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Masterflex SE Annual Report 2002

Apr 25, 2003

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2002

31.12.02 31.12.01 Veränderung
01/02 in %
Umsatzerlöse (TC) 56.823 45.785 24,1%
EBITDA (TC) 8.013 7.043 13,8%
EBIT (TC) 5.610 4.917 14,1%
EBT (TC) 4.678 4.053 15,4%
IAS-Jahresüberschuss (TC) 2.518 2.013 25,1%
Eigenkapital (TC) 25.749 26.802 -3,9%
Bilanzsumme (TC) 58.803 57.105 3,0%
Eigenkapitalquote % 43,7% 46,9%
Mitarbeiter (31.12.) 344 338 1,8%
EBIT-Marge 9,9% 10,7%
Nettoumsatzrendite 4,4% 4,4%
IAS-Ergebnis pro Aktie (C) 0,57 0,45 26,7%
Netto-Dividende pro Aktie (C) 0,40* 0,40 0,0%
Netto-Dividendenrendite (31.12.)** 2,8% 2,4% 16,7%

* Vorschlag zur Hauptversammlung am 24.07.02 ** Kurs am 31.12.02: 14,50 C

Highlights des Jahres 4
Brief des Vorstands 5
Interview mit dem Vorstand 6
Das Unternehmen 8
Die Masterflex-Aktie 16
Konzernlagebericht 20
Wirtschaftsbericht 20
Zweigniederlassungen 26
Personalbericht 30
Risikomanagement 31
F+E-Bericht 32
Vermögens- und Ertragslage 34
Ausblick 37
Corporate Governance 38
Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 42
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 43
Konzern-Kapitalflussrechnung 44
Erläuterungen zum Jahresabschluss 45
Finanzkalender 2003 73
Konzern-Anlagespiegel 74
Bericht der Wirtschaftsprüfer 76
Bericht des Aufsichtsrats 77
Information 79
Glossar 79

Highlights des Jahres

2002

Januar

Gründung der Angiokard B.V. in den Niederlanden

März

Teilnahme der Masterflex AG auf der Anlegermesse INVEST in Stuttgart

April

Hannover-Messe

Bilanzpressekonferenz

DVFA-Analystenveranstaltung in Frankfurt

Mai

Quartalsbericht 1/02

Juli

  1. ordentliche Hauptversammlung am 24. Juli

Auszahlung der im Vergleich zum Vorjahr um 60% auf 0,40 Euro erhöhten Dividende am 25. Juli

August

Quartalsbericht 2/02

Auftragsrekord im Bereich High-Tech-Schlauchsysteme in Gelsenkirchen

September

Road show in London und Stockholm

Masterflex S.A.R.L feiert 10-jähriges Bestehen

Oktober

Masterflex AG, Gelsenkirchen feiert 15-jähriges Bestehen Die Deutsche Börse AG kündigt die Börsenneusegmentierung mit den Segmenten Prime Standard und General Standard an

November

Quartalsbericht 3/02 mit positivem Ausblick für das Gesamtjahr

Die Abteilung Brennstoffzellentechnologie der Masterflex AG zieht in das Zukunftszentrum Herten

Die Masterflex AG beantragt die Zulassung zum neuen Prime Standard

Teilnahme der Novoplast Schlauchtechnik GmbH an der Medizin-Messe COMPAMED

Dezember

Investorenkonferenz in Frankfurt

Die Masterflex AG gibt eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ab

2003

Januar

Die Masterflex AG erhält die Zulassung zum Prime Standard Die Masterflex AG nimmt im Beisein von Dr. Axel Horstmann (Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen) am 15. Januar ihre erste Brennstoffzelle in Betrieb

März

Die Masterflex AG stellt den ersten Prototyp ihrer wasserstoffbasierten Minibrennstoffzelle auf der CEBIT in Hannover vor

April

Masterflex zeigt ihre Lebensmittelschläuche auf der Anuga Food Tec

Teilnahme an der Hannover Messe (High-Tech-Schlauchsysteme, Brennstoffzelle)

4

Sehr geehrte Aktionäre, Geschäftspartner und Mitarbeiter,

mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2002 sind wir mehr als zufrieden. Unsere umfangreichen Investitionen der beiden Vorjahre haben wir abgeschlossen und diese Aufbauleistungen wie angekündigt erfolgreich umgesetzt.Wir konnten den Konzernumsatz um ca. 24% auf 56,8 Mio. C steigern. Äußerst erfreulich ist die Steigerung des Konzerngewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) um ca. 14% auf 5,6 Mio. C und des Konzernjahresüberschusses um 25,1% auf 2,5 Mio. C.

Einen wichtigen Beitrag hat dabei unser Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme geleistet. Masterflex hat ein umfangreiches Produktsortiment, mit dem Kunden in mehr als 20 Branchen beliefert werden. Konjunkturdellen in einzelnen Bereichen, die vielen Unternehmen im letzten Jahr zu schaffen gemacht haben, konnte Masterflex daher überkompensieren. Wir haben auch in unser zweites Geschäftsfeld Medizintechnik erheblich investiert. Im Zentrum unserer Produktoffensive steht dabei unsere weltweit patentierte Beatmungsmaske. Experten bescheinigen ihr bereits heute das Potenzial für die weltweite Marktführerschaft. Daher erwarten wir in diesem Geschäftsfeld in den nächsten Jahren erhebliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge.

Im Geschäftsfeld Brennstoffzellentechnologie haben wir im Frühjahr 2003 einen seriennahen Prototypen einer wasserstoffbasierten 50-Watt-Brennstoffzelle zur mobilen Energieversorgung vorgestellt,die ab 2004 in die Serienfertigung gehen soll. In Kooperation mit führenden Forschungseinrichtungen wollen wir dieser innovativen Technologie in den nächsten Jahren entscheidende Impulse geben.

Unser multitalentierter Werkstoff Polyurethan,unsere Technologiekompetenz und innovative Geschäftsfelder sind die optimale Basis für dynamische Umsatz- und Ergebniszuwächse.Wir planen aufgrund der eingeleiteten Produktoffensive im Jahre 2003 eine Umsatzsteigerung um ca. 11% und eine Steigerung des EBIT um ca. 30%.Vorstand und Aufsichtsrat der Masterflex AG werden der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,40 C je Aktie für das Jahr 2002 vorschlagen.

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrer hervorragenden Arbeit wesentlich zu unserem Erfolg beitragen. Unser Dank gilt ebenfalls unseren Geschäftspartnern für die gute Zusammenarbeit und unseren Aktionären für das gezeigte Vertrauen in unser Unternehmen und seine Zukunft.

Der Vorstand

Detlef Herzog Hiltrud Mütherich

Interview mit den Vorständen Detlef Herzog und Hiltrud Mütherich

Wie beurteilen Sie zusammengefasst das Geschäftsjahr 2002? Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, erreicht. Die Investitionen in der Medizintechnik und in der Brennstoffzellentechnologie wurden auf einen erfolgreichen Weg gebracht und eine Reihe von Produkten entwickelt, die uns eine breite Basis für dynamisches Wachstum in den nächsten Jahren verschaffen. Unsere Umsatzzuwächse lagen 2002 erneut im zweistelligen Bereich.Wichtiger jedoch war die deutliche Verbesserung unserer Ergebnissituation. Wir haben den Gewinn vor Steuern um ca. 14% auf 5,6 Mio. C gesteigert. Angesichts der positiven Entwicklung werden wir der Hauptversammlung auch in diesem Jahr die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,40 C je Aktie vorschlagen.

Wie zufrieden sind Sie mit den Entwicklungen im Bereich der High-Tech-Schlauchsysteme und der Medizintechnik? Kann das derzeit schwierige konjunkturelle Umfeld nicht zu einer Belastung für Ihr Geschäft werden?

Unser Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme steht mit über 4.000 Kunden auf einem breiten und soliden Fundament. Hinzu kommt, dass wir über 20 Branchen beliefern. Immer wieder gewinnen wir neue Kunden dadurch, dass wir kontinuierlich Produkte aus traditionellen Werkstoffen wie PVC, Gummi und sogar Stahl mit unseren innovativen Systemen aus Polyurethan ersetzen. Durch diese Entwicklung können wir konjunkturelle Dellen bei bestehenden Kunden überkompensieren.Außerdem bietet der US-Markt, der wesentlich größer als der europäische Markt ist, und als klassischer PVC- und Gummimarkt gilt, zusätzliches Potenzial für die erfolgreiche Fortschreibung unserer Unternehmensentwicklung.

Ein hochinteressantes Geschäftsfeld ist auch die Medizintechnik. Der Markt für medizinische Produkte wächst unvermindert und der Umbau des Gesundheitswesens mit dem Trend zu Kostenoptimierungen wird von der Regierung weiter vorangetrieben. Hier sehen wir mit innovativen Produkten, allen voran unserer weltweit patentierten Beatmungsmaske sowie unseren Operationssets, ebenfalls erhebliches Wachstumspotenzial für die Zukunft.

Bitte erläutern Sie den aktuellen Stand im Geschäftsfeld Brennstoffzellentechnologie

Wir haben die Brennstoffzellenaktivitäten im Herbst 2002 in das Zukunftszentrum in Herten ausgelagert, weil wir dort die optimale Infrastruktur mit geeigneten Labor-, Büro- und Produktionskapazitäten gefunden haben. Am 15. Januar diesen Jahres wurde dort im Beisein von Dr. Axel Horstmann, Minister fürVerkehr,Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen, unsere erste Brennstoffzelle in Betrieb genommen. Die Präsentation unseres wasserstoffbasierten 50-Watt-Brennstoffzellen-Prototyps für die netzunabhängige Versor-

gung von Notebooks folgte im Frühjahr auf der CEBIT und auf der Hannover-Messe.Im weiteren Jahresverlauf werden wir die Produktion für den Start unserer Serienproduktion ab 2004 aufbauen. Dabei gehen wir von überschaubaren Absatzzahlen aus, die mit dem vorhandenen Personal im Zukunftszentrum Herten produziert werden können. Es besteht jedoch die Option, auf dem Gebiet der ehemaligen Zeche Ewald größere Produktionskapazitäten aufzubauen.

Wann rechnen Sie mit dem allgemeinen Durchbruch der Brennstoffzelle?

Nach allgemeiner Einschätzung besitzt die Brennstoffzelle ein enormes Zukunftspotenzial.Das gilt für die Bereiche der mobilen Anwendungen (Kraftfahrzeuge), der stationären Nutzung (Strom und Heizung) als auch der portablen Anwendung (als Ersatz für Batterien und Akkus). Der große Durchbruch der Brennstoffzellentechnologie wird erst gelingen, wenn man mit den konkurrierenden Energieerzeugern kostenmäßig im Wettbewerb bestehen kann. Nach unserer Einschätzung wird die von uns favorisierte portable Anwendung zuerst den wirtschaftlichen Durchbruch schaffen, da die Brennstoffzelle hier trotz der hohen Kosten einen Produktnutzen schafft und ganz klare Vorteile gegenüber Akkus und Batterien aufweist. Unser Brennstoffzellensystem ermöglicht wesentlich längere Betriebslaufzeiten. Einsatzgebiete sind neben der netzunabhängigen Stromversorgung von Notebooks medizinische Geräte und der Einsatz an Standorten, wo kein Stromnetz zur Verfügung steht. Hier wollen wir uns entsprechende Nischenmärkte mit überschaubaren Stückzahlen in Zukunft erschließen.

Wo sehen Sie die Wachstumstreiber der nächsten Jahre?

Als Technologieführer sehen wir uns in profitablen Nischenmärkten hervorragend für die Zukunft aufgestellt. Ganz klar sind mittelfristig unsere High-Tech-Schlauchsysteme die Wachstumstreiber.Wir sehen in Europa und vor allem auf dem US-Markt enormes Potenzial. Ein ganz spannender Bereich wird aber auch die Medizintechnik werden. Hier haben wir viel investiert und starten jetzt in 2003 eine große Produktoffensive. Unsere weltweit patentierte Beatmungsmaske hat nach Aussagen von Experten das Potenzial zur Weltmarktführerschaft und bietet interessantes Absatzpotenzial. Jährlich werden allein in den USA, Europa und Japan ca. 24 Mio. sogenannte Larynganästhesien durchgeführt. Viel Fantasie steckt außerdem in der Brennstoffzellentechnologie,wo wir der erste Ansprechpartner für innovative und individuelle Lösungen portabler Brennstoffzellensysteme werden wollen. Umsatz- und Ergebnisbeiträge in diesem Geschäftsfeld lassen sich zur Zeit jedoch nicht seriös abschätzen. Aber auch ohne dieses Potenzial erwarten wir für die nächsten Jahre, dass wir mit unseren innovativen Produkten positive Umsatz- und Ergebniszuwächse im zweistelligen Bereich erreichen.

7

Know-how, durch das die Zukunft läuft.

Ideen sind das Kapital der Zukunft. Dieses Credo haben wir von Anfang an konsequent verfolgt, um erfolgreiche Produkte zu entwickeln. 1987 als Drei-Mann-Start-Up gegründet, ist Masterflex heute ein dynamisch wachsender internationaler Technologie-Konzern mit weltweit über 8.000 Kunden.

Unsere Ideen setzen wir in innovative Produkt- und Systemlösungen in drei zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern um: High-Tech-Schlauchsysteme (HTS), Medizintechnik (MZT) und Brennstoffzellentechnologie (BZT). Ob das hochspezialisierte Schlauchsystem für extremste Beanspruchung, die stimmbandschonende Weltneuheit Beatmungsmaske oder die Minibrennstoffzelle. Alle Produkte aus dem Hause Masterflex haben eine gemeinsame Erfolgsbasis: die über Jahre erworbene Technologiekompetenz im Bereich der Spezial-Kunststoffe. Unsere Zukunft heißt vor allem Polyurethan (kurz PU).

Elastizität, Abriebfestigkeit, Schwerentflammbarkeit,Temperaturbeständigkeit, Chemikalienbeständigkeit und Umweltverträglichkeit: mit seinen überragenden Eigenschaften ersetzt unser Werkstoff in vielen Bereichen zunehmend traditionelle Werkstoffe wie PVC, Gummi und Stahl. Deren Entwicklungspotenziale sind nahezu ausgeschöpft. PU hingegen steht mit einer Einsatzquote von ca. 15% erst am Anfang seiner Möglichkeiten. Dieses Multitalent kennen wir mittlerweile durch und durch. Zahlreiche Patente sind der Beweis. Eigene Rezepturen, Produktions- und Prozesstechnologien sind unsere Basis für Innovationen und die kontinuierliche Produktoptimierung.

Die Weichen für unsere weiterhin erfolgreiche Entwicklung sind gestellt, denn wir haben in den letzten zwei Jahren viel investiert: in neue Märkte, neue Produkte – und in neue Ideen. Denn Ideen sind unser Kapital. Auch für unsere Aktionäre.

Starke Schläuche für anspruchsvolle Anwendungen.

Getreide. Granulate. Glas. Granit. Aggressive Abgase, heißer Dampf und Chemikalien. Alles Stoffe, die bei uns bestens aufgehoben sind. So unterschiedlich die Eigenschaften der Stoffe, so vielfältig sind unsere High-Tech-Schlauchsysteme, die wir seit über 15 Jahren erfolgreich produzieren. Lösungen für Standardsituationen oder für den Kunden individuell. Mikrobenresistent, abriebfest, hochtemperatur-/chemiebeständig, elektrisch leitfähig oder lebensmittelgeeignet. Schläuche aus Polyurethan oder aus Spezialgeweben. Einzelschlauch oder Schläuche plus Verbindung als Komplettsystem: Masterflex bietet für die unterschiedlichsten Anwendungen passgenaue Lösungen in mehr als 20 Branchen. Da kann ein Meter High-Tech-Schlauch schon einmal 3.500 A kosten.

Diese Produktvielfalt und unsere Technologiekompetenz haben uns zum anerkannten Spezialisten im Markt für High-Tech-Schlauchsysteme gemacht. Unser Schlüssel: Forschung & Entwicklung. Rund 5% unserer Mitarbeiter arbeiten an neuen Produkten. Im Laufe der Jahre haben viele unserer Innovationen neue Standards gesetzt. Allein im vergangenen Jahr haben wir mehr als 20 neue leistungsfähige Schlauchtypen vorgestellt.

Beispiel 1: Lebensmittelschläuche. Masterflex ist der erste Hersteller, der profilextrudierte Schläuche anbietet, die nicht nur den Anforderungen der europäischen Lebensmittelbehörde entsprechen, sondern auch die noch strengeren Auflagen des amerikanischen Marktes erfüllen.

Beispiel 2: Verbindungssysteme. Masterflex bietet vielfältigste Anschlussmöglichkeiten mit über 650 Teilen: darunter das weltweit einzigartige modular aufgebaute Combiflex-Verbindungssystem aus Polyurethan.

Beispiel 3: Master-Protect – der innovative Verschleißschutz aus Polyurethan. Das Problem: Scharfkantige Fördergüter werden mit hoher Geschwindigkeit durch Rohrsysteme transportiert. Durch permanenten Abrieb kommt es zum Verschleiß der Rohre und Rohrbögen. Unsere Lösung: Das patentierte Auskleiden der Innenwandungen mit PU bringt geringere Stillstandzeiten der Anlagen und eine deutliche Senkung der Instandhaltungskosten.

High-Tech-Schlauchsysteme – unser Kerngeschäftsfeld ist für uns zugleich solide Basis und Motor für anhaltendes dynamisches Wachstum.

Produkte für den Menschen und das Gesundheitswesen.

Das Gesundheitswesen. Ein Sektor, der gleichzeitig zu Kosteneinsparungen und Qualitätsverbesserungen tendiert. Und dadurch viele Chancen und hervorragende Wachstumsperspektiven bietet.

Die Medizintechnik ist das zweite, stark expandierende Geschäftsfeld der Masterflex-Gruppe. Ein Werkstoff, der antithrombogen, alterungsbeständig und biodegradierbar sein kann – so ein Stoff ist in der Medizintechnik stark gefragt. Polyurethan ist deshalb auch hier der ideale Werkstoff und ersetzt immer öfter andere Materialien wie z. B. PVC. Masterflex entwickelt auch für die Medizintechnik innovative Lösungen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten in Krankenhäusern, Kliniken und Universitäten. Daraus entstehen Innovationen, die nicht nur den Patienten helfen, sondern auch das medizinische Fachpersonal in Praxis und OP-Saal entlasten. Gibt es das? Qualitativ hochwertige Produkte, die auch noch mehr Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen bringen? Beides geht – das beweist Masterflex täglich.

Beispiel 1: Die patentierte Beatmungsmaske. Eine echte Weltneuheit! Mit diesem Produkt werden erstmalig Stimmbandverletzungen vermieden. Als Einmalartikel entfällt die aufwändige Sterilisation und das Produkt ist einfach zu kalkulieren.

Beispiel 2: Operationssets. Bei Untersuchungen und Operationen werden vielfältige Instrumente und Bestecke benötigt. Hier bieten wir eine Lösung, die Zeit und Kosten spart: wir liefern komplette Operationssets. Sterilisiert, standardisiert oder individuell zusammengestellt, alles aus einer Hand und zur rechten Zeit geliefert. Lange Vorbereitungszeiten entfallen, die Lagerhaltung wird optimiert, die Abfallmenge reduziert.

Beispiel 3: Mehrkammer-Infusionsschläuche. Drei Schläuche in einem – das kann man sich durchaus vorstellen. Doch fast unglaublich scheint es, wenn der Außendurchmesser dabei nur noch 0,6 mm beträgt. Die Fertigung dieser Schläuche erfordert eine Menge Know-how und eine der modernsten Mikropräzisionsanlagen Europas unter Reinraumbedingungen.

Medizintechnik von Masterflex: nutzenbringende Produkte, durch die alle gewinnen können. Patienten, das medizinische Personal, das Gesundheitswesen und unsere Aktionäre.

Tragbare Energien für das Leben und die Umwelt.

Die neue Unabhängigkeit. Mobiles Arbeiten – wie, wo und wann immer man möchte. Und das unabhängig vom Stromnetz. Keine Vision mehr, sondern in Kürze Alltag – durch unser drittes Geschäftsfeld: die Brennstoffzellentechnologie. Unser jahrelanges Know-how in der Entwicklung von Prozess- und Produktionstechnologien haben wir zusammen mit Forschungseinrichtungen in dieses neue, vielversprechende Geschäftsfeld umgesetzt.

