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MBB SE Annual Report 2011

Apr 27, 2012

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2011 MBB Industries AG . Berlin

MBB Industries in Zahlen
-- -- -- -- --------------------------
Geschäftsjahr 2008 2009 2010 2011 Δ 2011 /
2010
IFRS IFRS IFRS IFRS
fortgeführter fortgeführter fortgeführter fortgeführter
Bereich Bereich Bereich Bereich
Ergebniszahlen T€ T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 199.346 80.630 99.940 109.627 9,7
Betriebsleistung 200.632 80.406 100.066 109.761 9,7
Gesamtleistung 209.098 86.721 104.553 113.543 8,6
Materialaufwand -123.016 -56.027 -70.351 -71.406 1,5
Personalaufwand -47.670 -15.867 -20.300 -23.536 15,9
EBITDA 19.544 7.930 -3.157 9.240 392,7
EBITDA-Marge 9,8% 9,9% -3,2% 8,4% 362,5
EBIT 14.442 4.979 -7.015 5.673 180,9
EBIT-Marge 7,2% 6,2% -7,0% 5,2% 174,3
EBT 11.793 4.045 -7.961 4.599 157,8
EBT-Marge 5,9% 5,0% -8,0% 4,2% 152,5
Ergebnis des fortge
führten Geschäftsbereichs 3.667 -7.415 3.297 144,5
Ergebnis des aufge-
gebenen Geschäftsbereichs -121 571 39
Konzernergebnis nach
Minderheiten 8.029 3.546 -6.844 3.336 148,7
Anzahl Aktien 6.600.000 6.600.000 6.600.000 6.600.000
EPS in € 1,22 0,54 -1,04 0,51 149,0
Dividende in T€ 1.650,00 3.300,00 2.178,00 2.841,00 30,4
Dividende pro Aktie in € 0,25 0,50 0,33 0,44* 33,3
Bilanzzahlen 31.12. 31.12. 31.12. 31.12.
T€ T€ T€ T€ %
Langfristige Vermögenswerte 56.712 41.865 39.445 37.743 -4,3
Kurzfristige Vermögenswerte 83.173 60.074 52.304 48.565 -7,1
Darin enthaltene liquide Mittel** 25.085 35.314 33.147 30.278 -8,7
Gezeichnetes Kapital 6.600 6.600 6.600 6.600 0,0
Sonstiges Eigenkapital 47.665 48.986 40.833 39.611 -3,0
Eigenkapital insgesamt 54.265 55.586 47.433 46.211 -2,6
Eigenkapitalquote 38,8% 54,5% 51,7% 53,5% 3,5
Langfristige Schulden 27.314 22.157 22.632 21.987 -2,8
Kurzfristige Schulden 58.306 24.196 21.684 18.110 -16,5
Bilanzsumme 139.885 101.939 91.749 86.308 -5,9
Nettofinanzschulden
(net debt (-) / net cash (+)) ** -981 10.725 14.846 13.654 -8,0
Mitarbeiter 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. %
1.827 1.122 665 714 7,4

* Bezogen auf die bei Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien

**Dieser Wert versteht sich inklusive des physischen Goldbestands .

Inhaltsverzeichnis

MBB Industries in Zahlen 1
Inhaltsverzeichnis 3
Grußwort des Vorstands 4
Bericht des Aufsichtsrats 6
Lage- und Konzernlagebericht 8
Geschäfts- und Rahmenbedingungen 8
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 13
Vergütungsbericht 15
Bericht über Chancen 16
Bericht über Risiken 16
Grundzüge des Risikomanagementsystems und des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems
17
Erklärung zur Unternehmensführung 17
Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB 18
Nachtragsbericht 20
Prognosebericht 21
Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen gemäß § 312 AktG
21
Kurzfassung des Jahresabschlusses 2011 der MBB Industries AG 23
IFRS-Konzernjahresabschluss 2011 24
Anhang des Konzernjahresabschlusses 2011 30
I. Methoden und Grundsätze 30
II. Erläuterungen zur Konzernbilanz 44
III. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung 55
IV. Segmentberichterstattung 59
V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung 63
VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements 63
VII. Sonstige Pflichtangaben 65
Anteilsbesitz zum 31.12.2011 69
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 70
Erklärung zum Corporate Governance Kodex 71
Corporate Governance Bericht 72
Aktienbestände der Organe 72
Aktienrückkaufprogramm 2012 (nach Bilanzstichtag) 72
Zusammensetzung des Aufsichtsrats 73
Abschlussprüfer 73
Vergütung des Vorstands 73
Vergütung des Aufsichtsrats 74
Aktienoptionsprogramm / wertpapierorientierte Anreizsysteme 75
Finanzkalender 76
Kontakt 76
Impressum 76

Grußwort des Vorstands

Liebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre,

ein durchweg erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 liegt hinter uns, ein vielversprechendes Jahr 2012 vor uns. 2011 haben wir mit 110 Mio. € Umsatz in den fortgeführten Geschäftsbereichen 3,3 Mio. € verdient, wovon wir aufgrund unserer Substanz- und Cash-Ausstattung den überwiegenden Teil in Höhe von 2,8 Mio. € oder 44 Cent/Aktie an Sie ausschütten. Damit erhöhen wir unsere Dividende pro Aktie im sechsten Jahr seit Börsengang, dieses Jahr um 33,3 %. Gleichwohl investieren wir, um auch für 2012 mit signifikanten Umsatz- und Ergebniszuwächsen in unseren Unternehmen und durch Zukauf der CLAAS Fertigungstechnik diese Entwicklung fortzusetzen.

Delignit ist 2011 in neuer Struktur wieder profitabel gewachsen. Das Unternehmen hat Schritte in neue Märkte wie Schienenverkehr und Bauindustrie gewagt und wurde mit ersten Aufträgen belohnt. Hohe und vor allem qualitativ hochwertige Auftragsbestände sind ebenso wie außerordentliche Investitionen in die Fertigungstechnologie Garant für die Fortsetzung des erfolgreichen Weges in 2012.

DTS entwickelt sich konsequent zu einem der wettbewerbsfähigsten Cloudanbieter für den deutschen Mittelstand. Das Unternehmen will 2012 doppelt so groß sein wie bei Übernahme durch MBB im Jahr 2008 und sieht seine Potentiale lange nicht ausgeschöpft. Der Kauf der eld datentechnik, umfangreiche Investitionen in unsere ohnehin sehr modernen Rechenzentren in Herford und Münster als auch eine neue Unternehmensstruktur um die DTS IT AG waren wesentliche Schritte des Jahres 2011, die auch 2012 steigende Umsätze und Ergebnisse sichern.

In 2011 haben wir unseren wirtschaftlichen Gesellschaftsanteil an der Hanke Tissue um 20 % auf 97 % erhöht und uns gleichzeitig von unseren Handelsaktivitäten, namentlich Huchtemeier Papier GmbH, getrennt. Gemeinsam mit dem Management haben wir Hanke Tissue in den sechs Jahren seit Übernahme im Jahr 2006 zu einem führenden mittelständischen Markenhersteller in Polen entwickelt, der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal von der polnischen Forbes-Ausgabe zu einem der besten Unternehmen seiner Klasse gewählt wurde. Damit auch diese Entwicklung keinen Abbruch erfährt, haben wir 2011 für Hanke mit 8 Mio. € die bisher größte Einzelinvestition in der MBB Industries Geschichte eingeleitet.

Im Bereich der kunststoffverarbeitenden Unternehmen verzeichnete OBO im neunten Jahr ihrer Zugehörigkeit zur MBB Unternehmensgruppe einen Umsatzzuwachs von über 19 %, der nicht zuletzt auf die konsequente Entwicklungstätigkeit zurückzuführen ist. CT Formpolster hat das zweite Jahr ihrer Zugeh örigkeit zur Unternehmensgruppe für die weitere Optimierung des Geschäftsbetriebs genutzt und konnte mit dem Markteintritt der Easy-Climate-Matratze ein vollständig neuartiges Produkt erfolgreich im Markt platzieren. Insgesamt trugen somit auch die kunststoffverarbeitenden Unternehmen trotz starker Rohstoffpreissteigerungen zum Erfolg der MBB bei.

So dynamisch wie das Jahr 2011 endete so dynamisch startete 2012. Zunächst haben wir die solide Finanzausstattung genutzt, um 144.201 eigene Aktien und damit 2,2 % des Grundkapitals zurückzuka ufen. Zudem sind wir mit vollen Auftragsbüchern ins neue Jahr gestartet. Im März haben wir einen Vertrag zum Kauf der vormaligen CLAAS Fertigungstechnik GmbH, die zukünftig unter MBB Fertigungstechnik GmbH firmiert, geschlossen und vollzogen. Das Unternehmen erwirtschaftet mit rund 270 hochqualifizierten Mitarbeiter am ostwestfälischen Standort Beelen rund 100 Mio. € profitablen Umsatz. MBB Fertigungstechnik ist ein führender Anbieter von Schweiß- und Montageanlagen in der Automobilindustrie und weiteren Branchen. Eine Jahrzehnte währende führende Marktstellung verhilft dem Unternehmen heute zu einer großen installierten Basis und hohem Wachstumspotential, dessen Hebung nunmehr ansteht.

Die MBB Fertigungstechnik soll dazu führen, dass wir 2012 auf über 200 Mio. € und 2013 darüber hinaus bei jeweils steigendem Ergebnisniveau wachsen. Der Kauf der MBB Fertigungstechnik erfolgte aus Eigenmitteln, über die die MBB Industries auch jetzt noch in ausreichender Höhe für weitere Zukä ufe verfügt. Der Kauf zeigt, dass MBB in einem derzeit durch hohen Wettbewerb und hohe Preise geprä gtem Markt für Übernahmen mittelständischer Unternehmen sehr wettbewerbsfähig ist.

Da wir unsere Wachstumspläne in den übrigen Unternehmen in keiner Weise wegen des jüngsten Unternehmenskaufes zurückstellen, sehen wir als Eckpfeiler der mittelfristigen Unternehmensplanung ein Überschreiten der 300 Mio. € Umsatz-Schwelle bis zum Jahr 2015 als durchaus wahrscheinlich. Dies sollte auch unsere Aktie als Wachstums- und Dividendenwert stärker in den Fokus rücken, so dass Potential entsteht, den jüngsten Aufwärtstrend fortzusetzen.

Das Vorwort eines Geschäftsberichts darf in der heutigen Zeit nicht enden, ohne dass die folgende Frage beantwortet wird: Was, wenn die Krise zurückkommt? Zweifelsohne werden wir dann weniger leicht Umsatz- und Ergebniszuwächse melden können, wir bleiben aber eine verlässliche, substanzstarke, diversifizierte, familiengeführte Unternehmensgruppe, die sich als attraktive Sachwertinvestition auch in einer möglicherweise wiederaufflammenden Krise behaupten und empfehlen wird. Unserem Ansporn, auch in den kommenden Jahren Außerordentliches zu leisten und den Wert unseres Unternehmens weiter nachhaltig zu steigern und sind mittlerweile mehr als 1.000 Mitarbeitern verpflichtet. Wir bedanken uns für das Vertrauen in unsere Arbeit, dass unter anderem durch die Verlängerung unserer Vorstandsverträge bis zum 30. Juni 2015 zum Ausdruck kommt, und freuen uns, wenn Sie uns als Aktionäre auf unserem Weg begleiten!

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Christof Nesemeier Gert-Maria Freimuth

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten kontinuierlich über die geschäftliche und strategische Entwicklung der Gesellschaft informiert und den Vorstand im Sinne des Corporate Governance Kodex überwacht. So hatte der Aufsichtsrat stets Kenntnis über die Geschäftspolitik, die Planung der Gesellschaft, die Risikolage sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MBB Industries AG als auch des MBB-Konzerns.

Dies geschah sowohl in persönlichen Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit den Mitgliedern des Vorstands, durch regelmäßige Informationen des Vorstands zum Gang der Geschäfte, als auch im Rahmen der am 4. April, 7. Juli, 23. September und 2. Dezember 2011 durchgeführten Aufsichtsratssitzungen. Mit Ausnahme der Abwesenheit von Herrn Dr. Peter Niggemann am 23. September 2011 haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder und Vorstandsmitglieder der Gesellschaft an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Im Rahmen der einzelnen Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung analysiert und über die strategische Ausrichtung beraten. Sofern einzelne Geschäfte gemäß Satzung oder aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, hat der Aufsichtsrat diese geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der MBB Industries AG als auch auf die der einzelnen Tochtergesellschaften. Ausführlich wurden zwischen Aufsichtsrat und Vorstand die Entwicklungsperspektiven des DTS-Konzerns, der Kauf der eld datentechnik GmbH, der Verkauf der Huchtemeier Papier GmbH und die Aufstockung des wirtschaftlichen Anteilsbesitzes an der Hanke Tissue Sp. z o.o. auf 97 % als auch bestehende gesamtwirtschaftliche Risiken und das Aktienrückkaufprogramm diskutiert. Der Aufsichtsrat war somit stets in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden.

Die Aufsichtsratssitzung am 23. September fand am Standort der Tochtergesellschaft ICSmedia GmbH in Münster statt, so dass der Aufsichtsrat einen detaillierten Einblick in die Geschäftstätigkeit dieses Beteiligungsunternehmens erhielt.

Ebenso befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Corporate Governance und dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um den Empfehlungen des Kodex weitgehend zu entsprechen. Die wenigen Ausnahmen werden in der gemeinsam mit dem Vorstand gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung aufgeführt. Diese Erklärung ist im Geschäftsbericht sowie auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.mbbindustries.com veröffentlicht.

Nachdem der gesamte Aufsichtsrat am 7. Juli 2011 für eine weitere 5-Jahres-Periode wiedergewählt wurde, wählte das Gremium Herrn Dr. Peter Niggemann zu seinem Vorsitzenden und Herrn Dr. Jan C. Heitmüller zum stellvertretenden Vorsitzenden. Mit Herrn Dr. Matthias Rumpelhardt besteht der Aufsichtsrat damit aus insgesamt drei Personen. Diese Zahl an Aufsichtsratsmitgliedern ist nach Ansicht des Aufsichtsrats der Unternehmensgröße angemessen. Ausschüsse wurden aus diesem Grund vom Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2011 nicht gebildet.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2011 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Bezi ehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten.

Der Jahresabschluss der MBB Industries AG zum 31.12.2011 und der gemeinsame Lagebericht für MBB Industries AG und MBB-Konzern wurden nach HGB-Grundsätzen, der Konzernabschluss zum 31.12.2011 nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und von der durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragten Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk vom 23.03.2012 versehen.

Des Weiteren wurde auch der Bericht des Vorstands der MBB Industries AG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) von der Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und am 23.03.2011 folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind gegen den Bericht keine Einwendungen zu erheben. Wir erteilen gemäß § 313 Abs. 3 AktG folgenden Bestätigungsvermerk:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangeme ssen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.""

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den gemeinsamen Lagebericht für die MBB Industries AG und den Konzern, den Gewinnverwendungsvorschlag, den Konzernabschluss und den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG geprüft und mit dem Wirtschaftsprüfer in der Sitzung am 26. März 2012 persönlich erörtert. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Wirtschaftsprüfer umfassend beantwortet. Den Bericht des Wirtschaftsprüfers hat der Aufsichtsrat rechtzeitig erhalten und das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung sind gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Abhängigkeitsbericht und den Konzernabschluss keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat am 26. März 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss der MBB Industries AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat teilt die Lagebeurteilung des Vorstands im gemeinsamen Lage- und Konzernlagebericht. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MBB-Konzerns für die große Einsatzbereitschaft und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten guten Ergebnisse.

Berlin, den 26. März 2012

Der Aufsichtsrat

Dr. Peter Niggemann Vorsitzender

Lage- und Konzernlagebericht

Die MBB Industries AG (im Folgenden "MBB-AG") ist eine familiengeführte mittelständische Unternehmensgruppe, die mit ihren Portfoliounternehmen den MBB-Industries-Konzern (im Folgenden "MBB-Konzern") bildet. Der Einzelabschluss der MBB-AG wird nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") erstellt.

Aufgrund der Veräußerung der Anteile an der Huchtemeier Papier GmbH Anfang 2011 und der in 2010 mehrheitlich veräußerten rumänischen Gesellschaften sind die Ergebniszahlen für 2011 und 2010 gemäß den Vorgaben des IFRS 5 so angepasst, dass sie den Konzern ohne die veräußerten Gesellscha ften ("aufgegebene Geschäftsbereiche") zeigen.

Der MBB-Konzernumsatz belief sich in 2011 auf 109,6 Mio. €, nach 99,9 Mio. € in 2010. Der MBB-Konzern hat 2011 mit seinen Portfoliounternehmen ein Konzernergebnis in Höhe 3,3 Mio. € erwirtscha ftet gegenüber einem durch die Restrukturierung der Delignit AG bedingten Jahresfehlbetrag von 6,8 Mio. € im Vorjahr.

Der MBB-Konzern weist zum 31.12.2011 einen Nettofinanzmittelbestand (liquide Mittel und kurzfristige/langfristige Wertpapiere minus Bankverbindlichkeiten) von 13,7 Mio. € aus; dieser Wert versteht sich inklusive des physischen Goldbestands von 2,1 Mio. €. Trotz der Ausschüttung einer Dividende und den Nettoinvestitionen in das Beteiligungsportfolio betrug der Liquiditätsbestand, inklusive Gold, 30,3 Mio. € zum 31.12.2011.

In 2011 wurde eine Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 2,2 Mio. € (33 Cent pro Aktie) ausgeschüttet. Das Eigenkapital des MBB-Konzerns sank auf 46,2 Mio. €; die Eigenkapitalquote beträgt 53,5 % und liegt 1,8 Prozentpunkte über der Eigenkapitalquote des Vorjahres, da dem gesunkenen Eigenkapital eine verkürzte Bilanz gegenübersteht.

Für 2012 prognostiziert die MBB steigende Umsätze und ein gegenüber 2011 verbessertes operatives Ergebnis.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Strategische Ausrichtung

Die MBB-AG ist eine auf den deutschen Mittelstand fokussierte Industrieholdinggesellschaft. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf den mehrheitlichen Kauf von mittelständischen Industrieunternehmen mit einem Umsatz größer 10 Mio. € und einem signifikanten Wertsteigerungspotenzial. Eine ungelöste Nachfolge, Finanzierungs- oder Ertragsprobleme sowie Veräußerungsabsichten in Konzernen sind ideale Zeitpunkte für den Einstieg der MBB-AG.

Ziel ist es, den Wert des jeweiligen Beteiligungsunternehmens nachhaltig zu steigern. Einem Zwang zur Veräußerung der Beteiligungen unterliegt die MBB-AG nicht, vielmehr begrüßt es die Gesellschaft, wenn die Beteiligungen durch nachhaltige Erträge in Form von Ausschüttungen dauerhaft die Entwicklung der MBB-AG fördern.

Die Beteiligungen erhalten von der MBB-AG neben Kapital auch Zugang zu exzellenter Managementerfahrung und einem engagierten und hoch qualifizierten Team sowie Netzwerk. Dies bestimmt den Erfolg der MBB-Unternehmen und sichert eine überlegene Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Marktentwicklung

Die Gesellschaft ist wesentlich auf dem deutschen Markt tätig. Gleichwohl besitzt das Unternehmen wegen ausländischer Beteiligungsunternehmen und aufgrund der globalen Marktaktivitäten internationale Präsenz und Erfahrung. Aufgrund des großen Angebots von in Deutschland zur Veräußerung anstehender Unternehmen konzentriert sich die MBB-AG bei Unternehmenskäufen weiter auf diesen Markt.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hatte zunächst dazu geführt, dass sich die Rahmenbedingungen für den Kauf von Unternehmen durch die MBB-AG verbesserten. Mittlerweile führen die wirtschaftliche Erholung und ein nach Einschätzung der MBB liquiditätsinduzierter Anlagedruck zu einem steigenden Preisniveau und mehr Wettbewerb. Ferner hat die Finanzierungsbereitschaft der Banken bei Unternehmenskäufen wieder zugenommen, was neben dem niedrigen Zinsniveau die Rahmenbedingungen für Unternehmenskäufe verbessert, dementsprechend aber auch zu mehr Wettbewerb mit steigenden Preisen führt.

