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Medigene AG

Quarterly Report May 27, 2015

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Quarterly Report

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MEDIGENE AG

PLANEGG/MARTINSRIED

Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2015

KONZERN-ZWISCHENBERICHT Q1-2015/3M-2015 ZUM 31. MÄRZ 2015

KENNZAHLEN IM ERSTEN QUARTAL 2015

Steigerung der Veregen -Lizenzerträge um 39 % auf 589 T€ (Q1-2014: 423 T€)
Reduzierung der Gesamterlöse um 31 % auf 1.686 T€ (Q1-2014: 2.430 T€) durch geringere Veregen®-Einmalzahlung
Signifikante Erhöhung der F & E-Ausgaben im Bereich Immuntherapien auf 1.166 T€ (Q1-2014: 145 T€)
Planmäßige Erhöhung des EBITDA-Verlusts um 41 % auf 2.042 T€ (Q1-2014: 1.452 T€)

WICHTIGSTE EREIGNISSE SEIT JAHRESBEGINN 2015

Phase I/III-Studie mit DC-Vakzine zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) gestartet
Lizenziertes EU Patent auf den Prozess zur Herstellung der DC-Vakzinen erteilt
Frühe klinische Daten zu DC-Vakzinen auf AACR-Congress, USA, durch akademischen Partner Oslo University präsentiert
Publikation zu TCRs in „Nature Biotechnology" erschienen
Positiven Entscheid über Marktzulassung von Veregen® in acht weiteren europäischen Ländern erhalten

VORBEMERKUNGEN

Medigene entwickelt Medikamente gegen Krebs- und Autoimmunerkrankungen

Die Medigene AG, Planegg/Martinsried (im Folgenden „Medigene` oder „Konzern"), ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung neuartiger Medikamente gegen Krebs- und Autoimmunerkrankungen konzentriert und sich auf personalisierte T-Zell-gerichtete Immuntherapien fokussiert.

Stand des Produktportfolios und der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Medigene entwickelt drei komplementäre Immuntherapie-Plattformen (DC-Vakzine, T-Zell-Rezeptor (TCR)-veränderte T-Zellen und T-Zell-spezifische monoklonale Antikörper, TABs) mit ersten Produktkandidaten in der klinischen und präklinischen Entwicklung. Darüber hinaus verfügt Medigene über ein vermarktetes Medikament, Veregen®, das von Partnerunternehmen vertrieben wird. Medigene hat die beiden klinischen Medikamentenkandidaten EndoTAG°-1 und RhuDexe an Partnerunternehmen auslizenziert, die die weitere klinische Entwicklung übernehmen. Zudem verfügt Medigene über die Impfstofftechnologie AAVLP.

Immuntherapien in der Entwicklung

DC-Vakzinen (DCs)

Mit Medigenes am weitesten fortgeschrittener Plattform entwickelt das Unternehmen antigen-spezifische dendritische Zell (DC)-Vakzinen der neuen Generation. Dendritische Zellen (englisch: Dendritic Cells, DC) sind in der Lage, Antigene aufzunehmen, zu prozessieren und sie so auf ihrer Zelloberfläche zu präsentieren, dass antigen-spezifische T-Zellen aktiviert und dadurch zur Reifung und Teilung angeregt werden. Die T-Zellen werden dadurch in die Lage versetzt, Antigen-tragende Tumorzellen zu erkennen und zu eliminieren. Ebenso können dendritische Zellen natürliche Killerzellen (= NK-Zellen) dazu aktivieren, Tumorzellen anzugreifen. Das Team von Medigene Immunotherapies hat neue, schnelle und wirksame Verfahren entwickelt, um autologe, d. h. körpereigene, dendritische Zellen reifen zu lassen und so aufzubereiten, dass sie T-Zellen wie auch NK-Zellen aktivieren können. Die dendritischen Zellen können mit unterschiedlichen Tumor-Antigenen versehen werden, um verschiedene Tumorarten zu behandeln.

Anfang März 2015 erteilte das Europäische Patentamt das Patent Nr. 2004807 mit dem Titel „Zusammensetzung für die Präparation reifer dendritischer Zellen". Das Patent bezieht sich auf den Prozess zur Herstellung reifer dendritischer Zellen, der von Wissenschaftlern der heutigen Medigene Immunotherapies mit entwickelt wurde. Das Patent wird eine Laufzeit bis 2027 besitzen und wurde vom Helmholtz Zentrum München exklusiv an Medigene Immunotherapies lizenziert.

Ende März 2015 hat Medigene eine klinische Phase IIII-Studie mit der DC-Vakzine zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) gestartet. Die Universitätsklinik Oslo in Norwegen, das führende klinische Zentrum der Studie, hat zu diesem Zeitpunkt mit der Identifizierung geeigneter Studienteilnehmer begonnen. Diese Studie ermöglicht Medigene eine erste eigene (company sponsored) klinische Prüfung ihrer personalisierten DC-Vakzine in Ergänzung zu bereits laufenden akademischen klinischen Phase IIII- und Phase II-Studien. Dabei wird Medigenes Studie weitere Daten zur klinischen Anwendbarkeit und Sicherheit der aktiven Immuntherapie gewinnen.

Zudem werden die DC-Vakzinen derzeit in zwei klinischen prüfarzt-initiierten Studien getestet: Eine klinische Phase IIII-Studie zur Behandlung akuter myeloischer Leukämie (AML) läuft am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München und eine klinische Phase II-Studie zur Behandlung von Prostatakrebs an der Universitätsklinik Oslo. Darüber hinaus wird an der Universitätsklinik Oslo, Abteilung Zelluläre Therapie, ein „Compassionate Use Programm"1 durchgeführt. Medigene konzentriert sich auf die Weiterentwicklung der DC-Vakzinen in Blutkrebserkrankungen.

Positive frühe klinische Daten aus dem laufenden Compassionate-Use-Programm wurden im April 2015 von Prof. Dr. Gunnar Kvalheim, Universitätsklinik Oslo, auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) in Philadelphia, USA, präsentiert. Die Posterpräsentation mit dem Titel "A new generation of dendritic cells to improve cancer therapy shows prolonged progression-free survival in patients with solid tumors" zeigte Daten von Patienten mit verschiedenen Tumorarten, die in dieses Programm aufgenommen wurden.

T-Zell-Rezeptor-basierte adoptive T-Zell-Therapie (TCRs)

Medigenes zweite Plattform im Bereich der Immuntherapien zielt darauf ab, körpereigene T-Zellen des Patienten mit tumorspezifischen T-Zell-Rezeptoren auszurüsten. Die rezeptor-modifizierten T-Zellen sind dann in der Lage, Tumorzellen zu entdecken und effizient zu zerstören. Dieser immuntherapeutische Ansatz versucht die bestehende Toleranz gegenüber den Krebszellen und die tumor-induzierte Immunsuppression im Patienten zu überwinden, indem die T-Zellen des Patienten außerhalb des Körpers (ex-vivo) aktiviert und modifiziert werden. Eine große Anzahl an spezifischen T-Zellen die den Tumor bekämpfen können, kann für Patienten innerhalb kurzer Zeit verfügbar gemacht werden.

Medigene baut im Rahmen dieser Plattform eine umfassende Bibliothek an rekombinanten T-Zell-Rezeptoren auf. Zudem wird derzeit ein Verfahren zur Kombination dieser Rezeptoren mit patienteneigenen T-Zellen gemäß den regulatorischen GMP-Standards (Good Manufacturing Practice, GMP) etabliert.

Im März 2015 wurde ein wissenschaftlicher Artikel zu T-Zell-Rezeptoren mit optimaler Krebs-Antigen-Affinität in dem renommierten Fachjournal "Nature Biotechnology" (doi:10.10381nbt.3147 - veröffentlicht am 16.3.15) publiziert. Die dort präsentierten, positiven Forschungsergebnisse stellen eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die klinische Entwicklung des TCR-basierten T-Zell-Therapie-Ansatzes dar. Die Ergebnisse wurden innerhalb einer Forschungsallianz von Prof. Dr. Thomas Blankenstein, Direktor des Institutes für Immunologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und Arbeitsgruppenleiter am Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin, in enger Kooperation mit Prof. Dr. Dolores Schendel, heute Vorstand für Forschung & Entwicklung der Medigene AG, generiert. Diese Allianz wird seit 2006 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt, der Medigene Immunotherapies als Mitglied angehört.

