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MEDION AG

Annual / Quarterly Financial Statement Aug 18, 2014

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Annual / Quarterly Financial Statement

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MEDION AG

Essen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2013 bis zum 31.03.2014

Einzel- und Konzernabschluss Geschäftsjahr 2013/2014 (1. April 2013 - 31. März 2014)

2 Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär,

Die MEDION AG kann in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld und bei unverändert schwierigen Bedingungen für die Nachfrage nach Consumer-Electronics-Produkten insbesondere im Bereich Desktop-PCs und Notebooks auf ein zufriedenstellendes Jahr 2013/2014 bei Umsatz und Ergebnis zurückblicken. Während das erste Halbjahr des Geschäftsjahres erwartungsgemäß von starken Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis geprägt war, setzte im zweiten Halbjahr insbesondere im Weihnachtsgeschäft eine deutliche Erholung aufgrund der verbesserten Konjunktur und erhöhter Konsumneigung ein.

Seit Juli 2011 ist die internationale Lenovo-Gruppe, weltweit größter Hersteller von PCs, Hauptaktionär der MEDION AG. Lenovo ist seit mehr als drei Jahren der am schnellsten wachsende große PC-Hersteller der Welt. Lenovo entwickelt auch eine breite Palette von Computertechnologien - von Smartphones über Tablets bis zu Smart-TV-Geräten und Server-Technologien, die weltweit vertrieben werden und MEDION ist Teil der Lenovo EMEA- (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) Organisation.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und Compliance sowie über das Risikomanagement. Die Zusammenarbeit mit dem unverändert amtierenden Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit Lenovo wurden mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstandes im Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden.

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Darüber hinaus gab es auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder interne Vorgespräche und Nachbereitungen der Sitzungen. Über Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert.

In der Sitzung am 11. Juni 2013 wurde unter anderem der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. März 2013 sowie der Vergütungsbericht behandelt. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch die Geschäftslage und Planung für das Geschäftsjahr 2013/2014 ausführlich diskutiert und verabschiedet. Die nächste Sitzung fand nach dem Ausscheiden von Milko van Duijl mit dem neuen Mitglied des Aufsichtsrates, Gianfranco Lanci, statt und diente der Festlegung der spezifischen Aufgaben des Aufsichtsrates und der Vorstellung der wesentlichen Eckpunkte der Arbeit des Aufsichtsrates im laufenden Geschäftsjahr 2013/2014.

Die Änderungen des Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 30. Dezember 2013 diskutiert und die aktualisierte Version der Entsprechenserklärung vom Aufsichtsrat verabschiedet.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2013/2014, die am 21. Februar 2014 stattgefunden hat, wurde über den Verlauf der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Oktober 2013 berichtet und die Effizienzprüfung des Aufsichtsrates sowie der Compliance-Bericht 2013/2014 zur Kenntnis genommen. Außerdem hat der Vorstand über die Geschäftslage zum 31. Dezember 2013 (3. Quartal) berichtet und einen Ausblick auf das Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 am 31. März 2014 sowie auf die Planung von Umsatz, Ergebnissen und Investitionen im Geschäftsjahr 2014/2015 gegeben.

Auch außerhalb dieser Sitzungen stand insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich auf der Grundlage von Kennziffern über die aktuelle Entwicklung der Geschäfte und über wesentliche Geschäftsvorfälle informieren.

Der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex kann dem nachfolgenden Kapitel entnommen werden.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 und der Lagebericht (gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht) der MEDION AG wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, geprüft. Den Prüfungsauftrag hat der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Oktober 2013 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Vorstand ist wie in den Vorjahren der Überzeugung, dass die in IFRS 8.34 geforderte Angabe der Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit wichtigen externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des MEDION-Konzerns belaufen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Der Vorstand hat sich daher vor dem Hintergrund von § 131 Abs. 3 Satz 1 AktG und der im Handelsrecht für eine Umsatzaufgliederung bestehenden Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss nach IFRS zu unterlassen und die insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers wegen dieser fehlenden Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. Der Aufsichtsrat hat sich wie in den Vorjahren nach sorgfältiger Prüfung der Auffassung des Vorstandes angeschlossen. Die Einschränkung des Bestätigungsvermerks bezieht sich ausdrücklich lediglich auf diese unterlassene Angabe im Anhang gemäß IFRS 8.34. Der Abschlussprüfer hat im Übrigen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes festgestellt und bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht unter Beachtung der übrigen geltenden Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln.

Das Auftragsverhältnis zwischen der MEDION AG und der Prüfungsgesellschaft hat die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt. Der Aufsichtsrat beauftragte den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dem Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, vor. Darin wurde bestätigt, dass keinerlei berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zur MEDION AG und zu ihren Organen bestehen, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten.

Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das bei der MEDION AG bestehende Risikofrüherkennungssystem geprüft. Er bescheinigt der MEDION AG, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und das Risikofrühwarnsystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen.

Auch der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand angemessene Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ergriffen und insbesondere ein Überwachungssystem installiert hat.

Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte gingen allen Aufsichtsratsmitgliedern zu. Sie waren in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 17. Juni 2014 Gegenstand ausführlicher Beratung. Der Abschlussprüfer, der bereits im Vorfeld Fragen des Aufsichtsrates beantwortet hatte, nahm an der Sitzung teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der MEDION AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes hat der Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2014 sowie den Konzernabschluss zum 31. März 2014 hat der Aufsichtsrat am 17. Juni 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2014 ist damit festgestellt.

Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages weist die MEDION AG im Jahresabschluss 2013/2014 keinen Bilanzgewinn aus. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten für die Dauer des Vertrages eine jährliche Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Ausgleichszahlung beträgt brutto EUR 0,82 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 1,00 für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrags für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Es kommen 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer zum Abzug. Daraus ergibt sich eine Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 0,69 je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Ausgleichszahlung ist fällig am nächsten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung 2014, die für den 1. Oktober 2014 geplant ist.

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand der MEDION AG. Im Dezember 2013 hat das Mitglied des Aufsichtsrates Milko van Duijl aufgrund seines Ausscheidens aus dem Lenovo-Konzern auch sein Mandat im Aufsichtsrat von MEDION niedergelegt. Anschließend erfolgte am 19. Dezember 2013 auf Antrag der Gesellschaft die gerichtliche Bestellung von Gianfranco Lanci, dem für EMEA und den weltweiten PC-Bereich verantwortlichen Executive Vice President von Lenovo, zum Mitglied des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Mitglied Milko van Duijl für sein Engagement und für die konstruktive Begleitung des Unternehmens während der vergangenen Jahre.

Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder hat es im Berichtsjahr nicht gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt auch dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MEDION AG im In- und Ausland sowie der Arbeitnehmervertretung für ihr persönliches Engagement und die in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld geleistete Arbeit.

Essen, am 17. Juni 2014

Der Aufsichtsrat

Dr. Rudolf Stützle, Vorsitzender

Zusammengefasster Konzernlagebericht u. Lagebericht MEDION AG

4.1 Grundlagen des Konzerns

4.1.1 Geschäftsmodell und Zusammenarbeit mit Lenovo

Geschäftsmodell

MEDION ist seit Juli 2011 Teil der weltweiten Lenovo-Gruppe. MEDION wird dabei auf der Berichtsebene als Teil der EMEA- (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) Organisation von Lenovo geführt.

Lenovo ist ein Computertechnologie-Unternehmen mit einem Umsatz von über USD 38 Mrd. und der größte PC-Anbieter der Welt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 30.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern und hat Kunden in mehr als 160 Ländern. Lenovo gehört zu den "Fortune Global 500"-Unternehmen und hat seine Hauptniederlassungen in Peking (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Es unterhält große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai und Shenzhen (China) und Morrisville sowie Fertigungsanlagen in aller Welt: von Greensboro, North Carolina (USA) über Monterrey (Mexiko) bis Indien, China und Brasilien.

Lenovo ist seit mehr als drei Jahren der am schnellsten wachsende große PC-Hersteller der Welt. Lenovo ist jedoch weit mehr als nur ein Unternehmen, das PCs herstellt. Lenovo entwickelt eine breite Palette von Computertechnologien - von Smartphones über Tablets bis zu Smart-TV-Geräten und Server-Technologien.

Das seit über 25 Jahren national wie international bewährte MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem neuesten technologischen Stand in bester Qualität zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit frühzeitig für breite Käuferschichten verfügbar zu machen.

Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice, Software-Downloads und Online-Dienste und vertreibt ausgewählte Produkte im Online-Handel.

MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte, sondern - weit darüber hinausgehend - die Funktion eines Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte Wertschöpfungskette - von der Entwicklung der Produktidee über die Herstellung und Logistik bis hin zum After-Sales-Service - managt und kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen gleichzeitig in mehreren Ländern oder teilweise sogar auf mehreren Kontinenten stattfinden.

Die MEDION-Produktpalette umfasst das gesamte Sortiment der modernen Konsumelektronik. Ob es sich um einen PC, ein Notebook, ein Smartphone, einen Tablet-PC, ein LCD- oder LED-Fernsehgerät oder einen eigenen Mobilfunktarif handelt: Bei MEDION erhält der Partner im Handel das umfassendste Angebot an moderner Konsumelektronik zum bekannt attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis aus einer Hand. Dazu gehören komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, Downloads und Online-Dienste wie zum Beispiel der Fotoservice.

Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und designorientierten Multimedia-Produkten und der Entwicklung von neuen Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten After-Sales-Service.

Zusammenarbeit mit Lenovo

Lenovo hat neben den unternehmerischen Zielen auch eine Kernkompetenz für das Management von Übernahmen entwickelt, die es bei nachfolgenden Unternehmenszusammenschlüssen und Joint-Ventures angewendet hat. 2011 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit NEC und wurde so zur Nr. 1 unter den PC-Herstellern in Japan. Im gleichen Jahr übernahm Lenovo in Europa MEDION und ist jetzt die Nr. 1 in Deutschland. 2012 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit EMC für Server und Unternehmenslösungen und übernahm Stoneware, eine cloudorientierte Softwarefirma. Lenovo gab außerdem die Übernahme von CCE bekannt, einem führenden Anbieter von Verbraucherelektronik in Brasilien. All diesen Schritten gemeinsam ist, dass sie organisches Wachstum fördern und neue Synergien schaffen, die den Geschäftserfolg von Lenovo als Ganzes steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 hat Lenovo die Absicht angekündigt, im Laufe des Jahres 2014 Teile des Server-Geschäfts von IBM zu erwerben und auch wesentliche Teile des international operierenden Herstellers von Mobiltelefonen, Motorola, zu übernehmen.

Lenovo hält zum 31. März 2014 einen Anteil von circa 79,82 % des Grundkapitals der MEDION AG, der sich durch die gemäß §§ 21, 22 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnenden Stimmrechte von 7,72 % der von MEDION gehaltenen eigenen Aktien auf 87,54 % erhöht.

Die Aktionäre der MEDION AG haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Dezember 2011 in Essen dem Abschluss eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde das Geschäftsjahr der MEDION AG auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres geändert.

Der Unternehmensvertrag bestimmt, dass die Lenovo Germany Holding GmbH verpflichtet ist, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der MEDION AG dessen Aktien gegen eine Barabfindung im Sinne des § 305 Abs. 2 Nr. 3 AktG von € 13,00 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 zu erwerben. Denjenigen Aktionären, die dieses Abfindungsangebot nicht annehmen, garantiert die Lenovo Germany Holding GmbH für die Dauer des Unternehmensvertrages eine jährliche Ausgleichszahlung. Der Betrag der Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, € 0,69 je Aktie.

Daneben haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Lenovo ist der Ansicht, dass ein wirklich globales Unternehmen in der Lage sein muss, von neuen Ideen und Chancen schnell zu profitieren, unabhängig davon, wo diese entstehen, und hat seinen weltweiten Betrieb dementsprechend organisiert. Dadurch, dass Lenovo auf einen herkömmlichen Hauptsitz verzichtet und stattdessen auf Kompetenzzentren in der ganzen Welt setzt, nutzt Lenovo seine Ressourcen optimal, um die besten Produkte auf die effizienteste und effektivste Weise zu entwickeln. Durch die geografisch aufgeteilte Struktur ist Lenovo näher an seinen Kunden und kann schnell auf lokale Marktanforderungen reagieren. In diese strategische Ausrichtung wird zunehmend auch MEDION eingebunden.

4.1.2 Wesentliche Märkte und Wettbewerbsposition

Mit einem Umsatzanteil von circa 75 % am Gesamtumsatz ist Deutschland unverändert zu den Vorjahren der wichtigste Absatzmarkt für MEDION. Dies bezieht sich nicht nur auf die Produkte aus dem IT- und CE-Umfeld, wie PCs, Notebooks, Tablets und Fernseher, sondern auch auf Produkte aus dem Bereich der digitalen Dienstleistungen wie das Angebot von Mobilfunktarifen oder im Bereich Fotoservice. MEDION gehört in den wesentlichen Produktgruppen PC, Notebook und Tablet sowie mit den Mobilfunktarifen seit Jahren zu den führenden Anbietern in Deutschland.

In Europa werden circa 20 % der Umsätze erwirtschaftet und die restlichen 5 % im Übrigen Ausland.

4.1.3 Ziele und Strategien

Lenovo kann in puncto Innovationen auf eine große Erfolgsgeschichte in der PC-Branche zurückblicken. Strategisch sieht Lenovo Innovationen als zentrale Komponente der Produkte und Technologien an.

Mithilfe von Innovationen erreicht Lenovo eine Abgrenzung von Mitbewerbern und treibt neue Marktchancen wie das mobile Internet und Digital-Home- und Cloud-Computing voran.

Lenovo-Produkte werden regelmäßig ausgezeichnet und in der Fachpresse äußerst positiv bewertet. Das wichtigste Ziel der Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo ist, die Benutzerfreundlichkeit insgesamt zu verbessern und zugleich die Betriebskosten zu senken.

Lenovo unterhält 46 Labors, darunter große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai und Shenzhen (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Die Innovationsstrategie von Lenovo basiert auf einem zweigeteilten Ansatz bei der Lösung realer Kundenprobleme:

Den Großteil der Entwicklung auf Ideen konzentrieren, die innerhalb von 24 Monaten auf den Markt gebracht werden können.
Langfristige Forschung auf wirklich bahnbrechende Neuerungen fokussieren.

Lenovo kann auf hervorragende Mitarbeiter setzen und beschäftigt mehr als 3.000 Techniker, Forscher und Wissenschaftler. Die Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo haben viele Leistungsmerkmale vorgestellt, die absolute Branchenneuheiten sind und kontinuierlich innovative Lösungen entwickelt. Davon zeugen mehr als 2.000 Patente und über 100 wichtige Designauszeichnungen.

In diesem Sinne arbeiten auch Lenovo und MEDION zusammen.

Aufgrund immer globaler werdender Wettbewerbsstrukturen, schnelleren Produktlebenszyklen und zunehmender Konvergenzen von Consumer-Electronics-Produkten ist es für MEDION vorteilhaft, im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern Unterstützungen beim Ausbau der eigenen Kernkompetenzen und bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder bekommen zu können.

Im Gesamtkonzern gilt es grundsätzlich, zwischen kurz- und mittelfristigen Ergebnispotentialen sowie langfristigen Geschäftszielen abzuwägen und entsprechende Strategien zu definieren. In diesem Sinne unterscheidet man die sogenannten "Protect"- von den "Attack-"Strategien. Für MEDION bedeutet dieses auf der einen Seite, die erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu großen Handelsketten und die bekannte Kosteneffizienz weiter zu stabilisieren und auf deren Nachhaltigkeit zu setzen.

Behilflich ist hier die organisatorische Effizienz, die es MEDION ermöglicht, in kurzen Zeiträumen neue Produktideen zu erfolgreichen Vertriebskonzepten weiterzuentwickeln. Bei den so genannten Multimode-Produkten, Notebooks, die zugleich als All-In-One, Desktop oder Tablet genutzt werden können, hat MEDION seine Kompetenz neuestens bewiesen. Diese immer wieder neuen Produktideen dienen auch künftig dazu, etablierte Handelskanäle als zuverlässige Strategiebestandteile zu nutzen.

Auf der anderen Seite ist es wichtig, den im Vorjahr gewonnen Schwung beim Ausbau des Tablet-PC- und Mobilfunkgeschäftes beizubehalten und den Eintritt in neue Märkte im Fokus zu behalten. Darüber stehen weitere Entwicklungen im Bereich digitaler Dienstleistungen, Vernetzungen aller Art und Online-Aktivitäten im Fokus. Diese neueren Geschäftsfelder sind im MEDION-Konzern im Direktgeschäft strategisch gebündelt und sollen ihren Umsatzanteil am Gesamtumsatz weiter erhöhen.

Gemäß dieser Strategien werden auch grundsätzlich geeignete Investitionen diskutiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MEDION beispielsweise im Rahmen eines Asset-Deals Know-How und Kapazitäten für das Betreiben des Online-Handels erworben und folgt somit auch hier der Lenovo-Strategie, Akquisitionen zur Unterstützung der eigenen Strategie nicht auszuschließen und im Rahmen einer Make-Or-Buy-Entscheidung zu bewerten.

Wesentlicher Erfolgsfaktor zur Erreichung der Gesamtstrategie bleibt das klassische MEDION-Konzept zu einem One-Stop-Agency-Approach, der den Handelskunden von der Vermarktungsidee über den Vertrieb bis hin zum After Sales-Service ein attraktives Wertschöpfungspaket bietet. Dieses erfolgreiche End-to-End-Modell ist auch die Basis der wachsenden Dienstleistungen, die für den Lenovo-Konzern erbracht werden.

4.1.4 Steuerungssystem

4.1.4.1 Unternehmenssteuerung

Der seit 15 Jahren amtierende MEDION-Vorstand legt zu Beginn eines Geschäftsjahres die strategischen und operativen Ziele für das klassische MEDION-Geschäft fest.

Seit der Mehrheitsübernahme durch Lenovo geschieht dieses in enger Abstimmung mit Verantwortlichen für das Lenovo-Consumergeschäft in Westeuropa beziehungsweise innerhalb der EMEA-Organisation. Dabei ist das in 2012 ursprünglich installierte Konzept zur Übernahme von eigenständigen Vertriebsaktivitäten für das Lenovo-Consumergeschäft durch MEDION im Rahmen einer regionalen Neuordnung von Zuständigkeitsbereichen innerhalb des Lenovo-Konzerns im Berichtsjahr 2013/2014 angepasst worden. Damit konzentriert sich MEDION nunmehr wieder auf sein klassisches Geschäft.

Wie bisher verantworten im operativen Bereich Key-Account-Manager die wesentlichen Kunden und Vertriebskanäle. Unabhängig hiervon verantworten Produktmanager die wesentlichen Produktgruppen, wie zum Beispiel Notebook, PC, LED-TV, mobile Navigationsgeräte sowie die relevanten Angebote im Dienstleistungsbereich (MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice und Webshop).

Einkauf, Design, Qualitätskontrolle, Logistik und Marketing sind als Querschnittsfunktionen unternehmensübergreifend tätig. Insbesondere Einkauf und Marketing arbeiten hier in enger Abstimmung mit Lenovo.

Administrative Bereiche, insbesondere kaufmännische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen sowie die EDV-Organisation, sind zum Zweck erhöhter Transparenz, besserer Entscheidungsmöglichkeiten und somit zur Steigerung der Flexibilität und Effizienz im MEDION-Konzern weitestgehend zentralisiert.

Die Erreichungsgrade der operativen und strategischen Ziele werden in einem Management-Informationssystem und einer Balanced Scorecard dokumentiert und laufend auf nationaler wie internationaler Ebene diskutiert.

Alle Geschäfte im MEDION-Konzern werden einer renditeorientierten Vor- und Nachprüfung unterzogen. Zentraler Werttreiber der Renditeorientierung im MEDION-Konzern ist die Anforderung, dass jedes abgewickelte Projekt eine bestimmte EBIT-Marge erwirtschaften muss. Für das Projektgeschäft gilt zusätzlich, einen Rohertrag zu erwirtschaften, der unter Berücksichtigung der bekannten Struktur- und erwarteten Servicekosten die Ziel-EBIT-Marge sicherstellen kann. Zusammenhängend mit diesen beiden zentralen Werttreibern ist auch ein gewisser Mindestumsatz für einzelne Aufträge erforderlich, um bei bekannten Kostenrelationen und Aufwendungen die Erreichung von Ziel-Rohertrag und -EBIT zu gewährleisten.

Bei der Kalkulation der Zielmargen im Direktgeschäft wird unterschieden zwischen dem Hardwaregeschäft und digitalen Dienstleistungen. Im Hardwaregeschäft wird einerseits betrachtet, welche übliche Marge eines weiteren Zwischenhändlers erzielt werden könnte, andererseits wird aber auch berücksichtigt, dass die Produkte des Direktgeschäftes einem verstärkten Preisverfall und einem erhöhten Retourenrisiko (Fernabsatzgesetz) unterliegen können. Für digitale Dienstleistungen ist es erforderlich, den permanenten Preisverfall ausreichend in den Produktkalkulationen zu antizipieren.

4.1.4.2 Die Struktur des MEDION-Konzerns

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG handelt es sich zumeist um Unternehmen, die Vertriebs- und Servicedienstleistungen für MEDION in den jeweiligen Ländern erbringen. Über diese Gesellschaften werden so gut wie keine Umsätze mit MEDION Produkten abgewickelt und daher leisten diese Gesellschaften auch keinen oder nur einen sehr geringen Beitrag zum Konzern-Ergebnis.

Die eigentliche Projektabwicklung und die Logistik werden grundsätzlich zentral von der MEDION-Organisation in Deutschland gesteuert. Im Rahmen der Deutschland-Organisation sind die Call-Center-Aktivitäten in der Allgemeine Multimedia Service GmbH und die Reparatur- und Logistikdienstleistungen für After-Sales- und E-Commerce-Geschäfte in der MEDION Service GmbH gebündelt. Gemeinsam mit Lenovo betreibt MEDION das westeuropäische Endkonsumentengeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten.

Tochtergesellschaften der MEDION AG sind:

TOCHTERGESELLSCHAFTEN DER MEDION AG

Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen

MEDION Service GmbH, Essen

MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich

MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien

MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark

MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich

MEDION B.V., Panningen, Niederlande

MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien

MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz

MEDION USA Inc., Delaware, USA

MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien

MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien

MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China*

* KEIN OPERATIVES GESCHÄFT.

Durch den Abschluss des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages unterstellt die MEDION AG seit Januar 2012 die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.

4.1.5 Forschung und Entwicklung

MEDION arbeitet sehr eng mit Lenovo und weiteren führenden Herstellern von Komponenten und Produkten aus den Bereichen Multimedia und Unterhaltungselektronik sowie Telekommunikation zusammen. Dadurch besteht seit Jahren auch ein ständiger Zugang zu den neuesten Ergebnissen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Entsprechend dem MEDION-Geschäftsmodell erfolgt jedoch eine Konzentration darauf, innovative Technologien schnell einem breiten Konsumentenkreis zugänglich zu machen. MEDION verfügt daher über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich so genannter Basistechnologien. Die jeweiligen Projektentwicklungskosten werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern in die Kalkulation des einzelnen Produkts beziehungsweise Projekts mit einbezogen. Würde man Projekt- und Produktentwicklungsausgaben gesondert ausweisen, würden diese circa 1,5 bis 2 % des Umsatzes von MEDION betragen.

Allerdings arbeitet MEDION in zahlreichen Projekten zusammen mit anderen Partnern daran, im Rahmen der Digitalisierung die Integration der PC-/Multimedia-Technologie mit den Geräten der klassischen Unterhaltungselektronik voranzubringen. MEDION wird dabei von führenden Technologiepartnern wegen seiner Fähigkeit als schneller Technologieintegrator von neuen Anwendungen für den Massenmarkt geschätzt. Nach der Markteinführung des ersten MEDION-Tablet-PCs mit neuen Software-Applikationen, Zugang zum weltweiten Markt so genannter Apps und neuen, innovativen, integrierten Multimedia-Funktionalitäten wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr an der nächsten Generation von Tablet-PCs gearbeitet, die bei nur wenig verringerter Funktionsvielfalt und unterschiedlichen Größen deutlich gesunkene Preispunkte ermöglichen. Das MEDION LIFETAB erhielt für Benutzerfreundlichkeit und die schnelle Nutzbarkeit der verwendeten neuen Technologien für Tablet-PCs verschiedene Auszeichnungen und gute Testergebnisse.

Seit Anfang 2012 arbeitet MEDION mit Lenovo zusammen, um anwenderorientierte technologische Lösungen auf den Gebieten Desktop-PC, Notebook, Tablet-PC und mobile Produkte mit Zugang zum Internet gemeinsam zu entwickeln und anschließend zur Marktreife zu bringen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte hier eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Plattformstrategien für Desktop-PCs und Notebooks sowie der Optimierung von Prozessor-Leistungsmerkmalen und der Verlängerung von Batterielaufzeiten durch eine Verbesserung der Energieeffizienz im Bereich der Bildschirmdarstellung.

4.2 Wirtschaftsbericht

4.2.1 Rahmenbedingungen

4.2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2013/2014 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, dem nach wie vor wichtigsten Markt für MEDION, vor allem von einer äußerst positiven Beschäftigungsentwicklung sowie unverändert günstigen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Kalenderjahr 2013 um 0,4 % gestiegen. Dabei hat das Wirtschaftswachstum mit jedem Quartal des vergangenen Kalenderjahres an Dynamik gewonnen. Aufgrund der gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und der nach wie vor positiven Arbeitsmarktsituation, die sich in einer geringen Arbeitslosenquote und hohen verfügbaren Einkommen wiederspiegelt, hat sich diese Entwicklung im ersten Kalenderquartal 2014 (1. Januar 2014 - 31. März 2014) fortgesetzt. Die im vergangenen Geschäftsjahr anfangs noch deutlich spürbaren Unsicherheiten bedingt durch die Finanz- und Euroschuldenkrise haben sich ebenfalls - auch durch die Stabilisierung an den Finanzmärkten - im Laufe des Jahres verringert.

Während die Wirtschaft in vielen Ländern des Euroraums weiterhin stagniert oder sich in einer Rezession befindet leistet Deutschland als Wachstumsmotor einen wichtigen Beitrag zu einer positiven Entwicklung. Vor allem in den südeuropäischen Ländern erholt sich die Konjunktur noch nicht oder nur moderat von der schwachen Beschäftigungssituation und der anhaltenden Kaufzurückhaltung.

4.2.1.2 Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die MEDION Geschäftstätigkeit in Deutschland und Europa blieben im Geschäftsjahr 2013/2014 im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren im Wesentlichen unverändert.

Damit hatten unverändert die rechtlichen Rahmenbedingungen keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und es fanden auch keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen solchen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten.

4.2.1.3 Markt für Consumer Electronics

Der Markt für Consumer Electronics in Deutschland hat sich 2013 (1. Januar 2013 - 31. Dezember 2013) bei einem Gesamtumsatz von € 26,9 Mrd. (Vorjahr: € 27,7 Mrd.) um -2,6 % erwartungsgemäß verringert. Er entwickelte sich damit erneut schlechter als die Gesamtwirtschaft.

Basis für die Marktentwicklung ist die weiter fortschreitende Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die sich auch bei Fernsehern und mobilen Endgeräten weiter fortsetzte. Viele neue und innovative Produkte mit verbesserter Bild- und Tonwiedergabe, größeren Bildschirmen oder gesteigerter Energieeffizienz sowie einer Vielzahl neuer Nutzungs- und Vernetzungsmöglichkeiten und die anhaltend hohe Nachfrage nach Tablets und Smartphones sowie der deutliche Rückgang im Absatz von Desktop-PCs und Notebooks bildeten die Grundlagen für diese Marktentwicklung.

1 Die Zahlenangaben für die Entwicklung im Consumer-Electronics-Markt 2013 in Deutschland stammen aus dem Consumer-Electronics-Markt-Index CEMIX, der von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgegeben wird.

TV und Audio

Wie in den Vorjahren gehörten auch 2013 hochauflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten. Dabei hat sich der Markt für TV-Displays aufgrund gesunkener Stückzahlen sowie des gesunkenen Durchschnittspreises um -19,8 % auf € 4.733 Mio. verringert, während der Markt für Home-Audio mit 0,7 % auf € 969 Mio. leicht gewachsen ist. Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2013 in Deutschland € 4,5 Mrd. (7,6 Mio. Stück) auf LCD-TVs und € 137 Mio. (0,2 Mio. Stück) auf Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2013 in Deutschland 7,8 Mio. Fernsehgeräte (-17,3 %) verkauft (inklusive CRT-TVs, portable TVs und OLED).

Notebook und Tablet

Die Informationstechnologie bildet mit einem nahezu unveränderten Umsatz von € 7,6 Mrd. den zweitgrößten Teilmarkt im deutschen Consumer-Electronics-Markt. Wachstumstreiber im Bereich PC/Multimedia waren unverändert Tablet-PCs. Während sich bei Notebooks der mengenmäßige Absatz um -11,9 % auf 5,0 Mio. Stück bei einem um -10,7 % zurückgegangenen Umsatz auf € 3,0 Mrd. verringert hat, verzeichnete der Markt für Tablet-PCs trotz des gesunkenen Durchschnittspreises einen Wachstumssprung von 36,1 % auf € 1,8 Mrd. bei einem um 66,8 % gestiegenen Absatz von 5,5 Mio. Stück. Gerade hier zeigte sich der gestiegene Wunsch nach Mobilität und einfacher Bedienung besonders deutlich.

Desktop-PC

Der Absatz von Desktop-PCs stieg um 1,0 % auf 1,3 Mio., während der Umsatz um -1,7 % auf € 0,8 Mrd. aufgrund des gesunkenen Durchschnittspreises fiel.

Navigationsgeräte

Wie erwartet setzt sich die Entwicklung, die sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hatte, weiter fort. So waren die Absatzmengen bei Navigationsgeräten mit einem Rückgang um -14,1 % auf 2,2 Mio. Stück weiter rückläufig. Da sich der Durchschnittspreis um 3,3 % auf € 155 pro Stück leicht erhöhte, konnte der Abwärtstrend beim Umsatz in diesem Marktsegment leicht kompensiert werden und lag mit -10,9 % bei € 350 Mio.

Smartphones

Ein besonders starkes Wachstum verzeichneten unverändert die Smartphones. Hier steigerte sich der Umsatz um 18,8 % auf € 8,1 Mrd. und stieg die Anzahl der verkauften Geräte um 21,7 % von 18,4 Mio. auf 22,4 Mio. Stück trotz des leicht gesunkenen Durchschnittspreises von -2,4 % auf € 361.

MEDION hat in seinem Projektgeschäft besondere Kompetenz in den Bereichen PC/ Notebook und digitale Multimedia-Produkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichneten diese Produkte im Bereich Tablet eine deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Entwicklung.

Im Direktgeschäft haben sich zurückgehende Terminierungsentgelte im Markt auf den Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen belastend ausgewirkt. MEDION konnte sich in dem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld mit preislich sehr attraktiven Angeboten gut behaupten.

4.2.2 Geschäftsverlauf

4.2.2.1 Geschäftsentwicklung 2013/2014

Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief für MEDION leicht besser als zu Jahresbeginn erwartet. Gemäß unserer Vorjahresprognose hatten wir insgesamt einen Umsatzrückgang von bis zu € 400 Mio., davon rund € 200 Mio. im klassischen MEDION-Geschäft, und einen überproportionalen Rückgang des operativen Ergebnisses erwartet.

Die Geschäftsentwicklung verlief in den beiden Geschäftsjahreshalbjahren jedoch sehr unterschiedlich. In den Monaten April bis August 2013 wurde die ohnehin durch den rückläufigen PC-Markt im Verbraucherumfeld schwierige Absatzsituation erschwert durch die im Markt noch fehlenden Produkte mit Touch-Technologie zu allgemein durch den Verbraucher akzeptierten Preisen. Der Vertrieb von PCs mit dem touch-orientierten Betriebssystem Windows 8 blieb somit im ersten Geschäftshalbjahr noch unter den Erwartungen. Erst durch die Verfügbarkeit von Bildschirmen mit Touchtechnologie ab Spätsommer 2013, die dem Verbraucher ohne Preissteigerung angeboten werden konnten, erholte sich der PC-Absatz sukzessive und konnte im zweiten Geschäftshalbjahr die Erwartungen erfüllen. Hier konnte MEDION seine Kernkompetenz, die Entwicklung von Produkten von der Idee bis zum Vertrieb in wenigen Wochen, ausspielen und den PC-Absatz wieder steigern. Trotz der Erholung im zweiten Geschäftshalbjahr blieb jedoch der PC-Absatz insgesamt leicht hinter den Erwartungen zurück.

