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Masterflex SE Interim / Quarterly Report 2016

Aug 12, 2016

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Interim / Quarterly Report

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©MASTERFLEX

Masterflex SE

ZWISCHENBERICHT

  1. Halbjahr 2016

Highlights in den ersten sechs Monaten

Schlauchumsatz wächst um 3,9 %

Operative Marge erneut zweistellig

Zwei Produktinnovationen auf dem Markt eingeführt

Neuer Konsortialkredit mit verbesserten Konditionen

Masterflex im Überblick

in T€
Konzernumsatz
EbitDA
Ebit
EBT
Finanzergebnis
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen*
Konzernergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
Konzernergebnis
Konzernergebnis pro Aktie
aus fortgeführten Geschäftsbereichen
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen
Ebit-Marge
Mitarbeiter
Konzern-Eigenkapital
Konzern-Bilanzsumme
Konzern-Eigenkapitalquote (%)

* ohne Minderheitenanteile

Der Konzern

Spiralschläuche und Verbindungssysteme für alle industriellen Anwendungen

Spritzgussformteile und Komponenten für die Medizintechnik

Vulkanisierte Formteile und Schläuche für die Raumfahrt, Luftfahrt- und Automobilindustrie

Hightech-Schläuche und -Verbindungssysteme sowie Klima- und Lüftungsschlauchelemente

Thermoplastische Formteile und Glattschläuche für Medizintechnik und Industrie

Veränderung 30.6.2015 30.6.2016
3,9 % 32.987 34.279
6,6 % 4.476 4.773
13,3 % 3.046 3.451
4,7 % 2.561 2.682
58,6 % -485 -769
20,5 % 1.637 1.972
1.663,3 % -30 -529
-9,9 % 1.588 1.430
22,2 % 0,18 0,22
0,00 -0,06
-11,1 % 0,18 0,16
9,2 % 10,1 %
1,7 % 599 609
Veränderung 31.12.2015 30.6.2016
3,6 % 26.012 26.940
13,1 % 54.484 61.621
47,7 % 43,7 %

Inhalt

Highlights in den ersten sechs Monaten 2
Masterflex im Überblick 2
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 5
Zwischen
lagebe
richt
7
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit 7
Markt und Wettbewerb 7
Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 7
Internationalisierung 8
Innovation 8
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 9
Ertragslage 9
Vermögenslage 10
Finanzlage 1 1
Personalbericht 12
Forschung und Entwicklung 12
Nachtragsbericht 12
Chancen- und Risikobericht 12
Ausblick 13
Die Maste
rflex-Akt
ie
14
Die Hauptversammlung 14
Finanzkalender 1 5
Zwischenabs
chluss
16
Konzernbilanz 16
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (1. Halbjahr) 18
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (1. Halbjahr) 19
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (2. Quartal) 20
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (2. Quartal) 21
Konzern-Kapitalflussrechnung 22
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 24
Anhang
zum Halbjah
resbeR
icht
26

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Liebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre,

mehr als zufrieden kann ich feststellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Unser Wachstum hat sich im ersten Halbjahr 2016 mit einer Rate von 3,9 Prozent fortgesetzt. Und wenn man die Vorjahreszahlen noch um den Russland-Effekt bereinigt (Verkauf des russischen Joint Ventures im Oktober 2015), sind wir sogar um 5,7 Prozent gewachsen.

Gleichzeitig ist unsere Profitabilität gestiegen, wie unser operatives Ergebnis über 3,5 Mio. Euro (1. Halbjahr 2015: 3,1 Mio. Euro) und unsere Ebit-Marge von 10,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 9,2 Prozent) eindrucksvoll belegen. Das ist eine schöne Bestätigung für unser Maßnahmenpaket vom Herbst 2015, welches seither nach und nach umgesetzt wurde und natürlich auch weiterentwickelt wird. Und dies sieht auch der Kapitalmarkt so: Unsere Aktie hat seit Jahresbeginn bis zum Halbjahresstichtag um 6,3 Prozent zugelegt.

Gleichzeitig konnten wir wieder zwei Innovationen in den Markt einführen: den Master-PUR L-F Trivolution®, einen preislich attraktiven, superleichten Folienschlauch für einfache Absauganwendungen, und den templine® VARIO, ein neues Kind aus der wachsenden templine-Familie der Heizschläuche, hier mit einem schnell auswechselbaren Transport-Innenschlauch.

Zu diesen spannenden, vom Markt gut aufgenommenen neuen Produkten passt, dass wir kürzlich zum "TOP-Innovator 2016" gekürt worden sind. Der Preis wird an die 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien verliehen. Über diese erneute Auszeichnung – nach dem Titel "Weltmarktführer 2016" vom Anfang des Jahres – haben wir uns natürlich gefreut. Zudem sehen wir dies als Bestätigung an, diesen Weg mit den Leitplanken Innovation und Effizienz weiterzugehen.

Ein weiterer Meilenstein war der neu ausgehandelte Konsortialkredit, der die alte Finanzierung von 2013 ersetzt. Mit diesem neuen Konzernkredit konnten wir nicht nur die Konditionen an unsere gestiegene Bonität und das weiter gesunkene Zinsniveau anpassen, sondern auch Finanzierungssicherheit bis Mitte 2021 erreichen. Teil des Paketes ist wiederum eine Kreditlinie für mögliche Akquisitionen im Schlauchgeschäft, mit der wir künftige Unternehmenskäufe im Schlauchgeschäft finanzieren können.

Größter Wermutstropfen des ersten Halbjahres 2016 war unzweifelhaft das Urteil des Düsseldorfer Oberlandesgerichts. Dies verpflichtet uns, einen Betrag von 0,9 Mio. Euro nebst Zinsen an eine Investorengruppe zu zahlen, die im Jahr 2011 den Anteilskauf der damaligen Tochtergesellschaften CAB und Velo Drive finanziert hatte. Dieses Urteil hatten wir aufgrund unserer eingehenden Prüfung der Rechtslage nicht erwartet; wir haben inzwischen Rechtsmittel eingelegt. Gleichwohl ist das Urteil natürlich in Euro und Cent abzubilden. Nur aufgrund dieser einmaligen Belastungen von 0,5 Mio. Euro aus aufgegebenen Geschäftsbereichen sinkt unser Halbjahresgewinn auf 1,4 Mio. Euro.