1 Klinischer Heilversuch (Compassionate Use): Ärztlich angeordneter Einsatz noch nicht zugelassener Arzneimittel bei Patienten mit besonders schweren Krankheitsverläufen ohne Therapiealternativen

T-Zell-spezifische monoklonale Antikörper (TABs)

Die dritte Produktplattform dient der Generierung von monoklonalen Antikörpern, die unterschiedliche T-Zellen erkennen und unterscheiden können (TABs = T cell-specific AntiBodies). Diese T-Zell-spezifischen Antikörper sollen im Körper unerwünschte T-Zellen entfernen, um T-Zell-vermittelte Erkrankungen wie z. B. T-Zell-Leukämie oder Autoimmunerkrankungen zu behandeln. Mithilfe der Plattform können monoklonale Antikörper mit der Fähigkeit zur Unterscheidung verschiedener T-Zellen produziert und charakterisiert werden. In präklinischen Studien wurde ein Nachweis der technischen Machbarkeit (proof of technology) erbracht.

AAVLP-Technologie

Neben den T-Zell-gerichteten Immuntherapien verfügt Medigene mit dem AAVLP (adeno-associated virus-like particles)-Programm über eine innovative Technologieplattform für prophylaktische und therapeutische Impfstoffe. Hierzu werden vom AAV (Adeno-assoziiertes Virus) abstammende nicht infektiöse, virus-ähnliche Partikel als Träger für Epitope verwendet. Dem Immunsystem auf diese Weise präsentierte Epitope führen zur Produktion von Antikörpern. Diese Antikörper erkennen wiederum das entsprechende Epitop z. B. auf Krankheitserregern oder auf entarteten Krebszellen und führen somit zur Bekämpfung bzw. zum Schutz vor der jeweiligen Erkrankung. Bei der Erforschung der AAVLP-Technologie zur Behandlung von Infektions- und Krebserkrankungen werden zwei Ansätze verfolgt. Einer ist der direkte Einbau von bekannten Epitopen. Der zweite Ansatz ist die Verwendung von AAV-Bibliotheken. Die AAV-Bibliothek enthält statt definierten Epitopen eine Zufallssequenz. Über geeignete Screening-Verfahren können gezielt neuartige Impfstoffkandidaten selektioniert werden. Der entscheidende Vorteil dieser Technologie liegt darin, das Wirkprinzip vorhandener, therapeutisch wirksamer Antikörper erstmals direkt in einen aktiven Impfstoff übersetzen zu können. Eine präklinische Langzeitstudie in Kooperation mit der Pennsylvania State University, welche den Langzeitschutz und die Kreuzreaktivität gegen die Infektion von verschiedenen HPV-Typen zeigen soll, erzielte positive Ergebnisse.

Verpartnerte Medikamente

Folgende Medikamente bzw. Medikamentenkandidaten werden durch Partner vermarktet bzw. entwickelt:

Weltweite Partner: Veregen®

Das Medikament Veregen® zur Behandlung von Genitalwarzen wurde von Medigene entwickelt und erzielt Umsätze aus Lizenzeinnahmen, Produktlieferungen und Meilensteinzahlungen. Veregen® ist bisher in den USA und Kanada, in 15 europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Serbien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Belgien, Dänemark, Finnland) und Taiwan auf dem Markt und ist in weiteren Ländern zugelassen. Im Februar 2015 haben die Zulassungsbehörden weiterer acht europäischer Länder, darunter zwei der wichtigsten Pharmamärkte (Großbritannien und Italien) die Anträge auf Marktzulassung der Veregen®-Salbe im Rahmen des Verfahrens der gegenseitigen Anerkennung positiv bewertet. Mit dieser verbindlichen Entscheidung ist gesichert, dass die formalen Erteilungen der Marktzulassungen in den nächsten Monaten durch die jeweiligen nationalen Zulassungsbehörden in Italien, Portugal, Lettland und Litauen erfolgen werden. In Großbritannien, Irland, Kroatien und Estland wurden die nationalen Marktzulassungen bereits in den letzten Wochen erteilt. Durch den positiven Entscheid hat Medigene die Prozesse zur Marktzulassung von Veregen® in Europa weitgehend abgeschlossen. Die sukzessive Markteinführung der Veregen®-Salbe zur Behandlung von Genitalwarzen in den neuen Märkten wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2015 beginnen. Für die Vermarktung von Veregen® bestehen Vereinbarungen mit zahlreichen Partnern weltweit.

Veregen ist ein innovatives Medikament, das auf einem definierten Extrakt aus grünen Teeblättern basiert, der in einem komplexen und spezifisch entwickelten Verfahren hergestellt wird. Veregen® zeigte in verschiedenen wissenschaftlichen Studien bei sehr guter Verträglichkeit eine vollständige Abheilung der Genitalwarzen bei mehr als 60 % der Patienten. Die amerikanische Gesundheitsbehörde (Centers for Disease Control and Prevention) empfiehlt in ihren aktuellen Therapierichtlinien für sexuell übertragbare Krankheiten Sinecatechins 15 % Salbe (Veregen®) als eine Möglichkeit zur Behandlung von Genitalwarzen. Weiterhin wurde Sinecatechins 10 % und 15 % Salbe (Veregen®) in die aktuelle europäische Leitlinie („2012 European Guideline for the Management of Anogenital Warts") zur Behandlung von Genitalwarzen aufgenommen.

SynCore Biotechnology Co., Ltd.: EndoTAG°-1

Der klinische Medikamentenkandidat EndoTAG®-1 ist eine innovative Zusammensetzung aus dem etablierten Zytostatikum Paclitaxel in Kombination mit neutralen und positiv geladenen Lipiden. Aufgrund dieser positiven Ladung interagiert EndoTAG®-1 mit sich neu bildenden, negativ geladenen Endothelzellen, welche besonders für die Bildung von Tumorblutgefäßen notwendig sind. Die EndoTAG®-1-Paclitaxel-Komponente greift die aktivierten, sich teilenden Endothelzellen an und zielt so auf die Blutversorgung von Tumoren. Endothelzellen von gesundem Gewebe sind davon nicht betroffen. EndoTAG®1 soll somit die Bildung neuer Tumorblutgefäße verhindern und das Wachstum von Tumoren hemmen.

Medigene hat mit EndoTAG®-1 zwei Studien der klinischen Phase II in den Indikationen Bauchspeicheldrüsenkrebs und dreifach rezeptor-negativem Brustkrebs (TNBC) erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der bestehenden Lizenzvereinbarung mit dem Partner SynCore Biotechnology Co., Ltd. (im Folgenden „SynCore") übernimmt SynCore die vollständige Verantwortung und Finanzierung der geplanten globalen Phase III-Studie mit EndoTAG®-1 in der Indikation TNBC und erhielt im Gegenzug die weltweiten Vermarktungsrechte an EndoTAG®-1. Medigene erhielt von SynCore eine Vorab- und eine Meilensteinzahlung und hat Anrecht auf weitere Zahlungen in Abhängigkeit vom Erreichen bestimmter Entwicklungs- und Zulassungsmeilensteine sowie Lizenzzahlungen aus Umsatzbeteiligungen nach Marktzulassung von EndoTAG®-1.

Dr. Falk Pharma GmbH: RhuDex®

Der Medikamentenkandidat RhuDex® ist ein oraler, krankheitsmodifizierender Wirkstoff der gegen Autoimmunkrankheiten entwickelt wird. Es handelt sich um einen CD80-Antagonisten, der eine unerwünschte Aktivierung und Vermehrung von T-Zellen blockiert und somit immunmodulierend und entzündungshemmend wirkt.