Neben der Entwicklung auf den Märkten für den Kauf mittelständischer Unternehmen ist der MBB-Konzern abhängig von der Entwicklung der Märkte, auf denen die Beteiligungsunternehmen tätig sind. Diese Geschäftstätigkeit im industriellen Mittelstand hat sich von den Einbrüchen der Wirtschafts - und Finanzkrise im Jahr 2010 erstaunlich gut erholt. Wachstumsraten und Erwartungswerte stiegen deutlich und die Umsätze und Ergebnisse belebten sich. Der MBB-Konzern konnte diese Tendenzen in den Unternehmen seines diversifizierten Portfolios gut nachvollziehen. Auch wenn die Anzeichen für eine dauerhafte Erholung der Wirtschaft damit offensichtlich weiter zunehmen, sehen wir eine weniger stabile Wirtschaftssituation als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Die Lage an den Rohstoffmärkten stellt beachtliche Anforderungen an das Management der Beteil igungsunternehmen. Wir rechnen in unseren Betrachtungen weiterhin mit einer hohen Volatilität dieser Märkte, die in unserem Fall im Wesentlichen die Themen Holz, Zellulose und petrochemische Rohstoffe betrifft. Die teils abrupten Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten, die vereinzelt sogar mit Ro hstoffknappheit zusammenfallen, stellen bei der Weitergabe an die eigenen Kunden eine große Herausforderung dar, die häufig nicht vollständig und nur mit Zeitverzug gelingt.

In den für den MBB-Konzern relevanten Absatzmärkten erwarten wir eine konstante Nachfrage nach Polyurethan-Boards und nach Tissue-Produkten. Ferner erwarten wir im Bereich Automotive (insbesondere Nutzfahrzeuge) ein weiterhin hohes Nachfrageniveau. Schließlich rechnen wir für das Schaumstof fgeschäft unserer zu Beginn des Jahres 2010 erworbenen Beteiligung CT Formpolster mit einer konsta nten Nachfrage. Insgesamt stellen wir fest, dass einerseits die Diversifikation des Portfolios den MBB-Konzern vor Verwerfungen in einzelnen Märkten schützt und andererseits die positiven Entwicklungen auf den Absatzmärkten die Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten überkompensieren, so dass der MBB-Konzern insgesamt deutlich von der Marktentwicklung profitiert.

Darüber hinaus werden die Währungskursveränderungen des Euro zu den für den MBB-Konzern bedeutenden Währungen US-Dollar, britisches Pfund und polnischer Zloty in ihrer Höhe und Geschwindigkeit außerordentlich bleiben und damit auch in 2012 hohe Anforderungen an das Finanzmanagement des MBB-Konzerns stellen.

Den Entwicklungen auf den Finanzmärkten begegnet der MBB-Konzern mit einer konservativen Finanzierungsstruktur, die aktuell durch eine Net-Cash-Position und einen hohen Liquiditätsbestand gekennzeichnet ist. Wir versprechen uns davon, jederzeit unabhängig einen Unternehmenskauf durchführen zu können als auch eine geringe Anfälligkeit gegenüber erwarteten Zinssteigerungen. Die freie Liquidität wird derweil als Sichteinlage, in Anleihen guter Bonität mit einer geringen Laufzeit, in physischem Gold und vereinzelt in Aktien gehalten. Letzteres allerdings nur dann, wenn diese Aktien den Kriterien genügen, die die MBB-AG auch beim Kauf mittelständischer Firmen zu Grunde legt.

Marktposition

Die MBB-AG ist im Markt der Beteiligung an mittelständischen Unternehmen seit über 15 Jahren erfol greich tätig. Mittlerweile können wir für die allermeisten denkbaren Fälle von Unternehmensverkä ufen im Mittelstand Referenzen bieten. Diese Referenzen erstrecken sich auf vormalige Eigentümer und Ko nzerngesellschafter, das Management, Arbeitnehmervertreter und Gewerkschaften, Kreditinstitute als auch Kernkunden und -lieferanten. Die MBB-AG ist aufgrund dieses Erfahrungshintergrunds, des bestehenden Netzwerks, des Bestands an Beteiligungsunternehmen und der Kapitalmarktnotierung eine der führenden Beteiligungsgesellschaften im industriellen deutschen Mittelstand für Unternehmensgrößen ab 10 Mio. €. Diese Marktposition hat sich aufgrund des steigenden Bekanntheitsgrads weiter verbessert und war zu Beginn des Jahres 2012 maßgeblich für die bisher größte Übernahme der Unternehmensgeschichte, den Kauf der CLAAS Fertigungstechnik GmbH.

Börsennotiz

Teil der genannten strategischen Entwicklung war der 2006 vollzogene Börsengang der MBB-AG und der Wechsel in den Prime Standard im Jahr 2008. Ein Anteil von 73,5 %, den der Vorstand vor dem später noch zu erläuternden in 2012 erfolgten Aktienrückkauf am Aktienkapital der MBB-AG zum 31. Dezember 2011 hält, sichert eine nachhaltige, mittelständisch und unternehmerisch geprägte Entwicklung der MBB.

Beteiligungsunternehmen

Zum Geschäftsjahresende 2011 verfügte die MBB-AG über fünf unmittelbare aktive Beteiligungen. Da die unmittelbaren Beteiligungsunternehmen der MBB-AG jeweils wieder über Tochter- und Enkelgesellschaften verfügen, besteht der Konsolidierungskreis neben der MBB-AG zum 31.12.2011 aus insgesamt 14 Unternehmen sowie 3 at-equity-Beteiligungen.

Die Gesellschaften werden im Folgenden unter Zuordnung zur jeweiligen Beteiligungslinie, der jeweil igen Beteiligungsquote und unter Hinweis auf die Konsolidierung genannt:

  • Delignit AG (76,08 %)
  • Hausmann Verwaltung GmbH (100 %)
  • Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG (100 %)
  • S.C. Cildro Plywood Srl. (49 % at equity)
  • S.C. Cildro S.A. (42,9 % at equity)
  • S.C. Cildro Service Srl. (100 % at equity)
  • Hanke Tissue Sp. z o.o. (100 %)
  • CT Formpolster GmbH (100 %)
  • OBO Modulan GmbH (100 %)
  • OBO-Werke Verwaltungsgesellschaft mbH (100 %)
  • OBO-Werke GmbH & Co KG (100 %)
  • OBO-Industrieanlagen GmbH (100 %)
  • DTS IT AG (80 %)
  • DTS Systeme GmbH (100 %)
  • ICSMedia GmbH (100 %)
  • eld datentechnik GmbH (100 %)
  • DTS Beteiligungen Verwaltungs GmbH (100 %)

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2011 hat die MBB Industries AG ihre Beteiligung an der Huchtemeier Verwaltung GmbH und damit ihren 80 %igen Anteil an der Huchtemeier Papier GmbH verkauft.

Mit notariellem Vertrag vom 1. März 2011 wurde die DTS IT AG mit Sitz in Herford gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister ist am 4. März 2011 erfolgt. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere die Gründung und der Erwerb von, die Beteiligung an sowie das Führen und die Veräußerung von Unternehmen im In- und Ausland, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie. 80 % der Aktien werden von der MBB Industries AG gehalten. Am 5. April 2011 wurden die DTS Systeme GmbH und die ICSmedia GmbH von der DTS Beteiligungen GmbH & Co. KG unter die DTS IT AG umgehängt.

Am 7. Juli 2011 hat die DTS IT AG die Jade 1061. GmbH von der MBB Industries AG erworben. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2011 hat die DTS IT AG über die Jade 1061. GmbH die Geschäftsaktivitäten der eld datentechnik GmbH, Fellbach, von der Löffelhardt Gruppe im Rahmen eines Asset Deals übernommen und es erfolgte eine Umfirmierung der Jade 1061. GmbH in eld datentechnik GmbH.

Segmente

Die einzelnen Segmente, in denen MBB-Gesellschaften tätig sind, haben unterschiedliche Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit, die im Folgenden kurz beschrieben werden. Um nachteilige Effekte auf die Geschäftstätigkeit der einzelnen Beteiligungsgesellschaften auszuschließen, werden detaillierte Ang aben zu einzelnen Beteiligungsgesellschaften nicht veröffentlicht.

Es werden die folgenden Unternehmenssegmente betrachtet:

Technische Applikationen

In diesem Segment sind die Beteiligungen zusammengefasst, deren Geschäftsmodell einen hohen Anteil kundenspezifischer Vorgaben berücksichtigt und in denen der mit dem Produkt verkaufte Know-howund Beratungsanteil einen maßgeblichen Teil der erbrachten Leistung darstellt. Einzig die Unternehmen der Delignit-Unternehmensgruppe sind derzeit diesem Segment zugeordnet.

Delignit hat sich auf die attraktiven Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications fokussiert. Die Delignit-Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische Produkte basierend auf dem natürlichen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz. Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil- und die Luftfahrtindustrie liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Delignit-Gruppe in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Holz ist im Unterschied zu vielen anderen Rohstoffen in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und damit anderen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Die Vorläufer der heutigen Delignit-Gruppe wurden vor über 200 Jahren gegründet und waren bis zur Beteiligung der MBB-AG im Jahr 2003 in Familienbesitz.

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Holzwerkstoffaktivität der Delignit einen Anteil am Umsatz des MBB-Konzerns von 27,5 % gegenüber 25,1% im Geschäftsjahr 2010. Im Zuge der in 2010 erfolgten Restrukturierung und Markterholung stieg der Außenumsatz des Delignit-Konzerns von 25,1 Mio. € in 2010 auf 30,2 Mio. € in 2011.

Industrieproduktion

Das Segment Industrieproduktion beinhaltet die Beteiligungsunternehmen, deren Stärken vor allem in der industriellen Fertigung ihrer Produkte liegen und deren Produkte dabei relativ standardisiert sind. Dementsprechend fassen wir in diesem Segment die Beteiligungen Hanke, CT Formpolster und OBO zusammen.

OBO ist ein weltweiter Anbieter von Polyurethan-Boards für den Modell-, Formen- und Werkzeugbau. Das Unternehmen ist seit 2003 Teil des MBB-Konzerns. Bedeutende Kunden der OBO sind zum Beispiel die Automobilhersteller. Die Beteiligungslinie hatte im Jahr 2011 einen Anteil von 9,0 % (2010: 8,2 %) am Umsatz des MBB-Konzerns. Der Außenumsatz betrug im Geschäftsjahr 2011 9,8 Mio. € (2010: 8,2 Mio. €) und ist damit um 19,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Hanke produziert Tissue-Rohwatte sowie Servietten, Taschentücher, Toilettenpapier und Haushaltsrollen. Unter dem Markennamen "aha" besteht im osteuropäischen Konsumgütermarkt eine starke Wettbewerbsposition.

Darüber hinaus wird weißes und farbiges Tissue-Papier für zahlreiche Privat-Label-Anbieter in Europa gefertigt. Kern der Aktivitäten ist das Unternehmen Hanke Tissue Sp. z o.o. in Küstrin, Polen, welches 2006 erworben wurde.

Hanke hat in den Jahren seit Übernahme durch die MBB-AG hohe Investitionen in den Maschinenpark und Gebäude getätigt. Dies hat dazu geführt, dass das Unternehmen kontinuierlich wachsen konnte, die Marktstellung ausgebaut hat und heute das profitabelste Unternehmen des MBB-Konzerns ist. Die Expansion wird durch ein im Sommer 2011 verabschiedetes Investitionsprogramm in Höhe von 8 Mio. € auch in den kommenden Jahres fortgesetzt.

Hanke hat mit einem Außenumsatz von 21,8 Mio. € (2010: 21,0 Mio. €) einen Anteil von 19,9 % (2010: 18,1 %) zum Gesamtumsatz des Konzerns beigetragen.

Die CT Formpolster GmbH fertigt Polyetherschäume. Das Leistungsspektrum reicht von der Material und Produktentwicklung, über die Herstellung bis hin zur Konfektionierung und JIT-Belieferung. Das Sortiment umfasst außer Standardschäumen auch hochelastische, flammgeschützte, antistatische und intensiv eingefärbte Typen. Die Produkte der CT Formpolster GmbH werden als Matratzen- oder Sitzmöbelkerne insbesondere in den Branchen Möbel, Caravan, Büro oder Matratzenhandel vermarktet.

CT Formpolster hat mit einem Außenumsatz von 18,4 Mio. € (2010: 22,4 Mio. €) einen Anteil von 16,7 % (2010: 19,3 %) zum Gesamtumsatz des Konzerns beigetragen.

Handel & Dienstleistung

Handel & Dienstleistung verbindet als Segment die Beteiligungen des MBB-Portfolios, die ohne eigene Fertigung für ihre Kunden spezialisierte Dienstleistungen erbringen beziehungsweise Handel betreiben. In dieses Segment zählen wir den DTS-Konzern und bis zu ihrem Ausscheiden die Huchtemeier-Gesellschaften.

Der DTS-Konzern ist ein führender Cloud-Computing-Anbieter für den deutschen Mittelstand. Eigene Rechenzentren ermöglichen ein breites Leistungsangebot in allen Schichten der Cloud. Das Geschäft smodell umfasst dabei Beratung, Konzeption, Beschaffung, Implementierung und Betrieb von IT-Umgebungen, vorzugsweise im Rechenzentrum. Klassische Systemhausleistungen werden dabei kombiniert mit der Vermietung von Fläche, Hardware und Storage, Datenbank- und Betriebssystemplattformen bis hin zu Applikationsvermietung unter anderem in den Bereichen IT-Security, Office-Kommunikation und Archivierung.

Die DTS Systeme GmbH wurde 1983 gegründet, war bis zur Beteiligung der MBB-AG in eine regionalen Unternehmensgruppe eingebunden, hat ihren Sitz in Herford sowie Büros in Bochum, Bremen, Darmstadt und Hannover.

Im August 2010 wurde die ICSmedia GmbH mit Sitz in Münster erworben. Die ICSmedia GmbH ist ein regionaler Anbieter von IT-Systemlösungen, ebenfalls mit eigenem Rechenzentrum. Neben Housing, Hosting und Internetproviding bietet die ICSmedia GmbH in enger Zusammenarbeit mit der DTS Systeme GmbH auch hochwertige Beratungsdienstleistungen im IT-Umfeld und moderne Cloud-Computing-Lösungen auf höchstem Qualitätsniveau an.

Seit Oktober 2011 gehört die eld datentechnik GmbH, Fellbach, zum DTS-Konzern. Die eld datentechnik ist ein deutschlandweit tätiger Distributor für IT-Infrastruktursysteme, spezialisiert auf die Bereiche IP-Access und Storage. Darüber hinaus wird das Leistungsspektrum mit IT-Schulungsangeboten und IT-Consulting abgerundet. Die eld datentechnik GmbH ergänzt damit vertikal das Leistungsspektrum der übrigen DTS-Töchter.

Der DTS-Konzern hat im Jahr 2011 28,2 Mio. € (2010: 20,9 Mio. €) zum Umsatz des MBB-Konzerns beigetragen, was einem Anteil von 25,6 % (2010: 18,0 %) entspricht.

Mitarbeiter

Für die MBB-AG waren im Jahr 2011 sechs Personen tätig; diese Zahl schließt die Vorstände ein. Während das Management auf Basis von Dienstleistungsverträgen mit der MBB-AG verbunden ist, waren im Jahr 2011 eine Mitarbeiterin im Officemanagement und ein Mitarbeiter im Konzernrechnungswesen beschäftigt.

Ziel des Managements der MBB-AG ist eine nachhaltige Wertentwicklung des MBB-Konzerns. Das vierköpfige Managementteam arbeitet seit mehr als 15 Jahren zusammen und hält zum 31. Dezember 2011 insgesamt 75,5 % des Aktienkapitals der MBB-AG. Angemessene Fixvergütungen werden durch am Erfolg orientierte variable Bestandteile ergänzt, die jeweils mit einer Obergrenze versehen sind. Abfi ndungs- oder Pensionsvereinbarungen existieren nicht.

Der MBB-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2011 in den fortgeführten Geschäftsbereichen durchschnittlich 700 Mitarbeiter, der vergleichbare Wert des Vorjahres betrug durchschnittlich 658 Mitarbeiter.

Zum Stichtag 31.12.2011 (bzw. 31.12.2010) beschäftigte der MBB-Konzern 714 Mitarbeiter (Vorjahresstichtag: 665) in den folgenden Segmenten:

  • Technische Applikationen: 207 Mitarbeiter (Vj.: 178)
  • Industrieproduktion: 385 Mitarbeiter (Vj.: 383)
  • Handel & Dienstleistung: 122 Mitarbeiter (Vj.: 104)

Bei Betrachtung der Verteilung auf Länder ergibt sich zum Stichtag 31.12.2011 (bzw. 31.12.2010) die folgende Verteilung:

  • 459 Mitarbeiter in Deutschland (Vj.: 425)
  • 255 Mitarbeiter in Polen (Vj.: 240)

Mitarbeiter (Köpfe) nach Segmenten zum Stichtag 31.12. 2011

Die MBB sieht im Fördern und Fordern der Mitarbeiter einen bedeutenden Erfolgsfaktor. Das Management und leitende Mitarbeiter der Unternehmen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg der Geschäftstätigkeit haben, erhalten variable Gehaltsbestandteile, die ebenfalls von den erzielten Erge bnissen und dem Wertzuwachs der Unternehmen abhängig sind.

Die Mitarbeiterzahl der in 2011 zum Konzern gehörenden Gesellschaften wird aufgrund des steigenden Geschäftsvolumens im Geschäftsjahr 2012 zunehmen, wobei es in einzelnen Beteiligungsunternehmen kapazitätsbedingt zu unterschiedlichen Entwicklungen kommen kann. Neu hinzukommen werden die ca. 270 Mitarbeiter der vormaligen CLAAS Fertigungstechnik GmbH (künftig MBB Fertigungstechnik GmbH).

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

MBB-AG und MBB-Konzern blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. Der MBB-Konzern hat 2011 profitabel gewirtschaftet. Die Geschäftstätigkeit der Unternehmen verbesserte sich und die Auftragsbestände und -eingänge zeigen eine Fortsetzung dieser Entwicklung für das Geschäftsjahr 2012. Es bestehen somit gute Voraussetzungen für steigende Umsätze in 2012.

Der weiterhin hohe Finanzmittelbestand stützt die Attraktivität des MBB-Geschäftsmodells und ermöglicht künftig – auch nach Erwerb der CLAAS Fertigungstechnik GmbH - Zukäufe unabhängig und aus eigenen Mitteln zu tätigen. Der kontinuierliche Substanzzuwachs über die Jahre – z. B. sichtbar bei der Entwicklung des Eigenkapitals von 15,5 Mio. € in 2005 auf 46,2 Mio. € in 2011 oder der Nettofinanzmittelbestände von minus 13,8 Mio. € (Net Debt) in 2005 auf plus 13,7 Mio. € (Net Cash) in 2011 – belegt die Attraktivität unseres Geschäftsmodells und die hohe Investitionsqualität. Weiterhin ist deshalb mit den Wert steigernden Neuakquisitionen des MBB-Konzerns zu rechnen. Im Folgenden wird zunächst auf die MBB-AG und dann auf den MBB-Konzern näher eingegangen.

MBB-AG

Die MBB-AG hat mit der Berechnung von Managementdienstleistungen an Konzerngesellschaften im Jahr 2011 Umsatzerlöse von 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) erzielt. Zusammen mit den Umsatzerlösen mit Dritten und den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich eine Gesamtleistung von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €).

Demgegenüber standen Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €), die die Vergütung des Managements der MBB-AG betreffen.

Unter Berücksichtigung der Personal- und der Gemeinkosten, ergibt sich ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).

Zudem erwirtschaftete die MBB-AG Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 0,8 Mio. €, Erträge aus Wertpapieren von 0,2 Mio. € und Zinsen und sonstige Erträge von 0,6 Mio. €. Nach Abzug der Abschreibungen von 0,4 Mio. €, des Zinsaufwandes von 0,1 Mio. € und der Steuern von 0,5 Mio. € ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €).