Ein bisschen Wehmut mag der eine oder andere Besucher unserer Hauptversammlung auf Schloss Horst Mitte Juni verspürt haben: Denn unser langjähriger Aufsichtsratsvorsitzende sowie Unternehmens-Mitgründer, Friedrich Wilhelm Bischoping, hat mit Ablauf der Versammlung sein Amt aus Altersgründen niedergelegt. Auch wenn er einen hervorragenden Nachfolger gefunden hat – Georg van Hall, seit 2010 schon im Aufsichtsrat der Masterflex und als "Financial Expert" mit allen Themen des Konzerns bestens vertraut –, so geht ein Abschied nach so langer Zeit nicht ganz ohne Emotionen. Und da wir als Unternehmen auch nicht völlig auf seinen Rat verzichten wollen, wurde Herr Bischoping mit 99,91 Prozent Zustimmung der HV zum AR-Ehrenvorsitzenden benannt. Schön! So kann er uns weiter auf unserem Weg begleiten.

Der Neubau im Zusammenhang mit unserer Standorterweiterung in Gelsenkirchen liegt zeit- und budgetmäßig im Plan. Die nächsten Schritte für die künftige Vernetzung werden die Installation moderner Maschinen und Steuerungsanlagen sein. Damit wollen wir unseren Weg mit dem Ziel eines nachhaltig ertragreichen Wachstums weiter erfolgreich beschreiten.

Die Aktie wird diesen Weg mitgehen. Dies hat sich im ersten Halbjahr 2016 mit einem schönen Kursplus bestätigt; und dies wird sich auch künftig so verhalten. Denn nachhaltige Erfolge werden – bei allen oft temporären Irrationalitäten an der Börse – auch dort am Ende positiv bewertet.

In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre weitere Begleitung!

Gelsenkirchen, 29. Juli 2016

Ihr

Dr. Andreas Bastin Vorstandsvorsitzender

Zwischenlagebericht

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Der Masterflex-Konzern mit der Muttergesellschaft Masterflex SE, Gelsenkirchen (nachfolgend auch Masterflex Group genannt) konzentriert sich auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Hightech-Schläuchen und -Verbindungssystemen für vielfältigste Anwendungen in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe. Seit der Gründung im Jahr 1987 ist dieses Geschäft das kontinuierlich profitable Standbein der Masterflex Group.

Hauptproduktionsstandorte der international agierenden Masterflex Group mit zwölf operativen Tochtergesellschaften sind Gelsenkirchen, Halberstadt, Norderstedt und Houston (USA). Daneben verfügt die Masterflex Group an verschiedenen Standorten in Europa, Amerika und Asien über Niederlassungen mit kleinen Produktionslinien oder Vertriebspartnerschaften.

Seit dem Jahr 2000 werden die Aktien der Masterflex SE (WKN 549 293) an der Frankfurter Börse im Prime Standard gehandelt.

Markt und Wettbewerb

Der Markt für Hightech-Schläuche und -Verbindungssysteme besteht weltweit aus vielen, eher regional orientierten Spezialmärkten, die von zumeist mittelständischen Unternehmen bedient werden. Die Kunden kommen vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe inkl. industrieller Anwendungen (B2B-Markt).

Aufgrund der nicht leicht zu erwerbenden Material-, Verarbeitungsund Anwendungskompetenz der Hightech-Kunststoffe sowie der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten von flexiblen Verbindungen ist es ein attraktiver Markt mit großem Zukunftspotenzial.

Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr

Die konjunkturelle Lage in Europa zeigt sich überwiegend stabil bis positiv. Dies gilt in besonderem Maße für Deutschland, wo privater Konsum und anziehende Nachfrage im Bau und bei Ausrüstungsinvestitionen für eine stärkere Belebung sorgen. Beeinträchtigend wirken hingegen die Diskussion um die Zukunft der Europäischen Union sowie eine – medial verstärkt wahrgenommene – Zahl von gewalttätigen Auseinandersetzungen. In den USA entwickelt sich die Wirtschaft positiv, wenngleich nicht in so ausgeprägtem Maß wie erwartet. In China hat die Wachstumsdynamik etwas nachgelassen, bewegt sich gleichwohl auf vergleichsweise hohem Niveau gegenüber Europa.

Insgesamt ist der Umsatz mit Hightech-Schläuchen und -Verbindungssystemen im ersten Halbjahr 2016 um 3,9 Prozent auf 34,3 Mio. Euro bei einem stabilen Auftragsbestand gestiegen.

Internationalisierung

Im Rahmen unserer gezielten Internationalisierung wollen wir den Schwerpunkt unseres Umsatzes, der heute noch in Europa liegt, schrittweise auf ausgesuchte Märkte, insbesondere in Nordamerika und China, verteilen. Neben der Wachstumsdynamik, die dort herrscht und an der wir teilhaben wollen, ist unsere weltweite Lieferfähigkeit für einen bedeutsamen Teil unserer Kunden – die deutschen Global Player – ein wichtiger Aspekt, da diese sich über unsere Standorte in aller Welt gut versorgt fühlen.

Im chinesischen Kunshan bei Schanghai sind wir im vierten Jahr auf dem Markt aktiv. Inzwischen haben wir uns dort einen guten Ruf als deutscher Schlauchspezialist erworben. Unser Umsatz in der Region Asien entwickelte sich in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiterhin lebhaft.

