Annual Report • Apr 19, 2012
Annual Report
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Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstandes im Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden.
Die Arbeit des Aufsichtsrates der MEDION AG im Geschäftsjahr 2011 wurde von dem Wechsel der Mehrheitsverhältnisse bei der Gesellschaft bestimmt. Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam getroffene Entscheidung, mit Lenovo Verhandlungen aufzunehmen, die dann im gemeinsamen Verständnis der zukünftigen Ausrichtung der Gesellschaft mündete und zum Übernahmeangebot an die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG führte, war Gegenstand diverser außerordentlicher Sitzungen des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011.
Im Geschäftsjahr 2011 fanden neun Aufsichtsratssitzungen statt. An sämtlichen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Darüber hinaus gab es auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder mehrere interne Vorgespräche und Nachbereitungen der Sitzungen. Über Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert. Darüber ist – sofern erforderlich – im schriftlichen Verfahren beschlossen worden.
Schwerpunkt der intensiven Beratungen war neben den Diskussionen über die Verhandlungen mit Lenovo insbesondere die gemeinsame Stellungnahme des Vorstandes und des Aufsichtsrates gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot von Lenovo an die Aktionäre der MEDION AG. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Unternehmensbewertung für das freiwillige Übernahmeangebot und für den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH befasst.
In der Sitzung am 10. Februar 2011 wurden die Planung für das laufende Geschäftsjahr sowie die Eckwerte der Planung für das Folgejahr diskutiert. Die Sitzung am 10. März 2011 diente in erster Linie der Behandlung des Jahres- und des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010. Der Aufsichtsrat hatte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung der MEDION AG am 18. Mai 2011 mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet. Die Sitzung am 18. Mai 2011 wurde genutzt, um nach der Wiederwahl des Aufsichtsrates auf der Hauptversammlung die Konstituierung des Aufsichtsrates vorzunehmen.
In der Sitzung des Aufsichtsrates am 31. Mai 2011 hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung zu einem so genannten Business Combination Agreement zwischen Lenovo und MEDION erteilt. Diese Vereinbarung enthält neben Fragen des Übernahmeangebotes und seiner Abwicklung die Vorstellungen von Lenovo hinsichtlich der neuen Unternehmensgruppe aus MEDION und Lenovo sowie der zukünftigen geschäftlichen Ausrichtung und der späteren Integration von MEDION in die Lenovo Gruppe.
In der Sitzung des Aufsichtsrates am 4. Juli 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine begründete Stellungnahme (gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG) zu dem Übernahmeangebot von Lenovo diskutiert und abgestimmt. Das Angebot von Lenovo an die Aktionäre der MEDION AG war am 27. Juni 2011 von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zur Veröffentlichung freigegeben worden. Daher hat der Aufsichtsrat die Angemessenheit der von Lenovo angebotenen Gegenleistung von € 13,00 je MEDION-Aktie sorgfältig analysiert und bewertet. Vorstand und Aufsichtsrat hatten dazu die Deutsche Bank mit der Abgabe einer Fairness Opinion beauftragt. Die Deutsche Bank hat in der Sitzung des Aufsichtsrates am 4. Juli 2011 ihre durchgeführten Analysen und die Fairness Opinion erläutert und alle Fragen hierzu beantwortet. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat sich mit einer zusätzlich vom Vorstand in Auftrag gegebenen unabhängigen Unternehmensbewertung der MEDION AG zum 15. Juni 2011 (Bewertungsstichtag) befasst. Dabei wurde der objektivierte Unternehmenswert von MEDION nach dem in der Rechtsprechung anerkannten Ertragswertverfahren IDW S 1 ermittelt. Der Aufsichtsrat hat auf der Grundlage seiner eigenen Bewertung des Übernahmeangebotes die Fairness Opinion der Deutsche Bank und das zusätzliche Bewertungsgutachten zustimmend zur Kenntnis genommen.
Die Sitzung am 15. September 2011 diente der Vorbereitung zum Abschluss eines Unternehmensvertrages zwischen Lenovo und MEDION sowie der Erörterung der allgemeinen Geschäftslage vor dem Hintergrund sich verschlechternder wirtschaftlicher Bedingungen im europäischen Markt für Consumer-Electronics-Produkte.
In der Sitzung am 25. Oktober 2011 hat der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen MEDION und Lenovo zugestimmt. Dabei wurde auch der gemeinsame Bericht des Vorstandes der MEDION AG und der Geschäftsführung der Lenovo Germany Holding GmbH (gemäß § 293a AktG) über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ausführlich erörtert.
Auf der Sitzung am 5. Dezember 2011 befasste sich der Aufsichtsrat mit den Corporate-Governance- und Compliance-Aktivitäten im MEDION-Konzern. Nach intensiver Diskussion verabschiedete der Aufsichtsrat eine Aktualisierung der Erklärung gemäß § 161 AktG. Darüber hinaus wurde in dieser Sitzung der IT-Investitionsplanung zugestimmt.
Die Sitzung am 13. Dezember 2011 diente der Vorbereitung der außerordentlichen Hauptversammlung der MEDION AG vom 14. Dezember 2011 (Zustimmung zum Abschluss eines Unternehmensvertrages, Änderung des Geschäftsjahres, Nachwahl von zwei Mitgliedern des Aufsichtsrates) und dem Abschluss neuer Vorstandsverträge für Gerd Brachmann und Christian Eigen mit Wirkung ab dem 1. Januar 2012.
Auch außerhalb der Sitzungen stand insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich über den Stand der Verhandlungen mit Lenovo sowie auf der Grundlage von Kennziffern über die aktuelle Entwicklung der Geschäfte und über wesentliche Geschäftsvorfälle informieren. Ferner wurden die zu veröffentlichenden Zwischenberichte (Quartalsberichte zum ersten und dritten Quartal sowie der Halbjahresfinanzbericht) mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
Die Themen regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren darüber hinaus die wirtschaftliche Entwicklung auf den wesentlichen Beschaffungs- und Absatzmärkten für MEDION und die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die finanzielle Lage des Konzerns.
Der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex kann dem nachfolgenden Kapitel entnommen werden.
Der Aufsichtsrat hat sich gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet, regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit zu überprüfen. Dies erfolgte fortlaufend und insbesondere in der Sitzung am 5. Dezember 2011 anhand der Auswertung eines jedem Mitglied des Aufsichtsrates vorab zugeleiteten detaillierten Fragebogens. Schwerpunkte dieses Selbstevaluierungsprozesses waren:
| • | Verfahrensabläufe und Aufgabenverteilung im Aufsichtsrat |
| • | Wahrnehmung der Beratungs-, Überwachungs- und Prüfungsaufgabe, insbesondere hinsichtlich der Rechnungslegung und Abschlussprüfung |
| • | Informationsversorgung durch den Vorstand |
| • | Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und Prüfung von Verbesserungsvorschlägen |
Der Aufsichtsrat hat die Ergebnisse seiner Effizienzprüfung erörtert. Dabei haben sich keine wesentlichen Änderungserfordernisse in der Struktur sowie bei den Inhalten der Aufsichtsratstätigkeit ergeben.
Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 und der Lagebericht (gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht) der MEDION AG wurden von der Märkische Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüft. Den Prüfungsauftrag hat der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Vorstand ist wie im Vorjahr der Überzeugung, dass die in IFRS 8.34 geforderte Angabe der Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit wichtigen externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des MEDION-Konzerns belaufen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Der Vorstand hat sich daher vor dem Hintergrund von § 131 Abs. 3 Satz 1 AktG und der im Handelsrecht für eine Umsatzaufgliederung bestehenden Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss nach IFRS zu unterlassen und die insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers wegen dieser fehlenden Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. Der Aufsichtsrat hat sich wie im Vorjahr nach sorgfältiger Prüfung der Auffassung des Vorstandes angeschlossen. Die Einschränkung des Bestätigungsvermerks bezieht sich ausdrücklich lediglich auf diese unterlassene Angabe im Anhang gemäß IFRS 8.34. Der Abschlussprüfer hat im Übrigen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes festgestellt und bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht unter Beachtung der übrigen geltenden Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln.
Das Auftragsverhältnis zwischen der MEDION AG und der Prüfungsgesellschaft hat die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt. Der Aufsichtsrat beauftragte den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie mit der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichtes. Dem Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Märkische Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, vor. Darin wurde bestätigt, dass keinerlei berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zur MEDION AG und zu ihren Organen bestehen, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten.
Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das bei der MEDION AG bestehende Risikofrüherkennungssystem geprüft. Er bescheinigt der MEDION AG, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und das Risikofrühwarnsystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen.
Auch der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand angemessene Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ergriffen und insbesondere ein Überwachungssystem installiert hat.
Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte gingen allen Aufsichtsratsmitgliedern zu. Sie waren in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 14. März 2012 Gegenstand ausführlicher Beratung. Der Abschlussprüfer, der bereits im Vorfeld Fragen des Aufsichtsrates beantwortet hatte, nahm an der Sitzung teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der MEDION AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes hat der Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der MEDION AG sowie den Konzernabschluss hat der Aufsichtsrat am 14. März 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss der MEDION AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes, den Bilanzgewinn der AG von € 25.724.370,30 zur Zahlung einer Dividende von € 0,21 je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag in Höhe von € 16.341.270,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen, stimmt der Aufsichtsrat nach seiner eigenen Prüfung zu. Die vorgeschlagene Gewinnausschüttung ist nach seiner Einschätzung im Hinblick auf den erwirtschafteten Gewinn einerseits und das nach wie vor unsichere wirtschaftliche Umfeld andererseits angemessen.
Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand der MEDION AG einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2011 erstellt und dem Aufsichtsrat ausgehändigt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Bericht geprüft, das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich festgehalten und folgenden Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“ |
Die Überprüfung dieses Berichtes durch den Aufsichtsrat hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Hiernach und nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand der MEDION AG. Aus dem Aufsichtsrat der MEDION AG sind mit Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 die Herren Dr. Hans-Georg Vater und Helmut Julius ausgeschieden. Beide Herren haben sich in den vergangenen fünf Jahren in besonderem Maße als kritische Ratgeber für die Entwicklung der Gesellschaft eingesetzt. Der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung durch Lenovo an MEDION ist von ihnen in vielen Abstimmgesprächen – auch außerhalb der Sitzungen – konstruktiv begleitet worden. Sie haben sich damit für MEDION in besonderem Maße verdient gemacht.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der MEDION AG am 14. Dezember 2011 wurden die Herren Wai Ming Wong, Senior Vice President und Leiter Finanzen, Lenovo Group Ltd., sowie Milko Norman van Duijl, Senior Vice President und Leiter des Unternehmensbereiches Entwickelte Märkte, Lenovo Group Ltd., in den Aufsichtsrat der MEDION AG gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MEDION AG im In- und Ausland sowie der Arbeitnehmervertretung für ihr persönliches Engagement und die in einem herausfordernden Umfeld, insbesondere auch vor dem Hintergrund des Einstiegs von Lenovo bei MEDION geleistete Arbeit.
Essen, im März 2012
Der Aufsichtsrat
Dr. Rudolf Stützle, Vorsitzender
Das Jahr 2010 war in Deutschland und im Euroraum vor allem durch die Erholung nach den durch die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise verursachten Rückgängen gekennzeichnet. 2011 gewann die deutsche Wirtschaft nicht nur an Stabilität, sondern befand sich auch auf Wachstumskurs. Dies zeigte sich deutlich in der positiven Entwicklung von Einkommen und Beschäftigung, wodurch besonders der private Konsum und die Binnenwirtschaft gestärkt wurden. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich in Deutschland preisbereinigt um 3,0 % (Vorjahr: 3,7 %). Dieses Wachstum ist neben den genannten Faktoren vor allem auf den hohen Beitrag des Dienstleistungssektors sowie die positive Bilanz des Außenhandels zurückzuführen. Das weiterhin niedrige Zinsniveau begünstigte die Nachfrage nach Investitionen und setzte somit wichtige Impulse zur Stärkung der Wirtschaftsleistung. Vor dem Hintergrund der anhaltenden europäischen Staatsschuldenkrise mussten jedoch auch entscheidende Einschnitte hingenommen werden.
Im Vergleich zum Vorjahr hat europaweit die Konjunktur im Jahr 2011 an Dynamik eingebüßt. Die negativen Auswirkungen der Finanzkrise waren im Großteil der EU-Länder nachhaltig spürbar. Bedingt durch die Zunahme an wirtschaftlichen Risiken und die dadurch hervorgerufene Zurückhaltung der Konsumenten beim Kauf langlebiger Wirtschaftsgüter blieb die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. Von der Krise waren jedoch die europäischen MEDION-Kernmärkte, wie die Beneluxländer, Österreich, die Schweiz, Großbritannien und Frankreich, weniger stark betroffen als die übrigen Länder der Eurozone, wie zum Beispiel Spanien und Griechenland. Die gestiegenen Einkommen in den genannten MEDION-Kernmärkten führten damit insgesamt zu einer Steigerung der Kaufkraft.
Der Markt für Consumer Electronics in Deutschland ist 2011 bei einem Gesamtumsatz von € 27,2 Mrd. (Vorjahr: € 25,8 Mrd.) um 5,2 % angestiegen.1 Er entwickelte sich damit besser als die Gesamtwirtschaft. Basis für die positive Marktentwicklung ist die Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die auch 2011 weiter vorangetrieben wurde. Viele neue und innovative Produkte mit verbesserter Bild- und Tonwiedergabe, gesteigerter Energieeffizienz sowie einer Vielzahl neuer Nutzungs- und Vernetzungsmöglichkeiten bildeten die Grundlage für die gute Marktentwicklung.
Wie in den Vorjahren gehörten auch 2011 hochauflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten. Dabei hat sich der Markt für TV-Displays aufgrund stark gesunkener Durchschnittspreise leicht um 4,4 % auf € 6,0 Mrd. verringert, während der Markt für Home-Audio um 4,1 % auf € 0,9 Mrd. gewachsen ist.
1 Die Zahlenangaben für die Entwicklung im Consumer-Electronics-Markt in Deutschland stammen aus dem Consumer-Electronics-Markt-Index CEMIX, der von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgegeben wird.
Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2011 in Deutschland € 5,4 Mrd. (8,8 Mio. Stück) auf LCD-TVs und € 520 Mio. (0,6 Mio. Stück) auf Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2011 in Deutschland 9,7 Mio. Fernsehgeräte (+3,0 %) verkauft.
Der Umsatzzuwachs im Consumer-Electronics-Markt wurde darüber hinaus getragen von der weiterhin steigenden Nachfrage nach Notebooks. Insgesamt hat der Bereich Informationstechnologie einen um 3,7 % gestiegenen Umsatz von € 6,4 Mrd. erzielt.
Wachstumstreiber im Bereich PC/Multimedia waren Notebooks und Tablet-PCs. Während sich bei Notebooks der mengenmäßige Absatz um 6,9 % auf 7,1 Mio. Stück bei einem Umsatz von € 3,8 Mrd. verbessern konnte, verzeichnete der Markt für Tablet-PCs einen signifikanten Wachstumssprung von 174,1 % auf € 0,7 Mrd. bei einem um 229,0 % gestiegenen Absatz auf 1,4 Mio. Stück. Auch hier zeigte sich der gestiegene Wunsch nach Mobilität deutlich, besonders durch den Markterfolg der Tablet-PCs.
Der Absatz von Desktop-PCs nahm um 8,7 % von 1,6 Mio. Stück auf 1,4 Mio. Stück ab, der Umsatz fiel um 14,7 % auf € 0,9 Mrd. aufgrund weiter gesunkener Durchschnittspreise. Der Absatz von Monitoren konnte einen Anstieg von 1,1 % auf 2,6 Mio. Stück verzeichnen.
Wie erwartet setzt sich die Entwicklung, die sich auch im vergangenen Jahr abgezeichnet hatte, weiter fort. So waren die Absatzmengen bei Navigationsgeräten mit einem Rückgang um 11,5 % auf 3,1 Mio. Stück weiter rückläufig. Da sich der Durchschnittspreis erneut um 4,2 % auf € 158 pro Stück reduzierte, verringerte sich auch der Umsatz in diesem Marktsegment um 15,2 % auf € 487 Mio.
Ein besonders starkes Wachstum verzeichneten die Smartphones. Hier steigerte sich der Umsatz fast um das Doppelte auf € 5,1 Mrd. und stieg die Anzahl der verkauften Geräte um 88,9 % von 7,7 Mio. auf 14,5 Mio. Stück.
MEDION hat in seinem Projektgeschäft besondere Kompetenz in den Bereichen PC/Notebook und digitale Multimedia-Produkte.
Das seit über 25 Jahren national wie international bewährte MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem neuesten technologischen Stand in bester Qualität zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit frühzeitig für breite Käuferschichten verfügbar zu machen.
Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice, Software-Downloads und Online-Dienste.
MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte, sondern – weit darüber hinausgehend – die Funktion eines Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte Wertschöpfungskette – von der Entwicklung der Produktidee über die Herstellung und Logistik bis hin zum After-Sales-Service – managt und kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen gleichzeitig in mehreren Ländern oder teilweise sogar auf mehreren Kontinenten stattfinden.
Die MEDION-Produktpalette umfasst das gesamte Sortiment der modernen Konsumelektronik. Ob es sich um einen PC, ein Notebook, ein LCD- oder LED-Fernsehgerät, einen DVD-Recorder, einen MP3-Player, ein Navigationssystem oder einen eigenen Mobilfunktarif handelt: Bei MEDION erhält der Partner im Handel das umfassendste Angebot an moderner Konsumelektronik zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis aus einer Hand. Dazu gehören komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, Downloads und Online-Dienste wie zum Beispiel der Fotoservice.
Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und designorientierten Multimedia-Produkten und der Entwicklung von neuen Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten After-Sales-Service.
Ausgehend von der Erkenntnis, dass in der globalisierten Welt der Consumer Electronics günstige Einkaufspreise immer mehr zu dem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden, hatte der MEDION-Vorstand in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Optionen für eine internationale Partnerschaft geprüft. Diese Gespräche mündeten in ein gemeinsames Verständnis für eine zukünftige geschäftliche Ausrichtung mit Lenovo. Lenovo ist der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt und vertreibt seine Produkte in 160 Ländern. Dazu gehören die berühmten ThinkPad® Notebooks ebenso wie die Produkte der Marken ThinkCentre®, ThinkStation®, ThinkServer®, IdeaCentre® und IdeaPad®.
Am 1. Juni 2011 veröffentlichte die Lenovo Germany Holding GmbH, eine indirekte 100 %-ige Tochtergesellschaft der Lenovo Group Ltd. mit Sitz in Hongkong, Volksrepublik China, ihre Entscheidung zur Abgabe eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes an die Aktionäre der MEDION AG. Der Angebotspreis betrug € 13,00 je auf den Inhaber lautende Stückaktie der MEDION AG. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der MEDION AG haben am 4. Juli 2011 eine gemeinsame Stellungnahme gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG abgegeben. In dieser Stellungnahme haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der MEDION AG ihre Unterstützung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes geäußert und den Aktionären der MEDION AG empfohlen, das Angebot anzunehmen.
Die Annahmefrist für das Übernahmeangebot lief bis zum 1. August 2011. Die aufgrund des Erfolgs des Übernahmeangebotes gesetzlich vorgeschriebene weitere Annahmefrist endete am 18. August 2011.
Nach Beendigung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes und des Vollzugs von Aktienkaufverträgen hält die Lenovo Germany Holding GmbH unmittelbar 29.688.210 Aktien der MEDION AG, was einem Anteil von 61,32 % des Grundkapitals der MEDION AG entspricht.
Nach Durchführung des Übernahmeangebotes und zuzüglich der Stimmrechte, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnen sind, hält Lenovo damit einen Anteil von ca. 79,64 % des Grundkapitals der MEDION AG.
Die Lenovo Germany Holding GmbH hat der MEDION AG am 29. Juli 2011 mitgeteilt, dass sie beabsichtige, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als herrschendem Unternehmen und der MEDION AG als beherrschtem Unternehmen abzuschließen. Dieser Vertrag wurde am 25. Oktober 2011 abgeschlossen. Durch den Vertrag unterstellt die MEDION AG die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Die Aktionäre der MEDION AG haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Dezember 2011 in Essen dem Abschluss dieses Unternehmensvertrages mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde auf dieser außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen, ein Rumpfgeschäftsjahr für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 31. März 2012 zu bilden und daran anschließend das Geschäftsjahr der MEDION AG auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres zu ändern.
Der Unternehmensvertrag bestimmt weiterhin, dass die Lenovo Germany Holding GmbH verpflichtet ist, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der MEDION AG dessen Aktien gegen eine Barabfindung im Sinne des § 305 Abs. 2 Nr. 3 AktG von € 13,00 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 zu erwerben. Denjenigen Aktionären, die dieses Abfindungsangebot nicht annehmen, garantiert die Lenovo Germany Holding GmbH für die Dauer des Unternehmensvertrages eine jährliche Ausgleichszahlung. Der Betrag der Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, € 0,69 je Aktie.
Der Unternehmensvertrag und die Satzungsänderungen wurden am 3. Januar 2012 in das Handelsregister eingetragen.
Im MEDION-Konzern werden die strategischen und operativen Ziele zu Beginn des Geschäftsjahres vom Vorstand festgelegt. Im operativen Bereich verantworten Key-Account-Manager die wesentlichen Kunden und Produktmanager die wesentlichen Produktgruppen, wie zum Beispiel Notebook, PC, LCD-TV, mobile Navigationsgeräte, sowie im Dienstleistungsbereich die relevanten Angebote (MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice und Webshop).
Einkauf, Design, Qualitätskontrolle, Logistik und Marketing sind als Querschnittsfunktionen unternehmensübergreifend eingeführt.
Administrative Bereiche, insbesondere kaufmännische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen sowie die EDV-Organisation, sind zum Zweck erhöhter Transparenz, besserer Entscheidungsmöglichkeiten und somit zur Steigerung der Flexibilität und Effizienz im MEDION-Konzern weitgehend zentralisiert.
Die Erreichungsgrade der operativen und strategischen Ziele werden in einem Management-Informationssystem und einer Balanced Scorecard dokumentiert und laufend auf nationaler wie internationaler Ebene diskutiert.
Alle Geschäfte im MEDION-Konzern werden einer renditeorientierten Vor- und Nachprüfung unterzogen. Werttreiber der Renditeorientierung im MEDION-Konzern ist die Anforderung, dass jedes abgewickelte Projekt eine EBIT-Marge erwirtschaften muss, die auf oder über der Zielerwartung für das Konzern-EBIT des laufenden Geschäftsjahres liegt.
Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich zumeist um Unternehmen, die Vertriebs- und Servicedienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen.
Die eigentliche Projektabwicklung und die Logistik werden grundsätzlich zentral von der MEDION-Organisation in Deutschland gesteuert. Im Rahmen der Deutschland-Organisation sind die Call-Center-Aktivitäten in der Allgemeine Multimedia Service GmbH und die Reparatur- und Logistikdienstleistungen für After-Sales- und E-Commerce-Geschäfte in der MEDION Service GmbH gebündelt.
Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen
MEDION Service GmbH, Essen
MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich
MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien
MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark
MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich
MEDION B.V., Panningen, Niederlande
MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien
MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz
MEDION USA Inc., Delaware, USA
MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien
MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien
MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*
LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*
MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*
* KEIN OPERATIVES GESCHÄFT.
Durch den Abschluss eines Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages unterstellt die MEDION AG die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.
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| 2011 | 2010 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 1.432,2 | 100,0 | 1.638,7 | 100,0 | -206,5 |
| Materialeinsatz | -1.252,2 | -87,4 | -1.455,9 | -88,8 | 203,7 |
| Rohertrag | 180,0 | 12,6 | 182,8 | 11,2 | -2,8 |
| Personalaufwand | -49,1 | -3,4 | -48,5 | -3,0 | -0,6 |
| Sonstige Aufwendungen u. Erträge | -101,4 | -7,1 | -101,8 | -6,2 | 0,4 |
| Abschreibungen | -3,7 | -0,3 | -4,4 | -0,3 | 0,7 |
| EBIT | 25,8 | 1,8 | 28,1 | 1,7 | -2,3 |
| Finanzergebnis | 2,2 | 0,2 | 0,9 | 0,1 | 1,3 |
| EBT | 28,0 | 2,0 | 29,0 | 1,8 | -1,0 |
| Steuern | -13,9 | -1,0 | -10,1 | -0,6 | -3,8 |
| Konzernergebnis | 14,1 | 1,0 | 18,9 | 1,2 | -4,8 |
Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief für MEDION erwartungsgemäß. Damit liegt der Umsatzrückgang mit € 207 Mio. am oberen Rand der Erwartungen von ca. 10 %.
Der strukturelle Preisverfall im Markt für Consumer-Electronics-Produkte, insbesondere bei Notebooks, Desktop-PCs, mobilen Navigationsgeräten und LCD-TVs, und die anhaltende Kaufzurückhaltung führten im umsatzstärksten vierten Quartal 2011 entsprechend zu einem weiteren Druck auf den Rohertrag. Während trotz des Umsatzrückganges in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 der Rohertrag noch leicht über dem Vorjahresniveau lag, entwickelte sich der Rohertrag zum Geschäftsjahresende mit insgesamt € 180 Mio. geringfügig unter Vorjahresniveau (€ 183 Mio.). Vor dem Hintergrund des Umsatzrückganges bedeutet diese nur leichte absolute Veränderung des Rohertrages jedoch eine Steigerung der Rohertragsmarge von 11,2 % auf 12,6 %.
Insgesamt konnte MEDION im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis (EBIT) von € 25,8 Mio. erwirtschaften. Zwar liegt das EBIT somit um € 2,3 Mio. unter dem Vorjahreswert von € 28,1 Mio., dies bedeutet mit 1,8 % vom Umsatz jedoch eine bessere EBIT-Marge als im Vorjahr (1,7 %). In diesem Ergebnis sind einmalige Aufwendungen von € 3,8 Mio. für Aufwendungen im Rahmen des Anteilserwerbes durch Lenovo und die anschließende Integration enthalten. Vor diesen Einmalaufwendungen liegt das EBIT mit € 29,6 Mio. leicht über dem Vorjahr.
Mit einem um € 1,3 Mio. auf € 2,2 Mio. gestiegenen positiven Finanzergebnis liegt das Ergebnis vor Steuern mit € 28,0 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau (€ 29,0 Mio.).
Das Konzernergebnis liegt mit € 14,1 Mio. um € 4,8 Mio. unter dem Vorjahr (€ 18,9 Mio.). Begründet ist der gestiegene Steueraufwand durch eine Neubewertung der aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge aufgrund des ab 1. April 2012 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 31. August 2012 vor, eine Dividende von € 0,21 je gewinnberechtigte Stückaktie auszuschütten.
Wie schon in der Finanzkrise 2009 traf die Konsumzurückhaltung infolge der Eurokrise die ausländischen Märkte stärker als den deutschen Markt. Während die Umsätze in Deutschland um 11 % zurückgingen, musste im Ausland ein Umsatzrückgang von insgesamt rund 17 % hingenommen werden. Allerdings zeigten sich im vierten Quartal leichte Erholungen der ausländischen Märkte.
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| 2011 | 2010 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 1.084,8 | 75,7 | 1.218,7 | 74,4 | -133,9 |
| Europa | 280,3 | 19,6 | 358,1 | 21,8 | -77,8 |
| Übriges Ausland | 67,1 | 4,7 | 61,9 | 3,8 | 5,2 |
| Umsatz | 1.432,2 | 100,0 | 1.638,7 | 100,0 | -206,5 |
Wichtigster Markt für die MEDION AG bleibt weiterhin Deutschland, wo der Umsatzrückgang aufgrund langjähriger Zusammenarbeit mit Handelspartnern gemäßigter ausfiel. In den ausländischen Märkten konnten insbesondere in den ersten Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres die in 2010 erzielten Erfolge bei der Wiedergewinnung von Handels- und Endkunden nicht wiederholt werden. Erst in der zweiten Jahreshälfte waren leichte Erholungen zu verzeichnen. Diese reichten jedoch nicht aus, um die von der allgemeinen Konsumzurückhaltung stärker betroffenen Auslandsmärkte insgesamt zu stabilisieren.
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| 2011 | 2010 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Projektgeschäft | 897,0 | 62,6 | 1.160,3 | 70,8 | -263,3 |
| Direktgeschäft | 534,8 | 37,4 | 478,0 | 29,2 | 56,8 |
| Überleitung Konzern | 0,4 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatz | 1.432,2 | 100,0 | 1.638,7 | 100,0 | -206,5 |
Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes hat sich erwartungsgemäß auch in 2011 weiter vermindert und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund 63 % des Gesamtumsatzes, nach rund 71 % im Vorjahr. Natürlich ist der Rückgang des Umsatzes im Projektgeschäft auch eine Folge der Eurokrise und des damit zusammenhängenden vorsichtigeren Orderverhaltens der Handelspartner. Das Direktgeschäft konnte seinen Umsatzanteil hingegen von rund 29 % im Vorjahr auf rund 37 % in 2011 steigern. Dieses entspricht einer Umsatzsteigerung um € 57 Mio. (+12 %) auf € 535 Mio. Zurückzuführen ist dies sowohl auf eine weiter steigende Attraktivität der digitalen Dienstleistungen als auch auf den Ausbau des internationalen E-Commerce-Geschäftes, in dem nach dem Aufbau in 2010 der Umsatz in 2011 verdoppelt werden konnte.
Der Geschäftsfeldstrategie folgend wird MEDION auch weiterhin das Direktgeschäft sowohl im digitalen Geschäft als auch im Online-Handel ausbauen und einen steigenden Umsatz anstreben.