Im Geschäftsjahr 2011 wurde wie in den Vorjahren eine Dividende ausgeschüttet, die in 2011 33 Cent pro Aktie oder 2,2 Mio. € betrug. Das Eigenkapital der MBB-AG verminderte sich somit zum Bilanzstichtag auf 39,5 Mio. € (Vorjahr 40,5 Mio. €) und führt zu einer konstant hohen Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 86,8 %. Der Finanzmittelbestand der MBB-AG betrug zum Geschäftsjahresende 25,3 Mio. € (Vorjahr 28,4 Mio. €), inklusive der Wertpapiere des Anlagevermögens sowie des Bestands an physischem Gold. Der Nettofinanzmittelbestand verminderte sich auf 21,4 Mio. € (Vorjahr 24,6 Mio. €). Nicht realisierte Kursgewinne bei den physischen Goldbeständen als auch bei den Wertpapieren sind in dieser Ergebnis- und Finanzmitteldarstellung nicht berücksichtigt.

MBB-Konzern

Der Konzernabschluss zum 31.12.2011 wurde nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union Anwendung finden ("IFRS"), aufgestellt.

Entwicklung des Konzernumsatzes fortgeführter Geschäftsbereich (jeweiliger Abschlussstichtag; in Mio. €)

Der konsolidierte Umsatz des MBB-Konzerns aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2011 betrug 109,6 Mio. € gegenüber 99,9 Mio. € im Vorjahr. Gleichzeitig stieg auch die Gesamtleistung von 104,6 Mio. € in 2010 auf 113,5 Mio. € in 2011. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,3 Mio. € beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, einen Ertrag aus der Entkonsolidierung, Erträge aus dem Verkauf von Aktien sowie sonstige Erträge.

Der Materialaufwand fiel im Verhältnis zur Betriebsleistung von 70,3 % auf 65,1 %, was seine Ursache in der veränderten Wertschöpfungstiefe hat.

Die Personalaufwandsquote an der Betriebsleistung hingegen ist von 20,3 % im Jahr 2010 auf 21,4 % in 2011 gestiegen. Die Ursache hierfür liegt in der Zunahme der Mitarbeiter bei den produzierenden Gesellschaften und bei den personalintensiven Dienstleistungen im Segment Handel & Dienstlei stung.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erreicht eine Höhe von 9,2 Mio. € und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von -3,2 Mio. €.

Die Abschreibungen betragen 3,6 Mio. € und sind damit leicht unter dem Vorjahreswert von 3,9 Mio. €. In 2011 erfolgten Investitionen in das Sachanlagevermögen von 2,8 Mio. € nach 3,9 Mio. € im Vorjahr.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) des MBB-Konzerns betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,7 Mio. € und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von -7,0 Mio. €.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von minus 1,1 Mio. € ergibt sich das EBT (Ergebnis vor Steuern) in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr minus 8,0 Mio. €) und 4,2 % (Vorjahr minus 8,0 %) der Betriebsleistung.

Ertragssteuern sind in Höhe von 0,8 Mio. € (vor Berücksichtigung latenter Steuern) angefallen, darüber hinaus sonstige Steuern in Höhe von 0,1 Mio. €.

Das Konzernergebnis nach Ergebnisanteilen fremder Gesellschafter in Höhe von 3,3 Mio. € (für den fortgeführten Bereich) liegt ebenfalls über dem Verlust des Vorjahres von minus 7,4 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses der aufgegebenen Geschäftsbereiche ergibt sich ein Konzernergebnis von 3,3 Mio. € nach einem Konzernergebnis von minus 6,8 Mio. € im Vorjahr.

Das Konzernergebnis trägt in der Konzernbilanz zum 31.12.2011 zu einem Eigenkapital in Höhe von 46,2 Mio. € (Vorjahr 47,4 Mio. €) bei. Bezogen auf die Konzernbilanzsumme in Höhe von 86,3 Mio. € weist der MBB-Konzern damit eine Eigenkapitalquote von 53,5 % (Vorjahr 51,7 %) aus. Der MBB-Konzern verfügt nach Ansicht des Vorstandes somit über eine fortwährend solide Eigenkapitalausstattung.

Zum 31.12.2011 verfügte der MBB-Konzern über Finanzverbindlichkeiten (ohne Finance-Leasing) in Höhe von 16,6 Mio. € (Vorjahr 18,3 Mio. €) und über liquide Mittel, kurzfristige/langfristige Wertpapiere sowie physisches Gold (2,1 Mio. €) in Höhe von 30,3 Mio. € (Vorjahr 33,1 Mio. €). Der Nettofinanzmittelbestand (liquide Mittel, kurzfristige/langfristige Wertpapiere und physische Goldbestände minus Bankverbindlichkeiten) liegt mit 13,7 Mio. € nur leicht unter dem Wert des Vorjahres, in dem 14,8 Mio. € ausgewiesen wurden. Diese Entwicklung war trotz der gezahlten Dividende von 2,2 Mio. €, den Investitionen in das Anlagevermögen und dem Erwerb neuer Beteiligungen bzw. dem Ausbau bestehender Beteiligungen aufgrund eines starken operativen Cashflows möglich. Der MBB-Konzern verfügt nach Ansicht des Vorstands damit aktuell über ausreichend Finanzierungsspielraum für die Geschäftstätigkeit des Konzerns.

Sicherungsgeschäfte

Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden üblicherweise auf Euro-Basis durchgeführt. Da die Beteiligungsgesellschaften außerordentliche Fremdwährungspositionen in Eigenregie absichern, sind ungesicherte Positionen in bedeutendem Umfang auf Konzernebene bisher nicht aufgetreten. Der MBB-Konzern betreibt deshalb bis heute keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen auf Konzernebene. Ein Monitoring auf Konzernebene sichert jedoch bei Bedarf rechtzeitige Sicherungsgeschäfte.

Vergütungsbericht

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die Vorstände erhalten zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbeteiligung sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen. Darüber hinaus sind keine Lei stungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) vereinbart. Ebenso existieren keine Vereinbarungen für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sowie in Folge eines Kontrollwechsels (Change of Control) bei der Gesellschaft.

Das Management der MBB-AG hat für das Geschäftsjahr 2011 Anspruch auf eine variable Vergütung von zusammen 9,0 % des Betrages um den das Eigenkapital der MBB-AG am Ende eines jeden Geschäftsjahres (Endwert) das Eigenkapital am Beginn des Geschäftsjahres (Anfangswert) übersteigt. Das Eigenkapital zum Zwecke des vorgenannten Bonussystems umfasst jeweils die Positionen des § 266 Abs. 3 A. HGB. Maßgeblich für die Berechnung von Anfangswert und Endwert sind die jeweiligen testierten Jahresabschlüsse, jedoch mit folgenden Modifikationen:

Aktiva, die einen Börsenpreis haben, sind mit dem Börsenpreis anzusetzen; dies gilt nicht für Anteile an Unternehmen, an denen die Gesellschaft mehr als 5 % der Stimmrechte hält. Dem Endwert sind die unterjährigen Dividendenausschüttungen und Rückzahlungen von Eigenkapital hinzuzurechnen und Einlagen auf das Eigenkapital hiervon abzuziehen. Sind in einem oder mehreren Geschäftsjahren die Bemessungsgrundlagen negativ, wird der sich ergebende Negativbetrag auf die folgenden Geschäftsja hre vorgetragen und gegen die künftigen Mehrbeträge verrechnet, bis die vorgetragenen Negativbeträge ausgeglichen sind. Ein Anspruch auf eine variable Vergütung entsteht erst wieder, wenn diese Negativbeträge ausgeglichen sind.

Die Höhe des dem Management zustehenden Bonus ist auf 5 % des vorgenannten Endwerts begrenzt. Ein über diese 5 % hinausgehender Betrag wird auf das Folgejahr vorgetragen und dann entweder ausgeschüttet, bei erneutem Überschreiten der 5 % wiederum vorgetragen oder mit entsprechenden Verlusten verrechnet.

Der Aufsichtsrat erhält ein Sitzungsgeld. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache des Sitzungsgeldes jeweils zuzüglich Auslagenerstattung. Zudem wurde für die Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen. Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2010 erhält der Aufsichtsrat, seit dem Geschäftsjahr 2010, zusätzlich eine variable Vergütung von zusammen 1 % der vorgenannten Eigenkapitalerhöhung. Ferner darf die Summe aus variabler Vergütung zuzüglich Sitzungsgeld für alle Aufsichtsratsmitglieder pro vollem Geschäftsjahr den Betrag von 100.000,00 € nicht übersteigen.

Aus den beschriebenen Zusagen einer variablen Vergütung für Management und Aufsichtsrat ist ein Anspruch auf eine variable Vergütung für 2011 entstanden. Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses.

Bericht über Chancen

Dem MBB-Konzern bieten sich nach Einschätzung des Vorstandes zukünftig folgende Chancen:

  • Eine deutliche Zunahme der zum Verkauf stehenden mittelständischen Unternehmen in Folge der überstandenen Finanz- und Wirtschaftskrise bietet Chancen für wertsteigernde Akquisitionen.
  • Mit der Beteiligung an und dem Umbau von mittelständischen Industrieunternehmen können im Erfolgsfall überdurchschnittliche Renditen erzielt werden.
  • Die langjährig profitable Entwicklung der MBB erhöht die Attraktivität der MBB als Gesellschafter, Kreditnehmer oder Geschäftspartner und wird die Bedeutung der MBB als Holdinggesellschaft für den industriellen Mittelstand in Deutschland fördern.
  • Die Erfahrung und das Netzwerk des aktuellen Managementteams bieten eine gute Ausgangssituation für ein weiteres Wachstum des MBB-Konzerns.
  • Die Diversifikation des MBB-Konzerns schmälert mögliche Auswirkungen von abrupten Nachfrageveränderungen in Einzelmärkten - wie z. B. im Automobilmarkt - auf den Gesamtkonzern.

Bericht über Risiken

Die Vielzahl der genannten Chancen und die aktuelle Ausgangssituation des MBB-Konzerns sprechen mittelfristig für eine erfolgreiche Entwicklung des MBB-Konzerns. Demgegenüber bestehen für den MBB-Konzern die folgenden Risiken:

  • Die Optimierung einzelner Beteiligungsunternehmen gelingt nicht oder einzelne Beteiligungsunternehmen werden besonders hart von einer Wirtschaftskrise getroffen.
  • Die Refinanzierung einzelner Beteiligungsgesellschaften oder neuer Unternehmenskäufe gelingt nicht.
  • Eine weitere und lang anhaltende Abkühlung der Konjunktur führt zu sinkenden Umsätzen und/oder sinkenden Ergebnissen der bestehenden Beteiligungen der MBB-AG.
  • Die internationale Tätigkeit der MBB-AG führt zu Beteiligungsengagements im Ausland, die mit landespezifischen Risiken behaftet sind.
  • Trotz eines umfassenden Risikomanagements unterliegen die Konzernunternehmen den allgemeinen Risiken ihrer Geschäftstätigkeit. Insbesondere die Fertigungsunternehmen des Konzerns könnten sich zum Beispiel Gewährleistungsfällen, Fällen von Umweltbelastungen oder Produktionsausfällen ausgesetzt sehen.
  • Die MBB-AG könnte Risiken aus Kaufvertragsgewährleistungen, die Beteiligungsunternehmen könnten Risiken aus Produkthaftung oder sonstigen rechtlichen Haftungsrisiken ausgesetzt sein.

Grundzüge des Risikomanagementsystems und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems

Der MBB-Konzern trägt den genannten Risiken durch ein Risikomanagementsystem Rechnung. Es werden frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um Nachteile von den Konzernunternehmen abzuwenden. Hierzu zählen unter anderem:

  • Ein integriertes Beteiligungscontrolling, das einerseits mittels eines Tagescontrollings (DAC) und andererseits eines monatlichen Businesscontrollings (BUC) kontinuierlich Soll-, Ist- und Forecast-Daten auf Ebene der Beteiligungsunternehmen sowie auf Ebene der MBB-AG abgleicht.
  • Ein Projektcontrolling (PUC), welches die Optimierungsmaßnahmen im Konzern und in jedem einzelnen Unternehmen definiert, weiterentwickelt und deren Umsetzung verfolgt.
  • Regelmäßige Managementmeetings innerhalb der MBB-AG (MIC) und mit dem jeweiligen Management der Beteiligungsunternehmen (RAP).
  • Ein strukturiertes Mergers & Akquisitions-Werkzeug, anhand dessen der Akquisitionsprozess organisiert und auf Erfolg geprüft wird (MAC) sowie der kontinuierliche Ausbau des Netzwerks der MBB.
  • Ein zentrales Konzern-Monitoring (LOC) wesentlicher Vertragsrisiken oder Rechtsstreitigkeiten durch das Management und bei Bedarf durch qualifizierte Rechtsanwaltskanzleien.

Das interne Kontrollsystem ist ein integraler Bestandteil des Risikomanagements der MBB. Seine Hauptziele bestehen darin, die zutreffende Abbildung aller Geschäftsvorfälle in der Berichterstattung sicherzustellen und Abweichungen von internen oder externen Regelungen zu unterbinden. Bezogen auf die externe Rechnungslegung bedeutet das, die Konformität der Abschlüsse mit den jeweils geltenden Regelwerken zu gewährleisten. Dazu ist das interne Kontrollsystem wie das Risikomanagement entsprechend der Einheiten, die Rechnung legen, gegliedert. Es bestehen einheitliche Regelungen zur Rec hnungslegung in den Unternehmen des MBB-Konzerns, zum Beispiel Bilanzierungsrichtlinien deren Einhaltung fortlaufend kontrolliert wird. Zur Steuerung einzelner Risiken der Rechnungslegung, zum Beispiel bei versicherungsmathematischen Bewertungen, werden fallweise externe Spezialisten hinzugezogen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die MBB Industries AG ist nach § 289a des deutschen Handelsgesetzbuches verpflichtet, eine "Erklärung zur Unternehmensführung" zu veröffentlichen. In diese Erklärung zur Unternehmensführung sind aufzunehmen:

    1. die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes;
    1. relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, nebst Hinweis, wo sie öffentlich zugänglich sind;
    1. eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen; sind die Informationen auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich, kann darauf verwiesen werden.

Zu 1: Erklärung gemäß §161 AktG

Am 26.03.2012 gaben Vorstand und Aufsichtsrat die - bei Erstellung dieses Lageberichts - jüngste Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG ab. Sie lautet:

"Vorstand und Aufsichtsrat der MBB Industries AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 15. März 2011 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung erneuert diese Entsprechungserklärung und bezieht sich wie bisher auf den Deutschen Corporate Governance Kodex (im Folgenden "Kodex") in der Fassung vom 26. Mai 2010.

Vorstand und Aufsichtsrat der MBB Industries AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird:

Ziffer 3.8: D&O-Versicherung: Die D&O-Versicherung für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sieht keinen Selbstbehalt vor. Wir haben keine Zweifel daran, dass unsere Organe wie auch unsere Mitarbeiter ihre Aufgaben mit der größtmöglichen Sorgfalt wahrnehmen. Der Selbstbehalt für Vorstände soll nach Auslaufen der aktuellen Verträge ab dem 1. Juli 2012 Anwendung finden, den Selbstbehalt für Aufsichtsräte erachten wir in Anbetracht der Höhe der fixen Aufsichtsratsvergütungen für nicht angemessen.

  • Ziffer 5.3: Aufsichtsratsausschüsse: Der Aufsichtsrat der MBB Industries AG besteht aus drei Mitgliedern, so dass keine Ausschüsse gebildet werden können. Die Anzahl an Aufsichtsratsmitgliedern erachten wir im Hinblick auf die Unternehmensgröße und Bedeutung der Gesellschaft als ausreichend.
  • Ziffer 5.4.1: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden. Im Hinblick auf das Alter der Aufsichtsratsmitglieder und die verbleibende Amtszeit besteht hierfür unseres Er achtens auch keine Veranlassung
  • Ziffer 7.1.2: Veröffentlichungen: Konzernabschluss und Zwischenberichte werden im Rahmen der gesetzlichen und von der Deutschen Wertpapierbörse festgelegten Fristen veröffentlicht. Als Industrieholding mit dem Fokus auf Mehrheitsbeteiligungen an mittelgroßen Industrieunternehmen hat die MBB Industries eine Vielzahl einzelner Gesellschaften zu konsolidieren als auch regelmäßig Erst- und Entkonsolidierungen vorzunehmen. Die Einhaltung der im Corporate Governance vorgeschlagenen Fri sten würde deshalb zu einem deutlich erhöhten Aufwand bei der Gesellschaft führen."

Zu 2.: Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Der Vorstand der MBB-AG hält sich an die geltenden Gesetze. Darüber hinaus gehende, öffentlich zugängliche kodifizierte Unternehmensführungspraktiken bestehen nicht. Der Vorstand wird prüfen, ob in Zukunft konzernweit gültige Regeln sinnvoll kodifiziert und veröffentlicht werden sollten.

Zu 3.: Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Gesellschaft über eine duale Führungs- und Kontrollstruktur.

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt und leiten den Konzern in eige ner Verantwortung. Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt: Dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Christof Nesemeier obliegen die Bereiche Strategie, Beteiligungsmanagement, Investor Relations und Finanzen. Gert-Maria Freimuth ist als stellvertretender Vorstandsvorsitzender verantwortlich für die Bereiche Mergers & Acquisitions, IT, Recht und Corporate Identity. Die Vorstände sind jeweils bis zum 30. Juni 2012 bestellt. Zwei weitere Mitglieder des Managementteams sind verantwortlich für die Bereiche Finanzen sowie IT und Prozesse.

Der Aufsichtsrat der MBB-AG besteht aus dem Vorsitzenden Dr. Peter Niggemann, dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Jan C. Heitmüller sowie Dr. Matthias Rumpelhardt. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung von der Hauptversammlung am 7. Juli 2011 wieder gewählt worden und wurde bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung bestellt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt; so dass in der in 2016 stattfindenden Hauptversammlung ein neuer Aufsichtsrat zu wählen ist. Der MBB-Konzern ist nicht mitbestimmt; alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind daher Vertreter der Aktionäre. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht seine Geschäftsführung.

Die einzelnen Beteiligungsgesellschaften haben jeweils ein eigenständiges operatives Management, das in einzelnen Fällen auch Gesellschaftsanteile an den Beteiligungsgesellschaften hält, wobei die MBB-AG die Schwelle von 75,1 % nach Möglichkeit nicht unterschreitet. Das Management der MBB-AG und das der Beteiligungsgesellschaften arbeiten bei der Entwicklung des betreffenden Unternehmens eng zusammen.

Aufgrund der Anzahl der Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder wurden im Berichtsjahr weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat Ausschüsse gebildet.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Gemäß §§ 289 und 315 HGB muss der Lagebericht die nachfolgenden Punkte beinhalten.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das in der Bilanz zum 31.12.2011 aus 6.600.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien bestehende Grundkapital in Höhe von 6.600.000,00 € ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend

Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen bestehen nicht.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten

Die MBB Capital Management GmbH, Berlin, hielt zum 31.12.2011 36,75 % der Stimmrechte (2.425.500 Stimmrechte). Die MBB Capital GmbH, Münster, hielt zum 31.12.2011 36,75 % der Stimmrechte (2.425.500 Stimmrechte).

Die Geschäftsanteile an beiden vorgenannten Gesellschaften befinden sich vollständig im Besitz der MBB Capital Group GmbH, Münster, womit diese indirekt 73,50 % der Stimmrechte (4.851.000 Stimmrechte) hielt. Die Anteile an der MBB Capital Group GmbH werden wiederum zu jeweils 50 % von Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier gehalten, so dass ihnen zusammen indirekt 73,50 % der Stimmrechte (4.851.000 Stimmrechte) zustanden.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten wurden nicht ausgegeben.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Entsprechende Arbeitnehmerbeteiligungen bestehen nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Vorstandsmitglieder werden gemäß §§ 84 f. AktG bestellt und abberufen. § 6 der Satzung regelt Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wie folgt: "Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen. Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Falls der Vorstand aus mehreren Personen besteht, kann der Aufsichtsrat ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden bzw. Sprecher und eines zum stellvertretenden Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstandes ernennen."

Gemäß § 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 24 der Satzung benötigen Satzungsänderungen - soweit gesetzlich zulässig - eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Hauptversammlung, wobei Stimmenthaltung nicht als Stimmabgabe gilt.