In Nordamerika entwickelt sich das konjunkturelle Klima weiter positiv. Unser USA-Geschäft unter der Marke Masterduct hat sich gegenüber dem Vorjahr schon erfolgreich weiterentwickelt. Zur Verstetigung dieser verbesserten Markterfolge wurden nach der Neubesetzung der Führungsspitze im Herbst 2015 in den vergangenen sechs Monaten weitere personal-organisatorische Anpassungen vorgenommen. Auch unser zweites Standbein in den USA, das Geschäft mit Klimaund Lüftungsschläuchen, ist überproportional gewachsen.

Innovation

Das zweite Element unserer Wachstumsstrategie sind unsere Innovationen. Wir entwickeln kontinuierlich neue Schläuche und Verbindungsteile.

Im ersten Halbjahr 2016 wurden zwei neue Produkte auf den Markt gebracht:

  • Der Master-PUR L-F Trivolution®. Dieses Premium-Produkt ist ein preislich attraktiver, superleichter Folienschlauch aus Polyurethan mit einer Wandstärke von 0,4 Millimetern. Dieser wurde speziell für das Segment der einfachen Absauganwendungen konzipiert. Aufgrund seines Material-Mixes ist er sowohl permanent antistatisch, mikrobenresistent und schwer entflammbar.
  • Der templine® VARIO wurde im Juni auf den Markt gebracht. Bei dieser Weiterentwicklung unseres Heizschlauches templine ist

der medium-führende Schlauch (die sog. Innenseele) jederzeit auswechselbar. Somit haben die Nutzer die Möglichkeit, die Innenseele eigenständig auszutauschen, etwa weil ein anderes Gut zu transportieren ist oder der Innenschlauch besonderen Anforderungen unterliegt, die einen häufigeren Austausch notwendig machen.

Weitere innovative Verbindungsprodukte sind aktuell in der Entwicklungs- oder Testphase.

Unsere Standorterweiterung in Gelsenkirchen geht planmäßig voran. Ein Teil unserer im letzten Jahr analysierten, ineffizienten Prozesse geht auch auf Platzmangel und darauf zurückzuführende schwierige logistische Prozesse zurück. Die Erweiterung des Standortes um Produktions-, Entwicklungs-, Logistik- und Büroflächen wird im Jahr 2017 zu vereinfachten Strukturen führen, die sich auch positiv auf unsere Effizienz auswirken werden.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Der Umsatz mit Hightech-Schläuchen und –Verbindungssystemen ist im ersten Halbjahr 2016 um 3,9 Prozent auf 34,3 Mio. Euro gewachsen. Die meisten Marken und Standorte trugen dazu bei. Die Gesamtleistung stieg um 2,3 Prozent auf 34,7 Mio. Euro. Das Wachstum im ersten Halbjahr lag damit oberhalb unserer Jahresprognose. Bereinigt man die Vorjahreszahlen um den Russland-Effekt (Verkauf des russischen Joint Ventures im Oktober 2015), beträgt unser Wachstum im 1. Halbjahr 2016 sogar 5,7 Prozent.

Der Konzerngewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebit-DA) stieg in dem Berichtszeitraum von 4,5 Mio. Euro um 6,6 Prozent auf 4,8 Mio. Euro an. Dazu trugen ein nahezu stabiler Materialaufwand von 10,6 Mio. Euro (1. Halbjahr, HJ, 2015: 10,6 Mio. Euro), nur leicht gestiegene Personalaufwendungen von 13,1 Mio. Euro (1. HJ 2015: 12,8 Mio. Euro) und ebenfalls nur unterproportional gestiegene sonstige Aufwendungen von 6,3 Mio. Euro (1. HJ 2015: 6,1 Mio. Euro) bei. Hierin spiegeln sich die ersten Erfolge unserer Effizienzmaßnahmen wider, die im Laufe des Jahres noch ausgeprägter ausfallen sollten. Die Kosteneinsatzquoten (Kostenart im Verhältnis zum Umsatz plus Bestandsveränderungen) für Material betrugen somit auch 31,0 Prozent (1. HJ 2015: 31,6 Prozent) und für Personal 38,1 Prozent (1. HJ 2015: 38,3 Prozent). Bei der Materialkostenquote sind wir bereits gut aufgestellt. Bei der Personalkostenquote ist es unser Ziel, diese schrittweise in den nächsten Jahren zu reduzieren.

Die Abschreibungen auf Anlagen sanken planmäßig im 1. Halbjahr 2016 um 7,6 Prozent auf 1,3 Mio. Euro.

Aufgrund der stärker gewachsenen Umsatzerlöse, den ersten Erfolgen der Ende 2015 eingeleiteten Effizienzmaßnahmen sowie der gesunkenen Abschreibungen stieg das operative Ergebnis (Earnings before interests and taxes, kurz Ebit) sogar um 13,3 Prozent auf jetzt 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) an.

Das Finanzergebnis hat sich von -0,5 Mio. Euro stärker auf -0,8 Mio. Euro erhöht. Dies ist vor allem auf die gemäß IFRS vorgeschriebene Effektivzinsmethode zurückzuführen. Danach waren die auf die gesamte Laufzeit zu verteilenden, passivierten Darlehens-Nebenkosten (etwa Bankgebühren, Anwalts- und Zinssicherungskosten) für den alten Konsortialkredit bei seiner Ablösung am 30. Juni aufwandswirksam auszubuchen.

Auch der Aufwand für Ertragsteuern lag mit 0,7 Mio. Euro um 23,2 Prozent unter dem Aufwand des Vorjahreszeitraums von 0,9 Mio. Euro.

Insgesamt stieg somit das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäftsbereich (Hightech-Schläuche und -Verbindungssysteme, kurz HTS) um erfreuliche 20,5 Prozent auf 2,0 Mio. Euro.

