsprozess.

Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel, wobei grundsätzlich nur einzelne Elemente entlang der Wertschöpfungskette zur Anwendung kommen. Während im Online-Geschäft in der Regel vorrangig Dienstleistungen aus den Bereichen Zweitvermarktung und After-Sales-Support erbracht werden, erfolgen im Bereich digitaler Dienstleistungen in der Regel nur Dienstleistungen im Sinne der Primary-Sales-Prozesse.

Als "Überleitung Konzern" werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.

UMSÄTZE NACH SEGMENTEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012 01.04.2011- 31.03.2012
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Projektgeschäft 1.095,3 66,3 250,4 65,3 892,5 61,8
Direktgeschäft 556,8 33,7 133,3 34,7 552,4 38,2
Überleitung Konzern 0,3 0,0 0,1 0,0 0,2 0,0
Umsatz 1.652,4 100,0 383,8 100,0 1.445,1 100,0

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Mio. € %
GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- ---
Projektgeschäft 844,9 >100,0
Direktgeschäft 423,5 >100,0
Überleitung Konzern 0,2 >100,0
Umsatz 1.268,6 >100,0

Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes im Geschäftsjahr 2012/2013 am Konzernumsatz liegt insgesamt mit 66,3 % auf Niveau des Rumpfgeschäftsjahres 2012 (65,3 %) und leicht über dem Zeitraum vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 (61,8 %). Jedoch sind hier die Umsätze aus dem Vertrieb von Lenovo-Produkten (€ 205,9 Mio.) enthalten. Bereinigt um diese liegt der Umsatzanteil des Projektgeschäftes bei 61,5 % und damit auf Niveau des Zeitraumes vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012, was die moderate, aber stetige Ausweitung des Direktgeschäftes im Rahmen der Fortführung der konsequenten Strategie zur Stärkung des Direktgeschäftes untermauert.

Natürlich ist der Rückgang des Umsatzvolumens im Projektgeschäft im klassischen MEDION-Geschäft ohne Vertrieb von Lenovo-Produkten auch eine Folge des zuletzt schwachen PC-Marktes, das stetig steigende Volumen des Direktgeschäftes zeigt aber auch die Fähigkeit und Flexibilität von MEDION, mit interessanten Produkten und gutem Preis-Leistungsverhältnis auf Änderungen im Consumer-Umfeld zu reagieren. Zurückzuführen ist der Anstieg des Direktgeschäftes auf eine Internationalisierung der digitalen Dienstleistungen und des E-Commerce-Geschäftes.

4.3.3 Ertragslage

Rohertrag

Dank der effizienten Produkt- und Kundenportfoliosteuerung und der erfolgreichen Umsetzung der Geschäftsfeldstrategien inklusive des Vertriebs von Lenovo-Produkten gelang es MEDION trotz des schwierigen PC-Marktes im zweiten Geschäftshalbjahr, die Rohertragsmarge mit 11,6 % vom Umsatz auf Niveau des Vorjahres (Rumpfgeschäftsjahr 2012) zu halten und einen Rohertrag von € 190,9 Mio. zu erwirtschaften (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 44,5 Mio.). Dabei konnte die Rohertragsmarge im klassischen MEDION-Geschäft mit 12,2 % vom Umsatz trotz des schwierigeren Marktumfeldes auf Niveau des Zeitraumes vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 (12,4 %) gehalten werden. Dies zeigt die Flexibilität von MEDION, durch Veränderungen bei den Produkten und Vertriebswegen einen ausreichenden Rohertrag zur Deckung der Strukturkosten zu erwirtschaften.

Personalaufwand

Mit € 52,8 Mio. im Geschäftsjahr 2012/2013 lag der Personalaufwand im Quartalsdurchschnitt auf Niveau des Rumpfgeschäftsjahres 2012. Obwohl Aufwendungen für einen Ausbau des internationalen Vertriebs mit entsprechenden Änderungen bei variablen Vergütungsbestandteilen anfielen und mit der Umstellung des Geschäftsjahres eine Erhöhung des Personalaufwandes erfolgte, konnte aufgrund der Personalstruktur insgesamt ein Anstieg des Personalaufwandes vermieden werden.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren durchschnittlich 1.029 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im MEDION-Konzern beschäftigt (Rumpfgeschäftsjahr 2012: 1.022). Den Abgängen von Mitarbeitern im Kundenservice (-20 gegenüber dem Vorjahresstichtag) stand eine Verstärkung des Vertriebsbereiches (+20) sowie ein damit einhergehender Aufbau von Unterstützungsfunktionen im Verwaltungsbereich (+7) gegenüber.

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GJ 2012/2013 RGJ 2012
Personalaufwand, gesamt in T€ 52.847 13.277
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 1.029 1.022
Personalaufwand pro Mitarbeiter in € 51.358 12.991

Abschreibungen

Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr mit € 3,8 Mio. auf dem Niveau der vergleichbaren Vorjahreszeiträume.

Dabei blieben sowohl die Abschreibungen auf Sachanlagen mit € 2,1 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 0,5 Mio.) als auch die Abschreibungen auf Software und Lizenzen mit € 1,7 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 0,4 Mio.) im Quartalsdurchschnitt auf dem Niveau des Vorjahres (Rumpfgeschäftsjahr 2012).

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

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Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € %
01.04.2012 -31.03.2013 01.01.- 31.03.2012 01.04.2011 -31.03.2012 GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- --- --- --- ---
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen -82,2 -19,7 -79,1 -62,5 >100,0
davon Marketing -40,6 -10,1 -40,8 -30,5 >100,0
davon Kundenservice -22,6 -4,5 -18,7 -18,1 >100,0
davon Sonstiges -19,0 -5,1 -19,6 -13,9 >100,0
Verwaltungsaufwendungen -18,6 -5,2 -19,7 -13,4 >100,0
Betriebsaufwendungen -3,4 -0,9 -3,4 -2,5 >100,0
Übrige -1,5 -0,1 -2,2 -1,4 >100,0
-105,7 -25,9 -104,4 -79,8 >100,0
Sonstige betriebliche Erträge 5,4 1,4 5,2 4,0 >100,0
Saldo -100,3 -24,5 -99,2 -75,8 >100,0

Aufgrund des bekannten effizienten Kostenmanagements von MEDION haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge auch mit dem Vertrieb von Lenovo-Produkten nicht erhöht, sondern blieben mit € 100,3 Mio. insgesamt im Quartalsdurchschnitt auf dem Niveau des Rumpfgeschäftsjahres 2012 bzw. der dem abgelaufenen Geschäftsjahr vergleichbaren vorangegangenen vier Quartale.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es jedoch Veränderungen im Bereich Kundenservice, die mit der Integration des MEDION-Konzerns in den Lenovo-Konzern zusammenhängen.

Die Aufwendungen für Marketing konnten trotz Ausweitung des Geschäftes zu Geschäftsjahresbeginn insgesamt konstant gehalten werden. Der Quartalsdurchschnitt blieb auf Niveau des Vorjahres (Rumpfgeschäftsjahr 2012), die gesamten Aufwendungen für Marketing blieben auf Niveau des Zeitraumes vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 (€ 40,8 Mio.).

Im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2012 haben sich die Aufwendungen für den Kundenservice im Quartalsdurchschnitt erhöht (rechnerischer Durchschnitt: € 5,7 Mio., Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 4,5 Mio.). Diese Erhöhung ist ausschließlich begründet durch die Übernahme von Servicedienstleistungen für das Consumergeschäft von Lenovo in Europa.

Der Rückgang des Quartalsdurchschnittes der Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2012 ist zurückzuführen auf eine Reduzierung von externen Dienstleistungen im Rahmen der Integrationsarbeiten sowie auf Synergien durch Zusammenlegen von Infrastruktur und externen Dienstleistungen, insbesondere im Bereich IT.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Schadenersatz, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Provisionserlöse sowie periodenfremde Erträge.

4.3.4 Operatives Ergebnis (EBIT)

EBIT NACH SEGMENTEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012 01.04.2011- 31.03.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Projektgeschäft 15,8 46,5 2,5 43,1 12,4 46,6
Direktgeschäft 18,8 55,3 4,0 69,0 17,1 64,3
Überleitung Konzern -0,6 -1,8 -0,7 -12,1 -2,9 -10,9
EBIT 34,0 100,0 5,8 100,0 26,6 100,0

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Mio. € %
GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- ---
Projektgeschäft 13,3 >100,0
Direktgeschäft 14,8 >100,0
Überleitung Konzern 0,1 14,3
EBIT 28,2 >100,0

Die Analyse des operativen Ergebnisses nach Segmenten zeigt die Erfolge der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfeld- und Produktpolitik. Das operative Ergebnis im Direktgeschäft konnte erneut gesteigert werden und beträgt € 18,8 Mio. nach € 4,0 Mio. im Vorjahr (Rumpfgeschäftsjahr 2012) und € 17,1 Mio. im Zeitraum vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012. Der Anteil am Gesamtergebnis hat sich zwar auf 55,3 % vermindert, jedoch ist dieses im Wesentlichen durch die in den Vorjahren höheren nicht zuordenbaren negativen Ergebnisbeiträge (Überleitung Konzern) begründet. Die EBIT-Marge im Direktgeschäft konnte von 3,0 % im Rumpfgeschäftsjahr 2012 auf 3,4 % verbessert werden.

Durch eine flexible und konsequente Produktstrategie und das effiziente Kostenmanagement in den zentralen Geschäftsprozessen des MEDION-Konzerns konnte jedoch auch das operative Ergebnis im Projektgeschäft verbessert werden. Auch nach Übernahme des Vertriebs von Lenovo-Produkten konnten die operativen Aufwendungen auf niedrigem Niveau gehalten und das operative Ergebnis auf € 15,8 Mio. (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 2,5 Mio.) gesteigert werden, was einer EBIT-Marge von 1,4 % entspricht (Rumpfgeschäftsjahr 2012: 1,0 %).

Im nicht zuordenbaren Ergebnis (Überleitung Konzern) sind im Wesentlichen Aufwendungen für Dienstleistungen im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern enthalten.

4.3.5 Ertragsteuern

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Mio. € Mio. €
GJ 2012/2013 RGJ 2012
--- --- ---
Effektive zahlungswirksame Steuern 2,1 0,7
Steuern für Vorjahre 0,7 0,0
Verbrauch aktiver latenter Steuern 0,4 0,9
Steuerumlage vom Organträger 4,5 0,0
Ertragsteueraufwand 7,7 1,6

Die effektiv zahlungswirksamen Steuern betreffen im Wesentlichen die Tochtergesellschaften der MEDION AG.

Vor dem Hintergrund des seit dem 1. April 2012 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages der MEDION AG mit der Lenovo Germany Holding GmbH sind die steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG für die Dauer des Ergebnisabführungsvertrages nicht nutzbar.

Bedingt durch einen Steuerumlagevertrag zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG werden bei MEDION € 4,5 Mio. als Umlagen vom Organträger ausgewiesen.

Aufgrund des verkürzten Geschäftsjahres 2012 sind die Werte des abgelaufenen Geschäftsjahres mit den Vorjahreswerten nur bedingt vergleichbar.

4.3.6 Vermögens- und Finanzlage

BILANZSTRUKTUR (IFRS)

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
31.03.2013 31.03.2012 31.12.2011
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Zahlungsmittel/-äquivalente 58,6 8,8 218,6 31,4 155,0 21,0
Vorräte 160,7 24,3 180,6 26,0 208,7 28,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 226,4 34,2 201,9 29,1 237,0 32,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 162,4 24,5 11,9 1,7 7,2 1,0
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 150,0 22,7 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 22,9 3,5 49,3 7,1 96,6 13,0
davon: Geldanlagen 0,0 0,0 25,5 3,7 67,9 9,2
Kurzfristige Vermögenswerte 631,0 95,3 662,3 95,3 704,5 95,4
Sachanlagen 28,0 4,2 28,6 4,1 28,6 3,9
Immaterielle Vermögenswerte 2,1 0,3 2,8 0,4 2,8 0,4
Latente Steuern 0,4 0,1 0,6 0,1 1,5 0,2
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0,7 0,1 0,9 0,1 1,0 0,1
Langfristige Vermögenswerte 31,2 4,7 32,9 4,7 33,9 4,6
Summe Aktiva 662,2 100,0 695,2 100,0 738,4 100,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95,4 14,4 121,9 17,5 183,2 24,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32,7 4,9 23,6 3,4 10,9 1,5
davon: Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 26,0 3,9 0,0 0,0 0,0 0,0
Steuerrückstellungen 2,5 0,4 0,6 0,1 1,0 0,1
Übrige Rückstellungen 153,8 23,2 146,1 21,0 142,9 19,3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 4,6 0,7 13,1 1,9 14,5 2,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 289,0 43,6 305,3 43,9 352,5 47,7
Langfristige Verbindlichkeiten 5,2 0,8 4,4 0,6 4,3 0,6
Eigenkapital 414,4 62,6 431,9 62,2 428,0 58,0
abzgl. erworbener eigener Aktien -46,4 -7,0 -46,4 -6,7 -46,4 -6,3
Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) 368,0 55,6 385,5 55,5 381,6 51,7
Summe Passiva 662,2 100,0 695,2 100,0 738,4 100,0

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Mio. € %
GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- ---
Zahlungsmittel/-äquivalente -160,0 -73,2
Vorräte -19,9 -11,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24,5 12,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 150,5 >100,0
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 150,0 >100,0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -26,4 -53,5
davon: Geldanlagen -25,5 -100,0
Kurzfristige Vermögenswerte -31,3 -4,7
Sachanlagen -0,6 -2,1
Immaterielle Vermögenswerte -0,7 -25,0
Latente Steuern -0,2 -33,3
Sonstige langfristige Vermögenswerte -0,2 -22,2
Langfristige Vermögenswerte -1,7 -5,2
Summe Aktiva -33,0 -4,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -26,5 -21,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9,1 38,6
davon: Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 26,0 -
Steuerrückstellungen 1,9 >100,0
Übrige Rückstellungen 7,7 5,3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten -8,5 -64,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten -16,3 -5,3
Langfristige Verbindlichkeiten 0,8 18,2
Eigenkapital -17,5 -4,1
abzgl. erworbener eigener Aktien 0,0 0,0
Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) -17,5 -4,5
Summe Passiva -33,0 -4,7

Die Bilanzsumme des Konzerns verminderte sich zum 31. März 2013 im Vergleich zum 31. März 2012 um € 33,0 Mio. (-4,7 %) auf € 662,2 Mio. (31. März 2012: € 695,2 Mio.).

Das Eigenkapital verringerte sich, hauptsächlich durch die Ausschüttung der Vorjahresgewinne, um € 17,5 Mio. (-4,5 %) auf € 368,0 Mio. (Vorjahr: € 385,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote blieb mit 55,6 % stabil (31. März 2012: 55,5 %).

Die Verminderung der bilanziellen Zahlungsmittel und -äquivalente um € 160,0 Mio. auf € 58,6 Mio. ist im Wesentlichen durch die Änderung im Wege der Anlage liquider Mittel im Lenovo-Konzern (€ 150,0 Mio.) begründet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich entsprechend um € 150,5 Mio. auf € 162,4 Mio. erhöht. Die Verzinsung der bereitgestellten Liquidität erfolgt zu marktüblichen Bedingungen.

Nach Bereinigung der Salden aus der Mittelbereitstellung und aus dem Leistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen des Lenovo-Konzerns sowie der Verpflichtung zur Gewinnabführung ergibt sich im Geschäftsjahresvergleich eine Erhöhung des Working Capital (rund € 31 Mio.) und eine in etwa gleichgroße Verminderung der Netto-Liquidität (rund € 36 Mio.). Die Erhöhung des gesamten Working Capital inklusive der Salden aus Lieferungen und Leistungen mit verbundenen Unternehmen, aber ohne Berücksichtigung der liquiden Mittel und der Ergebnisabführung, um € 48,5 Mio. von € 248,8 Mio. auf € 297,4 Mio. ist hauptsächlich durch den Vertrieb von Lenovo-Produkten bedingt.

Die Verminderung der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um € 26,4 Mio. auf € 22,9 Mio. resultiert aus der Reduzierung mittelfristiger Geldanlagen (Schuldscheindarlehen, Unternehmensanleihen) im Rahmen der genannten Bereitstellung von Liquidität im Lenovo-Konzern.

Die Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 26,5 Mio. auf € 95,4 Mio. (31. März 2012: € 121,9 Mio.) entspricht dem Geschäftsverlauf im letzten Geschäftsjahresquartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 32,7 Mio. sind Verbindlichkeiten aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung in Höhe von € 26,0 Mio. enthalten. Die verbleibenden Verbindlichkeiten (€ 6,7 Mio.) resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und haben sich gegenüber dem Vorjahresstichtag (31. März 2012: € 23,6 Mio.) entsprechend dem geringeren Vertriebsvolumen von Lenovo-Produkten im letzten Geschäftsjahresquartal vermindert.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten betrifft überwiegend Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

4.3.7 Kapitalflussrechnung

CASHFLOW

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Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € %
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012 01.01.- 31.12.2011 GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- --- --- --- ---
Betriebsergebnis (EBIT) 34,0 5,8 25,8 28,2 >100,0
Planmäßige Abschreibungen sowie andere zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 4,9 0,9 4,1 4,0 >100,0
Brutto Cashflow 38,9 6,7 29,9 32,2 >100,0
Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen -32,0 57,4 33,1 -89,4 >-100,0
Veränderungen der übrigen Rückstellungen 7,7 3,1 -17,7 4,6 >100,0
Aus-/Einzahlungen für Steuern -5,1 -1,1 -4,1 -4,0 >100,0
Mittelab-/-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 9,5 66,1 41,2 -56,6 -85,6
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -2,4 -0,8 -1,6 -1,6 >100,0
Free Cashflow 7,1 65,3 39,6 -58,2 -89,1
Einzahlungen durch Abgang eigener Aktien 0,0 0,0 0,7 0,0 -
Auszahlungen Dividenden -17,4 0,0 -10,3 -17,4 -
Netto-Zahlungen Finanzverbindlichkeiten 0,3 -1,7 1,9 2,0 >-100,0
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -17,1 -1,7 -7,7 -15,4 >100,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -10,0 63,6 31,9 -73,6 >-100,0
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 0,0 0,0 0,0 0,0 -
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 218,6 155,0 123,1 63,6 41,0
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 208,6 218,6 155,0 -10,0 -4,6

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. März 2012 sowie der damit zusammenhängenden Änderung des Bilanzstichtages vom Ende des umsatzstärksten Kalenderquartals zum 31. Dezember auf das Ende des ersten Kalenderquartals ist eine Analyse der Kapitalflussrechnung im Vergleich zum Vorjahr (Rumpfgeschäftsjahr 2012) nur bedingt aussagefähig.

Durch die im Rahmen des Aufbaus des Vertriebs von Lenovo-Produkten geänderten Abrechnungsprozesse hat sich die Mittelbindung im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht und der Free Cashflow gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2012 von € 65,3 Mio. auf € 7,1 Mio. vermindert.

Im Finanzmittelfonds von € 208,6 Mio. sind die innerhalb des Lenovo-Konzerns temporär als Liquidität zur Verfügung gestellten € 150,0 Mio. enthalten, deren bilanzieller Ausweis unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit € -2,4 Mio. um € 1,6 Mio. über der Investitionstätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr 2012 (€ -0,8 Mio.).

Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2012/2013 eine zahlungswirksame Verminderung des Finanzmittelfonds um € 10,0 Mio. auf einen Endstand an freier Liquidität zum 31. März 2013 in Höhe von € 208,6 Mio.

Stichtagsliquidität

Durch die Anpassungen der Finanzierungs-Rahmenbedingungen im Wege der Integration in den Lenovo-Konzern erfolgen die Anlagen liquider Mittel nicht mehr durch MEDION selbst, sondern durch den Lenovo-Konzern. Die sonst durch MEDION angelegte Liquidität wird temporär dem Konzern zur Verfügung gestellt und zu marktüblichen Bedingungen sowie unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen verzinst.

Diese Beträge werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und reduzieren daher den in der MEDION-Bilanz ausgewiesenen Liquiditätssaldo. Unter Berücksichtigung der im Konzern zur Verfügung gestellten Liquidität hat sich der "Net Cash" des MEDION-Konzerns von € 218,6 Mio. auf € 58,6 Mio. verringert.

Als "Net Cash" ergibt sich folgender Betrag:

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Mio. € 31.03.2013 Mio. € 31.03.2012 Mio. € 31.12.2011
Gesamt liquide Mittel 208,6 244,1 155,0
-abzüglich mittelfristiger Geldanlagen 0,0 -25,5 0,0
-abzüglich im Konzern angelegter Mittel -150,0 0,0 0,0
-abzüglich Netto-ABS-Verbindlichkeiten 0,0 0,0 -2,0
"Net Cash" 58,6 218,6 153,0

Der MEDION-Konzern verfügt nach wie vor über eine deutlich positive "Net Cash"-Position.

Insgesamt verfügt MEDION mit dem hohen Eigenkapital von € 368,0 Mio., einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 55,6 % und einer Liquidität inklusive der Geldanlagen im Konzern (€ 150,0 Mio.) von € 208,6 Mio. über sehr gute Finanzierungsrahmenbedingungen.

Daher und aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit Lenovo werden die Finanzierungsinstrumente in Form von vertraglich vereinbarten Asset-Backed-Security-Finanzierungsmöglichkeiten sowie der Projektfinanzierungsrahmen (Syndicated Loan) seit dem 1. April 2012 durch bilaterale Vereinbarungen ersetzt.

4.3.8 MEDION AG (ergänzende Erläuterungen auf Basis HGB)

Der Lagebericht der MEDION AG und der Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2012/2013 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der MEDION AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Da das MEDION-Geschäft nahezu vollständig über die MEDION AG abgewickelt und aus Gründen der bekannten Kosteneffizienz entsprechend zentral gesteuert wird, entspricht die Ertrags- sowie die Vermögens- und Finanzlage im Wesentlichen den Informationen über die wirtschaftliche Lage des MEDION-Konzerns.

Ertragslage MEDION AG nach HGB

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
GJ 2012/2013 RGJ 2012 GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 1.639,3 100,0 381,4 100,0 1.257,9 >100,0
Materialeinsatz -1.457,9 -88,9 -338,3 -88,7 -1.119,6 >100,0
Rohertrag 181,4 11,1 43,1 11,3 138,3 >100,0
Personalaufwand -31,2 -1,9 -7,8 -2,0 -23,4 >100,0
Abschreibungen -3,7 -0,2 -0,8 -0,2 -2,9 >100,0
Sonstige Aufwendungen/Erträge -116,8 -7,2 -29,6 -7,8 -87,2 >100,0
EBIT 29,7 1,8 4,9 1,3 24,8 >100,0
Finanzergebnis 2,9 0,2 0,0 0,0 2,9 -
EBT 32,6 2,0 4,9 1,3 27,7 >100,0
Steuern -6,6 -0,4 -0,5 -0,1 -6,1 >100,0
Ergebnis MEDION AG vor Ergebnisabführung/ Gewinnverwendung 26,0 1,6 4,4 1,2 21,6 >100,0

Die MEDION AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von € 1.639,3 Mio., was 99,2 % des Konzernumsatzes entspricht. Im ausgewiesenen Umsatz der MEDION AG sind die im Rahmen des Vertriebs von Lenovo-Produkten erzielten Umsatzerlöse enthalten.

Die durch die MEDION AG erwirtschaftete Rohertragsmarge liegt mit einem Anteil von 11,1 % vom Umsatz leicht unter der Konzern-Rohertragsmarge (11,6 %), weil durch die Tochtergesellschaften selbst ausschließlich Teile des Direktgeschäftes realisiert werden.

Der Personalaufwand der MEDION AG lag im Geschäftsjahr 2012/2013 mit € 31,2 Mio. im Quartalsdurchschnitt auf Niveau des Rumpfgeschäftsjahres 201 2 (€ 7,8 Mio.).

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der MEDION AG erhöhte sich auf 500 (Rumpfgeschäftsjahr 2012: 475). Der Aufbau betrifft ausschließlich den Vertriebsbereich und damit zusammenhängende Unterstützungsfunktionen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge der MEDION AG nach HGB

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Mio. € Mio. € Mio. € %
GJ 2012/2013 RGJ 2012 GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- --- --- ---
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen -106,0 -25,4 -80,6 >100,0
davon Marketing -39,9 -9,9 -30,0 >100,0
davon Kundenservice -38,6 -8,7 -29,9 >100,0
davon Sonstiges -27,5 -6,8 -20,7 >100,0
Verwaltungsaufwendungen -17,1 -4,8 -12,3 >100,0
Betriebsaufwendungen -2,5 -0,7 -1,8 >100,0
Übrige -1,9 -0,1 -1,8 >100,0
-127,5 -31,0 -96,5 >100,0
Sonstige betriebliche Erträge 10,7 1,4 9,3 >100,0
Saldo -116,8 -29,6 -87,2 >100,0

Insgesamt liegen die sonstigen Aufwendungen im Quartalsdurchschnitt wie im Gesamtkonzern auf Niveau des Rumpfgeschäftsjahres 2012.

Die höheren Aufwendungen für Kundenservice gegenüber den im Konzern ausgewiesenen Aufwendungen resultieren aus der innerkonzernlichen Verrechnung von Personalaufwendungen von den Servicegesellschaften des MEDION-Konzerns an die MEDION AG.