Der § 11 Abs. 2 der Satzung regelt darüber hinaus: "Der Aufsichtsrat ist zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Insbesondere ist der Aufsichtsrat ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital I (§ 4 Absatz 4 der Satzung) oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital I anzupassen."

Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. Juni 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 3.300.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010). Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • für Spitzenbeträge,
  • wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ga ttung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die seit dem 1. Juli 2010 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2010 bereits ausgegeben wurden oder aufgrund seit dem 1. Juli 2010 begebener Options- oder Wandlungsrechte bzw. seither begründeter Wandlungspflichten bezogen werden können, soweit bei Ausnutzung des genehmigten Kapitals bzw. bei der Begebung der Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen das Bezugsrecht der Aktionäre gemäß bzw. entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird; weiter ist der anteilige Betrag am Grundkapital von eigenen Aktien anzurechnen, die die Gesellschaft auf der Grundlage einer Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG seit dem 1. Juli 2010 erworben und an Dritte gegen Barzahlung ohne Einräumung eines Bezugsrechts der Aktionäre veräußert hat, es sei denn, dass diese Veräußerung über die Börse oder aufgrund eines öffentlichen Angebotes an die Aktionäre erfolgt ist;
  • soweit es erforderlich ist, den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechtes bzw. einer Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde,

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchfü hrung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2010 festzulegen. Die Gesellschaft wurde zudem durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2010 ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ab dem 1. Juli 2010 bis zum 29. Juni 2015 eigene Aktien zu erwerben und zu verkaufen, und zwar bis zur Höhe von 10 % des Grundkapitals. Auf diesen Betrag wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die ab dem 1. Juli 2010 bei der Ausnutzung genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder seither von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bezogen werden können, soweit bei deren Begebung das Bezugsrecht der Aktionäre entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird.

Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, bei teilweiser Ausübung auch mehrmals bis zur Erreichung der Höchstgrenze, für einen oder mehrere Zwecke ausgeübt werden. Sie darf nicht zu dem Zweck des Handelns mit eigenen Anteilen ausgeübt werden.

Der Erwerb hat über die Börse zu erfolgen. Der Kaufpreis für eine Aktie darf den durch die Eröffnungsauktion im Xetra-Handel (oder einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystems an der Frankfurter Wertpapierbörse) ermittelten Kurs der Aktie der Gesellschaft an dem Erwerbstag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworbenen Aktien, ganz oder teilweise, Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen und/oder Unternehmensbeteiligungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf diese eigenen Aktien anzubieten und/oder die erworbenen Aktien ohne Fassung eines gesonderten Hauptve rsammlungsbeschlusses ganz oder teilweise einzuziehen. Der Preis, zu dem die Aktien an Dritte abgegeben werden, darf den Durchschnittswert, der durch die Mittagsauktion im Xetra-Handel (oder einem das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystems an der Frankfurter Wertpapierbörse) ermittelten Kurse der Aktie der Gesellschaft, an den drei dem Unternehmens- bzw. Beteiligungserwerb vorausgehenden Börsentagen um nicht mehr als 5 % über- oder unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmea ngebots stehen

Solche Vereinbarungen bestehen nicht.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern

Solche Entschädigungsvereinbarungen bestehen nicht.

Nachtragsbericht

Am 11. Januar 2012 hat die MBB Industries AG beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2010 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms vom 12. Januar 2012 bis zum 10. Februar 2012 hat die MBB Industries AG 144.201 eigene Aktien, dies entspricht 2,18 Prozent des Grundkapitals, zu einem Durchschnittspreis von 6,9347 € mit einem Gesamtwert von 999.996,67 € durch ein Kreditinstitut über die Börse erworben.

Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft aus eigenen Aktien keine Rechte zu, also insbesondere kein Dividendenbezugsrecht und auch kein Stimmrecht, so dass sich die Anzahl der tatsächlich stimm- und dividendenberechtigten Aktien auf 6.455.799 Stück verringert hat. Gemäß §§ 21 ff WpHG werden gleichwohl die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien dem Mehrheitsaktionär zugerechnet, mithin haben die MBB Capital Group GmbH, Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier der Gesellschaft am 13. Februar 2012 mitgeteilt, dass sie unter Hinzurechnung dieser eigenen Aktien nunmehr über jeweils 75,68 % der Stimmrechte verfügen.

Am 9. März 2012 hat die MBB Industries AG alle Anteile an der CLAAS Fertigungstechnik GmbH, Beelen, von der CLAAS KGaA mbH übernommen. Der rechtliche Übergang soll nach Wegfall der aufschiebenden Bedingungen noch im 2. Quartal 2012 erfolgen. Die CLAAS Fertigungstechnik GmbH ist ein führender internationaler Anlagenbauer von Produktionstechnik für die Automobilindustrie und weitere Branchen. Die Gesellschaft, die rund 270 Mitarbeiter beschäftigt und 2011 einen Umsatz von ca. 100 Mio. € erzielt hat, soll künftig unter den Namen MBB Fertigungstechnik GmbH firmieren.

Prognosebericht

Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2011 sehen wir als solide Grundlage für die weitere Entwicklung des MBB-Konzerns. Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 prognostiziert der Vorstand einen steigenden Umsatz für das bestehende Beteiligungsportfolio und ein insgesamt positives Ergebnisniveau, vorausgesetzt der aktuelle Konjunkturverlauf setzt sich fort. Zudem soll die neue Beteiligung CLAAS Fertigungstechnik GmbH (künftig MBB Fertigungstechnik GmbH) dazu beitragen, dass der Konzernumsatz deutlich auf über 200 Mio. € zunimmt und auch das Konzernergebnis weiter steigt. Der MBB Konzern dürfte somit insgesamt 2012 und 2013 deutlich wachsen.

Die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung betrachtet der Vorstand auch nach dem Zukauf der CLAAS Fertigungstechnik GmbH (künftig MBB Fertigungstechnik GmbH) als gute Voraussetzung, um einerseits im aktuellen Marktumfeld organisch und durch die Zukäufe neuer Beteiligungsunternehmen zu wachsen und andererseits auch beim Aufkommen neuer globaler Krisen jederzeit handlungsfähig zu sein.

Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt in dem die Recht sgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

Berlin, den 26. März 2012

Vorstandsvorsitzender Vorstand

Dr. Christof Nesemeier Gert-Maria Freimuth

Gewinn- und Verlustrechnung (HGB) 2011 2010
T€ T€
Umsatzerlöse 1.685 1.843
Sonstige betriebliche Erträge 1.012 361
Aufwendungen für bezogene Leistungen 891 928
Personalaufwand 184 332
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 33 26
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.168 739
Erträge aus Beteiligungen 843 820
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 205 165
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 624 328
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere
des Umlaufvermögens 197 101
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132 110
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.593 1.281
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 397 115
Sonstige Steuern 48 9
Jahresüberschuss 1.148 1.157
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.717 16.738
Bilanzgewinn 16.865 17.895

Kurzfassung des Jahresabschlusses 2011 der MBB Industries AG

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.147.654,92 € wird zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 15.717.256,50 € als Bilanzgewinn ausgewiesen.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung wie in den Vorjahren, die Auszahlung einer Dividende vorschlagen. Diese soll 2.840.551,50 € bzw. 44 Cent (bezogen auf die bei Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) betragen.

Bilanz (HGB) 31.12.2011 31.12.2010
Assets geprüft geprüft
T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 62 5
Sachanlagen 104 79
Finanzanlagen 24.848 21.923
Anlagevermögen 25.014 22.007
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.243 2.597
Wertpapiere 6.804 8.492
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.466 13.739
Umlaufvermögen 20.513 24.828
Rechnungsabgrenzungsposten 1 0
Summe Aktiva 45.528 46.835
Passiva T€ T€
Eigenkapital 39.518 40.548
Rückstellungen 1.054 1.555
Verbindlichkeiten 4.956 4.732
Summe Passiva 45.528 46.835

IFRS-Konzernjahresabschluss 2011

31.12. 2011
31.12. 2010
T€
T€
Umsatzerlöse
III.1
109.627
99.940
Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands
an unfertigen und fertigen Erzeugnissen
134
126
Betriebsleistung
109.761
100.066
Auflösung passivischer Unterschiedsbetrag
aus der Kapitalkonsolidierung
0
819
Erträge aus Entkonsolidierungen
I.1.3.
475
0
Übrige betriebliche Erträge
III.2.
3.307
3.668
Gesamtleistung
113.543
104.553
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
-52.364
-53.242
Aufwendungen für bezogene Leistungen
-19.042
-17.109
Materialaufwand
-71.406
-70.351
Löhne und Gehälter
-19.451
-16.509
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
-4.085
-3.791
Personalaufwand
-23.536
-20.300
Sonstige betriebliche Aufwendungen
III.3.
-9.361
-7.685
Verlust aus Entkonsolidierungen
0
-9.374
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA)
9.240
-3.157
Abschreibungen
II.1.
-3.567
-3.858
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
5.673
-7.015
Abschreibungen Wertpapiere
II.8.
-346
0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
III.5.
601
527
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
III.4.
-1.329
-1.473
Finanzergebnis
-1.074
-946
Ergebnis vor Steuern (EBT)
4.599
-7.961
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
III.6.
-990
875
Sonstige Steuern
III.6.
-146
-246
Periodenergebnis
3.463
-7.332
Ergebnisanteil Minderheiten (fortgeführter Bereich)
-166
-83
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen
3.297
-7.415
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
III.7.
39
571
Konzernjahresüberschuss
3.336
-6.844
Ergebnis je Aktie (in €)
III.8.
0,51
-1,04
IFRS-Konzern-Gesamtergebnisrechnung Anhang 01.01.- 01.01.-
IFRS-Konzern-Gesamtergebnisrechnung Anhang 01.01.- 01.01.-
31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Konzernergebnis 3.336 -6.844
Ergebnisanteil Minderheiten 166 89
Periodenergebnis 3.502 -6.755
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen
aus der Währungsumrechnung II.10. -796 491
Nettogewinn (+) / -verlust (-) aus der Neubewertung
von finanziellen Vermögenswerten
der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" II.10. -48 661
Veränderung aus Erwerb Unterbeteiligung -2.000 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -2.844 1.152
Gesamtergebnis der Berichtsperiode 658 -5.603
Davon entfallen auf
- Gesellschafter des Mutterunternehmens 1.278 -5.882
- Nicht-kontrollierende Gesellschafter -620 279
Bilanz Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Aktiva (IFRS) geprüft geprüft
T€ T€
Langfristiges Vermögen
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte II.3. 2.209 1.756
Firmenwert II.2. 1.816 1.816
Geleistete Anzahlungen 242 36
Immaterielle Vermögenswerte 4.267 3.608
Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken II.4. 14.700 15.239
Technische Anlagen und Maschinen II.4. 8.581 9.524
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung II.4. 2.394 2.323
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau II.4. 482 935
Sachanlagen 26.157 28.021
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 45
Wertpapiere des Anlagevermögens II.8. 5.477 5.083
Sonstige Ausleihungen 275 363
Finanzanlagen 5.752 5.491
Aktive latente Steuern II.9. 1.567 2.325
37.743 39.445
Kurzfristiges Vermögen
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe II.5. 4.052 3.741
Unfertige Erzeugnisse II.5. 2.178 2.474
Fertige Erzeugnisse II.5. 7.106 6.581
Vorräte 13.336 12.796
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen II.6. 7.751 8.325
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 90 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte II.7. 2.587 3.119
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 10.428 11.444
Gold und Rohstoffe II.8. 2.121 1.852
Wertpapiere II.8. 7.037 8.568
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 9.158 10.420
Kasse V. 8 6
Bankguthaben V. 15.635 17.638
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15.643 17.644
48.565 52.304
Summe Aktiva 86.308 91.749
Bilanz Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Passiva (IFRS) geprüft geprüft
T€ T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital II.10. 6.600 6.600
Kapitalrücklage II.10. 15.251 15.251
Gesetzliche Rücklage II.10. 61 61
Gewinnrücklagen II.10. 22.253 23.153
Minderheitenanteile II.10. 2.046 2.368
46.211 47.433
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten II.12. 13.050 13.430
Sonstige Verbindlichkeiten II.13. 829 965
Rückstellungen für Pensionen II.11. 4.836 5.164
Sonstige Rückstellungen II.14. 581 149
Passive latente Steuern II.9. 2.691 2.924
21.987 22.632
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten II.12. 3.574 4.871
Erhaltene Anzahlungen II.12. 20 24
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen II.12. 7.972 9.777
Sonstige Verbindlichkeiten II.13. 3.734 3.043
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter II.14. 2.148 1.954
Steuerrückstellungen II.14. 362 257
Sonstige Rückstellungen II.14. 300 1.758
18.110 21.684
Summe Passiva 86.308 91.749
Konzern-Kapitalflussrechnung 01.01.- 01.01.-
31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 5.673 -7.015
Berichtigungen um zahlungsunwirksame Vorgänge:
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.567 3.858
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -909 -191
Ertrag (-) / Verlust (+) aus der Entkonsolidierung -475 9.374
Ertrag aus der Erstkonsolidierung 0 -819
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -2 829
2.181 13.051
Veränderung des Working Capital:
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -1.442 1.130
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferung und
Leistungen sowie anderer Passiva 1.018 138
-424 1.268
Gezahlte Ertragsteuern -928 -365
Erhaltene Zinsen 601 527
-327 162
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 7.103 7.466
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) immaterielles Anlagevermögen -314 -123
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) Sachanlagevermögen -2.095 -3.103
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) Finanzanlagevermögen 88 27
Investitionen (-) / Desinvestitionen (+) in zur Veräußerung gehaltene
Finanzanlagen und Wertpapiere 474 -6.990
Erwerb Unterbeteiligung -2.640 0
Verkauf (+)/ Erwerb (-) von konsolidierten Unternehmen
(abzgl. veräußerter (erhaltener) finanzieller Mittel) 513 -1.047
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.973 -11.236
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Gewinnausschüttung an Gesellschafter -2.178 -3.300
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -1.588 -1.296
Zinsauszahlungen -1.329 -1.473
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.095 -6.069
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Zwischensumme 1-3) -1.965 -9.839
Auswirkungen von Wechselkursänderungen (nicht zahlungswirksam) -36 21
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 17.644 27.462
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.643 17.644
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kasse 8 6
Guthaben bei Kreditinstituten 15.635 17.638
Überleitung zum Liquiditätsbestand am 31.12. 2011 2010
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.643 17.644
Gold 2.121 1.852
Wertpapiere 12.514 13.651
Liquiditätsbestand am 31.12. 30.278 33.147
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Gewinnrücklagen
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gesetzliche
Rücklage
Währungs
umrechnungs
differenz
Zum Verkauf
zur Verfügung
stehende
finanzielle
Vermögens
werte
Erwirt
schaftetes
Konzern
Eigen
kapital
Anteil der
Aktionäre
der
MBB AG
Minder
heiten
anteile
Konzern
Eigen
kapital
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
01.01. 2010 6.600 15.251 61 -2.400 -56 32.474 51.930 3.656 55.586
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0 0 -3.300 -3.300 0 -3.300
Zwischensumme 6.600 15.251 61 -2.400 -56 29.174 48.630 3.656 52.286
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge 0 0 0 0 661 0 661 0 661
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0 301 0 0 301 190 491
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 -6.844 -6.844 89 -6.755
Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) 0 0 0 301 661 -6.844 -5.882 279 -5.603
Veränderung aus Kapitalerhöhung Delignit AG 0 0 0 0 0 0 0 1.220 1.220
Veränderung aus der Entkonsolidierung 0 0 0 2.317 0 0 2.317 -2.787 -470
31.12. 2010 6.600 15.251 61 218 605 22.330 45.065 2.368 47.433
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0 0 -2.178 -2.178 0 -2.178
Zwischensumme 6.600 15.251 61 218 605 20.152 42.887 2.368 45.255
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge 0 0 0 0 -48 0 -48 0 -48
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0 -1.035 0 0 -1.035 239 -796
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 3.336 3.336 166 3.502
Veränderung aus Erwerb Unterbeteiligung 0 0 0 0 0 -975 -975 -1.025 -2.000
Konzerngesamtergebnis (Total Comprehensive Income) 0 0 0 -1.035 -48 2.361 1.278 -620 658
Minderheiten DTS IT AG 0 0 0 0 0 0 0 440 440
Veränderung aus der Entkonsolidierung 0 0 0 0 0 0 0 -142 -142
31.12. 2011 6.600 15.251 61 -817 557 22.513 44.165 2.046 46.211

Anhang des Konzernjahresabschlusses 2011

I. Methoden und Grundsätze

1. Grundlegende Informationen zur Bilanzierung

1.1 Informationen zum Unternehmen

Die MBB Industries AG (im Folgenden "MBB" oder "MBB-AG") hat ihren Sitz in der Joachimstaler Straße 34, 10719 Berlin, Deutschland. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 97470 eingetragen. Die MBB Industries AG ist seit dem 20. Juni 2008 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapierkennnummer A0ETBQ notiert. Sie ist Muttergesellschaft des MBB-Konzerns.

Die MBB Industries AG ist ein familiengeführter mittelständischer Konzern, der seit seiner Gründung durch organisches Wachstum und Kauf von Unternehmen nachhaltig wächst. Kern des Geschäftsmodells ist die langfristige Wertsteigerung der einzelnen Unternehmen und der Gruppe als Ganzes .

Der Konzernabschluss der MBB Industries AG für das Geschäftsjahr 2011 wird voraussichtlich am 26. März 2012 durch den Aufsichtsrat der MBB Industries AG gebilligt und am 27. April 2012 veröffentlicht.

1.2 Rechnungslegungsgrundsätze

Die MBB Industries AG stellt aufgrund der Zulassung zum regulierten Markt ihren Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Im Geschäftsjahr 2011 wurden folgende IAS/IFRS/IFRIC von der EU in EU-Recht übernommen (endorsed) bzw. sind erstmals anzuwenden. Sie haben überwiegend geringe oder keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der MBB Industries AG, sofern nicht anders angegeben:

Regelung Bezeichnung Auswirkungen
IAS 24 Related Party Transaktionen keine
IFRS 7 Angabe von Risiken aus Finanzinstrumenten gering
IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender keine
IAS 32 Einstufung von Bezugsrechten keine
Annual Improvements 2011 gering
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotationsverpflichtungen keine
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente keine

Folgende neu herausgegebene Standards oder Änderungen von Standards oder Interpretationen, die nicht verpflichtend anzuwenden waren, wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet. Sofern die Änderungen die MBB betreffen, werden die künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss noch geprüft.

Regelung Inhalt Veröffentlichung Anwendungs
zeitpunkt
Endorsement Voraussichliche Auswirkungen
IFRS 1 Hyperinflation und fester Umstellungszeitpunkt 20.12.2010 01.01.2012 nein keine
IFRS 7 Anhangsangaben zum Transfer von Finanzinstrumenten 07.10.2010 01.01.2012 ja erweiterte Anhangsangaben
IFRS 7 Anhangsangaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und 16.12.2011 01.01.2013 nein erweiterte Anhangsangaben
finanziellen Schulden
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung 28.10.2010 01.01.2015 nein Veränderte Erfassung von Fail Value-Änderungen
IFRS 10 Konzernabschlüsse 12.05.2011 01.01.2013 nein keine wesentlichen Änderungen
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 12.05.2011 01.01.2013 nein keine wesentlichen Änderungen
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 12.05.2011 01.01.2013 nein erweiterte Anhangsangaben
IFRS 13 Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert 12.05.2011 01.01.2013 nein erweiterte Anhangsangaben
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 16.06.2011 01.01.2013 nein Veränderte Darstellung des sonstigen Ergebnis
ses
IAS 12 Latente Steuern 20.12.2010 01.01.2012 nein keine wesentlichen Änderungen
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 16.06.2011 01.01.2013 nein Ausweis-
und Anhangsänderugnen
IAS 27 Einzelabschlüsse 12.05.2011 01.01.2013 nein keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen 12.05.2011 01.01.2013 nein keine
IAS 32 Finanzinstrumente: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden 16.12.2011 01.01.2014 nein keine wesentlichen Änderungen
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung 19.10.2011 01.01.2013 nein keine

1.3 Gesellschaftsrechtliche und strukturelle Änderungen in 2011

Mit notariellem Vertrag vom 1. März 2011 wurde die DTS IT AG mit Sitz in Herford gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister ist am 4. März 2011 erfolgt. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere die Gründung und der Erwerb von, die Beteiligung an sowie das Führen und die Veräußerung von Unternehmen im In- und Ausland, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie.

