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Masterflex SE Earnings Release 2015

Aug 13, 2015

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Earnings Release

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Research-Update 13. August 2015

Masterflex SE

Schwaches zweites Quartal macht die Zielerreichung anspruchsvoller

Urteil: Buy (unverändert) | Kurs: 6,70 Euro | Kursziel: 8,90 Euro

Analyst: Dr. Adam Jakubowski sc-consult GmbH, Alter Steinweg 46, 48143 Münster

Bitte beachten Sie unseren Disclaimer auf der letzten Seite!

Telefon: +49 (0) 251-13476-93 Telefax: +49 (0) 251-13476-92 E-Mail: [email protected] Internet: www.sc-consult.com

Jüngste Geschäftsentwicklung

Jüngste Geschäftsentwicklung

Stammdaten Gelsenkirchen

Stammdaten

Branche: High-Tech-Schläuche
Mitarbeiter: 599
Rechnungslegung: IFRS
ISIN: DE0005492938
Kurs: 6,70 Euro
Marktsegment: Prime Standard
Aktienzahl: 8,87 Mio. Stück
Market Cap: 59,4 Mio. Euro
Enterprise Value: 77,8 Mio. Euro
Free-Float: 54,8 %
Kurs Hoch/Tief (12 M): 7,50 / 6,50 Euro
Ø Umsatz (12 M): 35,4 Tsd. Euro

Mit einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent blieb Masterflex im zweiten Quartal sowohl hinter den Erwartungen als auch hinter dem teils extern verursachten (Obama-Care und Mindestlohn) Kostenanstieg zurück und musste infolgedessen ein rückläufiges Ergebnis hinnehmen. Ursächlich dafür waren insbesondere Auftrags- und Abrufverzögerungen in Deutschland, die Masterflex allerdings als temporär bezeichnet, weswegen das Management an der bisherigen Prognose festhält. Da wir in unseren Schätzungen zusätzlich einen größeren Wachstumsbeitrag des US-Geschäfts unterstellt hatten, der sich aber nach der nun verkündeten Neubesetzung der Führungsspitze der US-Tochter wohl erst im nächsten Jahr einstellen dürfte, haben wir unsere Schätzungen revidiert und sowohl das für 2015 angenommene Umsatzwachstum als auch die dabei unterstellte Marge etwas abgesenkt. Grundsätzlich sind wir aber von der Richtigkeit der von Masterflex verfolgten Expansionsstrategie weiter überzeugt, weswegen wir an dem Wachstumsszenario als Basis unserer Wertermittlung festhalten. Auf dieser Basis sehen wir den fairen Wert nun bei 8,90 Euro je Aktie, unser Rating lautet weiterhin "Buy".

GJ-Ende: 31.12. 2012 2013 2014 2015e 2016e 2017e
Umsatz (Mio. Euro) 55,0 57,9 62,5 66,2 71,8 77,6
EBIT (Mio. Euro) 7,6 6,1 6,3 6,4 7,8 8,8
Jahresüberschuss 3,4 2,6 3,0 5,0 6,4 6,2
EpS 0,39 0,29 0,34 0,56 0,72 0,70
Dividende je Aktie 0,00 0,00 0,00 0,00 0,10 0,15
Umsatzwachstum 3,7% 5,3% 7,9% 6,0% 8,5% 8,0%
Gewinnwachstum -6,4% -24,7% 17,2% 63,4% 28,7% -3,4%
KUV 1,08 1,03 0,95 0,90 0,83 0,77
KGV 17,2 22,9 19,5 11,9 9,3 9,6
KCF 16,5 7,5 8,7 8,8 6,8 6,8
EV / EBIT 7,6 8,9 8,5 8,6 7,4 6,6
Dividendenrendite 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 1,4% 2,1%

Verhaltenes Wachstum im zweiten Quartal

Nachdem Masterflex im ersten Quartal den Umsatz noch um 4,8 Prozent ausweiten konnte, blieb das Expansionstempo zwischen April und Juni hinter den Erwartungen zurück. Mit 16,2 Mio. Euro wurde 1,5 Prozent mehr Umsatz als vor einem Jahr erzielt, gegenüber dem ersten Quartal haben sich die Erlöse um 3,2 Prozent ermäßigt. Das Unternehmen führt die fehlende Dynamik auf Verzögerungen bei einigen Kundenaufträgen in Deutschland zurück, insgesamt sei angesichts der weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Unsicherheiten eine vorsichtigere Investitionsneigung zu verspüren. Darüber hinaus verweist das Unternehmen auf die unbefriedigende Entwicklung des US-Geschäfts sowie auf die anhaltende Schwäche der russischen Aktivitäten in Folge der Ukraine-Krise. Positiv hat sich hingegen das Geschäft in China und in Asien entwickelt, wo Masterflex deutliche Umsatzzuwächse und eine Ergebnisverbesserung verzeichnen konnte.

