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Manz AG Interim / Quarterly Report 2015

Nov 9, 2015

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Interim / Quarterly Report

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Manz AG

Reutlingen

9-Monatsbericht 2015

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL INKLUSIVE ZIELE UND STRATEGIE

Die 1987 gegründete Manz AG ist ein international führender Hightech-Maschinenbauer mit weltweiter Präsenz. Das Unternehmen bietet seinen Kunden aus Wachstums- und Zukunftsbranchen hocheffiziente Produktionsprozesse und hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich als gefragter Entwicklungspartner der Industrie etabliert. Mit innovativen Produktionslösungen ist die Manz AG Wegbereiter für die Weiterentwicklung und den Durchbruch von Schlüsseltechnologien der heutigen Welt. Mit umfassender Expertise in der Automation, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung, Messtechnik, Nasschemie, im Drucken und Beschichten sowie in Rolle-zu-Rolle-Prozessen fokussiert sich die Manz AG auf die drei strategischen Geschäftsbereiche "Electronics", "Solar" und "Energy Storage". Zur Sicherung des mittel- und langfristigen Unternehmenserfolgs treibt die Manz AG auch zukünftig den branchenübergreifenden Technologietransfer, die Diversifizierung des Geschäftsmodells sowie die Internationalisierung des Unternehmens konsequent voran.

KONZERNSTRUKTUR UND BETEILIGUNGEN

Insgesamt werden zum 30. September 2015 im Konzernabschluss der Manz AG 18 Unternehmen einbezogen und entsprechend voll konsolidiert. Als Muttergesellschaft des Konzerns hielt das Unternehmen am Stichtag jeweils 100 %-Beteiligungen an sechs ausländischen sowie zwei inländischen Tochtergesellschaften in Schwäbisch Hall und Tettnang. Zwei der ausländischen Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Ungarn; jeweils eine Gesellschaft besteht in Italien, den USA, der Slowakei und Hongkong. Daneben bestehen 100 %-Beteiligungen an vier Enkelgesellschaften in China sowie einer in Taiwan. Eine 75 %ige Enkelgesellschaft besteht in Indien. Ebenfalls mit jeweils 100 %iger Beteiligung besteht eine Urenkelgesellschaft in Taiwan mit zwei Ur-Urenkelgesellschaften auf den British Virgin Islands.

STANDORTE UND MITARBEITER

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg der Manz AG. Zum 30. September 2015 waren insgesamt 2.050 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.928) für das Unternehmen im In- und Ausland tätig, davon 701 an den deutschen Standorten. Gemessen an der Zahl der Mitarbeiter ist die größte Tochtergesellschaft im Konzern die Manz China Suzhou Ltd. in China mit 531 Beschäftigten, gefolgt von der Manz Taiwan Ltd. in Taiwan mit 360 Werktätigen und der Manz Slovakia s.r.o. mit 234 Arbeitnehmern.

Der kontinuierliche Ausbau des Technologie- und Produktportfolios mit über 500 qualifizierten Ingenieuren, Technikern und Naturwissenschaftlern sowie eine starke lokale Präsenz in der Hauptabsatzregion Asien bleiben zentrale Bestandteile der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und spiegeln sich in der Mitarbeiterstruktur wider.

STEUERUNGSSYSTEM UND LEISTUNGSINDIKATOREN

Zur konzerninternen Steuerung werden die nachfolgenden, wesentlichen Leistungsindikatoren herangezogen: Umsatz, EBITDA und EBITDA-Marge, EBIT und EBIT-Marge, Eigenkapitalquote sowie die Liquidität. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick auf definierte Zielwerte wird auf jährlicher Basis berichtet. Nähere Informationen hierzu sind im Abschnitt "Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" des Geschäftsberichts 2014 der Manz AG zu finden. Dieser kann auf der Webseite der Manz AG eingesehen werden (www.manz.com).

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Ein zentraler Baustein für den erfolgreichen Ausbau des branchenübergreifenden Technologie- und Produktportfolios der Manz AG ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Um die Positionierung als Innovationstreiber von Wachstumsbranchen weiter zu festigen, spielt der Bereich Forschung und Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2015 für die Gesellschaft eine wichtige Rolle. Mit ihren über 500 Ingenieuren, Technikern und Naturwissenschaftlern an ihren Entwicklungsstandorten in Deutschland, Italien, der Slowakei, Taiwan und China wird sich die Manz AG hierbei auf die wesentlichen Technologien in ihren Geschäftsbereichen Electronics, Solar und Energy Storage konzentrieren und die branchenübergreifende Verzahnung dieser Kernkompetenzen zur Realisierung von Synergie- und Skaleneffekten forcieren.

Insgesamt weist die Manz AG für den Berichtszeitraum eine Forschungskostenquote von 12,5 % aus (Vorjahr: 5,7 %). Betrachtet man nur die aktivierten Entwicklungskosten, beläuft sich die Forschungskostenquote auf 6,5 % (Vorjahr: 2,1 %). Um die ausgezeichnete technologische Positionierung in den relevanten Zielmärkten und die Innovationskraft nachhaltig und langfristig zu festigen, strebt die Manz AG eine jährliche Forschungskostenquote von durchschnittlich 6,5 % an.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Konjunkturelles Marktumfeld

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet nach einem Wachstum der Weltwirtschaft 2014 um 3,5 % in diesem Jahr einen marginal schwächeren Anstieg um 3,3 %. Dabei werden für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften höhere Zuwachsraten erwartet. Zwar werden die Schwellenländer von der stärkeren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren, jedoch sehen die Experten des IfW auch erhebliche konjunkturelle wie auch strukturelle Belastungen in führenden Schwellenländern und Regionen wie China, Russland und Lateinamerika. Für die Europäische Union erwarten die Ökonomen des IfW für das Jahr 2015 einen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,5 %; in Deutschland wird in 2015 ein BIP-Wachstum von 1,8 % erwartet.

Als Hauptabsatzregion ist für die Manz AG die wirtschaftliche Entwicklung in Asien und insbesondere in der Volksrepublik China von großer Bedeutung. Laut IfW wird ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres Wachstum von 6,6 % im Jahr 2015 erwartet. Für die Vereinigten Staaten als größte Volkswirtschaft der Welt prognostizieren die Experten für das Jahr 2015 ein BIP-Wachstum um 2,2 %.

Geschäftsbereich Electronics

Die Manz AG bietet in ihrem Geschäftsbereich Electronics Produktionslösungen zur Herstellung von Displays für LCD- und OLED-Flachbildschirmen sowie von Touch-Sensoren, für die Herstellung von Leiterplatten und Chip-Carriern sowie für die Herstellung von Smartphones, Tablet-Computern, Notebooks und weiterer Unterhaltungselektronik an.

Für den weltweiten Markt für Flat-Panel-Displays (FPD) erwartet das Marktforschungsinstitut NPD DisplaySearch in den kommenden Jahren eine steigende Nachfrage. Grund hierfür ist die zunehmende Displaygröße bei Fernsehern, Smartphones, Notebooks und Displays für die Automobilindustrie. Die Displaylieferungen kumuliert für alle FPD-Anwendungen betrugen im Jahr 2014 rund 170 Millionen Quadratmeter; für das laufende Jahr 2015 wird ein Nachfragewachstum von 5 % prognostiziert. Auch für die kommenden Jahre sehen die Branchenexperten weiteres Wachstum: Bis ins Jahr 2020 soll die FPD-Nachfrage, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 5 %, auf 223,6 Millionen Quadratmeter ansteigen. Entsprechend erwartet das Marktforschungsinstitut IHS Rekordumsätze bei den Anbietern der entsprechenden Produktionsanlagen. Demnach werden die Investitionen in neue Anlagen 2015 im dritten Jahr in Folge zunehmen und 9,1 Mrd. USD erreichen. IHS sieht die Faktoren für diese hohen Investitionen in der steigenden Nachfrage für LCD- und AMOLED-Displays für Smartphones und großflächige Fernseher begründet. Aufgrund von Verbesserungen in den Produktionsprozessen werden dabei die Kosten für AMOLED-Displays mittelfristig unter die der LCD-Displays fallen und entsprechend zur Verbreitung der AMOLED-Technologie beitragen. IHS erwartet bereits im zweiten Halbjahr 2015 eine signifikante Zunahme der AMOLED-Technologien. Gleichzeitig sieht IHS den nächsten Markttrend bei Technologien für flexible Displays aufkommen. Diese Erwartung stützt sich auf signifikant zunehmende Patentanmeldungen in diesem Bereich. Alleine in den USA wurden 312 Patente rund um flexible Displays im Jahr 2014 angemeldet -was 62 % aller Patente im Zusammenhang mit Displays entspricht. Die Vorteile flexibler Displays -höhere Robustheit, geringeres Gewicht, geringere Dicke oder auch eine bessere Beweglichkeit -werden nach Einschätzung des Instituts zu ganz neuen Anwendungen auf dem Displaymarkt führen.

Für den Markt für Smartphones und Tablet-Computer zeigen sich die Branchenexperten für das aktuelle Jahr positiv. Nach einem schwierigen Jahr 2014 wird der Markt für Tablet-Computer nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner im aktuellen Jahr 2015 um rund 8 % auf 233 Millionen verkaufte Geräte wachsen. Für 2016 erwartet Gartner ein weiteres Wachstum der Verkaufszahlen um rund 11 % auf 259 Millionen Stück - und ist auch für die Marktentwicklung der kommenden Jahre positiv gestimmt. Der Smartphone-Markt wird einer Prognose des Marktforschungsinstituts CSS Insight zufolge in den nächsten Jahren weiter wachsen, jedoch bei niedrigeren Wachstumsraten. Nach 1,24 Milliarden verkauften Geräten im Jahr 2014 erwartet CSS Insight bis 2018 eine verkaufte Stückzahl von 1,89 Milliarden Stück. Dies entspricht einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 13 %. Und auch für den Markt der Smart Watches erwartet IHS im aktuellen Jahr eine Verfünffachung des bisherigen Marktvolumens. Maßgeblich hierfür ist nach Ansicht des Instituts die hohe Kundennachfrage nach der Apple Watch.