Die Sicherheit und Verträglichkeit von RhuDex® konnte in mehreren klinischen Phase I-Studien gezeigt werden. In der Indikation rheumatoide Arthritis hat Medigene eine Phase IIa-Pilotstudie erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2014 schloss Medigene eine exklusive globale Lizenzvereinbarung mit dem Pharmaunternehmen Dr. Falk Pharma GmbH (im Folgenden „Falk Pharma") für die Entwicklung und Vermarktung des Medikamentenkandidaten RhuDex® in den Indikationsbereichen Hepatologie und Gastroenterologie ab. In diesen Bereichen übernimmt Falk Pharma die Verantwortung und sämtliche Kosten für die künftige Entwicklung und Vermarktung von RhuDex®. Medigene erhielt von Falk Pharma eine Einmalzahlung und hat Anrecht auf künftige Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen für RhuDex® im zweistelligen Prozentbereich. Falk Pharma fokussiert zunächst auf die Entwicklung von RhuDex® in der Indikation Primär biliäre Zirrhose (PBC). Die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für RhuDex® in der Indikation rheumatoide Arthritis, Psoriasis sowie in weiteren Autoimmunerkrankungen bleiben bei Medigene.

ERTRAGSLAGE

Gesamterlöse

Medigene erzielte mit dem Medikament Veregen® in den ersten drei Monaten 2015 Umsatzerlöse aus Lizenzeinnahmen und Produktlieferungen. Dabei stiegen die Lizenzeinnahmen aus Umsatzbeteiligungen (Royalties) wegen höherer Marktumsätze um 39 % auf 589 T€ (Q1-2014: 423 T€) an, während die Umsätze aus Produktlieferungen an die Vertriebspartner aufgrund gefüllter Lagerbestände auf 125 T€ (Q1-2014: 226 T€) sanken. Im Vergleichszeitraum 2014 hatte Medigene zudem Meilensteinzahlungen für Produktverkäufe in Höhe von 680 T€ vereinnahmt, wovon der größte Teil auf die Einmalzahlung für den Vertragsabschluss mit dem neuen Vertriebspartner Taurus Pharma GmbH entfiel. Insgesamt betrugen Medigenes Umsatzerlöse für Veregen® damit im Berichtszeitraum 714 T€ (Q1-2014: 1.329 T€).

Zudem erzielte Medigene im Berichtszeitraum sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 972 T€ (Q1-2014: 1.101 T€). Sie bestehen zum einen aus Kostenerstattungen für Entwicklungsaufwendungen für den auslizenzierten Medikamentenkandidaten EndoTAG®-1 durch den Lizenznehmer SynCore, die aufgrund geringerer Entwicklungskosten bei Medigene für diesen Medikamentenkandidaten im Berichtszeitraum auf 317 T€ sanken (Q1-2014: 441 T€). Zum anderen verbuchte Medigene regelmäßige, nicht zahlungswirksame Erträge in Höhe von 623 T€ (Q1-2014: 623 T€) im Zusammenhang mit einem Vertrag mit dem US-Finanzinvestor Cowen Healthcare Royalty Partners II, L.P., USA (im Folgenden „Cowen") für Medigenes ehemaliges Medikament Eligard®.

Medigenes Gesamterlöse sanken damit im Berichtszeitraum im Wesentlichen aufgrund geringerer Meilensteinzahlungen für Veregen® und geringerer Kostenerstattungen für EndoTAG®-1 auf 1.686 T€ (Q1-2014: 2.430 T€).

GEKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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IN T€ Q1-2015 UNGEPRÜFT Q1-2014 UNGEPRÜFT VERÄNDERUNG
Umsatzerlöse Veregen® 714 1.329 -46%
davon Lizenzeinnahmen aus Umsatzbeteiligungen 589 423 39%
davon Umsätze aus Produktlieferungen 125 226 -45%
davon Meilensteinzahlungen 0 680 -
Sonstige betriebliche Erträge 972 1.101 -12%
Gesamterlöse 1.686 2.430 -31%
Beschaffungskosten der Erlöse -268 -267 0%
Bruttoergebnis 1.418 2.163 -34%
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten --1.740 --2.210 -21%
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.932 -1.596 21%
Betriebsergebnis -2.254 -1.643 37%
Periodenergebnis -3.672 -2.044 80%

Beschaffungskosten der Erlöse

Die Beschaffungskosten der Erlöse betrugen im ersten Quartal 2015 268 T€ (Q1-2014: 267 T€). Sie beinhalten die Kosten für den Verkauf des Produkts Veregen® sowie die Beteiligung an den Verkaufserlösen in Form von Lizenzzahlungen an Partnerunternehmen.

Bruttoergebnis

Das Bruttoergebnis sank im ersten Quartal 2015 um 34 % auf 1.418 T€ (Q1-2014: 2.163 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die im ersten Quartal 2014 erhaltenen Meilensteinzahlungen für den Vertragsabschluss mit einem Vermarktungspartner für Veregen® sowie auf im ersten Quartal 2015 geringere Kostenerstattungen für EndoTAG®-1 zurückzuführen. Für die mit Veregen® erzielte Bruttomarge besteht eine Abhängigkeit vom Euro-US-Dollar-Wechselkursverhältnis, welches sich im Berichtszeitraum positiv auf die Marge auswirkte.

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Im Periodenvergleich sanken die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten von 2.210T€ (Q1-2014) auf 1.740 T€ im ersten Quartal 2015. Sie verteilen sich auf 554 T€ (Q1-2014: 563 T€) an Vertriebskosten und 1.186 T€ (Q1-2014: 1.647 T€) an allgemeinen Verwaltungskosten. Im ersten Quartal 2014 waren Einmalzahlungen für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Trianta Immunotherapies GmbH (heute: Medigene Immunotherapies GmbH) angefallen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich im ersten Quartal 2015 planmäßig um 21 % auf 1.932 T€ (Q1-2014: 1.596 T€). Der Anstieg dieser Kasten ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Ausgaben für präklinische und klinische Studien für Medigenes Immuntherapien zurückzuführen, die sich in den ersten drei Monaten 2015 signifikant auf 1.166 T€ erhöhten (Q1-2014: 145 T€). Die für EndoTAG®-1 entstehenden Entwicklungsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum auf 631 T€ (Q1-2014: 691 T€). Diese Entwicklungsaufwendungen werden überwiegend vom Partner SynCore erstattet und bei den sonstigen betrieblichen Erträgen als F & E-Zahlungen von Partnern verbucht.

EBITDA

Medigenes EBITDA wird aus dem Periodenergebnis abgeleitet und enthält keine Steuern, kein Finanzergebnis, keine Währungsgewinne/-verluste, keinen Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen und keine Abschreibungen. Der EBITDA-Verlust stieg im ersten Quartal 2015 auf -2.042 T€ (Q1-2014: -1.452 T€). Dies ist insbesondere auf geringere Meilensteinzahlungen für Veregen®, geringere Kostenerstattungen für auslizenzierte Medikamente sowie auf höhere Forschungs- und Entwicklungskosten für Medigenes Immuntherapieprogramme zurückzuführen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen betrugen im ersten Quartal 2015 212 T€ (Q1-2014: 191 T€).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich in der Berichtsperiode auf -363 T€ (Q1-2014: -372 T€) und enthält im Wesentlichen die nicht zahlungswirksamen Zinsaufwendungen in Höhe von 342 T€ (Q1-2014: 374 T€), die aus der Bewertung der Finanzschuld gegenüber Cowen resultieren.

Währungsgewinne/-verluste

Im ersten Quartal 2015 entstanden aufgrund des starken US-Dollar-Kurses Währungsverluste in Höhe von 1.036 T€ netto (Q1-2014: Währungsgewinne in Höhe von 29 T€ netto). Die Währungsverluste in der Berichtsperiode resultieren im Wesentlichen aus der nicht zahlungswirksamen Bewertung der Finanzschuld gegenüber Cowen.

Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen

Der Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen belief sich in den ersten drei Monaten 2015 auf -19 T€(Q1-2014: -58 T€) und entfiel hauptsächlich auf das assoziierte Unternehmen Catherex, Inc.