Unsere 50-Watt-Minibrennstoffzelle auf Wasserstoffbasis (sog. PEM-Brennstoffzelle = Proton Exchange Membrane) soll zunächst im mobilen Büro eingesetzt werden und Notebooks, Drucker, etc. netzunabhängig mit Strom versorgen. Dieses "Minikraftwerk" ist eine echte Alternative zu herkömmlichen Akkus: durch kurze Aufladezyklen, fehlende Selbstentladung, höheren Wirkungsgrad und längere Betriebsdauer.

Das mobile Büro ist jedoch nur eine von vielen denkbaren Einsatzbereichen unserer Brennstoffzelle, denn viele Lebensbereiche, in denen ein von Ort und Zeit unabhängiges Leben und Arbeiten gewünscht wird, bieten weitere Anwendungsperspektiven und Marktpotenziale.

"Tragbare" Energie hat für uns bei der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie auch noch eine andere, ganz zentrale Bedeutung: Die Brennstoffzelle ist ein "tragbare" Energie für die Umwelt – ein wichtiger Beitrag zur CO2 Reduzierung.

Diese Energieform voranzutreiben – daran arbeiten wir intensiv. Für das Leben. Für die Umwelt.

Funktionsweise einer Brennstoffzelle

Bei einer Brennstoffzelle wird chemische Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt. Das Prinzip geht auf eine Entdeckung von Sir William Robert Grove 1839 zurück: Über eine Bipolarplatte wird auf der einen Seite Wasserstoff zugeführt. An der Anode wird er oxidiert und gibt dabei Elektronen ab. Auf der anderen Seite, der Kathode, wird Sauerstoff über eine Bipolarplatte zugeführt und reduziert (enthält Elektronen). Im Zwischenraum der beiden Bipolarplatten befindet sich eine Elektrolyt-Membran als Protonenleiter, die die Protonen von der Wasserstoffseite auf die Sauerstoffseite führt, die Elektronen aber vom Durchwandern abhält. Die Protonen wandern durch zur Kathode und verbinden sich dort wieder zu Wasser. Die Elektroden wandern von außen zur Kathode und erzeugen dabei Strom. Durch die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff entsteht außerdem Wärme.

Die Masterflex-Aktie

Aktieninformation

ISIN-Code DE 000 549 293 8
WKN 549 293
Aktiengattung Inhaber-Stammaktien
Börsenkürzel MZX
Marktsegment SMAX (bis 31.12.02)
Prime Standard (ab 01.01.03)
Bestandteil folgender Indizes SDAX (bis 24. März 2003)
CDAX
ab 24. März 2003:
Prime All Share Index
Classic All Share Index
Prime Industrial Index
Designated Sponsor DZ Bank AG
Erstnotiz 16. Juni 2000
Aktienanzahl (davon Freefloat) 4,5 Mio. (1,47 Mio.)

2002 war erneut ein schwieriges Börsenjahr

Die Situation der Finanzmärkte hat sich auch im Jahr 2002 nicht verbessert. Die Zahl der Börsengänge hat nicht nur in Deutschland, sondern weltweit abgenommen. Auch das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland hat sich nicht verbessert, wichtige Reformen lassen auf sich warten. Die Zahl der Insolvenzen hat im Jahr 2002 einen traurigen Höchststand erreicht. Im europäischen Vergleich nahm Deutschland eine Spitzenposition ein. Laut einer Untersuchung von Creditreform belegten deutsche Firmen die Plätze eins bis vier bei den zehn größten Insolvenzen. Der Irak-Konflikt und die weiterhin angespannte konjunkturelle Situation dämpfen die Erwartungen für eine deutliche Erholung der Kapitalmärkte im Jahre 2003.

In diesem schwierigen Umfeld entwickelte sich der Kurs der Masterflex-Aktie bis zum Mai 2002 besser als der Vergleichsindex CDAX. Im Februar wurde das Jahreshoch von 19,45 C erreicht. Trotz positiver Halbjahreszahlen geriet die Aktie im weiteren Jahresverlauf in den allgemein zu beobachtenden Abwärtstrend und erreichte im Oktober ihr Jahrestief von 9,95 C. Der CDAX wurde seit dem Sommer dennoch deutlich geschlagen. Dies ist ein Beleg dafür, dass sich die Masterflex-Aktie als Substanzwert mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell auch in einem schwierigen Börsenumfeld behaupten kann.

Nach Bekanntgabe der Neun-Monatszahlen und der Anhebung der Prognosen für das Gesamtjahr 2002 setzte die Aktie zu einem regelrechten Höhenflug an. Auch im Analystenurteil konnte die Aktie an Boden gewinnen. Die Inbetriebnahme der ersten wasserstoffbasierten Masterflex-Brennstoffzelle und zahlreiche Presseveröffentlichungen rückten die Aktie Anfang 2003 in den Blickpunkt der Anleger. Die Aktie kletterte zeitweise auf 18,00 C. Die Irak-Krise und gedämpfte Erwartungen auf eine rasche konjunkturelle Erholung drückten die allgemeine Börsenstimmung und zogen die Masterflex-Aktie ohne fundamentale Ursachen bis zum März zwischen 13,50 C und 15,00 C. Auch auf diesem Niveau wurde der CDAX weiterhin deutlich geschlagen.

Aktienkursentwicklung Januar 2002 bis März 2003

Aktienkursentwicklung im Indexvergleich

Aktienkurs (in %)

Januar 2002 bis März 2003

Kurs- und Umsatzstatistik 2002

Höchster variabler Kurs 19,45
Tiefster variabler Kurs 9,95
Eröffnungskurs 02.01. 15,95
Schlusskurs 30.12. 14,50
Performance -9,1%

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2002 betrug 4,5 Mio. C und ist in 4,5 Mio. Stückaktien eingeteilt. Die Gründerfamilien Herzog, Bischoping und Raschen sind die größten Aktionäre. Diese Aktien gelten als Festbesitz, da sie sich in der Hand der Familien der Altaktionäre befinden. Außerdem gelten alle Anteile eines Anteilseigners, die kumuliert mindestens fünf Prozent des Grundkapitals ausmachen, als Festbesitzblöcke. Derzeit befinden sich 33% bzw. 1,47 Mio. Aktien im Streubesitz.

Neusegmentierung des Aktienmarktes

Der Börsenrat der Frankfurter Wertpapierbörse hat am 19.November 2002 die Neusegmentierung des Aktienmarktes beschlossen. Mit der Neustrukturierung, die zum 01. Januar 2003 in Kraft trat, entstand für Aktien und aktienvertretende Zertifikate – neben dem General Standard mit den gesetzlichen Mindestanforderungen des Amtlichen Marktes oder Geregelten Marktes – das neue Segment Prime Standard mit einheitlichen Zulassungsfolgepflichten. Das Ziel der Neusegmentierung ist, das Vertrauen der Investoren in den deutschen Aktienmarkt durch hohe Standards und verbesserte Durchsetzbarkeit zurückzugewinnen.

Die Aktien der Masterflex AG wurden zum 1. Januar 2003 zum neuen Aktienmarktsegment Prime Standard zugelassen. Der Prime Standard ist auf Unternehmen zugeschnitten, die sich auch gegenüber internationalen Investoren positionieren wollen. Außerdem unterwerfen sich die Unternehmen erhöhten Transparenz- und Publizitätsanforderungen.

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Diese Zulassungsfolgepflichten, namentlich

  • die Erstellung konsolidierter Abschlüsse nach IAS oder US-GAAP
  • die Veröffentlichung von Quartalsberichten mit bestimmten Mindestangaben
  • die Veröffentlichung eines Unternehmenskalenders
  • die Durchführung einer jährlichen Analystenkonferenz sowie
  • Ad-hoc Mitteilungen und laufende Berichterstattung auch in englischer Sprache

hat die Masterflex AG bereits vorher schon erfüllt.

Masterflex erwartet generell durch die Neusegementierung und die Aufnahme in den Prime Standard eine Erhöhung der Attraktivität des Kapitalmarktes sowie eine bessere Positionierung bei in- und ausländischen Investoren.

Wesentliche Elemente der privatrechtlichen Regelwerke für den Neuen Markt und SMAX werden mit dem Prime Standard in die öffentlich-rechtliche Börsenordnung übernommen. Der SMAX wird daher voraussichtlich Ende 2003 eingestellt. Masterflex ist im Prime Classic- und Prime All Share-Index vertreten. Im neu zusammengesetzten SDAX ist die Masterflex AG derzeit nicht vertreten.

Ergebnisentwicklung im Jahr 2002

Kennzahlen je Aktie 2002

IAS-Ergebnis je Aktie 0,57 C
Netto-Dividende je Aktie in 2003* 0,40 C
Netto-Dividendenrendite (Basis 31.12.) 2,8%
Aktienkurs am 31.12.2002 14,50 C
Börsenwert am 31.12.2002 65,25 Mio. C
Marktkapitalisierung am 31.12.2002
(Basis: Free Float von 33%)
21,32 Mio. C
Anzahl der Aktien 4,5 Mio.
Free Float 1,47 Mio.
Rechnerischer Wert am Grundkapital 1,00 C
Bookbuilding-Spanne 21,00 C bis 25,00 C
Emissionspreis 25,00 C
Erster Kurs am 16.06.2000 30,50 C
All-Time-Höchstkurs 39,00 C
All-Time-Tiefstkurs 9,95 C

*Vorschlag zur Hauptversammlung am 18.06.03

Im dritten Jahr in Folge sollen unsere Aktionäre an der positiven Unternehmensentwicklung mit einer Dividende beteiligt werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 18. Juni 2003 die Zahlung einer Dividende von 0,40 C pro Aktie vorschlagen. Damit unterstreichen wir weiterhin unsere Positionierung am Aktienmarkt: Masterflex ist ein Growth- und Value-Stock.

Corporate Governance

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen.

Am 23. Dezember 2002 hat die Masterflex AG ihre erste Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Corporate Governance abgegeben. Weitere Informationen finden Sie in einem gesonderten Punkt "Corporate Governance" im Lagebericht.

Aktive Investor Relations-Politik

Eine offene und transparente Informationspolitik gehört zu den wichtigsten Unternehmensgrundsätzen der Masterflex AG. Auch im Jahr 2002 haben wir aktiv das Gespräch mit Aktionären, Investoren und Analysten gesucht, um unser Unternehmen vorzustellen und Strategien für den nachhaltigen Unternehmenserfolg aufzuzeigen.

Ein wichtiges Instrument für schnelle Informationsaufbereitung stellt für uns unsere Homepage www.masterflex.de dar. Diese wurde Anfang 2003 überarbeitet und bietet ab Ende Mai 2003 einen noch komfortableren Zugang zu unseren Unternehmensinformationen. Dort können sich interessierte Anleger auch für unseren e-Mail-Newsletter anmelden, der Informationen schnell und zeitnah weiterleitet.

Am 24. Juli 2002 haben wir unsere zweite ordentliche Hauptversammlung im Schloss Horst in Gelsenkirchen durchgeführt. Mit rund 300 Aktionären war die Veranstaltung wieder gut besucht. Angesichts der positiven Unternehmensentwicklung und der Erhöhung der Dividenden um 60% auf 0,40 C sparten dieVertreter der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre sowie der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz nicht mit Lob.Die Zufriedenheit der Aktionäre spiegelte sich auch in den Abstimmungsergebnissen wider.Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit 100% entlastet, die weiteren Abstimmungspunkte, darunter die Dividendenausschüttung, fanden ebenfalls eine sehr hohe Zustimmung.

Im März 2002 haben wir uns erneut auf der Anlegermesse INVEST in Stuttgart präsentiert. Wir haben unser Unternehmen außerdem erstmalig in London und Stockholm auf einer internationalen Roadshow interessierten institutionellen Anlegern präsentiert. Außerdem haben wir im Dezember 2002 an einer Investorenkonferenz in Frankfurt teilgenommen.

Im Mittelpunkt der Investor Relations-Arbeit im laufenden Geschäftsjahr wird die Ausweitung nationaler und internationaler Roadshows stehen. Neben der allgemeinen Unternehmenspräsentation werden dabei die Entwicklung in der Medizintechnik und im Bereich Brennstoffzellentechnologie stehen.

Finanzkalender 2003

Bilanzpressekonferenz 25.April
DVFA-Analystenmeeting 28.April
Zwischenbericht 1. Quartal Ende Mai
Hauptversammlung 18. Juni
Dividendenzahlung 20. Juni
Zwischenbericht 1. Halbjahr Ende August
Zwischenbericht 3. Quartal Ende November

Aktuelle Informationen: www.masterflex.de

Konzernlagebericht

Wirtschaftliche Situation

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Jahr 2002 nicht verbessert.Der leichte Aufschwung in den USA war nicht ausreichend, um wesentliche Impulse auch nach Westeuropa zu geben. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist im Jahr 2002 weiterhin angespannt geblieben. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2% war Deutschland im vergangenen Jahr weiterhin das Schlusslicht in Europa. Ein Spiegelbild dieser Entwicklung ist die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften, die 2002 um 16,4% auf ein Rekordniveau von 37.700 (Quelle: Creditreform) gestiegen ist. Auch die Situation an den Kapitalmärkten hat sich 2002 nicht verbessert. Der Dax und andere Indizes setzten ihre Talfahrt fort. Der Markt für Börsengänge kam zum Erliegen. Dies hatte zur Folge, dass viele Banken ihre Investment Banking- und Research-Abteilungen stark verkleinert haben.

Kunststoffbranche verharrt auf Vorjahresniveau

Die kunststoffverarbeitende Industrie hat im Jahr 2002 einen Umsatz auf Vorjahresniveau von 40,7 Mrd. C erzielt. Mit einer Wachstumsquote von 0% lag sie damit noch unter dem Durchschnitt der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung. Getragen wurde das Geschäft vom Auslandsumsatz, der mit über +6%

Multitalent Polyurethan
Eigenschaften PU PVC Metall Gummi
Flexibilität/Elastizität
Abriebfestigkeit
Schwer entflammbar
Temperaturbeständigkeit
Gewichtsvorteile
Chemikalienbeständigkeit
Umweltverträglichkeit

■ ■ ■ gut

■ ■ mittel

■ schlecht

gegenüber dem Vorjahr wieder etwas gestiegen ist, aber weit von den zweistelligen Spitzenwerten vergangener Jahre entfernt ist. Der Inlandsumsatz entwickelte sich mit -2,9% negativ. Im zweiten (+2,5%) und dritten Quartal (+4,4%) 2002 war in der Produktion insgesamt jedoch ein tendenzieller Aufwärtstrend erkennbar.

Der Bereich Folien, Platten, Schläuche und Profile entwickelte sich mit einem Umsatzplus von 0,7% auf 13,5 Mrd. C besser als der Gesamtmarkt. Auch hier entwickelte sich das Auslandsgeschäft mit einer Steigerung um +7,9% auf 5,8 Mrd. C positiv während der Inlandsumsatz um -4,3% auf 7,7 Mrd. C zurückging. Aufgrund der schwachen konjunkturellen und schwierigen weltwirtschaftlichen Situation erwartet der Gesamtverband der kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) für 2003 eine Umsatzentwicklung zwischen Null und 2%.

Die bevorstehende Öffnung der Märkte in Osteuropa wird als Chance und Risiko für die Kunststoffverarbeiter gesehen. In der Branche wird damit gerechnet, dass sich der Wettbewerb im Bereich von Low-Tech- und Massenprodukten verschärfen wird. Aus Sicht des GKV kommt es im Hochlohnland Deutschland mehr denn je darauf an, dass Unternehmen ihren technologischen Vorsprung ausbauen, um am Markt bestehen zu können.Vor diesem Hintergrund sieht sich die Masterflex AG mit ihren Speziallösungen gut für die Zukunft gerüstet.

Hinzu kommt, dass Experten unserem Werkstoff Polyurethan (PU) aufgrund seiner hervorragenden Produkteigenschaften weiterhin hervorragende Perspektiven bescheinigen. Der Jahresverbrauch von Polyurethanen lag 2002 bei weltweit über 8 Mio. t. Experten bescheinigen diesen Multitalenten unter den Kunststoffen auch weiterhin großes Wachstumspotenzial, da diese einen echten Mehrwert auf allen Stufen der Wertschöpfungskette bieten und herkömmlichen Werkstoffen in vielerlei Hinsicht überlegen sind. Polyurethan ist vielfältig modifizierbar und kann z.B.flammhemmend,chemikalienbeständig,abriebfest oder elektrisch leitfähig ausgerüstet werden.

Masterflex AG – erfolgreiche Investitionen

In den Jahren 2000 und 2001 haben wir durch umfangreiche Investitionen die Basis für die weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung der Masterflex AG gelegt. Ab der zweiten

Hälfte 2002 hat sich dies nicht nur in den Umsatz-, sondern auch in unseren EBIT-Zahlen widergespiegelt. Zukunftsfähige Nischenmärkte und innovative Produkte sind Garanten unseres Erfolges.So konnten wir unseren Konzernumsatz um 24,1% auf 56,8 Mio. C steigern (2001: 45,8 Mio C). Mit einem Anteil von 52,5% (29,8 Mio. C) hat der Bereich High-Tech-Schlauchsysteme die größte Bedeutung. Die Medizintechnik trug mit 10,8 Mio. C (19,0%) und der Mobile Office Bereich innerhalb der Brennstoffzellentechnologie mit 16,2 Mio. C (28,5%) zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung bei.

Unser wichtigster Absatzmarkt ist nach wie vor Deutschland. Hier wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 29,2 Mio. C erzielt. Dies entspricht einem Anteil von 51% am Gesamtkonzernumsatz. Es folgen die EU-Staaten mit 13,9 Mio. C (25%) und die Drittländer mit 13,7 Mio. C (24%). Durch unseren erfolgreichen Markteintritt in den USA gehen wir von einer Anteilsverschiebung in den nächsten Jahren aus.

High-Tech-Schlauchsysteme – etabliertes Kerngeschäft

In unserem Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme konnten wir uns erneut vom schwierigen konjunkturellen Umfeld in Europa abgrenzen. In Deutschland haben wir 2002 neue Rekordumsätze erreicht. Auch der Beginn des Jahres 2003 war vielversprechend. Dies zeigt, dass wir uns als führender Spezialist für hochwertige Schlauchsysteme etabliert haben.

Die Umsätze konnten 2002 insgesamt um 7% gesteigert werden. Vor dem Hintergrund der schwachen Inlandskonjunktur und der unsicheren weltwirtschaftlichen Lage zeigt dies, dass wir konjunkturelle Dellen in einzelnen Bereichen überkompensieren können,da wir in über 20 Branchen liefern und keine Abhängigkeit zu einzelnen Kunden haben. Durch die Neuentwicklung von Produkten für hochspezialisierte Anwendungen konnten wir bedeutende Neukunden akquirieren. Abhängigkeiten zu bestimmten Branchen oder einzelnen Kunden bestanden nicht.

In unserem 2001 in Betrieb genommenen Technikum arbeiten wir intensiv an der Weiterentwicklung unserer Produkte und Werkstoffe. Wir erwarten im Jahr 2003 Wachstumsimpulse durch neue Produkte, wie zum Beispiel von unseren auf der Hannover Messe 2002 vorgestellten Lebensmittelschläuchen.

Lebensmittelkonforme Schläuche aus Polyurethan

Masterflex ist der erste Hersteller, der profilextrudierte Schläuche anbietet, die in allen Punkten lebensmittelkonform sind. Die zur Herstellung verwendeten Rohstoffe Polyurethan bzw.Polyolefin entsprechen den relevanten EG-Richtlinien,den Empfehlungen des BgVV (Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin) und verfügen über die FDA-Zulassungen (Food and Drug Administration). Sie genügen außerdem den Anforderungen der Anwender aus der Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Das Geschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme bietet weiterhin enormes Zukunftspotenzial. Die strengen deutschen Umweltstandards werden durch die EU-Erweiterung im Zuge der Harmonisierung übernommen und bieten daher weitere Einsatzmöglichkeiten. Wir präsentieren unsere Produkte wie im vergangenen Jahr auf wichtigen nationalen Messen wie der Hannover-Messe, der Powtec und auf der Anuga Food Tec sowie auf bedeutenden internationalen Industriemessen.