Der Leiterplattenmarkt entwickelte sich für die deutsche Industrie im vergangenen Jahr 2014 positiv. Der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) prognostiziert für den deutschen Markt im Jahr 2015 einen Umsatz von 1,53 Mrd. EUR (2014: 1,42 Mrd. EUR), was einem Wachstum von 7,7 % entspricht. Weltweit beziffert der ZVEI den Markt im laufenden Jahr auf 61,7 Mrd. USD (2014: 60,9 Mrd. USD), was einem Wachstum von 1,3 % entspricht. Der größte Anteil wird mit 41,7 Mrd. USD auf die Region Asien / Pazifik entfallen, gefolgt von Japan (7,3 Mrd. USD), Europa (6,2 Mrd. USD), Amerika (6,0 Mrd. USD) und Afrika (0,5 Mrd. USD).

Mit den etablierten Produktionsstandorten in Taiwan und China ist die Manz AG in den Hotspots der Zielindustrien aktiv. Branchenübergreifender Technologietransfer und zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ermöglichen dabei innovative und kundenspezifische Produktionslösungen in bereits bewährten wie auch neuen Technologien. Mit dieser Strategie sieht sich die Manz AG sehr gut positioniert, um die starke Marktposition des Unternehmens weiter auszubauen und an künftigen Chancen partizipieren zu können.

Geschäftsbereich Solar

Als Hightech-Maschinenbauer bietet die Manz AG der Industrie innovative Produktionslösungen für kristalline Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodule an.

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IHS wird die Nachfrage nach Solarzellen 2015 in mindestens 89 Ländern weltweit steigen. Nach rund 50 GW neuinstallierter Leistung im Jahr 2014 wird diese im aktuellen Jahr 2015 noch einmal um rund 30 % zulegen und 60 GW überschreiten.

Auch für die kommenden Jahre geht das Marktforschungsinstitut IHS von einem starken Wachstum der PV-Industrie aus. Bis 2019 erwarten die Experten eine Ausweitung der kumulierten installierten Leistung weltweit auf nahezu 500 GW, was einem Plus um 177 % gegenüber dem Niveau von 2014 entspricht. Die jährliche Nachfrage wird sich demnach 2019 auf 75 GW belaufen. China und Japan werden dabei für die Hälfte der Nachfrage verantwortlich zeichnen. Zudem rechnet IHS damit, dass in den Jahren bis 2019 elf weitere Märkte weltweit ein jährliches Nachfrageniveau von mehr als 1 GW aufweisen und damit zur allgemeinen Stabilität der Nachfragesituation auf dem PV-Markt beitragen werden.

Das Umsatzpotenzial für den Maschinenbau in der Solarbranche beziffert NPD Solarbuzz bis zum Jahr 2017 auf 10 Mrd. USD. Erwartet wird weiterhin ein Nebeneinander verschiedener Technologien: Bei einer prognostizierten Verdoppelung der weltweiten PV-Nachfrage alle vier Jahre, sehen die Experten den größten Marktanteil weiterhin bei kristallinen Solarzellen. Der Marktanteil der Dünnschicht-Solarmodule als alternative Technologie wird bis 2019 stabil zum Niveau 2014 bei 7 % erwartet. Eine zunehmende Bedeutung innerhalb der Dünnschicht-Technologien wird der CIGS-Dünnschicht-Technologie zukommen.

Geschäftsbereich Energy Storage

Im Geschäftsbereich Energy Storage fokussiert sich die Manz AG auf Produktionsequipment für Lithium-Ionen-Batteriezellen und -Batteriesysteme sowie für Kondensatoren, die ihren Einsatz in den Bereichen Consumer Electronics, Elektromobilität und stationärer Stromspeicherung finden.

Bis 2020 erwarten die Experten des Marktforschungsinstituts Lux Research eine Vervierfachung des weltweiten Gesamtmarkts für Lithium-Ionen-Batterien von 17,6 Mrd. USD in 2013 auf rund 70 Mrd. USD. Nach Angaben von Lux Research werden Lithium-Ionen-Batterien derzeit hauptsächlich durch den Verkauf von Consumer Electronics wie Smartphones und Tablet-Computer abgesetzt. Alleine für dieses Segment erwartet Lux Research im Jahr 2018 ein Absatzvolumen für Lithium-Ionen-Batterien von 25 Mrd. USD. Dies wird auch durch Frost & Sullivan bestätigt -das Unternehmen für Marktforschung und -analyse sieht in den Bereichen "Mobile Communication" und "Computing Devices" die Hauptwachstumstreiber für die kommenden drei bis vier Jahre. Weitere Wachstumsimpulse für den Markt für Lithium-Ionen-Batterien durch Elektromobilität sowie stationäre Stromspeicherung erwartet Frost & Sullivan auf mittel- bis langfristige Sicht. Sowohl in der Automobilbranche als auch dem Sektor für Energienetze und der Speicherung erneuerbarer Energien werden sich demnach gesetzliche Anreize auf die Absatzzahlen für Lithium-Ionen-Akkus auswirken. Im Bereich Elektromobilität prognostiziert die Forschungsgesellschaft Kraftwesen mbH bis 2017 eine produzierte Stückzahl von 1,54 Milliarden Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen in den USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich und Südkorea. Maßgeblich für diese Entwicklung sind Marken wie Tesla, Mercedes, Audi und BMW, die 2014 erstmals Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf den Markt brachten. Zudem setzen Regierungen in den für die Automobilindustrie wichtigen Absatzmärkten wie Deutschland und China Anreize für Endkonsumenten zum Erwerb von Elektrofahrzeugen. Im Bereich der stationären Stromspeicherung werden derzeit zahlreiche Projekte in den USA und Europa gefördert und verwirklicht. In Asien identifiziert das US-Energieministerium die Länder China, Südkorea und Japan als Markttreiber der stationären Stromspeicherung.

Die Manz AG verfügt im Geschäftsbereich Energy Storage über ausgewiesenes Know-how in der Wickel-, Stapel- und Laminiertechnologie - den wichtigsten Technologien bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren für Consumer Electronics, die Elektromobilität sowie die stationäre Energiespeicherung. Dies bildet eine hervorragende Basis, um das Umsatz- und Ertragspotenzial dieser Branchen heute und in Zukunft konsequent nutzen zu können.

Gesamtaussage

Die Manz AG hat sich als Hightech-Maschinenbauer ein herausragendes technologisches Know-how in den Bereichen Automation, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung, Drucken und Beschichten, Messtechnik, Nasschemie und Rolle-zu-Rolle aufgebaut. Um die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Zielbranchen und Wachstumsmärkte zu verringern, verfolgt das Unternehmen eine konsequente Diversifizierung des Geschäftsmodells in Kunden, Regionen und Branchen und treibt gleichzeitig den Technologietransfer zwischen den Geschäftsbereichen weiter voran.

Für ihren Geschäftsbereich Electronics wertet die Manz AG ihre mittelfristige Perspektive positiv. Grund für diese Einschätzung ist die stetig steigende Nachfrage nach LCD- und OLED-Flachbildschirmen, Smartphones und Tablet-Computern sowie nach Touch-Sensoren, hochauflösenden Leiterplatten und Chip-Carriern. Zudem tragen neue Produktgruppen wie Smart Watches zum weiteren Entwicklungspotenzial in diesem Bereich bei.

In der Solarbranche zeichnet sich angesichts des Gleichgewichts zwischen bestehenden Produktionskapazitäten und Endkundennachfrage eine steigende Investitionsbereitschaft ab. Die Manz AG sieht sich mit innovativen Produktionslösungen, insbesondere im Bereich der hocheffizienten und wirtschaftlichen CIGS-Dünnschichttechnologie, grundsätzlich gut positioniert, um von künftigen Investitionen profitieren zu können. Da sich jedoch konkrete Verhandlungen über den Verkauf einer CIGSfab weiterhin deutlich langwieriger gestalten als ursprünglich erwartet, prüft der Vorstand aktuell die strategischen Optionen für den Geschäftsbereich Solar ab dem Geschäftsjahr 2016.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Marktes für Lithium-Ionen Batterien und dem weltweit einzigartigen Technologieportfolio zur Herstellung aller aktuellen Batterie-Zellkonzepte für Consumer Electronics, Elektromobilität und stationäre Stromspeicherung sieht die Manz AG zudem deutliche Wachstumschancen im Geschäftsbereich Energy Storage.

ANALYSE DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Ertragslage

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 war die Ertragslage der Manz AG durch signifikante Auftragsstornierungen und -verschiebungen und den infolge niedrigen Umsatzerlösen geprägt. Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum 2015 beliefen sich daher auf 169,0 Mio. EUR nach 250,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Ein Umsatzanteil von 38,7 % entfiel im Berichtszeitraum mit 65,3 Mio. EUR (Vorjahr: 189,4 Mio. EUR bzw. 75,5 %) auf den Geschäftsbereich Electronics. Dieser Umsatzrückgang ist der im Jahresvergleich schwächeren Nachfrage asiatischer Kunden nach Produktionsanlagen im Leiterplattenbereich sowie dem klassischen Display-Geschäft geschuldet. Weiterhin wirkt sich die bereits im Juni erfolgte Auftragsstornierung im Volumen von ca. 12 Mio. EUR sowie der damit einhergehende Wegfall von geplanten Folgeaufträgen mit einem höheren zweistelligen Millionenbetrag negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Der Solar-Bereich erwirtschaftete im Berichtszeitraum 2015 rund 17,2 Mio. EUR bzw. 10,2 % des Gesamtumsatzes der Manz AG (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR bzw. 3,7 %). Ein wesentlicher Umsatzanteil entfiel im Berichtszeitraum mit 55,6 Mio. EUR bzw. 32,9 % (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR bzw. 4,9 %) auf den Geschäftsbereich Energy Storage mit Anlagen zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren. Für einen Umsatzbeitrag in Höhe von 22,8 Mio. EUR bzw. 13,4 % zeichnete das Berichtssegment Contract Manufacturing verantwortlich (Vorjahr: 29,3 Mio. EUR bzw. 11,7 %). Im Berichtszeitraum 2015 summierte sich der Umsatz im Berichtssegment Others auf 8,1 Mio. EUR nach 10,6 Mio. EUR im Vorjahrszeitraum; dies entspricht einem Umsatzanteil von 4,8 % nach 4,2 % im Vorjahr.

