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MEDICLIN AG Interim / Quarterly Report 2021

Jul 30, 2021

280_rns_2021-07-30_487f93ea-4527-41b2-ae89-8426b7d91e50.html

Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28719491

MediClin AG

Offenburg

Zwischenbericht zum 30. Juni 2021

Zwischenbericht der MEDICLIN Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021

MEDICLIN - Ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe

MEDICLIN: Kennzahlen der Geschäftsentwicklung

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1. HJ 2021 1. HJ 2020
Anzahl Aktien in Mio. Stück 47,5 47,5
Fallzahlen (stationär) 46.558 49.630
Bettenzahl zum 30.06. 8.342 8.423
Auslastung in % 71,5 70,7
Mitarbeiter in Vollzeitkräften (durchschnittliche Anzahl) 7.138 7.507

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in Tsd. € 1. HJ 2021 1. HJ 2020
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 26.540 63.291
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit je Aktie in € 0,56 1,33
Umsatzerlöse 323.117 323.547
EBITDA 23.205 29.394
EBITDA-Marge in % 7,2 9,1
EBIT (Betriebsergebnis) - 13.417 - 8.764
EBIT-Marge in % - 4,2 - 2,7
Finanzergebnis - 5.139 - 4.720
Konzernergebnis - 15.688 - 11.071
Ergebnis je Aktie in € - 0,33 - 0,23
Investitionen (Bruttozugänge zum Anlagevermögen) 8.558 15.794
davon durch Fördermittel finanziert 1.140 1.274
Zinsdeckungskoeffizient (EBITDA /​ Zinsergebnis) 4,5x 6,2x

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in Tsd. € 30.06.2021 31.12.2020
Bilanzsumme 878.270 887.464
Eigenkapital 166.161 176.846
Eigenkapitalquote in % 18,9 19,9
Eigenkapitalrentabilität in % 1 - 8,2 - 5,1
Finanzschulden (gegenüber Kreditinstituten) 97.109 97.977
Liquide Mittel 95.634 100.437
Nettofinanzverschuldung 2 39.454 50.649
Nettofinanzverschuldung 2/​ EBITDA 3 2,1x 2,0x

1 Konzernergebnis der vorangegangenen 12 Monate /​ Eigenkapital

2 Angepasste durchschnittliche Nettofinanzverschuldung der letzten vier Quartalsstichtage

3 Angepasstes EBITDA der vorangegangenen 12 Monate

Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von + /​ - einer Einheit (€, % etc.) auftreten; die Prozentsätze sowie die Veränderungen in % sind auf Basis der nicht gerundeten €-Werte ermittelt.

Konzernzwischenlagebericht der MEDICLIN Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021

Wirtschaftsbericht für das 1. Halbjahr 2021

Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Corona-Pandemie beeinflusst weiterhin die Geschäftsentwicklung des Konzerns

Die 3. Welle der Corona-Pandemie in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2021 und die speziell mit unserer Branche verbundenen Herausforderungen haben die Geschäftsentwicklung des Konzerns im 1. Halbjahr 2021 weiterhin beeinflusst. Eine geringere Anzahl an Zuweisungen aus den Akuthäusern und eine Zurückhaltung, Rehabilitationsleistungen in Anspruch zu nehmen, führten auch im 1. Halbjahr 2021 nur zu einem zögerlichen Anstieg der Belegung.

Operativer Konzernumsatz über Vorjahreswert, aber noch unter Vor-Corona-Niveau

Im 1. Halbjahr 2021 erzielte MEDICLIN einen Konzernumsatz in Höhe von 323,1 Mio. Euro, dies sind 0,4 Mio. Euro oder 0,1 % weniger als im 1. Halbjahr 2020. Enthalten sind in den Umsatzerlösen Schutzschirmleistungen in Höhe von 13,0 Mio. Euro gegenüber 29,4 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2020. Operativ, das heißt ohne Einbeziehung der Schutzschirmleistungen, erhöhte sich der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 15,9 Mio. Euro bzw. 5,4 %. Im Vergleich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegt der Umsatz ohne Schutzschirmleistungen immer noch um 25,3 Mio. Euro oder 7,6 % unter den im 1. Halbjahr 2019 erzielten Umsatzerlösen. Nicht mehr enthalten im Konzernumsatz des 1. Halbjahres 2021 sind rund 7,3 Mio. Euro Umsatzerlöse der MediClin Krankenhaus am Crivitzer See GmbH, Crivitz, die zum 31. Dezember 2020 veräußert wurde.

Was das Konzernbetriebsergebnis anbelangt, so liegt es mit - 13,4 Mio. Euro um 4,6 Mio. Euro unter dem Wert des 1. Halbjahres 2020 in Höhe von - 8,8 Mio. Euro. Beeinflusst haben das Ergebnis die um 3,1 Mio. Euro oder 5,6 % höheren Materialaufwendungen, hier insbesondere die Ausgaben für Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowie durch höhere operative Leistungen. Die Personalaufwendungen stiegen trotz Personalabbau moderat um 3,7 Mio. Euro bzw. 1,7 %.

Auslastung im 2. Quartal 2021 gestiegen

Im 2. Quartal 2021 lag die Auslastung bei 74,8 % und damit über der Auslastung im 1. Quartal 2021 in Höhe von 68,2 %. Die höhere Belegung führte zu einem Quartalsumsatz von 166,7 Mio. Euro gegenüber 156,4 Mio. Euro im 1. Quartal 2021. Im 1. Quartal 2021 waren in den Umsatzerlösen 7,6 Mio. Euro Schutzschirmleistungen enthalten, im 2. Quartal 2021 waren es 5,4 Mio. Euro. Konstant geblieben ist im Quartalsvergleich die Materialaufwandsquote, gesunken sind absolut und prozentual die Personalaufwendungen.

Ausblick

Die Entwicklung der Auslastung gegen Ende des 2. Quartals 2021 zeigt eine wieder steigende Belegung in den Postakut- und Akut-Kliniken. Ob aber bereits im 3. Quartal 2021 - das 3. Quartal ist in der Regel im Segment Postakut das umsatz- und ergebnisstärkste Quartal - die sonst übliche durchschnittliche hohe Belegung erreicht werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Zwar ist die Zahl der an Corona Infizierten seit Ende April 2021 kontinuierlich gesunken und die Zahl der vollständig geimpften Menschen steigt, trotzdem gilt, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Gesamtjahres von der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen und der Schutzschirmleistungen beeinflusst wird. Diese Leistungen werden für das Jahr 2021 wesentlich geringer ausfallen. Aktuell geht MEDICLIN davon aus, dass eine Auslastung auf dem Niveau von vor Corona möglicherweise erst in der 2. Jahreshälfte 2021 erreichbar sein wird.

Finanz- und Vermögenslage

Im 1. Halbjahr 2021 wurden 8,6 Mio. Euro (brutto) investiert (1. HJ 2020: 15,8 Mio. Euro). Die Investitionen liegen aus Liquiditätsaspekten vorsorglich unterhalb der Jahresplanung. Zum 30. Juni 2021 betrugen die liquiden Mittel 95,6 Mio. Euro (31.12.2020: 100,4 Mio. Euro). Enthalten sind in den liquiden Mitteln zum Stichtag, wie auch schon zum 31. Dezember 2020, Fördermittel in Höhe von 17,9 Mio. Euro für den Neubau der Hedon Klinik in Lingen, 40,7 Mio. Euro für voraussichtliche Rückforderungen aus dem Corona-Schutzschirm, rund 15,0 Mio. Euro aufgrund des verkürzten Zahlungsziels der Kostenträger und 7,9 Mio. Euro aus Aussetzung der Mietzahlungen.