Medizintechnik

Das Innovationspotenzial unseres Werkstoffes Polyurethan zeigt sich sehr deutlich in der Medizintechnik. Hier wird der Werkstoff aufgrund seiner zum Beispiel antibakteriellen, antithrombogenen oder selbstabbauenden Eigenschaften zunehmend eingesetzt. Die Medizintechnik gehört zu den wachstumsstärksten Sektoren des verarbeitenden Gewerbes. Prognosen gehen von einem jährlichen Wachstum von vier bis fünf Prozent in den nächsten Jahren allein in Deutschland aus,wobei diese Zahlen aufgrund der Heterogenität des Marktes in Teilbereichen erheblich höher liegen können. Die positiven Zukunftsaussichten beruhen zum einen darauf, dass die Bevölkerung immer älter wird und zum anderen die Qualitätsansprüche an Gesundheitsleistungen zunehmend steigen. Der Umsatz lag 2001 weltweit bei ca. 170 Milliarden Euro.

Nach einer Studie der IKB Deutsche Industriebank spielen Mittelständler in der Medizintechnik nach wie vor eine bedeutende Rolle und sind gut im Markt positioniert. Masterflex hat das Potenzial erkannt und in den vergangenen zwei Jahren in die Medizintechnik besonders intensiv investiert. In unserer Reinraumhalle in Halberstadt werden auf hochmodernen Extrusionsanlagen medizinische Komponenten wie Infusionsschläuche, Katheter und insbesondere Multilumenschläuche, das sind Mehrkammerschläuche im Durchmesserbereich von 0,5 bis 20,0 mm, produziert.

Kosteneinsparungen durch Produkte mit verlässlicher Kalkulationsbasis

Der Trend zu Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen hat sich auch im Jahr 2002 unvermindert fortgesetzt. Hier bieten wir Ärzten und Krankenhäusern maßgeschneiderte Produktund Systemlösungen mit Einsparpotenzial und verlässlicher Kalkulationsbasis.

Zum einen ermöglichen die von unserer Tochtergesellschaft Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, angebotenen Sets für die medizinische Diagnose und Therapie Einsparpotenzial für Ärzte und Krankenhäuser. Die für eine Operation oder Untersuchung notwendigen medizinischen Instrumente werden zu einem Komplett-Paket nach den Wünschen der anwendenden Ärzte individuell zusammengestellt. Diese vereinfachte Logistik bietet Zeit- und damit auch Kostenvorteile.

Zum anderen bieten wir eine international patentierte Beatmungsmaske (Lary Vent) an, die technisch so konstruiert ist, dass bei Operationen Stimmbandreizungen und -verletzungen und somit teure Nachbehandlungen vermieden werden können. Anstelle der bisher üblichen Methode, ein mit einem Ballon ausgestattetes Rohr in die Luftröhre einzuführen und diese mit dem Ballon abzudichten, dichtet unsere Beatmungsmaske den Rachenraum und die Speiseröhre ab. Lary Vent muss außerdem im Gegensatz zu anderen Produkten nicht sterilisiert werden und ist dadurch leicht kalkulierbar.

Jährlich werden allein in den USA, Europa und Japan ca. 24 Mio. sogenannte Larynganästhesien durchgeführt. Da der Vorgang der Sterilisation entfällt, lässt sich die Beatmungsmaske zukünftig auch ideal im Sanitäts- und Rettungsdienst einsetzen. Lary Vent wurde auf verschiedenen Kongressen vorgestellt und bereits erfolgreich bei Operationen getestet.

Experten haben uns bestätigt, dass unsere Beatmungsmaske aufgrund ihrer eindeutigen Produktvorteile das Potenzial zur Marktführerschaft besitzt. Ab Frühjahr 2003 wird die Maske ausgeliefert; die Nachfrage ist bereits hoch. Wir wollen die Produktion und den Absatz bis zum Jahr 2004 auf jährlich 1 Mio. Stück hochfahren.Von diesem Produkt erwarten wir in den nächsten Jahren erhebliches Wachstumspotenzial bei Umsatz und Ertrag für unser Geschäftsfeld Medizintechnik.

Brennstoffzellentechnologie

Kurz- bis mittelfristig kommen für Masterflex die Wachstumsimpulse sicherlich aus den beiden angestammten Geschäftsfeldern. Weiteres Potenzial für die Zukunft bietet vor allem unser jüngstes Geschäftsfeld. Auch im Bereich der Brennstoffzellentechnologie wollen wir uns mit innovativen Technologien und Produkten international hervorragend positionieren.

Mitglied im Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzellen NRW

Im Jahr 2002 sind wir unserem Ziel, uns als kompetenter Ansprechpartner für diese innovative Energieform zu etablieren, ein gutes Stück näher gekommen. Masterflex ist jetzt Mitglied im Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzellen des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Frühjahr 2002 wurde Herr Herzog vom Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen in den Beirat "Brennstoffzellen" berufen. In dieser Runde sind die verschiedenen Brennstoffzellen-Projekte in NRW gebündelt. Im Beirat werden Perspektiven diskutiert und das aktuelle Wissen auf dem Gebiet der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie gebündelt, um diese Zukunftsindustrie voranzubringen.

Im Jahr 2002 haben wir unser Projektteam Brennstoffzellen auch personell erweitert.Unsere Projektabteilung ist im Oktober 2002 von Gelsenkirchen in das Zukunftszentrum der Nachbarstadt Herten umgezogen. In Kooperation mit forschenden Einrichtungen wird mit Hochdruck am Aufbau der Serienfertigung der Masterflex-PEM-Minibrennstoffzelle gearbeitet. Der Start der Fertigung ist für 2004 vorgesehenen. Am 15. Januar 2003 wurde am neuen Standort die erste Masterflex-Brennstoffzelle im Beisein von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien in Betrieb genommen.

Brennstoffzellen mit großem Zukunftspotenzial

Wir sind davon überzeugt, dass Brennstoffzellen in zukünftigen Energiesystemen eine große Bedeutung haben werden, denn sie besitzen das Potenzial, den stetig wachsenden Anforderungen an die Effizienz von Energiewandlern gerecht zu werden. Brennstoffzellen arbeiten mit einem hohen Wirkungsgrad und können somit einen wichtigen Beitrag zur CO2 Reduzierung leisten. Gemeinsam, mit dem Energieträger Wasserstoff bilden sie die Grundlage zur Nutzung von erneuerbaren Energien in portablen und mobilen Anwendungen.In vielen Bereichen können Brennstoffzellen den Einsatzbereich von portablen Geräten erheblich erweitern.

Die Machbarkeit der Technologie wurde in vielen Demonstrationsprojekten eindrucksvoll nachgewiesen. Auf dem Gebiet der Grundlagenforschung wurden in den letzten Jahren wichtige Meilensteine erreicht. So sind heute z. B. fertig konfektionierte MEA's (Membran Electrode Assemblies), das sind wichtige Schlüsselkomponenten der PEM-Brennstoffzelle (PEM = Proton Exchange Membrane) kommerziell erhältlich. Mit dem heute vorhandenen Wissen, ist eine Markteinführung der Brennstoffzellentechnik in greifbare Nähe gerückt.

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Ziel: Entwicklung marktfähiger Systeme

Die Projektgruppe Brennstoffzellentechnik der Masterflex AG beschäftigt sich seit Anfang 2002 mit der Entwicklung von Brennstoffzellen-Systemen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass eine Markteinführung in Massenmärkten beim jetzigen Entwicklungsstand noch nicht möglich ist. Die dafür notwendigen Kostenziele von z. B. 50C/KW für den Einsatz im PKW sind noch nicht darstellbar. Wir sind aber der festen Überzeugung, dass Brennstoffzellen in Nischenmärkten auch heute schon große Marktchancen haben. Das sind Bereiche, in denen eine portable Stromversorgung mit konventioneller Technik gar nicht oder nur mit großem Aufwand machbar ist. Allerdings muss auch dazu noch Entwicklungsarbeit geleistet werden. Unsere Arbeit konzentriert sich daher im Wesentlichen auf die Entwicklung von:

  • einer Produktionstechnologie, die dem Marktvolumen angepasst ist und auch die Herstellung von kleineren Losgrößen ab ca. 10.000 Stück/Jahr ermöglicht.
  • Komponenten, die der Produktionstechnologie angepasst sind.
  • Regelungskonzepten, die einen sicheren und für den Anwender komfortablen Betrieb gewährleisten.

Masterflex setzt damit auf eine bedarfsgerechte und kundenindividuelle Entwicklung von PEM-Brennstoffzellen unterschiedlicher Leistungsstufen, innovative Steuerungselektronik und modernste Metallhydrid-Wasserstoffspeicherung.

Integration in Mobile Office Systeme

Die Neuentwicklungen der Masterflex AG werden in einem 50 -Watt-Brennstoffzellen-System, das zur Stromversorgung einer "Mobil-Office-Einheit" dienen soll, zur Anwendung kommen. Diese wasserstoffbasierte Minibrennstoffzelle wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg, entwickelt.

Die Minibrennstoffzelle soll zunächst in die Profi-Tragesysteme unserer Tochtergesellschaft DICOTA GmbH integriert und weltweit vertrieben werden. Die neuartige Energieversorgung wird es ermöglichen, ein Notebook über einen Zeitraum von bis zu 35 Stunden, netzunabhängig zu betreiben. Darüber hinaus sind weitere Anwendungen aufgrund der modularen Konstruktion unserer Brennstoffzellen, leicht möglich. Der Prototyp dieser wasserstoffbasierten Brennstoffzelle wurde auf der CEBIT im März 2003 sowie auf der Hannover Messe im April 2003 präsentiert.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir schon im Jahre 2004 mit der Vermarktung unserer Brennstoffzellen beginnen können. Mit einer Geräte unabhängigen Stromversorgung für Mobil Office Systeme besetzen wir eine Nische, die abseits der von großen Unternehmen weltweit vorangetriebenen Entwicklungen liegt. Intensive Partnerschaften mit führenden Forschungseinrichtungen und Unternehmen sollen auch zukünftig den Technologievorsprung der Masterflex AG garantieren.

Entwicklung der Tochtergesellschaften

MASTERDUCT Inc. USA seit 2000 100%

Anmerkung: Die Jahreszahlen kennzeichnen den Zugang zum Konzern

Neben dem Firmensitz und Hauptproduktionsstandort Gelsenkirchen ist die Masterflex AG unmittelbar an acht weiteren Standorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA sowie mittelbar auch in Asien vertreten.

Bezeichnung
der Gesellschaft
Sitz der
Gesell-
schaft
Anteil
Masterflex
in %
Novoplast
Schlauchtechnik GmbH
D-Halberstadt 70
Masterflex SARL F-Béligneux 80
Masterflex
Technical Hoses Ltd.
GB-Oldham 100
Flexmaster USA, Inc. USA-Houston 100
Masterduct Inc. USA-Houston 100*
Techno
Handelsgesellschaft mbH
D-Bochum 100
Masterflex Bulgaria Eood BG-Sofia 100
Angiokard
Medizintechnik GmbH & Co. KG
D-Friedeburg 100
Angiokard B.V. NL-Hillegom 100
DICOTA GmbH D-Bietigheim-Bissingen 50,02

ANGIOKARD B.V. NL seit 2002 100%

* Anteil Flexmaster USA, Inc.

Novoplast Schlauchtechnik GmbH

Unsere älteste Tochtergesellschaft Novoplast Schlauchtechnik GmbH produziert seit 1991 industrielle High-Tech-Schlauchsysteme aus hochwertigen Kunststoffen. Seit einigen Jahren ist das Unternehmen auch im medizinischen Bereich tätig. Dieser Bereich wurde durch den Bau einer Reinraumhalle erheblich ausgebaut.Novoplast Schlauchtechnik produziert auf einer der modernsten Mikropräzisionsextrusionsanlagen in Europa insbesondere Multilumen-, Infusions- und Katheterschläuche. Die Fertigung unserer weltweit patentierten "LaryVent" Beatmungsmaske erfolgt ebenfalls bei Novoplast.

Innerhalb kurzer Zeit hat sich unser Tochterunternehmen auch in der Medizintechnik als Spezialist für anspruchsvolle Produkte aus hochwertigen Kunststoffen etabliert. So war Novoplast Schlauchtechnik mit dem Referat "Schlauchtypen in der Medizintechnik" im September 2002 auf der ersten VDI-Fachtagung "Kunststoffe in der Medizintechnik", vertreten, die zusammen mit dem Seminar "Kunststofftechnik im Reinraum" in Bad Neuenahr mit ca. 300 Teilnehmern durchgeführt wurde. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus den Bereichen Health Care und Pharmaindustrie sowie der Kunststoffbranche.

Die von Novoplast Schlauchtechnik hergestellten Medical Devices sind auch Bestandteil der medizinischen Sets unserer zweiten Tochtergesellschaft Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, die ebenfalls in der Medizintechnik tätig ist. Darüber hinaus zählt Novoplast Schlauchtechnik namhafte Anbieter medizinischer Komponenten zu ihren Kunden. Das Jahr 2002 war für das Unternehmen im industriellen wie im medizinischen Bereich erfolgreich. Die Umsätze konnten insgesamt um 10% gesteigert werden.

Die industriellen Produkte wurden zum Beispiel im April 2002 auf dem Gemeinschaftsstand der Masterflex AG auf der Hannover Messe vorgestellt. Das Unternehmen präsentierte seine medizinischen Produkte im November 2002 auf der Compamed in Düsseldorf.

Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG

Die Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG, Friedeburg, hat sich im deutschen Markt als einer der führenden Anbieter auf das sogenannte "Kit-Packing" spezialisiert und bietet Krankenhäusern,Kliniken und großen Arztpraxen individuelle medizinische OP-Behandlungssets insbesondere für die Bereiche Kardiologie,Radiologie und Anästhesie – wenn gewünscht auch in Just-in-Time-Lieferung – an.

Seit 2001 wurde das Exportgeschäft in Europa sukzessive weiter ausgebaut. Mittlerweile ist Angiokard auch mit einer Niederlassung in den Niederlanden vertreten, um Kliniken, Krankenhäuser und Ärzte vor Ort noch besser beraten zu können. Die Gesellschaft ist international zertifiziert gemäß EN ISO 9001 ff, EN 46001 sowie MDD 93/43, so dass einer weiteren Expansion von dieser Seite nichts entgegensteht. Angiokard hat im Laufe der Jahre ein großes Know how insbesondere im Bereich der Angiographie erworben. Hier ist das Ziel, weitere Potenziale zu erschließen.

Zahlreiche Produktentwicklungen und innovative Sets, wie das Komplett-Set für die klassische Athroskopie (Gelenkspiegelung) haben Angiokard seinem Ziel, im Bereich des "Kit-Packing" die Nummer eins in Europa zu werden, einen weiteren Schritt näher gebracht. In 2003 soll die Expansion erfolgreich fortgesetzt werden. Der Vertriebsweg für die Beatmungsmaske wurde bereits gefunden, so dass nach der endgültigen Freigabe zügig mit der Auslieferung begonnen werden kann.

Masterflex S.A.R.L.

Masterflex S.A.R.L hat im September 2002 ihr erfolgreiches zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Masterflex S.A.R.L ist nicht nur erfolgreich in Frankreich, sondern auch in Südeuropa tätig. Da die Lebensmittelindustrie in Frankreich sehr bedeutend ist, gehen wir von einem interessanten Umsatzpotenzial für unsere neuen Lebensmittelschläuche aus. Masterflex S.A.R.L fördert den Bekanntheitsgrad und die Markposition mit zahlreichen Marketingmaßnahmen, darunter Teilnahmen auf führenden französischen Messen. Das Unternehmen war auch auf verschiedenen branchenspezifischen Messen vertreten. In Frankreich besteht nach wie vor Nachholbedarf bei der Angleichung von Umwelt- und Industriestandards, daher sehen wir hier weiteres Zukunftspotenzial.

Masterflex Technical Hoses Ltd.

Masterflex Technical Hoses Ltd. produziert und vertreibt seit 1996 erfolgreich Hightech-Schlauch- und Verbindungssysteme für den industriellen Bereich in Großbritannien. Mit der bisherigen Entwicklung sind wir ebenfalls zufrieden.

Flexmaster USA, Inc.

Nach dem Tief im September 2001 und einem nur mageren Plus von 0,3% beim Bruttoinlandsprodukt für das Gesamtjahr hat sich die US-Wirtschaft im Jahr 2002 überraschend gut entwickelt und ein Plus von 2,4% erreicht.

Diese Erholung spiegelt sich auch in den positiven Umsatz- und Ergebniszahlen im konjunktursensiblen Altgeschäft Klima-/Lüftungsschläuche unserer 1999 erworbenen Tochter Flexmaster U.S.A. wider. Dieses Produktprogramm wird überwiegend in der Bauindustrie abgesetzt. Mittlerweile ist Flexmaster seit 25 Jahren in diesem Marktsegment tätig. Das Unternehmen ist aufgrund seiner Problemlösungskompetenz anerkannt und daher auch im derzeit schwierigen Marktumfeld erfolgreich tätig.

Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes sind wir mit der Entwicklung des im Aufbau befindlichen industriellen Bereichs mehr als zufrieden. Unsere Tochtergesellschaft Masterduct zählt bereits zu den drei bekanntesten Schlauchherstellern in den USA.Es hat sich gezeigt,dass der Aufbau eines eigenenVertriebs für High-Tech-Schlauchsysteme in den USA der richtige Weg war.Wir sind davon überzeugt, dass sich die Umsätze und Ergebnisse genauso dynamisch entwickeln werden, wie in den anderen Gesellschaften in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Der US-Markt ist für uns der Zukunftsmarkt. Als größter Industriemarkt der Welt sowie klassischer PVC- und Gummimarkt bietet er enormes Wachstumspotenzial, so dass seine Bedeutung in den nächsten Jahren zunehmen wird.

Techno Handelsgesellschaft mbH

Die Techno Handelsgesellschaft GmbH, seit 2000 ein Tochterunternehmen der Masterflex AG, hat sich insbesondere auf die Lieferung von Schläuchen für den Tunnel- und Brückenbau spezialisiert. In den letzten zwei Jahren wurde die Internationalisierung stark vorangetrieben. Techno beliefert wichtige Großprojekte in Europa.Die Entwicklung im Inland war im Jahr 2002 nach wie vor schwach und konzentrierte sich auf einige Kleintunnel. Dennoch konnte sich Techno mittlerweile erfolgreich als Spezialausrüster und Systemlieferant etablieren.

Die Zukunftsperspektiven in diesem Marktsegment, insbesondere im Ausland, schätzen wir als hervorragend ein.Viele der bestehenden Bauten sind einröhrig mit entsprechendem Gefahrenpotenzial, so dass entsprechender Handlungsbedarf für einen zweiröhrigen Ausbau vorhanden ist. In Deutschland will sich Techno weiter als Spezialist am Markt positionieren, denn viele Projekte sind in Vorbereitung, so dass wir erwarten, dass sich die Umsatzsituation im Inland in den nächsten Jahren, nicht zuletzt bei einem wirtschaftlichen Aufschwung, wieder verbessern wird.

Masterflex Bulgaria Eood

Anfang des Jahres 2002 haben wir die Masterflex Bulgaria Eood gegründet und in der Nähe von Sofia angesiedelt. Hier produzieren wir seit Mitte des Jahres mit einem neuen Maschinenpark technische Schläuche. Es handelt sich um einen reinen Produktionsbetrieb, der Vertrieb der Produkte erfolgt über die Masterflex AG.

DICOTA GmbH

Die DICOTA GmbH, Bietigheim-Bissingen, gehört seit August 2001 zur Masterflex-Gruppe. DICOTA, 1992 gegründet, gilt weltweit als Nummer zwei im profitablen Segment Notebooktaschen, -koffer und -zubehör (sog. Mobile Computing Equipment).

Seit Unternehmensgründung hat das Unternehmen regelmäßig zweistellige Umsatzzuwächse erzielt. DICOTA hat sich mit innovativen Produkten als Premium-Marke etabliert.Mit dieser Strategie zeigte sich das Unternehmen unbeeindruckt von einem unterkühlten Jahr 2001 mit einem erstmaligen Abschwung des PC-Marktes. Der Markt hat sich im Jahr 2002 wieder erholt. Weltweit wurden insgesamt ca. 136 Millionen PCs verkauft.Trotz der schwachen Konjunktur in Westeuropa wuchs der Markt in Europa um ca. drei Prozent. Die Marktforscher gehen von Wachstumsraten zwischen ca. 8 und 11 Prozent in den nächsten zwei Jahren aus.

