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Manz AG — Annual Report 2010
Apr 12, 2011
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Annual Report
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Manz Automation AG
Reutlingen
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Jahresfinanzbericht 2010
2010
PASSION FOR EFFICIENCY
GESCHÄFTSBERICHT DER MANZ AUTOMATION AG
FINANZKALENDER 2011
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| Datum | |
|---|---|
| 12. Mai 2011 | 3-Monatsbericht 2011 |
| 28. Juni 2011 | Hauptversammlung 2011 |
| 11. August 2011 | 6-Monatsbericht 2011 |
| 15. November 2011 | 9-Monatsbericht 2011 |
| 21.-23. November 2011 | Deutsches Eigenkapitalforum 2011 |
KONZERNERGEBNISSE IM ÜBERBLICK
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| (in Mio. EUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Umsatz | 181,40 | 85,92 |
| Gesamtleistung | 205,02 | 101,07 |
| EBIT | 0,56 | -15,91 |
| EBIT-Marge (in %) | 0,27 | - |
| EBT | 0,69 | -12,98 |
| Konzernergebnis | 1,80 | -9,71 |
| Ergebnis je Aktie | 0,35 | -2,15 |
| Operativer Cashflow | 2,00 | 39,75 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 66,41 | 79,00 |
| Nettoverschuldung | -24,68 | -78,78 |
HISTORIE
1987
Gründung der Manz Automatisierungstechnik GmbH
1988
Entwicklung des ersten Automationssystems für Verarbeitung kristalliner Solarzellen in Pilot-Produktion
1994
Lieferung der ersten Automationslösung für die LCD-Industrie nach Asien
2002
Lieferung des ersten Automationssystems für eine vollständig automatisierte Produktionslinie von kristallinen Solarzellen
Entwicklung des ersten vollständig automatisierten Qualitätstest- und Sortiersystems für kristalline Solarzellen
2005
Eintritt in den Dünnschicht-Markt mit Anlage für mechanische Strukturierung von Solarmodulen
2006
IPO im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse 2008
2007
Akquisition von Christian Majer (Deutschland) mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zur Erweiterung der Produktionskapazitäten
2008
Zusätzliches Technologie-Know-how und Produktionskapazitäten durch Übernahme von Manz Automation Slowakei und Intech Machines (Taiwan)
Aufnahme in den Regulierten Markt (Prime Standard)
2009
R&D-Kooperation für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien
2010
Know-how Lizenzierungs- und Kooperationsvertrag mit Würth Solar über exklusive Nutzungsrechte an deren CIGS-Produktionstechnologie
UMSATZ
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| (in Mio. EUR) | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| 181,40 | 85,92 | 236,51 | 71,25 | 43,81 |
EBIT
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| (in Mio. EUR) | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| 0,56 | -15,91 | 28,60 | 10,05 | 4,85 |
EBIT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 2010
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| (in Mio. EUR) | Solar | FPD | Leiter- platten/ OEM |
New Business |
Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|
| -3,84 | 3,51 | 0,75 | 0,09 | 0,06 |
UMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 2010

UMSATZ NACH REGIONEN 2010

LEITBILD DER MANZ AUTOMATION AG
Als Hightech-Maschinenbauer ist es unser Ziel, Maschinen und Systeme für weltweit schnell wachsende Zukunftsbranchen zu entwickeln, vor allem für Unternehmen im Bereich "Green Technology". Dabei setzen wir auf die Strategie, mit hohem Innovationstempo, bestehende Produkte weiterzuentwickeln und neue Lösungen zu schaffen, die unseren Kunden Wettbewerbsvorteile eröffnen. Umfangreiches technologisches Know-how stellt hierfür das Fundament unserer Gesellschaft dar. Unser Fokus liegt vor allem auf der Photovoltaikindustrie, die wir als Innovationsmotor der Branche maßgeblich mitgestalten. Hier treten wir zudem als Anbieter vollständig integrierter Produktionslinien für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule am Markt auf. Weitere Geschäftsfelder sind die Flat Panel Display (FPD)-Industrie und der Bereich New Business, in dem wir neue Trends (z. B. Lithium-Ionen (Li-Ion)-Batterien) aufgreifen und innovative Produktionssysteme entwickeln. Aufgrund unserer Kernkompetenzen - der Automation von Prozessen und der Entwicklung integrierter Systeme - gibt es in vielen Branchen Anwendungsmöglichkeiten für unsere Technologien. Die bei uns gelebte Ingenieurskunst führt dann schnell zur Einarbeitung in weitere Prozesse, so dass neue, leistungsstarke Produkte entwickelt werden können. Forschung und Entwicklung werden bei Manz groß geschrieben. Es ist der Erfindergeist, der uns jeden Tag aufs Neue anspornt und die dynamische Entwicklung unserer Gesellschaft ermöglicht.
PASSION FOR EFFICIENCY
Die Botschaft unseres diesjährigen Geschäftsberichtes, "Passion for Efficiency", entspricht nicht nur dem Claim des Unternehmens und bezeichnet die technologische Innovation in Reinkultur, für die wir bekannt sind. Sie steht auch für die Menschen, die weltweit nach unserem Unternehmensmotto leben und arbeiten. Die Manz Automation AG ist bekannt für hochpräzise, ausgereifte Produkte. Dahinter stehen unsere Mitarbeiter, die forschen, entwickeln, konstruieren, Qualität sichern und jeden Tag alles für unsere außergewöhnlichen Leistungen geben. Das alles ist die Manz Automation AG: Leidenschaft und Effizienz.
HINGABE FÖRDERT PRÄZISION
WIR HABEN SCHON VIEL BEWEGT UND WOLLEN NOCH MEHR ERREICHEN. WEIL LEIDENSCHAFT UND UNSERE BEGEISTERUNG FÜR TECHNOLOGIE DER TREIBSTOFF SIND, NEUE WEGE ZU GEHEN. MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
GEORG SINGER, PRODUKTMANAGER DÜNNSCHICHT-SOLAR, MANZ REUTLINGEN
AN UNSERE AKTIONÄRE
BRIEF DES VORSTANDS
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
Verbesserung unserer Kostenstrukturen und konsequente Ausweitung von Forschung und Entwicklung - diese bereits 2009 implementierten Maßnahmen haben dazu geführt, dass 2010 für Manz Automation ein Erfolg geworden ist. Wir haben bewiesen, dass wir zum richtigen Zeitpunkt passende Lösungen für den Markt anbieten können und das spiegelt sich auch in unseren Geschäftszahlen wider: Unser Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahreswert von 85,9 Mio. EUR auf 181,4 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden. Beim EBIT erzielten wir 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: -15,9 Mio. EUR). Manz Automation schreibt also wieder schwarze Zahlen. Somit lassen wir die Finanzkrise hinter uns. Zudem sind unsere Kapazitäten seit Beginn des neuen Geschäftsjahrs in allen Geschäftsbereichen sehr gut ausgelastet.
Manz Automation zurück auf Wachstumskurs
Unsere erfolgreiche Bewältigung der Krise blieb übrigens nicht unbeachtet. So konnten wir am 4. November 2010 Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Ministerpräsident Stefan Mappus in unserer Konzernzentrale in Reutlingen begrüßen. Unbestritten eines der großen Highlights in unserer Unternehmensgeschichte! Dabei ernteten wir viel Lob für unsere Unternehmensstrategie sowie für unsere Innovationen. Für uns und unsere Mitarbeiter war der Besuch eine echte Bestätigung und Motivation. Schließlich erzielt unsere Gesellschaft aktuell bereits 50 % des Umsatzes mit Produkten, die jünger als zwei Jahre sind!
Natürlich war ein ausschlaggebender Faktor für unsere positive Entwicklung auch die anziehende Konjunktur, die eine Belebung unseres operativen Geschäfts bewirkte. Alle Geschäftsbereiche der Manz Automation profitierten von der damit verbundenen Nachfragebelebung: Im Geschäftsbereich Flat Panel Display (FPD) erzielten wir sogar ein Rekordergebnis und unser Geschäftsbereich Solar hat zu alter Stärke zurückgefunden. Untermauert wird diese Entwicklung durch unseren Auftragsbestand in Höhe von über 140 Mio. EUR (28.02.2011), der fast wieder das Rekordniveau von 2008 erreicht hat.
Beflügelt wurde unser Ergebnis im Geschäftsjahr 2010 auch von der florierenden Solarwirtschaft. So betrug die weltweite Gesamtsumme an Neuinstallationen nach Einschätzung der Schweizer Bank Sarasin rund 13,8 GW. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Wachstum auch in Zukunft, vor allem in vielversprechenden Märkten wie China, Indien und den USA, fortsetzen wird. Beherrschendes Thema ist und bleibt in dieser Branche jedoch der Kostendruck. Und genau hier setzt Manz Automation mit ihren Lösungen an, so dass wir die Solarhersteller entscheidend dabei unterstützen, ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Dies gibt uns die Chance, am Wachstum der Photovoltaikindustrie zu partizipieren.
Verstärktes Engagement in China trägt der wachsenden Relevanz des asiatischen PV-Marktes Rechnung
Insbesondere auf dem chinesischen Markt sehen wir für die Zukunft großes Potenzial. Aus diesem Grund erweitern wir unsere Produktionskapazitäten für FPD- und Solarmaschinen am Standort Suzhou deutlich. Nach der Grundsteinlegung im Februar 2011 ist bereits zu Beginn des nächsten Jahres die Inbetriebnahme der neuen Fertigungshalle mit einer Gesamtproduktionsfläche von 16.000 m2 im ersten Ausbauschritt geplant.
Wesentlicher Eckpfeiler unserer Wachstumsstrategie ist zudem der Ausbau unserer Kernkompetenzen im Bereich der Dünnschicht-Technologie, die wir durch den Abschluss des Lizenzierungs- und Kooperationsvertrags mit Würth Solar im Juli 2010 auf eine neue Basis gestellt haben. Zusammen mit unserem Kooperationspartner sind wir im Moment der weltweit einzige Equipment-Anbieter einer schlüsselfertigen, integrierten Produktionslinie für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule, die bereits heute wirtschaftlich betrieben werden kann (CIGSfab).
Unser Weg aus der Krise: Investitionen in Forschung und Entwicklung
Insgesamt fühlen wir uns durch die Entwicklung in unseren Zielmärkten und innerhalb des Unternehmens darin bestätigt, dass wir die Manz Automation konsequent auf weltweit schnell wachsende Zukunftsbranchen ausgerichtet haben. Im Rückblick auf die Geschäftsjahre 2009 und 2010 wird deutlich, dass es richtig war, wie wir auf die Herausforderungen der Wirtschafts- und Finanzkrise reagiert haben. Kostenreduktion war dabei ohne Zweifel eine zentrale strategische Säule auf unserem Weg zurück auf den Wachstumspfad und auch heute sind wir bestrebt, weiterhin mögliche Einsparungspotenziale zu identifizieren und zu realisieren. Ausschlaggebend waren jedoch unsere intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Denn mit unseren Produktneuentwicklungen verfügen wir über eine hervorragende Ausgangsbasis, um zukünftig für uns relevante Märkte mit innovativen Impulsen voranzubringen.
Fortsetzung des Wachstumskurses erwartet. Hohe Nachfrage in allen Geschäftsbereichen
Nachdem wir im Geschäftsjahr 2010 durch die branchenweit verbesserte Situation unser operatives Geschäft zurück auf den Wachstumspfad geführt haben, rechnen wir aufgrund der Auftragslage in allen Geschäftsbereichen mit einem Jahresumsatz von 240 Mio. bis 250 Mio. EUR für 2011 und damit einem neuen Rekordwert. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 35 %, verglichen mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Dabei besteht in Abhängigkeit von der Marktentwicklung im Bereich der Dünnschicht-Technologie das Potenzial, diese Ziele noch zu übertreffen. Konkret bedeutet dies, dass die Auslieferung einer ersten CIGSfab mit signifikanten Umsatz- und Ertragssteigerungen verbunden wäre. In diesem Fall rechnen wir sogar mit einem noch stärkeren Umsatzwachstum. Aufgrund der erhöhten Kapazitätsauslastung sind wir zuversichtlich, unsere Ergebnissituation analog zu unserer Umsatzentwicklung deutlich zu verbessern. Zu diesem Zweck haben wir verschiedene Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet. So soll beispielsweise im Zuge einer zunehmenden Standardisierung unserer Produktkomponenten die Profitabilität nachhaltig gesteigert werden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für 2011 eine EBIT-Marge von mindestens 5 %.
Unseren Aktionären, Kunden, Lieferanten und Kooperationspartnern danken wir herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich zum Erfolg der Manz Automation beigetragen haben.
Der Vorstand
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| Dieter Manz | Martin Hipp | Volker Renz |
DAS JAHR 2010
19.02.2010
Neuaufträge im Gesamtvolumen von über 25 Mio. EUR untermauern positiven Trend aus dem Vorjahr
| ― | LCD-Bereich profitiert von reger Nachfrage aus dem asiatischen Raum |
| ― | Technologieführerschaft führt zu weiteren Aufträgen für Backend-Systeme für cSi-Solar |
09.03.2010
Manz Automation trauert um Dr. Jan Wittig
| ― | Langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender verstarb unerwartet |
| ― | Prof. Dr. Heiko Aurenz nach kurzem Interimsmandat zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden bestellt |
22.04.2010
Eröffnung des Entwicklungszentrums für Vakuumbeschichtungstechnologie in Karlstein
| ― | Aufbau des Bereichs Vakuumbeschichtungsanlagen für kristalline Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodule |
| ― | Entscheidender Schritt für die Positionierung der Manz Automation als Anbieter von Prozessmaschinen |
18.05.2010
Markteinführung der One-Step Selective Emitter-Technologie
| ― | Produktentwicklung ermöglicht Hocheffizienz-Zelle mit gesteigertem Wirkungsgrad und erhöhter Profitabilität |
| ― | Nachweis der Produktionstauglichkeit für Pilot-Kunden Yingli, Bosch und Conergy erfolgreich erbracht |
07.07.2010
Auftragsbestand überschreitet erstmals seit Finanzkrise wieder die Schwelle von 100 Mio. EUR
| ― | Starke Nachfrage nach Backend-Linien und OneStep Selective Emitter-Technologie |
| ― | Neuaufträge im Volumen von rund 8 Mio. EUR im Dünnschicht-Segment akquiriert |
19.07.2010
Know-how Lizenzierungs- und Kooperationsvertrag mit Würth Solar über exklusive Nutzungsrechte an deren CIGS-Produktionstechnologie
| ― | Manz Automation wird zum weltweit einzigen Anbieter von integrierten und vollproduktiven Produktionslinien für CIGS-Solarmodule, welche bereits heute wirtschaftlich betrieben werden können |
| ― | Erweiterung des Geschäftsmodells als logische und strategische Konsequenz bereits realisierter Ziele auf dem Weg zum Spezialisten für integrierte Produktionslinien |
17.09.2010
Positives Fazit nach Messeauftritt auf EU PVSEC in Valencia
| ― | Hohes Kundeninteresse an der CIGS-Technologie |
| ― | Aufträge und Absichtserklärungen unter anderem für OneStep Selective Emitter- und SpeedPicker-Technologie gewonnen |
04.11.2010
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Ministerpräsident Stefan Mappus zu Besuch bei der Manz Automation AG
| ― | Politisches Lob von höchster Stelle für die weitsichtige und beschäftigungsfreundliche Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise |
01.12.2010
Manz Automation AG gewinnt Neuaufträge im Gesamtvolumen von mehr als 50 Mio. EUR
| ― | Großaufträge im Flat Panel Display-Bereich, vor allem für Touchpanel-Anlagen |
| ― | Anhaltend starke Nachfrage für Produktionsanlagen kristalliner Solarzellen |
VORSTANDSINTERVIEWS
Dieter Manz, CEO, Martin Hipp, CFO, und Volker Renz, COO, bilden gemeinsam die Führungsspitze der Manz Automation. Im Gespräch erklären die Vorstände, welche Erfolge sie 2010 erzielen konnten, wo sie Chancen für 2011 sehen und wie sie es gemeinsam mit den Mitarbeitern erfolgreich durch die Wirtschaftskrise geschafft haben.
INTERVIEW MIT DIETER MANZ
Herr Manz, das Geschäftsjahr 2010 war für Sie erfolgreich. Wie gut Sie die Wirtschaftskrise mit Ihrem Unternehmen gemeistert haben, hat sogar Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei ihrem Besuch gelobt. Was zeichnete das abgelaufene Geschäftsjahr aus?
Dieter Manz: In der Krise haben wir den Grundstein für das Wachstum 2010 gelegt. Wir haben Kosten abgebaut und dennoch den Bereich Forschung und Entwicklung gestärkt, um uns optimal für den Aufschwung zu wappnen. Und das ist uns bestens geglückt! Wir konnten in allen Geschäftsbereichen neue Aufträge verzeichnen. Allen voran profitierte der Geschäftsbereich Flat Panel Display. Gleichzeitig zog die Nachfrage im Bereich Solar an. Hier spielen unsere Produktneuentwicklungen eine entscheidende Rolle. Mit Maschinen wie dem neuen SpeedPicker oder der OneStep Selective Emitter-Technologie setzen wir neue Standards am Markt. Zudem haben wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Würth Solar und dem ZSW im Dünnschicht-Bereich mit der CIGSfab neue Wege beschritten, die unser Unternehmen operativ und finanziell in neue Dimensionen vordringen lässt.
Wie ist der aktuelle Stand bei Ihrer neuen CIGSfab? Wann werden Sie die erste Anlage verkaufen?
Dieter Manz: Es finden derzeit unterschiedliche Gespräche statt, vor allem mit größeren Konzernen. Jedoch müssen wir dabei auch auf die Entscheidungswege der Kunden Rücksicht nehmen. Zugleich geht es hierbei um Investitionen in einem dreistelligen Millionenbetrag, die von den Kunden erst nach sorgfältiger Prüfung vorgenommen werden. Das Interesse an diesem Produkt ist jedenfalls vorhanden, schließlich sind wir der weltweit einzige Anbieter einer integrierten und vollproduktiven Fertigungslinie für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule, die bereits heute wirtschaftlich betrieben werden kann. Unsere CIGSfab ist sowohl für uns wie auch für die späteren Kunden ein technologischer Quantensprung. Denn wir bieten unseren Kunden den weltweit höchsten Wirkungsgrad, der aktuell bei 12,8 % auf Aperturfläche liegt. Und aufgrund der Partnerschaft mit Würth und dem ZSW erhalten unsere zukünftigen Kunden eine glaubhafte Technologie- und Kosten-Roadmap inklusive maximaler Investitionssicherheit.
"Die Identifizierung und Realisierung von Kostensenkungspotenzialen ist eine zentrale Herausforderung der Photovoltaikindustrie. Und genau hier setzen unsere Produkte an."
DIETER MANZ, CEO
Die Solarbranche bleibt weiterhin international unter Druck, die Kosten in der Produktion verringern zu müssen. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein und warum sollten Kunden Equipment von Manz kaufen?
Dieter Manz: Wir erwarten auch weiterhin wachsende Märkte, vor allem im asiatischen Raum mit China und Indien, aber auch in den USA. Hingegen hängt bei den bisherigen Wachstumstreibern - allen voran Deutschland - viel vom regulatorischen Umfeld ab, wie die künftige Entwicklung genau aussehen wird. Hier ist beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu nennen, das konkretisiert wurde und eine weitere Kürzung der Einspeisetarife in Abhängigkeit vom Zubauvolumen vorsieht. Aus unserer Perspektive werden die Unternehmen somit zunehmend danach streben, die Kosten in der Produktion weiter zu reduzieren. Dafür müssen die Solarhersteller Kostensenkungspotenziale identifizieren und durch gezielten Einsatz innovativer Produkte eine kostengünstige und effiziente Zell- und Modulproduktion erreichen. Und genau hier setzen unsere Produkte an: So gewährleistet beispielsweise unsere OneStep Selective Emitter-Technologie eine Erhöhung des Wirkungsgrads von über 0,5 %, und das bei geringen Investitions- und Betriebskosten. Dadurch wird die Effizienz der produzierten Solarzelle erhöht und die Wirtschaftlichkeit des Herstellers verbessert sich.
Ein großes Schlagwort der Politik ist die Energiesicherheit der Länder weltweit. Sehen Sie hier Möglichkeiten für die Solarenergie, einen effektiven Beitrag zu leisten?
Dieter Manz: Wer die Entwicklung der Photovoltaik weltweit betrachtet, stellt schnell fest, dass bisher weniger als 0,1 % des Stroms mit Solaranlagen erzeugt wird. Dabei gibt es Regionen, in denen Strom aus Sonnenenergie einen großen Beitrag zur Beseitigung von Versorgungsproblemen leisten könnte. Indien und China sind hier Paradebeispiele. In diesen Ländern können Solarparks helfen, Energieengpässe zu reduzieren. Hier kann die Manz Automation als führender Technologieanbieter einen wesentlichen Beitrag leisten. Mit unseren neuen Produktentwicklungen haben wir deutliche Wirkungsgradsteigerungen erzielt, so dass der Einsatz der Photovoltaik, vor allem zur dezentralen Stromversorgung, zu wettbewerbsfähigen Preisen schon bald möglich wird.
Eingangs hatten Sie erwähnt, dass sich der Geschäftsbereich FPD sehr gut entwickelt hat. Können Sie das vielleicht kurz näher erläutern?
Dieter Manz: Im FPD-Bereich gibt es eine große Nachfrage nach Maschinen zur Herstellung von Touchpanel-Displays, weshalb unsere Kunden hier massiv ihre Produktionskapazitäten aufstocken und in den Bau neuer Anlagen investieren. Ursache für den Boom sind im Wesentlichen mobile Geräte mit berührungsempfindlichen Displays, wie etwa das iPad® von Apple und andere vergleichbare Geräte, die stark von den Endkunden nachgefragt werden. Wie hoch die Nachfrage im Bereich FPD ist, lässt sich mit aktuellen Zahlen belegen: Allein im Dezember 2010 erhielten wir mehrere Aufträge im Volumen von insgesamt rund 40 Mio. EUR. Zudem konnten wir 2010 mit fast 60 Mio. EUR einen Rekordumsatz in diesem Geschäftsbereich erzielen. Allerdings handelt es sich hierbei unserer Einschätzung nach um keinen Rekord für die Ewigkeit, denn für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir bereits mit weiterem Wachstum in diesem Segment und einem weiteren Rekord bei Umsatz und Ertrag.
INTERVIEW MIT MARTIN HIPP
Herr Hipp, als CFO sind Sie sozusagen der Herr der Zahlen bei der Manz Automation. Was glauben Sie, warum konnte der Aktienkurs 2010 nicht mit der positiven Geschäftsentwicklung Schritt halten?
Martin Hipp: Entscheidend aus unserer Sicht ist, dass wir eine sehr klare Strategie besitzen, wie wir unser operatives Geschäft nachhaltig stärken. Im Geschäftsjahr 2010 konnten wir eine positive Entwicklung verzeichnen und die Auswirkungen der Krise hinter uns lassen. Natürlich würde es uns freuen, wenn der Markt unsere positive Entwicklung stärker honorieren würde, darauf haben wir aber nur bedingt Einfluss. Wir glauben, dass der momentane Börsenkurs viele negative Erwartungen an das Solarsegment im Allgemeinen beinhaltet, die uns de facto nicht betreffen. Schließlich ist die Manz Automation ein Lieferant von Hightech-Equipment für verschiedene Industrien, darunter auch die Solarbranche, denen wir dabei helfen, an der Kostenschraube in der Produktion zu drehen. Vereinfacht gesagt: Wir sind nicht Bestandteil der Probleme der PV-Industrie, sondern bieten mit unseren Maschinen die passende Lösung.
"Für 2011 ist jedenfalls klar: wir wollen weiter wachsen und unsere Profitabilität nachhaltig verbessern. Und mit einem Auftragsbestand, der fast wieder auf dem Rekordniveau von 2008 liegt, haben wir allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken."
MARTIN HIPP, CFO
Für das Geschäftsjahr 2011 geben Sie eine Guidance für den Jahresumsatz von 240 Mio. bis 250 Mio. EUR an. Im Jahr 2010 hatten Sie eine Guidance von 170 bis 175 Mio. EUR. Sind Ihre Ziele für 2011 da nicht ganz schön ehrgeizig?
Martin Hipp: Nein, diese Ziele können wir gut erreichen. Sehen Sie, unsere Auftragslage hat sich insgesamt deutlich verbessert im Vergleich zum Vorjahr. Das spiegelt sich schon jetzt in zahlreichen Neuaufträgen wider, weshalb sich unser kumulierter Auftragsbestand bereits an den Wert aus dem Rekordjahr 2008 annähert. Unsere Produktionskapazitäten im FPD-Bereich sind aufgrund der starken Auftragslage bereits bis in die zweite Jahreshälfte 2011 voll ausgelastet. Aktuell führen wir außerdem intensive Gespräche in allen Geschäftsbereichen mit bestehenden und potenziellen Kunden, die an unseren Systemlösungen ein großes Interesse zeigen. Sollte sich der Bereich der Dünnschicht-Technologie, besonders der Vertrieb unserer CIGSfab, entsprechend unserer Vorstellungen entwickeln, sehen wir sogar die Chance, dieses Ziel noch zu übertreffen. Durch umfassende Produktneueinführungen in unserem Geschäftsbereich Solar ist es uns zudem gelungen, unsere Technologieführerschaft in der Photovoltaikindustrie weiter auszubauen. Aufgrund dieser insgesamt sehr positiven Kundenresonanz sind wir zuversichtlich, 2011 deutliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge auch aus dem Solarsegment generieren zu können.
Das klingt alles wirklich sehr vielversprechend. Und welche Entwicklung bei den Margen darf der Kapitalmarkt erwarten?
Martin Hipp: Basierend auf der Annahme, dass die erwarteten Wachstumsszenarien in unseren Zielmärkten anhalten, rechnen wir mit steigenden Margen bei Manz. Grundsätzlich möchten wir wieder an die Margen anknüpfen, die wir in der Vergangenheit erzielt haben. So erwarten wir durch die Optimierung unserer Kostenstrukturen eine EBIT-Marge von mindestens 5 %. Die aktuelle Marktsituation unterstützt unsere Erwartungen, dieses Ziel auch erreichen zu können. Für 2011 ist jedenfalls klar: wir wollen wieder deutlich wachsen und auch unsere Profitabilität nachhaltig verbessern.
INTERVIEW MIT VOLKER RENZ
Herr Renz, China ist eine Region mit enormem Wachstumspotenzial. Jetzt erweitern Sie in Suzhou Ihre Produktionskapazitäten. Welche Erwartungen haben Sie an dieses Projekt?
Volker Renz: China ist für uns über alle Geschäftsbereiche hinweg ein sehr wichtiger und vor allem zukunftsträchtiger Markt. Alleine in den Bereichen Solar und FPD sind bereits heute schon weit über 50 % unserer Anlagen in China in Betrieb, bei PCB sind es sogar rund 80 %. Die geographische Nähe zum Kunden ist für uns ein echter Wettbewerbsvorteil. Aus diesem Grund haben wir uns zum Ausbau unserer Produktionskapazitäten am Standort Suzhou entschlossen, wo wir bereits seit 7 Jahren präsent sind und mittlerweile rund 360 Mitarbeiter beschäftigen. Hier konnten wir in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfahrungen im Bereich der PCB- bzw. der FPD-Fertigung sammeln, insofern ist das für uns kein "Sprung ins kalte Wasser". Projekte dieser Größenordnung sind jedoch immer eine große Herausforderung und mit einer langen Vorlaufzeit verbunden.
Eine Herausforderung, warum?
Volker Renz: Nun, das beginnt bei der Planung und Koordination. Generalunternehmer müssen ausgewählt und Ausschreibungen durchgeführt werden, anschließend müssen die Baumaßnahmen überwacht und koordiniert werden. Aber es lohnt sich! Wir erweitern unsere Fertigungskapazitäten in Suzhou im ersten Ausbauschritt auf 16.000 m2 . Bereits zu Beginn des nächsten Jahres ist die Inbetriebnahme der neuen Fertigungshalle geplant. Anfangs werden wir vor allem Systemlösungen aus dem FPD- und cSi-Segment vor Ort produzieren, langfristig sollen an dem neuen Produktionsstandort aber Maschinen aus allen Geschäftsbereichen hergestellt werden.
Umsatz- und Auftragsvolumen haben sich im Berichtszeitraum mit großen Schritten dem Rekordniveau vom Jahr 2008 angenähert. Allerdings bietet die Ergebnissituation noch "Luft nach oben". Was haben Sie operativ unternommen, um die Kostenstruktur der Manz Automation zu verbessern?
Volker Renz: Wir reduzieren Kosten, indem wir unsere Produktionsprozesse weiter vereinfachen und standardisieren. Das führt zu einer Angleichung der Qualität sowie zu kürzeren Durchlaufzeiten. So haben wir beispielsweise unsere Basis-Standardbaugruppen vereinheitlicht und deren Fertigung in der Slowakei zusammengefasst. Vor dem Hintergrund, dass wir im Jahr 2010 viele neue und technisch anspruchsvolle Produkte erfolgreich entwickelt und am Markt eingeführt haben, sehe ich es als eine hervorragende Leistung unserer Mitarbeiter, dass es uns trotzdem gelungen ist, effizienter zu werden. Nehmen Sie beispielsweise unsere SpeedPicker-Technologie, bei welcher wir sowohl das Design als auch die Lieferantenkette angepasst haben und damit Effizienz und Flexibilität steigern konnten - bei gleichzeitig reduzierten Kosten.
"Wir sind noch lange nicht an unseren Grenzen angekommen, sondern wollen auch künftig am Wachstum unserer Zielbranchen teilhaben. Mit dem Ausbau unserer Produktionskapazität in China profitieren wir noch stärker als bislang von der dynamischen Entwicklung in Asien."
VOLKER RENZ, COO
2010 stieg die Kapazitätsauslastung in allen Geschäftsbereichen deutlich. Zudem wurde das Leistungsangebot durch vielfältige Produktneuentwicklungen erweitert. Wo sehen Sie die Grenzen für zukünftiges Wachstum?
Volker Renz: Wir sind noch lange nicht an unseren Grenzen angekommen, sondern wollen auch künftig am Wachstum unserer Zielbranchen teilhaben. Dazu haben wir im Geschäftsjahr 2010 das "Fit-for-Growth"-Programm ins Leben gerufen und alle internen Prozesse einer eingehenden Analyse unterzogen. So ist es unser Ziel, mit der konzernübergreifenden Standardisierung unserer Produktkomponenten und Arbeitsabläufe eine signifikante Steigerung unserer Fertigungsprozesse zu erreichen. Damit schaffen wir auf Prozessebene die strukturellen Voraussetzungen für weiteres Wachstum.
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Berichtsjahr regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Wir haben die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben auch im Geschäftsjahr 2010 sorgfältig wahrgenommen. In sämtlichen für die Gesellschaft und den Konzern wichtigen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.
Während der gesamten Zeit standen der Vorstand und der Aufsichtsrat in einem vertrauensvollen und intensiven Austausch. Seinen aus dem Gesetz und der Geschäftsordnung ergebenden Informationspflichten kam der Vorstand durch regelmäßige, ausführliche und zeitnahe Unterrichtung in schriftlicher und mündlicher Form nach. Somit wurde der Aufsichtsrat stets über die Geschäftslage und -entwicklung, die beabsichtigte Geschäftspolitik, die kurz- und langfristige Unternehmensplanung einschließlich der Investitions-, Finanz- und Personalplanung sowie die Rentabilität der Gesellschaft, die organisatorischen Maßnahmen und die Lage des Konzerns insgesamt informiert. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsfluss über die Risikolage, das Risikomanagement sowie die wesentlichen Belange des Unternehmens statt.
Alle Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden auf der Grundlage der Berichte mit dem Vorstand eingehend diskutiert. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung zugestimmt.
Über die Sitzungen des Aufsichtsrats hinaus unterrichtete der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrats schriftlich oder mündlich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage sowie sämtliche Geschäftsvorgänge, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
Im Jahr 2010 fanden insgesamt fünf ordentliche Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung statt. Sowohl alle Mitglieder des Vorstands als auch alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen, mit Ausnahme der Sitzung am 13. September 2010, zu der ein Mitglied des Aufsichtsrats entschuldigt war, an diesen Sitzungen teil. In diesen Sitzungen haben wir die Berichte des Vorstands ausführlich besprochen und mit ihm die Entwicklung des Unternehmens sowie strategische Fragestellungen diskutiert. Des Weiteren war die jeweilige aktuelle Lage zu den Themen Ergebnisentwicklung, Bilanz und Liquidität, Ergebnisse der Tochtergesellschaften, Projekte, Kapitalmarkt, Mitarbeiter und Auftragsbestände stets Inhalt der ordentlichen Sitzungen.
Themenschwerpunkt unserer Sitzung am 24. März 2010 war die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2009 einschließlich des Lageberichts und des Konzernlageberichts sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2010. Weitere wichtige Themen dieser Sitzung waren die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2010 sowie die Wahl von Herrn Prof. Dr. Aurenz zum Vorsitzenden und von Herrn Dr. Quass zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats.
In der Sitzung am 12. Mai 2010 haben wir uns insbesondere mit der geplanten Kooperation zwischen der Manz Automation AG und der Würth Solar GmbH & Co. KG zum Erwerb der CIGSfab-Technologie befasst. Ferner berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des ersten Quartals des Geschäftsjahrs 2010.
Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 28. Juni 2010 hatte die Wahl von Herrn Dipl.-Ing. Peter Leibinger zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden zum Gegenstand. Des Weiteren wurde das weitere Vorgehen bei der geplanten Kooperation mit der Würth Solar GmbH & Co. KG behandelt.
Themenschwerpunkte der Sitzung am 13. September 2010 waren der Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals 2010 sowie die Erweiterung der Produktionskapazitäten in China und ein Immobilienerwerb in der Slowakei. Erörtert haben wir zudem Fragen der Vorstandsvergütung sowie die geplante "Namensänderung" der Manz Automation AG.
In der Sitzung am 3. November 2010 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des dritten Quartals 2010. Ferner beriet der Aufsichtsrat über die langfristige Planung der Finanzierung der Manz-Gruppe in den Jahren 2011 bis 2015, den aktuellen Stand der Vermarktung der CIGSfab-Technologie, den Projektfortschritt des Investitionsvorhabens in China sowie das Vorstandsvergütungssystem.
In der Sitzung am 15. Dezember 2010 berichtete der Vorstand über das Risikomanagementsystem, von dessen Leistungsfähigkeit sich der Aufsichtsrat überzeugt hat. Ferner wurden der Forecast für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Ausblick und die Umsatzplanung für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 behandelt. Außerdem hat der Aufsichtsrat das Vorstandsvergütungssystem auch im Hinblick auf die geänderten gesetzlichen Vorgaben und die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und beriet über die Weiterentwicklung des Vergütungssystems.
Interessenkonflikte
Das in der Zeit vom 17. März bis 22. Juni 2010 amtierende Mitglied des Aufsichtsrats, Herr Dr. Quass, ist Partner einer Anwaltssozietät, die für die Gesellschaft rechtliche Beratungsleistungen erbringt. Soweit Beratungsaufträge in die Amtszeit fielen, hat ihnen der Aufsichtsrat für jeden Einzelfall - gegebenenfalls unter Stimmenthaltung von Herrn Dr. Quass - zugestimmt. Durch die geschäftliche Beziehung ist im Übrigen kein konkreter Interessenkonflikt aufgetreten.
Das seit dem 22. Juni 2010 dem Aufsichtsrat angehörende Mitglied, Herr Dipl.-Ing. Leibinger, ist geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens, das Lieferungen an die Gesellschaft erbringt. Ein konkreter Interessenkonflikt ist durch diese geschäftliche Beziehung nicht aufgetreten.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen sind und über deren Behandlung die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im Übrigen nicht aufgetreten.
Corporate Governance
Höchste Priorität hat eine verantwortungsbewusste, wertschöpfende Unternehmensleitung und Kontrolle. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2010 mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance befasst und die neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, insbesondere in seiner geltenden Fassung, eingehend diskutiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2010 sowie im März 2011 jeweils die gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Manz Automation AG dauerhaft zur Verfügung gestellt. Zudem haben wir die Effizienz unserer Tätigkeit gemäß Kodex unter Verwendung eines Fragebogens im Wege der Selbstevaluation geprüft. Die Ergebnisse nutzen wir dafür, die Arbeit des Aufsichtsrats kontinuierlich zu verbessern. Ausschüsse wurden aufgrund des aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrats aus Effizienzgründen nicht gebildet.
Jahres- und Konzernabschluss 2010
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden vom Abschlussprüfer der Gesellschaft und des Konzerns, der alltax gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie die Lageberichte für die Manz Automation AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2010 unter Einbeziehung der den Mitgliedern des Aufsichtsrats vor der Sitzung übersandten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers geprüft.
In der Aufsichtsratssitzung am 17. März 2011 hat der Vorstand die Abschlüsse der Manz Automation AG und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer berichtete in dieser Sitzung über wesentliche Ergebnisse und Grundsätze seiner Prüfung sowie darüber, dass nach seiner Prüfung keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorliegen. Der Abschlussprüfer ging ferner auf den Umfang und die Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Der Aufsichtsrat hat die Abschlussunterlagen gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer ausführlich besprochen und keine Einwände erhoben. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Mit Beschluss vom 17. März 2011 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gebilligt. Der Jahresabschluss der Manz Automation AG zum 31. Dezember 2010 ist damit festgestellt.
Änderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats
Der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dr. Jan Wittig, ist am 6. März 2010 unerwartet verstorben. Wir werden Herrn Dr. Wittig stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Aufgrund des Todes von Herrn Dr. Wittig hat das Amtsgericht Stuttgart durch Beschluss vom 17. März 2010 Herrn Dr. Guido Quass zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Die ordentliche Hauptversammlung vom 22. Juni 2010 wählte sodann Herrn Dipl.-Ing. Peter Leibinger zum Mitglied des Aufsichtsrats. Hierdurch ist Herr Dr. Quass aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, dem wir für seine wertvollen Beiträge zur Arbeit des Aufsichtsrats danken.
"Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen wirtschaftlicher Erholung, von der alle Geschäftsbereiche der Manz Automation AG profitieren konnten, auch wenn die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise noch fortwirkten."
PROF. DR. HEIKO AURENZ
Dank und Anerkennung
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die stets offene und konstruktive Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dank gilt ebenfalls allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die einen entscheidenden Beitrag zur positiven Unternehmensentwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr geleistet haben. Nicht zuletzt wollen wir uns auch bei Ihnen, werte Aktionärinnen und Aktionäre, für das entgegengebrachte Vertrauen und die Bereitschaft bedanken, mit uns gemeinsam die Zukunft der Manz Automation AG zu gestalten.
Reutlingen, den 17. März 2011
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| Prof. Dr. Heiko Aurenz |
| Vorsitzender des Aufsichtsrates |
AKTIE DER MANZ AUTOMATION AG
ÜBERBLICK
Die Aktien der Manz Automation AG sind seit Juli 2008 im Regulierten Markt (Segment: Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigten sich die Aktienmärkte in Deutschland uneinheitlich. Während sowohl DAX als auch MDAX einen positiven Trend verzeichneten, zeigte sich der TecDAX entgegen der grundsätzlich günstigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht in der Lage, an seine sehr gute Performance aus dem Vorjahr anzuknüpfen. Insgesamt zeigte sich das Kapitalmarktumfeld für Technologiewerte schwierig. Dem konnte sich auch die Aktie der Manz Automation nicht entziehen. Nachdem am 5. Januar 2010 der Jahreshöchstwert mit 70,01 EUR erreicht wurde, war die Entwicklung im Jahresverlauf von einem rückläufigen Aktienkurs geprägt. Am 8. Juni 2010 erreichte die Aktie ihren Jahrestiefstand bei einem Wert von 42,35 EUR. Im Jahresvergleich 2010 mit dem Sektorenindex Prime IG Renewable Energies (ISIN DE0007237810) wird jedoch erkennbar, dass sich die Manz-Aktie besser entwickelte als der Branchendurchschnitt, der im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Kursabschläge hinnehmen musste. Der Jahresschlusskurs (30. Dezember 2010) lag bei 50,35 EUR, dies entspricht einer Marktkapitalisierung von rund 225 Mio. EUR.
AKTIE DER MANZ AUTOMATION AG 2010 (XETRA, in EUR)
Manz-Aktie kann sich dem schwierigen Börsenumfeld nicht entziehen.