Nach Regionen verteilten sich die Umsatzerlöse der Manz AG in den ersten neun Monaten 2015 wie folgt: Mit 103,1 Mio. EUR bzw. 61,0 % entfiel der größte Umsatzanteil der Manz AG auf Taiwan und China (Vorjahr: 182,6 Mio. EUR bzw. 72,8 %). Die Geschäfte im übrigen Asien trugen 5,8 Mio. EUR bzw. 3,5 % zum Gesamtumsatz bei (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR bzw. 3,4 %). In Deutschland erzielte die Gesellschaft 25,1 Mio. EUR oder 14,8 % der Gesamtumsätze (Vorjahr: 17,3 Mio. EUR bzw. 6,9 %). Der Umsatzanstieg mit Kunden in Deutschland ist dabei im Wesentlichen in einem Großkunden der Manz Italy begründet, die erst seit dem 30. April 2014 im Konzern konsolidiert wird und entsprechend nur anteilig zum Umsatz der Vorjahresvergleichsperiode beigetragen hat. Rund 26,9 Mio. EUR bzw. 15,9 % der Umsatzerlöse erwirtschaftete die Manz AG im Berichtszeitraum im übrigen Europa, nach 38,7 Mio. EUR bzw. 15,3 % im Vorjahreszeitraum. In den USA konnten Umsatzerlöse in Höhe von 6,4 Mio. EUR realisiert werden; dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 3,8 % (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR bzw. 1,0 %). Die Umsätze in den übrigen Regionen weltweit beliefen sich auf 1,7 Mio. EUR bzw. 1,0 % (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR bzw. 0,6 %).

Ausgehend von Umsatzerlösen in Höhe von 169,0 Mio. EUR erhöhte sich der Bestand bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: -5,7 Mio. EUR). Die aktivierten Eigenleistungen lagen mit 11,0 Mio. EUR über Vorjahresniveau (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). Die Erhöhung ist dabei im Wesentlichen den positiven Marktaussichten und entsprechend intensivierten Entwicklungstätigkeiten im Bereich Energy Storage sowie der Weiterentwicklung der CIGS-Dünnschicht-Solartechnologie im ersten Quartal 2015 geschuldet. Im zweiten und dritten Quartal 2015 lagen die aktivierten Eigenleistungen mit 2,5 Mio. EUR bzw. 3,2 Mio. EUR wieder etwa auf Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet der Vorstand mit einer deutlichen Erhöhung (signifikante Steigerung) der aktivierten Eigenleistungen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt resultiert somit eine Gesamtleistung von 181,9 Mio. EUR (Vorjahr: 250,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR) und umfassen neben Fördergeldern zur Technologieentwicklung den Gewinn aus dem Verkauf des Teilbereichs Anlagen für die Verpackungsindustrie (bisher enthalten im Segment "Others") in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Die Transaktion im Wege eines sogenannten Asset-Deals wurde zum 30.9.2015 wirksam und umfasst neben dem Übergang von 22 an den Standorten Tübingen und Reutlingen beschäftigten Mitarbeitern auf die Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG Blema Kircheis insbesondere die bestehenden Kundenprojekte, Vorräte und Pensionsrückstellungen sowie das technische Know-how. Der Materialaufwand belief sich auf 111,1 Mio. EUR (Vorjahr: 151,0 Mio. EUR), die Materialaufwandsquote lag mit 61,1 % leicht über dem Niveau des Vorjahres von 60,2 %. Das Rohergebnis betrug 76,2 Mio. EUR nach 105,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der Personalaufwand in den ersten neun Monaten 2015 lag mit 64,2 Mio. EUR über dem Vergleichszeitraum 2014 (Vorjahr: 54,6 Mio. EUR) und ist auf einen Personalaufbau an den deutschen und asiatischen Standorten, die zusätzlichen Mitarbeiter durch den Erwerb der Manz Italy (30. April 2014) sowie planmäßige Lohnsteigerungen zurückzuführen. Der Personalaufbau in Asien und Deutschland ist dabei auf die ursprünglichen Wachstumserwartungen für das Gesamtjahr 2015 zurückzuführen. Verstärkt wird die Zunahme der Personalkosten zudem durch den Währungsumrechnungseffekt RMB/EUR bzw. TWD/EUR im Zusammenhang mit den asiatischen Tochtergesellschaften. Die Personalaufwandsquote lag entsprechend mit 35,3 % deutlich über dem Vorjahresniveau von 21,8 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund mehrerer Faktoren auf 32,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,8 Mio. EUR). Diese Erhöhung ist zum einen maßgeblich auf die Einbeziehung der Manz Italy, die in der Vergleichsperiode lediglich anteilig enthalten war, zurückzuführen. Zum anderen wirkten sich höhere Vertriebsaufwendungen sowie höhere Werbekosten und Kosten zur Personalrekrutierung zur Erschließung neuer Märkte und Regionen aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich infolge auf -20,6 Mio. EUR (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR). Im Berichtszeitraum 2015 lagen die Abschreibungen aufgrund der zum Jahresende 2014 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf Entwicklungskosten vor allem im Solarbereich mit 9,5 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 18,2 Mio. EUR). Insgesamt resultiert hieraus ein operatives Ergebnis (EBIT) von -30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR).

Bei Betrachtung der einzelnen Geschäftsbereiche betrug das EBIT im Electronics-Bereich -20,1 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR). Der Geschäftsbereich Solar verzeichnete ein negatives EBIT von -13,8 Mio. EUR nach -19,2 Mio. EUR im Vorjahr. Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich Energy Storage belief sich auf 0,4 Mio. EUR nach 0,1 Mio EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Berichtssegment Contract Manufacturing verzeichnete einen operativen Gewinn von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) und auch der Bereich Others verzeichnete einen operativen Gewinn in Höhe von 1,9 Mio. EUR nach 0,7 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten ist der Gewinn aus dem Verkauf des Teilbereichs "Anlagen für die Verpackungsindustrie" in Höhe von 2,0 Mio. EUR.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag beläuft sich das Konzernergebnis der Manz AG für die ersten neun Monate 2015 auf -33,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,8 Mio. EUR). Hieraus resultiert bei einem gewichteten Durchschnitt von 5.207.315 Aktien ein Ergebnis je Aktie von -6,48 EUR (Vorjahr: -0,16 EUR bei 4.928.059 Aktien).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30. September 2015 erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2014 auf 309,0 Mio. EUR (31.12.2014: 253,6 Mio. EUR). Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital der Gesellschaft 148,2 Mio. EUR. Diese Zunahme gegenüber dem Jahresstichtag 2014 (31.12.2014: 140,0 Mio. EUR) resultiert aus der Ende April 2015 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung. Infolge erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 492.805 EUR, während auch die Kapitalrücklagen auf 144,3 Mio. EUR zunahmen (31.12.2014: 103,8 Mio. EUR). Gleichzeitig verringerten sich die Gewinnrücklagen infolge des Periodenverlustes 2015 deutlich auf -16,8 Mio. EUR (31.12.2014: 19,1 Mio. EUR). Der Betrag aus der Währungsumrechnung bei den ausländischen Tochtergesellschaften erhöhte sich auf 15,2 Mio. EUR (31.12.2014: 12,1 Mio. EUR). Dies ist vor allem der Stärke des chinesischen Renminbi bzw. des Taiwanesischen Dollars gegenüber dem Euro geschuldet. Zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums beträgt die Eigenkapitalquote 48,0 % nach 55,2 % zum 31. Dezember 2014.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich von 36,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf 51,1 Mio. EUR zum Stichtag 30. September 2015. Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus der Inanspruchnahme eines weiteren Darlehens der European Investment Bank (EIB) in Höhe von 10 Mio. EUR (31.12.2014: 10 Mio. EUR). Die Pensionsrückstellungen verringerten sich leicht auf 8,1 Mio. EUR (31.12.2014: 8,4 Mio. EUR). Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus dem bereits im Abschnitt Ertragslage erwähnten Übergang von 22 Mitarbeitern im Rahmen der Veräußerung des Teilbereichs Anlagen für die Verpackungsindustrie auf den Erwerber. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf S. 28 unseres Quartalsberichtes. Zum 30. September 2015 betrugen die sonstigen langfristigen Rückstellungen 3,9 Mio. EUR (31.12.2014: 3,6 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,7 Mio. EUR beinhalten den langfristigen Teil der Earn-Out-Komponente aus dem Erwerb der KLEO Halbleitertechnik GmbH zum 1. Juni 2015.

Daneben erhöhten sich die kurzfristigen Schulden gegenüber dem Ende des Geschäftsjahrs 2014 deutlich auf 109,7 Mio. EUR (31.12.2014: 77,2 Mio. EUR). Dies liegt vor allem in der Erhöhung der kurzfristigen Finanzschulden auf 41,8 Mio. EUR begründet (31.12.2014: 10,2 Mio. EUR). Bei den asiatischen Gesellschaften hat zudem die Entwicklung der Währungen zu einem Anstieg der Finanzschulden geführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Ende des Berichtszeitraums 2015 lagen mit 42,6 Mio. EUR auf dem Niveau zum Jahresende 2014 (31.12.2014: 42,3 Mio. EUR). Die erhaltenen Anzahlungen verringerten sich im Zuge des geringeren Umsatzniveaus auf 3,1 Mio. EUR (31.12.2014: 10,6 Mio. EUR). Zum 30. September 2015 summierten sich die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen auf 6,8 Mio. EUR nach 3,5 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2014. Der Anstieg gegenüber dem Vergleichswert zum Jahresende 2014 resultiert aus zusätzlichen planmäßigen Rückstellungen für den Personalbereich. Die übrigen Verbindlichkeiten von 11,9 Mio. EUR (31.12.2014: 8,3 Mio. EUR) enthalten Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich sowie die Earn-Out-Verbindlichkeiten gegenüber Würth Solar mit 3,0 Mio. EUR sowie den kurzfristigen Teil der Earn-Out-Komponente aus dem Erwerb der KLEO Halbleitertechnik GmbH zum 1. Juni 2015 in Höhe von 0,4 Mio. EUR.