Der Kundenkreis von DICOTA ist international. Das Unternehmen ist sehr erfolgreich in Europa und Asien tätig. Die Expansion im Mittleren Osten wurde ebenfalls weiter vorangetrieben. Die ersten Kontakte wurden vor vier Jahren geknüpft. Seitdem ist das Geschäft in diesem Wirtschaftsraum Jahr für Jahr gewachsen. Dubai ist nicht nur das wirtschaftliche Zentrum der Vereinigten Arabischen Emirate, sondern zugleich der wichtigste Umschlagplatz für den gesamten Mittleren Osten. Insbesondere die Informations- und Kommunikationsbranche hat dort ihren Schwerpunkt. Aus diesem Grund liegt es für DICOTA nahe, als Zulieferer für Notebookhersteller unmittelbar vor Ort präsent zu sein. Die hohen Zuwachsraten im Notebookmarkt im Mittleren Osten führen auch dazu, dass die Nachfrage nach Zubehör entsprechend stark steigt,so dass hier noch großes Wachstumspotenzial besteht.

Da die DICOTA GmbH über hervorragende globale Vertriebsstrukturen verfügt, wollen wir das Vertriebsnetz nutzen, um unsere wasserstoffbasierte 50-Watt-Brennstoffzelle zu verbreiten. Diese soll ab 2004 zunächst die in den Profi-Tragesysteme der DICOTA GmbH integrierten Geräte wie Notebooks, Drucker, etc. netzunabhängig mit Strom versorgen.

Investitionen

Nach den Rekordinvestitionen im Jahr 2001 wurden diese in 2002 im Wesentlichen in Sachanlagen mit TC 2.156 und in immaterielle Vermögensgegenstände mit TC 868 investiert. Die Investitionen in Finanzanlagen wurden in 2001 weitestgehend abgeschlossen.

Auch künftig werden wir immer dann die Notwendigkeit von Investitionen prüfen, wenn diese geeignet scheinen, unsere Geschäftsentwicklung erfolgreich voranzutreiben.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierung des Teilkaufpreises an die DICOTA GmbH wurde mit Krediten finanziert. Der die Abschreibungen übersteigende Teil sowie die Investitionen in den Ausbau der Geschäftstätigkeit wurden teilweise kreditfinanziert.

Mitarbeiter – Fluktuation tendiert gegen Null

Die Basis unseres Erfolges sind unsere zahlreichen Innovationen und leistungsfähigen Produkt- und Systemlösungen für unterschiedlichste Anwendungen. Diesen technologischen Vorsprung verdanken wir in hohem Maße unseren kreativen und motivierten Mitarbeitern.Unsere Vertriebsmannschaft steht im ständigen Dialog mit unseren Kunden, damit wir maßgeschneiderte Lösungen entwickeln können.

Ca. 5% der Belegschaft sind in der Forschung und Entwicklung tätig.

Wir haben im Jahre 2002 diese wichtigen Bereiche weiter personell verstärkt.Insgesamt ist die Zahl der Mitarbeiter um 1,8% auf 344 Personen gestiegen.

Die Basis unserer Unternehmenskultur sind motivierte und kreative Mitarbeiter. Die Personalfluktuation tendiert gegen Null und der Krankenstand liegt deutlich unter dem Durchschnitt der deutschen Industrie. Dies sind für uns wichtige Gradmesser für die Zufriedenheit unserer Belegschaft.

Wir beteiligen Mitarbeiter, die in hohem Maße unseren Unternehmenserfolg mitgestalten, in Form einer Gratifikation am Gewinn. Außerdem bieten wir regelmäßige Fortbildungsmöglichkeiten an.

Mitarbeiterentwicklung 1997 –2002:

1997 1998 1999 2000 2001 2002
Gesamt 92 102 168 249 338 344

Umweltschutz

Über besondere Vorgänge ist hier nicht zu berichten. Masterflex beschäftigt einen externen Sicherheitsbeauftragten,der die Einhaltung der Umweltschutzauflagen überwacht.

Risikomanagement

Seit Mai 1998 verpflichtet das "Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)" Aktiengesellschaften zum Aufbau von Risikomanagement-Systemen, die frühzeitig die wesentlichen Risiken erkennen lassen.

Die Masterflex AG hat im Zuge der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und dem anschließenden Börsengang im Jahr 2000 ein derartiges System installiert, damit der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet wird.

Die Risikofrüherkennung und -analyse ist integraler Bestandteil der Steuerungsinstrumentarien der Masterflex-Gruppe. Durch entsprechende Steuerungs- und Kontrollsysteme ist Masterflex in der Lage, Risiken zu identifizieren, zu beobachten sowie gegebenenfalls entsprechende Steuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Das Risikofrüherkennungssystem besteht aus einer Vielzahl von Einzelbausteinen, die sich unter anderem im Berichtswesen, institutionalisierten Gesprächskreisen, Richtlinien und Verfahrensanweisungen zu Prozessabläufen niederschlagen.

Teilaspekte des Risikofrüherkennungssystems werden durch ein bestehendes Qualitätsmanagementsystem überprüft. Die laufende Optimierung und permanente Weiterentwicklung des bestehenden Risikomanagements wird auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Geschäftsprozessoptimierung sein.

Forschung und Entwicklung (F+E) – Vorsprung durch Innovation

Die Basis unserer erfolgreichen Unternehmensentwicklung ist unsere hohe Innovationskraft. Der ständige Austausch mit unseren Kunden und unsere eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung sind die Basis für leistungsfähige Produkt- und Systemlösungen. Während andere Unternehmen laut einer Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft immer weniger für Forschung und Entwicklung ausgeben, haben wir permanent in diesen Bereich investiert. Wichtige Projekte, die in den letzten zwei Jahren hinzugekommen sind, sind zum Beispiel die Beatmungsmaske Lary Vent und die Brennstoffzellenforschung. Ein Anteil von ca. 5% der Belegschaft dokumentiert die Bedeutung des Bereichs F+E.

Know how erschließt permanent neue Anwendungsgebiete

Mit unserem umfangreichen Know how über den Werkstoff Polyurethan erschließen wir permanent neue Anwendungsgebiete. Unser Spezialwissen erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette, angefangen von der Weiterentwicklung des Werkstoffes PU über die gesamte Prozess- und Fertigungstechnologie bis hin zum eigenen Vertrieb. Dieses Know how dokumentiert sich in einer Vielzahl von Innovationen und Patenten und unterstreicht unseren Technologievorsprung am Markt.

In unserem 2001 errichteten Technikum am Hauptsitz in Gelsenkirchen haben wir im letzten Jahr weitere Laborkapazitäten aufgebaut, um insbesondere die Eigenschaften unseres Werkstoffes Polyurethan weiter zu erforschen und Verfahren zu optimieren. Im Zuge der Standortverlagerung unserer Brennstoffzellenaktivitäten ins Zukunftszentrum nach Herten wurden dort ebenfalls neue Laborkapazitäten aufgebaut.

Erweiterungsinvestitionen in den selbst entwickelten und gebauten Maschinenpark wurden aufgrund der bevorstehenden Produktoffensive sowohl im In- wie im Ausland in den Bereichen Medizintechnik und High-Tech-Schlauchsysteme durchgeführt. Ein fester Bestandteil unserer F+E-Aktivitäten sind außerdem Feldversuche bei Kunden.

Zentraler Forschungsschwerpunkt Brennstoffzelle

Einer der zentralen Forschungsschwerpunkte der nächsten Jahre ist die Entwicklung einer wasserstoffbasierten 50-Watt-Brennstoffzelle für die mobile Energieversorgung.

Unser Ziel ist die Entwicklung von marktfähigen Systemen. Marktchancen sehen wir in Bereichen, in denen eine portable Stromversorgung mit konventioneller Technik gar nicht oder nur mit großem Aufwand machbar ist. Allerdings muss auch dazu noch Entwicklungsarbeit geleistet werden. Unsere Arbeit konzentriert sich daher im Wesentlichen auf die Entwicklung

  • einer Produktionstechnologie, die dem Marktvolumen angepasst ist und auch die Herstellung von kleineren Losgrößen ab ca. 10.000 Stück/Jahr zu akzeptablen Preisen ermöglicht.
  • von Komponenten, die der Produktionstechnologie angepasst sind.
  • von Regelungskonzepten, die einen sicheren und für den Anwender komfortablen Betrieb gewährleisten.

Die Mitarbeit von forschenden Einrichtungen, mit denen wir Kooperationsvereinbarungen getroffen haben, sowie die ideelle und materielle Unterstützung durch das Land NRW und die Stadt Herten, leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen unserer Arbeit.

Nanotechnologie

Auch im Bereich der zukunftsweisenden Nanotechnologie unternehmen wir intensive Forschungsanstrengungen. Hierbei kooperieren wir zum Beispiel mit den Kompetenzzentren für Nanotechnologie. Die Nanotechnologie ermöglicht es, die Oberflächenstruktur unseres Werkstoffes Polyurethan zu optimieren. Damit können zum Beispiel die – bereits sehr guten – Antihafteigenschaften und die Abriebfestigkeit des Werkstoffes nochmals verbessert werden. Projekte, an denen wir arbeiten sind unter anderem abriebfestere Oberflächen, antimikrobielle u. kratzfeste Schläuche sowie die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV).

Sonstige wichtige Vorgänge

Im Geschäftsjahr 2002 sind keine wichtigen Verträge abgeschlossen worden und keine Rechtsstreitigkeiten entstanden, über die zu berichten wäre.

Vermögens- und Ertragslage

Ausgewählte Positionen der Bilanz

31.12.02 31.12.01 +/-
Anlagevermögen 33.622 34.256 -1,9%
Immaterielle
Vermögensgegenstände (TC)
17.939 18.067 -0,7%
Technische Anlagen
und Maschinen (TC)
4.939 3.417 44,5%
Finanzanlagen (TC) 895 1.273 -29,7%
Umlaufvermögen (TE) 24.676 22.239 11%
Vorräte (TC) 10.020 9.500 5,5%
Forderungen aus
Lieferung u. Leistungen (TC)
10.275 6.705 53,3%
Schecks, Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten (TC)
2.671 4.404 -39,4%
Eigenkapital (TC) 25.749 26.802 -3,9%
Bilanzsumme (TC) 58.803 57.105 3,0%
Eigenkapitalquote 43,7% 46,9%
Rückstellungen 2.469 1.911 29,1%
Verbindlichkeiten (TE) 26.350 24.322 8,3%
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (TC)
14.532 12.755 13,9%
Verbindlichkeiten aus
aus Lieferungen u. Leistungen (TC)
4.432 3.506 26,4%
Sonstige Verbindlichkeiten 6.786 8.061 -15,8%

Die Veränderungen einzelner Bilanzpositionen gegenüber dem Vorjahr sind im wesentlichen auf den erfolgreichen Ausbau der Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Im einzelnen ergeben sich folgende Abweichungen:

Das Konzern-Gesamtvermögen ist von 57.105 TC auf 58.803 TC gestiegen. Dies ist auf die Erhöhung des Umlaufvermögens in Höhe von 2.437 TC zurückzuführen. Aufgrund der Konsolidierung von DICOTA haben sich insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+3.570 TC) sowie das Vorratsvermögen (+520 TC) erhöht. Aufgrund getätigter Investitionen in das Anlagevermögen,der Tilgung von Krediten sowie der Zahlung eines weiteren Teils des Restkaufpreises für die Beteiligung an der DICOTA GmbH reduzierte sich die Barliquidität im Geschäftsjahr 2002 auf 2.671 TC (2001: 4.404 TC).

Das Anlagevermögen ist 2002 trotz Investitionen von 3.024 TC aufgrund von Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (1.452 TC), den Firmenwert (952 TC) und den Finanzanlagen (506 TC) sowie Abgängen (851 TC) von 34.256 TC auf 33.622 TC gesunken.

Bei Betrachtung der Passivseite der Bilanz zeigt sich, dass die Masterflex AG über eine sehr gute Eigenkapitalquote von fast 44% verfügt. Die leichte Reduzierung im Vergleich zu 2001 ist vorwiegend auf die Minderung der Kapitalrücklage in Höhe von 1.159 TC zurückzuführen, die im wesentlichen durch die Saldierung der Rücklage mit den Anschaffungskosten für eigene Anteile bedingt ist. Die Rückstellungen sind im Jahre 2002 auf 2.469 TC gestiegen (Vorjahr: 1.911 TC). Der Anstieg ist insbesondere auf den Aufbau von Steuerrückstellungen in Höhe von 1.344 TC (2001: 834 TC) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten sind 2002 auf 26.350 TC gestiegen (Vorjahr: 24.322 TC). Die Erhöhung beruht einerseits auf einem Anstieg der Bankverbindlichkeiten um 1.777 TC, andererseits auf einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1.275 TC, dies bedingt durch die Zahlung eines Teils des Restkaufpreises für die Beteiligung an der DICOTA GmbH.

Ausgewählte Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.02 31.12.01 +/-
Umsatzerlöse (TC) 56.823 45.785 24,1%
Materialaufwand (TC) 27.042 21.688 24,7%
Personalaufwand (TC) 13.236 11.328 16,8%
Abschreibungen (TC) 2.404 2.126 13,1%
Sonstige betr.Aufwendungen (TC) 10.968 7.877 39,3%
EBIT (TC) 5.610 4.917 14,1%
Jahresüberschuss (TC) 2.518 2.013 25,1%

Die Veränderungen einzelner Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Vorjahr sind insbesondere auf die Konsolidierung der DICOTA GmbH über volle zwölf Monate (Vorjahr: fünf Monate) zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse konnten wie im Vorjahr zweistellig gesteigert werden und erhöhten sich um 24,1 % auf 56,8 Mio. C (Vorjahr: 45,8 Mio. C).

Der Material- und der Personalaufwand sind um 24,7% bzw. 16,8% gestiegen. In Relation zu den Umsatzerlösen haben sich sowohl die Materialeinsatzquote bei 47,5 % (Vorjahr: 47,4%) sowie die Personaleinsatzquote bei 23,3% (Vorjahr: 24,7%) weiterhin stabilisiert.

Im Jahre 2002 sind die Abschreibungen um 278 TC auf 2.404 TC im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen stiegen aufgrund der getätigten Investitionen um 144 TC. Die Firmenwertabschreibungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 134 TC auf 952 TC. Die Ursache liegt in der vollen Konsolidierung der DICOTA GmbH. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen ebenfalls konsolidierungsbedingt um 39,3% auf 10.968 TC. Überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen und ein nur geringfügiger Anstieg der Aufwendungen haben zu einer deutlichen Zunahme des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) um ca. 14,1% auf 5,6 Mio. C geführt. Auch der Konzernjahresüberschuss konnte um 25,1% auf 2.518 TC im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Für das Geschäftsjahr 2003 erwarten wir bei eingeplanten deutlichen Umsatzzuwächsen eine weitere Verbesserung des Vorsteuerergebnisses sowie eine anhaltend positive Entwicklung des Nettoergebnisses.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Über besondere Vorgänge ist an dieser Stelle nichts zu berichten.

Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Unternehmerisches Handeln ist immer sowohl mit Chancen, wie auch mit Risiken verbunden. Unter Risiko ist dabei die Möglichkeit ungünstiger künftiger Entwicklungen zu verstehen, die mit einer erheblichen, wenn auch nicht notwendigerweise überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwartet werden.

Unser Kerngeschäft High-Tech-Schlauchsysteme sehen wir auf einem sehr soliden Fundament; bestandsgefährdende Risiken sind aus unserer Sicht nicht vorhanden. In drei Bereichen ist nicht auszuschließen, dass sich die Entwicklung anders als geplant vollzieht.Masterflex entginge dann eine erhebliche Entwicklungschance für die Zukunft. Das Basisgeschäft des Konzerns würde davon aber nicht berührt.

In Bezug auf den Werkstoff Polyurethan ist der Markt in den USA noch nicht entwickelt. Traditionell werden dort PVC-Schläuche und Gummiprodukte eingesetzt. Bei der Substituierung dieser Produkte haben europäische Hersteller einen Technologievorsprung von ca. zehn Jahren. High-Tech-Produkte in der Masterflex-Qualität werden in den USA nicht angeboten. Masterflex produziert seit dem Jahr 2000 High-Tech-Schlauchsysteme in den USA, die zur Zeit mit hohen Zuwachsraten im Markt eingeführt werden. Obwohl wir aufgrund der bisherigen Entwicklung optimistisch sind,unsere bisher erfolgreiche Expansion im Ausland auch in den USA fortsetzen zu können, hängt der weitere Erfolg von der Aufnahmebereitschaft und Akzeptanz des Marktes ab, unsere für den Markt neuartigen Produkte einzusetzen.

Über unsere bestehende Kernkompetenz bei der Entwicklung und Verarbeitung des Zukunftswerkstoffes Polyurethan wird der Geschäftsbereich Medizintechnik, der bei den Tochtergesellschaften Novoplast Schlauchtechnik GmbH und Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG angesiedelt ist, weiterhin stark ausgebaut werden.

Neben dem weiteren Ausbau der bestehenden Vertriebsstrukturen werden 2003 neue medizinische Polyurethanprodukte in den Markt eingeführt bzw. klinischen Tests unterzogen. Inwieweit uns bei diesen eine schnelle Markteinführung gelingt, ist insbesondere von der Aufnahmebereitschaft und Akzeptanz der Märkte stark abhängig.

In das Produkt Mini-Brennstoffzelle werden im kommenden Jahr ca.0,4 Mio. C investiert werden.Hier arbeiten wir sehr eng mit einer namhaften Forschungseinrichtung zusammen. Unser ehrgeiziges Ziel ist es, als weltweit erster Hersteller im Jahr 2004 mit der Serienproduktion von Mini-Brennstoffzellen zu beginnen. Gleichwohl kann das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Produktion eines vermarktungsfähigen Produktes verzögert oder das Projekt aufgrund der Marktgegebenheiten aufgegeben wird.

Weiterhin kann aus heutiger Sicht nicht sicher eingeplant werden,ob dieses neuartige Produkt sich mit den geplanten Jahresstückzahlen von 30.000 am Markt durchsetzen wird. Obwohl wir optimistisch sind, den Markt mit einem leistungsfähigen Produkt als erster Hersteller zu erschließen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Unternehmen den Markt mit ähnlichen Produkten früher erschließen oder bessere Produkte anbieten.

Sollten die oben aufgeführten Risiken eintreten und die Risikovorsorge nicht greifen, entginge Masterflex eine erhebliche Entwicklungschance für die Zukunft. Das Basisgeschäft des Konzerns würde davon aber nicht berührt.

Ausblick

Das Geschäftsjahr 2002 hat gezeigt, dass die strategischen Entscheidungen und Investitionen,die wir in den vergangenen zwei Jahren vorgenommen haben, richtig waren. Wir haben damit eine hervorragende Basis für weitere kräftige Umsatz- und Ergebnissteigerungen geschaffen. Die erfreuliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung im vergangenen Jahr wollen wir 2003 verstärkt fortsetzen. Die Voraussetzungen dafür sind hervorragend:

  1. Experten bescheinigen unserem multitalentierten Werkstoff Polyurethan in den nächsten Jahren weiterhin ein starkes Wachstumspotenzial.

Produkte aus Polyurethan substituieren heute in immer mehr Lebensbereichen traditionelle Werkstoffe wie PVC, Gummi und Stahl.Die äußerst positive Entwicklung unserer High-Tech-Schlauchsysteme im klassischen PVC- und Gummimarkt USA ist ein Beispiel für diesen allgemeinen Trend. Auch im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in Deutschland haben wir uns dank innovativer und leistungsfähiger Produkte aus Polyurethan und anderen Spezialkunststoffen dynamisch entwickelt.