Das Gründungskapital der Gesellschaft beträgt 2.200 T€ und ist eingeteilt in 2.200.000 nennwertlose Stückaktien. 80 % der Aktien werden von der MBB Industries AG gehalten, 20 % gehören den Vorständen der DTS IT AG. Am 5. April 2011 wurden die DTS Systeme GmbH und die ICSmedia GmbH von der DTS Beteiligungen GmbH & Co. KG unter die DTS IT AG umgehängt.

Am 7. Juli 2011 hat die DTS IT AG die Jade 1061. GmbH von der MBB Industries AG erworben. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2011 hat die DTS IT AG über die Jade 1061. GmbH die Geschäftsaktivitäten der eld datentechnik GmbH, Fellbach, im Rahmen eines Asset Deals übernommen. Die Jade 1061. GmbH wurde in die eld datentechnik GmbH umfirmiert. Der Kaufpreis betrug 640 T€ und wurde durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen. Zum Erwerbszeitpunkt wurden folgende Vermögenswerte und Schulden übernommen:

Vermögenswerte und Schulden
eld datentechnik GmbH T€
Langfristige Vermögenswerte
Kundenstamm 600
Sachanlagen 40
Vermögen 640

Seit dem Erwerbszeitpunkt hat die eld datentechnik GmbH Umsatzerlöse von 3.023 T€ und einen Gewinn von 13 T€ zum Konzernergebnis beigetragen. Hätte der Erwerbszeitpunkt der eld datentechnik GmbH am Anfang der Periode gelegen, so hätte die eld datentechnik GmbH zu den Umsatzerlösen 13.779 T€ und zum Konzernergebnis 292 T€ beigetragen.

Am 1. Dezember 2011 wurde die DTS Beteiligungen GmbH & Co. KG mit Ausscheiden der Gesellschafter aufgelöst. Die verbleibenden Vermögenswerte und Schulden sind auf die DTS Verwaltungs GmbH angewachsen. Die DTS Verwaltungs GmbH wurde von der eld datentechnik GmbH am 1. Dezember 2011 erworben und Anfang 2012 auf diese verschmolzen.

Die vier Gesellschaften: DTS IT AG, DTS Systeme GmbH, ICSmedia GmbH und eld datentechnik GmbH bilden den DTS-Konzern.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2011 hat die MBB Industries AG ihre Beteiligung an der Huchtemeier Verwaltung GmbH und damit ihren 80%igen Anteil an der Huchtemeier Papier GmbH verkauft. Die folgende Übersicht zeigt die Ermittlung des dabei entstandenen Veräußerungsgewinns.

31.12. 2011
T€
Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmitteln 515
Aufgrund Kontrollverlust abgegebene Vermögenswerte und Schulden
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.278
Vorräte 204
Sonstige Vermögenswerte 577
Langfristige Vermögenswerte
Latente Steuern 390
Finanzanlagen 45
Sachanlagen 11
Immaterielle Vermögenswerte 9
Minderheitenanteil -142
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Darlehensverbindlichkeiten 89
Verbindlichkeiten 2.298
Langfristige Verbindlichkeiten
Pensionsrückstellungen 225
Latente Steuern 6
Veräußertes Nettovermögen 40
Veräußerungserfolg aus dem Abgang von Tochterunternehmen
Erhaltene Gegenleistung 515
Veräußertes Nettovermögen 40
Veräußerungsgewinn 475
Nettomittelzufluss aus der Veräußerung von Tochterunternehmen
Erhaltene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 515
Abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2
Nettozufluss 513
Cashflow des aufgegebenen Geschäftsbereichs 01.01.-
31.12. 2011
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 126
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -125
Nettozahlungsströme des aufgegebenen Geschäftsbereichs -2

Die von den Geschäftsführern der Huchtemeier Papier GmbH gehaltenen Unterbeteiligungen an der Hanke Tissue Sp. z o.o., Küstrin, Polen, wurden von der MBB Industries AG im April und Mai 2011 übernommen. Als Folge des Erwerbs der Unterbeteiligungen steigt der wirtschaftliche Anteilsbesitz an Hanke Tissue von 77,6 % auf 97 %. Die restliche Unterbeteiligung von 3 % wird von dem Geschäftsführer der Hanke Tissue gehalten.

2. Konsolidierungskreis

Neben der MBB Industries AG als Mutterunternehmen sind die unten aufgeführten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungsquoten werden durch Multiplikation der jeweiligen Gesellschaftsanteile ermittelt. Die in Fettdruck aufgeführten Unternehmen halten direkt oder indirekt Beteiligungen an den jeweils darunter genannten Gesellschaften.

Einbezogene Unternehmen Beteiligungs
Name und Sitz der Gesellschaft quote in %
Verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierung)
OBO Modulan GmbH, Stadthagen, Deutschland 100,00
OBO-Werke Verwaltungsgesellschaft mbH, Stadthagen, Deutschland 100,00
OBO-Werke GmbH & Co KG, Stadthagen, Deutschland 100,00
OBO-Industrieanlagen GmbH, Stadthagen, Deutschland 100,00
Delignit AG, Blomberg, Deutschland 76,08
Hausmann Verwaltungsgesellschaft mbH, Blomberg, Deutschland 76,08
Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG, Blomberg, Deutschland 76,08
Hanke Tissue Sp. z o.o., Küstrin, Polen 100,00
DTS IT AG, Herford, Deutschland 80,00
DTS Systeme GmbH, Herford, Deutschland 80,00
ICSMedia GmbH, Münster, Deutschland 80,00
eld datentechnik GmbH, Fellbach, Deutschland 80,00
DTS Beteiligungen Verwaltungs GmbH, Herford, Deutschland 80,00
CT Formpolster GmbH, Löhne, Deutschland 100,00

Die folgende Tabelle zeigt die Unternehmen, die nicht vollkonsolidiert werden.

Beteiligungs
Name und Sitz der Gesellschaft quote in %
Assoziierte Unternehmen
S.C. Cildro Plywood Srl., Drobeta Turnu Severin, Rumänien 49,00
S.C. Cildro S.A., Drobeta Turnu Severin, Rumänien 42,90
S.C. Cildro Service Srl., Drobeta Turnu Severin, Rumänien 42,90

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird als Anlage zum Anhang beigelegt.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der MBB Industries AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres.

3.1 Tochterunternehmen

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert.

Ist der Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Der auf die Minderheitsgesellschafter entfallende Anteil der Vermögenswerte, Schulden und Eventua lschulden des Tochterunternehmens wird ebenfalls zum Zeitwert angesetzt. Ein Firmenwert wird jedoch nur insoweit ausgewiesen, als er auf den Konzern entfällt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig verrechnet. Dies gilt auch für die Zwischenergebnisse sowie die konzerninternen Umsätze, Erträge und Aufwendungen. Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entspr echend vom Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.

3.2 Assoziierte Unternehmen

Unternehmen mit einer Beteiligungsquote der MBB zwischen 20,0 % und 50,0 % am Stammkapital, auf welche die MBB einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen kla ssifiziert. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Danach werden anteilige Gewinne und Verluste des assoziierten Unternehmens dem bilanziellen Beteiligungsansatz zu- bzw. abgeschrieben. Die Höhe der Verlustzurechnung ist dabei grundsätzlich auf die Höhe der Anschaffungskosten des assoziierten Unternehmens beschränkt. Erwirtschaftet das Beteiligungsunternehmen Verluste, nachdem der Beteiligungsbuchwert bis auf einen Erinnerungswert von 1 € reduziert ist, werden diese Verluste in einer Nebenrechnung erfasst.

Für Akquisitionen von assoziierten Unternehmen wird analog die Erwerbsmethode verwendet. Assoziierte Unternehmen, die im Verlauf des Geschäftsjahres erworben oder veräußert wurden, werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Veräußerungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen.

4. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.1 Allgemeines

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung.

Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4.2 Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zu Grunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (T€) auf- oder abgerundet. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€), Tausend Euro (T€) und Millionen Euro (Mio. €).

4.3 Fremdwährungsumrechnung

Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.

Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst.Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebes entstehenden Geschäfts- und Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebes resultieren, werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Folgende Kurse wurden berücksichtigt (für 1,00 €):

2011 Stichtagskurs 31.12. 2011 Durchschnittskurs 2011
Polnischer Zloty (PLN) 4,4168 4,1190
2010 Stichtagskurs 31.12. 2010 Durchschnittskurs 2010
Rumänischer Leu (RON) 4,2674 4,1972
Polnischer Zloty (PLN) 3,9603 3,9939

4.4 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögensgegenstands, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt.

Immaterielle Vermögenswerte werden dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Kosten für Forschungsaktivitäten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Entwicklungskosten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

  • Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts ist gegeben.
  • Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs sind gegeben.
  • Es wird davon ausgegangen, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird.
  • Darüber hinaus verfügt der Konzern über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen und es besteht die Fähigkeit der verlässli chen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben.

Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungskosten als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung.

Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

Die Patente werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft u rsprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert abgeht, erfolgswirksam erfasst.

4.5 Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairment-Tests überprüft. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("ZGE") des Konzerns zugeordnet, die einen Nutzen aus dem Zusammenschluss ziehen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird dann außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit kleiner als der Buchwert dieser Einheit ist. Ein einmal erfasster Wertminderungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert wird in künftigen Perioden nicht wieder zugeschrieben.

Wird ein Tochterunternehmen veräußert, wird der auf das Tochterunternehmen entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwerts im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt.

4.6 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende, nicht erstattung sfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen ein über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als zusätzliche Anschaffungskosten aktiviert.

Die Bewertung von im Rahmen von Unternehmenserwerben neu identifizierten Vermögenswerten erfolgt zum im Erwerbszeitpunkt ermittelten Zeitwert (Marktwert), der in den Folgeperioden planmäßig abg eschrieben wird.

Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet. Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen:

Gebäude- und Außenanlagen: 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 10 bis 12 Jahre
Computerhardware: 3 Jahre
Sonstige Büroausstattung: 5 bis 13 Jahre

Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft.

Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Der sich aus dem Verkauf einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes; er wird erfolgswirksam erfasst.

4.7 Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggege nstandes oder, sofern dieser Wert niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig abgeschrieben.

Leasingzahlungen werden in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasin gschuld aufgeteilt, indem der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konst anten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entspr echend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating - Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf.

4.8 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden von der MBB qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert.

4.9 Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Nicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes nicht erzielbar sein könnte. Für die Werthaltigkeitsprüfung ist der erzielbare Betrag ("recoverable amount") des Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("ZGE") zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ("fair value less costs to sell") und dem Nutzungswert ("value in use"). Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist definiert als der Preis, der im Rahmen des Verkaufs eines Vermögenswerts oder einer ZGE zwischen zwei sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhä ngigen Geschäftspartnern abzüglich der Veräußerungskosten erzielt werden kann. Der Nutzungswert eines Vermögenswerts oder einer ZGE wird durch den Barwert eines im Rahmen der gegenwärtigen Verwendung geschätzten, erwarteten Cashflows ermittelt. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert erfolgt in Höhe der Differenz eine sofort erfolgswirksame Abschreibung.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert (außer für Firmenwerte) aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertau fholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung (bzw. Verringerung der Wertminderung) eines Vermögenswertes wird jedoch nur soweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre (unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte).

4.10 Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswer te, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien hängt von ihrer Art und dem Verwendungszweck ab und erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen.

Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2011 über ausgereichte Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, das heißt an dem Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes eingegangen ist, erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder Marktkonventionen festgelegten Zeitraumes vorschreiben.

Ausgereichte Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei übrigen Kategorien eingestuft sind. Bei den zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren erfolgt ein Ausweis im langfristigen Vermögen, wenn im Zugangszeitpunkt von einer Veräußerung innerhalb eines Jahres nicht auszugehen ist.

Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in einer separaten Position des Eigenkapitals erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine dauerhafte Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Für die von dem Konzern zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte lagen Marktwerte vor.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Wertminderung überprüft. Ist es wahrscheinlich, dass die Gesellschaft bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten nicht alle laut Vertragsbedingungen fälligen Beträge von Darlehen, Forderungen oder von bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen eintreiben kann, wird eine Wertminderung oder Wertberichtigung auf Forderungen ergebniswirksam erfasst. Der Wertminderungsverlust ist definiert als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bewertet mit der Effektivzinsmethode. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebni swirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn die nachfolgende teilweise Werterholung (bzw. Verringerung der Wertminderung) objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, als sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre. Eine Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn dieser als uneinbringlich eingestuft wird.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.

4.11 Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert (abzüglich notwendiger Vertriebskosten) angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind, neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

4.12 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

4.13 Finanzielle Verbindlichkeiten

Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolg swirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzin smethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfolgswirksam erfasst wird.

Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert.

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die entsprechenden Verpflichtungen des Konzerns beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

4.14 Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses hat, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst. Der Rückstellungsbetrag entspricht dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben, wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird als Zinsaufwand erfasst.

Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter werden für solche Verpflichtungen gebildet, bei denen ein Leistungsaustausch stattgefunden hat und die Höhe der Gegenleistung mit hinreichender Sicherheit feststeht. Der Ausweis der Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter erfolgt innerhalb der Verbindlichkeiten.

4.15 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Aufgrund des Geschäftsmodells der MBB Industries AG sind Ansprüche der Arbeitnehmer auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht auf Konzernebene geregelt. Regelungen zu Pensionen erfolgen auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften, was dazu führt, dass unterschiedliche Betriebsvereinbarungen bestehen. Gemeinsam ist allen Verpflichtungen, dass der Anspruch entsteht, wenn auch ein Anspruch auf die gesetzliche Rente besteht.

Die auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften ermittelten Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden als Aufwand erfasst. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen wird die Verpflichtung als Pensionsrückstellung in der Bilanz erfasst. Die Pensionszusagen werden hierbei als "defined benefit plan" angesehen und daher mittels der "projected unit credit method" versicherungsmathematisch bewertet.

Die versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden sofort ergebniswirksam vereinnahmt.

4.16 Ertragsrealisierung

Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsreal isierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus.

a) Verkauf von Waren und Erzeugnissen, Erbringung von Dienstleistungen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein.

Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften werden nur dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird. Dies erfolgt in der Bilanzierungsperiode, in der die jeweiligen Dienstleistungen erbracht werden.

b) Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, das heißt des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden).

c) Dividenden

Erträge werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

4.17 Steuern

a) Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Ste uergesetze zu Grunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

b) Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit haben werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steuern und Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Verrechnung bzw. Aufrechnung der Steuererstattungsansprüche gegen Steuerschulden hat und sie sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

4.18 Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, deren Existenz aber durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer zukünftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, es sei denn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist unwahrscheinlich. Im Geschäftsjahr bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.23 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann.

Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

4.19 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig in den Perioden als Gewinn oder Verlust erfasst, in denen die entsprechenden Aufwendungen angesetzt werden und angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die im Zusammenhang mit den Zuwendungen bestehenden Bedingungen erfüllt werden.

Die erhaltenen Zuwendungen werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

5. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen vereinzelt Schä tzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, auf Grund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

a) Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertmind erung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Schätzung des Nutzungswerts bewertet das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

b) Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2011 4.836 T€ (2010: 5.164 T€).

c) Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

d) Aktive latente Steuern

Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße gebildet, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine Ermessensausübung der Geschäftsführung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Langfristige Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich

1.1 Anlagenspiegel des MBB-Konzerns zum 31.12.2011

Gesamte An
schaffungs
und
Herstellungs
kosten
Zugänge des
Geschäfts
jahres
Zugänge
aus Erst
konsoli
dierung
Um
buchung
Abgänge aus
Entkonsoli
dierung
(zu Brutto
buchwerten)
Abgänge des
Geschäfts
jahres
Währungs
kurs
differenzen
Abschreibun
gen in ihrer
gesamten
Höhe
Buchwert am
Ende des
Geschäfts
jahres
Buchwert am
Ende des
Vorjahres
Abschreibun
gen des
Geschäfts
jahres
Abgänge
Abscheibun
gen
Währungs
kurs
differenzen
31.12. 2011 T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle
Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte 3.585 125 600 14 14 0 -9 2.092 2.209 1.756 276 5 -8
2. Firmenwert 3.643 0 0 0 0 0 0 1.827 1.816 1.816 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 36 206 0 0 0 0 0 0 242 36 0 0 0
7.264 331 600 14 14 0 -9 3.919 4.267 3.608 276 5 -8
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der
Bauten auf fremden
Grundstücken 21.890 20 0 472 0 0 -544 7.138 14.700 15.239 583 0 -96
2. Technische Anlagen
und Maschinen 27.648 156 0 990 0 338 -1.062 18.813 8.581 9.524 1.967 312 -966
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 10.549 804 40 93 54 101 -148 8.789 2.394 2.323 741 136 -42
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen
im Bau 935 1.550 0 -1.569 0 152 -282 0 482 935 0 0 0
61.022 2.530 40 -14 54 591 -2.036 34.740 26.157 28.021 3.291 448 -1.104
Gesamt 68.286 2.861 640 0 68 591 -2.045 38.659 30.424 31.629 3.567 453 -1.112

1.2 Anlagenspiegel des MBB-Konzerns zum 31.12.2010

Gesamte An
schaffungs
und
Herstellungs
kosten
Zugänge des
Geschäfts
jahres
Zugänge
aus Erst
konsoli
dierung
Um
buchung
Abgänge aus
Entkonsoli
dierung
(zu Brutto
buchwerten)
Abgänge des
Geschäfts
jahres
Währungs
kurs
differenzen
Abschreibun
gen in ihrer
gesamten
Höhe
Buchwert am
Ende des
Geschäfts
jahres
Buchwert am
Ende des
Vorjahres
Abschreibun
gen des
Geschäfts
jahres
Zuschreibun
gen während
des
Geschäfts
jahres
Abgänge
Abscheibun
gen
Währungs
kurs
differenzen
31.12. 2010 T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle
Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche
Rechte und Werte 3.606 25 28 62 136 0 0 1.829 1.756 1.616 211 240 132 0
2. Firmenwert 3.787 0 0 0 144 0 0 1.827 1.816 1.960 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 98 0 -62 0 0 0 0 36 0 0 0 0 0
7.393 123 28 0 280 0 0 3.656 3.608 3.576 211 240 132 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der
Bauten auf fremden
Grundstücken 26.248 1 386 336 5.249 23 191 6.651 15.239 19.513 737 0 831 10
2. Technische Anlagen
und Maschinen 33.055 289 2.998 3.595 12.649 5 365 18.124 9.524 12.631 3.261 0 5.868 307
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung 10.007 369 217 126 41 153 24 8.226 2.323 2.292 638 0 130 3
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen
im Bau 1.846 3.143 111 -4.057 85 39 16 0 935 1.846 0 0 0 0
71.156 3.802 3.712 0 18.024 220 596 33.001 28.021 36.282 4.636 0 6.829 320
Gesamt 78.549 3.925 3.740 0 18.304 220 596 36.657 31.629 39.858 4.847 240 6.961 320

2. Geschäfts- oder Firmenwert

Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der Hanke Tissue Sp. z o.o., Küstrin, Polen, (Segment Industrieproduktion) und der DTS-Gruppe (Segment Handel & Dienstleistung).

Für die Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("ZGE") wurden Impairment-Tests durchgeführt, die keinen Abwertungsbedarf ergaben.

Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung der erzielbaren Beträge waren jeweils die Nutzungswerte der ZGEs, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer Fünfjahresplanung abgeleitet wurde. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurde (wie im Vorjahr) ein Zinssatz von 12 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet.

Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der jeweilige Buchwert den erzielbaren Betrag der jeweiligen ZGE übersteigt.

3. Immaterielle Vermögenswerte

Bezüglich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Darstellung im Anlagespiegel. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten unter anderem aktivierte Entwicklung skosten in Höhe von 361 T€, die über 10 Jahre abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr wurden 40,1 T€ abgeschrieben.