STAMMDATEN UND WICHTIGE ECKPUNKTE
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| WKN | A0JQ5U |
| ISIN | DE000A0JQ5U3 |
| Börsenkürzel | M5Z |
| Handelssegment | Regulierter Markt (Prime Standard) |
| Art der Aktien | Auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR |
| Grundkapital | 4.480.054 |
| Erstnotiz | 22. September 2006 |
| Erstausgabepreis | 19,00 EUR |
| Aktienkurs zum Beginn des Geschäftsjahres* | 68,81 EUR |
| Aktienkurs zum Ende des Geschäftsjahres* | 50,35 EUR |
| Prozentuale Veränderung | -26,83 % |
| Jahreshoch* | 70,01 EUR |
| Jahrestief* | 42,35 EUR |
* Schlusskurse XETRA-Handelssystem der Deutsche Börse AG
AKTIONÄRSSTRUKTUR

Aktionärsstruktur
Mit aktuell 50,81 % weist die Manz Automation einen hohen Streubesitz auf und verfügt über eine breite Aktionärsbasis. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende Dieter Manz hält zum Stichtag am 31. Dezember 2010 insgesamt 44,49 % der Anteile. Daneben besitzt Ulrike Manz weitere 4,70 % der Aktien an der Gesellschaft.
INVESTOR RELATIONS
Ein signifikant verbessertes gesamtwirtschaftliches Umfeld geht mit einer verlässlicheren Prognostizierbarkeit einher. Damit steigen die Anforderungen an eine offene und nachvollziehbare Kommunikation von Unternehmen. Aus diesem Grund wurde dem aktiven Dialog mit Analysten, Investoren und Finanzjournalisten auch im Geschäftsjahr 2010 eine besonders hohe Bedeutung durch die Gesellschaft beigemessen. Die regelmäßige und zeitnahe Publikation von unternehmensrelevanten Meldungen unterstreicht die Zielsetzung, umfassend über die Unternehmensentwicklung zu informieren. Gleichzeitig verpflichtet bereits die Notierung im Prime Standard die Manz Automation, den höchsten Transparenzanforderungen nachzukommen. Darüber hinaus plant die Gesellschaft auch diese Standards weiterhin zu übertreffen und sucht den regelmäßigen Kontakt zur Finanzgemeinde. So wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit zahlreichen Maßnahmen ein kontinuierlicher Informationsfluss sichergestellt.
Vielfältigkeit der IR-Aktivität unterstreicht hohe Bedeutung einer offenen Kommunikation für Manz.
Neben den gesetzlichen Verpflichtungen führte die Manz Automation unter anderem folgende IR-Aktivitäten durch:
| ― | Teilnahme an 17 Kapitalmarktkonferenzen |
| ― | 13 Roadshows im In- und Ausland |
| ― | Investorentag am 29. April 2010 in Reutlingen, am 20. Juli 2010 in Schwäbisch Hall und am 7. September 2010 in Valencia |
| ― | Regelmäßiges Angebot von Telefonkonferenzen mit Webcast zur Veröffentlichung der Berichte |
Die Manz Automation AG wird derzeit von insgesamt elf Analysten gecovert, hierzu zählen Institute wie:
| ― | Goldman Sachs |
| ― | LBBW |
| ― | Credit Suisse |
| ― | Berenberg Bank |
| ― | Jeffries |
| ― | HSBC |
| ― | Barclays Capital |
| ― | Bankhaus Lampe |
| ― | WestLB |
| ― | Deutsche Bank |
| ― | Commerzbank |
HAUPTVERSAMMLUNG
Am 22. Juni 2010 fand in der FILharmonie in Filderstadt die Hauptversammlung 2010 der Manz Automation statt. Insgesamt waren rund 290 Aktionäre anwesend und folgten dem Bericht des Vorstands zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 und dem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr.
In der Hauptversammlung stimmten nahezu alle vertretenen Aktionäre den einberufenen Tagesordnungspunkten zu. Insgesamt waren 63,13 % des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten (Vorjahr: 64,54 %).
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| ABSTIMMERGEBNIS-ÜBERSICHT | Grundkapital: 4.480.054 | Präsent gesamt: 2.828.245 | 63,13 % |
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| TOP | Abstimmpunkt | Enthal- tungen |
Gültige stimmen |
in % vom GK |
Nein- stimmen |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | 2 | Verwendung Bilanzgewinn | 1.890 | 2.826.355 | 63,088 % | 2.955 |
| 3 | 3 | Entlastung Vorstand | 9.031 | 751.012 | 16,763 % | 973 |
| 4 | 4 | Entlastung Aufsichtsrat | 9.099 | 2.819.146 | 62,927 % | 1.173 |
| 5 | 5 | Wahl Abschlussprüfer | 1.798 | 2.826.447 | 63,090 % | 25.366 |
| 6 | 6 | Wahl Aufsichtsrat | 3.026 | 2.825.219 | 63,062 % | 1.288 |
| 7 | 7 | Satzungsänderung | 2.818 | 2.825.427 | 63,067 % | 1.086 |
| 8 | 8 | Erwerb eigener Aktien | 23.818 | 2.804.427 | 62,598 % | 6.646 |
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| TOP | Nein- % | Ja- stimmen |
Ja- % | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 2 | 0,105 % | 2.823.400 | 99,895 % | angenommen |
| 3 | 0,130 % | 750.039 | 99,870 % | angenommen |
| 4 | 0,042 % | 2.817.973 | 99,958 % | angenommen |
| 5 | 0,897 % | 2.801.081 | 99,103 % | angenommen |
| 6 | 0,046 % | 2.823.931 | 99,954 % | angenommen |
| 7 | 0,038 % | 2.824.341 | 99,962 % | angenommen |
| 8 | 0,237 % | 2.797.781 | 99,763 % | angenommen |
FINANZKALENDER 2011
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| Datum | |
|---|---|
| 12. Mai 2011 | 3-Monatsbericht 2011 |
| 28. Juni 2011 | Hauptversammlung 2011 |
| 11. August 2011 | 6-Monatsbericht 2011 |
| 15. November 2011 | 9-Monatsbericht 2011 |
| 21.-23. November 2011 | Deutsches Eigenkapitalforum 2011 |
DIRECTORS' DEALINGS
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| Datum der Transaktion | 20.07.2010 | 17.11.2010 |
|---|---|---|
| Vor- und Zuname | Volker Renz | Prof. Dr. Heiko Aurenz |
| Funktion / Status | Vorstandsmitglied | Aufsichtsratsmitglied |
| Art und Ort der Transaktion | Kauf über XETRA | Stuttgart |
| Finanzinstrument und ISIN | Manz-Aktien DE000A0JQ5U3 | Manz-Aktien DE000A0JQ5U3 |
| Anzahl | 100 | 500 |
| Kurs / Preis in EUR | 49,50 | 45,00 |
| Gesamtvolumen in EUR | 4950,00 | 22500,00 |
| Kommentar | Regulärer Kauf von Manz-Aktien | Regulärer Kauf von Manz-Aktien |
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
Vorstand und Aufsichtsrat der Manz Automation AG orientieren sich an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"). Dieser stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Damit soll das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften gefördert werden. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich in der Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.
Nachfolgend berichten der Vorstand und der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Corporate Governance bei der Manz Automation AG.
UMSETZUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch in dieser Berichtsperiode intensiv mit den Empfehlungen des Kodex befasst.
Entsprechenserklärung
Auf der Grundlage der Fassungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009 und vom 26. Mai 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat am 17. März 2011 die Entsprechenserklärung März 2011 nach § 161 AktG abgegeben, die nachstehend wiedergegeben ist. Damit knüpften sie an die vorangehende Entsprechenserklärung März 2010 vom 24. März 2010 an, die auf der Grundlage der Fassungen des Kodex vom 6. Juni 2008 und vom 18. Juni 2009 abgegeben worden war.
Entsprechenserklärung März 2011
des Vorstands und des Aufsichtsrats der Manz Automation AG
zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance
Kodex" gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der Manz Automation AG erklären gemäß § 161 AktG, dass die Manz Automation AG den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 24. März 2010 mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen hat sowie dass die Manz Automation AG sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 künftig entsprechen wird:
Die Gesellschaft entsprach nicht den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und Absatz 5 des Kodex, nach der bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Hierbei soll eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigen.
Die bisherige Abweichung beruhte darauf, dass dem Aufsichtsrat die Begrenzung der Vergütung auf eine Abfindung, die hinter der vereinbarten Vertragslaufzeit zurückbleibt, im Interesse einer Bindung von Vorstandsmitgliedern für die volle Vertragslaufzeit nicht als sachgerecht erschien. Ferner war der Aufsichtsrat bislang der Auffassung, dass eine Abfindung in Höhe von mindestens einem Jahresgehalt den im Fall eines Kontrollwechsels bestehenden Sicherungsbedürfnissen der Vorstandsmitglieder auch im Interesse der Gesellschaft angemessen Rechnung trägt. Die Vorstandsdienstverträge sind jedoch zwischenzeitlich nach Maßgabe der genannten Empfehlungen des Kodex geändert worden.
Reutlingen, den 17. März 2011
Manz Automation AG
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| Für den Vorstand | Für den Aufsichtsrat |
| Dieter Manz | Prof. Dr. Heiko Aurenz |
| Vorsitzender des Vorstands | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
Die Manz Automation AG hat für die Zukunft sämtliche Empfehlungen des Kodex umgesetzt. Die einzige Abweichung bezieht sich auf die vergangene Berichtsperiode und knüpft an die in der Entsprechenserklärung März 2010 enthaltene zukunftsbezogene Abweichung von den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Absatz 4 und Absatz 5 des Kodex an. Vorstand und Aufsichtsrat haben jedoch auch diese Empfehlungen durch am 17. März 2011 vereinbarte Änderungen der Vorstandsverträge sämtlicher Vorstandsmitglieder umgesetzt und insbesondere sogenannte Abfindungs-Caps vorgesehen. Den Empfehlungen soll darüber hinaus bei künftigen Abschlüssen von Vorstandsverträgen entsprochen werden.
Neue Empfehlungen des Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch intensiv mit den im Rahmen der Kodex-Änderung im Jahr 2010 neu aufgenommenen Empfehlungen befasst.
Diversity bei Führungspositionen im Unternehmen
Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen achtet der Vorstand entsprechend der Empfehlung in Ziffer 4.1.5 des Kodex auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Diese Ziele sollen neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation verfolgt werden. Als international tätiges Unternehmen verfügt die Manz-Gruppe über einen hohen Anteil ausländischer Mitarbeiter und Führungskräfte, insbesondere in Asien. In den verschiedenen Konzerngesellschaften sind Mitarbeiter und Führungskräfte aus 27 Nationen und bei der Manz Automation AG selbst aus 24 Nationen tätig. Zur Förderung einer größeren Internationalst auf der oberen Führungsebene beabsichtigt der Vorstand, weitere Maßnahmen zu ergreifen.
Der Anteil der Frauen an den Mitarbeitern der Manz-Gruppe betrug Ende des Geschäftsjahres 2010 mehr als 16 %. In Führungspositionen sind Frauen jedoch noch nicht angemessen repräsentiert. Die Gesellschaft verfügt über ein flexibles Arbeitszeitmodell, durch das sowohl Teilzeitarbeit als auch gleitende Arbeitszeiten ermöglicht werden. Ferner verfügt das Unternehmen über Belegplätze in zwei Kindertagesstätten, in denen auch Kinder im Alter zwischen einem Jahr und drei Jahren während der Arbeitszeit der Mitarbeiter von ausgebildeten Erzieherinnen betreut werden. Um gezielt Frauen zu fördern und für künftige Führungspositionen vorzubereiten, beabsichtigt der Vorstand, weitere konkrete Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen.
Diversity bei der Zusammensetzung des Vorstands
Zur Umsetzung der Empfehlung in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 Satz 2 des Kodex hat der Aufsichtsrat einen Beschluss gefasst, nach dem der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten wird. Hierbei wird der Aufsichtsrat insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben, indem er sich im Rahmen des Auswahlprozesses für Vorstandsmitglieder bemühen wird, dass dem Vorstand bei entsprechender Qualifikation auch Frauen als Mitglieder angehören.
Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Ferner hat der Aufsichtsrat nach Maßgabe von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 des Kodex die nachstehenden konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt und in die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat aufgenommen. Diese berücksichtigen unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie Vielfalt (Diversity) und sehen insbesondere auch eine angemessene Beteiligung von Frauen vor:
―
Der Aufsichtsrat strebt generell an, dass er stets so zusammengesetzt ist, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
―
Grundlegende Anforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats sind die persönliche Integrität, eine hinreichende Lebens- und Berufserfahrung, Unabhängigkeit sowie Kommunikationsfähigkeit. Die Mitglieder sollen ferner über betriebswirtschaftliche, unternehmensrechtliche und branchenbezogene technische Grundkenntnisse sowie Kenntnisse über die Manz-Gruppe verfügen oder bereit sein, sich diese Kenntnisse zu Beginn ihrer Amtszeit anzueignen. Ferner muss erkennbar sein, dass den Aufsichtsratsmitgliedern unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Verpflichtungen und weiteren Aufsichtsratsmandate für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gesellschaft genügend Zeit zur Verfügung steht.
―
Der Aufsichtsrat soll stets so zusammengesetzt sein, dass er insgesamt über die erforderlichen besonderen Kenntnisse und Erfahrungen aus verschiedenen fachlichen Bereichen verfügt, die für die Gesellschaft wesentlich sind. Im Rahmen der Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung ist der Aufsichtsrat bestrebt, dass die folgenden Anforderungsprofile jeweils durch mindestens ein Mitglied erfüllt werden:
| ― | Erfahrung als Mitglied der oberen Führungsebene eines mittelständischen Unternehmens |
| ― | Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren |
| ― | Kenntnisse und Erfahrungen in der Branche Maschinenbau oder in anderen Branchen, in denen die Manz-Gruppe tätig ist |
| ― | Erfahrungen im Management von international tätigen Unternehmen |
―
Zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats sollen in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
―
Der Aufsichtsrat wird sich im Rahmen des Auswahlprozesses für Wahlvorschläge an die Hauptversammlung bemühen, dass ihm bei entsprechender Qualifikation auch Frauen als Mitglieder angehören.
Die Amtszeit der amtierenden Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der am 28. Juni 2011 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung 2011, so dass zu diesem Zeitpunkt Neuwahlen zum Aufsichtsrat erforderlich sind. Die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern werden die vorgenannten Ziele entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Abs. 3 Satz 1 des Kodex berücksichtigen.
Im Interesse einer Kontinuität der Arbeit des Aufsichtsrats beabsichtigen Herr Prof. Dr. Heiko Aurenz und Herr Dipl.-Ing. Peter Leibinger, sich für eine volle Amtszeit erneut zur Wahl zu stellen. Im Hinblick auf die Altersgrenze wird Herr Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Rolf D. Schraft auf eine erneute Kandidatur verzichten. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung daher eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten zur Wahl für das Amt des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorschlagen.
Herr Prof. Dr. Heiko Aurenz und Herr Dipl.-Ing. Peter Leibinger erfüllen die genannten Anforderungsprofile aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen und ihrer Sachkenntnisse sowie ihrer persönlichen Eigenschaften in vollem Umfang. Insbesondere soll Herr Prof. Dr. Heiko Aurenz aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrungen aus seiner Tätigkeit in der Wirtschaftsprüfung und als Unternehmensberater sowie seiner Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der Konzernrechnungslegung und Bilanzierung der Hauptversammlung als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung (§ 100 Abs. 5 AktG) benannt werden. Ferner kann Herr Dipl.-Ing. Peter Leibinger neben seinem technischen Sachverstand vor allem seine Kenntnisse und Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der in der Maschinenbaubranche international agierenden TRUMPF-Gruppe in die Arbeit des Aufsichtsrats einbringen.
Bei dem Verfahren für die Auswahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds bemühen sich die Beteiligten insbesondere, eine Frau als Nachfolgerin für Herrn Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Schraft zu gewinnen, die auch die weiteren in den Zielsetzungen benannten Anforderungen erfüllt.
Fortbildung der Aufsichtsratsmitglieder
Schließlich betont der Kodex in der geänderten Ziffer 5.4.1. Abs. 4 Satz 2 die Verpflichtung der Aufsichtsratsmitglieder, die für deren Aufgaben erforderlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahrzunehmen, wobei sie von der Gesellschaft angemessen unterstützt werden sollen. Bei der Manz Automation AG wird diese Empfehlung dadurch umgesetzt, dass den Aufsichtsratsmitgliedern verschiedene Bereiche des Unternehmens vorgestellt werden, wozu auch Werksbesichtigungen gehören. Ferner wird die Weiterbildung der Aufsichtsratsmitglieder durch die Überlassung von Informationsunterlagen zur Geschäftstätigkeit des Unternehmens und zu fachspezifischen Themen gefördert. Schließlich prüft die Gesellschaft externe Fortbildungsveranstaltungen auf ihre Qualität und spricht gegenüber den Aufsichtsratsmitgliedern Empfehlungen aus.
VERMEIDUNG VON INTERESSENKONFLIKTEN
Das in der Zeit vom 17. März bis 22. Juni 2010 amtierende Mitglied des Aufsichtsrats, Herr Rechtsanwalt Dr. Guido Quass, ist Partner der Anwaltssozietät Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft, die für die Gesellschaft rechtliche Beratungsleistungen erbringt. Soweit Beratungsaufträge in die Amtszeit fielen, hat die Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft für ihre Beratungsleistungen von der Gesellschaft insgesamt 34 TEUR erhalten. Der Aufsichtsrat hat den Beratungsaufträgen - gegebenenfalls unter Stimmenthaltung des betroffenen Aufsichtsratsmitglieds - für jeden Einzelfall zugestimmt. Durch die geschäftliche Beziehung ist im Übrigen kein konkreter Interessenkonflikt aufgetreten.
Das seit dem 22. Juni 2010 amtierende Mitglied des Aufsichtsrats, Herr Dipl.-Ing. Peter Leibinger, ist geschäftsführender Gesellschafter der TRUMPF GmbH + Co. KG, deren Tochtergesellschaften Lasersysteme an die Gesellschaft liefern. Gesellschaften der TRUMPF-Gruppe haben im Geschäftsjahr 2010 für ihre Lieferungen und Leistungen von der Gesellschaft insgesamt 1.624 TEUR erhalten. Ein konkreter Interessenkonflikt ist durch diese geschäftliche Beziehung nicht aufgetreten.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen sind, sind im Übrigen nicht aufgetreten.
AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Vorstandsvorsitzende Dieter Manz war am 28. Februar 2011 mit 1.993.248 Aktien an der Gesellschaft beteiligt; dies entspricht 44,49 % des Grundkapitals der Manz Automation AG. Die Ehefrau von Herrn Dieter Manz hielt zu diesem Zeitpunkt 210.709 Aktien; dies entspricht 4,70 % des Grundkapitals. Die weiteren Vorstandsmitglieder hielten zum selben Tag insgesamt 919 Aktien der Gesellschaft; dies entspricht 0,02 % des Grundkapitals.
Die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats waren am 28. Februar 2011 mit 2.598 Aktien an der Gesellschaft beteiligt; dies entspricht 0,06 % des Grundkapitals der Manz Automation AG.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der Manz Automation AG zusammen und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats dargestellt.
System der Vorstandsvergütung
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 17. März 2011 ein neues System der Vorstandsvergütung für die Gesellschaft beschlossen, das nachstehend dargestellt wird.
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei nicht nur die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, sondern auch die Lage der Gesellschaft und den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen. Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.
Die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands setzt sich aus festen und variablen Bestandteilen zusammen. Bei der Bemessung der Höhe der Vergütungselemente wird jeweils zwischen dem Vorsitzenden des Vorstands und den weiteren Vorstandsmitgliedern differenziert.
Feste Vergütungselemente
Die festen Bestandteile der Vorstandsvergütung bestehen aus einem monatlichen Festgehalt und laufenden Sachbezügen sowie aus Beiträgen zur betrieblichen Altersversorgung.
Das Festgehalt wird in zwölf monatlich gleichbleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Festbezüge sollen als Grundgehalt den Vorstandsmitgliedern und ihren Familien, unabhängig vom Erfolg des Unternehmens, den laufenden Lebensunterhalt sichern.
Als Sachbezug wird den Vorstandsmitgliedern jeweils ein angemessener Dienstwagen zur Verfügung gestellt, der auch privat genutzt werden kann. Die Gesellschaft hat zudem zugunsten der Vorstandsmitglieder eine Unfallversicherung mit angemessenen Versicherungsleistungen abgeschlossen, die auch Unfälle im Privatbereich abdeckt. Ferner besteht für die Vorstandsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine sogenannte Directors & Officers-Versicherung.
Mit dem Vorsitzenden des Vorstands, Dieter Manz, besteht eine Pensionsvereinbarung für ein lebenslängliches Ruhegeld für den Fall des Ausscheidens nach dem vollendeten 65. Lebensjahr oder infolge Berufsunfähigkeit. Ferner ist für den Fall des Ablebens zugunsten der Ehefrau eine lebenslängliche Hinterbliebenenrente vereinbart. Gegenüber den Vorstandsmitgliedern, Martin Hipp und Volker Renz, hat sich die Gesellschaft zum Abschluss einer Altersvorsorge in Form einer Unterstützungskasse nach zwei Jahren ihres jeweiligen Dienstverhältnisses und zur Zahlung jährlicher Beiträge verpflichtet.
Variable Vergütungselemente
Allgemeines
Die variable Vergütung umfasst zum einen eine jährliche, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente in Form einer jährlichen Bartantieme (kurzfristige variable Vergütung) und zum anderen eine aktienbasierte Komponente mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage in Form von jährlich zu gewährenden Aktienbezugsrechten auf der Grundlage des Manz Performance Share Plan 2011 (langfristige variable Vergütung).
Die variablen Bezüge dienen auf der Basis der festen Vergütungselemente dem gezielten Anreiz zur Erzielung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung und tragen zur Vermögensbildung sowie wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Vorstandsmitglieder bei. Das Verhältnis zwischen den festen und den variablen Vergütungselementen beträgt unter Zugrundelegung der mittleren Zielgrößen der variablen Vergütungselemente 44 % fest zu 56 % variabel.
Im Interesse einer Ausrichtung der variablen Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung überwiegt der nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelte Wert (Fair Value) der aufgrund des Manz Performance Share Plan gewährten Bezugsrechte die jährliche Bartantieme. Unter Zugrundelegung der mittleren Zielgrößen der variablen Vergütungselemente beträgt das Verhältnis zwischen der kurzfristigen und der langfristigen variablen Vergütung 43 % kurzfristig zu 57 % langfristig.
Jährliche Bartantieme
Die jährliche Bartantieme soll die Vorstandsmitglieder angesichts ihrer eigenverantwortlichen Leitungstätigkeit am unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg des Geschäftsjahrs beteiligen. Ihre Bemessung wurde mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2011 neu geregelt.
Die jährliche Bartantieme wird jährlich nachträglich in Abhängigkeit von der EBT-Rendite des jeweiligen Geschäftsjahrs gewährt. Die EBT-Rendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern (EBT - Earnings before Taxes) zum Umsatz nach Maßgabe des Konzernabschlusses nach IFRS. Die Bartantieme berechnet sich ferner in Abhängigkeit von dem für das jeweilige Geschäftsjahr von dem Vorstandsmitglied bezogenen Festgehalt (Jahresfestgehalt).
Die Gewährung der Bartantieme setzt voraus, dass eine EBT-Rendite von mindestens 4,1 % erreicht worden ist. Bei einer EBT-Rendite von 4,1 % erhält das Vorstandsmitglied eine Bartantieme in Höhe von 1 % des Jahresfestgehalts. Je vollen 0,1 Prozentpunkt, um die die EBT-Rendite eine EBT-Rendite von 4,1 % übersteigt, erhöht sich der für die Berechnung der Bartantieme anwendbare Prozentsatz entsprechend um einen Prozentpunkt. Mithin erhält das Vorstandsmitglied z. B. bei einer EBT-Rendite von 5,0 % eine Bartantieme in Höhe von 10 % des Jahresfestgehalts sowie bei einer EBT-Rendite von 14 % eine Bartantieme in Höhe von 100 % des Jahresfestgehalts. Die Obergrenze ist bei einer EBT-Rendite von 20,0 % festgelegt, bei der die Bartantieme 160 % des Jahresfestgehalts beträgt.
Der Aufsichtsrat hat zum Zweck der Bestimmung des Verhältnisses zwischen den einzelnen Vergütungselementen als mittlere Zielgröße der kurzfristigen variablen Vergütung eine EBT-Rendite von 10 % festgelegt. Bei diesem mittleren Zielwert beträgt die Bartantieme 60 % des Jahresfestgehalts.
Manz Performance Share Plan 2011
Die auf der Grundlage des Manz Performance Share Plan 2011 (langfristige variable Vergütung) jährlich zu gewährenden Bezugsrechte auf Manz-Aktien, sollen die Vorstandsmitglieder zu einer nachhaltigen Steigerung des internen und externen Unternehmenswerts anregen und damit ihre Interessen mit denen der Aktionäre, aber auch der übrigen Stakeholder, wirksam verknüpfen.
Der Aufsichtsrat hat bereits bisher als variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteil mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter aufgrund des von der Hauptversammlung beschlossenen Manz Performance Share Plan 2008 den Mitgliedern des Vorstands in den Geschäftsjahren 2008, 2009 und 2010 Bezugsrechte auf Aktien der Manz Automation AG gewährt. Es wurden insgesamt 7.151 Bezugsrechte zum Bezug von bis zu 21.453 Aktien ausgegeben. Das für den Vorstand vorgesehene Kontingent des Manz Performance Share Plan 2008 in Höhe von 7.200 Bezugsrechten ist hierdurch nahezu vollständig ausgeschöpft worden.
Der Aufsichtsrat beabsichtigt, der ordentlichen Hauptversammlung 2011 einen neuen Manz Performance Share Plan 2011 sowie die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals zur Beschlussfassung vorzuschlagen und den Vorstandsmitgliedern auf dieser Grundlage auch künftig jährlich Bezugsrechte auf Aktien der Manz Automation AG zu gewähren.