Der Vorstand beurteilt sowohl die Ertragslage als auch die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns trotz des temporären Ergebnisrückgangs als solide.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im 2. Quartal 2021 zeichnet sich eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Aktivität ab, nachdem es im 1. Quartal 2021 im Zuge der 3. Pandemiewelle zu einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % gekommen war. Angesichts des Impffortschritts und der damit einhergehenden rückläufigen Infektionszahlen dürfte sich die Konjunktur laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im weiteren Jahresverlauf weiter erholen. Allerdings ist ungewiss, inwieweit sich die bereits im europäischen Ausland ausbreitende 4. Welle der Pandemie und ihre möglichen Folgen in Deutschland auswirken wird. Vom Arbeitsmarkt kommen nach wie vor positive Signale. Die Arbeitslosigkeit ging im Mai saisonbereinigt leicht zurück und die Erwerbstätigkeit nahm im April saisonbereinigt erneut zu. Die Kurzarbeit hat sich im März spürbar verringert und die Anzeigen für Kurzarbeit deuten auf ein weiteres Absinken hin.

Da für den Gesundheitsmarkt die Binnenkonjunktur, insbesondere ein stabiler Arbeitsmarkt, maßgeblich ist, geht MEDICLIN davon aus, dass die Nachfrage nach medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Dienstleistungen zwar weiterhin auf hohem Niveau vorhanden ist, unter den gegebenen Umständen aber zurückhaltend in Anspruch genommen wird.

Nicht beeinflussen kann MEDICLIN die Gesetzgebung und die Budgetpolitik der Kostenträger. Da die medizinische Versorgung der Bevölkerung in einer Pandemie systemrelevant ist, förderte die Bundesregierung die Bereitstellung von notwendigen Kapazitäten und unterstützte dies durch einen finanziellen Ausgleich. Was den Akutsektor betrifft, so erhielten bis zum 15. Juni 2021 ausgewählte Akut-Kliniken mit einer bestimmten Versorgungsstruktur Ausgleichszahlungen für Sonderbelastungen durch das Corona-Virus (Freihaltepauschale) in Höhe von 560 Euro pro ausgefallenem Behandlungstag. Für psychiatrische und psychosomatische Krankenhäuser, deren Leistungen nach der Bundespflegesatzverordnung vergütet werden und die nicht ausschließlich teilstationäre Leistungen erbringen, gilt eine tagesbezogene Pauschale in Höhe von 280 Euro.

Im Sektor Rehabilitation gilt, dass die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen für jedes Bett, das durch die Corona-Pandemie nicht wie geplant belegt werden kann, im Bereich der Rentenversicherung monatliche Zuschüsse in Höhe von 75,0 % der durchschnittlichen monatlichen Zahlungen der letzten zwölf Monate erhalten. Vorsorge- und Reha-Einrichtungen im Bereich der medizinischen Rehabilitation der Krankenkassen erhalten eine tagesbezogene Pauschale in Höhe von 60,0 % des mit den Krankenkassen vereinbarten durchschnittlichen Vergütungssatzes je Bett. Diese Regelungen gelten in Abhängigkeit vom Fortbestehen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite längstens bis zum 31. Dezember 2021. Anfang Juni 2021 wurde vom Bundestag das Bestehen einer epidemischen Notlage erneut festgestellt. Sie gilt bis zum 11. September 2021.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen gegenüber den Ausführungen im Geschäftsbericht 2020 nicht geändert haben. Somit ist es derzeit unwahrscheinlich, dass sich andere oder zusätzliche Auswirkungen ergeben, die den Geschäftsverlauf der MEDICLIN positiv oder negativ beeinflussen würden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Konzernumsatz lag im 1. Halbjahr 2021 um 0,4 Mio. Euro oder 0,1 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES KONZERNS

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1. HJ 2021 1. HJ 2020
Konzernumsatz in Mio. € 323,1 323,5
Materialaufwand in Mio. € 58,8 55,7
Materialaufwandsquote in % 18,2 17,2
Personalaufwand in Mio. € 221,2 217,6
Personalaufwandsquote in % 68,5 67,2
Abschreibungen in Mio. € 36,6 38,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen in Mio. € 26,1 26,2
Konzernbetriebsergebnis in Mio. € - 13,4 - 8,8

Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr stieg der Materialaufwand insgesamt um 3,1 Mio. Euro (+ 5,6 %) auf 58,8 Mio. Euro. Insbesondere erhöhte sich der Aufwand für medizinisches Verbrauchsmaterial (Hygienematerial, Schutzausrüstungen etc.), allerdings auch durch die gegenüber der Vergleichsperiode höheren operativen Leistungen. Der Personalaufwand stieg moderat um 3,7 Mio. Euro (+ 1,7 %) trotz einer geringeren Zahl an Vollzeitkräften (- 369 Vollzeitkräfte einschließlich 141 Vollzeitkräfte der im Jahr 2020 noch zugehörenden Klinik in Crivitz). Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahreswert bei den Abschreibungen liegen im Plan. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen auf Vorjahresniveau. Höhere IT-Aufwendungen und Aufwendungen für personelle Schutzmaßnahmen zur Infektionsvermeidung in den Kliniken wurden durch einen Rückgang der Instandhaltungsaufwendungen teilweise kompensiert.

Das Finanzergebnis in Höhe von - 5,1 Mio. Euro lag um 0,4 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres. Von den Zinsaufwendungen in Höhe von 5,2 Mio. Euro entfallen 4,1 Mio. Euro auf Zinsen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die sich aus der Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ergeben.

Das den Aktionären der MEDICLIN Aktiengesellschaft zuzurechnende Konzernergebnis liegt bei - 15,6 Mio. Euro (1. HJ 2020: - 11,0 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie beträgt - 0,33 Euro (1. HJ 2020: - 0,23 Euro).

Die ausführliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Segmente wird in der Berichterstattung der Segmente dargestellt.

Finanz- und Vermögenslage

Der gegenüber dem 30. Juni 2020 niedrigere Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus einem Einmaleffekt im Vorjahr: Durch die Verkürzung der Zahlungsfrist der Kostenträger auf fünf Tage verringerten sich bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 22,0 Mio. Euro und erhöhten somit einmalig die Liquidität. Darüber hinaus stiegen aufgrund der deutlich besseren Belegung gegenüber dem Vorjahr die unfertigen Leistungen um 6,2 Mio. Euro stärker als im Vergleichszeitraum. Die weiterhin bestehenden Sparmaßnahmen sind in dem deutlich niedrigeren Cashflow aus Investitionstätigkeit sichtbar.

Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel von 100,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2020 auf 95,6 Mio. Euro zum 30. Juni 2021. Zukünftige Liquiditätsbelastungen ergeben sich aus der voraussichtlich zu leistenden Rückzahlung erhaltener Schutzschirmleistungen in Höhe von 40,7 Mio. Euro und in Höhe von 7,9 Mio. Euro für gestundete Mietzahlungen. Die Rücknahme des verkürzten Zahlungsziels der Kostenträger wird ebenfalls die Liquidität belasten. Erhaltene Fördermittel in Höhe von 17,9 Mio. für den Neubau der Hedon Klinik in Lingen sind in den liquiden Mitteln enthalten.

LIQUIDITÄT

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in Mio. € 1. HJ 2021 1. HJ 2020
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 26,5 63,3
davon Konzernergebnis - 15,7 - 11,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 3,5 - 10,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 27,8 - 27,5
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel - 4,8 25,2
Liquide Mittel am Anfang der Periode 100,4 37,2
Liquide Mittel am Ende der Periode 95,6 62,4

Die Bilanzsumme ging gegenüber dem 31. Dezember 2020 leicht zurück, und zwar um 9,2 Mio. Euro.

Der Rückgang bei den langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 29,2 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Nutzungsrechte in Höhe von 27,0 Mio Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 20,0 Mio. Euro, vor allem wegen eines auslastungsbedingten Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,2 Mio. Euro und stichtagsbedingt um 8,3 Mio. Euro höheren Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht. Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 30,5 Mio. Euro, überwiegend bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Nutzungsrechten um 23,0 Mio. Euro. Bei den kurzfristigen Schulden stiegen die übrigen Verbindlichkeiten um 25,7 Mio. Euro, im Wesentlichen stichtagsbedingt durch höhere Rückstellungen für Urlaub und Gleitzeit (+ 8,7 Mio. Euro) sowie höhere Rückzahlungsverpflichtungen aus Schutzschirmleistungen für das 1. Halbjahr 2021 (+ 17,1 Mio. Euro).

BILANZSTRUKTUR

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in Mio. € 30.06.2021 in % der Bilanzsumme 31.12.2020 in % der Bilanzsumme
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 654,4 74,5 683,6 77,0
Kurzfristige Vermögenswerte 223,9 25,5 203,9 23,0
878,3 100,0 887,5 100,0
Passiva
Eigenkapital 166,2 18,9 176,8 19,9
Langfristige Schulden 508,8 57,9 539,3 60,8
Kurzfristige Schulden 203,3 23,2 171,4 19,3
878,3 100,0 887,5 100,0

Berichterstattung der Segmente

Im Segment Postakut erhöhte sich der Umsatz um 4,2 Mio. Euro oder 2,3 %. Im Segmentumsatz enthalten sind Schutzschirmleistungen in Höhe von 7,6 Mio. Euro gegenüber 16,1 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2020. Ohne Berücksichtigung der Schutzschirmleistungen ist der Umsatz um 12,7 Mio. Euro oder 7,4 % gestiegen. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 liegt der Umsatz ohne Schutzschirmleistungen noch um 22,7 Mio. Euro oder 11,0 % unter dem aktuellen Wert.

Das Segment Akut weist einen Rückgang im Segmentumsatz von 5,1 Mio. Euro oder 4,0 % aus. Ohne Schutzschirmleistungen stieg der Umsatz im Halbjahresvergleich um 3,6 Mio. Euro oder 3,1 %. Verglichen mit dem 1. Halbjahr 2019 liegt der Segmentumsatz nur noch um 1,1 Mio. Euro oder 0,9 % unter dem Vor-Corona-Jahr.

Im Segment Sonstige Aktivitäten lag der Umsatz des Geschäftsfelds Pflege in Höhe von 8,2 Mio. Euro um 0,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Enthalten sind hier 0,7 Mio. Euro Schutzschirmleistungen.

UMSATZERLÖSE

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in Mio. € 1. HJ 2021 1. HJ 2020 Veränderung in %
Postakut 192,1 187,9 + 2,3
Akut 121,8 126,9 - 4,0
Sonstige Aktivitäten und Überleitung 9,2 8,7 + 4,5
davon Geschäftsfeld Pflege 8,2 7,8 + 6,2
Konzern 323,1 323,5 - 0,1

MATERIALAUFWAND

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1. HJ 2021 1. HJ 2020 Veränderung in %
Postakut
Materialaufwand in Mio. € 37,6 34,7 + 8,3
Materialaufwandsquote in % 19,6 18,5
Akut
Materialaufwand in Mio. € 32,0 30,3 + 5,8
Materialaufwandsquote in % 26,3 23,9

PERSONALAUFWAND

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1. HJ 2021 1. HJ 2020 Veränderung in %
Postakut
Personalaufwand in Mio. € 116,2 114,9 + 1,2
Personalaufwandsquote in % 60,5 61,2
Akut
Personalaufwand in Mio. € 74,8 75,4 - 0,8
Personalaufwandsquote in % 61,4 59,4

SEGMENTERGEBNIS

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in Mio. € 1. HJ 2021 1. HJ 2020
Postakut - 8,3 - 7,5
Akut - 3,6 1,8
Sonstige Aktivitäten und Überleitung - 1,5 - 3,1
Konzern - 13,4 - 8,8

ERGEBNISSE UND VERMÖGENSLAGE DER SEGMENTE IM 1. HALBJAHR 2021

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in Mio. € Postakut Akut Sonstige

Aktivitäten
Zwischensumme Überleitung Konzern
Umsatzerlöse 192,1 121,8 36,9 350,8 - 27,7 323,1
Gesamtumsatz 195,6 123,7 37,9 357,2 0,0 357,2
Innenumsatz 3,5 1,9 1,0 6,4 27,7 34,1
Materialaufwand - 37,6 - 32,0 - 13,8 - 83,4 24,6 - 58,8
Personalaufwand - 116,2 - 74,8 - 27,8 - 218,8 - 2,4 - 221,2
Sonstiger

betrieblicher Aufwand
- 21,9 - 15,8 - 5,6 - 43,3 17,2 - 26,1
Segmentergebnis - 8,3 - 3,6 0,7 - 11,2 - 2,2 - 13,4
davon nicht

zahlungswirksame Posten:
Planmäßige Ab- /​ Zuschreibungen - 29,1 -8,2 - 2,6 - 39,9 0,0 - 39,9
davon Abschreibungen auf

Nutzungsrechte IFRS 16
- 21,6 - 1,4 - 0,6 -23,6 0,0 - 23,6
Außerplanmäßige Ab- /​ Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Auflösungen Sonderposten 0,6 2,7 0,0 3,3 0,0 3,3
Wertberichtigungen - 0,6 - 0,7 0,0 - 1,3 0,0 - 1,3
Zuführungen

Rückstellungen /​

Verbindlichkeiten
13,0 9,2 3,5 25,7 2,1 27,8
Auflösungen

Rückstellungen /​

Verbindlichkeiten
- 0,3 - 0,5 - 0,7 - 1,5 0,0 - 1,5
Finanzerträge 0,2 0,0 0,2 0,4 - 0,4 0,0
Finanzaufwendungen - 4,2 - 0,6 - 0,9 - 5,7 0,6 - 5,1
davon Finanzaufwendungen

für Verbindlichkeiten

aus Leasingverhältnissen
- 3,9 - 0,2 0,0 - 4,1 0,0 - 4,1
Finanzergebnis -4,0 - 0,6 -0,7 - 5,3 0,2 - 5,1
Ertragsteuern 0,3 0,0 0,3 0,6 2,3 2,9
Vermögen der Bilanz 519,3 194,6 50,8 764,7 113,6 878,3
Schulden der Bilanz 441,5 63,1 105,8 610,4 101,7 712,1
Investitionen