Hingegen hat sich der Aufwand aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von -0,03 Mio. Euro auf jetzt -0,5 Mio. Euro vervielfacht. Dies ist ausschließlich auf das Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) Düsseldorf zurückzuführen. Anders als das erstinstanzliche Landgericht Düsseldorf, sprachen die OLG-Richter den Käufern der Geschäftsanteile der Clean Air Bike GmbH und der Velodrive GmbH die Rückerstattung des Kaufpreises und weiterer, damit verbundener Aufwendungen über insgesamt 0,9 Mio. Euro nebst Zinsen zu. Der unsere bilanzielle Vorsorge übersteigende Betrag von rund 0,5 Mio. Euro führt folglich zu dem kräftigen Aufwands-Anstieg aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Da wir weiterhin gute Gründe für unseren Standpunkt sehen, haben wir gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt.

Unter Berücksichtigung dieser Sonderbelastung ist das Konzernergebnis nach Anteilen der Minderheitsaktionäre um 9,9 Prozent auf 1,4 Mio. Euro (1. HJ 2015: 1,6 Mio. Euro) gesunken. Der Gewinn pro Aktie beträgt 0,16 Euro gegenüber 0,18 Euro im Vorjahreszeitraum.

Vermögenslage

Zum 30. Juni 2016, dem Bilanzstichtag, belief sich die Bilanzsumme auf 61,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2015 entspricht dies einem Wachstum von 13,1 Prozent. Das stärkere Wachstum ist teilweise auf den Zuwachs im Sachanlagevermögen – und dort auf die im Bau befindliche Erweiterung des Standortes Gelsenkirchen – und überwiegend auf das lebhafte Schlauchgeschäft sowie die Auszahlung des neuen Konsortialkredits zum Bilanzstichtag zurückzuführen.

Die langfristigen Vermögensgegenstände stiegen um 6,0 Prozent oder 1,8 Mio. Euro auf 31,3 Mio. Euro. Dies ist in erster Linie auf die Bilanzposition 'Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau' zurückzuführen, in der die Standorterweiterung in Gelsenkirchen bis zur Fertigstellung erfasst wird.

Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 21,5 Prozent bzw. um 5,4 Mio. Euro ist jahreszeitlich typisch vor allem auf gestiegene Forderungen aus unserem Geschäft mit Hightech-Schläuchen und sonstige Vermögenswerte zurückzuführen. Zudem ist die Position 'Barmittel und Bankguthaben' um 69,8 Prozent auf einen stichtagsbezogenen Wert von 6,8 Mio. Euro (Jahresende 2015: 4,0 Mio. Euro) angestiegen. Hierin spiegelt sich ausschließlich die am Halbjahresende vorgenommene Auszahlung des neuen Konsortialkredits wider.

Finanzlage

Im ersten Halbjahr 2016 ist das Eigenkapital der Masterflex Group um 0,9 Mio. Euro auf 26,9 Mio. Euro gewachsen. Dies entspricht einer Eigenkapital-Quote von 43,7 Prozent. Da der Zuwachs jedoch unter der lebhaften Geschäftsausweitung inkl. Standorterweiterung lag, ist die Eigenkapital-Quote gegenüber dem Jahresende 2015 (47,7 Prozent) entsprechend gesunken.

Das langfristige Fremdkapital hat sich von 13,1 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro nahezu verdoppelt. Hier kommt der am 30. Juni ausgezahlte Konsortialkredit mit vier Banken zum Ausdruck. Dieser Kredit, vereinbart mit dem bestehenden Bankenkreis und mit einer Laufzeit bis Juni 2021, ist in vier Tranchen aufgeteilt und ersetzt die alte Finanzierung aus dem Jahr 2013. In zwei Tilgungsdarlehen sind alle alten Finanzverbindlichkeiten zusammengefasst, darunter auch die Finanzierung der Standorterweiterung, die schon voll ausgezahlt worden ist. Zudem gibt es neben einer Kontokorrentlinie wieder eine Akquisitionslinie für mögliche Unternehmenskäufe im Schlauchgeschäft. Mit der neuen Konsortialvereinbarung passt die Masterflex Group ihre Refinanzierung an ihre gestiegene Bonität an und erhöht ihre Finanzierungssicherheit um weitere fünf Jahre.

Das kurzfristige Fremdkapital ist von 14,9 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Rückführung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf nunmehr 3,7 Mio. Euro

zurückzuführen. Dem gegenüber sind jahreszeitlich typisch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die übrigen Verbindlichkeiten um 0,5 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro angestiegen.

Der operative Cash Flow lag mit 0,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr etwas über dem des Vorjahres (0,2 Mio. Euro), nach einem leicht negativen Cash Flow in Q 1/2016. Hierin spiegelt sich unter anderem der geringere Aufbau von Vorräten, die reduzierten Abschreibungen sowie die erhöhten Rückstellungsbildungen wider.

Der beinahe verdoppelte Cash Flow aus Investitionstätigkeit von 3,3 Mio. Euro reflektiert den Erweiterungsbau am Zentral-Standort. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit spiegelt die zeitgleiche Auszahlung des neuen Konsortialkredits und die Ablösung des Kredits von 2013 wider. Dies führte auch zu der starken Zunahme der Finanzmittel am Halbjahresende.

Die Masterflex Group war zu jedem Zeitpunkt des Berichtszeitraums zahlungsfähig. Auch steht der Masterflex SE ein freier, ungenutzter Kreditrahmen aus dem Konsortialkredit zur Verfügung.

Personalbericht

Im Rahmen ihrer Effizienzoffensive wurden einige Aufgaben und Arbeitsplätze in den letzten Monaten zusammengefasst; dies betraf insbesondere Führungspositionen. Dem gegenüber sind bei den stärker wachsenden Marken und Gesellschaften neue Arbeitsplätze zur Absicherung der Produktion geschaffen worden. Insgesamt hat sich somit die Zahl der Arbeitskräfte im Durchschnitt der letzten zwölf Monate auf 609 gegenüber 599 oder 1,7 Prozent erhöht.