Dank der effizienten Produkt- und Kundenportfoliosteuerung und der erfolgreichen Umsetzung der Geschäftsfeldstrategien gelang es MEDION, trotz des allgemein kritischen Konjunkturumfeldes, die Rohmarge im Laufe des Geschäftsjahres zu steigern. Die bereits im Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 30. September 2011 realisierte Rohmarge von 12,6 % konnte auch im vierten Quartal und somit im Gesamtjahr realisiert werden.
Der Personalaufwand lag 2011 mit € 49,1 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (€ 48,5 Mio., +1,2 %). Im Jahr 2011 waren durchschnittlich 1.013 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im MEDION-Konzern beschäftigt (Vorjahr: 1.007).
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand, gesamt in T€ | 49.106 | 48.468 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 1.013 | 1.007 |
| Personalaufwand pro Mitarbeiter in € | 48.476 | 48.131 |
Ein Rückgang der Mitarbeiterzahl war erneut im Service- und Verwaltungsbereich zu verzeichnen. Gegenläufig wirkte sich erneut die Verstärkung des Vertriebsbereiches aus. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter stieg leicht um 0,7 % auf € 48.476.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl, getrennt nach Mitarbeitergruppen sowie Inland und Ausland.
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| Inland | Anzahl 2011 | Anzahl 2010 | +/- Anzahl | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Vertrieb | 284 | 268 | 16 | 6 |
| Service | 479 | 474 | 5 | 1 |
| Verwaltung | 125 | 133 | -8 | -6 |
| 888 | 875 | 13 | 1 | |
| Ausland | ||||
| Vertrieb | 35 | 32 | 3 | 9 |
| Service | 76 | 86 | -10 | -12 |
| Verwaltung | 14 | 14 | 0 | 0 |
| 125 | 132 | -7 | -5 | |
| Gesamt | ||||
| Vertrieb | 319 | 300 | 19 | 6 |
| Service | 555 | 560 | -5 | -1 |
| Verwaltung | 139 | 147 | -8 | -5 |
| 1.013 | 1.007 | 6 | 1 |
Die Abschreibungen haben sich im Berichtszeitraum um rund 16 % auf € 3,7 Mio. reduziert (Vorjahr: € 4,4 Mio.).
Dabei verringerten sich die Abschreibungen auf Sachanlagen um € 0,5 Mio. auf € 2,1 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.) infolge von Desinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattungen und die Abschreibungen auf Software und Lizenzen um € 0,2 Mio. auf € 1,6 Mio. (Vorjahr: € 1,8 Mio.).
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
+/- Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| Vertriebsaufwendungen | -81,6 | -87,3 | 5,7 |
| davon Marketing | -42,6 | -39,3 | -3,3 |
| davon Kundenservice | -19,7 | -27,4 | 7,7 |
| davon Sonstiges | -19,3 | -20,6 | 1,3 |
| Verwaltungsaufwendungen | -19,0 | -14,2 | -4,8 |
| Betriebsaufwendungen | -3,6 | -3,4 | -0,2 |
| Übrige | -2,2 | -1,7 | -0,5 |
| -106,4 | -106,6 | 0,2 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5,0 | 4,8 | 0,2 |
| Saldo | -101,4 | -101,8 | 0,4 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge blieben insgesamt mit € 101,4 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 101,8 Mio.). Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es jedoch deutlichere Veränderungen, die mit der Veränderung des Geschäftsvolumens korrespondierten.
Die Aufwendungen für Marketing wurden insgesamt um € 3,3 Mio. auf € 42,6 Mio. erhöht. Zur Abfederung des erwarteten Umsatzrückganges erfolgten wesentliche Werbeaktionen in Zusammenhang mit der Markteinführung des MEDION LIFETAB sowie dem Ausbau des internationalen Online-Geschäftes .
Die Aufwendungen für Kundenservice verringerten sich korrespondierend zum Umsatzrückgang um € 7,7 Mio. auf € 19,7 Mio. (Vorjahr: € 27,4 Mio.). Darüber hinaus war aufgrund des geringeren Umsatzes die notwendige Zuführung zu der Gewährleistungsrückstellung für neue Produkte geringer als im Vorjahr.
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um € 4,8 Mio. auf € 19,0 Mio. resultierte in erster Linie aus externen Dienstleistungen im Rahmen des Anteilserwerbes durch Lenovo sowie EDV-Aufwendungen für den weiteren Ausbau und die Internationalisierung des Direktgeschäftes.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Schadenersatz, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Provisionserlöse sowie periodenfremde Erträge.
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| 2011 | 2010 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Projektgeschäft | 12,0 | 46,5 | 16,1 | 57,3 | -4,1 |
| Direktgeschäft | 15,9 | 61,6 | 12,5 | 44,5 | 3,4 |
| Überleitung Konzern | -2,1 | -8,1 | -0,5 | -1,8 | -1,6 |
| EBIT | 25,8 | 100,0 | 28,1 | 100,0 | -2,3 |
Die Analyse des operativen Ergebnisses nach Segmenten unterstreicht wie schon im Vorjahr die Erfolge der eingeleiteten strategischen Neuausrichtung der Geschäftsfeld- und Produktpolitik.
Analog zur Umsatzentwicklung verringerte sich das operative Ergebnis im klassischen Projektgeschäft, blieb mit 1,3 % vom Umsatz aber auf Vorjahresniveau (1,4 %). Aufgrund des Umsatzrückganges im Projektgeschäft und der erneuten Geschäftsausweitung des Direktgeschäftes ermäßigte sich der Ergebnisanteil des Projektgeschäftes auf 46,5 % nach 57,3 % im Vorjahr.
Das Direktgeschäft hat erwartungsgemäß sowohl sein absolutes operatives Ergebnis als auch seinen Anteil am Gesamtergebnis steigern können. Die durch die Erweiterung des Direktgeschäftes realisierten Skaleneffekte führten zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses auf 3,0 % vom Umsatz nach 2,6 % im Vorjahr. Somit stieg das operative Ergebnis um € 3,4 Mio. auf € 15,9 Mio.
Im nicht zuordenbaren Ergebnis (Überleitung Konzern) sind im Wesentlichen Aufwendungen für den Anteilserwerb durch Lenovo enthalten.
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Effektive zahlungswirksame Steuern | 4,0 | 5,2 |
| Latente Ertragsteuern | ||
| Verbrauch aktiver latenter Steuern | 5,1 | 4,7 |
| Neubewertung aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | 4,6 | 0,0 |
| Übrige latente Steuern | -0,1 | -0,1 |
| Ertragsteueraufwand | 13,6 | 9,8 |
Abweichend zu den zahlungswirksamen Steuern im Konzern in Höhe von € 4,0 Mio. fielen wegen der Regelungen zur Mindestbesteuerung in Deutschland trotz der noch bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG Ertragsteuerbelastungen der MEDION AG von € 3,3 Mio. für 2011 an (Vorjahr: € 3,3 Mio.).
Aufgrund des Jahresüberschusses 2011 der MEDION AG wurden im Berichtsjahr € 5,1 Mio. der zum 31. Dezember 2010 aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge verbraucht (Verbrauch im Vorjahr: € 4,7 Mio.).
Die Neubewertung aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge führte zu einem zusätzlichen Steueraufwand. Diese erfolgte vor dem Hintergrund des ab dem 1. April 2012 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages der MEDION AG mit der Lenovo Germany Holding GmbH, durch den die steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG für die Dauer des Ergebnisabführungsvertrages nicht mehr nutzbar sind.
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel/-äquivalente | 155,0 | 21,0 | 123,1 | 17,7 | 31,9 | 25,9 |
| Vorräte | 208,7 | 28,3 | 199,4 | 28,7 | 9,3 | 4,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 237,0 | 32,1 | 262,6 | 37,8 | -25,6 | -9,7 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 7,2 | 1,0 | 0,0 | 0,0 | 7,2 | - |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 96,6 | 13,0 | 63,7 | 9,2 | 32,9 | 51,6 |
| davon: Geldanlagen | 67,9 | 9,2 | 30,0 | 4,3 | 37,9 | > 100,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 704,5 | 95,4 | 648,8 | 93,4 | 55,7 | 8,6 |
| Sachanlagen | 28,6 | 3,9 | 30,6 | 4,4 | -2,0 | -6,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2,8 | 0,4 | 3,1 | 0,4 | -0,3 | -9,7 |
| Latente Steuern | 1,5 | 0,2 | 11,1 | 1,6 | -9,6 | -86,5 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1,0 | 0,1 | 1,2 | 0,2 | -0,2 | -16,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 33,9 | 4,6 | 46,0 | 6,6 | -12,1 | -26,3 |
| Summe Aktiva | 738,4 | 100,0 | 694,8 | 100,0 | 43,6 | 6,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 183,2 | 24,8 | 139,1 | 20,0 | 44,1 | 31,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 10,9 | 1,5 | 0,0 | 0,0 | 10,9 | - |
| Steuerrückstellungen | 1,0 | 0,1 | 3,4 | 0,5 | -2,4 | -70,6 |
| Übrige Rückstellungen | 142,9 | 19,3 | 161,1 | 23,1 | -18,2 | -11,3 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 14,5 | 2,0 | 10,2 | 1,5 | 4,3 | 42,2 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 352,5 | 47,7 | 313,8 | 45,1 | 38,7 | 12,3 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 4,3 | 0,6 | 2,6 | 0,4 | 1,7 | 65,4 |
| Eigenkapital | 428,0 | 58,0 | 425,2 | 61,2 | 2,8 | 0,7 |
| abzgl. erworbener eigener Aktien | -46,4 | -6,3 | -46,8 | -6,7 | 0,4 | 0,9 |
| Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) | 381,6 | 51,7 | 378,4 | 54,5 | 3,2 | 0,8 |
| Summe Passiva | 738,4 | 100,0 | 694,8 | 100,0 | 43,6 | 6,3 |
Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 43,6 Mio. (6,3 %) auf € 738,4 Mio. (Vorjahr: € 694,8 Mio.).
Das Eigenkapital erhöhte sich um € 3,2 Mio. (+0,8 %) auf € 381,6 Mio. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 51,7 %.
Der Verringerung der Kapitalbindung durch die Veränderung der Vorräte um € +9,3 Mio. und der Forderungen aus dem Leistungsverkehr um € -18,4 Mio. steht eine abrechnungstechnische Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Leistungsverkehr um € 55,0 Mio. gegenüber, womit sich das Working Capital insgesamt um € 64,1 Mio. auf € 258,8 Mio. vermindert hat (Vorjahr: € 322,8 Mio.).
Die Erhöhung der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um € 32,9 Mio. resultiert hauptsächlich aus höheren Investitionen in Geldanlagen von insgesamt € 67,9 Mio. (Vorjahr: € 30,0 Mio.).
Unter Berücksichtigung der Investitionen in Geldanlagen haben sich die liquiden Mittel um € 69,8 Mio. auf € 222,9 Mio. erhöht (Vorjahr: € 153,1 Mio.).
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem aufgenommenen Leistungsverkehr zwischen MEDION und Lenovo.
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| 2011 | 2010 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 25,8 | 28,1 | -2,3 | -8,2 |
| Planmäßige Abschreibungen sowie andere zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 4,1 | 4,7 | -0,6 | -12,8 |
| Brutto Cashflow | 29,9 | 32,8 | -2,9 | -8,8 |
| Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen | 33,1 | -89,1 | 122,2 | >100,0 |
| Veränderungen der übrigen Rückstellungen | -17,7 | -29,5 | 11,8 | 40,0 |
| Aus-/Einzahlungen für Steuern | -4,1 | -3,3 | -0,8 | -24,2 |
| Mittelzufluss/Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 41,2 | -89,1 | 130,3 | >100,0 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -1,6 | -4,4 | 2,8 | 63,6 |
| Free Cashflow | 39,6 | -93,5 | 133,1 | >100,0 |
| Einzahlungen durch Abgang eigener Aktien | 0,7 | 0,5 | 0,2 | 40,0 |
| Auszahlungen Dividenden | -10,3 | -8,9 | -1,4 | -15,7 |
| Netto-Zahlungen Finanzverbindlichkeiten | 1,9 | 0,5 | 1,4 | >100,0 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -7,7 | -7,9 | 0,2 | 2,5 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 31,9 | -101,4 | 133,3 | >100,0 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 0,0 | 0,2 | -0,2 | -100,0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres | 123,1 | 224,3 | -101,2 | -45,1 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | 155,0 | 123,1 | 31,9 | 25,9 |
Korrespondierend zu der Veränderung des operativen Ergebnisses hat sich auch der Brutto Cashflow leicht auf € 29,9 Mio. vermindert. Durch eine geringere Mittelbindung im Working Capital und eine im Vorjahresvergleich geringere Inanspruchnahme von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen hat sich entsprechend der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf € 41,2 Mio. erhöht.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit € -1,6 Mio. um € 2,8 Mio. niedriger als im Vorjahr (€ -4,4 Mio.), der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit € -7,7 Mio. auf Vorjahresniveau (€ -7,9 Mio.).
Insgesamt ergibt sich im Berichtsjahr 2011 eine zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelfonds um € 31,9 Mio. auf einen Jahresendstand an freier Liquidität in Höhe von € 155,0 Mio.
Dem Finanzmittelfonds von € 155,0 Mio. (Vorjahr: € 123,1 Mio.) standen zum 31. Dezember 2011 wie bereits im Vorjahr nur geringe Netto-Verbindlichkeiten aus den Asset-Backed-Security-Finanzierungen gegenüber (€ 2,0 Mio., Vorjahr: € 1,9 Mio.), so dass die Stichtagsliquidität annähernd den Zahlungsmitteln beziehungsweise -äquivalenten entspricht.
Als „Net-Cash“ ergibt sich folgender Betrag:
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| 31.12.2011 Mio. € |
31.12.2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Finanzmittelfonds | 155,0 | 123,1 |
| Abzüglich: | ||
| Netto-ABS-Verbindlichkeiten | 2,0 | 1,9 |
| 153,0 | 121,2 |
Der MEDION-Konzern verfügte das ganze Jahr über eine deutlich positive Netto-Cash-Position. Bankkredite mussten im Berichtsjahr nicht aufgenommen werden, es konnte sogar in mittelfristige Geldanlagen investiert werden.
Insgesamt verfügt MEDION mit dem hohen Eigenkapital von € 381,6 Mio., einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 51,7 %, der Liquidität inklusive mittelfristiger Geldanlagen (€ 67,9 Mio.) von € 222,9 Mio. und einem flexiblen und kostengünstigen Finanzierungsinstrument in Form von vertraglich vereinbarten Asset-Backed-Security-Finanzierungsmöglichkeiten sowie dem bestehenden Projektfinanzierungsrahmen (Syndicated Loan) weiterhin über sehr gute Finanzierungsrahmenbedingungen.
Der Lagebericht der MEDION AG und der Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2011 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der MEDION AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
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| 2011 | 2010 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 1.423,8 | 100,0 | 1.632,0 | 100,0 | -208,2 |
| Materialeinsatz | -1.247,3 | -87,6 | -1.451,7 | -89,0 | 204,4 |
| Rohertrag | 176,5 | 12,4 | 180,3 | 11,0 | -3,8 |
| Personalaufwand | -28,2 | -2,0 | -27,7 | -1,7 | -0,5 |
| Sonstige Aufwendungen u. Erträge | -121,0 | -8,5 | -124,0 | -7,6 | 3,0 |
| Abschreibungen | -3,6 | -0,3 | -4,2 | -0,3 | 0,6 |
| EBIT | 23,7 | 1,6 | 24,4 | 1,4 | -0,7 |
| Finanzergebnis | 5,4 | 0,4 | 1,4 | 0,1 | 4,0 |
| EBT | 29,1 | 2,0 | 25,8 | 1,5 | 3,3 |
| Steuern | -3,4 | -0,2 | -4,5 | -0,3 | 1,1 |
| Ergebnis MEDION AG | 25,7 | 1,8 | 21,3 | 1,2 | 4,4 |
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die MEDION AG auf Einzelabschlussbasis einen Umsatz von € 1.423,8 Mio. realisieren (Vorjahr: € 1.632,0 Mio.), was einem Rückgang von € 208,2 Mio. (-12,8 %) entspricht.
Jedoch konnte die MEDION AG erwartungsgemäß trotz verstärkten Preisdrucks im abgelaufenen Geschäftsjahr die Rohmarge von 11,0 % auf 12,4 % erhöhen. Insgesamt blieb der Rohertrag somit trotz des Umsatzrückganges mit € 176,5 Mio. nur leicht unter dem Vorjahr (€ 180,3 Mio.)
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand, gesamt in T€ | 28.222 | 27.641 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 468 | 466 |
| Durchschnittlicher Personalaufwand pro Mitarbeiter in € | 60.303 | 59.315 |
| Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag | 469 | 473 |
Der Personalaufwand der MEDION AG lag 2011 mit € 28,2 Mio. (+2,1 %) über Vorjahresniveau (€ 27,7 Mio.). Zum Bilanzstichtag waren 469 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) bei der MEDION AG beschäftigt (Vorjahr: 473).
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der MEDION AG blieb insgesamt annähernd unverändert. Einem Rückgang der Mitarbeiterzahl in den Bereichen Service und Verwaltung stand dabei ein Aufbau im Vertriebsbereich gegenüber.
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
+/- Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| Vertriebsaufwendungen | -103,1 | -111,3 | 8,2 |
| davon Marketing | -41,7 | -38,5 | -3,2 |
| davon Kundenservice | -37,4 | -48,2 | 10,8 |
| davon Sonstiges | -24,0 | -24,6 | 0,6 |
| Verwaltungsaufwendungen | -17,7 | -13,0 | -4,7 |
| Betriebsaufwendungen | -2,7 | -2,5 | -0,2 |
| Übrige | -2,4 | -2,0 | -0,4 |
| -125,9 | -128,8 | 2,9 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4,9 | 4,8 | 0,1 |
| Saldo | -121,0 | -124,0 | 3,0 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge bei der MEDION AG verringerten sich leicht von € 124,0 Mio. auf € 121,0 Mio. Während bei den Vertriebsaufwendungen der Rückgang der Aufwendungen für den Kundenservice der Entwicklung des Geschäftsvolumens entspricht, wurden die Aufwendungen im Bereich Marketing zum Ausbau der Online- Aktivitäten sowie zur Einführung neuer Produkte erhöht.
Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um € 4,7 Mio. auf € 17,7 Mio. (Vorjahr: € 13,0 Mio.) resultiert hauptsächlich aus Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Anteilserwerb durch Lenovo.
Die Abschreibungen haben sich im Berichtszeitraum infolge von Desinvestitionen um € 0,6 Mio. auf € 3,6 Mio. reduziert (Vorjahr: € 4,2 Mio.). Von den Abschreibungen entfielen € 1,4 Mio. auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Insgesamt konnte die MEDION AG somit im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines Umsatzrückganges von 12,8 % ein Ergebnis (EBIT) von € 23,7 Mio. erzielen, was nur leicht (-2,9 %) unter dem Vorjahr (€ 24,4 Mio.) liegt.
Im Finanzergebnis sind € 3,4 Mio. Beteiligungserträge aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaften enthalten. Im Vorjahr erfolgten keine Ausschüttungen an die MEDION AG. Darüber hinaus waren im Vorjahr im Finanzergebnis Zinsaufwendungen aus erwarteten Zinsen auf Steuernachzahlungen in Höhe von € 0,7 Mio. enthalten.
Wegen der Regelungen zur Mindestbesteuerung in Deutschland fallen trotz der noch bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG effektive Ertragsteuerbelastungen der AG in Vorjahreshöhe von € 3,3 Mio. an. Die Reduzierung der Steuerquote insgesamt ist einerseits begründet durch die Vereinnahmung steuerfreier Dividenden im abgelaufenen Geschäftsjahr, andererseits enthielten die Steueraufwendungen im Vorjahr € 1,1 Mio. Steuerbelastungen für Vorjahre infolge der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2003 bis 2006.
Die MEDION AG konnte somit 2011 einen um € 4,4 Mio. höheren Jahresüberschuss von € 25,7 Mio. erzielen (Vorjahr: € 21,3 Mio.). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, eine Dividende von € 0,21 je gewinnberechtigte Stückaktie auszuschütten.
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 35,1 | 4,8 | 37,2 | 5,5 | -2,1 | -5,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | 35,1 | 4,8 | 37,2 | 5,5 | -2,1 | -5,6 |
| Vorräte | 208,7 | 28,6 | 199,3 | 29,5 | 9,4 | 4,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 235,4 | 32,2 | 262,0 | 38,8 | -26,6 | -10,2 |
| Flüssige Mittel | 139,5 | 19,1 | 91,7 | 13,6 | 47,8 | 52,1 |
| Übrige Vermögenswerte | 112,2 | 15,4 | 85,8 | 12,7 | 26,4 | 30,8 |
| davon: Geldanlagen | 67,9 | 9,3 | 30,0 | 4,3 | 37,9 | 126,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 695,8 | 95,2 | 638,8 | 94,5 | 57,0 | 8,9 |
| Summe Aktiva | 730,9 | 100,0 | 676,0 | 100,0 | 54,9 | 8,1 |
| Eigenkapital | 379,1 | 51,9 | 363,0 | 53,7 | 16,1 | 4,4 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2,8 | 0,4 | 2,5 | 0,4 | 0,3 | 12,0 |
| Steuerrückstellungen | 0,0 | 0,0 | 2,2 | 0,3 | -2,2 | -98,2 |
| Übrige Rückstellungen | 142,3 | 19,5 | 158,5 | 23,4 | -16,2 | -10,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 192,3 | 26,3 | 140,2 | 20,8 | 52,1 | 37,2 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 14,4 | 2,0 | 9,6 | 1,4 | 4,8 | 50,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 349,0 | 47,8 | 310,5 | 45,9 | 38,5 | 12,4 |
| Summe Passiva | 730,9 | 100,0 | 676,0 | 100,0 | 54,9 | 8,1 |
Die Bilanzsumme der MEDION AG erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 54,9 Mio. (+8,1 %) auf € 730,9 Mio. (Vorjahr: € 676,0 Mio.). Der geringeren Mittelbindung in Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt € 17,2 Mio. steht eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 52,1 Mio. gegenüber. Dieses spiegelt sich in einer entsprechend höheren Stichtagsliquidität wider. Neben den um € 47,8 Mio. auf € 139,5 Mio. gestiegenen flüssigen Mitteln erhöhten sich auch die Investitionen in mittelfristige Geldanlagen um € 37,9 Mio. auf € 67,9 Mio. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 53,7 % im Vorjahr auf 51,9 %.
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| 2011 | 2010 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jahresüberschuss | 25,7 | 21,3 | 4,4 | 20,7 |
| Planmäßige Abschreibungen sowie andere zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 3,9 | 4,0 | -0,1 | -2,5 |
| Brutto Cashflow | 29,6 | 25,3 | 4,3 | 17,0 |
| Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen | 60,5 | -79,1 | 139,6 | >100,0 |
| Veränderungen der übrigen Rückstellungen | -18,4 | -29,0 | 10,6 | >100,0 |
| Mittelzufluss/Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 71,7 | -82,8 | 154,5 | >100,0 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -1,5 | -3,6 | 2,1 | 58,3 |
| Free Cashflow | 70,2 | -86,4 | 156,6 | >100,0 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -9,6 | -8,3 | -1,3 | -15,7 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 60,6 | -94,7 | 155,3 | >-100,0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres | 126,7 | 221,4 | -94,7 | -42,8 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | 187,3 | 126,7 | 60,6 | 47,8 |
Durch die verringerte Mittelbindung im Working Capital und den erhöhten Jahresüberschuss hat sich entsprechend der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf € 71,7 Mio. erhöht. Während sich der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit leicht verringerte, erhöhte sich der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit durch eine in 2011 für 2010 höhere ausgeschüttete Dividende (€ 0,23 je Aktie; in 2010 für 2009 € 0,20 je Aktie).
Insgesamt ergibt sich somit für die MEDION AG eine zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelfonds von € 60,6 Mio. auf einen Jahresendstand an freier Liquidität in Höhe von € 187,3 Mio.
Die Anzahl der im MEDION-Konzern im Jahr 2011 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat sich umgerechnet auf Vollzeitäquivalente von 1.007 im Vorjahr um 0,6 % auf 1.013 erhöht. Davon entfielen auf die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften 888 (Vorjahr: 875) und auf die ausländischen Gesellschaften 125 (Vorjahr: 132).
Einhergehend mit den leicht gestiegenen Personalzahlen ist im Berichtsjahr ein leichter Anstieg der Personalkosten zu verzeichnen. Diese Entwicklung geht mit einem höheren Grad der Spezialisierung und Professionalisierung einiger Funktionen innerhalb des MEDION-Konzerns in 2011 einher.
Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr mit € 49,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ 48,5 Mio.) um € 0,6 Mio. (1,2 %) erhöht.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung der Mitarbeiterzahlen zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahresstichtag.
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| Inland | Anzahl 2011 | Anzahl 2010 | +/- Anzahl | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Vertrieb | 291 | 276 | 15 | 5 |
| Service | 483 | 491 | -8 | -2 |
| Verwaltung | 123 | 134 | -11 | -8 |
| 897 | 901 | -4 | 0 | |
| Ausland | ||||
| Vertrieb | 34 | 35 | -1 | -3 |
| Service | 71 | 86 | -15 | -17 |
| Verwaltung | 13 | 14 | -1 | -7 |
| 118 | 135 | -17 | -13 | |
| Gesamt | ||||
| Vertrieb | 325 | 311 | 14 | 5 |
| Service | 554 | 577 | -23 | -4 |
| Verwaltung | 136 | 148 | -12 | -8 |
| 1.015 | 1.036 | -21 | -2 |
Aufgrund des rasanten Unternehmenswachstums in den Jahren bis 2004 und des damit verbundenen schnellen Personalaufbaus weisen die bei MEDION beschäftigten Mitarbeiter ein relativ junges Durchschnittsalter und eine relativ kurze Beschäftigungsdauer auf. Im Berichtsjahr waren bei der MEDION AG und deren inländischen Tochtergesellschaften 40,4 % Frauen (Vorjahr: 38,9 %) und 59,6 % Männer (Vorjahr: 61,1 %) beschäftigt.
Das Durchschnittsalter hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert und lag in 2011 bei 37,4 Jahren (Vorjahr: 37,0). Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Altersstruktur der Mitarbeiter, getrennt nach Frauen und Männern.

Die Durchschnittsdauer der Beschäftigung bei der MEDION AG und deren inländischen Tochtergesellschaften lag im Jahr 2011 bei ca. 6,8 Jahren (Vorjahr: 6,1 Jahre).

Die Krankenstatistik im Bereich der MEDION AG lag im Berichtsjahr bei 3,0 % (Vorjahr: 2,7 %) und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 3,7 % (Vorjahr: 3,7 %).
Die hohe Motivation und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens. Aufgrund einer schlanken Organisationsform und schneller Entscheidungswege werden unsere Mitarbeiter in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen. Die Nähe zu unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig, um die immer komplexer werdenden Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Bereichen an die veränderten Marktbedingungen und damit verbundenen steigenden Anforderungen anzupassen.
Bei der Besetzung von vakanten Positionen legen wir großen Wert darauf, einerseits die Fähigkeiten und Potentiale von Mitarbeitern, andererseits aber auch deren persönliche Karriereziele zu berücksichtigen. Dies beinhaltet, dass Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg persönlich begleitet und für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden. Damit werden eine zielgerichtete, interne Stellenbesetzung gefördert, Einarbeitungszeiten reduziert und den Mitarbeitern somit interessante Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.
MEDION investiert in ein positives Arbeitsumfeld. Modern ausgestattete Arbeitsplätze, interessante Jobinhalte sowie das umfangreiche Sportangebot auf der eigenen Sportanlage auf unserem Firmengelände, der ehemaligen Gustav-Heinemann-Kaserne, tragen zu einem produktiven Arbeitsklima bei.
Mitarbeiter haben im Rahmen von Einarbeitungsplänen die Möglichkeit, sich schnell in die Unternehmensstrukturen und -prozesse einzufinden. Praktikanten können „on the Job“ Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der gesamten Supply Chain gewinnen.
Bei der Zusammenstellung unserer Belegschaft legen wir Wert auf Vielfalt – ungeachtet von Nationalität, Religion, Rasse, Geschlecht oder ethnischer Herkunft.
MEDION legt großen Wert auf eine offene und freundliche Unternehmenskultur sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung und den einzelnen Mitarbeitern.
Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem konstruktiven Miteinander geprägt.
Vorstand und Mitarbeitervertretung sind gemeinsam davon überzeugt, dass sozialkompetente Verhaltensweisen das Betriebsklima nachhaltig positiv beeinflussen, die Arbeitsprozesse verbessern, damit die Produktivität und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und somit vielfältige positive Auswirkungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter bringen. Aus diesem Grunde gibt es im MEDION-Konzern eine Reihe von wichtigen Betriebsvereinbarungen, die zum einen der langfristigen Mitarbeiterbindung und zum anderen einer den Markterfordernissen angepassten höheren Flexibilisierung innerhalb des Unternehmens dienen.
Im Berichtsjahr haben sich die Unternehmensleitung und die Mitarbeitervertretung auf eine neue Form von Jubiläumszuwendungen geeinigt, die ab einer fünfjährigen Betriebszugehörigkeit im Fünf-Jahres-Rhythmus in Kraft tritt. Im jeweiligen Jubiläumsjahr hat der Mitarbeiter einmalig Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub.