Der Rückgang des Quartalsdurchschnittes der Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2012 ist zurückzuführen auf eine Reduzierung von externen Dienstleistungen im Rahmen der Integrationsarbeiten sowie auf Synergien durch Zusammenlegen von Infrastruktur und externen Dienstleistungen.

Von den Abschreibungen entfielen € 1,7 Mio. auf Software und Lizenzen und € 2,0 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Insgesamt konnte die MEDION AG somit im abgelaufenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis (EBIT) von € 29,7 Mio. erzielen (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 4,9 Mio.)

Im Finanzergebnis von € 2,9 Mio. sind € 2,7 Mio. Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften der MEDION AG enthalten.

Aufgrund eines Steuerumlagevertrages zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG sind in den Steuern der MEDION AG in Höhe von € 6,6 Mio. Umlagen vom Organträger in Höhe von € 4,5 Mio. enthalten.

Der im Geschäftsjahr 2012/2013 erwirtschaftete Jahresüberschuss der MEDION AG liegt vor Ergebnisabführung bei € 26,0 Mio. oder 1,6 % vom Umsatz (Rumpfgeschäftsjahr 2012: € 4,4 Mio. oder 1,2 % vom Umsatz).

Bilanzstruktur der MEDION AG nach HGB

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
31.03.2013 31.03.2012 GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen 33,7 5,2 35,0 5,1 -1,3 -3,7
Langfristige Vermögenswerte 33,7 5,2 35,0 5,1 -1,3 -3,7
Vorräte 160,7 24,6 180,6 26,1 -19,9 -11,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 222,7 34,1 200,9 29,0 21,8 10,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 167,2 25,6 12,5 1,8 154,7 >100,0
Flüssige Mittel und Wertpapiere 47,8 7,3 233,6 33,7 -185,8 -79,5
Übrige Vermögenswerte 20,7 3,2 29,6 4,3 -8,9 -30,1
davon: Geldanlagen 0,0 0,0 5,5 0,8 -5,5 -100,0
Kurzfristige Vermögenswerte 619,1 94,8 657,2 94,9 -38,1 -5,8
Summe Aktiva 652,8 100,0 692,2 100,0 -39,4 -5,7
Eigenkapital 366,1 56,1 383,5 55,4 -17,4 -4,5
Langfristige Verbindlichkeiten 3,3 0,5 2,9 0,4 0,4 13,8
Steuerrückstellungen 1,5 0,2 0,1 0,0 1,4 >100,0
Übrige Rückstellungen 151,6 23,2 144,1 20,8 7,5 5,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91,6 14,0 123,0 17,8 -31,4 -25,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35,5 5,4 26,2 3,8 9,3 35,5
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 3,2 0,6 12,4 1,8 -9,2 -74,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 283,4 43,4 305,8 44,2 -22,4 -7,3
Summe Passiva 652,8 100,0 692,2 100,0 -39,4 -5,7

Die Bilanzsumme der MEDION AG verringerte sich zum 31. März 2013 im Vergleich zum 31. März 2012 um € 39,4 Mio. (-5,7 %) auf € 652,8 Mio. (Vorjahr: € 692,2 Mio.). Die Verminderung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus abrechnungstechnischen Veränderungen im Rahmen des Vertriebs sowie der Veränderung der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind € 150,0 Mio. temporär bereitgestellte Liquidität enthalten, was hauptsächlich auch die Verminderung der flüssigen Mittel und Wertpapiere begründet. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind € 26,0 Mio. aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung enthalten. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 31. März 2013 leicht auf 56,1 % (31. März 2012: 55,4 %).

Verkürzte Kapitalflussrechnung der MEDION AG nach HGB

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Mio. € Mio. € Mio. € %
GJ 2012/2013 RGJ 2012 GJ 2012/2013 zu RGJ
--- --- --- --- ---
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 26,0 4,4 21,6 >100,0
Planmäßige Abschreibungen sowie andere zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 4,1 0,9 3,2 >100,0
Brutto Cashflow 30,1 5,3 24,8 >100,0
Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen -55,1 41,7 -96,8 >-100,0
Veränderungen der übrigen Rückstellungen 8,9 1,9 7,0 >100,0
Mittelabfluss/Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -16,1 48,9 -65,0 >-100,0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -2,3 -0,7 -1,6 >100,0
Free Cashflow -18,4 48,2 -66,6 >-100,0
Auszahlungen Dividenden -17,4 0,0 -17,4 -
sonstige Finanzierungstätigkeit 0,0 -2,0 2,0 -
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -17,4 -2,0 -15,4 >100,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -35,8 46,2 -82,0 >-100,0
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 233,6 187,4 46,2 24,7
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 197,8 233,6 -35,8 -15,3

Durch die im Rahmen des Aufbaus des Vertriebs von Lenovo-Produkten geänderten Abrechnungsprozesse hat sich die Mittelbindung in der MEDION AG im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht und der Free Cashflow gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2012 von € 48,2 Mio. auf € -18,4 Mio. vermindert.

Im Finanzmittelfonds von € 197,8 Mio. sind die innerhalb des Lenovo-Konzerns temporär als Liquidität zur Verfügung gestellten € 150,0 Mio. enthalten, deren bilanzieller Ausweis unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt.

Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2012/2013 eine zahlungswirksame Verminderung des Finanzmittelfonds um € 35,8 Mio. auf einen Endstand an freier Liquidität zum 31. März 2013 in Höhe von € 197,8 Mio.

4.4 Personal

4.4.1 Entwicklung

Die Anzahl der im MEDION-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 31. März 2013 beschäftigten Mitarbeiter hat sich umgerechnet auf Vollzeitäquivalente von 1.029 im Vorjahr um 2,8 % auf 1.000 vermindert. Davon entfielen auf die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften 894 (Vorjahr: 907) und auf die ausländischen Gesellschaften 106 (Vorjahr: 122).

Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr mit € 52,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. April 2011 bis 31. März 2012) von € 49,9 Mio. um € 2,9 Mio. (5,8 %) erhöht. Diese Entwicklung geht mit einem höheren Grad der Spezialisierung und Professionalisierung einiger Funktionen innerhalb des MEDION-Konzerns einher.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung der Mitarbeiterzahlen zum 31. März 2013 gegenüber dem Vorjahresstichtag.

VERÄNDERUNG MITARBEITERZAHLEN (VOLLZETÄQUIVALENTE)

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Anzahl 31.03.2013 Anzahl 31.03.2012 +/- Anzahl +/-

%
Inland
Vertrieb 313 300 13 4,3
Service 454 485 -31 -6,4
Verwaltung 127 122 5 4,1
894 907 -13 -1,4
Ausland
Vertrieb 22 36 -14 -38,9
Service 71 72 -1 -1,4
Verwaltung 13 14 -1 -7,1
106 122 -16 -13,1
Gesamt
Vertrieb 335 336 -1 -0,3
Service 525 557 -32 -5,8
Verwaltung 140 136 4 2,9
1.000 1.029 -29 -2,8

4.4.2 Struktur

Aufgrund des rasanten Unternehmenswachstums in den Jahren bis 2004 und des damit verbundenen schnellen Personalaufbaus weisen die bei MEDION beschäftigten Mitarbeiter ein relativ junges Durchschnittsalter und eine relativ kurze Beschäftigungsdauer auf. Im Berichtsjahr waren bei der MEDION AG und deren inländischen Tochtergesellschaften 38,2 % Frauen (Vorjahr: 40,4 %) und 61,8 % Männer (Vorjahr: 59,6 %) beschäftigt.

Das Durchschnittsalter hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert und lag in 2013 bei 37,9 Jahren (Vorjahr: 37,6). Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Altersstruktur der Mitarbeiter, getrennt nach Frauen und Männern.

ALTERSSTRUKTUR

Die Durchschnittsdauer der Beschäftigung bei der MEDION AG und deren inländischen Tochtergesellschaften lag im Geschäftsjahr 2012/2013 bei ca. 7,5 Jahre (Vorjahr: 6,8 Jahre).

BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT

Die Krankenstatistik im Bereich der MEDION AG lag im Berichtsjahr bei 3,1 % (Vorjahr: 3,5 %) und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 3,6 % im Vorjahr.

4.4.3 Motivation

Die hohe Motivation und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Aufgrund einer schlanken Organisationsform und schneller Entscheidungswege werden unsere Mitarbeiter in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen. Die Nähe zu unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig, um die immer komplexer werdenden Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Bereichen an die veränderten Marktbedingungen und damit verbundenen steigenden Anforderungen anzupassen.

Bei der Besetzung von vakanten Positionen legen wir großen Wert darauf, einerseits die Fähigkeiten und Potentiale von Mitarbeitern, andererseits aber auch deren persönliche Karriereziele zu berücksichtigen. Dies beinhaltet, dass Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg persönlich begleitet und zielgerichtet für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden. Damit werden eine den Anforderungen entsprechende interne Stellenbesetzung gefördert, Einarbeitungszeiten reduziert und den Mitarbeitern somit interessante Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.

MEDION investiert in ein positives Arbeitsumfeld. Modern ausgestattete Arbeitsplätze, interessante Jobinhalte sowie das umfangreiche Sportangebot auf der eigenen Sportanlage auf unserem Firmengelände, der ehemaligen Gustav-Heinemann-Kaserne, tragen zu einem produktiven Arbeitsklima bei.

Mitarbeiter haben im Rahmen von Einarbeitungsplänen die Möglichkeit, sich schnell in die Unternehmensstrukturen und -prozesse einzufinden. Praktikanten können "on the Job" Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der gesamten Supply Chain gewinnen.

Bei der Zusammenstellung unserer Belegschaft legen wir Wert auf Vielfalt - ungeachtet von Nationalität, Religion, Rasse, Geschlecht oder ethnischer Herkunft.

4.4.4 Wesentliche Vereinbarungen

MEDION legt großen Wert auf eine offene und freundliche Unternehmenskultur und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung und den einzelnen Mitarbeitern.

Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem konstruktiven Miteinander geprägt.

Vorstand und Mitarbeitervertretung sind gemeinsam davon überzeugt, dass sozialkompetente Verhaltensweisen das Betriebsklima nachhaltig positiv beeinflussen, die Arbeitsprozesse verbessern, damit die Produktivität und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und somit vielfältige positive Auswirkungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter bringen. Aus diesem Grunde gibt es im MEDION-Konzern eine Reihe von wichtigen Betriebsvereinbarungen, die zum einen der langfristigen Mitarbeiterbindung und zum anderen einer den Markterfordernissen angepassten höheren Flexibilisierung innerhalb des Unternehmens dienen.

Im Berichtsjahr wurde eine neue Betriebsvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement geschlossen. Vorstand und Mitarbeitervertretung verfolgen gemeinsam das Ziel, arbeitsunfähige Mitarbeiter möglichst bald wieder in die Arbeitsorganisation zu integrieren. Darüber hinaus wollen sie klären, mit welchen Maßnahmen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann. Der Arbeitsplatz von Arbeitnehmern, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind, soll möglichst erhalten bleiben. Vor diesem Hintergrund werden betriebliche Organisationsstrukturen, Verfahrensabläufe und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit einem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vereinbart.

Neben einer Vereinbarung über Jubiläumszuwendungen in Form von Sonderurlaub bieten die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften allen Beschäftigten die Inanspruchnahme einer betrieblichen Altersversorgung über das Versorgungswerk "Metallrente" in Form von Direktversicherung und Pensionskasse an.

Bei den Führungskräften sind flächendeckend Vergütungssysteme eingeführt, die sich aus einem Fixum und einem variablen Anteil auf der Basis von individuellen Zielvereinbarungen zusammensetzen. Die individuellen Zielvereinbarungen werden dabei anhand von unternehmensbezogenen und persönlichen Zielen festgelegt.

Darüber hinaus wurden den Mitarbeitern externe Weiterbildungsmaßnahmen und IT-bezogene Schulungen angeboten, die im Bereich SAP R/3 durch ein SAP-Inhouse-Competence-Center und im Bereich von Microsoft Office durch die MEDION Trainings Akademie intern durchgeführt wurden.

MEDION beteiligt sich aktiv an der betrieblichen Ausbildung junger Menschen. Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren insgesamt 58 Auszubildende (Vorjahr: 59) im MEDION-Konzern beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 6,1 % (Vorjahr: 6,2 %). Die Auszubildenden teilen sich auf folgende Ausbildungsgänge auf: 25 kaufmännische, 6 technische, 19 im Dialogmarketing sowie 4 Mediengestalter. Zusätzlich hat die MEDION AG 4 jungen Menschen einen dualen Studiengang im Fachbereich Wirtschaft/Groß- und Außenhandel angeboten. Da MEDION ausschließlich für den eigenen Bedarf ausbildet, können wir in der Regel allen Ausgebildeten ein Arbeitsplatzangebot unterbreiten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MEDION mit der Joblinge gemeinnützige AG Ruhr eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Initiative JOBLINGE geschlossen. JOBLINGE ist als gemeinnütziges Angebot der Wirtschaft gegen Jugendarbeitslosigkeit und Nachwuchskräftemangel konzipiert. Das Ziel ist, Jugendlichen ohne Abschluss ("Joblinge") durch individuelle Betreuung, Weiterbildung und Qualifizierung die Chance zu geben, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu positionieren. MEDION beteiligt sich mit einer jährlichen Spende sowie durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen in Form von Qualifizierungs- und Bewerbungspraktika.

4.5 Nachhaltigkeit

Bei MEDION ist man immer auf der Suche nach neuen Ideen. Und dies nicht nur bei der Positionierung der Marke MEDION als Technologieführer und Innovator, sondern auch wenn es darum geht, wie wir mit den uns anvertrauten Ressourcen umgehen.

Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit nehmen weiterhin eine zentrale Rolle bei MEDION ein. Diese Aktivitäten werden im Bereich "Corporate Social Responsibility" zentral gebündelt.

Die damit verbundene Zielsetzung ist es, sämtliche Prozesse innerhalb unseres Unternehmens, aber auch im Zusammenspiel mit unseren externen Partnern, systematisch und kontinuierlich zu verbessern. Dabei kommt der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sowie nationaler wie internationaler Standards eine hohe Bedeutung zu. Dieser Anspruch betrifft alle Funktionen und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette unseres Unternehmens - von den Rohstoffen über Produktion und Logistik bis hin zur Anwendung und Entsorgung unserer Produkte.

Als Mitglied in der Business Social Compliance Initiative (BSCI) sind wir bestrebt, unsere Produkte auch nach sozialen Gesichtspunkten fertigen zu lassen. Innerhalb unseres Einflussbereichs erfolgten im Geschäftsjahr 2012/2013 bei unseren Lieferanten Kontrollen nach festgelegten Sozial- und Umweltstandards. Im Rahmen unserer BSCI Mitgliedschaft verpflichten wir uns zu unabhängigen Lieferantenüberprüfungen, die von akkreditierten Prüfunternehmen durchgeführt werden. Die Basis für diese Audits vor Ort stellen die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Menschenrechtserklärung der UNO, die Konventionen der UNO über die Rechte von Kindern, der UN Global Compact und die OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen dar. MEDION legt bei diesen Überprüfungen großen Wert auf den entwicklungsorientierten Ansatz. Das bedeutet, dass unsere Lieferanten im BSCI Auditierungsprozess begleitet und unterstützt werden. Ziel ist eine stufenweise Implementierung des Prozesses bei unseren direkten Lieferanten.

MEDION engagiert sich für eine Reihe von gesellschaftlichen Themen - in guten wie in schlechten Zeiten. Hierzu zählt die Unterstützung von Menschen in Not genauso wie die Förderung von Kultur und Sport.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden im Rahmen einer unternehmensweiten Spendenaktion die Erlöse einer Tombola an das Radio Essen für die "Aktion Lichtblicke e. V." überreicht. Ziel ist es Kinder, Jugendliche und deren Familien aus NRW, die in eine materielle, finanzielle oder seelische Notlage geraten sind, zu unterstützen. Dabei werden unter anderem medizinische Behandlungen, Therapiematerialien oder Ferienfreizeiten für Kinder finanziert. Vor Ort sorgen Mitarbeiter der Wohlfahrtsverbände dafür, dass die Mittel ausschließlich für die beantragten Zwecke eingesetzt werden und ihnen wird dafür das DZI Spenden-Siegel zuerkannt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die MEDION Mitarbeiterinnen wieder zahlreich am Essener Firmenlauf beteiligt sowie mit der MEDION-eigenen Drachenbootmannschaft, den "MEDION Dragons" mehrere regionale Regatten bestritten. Besonders erfolgreich war unser Drachenbootteam, dem in der Saison 2012 zwei Goldmedaillen verliehen wurden.

Um das Technikverständnis in der Bevölkerung aktiv zu fördern, konnten die Teilnehmer der Techniknacht Ruhr im Sommer 2012 die Gelegenheit nutzen, MEDION am Standort in Essen-Kray zu besuchen. Diese Veranstaltung wurde vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) Rhein-Ruhr e. V. im Jahr 2012 erstmals ins Leben gerufen.

Da der umfassende und leistungsfähige After-Sales-Service für MEDION einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellt, öffneten wir die Tore unseres technischen Call-Centers. Unsere Besucher konnten besichtigen, wie wir mit unseren geschulten Callcenter-Agents sicherstellen, dass der Endkunde die gewünschte Unterstützung erhält. Bei dem Rundgang durch das Call-Center bekamen die begeisterten Besucher bei MEDION einen Einblick in einen Beruf, den sie sonst nur vom Telefon kennen.

Als Full-Service-Dienstleister übernimmt MEDION gegenüber seinen Kunden auch Themen aus dem Qualitätsmanagement Chemie. Bei der Techniknacht Ruhr erläuterte eine promovierte Chemikerin des Unternehmens anhand von Plakaten die Aufgabenbereiche, beantwortete Fragen zu ihrer abwechslungsreichen Tätigkeit und führte spannende Experimente durch.

Unseren Beitrag zum Umweltschutz konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Modernisierung des Rechenzentrums am Standort Essen-Kray leisten. Im Rahmen dieses Ausbaus wurde ein spezielles Klima-Kälte-Konzept entwickelt und umgesetzt. Die neue Technik ermöglicht eine Reduzierung des Rechenzentrum-Stromverbrauches um bis zu 50 % bezogen auf das Jahresmittel. Darüber hinaus wird durch die weitere konsequente Erhöhung des Virtualisierungsgrades der betreffende Serverstromverbrauch weiter vermindert.

Mit all diesen Aktivitäten und Projekten legen wir uns die Selbstverpflichtung auf, als Teil der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung künftiger Generationen zu leisten.

4.6 Forschung und Entwicklung

MEDION arbeitet sehr eng mit den führenden Herstellern von Komponenten und Produkten aus den Bereichen Multimedia und Unterhaltungselektronik sowie Telekommunikation zusammen. Dadurch besteht seit Jahren auch ein ständiger Zugang zu den neuesten Ergebnissen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Entsprechend dem MEDION-Geschäftsmodell erfolgt jedoch eine Konzentration darauf, innovative Technologien schnell einem breiten Konsumentenkreis zugänglich zu machen. MEDION verfügt daher über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich so genannter Basistechnologien.

Allerdings arbeitet MEDION in zahlreichen Projekten zusammen mit anderen Partnern daran, im Rahmen der Digitalisierung die Integration der PC-/Multimedia-Technologie mit den Geräten der klassischen Unterhaltungselektronik voranzubringen. MEDION wird dabei von führenden Technologiepartnern wegen seiner Fähigkeit als schneller Technologieintegrator von neuen Anwendungen für den Massenmarkt geschätzt. Nach der Markteinführung des ersten MEDION Tablet-PCs mit neuen Software-Applikationen, Zugang zum weltweiten Markt so genannter Apps und neuen, innovativen integrierten Multimedia-Funktionalitäten wird nun an der nächsten Generation von Tablet-PCs gearbeitet, die bei nur wenig verringerter Funktionsvielfalt deutlich gesunkene Preispunkte ermöglichen. Das MEDION LIFETAB erhielt für Benutzerfreundlichkeit und die schnelle Nutzbarkeit der verwendeten neuen Technologien für Tablet-PCs verschiedene Auszeichnungen und sehr gute Testergebnisse.

Seit Anfang 2012 arbeitet MEDION auch mit Lenovo zusammen, um anwenderorientierte technologische Lösungen auf den Gebieten Desktop-PC, Notebook, Tablet und mobile Produkte mit Zugang zum Internet zur Marktreife zu bringen.

4.7 Corporate Governance / Vergütungsbericht

4.7.1 Corporate Governance

MEDION verpflichtet sich zu den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Mitarbeiter der MEDION AG identifizieren sich mit diesen Grundsätzen. MEDION erachtet die Verpflichtung zur Corporate Governance als wichtige Maßnahme zur Vertrauenssteigerung gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit auf nationalen und internationalen Märkten.

Im Jahr 2012 hat die "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" wenige materielle Änderungen am Kodex beschlossen. Überarbeitet wurden unter anderem die Themen Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern sowie weitere Professionalisierung der Aufsichtsratsarbeit. Dies führte zu einer Ergänzung des Kodex, nach der der Aufsichtsrat bei seinem Wahlvorschlag an die Hauptversammlung die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der Kandidaten zum Unternehmen, den Organen sowie wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionären offenlegen soll. Zudem wurden Ausführungen zur Unabhängigkeit derart angepasst, dass nun nicht mehr definiert wird, wann Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig gelten, sondern unter welchen Umständen sie nicht mehr als unabhängig anzusehen sind. Angepasst wurde auch die Kodexempfehlung zur Offenlegung von Interessenkonflikten von Aufsichtsräten.

Neben diesen Änderungen wurden bisherige Anregungen in Empfehlungen umgewidmet. Empfohlen wird nun, dass der Aufsichtsrat bei Bedarf ohne den Vorstand tagen und der Aufsichtsratsvorsitzende nicht den Vorsitz im Prüfungsausschuss innehaben soll sowie dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein soll, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete.

Alle vorgenannten Änderungen führten nicht dazu, dass die Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr verändert werden musste.

Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 22. November 2012 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 22. November 2012 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können.

Bei MEDION ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates ausgewiesener Kenner des Handels und der Finanzmärkte, der über 30 Jahre Leitungsfunktionen in einer internationalen Bank wahrgenommen hat. Er ist im besonderen Maße geeignet, bei der unternehmensspezifischen Situation von MEDION Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrzunehmen, da in der von schnellen Entwicklungen geprägten internationalen Welt der Consumer-Electronics-Produkte und der Ausrichtung von MEDION auf die internationalen Handelsketten gerade die Kenntnisse der Prozesse international agierender Handelsunternehmen sowie das damit verbundene Finanztransaktions-Know-how entscheidend sind. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 wurden zwei Vertreter von Lenovo, der Finanzvorstand (Senior Vice President) der internationalen Lenovo-Gruppe und der in Leitungsorganen von Lenovo für internationale Märkte verantwortliche Senior Vice President in den Aufsichtsrat gewählt.

MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt. Aufgrund der besonderen Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung bisher nicht vorgesehen. Darüber hinaus enthält die erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2) keine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Bestandteile, da bei dem Geschäftsmodell von MEDION die Ermittlung, Objektivierung und Quantifizierung langfristiger Erfolgsparameter schwierig ist.

Der ausführliche Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Corporate Governance im MEDION-Konzern findet sich im Geschäftsbericht.

4.7.2 Vorstandsvergütungen

Durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 13. Dezember 2011 und unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des in 2011 erfolgten Erwerbs von MEDION durch Lenovo sind die Vorstandsmitglieder Gerd Brachmann und Christian Eigen mit Wirkung vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2016 für weitere fünf Jahre zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft bestellt worden.

Gemäß den in diesem Zusammenhang mit den Vorstandsmitgliedern geschlossenen Anstellungsverträgen besteht die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die variable Vergütung, eine zusätzliche aktienbasierte Vergütung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen.

Maßgebend für die Festlegung der Gesamtvergütungsstruktur des Vorstandes ist der Aufsichtsrat, der die Angemessenheit der Vergütungen bestimmt.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen kurz- und langfristigen Komponenten in eine variable Vergütung einfließen.

Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen Versicherungen sowie die Zurverfügungstellung von Dienstwagen, die als Vergütungsbestandteil vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern sind. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Kredite oder Gehaltsvorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Die erfolgsabhängige Tantieme für Gerd Brachmann und Christian Eigen besteht aus einem kurzfristigen jährlichen Leistungsbonus und einem langfristigen Leistungsbonus und wird in Bezug auf die Leistung des jeweiligen Vorstandsmitgliedes und die Leistung der Gesellschaft gemäß der Methode des Lenovo-Leistungsbonusplans berechnet.

Der kurzfristige jährliche Leistungsbonus hat ein Jahresziel und wird jährlich bezogen auf einen Geschäftsjahreszyklus gemäß der sogenannten Lenovo-P3-Methode berechnet und ausgezahlt. Diese Methode enthält zwei variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator, die vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Geschäftsjahres fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.

Der langfristige Leistungsbonus verwendet ein Jahresziel und wird während der Laufzeit des Anstellungsvertrages zweimal berechnet. Der erste langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 3 Monate (27 Monate vom 1. Januar 2012 bis zum 31. März 2014). Der zweite langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 9 Monate (33 Monate vom 1. April 2014 bis zum 31. Dezember 2016). Die tatsächliche Bonuszahlung wird unter Verwendung der Lenovo-P3-Methode berechnet. Diese Methode enthält zwei vom Aufsichtsrat festgelegte variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Zeitraums und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Zeitraums fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.

