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Masterflex SE Annual Report 2001

Mar 19, 2003

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2001

31.12.01 31.12.00 Veränderung
00/01 in %
Umsatzerlöse (TA) 45.785 38.119 20,1%
EBITDA (TA) 7.043 7.962 -11,5%
EBIT (TA) 4.917 6.386 -23,0%
EBT (TA) 4.053 5.586 -27,4%
IAS-Jahresüberschuss 2.013 2.347 -14,2%
Eigenkapital (TA) 26.802 26.585 0,8%
Bilanzsumme (TA) 57.105 52.314 9,2%
Eigenkapitalquote (%) 46,9% 50,8%
Exportquote (%) 46,0% 41,0%
Mitarbeiter (31.12.) 338 249 35,7%
EBIT-Marge 10,7% 16,7% -35,9%
Nettoumsatzrendite 4,4% 6,2% -29,0%
IAS-Ergebnis pro Aktie (A) 0,45 0,57 -21,1%
Netto-Dividende pro Aktie (A) 0,40* 0,25 60,0%
Netto-Dividendenrendite (31.12.)** 2,4% 0,9% 166,7%

* Vorschlag zur Hauptversammlung am 24.07.02

** Kurs vom 31.12.01: 16,50 A

Brief des Vorstands 4
7
11
Die Masterflex-Aktie
Highlights des Jahres 2001
Das Unternehmen 13
Lagebericht 19
Wirtschaftsbericht 19
Zweigniederlassungen 25
Personalbericht 31
Risikomanagement 33
F+E-Bericht 35
Vermögens- und Ertragslage 36
Ausblick 39
Konzernbilanz 40
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 42
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 43
Konzern-Kapitalflussrechnung 44
Erläuterungen zum Jahresabschluss 45
Finanzkalender 2002 73
Konzern-Anlagespiegel 74
Bericht der Wirtschaftsprüfer 76
Bericht des Aufsichtsrats 77
Information 79
Glossar 79

Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Mitarbeiter,

4

die Masterflex AG konnte im Jahr 2001 ihre Umsätze um erfreuliche 20,1% auf 45,8 Mio. A steigern. Mit dieser Entwicklung sind wir zufrieden. Hauptumsatzträger ist nach wie vor das hochprofitable Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme.

Eine Reihe von Investitionen in die Zukunft haben die Entwicklung des Konzernergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) geplant belastet. Dies bezieht sich insbesondere auf den Bereich der Medizintechnik. Hinzu kamen im vierten Quartal unerwartete Sondereffekte durch den starken Einbruch des Altgeschäftes unserer US-Tochtergesellschaft aufgrund der schwierigen Situation in den USA. Dadurch konnten wir nur ein EBIT von 4,9 Mio. A (Vorjahr 6,3 Mio. A) erzielen. Trotz der Sonderbelastungen haben wir eine weiterhin hervorragende Konzern-EBIT-Marge von 10,7% erzielt.

Für die Masterflex AG ist die permanente Einführung von Innovationen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Unsere kreative Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist dabei eine wichtige Säule unseres Unternehmenserfolges und der von uns verfolgten Strategie. Zu den wichtigen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr gehörte daher die erhebliche Erweiterung unserer Forschungskapazitäten. Zum Beispiel wurde unser Technikum am Standort Gelsenkirchen fertiggestellt und zusätzliche Fachkräfte in allen Geschäftsbereichen eingestellt.

Mit dem Aufbau eines dritten Geschäftsfeldes, der Brennstoffzellentechnologie, arbeiten wir bereits heute an einer Technik von morgen. Unser Ziel ist es, im Jahr 2004 als weltweit erster Hersteller wasserstoffbasierte Minibrennstoffzellen kostengünstig in Serie zu produzieren. Bereits 2003 wollen wir unseren Prototyp als Alternative zu Akkus und Batterien vorstellen. Die Minibrennstoffzelle erhöht die Nutzungsdauer von Notebooks, Mobiltelefonen und Druckern um das Drei- bis Fünffache. Mit dem Mehrheitserwerb an der DICOTA GmbH haben wir uns bereits heute die weltweiten Vertriebskanäle für mobile Office Systeme gesichert.

Im Bereich Medizintechnik haben wir im Geschäftsjahr 2001 unsere Fertigungskapazitäten erweitert und die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben, die im zweiten Halbjahr 2002 auf den Markt kommen werden. Dazu gehört die weltweit patentierte Larynx Vent Tube, der erste Beatmungsschlauch aus Polyurethan. Im Bereich der Operations-Sets arbeiten wir an einem Set für die Athroskopie (Gelenkspiegelung).

Erfreulich ist, dass wir in einem insgesamt schwierigen Umfeld unser hochprofitables Geschäft im Bereich der High-Tech-Schlauchsysteme nicht nur halten, sondern ausbauen konnten. Bei unserer US-Tochtergesellschaft verzeichneten wir zwei gegenläufige Entwicklungen. Das zugekaufte Altgeschäft der Klima- und Lüftungsschläuche hat sich aufgrund des schwierigen Umfelds in den USA rückläufig entwickelt. Zwischenzeitlich ist in den USA ein Erholungstrend zu erkennen, so dass wir in diesem Jahr von einer Normalisierung im Altgeschäft Klima-/Lüftungsschläuche ausgehen. Dagegen entsprechen die Verkaufszahlen im neuen Bereich der industriellen High-Tech-Schlauchsysteme unseren optimistischen Erwartungen. Aufgrund zahlreicher Alleinstellungsmerkmale können wir ein hohes Preisniveau am Markt durchsetzen. Wir gehen daher davon aus, planmäßig im vierten Quartal 2002 den Break Even im Bereich High-Tech-Schlauchsysteme in den USA zu erreichen.

Bei der Entwicklung des Nettogewinns ist zu berücksichtigen, dass latente Steuern angesetzt werden mußten. Dieses ist im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der DICOTA GmbH zurückzuführen, was im dritten Quartal noch nicht abzusehen war. Der Nettogewinn verringerte sich dadurch zum 31.12. im Vergleich zum Vorjahr von 2,3 Mio. A im Jahr auf 2,0 Mio A.

Der für die Dividendenausschüttung maßgebliche Nettogewinn der AG, konnte hingegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um mehr als 88% auf 2,3 Mio. A gesteigert werden. Wir wollen unsere Aktionäre deshalb weiterhin an dieser erfolgreichen Unternehmensentwicklung beteiligen. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 24. Juli 2002 die Erhöhung der Dividende um 60% auf 0,40 A vorschlagen. Auf Basis des Aktienkurses vom 28.03.2002 in Höhe von 18,35 A erhöht sich damit die Dividendenrendite auf 2,3% (2000: 0,9%).

Die Masterflex AG ist mit innovativen Produkten in hochprofitablen Nischenmärkten hervorragend aufgestellt. Durch die eingeleitete Produktoffensive sind die Weichen für weiteres Wachstum und eine kontinuierliche Ergebnisverbesserung gestellt.Wir sind optimistisch, dass wir mit unseren innovativen Produkten die gesamtwirtschaftlichen Abschwächungen überkompensieren werden. Für das Geschäftsjahr 2002 gehen wir bei unseren Planungsprämissen davon aus, dass wir den Umsatz um 15% und das EBIT um 6-12% steigern werden. Da die außerordentlichen Ergebnisbelastungen aus der Medizintechnik und dem Aufbau USA erst im ersten Halbjahr 2002 auslaufen werden, gehen wir von einer überproportionalen Ergebnisverbesserung in der zweiten Jahreshälfte aus. Diese Entwicklung soll sich 2003 beschleunigt fortsetzen.

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrer hervorragenden Arbeit wesentlich zu unserem Erfolg beitragen. Unser Dank gilt ebenfalls unseren Geschäftspartnern für die gute Zusammenarbeit und unseren Aktionären für das gezeigte Vertrauen in unser Unternehmen und seine Zukunft.

Der Vorstand

Detlef Herzog Hiltrud Mütherich

5

HIGH-TECH-SCHLAUCHSYSTEME

Industriegebiet. Masterflex. In nur 8 Minuten vor Ort.

Eine Lagerhalle brennt. 900 m2 in Flammen. 11 Einsatzfahrzeuge vor Ort. Rechtzeitig da sein, bevor das Feuer übergreift. Jeder Handgriff muss stimmen.

Die Fahrzeuge starten, wenn die Meldung kommt.Trotzdem saubere Luft in der Fahrzeughalle: Mit Schläuchen von Masterflex werden die Abgase direkt vom Auspuff abgesaugt. Verlässlich, sauber und robust. Eine sichere Basis für diejenigen, die im nächsten Moment im Einsatz sind. CARFLEX 200 – ein Abgasschlauch von Masterflex. Und nur ein Beispiel zigtausender Produkte und Anwendungen aus dem Bereich der High-Tech-Schlauchsysteme.

Die Masterflex-Aktie

Aktieninformation

DE 000 549 293 8
549 293
Inhaber-Stammaktien
MZX
SMAX
SDAX und CDAX-Industrial
DZ Bank AG
16. Juni 2000
4,5 Mio. (1,44 Mio.)

Die im Herbst 2000 begonnene Talfahrt der Börsen setzte sich 2001 verstärkt fort. Zahlreiche Unternehmensinsolvenzen und Ergebniskorrekturen nach unten, insbesondere am Neuen Markt, sorgten für ein allgemein äußerst eingetrübtes Börsenklima. Die Zahl der Börsengänge ging drastisch zurück.

In diesem Börsenumfeld behauptete sich die Masterflex-Aktie im ersten Halbjahr 2001 gegen den Abwärtstrend aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung und einer erfolgversprechenden Zukunftsstrategie, die auch durch zahlreiche Kauf-Empfehlungen unterstrichen wurde. Im Laufe des zweiten Halbjahres geriet die Aktie jedoch unter Druck, unter anderem auch, weil einige Fonds aufgrund der schwierigen Börsensituation ihre Anlagestrategie ändern mussten und sich aus der Masterflex-Aktie zurückzogen.

Aufgrund dieser Erfahrungen suchen wir noch verstärkter das Gespräch mit Investoren, die einen value-orientierten Anlagehorizont haben und somit langfristig am Erfolg unseres Unternehmens partizipieren wollen. 2001 konnten bereits größere Aktienpakete erfolgreich platziert werden.

Aktienkursentwicklung im Indexvergleich Januar 2001 bis März 2002

Im Vergleich zur stetigen Unternehmensentwicklung im Jahr 2001 lag die Schwankungsbreite des Masterflex-Aktienkurses aufgrund der Umschichtungen bei fast 96%. Der Jahresschlusskurs der Aktie lag mit A 16,50 -33,5% unter dem Eröffnungskurs im Januar.

Mit einer noch offensiveren Investor Relations-Politik, zahlreichen Investorengespräche und dem deutlichen Herausarbeiten unseres attraktiven Zukunftspotenzials in profitablen Märkten wurde Anfang 2002 die Trendwende geschafft. Die Masterflex-Aktie konnte sowohl den SDAX wie den CDAX-Industrial schlagen. Unser Ziel ist es, mittelfristig die Emissionsmarke von A 25 wieder deutlich zu überschreiten.

Aktienkursentwicklung 1. Quartal 2002

Aktienkurs (in %)

Kurs- und Umsatzstatistik 2001

Höchster variabler Kurs 32,54
Tiefster variabler Kurs 11,50
Schwankungsbreite 95,56%
Eröffnungskurs 1. Handelstag 24,83
Schlusskurs 16,50
Performance -33,54%
Mittelkurs 20,66
Durchschnitlicher Tagesumsatz in Stück
Xetra 34,27% 1.454
Frankfurt 64,98% 2.743
andere deutsche Börsen 0,75% 246
Gesamtsumme 4.442

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2001 beträgt 4,4 Mio. A und ist in 4,5 Mio. Stückaktien eingeteilt. Die Gründerfamilien Herzog, Bischoping und Raschen sind die größten Aktionäre. Im Streubesitz befinden sich 32% bzw. 1,44 Mio. Aktien. Die Deutsche Boerse wird ab dem 24. Juni 2002 nicht nur den SDAX auf 50 Unternehmen reduzieren, sondern auch die Berechnung ihrer Aktienindizes umstellen. Dabei wird unter anderem nur noch der Anteil des Grundkapitals, der sich im Streubesitz (Freefloat) befindet, in die Indexberechnung einfließen. Alle Anteile, die sich im Festbesitz befinden, werden

zukünftig nicht mehr berücksichtigt. In der Regel gelten alle Anteile eines Anteilseigners, die kumuliert mindestens fünf Prozent des Grundkapitals ausmachen, als Festbesitzblöcke. Masterflex wird auch nach dieser Regel im neuen SDAX 50 vertreten sein. Die freiwillig verlängerte Lock-up-Frist der Altaktionäre endet am 16.06.2002. Alle Alt-Aktionäre haben ihr weiteres Engagement in die Masterflex-Aktie bekräftigt und wollen weiterhin am Unternehmenserfolg teilhaben.

Ergebnisentwicklung im Jahr 2001

Kennzahlen je Aktie 2001
Anzahl der Aktien in Mio. 4,5 Mio.
Rechnerischer Wert am Grundkapital in C 1,00 C
IAS-Ergebnis je Aktie 0,45 C
Netto-Dividende je Aktie in 2001* 0,40 C
Netto-Dividendenrendite (Basis 31.12.) 2,40%
Aktienkurs am 31.12.2001 16,50 C
Börsenwert am 31.12.2001 74,30 Mio. C
Bookbuilding-Spanne 21,00 C bis 25,00 C
Emissionspreis 25,00 C
Erster Kurs 30,50 C
All-Time-Höchstkurs 39,00 C
All-Time-Tiefstkurs 11,50 C

*Vorschlag zur Hauptversammlung am 24.07.02

Wir möchten unsere Aktionäre weiterhin an unserer Unternehmensentwicklung mit einer Dividende beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 24. Juli 2002 die Zahlung einer Dividende von 0,40 A pro Aktie vorschlagen, die somit um 60 % über dem Vorjahr liegen wird. Damit wollen wir erneut unsere Positionierung am Aktienmarkt unterstreichen: Masterflex ist ein Growth- und Value-Stock.

Aktive Investor Relations-Politik

Erstmalig wurde die Investor Relations-Arbeit der Masterflex AG 2001 im Rahmen einer Exklusivumfrage der Zeitschrift "Capital" und der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) von mehr als 230 Analysten aus 95 europäischen Banken, Fondsgesellschaften und Kapitalanlagegesellschaften bewertet.

Beim "Capital-Investor-Relations-Preis" wird die Investor-Relations-Arbeit nach den drei Kriterien Zeitnähe, Glaubwürdigkeit und Qualität bewertet.Wir sind stolz auf das Ergebnis: mit Platz neun erreichten wir auf Anhieb eine Top-Ten-Platzierung bei den SDAX-Werten.

Eine offene und transparente Informationspolitik gehört zu den wichtigsten Unternehmensgrundsätzen der Masterflex AG. Die Capital-Umfrage hat dies bestätigt. Wie werden dieses Ergebnis als Basis nehmen und weiterhin aktiv das Gespräch mit Aktionären, Investoren und Analysten suchen, um unsere Informationspolitik weiter zu optimieren.

Neben den im Qualitätssegment SMAX vorgeschriebenen Quartalsberichten und Ad-hoc-Mitteilungen gehört die regelmäßige Information über Pressemitteilungen, Redaktionsbesuche und Aktionärsrundschreiben zu unserer Investor Relations-Arbeit. Ein wichtiges Instrument für schnelle Informationsaufbereitung stellt für uns unsere Homepage dar. Dort besteht auch die Möglichkeit, sich aktuelle Berichte herunterzuladen. Über www.masterflex.de erhielten wir im vergangenen Jahr zahlreiche Kontakte und Informationsanfragen. Das Interesse an unserem E-Mail-Newsletter ist sehr groß, da hier Informationen schnell und zeitnah weitergeleitet werden können.

Wir haben 2001 weitere moderne Kommunikationsformen genutzt und die Bilanzpressekonferenz per Internet übertragen. Dabei stellten wir die Präsentationscharts zeitgleich auf die Homepage. Außerdem stellten wir uns in Live-Chats und Live-Interviews den Fragen von Privatanlegern und der Presse.

Eines der wichtigsten Ereignisse des vergangenen Geschäftsjahres war unsere erste ordentliche Hauptversammlung am 13. Juni 2001 im Schloß Horst in Gelsenkirchen. 300 Aktionäre wollten das Management der Masterflex AG persönlich kennenlernen.

Viel Lob gab es sowohl von den eigenen Aktionären wie auch den Vertretern der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre, der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz und der Vereinigung institutioneller Privatanleger für die beeindruckenden Zahlen im Jahr 2000 und für die Zahlung einer Dividende gleich im ersten Jahr der Börsennotierung. Die Zufriedenheit der Aktionäre spiegelte sich in den Abstimmungsergebnissen wieder. Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit nahezu 100% entlastet, die weiteren Abstimmungspunkte, darunter die Dividendenausschüttung, fanden eine ähnlich hohe Zustimmung.

Wir suchen den direkten Kontakt mit unseren Anlegern. Deshalb haben wir nicht nur eine Vielzahl von One-to-one-Gesprächen mit unseren institutionellen Anlegern geführt, sondern auch mit Privatanlegern z. B. auf der Anlegermesse INVEST in Stuttgart. Aufgrund des Erfolgs im Vorjahr waren wir im März 2002 erneut auf dieser Finanzmesse vertreten.

Im Mittelpunkt der weiteren Investor Relations-Arbeit im laufenden Geschäftsjahr wird vor allem die Vorstellung unseres neuen Geschäftsfeldes Brennstoffzellentechnologie stehen. Außerdem werden wir unsere Anleger regelmäßig über die weitere Entwicklung auf dem US-Markt und die Markteinführung unserer Produkte im Markt für Medizintechnik informieren.

Highlights des Jahres 2001

Januar

Road show

März

Übernahme der restlichen 49% an der Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG

Erstmalige Teilnahme an der Anlegermesse INVEST in Stuttgart

Teilnahme an der Fachmesse Powtec, Vorstellung des patentierten innovativen Verschleißschutzes MASTER-Protect

Masterflex ist im Rahmen der Fortbildungsreihe "Schule trifft Wirtschaft" Gastgeber für Lehrer aus der Region

April

Vorstellung des Jahresabschlusses 2000, Bilanzpressekonferenz in Frankfurt und Übertragung im Internet

DVFA-Analystenveranstaltung in Frankfurt

IR-Chat zum Geschäftsjahr 2000

Aussteller auf der Hannover-Messe, Vorstellung des neuen Masterflex-Gewindestutzens

Mai

Quartalsbericht 1/2001

Juni

  1. Hauptversammlung, Schloß Horst, Gelsenkirchen mit 300 Teilnehmern

Ausschüttung der ersten Dividende in Höhe von 0,25 A pro Aktie Fertigstellung des neuen Technikums in Gelsenkirchen

Juli

Road show

August

Quartalsbericht 2/2001

Übernahme von 50,02% an der DICOTA GmbH,Bietigheim-Bissingen

Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie

Masterflex wird Ausbildungsbetrieb in Gelsenkirchen

September

Anerkennung für gute Investor Relations – Masterflex platziert sich unter den TOP Ten im SMAX beim Capital-Investor-Relations-Preis Meeting des Verband der technischen Händler (VTH) in der Firmenzentrale in Gelsenkirchen

Oktober

Aussteller auf der weltgrößten Kunststoffmesse "K" in Düsseldorf Road show

November

Toshiba kündigt Kooperation mit der DICOTA GmbH an Aussteller auf der Medizinmesse COMPAMED in Düsseldorf

Quartalsbericht 3/2001

Dezember

Road show bei Investoren

Erfolgreiches erstes Jahr der industriellen High-Tech-Schlauchsysteme in den USA

11

HIGH-TECH-SCHLAUCHSYSTEME

Gebirgspass: 16%. Masterflex. 30t stehen sicher.

Kurz hinter dem Gipfel. Dichter Verkehr. Enge Kurve. Und dann auch noch Schneeregen. Ein Hindernis! Kontrolliert lenken – bremsen! 30 t zum Stehen gebracht. Sicher und zuverlässig.

LKW-Bremsschläuche von Masterflex sorgen auch in extremen Situationen für Sicherheit. Zuverlässig auch im Dauereinsatz bei nicht-alltäglichen Belastungen. In gleichbleibend hoher Qualität und ohne Ausrutscher. Denn wenn es eng wird, braucht man Material, auf das man sich verlassen kann.

Das Unternehmen

Dynamik durch breite Positionierung.