4. Sachanlagen

Bezüglich der Entwicklung des Sachanlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung im Anlagespi egel.

5. Vorräte

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.052 3.741
Unfertige Erzeugnisse 2.178 2.474
Fertige Erzeugnisse 7.106 6.581
Buchwert zum 31.12. 13.336 12.796

Bei den fortgeführten Geschäftsbereichen wurden während der Berichtsperiode Wertminderungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 616 T€ (Vorjahr: 310 T€) vorgenommen. Wertaufholungen auf Vorräte wurden nicht vorgenommen.

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.156 9.068
abzüglich Einzelwertberichtigungen -405 -743
Buchwert zum 31.12. 7.751 8.325

Die dargestellten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der Kategorie Kredite und Ford erungen zuzurechnen, ihre Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt. Indikat oren für Wertberichtigungen sind ausbleibende Zahlungseingänge und Informationen über Änderungen der Bonität von Kunden. Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos besteht aufgrund der Breite des Kundenstammes nicht.

7. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte, deren Fristigkeit innerhalb eines Jahres liegt, gliedern sich wie folgt auf:

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Forderungen aus Steuern 811 1.676
Forderungen aus Factoring 609 627
Darlehensforderungen 524 0
Übrige sonstige Vermögenswerte 508 659
Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten 135 157
Buchwert zum 31.12. 2.587 3.119

8. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte des MBB-Konzerns beinhalten physische Goldbestände und Wertpapiere. Der Wert der physischen Goldbestände beträgt T€ 2.121 T€ (Vorjahr: 1.852 T€). Die Zunahme von 269 T€ resultiert aus der Bewertung zum Marktpreis.

Von den zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, Aktien und Anleihen, in Höhe von insgesamt 12.514 T€ (Vorjahr: 13.651 T€) werden 5.477 T€ (Vorjahr: 5.083 T€) im langfristigen Vermögen und 7.037 T€ (Vorjahr: 8.568 T€) im kurzfristigen Vermögen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen bei Aktien von 138 T€ und bei Anleihen von 208 T€ vorgenommen. Demgegenüber standen Erträge aus Wertpapieren von 305 T€, die unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

9. Latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern aus temporären Differenzen zum 31.12.2011 und 31.12.2010 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung.

Summe -1.124 -599
Latente Steuerschulden -2.691 -2.924
Latente Steuerforderungen 1.567 2.325
T€ T€
31.12. 2011 31.12. 2010
31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Temporäre Differenzen aus:
Immateriellen Vermögenswerten 120 150
Geschäfts- oder Firmenwert 0 378
Ungenutzte steuerliche Verluste 999 1.247
Pensionsrückstellung 390 357
Rückstellungen 58 193
Latente Steuerforderungen 1.567 2.325
31.12. 2011
T€
31.12. 2010
T€
Temporäre Differenzen aus:
Immateriellen Vermögenswerten 108 120
Sachanlagen 2.538 2.756
Forderungen 18 20
Rückstellungen 27 28
Latente Steuerschulden 2.691 2.924

10. Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für 2011" zu diesem Anhang.

10.1 Grundkapital

Das Grundkapital der MBB beträgt 6.600.000,00 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 6.600.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag).

Das Grundkapital wurde im Geschäftsjahr 2006 im Zuge einer Kapitalerhöhung aus Mitteln der Kapitalrücklage um 4.838.000,00 € und durch Ausgabe neuer Aktien um weitere 1.600.000,00 € von 162.000,00 € auf 6.600.000,00 € erhöht.

31.12. 2011 31.12. 2010
in
Stück
in
%
in
Stück
in
%
MBB Capital Management GmbH 2.425.500 36,750 2.425.500 36,750
MBB Capital GmbH 2.425.500 36,750 2.425.500 36,750
Tolea GmbH 130.200 1,973 130.200 1,973
Dacapo 2 GmbH 60.000 0,909 60.000 0,909
Dr. Peter Niggemann 30.000 0,455 30.000 0,455
Dr. Jan C. Heitmüller 10.000 0,152 10.000 0,152
Dr. Matthias Rumpelhardt 2.000 0,030 2.000 0,030
Freefloat 1.516.800 22,982 1.516.800 22,982
Gesamt 6.600.000 100 6.600.000 100

Die Geschäftsanteile wurden wie folgt gehalten:

100 % der Anteile an der MBB Capital Management GmbH und MBB Capital GmbH werden jeweils von der MBB Capital Group GmbH gehalten. An dieser wiederum sind die Herren Gert-Maria Freimuth und

Dr. Christof Nesemeier jeweils mit 50 % beteiligt.

100 % der Anteile an der Tolea GmbH werden von Herrn Anton Breitkopf gehalten.

100 % der Anteile an der Dacapo 2 GmbH werden über eine weitere Gesellschaft von Herrn Dr. Matthias Rumpelhardt gehalten.

Die Geschäftsanteile an der MBB Capital Management GmbH sowie an der MBB Capital GmbH befinden sich vollständig im Besitz der MBB Capital Group GmbH, womit diese zum 31. Dezember 2011 indirekt 73,5 % der Stimmrechte hält.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. Juni 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 3.300.000,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010).

Des Weiteren wurde die Gesellschaft ermächtigt, ab dem 1. Juli 2010 bis zum 29. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben und zu verkaufen.

Außerdem wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. Juni 2015 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 66.000.000,00 € und mit einer Laufzeit von höchstens 10 Jahren auszugeben.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu 3.300.000,00 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Diese bedingte Kapitalerhöhung dient der Ausgabe von Aktien an die Gläubiger von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der vorstehend genannten Ermächtigung bis zum 29. Juni 2015 begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Gläubiger ihr Wandlungsrecht ausgenutzt haben oder einer Wandlungspflicht unterliegen.

10.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 15.251 T€. Die Kapitalrücklage ist entstanden durch das der Gesellschaft zugeflossene Agio aus der Ausgabe neuer Aktien.

10.3 Gesetzliche Rücklage

Aus dem Jahresüberschuss 2006 des Mutterunternehmens wurden 5 % in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

10.4 Gewinnrücklagen

Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ist Folge der Umrechnung nach der modifizierten Stichtagsmethode.

Die Differenz ergibt sich aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der Tochtergesellschaften, die in Fremdwährung bilanziert haben, zum Durchschnittskurs sowie der Bilanzposten zum Stichtagskurs einerseits und des Eigenkapitals der jeweiligen Tochtergesellschaften zum historischen Kurs der Erstkonsolidierung andererseits.

Im Geschäftsjahr veränderte sich der Wechselkurs polnischer Zloty zum Euro von 3,96 am Jahresanfang auf 4,42 zum Ende des Jahres, was zu einer deutlichen nicht Cash wirksamen Minderung des Konzerneigenkapitals von 0,8 Mio. € führte.

Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die Rücklage für zum Verkauf zur Verfügung stehende finanzielle Vermögenswerte resultiert aus kumulativen Gewinnen oder Verlusten aus der Neubewertung von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Diese werden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfass t.

Rücklage für erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Diese Position enthält die vom Konzern erwirtschafteten Gewinne abzüglich der ausgeschütteten Gewinne. Am 1. Juli 2011 wurde an die Aktionäre eine Dividende in Höhe von 33 Cent pro Aktie bzw. insgesamt 2,2 Mio. € ausbezahlt.

11. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Pensionsrückstellungen zum Beginn des Geschäftsjahres 5.164 2.017
Änderung Konsolidierungskreis -225 3.388
Inanspruchnahme -452 -512
Zuführung zu Rückstellungen (service cost) 62 32
Zuführung zu Rückstellung (interest cost) 238 277
versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 58 -38
Pensionsrückstellungen am Ende des Geschäftsjahres 4.845 5.164
- Planvermögen 9 0
Bilanzansatz 4.836 5.164

Folgende versicherungsmathematischen Annahmen wurden zu Grunde gelegt:

2011 2010
Rechnungszins 4,80 - 5,40 % 4,60 - 5,25 %
Gehaltstrend 2,00 % 2,50 %
Rententrend 1,00 - 2,00 % 1,75 - 2,50 %
Fluktuation 0,00 - 5,00 % 0,00 - 5,00 %

Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt. Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO).

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Zuführung zu Rückstellung (service cost) -62 -32
Zuführung zu Rückstellung (interest cost) -238 -277
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste -58 38
Total -358 -271

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen und Erträge stellen sich wie folgt dar:

Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für 2012 betragen 0,5 Mio. €.

12. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

bis zu
1 Jahr
mehr als 1
und bis zu
5 Jahren
über
5 Jahre
Gesamt
31.12. 2011 T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.574 12.419 631 16.624
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.972 0 0 7.972
Sonstige Verbindlichkeiten 3.734 829 0 4.563
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 2.148 0 0 2.148
Erhaltene Anzahlungen 20 0 0 20
Stand 31.12. 2011 17.448 13.248 631 31.327
bis zu
1 Jahr
mehr als 1
und bis zu
5 Jahren
über
5 Jahre
Gesamt
31.12. 2010 T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.871 13.430 0 18.301
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.777 0 0 9.777
Sonstige Verbindlichkeiten 3.043 571 394 4.008
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 1.954 0 0 1.954
Erhaltene Anzahlungen 24 0 0 24
Stand 31.12. 2010 19.669 14.001 394 34.064

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden sowohl zu festen als auch zu variablen Zinssä tzen zwischen 3,62 % und 9,0 % (Vorjahr: 2,1 % und 10,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen sowie Vorräte und Forderungen verpfändet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögensgegenstände beträgt zum Abschlussstichtag 19.616 T€ (Vorjahr: 13.775 T€).

13. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Kurzfristig
Umsatzsteuer 726 585
Löhne und Gehälter 534 504
Lohnsteuer 359 297
Steuerverbindlichkeiten 356 0
Erhaltener Investitionszuschuss 205 285
Sozialversicherung 188 324
Leasingverbindlichkeiten 140 322
Übrige 1.226 726
3.734 3.043
Langfristig
Erhaltener Investitionszuschuss 318 557
Unterstützungskasse 281 288
Leasingverbindlichkeiten 230 120
829 965
Total 4.563 4.008

14. Rückstellungen

14.1 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sowie die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter stellen sich wie folgt dar:

31.12.
2010
Umglie
derung
Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.
2011
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Sonstige Rückstellungen
Altersteilzeit 0 512 230 9 72 345
Rückstellung für Vertragsrisiken 1.508 0 0 1.208 0 300
Jubiläen 149 0 19 6 12 136
Restrukturierung 250 0 0 250 0 0
Übrige 0 0 0 0 100 100
1.907 512 249 1.473 184 881
RSt mit Verbindlichkeitscharakter
Personalkosten 0 0 0 0 521 521
Urlaub 255 0 255 0 271 271
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 227 0 227 0 183 183
Ausstehende Rechnungen 574 0 574 0 168 168
Variables Gehalt und Provisionen 78 0 78 0 127 127
Renovierungskosten 0 0 0 0 125 125
Berufsgenossenschaft 62 0 62 0 63 63
Gleitzeit 69 0 69 0 14 14
Altersteilzeit 512 -512 0 0 0 0
Übrige 177 0 177 0 676 676
1.954 -512 1.442 0 2.148 2.148
Summe 3.861 0 1.691 1.473 2.332 3.029

Der Ressourcenabfluss für die kurzfristigen Rückstellungen und der Rückstellung aus Vertragsrisiken wird im folgenden Geschäftsjahr erwartet, deshalb wird in der Bilanz die Rückstellung aus Vertragsris iken (300 T€) unter den kurzfristigen sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

14.2 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen ergeben sich wie folgt:

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Körperschaftsteuer 210 170
Gewerbesteuer 152 87
Buchwert zum 31.12. 362 257

15. Verpflichtungen aus Leasing und Miete

15.1 Operating Lease und Miete

31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus
unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 159 172
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 271 200
Über fünf Jahre 0 22
430 394
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern offene Verpflichtungen aus
Mietverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
Bis zu einem Jahr 999 1.030
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 2.417 2.537
Über fünf Jahre 1.764 2.053
5.180 5.620
Aufwendungen Im Berichtsjahr aus Operate Lease und Miete 1.633 1.428

Die Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen die Nutzung von Pkws. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 36 Monaten abgeschlossen.

15.2 Finance Lease

Folgende Vermögenswerte werden im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt:

2011 2010
T€ T€
Technische Anlagen und Maschinen
Anschaffungskosten 01.01. 3.816 3.934
Zugänge 70 0
Abgänge 0 -118
Anschaffungskosten 31.12. 3.886 3.816
Abschreibungen 01.01. -2.276 -2.145
Abschreibungen lfd. Jahr -155 -202
Abgänge Abschreibungen 0 71
Abschreibungen 31.12. -2.431 -2.276
Buchwert zum 31.12. 1.455 1.540
Geschäfts- und Betriebsausstattung
Anschaffungskosten 01.01. 521 521
Zugänge 0 0
Abgänge -200 0
Anschaffungskosten 31.12. 321 521
Abschreibungen 01.01. -239 -167
Abschreibungen lfd. Jahr -50 -72
Abgänge Abschreibungen 200 0
Abschreibungen 31.12. -89 -239
Buchwert zum 31.12. 232 282

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen für die oben beschriebenen Finance-Leasingverhältnisse betragen:

bis zu
1 Jahr
Zwischen 1
und 5 Jahren
Mehr als
5 Jahre
T€ T€ T€
Leasingzahlungen 163 298 0
Abzinsungsbeträge 23 68 0
Barwerte 140 230 0

III. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Folgende Ausführungen beziehen sich, sofern keine abweichenden Angaben gemacht werden, au sschließlich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Durch den Verkauf der Huchtemeier, die einen wesentlichen Teil des Geschäftssegment Handel & Dienstleistung ausmacht und deshalb als aufgegeb ener Geschäftsbereich klassifiziert wird, ändert sich auch die Zusammensetzung des aufgegebenen Geschäftsbereichs 2010, daher sind auch die Vorjahreszahlen des fortgeführten Geschäftsbereichs gegenüber dem Vorjahres-Konzernabschluss angepasst.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus dem fortgeführten Geschäftsbereich betragen 109,6 Mio. € (Vorjahr: 99,9 Mio. €). Die Entwicklung der Umsatzerlöse wird im Lagebericht erläutert. Die Segmentberichterstattung enthält eine Gliederung, in der die Umsatzerlöse primär nach Geschäftssegmenten und seku ndär nach geografischen Segmenten aufgeteilt sind.

2. Sonstige betriebliche Erträge

2011 2010
T€ T€
Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen 1.298 412
Entkonsolidierung 475 0
Wertpapieren 305 274
der Auflösung Investitionszuschuss 276 91
Sachbezügen 231 224
Verkäufen Anlagevemögen 134 0
Weiterberechnungen an aufgegebene Geschäftsbereiche 125 221
Währungskursgewinnen 110 199
Vermietung 53 71
Versicherungsentschädigungen / Entschädigungen 39 54
der Auflösung von Wertberichtungen auf Forderungen 13 68
der Erstattung von Strom- und Mineralölsteuer 13 11
Refinanzierung 0 1.500
der Kapitalkonsolidierung 0 819
der Schuldenkonsoliderung 0 33
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 24
Übrige 710 486
Summe 3.782 4.487

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2011 2010
T€ T€
Instandhaltungsaufwendungen 1.725 1.361
Miete, Pachten, Leasing 1.633 1.428
Recht und Beratung 1.003 663
Reisekosten / KFZ-Kosten 902 924
Sonstige Dienstleistungen 902 433
Aufwand aus Wertpapier-Geschäften 347 67
Versicherungen 319 324
Werbekosten 278 297
Gebühren und Beiträge 264 222
Nebenkosten Geldverkehr 248 353
Telefon, Porto, Datenfernübertragung 237 265
Forderungsverluste und Wertberichtigungen auf Forderungen 207 263
Aus- und Weiterbildung 116 92
Aufwand aus dem Abgang von Anlagevermögen 98 13
Bürobedarf 39 125
Übrige 1.043 855
Summe 9.361 7.685

4. Finanzierungsaufwendungen

2011 2010
T€ T€
Bankzinsen 1.087 959
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 221 505
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing 21 9
Summe 1.329 1.473

5. Finanzerträge

2011 2010
T€ T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge aus Wertpapier-Geschäften 405 346
Bankzinsen 179 89
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17 92
Summe 601 527

6. Steuern

2011 2010
T€ T€
Körperschaftsteuer 425 166
Gewerbesteuer 405 160
latente Steuern 160 -1.201
Übriger Steueraufwand 146 246
Summe 1.136 -629

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem Gliederungspunkt I.4.17 b) "Latente Steuern" zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Ertragsteue rsatz von 30 % für die inländischen Tochterunternehmen und für die ausländischen Tochterunternehmen der zukünftige lokale Steuersatz zu Grunde gelegt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 stellt sich wie folgt dar:

2011 2010
T€ T€
Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Minderheiten 3.609 -7.086
Steuern vom Einkommen und Ertrag 990 -875
Tatsächliche Steuerquote 27,4% 12,3%
2011 2010
T€ T€
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.599 -7.961
Sonstige Steuern -146 -246
Anzuwendender (gesetzlicher) Steuersatz 30% 30%
Erwarteter Steuerertrag/-aufwand 1.336 -2.462
Differenzen aus ausländischen Steuersätzen und
steuerlichen Sonderprogrammen -439 -650
Steuerlich unwirksame Verluste/Erträge
aus Verkauf Beteiligungen -143 2.812
Erträge aus der Kapitalkonsolidierung 0 -246
Sonstige Steuereffekte 236 -329
Tatsächlicher Ertragssteueraufwand (-) / -ertrag (+) 990 -875

7. Ergebnis aufgegebene Geschäftsbereiche

01.01.- 01.01.-
31.12. 2011 31.12. 2010
T€ T€
Umsatzerlöse 4.047 24.393
Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands
an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 0 167
Betriebsleistung 4.047 24.560
Übrige betriebliche Erträge 7 464
Gesamtleistung 4.054 25.024
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -3.315 -16.983
Aufwendungen für bezogene Leistungen -387 -1.840
Materialaufwand -3.701 -18.823
Löhne und Gehälter -167 -1.918
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -29 -868
Personalaufwand -195 -2.786
Sonstige betriebliche Aufwendungen -93 -1.889
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 64 1.527
Abschreibungen 0 -749
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 64 778
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 15
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23 -352
Finanzergebnis -23 -337
Ergebnis vor Steuern (EBT) 42 441
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -132
Periodenergebnis 42 308
Ergebnisanteil Minderheiten (fortgeführter Bereich) -3 263
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 39 571
Ergebnis je Aktie (in €) 0,01 0,09

Die aufgegebenen Geschäftsbereiche umfassen in 2011 die Huchtemeier-Gesellschaften. In 2010 werden aufgrund der rückwirkenden Änderung nach IFRS 5 bei den aufgegebenen Geschäftsbereichen sowohl die Huchtemeier-Gesellschaften als auch die in 2010 mehrheitlich veräußerten rumänischen Gesellschaften erfasst.

8. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt.

fortgeführter
Geschäftsbe
reich
aufgegebener
Geschäftsbe
reich
2011 2010 2011 2010
T€ T€ T€ T€
Den Inhabern von Stammaktien des
Mutterunternehmens zuzurech-
nendes Ergebnis
Gewichtete durchschnittliche Anzahl
von Stammaktien zur Berechnung
3.296.593,04 -7.415.156,79 39.345,62 571.063,60
des Ergebnisses je Aktie 6.600.000 6.600.000 6.600.000 6.600.000
Ergebnis je Aktie (in €) 0,50 -1,12 0,01 0,08

Das Ergebnis des Geschäftsjahres nach Berücksichtigung der Minderheitenanteile sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs beträgt 3.336 T€ (Vorjahr: -6.844 T€), was einem Ergebnis von 0,51 € (Vorjahr: -1,04 €) je Aktie entspricht.

IV. Segmentberichterstattung

1. Informationen nach Segmenten

Die Segmentberichterstattung wurde unter Anwendung von IFRS 8 (Geschäftssegmente) erstellt. Hiernach stellen Geschäftssegmente Komponenten eines Unternehmens dar, zu denen getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die regelmäßig durch die oberste Führungskraft des operativen Bereiches überprüft werden, um zu entscheiden, wie Ressourcen zu verteilen und deren Leistungs fähigkeit zu beurteilen ist.