Die Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf jährliche Zuteilungen von Kapitalbeteiligungen im Rahmen des sogenannten Lenovo Long Term Incentive Program (LTIP). Demnach haben die Vorstandsmitglieder eine Option auf Zuteilung von Kapitalbeteiligungen in Form von "Share Appreciation Rights (SARs)" und "Restricted Share Units (RSUs)" bezogen auf Aktien der Lenovo Group Limited. Die tatsächliche Anzahl der Anteile hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie zum Beispiel der Allokation der Zuteilung nach SARs und RSUs, Aktienkursen und Wechselkursen. LTI-Zuteilungen erfolgen im Juni eines jeden Jahres.

Die SARs und RSUs werden nach Maßgabe der Bedingungen des Lenovo-SAR-Plans und des Lenovo-RSU-Plans über einen Zeitraum von vier Jahren zu 25 % jährlich unverfallbar. Für die Ausübung oder den Verkauf von SARs und RSUs durch die Vorstandsmitglieder gelten bestimmte Sperrfristen, die in den jeweiligen Plänen näher dargelegt werden.

Für die Zuteilung von Kapitalbeteiligungen gelten die Bedingungen des LTIP, des SAR- und RSU-Plans sowie die Zuteilungsvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern. Die Zuteilungsvereinbarungen enthalten Beschränkungen hinsichtlich des Wettbewerbs mit Lenovo und des Abwerbens von Lenovo-Mitarbeitern nach Beendigung der Anstellung. Die Zuteilungsvereinbarungen, die sich in Zukunft ändern können, sehen derzeit vor, dass leitende Angestellte im Fall der Zuwiderhandlung gegen diese Beschränkungen alle Barzahlungen oder Aktien zurückerstatten müssen, die sie in den 12 Monaten vor ihrem Ausscheiden im Rahmen des LTIP erhalten haben.

Einzelheiten der Vergütungen für den Gesamtzeitraum des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der erfolgten vertraglichen Änderungen ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:

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GJ 2012/2013 | Werte

in €
Gerd Brachmann Christian Eigen Gesamt
Fixum 570.000 475.000 1.045.000
Nebenleistungen
Dienstwagen 31.424 20.808 52.232
Versicherungen 0 1.745 1.745
31.424 22.553 53.977
Variables Entgelt
kurzfristiger Leistungsbonus (Apr 12 - Mär 13) 210.000 172.500 382.500
langfristiger Leistungsbonus (Jan 12 - Mär 12) und langfristiger Leistungsbonus (Apr 12 - Mär 13) 192.000 162.000 354.000
aktienbasierte Vergütung (LTIP)* 340.000 300.000 640.000
742.000 634.500 1.376.500
Gesamtsumme 1.343.424 1.132.053 2.475.477
Zuführung Pensionsrückstellung 282.560 133.403 415.963

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RGJ 2012 | Werte

in €
Gerd Brachmann Christian Eigen Gesamt
Fixum 142.500 118.750 261.250
Nebenleistungen
Dienstwagen 7.856 5.202 13.058
Versicherungen 128 64 192
7.984 5.266 13.250
Erfolgsabhängige Vergütung
Tantieme 90.000 75.000 165.000
aktienbasierte Vergütung (LTIP)* 80.000 70.000 150.000
170.000 145.000 315.000
Gesamtsumme 320.484 269.016 589.500
Zuführung Pensionsrückstellung 66.025 29.694 95.719

* Die aktienbasierten Vergütungen betreffen die Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf jährliche Zuteilungen im Rahmen des Lenovo Long Term Incentive Program (LTIP).

In der obigen Tabelle sind ferner Einzelheiten zu den Zuführungen zur Pensionsrückstellung der Vorstandsmitglieder aufgeführt. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.

Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

4.7.3 Aufsichtsratsvergütungen

Aufsichtsratsvergütungen sind in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Durch Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 wurde die Vergütung des Aufsichtsrates auf T€ 120 für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und auf T€ 50 für die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates neu festgesetzt. Die Vergütung ist zahlbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit.

Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012/2013 T€ 220. Davon entfallen auf Herrn Dr. Stützle T€ 120 und die beiden anderen Aufsichtsratsmitglieder jeweils T€ 50.

Der Betrag für das Rumpfgeschäftsjahr 2012 liegt bei T€ 55. In individualisierter Form setzt sich die Vergütung wie folgt zusammen:

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GJ 2012/2013 | Werte

in €
Dr. Stützle Vorsitzender Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender Milko van Duijl Mitglied Gesamt
Vergütung 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00

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RGJ 2012 | Werte

in €
Dr. Stützle Vorsitzender Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender Milko van Duijl Mitglied Gesamt
Vergütung 30.000,00 12.500,00 12.500,00 55.000,00
Gesamtsumme 30.000,00 12.500,00 12.500,00 55.000,00

Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen beziehungsweise Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

4.8 Risikobericht

4.8.1 Risikomanagement

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der MEDION-Geschäftsstrategie. Es dient dazu, in einem strukturierten Prozess die wesentlichen Risikofelder laufend zu beobachten, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergreifen zu können.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind die verantwortlichen Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen verpflichtet, die spezifischen Risikofelder im eigenen Aufgabenbereich zu beobachten, die Risikoausprägungen zu messen und das Eingehen unangemessener Risiken zu vermeiden. Sie berichten die Risikoposition in regelmäßigen Abständen unter Zuhilfenahme der unternehmensinternen Kontrollsysteme an das Controlling und bei Bedarf unmittelbar und ad hoc an die Unternehmensleitung.

Im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern sind die Berichtswege um Berichterstattungen an weitere Managementfunktionen erweitert worden.

4.8.2 Risikomanagementsysteme

Kernelement des MEDION-Risikomanagementsystems ist ein integratives ManagementInformationssystem, welches als dynamisches Informations- und Steuerungsinstrument dient. In diesem verankert ist ein umfassendes Frühwarnsystem für alle Unternehmensbereiche. Durch Verzahnung verschiedener Managementberichte werden operative Kennzahlen, die zur täglichen Kurzfriststeuerung dienen, direkt unter dem Aspekt eines Planerreichungsgrades im Sinne der konzernweiten operativen und finanzwirtschaftlichen Ziele betrachtet. Hiermit zusammenhängend dient eine Balanced Scorecard als Instrument des Risikomanagementsystems, um die Umsetzung definierter Maßnahmen zur Steuerung risikorelevanter Positionen zu messen.

Wesentliche weitere Elemente des integrierten MEDION-Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem und die Interne Revision.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) dient der Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Prinzipien sind das Prinzip der Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in Organisationsanweisungen dokumentiert.

Die Interne Revision führt bei MEDION im Auftrag des Vorstandes auf der Basis konkret vereinbarter Projekte prozessunabhängige Kontrollen in allen Unternehmensbereichen durch. Der Revisionsplan wird zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und abgestimmt. Bei der Feststellung des Prüfungsplans werden die zum Zeitpunkt der Erstellung vorliegenden Risikoeinschätzungen berücksichtigt. Unterjährig erfolgen Plananpassungen, soweit diese aufgrund der Aktualität der Themen notwendig sind. Ausgewählte Themen, die eine höhere aufgabenspezifische Fachkompetenz benötigen, werden an externe Dienstleister übertragen. Die Berichterstattung erfolgt unmittelbar an den Vorstand, der dem Aufsichtsrat berichtet.

Die Arbeiten der Internen Revision decken dabei nicht nur bisherige Anforderungen, sondern sind auch auf Anforderungen durch etwaige veränderte Rechts- und Geschäftssituationen im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern ausgelegt. Ergänzend zur eigenen Internen Revision werden das Risikomanagement und die Geschäftsprozesse des MEDION-Konzerns in regelmäßigen Abständen durch die Lenovo-Konzernrevision einer Prüfung unterzogen.

4.8.3 Absatzbezogene Risikoposition

Das MEDION-Geschäftsmodell ist auf den Absatz von Consumer-Electronics-Produkten und komplementären Dienstleistungen mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis in großen Stückzahlen für den Konsumentenmarkt ausgerichtet. Der größte Umsatzanteil wird mit Kunden aus dem Discount-Retailer-Segment abgewickelt, ein weiterer Schwerpunkt mit deutlich geringerem Umsatzanteil liegt im Vertrieb über Consumer-Electronics-Fachmärkte. Daneben wird über die Website des MEDIONshops der Direktverkauf von Produkten angeboten. Branchentypisch für den Bereich Consumer Electronics sind in der unterjährigen Verteilung das erste und insbesondere das vierte Kalenderquartal umsatzstark, wohingegen das zweite und dritte Kalenderquartal geringere Umsatzvolumina zeigen.

MEDION ist wie jedes Unternehmen, das im Konsumgüterbereich tätig ist, stark von der Kaufkraft und Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Während die Kaufkraft von gesamtwirtschaftlichen Parametern wie Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsen und Arbeitslosigkeit beeinflusst wird, hängt die Kaufneigung stark von weichen Faktoren wie etwa der wirtschaftlichen Grundstimmung und dem Verbrauchervertrauen ab. Aufgrund des Absatzschwerpunktes über große Handelsketten ist MEDION wesentlich von der Kaufneigung der Verbraucher und den darauf gerichteten Absatzerwartungen seiner großen Kunden in diesem Marktsegment abhängig.

Sofern jedoch rezessive Tendenzen auf die Wirtschaft mit sinkenden Aufträgen durchschlagen, kann sich auch die Konsumneigung der Verbraucher verschlechtern und im Extremfall zu kurzfristigen Veränderungen im Bestellverhalten der Kunden führen, mit durchaus deutlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MEDION.

Die MEDION-Kunden gehören zu den namhaften Adressen des internationalen Retail-Marktes. Durch den Projektcharakter des Geschäftes werden mit einzelnen Kunden in kurzen Zeiträumen hohe Umsatzvolumina realisiert. Im Rahmen dieses seit langen Jahren erfolgreichen Geschäftsmodells ist die Vertriebstätigkeit auf die wenigen sehr leistungsfähigen Partner im Retail-Markt ausgerichtet. MEDION unterhält daher Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Andererseits können sich durch den Hinzugewinn einzelner Kunden oder Projekte auch große Umsatzveränderungen zum Positiven ergeben. Dabei ist MEDION aufgrund seiner führenden Wettbewerbsposition und des guten Verhältnisses von Qualität, Design und Preis der Produkte national wie international ein attraktiver Partner für seine Kunden und verfügt über stabile Kundenbeziehungen. Es ist derzeit nicht ersichtlich, dass wesentliche Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.

Den im Bereich hochwertiger Produkte der Consumer Electronics aufgrund der dynamischen technologischen Entwicklung typischerweise innewohnenden Bestandsrisiken der technologischen Veralterung und den damit verbundenen Abwertungsrisiken begegnet MEDION bei seinen Produkten durch eine strikte Anwendung des Build-to-Order-Prinzips. Bei den Vorratsbeständen handelt es sich daher im Wesentlichen um bereits fest disponierte Ware im Projektgeschäft beziehungsweise um Serviceware für Reparatur und Austausch im After-Sales-Service-Prozess. Die für den Direktverkauf bereitgestellte Ware beruht auf einer rollierenden, den täglich ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung mit kurzen Produktzyklen. Damit werden eine kurze Zeitspanne zwischen Beschaffung und Absatz und eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte große Flexibilität im Produktmix erreicht und damit die Bestandsrisiken auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Bestandsdisposition und -bewertung wird durch ein prozessunabhängiges Bestandscontrolling überwacht und gesteuert.

Bei den MEDION-Handelskunden besteht ein allgemeines Abverkaufsrisiko für die georderten Waren. Durch gezielte Marktforschung, Testaktionen bei Produktneueinführungen und dosierte Mengenplanungen wird dieses Risiko der MEDION-Handelspartner in engen Grenzen gehalten. Aufgrund der in weiten Teilen des Handels in einem zeitlich begrenzten Zeitraum üblichen Geld-zurück-Garantie haben die Konsumenten das Recht, auch funktionell einwandfreie Ware als Retourenware an den Handel zurückzugeben. Diese Retourenwaren werden zumeist an den Hersteller weitergeleitet und von diesem einer alternativen Vermarktung zugeführt. Solche Bestände unterliegen einem besonderen Abverkaufsrisiko. MEDION hat in Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit den Handelskunden Verfahren entwickelt und vereinbart, um Missbräuche im Retourenprozess zu verhindern und die Risiken aus der Rückgabe einwandfreier Waren zu begrenzen. Im Hinblick auf die Zweitvermarktung von Retourenwaren hat MEDION durch ein gezieltes Retourenmanagement die Prozesssteuerung und die Abverkaufskanäle über Dritte optimiert und ergänzend dazu durch den MEDION-Outlet-Store und den Abverkauf über den MEDIONshop im Internet eigene Vertriebswege für eine Folgevermarktung geschaffen. Durch dieses Bündel von Maßnahmen konnte die Risikoposition verbessert werden.

Die zukünftige Zusammenarbeit mit Lenovo wird keine negativen Auswirkungen auf das Risikoprofil von MEDION haben, weil die Steuerungsgrundsätze im klassischen projektbezogenen MEDION-Geschäft unverändert bleiben und die Vereinbarungen über den Vertrieb von Lenovo-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen für Lenovo durch MEDION nach allgemein üblichen Grundsätzen für Fremdvergleiche getroffen werden.

Forderungen gegen Kunden

MEDION reduziert das Bonitätsrisiko dadurch, dass sich die Vertriebsaktivitäten im Wesentlichen auf international tätige Handelskonzerne mit A-Bonitäten konzentrieren. Kunden, die nicht in diese Kategorie fallen, haben für MEDION im Projektgeschäft nur untergeordnete Bedeutung und werden größtenteils rückversichert beziehungsweise nur gegen Garantien oder auf Vorkasse beliefert.

An dieser Vorgehensweise wird auch zukünftig in der Zusammenarbeit mit Lenovo festgehalten. Darüber hinaus wird durch punktuelle Nutzung externer Vertriebspartner ein potentielles Risiko vermieden.

4.8.4 Betrieb

Produktidee

Kern des MEDION-Geschäftsmodells ist die Vermarktung von attraktiven und zunehmend designorientierten Trendprodukten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an breite Käuferschichten. Neue Produkte schaffen neue Absatzchancen, sind jedoch erst nach einer gewissen Zeit in Abhängigkeit vom individuellen Produktlebenszyklus ausgereift und preislich für den Massenmarkt tauglich. Ältere Produkte unterliegen bei dem schnellen technologischen Wandel dem Risiko der technischen Veralterung, verlieren damit schnell an Attraktivität und sind einem hohen Preisverfall ausgesetzt. Die Herausforderung liegt darin, die richtige Produktidee zum richtigen Zeitpunkt zu platzieren.

Über das seit vielen Jahren gewachsene MEDION-Einkaufsnetzwerk wird eine Vielzahl von Ideen generiert und an die Kunden herangetragen. Daneben werden ständig die neuesten Erkenntnisse der Marktforschung ausgewertet und durch eigene Präsenz auf wichtigen Messen und im unmittelbaren Kontakt mit innovativen und sehr leistungsfähigen Herstellern aktiv neue attraktive Produktideen gesucht. Im MEDION-Produktmanagement arbeiten durchweg erfahrene Mitarbeiter, die über langjährige Markt- und Branchenkenntnisse verfügen. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu den im Markt generierten Neuheiten und Trends und beurteilen diese Entwicklungen in Kreativteams systematisch auf ihre Tauglichkeit für die Vermarktung im Massenmarkt.

Aus diesem systematischen Ansatz heraus hat sich MEDION im Markt sowohl bei den Kunden als auch bei den Lieferanten einen guten Namen als schneller und leistungsfähiger Technologieintegrator für den Massenmarkt gemacht. Nicht zuletzt wurden darüber auch die Ideen zu den erfolgreich eingeführten Dienstleistungen generiert und umgesetzt.

Durch den neuen Zugriff auf Produktideen und Technologien von Lenovo wird hier von weiteren Vorteilen für das MEDION-Geschäftsmodell ausgegangen.

Beschaffung

MEDION greift bei wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette auf externe Partner zurück. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Produkten und Komponenten, für die Abwicklung logistischer Prozesse und zunehmend auch für Prozesse im After-Sales-Service. Insofern ist MEDION sowohl qualitativ als auch preislich auf eine Vielzahl von Partnern angewiesen. Insbesondere die Beschaffungsmärkte für PC-Komponenten und Logistikdienstleistungen sind hinsichtlich Verfügbarkeiten und Preisen teilweise volatil. Strukturell ist der Markt dabei von einer hohen Preisvolatilität bei wichtigen Bauteilen und Komponenten (zum Beispiel Speicherkomponenten und CPUs) geprägt, der teilweise durch die Entwicklung der Fremdwährungsparitäten gegenüber dem Dollar und dem Britischen Pfund noch verstärkt wird. Da die Preisentwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt unmittelbar auch auf die Absatzpreise durchschlagen, führt diese Entwicklung zu tendenziell sinkenden Stückpreisen in vielen wesentlichen MEDION-Produktbereichen und zu einem entsprechenden preisbedingten Druck auf die Umsatzentwicklung.

Potentielle Risiken für MEDION bestehen im Falle des Konkurses von Lieferanten, was die Nichtrealisierung des Kundenprojektes zur Folge hätte beziehungsweise bei einem nachgelagerten Konkurs den Ausfall des After-Sales-Service. MEDION begegnet diesem Risiko durch Konzentration auf große, international bekannte Hersteller.

Potentielle Risiken könnten sich durch Lieferengpässe bei Hauptlieferanten ergeben und zu Preisrisiken und gegebenenfalls Umsatzeinbußen führen. MEDION verfügt jedoch aufgrund des großen, über viele Jahre hinweg gewachsenen Einkaufsnetzwerkes über sehr stabile Lieferantenbeziehungen und wird bedingt durch die hohen Beschaffungsvolumina in der Regel als A-Kunde eingestuft und bei Kapazitätsengpässen bevorzugt beliefert.

Weitere potentielle Risiken können durch Qualitätsmängel bei den Produkten erwachsen und insbesondere im Bereich der Service- und After-Sales-Kosten zu höherem Aufwand führen und eine Imageschädigung nach sich ziehen. MEDION bezieht seine Waren von international führenden Herstellern mit hohen Qualitätsstandards, die grundsätzlich das Qualitätsrisiko tragen. Um eine größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der Produktqualität zu gewährleisten und Probleme möglichst in einem frühen Stadium des Projektes zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können, führt MEDION vor, während und nach der Produktion eigene Qualitätskontrollen zumeist vor Ort beim Lieferanten durch.

Die genannten potentiellen Risiken werden durch die Zusammenarbeit mit Lenovo jedoch reduziert werden können.

Neben der professionellen Projektabwicklung im Verkaufs- und Beschaffungsprozess ist ein hocheffizienter und verlässlicher After-Sales-Prozess der wesentliche Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Markterfolg. Bei Beeinträchtigung der Servicequalität kann es zu Imageschädigungen und negativen Folgen für die Kundenbeziehungen, das Ansehen und die Akzeptanz der Marke MEDION kommen. Um im Bereich der After-Sales-Prozesse ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, werden nur erfahrene Dienstleister eingesetzt. Die Auftragsabwicklung wird laufend dokumentiert und die Arbeitsergebnisse und die Effektivität über ein parallel laufendes Qualitätsmanagementsystem überwacht und optimiert. Dadurch ist es über lange Jahre hinweg gelungen, bei den Partnern im Handel und bei den Endkunden ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von MEDION-Produkten und in den MEDION-Service aufzubauen.

Durch die Zusammenarbeit mit Lenovo werden zukünftig die Einkaufsmöglichkeiten weiter optimiert und durch den Zugriff auf ein großes Beschaffungsnetzwerk weiter flexibilisiert werden können.

Datenverarbeitung

Für das Funktionieren des Projekt- und Direktgeschäftes und des After-Sales-Service sind effiziente und sichere EDV-Lösungen unerlässlich. Im Falle nicht funktionierender EDV-Prozesse könnte die zeitgerechte Projektabwicklung gefährdet werden und es könnten gegebenenfalls weitere wesentliche Beeinträchtigungen des Geschäftsablaufes eintreten. Im Zuge der zunehmenden EDV-Prozessintegration kommt dabei auch der Einbeziehung der Systeme und Schnittstellen zu Lieferanten, Service-Providern und Kunden besondere Bedeutung zu. Die bei MEDION und den in die Wertschöpfungskette einbezogenen Partnern eingesetzten Informationstechnologien werden von eigenen und externen EDV-Fachleuten ständig überprüft und aktualisiert. Die Systeme zur Informationssicherheit werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Reviews für die EDV-Prozessqualität und -Sicherheit von externen Prüforganisationen durchgeführt. Dadurch wird ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleistet.

Logistik

Da sich MEDION in wesentlichen Umsatzbereichen auf das Projektgeschäft konzentriert, kommt der Fähigkeit, die Produkte innerhalb eines vertraglich vereinbarten Zeitfensters an die Kunden auszuliefern, besondere Bedeutung zu. Verzögerungen können zu Konventionalstrafen oder infolge der Notwendigkeit von Änderungen des Transportmittels zu erhöhten Kosten führen. MEDION arbeitet mit einer begrenzten Anzahl international tätiger Speditionen zusammen, die für hohe Qualitätsstandards und Liefertreue stehen. Die Logistikprozesse bei diesen Spediteuren sind in die eigene IT-Prozesssteuerung von MEDION integriert. Dadurch wird ein hohes Maß an Prozesssicherheit im Bereich Logistik erreicht.

Außerhalb des Projektgeschäftes erfolgt die Distribution von Waren mit national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern bestehen individuelle Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die Standards für die Servicequalität und Sicherheit festgelegt sind.

Die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und die Einhaltung der vertraglich festgelegten Standards werden über das Risikomanagementsystem laufend überwacht.

Direktgeschäft

Abweichend vom Projektgeschäft unterliegt das Direktgeschäft bei der direkten Geschäftsbeziehung zum Endkunden naturgemäß einem größeren finanziellen Risiko. Insbesondere im Online-Handel kommen dem Verbraucher die hier anzuwendenden gesetzlichen Regelungen zugute. MEDION hat daher in seine Geschäftsprozesse mit externen Dienstleistern umfangreiche Kontrollregelungen eingebunden, um sowohl in der Logistik als auch im Zahlungsprozess Risiken zu vermeiden. Darüber hinaus erfolgt der Aufbau von für das Direktgeschäft verfügbaren Warenbeständen streng den Verläufen des Projektgeschäftes, um ein gemäß den Markttrends inhärentes Bestandsrisiko zu minimieren. Im Bereich der Vermarktung digitaler Dienstleistungen bestanden diese Risiken aufgrund der Vertriebsstruktur jedoch nicht.

4.8.5 Recht

Die Urheberrechtsreform zum 1. Januar 2008 hat dazu geführt, dass Einigungen zwischen der Industrie und den Verwertungsgesellschaften über die Geräteabgabe (Urheberrechtsabgabe) dem Grunde als auch der Höhe nach schwieriger möglich sind. Kommt eine Einigung nicht zustande, so wird in der Regel das Schiedsstellenverfahren betrieben und nachfolgend die ordentlichen Gerichte bemüht. In der Regel enden diese Verfahren vor dem Bundesgerichtshof und werden oftmals im Instanzenzug noch zur Vorlage an den EuGH abgegeben, so dass von dem Zeitpunkt der Geltendmachung der Urheberrechtsabgabe für ein bestimmtes Gerät bis zur Feststellung, ob diese Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, Jahre vergehen können.

Dies führt dazu, dass für möglicherweise urheberrechtsabgabepflichtige Geräte Rückstellungen zu bilden sind, deren Höhe nicht konkret beziffert werden kann. Für diese Risiken werden jedoch im Jahresabschluss angemessene Rückstellungen passiviert.

Es bleibt weiterhin festzustellen, dass von verschiedenen Seiten verstärkt Ansprüche wegen angeblicher Verletzung von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere von Patenten, geltend gemacht werden. Dies erfolgt teilweise durch die Schutzrechtsinhaber selbst, teilweise werden die Ansprüche auch kommerziell über Dritte, insbesondere so genannte Patentverwertungsgesellschaften, zunächst außergerichtlich geltend gemacht. Dabei werden verstärkt die Verletzungsansprüche gegen den Inhaber der jeweiligen Marke, die auf den Geräten abgebildet ist, geltend gemacht und konsequenterweise auch nur eine Lizenzierung durch den Markeninhaber akzeptiert.

Generell gilt, dass behauptete Schutzrechtsverletzungen und Ansprüche oftmals als nicht gerechtfertigt beurteilt werden können.

Für bestehende Risiken wurden im Jahresabschluss, soweit kalkulierbar, angemessene Rückstellungen, auch für Schutzrechtsverletzungen, passiviert.

Um die Risiken für MEDION daraus weitestmöglich zu begrenzen, vereinbart MEDION im Einkaufsbereich, wenn möglich, mit den Lieferanten, dass diese für eine mögliche Verletzung von Schutzrechten Dritter für die gelieferte beziehungsweise hergestellte Ware allein verantwortlich sind und MEDION von allen diesbezüglichen Ansprüchen freigestellt wird.

Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachträglich zu zahlenden Urheberrechtsabgaben und Lizenzgebühren von den zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergeben. Auf die betragsmäßige Quantifizierung des Risikos wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92 verzichtet.

Darüber hinaus sind derzeit keine Gerichts- oder Schiedsverfahren gegen MEDION als Beklagte anhängig, die wesentliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis von MEDION haben könnten.