Millimeterdünne Schläuche mit mehreren Kammern, stimmbandfreundliche Beatmungsschläuche? Schlauchsysteme, die bei extremen Temperaturen noch zuverlässig funktionieren? Industrieschläuche mit einer Abriebfestigkeit, an die andere Materialien nicht mehr heranreichen? Notebookbetrieb bis über den Atlantik mit Minibrennstoffzellen? Advanced Polymer heißt die Antwort. Der Stoff, durch den die Zukunft läuft. Und Masterflex steht als Technologie- und Marktführer dahinter. Die Basis unseres Erfolgs liegt in der umfassenden Erforschung von Polyurethan (PU) und dessen Verarbeitung in High-Tech-Produkte. Fortlaufende Optimierung der Eigenschaften inklusive.

Masterflex:Vielfalt in Inhalt und Ausrichtung.

In der Praxis bedeutet das maximale Anwendungsvielfalt und findet sich in Inhalt und Ausrichtung aller drei Unternehmensbereiche wieder: High-Tech-Schlauchsysteme (HTS), Medizintechnik (MZT) und Brennstoffzellentechnik (BZT) stehen für innovative Produkte auf höchstem Niveau.

Die Zukunft heißt PU. Erst etwa 15% der Einsatzmöglichkeiten sind heute ausgeschöpft.Traditionelle Werkstoffe wie PVC,Metall und Gummi bieten dagegen kaum noch Entwicklungspotenzial. Von Computergehäusen, Inliner-Rollen und Sohlen von Turnschuhen bis hin zu flammhemmenden Flugzeugsitzen erobert sich Polyurethan im Alltag fast täglich neue Einsatzgebiete. Und in technischen Anwendungen eröffnen sich ebenfalls vielfältige Möglichkeiten – kein Wunder, bei den Vorteilen, die dieser Werkstoff bietet. Im Vergleich belegt das Multitalent durchweg Spitzenpositionen.

Multitalent Polyurethan Eigenschaften PU PVC Metall Gummi Flexibilität/Elastizität Abriebfestigkeit Schwer entflammbar Temperaturbeständigkeit Gewichtsvorteile Chemikalienbeständigkeit Umweltverträglichkeit

■ ■ ■ gut ■ ■ mittel

■ schlecht

High-Tech-Schlauchsysteme als solide Basis.

Wer heute schon Produkte für die Bedürfnisse von morgen entwirft, braucht neben umfangreichem Wissen und entsprechenden technologischen Voraussetzungen vor allem eines – eine solide Basis. Und die liegt bei uns im Anwendungsbereich der High-Tech-Schlauchsysteme. Ein Fundament, das unseren Kunden, Aktionären und damit auch uns durch fortlaufend aktualisiertes Anwendungswissen Sicherheit gibt – und sich oft schon zu verbindlichen Produktionsstandards einzelner Branchen entwickelt hat. Eine Basis, die wir als dynamische Plattform für alle weiteren Entwicklungen sehen. Mit Anwendungswelten, aus denen Masterflex heute nicht mehr wegzudenken ist – und die im Kernbereich manchmal schon geradezu spektakulär klingen: Da wird grobkantiger Schotter von Bahngleisen zu Reinigungsarbeiten problemlos angesaugt, hochaggressive Abgase mit Temperaturen von bis zu 1.100 °C werden zuverlässig abgeleitet und selbst Glasscherben und Eisenerze, die mit hoher Geschwindigkeit transportiert werden, schaffen unsere Schläuche mit links. Ein fest eingegossener Federstahldraht sorgt dabei für die nötige Stabilität. Scharfkantiges Fördergut und andere aggressive Materialien sind bei uns somit bestens aufgehoben!

Andere Spezialitäten bieten wir zum Absaugen von Abgasen, Chemikalien und ätzenden Dämpfen: Hierfür clippen wir unterschiedlichste Gewebe zusammen und eröffnen damit Einsatzmöglichkeiten für vielfältige industrielle Anwendungen von Abgasprüfständen bis hin zur Raumfahrt. Bei diesen hochspezialisierten High-Tech-Schläuchen kann es schon sein, dass ein Meter Schlauch bis zu 3.500 Euro kosten kann.

Und weil ein Schlauch nicht einfach so anfangen und dann irgendwie aufhören kann, haben wir auch die nötigen Übergänge, Anschlussstutzen und Verbindungselemente entwickelt: Nur wir bieten das "Combiflex-Verbindungssystem" aus Polyurethan passend für fast alle kundenseitig vorhandenen Anschlüsse für den kantenfreien Transport.

Das gewonnene Know-how in Abriebfestigkeit und Widerstandskraft von PU nutzen wir darüber hinaus für Rohre und Rohrbögen:Wir nennen das "Innovativen Verschleißschutz" und meinen damit die patentierte Auskleidung der Innenwandungen mit Polyurethan, um auch hier mit außergewöhnlichen Lösungen besten Schutz vor außergewöhnlichen Beanspruchungen zu bieten.

Spezialisierte Weiterentwicklung in der Medizintechnik.

Ein Werkstoff, der antithrombogen, alterungsbeständig oder biodegradierbar sein kann – dieser Stoff ist in der Medizintechnik enorm gefragt.Wir verarbeiten deshalb auch für diesen Bereich PU. Unter Reinraumbedingungen entstehen innovative Produkte, die rund um Praxis und OP-Saal gebraucht werden. Auf der derzeit modernsten Mikropräzisionsanlage Europas fertigen wir beispielsweise Schläuche, die im Grunde drei in einem sind und dabei einen Außendurchmesser von lediglich 0,6 Millimeter haben. Eine Weltneuheit ist unser PU-Beatmungsschlauch, der durch seine besondere Form Stimmbandreizungen vermeidet.

Wir beschäftigen uns intensiv mit den Bedürfnissen von Ärzten und Patienten, setzen die gewonnenen Erkenntnisse in neue und bessere Produkte um – und erkennen das Potenzial für weitergehende Serviceangebote. Zum Beispiel für unsere OP-Sets: Komplett zusammengestellt und vollständig sterilisiert bieten wir – standardisiert oder individuell – alles aus einer Hand, was am OP-Tisch gebraucht wird. Das spart nicht nur logistischen Aufwand im Krankenhaus und trägt dem wachsenden Kostendruck im Gesundheitsbereich Rechnung. Masterflex gibt auch hier die Sicherheit, zur rechten Zeit alles am rechten Ort zu haben.

Neue Perspektiven durch Brennstoffzellentechnik.

Der neue Bereich im Masterflex-Konzern ist die Brennstoffzellentechnologie – auf den ersten Blick scheint hier keine Nähe zu unserer Kernkompetenz zu bestehen. Und doch: das Herzstück jeder Brennstoffzelle ist eine Polymerfolie. Unser Know-how im Bereich Advanced Polymer ist also auch hier gefragt. Es gibt bereits ein konkretes Projekt: Weil der Betrieb von Notebooks, Druckern und Mobiltelefonen über einen Akku ein sehr kurzes Vergnügen ist, wollen wir als weltweit erster Hersteller eine wasserstoffbasierte Minibrennstoffzelle in Serie produzieren, die eine bis zu fünf Mal längere mobile Energieversorgung ermöglicht. Den Vertriebskanal haben wir dafür schon: Wir wollen die Profitragesysteme unserer weltweit tätigen Tochter DICOTA damit ausstatten. Mit dieser Technologie bieten wir enormes Flexibilitätspotenzial für ortsund zeitunabhängiges Leben und Arbeiten.

Unsere Brennstoffzelle funktioniert nach folgendem Prinzip: Das Kernstück, eine hauchdünne Membran, wird beschichtet und ermöglicht damit die Wanderung der positiv geladenen Protonen von der einen Seite auf die andere. Bei uns ist die Membran eine Polymerfolie. Somit sind wir im Kern der Brennstoffzelle mit unserer Kernkompetenz deckungsgleich – und unser Einstieg in die Brennstoffzellentechnik eine zukunftsgerichtete und logische Fortführung unserer PU-Kompetenz!

Funktionsweise einer Brennstoffzelle

Bei einer Brennstoffzelle wird chemische Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt. Das Prinzip geht auf eine Entdeckung von Sir William Robert Grove 1839 zurück: Über eine Bipolarplatte wird auf der einen Seite Wasserstoff zugeführt. An der Anode wird er oxidiert und gibt dabei Elektronen ab. Auf der anderen Seite, der Kathode, wird Sauerstoff über eine Bipolarplatte zugeführt und reduziert (enthält Elektronen). Im Zwischenraum der beiden Bipolarplatten befindet sich eine Elektrolyt-Membran als Protonenleiter, die die Protonen von der Wasserstoffseite auf die Sauerstoffseite führt, die Elektronen aber vom Durchwandern abhält. Die Protonen wandern durch zur Kathode und verbinden sich dort wieder zu Wasser.

Die Elektroden wandern von außen zur Kathode und erzeugen dabei Strom. Durch die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff entsteht außerdem Wärme.

Wie die Batterie ist auch die Minibrennstoffzelle eine Vorrichtung zur direkten Umwandlung von chemischer in elektrische Energie. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in dem erheblich höheren Wirkungsgrad, der bei einer bis zu fünffach höheren Lebensdauer gegenüber den zur Zeit handelsüblichen Akkus liegt. Dadurch ergeben sich für viele Anwendungswelten neue Aspekte, die das Leben einfacher und angenehmer machen – und dabei auch noch die Umwelt schonen: Mobile Kommunikation kann noch mobiler werden, energiebetriebene Werkzeuge sind erheblich unabhängiger einsetzbar, Rollstühle geben behinderten oder alten Menschen mehr Reichweite, und Rettungsgeräte können ohne Unterbrechung auch dann noch Leben retten, wenn normale Akkus schon längst Nachschub gebraucht hätten.

Unseren Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie sehen wir als die wesentlichste strategische Entscheidungen in diesem Geschäftsjahr: Denn nur wer heute die richtigen Investitionen tätigt, schafft damit die Basis, auch morgen und übermorgen noch ganz vorne im Markt dabei zu sein.

Sichere Perspektiven durch Werkstoff und Prozesstechnik.

Die Basis einer erfolgreichen Zukunft mit vielfältigen Marktchancen beruht auf unserer Kernkompetenz rund um PU. Und diese geht weit über ein ausgereiftes Werkstoff-Know-how hinaus: Kontinuierlich mitgewachsen ist eine selbstentwickelte Prozesstechnik, die ihresgleichen am weltweiten Markt sucht. Gepaart mit globaler Präsenz ergibt sich für unsere Kunden eine Flexibilität, die sich für sie an vielen Stellen auszahlt.Wertschöpfung verstehen wir als eine Entwicklung, die in allen Schritten nur ein Ziel hat – ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit.

Schon bei der Werkstoffbeschaffung steht die Qualität an erster Stelle. Wir setzen Standards – auch in Forschung und Entwicklung: Als Technologieführer bündeln wir hier unsere Kompetenzen und untermauern unsere Position damit auch langfristig erfolgreich. Zahlreiche entscheidende Patente, selbstentwickelte und -produzierte Fertigungsanlagen und eigene PU-Rezepturen sorgen für enorme Markteintrittsbarrieren.

Trendsetting als Strategieprinzip.

Im Bereich der High-Tech-Schlauchsysteme haben wir als Technologieführer mit einer breiten Branchenunabhängigkeit eine hohe Krisenfestigkeit erreicht. Dabei ist dieser Markt in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und wird sich nach unserer Einschätzung auch in Zukunft überdurchschnittlich gut entwickeln.

Die Kombination aus Marktnähe und Werkstoffkompetenz zahlt sich auch in der Medizintechnik aus, denn so können wir schnell auf Bewegungen und Bedürfnisse reagieren. Mit innovativen und spezialisierten Produkten bauen wir unsere Marktstellung kontinuierlich aus. Der Fokus liegt hier auf der weiteren Expansion in den nationalen und europäischen Markt. Die Zulassung unserer Produkte ist dabei kein Hindernis, denn sie sind alle nach erforderlichen Normen zertifiziert.

Unser Engagement in der Brennstoffzellentechnik ist ein Paradebeispiel für Synergieeffekte: Wir nutzen unsere PU-Kompetenz, um auch in diesem Zukunftsmarkt, durch technologischen Vorsprung eine Schlüsselstellung aufzubauen. Die vereinbarte Zusammenarbeit mit global operierenden ersten Adressen bestätigt uns in unserer Entscheidung und ist für uns wegweisend.

Marktführerschaft mit guten Prognosen.

Die Masterflex AG ist im Bereich der Advanced Polymer als Innovations- und Technologieführer hervorragend positioniert. Unsere High-Tech-Produkte, die teilweise Alleinstellung am Markt, das Fertigungs-Know-how und unser eigenes Vertriebsnetz sind Grundlage unseres überdurchschnittlichen Markterfolges.

1987 als Drei-Mann-Start-Up-Unternehmen gegründet, sind wir heute ein dynamisch wachsender internationaler Konzern mit 338 Mitarbeitern. Aufgestellt in mehr als 20 Branchen, betreuen wir weltweit 8.000 Kunden. Die Einschätzung von Experten besagt, dass der PU-Markt auch zukünftig einer der wachstumsstärksten Nischenmärkte sein wird – eine Einschätzung, die wir schon heute und in täglicher Praxis erlebt nur bestätigen können.

HIGH-TECH-SCHLAUCHSYSTEME

100 t Kraft des Korns. Masterflex. Mit 80 km/h free on board.

"Pacific Star" in Boston. Die Ladezeiten sind eng. Das nächste Schiff wartet schon. Und Rotterdam auch. Schnell und ohne Stillstand müssen jetzt Tausende m3 Getreide von Bord geladen werden. Reibungsloser und kostengünstiger Transport? Kein Problem.

Die Förderschläuche von Masterflex sind dafür ausgelegt, anspruchsvollen Fördermedien Stand zu halten. Hoch abriebfest und strömungstechnisch optimal konstruiert, nehmen sie es daher beispielsweise auch mit Sand, Eisenerz oder Glassplittern auf. Zuverlässig und robust. Für die ganze Vielfalt an Transportgut.

Lagebericht

Branchen- und Unternehmenssituation

Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2001 war geprägt vom weltweiten Abschwung, der insbesondere beeinflusst war durch die Rezession in den USA und die Folgen der Terroranschläge des 11. September. Mit dem geringsten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes seit 1994 von nur 0,7% (2% in 2000) bildete das einstige Vorzeigeland Deutschland zusammen mit Finnland aus wirtschaftlicher Sicht 2001 das europäische Schlusslicht. Das Börsenklima war ein Spiegelbild des allgemeinen Negativtrends. Die bereits im Herbst 2000 begonnene Talfahrt setzte sich weiter fort. Der Anstieg insolventer Unternehmen, insbesondere am Neuen Markt, verstärkte die allgemeine Zurückhaltung. Zahlreiche geplante Börsengänge wurden abgesagt.

Nach dem guten Jahr 2000 fällt das Fazit der Kunststoffbranche für 2001 gedämpft aus. Insgesamt stieg der Umsatz 2001 nach einem schwachen zweiten Halbjahr nur um knapp über 1% auf etwas mehr als 40 Mrd. A (Anstieg 2000: +7,6%). Der Inlandsumsatz fiel von Januar bis November 2001 um 0,4% auf 26,5 Mrd. A während der Auslandsumsatz nach einem zweistelligen Zuwachs in 2000 nur noch um 4,6% auf 11,4 Mrd. A gesteigert werden konnte. Der Bereich Folien, Platten, Schläuche und Profile erwirtschaftete von Januar bis November 2001 einen Umsatz von 12,6 Mrd. A. Dies entspricht einer Veränderung von -2,0%. Im Inland musste ein Rückgang von -3,8% auf 7,5 Mrd. A hingenommen werden, während im Ausland noch eine leichte Steigerung um 1,0% auf 5,1 Mrd. A erzielt werden konnte.

Weiterhin im Aufwind ist jedoch der Zukunftswerkstoff Polyurethan (PU), der im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit steht. Wir verarbeiten Polyurethan in leistungsfähige Produkte für profitable Nischenmärkte. Der Jahresverbrauch von Polyurethanen lag 2001 bei weltweit über 8 Mio. t mit weiterhin steigender Tendenz. Experten bescheinigen diesen Multitalenten unter den Kunststoffen auch weiterhin großes Wachstumspotenzial, da diese einen echten Mehrwert auf allen Stufen der Wertschöpfungskette bieten und herkömmlichen Werkstoffen in vielerlei Hinsicht überlegen sind. Mit Polyurethan kann den großen Megatrends nach mehr Komfort und Sicherheit entsprochen werden, da diese vielfältig modifizierbar sind und z. B. flammhemmend, chemikalienbeständig oder äußerst abriebfest ausgerüstet werden können.

Masterflex AG

Die Masterflex AG konnte sich mit ihren innovativen Produkten der allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung im Jahr 2001 weitgehend entziehen. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 20% auf 45,8 Mio. A. Das Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme, war mit einem Anteil von 61% weiterhin der Motor für originäre Umsatzsteigerungen. Darin sind seit 2001 auch die Umsätze des Innovativen Verschleißschutzes enthalten.

Der Anteil der Medizintechnik an der Umsatzentwicklung lag mit 11,3 Mio. A bei 25%. Im Bereich Brennstoffzellentechnologie wurden über die mehrheitliche Beteiligung an der DICOTA GmbH, die künftig den Vertrieb der Minibrennstoffzellen übernehmen wird, Umsatzbeiträge (August bis Dezember) in Höhe von 6,5 Mio. A bzw. 14% erzielt. Das neue Geschäftsfeld Brennstoffzellentechnologie befindet sich noch im Aufbau und wird nach jetziger Planung erstmalig im Jahre 2004 Umsatzbeiträge liefern.

Wichtigster Absatzmarkt ist für den Konzern nach wie vor Deutschland. Hier wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 24,6 Mio. A erzielt. Dies entspricht einem Anteil von 54% am Gesamtumsatz. Es folgen die EU-Staaten mit 8,9 Mio. A (19%) und Drittländer mit 12,3 Mio. A (27%).

High-Tech-Schlauchsysteme

Die Masterflex AG behauptete sich mit ihren hochspezialisierten Produkten im Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme im insgesamt rückläufigen europäischen Markt gut. Die Umsätze konnten insgesamt um 6% gesteigert werden. Masterflex bediente in 2001 mehr als 20 Branchen, wobei die Schwerpunkte bei der Umwelt- und Ausrüstungsindustrie, der KFZ-Industrie,dem Maschinenbau und der Chemischen Industrie lagen. Abhängigkeiten zu bestimmten Branchen oder einzelnen Kunden bestanden nicht.

Nach wie vor bleibt Deutschland der wichtigste Absatzmarkt für die hochspezialisierten Nischenprodukte der Masterflex AG, bei denen ein Meter Schlauch bis zu 3.500 Euro kosten kann. Das Geschäftsjahr war am Standort Gelsenkirchen wiederum durch die volle Auslastung der Produktionsanlagen gekennzeichnet. In Teilbereichen des Unternehmens wurde im 3-Schichtbetrieb gearbeitet. In eigener Entwicklung wurden zwei neue Produktionsstraßen entwickelt und in Betrieb genommen. Um auch zukünftig alle Marktpotenziale ausschöpfen zu können, haben wir 2001 weiter in Forschung und Entwicklung investiert. Der Bereich der Entwicklung neuer Kunststoffe wurde personell weiter aufgestockt und ein neues Technikum am Standort Gelsenkirchen in Betrieb genommen. Da wir auch weiterhin mit hohen jährlichen Umsatzzuwächsen rechnen,haben wir auch unsere Lagerkapazitäten um ca.1.200 qm erweitert.

Bei unserer US-Tochtergesellschaft verzeichneten wir zwei gegenläufige Entwicklungen. Im Bereich High-Tech-Schlauchsysteme wurde 2001 der kostenintensive Aufbau eigener Vertriebsstrukturen weiter verstärkt. Die Verkaufszahlen entsprechen unseren optimistischen Erwartungen, aufgrund zahlreicher Alleinstellungsmerkmale können wir ein hohes Preisniveau am Markt durchsetzen.Wir gehen daher davon aus, den Break Even im vierten Quartal 2002 planmäßig im Bereich High-Tech-Schlauchsysteme zu erreichen.

Mit dem Kauf unserer US-Tochtergesellschaft in 1999 haben wir deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Klima- und Lüftungsschläuche übernommen. Dieses Schlauchprogramm wird überwiegend in der Bauindustrie abgesetzt, die sich aufgrund des schwierigen Umfelds in den USA rückläufig entwickelte. Das gilt vor allem für die letzten Monate des vergangenen Jahres. Inzwischen sind jedoch deutliche Erholungstendenzen in den USA sichtbar.