Forschung und Entwicklung

F&E-Projekte werden von uns kontinuierlich weiterentwickelt. Daher konnten wir im Berichtszeitraum auch wieder zwei Produktinnovationen auf den Markt bringen: Den Master-PUR L-F Trivolution® und den templine® VARIO. Beide Schläuche sind positiv im Markt aufgenommen worden.

Darüber hinaus gab es gegenüber den im Konzernlagebericht 2015 enthaltenen Aussagen zum 30. Juni 2016 keine wesentlichen Änderungen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Ertrags-, Vermögensund Finanzlage nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

Chancen- und Risikobericht

Mit dem im Juni veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf ist das Risiko eines für die Masterflex Group negativen Gerichtsausgangs eingetreten. Darüber hinaus gibt es zur Chancenund Risikosituation, wie sie im Konzernlagebericht 2015 dargestellt wurde, im ersten Halbjahr 2016 keine weiteren Änderungen.

Ausblick

Die konjunkturelle Lage in den Regionen der Welt, in denen die Masterflex Group geschäftlich aktiv ist, entwickelt sich stabil. Allerdings sind die Unsicherheiten aufgrund vielfältiger Entwicklungen nicht geringer geworden. Auch das Votum der britischen Bevölkerung wirft Fragezeichen für die Zukunft des britischen Marktes auf, auf dem wir mit einer Tochtergesellschaft aktiv sind. Dies gilt, wenngleich nicht in diesem Maße, auch für den Europäischen Binnenmarkt.

Unsere Wachstumsstrategie basiert auf einer strukturierten Internationalisierung sowie kontinuierlich weiter entwickelten Produktinnovationen. Diesen Wachstumskurs setzen wir unvermindert fort. Zudem setzen wir unsere Suche nach einer für uns passenden Akquisition auf dem Markt für Spezialschläuche fort.

Im operativen Geschäft liegt unsere Aufmerksamkeit auf der Fortsetzung der Effizienzverbesserungen. Dazu gehört auch die Erweiterung des zentralen Standortes in Gelsenkirchen, die bislang voll im Zeit- und Kostenplan liegt. Zum Jahresende soll dort die Produktion aufgenommen werden; dann werden auch einige, kleinere Zusatzbelastungen, die heute noch etwa durch extern angemietete Lager existieren, entfallen. Wir arbeiten zielgerichtet daran, die erkannten Effizienzpotentiale zu heben und zu verstetigen.

Für das Jahr 2016 rechnen wir weiterhin mit einem Umsatzanstieg, der über dem anfangs erwarteten weltwirtschaftlichen Wachstum von 2,9 Prozent liegt. Diese Erwartung wurde in den ersten Monaten erfüllt. Auch unsere Auftragseingänge sind stabil. Daher gehen wir davon aus, dass wir unser Wachstum mindestens in diesem Umfang werden fortsetzen können.

Bezogen auf das operative Ergebnis, können wir nach dem ersten Halbjahr auch feststellen, die Prognose eindeutig zu erfüllen bzw. zu übertreffen: Das Ebit liegt mit einem Plus von 13,3 Prozent deutlich über dem des Vorjahres. Die daraus abgeleitete Ebit-Marge ist jetzt knapp zweistellig (10,1 Prozent). Wir gehen davon aus, dass wir unsere Ebit-Prognose im Gesamtjahr 2016 eindeutig werden halten können.

Die Masterflex-Aktie

Im ersten Halbjahr konnte die Masterflex-Aktie gegenüber dem S-Dax um 6,3 Prozent an Wert gewinnen, während der Index leicht um 1,7 Prozentpunkte nachgab. Allerdings setzte diese Erholungsphase für unsere Aktie erst ab Mai ein, nachdem die – wohl über den Erwartungen des Kapitalmarktes liegenden – Ergebnisse des 1. Quartals veröffentlicht wurden. Vorher testete die Aktie zwischen Februar und Anfang Mai mehrfach einen Tiefpunkt von um 5,50 Euro. Diese bis Mai schwierige Entwicklung dürfte den Gewinnwarnungen von Oktober und Februar für das Geschäftsjahr 2015 geschuldet gewesen sein.

Der Schlusskurs vom 30. Juni 2016 belief sich auf 6,22 Euro. Insgesamt schwankte die Aktie zwischen einem Höchstkurs von 6,51 Euro und einem Tief von 5,45 Euro.

Der IR-Stab hält kontinuierlich Kontakte zu Investoren und Analysten. Neben der Analystenkonferenz im April in Frankfurt nahm der IR-Stab an Roadshows für institutionelle Investoren wie auch für Privatanleger teil. Im Vorfeld der Hauptversammlung wurden Gespräche mit ausländischen Aktionären geführt. Im zweiten Halbjahr werden die Gespräche mit allen Zielgruppen fortgesetzt. Damit bemühen wir uns, die Sichtbarkeit der Aktie im Markt zu verbessern. Beim Eigenkapital-Forum vom 21. bis 23. November und an Roadshows für private oder institutionelle Anleger wird die Masterflex Group teilnehmen.

Die Hauptversammlung

Am 14. Juni 2016 fand die ordentliche Hauptversammlung (HV) in Schloss Horst in Gelsenkirchen statt. Das Volumen des vertretenen Kapitals ist gegenüber dem Vorjahr erneut auf rund 55,3 Prozent des Grundkapitals gestiegen. Dies ist auf das verstärkte Engagement von Paketaktionären und einem leicht gesunkenen Streubesitz zurückzuführen.

Die von der Verwaltung vorgeschlagenen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gerson Link und Jan van der Zouw wurden mit großer Mehrheit von der HV gewählt, ebenso wie die übrigen von der Verwaltung vorgeschlagenen Tagesordnungspunkte. Zudem bestimmte die HV den Unternehmens-Mitgründer und langjährigen Aufsichtsrats-Vorsitzenden Friedrich Wilhelm Bischoping zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats im Anschluss an die HV wurde Georg van Hall zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Bislang war van Hall stellvertretender Vorsitzender; dem Gremium gehört er seit dem Jahr 2009 an. Stellvertretender AR-Vorsitzender ist seither Dr. Link.