Auf der Aktivseite ist der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte von 117,4 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2014 auf 132,9 Mio. EUR zum 30. September 2015 im Wesentlichen auf eine Zunahme der immateriellen Vermögenswerte zurückzuführen. Diese lagen zum Ende des Berichtszeitraums 2015 bei 85,7 Mio. EUR (31.12.2014: 74,7 Mio. EUR). Zum einen ist dieser Anstieg in aktivierten Entwicklungskosten und dem Zukauf der KLEO Halbleitertechnik GmbH begründet. Zum anderen wirken sich positive Währungsumrechnungseffekte im Zusammenhang mit dem hierin enthaltenen Goodwill für asiatische Tochtergesellschaften aus. Zum 30. September 2015 zeigte sich das Umlaufvermögen mit 176,1 Mio. EUR über dem Wert zum Bilanzstichtag 2014 mit 136,2 Mio. EUR. Die Vorräte betrugen 51,5 Mio. EUR (31.12.2014: 48,3 Mio. EUR). Gleichzeitig lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 87,8 Mio. EUR deutlich über dem Niveau zum Jahresende 2014 (31.12.2014: 58,7 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im aktuellen Auftragsbestand insbesondere im Zusammenhang mit Aufträgen im Geschäftsbereich Energy Storage begründet. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen in Höhe von 7,3 Mio. EUR zum 30. September 2015 (31.12.2014: 5,9 Mio. EUR) wurden maßgeblich durch höhere stichtagsbezogene Abgrenzungen sowie durch den Anstieg der Umsatzsteuerforderung beeinflusst. Die flüssigen Mittel betrugen 28,9 Mio. EUR zum Ende des Berichtszeitraums 2015 (31.12.2014: 23,2 Mio. EUR).

Liquiditätslage

Als Cashflow im engeren Sinne (operatives Ergebnis zzgl. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie Zunahme/Abnahme sonstiger langfristiger Rückstellungen und Pensionsrückstellungen und sonstiger zahlungsunwirksamer Erträge und Aufwendungen) resultierte nach den ersten neun Monaten 2015 ein negativer Cashflow von insgesamt 20,3 Mio. EUR (Vorjahr: +19,0 Mio. EUR). Dieser resultiert vor allem aus einem negativen operativen Ergebnis (EBIT) von -30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) bei niedrigeren Abschreibungen von 9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 18,2 Mio. EUR). Der operative Cashflow für den Berichtszeitraum 2015 belief sich auf -59,8 Mio. EUR (Vorjahr: 11,1 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist maßgeblich in einer Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva und einem entsprechenden Mittelabfluss in Höhe von -35,7 Mio. EUR (Vorjahr: -23,7 Mio. EUR) begründet, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva gleichzeitig um 3,0 Mio. EUR zunahmen (Vorjahr: +16,5 Mio. EUR).

Nach einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von -15,6 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum 2014 ergab sich für den Berichtszeitraum 2015 ein Mittelabfluss in Höhe von -18,4 Mio. EUR. Dieser resultiert aus Investitionen in Höhe von 4,7 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem Erwerb der KLEO Halbleitertechnik GmbH sowie Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 14,8 Mio. EUR, davon hauptsächlich in Entwicklungsleistungen. Nach Segmenten verteilen sich die Investitionen auf den Bereich Solar mit 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR), den Bereich Electronics mit 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) sowie auf den Bereich Energy Storage mit 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). ln den übrigen Segmenten wurden im Berichtszeitraum 2015 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) investiert.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum 2015 betrug 83,0 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr 2014 ein Mittelabfluss von -24,1 Mio. EUR zu Buche stand. Grund hierfür sind die Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen im Zuge der Kapitalerhöhung in Höhe von 41,9 Mio. EUR, eine Erhöhung der kurzfristigen Finanzschulden um 31,6 Mio. EUR sowie die Aufnahme langfristiger Kredite in Höhe von 13,2 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Wechselkursveränderungen verfügte die Manz AG somit zum 30. September 2015 über flüssige Mittel in Höhe von 28,9 Mio. EUR (30.9.2014: 37,7 Mio. EUR).

Zum Stichtag 30.9.2015 bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien bei Banken in Höhe von 75,1 Mio. EUR (31.12.2014: 90,6 Mio. EUR) und freie Avallinien in Höhe von 10,6 Mio. EUR (31.12.2014: 10,5 Mio. EUR). Ferner bestehen nicht ausgenutzte Avallinien bei Kreditversicherungen in Höhe von 29,3 Mio. EUR (31.12.2014: 17,7 Mio. EUR). Hinsichtlich der Kredite der deutschen Kreditgeber wurden die einzuhaltenden Finanzkennzahlen (sog. Covenants) mit Änderungsvertrag vom 25. September 2015 neu gefasst. Anstelle des Bruttoverschuldungsgrades von 2,5 tritt eine Mindestliquidität für die Manz-Gruppe -ohne Einbezug der asiatischen Tochterunternehmen -von 10,0 Mio. EUR. Zum 30. September 2015 sind alle Covenants zur Mindestliquidität und zur Eigenkapitalquote (40 %) erfüllt. Die Kreditlinien der betroffenen Banken sind zum 30. September 2015 bzw. 31. Dezember 2014 nicht in Anspruch genommen und die Avallinien valutieren mit 1,4 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1,6 Mio. EUR). Die Bankguthaben bei den betroffenen Kreditinstituten belaufen sich zum 30. September 2015 auf 4,6 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 6,3 Mio. EUR).

Gesamtaussage

Der Konzernumsatz belief sich im Berichtszeitraum 2015 auf 169,0 Mio. EUR und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 250,9 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund der schwachen Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2015 sowie einer Auftragsstornierung im Bereich Electronics und der Verzögerung beim Auftragseingang im Segment Energy Storage im zweiten Quartal wertet der Vorstand die Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum 2015 als nicht zufriedenstellend. Diese zum Vorjahr schwache Umsatzbasis ist nach Einschätzung des Vorstands auch ausschlaggebend für die negative Entwicklung der Ertragslage, da gleichzeitig die Konzernstrukturen aufgrund der ursprünglichen Jahresplanung auf Wachstum ausgerichtet wurden. Im operativen Geschäft erzielte Manz somit ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von -20,6 Mio. EUR (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf rund -30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Die liquiden Mittel betrugen 28,9 Mio. EUR bei einer Nettoverschuldung von 45,4 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote betrug 48,0 % zum 30. September 2015. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2015 auf 93,0 Mio. EUR.

NACHTRAGSBERICHT

Am 26. Oktober 2015 hat die Manz AG bekanntgegeben, dass der Vorstand im Rahmen der Erstellung der Zwischenabschlüsse für das dritte Quartal 2015 die Prognose für das Gesamtjahr reduziert. Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet der Vorstand nunmehr Umsatzerlöse zwischen 200 und 210 Mio. EUR und ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Als Konsequenz wird der Vorstand ein Restrukturierungsprogramm einleiten, dessen wesentliche Maßnahmen am 10. Dezember 2015 vorgestellt werden. Diese haben die Anpassung der globalen Kostenstruktur zum Ziel, um auf Basis einer konservativen Jahresplanung 2016 mindestens den Break-even zu erreichen und auf dieser Grundlage wieder wachsen zu können. Dabei wird sich die Manz AG künftig auf die Wachstumsmärkte Consumer Electronics und Energy Storage fokussieren. Für den Geschäftsbereich Solar werden hingegen die strategischen Optionen überprüft. Zielsetzung ist es, dass ab dem Geschäftsjahr 2016 keine weitere Kostenbelastung aus diesem Geschäftsbereich entstehen soll.

Mit den deutschen Kreditgebern wurde eine Anpassung des Finanzierungsrahmens an die veränderten Geschäftsaussichten vereinbart. Die aktuellen Kredit- und Avallinien reichen für die Finanzierung des derzeitigen operativen Geschäfts aus.

Darüber hinaus sind nach Ende des Berichtszeitraums keine Ereignisse eingetreten, die substanzielle Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage gehabt hätten.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Eine Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklung in unserem Hauptabsatzmarkt Asien, insbesondere eine weitere Abkühlung in China sowie an den chinesischen Finanzmärkten, kann zu einem weiteren Rückgang der Investitionsbereitschaft unserer Kunden führen. Dieser kann in erneuten Auftragsverschiebungen im für uns maßgeblichen Geschäftsbereich Electronics resultieren. Des Weiteren können die mit wesentlichen Maßnahmen des einzuleitenden Restrukturierungsprogramms verbundenen Restrukturierungsaufwendungen materielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die bestehenden Kredit- und Avallinien laufen planmäßig zum 31.12.2015 aus. Die Manz AG führt derzeit mit den deutschen Kreditgebern Gespräche über die weitere Finanzierung der Gesellschaft. In diesem Zuge können sich unter Umständen wesentliche Verschlechterungen der Konditionen bzw. negative Auswirkungen auf die Liquiditätssituation ergeben.

Ansonsten verweisen wir auf die im Geschäftsbericht 2014 dargestellten Chancen und Risiken.

PROGNOSEBERICHT

AUSBLICK

In unserem Prognosebericht gehen wir, soweit möglich, auf die erwartete künftige Entwicklung der Manz AG und des Umfelds des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr 2015 ein. Am 26. Oktober 2015 revidierten wir unsere bisherige Jahresprognose. Notwendig wurde diese Anpassung aufgrund von erneuten Auftragsverschiebungen in den Geschäftsbereichen Energy Storage und Electronics, im Wesentlichen von Kunden aus Asien. Insbesondere die konjunkturelle Abkühlung in China sowie die Entwicklungen an den chinesischen Kapitalmärkten in den vergangenen Wochen haben kundenseitig zu einer deutlich zurückhaltenden Investitionsbereitschaft geführt. Daher können nach unserer Einschätzung bislang für 2015 erwartete Umsätze in signifikantem Umfang voraussichtlich erst ab dem kommenden Geschäftsjahr realisiert werden. Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir nunmehr Umsatzerlöse zwischen 200 und 210 Mio. EUR und ein negatives EBIT im mittleren zweistelligen Millionenbereich (vorherige, reduzierte Prognose für 2015: moderat rückläufiger Umsatz gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 305,9 Mio. EUR und verbessertes, jedoch negatives EBIT).