4.8.6 Finanzen

Die MEDION-typische Ausrichtung auf das Projektgeschäft erfordert für kurze Zeiträume die Verfügbarkeit von erheblichen Finanzmitteln zur Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten könnten ansonsten die Unternehmensentwicklung bremsen.

Im Rahmen des MEDION-Geschäftsmodells werden viele kapitalintensive Teile des Wertschöpfungsprozesses wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik oder Verkauf am Point of Sale von Partnerunternehmen wahrgenommen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen und vor dem Hintergrund der soliden Kapital- und Finanzstruktur stehen MEDION in erheblichem Maße Lieferantenlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung beschränkt sich der mögliche Finanzkreditbedarf von MEDION ausschließlich auf die kurzfristige Abdeckung von Finanzierungsspitzen bei großvolumigen Projekten im klassischen Saisongeschäft. Aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit Lenovo werden die Finanzierungsinstrumente in Form von vertraglich vereinbarten Asset-Backed-Security-Finanzierungsmöglichkeiten sowie der Projektfinanzierungsrahmen (Syndicated Loan) seit dem 1. April 2012 durch bilaterale Vereinbarungen ersetzt.

Als international agierendes Unternehmen ist MEDION Risiken durch Wechselkurseinflüsse ausgesetzt. Insbesondere auf der Beschaffungsseite fallen Zahlungsströme in ausländischer Währung an, da die überwiegende Zahl der Lieferanten in Asien beheimatet ist und die Transaktionen daher in US-Dollar und teilweise in Britischen Pfund abgewickelt werden. MEDION sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von marktüblichen Devisentermingeschäften und teilweise ergänzenden Swap-Geschäften ab. Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.

4.8.7 Personal

Der Wettbewerb um hochqualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in der Consumer-Electronics-Branche nach wie vor sehr groß. Gerade im Projektgeschäft stellen erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter die wichtigste Ressource dar. Daher muss auf die Bindung von Know-how-Trägern an das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen besonderes Gewicht gelegt werden.

Nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter können Risiken beherrschen und vermeiden. Daher fördert MEDION gezielt die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter.

Um bei einem Personalwechsel die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu erleichtern und Probleme durch Know-how-Verluste möglichst zu vermeiden, sind im Rahmen des WorkflowManagements alle unternehmensinternen Prozesse so dokumentiert, dass sie personenunabhängig ausgeführt werden können.

Insgesamt arbeitet bei MEDION ein motiviertes und hochprofessionelles Team - eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern, die das Unternehmen schon lange begleiten, jungen Kolleginnen und Kollegen, die ihre berufliche Karriere bei MEDION beginnen, und Kollegen, die aus anderen Unternehmen zu MEDION gekommen sind und mit ihren Erfahrungen zum Unternehmenserfolg beitragen.

4.8.8 Gesamtrisikosituation

Im Geschäftsjahr 2012/2013 lag der Fokus auf dem Zusammenführen und der Integration der MEDION- und Lenovo-Organisationen; insbesondere zunächst in für die Wertschöpfungskette zentralen Bereichen wie Einkauf und Vertrieb, um die erwarteten Synergien so schnell wie möglich realisieren zu können.

Insbesondere die Auswirkungen der in den letzten Jahren eingeleiteten Restrukturierungen von Kapazitäten bei Produzenten und Logistikdienstleistern, gerade im Kernbeschaffungsmarkt Asien, konnten durch die Zusammenarbeit mit Lenovo im Rahmen der Schaffung gemeinsamer effizienter Strukturen gemildert werden.

Insgesamt sieht sich MEDION, wie schon in der Finanzkrise, nun auch in der anhaltenden Eurokrise sicher aufgestellt, weil durch die langjährige Nähe zu Geschäftspartnern und neuen Möglichkeiten durch Lenovo kritische Tendenzen rechtzeitig erkannt und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen Risiken vermindert werden können.

4.9 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2012/2013 (1. April 2012 - 31. März 2013)

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.

4.10 Prognosebericht

4.10.1 Konjunktureller Rahmen

Nach dem zurückhaltenden Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf 2012 zeigte sich für das erste Quartal 2013 wieder eine leichte Belebung. Diese soll sich im gesamten Jahr 2013 fortsetzen. Dabei werden Wachstumsimpulse aufgrund höherer verfügbarer Nettoeinkommen von den Konsumausgaben der privaten Haushalte erwartet. Der andauernde Beschäftigungsaufbau, moderate Lohnerhöhungen und nur geringe Inflationstendenzen sind hierfür geeignete Rahmenbedingungen. Belastend wirken sich jedoch die unverändert sehr hohen Energiekosten insbesondere bei den Treibstoffen für LKW und PKW aus.

Demgegenüber haben sich die Perspektiven für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in den europäischen Kernmärkten von MEDION nicht verbessert. Die anhaltende Staatsschuldenkrise im Euroraum und die damit einhergehenden Spannungen an den Märkten für Staatsanleihen sowie die Unsicherheiten bei Investitionen und Konsum belasten unverändert die Wirtschaftsentwicklung. Weiterhin beeinträchtigen die notwendigen Anpassungsmaßnahmen einiger EU-Mitgliedsstaaten im öffentlichen und privaten Sektor die Konsumaussichten. Hinzu kommt eine im Euroraum saisonbereinigte Arbeitslosenquote von über 10 % (Deutschland knapp unter 7 %). Vor allem für die südlichen Länder des Euroraums ist von einer unverändert schwierigen Entwicklung auszugehen. Während im Euroraum für 2013 auch ein erneuter Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes nicht ausgeschlossen erscheint, liegen die Prognosen für Deutschland bei einem Zuwachs von circa 0,4 % (Monatsbericht April 2013, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie).

4.10.2 Marktentwicklung im Bereich der Consumer Electronics

Gesamtmarkt

Bei einem weiter anhaltenden Rückgang der Durchschnittspreise für Consumer-Electronics-Produkte wird dennoch ein leicht steigender Umsatz in der Größenordnung von insgesamt € 29 Mrd. in Deutschland erwartet, da sich die gute Beschäftigungslage und eine verbesserte Einkommenssituation positiv auf das Konsumverhalten auswirken werden.

Im EU-Raum werden auch aufgrund des Fehlens sportlicher Großereignisse nur geringe Impulse erwartet, so dass dieser Markt für Consumer-Electronics-Produkte bedingt durch die in vielen Staaten nach wie vor unsichere Wirtschaftslage und hohe Arbeitslosigkeit nicht wachsen oder sogar leicht zurückgehen wird.

Produktinnovationen

Der Markt für Consumer-Electronics-Produkte ist weiterhin geprägt von der Digitalisierung der Inhalte und Übertragungswege sowie der Konvergenz. Konvergenz bedeutet dabei das Verschmelzen der bislang unterschiedlichen Märkte Unterhaltungselektronik, Medien, Informationstechnologie und Telekommunikation. Basis hierfür ist die digitale Technik, die zum einen die Vernetzung unterschiedlicher Produktgruppen ermöglicht und zum anderen die Nutzung digitaler Komponenten in unterschiedlichen Produktbereichen (zum Beispiel Kamerafunktionen in Mobiltelefonen, mobile Navigationsgeräte mit MP3-Abspielfunktion, Notebooks als HD-Fernseher, Smartphones zum Telefonieren und Surfen im Internet sowie Tablet-PCs) erlaubt. Neue, insbesondere auch drahtlose Vernetzungslösungen, eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, hochauflösende Inhalte zu nutzen.

Die Verschmelzung von Internet und Fernsehen sowie die Heimvernetzung stehen auch in 2013 und 2014 im Mittelpunkt des Interesses der Konsumenten. Beispielsweise ermöglichen nunmehr auch im Consumer Bereich zentrale Datenspeicher den weltweiten Zugriff auf Daten. Auf der Netzwerkfestplatte von Heimnetzlaufwerken legen die Konsumenten Daten zentral an einem Ort ab, um diese dann im ganzen Heimnetzwerk oder auch über den Web-Browser weltweit nutzen zu können. Dies ermöglicht den Zugriff auf die abgelegten MusikSongs, Videos und Fotos und das Abspielen auf einem DLNA-fähigen Fernseher oder Mediaplayer.

Internet Adapter Sets stellen schnell und einfach eine Netzwerkverbindung zwischen Routern, Computern und anderen netzwerkfähigen Geräten über das hausinterne Stromnetz her. Dank Übertragungsraten von bis zu 200 Mbit/s sind diese perfekt geeignet für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Datenübertragung wie HD Video & Audio Streaming, Online-Spiele oder Voice-over-IP.

Darüber hinaus wird sich der Siegeszug des Tablet-PCs auch in 2013 und 2014 im deutschen und europäischen Markt mit zweistelligen Zuwachsraten unverändert fortsetzen.

Die durch die digitale Technik eröffneten neuen Produktwelten werden mit immer kürzeren Produktlebenszyklen auf den Markt gebracht, da der technische Fortschritt leistungsfähigere Produkte und Systeme in immer kürzeren Intervallen hervorbringt. Der umfassende Strukturwandel durch die zunehmende Digitalisierung erfasst inzwischen alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft. Über 99 % aller Haushalte in Deutschland sind mittlerweile an Breitbandnetzen mit einer Übertragungsrate von 1 Mbit/Sekunde und mehr angeschlossen. Entscheidend ist jetzt, wie schnell es gelingt, Hochgeschwindigkeitsnetze mit 50 Mbit/Sekunde und mehr zügig auszubauen.

Im Bereich der Vertriebsformen hat das Internet als Einkaufsstätte kontinuierlich an Marktbedeutung gewonnen und sich als eigenständige Vertriebsform in Deutschland und im Euroraum etabliert. Neben dem Kauf von Waren ist das Internet vor allen Dingen als Quelle für Informationen über Produkte und damit für Kaufentscheidungen der Konsumenten eine aktuelle und transparente Plattform. In vielen Produktkategorien legen Multichannelkäufer mehr Wert auf Leistungs- und Qualitätsmerkmale als auf den reinen Preisvergleich.

Notebook und Desktop-PC

Es ist erkennbar, dass es in den nächsten Jahren immer mehr klassische Produkte der Unterhaltungselektronik geben wird, die Zugang zum Internet haben. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von Unterhaltungselektronik, leistungsstarke Prozessoren in ihre Geräte zu integrieren. Mit dem Ausbau einer flächendeckenden Infrastruktur für das drahtlose Breitbandinternet wird sich der Trend zu kompakten und leistungsfähigen sowie leichteren Notebooks noch verstärken. Hochleistungsprozessoren für Desktop-PCs sind gefragt, wenn es um die Darstellung von 1080p bei Videoformaten in 7.1-Surround-Sound geht, bei hochauflösenden 3-D-Grafikelementen und vernetzten Online-Spielen, aber auch, um parallele Anwendungen in der Audio- und Videoverarbeitung zu ermöglichen.

Neben sehr leistungsfähigen Notebooks mit neuer stromsparender Prozessor-Technologie und Smartphones etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (eBook Reader), sowie die Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Der Markt für PCs und Notebooks ist aufgrund der hohen Ausstattungsdichte der Haushalte vor allem von technologischen Innovationen und dem Ersatzbedarf bestimmt.

Interessante Produktbereiche der Consumer Electronics sind in dem für MEDION relevanten Marktumfeld:

mobile Notebooks mit einem Gewicht von unter 2 kg und Zugangsmöglichkeiten zum Internet über integrierte Online-Module
HDTV-Geräte mit einer Auflösung von 1080x1920 Bildpunkten (Full HD) und integriertem Internetzugang
mobile Multimedia-Produkte und Gamer-Notebooks mit hohen Speicherkapazitäten und hochauflösenden Grafikkarten sowie neuester Prozessortechnologie
Smartphones mit Zugang zum mobilen Internet und E-Mail-Funktionen
Tablet-PCs mit Internetzugang über WLAN oder Mobilfunknetze

Mobilfunk

Der steigende Absatz von Smartphones und tragbaren Computern sorgt für einen weiter anhaltenden Zuwachs bei der mobilen Internetnutzung.

Im Mobilfunk wird weiter in den Ausbau der neuen Übertragungstechnik LTE investiert. Die Nachfolgetechnologie von UMTS erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/Sekunde.

Inhaltlich stehen dabei für Mobilfunkkunden das Bedürfnis nach sozialer Vernetzung und der Wunsch nach End-to-End-Crossmedia-Angeboten sowie die ständige Verfügbarkeit des Internets zu Flatrate-Tarifen im Vordergrund. Derzeit existieren weltweit über 650.000 mobile Applikationen (Apps) für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Die Anwendungen reichen von Spielen über Nachrichten- und Auskunftsdienste bis hin zu Navigationshilfen und eBook Readern.

Daneben sind Mobilfunkangebote längst nicht mehr an den eigenen Betrieb eines Netzes gekoppelt, sondern stammen zunehmend von virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO). Wachstum bei den UMTS-Teilnehmerzahlen generieren auch die neuen Generationen der Smartphones und vor allem Tablet-PCs. Mit den neuen Geräten und attraktiven Preisen nutzen nunmehr auch Privatpersonen die mobilen Datendienste.

4.10.3 Unternehmensentwicklung und Geschäftsmodell

MEDION wird sich im neuen Konzernverbund mit Lenovo als führender europäischer Anbieter von Consumer-Electronics-Produkten weiterentwickeln. Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs- und Discountermärkte sowie den E-Commerce über das Internet auch weiterhin fortsetzen.

MEDION als eines der ganz wenigen Unternehmen mit einem umfassenden Angebot von Produkten der klassischen Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie kann damit die Herausforderungen des digitalen und vernetzten Weltmarktes mit anwenderfreundlichen Produktangeboten im Projektgeschäft umsetzen. Das MEDION-Geschäftsmodell bleibt darauf ausgerichtet, hochwertige, innovative Trendprodukte mit attraktivem, ausgezeichnetem Design zu günstigen Preisen im Bereich der Consumer Electronics für breite Käuferschichten verfügbar zu machen. Ergänzend zu dem klassischen europäischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, Downloads und Online-Dienste.

4.10.4 Ausblick

Wirtschaftliche Entwicklung von MEDION in den Jahren 2013 und 2014

MEDION hat durch ein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes seine Profitabilität gehalten und die Bilanzstrukturen bei einer Eigenkapitalquote von über 50 % auf einem sehr guten Niveau gefestigt.

Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes hat sich erwartungsgemäß entwickelt und lag bei 66,3 % des Gesamtumsatzes. Das Direktgeschäft wächst weiterhin und profitiert von dem Ausbau des internationalen E-Commerce-Geschäftes und der digitalen Dienstleistungsangebote.

Wesentlicher Baustein auf dem Weg der Weiterentwicklung war und ist - auch im Interesse der Kunden und Partner im Markt - die weitere Stärkung der Marke MEDION als Markenzeichen für Produkte und Dienstleistungen von hoher Qualität mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem exzellenten Design.

MEDION-Produkte und -Dienstleistungen überzeugen im Inland sowie im Ausland durch beste Testergebnisse, und die Marke MEDION hat an Bedeutung und Wertschätzung gewonnen. MEDION verfügt neben Deutschland im gesamten Euroraum einschließlich Skandinavien und Großbritannien über eine gute Präsenz und in Verbindung mit den Handels- und Kooperationspartnern über gut aufgestellte und professionell arbeitende Vertriebs- und Serviceeinheiten. Dies sind die Voraussetzungen, das Geschäft im Inland wie auch im Ausland gemeinsam mit Lenovo weiterzuentwickeln und auszubauen.

Die zukünftige Entwicklung von MEDION als einem führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Consumer Electronics für den Massenmarkt hängt neben den effizienten und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher ausgerichteten Strukturen und Produkte des Unternehmens in hohem Maße davon ab, wie sich der konjunkturelle Rahmen und die Konsumneigung der Verbraucher in Deutschland und in den wichtigsten europäischen Ländern entwickeln. Zu berücksichtigen sind auch die Erwartungen der Handelspartner hinsichtlich der Absatzchancen von Consumer-Electronics-Produkten mit dem daraus resultierenden Bestellverhalten.

Strukturänderungen

Seit der Beschlussfassung der Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 gilt eine Änderung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres. Darüber hinaus wurde auf dieser Hauptversammlung dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH zugestimmt. Dieser Unternehmensvertrag ist seit Januar 2012 im Handelsregister eingetragen.

Aufgrund dieses Vertrages hat sich die MEDION AG verpflichtet, während der Vertragsdauer ihren ganzen, nach Maßgabe der handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Die Verpflichtung zur Gewinnabführung im handelsrechtlichen Jahresabschluss der MEDION AG ist erstmals für das abgelaufene Geschäftsjahr wirksam geworden. Damit ist auch das Recht der Aktionäre der MEDION AG entfallen, über die Verwendung eines Ergebnisses zu entscheiden. Als Kompensation für den Verlust des Dividendenanspruchs ist in dem Unternehmensvertrag festgestellt, dass Lenovo zur Zahlung eines jährlichen Ausgleichsbetrages an die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG verpflichtet ist. Diese Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Der Steuerabzug ist nur bei Gewinnen der MEDION AG vorzunehmen, die der deutschen Körperschaftsteuer unterliegen. Damit entspricht die Ausgleichszahlung bei der zurzeit gültigen Körperschaftsteuerbelastung einem Betrag von € 0,69 je MEDION-Aktie.

Rohertrag

Die Rohertragsmargen werden aufgrund der unverändert hohen Wettbewerbsintensität und der sich sehr volatil entwickelnden Währungsparitäten weiterhin unter Druck stehen. Der MEDION-Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der guten Marktposition von MEDION und einer weiter verbesserten Umsatzstruktur eine Rohertragsmarge auf einem Niveau von 11 % möglich bleibt.

Umsatz und Ergebnis ab dem nächsten Geschäftsjahr

Die Entwicklung insbesondere im zweiten Halbjahr 2013 und im Zeitraum bis März 2014 ist branchentypisch noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostizierbar.

MEDION bietet durch sein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie mit der erfolgreichen Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung. Zu berücksichtigen ist jedoch das konjunkturell unsichere Umfeld sowie der Trend weiterhin rückläufiger Durchschnittspreise und das gegenwärtige Fehlen bedeutender Produktinnovationen.

Schon jetzt ist jedoch erkennbar, dass sich der Trend einer spürbaren Kaufzurückhaltung der Verbraucher bei der Neuanschaffung von Produkten der Unterhaltungselektronik aus den Segmenten Desktop-PC und Notebook im Jahr 2013 weiter verstärkt. Hier wirken sich das Fehlen echter neuer Produkteigenschaften sowie eine noch nicht umfassende Akzeptanz eines im Herbst 2012 vorgestellten neuen Betriebssystems belastend aus.

Das hohe technologische Niveau und die Ausstattungsvielfalt der in den letzten Jahren bei MEDION verkauften Notebooks führen weiterhin dazu, dass sich die Konsumenten bei Neuanschaffungen noch zurückhalten. Im Berichtssegment des Direktgeschäftes wird im Bereich Mobilfunk der schon angekündigte Rückgang der Terminierungsentgelte zu einem spürbaren Rückgang der Durchschnittspreise und damit auch des Umsatzes führen.

Aufgrund der teilweisen Neuausrichtung des MEDION-Geschäftsmodells im Herbst 2012 im Zuge regionaler Umstrukturierungen innerhalb des Lenovo-Konzerns und damit zusammenhängenden Änderungen bei den noch in 2012 durch MEDION für Lenovo erbrachten Vertriebsaktivitäten werden im Geschäftsjahr 2013/2014 keine externen Umsätze mehr mit Lenovo-Produkten im Rahmen der Vertriebssteuerung für Lenovo durch MEDION realisiert werden. Im Geschäftsjahr 2012/2013 betrugen diese Umsätze € 206 Mio.

Die Umsätze im klassischen MEDION-Geschäft bleiben hiervon unberührt, jedoch kann aufgrund des aktuellen, konjunkturell unsicheren Umfeldes, wie schon in der Zwischenmitteilung zum 31. Dezember 2012 erläutert, ein Rückgang der Umsätze im MEDION-eigenen Kerngeschäft in der Größenordnung von € 200 Mio. gegenüber 2012/2013 nicht ausgeschlossen werden.

Insgesamt besteht daher die Annahme, dass die Umsätze im Geschäftsjahr 2013/2014 (1. April 2013 bis 31. März 2014) in einer Größenordnung von circa € 400 Mio. gegenüber 2012/2013 (1. April 2012 bis 31. März 2013) zurückgehen.

Dies wirkt sich überproportional auf die Ergebnisentwicklung aus, da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen vornehmen kann.

Die Anpassung der bestehenden Kostenstruktur an den erwarteten Umsatzrückgang wird zu Lasten des Ergebnisses des Jahres 2013/2014 gehen. Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand der MEDION AG davon aus, dass im Jahr 2013/2014 nur noch ein Ergebnis (EBIT) in Höhe von € 15-20 Mio. erreichbar ist.

Umsätze und Ergebnisse für die Zeit ab April 2014 sind branchentypisch nur von Erwartungen geprägt, aber noch nicht von konkreten Aufträgen. Dies berücksichtigend rechnet der Vorstand aufgrund des anhaltenden Rückganges der Durchschnittspreise und der fehlenden Produktinnovationen allenfalls mit nur geringen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis auf Basis der erwarteten Zahlen für das kommende Geschäftsjahr.

Liquidität und Bilanzstruktur

MEDION wird auch in den Jahren 2013 und 2014 voraussichtlich keine - oder nur für kurze Zeit - Fremdmittel zur Finanzierung großvolumiger Projekte benötigen. Die Bilanzrelationen werden sich daher kaum verändern, so dass die Eigenkapitalquote über 50 % der Bilanzsumme verbleibt.

4.11 Sonstige Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB

1. Das € 48.418.400,00 betragende Grundkapital der MEDION AG ist in die entsprechende Anzahl auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

2. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte oder der Übertragbarkeit der Aktien bestehen nach der Satzung der Gesellschaft nicht und sind darüber hinaus auch nicht bekannt.

3. Am Kapital der MEDION AG ist Lenovo mehrheitlich beteiligt. Darüber hinaus besteht eine zum 19. September 2012 mitgeteilte Beteiligung der amerikanischen Fondsgesellschaft Elliot in Höhe von 10,03 %.

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind Aktionären nicht eingeräumt.

5. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Regelungen zur Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind.

6. Die Satzung der MEDION AG legt in § 6 Ziff. 1 und 2 fest, dass der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen zu bestehen hat und die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder sowie eventueller stellvertretender Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung und die Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat erfolgen. Darüber hinaus enthält die Satzung keine Regelungen zur Bestellung und zum Widerruf der Bestellung von Mitgliedern des Vorstandes sowie zum Abschluss und zur Beendigung von Anstellungsverträgen, so dass die Vorschriften der §§ 84, 85 AktG maßgeblich sind. Einschlägig für Satzungsänderungen der MEDION AG sind die Bestimmungen des § 10 Ziff. 7 und des § 15 Ziff. 4 und 5 der Satzung in Verbindung mit den §§ 179 ff. AktG.

7. Der Vorstand der MEDION AG ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Mai 2016 um bis zu € 24,0 Mio. durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 3 Ziff. 7 der Satzung. Am 31. März 2013 hat die Gesellschaft 3.736.970 Stück eigene Aktien im Bestand. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde der Vorstand bis zum 25. Mai 2015 ermächtigt, weitere eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2012/2013 kein Gebrauch gemacht.

8. Bei der MEDION AG gibt es keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit den Mitgliedern des Vorstandes oder den Arbeitnehmern ebenfalls nicht getroffen worden.

4.12 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Unternehmensführung von MEDION - als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft -wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Corporate Governance ist für MEDION ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. Wir haben daher alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt MEDION dem so genannten dualen Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen.

Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie entwickeln die Unternehmensstrategie und sorgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für deren Umsetzung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstandes von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die der Zustimmung des Aufsichtsrates vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstandes. Der Vorstand von MEDION besteht aus zwei Mitgliedern.

Am 25. Oktober 2011 haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH als herrschendes Unternehmen einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Durch den Vertrag unterstellt die MEDION AG die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den MEDION-Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien, das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstandes liegt.

Funktionsfähige Kontrollsysteme sind wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse bei MEDION. Dazu gehört ein konzernweites Risikomanagementsystem, das Funktionen, Prozesse, potentielle Ergebnisbelastungen und unternehmensspezifische Risiken erfasst.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstandes, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für MEDION von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat von MEDION besteht aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrates von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates geregelt.

Schließlich enthalten die Satzung der MEDION AG sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Kein Mitglied des Aufsichtsrates von MEDION ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Im Jahr 2012 hat die "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" wenige materielle Änderungen am Kodex beschlossen. Überarbeitet wurden unter anderem die Themen Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern sowie weitere Professionalisierung der Aufsichtsratsarbeit. Dies führte zu einer Ergänzung des Kodex, nach der der Aufsichtsrat bei seinem Wahlvorschlag an die Hauptversammlung die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der Kandidaten zum Unternehmen, den Organen sowie wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionären offenlegen soll. Zudem wurden Ausführungen zur Unabhängigkeit derart angepasst, dass nun nicht mehr definiert wird, wann Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig gelten, sondern unter welchen Umständen sie nicht mehr als unabhängig anzusehen sind. Angepasst wurde auch die Kodexempfehlung zur Offenlegung von Interessenkonflikten von Aufsichtsräten.