Gesamtleistung erhöht

Anders als noch zu Jahresbeginn, als das Umsatzwachstum mit einer Abnahme des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen einhergegangen und damit mit einem nur unterproportionalen Anstieg der Gesamtleistung verbunden war, legte diese im zweiten Quartal mit 7,3 Prozent deutlich stärker als der Umsatz zu. Ursächlich dafür war sowohl ein deutlicher Bestandsaufbau (+0,3 Mio. Euro nach -0,2 Mio. Euro im Vorjahr) wie auch die deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge, die sich u.a. dank aufgelöster Rückstellungen von 46 Tsd. Euro auf 0,3 Mio. Euro erhöhten. Diese Effekte trugen maßgeblich dazu bei, dass der Ergebnisrückgang, der sich in den ersten drei Monaten auf EBITDA-Basis noch auf 13,7 Prozent belaufen hatte, nun auf 3,1 Prozent abgebremst werden konnte.

Personalaufwand wächst langsamer

Dazu beigetragen hat auch die Tatsache, dass sich der Anstieg des Personalaufwands, der infolge zweier Sondereffekte (Krankenversicherungsreform in den USA und die Einführung des Mindestlohns in Deutschland) im ersten Quartal noch 12,3 Prozent betrug, auf 7,9 Prozent ermäßigte. Im Vergleich mit dem Vorquartal war der Personalaufwand trotz eines weiteren Personalaufbaus sogar leicht rückläufig. Deutlich stärker haben hingegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugelegt, die sich aufgrund mehrer Einzelthemen (Beratungskosten, Personalrekrutierungskosten, Messevorbereitungen) um 18 Prozent auf 3,2 Mio. Euro erhöhten.

Ergebnis unter Vorjahr

Das Quartals-EBIT erreichte 1,4 Mio. Euro und lag damit um 5,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf den Quartalsumsatz entspricht das einer EBIT-Marge von 8,4 Prozent (Vorjahr: 9,1 Prozent). Unterhalb des EBIT wirkte sich der gesunkene Zinsaufwand positiv aus, weswegen der Rückgang des Vorsteuerergebnisses mit 2,9 Prozent sehr moderat ausfiel. Der Quartalsüberschuss hingegen wurde zusätzlich durch die erhöhte rechnerische Steuerquote belastet und blieb mit 0,7 Mio. Euro rund 8 Prozent unter seinem Vorjahreswert.

Geschäftszahlen Q2 2014 Q2 2015 Änderung
Umsatz 15,99 16,23 +1,5%
EBITDA 2,15 2,09 -3,1%
EBITDA-Marge 13,5% 12,9%
EBIT 1,45 1,37 -5,8%
EBIT-Marge 9,1% 8,4%
Vorsteuerergebnis 1,16 1,13 -2,9%
Vorsteuermarge 7,3% 6,9%
Nettoergebnis 0,72 0,67 -8,1%
Netto-Marge 4,5% 4,1%

In Mio. Euro bzw. Prozent, Quelle: Unternehmen

Ergebnisrückgang abgebremst

Insgesamt konnte aber die Ergebnissituation gegenüber dem ersten Quartal verbessert werden, so dass in der Summe des ersten Halbjahres ein Ergebnisrückgang von 9,0 (EBITDA) bzw. von 14,6 Prozent (Nettoergebnis) zu verzeichnen war. Bei einem Umsatzplus um 3,2 Prozent war dafür insgesamt der starke Anstieg des Personalaufwands um 10,0 Pro-

Geschäftszahlen HJ 2014 HJ 2015 Änderung
Umsatz 31,97 32,99 +3,2%
EBITDA 4,92 4,48 -9,0%
EBITDA-Marge 15,4% 13,6%
EBIT 3,54 3,05 -13,9%
EBIT-Marge 11,1% 9,2%
Vorsteuerergebnis 2,91 2,56 -12,0%
Vorsteuermarge 9,1% 7,8%
Nettoergebnis 1,86 1,59 -14,6%
Netto-Marge 5,8% 4,8%

zent verantwortlich, während die Materialaufwandsquote minimal reduziert werden konnte.