(Bruttozugänge

zum Anlagevermögen)
2,9 2,6 2,7 8,2 0,0 8,2
Investitionen

(Bruttozugänge zum Anlagevermögen)

exkl. IFRS 16
3,6 2,5 2,5 8,6 0,0 8,6

ERGEBNISSE UND VERMÖGENSLAGE DER SEGMENTE IM 1. HALBJAHR 2020

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in Mio. € Postakut Akut Sonstige

Aktivitäten
Zwischensumme Überleitung Konzern
Umsatzerlöse 187,9 126,9 33,7 348,5 - 25,0 323,5
Gesamtumsatz 191,2 129,6 35,7 356,5 0,0 356,5
Innenumsatz 3,3 2,7 2,0 8,0 25,0 33,0
Materialaufwand - 34,7 - 30,3 - 13,9 - 78,9 23,2 - 55,7
Personalaufwand - 114,9 - 75,4 - 26,4 - 216,7 - 0,9 - 217,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand - 20,5 - 14,9 - 6,6 - 42,0 15,8 - 26,2
Segmentergebnis - 7,5 1,8 - 3,0 - 8,7 - 0,1 - 8,8
davon nicht zahlungswirksame Posten:
Planmäßige Ab- /​ Zuschreibungen - 29,8 - 9,0 -2,5 - 41,3 0,0 - 41,3
davon Abschreibungen auf Nutzungsrechte IFRS 16 - 21,6 - 1,4 - 0,7 -23,7 0,0 - 23,7
Außerplanmäßige Ab- /​ Zuschreibungen 0,0 - 1,2 0,0 - 1,2 0,0 - 1,2
Auflösungen Sonderposten 0,6 3,8 0,0 4,4 0,0 4,4
Wertberichtigungen - 0,4 - 0,1 0,0 - 0,5 0,0 - 0,5
Zuführungen Rückstellungen/​ Verbindlichkeiten - 11,5 - 8,6 - 3,9 - 24,0 - 0,7 - 24,7
Auflösungen Rückstellungen /​ Verbindlichkeiten 0,2 0,1 0,0 0,3 0,0 0,3
Finanzerträge 0,2 0,1 0,2 0,5 - 0,4 0,1
Finanzaufwendungen - 3,9 - 0,7 - 0,5 - 5,1 0,3 - 4,8
davon Finanzaufwendungen

für Verbindlichkeiten

aus Leasingverhältnissen
- 3,6 - 0,2 0,0 - 3,8 0,0 - 3,8
Finanzergebnis - 3,7 - 0,6 - 0,3 -4,6 - 0,1 - 4,7
Ertragsteuern 0,2 0,3 0,8 1,3 1,1 2,4
Vermögen der Bilanz 578,6 200,3 46,8 825,7 76,9 902,6
davon zur Veräußerung gehalten 0,0 8,5 0,0 8,5 0,0 8,5
Schulden der Bilanz 455,3 58,9 109,2 623,4 100,5 723,9
davon zur Veräußerung gehalten 0,0 2,7 0,0 2,7 0,0 2,7
Investitionen

(Bruttozugänge zum Anlagevermögen)
17,7 4,9 5,9 28,5 0,0 28,5
Investitionen

(Bruttozugänge zum Anlagevermögen) exkl. IFRS 16
5,8 4,6 5,4 15,8 0,0 15,8

Entwicklung der Kostenträgerstruktur

Nach IFRS (IFRS 8.34 "Informationen über wichtige Kunden") hat ein Unternehmen Informationen über den Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigsten Kunden vorzulegen. Die gesetzliche Rentenversicherung und die gesetzliche Krankenversicherung sind die zwei größten Leistungsträger für die medizinische Rehabilitation. Im Akutbereich sind die Leistungsträger überwiegend die gesetzlichen Krankenkassen.

Die Überwachung und Steuerung der Umsätze mit den Kostenträgern erfolgt monatlich. Danach fragten im 1. Halbjahr 2021 im Segment Postakut die Rentenversicherungsträger 48,4 % (1. HJ 2020: 46,0 %) und die gesetzlichen Krankenversicherungen 44,0 % (1. HJ 2020: 45,6 %) der Leistungen nach. Im Bereich Akut entfielen 91,7 % (1. HJ 2020: 91,8 %) der nachgefragten Leistungen auf die gesetzlichen Krankenkassen.

Investitionen

Zum 1. Januar 2021 wurde in Dessau ein neues Medizinisches Versorgungszentrum (Facharztzentrum) gegründet, dessen Firmenwert mit 0,6 Mio. Euro bilanziert wurde. Das MEDICLIN MVZ Dessau bietet neben den Leistungen der am Standort übernommenen kardiologischen Praxis auch Leistungen der Allgemeinmedizin an. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit rund 2,3 Mio. Euro zwei Pflegeheime. Für Instandhaltungsmaßnahmen wurden im 1. Halbjahr 2021 rund 4,3 Mio. Euro aufgewendet, im Vorjahreszeitraum waren es 4,8 Mio. Euro.

BRUTTOZUGÄNGE ZUM ANLAGEVERMÖGEN (OHNE NUTZUNGSRECHTE)

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in Mio. € 1. HJ 2021 1. HJ 2020
Lizenzen, Konzessionen 0,3 2,8
Firmenwert 0,6 0,0
Grundstücke, Gebäude 0,7 3,0
Technische Anlagen, EDV 0,2 0,4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,7 4,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4,1 4,9
Summe 8,6 15,8

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter im 1. Halbjahr 2021, gerechnet in Vollzeitkräften, hat sich im Halbjahresvergleich reduziert. Insgesamt arbeiteten bei MEDICLIN im 1. Halbjahr 2021 durchschnittlich 10.169 Mitarbeiter (1. Halbjahr 2020: 10.467).

Konzernweit waren durchschnittlich 360 Auszubildende im 1. Halbjahr 2021 beschäftigt (1. HJ 2020: 345 Auszubildende).