Neben diesen Änderungen wurden bisherige Anregungen in Empfehlungen umgewidmet. Empfohlen wird nun, dass der Aufsichtsrat bei Bedarf ohne den Vorstand tagen und der Aufsichtsratsvorsitzende nicht den Vorsitz im Prüfungsausschuss innehaben soll sowie dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein soll, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete.

Alle vorgenannten Änderungen führten nicht dazu, dass die Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr verändert werden musste.

Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 22. November 2012 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 22. November 2012 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können.

Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen von MEDION sind auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten der Corporate-Governance-Praxis von MEDION können dem aktuellen Corporate-Governance-Bericht entnommen werden, der gleichzeitig Bestandteil dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und im Geschäftsbericht abgedruckt ist.

Essen, 29. Mai 2013

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Konzernabschluss der MEDION AG

5.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 01.04.2012 - 31.03.2013 01.01.2012 - 31.03.2012
1. Umsatzerlöse (1) 1.652.404 383.762
2. Sonstige betriebliche Erträge (2) 5.406 1.408
3. Materialaufwand (3) -1.461.492 -339.337
4. Personalaufwand (4) -52.847 -13.277
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.784 -851
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -105.690 -25.897
7. Betriebsergebnis (EBIT) 33.997 5.808
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (6) 729 652
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (6) -520 -666
10. Ergebnis vor Steuern (EBT) 34.206 5.794
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (7) -7.718 -1.589
12. Sonstige Steuern -213 -28
13. Konzernergebnis 26.275 4.177
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 0,59 0,09
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 44.681.430 44.681.430
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 0,59 0,09
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 44.681.430 44.681.430

5.3 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 01.04.2012 - 31.03.2013 01.01.2012 - 31.03.2012
1. Konzernergebnis 26.275 4.177
2. Sonstiges Ergebnis, nach Steuern
+/- Währungsumrechnungsdifferenzen (23) 19 -24
+/- Überschuss/Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges (7) -452 -189
\= sonstiges Ergebnis, nach Steuern -433 -213
3. Gesamtergebnis, nach Steuern 25.842 3.964

5.4 Konzern-Kapitalflussrechnung

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Werte

in T€
01.04.2012 - 31.03.2013 01.01.2012 - 31.03.2012
1. Betriebsergebnis (EBIT) 33.997 5.808
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.784 851
3. +/- Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen 1.158 96
Brutto Cashflow 38.939 6.755
4. -/+ Abnahme/Zunahme der übrigen Rückstellungen 7.675 3.148
5. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 20 0
6. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 21.068 105.722
7. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -53.067 -48.393
8. +/- Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) -5.148 -1.095
9. \= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 8) 9.487 66.137
10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Tilgung von Ausleihungen 564 0
11. - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -3.015 -764
12. \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 10 und 11) -2.451 -764
13. -/+ Aus-/Einzahlungen aus Anleihen und (Finanz-) Krediten (Saldo) 0 -1.961
14. - Auszahlungen für Dividende -17.426 0
15. + Einzahlungen aus Zinsen 686 427
16. - Auszahlungen für Zinsen -370 -241
17. + Einzahlungen durch Abgang eigener Aktien 0 0
18. \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 13 bis 17) -17.110 -1.775
19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 9, 12, 18) -10.074 63.598
20. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 17 -24
21. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 218.619 155.045
22. \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 19 bis 21) 208.562 218.619

5.5 Konzernbilanz

Aktiva

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Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 31.03.2013 31.03.2012
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 58.562 218.619
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8) 226.427 201.908
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (9) 162.371 11.863
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 150.000 0
Vorräte (10) 160.738 180.597
Ertragsteuererstattungsansprüche (11) 2.209 2.414
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (11) 16.848 44.786
davon: Geldanlagen 0 25.540
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (11) 3.801 2.129
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 630.956 662.316
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagevermögen (12) 27.954 28.570
Immaterielle Vermögensgegenstände (13) 2.098 2.834
Finanzanlagen (14) 113 113
Latente Steuern (7) 390 626
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (11) 531 551
Sonstige langfristige Vermögenswerte (11) 140 242
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 31.226 32.936
Aktiva, gesamt 662.182 695.252
Passiva
Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 31.03.2013 31.03.2012
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 95.436 121.938
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (16) 32.707 23.587
davon: Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 26.003 0
Steuerrückstellungen (7, 17) 2.538 596
Sonstige Rückstellungen (18) 153.756 146.089
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (19, 20) 829 1.401
Sonstige kurzfristige Schulden (19) 3.790 11.716
Kurzfristige Schulden, gesamt 289.056 305.327
Langfristige Schulden
Sonstige langfristige Schulden (19, 20) 1.111 1.481
Pensionsrückstellungen (21) 4.055 2.897
Langfristige Schulden, gesamt 5.166 4.378
Eigenkapital (23)
Gezeichnetes Kapital 48.418 48.418
- davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418
- Genehmigtes Kapital: T€ 24.000 (Vorjahr: T€ 24.000)
Kapitalrücklage 142.068 142.068
Eigene Aktien -46.358 -46.358
Erwirtschaftetes Eigenkapital 223.832 241.419
Eigenkapital, gesamt 367.960 385.547
Passiva, gesamt 662.182 695.252

5.6 Konzernanlagenspiegel

GJ 2012/2013

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Stand

01.04.2012
Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus

Währungs-

umrechnung
Stand

31.03.2013
Werte

in T€
Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 32.583 842 0 342 0 33.767
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.968 826 454 0 -9 14.331
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.133 0 791 -342 0 0
Sachanlagevermögen 47.684 1.668 1.245 0 -9 48.098
Lizenzen 4.027 150 0 0 1 4.178
EDV-Software 20.896 1.197 0 82 1 22.176
Geleistete Anzahlungen 560 0 479 -82 1 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 25.483 1.347 479 0 3 26.354
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Anteile an verbundenen Unternehmen 113 0 0 0 0 113
Finanzanlagen 113 0 0 0 0 113
73.796 3.015 1.724 0 -6 75.081

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Stand

01.04.2012
Zugänge Abgänge Differenz aus

Währungs-

umrechnung
Stand

31.03.2013
Werte

in T€
Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 8.542 1.020 716 0 8.846
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.572 1.108 372 -10 11.298
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagevermögen 19.114 2.128 1.088 -10 20.144
Lizenzen 3.394 421 0 0 3.815
EDV-Software 19.256 1.236 52 1 20.441
Geleistete Anzahlungen -1 0 0 1 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 22.649 1.657 52 2 24.256
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 516
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0
42.279 3.785 1.140 -8 44.916

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Stand

31.03.2013
Stand

31.03.2012
Werte

in T€
Buchwerte Buchwerte
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 24.921 24.041
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.033 3.396
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 1.133
Sachanlagevermögen 27.954 28.570
Lizenzen 363 633
EDV-Software 1.735 1.640
Geleistete Anzahlungen 0 561
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.098 2.834
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 113 113
Finanzanlagen 113 113
30.165 31.517

RGJ 2012

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Stand

01.01.2012
Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus

Währungs-

umrechnung
Stand

31.03.2012
Werte

in T€
Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 32.402 181 0 0 0 32.583
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.781 208 24 0 3 13.968
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.133 0 0 0 0 1.133
Sachanlagevermögen 47.316 389 24 0 3 47.684
Lizenzen 3.906 121 0 0 0 4.027
EDV-Software 20.696 151 0 49 0 20.896
Geleistete Anzahlungen 506 103 0 -49 0 560
Immaterielle Vermögensgegenstände 25.108 375 0 0 0 25.483
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Anteile an verbundenen Unternehmen 113 0 0 0 0 113
Finanzanlagen 113 0 0 0 0 113
73.053 764 24 0 3 73.796

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Stand

01.01.2012
Zugänge Abgänge Differenz aus

Währungs-

umrechnung
Stand

31.03.2012
Werte

in T€
Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 8.375 168 0 -1 8.542
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.300 293 24 3 10.572
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagevermögen 18.675 461 24 2 19.114
Lizenzen 3.228 167 0 -1 3.394
EDV-Software 19.031 223 0 2 19.256
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 -1 -1
Immaterielle Vermögensgegenstände 22.259 390 0 0 22.649
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 516
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0
41.450 851 24 2 42.279

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Stand

31.03.2012
Stand

31.12.2011
Werte

in T€
Buchwerte Buchwerte
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 24.041 24.027
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.396 3.481
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.133 1.133
Sachanlagevermögen 28.570 28.641
Lizenzen 633 678
EDV-Software 1.640 1.665
Geleistete Anzahlungen 561 506
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.834 2.849
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 113 113
Finanzanlagen 113 113
31.517 31.603

5.7 Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Erwirtschaftetes Eigenkapital
Werte

in T€
Aktien im

Umlauf

(Anzahl)
Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Eigene

Aktien
Andere

Gewinn-

rücklagen /

Bilanzgewinn
Markt-

bewertung von

Finanz-

instrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2012 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 238.136 48
Ausschüttung an die Aktionäre für 2011 0 0 0 0 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0 0 0 0 0
Abgang eigener Aktien 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 4.177 -189
Stand 31. März 2012 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 242.313 -141
Stand 1. April 2012 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 242.313 -141
Ausschüttung an die Aktionäre für 2011 und das RGJ 2012 0 0 0 0 -17.426 0
Erwerb eigener Aktien 0 0 0 0 0 0
Abgang eigener Aktien 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 26.275 -452
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 0 0 0 -26.003 0
Stand 31. März 2013 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 225.159 -593

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Erwirtschaftetes Eigenkapital
Währungsumrechnungsdifferenzen Gesamt
--- --- ---
Stand 1. Januar 2012 -729 381.583
Ausschüttung an die Aktionäre für 2011 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Abgang eigener Aktien 0 0
Gesamtergebnis -24 3.964
Stand 31. März 2012 -753 385.547
Stand 1. April 2012 -753 385.547
Ausschüttung an die Aktionäre für 2011 und das RGJ 2012 0 -17.426
Erwerb eigener Aktien 0 0
Abgang eigener Aktien 0 0
Gesamtergebnis 19 25.842
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 -26.003
Stand 31. März 2013 -734 367.960

5.8 Segmentbericht

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Projektgeschäft Direktgeschäft Überleitung Konzern
01.04.2012 - 31.03.2013 01.01.2012 - 31.03.2012 01.04.2012 - 31.03.2013 01.01.2012 - 31.03.2012 01.04.2012 - 31.03.2013 01.01.2012 - 31.03.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtumsätze 1.095.300 250.368 556.777 133.314 327 80
EBIT 15.798 2.514 18.766 3.956 -567 -662
Abschreibungen auf Anlagevermögen 1.738 389 2.041 460 5 2
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 770 63 388 33 0 0
Brutto Cashflow 18.306 2.966 21.195 4.449 -562 -660
Segmentvermögen 476.302 496.770 182.478 194.143 803 922
Segmentschulden 243.991 245.167 44.567 51.469 2.846 12.365
Investitionen 1.171 156 1.837 607 7 1

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Konzern
01.04.2012 - 31.03.2013 01.01.2012 - 31.03.2012
--- --- ---
Gesamtumsätze 1.652.404 383.762
EBIT 33.997 5.808
Abschreibungen auf Anlagevermögen 3.784 851
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.158 96
Brutto Cashflow 38.939 6.755
Segmentvermögen 659.583 691.835
Segmentschulden 291.404 309.001
Investitionen 3.015 764

6.1 Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

6.1.1 Aufstellungsgrundsätze

Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wurde bis zum 19. Juni 2012 im Börsensegment "Prime Standard" im Geregelten Markt in Frankfurt geführt. Seit dem 20. Juni 2012 wird die Aktie im regulierten Markt (General Standard) geführt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Multimedia Hard- und Software, Unterhaltungs- und Konsumelektronik, Telekommunikations- und Satellitentechnik sowie weiteren Non-Food-Artikeln aller Art und der Handel mit Telekommunikationsdienstleistungen sowie der Handel mit digitalen Inhalten.

Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsgrundsätzen "International Financial Reporting Standards (IFRS)" und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Zur Anwendung kamen alle für das Geschäftsjahr 2012/2013 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen des IASB, die von der EU übernommen wurden.

Neue und geänderte Standards und Interpretationen

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Die folgenden Standards und Interpretationen, die durch das IASB beziehungsweise IFRIC veröffentlicht wurden, sind für den Konzernabschluss zum 31. März 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Auf eine nach IAS grundsätzlich zulässige vorzeitige Anwendung wurde verzichtet.

Der geänderte Standard IAS 12 (Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten) ist erstmalig für das Geschäftsjahr 2013 anzuwenden. Infolge dieser Änderung sind latente Steuern im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien unter der Annahme, dass der Buchwert der Immobilien vollständig durch einen Verkauf realisiert wird, zu bewerten. Mangels als Finanzinvestition gehaltener Immobilien hat diese Änderung jedoch keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Financial Instruments: Classification and Measurement" veröffentlicht. Mit diesem Standard endet die erste Phase zur vollständigen Ablösung von IAS 39. Der neue IFRS 9 ändert zunächst nur die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, wobei bislang nur finanzielle Vermögenswerte behandelt werden. Der neue Standard ist erstmals für das Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.
Im Oktober 2010 veröffentliche das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bewertet werden. Voraussichtlich wird der IFRS 9 für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2015 verpflichtend anzuwenden sein.
Der IASB veröffentlichte zwei Änderungen an IFRS 1. Die erste Änderung begründet eine zusätzliche Befreiungsregelung für Unternehmen, die einer schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt waren und danach die Darstellung IFRS konformer Abschlüsse wieder aufnehmen bzw. erstmalig IFRS konforme Abschlüsse aufstellen. Die Befreiungsregelung gestattet die Bewertung verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert und die Verwendung dieses beizulegenden Zeitwerts als Ersatz für die Anschaffungs- und Herstellungskosten in der IFRS Eröffnungsbilanz. Die zweite Änderung bezieht sich auf die Eliminierung von Verweisen auf feststehende Stichtage für eine Ausnahme- und Befreiungsregelung, die beide finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten betreffen. Die Änderungen an IFRS 1 werden für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 verpflichtend anzuwenden sein.
Am 13. Mai 2011 veröffentlichte das IASB die neuen Standards IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 11 (Joint Arrangements) und IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities). Gleichzeitig wurden hieraus sich ergebende Folgeauswirkungen auf IAS 27 (Separate Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) verabschiedet. IFRS 10 schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer MutterTochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. Bedeutsamste Änderung gegenüber dem bisher geltenden IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen. In IFRS 12 werden die Anhangsangaben zu Unternehmensverbindungen im Konzernabschluss und Joint Arrangements geregelt. Die neuen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden.
Ebenfalls am 13. Mai 2011 wurde vom IASB der neue Standard IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert) veröffentlicht. IFRS 13 regelt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.
Am 16. Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 (Employee Benefits) veröffentlicht. Den Kern der Änderungen bildet die Abschaffung der so genannten Korridormethode. Damit ergeben sich Auswirkungen auf die Abbildung betrieblicher Versorgungswerke, aber auch hinsichtlich der Erfolgswirkung kommt es bei Planvermögen zu einer Änderung der bisherigen Vorgehensweise. Schließlich werden prinzipienorientierte Angabepflichten definiert, die weitreichende Einblicke in das Management der Pensionspläne gewähren sollen. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.
Ebenfalls am 16. Juni 2011 wurden Änderungen zu IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) herausgegeben, wonach das bisherige Wahlrecht zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und des Sonstigen Ergebnisses (OCI) in zwei getrennten Aufstellungen bestehen bleibt. Außerdem sind im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Posten künftig gesondert nach Posten zu unterteilen, die in den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (sogenanntes Recycling) und solche, die nicht "recycled" werden. Die Darstellung wird entsprechend angepasst, weitere Auswirkungen ergeben sich nicht. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.
Am 19. Oktober 2011 veröffentlichte das IASB die Interpretation IFRIC 20 zur Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebergbau. Geregelt wird hier vor allem die Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigung, die in der Erschließungsphase einer Tagebergbaumine anfallen. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.
Am 16. Dezember 2011 wurden vom IASB Änderungen an IAS 32 (Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) und an IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) im Hinblick auf die Saldierungsvorschriften bei Finanzinstrumenten veröffentlicht. Eine Saldierung von Finanzinstrumenten ist weiterhin nur möglich, wenn die Bedingungen in IAS 32 erfüllt werden, allerdings wurden in die Anwendungsleitlinien von IAS 32 Klarstellungen hinsichtlich der Begriffe "gegenwärtiger Zeitpunkt" und "Gleichzeitigkeit" aufgenommen. In IFRS 7 wurden neue Angabepflichten zu Finanzinstrumenten eingeführt, die unter Globalaufrechnungsvereinbarungen stehen. Die Änderungen des IFRS 7 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen des IAS 32 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden.
Am 13. März 2012 wurden vom IASB Änderungen an IFRS 1 (First-time Adoption of International Financial Reporting Standards) veröffentlicht. Die Änderungen, die sich auf öffentliche Darlehen mit einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz beziehen, gewähren Erstanwendern eine Ausnahme von der vollen retrospektiven Anwendung der IFRS bei der Bilanzierung dieser Darlehen beim Übergang auf IFRS. Das ist die gleiche Erleichterung, die auch bestehenden Anwendern gewährt wurde. Die Änderungen sind verplichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Am 17. Mai 2012 hat der IASB den Sammelstandard Improvements to IFRSs (20092011 cycle) veröffentlicht. Dieser sieht im Wesentlichen folgende Änderungen vor:

IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der IFRS)

Unternehmen, die eine Anwendung der IFRS beendet hatten, dürfen bei Wiederaufnahme einer Bilanzierung nach IFRS die Vorschriften des IFRS 1 erneut anwenden. Für Unternehmen, die bereits einmal die IFRS angewendet haben, kann es sehr aufwendig sein, die Regelungen des IFRS 1 so anzuwenden, als ob noch nie nach IFRS bilanziert worden wäre. Daher gestattet die Änderung ein Wahlrecht, IFRS 1 anzuwenden oder rückwirkend an die ehemalige IFRS-Bilanzierung wieder anzuknüpfen.

Weiterhin wird klargestellt, dass erstmalige Anwender der IFRS die Regelungen des IAS 23 (Fremdkapitalkosten) wahlweise an dem Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS oder ab einem früheren Zeitpunkt gemäß IAS 23.28 anwenden dürfen.

Außerdem wird als Folge der unten dargestellten Änderung des IAS 1 klargestellt, dass erstmalige Anwender der IFRS Anhangangaben zu allen im erstmaligen Abschluss anzugebenden Abschlussbestandteilen offen zu legen haben. Ein erstmaliger IFRS-Abschluss muss gemäß IFRS 1.21 drei Bilanzen umfassen, zugehörige Anhangangaben sind somit für alle drei Bilanzen verpflichtend.

IAS 1 (Darstellung des Abschlusses)

Hier erfolgen Klarstellungen zu Angabepflichten für Vergleichsinfomationen bei verpflichtender oder freiwilliger Erstellung einer dritten Bilanz.

Die gemäß IAS 8 bei rückwirkender Änderung von Rechnungslegungsmethoden beziehungsweise rückwirkender Anpassung oder Umgliederung von Abschlussposten verpflichtend anzugebende dritte Bilanz ist zu Beginn der Vorjahresperiode zu erstellen; Anhangangaben zu dieser Bilanz sind nicht erforderlich.

Sofern ein Unternehmen freiwillig einzelne zusätzliche Vergleichsinformationen angibt, sind zwingend auch die zugehörigen Anhangangaben offenzulegen.

IAS 16 (Sachanlagen)

Wartungsgeräte, die länger als eine Periode genutzt werden, sind künftig als Sachanlagevermögen auszuweisen. Bei kürzerer Nutzung erfolgt ein Ausweis unter dem Vorratsvermögen. Die bisherige Vorschrift, nach der Ersatzteile und Wartungsgeräte, die nur in Verbindung mit einer Sachanlage genutzt werden können, als Sachanlage anzusetzen sind, wird gestrichen.

IAS 32 (Finanzanlagen: Darstellung)

An dieser Stelle erfolgt eine Klarstellung zur Erfassung der steuerlichen Konsequenzen aus Dividendenzahlungen und Transaktionskosten aus der Ausgabe bzw. dem Rückkauf von Eigenkapitalinstrumenten.

Es ist in Übereinstimmung mit IAS 12 zu bilanzieren. Insofern sind die steuerlichen Konsequenzen aus Dividendenzahlungen in der Gewinn- und Verlustrechnung, diejenigen im Zusammenhang mit Transaktionskosten aus Eigenkapitaltransaktionen im Eigenkapital zu erfassen.

IAS 34 (Zwischenberichterstattung)

Die Angabe von Segmentvermögenswerten und -schulden im Zwischenbericht ist nur noch dann erforderlich, wenn diese auch Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger des Unternehmens ist und sich hieran seit dem letzten veröffentlichten Jahresabschluss wesentliche Änderungen ergeben haben.

Die dargestellten Änderungen sind sämtlich verplichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

• Transition Guidance (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)

Im Dezember 2011 und am 28. Juni 2012 hat der IASB Regelungen für den Übergang von IAS 27/SIC 12 auf die Vorschriften der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht.

Insbesondere wird klargestellt, welche Version von IFRS 3 und IAS 27 bei Änderungen in den Konsolidierungsentscheidungen anzuwenden ist.

Darüber hinaus wurden auch zusätzliche Vereinfachungen für die Erstanwendung geschaffen. Zentraler Punkt der Anpassung ist die Beschränkung der Angabepflicht zu angepassten Vorjahreszahlen auf lediglich die der Erstanwendung vorangehende Vergleichsperiode.

Bezüglich des IFRS 12 hat das IASB die Pflicht zur Angabe von Vorjahresvergleichsinformationen zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 gestrichen.

Die Änderungen sind für europäische Bilanzierende für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Aus der Abschaffung der Korridormethode bei den Pensionsrückstellungen nach IAS 19 resultiert ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 eine Änderung der Bilanzierung hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Bislang werden diese sofort erfolgswirksam erfasst, zukünftig sind sie erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (other comprehensive income) zu erfassen. Im Geschäftsjahr 2012/201 3 wurden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von T€ 826 erfolgswirksam erfasst.

Aus den übrigen genannten Standards und Interpretationen werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung für den konsolidierten Abschluss der MEDION AG erwartet.

Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres. Für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. März 2012 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr (RGJ) gebildet. Die Zahlen des Geschäftsjahres und die Veränderungen der Aufwendungen und Erträge sind mit dem dreimonatigen Vorjahresgeschäftsjahr grundsätzlich nicht vergleichbar.

Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich für den Konzern geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage der IFRS angewandt. Auf die Bewertungsunterschiede gegenüber der Steuerbilanz wurden entsprechende latente Steuern berechnet.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2013 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge wurden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

6.1.2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. März 2013 wurden neben der Muttergesellschaft MEDION AG, Essen, die nachfolgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode einbezogen.

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Firma und Sitz Stammkapital zum 31.03.2013 Beteiligung Erwerbszeitpunkt Erste Einbeziehung in den Konzernabschluss
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen ("AMS") € 25.000 100,0 % Gründung 2002 ab 1. Dezember 2002
2. MEDION Service GmbH, Essen ("MSG") € 25.000 100,0 % Gründung 2004 ab 1. September 2004
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich ("MEDION France") € 150.000 100,0 % Gründung 1998 ab 1. Juli 1999
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien ("MEDION UK") GBP 400.000 100,0 % Gründung 1998 ab 1. Juli 2000
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark ("MEDION Nordic") DKK 500.000 100,0 % Erwerb 2002 ab 1. Juli 2002
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich ("MEDION AT") € 50.000 100,0 % Gründung 2002 ab 1. Dezember 2002
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande ("MEDION NL") € 650.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. Juli 2001
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien ("MEDION Iberia") € 5.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. Juli 2001
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz ("MEDION Schweiz") CHF 100.000 100,0 % Gründung 2004 ab 1. Februar 2004
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA ("MEDION USA") USD 10.100.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. April 2001
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien ("MEDION Australia") AUD 10.000 100,0 % Gründung 2003 ab 1. November 2003
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien ("MEDION Slovenia") SIT 2.100.000 = € 8.763 100,0 % Gründung 2006 ab 1. Juli 2007

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um Unternehmen, die Vertriebs- und Service-Dienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen.

Die AMS erbringt Call-Center-Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit der MSG umfasst Reparatur- sowie Logistikdienstleistungen für den After-Sales-Service und für E-Commerce-Geschäfte.

Grundlage für die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss waren die nach Landesrecht aufgestellten und teilweise geprüften Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013. Überleitungen nach IFRS wurden von den jeweiligen Tochterunternehmen vorgelegt und von den beauftragten Abschlussprüfern bestätigt.

Die übrigen ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG (vgl. unter "6.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personen") wurden aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

6.1.3 Konsolidierungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Soweit zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligungen den Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft übersteigen, entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwill). Deren Werthaltigkeit ist gemäß IAS 36 regelmäßig durch Impairment-Tests zu verifizieren.

Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.

Zwischengewinneliminierungen waren vor dem Hintergrund des IFRS Grundsatzes der Materiality nicht erforderlich.

6.1.4 Grundsätze der Währungsumrechnung

Die ausländischen Tochtergesellschaften, deren landesrechtlicher Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, sind nach den in IAS 21 vorgesehenen Abgrenzungskriterien als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheit ("Foreign Entity") anzusehen. Die jeweilige Landeswährung stellt die funktionale Währung für die Geschäfte dieser Tochtergesellschaften dar.

Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach der so genannten modifizierten Stichtagskursmethode (IAS 21.39) umgerechnet. Dementsprechend sind sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem Bilanzstichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt beziehungsweise zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Konzernunternehmen werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend IAS 21.40 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter der Position "Währungsumrechnungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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31.03.2013 31.03.2012 2012/2013 RGJ 2012
1 € = Bilanz Mittelkurs GuV Durchschnittskurs
--- --- --- --- --- ---
Australien AUD 1,2318 1,2851 1,2487 1,2420
Dänemark DKK 7,4548 7,4387 7,4497 7,4348
Großbritannien GBP 0,8459 0,8331 0,8155 0,8345
Schweiz CHF 1,2156 1,2035 1,2104 1,2080
USA USD 1,2841 1,3314 1,2881 1,3111

6.1.5 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten, im Falle von Fremdwährungsposten zum Fair Value.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten berechnen sich aus dem Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen werden für wesentliche Forderungen im Rahmen einer Einzelbetrachtung vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus werden bestimmte Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden, anhand gleichartiger Risikomerkmale zu Gruppen zusammengefasst und auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit auf Portfoliobasis wertberichtigt. Die Wertberichtigungen werden über Wertberichtigungskonten gebucht und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt deren Ausbuchung und die Entlastung des Wertberichtigungskontos.

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.

Die Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt dabei grundsätzlich nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Neubewertungen des Sachanlagevermögens wurden nicht vorgenommen.

Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

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Nutzungsdauer
Gebäude und Außenanlagen 10-40 Jahre
Mietereinbauten 3-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand bilanziell anzusetzen. Der Leasinggegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Wert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr und zehn Jahren.

Entwicklungskosten für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte waren nicht zu aktivieren.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. In der Folgebewertung werden die Finanzanlagen auf ihre Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen und sonstige kurzfristige Schulden werden zu ihren Erfüllungsbeträgen - Fremdwährungsposten zum Fair Value - ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen erforderlichen Ausgaben ermittelt. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Verluste gegebenenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich gegebenenfalls erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.

Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.

Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren berechnet. Hiernach werden sowohl die zum Abschlussstichtag erworbenen Anwartschaften als auch künftig erwartete Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der 10 %-Korridor gemäß IAS 19.92 findet keine Anwendung. Stattdessen werden die im Berichtsjahr auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne gemäß IAS 19.95 sofort erfolgswirksam verrechnet. Im Rahmen der Berechnung wird auf die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zurückgegriffen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente), die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in eine der drei folgenden Hierarchiestufen einzuordnen:

auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Die MEDION AG verwendet derivative Finanzinstrumente, um Marktrisiken aus Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in US-Dollar und teils in Britischen Pfund abgewickelt werden, zu reduzieren. Dazu schließt die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Abschlusses des Einkaufskontraktes Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und Betragshöhe im Wesentlichen den zugrunde liegenden Einkaufsgeschäften. Die von MEDION eingesetzten Devisentermingeschäfte erfüllen die Effektivitätsanforderungen nach IAS 39.88 für die Anwendung der Hedge-Accounting-Grundsätze. Dementsprechend werden die Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag in der Bilanz angesetzt (Stufe 2). Dabei werden die Marktwerte der Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), erfolgsneutral über eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital abgegrenzt. Da die Finanzinstrumente ausschließlich zur Kurssicherung der bei den Einkaufsgeschäften zugrunde gelegten Kalkulationskurse dienen, werden die aus der Währungsumrechnung und der Währungssicherung durch Devisentermingeschäfte entstehenden Erträge und Aufwendungen im Materialaufwand erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- und Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Eigene Aktien werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und gemäß IAS 32.33 im Eigenkapital als Abzugsposten ausgewiesen. Die eigenen Aktien stellen nach IAS 32.11 keinen finanziellen Vermögenswert dar.

Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Steuerumlagen aufgrund Steuerumlagevertrag mit der Organträgerin Lenovo Germany Holding GmbH als auch latente Steuern. Latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und/oder passiven latenten Steuern. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet werden kann, dass diese in den zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen auch genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der MEDION AG werden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht mehr gebildet. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen der Gesellschaft zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive wie auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

6.1.6 Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

6.2 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz

6.2.1 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Deutschland 1.198.800 301.304
Europa 418.113 80.092
Übriges Ausland 35.491 2.366
1.652.404 383.762

(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.144 575
Erträge aus Schadenersatz/Versicherungserstattungen 825 380
Provisionserträge 126 17
Übrige 1.311 436
5.406 1.408

(3) Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um die Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter in den Bereichen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen einschließlich der Anschaffungsnebenkosten und der bezogenen Leistungen.

(4) Die Personalaufwendungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Löhne und Gehälter 44.444 11.239
Soziale Abgaben 7.393 1.942
Aufwendungen für Altersversorgung 1.010 96
52.847 13.277

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 1.084,0 (Vorjahr: 1.085,7).

Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt:

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Mitarbeiter nach Gruppen 01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Service 534 554
Vertrieb 355 335
Verwaltung 140 133
1.029 1.022

(5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Vertriebsaufwendungen 82.202 19.690
Verwaltungsaufwendungen 18.590 5.223
Betriebsaufwendungen 3.418 930
Übrige Aufwendungen 1.480 54
105.690 25.897

Der wesentliche Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Vertriebsaufwendungen, die sich wie folgt aufgliedern:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Werbe-/Messekosten, Marketing 40.576 10.057
Aufwendungen für Kundenservice 22.584 4.504
Übrige 19.042 5.129
82.202 19.690

Unter den Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen für Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten, Fremdleistungen, Nebenkosten des Geldverkehrs und sonstige allgemeine Verwaltungskosten zusammengefasst.

Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Abschlussprüfungsleistungen 235 198
Steuerberatungsleistungen - 1
Andere Bestätigungsleistungen - 13
Sonstige Leistungen - 78
235 290

Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten, Reparaturen und Betriebsbedarf.

Die übrigen Aufwendungen enthalten vor allem periodenfremde Aufwendungen, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Kursdifferenzen in Höhe von T€ 658,4.

(6) Das Zinsergebnis stellt sich wie folgt dar:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Zinserträge 729 652
Zinsaufwendungen -259 -9
Finanzierungskosten -261 -657
209 -14

Der Rückgang der Finanzierungskosten im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr 2012 ist auf den Wegfall des Syndicated Loans zurückzuführen.

Im Zusammenhang mit den Bewertungskategorien nach IAS 39 ergibt sich das folgende Nettofinanzergebnis:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Kredite und Forderungen 685 518
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -28 -8
657 510

Das Nettoergebnis gem. IFRS 7 umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert.

Im Berichtszeitraum wurden Zinserträge auf wertberichtigte finanzielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 3) vereinnahmt.

Die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Finanzierungskosten sind mit Ausnahme von abgegrenzten Zinsen und Finanzierungskosten sowie des Zinseffektes aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 196 (Vorjahr: T€ 304) im Berichtsjahr zahlungswirksam geworden.

(7) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (-/+ Aufwand/Ertrag) setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
MEDION AG
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag -5.297 -250
davon: Umlage vom Organträger -4.522 -
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag Vorjahre -740 -
Gewerbeertragsteuer - -258
-6.037 -508
MEDION UK -255 20
MEDION NL -227 -52
MEDION Australia -184 -8
MEDION Austria -166 -44
AMS -113 7
MEDION France -93 -
MEDION Nordic -63 -17
MEDION Schweiz -57 -54
MSG -46 -12
Übrige -45 -6
Latente Steuern -432 -915
-7.718 -1.589

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom theoretisch erwarteten Steueraufwand zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12.79 ff.:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
1. Konzernergebnis vor Ertragsteuern 33.993 5.766
2. Anzuwendender theoretischer Steuersatz in % 32,28 32,28
3. Theoretische Steuer -10.973 -1.861
4. Unterschiede zu ausländischen und latenten Steuern 200 241
5. Steuern auf nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -74 -11
6. Steuererstattungen/-nachzahlungen (-) für Vorjahre -740 42
7. Effekte aus Ergebnisabführungsvertrag 4.002 -
8. Steuern auf Beteiligungsergebnisse -133 -
9. Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -7.718 -1.589
10. Tatsächlicher Ertragsteuersatz in % 22,70 27,56

Der theoretische Ertragsteuersatz für 2013 von 32,28 % errechnet sich aus der Gewerbesteuerbelastung von 16,45 %, der Körperschaftsteuer von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 %. Dieser Steuersatz entspricht dem gesetzlichen Steuersatz der MEDION AG.

Die latenten Steuern (-/+ Aufwand/Ertrag) haben sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Latenter Steueraufwand -432 -915
davon aus:
Steuerlichen Verlustvorträgen der MEDION AG
Verbrauch - -907
Neubewertung aufgrund Organschaft -362 -
Temporären Differenzen -70 -8
-432 -915

Zum Abschlussstichtag verfügt der MEDION-Konzern über inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 14.508 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 13.659 sowie ausländische Verlustvorträge von T€ 4.990 (MEDION USA; Vorjahr: T€ 4.853) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen.

Latente Steuern auf die Verlustvorträge der MEDION AG wurden nicht gebildet, da diese während der Laufzeit des Ergebnisabführungsvertrages nicht nutzbar sind.

Obwohl für die MEDION USA in Zukunft keine Verluste mehr erwartet werden, wurde auf eine Aktivierung latenter Steuern wegen der untergeordneten Geschäftstätigkeit der Tochter verzichtet.

Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten:

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aktivisch passivisch aktivisch passivisch
Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
--- --- --- --- ---
Sachanlagevermögen - - 214 -
Aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital 283 - 67 -
Pensionsrückstellungen - - 148 -
Übrige Rückstellungen 83 - 109 -
Steuerliche Verlustvorträge 24 - 88 -
390 - 626 -

6.2.2 Angaben zur Bilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

(8) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Forderungen 227.492 203.046
Abzüglich Wertberichtigungen -1.065 -1.138
226.427 201.908

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen international tätige Handelskonzerne.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Stand 1. April (Vorjahr: 1. Januar) 1.138 1.356
Inanspruchnahmen -1.124 -9
Auflösungen -1.087 -233
Zuführungen 2.138 24
Endbestand 1.065 1.138

Die Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.

Von den nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 226.427 (Vorjahr: T€ 201.908) waren T€ 181.178 (Vorjahr: T€ 177.092) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Forderungen sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Kleiner als 30 Tage 42.940 23.121
Zwischen 30 und 60 Tage 343 1.153
Zwischen 61 und 90 Tage 510 236
Zwischen 91 und 180 Tage 643 138
Größer als 180 Tage 813 168
Summe der fälligen Forderungen 45.249 24.816

Hinsichtlich der nicht wertberichtigten, aber überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Abschlussstichtag keine Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 113 (Vorjahr: T€ 90). Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen waren von untergeordneter Bedeutung.

Die Forderungsverluste sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den übrigen Aufwendungen ausgewiesen.

(9) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, und resultieren überwiegend aus der Bereitstellung aus liquiden Mitteln und vereinbarten Rabatten im Rahmen des Lieferungs- und Leistungsverkehrs.

(10) Die Vorräte betreffen im Wesentlichen bei fremden Lagerhaltern und Spediteuren gelagerte Handelswaren für größtenteils fest disponierte Projektaufträge, schwimmende Waren sowie Service- und Retourenwaren.

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Produktivbestände 98.608 125.440
Servicewaren 24.180 18.375
Retouren-/Remarketingbestände 12.895 15.538
Direct Sales 25.055 21.244
160.738 180.597

Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren 12.033 10.009
Auf Produktivbestände/Direct Sales 6.448 4.109
18.481 14.118

Die Vorräte betreffen mit T€ 121.548 (Vorjahr: T€ 139.877) PC/Multimedia und mit T€ 39.190 (Vorjahr: T€ 40.720) Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen.

(11) Die sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
--- --- --- --- ---
a) Finanzielle Vermögenswerte
Ausstehende Lieferantengutschriften 15.218 15.218 18.005 18.005
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 211 211 22 22
Ausgereichte Darlehen 1.349 818 1.502 951
Schuldscheindarlehen - - 5.500 5.500
Wertpapiere - - 20.040 20.040
Übrige finanzielle Vermögenswerte 601 601 268 268
17.379 16.848 45.337 44.786
b) Übrige Vermögenswerte
Umsatzsteuer- und sonstige Steuerforderungen 2.028 2.028 1.359 1.359
Rechnungsabgrenzungsposten 1.866 1.773 962 770
Übrige 47 - 50 -
3.941 3.801 2.371 2.129
21.320 20.649 47.708 46.915

Die ausstehenden Lieferantengutschriften betreffen noch erwartete Preisgutschriften für gelieferte Produkte sowie Ansprüche aus der Abwicklung von Defektmaterialien. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Lizenzgebühren, Servicekosten sowie Wartungs- und Mietvorauszahlungen ausgewiesen.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Finanzielle Vermögenswerte 17.865 45.823
Abzüglich Wertberichtigungen -486 -486
17.379 45.337

Die nicht wertberichtigten sonstigen finanziellen Vermögenswerte weisen keine Überfälligkeiten auf.

In den Ertragsteuererstattungsansprüchen wird auch das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ausgewiesen, das in Höhe von T€ 1.052 (Vorjahr: T€ 1.350) eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat.

Langfristige Vermögenswerte

(12) Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens belief sich in 2012/2013 auf T€ 1.668, wobei ein Großteil in Hardware, Gebäude und Bauten und Büroausstattung investiert wurde.

(13) Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 1.347 betreffen im Wesentlichen mit T€ 1.197 externe Entwicklungs- und Softwarekosten für verschiedene Softwareentwicklungsprojekte unter anderem im Bereich E-Commerce sowie mit T€ 150 neue Lizenzen und Updates.

(14) Als Finanzanlagen werden unverändert zum Vorjahr die nicht konsolidierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel auf den Seiten 92-93 zu entnehmen.

Kurzfristige Schulden

(15) Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 95.436 (Vorjahr: T€ 121.938) waren T€ 64.136 (Vorjahr: T€ 95.943) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Verbindlichkeiten sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Kleiner als 30 Tage 11.697 20.913
Zwischen 30 und 60 Tage 816 4.922
Zwischen 61 und 90 Tage 18.654 3
Zwischen 91 und 180 Tage 9 30
Größer als 180 Tage 124 127
Summe der fälligen Forderungen 31.300 25.995

(16) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Lenovo Germany Holding GmbH aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung und der Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, resultierend aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr.

(17) Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
MEDION AG
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag 1.525 -
Gewerbesteuer 42 42
Umsatzsteuer 2 4
MEDION NL 280 121
MEDION Austria 193 120
MEDION UK 138 -
MEDION Australia 121 32
MEDION Schweiz 100 185
MEDION Nordic 65 56
Übrige 72 36
2.538 596

(18) Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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Werte

in T€
01.04.2012 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Währungskurs-

differenzen
31.03.2013
Ausstehende Rechnungen 86.193 30.572 7.622 43.197 1 91.197
Gewährleistungen 53.483 29.406 - 27.833 - 51.910
Personal 5.059 3.771 136 7.572 3 8.727
Übrige Rückstellungen 1.354 675 180 1.425 -2 1.922
146.089 64.424 7.938 80.027 2 153.756

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen umfassen im Wesentlichen Risiken aus Lizenzabgaben, Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum bis März 2013, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen. Darüber hinaus sind mögliche Ansprüche für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu leistende Urheberrechtsabgaben aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen enthalten. Einzelheiten sind im Abschnitt 4.8.5 Risikobericht "Recht" im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt. Auf betragsmäßige Quantifizierungen wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92 verzichtet.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Die Rückstellungen werden anhand einer pauschalen Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz eines Jahres ermittelt. Dabei werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Berechnungsmethode sowie die Schätzparameter wurden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt. Die Rückstellung wird entsprechend den Garantiezeiträumen zu Auszahlungen führen.

In den Personalrückstellungen sind ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Sonderzahlungen an Vorstand und Mitarbeiter sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen werden voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen.

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen, die auch voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen werden.

Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten

Der Konzern stellt elektronische Geräte her, die in den Anwendungsbereich der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte fallen. Die Richtlinie unterscheidet zwischen der Entsorgung von Geräten, die vor dem Zeitpunkt der Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht an private Haushalte verkauft wurden (historische Altgeräte), und der Entsorgung von Geräten, die nach dem Zeitpunkt der Umsetzung der Richtlinie an private Haushalte verkauft wurden (neue Altgeräte).

Eine Rückstellung für die Entsorgung neuer Altgeräte wird erfasst, wenn Geräte im Sinne der EU-Richtlinie verkauft und der Entsorgungsaufwand verlässlich bemessen werden kann. Die Rückstellung wird aufgelöst, wenn die Entsorgungsverpflichtung erlischt, erfüllt oder übertragen wird. Der Entsorgungsaufwand für neue Altgeräte ist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Für Geräte, die nicht an private Haushalte verkauft werden, wird eine Rückstellung dann erfasst, wenn der Konzern die Verpflichtung zur Entsorgung dieser Geräte übernimmt. Der Entsorgungsaufwand wird dann in Abhängigkeit des Einzelfalls unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

(19) Die sonstigen kurz- und langfristigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

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gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
--- --- --- --- ---
a) Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 750 750 1.062 1.062
Übrige 79 79 339 339
829 829 1.401 1.401
b) Übrige Verbindlichkeiten
Steuerverbindlichkeiten 3.357 3.357 11.206 11.206
Verbindlichkeiten Sozialversicherung 63 140 140
Übrige 1.481 370 1.851 370
4.901 3.790 13.197 11.716
5.730 4.619 14.598 13.117

(20) In den kurz- und langfristigen Schulden sind nachfolgende finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Die Fälligkeitsstrukturen der zukünftigen (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

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Zins fix Tilgung
Werte

in T€
Cashflows 2013
--- --- ---
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 750
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 0 79
0 829

Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Konzern-Treasury, das die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Die Versorgung mit Liquidität erfolgt über die Konzernmutter Lenovo. Für die Abwicklung von Akkreditiven und Avalen unterhält die MEDION AG bilaterale Linien mit der Commerzbank und der Deutschen Bank.

(21) Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
Stand 1. April (Vorjahr: 1. Januar) 2.897 2.801
Zinsaufwand 149 36
Dienstzeitaufwand 183 57
Verrechnete versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (-) 826 3
Stand 31. März 4.055 2.897

Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO = Defined Benefit Obligation) liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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31.03.2013 31.03.2012
Diskontierungssatz 4,00 5,13
Gehaltstrend -1) -1)
Rententrend 1,50 1,50

1) Der Gehaltstrend ist ab 2008 nicht mehr relevant, da die absolute Obergrenze der Anwartschaft überschritten ist.

Bei einem um 0,5 %-Punkte höheren (niedrigeren) Diskontierungssatz ergäbe sich eine um T€ 388 niedrigere (T€ 443 höhere) Rückstellung.

Zum Abschlussstichtag besteht keine Abweichung zwischen der Pensionsrückstellung und dem Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO).

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) hat sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Verpflichtungsbarwert 4.055 2.897 2.801 2.488 2.150

(22) Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 7

Zum 31. März 2013 werden folgende Buchwerte nach Bewertungskategorien ausgewiesen:

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Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012
a) Kredite und Forderungen 464.529 477.706
b) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen - -
c) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 113 -
d) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte - -
e) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Restwerten bewertet werden 128.222 145.864
f) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten - -

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

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Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Bewertungs-

kategorie

IAS 39
Buchwert fortgeführte

Anschaffungs-

kosten/

Nominalwert
Fair Value

erfolgsneutral
Fair Value

erfolgswirksam
Wertansatz

IAS 17
Werte

in T€
31.03.2013 Wertansatz nach IAS 39
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente a) 58.562 58.562
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen a) 226.427 226.427
Forderungen gegen verbundene Unternehmen a) 162.371 162.371
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen a) 17.169 17.169
Wertpapiere a)
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen - 211 211
Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) c) 113 113
464.853 464.642 211
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen e) 95.436 95.436
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen e) 32.707 32.707
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen - 750 750
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten e) 79 79
128.972 128.222 750

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Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Fair Value Buchwert fortgeführte

Anschaffungs-

kosten/

Nominalwert
Fair Value

erfolgsneutral
Fair Value

erfolgswirksam
Werte

in T€
31.03.2013 31.03.2012 Wertansatz nach IAS 39
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 58.562 218.619 218.619
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 226.427 201.908 201.908
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 162.371 11.863 11.863
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 17.169 25.276 25.276
Wertpapiere 20.040 20.040
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen 211 22 22
Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen - 113
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) 113
464.853 477.841 477.706 22
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.436 121.938 121.938
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.707 23.587 23.587
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen 750 1.062 1.062
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 79 339 339
128.972 146.926 145.864 1.062

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Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Wertansatz

IAS 17
Fair Value
Werte

in T€
31.03.2012
--- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 218.619
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 201.908
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.863
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 25.276
Wertpapiere 20.040
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen 22
Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen 113
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) -
477.841
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121.938
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.587
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen 1.062
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 339
146.926

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Werten überein.

1 Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und daher zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand zum Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

(23) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2012: 44.681.430) im Umlauf.

Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.

Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:

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Rückkaufprogramm Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals

(€)
Anschaffungskosten

(€)
Anteil des Grundkapitals Zeitpunkt des Erwerbs Gründe des Erwerbs:

Hauptversammlungs-

beschluss vom
I 1.670.551 25.788.127 3,45 % 2007 11. Mai 2007
I 750.369 12.094.224 1,55 % 2008 11. Mai 2007
I 2.420.920 37.882.351 5,00 %
II 484.184 3.645.833 1,00 % 2008 14. Mai 2008
III 264.000 1.496.018 0,55 % 2008 14. Mai 2008
III 704.368 4.213.491 1,45 % 2009 14. Mai 2008
III 968.368 5.709.509 2,00 %
3.873.472 47.237.693 8,00 %

Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis zum 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis zum 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis zum 12. März 2009 durchgeführt.

Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. In den beiden abgelaufen Geschäftsjahren wurden keine Aktien verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2013 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital).

Um auch in Zukunft in der Lage zu sein, eigene Aktien zu erwerben, wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben.

Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitarbeiter auszugeben.

In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet.

Erwirtschaftetes Eigenkapital

Die anderen Gewinnrücklagen/Bilanzgewinn beinhalten thesaurierte Ergebnisse der Vorjahre sowie die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 2 in 2005 in Höhe von unverändert T€ -3.341.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde aus dem Eigenkapital eine Ausschüttung in Höhe von T€ 17.426 geleistet. Diese Ausschüttung resultiert aus einer Dividende von € 0,21 je gewinnberechtigte Aktie für das Geschäftsjahr 2011 sowie einer Dividende von € 0,18 je gewinnberechtigte Aktie für das Rumpfgeschäftsjahr 2012. Die Auszahlung je gewinnberechtigte Aktie ist am ersten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung, das heißt am 3. September 201 2, erfolgt. Darüber hinaus erfolgte eine Ergebnisabführung in Höhe von € 26,0 Mio. an die Lenovo Germany Holding GmbH aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages. Im Rumpfgeschäftsjahr 2012 erfolgten keine Ausschüttungen aus dem Eigenkapital.

Daneben haben T€ 19 Währungsumrechnungsdifferenzen das Eigenkapital erhöht (Vorjahr: T€ -24). Sie resultieren im Wesentlichen aus den Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien.

Für die Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Seite 94 dieses Berichtes.

Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2013 eine Gesamtzahl von 38.647.388 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Aktien (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.

6.3 Ergänzende Angaben

6.3.1 Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 zeigt, wie sich Zahlungsmittel und -äquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse/Mittelabflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel beziehungsweise -äquivalente in Form von Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Bereitstellung aus liquiden Mitteln an verbundene Unternehmen sowie jederzeit liquidierbaren Wertpapieren.

6.3.2 Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management-Approach zu berichten. Berichtspflichtig sind diejenigen operativen Segmente, die Komponenten eines Unternehmens darstellen, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die regelmäßig aufgrund der internen Berichterstattung durch die Hauptentscheidungsträger überprüft werden.

Der MEDION-Konzern berichtet daher gemäß der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft und Direktgeschäft. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik. Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel. Als "Überleitung Konzern" werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach folgenden Grundsätzen:

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der Gewinnung der Segmentinformationen zugrunde gelegt wurden, entsprechen grundsätzlich den Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses.
Konzerninterne Transaktionen zwischen den Segmenten lagen im Berichtsjahr nicht vor.
Für die interne Steuerung des MEDION-Konzerns ist der Vorstand verantwortlich. Das entscheidende Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente der MEDION-Gruppe sowie für die Erfolgsbeurteilung und die Ressourcenallokation ist das EBIT.
Die Umsätze werden den Segmenten zugewiesen, in denen die Umsatzerlöse realisiert werden.
Der Segment-Cashflow ermittelt sich auf Basis der jeweiligen Segmentbetriebsergebnisse zuzüglich der Segmentabschreibungen sowie der zahlungsunwirksamen Aufwendungen.
Das Segmentvermögen umfasst die Aktiva, die zur Erwirtschaftung des Betriebsergebnisses des jeweiligen Segments eingesetzt werden. Die Segmentschulden ergeben sich aus dem jeweiligen zugehörigen Fremdkapital. Konzerninterne Vermögens- und Schuldposten werden in der Spalte "Überleitung Konzern" dargestellt.
Unter Investitionen werden die Zugänge des laufenden Geschäftsjahres in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Segmentberichtes ist der Darstellung auf der Seite 95 zu entnehmen.

Die Erlöse mit externen Kunden nach Regionen sind in den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen dargestellt.