In Mio. Euro bzw. Prozent, Quelle: Unternehmen

Neue Führung für das US-Geschäft

Ein Teil der zusätzlichen Kosten, die sich im Personalaufwand sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bemerkbar gemacht haben, war den Bemühungen von Masterflex geschuldet, das Wachstum in Nordamerika zu stärken. Dazu wurde unter anderem die Leitung der amerikanischen Tochter durch einen vertriebserfahrenen Geschäftsführer, der ab September den Posten antritt, neu besetzt. Masterflex erhofft sich hiervon eine deutlich intensivere Ansprache einiger Zielbranchen wie Automotive oder Maschinenbau, die in Deutschland zu den wichtigsten Abnehmern zählen und in denen die Gelsenkirchener jenseits des Atlantiks noch kaum präsent sind.

Operativer Cashflow positiv

Der geringere Periodengewinn, in Verbindung mit einem deutlichen Bestandsaufbau, ließ auch den operativen Cashflow-Überschuss von 1,9 auf 0,2 Mio. Euro abschmelzen. Dazu beigetragen hat auch der deutliche Forderungsaufbau, der u.a. dem starken Wachstum in Asien geschuldet ist. Gleichzeitig sorgten die Investitionen für die Erweiterung des Sortiments an den Standorten in Asien und Amerika für einen um ein Drittel erhöhten investitionsbedingten Verbrauch von liquiden Mitteln, so dass in Summe der Free-Cashflow im ersten Halbjahr von +0,6 auf -1,6 Mio. Euro drehte.

Bilanz weiterhin solide

Teilweise kompensiert wurde dies durch die Nettokreditaufnahme in Höhe von 0,5 Mio. Euro, der Finanzmittelbestand betrug Ende Juni 3,3 Mio. Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 25,9 Mio. Euro, gleichbedeutend mit einer gegenüber dem Jahreswechsel weiter verbesserten Eigenkapitalquote von 47,0 Prozent.

Prognosen bestätigt

Wie schon anlässlich der Berichterstattung zum ersten Quartal, hat Masterflex die Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahrs als leicht unter den Erwartungen bezeichnet. Aufgrund der Erwartung, dass die in den letzten Monaten verschobenen Aufträge bzw. Abrufe im dritten und im vierten Quartal zum tragen kommen, sowie mit Verweis auf die vorteilhaften kalendarischen Effekte (im Vergleich mit dem Vorjahr weniger Feiertage) des zweiten Halbjahrs hat das Management seine Prognose aber aufrechterhalten. Demnach strebt Masterflex für das Gesamtjahr weiterhin ein Umsatzwachstum oberhalb der Wachstumsrate der Weltwirtschaft sowie ein höheres EBIT bei einer zweistelligen EBIT-Marge an.

Schätzungen leicht abgesenkt

Diese Prognose hat der Vorstand nun als ehrgeizig, aber als erreichbar bezeichnet. Das gilt unseres Erachtens für unsere bisherigen Schätzungen nicht mehr. Neben den hoffentlich tatsächlich nur temporären Verzögerungen in Deutschland hat uns vor allem die Situation in den USA überrascht. Diesbezüglich waren wir vor allem aufgrund der laufenden Erweiterung des Angebotsspektrums deutlich optimistischer. Da anscheinend aber für 2015 entgegen unseren bisherigen Erwartungen mit keinem nennenswerten Wachstumsbeitrag des US-Geschäfts zu rechnen ist, halten wir unsere bisherige Umsatz- und damit auch die Ergebnisprognose für zu optimistisch. Die Erreichung unserer bisherigen Umsatzschätzung würde für das zweite Halbjahr ein Wachstum von mehr als 14 Prozent bedeuten, was wir derzeit für sehr unwahrscheinlich halten. Stattdessen kalkulieren wir nun mit 9 Prozent, woraus sich für das Gesamtjahr ein Schätzwert von 66,2 Mio. Euro ergibt. Bei unveränderten Wachstumserwartungen für die Folgejahre resultiert aus dieser Anpassung ein insgesamt abgesenkter Umsatzpfad.