Bei den Führungskräften sind flächendeckend Vergütungssysteme eingeführt, die sich aus einem Fixum und einem variablen Anteil auf der Basis von individuellen Zielvereinbarungen zusammensetzen. Die individuellen Zielvereinbarungen werden dabei anhand von unternehmensbezogenen und persönlichen Zielen festgelegt.
Darüber hinaus wurden den Mitarbeitern externe Weiterbildungsmaßnahmen und IT-bezogene Schulungen angeboten, die im Bereich SAP R/3 durch ein SAP-Inhouse-Competence-Center und im Bereich von Microsoft Office durch die neu gegründete MEDION Trainings Akademie intern durchgeführt wurden. Des Weiteren wurde im Rahmen des so genannten WeGebAU-Projektes mit großem Erfolg ein modular aufgebautes Qualifizierungsprogramm für den Vertrieb und vertriebsnahe Funktionen zur Förderung von Kenntnissen im Projektmanagement durchgeführt.
MEDION beteiligt sich aktiv an der betrieblichen Ausbildung junger Menschen. Im Jahr 2011 waren insgesamt 59 (Vorjahr: 49) Auszubildende im MEDION-Konzern beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 6,2 % (Vorjahr: 5,2 %). Die Auszubildenden teilen sich auf folgende Ausbildungsgänge auf: 25 kaufmännische, 7 technische, 23 im Dialogmarketing sowie 4 Mediengestalter. Da MEDION ausschließlich für den eigenen Bedarf ausbildet, können wir in der Regel allen Ausgebildeten ein Arbeitsplatzangebot unterbreiten.
Bei MEDION ist man immer auf der Suche nach neuen Ideen. Und dies nicht nur bei der Positionierung der Marke MEDION als Technologieführer und Innovator, sondern auch wenn es darum geht, wie wir mit den uns anvertrauten Ressourcen umgehen.
Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit nehmen weiterhin eine zentrale Rolle bei MEDION ein. Diese Aktivitäten werden im Bereich „Corporate Social Responsibility“ zentral gebündelt.
Die damit verbundene Zielsetzung ist es, sämtliche Prozesse innerhalb unseres Unternehmens, aber auch im Zusammenspiel mit unseren externen Partnern, systematisch und kontinuierlich zu verbessern. Dabei kommt der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sowie nationaler wie internationaler Standards eine hohe Bedeutung zu. Dieser Anspruch betrifft alle Funktionen und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette unseres Unternehmens – von den Rohstoffen über Produktion und Logistik bis hin zur Anwendung und Entsorgung unserer Produkte. Innerhalb unseres Einflussbereiches erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr standardmäßige Prozessaudits, die von unabhängigen akkreditierten Prüfunternehmen durchgeführt wurden.
Im Jahr 2011 wurde geprüft, wie es zur Schonung der Wälder erreicht werden kann, so wenig Papier wie nötig zu verbrauchen. Zu diesem Zweck wurde analysiert, an welchen Arbeitsplätzen eigene Drucker zur Verfügung gestellt werden müssen, und wo dies möglich durch Netzwerkdrucker, die von mehreren Mitarbeitern genutzt werden können, ersetzt. Des Weiteren wurden die Mitarbeiter noch intensiver in der Nutzung von IT-Geräten unterwiesen, um diese möglichst umweltschonend einzusetzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden gleich zwei umweltfreundliche Projekte durchgeführt. Mit der Einführung einer E-Learning-Plattform konnte sichergestellt werden, dass die MEDION Mitarbeiter/-innen Online-Trainings absolvieren können, ohne hierfür Schulungsunterlagen in Papierform zu benötigen. Des Weiteren wurden verschiedene Unternehmensprozesse mit dem E-POSTBRIEF abgedeckt, so dass insgesamt der Papierverbrauch zurückgegangen ist. Das Bewerbermanagement bei MEDION ist online-basiert und damit ressourcenschonend. Interessierte Kandidaten haben die Möglichkeit, sich auf dem Karriereportal von MEDION online zu bewerben – ganz bequem und papierlos. Darüber hinaus haben wir ein umweltschonendes, modulares Verpackungskonzept entwickelt, das weg von vollflächig bedruckten Kartonagen hin zu einfachen Umkartons mit Labels führt. Die Mülltrennung auf unserem Firmengelände, der ehemaligen Gustav-Heinemann-Kaserne, in Papier und Restmüll ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine nachhaltige Umwelt.
Der Arbeits- und Gesundheitsschutz genießt einen hohen Stellenwert bei MEDION. Wir legen großen Wert darauf, unsere Mitarbeiter gesund und leistungsfähig zu erhalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Angebote zu Gesundheits-Checks von vielen Mitarbeitern genutzt. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführte Raumbelegungsanalyse hat gezeigt, dass die Arbeitsplätze den gesetzlichen Anforderungen vollends gerecht und optimal genutzt werden. Es ist unser Bestreben, Verbesserungspotentiale zu identifizieren, Unfälle zu vermeiden und arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu minimieren.
MEDION engagiert sich für eine Reihe von gesellschaftlichen Themen – in guten wie in schlechten Zeiten. Hierzu zählt die Unterstützung von Menschen in Not genauso wie die Förderung von Kultur und Sport.
Im Rahmen einer unternehmensweiten Spendenaktion hat MEDION gemeinsam mit seinen Mitarbeitern die Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Essen mit finanziellen Mitteln unterstützt. Es wurden die Einnahmen einer Tombola genutzt, um sich sozial für diese Herzensangelegenheit zu engagieren. Das Projekt „via Internet“ wurde gefördert, welches den kleinen Patienten den Kontakt zur Außenwelt aufrecht erhalten soll.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die MEDION Mitarbeiter/-innen am Essener Unternehmenslauf beteiligt sowie mit der MEDION eigenen Drachenbootmannschaft, den „MEDION Dragons“ wieder mehrere regionale Regatten erfolgreich bestritten.
Mit all diesen Aktivitäten und Projekten legen wir uns die Selbstverpflichtung auf, als Teil der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung künftiger Generationen zu leisten.
MEDION arbeitet sehr eng mit den führenden Herstellern von Komponenten und Produkten aus den Bereichen Multimedia und Unterhaltungselektronik sowie Telekommunikation zusammen. Dadurch besteht seit Jahren auch ein ständiger Zugang zu den neuesten Ergebnissen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Entsprechend dem MEDION-Geschäftsmodell erfolgt jedoch eine Konzentration darauf, innovative Technologien schnell einem breiten Konsumentenkreis zugänglich zu machen. MEDION verfügt daher über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich so genannter Basistechnologien.
Allerdings arbeitet MEDION in zahlreichen Projekten zusammen mit anderen Partnern daran, im Rahmen der Digitalisierung die Integration der PC-/Multimedia-Technologie mit den Geräten der klassischen Unterhaltungselektronik voranzubringen. MEDION wird dabei von führenden Technologiepartnern wegen seiner Fähigkeit als schneller Technologieintegrator von neuen Anwendungen für den Massenmarkt geschätzt. 2011 wurde die Integration von digitalen Multimedia-Anwendungen und hochauflösenden Grafikanwendungen in Notebooks und Desktop-PCs von MEDION-Ingenieuren gemeinsam mit Partnern internationaler Konzerne weiterentwickelt und in serienreife Produktangebote umgesetzt. Darüber hinaus wurde im Dezember 2011 der erste MEDION Tablet-PC mit neuen Software-Applikationen, Zugang zum weltweiten Markt so genannter Apps und neuen, innovativen integrierten Multimedia-Funktionalitäten auf den Markt gebracht. Das MEDION LIFETAB erhielt für Benutzerfreundlichkeit und die schnelle Nutzbarkeit der verwendeten neuen Technologien für Tablet-PCs verschiedene Auszeichnungen und sehr gute Testergebnisse.
Nicht zuletzt belegen die vielen weiteren guten Testergebnisse und zahlreichen Auszeichnungen im In- und Ausland, unter anderem „Bestes Produkt des Jahres 2011“, dass MEDION-Produkte technologisch und bei der anwenderorientierten Bedienung führend sind.
MEDION verpflichtet sich zu den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Mitarbeiter der MEDION AG identifizieren sich mit diesen Grundsätzen. MEDION erachtet die Verpflichtung zur Corporate Governance als wichtige Maßnahme zur Vertrauenssteigerung gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit auf nationalen und internationalen Märkten.
Im Jahr 2011 hat die „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ keinerlei Änderungen am Kodex beschlossen. Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 5. Dezember 2011 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 6. Dezember 2011 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert zu den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können.
Zuvor hatte die „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ am 26. Mai 2010 Empfehlungen beschlossen, nach denen der Aufsichtsrat künftig konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benennen soll. Der Aufsichtsrat sieht die Ziele der Zusammensetzung seines Gremiums insbesondere an den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells von MEDION ausgerichtet, das in dieser Form kein direkt vergleichbares Wettbewerbsunternehmen kennt.
Bei MEDION bestand der Aufsichtsrat daher aus einem branchenfremden Industrievertreter mit großem Know-how in logistischen Prozessen, weltweitem Handel und Dienstleistungen, einem international anerkannten Finanzfachmann, der über zehn Jahre Finanzvorstand einer international operierenden Gesellschaft war, und einem ausgewiesenen Kenner der Finanzmärkte, der über 30 Jahre Leitungsfunktionen in einer internationalen Bank wahrgenommen hat. Der in dieser Zusammensetzung in der Hauptversammlung am 12. Mai 2006 gewählte Aufsichtsrat ist im besonderen Maße geeignet, bei der unternehmensspezifischen Situation von MEDION Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrzunehmen, da in der von schnellen Entwicklungen geprägten internationalen Welt der Consumer-Electronics-Produkte und der Ausrichtung von MEDION auf die internationalen Handelsketten gerade die Kenntnisse der Prozesse international agierender Handelsunternehmen sowie das damit verbundene Finanztransaktions-Know-how entscheidend sind. Von daher hat auch die Hauptversammlung am 18. Mai 2011 den amtierenden Aufsichtsrat unverändert wiedergewählt. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 wurden zwei Vertreter von Lenovo in den Aufsichtsrat gewählt.
MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt. Aufgrund der besonderen Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung bisher nicht vorgesehen. Darüber hinaus enthält die erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2) bisher keine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Bestandteile, da bei dem Geschäftsmodell von MEDION die Ermittlung, Objektivierung und Quantifizierung langfristiger Erfolgsparameter schwierig ist.
Der ausführliche Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Corporate Governance im MEDION-Konzern findet sich im Geschäftsbericht.
Der Vorstand der MEDION AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr seinen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) an den Aufsichtsrat erstattet und folgende Schlusserklärung abgegeben:
„Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen.“
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die variable Vergütung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Festlegung der Gesamtvergütungsstruktur des Vorstandes und die Angemessenheit der Vergütungen.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in eine variable Vergütung einfließen. Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Nebenleistungen umfassen Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Zurverfügungstellung von Versicherungen sowie von Dienstwagen bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Kredite oder Gehaltsvorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die erfolgsabhängige Tantieme für Gerd Brachmann und Christian Eigen bemisst sich nach dem Zielerreichungsgrad des am Anfang des Geschäftsjahres schriftlich mit dem Aufsichtsrat vereinbarten Unternehmensziels, das sich am EBIT orientiert. Für bestimmte außerordentliche Belastungen/Erträge sind Korrekturen des EBIT vorgesehen.
Darüber hinaus bestand bis zum 31. Dezember 2011 zusätzlich ein Anspruch auf eine aktienbasierte Vergütung nach folgender Maßgabe: Die Anzahl von Aktien der MEDION AG wurde für die einzelnen Vorstandsmitglieder individuell für die Laufzeit der Verträge definiert und war ebenfalls abhängig vom Zielerreichungsgrad der im Vorhinein schriftlich vereinbarten persönlichen Ziele. Der Anspruch auf Zuteilung der Aktien wurde jährlich einen Monat nach Feststellung des Jahresabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr fällig. Die Anzahl der Aktien war auf Basis des Schlusskurses am Tage der Bilanzpressekonferenz zu ermitteln. Es waren zweijährige Sperrfristen sowie weitere Bedingungen für die Zuteilung, den Verkauf beziehungsweise die Übertragung der Aktien bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2011 wurde im Zuge der Regelungen der ab dem 1. Januar 2012 geltenden neuen Vorstandsverträge zwischen Vorstand und Aufsichtsrat vereinbart, dass die bisher gewährte aktienbasierte Vergütung aufgrund des Übernahmeangebotes durch Lenovo in bar zu entrichten ist. Die ab dem 1. Januar 2012 geltenden neuen Vorstandsverträge sehen wieder aktienbasierte langfristige Vergütungsbestandteile vor, die sich jetzt jedoch auf Lenovo Aktien beziehen.
Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 T€ 2.258. Der vergleichbare Vorjahresbetrag liegt bei T€ 2.408.
Einzelheiten der Vergütungen für den Gesamtzeitraum des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der erfolgten vertraglichen Änderungen ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:
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| 2011 | Werte in T€ |
Gerd Brachmann | Christian Eigen | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Fixum | 570 | 475 | 1.045 |
| Nebenleistungen | |||
| Dienstwagen | 31 | 21 | 52 |
| Versicherungen | 1 | 2 | 3 |
| 32 | 23 | 55 | |
| Erfolgsabhängige Vergütung | |||
| Tantieme* | 317 | 264 | 581 |
| Aktienbasierte Vergütung** | 306 | 271 | 577 |
| 623 | 535 | 1.158 | |
| Gesamtsumme | 1.225 | 1.033 | 2.258 |
| Zuführung Pensionsrückstellung | 218 | 95 | 313 |
| 2010 | Werte in T€ | |||
| Fixum | 570 | 475 | 1.045 |
| Nebenleistungen | |||
| Dienstwagen | 31 | 21 | 52 |
| Versicherungen | 0 | 2 | 2 |
| 31 | 23 | 54 | |
| Erfolgsabhängige Vergütung | |||
| Tantieme | 432 | 361 | 793 |
| Aktienbasierte Vergütung | 252 | 264 | 516 |
| 684 | 625 | 1.309 | |
| Gesamtsumme | 1.285 | 1.123 | 2.408 |
| Zuführung Pensionsrückstellung | 232 | 106 | 338 |
* In 2011 wurden zudem Tantiemebeträge für das Vorjahr 2010 für Herrn Brachmann in Höhe von T€ -11 und für Herrn Eigen in Höhe von T€ 54 verbucht.
** Die aktienbasierte Vergütung erfüllte die MEDION AG grundsätzlich aus dem Bestand eigener Aktien, die in den vorangegangenen Aktienrückkaufprogrammen erworben worden sind. Für das Jahr 2011 ist im Zuge der neuen Vorstandsvergütung ab dem 1. Januar 2012 eine Entrichtung in bar vereinbart.
In der obigen Tabelle sind ferner Einzelheiten zu den Zuführungen zur Pensionsrückstellung der Vorstandsmitglieder aufgeführt. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.
Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.
Im Berichtsjahr wurden die Pensionsrückstellungen für die Vorstandsmitglieder um insgesamt T€ 313 erhöht. Dieser Betrag setzt sich aus den so genannten Dienstzeitaufwendungen (Service Cost: T€ 128) und den Zinsaufwendungen (Interest Cost: T€ 185) zusammen.
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Aufsichtsratsvergütungen sind in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten bis zum Geschäftsjahr 2011 je eine Vergütung, die sich zusammensetzt aus einem festen Bestandteil von T€ 30 und einem variablen Bestandteil in Höhe von 0,07 % des Bilanzgewinns der Gesellschaft, dieser vermindert um einen Betrag von 4 % der auf das Grundkapital geleisteten Einlagen. Der variable Bestandteil wird auf einen Betrag begrenzt, der sich aus einem Bilanzgewinn der Gesellschaft von höchstens € 50,0 Mio. ergibt. Die Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Doppelte und für seinen Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die Vergütung ist zahlbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit.
Insgesamt beträgt die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011 T€ 205. Der vergleichbare Vorjahresbetrag liegt bei T€ 196. In individualisierter Form setzt sich die Vergütung für 2011 wie folgt zusammen:
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| 2011 | Werte in € |
Dr. Stützle Vorsitzender | Dr. Vater Stellv. Vorsitzender | Hr. Julius Mitglied | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Vergütung, variabel | 16.651,34 | 15.957,53 | 15.957,53 | 48.566,41 |
| Vergütung, fix | 30.000,00 | 28.750,00 | 28.750,00 | 87.500,00 |
| Summe | 46.651,34 | 44.707,53 | 44.707,53 | 136.066,41 |
| Faktor | x2 | x1,5 | x1 | |
| Gesamtsumme | 93.302,68 | 67.061,30 | 44.707,53 | 205.071,52 |
| 2010 | Werte in € | ||||
| Vergütung, variabel | 13.573,08 | 13.573,08 | 13.573,08 | 40.719,24 |
| Vergütung, fix | 30.000,00 | 30.000,00 | 30.000,00 | 90.000,00 |
| Summe | 43.573,08 | 43.573,08 | 43.573,08 | 130.719,24 |
| Faktor | x2 | x1,5 | x1 | |
| Gesamtsumme | 87.146,16 | 65.359,62 | 43.573,08 | 196.078,86 |
Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen beziehungsweise Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Ab dem Geschäftsjahr 2012 gilt eine von der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 beschlossene neue Vergütungsstruktur, die aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages keinerlei erfolgsorientierte Bestandteile mehr enthält.
Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der MEDION-Geschäftsstrategie. Es dient dazu, in einem strukturierten Prozess die wesentlichen Risikofelder laufend zu beobachten, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergreifen zu können.
Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind die verantwortlichen Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen verpflichtet, die spezifischen Risikofelder im eigenen Aufgabenbereich zu beobachten, die Risikoausprägungen zu messen und das Eingehen unangemessener Risiken zu vermeiden. Sie berichten die Risikoposition in regelmäßigen Abständen unter Zuhilfenahme der unternehmensinternen Kontrollsysteme an das Controlling und bei Bedarf unmittelbar und ad hoc an die Unternehmensleitung.
Kernelement des MEDION-Risikomanagementsystems ist ein integratives Management-Informationssystem, welches als dynamisches Informations- und Steuerungsinstrument dient. In diesem verankert ist ein umfassendes Frühwarnsystem für alle Unternehmensbereiche. Durch Verzahnung verschiedener Managementberichte werden operative Kennzahlen, die zur täglichen Kurzfriststeuerung dienen, direkt unter dem Aspekt eines Planerreichungsgrades im Sinne der konzernweiten operativen und finanzwirtschaftlichen Ziele betrachtet. Hiermit zusammenhängend dient eine Balanced Scorecard als Instrument des Risikomanagementsystems, um die Umsetzung definierter Maßnahmen zur Steuerung risikorelevanter Positionen zu messen.
Wesentliche weitere Elemente des integrierten MEDION-Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem und die Interne Revision.
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) dient der Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Prinzipien sind das Prinzip der Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in Organisationsanweisungen dokumentiert.
Die Interne Revision führt bei MEDION im Auftrag des Vorstandes auf der Basis konkret vereinbarter Projekte prozessunabhängige Kontrollen in allen Unternehmensbereichen durch. Der Revisionsplan wird zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen und abgestimmt. Bei der Feststellung des Prüfungsplans werden die zum Zeitpunkt der Erstellung vorliegenden Risikoeinschätzungen berücksichtigt. Unterjährig erfolgen Plananpassungen, soweit diese aufgrund der Aktualität der Themen notwendig sind. Ausgewählte Themen, die eine höhere aufgabenspezifische Fachkompetenz benötigen, werden an externe Dienstleister übertragen. Die Berichterstattung erfolgt unmittelbar an den Vorstand, der dem Aufsichtsrat berichtet.
Das MEDION-Geschäftsmodell ist auf den Absatz von Consumer-Electronics-Produkten und komplementären Dienstleistungen mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis in großen Stückzahlen für den Konsumentenmarkt ausgerichtet. Der größte Umsatzanteil wird mit Kunden aus dem Discount-Retailer-Segment abgewickelt, ein weiterer Schwerpunkt mit deutlich geringerem Umsatzanteil liegt im Vertrieb über Consumer-Electronics-Fachmärkte. Daneben wird über die Website des MEDIONshops der Direktverkauf von Produkten angeboten. Branchentypisch für den Bereich Consumer Electronics sind in der unterjährigen Verteilung das erste und insbesondere das vierte Quartal umsatzstark, wohingegen das zweite und dritte Quartal geringere Umsatzvolumina zeigen.
MEDION ist wie jedes Unternehmen, das im Konsumgüterbereich tätig ist, stark von der Kaufkraft und Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Während die Kaufkraft von gesamtwirtschaftlichen Parametern wie Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsen und Arbeitslosigkeit beeinflusst wird, hängt die Kaufneigung stark von weichen Faktoren wie etwa der wirtschaftlichen Grundstimmung und dem Verbrauchervertrauen ab. Aufgrund des Absatzschwerpunktes über große Handelsketten ist MEDION wesentlich von der Kaufneigung der Verbraucher und den darauf gerichteten Absatzerwartungen seiner großen Kunden in diesem Marktsegment abhängig.
Sofern jedoch rezessive Tendenzen auf die Wirtschaft mit sinkenden Aufträgen durchschlagen, kann sich auch die Konsumneigung der Verbraucher verschlechtern und im Extremfall zu kurzfristigen Veränderungen im Bestellverhalten der Kunden führen, mit durchaus deutlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MEDION.
Die MEDION-Kunden gehören zu den namhaften Adressen des internationalen Retail-Marktes. Durch den Projektcharakter des Geschäftes werden mit einzelnen Kunden in kurzen Zeiträumen hohe Umsatzvolumina realisiert. Im Rahmen dieses seit langen Jahren erfolgreichen Geschäftsmodells ist die Vertriebstätigkeit auf die wenigen sehr leistungsfähigen Partner im Retail-Markt ausgerichtet. MEDION unterhält daher Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Andererseits können sich durch den Hinzugewinn einzelner Kunden oder Projekte auch große Umsatzveränderungen zum Positiven ergeben. Dabei ist MEDION aufgrund seiner führenden Wettbewerbsposition und des guten Verhältnisses von Qualität, Design und Preis der Produkte national wie international ein attraktiver Partner für seine Kunden und verfügt über stabile Kundenbeziehungen. Es ist derzeit nicht ersichtlich, dass wesentliche Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.
Den im Bereich hochwertiger Produkte der Consumer Electronics aufgrund der dynamischen technologischen Entwicklung typischerweise innewohnenden Bestandsrisiken der technologischen Veralterung und den damit verbundenen Abwertungsrisiken begegnet MEDION durch eine strikte Anwendung des Build-to-Order-Prinzips. Bei den Vorratsbeständen handelt es sich daher im Wesentlichen um bereits fest disponierte Ware im Projektgeschäft beziehungsweise um Serviceware für Reparatur und Austausch im After-Sales-Service-Prozess.
Die für den Direktverkauf bereitgestellte Ware beruht auf einer rollierenden, den täglich ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung mit kurzen Produktzyklen. Damit werden eine kurze Zeitspanne zwischen Beschaffung und Absatz und eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte große Flexibilität im Produktmix erreicht und damit die Bestandsrisiken auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Bestandsdisposition und -bewertung wird durch ein prozessunabhängiges Bestandscontrolling überwacht und gesteuert.
Bei den MEDION-Handelskunden besteht ein allgemeines Abverkaufsrisiko für die georderten Waren. Durch gezielte Marktforschung, Testaktionen bei Produktneueinführungen und dosierte Mengenplanungen wird dieses Risiko der MEDION-Handelspartner in engen Grenzen gehalten. Aufgrund der in weiten Teilen des Handels in einem zeitlich begrenzten Zeitraum üblichen Geld-zurück-Garantie haben die Konsumenten das Recht, auch funktionell einwandfreie Ware als Retourenware an den Handel zurückzugeben. Diese Retourenwaren werden zumeist an den Hersteller weitergeleitet und von diesem einer alternativen Vermarktung zugeführt. Solche Bestände unterliegen einem besonderen Abverkaufsrisiko. MEDION hat in Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit den Handelskunden Verfahren entwickelt und vereinbart, um Missbräuche im Retourenprozess zu verhindern und die Risiken aus der Rückgabe einwandfreier Waren zu begrenzen. Im Hinblick auf die Zweitvermarktung von Retourenwaren hat MEDION durch ein gezieltes Retourenmanagement die Prozesssteuerung und die Abverkaufskanäle über Dritte optimiert und ergänzend dazu durch den MEDION-Outlet-Store und den Abverkauf über den MEDIONshop im Internet eigene Vertriebswege für eine Folgevermarktung geschaffen. Durch dieses Bündel von Maßnahmen konnte die Risikoposition verbessert werden.
Die zukünftige Zusammenarbeit mit Lenovo wird keine negativen Auswirkungen auf das Risikoprofil von MEDION haben, auch wenn das bisherige Consumer-Geschäft von Lenovo weniger einen Projektcharakter als das MEDION-Kerngeschäft hat. Strategie ist, die jeweils sichersten und effizientesten Prozesse für die unterschiedlichen Vertriebswege zu nutzen.
MEDION reduziert das Bonitätsrisiko dadurch, dass sich die Vertriebsaktivitäten im Wesentlichen auf international tätige Handelskonzerne mit A-Bonitäten konzentrieren. Kunden, die nicht in diese Kategorie fallen, haben für MEDION nur untergeordnete Bedeutung und werden größtenteils rückversichert beziehungsweise nur gegen Garantien oder auf Vorkasse beliefert.
An dieser Vorgehensweise wird auch zukünftig in der Zusammenarbeit mit Lenovo festgehalten. Darüber hinaus wird durch punktuelle Nutzung externer Vertriebspartner ein potentielles Risiko vermieden.
Kern des MEDION-Geschäftsmodells ist die Vermarktung von attraktiven und zunehmend designorientierten Trendprodukten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an breite Käuferschichten. Neue Produkte schaffen neue Absatzchancen, sind jedoch erst nach einer gewissen Zeit in Abhängigkeit vom individuellen Produktlebenszyklus ausgereift und preislich für den Massenmarkt tauglich. Ältere Produkte unterliegen bei dem schnellen technologischen Wandel dem Risiko der technischen Veralterung, verlieren damit schnell an Attraktivität und sind einem hohen Preisverfall ausgesetzt. Die Herausforderung liegt darin, die richtige Produktidee zum richtigen Zeitpunkt zu platzieren.
MEDION verfügt über ein über viele Jahre gewachsenes Einkaufsnetzwerk. Über diesen Kanal wird eine Vielzahl von Ideen generiert und an die Kunden herangetragen. Daneben werden ständig die neuesten Erkenntnisse der Marktforschung ausgewertet und durch eigene Präsenz auf wichtigen Messen und im unmittelbaren Kontakt mit innovativen und sehr leistungsfähigen Herstellern aktiv neue attraktive Produktideen gesucht. Im MEDION-Produktmanagement arbeiten durchweg erfahrene Mitarbeiter, die über langjährige Markt- und Branchenkenntnisse verfügen. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu den im Markt generierten Neuheiten und Trends und beurteilen diese Entwicklungen in Kreativteams systematisch auf ihre Tauglichkeit für die Vermarktung im Massenmarkt.
Aus diesem systematischen Ansatz heraus hat sich MEDION im Markt sowohl bei den Kunden als auch bei den Lieferanten einen guten Namen als schneller und leistungsfähiger Technologieintegrator für den Massenmarkt gemacht. Nicht zuletzt wurden darüber auch die Ideen zu den erfolgreich eingeführten Dienstleistungen generiert und umgesetzt.
MEDION greift bei wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette auf externe Partner zurück. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Produkten und Komponenten, für die Abwicklung logistischer Prozesse und zunehmend auch für Prozesse im After-Sales-Service. Insofern ist MEDION sowohl qualitativ als auch preislich auf eine Vielzahl von Partnern angewiesen. Insbesondere die Beschaffungsmärkte für PC-Komponenten und Logistikdienstleistungen sind hinsichtlich Verfügbarkeiten und Preisen teilweise volatil. Strukturell ist der Markt dabei von einer hohen Preisvolatilität bei wichtigen Bauteilen und Komponenten (zum Beispiel Speicherkomponenten und CPUs) geprägt, der teilweise durch die Entwicklung der Fremdwährungsparitäten gegenüber dem Dollar und dem Britischen Pfund noch verstärkt wird. Da die Preisentwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt unmittelbar auch auf die Absatzpreise durchschlagen, führt diese Entwicklung zu tendenziell sinkenden Stückpreisen in vielen wesentlichen MEDION-Produktbereichen und zu einem entsprechenden preisbedingten Druck auf die Umsatzentwicklung.
Potentielle Risiken für MEDION bestehen im Falle des Konkurses von Lieferanten, was die Nichtrealisierung des Kundenprojektes zur Folge hätte beziehungsweise bei einem nachgelagerten Konkurs den Ausfall des After-Sales-Service. MEDION begegnet diesem Risiko durch Konzentration auf große, international bekannte Hersteller.
Potentielle Risiken könnten sich durch Lieferengpässe bei Hauptlieferanten ergeben und zu Preisrisiken und gegebenenfalls Umsatzeinbußen führen. MEDION verfügt jedoch aufgrund des großen, über viele Jahre hinweg gewachsenen Einkaufsnetzwerkes über sehr stabile Lieferantenbeziehungen und wird bedingt durch die hohen Beschaffungsvolumina in der Regel als A-Kunde eingestuft und bei Kapazitätsengpässen bevorzugt beliefert.
Weitere potentielle Risiken können durch Qualitätsmängel bei den Produkten erwachsen und insbesondere im Bereich der Service- und After-Sales-Kosten zu höherem Aufwand führen und eine Imageschädigung nach sich ziehen. MEDION bezieht seine Waren von international führenden Herstellern mit hohen Qualitätsstandards, die grundsätzlich das Qualitätsrisiko tragen. Um eine größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der Produktqualität zu gewährleisten und Probleme möglichst in einem frühen Stadium des Projektes zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können, führt MEDION vor, während und nach der Produktion eigene Qualitätskontrollen zumeist vor Ort beim Lieferanten durch.