ANZAHL DER MITARBEITER IM KONZERN UND IN DEN SEGMENTEN IM HALBJAHRESDURCHSCHNITT

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ausgewiesen in Vollzeitkräften 1. HJ 2021 1. HJ 2020 Veränderung
Postakut 3.853 4.062 - 209
Akut 2.064 2.195 - 131
Sonstige Aktivitäten 1.221 1.250 - 29
davon Geschäftsfeld Pflege 211 192 + 19
davon Geschäftsfeld Service (inkl. Verwaltung) 1.010 1.058 - 48
Konzern 7.138 7.507 - 369

KENNZAHLEN JE VOLLZEITKRAFT IM KONZERN

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in € 1. HJ 2021 1. HJ 2020
Umsatz je Vollzeitkraft 45.267 43.099
Personalkosten je Vollzeitkraft 30.994 28.982

Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen

Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt und stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. € 1. HJ 2021 1. HJ 2020
Erträge
Umsätze aus Postakut-, Akut- und sonstigen Leistungen 1,4 1,5
Einnahmen Objektmanagement 0,2 0,2
Pensionszahlungen der MAUK 1 0,5 0,5
Serviceleistungen 0,5 0,4
Aufwendungen
Leasingaufwendungen 2 23,1 23,2
Kosten Liegenschaftsverwaltung 0,5 0,5
Versicherungsprämien 1,0 1,0
Serviceleistungen 1,9 1,6
Vergütungen für das Management in Schlüsselpositionen 2,4 1,0
Zuwendungen an MAUK 1 0,6 0,6
EDV-Leistungen 1,0 1,8
Verzugszinsen 0,3 0,1

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in Mio. € 30.06.2021 31.12.2020
Forderungen
Rückzahlungsanspruch aus Vorfinanzierung Klinikerweiterungen /​ Baumaßnahmen 0,2 0,3
Forderungen aus Postakut-, Akut- und sonstigen Leistungen 0,3 0,2
Forderungen aus Personalkostenabrechnungen 0,1 0,0
Verbindlichkeiten
Mieten Klinikimmobilien Mai, Juni 2020 einschließlich Verzugszinsen 8,6 8,3
Serviceleistungen 0,1 0,2
EDV-Leistungen 0,1 0,1
Rückstellungen für Versicherungsleistungen 0,4 0,1
Rückstellungen für Vergütungen für das Management in Schlüsselpositionen 2,1 0,8

1 Mitarbeiterunterstützungskasse der vereinigten Klinikbetriebe (MAUK)

2 Die Leasingaufwendungen betreffen Mietzahlungen an den OIK-Immobilienfonds; sie werden aufgrund der Anwendung des IFRS 16 in der Konzernzwischengewinn- und -verlustrechnung über Abschreibungen und Zinsaufwendungen abgebildet.

Die Rückstellungen für Vergütungen für das Management sind bis auf 0,8 Mio. Euro (31.12.2020: 0,1 Mio. Euro) innerhalb eines Jahres fällig.

OIK-Immobilienfonds

MEDICLIN hat Mitte 2016 beim Landgericht Offenburg Klage eingereicht, mit der sie die Rückzahlung des Teils über der Marktüblichkeit liegender Mietzahlungen verlangt. Das Unternehmen geht davon aus, dass die für den Zeitraum 2005 bis 2015 gezahlten Mieten über der jeweiligen marktüblichen Miete gelegen haben.

Die Klage richtet sich gegen aktuelle und ehemalige Aktionäre der Gesellschaft, die Anteilseigner des Immobilienfonds sind, an den zwischen 1999 und 2001 diese Immobilien veräußert und zurückgemietet wurden. Eine erste mündliche Verhandlung fand am 16. November 2018 vor dem Landgericht Offenburg statt.

Die MEDICLIN hat bei der Abwägung der Chancen und Risiken der Klage berücksichtigt, dass Gegenstand dieses Rechtsstreits - insbesondere bei der Bewertung der Marktüblichkeit der jeweiligen Mieten - ein komplexer Sachverhalt und schwierige, teilweise höchstrichterlich noch nicht beantwortete Rechtsfragen sein werden.

Aufgrund dieses Sachverhalts sind nach Auffassung des Vorstands keine bilanziellen Konsequenzen erforderlich.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2020 im Prognosebericht veröffentlichten Angaben haben sich keine Änderungen ergeben. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für MEDICLIN gegenüber den Ausführungen im Geschäftsbericht 2020 nicht geändert haben. Somit ist es derzeit unwahrscheinlich, dass sich andere oder zusätzliche Auswirkungen ergeben, die den Geschäftsverlauf der MEDICLIN positiv oder negativ beeinflussen würden.

Risiko- und Chancenbericht

Im 1. Halbjahr 2021 haben sich keine zusätzlichen Chancen und Risiken aus dem Auftreten der Corona-Pandemie ergeben, die zu Änderungen im Chancen- und Risikomanagement geführt haben. Die bisherigen Angaben im Geschäftsbericht 2020 gelten somit weiterhin. Es ergeben sich aus heutiger Sicht für die zukünftige Entwicklung der MEDICLIN keine bestandsgefährdenden Risiken für das Geschäftsjahr 2021.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können /​ könnten", "planen", "projizieren", "sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der MEDICLIN AG beruhen. Sollten einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Es ist von der MEDICLIN AG weder beabsichtigt noch übernimmt die MEDICLIN AG eine gesonderte Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen laufend zu aktualisieren und fortzuschreiben, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Zwischenberichts anzupassen.

Konzernzwischenabschluss der MEDICLIN Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021

Konzernzwischenbilanz zum 30. Juni 2021

AKTIVA

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in € 30.06.2021 31.12.2020
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, Lizenzen 6.541.305 7.897.310
Geschäfts- /​ Firmenwerte 49.888.841 49.253.841
Geleistete Anzahlungen 970.186 894.782
57.400.332 58.045.933
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.543.726 123.468.597
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 347.094.080 371.099.404
Technische Anlagen und Maschinen 12.642.596 13.274.913
Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.774.250 37.811.777
Nutzungsrechte an Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.679.878 2.643.079
Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.408.720 23.740.512
543.143.250 572.038.282
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen 90.322 90.322
Rückdeckungsversicherungen 764.510 764.510
Sonstige Finanzanlagen 2.056 2.056
856.888 856.888
Sonstige Vermögenswerte
Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 39.927.630 41.647.730
39.927.630 41.647.730
Aktive latente Steuern 13.086.171 11.016.452
654.414.271 683.605.285
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 9.162.885 9.341.672
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86.497.551 76.335.138
Laufende Ertragsteueransprüche 4.337.353 2.401.516
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Übrige finanzielle Vermögenswerte 5.808.711 5.178.148
5.808.711 5.178.148
Sonstige Vermögenswerte
Geleistete Vorauszahlungen 5.262.768 1.311.935
Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 17.151.900 8.852.916
22.414.668 10.164.851
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 95.634.479 100.437.077
223.855.647 203.858.402
878.269.918 887.463.687

PASSIVA

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in € 30.06.2021 31.12.2020
EIGENKAPITAL
Anteil MEDICLIN-Konzern
Gezeichnetes Kapital 47.500.000 47.500.000
Kapitalrücklage 129.391.829 129.391.829
Gewinnrücklage 21.732.616 16.764.377
Konzernbilanzergebnis - 32.085.653 - 16.493.229
166.538.792 177.162.977
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - 377.900 - 316.812
166.160.892 176.846.165
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.279.961 71.196.091
70.279.961 71.196.091
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 311.856.295 334.874.917
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 62.567.156 68.324.949
Sonstige Rückstellungen 23.862.532 23.901.156
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
0 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 37.995.471 38.187.887
Übrige Verbindlichkeiten 2.265.960 2.782.611
40.261.431 40.970.498
508.827.375 539.267.611
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.247.348 11.307.664
Finanzschulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.828.837 26.781.278
26.828.837 26.781.278
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 54.820.535 54.009.475
Sonstige Rückstellungen 13.860.820 15.530.311
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 6.032.727 6.298.754
6.032.727 6.298.754
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 16.804.624 11.388.381
Übrige Verbindlichkeiten 71.686.760 46.034.048
88.491.384 57.422.429
203.281.651 171.349.911
878.269.918 887.463.687