Finanzkalender

Termine für das Jahr 2016

12. August Halbjahresbericht 2016
14. November Quartalsmitteilung III
/2016
21. – 23. November Eigenkapitalforum, Frankfurt

16 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016 · Zwischenabschluss Konzernbilanz - Aktiva

Zwischenabschluss

Konzernbilanz

Aktiva in T€ 30.6.2016* 31.12.2015
LANGFRISTIGE
VER
MÖGENS
WERTE
Immaterielle Vermögenswerte 4.017 3.967
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 292 351
Entwicklungsleistungen 195 146
Geschäfts- oder Firmenwert 3.258 3.258
Geleistete Anzahlungen 272 212
Sachanlagen 25.453 23.435
Grundstücke und Gebäude 11.596 11.169
Technische Anlagen und Maschinen 8.340 8.715
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.298 2.284
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
3.219 1.267
Finanzanlagen 102 266
Wertpapiere des Anlagevermögens 102 131
Sonstige Ausleihungen 0 135
Latente Steuern 1.715 1.840
31.287 29.508
KURZFRISTIGE
VER
MÖGENS
WERTE
Vorräte 13.907 13.558
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.737 6.474
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 1.010 957
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.091 6.114
Geleistete Anzahlungen 69 13
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte
9.634 7.307
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
8.192 6.465
Sonstige Vermögenswerte 1.442 842
Ertragsteuererstattungsansprüche 4 109
Barmittel und Bankguthaben 6.787 3.997
30.332 24.971
Zu Veräußerungszwecken gehaltene
Vermögenswerte 2 5
30.334 24.976
Summe Aktiva 61.621 54.484
*ungeprüft

17 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016 · Zwischenabschluss Konzernbilanz - Passiva

Konzernbilanz

Passiva in T€ 30.6.2016* 31.12.2015
EIGENKA
PITAL
Konzerneigenkapital 27.067 26.059
Gezeichnetes Kapital 8.732 8.732
Kapitalrücklage 26.252 26.252
Gewinnrücklagen -6.839 -7.726
Rücklage zur Marktbewertung von
Finanzinstrumenten
-605 -576
Währungsdifferenzen -473 -623
Ausgleichsposten für Anteile anderer
Gesellschafter
-127 -47
Summe Eigenkapital 26.940 26.012
LANGFRISTIGE
SC
HUL
DEN
Rückstellungen 89 158
Finanzverbindlichkeiten 21.920 11.153
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.119 1.119
Latente Steuern 654 672
23.782 13.102
KURZFRISTIGE
SC
HUL
DEN
Rückstellungen 2.329 2.160
Finanzverbindlichkeiten 3.709 8.908
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18 50
Ertragsteuerverbindlichkeiten 509 899
Sonstige Verbindlichkeiten 3.304 2.847
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.809 1.476
Übrige Verbindlichkeiten 1.495 1.371
9.869 14.864
Schulden in direktem Zusammenhang
mit zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten 1.030 506
10.899 15.370
Summe Passiva 61.621 54.484

18 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016 · Zwischenabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Fortgeführte Geschäftsbereiche in T€ 1.1.–
30.6.2016*
1.1.–
30.6.2015*
1. Umsatzerlöse 34.279 32.987
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-63 430
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 89 77
4. Sonstige Erträge 395 435
Gesamtleistung 34.700 33.929
5. Materialaufwand -10.620 -10.560
6. Personalaufwand -13.051 -12.784
7. Abschreibungen -1.322 -1.430
8. Sonstige Aufwendungen -6.256 -6.109
9. Finanzergebnis
Finanzierungsaufwendungen -772 -494
Übriges Finanzergebnis 3 9
10. Ergebnis vor Steuern 2.682 2.561
11. Ertragsteuern -710 -924
12. Ergebnis nach Steuern aus
fortgeführten Geschäftsbereichen
1.972 1.637
Aufgegebene Geschäftsbereiche in T€
13. Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
-529 -30
14. Konzernergebnis 1.443 1.607
davon Anteil der Minderheitsgesellschafter
am Ergebnis
13 19
davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE 1.430 1.588
Ergebnis pro Aktie (unverwässert und verwässert)
aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,22 0,18
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -0,06 0,00
aus fortgeführten und aufgegebenen
Geschäftsbereichen
0,16 0,16

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in T€ 1.1.–
30.6.2016*
1.1.–
30.6.2015*
Konzernergebnis 1.433 1.607
Sonstiges Ergebnis
Posten, die anschließend in den Gewinn oder
Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte
Bedingungen erfüllt sind
1.
Währungsgewinne/-verluste
-406 437
2.
Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten
-29 -11
3.
Ertragsteuern
13 -3
4.
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
-422 423
5.
Gesamtergebnis
1.021 2.030
Gesamtergebnis 1.021 2.030
davon Anteil der Minderheitsgesellschafter
am Ergebnis
13 19
davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE 1.008 2.011

20 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016 · Zwischenabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Fortgeführte Geschäftsbereiche in T€ 1.4.–
30.6.2016*
1.4.–
30.6.2015*
1. Umsatzerlöse 16.818 16.225
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
67 341
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 9 77
4. Sonstige Erträge 163 315
Gesamtleistung 17.057 16.958
5. Materialaufwand -5.249 -5.290
6. Personalaufwand -6.335 -6.347
7. Abschreibungen -658 -718
8. Sonstige Aufwendungen -3.186 -3.234
9. Finanzergebnis
Finanzierungsaufwendungen -545 -251
Übriges Finanzergebnis 1 7
10. Ergebnis vor Steuern 1.085 1.125
11. Ertragsteuern -212 -429
12. Ergebnis nach Steuern aus
fortgeführten Geschäftsbereichen
873 696
Aufgegebene Geschäftsbereiche in T€
13. Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
-526 -25
14. Konzernergebnis 347 671
davon Anteil der Minderheitsgesellschafter
am Ergebnis
20 6
davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE 327 665
Ergebnis pro Aktie (unverwässert und verwässert)
aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,09 0,08
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -0,06 0,00
aus fortgeführten und aufgegebenen
Geschäftsbereichen
0,03 0,08