2. Forschung und Entwicklung sind eine wichtige Säule unserer erfolgreichen Unternehmensentwicklung.

Während viele Unternehmen in Deutschland seit Jahren ihre F+E-Budgets reduzieren, haben wir kontinuierlich in diesen Bereich investiert. Fast 5% der Belegschaft arbeiten an Produktinnovationen und der permanenten Weiterentwicklung von Werkstoffen, Produkten und Verfahrenstechnologien. Dies ist der Garant für unsere Technologieführerschaft. Mit dem Wissen über Prozessabläufe und Produktionstechnologien gelingt es uns, neue Märkte zu erschließen. Ein Beispiel dafür ist der Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie.Wir wollen permanent auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sein, deshalb arbeiten wir eng mit namhaften Kooperationspartnern wie Forschungsinstituten und Universitäten zusammen.

  1. Wir bewegen uns in zukunftsfähigen Nischenmärkten.Unser Kerngeschäftsfeld High-Tech-Schlauchsysteme liefert uns seit Jahren kontinuierlich attraktive Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Unsere bestehenden Märkte zeigen kaum Sättigungstendenzen, das Substitutionspotenzial für traditionelle Werkstoffe ist weltweit groß. Zum anderen erschließen wir durch Produktinnovationen permanent neue Märkte. Insbesondere in Deutschland waren wir mit der Auftragssituation mehr als zufrieden.Während vielen Unternehmen das schwierige wirtschaftliche Umfeld zu schaffen gemacht hat, zeigte sich einmal mehr, dass wir unser Geschäft gut aufgestellt haben. Die Belieferung in mehr als 20 Branchen und eine breite Kundenbasis macht uns ausgesprochen resistent gegenüber Konjunkturdellen.

Die Entwicklungen und Tendenzen in unserem zweiten Geschäftsfeld Medizintechnik stimmen uns optimistisch, dass dieser Bereich in den nächsten Jahren erheblich zur dynamischen Umsatz- und Ergebnisentwicklung beitragen wird. Die Set-Idee kommt dem Trend zu Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen entgegen und wird sich nach unserer Überzeugung immer mehr durchsetzen. Führende medizinische Forschungseinrichtungen bestätigen uns außerdem die Marktführerschaft bei unserem weltweit patentierten Beatmungsschlauch aus Polyurethan.Wir empfehlen uns damit als kompetenter und attraktiver Partner der führenden Unternehmen in der Medizinbranche. Namhafte Unternehmen schenken uns bereits ihr Vertrauen.

Reichlich Perspektiven – davon sind wir überzeugt – bietet die Brennstoffzellentechnologie.Wir sind mit unserem Werkstoffund Produktionstechnologie-Know how ein gefragter Kooperationspartner, um dieser innovativen Technologie entscheidende Impulse zu geben. Im Zuge der Präsentation unseres Prototyps einer wasserstoffbasierten 50-Watt-Brennstoffzelle auf der CEBIT und der Hannover-Messe haben wir bereits Gespräche mit zahlreichen Interessenten geführt. Ab 2004 wollen wir diese kostengünstige Alternative zu Akkus und Batterien in Serie produzieren. Dabei stellt die netzunabhängige Energieversorgung von Notebooks, Druckern, etc. nur einen kleinen Ausschnitt möglicher Einsatzbereiche dar.

Aufgrund dieser positiven Ausgangsbasis erwarten wir eine dynamische Unternehmensentwicklung im Jahr 2003 mit einem Umsatzplus von +11% auf 63 Mio.C und einer Steigerung des Vorsteuergewinns (EBIT) von ca. 30% auf 7,2 Mio C.

Corporate Governance

Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Wesentliche Aspekte guter Corporate Governance sind

  • eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
  • die Achtung von Aktionärsinteressen sowie
  • die Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation.

Für die Masterflex AG hat Corporate Governance traditionell einen hohen Stellenwert. Von Anfang an haben Vorstand und Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens eng zusammengearbeitet und einen intensiven und kontinuierlichen Dialog über die Unternehmensentwicklung geführt.Viele Grundsätze und Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex sind bereits im Unternehmen umgesetzt. Um die konzernweite Einhaltung der Regeln kümmert sich ein Compliance Officer, der regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Die Masterflex AG bekennt sich zu dem von der Regierungskommission Corporate Governance am 26. Februar 2002 vorgelegten und vom Bundesministerium der Justiz am 26. November 2002 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekanntgemachten Deutschen Corporate Governance Kodex, der Leitlinien einer verantwortlichen Unternehmensführung formuliert.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (bestehend aus sogenannten Empfehlungen und Anregungen). Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar machen. Die im Kodex dargestellten gesetzlichen Vorschriften sind von der Gesellschaft ohne Ausnahme verpflichtend zu beachten und einzuhalten.Von den im Kodex enthaltenen Empfehlungen kann die Gesellschaft abweichen. Solche Abweichungen sind in der Präambel des Kodex ausdrücklich vorgesehen und sollen der "Flexibilisierung und Selbstregulierung der deutschen Unternehmensverfassung" dienen.

Entsprechenserklärung

Am 23. Dezember 2002 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Masterflex AG die erste Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Wir folgen weitgehend den Empfehlungen des Kodex und weichen lediglich in folgenden Punkten ab:

  • 5.3.1., 5.3.2. Aufsichtsrat: Mit drei Mitgliedern ist der Aufsichtsrat der Masterflex AG bewusst klein gehalten,um – wie im Gesamtkonzern – durch schlanke Strukturen effizient, schnell und flexibel Beschlüsse fassen zu können. Die Besetzung des Aufsichtsrats mit anerkannten Fachleuten ist eine wichtige Basis für die Masterflex AG, um im kontinuierlichen Dialog gemeinsam wesentliche Weichenstellungen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu erarbeiten.
  • 7.1.4.Veröffentlichung von Ergebnissen der Tochterunternehmen: Hier sieht der Kodex vor, im Jahresabschluss die Einzelergebnisse der Tochtergesellschaften des letzten Geschäftsjahres zu veröffentlichen. Wir weichen in diesem Punkt ab und publizieren die Ergebnisse nicht. Unsere Tochtergesellschaften sind mittelständische Unternehmen, deren Wettbewerbspositionen nach unserer Ansicht durch die Publikation der Ergebnisse beeinträchtigt werden könnte
  • 7.1.2. Veröffentlichungsfristen: Der Kodex empfiehlt eine Veröffentlichungsfrist von 45 Tagen für Quartalsberichte und 90 Tagen für den Geschäftsbericht. Hier folgen wir der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse, die eine Veröffentlichung innerhalb von zwei bzw. vier Monaten vorsieht.

Die Entsprechenserklärung ist nunmehr jährlich abzugeben. Auf unserer Homepage www.masterflex.de sind die Erklärung sowie der Corporate Governance Kodex im Bereich Investor Relations allen Interessierten dauerhaft zugänglich gemacht. Im Folgenden werden die Kernpunkte der Corporate Governance näher erläutert:

Effiziente Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Wir sind fest davon überzeugt, dass ein intensiver, kontinuierlicher Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat die Basis für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist. Der Vorstand der Masterflex AG berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen werden im Einzelnen erläutert und die strategische Ausrichtung des Unternehmens gemeinsam abgestimmt. Regelungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten sind in der Geschäftsordnung dokumentiert. Für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Masterflex AG hat die Gesellschaft eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (so genannte D&O-Versicherung) mit einem Selbstbehalt abgeschlossen.

Rechte der Aktionäre

Die Aktionäre der Masterflex AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen.

Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation.

Eine zeitnahe, regelmäßige und gleichzeitige Information aller Aktionärsgruppen ist uns ein besonderes Anliegen, deshalb nimmt die Veröffentlichung von Informationen auf unserer Website www.masterflex.de einen besonderen Stellenwert ein. So können sich auch Privataktionäre und andere Kapitalmarktteilnehmer regelmäßig über unser Unternehmen informieren.Dazu gehört auch ein Finanzkalender,der über wesentliche Termine und Veröffentlichungen (z. B. Geschäftsbericht, Quartalsberichte, Hauptversammlung) informiert.

Wir bieten allen Aktionären und Interessierten an, einen elektronischen Newsletter zu abonnieren, der kontinuierlich über aktuelle Entwicklungen im Konzern, wichtige Ereignisse, Neuerscheinungen, Ad-hoc- sowie Pressemeldungen informiert. Die Wirtschafts- und Fachpresse wird über Pressemitteilungen, Pressekonferenzen und Interviews ebenfalls regelmäßig informiert. Pressemitteilungen sind auch über unsere Homepage abrufbar.

Der Corporate Governance-Kodex und die Entsprechenserklärung der Masterflex AG finden sich gemäß den Vorschriften des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes vom 01. Juli 2002 auf unserer Homepage. Mitteilungen gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz über den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien durch Vorstand, Aufsichtsrat sowie ihnen durch das Wertpapierhandelsgesetz gleichgestellten Personen werden ebenfalls auf unserer Homepage unter dem Punkt "Directors dealings" veröffentlicht. Im Anhang zum Konzernabschluss dieses Geschäftsberichts werden entsprechende Angaben gemacht.

Der Abschlussprüfer informiert den Aufsichtsrat bzw. vermerkt im Prüfungsbericht, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben.

KONZERNBILANZ IAS

Aktiva 31.12.2002
TE
31.12.2001
TE
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
404 233
2.
Entwicklungsleistungen
712 197
3.
Geschäfts- oder Firmenwert
16.685 17.637
4.
Geleistete Anzahlungen
137
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
7.967 8.324
2.
Technische Anlagen und Maschinen
4.939 3.417
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.064 1.074
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
819 2.101
III. Finanzanlagen
1.
Wertpapiere des Anlagevermögens
734 1.238
2.
Sonstige Ausleihungen
161 35
B.
Umlaufvermögen
I.
Vorräte
1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
3.576 3.153
2.
Fertige Erzeugnisse und Waren
6.272 6.193
3.
Geleistete Anzahlungen
172 154
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
10.275 6.705
2.
Forderungen gegen Gesellschafter
0 0
3.
Sonstige Vermögensgegenstände
1.710 1.630
III. Wertpapiere
1.
Sonstige Wertpapiere
0 0
IV. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.671 4.404
C. Latente Steuern 376 438
D. Rechnungsabgrenzungsposten 129 172
58.803 57.105

40

KONZERNBILANZ IAS

Passiva 31.12.2002
TE
31.12.2001
TE
A. Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
4.353 4.446
II.
Kapitalrücklage
18.570 19.729
III. Gewinnrücklagen
I. Ergebnisvortrag 3.809 2.996
IV. Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten -650 -146
V.
Währungsdifferenzen
-333 -223
25.749 26.802
B.
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
1.699 1.694
C. Rückstellungen
1.
Steuerrückstellungen
1.344 834
2.
Sonstige Rückstellungen
1.125 1.077
D. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
14.532 12.755
2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2 0
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.432 3.506
4.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
598 0
5.
Sonstige Verbindlichkeiten
6.786 8.061
E.
Latente Steuern
438 389
F.
Rechnungsabgrenzungsposten
2.098 1.987
58.803 57.105
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG IAS
----------------------------------------- -- --
Gewinn- und Verlustrechnung 2002
TE
2001
TE
1.
Umsatzerlöse
56.823 45.785
2.
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-24 397
3.
Andere aktivierte Eigenleistungen
1.040 663
4.
Sonstige betriebliche Erträge
1.420 1.091
59.259 47.936
5.
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh- Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
-26.817 -21.413
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -225 -275
-27.042 -21.688
6.
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.056 -9.433
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
-2.180 -1.895
-13.236 -11.328
7.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
-2.404 -2.126
8.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-10.968 -7.876
9.
Nicht operative Aufwendungen
0 -221
10. Erträge aus Beteiligungen 105 7
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32 409
12. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.068 -1.059
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.678 4.053
15. Außerordentliche Erträge 0 0
16. Außerordentliche Aufwendungen 0 0
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.814 -1.669
18. Latente Steuern -14 -61
19. Sonstige Steuern -237 -254
20. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -95 -56
21. Jahresfehlbetrag/-überschuss 2.518 2.013

42

Entwicklung
des Konzern-
Eigenkapitals
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
(Ergebnis-
Vortrag)
Rücklage
zur Markt-
bewertung
von Finanz
instrumenten
Währungs-
differenzen
Summe
TE TE TE TE TE TE
Eigenkapital zum 31.12.2000 4.487 20.151 2.117 0 -170 26.585
Erstmalige Anwendung von IAS 39* 0 0 -5 0 0 -5
Jahresüberschuss 0 0 2.013 0 0 2.013
Marktwertänderungen von
Finanzinstrumenten*
0 0 0 -146 0 -146
Währungsgewinne/-verluste
aus der Umrechnung ausländischer
Jahresabschlüsse
0 0 0 0 -20 -20
Verkauf eigener Anteile* 13 358 0 0 0 371
Erwerb eigener Anteile -54 -780 0 0 0 -834
Ausschüttungen 0 0 -1.125 0 0 -1.125
Umrechnungsdifferenzen aus Netto
Investitionen in wirtschaftlich selb
ständige ausländische Teileinheiten* 0 0 0 0 -33 -33
Übrige Veränderungen 0 0 -4 0 0 -4
Eigenkapital zum 31.12.2001 4.446 19.729 2.996 -146 -223 26.802
Jahresüberschuss 0 0 2.518 0 0 2.518
Marktwertänderungen von
Finanzinstrumenten*
0 0 0 -504 0 -504
Währungsgewinne/-verluste aus
der Umrechnung ausländischer
Jahresabschlüsse 0 0 0 0 -136 -136
Verkauf eigener Anteile* 120 1.880 0 0 0 2.000
Erwerb eigener Anteile -213 -3.039 0 0 0 -3.252
Ausschüttungen 0 0 -1.741 0 0 -1.741
Umrechnungsdifferenzen aus Netto
Investitionen in wirtschaftlich selb
ständige ausländische Teileinheiten*
0 0 0 0 26 26
Übrige Veränderungen 0 0 36 0 0 36
Eigenkapital zum 31.12.2002 4.353 18.570 3.809 -650 -333 25.749

*) nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

2002 2001
TE TE
Periodenergebnis (Jahresüberschuss)
vor außerordentlichen Posten
2.518 2.013
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.404 2.126
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 742 -2.044
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
und Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens -979 -607
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.065 -377
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 941 -1.245
Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0
cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.561 -134
Einzahlungen aus Abgängen von
Gegenständen des Anlagevermögens
53 138
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -1.454 -4.873
Änderungen des Finanzmittelbestands aufgrund des Erwerbs von
konsolidierten Tochterunternehmen (einschließlich Anteilsaufstockungen) 0 -8.643
cash-flow aus der Investitionstätigkeit -1.401 -13.378
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen
(Kapitalerhöhungen,Verkauf eigener Anteile) 2.000 413
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
(Dividenden, Erwerb eigener Anteile) -5.083 -2.015
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 3.454 5.488
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten
Gesellschafterdarlehn
-1.781 -4.024
cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit -1.410 -138
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -1.250 -13.650
Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen
des Finanzmittelbestands -483 90
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 4.404 17.964
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.671 4.404

Konzernanhang (IAS) Masterflex AG zum 31. Dezember 2002

1. Grundlagen und Methoden

Der Konzernabschluss der Masterflex AG ist nach den Anforderungen der International Accounting Standards Board (IASB), London, erstellt. Durch die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS (International Financial Reporting Standard) ist die Gesellschaft gemäß § 292 a HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Deutschen Handelsrechts befreit.

Die nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse der in die Konzernabschlüsse einbezogenen Unternehmen (vgl. Abschnitt 4) wurden an die Erfordernisse der Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS angepasst. Die erforderlichen Änderungen betreffen im Geschäftsjahr insbesondere die Bewertung des Anlagevermögens einschließlich der Beurteilung von Leasingverträgen auf Aktivierungspflicht, die Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Wirtschaftsgütern, den Ansatz derivativer Finanzinstrumente zu Marktwerten, die Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die Bilanzierung latenter Steuern auf temporäre Differenzen, den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen, die Bilanzierung eigener Anteile, die Währungsumrechnung einschließlich der Erfassung von Währungsdifferenzen,die ertragswirksame Abgrenzung erhaltener Investitionszuschüsse und -zulagen, die erfolgsneutrale Erfassung der Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren des Anlagevermögens sowie die erfolgsneutrale Erfassung einzelner tatsächlicher und latenter Ertragsteuern.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

2.Wesentliche Aussagen zum Konzernabschluss

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Unternehmen Masterflex Bulgaria Eood und Angiokard B.V. mit in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden. Bei den Unternehmen handelt es sich um 100%ige Tochtergesellschaften der Masterflex AG bzw. der Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG (siehe Abschnitt 4).

Aus der DICOTA-Gruppe wurden drei Tochterunternehmen der DICOTA GmbH (DICOTA S.A.R.L., DICOTA USA LLC und DICOTA Canada Ltd.) aus dem Konsolidierungskreis eliminiert, da sie im Laufe des Geschäftsjahres verkauft wurden. Der Effekt aus der Erstkonsolidierung dieser Tocherunternehmen beträgt TC 89. Hierbei handelt es sich um Erträge, die entsprechend in der Position Erträge aus Wertpapieren/Beteiligungen ausgewiesen werden (siehe Abschnitt 15).

Eine Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Abschluss des Vorjahres ist insgesamt gegeben, da die ausgegliederten und die neu gegründeten Unternehmen sowohl im Wirtschaftsjahr 2001 als auch 2002 nicht wesentlich zum Konzernergebnis beigetragen haben.

3. Grundsätze der Konsolidierung

■ Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der in IAS 22 beschriebenen Erwerbsmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem – unter Berücksichtigung der Beteiligungsquote – neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Die aus der Verrechnung entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und zeitanteilig über ihre geschätzte Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben.

Basis für die Ermittlung der Höhe des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung waren die Beteiligungssätze und das Eigenkapital der Tochterunternehmen zum jeweiligen tatsächlichen Erwerbszeitpunkt.

Zu den Abschlussstichtagen ist das entsprechend den Anteilsverhältnissen auf fremde Dritte entfallende Kapital der einbezogenen Unternehmen in dem "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" außerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Dabei wurde berücksichtigt, dass nach den IFRS den anderen Gesellschaftern grundsätzlich Verluste nur solange zugerechnet werden, wie für das betroffene Tochterunternehmen ein negativer Anteil der anderen Gesellschafter nicht entsteht. Die Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung den IFRS entsprechend vor dem Konzernjahresüberschuss ausgewiesen.

■ Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet.

■ Zwischenergebnisse

Zwischengewinne wurden im Geschäftsjahr wegen Unwesentlichkeit nicht eliminiert.

■ Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Innenumsätze und sonstigen konzerninternen Erträge eliminiert bzw. mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle einbezogenen Unternehmen mit einem Zeitraum von 12 Monaten berücksichtigt.

■ Umrechnung ausländischer Abschlüsse

In dem Konzernabschluss sind die Posten der Bilanz mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet worden. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaften wurde zu historischen Kursen umgerechnet (modifizierte Stichtagskursmethode). Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt.

4. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Masterflex AG als Mutterunternehmen die unten aufgeführten inländischen und ausländischen Unternehmen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt geändert:

Die Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG hat am 01.01.2002 die Angiokard B.V. mit Sitz in Hillegom (Niederlande) gegründet. Bei diesem Unternehmen handelt es sich ausschließlich um eine 100%ige Vertriebsgesellschaft der Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG.

Am 04.02.2002 wurde die Masterflex Bulgaria Eood mit Sitz in Sofia (Bulgarien) gegründet.Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Masterflex AG und produziert bzw. vertreibt spezielle High-Tech-Schlauchsysteme für den industriellen Bereich.

Die DICOTA GmbH hat ihre gesamten Geschäftsanteile an der DICOTA S.A.R.L. (Frankreich), der DICOTA USA LLC. (USA) und der DICOTA Canada Ltd.(Kanada) zu einem Preis von insgesamt Te 60,6 verkauft. Laut vertraglicher Vereinbarung vom 18.11.2002 ist die DICOTA GmbH berechtigt, eine Rückübertragung der verkauften Geschäftsanteile bis zum 31.03.2005 zu verlangen.Aus diesem Grund ist der Verkaufspreis bis zu dem zuvor genannten Zeitpunkt gestundet.

Die Erweiterung bzw. Reduzierung des Konsolidierungskreises hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags-, und Finanzlage des Konzerns.

Eine Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr ist insgesamt gegeben, da die ausgegliederten und neu gegründeten Unternehmen im Jahr 2001 und 2002 nicht wesentlich zum Konzernergebnis beigetragen haben.

Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG produziert und vertreibt medizinische Produkte, insbesondere Behandlungssets für die Bereiche Kardiologie, Radiologie und Anästhesie.