Die Wartezeit für die Ausübung der auf der Grundlage des Manz Performance Share Plan 2011 auszugebenden Bezugsrechte soll mehr als vier Jahre betragen. Bei Ausübung von Bezugsrechten nach Ablauf der Wartezeit und innerhalb der Ausübungszeiträume von drei Monaten nach der jeweiligen ordentlichen Hauptversammlung werden an die Vorstandsmitglieder Manz-Aktien zum Preis von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Bezugsrechte können jedoch nur ausgeübt werden, wenn und soweit das jeweilige Erfolgsziel erreicht wurde (Performance-Komponente). Das Erfolgsziel für jede einzelne Tranche besteht in dem Mittelwert der EBIT-Margen (Betriebsergebnis (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz), die den geprüften und gebilligten Konzernjahresabschlüssen des Manz-Konzerns nach IFRS für das Geschäftsjahr, in dem die Wartezeit endet, sowie für die drei vorangehenden Geschäftsjahre zu entnehmen sind. Die Bezugsrechte sind nur dann ausübbar, wenn eine durchschnittliche EBIT-Marge von mindestens 5 % (Mindestziel) erreicht wird. Wird das Mindestziel erreicht oder übertroffen, ist bei der Berechnung der Anzahl der auf ein Bezugsrecht auszugebenden Aktien ein Erfolgsfaktor anwendbar, der sich nach der in dem Manz Performance Share Plan 2011 näher aufgeführten, oberhalb des Standardziels progressiv ansteigenden Staffelung richtet. Die Staffelung des Erfolgsfaktors reicht von dem Faktor 0,5 bei Erreichung des Mindestziels über den Faktor 1,00 bei Erreichung einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 10 % (Standard-Ziel) bis zu dem Faktor 2,0 bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von mindestens 15 % (Stretch-Ziel).
Der Manz Performance Share Plan 2011 setzt die gesetzliche Vorgabe, dass variable Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben sollen, dadurch um, dass sich der Erfolgsfaktor nach den EBIT-Margen der Konzernabschlüsse der vier Geschäftsjahre nach der Ausgabe der Bezugsrechte bemisst. Die Vorstandsmitglieder sollen hierdurch dazu motiviert werden, ihre Handlungen an dem Ziel einer nachhaltigen positiven Entwicklung der EBIT-Marge auszurichten. Dies wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass jährlich eine neue Tranche von Bezugsrechten an die Vorstandsmitglieder ausgegeben wird, die die Ausrichtung auf die künftigen EBIT-Margen laufend perpetuiert.
Die Anzahl der Aktien, zu deren Bezug die Bezugsrechte berechtigen, hängt ferner von einer Treuekomponente ab, d. h. die Anzahl der bei Ausübung der Bezugsrechte zu gewährenden Aktien erhöht sich mit zunehmender Haltedauer der Bezugsrechte durch das jeweilige Vorstandsmitglied für den Zeitraum von bis zu vier weiteren Jahren nach Ablauf der Wartezeit von mehr als vier Jahren. Dies entspricht wirtschaftlich einer Prämie für eine längere Haltedauer von Bezugsaktien. Die Treuekomponente wird in dem Manz Performance Share Plan 2011 dadurch umgesetzt, dass bei der Berechnung der Anzahl der Aktien, die je Bezugsrecht zu gewähren sind, zusätzlich ein Treuefaktor angewendet wird. Dieser reicht nach der in dem Manz Performance Share Plan 2011 näher aufgeführten Staffelung von dem Faktor 1,0 bei Ausübung innerhalb des fünften Kalenderjahres nach Ausgabe der Bezugsrechte bis zum Faktor 2,0 bei Ausübung innerhalb des achten Kalenderjahres nach Ausgabe der entsprechenden Bezugsrechte.
Die Anzahl der von dem jeweiligen Vorstandsmitglied ausgeübten Bezugsrechte wird mit dem jeweils anwendbaren Erfolgsfaktor, der sich nach dem Grad der Erreichung des Erfolgsziels richtet, sowie mit dem jeweils anwendbaren Treuefaktor, der sich nach der Haltedauer der Bezugsrechte richtet, multipliziert. Die so ermittelte Zahl entspricht der Anzahl der Aktien, die das Vorstandsmitglied aufgrund der Ausübung der betroffenen Tranche gegen Zahlung des Ausgabebetrags je Aktie erhält. Je ein Bezugsrecht berechtigt somit - bei Anwendung des maximalen Erfolgsfaktors von 2,0 und des maximalen Treuefaktors von 2,0 - zum Bezug von bis zu vier Manz-Aktien.
Der Aufsichtsrat wird in den Planbedingungen für den Fall außerordentlicher Entwicklungen eine Begrenzungsmöglichkeit für die Ausübbarkeit der den Mitgliedern des Vorstands gewährten Bezugsrechte vorsehen. Eine Begrenzung der Zuflüsse aus der langfristigen variablen Vergütung kann erforderlich sein, um die gesetzlich geforderte Angemessenheit der Vergütung sicherzustellen. Anlässe hierfür können sich durch außerordentliche Entwicklungen ergeben, die zu sogenannten "Windfall-Profits" führen.
Der Aufsichtsrat kann die Anzahl der an die einzelnen Vorstandsmitglieder zu gewährenden Bezugsrechte nach seinem freien Ermessen festlegen. Ein Anspruch der Vorstandsmitglieder auf die Gewährung von Aktienbezugsrechten besteht nicht. Für die Bemessung der Ausgabe von Bezugsrechten hat der Aufsichtsrat jedoch als Leitlinie festgelegt, dass die langfristige variable Vergütung in Form von Bezugsrechten in der Regel 50 % der Gesamtbarvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds betragen soll. Die Gesamtbarvergütung besteht hierbei aus dem Jahresfestgehalt sowie dem mittleren Zielwert der jährlichen Bartantieme in Höhe von 60 % des Jahresfestgehalts.
Bei der Ausgabe erfolgt die Bewertung der zu gewährenden Bezugsrechte anhand des Fair Value zum Zeitpunkt der Ausgabe der Bezugsrechte nach Maßgabe des Börsenkurses der Manz-Aktie am Ausgabetag abzüglich des Ausgabebetrags von 1,00 EUR je Aktie. Hierbei wird hinsichtlich der Performance-Komponente die Erreichung des Standard-Ziels einer EBIT-Marge in Höhe von 10 % (Faktor 1,0) und hinsichtlich der Treuekomponente eine Ausübung der Bezugsrechte erst kurz vor Ende der Laufzeit innerhalb des achten Kalenderjahres nach Ausgabe der Bezugsrechte (Faktor 2,0) unterstellt.
Abfindungs-Cap bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen vor, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Amtszeit und des Dienstverhältnisses, die nicht auf einem wichtigen Grund beruht, Abfindungszahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstverhältnisses vergüten werden. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps wird auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahrs und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das zum Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung laufende Geschäftsjahr abgestellt.
Regelungen für den Fall eines Change of Control
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder, Martin Hipp und Volker Renz, sehen für den Fall eines Kontrollwechsels vor, dass das Vorstandsmitglied berechtigt ist, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats zu kündigen und sein Amt als Mitglied des Vorstands mit derselben Frist niederzulegen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn der Gesellschaft eine Mitteilung eines Meldepflichtigen zugeht, dass der Meldepflichtige 25 % oder einen höheren Anteil der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat.
Das Vorstandsmitglied hat im Falle der Kündigung Anspruch auf eine Abfindung in Höhe des Festgehalts sowie der Bartantieme für die Restlaufzeit des Dienstverhältnisses. Für die Berechnung der Bartantieme ist hierbei der Durchschnitt aus der EBT-Rendite des vorangehenden Geschäftsjahrs und der nach den Planungen der Gesellschaft voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr erzielten EBT-Rendite zu Grunde zu legen. Die Abfindung ist jedoch auf den Betrag begrenzt, der sich bei einer Restlaufzeit des Dienstverhältnisses von drei Jahren ergeben würde. Beträgt die Restlaufzeit des Dienstverhältnisses zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Kündigung mehr als zwei Jahre, so verringert sich die Abfindung, soweit sie für den übersteigenden Zeitraum gewährt wird, zudem um 75 % zum Zweck der pauschalierten Anrechnung der für die Zeit nach Beendigung des Dienstverhältnisses zu erwartenden anderweitigen Einkünfte des Vorstandsmitglieds. Die bei der Abfindung zu berücksichtigenden Beträge sind ferner jeweils mit 3 % p. a. auf den Tag der Fälligkeit der Abfindung abzuzinsen. Ein Anspruch auf Abfindung besteht nicht, wenn die Gesellschaft das Dienstverhältnis wirksam aus wichtigem Grund gekündigt hat.
Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2010
Bestandteile und Höhe der Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2010
Die Mitglieder des Vorstands erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 eine Vergütung in Höhe von insgesamt 944 TEUR (Vorjahr: 1.031 TEUR).
Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 an die einzelnen Mitglieder des Vorstands gewährten Vergütungen (Vorjahreswerte in Klammern):
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (Vorjahreswerte in Klammern)
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| Erfolgsunabhängige Komponenten |
Erfolgsbezogene Komponenten (kurzfristig) |
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Festgehalt | Sonstige Bezüge* |
Bartantieme | Bezugsrechte auf Aktien (Fair Value) |
Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender |
276 (269) |
15 (15) |
18 (0) |
133 (159) |
442 (443) |
| Martin Hipp, Vorstand Finanzen |
156 (152) |
18 (18) |
11 (0) |
67 (80) |
252 (250) |
| Volker Renz, Vorstand Operations |
156 (152) |
16 (11) |
11 (0) |
67 (80) |
250 (243) |
| Otto Angerhofer** | 0 (89) |
0 (6) |
0 (0) |
0 (0) |
0 (95) |
| Gesamt | 588 (662) |
49 (50) |
40 (0) |
267 (319) |
944 (1.031) |
* Insbesondere geldwerte Vorteile der Sachbezüge und Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung (Unterstützungskasse)
** bis 31. Juli 2009
Die Bezugsrechte auf Aktien der Manz Automation AG auf der Grundlage des Manz Performance Share Plan 2008 wurden anhand anerkannter finanzmathematischer Methoden als sogenannter Fair Value zum Zeitpunkt der Ausgabe der Bezugsrechte nach Maßgabe des Börsenkurses der Manz-Aktie am Ausgabetag abzüglich des Ausgabebetrags von 1,00 EUR je Aktie bewertet. Hierbei wurde hinsichtlich der Performance-Komponente die Erreichung des Standard-Ziels einer EBIT-Marge in Höhe von 12 % (Faktor 1,0) und hinsichtlich der Treuekomponente eine Ausübung der Bezugsrechte erst kurz vor Ende der Laufzeit innerhalb des achten Kalenderjahres nach Ausgabe der Bezugsrechte (Faktor 2,0) unterstellt.
System der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2010
Im Geschäftsjahr 2009 und 2010 setzte sich das Vergütungssystem für den Vorstand aus festen und variablen Bestandteilen zusammen. Bei der Bemessung der Höhe der Vergütungselemente wurde jeweils zwischen dem Vorsitzenden des Vorstands und den weiteren Vorstandsmitgliedern differenziert.
Feste Vergütungselemente
Die festen Bestandteile der Vorstandsvergütung bestanden aus einem monatlichen Festgehalt und laufenden Sachbezügen sowie aus Beiträgen zur betrieblichen Altersversorgung.
Das Festgehalt wurde in zwölf monatlich gleichbleibenden Teilbeträgen entrichtet.
Als Sachbezug wurde den Vorstandsmitgliedern jeweils ein angemessener Dienstwagen zur Verfügung gestellt, der auch privat genutzt werden konnte. Die Gesellschaft hat zudem zugunsten der Vorstandsmitglieder eine Unfallversicherung mit angemessenen Versicherungsleistungen abgeschlossen, die auch Unfälle im Privatbereich abdeckt. Ferner bestand für die Vorstandsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine sogenannte D&O-Versicherung.
Mit dem Vorsitzenden des Vorstands, Dieter Manz, besteht eine Pensionsvereinbarung für ein lebenslängliches Ruhegeld für den Fall des Ausscheidens nach dem vollendeten 65. Lebensjahr oder infolge Berufsunfähigkeit. Ferner ist für den Fall des Ablebens zugunsten der Ehefrau eine lebenslängliche Hinterbliebenenrente vereinbart. Für die Vorstandsmitglieder, Martin Hipp und Volker Renz, hat die Gesellschaft Beiträge zu einer Altersvorsorge in Form einer Unterstützungskasse geleistet.
Variable Vergütungselemente
Die variable Vergütung umfasste zum einen eine jährliche, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente in Form einer jährlichen Bartantieme (kurzfristige variable Vergütung) und zum anderen eine aktienbasierte Komponente mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage in Form von jährlich zu gewährenden Bezugsrechten auf der Grundlage des Manz Performance Share Plan 2008 (langfristige variable Vergütung).
Die jährliche Bartantieme wurde in Abhängigkeit vom Konzernergebnis vor Steuern (EBT) des jeweiligen Geschäftsjahrs gewährt. Für den Vorsitzenden des Vorstands, Dieter Manz, betrug die Bartantieme 2,5 % des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT), höchstens jedoch 25 % der sich nach Berechnung der Tantieme ergebenden jährlichen Gesamtvergütung. Für die Mitglieder des Vorstands, Martin Hipp und Volker Renz, betrug die Bartantieme 1,5 % des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT), höchstens jedoch 20 % zuzüglich eines im Ermessen des Aufsichtsrats stehenden variablen Anteils von maximal 5 %, der sich nach Berechnung der Tantieme ergebenden jährlichen Gesamtvergütung.
Der Aufsichtsrat hat den Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 als langfristige variable Vergütung Bezugsrechte auf Aktien der Manz Automation AG aufgrund des von der Hauptversammlung beschlossenen Manz Performance Share Plan 2008 gewährt, die die nachstehenden wesentlichen Merkmale aufweisen:
Die Wartezeit für die Ausübung der ausgegebenen Bezugsrechte beträgt mehr als zwei Jahre. Bei Ausübung von Bezugsrechten nach Ablauf der Wartezeit und innerhalb der Ausübungszeiträume von drei Monaten nach der jeweiligen ordentlichen Hauptversammlung werden an die Vorstandsmitglieder Manz-Aktien zum Preis von je 1,00 EUR ausgegeben.
Die Bezugsrechte können jedoch nur ausgeübt werden, wenn und soweit das jeweilige Erfolgsziel erreicht wurde (Performance-Komponente). Das Erfolgsziel für jede einzelne Tranche besteht in der EBIT-Marge (Betriebsergebnis (EBIT) im Verhältnis zum Umsatz), die dem geprüften und gebilligten Konzernjahresabschluss des Manz-Konzerns nach IFRS für das Geschäftsjahr, in dem die Wartezeit endet, zu entnehmen ist. Die Bezugsrechte sind nur dann ausübbar, wenn eine EBIT-Marge von mindestens 9 % (Mindestziel) erreicht wird. Wird das Mindestziel erreicht oder übertroffen, ist bei der Berechnung der Anzahl der auf ein Bezugsrecht auszugebenden Aktien ein Erfolgsfaktor anwendbar, der sich nach der in dem Manz Performance Share Plan 2008 näher aufgeführten Staffelung richtet. Die Staffelung des Erfolgsfaktors reicht von dem Faktor 0,75 bei Erreichung des Mindestziels über den Faktor 1,00 bei Erreichung einer EBIT-Marge von 12 % (Standard-Ziel) bis zu dem Faktor 1,5 bei einer EBIT-Marge von mindestens 15 % (Stretch-Ziel).
Die Anzahl der Aktien, zu deren Bezug die Bezugsrechte berechtigen, hängt ferner von einer Treuekomponente ab, d. h. die Anzahl der bei Ausübung der Bezugsrechte zu gewährenden Aktien erhöht sich mit zunehmender Haltedauer der Bezugsrechte durch das jeweilige Vorstandsmitglied für den Zeitraum von bis zu vier weiteren Jahren nach Ablauf der Wartezeit von mehr als zwei Jahren. Hierfür wird bei der Berechnung der Anzahl der Aktien, die je Bezugsrecht zu gewähren sind, zusätzlich ein Treuefaktor angewendet. Dieser reicht nach der in dem Manz Performance Share Plan 2008 näher aufgeführten Staffelung von dem Faktor 1,0 bei Ausübung innerhalb des dritten Kalenderjahres nach Ausgabe der Bezugsrechte bis zum Faktor 2,0 bei Ausübung innerhalb des sechsten Kalenderjahres nach Ausgabe der entsprechenden Bezugsrechte.
Die Anzahl der von dem jeweiligen Vorstandsmitglied ausgeübten Bezugsrechte wird mit dem jeweils anwendbaren Erfolgsfaktor, der sich nach dem Grad der Erreichung des Erfolgsziels richtet sowie mit dem jeweils anwendbaren Treuefaktor, der sich nach der Haltedauer der Bezugsrechte richtet, multipliziert. Die so ermittelte Zahl entspricht der Anzahl der Aktien, die das Vorstandsmitglied aufgrund der Ausübung der betroffenen Tranche gegen Zahlung des Ausgabebetrags je Aktie erhält. Je ein Bezugsrecht berechtigt somit - bei Anwendung des maximalen Erfolgsfaktors von 1,5 und des maximalen Treuefaktors von 2,0 - zum Bezug von bis zu drei Manz-Aktien.
Der Aufsichtsrat hat in den Planbedingungen für den Fall außerordentlicher Entwicklungen eine Begrenzungsmöglichkeit für die Ausübbarkeit der den Mitgliedern des Vorstands gewährten Bezugsrechte vorgesehen.
Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die bisherige Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Manz Automation AG auf der Grundlage des Manz Performance Share Plan 2008 an die Mitglieder des Vorstands:
AUSGABE VON BEZUGSRECHTEN
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| (in Stück) | (in TEUR) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Ausgabe Tranche 2008 (nicht ausübbar) |
Ausgabe Tranche 2009 (ggf. ausübbar ab 2012) |
Ausgabe Tranche 2010 (ggf. ausübbar ab 2013) |
Gesamt | Fair Value der ggf. ausübbaren Bezugsrechte* |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dieter Manz | 546 | 1.660 | 1.367 | 3.573 | 292 |
| Martin Hipp | 273 | 830 | 686 | 1.789 | 147 |
| Volker Renz | 273 | 830 | 686 | 1.789 | 147 |
| Gesamt | 1.092 | 3.320 | 2.739 | 7.151 | 586 |
* Nur Tranchen 2009 und 2010
Die im Geschäftsjahr 2008 an die Mitglieder des Vorstands ausgegebenen Bezugsrechte sind nicht ausübbar und ersatzlos entfallen, da im Geschäftsjahr 2010 das Mindestziel (EBIT-Marge in Höhe von 9 %) nicht erreicht worden ist.
Regelungen für den Fall eines Change of Control
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder, Martin Hipp und Volker Renz, sahen in der seit Februar 2010 geltenden Fassung für den Fall eines Kontrollwechsels (Erwerb von Aktien durch einen Aktionär im Umfang von mindestens 25 % des Grundkapitals der Gesellschaft) vor, dass das Vorstandsmitglied berechtigt ist, innerhalb von sechs Monaten nach der Wirksamkeit des Kontrollwechsels, das Vorstandsmandat unter Einhaltung einer sechsmonatigen Frist zum Monatsletzten niederzulegen und aus dem Dienstverhältnis auszuscheiden. Als Abfindung waren dem Vorstandsmitglied die Bezüge zu erstatten, die es erhalten würde, wenn es seinen Dienstvertrag bis zum vereinbarten Ende erfüllt hätte, aber mindestens ein Jahresgehalt.
Aktienorientierte Anreizsysteme für weitere Führungskräfte
Der Vorstand hat aufgrund des von der Hauptversammlung beschlossenen Manz Performance Share Plan 2008 Mitgliedern der Geschäftsführungen von verbundenen Unternehmen der Gesellschaft sowie Führungskräften der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräften von verbundenen Unternehmen der Gesellschaft unterhalb der Geschäftsführungen in den Geschäftsjahren 2008, 2009 und 2010 Bezugsrechte auf Aktien der Manz Automation AG mit einer Ausrichtung auf eine im übernächsten Geschäftsjahr zu erreichende EBIT-Marge von mindestens 9 % und einer Prämie für das mehrjährige Halten der ausübbaren Bezugsrechte gewährt. Es wurden insgesamt 3.320 Bezugsrechte zum Bezug von bis zu 9.960 Aktien ausgegeben. Die wesentlichen Merkmale des Manz Performance Share Plan 2008 sind oben im Abschnitt "Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 - System der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2010 - Variable Vergütungselemente" dargestellt.
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der ordentlichen Hauptversammlung 2011 einen neuen Manz Performance Share Plan 2011 sowie die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals zur Beschlussfassung vorzuschlagen und ausgewählten Führungskräften auf dieser Grundlage auch künftig jährlich Bezugsrechte auf Aktien der Manz Automation AG zu gewähren. Die Ziele und die wesentlichen Merkmale des neuen Manz Performance Share Plan 2011 sind oben im Abschnitt "System der Vorstandsvergütung - Variable Vergütungselemente - Manz Performance Share Plan 2011" dargestellt.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt. Danach erhält jedes Aufsichtsratsmitglied neben der Erstattung seiner Auslagen eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung in Höhe von 8.000,00 EUR sowie eine nach Billigung des IFRS-Konzernabschlusses der Gesellschaft zahlbare Tantieme in Höhe von 25,00 EUR je 0,01 EUR Konzernergebnis je Aktie (unverwässert), das über ein Konzernergebnis je Aktie (unverwässert) von 0,04 EUR hinaus erreicht wird, höchstens jedoch in Höhe von 8.000,00 EUR. Die Vergütung beträgt für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält einen Zuschlag von 50 % auf die Vergütung. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Eine auf ihre Bezüge zu entrichtende Umsatzsteuer wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats von der Gesellschaft erstattet. Ferner besteht zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine sogenannte D&O-Versicherung.
Auf der Grundlage des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 eine Vergütung in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR).
Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Vergütungen der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 (Vorjahreswerte in Klammern):
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS (Vorjahreswerte in Klammern)
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| (in TEUR) | Feste Vergütung |
Variable Vergütung |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Dr. Jan Wittig, Vorsitzender (bis 6.3.2010) |
4 (16) |
0 (0) |
4 (16) |
| Prof. Dr. Heiko Aurenz, Vorsitzender |
15 (12) |
1 (0) |
16 (12) |
| Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Rolf D. Schraft |
8 (8) |
1 (0) |
9 (8) |
| Dr. Guido Quass, stellvertretender Vorsitzender (17.3.-22.6.2010) |
3 | 0 | 3 |
| Dipl.-Ing. Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender (seit 22.6.2010) |
6 | 1 | 7 |
| Gesamt | 36 (36) |
3 (0) |
39 (36) |
Ferner bestand für die Aufsichtsratsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine sogenannte D&O-Versicherung.
Der Stellenwert des Aufsichtsrats mit der Aufgabe, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen, hat in den letzten Jahren aufgrund von gesetzlichen Reformen zugenommen. Der gestiegenen Verantwortung des Aufsichtsrats und dem sich daraus auch ergebenden zeitlichen Aufwand sollte bei der Bemessung der Vergütung des Aufsichtsrats Rechnung getragen werden. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen daher, der ordentlichen Hauptversammlung 2011 vorzuschlagen, die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats angemessen an das Vergütungsniveau vergleichbarer Unternehmen anzupassen und der Hauptversammlung einen entsprechenden Beschlussvorschlag zur Änderung der Satzung zu unterbreiten.
VERTRAUEN SICHERT WACHSTUM
WIR HABEN EINE HOHE KUNDENZUFRIEDENHEIT. WEIL UNS LANGJÄHRIGE PARTNERSCHAFTEN WICHTIGER SIND ALS KURZFRISTIGE ERFOLGE. MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
BHUSHAN BAJAJ, VERTRIEBSMANAGER, MANZ INDIEN
KONZERNLAGEBERICHT
WIRTSCHAFTSBERICHT
UNTERNEHMENSSITUATION
Konzernstruktur und Beteiligungen
Die Manz Automation AG (später auch "Manz" oder "Manz Automation") mit Sitz in Reutlingen ist einer der weltweit führenden Technologieanbieter von integrierten Systemlösungen für die Photovoltaikindustrie. Darüber hinaus verfügt Manz über Einzelequipment innerhalb des Solarsegments in den Bereichen Automatisierung, Qualitätssicherung und Laserprozesstechnik. Für die FPD- und Leiterplattenindustrie werden vornehmlich Technologien in den Bereichen Automatisierung und Nasschemie angeboten. Neben einer intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und der Bündelung des Know-hows auf Konzernebene will die Manz-Gruppe eine aktive Rolle in der Konsolidierung der Solarbranche einnehmen, um die technologische Marktführerschaft zu sichern und weiter auszubauen.
Neuaufteilung der Geschäftsbereiche
Im Geschäftsjahr 2010 waren die Produkte und Dienstleistungen der Manz Automation in den Geschäftsbereichen "Solar", "FPD", "New Business" und "Sonstige" zusammengefasst. Darüber hinaus wurde aufgrund der starken Umsatzentwicklung im Bereich des Drittkundengeschäfts für Halbleitermaschinen rückwirkend zum 1. Januar 2010 ein fünftes Berichtssegment Leiterplatten/OEM ins Leben gerufen. Im Rahmen der bis dahin geltenden Konzernstruktur wären im Geschäftsbereich "Sonstige" ein Anteil von über 25 % an den Gesamtumsätzen der Manz Automation erwirtschaftet worden. Damit waren die Kriterien für eine Aufschlüsselung und für die Etablierung eines eigenen Berichtssegments im Sinne von IFRS 8 erfüllt. Mit einem Umsatzanteil von 21,4 % sind die Kriterien für ein eigenes Berichtssegment im Sinne von IFRS 8 erfüllt. Die Verpflichtung der Gesellschaft zum Ausweis dieses Segments nach IFRS 8 könnte jedoch zukünftig mit einem sinkenden Anteil des Berichtssegments Leiterplatten/OEM an den Gesamtumsätzen der Manz Automation wieder entfallen. Im neuen Segment sind nun das Drittkundengeschäft der Manz Slowakei, welches die Fertigung von Maschinen zur Herstellung von Halbleitern umfasst, sowie die Herstellung von Maschinen zur Produktion von Leiterplatten der Manz Taiwan enthalten.
Forschung und Entwicklung setzen Meilensteine für die Gesellschaft
Dabei zeichnet sich die Reutlinger Muttergesellschaft Manz Automation AG für konzernübergreifende Schlüsselfunktionen verantwortlich, vor allem die technologische Weiterentwicklung des Produktportfolios, Marketing und Vertrieb sowie die administrative Steuerung der gesamten Gruppe. Zudem erfolgt am Standort Reutlingen die Endmontage von Systemen. Besonders hervorzuheben ist die Stärke der Gesellschaft im Bereich Forschung und Entwicklung. So ist es der Manz Automation auch im Geschäftsjahr 2010 gelungen, mit technologischen Entwicklungen Meilensteine für die Branche zu setzen. Die Zentralisierung der Produktentwicklung am Heimatstandort Reutlingen ist ein wesentlicher Bestandteil des Intellectual-Property-Managements des Konzerns. Um auch zukünftig hohe Investitionen in dem Bereich Forschung und Entwicklung zu ermöglichen, müssen temporäre Wettbewerbsvorteile möglichst lange gehalten werden. Neben einer geographischen Konzentration der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten, gewährleisten Patente und Schutzrechte die Absicherung von Innovationen.
Insgesamt werden in dem Konzernabschluss der Manz Automation AG zum 31. Dezember 2010 19 Unternehmen einbezogen und entsprechend voll konsolidiert. Als Muttergesellschaft des Konzerns hielt das Unternehmen am Stichtag jeweils 100 %-Beteiligungen an sieben ausländischen und zwei inländischen Tochtergesellschaften in Reutlingen bzw. Tübingen sowie drei Enkelgesellschaften in China und zwei Enkelgesellschaften in Taiwan. Darüber hinaus bestehen eine Enkelgesellschaft in Indien, zwei Urenkelgesellschaften auf British Virgin Island sowie eine Urenkelgesellschaft in China. Zwei Töchter haben ihren Sitz in Ungarn und jeweils eine Gesellschaft besteht in den USA, der Slowakei, Spanien, Israel und Hongkong.
MANZ AUTOMATION AG