3-Monatsergebnis 2015

In den ersten drei Monaten 2015 erhöhte Medigene den Nettoverlust auf 3.672 T€ (Q1-2014: 2.044 T€). Dies ist zum großen Teil auf Währungsverluste aus der nicht-zahlungswirksamen Bewertung der Finanzschuld gegenüber Cowen in Höhe von 1.531 T€ im ersten Quartal 2015 und der in der Vergleichsperiode erhaltenen Meilensteinzahlung für Veregen® zurückzuführen.

Ergebnis je Aktie

Im ersten Quartal 2015 betrug der Verlust je Aktie 0,26 € (gewichtete durchschnittliche Aktienzahl unverwässert und verwässert: 13.941.923) im Vergleich zum Verlust der Vorjahresperiode von 0,19 € je Aktie (Q1-2014: gewichtete durchschnittliche Aktienzahl unverwässert und verwässert: 10.595.916).

FINANZLAGE

Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich im ersten Quartal 2015 um 38 % auf 1.777 T€ (Q1-2014: 2.852 T€). Daraus ergab sich ein durchschnittlicher monatlicher Barmittelverbrauch von unter 0,6 Mio. € (Q1-2014: 1,0 Mio. €). Der Großteil des Mittelabflusses resultiert aus den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Verwaltung. Der Barmittelverbrauch aus laufender Geschäftstätigkeit ist für die künftige Entwicklung nur von eingeschränkter Aussagekraft, da dieser wesentlich von einmaligen Zahlungen im Rahmen von Partnerschaften ebenso beeinflusst wird wie von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, deren Höhe vom Projektstatus abhängt.

VERÄNDERUNG DER LIQUIDEN MITTEL

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IN T€ Q1-2015 UNGEPRÜFT Q1-2014 UNGEPRÜFT VERÄNDERUNG
Mittelzu-/-abfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit -1.777 -2.852 -38%
aus Investitionstätigkeit -53 -37 43%
aus Finanzierungstätigkeit 0 -58 -
Abnahme liquider Mittel --1.830 -2.947 -38%
Liquide Mittel, Anfangsbestand 14.976 10.166 47%
Wechselkursschwankungen -1 2 -150%
Liquide Mittel, Endbestand 13.145 7.221 82%

Zum Stichtag 31. März 2015 belief sich der Bestand an liquiden Mitteln auf 13.145 T€ (31. Dezember 2014: 14.976 T€).

VERMÖGENSLAGE

ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR

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IN T€ 31.3.2015 UNGEPRÜFT 31.12.2014 VERÄNDERUNG
Aktiva
Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 36.957 37.116 0%
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.212 2.212 0%
Finanzielle und langfristige sonstige Vermögenswerte 4.830 4.508 7%
Anteile an assoziierten Unternehmen 3.130 2.781 13%
Liquide Mittel 13.145 14.976 -12%
Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.861 6.139 12%
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 2.593 3.551 -27%
Bilanzsumme 69.728 71.283 -2%
Passiva
Eigenkapital 45.857 49.071 -7%
Langfristige Schulden 15.115 14.457 5%
Kurzfristige Schulden 8.756 7.755 13%
Bilanzsumme 69.728 71.283 -2%
Liquiditätsdeckungsgrad in % (Liquide Mittel x 100 / Bilanzsumme) 19 21
Eigenkapitalquote in % (Eigenkapital x 100 / Bilanzsumme) 66 69

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl belief sich zum Stichtag auf 69 (Q1-2014: 61). Die Mitarbeiterzahl gerechnet auf Vollzeitäquivalente (FTE) stieg im ersten Quartal 2015 auf 62 (Q1-2014: 58) aufgrund der Übernahme weiterer Mitarbeiter für die Medigene Immunotherapies GmbH. Der Personalaufwand betrug in der Berichtsperiode 1.758 T€ (Q1-2014: 1.597 T€).

Nahestehende Unternehmen und Personen

Detaillierte Informationen zu den nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang auf Seite 22 dargestellt.

Segmentinformationen

Detaillierte Informationen zu den Segmenten sind im Anhang auf Seite 20 f. dargestellt. Das Segment „Immuntherapien" wurde erstmals einzeln ausgewiesen, da sich der Fokus des Konzerns auf die Immuntherapien verlagert hat.

Risikobericht

Die im Konzern bestehenden Risiken sind ausführlich im Risikobericht des veröffentlichten Konzernlageberichts 2014 beschrieben. Zum Stichtag 31. März 2015 haben sich gegenüber den dort beschriebenen Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

Finanzierungsrisiken

Seit der Gründung der Medigene AG im Jahr 1994 hat das Unternehmen in fast jedem Geschäftsjahr operative Verluste ausgewiesen, da die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung die jeweiligen Umsätze beziehungsweise das jeweilige Bruttoergebnis überstiegen. Das künftige Erreichen der Profitabilität hängt von operativen Fortschritten sowie von strategischen Entscheidungen des Unternehmens ab und ist noch nicht gesichert.

Aufgrund des Liquiditätszuflusses in Höhe von brutto 15,9 Mio. € aus der im Juli 2014 abgeschlossenen Kapitalerhöhung und der damit zusammenhängenden aktuellen Liquiditätsplanung geht der Vorstand ohne Berücksichtigung von potenziellen Lizenzpartnerschaften oder Kapitalmaßnahmen von einer weiterhin vollständigen Finanzierung der Gesellschaft bis ins zweite Quartal 2016 aus. Darüber hinaus können Einsparmaßnahmen die Reichweite der Barmittel bis zum Ende des zweiten Quartals 2016 verlängern. Zur weiteren Finanzierung über das zweite Quartal 2016 hinaus sind zusätzliche Finanzmittel aus externen Quellen notwendig. Die Fähigkeit, diese zusätzlichen Mittel aufzubringen, ist von finanziellen, wirtschaftlichen und anderen Faktoren abhängig, auf die das Management nur begrenzt Einfluss hat. Zu diesen Faktoren zählen auch die im Rahmen von Medigenes Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erzielten Resultate. Es kann sein, dass Medigene nicht immer ausreichende Mittel zu akzeptablen Bedingungen zur Verfügung stehen. In diesem Fall müsste Medigene möglicherweise Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Produktion, Marketing oder Verwaltung reduzieren. Der Vorstand geht zum jetzigen Zeitpunkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass diese zusätzlichen Mittel rechtzeitig eingeworben werden können. Das Unternehmen könnte diese Finanzmittel z. B. aus weiteren Partnerschaften mit Pharmagesellschaften oder durch Kapitalmaßnahmen erhalten.

Risikomanagementsystem

Medigenes Management begegnet den im Konzern bestehenden Risiken mittels eines umfassenden Risikomanagementsystems. Zur Beschreibung dieses Systems wird auf den am 25. März 2015 veröffentlichten Konzernlagebericht 2014 verwiesen.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Finanzprognose 2015

Das Unternehmen bestätigt seine Finanzprognose und erwartet im Jahr 2015 basierend auf Annahmen der Partner ein Wachstum der Veregen®-Lizenzeinnahmen im zweistelligen Prozentbereich (2014: 2,4 Mio. €) und trotz geringerer Meilensteinzahlungen stabile Veregen®-Gesamterlöse (2014: 5,2 Mio. €). Zusätzlich wird Medigene sonstige betriebliche Erlöse erzielen, die sich insbesondere aus Erstattungen für Entwicklungskosten für EndoTAG®1 durch SynCore sowie aus den mit dem Vorjahr vergleichbaren nicht zahlungswirksamen Erträgen von Cowen zusammensetzen. Das Unternehmen plant die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für seine Immuntherapieprogramme deutlich zu erweitern. Im Jahr 2015 sollen diese Aufwendungen voraussichtlich 7 - 9 Mio. € (2014: 2,9 Mio. €) betragen. Im Wesentlichen aufgrund dieser erhöhten Investitionen in Medigenes Innovationen wird der EBITDA-Verlust voraussichtlich auf 11 - 13 Mio. € (2014: 2,1 Mio. €) ansteigen.