Die genannten potentiellen Risiken werden durch die Zusammenarbeit mit Lenovo jedoch in weiten Teilen minimiert werden können.
Neben der professionellen Projektabwicklung im Verkaufs- und Beschaffungsprozess ist ein hocheffizienter und verlässlicher After-Sales-Prozess der wesentliche Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Markterfolg. Bei Beeinträchtigung der Servicequalität kann es zu Imagebeeinträchtigungen und negativen Folgen für die Kundenbeziehungen, das Ansehen und die Akzeptanz der Marke MEDION kommen. Um im Bereich der After-Sales-Prozesse ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, werden nur erfahrene Dienstleister eingesetzt. Die Auftragsabwicklung wird laufend dokumentiert und die Arbeitsergebnisse und die Effektivität über ein parallel laufendes Qualitätsmanagementsystem überwacht und optimiert. Dadurch ist es über lange Jahre hinweg gelungen, bei den Partnern im Handel und bei den Endkunden ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von MEDION-Produkten und in den MEDION-Service aufzubauen.
Durch die Zusammenarbeit mit Lenovo werden zukünftig die Einkaufsmöglichkeiten weiter optimiert und durch den Zugriff auf ein großes Beschaffungsnetzwerk weiter flexibilisiert werden können.
Für das Funktionieren des Projektgeschäftes und des After-Sales-Service sind effiziente und sichere EDV-Lösungen unerlässlich. Im Falle nicht funktionierender EDV-Prozesse könnte die zeitgerechte Projektabwicklung gefährdet werden und es könnten gegebenenfalls weitere wesentliche Beeinträchtigungen des Geschäftsablaufes eintreten. Im Zuge der zunehmenden EDV-Prozessintegration kommt dabei auch der Einbeziehung der Systeme und Schnittstellen zu Lieferanten, Service-Providern und Kunden besondere Bedeutung zu. Die bei MEDION und den in die Wertschöpfungskette einbezogenen Partnern eingesetzten Informationstechnologien werden von eigenen und externen EDV-Fachleuten ständig überprüft und aktualisiert. Die Systeme zur Informationssicherheit werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Reviews für die EDV-Prozessqualität und -Sicherheit von externen Prüforganisationen durchgeführt. Dadurch wird ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleistet.
Da sich MEDION in wesentlichen Umsatzbereichen auf das Projektgeschäft konzentriert, kommt der Fähigkeit, die Produkte innerhalb eines vertraglich vereinbarten Zeitfensters an die Kunden auszuliefern, besondere Bedeutung zu. Verzögerungen können zu Konventionalstrafen oder infolge der Notwendigkeit von Änderungen des Transportmittels zu erhöhten Kosten führen. MEDION arbeitet mit einer begrenzten Anzahl international tätiger Speditionen zusammen, die für hohe Qualitätsstandards und Liefertreue stehen. Die Logistikprozesse bei diesen Spediteuren sind in die eigene IT-Prozesssteuerung von MEDION integriert. Dadurch wird ein hohes Maß an Prozesssicherheit im Bereich Logistik erreicht.
Außerhalb des Projektgeschäftes erfolgt die Distribution von Waren mit national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern bestehen individuelle Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die Standards für die Servicequalität und Sicherheit festgelegt sind.
Die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und die Einhaltung der vertraglich festgelegten Standards werden über das Risikomanagementsystem laufend überwacht.
Die Steuerungs- und Sicherungsmaßnahmen werden zukünftig auch auf das durch MEDION für Lenovo betriebene Geschäft angewendet.
Die Urheberrechtsreform zum 1. Januar 2008 hat dazu geführt, dass Einigungen zwischen der Industrie und den Verwertungsgesellschaften über die Geräteabgabe (Urheberrechtsabgabe) dem Grunde als auch der Höhe nach schwieriger möglich sind. Kommt eine Einigung nicht zustande, so wird in der Regel das Schiedsstellenverfahren betrieben und nachfolgend die ordentlichen Gerichte bemüht. In der Regel enden diese Verfahren vor dem Bundesgerichtshof und werden oftmals im Instanzenzug noch zur Vorlage an den EuGH abgegeben, so dass von dem Zeitpunkt der Geltendmachung der Urheberrechtsabgabe für ein bestimmtes Gerät bis zur Feststellung, ob diese Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, Jahre vergehen können.
Dies führt dazu, dass für möglicherweise urheberrechtsabgabepflichtige Geräte Rückstellungen zu bilden sind, deren Höhe nicht konkret beziffert werden kann. Für diese Risiken werden jedoch im Jahresabschluss angemessene Rückstellungen passiviert.
Es bleibt weiterhin festzustellen, dass von verschiedenen Seiten verstärkt Ansprüche wegen angeblicher Verletzung von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere von Patenten, geltend gemacht werden. Dies erfolgt teilweise durch die Schutzrechtsinhaber selbst, teilweise werden die Ansprüche auch kommerziell über Dritte, insbesondere so genannte Patentverwertungsgesellschaften, zunächst außergerichtlich geltend gemacht. Dabei werden verstärkt die Verletzungsansprüche gegen den Inhaber der jeweiligen Marke, die auf den Geräten abgebildet ist, geltend gemacht und konsequenterweise auch nur eine Lizenzierung durch den Markeninhaber akzeptiert.
Generell gilt, dass behauptete Schutzrechtsverletzungen und Ansprüche oftmals als nicht gerechtfertigt beurteilt werden können.
Für bestehende Risiken wurden im Jahresabschluss, soweit kalkulierbar, angemessene Rückstellungen, auch für Schutzrechtsverletzungen, passiviert.
Um die Risiken für MEDION daraus weitestmöglich zu begrenzen, vereinbart MEDION im Einkaufsbereich, wenn möglich, mit den Lieferanten, dass diese für eine mögliche Verletzung von Schutzrechten Dritter für die gelieferte beziehungsweise hergestellte Ware allein verantwortlich sind und MEDION von allen diesbezüglichen Ansprüchen freigestellt wird.
Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachträglich zu zahlenden Urheberrechtsabgaben und Lizenzgebühren von den zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergeben. Auf die betragsmäßige Quantifizierung des Risikos wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92 verzichtet.
Darüber hinaus sind derzeit keine Gerichts- oder Schiedsverfahren gegen MEDION als Beklagte anhängig, die wesentliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis von MEDION haben könnten.
Die MEDION-typische Ausrichtung auf das Projektgeschäft erfordert für kurze Zeiträume die Verfügbarkeit von erheblichen Finanzmitteln zur Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten könnten ansonsten die Unternehmensentwicklung bremsen.
Im Rahmen des MEDION-Geschäftsmodells werden viele kapitalintensive Teile des Wertschöpfungsprozesses wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik oder Verkauf am Point of Sale von Partnerunternehmen wahrgenommen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen und vor dem Hintergrund der soliden Kapital- und Finanzstruktur stehen MEDION in erheblichem Maße Lieferantenlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung beschränkt sich der mögliche Finanzkreditbedarf von MEDION ausschließlich auf die kurzfristige Abdeckung von Finanzierungsspitzen bei großvolumigen Projekten im klassischen Saisongeschäft. MEDION stehen mit der Finanzierung über forderungsbasierte Asset-Backed-Security-Programme sowie durch zusätzliche Fremdfinanzierungslinien bei Banken über einen so genannten Syndicated Loan ausreichende, flexible und kostengünstige Finanzierungsinstrumente zur Verfügung. Eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditinstituten besteht dabei nicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr brauchte MEDION aufgrund effizienter Managementsysteme die Asset-Backed-Security-Programme nur in geringem Umfang und Fremdfinanzierungslinien nicht in Anspruch zu nehmen.
Als international agierendes Unternehmen ist MEDION Risiken durch Wechselkurseinflüsse ausgesetzt. Insbesondere auf der Beschaffungsseite fallen Zahlungsströme in ausländischer Währung an, da die überwiegende Zahl der Lieferanten in Asien beheimatet ist und die Transaktionen daher in US-Dollar und teilweise in Britischen Pfund abgewickelt werden. MEDION sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von marktüblichen Devisentermingeschäften und teilweise ergänzenden Swap-Geschäften ab. Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt.
Auch für die Finanzierungsmaßnahmen des Geschäftes gilt, dass bei der Zusammenarbeit mit Lenovo zukünftig die jeweils effizientesten und sichersten Methoden zur Anwendung gelangen.
Der Wettbewerb um hochqualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in der Consumer-Electronics-Branche nach wie vor sehr groß. Gerade im Projektgeschäft stellen erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter die wichtigste Ressource dar. Daher muss auf die Bindung von Know-how-Trägern an das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen besonderes Gewicht gelegt werden.
Nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter können Risiken beherrschen und vermeiden. Daher fördert MEDION gezielt die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter.
Um bei einem Personalwechsel die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu erleichtern und Probleme durch Know-how-Verluste möglichst zu vermeiden, sind im Rahmen des Workflow-Managements alle unternehmensinternen Prozesse so dokumentiert, dass sie personenunabhängig ausgeführt werden können.
Insgesamt arbeitet bei MEDION ein motiviertes und hochprofessionelles Team – eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern, die das Unternehmen schon lange begleiten, jungen Kolleginnen und Kollegen, die ihre berufliche Karriere bei MEDION beginnen, und Kollegen, die aus anderen Unternehmen zu MEDION gekommen sind und mit ihren Erfahrungen zum Unternehmenserfolg beitragen.
2011 stand im Fokus zweier Themen. Zum einen war es erforderlich, die Auswirkungen des zurückgehenden Konsums infolge der Eurokrise so weit wie möglich abzufedern, zum anderen konnten durch den Zusammenschluss mit Lenovo wichtige Grundlagen geschaffen werden, zukünftig flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Wie auch in den Vorjahren verfolgte MEDION konsequent den Weg weiter, durch entschlossene Umsetzung der Geschäftsfeldstrategien und Internationalisierung wesentliche Ertrags- und Kostenpositionen weiter zu verbessern. So konnte trotz des der Eurokrise geschuldeten erhöhten Drucks auf die Rohertragsmarge in allen für MEDION relevanten Bereichen die Rohertragsmarge im abgelaufenen Geschäftsjahr von 11,2 % im Vorjahr auf 12,6 % gesteigert werden. Durch den konsequenten Ausbau des Direktgeschäftes konnten die Rückgänge im Projektgeschäft ergebnisseitig kompensiert werden.
Die in den letzten Jahren eingeleiteten Restrukturierungen von Kapazitäten bei Produzenten und Logistikdienstleistern, insbesondere im Kernbeschaffungsmarkt Asien und verstärkt durch die jüngsten Naturkatastrophen, hatten zwar Auswirkungen auf das Kerngeschäft von MEDION, jedoch konnte das daraus resultierende Risiko durch die Zusammenarbeit mit Lenovo im Rahmen der Schaffung gemeinsamer effizienter Strukturen minimiert werden.
Insgesamt sieht sich MEDION, wie schon in der Finanzkrise, nun auch in der Eurokrise sicher aufgestellt, weil durch die langjährige Nähe zu Geschäftspartnern kritische Tendenzen rechtzeitig erkannt und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen Risiken vermindert werden konnten.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2011
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind mit folgender Ausnahme nicht eingetreten:
Am 3. Januar 2012 sind im Handelsregister der Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Lenovo Germany Holding GmbH und die Satzungsänderungen aufgrund der Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 eingetragen worden.
Nach dem kräftigen Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahresverlauf 2011 zeichnete sich für das Jahresschlussquartal 2011 bereits eine ruhigere Entwicklung ab. Dies wird sich auch im ersten Halbjahr 2012 fortsetzen. Dabei werden jedoch weiterhin Wachstumsimpulse von den Konsumausgaben der privaten Haushalte erwartet. Der andauernde Beschäftigungsaufbau, zunehmende Einkommen und ein leicht nachgebender Preisdruck sind hierfür geeignete Rahmenbedingungen.
Demgegenüber haben sich die Perspektiven für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in den europäischen Kernmärkten von MEDION nicht verbessert. Die anhaltende Staatsschuldenkrise im Euroraum und die damit einhergehenden Spannungen an den Märkten für Staatsanleihen sowie zunehmende Unsicherheiten bei Investitionen und Konsum belasten unverändert die Wirtschaftsentwicklung. Hinzu kommt eine im Euroraum saisonbereinigte Arbeitslosenquote von über 10 % (Deutschland knapp unter 7 %). Während im Euroraum für 2012 auch ein Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes in der Größenordnung von 0,2 % nicht ausgeschlossen erscheint, liegen die Prognosen für Deutschland bei einem Zuwachs von ca. 0,6 % (OECD-Schätzung, 5. Dezember 2011).
Bei einem weiter anhaltenden Rückgang der Durchschnittspreise für Consumer-Electronics-Produkte wird dennoch ein leicht steigender Umsatz in der Größenordnung von insgesamt über € 28 Mrd. in Deutschland erwartet, da sich die gute Beschäftigungslage und eine verbesserte Einkommenssituation positiv auf das Konsumverhalten auswirken werden.
Auch wenn der EU-Markt insgesamt aufgrund des sportlichen Großereignisses Fußball-Europameisterschaft Impulse erwartet, wird dieser Markt für Consumer-Electronics-Produkte bedingt durch die in vielen Staaten nach wie vor unsichere Wirtschaftslage und andauernde Staatsschuldenkrise nicht wachsen oder sogar leicht zurückgehen.
Der Markt für Consumer-Electronics-Produkte ist weiterhin geprägt von der Digitalisierung der Inhalte und Übertragungswege sowie der Konvergenz. Konvergenz bedeutet dabei das Verschmelzen der bislang unterschiedlichen Märkte Unterhaltungselektronik, Medien, Informationstechnologie und Telekommunikation. Basis hierfür ist die digitale Technik, die zum einen die Vernetzung unterschiedlicher Produktgruppen ermöglicht und zum anderen die Nutzung digitaler Komponenten in unterschiedlichen Produktbereichen (zum Beispiel Kamerafunktionen in Mobiltelefonen, mobile Navigationsgeräte mit MP3-Abspielfunktion, Notebooks als HD-Fernseher, Smartphones zum Telefonieren und Surfen im Internet sowie Tablet-PCs) erlaubt. Neue, insbesondere auch drahtlose Vernetzungslösungen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, hochauflösende Inhalte zu nutzen. Die Verschmelzung von Internet und Fernsehen sowie die Heimvernetzung stehen auch in 2012 im Mittelpunkt des Interesses der Konsumenten.
Darüber hinaus wird sich der Siegeszug des Tablet-PCs auch in 2012 im deutschen und europäischen Markt unverändert fortsetzen.
Die durch die digitale Technik eröffneten neuen Produktwelten werden mit immer kürzeren Produktlebenszyklen auf den Markt gebracht, da der technische Fortschritt leistungsfähigere Produkte und Systeme in immer kürzeren Intervallen hervorbringt. Der umfassende Strukturwandel durch die zunehmende Digitalisierung erfasst inzwischen alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft. Über 99 % aller Haushalte in Deutschland sind mittlerweile an Breitbandnetzen mit einer Übertragungsrate von 1 Mbit/Sekunde und mehr angeschlossen. Entscheidend ist jetzt, wie schnell es gelingt, Hochgeschwindigkeitsnetze mit 50 Mbit/Sekunde und mehr zügig auszubauen.
Im Bereich der Vertriebsformen gewinnt das Internet als Einkaufsstätte kontinuierlich an Marktbedeutung. Neben dem Kauf von Waren ist das Internet vor allen Dingen als Quelle für Informationen über Produkte und damit für Kaufentscheidungen der Konsumenten eine aktuelle und transparente Informationsplattform. In den vielen Produktkategorien legen Multichannelkäufer mehr Wert auf Leistungs- und Qualitätsmerkmale als auf den reinen Preisvergleich.
Nach Berechnung des Industrieverbandes BITKOM gehen 60 % aller verkauften PCs an Privatverbraucher und 40 % an gewerbliche Nutzer in Unternehmen oder Behörden. Danach wurden im Gesamtmarkt im Jahr 2011 rund 13,7 Mio. PCs verkauft, was einem Zuwachs von 13 % entspricht. Nach der im Januar 2012 veröffentlichten Prognose wird der PC-Absatz im neuen Jahr erneut um 12,3 % auf 15,4 Mio. Stück zulegen. Weiter geht die BITKOM in ihrer Prognose davon aus, dass im Jahr 2012 fast 10 Mio. mobile Computer (Notebooks, Netbooks, Tablet-PCs im Business- und Endkundenbereich) in Deutschland verkauft werden. Dies wäre eine Absatzsteigerung von etwa 11 %.
Es ist erkennbar, dass es in den nächsten Jahren immer mehr klassische Produkte der Unterhaltungselektronik geben wird, die Zugang zum Internet haben. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von Unterhaltungselektronik, leistungsstarke Prozessoren in ihre Geräte zu integrieren. Mit dem Ausbau einer flächendeckenden Infrastruktur für das drahtlose Breitbandinternet wird sich der Trend zu kompakten und leistungsfähigen Notebooks noch verstärken. Hochleistungsprozessoren für Desktop-PCs sind gefragt, wenn es um die Darstellung von 1080p bei Videoformaten in 7.1-Surround-Sound geht, bei hochauflösenden 3-D-Grafikelementen und vernetzten Online-Spielen, aber auch, um parallele Anwendungen in der Audio- und Videoverarbeitung zu ermöglichen.
Neben sehr leistungsfähigen Notebooks mit stromsparender Prozessor-Technologie und Smartphones etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (eBook Reader), sowie die Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Der Markt für PCs und Notebooks ist aufgrund der hohen Ausstattungsdichte der Haushalte von technologischen Innovationen und dem Ersatzbedarf bestimmt.
Wachstumsfelder der Consumer Electronics sind in dem für MEDION relevanten Marktumfeld:
| • | mobile Notebooks mit einem Gewicht von unter 1 kg und Zugangsmöglichkeiten zum Internet über integrierte Online-Module |
| • | HDTV-Geräte mit einer Auflösung von 1080x1920 Bildpunkten (Full HD) |
| • | mobile Multimedia-Produkte und Gamer-Notebooks mit hohen Speicherkapazitäten und hochauflösenden Grafikkarten sowie neuester Prozessortechnologie |
| • | Smartphones mit Zugang zum mobilen Internet |
| • | Tablet-PCs |
Der steigende Absatz von Smartphones und tragbaren Computern sorgt für einen weiter anhaltenden Zuwachs bei der mobilen Internetnutzung. Davon geht der BITKOM auf Basis von aktuellen Zahlen des European Information Technology Observatory (EITO) aus. Danach steigt der Umsatz in Deutschland mit mobilen Datendiensten im Jahr 2012 voraussichtlich um 16 % auf € 8 Mrd. Nach der BITKOM-Prognose steigt der Smartphone-Absatz im Jahr 2012 in Deutschland um 36 % auf 10,1 Mio. Stück. Der Umsatz mit den Geräten soll um 24 % auf € 2,1 Mrd. zulegen.
Im Mobilfunk fließen in den kommenden Jahren allein zwischen € 8 Mrd. und 10 Mrd. in den Ausbau der neuen Übertragungstechnik LTE. Die Nachfolgetechnologie von UMTS erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/Sekunde.
Inhaltlich stehen dabei für Mobilfunkkunden das Bedürfnis nach sozialer Vernetzung und der Wunsch nach End-to-End-Crossmedia-Angeboten sowie die ständige Verfügbarkeit des Internets zu Flatrate-Tarifen im Vordergrund. Derzeit existieren weltweit rund 550.000 mobile Applikationen (Apps) für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Die Anwendungen reichen von Spielen über Nachrichten- und Auskunftsdienste bis hin zu Navigationshilfen und eBook Readern.
Daneben sind Mobilfunkangebote längst nicht mehr an den eigenen Betrieb eines Netzes gekoppelt, sondern stammen zunehmend von virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO). Wachstum bei den UMTS-Teilnehmerzahlen generieren auch die neuen Generationen der Smartphones und vor allem Tablet-PCs. Mit den neuen Geräten und attraktiven Preisen nutzen vor allem auch Privatpersonen verstärkt mobile Datendienste.
MEDION wird sich im neuen Konzernverbund mit Lenovo als führender europäischer Anbieter von Consumer-Electronics-Produkten weiterentwickeln. Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs- und Discountermärkte sowie den E-Commerce über das Internet auch weiterhin fortsetzen.
MEDION als eines der ganz wenigen Unternehmen mit einem umfassenden Angebot von Produkten der klassischen Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie kann damit die Herausforderungen des digitalen und vernetzten Weltmarktes mit anwenderfreundlichen Produktangeboten im Projektgeschäft umsetzen. Das MEDION-Geschäftsmodell bleibt darauf ausgerichtet, hochwertige, innovative Trendprodukte mit attraktivem, ausgezeichnetem Design zu günstigen Preisen im Bereich der Consumer Electronics für breite Käuferschichten verfügbar zu machen. Ergänzend zu dem klassischen europäischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, Downloads und Online-Dienste.
MEDION hat durch ein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 seine Profitabilität trotz eines deutlichen Umsatzrückganges gehalten und die Bilanzstrukturen bei einer Eigenkapitalquote von über 50 % auf einem sehr guten Niveau gefestigt.
Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes hat sich erwartungsgemäß auch in 2011 weiter vermindert und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 62,6 % des Gesamtumsatzes, nach 70,8 % im Vorjahr. Die Tatsache, dass das Projektgeschäft trotz dieser Verminderung seines Geschäftsanteiles deutlich profitabel geblieben ist, unterstreicht sowohl die Fähigkeit und die hohe Flexibilität von MEDION, Trends rechtzeitig zu adaptieren, als auch den Erfolg der MEDION-Strategie zum Ausbau des Direktgeschäftes mit Endkunden im Bereich Dienstleistungen und Online-Services.
Der Geschäftsfeldstrategie folgend wird in 2012 das Direktgeschäft weiter überproportional wachsen und seinen Geschäftsanteil erhöhen.
Wesentlicher Baustein auf dem Weg der Weiterentwicklung war und ist – auch im Interesse der Kunden und Partner im Markt – die weitere Stärkung der Marke MEDION als Markenzeichen für Produkte und Dienstleistungen von hoher Qualität mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem exzellenten Design.
MEDION-Produkte und -Dienstleistungen überzeugen im Inland sowie im Ausland durch beste Testergebnisse und die Marke MEDION hat an Bedeutung und Wertschätzung gewonnen. MEDION verfügt neben Deutschland im gesamten Euroraum einschließlich Skandinavien und Großbritannien über eine gute Präsenz und in Verbindung mit den Handels- und Kooperationspartnern über gut aufgestellte und professionell arbeitende Vertriebs- und Serviceeinheiten. Dies sind die Voraussetzungen, das Geschäft im Inland wie auch im Ausland weiterzuentwickeln und auszubauen. Mittelfristig verfolgt MEDION dabei das Ziel, in den bereits erschlossenen europäischen Märkten weiter zu wachsen.
Die zukünftige Entwicklung von MEDION als einem führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Consumer Electronics für den Massenmarkt hängt neben den effizienten und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher ausgerichteten Strukturen und Produkte des Unternehmens in hohem Maße davon ab, wie sich der konjunkturelle Rahmen und die Konsumneigung der Verbraucher in Deutschland und in den wichtigsten europäischen Ländern entwickeln. Zu berücksichtigen sind auch die Erwartungen der Handelspartner hinsichtlich der Absatzchancen von Consumer-Electronics-Produkten mit dem daraus resultierenden Bestellverhalten.
Nach dem Rumpfgeschäftsjahr 2012 beginnt bei MEDION ein neues volles Geschäftsjahr. Dies beruht auf der Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011, bei der die Aktionäre auch der Änderung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31.März des darauf folgenden Jahres zustimmten. Darüber hinaus wurde auf dieser Hauptversammlung dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH zugestimmt. Dieser Unternehmensvertrag wurde zwischenzeitlich in das Handelsregister eingetragen.
Aufgrund dieses Vertrages hat sich die MEDION AG verpflichtet, während der Vertragsdauer ihren ganzen, nach Maßgabe der handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Damit wird nach Wirksamwerden der Verpflichtung zur Gewinnabführung im handelsrechtlichen Jahresabschluss der MEDION AG grundsätzlich ein Jahresergebnis in Höhe von € 0,00 ausgewiesen.
Ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 ist damit auch das Recht der Aktionäre der MEDION AG entfallen, über die Verwendung eines Ergebnisses zu entscheiden. Als Kompensation für den Verlust des Dividendenanspruchs ist in dem Unternehmensvertrag festgestellt, dass Lenovo zur Zahlung eines jährlichen Ausgleichsbetrages an die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG verpflichtet ist. Diese Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Der Steuerabzug ist nur bei Gewinnen der MEDION AG vorzunehmen, die der deutschen Körperschaftsteuer unterliegen. Damit entspricht die Ausgleichszahlung bei der zurzeit gültigen Körperschaftsteuerbelastung einem Betrag von € 0,69 je MEDION-Aktie.
Die Rohertragsmargen werden aufgrund der unverändert hohen Wettbewerbsintensität weiterhin unter Druck stehen. Der MEDION-Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der guten Marktposition von MEDION und einer weiter verbesserten Umsatzstruktur eine Rohertragsmarge auf einem Niveau von 11 % möglich bleibt.
Trotz der Ausweitung der Dienstleistungspalette im Direktgeschäft und eines anhaltenden Wachstums in diesem Bereich wurde der Start in das Jahr 2012 konzernweit beeinflusst durch das zurückgegangene Projektgeschäft aufgrund gesunkener Durchschnittspreise und der Kaufzurückhaltung der europäischen Konsumenten vor dem Hintergrund der nach wie vor nicht gelösten Staatsschuldenkrise.
Insofern wird für das Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar 2012 – 31. März 2012) mit einem gegenüber dem Vorjahresquartal unveränderten Umsatz (€ 370,8 Mio.) und Ergebnis gerechnet.
Die Entwicklung insbesondere im zweiten Halbjahr 2012 und im Zeitraum bis März 2013 ist branchentypisch noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostizierbar.
Es wird daher aufgrund der unveränderten wirtschaftlichen Unsicherheit im Euroraum, aber bei einer positiven Entwicklung in Deutschland, bedingt durch den hohen Grad der Beschäftigung und steigende verfügbare Einkommen der Konsumenten, insgesamt für den MEDION-Konzern mit einem unveränderten Umsatz in Höhe von ca. € 1,4 Mrd. gerechnet.
Trotz erwarteter rückläufiger Marge sollte die verbesserte Umsatzstruktur zu einem unveränderten Ergebnis (EBIT) in Höhe von ca. € 26 Mio. führen.
In dieser Prognose nicht enthalten ist das Potential aus geplanten, aber in ihrem Umfang und Absatzvolumen noch nicht quantifizierbaren profitablen Umsätzen aufgrund der zukünftigen europaweiten Verantwortung von MEDION für Vertrieb und Service von Lenovo Idea®-Produkten.
MEDION wird auch 2012 und 2013 voraussichtlich keine – oder nur für kurze Zeit – Fremdmittel zur Finanzierung großvolumiger Projekte benötigen. Die Bilanzrelationen werden sich gegenüber 2011 kaum verändern, so dass die Eigenkapitalquote über 50 % der Bilanzsumme verbleibt.
| 1. | Das € 48.418.400,00 betragende Grundkapital der MEDION AG ist in die entsprechende Anzahl auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. |
| 2. | Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte oder der Übertragbarkeit der Aktien bestehen nach der Satzung der Gesellschaft nicht und sind darüber hinaus auch nicht bekannt. |
| 3. | Am Kapital der MEDION AG ist Lenovo mehrheitlich beteiligt. Darüber hinaus besteht eine 18,8 %-Beteiligung des Vorstandsvorsitzenden, Gerd Brachmann, sowie eine Beteiligung der amerikanischen Fondsgesellschaft Elliot in Höhe von 8,06 %. |
| 4. | Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind Aktionären nicht eingeräumt. |
| 5. | Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Regelungen zur Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind. |
| 6. | Die Satzung der MEDION AG legt in § 6 Ziff. 1 und 2 fest, dass der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen zu bestehen hat und die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder sowie eventueller stellvertretender Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung und die Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat erfolgen. Darüber hinaus enthält die Satzung keine Regelungen zur Bestellung und zum Widerruf der Bestellung von Mitgliedern des Vorstandes sowie zum Abschluss und zur Beendigung von Anstellungsverträgen, so dass die Vorschriften der §§ 84, 85 AktG maßgeblich sind. Einschlägig für Satzungsänderungen der MEDION AG sind die Bestimmungen des § 10 Ziff. 7 und des § 15 Ziff. 4 und 5 der Satzung in Verbindung mit den §§ 179 ff. AktG. |
| 7. | Der Vorstand der MEDION AG ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Mai 2016 um bis zu € 24,0 Mio. durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 3 Ziff. 7 der Satzung. Am 31. Dezember 2011 hat die Gesellschaft 3.805.958 Stück eigene Aktien im Bestand. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde der Vorstand bis zum 25. Mai 2015 ermächtigt, weitere eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2011 kein Gebrauch gemacht. |
| 8. | Bei der MEDION AG gibt es keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. |
| 9. | Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit den Mitgliedern des Vorstandes oder den Arbeitnehmern ebenfalls nicht getroffen worden. |
Die Unternehmensführung von MEDION – als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft – wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Corporate Governance ist für MEDION ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. Wir haben daher alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten.
Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt MEDION dem so genannten dualen Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen.
Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie entwickeln die Unternehmensstrategie und sorgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für deren Umsetzung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstandes von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die der Zustimmung des Aufsichtsrates vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstandes. Der Vorstand von MEDION besteht aus zwei Mitgliedern.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den MEDION-Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien, das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstandes liegt.
Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstandes, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für MEDION von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat von MEDION besteht aus drei Mitgliedern.
Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrates von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates geregelt.
Schließlich enthalten die Satzung der MEDION AG sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Kein Mitglied des Aufsichtsrates von MEDION ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.
Im Jahr 2011 hat die „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ keinerlei Änderungen am Kodex beschlossen. Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 5. Dezember 2011 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 6. Dezember 2011 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert zu den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können.
Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen von MEDION sind auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten der Corporate-Governance-Praxis von MEDION können dem aktuellen Corporate-Governance-Bericht entnommen werden, der gleichzeitig Bestandteil dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und im Geschäftsbericht abgedruckt ist.
Essen, 29. Februar 2012
Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes
Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
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| Werte in T€ |
Anmerkung im Anhang | 01.01.- 31.12.2011 | 01.01.- 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (1) | 1.432.174 | 1.638.737 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 4.956 | 4.740 |
| 3. Materialaufwand | (3) | -1.252.132 | -1.455.899 |
| 4. Personalaufwand | (4) | -49.106 | -48.468 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -3.742 | -4.387 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5) | -106.355 | -106.607 |
| 7. Betriebsergebnis (EBIT) | 25.795 | 28.116 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (6) | 3.887 | 3.154 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (6) | -1.685 | -2.320 |
| 10. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 27.997 | 28.950 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (7) | -13.668 | -9.860 |
| 12. Sonstige Steuern | -194 | -212 | |
| 13. Konzernergebnis | 14.135 | 18.878 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 0,32 | 0,42 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 44.665.575 | 44.599.210 | |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 0,32 | 0,42 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 44.665.575 | 44.599.210 |
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| Werte in T€ |
Anmerkung im Anhang | 01.01.- 31.12.2011 | 01.01.- 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| 1. Konzernergebnis | 14.135 | 18.878 | |
| 2. Sonstiges Ergebnis, nach Steuern | |||
| +/- Währungsumrechnungsdifferenzen | (23) | 40 | 247 |
| +/- Überschuss/Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges | 8.3.5 | -1.376 | -101 |
| \= sonstiges Ergebnis, nach Steuern | -1.336 | 146 | |
| 3. Gesamtergebnis, nach Steuern | 12.799 | 19.024 |
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| Werte in T€ |
01.01.- 31.12.2011 | 01.01.- 31.12.2010 |
|---|---|---|
| 1. Betriebsergebnis (EBIT) | 25.795 | 28.116 |
| 2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 3.742 | 4.387 |
| 3. +/- Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen | 313 | 338 |
| Brutto Cashflow | 29.850 | 32.841 |
| 4. -/+ Abnahme/Zunahme der übrigen Rückstellungen | -17.680 | -29.549 |
| 5. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 87 | -55 |
| 6. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie | ||
| anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -26.129 | -84.467 |
| 7. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie an- | ||
| derer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 59.115 | -4.564 |
| 8. +/- Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) | -4.106 | -3.261 |
| 9. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 8) | 41.137 | -89.055 |
| 10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie | ||
| Tilgung von Ausleihungen | 678 | 627 |
| 11. - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -2.278 | -5.039 |
| 12. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 10 und 11) | -1.600 | -4.412 |
| 13. -/+ Aus-/Einzahlungen aus Anleihen und (Finanz-) Krediten (Saldo) | 30 | -38 |
| 14. - Auszahlungen für Dividende | -10.277 | -8.922 |
| 15. + Einzahlungen aus Zinsen | 4.201 | 2.205 |
| 16. - Auszahlungen für Zinsen | -2.304 | -1.680 |
| 17. + Einzahlungen durch Abgang eigener Aktien | 683 | 502 |
| 18. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 13 bis 17) | -7.667 | -7.933 |
| 19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 9, 12, 18) | 31.870 | -101.400 |
| 20. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 39 | 236 |
| 21. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 123.136 | 224.300 |
| 22. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 19 bis 21) | 155.045 | 123.136 |
Aktiva
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| Werte in T€ |
Anmerkung im Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 155.045 | 123.136 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (8) | 236.985 | 262.577 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (9) | 7.220 | 0 |
| Vorräte | (10) | 208.666 | 199.361 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | (11) | 2.356 | 3.883 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (11) | 94.261 | 59.817 |
| davon: Geldanlagen | 67.875 | 30.000 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 704.533 | 648.774 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagevermögen | (12) | 28.641 | 30.651 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | (13) | 2.849 | 3.066 |
| Finanzanlagen | (14) | 113 | 113 |
| Latente Steuern | (7) | 1.464 | 11.140 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (11) | 772 | 1.071 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 33.839 | 46.041 | |
| Aktiva, gesamt | 738.372 | 694.815 | |
| Passiva | |||
| Werte in T€ |
Anmerkung im Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 183.186 | 139.102 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (16) | 10.890 | 0 |
| Steuerrückstellungen | (7, 17) | 973 | 3.415 |
| Sonstige Rückstellungen | (18) | 142.971 | 161.109 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | (19, 20) | 14.487 | 10.217 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 352.507 | 313.843 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Sonstige langfristige Schulden | (19, 20) | 1.481 | 106 |
| Pensionsrückstellungen | (21) | 2.801 | 2.488 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 4.282 | 2.594 | |
| Eigenkapital | (23) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 48.418 | 48.418 | |
| - davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418 | |||
| - Genehmigtes Kapital: T€ 24.000 (Vorjahr: T€ 24.000) | |||
| Kapitalrücklage | 142.068 | 141.830 | |
| Eigene Aktien | -46.358 | -46.803 | |
| Erwirtschaftetes Eigenkapital | 237.455 | 234.933 | |
| Eigenkapital, gesamt | 381.583 | 378.378 | |
| Passiva, gesamt | 738.372 | 694.815 |
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| Werte in T€ |
Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | Differenz aus Währungsumrechnung | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 32.407 | 6 | 11 | 0 | 0 | 32.402 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 26.121 | 891 | 13.256 | 0 | 25 | 13.781 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.133 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.133 |
| Sachanlagevermögen | 59.661 | 897 | 13.267 | 0 | 25 | 47.316 |
| Lizenzen | 3.441 | 465 | 0 | 0 | 0 | 3.906 |
| EDV-Software | 20.286 | 410 | 2 | 0 | 2 | 20.696 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 506 | 0 | 0 | 0 | 506 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 23.727 | 1.381 | 2 | 0 | 2 | 25.108 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 516 | 0 | 0 | 0 | 0 | 516 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 113 | 0 | 0 | 0 | 0 | 113 |
| Finanzanlagen | 113 | 0 | 0 | 0 | 0 | 113 |
| 84.017 | 2.278 | 13.269 | 0 | 27 | 73.053 |
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| Werte in T€ |
Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Differenz aus Währungsumrechnung | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 7.705 | 670 | 0 | 0 | 8.375 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 21.305 | 1.473 | 12.501 | 23 | 10.300 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagevermögen | 29.010 | 2.143 | 12.501 | 23 | 18.675 |
| Lizenzen | 2.590 | 638 | 0 | 0 | 3.228 |
| EDV-Software | 18.071 | 961 | 2 | 1 | 19.031 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 20.661 | 1.599 | 2 | 1 | 22.259 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 516 | 0 | 0 | 0 | 516 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 50.187 | 3.742 | 12.503 | 24 | 41.450 |
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| Werte in T€ |
Buchwerte | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 | Stand 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 24.027 | 24.702 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.481 | 4.816 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.133 | 1.133 |
| Sachanlagevermögen | 28.641 | 30.651 |
| Lizenzen | 678 | 851 |
| EDV-Software | 1.665 | 2.215 |
| Geleistete Anzahlungen | 506 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.849 | 3.066 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 113 | 113 |
| Finanzanlagen | 113 | 113 |
| 31.603 | 33.830 |
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| Werte in T€ |
Aktien im Umlauf (Anzahl) | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Aktien |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2010 | 44.560.003 | 48.418 | 141.665 | -47.140 |
| Ausschüttung an die Aktionäre für 2009 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgang eigener Aktien | 52.439 | 0 | 165 | 337 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 44.612.442 | 48.418 | 141.830 | -46.803 |
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| Erwirtschaftetes Eigenkapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
Andere Gewinnrücklagen / Bilanzgewinn | Marktbewertung von Finanzinstrumenten | Währungsumrechnungsdifferenzen | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2010 | 224.322 | 1.525 | -1.016 | 367.774 |
| Ausschüttung an die Aktionäre für 2009 | -8.922 | 0 | 0 | -8.922 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgang eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 502 |
| Gesamtergebnis | 18.878 | -101 | 247 | 19.024 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 234.278 | 1.424 | -769 | 378.378 |
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| Werte in T€ |
Aktien im Umlauf (Anzahl) | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Aktien |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2011 | 44.612.442 | 48.418 | 141.830 | -46.803 |
| Ausschüttung an die Aktionäre für 2010 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgang eigener Aktien | 68.988 | 0 | 238 | 445 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 44.681.430 | 48.418 | 142.068 | -46.358 |
scroll
| Erwirtschaftetes Eigenkapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
Andere Gewinnrücklagen / Bilanzgewinn | Marktbewertung von Finanzinstrumenten | Währungsumrechnungsdifferenzen | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2011 | 234.278 | 1.424 | -769 | 378.378 |
| Ausschüttung an die Aktionäre für 2010 | -10.277 | 0 | 0 | -10.277 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgang eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 683 |
| Gesamtergebnis | 14.135 | -1.376 | 40 | 12.799 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 238.136 | 48 | -729 | 381.583 |
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| Projektgeschäft | Direktgeschäft | Überleitung Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
01.01.- 31.12.2011 | 01.01.- 31.12.2010 | 01.01.- 31.12.2011 | 01.01.- 31.12.2010 | 01.01.- 31.12.2011 | 01.01.- 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtumsätze | 896.943 | 1.160.262 | 534.833 | 478.012 | 398 | 463 |
| EBIT | 11.949 | 16.087 | 15.899 | 12.480 | -2.053 | -451 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 1.481 | 2.029 | 2.254 | 2.352 | 7 | 6 |
| Sonstige zahlungsunwirk- same Aufwendungen und Erträge | 196 | 239 | 117 | 98 | 0 | 0 |
| Brutto Cashflow | 13.626 | 18.355 | 18.270 | 14.930 | -2.046 | -445 |
| Segmentvermögen | 527.958 | 522.007 | 205.695 | 156.589 | 899 | 1.198 |
| Segmentschulden | 270.068 | 265.160 | 73.548 | 41.381 | 12.180 | 6.636 |
| Investitionen | 681 | 2.735 | 1.592 | 2.295 | 5 | 9 |
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| Konzern | ||
|---|---|---|
| Werte in T€ |
01.01.- 31.12.2011 | 01.01.- 31.12.2010 |
| --- | --- | --- |
| Gesamtumsätze | 1.432.174 | 1.638.737 |
| EBIT | 25.795 | 28.116 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 3.742 | 4.387 |
| Sonstige zahlungsunwirk- same Aufwendungen und Erträge | 313 | 337 |
| Brutto Cashflow | 29.850 | 32.840 |
| Segmentvermögen | 734.552 | 679.794 |
| Segmentschulden | 355.796 | 313.177 |
| Investitionen | 2.278 | 5.039 |
Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im Börsensegment „Prime Standard“ im Geregelten Markt in Frankfurt geführt.
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Multimedia Hard- und Software, Unterhaltungs- und Konsumelektronik, Telekommunikations- und Satellitentechnik sowie weiteren Non-Food-Artikeln aller Art und der Handel mit Telekommunikationsdienstleistungen sowie der Handel mit digitalen Inhalten.
Der Konzernabschluss der MEDION AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsgrundsätzen „International Financial Reporting Standards (IFRS)“ und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Zur Anwendung kamen alle für das Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen des IASB, die von der EU übernommen wurden.
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2011:
| • | IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (überarbeitet)), anwendbar ab dem 1. Januar 2011, |
| • | IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung (überarbeitet)), anwendbar ab dem 1. Januar 2011, |
| • | IFRIC 14 (Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (überarbeitet)), anwendbar ab dem 1. Januar 2011, |
| • | Verbesserungen zu IFRS 2010 (Mai 2010). |
Die Anwendung dieser Standards und Interpretationen wird nachfolgend näher erläutert:
Der IASB hat eine Änderung des IAS 24 veröffentlicht. Darin wurde zum einen die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen überarbeitet, um die Identifizierung von Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen zu erleichtern. Die neue Definition folgt einer symmetrischen Sichtweise der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen und stellt klar, in welchen Fällen beziehungsweise unter welchen Umständen Personen und Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen des Unternehmens begründen. Der überarbeitete Standard beinhaltet zum anderen eine partielle Befreiung von einer öffentlichen Stelle nahe stehenden Unternehmen, die von dieser öffentlichen Stelle beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder maßgeblich beeinflusst werden. Die Anwendung des überarbeiteten IAS 24 hatte keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Durch die Änderung von IAS 32 wurde die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit angepasst, um die Einstufung bestimmter Bezugsrechte (sowie bestimmter Optionen und Optionsscheine) als Eigenkapital dann zu ermöglichen, wenn das Unternehmen diese Rechte allen gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse seiner nicht-derivativen Eigenkapitalinstrumente anbietet, um eine feste Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem festen Betrag in einer beliebigen Währung zu erwerben. Diese Änderung hatte keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Anwendung der im Juli 2007 veröffentlichten Interpretation IFRIC 14 hatte für Unternehmen, die Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegen und vorzeitige Leistungen zur Deckung dieser Verpflichtungen abführen, teilweise nicht beabsichtigte Konsequenzen. Die Änderung gestattet es den Unternehmen, eine Vorauszahlung von künftigem Dienstzeitaufwand als Vermögenswert zu erfassen. Der Konzern unterliegt keinen Mindestdotierungsverpflichtungen; die Änderung der Interpretation hatte daher keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Im Mai 2010 veröffentlichte der IASB seinen dritten Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS mit dem Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Der Sammelstandard sieht für jeden geänderten IFRS eigene Übergangsregelungen vor. Die Anwendung folgender Neuregelungen führte zwar zu Änderungen von Rechnungslegungsmethoden, hatte jedoch keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:
| • | IFRS 7 Finanzinstrumente – Angaben: Die Änderung soll die Angaben vereinfachen, indem der Umfang der Angaben zu gehaltenen Sicherheiten verringert wird und eine Verbesserung der Angaben durch eine Ergänzung quantitativer Informationen durch qualitative Angaben herbeigeführt wird. Der Konzern hat die geänderten Anforderungen im Anhang dargestellt. |
| • | IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Die Änderung stellt klar, dass die Analyse des sonstigen Ergebnisses für einzelne Eigenkapitalbestandteile entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang zu erfolgen hat. Der Konzern wird diese Änderungen im Anhang darstellen. |
| • | IAS 34 Zwischenberichterstattung: Die Änderung fordert für die Zwischenberichterstattung zusätzliche Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten und Umwidmungen von finanziellen Vermögenswerten sowie zu den Änderungen bei Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen. |
Die folgenden Standards und Interpretationen, die durch das IASB beziehungsweise IFRIC veröffentlicht wurden, sind für den Konzernabschluss 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Auf eine nach IAS grundsätzlich zulässige vorzeitige Anwendung wurde verzichtet.
| • | Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 „Financial Instruments: Classification and Measurement“ veröffentlicht. Mit diesem Standard endet die erste Phase zur vollständigen Ablösung von IAS 39. Der neue IFRS 9 ändert zunächst nur die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, wobei bislang nur finanzielle Vermögenswerte behandelt werden. Der neue Standard ist erstmals für das Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt. |
| • | Im Oktober 2010 veröffentliche das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bewertet werden. Diese Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2015 beginnen, verpflichtend anzuwenden. |
| • | Das IASB veröffentlichte am 7. Oktober 2010 Änderungen an IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben), die die Übertragung finanzieller Vermögenswerte betreffen. Durch die erweiterten Offenlegungsvorschriften soll es dem Bilanzleser ermöglicht werden, die Beziehungen zwischen den übertragenen finanziellen Vermögenswerten und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten zu verstehen. Zudem soll er bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten die Art sowie insbesondere die Risiken eines anhaltenden Engagements beurteilen können. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Übertragungen rund um das Ende einer Berichtsperiode auftritt. Die Anwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen wurden noch nicht durch die EU übernommen. |
| • | Am 13. Mai 2011 veröffentlichte das IASB die neuen Standards IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 11 (Joint Arrangements) und IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities). Gleichzeitig wurden hieraus sich ergebende Folgeauswirkungen auf IAS 27 (Separate Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) verabschiedet. IFRS 10 schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. Bedeutsamste Änderung gegenüber dem bisher geltenden IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen. In IFRS 12 werden die Anhangsangaben zu Unternehmensverbindungen im Konzernabschluss und Joint Arrangements geregelt. Die neuen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt. |
| • | Ebenfalls am 13. Mai 2011 wurde vom IASB der neue Standard IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert) veröffentlicht. IFRS 13 regelt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt. |
| • | Am 16. Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 (Employee Benefits) veröffentlicht. Den Kern der Änderungen bildet die Abschaffung der so genannten Korridormethode. Damit ergeben sich Auswirkungen auf die Abbildung betrieblicher Versorgungswerke, aber auch hinsichtlich der Erfolgswirkung kommt es bei Planvermögen zu einer Änderung der bisherigen Vorgehensweise. Schließlich werden prinzipienorientierte Angabepflichten definiert, die weitreichende Einblicke in das Management der Pensionspläne gewähren sollen. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt. |
| • | Ebenfalls am 16. Juni 2011 wurden Änderungen zu IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) herausgegeben, wonach das bisherige Wahlrecht zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und des Sonstigen Ergebnisses (OCI) in zwei getrennten Aufstellungen bestehen bleibt. |
| • | Am 19. Oktober 2011 veröffentlichte das IASB die Interpretation IFRIC 20 zur Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebergbau. Geregelt wird hier vor allem die Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigung, die in der Erschließungsphase einer Tagebergbaumine anfallen. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt. |
| • | Am 16. Dezember 2011 wurden vom IASB Änderungen an IAS 32 (Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) und an IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) im Hinblick auf die Saldierungsvorschriften bei Finanzinstrumenten veröffentlicht. Eine Saldierung von Finanzinstrumenten ist weiterhin nur möglich, wenn die Bedingungen in IAS 32 erfüllt werden, allerdings wurden in die Anwendungsleitlinien von IAS 32 Klarstellungen hinsichtlich der Begriffe „gegenwärtiger Zeitpunkt“ und „Gleichzeitigkeit“ aufgenommen. In IFRS 7 wurden neue Angabepflichten zu Finanzinstrumenten eingeführt, die unter Globalaufrechnungsvereinbarungen stehen. Die Änderungen des IFRS 7 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen des IAS 32 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt. |
Derzeit werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der genannten Standards und Interpretationen für den konsolidierten Abschluss der MEDION AG erwartet.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 hat eine Umstellung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres beschlossen. Vom 1. Januar 2012 bis zum 31. März 2012 entsteht hierdurch ein Rumpfgeschäftsjahr.
Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich für den Konzern geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage der IFRS angewandt. Auf die Bewertungsunterschiede gegenüber der Steuerbilanz wurden entsprechende latente Steuern berechnet.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge wurden – soweit nicht anders dargestellt – in T€ angegeben. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurden neben der Muttergesellschaft MEDION AG, Essen, die nachfolgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode einbezogen.
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| Firma und Sitz | Stammkapital zum 31.12.2011 | Beteiligung | Erwerbszeitpunkt | Erste Einbeziehung in den Konzernabschluss |
|---|---|---|---|---|
| 1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen („AMS“) | € 25.000 | 100,0 % | Gründung 2002 | ab 1. Dezember 2002 |
| 2. MEDION Service GmbH, Essen („MSG“) | € 25.000 | 100,0 % | Gründung 2004 | ab 1. September 2004 |
| 3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich („MEDION France“) | € 150.000 | 100,0 % | Gründung 1998 | ab 1. Juli 1999 |
| 4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien („MEDION UK“) | GBP 400.000 | 100,0 % | Gründung 1998 | ab 1. Juli 2000 |
| 5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark („MEDION Nordic“) | DKK 500.000 | 100,0 % | Erwerb 2002 | ab 1. Juli 2002 |
| 6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich („MEDION AT“) | € 50.000 | 100,0 % | Gründung 2002 | ab 1. Dezember 2002 |
| 7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande („MEDION NL“) | € 650.000 | 100,0 % | Gründung 2001 | ab 1. Juli 2001 |
| 8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien („MEDION Iberia“) | € 5.000 | 100,0 % | Gründung 2001 | ab 1. Juli 2001 |
| 9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz („MEDION Schweiz“) | CHF 100.000 | 100,0 % | Gründung 2004 | ab 1. Februar 2004 |
| 10. MEDION USA Inc., Delaware, USA („MEDION USA“) | USD 10.100.000 | 100,0 % | Gründung 2001 | ab 1. April 2001 |
| 11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien („MEDION Australia“) | AUD 10.000 | 100,0 % | Gründung 2003 | ab 1. November 2003 |
| 12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien („MEDION Slovenia“) | SIT 2.100.000 = € 8.763 | 100,0 % | Gründung 2006 | ab 1. Juli 2007 |
Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um Unternehmen, die Vertriebs- und Service-Dienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen.
Die AMS erbringt Call-Center-Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit der MSG umfasst Reparatur- sowie Logistikdienstleistungen für den After-Sales-Service und für E-Commerce-Geschäfte.
Grundlage für die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss waren die nach Landesrecht aufgestellten und teilweise geprüften Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011. Überleitungen nach IFRS wurden von den jeweiligen Tochterunternehmen vorgelegt und von den beauftragten Abschlussprüfern bestätigt.
Die übrigen ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG (vgl. unter „8.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personen“) wurden aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Soweit zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligungen den Konzernanteil am Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft übersteigen, entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwill). Deren Werthaltigkeit ist gemäß IAS 36 regelmäßig durch Impairment-Tests zu verifizieren.
Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.
Zwischengewinneliminierungen waren vor dem Hintergrund des IFRS-Grundsatzes der Materiality nicht erforderlich.
Die ausländischen Tochtergesellschaften, deren landesrechtlicher Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, sind nach den in IAS 21 vorgesehenen Abgrenzungskriterien als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheit („Foreign Entity“) anzusehen. Die jeweilige Landeswährung stellt die funktionale Währung für die Geschäfte dieser Tochtergesellschaften dar.
Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach der so genannten modifizierten Stichtagskursmethode (IAS 21.39) umgerechnet. Dementsprechend sind sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem Bilanzstichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt beziehungsweise zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Konzernunternehmen werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend IAS 21.40 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter der Position „Währungsumrechnungsdifferenzen“ im Eigenkapital ausgewiesen.
Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
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| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 € = | Bilanz Mittelkurs am 31.12. | GuV Durchschnittskurs | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Australien | AUD | 1,2716 | 1,3121 | 1,3483 | 1,4440 |
| Dänemark | DKK | 7,4342 | 7,4555 | 7,4505 | 7,4470 |
| Großbritannien | GBP | 0,8372 | 0,8630 | 0,8678 | 0,8583 |
| Schweiz | CHF | 1,2162 | 1,2442 | 1,2342 | 1,3824 |
| USA | USD | 1,2983 | 1,3282 | 1,3920 | 1,3273 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten, im Falle von Fremdwährungsposten zum Fair Value.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten berechnen sich aus dem Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen werden für wesentliche Forderungen im Rahmen einer Einzelbetrachtung vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus werden bestimmte Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden, anhand gleichartiger Risikomerkmale zu Gruppen zusammengefasst und auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit auf Portfoliobasis wertberichtigt. Die Wertberichtigungen werden über Wertberichtigungskonten gebucht und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt deren Ausbuchung und die Entlastung des Wertberichtigungskontos.
Im Rahmen von Asset-Backed-Security-Transaktionen (ABS-Transaktionen) werden finanzielle Vermögenswerte an eine Zweckgesellschaft verkauft. Die Risiken werden in Form von Kaufpreisabschlägen berücksichtigt. Die Abschläge betreffen Risiken für Verwässerung, Transaktionskosten und Bonität. Da die Voraussetzungen gemäß IAS 39.17 ff. für einen Eigentumsübergang der Forderungen an die Zweckgesellschaft nicht vorliegen, werden die in die ABS-Transaktion einbezogenen finanziellen Vermögenswerte weiterhin bei der Gesellschaft bilanziert.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.
Die Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt dabei grundsätzlich nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Neubewertungen des Sachanlagevermögens wurden nicht vorgenommen.
Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:
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| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Gebäude und Außenanlagen | 10–40 Jahre |
| Mietereinbauten | 3–20 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3–13 Jahre |
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand bilanziell anzusetzen. Der Leasinggegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Wert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr und zehn Jahren.
Forschungs- und Entwicklungskosten waren nicht zu aktivieren.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit, der der Goodwill zugeordnet ist, hinsichtlich einer Wertminderung untersucht. Die Werthaltigkeit wird jährlich gemäß IFRS 3 und IAS 36 anhand eines Impairment-Tests geprüft.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen und sonstige kurzfristige Schulden werden zu ihren Erfüllungsbeträgen – Fremdwährungsposten zum Fair Value – ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen erforderlichen Ausgaben ermittelt. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Verluste gegebenenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich gegebenenfalls erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.
Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Sie werden nach versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren berechnet. Hiernach werden sowohl die zum Abschlussstichtag erworbenen Anwartschaften als auch künftig erwartete Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der 10-%-Korridor gemäß IAS 19.92 findet keine Anwendung. Stattdessen werden die im Berichtsjahr auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne gemäß IAS 19.95 sofort erfolgswirksam verrechnet. Im Rahmen der Berechnung wird auf die „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zurückgegriffen.
Die MEDION AG verwendet derivative Finanzinstrumente, um Marktrisiken aus Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in US-Dollar und teils in Britischen Pfund abgewickelt werden, zu reduzieren. Dazu schließt die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Abschlusses des Einkaufskontraktes Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und Betragshöhe im Wesentlichen den zugrunde liegenden Einkaufsgeschäften. Die von MEDION eingesetzten Devisentermingeschäfte erfüllen die Effektivitätsanforderungen nach IAS 39.88 für die Anwendung der Hedge-Accounting-Grundsätze. Dementsprechend werden die Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 mit dem Marktwert zum Abschlussstichtag in der Bilanz angesetzt. Dabei werden die Marktwerte der Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), erfolgsneutral über eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital abgegrenzt. Da die Finanzinstrumente ausschließlich zur Kurssicherung der bei den Einkaufsgeschäften zugrunde gelegten Kalkulationskurse dienen, werden die aus der Währungsumrechnung und der Währungssicherung durch Devisentermingeschäfte entstehenden Erträge und Aufwendungen im Materialaufwand erfasst.
Eigene Aktien werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und gemäß IAS 32.33 im Eigenkapital als Abzugsposten ausgewiesen. Die eigenen Aktien stellen nach IAS 32.11 keinen finanziellen Vermögenswert dar.
Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen.
Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern. Latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und/oder passiven latenten Steuern. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet werden kann, dass diese in den zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen auch genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen der Gesellschaft zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
(1) Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Deutschland | 1.084.772 | 1.218.700 |
| Europa | 280.307 | 358.143 |
| Übriges Ausland | 67.095 | 61.894 |
| 1.432.174 | 1.638.737 |
(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 813 | 933 |
| Erträge aus Schadenersatz/Versicherungserstattungen | 534 | 590 |
| Provisionserträge | 115 | 153 |
| Übrige | 3.494 | 3.064 |
| 4.956 | 4.740 |
(3) Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um die Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter in den Bereichen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen einschließlich der Anschaffungsnebenkosten und der bezogenen Leistungen.
(4) Die Personalaufwendungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 41.794 | 41.287 |
| Soziale Abgaben | 7.127 | 6.843 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 185 | 338 |
| 49.106 | 48.468 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr 2011 1.067,1 (Vorjahr: 1.062,7).
Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt:
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| Mitarbeiter nach Gruppen | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Service | 555 | 560 |
| Vertrieb | 319 | 300 |
| Verwaltung | 139 | 147 |
| 1.013 | 1.007 |
(5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | 81.556 | 87.278 |
| Verwaltungsaufwendungen | 18.997 | 14.239 |
| Betriebsaufwendungen | 3.560 | 3.383 |
| Übrige Aufwendungen | 2.242 | 1.707 |
| 106.355 | 106.607 |
Der wesentliche Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Vertriebsaufwendungen, die sich wie folgt aufgliedern:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Werbe-/Messekosten, Marketing | 42.645 | 39.341 |
| Aufwendungen für Kundenservice | 19.698 | 27.386 |
| Übrige | 19.213 | 20.551 |
| 81.556 | 87.278 |
Unter den Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen für Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten, Fremdleistungen, Nebenkosten des Geldverkehrs und sonstige allgemeine Verwaltungskosten zusammengefasst.
Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 240 | 274 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 131 | 87 |
| Steuerberatungsleistungen | 54 | 47 |
| Sonstige Leistungen | 273 | 35 |
| 698 | 443 |
Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten, Reparaturen und Betriebsbedarf.
Die übrigen Aufwendungen enthalten vor allem periodenfremde Aufwendungen, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Kursdifferenzen.