WAS WIR WELTWEIT BEWEGEN

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| 1 | Deutschland Reutlingen, Tübingen, Karlstein, Leipzig Production, Sales & Service |
| 2 | Ungarn Debrecen Production & Service |
| 3 | Slowakei Nove Mesto nad Vahom Production, Sales & Service |
| 4 | Spanien Madrid Sales & Service |
| 5 | USA North Kingstown Sales & Service |
| 6 | Taiwan Taoyuan, Taichung, Tainan Production, Sales & Service |
| 7 | Süd-Korea Seoul, Incheon Sales & Service |
| 8 | China Shanghai, Suzhou, Wuxi, Yingkuo, Huaian, Jiangyin, Ningbo, Longhua, Xiamen Production, Sales & Service |
| 9 | Indien New Delhi, Bangladesh, Kalkutta, Bangalore, Hyderabad Sales & Service |
| 10 | Israel Petach-Tikva Development |
Produkte und Wertschöpfungsstufen
Mit ihrer über 20-jährigen Erfahrung in den Bereichen Robotik, Steuerungstechnik, Bildverarbeitung, Qualitätssicherung, Laserprozesstechnik und nasschemische Prozesse engagiert sich die Manz Automation vor allem in globalen Hightech-Wachstumsmärkten. Dabei nehmen die angebotenen Systemlösungen bereits heute eine weltweit führende Marktposition ein - sowohl im Hinblick auf den technologischen Standard als auch auf die Leistungsfähigkeit und Qualität. Umfangreiche Maßnahmen zur Stärkung der globalen Marktposition sowie die konsequente Umsetzung der Internationalisierungsstrategie des Unternehmens haben zu dem Ergebnis geführt, dass Manz, verglichen mit dem Wettbewerb, über das mit Abstand umfangreichste Netz eigener, weltweiter Vertriebs-, Service- und Produktionsstandorte verfügt.
Produkte im Geschäftsbereich Solar
Die Zukunft gehört der Sonne: Photovoltaik weiter auf dem Vormarsch
Der Sonne gehört die Zukunft. Während die weltweite Energiebereitstellung heute immer noch primär auf fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl und Erdgas beruht, besteht mittlerweile kaum noch ein Zweifel daran, dass dieser Energiemix perspektivisch nicht mehr haltbar sein wird. CO2 -Emissionen verstärken den Treibhauseffekt, nicht mehr hinnehmbare Umweltschäden wie kürzlich im Falle der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und eine begrenzte zeitliche Reichweite fossiler Brennstoffe - zu schwer wiegen mittlerweile die Nachteile, als dass sie in der globalen energiepolitischen Agenda weiter ignoriert werden könnten. Demgegenüber vereinen regenerative Energien und vor allem Photovoltaik viele Vorteile: So reduziert die Solartechnologie im alternativen Einsatz zu fossilen Energieträgern den Ausstoß des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid. Auf der anderen Seite erhalten die Energieverbraucherstaaten wieder mehr Souveränität im Hinblick auf ihre Energieversorgung. Bemerkenswert ist zudem, dass binnen einer halben Stunde so viel Sonnenstrahlung auf die Erde trifft, dass damit theoretisch der gesamte jährliche Energiebedarf gedeckt werden könnte. So kann durch die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie bereits heute der Energiebedarf durch einen zunehmenden Anteil regenerativer Energiequellen gedeckt werden. Zudem bietet die Photovoltaik sehr gute Möglichkeiten für eine dezentralisierte Energieversorgung in entlegenen Gegenden mit keiner oder nur einer unzureichenden Stromnetz-Infrastruktur. Die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie erfolgt in Solarzellen, dem Herzstück von Photovoltaikanlagen. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden der Gesellschaft im Bereich Photovoltaik sind die Reduzierung der Produktionskosten sowie die Steigerung der Wirkungsgrade von zentraler Bedeutung. Mit den Systemen der Manz Automation können die Kunden - weltweit führende Hersteller von Solarzellen - genau diese beiden Anforderungen erfüllen.
Der Geschäftsbereich Solar umfasst Systemlösungen für die Herstellung von kristallinen Solarzellen sowie für die Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen. Mit der Eröffnung des Entwicklungszentrums für Vakuumbeschichtungstechnologie in Karlstein wird der zukünftige Anteil von in der Manz-Gruppe entwickelten und produzierten Maschinen auf bis zu 90 % gesteigert - sowohl für kristalline Solarzellen als auch für Dünnschicht-Solarmodule. Darüber hinaus wurde im vergangenen Geschäftsjahr mit dem Know-how Lizenzierungs- und Kooperationsvertrag mit Würth Solar ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer marktführenden Position als Anbieter komplett integrierter und wirtschaftlicher CIGS-Produktionslinien (CIGSfab) erreicht.
Segment kristalline Solarzellen (cSi)
Bei der Herstellung von kristallinen Solarzellen (cSi) werden verschiedene Produktionsschritte durchlaufen. Klassischerweise wird dabei die Wertschöpfungskette in fünf Stufen unterteilt:
WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Ziel ist die Lieferung integrierter Gesamtlinien: weiterer Ausbau der Wertschöpfungstiefe - geplant auf 90 %
Dabei konzentriert sich die Manz Automation hauptsächlich auf die dritte Stufe der Wertschöpfungskette zur Herstellung von kristallinen Solarzellen - die Verarbeitung von Wafern zu photovoltaischen Zellen. Dieser Herstellungsprozess untergliedert sich wiederum in zehn wesentliche Produktionsschritte, von der Eingangsprüfung der Silizium-Wafer (dem Rohmaterial für Solarzellen) bis hin zur Prüfung der fertigen Solarzellen und der Verpackung. In diesem Kontext dienen die Inline-Systemlösungen von Manz einer effizienten Verkettung der einzelnen Prozessschritte, das heißt z. B. das Be- und Entladen von Prozessmaschinen, aber auch komplette Automatisierungslösungen mit integrierten Puffersystemen. Effizienzsteigernd wirken sich auch die innovativen Prozessanlagen von Manz aus: In Kombination mit dem Manz High Accuracy Printer HAP 2400, zum Präzisionsdruck der Leiterbahnen auf die Solarzellen, und durch den Einsatz der Manz Laseranlagen zum Erzeugen von selektiven Emittern, kann ein um bis zu 0,5 % höherer Wirkungsgrad erreicht werden - bei heute üblichen kristallinen Solarzellen demnach eine Steigerung auf rund 16,5 bis 17 %. Dabei sammelt der Emitter - die sonnenzugewandte Schicht einer Solarzelle - die vom Sonnenlicht erzeugten Ladungsträger ein und schickt sie über dünne Leiterbahnen zum elektrischen Verbraucher. Damit wird die Manz Automation ihrem eigenen Anspruch gerecht, mit der Entwicklung neuer Methoden für die Hersteller einen signifikanten wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen.
PROZESSSCHRITTE ZUR HERSTELLUNG VON KRISTALLINEN SILIZIUM-SOLARZELLEN