In der für uns maßgeblichen Region Asien wird die wirtschaftliche Ertragskraft im aktuellen Geschäftsjahr voraussichtlich auf Vorjahresniveau zulegen. In der größten Volkswirtschaft der Region, der Volksrepublik China, wird ein gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeres BIP-Wachstum von 6,6 % erwartet. Für die Weltwirtschaft sehen die Experten des Kieler Instituts für Wirtschaftsforschung ein Wachstum von 3,4 % im Jahr 2015. Wir werten die erwarteten konjunkturellen Gesamtjahresprognosen als insgesamt stabile Rahmenbedingungen. Jedoch resultieren aus der konjunkturellen Abkühlung in China und den Turbulenzen an den chinesischen Kapitalmärkten der vergangenen Wochen Finanzierungsengpässe bei unseren chinesischen Kunden. Diese führten zu einer deutlich zurückhaltenden Investitionsbereitschaft in dieser Region. Es ist zu beachten, dass die gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Unsicherheit zu Aussagen über die künftige Entwicklung erhöhen, da zugrundeliegende Prämissen rasch ihre Gültigkeit verlieren können. Aus den Rahmenbedingungen ergeben sich Chancen und Risiken für die weitere operative Entwicklung der Manz-Gruppe.

Neben diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für die Manz AG die Entwicklungen der Teilmärkte Electronics, Photovoltaik sowie Lithium-Ionen-Batterien von entscheidender Bedeutung für die weitere operative Entwicklung.

Für das laufende Jahr 2015 erwarten wir im Geschäftsbereich Electronics eine rückläufige Entwicklung des operativen Geschäfts. Grund zu dieser Annahme sind die Auftragsstornierung sowie der damit einhergehende Wegfall der Umsatzbeiträge durch erwartete Folgeaufträge im ersten Halbjahr. Zudem hat die Finanzierungslücke bei unseren chinesischen Kunden zu weiteren signifikanten Auftragsverschiebungen in das kommende Geschäftsjahr 2016 geführt. Grundsätzlich sind wir weiterhin vom Marktpotenzial in diesem Bereich überzeugt: Der zunehmende Einsatz von elektronischen Geräten im alltäglichen Leben, die erhöhte Durchdringungsrate von Kommunikationsanwendungen sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach Endgeräten mit Touchpanel-Displays, wie beispielsweise Smartphones oder Tablet-Computern, stützen uns in dieser Einschätzung. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Smartphones und Tablets sowie zusätzliche Gerätefunktionalitäten resultieren in Neu- und Ersatzinvestitionen der Consumer Electronics-Branche in Montage- und Produktionsanlagen, von denen die Manz AG profitieren kann. Das Geschäft mit Leiterplatten wird sich angesichts der beschriebenen Marktaussichten im laufenden Jahr 2015 voraussichtlich stabil entwickeln. Für 2015 erwarten wir jedoch aufgrund der beschriebenen Entwicklungen im Geschäftsbereich Electronics ein insgesamt deutlich schwächeres Umsatzniveau als im Vorjahr bei einer negativen EBIT-Marge. Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Electronics betrug rund 22,0 Mio. EUR per 30. September 2015 (30.09.2014: 14,7 Mio. EUR).

Für unseren Geschäftsbereich Solar bewerten wir die allgemeinen Rahmenbedingungen angesichts einer stetig wachsenden Endkundennachfrage nach Solarmodulen auch weiterhin generell positiv. Wir sehen uns mit innovativen Produktionslösungen, insbesondere im Bereich der hocheffizienten und wirtschaftlichen CIGS-Dünnschichttechnologie, grundsätzlich gut positioniert, um von künftigen Investitionen profitieren zu können. Da sich jedoch konkrete Verhandlungen über den Verkauf einer CI GS/ab deutlich langwieriger gestalten als ursprünglich erwartet, prüft der Vorstand aktuell die strategischen Optionen für den Geschäftsbereich Solar ab dem Geschäftsjahr 2016. Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir, dass wir den Umsatz in diesem Segment gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern, jedoch ein negatives EBIT verzeichnen werden. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2015 auf rund 4,4 Mio. EUR (30.09.2014: 6,3 Mio. EUR).

Deutlich positive Impulse erwarten wir in unserem dritten Geschäftsbereich Energy Storage. Mit unserem weltweit einzigartigen Technologieportfolio zur Herstellung aller aktuellen Batterie-Zellkonzepte -von der gewickelten Knopfzelle bis hin zur gestapelten Pouchzelle -prägen wir die Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterietechnologie entscheidend mit. Mit unseren Produktionsanlagen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren für die Elektromobilität, die stationäre Stromspeicherung sowie für Premium Consumer Electronics haben wir uns weitere Zukunftsmärkte erschlossen, die uns deutliches Umsatz- und Ertragspotenzial bieten. Gerade von Kunden aus dem Bereich Consumer Electronics verzeichnen wir eine stark steigende Nachfrage. In diesem Marktsegment werden die Laufzeit sowie die Baugröße der Batterien immer wichtiger. Die von Manz entwickelten, fortschrittlichen Produktionssysteme ermöglichen längere Batterielaufzeiten bei gleichzeitig reduzierter Baugröße und Gewicht. Dies wirkt sich positiv auf die Eigenschaften der Endgeräte aus und verschafft den Kunden der Manz AG somit messbare Wettbewerbsvorteile. Aber auch die Investitionen in Produktionskapazitäten für die Elektromobilität zeigen eine dynamische Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2015 rechnen wir mit einer signifikanten Umsatz- und Ertragssteigerung. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2015 auf rund 60,3 Mio. EUR (30.09.2014: 19,0 Mio. EUR).

Insgesamt planen wir im laufenden Geschäftsjahr Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung auf Vorjahresniveau in Höhe von 20 Mio. EUR. Für das laufende Geschäftsjahr 2015 rechnen wir aufgrund der operativen Entwicklung unseres Geschäfts hinsichtlich der Finanzlage unseres Unternehmens mit einem negativen operativen Cashflow.

GESAMTAUSSAGE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Die allgemeinen Branchenaussichten in allen drei strategischen Geschäftsbereichen bewerten wir positiv. Aufgrund der erhaltenen Auftragsstornierung im Geschäftsbereich Electronics sowie weiteren Auftragsverschiebungen in den Geschäftsbereichen Electronics und Energy Storage rechnen wir bei einem Auftragsbestand von 93,0 Mio. EUR zum 30. September 2015 für das laufende Geschäftsjahr mit Umsatzerlösen zwischen 200 und 210 Mio. EUR bei einem negativen EBIT im mittleren zweistelligen Millionenbereich (ohne die Berücksichtigung von möglichen Restrukturierungsaufwendungen).

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Manz AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. - 3. Quartal (in TEUR)

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1.1.-30.9.2015 1.1.-30.9.2014
Umsatzerlöse 168.951 250.872
Bestandsveränderungen Erzeugnisse 1.973 -5.736
Aktivierte Eigenleistungen 10.970 5.274
Gesamtleistung 181.894 250.410
Sonstige betriebliche Erträge 5.435 5.598
Materialaufwand -111.147 -151.012
Rohergebnis 76.182 104.996
Personalaufwand -64.236 -54.552
Sonstige betriebliche Aufwendungen -32.593 -30.807
EBITDA -20.647 19.637
Abschreibungen -9.451 -18.185
Operatives Ergebnis (EBIT) -30.098 1.452
Finanzerträge 62 350
Finanzaufwendungen -2.098 -1.631
Ergebnis vor Steuern (EBT) -32.134 171
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.623 -1.012
Konzernergebnis -33.757 -841
davon Ergebnisanteil Minderheitsanteile -6 -52
davon Ergebnisanteil Aktionäre Manz AG -33.751 -798
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien 5.207.315 4.928.059
Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) in EUR je Aktie -6,48 -0,16

3. Quartal (in TEUR)

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1.7.-30.9.2015 1.7.-30.9.2014
Umsatzerlöse 47.023 87.258
Bestandsveränderungen Erzeugnisse 1.444 -273
Aktivierte Eigenleistungen 3.191 1.855
Gesamtleistung 51.658 88.840
Sonstige betriebliche Erträge 2.338 1.566
Materialaufwand -33.981 -54.907
Rohergebnis 20.015 35.499
Personalaufwand -22.958 -18.046
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.008 -10.994
EBITDA -13.951 6.459
Abschreibungen -3.242 -6.184
Operatives Ergebnis (EBIT) -17.193 275
Finanzerträge 25 80
Finanzaufwendungen -873 -454
Ergebnis vor Steuern (EBT) -18.041 -99
Steuern vom Einkommen und Ertrag -723 -933
Konzernergebnis -18.764 -1.032
davon Ergebnisanteil Minderheitsanteile 0 -68
davon Ergebnisanteil Aktionäre Manz AG -18.764 -973
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien 5.420.864 4.928.059
Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) in EUR je Aktie -3,46 -0,20

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

1. - 3. Quartal (in TEUR)

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1.1.-30.9.2015 1.1.-30.9.2014
Konzernergebnis -33.755 -841
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 3.093 6.993
Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedges) -2.083 -534
Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen 481 123
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung 1.491 6.582
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen -778 -778
Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen 215 172
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge ohne künftige ergebniswirksame Umgliederung -563 -606
Konzern-Gesamtergebnis -32.827 5.135
davon Minderheitsanteile -5 79
davon Anteilseigner der Manz AG -32.822 5.056

3. Quartal (in TEUR)

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1.7.-30.9.2015 1.7.-30.9.2014
Konzernergebnis -18.762 -1.032
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -6.464 6.148
Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedges) -69 -466
Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen 16 107
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung -6.517 5.789
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen -243 -268
Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen 71 60
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge ohne künftige ergebniswirksame Umgliederung -172 -208
Konzern-Gesamtergebnis -25.451 4.549
davon Minderheitsanteile -2 38
davon Anteilseigner der Manz AG -28.449 4.511

KONZERNBILANZ

AKTIVA (in TEUR)

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30.9.2015 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 85.685 74.740
Sachanlagen 41.813 40.266
Latente Steuern 3.757 1.746
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.681 674
132.936 117.426
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 51.510 48.321
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.835 58.708
Ertragsteuerforderungen 508 82
Derivative Finanzinstrumente 0 6
Sonstige kurzfristige Forderungen 7.345 5.886
Flüssige Mittel 28.898 23.153
176.096 136.156
Summe Aktiva 309.032 253.582