Konzernzwischengewinn- und -verlustrechnung

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in € Januar - Juni 2021 Januar - Juni 2020 April - Juni 2021 April - Juni 2020
Umsatzerlöse 323.117.381 323.546.948 166.751.631 156.133.263
Sonstige betriebliche Erträge 6.233.134 5.276.885 2.690.894 2.710.860
Gesamtleistung 329.350.515 328.823.833 169.442.525 158.844.123
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - 35.901.667 - 34.785.368 - 18.106.467 - 16.413.876
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 22.896.277 - 20.895.910 - 12.206.642 - 10.147.950
- 58.797.944 - 55.681.278 - 30.313.109 - 26.561.826
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 187.077.397 - 183.741.092 - 91.583.724 - 87.373.028
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 34.158.925 - 33.830.334 - 17.529.542 - 17.552.564
- 221.236.322 - 217.571.426 - 109.113.266 - 104.925.592
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 26.110.749 - 26.177.622 - 13.267.603 - 12.179.578
Operatives Ergebnis /​ EBITDA 23.205.500 29.393.507 16.748.547 15.177.127
Abschreibungen - 36.622.216 - 38.157.861 - 18.306.642 - 20.041.321
Betriebsergebnis /​ EBIT - 13.416.716 -8.764.354 - 1.558.095 -4.864.194
Finanzergebnis
a) Erträge aus Beteiligungen 0 51.000 0 51.000
b) Zinsen und ähnliche Erträge 30.235 18.835 8.049 14.128
c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 5.168.791 - 4.789.476 - 2.943.662 - 2.418.136
- 5.138.556 - 4.719.641 - 2.935.613 - 2.353.008
Ergebnis vor Ertragsteuern - 18.555.272 - 13.483.995 - 4.493.708 - 7.217.202
Ertragsteuern 2.867.582 2.413.215 502.225 1.319.135
Konzernergebnis - 15.687.690 - 11.070.780 - 3.991.483 - 5.898.067
davon den Aktionären der MEDICLIN AG zuzurechnendes Konzernergebnis - 15.592.424 - 11.016.387 - 3.969.188 - 5.900.142
davon den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnendes Konzernergebnis - 95.266 - 54.393 - 22.295 2.075
Aktionären der MEDICLIN AG zuzurechnendes Konzernergebnis je Aktie
unverwässert in € - 0,33 - 0,23 - 0,08 - 0,12
verwässert in € - 0,33 - 0,23 - 0,08 - 0,12

Konzernzwischengesamtergebnisrechnung

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in € Januar - Juni 2021 Januar - Juni 2020 April - Juni 2021 April - Juni 2020
Konzernergebnis - 15.687.690 - 11.070.780 - 3.991.483 - 5.898.067
Erfolgsneutrales Ergebnis
Neubewertung aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen 5.942.878 - 1.249.076 0 - 3.439.980
Ertragsteuern - 940.461 197.666 0 544.377
Zugang von Wertänderungen, die nicht in das Konzernergebnis umgegliedert werden 5.002.417 - 1.051.410 0 - 2.895.603
davon den Aktionären der MEDICLIN AG zuzurechnen 4.968.239 - 1.044.100 0 - 2.875.139
davon den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen 34.178 - 7.310 0 - 20.464
Zugang von Wertänderungen, die in das Konzernergebnis umgegliedert werden 0 0 0 0
Konzerngesamtergebnis - 10.685.273 - 12.122.190 - 3.991.483 - 8.793.670
davon den Aktionären der MEDICLIN AG zuzurechnendes Konzerngesamtergebnis - 10.624.185 - 12.060.487 - 3.969.188 - 8.775.281
davon den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnendes Konzerngesamtergebnis - 61.088 - 61.703 - 22.295 - 18.389

Konzernkapitalflussrechnung

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in € Januar - Juni 2021 Januar - Juni 2020
Konzernergebnis - 15.687.690 - 11.070.780
Ergebnis aus Finanzaktivitäten 5.138.556 4.719.641
Ergebnis aus Ertragsteuern - 2.867.582 - 2.413.215
Betriebsergebnis (EBIT) - 13.416.716 - 8.764.354
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 36.622.216 38.157.861
Operatives Ergebnis (EBITDA) 23.205.500 29.393.507
Veränderung der langfristigen Rückstellungen - 928.423 1.250.914
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen - 1.669.490 - 785.224
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 9.068 - 162.257
Ergebnis aus sonstigen zahlungsunwirksamen Vorgängen - 5.000.547 - 5.496.697
Veränderung der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte - 20.944.220 13.133.971
Veränderung der sonstigen langfristigen Schulden - 518.162 572.723
Veränderung der sonstigen kurzfristigen Schulden 34.453.738 26.196.829
Einzahlungen aus Zinsen 30.219 22.802
Gezahlte Ertragsteuern - 2.079.835 - 835.713
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 26.539.712 63.290.855
Einzahlung aus Abgängen des Anlagevermögens 27.039 349.340
aus dem Verkauf von Sachanlagen 27.039 349.340
Einzahlungen aus Investitionsfördermitteln 4.969.329 4.545.361
Einzahlung aus Beteiligungserträgen 0 51.000
Auszahlungen für Investitionen - 8.557.899 - 15.591.732
in immaterielle Vermögenswerte - 946.597 - 2.732.473
in Sachanlagen - 7.611.302 - 12.859.259
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.561.531 - 10.646.031
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - 22.573.845 - 22.108.042
Tilgung von Finanzschulden - 937.886 - 947.867
Zinszahlungen für Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen - 3.436.508 - 3.809.425
Sonstige Zinsauszahlungen - 832.540 - 596.523
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 27.780.779 - 27.461.857
Änderung Finanzmittelfonds 0 - 18.549
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel - 4.802.598 25.164.418
Liquide Mittel am Anfang der Periode 100.437.077 37.249.818
Liquide Mittel am Ende der Periode 95.634.479 62.414.236

Die liquiden Mittel am Ende der Periode entsprechen dem Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und enthalten ausschließlich Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in € Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage Konzernbilanzergebnis Anteile MEDICLIN-Konzern Anteile nicht

beherrschender

Gesellschafter
Stand

01.01.2020
47.500.000 129.391.829 - 29.568.498 43.669.121 190.992.452 - 245.990
Konzernergebnis - - - - 11.016.387 - 11.016.387 - 54.393
Erfolgsneutrales

Ergebnis
- - - 1.044.100 - - 1.044.100 - 7.310
Konzern-

gesamtergebnis
- - - 1.044.100 - 11.016.387 - 12.060.487 - 61.703
Stand 30.06.2020 47.500.000 129.391.829 - 30.612.598 32.652.734 178.931.965 - 307.693

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in € Summe Eigenkapital
Stand 01.01.2020 190.746.462
Konzernergebnis - 11.070.780
Erfolgsneutrales

Ergebnis
- 1.051.410
Konzern-

gesamtergebnis
- 12.122.190
Stand 30.06.2020 178.624.272

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in € Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage Konzernbilanzergebnis Anteile