Positiver entwickelte sich das Geschäft mit Tablet-Computern. Während im ersten Geschäftsquartal der Absatz noch den Erwartungen entsprach, lag der Absatz im zweiten Quartal bereits über den Erwartungen. Die zuvor erwähnten Schwierigkeiten beim Absatz von Computern und das im Verhältnis zu Notebooks geringere Preisniveau unterstützen das Wachstum des Tablet-PC-Absatzes. Obwohl sich im zweiten Halbjahr das PC-Geschäft bereits erholte, hat der positive Trend bei den Tablet-PCs im zweiten Halbjahr erneut für einen großen Absatzschub gesorgt. Über das gesamte Geschäftsjahr gesehen übertrafen die Absatzzahlen die Erwartungen deutlich. Jedoch sind größere Stückzahlen dem niedrigen Einstiegspreissegment zu verdanken, sodass die hiermit erwirtschafteten Umsatz- und Ergebnisbeiträge nicht so deutlich über den Erwartungen lagen wie der reine Mengenabsatz. Darüber hinaus war zum Ende des Geschäftsjahres bereits eine spürbare Sättigung des Marktes in diesem Produktsegment zu verzeichnen.

Neben Desktop-PCs, Notebooks und Tablet-PCs entwickelten sich die übrigen Hardware-Produktgruppen insgesamt erwartungsgemäß, jedoch gab es hier auch Verschiebungen zwischen den Produktgruppen. Insbesondere im TV-Bereich blieben die Absätze aufgrund fehlender für den Endverbraucher bezahlbarer Entwicklungen und der Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Ultra-HD-Inhalten hinter den Erwartungen zurück.

Im Bereich des Direktgeschäftes der digitalen Dienstleistungen verlief das Geschäft für MEDION erwartungsgemäß. Durch die Einführung neuer Produkte konnten die Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation und des Fotoservice ausgeweitet und neue Kunden gewonnen werden. Allerdings ist auch hier ein zunehmender Margendruck durch sowohl eine gewisse Marktsättigung als auch eine internationale Tarifbegrenzung und Deregulierung zu verzeichnen.

Ähnliches gilt für den Bereich des Online-Handels. Durch einen interessanten Produktmix mit gewohntem Preis-Leistungsverhältnis und langjährigen Erfahrungen in der Steuerung und Bewerbung von Online-Aktivitäten konnten die Erwartungen voll erfüllt werden. Insbesondere die Anbindung anderer Handelskunden in die Online-Strukturen des MEDION-Konzerns verlief erfolgreich.

Darüber hinaus wurde im Rahmen des Direktgeschäftes mit dem Mobilfunkgeschäft in Australien begonnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte bereits erfolgreich eine stabile Kundenbasis aufgebaut werden. Aufgrund der Aufwendungen zum Aufbau der Kundenbasis und damit zusammenhängenden Investitionen in den Ausbau von technischer Infrastruktur, gemeinsam mit einem Dienstleister, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 erwartungsgemäß keine positiven Ergebnisbeiträge erwirtschaftet worden.

4.2.2.2 Beteiligungen

Nach wie vor wird aus Kosten- und Effizienzgründen innerhalb des MEDION-Konzerns der Hauptteil des Umsatzes - auch im Ausland - aus der MEDION AG heraus realisiert. Im Rahmen der Internationalisierung des Direktgeschäftes werden Aktivitäten jedoch auch zunehmend im Ausland aufgebaut, weil es im direkten Geschäft mit Endverbrauchern vorteilhaft sein kann, lokale Besonderheiten besser zu erkennen und zu steuern.

Neben der Internationalisierung des klassischen E-Commerce sind im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere Aktivitäten im Bereich des digitalen Fotoservice und des Mobilfunkgeschäftes außerhalb Europas ausgeweitet worden.

4.2.2.3 Aktie und Dividende

Die MEDION-Aktie wird seit 2012 im Bereich "Geregelter Markt" der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Aufgrund der Mehrheitsübernahme durch Lenovo und dem bestehenden Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag wird die MEDION-Aktie in keinem Index mehr abgebildet, erhält keine Coverage mehr von Analysten und wird an den Börsen Frankfurt und Düsseldorf nur noch mit Tagesumsätzen von wenigen Stück gehandelt. Die Kursentwicklung hat mit der operativen Performance des Unternehmens nichts mehr zu tun und ist getragen von wenigen, meist zufälligen, Kauf- oder Verkaufsentscheidungen der Anleger. MEDION zahlt seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 keine Dividende mehr.

4.2.3 Lage des Konzerns

4.2.3.1 Ertragslage

ERTRAGSLAGE

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2013-31.03.2014 01.04.2012-31.03.2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 1.277,0 100,0 1.652,4 100,0 -375,4 -22,7
Materialeinsatz -1.098,7 -86,0 -1.461,5 -88,4 362,8 24,8
Rohertrag 178,3 14,0 190,9 11,6 -12,6 -6,6
Personalaufwand -49,9 -3,9 -52,0* -3,1 2,1 4,0
Abschreibungen -3,7 -0,3 -3,8 -0,2 0,1 2,6
Sonstige Aufwendungen und Erträge -95,2 -7,5 -100,3 -6,1 5,1 5,1
EBIT 29,5 2,3 34,8* 2,2 -5,3 -15,2
Finanzergebnis 0,7 0,1 0,2 0,0 0,5 >100,0
EBT 30,2 2,4 35,0* 2,2 -4,8 -13,7
Steuern -8,1 -0,6 -7,9 -0,5 -0,2 -2,5
Konzernergebnis 22,1 1,8 27,1* 1,7 -5,0 -18,5

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang (Anpassungen gem. IAS 8)

Umsatzentwicklung

Umsatzseitig entspricht der ausgewiesene Rückgang um € 375 Mio. (-23 %) insgesamt den Erwartungen. Von diesem Rückgang entfallen € 169 Mio. auf Umsätze im klassischen MEDION-Geschäft. Dieses war somit aufgrund eines leicht erholten zweiten Geschäftshalbjahres weniger rückläufig als erwartet. Der verbleibende Umsatzrückgang in Höhe von € 206 Mio. entspricht dem im Vorjahr noch als MEDION-Umsatz ausgewiesenen Umsatz mit Lenovo-Produkten.

Aufgrund eines veränderten Geschäftsmodells und damit zusammenhängenden Änderungen in der Risikostruktur werden diese Umsätze ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 nicht mehr als MEDION-Umsatz ausgewiesen.

Die Vergütung der Vertriebsdienstleistungen erfolgt im Rahmen marktüblicher Konditionen und unter Berücksichtigung einer Deckung der für die Leistungen anfallenden Aufwendungen.

UMSÄTZE NACH REGIONEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2013-31.03.2014 01.04.2012-31.03.2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 945,5 74,0 1.198,8 72,5 -253,3 -21,1
Europa 276,6 21,7 418,1 25,3 -141,5 -33,8
Übriges Ausland 54,9 4,3 35,5 2,2 19,4 54,6
Umsatz 1.277,0 100,0 1.652,4 100,0 -375,4 -22,7

Deutschland bleibt wichtigster Markt für MEDION. Der Umsatzanteil liegt mit 74,0 % auf dem Niveau des Vorjahres (72,5 %). Außerhalb Deutschlands gab es eine leichte Verschiebung vom europäischen Ausland ins nicht europäische Ausland. Der Umsatzanstieg außerhalb Europas von € 35,5 Mio. im Vorjahr auf € 54,9 Mio. ist hauptsächlich begründet durch die Einführung des Mobilfunkgeschäftes in Australien.

Neben diesen dem MEDION-Geschäftsmodell entsprechenden Regionen erfolgt die Vertriebssteuerung zusätzlich in Anlehnung an die Vertriebsorganisation und regionalen Verantwortungen im Lenovo-Konzern:

In der Region Central werden die DACH Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammengefasst.
Die skandinavischen Länder, Beneluxstaaten und Frankreich repräsentieren die Region North.
Großbritannien und Irland sind zu UKI zusammengefasst und die Region South umfasst im MEDION-Vertrieb gegenwärtig nur Spanien und Portugal.
Alle übrigen Länder Europas und Asiens, in denen MEDION lediglich situative Geschäftsopportunitäten zur Verwertung nutzt, sowie die USA und Australien sind unter dem Übrigen Ausland zusammengefasst.

UMSÄTZE NACH REGIONEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2013-31.03.2014 01.04.2012-31.03.2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Central 1.017,8 79,7 1.278,8 77,4 -261,0 -20,4
North 143,0 11,2 184,1 11,1 -41,1 -22,3
South 34,6 2,7 69,2 4,2 -34,6 -50,0
UKI 17,2 1,3 78,8 4,8 -61,6 -78,2
Übriges Ausland 64,4 5,1 41,5 2,5 22,9 55,2
Umsatz 1.277,0 100,0 1.652,4 100,0 -375,4 -22,7

Da Deutschland wichtigster Markt für MEDION bleibt, entwickelte sich die Region Central entsprechend. Außerhalb Deutschlands gab es eine leichte Verschiebung vom europäischen Ausland ins nicht europäische Ausland.

Während nach dem Umbau der Vertriebsstrukturen durch den Transfer von Teilen der früheren MEDION-Vertriebsorganisation zu Lenovo die Geschäftsstrukturen in den Regionen North und South neu ausgerichtet werden und dadurch noch nicht die vorherigen Umsatzniveaus erreichen können, konnte der Umsatz im Übrigen Ausland deutlich von € 41,5 Mio. um € 22,9 Mio. auf € 64,4 Mio. gesteigert werden. Dieses ist hauptsächlich begründet durch die Einführung des Mobilfunkgeschäftes in Australien.

Rohertrag

Der Rohertrag hat sich von 11,6 % im Vorjahr auf 14,0 % verbessert. Im Vorjahr sind jedoch die einer anderen Vergütungsstruktur zugrunde liegenden Umsätze mit Lenovo-Produkten enthalten. Die um diese Umsätze und Roherträge bereinigte, vergleichbare Rohertragsmarge im Vorjahr lag bei 12,7 %. Diese konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 14,0 % verbessert werden. Zurückzuführen ist dieses auf eine Ausweitung des Direktgeschäftes sowie auf eine für das MEDION-Geschäft günstige Entwicklung des US-Dollars.

Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2013/2014 waren durchschnittlich1.007 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im MEDION-Konzern beschäftigt (Vorjahr: 1.029). Der Rückgang der Mitarbeiter und des Personalaufwandes ist hauptsächlich begründet durch den Transfer von Teilen der Vertriebsorganisation zu Lenovo gegen Ende des Vorjahres.

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GJ 2013/2014 GJ 2012/2013
Personalaufwand, gesamt in T€ 49.903 52.021*
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 1.007 1.029
Personalaufwand pro Mitarbeiter in € 49.556 50.555

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang (Anpassungen gem. IAS 8)

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

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Mio. € 01.04.2013-31.03.2014 Mio. € 01.04.2012-31.03.2013 Mio. € GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen -78,7 -82,2 3,5 4,3
davon Marketing -35,4 -40,6 5,2 12,8
davon Kundenservice -24,5 -22,6 -1,9 - 8,4
davon Sonstiges -18,8 -19,0 0,2 1,1
Verwaltungsaufwendungen -17,6 -18,6 1,0 5,4
Betriebsaufwendungen -3,6 -3,4 -0,2 - 5,9
Übrige -1,9 -1,5 -0,4 - 26,7
-101,8 -105,7 3,9 3,7
Sonstige betriebliche Erträge 6,6 5,4 1,2 22,2
Saldo -95,2 -100,3 5,1 5,1

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge blieben mit € 95,2 Mio. leicht unter Vorjahresniveau (€ 100,3 Mio.). Dabei sind die Aufwendungen für Marketing dem Umsatzrückgang entsprechend von € 40,6 Mio. auf € 35,4 Mio. zurückgegangen.

Die Aufwendungen für den Kundenservice haben sich dagegen leicht von € 22,6 Mio. auf € 24,5 Mio. erhöht. Dieses ist im Wesentlichen begründet durch den erhöhten Absatz von Tablet-Computern.

Der Rückgang der Verwaltungsaufwendungen ist zurückzuführen auf eine Reduzierung von externen Dienstleistungen im Rahmen der Integrationsarbeiten sowie auf Synergien durch Zusammenlegen von Infrastruktur und externen Dienstleistungen, insbesondere im Bereich IT.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Schadenersatz, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Provisionserlöse.

Abschreibungen

Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr mit € 3,7 Mio. auf dem Niveau der vergleichbaren Vorjahreszeiträume. Dabei haben sich die Abschreibungen auf Sachanlagen von € 2,1 Mio. im Vorjahr auf € 1,6 Mio. vermindert und die Abschreibungen auf Software und Lizenzen von € 1,7 Mio. im Vorjahr auf € 2,1 Mio. erhöht.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Das erwirtschaftete operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von € 29,5 Mio. entspricht einem Rückgang von rund -15 % und ist somit in Relation zum Umsatz weniger als zu Beginn des Geschäftsjahres erwartet zurückgegangen. Bereits im Zwischenbericht zum 31. Dezember 2013 wurde die Ergebniserwartung leicht von einer zum Umsatz unterproportionalen zu einer proportionalen Entwicklung verbessert. Das zum 31. März 2014 ausgewiesene EBIT beinhaltet jedoch im vierten Geschäftsjahresquartal realisierte, nicht operative einmalige Erträge in Höhe von € 2,3 Mio. im Wesentlichen aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden und Schadenersatzzahlungen. Das um diese einmaligen Erträge bereinigte EBIT in Höhe von € 27,2 Mio. entspricht einem Rückgang von rund -21 % und liegt in der Größenordnung des Umsatzrückganges von rund -23 %.

Das verbesserte Finanzergebnis ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den verstärkten Liquiditätsbedarf zu Beginn des Vorjahres zum Aufbau des Vertriebs mit Lenovo-Produkten.

Ertragsteuern

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Mio. € GJ 2013/2014 Mio. € GJ 2012/2013
Effektive zahlungswirksame Steuern 1,8 2,1
Steuern für Vorjahre 2,3 0,7
Latente Ertragsteuern -1,6 0,4
Steuerumlage vom Organträger 5,3 4,5
Ertragsteueraufwand 7,8 7,7

Die effektiv zahlungswirksamen Steuern betreffen im Wesentlichen die Tochtergesellschaften der MEDION AG.

Vor dem Hintergrund des seit dem 1. April 2012 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages der MEDION AG mit der Lenovo Germany Holding GmbH sind die steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG für die Dauer des Ergebnisabführungsvertrages nicht nutzbar.

Bedingt durch einen Steuerumlagevertrag zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG werden bei MEDION € 5,3 Mio. als Umlagen vom Organträger ausgewiesen.

4.2.3.2 Segmente

Der MEDION-Konzern berichtet gemäß IFRS 8 entsprechend der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projekt- und Direktgeschäft. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik, für die Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch MEDION erbracht werden. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen im Rahmen der so genannten Primary-Sales-Prozesse (von der Produktidee bis zur Distribution), dem After-Sales-Support (vom Retourenhandling bis zum Gewährleistungsmanagement) und dem Zweitvermarktungsprozess.

Das Angebot solcher umfangreichen Dienstleistungen bedarf naturgemäß einer hinreichenden Auftragssicherheit und Größenordnung. Beim Projektgeschäft handelt es sich daher grundsätzlich um so genanntes Volumengeschäft.

Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel, wobei grundsätzlich nur einzelne Elemente entlang der Wertschöpfungskette zur Anwendung kommen. Während im Online-Geschäft in der Regel vorrangig Dienstleistungen aus den Bereichen Zweitvermarktung und After-Sales-Support erbracht werden, erfolgen im Bereich digitaler Dienstleistungen in der Regel nur Dienstleistungen im Sinne der Primary-Sales-Prozesse.

Naturgemäß ist das Direktgeschäft nicht durch vorlaufende Auftragseingänge gekennzeichnet, sondern vielmehr durch Kundentreue. Im Hardwarebereich ist es MEDION bislang immer gelungen, durch gezielte Bewerbung ein hohes Kundenaufkommen zu generieren und somit einen verlässlichen Basisumsatz zu realisieren. Der Bereich der digitalen Dienstleistungen ist durch eine sehr hohe Kundenloyalität und somit wiederkehrende Umsätze gekennzeichnet, die man als verlässliches Grundrauschen bezeichnen kann.

Als "Überleitung Konzern" werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.

UMSÄTZE NACH SEGMENTEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2013-31.03.2014 01.04.2012-31.03.2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Projektgeschäft 670,5 52,5 1.095,3 66,3 -424,8 -38,8
Direktgeschäft 606,5 47,5 556,8 33,7 49,7 8,9
Überleitung Konzern 0,0 0,0 0,3 0,0 -0,3 -100,0
Umsatz 1.277,0 100,0 1.652,4 100,0 -375,4 -22,7

Entsprechend den Erwartungen an den Geschäftsverlauf hat sich der Umsatzanteil des Projektgeschäftes am Konzernumsatz von rund 66 % im Vorjahr auf rund 53 % im Geschäftsjahr 2013/2014 vermindert. Dieser Rückgang ist zu rund 5 Prozentpunkten begründet durch die im Vorjahr noch unter dem Projektgeschäft ausgewiesenen Umsätze mit Lenovo-Produkten. Die darüber hinausgehende Umsatzminderung ist begründet durch den zuvor erläuterten schwierigen PC-Absatz im abgelaufenen Geschäftsjahr, insbesondere durch fehlende Produkte mit Touch-Technologie und die mangelnde Akzeptanz von Windows 8.

Durch die Ausweitung digitaler Dienstleistungen, insbesondere im Ausland, konnte der Umsatz des Direktgeschäftes von € 557 Mio. im Vorjahr um € 50 Mio. auf € 607 Mio. gesteigert werden. Aufgrund des insgesamt gesunkenen ausgewiesenen Gesamtumsatzes erhöhte sich demnach der Umsatzanteil des Direktgeschäftes am Gesamtumsatz überproportional von 34 % im Vorjahr auf 48 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Damit lag die Umsatzentwicklung des Direktgeschäftes leicht über den Erwartungen, was im Wesentlichen durch den Aufbau des Mobilfunkgeschäftes in Australien begründet wird.

EBIT NACH SEGMENTEN

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
01.04.2013-31.03.2014 01.04.2012-31.03.2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Projektgeschäft 9,1 30,8 16,3* 46,8 -7,2 -44,2
Direktgeschäft 20,8 70,6 19,1* 54,9 1,7 8,9
Überleitung Konzern -0,4 -1,4 -0,6 -1,7 0,2 33,3
EBIT 29,5 100,0 34,8* 100,0 -5,3 -15,2

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang (Anpassungen gem. IAS 8)

Da die Steuerung von Projekt- und Direktgeschäft unterschiedlich ist und die Umsätze entsprechend getrennt aufgezeichnet werden, können auch Großteile der Aufwendungen eindeutig zugeordnet werden. Indirekte Aufwendungen oder Aufwendungen für Maßnahmen, die alle Unternehmensbereiche betreffen, werden nach plausiblen Verteilungsschlüsseln zugeordnet. Das können beispielsweise Umsatzschlüssel oder Anzahl von Aktionen sein.

Die Analyse des operativen Ergebnisses nach Segmenten zeigt die Erfolge der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfeld- und Produktpolitik. Das operative Ergebnis im Direktgeschäft konnte dem Umsatzanstieg entsprechend gesteigert werden und beträgt € 20,8 Mio. nach € 19,1 Mio. im Vorjahr.

Das operative Ergebnis des Projektgeschäftes ging im Vergleich zum Umsatz überproportional von € 16,3 Mio. im Vorjahr auf € 9,1 Mio. zurück. Ursache hierfür ist der bereits erwähnte schwierige Absatz von PCs insbesondere im ersten Geschäftshalbjahr.

4.2.3.3 Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur (IFRS)

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
31.03.2014 31.03.2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen 25,1 3,7 28,0 4,2 -2,9 -10,4
Immaterielle Vermögenswerte 4,4 0,6 2,1 0,3 2,3 >100,0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0,6 0,1 0,7 0,1 -0,1 -14,3
Aktive latente Steuern 2,2 0,3 0,4 0,1 1,8 >100,0
Langfristige Vermögenswerte 32,3 4,7 31,2 4,7 1,1 3,5
Vorräte 137,4 19,8 160,7 24,3 -23,3 -14,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 178,4 25,8 226,4 34,2 -48,0 -21,2
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 228,2 32,9 162,4 24,5 65,8 40,5
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 200,0 28,9 150,0 22,7 50,0 33,3
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26,1 3,8 22,9 3,5 3,2 14,0
Zahlungsmittel/-äquivalente 90,3 13,0 58,6 8,8 31,7 54,1
Kurzfristige Vermögenswerte 660,4 95,3 631,0 95,3 29,4 4,7
Summe Aktiva 692,7 100,0 662,2 100,0 30,5 4,6
Eigenkapital 412,4 59,5 414,4 62,6 -2,0 -0,5
abzgl. erworbener eigener Aktien -46,4 -6,7 -46,4 -7,0 0,0 0,0
Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) 366,0 52,8 368,0 55,6 -2,0 -0,5
Langfristige Verbindlichkeiten 6,0 0,9 5,2 0,8 0,8 15,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127,2 18,4 95,4 14,4 31,8 33,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24,5 3,5 32,7 4,9 -8,2 -25,1
davon: Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 24,5 3,5 26,0 3,9 -1,5 -5,8
Steuerrückstellungen 3,5 0,5 2,5 0,4 1,0 40,0
Übrige Rückstellungen 153,2 22,1 153,8 23,2 -0,6 -0,4
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 12,3 1,8 4,6 0,7 7,7 >100,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 320,7 46,3 289,0 43,6 31,7 11,0
Summe Passiva 692,7 100,0 662,2 100,0 30,5 4,6

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich zum 31. März 2014 im Vergleich zum 31. März 2013 um € 30,5 Mio. (4,6 %) auf € 692,7 Mio. (31. März 2013: € 662,2 Mio.).

Die Reduzierung des Vorratsvermögens um € 23,3 Mio. auf € 137,4 Mio. (Vorjahr: € 160,7 Mio.) resultiert aus notwendigen Ausweisänderungen aufgrund veränderter Abrechnungsprozesse bei der Erbringung von Vertriebsdienstleistungen für Lenovo im Rahmen der Neustrukturierung regionaler Vertriebsverantwortungen und Risikoprofile im Lenovo-Konzern.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 31,8 Mio. auf € 127,2 Mio. (Vorjahr: € 95,4 Mio.) hängt mit saisonalen Schwankungen zusammen.

Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 48,0 Mio. auf € 178,4 Mio. (Vorjahr: € 226,4 Mio.) ist begründet durch verminderte Umsätze mit Lenovo-Produkten im Rahmen der regionalen Neuordnung der Vertriebsorganisation im Lenovo-Konzern. Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 65,8 Mio. auf € 228,2 Mio. (Vorjahr: € 162,4 Mio.) ist wesentlich begründet durch die um € 50,0 Mio. höhere Anlage liquider Mittel im Lenovo-Konzern (€ 200,0 Mio. gegenüber € 150,0 Mio. im Vorjahr). Darüber hinaus sind die abzurechnenden Dienstleistungen im Rahmen des Kundenservice für Lenovo-Produkte gestiegen.

Das Eigenkapital ist mit € 366,0 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 368,0 Mio.), aufgrund der höheren Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote jedoch leicht auf 52,8 % (Vorjahr: 55,6 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 24,5 Mio. zum 31. März 2014 betreffen ausschließlich Verpflichtungen zur Gewinnabführung. Im Vorjahreswert von € 32,7 Mio. waren noch € 6,7 Mio. Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen von verbundenen Unternehmen enthalten.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten betrifft Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Kapitalflussrechnung

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CASHFLOW Mio. € 01.04.2013-31.03.2014 Mio. € 01.04.2012-31.03.2013 Mio. € GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013 %
Betriebsergebnis (EBIT) 29,6 34,8* -5,2 -14,9
Planmäßige Abschreibungen sowie andere zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 4,9 4,1* 0,8 19,5
Brutto Cashflow 34,5 38,9 -4,4 -11,3
Veränderungen im Netto-Umlaufvermögen 78,3 -32,0 110,3 >100,0
Veränderungen der übrigen Rückstellungen -0,3 7,7 -8,0 <-100,0
Aus-/Einzahlungen für Steuern -2,9 -5,1 2,2 43,1
Mittelab-/-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 109,6 9,5 100,1 >100,0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -2,6 -2,4 -0,2 -8,3
Free Cashflow 107,0 7,1 99,9 >100,0
Auszahlungen Dividenden 0,0 -17,4 17,4 100,0
Auszahlung Ergebnisabführung Vorjahre -26,0 0,0 -26,0 -
Netto-Zahlungen Finanzverbindlichkeiten 0,8 0,3 0,5 >100,0
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -25,2 -17,1 -8,1 -47,4
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 81,8 -10,0 91,8 >100,0
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -0,1 0,0 -0,1 -
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 208,6 218,6 -10,0 -4,6
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 290,3 208,6 81,7 39,2

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang (Anpassungen gem. IAS 8)

Durch die im Rahmen der regionalen Neuordnung der Vertriebsstrukturen innerhalb des Lenovo-Konzerns durchgeführte Reduzierung von Vertriebsdienstleistungen durch MEDION für Lenovo hat sich die Mittelbindung im abgelaufenen Geschäftsjahr ermäßigt und der Free Cashflow gegenüber dem Vorjahr von € 7,1 Mio. auf € 107,0 Mio. erhöht.

Im Finanzmittelfonds von € 290,3 Mio. sind die innerhalb des Lenovo-Konzerns temporär als Liquidität zur Verfügung gestellten € 200,0 Mio. enthalten, deren bilanzieller Ausweis unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit € -2,6 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (€ -2,4 Mio.). Jedoch sind im Geschäftsjahr neben den üblichen Investitionen in IT-Infrastruktur weitere Investitionen und Verkäufe getätigt worden. Zu Beginn des Geschäftsjahres hat die MEDION AG im Rahmen eines Asset-Deals die personellen Kapazitäten und das technische Know-How des Online-Geschäftes eines nahe stehenden Unternehmens für € 3,0 Mio. übernommen. Dieses Unternehmen hat über viele Jahre hinweg eine hohe Kompetenz mit entsprechend herausragenden Bewertungen beim Onlinevertrieb erworben. MEDION hat diese Expertise seit Jahren genutzt, um den Verkauf von Restbeständen zu realisieren. Aufgrund rechtlicher Besonderheiten beim Betreiben von Online-Handels-Plattformen war eine frühere Integration des Geschäftes in den MEDION-Konzern nicht möglich.

Diesem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten in eine Geschäftsübernahme steht die Veräußerung von Grundstücken und Gebäuden, in denen das Kundencenter betrieben wird, in gleicher Höhe gegenüber.

Weitere wesentliche Investitionen wurden in Software getätigt (rund € 1,0 Mio.). Darüber hinaus wurde das Rechenzentrum durch Investitionen in Höhe von rund € 0,4 Mio. erweitert, um Dienstleistungen für Lenovo zu übernehmen. Für die Erweiterung von Online-Aktivitäten wurden rund € 0,2 Mio. investiert.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € -25,2 Mio. beinhaltet die Auszahlung für Ergebnisabführung aus dem Vorjahr in Höhe von € -26,0 Mio.

Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2013/2014 eine zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelfonds um € 81,7 Mio. auf einen Endstand an freier Liquidität zum 31. März 2014 in Höhe von € 290,3 Mio. (Vorjahr: € 208,6 Mio.).

Stichtagsliquidität

Durch die Anpassungen der Finanzierungs-Rahmenbedingungen im Wege der Integration in den Lenovo-Konzern erfolgen die Anlagen liquider Mittel nicht mehr durch MEDION selbst, sondern durch den Lenovo-Konzern. Die sonst durch MEDION angelegte Liquidität wird temporär dem Konzern zur Verfügung gestellt und zu marktüblichen Bedingungen sowie unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen verzinst. Diese Beträge werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und reduzieren daher den in der MEDION-Bilanz ausgewiesenen Liquiditätssaldo. Unter Berücksichtigung der im Konzern zur Verfügung gestellten Liquidität hat sich die dem MEDION-Konzern insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität von € 208,6 Mio. im Vorjahr um € 81,7 Mio. auf € 290,3 Mio. erhöht.

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Mio. € 31.03.2014 Mio. € 31.03.2013
In Bilanz ausgewiesene Liquidität 90,3 58,6
Zuzüglich im Konzern angelegter Mittel 200,0 150,0
Gesamt-Liquidität 290,3 208,6

Der MEDION-Konzern verfügt nach wie vor über eine deutlich positive "Net Cash"-Position. Ebenso verfügt MEDION mit dem hohen Eigenkapital von € 366,0 Mio., einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 52,8 % und einer Liquidität inklusive der Geldanlagen im Konzern (€ 200,0 Mio.) von € 290,3 Mio. über sehr gute Finanzierungsrahmenbedingungen.

4.2.3.4 MEDION AG (ergänzende Erläuterungen auf Basis HGB)

Der Lagebericht der MEDION AG und der Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2013/2014 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der MEDION AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Da das MEDION-Geschäft nahezu vollständig über die MEDION AG abgewickelt und aus Gründen der bekannten Kosteneffizienz entsprechend zentral gesteuert wird, entspricht die Ertrags- sowie die Vermögens- und Finanzlage im Wesentlichen den Informationen über die wirtschaftliche Lage des MEDION-Konzerns.

Ertragslage MEDION AG nach HGB

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
GJ 2013/2014 GJ 2012/2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 1.234,0 100,0 1.639,3 100,0 -405,3 -24,7
Materialeinsatz -1.069,1 -86,6 -1.457,9 -88,9 388,8 26,7
Rohertrag 164,9 13,4 181,4 11,1 -16,5 -9,1
Personalaufwand -30,8 -2,5 -31,2 -1,9 0,4 1,3
Sonstige Aufwendungen und Erträge -100,6 -8,2 -116,8 -7,2 16,2 13,9
Abschreibungen -3,6 -0,3 -3,7 -0,2 0,1 2,7
EBIT 29,9 2,4 29,7 1,8 0,2 0,7
Finanzergebnis 3,1 0,3 2,9 0,2 0,2 6,9
EBT 33,0 2,7 32,6 2,0 0,4 1,2
Steuern -8,5 -0,7 -6,6 -0,4 -1,9 -28,8
Ergebnis MEDION AG vor Ergebnisabführung 24,5 2,0 26,0 1,6 -1,5 -5,8

Die MEDION AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von € 1.234,0 Mio., was 96,6 % des Konzernumsatzes entspricht (Vorjahr: 99,2 %). Abweichend zum Vorjahr sind im ausgewiesenen Umsatz der MEDION AG nicht mehr die im Rahmen des Vertriebs von Lenovo-Produkten erzielten Umsatzerlöse enthalten.

Die durch die MEDION AG erwirtschaftete Rohertragsmarge liegt mit 13,4 % leicht unter dem Niveau der Konzern-Rohertragsmarge (14,0 %). Begründet ist dieses im Wesentlichen durch einen unterschiedlichen Ausweis von Veränderungen langfristiger Lizenzvereinbarungen und Verpflichtungen zur Retourenannahme. Diese werden in der MEDION AG unter den sonstigen betrieblichen Erträgen abgebildet.

Der Personalaufwand der MEDION AG lag im Geschäftsjahr 2013/2014 mit € 30,8 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (€ 31,2 Mio.). Bezogen auf Vollzeitäquivalente verminderte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der MEDION AG leicht auf 495 (Vorjahr: 500).

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge der MEDION AG nach HGB

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Mio. € GJ 2013/2014 Mio. € GJ 2012/2013 Mio. € GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Vertriebsaufwendungen -98,6 -106,0 7,4 7,0
davon Marketing -35,4 -39,9 4,5 11,3
davon Kundenservice -42,1 -38,6 -3,5 -9,1
davon Sonstiges -21,1 -27,5 6,4 23,3
Verwaltungsaufwendungen -15,9 -17,1 1,2 7,0
Betriebsaufwendungen -2,7 -2,5 -0,2 -8,0
Übrige -2,0 -1,9 -0,1 -5,3
-119,2 -127,5 8,3 6,5
Sonstige betriebliche Erträge 18,6 10,7 7,9 73,8
Saldo -100,6 -116,8 16,2 13,9

Die höheren Aufwendungen für Kundenservice gegenüber den im Konzern ausgewiesenen Aufwendungen resultieren aus der internen Verrechnung von Personalaufwendungen von den Servicegesellschaften des MEDION-Konzerns an die MEDION AG.