PASSIVA (in TEUR)

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30.9.2015 31.12.2014
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.421 4.928
Kapitalrücklagen 144.323 103.817
Gewinnrücklagen -16.815 19.101
Währungsumrechnung 15.220 12.128
Anteilseigner der Manz AG 148.149 139.974
Minderheitsanteile 34 39
148.183 140.013
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 32.423 22.118
Langfristig abgegrenzte Investitionszuwendungen 115 118
Finanzverbindlichkeiten aus Leasing 18 24
Pensionsrückstellungen 8.130 8.431
Sonstige langfristige Rückstellungen 3.881 3.552
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 2.700 0
Latente Steuern 3.867 2.109
51.134 36.352
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 41.799 10.179
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.635 42.314
Erhaltene Anzahlungen 3.146 10.555
Ertragsteuerschulden 645 2.150
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 6.811 3.514
Derivative Finanzinstrumente 2.814 184
Übrige Verbindlichkeiten 11.853 8.297
Finanzverbindlichkeiten aus Leasing 12 24
109.715 77.217
Summe Passiva 309.032 253.582

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

(in TEUR)

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1.1.-30.9.2015 1.1.-30.9.2014
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Operatives Ergebnis (EBIT) -30.098 1.452
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.451 18.185
Zunahme (+) /Abnahme (-) von Pensionsrückstellungen
und sonstigen langfristigen Rückstellungen 405 788
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) und Aufwendungen (+) -36 -1.416
Cashflow -20.278 19.009
Gewinn (-) /Verlust (+) aus Anlageabgängen -1.957 -23
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -35.727 -23.733
Zunahme (+) /Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva 3.037 16.479
Erhaltene (+) / Gezahlte Ertragsteuern -2.986 474
Gezahlte Zinsen -1.988 -1.458
Erhaltene Zinsen 61 349
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -59.838 11.097
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen 1.005 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen -14.744 -8.804
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen,
abzüglich der zugeflossenen liquiden Mittel -4.674 -6.822
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18.413 -15.626
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Kredite 13.150 10.000
Auszahlungen für die Tilgung langfristiger Kredite -2.325 -2.298
Veränderung der Kontokorrentkredite 31.620 -31.580
Erwerb eigener Aktien -10 -177
Auszahlungen für die Tilgung von Finance-Lease-Verträgen -12 -23
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 41.888 0
Kosten der Kapitalbeschaffung (vor Steuern) -1.307 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 83.004 -24.078
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes
(Zwischensumme 1-3) 4.753 -28.607
Wechselkursbedingte Wertänderung des Finanzmittelbestandes 992 1.643
Finanzmittelbestand am 1.1. 23.153 64.666
Finanzmittelbestand am 30.9. 28.898 37.702
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes
Flüssige Mittel 28.898 37.702
Finanzmittelbestand am 30.9. 28.898 37.702

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

(in TEUR)

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Gewinnrücklagen
Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklagen Eigene Aktien Angesammelte

Ergebnisse
Neubewertung

Pensionen
Cashflow

Hedges
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2014 4.928 103.822 58.311 -1.129 -2
Gesamtergebnis -789 -606 -411
Erwerb eigene Aktien -177
Verwendung eigene Aktien 177
Aktienbasierte Vergütung 84
Stand 30. September 2014 4.928 103.906 57.522 -1.735 -413
Stand 1. Januar 2015 4.928 103.817 20.976 -1.840 -35
Gesamtergebnis -33.750 -563 -1.602
Kapitalerhöhung 493 41.396
Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern -926
Erwerb eigene Aktien -10
Verwendung eigene Aktien 10
Aktienbasierte Vergütung 36
Stand 30. September 2015 5.421 144.323 -12.774 -2.403 -1.637

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Gewinnrücklagen
Währungsumrechnung Anteilseigner der Manz AG Minderheitsanteile Gesamtes

Eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2014 7.050 172.980 2.058 175.038
Gesamtergebnis 6.862 5.056 79 5.135
Erwerb eigene Aktien -177 -177
Verwendung eigene Aktien 177 177
Aktienbasierte Vergütung 84 84
Stand 30. September 2014 13.912 178.120 2.137 180.257
Stand 1. Januar 2015 12.128 139.974 39 140.013
Gesamtergebnis 3.092 -32.824 -5 -32.829
Kapitalerhöhung 41.889 41.889
Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern -926 -926
Erwerb eigene Aktien -10 -10
Verwendung eigene Aktien 10 10
Aktienbasierte Vergütung 36 36
Stand 30. September 2015 15.220 148.150 34 148.184

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG GESCHÄFTSBEREICHE

zum 30.9.2015

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(in TEUR) Umsätze

mit

Dritten
Umsätze mit anderen Segmenten EBITDA EBIT Segmentvermögen Segmentschulden
Solar
1.1.-30.9.2014 9.292 -8.183 -19.185 99.953 20.980
1.1.-30.9.2015 17.154 -9.924 - 13.759 70.777 25.132
Electronics
1.1.-30.9.2014 189.437 21.878 17.586 111.803 52.867
1.1.-30.9.2015 65.311 -16.367 -20.128 91.625 52.957
Energy Storage
1.1.-30.9.2014 12.243 1.479 134 27.938 3.196
1.1.-30.9.2015 55.593 1.651 439 68.605 5.000
Contract

Manufacturing
1.1.-30.9.2014 29.295 2.912 2.239 14.365 9.936
1.1.-30.9.2015 22.778 1.838 1.432 23.159 18.367
Others
1.1.-30.9.2014 10.605 11.278 1.552 678 7.933 7.249
1.1.-30.9.2015 8.115 6.256 2.155 1.918 5.221 4.338
Zentralfunktionen
1.1.-30.9.2014 56.708 44.215
1.1.-30.9.2015 49.645 55.055
Konsolidierung/

Übriges
1.1.-30.9.2014 -11.278
1.1.-30.9.2015 -6.256
Konzern
1.1.-30.9.2014 250.872 19.637 1.452 318.700 138.443
1.1.-30.9.2015 168.951 -20.647 -30.098 309.032 160.849

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(in TEUR) Nettovermögen Anlagenzugänge Abschreibungen Mitarbeiter

(Jahresdurchschnitt)
Solar
1.1.-30.9.2014 78.973 4.122 10.646 290
1.1.-30.9.2015 45.645 6.378 3.569 281
Electronics
1.1.-30.9.2014 58.936 2.348 3.307 922
1.1.-30.9.2015 38.668 3.961 2.816 995
Energy Storage
1.1.-30.9.2014 24.742 1.614 1.239 87
1.1.-30.9.2015 63.605 3.649 1.058 162
Contract

Manufacturing
1.1.-30.9.2014 4.429 186 406 101
1.1.-30.9.2015 4.792 169 310 101
Others
1.1.-30.9.2014 684 123 746 105
1.1.-30.9.2015 883 72 134 108
Zentralfunktionen
1.1.-30.9.2014 12.493 411 1.841 323
1.1.-30.9.2015 -5.410 515 1.564 333
Konsolidierung/

Übriges
1.1.-30.9.2014
1.1.-30.9.2015
Konzern
1.1.-30.9.2014 180.257 8.804 18.185 1.828
1.1.-30.9.2015 148.183 14.744 9.451 1.980

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG REGIONEN

zum 30.9.2015

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(in TEUR) Außenumsatz nach Lieferort Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern)
Deutschland
1.1.-30.9.2014 17.314 70.270
1.1.-30.9.2015 25.059 55.833
Übriges Europa
1.1.-30.9.2014 38.713 17.763
1.1.-30.9.2015 26.878 19.191
China
1.1.-30.9.2014 174.981 15.393
1.1.-30.9.2015 81.411 18.355
Taiwan
1.1.-30.9.2014 7.583 33.864
1.1.-30.9.2015 21.710 35.019
Übriges Asien
1.1.-30.9.2014 8.421 14
1.1.-30.9.2015 5.830 8
Amerika
1.1.-30.9.2014 2.419 59
1.1.-30.9.2015 6.402 67
Sonstige Regionen
1.1.-30.9.2014 1.441 344
1.1.-30.9.2015 1.661 706
Konzern
1.1.-30.6.2014 250.872 137.707
1.1.-30.6.2015 168.951 129.179

GRUNDLAGEN

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015 ist gemäß § 37w Abs. 3 WpHG und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Bilanzstichtag gültigen und von der europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Noch nicht in Kraft getretene Standards und Interpretationen werden nicht angewendet.

Die für den Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Ermittlungsmethoden und Input-Parameter zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts entsprechen mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Neuregelungen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Geschäftsberichtes 2014 im Einzelnen veröffentlicht.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Gesamtergebnisrechnung, eine Bilanz, eine Kapitalflussrechnung sowie eine Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Alle wesentlichen konzerninternen Salden bzw. Transaktionen wurden eliminiert. Der Zwischenabschluss enthält nach Einschätzung der Unternehmensleitung alle Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die in den unterjährigen Perioden dargestellten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

WECHSELKURSE DER WICHTIGSTEN WÄHRUNGEN

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(in EUR) Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.9.2015 31.12.2014 1.1.-30.9.2015 1.1.-30.9.2014
--- --- --- --- --- ---
USA USD 1,1245 1,2156 1,1158 1,3172
Taiwan TWD 37,3245 38,6350 35,1578 39,2668
Hong-Kong HKD 8,7152 9,4316 8,6515 10,2254
China CNY 7,1672 7,4804 6,9030 8,1947
Ungarn HUF 314,7150 315,0810 309,3330 296,9897

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss der Manz AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Manz AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen ("Control"-Verhältnis). Neben der Manz AG gehören zum Kreis der konsolidierten Unternehmen folgende Tochterunternehmen:

VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

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Anteil in %
Manz CiGS Technology GmbH Schwäbisch Hall/Deutschland 100,0 %
KLEO Halbleitertechnik GmbH Tettnang/Deutschland 100,0 %
Manz Italy s.r.l. Sasso Marconi/Italien 100,0 %
Manz USA inc. North Kingstown/USA 100,0 %
Manz Hungary Kft. Debrecen/Ungarn 100,0 %
MVG Hungary Kft. Debrecen/Ungarn 100,0 %
Manz Slovakia s.r.o. Nove Mesto nad Vahom/Slowakei 100,0 %
Manz Asia Ltd. Hong-Kong/China 100,0 %
Manz China Shanghai Ltd.1) Shanghai/China 100,0 %
Manz (Shanghai) Trading Company Ltd.1) Shanghai/China 100,0 %
Manz China WuZhong Co. Ltd.1) Suzhou/China 100,0 %
Manz China Suzhou Ltd.1) Suzhou/China 100,0 %
Manz India Private Ltd.1) New Delhi/Indien 75,0 %
Manz Chungli Ltd.1) Chungli/Taiwan 100,0 %
Manz Taiwan Ltd.2) Chungli/Taiwan 100,0 %
Manz (B.V.I.) Ltd.3) Road Town/British Virgin Islands 100,0 %
Intech Machines (B.V.I.) Co. Ltd.3) Road Town/British Virgin Islands 100,0 %

1) über Manz Asia Ltd.