Novoplast Schlauchtechnik GmbH produziert und vermarktet High-Tech-Schlauch- und Verbindungssysteme für den industriellen und medizinischen Bereich.

Masterflex SARL und Masterflex Technical Hoses Ltd. produzieren und vertreiben High-Tech-Schlauch- und Verbindungssysteme für den industriellen Bereich in Südeuropa bzw. Großbritannien.

Flexmaster USA,Inc.ist auf dem nordamerikanischen Markt als Hersteller von Schläuchen im Klima- und Lüftungsbereich tätig. Masterduct Inc. ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Flexmaster USA, Inc. mit Sitz in Houston (USA). Das Unternehmen produziert und vertreibt spezielle High-Tech-Schlauchsysteme für den industriellen Bereich.

Techno Handelsgesellschaft mbH vertreibt spezielle High-Tech-Schlauchsysteme für den Tunnel- und Brückenbau.

DICOTA GmbH ist einer der führenden Anbieter von Mobile-Office-Systemen in Europa und Asien.Sie ist Teilkonzernmuttergesellschaft von insgesamt fünf ihr nachgeordneten verbundenen Unternehmen in den genannten Regionen.

Bezeichnung der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteil Masterflex in %
Novoplast Schlauchtechnik GmbH D-Halberstadt 70
Masterflex SARL F-Beligneux 80
Masterflex Technical Hoses Ltd. GB-Oldham 100
Flexmaster USA, Inc. USA-Houston 100
Masterduct Inc. USA-Houston 100*
Masterflex Bulgaria Eood BG-Sofia 100
Techno Handelsgesellschaft mbH D-Bochum 100
Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG D-Friedeburg 100
Angiokard B.V. NL-Hillegom 100**
DICOTA GmbH D-Bietigheim-Bissingen 50,02
Tochterunternehmen der DICOTA GmbH sind:
DICOTA Asia Ltd. SGP-Singapur 100
DICOTA Far East Ltd. VRC-Hong Kong 100
DICOTA Eastern Europe s.r.o. CZ-Prag 75
DICOTA UK Ltd. GB-London 100
Subra International Ltd. VRC-Hong Kong 100

*) = Anteil Flexmaster USA, Inc.

**) = Anteil Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG

Die Gesellschaften haben jeweils Abschlüsse zum 31. Dezember aufgestellt.

Die Konzernstruktur stellt sich wie folgt dar:

Der Teilkonzern der DICOTA GmbH stellt sich wie folgt dar:

48

5. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Gliederungsvorschriften des § 266 HGB wurden für die Aufstellung der Bilanz nach IFRS übernommen.Hinsichtlich der latenten Steuern sowie konzernspezifischer Besonderheiten des Eigenkapitalausweises wurden die genannten Vorschriften um die entsprechenden Regelungen der IFRS ergänzt. Dies gilt im Bereich des Eigenkapitals insbesondere für unrealisierte Gewinne/Verluste aus vorhandenen Wertpapieren des Anlagevermögens, die gemäß IAS 39 in einem gesonderten Eigenkapitalposten ausgewiesen werden. Selbst erstellte Entwicklungsleistungen werden innerhalb des Anlagevermögens gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert worden.Ergänzend werden die latenten Steuern und die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter gesondert ausgewiesen.

a) Währungsumrechnung

■ Umrechnung einzelner Geschäftsvorfälle

Soweit Geschäftsvorgänge in Fremdwährungen vorlagen,wurden diese mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorgangs gültigen Kurs in die jeweilige Landeswährung umgerechnet und ggfs. zum Abschlussstichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die Forderungen, Ausleihungen und Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währungen lauten, wurden zum 31.12. jeweils mit dem Stichtagskurs angesetzt.

■ Umrechnung ausländischer Abschlüsse

Die Umrechnung der Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro (e).Bei den Tochtergesellschaften handelt es sich um wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheiten im Sinne des IAS 21.

Sämtliche Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals wurden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet:

31.12.2002 in e
1,5378
0,9601
0,51129

Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen. Die Ertrags- und Aufwandsposten einschließlich des Jahresüberschusses wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet:

31.12.2002 in e
1 Englisches Pfund (£) 1,5926
1 US Dollar (\$) 1,0579
1 Bulgarischer Leva (LEV) 0,51129

Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral mit Hilfe eines Ausgleichspostens in das Eigenkapital eingestellt.

■ Kurssicherungsgeschäfte

Zur Finanzierung einer ausländischen Beteiligung wurden Finanzmittel in der Auslandswährung aufgenommen. Gemäß IAS 21 wurden die hieraus stammenden Kursdifferenzen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die damit im Zusammenhang stehenden Steuern wurden in Übereinstimmung mit IAS 12 ebenfalls erfolgsneutral behandelt. Wir verweisen im Einzelnen auf die Abschnitte 17 und 27.

b) Einfluss von steuerrechtlichen Vorschriften

Entsprechend den IFRS werden Wertansätze, die allein auf steuerlichen Vorschriften beruhen, im Konzernabschluss nicht berücksichtigt.

c) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Geschäftsoder Firmenwerte aus einer Einzelgesellschaft und aus der Kapitalkonsolidierung,erworbene Software und Lizenzen sowie selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, die nach IAS 38 zu bilanzieren sind. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden über 20 Jahre abgeschrieben. Die Software wurde mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben. Lizenzen wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und über ihre individuelle Laufzeit linear abgeschrieben.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Kosten angesetzt, die nach dem Zeitpunkt der Feststellung der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit, aber bis zur Fertigstellung entstanden sind. Die Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Forschungskosten sowie Entwicklungskosten, die die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38 nicht erfüllen, werden als Aufwand im Zeitpunkt der Entstehung erfasst.

d) Sachanlagen

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten alle direkt der Anlage zurechenbaren Einzelkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Sonderabschreibungen wurden nicht in Anspruch genommen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt.

Sind Sachanlagen Gegenstand eines 'finance lease' im Sinne von IAS 17, werden sie mit dem Barwert der Mindest-Leasingraten aktiviert.Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert.

e) Nutzungsdauern

Den Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer Afa
Methode
Geschäfts- und Firmenwert 20 Jahre linear
Software 4 Jahre linear
Lizenzen und ähnliche Rechte über Vertrags
laufzeit (individuell)
linear
Gebäude 10-50 Jahre linear
Technische Anlagen und Maschinen 2-18 Jahre linear
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2-10 Jahre linear

f) Finanzanlagen

Vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens werden gemäß IAS 39 der Kategorie 'Available for Sale' zugeordnet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt am Bilanzstichtag zu ihrem Börsenkurs. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen erfolgsneutral in einen gesonderten Eigenkapitalposten "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" eingestellt.

g) Vorräte

Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die fertigen Erzeugnisse sowie die Handelswaren ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungskosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden in angemessenem Umfang berücksichtigt.

h) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Auf einzelne Forderungen aus Lieferung und Leistung wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

i) Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Im Zusammenhang mit negativen Marktwerten derivativer Finanzinstrumente stehende betragsgleiche Erstattungsansprüche gegen Dritte werden zum Marktwert bewertet.

j) Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel umfassen hauptsächlich die Bankguthaben, Kassenbestände sowie noch nicht gutgeschriebene Schecks und werden zum Nennwert bilanziert.Flüssige Mittel in Fremdwährungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.

k) Leasinggeschäfte

Die Masterflex AG nutzt Produktions- und Lagerhallen sowie das Verwaltungsgebäude im Rahmen eines Immobilien-Leasingvertrages. Der Vertrag vom 30.03.1993 mit der Leasinggeberin Modica Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Masterflex KG, Gelsenkirchen, ist so ausgestaltet, dass auf die Masterflex AG alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Leasinggegenstand übertragen wurden. Ein notariell beurkundetes Ankaufsrecht kann von der Masterflex AG erstmals am 31.07.2014 wahrgenommen werden. Das Leasinggeschäft wird bilanziell als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS 17 behandelt. Das rechtliche Eigentum liegt bei der Leasinggeberin.

Die dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Grundstücksteile werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Leasingraten aktiviert und – soweit Gebäude betroffen sind – über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

l) Aktive Rechnungsabgrenzungen

Für Ausgaben, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

m) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten für inländische Unternehmen ausstehende Verpflichtungen für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie den Solidaritätszuschlag. Für die einbezogenen ausländischen Unternehmen wurden die vergleichbaren ausländischen Steuern berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe der voraussichtlichen Steuerverpflichtung.

n) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Konzernressourcen führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten entsprechend IAS 37. Entgegenstehende Erstattungsansprüche wurden durch die Aktivierung eines entsprechenden Vermögenswertes berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt zum besten Schätzwert des Erfüllungsbetrages. Auf eine Abzinsung wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.

o) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag bilanziert.

p) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rückzahlungsbetrag bewertet.

q) Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert.Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Leasingraten passiviert. Derivative Finanzinstrumente werden mit dem Marktwert bewertet. Zu den Marktwerten liegen Bewertungen der Vertragspartnerinstitute vor.

r) Umsatzrealisation

Erträge des Geschäftsjahres werden – unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung – berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen,Waren und Dienstleistungen sind realisiert, wenn die geschuldete Leistung erbracht worden ist und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Retouren, Skonti und Rabatten ausgewiesen.

s) Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten sind in der Periode als Aufwand erfasst worden, in der sie angefallen sind.

t) Finanzinstrumente

In der Bilanz der Masterflex AG erfasste Finanzinstrumente umfassen insbesondere liquide Mittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Zins- und Währungs-Swaps sowie Teile der sonstigen Verbindlichkeiten.

Zum Handel bestimmte Finanzinstrumente, insbesondere Derivate, werden zu Marktwerten bilanziert.Veränderungen in den Marktwerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die zum 31. Dezember 2002 bestehenden derivativen Finanzinstrumente sind in der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" enthalten. Damit in Zusammenhang stehende Erstattungsansprüche werden im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen.

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden zu Marktwerten bilanziert, wobei unrealisierte Veränderungen in den Marktwerten in der "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" erfasst und als gesonderter Teil des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Durch den Vorstand wird die entsprechende Zuordnung der Finanzinstrumente zum Zeitpunkt des Erwerbs festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag neu geprüft. Der Ausweis aller im Konzern gehaltenen Wertpapiere erfolgt im Finanzanlagevermögen.

Insgesamt bestehen bei allen übrigen bilanzierten Finanzinstrumenten keine wesentlichen Abweichungen der Buchwerte von ihren Marktwerten. Der Konzern hält liquide Mittel und jederzeit verkaufbare Wertpapiere bei verschiedenen Kreditinstituten und richtet seine Risikostrategie auf eine Beschränkung der Abhängigkeit von einem Kreditinstitut aus. Die Kontrolle des Finanzrisikos im Zusammenhang mit Kunden erfolgt durch eine dauernde Bonitätsprüfung der Kunden.

Wesentliche über die Buchwerte finanzieller Aktiva hinausgehende Ausfallrisiken bestehen nicht.

u) Latente Steuern

Entsprechend IAS 12 werden Steuerabgrenzungen nach der 'liability method' auf Abweichungen zwischen den Handelsbilanzen nach IAS und den Steuerbilanzen nach nationalem Recht der einbezogenen Gesellschaften vorgenommen ('temporary differences'). Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw.-entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Soweit inländische Gesellschaften betroffen sind,erfolgt die Bewertung unter Berücksichtigung von Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die Aktivierung latenter Steuern auf vorhandene Verlustvorträge bei einzelnen Konzerngesellschaften wurde vorgenommen,soweit aufgrund der Planrechnungen zu erwarten ist,dass in den betroffenen Unternehmen zukünftig ausreichend steuerliche Gewinne erwirtschaftet werden. Die Bewertung erfolgt anhand des Steuersatzes der betroffenen Konzerngesellschaft. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

v) Passive Rechnungsabgrenzung

In Anwendung von IAS 20 (Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance) werden Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Investitionsförderung dienen, in einen Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und abschreibungsproportional über die Nutzungsdauer aufgelöst. Eine sofortige erfolgswirksame Vereinnahmung ist nach IAS 20 nicht zulässig.

w) Aktienoptionsprogramm

Das aufgelegte Aktienoptionsprogramm (vgl.auch Abschnitt 24 Eigenkapital) findet im Geschäftsjahr keinen Niederschlag in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Da die Optionen mit neuen Aktien aus bedingtem Kapital bedient werden,kommt es für die Gesellschaft nicht zu einem Mittelabfluss. Im Zeitpunkt der Optionsausübung führt der Mittelzufluss in Höhe des Ausübungspreises zu einer Erhöhung des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklage.

x) Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen oder Schätzungen vorgenommen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns auswirken. Die tatsächlichen Zahlen können von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen.

6. Kapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung ist nach IAS 7 ('Cash Flow Statements') erstellt. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität entspricht dem Bilanzausweis 'Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten', Zins- und Ertragsteuerzahlungen sind in folgender Höhe im 'Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit' enthalten:

2002 in TC 2001 in TC
32 409
1.069 1.059
1.814 1.669

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Gründungen bzw. Verkäufe von Unternehmen haben keine wesentlichen Zahlungsmittelabflüsse bzw. -zuflüsse verursacht. Der Zahlungsmittelbestand hat sich um Te 1.733 vermindert.

7. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß IAS 14 auf primärer Ebene nach dem Format produktbezogener Geschäftsfelder. Die Masterflex AG, Gelsenkirchen, hat sich auf die Entwicklung und die Verarbeitung von High-Tech-Kunststoffen, insbesondere dem Zukunftswerkstoff Polyurethan (PU), spezialisiert. Zum Zeitpunkt der Bilanzierung produziert und vertreibt das Unternehmen High-Tech-Produkte in drei Geschäftsfeldern:High-Tech-Schlauchsysteme (HTS),Medizintechnik (MZT) und Brennstoffzellentechnologie (BZT).

In dem ältesten Geschäftsfeld (HTS) werden aus hochwertigen Spezialmaterialien (z.B.Polyurethan) High-Tech-Schlauchsysteme gefertigt. Das Anwendungsgebiet dieser Schlauchsysteme erstreckt sich auf eine Vielzahl von Industriebereichen (z. B. chemische Industrie, Automobilindustrie, Umweltschutz etc.)

Seitens der Gesellschaft wurde Polyurethan 1996 erstmalig im Bereich der Medizintechnik eingesetzt. Anfang 2000 wurde das Geschäftsfeld Medizintechnik (MZT) durch die Beteiligung an der Angiokard Medizintechnik GmbH & Co. KG strategisch erweitert. Neben medizinischen Einzelkomponenten werden in diesem Geschäftsbereich auch komplette Behandlungssets für die Bereiche der Radiologie, Kardiologie und Anästhesie gefertigt und vertrieben.

Das jüngste Geschäftsfeld ist die Brennstoffzellentechnologie (BZT). In diesem Geschäftsfeld entwickelt die Masterflex AG mit namhaften Forschungsinstituten eine Mini-Brennstoffzelle als Ersatz für Akkus und Batterien auf Wasserstoffbasis. Mögliche Anwendungsbereiche hierfür sind u. a. mobile Office-Systeme oder Laptops. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Werte resultieren vorwiegend aus der DICOTA-Gruppe, die künftig den Vertrieb der Mini-Brennstoffzelle übernehmen wird.

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern:

2002 HTS
High-Tech-
Schlauch-
systeme
MZT
Medizin
technik
BZT
Brennstoff-
zellen
technologie
Segment-
werte
Über-
leitung
Elimi-
nierung
Konzern
Te Te Te Te Te Te Te
Erlöse 29.751 10.866 16.206 56.823 0 0 56.823
Ergebnis (EBIT) 5.495 -998 1.684 6.181 -571 0 5.610
Investitionen in Sachanlagen und
immateriellen Vermögensgegenständen
2.476 408 141 3.024 0 0 3.024
Vermögen 24.267 16.182 13.382 53.831 4.972 0 58.803
Abschreibungen 1.260 823 321 2.404 0 0 2.404
Schulden 5.106 1.744 3.252 10.101 21.254 0 31.555
2001 HTS
High-Tech-
Schlauch-
MZT
Medizin
technik
BZT
Brennstoff-
zellen
Segment-
werte
Über-
leitung
Elimi-
nierung
Konzern
systeme
Te
Te technologie
Te
Te Te Te Te
Erlöse 27.917 11.338 6.530 45.785 0 0 45.785
Ergebnis (EBIT) 5.045 -53 317 5.309 -392 0 4.917
Investitionen in Sachanlagen und
immateriellen Vermögensgegenständen 2.983 6.237 4.815 14.035 0 0 14.035
Vermögen 22.923 17.211 10.065 50.199 6.906 0 57.105
Abschreibungen 1.187 799 140 2.126 0 0 2.126
Schulden 2.881 2.305 3.215 8.402 27.248 -7.041 28.609

Das Segmentergebnis wird durch die Kennzahl EBIT (Earning before Interest and Taxes), bereinigt um die nach IAS 14 ausgeschlossenen Segmentaufwendungen und Segmenterträge, dargestellt. Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen lagen nicht vor.

Das Segmentvermögen umfasst im Wesentlichen alle betrieblichen Vermögenswerte wie immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen,Vorräte, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten. Entsprechend IAS 14 wurden Finanzanlagen, Ertragsteueransprüche und latente Steuern nicht mit in die Erfassung einbezogen. Die Abschreibungen beinhalten sowohl die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als auch auf das Sachanlagevermögen.

Die Segmentschulden stellen im Wesentlichen die betrieblichen Schulden dar, die aus den betrieblichen Tätigkeiten eines Segmentes resultieren.Ähnlich wie bei dem Segmentvermögen wurden Steuerverbindlichkeiten, Finanzschulden und Leasingverbindlichkeiten nicht mit einbezogen.

Die Spalte Überleitung enthält Beträge, die sich aus der unterschiedlichen Definition von Inhalten der Segmentposten im Vergleich zu den dazugehörigen Konzernposten ergeben.

Die Spalte Eliminierung enthält die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte.

Die Entwicklung des EBIT zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

TC
Ergebnis (EBIT) 5.610
Zinsen und ähnliche Erträge 32
Erträge aus Wertpapieren/Beteiligungen 105
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.069
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.678

Die Erträge aus Wertpapieren/Beteiligungen enthalten Erträge in Höhe von TC 89 aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen aus dem Teilkonzern der DICOTA GmbH.

Die Bilanzsumme auf der Passivseite leitet sich wie folgt her:

TC
Schulden 31.355
Buchmäßiges Eigenkapital 25.749
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 1.699
Bilanzsumme 58.803

Segmentinformation nach Regionen:

2002 Deutschland
Te
EU-
Staaten
Te
Drittländer
Te
Segment-
werte
Te
Über-
leitung
Te
Elimi-
nierung
Te
Konzern
Te
Umsatzerlöse 30.653 14.585 13.843 59.081 0 -2.258 56.823
Segmentvermögen 40.552 4.797 13.530 58.878 5.030 -5.105 58.803
Investitionen 2.460 438 127 3.024 0 0 3.024
2001 Deutschland EU-
Staaten
Drittländer Segment-
werte
Über-
leitung
Elimi-
nierung
Konzern
Te Te Te Te Te Te Te
Umsatzerlöse 25.464 9.623 12.387 47.475 0 -1.690 45.785
Segmentvermögen 38.965 4.086 10.616 53.667 6.906 -3.468 57.105
Investitionen 10.225 1.868 1.941 14.034 0 0 14.034

Die Umsatzerlöse wurden im Vergleich zum Vorjahr und nach Berücksichtigung konzerninterner Eliminierungen in den folgenden geographischen Segmenten erzielt:

2002
Te
2001
Te
Deutschland 29.239 24.619
EU-Staaten 13.910 8.875
Drittländer 13.674 12.291
Gesamt 56.823 45.785

8. Umsatzerlöse

2002
Te
2001
Te
Summenumsatz 59.081 47.475
Eliminierung von Umsätzen im
Konsolidierungskreis
2.258 1.690
Gesamt 56.823 45.785

Die Zuordnung der Berichtswerte auf die einzelnen Segmente erfolgt sowohl auf primärer als auch auf sekundärer Ebene im Wesentlichen anhand rechtlich selbstständiger Konzerngesellschaften.