Der Rückgang der Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ist wie im Konzern auf eine Reduzierung von externen Dienstleistungen sowie auf Synergien durch das Zusammenlegen von Infrastruktur zurückzuführen.

Insgesamt konnte die MEDION AG somit im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Umsatzrückgang ein operatives Ergebnis (EBIT) auf Vorjahresniveau in Höhe von € 29,9 Mio. erzielen (Vorjahr: € 29,7 Mio.). Im Finanzergebnis von € 3,1 Mio. sind € 2,4 Mio. Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften der MEDION AG enthalten.

Aufgrund eines Steuerumlagevertrages zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG sind in den Ertragsteuern der MEDION AG in Höhe von € 8,3 Mio. Umlagen vom Organträger in Höhe von € 5,3 Mio. enthalten. Der im Geschäftsjahr 2013/2014 erwirtschaftete Jahresüberschuss der MEDION AG vor Ergebnisabführung liegt mit € 24,5 Mio. (2,0 % vom Umsatz) leicht unter dem Vorjahresniveau von € 26,0 Mio. (1,6 % vom Umsatz).

Bilanzstruktur der MEDION AG nach HGB

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Mio. € % Mio. € % Mio. € %
31.03.2014 31.03.2013 GJ 2013/2014 zu GJ 2012/2013
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen 33,2 4,9 33,7 5,2 -0,5 -1,5
Langfristige Vermögenswerte 33,2 4,9 33,7 5,2 -0,5 -1,5
Vorräte 137,3 20,3 160,7 24,6 -23,4 -14,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173,7 25,7 222,7 34,1 -49,0 -22,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 233,4 34,5 167,2 25,6 66,2 39,6
Flüssige Mittel und Wertpapiere 74,2 11,0 47,8 7,3 26,4 55,2
Übrige Vermögenswerte 24,0 3,6 20,7 3,2 3,3 15,9
Kurzfristige Vermögenswerte 642,6 95,1 619,1 94,8 23,5 3,8
Summe Aktiva 675,8 100,0 652,8 100,0 23,0 3,5
Eigenkapital 366,1 54,2 366,1 56,1 0,0 0,0
Langfristige Verbindlichkeiten 4,1 0,6 3,3 0,5 0,8 24,2
Steuerrückstellungen 2,2 0,3 1,5 0,2 0,7 46,7
Übrige Rückstellungen 150,6 22,3 151,6 23,2 -1,0 -0,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114,6 17,0 91,6 14,0 23,0 25,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27,5 4,1 35,5 5,4 -8,0 -22,5
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 10,7 1,5 3,2 0,6 7,5 >100,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 305,6 45,2 283,4 43,4 22,2 7,8
Summe Passiva 675,8 100,0 652,8 100,0 23,0 3,5

Die Bilanzsumme der MEDION AG hat sich zum 31. März 2014 im Vergleich zum 31. März 2013 um € 23,0 Mio. (3,5 %) auf € 675,8 Mio. erhöht (Vorjahr: € 652,8 Mio.). Begründet ist dieses hauptsächlich durch einen Anstieg der liquiden Mittel, dagegen läuft eine Minderung des Working Capitals.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind € 200,0 Mio. temporär bereitgestellte Liquidität enthalten (Vorjahr: € 150 Mio.). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind € 24,5 Mio. aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung enthalten (Vorjahr: € 26,0 Mio.). Das Eigenkapital ist mit € 366,1 Mio. auf Vorjahresniveau, aufgrund der höheren Bilanzsumme ermäßigte sich die Eigenkapitalquote jedoch leicht auf 54,2 % (Vorjahr: 56,1 %).

4.2.3.5 Wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung - Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung und des Risikomanagements greift MEDION auf ein Kennzahlensystem zurück, um sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zu beobachten. Neben den wesentlichen GuV-Kennzahlen wie Umsatz, Rohertrag und EBIT oder Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalquote werden sowohl Planerreichungsgrade als auch prozessorientierte Kennzahlen und das Working Capital beobachtet, die Auswirkungen auf die operative Leistungsfähigkeit haben können.

Eine Working Capital-Quote in Prozent der Bilanzsumme gibt einen Hinweis darauf, wie viel Mittel für die Erwirtschaftung des Umsatzes gebunden sind. Aufgrund des Projektgeschäftes gilt für MEDION eine Quote unter 40 % als sehr gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag diese zu den jeweiligen Quartalsstichtagen zwischen 28 % (31. März 2014) und 35 % (31. Dezember 201 3). Im Vorjahr lagen die Quoten zwischen 41 % (31. März 2013) und 55 % (31. Dezember 2012). Jedoch ist hier zu beachten, dass durch die Erbringung von Vertriebsdienstleistungen für Lenovo im Vorjahr die Vergleichbarkeit eingeschränkt ist.

Zur Steuerung des Vertriebs sind insbesondere die Kennzahlen Plan-Ist-Abweichung des Umsatzes und frei verfügbarer Warenbestand sowie Umschlagshäufigkeit der Vorräte im Fokus.

Wie schon bei den Ausführungen zum Geschäftsverlauf dargestellt, hat sich das abgelaufene Geschäftsjahr erwartungsgemäß entwickelt. Umsatzseitig wurde im klassischen MEDION-Geschäft eine Planerreichung von 102,2 % realisiert, im Vorjahr betrug der Planerreichungsgrad 98,8 %. Dieses lässt einen Rückschluss auf eine sehr hohe Planungsqualität zu. Diese ist erforderlich, weil MEDION für großvolumige Aufträge im Projektgeschäft immer auch eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. Darüber hinaus ist für das Direktgeschäft eine durchgängige Warenversorgung erforderlich, die ebenfalls geplant werden muss.

Auf der anderen Seite ist jedoch auch darauf zu achten, dass die freie Warenverfügbarkeit gering und der Umschlag hoch ist, um Bestandsrisiken zu vermeiden. Im Idealfall beträgt eine Projektdauer rund sechs bis acht Wochen, wodurch sich ein Zielumschlag von 7 ergibt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug die Umschlagshäufigkeit 7,8 (Vorjahr 8,6). Die freie Warenverfügbarkeit war mit 7,7 % (Vorjahr: 9,9 %) ebenfalls deutlich im positiven Bereich von unter 25 %. Dieses weist auf eine gute Produktpolitik und -auswahl hin.

Im Rahmen des Kundenservice haben Kennzahlen verschiedener Service-Level eine hohe Relevanz, weil diese sowohl Rückschlüsse auf die Qualität der Serviceprozesse zulassen als auch Indikatoren für Kundenzufriedenheit sein können. Für Servicelevelkennzahlen gilt grundsätzlich eine Quote ab 90 % als sehr gut. Im Bereich der Reparaturdurchlaufzeiten konnten 91,9 % aller Reparaturfälle in den jeweils vorgegebenen Reparaturzielzeiten ausgeführt werden (Vorjahr: 92,5 %).

Die Annahme eines Kundenanrufes erfolgt zu 94,9 % (Vorjahr: 94,4 %) innerhalb der vorgegebenen Zeit. Darüber hinaus gilt die durchschnittliche Servicedauer als Indikator für eine Kundenzufriedenheit mit dem Kundenservice. Mit durchschnittlich 7,3 Tagen konnte in 2013/2014 der Vorjahreswert (7,6 Tage) erneut verbessert werden.

Im Bereich interner Prozesse ist die Mitarbeiterzufriedenheit relevant. Entsprechend wird ein Fluktuationswert von unter 0,5 % angestrebt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr lag die Fluktuationsrate bei 0,4 %.

4.3 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2013/2014 (1. April 2013 - 31. März 2014)

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.

4.4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

4.4.1 Prognosebericht

4.4.1.1 Konjunktureller Rahmen

Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres aufgehellt. Sowohl die globale Industrieproduktion als auch der Welthandel haben an Schwung gewonnen. Die Impulse kamen hauptsächlich aus den Industriestaaten, während das Wachstum in den Schwellenländern gedämpft blieb. Die Wirtschaft der Europäischen Union ist im vierten Quartal 2013 um 0,4 % gewachsen. Mit dem dritten Anstieg in Folge war das Wachstum regional bereits recht breit angelegt. In Relation zum vorangegangenen Einbruch blieb die Erholung aber noch zögerlich.

Die Bundesregierung rechnet in ihrer Jahresprojektion mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 1,8 % in diesem Jahr (2014) und von 2,0 % im nächsten Jahr (2015). Der anhaltende Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt lässt Beschäftigung und Einkommen deutlich steigen. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte sollen in 2014 um 2,9 % und in 2015 um 3,3 % erneut kräftig zulegen. Die deutlichen Einkommenssteigerungen führen in Verbindung mit einer moderaten Preisniveauentwicklung zu einer steigenden Kaufkraft. Nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Erwerbsbeteiligung fällt der Anstieg der Erwerbstätigkeit stärker aus als der Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Im laufenden Jahr festigt sich - so die Bundesregierung in ihrer Jahresprognose - auch die Erholung der Weltwirtschaft. Insbesondere im Euroraum hellt sich die Perspektive auf.

Der private Konsum hat sich in Deutschland zu Beginn des Jahres 2014 bereits spürbar belebt, nachdem die Konsumausgaben der privaten Haushalte im vierten Quartal 2013 vorübergehend an Schwung verloren hatten. Die wieder stärkere Ausgabenbereitschaft der Verbraucher kommt vor allem in der deutlichen Zunahme der Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz-Handel) im Januar und im Februar 2014 zum Ausdruck. Auch das Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im März 2014 den zweiten Monat in Folge aufgehellt.

Die weiterhin positiven Tendenzen am Arbeitsmarkt, steigende Einkommen und die anhaltend ruhige Preisentwicklung stärken die Kaufkraft und sorgen für ein anhaltendes Stimmungshoch unter den Verbrauchern. Dies beflügelt insbesondere die Anschaffungsneigung, die sich zuletzt auf sehr hohem Niveau weiter verbesserte. Der andauernde Beschäftigungsaufbau, moderate Lohnerhöhungen und nur geringe Inflationstendenzen sind hierfür geeignete Rahmenbedingungen. Belastend wirken sich jedoch die unverändert sehr hohen Energiekosten insbesondere bei den Treibstoffen für LKW und PKW aus.

4.4.1.2 Marktentwicklung im Bereich der Consumer Electronics

Gesamtmarkt

Für das laufende Jahr 2014 prognostizieren die Marktforscher der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) sowie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemeinsam eine moderat positive Marktentwicklung in Deutschland. Innovative Produkte, die steigende Vernetzung von Unterhaltungselektronik, IT- und Telekommunikation einerseits sowie die darüber hinausgehende Vernetzung mit Hausgeräten, Systemen der Installationstechnik, Elektromedizin und Sicherheitstechnik andererseits und damit ein klar erkennbarer Mehrwert für die Konsumenten seien die Stärken der Branche. Für eine positive Branchenentwicklung werden immer wieder neue Anwendungs- und Vernetzungsmöglichkeiten sowie auch neue Produktsegmente geschaffen. Impulse werden die Fußball-Weltmeisterschaft und die IFA in Berlin, die weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics und Hausgeräte (5. bis 10. September 2014), mit einem Ordervolumen von mehr als € 4 Mrd. setzen. Für 2014 erwarten die Marktforscher ein Plus um knapp 1 % und damit eine Umsatzsteigerung für den Gesamtmarkt Consumer Electronics auf über € 27 Mrd.

Der Markt für TV-Geräte soll sich 2014 auf einem hohen Niveau von rund 7,5 Mio. Stück konsolidieren. Im Vergleich dazu lag der Fernseher-Absatz im WM-Jahr 2006 in Deutschland bei nur 5,8 Mio. Stück.

Bei Smartphones erwarten die Marktforscher eine Steigerung um mehr als 6 % auf 24 Mio. Stück mit einem um mehr als 3 % steigenden Umsatz auf € 8,4 Mrd. Für Tablet-PCs sehen sie ebenfalls eine Steigerung bei der Stückzahl um 26 % auf 7 Mio. und dazu einen um 9 % höheren Umsatz mit € 2 Mrd.

Im EU-Raum werden trotz sportlicher Großereignisse in 2014 nur geringe Zuwächse erwartet, so dass dieser Markt für Consumer-Electronics-Produkte bedingt durch die in vielen Staaten nach wie vor unsichere Wirtschaftslage und hohe Arbeitslosigkeit nur moderat wachsen oder sogar nur stagnieren wird.

Produktinnovationen

Der Markt für Consumer-Electronics-Produkte ist weiterhin geprägt von der Digitalisierung der Inhalte und Übertragungswege sowie der Konvergenz. Konvergenz bedeutet dabei das Verschmelzen der bislang unterschiedlichen Märkte Unterhaltungselektronik, Medien, Informationstechnologie und Telekommunikation. Basis hierfür ist die digitale Technik, die zum einen die Vernetzung unterschiedlicher Produktgruppen ermöglicht und zum anderen die Nutzung digitaler Komponenten in unterschiedlichen Produktbereichen (zum Beispiel Kamerafunktionen in Mobiltelefonen, mobile Navigationsgeräte mit MP3-Abspielfunktion, Notebooks als HD-Fernseher, Smartphones zum Telefonieren und Surfen im Internet sowie Tablet-PCs) erlaubt. Neue, insbesondere auch drahtlose Vernetzungslösungen, eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, hochauflösende Inhalte zu nutzen.

Die Verschmelzung von Internet und Fernsehen sowie die Heimvernetzung stehen auch in 2014 und 2015 unverändert im Mittelpunkt des Interesses der Konsumenten. Smart-TV, TV-Geräte mit Internetanschluss und den damit sich erschließenden Zusatzfunktionen, liegen weiter stark im Trend. 56 % aller verkauften Fernseher sind Smart-TVs (2012: 50 %). Weiterhin ermöglichen nunmehr auch im Consumer-Bereich zentrale Datenspeicher den weltweiten Zugriff auf Daten. Auf der Netzwerkfestplatte von Heimnetzlaufwerken legen die Konsumenten Daten zentral an einem Ort ab, um diese dann im ganzen Heimnetzwerk oder auch über den Web-Browser weltweit nutzen zu können. Dies ermöglicht den Zugriff auf die abgelegten Musik-Songs, Videos und Fotos und das Abspielen auf einem DLNA-fähigen Fernseher oder Mediaplayer.

Internet Adapter Sets stellen schnell und einfach eine Netzwerkverbindung zwischen Routern, Computern und anderen netzwerkfähigen Geräten über das hausinterne Stromnetz her. Dank Übertragungsraten von bis zu 200 Mbit/Sekunde sind diese perfekt geeignet für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Datenübertragung wie HD Video & Audio Streaming, Online-Spiele oder Voice-over-IP.

Darüber hinaus wird sich der Siegeszug des Tablet-PCs auch in 2014 und 2015 im deutschen und europäischen Markt mit zweistelligen Zuwachsraten unverändert fortsetzen.

Die durch die digitale Technik eröffneten neuen Produktwelten werden mit immer kürzeren Produktlebenszyklen auf den Markt gebracht, da der technische Fortschritt leistungsfähigere Produkte und Systeme in immer kürzeren Intervallen hervorbringt. Der umfassende Strukturwandel durch die zunehmende Digitalisierung erfasst inzwischen alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft. Über 99 % aller Haushalte in Deutschland sind mittlerweile an Breitbandnetzen mit einer Übertragungsrate von 1 Mbit/Sekunde und mehr angeschlossen. Entscheidend ist jetzt, wie schnell es gelingt, Hochgeschwindigkeitsnetze mit 100 Mbit/Sekunde und mehr zügig auszubauen.

Im Bereich der Vertriebsformen hat das Internet als Einkaufsstätte kontinuierlich an Marktbedeutung gewonnen und sich als eigenständige Vertriebsform in Deutschland und im Euroraum etabliert. Neben dem Kauf von Waren ist das Internet vor allen Dingen als Quelle für Informationen über Produkte und damit für Kaufentscheidungen der Konsumenten eine aktuelle und transparente Plattform. In vielen Produktkategorien legen Multichannelkäufer mehr Wert auf Leistungs- und Qualitätsmerkmale als auf den reinen Preisvergleich.

Notebook und Desktop-PC

Es ist erkennbar, dass es in den nächsten Jahren immer mehr klassische Produkte der Unterhaltungselektronik geben wird, die Zugang zum Internet haben. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von Unterhaltungselektronik, leistungsstarke Prozessoren in ihre Geräte zu integrieren.

Mit dem Ausbau einer flächendeckenden Infrastruktur für das drahtlose Breitbandinternet wird sich der Trend zu kompakten und leistungsfähigen sowie leichteren Notebooks noch verstärken. Hochleistungsprozessoren für Desktop-PCs sind gefragt, wenn es um die Darstellung von 1080p bei Videoformaten in 7.1-Surround-Sound geht, bei hochauflösenden 3-D-Grafikelementen und vernetzten Online-Spielen, aber auch, um parallele Anwendungen in der Audio- und Videoverarbeitung zu ermöglichen.

Neben sehr leistungsfähigen Notebooks mit neuer stromsparender Prozessor-Technologie und Smartphones etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (eBook Reader), sowie die Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Der Markt für PCs und Notebooks ist aufgrund der hohen Ausstattungsdichte der Haushalte vor allem von technologischen Innovationen und dem Ersatzbedarf bestimmt.

Interessante Produktbereiche der Consumer Electronics sind in dem für MEDION relevanten Marktumfeld:

mobile Notebooks mit einem Gewicht von unter 2 kg und Zugangsmöglichkeiten zum Internet über integrierte Online-Module
HDTV-Geräte mit einer Auflösung von 1080x1920 Bildpunkten (Full HD) und integriertem Internetzugang
mobile Multimedia-Produkte und Gamer-Notebooks mit hohen Speicherkapazitäten und hochauflösenden Grafikkarten sowie neuester Prozessortechnologie
So genannte Multimode-Notebooks, die bei uneingeschränkter Notebook-Nutzung mit allen bekannten Office-Programmen auch einen abnehmbaren Screen mit Tabletfunktionalitäten enthalten
Smartphones mit Zugang zum mobilen Internet und umfangreichen E-Mail-Funktionen
Tablet-PCs in verschiedenen Größen mit Internet-Zugang über WLAN oder Mobilfunknetze und hochauflösendem Bildschirm

Mobilfunk

Der steigende Absatz von Smartphones und tragbaren Computern sorgt für einen weiter anhaltenden Zuwachs bei der mobilen Internetnutzung.

Im Mobilfunk wird weiter in den Ausbau der neuen Übertragungstechnik LTE investiert. Die Nachfolgetechnologie von UMTS erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/Sekunde. Inhaltlich stehen dabei für Mobilfunkkunden das Bedürfnis nach sozialer Vernetzung und der Wunsch nach End-to-End-Crossmedia-Angeboten sowie die ständige Verfügbarkeit des Internets zu Flatrate-Tarifen im Vordergrund. Derzeit existieren weltweit über eine Million mobile Applikationen (Apps) für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Die Anwendungen reichen von Spielen über Nachrichten- und Auskunftsdienste bis hin zu Navigationshilfen und eBook Readern.

Daneben sind Mobilfunkangebote längst nicht mehr an den eigenen Betrieb eines Netzes gekoppelt, sondern stammen zunehmend von virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO). Wachstum bei den UMTS-Teilnehmerzahlen generieren auch die neuen Generationen der Smartphones und vor allem Tablet-PCs. Mit den neuen Geräten und attraktiven Preisen nutzen nunmehr auch Privatpersonen die mobilen Datendienste im In- und Ausland.

Aufgrund der europäischen Regulierungshoheit über die Tarifentgelte für die Handy-Nutzung und das mobile Internetsurfen im europäischen Ausland sollen nach dem Willen des Europaparlaments demnächst keine Extrakosten bei der Nutzung von Mobilfunkleistungen im Ausland mehr anfallen. Die Abgeordneten haben dafür gestimmt, Roaming-Gebühren zum 15. Dezember 2015 zu verbieten. Bis zu einer endgültigen Entscheidung dürfte es aber noch Monate dauern, da die Pläne auch die Zustimmung der EU-Staaten benötigen. Sollten die Regelungen jedoch wie geplant umgesetzt werden, ist durch den Wegfall der Roaming-Kosten ab 2016 mit stagnierenden oder geringeren Monatsumsätzen je Kunde zu rechnen.

4.4.1.3 Unternehmensentwicklung und Geschäftsmodell

MEDION wird sich im neuen Konzernverbund mit Lenovo als führender deutscher Anbieter von Consumer-Electronics-Produkten und digitalen Dienstleistungsangeboten weiterentwickeln. Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs- und Discountermärkte sowie den E-Commerce über das Internet auch weiterhin fortsetzen.

MEDION als eines der ganz wenigen Unternehmen mit einem umfassenden Angebot von Produkten der klassischen Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie kann damit die Herausforderungen des digitalen und vernetzten Weltmarktes mit anwenderfreundlichen Produktangeboten im Projektgeschäft umsetzen. Das MEDION-Geschäftsmodell bleibt darauf ausgerichtet, hochwertige, innovative Trendprodukte mit attraktivem, ausgezeichnetem Design zu günstigen Preisen im Bereich der Consumer Electronics für breite Käuferschichten verfügbar zu machen.

Ergänzend zu dem klassischen europäischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION im Unternehmensbereich Direktgeschäft komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/ MEDIONmobile, Fotoservice, Downloads und weitere Online-Dienste.

Entsprechend der bei MEDION seit Jahren bestehenden und umgesetzten grundsätzlichen strategischen Ausrichtung wird der Zuwachs im Direktgeschäft den Rückgang im Projektgeschäft insbesondere aufgrund weiter fallender Durchschnittspreise für CE- und IT-Produkte teilweise kompensieren.

4.4.1.4 Entwicklung von MEDION in den Jahren 2014 und 2015

Wirtschaftliche Entwicklung von MEDION in den Jahren 2014 und 2015

MEDION hat durch ein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes seine Profitabilität gehalten und die Bilanzstrukturen bei einer Eigenkapitalquote von über 50 % auf einem sehr guten Niveau gefestigt.

Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes hat sich erwartungsgemäß entwickelt und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 52,5 % des Gesamtumsatzes. Das Direktgeschäft wächst weiterhin und profitiert von dem Ausbau des internationalen E-Commerce-Geschäftes und der digitalen Dienstleistungsangebote.

Wesentlicher Baustein auf dem Weg der Weiterentwicklung war und ist - auch im Interesse der Kunden und Partner im Markt - die weitere Stärkung der Marke MEDION als Markenzeichen für Produkte und Dienstleistungen von hoher Qualität mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem exzellenten Design.

MEDION-Produkte und -Dienstleistungen überzeugen im Inland sowie im Ausland durch beste Testergebnisse, und die Marke MEDION hat an Bedeutung und Wertschätzung gewonnen. MEDION verfügt neben Deutschland im gesamten Euroraum einschließlich Skandinavien und Großbritannien über eine gute Präsenz und in Verbindung mit den Handels- und Kooperationspartnern über gut aufgestellte und professionell arbeitende Vertriebs- und Serviceeinheiten. Dies sind die Voraussetzungen, das Geschäft im Inland wie auch im Ausland gemeinsam mit Lenovo weiterzuentwickeln und auszubauen.

Die zukünftige Entwicklung von MEDION als einem führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Consumer Electronics für den Massenmarkt hängt neben den effizienten und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher ausgerichteten Strukturen und Produkte des Unternehmens in hohem Maße davon ab, wie sich der konjunkturelle Rahmen und die Konsumneigung der Verbraucher in Deutschland und in den wichtigsten europäischen Ländern entwickeln. Unverändert besteht der Trend des Rückgangs der Durchschnittspreise für CE- und IT-Produkte sowie der hohen Wettbewerbsintensität. Zu berücksichtigen sind auch die Erwartungen der Handelspartner hinsichtlich der Absatzchancen von Consumer-Electronics-Produkten mit dem daraus resultierenden Bestellverhalten.

Strukturänderungen

Aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH hat sich die MEDION AG verpflichtet, während der Vertragsdauer ihren ganzen, nach Maßgabe der handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Die Verpflichtung zur Gewinnabführung im handelsrechtlichen Jahresabschluss der MEDION AG ist erstmals für das abgelaufene Geschäftsjahr wirksam geworden. Damit ist auch das Recht der Aktionäre der MEDION AG entfallen, über die Verwendung eines Ergebnisses zu entscheiden. Als Kompensation für den Verlust des Dividendenanspruchs ist in dem Unternehmensvertrag festgestellt, dass Lenovo zur Zahlung eines jährlichen Ausgleichsbetrages an die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG verpflichtet ist. Diese Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Der Steuerabzug ist nur bei Gewinnen der MEDION AG vorzunehmen, die der deutschen Körperschaftsteuer unterliegen. Damit entspricht die Ausgleichszahlung bei der zurzeit gültigen Körperschaftsteuerbelastung einem Betrag von € 0,69 je MEDION-Aktie.

Rohertrag

Die Rohertragsmargen werden bei MEDION aufgrund der unverändert hohen Wettbewerbsintensität und der sich sehr volatil entwickelnden Währungsparitäten weiterhin unter Druck stehen. Der MEDION-Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der guten Marktposition von MEDION und einer weiter verbesserten Umsatzstruktur eine Rohertragsmarge auf einem Niveau von knapp 12 % möglich bleibt.

4.4.1.5 Auftragslage

MEDION unterscheidet im Rahmen der Unternehmenssteuerung zwischen dem Projektgeschäft und dem Direktgeschäft. Hintergrund dieser Unterscheidung ist neben den Eigenschaften von Produkten oder Vertriebskanälen insbesondere die Charakteristik der Ablauforganisationen. Während im Projektgeschäft eine mittelfristige Planung von der Produktidee bis zur Distribution erforderlich ist, zeichnet sich das Direktgeschäft durch kurzfristige Realisationsmöglichkeiten aufgrund sofort verfügbarer Produkte aus.

Dieses hat natürlich zur Folge, dass das Projektgeschäft einen gewissen Vorlauf benötigt und daher auf Basis der Auftragslage oder deren Erwartungen eine Prognose erstellt werden kann. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass das geplante Umsatzvolumen der nächsten drei bis vier Monate bereits mit fixierten Aufträgen und somit hinreichender Sicherheit hinterlegt ist. Für das Volumen der nächsten fünf bis acht Monate befinden sich die Projekte in finalen Phasen, womit man von einer mittleren Sicherheit der Auftragslage ausgehen kann.

Das Direktgeschäft hat naturgemäß keinen Auftragsbestand, da es sich um direkte Beziehungen zu Endkunden handelt. Hier kann jedoch, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen, erfahrungsgemäß von einem stabilen Grundrauschen ausgegangen werden.

4.4.1.6 Umsatz und Ergebnis im nächsten Geschäftsjahr

Insgesamt gilt, dass die Geschäftssituation und somit der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr mit mittlerer Sicherheit auftragsseitig hinterlegt ist. Dennoch gilt grundsätzlich, dass die Entwicklung insbesondere im zweiten Geschäftshalbjahr 2014/2015 branchentypisch noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostizierbar ist.

MEDION bietet durch sein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie mit der erfolgreichen Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung. Zu berücksichtigen ist jedoch das konjunkturell unsichere Umfeld sowie der Trend weiterhin rückläufiger Durchschnittspreise und das gegenwärtige Fehlen bedeutender Produktinnovationen.

Vor dem Hintergrund all dieser Rahmenbedingungen geht MEDION von der Möglichkeit aus, im Bereich von Personal-Computern und Tablet-PCs eine Mengensteigerung von bis zu 10 % realisieren zu können. Diese Annahme ist aufgrund des allgemein durch die Marktforschungsinstitute erwarteten Marktrückganges im PC-Bereich und des geringer erwarteten Wachstums im Tablet-PC-Bereich jedoch mit Unsicherheit belastet. Darüber hinaus wird sich die mögliche Mengensteigerung aufgrund der stark sinkenden Durchschnittspreise nicht in einer entsprechenden Umsatz- und Ergebnissteigerung abbilden.

Aufgrund der zunehmenden Sättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics, insbesondere bei TV- und Navigationsprodukten, wird insgesamt sogar ein Rückgang im Umsatz des Projektgeschäftes von -10 % bis -15 % nicht ausgeschlossen.

Im Berichtssegment des Direktgeschäftes wird im Bereich Mobilfunk der schon angekündigte Rückgang der Terminierungsentgelte zu einem spürbaren Rückgang der Durchschnittspreise und damit auch des Umsatzes führen. Aufgrund der erfolgreichen Erweiterung der digitalen Services und des klassischen E-Commerce im abgelaufenen Geschäftsjahr wird jedoch erwartet, auch im kommenden Jahr 2014/2015 einen schrittweisen Ausbau des Direktgeschäftes realisieren und den Umsatzrückgang des Projektgeschäftes ausgleichen zu können.

Insgesamt besteht daher die Annahme, dass die Umsätze im Geschäftsjahr 2014/2015 (1. April 2014 bis 31. März 2015) in der Größenordnung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013/2014 (1. April 2013 bis 31. März 2014) verbleiben oder leicht darüber liegen.

Gleiches gilt auch für die Ergebniserwartung. Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen vornehmen kann, wird der zunehmende Preisverfall im Projektgeschäft auch zu überproportionalem Ergebnisdruck führen. Im Direktgeschäft hingegen werden die Skalenvorteile der Vorjahre, trotz erwarteter Investitionen in eine erneute Ausweitung des Direktgeschäftes, voraussichtlich eine Kompensation des Ergebnisrückganges im Projektgeschäft ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand der MEDION AG davon aus, dass im Jahr 2014/2015 auch das Ergebnis (EBIT) auf Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013/2014 oder leicht (1-5 %) darüber liegen kann.

In dem wettbewerbsintensiven Umfeld und von einem starken Anteil des Weihnachtsgeschäfts am Umsatz geprägten Markt wäre eine in das Geschäftsjahr 2015/2016 hineinreichende Prognose zu Umsatz und Ergebnis mit hohen Unsicherheiten behaftet und von nicht planbaren Prämissen begleitet.

4.4.1.7 Liquidität und Bilanzstruktur

MEDION wird auch in den Jahren 2014 und 2015 voraussichtlich keine - oder nur für kurze Zeit - Fremdmittel zur Finanzierung großvolumiger Projekte benötigen. Die Bilanzrelationen werden sich daher kaum verändern, so dass die Eigenkapitalquote über 50 % der Bilanzsumme verbleibt.

4.4.2 Risikobericht

4.4.2.1 Risikomanagement

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der MEDION-Geschäftsstrategie. Es dient dazu, in einem strukturierten Prozess die wesentlichen Risikofelder laufend zu beobachten, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergreifen zu können.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind die verantwortlichen Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen verpflichtet, die spezifischen Risikofelder im eigenen Aufgabenbereich zu beobachten, die Risikoausprägungen zu messen und das Eingehen unangemessener Risiken zu vermeiden. Sie berichten die Risikoposition in regelmäßigen Abständen unter Zuhilfenahme der unternehmensinternen Kontrollsysteme an das Controlling und bei Bedarf unmittelbar und ad hoc an die Unternehmensleitung.

Im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern sind die Berichtswege um Berichterstattungen an weitere Managementfunktionen erweitert worden.

4.4.2.2 Risikomanagementsysteme und internes Kontrollsystem

Kernelement des MEDION-Risikomanagementsystems ist ein integratives Management-Informationssystem, welches als dynamisches Informations- und Steuerungsinstrument dient. In diesem verankert ist ein umfassendes Frühwarnsystem für alle Unternehmensbereiche. Durch Verzahnung verschiedener Managementberichte werden operative Kennzahlen, die zur täglichen Kurzfriststeuerung dienen, direkt unter dem Aspekt eines Planerreichungsgrades im Sinne der konzernweiten operativen und finanzwirtschaftlichen Ziele betrachtet. Hiermit zusammenhängend dient eine Balanced Scorecard als Instrument des Risikomanagementsystems, um die Umsetzung definierter Maßnahmen zur Steuerung risikorelevanter Positionen zu messen.

Wesentliche weitere Elemente des integrierten MEDION-Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem (IKS) und die Interne Revision.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem dient der Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Prinzipien sind das Prinzip der Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in Organisationsanweisungen dokumentiert.