EBIT-Marge unter 10 Prozent

Etwas reduziert haben wir auch die von uns unterstellte EBIT-Marge. Wir gehen zwar davon aus, dass es Masterflex in den verbleibenden sechs Monaten gelingen wird, wieder eine EBIT-Marge von 10 Prozent zu erreichen, doch in Kombination mit dem schwachen Wert des ersten Halbjahrs ergibt sich daraus für die vollen zwölf Monate ein Wert von 9,6 Prozent. Damit würden die Gelsenkirchener zum ersten Mal seit 2009 unter die 10-Prozent-Marke abrutschen, doch wir gehen davon aus, dass dies nur vorübergehend sein wird. Das Jahr 2015 ist durch das Zusammenfallen von einigen externen Belastungsfaktoren (Obama-Care, Mindestlohn, Russlandkrise, Griechenland-Unsicherheit) und einem unternehmensspezifischen (unzureichende Vertriebsdynamik in den USA) gekennzeichnet und dürfte sich gerade auf der Kostenseite in Zukunft in dieser Form nicht mehr wiederholen. Allerdings zeigt die Entwicklung gerade in den Überseemärkten, dass die von Masterflex verfolgte Strategie der Expansion auf anderen Kontinenten alles andere als ein Selbstläufer ist und dass möglicherweise noch einige Geduld benötigt werden wird, bis sie ihre Früchte trägt. Doch wir sind weiterhin von dieser Strategie überzeugt, weswegen wir für die Folgejahre nach wie vor von einem Wachstum zwischen 8,5 und 7,0 Prozent sowie von einer unveränderten Zielmarge von 14,4 Prozent (EBIT) ausgehen.

Neues Kursziel: 8,90 Euro je Aktie

Eine Übersicht des von uns für die kommenden acht Jahre modellierten Geschäftsverlaufs findet sich in der Tabelle auf dieser Seite, weitere Details sind zudem im Anhang enthalten. In dem von uns favorisierten Szenario (ewiges Wachstum 1,0 Prozent, WACC 8,6 Prozent) ergibt sich aus den veränderten Schätzungen ein gegenüber unserem letzten Update etwas abgesenkter fairer Wert von 8,92 Euro je Aktie, woraus wir das neue Kursziel von 8,90 Euro ableiten. Unverändert gelassen haben wir unsere Einschätzung des Schätzrisikos. Dieses stufen wir weiterhin als durchschnittlich ein und vergeben drei von

Mio. Euro 12 2015 12 2016 12 2017 12 2018 12 2019 12 2020 12 2021 12 2022
Umsatzerlöse 66,2 71,8 77,6 83,8 90,5 97,3 104,1 111,4
Umsatzwachstum 8,5% 8,0% 8,0% 8,0% 7,5% 7,0% 7,0%
EBIT-Marge 9,6% 10,9% 11,4% 11,9% 12,5% 13,0% 13,7% 14,4%
EBIT 6,4 7,8 8,8 10,0 11,3 12,7 14,3 16,0
Steuersatz 5,0% 5,0% 20,0% 30,0% 30,0% 30,0% 30,0% 30,0%
Adaptierte Steuerzahlungen 0,3 0,4 1,8 3,0 3,4 3,8 4,3 4,8
NOPAT 6,1 7,4 7,1 7,0 7,9 8,9 10,0 11,2
+ Abschreibungen & Amortisation 2,7 2,8 2,9 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4
+ Zunahme langfr. Rückstellungen 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1 0,1
+ Sonstiges 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Operativer Brutto Cashflow 8,8 10,3 10,1 10,1 11,1 12,2 13,4 14,8
- Zunahme Net Working Capital -1,0 -0,6 -0,6 -0,6 -0,6 -0,6 -0,6 -0,6
- Investitionen AV -3,5 -3,8 -3,9 -4,0 -4,1 -4,1 -4,2 -4,3
Free Cashflow 4,3 5,9 5,6 5,5 6,4 7,4 8,6 9,9

SMC Schätzmodell

sechs Punkten. Darin sehen wir einen angemessenen Ausgleich zwischen dem etablierten und bewährten Geschäftsmodell mit einer breiten Kundenbasis und einer Historie stetigen und profitablen Wachstums einerseits und der hohen Konjunktursensibilität wichtiger Abnehmerbranchen und der Unsicherheit im Zusammenhang mit den noch im Aufbau befindlichen Aktivitäten in China und den USA andererseits.