Ende 2000 haben wir mit dem Innovativen Verschleißschutz "Master Protect" ein neues Geschäftsfeld im industriellen Bereich erschlossen. In Deutschland werden ca. ein Drittel der Instandhaltungskosten von Anlagen durch abrasiven Verschleiß verursacht. Zu den besonders verschleißanfälligen Teilen gehören insbesondere Rohrbögen, deren Verschleiß immer wieder teure Produktionsstillstände hervorruft. Für diese Problemstellung bietet die Masterflex AG ein international patentiertes Verschleißschutzsystem an, bei dem Rohre und Rohrbögen mit PU ausgekleidet werden. Dadurch sind diese um ein Vielfaches verschleißfester als ein Stahlrohr. Genormte Leitungssysteme anstelle von teuren Sonderanfertigungen bieten einen weiteren Vorteil. "Master Protect" wird insbesondere für die Schüttgut-, Kunststoff- und die Lebensmittelindustrie angeboten.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass bei der Distribution des Innovativen Verschleißschutzes eine Reihe von Gemeinsamkeiten mit den High-Tech-Schlauchsystemen gegeben sind. Deshalb haben wir die beiden industriellen Bereiche unter dem Dach der High-Tech-Schlauchsysteme zusammengefasst. Master Protect wurde im März 2001 auf der Fachmesse "Powtech" vorgestellt und seitdem erfolgreich in mehreren Industrieunternehmen eingesetzt. Im Laufe der nächsten Jahre wird die Bedeutung des Innovativen Verschleißschutzes weiter zunehmen, da dann Erfahrungswerte über den Langzeiteinsatz vorliegen werden. So können auch Aussagen über Garantien für Einsatzzeiträume, die in einzelnen Industriebereichen Voraussetzung für den Einsatz des Systems sind, gemacht werden.

Das Geschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme bietet weiterhin enormes Zukunftspotenzial, denn zum einen werden die strengen deutschen Umweltstandards im Zuge der Harmonisierung im EU-Raum übernommen und der Anwendungsbereich durch die geplante Osterweiterung erweitert. Zum anderen bietet der USA-Markt als größter Industriemarkt der Welt und klassischer PVC- und Gummi-Markt enormes Potenzial.

Medizintechnik

Die Stärken unseres Werkstoffes Polyurethan in Kombination mit einem innovativen Team von Mitarbeitern und einem leistungsfähigen Vertrieb zeigen sich sehr deutlich im Bereich Medizintechnik. Das Marktumfeld ist nach wie vor hervorragend, da PU wegen seiner antithrombogenen und antibakteriellen Eigenschaften zunehmend eingesetzt wird. Der Markt für Medizintechnik gehört nach wir vor mit einem jährlichen Plus von 20% zu den am dynamischsten wachsenden Märkten. Der Umsatz lag 2001 weltweit bei ca. 180 Milliarden Euro.

Masterflex will sich auch in diesem Marktsegment als etablierter Spezialist für maßgeschneiderte Produktlösungen durchsetzen. Das Angebot von Systemlösungen und anspruchsvolleren Komponenten aus PU sowie das erforderliche Know-how über die Verarbeitung ist am Markt noch nicht ausreichend vorhanden. Hier liegt das Entwicklungspotenzial der Masterflex AG aufgrund ihrer Kompetenz im Bereich PU. Der Geschäftsbereich Medizintechnik wurde im Jahr 2001 weiter ausgebaut, nachdem im Herbst 2000 eine Reinraumproduktionshalle der Klasse 10.000 für die Fertigung von medizinischen Komponenten (z. B. Infusionsschläuche, Katheter, Multilumenschläuche) errichtet worden war. Die dort installierten hochmodernen Extrusionsanlagen ermöglichen die Produktion von extrem dünnen Schläuchen mit Röntgenkontraststreifen im Durchmesserbereich von 0,5 bis 20,0 mm.

Über unsere Tochtergesellschaft Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, bieten wir außerdem hochwertige Einzelkomponenten und Sets für die medizinische Diagnose und Therapie an. Die im deutschen Markt neuartige Set-Idee basiert darauf, dass die für eine Operation oder Untersuchung notwendigen medizinischen Instrumente zu einem Komplett-Paket nach den Wünschen der anwendenden Ärzte individuell zusammengestellt werden. Mit diesen Sets können Kostenvorteile durch eine vereinfachte Logistik in Krankenhäusern, Kliniken und Arztpraxen erzielt werden. Die Gesellschaft ist international zertifiziert gemäß EN ISO 9001 ff, EN 46001 sowie MDD 93/43. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit dem Aufbau des Exportgeschäftes begonnen und weitere medizinische Sets entwickelt.

Ab dem Frühsommer bietet Masterflex außerdem die weltweit erste Larynx Vent Tube aus Polyurethan an. Dieses medizinische Instrument ist ein preiswertes Disposable (Einmalartikel), das zur Beatmung während einer Operation eingesetzt wird. Erstmalig verhindert eine konvergierende Verbindung von Speiseröhren- und Luftröhrenabdichtung die Erstickungsgefahr durch Erbrechen des Patienten sowie die bisher nach Operationen häufig eintretenden Stimmbandreizungen und -verletzungen. Da der Vorgang der Sterilisation entfällt, lässt sich das Produkt auch ideal im Sanitäts- und Rettungsdienst einsetzen. Die Larynx Vent wurde auf verschiedenen Kongressen bereits erfolgreich vorgestellt. Wir wollen die Produktion und den Absatz bis zum Jahr 2004 auf jährlich 1 Mio. Stück hochfahren.

Brennstoffzellentechnologie

Neben dem Ausbau des Kerngeschäftes sehen wir den zukünftigen Wachstumsmotor für die Masterflex AG in unserem neuen Geschäftsfeld, der Brennstoffzellentechnologie. Hier wollen wir uns mit innovativen Technologien und Produkten international hervorragend positionieren.

Funktionsweise einer Brennstoffzelle

Bei einer Brennstoffzelle wird chemische Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt. Das Prinzip geht auf eine Entdeckung von Sir William Robert Grove 1839 zurück:Über eine Bipolarplatte wird auf der einen Seite Wasserstoff zugeführt. An der Anode wird er oxidiert und gibt dabei Elektronen ab. Auf der anderen Seite, der Kathode, wird Sauerstoff über eine Bipolarplatte zugeführt und reduziert (enthält Elektronen). Im Zwischenraum der beiden Bipolarplatten befindet sich eine Elektrolyt-Membran als Protonenleiter, die die Protonen von der Wasserstoffseite auf die Sauerstoffseite führt, die Elektronen aber vom Durchwandern abhält. Die Protonen wandern durch zur Kathode und verbinden sich dort wieder zu Wasser.

Die Elektroden wandern von außen zur Kathode und erzeugen dabei Strom. Durch die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff entsteht außerdem Wärme.

Einen hohen Stellenwert hat dabei zum einen die Entwicklung einer neuartigen Minibrennstoffzelle auf Wasserstoffbasis, in die wir in den kommenden zwei Jahren 2 bis 3 Mio. Euro investieren werden. Sie ist als Ersatz für Akkus und Batterien gedacht und soll zunächst Laptops, Drucker und Mobiltelefone mit elektrischer Energie versorgen, die vorzugsweise in ProfiTragesystemen integriert werden. Der Einbau von Minibrennstoffzellen in die Gehäuse dieser Geräte wird nach Expertenmeinung noch Jahre dauern. Masterflex will deshalb ein anderen Weg gehen. Mit der Versorgung von außen wollen wir eine ideale Energieversorgung anbieten, die wesentlich leistungsfähiger als der gängige Akkubetrieb ist. Der Akku verliert im Laufe der Zeit immer mehr an Leistungsfähigkeit, während die Minibrennstoffzelle eine gleichbleibende Leistung bringt und wesentlich länger hält. Da durch den Einsatz der Brennstoffzelle die Betriebszeiten der Endgeräte im Vergleich zum Einsatz von Akkus um den Faktor 4-5 gesteigert werden, sehen wir hier ein riesiges Absatzpotenzial, denn Umfragen zeigen, dass die Anwender ein hohes Interesse an einer verlängerten Nutzungsdauer der Geräte haben.

Die Minibrennstoffzelle wird selbst atmend sein, so dass der Sauerstoff aus der Luft verwendet wird. Der Wasserstoff wird über einen kleine Patrone zugeführt. Ist der Tank leer, erfolgt die schnelle Auswechselung durch das Aufschrauben einer neuen Patrone.

Bereits im Jahre 2001 haben wir uns die weltweiten Vertriebskanäle durch eine Beteiligung an der DICOTA GmbH, einem der europäischen Marktführer im Bereich des Mobile Computing (mobile Tragesysteme), gesichert. Die Minibrennstoffzellen sollen zukünftig in die Profi-Tragesysteme von DICOTA integriert und weltweit vertrieben werden. Vor Anlauf der Serienfertigung im Jahre 2004 wird die Produktion in eine neue Tochtergesellschaft ausgegliedert.

Im Bereich der Brennstoffzellentechnologie verfolgen wir ein zweites Projekt.Wir wollen unser Know-how bei der Entwicklung von Fertigungstechnologien für die Entwicklung einer Membran-Beschichtungsanlage nutzen. Damit würden wir nicht nur der erste europäischer Hersteller mit einer technologischen Schlüsselstellung in diesem Zukunftsmarkt, sondern auch ein attraktiver Kooperationspartner für andere Branchen, die sich mit der wasserstoffbasierten Brennstoffzelle beschäftigen (Automobilbranche, Heizungstechnik, etc.).

MEDIZINTECHNIK

OP-Team Alpha. Masterflex. Aufatmen nach 4 Stunden.

Eine Notfall-Operation.Von jetzt auf gleich muss alles an Material vor Ort und einsatzbereit sein.Vom Tupfer bis zum Mundschutz.Vom Katheter bis zur Kanüle. Komplett zusammengestellt und vollständig sterilisiert.

Aber auch mit genügend Zeit zur Vorbereitung sparen OP-Sets von Masterflex logistischen Aufwand und Kosten. Die Zahl der Operationen kann deutlich erhöht werden.Alles aus einer Hand, was für Operationen und Untersuchungen gebraucht wird. Standardisiert oder individuell. Mit Sicherheit zur rechten Zeit alles am rechten Ort.

Entwicklung der Tochtergesellschaften

Neben dem Firmensitz und Hauptproduktionsstandort Gelsenkirchen ist die Masterflex AG an mittlerweile acht weiteren Standorten in Deutschland, Frankreich Großbritannien und den USA vertreten. Im März 2001 wurde die Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, vollständig erworben. Im August folgte die mehrheitliche Beteiligung an der DICOTA GmbH, Bietigheim-Bissingen.

Bezeichnung
der Gesellschaft
Sitz der
Gesell-
MASTERFLEX
schaft
Anteil
in %
NOVOPLAST
Schlauchtechnik GmbH
D-Halberstadt 70
MASTERFLEX SARL F-Béligneux 80
MASTERFLEX
Technical Hoses Ltd.
GB-Oldham 100
FLEXMASTER USA, Inc. USA-Houston 100
MASTERDUCT Inc. USA-Houston 100*
TECHNO
Handelsgesellschaft mbH
D-Bochum 100
ANGIOKARD
Medizintechnik GmbH & Co. KG
D-Friedeburg 100
DICOTA GmbH D-Bietigheim-Bissingen 50,02

* Anteil FLEXMASTER USA, Inc.

NOVOPLAST Schlauchtechnik GmbH

Unsere älteste Tochtergesellschaft Novoplast Schlauchtechnik GmbH produziert seit 1991 industrielle High-Tech-Schlauchsysteme aus hochwertigen Kunststoffen.Im Jahre 2001 wurde die Produktionskapazität durch eine weitere hochmoderne und weitgehend automatisierte Fertigungsstraße erweitert. Seit einigen Jahren ist Novoplast auch im medizinischen Bereich tätig. Dieser wurde durch den Bau einer Reinraumhalle im Geschäftsjahr 2000 erheblich ausgebaut. Die erforderlichen Produktionslinien wurden 2001 installiert. Novoplast produziert auf der derzeit modernsten Mikropräzisionsextrusionsanlage in Europa insbesondere Multilumen-, Infusions- und Katheterschläuche.

Ein wichtiger Abnehmer dieser Produkte ist unsere Tochtergesellschaft Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, die damit ihre medizinischen Sets bestückt. Im Jahre 2001 konnte unter anderem die Fresenius AG als wichtiger Neukunde gewonnen werden. Insgesamt wurde der Umsatz um 20% gesteigert.

Ab Mitte 2002 wird das Unternehmen mit der Fertigung der weltweit patentierten "Larynx Vent" Tube aus Polyurethan beginnen, von der im ersten Jahr 70.000 Stück produziert werden sollen. Die Novoplast Schlauchtechnik präsentierte ihre medizinischen Produkte im November 2001 auf der Compamed in Düsseldorf. Die industriellen Produkte wurden zum Beispiel im April 2001 zusammen mit der Masterflex AG auf dem Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe vorgestellt.

ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG

Im März 2001 wurden die restlichen Anteile an der Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, erworben, an der sich Masterflex bereits 2000 mehrheitlich beteiligt hatte. Das Unternehmen hat sich auf das sogenannte "Kit-Packing" spezialisiert und bietet Krankenhäusern, Kliniken und Arztpraxen individuelle medizinische OP-Behandlungssets insbesondere für die Bereiche Kardiologie, Radiologie und Anästhesie – wenn gewünscht auch in Just-in-Time-Lieferung – an.

Angiokard hat sich im deutschen Markt als einer der führenden Anbieter für OP-Sets für die Angiographie und Radiologie etabliert. 2001 wurde das Exportgeschäft weiter erfolgreich ausgebaut. Anfang 2002 wurde eine Vertriebsniederlassung in den Niederlanden gegründet, um Kliniken, Krankenhäuser und Ärzte vor Ort noch besser beraten zu können.

Dem Trend zur Kostenoptimierung in der Medizintechnik kommt die innovative Set-Idee entgegen. Der logistische Aufwand für die Vorbereitung von Operationen kann durch die Zusammenstellung und Konfektionierung nach den Wünschen des behandelnden Arztes erheblich reduziert werden. Neben Weiterentwicklungen im Bereich der Angiographie wurde 2001 ein Komplett-Set für die klassische Athroskopie (Gelenkspiegelung) entwickelt, das 2002 eingeführt werden soll. Bisher deckt der Markt hier nur Teilbereiche ab. Damit wollen wir unserem Ziel, im Bereich des "Kit-Packing" die Nummer eins in Europa zu werden, einen weiteren Schritt näherkommen.

Masterflex S.A.R.L.

Die Masterflex S.A.R.L. war 2001 neben der Masterflex AG in Gelsenkirchen das erfolgreichste Unternehmen im Bereich High-Tech-Schlauchsysteme. Dieses Tochterunternehmen bearbeitet seit 1992 sehr erfolgreich den französischen und südeuropäischen Markt. Die Problemlösungskompetenz des Unternehmens ist anerkannt. Für viele Branchen, wie zum Beispiel die in Frankreich bedeutende Lebensmittelindustrie, bietet Masterflex S.A.R.L. passgenaue Produktlösungen an. Mit Produktinnovationen und gezielten Marketingmaßnahmen, darunter Messeteilnahmen auf der führenden Zuliefermesse MIDEST im November und der Umweltausrüstungsmesse Pollutec im Dezember konnte das Unternehmen 2001 seine Marktposition weiter festigen.

Die Wachstumsperspektiven in diesem Teilmarkt sehen wir weiterhin als sehr gut an. Wir haben die Marktdurchdringung in Südeuropa weiter vorangetrieben. Der Markt wird noch überwiegend von preisgünstiger Massenware dominiert. Im Zuge der weiteren Angleichung der Umwelt- und Industriestandards sehen wir hier weiteres Zukunftspotenzial.

Masterflex Technical Hoses Ltd.

Masterflex Technical Hoses Ltd. produziert und vertreibt seit 1996 Hightech-Schlauch- und Verbindungssysteme für den industriellen Bereich in Großbritannien. 2001 hat das Unternehmen seine Marktstellung weiter ausgebaut und ist nach Gelsenkirchen und Frankreich an dritter Stelle bei Umsatz und Profitabilität. Insbesondere flammhemmende Schlauchsysteme z. B. für die Holzindustrie stehen hier im Mittelpunkt der Absatzstrategie. Masterflex Technical Hoses präsentierte das Produktprogramm auf zahlreichen regionalen Messen. Im Jahre 2002 wird das Unternehmen unter anderem an den international bekannten Messen MACH, INTERPLAS (vergleichbar mit der Kunststoffmesse "K") und TOTAL ENGINEERING & MANU-FACTURING teilnehmen.

Flexmaster USA, Inc.

Im Jahr 2001 hat sich der Konjunkturabschwung in den USA verschärft und erreichte im dritten Quartal mit einem Minus von 1,3% bei der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) seinen Höhepunkt. Die Auswirkungen bekam unsere 1999 erworbene Tochter Flexmaster U.S.A. im Alt-Geschäft zu spüren. Flexmaster hat sich auf Schläuche im Klima- und Lüftungsbereich spezialisiert. Der Konjunkturabschwung in den USA traf den für dieses Geschäftsfeld wichtigen Bausektor hart. Die Ereignisse im September haben die Rezession nochmals verschärft. Die Umsatzentwicklung des dritten Quartals 2001 stellte für Flexmaster im Klima-/Lüftungsbereich das schlechteste Geschäft seit Bestehen des Unternehmens dar. Trotz der Umsatzausfälle arbeitete Flexmaster weiterhin profitabel.

Im Gesamtjahr 2001 kam es dennoch zu einem Anstieg des BIP auf 1,2%. Wie in Deutschland ist Anfang 2002 auch in den USA ein Erholungstrend zu erkennen, so dass wir von einer Normalisierung im Altgeschäft Klima-/Lüftungsschläuche in diesem Jahr ausgehen.

2001 entwickelte sich das in den USA im Aufbau befindliche neue Geschäftsfeld der High-Tech-Schlauchsysteme im Gegensatz zum angestammten Geschäft äußerst positiv. Nachdem wir uns im Herbst 2000 gegen eine Akquisition und für den Aufbau eines eigenen Vertriebs für High-Tech-Schlauchsysteme in den USA entschieden hatten, stand das Jahr 2001 für die Flexmaster-Tochter Masterduct im Zeichen der Marktdurchdringung. Mittlerweile wurden fünf Vertriebsbüros in den industriellen Ballungszentren eröffnet. Flankiert wurde der Aufbau der Vertriebsstrukturen von einer umfangreichen Marketingkampagne. Mittlerweile zählt Masterduct in den USA zu den vier bekanntesten Herstellern industrieller Schläuche. Die Umsatzentwicklung verlief äußerst positiv. Zahlreiche Kunden konnten bereits gewonnen werden, darunter der LKW-Hersteller Oshkoh Truck und die Boeing Aircraft. Aufgrund der positiven Entwicklung gehen wir davon aus, dass wir den Bereich High-Tech-Schlauchsysteme bereits nach zwei Jahren 2003 in die Gewinnzone führen können.

TECHNO Handelsgesellschaft mbH

Die Techno Bochum GmbH, seit 2000 ein Tochterunternehmen der Masterflex AG, hat sich insbesondere auf die Lieferung von Spezialschläuchen für den Tunnel- und Brückenbau spezialisiert. 2001 wurde die Internationalisierung weiter vorangetrieben. Techno liefert heute auch nach Österreich, in die Schweiz und die Niederlande. Der Anteil der ausländischen Umsätze liegt mittlerweile bei rund 50%.

Bei allen wichtigen Vorhaben, die man sicherlich als Jahrhundertprojekte bezeichnen kann, ist Techno im kommenden Zeitraum beteiligt. Dazu zählt der sogenannte Alb-Transit in der Schweiz mit einem 37 km langen Bahntunnel und die Erweiterung des Gotthardt-Tunnels. Die Zukunftsperspektiven in diesem Marktsegment schätzen wir als hervorragend ein. Viele Bauten sind einröhrig und bieten damit erhöhtes Gefahrenpotenzial. Aufgrund der Tunnelunglücke im vergangenen Jahr besteht dringender Handlungsbedarf zum zweiröhrigen Ausbau.

Techno hat sich mit innovativen Produktlösungen und einem umfassenden Serviceangebot im Tunnelbau zu einem anerkannten Spezialanbieter am Markt etabliert. Der Bekanntheitsgrad konnte auch durch Messeteilnahmen wie bei der bekannten Tunnelbauausstellung STUVA in München im letzten Jahr deutlich gesteigert werden.