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen für den Konzern:

2001 2002
Te Te
1.091 1.420

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt auf:

2002 2001 Te Te Gewinne aus Anlagenverkäufen 52 14 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 113 24 Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung 6 16 Versicherungsentschädigungen 22 34 Erträge aus der Auflösung passiver RAP 174 147 Kursgewinne aus Währungsumrechnungen 947 291 Erträge aus Wertpapierverkäufen 6 252 Sonstige 100 313 Gesamt 1.420 1.091

Die Erträge aus Wertpapierverkäufen betreffen zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere.

10. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2002
Te
2001
Te
Aufwendungen für Roh-, Hilfs
und Betriebsstoffe
26.817 21.413
Aufwendungen für bezogene
Leistungen
225 275
Gesamt 27.042 21.688

11.Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen gliedern sich wie folgt auf:

2002
Te
2001
Te
Geschäfts- oder Firmenwerte
aus Kapitalkonsolidierung
952 818
Übrige immaterielle Vermögens
gegenstände und Sachanlagen
1.452 1.308
Gesamt 2.404 2.126

Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht vorgenommen worden.

12. Goodwill/Firmenwertabschreibung

Firmenwert
01.01.2002
TC
Zugänge
TC
Abgänge
TC
Abschreibung 31.12.2002
TC
Firmenwert
TC
17.637 0 0 952 16.685

Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Anteile an Unternehmen erworben, so dass der Firmenwert sich um die jährliche Abschreibung in Höhe von TC 952 auf insgesamt TC 16.685 reduzierte.

Die Abschreibung auf den Firmenwert stieg im Vergleich zum Vorjahr von TC 818 auf TC 952, weil der Abschreibungsbetrag auf den Firmenwert der DICOTA GmbH unter Berücksichtigung des Zeitpunktes der Erstkonsolidierung (01.08.2001) ermittelt wurde.

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen für den Konzern:

2001 2002
Te Te
7.877 10.968

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:

2001
Te Te
1.220 946
262 213
4.961 3.246
1.830 1.741
1.048 611
869 183
169 91
9 5
600 841
10.968 7.877
2002

14. Forschungs- und Entwicklungskosten

Die aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Posten "Immaterielle Vermögensgegenstände" erfasst. Die Forschungsund nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2002 sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von Te 474 angefallen.

15. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2002 2001
Te Te
Erträge aus anderen Wertpapieren/
Beteiligungen 105 7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32 409
Abschreibungen auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.068 -1.059
Gesamt -913 -643

Die Erträge aus Wertpapieren/Beteiligungen enthalten mit TC 89 den Effekt aus der Entkonsolidierung der aus dem Konzernkreis ausgeschiedenen Tochterunternehmen.

Die Zinserträge resultieren überwiegend aus dem kurzfristigen Bereich. Die Zinsaufwendungen beinhalten auch Zinsen aus Leasinggeschäften, die nach IAS 17 als Finanzierungsleasing zu bilanzieren sind.

16. Nicht operative Aufwendungen

Diese Position beinhaltet Aufwendungen, die im Rahmen von Akquisitionsverhandlungen entstanden sind. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Rechts- und Beratungskosten im Rahmen von Due Diligence.

Im Interesse der Klarheit wurden diese Aufwendungen im Vorjahr aus der Position sonstige betriebliche Aufwendungen eliminiert und in einem Einzelposten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2002 sind keine nicht operativen Aufwendungen angefallen.

2002
Te
2001
Te
Nicht operative Aufwendungen 0 221

17. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich aus Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Ertragsteuern zusammen. Der Steueraufwand wurde unter Berücksichtigung des Gewinnverwendungsvorschlags im Mutterunternehmen ermittelt.

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

2002
Te
2001
Te
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.814 1.669
Latente Steuern 14 61
Gesamt Steueraufwand 1.828 1.730

Folgende Aufwendungen (-) und Erträge (+) innerhalb der Ertragsteuern resultieren aus Posten, die gemäß IAS 21.17 und IAS 21.19 direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden:

TC Verrechnung mit
aus Währungsdifferenzen 17 Währungsdifferenzen
aus Marktwertänderungen von
zur Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumenten
0 Rücklage zur Markt
bewertung von
Finanzinstrumenten
aus der Veräußerung eigener Anteile 0 Kapitalrücklage

Die Überleitung von den erwarteten Steueraufwendungen zum durchschnittlichen Steuersatz zum gesamten Steueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2002
Te
2001
Te
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.347 3.743
Erwarteter Steueraufwand 40% 1.739 1.497
Steuerlich nicht abziehbare
Abschreibungen auf Geschäfts
oder Firmenwerte 75 101
Sonstige 14 132
Gesamt Steueraufwand 1.828 1.730

Die Ausgangsgröße (Ergebnis vor Ertragsteuern) entspricht dem Konzernüberschuss zuzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bzw. latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung. Der Posten 'Sonstige' umfasst die Auswirkungen steuerfreier Erträge, steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen sowie abweichender ausländischer Steuersätze.

Stand zum
01.01.2001
Zugang
durch Erst-
Steuererträge/
-Aufwendungen
Stand zum
31.12.2001
Steuererträge/
-Aufwendungen
Erfolgs-
neutrale
Stand zum
31.12.2002
TC konsolidierung
TC
TC TC TC Anpassungen
TC
TC
Aktive latente Steuern
aus Verlustvorträgen
253 227 -42 438 -62 376
Passive latente Steuern
aus temporären Unterschieden
-316 -19 -389 48 -97 -438
Gesamt -14
Laut Gewinn- und
Verlustrechnung
-61 -14

Die aktiven und passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern wurden auf Verlustvorträge berechnet, soweit aufgrund der Planrechnungen zu erwarten ist, dass in den betroffenen Konzerngesellschaften zukünftig ausreichend steuerliche Gewinne erwirtschaftet werden. Innerhalb der aktiven latenten Steuern betreffen Te 376 Konzerngesellschaften, die im Geschäftsjahr einen Verlust erlitten haben.

18. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernjahresüberschusses durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt.

2002 2001
Ergebnis je Aktie in e 0,57 0,45
Konzernjahresüberschuss in Te 2.518 2.013
gewichteter Durchschnitt
der Aktienanzahl
4.388.585 4.489.887

Das Aktienoptionsprogramm (vgl.Abschnitt 24) führt aufgrund der relativ geringen Anzahl ausgegebener Bezugsrechte derzeit zu keiner wesentlichen Verwässerung des Ergebnisses.

19. Dividende

Der Vorstand der Masterflex AG schlägt eine Dividende in Höhe von e 0,40 je Aktie vor. Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2002 erfolgt auf der Hauptversammlung am 18. Juni 2003.

20.Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagevermögen wird separat in einem Konzernanlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage). Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren Grundschuldeintragungen in Höhe von Te 4.632 und Sicherungsübereignungen an Produktionseinrichtungen in Höhe von Te 218.

■ Vermögenswerte der Auslandsgesellschaften

Die Vermögenswerte der Auslandsgesellschaften werden zum 31.12. mit den jeweiligen Stichtagskursen und sämtlichen Veränderungen während des Jahres zu Jahresdurchschnittskursen in Euro (e) umgerechnet. Die aus der unterschiedlichen Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden gesondert im Konzernanlagenspiegel gezeigt.

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Alle immateriellen Vermögensgegenstände sind erworben, ausgenommen einzelne gewerbliche Schutzrechte sowie Entwicklungsleistungen der Masterflex AG. Die gewerblichen Schutz-

Die Anschaffungskosten sowie die Zugänge und Abgänge setzen sich wie folgt zusammen:

rechte betreffen selbst erstellte Patente. Die Entwicklungsleistungen beinhalten aktivierungsfähige Aufwendungen, die bei der Entwicklung marktfähiger Produkte entstanden sind. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:

2002
Te
2001
Te
Selbst erstellte immaterielle
Vermögensgegenstände
807 310
Erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände
447 120
Geschäfts- oder Firmenwert 16.685 17.637
Stand zum
01.01.2001
TC
Zugänge
TC
Stand zum
31.12.2001
TC
Zugänge
TC
Stand zum
31.12.2002
TC
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 234 197 431 516 947
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 347 68 414 386 800
Geschäfts- oder Firmenwert 8.966 10.051 19.017 0 19.017

Die Abschreibung und die kumulierten Werte setzen sich wie

folgt zusammen:

Stand zum
01.01.2001
Jahres-Afa Stand zum
31.12.2001
Jahres-Afa Stand zum
31.12.2002
TC TC TC TC TC
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 101 20 121 19 140
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 287 8 295 58 353
Geschäfts- oder Firmenwert 562 818 1.380 952 2.332

b) Sachanlagen

Unter Sachanlagen wurden auch die einem Finanzierungsleasingvertrag zugrunde liegenden Grundstücksteile ausgewiesen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten, Nutzungsdauern und die Buchwertentwicklung dieses Grundstücks zeigt folgende Übersicht:

Anschaffungs-
kosten
TC
dauer Nutzungs- Buchwert Buchwert
2002
TC
2001
TC
Gebäude 4.480 30 Jahre 3.409 2.985
Grund und Boden 587 - 587 587
Gesamt 5.067 3.996 3.572

Die Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten während der Vertragslaufzeit werden in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsaufwand ermittelt sich wie folgt:

2002
TC
2001
TC
272 279

c) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

2002
Te
2001
Te
734 1.238
161 35
895 1.273

Bei den Wertpapieren handelt es sich um zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Te
Aktien 727
Forderungswertpapiere 7
Gesamt 734

Anschaffungskosten, nicht realisierte Gewinne, nicht realisierte Verluste und Marktwerte der jederzeit zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere stellen sich zum 31.Dezember 2002 wie folgt dar:

Anschaffungs-
kosten
Unrealisierte
Gewinne/Verluste
Marktwert
Te Te Te
1.481 747 734

Die Erträge aus dem Bestand betrugen Te 15.

21.Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

2002
Te
2001
Te
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.576 3.153
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.272 6.193
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 0 0
Geleistete Anzahlungen 172 154
Gesamt Vorräte 10.020 9.500

22. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben folgende Restlaufzeiten:

2002
TC
2001
TC
Forderungen mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
10.275 6.705
Forderungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als 1 Jahr
0 0
Gesamt Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
10.275 6.705

23. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

2002
TC
2001
TC
Forderungen gegen Minderheitsgesellschafter 85 152
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 43 37
Steuererstattungsansprüche 420 281
Forderungen gegen Personal 25 115
Bonusforderungen 23 12
Forderungen Investitionszulage, Zuschuss 170 410
Erstattungsansprüche im Zusammenhang
mit derivativen Finanzinstrumenten 611 381
Sonstige 333 242
Gesamt sonstige Vermögensgegenstände 1.710 1.630

Posten, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben, bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

24. Eigenkapital

Zur Erläuterung der Entwicklung des Eigenkapitals wird an dieser Stelle auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

■ Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt im Geschäftsjahr TC 4.353 (Vorjahr:TC 4.446). Im Laufe des Geschäftsjahres 2002 wurden 120.000 eigene Anteile verkauft und 213.030 eigene Anteile wurden neu erworben, die gemäß SIC-16 in Abzug gebracht wurden. Zum Bilanzstichtag befinden sich 146.581 eigene Anteile im Bestand der Masterflex AG.

Es bestehen insgesamt 4.500.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils C 1,00 je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

■ Bedingtes Kapital

In einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft wurde am 06.05.2000 beschlossen, das Grundkapital um C 360.000,00 durch Ausgabe von bis zu 360.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von C 1,00 je Aktie bedingt zu erhöhen. Das bedingte Kapital in Höhe von C 360.000,00 wurde durch die außerordentliche Hauptversammlung im Hinblick auf die Gewährung von Bezugsrechten im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms für die Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter des Unternehmens bzw. verbundener Unternehmen genehmigt.

Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil.

Im Geschäftsjahr 2000 wurden seitens des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt 43.000 Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben. Hiervon entfallen 24.000 Stück auf Geschäftsführungsmitglieder der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen, 19.000 Stück auf andere Mitarbeiter.

Jede Option gewährt dem Inhaber das Recht, ein Stück nennwertlose Inhaberstammaktie (Stückaktie) der Gesellschaft zum Ausübungspreis von C 25,00 während des Ausübungszeitraumes käuflich zu erwerben.

Das Optionsrecht darf nur innerhalb eines Zeitraumes von bis zu fünf Jahren ausgeübt werden.50% der den einzelnen berechtigten Personen jeweils gewährten Optionsrechte können frühestens nach Ablauf von zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Wirksamkeit der Zuteilung (Ausgabe) der Optionsrechte ausgeübt werden. Nach drei Jahren können weitere 25% der gewährten Optionsrechte ausgeübt werden sowie nach vier Jahren nochmals weitere 25% der gewährten Optionsrechte.

Nach Ablauf der vorgenannten Haltefristen können Optionsrechte aus den Aktienoptionen innerhalb von 15 Börsentagen nach der Veröffentlichung der ersten und dritten Quartalsberichte sowie nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft ausgeübt werden. Nicht ausgeübte Optionsrechte erhöhen automatisch die Anzahl der möglichen Optionsrechte in den Folgejahren um den nicht ausgeübten Anteil.

Die Optionsrechte können von den berechtigten Personen nur dann ausgeübt werden, wenn die zuvor festgelegten Erfolgsziele erfüllt worden sind.Vorstandsmitglieder haben das Recht zur Optionsausübung, wenn der Aktienkurs am Tag der Ausübung gegenüber dem Ausübungspreis um mindestens 10% pro vollständig abgelaufenem Jahr seit Ausgabe der Bezugsrechte gesteigert wird. Einzelheiten regelt der Aufsichtsrat. Geschäftsführer der verbundenen Unternehmen haben das Recht zur Optionsausübung, wenn der mit dem Vorstand abgestimmte Planumsatz und der Plangewinn um jeweils mindestens 2% überschritten werden. Die Erfolgsziele hinsichtlich der Bezugsrechtsausübung durch die übrigen Mitarbeiter werden vom Vorstand festgelegt.

■ Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 06.05.2000 ermächtigt, in der Zeit bis zum 03.05.2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach insgesamt bis zu C 1.800.000,00 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder Vorzugsaktien gegen Barund/oder Sacheinlage zu erhöhen. Der Vorstand legt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Bedingungen der Aktienausgabe fest.

Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • b) um Stückaktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft auszugeben;
  • c) zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensanteilen
  • d) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabegewinn der Stückaktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet;
  • e) im Falle der Ausgabe von stimmrechtlosen Vorzugsaktien mit der Maßgabe, dass die Stammaktionäre nur zum Bezug neuer Stammstückaktien und die Vorzugsaktionäre nur zum Bezug neuer stimmrechtsloser Vorzugsaktien berechtigt sind (gekreuzter Bezugsrechtsausschluss).

25. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TC 18.570 (Vorjahr:TC 19.729).

Sie enthält im Wesentlichen den Emissionserlös aus dem Börsengang im Vorjahr nach Abzug von Börseneinführungskosten. Ferner werden gemäß SIC-16 Erwerbe und Veräußerungen eigener Anteile, unter Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen, verrechnet.

26. Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten

Gemäß IAS 39 wurden vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens als 'available for sale' (zur Veräußerung verfügbar) klassifiziert. Am Bilanzstichtag wurden diese Wertpapiere mit dem beizulegenden Wert bewertet. Dadurch entstandene unrealisierte Verluste wurden nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen erfolgsneutral in die Position 'Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten' eingestellt.

27.Währungsdifferenzen

Die im Eigenkapital erfassten Währungsdifferenzen stellen sich wie folgt dar:

Währungs-
differenzen aus
der Umrechnung
ausländischer
Abschlüsse
Währungs-
differenzen
nach IAS 21.17
Währungs-
differenzen
nach IAS 21.19
Summe
TC TC TC TC
Stand 31.12.2000 52 34 -256 -170
Veränderung in 2001 -20 46 -79 -53
Stand 31.12.2001 32 80 -335 -223
Veränderung in 2002 -136 -208 234 -110
Stand 31.12.2002 -104 -128 -101 -333

Steuern, die sich auf erfolgsneutral verrechnete Posten beziehen, wurden gemäß IAS 12.61 ebenfalls erfolgsneutral behandelt und in den oben dargestellten Veränderungen der Währungsdifferenzen berücksichtigt. Wir verweisen auch auf Abschnitt 17.

Zur Finanzierung einer ausländischen Beteiligung wurden Finanzmittel in der Auslandswährung aufgenommen, um das Währungsrisiko im Zusammenhang mit dieser Beteiligung abzusichern. Die Währungsdifferenzen nach IAS 21.19 betreffen die Marktwertänderungen dieser Fremdwährungsverpflichtung, deren beizulegender Wert am Bilanzstichtag TC 2.230 beträgt.

28. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter

Da die Muttergesellschaft nicht an allen Tochtergesellschaften zu 100% beteiligt ist, wurde entsprechend der Anteilsverhältnisse das auf fremde Dritte entfallende Kapital der einbezogenen Unternehmen in dem 'Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter' außerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Diese Position zeigt folgende Werte:

2002
TC
2001
TC
1.699 1.694

29. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand
01.01.2002
Inanspruch-
nahme
Auflösung Zuführung 31.12.2002
TC TC TC TC TC
Steuerrückstellungen 834 419 0 929 1.344
Sonstige Rückstellungen
Pensionen 95 2 0 79 172
Jahresabschlusskosten 226 222 2 191 193
Urlaub 141 141 0 137 137
Bonus 244 146 98 413 413
Gewährleistungen 69 25 9 44 79
Berufsgenossenschaft 78 74 4 93 93
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 0 0 0 0 0
Übrige 224 224 0 38 38
Gesamt 1.077 834 113 995 1.125

a) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Der Gesamtbetrag ist voraussichtlich innerhalb eines Jahres fällig.

b) Sonstige Rückstellungen

Die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen umfassen die ungewissen Verpflichtungen aus einer Pensionszusage zugunsten eines Gesellschaftergeschäftsführers einer Konzerngesellschaft.

Die Rückstellungen für Jahresabschlusskosten beinhalten die externen Kosten für die Aufstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse.

Die Urlaubsrückstellungen sind auf der Basis der ausstehenden Urlaubstage und der individuellen Bezüge der einzelnen Mitarbeiter ermittelt.

Den Rückstellungen für Boni liegen die jeweiligen Vertragsvereinbarungen sowie die entsprechenden Jahresumsätze zugrunde.

Gewährleistungsrückstellungen betreffen anfallende Garantieund Kulanzkosten bezogen auf den erzielten Umsatz des Berichtsjahres.

Rückstellungen für die Beiträge zur Berufsgenossenschaft wurden auf der Grundlage der entsprechenden Lohnnachweise unter Berücksichtigung der Beitragssätze des Vorjahres gebildet.

Mit Ausnahme der ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen wird bezüglich der zurückgestellten Beträge eine Inanspruchnahme und Abfluss der Mittel voraussichtlich im Kalenderjahr 2003 erfolgen.

30.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Nach der ursprünglichen Laufzeit verteilen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt:

2002
TC
2001
TC
10.812 11.437
1.318
12.755
3.720
14.532

Als langfristig wird dabei eine ursprüngliche Laufzeit von mehr

Die nachfolgende Tabelle enthält die Konditionen der wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

als einem Jahr angesehen.

2002 2001
TC TC
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 6.138 6.136
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
zwischen 1 und 5 Jahren
6.486 3.319
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
von mehr als 5 Jahren
1.908 3.300
Gesamt Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
14.532 12.755
Buchwert per
31.12.2002 in TC
Zinsbindung bis *) Zinssatz
1.164 2003 1,20%
2.230 2003 3,65%
483 2009 4,25%
161 2007 4,50%
511 2003 4,75%
284 2007 4,75%
576 2007 4,85%
975 2007 4,90%
18 2005 4,95%
28 2005 5,10%
26 2006 5,25%
711 2010 5,25%
650 2003 5,50%
900 2005 5,50%
48 2008 6,00%
2.480 2006 6,10%
407 2007 6,25%
64 2005 6,30%
148 2005 6,50%
115 2008 6,71%
44 2010 6,75%
71 2005 6,86%
476 2006 7,30%
56 2005 7,98%

*) = Die Laufzeiten der Verträge liegen teilweise deutlich über den ausgewiesenen Zinsbindungsfristen.