Sensitivitätsanalyse

Die Ergebnisse unseres DCF-Modells haben wir einer Sensitivitätsanalyse unterzogen, in deren Rahmen die Inputparameter WACC (zwischen 7,6 und 9,6 Prozent) und ewiges Cashflowwachstum (zwischen 0

Fazit

Wie schon die Zahlen des ersten Quartals, so hat auch der Halbjahresbericht von Masterflex einen gemischten Eindruck hinterlassen. Der Spezialist für Hochleistungsschläuche konnte zwar seinen Umsatz erneut ausweiten, doch ist dieser Zuwachs zu gering ausgefallen, um die Kostensteigerungen aufzufangen. Dementsprechend musste Masterflex einen Ergebnisrückgang hinnehmen, auf EBIT-Ebene betrug dieser knapp 14 Prozent.

Das Management zeigt sich allerdings zuversichtlich, die Schwächephase, die hauptsächlich einigen Auftrags- und Abrufverzögerungen in Deutschland geschuldet sei, in der zweiten Jahreshälfte überwinden und die bisherige Prognose noch erreichen zu können. Da unsere Schätzungen bisher oberhalb der unternehmenseigenen Ziele gelegen hatten, haben wir hingegen mit einer Anpassung reagiert und sowohl und 2 Prozent) variiert wurden. Als Resultat lag der faire Wert je Aktie in der Spanne von 7,01 bis 12,13 Euro.

Sensitivitätsanalyse Ewiges Cashflowwachstum
WACC 2,0% 1,5% 1,0% 0,5% 0,0%
7,6% 12,13 11,33 10,65 10,07 9,56
8,1% 10,95 10,29 9,72 9,23 8,80
8,6% 9,94 9,39 8,92 8,50 8,14
9,1% 9,07 8,62 8,21 7,86 7,54
9,6% 8,32 7,93 7,59 7,29 7,01

unsere Umsatz- als auch die Margenerwartung abgesenkt.

Dies ändert aber nichts an unserer grundsätzlich positiven Einschätzung des Unternehmens und seiner Perspektiven. Masterflex verfügt über eine etablierte Stellung in einem attraktiven Markt und verfolgt eine gleichermaßen besonnene wie überzeugende Expansionsstrategie. Da ein wesentlicher Pfeiler dieser Strategie aus dem Ausbau des Geschäfts auf anderen Kontinenten besteht, sind temporäre Rückschläge, wie aktuell in den USA, jederzeit möglich. Doch wir sind weiterhin davon überzeugt, dass diese Strategie mittel- und langfristig erfolgreich sein wird und sehen auf dieser Basis für die Masterflex-Aktie weiteres Potenzial bis 8,90 Euro. Unser "Buy"-Rating halten wir aufrecht.

Anhang I: Bilanz- und GUV-Prognose

Bilanzprognose

Mio. Euro 12 2014 12 2015 12 2016 12 2017 12 2018 12 2019 12 2020 12 2021 12 2022
AKTIVA
I. AV Summe 29,6 30,4 31,4 32,4 33,4 34,3 35,3 36,2 37,0
1. Immat. VG 4,1 4,1 4,2 4,2 4,3 4,3 4,3 4,3 4,4
2. Sachanlagen 22,6 23,5 24,5 25,5 26,4 27,4 28,4 29,3 30,1
II. UV Summe 22,4 26,0 29,8 33,0 36,1 39,9 44,2 49,7 57,0
PASSIVA
I. Eigenkapital 23,8 28,9 35,3 40,8 45,9 51,7 58,0 65,3 73,7
II. Rückstellungen 2,5 2,6 2,7 2,8 2,9 3,0 3,1 3,3 3,4
III. Fremdkapital
1. Langfristiges FK 17,0 16,0 14,5 13,0 11,4 9,7 8,0 6,3 5,1
2. Kurzfristiges FK 8,7 9,0 8,7 8,9 9,3 9,8 10,4 11,0 11,8
BILANZSUMME 52,0 56,4 61,2 65,4 69,5 74,2 79,5 85,9 94,0