Im Rahmen der Arbeiten einer Internen Revision entscheidet der Aufsichtsrat über einen durch den Vorstand vorgelegten Revisionsplan mit Themen zu prozessunabhängigen Kontrollen in allen Unternehmensbereichen. Bei der Feststellung des Prüfungsplans werden die zum Zeitpunkt der Erstellung vorliegenden Risikoeinschätzungen berücksichtigt. Unterjährig erfolgen Plananpassungen, soweit diese aufgrund der Aktualität der Themen notwendig sind. Die ausgewählten Themen werden grundsätzlich durch auf diese Themen spezialisierte externe Dienstleister bearbeitet. Die Berichterstattung erfolgt unmittelbar an den Vorstand, der dem Aufsichtsrat berichtet.

Die Arbeiten der Internen Revision decken dabei nicht nur bisherige Anforderungen, sondern sind auch auf Anforderungen durch etwaige veränderte Rechts- und Geschäftssituationen im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern ausgelegt. Ergänzend zu den selbst ausgewählten Themen werden das Risikomanagement und die Geschäftsprozesse des MEDION-Konzerns in regelmäßigen Abständen durch die Lenovo-Konzernrevision einer Prüfung unterzogen.

4.4.2.3 Absatzbezogene Risikoposition

Das MEDION-Geschäftsmodell ist auf den Absatz von Consumer-Electronics-Produkten und komplementären Dienstleistungen mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis in großen Stückzahlen für den Konsumentenmarkt ausgerichtet. Der größte Umsatzanteil wird mit Kunden aus dem Discount-Retailer-Segment abgewickelt, ein weiterer Schwerpunkt mit deutlich geringerem Umsatzanteil liegt im Vertrieb über Consumer-Electronics-Fachmärkte. Daneben wird über die Website des MEDIONshops der Direktverkauf von Produkten angeboten. Branchentypisch für den Bereich Consumer Electronics sind in der unterjährigen Verteilung das erste und insbesondere das vierte Kalenderquartal umsatzstark, wohingegen das zweite und dritte Kalenderquartal geringere Umsatzvolumina zeigen.

MEDION ist wie jedes Unternehmen, das im Konsumgüterbereich tätig ist, stark von der Kaufkraft und Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Während die Kaufkraft von gesamtwirtschaftlichen Parametern wie Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsen und Arbeitslosigkeit beeinflusst wird, hängt die Kaufneigung stark von weichen Faktoren wie etwa der wirtschaftlichen Grundstimmung und dem Verbrauchervertrauen ab. Aufgrund des Absatzschwerpunktes über große Handelsketten ist MEDION wesentlich von der Kaufneigung der Verbraucher und den darauf gerichteten Absatzerwartungen seiner großen Kunden in diesem Marktsegment abhängig.

Sofern jedoch rezessive Tendenzen auf die Wirtschaft mit sinkenden Aufträgen durchschlagen, kann sich auch die Konsumneigung der Verbraucher verschlechtern und im Extremfall zu kurzfristigen Veränderungen im Bestellverhalten der Kunden führen mit durchaus deutlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MEDION.

Die MEDION-Kunden gehören zu den namhaften Adressen des internationalen Retail-Marktes. Durch den Projektcharakter des Geschäftes werden mit einzelnen Kunden in kurzen Zeiträumen hohe Umsatzvolumina realisiert. Im Rahmen dieses seit langen Jahren erfolgreichen Geschäftsmodells ist die Vertriebstätigkeit auf die wenigen sehr leistungsfähigen Partner im Retail-Markt ausgerichtet. MEDION unterhält daher Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Andererseits können sich durch den Hinzugewinn einzelner Kunden oder Projekte auch große Umsatzveränderungen zum Positiven ergeben. Dabei ist MEDION aufgrund seiner führenden Wettbewerbsposition und des guten Verhältnisses von Qualität, Design und Preis der Produkte national wie international ein attraktiver Partner für seine Kunden und verfügt über stabile Kundenbeziehungen. Es ist derzeit nicht ersichtlich, dass wesentliche Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.

Den im Bereich hochwertiger Produkte der Consumer Electronics aufgrund der dynamischen technologischen Entwicklung typischerweise innewohnenden Bestandsrisiken der technologischen Veralterung und den damit verbundenen Abwertungsrisiken begegnet MEDION bei seinen Produkten durch eine strikte Anwendung des Build-to-Order-Prinzips. Bei den Vorratsbeständen handelt es sich daher im Wesentlichen um bereits fest disponierte Ware im Projektgeschäft beziehungsweise um Serviceware für Reparatur und Austausch im After-Sales-Service-Prozess. Die für den Direktverkauf bereitgestellte Ware beruht auf einer rollierenden, den täglich ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung mit kurzen Produktzyklen. Damit werden eine kurze Zeitspanne zwischen Beschaffung und Absatz und eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte große Flexibilität im Produktmix erreicht und damit die Bestandsrisiken auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Bestandsdisposition und -bewertung wird durch ein prozessunabhängiges Bestandscontrolling überwacht und gesteuert.

Bei den MEDION-Handelskunden besteht ein allgemeines Abverkaufsrisiko für die georderten Waren. Durch gezielte Marktforschung, Testaktionen bei Produktneueinführungen und dosierte Mengenplanungen wird dieses Risiko der MEDION-Handelspartner in engen Grenzen gehalten. Aufgrund der in weiten Teilen des Handels in einem zeitlich begrenzten Zeitraum üblichen Geld-zurück-Garantie haben die Konsumenten das Recht, auch funktionell einwandfreie Ware als Retourenware an den Handel zurückzugeben. Diese Retourenwaren werden zumeist an den Hersteller weitergeleitet und von diesem einer alternativen Vermarktung zugeführt. Solche Bestände unterliegen einem besonderen Abverkaufsrisiko. MEDION hat in Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit den Handelskunden Verfahren entwickelt und vereinbart, um Missbräuche im Retourenprozess zu verhindern und die Risiken aus der Rückgabe einwandfreier Waren zu begrenzen. Im Hinblick auf die Zweitvermarktung von Retourenwaren hat MEDION durch ein gezieltes Retourenmanagement die Prozesssteuerung und die Abverkaufskanäle über Dritte optimiert und ergänzend dazu durch den MEDION-Outlet-Store und den Abverkauf über den MEDIONshop im Internet eigene Vertriebswege für eine Folgevermarktung geschaffen. Durch dieses Bündel von Maßnahmen konnte die Risikoposition verbessert werden.

Die zukünftige Zusammenarbeit mit Lenovo wird keine negativen Auswirkungen auf das Risikoprofil von MEDION haben, weil die Steuerungsgrundsätze im klassischen projektbezogenen MEDION-Geschäft unverändert bleiben und die Vereinbarungen über den Vertrieb von Lenovo-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen für Lenovo durch MEDION nach allgemein üblichen Grundsätzen für Fremdvergleiche getroffen werden.

Forderungen gegen Kunden

MEDION reduziert das Bonitätsrisiko dadurch, dass sich die Vertriebsaktivitäten im Wesentlichen auf international tätige Handelskonzerne mit A-Bonitäten konzentrieren. Kunden, die nicht in diese Kategorie fallen, haben für MEDION im Projektgeschäft nur untergeordnete Bedeutung und werden größtenteils rückversichert beziehungsweise nur gegen Garantien oder auf Vorkasse beliefert.

An dieser Vorgehensweise wird auch zukünftig in der Zusammenarbeit mit Lenovo festgehalten. Darüber hinaus wird durch punktuelle Nutzung externer Vertriebspartner ein potentielles Risiko vermieden.

4.4.2.4 Betrieb

Produktidee

Kern des MEDION-Geschäftsmodells ist die Vermarktung von attraktiven und zunehmend designorientierten Trendprodukten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an breite Käuferschichten. Neue Produkte schaffen neue Absatzchancen, sind jedoch erst nach einer gewissen Zeit in Abhängigkeit vom individuellen Produktlebenszyklus ausgereift und preislich für den Massenmarkt tauglich. Ältere Produkte unterliegen bei dem schnellen technologischen Wandel dem Risiko der technischen Veralterung, verlieren damit schnell an Attraktivität und sind einem hohen Preisverfall ausgesetzt. Die Herausforderung liegt darin, die richtige Produktidee zum richtigen Zeitpunkt zu platzieren.

Über das seit vielen Jahren gewachsene MEDION-Einkaufsnetzwerk wird eine Vielzahl von Ideen generiert und an die Kunden herangetragen. Daneben werden ständig die neuesten Erkenntnisse der Marktforschung ausgewertet und durch eigene Präsenz auf wichtigen Messen und im unmittelbaren Kontakt mit innovativen und sehr leistungsfähigen Herstellern aktiv neue attraktive Produktideen gesucht. Im MEDION-Produktmanagement arbeiten durchweg erfahrene Mitarbeiter, die über langjährige Markt- und Branchenkenntnisse verfügen. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu den im Markt generierten Neuheiten und Trends und beurteilen diese Entwicklungen in Kreativteams systematisch auf ihre Tauglichkeit für die Vermarktung im Massenmarkt.

Aus diesem systematischen Ansatz heraus hat sich MEDION im Markt sowohl bei den Kunden als auch bei den Lieferanten einen guten Namen als schneller und leistungsfähiger Technologieintegrator für den Massenmarkt gemacht. Nicht zuletzt wurden darüber auch die Ideen zu den erfolgreich eingeführten Dienstleistungen generiert und umgesetzt.

Durch den neuen Zugriff auf Produktideen und Technologien von Lenovo wird hier von weiteren Vorteilen für das MEDION-Geschäftsmodell ausgegangen.

Beschaffung

MEDION greift bei wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette auf externe Partner zurück. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Produkten und Komponenten, für die Abwicklung logistischer Prozesse und zunehmend auch für Prozesse im After-Sales-Service. Insofern ist MEDION sowohl qualitativ als auch preislich auf eine Vielzahl von Partnern angewiesen. Insbesondere die Beschaffungsmärkte für PC-Komponenten und Logistikdienstleistungen sind hinsichtlich Verfügbarkeiten und Preisen teilweise volatil. Strukturell ist der Markt dabei von einer hohen Preisvolatilität bei wichtigen Bauteilen und Komponenten (zum Beispiel Speicherkomponenten und CPUs) geprägt, der teilweise durch die Entwicklung der Fremdwährungsparitäten gegenüber dem Dollar und dem Britischen Pfund noch verstärkt wird. Da die Preisentwicklungen auf dem Beschaffungsmarkt unmittelbar auch auf die Absatzpreise durchschlagen, führt diese Entwicklung zu tendenziell sinkenden Stückpreisen in vielen wesentlichen MEDION-Produktbereichen und zu einem entsprechenden preisbedingten Druck auf die Umsatzentwicklung.

Potentielle Risiken für MEDION bestehen im Falle des Konkurses von Lieferanten, was die Nichtrealisierung des Kundenprojektes zur Folge hätte beziehungsweise bei einem nachgelagerten Konkurs den Ausfall des After-Sales-Service. MEDION begegnet diesem Risiko durch Konzentration auf große, international bekannte Hersteller.

Potentielle Risiken könnten sich durch Lieferengpässe bei Hauptlieferanten ergeben und zu Preisrisiken und gegebenenfalls Umsatzeinbußen führen. MEDION verfügt jedoch aufgrund des großen, über viele Jahre hinweg gewachsenen Einkaufsnetzwerkes über sehr stabile Lieferantenbeziehungen und wird bedingt durch die hohen Beschaffungsvolumina in der Regel als A-Kunde eingestuft und bei Kapazitätsengpässen bevorzugt beliefert.

Weitere potentielle Risiken können durch Qualitätsmängel bei den Produkten erwachsen und insbesondere im Bereich der Service- und After-Sales-Kosten zu höherem Aufwand führen und eine Imageschädigung nach sich ziehen. MEDION bezieht seine Waren von international führenden Herstellern mit hohen Qualitätsstandards, die grundsätzlich das Qualitätsrisiko tragen. Um eine größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der Produktqualität zu gewährleisten und Probleme möglichst in einem frühen Stadium des Projektes zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können, führt MEDION vor, während und nach der Produktion eigene Qualitätskontrollen zumeist vor Ort beim Lieferanten durch.

Neben der professionellen Projektabwicklung im Verkaufs- und Beschaffungsprozess ist ein hocheffizienter und verlässlicher After-Sales-Prozess der wesentliche Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Markterfolg. Bei Beeinträchtigung der Servicequalität kann es zu Imageschädigungen und negativen Folgen für die Kundenbeziehungen, das Ansehen und die Akzeptanz der Marke MEDION kommen. Um im Bereich der After-Sales-Prozesse ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, werden nur erfahrene Dienstleister eingesetzt. Die Auftragsabwicklung wird laufend dokumentiert und die Arbeitsergebnisse und die Effektivität über ein parallel laufendes Qualitätsmanagementsystem überwacht und optimiert. Dadurch ist es über lange Jahre hinweg gelungen, bei den Partnern im Handel und bei den Endkunden ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von MEDION-Produkten und in den MEDION-Service aufzubauen.

Durch die Zusammenarbeit mit Lenovo werden die Einkaufsmöglichkeiten weiter optimiert und durch den Zugriff auf ein großes Beschaffungsnetzwerk weiter flexibilisiert.

Datenverarbeitung

Für das Funktionieren des Projekt- und Direktgeschäftes und des After-Sales-Service sind effiziente und sichere EDV-Lösungen unerlässlich. Im Falle nicht funktionierender EDV-Prozesse könnte die zeitgerechte Projektabwicklung gefährdet werden und es könnten gegebenenfalls weitere wesentliche Beeinträchtigungen des Geschäftsablaufes eintreten. Im Zuge der zunehmenden EDV-Prozessintegration kommt dabei auch der Einbeziehung der Systeme und Schnittstellen zu Lieferanten, Service-Providern und Kunden besondere Bedeutung zu. Die bei MEDION und den in die Wertschöpfungskette einbezogenen Partnern eingesetzten Informationstechnologien werden von eigenen und externen EDV-Fachleuten ständig überprüft und aktualisiert. Die Systeme zur Informationssicherheit werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Reviews für die EDV-Prozessqualität und -Sicherheit von externen Prüforganisationen durchgeführt. Dadurch wird ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleistet.

Logistik

Da sich MEDION in wesentlichen Umsatzbereichen auf das Projektgeschäft konzentriert, kommt der Fähigkeit, die Produkte innerhalb eines vertraglich vereinbarten Zeitfensters an die Kunden auszuliefern, besondere Bedeutung zu. Verzögerungen können zu Konventionalstrafen oder infolge der Notwendigkeit von Änderungen des Transportmittels zu erhöhten Kosten führen. MEDION arbeitet mit einer begrenzten Anzahl international tätiger Speditionen zusammen, die für hohe Qualitätsstandards und Liefertreue stehen. Die Logistikprozesse bei diesen Spediteuren sind in die eigene IT-Prozesssteuerung von MEDION integriert. Dadurch wird ein hohes Maß an Prozesssicherheit im Bereich Logistik erreicht.

Außerhalb des Projektgeschäftes erfolgt die Distribution von Waren mit national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern bestehen individuelle Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die Standards für die Servicequalität und Sicherheit festgelegt sind.

Die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und die Einhaltung der vertraglich festgelegten Standards werden über das Risikomanagementsystem laufend überwacht.

Direktgeschäft

Abweichend vom Projektgeschäft unterliegt das Direktgeschäft bei der direkten Geschäftsbeziehung zum Endkunden naturgemäß einem größeren finanziellen Risiko. Insbesondere im Online-Handel kommen dem Verbraucher die hier anzuwendenden gesetzlichen Regelungen zugute. MEDION hat daher in seine Geschäftsprozesse mit externen Dienstleistern umfangreiche Kontrollregelungen eingebunden, um sowohl in der Logistik als auch im Zahlungsprozess Risiken zu vermeiden. Darüber hinaus erfolgt der Aufbau von für das Direktgeschäft verfügbaren Warenbeständen streng den Verläufen des Projektgeschäftes, um ein gemäß den Markttrends inhärentes Bestandsrisiko zu minimieren. Im Bereich der Vermarktung digitaler Dienstleistungen bestanden diese Risiken aufgrund der Vertriebsstruktur jedoch nicht.

4.4.2.5 Recht

Die Urheberrechtsreform zum 1. Januar 2008 hat dazu geführt, dass Einigungen zwischen der Industrie und den Verwertungsgesellschaften über die Geräteabgabe (Urheberrechtsabgabe) dem Grunde als auch der Höhe nach schwieriger möglich sind. Kommt eine Einigung nicht zustande, so wird in der Regel das Schiedsstellenverfahren betrieben und nachfolgend die ordentlichen Gerichte bemüht. In der Regel enden diese Verfahren vor dem Bundesgerichtshof und werden oftmals im Instanzenzug noch zur Vorlage an den EuGH abgegeben, so dass von dem Zeitpunkt der Geltendmachung der Urheberrechtsabgabe für ein bestimmtes Gerät bis zur Feststellung, ob diese Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, Jahre vergehen können.

Dies führt dazu, dass für möglicherweise urheberrechtsabgabepflichtige Geräte Rückstellungen zu bilden sind, deren Höhe nicht konkret beziffert werden kann. Für diese Risiken werden dann im Abschluss angemessene Rückstellungen passiviert, soweit entsprechende höchstrichterliche rechtskräftige Entscheidungen dem Grunde und der Höhe nach ergangen sind oder in naher Zukunft diese zu erwarten sind.

Es bleibt weiterhin festzustellen, dass von verschiedenen Seiten verstärkt Ansprüche wegen angeblicher Verletzung von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere von Patenten, geltend gemacht werden. Dies erfolgt teilweise durch die Schutzrechtsinhaber selbst, teilweise werden die Ansprüche auch kommerziell über Dritte, insbesondere so genannte Patentverwertungsgesellschaften, zunächst außergerichtlich geltend gemacht. Dabei werden verstärkt die Verletzungsansprüche gegen den Inhaber der jeweiligen Marke, die auf den Geräten abgebildet ist, geltend gemacht und konsequenterweise auch nur eine Lizenzierung durch den Markeninhaber akzeptiert.

Generell gilt, dass behauptete Schutzrechtsverletzungen und Ansprüche oftmals als nicht gerechtfertigt beurteilt werden können.

Für bestehende Risiken wurden im Abschluss, soweit kalkulierbar, angemessene Rückstellungen, auch für Schutzrechtsverletzungen, passiviert.

Um die Risiken für MEDION daraus weitestmöglich zu begrenzen, vereinbart MEDION im Einkaufsbereich, wenn möglich, mit den Lieferanten, dass diese für eine mögliche Verletzung von Schutzrechten Dritter für die gelieferte beziehungsweise hergestellte Ware allein verantwortlich sind und MEDION von allen diesbezüglichen Ansprüchen freigestellt wird.

Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachträglich zu zahlenden Urheberrechtsabgaben und Lizenzgebühren von den zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis ergeben. Auf die betragsmäßige Quantifizierung des Risikos wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92 verzichtet.

4.4.2.6 Finanzen und Finanzinstrumente

Die MEDION-typische Ausrichtung auf das Projektgeschäft erfordert für kurze Zeiträume die Verfügbarkeit von erheblichen Finanzmitteln zur Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten könnten ansonsten die Unternehmensentwicklung bremsen.

Im Rahmen des MEDION-Geschäftsmodells werden viele kapitalintensive Teile des Wertschöpfungsprozesses wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik oder Verkauf am Point of Sale von Partnerunternehmen wahrgenommen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen und vor dem Hintergrund der soliden Kapital- und Finanzstruktur stehen MEDION in erheblichem Maße Lieferantenlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung beschränkt sich der mögliche Finanzkreditbedarf von MEDION ausschließlich auf die kurzfristige Abdeckung von Finanzierungsspitzen bei großvolumigen Projekten im klassischen Saisongeschäft.

Als international agierendes Unternehmen ist MEDION Risiken durch Wechselkurseinflüsse ausgesetzt. Insbesondere auf der Beschaffungsseite fallen Zahlungsströme in ausländischer Währung an, da die überwiegende Zahl der Lieferanten in Asien beheimatet ist und die Transaktionen daher in US-Dollar und teilweise in Britischen Pfund abgewickelt werden. MEDION sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von marktüblichen Devisentermingeschäften und teilweise ergänzenden Swap-Geschäften ab. Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Der Einsatz von Währungssicherungsinstrumenten ist im Wesentlichen gekoppelt an die Auftragsstruktur des Projektgeschäftes.

4.4.2.7 Personal

Der Wettbewerb um hochqualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in der Consumer-Electronics-Branche nach wie vor sehr groß. Gerade im Projektgeschäft stellen erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter die wichtigste Ressource dar. Daher muss auf die Bindung von Know-how-Trägern an das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen besonderes Gewicht gelegt werden.

Nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter können Risiken beherrschen und vermeiden. Daher fördert MEDION gezielt die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter.

Um bei einem Personalwechsel die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu erleichtern und Probleme durch Know-how-Verluste möglichst zu vermeiden, sind im Rahmen des Workflow-Managements alle unternehmensinternen Prozesse so dokumentiert, dass sie personenunabhängig ausgeführt werden können.

Insgesamt arbeitet bei MEDION ein motiviertes und hochprofessionelles Team - eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern, die das Unternehmen schon lange begleiten, jungen Kolleginnen und Kollegen, die ihre berufliche Karriere bei MEDION beginnen und Kollegen, die aus anderen Unternehmen zu MEDION gekommen sind und mit ihren Erfahrungen zum Unternehmenserfolg beitragen.

4.4.2.8 Risikoszenarien

Insgesamt sieht sich MEDION, trotz der zunehmenden Sättigung im Verbraucherumfeld und dadurch begründeten stärkeren Wettbewerb, sicher aufgestellt, weil durch die langjährige Nähe zu Geschäftspartnern und neuen Möglichkeiten durch Lenovo kritische Tendenzen rechtzeitig erkannt und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen Risiken vermindert werden können.

Die geringen Planabweichungen deuten bereits auf ein gut funktionierendes Risikomanagement einschließlich eines hohen Maßes an Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Entwicklungen hin. Aufgrund guter Kundenbeziehungen und Marktkenntnisse sowie flexibler Produktmanagement-Prozesse können Risiken bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt werden. Für die zuvor beschriebenen Risikofelder werden dabei insbesondere die nachfolgend aufgeführten Risiken mit individuellen Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen finanziellen Auswirkungen berücksichtigt.

RISIKOSZENARIEN

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Risiko Eintrittswahrscheinlichkeit Risiko und Auswirkung Beurteilung
Absatzbezogene Risikopositionen
Mobilfunkregulierung Hoch Mittel Änderungen im rechtlichen Umfeld betreffen grundsätzlich den gesamten Markt. MEDION ist hiervon nicht stärker betroffen als andere Wettbewerber.
Veränderungen in den Einzelhandels-Strukturen Gering Hoch MEDION fokussiert auf großvolumige Handelsaktionen und profitiert von überregionalen Flächenkonzepten seiner Kunden. Veränderungen hierin können auch Veränderungen auf die Absatzvolumina haben. Die Hauptkunden sind jedoch international sehr starke Handelspartner, die ihre Flächen eher erweitern als reduzieren.
Betriebliche Risiken - Produktidee
Trend vom klassischen PC zu mobilen Geräten mit Internetzugang Hoch Hoch MEDION hat auf diese Entwicklung bereits seit Jahren reagiert und erfolgreich digitale Dienstleistungen sowie attraktive Tablet-PCs entwickelt. Hier wird MEDION seine Aktivitäten marktentsprechend verstärken.
Betriebliche Risiken - Beschaffung
Lieferanten-Konsolidierung Gering Mittel Im Bereich der Consumer Electronics ist seit Jahren eine Konsolidierung im Gange. Aufgrund der guten Planbarkeit des Geschäftes kann MEDION rechtzeitig auf Änderungen reagieren.
Verteuerung des US-Dollars Hoch Gering Eine Verteuerung des US-Dollars führt zwar zu steigenden Einkaufspreisen, jedoch ist auch hiervon eine gesamte Industrie betroffen. MEDION hat dabei den Vorteil, nicht vorproduzieren zu müssen, sondern sämtliche Projektgeschäfte individuell zu verhandeln.
Betriebliche Risiken - Logistik
Globalisierung von Logistik-Unternehmen Mittel Mittel Die Logistikbranche ist bereits sehr stark konsolidiert und Frachtraten unterliegen sehr starken Schwankungen. Aufgrund der guten Planbarkeit des Geschäftes kann MEDION rechtzeitig auf Änderungen reagieren.
Betriebliche Risiken - Direktgeschäft
Veränderungen im Verbraucherschutz Mittel Gering Im Rahmen der EU-Regulierungen gibt es immer wieder Diskussionen um einen erweiterten Verbraucherschutz, insbesondere im Rahmen des Fernabsatzgesetzes. Weitere Regelungen zugunsten der Verbraucher betreffen jedoch nicht nur MEDION, sondern den gesamten Wettbewerb. MEDION hat bisher bewiesen, dass jederzeit eine kurzfristige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen, auch im Ausland, möglich ist.

4.4.3 Chancenbericht

Neben den allgemeinen Entwicklungen beobachtet MEDION auch spezifische Markttendenzen, die dem Geschäftsmodell entgegen kommen und Chancen nicht nur zum Wachstum, sondern insbesondere auch zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb und somit zur Ertragsstabilisierung bieten. Diese Entwicklungen zeigen zu den Möglichkeiten, die bereits in der Prognose berücksichtigt sind, weitere operative, aber nicht mit ausreichender Sicherheit quantifizierbare Chancen.

White Label

Produkte aus dem Consumer Electronics-Umfeld vereinen immer mehr verschiedene Funktionen in einem Gerät. Der Wettbewerb um Marktanteile wird somit immer intensiver und die Produktlebenszyklen immer kürzer. Aus diesem Grund werden neue Produktideen wiederum immer schneller zu Commodities. Die mit dieser Entwicklung verbundene immer bessere Leistungsfähigkeit von Consumer-Electronics-Produkten bietet zwischen den Produkten selbst jedoch auch immer weniger Differenzierungsmerkmale, die zur Kundengewinnung entscheidend sein können. Neben den meistgenannten Differenzierungsmerkmalen Preis und Design wird für den Verbraucher auch immer mehr das Vertrauen in den Anbieter entscheidend. Das Vertrauen in den Produzenten ist dabei nicht ganz genau abzugrenzen gegen das Vertrauen in den Händler. Hier bieten sich im Bereich von White Label Produktserien, wie sie im Lebensmittelbereich bereits alltäglich sind, neue Potentiale. MEDION hat seit vielen Jahren neben dem Vertrieb von Produkten unter dem eigenen Markennamen auch Erfahrungen als Lieferant von White Label Elektronik und ist für diesen Markttrend entsprechend aufgestellt.

Hochauflösendes Ultra HDTV

Die bereits erhältliche Technologie für das hochauflösende Ultra-HD oder 4k-Fernsehen ist noch nicht im Massenmarkt angekommen, da es weiterhin an entsprechenden Inhalten fehlt. Ein größeres Film- und Fernseh-Angebot mit dieser Technologie ist jedoch absehbar. Aufgrund der Flexibilität und der Fähigkeit von MEDION, in kurzer Zeit Produktideen zu großvolumigen Aktionsgeschäften zu entwickeln, ist MEDION auch für die Herstellung und den Vertrieb von preislich attraktiven Ultra-HD-Geräten vorbereitet.

Digitale Dienstleistungen

Nicht zuletzt wegen des Erfolges von Smartphones und Tablet-PCs wird das Geschäft mit digitalen Medien und Inhalten bedeutender für den Consumer-Electronics-Markt. MEDION betreibt seit mehreren Jahren erfolgreich das Telekommunikationsgeschäft sowie einen Online-Fotoservice und hat daher mit den gegenwärtigen Vertriebserfolgen von attraktiven Tablet-PCs und Smartphones eine gute Ausgangssituation für den Ausbau digitaler Dienstleistungen. Darüber hinaus entwickelt sich MEDION erfolgreich im klassischen Onlinehandel und plant hier zusätzliche nationale und internationale Erweiterungen.

Internationaler Kundenservice

Der im Rahmen der zuvor beschriebenen Produkt- und Marktentwicklungen begründete Preisdruck wirkt sich auch auf die Erbringung von Kundendienstleistungen im Rahmen gesetzlicher Gewährleistungen oder auch Zusatzdiensten aus. MEDION hat schon vor langem diesen Trend erkannt und seine Servicestrukturen angepasst. Die seit 2012 geleistete Erbringung von Kundendienstleistungen für Lenovo zeigt, dass MEDION ideale Voraussetzungen für einen internationalen kosteneffizienten Kundendienst hat.

4.5 Ergänzende Berichterstattungselemente und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

4.5.1 Personal

4.5.1.1 Entwicklung

Die Anzahl der im MEDION-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 31. März 2014 beschäftigten Mitarbeiter hat sich umgerechnet auf Vollzeitäquivalente von 1.000 im Vorjahr um 0,7 % auf 993 vermindert. Davon entfielen auf die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften 857 (Vorjahr: 894) und auf die ausländischen Gesellschaften 136 (Vorjahr: 106).

Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr mit € 49,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. April 2012 - 31. März 2013) von € 52,0 Mio. um € 2,1 Mio. (-4,0 %) verringert. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen mit dem Transfer von Teilen der Vertriebsorganisation zu Lenovo einher.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung der Mitarbeiterzahlen zum 31. März 2014 gegenüber dem Vorjahresstichtag.

VERÄNDERUNG MITARBEITERZAHLEN (VOLLZEITÄQUIVALENTE)

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Inland Anzahl 31.03.2014 Anzahl 31.03.2013 +/- Anzahl +/-

%
Vertrieb 307 313 -6 -1,92
Service 423 454 -31 -6,83
Verwaltung 127 127 0 0,00
857 894 -37 -4,14
Ausland
Vertrieb 24 22 2 9,09
Service 98 71 27 38,03
Verwaltung 14 13 1 7,69
136 106 30 28,30
Gesamt
Vertrieb 331 335 -4 -1,19
Service 521 525 -4 -0,76
Verwaltung 141 140 1 0,71
993 1.000 -7 -0,70

4.5.1.2 Struktur

Aufgrund des rasanten Unternehmenswachstums in den Jahren bis 2004 und des damit verbundenen schnellen Personalaufbaus weisen die bei MEDION beschäftigten Mitarbeiter ein relativ junges Durchschnittsalter und eine relativ kurze Beschäftigungsdauer auf. Im Berichtsjahr waren bei der MEDION AG und deren Tochtergesellschaften 38,0 % Frauen (Vorjahr: 38,2 %) und 62,0 % Männer (Vorjahr: 61,8 %) beschäftigt.

Das Durchschnittsalter hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert und lag in 2014 bei 38,7 Jahren (Vorjahr: 37,9). Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Altersstruktur der Mitarbeiter, getrennt nach Frauen und Männern.

ALTERSSTRUKTUR

Die Durchschnittsdauer der Beschäftigung bei der MEDION AG und deren inländischen Tochtergesellschaften lag im Geschäftsjahr 2013/2014 bei circa 7,9 Jahren (Vorjahr: 7,5 Jahre).

BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT

Die Krankenstatistik im Bereich der MEDION AG lag im Berichtsjahr bei 2,8 % (Vorjahr: 3,1 %) und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 4,5 % im Vorjahr.

4.5.1.3 Motivation

Die hohe Motivation und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Aufgrund einer schlanken Organisationsform und schneller Entscheidungswege werden unsere Mitarbeiter in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen. Die Nähe zu unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig, um die immer komplexer werdenden Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Bereichen an die veränderten Marktbedingungen und damit verbundenen steigenden Anforderungen anzupassen.

Bei der Besetzung von vakanten Positionen legen wir großen Wert darauf, einerseits die Fähigkeiten und Potentiale von Mitarbeitern, andererseits aber auch deren persönliche Karriereziele zu berücksichtigen. Dies beinhaltet, dass Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg persönlich begleitet und zielgerichtet für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden. Damit werden eine den Anforderungen entsprechende interne Stellenbesetzung gefördert, Einarbeitungszeiten reduziert und den Mitarbeitern somit interessante Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.

MEDION investiert in ein positives Arbeitsumfeld. Modern ausgestattete Arbeitsplätze, interessante Jobinhalte sowie das umfangreiche Sportangebot auf der eigenen Sportanlage auf unserem Firmengelände, der ehemaligen Gustav-Heinemann-Kaserne, tragen zu einem produktiven Arbeitsklima bei.

Mitarbeiter haben im Rahmen von Einarbeitungsplänen die Möglichkeit, sich schnell in die Unternehmensstrukturen und -prozesse einzufinden. Praktikanten können "on the Job" Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der gesamten Supply Chain gewinnen.

Bei der Zusammenstellung unserer Belegschaft legen wir Wert auf Vielfalt - ungeachtet von Nationalität, Religion, Rasse, Geschlecht oder ethnischer Herkunft.