DICOTA GmbH

2001 hat sich die Masterflex AG mit 50,02% an der DICOTA GmbH, Bietigheim-Bissingen, beteiligt. DICOTA, 1992 gegründet, ist ein junges, dynamisches wachsendes Unternehmen, das im profitablen Nischenmarkt des Mobile Computing Equipment (Tragesysteme und Zubehör für den mobilen Computerbereich) tätig ist. Mittlerweile umfasst das Produktspektrum neun Bereiche, die Qualität, Modernität und Funktionalität innovativ verbinden. Mit inzwischen mehreren Millionen verkaufter Modelle an große internationale Computerhersteller gehört das Unternehmen heute weltweit zu den Marktführern in diesem Bereich. DICOTA verfügt über hervorragende globale Vertriebsstrukturen mit Tochtergesellschaften in Europa, Nordamerika und Asien. Dieses Vertriebsnetz wollen wir nutzen, um eine rasche Marktdurchdringung der Minibrennstoffzelle zu erreichen, die ab 2004 Bestandteil der Profi-Tragesysteme werden soll.

DICOTA wächst seit Jahren mit zweistelligen Raten. Mit seinen innovativen Produkten zeigte sich das Unternehmen unbeeindruckt vom erstmaligen Abschwung des PC-Marktes, dessen Wachstum um 3,6% im Vergleich zum Vorjahr abnahm. Mit Compaq und Hewlett-Packard konnten neue strategische Partner in Europa gewonnen werden. Im Herbst 2001 wurde in Asien eine Vereinbarung mit Toshiba unterzeichnet. Der Weltmarktführer für mobile Computing-Ausstattung will zusammen mit DICOTA eine hochwertige Komplettlösung für Notebooks und Zubehör in Südost- Asien und dem indischen Subkontinent entwickeln. Da die Partnerschaft langfristig ausgelegt ist, rechnet DICOTA für die nächsten Jahre mit interessanten Umsatzbeiträgen.

Als weitere Kunden konnten Compaq, Hewlett-Packard, NEC und Apple gewonnen werden, so dass der Umsatz in Asien gegenüber dem Vorjahr verdoppelt werden konnte. Außerdem gewann DICOTA erstmals einen Großauftrag in Japan.

In Deutschland wurde die Vertriebsstruktur 2001 grundlegend überarbeitet und neu strukturiert. Die Verkaufsgebiete orientieren sich jetzt an der Kundenstruktur und die Sales Manager betreuen jeweils einen eigenen Kundenbereich. Auf der Produktseite unternahm DICOTA 2001 die ersten Schritte im Bereich Bluetooth (Austausch von Daten über Funk als Ersatz für Kabel und Infrarot) und trat mit drei neuen Produkten in diesen Markt ein. Weitere Produktinnovationen wurden vom Markt hervorragend angenommen. DICOTA präsentierte sich 2001 erfolgreich auf der CEBIT und konnte am Stand auch Staatsminister im Kanzleramt Bury begrüßen.

Wir sind der festen Überzeugung, dass das Stammgeschäft der DICOTA GmbH auch weiterhin enormes Wachstumspotenzial bietet, zumal der amerikanische Markt im Jahr 2002 erschlossen werden soll. Im Januar wurde ein Niederlassung in San Francisco eröffnet. Für die Masterflex AG ist DICOTA der wesentliche Vertriebs kanal für die Minibrennstoffzelle, da diese in die Tragesysteme von DICOTA integriert werden sollen.

MEDIZINTECHNIK

14:54 Uhr. Masterflex. Sekunden entscheiden.

Kensington Road.Alles ging plötzlich. Die Kreuzung – ein Auto von rechts. Der Radfahrer am Boden. Der Rettungsdienst ist schnell da. Sekunden entscheiden.Alles an Ausrüstung sofort zur Hand.

Ein Beispiel: Der Beatmungsschlauch von Masterflex. Ein High-Tech-Produkt aus Polyurethan, ohne Sterilisation direkt einsetzbar.Allergieunbedenklich und mit zuverlässiger Abdichtung der Speiseröhre.Weich und elastisch.Verlässlich bei jedem Atemzug.

Investitionen

Im abgelaufenen Jahr wurden die bereits in 2000 begonnen Investitionsvorhaben fortgeführt bzw. abgeschlossenen und damit die Basis für das weitere Wachstum der Masterflex-Gruppe gelegt. Im Bereich der High-Tech-Schlauchsysteme wurden in Gelsenkirchen Investitionen in Höhe von TA 1.175 in neue Produktionsanlagen investiert, die im Unternehmen entwickelt und gefertigt wurden. Um auch zukünftig alle Marktpotenziale ausschöpfen zu können, haben wir die Forschungsaktivitäten im Bereich der Entwicklung innovativer Kunststoffe weiter ausgebaut und in diesem Zusammenhang ein neues Technikum mit einem Investitionsaufwand von TA 366 fertiggestellt. Des Weiteren wurden TA 238 in eine neue Lagerhalle investiert.

Bei der Novoplast Schlauchtechnik GmbH wurden Investitionen in Produktionsanlagen in Höhe von TA 1.160 vorgenommen. Auch künftig schaffen wir mit umfangreichen Investitionen im Rahmen unserer Produkt- und Marktoffensive die Basis für weitere Absatzsteigerungen im Kerngeschäftsfeld der Hightech-Schlauchsysteme, aber auch im Aufbau neuer Geschäftsfelder. Einen hohen Stellenwert hat dabei die Entwicklung der neuartigen Minibrennstoffzelle, in die wir in den kommenden zwei Jahren 2 bis 3 Mio. A investieren werden.Vor Anlauf der Serienfertigung im Jahre 2004 wird die Produktion in eine neue Tochtergesellschaft ausgegliedert. Im Jahre 2001 haben wir uns die weltweiten Vertriebskanäle durch eine Beteiligung an der DICOTA GmbH gesichert. Die Minibrennstoffzelle soll zukünftig in die Profi-Tragesysteme von DICOTA integriert und weltweit vertrieben werden.

Im Rahmen einer Kapitalerhöhung um 25% haben wir uns bei der DICOTA GmbH mit einer Stammeinlage von TA 50 und einem Agio in Höhe von TA 2.710 beteiligt. Darüber hinaus haben wir 30,02% der Stammkapitalanteile zum Mindestkaufpreis von TA 3.068 erworben,wobei die endgültige Kaufpreisfeststellung an eine positive Ertragsentwicklung gekoppelt ist. Für die restlichen Anteile besteht eine Kaufoption.

Weiterhin wurde im Berichtsjahr die Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG vollständig zu dem vertraglich fixierten Restkaufpreis von TA 5.842 übernommen.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Akquisitionen von Angiokard und DICOTA wurden aus vorhandener Barliquidität finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die teilweise Kaufpreisfinanzierung der Akquisition Flexmaster USA Inc. in 1999 sowie die erste Kaufpreistranche Angiokard aus dem Jahre 2000.

Personalbereich

Die Zahl der Mitarbeiter nahm im Jahr 2001 um fast 36% auf 338 Personen zu. Die Bereiche Vertrieb sowie Forschung & Entwicklung wurden personell verstärkt. Außerdem ist Masterflex in Gelsenkirchen seit August 2001 Ausbildungsbetrieb. Der Anstieg ist weiterhin auf den Erwerb der DICOTA GmbH zurückzuführen, bei der 49 Mitarbeiter beschäftigt sind. Der Aufwand für Löhne und Gehälter einschließlich Sozialabgaben stieg entsprechend um 25,6% auf 11,3 Mio. Euro gegenüber dem Jahr 2000.

Bei Masterflex stehen die Mitarbeiter im Mittelpunkt, denn Basis unseres Erfolgs sind nicht nur leistungsfähige Produkten, sondern vor allem motivierte und kreative Mitarbeiter. Die Unternehmenskultur und das sich daraus entwickelte Arbeitsklima zeigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Die Personalfluktuation geht gegen Null, der Krankenstand liegt deutlich unter dem Durchschnitt.

Als weiteren wichtigen Motivationsfaktor werden die Mitarbeiter, die in hohem Maße den Unternehmenserfolg mitgestalten, in Form einer Gratifikation am Gewinn beteiligt. Außerdem bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regelmäßige Fortbildungsmöglichkeiten an.

Mitarbeiterentwicklung 1997-2001:

1997 1998 1999 2000 2001
Gesamt 92 102 168 249 338

BRENNSTOFFZELLEN-TECHNOLOGIE

38° Süd – 42°West. Masterflex. Bis zu 7 Stunden mehr.

Urlaub.Weit weg und ganz entspannt.Am Strand liegen und doch erreichbar sein. Eine Runde Surfen, dann Infos für die Inselrundfahrt aus dem Internet holen. Und endlich mal in Ruhe E-Mails schreiben. Ohne Zeitdruck. Brennstoffzellentechnik von Masterflex bringt künftig mehr Unabhängigkeit durch eine tragbare Energiequelle. Eine multifunktionale Energiebox liefert dann eine bis zu fünffache Akkuleistung. Zum Beispiel für Notebooks, Drucker usw. Mit kurzen Aufladezeiten und ohne Selbstentladung. Flexibilität für die Arbeit und für das Leben.

Umweltschutz

Über besondere Vorgänge ist hier nicht zu berichten. Masterflex beschäftigt einen externen Sicherheitsbeauftragten, der die Einhaltung der Umweltschutzauflagen überwacht.

Risikomanagement

Seit Mai 1998 verpflichtet das "Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)" Aktiengesellschaften zum Aufbau von Risikomanagement-Systemen, die frühzeitig die wesentlichen Risiken erkennen lassen.

Die Masterflex AG hat im Zuge der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und dem anschließenden Börsengang im Jahr 2000 ein derartiges System installiert, damit der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet wird.

Die Risikofrüherkennung und -analyse ist integraler Bestandteil der Steuerungsinstrumentarien der Masterflex-Gruppe. Durch entsprechende Steuerungs- und Kontrollsysteme ist Masterflex in der Lage, Risiken zu identifizieren, zu beobachten sowie gegebenenfalls entsprechende Steuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Das Risikofrüherkennungssystem besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen, die sich unter anderem im Berichtswesen, institutionalisierten Gesprächskreisen, Richtlinien und Verfahrensanweisungen zu Prozessabläufen niederschlagen. Im Jahre 2001 wurde ein Controller eingestellt, der das interne Berichtswesen, insbesondere zwischen Masterflex und den Tochtergesellschaften, weiterentwickeln wird.

Teilaspekte des Risikofrüherkennungssystems werden durch ein bestehendes Qualitätsmanagementsystem überprüft. Die laufende Optimierung und permanente Weiterentwicklung des bestehenden Risikomanagements wird auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Geschäftsprozessoptimierung sein.

BRENNSTOFFZELLEN-TECHNOLOGIE

Entscheidung am 18. Loch. Masterflex. Hole in one.

Jeder Millimeter zählt. Exakter und ausgewogener Einsatz von Kraft und Schwung.Am letzten Green geht's um das Ganze. Nach einem langen Parcours ist hier noch einmal volle Präzision gefragt. Eine sportliche Herausforderung, die Spaß macht. Mit der Vorfreude auf die nächsten 18 Löcher.

Und zwar auch deshalb, weil mit der Brennstoffzellentechnik von Masterflex die gesamte Ausrüstung einfacher und länger über den Platz zu bewegen ist. Ohne Ermüdung, ohne zusätzliches Aufladen der Batterie und bis weit hinter das 18. Loch. Umweltfreundlich, bequem und komfortabel. Eine bekannte Technik innovativ eingesetzt – die künftig für viele Lebensbereiche neue Perspektiven eröffnet.

Forschung und Entwicklung (F+E)

Eine der wesentlichen Stärken der Masterflex AG liegt in ihrem umfangreichen Know-how über den Werkstoff Polyurethan. Das umfangreiche Spezialwissen erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette, angefangen von der Weiterentwicklung des Werkstoffes PU über die gesamte Prozess- und Fertigungstechnologie bis hin zum eigenen Vertrieb. Dieses Knowhow dokumentiert sich in einer Vielzahl von Innovationen und Patenten und unterstreicht den Technologievorsprung am Markt. Masterflex hat kontinuierlich eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung aufgebaut. 10% der Belegschaft sind in diesem wichtigen Bereich beschäftigt.

Auch im Jahr 2001 haben wir diesen Bereich weiter ausgebaut und ein Technikum am Hauptsitz in Gelsenkirchen errichtet. Hier werden unser Werkstoff Polyurethan, unsere Produkte sowie die Verfahrensoptimierung mit einem Team aus Ingenieuren und Chemikern weiterentwickelt. 2001 wurde der selbst entwickelte und gebaute Maschinenpark nochmals erweitert. Unsere Produktionsanlagen sind auf dem modernsten Stand. Viele Produkte werden darüber hinaus in Feldversuchen bei Kunden getestet, so z. B. das Innovative Verschleißschutzsystem.

Im Bereich Medizintechnik standen 2001 die Entwicklung der Larynx Vent Tube und des Athroskopie-Sets im Vordergrund unserer F&E-Aktivitäten.

Einen zentralen Forschungsschwerpunkt der nächsten Jahre bildet die neuartige Minibrennstoffzelle für die mobile Energieversorgung und die Entwicklung eines innovativen Beschichtungsverfahrens für das Herzstück der Brennstoffzelle, die Polymerfolie. Diese Projekte führen wir zusammen mit renommierten Forschungseinrichtungen und Kooperationspartnern durch.

Im Bereich der zukunftsweisenden Nanotechnologie unternehmen wir intensive Forschungsanstrengungen. Hierbei kooperieren wir zum Beispiel mit den Kompetenzzentren für Nanotechnologie. Die Nanotechnologie ermöglicht es, die Oberflächenstruktur von Polyurethan zu optimieren. Damit können zum Beispiel die – bereits sehr guten – Antihafteigenschaften und die Abriebfestigkeit des Werkstoffes nochmals verbessert werden. Im Mittelpunkt unserer Forschungstätigkeit steht insbesondere die Entwicklung von antibakteriellen Produkten, insbesondere für den Einsatz in der Medizintechnik und der Lebensmittelindustrie.

Sonstige wichtige Vorgänge

Im Geschäftsjahr 2001 sind außer der Mehrheitsbeteilung an der DICOTA GmbH keine wichtigen Verträge abgeschlossen worden und keine Rechtsstreitigkeiten entstanden, über die zu berichten wäre.

Vermögens- und Ertragslage

Ausgewählte Posten der Bilanz:

31.12.01 31.12.00 Verände
rung in %
Eigenkapital (TA) 26.802 26.585 0,8%
Bilanzsumme (TA) 57.105 52.314 9,2%
Eigenkapitalquote (%) 46,9% 50,8% -
Anlagevermögen (TE) 34.256 20.968 63,4%
Immaterielle
Vermögensgegenstände (TA)
18.067 8.620 109,6%
Technische Anlagen
und Maschinen (TA)
3.417 2.490 37,2%
Finanzanlagen (TA) 1.273 35 -
Umlaufvermögen (TE) 22.239 31.070 -28,4%
Vorräte (TA) 9.500 6.509 45,9%
Forderungen aus
Lieferungen u. Leistungen (TA)
6.705 4.196 59,8%
Schecks, Kassenbestand, Gut
haben bei Kreditinstituten (TA)
4.404 17.964 -75,6%
Verbindlichkeiten (TE) 24.322 20.298 19,8%
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (TA)
12.755 10.590 20,4%
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen u. Leistungen (TA)
3.506 2.264 54,8%

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,2% auf 57,1 Mio. A. Das Eigenkapital lag nahezu unverändert bei 26,8 Mio. A. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei soliden 46,9% von der Bilanzsumme.

Das Anlagevermögen ist insgesamt um 63,4% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände um 109,6% auf TA 18.067 (Vorjahr: TA 8.620) betrifft im Wesentlichen die Akquisitionszugänge. Im Geschäftsjahr 2001 hat die Masterflex AG die restlichen 49% Anteile an der Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, erworben sowie sich mehrheitlich mit 50,02% an der DICOTA GmbH, Bietigheim-Bissingen, beteiligt.

Ferner ist die Erhöhung des Anlagevermögens darauf zurückzuführen, dass renditestarke Wertpapiere (Aktien aus dem DAX und dem EURO-STOXX-50) mit einem langfristigen Haltehorizont in Höhe von TA 1.238 im Geschäftsjahr 2001 erworben wurden.

Die Veränderungen im Umlaufvermögen sind hauptsächlich auf den Erwerb der DICOTA GmbH zurückzuführen. Das Vorratsvermögen ist in 2001 um 45,9% auf TA 9.500 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2000: TA 6.509). Mit der höheren Vorratshaltung kann DICOTA den Kunden eine im Vergleich zu den Wettbewerbern schnellere Lieferfähigkeit garantieren. Auch die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um fast 60% auf 6.705 TA ist auf DICOTA zurückzuführen.

Die durch den Börsengang bedingte hohe Barliquidität reduzierte sich im Geschäftsjahr 2001 um 75,6% auf TA 4.404. Der Rückgang begründet sich in den getätigten Akquisitionen und Rückzahlungen von Verbindlichkeiten.

Auf der Passivseite erhöhte sich aufgrund der Mehrheitsbeteiligung an der DICOTA GmbH der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter auf TA 1.694.

Die gesamten Verbindlichkeiten sind insgesamt um 19,8% gestiegen, wobei die Zuführung auf DICOTA zurückzuführen ist. Im alten Konsolidierungskreis konnten die Verbindlichkeiten demgegenüber reduziert werden. Die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte teilweise mit den Mitteln des Emissionserlöses. Die Verbindlichkeiten gegenüber Altgesellschaftern wurden vollständig getilgt. Beim Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen – dabei handelt es sich überwiegend um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr – sowie den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um Verbindlichkeiten von DICOTA.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten kam es zu einer Verschiebung von den langfristigen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten, da die langfristigen Bankverbindlichkeiten überwiegend auf die in 2000 getätigten Akquisitionen zurückzuführen sind. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 65,9% reduziert auf TA 3.300.

Bei der Betrachtung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zeigt sich, dass die Masterflex AG bei der Entwicklung der Umsatzerlöse im Jahr 2001 ihre positive Geschäftsentwicklung fortsetzen konnte. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 20,1% auf 45,8 Mio. A (Vorjahr: 38,1 Mio. A). Dabei lag das organische Wachstum bei 3%.

Beim Materialaufwand zeigte sich die erwartete Strukturverschiebung aufgrund der getätigten Akquisitionen, insbesondere von DICOTA. Es kam zu einem Anstieg um 26,8% auf 21,7 Mio. A. Die Materialeinsatzquote liegt bei DICOTA bei branchenüblichen 63%, während die durchschnittliche Quote der Masterflex-Gruppe bei rund 47% liegt (Vorjahr: 44%). Die Materialeinsatzquote der Masterflex-Gruppe soll zukünftig durch den vermehrten Einsatz eigener Produkte wieder deutlich abgesenkt werden.

Die Investitionen in die Zukunft drücken sich auch in einem erhöhten Personalaufwand von 11,3 Mio. A aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg um rund 25,6%. Insbesondere der Vertrieb in den USA und in Deutschland sowie die Entwicklungsabteilung wurden verstärkt. Außerdem erhöhte sich der Personalaufwand durch die erstmalige Konsolidierung der neuen Tochtergesellschaft DICOTA GmbH.

Die Masterflex AG hat mit einer Reihe von Maßnahmen in 2001 die Weichen für die weitere erfolgreiche Zukunft gestellt. Die eingeleitete Produktoffensive mit verstärkten F&E-Aktivitäten, insbesondere in der Medizintechnik und im neuen Geschäftsfeld Brennstoffzellentechnologie sowie der Vertriebsaufbau in den USA führten zu geplanten Sonderbelastungen des Konzern-Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT).Außerdem kam es zu erhöhten Abschreibungen. Aufgrund der getätigten Akquisitionen erhöhten sich die Firmenwert-Abschreibungen von TA 449 auf TA 818. Im Bereich Medizintechnik kam es aufgrund der Erweiterung der Produktionskapazitäten ebenfalls zu erhöhten Abschreibungen.

In der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen spiegeln sich die zusätzlichen Aufwendungen von DICOTA und die Aufbaukosten USA wider.

Darüber hinaus wurde das EBIT außerplanmäßig belastet durch unerwartet starke Umsatzausfälle in den USA im zugekauften Altgeschäft aufgrund der Rezession und der Auswirkungen des 11. September. Dies hat sich insbesondere im vierten Quartal bemerkbar gemacht. Aufgrund dieser Sondereffekte reduzierte sich das EBIT 2001 auf 4,9 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 23,0% im Vergleich zum Vorjahr (6,3 Mio. A).Trotz dieser Belastungen konnte eine immer noch beachtliche EBIT-Marge von 10,7% erzielt werden.