GUV-Prognose

Mio. Euro 12 2014 12 2015 12 2016 12 2017 12 2018 12 2019 12 2020 12 2021 12 2022
Umsatzerlöse 62,5 66,2 71,8 77,6 83,8 90,5 97,3 104,1 111,4
Rohertrag 42,7 45,3 49,2 53,2 57,5 62,3 67,1 71,9 77,1
EBITDA 9,2 9,0 10,6 11,7 13,0 14,4 15,9 17,6 19,5
EBIT 6,3 6,4 7,8 8,8 10,0 11,3 12,7 14,3 16,0
EBT 5,2 5,3 6,8 7,9 9,1 10,5 12,1 14,2 16,2
JÜ (vor Ant. Dritter) 3,1 5,0 6,5 6,3 6,4 7,4 8,5 9,9 11,4
3,0 5,0 6,4 6,2 6,2 7,1 8,2 9,6 11,0
EPS 0,34 0,56 0,72 0,70 0,70 0,80 0,93 1,08 1,24

Anhang II: Cashflow-Prognose und Kennzahlen

Cashflow-Prognose

Mio. Euro 12 2014 12 2015 12 2016 12 2017 12 2018 12 2019 12 2020 12 2021 12 2022
Cashflow 8,4 7,8 9,3 9,3 9,5 10,6 11,8 13,4 14,9
CF operativ 6,8 6,8 8,7 8,7 8,9 10,0 11,2 12,7 14,3
CF aus Investition -3,4 -3,5 -3,8 -3,9 -4,0 -4,1 -4,1 -4,2 -4,3
CF Finanzierung -3,6 -1,7 -2,5 -3,0 -3,2 -3,7 -4,3 -4,7 -4,5
Liquidität Jahresanfa. 4,8 4,4 6,1 8,5 10,3 12,0 14,2 16,9 20,8
Liquidität Jahresende 4,4 6,1 8,5 10,3 12,0 14,2 16,9 20,8 26,3

Kennzahlen

Prozent 12 2014 12 2015 12 2016 12 2017 12 2018 12 2019 12 2020 12 2021 12 2022
Umsatzwachstum 7,9% 6,0% 8,5% 8,0% 8,0% 8,0% 7,5% 7,0% 7,0%
Rohertragsmarge 68,3% 68,5% 68,4% 68,5% 68,7% 68,8% 68,9% 69,1% 69,2%
EBITDA-Marge 14,7% 13,7% 14,7% 15,1% 15,5% 15,9% 16,3% 16,9% 17,5%
EBIT-Marge 10,1% 9,6% 10,9% 11,4% 11,9% 12,5% 13,0% 13,7% 14,4%
EBT-Marge 8,3% 8,0% 9,5% 10,2% 10,9% 11,6% 12,5% 13,6% 14,6%
Netto-Marge (n.A.D.) 4,9% 7,5% 8,9% 8,0% 7,4% 7,9% 8,4% 9,2% 9,8%

Impressum & Disclaimer

Impressum

Herausgeber Internet: www.sc-consult.com

sc-consult GmbH Telefon: +49 (0) 251-13476-94 Alter Steinweg 46 Telefax: +49 (0) 251-13476-92 48143 Münster E-Mail: [email protected]

Verantwortlicher Analyst Dr. Adam Jakubowski

Charts Die Charts wurden mittels Tai-Pan (www.tai-pan.de) erstellt.

Disclaimer

Rechtliche Angaben (§34b Abs. 1 WpHG und FinAnV)

Verantwortliches Unternehmen für die Erstellung der Finanzanalyse ist die sc-consult GmbH mit Sitz in Münster, die derzeit von den beiden Geschäftsführern Dr. Adam Jakubowski und Dipl.-Kfm. Holger Steffen vertreten wird. Die sc-consult GmbH untersteht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Lurgiallee 12, D-60439 Frankfurt und Graurheindorfer Strasse 108, D-53117 Bonn.

I) Interessenkonflikte

Im Rahmen der Erstellung der Finanzanalyse können Interessenkonflikte auftreten, die im Folgenden detailliert aufgeführt sind:

1) Die sc-consult GmbH hat diese Studie im Auftrag des Unternehmens entgeltlich erstellt

2) Die sc-consult GmbH hat diese Studie im Auftrag von Dritten entgeltlich erstellt

3) Die sc-consult GmbH hat die Studie vor der Veröffentlichung dem Auftraggeber / dem Unternehmen zur Sichtung vorgelegt

4) Die Studie wurde aufgrund sachlich berechtigter Einwände des Auftraggebers / des Unternehmens inhaltlich geändert

5) Die sc-consult GmbH unterhält mit dem Unternehmen, das Gegenstand der Finanzanalyse ist, über das Research hinausgehende Auftragsbeziehungen (z.B. Investor-Relations-Dienstleistungen)