4.5.1.4 Wesentliche Vereinbarungen

MEDION legt großen Wert auf eine offene und freundliche Unternehmenskultur und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung und den einzelnen Mitarbeitern.

Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem konstruktiven Miteinander geprägt.

Vorstand und Mitarbeitervertretung sind gemeinsam davon überzeugt, dass sozialkompetente Verhaltensweisen das Betriebsklima nachhaltig positiv beeinflussen, die Arbeitsprozesse verbessern, damit die Produktivität und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und somit vielfältige positive Auswirkungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter bringen. Aus diesem Grunde gibt es im MEDION-Konzern eine Reihe von wichtigen Betriebsvereinbarungen, die zum einen der langfristigen Mitarbeiterbindung und zum anderen einer den Markterfordernissen angepassten höheren Flexibilisierung innerhalb des Unternehmens dienen.

Im Berichtsjahr wurden vier neue Betriebsvereinbarungen geschlossen. Die erste Betriebsvereinbarung widmet sich der Einführung und Nutzung einer neuen Software im MEDION-Call-Center zur Realisierung eines Workforcemanagement-Systems. Ziel des Einsatzes ist die Vereinfachung und Verbesserung der Personaleinsatzplanung einschließlich Zeitwirtschaft zur Erhöhung der Planbarkeit für das MEDION-Call-Center. Zugleich sollen die Eigenbestimmung und Gestaltungsmöglichkeiten der Mitarbeiter im Rahmen der Personaleinsatzplanung verstärkt werden. Die anderen drei Betriebsvereinbarungen beziehen sich auf Abläufe und Systeme der MEDION-EDV.

Darüber hinaus existieren eine Reihe von weiteren Betriebsvereinbarungen im Unternehmen. Im Rahmen der Vereinbarung über das Betriebliche Eingliederungsmanagement verfolgen Vorstand und Mitarbeitervertretung gemeinsam das Ziel, arbeitsunfähige Mitarbeiter möglichst bald wieder in die Arbeitsorganisation zu integrieren. Darüber hinaus wollen sie klären, mit welchen Maßnahmen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann. Der Arbeitsplatz von Arbeitnehmern, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind, soll möglichst erhalten bleiben. Vor diesem Hintergrund werden betriebliche Organisationsstrukturen, Verfahrensabläufe und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit einem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vereinbart.

Neben einer Vereinbarung über Jubiläumszuwendungen in Form von Sonderurlaub bieten die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften allen Beschäftigten die Inanspruchnahme einer betrieblichen Altersversorgung über das Versorgungswerk "Metallrente" in Form von Direktversicherung und Pensionskasse an.

Bei den Führungskräften sind flächendeckend Vergütungssysteme eingeführt, die sich aus einem Fixum und einem variablen Anteil auf der Basis von individuellen Zielvereinbarungen zusammensetzen. Die individuellen Zielvereinbarungen werden dabei anhand von unternehmensbezogenen und persönlichen Zielen festgelegt.

Darüber hinaus wurden den Mitarbeitern externe Weiterbildungsmaßnahmen und IT-bezogene Schulungen angeboten, die im Bereich SAP R/3 durch ein SAP-Inhouse-Competence-Center und im Bereich von Microsoft Office durch die MEDION Trainings Akademie intern durchgeführt wurden. Zusätzlich fanden im Berichtsjahr umfangreiche Englischtrainings statt, um die Kommunikation zum Mutterkonzern zu fördern.

MEDION beteiligt sich aktiv an der betrieblichen Ausbildung junger Menschen. Im März 2014 sind insgesamt 51 Auszubildende (Vorjahr: 58) im MEDION-Konzern beschäftigt.

Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 5,7 % (Vorjahr: 6,1 %). Die Auszubildenden teilen sich auf folgende Ausbildungsgänge auf: 20 kaufmännische, 4 technische, 18 im Dialogmarketing sowie 2 Mediengestalter. Zusätzlich hat die MEDION AG 7 jungen Menschen einen dualen Studiengang im Fachbereich Wirtschaft/Wirtschaftsinformatik angeboten. Da MEDION ausschließlich für den eigenen Bedarf ausbildet, können wir in der Regel allen Ausgebildeten ein Arbeitsplatzangebot unterbreiten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MEDION mit der Joblinge gemeinnützige AG Ruhr eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Initiative JOBLINGE geschlossen. JOBLINGE ist als gemeinnütziges Angebot der Wirtschaft gegen Jugendarbeitslosigkeit und Nachwuchskräftemangel konzipiert. Das Ziel ist, Jugendlichen ohne Abschluss ("Joblinge") durch individuelle Betreuung, Weiterbildung und Qualifizierung die Chance zu geben, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu positionieren. MEDION beteiligt sich mit einer jährlichen Spende sowie durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen in Form von Qualifizierungs- und Bewerbungspraktika und hat derzeit 2 jungen Menschen aus dieser Initiative die Möglichkeit gegeben, eine Ausbildung bei MEDION zu absolvieren.

4.5.2 Nachhaltigkeit

Bei MEDION ist man immer auf der Suche nach neuen Ideen. Und dies nicht nur bei der Positionierung der Marke MEDION als Technologieführer und Innovator, sondern auch wenn es darum geht, wie wir mit den uns anvertrauten Ressourcen umgehen.

Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit nehmen weiterhin eine zentrale Rolle bei MEDION ein. Diese Aktivitäten werden im Bereich "Corporate Responsibility" zentral gebündelt.

Als Mitglied in der Business Social Compliance Initiative (BSCI) sind wir bestrebt, unsere Produkte auch nach sozialen Gesichtspunkten fertigen zu lassen. Innerhalb unseres Einflussbereichs erfolgten auch im Geschäftsjahr 2013/2014 bei unseren Lieferanten Kontrollen nach festgelegten Sozial- und Umweltstandards. Im Rahmen unserer BSCI Mitgliedschaft verpflichten wir uns zu unabhängigen Lieferantenüberprüfungen, die von akkreditierten Prüfunternehmen durchgeführt werden. Die Basis für diese Audits vor Ort stellen die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Menschenrechtserklärung der UNO, die Konventionen der UNO über die Rechte von Kindern, der UN Global Compact und die OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen dar. MEDION legt bei diesen Überprüfungen großen Wert auf den entwicklungsorientierten Ansatz. Das bedeutet, unsere Lieferanten werden im BSCI Auditierungsprozess begleitet und unterstützt. Ziel ist eine stufenweise Implementierung des Prozesses bei unseren direkten Lieferanten.

Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 besteht die Zusammenarbeit mit der internationalen, gemeinnützigen Organisation Forest Stewardship Council® (FSC). FSC® hat es sich als Ziel gesetzt mithilfe eines Siegels, ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf Produkten sichtbar zu machen. Als MEDION-Markenlizenzhalter gehen wir unserer Verpflichtung mit unserem zertifizierten Zulieferer nach, den illegalen Raubbau zu verhindern, verbieten gentechnisch veränderte Pflanzen, schützen seltene Arten, setzen ökologische und soziale Mindeststandards durch und beugen Menschenrechtsverletzungen vor. Dazu werden jährliche Kontrollen durch unabhängige Dritte, sowohl im Wald als auch in den nachgelagerten Industrien, durchgeführt. Wir stehen gemeinsam für das Versprechen einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft vom Wald über den Handel bis zum Verbraucher.

Als Teil des weltweiten Lenovo-Nachhaltigkeitsprogramms hat sich MEDION in Bezug auf all seine Geschäftsbereiche - von den Betriebsabläufen und Produktdesign bis hin zum Recycling - dem Umweltschutz verschrieben. Die Unternehmensrichtlinie zum Umweltschutz wird vom globalen Umweltmanagementsystem des Unternehmens unterstützt. Das System spielt eine wichtige Rolle wenn es darum geht, Ergebnisse zu erzielen, die mit unserer Führungsrolle im Umweltschutz übereinstimmen und um sicherzustellen, dass der Umweltschutz bei Lenovo und MEDION großgeschrieben wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr implementierte MEDION am Hauptsitz in Essen ein Umweltmanagementsystem, um seiner ökologischen Verantwortung nachzukommen. Das integrierte System ermöglicht uns die zielgerichtete Erfassung und Bewertung des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie des Abfallaufkommens. Auf dieser Basis können wir Handlungsfelder und Optimierungspotenziale identifizieren, die die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten Schritt für Schritt minimieren. Als wesentliches Ziel strebt der betriebliche Umweltschutz die Optimierung des Energieeinsatzes an.

MEDION bekennt sich gemeinsam mit Lenovo in der Unternehmensrichtlinie Umweltschutz zum Einsatz nachhaltiger Geschäftspraktiken und -prozesse. Wir verpflichten uns, Umweltbelastungen zu vermindern und die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung voranzutreiben.

Seit Februar 2014 ist die Attraktion unseres MEDION-Fuhrparks der vollelektrische BMW i3 mit eDrive Technologie. Dieses Elektrofahrzeug des bayrischen Automobilherstellers ist ein konsequent nachhaltig gestaltetes Fahrzeug für den urbanen Bereich. Mit diesem Pilotprojekt möchten wir einen Beitrag zum nachhaltigen Transport leisten und durch den völlig emissionsfreien Elektromotor den CO2 -Ausstoß unseres Fuhrparks minimieren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 hat der MEDIONshop Deutschland eine Kampagne mit dem Partner Flip4new ins Leben gerufen. Unseren Online-Kunden wurde angeboten zum Beispiel ihren alten PC oder ihr altes Notebook kostenlos an Flip4new zu senden, um den Lebenszyklus der Geräte zu verlängern und damit den CO2 -Fußabdruck des Produktes zu senken. Mit unserem Partner möchten wir für den bewussten Umgang mit Ressourcen werben, im Gegenzug können die teilnehmenden Online-Kunden im MEDIONshop Deutschland ein neues Produkt vergünstigt erwerben. Mit dem Geschäftskonzept von Flip4new finden sich neue Besitzer für gebrauchte PCs, Notebooks, Smartphones usw. So werden seltene Ressourcen geschont, denn die Produkte werden entweder aufbereitet und weiterverkauft oder recycelt, was einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz darstellt.

MEDION engagiert sich für eine Reihe von gesellschaftlichen Themen - in guten wie in schlechten Zeiten. Hierzu zählt die Unterstützung von Menschen in Not genauso wie die Förderung von Kultur und Sport.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die MEDION Mitarbeiterinnen wieder zahlreich am 3. Essener Firmenlauf beteiligt. Ein Spendenprojekt namens "17/70 - Junge Paten für Senioren" wurde von MEDION anlässlich des Firmenlaufes unterstützt. Über 200 Essener Jugendliche werden als Junge Paten für Senioren ausgebildet, die regelmäßig Bewohner und Bewohnerinnen in Senioreneinrichtungen besuchen und ihnen die Zeit verschönern.

Mit all diesen Aktivitäten und Projekten legen wir uns die Selbstverpflichtung auf, als Teil der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung künftiger Generationen zu leisten.

4.5.3 Corporate Governance/Vergütungsbericht

4.5.3.1 Corporate Governance

MEDION verpflichtet sich zu den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Mitarbeiter der MEDION AG identifizieren sich mit diesen Grundsätzen. MEDION erachtet die Verpflichtung zur Corporate Governance als wichtige Maßnahme zur Vertrauenssteigerung gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit auf nationalen und internationalen Märkten.

Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2013 führten nicht dazu, dass die Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr verändert werden musste.

Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 30. Dezember 2013 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 30. Dezember 2013 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können.

Bei MEDION ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates ausgewiesener Kenner des Handels und der Finanzmärkte, der über 30 Jahre Leitungsfunktionen in einer internationalen Bank wahrgenommen hat. Er ist im besonderen Maße geeignet, bei der unternehmensspezifischen Situation von MEDION Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrzunehmen, da in der von schnellen Entwicklungen geprägten internationalen Welt der Consumer-Electronics-Produkte und der Ausrichtung von MEDION auf die internationalen Handelsketten gerade die Kenntnisse der Prozesse international agierender Handelsunternehmen sowie das damit verbundene Finanztransaktions-Know-how entscheidend sind. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 wurden zwei Vertreter von Lenovo, der Finanzvorstand (Executive Vice President) der internationalen Lenovo-Gruppe und der in Leitungsorganen von Lenovo für internationale Märkte verantwortliche Senior Vice President in den Aufsichtsrat gewählt. Im Dezember 2013 hat dieses Mitglied aufgrund seines Ausscheidens aus dem Lenovo-Konzern auch sein Mandat im Aufsichtsrat von MEDION niedergelegt. Anschließend erfolgte auf Antrag der Gesellschaft die gerichtliche Bestellung des für EMEA und den weltweiten PC-Bereich verantwortlichen Executive Vice President von Lenovo. MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt. Aufgrund der besonderen Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung bisher nicht vorgesehen. Darüber hinaus enthält die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2) keine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Bestandteile, da bei dem Geschäftsmodell von MEDION die Ermittlung, Objektivierung und Quantifizierung langfristiger Erfolgsparameter schwierig ist.

Der ausführliche Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Corporate Governance im MEDION-Konzern findet sich im Geschäftsbericht.

4.5.3.2 Vorstandsvergütungen

Durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 13. Dezember 2011 und unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des in 2011 erfolgten Erwerbs von MEDION durch Lenovo sind die Vorstandsmitglieder Gerd Brachmann und Christian Eigen mit Wirkung vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2016 für weitere fünf Jahre zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft bestellt worden.

Gemäß den in diesem Zusammenhang mit den Vorstandsmitgliedern geschlossenen Anstellungsverträgen besteht die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die variable Vergütung, eine zusätzliche aktienbasierte Vergütung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen.

Maßgebend für die Festlegung der Gesamtvergütungsstruktur des Vorstandes ist der Aufsichtsrat, der die Angemessenheit der Vergütungen bestimmt.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen kurz- und langfristigen Komponenten in eine variable Vergütung einfließen.

Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen Versicherungen sowie die Zurverfügungstellung von Dienstwagen, die als Vergütungsbestandteil vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern sind. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu, die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Kredite oder Gehaltsvorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Die erfolgsabhängige Tantieme für Gerd Brachmann und Christian Eigen besteht aus einem kurzfristigen jährlichen Leistungsbonus und einem langfristigen Leistungsbonus und wird in Bezug auf die Leistung des jeweiligen Vorstandsmitgliedes und die Leistung der Gesellschaft gemäß der Methode des Lenovo-Leistungsbonusplans berechnet.

Der kurzfristige jährliche Leistungsbonus hat ein Jahresziel und wird jährlich bezogen auf einen Geschäftsjahreszyklus gemäß der so genannten Lenovo-P3-Methode berechnet und ausgezahlt. Diese Methode enthält zwei variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator, die vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Geschäftsjahres fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.

Der langfristige Leistungsbonus verwendet ein Jahresziel und wird während der Laufzeit des Anstellungsvertrages zweimal berechnet. Der erste langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 3 Monate (27 Monate vom 1. Januar 2012 bis zum 31. März 2014). Der zweite langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 9 Monate (33 Monate vom 1. April 2014 bis zum 31. Dezember 2016). Die tatsächliche Bonuszahlung wird unter Verwendung der Lenovo-P3-Methode berechnet. Diese Methode enthält zwei vom Aufsichtsrat festgelegte variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Zeitraums und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Zeitraums fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist.

Die Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf jährliche Zuteilungen von Kapitalbeteiligungen im Rahmen des so genannten Lenovo Long Term Incentive Program (LTI). Aufgrund der Übernahme zusätzlicher Funktionen in den internationalen Gremien der Lenovo-Gruppe werden die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung für den MEDION-Vorstand in Form von Aktien und Optionsrechten auf Aktien der börsennotierten Lenovo-Gruppe direkt von dieser geleistet. Demnach haben die Vorstandsmitglieder eine Option auf Zuteilung von Kapitalbeteiligungen in Form von "Share Appreciation Rights (SARs)" und "Restricted Share Units (RSUs)" bezogen auf Aktien der Lenovo Group Limited. Die tatsächliche Anzahl der Anteile hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie zum Beispiel der Allokation der Zuteilung nach SARs und RSUs, Aktienkursen und Wechselkursen. LTI-Zuteilungen erfolgen im Juni eines jeden Jahres.

Die SARs und RSUs werden nach Maßgabe der Bedingungen des Lenovo-SAR-Plans und des Lenovo-RSU-Plans über einen Zeitraum von vier Jahren zu 25 % jährlich unverfallbar. Für die Ausübung oder den Verkauf von SARs und RSUs durch die Vorstandsmitglieder gelten bestimmte Sperrfristen, die in den jeweiligen Plänen näher dargelegt werden.

Für die Zuteilung von Kapitalbeteiligungen gelten die Bedingungen des LTI, des SAR- und RSU-Plans sowie die Zuteilungsvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern. Die Zuteilungsvereinbarungen enthalten Beschränkungen hinsichtlich des Wettbewerbs mit Lenovo und des Abwerbens von Lenovo-Mitarbeitern nach Beendigung der Anstellung. Die Zuteilungsvereinbarungen, die sich in Zukunft ändern können, sehen derzeit vor, dass leitende Angestellte im Fall der Zuwiderhandlung gegen diese Beschränkungen alle Barzahlungen oder Aktien zurückerstatten müssen, die sie in den 12 Monaten vor ihrem Ausscheiden im Rahmen des LTI erhalten haben.

Einzelheiten der Vergütungen für den Gesamtzeitraum des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der erfolgten vertraglichen Änderungen ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:

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GJ 2013/2014 | Werte

in €
Gerd Brachmann Christian Eigen Gesamt
Fixum 532.000 443.333 975.333
Nebenleistungen
Dienstwagen 31.424 20.808 52.232
Versicherungen 0 1.745 1.745
31.424 22.553 53.977
Variables Entgelt
kurzfristiger Leistungsbonus 210.000 172.500 382.500
langfristiger Leistungsbonus 192.000 162.000 354.000
aktienbasierte Vergütung (LTI)* 340.000 300.000 640.000
742.000 634.500 1.376.500
Gesamtsumme 1.305.424 1.100.386 2.405.810
Zuführung Pensionsrückstellung 505.471 250.256 755.727

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GJ 2012/2013 | Werte

in €
Gerd Brachmann Christian Eigen Gesamt
Fixum 570.000 475.000 1.045.000
Nebenleistungen
Dienstwagen 31.424 20.808 52.232
Versicherungen 0 1.745 1.745
31.424 22.553 53.977
Variables Entgelt
kurzfristiger Leistungsbonus 210.000 172.500 382.500
langfristiger Leistungsbonus 192.000 162.000 354.000
aktienbasierte Vergütung (LTI)* 340.000 300.000 640.000
742.000 634.500 1.376.500
Gesamtsumme 1.343.424 1.132.053 2.475.477
Zuführung Pensionsrückstellung 282.560 133.403 415.963

* Die aktienbasierten Vergütungen betreffen die Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf jährliche Zuteilungen im Rahmen des Lenovo Long Term Incentive Program (LTI).

In der obigen Tabelle sind ferner Einzelheiten zu den Zuführungen zur Pensionsrückstellung der Vorstandsmitglieder aufgeführt. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet. Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

4.5.3.3 Aufsichtsratsvergütungen

Aufsichtsratsvergütungen sind in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Durch Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 wurde die Vergütung des Aufsichtsrates auf T€ 120 für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und auf T€ 50 für die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates neu festgesetzt. Die Vergütung ist zahlbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit.

Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2013/2014 T€ 218 (Vorjahr: T€ 220). Davon entfallen auf Herrn Dr. Stützle T€ 120 und die anderen Aufsichtsratsmitglieder einmal T€ 50 und aufgrund der Mandatsniederlegung von Milko van Duijl auf diesen T€ 34 und der anschließenden gerichtlichen Neubestellung von Gianfranco Lanci auf jenen T€ 14.

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GJ 2013/2014 Werte in € Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender Milko van Duijl (bis 6.12.2013) Mitglied Gianfranco Lanci (seit 19.12.2013) Mitglied Gesamt
Vergütung 120.000,00 50.000,00 34.246,58 14.109,59 218.356,17
Gesamtsumme 120.000,00 50.000,00 34.246,58 14.109,59 218.356,17

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GJ 2012/2013 Werte in € Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender Milko van Duijl Mitglied Gesamt
Vergütung 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00

Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

4.5.4 Sonstige Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB

1. Das € 48.418.400,00 betragende Grundkapital der MEDION AG ist in die entsprechende Anzahl auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

2. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte oder der Übertragbarkeit der Aktien bestehen nach der Satzung der Gesellschaft nicht und sind darüber hinaus auch nicht bekannt.

3. Am Kapital der MEDION AG ist Lenovo seit 2011 mehrheitlich beteiligt. Darüber hinaus besteht eine zum 19. September 2012 mitgeteilte und im April 2014 aktualisierte Beteiligung der amerikanischen Fondsgesellschaft Elliott in Höhe von 10,26 %.

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind Aktionären nicht eingeräumt.

5. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Regelungen zur Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind.

6. Die Satzung der MEDION AG legt in § 6 Ziff. 1 und 2 fest, dass der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen zu bestehen hat und die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder sowie eventueller stellvertretender Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung und die Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat erfolgen. Darüber hinaus enthält die Satzung keine Regelungen zur Bestellung und zum Widerruf der Bestellung von Mitgliedern des Vorstandes sowie zum Abschluss und zur Beendigung von Anstellungsverträgen, so dass die Vorschriften der §§ 84, 85 AktG maßgeblich sind. Einschlägig für Satzungsänderungen der MEDION AG sind die Bestimmungen des § 10 Ziff. 7 und des § 15 Ziff. 4 und 5 der Satzung in Verbindung mit den §§ 179 ff. AktG.

7. Der Vorstand der MEDION AG ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Mai 2016 um bis zu € 24,0 Mio. durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 3 Ziff. 7 der Satzung. Am 31. März 2014 hat die Gesellschaft 3.736.970 Stück eigene Aktien im Bestand. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde der Vorstand bis zum 25. Mai 2015 ermächtigt, weitere eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 kein Gebrauch gemacht.

8. Bei der MEDION AG gibt es keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit den Mitgliedern des Vorstandes oder den Arbeitnehmern ebenfalls nicht getroffen worden.

4.5.5 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Unternehmensführung von MEDION - als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft - wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Corporate Governance ist für MEDION ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. Wir haben daher alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt MEDION dem so genannten dualen Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen.

Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie entwickeln die Unternehmensstrategie und sorgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für deren Umsetzung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstandes von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die der Zustimmung des Aufsichtsrates vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstandes. Der Vorstand von MEDION besteht seit Jahren unverändert aus zwei Mitgliedern.

Den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells der MEDION AG trägt die seit der Unternehmensgründung beziehungsweise dem Börsengang und insbesondere auch nach der Mehrheitsübernahme durch Lenovo in weiten Teilen unverändert gebliebene Vorstands- und Führungsstruktur des Unternehmens Rechnung. Beide Vorstandsmitglieder verantworten operative Bereiche, in denen die wesentlichen Geschäftsprozesse bei Einkauf, Logistik, Finanzplanung und Controlling sowie die direkte Führung von wesentlichen Unternehmensfunktionen wie Informationstechnik, Vertrieb, Personal und Strategie enthalten sind. Die so genannte erste Führungsebene im Unternehmen ist dem Vorstand über Zielvorgaben und Berichtspflichten direkt verantwortlich.

Am 25. Oktober 2011 haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH als herrschendes Unternehmen einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Durch den Vertrag unterstellt die MEDION AG die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich ab dem 1. April 2012, ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den MEDION-Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien, das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstandes liegt.

Funktionsfähige Kontrollsysteme sind wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse bei MEDION. Dazu gehört ein konzernweites Risikomanagementsystem, das Funktionen, Prozesse, potentielle Ergebnisbelastungen und unternehmensspezifische Risiken erfasst.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstandes, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für MEDION von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat von MEDION besteht aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrates von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates geregelt.

Schließlich enthalten die Satzung der MEDION AG sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Kein Mitglied des Aufsichtsrates von MEDION ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2013 führten nicht dazu, dass die Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr verändert werden musste.

Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 30. Dezember 2013 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 30. Dezember 2013 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können.

Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen von MEDION sind auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten der Corporate-Governance-Praxis von MEDION können dem aktuellen Corporate-Governance-Bericht entnommen werden, der gleichzeitig Bestandteil dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und im Geschäftsbericht abgedruckt ist.

Essen, 28. Mai 2014

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Konzernabschluss der MEDION AG

5.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Werte in T€ Anmerkung im Anhang 01.04.2013 - 31.03.2014 01.04.2012 - 31.03.2013
1. Umsatzerlöse (1) 1.277.037 1.652.404
2. Sonstige betriebliche Erträge (2) 6.630 5.406
3. Materialaufwand (3) -1.098.683 -1.461.492
4. Personalaufwand (4) -49.903 -52.021*
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3.707 -3.784
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -101.806 -105.690
7. Betriebsergebnis (EBIT) 29.568 34.823*
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (6) 938 729
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (6) -274 -520
10. Ergebnis vor Steuern (EBT) 30.232 35.032*
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (7) -7.812 -7.718
12. Sonstige Steuern -296 -213
13. Konzernergebnis 22.124 27.101*
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 0,50 0,61*
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 44.681.430 44.681.430
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 0,50 0,61*
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 44.681.430 44.681.430

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang

5.3 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Werte in T€ Anmerkung im Anhang 01.04.2013 - 31.03.2014 01.04.2012 - 31.03.2013
1. Konzernergebnis 22.124 27.101*
2. Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
+/- Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Pensionsbewertung (23) -812 -826
+/- Latente Steuern aus der Pensionsbewertung (7) 529 -
3. Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
+/- Währungsumrechnungsdifferenzen -72 19
+/- Überschuss/Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges 901 -735
+/- Latente Steuern aus Cashflow-Hedges -99 283
\= sonstiges Ergebnis, nach Steuern (Summe aus 2. und 3.) 447 -1.259
4. Gesamtergebnis, nach Steuern 22.571 25.842

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang

5.4 Konzern-Kapitalflussrechnung

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Werte

in T€
01.04.2013 - 31.03.2014 01.04.2012 - 31.03.2013
1. Betriebsergebnis (EBIT) 29.568 34.823*
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.707 3.784
3. +/- Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen 1.240 1.158
4. +/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - -826*
Brutto Cashflow 34.515 38.939
5. -/ + Abnahme/Zunahme der übrigen Rückstellungen -268 7.675
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten -615 20
7. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 46.588 21.068
8. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 32.320 -53.067
9. + /- Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) -2.889 -5.148
10. \= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 9) 109.651 9.487
11. + Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten sowie Tilgung von Ausleihungen 2.830 564
12. - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -5.395 -3.015
13. \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 11 und 12) -2.565 -2.451
14. - Auszahlungen für Dividende - -17.426
15. - Auszahlung für Ergebnisabführung Vorjahre -26.003 -
16. + Einzahlungen aus Zinsen 873 686
17. - Auszahlungen für Zinsen -108 -370
18. \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 14 bis 17) -25.238 -17.110
19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 10, 13, 18) 81.848 -10.074
20. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -66 17
21. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 208.562 218.619
22. \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 19 bis 21) 290.344 208.562

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang

5.5 Konzernbilanz

Aktiva

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Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 31.03.2014 31.03.2013 01.04.2012
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen (12) 25.147 27.954 28.570
Immaterielle Vermögenswerte (13) 4.371 2.098 2.834
Beteiligungen (14) 113 113 113
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (11) 441 531 551
Sonstige langfristige Vermögenswerte (11) 65 140 242
Aktive latente Steuern (7) 2.208 390 626
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 32.345 31.226 32.936
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8) 178.424 226.427 201.908
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (9) 228.171 162.371 11.863
davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln 200.000 150.000 -
Vorräte (10) 137.350 160.738 180.597
Ertragsteuererstattungsansprüche (11) 1.641 2.209 2.414
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (11) 19.738 16.848 44.786
davon: Geldanlagen - - 25.540
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (11) 4.681 3.801 2.129
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 90.344 58.562 218.619
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 660.349 630.956 662.316
Aktiva, gesamt 692.694 662.182 695.252
Passiva
Werte

in T€
Anmerkung im Anhang 31.03.2014 31.03.2013 01.04.2012
Eigenkapital (23)
Gezeichnetes Kapital 48.418 48.418 48.418
- davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418
- Genehmigtes Kapital: T€ 24.000 (Vorjahr: T€ 24.000)
Kapitalrücklage 142.068 142.068 142.068
Eigene Aktien -46.358 -46.358 -46.358
Gewinnrücklagen 222.494 225.159 242.313
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals -596 -1.327 -894
Eigenkapital, gesamt 366.026 367.960 385.547
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (19, 20) 740 1.111 1.481
Pensionsrückstellungen (21) 5.295 4.055 2.897
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 6.035 5.166 4.378
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 127.135 95.436 121.938
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (16) 24.506 32.707 23.587
davon: Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 24.506 26.003 -
Steuerrückstellungen (7, 17) 3.492 2.538 596
Sonstige Rückstellungen (18) 153.241 153.756 146.089
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (19, 20) 2.430 829 1.401
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (19, 20) 9.829 3.790 11.716
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 320.633 289.056 305.327
Passiva, gesamt 692.694 662.182 695.252

5.6 Konzernanlagenspiegel

GJ 2013/2014

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Werte

in T€
Stand 01.04.2013 Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus Währungsumrechnung Stand 31.03.2014
Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 33.767 243 5.978 -190 -1 27.841
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.331 800 644 190 3 14.680
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 48.098 1.043 6.622 0 2 42.521
Lizenzen 4.178 3.372 0 0 -1 7.549
EDV-Software 22.176 683 0 0 0 22.859
Geleistete Anzahlungen 0 298 0 0 0 298
Immaterielle Vermögenswerte 26.354 4.353 0 0 -1 30.706
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Beteiligungen 113 0 0 0 0 113
Finanzanlagen 113 0 0 0 0 113
75.081 5.396 6.622 0 1 73.856

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Werte

in T€
Stand 01.04.2013 Zugänge Abgänge Differenz aus Währungsumrechnung Stand 31.03.2014
Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 8.846 698 3.867 1 5.678
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.298 931 541 8 11.696
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagen 20.144 1.629 4.408 9 17.374
Lizenzen 3.815 905 0 0 4.720
EDV-Software 20.441 1.173 0 1 21.615
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 24.256 2.078 0 1 26.335
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 516
Beteiligungen 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0
44.916 3.707 4.408 10 44.225

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Werte

in T€
Stand 31.03.2014 Stand 31.03.2013
Buchwerte Buchwerte
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 22.163 24.921
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.984 3.033
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Sachanlagen 25.147 27.954
Lizenzen 2.829 363
EDV-Software 1.244 1.735
Geleistete Anzahlungen 298 0
Immaterielle Vermögenswerte 4.371 2.098
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Beteiligungen 113 113
Finanzanlagen 113 113
29.631 30.165

GJ 2012/2013

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Werte

in T€
Stand 01.04.2012 Zugänge Abgänge Umbuchung Differenz aus Währungsumrechnung Stand 31.03.2013
Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 32.583 842 0 342 0 33.767
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.968 826 454 0 -9 14.331
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.133 0 791 -342 0 0
Sachanlagen 47.684 1.668 1.245 0 -9 48.098
Lizenzen 4.027 150 0 0 1 4.178
EDV-Software 20.896 1.197 0 82 1 22.176
Geleistete Anzahlungen 560 0 479 -82 1 0
Immaterielle Vermögenswerte 25.483 1.347 479 0 3 26.354
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 0 516
Beteiligungen 113 0 0 0 0 113
Finanzanlagen 113 0 0 0 0 113
73.796 3.015 1.724 0 -6 75.081

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Werte

in T€
Stand 01.04.2012 Zugänge Abgänge Differenz aus Währungsumrechnung Stand 31.03.2013
Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 8.542 1.020 716 0 8.846
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.572 1.108 372 -10 11.298
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Sachanlagen 19.114 2.128 1.088 -10 20.144
Lizenzen 3.394 421 0 0 3.815
EDV-Software 19.256 1.236 52 1 20.441
Geleistete Anzahlungen -1 0 0 1 0
Immaterielle Vermögenswerte 22.649 1.657 52 2 24.256
Geschäfts- oder Firmenwert 516 0 0 0 516
Beteiligungen 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0 0
42.279 3.785 1.140 -8 44.916

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Werte

in T€
Stand 31.03.2013 Stand 31.03.2012
Buchwerte Buchwerte
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 24.921 24.041
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.033 3.396
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 1.133
Sachanlagen 27.954 28.570
Lizenzen 363 633
EDV-Software 1.735 1.640
Geleistete Anzahlungen 0 561
Immaterielle Vermögenswerte 2.098 2.834
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Beteiligungen 113 113
Finanzanlagen 113 113
30.165 31.517

5.7 Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Gesamtergebnis
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
--- --- --- --- --- --- ---
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
--- --- --- --- --- --- ---
Werte

in T€
Aktien im Umlauf (Anzahl) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Aktien Andere Gewinnrücklagen / Bilanzgewinn Marktbewertung von Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. April 2012 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 242.313 -141
Anpassungen IAS 19 0 0 0 0 0 0
Stand 1. April 2012 angepasst 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 242.313 -141
Dividende für das Geschäftsjahr 2011 und das RGJ 2012 0 0 0 0 -17.426 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 0 0 -826 -452
Konzernergebnis 0 0 0 0 27.101* 0
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 0 0 0 -26.003 0
Stand 31. März 2013 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 225.159 -593
Stand 1. April 2013 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 225.159 -593
Dividende für das Geschäftsjahr 2012/2013 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 0 0 -283 802
Konzernergebnis 0 0 0 0 22.124 0
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 0 0 0 -24.506 0
Stand 31. März 2014 44.681.430 48.418 142.068 -46.358 222.494 209

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Gesamtergebnis
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
--- --- ---
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
--- --- ---
Werte

in T€
Währungsumrechnungsdifferenzen Gesamt
--- --- ---
Stand 1. April 2012 -753 385.547
Anpassungen IAS 19 0 0
Stand 1. April 2012 angepasst -753 385.547
Dividende für das Geschäftsjahr 2011 und das RGJ 2012 0 -17.426
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 19 -1.259
Konzernergebnis 0 27.101
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 -26.003
Stand 31. März 2013 -734 367.960
Stand 1. April 2013 -734 367.960
Dividende für das Geschäftsjahr 2012/2013 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -71 448
Konzernergebnis 0 22.124
Aufgrund Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 0 -24.506
Stand 31. März 2014 -805 366.026

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang

5.8 Segmentbericht

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Projektgeschäft Direktgeschäft Überleitung Konzern
Werte

in T€
01.04.2013 - 31.03.2014 01.04.2012 - 31.03.2013 01.04.2013 - 31.03.2014 01.04.2012 - 31.03.2013 01.04.2013 - 31.03.2014 01.04.2012 - 31.03.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamtumsätze 670.473 1.095.300 606.564 556.777 0 327
EBIT 9.122 16.347* 20.822 19.043* -376 -567
Abschreibungen auf Anlagevermögen 1.238 1.738 2.469 2.041 0 5
Finanzergebnis 213 98 459 114 -7 -3
Steuern 2.501 3.723 5.710 4.337 -103 -129
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 692 221* 548 111* 0 0
Brutto Cashflow 11.052 18.306 23.839 21.195 -376 -562
Segmentvermögen 432.516 476.302 255.709 182.478 618 803
Segmentschulden 242.997 243.991 69.524 44.567 10.446 2.846
Investitionen 910 1.171 4.486 1.837 0 7

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Konzern
Werte

in T€
01.04.2013 - 31.03.2014 01.04.2012 - 31.03.2013
--- --- ---
Gesamtumsätze 1.277.037 1.652.404
EBIT 29.568 34.823*
Abschreibungen auf Anlagevermögen 3.707 3.784
Finanzergebnis 665 209
Steuern 8.108 7.931
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.240 332*
Brutto Cashflow 34.515 38.939
Segmentvermögen 688.843 659.583
Segmentschulden 322.967 291.404
Investitionen 5.396 3.015

* Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung 6.3.1 im Anhang

Konzernanhang der MEDION AG

6.1 Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

6.1.1 Aufstellungsgrundsätze

Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im regulierten Markt (General Standard) geführt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Multimedia Hard- und Software, Unterhaltungs- und Konsumelektronik, Telekommunikations- und Satellitentechnik sowie weiteren Non-Food-Artikeln aller Art und der Handel mit Telekommunikationsdienstleistungen sowie der Handel mit digitalen Inhalten.

Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsgrundsätzen "International Financial Reporting Standards (IFRS)" und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Zur Anwendung kamen alle für das Geschäftsjahr 2013/2014 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen des IASB, die von der EU übernommen wurden.

Neue und geänderte Standards und Interpretationen

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der Gewährleistungsrückstellung (siehe hierzu Punkt (18)) den im Vorjahr angewandten Methoden, wobei die folgenden neuen und geänderten Standards erstmalig anzuwenden waren:

IAS 12 (Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten): Latente Steuern im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind unter der Annahme, dass der Buchwert der Immobilien vollständig durch einen Verkauf realisiert wird, zu bewerten. Mangels als Finanzinvestition gehaltener Immobilien hatte diese Änderung jedoch keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IFRS 1: Die erste Änderung begründet eine zusätzliche Befreiungsregelung für Unternehmen, die einer schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt waren und danach die Darstellung IFRS konformer Abschlüsse wieder aufnehmen beziehungsweise erstmalig IFRS konforme Abschlüsse aufstellen. Die Befreiungsregelung gestattet die Bewertung verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert und die Verwendung dieses beizulegenden Zeitwerts als Ersatz für die Anschaffungs- und Herstellungskosten in der IFRS Eröffnungsbilanz. Die zweite Änderung bezieht sich auf die Eliminierung von Verweisen auf feststehende Stichtage für eine Ausnahme- und Befreiungsregelung, die beide finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten betreffen.

Eine weitere Änderung, die sich auf öffentliche Darlehen mit einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz bezieht, gewährt Erstanwendern eine Ausnahme von der vollen retrospektiven Anwendung der IFRS bei der Bilanzierung dieser Darlehen beim Übergang auf IFRS. Das ist die gleiche Erleichterung, die auch bestehenden Anwendern gewährt wurde.

Die Änderungen des IFRS 1 hatten sämtlich keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert): Der Standard regelt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Hieraus resultierte die erstmalige Berücksichtigung des Kreditrisikos bei der Bewertung der Devisentermingeschäfte; dies hatte jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IAS 19 (Employee Benefits): Den Kern der Änderungen bildet die Abschaffung der so genannten Korridormethode. Damit ergeben sich Auswirkungen auf die Abbildung betrieblicher Versorgungswerke, aber auch hinsichtlich der Erfolgswirkung kommt es bei Planvermögen zu einer Änderung der bisherigen Vorgehensweise. Schließlich werden prinzipienorientierte Angabepflichten definiert, die weitreichende Einblicke in das Management der Pensionspläne gewähren sollen.

Aus der Abschaffung der Korridormethode resultiert eine Änderung der Bilanzierung hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Diese werden nunmehr erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (other comprehensive income) erfasst. Vormals wurden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfolgswirksam erfasst. Die Anwendung des geänderten IAS 19 erfolgte dabei retrospektiv, wodurch sich die Aufwendungen des Geschäftsjahres 2012/2013 um insgesamt T€ 826 reduziert haben. Ohne die Änderung wären die Aufwendungen des Geschäftsjahres 2013/2014 um T€ 812 höher ausgefallen; hierbei handelt es sich um die versicherungsmathematischen Verluste, die erstmalig direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Auf diesen Betrag entfallende latente Steuern in Höhe von T€ 262 wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; ohne die vorgenannte Änderung wäre dieser Betrag analog zur Behandlung der versicherungsmathematischen Verluste ebenfalls erfolgswirksam behandelt worden.
IAS 1 (Darstellung des Abschlusses): Das bisherige Wahlrecht zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und des Sonstigen Ergebnisses (OCI) in zwei getrennten Aufstellungen bleibt bestehen. Außerdem sind im sonstigen Ergebnis ausgewiesene Posten jetzt gesondert nach Posten zu unterteilen, die in den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (so genanntes Recycling) und solche, die nicht "recycled" werden. Die Darstellung wurde entsprechend angepasst.
IFRIC 20: Interpretation zur Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebergbau. Geregelt wird hier vor allem die Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigung, die in der Erschließungsphase einer Tagebergbaumine anfallen. Diese Änderung hatte keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben): In IFRS 7 wurden neue Angabepflichten zu Finanzinstrumenten eingeführt, die unter Globalaufrechnungsvereinbarungen stehen. Diese Änderung hatte keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Sammelstandard Improvements to IFRSs (2009-2011 cycle): Hieraus resultierten Änderungen des IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 sowie IAS 34. Die Änderungen führten sämtlich nicht zu Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen, die durch das IASB beziehungsweise IFRS IC veröffentlicht wurden, sind für den Konzernabschluss zum 31. März 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Auf eine nach IFRS grundsätzlich zulässige vorzeitige Anwendung wurde verzichtet.

Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Financial Instruments: Classification and Measurement" veröffentlicht. Mit diesem Standard endet die erste Phase zur vollständigen Ablösung von IAS 39. Der neue IFRS 9 ändert zunächst nur die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, wobei bislang nur finanzielle Vermögenswerte behandelt werden. Der neue Standard ist erstmals für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtend anzuwenden. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.
Im Oktober 2010 veröffentlichte das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bewertet werden. Voraussichtlich wird der IFRS 9 für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2017 verpflichtend anzuwenden sein.
Am 20. November 2013 hat das IASB Ergänzungen an IFRS 9 (Finanzinstrumente) veröffentlicht. Die Ergänzungen enthalten neue Regelungen zum Hedge Accounting in Form eines neuen allgemeinen Modells für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der Erstanwendungszeitpunkt steht noch nicht fest. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.
Am 13. Mai 2011 veröffentlichte das IASB die neuen Standards IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 11 (Joint Arrangements) und IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities). Gleichzeitig wurden hieraus sich ergebende Folgeauswirkungen auf IAS 27 (Separate Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) verabschiedet. IFRS 10 schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. Bedeutsamste Änderung gegenüber dem bisher geltenden IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen. In IFRS 12 werden die Anhangsangaben zu Unternehmensverbindungen im Konzernabschluss und Joint Arrangements geregelt. Die neuen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden.
Am 16. Dezember 2011 wurden vom IASB Änderungen an IAS 32 (Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) im Hinblick auf die Saldierungsvorschriften bei Finanzinstrumenten veröffentlicht. Eine Saldierung von Finanzinstrumenten ist weiterhin nur möglich, wenn die Bedingungen in IAS 32 erfüllt werden, allerdings wurden in die Anwendungsleitlinien von IAS 32 Klarstellungen hinsichtlich der Begriffe "gegenwärtiger Zeitpunkt" und "Gleichzeitigkeit" aufgenommen. Die Änderungen des IAS 32 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden.

Sofern ein Unternehmen freiwillig einzelne zusätzliche Vergleichsinformationen angibt, sind zwingend auch die zugehörigen Anhangangaben offenzulegen.

•Transition Guidance (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)

Im Dezember 2011 und am 28. Juni 2012 hat der IASB Regelungen für den Übergang von IAS 27/SIC 12 auf die Vorschriften der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht. Insbesondere wird klargestellt, welche Version von IFRS 3 und IAS 27 bei Änderungen in den Konsolidierungsentscheidungen anzuwenden ist.

Darüber hinaus wurden auch zusätzliche Vereinfachungen für die Erstanwendung geschaffen. Zentraler Punkt der Anpassung ist die Beschränkung der Angabepflicht zu angepassten Vorjahreszahlen auf lediglich die der Erstanwendung vorangehende Vergleichsperiode.

Bezüglich des IFRS 12 hat das IASB die Pflicht zur Angabe von Vorjahresvergleichsinformationen zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 gestrichen.

Die Änderungen sind für EU-Bilanzierende für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

• Investment Entities (Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27)

Am 1. November 2012 hat das IASB die Verlautbarung "Investment Entities" veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten eine Begriffsdefinition für Investment Entity, nehmen derartige Investmentgesellschaften aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 aus und sehen verpflichtende Anhangangaben für Investment Entities vor. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Am 21. Mai 2013 hat das IASB die Interpretation IFRIC 21 (Abgaben) veröffentlicht. Sie stellt für Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen nach IAS 37 zu passivieren sind. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.

Am 29. Mai 2013 hat das IASB Änderungen zu IAS 36 hinsichtlich Angaben bei Wertminderungen veröffentlicht. Damit stellt das IASB die ursprüngliche Absicht dar, dass die Angaben von Informationen über den erzielbaren Betrag, wenn dieser auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten beruht, nur für wertgeminderte Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierende Einheiten anzugeben sind. Darüber hinaus beinhalten die Änderungen Konkretisierungen bei den Angaben, wenn ein Vermögenswert wertgemindert ist und der erzielbare Betrag auf Grundlage seines beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt wurde. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Am 27. Juni 2013 hat das IASB eine begrenzte Änderung an IAS 39 bezüglich der Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften veröffentlicht. Durch die Änderung führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund von gesetzlichen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung der Sicherungsbeziehung. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Am 21. November 2013 hat das IASB die Veröffentlichung von Änderungen an IAS 19 bekannt gegeben. Die Änderungen dienen der Klarstellung der Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen bei leistungsorientierten Plänen und sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.

Am 12. Dezember 2013 hat das IASB die Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle sowie 2011-2013 Cycle mit Änderungen von insgesamt elf Standards veröffentlicht:

IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung): Klarstellung zur Definition "Ausübungsbedingungen"
IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse): Klarstellung zur Bilanzierung bedingter Kaufpreiszahlungen bei Unternehmenserwerben und Klarstellung zur Ausnahme vom Anwendungsbereich für Gemeinschaftsunternehmen
IFRS 8 (Geschäftssegmente): Klarstellung zu Anhangangaben in Bezug auf die Zusammenfassung von Geschäftssegmenten und zur Überleitungsrechnung vom Segmentvermögen zum Konzernvermögen
IFRS 13 (Fair Value-Bewertung): Klarstellung zum Unterlassen der Abzinsung von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten und Klarstellung zum Anwendungsbereich der so genannten portfolio exception
IAS 16 (Sachanlagen) und IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte): Klarstellung zur proportionalen Anpassung der kumulierten Abschreibungen bei Verwendung der Neubewertungsmethode
IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen): Klarstellung zur Definition von "nahe stehenden Unternehmen" und deren Einfluss auf die Auslegung des Begriffs "Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen"
IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der IFRS): Klarstellung zur Definition in IFRS 1.7 "alle IFRS, die am Ende der Berichtsperiode gelten"
IAS 40 (Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien): Klarstellung, dass zur Beantwortung der Frage, ob der Erwerb von als zur Finanzinvestition gehaltenen Immobilien einen Unternehmenszusammenschluss darstellt, die Regelungen von IFRS 3 maßgeblich sind

Die Änderungen sind sämtlich für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.

Am 30. Januar 2014 hat das IASB den Interims-Standard IFRS 14 (Regulatorische Abgrenzungsposten) veröffentlicht. Zielsetzung dieses Standards ist es, die Vergleichbarkeit von Abschlüssen solcher Unternehmen zu erhöhen, die preisregulierte Absatzgeschäfte erbringen. Sofern die Preisregulierung dazu führt, dass die Ausgaben im aktuellen Geschäftsjahr eine Auswirkung auf die Preise haben, die ein Unternehmen in künftigen Geschäftsjahren verlangen darf, können dem Unternehmen hieraus wirtschaftliche Vor- oder Nachteile entstehen. IFRS 14 erlaubt nun Unternehmen, die IFRS erstmalig anwenden, preisregulierte Absatzgeschäfte weiterhin in Übereinstimmung mit den bisher angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden, jedoch sind in diesem Fall die Effekte aus der Aktivierung beziehungsweise Abgrenzung von wirtschaftlichen Vorteilen gesondert auszuweisen.

Der Standard stellt so lange eine Zwischenlösung dar, bis sich das IASB im Rahmen des Projekts Rate Regulated Activities auf die Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten geeinigt hat. Eine Übernahme durch die EU ist noch nicht erfolgt.

Aus den genannten Standards und Interpretationen werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung für den konsolidierten Abschluss der MEDION AG erwartet.

Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres.

Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich für den Konzern geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage der IFRS angewandt. Auf die Bewertungsunterschiede gegenüber der Steuerbilanz wurden entsprechende latente Steuern berechnet.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2014 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge wurden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

6.1.2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. März 2014 wurden neben der Muttergesellschaft MEDION AG, Essen, die nachfolgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode einbezogen.

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Firma und Sitz Stammkapital zum 31.03.2013 Beteiligung Erwerbszeitpunkt Erste Einbeziehung in den Konzernabschluss
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen ("AMS") € 25.000 100,0 % Gründung 2002 ab 1. Dezember 2002
2. MEDION Service GmbH, Essen ("MSG") € 25.000 100,0 % Gründung 2004 ab 1. September 2004
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich ("MEDION France") € 150.000 100,0 % Gründung 1998 ab 1. Juli 1999
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien ("MEDION UK") GBP 400.000 100,0 % Gründung 1998 ab 1. Juli 2000
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark ("MEDION Nordic") DKK 500.000 100,0 % Erwerb 2002 ab 1. Juli 2002
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich ("MEDION AT") € 50.000 100,0 % Gründung 2002 ab 1. Dezember 2002
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande ("MEDION NL") € 650.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. Juli 2001
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien ("MEDION Iberia") € 5.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. Juli 2001
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz ("MEDION Schweiz") CHF 100.000 100,0 % Gründung 2004 ab 1. Februar 2004
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA ("MEDION USA") USD 10.100.000 100,0 % Gründung 2001 ab 1. April 2001
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien ("MEDION Australia") AUD 10.000 100,0 % Gründung 2003 ab 1. November 2003
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien ("MEDION Slovenia") SIT 2.100.000 = € 8.763 100,0 % Gründung 2006 ab 1. Juli 2007

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um Unternehmen, die Vertriebs- und Service-Dienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen.

Die AMS erbringt Call-Center-Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit der MSG umfasst Reparatur- sowie Logistikdienstleistungen für den After-Sales-Service und für E-Commerce-Geschäfte.

Grundlage für die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss waren die nach Landesrecht aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014.

Die übrigen ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG (vgl. unter "6.3.8 Nahe stehende Unternehmen und Personen") wurden aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

6.1.3 Konsolidierungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Soweit zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligungen den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden der jeweiligen Gesellschaft übersteigen, entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwill). Deren Werthaltigkeit ist gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich durch Impairment-Tests zu verifizieren.

Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.

Zwischengewinneliminierungen waren nicht erforderlich.

6.1.4 Grundsätze der Währungsumrechnung

Die ausländischen Tochtergesellschaften, deren landesrechtlicher Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, sind nach den in IAS 21 vorgesehenen Abgrenzungskriterien als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheit ("Foreign Entity") anzusehen. Die jeweilige Landeswährung stellt die funktionale Währung für die Geschäfte dieser Tochtergesellschaften dar.

Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach der so genannten modifizierten Stichtagskursmethode (IAS 21.39) umgerechnet. Dementsprechend sind sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem Bilanzstichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt beziehungsweise zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Konzernunternehmen werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend IAS 21.40 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter der Position "Währungsumrechnungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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31.03.2014 31.03.2013 2013/2014 2012/2013
1 € = Bilanz Mittelkurs GuV Durchschnittskurs
--- --- --- --- --- ---
Australien AUD 1,4855 1,2318 1,4411 1,2487
Dänemark DKK 7,4661 7,4548 7,4588 7,4497
Großbritannien GBP 0,8262 0,8459 0,8433 0,8155
Schweiz CHF 1,2180 1,2156 1,2296 1,2104
USA USD 1,3776 1,2841 1,3406 1,2881

6.1.5 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten, im Falle von Fremdwährungsposten zum Fair Value.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten berechnen sich aus dem Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen werden für wesentliche Forderungen im Rahmen einer Einzelbetrachtung vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus werden bestimmte Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden, anhand gleichartiger Risikomerkmale zu Gruppen zusammengefasst und auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit auf Portfoliobasis wertberichtigt. Die Wertberichtigungen werden über Wertberichtigungskonten gebucht und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt deren Ausbuchung und die Entlastung des Wertberichtigungskontos.

Sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.

Die Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt dabei grundsätzlich nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Neubewertungen des Sachanlagevermögens wurden nicht vorgenommen.

Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

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Nutzungsdauer
Gebäude und Außenanlagen 10-40 Jahre
Mietereinbauten 3-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und andere Rechte sowie Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr und zehn Jahren.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. In der Folgebewertung werden die Finanzanlagen auf ihre Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt.

Fremdkapitalkosten werden mangels Anschaffung qualifizierter Vermögenswerte und der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft nicht aktiviert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen - Fremdwährungsposten zum Fair Value - ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen erforderlichen Ausgaben ermittelt. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Verluste gegebenenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich gegebenenfalls erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.

Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet.

Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren berechnet. Hiernach werden sowohl die zum Abschlussstichtag erworbenen Anwartschaften als auch künftig erwartete Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die im Berichtsjahr auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.120C erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Im Rahmen der Berechnung wird auf die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zurückgegriffen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente), die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in eine der drei folgenden Hierarchiestufen einzuordnen:

auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)
für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen (Stufe 2)
für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) (Stufe 3)

Die MEDION AG verwendet derivative Finanzinstrumente, um Marktrisiken aus Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in US-Dollar und teils in Britischen Pfund abgewickelt werden, zu reduzieren. Dazu schließt die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Abschlusses des Einkaufskontraktes Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und Betragshöhe im Wesentlichen den zugrunde liegenden Einkaufsgeschäften. Darüber hinaus werden Verkaufskontrakte in Australischen Dollar abgesichert. Die von MEDION eingesetzten Devisentermingeschäfte erfüllen die Effektivitätsanforderungen nach IAS 39.88 für die Anwendung der Hedge-Accounting-Grundsätze. Dementsprechend werden die Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag in der Bilanz angesetzt (Stufe 2). Dabei werden die Marktwerte der Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), erfolgsneutral über eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital abgegrenzt. Da die Finanzinstrumente ausschließlich zur Kurssicherung der bei den Einkaufsgeschäften zugrunde gelegten Kalkulationskurse dienen, werden die aus der Währungsumrechnung und der Währungssicherung durch Devisentermingeschäfte entstehenden Erträge und Aufwendungen im Materialaufwand erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- und Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen zum Erfüllungszeitpunkt.

Eigene Aktien werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und gemäß IAS 32.33 im Eigenkapital als Abzugsposten ausgewiesen. Die eigenen Aktien stellen nach IAS 32.11 keinen finanziellen Vermögenswert dar.

Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Steuerumlagen aufgrund Steuerumlagevertrag mit der Organträgerin Lenovo Germany Holding GmbH als auch latente Steuern. Latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und/oder passiven latenten Steuern. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet werden kann, dass diese in den zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen auch genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der MEDION AG werden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht mehr gebildet. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen der Gesellschaft zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive wie auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

6.1.6 Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

6.1.7 Kapitalmanagement

Ziele der Kapitalmanagementstrategie von MEDION sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Steigerung des Unternehmenswerts und die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des zukünftigen Wachstums. Dazu arbeitet MEDION auch mit dem Bereich Kapitalmanagement bei Lenovo zusammen. Die seit Jahren bestehende Bilanzstruktur mit einer über 50 % liegenden Eigenkapitalquote, keinen langfristigen Bankverbindlichkeiten und zeitlich begrenztem Fremdkapitaleinsatz für das Projektgeschäft zur Finanzierung des Weihnachtsgeschäfts soll dabei erhalten bleiben.

Im Segment Direktgeschäft wird aufgrund der Struktur des Geschäfts unverändert zu den Vorjahren kein Fremdkapital eingesetzt. MEDION hat keine Anleihen oder sonstige Fremdkapitalinstrumente begeben und plant auch nicht, solche zu begeben. Die überschüssigen Barmittel werden befristet unter Beachtung einer strengen Risikoallokation angelegt.

6.1.8 Erwerb von Unternehmensteilen

Die MEDION AG hat mit Wirkung zum 1. April 2013 Mitarbeiter eines nahestehenden Unternehmens übernommen und ist in wesentliche Verträge und Rechte eingetreten. Das Unternehmen hat zuvor im Auftrag von MEDION Restbestände oder Retouren über externe Internetplattformen vermarktet. MEDION hat zum Erwerb € 3,0 Mio. investiert und als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Über die entsprechenden Vertriebskanäle wurden im Geschäftsjahr € 18,6 Mio. Umsätze realisiert (Vorjahr: € 17,7 Mio.).

6.1.9 Erbringung von Vertriebsdienstleistungen für Lenovo

Seit November 2011 übernimmt MEDION Vertriebsdienstleistungen für Lenovo. Jedoch hat sich das Geschäftsmodell zum Geschäftsjahreswechsel 2012/2013 zu 2013/2014 geändert.

Während im Vorjahr MEDION eigenverantwortlich die Vertriebssteuerung inklusive Einkauf und Marketing übernommen hat, ist MEDION seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 nur noch reiner Ausführungsdienstleister. Hintergrund ist eine Neustrukturierung der Vertriebsorganisation innerhalb des Lenovo-Konzerns.

MEDION hat seitdem im Rahmen der Erbringung von Vertriebsdienstleistungen für Lenovo ein geändertes Risikoprofil. Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 werden für die erbrachten Dienstleistungen nur noch die über die üblichen Kostenerstattungen hinausgehenden Mehrvergütungen (€ 0,1 Mio.) und nicht mehr die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lenovo- Produkten (Vorjahr € 205,9 Mio.) als Umsatz gezeigt. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Lenovo sowie von Lenovo bezogene Waren für die Erbringung von Vertriebsdienstleistungen aufgrund der im Rahmen der Anpassung des Risikoprofiles veränderten Abrechnungsprozesse nicht mehr in gesonderten Bilanzposten, sondern nur noch als Nettoforderung oder -verbindlichkeit gegenüber Lenovo ausgewiesen. Diese Änderung ist wesentliche Ursache für die Verminderung der Umsätze, des Materialaufwandes und des Vorratsvermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 im Vergleich zum Vorjahr.

6.2 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz

6.2.1 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Deutschland 945.482 1.198.800
Europa 276.586 418.113
Übriges Ausland 54.969 35.491
1.277.037 1.652.404

(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Erträge aus Schadenersatz/Versicherungserstattungen 1.759 825
Mehrerlös aus Anlagenabgang 1.456 35
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.072 3.144
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 730 -
Mieterträge 304 224
Übrige 1.309 1.178
6.630 5.406

(3) Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um die Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter in den Bereichen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen einschließlich der Anschaffungsnebenkosten und der bezogenen Leistungen.

(4) Die Personalaufwendungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Löhne und Gehälter 42.568 44.444
Soziale Abgaben 7.069 7.393
Aufwendungen für Altersversorgung 266 184*
49.903 52.021

* Vorjahreszahlen wurden angepasst. Siehe hierzu Anmerkung 6.3.1 (Anpassungen gem. IAS 8)

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2013/2014 1.057,4 (Vorjahr: 1.084,0).

Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt:

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Mitarbeiter nach Gruppen 2013/2014 2012/2013
Service 532 534
Vertrieb 334 355
Verwaltung 141 140
1.007 1.029

(5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Vertriebsaufwendungen 78.756 82.202
Verwaltungsaufwendungen 17.566 18.590
Betriebsaufwendungen 3.619 3.418
Übrige Aufwendungen 1.865 1.480
101.806 105.690

Der wesentliche Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Vertriebsaufwendungen, die sich wie folgt aufgliedern:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Werbe-/Messekosten, Marketing 35.445 40.576
Aufwendungen für Kundenservice 24.510 22.584
Übrige 18.801 19.042
78.756 82.202

Unter den Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen für Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten, Fremdleistungen, Nebenkosten des Geldverkehrs und sonstige allgemeine Verwaltungskosten zusammengefasst.

Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Abschlussprüfungsleistungen 260 235
Steuerberatungsleistungen - -
Andere Bestätigungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 10 -
270 235

Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten und Leasing (T€ 1.108 ; Vorjahr: T€ 1.219), Reparaturen und Betriebsbedarf.

Die übrigen Aufwendungen enthalten vor allem Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Kursdifferenzen (T€ 50; Vorjahr: T€ 658).

(6) Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Finanzierungserträge 909 729
Finanzierungsaufwendungen -274 -520
665 209

Im Zusammenhang mit den Bewertungskategorien nach IAS 39 ergibt sich das folgende Nettofinanzergebnis:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Kredite und Forderungen 908 685
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -16 -28
892 657

Das Nettoergebnis gem. IFRS 7 umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert.

Die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Finanzierungskosten sind mit Ausnahme von abgegrenzten Zinserträgen in Höhe von T€ 74 sowie des Zinseffektes aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 166 (Zinsaufwand) (Vorjahr: Zinsertrag; T€ 48; Zinsaufwand: T€ 149) im Berichtsjahr zahlungswirksam geworden.

(7) Die Ertragsteuern (-/+ Aufwand/Ertrag) setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
MEDION AG
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag -6.053 -5.297
davon: Umlage vom Organträger -5.278 -4.522
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag Vorjahre -2.250 -740
Gewerbeertragsteuer 27 -
-8.276 -6.037
MEDION NL -246 -227
MEDION Austria -205 -166
MEDION France -163 -93
MEDION Nordic -154 -63
AMS -138 -113
MEDION Iberia -84 -42
MEDION UK -70 -255
MEDION Schweiz -57 -57
MSG -44 -46
MEDION Australia - -184
Übrige -5 -3
Latente Steuern 1.630 -432
-7.812 -7.718

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom theoretisch erwarteten Steueraufwand zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12.79 ff.:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
1. Konzernergebnis vor Ertragsteuern 29.936 34.819*
2. Anzuwendender theoretischer Steuersatz in % 32,28 32,28
3. Theoretische Steuer -9.663 -11.240*
4. Unterschiede zu ausländischen und latenten Steuern 241 200
5. Steuern auf nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -56 -74
6. Steuererträge/-aufwendungen für Vorjahre -2.204 -740
7. Effekte aus Ergebnisabführungsvertrag 2.700 4.002
8. Steuern auf Beteiligungsergebnisse -39 -133
9. Latenter Steuerertrag auf Verlustvorträge 1.209 -
10. Steuern auf die Anpassung nach IAS 19 - 267*
11. Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -7.812 -7.718
12. Tatsächlicher Ertragsteuersatz in % 26,10 22,17*

Der Konzernsteuersatz von 32,28 % errechnet sich aus der Gewerbesteuerbelastung von 16,45 %, der Körperschaftsteuer von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 %.

Die latenten Steuern (-/+ Aufwand/Ertrag) haben sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
2013/2014 2012/2013
Latenter Steuerertrag (+) /-aufwand (-) 1.630 -432
davon aus:
Steuerlichen Verlustvorträgen der MEDION AG
Zuführung 1.209 -
Neubewertung aufgrund Organschaft - -362
Temporären Differenzen 421 -70
1.630 -432

Zum Abschlussstichtag verfügt der MEDION-Konzern über inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 14.508 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 13.657 sowie ausländische Verlustvorträge von T€ 10.897 (MEDION USA: T€ 5.092; MEDION Australien: T€ 5.805; MEDION USA Vorjahr: T€ 4.990; MEDION Australien Vorjahr: T€ 0) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen.

Latente Steuern auf die Verlustvorträge der MEDION AG wurden nicht gebildet, da diese während der Laufzeit des Ergebnisabführungsvertrages nicht nutzbar sind.

Obwohl für die MEDION USA in Zukunft keine Verluste mehr erwartet werden, wurde auf eine Aktivierung latenter Steuern wegen der untergeordneten Geschäftstätigkeit der Tochter verzichtet.

Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten:

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aktivisch passivisch aktivisch passivisch
Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
--- --- --- --- ---
Fremdwährungsbewertung 95 99 283
davon aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital - (99) (283) -
Pensionsrückstellungen 719 - - -
davon aus erfolgsneutraler Verrechnung im Eigenkapital (529) - - -
Übrige Rückstellungen 185 - 83 -
Steuerliche Verlustvorträge 1.209 - 24 -
2.208 99 390 -

6.2.2 Angaben zur Bilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

(8) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Forderungen 179.426 227.492
Wertberichtigungen -1.002 -1.065
178.424 226.427

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen international tätige Handelskonzerne.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Stand 1. April 1.065 1.138
Inanspruchnahmen -50 -1.124
Auflösungen -349 -1.087
Zuführungen 336 2.138
Endbestand 1.002 1.065

Die Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.