Das Management der MBB grenzt die Segmente intern wie folgt ab:

Technische Applikationen

In diesem Segment sind die Beteiligungen zusammengefasst, deren Geschäftsmodell einen hohen Anteil kundenspezifischer Vorgaben berücksichtigt und in denen der mit dem Produkt verkaufte Know-howund Beratungsanteil einen maßgeblichen Teil der erbrachten Leistung darstellt. Das Segment beinhaltet die Delignit-Unternehmensgruppe.

Die Delignit-Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt ökologische Produkte basierend auf dem natürl ichen, nachwachsenden und CO2-neutralen Rohstoff Holz. Als Entwicklungs-, Projekt- und Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil- und die Luftfahrtindustrie liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Delignit-Gruppe in der Erarbeitung und Umsetzung technologischer und kundenspezifischer Anwendungen und Systeme. Grundlage hierfür ist der Delignit-Werkstoff, der im Wesentlichen auf Buchenholz basiert. Holz ist im Unterschied zu vielen anderen Rohstoffen in seinem Leben szyklus CO2-neutral und damit anderen Werkstoffen ökologisch überlegen. Der Einsatz von Delignit-Werkstoffen als Substitut für Anwendungen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen.

Das operative Geschäft der Delignit-Gruppe umfasst die Geschäftsbereiche "Automotive" und "Technological Applications". Die Vorläufer der heutigen Delignit-Gruppe wurden vor über 200 Jahren gegründet und waren bis zur Beteiligung der MBB-AG im Jahr 2003 in Familienbesitz.

Industrieproduktion

Das Segment Industrieproduktion beinhaltet die Beteiligungsunternehmen, deren Stärken vor allem in der industriellen Fertigung ihrer Produkte liegen und deren Produkte dabei relativ standardisiert sind. Dementsprechend fassen wir in diesem Segment die Beteiligungen Hanke, OBO und CT Formpolster zusammen.

Hanke produziert Tissue-Rohwatte sowie Servietten, Taschentücher, Toilettenpapier und Haushaltsrollen. Unter dem Markennamen "aha" besteht im osteuropäischen Konsumgütermarkt eine starke Wettbewerbsposition. Darüber hinaus wird weißes und farbiges Tissue-Papier für zahlreiche Privat-Label-Anbieter in Europa gefertigt. Kern der Aktivitäten ist das polnische Unternehmen Hanke Tissue Sp. z o.o. in Küstrin.

OBO ist ein weltweiter Anbieter von Polyurethan-Boards für den Modell-, Formen- und Werkzeugbau. Die Kunden von OBO sind überwiegend Automobilhersteller.

Die CT Formpolster fertigt Polyetherschäume. Das Leistungsspektrum reicht von der Material- und Produktentwicklung, über die Herstellung bis hin zur Konfektionierung und JIT-Belieferung. Das Sortiment umfasst außer Standardschäumen auch hochelastische, flammgeschützte, antistatische und intensiv eingefärbte Typen. Die Produkte der CT Formpolster werden al s Matratzen- oder Sitzmöbelkerne insbesondere in den Branchen Möbel, Caravan, Büro oder Matratzenhandel vermarktet.

Handel & Dienstleistung

Handel & Dienstleistung verbindet als Segment die Beteiligungen des MBB-Portfolios, die ohne eigene Fertigung für ihre Kunden spezialisierte Dienstleistungen erbringen beziehungsweise Handel betreiben. Zu diesem Segment zählen der DTS-Konzern und bis zu ihrer Veräußerung die Beteiligung Huchtemeier.

Der DTS-Konzern ist ein führender Cloud-Computing-Anbieter für den deutschen Mittelstand. Eigene Rechenzentren ermöglichen ein breites Leistungsangebot in allen Schichten der Cloud. Das Geschäft smodell umfasst dabei Beratung, Konzeption, Beschaffung, Implementierung und Betrieb von IT - Umgebungen, vorzugsweise im Rechenzentrum. Klassische Systemhausleistungen werden dabei kombiniert mit der Vermietung von Fläche, Hardware und Storage, Datenbank- und Betriebssystemplattformen bis hin zu Applikationsvermietung unter anderem in den Bereichen IT-Security, Office-Kommunikation und Archivierung. Der DTS IT Konzern umfasst die DTS IT AG, die DTS Systeme GmbH, die ICSmedia GmbH und seit Oktober 2011 die eld datentechnik GmbH.

Die DTS Systeme GmbH wurde 1983 gegründet, war bis zur Beteiligung der MBB-AG in eine regionalen Unternehmensgruppe eingebunden, hat ihren Sitz in Herford sowie Büros in Bochum, Bremen, Darmstadt und Hannover.

Im August 2010 wurde die ICSmedia GmbH mit Sitz in Münster erworben. Die ICSmedia GmbH ist ein regionaler Anbieter von IT-Systemlösungen, ebenfalls mit eigenem Rechenzentrum. Neben Housing, Hosting und Internetproviding bietet die ICSmedia GmbH in enger Zusammenarbeit mit der DTS Systeme GmbH auch hochwertige Beratungsdienstleistungen im IT-Umfeld und moderne Cloud-Computing-Lösungen auf höchstem Qualitätsniveau an.

Seit Oktober 2011 gehört die eld datentechnik GmbH, Fellbach, zum DTS-Konzern. Die eld datentechnik ist ein deutschlandweit tätiger Distributor für IT-Infrastruktursysteme, spezialisiert auf die Bereiche IP-Access und Storage. Darüber hinaus wird das Leistungsspektrum mit IT-Schulungsangeboten und IT-Consulting abgerundet. Die eld datentechnik GmbH ergänzt damit vertikal das Leistungsspektrum der übrigen DTS-Töchter.

Segment-Zahlen

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Segmenten entsprechenden unter Punkt 4 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das Segmentergebnis basiert auf dem EBIT der einzelnen Segmente, da darüber die Steuerung der Segmente erfolgt. Die Verrechnungspreise zwischen den operativen Segmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt.

01.01. - 31.12. 2011 Technische
Applikatio-
nen
T€
Industrie-
produktion
T€
Handel &
Dienstleis
tung
T€
Überleitung
T€
Konzern
T€
Umsatzerlöse Dritte 30.155 50.067 28.199 1.206 109.627
Andere Segmente 478 279 20 -777 0
Summe Umsatzerlöse 30.633 50.346 28.219 429 109.627
Ergebnis (EBIT) 1.375 2.302 939 1.057 5.673
Abschreibungen 692 2.105 734 36 3.567
Investitionen 47 2.058 638
Anteile an assoziierten
Unternehmen* 0 0 0
Vermögenswerte des Segments 13.577 28.853 8.560
Schulden des Segments 5.341 1.933 3.430

Die folgenden Segmentangaben für die einzelnen berichtspflichtigen Segmente des Konzerns erfolgen für die fortgeführten Geschäftsbereiche.

* Die Anteile an den rumänischen Gesellschaften werden im Segment Technische Applikationen ausgewiesen.

01.01. - 31.12. 2010 Technische
Applikatio-
nen
T€
Industrie-
produktion
T€
Handel &
Dienstleis
tung
T€
Überleitung
T€
Konzern
T€
Umsatzerlöse Dritte 25.087 51.594 22.054 1.205 99.940
Andere Segmente 499 186 56 -741 0
Summe Umsatzerlöse 25.586 51.780 22.110 464 99.940
Ergebnis (EBIT) -8.846 1.118 506 207 -7.015
Abschreibungen 661 2.847 309 41 3.858
Investitionen 229 3.317 336
Anteile an assoziierten
Unternehmen* 0 0 0
Vermögenswerte des Segments 15.598 31.626 5.927
Schulden des Segments 4.558 10.162 2.632

Die Segmentschulden beinhalten keine passiven latenten Steuern, Steuerrückstellungen, Leasingverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Überleitung EBIT zum Jahresüberschuss 2011 2010
T€ T€
Summe EBIT der Segmente 5.673 -7.015
Finanzergebnis -1.074 -946
EBT 4.599 -7.961
Steuern vom Einkommen und Ertrag -990 875
Sonstige Steuern -146 -246
PAT (Profit After Tax) 3.463 -7.332
Minderheiten -166 -83
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 3.297 -7.415
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich 39 571
Konzernjahresüberschuss 3.336 -6.844
Überleitung Vermögenswerte zu Aktiva 2011 2010
T€ T€
Segment Technische Applikationen 13.577 15.598
Segment Industrieproduktion 28.853 31.626
Segment Handel & Dienstleistung 8.560 5.927
Summe Segmentvermögen 50.990 53.151
Aktive latente Steuern 1.567 2.325
Kurzfristige Finanzmittel 24.801 28.064
Finanzanlagen 5.477 5.083
Sonstige Aktiva 3.474 3.126
Summe Aktiva 86.309 91.749
Überleitung Schulden der Segmente zu Passiva 2011 2010
T€ T€
Segment Technische Applikationen 5.341 4.558
Segment Industrieproduktion 1.933 10.162
Segment Handel & Dienstleistung 3.430 2.632
Summe Segmentschulden 10.704 17.352
Konzerneigenkapital 46.211 47.433
Passive latente Steuern 2.691 2.924
Steuerrückstellungen 362 257
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 16.624 18.301
Verbindlichkeiten Leasing 370 442
Sonstige Passiva 9.346 5.040
Summe Passiva 86.308 91.749

2. Informationen nach Regionen

2.1 Erlöse von externen Kunden

2011 2010
T€ T€
Europa 104.578 95.791
Nordamerika 3.020 2.580
Übrige 2.029 1.569
Summe 109.627 99.940

2.2 Langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte des MBB-Konzerns befinden sich ausschließlich in Europa.

V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach IAS 7 erstellt. Die Zahlungsströme der Kapitalflussrechnung sind getrennt nach den Teilbereichen "Laufende Geschäftstätigkeit", "Investitionstätigkeit" und "Finanzi erungstätigkeit" dargestellt, wobei die Summe der Zahlungsmittelbewegungen aus diesen drei Teilbereichen der Änderung des Finanzmittelfonds entspricht.

Die Ermittlung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode.

Die ausgewiesenen liquiden Mittel unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung durch Dritte. Die Unternehmensgruppe hat keine Zahlungen für außerordentliche Geschäftsvorfälle geleistet. Zahlungen für Ertragsteuern und Zinsen sind gesondert ausgewiesen.

VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Lei stungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen im Wesentlichen aus liquiden Mitteln, Goldbeständen, Wertpapieren sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 38.029 T€ (Vorjahr: 42.758 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilter Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt II.12. "Verbindlichkeiten" bzw. II.13. "Sonstige Verbindlichkeiten".

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden der MBB-Gruppe ist unter den Gliederungspunkten I.4.10 "Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte" sowie I.4.13 "Finanzielle Verbindlichkeiten" und in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Von der Fair-Value-Option macht der Konzern für Wertpapiere sowie für die physischen Goldbestände Gebrauch, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert wurden. Über erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten verfügte der Konzern weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen. Neueinstufungen wurden weder 2011 noch 2010 vorgenommen.

2. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich Zahlungsmittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzi erungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalko sten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft.

Die Kapitalstruktur stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

31.12. 2011 31.12. 2010
Eigenkapital in T€ 46.211 47.433
- in % vom Gesamtkapital 53,5% 51,7%
Schulden in T€ 40.097 44.316
- in % vom Gesamtkapital 46,5% 48,3%
Kurzfristige Schulden in T€ 18.110 21.684
- in % vom Gesamtkapital 21,0% 23,6%
Langfristige Schulden in T€ 21.987 22.632
- in % vom Gesamtkapital 25,5% 24,7%
Nettoverschuldungsgrad* 0,2 0,2

* berechnet als Verbindlichkeiten abzgl. flüssige Mittel, Wertpapier und Gold im Verhältnis zum Eigenkapital

Durch die Vereinbarung von mehreren Financial Covenants bei der Aufnahme von Darlehen ist der Konzern zur Einhaltung von bestimmten Eigenkapitalquoten angehalten.

3. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Liquiditäts- und Kreditrisiken. Geschäftsverbindungen werden grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen.

Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit insbesondere von Großkunden werden Bewertungen von unabhä ngigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass der MBB-Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweil igen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse.

4. Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der Einschätzung der Wechselkursrisiken für den Konzern waren zum 31. Dezember 2011 keine Devisenkontrakte abgeschlossen. Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im MBB-Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Die Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschä fte) erfolgte nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 8.383 T€. Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 167,7 T€ niedriger (höher) gewesen.

5. Zeitwertrisiko

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des MBB-Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert auf Grund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

VII. Sonstige Pflichtangaben

1. Vorstand

Folgende Personen gehörten dem Vorstand der MBB im Geschäftsjahr 2011 an:

  • Dr. Christof Nesemeier, Diplom-Kaufmann, Vorstandsvorsitzender (Bereiche: Strategie, Finanzen, Investor Relations und Beteiligungsmanagement)
  • Gert-Maria Freimuth, Diplom-Kaufmann, Vorstand (Bereiche: Mergers & Acquisitions, Recht, IT und Corporate Identity)

Dr. Christof Nesemeier ist Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG, Aufsichtsratsvorsitzender der bmp Beteiligungsmanagement AG und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der InVision Software AG. Gert-Maria Freimuth ist Aufsichtsratsvorsitzender der DTS IT AG, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Delignit AG, und Mitglied des Aufsichtsrats der United Labels AG.

2. Aufsichtsrat

Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der MBB im Geschäftsjahr 2011 an:

  • Dr. Peter Niggemann, Aufsichtsratsvorsitzender
  • Dr. Jan C. Heitmüller, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
  • Dr. Matthias Rumpelhardt

Dr. Matthias Rumpelhardt ist zudem stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der RIB Software AG, Stuttgart.

Am 7. Juli 2011 wurde der gesamte Aufsichtsrat für eine weitere Periode von fünf Jahren wiedergewählt.

3. Bezüge der Organe

a) Vorstand

Die Vergütung des Vorstandes setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbeteiligung sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen. Darüber hinaus sind keine Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) vereinbart. Ebenso existieren keine Vereinbarungen für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sowie in Folge eines Kontrollwechsels (Change of Control) bei der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Aufwand für die fixe Vergütung:

  • Dr. Christof Nesemeier, Vertragspartner MBB Capital Management GmbH, 258.000,00 €
  • Gert-Maria Freimuth, Vertragspartner MBB Capital GmbH, 234.000,00 €

Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 21. Dezember 2009 erhält das obere Management ab dem Geschäftsjahr 2010 eine zusätzliche variable Vergütung von zusammen 9 % des Betrags um den das Eigenkapital der MBB Industries AG am Ende eines jeden Geschäftsjahres (Endwert) das Eigenkapital am Beginn des Geschäftsjahres (Anfangswert) übersteigt. Das Eigenkapital umfasst jeweils die Positi onen des § 266 Abs. 3 A HGB. Maßgeblich sind die jeweiligen testierten Jahresabschlüsse mit folgenden Modifikationen: Aktiva, die einen Börsenpreis haben, sind mit dem Börsenpreis anzusetzen; dies gilt nicht für Anteile an Unternehmen, an denen die Gesellschaft mehr als 5 % der Stimmrechte hält. Dem Endwert sind die unterjährigen Dividendenausschüttungen und Rückzahlungen vom Eigenkapital hinz uzurechnen und Einlagen auf das Eigenkapital hiervon abzuziehen.

Sind in einem oder mehreren Geschäftsjahren die Bemessungsgrundlagen negativ, wird der sich ergebende Negativbetrag auf die folgenden Geschäftsjahre vorgetragen und gegen die künftigen Mehrbetr äge verrechnet, bis die vorgetragenen Negativbeträge ausgeglichen sind. Ein Anspruch auf eine variable Vergütung entsteht erst wieder, wenn diese Negativbeträge ausgeglichen sind. Die variable Vergütung ist in der absoluten Höhe auf 5 % des jeweiligen Endwerts begrenzt. Damit steht Vorstand und Management für 2011 eine variable Vergütung in Höhe von 97.171,78 € zu. Davon erhalten Herr Dr. Christof Nesemeier 24.292,12 € und Herr Gert-Maria Freimuth 24.292,12 €.

Die Vorstandsmitglieder Herr Dr. Nesemeier und Herr Freimuth erhalten persönlich eine Aufsichtratsvergütung der Delignit AG für 2011 in Höhe von 16.000,00 € bzw. 12.000,00 €.

b) Aufsichtsrat

Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2011 fixe Vergütungen in Höhe von 18.000,00 € erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

  • Vorsitzender, Dr. Peter Niggemann, 8.000,00 €,
  • Stellvertretender Vorsitzender, Dr. Jan C. Heitmüller, 6.000,00 €,
  • Mitglied, Dr. Matthias Rumpelhardt, 4.000,00 €.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2010 erhält der Aufsichtsrat ab dem Geschäftsjahr 2010 eine zusätzliche variable Vergütung von zusammen 1 % des Betrags um den das Eigenkapital der MBB Industries AG am Ende eines jeden Geschäftsjahres (Endwert) das Eigenkapital am Beginn des Geschäftsjahres (Anfangswert) übersteigt. Das Eigenkapital umfasst jeweils die Positionen des § 266 Abs. 3 A HGB. Maßgeblich sind die jeweiligen testierten Jahresabschlüsse mit folgenden Modifikationen: Aktiva, die einen Börsenpreis haben, sind mit dem Börsenpreis anzusetzen; dies gilt nicht für Anteile an Unternehmen, an denen die Gesellschaft mehr als 5 % der Stimmrechte hält. Dem Endwert sind die unterjährigen Dividendenausschüttungen und Rückzahlungen vom Eigenkapital hinzuzurechnen und Einlagen auf das Eigenkapital hiervon abzuziehen. Sind in einem oder mehreren Geschäftsjahren die Bemessungsgrundlagen negativ, wird der sich ergebende Negativbetrag auf die folgenden Geschäftsjahre vorgetragen und gegen die künftigen Mehrbeträge verrechnet, bis die vorgetragenen Negativbeträge ausgeglichen sind. Ein Anspruch auf eine variable Vergütung entsteht erst wieder, wenn diese Negati vbeträge ausgeglichen sind. Die Summe aus variabler Vergütung zuzüglich Sitzungsgeld für alle Aufsichtsratsmitglieder darf jedoch pro vollem Geschäftsjahr den Betrag von 100.000,00 € nicht übersteigen. Der Aufsichtsrat erhält für 2011 eine variable Vergütung von 10.796,86 €. Davon erhält der Aufsichtsratsvorsitzende 40 % und die anderen beiden Mitglieder jeweils 30 %.

  1. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden Unternehmen und Personen betrachtet, die über die Möglichkeit verfügen, den MBB-Konzern zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf dessen Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben.

4.1 Nahe stehende Personen

a) Vorstand und Aufsichtsrat

Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen der Organe verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem MBB-Konzern getätigt.

b) Mitteilung von Geschäften gem. § 15a WpHG

Personen mit Führungsaufgaben, insbesondere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der MBB Industries AG, sowie mit diesen in einer engen Beziehung stehende Personen sind gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, Geschäfte mit Aktien der MBB Industries AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offen zu legen. Mitteilungen über entsprechende Geschäfte im Jahr 2011 sind auf unserer Internetseite www.mbbindustries.com veröffentlicht.

4.2 Nahe stehende Unternehmen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich.

Als nahestehende Unternehmen sind weiterhin Unternehmen zu betrachten, die als verbundene Unternehmen der bereits erwähnten nahestehenden Personen zu bezeichnen sind. Im Laufe des Jahres führten Konzerngesellschaften die folgenden Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durch, die nicht dem Konzern angehören:

Die MBB Capital Group GmbH, Münster, ist mittelbar über ihre jeweils 100 %igen Tochtergesellschaften MBB Capital Management GmbH, Berlin, und MBB Capital GmbH, Münster, an der MBB beteiligt.