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernergebnis
347
671
Sonstiges Ergebnis
Posten, die anschließend in den Gewinn oder
Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte
Bedingungen erfüllt sind
1.
Währungsgewinne/-verluste
-455
-325
2.
Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten
-10
-28
3.
Ertragsteuern
-10
1
4.
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
-475
-352
5.
Gesamtergebnis
-128
319
-128
Gesamtergebnis
319
davon Anteil der Minderheitsgesellschafter
20
am Ergebnis
6
-148
davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE
313

Konzern-Kapitalflussrechnung

in T€

Periodenergebnis vor Steuern, Zinsaufwendungen und Finanzerträgen 3.052 2.997

Ausgaben Ertragsteuern -881 -586

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1.322 1.430

Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen 625 -279

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge und Gewinn/ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -76 -58

Zunahme/ Abnahme der Vorräte -349 -1.440

Zunahme/ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.257 -2.320

Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -546 466

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 890 210

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0

Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -3.301 -1.792

Einzahlungen aus der Rückführung von Finanzanlagen 135 23

Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.166 -1.769

Zins- und Dividendeneinnahmen 3 9

Zinsausgaben -784 -484

Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 28.500 2.000

Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -22.806 -1.500

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.913 25

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 2.637 -1.534

Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestands 150 434

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 4.002 4.425

Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.789 3.325

23 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016 · Zwischenabschluss Konzern-Kapitalflussrechnung

1.1.–
30.6.2016*
1.1.–
30.6.2015*
3.052 2.997
-881 -586
1.322 1.430
625 -279
-76 -58
-349 -1.440
-2.257 -2.320
-546 466
890 210
0 0
-3.301 -1.792
135 23
-3.166 -1.769
3 9
-784 -484
28.500 2.000
-22.806 -1.500
4.913 25
2.637 -1.534
150 434
4.002 4.425
6.789 3.325

24 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016 · Zwischenabschluss Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

in T€ Gezeichne
tes Kapital
Kapitalrück
lage
Gewinn
rücklage
Eigenkapital zum 31.12.2015 8.732 26.252 -7.726
Ausschüttungen 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -543
Gesamtergebnis 0 0 1.430
Konzernergebnis 0 0 1.430
Sonstiges Ergebnis nach
Ertragsteuern
0 0 0
Marktwertänderungen von
Finanzinstrumenten
0 0 0
Währungsgewinne/verluste
aus der Umrechnung auslän
discher Jahresabschlüsse
0 0 0
Auf das sonstige Ergebnis
entfallende Ertragsteuern
0 0 0
Eigenkapital zum 30.6.2016 8.732 26.252 -6.839
Eigenkapital zum 31.12.2014 8.732 26.252 -9.674
Ausschüttungen 0 0 -1
Gesamtergebnis 0 0 1.588
Konzernergebnis 0 0 1.588
Sonstiges Ergebnis nach
Ertragsteuern
0 0 0
Marktwertänderungen von
Finanzinstrumenten
0 0 0
Währungsgewinne/verluste
aus der Umrechnung auslän
discher Jahresabschlüsse
0 0 0
Auf das sonstige Ergebnis
entfallende Ertragsteuern
0 0 0
Eigenkapital zum 30.6.2015 8.732 26.252 -8.087

25 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2016 · Zwischenabschluss Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Eigen
kapital
Ausgleichs
posten für
Anteile
anderer Ge
sellschafter
Anteil der
Aktionäre der
Masterflex SE
Währungs
differenzen
Rücklage
zur Marktbe
wertung von
Finanz
instrumenten
26.012 -47 26.059 -623 -576
0 0 0 0 0
-93 -93 0 543 0
1.021 13 1.008 -393 -29
1.443 13 1.430 0 0
-422 0 -422 -393 -29
-29 0 -29 0 -29
-406 0 -406 -406 0
13 0 13 13 0
26.940 -127 27.067 -473 -605
23.835 389 23.446 -1.288 -576
-1 0 -1 0 0
2.030 19 2.011 434 -11
1.607 19 1.588 0 0
423 0 423 434 -11
-11 0 -11 0 -11
437 0 437 437 0
-3 0 -3 -3 0
25.864 408 25.456 -854 -587

Anhang zum Halbjahresbericht

1. Rechnungslegungsgrundsätze

Dieser Zwischenbericht wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, bzw. International Accounting Standards (IAS) des International Accounting Standard Board (IASB) erstellt und steht im Einklang mit den hier dargestellten wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätzen der Gesellschaft. Es wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt wie beim Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2015 abgeschlossene Geschäftsjahr.

2. Konsolidierungskreis

Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 haben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises ergeben.

3. Dividende

Für das Geschäftsjahr 2015 zahlte die Masterflex SE keine Dividende.

4. Finanzverbindlichkeiten

Der im Juni abgeschlossene Konsortialkreditvertrag hat ein Volumen von 45,0 Mio. Euro und eine Laufzeit bis Juni 2021. Die Inanspruchnahme belief sich zum Stichtag auf 26,0 Mio. Euro.

Bilanziell wurde der Konsortialkreditvertrag bei seinem erstmaligen Ansatz um die unmittelbar zurechenbaren Transaktionskosten von 435 TEuro gemindert. Die Folgebewertung erfolgt nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird effektivzinskonform über die Laufzeit verteilt und im Zinsergebnis erfasst.

Die Forderungen des Bankenkonsortiums aus dem Konsortialkreditvertrag sind von den Gesellschaften des Masterflex-Konzerns unter anderem über Buchgrundschulden auf inländische Grundstücke, Abtretung von Forderungen sowie über Sicherungsübereignungen besichert.