Insgesamt müssen die Solarzellenhersteller für den Aufbau einer vollautomatisierten und damit kosteneffizienten und wirtschaftlichen Produktionslinie mit einer jährlichen Produktionsleistung von 60 MW circa 10 Mio. bis 12 Mio. EUR investieren. Aktuell wird ein Anteil von rund 70 % der Gesamtinvestitionen innerhalb der dritten Stufe der Wertschöpfungskette von dem Leistungsangebot der Gesellschaft abgedeckt und bereits heute finden Manz-Systeme bei nahezu allen großen Herstellern von Solarzellen weltweit Anwendung. Damit konnte die Fertigungstiefe, die durch das breite Leistungsspektrum der Manz Automation abgedeckt wird, im Vergleich zum Vorjahr signifikant gesteigert werden. Auch zukünftig plant die Gesellschaft, diesen Trend weiter fortzusetzen und strebt einen Anteil von 90 % von Inhouse entwickelten und produzierten Maschinen für kristalline Solarzellen an. Gewährleistet werden soll dies durch eine zusätzliche Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivität sowie durch die Integration weiterer Prozessschritte. Konkret soll dies durch die Entwicklung der Silizium-Nitrit-Beschichtungsanlage erreicht werden. Dadurch etabliert sich Manz als unverzichtbarer Partner und Anbieter innovativer Produktionslinien. Bereits seit dem Geschäftsjahr 2009 bietet die Manz Automation durch eigene Produktentwicklungen den zweiten Teil dieser gesamten Produktionslinie für kristalline Solarzellen - das sogenannte Backend - vollständig aus einer Hand an.
Segment Dünnschicht-Solarmodule
Auch für die Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen ist ein besonders günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis im Herstellungsprozess von zentraler Bedeutung. Grid Parity ist der langfristige Maßstab. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sowohl signifikante Effizienzsteigerungen wie auch wesentliche Kosteneinsparungen realisiert werden. Dabei ermöglicht das Leistungsspektrum der Manz Automation seinen Kunden, den gestiegenen Anforderungen durch den Wettbewerb gerecht zu werden. Dünnschicht-Solarmodule werden durch Aufbringen von wenigen mikrometerdünnen Schichten aus leitendem und halbleitendem Material auf Glassubstraten hergestellt. Durch diese Technik können die Hersteller die Materialkosten deutlich reduzieren, da Wafer aus kristallinem Silizium nicht erforderlich sind. Zwar weist die Dünnschicht-Technologie einen geringeren Wirkungsgrad auf und benötigt bei der Installation der Solaranlagen mehr Platz - jedoch ist diese Technik mit ihren niedrigeren Kosten pro Watt preiswerter in der Herstellung und damit unter bestimmten Rahmenbedingungen sehr attraktiv für Betreiber von Solaranlagen. Eine besondere Stärke von Dünnschicht-Solarmodulen besteht darin, dass sie diffuse Sonneneinstrahlungen (z. B. bei einem bewölkten Himmel oder bei Verschattung) besser als kristalline Zellen nutzen können. Durch einen besseren Temperaturkoeffizienten eignen sich Dünnschicht-Solarmodule zudem hervorragend für den Einsatz in heißen Klimazonen.
Manz ist bereits heute der weltweit einzige Hersteller für schlüsselfertige, integrierte und vollproduktive Produktionslinien für CIGS-Module (CIGSfab)
Der Produktionsprozess für Dünnschicht-Solarmodule besteht im Wesentlichen aus einem mehrstufigen Beschichtungsprozess der Glassubstrate sowie einer jeweils anschließenden Laser- bzw. mechanischen Strukturierung. Unter dem Gesamtkonzept "Total Fab Solution" werden hierbei alle Produktkomponenten von Manz zur wirtschaftlichen Fertigung von Dünnschicht-Solarmodulen zusammengefasst. Dabei zeichnen sich die Automatisierungslösungen (Total Fab Automation) durch geringe Betriebskosten und eine hohe Produktivität aus - hier profitieren die Kunden von umfassenden Synergien aus dem langjährigen und erfolgreichen Engagement der Gesellschaft in der FPD-Industrie. Mit den Nutzungsrechten an der CIGS-Produktionstechnologie der Würth Solar, die aus Sicht der Gesellschaft leistungsfähigste Dünnschicht-Technologie im Markt, wurde das Geschäftsmodell der Gesellschaft nochmals erweitert. Manz ist dadurch der weltweit einzige Anbieter von schlüsselfertigen, integrierten und vollproduktiven Produktionslinien für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule, die bereits heute wirtschaftlich betrieben werden können. Darüber hinaus gelang es der Gesellschaft, die Innovationsführerschaft im Bereich dieser Technologie weiter auszubauen. Neben Komplettlösungen aus einer Hand fokussiert sich die Gesellschaft zudem auf die weitere Integration der Produktionsschritte sowie auf die Entwicklung und Produktion von Systemen für die Laserstrukturierung, mechanische Strukturierung und Laserrandentschichtung. Im Bereich der Laserstrukturierung ist die Manz Automation mit einem Anteil von über 60 % Weltmarktführer. Einzelequipment, wie Anlagen zum Laserschneiden von Glassubstraten sowie nasschemische Ätzanlagen zum Reinigen oder Vorätzen der TCO-Schicht, runden das breite Leistungsportfolio der Gesellschaft im Bereich Dünnschicht-Solarmodule ab.
Mit den Nutzungsrechten an der Würth CIGS-Solartechnologie konnte der prozentuale Wertschöpfungsanteil am Gesamtvolumen einer vollautomatisierten Produktionslinie für Dünnschicht-Solarmodule deutlich erhöht werden. So deckt die Gesellschaft in Verbindung mit der ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 gegründeten Manz Coating für Vakuumbeschichtungstechnologie einen Anteil von rund 90 % entlang der Wertschöpfungskette für die CIGS-Dünnschicht-Technologie ab. Insgesamt beläuft sich das Umsatzpotenzial für eine Produktionsanlage (CIGSfab) mit einer Kapazität von 120 MW pro Jahr auf rund 150 Mio. EUR.
PROZESSSCHRITTE ZUR HERSTELLUNG VON DÜNNSCHICHT-SOLARMODULEN

Produkte im Geschäftsbereich FPD (Flat Panel Display)
Geschäftsbereich FPD: exzellente Wachstumsperspektiven durch Boom touch-fähiger Applikationen erwartet
Die Manz Automation blickt auf eine lange und ausgesprochen erfolgreiche Historie in der FPD-Industrie zurück. Bereits seit 1994 sind Automatisierungssysteme für die Handhabung von Glassubstraten unterschiedlichster Größe bereits am Markt etabliert. Zum Einsatz kommen diese Substrate derzeit vor allem bei der Produktion von Flachbildschirmen, die bereits heute sehr weit verbreitet sind und die vor allem im Bereich touch-fähiger Anwendungen in Zukunft einen noch größeren Stellenwert einnehmen werden (z. B. Apple iPhone® und iPad® ). Dabei erfolgt die Fertigung von LCD-Displays unter extremen Reinraumbedingungen, was mit sehr spezifischen Anforderungen an die eingesetzten Automatisierungs- und Produktionssysteme einhergeht. So wird z. B. der Vermeidung von Bruchraten eine besonders hohe Priorität zuteil, da selbst geringste Verunreinigungen, die auf mikroskopisch kleine Schwebeteilchen zurückzuführen sind, zwangsläufig zu Produktionsausfällen führen. Die Reinraumtauglichkeit des Manz Robotersystems für das Handling von Glassubstraten wurde vom Fraunhofer IPA Institut zertifiziert. Ein weiterer Schlüssel für das schonende und sichere Handling ist die innovative AirCushion-Technologie. Mit Hilfe dieses Verfahrens wird ein nahezu berührungsfreier Transport der Substrate ermöglicht, wodurch Verunreinigungen und Beschädigungen vermieden werden können. Darüber hinaus ist eine hohe Durchsatzgeschwindigkeit ein entscheidendes Wirtschaftlichkeitskriterium, um die Produktionskosten möglichst niedrig zu halten. Neben den Automatisierungssystemen für das Be- und Entladen von Inline-Sputteranlagen (Vakuumbeschichtungsanlagen für Glassubstrate) umfasst das Leistungsangebot der Gesellschaft auch Systeme für das Laserschneiden von Glassubstraten sowie die Inline-Inspektion. Gleichzeitig zeichnen sich die Maschinen der Manz Automation durch geringste Bruchraten aus - bei Reinraumanwendungen ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Produkte am Markt. Durch die Manz Taiwan Ltd. hat die Manz-Gruppe das Produktportfolio unter anderem um nasschemische Prozessanlagen für die LCD-Industrie ergänzt. Hierbei geht es um Prozesse wie Ätzen und Reinigen im Rahmen der Herstellung von Displays. Abgerundet wird das Produktportfolio in diesem Geschäftsbereich durch nasschemische Prozessanlagen zum Rework, d. h. das komplette Entfernen aller Schichten, um das Glassubstrat erneut in den Produktionsprozess einzuschleusen.
Produkte im Geschäftsbereich New Business
In dem zukunftsweisenden Geschäftsbereich New Business werden hauptsächlich Systemlösungen für die industrielle Fertigung von Li-Ion-Batterien entwickelt. Dabei profitiert der Bereich von den über lange Jahre gewachsenen Kernkompetenzen der Manz-Gruppe in den Bereichen Robotik, Laserprozesstechnik, Steuerungs- und Antriebstechnik sowie im Verarbeiten von Rollenmaterial. Mit der Entwicklung und Herstellung effizienter und wirtschaftlicher Produktionstechnologien für Li-Ion-Batterien im Rahmen eines Forschungsprojekts hat die Gesellschaft den Grundstein dafür gelegt, an der Entwicklung des zukunftsträchtigen E-Mobility-Markts in hohem Maße zu partizipieren. Dabei erstreckt sich das Leistungsspektrum der Manz Automation von der Batteriezellenfertigung ("Reel to Cell") bis zur Montage der einzelnen Batteriezellen in ein Batteriesystem ("Cell to System"). Für eine nachhaltige Ausgestaltung des Antriebskonzepts Elektromobilität ist es zwingend erforderlich, dass der dafür notwendige Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Somit profitieren auch der Geschäftsbereich Solar von dem Engagement der Gesellschaft im Bereich der E-Mobility. Weitere Synergieeffekte können sich aus der langjährigen Erfahrung der Manz Automation ergeben, innovative und zukunftsträchtige Technologien erfolgreich im Markt zu etablieren.
Produkte im Berichtssegment Leiterplatten/OEM
Rückwirkend zum 1. Januar 2010 wurde mit der Etablierung des Berichtssegments "Leiterplatten/OEM" der entsprechenden Stellung dieses Tätigkeitsfelds im Hinblick auf Umsatz und Ertrag und der damit verbundenen Verpflichtung zur Segmentberichterstattung nach IFRS 8 Rechnung getragen. Hierbei geht es um die Herstellung von Anlagen für die Halbleiterindustrie, die weitgehend als sogenanntes OEM-Geschäft getätigt wird und zur besseren Auslastung der Kapazitäten dient. Im Teilsegment Leiterplatten/OEM ist die Manz Automation einer der Weltmarktführer im Hinblick auf nasschemische Prozesse und der Automatisierung bei der Herstellung von Anlagen zur Herstellung und Bearbeitung von Leiterplatten (PCBs).
Produkte im Geschäftsbereich Sonstige
Ergänzt wird das Produktportfolio der Manz Automation mit dem Geschäftsbereich Sonstige, der neben Systemlösungen für die Verpackungsindustrie Anlagen für die automatisierte Handhabung von Kleinteilen umfasst. Dabei beinhaltet das Leistungsangebot im Segment der Papier- und Folienverarbeitung Maschinenlinien zur Produktion von zylindrischen Texthülsen und Rohren aus Papier/Karton sowie Produktionsanlagen für die Herstellung von Kombidosen, Schachteln, Flaschenkapseln aus PVC und weiteren Verbundmaterialien.
Kunden
Kunden im Geschäftsbereich Solar
Der Geschäftsbereich Solar umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Systemlösungen sowohl für die Produktion von kristallinen Solarzellen als auch für die Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen. Außerhalb Japans zählen weltweit nahezu alle großen Hersteller von Silizium-Solarzellen zu den Kunden der Manz Automation AG, z. B. Yingli und Motech. Die Top-Kunden des Segments Dünnschicht-Solarmodule sind unter anderem Schüco, Avancis und Abound Solar. Damit hat sich die Gesellschaft mit ihren Hightech-Maschinen als bevorzugter Equipment-Lieferant weltweit führender Anbieter im Photovoltaikmarkt etabliert.
Kunden im Geschäftsbereich FPD
LCD-Kunden gehören zu den fünf größten Herstellern
Der Wachstumsmarkt FPD wird in hohem Maße von den Herstellern aus Fernost dominiert - fast alle wesentlichen Produktionsstätten für Flachbildschirme haben ihren Standort in Asien. Aus diesem Grund hat die Manz Automation sowohl ihre Entwicklung als auch ihre Produktion in diesem Geschäftsbereich auf die Tochterunternehmen in Taiwan und China fokussiert. Auch die Kunden der Gesellschaft sind fast ausschließlich in Asien beheimatet. Hauptabsatzmärkte sind dort in erster Linie Taiwan, China und Südkorea. Aktuell zählen drei der fünf weltweit größten Hersteller von LCD-Flachbildschirmen zu den Kunden der Manz Automation AG, mit TPK, Wintek und Foxcon auch alle wichtigen Hersteller der bekannten Apple-Produkte. Der Gesellschaft ist dabei immer der direkte Kontakt mit dem Kunden vor Ort wichtig, um Servicedienstleistungen zu erbringen und neue Produkte vertreiben zu können. Dies unterstreicht nochmals die Bedeutung der Präsenz von Manz in Asien.
Kunden im Geschäftsbereich New Business
Im Rahmen der Beteiligung der Gesellschaft an der Innovationsallianz "Produktionsforschung für Hochleistungs-Li-Ion-Batterien für Elektromobilität" wird der Manz Automation eine gute Ausgangsbasis zuteil, um sich in dem dynamischen Wachstumsmarkt E-Mobility als langfristig führender Systemlieferant zu etablieren. Nachdem im Geschäftsjahr 2009 erstmalig Umsätze in dem Bereich Li-Ion-Batterien erwirtschaftet werden konnten, konnte diese positive Entwicklung im Berichtszeitraum weiter fortgesetzt werden. Aktuell werden mehrere Projekte mit führenden Automobilherstellern und Zulieferern bearbeitet.
Marketing und Vertrieb
Mit einem Auslandsanteil von rund 90 % am Gesamtumsatz, verfügt die Manz Automation bereits heute über einen internationalen Kundenstamm. Auch wenn der Solarsektor das Krisenjahr 2009 weitgehend überwunden hat und sich die Auftragseingänge wieder dem Vorkrisenniveau nähern, steigen die Anforderungen an eine vernetzte Vertriebsstruktur in regionaler Nähe zu den Kunden. So wurde mit der Implementierung einer eigenständigen Marketingabteilung für Asien der hohen Relevanz dieser Märkte für die Manz Automation Rechnung getragen. Zudem gelang es im abgelaufenen Geschäftsjahr, mit der Konzeption und Realisierung einer neuen Unternehmenswebseite, eine effektivere und zielgruppengerechtere Nutzung des Informationskanals Internet zu ermöglichen. Bereits in der Vergangenheit wurden zahlreiche zukunftsweisende Marketing- und Vertriebsmaßnahmen in die Wege geleitet, um die Bekanntheit der Marke "Manz" und deren Produkte zu erhöhen. Zusätzlich zu dem im Mai 2008 eröffneten Technologie- und Trainingszentrum (TTC) verfügt die Gesellschaft seit Anfang 2009 über ein neues Kunden- und Konferenzzentrum (MCC) zur optimalen Betreuung der Kunden am Stammsitz der Manz Automation in Reutlingen. Damit wurden optimale organisatorische Voraussetzungen geschaffen, um die Unternehmensziele zu erreichen.
Abgerundet wird das umfassende Marketing- und Vertriebskonzept der Gesellschaft durch die Teilnahme an Fachmessen sowie einer regelmäßig erscheinenden Kundenzeitschrift. Zudem werden kontinuierlich Anzeigen in Online- und Printmedien geschaltet. Durch Messeteilnahmen im In- und Ausland, wie z. B. der 25th European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition (EU PVSEC) in Valencia, Spanien, der 4th International Solar Photovoltaic Power Generation Conference and Exhibition (SNEC) in Shanghai, China, und der kalifornischen Solar Power International in Anaheim, USA, stand Manz in engem Austausch mit bestehenden und potenziellen Kunden. Im Ergebnis wurden im Jahresverlauf Neuaufträge im Volumen von rund 260 Mio. EUR akquiriert.
Zur Sicherung und künftigen Ausweitung des Marktanteils wurde der Vertrieb durch weitere erfahrene Mitarbeiter in allen Ländern verstärkt. Insgesamt verfügt die Gesellschaft nun über ein Vertriebsteam von rund 50 hochqualifizierten und engagierten Spezialisten, deren Fokus speziell auf dem Vertrieb der Produkte des Geschäftsbereichs Solar liegt.
Entscheidend für eine erfolgreiche Vertriebsstruktur sind, neben der regionalen Nähe zu den Kunden, umfangreiche Serviceleistungen und die schnellen Reaktionszeiten. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, erfolgt die Auslieferung von Anlagen außerhalb Europas nur in Märkte, in denen auch Service-Stützpunkte bestehen und eine schnelle und kompetente Unterstützung der Kunden gewährleistet werden kann. Zu den Dienstleistungen vor Ort zählen unter anderem die Wartung der Maschinen, die Versorgung mit Ersatzteilen und insbesondere die kurzen Reaktionszeiten von maximal zwei Stunden im Falle von Störungen. Die Serviceleistungen sind ein Grundpfeiler des Vertriebs, die den fortwährenden Kundenkontakt sicherstellen und damit Wettbewerbsvorteile für die Gesellschaft ermöglichen.
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung als zentrale Säule für die Wachstumsstrategie der Gesellschaft
Der Bereich Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Baustein für den Erfolg eines Maschinenbauunternehmens. Aus diesem Grund ist es für Manz eine strategische Entscheidung, auch zukünftig in neue Entwicklungen zu investieren. Diese Strategie hat sich auch im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise als richtig erwiesen, da Know-how und Innovationskraft erfolgreich gesichert und ausgebaut werden konnten. Im Geschäftsjahr 2010 lag der strategische Fokus der Manz Automation auf einer weiteren Intensivierung der Forschung und Entwicklung. Auch 2011 wird die Gesellschaft den bereits eingeschlagenen Kurs fortsetzen, um die Positionierung als Innovationstreiber der Branche, durch den kontinuierlichen Ausbau des Technologie- und Produktportfolios, noch stärker zu festigen. Dabei ist es das erklärte Ziel der Gesellschaft, die bestehenden Produkte weiterzuentwickeln und neue integrierte Systemlösungen auf den Markt zu bringen. Hierdurch wird Manz eine exzellente Ausgangsposition zuteil, um an der bevorstehenden Investitionswelle der Solarzellenhersteller vollumfänglich zu partizipieren. Dabei orientiert sich die Gesellschaft an den hohen Anforderungen der Branche im Hinblick auf steigende Wirkungsgrade sowie niedrige Produktionskosten. Zu diesem Zweck wurden hocheffiziente und hochintegrierte Maschinen entwickelt, die in der Branche neue Maßstäbe setzen und den Innovationsvorsprung der Gesellschaft im Wettbewerbsvergleich weiter untermauern.
Patente sind für die Manz Automation ein wichtiges Instrument, um die Ergebnisse aus aufwändigen und teuren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten vor Nachahmern zu schützen. Derzeit hält die Manz Automation AG eine Vielzahl an internationalen Schutzrechten und ist bestrebt, diese Position weiterhin auszubauen.
OneStep Selective Emitter-Technologie
Die im Mai 2010 eingeführte und zukunftsweisende OneStep Selective Emitter-Technologie hat sich mittlerweile erfolgreich am Markt etabliert. Zuvor wurde das innovative Verfahren in zahlreichen Versuchsreihen erfolgreich getestet und im Rahmen der Pilot-Produktion von Yingli, Bosch und Conergy in der Massenfertigung verifiziert. Damit ist Manz ein entscheidender Schritt auf dem Weg von der Neuentwicklung zur Kommerzialisierung des innovativen Selective Emitter-Prozesses gelungen.
Bei dem Manz OneStep Selective Emitter-Verfahren werden die selektiven Emitterstrukturen durch einen Laserprozess erzeugt. Dabei sammelt der Emitter, d. h. die sonnenzugewandte Schicht einer Solarzelle, die vom Sonnenlicht erzeugten Ladungsträger ein und schickt sie über dünne Leiterbahnen zum elektrischen Verbraucher. Damit der Emitter möglichst gut leitet, wird er mit Phosphor-Atomen gezielt verunreinigt (sogenannte Dotierung). Allerdings sollte die Konzentration der Phosphor-Atome unter den Leiterbahnen höher sein als in der Fläche, die dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, weil dort sonst zu viele Ladungsträger verloren gehen. Um die Zahl der Phosphor-Atome unter den Kontaktflächen gezielt zu erhöhen, treibt ein Laser Phosphor-Atome in den Silizium-Halbleiter und reichert den Kristall in einem schmalen Bereich an. Dieser Laserprozess erfolgt bei Manz in einem einzigen Schritt und erfordert keine teuren Masken wie bei vergleichbaren Verfahren. Der selektive Emitter steigert im Ergebnis den Wirkungsgrad einer kristallinen Solarzelle um bis zu 0,5 Prozentpunkte, bei den heute üblichen Zellen also auf rund 16,5 bis 17 %. Dies entspricht einer relativen Steigerung der Leistung von rund 3 %.
High Accuracy Printer (HAP) 2400
Um das volle Potenzial zur Steigerung des Wirkungsgrads zu erzielen, müssen die Leiterbahnen exakt auf die schmalen Streifen des selektiven Emitters gedruckt werden. Genau dies ermöglicht der von Manz neu entwickelte Hochpräzisionsdrucker HAP 2400. In umfangreichen Tests und Versuchsreihen wurde eine reproduzierbare Genauigkeit von deutlich unter zehn Mikrometern nachgewiesen.
Der HAP 2400 ist damit nach Einschätzung der Gesellschaft die mit Abstand präziseste und schnellste Siebdruckmaschine im Markt. Als integraler Bestandteil der Manz Backend-Linie stellt diese Maschine zusammen mit der OneStep Selective Emitter-Laseranlage eine ideale Kombination zur Produktion von Hocheffizienz-Solarzellen dar. Diese Technologie bietet, was Solarhersteller brauchen. Der von Manz entwickelte Prozess zur Erzeugung selektiver Emitter hat die mit Abstand geringsten Produktionskosten und hilft den Herstellern, einen höheren Wirkungsgrad bei den produzierten Solarzellen zu erreichen und somit die Produktionskosten weiter zu reduzieren.
CIGSfab
Manz CIGSfab ermöglicht höchste Effizienz bei niedrigsten Produktionskosten
Mit dem im Juli 2010 geschlossenen Know-how Lizenzierungs- und Kooperationsvertrag ist die Gesellschaft in der Lage, eine integrierte, schlüsselfertige Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen anzubieten, die auf den langjährig bewährten Prozessen von Würth Solar beruht. Resultierend aus dem bestehenden Vertragsverhältnis von Würth Solar mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erhält Manz Automation darüber hinaus den exklusiven Zugriff auf deren Forschungsergebnisse für CIGS-Module auf Glassubstraten. Bei der CIGS-Technologie hält das ZSW derzeit den Weltrekord mit dem höchsten bisher erreichten Zell-Wirkungsgrad im Labormaßstab von 20,3 %. Damit zeichnet sich CIGS als die Dünnschicht-Technologie mit dem höchsten Effizienzpotenzial aus.
Zudem kann die Gesellschaft ihren Kunden eine glaubhafte Technologie- und Kosten-Roadmap präsentieren und gewährleistet damit ein Höchstmaß an Investitionssicherheit. Künftig wird Manz Automation mit der CIGSfab-Produktionslinien für Dünnschicht-Module mit dem höchsten derzeit in Massenproduktion erreichten Wirkungsgrad von aktuell 12,8 % auf einer Aperturfläche von 600 x 1.200 mm anbieten können. Die CIGSfab wird mit einer Kapazität von 60 bzw. 120 MW angeboten. Des Weiteren bieten ausgewählte Partnerfirmen sowohl die technische Gebäudeausrüstung als auch das Gebäude und die Infrastruktur selbst an.
Laserstrukturierung der Generation 2
Mit der Weiterentwicklung der Laserstrukturierungsanlagen gelang es, vor allem die Geschwindigkeit und die Präzision im Prozess zu erhöhen. Ein Dünnschicht-Photovoltaikmodul besteht aus drei Schichten, die nacheinander in Beschichtungskammern aufgetragen werden. Zur Verschaltung der einzelnen Zellen schreibt ein Laser feine Linien von rund 30 bis 60 Mikrometern Breite in die einzelnen Schichten und unterteilt die vorher durchgängigen Schichten durch gezieltes Entfernen des Materials in einzelne Zellen. Der Einsatz von Lasern bietet viele Vorteile für den Kunden: es erhöht den Durchsatz im Herstellungsprozess und reduziert den Materialverlust. Für eine möglichst hohe Effizienz der Module sollte der Abstand der einzelnen Linien möglichst klein sein, weil die Zwischenräume nicht zur Erzeugung von Strom zur Verfügung stehen - daher auch die Bezeichnung Dead Area (tote Fläche). Im Ergebnis können die sogenannten Dead Areas, Abstände zwischen den leitenden Bahnen, auf unter 160 μm verkleinert werden. Dies ist ein deutlicher Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Systemen, die zwischen 350 μm und 500 μm aufweisen und damit einen geringeren Wirkungsgrad erzielen. Möglich macht diese Präzision ein innovatives Regelungssystem (IPCS = Inline Precision Control System). Die Besonderheit von IPCS ist ein schneller Regelkreislauf, der die Position der unteren Linie durch den Einsatz von optischen Komponenten verfolgt und die Position des Schreiblasers fortlaufend so justiert, dass der Abstand so gering wie möglich ist - und das bei einem Schreibtempo von bis zu 1,6 Metern pro Sekunde. Weil die Linien so eng beieinander liegen, verbleibt mehr Modulfläche, um Sonnenlicht in Strom zu verwandeln. Für die Hersteller der Dünnschicht-Solarmodule geht dies mit einer Steigerung des Wirkungsgrads um rund 1 bis 2 % einher. Zudem können bei der zweiten Generation bis zu 16 Laserquellen parallel in einem System arbeiten, in Abhängigkeit von der gewählten Substratgröße. Abgerundet werden die Neuerungen von einem geringeren Wartungsaufwand der Anlagen, wodurch sich die Stillstandzeiten der gesamten Linie vermindern und damit die Produktionskosten für die Hersteller weiter reduziert werden. Manz bietet das IPCS auch für die mechanische Strukturierung zur Fertigung von CIGS-Solarmodulen an.
Entwicklungen im Bereich der Manz Coating GmbH
Die Entwicklung von Vakuumbeschichtungsanlagen für kristalline Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodule stellt einen wesentlichen Meilenstein in der Entwicklung der Gesellschaft dar. Infolgedessen steigt der zukünftige Anteil von in der Manz-Gruppe entwickelten und produzierten Maschinen bei beiden Technologien auf über 90 %. Dies ermöglicht eine deutlich optimierte Integration von Einzelmaschinen und Prozessen. Gleichzeitig wird damit ein erhebliches Potenzial zur weiteren Kostensenkung sowie zur Erhöhung der Wirkungsgrade geschaffen. Dadurch kann sich die Manz-Gruppe als Anbieter für integrierte Anlagen zur Produktion von kristallinen Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodulen im Markt etablieren.
Erste hochmoderne Maschinen sollen innerhalb kürzester Entwicklungszeit, also bereits in diesem Jahr, in den Markt eingeführt werden. Im Ergebnis wird dies ein entscheidender Schritt für die Positionierung der Manz Automation als Hightech-Anbieter von Prozessmaschinen und integrierten Systemen sein, vor allem aber die Zukunftsfähigkeit der ganzen Gruppe nachhaltig stärken. Denn dadurch wird nicht nur das gesamte Produktportfolio abgerundet, sondern auch eine breitere technologische Basis für die Erzielung von künftigen Effizienzsteigerungen bei den Produkten aller Unternehmensbereiche geschaffen. Insgesamt weist die Manz Automation AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 eine Forschungskostenquote von 11,3 % aus (Vorjahr: 14,1 %). Betrachtet man nur die aktivierten Entwicklungskosten, beläuft sich die Forschungskostenquote auf 7,7 % (Vorjahr: 7,2 %).
Mitarbeiter
Mitarbeiterstruktur
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Basis für unseren langfristigen Unternehmenserfolg. Zum 31. Dezember 2010 waren insgesamt 1.768 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.377) für das Unternehmen im In- und Ausland tätig, davon 432 am Unternehmenssitz in Reutlingen.
Steigende Mitarbeiterzahlen parallel zur operativen Entwicklung
Damit konnte die Entwicklung aus dem Vorjahr aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, die dazu führte, dass an ausländischen Standorten die Belegschaft reduziert werden musste, wieder umgekehrt werden. Der kontinuierliche Ausbau des Technologie- und Produktportfolios durch Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Bestandteil der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft. Im Zuge der Umsetzung dieser Fokussierung wurde die Belegschaft an den deutschen Standorten, an denen vor allem Forschung und Entwicklung betrieben wird, weiter erhöht.
Gemessen an der Zahl der Mitarbeiter ist die größte Tochtergesellschaft im Konzern die Manz Taiwan Ltd. in Taiwan mit 440 Beschäftigten, gefolgt von der Manz China WuZhong Ltd. in China mit 322 Werktätigen und der Manz Slovakia s.r.o. mit 253 Arbeitnehmern.
Zur Sicherstellung der Technologieführerschaft der Manz Automation werden im Rahmen der Manz Academy Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, um die Mitarbeiter der Gesellschaft kontinuierlich zu fördern. Um der hohen Bedeutung der Beschäftigten für die Geschäftsentwicklung gerecht zu werden, sind verschiedene Maßnahmen wie das Kindertagesstättenprogramm ins Leben gerufen worden. Ausführliche Informationen hierzu werden im Nachhaltigkeitsbericht detailliert dargestellt.
MITARBEITERSTRUKTUR