2) über Manz Chungli Ltd.

3) über Manz Taiwan Ltd.

VERÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2015

Mit Wirkung zum 1. Juni 2015 erwarb die Manz AG 100 % der Anteile der KLEO Halbleitertechnik GmbH mit Sitz in Tettnang, einem Tochterunternehmen der ZEISS-Gruppe. Durch die Übernahme konnte das Technologieportfolio der Manz AG um den Bereich der Laserdirektbelichtung von Leiterplatten (Laser Direct Imaging - LDI) erweitert werden.

Neben verschiedenen Vermögensgegenständen und Schulden wurden in diesem Zuge auch 20 Mitarbeiter übernommen. Die übernommenen Vermögensgegenstände verteilen sich dabei auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Vorräte und Forderungen.

Bei den erworbenen Forderungen entspricht der beizulegende Zeitwert den vertraglich vereinbarten Bruttobeträgen der Forderungen. Wertberichtigungen wurden nicht gebildet. Des Weiteren wurden Schulden übernommen, die hauptsächlich aus Personalrückstellungen, erhaltenen Anzahlungen von Kunden und sonstigen Verbindlichkeiten bestehen. Daneben enthält der Vertrag eine Earn-Out-Komponente, die von zukünftigen Umsätzen mit Laserdirektbelichtern abhängig ist. Zum Erwerbszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung auf 3,1 Mio. EUR geschätzt. Zum 30.9.2015 wurde dieser Wert unverändert fortgeführt.

Transaktionsbezogene Kosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR wurden direkt im Aufwand (Sonstige betriebliche Aufwendungen) erfasst.

Die folgende Übersicht gibt die beizulegenden Zeitwerte, der durch die Akquisition erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum 1. Juni 2015 wieder. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert die bei der Kaufpreisallokation nicht separierbaren Werte. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um das Know-how der Mitarbeiter und Synergien aus der Integration des erworbenen Geschäfts. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Er ist dem Segment "Electronics" zugeordnet.

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(in Mio. EUR) Beizulegende Zeitwerte
Immaterielle Vermögenswerte 2,6
Sachanlagen 0,7
Vorräte 2,7
Forderungen 0,2
Zahlungsmittel 0,1
Sonstige VG 0,1
6,4
Langfristige Schulden 0,5
Kurzfristige Schulden 0,6
1,1
Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens 5,3
Gegenleistung (inkl. Earn-Out-Komponente) 7,9
Geschäfts- oder Firmenwert 2,6

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden ist noch nicht abgeschlossen. Es wurden daher gemäß IFRS 3.62 provisorische Werte angesetzt. Die Höhe der Gegenleistung kann noch in der Bandbreite von +/- 0,5 Mio. EUR schwanken.

Die KLEO Halbleitertechnik GmbH hat seit dem Erwerbszeitpunkt mit 31 TEUR zu den Umsatzerlösen und mit -491 TEUR zum Konzern-EBIT beigetragen. Wäre der Unternehmenserwerb bereits zu Beginn des Berichtsjahres erfolgt, wäre der Konzernumsatz zum 30. September 2015 um 796 TEUR höher und das Konzern-EBIT um -972 TEUR niedriger ausgefallen.

WESENTLICHE EREIGNISSE DER BERICHTSPERIODE

Die Manz-Gruppe hat in den ersten neun Monaten 2015 einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse um 32,6 % auf 169,0 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 250,9 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Gesamtleistung hat sich um 27,3 % auf 182,0 Mio. EUR vermindert.

Das operative Ergebnis (EBIT) hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 1,5 Mio. EUR auf -30,1 Mio. EUR vermindert.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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(in TEUR) 30.9.2015 30.9.2014
Kursgewinne 159 102
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 108 180
Erträge aus der Verminderung von Rückstellungen 0 37
Erträge aus Anlageverkäufen 1.957 17
Fördergelder 1.941 1.808
Veränderung Earn-Out-Verbindlichkeit 0 1.500
Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen 62 470
Übrige 1.208 1.484
5.435 5.598

In den Erträgen aus Anlageverkäufen entfällt ein Betrag in Höhe von 2,0 Mio. EUR auf den Verkauf des Verpackungsbereiches an die Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG Blema Kircheis mit Sitz in Aue, der bisher im Segment Others gezeigt wurde.

MATERIALAUFWAND

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(in TEUR) 30.9.2015 30.9.2014
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 101.059 142.579
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.088 8.433
111.147 151.012

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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(in TEUR) 30.9.2015 30.9.2014
Mieten und Leasing 4.526 4.313
Sonstige Betriebskosten 2.452 2.087
Sonstiger Personalaufwand 1.403 1.280
Werbe- und Reisekosten 7.945 6.147
Ausgangsfrachten, Verpackung 1.901 2.175
Rechts- und Beratungskosten 1.676 2.683
Versicherungen 747 667
Lizenzgebühren 749 725
Kursverluste 835 1.428
Forderungsverluste 99 280
Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen 7 43
Übrige 10.253 8.979
32.593 30.807

STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen sowohl tatsächliche als auch latente Ertragsteuern aus temporären Differenzen sowie aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen.

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 30.9.2015 30.9.2014
Laufender Steueraufwand/-ertrag (-) 1.442 2.947
Latenter Steueraufwand/-ertrag (-) 181 -1.935
1.623 1.012

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

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(in TEUR) 30.9.2015 31.12.2014
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 22.283 23.480
Aktivierte Entwicklungskosten 23.933 14.764
Geschäfts- oder Firmenwert 39.409 36.495
Geleistete Anzahlungen 60 1
85.685 74.740

Der Anstieg des Geschäfts- oder Firmenwertes um 2.914 TEUR auf 39.409 TEUR entfällt mit 2.867 TEUR auf die Erstkonsolidierung der KLEO Halbleitertechnik GmbH zum 1.6.2015. Die übrige Veränderung ist währungsbedingt.

SACHANLAGEN

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(in TEUR) 30.9.2015 31.12.2014
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.744 26.943
Technische Anlagen und Maschinen 6.999 7.491
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.139 5.401
Geleistete Anzahlungen 931 431
41.813 40.266

VORRÄTE

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(in TEUR) 30.9.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.347 21.284
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 25.997 24.066
Fertige Erzeugnisse, Waren 2.148 725
Geleistete Anzahlungen 1.018 2.246
51.510 48.321

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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(in TEUR) 30.9.2015 31.12.2014
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 25.952 25.695
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61.883 33.013
87.835 58.708

Die nach dem Grad der Fertigstellung bilanzierten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen ermitteln sich wie folgt:

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(in TEUR) 30.9.2015 31.12.2014
Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis der Fertigungsaufträge 111.432 76.252
Abzüglich erhaltene Anzahlungen -85.480 -50.557
25.952 25.695

Soweit die erhaltenen Anzahlungen die Summe aus angefallenen Auftragskosten und ausgewiesenen Gewinnen übersteigt, erfolgt der Ausweis passivisch unter den erhaltenen Anzahlungen.

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(in TEUR) 30.9.2015 31.12.2014
Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis der Fertigungsaufträge 46.403 52.475
Abzüglich erhaltene Anzahlungen -49.549 -63.030
-3.146 -10.555

SONSTIGE KURZFRISTIGE FORDERUNGEN

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(in TEUR) 30.9.2015 31.12.2014
Steuerforderungen (keine Einkommens- und Ertragsteuern) 3.726 3.337
Forderungen Personal 884 1.001
Sonstige Abgrenzungen (v. a. Versicherungen) 203 360
Übrige 2.532 1.188
7.345 5.886

EIGENKAPITAL

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital der Manz AG hat sich aufgrund der vom Vorstand der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossenen Barkapitalerhöhung vom 28. April 2015 unter teilweiser Ausübung der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2014 gemäß § 3 Abs. 3 der Satzung (genehmigtes Kapital 2014) um 492.805,00 EUR auf 5.420.864,00 EUR erhöht (Vj. 4.928 TEUR) und ist eingeteilt in 5.420.864 auf den Inhaber lautende Stückaktien, welche voll eingezahlt sind. Der Nennbetrag einer Stückaktie entspricht damit 1,00 EUR.

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen von Aktionären nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB abzüglich der Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern. Des Weiteren ist der Wert, der als Gehaltsbestandteil an Führungskräfte (einschließlich Vorstand) in Form einer anteilsbasierten Vergütung von Eigenkapitalinstrumenten (Performance Share Plan) erfasst.

Die Erhöhung in den ersten neun Monaten 2015 in Höhe von 40.506 TEUR betrifft mit 40.470 TEUR das Agio aus der am 28.4.2015 durchgeführten Kapitalerhöhung und mit 36 TEUR die Zuweisung aus den aktienbasierten Vergütungen (Manz Performance Share Plan).

EIGENE AKTIEN

In den ersten 9 Monaten 2015 erwarb die Manz-Gruppe 121 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 85,32 EUR pro Aktie (Kurswert 10,32 TEUR), welche an Mitarbeiter im Rahmen von Jubiläumsleistungen übertragen wurden.

Zum 30. September 2015 sind keine eigenen Aktien mehr im Bestand.