Die Entwicklung des Nettogewinns wird nicht unwesentlich durch die Veränderung der latenten Steuern beeinflusst. Durch die Erstkonsolidierung der DICOTA-Gruppe sind in diesem Bereich Vermögenswerte zugegangen, deren vorsichtige Bewertung zum Bilanzstichtag zu Wertberichtigungen geführt hat, die einen Teil der Verringerung des Nettogewinns gegenüber dem Vorjahr (von 2,3 Mio. A um 14,2% auf 2,0 Mio. A) erklären. Die Gründe, die zu deren Wertberichtigung geführt haben, waren zum Zeitpunkt der Aufstellung des letzten Quartalsberichts noch nicht abzusehen.

Die Ergebnisbelastung des Geschäftsjahres aufgrund der Wertberichtigung von steuerlichen Vermögenswerten kann sich in künftigen Perioden durch Wertaufholungen umkehren.

Die Investitionen in die Zukunft wurden im Jahr 2001 weitgehend abgeschlossen.Wir haben eine Reihe von neuen Produkten entwickelt, die im Jahr 2002 im Markt eingeführt werden, daher rechnen wir für das Geschäftsjahr 2002 bei eingeplanten deutlichen Umsatzzuwächsen auch wieder mit einer Verbesserung des Vorsteuerergebnisses sowie einer positiven Entwicklung des Nettoergebnisses.

Ausgewählte Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.01 31.12.00 +/- %
Umsatzerlöse (TA) 45.785 38.119 +20,1%
Materialaufwand (TA) 21.688 17.108 +26,8%
Personalaufwand (TA) 11.328 9.017 +25,6%
Abschreibungen (TA) 2.126 1.575 +35,0%
Sonstige betr. Aufwendungen (TA) 7.877 5.866 +34,3%

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Über besondere Vorgänge ist an dieser Stelle nichts zu berichten.

Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Unternehmerisches Handeln ist immer sowohl mit Chancen, wie auch mit Risiken verbunden. Unter Risiko ist dabei die Möglichkeit ungünstiger künftiger Entwicklungen zu verstehen, die mit einer erheblichen, wenn auch nicht notwendigerweise überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwartet werden.

Unser Kerngeschäft High-Tech Schlauchsysteme sehen wir auf einem sehr soliden Fundament, bestandsgefährdende Risiken sind aus unserer Sicht nicht vorhanden. In drei Bereichen ist nicht auszuschließen, dass sich die Entwicklung anders als geplant vollzieht. MASTERFLEX entginge dann eine erhebliche Entwicklungschance für die Zukunft. Das Basisgeschäft des Konzerns würde davon aber nicht berührt.

In Bezug auf den Werkstoff Polyurethan ist der Markt in den USA noch nicht entwickelt. Traditionell werden dort PVC-Schläuche und Gummiprodukte eingesetzt. Bei der Substituierung dieser Produkte haben europäische Hersteller einen Technologievorsprung von ca. zehn Jahren. Hightech-Produkte in der MASTERFLEX-Qualität werden in den USA nicht angeboten.

Entgegen unserer ursprünglichen Planungen, eine Akquisition eines US-Schlauchherstellers mit bestehenden Vertriebsstrukturen vorzunehmen, haben wir uns unter Abwägung von Kosten- und Nutzenaspekten Ende 2000 entschlossen, die Markterschließung durch den Aufbau eigener Vertriebswege

vorzunehmen. Mittlerweile sind fünf Vertriebsbüros an wichtigen Standorten gegründet worden. Wir sind zuversichtlich, dass wir bei der US-Tochtergesellschaft im 4. Quartal 2002 die Verlustzone verlassen werden. Obwohl die Markteinführung bisher positiv verläuft, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Zielplanungen verfehlt werden.

Über unsere bestehende Kernkompetenz bei der Entwicklung und Verarbeitung des Zukunftswerkstoffes Polyurethan wird der Geschäftsbereich Medizintechnik, der bei den Tochtergesellschaften Novoplast Schlauchtechnik GmbH und Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG angesiedelt ist, weiterhin stark ausgebaut werden.

Neben dem weiteren Ausbau der bestehenden Vertriebsstrukturen werden 2002 neue medizinische Polyurethanprodukte in den Markt eingeführt bzw. klinischen Tests unterzogen. Inwieweit uns bei diesen eine schnelle Markteinführung gelingt, ist insbesondere von der Aufnahmebereitschaft und Akzeptanz der Märkte stark abhängig.

In das Produkt Minibrennstoffzelle werden in den kommenden zwei Jahren 2 bis 3 Mio. A investiert werden. Hier arbeiten wir sehr eng mit einer namhaften Forschungseinrichtung zusammen. Durch die Akquisition der DICOTA GmbH haben wir uns die Vertriebskanäle bereits heute gesichert. Unser ehrgeiziges Ziel ist es, als weltweit erster Hersteller im Jahr 2004 mit der Serienproduktion von Minibrennstoffzellen zu beginnen. Gleichwohl kann das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Produktion eines vermarktungsfähigen Produktes verzögert oder das Projekt aufgrund der Marktgegebenheiten aufgegeben wird. Weiterhin kann aus heutiger Sicht nicht sicher eingeplant werden, ob dieses neuartige Produkt sich mit den geplanten Jahresstückzahlen von 30.000 am Markt durchsetzen wird. Obwohl wir optimistisch sind, den Markt mit einem leistungsfähigen Produkt als erster Hersteller zu erschließen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Unternehmen den Markt mit ähnlichen Produkten früher erschließen oder bessere Produkte anbieten.

Sollten die oben aufgeführten Risiken eintreten und die Risikovorsorge nicht greifen, entginge Masterflex eine erhebliche Entwicklungschance für die Zukunft. Das Basisgeschäft des Konzerns würde davon aber nicht berührt.

Ausblick

Das Geschäftsjahr 2001 war zum einen durch eine Reihe von Maßnahmen und Investitionen geprägt, die eine hervorragende Basis für künftige kräftige Umsatz- und Ergebnissteigerungen erreichen. Mit der Umsatzentwicklung 2001 können wir zufrieden sein. Investitionen in Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie in qualifiziertes Personal haben die Ergebnisentwicklung beeinflusst und geprägt, Sondereffekte durch die Terroranschläge und die Rezession in den USA die Entwicklung jedoch ungeplant belastet. 2002 wollen wir die Ergebnissituation deutlich verbessern und die Früchte ernten, die wir in den vergangenen zwei Jahren gesät haben.

Experten bescheinigen unserem multitalentierten Werkstoff Polyurethan weiterhin ein starkes Wachstumspotenzial. Der Gesamtmarkt für PU-Produkte wird auch zukünftig weiter ungebrochen wachsen und mit verstärkten Tendenzen PVC, Gummi und Stahl substituieren. Obwohl sich das Wirtschaftsklima im Frühjahr 2002 noch verhalten zeigt, rechnen wir mit einer dynamischen Konzernentwicklung bei Umsatz und Ergebnis, da wir als Marktführer mit unseren zukunftsträchtigen und hochprofitablen Produkten in attraktiven Märkten hervorragend aufgestellt sind.

Unser leistungsfähiges Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme liefert in Europa seit Jahren hervorragende Umsatz- und Ergebnisbeiträge, deren Basis in innovativen Produktlösungen auch für extreme und kundenindividuelle Anforderungen liegt. Hier wollen wir auch weiterhin Potenziale mit neue Produkten und in neuen Märkten – zum Beispiel in Osteuropa – konsequent auszuschöpfen.

In den USA zeigt die bisherige positive Entwicklung beim Aufbau dieses Geschäftes zum einen die Richtigkeit unserer Entscheidung, den Vertrieb aus eigener Kraft aufzubauen. Zum anderen haben wir mit unseren anspruchsvollen PU-Produkten auch in diesem klassischen PVC- und Gummimarkt hervorragende Wachstumsperspektiven. Wir sind optimistisch, nach nur zweijähriger Markteinführung bereits im Jahr 2003 die Gewinnschwelle zu erreichen.

Im Bereich Medizintechnik werden wir mit verschiedenen Neuheiten eine Produktoffensive starten, von der wir einen kräftigen Umsatz- und Ergebnisschub ab der zweiten Hälfte 2002 erwarten. Die Produkte haben bereits eine große Resonanz auf medizinischen Kongressen und Messen ausgelöst. Darüber hinaus stellt die weitere Marktdurchdringung in Deutschland und Europa ein wichtiges Ziel in diesem Jahr dar.

Forschung und Entwicklung haben nach wie vor eine große Bedeutung für die Masterflex AG. In unserem 2001 fertiggestellten Technikum werden Ingenieure und Chemiker konsequent an der Weiterentwicklung von Werkstoffen, Produkten und Verfahrenstechnologien arbeiten. Ein wichtiges Projekt wird dabei die Minibrennstoffzelle sein, die wir mit namhaften Kooperationspartnern entwickeln wollen. Auf der CEBIT 2003 wollen wir ein serientaugliches Produkt vorstellen und als erster Hersteller ab 2004 mit einer Nullserie von 30.000 Stück wasserstoffbasierte Minibrennstoffzellen zunächst für die externe Energieversorgung für Notebooks, Drucker und Handies anbieten. Parallel dazu wollen wir unser umfangreiches Know how im Bereich Advanced Polymers nutzen und ein innovatives Beschichtungsverfahren für das Herzstück der Brennstoffzelle, die Polymerfolie, entwickeln. Mit diesem Ansatz wären wir der erste europäische Anbieter eines solchen Verfahrens. In der Brennstoffzellentechnologie sehen wir ein enormes Wachstumspotenzial für die Zukunft, dass sich, davon gehen wir aus, entsprechend in unserem Aktienkurs niederschlagen wird.

KONZERNBILANZ IAS

Aktiva 31.12.2001 31.12.2000
TE TE
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 233 215
2.
Entwicklungsleistungen
197 0
3.
Geschäfts- oder Firmenwert
17.637 8.405
18.067 8.620
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.324 7.632
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.417 2.490
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.074 812
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.101 1.379
14.916 12.313
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.238 0
2.
Sonstige Ausleihungen
35 35
1.273 35
34.256 20.968
B. Umlaufvermögen
I.
Vorräte
1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
3.153 3.084
2.
Fertige Erzeugnisse und Waren
3.
Geleistete Anzahlungen
6.193
154
3.388
37
9.500 6.509
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.705 4.196
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.630 2.361
8.335 6.557
III. Wertpapiere
1.
Sonstige Wertpapiere
0 40
IV. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.404 17.964
22.239 31.070
C. Latente Steuern 438 253
D. Rechnungsabgrenzungsposten 172 23
57.105 52.314

Passiva 31.12.2001 31.12.2000
TE TE
A. Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
4.446 4.487
II.
Kapitalrücklage
19.729 20.151
III. Gewinnrücklagen
1. Ergebnisvortrag 2.996 2.117
IV. Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten -146 0
V.
Währungsdifferenzen
-223 -170
26.802 26.585
B. Ausgleichposten für Anteile anderer Gesellschafter 1.694 560
C. Rückstellungen
1.
Steuerrückstellungen
834 2.180
2.
Sonstige Rückstellungen
1.077 1.096
1.911 3.276
D. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
12.755 10.590
2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
0 2
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.506 2.264
4.
Sonstige Verbindlichkeiten
8.061 7.442
24.322 20.298
E.
Latente Steuern
389 316
F.
Rechnungsabgrenzungsposten
1.987 1.279
57.105 52.314
Gewinn- und Verlustrechnung 2001 2000
TE TE
1. Umsatzerlöse 45.785 38.119
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 397 1.041
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 663 333
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.091 460
47.936 39.953
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
-21.413 -16.893
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -275 -215
-21.688 -17.108
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.433 -7.472
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-1.895 -1.545
-11.328 -9.017
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
-2.126 -1.575
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.877 -5.866
9. Nicht operative Aufwendungen -221 -34
10. Erträge aus anderen Wertpapieren 7 0
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 409 479
12. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 -42
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.059 -1.203
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.053 5.587
15. Außerordentliche Aufwendungen 0 -455
16. Außerordentliches Ergebnis 0 -455
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.669 -2.091
18. Latente Steuern -61 60
19. Sonstige Steuern -254 -135
20. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -56 -619
21. Konzern-Jahresüberschuss 2.013 2.347
Entwicklung
des Konzern-
Eigenkapitals
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
(Ergebnis-
vortrag)
Rücklage
zur Markt-
bewertung
von Finanz
instrumenten
Währungs-
differenzen
Summe
TE TE TE TE TE TE
Eigenkapital zum 31. Dezember 1999 3.579 0 -232 0 -121 3.226
Jahresüberschuss 2.347 2.347
Währungsgewinne/-verluste
aus der Umrechnung ausländischer
Jahresabschlüsse
42 42
Kapitaleinzahlungen (Einlagen) 921 21.609 22.530
Eigenkapitaltransaktionskosten* -1.162 -1.162
Erwerb eigener Anteile -13 -296 -309
Umrechnungsdifferenzen aus Netto
Investitionen in wirtschaftlich selbst
ständige ausländische Teileinheiten*
-91 -91
Übrige Veränderungen 2 2
Eigenkapital zum 31. Dezember 2000 4.487 20.151 2.117 0 -170 26.585
Erstmalige Anwendung von IAS 39* -5 -5
Jahresüberschuss 2.013 2.013
Marktveränderungen von
Finanzinstrumenten*
-146 -146
Währungsgewinne/-verluste aus
der Umrechnung ausländischer
Jahresabschlüsse -20 -20
Verkauf eigener Anteile*
Erwerb eigener Anteile
13
-54
358
-780
371
-834
Ausschüttungen -1.125 -1.125
Umrechnungsdifferenzen aus Netto
Investitionen in wirtschaftlich selbst
ständige ausländische Teileinheiten*
-33 -33
Übrige Veränderungen -4 -4
Eigenkapital zum 31. Dezember 2001 4.446 19.729 2.996 -146 -223 26.802

*) nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen

Kapitalflussrechnung 2001
TE
2000
TE
Periodenergebnis (Jahresüberschuss) vor
außerordentlichen Posten
2.013 2.802
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.126 1.575
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.044 1.176
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
und Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens -607 1.177
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-377 -3.450
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-1.245 -746
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 -2.390
cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -134 144
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Anlagevermögens
138 73
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -4.873 -4.377
Änderungen des Finanzmittelbestands aufgrund des Erwerbs von
konsolidierten Tochterunternehmen (einschließlich Anteilsaufstockungen)
-8.643 -7.136
cash-flow aus der Investitionstätigkeit -13.378 -11.440
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen
(Kapitalerhöhungen,Verkauf eigener Anteile)
413 22.221
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
(Dividenden, Erwerb eigener Anteile)
-2.015 -67
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 5.488 4.857
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten
Gesellschafterdarlehen
-4.024 -1.739
cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit -138 25.272
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -13.650 13.976
Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen
des Finanzmittelbestands
90 -166
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 17.964 4.154
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4.404 17.964

Konzernanhang (IAS) MASTERFLEX AG zum 31. Dezember 2001

1. Grundlagen und Methoden

Der Konzernabschluss der MASTERFLEX AG ist nach den Anforderungen des International Accounting Standards Board (IASB), London, erstellt. Durch die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IAS ist die Gesellschaft gemäß § 292 a HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Deutschen Handelsrechts befreit.

Die nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse der in die Konzernabschlüsse einbezogenen Unternehmen (vgl. Abschnitt 4) wurden an die Erfordernisse der Rechnungslegungsvorschriften nach IAS angepasst. Die erforderlichen Änderungen betreffen im Geschäftsjahr insbesondere die Bewertung des Anlagevermögens einschließlich der Beurteilung von Leasingverträgen auf Aktivierungspflicht, die Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Wirtschaftsgütern, den Ansatz derivativer Finanzinstrumente zu Marktwerten, die Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die Bilanzierung latenter Steuern auf temporäre Differenzen, den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen, die Bilanzierung eigener Anteile, die Währungsumrechnung einschließlich der Erfassung von Währungsdifferenzen, die ertragswirksame Abgrenzung erhaltener Investitionszuschüsse und -zulagen, die erfolgsneutrale Erfassung der Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren des Anlagevermögens sowie die erfolgsneutrale Erfassung einzelner tatsächlicher und latenter Ertragsteuern.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Erstmalig erfolgte der Ausweis der einzelnen Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung in der Währung EURO (A). Die Grundlage für die Umrechnung der Vorjahreszahlen bildete der offizielle Wechselkurs in Höhe von 1,95583 DM pro EURO. Aus Gründen der Übersichtlichkeit erfolgte der Ausweis in Tausend Euro (TA).

Ferner wendet das Unternehmen International Accounting Standard 39 (IAS 39), Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung, erstmals zum 1. Januar 2001 an (siehe Abschnitt 36).

2.Wesentliche Aussagen zum Konzernabschluss

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis um die Tochtergesellschaft DICOTA GmbH, Bietigheim-Bissingen (50,02% Beteiligung), einschließlich ihrer Beteiligungen (DICOTA-Gruppe) erweitert. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der 01.08.2001.

Ferner wurden im Berichtsjahr die restlichen Anteile (49%) an der ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, zum 01.01.2001 übernommen (siehe Abschnitt 4).

Der Erwerb der DICOTA-Gruppe trägt zum EBIT des Geschäftsjahres nicht so wesentlich bei, dass eine Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Abschluss des Vorjahrs insgesamt nicht gegeben wäre.

Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage verweisen wir auf die Firmenwertdarstellung (Abschnitt 11, 12) bzw. die Kapitalflussrechnung.

3. Grundsätze der Konsolidierung

■ Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der in IAS 22 beschriebenen Erwerbsmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem – unter Berücksichtigung der Beteiligungsquote – neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Die aus der Verrechnung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und zeitanteilig über ihre geschätzte Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben.

Basis für die Ermittlung der Höhe des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung waren die Beteiligungssätze und das Eigenkapital der Tochterunternehmen zum jeweiligen tatsächlichen Erwerbszeitpunkt.

Zu den Abschlussstichtagen ist das entsprechend den Anteilsverhältnissen auf fremde Dritte entfallende Kapital der einbezogenen Unternehmen in dem "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" außerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Dabei wurde berücksichtigt, dass nach den IAS den anderen Gesellschaftern grundsätzlich Verluste nur solange zugerechnet werden, wie für das betroffene Tochterunternehmen ein negativer Anteil der anderen Gesellschafter nicht entsteht. Die Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung den IAS entsprechend vor dem Konzernjahresüberschuss ausgewiesen.

■ Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet.

■ Zwischenergebnisse

Zwischengewinne wurden im Geschäftsjahr wegen Unwesentlichkeit eliminiert.

■ Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Innenumsätze und sonstigen konzerninternen Erträge eliminiert bzw. mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

In den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen wurde die DICOTA-Gruppe mit einem Zeitraum von 5 Monaten, alle übrigen einbezogenen Unternehmen mit einem Zeitraum von 12 Monaten berücksichtigt.

■ Umrechnung ausländischer Abschlüsse

In dem Konzernabschluss sind die Posten der Bilanz mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet worden. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaften wurde zu historischen Kursen umgerechnet (modifizierte Stichtagkursmethode). Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt.

4. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der MASTERFLEX AG als Mutterunternehmen die unten aufgeführten inländischen und ausländischen Unternehmen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis um die Tochtergesellschaft DICOTA-Gruppe, Bietigheim-Bissingen, erweitert. Die finanzielle und operative Kontrolle wurde am 01.08.2001 übernommen, so dass als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ebenfalls der 01.08.2001 gewählt wurde.

Die DICOTA-Gruppe vertreibt mobile Office-Systeme in Europa, Nordamerika und Asien. Sie ist Teilkonzernmuttergesellschaft von insgesamt acht ihr nachgeordneten verbundenen Unternehmen in den genannten Regionen. Im Geschäftsjahr 2001 wurden zunächst im Zuge einer Kapitalerhöhung 20% der Anteile übernommen. Der Übernahmepreis einschließlich Agio betrug TA 2.761. Im Anschluss daran hat die MASTERFLEX AG von dem früheren Alleingesellschafter einen Anteil in Höhe von 30,02% mit Wirkung zum 1. August 2001 erworben. Der endgültige Kaufpreis dieses Anteils ist variabel in Abhängigkeit vom EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der DICOTA GmbH (Konzernabschluss der DICOTA-Gruppe nach HGB) in den Geschäftsjahren 2001 bis 2004. Der im Kaufvertrag bestimmte vorläufige Kaufpreis der erworbenen Anteile hängt zunächst alleine vom EBIT des Kalenderjahres 2001 ab, des Weiteren wurden eine Untergrenze als auch eine Obergrenze vereinbart.

Aufgrund der bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Erkenntnisse ergibt sich ein vorläufiger Kaufpreis für diesen Anteil im Nennwert von TA 75 in Höhe der Untergrenze (einschließlich Nebenkosten TA 3.337).