Auf Basis der aktuellen Geschäftsplanung und der daraus entwickelten Szenarien geht das Management davon aus, dass das Unternehmen ohne Berücksichtigung von potenziellen Lizenzpartnerschaften oder Kapitalmaßnahmen bis ins zweite Quartal 2016 finanziert ist. Darüber hinaus können Einsparmaßnahmen die Reichweite der Barmittel bis zum Ende des zweiten Quartals 2016 verlängern. Zur weiteren Finanzierung über das zweite Quartal 2016 hinaus sind zusätzliche Finanzmittel aus externen Quellen notwendig und der Vorstand geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass diese Mittel eingeworben werden können. Das Unternehmen könnte diese Finanzmittel z. B. aus weiteren Partnerschaften mit Pharmagesellschaften oder durch Kapitalmaßnahmen erhalten.

Immuntherapien:

DC-Vakzine (DCs)

Die laufenden prüfarzt-initiierten Studien (IITs) an der Universitätsklinik Oslo (Phase II-Studie in Prostatakrebs) und an der Universitätsklinik München (Phase IIII-Studie in akuter myeloischer Leukämie, AML) werden fortgesetzt. An der Universitätsklinik Oslo läuft zudem ein Compassionate Use- (Heilversuch-) Programm mit Medigenes DC-Vakzinen, das Patienten mit verschiedenen Tumorarten einschließt. Die vor Kurzem begonnene eigene klinische Studie in der Indikation akute myeloische Leukämie (AML) von Medigene wird weitere klinische Daten zur Anwendbarkeit und Sicherheit von Medigenes personalisierten DC-Vakzinen erheben.

TCR-veränderte T-Zellen (TCRs)

Für die adoptive T-Zell Therapie mit TCR-veränderten T-Zellen wird die Entwicklung eines GMP-konformen Herstellungsprozesses fortgeführt. Medigene bereitet die klinische Entwicklung erster Produktkandidaten vor. Zudem werden neue TCRs spezifisch für vielversprechende Tumor-assoziierte Antigene isoliert und charakterisiert.

TABs

Die präklinische Entwicklung der Anti-TCR monoklonalen Antikörper (TABs) wird weitergeführt mit dem Ziel, „proof of

principle" zu erreichen.

Verpartnerte Medikamente

Folgende Medikamente bzw. Medikamentenkandidaten werden durch Partner vermarktet bzw. entwickelt:

Veregen

Medigenes Partner gehen davon aus, dass die schrittweise Markteinführung in den Ländern Großbritannien, Irland, Italien,

Portugal, Kroatien, Lettland, Litauen und Estland voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2015 beginnt.

EndoTAG®-1

SynCore bereitet eine zulassungsrelevante internationale Phase III-Studie in der Indikation dreifach rezeptor-negativer Brustkrebs (TNBC) vor und übernimmt die vollständige Verantwortung und Finanzierung dieser Studie.

RhuDex

Falk Pharma führt ein umfassendes Entwicklungsprogramm durch mit dem Ziel, RhuDex® optimal in der Indikation Primär

biliäre Zirrhose (PBC) zu entwickeln. Der Start klinischer Studien wird jeweils mit Studienstart bekannt gegeben.

Sonstige Technologien:

AAVLP-Technologie

Die Endergebnisse der präklinischen Studie in Kooperation mit der Pennsylvania State University zum Langzeitschutz und zur Kreuzreaktivität gegenüber verschiedenen HPV-Typen liegen vor. Die Daten sind positiv und sollen im Rahmen einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht werden.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2015 UND 2014

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IN T€ Q1-2015 UNGEPRÜFT Q1-2014 UNGEPRÜFT
Umsatzerlöse 714 1.329
Sonstige betriebliche Erträge 972 1.101
Gesamterlöse 1.686 2.430
Beschaffungskosten der Erlöse -268 -267
Bruttoergebnis 1.418 2.163
Vertriebskosten -554 -563
Allgemeine Verwaltungskosten -1.186 -1.647
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.932 -1.596
Betriebsergebnis -2.254 -1.643
Zinserträge 25 2
Zinsaufwendungen -388 -374
Währungsverluste /-gewinne -1.036 29
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen -19 -58
Ergebnis vor Steuern -3.672 -2.044
Periodenergebnis -3.672 -2.044
Unverwässerter/verwässerter Gewinn/Verlust je Aktie in € -0,26 -0,19
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) 13.941.923 10.595.916

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2015 UND 2014

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IN T€ Q1-2015 UNGEPRÜFT Q1-2014 UNGEPRÜFT
Periodenergebnis -3.672 -2.044
Sonstiges Ergebnis
In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis:
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 1) 191 -3
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1) 264 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 455 -3
Gesamtergebnis nach Steuern -3.217 -2.047

1) Ertragsteuereffekte sind nicht angefallen.

Konzern-Bilanz zum 31. MÄRZ 2015 UND 31. DEZEMBER 2014

AKTIVA

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IN T€ 31.3.2015 UNGEPRÜFT 31.12.2014
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Sachanlagevermögen 926 951
II. Immaterielle Vermögenswerte 36.031 36.165
III. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.212 2.212
IV. Finanzielle Vermögenswerte 4.507 4.185
V. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.130 2.781
VI. Sonstige Vermögenswerte 323 323
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 47.129 46.617
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 5.793 4.406
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.068 1.733
III. Liquide Mittel 13.145 14.976
IV. Sonstige Vermögenswerte 2.593 3.551
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 22.599 24.666
Bilanzsumme 69.728 71.283
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 13.956 13.927
II. Kapitalrücklage 387.890 387.916
III. Bilanzverlust -356.537 -352.865
IV. Sonstige Rücklagen 548 93
Summe Eigenkapital 45.857 49.071
B. Langfristige Schulden
I. Finanzschulden 11.811 10.597
II. Pensionsverpflichtungen 406 413
III. Sonstige finanzielle Schulden 333 868
IV. Umsatzabgrenzungsposten 212 226
V. Latente Steuern 2.353 2.353
Langfristige Schulden, gesamt 15.115 14.457
C. Kurzfristige Schulden
I. Schulden aus Lieferungen und Leistungen 2.429 1.785
II. Sonstige finanzielle Schulden 6.271 5.913
III. Umsatzabgrenzungsposten 56 57
Kurzfristige Schulden, gesamt 8.756 7.755
Schulden, gesamt 23.871 22.212
Bilanzsumme 69.728 71.283

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2015 UND 2014

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IN T€ Q1-2015 UNGEPRÜFT Q1-2014 UNGEPRÜFT
Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern -3.672 -2.044
Anpassungen:
Aktienbasierte Vergütung 4 6
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge -623 -623
Abschreibungen 212 191
Zinserträge -25 -2
Zinsaufwendungen 388 374
Änderungen bei:
Vorräten -1.387 -1.063
Sonstigen Vermögenswerten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 940 552
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 644 386
Sonstigen finanziellen Schulden und Umsatzabgrenzungsposten 1.705 -687
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 19 58
Zwischensumme -1.795 -2.852
Erhaltene Zinsen 18 0
Summe Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -1.777 -2.852
Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit
Sachanlagenzukäufe -53 -58
Mit der Tochtergesellschaft erworbene Zahlungsmittel 0 21
Summe Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -53 -37
Mittelzu-/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit
Kosten der Kapitalerhöhung 0 -58
Summe Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit 0 -58
Abnahme liquider Mittel -1.830 -2.947
Liquide Mittel, Anfangsbestand 14.976 10.166
Wechselkursschwankungen -1 2
Liquide Mittel, Endbestand 13.145 7.221