MEDICLIN-Konzern
Anteile nicht

beherrschender

Gesellschafter
Stand

01.01.2021
47.500.000 129.391.829 16.764.377 - 16.493.229 177.162.977 - 316.812
Konzernergebnis - - - - 15.592.424 - 15.592.424 - 95.266
Erfolgsneutrales

Ergebnis
- - 4.968.239 - 4.968.239 34.178
Konzern-

gesamtergebnis
- - 4.968.239 - 15.592.424 - 10.624.185 - 61.088
Stand 30.06.2021 47.500.000 129.391.829 21.732.616 - 32.085.653 166.538.792 - 377.900

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in € Summe Eigenkapital
Stand 01.01.2021 176.846.165
Konzernergebnis - 15.687.690
Erfolgsneutrales

Ergebnis
5.002.417
Konzerngesamtergebnis - 10.685.273
Stand 30.06.2021 166.160.892

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Bericht des ungeprüften Konzernzwischenabschlusses der MEDICLIN Aktiengesellschaft für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 entspricht dem International Accounting Standard 34. Im Zwischenbericht werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 angewendet, er ist deshalb im Zusammenhang mit dem von der Gesellschaft veröffentlichten Geschäftsbericht für das Jahr 2020 und dem Zwischenbericht zum 1. Quartal 2021 zu lesen.

Der Zinssatz, der zur Diskontierung der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 angewendet wird, beträgt zum 30. Juni 2021 0,9 % (31. März 2021: 0,9 %; 31. Dezember 2020: 0,4 %).

Wechsel im Vorstand

Seit 1. April 2021 ist Herr Dr. York Dhein Vorstandsmitglied der MEDICLIN Aktiengesellschaft. Herr Dhein ist als COO zuständig für den Bereich Rehabilitation. Der Vorstandsvorsitzende Herr Volker Hippler hat sein Mandat als Vorstandsvorsitzender und Vorstand der MEDICLIN AG im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat zum 30. Juni 2021 niederlegt. Als sein Nachfolger wurde Herr Dr. Joachim Ramming vom Aufsichtsrat der MEDICLIN Aktiengesellschaft bestellt, der sein Amt zum 1. August 2021 antreten wird. Interimsweise verantwortet der Finanzvorstand Herr Tino Fritz die Ressorts von Herrn Volker Hippler.

Aussetzung von Mietzahlungen

MEDICLIN hat auf Grundlage des "Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrungsrecht" vom 27. März 2020 von der Aussetzung von Mietzahlungen für die Monate Mai und Juni 2020 Gebrauch gemacht und bilanziert diesen Sachverhalt nach der am 28. Mai 2020 durch das IASB herausgegebenen Änderung zu IFRS 16 "Leasingverhältnisse - Mietzugeständnisse aufgrund der Coronavirus- Pandemie". Diese sieht eine Erleichterung bei der Bilanzierung von Zugeständnissen, wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässe, die im direkten Zusammenhang mit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gewährt werden, vor. Am 31. März 2021 hat das IASB den Anwendungszeitraum dieser Regelung vom 30. Juni 2021 auf den 30. Juni 2022 verlängert. Die ausgesetzten Mieten für die zwei Monate belaufen sich auf 7,9 Mio. Euro und betreffen die Mieten für 21 Klinikimmobilien. Der Verzugszinssatz nach § 288 Abs. 2 BGB beträgt 8,12 % p. a. An Verzugszinsen fielen im 1. Halbjahr 2021 320 Tsd. Euro an (von Mai bis Dezember 2020: 400 Tsd. Euro). MEDICLIN geht derzeit nicht davon aus, dass die Nutzungsrechte nachhaltig beeinträchtigt bzw. wertgemindert sind.

Von der EU-Kommission im 1. Halbjahr 2021 veröffentlichte und in EU-Recht umgesetzte Änderungen an Standards

Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 14. Januar 2021 die Verordnung (EG) Nr. 2021 /​ 25 vom 13. Januar 2021 die vom International Accounting Standards Board (IASB) am 27. August 2020 veröffentlichte Phase 2 der "Reform des LIBOR und anderer Referenzzinssätze" (IBOR-Reform) in europäisches Recht umgesetzt. Dabei handelt es sich um Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IFRS 4 "Versicherungsverträge" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Ziel dieser Änderungen ist es, die Auswirkungen abzumildern, die eine Ablösung eines bestehenden Referenzzinssatzes durch einen alternativen Zinssatz auf die Finanzberichterstattung im Zeitpunkt der Ablösung hat. Insbesondere räumen die Änderungen eine praktische Erleichterung in Bezug auf Änderungen ein, die durch die IBOR-Reform erforderlich sind. Daneben sollen bilanzielle Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) trotz einer Ablösung des Referenzzinssatzes unter einer angepassten Dokumentation fortbestehen können.

Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen; eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist zulässig. Für MEDICLIN haben diese Vereinfachungsregelungen keine Relevanz, da den wesentlichen Darlehen (Konsortialdarlehen) als Referenzzinssatz der EURIBOR zugrunde gelegt ist, welcher bereits reformiert ist und den Anforderungen der Referenzwerte-Verordnung entspricht, und die Entwicklung der Leasingraten für die Klinikimmobilien an den Verbraucherpreisindex und nicht an einen Referenzzinssatz gekoppelt ist.

Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 2. Juli 2021 die Verordnung (EG) Nr. 2021 /​ 1080 vom 28. Juni 2021 die "Jährlichen Verbesserungen an den IFRS-Standards Zyklus 2018-2020" mit Änderungen an IAS 41 "Landwirtschaft", IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und IFRS 9 "Finanzinstrumente" veröffentlicht. Im selben Amtsblatt wurden Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen", IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" und IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" veröffentlicht. Zu den Inhalten der Änderungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2020 Abschnitt: "Noch nicht verpflichtend anzuwendende, vom IASB bereits veröffentlichte geänderte Standards und Rechtsvorschriften". Die Änderungen werden voraussichtlich keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der MEDICLIN haben. Alle Änderungen sind ab dem 1. Januar 2022 anzuwenden.

Vom IASB im 1. Halbjahr 2021 veröffentlichte geänderte Standards und Interpretationen

Am 12. Februar 2021 veröffentlichte der IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS Practice Statement 2 "Vornahme von Wesentlichkeitseinschätzungen" sowie an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler".

Die Änderungen an IAS 1 stellen klar, dass Unternehmen alle wesentlichen ("material") Rechnungslegungsmethoden anzugeben haben. Zuvor sprach der Standard von maßgeblichen ("significant") Rechnungslegungsmethoden. Laut dem geänderten IAS 1.117 sind Informationen zu Rechnungslegungsmethoden wesentlich, wenn durch ihre Betrachtung zusammen mit anderen im Abschluss eines Unternehmens enthaltenen Informationen vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie die Entscheidungen beeinflussen, die die primären Abschlussadressaten auf der Grundlage dieser Abschlüsse treffen. Die Änderung stellt außerdem klar, dass Informationen zu Rechnungslegungsmethoden immer dann wesentlich sind, wenn die Abschlussadressaten ohne diese Informationen nicht in der Lage wären, andere wesentliche Informationen des Abschlusses zu verstehen. Hierzu werden in IAS 1.117B Beispiele von Informationen angegeben, die in der Regel als wesentlich für den Abschluss eines Unternehmens anzusehen sind. Unwesentliche Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden sollen nicht angegeben werden. Werden sie jedoch angegeben, dürfen hierdurch die wesentlichen Informationen zu Rechnungslegungsmethoden nicht verschleiert werden. Ergänzend zur Änderung des IAS 1 wurde das IFRS Practice Statement 2 entsprechend geändert, um den Unternehmen Leitlinien für die praktische Anwendung des Konzepts der Wesentlichkeit auf die Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden bereitzustellen.