6) Die sc-consult GmbH oder eine an der Studienerstellung beteiligte Person halten zum Zeitpunkt der Studienveröffentlichung Aktien von dem Unternehmen oder derivative Instrument auf die Aktie

7) Die sc-consult GmbH hat die Aktie in ein von ihr betreutes Musterdepot aufgenommen

Im Rahmen der Erstellung dieser Finanzanalyse sind folgende Interessenskonflikte aufgetreten: 1)

Die sc-consult GmbH hat im Rahmen der Compliance-Bestimmungen Strukturen und Prozesse etabliert, die die Identifizierung und die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte sicherstellen. Der verantwortliche Compliance-Beauftragte für die Einhaltung der Bestimmung ist derzeit der Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Holger Steffen (Email: [email protected])

II) Erstellung und Aktualisierung

Die vorliegende Finanzanalyse wurde erstellt von: Dr. Adam Jakubowski

Die sc-consult GmbH verwendet bei der Erstellung ihrer Finanzanalysen ein fünfgliedriges Urteilsschema hinsichtlich der Kurserwartung in den nächsten zwölf Monaten. Außerdem wird das jeweilige Prognoserisiko in einer Range von 1 (niedrig) bis 6 (hoch) quantifiziert. Die Urteile lauten dabei:

Strong Buy Wir rechnen mit einem Anstieg des Preises des analysierten Finanzinstruments um
mindestens 10 Prozent. Das Prognoserisiko stufen wir als unterdurchschnittlich (1 bis
2 Punkte) ein.
Buy Wir rechnen mit einem Anstieg des Preises des analysierten Finanzinstruments um
mindestens 10 Prozent. Das Prognoserisiko stufen wir als durchschnittlich (3 bis 4
Punkte) ein.
Speculative Wir rechnen mit einem Anstieg des Preises des analysierten Finanzinstruments um
Buy mindestens 10 Prozent. Das Prognoserisiko stufen wir als überdurchschnittlich (5 bis 6
Punkte) ein.
Hold Wir rechnen damit, dass der Preis des analysierten Finanzinstruments stabil bleibt (zwi
schen -10 und +10 Prozent). Das Urteil wird hinsichtlich des Prognoserisikos (1 bis 6
Punkte) nicht weiter differenziert.
Sell Wir rechnen damit, dass der Preis des analysierten Finanzinstruments um mindestens
10 Prozent nachgibt. Das Urteil wird hinsichtlich des Prognoserisikos (1 bis 6 Punkte)
nicht weiter differenziert.

Die erwartete Kursänderung bezieht sich den aktuellen Aktienkurs des analysierten Unternehmens. Bei diesem und allen anderen in der Finanzanalyse angegebenen Aktienkursen handelt es sich um den XETRA-Schlusskurse des vorletzten Handelstages vor der Veröffentlichung. Falls das Wertpapier nicht auf Xetra gehandelt wird, wird der Schlusskurs eines anderen öffentlichen Handelsplatzes herangezogen und dies gesondert vermerkt.

Die im Rahmen der Urteilsfindung veröffentlichten Kursziele für die analysierten Unternehmen werden mit gängigen finanzmathematischen Verfahren berechnet, in erster Linie mit der Methodik der Free-Cashflow-Diskontierung (DCF-Methode), dem Sum-of-Parts-Verfahren sowie der Peer-Group-Analyse. Die Bewer-

tungsverfahren werden von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere von der Entwicklung der Marktzinsen, beeinflusst.

Das aus dieser Methodik resultierende Urteil spiegelt die aktuellen Erwartungen wider und kann sich in Abhängigkeit von unternehmensindividuellen oder volkswirtschaftlichen Änderungen jederzeit ändern.

In den letzten 24 Monaten hat die sc-consult folgende Finanzanalysen zu dem Unternehmen veröffentlicht:

Datum Anlageempfehlung Kursziel Interessenkonflikte
21.05.2015 Buy 9,20 Euro 1), 3), 4)
16.04.2015 Buy 9,20 Euro 1), 3), 4)

In den nächsten zwölf Monaten wird die sc-consult GmbH zu dem analysierten Unternehmen voraussichtlich folgende Finanzanalysen erstellen: Zwei Updates, eine Studie

Die Veröffentlichungstermine der Finanzanalysen stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verbindlich fest

Haftungsausschluss

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