(6) Das Zinsergebnis stellt sich wie folgt dar:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 3.887 | 3.154 |
| Zinsaufwendungen | -286 | -835 |
| Finanzierungskosten | -1.399 | -1.485 |
| 2.202 | 834 |
Im Zusammenhang mit den Bewertungskategorien nach IAS 39 ergibt sich das folgende Nettoergebnis:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 2.898 | 1.868 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | -53 | -122 |
| 2.845 | 1.746 |
Im Berichtszeitraum wurden Zinserträge auf wertberichtigte finanzielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 3) vereinnahmt.
Die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Finanzierungskosten sind mit Ausnahme von abgegrenzten Zinsen und Finanzierungskosten in Höhe von T€ 338 (Vorjahr: T€ 25) im Berichtsjahr zahlungswirksam geworden.
(7) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (-/+ Aufwand/Ertrag) setzen sich wie folgt zusammen:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| MEDION AG | ||
| Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag | -1.583 | -2.142 |
| Gewerbeertragsteuer | -1.668 | -2.241 |
| -3.251 | -4.383 | |
| MEDION NL | -269 | -210 |
| MEDION Schweiz | -137 | -97 |
| AMS | -124 | -120 |
| MEDION Austria | -113 | -84 |
| MEDION Australia | -57 | -99 |
| MSG | -52 | -43 |
| MEDION Nordic | -51 | -83 |
| MEDION UK | 88 | -95 |
| Übrige | -7 | -35 |
| Latente Steuern | -9.695 | -4.611 |
| -13.668 | -9.860 |
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom theoretisch erwarteten Steueraufwand zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12.79 ff.:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 1. Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 27.803 | 28.738 |
| 2. Anzuwendender theoretischer Steuersatz in % | 32,28 | 31,93 |
| 3. Theoretische Steuer | -8.975 | -9.176 |
| 4. Neubewertung steuerlicher Verlustvorträge | -4.639 | - |
| 5. Unterschiede zu ausländischen und latenten Steuern | -26 | 486 |
| 6. Steuern auf nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | -41 | -34 |
| 7. Steuernachzahlungen für Vorjahre | 67 | -1.136 |
| 8. Steuern auf Beteiligungsergebnisse | -54 | - |
| 9. Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -13.668 | -9.860 |
| 10. Tatsächlicher Ertragsteuersatz in % | 49,16 | 34,31 |
Der theoretische Ertragsteuersatz für 2011 von 32,28 % errechnet sich aus der Gewerbesteuerbelastung von 16,45 %, der Körperschaftsteuer von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 %. Dieser Steuersatz entspricht dem gesetzlichen Steuersatz der MEDION AG als Mutterunternehmen.
Die latenten Steuern (-/+ Aufwand/Ertrag) haben sich wie folgt entwickelt:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Latenter Steueraufwand | -9.695 | -4.611 |
| davon aus: | ||
| Steuerlichen Verlustvorträgen der MEDION AG | ||
| Verbrauch | -5.121 | -4.655 |
| Neubewertung/Wertberichtigung | -4.639 | - |
| Temporären Differenzen | 65 | 44 |
| -9.695 | -4.611 |
Zum Abschlussstichtag verfügt der MEDION-Konzern über inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 17.758 (Vorjahr: T€ 33.813) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 16.675 (Vorjahr: T€ 33.104) sowie ausländische Verlustvorträge von T€ 4.833 (MEDION USA; Vorjahr: T€ 4.681) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen.
Obwohl für die MEDION USA in Zukunft keine Verluste mehr erwartet werden, wurde auf eine Aktivierung latenter Steuern wegen der untergeordneten Geschäftstätigkeit der Tochter verzichtet.
Die inländischen Verlustvorträge entfallen vollständig auf die MEDION AG und sind nach den zurzeit geltenden gesetzlichen Regelungen unbegrenzt vortragsfähig.
Aufgrund einer erforderlichen Neubewertung im Hinblick auf den ab 1. April 2012 wirksamen Ergebnisabführungsvertrag zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH wurde die latente Steuerforderung um T€ 4.639 wertberichtigt, da die Ausnutzung der steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von T€ 14.371 innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht mehr möglich ist.
Im Berichtsjahr wurden latente Steueransprüche in Höhe von T€ 5.121 aufgrund des positiven Jahresergebnisses 2011 realisiert und als Verbrauch verrechnet.
Aufgrund einer Neubewertung wird seit 2011 ein Ertragsteuersatz von 32,28 % angesetzt. Die Steuersatzänderung führte zu einem zusätzlichen latenten Steueraufwand von T€ 204.
Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten:
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| aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch | |
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagevermögen | 228 | - | 256 | - |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | - | - | 42 | - |
| Aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital | - | 22 | - | 658 |
| Pensionsrückstellungen | 111 | - | 87 | - |
| Übrige Rückstellungen | 130 | - | 70 | - |
| Steuerliche Verlustvorträge | 995 | - | 10.685 | - |
| 1.464 | * 22 | 11.140 | * 658 |
* Wegen untergeordneter Bedeutung erfolgt Ausweis unter Steuerrückstellungen
Die latenten Steuern aus erfolgsneutralen Verrechnungen im Eigenkapital (T € 22; Vorjahr: T€ 658) resultieren aus den Cashflow-Hedges im Rahmen des Hedge-Accounting gemäß IAS 39.
(8) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen | 238.341 | 263.698 |
| Abzüglich Wertberichtigungen | -1.356 | -1.121 |
| 236.985 | 262.577 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen international tätige Handelskonzerne. Die MEDION AG hat zum 31. Dezember 2011 Asset-Backed-Security-Transaktionen (ABS-Transaktionen) in Höhe von T € 2.191 (Vorjahr: T€ 2.158) bilanziert.
Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 1.121 | 2.475 |
| Inanspruchnahmen | -191 | -530 |
| Auflösungen | -416 | -1.418 |
| Zuführungen | 842 | 594 |
| Stand 31. Dezember | 1.356 | 1.121 |
Die Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.
Von den nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 236.985 (Vorjahr: T€ 262.577) waren T€ 193.493 (Vorjahr: T€ 250.402) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Forderungen sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. Dezember überfällig:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Kleiner als 30 Tage | 41.621 | 9.699 |
| Zwischen 30 und 60 Tage | 340 | 288 |
| Zwischen 61 und 90 Tage | 59 | 377 |
| Zwischen 91 und 180 Tage | 293 | 44 |
| Größer als 180 Tage | 1.179 | 1.768 |
| Summe der fälligen Forderungen | 43.492 | 12.176 |
Hinsichtlich der nicht wertberichtigten, aber überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Abschlussstichtag keine Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 274 (Vorjahr: T€ 376). Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen waren von untergeordneter Bedeutung.
Die Forderungsverluste sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den übrigen Aufwendungen ausgewiesen.
(9) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, und resultieren aus vereinbarten Rabatten im Rahmen des Lieferungs- und Leistungsverkehrs.
(10) Die Vorräte betreffen im Wesentlichen bei fremden Lagerhaltern und Spediteuren gelagerte Handelswaren für größtenteils fest disponierte Projektaufträge, schwimmende Waren sowie Service- und Retourenwaren.
Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Produktivbestände | 158.301 | 139.399 |
| Servicewaren | 17.199 | 18.163 |
| Retouren-/Remarketingbestände | 16.155 | 24.752 |
| Direct Sales | 17.011 | 17.047 |
| 208.666 | 199.361 |
Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren | 10.126 | 11.215 |
| Auf Produktivbestände/Direct Sales | 3.516 | 10.428 |
| 13.642 | 21.643 |
Die Vorräte betreffen mit T€ 156.876 (Vorjahr: T€ 157.113) PC/Multimedia und mit T€ 51.790 (Vorjahr: T€ 42.248) Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen.
(11) Die sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| gesamt | davon kurzfristig | gesamt | davon kurzfristig | |
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| a) Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Ausstehende Lieferantengutschriften | 18.720 | 18.720 | 21.232 | 21.232 |
| Einbehalte ABS-Transaktionen | 230 | 230 | 227 | 227 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | 2.476 | 2.476 | 3.563 | 3.563 |
| Ausgereichte Darlehen | 1.452 | 896 | 1.590 | 909 |
| Schuldscheindarlehen | 30.000 | 30.000 | 20.000 | 20.000 |
| Wertpapiere | 37.875 | 37.875 | 10.000 | 10.000 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 618 | 618 | 107 | 107 |
| 91.371 | 90.815 | 56.719 | 56.038 | |
| b) Übrige Vermögenswerte | ||||
| Umsatzsteuer- und sonstige Steuerforderungen | 2.737 | 2.737 | 2.871 | 2.871 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 880 | 709 | 1.252 | 908 |
| Übrige | 45 | - | 46 | - |
| 3.662 | 3.446 | 4.169 | 3.779 | |
| 95.033 | 94.261 | 60.888 | 59.817 |
Die ausstehenden Lieferantengutschriften betreffen noch erwartete Preisgutschriften für gelieferte Produkte sowie Ansprüche aus der Abwicklung von Defektmaterialien. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen für Finanzierungsgeschäfte sowie Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Sponsoring-Aktivitäten ausgewiesen. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten abgegrenzte Lizenzgebühren, Servicekosten sowie Wartungs- und Mietvorauszahlungen sowie übrige Abgrenzungen.
Die Einbehalte aus ABS-Transaktionen beziehen sich auf kalkulatorische Kaufpreisabschläge für Verwässerung, Transaktionskosten sowie einen Abschlag für das Bonitätsrisiko. Die Abrechnung erfolgt jeweils nach Ende einer Transaktion.
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | 92.305 | 57.159 |
| Abzüglich Wertberichtigungen | -934 | -440 |
| 91.371 | 56.719 |
Die nicht wertberichtigten sonstigen finanziellen Vermögenswerte weisen keine Überfälligkeiten auf.
In den Ertragsteuererstattungsansprüchen wird auch das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ausgewiesen, das in Höhe von T€ 1.342 (Vorjahr: T€ 1.591) eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat.
(12) Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens belief sich in 2011 auf T€ 897, wobei ein Großteil in Hardware und Büroausstattung investiert wurde. Die weitestgehend erfolgsneutralen Abgänge stehen im Wesentlichen in Zusammenhang mit der in 2011 durchgeführten Anlageninventur.
(13) Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 1.381 betreffen im Wesentlichen mit T€ 465 neue Lizenzen und Updates sowie mit T€ 916 externe Entwicklungs- und Softwarekosten für verschiedene Softwareentwicklungsprojekte unter anderem im Bereich Webshop.
(14) Als Finanzanlagen werden unverändert zum Vorjahr die nicht konsolidierten Unternehmen ausgewiesen.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel auf den Seiten 120–121 zu entnehmen:
(15) Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 183.186 (Vorjahr: T€ 139.102) waren T€ 164.342 (Vorjahr: T€ 118.746) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Verbindlichkeiten sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. Dezember überfällig:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Kleiner als 30 Tage | 18.054 | 17.191 |
| Zwischen 30 und 60 Tage | 501 | 1.838 |
| Zwischen 61 und 90 Tage | 12 | 18 |
| Zwischen 91 und 180 Tage | 18 | 201 |
| Größer als 180 Tage | 259 | 1.108 |
| Summe der fälligen Forderungen | 18.844 | 20.356 |
(16) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegen die Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, und resultieren aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr.
(17) Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| MEDION AG | ||
| Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag | - | 1.350 |
| Gewerbesteuer | 42 | 735 |
| Umsatzsteuer/Lohnsteuer | 2 | 134 |
| Latente Steuern | 22 | 658 |
| MEDION NL | 476 | 210 |
| MEDION Schweiz | 210 | 92 |
| MEDION Austria | 92 | 8 |
| MEDION Nordic | 56 | 66 |
| MEDION Australia | 53 | 59 |
| MEDION UK | - | 19 |
| Übrige | 20 | 84 |
| 973 | 3.415 |
(18) Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
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| Werte in T€ |
01.01.2011 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Währungskursdifferenzen | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausstehende Rechnungen | 91.311 | 47.478 | 409 | 36.799 | 2 | 80.225 |
| Gewährleistungen | 61.610 | 35.957 | 0 | 29.613 | 0 | 55.266 |
| Personal | 6.032 | 5.139 | 380 | 5.255 | 9 | 5.777 |
| Übrige Rückstellungen | 2.156 | 1.503 | 24 | 1.073 | 1 | 1.703 |
| 161.109 | 90.077 | 813 | 72.740 | 12 | 142.971 |
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen umfassen im Wesentlichen Risiken aus Lizenzabgaben, Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum bis 2011, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen. Darüber hinaus sind mögliche Ansprüche für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu leistende Urheberrechtsabgaben aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen enthalten. Einzelheiten sind im Abschnitt 5.8.5 Risikobericht „Recht“ im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt. Auf betragsmäßige Quantifizierungen wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92 verzichtet.
Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Die Rückstellungen werden anhand einer pauschalen Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz eines Jahres ermittelt. Dabei werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Berechnungsmethode sowie die Schätzparameter wurden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt. Die Rückstellung wird entsprechend den Garantiezeiträumen zu Auszahlungen führen.
In den Personalrückstellungen sind ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Sonderzahlungen an Vorstand und Mitarbeiter sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen werden voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen.
Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen, die auch voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen werden.
Der Konzern stellt elektronische Geräte her, die in den Anwendungsbereich der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte fallen. Die Richtlinie unterscheidet zwischen der Entsorgung von Geräten, die vor dem Zeitpunkt der Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht an private Haushalte verkauft wurden (historische Altgeräte), und der Entsorgung von Geräten, die nach dem Zeitpunkt der Umsetzung der Richtlinie an private Haushalte verkauft wurden (neue Altgeräte).
Eine Rückstellung für die Entsorgung neuer Altgeräte wird erfasst, wenn Geräte im Sinne der EU-Richtlinie verkauft und der Entsorgungsaufwand verlässlich bemessen werden kann. Die Rückstellung wird aufgelöst, wenn die Entsorgungsverpflichtung erlischt, erfüllt oder übertragen wird. Der Entsorgungsaufwand für neue Altgeräte ist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Für Geräte, die nicht an private Haushalte verkauft werden, wird eine Rückstellung dann erfasst, wenn der Konzern die Verpflichtung zur Entsorgung dieser Geräte übernimmt. Der Entsorgungsaufwand wird dann in Abhängigkeit des Einzelfalls unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
(19) Die sonstigen kurz- und langfristigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| gesamt | davon kurzfristig | gesamt | davon kurzfristig | |
|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| a) Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten ABS-Transaktionen | 2.191 | 2.191 | 2.157 | 2.157 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 9 | 9 | 571 | 571 |
| Übrige | 926 | 926 | 311 | 311 |
| 3.126 | 3.126 | 3.039 | 3.039 | |
| b) Übrige Verbindlichkeiten | ||||
| Steuerverbindlichkeiten | 10.825 | 10.825 | 6.509 | 6.509 |
| Verbindlichkeiten Sozialversicherung | 73 | 73 | 110 | 110 |
| Übrige | 1.944 | 463 | 665 | 559 |
| 12.842 | 11.361 | 7.284 | 7.178 | |
| 15.968 | 14.487 | 10.323 | 10.217 |
Bei den Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen handelt es sich um kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Zweckgesellschaft, die im Rahmen des ABS-Vertrages revolvierend zurückgezahlt werden.
(20) In den kurz- und langfristigen Schulden sind nachfolgende finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Die Fälligkeitsstrukturen der zukünftigen (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
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| Werte in T€ |
Zins fix | Tilgung |
|---|---|---|
| Cashflows 2012 | ||
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten ABS-Transaktionen | 0 | 2.191 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 9 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 926 |
| 0 | 3.126 |
Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Konzern-Treasury, das die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Hierfür stehen Kreditlinien im Rahmen eines so genannten Syndicated Loan sowie Vereinbarungen über Assed-Backed-Security-Transaktionen zur Verfügung. Der Syndicated-Loan-Vertrag wurde im Juni 2010 mit einem fünf Banken umfassenden Konsortium unter Führung der Deutsche Bank AG verlängert. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre und endet im Juni 2013. Der im November 2006 geschlossene und auf eine Laufzeit von 5 Jahren befristete ABS-Vertrag wurde im Oktober 2011 um zunächst 6 Monate bis April 2012 verlängert, um gegebenenfalls veränderten finanziellen Rahmenbedingungen im Zuge des Mehrheitserwerbs durch Lenovo Rechnung tragen zu können.
(21) Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen wie folgt entwickelt:
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 2.488 | 2.150 |
| Zinsaufwand | 128 | 113 |
| Dienstzeitaufwand | 185 | 177 |
| Verrechnete versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (-) | - | 48 |
| Stand 31. Dezember | 2.801 | 2.488 |
Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO = Defined Benefit Obligation) liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
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| Werte in % |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Diskontierungssatz | 5,15 | 5,15 |
| Gehaltstrend | - 1) | - 1) |
| Rententrend | 1,50 | 1,50 |
1) Der Gehaltstrend ist ab 2008 nicht mehr relevant, da die absolute Obergrenze der Anwartschaft überschritten ist.
Bei einem um 0,25 %-Punkte höheren (niedrigeren) Diskontierungssatz ergäbe sich eine um T€ 138 niedrigere (T€ 146 höhere) Rückstellung.
Zum Abschlussstichtag besteht keine Abweichung zwischen der Pensionsrückstellung und dem Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO).
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) hat sich wie folgt entwickelt:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungsbarwert | 2.801 | 2.488 | 2.150 | 1.560 | 2.084 |
(22) Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 7
Zum 31. Dezember 2011 werden folgende Buchwerte nach Bewertungskategorien ausgewiesen:
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| a) Kredite und Forderungen | 488.146 | 438.870 |
| b) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen | 0 | 0 |
| c) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 |
| d) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 |
| e) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Restwerten bewertet werden | 197.193 | 141.570 |
| f) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
Aktiva
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| Bewertungskategorie IAS 39 | Buchwert | fortgeführte Anschaffungskosten/ Nominalwert | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Werte in T€ |
31.12.2011 | Wertansatz nach IAS 39 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | a) | 155.045 | 155.045 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | a) | 236.985 | 236.985 | ||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | a) | 7.220 | 7.220 | ||
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte | |||||
| Kredite und Forderungen | a) | 51.020 | 51.020 | ||
| Wertpapiere | a) | 37.875 | 37.875 | ||
| Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen | - | 2.476 | 2.476 | ||
| Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen | - | 113 | |||
| 490.734 | 488.145 | 2.476 | 0 | ||
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | e) | 183.186 | 183.186 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | e) | 10.890 | 10.890 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen | - | 9 | 9 | ||
| Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen | e) | 2.191 | 2.191 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | e) | 926 | 926 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease | - | 0 | |||
| 197.202 | 197.193 | 9 | 0 |
Aktiva
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| Bewertungskategorie IAS 39 | Wertansatz IAS 17 | Fair Value | Buchwert | |
|---|---|---|---|---|
| Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | a) | 155.045 | 123.136 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | a) | 236.985 | 262.577 | |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | a) | 7.220 | ||
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte | ||||
| Kredite und Forderungen | a) | 51.020 | 43.157 | |
| Wertpapiere | a) | 37.875 | 10.000 | |
| Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen | - | 2.476 | 3.563 | |
| Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen | - | 113 | 113 | |
| 0 | 490.734 | 442.546 | ||
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | e) | 183.186 | 139.102 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | e) | 10.890 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen | - | 9 | 571 | |
| Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen | e) | 2.191 | 2.157 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | e) | 926 | 311 | |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease | - | 0 | 0 | |
| 0 | 197.202 | 142.141 |
Aktiva
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| Bewertungskategorie IAS 39 | fortgeführte Anschaffungskosten/ Nominalwert | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Wertansatz IAS 17 | Fair Value | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Werte in T€ |
Wertansatz nach IAS 39 | 31.12.2010 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | a) | 123.136 | 123.136 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | a) | 262.577 | 262.577 | |||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | a) | |||||
| Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Kredite und Forderungen | a) | 43.157 | 43.157 | |||
| Wertpapiere | a) | 10.000 | 10.000 | |||
| Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen | - | 3.563 | 3.563 | |||
| Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen | - | 113 | ||||
| 438.870 | 3.563 | 0 | 0 | 442.546 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | e) | 139.102 | 139.102 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | e) | |||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen | - | 571 | 571 | |||
| Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen | e) | 2.157 | 2.157 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | e) | 311 | 311 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease | - | 0 | ||||
| 141.570 | 571 | 0 | 0 | 142.141 |
(23) Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. Dezember 2010: 44.612.442) im Umlauf.
In der Hauptversammlung vom 12. Mai 2006 wurde beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 10. Mai 2011 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Die Ermächtigung endete am 10. Mai 2011 durch Zeitablauf.
Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.
Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:
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| Rückkaufprogramm | Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals (€) |
Anschaffungskosten (€) |
Anteil des Grundkapitals | Zeitpunkt des Erwerbs | Gründe des Erwerbs: Hauptversammlungsbeschluss vom |
|---|---|---|---|---|---|
| I | 1.670.551 | 25.788.127 | 3,45 % | 2007 | 11. Mai 2007 |
| I | 750.369 | 12.094.224 | 1,55 % | 2008 | 11. Mai 2007 |
| I | 2.420.920 | 37.882.351 | 5,00 % | ||
| II | 484.184 | 3.645.833 | 1,00 % | 2008 | 14. Mai 2008 |
| III | 264.000 | 1.496.018 | 0,55 % | 2008 | 14. Mai 2008 |
| III | 704.368 | 4.213.491 | 1,45 % | 2009 | 14. Mai 2008 |
| III | 968.368 | 5.709.509 | 2,00 % | ||
| 3.873.472 | 47.237.693 | 8,00 % |
Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis zum 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis zum 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis zum 12. März 2009 durchgeführt.
Die im Rahmen der drei Rückkaufprogramme erworbenen eigenen Anteile wurden in den Jahren 2010 und 2011 im Rahmen der aktienbasierten Vergütung wie folgt verwendet:
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| Anzahl der Aktien/ Betrag des Grundkapitals (€) |
Anschaffungskosten (T€) |
vom Grundkapital % |
|
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2010 | 3.858.397 | 47.140 | 7,97 % |
| Abgang eigener Anteile | -52.439 | -337 | -0,11 % |
| Stand 1. Januar 2011 | 3.805.958 | 46.803 | 7,86 % |
| Abgang eigener Anteile | -68.988 | -683 | -0,14 % |
| Stand 31. Dezember 2011 | 3.736.970 | 46.120 | 7,72 % |
Aus der Verwendung eigener Anteile in Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen resultierte ein Erlös in Höhe von T€ 684 (Vorjahr: T€ 502).
Um auch in Zukunft in der Lage zu sein, eigene Aktien zu erwerben, wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben.
Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitarbeiter auszugeben.
In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet.
Die anderen Gewinnrücklagen/Bilanzgewinn beinhalten thesaurierte Ergebnisse der Vorjahre sowie die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 2 in 2005 in Höhe von unverändert T€ -3.341.
Im Geschäftsjahr 2011 wurde aus dem Eigenkapital eine Ausschüttung in Höhe von T€ 10.277, basierend auf einer Dividende von € 0,23 je gewinnberechtigte Aktie am Tag nach der Hauptversammlung, das heißt am 19. Mai 2011, geleistet.
Daneben haben T€ 40 Währungsumrechnungsdifferenzen das Eigenkapital erhöht (Vorjahr: T€ -769). Sie resultieren im Wesentlichen aus den Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien.
Für die Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Seite 122 dieses Berichtes.
Die Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 zeigt, wie sich Zahlungsmittel und -äquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse/Mittelabflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel beziehungsweise -äquivalente in Form von Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit liquidierbaren Wertpapieren.
Nach IFRS 8 ist über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management-Approach zu berichten. Berichtspflichtig sind demnach nur diejenigen operativen Segmente, die Komponenten eines Unternehmens darstellen, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die regelmäßig aufgrund der internen Berichterstattung durch die Hauptentscheidungsträger überprüft werden.
Der MEDION Konzern berichtet daher gemäß der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft und Direktgeschäft. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik. Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel. Als „Überleitung Konzern” werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.
Die Segmentberichterstattung erfolgt nach folgenden Grundsätzen:
| • | Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der Gewinnung der Segmentinformationen zugrunde gelegt wurden, entsprechen grundsätzlich den Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses. |
| • | Konzerninterne Transaktionen zwischen den Segmenten lagen im Berichtsjahr nicht vor. |
| • | Für die interne Steuerung des MEDION-Konzerns ist der Vorstand verantwortlich. Das entscheidende Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente der MEDION-Gruppe sowie für die Erfolgsbeurteilung und die Ressourcenallokation ist das EBIT. |
| • | Die Umsätze werden den Segmenten zugewiesen, in denen die Umsatzerlöse realisiert werden. |
| • | Der Segment-Cashflow ermittelt sich auf Basis der jeweiligen Segmentbetriebsergebnisse zuzüglich der Segmentabschreibungen sowie der zahlungsunwirksamen Aufwendungen. |
| • | Das Segmentvermögen umfasst die Aktiva, die zur Erwirtschaftung des Betriebsergebnisses des jeweiligen Segments eingesetzt werden. Die Segmentschulden ergeben sich aus dem jeweiligen zugehörigen Fremdkapital. Konzerninterne Vermögens- und Schuldposten werden in der Spalte „Überleitung Konzern“ dargestellt. |
| • | Unter den Investitionen werden die Zugänge des laufenden Geschäftsjahres in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen ausgewiesen. |
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Segmentberichtes ist der Darstellung auf Seite 123 zu entnehmen.
Die Erlöse mit externen Kunden nach Regionen sind in den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen dargestellt.
Gemäß IFRS 8.34 hat MEDION Informationen über den Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigen Kunden vorzulegen.
MEDION unterhält Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Derzeit ist nicht ersichtlich, dass wichtige Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.
Da eine quantitative Aufgliederung der Umsätze für wichtige Kunden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, hat sich der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse zu unterlassen und die in der Folge insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich der Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der MEDION AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.
Der gewichtete Aktiendurchschnitt erhöhte sich aufgrund der Zuteilung im Rahmen aktienbasierter Vergütungen und beträgt 44.665.575 Stück für das Geschäftsjahr 2011.
In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte, die sich aus potentiellen Stammaktien ergeben.
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien | 44.665.575 | 44.599.210 |
| Konzernergebnis (T€) | 14.135 | 18.878 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert, in €) | 0,32 | 0,42 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert, in €) | 0,32 | 0,42 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- beziehungsweise Lagerräume und Operating-Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge.
Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:
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| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
≤ 1 Jahr | 1 Jahr < x ≤ 5 Jahre | > 5 Jahre | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Lagerräume | 608 | 721 | 976 | 1.049 | 352 | 470 |
| Operating-Lease-Verhältnisse | 556 | 524 | 537 | 552 | 0 | 0 |
| 1.164 | 1.245 | 1.513 | 1.601 | 352 | 470 |
Unter Kreditrisiko wird nach IFRS 7 das Risiko verstanden, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt.
Bei der MEDION AG können Kreditrisiken insbesondere in Form von Ausfallrisiken entstehen. Wesentliche Ausfallrisiken können bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Kunden nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu begleichen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 236.985 (Vorjahr: T€ 262.577) wiedergegeben. Die Reduktion des Risikos erfolgt bei der MEDION AG grundsätzlich durch die Konzentration auf Kunden mit A-Bonität. Kunden, die nicht in diese Kategorien fallen, sind von untergeordneter Bedeutung und werden in der Regel kreditversichert. Für Kundenforderungen, die im Rahmen von ABS-Transaktionen veräußert werden, besteht ein maximales Ausfallrisiko von 3 %. Die Fälligkeiten und Überfälligkeiten werden kontinuierlich überwacht und monatlich an den Vorstand gemeldet. Die Risikominderung erfolgt über Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, Verpflichtungen aus finanziellen Schulden nicht erfüllen zu können. Die Erläuterung des Liquiditätsmanagements sowie eine Analyse der Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter Punkt (17) erfolgt.
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Die folgende Auflistung zeigt die wesentlichen Fremdwährungsposten zum Abschlussstichtag:
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte in T€ |
USD | GBP | Übrige | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel | 498 | 706 | 520 | 592 | 2.441 | 4.384 |
| Forderungen | 6.988 | 22.444 | 1.639 | 4.093 | 4.923 | 1.072 |
| Verbindlichkeiten | -79.853 | -75.585 | -268 | -356 | -457 | -368 |
| Saldo | -72.367 | -52.435 | 1.891 | 4.329 | 6.907 | 5.088 |
Die zum Abschlussstichtag zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte haben ein Nominalvolumen von rund USD 130,0 Mio. Aus der Kursentwicklung resultierten zum Abschlussstichtag sowohl negative als auch positive Marktwerte. In Höhe von T€ 9 wurden die negativen Marktwerte in den sonstigen Verbindlichkeiten und mit T€ 2.476 wurden die positiven Marktwerte in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Da die Devisentermingeschäfte der Absicherung der USD-Zahlungsströme im ersten Quartal 2012 dienen und somit als Cashflow-Hedge designiert wurden, erfolgte die Gegenbuchung der gesamten Marktwertänderungen von T€ 70 erfolgsneutral im Eigenkapital als Bewertungsrücklage. Auf die Bewertungsrücklage wurden passive latente Steuern von T€ 22 gebildet. Der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage stehen entsprechende, zum Abschlussstichtag noch nicht bilanzwirksam gewordene Währungsgewinne/-verluste aus den zugehörigen schwebenden Einkaufskontrakten gegenüber.