NEUGIERDE ERMÖGLICHT INNOVATIONEN
WIR HABEN KEINE ANGST VOR VERÄNDERUNG. WEIL WIR JEDEN TAG DIE WELT MIT UNSEREN IDEEN UND PATENTEN EIN WENIG VERBESSERN.
MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
SASCHA GAISER, PROJEKTLEITER KONSTRUKTION, MANZ TÜBINGEN
RAHMENBEDINGUNGEN
Markt- und Wettbewerbsumfeld
Konjunkturelles Umfeld
Wirtschaftlicher Aufschwung gewinnt an Fahrt
Das Geschäftsjahr 2010 war nach dem Krisenjahr 2009 (BIP: -4,7 %) von einer kräftigen Erholung der Konjunktur gekennzeichnet. Dieser wirtschaftliche Aufschwung, der im Jahresverlauf deutlich an Dynamik gewann, hat auch den Geschäftsverlauf der Manz Automation maßgeblich mitbestimmt. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 3,6 % und damit so stark wie seit der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr. Dabei zeichnete sich erneut der Außenhandel für das Gros der Wachstumsimpulse verantwortlich. So stieg das Exportvolumen preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 14,2 %, die Importe konnten nach negativen Wachstumsraten in den Jahren 2008 und 2009 immerhin um 13,0 % zulegen. Im Gegensatz zu den Vorjahren erwies sich jedoch auch die Inlandsnachfrage als wichtiger Konjunkturmotor für die deutsche Wirtschaftsleistung und besonders in Ausrüstungen wurde deutlich mehr investiert als noch 2009 (+9,4 %). Zudem stiegen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 0,5 %, die staatlichen sogar um 2,2 %. Als weitere wesentliche Treiber dieser sehr positiven Entwicklung sind vor allem steigende Auftragseingänge sowie das verbesserte Geschäftsklima zu nennen, die in einer Wiederbelebung der Industrienachfrage resultierten.
Obwohl für das Kalenderjahr 2011 prognostiziert wird, dass die Wachstumsdynamik etwas an Fahrt verliert, sehen die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) Deutschland wirtschaftlich weiter auf einem sehr guten Weg und rechnen mit einem Wachstum von 2,2 %. Der aktuelle Ausblick der Bundesregierung ist mit 2,4 % sogar noch optimistischer. Damit wird der deutschen Wirtschaft in zunehmendem Maße die Rolle des Zugpferdes für die gesamte Eurozone zuteil, deren kumulierte wirtschaftliche Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2010 um 1,8 % zulegen konnte und für die dieses Jahr ein Plus von 1,5 % zu erwarten ist.
Auf globaler Ebene zeigt sich ein eher uneinheitliches Bild. Zwar konnte die globale Wirtschaftsleistung laut IWF im Jahr 2010 um 5,0 % zulegen und auch die Prognose von 4,4 % für 2011 bietet Anlass für Optimismus, allerdings erweisen sich hier im Wesentlichen die asiatischen Volkswirtschaften als die entscheidenden Impulsgeber. Im Gegensatz dazu sehen sich viele der traditionellen Industrienationen mit schwerwiegenden Herausforderungen, z. B. der Verschuldung der öffentlichen Haushalte, konfrontiert.
Unterdessen kann die USA kaum von dieser positiven Entwicklung der Weltwirtschaft profitieren und liefert nach wie vor Anlass zur Sorge. So wuchs die US-Volkswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,6 %, 2011 erwartet der IWF nur noch ein Plus in Höhe von 2,3 %. Als kritische Faktoren erweisen sich dort hauptsächlich ein nach wie vor schwacher Arbeitsmarkt, eine zu hohe Abhängigkeit vom Privatkonsum sowie die ausufernde Staatsverschuldung.
Dabei wird der wirtschaftliche Aufschwung in hohem Maße von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank gestützt, das Leitzinsniveau auf einem Rekordtief von 1,0 % beizubehalten - entgegen erster inflationärer Tendenzen. Experten sehen aber aufgrund der uneinheitlichen Wachstumsdynamik innerhalb der Eurozone auch keine großen fiskalpolitischen Spielräume, weswegen auch für 2011 von einer Fortsetzung der momentanen Geldpolitik ausgegangen werden kann.
Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) konnte der deutsche Maschinenbau im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Produktionsleistung um 8,8 % steigern. Absolut belief sich der Branchenumsatz auf 174 Mrd. EUR (2009: 161,1 Mrd. EUR), wobei die Produktionskapazitäten durchschnittlich zu rund 79,8 % ausgelastet waren (2009: 72,5 %). Die kumulierte Exportleistung lag 2010 bei etwa 123 Mrd. EUR (2009: 110,9 Mrd. EUR), was einer Exportquote von 74,8 % entspricht (2009: 73,6 %). Bereits 2009 hatte China die USA als wichtigster Absatzmarkt der deutschen Maschinenexporteure überholt und auch im Berichtsjahr erwies sich das Reich der Mitte als wesentlicher Impulsgeber für das Wachstum der Branche. Aufgrund von rekordverdächtigen Auftragszahlen rechnet der Branchenverband sogar damit, dass das Wachstum für das laufende Geschäftsjahr weiter an Fahrt gewinnen wird. So prognostizieren die Industrieexperten für 2011 eine Ausweitung der realen Maschinenproduktion um rund 10 %.
Die Manz Automation erwartet mit dem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung positive Wachstumsaussichten aufgrund des innovativen Produktportfolios und dem damit einhergehenden Wettbewerbsvorsprung. So dürfte aufgrund der mittlerweile deutlich verbesserten Finanzierungsbedingungen und dem hohen Investitionsdruck mit einer weiteren Stimulation der Nachfrage in den Zielmärkten der Gesellschaft zu rechnen sein.
Geschäftsbereich Solar
Die Photovoltaikbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück und der Sektor konnte - von sinkenden Preisen für Solarprodukte, aber auch von signifikant verbesserten Finanzierungsbedingungen beflügelt - seine dynamische Wachstumsstory aus den Vorjahren weiter fortsetzen und erreichte nach Einschätzung der Schweizer Bank Sarasin eine Zuwachsrate von 87 %. Absolut betrug die Summe der neuinstallierten Photovoltaikleistung 13,8 GW. Aber auch für die Zukunft besteht nach Expertenansicht Anlass für weiteren Optimismus, obwohl das Wachstum in einigen Märkten an Fahrt verlieren könnte. Die Bedeutung der Solarenergie für eine nachhaltige Ausgestaltung der weltweiten Energieerzeugung nimmt stetig zu. Während momentan weltweit die 30-GW-Marke an Solarstromleistung überschritten wird, prognostiziert Sarasin bis 2015 ein durchschnittliches globales Wachstum pro Jahr (CAGR) in Höhe von 33 %. Auch das Marktforschungsunternehmen IMS Research rechnet mit einem nicht näher bestimmten zweistelligen Prozentwachstum.
In den letzten Jahren hat sich die Photovoltaik zu einem reifen Markt mit Preisdruck und intensivem Wettbewerb entwickelt. Infolgedessen sahen sich die in der Solarindustrie engagierten Unternehmen mit der Notwendigkeit konfrontiert, die eigenen Geschäftsmodelle an die Markterfordernisse anzupassen und sich konsequent international auszurichten. Mit dem Preisverfall für Solarzellen und -module wurde der Reduzierung der Produktionskosten sowie der Steigerung der Wirkungsgrade eine herausragende Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller zuteil. Dadurch blieb die Preissituation auf dem Markt weiter angespannt und der Kostendruck für die Produzenten verbleibt auf einem hohen Niveau. Manz hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 genutzt, damit Hersteller diesem Kostendruck mit neuestem Equipment erfolgreich begegnen können. Durch intensive F&E-Aktivitäten hat die Gesellschaft innovative Technologien hervorgebracht z. B. den SpeedPicker und den OneStep Selective Emitter. Mit den hocheffizienten und hochintegrierten Maschinen von Manz können die Produktionskosten gesenkt und die Effizienz der produzierten Solarzellen und -module gesteigert werden.
Nach Wirtschafts- und Finanzkrise: Erheblicher Investitionsbedarf für Photovoltaikindustrie
China, der wichtigste Solarhersteller, könnte perspektivisch zum größten Absatzmarkt aufsteigen
Trotz der Reduktion der Solarförderung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wird Deutschland seine Rolle als Weltmarktführer zunächst behaupten können. So hat der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW-Solar) in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium im Januar 2011 vereinbart, dass die kommenden Kürzungen der Einspeisetarife von der jährlich zugebauten Solarstrommenge abhängig gemacht werden sollen. Als Berechnungsgrundlage für den jährlich erwarteten Zubau 2011 sollen demnach die Neuinstallationen im Zeitraum zwischen März und Mai 2011 dienen. Auf Grundlage dessen schätzt die Bundesnetzagentur den Zubau für das laufende Jahr durch ein Multiplikatorverfahren. Konkret bedeutet dies, dass für einen errechneten Photovoltaikzubau von 3.500 MW bereits zum 1. Juli 2011 weitere Kürzungen in Höhe von 3 % vorgesehen sind. Bei Zubauten in Höhe von 7.500 MW und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, würde die Degression sogar weitere 15 % betragen. Im Gegensatz dazu rechnet das in Kalifornien beheimatete Marktforschungsunternehmen iSuppli, trotz der im abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossenen Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken, nicht mit gravierenden negativen Auswirkungen auf die deutsche Solarbranche. Neben Deutschland zeigen sich vor allem Italien, Frankreich und Tschechien für signifikante Wachstumsimpulse auf dem europäischen Solarmarkt verantwortlich. Chinesische Unternehmen haben bereits heute den größten Anteil an der Solarzellenproduktion und sind die bedeutendsten Exporteure weltweit. Durch ambitionierte Subventionskonzepte der Regierung in Peking ("Solar Roofs"- und "Golden Sun"-Programm) beflügelt, könnte die Volksrepublik jedoch nach einer Studie des englischen Marktforschungsunternehmens IMS Research bis 2013 zudem zum größten Einzelmarkt aufsteigen. Kontinuierlich positive Impulse für die Industrie werden ferner aus den neuen Wachstumsmärkten wie den USA, in zunehmendem Maße aber auch Indien, erwartet.
Auf internationaler Ebene dürfte die Grid Parity ebenfalls deutlich eher erreicht werden als bisher angenommen. Denn aufgrund der enormen Überkapazitäten ist das Preisniveau für Photovoltaikanlagen stark gesunken. So erwarten die Analysten von HWM Research die Netzparität bereits für 2012 in vielen Ländern. Daher wird mittel- bis langfristig mit einem regelrechten Nachfrageschub gerechnet, zunächst primär in Regionen mit vielen Sonnenstunden und hohen Strompreisen.
ZUSAMMENHANG VON NETZPARITÄT UND MARKTWACHSTUM
Cent/kwH

Marktwachstumsfunktion in %

Quelle: HWM Research, Juni 2009
Mit rund 46 % Marktanteil ist Deutschland zurzeit der mit Abstand größte Photovoltaikmarkt laut IMS Research. Trotz der Anpassung der Einspeisevergütungen im Rahmen des EEG scheinen die Bedingungen sowie die Renditeerwartungen für Investoren hierzulande stabil, da etwaige negative Effekte aufgrund der veränderten Fördertatbestände durch stark sinkende Preise für Solarmodule teilweise ausgeglichen werden konnten. Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist der Umstand, dass ein Zubau von mehr als 3,5 GW in diesem Jahr nach dem Willen der Bundesregierung zu einer weiteren Absenkung der Subventionen führen könnte. Diese Forderung wird mit dem technologischen Fortschritt und den daraus resultierenden signifikant gesenkten Produktionskosten begründet. Für die Hersteller geht dies insbesondere mit einem hohen Investitionsbedarf einher, um ihr Geschäftsmodell an das gesunkene Preisniveau anzupassen. Insgesamt sind diese Aspekte für die Manz Automation als führenden Equipment-Lieferanten positive Vorzeichen für weiteres Wachstum.
Trotz EEG: Stabile Wachstumsaussichten für Deutschland erwartet
Hinsichtlich der erwarteten Zubauzahlen für 2011, zeigen sich die Experten jedoch uneins. Den optimistischsten Blick in die Zukunft wagt iSuppli und geht von einem Zubau in Höhe von 9 GW in diesem Jahr aus, die Industriespezialisten von Renewable Analytics erwarten hingegen nur 4,5 GW. Zwar werde das Wachstum des deutschen Markts unweigerlich an Dynamik verlieren, so eine Studie der Strategieberatungsgesellschaft Oliver Wyman, allerdings sei immer noch mit einem jährlichen Zubau in Höhe von 3 bis 4 GW auf Sicht der kommenden vier Jahre zu rechnen. Diesen ambitionierten Prognosen liegt die Annahme zugrunde, dass sich die Maschinenbauer weiterhin stark für einen rasanten technologischen Fortschritt einsetzen und Produktionskosten senken, Wirkungsgrade der Solarzellen steigern und Hersteller in neue Wachstumsmärkte vorstoßen. Auf globaler Ebene werden diese Märkte vor allem in China, USA und Indien liegen.
China
Die chinesischen Konzerne zeigen sich nach Einschätzung von iSuppli bestens auf die zukünftigen Wachstumspotenziale auf dem Solarmarkt vorbereitet und haben ihre Produktionskapazitäten signifikant ausgebaut. Demgegenüber befindet sich der heimische Absatzmarkt mit einer installierten Gesamtleistung von 0,4 GW noch in einem frühen Entwicklungsstadium, was jedoch durch ambitionierte Regierungsprogramme geändert werden soll. 2009 wurden mehr als 95 % der in China produzierten Zellen und Module, fast 40 % der Weltproduktion, exportiert. Bis 2020 soll sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix der Volksrepublik auf 15 % verdoppeln, angestrebt wird zudem eine landesweit installierte Photovoltaikleistung von 20 GW.
Mit starker Präsenz in Asien profitiert Manz besonders vom chinesischen Solarmarkt
Neben der Deckung des eigenen Energiebedarfs durch Solarkraftwerke soll hierbei die gesamte Wertschöpfungskette in der Produktion abgebildet werden. Bereits 2009 wurde aus diesem Grund das "Solar Roofs"-Programm initiiert, das sowohl die Förderung von gebäudeintegrierten Systemen als auch von Solardächern umfasst. Zudem wurden im Rahmen des "Golden Sun"-Programms netzgebundene Freiflächenanlagen mit 50 % und netzunabhängige Anlagen mit 70 % der Investitionssumme subventioniert. Aber auch Utility-Scale-PV-Projekte, also Photovoltaikprojekte im Kraftwerksmaßstab, profitieren von dem politischen Wohlwollen und der hohen Attraktivität des chinesischen Solarmarkts. So haben Recherchen von econet china ergeben, dass sich die Gesamtkapazität aller geplanten Anlagen im Utility-Scale-Segment auf 13 GW beläuft, davon alleine fünf GW für eine Solarfarm, die in den kommenden Jahren in Wulan (Provinz Qinghai) realisiert werden soll. Im Juni 2010 wurde von der "National Development and Reform Commission die Ausschreibung von 13 weiteren, staatlich finanzierten Utility-Scale-PV-Projekten in Westchina in die Wege geleitet. Auch das kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass China nicht nur der mit Abstand wichtigste Produktionsstandort der Branche ist, sondern zudem einen wesentlichen Binnenmarkt etabliert.
China bietet für Systemlieferanten ausgesprochen vielversprechende Perspektiven. Die Manz Automation ist als einziger deutscher Systemlieferant mit eigenen Produktions- und Vetriebsstätten in China und Taiwan im asiatischen Markt präsent und kann daher von der zunehmenden Dominanz der chinesischen Solarhersteller auf dem Weltmarkt weiter profitieren.
USA
Der Studie "The United States PV market through 2013" von Greentech Media Research zufolge, könnten sich die Vereinigten Staaten bis 2012 zum zweitgrößten und gleichzeitig weltweit dynamischsten Wachstumsmarkt entwickeln. Dieses optimistische Szenario gründet auf einer Nachfrage von bis zu 2.022 MW im Jahr 2012. Zurzeit ist die USA der drittgrößte Solarmarkt hinter Deutschland und Spanien. Andere Marktforschungsinstitute wie Solarbuzz rechnen sogar mit einer Verzehnfachung des US-Markts bis 2014 und damit mit einem gegenläufigen Trend zur allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. In absoluten Zahlen erwarten die Experten eine Gesamtkapazität von 4,5 bis 5,5 GW bis 2014. Bereits zwischen 2000 und 2008 wuchs die jährlich installierte Photovoltaikleistung um durchschnittlich 71 %. Begünstigt wird diese positive Entwicklung durch eine Reihe politischer Vorgaben wie den Federal Solar Investment Tax Credit (ITC), der im abgelaufenen Geschäftsjahr bis 2016 verlängert wurde und 30 %ige Steuergutschriften für privat und gewerblich genutzte Solaranlagen vorsieht. Des Weiteren wurden die Förderhöchstsätze für Solaranlagen in Wohnimmobilien aufgehoben und auch Stromversorger in die Förderung mit einbezogen.
Experten sehen in den USA einen zentralen Wachstumsmarkt der Zukunft
Dabei zeichnet sich hauptsächlich Kalifornien mit rund 50 % für das Gros der Nachfrage verantwortlich, allerdings haben die Absatzmärkte in den anderen Bundesstaaten wie New Jersey, Arizona, New York, Nevada und Massachusetts zuletzt deutlich an Relevanz gewinnen können. Das am schnellsten wachsende Marktsegment in den USA sind Photovoltaikanlagen im Kraftwerksmaßstab, die weitere Anteile auf dem gewerblichen Solarmarkt gewinnen konnten und in einem auf administrativen Vorgaben beruhenden Szenario bis 2012 insgesamt 466 MW Gesamtkapazität umfassen sollten. GTM Research ergänzt zudem, dass die US-Solarindustrie eine besonders hohe Wettbewerbsfähigkeit aufweist, da man aufgrund der Vielschichtigkeit des regulatorischen Umfelds und dem komplexen Anforderungsprofil des Endkundenmarkts bereits relativ früh diversifizierte Strategien entwickelt hat. Im Ergebnis wurde bereits heute in Staaten mit einem hohen Strombedarf wie New Jersey und Kalifornien die Grid Parity in speziellen Marktsegmenten erreicht und mindestens elf weitere Staaten stehen unmittelbar davor.
Mittelfristig soll der Anteil an erneuerbaren Energien in den gesamten USA von aktuell 9 % auf 25 % ausgeweitet werden. Zur Umsetzung dieses Ziels sollen innerhalb der nächsten Dekade insgesamt 150 Mrd. USD für neue Technologien mit höherer Energieeffizienz investiert werden. Mit diesen Mitteln soll das mittlerweile vielerorts marode Stromnetz in den USA saniert und weiter ausgebaut werden.
Manz ist bereits heute mit einer eigenen Niederlassung auf diesem sehr zukunftsträchtigen Markt präsent und verfügt damit über die besten Voraussetzungen, um am erwarteten Wachstum in den USA vollumfänglich zu partizipieren. Denn vor allem im Dünnschicht-Bereich sind Produktionskapazitäten in unmittelbarer geographischer Nähe zu den Absatzmärkten aufgrund hoher Logistik- und Transportkosten ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Indien
Für den globalen Wachstumstreiber Indien entfaltet eine wohl diversifizierte und intakte Energieversorgung höchste strategische Relevanz. In der Vergangenheit dominierten fossile Rohstoffe wie Öl und Gas die Energieversorgung des aufstrebenden Landes, nun rücken aber zunehmend erneuerbare Energien in den politischen Fokus. Dabei bietet Indien primär für die Photovoltaikbranche sehr gute Bedingungen und stellt einen der attraktivsten Märkte weltweit dar. Das immense Wachstumspotenzial in Indien wird anhand folgender Fakten deutlich. Über 300 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität und bereits heute kann das Stromdefizit in Spitzenzeiten bis zu 12 % betragen. Es ist demnach akuter Handlungsbedarf für einen energiepolitischen Neuanfang erkennbar. Weiterhin bietet der indische Subkontinent mit fast 300 Sonnentagen im Jahr ideale klimatische Voraussetzungen für Solarenergie, insbesondere für kleine netzunabhängige Photovoltaikanlagen ("Solar Home Systems"). Dabei entfalten sinkende Modulpreise vor allem für die breite ländliche Bevölkerung, die bislang noch nicht über einen Anschluss an das Elektrizitätsnetz verfügt, eine besonders hohe Attraktivität. Aus diesem Grund wurden bis 2050 insgesamt 20 Mrd. USD staatliche Fördermaßnahmen im Rahmen der "Globalen Klimawandel-Initiative" bereitgestellt, um die steigende Energienachfrage vermehrt durch einheimische erneuerbare Energien abzudecken sowie bestehende Defizite in der Energieversorgung zu beseitigen. Die Finanzierung der Subventionen soll über eine höhere Besteuerung von Benzin und Diesel erfolgen. Aktuell werden diese Kraftstoffe noch stark bezuschusst.
Indien bietet optimale Bedingungen für photovoltaische Anlagen
Im Ergebnis soll dadurch eine landesweite Kapazität von rund 200 GW entstehen. Bis zum Jahr 2020 wird zunächst eine Kapazität von 20 GW angestrebt. Aktuell produziert das Land einen zu vernachlässigenden Anteil an Solarstrom. Nach Einschätzung der Bank Sarasin wird die Gesamtkapazität zwischen 2010 und 2012 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 100 % zulegen können - allerdings von einem tendenziell niedrigen Ausgangsniveau kommend.
Von diesen Entwicklungen kann auch die Manz Automation profitieren. So sind für den Aufbau einer einheimischen Solarindustrie zunächst hohe Anfangsinvestitionen in moderne und leistungsstarke Anlagen notwendig, wie sie die Gesellschaft anbietet. Und bereits heute engagieren sich Zulieferer und Hersteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Indien. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, ist die Gesellschaft seit 2008 mit einem Tochterunternehmen in Indien präsent. Die Gesellschaft gehört zu 75 % der Manz-Gruppe und der wesentlich beteiligten indischen Technicom Chemie Ltd. (25 %). Daraus resultiert ein direkter Zugang zu den Kunden vor Ort, was einen wesentlichen Vorteil im internationalen Wettbewerb darstellt.
Mit der Amity University in Indien wurde gemeinsam ein Studiengang für Solar Equipment Engineering ins Leben gerufen. Dieser wird durch die Manz Automation inhaltlich, finanziell und personell unterstützt, um genügend qualifizierten Nachwuchs für den Betrieb der Produktionsanlagen im Land auszubilden.
Langfristige Betrachtung
Auch auf langfristige Sicht ergibt sich für die Photovoltaikbranche eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive. So rechnen die Branchenexperten der Bank Sarasin für den Zeitraum zwischen 2012 und 2020 mit einem jährlichen Wachstum von ca. 30 % p. a., wobei vor allem die außereuropäischen Märkte eine besonders hohe Wachstumsdynamik aufweisen sollen. Auf Grundlage dieser Schätzung wird eine weltweit installierte Photovoltaikkapazität von ca. 155 GW für das Jahr 2020 prognostiziert. Beachtenswert ist zudem der Umstand, dass mehrere Teilmärkte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr jeweils 500 MW oder mehr Photovoltaikleistung verbaut haben. Damit reduziert sich die Abhängigkeit der Solarindustrie von der Entwicklung in einzelnen Schlüsselmärkten.
Teilbereich Dünnschicht-Solarmodule
Dünnschicht-Photovoltaik vereint viele Vorteile und wächst nach Experteneinschätzung überproportional stark
Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens EuPD Research umfasste der Anteil des Teilmarkts Dünnschicht-Solarmodule im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 20,5 % des gesamten Solarmarkts. Es wird jedoch erwartet, dass diese Technologie auf mittelfristige Sicht signifikant an Bedeutung gewinnen wird. So gehen die Experten davon aus, dass sich bis 2015 der Marktanteil kristalliner Solarzellen zugunsten von Dünnschicht-Solarmodulen weiter verringern wird, die dann bis zu 28,6 % zum Gesamtmarkt beitragen werden. Dies kann als Trendumkehr interpretiert werden, denn vor allem in den Jahren der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise sah sich die Dünnschicht-Technologie mit großen Herausforderungen konfrontiert, da diese Produktionsanlagen deutlich höhere Anfangsinvestitionen erfordern. Gleichzeitig sind die Spotpreise für Silizium so stark gefallen, dass die Kostenvorteile pro Watt, verglichen mit den kristallinen Pendants, stark geschrumpft bis nahezu verschwunden sind. Trotz dieser Probleme liegt die durchschnittliche Wachstumsrate aufgrund der höheren Effizienz im Teilbereich Dünnschicht-Solarmodule mit 50 % über der des Gesamtmarktes (CAGR, 2008 bis 2012).
MARKTANTEILE VERSCHIEDENER PHOTOVOLTAIKTECHNOLOGIEN
Solarbranche diversifiziert sich zunehmend