Ferner hat die MASTERFLEX AG die restlichen 49% der Anteile an der ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG erworben. ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG produziert und vertreibt medizinische Produkte, insbesondere Behandlungssets für die Bereiche Kardiologie,Radiologie und Anästhesie. Im Berichtsjahr wurden die restlichen 49% der Anteile zum Preis von TA 5.854 (einschließlich der Verwaltungs-GmbH) erworben. NOVOPLAST Schlauchtechnik GmbH produziert und vermarktet High-Tech-Schlauch- und Verbindungssysteme aus unterschiedlichen hochwertigen Kunststoffen für den industriellen und medizinischen Bereich.

MASTERFLEX SARL und MASTERFLEX Technical Hoses Ltd. produzieren und vertreiben High-Tech-Schlauch- und Verbindungssysteme für den industriellen Bereich in Südeuropa bzw. Großbritannien.

FLEXMASTER USA, Inc. ist auf dem nordamerikanischen Markt als Hersteller von Schläuchen im Klima- und Lüftungsbereich tätig.

MASTERDUCT Inc. ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der FLEXMASTER USA, Inc. mit Sitz in Houston/USA. Das Unternehmen produziert und vertreibt spezielle High-Tech-Schlauchsysteme für den industriellen Bereich.

TECHNO Handelsgesellschaft mbH vertreibt spezielle High-Tech-Schlauchsysteme für den Tunnel- und Brückenbau.

Bezeichnung der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteil
MASTERFLEX
in %
NOVOPLAST
Schlauchtechnik GmbH D-Halberstadt 70
MASTERFLEX SARL F-Beligneux 80
MASTERFLEX
Technical Hoses Ltd. GB-Oldham 100
FLEXMASTER USA, Inc. USA-Houston 100
MASTERDUCT Inc. USA-Houston 100*
TECHNO
Handelsgesellschaft mbH
D-Bochum 100
ANGIOKARD Medizintechnik
GmbH & CO. KG
D-Friedeburg 100
DICOTA GmbH D-Bietigheim-Bissingen 50,02
Bezeichnung der Gesellschaft
Sitz der Gesellschaft
in %
Tochterunternehmen der DICOTA GmbH sind:
DICOTA Asia Ltd.
SGP-Singapur
100
DICOTA Far East Ltd.
VRC-Hong Kong
100
DICOTA Eastern Europe s.r.o.
CZ-Prag
75
DICOTA UK Ltd.
GB-London
100
DICOTA Canada Ltd.
CAN-Etobicoke
100
DICOTA USA LLC
USA-San Francisco
100
LOFTEX Ltd.
VRC-Hong Kong
100
SUBRA International Ltd.
VRC-Hong Kong
100
Anteil
MASTERFLEX

*) = Anteil FLEXMASTER USA, Inc.

5. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Gliederungsvorschriften des § 266 HGB wurden für die Aufstellung der Bilanz nach IAS übernommen. Hinsichtlich der latenten Steuern sowie konzernspezifischer Besonderheiten des Eigenkapitalausweises wurden die genannten Vorschriften um die entsprechenden Regelungen der IAS ergänzt. Dies gilt im Bereich des Eigenkapitals insbesondere für unrealisierte Gewinne/Verluste aus vorhandenen Wertpapieren des Anlagevermögens, die gemäß IAS 39 in einem gesonderten Eigenkapitalposten ausgewiesen werden. Selbst erstellte Entwicklungsleistungen werden innerhalb des Anlagevermögens gesondert ausgewiesen. Die im Vorjahr gesondert ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TA 1.424), die Verpflichtungen gegenüber den Anteilseignern der Rechtsvorgängerin der MASTERFLEX AG betrafen, wurden im Geschäftsjahr 2001 getilgt; der Vorjahreswert wird im vorliegenden Abschluss in den sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember gezeigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung nach IAS ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert worden. Ergänzend werden die latenten Steuern und die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter gesondert ausgewiesen. Ferner wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung die zusätzliche Position nicht operative Aufwendungen geschaffen. Diese Position beinhaltet alle Aufwendungen,die im Rahmen von Akquisitionsverhandlungen entstanden sind und nicht als Nebenkosten den Anschaffungskosten zugerechnet werden konnten. Der entsprechende Vorjahreswert (TA 34) war im Konzernabschluss des Geschäftsjahrs 2000 Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen; um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde der Vorjahresausweis durch eine Umgliederung angepasst.

a) Währungsumrechnung

■ Umrechnung einzelner Geschäftsvorfälle

Soweit Geschäftsvorgänge in Fremdwährungen vorlagen, wurden diese mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorgangs gültigen Kurs in die jeweilige Landeswährung umgerechnet und ggf. zum Abschlussstichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die Forderungen, Ausleihungen und Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währungen lauten, wurden zum 31.12. jeweils mit dem Stichtagkurs angesetzt.

■ Umrechnung ausländischer Abschlüsse

Die Umrechnung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro (A). Bei den Tochtergesellschaften handelt es sich um wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheiten im Sinne des IAS 21.

Sämtliche Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals wurden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet:

31.12.2001 in A
1 Englisches Pfund (£) 1,6418
1 US Dollar (\$) 1,1334

Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Die Ertrags- und Aufwandsposten einschließlich des Jahresüberschusses wurden mit dem Jahresdurchschnittkurs umgerechnet:

31.12.2001 in A
1 Englisches Pfund (£) 1,6113
1 US Dollar (\$) 1,1158

Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral mit Hilfe eines Ausgleichspostens in das Eigenkapital eingestellt.

■ Kurssicherungsgeschäfte

Zur Finanzierung einer ausländischen Beteiligung wurden Finanzmittel in der Auslandswährung aufgenommen. Gemäß IAS 21 wurden die hieraus stammenden Kursdifferenzen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die damit im Zusammenhang stehenden Steuern wurden in Übereinstimmung mit IAS 12 ebenfalls erfolgsneutral behandelt. Wir verweisen im Einzelnen auf die Abschnitte 17 und 27.

b) Einfluss von steuerrechtlichen Vorschriften

Entsprechend den IAS werden Wertansätze, die allein auf steuerlichen Vorschriften beruhen, im Konzernabschluss nicht berücksichtigt.

c) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Geschäftsoder Firmenwerte aus einer Einzelgesellschaft und aus der Kapitalkonsolidierung, erworbene Software und Lizenzen sowie selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, die nach IAS 38 zu bilanzieren sind. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über 20 Jahre abgeschrieben. Die Software wurde mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben. Lizenzen wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und über ihre individuelle Laufzeit linear abgeschrieben.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Kosten angesetzt, die nach dem Zeitpunkt der Feststellung der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit, aber bis zur Fertigstellung entstanden sind. Die Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Forschungskosten sowie Entwicklungskosten, die die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38 nicht erfüllen, werden als Aufwand im Zeitpunkt der Entstehung erfasst.

d) Sachanlagen

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten alle direkt der Anlage zurechenbaren Einzelkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Sonderabschreibungen wurden nicht in Anspruch genommen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt.

Sind Sachanlagen Gegenstand eines 'finance lease' im Sinne von IAS 17, werden sie mit dem Barwert der Mindest-Leasingraten aktiviert. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert.

e) Nutzungsdauern

Den Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer Afa
Methode
Geschäfts- und Firmenwert 20 Jahre linear
Software 4 Jahre linear
Lizenzen und ähnliche Rechte Höhe der Vertrags
laufzeit (individuell)
linear
Gebäude 10-50 Jahre linear
Technische Anlagen und Maschinen 2-18 Jahre linear
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2-10 Jahre linear

f) Finanzanlagen

Vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens werden gemäß IAS 39 der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt am Bilanzstichtag zu ihrem Börsenkurs. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen erfolgsneutral in einen gesonderten Eigenkapitalposten "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" eingestellt.

g) Vorräte

Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die Handelswaren ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergaben, waren nicht vorzunehmen.

h) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Auf einzelne Forderungen aus Lieferung und Leistung wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

i) Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Im Zusammenhang mit negativen Marktwerten derivativer Finanzinstrumente stehende betragsgleiche Erstattungsansprüche gegen Dritte werden zum Marktwert bewertet.

j) Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel umfassen hauptsächlich die Bankguthaben, Kassenbestände sowie noch nicht gutgeschriebene Schecks und werden zum Nennwert bilanziert. Flüssige Mittel in Fremdwährungen wurden zum Stichtagkurs umgerechnet.

k) Leasinggeschäfte

Die MASTERFLEX AG nutzt Produktions- und Lagerhallen sowie das Verwaltungsgebäude im Rahmen eines Immobilien-Leasingvertrages. Der Vertrag vom 30.03.1993 mit der Leasinggeberin MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt MASTERFLEX KG, Gelsenkirchen, ist so ausgestaltet, dass auf die MASTERFLEX AG alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Leasinggegenstand übertragen wurden. Ein notariell beurkundetes Ankaufsrecht kann von der MASTERFLEX AG erstmals am 31.07.2014 wahrgenommen werden. Das Leasinggeschäft wird bilanziell als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS 17 behandelt. Das rechtliche Eigentum liegt bei der Leasinggeberin. Die dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Grundstücksteile werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Leasingraten aktiviert und – soweit Gebäude betroffen sind – über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

l) Aktive Rechnungsabgrenzungen

Für Ausgaben, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

m) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten für inländische Unternehmen ausstehende Verpflichtungen für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie den Solidaritätszuschlag. Für die einbezogenen ausländischen Unternehmen wurden die vergleichbaren ausländischen Steuern berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe der voraussichtlichen Steuerverpflichtung.

n) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Konzernressourcen führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten entsprechend IAS 37. Entgegenstehende Erstattungsansprüche wurden durch die Aktivierung eines entsprechenden Vermögenswertes berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt zum besten Schätzwert des Erfüllungsbetrages. Auf eine Abzinsung wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.

o) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag bilanziert.

p) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rückzahlungsbetrag bewertet.

q) Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verdindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Leasingraten passiviert. Derivative Finanzinstrumente werden mit dem Marktwert bewertet. Zu den Marktwerten liegen Bewertungen der Vertragspartnerinstitute vor.

r) Umsatzrealisation

Erträge des Geschäftsjahres werden – unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung – berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen, Waren und Dienstleistungen sind realisiert, wenn die geschuldete Leistung erbracht worden ist und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Retouren, Skonti und Rabatten ausgewiesen.

s) Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten sind in der Periode als Aufwand erfasst worden, in der sie angefallen sind.

t) Finanzinstrumente

Mit Wirkung vom 1. Januar hat der Konzern erstmals die Rechnungslegungsvorschrift International Accounting Standard 39, "Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung" angewandt. Dieser Standard erfordert u. a. die Bilanzierung sämtlicher derivativer Finanzinstrumente zu Marktwerten und legt die Kriterien für die Anwendung und Prüfung von Sicherungszusammenhängen fest. Im Zuge der Umstellung auf IAS 39 zum 1. Januar 2001 ergaben sich keine wesentlichen Effekte für den vorliegenden Jahresabschluss.

In der Bilanz der MASTERFLEX AG erfasste Finanzinstrumente umfassen insbesondere liquide Mittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Zins- und Währungs-Swaps sowie Teile der sonstigen Verbindlichkeiten.

Zum Handel bestimmte Finanzinstrumente, insbesondere Derivate, werden zu Marktwerten bilanziert, Veränderungen in den Marktwerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die zum 31. Dezember 2001 bestehenden derivaten Finanzinstrumente sind in der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" enthalten. Damit in Zusammenhang stehende Erstattungsansprüche werden im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt. Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden zu Marktwerten bilanziert, wobei unrealisierte Veränderungen in den Marktwerten in der "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" erfasst und als gesonderter Teil des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Durch den Vorstand wird die entsprechende Zuordnung der Finanzinstrumente zum Zeitpunkt des Erwerbs festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag neu geprüft. Der Ausweis aller im Konzern gehaltenen Wertpapiere erfolgt im Finanzanlagevermögen.

Insgesamt bestehen bei allen übrigen bilanzierten Finanzinstrumenten keine westentlichen Abweichungen der Buchwerte von ihren Marktwerten.

Der Konzern hält liquide Mittel und jederzeit verkaufbare Wertpapiere bei verschiedenen Kreditinstituten und richtet seine Risikostrategie auf eine Beschränkung der Abhängigkeit von einem Kreditinstitut aus. Die Kontrolle des Finanzrisikos im Zusammenhang mit Kunden erfolgt durch eine dauernde Bonitätsprüfung der Kunden.

Wesentliche über die Buchwerte finanzieller Aktiva hinausgehende Ausfallsrisiken bestehen nicht.

u) Latente Steuern

Entsprechend IAS 12 werden Steuerabgrenzungen nach der "liability method" auf Abweichungen zwischen den Handelsbilanzen nach IAS und den Steuerbilanzen nach nationalem Recht der einbezogenen Gesellschaften vorgenommen ("temporary differences"). Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Soweit inländische Gesellschaften betroffen sind, erfolgt die Bewertung unter Berücksichtigung von Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die Aktivierung latenter Steuern auf vorhandene Verlustvorträge bei einzelnen Konzerngesellschaften wurde vorgenommen, soweit aufgrund der Planrechnungen zu erwarten ist, dass

in den betroffenen Unternehmen zukünftig ausreichend steuerliche Gewinne erwirtschaftet werden. Die Bewertung erfolgt anhand des Steuersatzes der betroffenen Konzerngesellschaft. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

v) Passive Rechnungsabgrenzung

In Anwendung von IAS 20 (Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance) werden Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Investitionsförderung dienen, in einen Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und abschreibungsproportional über die Nutzungsdauer aufgelöst. Eine sofortige erfolgswirksame Vereinnahmung ist nach IAS 20 nicht zulässig.

w) Aktienoptionsprogramm

Das aufgelegte Aktienoptionsprogramm (vgl. auch Abschnitt 24 Eigenkapital) findet im Geschäftsjahr keinen Niederschlag in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Da die Optionen mit neuen Aktien aus bedingtem Kapital bedient werden, kommt es für die Gesellschaft nicht zu einem Mittelabfluss.Im Zeitpunkt der Optionsausübung führt der Mittelzufluss in Höhe des Ausübungspreises zu einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklage.

x) Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IAS erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen oder Schätzungen vorgenommen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns auswirken. Die tatsächlichen Zahlen können von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen.

6. Kapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung ist nach IAS 7 ("Cash Flow Statements") erstellt. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität entspricht dem Bilanzausweis "Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten", Zins- und Ertragsteuerzahlungen sind in folgender Höhe im "Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit" enthalten:

2001 in TA 2000 in TA
Erhaltene Zinsen 409 479
Gezahlte Zinsen 1.059 1.203
Gezahlte Ertragsteuern 3.203 648

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Akquisitionen haben Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von TA 9.017 verursacht. Die erworbenen Zahlungsmittel betrugen TA 374, so dass sich der Zahlungsmittelbestand insgesamt um TA 8.643 vermindert hat. Zum Zwecke der Akquisition aufgenommene Darlehn sind innerhalb der Kapitalflussrechung Teil des cash-flow aus Finanzierungstätigkeit; eine im Vorjahr teilweise vorgenommene Netto-Darstellung innerhalb des Investitionsbereichs wurde für Zwecke aussagekräftiger Vergleichsangaben angepasst.

Durch die Akquisition der DICOTA-Gruppe sind im Wesentlichen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (insgesamt TA 4.684), Rückstellungen (TA 722), Bankverbindlichkeiten (TA 1.940) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten (insgesamt TA 2.506) zugegangen.

7. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß IAS 14 auf primärer Ebene nach dem Format produktbezogener Geschäftsfelder. Die MASTERFLEX AG, Gelsenkirchen, hat sich auf die Entwicklung und die Verarbeitung von High-Tech-Kunststoffen, insbesondere dem Zukunftswerkstoff Polyurethan (PU), spezialisiert. Zum Zeitpunkt der Bilanzierung produziert und vertreibt das Unternehmen High-Tech-Produkte in drei Geschäftsfeldern: High-Tech-Schlauchsysteme (HTS), Medizintechnik (MZT) und Brennstoffzellentechnologie (BZT). Aus Gründen der Übersichtlichkeit und der teilweise identischen Kundenstruktur wurde das Geschäftsfeld Innovativer Verschleißschutz (IVS) dem Bereich High-Tech-Schlauchsysteme (HTS) zugeordnet.

In dem ältesten Geschäftsfeld (HTS) werden aus hochwertigen Spezialmaterialien (z.B.Polyurethan) High-Tech-Schlauchsysteme gefertigt. Das Anwendungsgebiet dieser Schlauchsysteme erstreckt sich auf eine Vielzahl von Industriebereichen (z. B. chemische Industrie, Automobilindustrie, Umweltschutz etc.).

Seitens der Gesellschaft wurde Polyurethan 1996 erstmalig im Bereich der Medizintechnik eingesetzt. Anfang 2000 wurde das Geschäftsfeld Medizintechnik (MZT) durch die Beteiligung an der ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG strategisch erweitert. Neben medizinischen Einzelkomponenten werden in diesem Geschäftsbereich auch komplette Behandlungssets für die Bereiche der Radiologie, Kardiologie und Anästhesie gefertigt und vertrieben.

Das jüngste Geschäftsfeld ist die Brennstoffzellentechnologie (BZT). In diesem Geschäftsfeld entwickelt die MASTERFLEX AG mit namhaften Forschungsinstituten einerseits eine Minibrennstoffzelle als Ersatz für Akkus und Batterien auf Wasserstoffbasis. Mögliche Anwendungsbereiche hierfür sind u. a. mobile Office-Systeme oder Laptops. Andererseits betreibt das Unternehmen Entwicklungen für eine Fertigungstechnologie zur Beschichtung von Polymer-Membranen. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Werte resultieren vorwiegend aus der DICOTA-Gruppe, die künftig den Vertrieb der Minibrennstoffzelle übernehmen wird.

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern:

2001 HTS
High-Tech-
MZT
Medizin-
BZT
Brennstoff-
Segment-
wert
Über-
leitung
Eliminierung Konzern
Schlauch-
systeme
technik zellen
technologie
TA TA TA TA TA TA TA
Erlöse 27.917 11.338 6.530 45.785 0 0 45.785
Ergebnis (EBIT) 5.045 -53 317 5.309 -392 0 4.917
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände
2.983 6.237 4.815 14.035 0 0 14.035
Vermögen 22.923 17.211 10.065 50.199 6.906 0 57.105
Abschreibungen 1.187 799 140 2.126 0 0 2.126
Schulden 2.881 2.305 3.215 8.401 20.208 0 28.609
2000 HTS
High-Tech-
Schlauch-
systeme
MZT
Medizin-
technik
BZT
Brennstoff-
zellen
technologie
Segment-
wert
Über-
leitung
Eliminierung Konzern
TA TA TA TA TA TA TA
Erlöse 29.425 10.680 0 40.105 0 -1.986 38.119
Ergebnis (EBIT) 5.407 946 0 6.353 0 0 6.353
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände
3.462 8.269 0 11.731 0 0 11.731
Vermögen 22.177 10.978 0 33.155 20.150 -991 52.314
Abschreibungen 1.090 485 0 1.575 0 0 1.575
Schulden 5.431 1.509 0 6.940 19.218 -991 25.167

Das Segmentergebnis wird durch die Kennzahl EBIT (Earning before Interest and Taxes),bereinigt um die nach IAS 14 ausgeschlossenen Segmentaufwendungen und Segmenterträge, dargestellt.Wesentliche nicht zahlungsunwirksame Aufwendungen lagen nicht vor. Das Segmentvermögen umfasst im Wesentlichen alle betrieblichen Vermögenswerte wie immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen, Vorräte, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten. Entsprechend IAS 14 wurden Finanzanlagen, Ertragsteueransprüche und latente Steuern nicht mit in die Erfassung einbezogen. Die Abschreibungen beinhalten sowohl die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als auch auf das Sachanlagevermögen.

Die Segmentschulden stellen im Wesentlichen die betrieblichen Schulden dar, die aus den betrieblichen Tätigkeiten eines Segmentes resultieren.Ähnlich wie bei dem Segmentvermögen wurden Steuerverbindlichkeiten, Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten nicht mit einbezogen.

Die Spalte Überleitung enthält Beträge, die sich aus der unterschiedlichen Definition von Inhalten der Segmentposten im Vergleich zu den dazugehörigen Konzernposten ergeben.

Die Spalte Eliminierung enthält die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte.