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Nominalwert TUSD |
Marktwert T€ |
Nominalwert TUSD |
Marktwert T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungsbezogene Geschäfte Devisentermingeschäfte in USD | 130.000 | 2.467 | 184.000 | 2.993 |
| Davon erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet (brutto) | 70 | 2.082 | ||
| Abzüglich latenter Steuern | -22 | -658 | ||
| Cashflow-Hedges | 48 | 1.424 | ||
| Davon erfolgswirksam verrechnet (+ = Ertrag/- = Aufwand) | 2.397 | 911 |
Der Marktwert wird aus dem Devisenmittelkurs vom Abschlussstichtag abgeleitet. Daneben schließt die Gesellschaft auch Stop-Loss-Orders zur Wechselkurssicherung ab. Dabei werden Kreditinstitute beauftragt, entsprechende US-Dollar-Volumina für MEDION anzukaufen, wenn der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar unter den Kalkulationskurs bei Vertragsabschluss des Einkaufskontraktes zu sinken droht.
Aufgrund der Devisentermingeschäfte ergeben sich grundsätzlich bei Währungskursänderungen keine Auswirkungen auf das Ergebnis. Währungskursänderungen haben daher lediglich Auswirkungen auf die Bewertungsrücklage im Eigenkapital. Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2011 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte die Bewertungsrücklage einen um T€ 6.172 verminderten (um T€ 11.580 erhöhten) Wert.
Es werden aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten keine nachteiligen Einflüsse auf die Finanzlage des Konzerns erwartet. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.
Mit Zinsrisiko wird das Risiko beschrieben, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.
Marktzinsänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit vorhandene liquide Mittel als kurzfristige Festgeldanlagen mit fix verhandelten Zinssätzen gehalten werden, unterliegen diese damit keinem Zinsrisiko.
Darüber hinaus sind Geldanlagen auch zu Vereinbarungen angelegt, die variable Zinskomponenten enthalten. Zinsänderungsrisiken, insbesondere Zinsminderungsrisiken, sind hierbei jedoch von untergeordneter Bedeutung.
Als sonstige Preisrisiken im Sinne von IFRS 7 kommen insbesondere Risiken aus Marktpreisänderungen von Aktien sowie handelbaren Rohstoffen in Frage.
Zum 31. Dezember 2011 hat die MEDION AG keine Bestände an Aktien. Eigene Anteile sind keine Finanzinstrumente in diesem Sinn, da IAS 32.11 ausdrücklich auf Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen abstellt.
Bis zum 29. Februar 2012 (Freigabe des Abschlusses durch den Vorstand an den Aufsichtsrat) ergaben sich mit Ausnahme der Eintragung der Satzungsänderungen aus den Beschlüssen der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 keine nennenswerten Ereignisse.
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| Name und Sitz | Stammkapital zum 31.12.2011 | Prozentsatz der Beteiligung | Jahresergebnis in T€ |
|---|---|---|---|
| 1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen | € 25.000 | 100,0 % | 219 |
| 2. MEDION Service GmbH, Essen | € 25.000 | 100,0 % | 87 |
| 3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich | € 150.000 | 100,0 % | -229 |
| 4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, United Kingdom | GBP 400.000 | 100,0 % | -289 |
| 5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark | DKK 500.000 | 100,0 % | 154 |
| 6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich | € 50.000 | 100,0 % | 365 |
| 7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande | € 650.000 | 100,0 % | 845 |
| 8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien | € 5.000 | 100,0 % | -125 |
| 9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz | CHF 100.000 | 100,0 % | 446 |
| 10. MEDION USA Inc., Delaware, USA | USD 10.100.000 | 100,0 % | -160 |
| 11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien | AUD 10.000 | 100,0 % | 170 |
| 12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien | SIT 2.100.000 = € 8.763 | 100,0 % | -1 |
| 13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China | HKD 10.000 | 100,0 % | nicht operativ |
| 14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China | HKD 10.000 | 100,0 % | nicht operativ |
| 15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China | HKD 1.000.000 | 100,0 % | nicht operativ |
Neben den genannten Gesellschaften gelten darüber hinaus auch sämtliche Gesellschaften der Lenovo Gruppe als nahe stehende Unternehmen.
Mutterunternehmen ist die Lenovo Germany Holding GmbH mit Sitz in Essen. Oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Lenovo Group Limited mit Sitz in Hongkong.
Die Geschäftsbeziehungen zwischen der MEDION AG und den Tochtergesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht weiter erläutert.
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen. Das Entgelt wird zu Marktpreisen abgerechnet.
Im Berichtsjahr sind folgende Geschäftsbeziehungen gemäß IAS 24 darzustellen:
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| Werte in T€ |
Umsätze (netto) 2011 | Forderung/Verbindlichkeit (-) (brutto) 31.12.2011 |
|---|---|---|
| MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen | ||
| Warenlieferungen | ||
| von MEDION AG | 10.033 | 1.723 |
| an MEDION AG | -309 | 309 |
| Dienstleistungen | ||
| von MEDION AG | 42 | |
| an MEDION AG | -2 | |
| Mietverträge | 70 | 39 |
| Sonstiges | 17 | 5 |
| Lifetec Electronics GmbH, Essen | ||
| Warenlieferungen | -147 | |
| Provisionsvertrag | -31 | -16 |
| MEDION Brachmann oHG, Essen | ||
| Lizenzvertrag | -6 | |
| Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur | ||
| Leistungen | ||
| von MEDION AG | 7.970 | 7.220 |
| an MEDION AG | -21.956 | -10.890 |
Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:
| Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes) | |
| Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes) Adinotec AG, Griesheim – Mitglied des Aufsichtsrates |
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die im Berichtsjahr erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Berichtsjahr ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 313; Vorjahr: T€ 338) auf insgesamt T€ 2.301 (Vorjahr: T€ 2.408), davon für das Jahr 2010 T€ 43. Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5–8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.
Der Vorstand hielt zum 31. Dezember 2011 8.874.016 Aktien. Die Anzahl verteilte sich dabei wie folgt: Gerd Brachmann 8.874.016 Stück, Christian Eigen 0 Stück. Zum 31. Dezember 2010 betrug die Zahl der Aktien 26.641.532. Davon befanden sich 26.597.844 im Besitz von Gerd Brachmann und 43.688 Stück wurden von Christian Eigen gehalten.
Der Vorstandsbesitz hat sich für Gerd Brachmann um Stück 24.205 Aktien im März 2011 und für Christian Eigen um Stück 31.966 Aktien im März 2011 aufgrund der Zuteilung im Rahmen der erfolgsabhängigen Tantieme der Vorstandsvergütung erhöht (Einzelheiten dazu im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht). Für die zugeteilten Aktien gelten zweijährige Sperrfristen sowie weitere Bedingungen für den Verkauf beziehungsweise die Übertragung. Am 11. August 2011 hat Herr Christian Eigen 75.654 Stück MEDION-Aktien aufgrund der Vereinbarungen mit Lenovo verkauft. Gerd Brachmann verkaufte am 29. Juli 2011 insgesamt 17.748.033 Aktien. Die verbleibende Anzahl der Aktien beläuft sich somit auf 8.874.016 Stück, wobei die Anzahl der sich daraus ergebenden Stimmrechte im Rahmen des Shareholders' Agreements gemäß § 30 WpÜG der Lenovo Germany Holding GmbH zuzurechnen ist.
Die Lenovo Germany Holding GmbH ist mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.
Im Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:
Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt
(Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main)
| Carl Spaeter GmbH, Duisburg – stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates |
Dr. Hans-Georg Vater, Essen (stellv. Vorsitzender), Kaufmann (bis 14. Dezember 2011)
(Ehem. Mitglied des Vorstandes der HOCHTIEF AG, Essen)
| Athens International Airport S.A., Spata, Griechenland – Mitglied des Board of Directors | |
| HAPIMAG AG, Baar, Schweiz – Mitglied des Verwaltungsrates (bis 20. April 2011) | |
| OWA Odenwald Faserplattenwerk GmbH, Amorbach – Mitglied des Beirates | |
| Dematic Group s.à.r.l., Luxembourg – Mitglied des Board of Directors | |
| Klöckner & Co SE, Duisburg – Mitglied des Aufsichtsrates | |
| Universitätsklinikum Essen, Essen – Mitglied des Aufsichtsrates |
Helmut Julius, Bottrop-Kirchhellen, Kaufmann (bis 14. Dezember 2011)
(Ehem. Mitglied des Vorstandes der Ferrostaal AG, Essen)
Wai Ming Wong, wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China (seit 14. Dezember 2011) (Senior Vice President und Chief Financial Officer Lenovo) Herr Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Herr Wong übt jedoch bei folgenden ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:
| I.T. Limited, Bermuda, | |
| China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China und | |
| Linmark Group Limited, Bermuda. |
Milko Norman van Duijl, wohnhaft in Le Vésinet, Frankreich (seit 14. Dezember 2011) (Senior Vice President und Leiter des Unternehmensbereichs Entwickelte Märkte (Mature Markets) Lenovo)
Herr van Duijl ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Herr van Duijl übt jedoch bei folgenden ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:
| Lenovo (South Africa) (Pty) Limited, Südafrika. |
Herr Dr. Hans-Georg Vater und Herr Helmut Julius haben ihre Mandate als Mitglieder des Aufsichtsrates mit Wirkung zum Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 niedergelegt und sind zu diesem Zeitpunkt aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Durch das Ausscheiden von Herrn Dr. Hans-Georg Vater und Herrn Helmut Julius wurden als Nachfolger anlässlich der Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 Herr Wong und Herr van Duijl bestellt. Herr Dr. Rudolf Stützle, Herr Dr. Hans-Georg Vater sowie Herr Helmut Julius erhalten für ihre Tätigkeit im Berichtszeitraum beziehungsweise die Herren Dr. Vater und Julius bis zum 14. Dezember 2011 eine fixe Vergütung in Höhe von T€ 132 (Vorjahr: T€ 135). Hinzu kommt ein variabler Anteil in Höhe von T€ 73 (Vorjahr: T€ 61). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.
Herr Dr. Rudolf Stützle, Herr Dr. Hans-Georg Vater sowie Herr Helmut Julius hielten zum 31. Dezember 2010 insgesamt 3.160 Aktien. Die Anzahl verteilte sich dabei wie folgt: Dr. Rudolf Stützle 160 Stück, Dr. Hans-Georg Vater 1.000 Stück, Helmut Julius 2.000 Stück.
Ihren jeweiligen Aktienbesitz verkauften alle Mitglieder des Aufsichtsrates zum 11. August 2011, so dass zum 14. Dezember 2011 beziehungsweise 31. Dezember 2011 keine Aktien vom Aufsichtsrat gehalten werden.
Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge analog § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5–8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 26. Mai 2010.
Am 5. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG schlagen für das Geschäftsjahr 2011 folgende Verwendung des Bilanzgewinns der MEDION AG gemäß dem Einzelabschluss vor:
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| - Zahlung einer Dividende von € 0,21 pro Aktie (Vorjahr: € 0,23) | T€ | 9.383 |
| - Einstellung in die Gewinnrücklagen | T€ | 16.341 |
| T€ | 25.724 |
Essen, 29. Februar 2012
Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes
Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“
Essen, 29. Februar 2012
Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes
Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
Wir haben den von der MEDION AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Die MEDION AG hat im Anhang lediglich qualitative Angaben zu wichtigen Kunden gegeben, jedoch mit Hinweis auf die nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Unternehmen zu erwartenden erheblichen Nachteile entgegen IFRS 8.34 die Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen, nicht angegeben.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss mit der genannten Einschränkung den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht und Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, 29. Februar 2012
**MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT**
Karl-Heinz Berten, Wirtschaftsprüfer
Hans-Henning Schäfer, Wirtschaftsprüfer
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| Werte in T€ |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.423.848 | 1.632.023 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 4.875 | 4.780 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für bezogene Waren | 1.230.361 | 1.432.868 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 16.976 | 18.832 |
| 1.247.337 | 1.451.700 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 24.327 | 24.047 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 3.895 | 3.594 |
| 28.222 | 27.641 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.598 | 4.227 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 125.897 | 128.719 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 3.359 | 0 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.813 | 3.925 |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 85 | 74 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.645 | 2.418 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 29.111 | 25.949 |
| 12. Außerordentliche Aufwendungen | 0 | 170 |
| 13. Außerordentliches Ergebnis | 0 | -170 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (davon latente Steuern: T€ -22; Vorjahr: T€ -95) | 3.229 | 4.288 |
| 15. Sonstige Steuern | 158 | 164 |
| 3.387 | 4.452 | |
| 16. Jahresüberschuss | 25.724 | 21.327 |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 21.327 | 25.125 |
| 18. Ausschüttungen | 10.277 | 8.922 |
| 19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 11.050 | 16.203 |
| 20. Bilanzgewinn | 25.724 | 21.327 |
Aktiva
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| Werte in T€ |
31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 678 | 850 |
| 2. EDV-Software | 1.692 | 2.233 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 506 | 0 |
| 2.876 | 3.083 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 24.740 | 25.402 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.242 | 4.518 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 342 | 342 |
| 28.324 | 30.262 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.906 | 3.906 |
| 35.106 | 37.251 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| Waren | 208.666 | 199.349 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 235.427 | 261.255 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8.658 | 721 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 64.573 | 49.263 |
| 308.658 | 311.239 | |
| III. Wertpapiere | ||
| Sonstige Wertpapiere | 37.875 | 34.910 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 139.481 | 91.742 |
| 694.680 | 637.240 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 769 | 1.118 |
| D. Latente Steuern | 365 | 343 |
| 730.920 | 675.952 | |
| Passiva | ||
| Werte in T€ | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||
| 1. Grundkapital | 48.418 | 48.418 |
| 2. Nennbetrag erworbener eigener Aktien | -3.737 | -3.806 |
| 44.681 | 44.612 | |
| - davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418 | ||
| - Genehmigtes Kapital: T€ 24.000 (Vorjahr: T€ 24.000) | ||
| II. Kapitalrücklage | 138.726 | 138.488 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Andere Gewinnrücklagen | 169.988 | 158.561 |
| IV. Bilanzgewinn | 25.724 | 21.327 |
| 379.119 | 362.988 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 2.801 | 2.488 |
| 2. Steuerrückstellungen | 44 | 2.220 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 142.273 | 158.507 |
| 145.118 | 163.215 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 178.634 | 137.347 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 13.649 | 3.607 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 12.456 | 8.130 |
| 204.739 | 149.084 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.944 | 665 |
| 730.920 | 675.952 |
Die MEDION AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im Börsensegment „Prime Standard“ im Geregelten Markt in Frankfurt geführt.
Der Jahresabschluss der MEDION AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge wurden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Umrechnungskurs zum Abschlussstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in US-Dollar sind mit dem Terminkurs der Devisentermingeschäfte bewertet, der für die Wechselkurssicherung der entsprechenden Einkaufsgeschäfte abgeschlossen wurde. Devisenbestände auf Fremdwährungskonten bei Kreditinstituten wurden mit dem Terminkurs aus Devisentermingeschäften für US-Dollar oder mit dem aktuellen Kurs zum Abschlussstichtag (Mittelkurs) bewertet.
Zum Abschlussstichtag ergaben sich folgende Umrechungskurse:
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| USD | 1,3396 | 1,3509 |
| GBP | 0,8369 | 0,8581 |
| DKK | 7,4338 | 7,4540 |
| CHF | 1,2164 | 1,2450 |
| AUD | 1,2715 | 1,3065 |
Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen zwischen ein bis zehn Jahren.
Die Aktivierung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer mit steuerlich zulässigen Sätzen vorgenommen. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00, die zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.
Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:
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| Gebäude und Außenanlagen | 10 - 40 Jahre |
| Mietereinbauten | 3 - 20 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 13 Jahre |
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Eine detaillierte Aufstellung der verbundenen Unternehmen ist unter „IV. 4. Angaben zum Anteilsbesitz“ dargestellt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gewogenen Durchschnittsmethode. Darüber hinaus werden für retournierte Waren Bewertungsabschläge vorgenommen. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zu Nennwerten bzw. Barwerten bilanziert.
Die Bewertung der Forderungen erfolgt unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen.
Im Rahmen von Asset-Backed-Security-(ABS)-Transaktionen werden Forderungen an eine Zweckgesellschaft verkauft. Risiken werden in Form von Kaufpreisabschlägen berücksichtigt. Die mit der Zweckgesellschaft vertraglich fixierten Abschläge beinhalten Risiken für Verwässerung, Transaktionskosten und Bonität. Da die Voraussetzungen für einen Eigentumsübergang der Forderungen an die Zweckgesellschaft nicht vorliegen, werden die in die ABS-Transaktionen einbezogenen Forderungen weiterhin bei der Gesellschaft bilanziert.
Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Auf die Wertpapiere werden außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 85 vorgenommen, um diese Kapitalanlagen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen, der sich aus den Börsen- und Marktpreisen zum Abschlussstichtag ergibt.
Latente Steuern werden auf die zeitlichen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Auf das Wahlrecht zur Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge wurde verzichtet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,3 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.
Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt. Die Kaufpreisanteile, die die Nennwerte der erworbenen eigenen Anteile übersteigen, sind gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Anschaffungsnebenkosten (Provisionen) und Nebenkosten der Veräußerung sind nach § 272 Abs. 1a Satz 3 HGB bzw. § 272 Abs. 1b Satz 4 HGB als Aufwand zu berücksichtigen.
Die Rückstellungen für Pensionen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Das Deckungskapital wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung der „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird von jährlichen Anpassungen von 1,5 % ausgegangen. Es wurde ein Diskontierungszinssatz von 5,15 % verwendet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen.
Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern, die auf zeitliche Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Handelsbilanz und denen der Steuerbilanz gebildet werden.
Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 1.382 betreffen mit T€ 410 diverse EDV-Software sowie Softwarelizenzen in Höhe von T€ 466. Die geleisteten Anzahlungen in Höhe von T€ 506 betreffen mit T€ 457 das Projekt „MEDION Digital Development Plattform (MDDP)“ sowie in Höhe von T€ 49 das Projekt „Roland Berger Post Merger Management Tool“.
Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens beträgt T€ 812. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Investitionen in PKW, Büroausstattung und IT-Equipment. Die Abgänge mit Netto-Buchwerten von T€ 741 betreffen mit T€ 145 die Veräußerung von diversen PKW sowie mit T€ 579 den Verkauf von Mobiliar und Warensicherungssystemen. Außerdem enthalten sind mit T€ 6 der Verkauf von diversen Headsets und Telefonanlagen sowie die Veräußerung einer Teilfläche des Grundstücks in Essen-Kray in Höhe von T€ 11.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist darüber hinaus dem Anlagenspiegel auf der Seite Fehler! Textmarke nicht definiert. zu entnehmen.
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| ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Stand 31.12.2011 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 3.438 | 466 | 0 | 3.904 |
| 2. EDV-Software | 20.174 | 410 | 0 | 20.584 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 506 | 0 | 506 |
| 23.612 | 1.382 | 0 | 24.994 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 32.288 | 6 | 11 | 32.283 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.032 | 806 | 13.142 | 11.696 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 342 | 0 | 0 | 342 |
| 56.662 | 812 | 13.153 | 44.321 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.965 | 0 | 0 | 11.965 |
| 92.239 | 2.194 | 13.153 | 81.280 |
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| ABSCHREIBUNGEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Stand 31.12.2011 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 2.588 | 638 | 0 | 3.226 |
| 2. EDV-Software | 17.941 | 951 | 0 | 18.892 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 20.529 | 1.589 | 0 | 22.118 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 6.886 | 657 | 0 | 7.543 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 19.514 | 1.352 | 12.412 | 8.454 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 26.400 | 2.009 | 12.412 | 15.997 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.059 | 0 | 0 | 8.059 |
| 54.988 | 3.598 | 12.412 | 46.174 |
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| BUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 T€ |
Stand 31.12.2010 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte | 678 | 850 |
| 2. EDV-Software | 1.692 | 2.233 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 506 | 0 |
| 2.876 | 3.083 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 24.740 | 25.402 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.242 | 4.518 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 342 | 342 |
| 28.324 | 30.262 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.906 | 3.906 |
| 35.106 | 37.251 |
Die Vorräte betreffen bei fremden Lagerhaltern und Spediteuren gelagerte Handelswaren für größtenteils fest disponierte Projektaufträge, schwimmende Waren sowie Service-, Retouren- und Remarketingbestände.
Die Vorräte gliedern sich auf die umsatzbezogenen Bedarfsbereiche wie folgt auf:
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| 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Produktivbestände | 158.302 | 139.387 |
| Servicewaren | 17.199 | 18.163 |
| Retouren-/Remarketingbestände | 16.154 | 24.752 |
| Direct Sales | 17.011 | 17.047 |
| 208.666 | 199.349 |
Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:
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| 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren | 10.126 | 11.214 |
| Auf Produktivbestände/Direct Sales | 3.516 | 10.415 |
| 13.642 | 21.629 |
Nach Bedarfsbereichen betreffen die Vorräte mit T€ 156.876 (Vorjahr: T€ 157.104) PC/Multimedia und mit T€ 51.790 Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen (Vorjahr: T€ 42.245).
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 235.427 sind ABS-Transaktionen in Höhe von T€ 1.961 (Vorjahr: T€ 1.931) enthalten.
In den Forderungen werden erkennbare Ausfallrisiken und das allgemeine Kreditrisiko in Höhe von T€ 1.307 (Vorjahr: T€ 1.063) durch Wertberichtigungen im Rahmen von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Dem Ausfallrisiko wird proaktiv mit einem engagierten Forderungsmanagement entgegen gewirkt.
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
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| T€ | 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 30.000 | 20.000 | |
| Ausstehende Lieferantengutschriften | 18.480 | 21.182 | |
| Commercial Paper | 9.972 | 0 | |
| Steuerforderungen | |||
| - Erstattungsansprüche Ertragsteuern | 1.950 | 3.717 | |
| - Ausländische Umsatzsteuer | 1.846 | 2.579 | |
| - Inländische Umsatzsteuer | 380 | 0 | |
| Sonstige Darlehen Dritte | 1.095 | 993 | |
| Wertberichtigungen | -422 | 673 | -440 |
| Aufwendungsersatz "e-reader" | 1.071 | 0 | |
| Wertberichtigungen | -511 | 560 | 0 |
| Darlehensforderungen gegen Mitarbeiter | 289 | 721 | |
| Einbehalte aus ABS-Kaufpreisabschlägen | 230 | 227 | |
| Zinsabgrenzungen | 170 | 284 | |
| Übrige | 23 | 0 | |
| 64.573 | 49.263 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 289) und Dritten (T€ 673), von denen T€ 391 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Innerhalb der Erstattungsansprüche Ertragsteuern betreffen T€ 1.342 den langfristigen, abgezinsten Betrag des nach § 37 Abs. 5 KStG aktivierten Körperschaftsteuerguthabens.
Als Wertpapiere werden zum Abschlussstichtag Unternehmensanleihen (T€ 27.912) und Geldmarktfondsanteile (T€ 9.963) bilanziert.
In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte Aufwendungen für Folgejahre ausgewiesen. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Sponsoring-, Service-, Wartungs- und Werbekosten in Höhe von T€ 451 sowie abgegrenzte Finanzierungskosten aus dem mittelfristigen Kreditvertrag (Syndicated Loan) und den Verträgen über ABS-Transaktionen in Höhe von T€ 317.
Die bilanzierten latenten Steuern, sowohl aktiv als auch passiv, resultieren aus folgenden Bilanzposten:
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| aktiv T€ |
passiv T€ |
aktiv T€ |
passiv T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagevermögen | 234 | 7 | 264 | 8 |
| Pensionsrückstellungen | 111 | 0 | 87 | 0 |
| Jubiläumsrückstellungen | 27 | 0 | 0 | 0 |
| 372 | 7 | 351 | 8 |
Passive latente Steuern in Höhe von T€ 7 sind unter den aktiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen.
Die Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern (T€ 365) unterliegen grundsätzlich der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus der folgenden Übersicht:
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| Gezeichnetes Kapital T€ |
Kapitalrücklage T€ |
Rücklage für eigene Aktien T€ |
Andere Gewinnrücklagen T€ |
Bilanzgewinn T€ |
Gesamt T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2011 | 44.612 | 138.488 | 0 | 158.561 | 21.327 | 362.988 |
| • Umgliederung eigener Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutrale Veränderungen | ||||||
| • Ausschüttungen an die Aktionäre | 0 | 0 | 0 | 0 | -10.277 | -10.277 |
| • Verwendung eigener Aktien | 69 | 238 | 0 | 377 | 0 | 684 |
| • Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 0 | 0 | 0 | 11.050 | -11.050 | 0 |
| Jahresüberschuss 2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25.724 | 25.724 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 44.681 | 138.726 | 0 | 169.988 | 25.724 | 379.119 |
Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. Dezember 2010: 44.612.442) im Umlauf.
In der Hauptversammlung vom 12. Mai 2006 wurde beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 10. Mai 2011 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Die Ermächtigung endete am 10. Mai 2011 durch Zeitablauf.
Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.
Die gesetzliche Rücklage wurde nicht dotiert, da die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 138.726 bereits der Bestimmung des § 150 Abs. 2 AktG genügt. Satzungsmäßige Rücklagen sind nicht vorgesehen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 wurde der Bilanzgewinn 2010 wie folgt verwendet:
| • | Ausschüttung an Aktionäre in Höhe von T€ 10.277. |
| • | sowie Einstellung in andere Gewinnrücklagen mit T€ 11.050. |
Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:
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| Rückkaufprogramm | Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals (€) |
Anschaffungskosten (€) |
Anteil des Grundkapitals | Zeitpunkt des Erwerbs | Grundlage des Erwerbs: Hauptversammlungsbeschluss vom |
|---|---|---|---|---|---|
| I | 1.670.551 | 25.788.127 | 3,45% | 2007 | 11. Mai 2007 |
| I | 750.369 | 12.094.224 | 1,55% | 2008 | 11. Mai 2007 |
| I | 2.420.920 | 37.882.351 | 5,00% | ||
| II | 484.184 | 3.645.833 | 1,00% | 2008 | 14. Mai 2008 |
| III | 264.000 | 1.496.018 | 0,55% | 2008 | 14. Mai 2008 |
| III | 704.368 | 4.213.491 | 1,45% | 2009 | 14. Mai 2008 |
| III | 968.368 | 5.709.509 | 2,00% | ||
| 3.873.472 | 47.237.693 | 8,00% |
Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis 12. März 2009 durchgeführt.
Die im Rahmen der drei Rückkaufprogramme erworbenen eigenen Anteile wurden in den Jahren 2010 und 2011 im Rahmen der aktienbasierten Vergütung wie folgt verwendet:
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| Anzahl der Aktien / Betrag des Grundkapitals (€) |
Anschaffungskosten T€ |
vom Grundkapital in % |
|
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2010 | 3.858.397 | 47.140 | 7,97% |
| Abgang eigener Anteile | -52.439 | -337 | -0,11% |
| Stand 1. Januar 2011 | 3.805.958 | 46.803 | 7,86% |
| Abgang eigener Anteile | -68.988 | -446 | -0,14% |
| Stand 31. Dezember 2011 | 3.736.970 | 46.357 | 7,72% |
Aus der Verwendung eigener Anteile in Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen resultierte im Jahr 2011 ein Erlös in Höhe von T€ 684.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben.
Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitarbeiter auszugeben.
In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet.
Den Rückstellungen für Pensionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 313 zugeführt, um diese mit ihrem Barwert auszuweisen. Zum Abschlussstichtag wird ein Betrag in Höhe von T€ 2.801 bilanziert.
Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Gewerbesteuer | 42 | 735 |
| Umsatzsteuer | 2 | 134 |
| Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlag | 0 | 1.351 |
| Latente Steuern | 0 | 0 |
| 44 | 2.220 |
Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
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| 31.12.2011 T€ |
31.12.2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 81.378 | 90.746 |
| Gewährleistungen | 55.266 | 61.610 |
| Personal | 4.062 | 4.155 |
| Übrige Rückstellungen | 1.567 | 1.996 |
| 142.273 | 158.507 |
Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffen Verpflichtungen der Gesellschaft, die im Geschäftsjahr sowie in Vorjahren entstanden und in Folgejahren zu leisten sind. Sie enthalten auch Rückstellungen für geltend gemachte Lizenzansprüche und noch zu leistende Urheberrechtsabgaben für verkaufte abgabepflichtige Artikel. Darüber hinaus werden noch fehlende Leistungsabrechnungen sowie noch zu erteilende Boni- und Retourengutschriften ausgewiesen.
Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Die Rückstellung wird anhand einer pauschalen Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz eines Jahres ermittelt. Dabei werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt.
Die Personalrückstellungen umfassen ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Mehrarbeitsvergütungen und noch zu zahlende Gratifikationen an Mitarbeiter und Vorstand sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft.
Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abschluss- und Aufbewahrungskosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen.
Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
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| Davon mit einer Restlaufzeit | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 T€ |
bis 1 Jahr T€ |
1 - 5 Jahre T€ |
über 5 Jahre T€ |
Gesicherte Beträge | Stand 31.12.2010 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 178.634 | 178.634 | 0 | 0 | 1) | 137.347 |
| Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unter- nehmen | 13.649 | 13.649 | 0 | 0 | 3.607 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.456 | 12.456 | 0 | 0 | 8.130 | |
| - davon aus ABS: | (2.191) | (2.191) | (0) | (0) | (2.158) | |
| - davon aus Steuern: | (9.347) | (9.347) | (0) | (0) | (5.660) | |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | (0) | (0) | (0) | (0) | (1) | |
| 204.739 | 204.739 | 0 | 0 | 149.084 |
1) Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Liefergeschäften.
Bei den ABS-Verbindlichkeiten gegenüber der Zweckgesellschaft handelt es sich um kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die im Rahmen des ABS-Vertrages revolvierend zurückgezahlt werden.