Von den nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 178.424 (Vorjahr: T€ 226.427) waren T€ 153.732 (Vorjahr: T€ 181.178) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Forderungen sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Kleiner als 30 Tage 15.749 42.940
Zwischen 30 und 60 Tage 573 343
Zwischen 61 und 90 Tage 2.980 510
Zwischen 91 und 180 Tage 2.324 643
Größer als 180 Tage 3.066 813
Summe der fälligen Forderungen 24.692 45.249

Hinsichtlich der nicht wertberichtigten, aber überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Abschlussstichtag keine Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 103 (Vorjahr: T€ 113). Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen waren von untergeordneter Bedeutung.

Die Forderungsverluste sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den übrigen Aufwendungen ausgewiesen.

(9) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Lenovo PC Hong Kong Ltd., Hong Kong und resultieren überwiegend aus der Bereitstellung aus liquiden Mitteln und vereinbarten Rabatten im Rahmen des Lieferungs- und Leistungsverkehrs.

(10) Die Vorräte betreffen im Wesentlichen bei fremden Lagerhaltern und Spediteuren gelagerte Handelswaren für größtenteils fest disponierte Projektaufträge, schwimmende Waren sowie Service- und Retourenwaren.

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Produktivbestände 78.911 98.608
Servicewaren 26.324 24.180
Retouren-/Remarketingbestände 8.338 12.895
Direct Sales 20.414 25.055
geleistete Vorauszahlungen 3.363 -
137.350 160.738

Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren 14.337 12.033
Auf Produktivbestände/Direct Sales 3.386 6.448
17.723 18.481

Die Vorräte betreffen mit T€ 99.910 (Vorjahr: T€ 121.548) PC/Multimedia und mit T€ 37.440 (Vorjahr: T€ 39.190) Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen.

(11) Die sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
--- --- --- --- ---
a) Finanzielle Vermögenswerte
Ausstehende Lieferantengutschriften 19.336 19.336 15.218 15.218
Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung 121 121 211 211
Ausgereichte Darlehen 1.246 805 1.349 818
Übrige finanzielle Vermögenswerte/ Wertberichtigung -524 -524 601 601
20.179 19.738 17.379 16.848
b) Übrige Vermögenswerte
Sonstige Steuerforderungen 2.911 2.911 2.028 2.028
Rechnungsabgrenzungsposten 1.788 1.770 1.866 1.773
Übrige 47 - 47 -
4.746 4.681 3.941 3.801
24.925 24.419 21.320 20.649

Die ausstehenden Lieferantengutschriften betreffen noch erwartete Preisgutschriften für gelieferte Produkte sowie Ansprüche aus der Abwicklung von Defektmaterialien. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Lizenzgebühren, Servicekosten sowie Wartungs- und Mietvorauszahlungen ausgewiesen.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Finanzielle Vermögenswerte 21.245 17.865
Wertberichtigungen -1.066 -486
20.179 17.379

Die nicht wertberichtigten sonstigen finanziellen Vermögenswerte weisen keine Überfälligkeiten auf.

In den Ertragsteuererstattungsansprüchen wird auch das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ausgewiesen, das in Höhe von T€ 795 (Vorjahr: T€ 1.052) eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat.

Langfristige Vermögenswerte

(12) Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens belief sich in 2013/2014 auf T€ 5.396, wobei ein Großteil in Hardware, Gebäude und Bauten und Büroausstattung investiert wurde.

(13) Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 4.353 betreffen im Wesentlichen mit T€ 2.987 entgeltlich erworbene Rechte, mit T€ 683 externe Entwicklungs- und Softwarekosten für verschiedene Softwareentwicklungsprojekte sowie mit T€ 385 neue Lizenzen und Updates.

(14) Als Beteiligungen werden unverändert zum Vorjahr die nicht konsolidierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel auf den Seiten 96-97 zu entnehmen.

Kurzfristige Schulden

(15) Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1 27.1 35 (Vorjahr: T€ 95.436) waren T€ 104.268 (Vorjahr: T€ 64.1 36) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Verbindlichkeiten sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Kleiner als 30 Tage 16.161 11.697
Zwischen 30 und 60 Tage 1.232 816
Zwischen 61 und 90 Tage 79 18.654
Zwischen 91 und 180 Tage 25 9
Größer als 180 Tage 5.370 124
Summe der fälligen Verbindlichkeiten 22.867 31.300

Die Erträge für die Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 730 (Vorjahr: T€ 0).

(16) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Lenovo Germany Holding GmbH aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung und der Lenovo PC Hong Kong Ltd., Hong Kong, resultierend aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr.

(17) Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
MEDION AG
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag 2.050 1.525
Gewerbesteuer - 42
Umsatzsteuer 2 2
Übrige Steuern 150 -
Passive latente Steuern 99 -
MEDION NL 526 280
MEDION Nordic 188 65
MEDION Austria 136 193
MEDION Iberia 122 43
MEDION Schweiz 119 100
MEDION UK 32 138
MEDION Australia - 121
Übrige 68 29
3.492 2.538

(18) Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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Werte

in T€
01.04.2013 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Währungskursdifferenzen 31.03.2014
Ausstehende Rechnungen 91.197 33.284 14.170 51.549 -14 95.278
Gewährleistungen 51.910 33.549 1.772 32.664 - 49.253
Personal 8.727 6.293 217 5.094 -15 7.296
Übrige Rückstellungen 1.922 1.080 309 882 -1 1.414
153.756 74.206 16.468 90.189 -30 153.241

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen umfassen im Wesentlichen Risiken aus Lizenzabgaben, Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum bis März 2014, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen. Darüber hinaus sind mögliche Ansprüche für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu leistende Urheberrechtsabgaben aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen enthalten. Einzelheiten sind im Abschnitt 4.4.2.5 Risikobericht "Recht" im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt. Auf betragsmäßige Quantifizierungen wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92 verzichtet.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Bei der Berechnung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Rückstellung wird entsprechend den Garantiezeiträumen zu Auszahlungen führen.

Die Methode zur Berechnung der Gewährleistungsverpflichtung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr geändert. Bis einschließlich des Geschäftsjahres 2012/2013 wurden die Rückstellungen anhand einer pauschalen Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz eines Jahres ermittelt. Zum Bilanzstichtag 31. März 2014 wird die Gewährleistungsverpflichtung erstmalig auf Basis von Stückkosten pro Servicefall, den in den Verkehr gebrachten Mengen und den statistisch erfassten Gewährleistungsverläufen verschiedener Produktgruppen individuell ermittelt. Aufgrund der großen Anzahl verschiedenartiger Produkte mit großen Unterschieden in den Materialwerten und Aufwendungen für die Abwicklung des Kundenservices war die Umstellung der Methode erst nach mehrjährigen Entwicklungen und Datenerhebungen möglich. Aus der Umstellung der Berechnungsmethode ergibt sich insgesamt ein Auflösungsbetrag der Rückstellung in Höhe von € 1,8 Mio.

In den Personalrückstellungen sind ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Sonderzahlungen an Vorstand und Mitarbeiter sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen werden voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen.

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen, die auch voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen werden.

(19) Die sonstigen kurz- und langfristigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

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gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
--- --- --- --- ---
a) Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - - 750 750
Übrige 2.430 2.430 79 79
2.430 2.430 829 829
b) Übrige Verbindlichkeiten
Steuerverbindlichkeiten 9.399 9.399 3.357 3.357
Verbindlichkeiten Sozialversicherung 60 60 63 63
Übrige 1.110 370 1.481 370
10.569 9.829 4.901 3.790
12.999 12.259 5.730 4.619

(20) In den kurz- und langfristigen Schulden sind nachfolgende finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Die Fälligkeitsstrukturen der zukünftigen (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

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Tilgung
Werte

in T€
Cashflows 2014
--- --- ---
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 154.071 154.071
154.071 154.071

Die finanziellen Verbindlichkeiten sind ausschließlich kurzfristiger Natur, so dass die Tilgung der entsprechenden Beträge innerhalb eines Jahres zu erfolgen hat.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Konzern-Treasury, das die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Die Versorgung mit Liquidität erfolgt über die Konzernmutter Lenovo. Für die Abwicklung von Akkreditiven und Avalen unterhält die MEDION AG bilaterale Linien mit der Commerzbank und der Deutschen Bank.

(21) Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
Stand 1. April 4.055 2.897
Finanzierungsaufwand 162 149
Dienstzeitaufwand 266 183
Verrechnete versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (-) 812 826
Stand 31. März 5.295 4.055

Die verrechneten versicherungsmathematischen Verluste resultieren überwiegend aus der Änderung finanzieller Annahmen.

Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO = Defined Benefit Obligation) liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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Werte

in %
31.03.2014 31.03.2013
Diskontierungssatz 3,50 4,00
Gehaltstrend -1) - 1)
Rententrend 2,00 1,50

1) Der Gehaltstrend ist ab 2008 nicht mehr relevant, da die absolute Obergrenze der Anwartschaft erreicht ist.

Bei einem um 0,5 Prozentpunkte höheren (niedrigeren) Diskontierungssatz ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 512 niedrigere (T€ 585 höhere) Rückstellung.

Bei einem um 0,5 Prozentpunkte niedrigeren (höheren) Rententrend ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 337 niedrigere (T€ 300 höhere) Rückstellung.

Die Rückstellung berücksichtigt die Ansprüche von zwei aktiven Versorgungsberechtigten, so dass derzeit keine Rentenzahlungen erwartet werden. Die Duration der Verpflichtung beträgt 21 Jahre.

Zum Abschlussstichtag besteht keine Abweichung zwischen der Pensionsrückstellung und dem Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO).

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) hat sich wie folgt entwickelt:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013 31.03.2012 31.12.2011 31.12.2010
Verpflichtungsbarwert 5.295 4.055 2.897 2.801 2.488

Zusätzliche Belastungen können sich ergeben durch eine höhere Lebenserwartung sowie eine höhere Inflationsrate. Darüber hinaus ergeben sich keine planspezifischen Risiken.

Die Zusagen unterliegen dem deutschen Betriebsrentengesetz. Eine Anpassungsprüfung hat grundsätzlich alle 3 Jahre zu erfolgen.

(22) Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 7

Zum 31. März 2014 werden folgende Buchwerte nach Bewertungskategorien ausgewiesen:

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Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013
a) Kredite und Forderungen 516.996 464.529
b) Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen - -
c) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 113 113
d) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte - -
e) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Restwerten bewertet werden 154.071 128.222
f) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten - -

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

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Bewertungskategorie IAS 39 Buchwert fortgeführte Anschaffungskosten/ Nominalwert Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Werte

in T€
31.03.2014 Wertansatz nach IAS 39
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente a) 90.344 90.344
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen a) 178.424 178.424
Forderungen gegen verbundene Unternehmen a) 228.171 228.171
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen a) 20.057 20.057
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen - 121 121
Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) c) 113 113
517.230 517.109 121
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen e) 127.135 127.135
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen e) 24.506 24.506
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten e) 2.430 2.430
154.071 154.071 0

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Wertansatz IAS 17 Fair Value Buchwert fortgeführte Anschaffungskosten/ Nominalwert Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Werte

in T€
31.03.2014 31.03.2013 Wertansatz nach IAS 39
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 90.344 58.562 58.562
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 178.424 226.427 226.427
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 228.171 162.371 162.371
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 20.057 17.169 17.169
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen 121 211 211
Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) 113 113 113
517.230 464.853 464.642 211
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127.135 95.436 95.436
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.506 32.707 32.707
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen - 750 750
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.430 79 79
154.071 128.972 128.222 750

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Kategorien (Classes) und Überleitung auf Bilanzposten Werte

in T€
Wertansatz IAS 17 Fair Value
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 58.562
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 226.427
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 162.371
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 17.169
Derivative finanzielle Vermögensgegenstände mit Hedge-Beziehungen 211
Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 7 fallen -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1) 113
464.853
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.436
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.707
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehungen 750
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 79
128.972

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Werten überein.

1 Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und daher zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand zum Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

Die Finanzinstrumente in Höhe von insgesamt T€ 671.301(Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) beinhalten langfristige Beträge in Höhe von T€ 441 und sind somit fast ausschließlich kurzfristig.

(23) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2013: 44.681.430) im Umlauf.

Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.

Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:

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Rückkaufprogramm Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals

(€)
Anschaffungskosten

(€)
Anteil des Grundkapitals Zeitpunkt des Erwerbs Gründe des Erwerbs: Hauptversammlungsbeschluss vom
I 1.670.551 25.788.127 3,45 % 2007 11. Mai 2007
I 750.369 12.094.224 1,55 % 2008 11. Mai 2007
I 2.420.920 37.882.351 5,00 %
II 484.184 3.645.833 1,00 % 2008 14. Mai 2008
III 264.000 1.496.018 0,55 % 2008 14. Mai 2008
III 704.368 4.213.491 1,45 % 2009 14. Mai 2008
III 968.368 5.709.509 2,00 %
3.873.472 47.237.693 8,00 %

Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis zum 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis zum 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis zum 12. März 2009 durchgeführt.

Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. In den beiden abgelaufen Geschäftsjahren wurden keine Aktien verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2014 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital).

Um auch in Zukunft in der Lage zu sein, eigene Aktien zu erwerben, wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben.

Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitarbeiter auszugeben.

In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet.

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen und Rücklagen

Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 142.068 beinhaltet vor allem das Agio aus Kapitalerhöhungen seit Gründung der MEDION AG.

Die Gewinnrücklagen beinhalten thesaurierte Ergebnisse der Vorjahre sowie die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 2 in 2005 in Höhe von unverändert T€ -3.341.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgte keine Ausschüttung aus dem Eigenkapital. Es erfolgte eine Ergebnisabführung in Höhe von € 24,5 Mio. an die Lenovo Germany Holding GmbH aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages.

Daneben haben T€ -71 Währungsumrechnungsdifferenzen das Eigenkapital verringert (Vorjahr: T€ 19). Sie resultieren im Wesentlichen aus den Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien und Australien.

Für die Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Seite 98 dieses Berichtes. Aufgrund der Bestimmungen des IAS 19R erfolgt eine Ausweisänderung der Vorjahreszahlen im Eigenkapitalspiegel.

Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2014 eine Gesamtzahl von 38.647.508 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Aktien (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.

6.3 Ergänzende Angaben

6.3.1 Anpassungen gemäß IAS 8

Die Änderung des IAS 19 erforderte eine Anpassung der Vorjahreszahlen und wurde retrospektiv nach IAS 8.19(b) dargestellt:

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Werte in T€ 2012/2013 veröffentlicht IAS 8 2012/2013 angepasst
1. Umsatzerlöse 1.652.404 1.652.404
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.406 5.406
3. Materialaufwand -1.461.492 -1.461.492
4. Personalaufwand -52.847 826 -52.021
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3.784 -3.784
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -105.690 -105.690
7. Betriebsergebnis (EBIT) 33.997 826 34.823
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 729 729
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -520 -520
10. Ergebnis vor Steuern (EBT) 34.206 826 35.032
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.718 -7.718
12. Sonstige Steuern -213 -213
13. Konzernergebnis 26.275 826 27.101
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 0,59 0,02 0,61
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 44.681.430 44.681.430
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 0,59 0,02 0,61
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 44.681.430 44.681.430

Aus der Erstanwendung des IAS 19R haben sich keine Auswirkungen auf die Bilanz ergeben.

Anpassung der Kapitalflussrechnung für das Geschäftjahr 2012/2013 infolge der geänderten Rechnungslegung:

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Werte in T€ 2012/2013 veröffentlicht IAS 8 2012/2013 angepasst
1. Betriebsergebnis (EBIT) 33.997 826 34.823
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.784 3.784
3. +/- Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen 1.158 1.158
4. +/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - -826 -826
Brutto Cashflow 38.939 0 38.939
5. -/+ Abnahme/Zunahme der übrigen Rückstellungen 7.675 7.675
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 20 20
7. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 21.068 21.068
8. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -53.067 -53.067
9. +/- Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) -5.148 -5.148
10. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 9) 9.487 9.487
11. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Tilgung von Ausleihungen 564 564
12. - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -3.015 -3.015
13. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 11 und 12) -2.451 -2.451
14. - Auszahlungen für Dividende -17.426 -17.426
15. + Einzahlungen aus Zinsen 686 686
16. - Auszahlungen für Zinsen -370 -370
17. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 14 bis 16) -17.110 -17.110
18. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 10, 13, 17) -10.074 -10.074
19. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 17 17
20. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 218.619 218.619
21. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 18 bis 20) 208.562 208.562

6.3.2 Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 zeigt, wie sich Zahlungsmittel und -äquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse/Mittelabflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel beziehungsweise -äquivalente in Form von Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Bereitstellung aus liquiden Mitteln an verbundene Unternehmen sowie jederzeit liquidierbaren Wertpapieren.

6.3.3 Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 ist über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management-Approach zu berichten. Berichtspflichtig sind diejenigen operativen Segmente, die Komponenten eines Unternehmens darstellen, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die regelmäßig aufgrund der internen Berichterstattung durch die Hauptentscheidungsträger überprüft werden.

Der MEDION-Konzern berichtet daher gemäß der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft und Direktgeschäft. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik. Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel. Als "Überleitung Konzern" werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind.

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach folgenden Grundsätzen:

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der Gewinnung der Segmentinformationen zugrunde gelegt wurden, entsprechen grundsätzlich den Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses.
Konzerninterne Transaktionen zwischen den Segmenten lagen im Berichtsjahr nicht vor.
Für die interne Steuerung des MEDION-Konzerns ist der Vorstand verantwortlich. Das entscheidende Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente der MEDION-Gruppe sowie für die Erfolgsbeurteilung und die Ressourcenallokation ist das EBIT.
Die Umsätze werden den Segmenten zugewiesen, in denen die Umsatzerlöse realisiert werden.
Der Segment-Cashflow ermittelt sich auf Basis der jeweiligen Segmentbetriebsergebnisse zuzüglich der Segmentabschreibungen sowie der zahlungsunwirksamen Aufwendungen.
Das Segmentvermögen umfasst die Aktiva, die zur Erwirtschaftung des Betriebsergebnisses des jeweiligen Segments eingesetzt werden. Die Segmentschulden ergeben sich aus dem jeweiligen zugehörigen Fremdkapital. Konzerninterne Vermögens- und Schuldposten werden in der Spalte "Überleitung Konzern" eliminiert.
Unter Investitionen werden die Zugänge des laufenden Geschäftsjahres in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen ausgewiesen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Segmentberichtes ist der Darstellung auf der Seite 99 zu entnehmen.

Die Erlöse mit externen Kunden nach Regionen sind in den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen dargestellt.

Gemäß IFRS 8.34 hat MEDION Informationen über den Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigen Kunden vorzulegen.

MEDION unterhält Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Derzeit ist nicht ersichtlich, dass wichtige Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden.

Da eine quantitative Aufgliederung der Umsätze für wichtige Kunden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, hat sich der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse zu unterlassen und die in der Folge insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich der Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen.

6.3.4 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der MEDION AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Die durchschnittliche Anzahl an Aktien beträgt für das Geschäftsjahr 2013/2014 44.681.430.

In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte, die sich aus potentiellen Stammaktien ergeben.

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2013/2014 2012/2013
Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien 44.681.430 44.681.430
Konzernergebnis (T€) 22.124 27.101*
Ergebnis je Aktie (unverwässert, in €) 0,50 0,61*
Ergebnis je Aktie (verwässert, in €) 0,50 0,61*

* Vorjahreszahlen wurden angepasst. Siehe hierzu Anmerkung 6.3.1 (Anpassungen gem. IAS 8)

6.3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und sonstige Operating-Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge.

Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:

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31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013
Werte

in T€
≤ 1 Jahr 1 Jahr < x ≤ 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Lagerräume 747 811 738 592 93 213
Sonstige Operating-Leasingverhältnisse 481 537 586 711 - -
1.228 1.348 1.324 1.303 93 213

6.3.6 Risikomanagement und Finanzderivate

1. Kreditrisiken

Unter Kreditrisiko wird nach IFRS 7 das Risiko verstanden, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt.

Bei der MEDION AG können Kreditrisiken insbesondere in Form von Ausfallrisiken entstehen. Wesentliche Ausfallrisiken können bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Kunden nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu begleichen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 178.424 (Vorjahr: T€ 226.427) wiedergegeben. Die Reduktion des Risikos erfolgt bei der MEDION AG grundsätzlich durch die Konzentration auf Kunden mit A-Bonität. Kunden, die nicht in diese Kategorien fallen, sind von untergeordneter Bedeutung und werden in der Regel kreditversichert.

2. Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, Verpflichtungen aus finanziellen Schulden nicht erfüllen zu können. Die Erläuterung des Liquiditätsmanagements sowie eine Analyse der Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter Punkt (20) erfolgt.

3. Marktrisiken | Währungsrisiken

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Die folgende Auflistung zeigt die wesentlichen Fremdwährungsposten zum Abschlussstichtag:

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31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013
Werte

in T€
USD GBP Übrige
--- --- --- --- --- --- ---
Zahlungsmittel 909 65 1.460 67 10.475 1.959
Forderungen 22.050 27.536 1.246 17.830 5.913 10.700
Verbindlichkeiten -52.379 -32.238 -510 -300 -12.923 -3.558
Saldo -29.420 -4.637 2.196 17.597 3.465 9.101

Die zum Abschlussstichtag zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte haben ein Nominalvolumen von rund USD 20,0 Mio. sowie AUD 2,6 Mio. Aus der Kursentwicklung resultierten zum Abschlussstichtag positive Marktwerte in Höhe T€ 121, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen wurden.

Für die Devisentermingeschäfte, die der Absicherung der einkaufsseitigen USD-Zahlungsströme sowie der verkaufsseitigen AUD-Zahlungsströme im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 dienen und somit als Cashflow-Hedge designiert wurden, erfolgte die Gegenbuchung der Marktwertänderungen von T€ 308 erfolgsneutral im Eigenkapital als Bewertungsrücklage. Auf die Bewertungsrücklage entfallen passive latente Steuern von T€ 99. Der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage stehen entsprechende, zum Abschlussstichtag noch nicht bilanzwirksam gewordene Währungsgewinne/-verluste aus den zugehörigen schwebenden Einkaufskontrakten gegenüber. Für den nicht gesicherten Teil der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden insgesamt T€ 426 ergebniswirksam erfasst.

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Nominalwert Marktwert

T€
Nominalwert

TUSD
Marktwert

T€
31.03.2014 31.03.2013
--- --- --- --- ---
Währungsbezogene Geschäfte Devisentermingeschäfte in USD 20.000 85 55.000 556
Währungsbezogene Geschäfte Devisentermingeschäfte in AUD 2.600 36
Davon erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet (brutto) 308 -876
Abzüglich latenter Steuern -99 283
Cashflow-Hedges 209 -593
Davon erfolgswirksam verrechnet (+ = Ertrag/- = Aufwand) 426 1.432

Der Marktwert wird aus dem Devisenmittelkurs vom Abschlussstichtag abgeleitet.

Aufgrund der Anwendung von Cash Flow Hedge Accounting ergeben sich grundsätzlich bei Währungskursänderungen keine Auswirkungen auf das Ergebnis. Währungskursänderungen haben daher lediglich Auswirkungen auf die Bewertungsrücklage im Eigenkapital. Für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, ist eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Die Sensitivitätsanalyse dient der Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme zu ermitteln. Die MEDION AG ist vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung um 10 % gegenüber dem Euro angenommen.

Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2014 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte die Bewertungsrücklage die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt:

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31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013 31.03.2014 31.03.2013
Werte

in T€
USD GBP AUD
--- --- --- --- --- --- ---
Abwertung um 10 % -983 -2.641 0 128 131 199
Aufwertung um 10 % 894 2.905 0 -109 -93 -227

Aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten werden keine nachteiligen Einflüsse auf die Finanzlage des Konzerns erwartet. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.

4. Marktrisiken | Zinsrisiken

Mit Zinsrisiko wird das Risiko beschrieben, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Marktzinsänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit vorhandene liquide Mittel als kurzfristige Festgeldanlagen mit fix verhandelten Zinssätzen gehalten werden, unterliegen diese damit keinem Zinsrisiko. Darüber hinaus sind Geldanlagen auch zu Vereinbarungen angelegt, die variable Zinskomponenten enthalten. Zinsänderungsrisiken, insbesondere Zinsminderungsrisiken, sind hierbei jedoch von untergeordneter Bedeutung.

5. Marktrisiken | Sonstige Preisrisiken

Als sonstige Preisrisiken im Sinne von IFRS 7 kommen insbesondere Risiken aus Marktpreisänderungen von Aktien sowie handelbaren Rohstoffen in Frage.

Zum 31. März 2014 hat die MEDION AG keine Bestände an Aktien. Eigene Anteile sind keine Finanzinstrumente in diesem Sinn, da IAS 32.11 ausdrücklich auf Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen abstellt.

Aufgrund der geänderten Vorschriften des IFRS 13 war erstmalig auch das Kreditrisiko bei der Bewertung der Devisentermingeschäfte zu berücksichtigen. Hieraus resultierte jedoch nur ein unwesentlicher Effekt.

6.3.7 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Bis zum 28. Mai 2014 (Freigabe des Abschlusses durch den Vorstand an den Aufsichtsrat) ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse.

6.3.8 Nahe stehende Unternehmen und Personen

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Name und Sitz Stammkapital zum 31.03.2014 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis

in T€
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen € 25.000 100,0 % 233
2. MEDION Service GmbH, Essen € 25.000 100,0 % 104
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich € 150.000 100,0 % 312
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, United Kingdom GBP 400.000 100,0 % 222
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark DKK 500.000 100,0 % 236
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich € 50.000 100,0 % 615
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande € 650.000 100,0 % 774
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien € 5.000 100,0 % 252
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz CHF 100.000 100,0 % 201
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA USD 10.100.000 100,0 % -102
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien AUD 10.000 100,0 % -3.117
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien SIT 2.100.000 = € 8.763 100,0 % 13
13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 10.000 100,0 % nicht operativ
14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 10.000 100,0 % nicht operativ
15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 1.000.000 100,0 % nicht operativ

Neben den genannten Gesellschaften gelten darüber hinaus auch sämtliche Gesellschaften der Lenovo-Gruppe als nahe stehende Unternehmen.

Mutterunternehmen der MEDION AG ist die Lenovo Germany Holding GmbH mit Sitz in Essen. Oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Lenovo Group Limited mit Sitz in Hongkong.

Die Geschäftsbeziehungen zwischen der MEDION AG und den Tochtergesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht weiter erläutert.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen.

Im Berichtsjahr sind folgende Geschäftsbeziehungen gemäß IAS 24 darzustellen:

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Werte

in T€
Umsätze (netto) 2013/2014 Forderung/Verbindlichkeit (-) (brutto) 31.03.2014
MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen
Warenlieferungen an MEDION AG -2
Warenlieferungen von MEDION AG 157
Dienstleistungen von MEDION AG 45
Mietverträge 4
Sonstiges -3.052 1
Lifetec Electronics GmbH, Essen
Warenlieferungen -31
Provisionsvertrag -31
MEDION Brachmann oHG, Essen
Lizenzvertrag -5
Lenovo PC Hong Kong Ltd.
Warenlieferungen von MEDION AG 13.304 4.122
Warenlieferungen an MEDION AG -100.455 -1.408
Rabatte und Nachlässe 3.627 804
Forderungen aus Schadensfällen 1.075 1.014
Finanztransaktionen -687 200.000
Derivate Nominalwert 22.600
Sonstige 2.823 2.942
Lenovo (Deutschland) GmbH
Warenlieferungen von MEDION AG 40 48
Sonstige Forderungen 36 13
Warenlieferungen an MEDION AG -137
Lenovo Mobile Communication Technology Ltd.
Warenlieferungen an MEDION AG -62
Lenovo Mobile Communication (Wuhan) Company Ltd.
Warenlieferungen an MEDION AG -2.125 -765
Lenovo Mexico S de R.L. de CV
Warenlieferungen von MEDION AG 70 1
Lenovo (Singapore) Pte. Ltd.
Warenlieferungen von MEDION AG 4.472
Sonstige Forderungen 407
Sonstige Verbindlichkeiten -641
Lenovo Insurance Pte. Ltd.
Sonstige Verbindlichkeiten -670
Lenovo Germany Holding GmbH
Verauslagte Kosten und Steuern -5.278 8.999
Lenovo Spain S.L.
Sonstige Verbindlichkeiten -155
Lenovo France
Warenlieferungen von MEDION AG 6 6
Sonstige Verbindlichkeiten -172 -50
Lenovo (United States) Inc.
Warenlieferungen von MEDION AG 130 130
Lenovo (Asia Pacific) Ltd.
Warenlieferungen von MEDION AG 2 2
Lenovo Technology UK Ltd.
Sonstige Verbindlichkeiten -848 -848

6.3.9 Vorstand

Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:

Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes)

Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes)

Mitglied in anderen Aufsichtsräten: Adinotec AG, Griesheim

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 756; Vorjahr: T€ 416) auf insgesamt T€ 2.405,8 (Vorjahr: T€ 2.475,5). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.

Der Vorstand hielt zum 31. März 2014 keine Aktien der Gesellschaft.

6.3.10 Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:

Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt

(Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main)

Mitglied in anderen Aufsichtsräten: Carl Spaeter GmbH, Duisburg - stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates

Wai Ming Wong (stellv. Vorsitzender), wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China

(Executive Vice President und Chief Financial Officer Lenovo)

Wai Ming Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Wai Ming Wong übt jedoch bei folgenden ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus:

China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China und Linmark Group Limited, Bermuda.

Gianfranco Lanci (Mitglied), wohnhaft in Mailand, Italien (gerichtlich bestellt am 19. Dezember 2013)

(Executive Vice President und Chief Operating Officer Lenovo)

Gianfranco Lanci ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übt vergleichbare Mandate bei ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus.

Milko van Duijl (Mitglied), wohnhaft in Conduit Road, Hongkong, Volksrepublik China (ausgeschieden am 6. Dezember 2013)

(Senior Vice President und President Asia Pacific Lenovo)

Milko van Duijl war nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übte vergleichbare Mandate bei ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus.

Milko van Duijl hat sein Aufsichtsratsmandat mit Schreiben vom 6. Dezember 2013 mit sofortiger Wirkung aufgrund seines Ausscheidens aus dem Lenovo-Konzern, der Mehrheitsgesellschafterin der MEDION AG, unter Hinweis auf § 8 Ziff. 5 S.1 der Satzung der Gesellschaft niedergelegt. Auf Antrag der Gesellschaft wurde Gianfranco Lanci zum Mitglied des Aufsichtsrates gerichtlich am 19. Dezember 2013 bestellt, um die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrates wiederherzustellen.

Herr Dr. Rudolf Stützle erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 eine Vergütung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Herr Wai Ming Wong erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 eine Vergütung in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 50). Das Aufsichtsratsmitglied Herr Milko van Duijl erhält entsprechend der Dauer seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2013/2014 eine anteilige Vergütung in Höhe von T€ 34 (Vorjahr: T€ 50). Das Aufsichtsratsmitglied Herr Gianfranco Lanci enthält entsprechend der Dauer seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2013/2014 eine anteilige Vergütung in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 0). Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2013/2014 auf T€ 218 (Vorjahreszeitraum: T€ 220). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.

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GJ 2013/2014 Werte

in €
Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender Milko van Duijl (bis 6.12.2013) Mitglied Gianfranco Lanci (seit 19.12.2013) Mitglied Gesamt
Vergütung 120.000,00 50.000,00 34.246,58 14.109,59 218.356,17
Gesamtsumme 120.000,00 50.000,00 34.246,58 14.109,59 218.356,17

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GJ 2012/2013 Werte

in €
Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender Milko van Duijl Mitglied Gesamt
Vergütung 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00

Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2014 unverändert keine Aktien.

Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.

6.3.11 Corporate Governance - Angabe gemäß § 161 AktG

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 13. Mai 2013.

Am 30. November 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

6.3.12 Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages steht bei der MEDION AG kein verteilungsfähiger Bilanzgewinn zur Verfügung. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten am nächsten Bankarbeitstag nach dem Tag der Hauptversammlung 2014, die über das Geschäftsjahr 2013/2014 beschließt, die vertraglich festgesetzte Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Hauptversammlung der MEDION AG findet voraussichtlich am 1. Oktober 2014 statt.