Die MBB Industries AG vergütet der MBB Capital Management GmbH, Berlin, gemäß Rahmenvertrag vom 30. Dezember 2009 monatlich die Vorstandstätigkeit von Herrn Dr. Christof Nesemeier. Der MBB Capital GmbH, Münster, wird monatlich durch die MBB Industries AG gemäß Rahmenvertrag vom 30. Dezember 2009 die Vorstandstätigkeit von Gert-Maria Freimuth vergütet.

Zur Höhe der variablen und fixen Vergütung wird auf die obigen Ausführungen verwiesen.

5. Arbeitnehmer

Die im Geschäftsjahr 2011 und 2010 im fortgeführten Geschäftsbereich durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf.

2011 2010
Durchschnittliche Mitarbeiter Köpfe Köpfe
Technische Applikationen 189 186
Industrieproduktion 378 371
Handel und Dienstleistung 133 101
Summe 700 658
31.12. 2011 31.12. 2010
Zum Stichtag Köpfe Köpfe
Technische Applikationen 207 178
Industrieproduktion 385 383
Handel und Dienstleistung 122 104
Summe 714 665

6. Kosten Abschlussprüfer

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2011 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt.

2011
T€
Abschlussprüfungsleistungen 148,5
Steuerberatungsleistungen 9,0
Summe 157,5

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 11. Januar 2012 hat die MBB Industries AG beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2010 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms vom 12. Januar 2012 bis zum 10. Februar 2012 hat die MBB Industries AG 144.201 eigene Aktien, dies entspricht 2,18 Prozent des Grundkapitals, zu einem Durchschnittspreis von 6,9347 € mit einem Gesamtwert von 999.996,67 € durch ein Kreditinstitut über die Börse erworben.

Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft aus eigenen Aktien keine Rechte zu, also insbesondere kein Dividendenbezugsrecht und auch kein Stimmrecht, so dass sich die Anzahl der tatsächlich stimm- und dividendenberechtigten Aktien auf 6.455.799 Stück verringert hat. Gemäß §§ 21 ff WpHG werden gleichwohl die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien dem Mehrheitsaktionär zugerechnet, mithin haben die MBB Capital Group GmbH, Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier der Gesellschaft am 13. Februar 2012 mitgeteilt, dass sie unter Hinzurechnung dieser eigenen Aktien nunmehr über jeweils 75,68 % der Stimmrechte verfügen.

Am 9. März 2012 hat die MBB Industries AG alle Anteile an der CLAAS Fertigungstechnik GmbH, Beelen, von der CLAAS KGaA mbH übernommen. Der rechtliche Übergang soll nach Wegfall der aufschiebenden Bedingungen noch im 2. Quartal 2012 erfolgen. Die CLAAS Fertigungstechnik GmbH ist ein führender internationaler Anlagenbauer von Produktionstechnik für die Automobilindustrie und weitere Branchen. Die Gesellschaft, die rund 270 Mitarbeiter beschäftigt und 2011 einen Umsatz von ca. 100 Mio. € erzielt hat, soll künftig unter den Namen MBB Fertigungstechnik GmbH firmieren.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bezüglich der sonstigen finanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen unter Punkt II.15.1 "Operating Lease und Miete".

9. Eventualverbindlichkeiten

An der polnischen Gesellschaft Hanke Tissue Sp. z o.o., Küstrin, Polen, besteht ein Unterbeteiligungsverhältnis (in Form so genannter "Phantom Shares") gegenüber dem Geschäftsführer der Gesellschaft. Dem Unterbeteiligten stehen sowohl 3 % vom Gewinn als auch eines eventuellen Veräußerungs- oder Liquidationserlöses zu.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung einer Enkelgesellschaft hat die MBB Industries AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft zur Absicherung eventueller Gewährleistungsrisiken in Höhe von insgesamt 350 T€ gegenüber dem Erwerber abgegeben. Die Bürgschaft reduzierte sich vereinbarungsgemäß zum 31. Dezember 2008 auf 75 T€. Der verbleibende Betrag verjährt 60 Monate nach Übergabestichtag. Der Vorstand geht nicht von einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft aus.

10. Erklärung gemäß § 161 AktG

Die MBB Industries AG hat als börsennotierte Aktiengesellschaft gemäß § 161 AktG eine Erklärung abzugeben, inwieweit sie der Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entspricht. Vorstand und Aufsichtsrat haben diese Erklärung erneut am 26. März 2012 abgegeben.

11. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß der angewandten Grundsätzen ordnungsgemäßer Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Berlin, den 26. März 2012

Dr. Christof Nesemeier Gert-Maria Freimuth Vorstandsvorsitzender Vorstand

Anteilsbesitz zum 31.12.2011

Kapital- Währung Eigenkapital Ergebnis
Gesellschaft Sitz anteil TLW TLW
Delignit AG Blomberg 76,08% EUR 9.183 294
Blomberger Holzindustrie
B. Hausmann GmbH & Co KG Blomberg 100,00% EUR -1.122 559
Cildro Plywood Srl. Drobeta Turnu Severin 49,00% RON 13.785 -1.645
Cildro S.A.* Drobeta Turnu Severin 42,90% RON 27.081 -3.222
Cildro Service Srl.* Drobeta Turnu Severin 100,00% RON -1.078 228
Hausmann Verwaltung GmbH Blomberg 100,00% EUR 102 1
OBO Modulan GmbH Stadthagen 100,00% EUR 134 -3
OBO-Werke GmbH & Co KG Stadthagen 100,00% EUR 1.216 155
OBO Industrieanlagen GmbH Stadthagen 100,00% EUR 228 37
OBO Verwaltung GmbH Stadthagen 100,00% EUR 35 1
Hanke Tissue Sp. z o.o. Küstrin 100,00% PLN 34.884 6.839
DTS IT AG Herford 80,00% EUR 1.818 -383
DTS Systeme GmbH Herford 100,00% EUR 1.098 396
ICSMedia GmbH Münster 100,00% EUR 450 44
eld datentechnik GmbH Fellbach 100,00% EUR 637 12
DTS Beteiligungen
Verwaltungs GmbH Herford 100,00% EUR 28 0
CT Formpolster GmbH Löhne 100,00% EUR 754 -185

* Werte beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den von der MBB Industries AG aufgestellten IFRS Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernla gebericht – für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der MBB Industries AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den IFRS Konzerna bschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den IFRS Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im IFRS Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresa bschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsoli dierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des IFRS Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes und Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der IFRS Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächl ichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem IFRS Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chanc en und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Düsseldorf, den 26. März 2012

Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. gez. Dr. Hüchtebrock Grote Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der MBB Industries AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 15. März 2011 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung erneuert diese Entsprechenserklärung und bezieht sich wie bisher auf den Deutschen Corporate Governance Kodex (im Folgenden "Kodex") in der Fassung vom 26. Mai 2010.

Vorstand und Aufsichtsrat der MBB Industries AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird:

  • Ziffer 3.8: D&O-Versicherung: Die D&O-Versicherung für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sieht keinen Selbstbehalt vor. Wir haben keine Zweifel daran, dass unsere Organe wie auch unsere Mitarbeiter ihre Aufgaben mit der größtmöglichen Sorgfalt wahrnehmen. Der Selbstbehalt für Vorstände soll nach Auslaufen der aktuellen Verträge ab 1. Juli 2012 Anwendung finden, den Selbstbehalt für Aufsichtsräte erachten wir in Anbetracht der Höhe der fixen Aufsichtsratsvergütungen für nicht angemessen.
  • Ziffer 5.3: Aufsichtsratsausschüsse: Der Aufsichtsrat der MBB Industries AG besteht aus drei Mitgliedern, so dass keine Ausschüsse gebildet werden können. Die Anzahl an Aufsichtsratsmitgliedern erachten wir im Hinblick auf die Unternehmensgröße und Bedeutung der Gesellschaft als ausreichend.
  • Ziffer 5.4.1: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt worden. Im Hinblick auf das Alter der Aufsichtsratsmitglieder und die verbleibende Amtszeit besteht hierfür unseres Erachtens auch keine Veranlassung.
  • Ziffer 7.1.2: Veröffentlichungen: Konzernabschluss und Zwischenberichte werden im Rahmen der gesetzlichen und von der Deutschen Wertpapierbörse festgelegten Fristen veröffentlicht. Als Industrieholding hat die MBB Industries eine Vielzahl einzelner Gesellschaften zu konsolidieren als auch regelmäßig Erstkonsolidierungen vorzunehmen. Die Einhaltung der im Corporate Governance vorgeschlagenen Fristen würde deshalb zu einem deutlich erhöhten Aufwand bei der Gesellschaft führen.

Düsseldorf, den 26. März 2012

Dr. Peter Niggemann Dr. Christof Nesemeier Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

Corporate Governance Bericht

Aktienbestände der Organe

Anzahl
Vorstand Aktien Anteile
Stand 31.12. 2011
MBB Capital Management GmbH 2.425.500 36,75%
MBB Capital GmbH 2.425.500 36,75%

Die MBB Capital Management GmbH, Berlin, hielt zum 31.12.2011 36,75 % der Stimmrechte (2.425.500 Stimmrechte). Die MBB Capital GmbH, Münster, hielt zum 31.12.2011 ebenfalls 36,75 % der Stimmrechte (2.425.500 Stimmrechte). Die Geschäftsanteile an beiden vorgenannten Gesellschaften befinden sich vollständig im Besitz der MBB Capital Group GmbH, Münster, womit diese indirekt 73,50 % der Stimmrechte (4.851.000 Stimmrechte) hielt. Die Anteile an der MBB Capital Group GmbH werden wiederum zu jeweils 50 % von Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier gehalten, so dass ihnen zusammen indirekt 73,50 % der Stimmrechte (4.851.000 Stimmrechte) zustanden.

Anzahl
Aufsichtsrat Aktien Anteile
Dr. Peter Niggemann 30.000 0,455%
Dr. Jan C. Heitmüller 10.000 0,152%
Dacapo 2 GmbH 60.000 0,909%
Dr. Matthias Rumpelhardt 2.000 0,030%

Dr. Matthias Rumpelhardt ist Eigentümer und Geschäftsführer der Dacapo 2 GmbH.

Personen mit Führungsaufgaben, insbesondere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der MBB Industries AG, sowie mit diesen in einer engen Beziehung stehende Personen sind gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, Geschäfte mit Aktien der MBB Industries AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen. Mitteilungen über entsprechende Geschäfte im Jahr 2011 sind auf unserer Internetseite www.mbbindustries.com veröffentlicht.

Aktienrückkaufprogramm 2012 (nach Bilanzstichtag)

Am 11. Januar 2012 hat der Vorstand gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 30. Juni 2010 von seinem Recht zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch gemacht. Der Rückkauf war mit Bekanntmachung vom 11. Januar 2012 entsprechend Art. 4 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 angekündigt worden und bis zum 29. Februar 2012 befristet. Das Rückkaufprogramm sollte beendet werden, sobald Aktien im Gesamtgegenwert von 1.000.000,00 Euro erworben wurden. Der maximale Kurs je Aktie sollte dabei 7,50 Euro nicht übersteigen und insgesamt nicht mehr als 10 Prozent des Grundkapitals (Stück 660.000) zurückgekauft werden. Gekauft wurden bis 10. Februar 2012 insgesamt 144.201 Stück eigene Aktien, dies entspricht 2,18 Prozent des Grundkapitals. Der Kaufpreis je Aktie betrug durchschnittlich 6,9347 Euro; insgesamt wurden die Aktien zu einem Gesamtpreis von 999.996,67 Euro (ohne Nebenkosten) zurückgekauft. Der Erwerb der Aktien der MBB Industries AG erfolgte durch ein von der MBB Industries AG beauftragtes Kreditinstitut über die Börse.

Gemäß § 71b AktG stehen der Gesellschaft aus eigenen Aktien keine Rechte zu, also insbesondere kein Dividendenbezugsrecht und auch kein Stimmrecht, so dass sich die Anzahl der tatsächlich stimm- und dividendenberechtigten Aktien auf 6.455.799 Stück verringert hat.

Gemäß §§ 21 ff WpHG werden gleichwohl die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien dem Mehrheitsaktionär zugerechnet, mithin haben die MBB Capital Group GmbH, Gert-Maria Freimuth und Dr. Christof Nesemeier der Gesellschaft am 13. Februar 2012 mitgeteilt, dass sie unter Hinzurechnung dieser eigenen Aktien nunmehr über jeweils 75,68 % der Stimmrechte verfügen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Im Aufsichtsrat sollen praktische Erfahrung bei der Unternehmensführung, Branchenerfahrung sowie betriebswirtschaftliche und juristische Kenntnisse vertreten sein. Die derzeitige Zusammensetzung des Aufsichtsrats erfüllt diese Zielsetzung.

Abschlussprüfer

Die Hauptversammlung der MBB Industries AG hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Verhülsdonk & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer der MBB Industries AG gewählt. Geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige Beziehungen zwischen der Prüfungsgesellschaft und ihren Organen und Prüfungsleitern einerseits und der MBB Industries AG und ihren Organmitgliedern andererseits, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen können, haben zu keinem Zeitpunkt bestanden. Verhül sdonk & Partner berät die Gesellschaft auch in Steuerfragen. Auf der Basis der Wahl des Abschlusspr üfers durch die Hauptversammlung erteilt der Aufsichtsrat der MBB Industries AG dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und trifft mit ihm die Honorarvereinbarung. Im Rahmen der Erteilung des Prüfungsauftrags vereinbart der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer auch die Berichtspflichten gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammen. Die Vorstände erhalten zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbeteiligung sowie eine Unfallversicherung abgeschlossen. Darüber hinaus sind keine Lei stungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) vereinbart. Ebenso existieren kein e Vereinbarungen für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sowie infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) bei der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Aufwand für die fixe Vergütung wie folgt:

  • Dr. Christof Nesemeier, Vorstandsvorsitzender, Vertragspartner MBB Capital Management GmbH, 258.000,00 €
  • Gert-Maria Freimuth, Vorstand, Vertragspartner MBB Capital GmbH, 234.000,00 €

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Christof Nesemeier erhielt zudem persönlich eine Aufsichtsratsvergütung der Delignit AG für 2011 in Höhe von 16.000,00 €; der Vorstand Gert-Maria Freimuth persönlich eine Aufsichtsratsvergütung der Delignit AG in Höhe von 12.000,00 €.

Das Management der MBB Industries AG hat für das Geschäftsjahr 2011 Anspruch auf eine variable Vergütung von zusammen 9,0 % des Betrags, um den das Eigenkapital der MBB Industries AG am Ende eines jeden Geschäftsjahres (Endwert) das Eigenkapital am Beginn des Geschäftsjahres (Anfangswert) übersteigt. Das Eigenkapital umfasst jeweils die Positionen des § 266 Abs. 3 A. HGB. Maßgeblich für die Berechnung von Anfangswert und Endwert sind die jeweiligen testierten Jahresabschlüsse, jedoch mit folgenden Modifikationen:

Aktiva, die einen Börsenpreis haben, sind mit dem Börsenpreis anzusetzen; dies gilt nicht für Anteile an Unternehmen, an denen die Gesellschaft mehr als 5 % der Stimmrechte hält. Dem Endwert sind die unterjährigen Dividendenausschüttungen und Rückzahlungen von Eigenkapital hinzuzurechnen und Einlagen auf das Eigenkapital hiervon abzuziehen. Sind in einem oder mehreren Geschäftsjahren die Bemessungsgrundlagen negativ, wird der sich ergebende Negativbetrag auf die folgenden Geschäftsja hre vorgetragen und gegen die künftigen Mehrbeträge verrechnet, bis die vorgetragenen Negativbeträge ausgeglichen sind. Ein Anspruch auf eine variable Vergütung entsteht erst wieder, wenn diese Negati vbeträge ausgeglichen sind.

Die Höhe des dem Management zustehenden Bonus ist auf 5 % des vorgenannten Endwerts begrenzt. Ein über diese 5 % hinausgehender Betrag wird auf das Folgejahr vorgetragen und dann entweder ausgeschüttet, bei erneutem Überschreiten der 5 % wiederum vorgetragen oder mit entsprechenden Verlusten verrechnet.

Der für das vorgenannte Bonussystem maßgebliche, modifizierte Eigenkapitalzuwachs beträgt 1.079.686,48 €. Dem Management stehen 9 % dieses Betrags als Bonus zu, das sind 97.171,78 €. Auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfielen davon:

  • Dr. Christof Nesemeier, Vorstandsvorsitzender, Vertragspartner MBB Capital Management GmbH, 24.292,12 €
  • Gert-Maria Freimuth, Vorstand, Vertragspartner MBB Capital GmbH, 24.292,12 €

Der verbleibende Rest des Bonus entfiel auf die weiteren Mitglieder des Managements.

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat erhält ein Sitzungsgeld von 1.000,00 €. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache des Sitzungsgelds. Des Weiteren wurde für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2011 fixe Vergütungen in Höhe von 18.000 € erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:

  • Vorsitzender, Dr. Peter Niggemann, 8.000,00 €,
  • Stellvertretender Vorsitzender, Dr. Jan C. Heitmüller, 6.000,00 €,
  • Mitglied, Dr. Matthias Rumpelhardt, 4.000,00 €.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2010 erhält der Aufsichtsrat, erstmals für das Geschäftsjahr 2010, zusätzlich eine variable Vergütung von zusammen 1 % des Betrags, um den das Eigenkapital der MBB Industries AG am Ende eines jeden Geschäftsjahres (Endwert) das Eigenkapital am Beginn des Geschäftsjahres (Anfangswert) übersteigt. Das Eigenkapital umfasst jeweils die Positionen des § 266 Abs. 3 A. HGB. Maßgeblich für die Berechnung von Anfangswert und Endwert sind die jeweiligen testierten Jahresabschlüsse, jedoch mit folgenden Modifikationen:

Aktiva, die einen Börsenpreis haben, sind mit dem Börsenpreis anzusetzen; dies gilt nicht für Anteile an Unternehmen, an denen die Gesellschaft mehr als 5 % der Stimmrechte hält. Dem Endwert sind die unterjährigen Dividendenausschüttungen und Rückzahlungen von Eigenkapital hinzuzurechnen und Einlagen auf das Eigenkapital hiervon abzuziehen. Sind in einem oder mehreren Geschäftsjahren die Bemessungsgrundlagen negativ, wird der sich ergebende Negativbetrag auf die folgenden Geschäftsja hre vorgetragen und gegen die künftigen Mehrbeträge verrechnet, bis die vorgetragenen Negativbeträge ausgeglichen sind. Ein Anspruch auf eine variable Vergütung entsteht erst wieder, wenn diese Negati vbeträge ausgeglichen sind. Die Summe aus variabler Vergütung zuzüglich Sitzungsgeld für alle Au fsichtsratsmitglieder darf jedoch pro vollem Geschäftsjahr den Betrag von EUR 100.000,00 nicht übe rsteigen.

Die variable Vergütung wird wie folgt auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats verteilt:

  • Vorsitzender 0,4 %
  • Stellvertretender Vorsitzender 0,3 %
  • Mitglied 0,3 %.

Der für das vorgenannte Bonussystem maßgebliche, modifizierte Eigenkapitalzuwachs beträgt 1.079.686,48 €. Dem Aufsichtsrat stehen 1 % dieses Betrags als Bonus zu, das sind 10.796,86 €. Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfielen davon:

  • Vorsitzender, Dr. Peter Niggemann, 4.318,74 €,
  • Stellvertretender Vorsitzender, Dr. Jan C. Heitmüller, 3.239,06 €,
  • Mitglied, Dr. Matthias Rumpelhardt, 3.239,06 €.

Aktienoptionsprogramm / wertpapierorientierte Anreizsysteme

Aktienoptionsprogramm beziehungsweise wertpapierorientierte Anreizsysteme waren für das Jahr 2011 - wie in den vorhergehenden Jahren - nicht vereinbart.

Finanzkalender

Quartalsbericht Q1/2012

  1. Mai 2012

Hauptversammlung 2012

  1. Juni 2012, 10:00 Uhr in den Räumlichkeiten des Ludwig-Erhard-Hauses, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin

Halbjahresbericht 2012

  1. August 2012

Analystenkonferenz Deutsches Eigenkapitalforum Frankfurt am Main

12.-14. November 2012

Quartalsbericht Q3/2012

  1. November 2012

Ende des Geschäftsjahres

  1. Dezember 2012

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