31.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

2002
TC
2001
TC
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
4.432 3.460
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
zwischen 1 und 5 Jahren
0 46
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
von mehr als 5 Jahren
0 0
Gesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
4.432 3.506

Die ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten betreffen das aus einem Finanzierungsleasing angemietete Grundstück in Gelsenkirchen.

bis 1 Jahr
TC
2-5 Jahre
TC
über 5 Jahre
TC
Künftige finanzielle Verpflichtungen
(einschließlich Zinsen)
509 2.609 3.718
Barwert der künftigen finanziellen
Verpflichtungen (Tilgungsanteil)
211 1.063 2.864

Von den Verbindlichkeiten aus Akquisitionstätigkeiten entfallen TC 767 auf noch nicht vollständig ausgeschiedene Minderheitsgesellschafter von Tochterunternehmen.

32. Sonstige Verbindlichkeiten

2002 2001
TC TC
Verbindlichkeiten aus Steuern 376 200
Verbindlichkeiten Leasing 3.958 3.574
Sozialversicherung 344 313
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheits
gesellschaftern von Tochterunternehmen
0 818
Verbindlichkeiten aus Akquisitionstätigkeiten 767 1.925
Derivative Finanzinstrumente 610 481
Übrige 731 750
Gesamt 6.786 8.061

In den Geschäftsjahren 1999 und 2000 wurden drei Zinssatzund Währungs-Swap-Geschäfte abgeschlossen. Die Währungen lauten auf C und CHF. Die künftigen Zahlungsströme ergeben sich wie folgt:

Verpflichtung
der Gesellschaft
Anspruch
der Gesellschaft
Zeitpunkt
5.881 TCHF 3.651 TC 30.06.2003
780 TCHF 511 TC 25.09.2007
1.641 TCHF 1.023 TC 14.04.2004

Den negativen Marktwerten stehen Erstattungsansprüche in Höhe von TC 610 gegenüber, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden.

33. Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten fast ausschließlich Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Investitionsförderung dienen.

Folgende Beträge wurden jeweils per 31.12. passiviert:

2002
TC
2001
TC
1.340 1.359
753 628
5 0
2.098 1.987

Ertragswirksam aufgelöst wurde in den einzelnen Jahren wie folgt:

2001
TC TC
99 98
75 49
174 147
2002

Die vereinnahmten Zuschüsse betreffen im Wesentlichen Zuschüsse zur Erweiterung von Betriebsstätten in den Jahren 1995 bis 2002. Die Zuschüsse wurden für die Anschaffung von Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. Notwendige Verwendungsnachweise sind in vollem Umfang erbracht.

34. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Masterflex AG und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen im Wesentlichen folgende Personen und Unternehmen, mit denen Transaktionen stattgefunden haben, nahe im Sinne von IAS 24:

■ Modica Grundstücks-Vermietungsges. mbH & Co., Objekt Masterflex KG, Gelsenkirchen

Seit dem 01.01.1994 nutzt die Masterflex AG, Gelsenkirchen, die Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude der o. g. Gesellschaft.An dieser Stelle wird auch auf die Erläuterungen unter "Leasinggeschäfte" und "Sonstige Verbindlichkeiten" verwiesen.

Der Leasingvertrag ist bis zum 31.07.2014 befristet. Die monatliche Leasingrate betrug im Geschäftsjahr 2002 ca.TC 33.

Die Gesellschafter der Modica Grundstücksvermietungsges. mbH halten ebenfalls Anteile an der Masterflex AG, Gelsenkirchen.

■ Vorstandsmitglieder

Einem Vorstandsmitglied wurde unterjährig ein Darlehen in Höhe von TC 250 zu einem Zinssatz von 5,5% gewährt. Zum Bilanzstichtag bestand eine Darlehensforderung in Höhe von TC 77.

Im Geschäftsjahr haben dem Konzern nahestehende Personen (Altgesellschafter) insgesamt Stück 80.000 eigene Anteile zum Anschaffungszeitpunkt gültigen Tageskurs erworben.

35. Organbezüge

Die Gesamtbezüge des Vorstandes haben im Kalenderjahr 2002 TC 419 betragen. Der Aufsichtsrat hat Bezüge in Höhe von insgesamt TC 18 bezogen.

36. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

a) Leasingverpflichtungen

Hinsichtlich der finanziellen Verpflichtungen aus dem Leasingverhältnis wird auf die Ausführungen in Abschnitt 32 verwiesen.

b) Sonstige Verpflichtungen

Die Büro- und Betriebsgebäude der Angiokard Medizintechnik GmbH & Co.KG sind bis zum 31.12.2009 von dem ehemaligen Inhaber gemietet. Außerordentliche Kündigungsrechte bestehen nicht, ebenfalls keine Kaufoption. Bei Auslauf des Mietvertrages besteht für Angiokard die Option einer Verlängerung des Mietverhältnisses. Insgesamt besteht hierüber eine Mietverpflichtung in Höhe von TC 1.529. Davon sind TC 257 innerhalb eines Jahres, TC 866 in einem Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren und TC 406 später als in fünf Jahren fällig.

Darüber hinaus bestehen bedingte Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem möglichen weiteren Anteilserwerb an der DICOTA GmbH. Entsprechend dem Kaufvertrag vom 14.08.2001 hat der Verkäufer eine Verkaufsoption an den restlichen Anteilen der DICOTA GmbH zum 01.01.2005, sofern bestimmte vertraglich vereinbarte Erfolgsziele erreicht werden. Diese bedingte Verbindlichkeit tritt nur dann ein, wenn die Masterflex AG ihrerseits die vertraglich vereinbarte Kaufoption zum 01.01.2004 nicht ausübt. Unter Berücksichtigung der vereinbarten Vertragsbedingungen schätzt der Vorstand den Kaufpreis für die restlichen Anteile auf ca.TC 5.150.

Hinsichtlich der finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf Abschnitt 32.

Die Gesellschaft hat mit der Ideamed N.V. (Lizenzgeberin) eine Vereinbarung über die Nutzung internationaler Patente zur Herstellung einer Beatmungsmaske geschlossen. Die voraussichtliche Laufzeit endet im November 2017. Der Lizenzvertrag sieht ab Aufnahme des Vertriebs der Beatmungsmaske leistungsunabhängige Zahlungen vor, die verknüpft sind mit margenabhängigen Vergütungen. Die Gesamtverpflichtung der leistungsunabhängigen Zahlungen über die Laufzeit des Vertrages beträgt TC 647.

Die Gesellschaft hat einen Vertrag über die Nutzung von Maschinen zur Fertigung flexibler technischer Schläuche, der im Jahr 2004 ausläuft.

Weitere Eventualverbindlichkeiten, die der Vorstand mit etwa TC 100 schätzt,bestehen aus steuerlichen Risiken,deren Bedingungen, von der die Wirksamkeit des Schuldverhältnisses abhängt,noch nicht eingetreten sind. Aus Sicht der Gesellschaft wird mit ihrem Eintritt kaum gerechnet. Die Bewertung des Risikos erfolgte nach bester Einschätzung der Gesellschaft. Alle übrigen auf einzelgesellschaftlicher Ebene bestehenden Haftungsverhältnisse sind in der Konzernbilanz als Verbindlichkeiten passiviert.

37. Sonstige Angaben

31.12.2002 31.12.2001
Mitarbeiter im Konzern 344 338

38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wirtschaftlich bedeutsame Ereignisse sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

39.Veröffentlichung des Konzernabschlusses

Die Veröffentlichung des Abschlusses erfolgt am 25.04.2003 auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf.

40. Angaben zum Corporate Governance Kodex (CGK)

Vorstand und Aufsichtsrat der Masterflex AG haben am 23.12.2002 erklärt, dass der von der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" verabschiedete und am 26.11.2002 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichte Kodex vom Aufsichtsrat und Vorstand anerkannt und beachtet wird. In Anwendung der in der Präambel des Kodex vorgesehenen Möglichkeit, von der vollständigen Anwendung der Empfehlungen abzuweichen, wird in Bezug auf folgende Empfehlungen des Corporate Governance Kodex Gebrauch gemacht:

■ Punkt 5.31/5.32:

Keine Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

■ Punkt 7.1.4:

Keine Veröffentlichung von Ergebnissen der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen

■ Punkt 7.12:

Die Veröffentlichung von Quartalsabschlüssen und des Konzernabschlusses erfolgt abweichend von den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex innerhalb der von der Frankfurter Wertpapierbörse vorgegebenen Fristen.

Masterflex AG

Willy-Brandt-Allee 300 45891 Gelsenkirchen

Gelsenkirchen, den 17. April 2003

Detlef Herzog Hiltrud Mütherich

(Vorstandsvorsitzender) (Mitglied des Vorstandes)

Finanzkalender 2002

März
CEBIT Vorstellung der Masterflex-Minibrennstoffzelle
April
Hannover-Messe (Aussteller)
25. April: Bilanzpressekonferenz, Düsseldorf,
Vorstellung des Jahresabschlusses 2002
28. April: DVFA-Analystenmeeting, Frankfurt
Mai
Quartalsbericht I/2003
Juni
18. Juni: Hauptversammlung, Gelsenkirchen
August
Quartalsbericht II/2003
November
Quartalsbericht III/2003
Anlagespiegel AK/HK Zugänge Abgänge Um-
buchungen
Kurs-
differenzen
AK/HK
01.01.02 31.12.02
TE TE TE TE TE TE
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 648 249 -1 0 0 896
Entwicklungsleistungen 197 481 0 34 0 712
Geschäfts- oder Firmenwert 19.017 0 0 0 0 19.017
Geleistete Anzahlungen 0 137 0 0 0 137
19.862 867 -1 34 0 20.762
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken 10.426 96 0 40 -213 10.349
Technische Anlagen und Maschinen 7.182 719 -10 1.456 -183 9.164
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3.347 630 -374 0 -62 3.541
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau 2.101 712 -464 -1.530 0 819
23.056 2.157 -848 -34 -458 23.873
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.481 82 0 0 0 1.563
Sonstige Ausleihungen 35 128 -2 0 0 161
1.516 210 -2 0 0 1.644
44.434 3.234 -851 0 -458 46.279
Stand Stand Kumulierte
Abschreibungen
Kurs-
differenzen
Erfolgs-
neutrale
Marktwert
änderung
Abgänge Abschreibungen
Geschäftsjahr
Kumulierte
Abschreibungen
31.12.01 31.12.02 31.12.02 01.01.02
TE TE TE TE TE TE TE TE
233 404 492 0 0 -7 84 415
197 712 0 0 0 0 0 0
17.637 16.685 2.332 0 0 0 952 1.380
0 137 0 0 0 0 0 0
18.067 17.938 2.824 0 0 -7 1.036 1.795
8.324 7.967 2.382 -70 0 0 350 2.102
3.417 4.939 4.225 -108 0 -13 581 3.765
1.074 1.064 2.477 -38 0 -193 435 2.273
2.101 819 0 0 0 0 0 0
14.916 14.789 9.084 -216 0 -206 1.366 8.140
1.238 734 829 0 584 0 2 243
35 161 0 0 0 0 0 0
1.273 895 829 0 584 0 2 243
34.256 33.622 12.737 -216 584 -213 2.404 10.178

KONZERN-ANLAGESPIEGEL

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem als Anlagen I bis V beigefügten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 erteilen wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

"Wir haben den von der Masterflex AG aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Konzernanhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den International Financial Reporting Standards (IFRS) entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach deutschen Prüfungsvorschriften unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.

Unsere Prüfung,die sich auch auf den vom Vorstand der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2002 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir,dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2002 die Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen."

MBT Wirtschaftstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Taphorn Meyer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Lohne, den 18.April 2003

76

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat der Masterflex AG hat sich im Geschäftsjahr 2002 in vier Sitzungen ausführlich mit der wirtschaftlichen Lage und der strategischen Weiterentwicklung der Masterflex AG auseinander gesetzt. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig und umfassend über die Geschäftsund Finanzlage, die Personalsituation, die Geschäfts- und Investitionsentwicklung sowie den Stand der Unternehmensplanung informiert. Ein Schwerpunktthema der Sitzungen war außerdem die Umsetzung der Regeln des Corporate Governance Kodex bei der Masterflex AG. Da für die Masterflex AG eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens traditionell einen hohen Stellenwert hat, haben Vorstand und Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens von Anfang an eng zusammengearbeitet und einen intensiven und kontinuierlichen Dialog über die Unternehmensentwicklung geführt. Daher sind viele Grundsätze und Empfehlungen des Corporate Governance Kodex bereits gelebte Unternehmenskultur. Es wurde ein Compliance Officer im Unternehmen implementiert, der konzernweit die Einhaltung der Regeln überwacht. Vorstand und Aufsichtsrat werden von ihm regelmäßig über die konzernweite Umsetzung der Corporate Governance informiert.

An den Aufsichtsratssitzungen haben alle Mitglieder teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat in diesen Sitzungen die Berichte des Vorstandes eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und der einzelnen Unternehmensgebiete mit dem Vorstand erörtert. Sofern zu einzelnen Geschäften und Maßnahmen des Vorstandes nach Gesetz oder Satzung Entscheidungen des Aufsichtsrats erforderlich waren, haben wir darüber in den Aufsichtsratssitzungen Beschluss gefasst.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich darüber hinaus laufend in Einzelgesprächen über wichtige Entscheidungen des Vorstands und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrates außerhalb der Sitzungen in Gesprächen durch den Vorstand informieren lassen und den Vorstand beraten.

Der Aufsichtsrat setzt sich aus dem Unternehmen nahestehenden Personen zusammen, die aufgrund ihrer Fachkenntnisse der Geschäftstätigkeit des Unternehmens entscheidende Impulse gegen können. Darüber hinaus ist es dem Aufsichtsrat aufgrund seiner Kompetenz auch in besonderer Weise möglich, die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend seiner Aufgabe sorgfältig zu überwachen.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss und der Lagebericht für die Masterflex AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Jahr 2002 sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung vom 24.07.2002 zum Abschlussprüfer bestellte MBT Wirtschaftstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Lohne, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsbereichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied in der Bilanzsitzung am 11. April 2003 ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Zudem gab der Abschlussprüfer am Vortag der Bilanzsitzung ausführliche Erläuterungen zu den Prüfberichten.

Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat mithin den vom Vorstand vorgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2002 gebilligt und damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Masterflex-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2002.

Gelsenkirchen, im April 2003

Der Aufsichtsrat

Friedrich-Wilhelm Bischoping Vorsitzender

Die gegenwärtigen Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Herr Friedrich-Wilhelm Bischoping (Vorsitzender)

Nach dem Studium gründete Herr Bischoping 1974 zusammen mit einem Partner eine Ingenieurgesellschaft für den industriellen Anlagenbau, die sich in den 90er Jahren durch Zukäufe erweiterte. Im Jahre 1987 war er Mitgründer der Masterflex Kunststofftechnik GmbH. Herr Bischoping trat 1998 aus der Geschäftsführung der Ingenieurgesellschaften aus. Mit Umwandlung der Masterflex Kunststofftechnik GmbH in eine AG schied Herr Bischoping aus der Geschäftsführung aus und übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrates.

Prof. Dr. Harald Fuchs (stellvertretender Vorsitzender)

Nachdem Herr Prof. Dr. Fuchs sein Physik-Studium 1977 abgeschlossen hatte, war er mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Instituten tätig. 1982 promovierte er mit der Thematik Nanokristalline Systeme zum Dr. rer. nat. Danach arbeitete er im IBM Forschungslabor in Zürich und in der BASF AG. 1993 wurde er auf eine Professur für experimentelle Physik an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster berufen. Dort war er in verschiedenen Leitungsgremien als Dekan und Mitglied des Senates tätig und hat Gastprofessuren im Ausland wahrgenommen. Bis heute sind aus seinem Arbeitskreis etwa 200 Fachpublikationen erschienen. Prof. Fuchs ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Organisationen und Mitbegründer des Centrums für Nanotechnologie (CeNTech) in Münster.

Herr Peter Dittes (Dipl.-Chemiker)

Im Anschluss an sein Studium arbeitete Herr Dittes mehrere Jahre bei verschiedenen Unternehmen der Kunststoffbranche und wurde sodann Leiter der Medizintechnik eines schweizerischen Unternehmens. 1994 gründete Herr Dittes die Polymer Experts Pool Ingenieurunternehmung für Kunststoff- und Medizintechnik, in der er noch heute tätig ist. Darüber hinaus war er bei verschiedenen wissenschaftlichen Projekten,z.B.der Entwicklung eines Hydrophilen Polyurethanschaumes beteiligt.

Glossar

Anode Positiv geladene Elektrode
Athroskopie Gelenkspiegelung. Diese werden am Knie-, Schulter-, Ellenbogen- und Sprunggelenk durchgeführt.
Bluetooth Austausch von Daten über Funk als Ersatz für Kabel und Infrarot.
Break even Erreichen der Gewinnschwelle
Brennstoffzelle wandelt chemische Energie direkt in elektrische Energie um. Das Prinzip geht auf eine Entdeckung von
Sir William Robert Grove 1839 zurück.
Bruttoinlandsprodukt Gesamtheit aller Güter und Leistungen, die die Wirtschaft innerhalb einer Berichtsperiode für den Markt
erwirtschaftet hat.
Cash Flow aus der laufenden Periode erwirtschafteter Fluss finanzieller Mittel, bereinigt um nicht zahlungswirksame Auf
wendungen und Erträge von wesentlicher Bedeutung; zeigt die Selbstfinanzierungskraft bzw. Ertragskraft der
Unternehmung auf.
Disposable medizinisches Produkt für den einmaligen Einsatz, eine Sterilisation ist nicht erforderlich.
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)
EBIT Earnings before interest and taxes (Gewinn vor Zinsen und Steuern)
EBT Earnings before taxes (Gewinn vor Steuern)
Elektronen Negativ geladene Teilchen, die bei Bewegung z. B. in einem Halbleiter Strom erzeugen.
Elektrolyse Die Zerlegung einer chemischen Verbindung durch elektrischen Strom, z. B. kann damit Wasser in Wasserstoff und
Sauerstoff gespalten werden.
Extrusion Verfahren zur Verarbeitung von Kunststoffen. Die Rohstoffe in Granulatform werden in einem Extruder zerkleinert
und erhitzt, bis sie plastifiziert, d. h. formbar sind, um weiterverarbeitet werden zu können.
Free Float Streubesitz; Anteil der Aktien am Grundkapital, die frei an der Böse handelbar sind. Im Gegensatz dazu spricht
man von Festbesitz, wenn die Anteile eines Anteilseigners kumuliert mindestens fünf Prozent oder mehr des
Grundkapitals ausmachen.
Corporate Governance Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete
Führung und Kontrolle von Unternehmen.
IAS International Accounting Standards, international anerkannter Bilanzierungsstandard.
Joint Venture Gemeinschaftsunternehmen
Kathode negativ geladene Elektrode
Kit-Packing medizinische Instrumente werden nach Wunsch des Arztes zu einem Komplett-Paket zusammengestellt (sog. Set).
Larynx Vent Tube medizinisches Instrument zur Beatmung, das durch seine spezielle Konstruktion die bei Operationen häufig ein
tretenden Stimmbandverletzungen sowie die Erstickungsgefahr durch Erbrechen des Patienten verhindert.
MEA Membran Electrode Assembly; Schlüsselkomponente einer PEM-Brennstoffzelle
Mobile Computing
Equipment
Tragesysteme für den mobilen Einsatz von Kommunikationstechnik
(Drucker, Notebooks, etc.).
Mobile Office Systeme s. Mobile Computing Equipment
Multilumenschlauch Medizinscher Schlauch mit mehreren Kammern.
Nettodividendenrendite Dividende pro Aktie dividiert durch den Aktienkurs.
PEM Proton Exchange Membrane
Pneumatische
Förderanlagen
Anlagen, die mit Luftdruck angetrieben und gesteuert werden, insbesondere in der Schüttgutindustrie
anzutreffen.
Polyurethan (PU) multitalentierter Spezialkunststoff
VDI Verein Deutscher Ingenieure
Vollröntgenkontrast-
gebender Schlauch
dieser bei einem Patienten eingeführte Schlauch ist aufgrund seiner Eigenschaften beim
Röntgen sichtbar.

Masterflex AG Willy-Brandt-Allee 300 45891 Gelsenkirchen

Fon 02 09/9 70 77-0 Fax 02 09/9 7077-20

E-mail [email protected] 001D-05/00-5T www.masterflex.de