Gemäß IFRS 8.34 hat MEDION Informationen über den Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigen Kunden vorzulegen.

MEDION unterhält Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Derzeit ist nicht ersichtlich, dass wichtige Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.

Da eine quantitative Aufgliederung der Umsätze für wichtige Kunden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, hat sich der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse zu unterlassen und die in der Folge insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich der Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen.

6.3.3 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der MEDION AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Die durchschnittliche Anzahl an Aktien beträgt für das Geschäftsjahr 2012/2013 44.681.430.

In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte, die sich aus potentiellen Stammaktien ergeben.

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01.04.2012- 31.03.2013 01.01.- 31.03.2012
Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien 44.681.430 44.681.430
Konzernergebnis (T€) 26.275 4.177
Ergebnis je Aktie (unverwässert, in €) 0,59 0,09
Ergebnis je Aktie (verwässert, in €) 0,59 0,09

6.3.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- beziehungsweise Lagerräume und Operating-Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge.

Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:

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31.03.2013 31.03.2012 31.03.2013 31.03.2012 31.03.2013 31.03.2012
≤ 1 Jahr 1 Jahr < x ≤ 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Lagerräume 811 627 592 826 213 334
Operating-Leasingverhältnisse 537 565 711 637 0 4
1.348 1.192 1.303 1.463 213 338

6.3.5 Risikomanagement und Finanzderivate

1. Kreditrisiken

Unter Kreditrisiko wird nach IFRS 7 das Risiko verstanden, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt.

Bei der MEDION AG können Kreditrisiken insbesondere in Form von Ausfallrisiken entstehen. Wesentliche Ausfallrisiken können bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Kunden nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu begleichen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 226.427 (Vorjahr: T€ 201.908) wiedergegeben. Die Reduktion des Risikos erfolgt bei der MEDION AG grundsätzlich durch die Konzentration auf Kunden mit A-Bonität. Kunden, die nicht in diese Kategorien fallen, sind von untergeordneter Bedeutung und werden in der Regel kreditversichert.

2. Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, Verpflichtungen aus finanziellen Schulden nicht erfüllen zu können. Die Erläuterung des Liquiditätsmanagements sowie eine Analyse der Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter Punkt (20) erfolgt.

3. Marktrisiken | Währungsrisiken

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Die folgende Auflistung zeigt die wesentlichen Fremdwährungsposten zum Abschlussstichtag:

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31.03.2013 31.03.2012 31.03.2013 31.03.2012 31.03.2013 31.03.2012
USD GBP Übrige
--- --- --- --- --- --- ---
Zahlungsmittel 65 15 67 6 1.959 791
Forderungen 27.536 3.452 17.830 1.354 10.700 1.239
Verbindlichkeiten -32.238 -64.222 -300 -124 -3.558 -91
Saldo -4.637 -60.755 17.597 1.236 9.101 1.939

Die zum Abschlussstichtag zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte haben ein Nominalvolumen von rund USD 55,0 Mio, GBP 1,6 Mio. sowie AUD 4,1 Mio. Aus der Kursentwicklung resultierten zum Abschlussstichtag sowohl negative als auch positive Marktwerte.

In Höhe von T€ 750 wurden die negativen Marktwerte in den sonstigen Verbindlichkeiten und mit T€ 211 die positiven Marktwerte in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Da die Devisentermingeschäfte der Absicherung der einkaufsseitigen USD-Zahlungsströme sowie der verkaufsseitigen GBP- und AUD-Zahlungsströme im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 dienen und somit als Cashflow-Hedge designiert wurden, erfolgte die Gegenbuchung der gesamten Marktwertänderungen von T€ -876 erfolgsneutral im Eigenkapital als Bewertungsrücklage. Auf die Bewertungsrücklage wurden aktive latente Steuern von T€ 283 gebildet. Der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage stehen entsprechende, zum Abschlussstichtag noch nicht bilanzwirksam gewordene Währungsgewinne/-verluste aus den zugehörigen schwebenden Einkaufskontrakten gegenüber.

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Nominalwert

TUSD
Marktwert

T€
Nominalwert

TUSD
Marktwert

T€
31.03.2013 31.03.2012
--- --- --- --- ---
Währungsbezogene Geschäfte Devisentermingeschäfte in USD 55.000 556 137.000 -1.040
Davon erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet (brutto) -876 -208
Abzüglich latenter Steuern 283 67
Cashflow-Hedges -593 -141
Davon erfolgswirksam verrechnet (+ = Ertrag/- = Aufwand) 1.432 -832

Der Marktwert wird aus dem Devisenmittelkurs vom Abschlussstichtag abgeleitet.

Aufgrund der Anwendung von Cash Flow Hedge Accounting ergeben sich grundsätzlich bei Währungskursänderungen keine Auswirkungen auf das Ergebnis. Währungskursänderungen haben daher lediglich Auswirkungen auf die Bewertungsrücklage im Eigenkapital. Für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, ist eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Die Sensitivitätsanalyse dient der Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme zu ermitteln. Die MEDION AG ist vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung um 10 % gegenüber dem Euro angenommen.

Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2013 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte die Bewertungsrücklage die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt:

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31.03.2013 31.03.2012 31.03.2013 31.03.2012 31.03.2013 31.03.2012
Werte

in T€
USD GBP AUD
--- --- --- --- --- --- ---
Abwertung um 10 % -2.641 7.028 128 -171 199 -130
Aufwertung um 10 % 2.905 -6.253 -109 217 -227 172

Aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten werden keine nachteiligen Einflüsse auf die Finanzlage des Konzerns erwartet. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.

4. Marktrisiken | Zinsrisiken

Mit Zinsrisiko wird das Risiko beschrieben, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Marktzinsänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit vorhandene liquide Mittel als kurzfristige Festgeldanlagen mit fix verhandelten Zinssätzen gehalten werden, unterliegen diese damit keinem Zinsrisiko.

Darüber hinaus sind Geldanlagen auch zu Vereinbarungen angelegt, die variable Zinskomponenten enthalten. Zinsänderungsrisiken, insbesondere Zinsminderungsrisiken, sind hierbei jedoch von untergeordneter Bedeutung.

5. Marktrisiken | Sonstige Preisrisiken

Als sonstige Preisrisiken im Sinne von IFRS 7 kommen insbesondere Risiken aus Marktpreisänderungen von Aktien sowie handelbaren Rohstoffen in Frage.

Zum 31. März 2013 hat die MEDION AG keine Bestände an Aktien. Eigene Anteile sind keine Finanzinstrumente in diesem Sinn, da IAS 32.11 ausdrücklich auf Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen abstellt.

6.3.6 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Bis zum 29. Mai 2013 (Freigabe des Abschlusses durch den Vorstand an den Aufsichtsrat) ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse.

6.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personen

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Name und Sitz Stammkapital zum 31.03.2013 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis

in T€
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen € 25.000 100,0 % 225
2. MEDION Service GmbH, Essen € 25.000 100,0 % 97
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich € 150.000 100,0 % 288
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, United Kingdom GBP 400.000 100,0 % 827
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark DKK 500.000 100,0 % 272
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich € 50.000 100,0 % 498
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande € 650.000 100,0 % 725
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien € 5.000 100,0 % 189
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz CHF 100.000 100,0 % 262
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA USD 10.100.000 100,0 % -137
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien AUD 10.000 100,0 % 430
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien SIT 2.100.000 = € 8.763 100,0 % 13
13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 10.000 100,0 % nicht operativ
14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 10.000 100,0 % nicht operativ
15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 1.000.000 100,0 % nicht operativ

Neben den genannten Gesellschaften gelten darüber hinaus auch sämtliche Gesellschaften der Lenovo-Gruppe als nahe stehende Unternehmen.

Mutterunternehmen der MEDION AG ist die Lenovo Germany Holding GmbH mit Sitz in Essen. Oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Lenovo Group Limited mit Sitz in Hongkong.

Die Geschäftsbeziehungen zwischen der MEDION AG und den Tochtergesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht weiter erläutert.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen. Das Entgelt wird zu Marktpreisen abgerechnet.

Im Berichtsjahr sind folgende Geschäftsbeziehungen gemäß IAS 24 darzustellen:

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Werte

in T€
Umsätze (netto) 2013 Forderung/Verbindlichkeit (-) (brutto) 31.03.2013
MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen
Warenlieferungen von MEDION AG 12.438 1.884
Warenlieferungen an MEDION AG -78 -1
Dienstleistungen an MEDION AG -173
Mietverträge 57 14
Sonstiges 12 2
Lifetec Electronics GmbH, Essen
Warenlieferungen -71
Provisionsvertrag -31
MEDION Brachmann oHG, Essen
Lizenzvertrag -7 -2
Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur
Warenlieferungen von MEDION AG 7.148 1.501
Warenlieferungen an MEDION AG -261.193 -4.860
Rabatte und Nachlässe 5.654 2.208
Kostenweiterbelastung 436 417
Finanztransaktionen -319 150.000
Sonstige 12.580 3.250
Lenovo (Deutschland) GmbH
Warenlieferungen von MEDION AG 28 34
Warenlieferungen an MEDION AG -317
Lenovo Computer Ltd.
Warenlieferungen an MEDION AG -524 -22
Lenovo Mexico S de R.L. de CV
Warenlieferungen von MEDION AG 30 19
Lenovo PC Hong Kong Ltd.
Warenlieferungen an MEDION AG -19.524 -1.822
Lenovo Ltd. (GB)
Warenlieferungen von MEDION AG 1 1
Lenovo Germany Holding GmbH
Verauslagte Kosten und Steuern 4.165 4.165

6.3.8 Vorstand

Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:

Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes)

Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes)

Adinotec AG, Griesheim - Mitglied des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Berichtsjahr ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 416; Vorjahr: T€ 96) auf insgesamt T€ 2.475,5 (Vorjahr: T€ 590). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.

Der Vorstand hielt zum 31. März 2013 keine Aktien der Gesellschaft. Der Vorsitzende des Vorstandes, Gerd Brachmann, hat seine zum 31. März 2012 gehaltenen 8.874.016 Aktien am 11. Oktober 2012 im Rahmen des Optionsausübungsvertrages mit Lenovo veräußert.

6.3.9 Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:

Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt

(Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main)

Carl Spaeter GmbH, Duisburg - stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates

Wai Ming Wong (stellv. Vorsitzender), wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China

(Senior Vice President und Chief Financial Officer Lenovo)

Wai Ming Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Wai Ming Wong übt jedoch bei folgenden ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:

China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China und Linmark Group Limited, Bermuda.

Milko Norman van Duijl (Mitglied), wohnhaft in Conduit Road, Hongkong, Volksrepublik China

(Senior Vice President und President Asia Pacific Lenovo)

Milko Norman van Duijl ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Milko Norman van Duijl übt auch keine vergleichbaren Mandate bei ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus.

Die Herren Dr. Rudolf Stützle, Wai Ming Wong sowie Milko Norman van Duijl erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 insgesamt eine Vergütung in Höhe von T€ 220 (Vorjahr: T€ 55).

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.

Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2013 unverändert keine Aktien.

Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge analog § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.

6.3.10 Corporate Governance - Angabe gemäß § 161 AktG

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 15. Mai 2012.

Am 22. November 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

6.3.11 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages steht bei der MEDION AG kein verteilungsfähiger Bilanzgewinn zur Verfügung. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten am nächsten Bankarbeitstag nach dem Tag der Hauptversammlung 2013, die über das Geschäftsjahr 2012/2013 beschließt, die vertraglich festgesetzte Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH.

Essen, 29. Mai 2013

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Erklärung nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4 sowie 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Essen, 29. Mai 2013

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

7 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der MEDION AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen IFRS 8.34 werden im Konzernanhang die Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen, nicht angegeben, sondern lediglich qualitative Angaben zu wichtigen Kunden gemacht.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit der genannten Einschränkung steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 29. Mai 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss der MEDION AG

8.1 Gewinn- und Verlustrechnung

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Werte in T€ GJ 2012/2013 RGJ 2012
1. Umsatzerlöse 1.639.339 381.426
2. Sonstige betriebliche Erträge 10.749 1.455
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 1.445.898 335.089
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.044 3.213
1.457.942 338.302
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 27.033 6.707
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.203 1.098
31.236 7.805
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.683 822
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 127.492 31.005
7. Erträge aus Beteiligungen 2.663 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 703 640
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 521 664
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 32.580 4.923
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag davon latente Steuern: T€ 362 (Vorjahr: T€ 4) davon Steuerumlagen: T€ 4.522 (Vorjahr: T€ 0) 6.399 511
12. Sonstige Steuern 178 19
6.577 530
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 26.003 0
14. Jahresüberschuss 0 4.393
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 30.117 25.724
16. Ausschüttungen 17.426 0
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 12.691 0
18. Bilanzgewinn 0 30.117

8.2 Bilanz

Aktiva

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Werte in T€ 31.03.2013 31.03.2012
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 362 633
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 1.725 1.671
3. Geleistete Anzahlungen 0 560
2.087 2.864
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24.920 24.756
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.762 3.145
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 342
27.682 28.243
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.906 3.906
33.675 35.013
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 160.725 180.597
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 222.680 200.916
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 167.224 12.485
3. Sonstige Vermögensgegenstände 19.044 28.403
408.948 241.804
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 0 20.040
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 47.814 213.532
617.487 655.973
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.679 860
D. Latente Steuern 0 362
652.841 692.208
Passiva
Werte in T€ 31.03.2013 31.03.2012
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Grundkapital 48.418 48.418
2. Nennbetrag erworbener eigener Aktien -3.737 -3.737
44.681 44.681
- davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418
- Genehmigtes Kapital: T€ 24.000 (Vorjahr: T€ 24.000)
II. Kapitalrücklage 138.726 138.726
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 182.679 169.988
IV. Bilanzgewinn 0 30.117
366.086 383.512
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.313 2.897
2. Steuerrückstellungen 1.569 46
3. Sonstige Rückstellungen 151.579 144.128
156.461 147.071
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91.639 123.008
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.502 26.236
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.672 10.529
128.813 159.773
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.481 1.852
652.841 692.208

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Aufstellungsgrundsätze

Die MEDION AG ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wurde bis zum 19. Juni 2012 im Börsensegment "Prime Standard" im Geregelten Markt in Frankfurt geführt. Mit Ablauf des 19. Juni 2012 schied die Aktie aus dem Prime Standard aus und wird seit dem 20. Juni 2012 im regulierten Markt (General Standard) geführt werden.

Der Jahresabschluss der MEDION AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2013 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben.

Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres. Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 2012 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr (RGJ) gebildet. Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres und die Veränderungen der Aufwendungen und Erträge sind mit dem dreimonatigen Rumpfgeschäftsjahr des Vorjahres (1. Januar bis 31. März 2012) grundsätzlich nicht vergleichbar.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

2. Grundsätze der Währungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Umrechnungskurs zum Abschlussstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in US-Dollar sind mit dem Terminkurs der Devisentermingeschäfte bewertet, der für die Wechselkurssicherung der entsprechenden Einkaufsgeschäfte abgeschlossen wurde.

Devisenbestände auf Fremdwährungskonten bei Kreditinstituten wurden mit dem Terminkurs aus Devisentermingeschäften für US-Dollar oder mit dem aktuellen Kurs zum Abschlussstichtag (Mittelkurs) bewertet.

Zum Abschlussstichtag ergaben sich folgende Umrechungskurse:

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31.03.2013 31.03.2012
USD 1,3023 1,3154
GBP 0,8471 0,8329
DKK 7,4542 7,4391
CHF 1,2199 1,2047
AUD 1,2306 1,2835

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen zwischen ein bis zehn Jahren.

Die Aktivierung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit steuerlich zulässigen Sätzen vorgenommen. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00, die zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

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Gebäude und Außenanlagen 10 - 40 Jahre
Mietereinbauten 3 - 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Eine detaillierte Aufstellung der verbundenen Unternehmen ist unter "IV. 4. Angaben zum Anteilsbesitz" dargestellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gewogenen Durchschnittsmethode. Darüber hinaus werden für retournierte Waren Bewertungsabschläge vorgenommen. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen zugrunde.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens im Vorjahr waren zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

Als RAP sind auf der Aktivseite Vorauszahlungen für künftige Zeiträume und auf der Passivseite Einzahlungen für künftige Zeiträume abgegrenzt.

Latente Steuern wurden im Vorjahr auf die zeitlichen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,3 % ermittelt. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasste Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Wegen des ab dem 1. April 2012 geltenden Organschaftsverhältnis zur Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, (als Organträgerin) bilanziert die MEDION AG als Organgesellschaft seit dem aktuellen Geschäftsjahr keine latenten Steuern mehr.

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Die Kaufpreisanteile, die die Nennwerte der erworbenen eigenen Anteile übersteigen, sind gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Kapitalrücklage besteht aus Agiobeträgen, die aus Gründungsvorgängen und Kapitalerhöhungen stammen.

Die Rückstellungen für Pensionen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Das Deckungskapital wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird von jährlichen Anpassungen von 1,5 % ausgegangen. Es wurde ein Diskontierungszinssatz von 5,02 % (Vorjahr 5,13 %) verwendet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Die Ertragsteuern enthalten für das aktuelle Geschäftsjahr die zwischen der MEDION AG und der Organträgerin vereinbarten Steuerumlagen, Steuern vom Einkommen und Ertrag auf die Ausgleichszahlungen an außenstehende Aktionäre, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre sowie die Auflösung latenter Steuern, die in Vorjahren auf zeitliche Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Handelsbilanz und denen der Steuerbilanz gebildet wurden.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Angaben zur Bilanz

Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 1.347 betreffen mit T€ 1.197 diverse EDV-Software sowie Software-Lizenzen in Höhe von T€ 150.

Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens beträgt T€ 1.547. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Investitionen in Geschäftsgebäude, Fuhrpark und IT-Equipment.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist darüber hinaus dem Anlagenspiegel auf der Seite 13 zu entnehmen.

Anlagenspiegel Seite

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 (Anlagenspiegel)

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ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand

01.04.2012

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Stand

31.03.2013

T€
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 4.025 150 0 4.175
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 20.784 1.197 0 22.063
3. Geleistete Anzahlungen 560 0 478 0
25.369 1.347 478 26.238
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 32.465 842 0 33.649
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.868 705 377 12.196
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 342 0 0
44.675 1.547 377 45.845
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.965 0 0 11.965
82.009 2.894 855 84.048

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ABSCHREIBUNGEN
Stand

01.04.2012

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Stand

31.03.2013

T€
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 3.392 421 0 3.813
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 19.113 1.225 0 20.338
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
22.505 1.646 0 24.151
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.709 1.019 0 8.729
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.723 1.018 306 9.434
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
16.432 2.037 306 18.163
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.059 0 0 8.059
46.996 3.683 306 50.373

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BUCHWERTE
Stand

31.03.2013

T€
Stand

31.03.2012

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 362 633
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 1.725 1.671
3. Geleistete Anzahlungen 0 560
2.087 2.864
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24.920 24.756
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.762 3.145
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 342
27.682 28.243
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.906 3.906
33.675 35.013

Die Vorräte gliedern sich auf die umsatzbezogenen Bedarfsbereiche wie folgt auf:

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31.03.2013

T€
31.03.2012

T€
Produktivbestände 98.595 125.440
Servicewaren 24.180 18.375
Retouren-/Remarketingbestände 12.896 15.538
Direct Sales 25.054 21.244
160.725 180.597

Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:

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31.03.2013

T€
31.03.2012

T€
Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren 12.033 10.009
Auf Produktivbestände/Direct Sales 6.448 4.109
18.481 14.118

Nach Bedarfsbereichen betreffen die Vorräte mit T€ 121.548 (31.03.2012: T€ 139.876) PC/Multimedia und mit T€ 39.177 Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen (31.03.2012: T€ 40.721).

In den Forderungen werden erkennbare Ausfallrisiken und das allgemeine Kreditrisiko in Höhe von T€ 1.039 (Vorjahr: T€ 1.100) durch Wertberichtigungen im Rahmen von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Dem Ausfallrisiko wird proaktiv mit einem engagierten Forderungsmanagement entgegen gewirkt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe T€ 8.096.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.03.2013

T€
31.03.2012

T€
Ausstehende Lieferantengutschriften 15.059 18.364
Schuldscheindarlehen 0 5.500
Steuerforderungen
- Erstattungsansprüche Ertragsteuern 1.892 2.196
- Ausländische Umsatzsteuer 1.164 1.245
Sonstige Darlehen Dritte 1.063 1.088
Wertberichtigungen -486 577 -486
Darlehensforderungen gegen Mitarbeiter 212 240
Zinsabgrenzungen 0 192
Übrige 140 64
19.044 28.403

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 212) und Dritten (T€ 577), von denen T€ 391 (Vorjahr T€ 391) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Innerhalb der Erstattungsansprüche Ertragsteuern betreffen T€ 1.384 (Vorjahr T€ 1.350) den abgezinsten Betrag des nach § 37 Abs. 5 KStG aktivierten Körperschaftsteuerguthabens.

Als Wertpapiere wurden im Vorjahr Geldmarktfondsanteile in Höhe von T€ 20.040 bilanziert.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte Aufwendungen für Folgejahre ausgewiesen. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Sponsoring-, Service-, Wartungs- und Werbekosten in Höhe von T€ 995.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus der folgenden Übersicht:

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Gezeichnetes

Kapital

T€
Kapitalrücklage

T€
Andere Gewinnrücklagen

T€
Bilanzgewinn

T€
Gesamt

T€
Stand 1. April 2012 44.681 138.726 169.988 30.117 383.512
Erfolgsneutrale Veränderungen
- Ausschüttungen an die Aktionäre 0 0 0 -17.426 -17.426
- Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 0 0 12.691 -12.691 0
Stand 31. März 2013 44.681 138.726 182.679 0 366.086

Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich unverändert zum 31. März 2012 44.681.430 Aktien im Umlauf.

In der Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 wurde beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.

Die gesetzliche Rücklage wurde nicht dotiert, da die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 138.726 bereits der Bestimmung des § 150 Abs. 2 AktG genügt. Satzungsmäßige Rücklagen sind nicht vorgesehen.

Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:

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Rückkaufprogramm Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals

(€)
Anschaffungskosten

(€)
Anteil des Grundkapitals Zeitpunkt des Erwerbs Grundlage des Erwerbs: Hauptversammlungsbeschluss vom
I 1.670.551 25.788.127 3,45% 2007 11. Mai 2007
I 750.369 12.094.224 1,55% 2008 11. Mai 2007
I 2.420.920 37.882.351 5,00%
II 484.184 3.645.833 1,00% 2008 14. Mai 2008
III 264.000 1.496.018 0,55% 2008 14. Mai 2008
III 704.368 4.213.491 1,45% 2009 14. Mai 2008
III 968.368 5.709.509 2,00%
3.873.472 47.237.693 8,00%

Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis 12. März 2009 durchgeführt.

Die im Rahmen der Rückkaufprogramme erworbenen eigenen Anteile wurden seit dem 1. Januar 2011 im Rahmen der aktienbasierten Vergütung wie folgt verwendet:

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Anzahl der Aktien / Betrag des Grundkapitals

(€)
Anschaffungskosten

T€
in % vom Grundkapital
Stand 1. Januar 2011 3.805.958 46.803 7,86%
Abgang eigener Anteile -68.988 -446 -0,14%
Stand 31. Dezember 2011 3.736.970 46.357 7,72%
Abgang eigener Anteile 0 0 0,00%
Stand 31. März 2012 3.736.970 46.357 7,72%
Abgang eigener Anteile 0 0 0,00%
Stand 31. März 2013 3.736.970 46.357 7,72%

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben.

Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitarbeiter auszugeben.

In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet.

Den Rückstellungen für Pensionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 416 ergebniswirksam zugeführt.

Die Steuerrückstellungen setzen wie folgt zusammen:

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31.03.2013

T€
31.03.2012

T€
Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlag 1.525 0
Gewerbesteuer 2011 42 42
Umsatzsteuer 2 4
1.569 46

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

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31.03.2013

T€
31.03.2012

T€
Ausstehende Eingangsrechnungen 90.809 85.816
Gewährleistungen 51.910 53.483
Personal 7.148 3.574
Übrige Rückstellungen 1.712 1.255
151.579 144.128

Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffen Verpflichtungen der Gesellschaft, die im Geschäftsjahr sowie in Vorjahren entstanden und in Folgejahren zu leisten sind. Sie enthalten auch Rückstellungen für geltend gemachte Lizenzansprüche und noch zu leistende Urheberrechtsabgaben für verkaufte abgabepflichtige Artikel. Darüber hinaus werden noch fehlende Leistungsabrechnungen sowie noch zu erteilende Boni- und Retourengutschriften ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Die Rückstellung wird anhand einer pauschalen Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz eines Jahres ermittelt. Dabei werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt.

Die Personalrückstellungen umfassen ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Mehrarbeitsvergütungen und noch zu zahlende Gratifikationen an Mitarbeiter und Vorstand sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abschluss- und Aufbewahrungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Aufsichtsratsvergütungen sowie Archivierungskosten.

Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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Davon mit einer Restlaufzeit
Stand

31.03.2013

T€
bis 1 Jahr

T€
1 - 5 Jahre

T€
über 5 Jahre

T€
Gesicherte

Beträge
Stand2)

31.03.2012

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91.639 91.639 0 0 1) 123.008
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.502 35.502 0 0 26.236
Sonstige Verbindlichkeiten 1.672 1.672 0 0 10.529
- davon aus Steuern: (1.583) (1.583) (0) (0) (10.200)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: (0) (0) (0) (0) 0
128.813 128.813 0 0 159.773

1) Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Liefergeschäften.