Quelle: EuPD Research

Quelle: EuPD Research
* z. B. organische Solarzellen, Farbstoffzellen etc.
Obwohl von vielen Experten bemängelt wird, dass die technischen Wirkungsgrade häufig hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurückblieben, während die Produktionskosten kaum gesenkt wurden, ist die Attraktivität dieses Teilsegments der Photovoltaik nach wie vor gegeben. So ist diese Technologie aufgrund niedrigerer Temperaturkoeffizienten gerade in Regionen mit heißen Umgebungstemperaturen überlegen. Auch bei diffusen Lichtverhältnissen ist der Energieertrag mit Dünnschicht-Technologie höher als mit kristalliner Technik. Letztlich entscheidet auch die zur Verfügung stehende Fläche über den Einsatz der jeweils geeigneten Technologie. Ein weiteres Einsatzpotenzial bietet die Dünnschicht-Technologie durch die sogenannte gebäudeintegrierte Photovoltaik (Building-Integrated Photovoltaics (BIPV)). Hierbei profitieren Architekten und Gebäudeplaner neben der Möglichkeit zu einem homogeneren Gesamtbild von einer größeren Farbenvielfalt. Zudem kann BIPV auch auf gekrümmten Trägerflächen verbaut werden. Nach Berechnungen des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens BCC Research betrug der globale Zubau im Bereich BIPV 2010 rund 1,2 MW. Bis 2015 erwarten die Industrieexperten eine Gesamtkapazität von 11,4 MW, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 56 % entspräche. Notwendig ist zudem eine Unterscheidung, welches System sich innerhalb der Dünnschicht-Technologie durchsetzen wird. Inzwischen gilt CIGS (Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen) als die führende Dünnschicht-Technologie und bietet im Vergleich zum amorphen Silizium (a-Si) und Cadmium-Tellurid (CdTe) das höchste Potenzial im Hinblick auf die erzielbaren Wirkungsgrade. Aus diesem Grund ist Manz die Kooperation zusammen mit Würth Solar und dem ZSW eingegangen. Mit dieser Zusammenarbeit strebt die Manz Automation die marktführende Position als Anbieter komplett integrierter und wirtschaftlicher CIGS-Produktionslinien (CIGSfab) an. Mit dem Abschluss des Know-how Lizenzierungs- und Kooperationsvertrags mit der Würth Solar GmbH & Co. KG im Juli 2010 konnte die Manz Automation ihren Technologievorsprung in diesem Teilmarkt weiter ausbauen und wird zum einzigen Anbieter, der aktuell eine integrierte und vollproduktive Produktionslinie für CIGS-Solarmodule anbietet, die wirtschaftlich betrieben werden kann. Insgesamt beläuft sich das Umsatzpotenzial für eine CIGSfab mit einer Kapazität von 120 MW pro Jahr auf rund 150 Mio. EUR.
Geschäftsbereich FPD
LCD-Technologie schreibt Erfolgsstory der Vorjahre weiter fort
Der Markt für Flat Panel Displays umfasst sämtliche Produkte mit Flachbildschirmen, d. h. LCD-TVs, aber auch Notebooks und Tablet-Computer (z. B. Apple iPad® ), Mobiltelefone (z. B. Apple iPhone® ) und MP3-Player mit entsprechendem Bildschirm (LCD- oder Plasmatechnologie). Dank der hohen Nachfrage nach LCD-Flachbildschirmen hat der Markt im Jahr 2010 stark zugelegt. Im Gegensatz zu 2009, als die durchschnittlichen Gerätekosten um 22 % zurückgingen, haben im abgelaufenen Geschäftsjahr die Einführung neuer Technologien wie 3D, LED-Hintergrundbeleuchtung sowie Internetkonnektivität die Preise nach Einschätzung von Displaysearch weitgehend stabil gehalten. Die Preisabschläge im Jahresvergleich reduzierten sich auf 6 %. Weltweit ist der TV-Markt besonders in den Schwellenländern, aber auch in Europa, kräftig gewachsen. So sei der Geräteabsatz um 17 % auf 247 Mio. Einheiten gestiegen, wobei das LCD-Segment mit 31 % fast doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt wuchs. Nach Prognosen der Marktforscher von Digitimes Research, soll der Markt für LCD-Fernseher 2011 ein Volumen von 210 Mio. Einheiten erreichen, nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr etwa 180 Mio. Einheiten abgesetzt wurden. Dabei dürften speziell 40- und 32-Zoll-Geräte eine besonders hohe Wachstumsdynamik aufweisen. Als wesentliche Impulsgeber für weiteres Wachstum identifizieren Experten vor allem sparsamere LCD-TVs (Green Technology), aber auch das zukunftsträchtige Teilsegment Touchpanels für mobile Endgeräte (z. B. Mobiltelefone, Navigationssysteme, Tablet-PCs und Laptops). Trotz rapide wachsender Absatzzahlen sind die Umsätze der Branche aufgrund des sinkenden Preisniveaus weiter rückläufig, so die Prognose von DisplaySearch bis 2014. Aufgrund dieser Asymmetrie sehen sich die Gerätehersteller mit der akuten Notwendigkeit konfrontiert, Produktionskosten signifikant zu reduzieren. Investitionen in Produktionsanlagen der neuesten Generation sind daher genauso unerlässlich für weiteres Marktwachstum wie effiziente und kostengünstige Herstellungsverfahren. Die Manz Automation profitiert von dieser Entwicklung als weltweit führender Anbieter von Handlingsystemen für Glassubstrate und nasschemischen Reinigungsanlagen in hohem Maße. Zurzeit sehen sich vor allem die Maschinen für die Herstellung von Touchpanels einer großen Kundennachfrage gegenüber und zeichnen sich für einen Großteil des Segmentumsatzes im Bereich FPD verantwortlich.
Geschäftsbereich New Business
Der neue Geschäftsbereich New Business geht aus dem früheren Segment systems.aico hervor und beinhaltet verschiedene Zukunftstechnologien, von denen vor allem das Engagement der Gesellschaft im Bereich Li-Ion-Batterien einer gesonderten Erwähnung bedarf.
Li-Ion-Technologie als Antrieb für die Zukunft
Mit dem Megatrend Elektroauto sind tiefgreifende Veränderungen in der Automobilindustrie verbunden, mit der ausgezeichnete volkswirtschaftliche Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung einhergehen. Bis 2030 könnten weltweit bis zu 420.000 neue Arbeitsplätze entstehen, so eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Das Marktvolumen könnte sich im gleichen Zeitraum sogar auf 170 Mrd. EUR verdoppeln. Hinsichtlich der Zukunftsaussichten des E-Mobility-Markts zeigt sich eine Studie von HSBC ähnlich euphorisch. Hier wird der Marktanteil an PKWs, die mit der Li-Ion-Technologie angetrieben werden, auf 87 % bis 2020 prognostiziert. Dies entspricht einem globalen Verkaufsvolumen von ca. 45,8 Mrd. USD. Um den Übergang in das Elektrozeitalter im Straßenverkehr zu beschleunigen, haben zahlreiche Regierungen ambitionierte Förderkonzepte entwickelt. Beispielsweise sollen in Deutschland durch den "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" bis 2020 eine Million neue Elektrofahrzeuge zugelassen werden. Die Agenda umfasst dabei unter anderem einen Subventionsfonds im Volumen von rund 500 Mio. EUR für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Modellregionen sowie die Errichtung der "Nationalen Plattform Elektromobilität" (NPE), welche sich für die Koordination der konkreten Umsetzungsschritte verantwortlich zeigt. Größere staatliche Subventionsprogramme wurden ferner in China, Südkorea, England und Portugal implementiert. Spanien, Frankreich und die USA bieten potenziellen Käufern von Elektroautos staatliche Kaufprämien sowie Privilegien im Straßenverkehr, wie etwa die Nutzung von Busspuren.
GLOBALE MARKTENTWICKLUNG (Marktdurchdringung in %)
in Mio. PKW

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Technologie gehen weit über Automobilindustrie hinaus
Elektrofahrzeuge ermöglichen eine umweltfreundliche, nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität, wobei bei den Anreizen für Elektromobilität neben Umwelt- und Klimaschutzaspekten (CO2 - und Schadstoffreduktion) zunehmend wirtschaftliche Gründe eine große Bedeutung entfalten. Für die Gesellschaft geht dies mit einem immensen Marktpotenzial einher. Aus heutiger Sicht beträgt das Gesamtvolumen im Equipmentbereich mit Blick auf die nächsten fünf Jahre mehrere hundert Millionen Euro. Zudem bieten sich Einsatzmöglichkeiten für Hochleistungsbatterien als Speichermedium, nicht nur in der Automobilindustrie. Perspektivisch ergeben sich für diese Energiespeicher auch Anwendungen in Sektoren wie Schifffahrt, Luft- und Raumfahrt, Nutzfahrzeuge sowie im industriellen und privaten Bereich. Beispielsweise eröffnen sich Einsatzmöglichkeiten in Sportbooten, der Flugzeug-Bord-Elektronik, bei Satelliten, der Landwirtschaft oder in dezentralen Photovoltaikanlagen, insbesondere in Ländern ohne flächendeckende Stromversorgung. Zusammenfassend sieht die Gesellschaft somit im Segment der Li-Ion-Batterien ein hochattraktives Wachstumsfeld, an dem die Manz Automation durch das umfangreiche Entwicklungs-Know-how mittelfristig stark partizipieren kann.
MARKTENTWICKLUNG NACH REGIONEN (Marktdurchdringung in Mio. Stück)
in Mio. PKW

Seit Juli 2009 beteiligt sich Manz an der Innovationsallianz "Produktionsforschung für Hochleistungs-Li-Ion-Batterien für Elektromobilität". Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue Fertigungstechnologien zu erforschen und auf die Anforderungen einer Großserienfertigung von Li-Ion-Batteriesystemen zu übertragen. Zur Realisierung dieses Ziels werden im Rahmen des Projekts sowohl neue, industrielle Produktionstechnologien als auch Automationslösungen vorangetrieben. Gleichzeitig werden Lösungen zur Systemintegration und Produktionsablaufplanung bei den Batteriezellenherstellern erarbeitet. Durch die Beteiligung an dieser Industriepartnerschaft verschafft sich die Manz Automation eine hervorragende Ausgangsposition, um sich auch in diesem dynamischen Wachstumsmarkt als langfristig führender Systemlieferant zu etablieren.
ENTWICKLUNG DER MARKTDURCHDRINGUNG AUF DEM EU-MARKT (2015 und 2020)
Insbesondere Markt für Hybridfahrzeuge sieht sich perspektivisch dynamischem Wachstum gegenüber

Quelle: Deutsche Bank, Electric Vehicles: Plugged In 2. November 2009
ENTWICKLUNG DER MARKTDURCHDRINGUNG AUF DEM US-MARKT (2015 und 2020)

Quelle: Deutsche Bank, Electric Vehicles: Plugged In 2. November 2009
Berichtssegment Leiterplatten/OEM
Nach Einschätzung des Fachverbands PCB des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.) konnte der globale Markt für Leiterplatten im Geschäftsjahr 2010 um rund 18 % zulegen. Damit beläuft sich das Marktvolumen fast wieder auf das Vorkrisenniveau von 2008. Als wesentliche Treiber hinter dieser positiven Entwicklung sehen die Experten des ZVEI primär den konjunkturellen Aufschwung in zentralen Abnehmerbranchen (z. B. Kfz-Elektronik), aber auch das Ende der Investitionszurückhaltung in den Industrieländern. Zudem profitiere die Branche von Wachstumsimpulsen hinsichtlich der industriellen Produktion in Asien, vor allem in China. Dabei konnte der deutsche Markt nach ZVEI-Berechnungen um rund 16 % auf ca. 1,3 Mrd. EUR wachsen.
WELTMARKT LEITERPLATTEN 2008-2010 (Regionen in Mio. USD)
Leiterplattenmarkt nährt sich in großen Schritten dem Vorkrisenrekordniveau an

Quelle: ZVEI
Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen
Die Manz Automation blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, das ganz im Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs mit positiven Effekten für das operative Geschäft und die Umsatz- und Ertragslage stand. So näherten sich sowohl der Auftragsbestand wie auch der Auslastungsgrad der Fertigungskapazitäten wieder dem Vorkrisenniveau aus dem Rekordjahr 2008 an. Parallel dazu bildet die starke Marktposition der Gesellschaft die Basis für weiteres Wachstum und stellt einen Erfolg der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Manz Automation dar. Darüber hinaus eröffnet sich für die Gesellschaft ein enormes Potenzial durch ihr Engagement in Wachstumsindustrien - z. B. Li-Ion-Batterien für Elektromobilität - und neuen Geschäftsfeldern wie der CIGSfab.
Unternehmensziele und Strategie
Ausbau der führenden Marktstellung in Zukunftsbranchen
Die Manz Automation AG verfolgt das strategische Ziel, ihre weltweite Stellung als Technologie- und Marktführer für integrierte Systemlösungen im Bereich Automatisierung, Nasschemie, Qualitätssicherung sowie Laserprozess- und Vakuumtechnik zu festigen und weiter auszubauen. Ausgehend von den Bedürfnissen der Kunden nach einer Reduzierung der Produktionskosten sowie einer Steigerung der Wirkungsgrade will sich die Gesellschaft als unverzichtbarer Partner bei der Herstellung von Solarzellen und -modulen etablieren. Aus diesem Grund hat Manz bei der Manz Coating GmbH sein Personal ausgebaut, um wichtige Kernthemen voranzutreiben, wie etwa die Vakuumbeschichtung und die innovative Silizium-Nitrit-Anlage für kristalline Solarzellen. Mit der Fokussierung auf Zukunftsbranchen kann die Manz Automation AG am dynamischen internationalen Wachstum der Kunden und des Markts partizipieren. Infolgedessen ergeben sich erhebliche Umsatz- und Ertragspotenziale für die Gesellschaft. Über alle Branchen hinweg ist es die Zielsetzung der Manz Automation AG, die Vertriebs- und Serviceleistungen kontinuierlich zu optimieren, um Marktanteile zu sichern bzw. zu erhöhen.
Forschung als Schlüssel des Erfolgs:
Innovationen bilden die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft. Daher sollen sowohl durch eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wie auch im Verbund mit Kooperationspartnern innovative Technologien konsequent vorangetrieben werden. Entsprechend den Anforderungen des Markts ist es das Ziel, den Herstellern neue Lösungen mit verbesserter Effizienz und damit geringeren Produktionskosten anbieten zu können.
Positionierung als Innovationsmotor der Branche:
Ziel ist es, eine starke Position der Manz Automation als "Preferred Supplier" im Photovoltaikmarkt zu etablieren. Dabei spielen vor allem Produktinnovationen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios eine große Rolle. Manz will als Innovationsmotor die Branche voranbringen und wegweisende Technologie entwickeln.
Investitionen in Technologien:
Neben der Akquisition neuer Technologien zur Erweiterung des Produktportfolios, soll die Entwicklung von neuen Hightech-Produkten in allen Geschäftsbereichen zur Erhöhung der Wertschöpfungsanteile bei Produktionslinien führen. Damit will die Gesellschaft ihre weltweit marktführende Stellung ausbauen.
Stärkung der technologischen Marktführerschaft:
Zur Absicherung und zur Erweiterung der bisherigen Wettbewerbsvorteile und damit der Marktführerschaft soll der technologische Vorsprung weiter ausgebaut werden. Neben Forschung und Entwicklung spielt auch das anorganische Wachstum für den Ausbau des Technologie- und Produktportfolios eine zentrale Rolle. Mit dem Zukauf von Technologien und gezielten Akquisitionen wird auch Fach-Know-how erworben. Damit kann die Gesellschaft auf ein noch breiteres Fundament gestellt und die Wettbewerbsposition gefestigt werden.
Ausbau ausländischer Standorte:
Ein wesentlicher Vorteil der Manz Automation sind die ausländischen Standorte, vor allem in Asien, wo die wichtigsten Kunden und Absatzmärkte der Gesellschaft beheimatet sind. Dieser Wettbewerbsvorsprung soll künftig noch stärker genutzt werden, um weitere Kostenvorteile zu realisieren.
RESPEKT EBNET DEN ERFOLG
WIR SIND GEMEINSAM ERFOLGREICH. WEIL JEDER EINZELNE MIT SEINEM ENGAGEMENT UND WISSEN ENTSCHEIDEND DAZU BEITRÄGT.
MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
ANJA FREUDIGMANN, PERSONALSACHBEARBEITERIN, MANZ REUTLINGEN
ERLÄUTERUNGEN DES GESCHÄFTSERGEBNISSES UND ANALYSE DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Ertragslage
Umsatzerlöse in Höhe von 181,4 Mio. EUR erzielt - Vorjahresniveau mehr als verdoppelt
Die Gewinn- und Verlustrechnung der Manz Automation gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren. Analog zu einem signifikant verbesserten gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 181,4 Mio. EUR erzielen. Im Ergebnis gelang es, das Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahreswert von 85,9 Mio. EUR mehr als zu verdoppeln. Dieser dynamische Anstieg ist im Wesentlichen auf die wiedererstarkte Nachfrage der Kunden, vor allem nach neu entwickelten und innovativen Produkten, zurückzuführen. Zugleich resultierten deutlich verbesserte Finanzierungsbedingungen für die Zielbranchen der Manz Automation AG, insbesondere in der Photovoltaikindustrie, in einer grundsätzlich gestiegenen Investitionsbereitschaft. Ein Auftragsbestand in Höhe von 140,7 Mio. EUR (Stand: 28. Februar 2011) erlaubt zudem eine sehr zuversichtliche Sichtweise für das laufende Geschäftsjahr hinsichtlich der operativen Entwicklung sowie der Auslastung der Produktionskapazitäten.
Von dieser positiven Entwicklung konnten alle Geschäftsbereiche der Manz Automation AG profitieren. Der größte Umsatzanteil entfällt mit 65,7 Mio. EUR oder 36,2 % auf den Geschäftsbereich Solar. Im Vorjahr zeichneten sich Systemlösungen für die Herstellung von kristallinen Solarzellen bzw. Dünnschicht-Solarmodulen noch für 46,9 Mio. EUR oder 54,6 % der Konzernumsatzerlöse verantwortlich. Als besonders wachstumsintensiv erwies sich zudem der Geschäftsbereich Flat Panel Display (FPD). Getrieben durch eine dynamische Nachfrage nach Tablet-PCs und Smartphones, konnte der Segmentumsatz von 14,9 Mio. EUR auf 58,8 Mio. EUR nahezu vervierfacht werden. Damit zeichnet sich der Geschäftsbereich FPD für rund 32,4 % der gesamten Umsätze verantwortlich (Vorjahr: 17,3 %). Wesentliche Umsätze in Höhe von 38,8 Mio. EUR erzielte auch das neu geschaffene Berichtssegment Leiterplatten/OEM, das damit rund 21,4 % zu der Umsatzentwicklung der Manz Automation beiträgt. 2009 summierten sich die Verkaufserlöse aus dem Leiterplattengeschäft noch auf 10,0 Mio. EUR (11,7 %). Daneben resultieren wesentliche Umsatzbeiträge aus dem Geschäftsbereich Sonstige mit 14,5 Mio. EUR oder 8,0 % (Vorjahr: 10,6 Mio. EUR oder 12,3 %) bzw. dem Geschäftsbereich New Business mit 3,6 Mio. EUR oder 2,0 % (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR oder 4,1 %).
UMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 2010

Asien bleibt wichtigster Absatzmarkt für die Gesellschaft
Auch im Geschäftsjahr 2010 wurde der größte Anteil der Umsatzerlöse in Asien erwirtschaftet. Zeichnete sich Fernost im Geschäftsjahr 2009 mit 44,0 Mio. EUR noch für etwas mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzvolumens verantwortlich (51,2 %), trugen die wachstumsstarken Volkswirtschaften in Asien im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits zu 69,5 % oder 126,0 Mio. EUR zu den Gesamterlösen der Gesellschaft bei. Im deutschen Heimatmarkt waren die Umsatzerlöse hingegen rückläufig und beliefen sich auf 18,3 Mio. EUR oder 10,1 % (Vorjahr: 25,1 Mio. EUR oder 29,2 %). Rund 32,3 Mio. EUR oder 17,8 % der Umsätze entfielen im Berichtsjahr auf das restliche Europa (Vorjahr: 12,0 Mio. EUR oder 13,9 %). Daneben entfielen 2,3 % oder 4,1 Mio. EUR der Konzernumsätze auf die USA (Vorjahr: 5,5 % oder 4,7 Mio. EUR) bzw. 0,3 % oder 0,6 Mio. EUR auf die sonstigen Regionen (Vorjahr: 0,2 % oder 0,2 Mio. EUR).
UMSATZ NACH REGIONEN 2010