Die Umsatzerlöse sind auf den folgenden Märkten erzielt worden:
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Deutschland | 1.085 | 1.219 |
| Europa | 272 | 351 |
| Asien/Australien | 0 | 5 |
| USA | 67 | 57 |
| Ausland | 339 | 413 |
| Umsatz gesamt | 1.424 | 1.632 |
In Bezug auf die Bedarfsbereiche verteilt sich der Umsatz wie folgt:
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| 2011 Mio. € |
2010 Mio. € |
|
|---|---|---|
| PC/Multimedia | 661 | 873 |
| Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen | 763 | 759 |
| 1.424 | 1.632 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung kreditorischer Debitoren in Höhe von T€ 1.062 sowie Erträge aus Schadenersatz bzw. Versicherungserstattungen, aus Provisionen, Auflösungen von Rückstellungen und Kursdifferenzen. Daneben sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 20) sowie Erträge aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 848 (Vorjahr: T€ 783) erzielt worden.
Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter und Dienstleistungen einschließlich der entsprechenden Anschaffungsnebenkosten.
Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 24.327 | 24.047 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 3.895 | 3.594 |
| 28.222 | 27.641 |
Die Personalaufwendungen betreffen in Höhe von T€ 185 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr: T€ 178).
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschreibungen | ||
| - auf immaterielle Vermögensgegenstände | 1.588 | 1.788 |
| - auf Sachanlagen | 2.010 | 2.439 |
| 3.598 | 4.227 |
Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist nachfolgend dargestellt:
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| 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | 103.086 | 111.315 |
| Verwaltungsaufwendungen | 17.737 | 12.976 |
| Betriebsaufwendungen | 2.707 | 2.436 |
| Übrige | 2.367 | 1.992 |
| 125.897 | 128.719 |
In den Vertriebsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung/Marketing sowie für Kundenservice, Ausgangsfrachten, Verpackungen, Entsorgungsabgaben und sonstige Vertriebsnebenkosten enthalten. Darüber hinaus sind auch die Aufwendungen aus Weiterbelastungen für Servicekosten der Tochtergesellschaften ausgewiesen.
Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen als Aufwand verbuchten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:
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| 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 217 | 251 |
| - davon für Vorjahre | (0) | (24) |
| andere Bestätigungsleistungen | 131 | 87 |
| Steuerberatungsleistungen | 53 | 45 |
| sonstige Leistungen | 273 | 35 |
| 674 | 418 |
Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten, Energien, Reparaturen und sonstigen Betriebsbedarf.
Die übrigen Aufwendungen enthalten Zuführungen zur Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen, Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, Kursdifferenzen sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 138 (Vorjahr: T€ 246).
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Zinserträge | 3.813 | 3.925 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.645 | -2.418 |
| Zinsergebnis | 2.168 | 1.507 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | -85 | -74 |
| Beteiligungsergebnis (Erträge aus Beteiligungen) | 3.359 | 0 |
| 5.442 | 1.433 |
Im Zinsergebnis sind T€ 9 Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen enthalten.
Die Zinsaufwendungen enthalten mit T€ 165 den Zinsaufwand für die Anpassung von Rückstellungen (§ 277 Abs. 5 Satz 1 HGB).
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert auf die unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesenen Geldmarktfondsanteile (T€ 23) und auf die Unternehmensanleihen (T€ 62).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 T€ |
2010 T€ |
|
|---|---|---|
| Gewerbeertragsteuer | 1.668 | 2.241 |
| Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag | 1.583 | 2.142 |
| Latente Steuern | -22 | -95 |
| 3.229 | 4.288 |
Die Überleitung des vom handelsrechtlichen Ergebnis erwarteten Steueraufwands zum ausgewiesenen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
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| 2011 T€ |
|
|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) | 28.953 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand Steuersatz 32,3 % (Vorjahr: 31,6 %) | 9.346 |
| Überleitung: | |
| Verlustvortragsverrechnung | -5.121 |
| Steueranteil für: | |
| steuerfreie Beteiligungserträge | -1.030 |
| steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 41 |
| Periodenfremde tatsächliche Steuern | -45 |
| Sonstige Steuereffekte | 38 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 3.229 |
| Effektiver Steuersatz | 11,2% |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge. Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:
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| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | 1 Jahr < x < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Lagerräume | 308 | 438 | 610 | 625 | 352 | 470 |
| Leasingverhältnisse | 411 | 396 | 354 | 407 | 0 | 0 |
| 719 | 834 | 964 | 1.032 | 352 | 470 |
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Finanzanlagen, die Forderungen, die sonstigen Wertpapiere und die flüssigen Mittel. Die finanziellen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zum Erfüllungsbetrag bewerteten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
Die Gesellschaft verwendet Devisentermingeschäfte, um Marktrisiken aus Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in US-Dollar abgewickelt werden, zu reduzieren. Die Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung der US-Dollar-Zahlungsströme im ersten Quartal 2012. Die Kurssicherungsgeschäfte werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses des Einkaufskontraktes fixiert. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und Betragshöhe im Wesentlichen den zugrunde liegenden Einkaufsgeschäften.
Daneben schließt die Gesellschaft auch Stop-Loss-Orders zur Wechselkurssicherung ab. Dabei werden Kreditinstitute beauftragt, entsprechende US-Dollar-Volumina für MEDION anzukaufen, wenn der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar unter den Kalkulationskurs bei Vertragsabschluss des Einkaufskontraktes zu sinken droht. Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Derivatgeschäfte:
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Nominalwert TUSD |
Marktwert T€ |
Nominalwert TUSD |
Marktwert T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungsbezogene Geschäfte | ||||
| Devisentermingeschäfte in USD | 130.000 | +2.467 | 184.000 | +2.993 |
Die Marktbewertung der Derivate erfolgte für jedes Geschäft zu einem von der Bank mitgeteilten Bewertungskurs für dieses Geschäft. Der Mittelwert des Kurses aus diesen Geschäften betrug USD/€ 1,2958.
Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.
Im Durchschnitt waren 487 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 484 Mitarbeiter). In Vollzeitäquivalenten ausgedrückt entspricht das 468 Mitarbeitern (Vorjahr: 466).
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| Name und Sitz | Eigenkapital zum 31. Dezember 2011 | Prozentsatz der Beteiligung | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|
| 1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen | € 244.330 | 100,0 % | T€ 219 |
| 2. MEDION Service GmbH, Essen | € 111.517 | 100,0 % | T€ 87 |
| 3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich | € 230.855 | 100,0 % | T€ -229 |
| 4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien | GBP 161.956 | 100,0 % | TGBP -250 |
| 5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark | DKK 2.453.738 | 100,0 % | TDKK 1.148 |
| 6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich | € 443.708 | 100,0 % | T€ 365 |
| 7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande | € 1.500.849 | 100,0 % | T€ 845 |
| 8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien | € 110.977 | 100,0 % | T€ -125 |
| 9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz | CHF 803.803 | 100,0 % | TCHF 550 |
| 10. MEDION USA Inc., Delaware, USA | USD 1.543.098 | 100,0 % | TUSD -223 |
| 11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien | AUD 290.173 | 100,0 % | TAUD 229 |
| 12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien | € 21.062 | 100,0 % | T€ -1 |
| 13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, China | HKD 0 | 100,0 % | HKD 0 |
| 14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, China | HKD 0 | 100,0 % | HKD 0 |
| 15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, China | HKD 999.900 | 100,0 % | HKD 0 |
Die MEDION AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB und zur Konzernrechnungslegung verpflichtet. Sie stellt gem. § 315 a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf.
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum 100-prozentigen Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen. Das Entgelt wird zu Marktpreisen abgerechnet. Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind folgende Geschäftsbeziehungen darzustellen:
scroll
| 2011 T€ |
|
|---|---|
| MEDION Unterhaltungsmedien | |
| Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen | |
| Verkäufe | 10.033 |
| Käufe | -309 |
| Erbringen von Dienstleistungen | 42 |
| Bezug von Dienstleistungen | -2 |
| Mieten | 70 |
| Sonstiges | 17 |
| 9.851 | |
| Lifetec Electronics GmbH, Essen | |
| Verkäufe | -147 |
| Provisionen | -31 |
| -178 | |
| MEDION Brachmann oHG, Essen | |
| Lizenzen | -6 |
| 9.667 | |
| Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Singapur | |
| Leistungen | |
| von MEDION AG | 7.970 |
| an MEDION AG | -21.956 |
Die MEDION AG wird seit dem 1. August 2011 in den Konzernabschluss der Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China, einbezogen.
Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:
| Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes), | |
| Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes), Adinotec AG, Griesheim - Mitglied des Aufsichtsrates. |
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Jahr 2011 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 313; Vorjahr: T€ 508) auf insgesamt T€ 2.301 (Vorjahr: T€ 2.408), davon für das Jahr 2010 T€ 43. Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 285 S. 1 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.
Der Vorstand hielt zum 31. Dezember 2011 8.874.016 Aktien. Die Anzahl verteilte sich dabei wie folgt: Gerd Brachmann 8.874.016 Stück, Christian Eigen 0 Stück. Zum 31. Dezember 2010 betrug die Zahl der Aktien 26.641.532. Davon befanden sich 26.597.844 im Besitz von Gerd Brachmann, 43.688 Stück wurden von Christian Eigen gehalten.
Im Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:
•
Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt
(Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main)
| • | Carl Spaeter GmbH, Duisburg - stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates |
•
Dr. Hans-Georg Vater, Essen (stellv. Vorsitzender), Kaufmann
(bis 14. Dezember 2011)
(Ehem. Mitglied des Vorstandes der HOCHTIEF AG, Essen)
| • | Athens International Airport S.A., Spata, Griechenland - Mitglied des Board of Directors |
| • | HAPIMAG AG, Baar, Schweiz - Mitglied des Verwaltungsrates |
| • | OWA Odenwald Faserplattenwerk GmbH, Amorbach - Mitglied des Beirates |
| • | Dematic Holding S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg - Mitglied des Board of Directors |
| • | Klöckner & Co SE, Duisburg - Mitglied des Aufsichtsrates |
| • | Universitätsklinikum Essen, Essen - Mitglied des Aufsichtsrates |
•
Helmut Julius, Bottrop-Kirchhellen, Kaufmann (bis 14. Dezember 2011)
(Ehem. Mitglied des Vorstandes der Ferrostaal AG, Essen)
•
Wai Ming Wong, wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik
China (seit 14. Dezember 2011)
(Senior Vice President und Chief Financial Officer Lenovo)
Herr Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten.
Herr Wong übt jedoch bei folgenden in- oder ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:
| • | I.T. Limited, Bermuda, |
| • | China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China |
| • | Linmark Group Limited, Bermuda. |
•
Milko Norman van Duijl, wohnhaft in Le Vésinet, Frankreich, (seit 14. Dezember 2011)
(Senior Vice President und Leiter des Unternehmensbereichs Entwickelte Märkte (Mature Markets) LENOVO)
Herr van Duijl ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten.
Herr van Duijl übt jedoch bei folgenden in- oder ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:
| • | Lenovo (South Africa) (Pty) Limited, Südafrika. |
Herr Dr. Hans-Georg Vater und Herr Helmut Julius haben ihre Mandate als Mitglieder des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 niedergelegt und sind zu diesem Zeitpunkt aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Durch das Ausscheiden von Herrn Dr. Hans-Georg Vater und Herrn Helmut Julius wurden als Nachfolger anlässlich der Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 Herr Wong und Herr van Duijl bestellt.
Herr Dr. Rudolf Stützle, Herr Dr. Hans-Georg Vater sowie Herr Helmut Julius erhalten für ihre Tätigkeit im Berichtszeitraum bzw. die Herren Dr. Vater und Julius bis zum 14. Dezember 2011 eine fixe Vergütung in Höhe von T€ 132 (Vorjahr: T€ 135). Hinzu kommt ein variabler Anteil in Höhe von T€ 73 (Vorjahr: T€ 61). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.
Herr Dr. Rudolf Stützle, Herr Dr. Hans-Georg Vater sowie Herr Helmut Julius hielten zum 31. Dezember 2010 insgesamt 3.160 Aktien. Die Anzahl verteilte sich dabei wie folgt: Dr. Rudolf Stützle 160 Stück, Dr. Hans-Georg Vater 1.000 Stück, Helmut Julius 2.000 Stück.
Ihren jeweiligen Aktienbesitz verkauften alle Mitglieder des Aufsichtsrates zum 11. August 2011, sodass zum 14. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2011 keine Aktien vom Aufsichtsrat gehalten werden.
Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge analog § 285 S. 1 Nr. 9 a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichtes und zusammengefassten Konzernlageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.
Zum Bilanzstichtag 2011 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und wie folgt nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:
Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt, Deutschland, hat der MEDION AG am 26.05.2011 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen am 25.05.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und per diesem Datum 3,02 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der MEDION AG (dies entspricht 1.461.848 von insgesamt 48.418.400 Stimmrechten) beträgt.
Von diesem Stimmrechtsanteil sind der Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH 0,03 % der Gesamtmenge der Stimmrechte (dies entspricht 15.348 von insgesamt 48.418.400 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Es wurden keine Stimmrechte im Sinne von § 17 Abs. 1 Nr. 7 WpAIV erlangt.
Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt, Deutschland, hat der MEDION AG am 07.06.2011 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MEDION AG; Am Zehnthof 77,45307 Essen, am 03.06.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und per diesem Datum 2,51 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der MEDION AG ( dies entspricht 1.217.348 von insgesamt 48.418.400 Stimmrechten) beträgt.
Von diesem Stimmrechtsanteil sind der Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH 0,02 % der Gesamtmenge der Stimmrechte (dies entspricht 8.348 von insgesamt 48.418.400 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Es wurden keine Stimmrechte im Sinne von § 17 Abs. 1 Nr. 7 WpaAIV erlangt.
Paul E. Singer, USA, informed Medion on June 17, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that his share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 13, 2011 and amounts, as of such date, to 3,79 % (this corresponds to 1,834,761 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to him pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG through Elliott Capital Advisors, L.P., Braxton Associates, Inc. and Elliott Asset Management LLC. 2.19 % of the voting rights (corresponding to 1,060,107 voting rights) are also to be attributed to him pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 6 in conjunction with sentence 2 WpHG.
Braxton Associates, Inc., New York, USA, informed Medion on June 17, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 13, 2011 and amounts, as of such date, to 3.79 % (this corresponds to 1,834,761 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Braxton Associates, Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG through Elliott Capital Advisors, L.P.
Elliott Asset Management LLC, New York, USA, informed Medion on June 17, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 13, 2011 and amounts, as of such date, to 3.79 % (this corresponds to 1,834,761 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Asset Management LLC pursuant Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG through Elliott Capital Advisors, L.P.
Elliott Capital Advisors, L.P., New York, USA, informed Medion on June 17, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 13, 2011 and amounts, as of such date, to 3.79 % (this corresponds to 1,834,761 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Capital Advisors, L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 No. 1 WpHG.
Paul E. Singer, U.S.A., informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that his share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 6.04 % (this corresponds to 2,924,749 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to him pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to him from Maidenhead LLC, U.S.A., via Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Elliott Asset Management LLC, U.S.A., and Braxton Associates, Inc., U.S.A. 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,754,849 voting rights) are also to be attributed to him pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 6 in conjunction with sentence 2 WpHG, whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to him from Maidenhead LLC, U.S.A.
Braxton Associates, Inc., New York, U.S.A., informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 6,04 % (this corresponds to 2,924,749 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Braxton Associates, Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG, whereby 3,62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to Braxton Associates, Inc., from Maidenhead LLC, U.S.A., via Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, and Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A.
Elliott Asset Management LLC, New York, U.S.A., informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 6.04 % (this corresponds to 2,924,749 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Asset Management LLC pursuant Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to Elliott Asset Management LLC from Maidenhead LLC, U.S.A., via Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, and Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A.
Elliott Capital Advisors, L.P., New York, U.S.A., informed Medionon June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 6.04 % (this corresponds to 2,924,749 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Capital Advisors, L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to Elliott Capital Advisors, L.P. from Maidenhead LLC, U.S.A., via Elliott International, L.P., Cayman Islands, and Hambledon, Inc., Cayman Islands.
Elliott International Capital Advisors, Inc., New York, U.S.A., informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 3.62 % (this corresponds to 1,754,849 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 6 WpHG, whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. from Maidenhead LLC, U.S.A.
Hambledon, Inc., George Town, Cayman Islands, British West Indies, informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 3.62 % (this corresponds to 1,754,849 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Hambledon, Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG, whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to Hambledon, Inc., from Maidenhead LLC, U.S.A., via Elliott International, L.P., Cayman Islands.
Elliott International, L.P., George Town, Grand Cayman, Cayman Islands, British West Indies, informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 3.62 % (this corresponds to 1,754,849 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott International, L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG, whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to Elliott International, L.P., from Maidenhead LLC, U.S.A.
Elliott International Limited, George Town, Cayman Islands, British West Indies, informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 3.62 % (this corresponds to 1,754,849 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott International Limited pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG, whereby 3.62 % of the voting rights (corresponding to 1,753,849 voting rights) are to be attributed to Elliott International Limited from Maidenhead LLC, U.S.A.
Maidenhead LLC, New York, U.S.A., informed Medion on June 28, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on June 21, 2011 and amounts, as of such date, to 3.62 % (this corresponds to 1,753,849 out of a total of 48,418,400 voting rights).
Pictet Overseas Trust Corporation Limited, Nassau, Bahamas, and Pictet Trustee Company SA, Geneva, Switzerland, as co-Trustees of Orbis Holdings Trust informed Medion on July 22, 2011 according to section 21 para. 1 of the WpHG that its proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009), Germany, has fallen below the 10 %, 5 % and 3 % thresholds as at July 22, 2011 and has amounted to 0 % (zero voting rights) as at such date.
Orbis World Limited, Hamilton, Bermuda, informed Medion on July 22, 2011 according to section 21 para. 1 of the WpHG that its proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009), Germany, has fallen below the 10 %, 5 % and 3 % thresholds as at July 22, 2011 and has amounted to 0 % (zero voting rights) as at such date.
Orbis Holdings Limited, Hamilton, Bermuda, informed Medion on July 22, 2011 according to section 21 para. 1 of the WpHG that its proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009), Germany, has fallen below the 10 %, 5 % and 3 % thresholds as at July 22, 2011 and has amounted to 0 % (zero voting rights) as at such date.
Orbis Investment Management Limited, Hamilton, Bermuda, informed Medion on July 22, 2011 according to section 21. para. 1 of the WpHG that its proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009), Germany, has fallen below the 10 %, 5 % and 3 % thresholds as at July 22, 2011 and has amounted to 0 % (zero voting rights) as at such date.
Orbis Global Equity Fund Limited, Hamilton, Bermuda, informed Medion on July 22, 2011 according to section 21 para. 1 of the WpHG that its proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009), Germany, has fallen below the 5 % and 3 % thresholds as at July 22, 2011 and has amounted to 0 % (zero voting rights) as at such date.
Orbis SICAV Global Equity Fund, Bertrange, Luxembourg, informed Medion on July 22, 2011 according to section 21 para. 1 of the WpHG that its proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009), Germany, has fallen below the 3 % threshold as at July 22, 2011 and has amounted to 0 % (zero voting rights) as at such date.
Lenovo Group Limited, Quarry Bay, Hong Kong, People's Republic of China, informed MEDION on July 22, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3, 5, 10 and 15 % on July 22, 2011 and, as per this date, amounts to 15.23 % (7,375,250 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of these voting rights are to be attributed to Lenovo Group Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG. All of these voting rights are to be attributed to Lenovo Group Limited from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo Group Limited and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo (BVI) Limited, Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH.
Lenovo (BVI) Limited, Tortola, British Virgin Islands, informed Medion on July 22, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3, 5, 10 and 15 % on July 22, 2011 and, as per this date, amounts to 15.23 % (7,375,250 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (BVI) Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG. All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (BVI) Limited from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (BVI) Limited and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH.
Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., #02-01 New Tech Park, Singapore 556741, informed Medion on July 22, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3, 5, 10 and 15 % on July 22, 2011 and, as per this date, amounts to 15.23 % (7,375,250 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG. All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Singapore) Pte.
Ltd. from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH.
Lenovo International Limited, Quarry Bay, Hong Kong, People's Republic of China, informed Medion on July 22, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3, 5, 10 and 15 % on July 22, 2011 and, as per this date, amounts to 15.23 % (7,375,250 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of these voting rights are to be attributed to Lenovo International Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG. All of these voting rights are to be attributed to Lenovo International Limited from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo International Limited and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH.
Lenovo (Belgium) Sprl, 1831 Diegem, Belgium, informed Medion on July 22, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3, 5, 10 and 15 % on July 22, 2011 and, as per this date, amounts to 15.23 % (7,375,250 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Belgium) Sprl pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG. All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Belgium) Sprl from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (Belgium) Sprl and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH.
Lenovo (International) B.V., 1101 EE Amsterdam, The Netherlands, informed Medion on July 22, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3, 5, 10 and 15 % on July 22, 2011 and, as per this date, amounts to 15.23 % (7,375,250 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (International) B.V. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG. All of these voting rights are to be attributed to Lenovo (International) B.V. from Lenovo Germany Holding GmbH which is controlled by Lenovo (International) B.V. and which holding of voting rights amounts to 3 % or more in Medion AG.
Lenovo Germany Holding GmbH, 40213 Düsseldorf, Germany, informed Medion on July 22, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 3, 5, 10 and 15 % on July 22, 2011 and, as per this date, amounts to 15.23 % (7,375,250 out of a total of 48,418,400 voting rights).
Lenovo Group Limited, Quarry Bay, Hong Kong, People's Republic of China, informed Medion AG on August 12, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 20, 25, 30, 50 and 75 % on July 29, 2011 and, as per this date, amounts to 77.93 % (37,734,269 out of a total of 48,418,400 voting rights). 51.89 % (25,123,283 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo Group Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo Group Limited and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo (BVI) Limited, Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72 % (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo Group Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies. Further 18.33 % (8,874,016 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo Group Limited pursuant to section 22 (2) sentence 1 WpHG from Mr. Gerd Brachmann.
Lenovo (BVI) Limited, Tortola, British Virgin Islands, informed Medion AG on August 12, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 20, 25, 30, 50 and 75 % on July 29, 2011 and, as per this date, amounts to 77.93 % (37,734,269 out of a total of 48,418,400 voting rights). 51.89 % (25,123,283 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (BVI) Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (BVI) Limited and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72 % (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (BVI) Limited pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies. Further 18.33 % (8,874,016 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (BVI) Limited pursuant to section 22 (2) sentence 1 WpHG from Mr. Gerd Brachmann.
Lenovo (Singapore) Pte. Ltd., #02-01 New Tech Park, Singapore 556741, informed Medion AG on August 12, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 20, 25, 30, 50 and 75 % on July 29, 2011 and, as per this date, amounts to 77.93 % (37,734,269 out of a total of 48,418,400 voting rights). 51.89 % (25,123,283 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo International Limited, Lenovo (Belgium) Sprl, Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72 % (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies. Further 18.33 % (8,874,016 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Singapore) Pte. Ltd. pursuant to section 22 (2) sentence 1 WpHG from Mr. Gerd Brachmann.
Lenovo (Belgium) Sprl, 1831 Diegem, Belgium, informed Medion AG on August 12, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 20, 25, 30, 50 and 75 % on July 29, 2011 and, as per this date, amounts to 77.93 % (37,734,269 out of a total of 48,418,400 voting rights). 51.89 % (25,123,283 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Belgium) Sprl pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH via the following companies which are controlled by Lenovo (Belgium) Sprl and whose holdings of voting rights amount to 3 % each or more in Medion AG: Lenovo (International) B.V., Lenovo Germany Holding GmbH. Further 7.72 % (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (Belgium) Sprl pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies. Further 18.33 % (8,874,016 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (Belgium) Sprl pursuant to section 22 (2) sentence 1 WpHG from Mr. Gerd Brachmann.
Lenovo (International) B.V., 1101 EE Amsterdam, The Netherlands, informed Medion AG on August 12, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 20, 25, 30, 50 and 75 % on July 29, 2011 and, as per this date, amounts to 77.93 % (37,734,269 out of a total of 48,418,400 voting rights). 51.89 % (25,123,283 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (International) B.V. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Lenovo Germany Holding GmbH which is controlled by Lenovo (International) B.V. and which holding of voting rights amount to 3 % or more in Medion AG. Further 7.72 % (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo (International) B.V. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG) via the afore mentioned companies. Further 18.33 % (8,874,016 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo (International) B.V. pursuant to section 22 (2) sentence 1 WpHG from Mr. Gerd Brachmann.
Lenovo Germany Holding GmbH, 40213 Düsseldorf, Germany, informed MedionMEDION AG on August 12, 2011 pursuant to section 21 (1) WpHG, that its percentage of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 20, 25, 30, 50 and 75 % on July 29, 2011 and, as per this date, amounts to 77.93 % (37,734,269 out of a total of 48,418,400 voting rights). 7.72 % (3,736,970 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Lenovo Germany Holding GmbH pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG from Medion AG holding 3,736,970 own shares (eigene Aktien) within the meaning of section 71 et seq. German Stock Corporation Act (AktG). Further 18.33 % (8,874,016 out of a total of 48,418,400 voting rights) of these voting rights are to be attributed to Lenovo Germany Holding GmbH pursuant to section 22 (2) sentence 1 WpHG from Mr. Gerd Brachmann.
Gerd Brachmann, Essen, Deutschland, hat die Medion AG am 17. August 2011 informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG sein Stimmrechtsanteil an der MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) am 11. August 2011 die Schwelle von 75 % überschritten hat und an diesem Tag 78,80 % (38.154.510 Stimmrechte von insgesamt 48.418.400 Stimmrechten) beträgt. Davon sind Gerd Brachmann 60,47 % (29.280.494 Stimmrechte) der Lenovo Germany Holding GmbH nach § 22 Abs. 2 S. 1 WpHG zuzurechnen.
Elliott Associates, L.P., New York, U.S.A., informed Medion AG on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 3.05 % (this corresponds to 1,476,756 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Associates L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG inter alia from Warrington LLC, U.S.A., being an undertaking controlled by Elliott Associates L.P. and whose holdings of voting rights in Medion AG amount to 3 % or more.
Elliott International Limited, George Town, Cayman Islands, British West Indies, informed Medion AG on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 5.01 % (this corresponds to 2,427,661 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott International Limited pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG, inter alia from Maidenhead LLC, U.S.A., being an undertaking controlled by Elliott International Limited and whose holdings of voting rights in Medion AG amount to 3 % or more.
Elliott International, L.P., George Town, Grand Cayman, Cayman Islands, British West Indies, informed Medion AG on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 5.01 % (this corresponds to 2,427,661 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott International, L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG inter alia from Maidenhead LLC, U.S.A., being an undertaking controlled by Elliott International, L.P. and whose holdings of voting rights in Medion AG amount to 3 % or more.
Elliott Special GP, LLC , New York, U.S.A., informed Medion AG on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 3.05 % (this corresponds to 1,476,756 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott Special GP, LLC pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG inter alia from the following undertakings which are controlled by Elliott Special GP, LLC and whose holdings of voting rights in Medion AG amount to 3 % each or more: Warrington LLC, U.S.A., Elliott Associates, L.P., U.S.A.
Elliott International Capital Advisors, Inc., New York, U.S.A., informed Medion AG on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 5.01 % (this corresponds to 2,427,661 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 6 WpHG, whereby 5.01 % of the voting rights (corresponding to 2,426,661voting rights) are to be attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. from Maidenhead LLC, U.S.A.
Hambledon, Inc., George Town, Cayman Islands, British West Indies, informed Medion AG on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 5.01 % (this corresponds to 2,427,661 out of a total of 48,418,400 voting rights).
All of the aforementioned voting rights are to be attributed to Hambledon, Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG, WpHG inter alia from the following undertakings which are controlled by Hambledon, Inc. and whose holdings of voting rights in Medion AG amount to 3 % each or more: Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands.
Maidenhead LLC, New York, U.S.A., informed Medion on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 5 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 5.01 % (this corresponds to 2,427,661 out of a total of 48,418,400 voting rights).
Warrington LLC, New York, U.S.A., informed Medion AG on August 15, 2011 pursuant to Sec. 21 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3 % on August 9, 2011 and amounts, as of such date, to 3.05 % (this corresponds to 1,475,756 out of a total of 48,418,400 voting rights).
Die Sparinvest Fondsmæglerselskab A/S, Taastrup, Dänemark, hat der MEDION AG am 24. August 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE 0006605009) am 11. August 2011 den Schwellenwert von 3 % der Stimmrechte an der Medion AG unterschritten hat und ab diesem Tag einen Stimmrechtsanteil von 0,00 % ausmacht.
Die Sparinvest Holdings SE, Taastrup, Dänemark, hat der MEDION AG am 24. August 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an der Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE 0006605009) am 11. August 2011 den Schwellenwert von 3 % der Stimmrechte an der Medion AG unterschritten hat und ab diesem Tag einen Stimmrechtsanteil von 0,00 % ausmacht.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 26. Mai 2010.
Am 5. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG schlagen für das Geschäftsjahr 2012 folgende Verwendung des Bilanzgewinns vor:
Zahlung einer Dividende von € 0,21 je gewinnberechtigter Aktie (Vorjahr: € 0,23).
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| T€ | |
|---|---|
| 1. Verteilung an die Aktionäre | 9.383 |
| 2. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 16.341 |
| 3. Verwendbarer Bilanzgewinn | 25.724 |
Essen, 29. Februar 2012
Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes
Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.“
Essen, 29. Februar 2012
Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes
Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der MEDION AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Konzernlagebericht und Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, 29. Februar 2012
**MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT**
Karl-Heinz Berten, Wirtschaftsprüfer
Hans-Henning Schäfer, Wirtschaftsprüfer
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