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2015 UND 2014

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IN T€ AKTIEN-

ZAHL IN STÜCK
GEZEICH-

NETES KAPITAL
KAPITAL-

RÜCKLAGE
BILANZ- VERLUST WÄHRUNGS-

DIFFERENZEN
FINANZIELLE VERMÖGEN WERTE SUMME EIGEN-

KAPITAL
Stand 1.1.2014 9.872.139 9.872 373.586 -347.007 -177 2 36.276
Periodenergebnis -2.044 -2.044
Sonstiges Ergebnis -3 -3
Kumuliertes Ergebnis -2.047
Ausgabe von Aktien 1.017.811 1.018 2.799 3.817
Kosten der Kapitalerhöhung -58 -58
Aktienbasierte Vergütung 6 6
Stand 31.3.2014, ungeprüft 10.889.950 10.890 376.333 -349.051 -180 2 37.994
Stand 1.1.2015 13.927.428 13.927 387.916 -352.865 -21 114 49.071
Periodenergebnis -3.672 -3.672
Sonstiges Ergebnis 191 264 455
Kumuliertes Ergebnis -3.217
Ausgabe von Aktien 28.989 29 -29 0
Aktienbasierte Vergütung 3 3
Stand 31.3.2015, ungeprüft 13.956.417 13.956 387.890 -356.537 170 378 45.857

Anhang ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS FÜR DIE PERIODE VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2015

A. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Medigene AG, Planegg/Martinsried, (im Folgenden »Medigene« oder »Konzern«) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung neuartiger Medikamente gegen Krebs- und Autoimmunerkrankungen konzentriert und sich auf personalisierte T-Zell-gerichtete Immuntherapien fokussiert. Medigene verfügt auch über ein vermarktetes Medikament.

Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind im Anhang unter E) „Segmentberichferstattung" dargestellt.

Die Medigene AG ist seit Juni 2000 börsennotiert (Deutsche Börse: Geregelter Markt, Prime Standard; WKN A1X 3WO;Kürzel MDG1).

Finanzierungsrisiken

Seit der Gründung der Medigene AG im Jahr 1994 hat das Unternehmen in fast jedem Geschäftsjahr operative Verluste ausgewiesen, da die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung die jeweiligen Umsätze beziehungsweise das jeweilige Bruttoergebnis überstiegen. Das künftige Erreichen der Profitabilität hängt von operativen Fortschritten sowie von strategischen Entscheidungen des Unternehmens ab und ist noch nicht gesichert.

Aufgrund des Liquiditätszuflusses in Höhe von brutto 15,9 Mio. € aus der im Juli 2014 abgeschlossenen Kapitalerhöhung und der damit zusammenhängenden aktuellen Liquiditätsplanung geht der Vorstand ohne Berücksichtigung von potenziellen Lizenzpartnerschaften oder Kapitalmaßnahmen von einer weiterhin vollständigen Finanzierung der Gesellschaft bis ins zweite Quartal 2016 aus. Darüber hinaus können Einsparmaßnahmen die Reichweite der Barmittel bis zum Ende des zweiten Quartals 2016 verlängern. Zur weiteren Finanzierung über das zweite Quartal 2016 hinaus sind zusätzliche Finanzmittel aus externen Quellen notwendig. Die Fähigkeit, diese zusätzlichen Mittel aufzubringen, ist von finanziellen, wirtschaftlichen und anderen Faktoren abhängig, auf die das Management nur begrenzt Einfluss hat. Zu diesen Faktoren zählen auch die im Rahmen von Medigene's Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erzielten Resultate. Es kann sein, dass Medigene nicht immer ausreichende Mittel zu akzeptablen Bedingungen zur Verfügung stehen. In diesem Fall müsste Medigene möglicherweise Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Produktion, Marketing oder Verwaltung reduzieren. Der Vorstand geht zum jetzigen Zeitpunkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass diese zusätzlichen Mittel rechtzeitig eingeworben werden können. Das Unternehmen könnte diese Finanzmittel z. B. aus weiteren Partnerschaften mit Pharmagesellschaften oder durch Kapitalmaßnahmen erhalten.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Grundlagen für die Erstellung des Zwischenabschlusses

Als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen im Sinne von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 wendet die Medigene AG die International Financial Reporting Standards an, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die vorliegenden ungeprüften Quartalsabschlüsse wurden in Übereinstimmung mit dem von der EU angenommenen Standard IAS 34 „Zwischenberichterstattung" erstellt.

Nach Ansicht des Vorstands des Unternehmens spiegeln die vorliegenden Quartalsabschlüsse alle Geschäftsvorfälle wider, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu den am 31. März 2015 und 2014 endenden Perioden erforderlich sind.

Die vorliegenden Zwischenabschlüsse enthalten nicht alle Informationen und Angaben, die für die Erstellung eines Jahresabschlusses erforderlich sind. Daher sollte der Zwischenabschluss im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss 2014 gelesen werden. Der vorliegende Zwischenabschluss der Medigene AG wurde vom Vorstand am 11. Mai 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.

Änderungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze der vorliegenden konsolidierten Zwischenabschlüsse entsprechen grundsätzlich denen, die Medigene bereits im Konzernjahresabschluss 2014 angewendet hat. Darüber hinaus hat die Gesellschaft ab dem 1. Januar 2015 das Segment „Immuntherapien" einzeln ausgewiesen, vgl. Anhangsangabe E) „Segmentberichterstattung".

Konzern-Unternehmen

Neben der Muttergesellschaft, der Medigene AG in Planegg/Martinsried, gehören zum Konzern (im Folgenden auch »Medigene«) die 100 %ige Tochtergesellschaft Medigene, Inc., San Diego, Kalifornien, USA, die im Jahr 2001 erworben wurde sowie seit der Akquisition im Januar 2014 die 100 %ige Tochtergesellschaft Medigene Immunotherapies GmbH, Planegg/Martinsried.

Das Tochterunternehmen Medigene, Inc. hält zum Ende der Berichtsperiode 40,40 % der Anteile an Catherex, Inc. sowie 38,95 % der Anteile an der Aettis, Inc.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Gesamterlöse

Medigene erzielte mit dem Medikament Veregen® in den ersten drei Monaten 2015 Umsatzerlöse aus Lizenzeinnahmen und Produktlieferungen. Dabei stiegen die Lizenzeinnahmen aus Umsatzbeteiligungen (Royalties) wegen höherer Marktumsätze um 39 % auf 589 T€ (Q1-2014: 423 T€) an, während die Umsätze aus Produktlieferungen an die Vertriebspartner aufgrund gefüllter Lagerbestände auf 125 T€ (Q1-2014: 226 T€) sanken. Im Vergleichszeitraum 2014 hatte Medigene zudem Meilensteinzahlungen für Produktverkäufe in Höhe von 680 T€ vereinnahmt, wovon der größte Teil auf die Einmalzahlung für den Vertragsabschluss mit dem neuen Vertriebspartner Taurus Pharma GmbH entfiel. Insgesamt betrugen Medigenes Umsatzerlöse für Veregen® damit im Berichtszeitraum 714 T€ (Q1-2014: 1.329 T€).

Zudem erzielte Medigene im Berichtszeitraum sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 972 T€ (Q1-2014: 1.101 T€). Sie bestehen zum einen aus Kostenerstattungen für Entwicklungsaufwendungen für den auslizenzierten Medikamentenkandidaten EndoTAG®-1 durch den Lizenznehmer SynCore Biotechnology Co., Ltd (im Folgenden „SynCore"), die aufgrund geringerer Entwicklungskosten bei Medigene für diesen Medikamentenkandidaten im Berichtszeitraum auf 317 T€ sanken (Q1-2014: 441 T€). Zum anderen verbuchte Medigene regelmäßige, nicht zahlungswirksame Erträge in Höhe von 623 T€ (Q1-2014: 623 T€) im Zusammenhang mit einem Vertrag mit dem US-Finanzinvestor Cowen Healthcare Royalty Partners II, L.P., USA (im Folgenden „Cowen") für Medigenes ehemaliges Medikament Eligard®.

Medigenes Gesamterlöse sanken damit im Berichtszeitraum im Wesentlichen aufgrund geringerer Meilensteinzahlungen für Veregen® und geringerer Kostenerstattungen für EndoTAG®-1 auf 1.686 T€ (Q1-2014: 2.430 T€).