Die Entwicklung des EBIT zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

TA
Ergebnis (EBIT) 4.917
Zinsen und ähnliche Erträge 409
Nicht operative Aufwendungen -221
Erträge aus Wertpapieren 7
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.059
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.053
Deutschland
TA
EU-Staaten
TA
Drittländer
TA
Segmentwerte
TA
Überleitung
TA
Eliminierung-
TA
Konzern
TA
25.465 9.623 12.387 47.475 0 -1.690 45.785
38.965 4.086 10.616 53.667 6.906 -3.468 57.105
10.226 1.868 1.941 14.035 0 0 14.035

Segmentinformation nach Regionen:

Die Bilanzsumme auf der Passivseite leitet sich wie folgt her:

TA
Schulden 28.609
Buchmäßiges Eigenkapital 26.802
Ausgleichsposten für Anteile andere Gesellschafter 1.694
Bilanzsumme 57.105

Eine vollumfängliche Segmentberichterstattung nach geographischen Segmenten erfolgt erstmals im Berichtsjahr. Aufgrund dessen ist eine detaillierte Angabe von Vorjahreswerten für die Posten Segmentvermögen und Investitionen nicht möglich. Im Vorjahr entfallen wesentliche Teile der Investitionen und der Vermögenswerte auf die Region Deutschland.

Die Umsatzerlöse wurden im Vergleich zum Vorjahr und nach Berücksichtigung konzerninterner Eliminierungen in den folgenden geographischen Segmenten erzielt:

2001
TA
2000
TA
Deutschland 24.619 22.483
EU-Staaten 8.875 6.350
Drittländer 12.291 9.286
Gesamt 45.785 38.119

Die Zuordnung der Berichtswerte auf dien einzelnen Segmente erfolgt sowohl auf primärer als auch auf sekundärer Ebene im Wesentlichen an Hand rechtlich selbstständiger Konzerngesellschaften.

8. Umsatzerlöse

2001
TA
2000
TA
Summenumsatz 47.475 40.106
Eliminierung von Umsätzen
im Konsolidierungskreis
1.690 1.987
Gesamt 45.785 38.119

Die Neuakquisition DICOTA-Gruppe trägt zu den Umsatzerlösen ca. 14% bei.

9.Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen für den Konzern:

2001
TA
2000
TA
1.091 460

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt auf:

2001
TA
Gewinne aus Anlagenverkäufen 14
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 24
Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung 16
Versicherungsentschädigungen 34
Erträge aus der Auflösung passiver RAP 147
Kursgewinne aus Währungsumrechnungen 291
Erträge aus Wertpapierverkäufen 252
Sonstige 313
Gesamt 1.091

Erstmalig wurden im Geschäftsjahr die betrieblichen Erträge systematisch auf Konzernebene erfasst, so dass ein Vorjahresvergleich nicht möglich ist. Im Vorjahr beinhaltete diese Position im Wesentlichen Erlöse aus Anlagenverkäufen, Erträge aus Herabsetzung der Einzelwertberichtigung zu Forderungen, Erträge aus Auflösung von Rückstellungen bzw. passiver Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Erträge aus Wertpapierverkäufen betreffen zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere.

10. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2001
TA
2000
TA
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe
21.413 16.893
Aufwendungen für bezogene Leistungen 275 215
Gesamt 21.688 17.108

Die Neuakquisition DICOTA-Gruppe trägt zum Materialaufwand ca. 19,3% bei.

11. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen gliedern sich wie folgt auf:

2001
TA
2000
TA
Geschäfts- oder Firmenwerte
aus Kapitalkonsolidierung
818 449
Übrige immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen
1.308 1.126
Gesamt 2.126 1.575

Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht vorgenommen worden.

12. Goodwill/Firmenwertabschreibung

Firmenwert
01.01.2001
TA
Zugänge
TA
Abgänge
TA
Abschreibung
TA
Firmenwert
31.12.2001
TA
8.405 10.050 0 818 17.637

Im Geschäftsjahr hat die MASTERFLEX AG die restlichen Anteile an der ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, in Höhe von 49% und eine Beteiligung an der DICOTA GmbH, Bietigheim-Bissingen, in Höhe von 50,02% erworben. Durch diese Akquisition kam es zu einem Zugang bei dem Firmenwert in Höhe von TA 10.050. Die Abschreibung auf den Firmenwert stieg im Vergleich zum Vorjahr von TA 449 auf TA 818. Einen wesentlichen Anteil stellt dabei der Firmenwert des Tochterunternehmens ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG mit einer zusätzlichen Abschreibung in Höhe von TA 274 dar.

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen für den Konzern:

2001
TA
2000
TA
7.877 5.866

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:

2000
TA
Raumkosten 946
Versicherungen 213
Vertriebskosten 3.246
Verwaltungskosten 1.741
Betriebskosten 611
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 183
Forderungsabschreibungen 91
Aufwand für Gewährleistungen 5
Sonstige 841
Gesamt 7.877

Die Raumkosten enthalten Mietaufwendungen in Höhe von TA 591.

Im Geschäftsjahr wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erstmalig systematisch auf Konzernebene erfasst. Im Vorjahr setzten sich die Aufwendungen im Wesentlichen aus allgemeinen Verwaltungskosten, Raumkosten, Vertriebskosten und Betriebskosten zusammen.

14. Forschungs- und Entwicklungskosten

Die aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Posten "Immaterielle Vermögensgegenstände" erfasst. Die Forschungsund nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2001 sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TA 631 angefallen.

15. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2001
TA
2000
TA
Erträge aus Wertpapieren 7 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 409 479
Abschreibungen auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens
0 -42
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.059 -1.203
Gesamt -643 -766

Die Zinserträge resultieren überwiegend aus dem kurzfristigen Bereich. Die Zinsaufwendungen beinhalten auch Zinsen aus Leasinggeschäften, die nach IAS 17 als Finanzierungsleasing zu bilanzieren sind.

16. Nicht operative Aufwendungen

Diese Position beinhaltet Aufwendungen, die im Rahmen von Akquisitionsverhandlungen im Berichtsjahr entstanden sind. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Rechts- und Beratungskosten im Rahmen von Due Diligence.

Im Interesse der Klarheit wurden diese Aufwendungen aus der Position sonstige betriebliche Aufwendungen eliminiert und in einem Einzelposten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

2001
TA
2000
TA
Nicht operative Aufwendungen 221 34

17. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich aus Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Ertragsteuern zusammen. Der Steueraufwand wurde unter Berücksichtigung des Gewinnverwendungsvorschlags im Mutterunternehmen ermittelt.

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

2001
TA
2000
TA
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.669 2.091
Latente Steuern 61 -60
Gesamt Steueraufwand 1.730 2.031

Folgende Aufwendungen (-) und Erträge (+) innerhalb der Ertragsteuern resultieren aus Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden:

TA Verrechnung mit
-12 Währungsdifferenzen
+97 Rücklage zur Markt
bewertung von Finanz
instrumenten
-42 Kapitalrücklage

Die Überleitung von den erwarteten Steueraufwendungen zum durchschnittlichen Steuersatz zum gesamten Steueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2001
TA
2000
TA
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.743 4.378
Erwarteter Steueraufwand 40% (Vorjahr: 45%) 1.497 1.970
Steuersatzänderungen 0 -27
Steuerlich nicht abziehbare Abschreibungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte
101 71
Sonstige 132 17
Gesamt Steueraufwand 1.730 2.031

Die Ausgangsgröße (Ergebnis vor Ertragsteuern) entspricht dem Konzern-Jahresüberschuss zuzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bzw. latente Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung. Der Posten "Sonstige" umfasst die Auswirkungen steuerfreier Erträge, steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen sowie abweichender ausländischer Steuersätze.

Die aktiven und passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand zum
1.01.2000
Steuererträge/
-Aufwendungen
Stand zum
31.12.2000
Zugang
durch Erst-
Steuererträge/
-Aufwendungen
Erfolgs-
neutrale
Stand zum
31.12.2001
TA TA TA konsolidierung
TA
TA Anpassungen
TA
TA
Aktive latente Steuern 273 -20 253 227 -42 438
Passive latente Steuern -396 80 -316 -19 -54 -389
Gesamt 60 -61
Laut Gewinn- und Verlustrechnung 60 -61

Aktive latente Steuern wurden auf Verlustvorträge berechnet, soweit aufgrund der Planrechnungen zu erwarten ist, dass in den betroffenen Konzerngesellschaften zukünftig ausreichend steuerliche Gewinne erwirtschaftet werden. Innerhalb der aktiven latenten Steuern betreffen TA 363 Konzerngesellschaften, die im Geschäftsjahr einen Verlust erlitten haben. Bezüglich der steuerlichen Verlustvorträge bestehen zeitlich begrenzte Nutzungsmöglichkeiten von TA 99 bis zum Jahr 2020 und TA 177 bis zum Jahr 2021.

18. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernjahresüberschusses durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt.

2001 2000
in A
Ergebnis je Aktie
0,45 0,57
Konzernjahresüberschuss in TA 2.013 2.347
gewichteter Durchschnitt der
Aktienanzahl
4.489.887 4.123.917

Das Aktienoptionsprogramm (vgl. Abschnitt 24) führt aufgrund der relativ geringen Anzahl der ausgegebenen Bezugsrechte derzeit zu keiner Verwässerung des Ergebnisses.

19. Dividende

Der Vorstand der MASTERFLEX AG schlägt eine Dividende in Höhe von A 0,40 je Aktie vor. Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2001 erfolgt auf der Hauptversammlung am 24. Juli 2002.

20. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagevermögen wird separat in einem Konzernanlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage). Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren Grundschuldeintragungen in Höhe von TA 4.632 und Sicherungsübereignungen an Produktionseinrichtungen in Höhe von TA 218.

■ Vermögenswerte der Auslandgesellschaften

Die Vermögenswerte der Auslandgesellschaften werden zum 31.12. mit den jeweiligen Stichtagkursen und sämtlichen Veränderungen während des Jahres zu Jahresdurchschnittkursen in Euro (A) umgerechnet. Die aus der unterschiedlichen Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden gesondert im Konzernanlagespegel gezeigt.

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Alle immateriellen Vermögensgegenstände sind erworben,ausgenommen einzelne gewerbliche Schutzrechte der MASTERFLEX AG. Die gewerblichen Schutzrechte betreffen selbst erstellte Patente. Die Entwicklungsleistungen beeinhalten aktivierungsfähige Aufwendungen, die bei der Entwicklung marktfähiger Produkte entstanden sind.

Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

2001
TA
2000
TA
Selbst erstellte immaterielle
Vermögensgegenstände
310 133
Erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände
120 82
Geschäfts- oder Firmenwerte 17.637 8.405

Die Anschaffungskosten sowie die Zugänge und Abgänge setzen

sich wie folgt zusammen:

Stand zum
01.01.2000
TA
Zugänge
TA
Stand zum
31.12.2000
TA
Zugänge
TA
Stand zum
31.12.2001
TA
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 234 0 234 197 431
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 257 29 286 91 377
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.126 6.840 8.966 10.051 19.017

Die Abschreibung und die kumulierten Werte setzen sich wie

folgt zusammen:

Stand zum Jahres-Afa Stand zum Jahres-Afa Stand zum
31.12.2001
TA TA TA TA TA
81 20 101 20 121
159 45 204 53 257
112 450 562 818 1.380
01.01.2000 31.12.2000

b) Sachanlagen

Unter Sachanlagen wurden auch die einem Finanzierungsleasingvertrag zugrunde liegenden Grundstücksteile ausgewiesen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten, Nutzungsdauern und die Buchwertentwicklung dieses Grundstücks zeigt folgende Übersicht:

Anschaffungs-
kosten
TA
Nutzungs- Buchwert
dauer
2001
TA
Buchwert
2000
TA
Gebäude 3.926 30 Jahre 2.985 3.116
Grund und Boden 587 587 587
Gesamt 4.513 3.572 3.703

Die Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten während der Vertragslaufzeit werden in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsaufwand ermittelt sich wie folgt:

2000
TA
2001
TA
291 279

c) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

2001
TA
2000
TA
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.238 0
Sonstige Ausleihungen 35 35
Gesamt Finanzanlagen 1.273 35

Bei den Wertpapieren handelt es sich um zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

TA
Aktien 1.227
Forderungswertpapiere 11
Gesamt 1.238

Anschaffungskosten, nicht realisierte Gewinne, nicht realisierte Verluste und Marktwerte der jederzeit zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere stellen sich zum 31.Dezember 2001 wie folgt dar:

Anschaffungskosten Unrealisierte Gewinne/Verluste Marktwert
TA TA TA
1.481 243 1.238

Die Erträge aus dem Bestand betrugen TA 7.

21.Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

2001
TA
2000
TA
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.153 3.084
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.193 3.388
Geleistete Anzahlungen 154 0
Gesamt Vorräte 9.500 6.509

Die Erhöhung des Vorratsbestandes ist im Wesentlichen auf die Neuakquisition der DICOTA-Gruppe zurückzuführen (TA 2.466).

22. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben folgende Restlaufzeiten:

2001
TA
2000
TA
Forderungen mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
6.705 4.188
Forderungen mit einer Restlaufzeit von
mehr als 1 Jahr
0 8
Gesamt Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
6.705 4.196

Der Forderungsbestand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TA 2.509, wobei dieser Anstieg im Westentlichen auf die erstmalige Einbeziehung der DICOTA-Gruppe zurückzuführen ist.

23. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

2001
TA
2000
TA
Forderungen gegen Minderheitsgesellschafter 152 1.451
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 37 104
Steuererstattungsansprüche 281 93
Forderungen gegen Personal 115 6
Bonusforderungen 12 14
Forderungen Investitionszulage, Zuschuss 410 410
Erstattungsansprüche im Zusammenhang
mit derivativen Finanzinstrumenten
381 213
Sonstige 242 70
Gesamt sonstige Vermögensgegenstände 1.630 2.361

Posten,die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben,bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

24. Eigenkapital

Zur Erläuterung der Entwicklung des Eigenkapitals wird an dieser Stelle auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

■ Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt im Geschäftsjahr TA 4.446 (Vorjahr: TA 4.487). Die im Vorjahr erworbenen eigenen Anteile (13.000) wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2001 veräußert. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 53.551 eigene Anteile erworben, die gemäß SIC-16 in Abzug gebracht wurden. Sie befinden sich zum Bilanzstichtag weiterhin im Bestand.

Es bestehen insgesamt 4.500.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils A 1,00 je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

■ Bedingtes Kapital

In einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft wurde am 06.05.2000 beschlossen, das Grundkapital um A 360.000,00 durch Ausgabe von bis zu 360.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von A 1,00 je Aktie bedingt zu erhöhen. Das bedingte Kapital in Höhe von A 360.000,00 wurde durch die außerordentliche Hauptversammlung im Hinblick auf die Gewährung von Bezugsrechten im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms für die Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter des Unternehmens bzw. verbundener Unternehmen genehmigt.

Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil.

Im Vorjahr wurden seitens des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt 43.000 Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Hiervon entfallen 24.000 Stück auf Geschäftsführungsmitglieder der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen, 19.000 Stück auf andere Mitarbeiter.

Jede Option gewährt dem Inhaber das Recht, ein Stück nennwertlose Inhaberstammaktie (Stückaktie) der Gesellschaft zum Ausübungspreis von A 25,00 während des Ausübungszeitraumes käuflich zu erwerben.

Das Optionsrecht darf nur innerhalb eines Zeitraumes von bis zu fünf Jahren ausgeübt werden. 50% der den einzelnen berechtigten Personen jeweils gewährten Optionsrechte können frühestens nach Ablauf von zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Wirksamkeit der Zuteilung (Ausgabe) der Optionsrechte ausgeübt werden. Nach drei Jahren können weitere 25% der gewährten Optionsrechte ausgeübt werden sowie nach vier Jahren nochmals weitere 25% der gewährten Optionsrechte.

Nach Ablauf der vorgenannten Haltefristen können Optionsrechte aus den Aktienoptionen innerhalb von 15 Börsentagen nach der Veröffentlichung der ersten und dritten Quartalsberichte sowie nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ausgeübt werden. Nicht ausgeübte Optionsrechte erhöhen automatisch die Anzahl der möglichen Optionsrechte in den Folgejahren um den nicht ausgeübten Anteil.

Die Optionsrechte können von den berechtigten Personen nur dann ausgeübt werden, wenn die zuvor festgelegten Erfolgsziele erfüllt worden sind. Vorstandsmitglieder haben das Recht zur Optionsausübung, wenn der Aktienkurs am Tag der Ausübung gegenüber dem Ausübungspreis um mindestens 10% pro vollständig abgelaufenem Jahr seit Ausgabe der Bezugsrechte gesteigert wird. Einzelheiten regelt der Aufsichtsrat. Geschäftsführer der verbundenen Unternehmen haben das Recht zur Optionsausübung, wenn der mit dem Vorstand abgestimmte Planumsatz und der Plangewinn um jeweils mindestens 2% überschritten werden. Die Erfolgsziele hinsichtlich der Bezugsrechtsausübung durch die übrigen Mitarbeiter werden vom Vorstand festgelegt.

■ Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 06.05.2000 ermächtigt, in der Zeit bis zum 03.05.2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach insgesamt bis zu A 1.800.000,00 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder Vorzugsaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Der Vorstand legt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Bedingungen der Aktienausgabe fest.

Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • b) um Stückaktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft auszugeben;
  • c) zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensanteilen;
  • d) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabegewinn der Stückaktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet;
  • e) im Falle der Ausgabe von stimmrechtlosen Vorzugsaktien mit der Maßgabe, dass die Stammaktionäre nur zum bezug neuer Stammstückaktien und die Vorzugsaktionäre nur zum Bezug neuer stimmrechtsloser Vorzugsaktien berechtigt sind (gekreuzter Bezugsrechtsausschluss).

25. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TA 19.729 (Vorjahr: TA 20.151). Sie enthält im Wesentlichen den Emissionserlös aus dem Börsengang im Vorjahr nach Abzug von Börseneinführungskosten. Ferner werden gemäß SIC-16 Erwerbe und Veräußerungen eigener Anteile, unter Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen, verrechnet.

26. Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten

Gemäß IAS 39 wurden vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens als "available for sale" (zur Veräußerung verfügbar) klassifiziert. Am Bilanzstichtag wurden diese Wertpapiere mit dem beizulegenden Wert bewertet. Dadurch entstandene unrealisierte Verluste wurden nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen erfolgsneutral in die Position "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" eingestellt.

27.Währungsdifferenzen

Die im Eigenkapital erfassten Währungsdifferenzen stellen sich wie folgt dar:

Währungs-
differenzen
Währungs-
differenzen
Währungs-
differenzen
Summe
aus der nach IAS nach IAS
Umrechnung
ausl. Abschlüsse
21.17 21.19
TA TA TA TA
Stand 31.12.1999 10 0 -131 -121
Veränderung in 2000 42 34 -125 -49
Stand 31.12.2000 52 34 -256 -170
Veränderung in 2001 -20 46 -79 -53
Stand 31.12.2001 32 80 -335 -223

Steuern, die sich auf erfolgsneutral verrechnete Posten beziehen, wurden gemäß IAS 12.61 ebenfalls erfolgsneutral behandelt und in den oben dargestellten Veränderungen der Währungsdifferenzen berücksichtigt.Wir verweisen auch auf Abschnitt 17.

Zur Finanzierung einer ausländischen Beteiligung wurden Finanzmittel in der Auslandswährung aufgenommen, um das Währungsrisiko im Zusammenhang mit dieser Beteiligung abzusichern. Die Währungsdifferenzen nach IAS 21.19 betreffen die Martwertänderungen dieser Fremdwährungsverpflichtung, deren beizulegender Wert am Bilanzstichtag TA 2.550 beträgt.

28. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter

Da die Muttergesellschaft nicht an allen Tochtergesellschaften zu 100% beteiligt ist, wurde entsprechend der Anteilsverhältnisse das auf fremde Dritte entfallende Kapital der einbezogenen Unternehmen in dem "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" außerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Diese Position zeigt folgende Werte:

2001
TA
2000
TA
1.694 560

Im Vergleich zum Vorjahr reduziert sich einerseits dieser Wert vor allem durch die Übernahme der restlichen 49% Anteile an der ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG, andererseits erhöht sich dieser Wert insbesondere durch den Erwerb der DICOTA-Gruppe.

29. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand
01.01.2001
Änderung
Konsolidierungs-
kreis
Inanspruch-
nahme
Auflösung Zuführung 31.12.2001
TA TA TA TA TA TA
Steuerrückstellungen 2.180 152 2.117 0 619 834
Sonstige Rückstellungen
Pensionen 211 89 211 0 6 95
Jahresabschlusskosten 110 85 190 0 221 226
Urlaub 97 45 142 0 141 141
Bonus 204 0 162 23 225 244
Gewährleistungen 42 25 7 0 9 69
Berufsgenossenschaft 63 3 62 1 75 78
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 264 48 312 0 0 0
Übrige 105 72 177 0 224 224
Gesamt 1.096 367 1.263 24 901 1.077

a) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Der Gesamtbetrag ist voraussichtlich innerhalb eines Jahres fällig.

b) Sonstige Rückstellungen

Die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen umfassen die ungewissen Verpflichtungen aus einer Pensionszusage zugunsten eines Gesellschaftergeschäftsführers einer Konzerngesellschaft. Die Rückstellungen für Jahresabschlusskosten beinhalten die externen Kosten für die Aufstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse.