Die Änderungen an IAS 8 stellen klar, wie zwischen Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen zu unterscheiden ist. Die Unterscheidung ist wichtig, da Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen prospektiv auf künftige Geschäftsvorfälle und Ereignisse anzuwenden sind, während Rechnungslegungsmethodenänderungen retrospektiv auf vergangene Geschäftsvorfälle und Ereignisse sowie auf die laufende Periode anzuwenden sind. Die Änderungen sind erstmals verpflichtend in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist - vorbehaltlich des noch zu erfolgenden Endorsements - zulässig.

Das IASB hat am 7. Mai 2021 Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern - Ansatz latente Steuern auf Vermögenswerte und Schulden, die aus einer einzigen Transaktion entstehen" veröffentlicht. Das IASB reagiert damit auf bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern beim Erstansatz von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 sowie in den Anschaffungskosten von Sachanlagen nach IAS 16 erfassten Stilllegungsverpflichtungen. Werden Vermögenswerte und Schulden erstmalig erfasst, galt bislang unter bestimmten Voraussetzungen die sog. "initial recognition exemption" nach IAS 12.15, wobei in diesen Fällen latente Steuern ausnahmsweise nicht anzusetzen waren. Es bestand allerdings Unsicherheit darüber, ob diese Ausnahmeregelung auch für Leasingverhältnisse und für Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen gilt. Die Änderungen führen dazu, dass latente Steuern z. B. auf beim Leasingnehmer bilanzierte Leasingverhältnisse und auf Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen anzusetzen sind. Für MEDICLIN wird diese Änderung keine Auswirkung haben, da MEDICLIN bei der Bilanzierung der Leasinggeschäfte nach IFRS 16 die anfallenden latenten Steuern bereits berücksichtigt. Die Änderungen sind für Berichtsperioden ab dem 1. Januar 2023 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig. Eine frühere Anwendung ist - vorbehaltlich des noch zu erfolgenden Endorsements - zulässig.

Am 31. März 2021 hat das IASB eine Änderung an IFRS 16 "Leasingverhältnisse - Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021" veröffentlicht. Die Änderung betrifft die Verlängerung der praktischen Erleichterung, die Leasingnehmern zur bilanziellen Abbildung von Zugeständnissen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie im Mai 2020 eingeräumt wurde. Diese praktische Erleichterung galt bisher nur für Zahlungen, die entsprechend der ursprünglichen vertraglichen Vereinbarung am oder vor dem 30. Juni 2021 fällig gewesen wären. Der IASB weitet diesen Zeitraum nunmehr auf Zahlungen mit einer ursprünglichen Fälligkeit bis zum 30. Juni 2022 aus. Die Änderung tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen.

Beschlüsse der virtuellen Jahreshauptversammlung vom 26. Mai 2021:

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Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020
Wahl der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021
Billigung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder
Änderung des § 12 der Satzung (Vergütung des Aufsichtsrats)
Änderung des § 2 Abs. 1 der Satzung (Gegenstand des Unternehmens)
Änderung der §§ 5 und 6 Abs. 2 der Satzung (Vorstand)
Änderung der § 8 Abs. 3 und §§ 9, 10 und 11 der Satzung (Aufsichtsrat)
Änderung der §§ 16 Abs. 1 und 18 Abs. 2 und 3 der Satzung (Hauptversammlung)

Nachtragsbericht

Nach dem 30. Juni 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen sich MEDICLIN einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

MEDICLIN Aktiengesellschaft

Offenburg, 30. Juli 2021

Der Vorstand

Quartalsentwicklung im Konzern

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in Mio. € Q2 2021 Q1 2021 Q4 2020 Q3 2020 Q2 2020 Q1 2020
Umsatzerlöse 166,7 156,4 161,2 175,2 156,1 167,4
EBITDA 16,7 6,5 16,9 31,2 15,2 14,2
EBITDA-Marge in % 10,0 4,1 10,5 17,8 9,7 8,5
EBIT (Betriebsergebnis) - 1,5 - 11,9 - 1,8 10,8 - 4,9 - 3,9
EBIT-Marge in % - 0,9 - 7,6 - 1,2 6,1 - 3,1 - 2,3
Finanzergebnis - 2,9 - 2,2 - 2,9 - 2,6 - 2,3 - 2,4
Konzernergebnis - 4,0 - 11,7 - 4,5 6,6 - 5,9 - 5,2
Ergebnis je Aktie in € - 0,09 - 0,24 - 0,10 0,14 - 0,12 - 0,11
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 12,5 14,0 22,5 32,9 50,8 12,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit je Aktie in € 0,27 0,29 0,48 0,69 1,07 0,26
Eigenkapitalquote in % 18,9 19,2 19,9 20,1 19,8 21,0
Investitionen (Bruttozugänge zum Anlagevermögen) 4,0 4,6 6,1 4,7 6,3 9,5
Nettofinanzverschuldung 1 (Quartalsende) 45,9 41,8 29,1 41,0 61,9 70,5
Fallzahlen (stationär) 24.599 21.959 25.541 27.762 20.903 28.727
Bettenzahl (Quartalsende) 8.342 8.357 8.354 8.431 8.423 8.423
Auslastung in % 74,8 68,2 74,8 79,6 59,8 81,7
Mitarbeiter in Vollzeitkräften (Quartalsdurchschnitt) 7.122 7.155 7.444 7.427 7.457 7.558

1 Angepasste Nettofinanzverschuldung

Kennzahlen der MEDICLIN-Aktie

ISIN: DE 000659 5101; WKN: 659 510; TICKER: MED

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in € je Aktie 1. HJ 2021 1. HJ 2020
Ergebnis, un- /​ verwässert - 0,33 - 0,23
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 0,56 1,33
Buchwert 1 zum 30.06. 3,51 3,77
Kurs am 30.06. 4,20 3,96
52-Wochen-Hoch 4,78 -
52-Wochen-Tief 3,60 -
Börsenkapitalisierung zum 30.06. in Mio. € 199,5 188,1
Anzahl Aktien in Mio. Stück 47,5 47,5

1 Eigenkapital abzüglich Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Quelle: Deutsche Börse AG; Xetra /​ Stand: 13.07.2021

Finanzkalender

26. Februar 2021

Pressemitteilung zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2020

26. März 2021

Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2020

3. Mai 2021

Veröffentlichung des Zwischenberichts 1. Januar 2021 bis 31. März 2021

26. Mai 2021

Hauptversammlung

30. Juli 2021

Veröffentlichung des Zwischenberichts 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021

2. November 2021

Veröffentlichung des Zwischenberichts 1. Januar 2021 bis 30. September 2021

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Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung).

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