Beschaffungskosten der Erlöse

Die Beschaffungskosten der Erlöse betrugen im ersten Quartal 2015 268 T€ (Q1-2014: 267 T€). Sie beinhalten die Kasten für den Verkauf des Produkts Veregen® sowie die Beteiligung an den Verkaufserlösen in Form von Lizenzzahlungen an Partnerunternehmen.

Bruttoergebnis

Das Bruttoergebnis sank im ersten Quartal 2015 um 34 % auf 1.418 T€ (Q1-2014: 2.163 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die im ersten Quartal 2014 erhaltenen Meilensteinzahlungen für den Vertragsabschluss mit einem Vermarktungspartner für Veregen® sowie auf im ersten Quartal 2015 geringere Kostenerstattungen für EndoTAGO-1 zurückzuführen. Für die mit Veregen® erzielte Bruttomarge besteht eine Abhängigkeit vom Euro-US-Dollar-Wechselkursverhältnis, welches sich im Berichtszeitraum positiv auf die Marge auswirkte.

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Im Periodenvergleich sanken die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten von 2.210T€ (Q1-2014) auf 1.740 T€ im ersten Quartal 2015. Sie verteilen sich auf 554 T€ (Q1-2014: 563 T€) an Vertriebskosten und 1.186 T€ (Q1-2014: 1.647 T€) an allgemeinen Verwaltungskosten. Im ersten Quartal 2014 waren Einmalzahlungen für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Trianta Immunotherapies GmbH (heute: Medigene Immunotherapies GmbH) angefallen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschung und Entwicklungskosten erhöhten sich im ersten Quartal 2015 planmäßig um 21 % auf 1.932 T€ (Q1-2014: 1.596 T€). Der Anstieg dieser Kosten ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Ausgaben für präklinische und klinische Studien für Medigenes Immuntherapien zurückzuführen, die sich in den ersten drei Monaten 2015 um 705 % auf 1.166 T€ erhöhten (Q12014: 145 T€). Die für EndoTAGO-1 entstehenden Entwicklungsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum auf 631 T€ (Q12014: 691 T€). Diese Entwicklungsaufwendungen werden überwiegend vom Partner SynCore erstattet und bei den sonstigen betrieblichen Erträgen als F & E-Zahlungen von Partnern verbucht.

Währungsverluste/-gewinne

Im ersten Quartal 2015 entstanden aufgrund des starken US-Dollar-Kurses Währungsverluste in Höhe von 1.036 T€ netto (Q1-2014: Währungsgewinne in Höhe von 29 T€ netto). Die Währungsverluste in der Berichtsperiode resultieren im Wesentlichen aus der nicht zahlungswirksamen Bewertung der Finanzschuld gegenüber Cowen.

D ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital stieg von 13.927 T€ um 29 T€ auf 13.956 T€ zum 31. März 2015 aufgrund gewandelter Wandelschuldverschreibungen (28.989). Die neuen Aktien für die umgewandelten Wandelschuldverschreibungen werden voraussichtlich Anfang 2016 ins Handelsregister eingetragen. Das gezeichnete Kapital war zum 31. März 2015 in 13.956.417 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt, von denen zum Bilanzstichtag zu 100 % ausgegeben und frei handelbar waren.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. März 2015 auf 36.031 T€. Die Verringerung der bilanzierten immateriellen Vermögenswerte im Vergleich zum 31. Dezember 2014 beruht auf planmäßigen Abschreibungen für Patente bzw. Produktlizenzen.

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum Stichtag auf 4.507 T€. Sie beinhalten im Wesentlichen die Anteile an der Immunocore Ltd., die zu einem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden und zum 31. März 2015 3.884 T€ betrugen (2014:3.620T€). Die Anteile an der Immunocore Ltd. sind den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugeordnet und zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, der zur Stufe drei der Hierarchie beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten zählt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Anteile wurde mit Hilfe eines externen Gutachters vorgenommen und hat sich im Vergleich zu der im Konzernabschluss 2014 erwähnten Vorgehensweise nicht geändert. Dies entspricht nach den bestmöglichen Schätzungen des Vorstands dem gegenwärtigen Zeitwert. Der Währungsumrechnungseffekt bei der Neubewertung des Zeitwerts betrug in der Berichtsperiode 264 T€ (Q1-2014: 0 T€) und wurde im sonstigen Ergebnis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Der Anteil am assoziierten Unternehmen Catherex, Inc. betrug zum Stichtag 3.130T€ (2014: 2.781 T€) und am assoziierten Unternehmen Aettis, Inc. 0 T€ (2014: 0 T€).

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Schulden in Höhe von 6.271 T€ zum Bilanzstichtag (2014: 5.913 T€) schließen im Wesentlichen den kurzfristigen Anteil der Verbindlichkeit aus der Abtretung der zukünftigen Zahlungsflüsse aus der zweiprozentigen Eligard®-Umsatzbeteiligung an Cowen in Höhe von 1.213T€ (2014: 1.177 T€) und die Verbindlichkeit für die Zahlung künftiger Meilensteine gegenüber den vormaligen Gesellschaftern der Medigene Immunotherapies in Höhe von 3.657 T€ (2014: 3.076 T€) ein. Die Verbindlichkeit gegenüber den vormaligen Gesellschaftern, die nach aktueller Schätzung des Vorstands Q2-2015 bzw. Q1-2016 fällig sein kann, ist mit der weiteren Entwicklung der von Medigene Immunotherapies geführten Entwicklungsprojekten verbunden und auf das Erreichen bestimmter Meilensteine bedingt. Der Zeitwert der bedingten Gegenleistungen ist durch die Barwertmethode mit Hilfe von beobachtbaren, marktgestützten sowie nicht beobachtbaren Input-Parametern ermittelt und ist daher der Stufe drei der Hierarchie beizulegender Zeitwerte zuzuordnen. Die Grundannahmen bei der Ermittlung des Zeitwerts haben sich im Vergleich zu den im Konzernabschluss 2014 erwähnten Annahmen nicht geändert. Die Aufzinsung der Verbindlichkeit betrug in der Berichtsperiode 46 T€ (Q1-2014: 0 T€) und wurde unter Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden beinhalten unter anderen den langfristigen Anteil der Verbindlichkeit aus der Abtretung der zweiprozentigen Eligard®-Umsatzbeteiligung an Cowen. Dieser Posten betrug zum Bilanzstichtag 11.811 T€ und wird über die restliche Eligard®-Patentlaufzeit von ca. sieben Jahren getilgt.

E. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Geschäftsbereiche

Der Konzern ist in zwei Hauptgeschäftsbereiche gegliedert: „Verpartnerte Produkte" und „Immuntherapien".

Das Segment „Immuntherapien" wurde erstmals einzeln ausgewiesen, da sich der Fokus des Konzerns auf die Immuntherapien verlagert hat. Bei den verpartnerten Produkten ist der Einfluss des Konzern nicht mehr oder nur noch geringfügig gegeben, da Entwicklung und Vertrieb nicht bzw. nur geringfügig vom Konzern beeinflusst werden kann. Die Vorperiode wurde entsprechend angepasst.

Die Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

Immuntherapien

DC-Vakzine (DCs)
T-Zell-Rezeptor-basierte T-Zell-Therapie (TCRs)
T-Zell-spezifische monoklonale Antikörper (TABs)

Verpartnerte Produkte

Veregen® zur Behandlung von Genitalwarzen
EndoTAG®-1 zur Behandlung solider Tumore
RhuDex® zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

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IN T€ VERPARTNERTE IMMUNTHERAPIEN) PRODUKTE SUMME GESCHÄFTS-

SEGMENTE
ÜBERLEITUNG 1) GESAMT
Q1-2015
Umsatzerlöse: Erlöse mit externen Kunden 714 0 714 0 714
Sonstige betriebliche Erträge 331 17 348 624 972
Gesamterlöse 1.045 17 1.062 624 1.686
Segmentbetriebsergebnis 2) -936 -1.913 -2.849 595 -2.254
Abschreibungen -128 -36 -164 -48 -212
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 0 0 0 -19 -19
Vermögenswerte
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 3.130 3.130
Segmentinvestitionen 3) 0 0 0 53 53
Segmentvermögen 4) 35.412 9.692 45.104 24.624 69.728
Segmentschulden 5) 1.688 0 1.688 22.183 23.871
Q1-2014
Umsatzerlöse: Erlöse mit externen Kunden 1.329 0 1.329 0 1.329
Sonstige betriebliche Erträge 475 0 475 626 1.101
Gesamterlöse 1.804 0 1.804 626 2.430
Segmentbetriebsergebnis 2) -2.075 -156 -2.231 588 -1.643
Abschreibungen -140 0 -140 -51 -191
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 0 0 0 -58 -58
Vermögenswerte
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 2.450 2.450
Segmentinvestitionen 3) 0 0 0 58 58
Segmentvermögen 4) 33.702 8.722 42.424 16.323 58.747
Segmentschulden 5) 1.422 0 1422 19.331 20_753

1) Die Überleitung enthält Angaben, die keinem anderen Segment zuzuordnen sind, da sie keine eigenen Aktivitäten darstellen.