Die Urlaubsrückstellungen sind auf der Basis der ausstehenden Urlaubstage und der individuellen Bezüge der einzelnen Mitarbeiter ermittelt.

Den Rückstellungen für Boni liegen die jeweiligen Vertragsvereinbarungen sowie die entsprechenden Jahresumsätze zugrunde.

Gewährleistungsrückstellungen betreffen anfallende Garantieund Kulanzkosten bezogen auf den erzielten Umsatz des Berichtsjahres.

Rückstellungen für die Beiträge zur Berufsgenossenschaft wurden auf der Grundlage der entsprechenden Lohnnachweise unter Berücksichtigung der Beitragssätze des Vorjahres gebildet.

Der unter der Inanspruchnahme der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften ausgewiesene Betrag betrifft in Höhe von TA 264 derivative Finanzinstrumente, die ab dem Geschäftsjahr 2001 mit ihren Marktwerten unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden.

Mit Ausnahme der ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen wird bezüglich der zurückgestellten Beträge eine Inanspruchnahme und Abfluss der Mittel voraussichtlich im Kalenderjahr 2002 erfolgen.

30.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Nach der ursprünglichen Laufzeit verteilen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt:

2001
TA
Langfristige Verbindlichkeiten 11.437
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.318
Gesamt Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.755

Als langfristig wird dabei eine ursprüngliche Laufzeit von mehr als einem Jahr angesehen. Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

2001
TA
2000
TA
6.136 617
3.319 293
3.300 9.680
12.755 10.590

Die nachfolgende Tabelle enthält die Konditionen der wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

31.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

Buchwert per
31.12.2001 in TA
Zinsbindung bis *) Zinssatz
1.248 2002 2,05 %
285 2002 2,06 %
511 2002 4,75 %
446 2002 5,35 %
446 2003 9,50 %
2.554 2003 3,22 %
37 2005 5,10%
86 2005 6,30%
109 2005 6,50 %
92 2005 6,86%
74 2005 7,98%
3.100 2006 4,75 %
483 2006 7,30 %
32 2006 5,25 %
342 2007 4,75 %
682 2007 4,85 %
196 2007 4,50 %
55 2008 6,00 %
130 2008 6,71 %
511 2009 4,25 %
711 2010 5,25 %
50 2010 6,75 %

*) = Die Laufzeiten der Verträge liegen teilweise deutlich über den ausgewiesenen Zinsbindungsfristen.

2001
TA
2000
TA
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
3.460 2.264
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
zwischen 1 und 5 Jahren
46 0
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
von mehr als 5 Jahren
0 0
Gesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
3.506 2.264

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert hauptsächlich aus der Erstkonsolidierung der DICOTA-Gruppe (TA 1.813).

32. Sonstige Verbindlichkeiten

2001 2000
TA TA
Verbindlichkeiten aus Steuern 200 225
Verbindlichkeiten Leasing 3.574 3.738
Sozialversicherung 313 242
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheits
gesellschaftern von Tochterunternehmen
818 504
Verbindlichkeiten aus Akquisitionstätigkeiten 1.925 546
Derivative Finanzinstrumente 481 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
der Rechtsvorgängerin der MASTERFLEX AG
0 1.424
Übrige 750 763
Gesamt 8.061 7.442

Die ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten betreffen das aus einem Finanzierungsleasing angemietete Grundstück in Gelsenkirchen.

bis 1 Jahr
TA
2-5 Jahre
TA
über 5 Jahre
TA
Künftige finanzielle Verpflichtungen
(einschließlich Zinsen)
443 1.771 3.798
Barwert der künftigen finanziellen
Verpflichtungen (Tilgungsanteil)
176 856 2.542

Von den Verbindlichkeiten aus Akquisitionstätigkeiten entfallen TA 1.534 auf noch nicht vollständig ausgeschiedene Minderheitsgesellschafter von Tochterunternehmen.

In den Geschäftsjahren 1999 und 2000 wurden drei Zinssatzund Währungs-Swap-Geschäfte abgeschlossen. Die Währungen lauten auf A und CHF. Die künftigen Zahlungsströme ergeben sich wie folgt:

Verpflichtung der Gesellschaft Anspruch der Gesellschaft Zeitpunkt
5.881 TCHF 3.651 TA 30.06.2003
780 TCHF 511 TA 25.09.2007
1.641 TCHF 1.023 TA 14.04.2004

Den negativen Marktwerten stehen Erstattungsansprüche in Höhe von TA 381 gegenüber, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden.

33. Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten fast ausschließlich Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Investitionsförderung dienen.

Folgende Beträge wurden jeweils per 31.12. passiviert:

2001
TA
2000
TA
Zuschüsse 1.359 921
Zulagen 628 358
Gesamt 1.987 1.279

Ertragswirksam aufgelöst wurde in den einzelnen Jahren wie folgt:

2001
TA
2000
TA
Auflösung Zuschüsse 98 81
Auflösung Zulagen 49 29
Gesamt 147 110

Die vereinnahmten Zuschüsse betreffen im Wesentlichen Zuschüsse zur Erweiterung von Betriebsstätten in den Jahren 1995 bis 2001. Die Zuschüsse wurden für die Anschaffung von Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. Notwendige Verwendungsnachweise sind in vollem Umfang erbracht.

34. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der MASTERFLEX AG und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen im Wesentlichen folgende Personen und Unternehmen,mit denen Transaktionen stattgefunden haben, nahe im Sinne von IAS 24:

■ MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co., Objekt MASTERFLEX KG

Seit dem 01.01.1994 nutzt die MASTERFLEX AG, Gelsenkirchen, die Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude der o.g. Gesellschaft. An dieser Stelle wird auch auf die Erläuterungen unter "Leasinggeschäfte" und "Sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen. Der Leasingvertrag ist bis zum 31.07.2014 befristet. Die monatliche Leasingrate betrug im Geschäftsjahr 2001 A 37.

Die Gesellschafter der MODICA Grundstücksvermietungsges. mbH halten ebenfalls Anteile an der MASTERFLEX AG, Gelsenkirchen.

■ Gesellschafter der MASTERFLEX AG

Gegenüber einzelnen ehemaligen Gesellschaftern der Rechtsvorgängerin der MASTERFLEX AG, die weiterhin Aktionäre der AG sind, bestanden im Vorjahr Verbindlichkeiten in Höhe von TA 1.424, die im Geschäftsjahr 2001 vollständig getilt wurden. Forderungen bestanden werder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2001.

Die Preisgestaltung erfolgte bei allen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Konditionen.

■ Vorstandsmitglieder

Einem Vorstandsmitglied wurde unterjährig ein Darlehen in Höhe von TA 191 zu einem Zinssatz von 5,5% gewährt. Zum Bilanzstichtag bestand keine Darlehensforderung mehr.

35. Organbezüge

Die Gesamtbezüge des Vorstandes haben im Kalenderjahr 2001 TA 419 betragen. Der Aufsichtsrat hat Bezüge in Höhe von insgesamt TA 18 bezogen.

36. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

a) Leasingverpflichtungen

Hinsichtlich der finanziellen Verpflichtungen aus dem Leasingverhältnis wird auf die Ausführungen in Abschnitt 32 verwiesen.

b) Sonstige Verpflichtungen

Die Büro- und Betriebsgebäude der ANGIOKARD Medizintechnik GmbH & Co. KG sind bis zum 31.12.2009 von dem ehemaligen Inhaber gemietet. Außerordentliche Kündigungsrechte bestehen nicht, ebenfalls keine Kaufoption. Bei Auslauf des Mietvertrages besteht für ANGIOKARD die Option einer Verlängerung des Mietverhältnisses. Insgesamt besteht hierüber eine Mietverpflichtung in Höhe von TA 2.053. Davon sind TA 262 innerhalb eines Jahres, TA 1.048 in einem Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren und TA 743 später als in fünf Jahren fällig. Darüber hinaus bestehen bedingte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem möglichen weiteren Anteilserwerb an der DICOTA GmbH. Entsprechend dem Kaufvertrag vom 14.08.2001 hat der Verkäufer eine Verkaufsoption an den restlichen Anteilen der DICOTA GmbH zum 01.01.2005, sofern bestimmte vertraglich vereinbarte Erfolgsziele erreicht werden. Diese bedingte Verbindlichkeit tritt nur dann ein, wenn die MASTERFLEX AG ihrerseits die vertraglich vereinbarte Kaufoption zum 01.01.2004 nicht ausübt. Unter Berücksichtigung der vereinbarten Vertragsbedingungen schätzt der Vorstand den Kaufpreis für die restlichen Anteile in einer Spannweite von TA 4.900 bis TA 16.462.

Hinsichtlich der finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf Abschnitt 32.

Weitere Eventualverbindlichkeiten, die der Vorstand mit etwa TA 100 schätzt, bestehen aus steuerlichen Risiken, deren Bedingungen, von der die Wirksamkeit des Schuldverhältnisses abhängt, noch nicht eingetreten sind. Aus Sicht der Gesellschaft wird mit ihrem Eintritt kaum gerechnet. Die Bewertung des Risikos erfolgte nach bester Einschätzung der Gesellschaft.

Alle übrigen auf einzelgesellschaftlicher Ebene bestehenden Haftungsverhältnisse sind in der Konzernbilanz als Verbindlichkeiten passiviert.

37. Sonstige Angaben

31.12.2001 31.12.2000
Mitarbeiter im Konzern 338 249

38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wirtschaftlich bedeutsame Ereignisse sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

39.Veröffentlichung des Konzernabschlusses

Die Veröffentlichung des Abschlusses erfolgt am 29.04.2002 auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt/Main.

MASTERFLEX AG Willy-Brandt-Allee 300 45891 Gelsenkirchen

Gelsenkirchen, den 24. April 2002

Detlef Herzog Hiltrud Mütherich

(Vorstandsvorsitzender) (Mitglied des Vorstandes)

72

Finanzkalender 2002
Bilanzpressekonferenz 29.April
Analystenmeeting 29.April
Zwischenbericht 1. Quartal Ende Mai
Hauptversammlung 24. Juli
Dividendenzahlung 25. Juli
Zwischenbericht 1. Halbjahr Ende August
Zwischenbericht 3. Quartal Ende November

Anlagespiegel

AK/HK Änderung
Konsolidie-
rungskreis
Zugänge Abgänge Um-
buchungen
Kurs-
differenzen
AK/HK
01.01.01 31.12.01
TE TE TE TE TE TE TE
Immaterielle Vermögens
gegenstände
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 520 23 68 0 0 0 611
Entwicklungsleistungen 0 0 197 0 0 0 197
Geschäfts- oder
Firmenwert
8.967 10.050 0 0 0 0 19.017
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0 0
9.487 10.073 265 0 0 0 19.825
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücks
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
9.315 72 41 -1 808 110 10.345
Technische Anlagen und
Maschinen 5.709 0 332 -4 1.066 79 7.182
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
2.446 116 540 -65 0 19 3.056
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 1.379 0 2.596 0 -1.874 0 2.101
18.849 188 3.509 -70 0 208 22.684
Finanzanlagen
Wertpapiere des
Anlagevermögens
0 0 1.481 0 0 0 1.481
Sonstige Ausleihungen 35 0 0 0 0 0 35
35 0 1.481 0 0 0 1.516
28.371 10.261 5.255 -70 0 208 44.025

Kumulierte
Abschreibungen
Abschreibungen
Geschäftsjahr
Abgänge Erfolgs-
neutrale
Marktwert
änderung
Kurs-
differenzen
Kumulierte
Abschreibungen
Stand Stand
01.01.01 31.12.01 31.12.01 31.12.00
TE TE TE TE TE TE TE TE
305 73 0 0 0 378 233 215
0 0 0 0 0 0 197 0
562 818 0 0 0 1.380 17.637 8.405
0 0 0 0 0 0 0 0
867 891 0 0 0 1.758 18.067 8.620
1.683 317 0 0 21 2.021 8.324 7.632
3.219 520 -4 0 30 3.765 3.417 2.490
1.634 398 -61 0 11 1.982 1.074 812
0 0 0 0 0 0 2.101 1.379
6.536 1.235 -65 0 62 7.768 14.916 12.313
0 0 0 243 0 243 1.238 0
0 0 0 0 0 0 35 35
0 0 0 243 0 243 1.273 35
7.403 2.126 -65 243 62 9.769 34.256 20.968

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Konzernabschluss der Masterflex AG, Gelsenkirchen, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2001 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses nach den International Accounting Standards des IASC (IAS) liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den IAS entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Beurteilung bildet.

Nach unserer Überzeugung auf der Grundlage unserer Prüfung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IAS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.

Unsere Prüfung, die sich nach den deutschen Prüfungsvorschriften auch auf den vom Vorstand aufgestellten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2001 erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2001 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.

Recklinghausen, den 26. April 2002

Dr. Schwieters ppa. Lautenschütz (Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat der Masterflex AG hat im Geschäftsjahr 2001 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht, insbesondere auch außerhalb der Sitzungen intensiven Kontakt zur Geschäftsführung in verschiedenen persönlichen und telefonischen Gesprächen unterhalten.

Der Aufsichtsrat setzt sich aus dem Unternehmen nahestehenden Personen zusammen, die aufgrund ihrer Fachkenntnisse der Geschäftstätigkeit des Unternehmens entscheidende Impulse geben können. Darüber hinaus ist es dem Aufsichtsrat aufgrund seiner Kompetenz auch in besonderer Weise möglich, die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend seiner Aufgabe sorgfältig zu überwachen.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2001 zu drei Sitzungen zusammengetreten. An den Sitzungen haben alle Mitglieder teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat in diesen Sitzungen die Berichte des Vorstandes eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und der einzelnen Unternehmensgebiete mit dem Vorstand erörtert. Sofern zu einzelnen Geschäften und Maßnahmen des Vorstandes nach Gesetz oder Satzung Entscheidungen des Aufsichtsrats erforderlich waren, haben wir darüber in den Aufsichtsratssitzungen Beschluss gefasst.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich darüber hinaus laufend in Einzelgesprächen über wichtige Entscheidungen des Vorstands und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrates außerhalb der Sitzungen in Gesprächen durch den Vorstand informieren lassen und den Vorstand beraten.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss und der Lagebericht für die Masterflex AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Jahr 2001 sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung vom 13.06.2001 zum Abschlussprüfer bestellte PwC Deutsche Revision Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied in der Bilanzsitzung am 19. April 2002 ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Zudem gab der Abschlussprüfer am Vortag der Bilanzsitzung ausführliche Erläuterungen zu den Prüfberichten.

Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat mithin den vom Vorstand vorgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2001 gebilligt und damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Masterflex-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2001.

Gelsenkirchen, im April 2002

Der Aufsichtsrat

Friedrich-Wilhelm Bischoping Vorsitzender

Die gegenwärtigen Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Herr Friedrich-Wilhelm Bischoping (Vorsitzender)

Nach dem Studium gründete Herr Bischoping 1974 eine Ingenieurgesellschaft für den industriellen Anlagenbau, die sich in den 90er Jahren durch Zukäufe erweiterte. Im Jahre 1987 war er Mitgründer der Masterflex Kunststofftechnik GmbH. Herr Bischoping trat 1998 aus der Geschäftsführung der Ingenieurgesellschaft aus. Mit Umwandlung der Masterflex Kunststofftechnik GmbH in eine AG schied Herr Bischoping aus der Geschäftsführung aus und übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrates.

Prof. Dr. Harald Fuchs (stellvertretender Vorsitzender)

Nachdem Herr Prof. Dr. Fuchs sein Physik-Studium 1977 abgeschlossen hatte, war er mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Instituten tätig. 1982 promovierte er mit der Thematik Nanokristalline Systeme zum Dr. rer. nat. Danach arbeitete er im IBM Forschungslabor in Zürich und in der BASF AG. 1993 wurde er auf eine Professur für experimentelle Physik an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster berufen. Dort war er in verschiedenen Leitungsgremien als Dekan und Mitglied des Senates tätig und hat Gastprofessuren im Ausland wahrgenommen. Bis heute sind aus seinem Arbeitskreis etwa 200 Fachpublikationen erschienen. Prof. Fuchs ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Organisationen und Mitbegründer des Centrums für Nanotechnologie (CeNTech) in Münster.

Herr Peter Dittes (Dipl.-Chemiker)

Im Anschluss an sein Studium arbeitete Herr Dittes mehrere Jahre bei verschiedenen Unternehmen der Kunststoffbranche und wurde sodann Leiter der Medizintechnik eines schweizerischen Unternehmens. 1994 gründete Herr Dittes die Polymer Experts Pool Ingenieurunternehmung für Kunststoff- und Medizintechnik, in der er noch heute tätig ist. Darüber hinaus war er bei verschiedenen wissenschaftlichen Projekten, z. B. der Entwicklung eines Hydrophilen Polyurethanschaumes beteiligt.

Glossar
Anode Positiv geladene Elektrode.
Athroskopie Gelenkspiegelung. Diese werden am Knie-, Schulter-, Ellenbogen- und Sprunggelenk durchgeführt.
Bluetooth Austausch von Daten über Funk als Ersatz für Kabel und Infrarot.
Break even Erreichen der Gewinnschwelle.
Brennstoffzelle Wandelt chemische Energie direkt in elektrische Energie um. Das Prinzip geht auf eine Entdeckung von Sir William
Robert Grove 1839 zurück.
Bruttoinlandsprodukt Gesamtheit aller Güter und Leistungen, die die Wirtschaft innerhalb einer Berichtsperiode für den Markt erwirt
schaftet hat.
Cash Flow Aus der laufenden Periode erwirtschafteter Fluss finanzieller Mittel einer Periode, bereinigt um nicht zahlungswirksa
me Aufwendungen und Erträge von wesentlicher Bedeutung; zeigt die Selbstfinanzierungskraft bzw. Ertragskraft der
Unternehmung auf.
Disposable Medizinisches Produkt für den einmaligen Einsatz, eine Sterilisation ist nicht erforderlich.
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization. (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)
EBIT Earnings before interest and taxes. (Gewinn vor Zinsen und Steuern)
EBT Earnings before taxes. (Gewinn vor Steuern)
Elektronen Negativ geladene Teilchen, die bei Bewegung z. B. in einem Halbleiter Strom erzeugen.
Elektrolyse Die Zerlegung einer chemischen Verbindung durch elektrischen Strom,z. B. kann damit Wasser in Wasserstoff und
Sauerstoff gespalten werden.
Extrusion Verfahren zur Verarbeitung von Kunststoffen. Die Rohstoffe in Granulatform werden in einem Extruder zerkleinert
und erhitzt, bis sie plastifiziert, d. h. formbar sind, um weiterverarbeitet werden zu können.
Free Float Streubesitz; Anteil der Aktien am Grundkapital, die frei an der Böse handelbar sind. Im Gegensatz dazu spricht
man von Festbesitz, wenn die Anteile eines Anteilseigners kumuliert mindestens fünf Prozent oder mehr des
Grundkapitals ausmachen.
IAS International Accounting Standards; international anerkannter Bilanzierungsstandard.
Kathode Negativ geladene Elektrode.
Kit-Packing Medizinische Instrumente werden nach Wunsch des Arztes zu einem Komplett-Paket zusammengestellt (sog. Set).
Larynx Vent Tube Medizinisches Instrument zur Beatmung, das durch seine spezielle Konstruktion die bei Operationen häufig ein
tretenden Stimmbandverletzungen sowie die Erstickungsgefahr durch Erbrechen des Patienten verhindert.
Mobile Computing Tragesysteme für den mobilen Einsatz von Kommunikationstechnik
Equipment (Drucker, Notebooks, etc.).
Mobile Office s. Mobile Computing Equipment
Systeme
Multilumenschlauch Medizinscher Schlauch mit mehreren Kammern.
Pneumatische Anlagen, die mit Luftdruck angetrieben und gesteuert werden, insbesondere in der Schüttgutindustrie
Förderanlagen anzutreffen.
Polyurethan (PU) Multitalentierter Spezialkunststoff.
Vollröntgenkontrast- Dieser bei einem Patienten eingeführte Schlauch ist aufgrund seine Eigenschaften beim
gebender Schlauch Röntgen sichtbar.

Masterflex AG Willy-Brandt-Allee 300 45891 Gelsenkirchen

Fon 02 09/9 70 77-0 Fax 02 09/9 7077-20

E-mail [email protected] 001D-05/00-5T www.masterflex.de