5. Segmentberichterstattung

Der Masterflex-Konzern gliedert seine operativen Segmente nach den Kriterien des IFRS 8. Die Steuerung erfolgt anhand der Informationen, die der Gesamtvorstand, als chief operating decision maker, zur Performance-Messung und Ressourcenallokation für den gesamten Masterflex-Konzern erhält (sog. Management Approach).

Im Vergleich zum Konzernabschluss 31. Dezember 2015 haben sich keine Änderungen in der Segmentierungsgrundlage ergeben. Die Masterflex Entwicklungs GmbH und die Masterflex Vertriebs GmbH werden einheitlich unter der Rubrik "Aufgegebene Geschäftsbereiche" dargestellt. Der Masterflex-Konzern weist damit ein operatives Segment, das Kerngeschäftsfeld Hightech-Schlauchsysteme (HTS), aus.

In T€ Hightech
Schlauch
systeme
Fortge
führte
Geschäfts
bereiche
Aufge
gebene
Geschäfts
bereiche
Summe
Segmente
Umsätze mit konzern
fremden Dritten
34.279 34.279 0 34.279
Ergebnis (Ebit) 3.451 3.451 -386 3.065
Investitionen in Sach
anlagevermögen und
immaterielle Vermö
genswerte 3.301 3.301 0 3.301
Abschreibungen 1.322 1.322 0 1.322
Vermögen 61.619 61.619 2 61.621

Segmentberichterstattung 30.6.2016

Segmentberichterstattung 30.6.2015

In T€ Hightech
Schlauch
systeme
Fortge
führte
Geschäfts
bereiche
Aufge
gebene
Geschäfts
bereiche
Summe
Segmente
Umsätze mit konzern
fremden Dritten
32.987 32.987 0 32.987
Ergebnis (Ebit) 3.046 3.046 -30 3.016
Investitionen in Sach
anlagevermögen und
immaterielle Vermö
genswerte
1.792 1.792 0 1.792
Abschreibungen 1.430 1.430 0 1.430
Vermögen 55.044 55.044 3 55.047

6. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der während des Berichtszeitraumes im Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Zum 30. Juni 2016 betrug das unverwässerte Ergebnis pro Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,22 Euro und aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen 0,16 Euro bei einem gewichteten Durchschnitt der Aktienzahl von 8.731.748.

Da kein Aktienoptionsprogramm existiert, entfällt die Berechnung des verwässerten Ergebnisses.

7. Eigene Aktien

Zum 30. Juni 2016 befinden sich 134.126 eigene Aktien im Bestand der Masterflex SE.

Konsolidierungskreis

Bezeichnung der
Gesellschaft
Sitz der
Gesellschaft
Anteil Masterflex
SE
in %
Masterflex SARL F Béligneux 80
Masterflex Technical Hoses Ltd. GB Oldham 100
Masterduct Holding, Inc.* USA Houston 100
Flexmaster U.S.A, Inc. USA Houston 100*
Masterduct, Inc. USA Houston 100*
Masterduct Holding S.A., Inc. USA Houston 100*
Masterduct Brasil LTDA. BR Santana de
Parnaiba
100*
Novoplast Schlauchtechnik GmbH D Halberstadt 100
FLEIMA-PLASTIC GmbH D Wald-Michel
bach
100
Masterflex Handelsgesellschaft
mbH
D Gelsenkirchen 100
Masterflex Česko s.r.o. CZ Planá 100
M & T Verwaltungs GmbH* D Gelsenkirchen 100
Matzen & Timm GmbH D Norderstedt 100*
Masterflex Scandinavia AB S Kungsbacka 100
Masterflex Entwicklungs GmbH* D Gelsenkirchen 100
Masterflex Vertriebs GmbH D Gelsenkirchen 100*
Masterflex Asia Holding GmbH* D Gelsenkirchen 80
Masterflex Asia Pte. Ltd. SG Singapur 100*
Masterflex Hoses (Kunshan)
Co., Ltd.
CN Kunshan 100*

*) = Teilkonzern

8. Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter lag im Berichtszeitraum bei 609 Beschäftigten und damit um 1,7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum mit 599 Mitarbeitern.

9. Ertragsteuer

Der Ertragsteueraufwand ist im Halbjahresfinanzbericht auf der Grundlage des für das Gesamtjahr 2016 geschätzten Effektivsteuersatzes für die Masterflex SE ermittelt worden, der auf das Vorsteuerergebnis des Berichtszeitraums bezogen wurde. Der Effektivsteuersatz beruht auf einer aktuellen Ergebnis- und Steuerplanung.

10. Kapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung ist nach IAS 7 ("Cash Flow Statements") erstellt. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und Finanzierungs-Tätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität entspricht dem Bilanzausweis "Barmittel und Bankguthaben".

Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode, wie er in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt wird, kann auf die damit in Zusammenhang stehenden Posten in der Konzernbilanz folgendermaßen übergeleitet werden:

30.6.2016 30.6.2015
6.789 3.325
4
6.787 3.321
2

11. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen werden im Geschäftsbericht 2015 im Konzernanhang unter Punkt 35 erläutert.

Im Berichtszeitraum hat sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats geändert. Am 14. Juni 2016 wurden die von der Verwaltung vorgeschlagenen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gerson Link und Jan van der Zouw von der Hauptversammlung gewählt. Zudem wurde Herr Bischoping zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats direkt im Anschluss an die Hauptversammlung wurde Georg van Hall zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Bislang war van Hall stellvertretender Vorsitzender; dem Gremium gehört er seit dem Jahr 2009 an.

12. Prüferische Durchsicht des Zwischenberichts

Der Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden weder nach § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

13. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben wird.

  1. Juli 2016

Dr. Andreas Bastin Mark Becks Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand

Impressum

Masterflex SE Willy-Brandt-Allee 300 45891 Gelsenkirchen, Germany

Kontakt:

Tel +49 209 97077 0 Fax +49 2 09 97077 20 [email protected] www.MasterflexGroup.com

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