2) Das Segmentbetriebsergebnis enthält keine Zinserträge (Q1-2015: 25 T€; Q1-2014: 2 T€), keine Zinsaufwendungen (Q1-2015: -388 T€; 01-2014: -374 T€), keine Währungsgewinne/- verluste (Q1-2015: -1.036 T€; Q1-2014: 29 T€), keinen Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen (01-2015: -19 T€; 01-2014: -58 T€), keine Steuern.

3) Die Segmentinvestitionen beziehen sich auf Zugänge zu den Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten.

4) Das Segmentvermögen in der Spalte Überleitung enthält Sachanlagevermögen, finanzielle Vermögenswerte, Anteile an assoziierten Unternehmen und langfristige sonstige Vermögenswerte (Q1-2015: 8.886 T€; 01-2014: 7.128 T€), liquide Mittel (Q1-2015: 13.145T€; 01-2014: 7.221 T€) und kurzfristige sonstige Vermögenswerte (Q1-2015: 2.593T€; Q12014: 1.974T€).

5) Die Segmentschulden in der Spalte Überleitung enthalten langfristige Finanzschulden, Pensionsverpflichtungen, langfristige sonstige finanzielle Schulden und latente Steuern (01-2015: 14.903 T€; 01-2014: 15.117 T€), und Schulden aus Lieferung und Leistung sowie kurzfristige sonstige finanzielle Schulden (01-2015: 8.700 T€; Q1-2014: 5.312 T€) .

Die Erlöse der einzelnen Segmente stammen aus externen Geschäftsbeziehungen.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftsbereichen und Regionen werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt.

F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

Nahestehende Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten Personen bzw. Unternehmen, die von der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst werden können bzw. die auf die Gesellschaft maßgeblich Einfluss nehmen können. Nahestehende Personen sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft, die assoziierten Unternehmen Catherex, Inc. und Aettis, Inc. sowie der Partner und Aktionär SynCore.

Dr. Frank Mathias, Vorstandsvorsitzender der Medigene AG, und Peter Llewellyn-Davies, Finanzvorstand der

Medigene AG, wurden als Aufsichtsratsmitglieder der Catherex, Inc. und der Aettis, Inc. bestellt. Die Medigene, Inc. hat der Catherex, Inc. ein verzinsliches Darlehen von 401 T€ (Q1-2014: 270 T€) gewährt. An die Aettis, Inc. wurde ein verzinsliches Darlehen von 42 T€ (Q1-2014: 0 T€) gewährt.

Die Medigene AG hat im Berichtszeitraum durch die Partnerschaft mit SynCore für EndoTAG®-1 sonstige betriebliche Erträge als F & E-Zahlungen von Partnern in Höhe von 317 T€ realisiert (Q1-2014: 441 T€). Dr. Yita Lee, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Sinphar Gruppe in Taiwan, wurde bei der Hauptversammlung 2013 zum Aufsichtsratsmitglied der Medigene AG berufen. Zum 31. März 2015 ist SynCore mit 5,5 % an der Medigene AG beteiligt.

Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sowie der Anteilsbesitz einzelner Organmitglieder sind unter >_ G) »Vorstand und Aufsichtsrat« aufgeführt. Im ersten Quartal 2015 gab es darüber hinaus keine Transaktionen zwischen dem Konzern und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen.

Eventualverbindlichkeiten

Für die nachfolgend aufgeführten Eventualverbindlichkeiten war keine Rückstellung zu passivieren, da das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich gilt.

Medigene hat im Jahr 2004 eine Vereinbarung mit dem Insolvenzverwalter der MBT (vormals „Munich Biotechnology") abgeschlossen, nach der für den Fall des Erreichens bestimmter Meilensteine Zahlungen von Medigene an den Insolvenzverwalter vereinbart wurden, u.a. eine Meilensteinzahlung im Falle des Beginns einer klinischen Phase III für EndoTAG°-1. Im Zusammenhang mit dem Abschluss des Vertrags mit SynCore im Juli 2012 hat das Unternehmen nunmehr mit dem Insolvenzverwalter eine Einigung erzielt, die vorsieht, dass Medigene keine Meilensteine mehr zahlt, sondern lediglich einen geringen prozentualen Betrag aus den erzielten Einnahmen abführen muss. Der Gesamtbetrag ist hiernach stufenweise auf bis zu 11 Mio. € begrenzt. Aus Sicht der Unternehmensleitung sind hierfür derzeit keine Rückstellungen zu bilden, da die entsprechenden Zahlungen erst ab dem Erreichen bestimmter Ereignisse fällig werden. Das Eintreten dieser Ereignisse war zum Stichtag nicht wahrscheinlich.

Das Unternehmen mietet Büro- und Laborräume, Büroeinrichtungen, Laborgeräte sowie Fahrzeuge, die operatives Leasing darstellen, da der Konzern aufgrund der vertraglichen Vereinbarung weder Chancen noch Risiken trägt. Die Leasingvereinbarungen weisen unterschiedliche Konditionen, Mieterhöhungsklauseln und Verlängerungsoptionen auf.

Der Konzern hat bei diesen Leasingvereinbarungen je nach Vertrag eine Kündigungsfrist von einem Monat bis zu sechs Jahren.

G. VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

VERGÜTUNG, ,DIRECTORS' HOLDINGS" UND ERLÄUTERUNGEN ZU BEZUGSRECHTEN

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IN STÜCK VERGÜTUNG AKTIEN OPTIONEN
31.3.2015 31.3.2015 31.12.2014 31.3.2015 31.12.2014
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Prof. Dr. Horst Domdey
Vorsitzender, Mitgründer 10 39.125 39.125 0 0
Dave Lemus
Stellvertretender Vorsitzender 8 0 0 0 0
Dr. Yita Lee
Mitglied 7 0 0 0 0
Aufsichtsrat, gesamt 25 39.125 39.125 0 0
Dr. Frank Mathias
Vorstandsvorsitzender 141 1.927 1.927 1) 59.214 59.214
Peter Llewellyn-Davies
Finanzvorstand 114 4.000 4.000 18.813 18.813
Prof. Dr. Dolores J. Schendel
Vorstand für Forschung und Entwicklung 2) 107 611.704 611.704 5.000 5.000
Vorstand, gesamt 3) 362 617.631 617.203 83.027 83.027

1) Angepasst.

2) Prof. Dr. Schendel halt 611 704 Medigene-Aktien mittelbar in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführerin der DJSMontana Holding GmbH. Davon sind Prof. Dr Schendel 519.084 Medigene-Aktien direkt zuzuordnen.

3) Die Vorstandsvergütung umfasst die Festvergütung, die variablen erfolgsbezogenen Komponente auf Basis der Rückstellungsbildung (ohne Abzinsung) bei 100 %-Auszahlung sowie die Nebenleistung (Aufwendungen für Pensionen und Kfz-Leasing).

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Planegg/Martinsried, den 11. Mai 2015

Der Vorstand

Dr. Frank Mathias

Peter Llewellyn-Davies

Prof. Dr. Dolores J. Schendel

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