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen, flüssige Mittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der wesentliche Teil der übrigen Schulden aus dem Anwendungsbereich des IFRS 7 haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Es wird daher unterstellt, dass die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

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Buchwerte nach Bewertungskategorien
(in TEUR) Beizulegender

Zeitwert
Kredite und Forderungen Designierte

Sicherungsinstrumente

(Cashflow Hedge)
Nicht im Anwendungsbereich IFRs 7, IAs 39 Buchwert

30.9.2015
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA per 30.9.2015
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.681 1.681 - - 1.681
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.835 61.883 - 25.952 87.835
Derivative Finanzinstrumente - -
Sonstige kurzfristige Forderungen 7.345 3.619 - 3.726 7.345
Flüssige Mittel 28.898 28.898 - - 28.898
125.759 96.082 29.678 125.759

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Buchwerte nach Bewertungskategorien
(in TEUR) Beizulegender

Zeitwert
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Wertansatz nach IAS 17 Designierte

Sicherungs-

instrumente

(Cashflow Hedge)
Nicht im Anwendungsbereich IFRS 7, IAS 39 Buchwert

30.9.2015
--- --- --- --- --- --- ---
PASSIVA per 30.9.2015
Finanzschulden 74.092 74.222 - - - 74.222
Finanzverbindlichkeiten Leasing 38 - 30 - - 30
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.635 42.635 - - - 42.635
Derivative Finanzinstrumente 2.814 - - 2.814 - 2.814
Übrige Verbindlichkeiten 14.553 7.502 - - 7.051 14.553
134.132 124.359 30 2.814 7.051 134.254

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Buchwerte nach Bewertungskategorien
(in TEUR) Beizulegender

Zeitwert
Kredite und Forderungen Designierte

Sicherungsinstrumente

(Cashflow Hedge)
Nicht im Anwendungsbereich IFRS 7, IAS 39 Buchwert

31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
AKTIVA per 31.12.2014
Sonstige langfristige Vermögenswerte 674 674 - - 674
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.708 33.013 - 25.695 58.708
Derivative Finanzinstrumente 6 - 6 - 6
Sonstige kurzfristige Forderungen 5.886 2.549 - 3.337 5.886
Flüssige Mittel 23.153 23.153 - - 23.153
88.427 59.389 6 29.032 88.427

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Buchwerte nach Bewertungskategorien
(in TEUR) Beizulegender

Zeitwert
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Wertansatz nach IAS 17 Designierte

Sicherungs-

instrumente

(Cashflow Hedge)
Nicht im Anwendungsbereich IFRS 7, IAS 39 Buchwert

31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
PASSIVA per 31.12.2014
Finanzschulden 32.157 32.297 - - - 32.297
Finanzverbindlichkeiten Leasing 52 - 48 - - 48
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.314 42.314 - - - 42.314
Derivative Finanzinstrumente 184 - - 184 - 184
Übrige Verbindlichkeiten 8.297 4.251 - - 4.046 8.297
83.004 78.862 48 184 4.046 83.140

Aufgrund des Änderungsvertrages vom 25. September 2015 wurden die Covenants-Regelungen zwischen der Manz AG und dem deutschen Finanziererkreis neu gefasst. Dabei wurden die Covenants-Regelungen zum Stichtag 30.09.2015 bezüglich der Mindestliquidität (10 Mio. EUR) und zur Eigenkapitalquote (40 %) eingehalten. Zum Bilanzstichtag 30.9.2015 sind wie bereits zum 31.12.2014 keine Finanzverbindlichkeiten dieser kreditgebenden Banken in Anspruch genommen worden. Es besteht bei der Manz AG Bankguthaben zum Stichtag in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Liquiditätslage verweisen wir auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter "Liquiditätslage" (Seite 31).

Bei der Manz Slovakia, s.r.o. unterliegen Finanzschulden in Höhe von 11.501 TEUR (31.12.2014: 2.065 TEUR) ebenfalls einer Covenants-Regelung mit unterschiedlichen finanziellen Bezugsgrößen. Die Überprüfung der Covenants durch die Banken erfolgt nur einmal jährlich anhand des Jahresabschlusses. Wir gehen davon aus, dass die Covenants zum 31.12.2015 erfüllt sind.

BEWERTUNGSKLASSEN NACH IFRS 7.27

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

Zum 30. September 2015 fallen die derivativen Finanzinstrumente im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 0 TEUR (Vj. 6 TEUR) und im Bereich der kurzfristigen Schulden in Höhe von 2.814 TEUR (Vj. 184 TEUR) in den Anwendungsbereich von IFRS 7.27 mit der Stufe 2 in der Fair-Value-Hierarchie.

ERLÄUTERUNG ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Aufgrund des dynamischen Geschäftsumfeldes und aus strategischen Überlegungen hat die Manz AG zum Geschäftsjahr 2015 teilweise die strategischen Geschäftsbereiche neu gegliedert und bezeichnet. Nunmehr werden im Geschäftsbereich "Electronics" die Geschäftsaktivitäten im Zusammenhang mit Produktionslösungen für nasschemische Prozesse in der Herstellung von LCD- und OLED-Flachbildschirmen und Touch-Sensoren, für die Herstellung von Leiterplatten und Chip-Carriern sowie für die Herstellung von Smartphones, Tablet-Computern, Notebooks und weiterer Unterhaltungselektronik zusammengefasst. Im Geschäftsjahr 2014 war der Bereich Leiterplatten im Segment "Leiterplatten/ OEM" ausgewiesen. Aufgrund der Änderung wurden die Vergleichszahlen 30.9.2014 entsprechend umgegliedert.

Über das Geschäft mit Anlagen zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien (vormals Geschäftsbereich "Battery") wird nun im Geschäftsbereich "Energy Storage" berichtet.

Im Bereich "Solar" sind unverändert die Aktivitäten für Einzelequipment zur Herstellung von kristallinen Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodulen sowie die CIGS-Dünnschichttechnologie enthalten.

Neben den drei strategischen Geschäftsbereichen bestehen die beiden Berichtssegmente "Contract Manufacturing" (Anlagen- und Teilefertigung sowie Montagearbeiten für Kunden unterschiedlicher Branchen) und "Others". Dieser Bereich war im Geschäftsjahr 2014 dem Segment "Leiterplatten/OEM" zugerechnet. Hier wurde nun der Teilbereich der Leiterplatten dem neuen Segment "Electronics" zugeordnet. Die Vergleichszahlen 30.9.2014 wurden entsprechend angepasst. Im Berichtssegment Others beschäftigt sich Manz mit neuartigen zukunftsweisenden Technologien wie beispielsweise Leichtbau oder Brennstoffzellen. Bis zum Verkauf am 30.09.2015 wurde in diesem Segment auch der Bereich mit dem Maschinen- und Anlagenbau zur Herstellung von Packmitteln aus Karton und Folie gezeigt.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse haben sich gegenüber dem 31.12.2014 im Wesentlichen nicht verändert.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 ist der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen unverändert.

Bei der TRUMPF-Gruppe, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Peter Leibinger geschäftsführender Gesellschafter ist, wurden im Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2015 Lasersysteme im Wert von 3.910 TEUR von der Manz AG gekauft. Zum 30. September 2015 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der TRUMPF-Gruppe in Höhe von 27 TEUR.

Von der Hüttinger Elektronik GmbH & Co. KG, bei der Peter Leibinger Mitglied des Beirats ist, wurden Waren im Wert von 69 TEUR von der Manz AG eingekauft. Zum 30. September 2015 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Hüttinger Elektronik GmbH & Co. KG in Höhe von 0 TEUR.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30.09.2015 wurden vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), bei dem Herr Prof. Powalla Mitglied des Vorstands ist, für Dienstleistungen und Lizenzgebühren 1.345 TEUR von der Manz AG bezahlt. Zum 30. September 2015 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem ZSW von 140 TEUR.

WESENTLICHE EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ENDE DER BERICHTSPERIODE

Am 26.10.2015 veröffentlichte die Manz AG eine Ad-hoc-Mitteilung, hierbei wurde die Prognose für das Gesamtjahr reduziert. Notwendig wurde diese Anpassung aufgrund von erneuten Auftragsverschiebungen in den Geschäftsbereichen Energy Storage und Electronics, im Wesentlichen von Kunden aus Asien. Insbesondere die konjunkturelle Abkühlung in China sowie die Entwicklungen an den chinesischen Kapitalmärkten in den vergangenen Wochen haben kundenseitig zu einer deutlich zurückhaltenden Investitionsbereitschaft geführt.

Als Konsequenz leitet der Vorstand ein Restrukturierungsprogramm ein, dessen wesentliche Maßnahmen und damit verbundene Restrukturierungsaufwendungen am 10. Dezember 2015 vorgestellt werden. Diese haben die Anpassung der globalen Kostenstruktur zum Ziel, um auf Basis einer konservativen Jahresplanung 2016 mindestens den Break-even zu erreichen und auf dieser Grundlage wieder wachsen zu können. Dabei wird sich die Manz AG künftig auf die Wachstumsmärkte Consumer Electronics und Energy Storage fokussieren. Für den Geschäftsbereich Solar werden hingegen die strategischen Optionen überprüft.

Ansonsten ergaben sich nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen Sachverhalte, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

WEITERE ANGABEN

MITARBEITER

Die Manz-Gruppe beschäftigte zum 30. September 2015 durchschnittlich 1.980 Mitarbeiter (30. September 2014: 1.828 Mitarbeiter).

VORSTAND

Dieter Manz, Dipl.-Ing. (FH), Vorstandsvorsitzender

Martin Hipp, Dipl.-Kaufmann, Vorstand Finanzen

Martin Drasch, Dipl.-Ing. (FH), Vorstand Operations (seit 1. August 2015)

AUFSICHTSRAT

Prof. Dr. Heiko Aurenz, Dipl. oec., Partner bei Ebner Stolz Management Consultants GmbH, Stuttgart, Vorsitzender

Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Ing. Peter Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der TRUMPF GmbH & Co. KG, Ditzingen, stellvertretender Vorsitzender

Prof. Dr.-Ing. Michael Powalla, Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik und Mitglied des Vorstands des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sowie Professor für Dünnschichtphotovoltaik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Lichttechnisches Institut, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, Aufsichtsrat

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Reutlingen, den 9. November 2015

Der Vorstand

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