Essen, 28. Mai 2014

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Erklärung nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4 sowie 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Essen, 28. Mai 2014

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

7 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der MEDION AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen IFRS 8.34 werden im Konzernanhang die Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen, nicht angegeben, sondern lediglich qualitative Angaben zu wichtigen Kunden gemacht.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit der genannten Einschränkung steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 2. Juni 2014

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss der MEDION AG

8.1 Gewinn- und Verlustrechnung

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Werte in T€ GJ 2013/2014 GJ 2012/2013
1. Umsatzerlöse 1.234.019 1.639.339
2. Sonstige betriebliche Erträge 18.649 10.749
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 1.052.162 1.445.898
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.982 12.044
1.069.144 1.457.942
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 26.203 27.033
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.597 4.203
30.800 31.236
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.623 3.683
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 119.213 127.492
7. Erträge aus Beteiligungen 2.428 2.663
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 943 703
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 264 521
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 32.995 32.580
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.276 6.399
davon latente Steuern: T€ 0 (Vorjahr: T€ 362)
davon Steuerumlagen: T€ 5.278 (Vorjahr: T€ 4.522)
12. Sonstige Steuern 213 178
8.489 6.577
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 24.506 26.003
14. Jahresüberschuss 0 0
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0 30.117
16. Ausschüttungen 0 17.426
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 12.691
18. Bilanzgewinn 0 0

8.2 Bilanz

Aktiva

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Werte in T€ 31.03.2014 31.03.2013
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.832 362
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 1.240 1.725
3. Geleistete Anzahlungen 298 0
4.370 2.087
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 22.163 24.920
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.736 2.762
24.899 27.682
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.906 3.906
33.175 33.675
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 133.914 160.725
2. Geleistete Anzahlungen 3.363 0
137.277 160.725
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173.742 222.680
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 233.412 167.224
3. Sonstige Vermögensgegenstände 22.367 19.044
429.521 408.948
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 74.249 47.814
641.047 617.487
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.599 1.679
675.821 652.841
Passiva
Werte in T€ 31.03.2014 31.03.2013
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Grundkapital 48.418 48.418
2. Nennbetrag erworbener eigener Aktien -3.737 -3.737
44.681 44.681
II. Kapitalrücklage 138.726 138.726
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 182.679 182.679
IV. Bilanzgewinn 0 0
366.086 366.086
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 4.068 3.313
2. Steuerrückstellungen 2.202 1.569
3. Sonstige Rückstellungen 150.588 151.579
156.858 156.461
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114.567 91.639
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.480 35.502
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.719 1.672
151.766 128.813
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.111 1.481
675.821 652.841

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Aufstellungsgrundsätze

Die MEDION AG ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wurde bis zum 19. Juni 2012 im Börsensegment "Prime Standard" im Geregelten Markt in Frankfurt geführt. Mit Ablauf des 19. Juni 2012 schied die Aktie aus dem Prime Standard aus und wird seit dem 20. Juni 2012 im regulierten Markt (General Standard) geführt.

Der Jahresabschluss der MEDION AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2014 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben.

Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

2. Grundsätze der Währungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Umrechnungskurs zum Abschlussstichtag bewertet. Bestimmte Forderungen und Verbindlichkeiten in US-Dollar sind mit dem Terminkurs der Devisentermingeschäfte bewertet, der für die Wechselkurssicherung der entsprechenden Einkaufsgeschäfte abgeschlossen wurde.

Devisenbestände auf Fremdwährungskonten bei Kreditinstituten wurden mit dem Terminkurs aus Devisentermingeschäften für US-Dollar oder mit dem aktuellen Kurs zum Abschlussstichtag (Mittelkurs) bewertet.

Zum Abschlussstichtag ergaben sich folgende Umrechungskurse:

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31.03.2014 31.03.2013
USD 1,3880 1,3023
GBP 0,8290 0,8471
DKK 7,4657 7,4542
CHF 1,2192 1,2199
AUD 1,4949 1,2306

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 1 und 10 Jahren.

Die Aktivierung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Aufwand erfasst worden.

Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

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Gebäude und Außenanlagen 10 - 40 Jahre
Mietereinbauten 3 - 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Eine detaillierte Aufstellung der verbundenen Unternehmen ist unter "IV. Ergänzende Angaben, Punkt 4. Angaben zum Anteilsbesitz" dargestellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gewogenen Durchschnittsmethode. Darüber hinaus werden bei Rücklieferungen Bewertungsabschläge vorgenommen. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen zugrunde.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen. Körperschaftssteuerguthaben werden zum Barwert angesetzt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Vorauszahlungen für künftige Zeiträume und auf der Passivseite Einzahlungen für künftige Zeiträume abgegrenzt.

Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, (Organträgerin) werden latente Steuern bei der Organträgerin berücksichtigt.

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Die Kaufpreisanteile, die die Nennwerte der erworbenen eigenen Anteile übersteigen, sind gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Kapitalrücklage besteht aus Agiobeträgen, die aus Gründungsvorgängen und Kapitalerhöhungen stammen.

Die Rückstellungen für Pensionen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Das Deckungskapital wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird von jährlichen Anpassungen von 2,0 % ausgegangen. Es wurde ein Diskontierungszinssatz von 4,83% (Vorjahr 5,02 %) verwendet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Steuerrückstelllungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen bei den sonstigen Rückstellungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Methode zur Berechnung der Gewährleistungsverpflichtung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr geändert. Bis einschließlich des Vorjahres 2012/2013 wurden die Rückstellungen anhand einer pauschalen Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz eines Jahres ermittelt. Zum Bilanzstichtag 31. März 2014 wird die Gewährleistungsverpflichtung erstmalig auf Basis von Stückkosten pro Servicefall, den in Verkehr gebrachten Mengen garantiebehafteter Artikel und den statistisch erfaßten Gewährleistungsverläufen verschiedener Produktgruppen ermittelt. Aufgrund der großen Anzahl verschiedenartiger Produkte mit großen Unterschieden in den Materialwerten und Aufwendungen für die Abwicklung des Kundenservices war die Umstellung der Methode erst nach mehrjähriger Entwicklung und Datenerhebung möglich.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Die Ertragsteuern enthalten für das aktuelle Geschäftsjahr die zwischen der MEDION AG und der Organträgerin vereinbarten Steuerumlagen, Steuern vom Einkommen und Ertrag auf die Ausgleichszahlungen an außenstehende Aktionäre sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Angaben zur Bilanz

Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände betreffen diverse EDV-Software sowie Software-Lizenzen und Rechte.

Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens betrifft im Wesentlichen Investitionen in Geschäftsgebäude, Büroausstattung und IT-Equipment.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel auf der Seite 13 zu entnehmen.

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 (Anlagenspiegel)

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ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand 01.04.2013

T€
Zugänge

T€
Umbuchungen

T€
Abgänge

T€
Stand 31.03.2014

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.175 3.372 0 0 7.547
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 22.063 683 0 0 22.746
3. Geleistete Anzahlungen 0 298 0 0 298
26.238 4.353 0 0 30.591
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 33.649 242 -190 5.978 27.723
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.196 698 190 557 12.527
45.845 940 0 6.535 40.250
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.965 0 0 0 11.965
84.048 5.293 0 6.535 82.806

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ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.04.2013

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Umbuchungen

T€
Stand 31.03.2014

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.813 902 0 0 4.715
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 20.338 1.168 0 0 21.506
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
24.151 2.070 0 0 26.221
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.729 698 3.832 -34 5.561
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.434 855 533 34 9.790
18.163 1.553 4.365 0 15.351
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.059 0 0 8.059
50.373 3.623 4.365 0 49.631

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BUCHWERTE
Stand 31.03.2014

T€
Stand 31.03.2013

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.832 362
2. Entgeltlich erworbene EDV-Software 1.240 1.725
3. Geleistete Anzahlungen 298 0
4.370 2.087
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 22.162 24.920
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.737 2.762
24.899 27.682
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.906 3.906
33.175 33.675

Die Vorräte gliedern sich auf die umsatzbezogenen Bedarfsbereiche wie folgt auf:

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31.03.2014

T€
31.03.2013

T€
Produktivbestände 78.838 98.595
Servicewaren 26.324 24.180
Retouren-/Remarketingbestände 8.338 12.896
Direct Sales 20.414 25.054
geleistete Anzahlungen 3.363 0
137.277 160.725

Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten:

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31.03.2014

T€
31.03.2013

T€
Auf Retouren-, Service- und Remarketingwaren 14.337 12.033
Auf Produktivbestände/Direct Sales 3.386 6.448
17.723 18.481

Nach Bedarfsbereichen betreffen die Vorräte mit T€ 96.548 (Vorjahr: T€ 121.548) PC/Multimedia und mit T€ 37.366 (Vorjahr: T€ 39.177). Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Ausfallrisiken und das allgemeine Kreditrisiko in Höhe von T€ 977 (Vorjahr: T€ 1.039) durch Wertberichtigungen im Rahmen von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit T€ 16.982 (Vorjahr: T€ 8.096) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 200.000 (Vorjahr: T€ 150.000) aus kurzfristiger Kapitalüberlasssung.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.03.2014

T€
31.03.2013

T€
Ausstehende Lieferantengutschriften 15.659 15.059
Debitorische Kreditoren 2.975 0
Steuerforderungen
- Erstattungsansprüche Ertragsteuern 1.121 1.892
- Ausländische Umsatzsteuer 1.789 1.164
Sonstige Darlehen Dritte 968
Wertberichtigungen -491 477 577
Darlehensforderungen gegen Mitarbeiter 194 212
Übrige 153 140
22.368 19.044

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen, von denen T€ 422 (Vorjahr T€ 391) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Innerhalb der Erstattungsansprüche Ertragsteuern betreffen T€ 1.121 (Vorjahr T€ 1.384) den abgezinsten Betrag des nach § 37 Abs. 5 KStG aktivierten Körperschaftsteuerguthabens. Davon haben T€ 830 (Vorjahr T€ 1.093) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte Aufwendungen für Folgejahre ausgewiesen. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Sponsoring-, Service-, Wartungs- und Werbekosten.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2013: 44.681.430 Aktien) im Umlauf.

In der Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 wurde beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen.

Die gesetzliche Rücklage wurde nicht dotiert, da die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 138.726 bereits der Bestimmung des § 150 Abs. 2 AktG genügt. Satzungsmäßige Rücklagen sind nicht vorgesehen.

Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt:

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Rückkaufprogramm Anzahl der Aktien/Betrag des Grundkapitals

(€)
Anschaffungskosten

(€)
Anteil des Grundkapitals Zeitpunkt des Erwerbs Grundlage des Erwerbs: Hauptversammlungsbeschluss vom
I 1.670.551 25.788.127 3,45% 2007 11. Mai 2007
I 750.369 12.094.224 1,55% 2008 11. Mai 2007
I 2.420.920 37.882.351 5,00%
II 484.184 3.645.833 1,00% 2008 14. Mai 2008
III 264.000 1.496.018 0,55% 2008 14. Mai 2008
III 704.368 4.213.491 1,45% 2009 14. Mai 2008
III 968.368 5.709.509 2,00%
3.873.472 47.237.693 8,00%

Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis 12. März 2009 durchgeführt.

Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. In den beiden abgelaufenen Geschäftsjahren wurden keine Aktien verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2014 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital).

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben.

Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitarbeiter auszugeben.

In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet.

Den Rückstellungen für Pensionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 756 ergebniswirksam zugeführt.

Die Steuerrückstellungen setzen wie folgt zusammen:

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31.03.2014

T€
31.03.2013

T€
Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlag* 2.200 1.525
Gewerbesteuer 0 42
Umsatzsteuer 2 2
2.202 1.569

* In den Rückstellungen für Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlag sind Rückstellungen in Höhe von T€ 1.275 enthalten, die Vorjahre betreffen.

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

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31.03.2014

T€
31.03.2013

T€
Ausstehende Eingangsrechnungen 94.353 90.809
Gewährleistungen 49.253 51.910
Personal 5.718 7.148
Übrige Rückstellungen 1.264 1.712
150.588 151.579

Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für geltend gemachte Lizenzansprüche, noch zu leistende Urheberrechtsabgaben für verkaufte abgabepflichtige Artikel, noch fehlende Leistungsabrechnungen sowie noch zu erteilende Boni- und Retourengutschriften.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Dabei werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Aus der Umstellung der Berechnungsmethode (siehe Abschnitt II) ergibt sich insgesamt ein Auflösungsbetrag der Rückstellung in Höhe von € 1,8 Mio.

Die Personalrückstellungen umfassen ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Mehrarbeitsvergütungen und noch zu zahlende Gratifikationen an Mitarbeiter und Vorstand sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abschluss- und Aufbewahrungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Aufsichtsratsvergütungen sowie Archivierungskosten.

Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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Davon mit einer Restlaufzeit
Stand 31.03.2014

T€
bis 1 Jahr

T€
1 - 5 Jahre

T€
über 5 Jahre

T€
Gesicherte Beträge Stand2) 31.03.2013

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114.567 114.567 0 0 1) 91.639
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.480 27.480 0 0 35.502
Sonstige Verbindlichkeiten 9.719 9.719 0 0 1.672
- davon aus Steuern: 7.330 7.330 (0) (0) 1.583
151.766 151.766 0 0 128.813

1) Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Liefergeschäften.

2) Die Vorjahresbeträge haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen mit T€ 2.974 (Vorjahr: T€ 9.499) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 24.506 (Vorjahr: T€ 26.003) Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung gegenüber Lenovo Germany Holding, Essen.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse sind auf den folgenden Märkten erzielt worden:

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2013/2014

Mio. €
2012/2013

Mio. €
Deutschland 939 1.199
Europa 266 407
Asien/Australien 27 32
USA 2 1
Ausland 295 440
Umsatz gesamt 1.234 1.639

In Bezug auf die Bedarfsbereiche verteilt sich der Umsatz wie folgt:

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2013/2014

Mio. €
2012/2013

Mio. €
PC/Multimedia 568 782
Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen 666 857
1.234 1.639

Aufgrund der vertraglichen Änderungen im Rahmen des Vertriebs von Lenovo-Produkten sind die Umsatzerlöse teilweise nicht vergleichbar mit den Vorjahreswerten.

Seit November 2011 übernimmt MEDION Vertriebsdienstleistungen für Lenovo. Jedoch hat sich das Geschäftsmodell zum Geschäftsjahreswechsel 2012/2013 im Vergleich zu 2013/2014 geändert. Während im Vorjahr MEDION eigenverantwortlich die Vertriebssteuerung inklusive Einkauf und Marketing übernommen hat, ist MEDION seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 nur noch ein reiner Ausführungsdienstleister. Hintergrund ist eine Neustrukturierung der Vertriebsorganisation innerhalb des Lenovo Konzerns. MEDION hat seitdem im Rahmen der Erbringung von Vertriebsleistungen für Lenovo ein geändertes Risikoprofil. Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 werden für die erbrachten Dienstleistungen nur noch über die üblichen Kostenerstattungen hinausgehende Mehrvergütung (Mio. € 0,1) und nicht mehr der Erlös aus dem Verkauf von Lenovo Produkten (Vorjahr Mio € 205,9) als Umsatz gezeigt. Ebenso werden die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Lenovo sowie von Lenovo bezogene Waren für die Erbringung von Dienstleistungen aufgrund der im Rahmen der Anpassung des Risikoprofiles veränderten Abrechungsprozesse nicht mehr in gesonderten Bilanzposten, sondern nur noch als Nettoforderung oder -verbindlichkeit gegenüber Lenovo ausgewiesen. Diese Änderung ist wesentliche Ursache für die Verminderung der Umsätze, des Materialaufwandes und des Vorratsvermögens im abgelaufen Geschäftsjahr 2013/2014 im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 12.200 (Vorjahr: T€ 6.381) und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.678 (Vorjahr: T€ 1.578).

Aus der Währungsumrechnung ergeben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 24 (Vorjahr T€ 40).

Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter und Dienstleistungen einschließlich der entsprechenden Anschaffungsnebenkosten.

Die Personalaufwendungen betreffen in Höhe von T€ 589 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr: T€ 267).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Vertriebsaufwendungen 98.617 106.037
Verwaltungsaufwendungen 15.846 17.146
Betriebsaufwendungen 2.720 2.458
Übrige 2.030 1.851
119.213 127.492

In den Vertriebsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung/Marketing sowie für Kundenservice, Ausgangsfrachten, Verpackungen, Entsorgungsabgaben und sonstige Vertriebsnebenkosten enthalten. Darüber hinaus sind auch die Aufwendungen aus Weiterbelastungen von Servicekosten der Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen als Aufwand verbuchten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Abschlussprüfungsleistungen 238 213
andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
sonstige Leistungen 10 0
248 213

In den übrigen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 82 (Vorjahr: T€ 328) sowie Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechung in Höhe von T€ 200 (Vorjahr: T€ 670) enthalten.

Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten, Energien, Reparaturen und sonstigen Betriebsbedarf.

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Zinserträge 943 703
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -264 -521
Zinsergebnis 679 182
Beteiligungserträge (aus verbundenen Unternehmen) 2.428 2.663
3.107 2.845

Im Zinsergebnis sind gegenüber verbundenen Unternehmen Zinserträge in Höhe von T€ 841 (Vorjahr: T€ 376) sowie Zinsaufwendungen mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 5) enthalten. Der Zinsaufwand entfällt mit T€ 166 (Vorjahr: T€ 149) auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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2013/2014

T€
2012/2013

T€
Ertragsteuerumlagen laufendes Jahr 5.278 4.522
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag für Vorjahre 2.249 740
Gewerbesteuer -26 0
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschl. lfd. Jahr 775 775
Latente Steuern 0 362
8.276 6.399

Vor dem Hintergrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses waren im Vorjahr die bilanzierten Steuerlatenzen aufzulösen, da diese auf der Ebene der Organträgerin abzubilden sind.

Auf der Grundlage des ab dem 1. April 2012 gültigen Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis für das zum 31. März 2014 endende Geschäftsjahr in voller Höhe (T€ 24.506) an die Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, abgeführt.

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und sonstige Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge. Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar:

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2014 2013 2014 2013 2014 2013
< 1 Jahr 1 Jahr> x < 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Lagerräume 497 547 599 613 93 192
Sonstige Leasingverhältnisse 337 349 417 452 0
834 896 1.016 1.065 93 192

2. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft sichert das Risiko aus Fremdwährungsgeschäften teilweise durch den Einsatz von Devisentermingeschäften ab. Soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit den entsprechenden Grundgeschäften zu Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefasst. In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag die folgenden Positionen einbezogen:

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Forderungen Verbindlichkeiten Schwebende Geschäfte Gesamt
TUSD 0 20.000 0 20.000
TAUD 2.600 0 0 2.600

Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen und Verbindlichkeiten in AUD und USD zum Fälligkeitszeitpunkt entsprechend ausgleichende Devisentermingeschäfte gegenüberstehen. Die Wertänderungen gleichen sich (voraussichtlich) im Zeitraum bis Mai 2014 weitestgehend aus. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderungen oder der Abwicklung der Auftragseingänge kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. März 2014 auf T€ 16.178 bei beizulegenden Zeitwerten von T€ 121 (davon positive Marktwerte in Höhe von T€ 121 sowie negative Marktwerte in Höhe von T€ 0).

Die Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit wird auf Grundlage eines angemessenen Risikomanagementsystems beurteilt. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt zum Stichtag T€ 121. In dieser Höhe wurden negative Wert- und Zahlungsstromänderungen vermieden.

Die Verbuchung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der so genannten Einfrierungsmethode.

Sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente imparitätisch bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Geschäfte, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit waren:

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31.03.2014 31.03.2013
Nominalwert Marktwert

T€
Nominalwert Marktwert

T€
--- --- --- --- ---
SWAP Geschäfte
SWAPS in TUSD 19.280 39 3.660 -11
SWAPS in TAUD 690 -2 1.550 6
SWAPS in TGBP 2.470 -8 2.650 -6

Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein.

3. Belegschaft

Im Durchschnitt waren 517 Mitarbeiter beschäftigt (VJ: 521 Mitarbeiter).

Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wie folgt:

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Mitarbeiter nach Gruppen 2013/2014

T€
2012/2013

T€
Service 57 56
Vertrieb 311 319
Verwaltung 127 125
495 500

4. Angaben zum Anteilsbesitz

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Name und Sitz Eigenkapital zum 31. März 2014 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis
1. Allgemeine Multimedia Service GmbH, Essen € 252.859 100,0 % T€ 228
2. MEDION Service GmbH, Essen € 123.531 100,0 % T€ 99
3. MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich € 828.725 100,0 % T€ 312
4. MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien GBP 794.272 100,0 % TGBP 187
5. MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark DKK 3.129.967 100,0 % TDKK 1.764
6. MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich € 665.939 100,0 % T€ 615
7. MEDION B.V., Panningen, Niederlande € 1.424.739 100,0 % T€ 774
8. MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien € 491.162 100,0 % T€ 253
9. MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz CHF 686.323 100,0 % TCHF 247
10. MEDION USA Inc., Delaware, USA USD 1.202.262 100,0 % TUSD -137
11. MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien AUD -3.422.501 100,0 % TAUD -4.273
12. MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien € 55.214 100,0 % T€ 13
13. MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 0 100,0 % HKD 0
14. LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 0 100,0 % HKD 0
15. MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China HKD 999.900 100,0 % HKD 0

Die MEDION AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB und zur Konzernrechnungslegung verpflichtet. Sie stellt gem. § 315 a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf.

5. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die MEDION hat von dem nahe stehenden Unternehmen MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen das Online-Vertriebsgeschäft für T€ 2.987 erworben.

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu Unternehmen des Lenovo-Konzerns, bei denen unmittelbar oder mittelbar kein 100prozentiger Anteilsbesitz besteht, und zu anderen nahestehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen.

Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind folgende Geschäftsbeziehungen darzustellen:

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2013/2014

T€
MEDION Unterhaltungsmedien Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen
Leistungen
von Medion AG 157
an Medion AG -2
Erbringen von Dienstleistungen von Medion AG 45
Kosten für Vertriebsaufwendungen -94
Mieten 4
Sonstiges -2.957
-2.847
Lifetec Electronics GmbH, Essen
Verkäufe -31
Provisionen -31
-62
MEDION Brachmann oHG, Essen
Lizenzen -5
-5
Lenovo PC HK Limited, Hong Kong
Leistungen
von MEDION AG 13.304
an MEDION AG -100.455
Sonstige Forderungen 3.436
Sonstige Verbindlichkeiten -613
Rabatte und Nachlässe 3.627
Forderungen aus Schadensfällen 1.075
Finanztransaktionen -687
Kurzfristige Kapitalüberlassung 200.000
Derivate Nominalwert 22.600
142.287
Lenovo (Deutschland) GmbH, Stuttgart
Leistungen
von MEDION AG 40
Sonstige Forderungen 36
an MEDION AG -137
-61
Lenovo France
Leistungen
Sonstige Forderungen 6
Sonstige Verbindlickeiten -172
-166
Lenovo Mexico S de R.L. de C.V.
Leistungen
von MEDION AG 70
an MEDION AG 0
70
Lenovo (Singapore) Pte. Ltd.
Leistungen
von MEDION AG 4.472
Sonstige Forderungen 407
Sonstige Verbindlickeiten -641
4.238
Lenovo Technology UK Ltd. (GB)
Leistungen
von MEDION AG 0
an MEDION AG -848
-848
Lenovo Germany Holding GmbH
Leistungen
verauslagte Kosten und Steuern -5.278
an MEDION AG 0
-5.278
Lenovo Insurance Pte Ltd.
Sonstige Verbindlichkeiten -670
-670
Lenovo Mobile Communication Technology Ltd.
an MEDION AG -62
-62
Lenovo Mobile Communication (Wuhan) Company Ltd.
an MEDION AG -2125
-2.125
Lenovo Spain S.L.
Sonstige Verbindlichkeiten -155
-155
Lenovo (United Stated) Inc.
Sonstige Forderungen 130
130
Lenovo (Asia Pacific) Limited
von MEDION AG 2
2
134.448

6. Angaben zum Konzernabschluss

Die MEDION AG wird seit dem 1. August 2011 in den Konzernabschluss der Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China, einbezogen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft bzw. über www.Lenovo.com erhältlich.

Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2014 eine Gesamtzahl von 38.647.508 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Stück (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt.

7. Vorstand

Im Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:

Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes),
Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes), Mitglied in anderem Aufsichtsrat: Adinotec AG, Griesheim -

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 756; Vorjahr: T€ 416) auf insgesamt T€ 2.406 (Vorjahr: T€ 2.475). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 285 S. 1 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird.

Der Vorstand hielt zum 31. März 2014 keine Aktien der Gesellschaft.

8. Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:

Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt

(Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main), Mitglied in anderem Aufsichtsrat: Carl Spaeter GmbH, Duisburg - stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates
Wai Ming Wong (Stellvertretender Vorsitzender), wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China, (Executive Vice President und Chief Financial Officer Lenovo). Wai Ming Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Wai Ming Wong übt jedoch bei folgenden ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus: China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China und Linmark Group Limited, Bermuda.
Gianfranco Lanci (Mitglied), wohnhaft in Mailand, Italien (gerichtlich bestellt am 19. Dezember 2013) (Executive Vice President und Chief Operating Officer Lenovo). Gianfranco Lanci ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übt vergleichbare Mandate bei ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus.
Milko van Duijl (Mitglied), wohnhaft in Conduit Road, Hongkong, Volksrepublik China (ausgeschieden am 6. Dezember 2013), (Senior Vice President und President Asia Pacific Lenovo). Milko van Duijl war nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übte vergleichbare Mandate bei ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus. Milko van Duijl hat sein Aufsichtsratsmandat mit Schreiben vom 6. Dezember 2013 mit sofortiger Wirkung aufgrund seines Ausscheidens aus dem Lenovo-Konzern, dem Mehrheitsgesellschafter der MEDION AG, unter Hinweis auf § 8 Ziff. 5. S. 1 der Satzung der Gesellschaft niedergelegt. Auf Antrag der Gesellschaft wurde Gianfranco Lanci zum Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich am 19. Dezember 2013 bestellt, um die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrats wiederherzustellen. Herr van Duijl ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten.

Herr Dr. Stützle erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 eine Vergütung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Herr Wai Ming Wong erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 eine Vergütung in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 50). Das Aufsichtsratsmitglied Herr Milko van Duijl erhält entsprechend der Dauer seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2013/2014 eine anteilige Vergütung in Höhe von T€ 34 (Vorjahr: T€ 50). Das Aufsichtsratsmitglied Herr Gianfranco Lanci erhält entsprechend der Dauer seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2013/2014 eine anteilige Vergütung in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 0). Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2013/2014 auf T€ 218 (Vorjahreszeitraum: T€ 220). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt.

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GJ 2013/2014 Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender

Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender

Milko van Duijl (bis 6. Dezember 2013) Mitglied

Gianfranco Lanci (seit 19. Dezember 2013) Mitglied

Gesamt

Vergütung 120.000,00 50.000,00 34.246,58 14.109,59 218.356,17
Gesamtsumme 120.000,00 50.000,00 34.246,58 14.109,59 218.356,17

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GJ 2012/2013 Dr. Rudolf Stützle Vorsitzender

Wai Ming Wong Stellv. Vorsitzender

Milko van Duijl Mitglied

Gesamt

Vergütung 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00
Gesamtsumme 120.000,00 50.000,00 50.000,00 220.000,00

Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2014 unverändert keine Aktien.

Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge nach § 285 S. 1 Nr. 9 a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichtes und zusammengefassten Konzernlageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird.

9. Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 31. März 2014 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach §§ 21, 22 und 25 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:

Die MEDION AG erhielt am 16. April 2014 folgende Mitteilungen:

Paul E. Singer, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Paul E. Singer, by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Paul E. Singer, by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Paul E. Singer controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.á r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.á r.l., Luxembourg. Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Braxton Associates, Inc., U.S.A. and Elliott Asset Management LLC, U.S.A.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Elliott Asset Management LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Asset Management LLC by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Asset Management LLC by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott Asset Management LLC controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.á r.I., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.á r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, and Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Braxton Associates, Inc., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Braxton Associates, Inc. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Braxton Associates, Inc. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Braxton Associates, Inc. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.á r.I., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, and Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Elliott Capital Advisors, L.P., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Capital Advisors, L.P. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Capital Advisors, L.P. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott Capital Advisors, L.P. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.I., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, and Hambledon, Inc., Cayman Islands.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Hambledon, Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Hambledon, Inc. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Hambledon, Inc. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Hambledon, Inc. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.I., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., and Elliott International, L.P., Cayman Islands.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Elliott International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International, L.P. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International, L.P. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott International, L.P. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.I., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Elliott International Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International Limited by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International Limited by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott International Limited controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.I., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Maidenhead LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Maidenhead LLC by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Maidenhead LLC by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Maidenhead LLC controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.I., Luxembourg, and Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,865,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,865,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, and Cornwall (Luxembourg) S.à r.I., Luxembourg.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,864,490 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, and Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Cornwall Verwaltungs GmbH, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, all voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall Verwaltungs GmbH by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly.

Out of the aggregated voting interest, there are no voting rights to be allotted to Cornwall Verwaltungs GmbH by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

Cornwall Verwaltungs GmbH controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Cornwall GmbH & Co. KG, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Out of the aggregated voting interest, all voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall GmbH & Co. KG by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held directly.

Out of the aggregated voting interest, there are no voting rights to be allotted to Cornwall GmbH & Co. KG by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG.

The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG:

Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014

Cornwall Verwaltungs GmbH, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3% on April 11, 2014 and amounts, as of such date, to 4.74% (this corresponds to 2,293,644 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights (this corresponds to 2,293,644 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Cornwall Verwaltungs GmbH pursuant to Sec. 22 para 1 sentence 1 No. 1 WpHG from the following undertaking which is controlled by Cornwall Verwaltungs GmbH and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany.

Cornwall GmbH & Co. KG, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3% on April 11, 2014 and amounts, as of such date, to 4.74% (this corresponds to 2,293,644 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Die MEDION AG erhielt am 17. April 2014 folgende Mitteilungen:

Elliott International Capital Advisors Inc., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 6 WpHG, whereby 10.02% of the voting rights (corresponding to 4,850,418 voting rights out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. from Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg.

Hambledon, Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are attributed to Hambledon, Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Hambledon, Inc. and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., and Elliott International, L.P., Cayman Islands.

Elliott International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are attributed to Elliott International, L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Elliott International, L.P. and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A.

Elliott International Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are attributed to Elliott International Limited pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Elliott International Limited and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A.

Maidenhead LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights).

10.02% of the voting rights (this corresponds to 4,851,418 out of a total of 48,418,400 voting rights) are attributed to Maidenhead LLC pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Maidenhead LLC and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg.

Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,851,418 out of a total of 48,418,400 voting rights).

10.02% of the aforementioned voting rights (this corresponds to 4,850,418 out of a total of 48,418,400 voting rights) are attributed to Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertaking which is controlled by Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. and whose holding of voting rights amounts to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg.

Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,850,418 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Die MEDION AG erhielt am 23. April 2014 folgende Mitteilungen:

Cornwall GmbH & Co. KG, Schönefeld, Germany, informed Medion AG on April 23, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights).

Cornwall Verwaltungs GmbH, Schönefeld, seat in Berlin, Germany, informed Medion AG on April 23, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights).

All of the aforementioned voting rights are attributed to Cornwall Verwaltungs GmbH pursuant to Sec. 22 para 1 sentence 1 No. 1 WpHG from the following undertaking which is controlled by Cornwall Verwaltungs GmbH and whose holding of voting rights amounts to 3% or more in Medion AG: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany.

Die MEDION AG erhielt am 24. April 2014 folgende Mitteilungen:

Paul E. Singer, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that his share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Paul E. Singer - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Paul E. Singer pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott Asset Management LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Elliott Asset Management LLC - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott Asset Management LLC pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Braxton Associates, Inc., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Braxton Associates, Inc. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Braxton Associates, Inc. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott Capital Advisors, L.P., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Elliott Capital Advisors, L.P. - directly or indirectly -by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott Capital Advisors, L.P. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Hambledon, Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Hambledon, Inc. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Hambledon, Inc. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Elliott International, L.P. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott International, L.P. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Elliott International Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Elliott International Limited - directly or indirectly -by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott International Limited pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Maidenhead LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Maidenhead LLC - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Maidenhead LLC pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,865,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Cornwall Verwaltungs GmbH, Schönefeld, seat in Berlin, Germany, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Cornwall Verwaltungs GmbH - directly or indirectly -by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Cornwall Verwaltungs GmbH pursuant to Secs. 21, 22 WpHG.

Cornwall GmbH & Co. KG, Schönefeld, Germany, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights).

There are no voting rights held by Cornwall GmbH & Co. KG - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG.

10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Cornwall GmbH & Co. KG pursuant to Sec. 21 WpHG.

10. Corporate Governance - Erklärung nach § 161 AktG

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 13. Mai 2013.

Am 30. Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Essen, 28. Mai 2014

Gerd Brachmann, Vorsitzender

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes des Vorstandes

Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 sowie § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Essen, 28. Mai 2014

Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes

Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MEDION AG, Essen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 2. Juni 2014

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer

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