2) Die Vorjahresbeträge haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Lesitungen in Höhe von T€ 9.499.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse sind auf den folgenden Märkten erzielt worden:

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2012/2013

Mio. €
RGJ 2012

Mio. €
Deutschland 1.199 301
Europa 407 78
Asien/Australien 32 2
USA 1 1
Ausland 440 81
Umsatz gesamt 1.639 382

In Bezug auf die Bedarfsbereiche verteilt sich der Umsatz wie folgt:

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2012/2013

Mio. €
RGJ 2012

Mio. €
PC/Multimedia 782 194
Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen 857 188
1.639 382

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Schadenersatz bzw. Versicherungserstattungen, aus Provisionen, Auflösungen von Rückstellungen und Kursdifferenzen. Daneben sind Erträge aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 893 (RGJ 2012: T€ 223) erzielt worden.

Aus der Währungsumrechnung ergeben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 40 (T€ 101). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 7.959 anderen Geschäftsjahren zuzuordnen.

Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter und Dienstleistungen einschließlich der entsprechenden Anschaffungsnebenkosten.

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2012/2013

T€
RGJ 2012

T€
Löhne und Gehälter 27.033 6.707
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.203 1.098
31.236 7.805

Die Personalaufwendungen betreffen in Höhe von T€ 267 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr: T€ 96).

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2012/2013

T€
RGJ 2012

T€
Abschreibungen
- auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.646 387
- auf Sachanlagen 2.037 435
3.683 822

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist nachfolgend dargestellt:

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2012/2013

T€
RGJ 2012

T€
Vertriebsaufwendungen 106.037 25.385
Verwaltungsaufwendungen 17.146 4.775
Betriebsaufwendungen 2.458 709
Übrige 1.851 136
127.492 31.005

In den Vertriebsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung/Marketing sowie für Kundenservice, Ausgangsfrachten, Verpackungen, Entsorgungsabgaben und sonstige Vertriebsnebenkosten enthalten. Darüber hinaus sind auch die Aufwendungen aus Weiterbelastungen für Servicekosten der Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen als Aufwand verbuchten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

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2012/2013

T€
Abschlussprüfungsleistungen 213
andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0
213

Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten, Energien, Reparaturen und sonstigen Betriebsbedarf.

Die übrigen Aufwendungen enthalten Zuführungen zur Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen, Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, Kursdifferenzen in Höhe von T€ 670 (Vorjahr T€ 10) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 328 (Vorjahr: T€ 16).

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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2012/2013

T€
RGJ 2012

T€
Zinserträge 703 640
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -521 -664
Zinsergebnis 182 -24
Beteiligungserträge 2.663 0
2.845 -24

Im Zinsergebnis sind gegenüber verbundenen Unternehmen Zinserträge in Höhe von T€ 376 (Vorjahr: T€ 0) sowie Zinsaufwendungen mit T€ 5 (Vorjahr: T€ 3) enthalten. Der Zinsaufwand entfällt mit T€ 231 auf die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen. Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttung der Tochtergesellschaften (verbundene Unternehmen) der MEDION AG.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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2012/2013

T€
RGJ 2012

T€
Ertragsteuerumlagen laufendes Jahr 4.522 0
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag für Vorjahre 740 0
Gewerbesteuer laufendes Jahr 0 257
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschl. lfd. Jahr 775 250
Latente Steuern 362 4
6.399 511

Vor dem Hintergrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses waren die bilanzierten Steuerlatenzen aufzulösen, da diese auf der Ebene der Organträgerin abzubilden sind.

Auf der Grundlage des ab dem 1. April 2012 gültigen Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis für das zum 31. März 2013 endende Geschäftsjahr in voller Höhe (T€ 26.003) an die Lenovo Germany Holding GmbH abgeführt.

Die Hauptversammlung hat am 31. August 2012 die Ausschüttung von T€ 17.426 und die Einstellung von T€ 12.691 in andere Gewinnrücklagen beschlossen.

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge. Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:

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2013 2012 2013 2012 2013 2012
< 1 Jahr 1 Jahr < x < 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Lagerräume 547 558 613 651 192 334
Leasingverhältnisse 349 391 452 346 0 0
896 949 1.065 997 192 334

2. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Finanzanlagen, die Forderungen und die flüssigen Mittel. Die finanziellen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zum Erfüllungsbetrag bewerteten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Die Gesellschaft sichert das Risiko aus Fremdwährungsgeschäften durch den Einsatz von Devisentermingeschäften ab. Soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit den entsprechenden Grundgeschäften zu Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefasst. In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag die folgenden Positionen einbezogen:

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Forderungen Verbindlichkeiten Schwebende Geschäfte Gesamt
TUSD 0 45.000 20.000 65.000
TAUD 4.100 0 0 4.100
TGBP 2.850 0 0 2.850

Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen und Verbindlichkeiten in GBP, AUD und USD zum Fälligkeitszeitpunkt entsprechend ausgleichende Devisentermingeschäfte gegenüberstehen. Die Wertänderungen der schwebenden Geschäfte gleichen sich (voraussichtlich) im Zeitraum bis September 2013 weitestgehend aus. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderungen oder der Abwicklung der Auftragseingänge kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. März 2013 auf T€ 47.458 bei beizulegenden Zeitwerten von T€ -539 (davon positive Marktwerte in Höhe von T€ 211 sowie negative Marktwerte in Höhe von T€ 750).

Die Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit wird auf Grundlage eines angemessenen Risikomanagementsystems beurteilt. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt T€ 750. In dieser Höhe wurden negative Wert- und Zahlungsstromänderungen vermieden.

Die Verbuchung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der so genannten Einfrierungsmethode.

Sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente imparitätisch bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Geschäfte, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit waren:

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31.03.2013 31.03.2012
Nominalwert Marktwert

T€
Nominalwert Marktwert

T€
--- --- --- --- ---
Währungsbezogene Geschäfte
Devisentermingeschäfte in TUSD 3.660 -11 3.770 -5
Devisentermingeschäfte in TAUD 1.550 6 1.640 7
Devisentermingeschäfte in TGBP 2.650 -6 1.850 12

Die negativen Marktwerte sind in den sonstigen Rückstellungen erfasst.

Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.

3. Belegschaft

Im Durchschnitt waren 521 Mitarbeiter beschäftigt (RGJ 2012: 499 Mitarbeiter). Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wie folgt:

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Mitarbeiter nach Gruppen 2012/2013

T€
RGJ 2012

T€
Service 56 56
Vertrieb 319 299
Verwaltung 125 120
500 475

4. Angaben zum Anteilsbesitz

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Name und Sitz Eigenkapital zum 31. März 2013 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen € 249.891 100,0 % T€ 225
2. MEDION Service GmbH, Essen € 121.955 100,0 % T€ 97
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich € 616.285 100,0 % T€288
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien GBP 778.832 100,0 % TGBP 674
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark DKK 3.866.242 100,0 % TDKK 2.028
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich € 548.501 100,0 % T€ 498
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande € 1.375.837 100,0 % T€ 725
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien € 328.553 100,0 % T€ 189
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz CHF 639.241 100,0 % TCHF 317
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA USD 1.339.374 100,0 % TUSD-177
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien AUD 850.434 100,0 % TAUD 538
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien € 42.640 100,0 % T€ 13
13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 0 100,0 % HKD 0
14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 0 100,0 % HKD 0
15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 999.900 100,0 % HKD 0

Die MEDION AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB und zur Konzernrechnungslegung verpflichtet. Sie stellt gem. § 315 a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf.

5. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum 100-prozentigen Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen. Das Entgelt wird zu Marktpreisen abgerechnet. Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind folgende Geschäftsbeziehungen darzustellen:

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2012/2013

T€
MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen
Verkäufe 12.438
Käufe -78
Erbringen von Dienstleistungen 0
Kosten für Vertriebsaufwendungen -173
Mieten 57
Sonstiges 12
12.256
Lifetec Electronics GmbH, Essen
Verkäufe -71
Provisionen -31
-102
MEDION Brachmann oHG, Essen
Lizenzen -7
-7
Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur
Leistungen
von MEDION AG 7.148
an MEDION AG -261.193
Sonstige Forderungen 12.580
Rabatte und Nachlässe 5.654
Forderungen aus Schadensfällen 436
Finanztransaktionen -319
-235.694
Lenovo (Deutschland) GmbH, Stuttgart
Leistungen
von MEDION AG 28
an MEDION AG -317
-289
Lenovo Computer Ltd., Hongkong
Leistungen
von MEDION AG 0
an MEDION AG -524
-524
Lenovo (Slovakia) s.r.o., Bratislava
Leistungen
von MEDION AG 0
an MEDION AG 0
0
Lenovo Mexico S de R.L. de C.V.
Leistungen
von MEDION AG 30
an MEDION AG 0
30
Lenovo PC Hongkong Limited
Leistungen
an MEDION AG -19.524
von MEDION AG 0
-19.524
Lenovo Ltd. (GB)
Leistungen
an MEDION AG 0
von MEDION AG 1
1
Lenovo Germany Holding GmbH
Leistungen
verauslagte Kosten und Steuern 4.165
an MEDION AG 0
4.165
-239.688

6. Angaben zum Konzernabschluss

Die MEDION AG wird seit dem 1. August 2011 in den Konzernabschluss der Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China, einbezogen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft bzw. über www.Lenovo.com erhältlich.

7. Vorstand

Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:

Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes),

Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes),

Adinotec AG, Griesheim - Mitglied des Aufsichtsrates.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 416; RGJ 2012: T€ 96) auf insgesamt T€ 2.475 (RGJ 2012: T€ 590). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 285 S. 1 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.

Der Vorstand hielt zum 31. März 2013 keine Aktien der Gesellschaft. Der Vorsitzende des Vorstands, Gerd Brachmann, hat seine zum 31.03.2012 gehaltenen 8.874.016 Stück Aktien am 11. Oktober 2012 im Rahmen des Optionsausübungsvertrages mit Lenovo veräußert.

Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2013 eine Gesamtzahl von 38.647.388 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Stück (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.

8. Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:

Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt

(Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main)
Carl Spaeter GmbH, Duisburg - stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates
Wai Ming Wong (Stellvertretender Vorsitzender), wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China

(Senior Vice President und Chief Financial Officer Lenovo)

Herr Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Herr Wong übt jedoch bei folgenden ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:

o China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China und

o Linmark Group Limited, Bermuda.
Milko Norman van Duijl (Mitglied), wohnhaft in 39 Conduit Road, Hongkong,

Volksrepublik China

(Senior Vice President und President Asia Pacific Lenovo)

Herr van Duijl ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten.

Herr Dr. Stützle, Herr Wong sowie Herr van Duijl erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/2013 insgesamt eine Vergütung in Höhe von T€ 220 (Vorjahr: T€ 55). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.

Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2013 unverändert keine Aktien.

Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge analog § 285 S. 1 Nr. 9 a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichtes und zusammengefassten Konzernlageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.

9. Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 31. März 2013 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind und solche, die nach §§ 27a Abs. 1 Satz 1 und 3 WpHG, 25 Abs. 1 und 25a Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:

Paul E. Singer, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 27a para 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 11, 2012, in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that:

1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded;

2. Paul E. Singer plans to acquire further voting rights within the next twelve months by means of a purchase or by other means;

3. Paul E. Singer intends to exert influence on the appointment or removal of members of the issuer's administrative, managing and supervisory bodies and

4. Paul E. Singer intends to achieve a material change in the company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy.

In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Paul E. Singer notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights is financed by 100% of equity.

Braxton Associates, Inc., New York, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 27a para 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 11, 2012, in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that:

1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded;

2. Braxton Associates, Inc. plans to acquire further voting rights within the next twelve months by means of a purchase or by other means;

3. Braxton Associates, Inc. intends to exert influence on the appointment or removal of members of the issuer's administrative, managing and supervisory bodies and

4. Braxton Associates, Inc. intends to achieve a material change in the company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy.

In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Braxton Associates, Inc. notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights is financed by 100% of equity.

Elliott Asset Management LLC, New York, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 27a para 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 11, 2012, in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that:

1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded;

2. Elliott Asset Management LLC plans to acquire further voting rights within the next twelve months by means of a purchase or by other means;

3. Elliott Asset Management LLC intends to exert influence on the appointment or removal of members of the issuer's administrative, managing and supervisory bodies and

4. Elliott Asset Management LLC intends to achieve a material change in the company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy.

In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Elliott Asset Management LLC notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights is financed by 100% of equity.

Elliott Capital Advisors, L.P., New York, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 27a para 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 11, 2012, in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that:

1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded;

2. Elliott Capital Advisors, L.P. plans to acquire further voting rights within the next twelve months by means of a purchase or by other means;

3. Elliott Capital Advisors, L.P. intends to exert influence on the appointment or removal of members of the issuer's administrative, managing and supervisory bodies and

4. Elliott Capital Advisors, L.P. intends to achieve a material change in the company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy.

In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Elliott Capital Advisors, L.P. notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights is financed by 100% of equity.

Paul E. Singer, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that his share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 11, 2012 and amounts, as of such date, to 10.002% (this corresponds to 4,842,797 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are to be attributed to him pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG inter alia from the following undertakings which are controlled by him and whose holdings of voting rights amounts to 3% each or more in Medion AG: Braxton Associates, Inc., U.S.A., Elliott Asset Management LLC, U.S.A., Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Hambledon Inc., Cayman Islands, Elliott International, L.P., Cayman Islands, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott Special GP, LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., U.S.A., Warrington LLC, U.S.A.

6.22% of the voting rights (corresponding to 3,013,385 voting rights) are also to be attributed to him pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 6 in conjunction with sentence 2 WpHG, whereby 6.22% of the voting rights (corresponding to 3,013,385 voting rights) are to be attributed to him from Maidenhead LLC, U.S.A.

Braxton Associates, Inc., New York, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 11, 2012 and amounts, as of such date, to 10.002% (this corresponds 4,842,797 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Braxton Associates, Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG inter alia from the following undertakings which are controlled by Braxton Associates, Inc. and whose holdings of voting rights amounts to 3% each or more in Medion AG: Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Hambledon Inc., Cayman Islands, Elliott International, L.P., Cayman Islands, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott Special GP, LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., U.S.A., Warrington LLC, U.S.A.

Elliott Asset Management LLC, New York, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 11, 2012 and amounts, as of such date, to 10.002% (this corresponds to 4,842,797 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Asset Management LLC pursuant Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG inter alia from the following undertakings which are controlled by Elliott Asset Management LLC and whose holdings of voting rights amounts to 3% each or more in Medion AG: Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Hambledon Inc., Cayman Islands, Elliott International, L.P., Cayman Islands, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott Special GP, LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., U.S.A., Warrington LLC, U.S.A.

Elliott Capital Advisors, L.P., New York, U.S.A., informed Medion on May 16, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 11, 2012 and amounts, as of such date, to 10.002% (this corresponds to 4,842,797 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Capital Advisors, L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG inter alia from the following undertakings which are controlled by Elliott Capital Advisors, L.P., and whose holdings of voting rights amounts to 3% each or more in Medion AG: Hambledon Inc., Cayman Islands, Elliott International, L.P., Cayman Islands, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott Special GP, LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., U.S.A., Warrington LLC, U.S.A.

Cornwall (Luxembourg) S.à.r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on September 19, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3% and 5% on September 17, 2012 and amounts, as of such date, to 9.82% (this corresponds to 4,757,000 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Wolverton (Luxembourg) S.à.r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on September 19, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3% and 5% on September 17, 2012 and amounts, as of such date, to 9.83% (this corresponds to 4,758,000 out of a total of 48,418,400 voting rights). 9.82% of the aforementioned voting rights (this corresponds to 4,757,000 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Wolverton (Luxembourg) S.à.r.l., Luxembourg pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG from the following undertaking which is controlled by Wolverton (Luxembourg) S.à.r.l., Luxembourg, and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à.r.l., Luxembourg.

Warrington LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on September 19, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the threshold of 3% on September 17, 2012 and amounts, as of such date, to 0.21% (this corresponds to 100,000 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Elliott Associates, L.P., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on September 19, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the threshold of 3% on September 17, 2012 and amounts, as of such date, to 0.21% (this corresponds to 100,000 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Associates, L.P., U.S.A., pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG.

Elliott Special GP, LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on September 19, 2012 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the threshold of 3% on September 17, 2012 and amounts, as of such date, to 0.21% (this corresponds to 100,000 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Special GP, LLC, U.S.A., pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG.

Gerd Brachmann, Essen, Deutschland, hat die Medion AG am 17. Oktober 2012 informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG sein Stimmrechtsanteil an der MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) am 11. Oktober 2012 die Schwelle von 75 %, 50 %, 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und sein Stimmrechtsanteil zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte von insgesamt 48.418.400 Stimmrechten) beträgt.

Lenovo Group Limited, Quarry Bay, Hong Kong, People's Republic of China, informed Medion AG on October 17, 2012 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) continues to exceed the threshold of 75% on October 11, 2012 and, as per this date, amounts to 87.53% (42,380,797 out of a total of 48,418,400 voting rights). 79.81% (38,643,827 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo Group Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo Group Limited and whose holdings of voting rights amount to 3% each or more in Medion AG: Lenovo (BVI) Limited, Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72% (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo Group Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies.

Lenovo (BVI) Limited, Tortola, British Virgin Islands, informed Medion AG on October 17, 2012 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) continues to exceed the threshold of 75% on October 11, 2012 and, as per this date, amounts to 87.53% (42,380,797 out of a total of 48,418,400 voting rights). 79.81% (38,643,827 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (BVI) Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (BVI) Limited and whose holdings of voting rights amount to 3% each or more in Medion AG: Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72% (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (BVI) Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies.

Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., #02-01 New Tech Park, Singapore 556741, informed Medion AG on October 17, 2012 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) continues to exceed the threshold of 75% on October 11, 2012 and, as per this date, amounts to 87.53% (42,380,797 out of a total of 48,418,400 voting rights). 79.81% (38,643,827 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. and whose holdings of voting rights amount to 3% each or more in Medion AG: Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72% (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies.

Lenovo International Limited, Quarry Bay, Hong Kong, People's Republic of China, informed Medion AG on October 17, 2012 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) continues to exceed the threshold of 75% on October 11, 2012 and, as per this date, amounts to 87.53% (42,380,797 out of a total of 48,418,400 voting rights). 79.81% (38,643,827 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo International Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo International Limited and whose holdings of voting rights amount to 3% each or more in Medion AG: Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72% (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo International Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies.

Lenovo (Belgium) Sprl, 1831 Diegem, Belgium, informed Medion AG on October 17, 2012 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) continues to exceed the threshold of 75% on October 11, 2012 and, as per this date, amounts to 87.53% (42,380,797 out of a total of 48,418,400 voting rights). 79.81% (38,643,827 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Belgium) Sprl pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (Belgium) Sprl and whose holdings of voting rights amount to 3% each or more in Medion AG: Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72% (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (Belgium) Sprl pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies.

Lenovo (International) B.V., 1101 EE Amsterdam, The Netherlands, informed Medion AG on October 17, 2012 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) continues to exceed the threshold of 75% on October 11, 2012 and, as per this date, amounts to 87.53% (42,380,797 out of a total of 48,418,400 voting rights). 79.81% (38,643,827 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (International) B.V. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH which is controlled by Lenovo (International) B.V. and whose holding of voting rights amounts to more than 3% in Medion AG. Further 7.72% (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (International) B.V. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via Lenovo Germany Holding GmbH.

Lenovo Germany Holding GmbH, 45307 Essen, Germany, informed Medion AG on October 17, 2012 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) continues to exceed the threshold of 75% on October 11, 2012 and, as per this date, amounts to 87.53% (42,380,797 out of a total of 48,418,400 voting rights). 7.72% (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo Germany Holding GmbH pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG).

Name: Lenovo Germany Holding GmbH

Place: Essen

State: Germany

Notification of voting rights pursuant to section 25 para. 1 WpHG

We have received the following notification of voting rights pursuant to Section

25 Paragraph 1 WpHG on October 17, 2012:

1. Issuer: Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to the notification obligation (notifier): Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, Germany

3. Reason for notification: Disposal/falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 Voting rights purs. to section 21,22 WpHG: 87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

Name: Lenovo (International) B.V.

Place: Amsterdam

State: Netherlands

Notification of voting rights pursuant to section 25 para. 1 WpHG

We have received the following notification of voting rights pursuant to Section

25 Paragraph 1 WpHG on October 17, 2012:

1. Issuer: Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to the notification obligation (notifier): Lenovo (International) B.V., Amsterdam, Netherlands

3. Reason for notification: Disposal/falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 Voting rights purs. to section 21,22 WpHG: 87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

Name: Lenovo (Belgium) Sprl

Place: Diegem State: Belgium

Notification of voting rights pursuant to section 25 para. 1 WpHG

We have received the following notification of voting rights pursuant to Section

25 Paragraph 1 WpHG on October 17, 2012:

1. Issuer: Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to the notification obligation (notifier): Lenovo (Belgium) Sprl, Di-egem, Belgium

3. Reason for notification: Disposal/falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 Voting rights purs. to section 21,22 WpHG: 87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

Name: Lenovo International Limited

Place: Hong Kong

State: People's Republic of China

Notification of voting rights pursuant to section 25 para. 1 WpHG

We have received the following notification of voting rights pursuant to Section

25 Paragraph 1 WpHG on October 17, 2012:

1. Issuer: Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to the notification obligation (notifier): Lenovo International Limited, Hong Kong, People's Republic of China

3. Reason for notification: Disposal/falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 Voting rights purs. to section 21,22 WpHG: 87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

Name: Lenovo (Singapore) Pte. Ltd.

Place: Singapore

State: Singapore

Notification of voting rights pursuant to section 25 para. 1 WpHG

We have received the following notification of voting rights pursuant to Section

25 Paragraph 1 WpHG on October 17, 2012:

1. Issuer: Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to the notification obligation (notifier): Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapore, Singapore

3. Reason for notification: Disposal/falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 Voting rights purs. to section 21,22 WpHG: 87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

Name: Lenovo (BVI) Ltd.

Place: Tortola

State: British Virgin Islands

Notification of voting rights pursuant to section 25 para. 1 WpHG

We have received the following notification of voting rights pursuant to Section

25 Paragraph 1 WpHG on October 17, 2012:

1. Issuer: Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to the notification obligation (notifier): Lenovo (BVI) Ltd., Tortola, British Virgin Islands

3. Reason for notification: Disposal/falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 Voting rights purs. to section 21,22 WpHG: 87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

Name: Lenovo Group Limited

Place: Hong Kong

State: People's Republic of China

Notification of voting rights pursuant to section 25 para. 1 WpHG

We have received the following notification of voting rights pursuant to Section

25 Paragraph 1 WpHG on October 17, 2012:

1. Issuer: Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to the notification obligation (notifier): Lenovo Group Limited, Hong Kong, People's Republic of China

3. Reason for notification: Disposal/falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 Voting rights purs. to section 21,22 WpHG: 87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

We received the following notifications pursuant to sec. 25a para. 1 WpHG on 17.10.2012:

1. Listed Company:

Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to notification obligation (Notifier):

Lenovo Germany Holding GmbH

Country: Germany

Domicile: Essen

3. Reason for notification: Disposal/Falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25a WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.3 Voting rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG:

87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

1. Listed Company:

Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to notification obligation (Notifier):

Lenovo (International) B.V.

Country: Netherlands

Domicile: Amsterdam

3. Reason for notification: Disposal/Falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25a WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.3 Voting rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG:

87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

1. Listed Company:

Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to notification obligation (Notifier):

Lenovo (Belgium) Sprl

Country: Belgium

Domicile: Diegem

3. Reason for notification: Disposal/Falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds is crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25a WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.3 Voting rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG:

87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

1. Listed Company:

Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to notification obligation (Notifier):

Lenovo International Limited

Country: People's Republic of China

Domicile: Hong Kong

3. Reason for notification: Disposal/Falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25a WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.3 Voting rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG:

87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

1. Listed Company:

Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to notification obligation (Notifier):

Lenovo (Singapore) Pte. Ltd.

Country: Singapore

Domicile: Singapore

3. Reason for notification: Disposal/Falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25a WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.3 Voting rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG:

87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

1. Listed Company:

Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to notification obligation (Notifier):

Lenovo (BVI) Ltd.

Country: British Virgin Islands

Domicile: Tortola

3. Reason for notification: Disposal/Falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25a WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.3 Voting rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG:

87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

1. Listed Company:

Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany

2. Company subject to notification obligation (Notifier):

Lenovo Group Limited

Country: People's Republic of China

Domicile: Hong Kong

3. Reason for notification: Disposal/Falling below threshold

4. Thresholds crossed or reached: 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50%, 75%

5. Date at which the thresholds are crossed or reached: 11.10.2012

6. Total amount of voting rights: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7. Detailed information on the voting rights proportion:

7.1 (Financial/other) instruments purs. to section 25a WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.2 (Financial/other) instruments purs. to section 25 WpHG: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400) thereof held indirectly: 0.00% (equals: 0 voting rights out of 48,418,400)

7.3 Voting rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG:

87.53% (equals: 42,380,797 voting rights out of 48,418,400)

10. Corporate Governance - Erklärung nach § 161 AktG

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 15. Mai 2012.

Am 22. November 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Essen, 29. Mai 2013

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 sowie § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Essen, 29. Mai 2013

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MEDION AG, Essen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 29. Mai 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer

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