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen fertiger Erzeugnisse in Höhe von 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) sowie den aktivierten Eigenleistungen resultierend aus der intensivierten Forschungs- und Entwicklungsaktivität in Höhe von 14,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) verdoppelte sich die Gesamtleistung der Manz Automation AG innerhalb des Berichtszeitraums von 101,1 Mio. EUR auf 205,0 Mio. EUR. Im Zuge des ausgeweiteten operativen Geschäfts kletterten die Materialaufwendungen im Berichtszeitraum von 60,4 Mio. EUR auf 121,6 Mio. EUR. Damit verbesserte sich die Materialaufwandsquote leicht auf 59,3 % (Vorjahr: 59,7 %). Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 9,5 Mio. EUR) resultiert hieraus ein signifikant verbessertes Rohergebnis von 89,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (50,2 Mio. EUR) entspricht dies einer Steigerung von 79 %.
Per 31. Dezember 2010 belief sich die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft auf 1.768 Beschäftigte. Damit konnte der negative Trend aus dem Vorjahr wieder umgekehrt werden, als im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise Personalkapazitäten an ausländischen Standorten reduziert werden mussten (31. Dezember 2009: 1.377 Mitarbeiter). Im Ergebnis stiegen die Personalaufwendungen von 37,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 51,7 Mio. EUR in 2010. Im Hinblick auf die Gesamtleistung der Gesellschaft geht dies mit einer verbesserten Personalaufwandsquote von 25,2 % einher - gegenüber den 36,9 % im Geschäftsjahr 2009.
Die Abschreibungen lagen mit 9,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 6,9 Mio. EUR. Neben planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen inkl. Maschinen sowie auf aktivierte Eigenleistungen (Entwicklungskosten) beinhaltet diese Position eine geplante Abschreibung auf das Lizenzpaket an der CIGS-Technologie in Höhe von rund 1,5 Mio. EUR. Zudem stiegen im Zuge der Geschäftsausweitung die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 21,9 Mio. EUR auf 28,3 Mio. EUR. Diese beinhalten u. a. Marketing- und Vertriebskosten, Logistikkosten, Kosten für die Administration sowie Beratungskosten.
EBIT von 0,6 Mio. EUR erwirtschaftet - Manz schreibt wieder schwarze Zahlen
Insgesamt erzielte die Manz Automation ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 0,6 Mio. EUR nach dem negativen Vorjahreswert von -15,9 Mio. EUR. Dies ist insbesondere auf die starke Umsatzausweitung im Vorjahresvergleich zurückzuführen. Zudem haben die in den letzten Jahren erfolgreich eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen (u. a. im Bereich Einkauf und Komponentenstandardisierung) sowie die deutlich verbesserte Kapazitätsauslastung mit zur Rückkehr in die Gewinnzone beigetragen. Beim EBIT handelt es sich bei der Gesellschaft um ein zentrales unternehmensinternes Steuerungsinstrument auf Segment- und Konzernebene.
Bei Betrachtung der einzelnen Segmente stieg das EBIT des Berichtssegments FPD von -1,3 Mio. EUR auf rund 3,5 Mio. EUR. Im Geschäftsbereich Solar konnte der operative Verlust von -12,2 Mio. EUR auf -3,8 Mio. EUR reduziert werden. Das operative Ergebnis im Berichtssegment Leiterplatten/OEM belief sich auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,4 Mio. EUR). Innerhalb des Geschäftsbereichs New Business ist es gelungen, ein positives EBIT von 0,1 Mio. EUR zu erwirtschaften (Vorjahr: -0,1 Mio. EUR). Zudem trug der Geschäftsbereich Sonstige mit 0,1 Mio. EUR zum operativen Gesamtergebnis der Manz Automation bei. Im Geschäftsjahr 2009 wurde hier noch ein negatives EBIT in Höhe von -2,0 Mio. EUR erzielt.
Auf Ebene der Tochterunternehmen der Manz Automation bestehen zum Teil langfristige, zinstragende Finanzverbindlichkeiten. Diesen Zinsaufwendungen stehen jedoch Zinserträge und kurzfristig angelegte Gelder gegenüber. Im Ergebnis resultiert die solide Liquiditätslage der Gesellschaft in einem positiven Finanzergebnis in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR). Dabei gilt zu berücksichtigen, dass das vorjährige Finanzergebnis stark von Sondereffekten wie den erzielten Kursgewinnen aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens beeinflusst war. Das Vorsteuerergebnis (EBT) erhöhte sich aufgrund des positiven operativen Ergebnisses somit auf 0,7 Mio. EUR nach -13,0 Mio. EUR im Vorjahr.
Nach Steuern und Minderheitsanteilen verblieb ein Konzernergebnis von +1,6 Mio. EUR (Vorjahr: -9,7 Mio. EUR). Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 4.480.054 ausstehenden Aktien, entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von +0,35 EUR (Vorjahr: -2,15 EUR).
Vermögenslage
Hohe Eigenkapitalquote von 66,4% als Indikator für wirtschaftliche Solidität der Gesellschaft
Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um 56,3 Mio. EUR auf 283,0 Mio. EUR (Vorjahr: 226,7 Mio. EUR). Parallel dazu erhöhte sich das Eigenkapital der Gesellschaft im Berichtszeitraum von 179,0 Mio. EUR auf 187,9 Mio. EUR. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den ergebnisneutralen Effekten durch die Währungsumrechnung in Höhe von 7,6 Mio. EUR. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 66,4 % nach 79,0 % zum 31. Dezember 2009.
Die langfristigen Schulden stiegen von 11,8 Mio. EUR auf 18,6 Mio. EUR. Hier wirkte sich insbesondere der Anstieg der langfristigen Finanzschulden von 0,7 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR aus, der primär auf die Aufnahme eines Darlehens zum Erwerb einer Immobilie an den slowakischen Produktionsstandorten zurückzuführen ist. Zudem nahmen die passiven latenten Steuern von 4,5 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR zu, die hauptsächlich für aktivierte Entwicklungskosten und aufgrund der Anwendung der Percentage of Completion-Methode (PoC) gebildet wurden. Darüber hinaus erhöhten sich die Pensionsrückstellungen leicht von 3,8 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR. Der deutliche Rückgang der sonstigen langfristigen Rückstellungen von 2,5 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR liegt vor allem in dem Rekordumsatzniveau im Geschäftsjahr 2008 begründet, da diese Bilanzposition mehrheitlich auf zwei Jahre befristete Gewährleistungsrückstellungen umfasst.
Des Weiteren erhöhten sich die kurzfristigen Schulden deutlich von 35,9 Mio. EUR auf 76,4 Mio. EUR. Darin enthalten sind zinstragende, kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 9,8 Mio. EUR nach 8,7 Mio. EUR im Vorjahr. Diese Banklinien wurden im Zuge der Geschäftsausweitung an das operative Wachstum angepasst. Analog zu der Verdoppelung der Gesamtleistung stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 51,5 Mio. EUR (Vorjahr: 14,2 Mio. EUR), wobei sich die erhaltenen Anzahlungen auf 4,2 Mio. EUR beliefen (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen summierten sich zum 31. Dezember 2010 auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Die übrigen Verbindlichkeiten von 7,4 Mio. EUR enthalten Steuern (Lohn- und Kirchensteuern sowie Umsatzsteuer), Sozialversicherungsbeiträge und Personalrückstellungen.
Aktivierung der Nutzungsrechte an CIGS-Technologie führt zu einer signifikanten Ausweitung der langfristigen Vermögenswert
Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte von 66,7 Mio. EUR deutlich auf 122,3 Mio. EUR. Dabei stiegen insbesondere die immateriellen Vermögensgegenstände von 47,0 Mio. EUR auf 90,0 Mio. EUR. Neben aktivierten Entwicklungskosten beinhaltet diese Bilanzposition vor allem die Kaufpreisallokation der Nutzungsrechte an der CIGS-Produktionstechnologie, die im Sommer 2010 von Würth Solar erworben wurde. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr zusätzlich Abschreibungen in Höhe von 169 TEUR vorgenommen, aus einer geänderten Schätzung der Restnutzungsdauer. Der Anstieg der Sachanlagen von 16,6 Mio. EUR auf 23,6 Mio. EUR ist auf die Installation zusätzlicher Produktionsanlagen im Zuge der Ausweitung des operativen Geschäfts zurückzuführen, aber auch auf den Erwerb von Immobilien am slowakischen Produktionsstandort.
Weitgehend stabil zeigte sich hingegen das Umlaufvermögen, das sich zum 31. Dezember 2010 auf 160,7 Mio. EUR belief (Vorjahr: 160,0 Mio. EUR). Dabei stiegen die Vorräte der Gesellschaft aufgrund des ausgeweiteten operativen Geschäfts und der verbesserten Kapazitätsauslastung von 29,8 Mio. EUR auf 50,0 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2010. Ähnlich stark erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 39,6 Mio. EUR auf 67,1 Mio. EUR. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Forderungen von 1,9 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf erweiterte Umsatzsteuerforderungen zurückzuführen. Parallel hierzu wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die verbliebenen Wertpapierbestände endgültig verkauft (Vorjahr: 28,8 Mio. EUR). Infolge der beglichenen Lizenzgebühren für die CIGS-Technologie nahmen die flüssigen Mittel im Vorjahresvergleich auf 38,9 Mio. EUR ab (Vorjahr: 59,3 Mio. EUR).
Finanzlage
Verbesserter Cashflow als Beleg für positive operative Entwicklung der Manz Automation
Als Cashflow im engeren Sinne (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie Zunahme/Abnahme langfristiger Pensionsrückstellungen) resultierte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betrag von insgesamt 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: -6,6 Mio. EUR). Dieser verbesserte Mittelzufluss ist ein Beleg für die positive operative Entwicklung der Manz Automation AG. Trotz des deutlich erhöhten Working Capital-Bedarfs erzielte die Gesellschaft einen positiven operativen Cashflow von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 39,7 Mio. EUR). Dies beruht im Wesentlichen auf der deutlichen Zunahme von Vorratspositionen sowie Forderungen und andererseits Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zuge des ausgeweiteten operativen Geschäfts.
Nach -5,8 Mio. EUR im Vorjahr belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum auf -28,2 Mio. EUR. Diese Investitionen gehen vor allem auf den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten, zu denen Lizenzen für die Kooperation mit Würth Solar zählen, sowie auf Sachanlagen zurück. Beglichen wurden diese Vertragszahlungen mit flüssigen Mitteln sowie durch den Verkauf von Wertpapieren.
Demgegenüber erhöhte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 4,5 Mio. EUR nach -8,6 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. In dieser Entwicklung kommt vor allem die Veränderung der Kontokorrentkredite zum Ausdruck. Ein wesentlicher Mittelzufluss resultiert aus einem lokalen Kredit für einen Immobilienerwerb in der Slowakei. Zum 31. Dezember 2010 verfügte die Manz Automation daher über flüssige Mittel in Höhe von 38,9 Mio. EUR (Vorjahr: 59,3 Mio. EUR).
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Das Finanzmanagement der Manz Automation ist zentral organisiert. Zur Minimierung von Risiken und Nutzung konzernübergreifender Optimierungspotenziale bündelt die Gesellschaft Finanzierungen, Geldanlagen sowie Wechselkurssicherungen von Tochtergesellschaften innerhalb der Gruppe. Dabei werden wertorientierte Finanzierungsgrundsätze verfolgt, um die Liquidität zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen sowie Kapitalkosten zu optimieren. Darüber hinaus werden ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil und eine hohe Diversifikation von Investoren angestrebt.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens
Nachdem die Gesellschaft im Vorjahr noch intensiv mit den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise konfrontiert wurde, konnte die Manz Automation im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem deutlich verbesserten wirtschaftlichen Umfeld profitieren. Dieser Aufschwung, der in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Fahrt gewinnen konnte, erstreckt sich auf alle Geschäftsbereiche. So ist es gelungen, die Umsatzerlöse von 85,9 Mio. EUR auf 181,4 Mio. EUR zu erhöhen. Gleichzeitig konnte die Manz Automation ihre Gesamtleistung von 101,1 Mio. EUR auf 205,0 Mio. EUR mehr als verdoppeln. Trotz hoher investiver Lizenzzahlungen im Zusammenhang mit der Kooperation mit Würth Solar, verfügt die Gesellschaft über freie liquide Mittel in Höhe von 38,9 Mio. EUR. Neben einer sehr guten Eigenkapitalquote von rund 66,4 %, ist dies ein aussagekräftiger Beleg für die Finanzkraft und den Substanzwert des Unternehmens.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der im Corporate-Governance-Bericht auf den Seiten 33 bis 51 enthaltene Vergütungsbericht 2010 ist Bestandteil des Lageberichts. Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Vergütung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2010 maßgeblich waren, und erläutert die Struktur und Höhe der Vorstandvergütung sowie die Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010.
ANGABEN GEMÄSS § 315 ABSATZ 4 HGB UND ERLÄUTERUNGEN
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der Manz Automation AG beträgt 4.480.054 EUR und ist in 4.480.054 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.
Der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Aktien und Gewinnanteile ist ausgeschlossen, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind in Sammelurkunden verbrieft.
Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Sämtliche Aktien sind in gleicher Weise gewinnanteilsberechtigt. Hiervon ausgenommen sind von der Manz Automation AG gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Gesellschaft hält derzeit keine eigenen Aktien.
Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Vereinbarungen über Beschränkungen, die die Ausübung von Stimmrechten oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Manz Automation AG nicht bekannt.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Die Meldepflicht besteht ab einem Schwellenwert von 3 % der Stimmrechte.
Ferner haben nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) Personen, die bei der Gesellschaft Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der Gesellschaft der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen.
Dem Vorstand ist aufgrund der zugegangenen Mitteilungen über bedeutende Stimmrechtsanteile und über eigene Geschäfte von Personen mit Führungsaufgaben das Bestehen der folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft bekannt, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
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| Anzahl der Stimmrechte |
Anteil der Stimmrechte |
|
|---|---|---|
| Dieter Manz | 1.993.248 | 44,49 % |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der Gesellschaft nicht.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Soweit die Manz Automation AG im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligung anstelle der Auszahlung der freiwilligen jährlichen Gewinnbeteiligung Manz-Aktien an ihre Mitarbeiter oder Mitarbeiter von Konzernunternehmen ausgibt, können die Mitarbeiter die ihnen aus diesen Aktien zustehenden Kontrollrechte unmittelbar nach den Bestimmungen der Satzung und des Gesetzes ausüben.
Soweit die Manz Automation AG im Rahmen des von der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 beschlossenen Manz Performance Share Plan 2008 aufgrund der Ausübung von Bezugsrechten Aktien an Mitglieder der Geschäftsführungen verbundener Unternehmen sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen ausgeben wird, werden die Aktien den bezugsberechtigten Personen unmittelbar übertragen. Diese können die ihnen aus den übertragenen Aktien zustehenden Kontrollrechte unmittelbar nach den Bestimmungen der Satzung und des Gesetzes ausüben.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung
Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.
Nach § 5 der Satzung der Gesellschaft kann der Vorstand aus einer oder mehreren Personen bestehen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes und bestimmt ihre Zahl.
Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat nach § 85 Absatz 1 AktG in dringenden Fällen das Gericht auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen.
Der Aufsichtsrat kann nach § 84 Absatz 3 AktG die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
Die Änderung der Satzung ist in den §§ 133 ff., 179 ff. AktG geregelt. Diese bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 7 Absatz 2 der Satzung befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.
Gemäß § 16 Absatz 1 der Satzung der Gesellschaft werden die Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Soweit das Aktiengesetz (AktG) außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit dies gesetzlich zulässig ist, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand kann neue Aktien nur auf Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung über eine Erhöhung des Grundkapitals oder über genehmigte und bedingte Kapitalien ausgeben. Der Erwerb eigener Aktien ist in den §§ 71 ff. AktG geregelt und in bestimmten Fällen kraft Gesetzes oder aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung zulässig.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand der Gesellschaft ist gemäß § 3 Absatz 3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 15. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 2.240.027 EUR durch Ausgabe von insgesamt bis zu 2.240.027 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien (Stückaktien), gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009).
Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen;
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags, die möglichst zeitnah zur Platzierung der neuen Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne von §§ 203 Absatz 1 und 2, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt nur insoweit, als auf die im Rahmen der Kapitalerhöhung auszugebenden Aktien insgesamt ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von nicht mehr als 448.005 EUR und insgesamt nicht mehr als 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung entfällt. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben oder veräußert werden; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Konzerngesellschaften der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung ihrer Wandlungspflicht zustehen würde; |
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen. |
Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen sowie bedingtes Kapital I
Die Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zum 9. Juni 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 300 Mio. EUR zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen, Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 1.433.160 EUR nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren.
Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Soweit Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht gegen Barleistung ausgegeben werden sollen, ist der Vorstand jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/ oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts auszugeben, sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrecht bzw. Wandlungspflicht nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt nur insoweit, als auf die zur Bedienung der Wandlungs- und Optionsrechte bzw. bei Erfüllung der Wandlungspflicht auszugebenden Aktien, insgesamt ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von nicht mehr als 358.290 EUR und insgesamt nicht mehr als 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung entfällt. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auf Schuldverschreibungen für Spitzenbeträge auszuschließen und das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- bzw. Optionsrechten auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts oder bei Erfüllung der Wandlungspflicht zustehen würde.
Das Grundkapital ist gemäß § 3 Absatz 4 der Satzung der Gesellschaft um bis zu 1.433.160 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.433.160 neuen Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der vorgenannten Ermächtigung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht bestimmen.
Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienbezugsrechten im Rahmen des Manz Performance Share Plan sowie bedingtes Kapital II
Die Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 50.400 Aktien der Gesellschaft an die Mitglieder der Geschäftsführungen verbundener Unternehmen der Gesellschaft sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen, jeweils im In- und Ausland, zu gewähren. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 21.600 Aktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu gewähren. Insgesamt dürfen Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 72.000 Aktien der Gesellschaft ausgegeben werden. Die Gewährung, Ausgestaltung und Ausübung der Bezugsrechte erfolgt nach Maßgabe der in dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 festgelegten Bestimmungen.
Das Grundkapital ist gemäß § 3 Absatz 5 der Satzung der Gesellschaft um bis zu 72.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 72.000 neuen Aktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Absicherung der Rechte der Inhaber von Bezugsrechten, die aufgrund der vorgenannten Ermächtigung gewährt wurden.
Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien
Die Hauptversammlung vom 22. Juni 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Absatz 1 Ziffer 8 AktG ermächtigt, in dem Zeitraum bis zum 21. Juni 2015, eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil am derzeitigen Grundkapital von bis zu 10 % zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eine Veräußerung erworbener eigener Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert oder an ausländischen Börsen, an denen sie nicht notiert sind, eingeführt werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt der Durchschnitt der tagesvolumengewichteten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen Nachfolgesystem) während der letzten drei Börsenhandelstage vor der Veräußerung der Aktien.
Dieser Ausschluss des Bezugsrechts ist auf insgesamt höchstens 10 %, sowohl des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Auf diese Begrenzung ist das auf diejenigen Aktien entfallende Grundkapital anzurechnen, die zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/ oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) auszugeben sind, die in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegeben werden oder die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden.
Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, erworbene eigene Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre an Dritte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen zu veräußern.
Der Vorstand und - sofern die Verpflichtung gegenüber Mitgliedern des Vorstands besteht - der Aufsichtsrat, wurden ferner ermächtigt, erworbene eigene Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zur Bedienung von Bezugsrechten zu verwenden, die im Rahmen des von der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 unter Punkt 7 der Tagesordnung beschlossenen Manz Performance Share Plan 2008 ausgegeben wurden oder werden.
Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, erworbene eigene Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zur Erfüllung von Bezugs- und Umtauschrechten zu verwenden, die aufgrund der Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, die im Rahmen der Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften gewährt bzw. auferlegt wurden.
Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, erworbene eigene Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Mitarbeiter der Gesellschaft oder von nachgeordneten verbundenen Unternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG auszugeben.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder, Martin Hipp und Volker Renz, sehen in der seit Februar 2010 geltenden Fassung für den Fall eines Kontrollwechsels (Erwerb von Aktien durch einen Aktionär im Umfang von mindestens 25 % des Grundkapitals der Gesellschaft) vor, dass das Vorstandsmitglied berechtigt ist, innerhalb von sechs Monaten nach der Wirksamkeit des Kontrollwechsels das Vorstandsmandat unter Einhaltung einer sechsmonatigen Frist zum Monatsletzten niederzulegen und aus dem Dienstverhältnis auszuscheiden. Als Abfindung sind dem Vorstandsmitglied die Bezüge zu erstatten, die es erhalten würde, wenn es seinen Dienstvertrag bis zum vereinbarten Ende erfüllt hätte, aber mindestens ein Jahresgehalt.
Es ist beabsichtigt, diese Regelungen in Kürze durch neue Regelungen zu ersetzen.
Im Übrigen bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind
Es bestehen - abgesehen von den im vorstehenden Abschnitt genannten Vereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern Hipp und Renz - keine Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots Entschädigungen vorsehen.
BEGEISTERUNG BEWIRKT VERÄNDERUNG
WIR INVESTIEREN IN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG. WEIL WIR WOLLEN, DASS UNSERE PRODUKTE NICHT NUR GUT, SONDERN AUSSERGEWÖHNLICH SIND.
MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
DR. FLORIAN SCHWARZ, ENTWICKLER, MANZ COATING KARLSTEIN
NACHHALTIGKEITSBERICHT
Nachhaltigkeit bedeutet für Manz, im Sinne zukünftiger Generationen verantwortungsvoll zu agieren - wirtschaftlich, ökologisch und sozial. Unternehmerische Verantwortung ist nach Ansicht der Gesellschaft die zentrale Voraussetzung für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Gerade als hochinnovatives Technologieunternehmen, das bereits heute einen wesentlichen Beitrag zur Nutzung von erneuerbaren Energien und deren Wirtschaftlichkeit leistet, verfügt die Gesellschaft über herausragende Möglichkeiten, um ihre eigene, aber auch die Zukunft ihrer Kunden entscheidend mitzugestalten.
WIRTSCHAFT
Nachhaltigkeit bedeutet für Manz, im Sinne zukünftiger Generationen verantwortungsvoll zu handeln
Wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln sind kein Widerspruch. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft ihr Produktportfolio konsequent auf Zielbranchen ausgerichtet, die einen signifikanten Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit exzellenten wirtschaftlichen Wachstumspotenzialen vereinen. Ökonomie steht demnach nicht im Widerspruch zu Umweltschutz und sozialem Engagement. Im Gegenteil: Alle drei Aspekte sind ein integraler Bestandteil von Nachhaltigkeit, die sich wechselseitig bedingen.
Beispielhaft für solche Synergien ist die Kooperation von Manz mit der Amity University in Indien. Im Rahmen dieser Partnerschaft fördert Manz den akademischen Abschluss "Solar Engineer" - ein in dieser Form einzigartiger Studiengang auf dem indischen Subkontinent. Insgesamt profitieren 15 Studenten von dem hohen Praxisbezug und dem breiten Angebot an Praktikamöglichkeiten. Indien bietet aufgrund verschiedener Bedingungen (z. B. klimatische Voraussetzungen, Notwendigkeit einer dezentralisierten Energieversorgung) hervorragende Zukunftsperspektiven für die Photovoltaikindustrie und könnte bereits zeitnah zu einem Kernmarkt für Solarprodukte heranreifen. Für die Gesellschaft ist es daher von besonderem Interesse, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen. Mit Hochschulpartnerschaften weckt Manz Begeisterung und Interesse bei den potenziellen Nachwuchsingenieuren und verfügt damit über eine sehr gute Ausgangsbasis, den perspektivischen Bedarf an Fachkräften und Spezialisten durch eigene Talente abdecken zu können.
Zudem bietet die Gesellschaft ein reiches Repertoire an Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, die in der Manz Academy zusammengefasst sind. Dieses Angebot richtet sich sowohl an Mitarbeiter als auch an Kunden der Manz Automation. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden rund 670 Seminartermine angeboten und von über 600 Mitarbeitern und Kunden besucht. Intensive Schulungsmaßnahmen garantieren eine signifikante Stärkung des Know-hows der Belegschaft, was eine gute Basis für das Erreichen der Unternehmensziele bildet, aber auch die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter gewährleistet.
Neben Angeboten zur Optimierung interner Prozesse und der Selbstorganisation gibt es Seminare zum Erwerb von Zusatzqualifikationen. Das fachspezifische Weiterbildungsangebot beinhaltet Manz-Technologie-Schulungen für konzernspezifische Basistechnologien (z. B. Steuerungs- und Antriebstechnik) sowie produktspezifische Vertiefungsschulungen innerhalb der jeweiligen Geschäftsbereiche. Dabei werden nicht nur Inhouse-Workshops durchgeführt, sondern auch externe Kurse, wie beispielsweise an der Laserakademie sowie am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), koordiniert.
Manz Academy als Schulungszentrum für Mitarbeiter etabliert
Gleichzeitig wurden einzelne Mitarbeiter zu Manz Academy Coaches (MACs) ausgebildet, um zukünftig ein noch umfangreicheres Bildungsprogramm auf einem qualitativ hohen Niveau anbieten zu können.
In der Manz Academy werden beispielsweise folgende Schulungsinhalte angeboten:
| ― | Programmierung |
| ― | Kalibrierung |
| ― | Montage |
| ― | Manz Interface Board |
| ― | Systemkomponenten |
| ― | Messtechnik/Prozesse |
UMWELTSCHUTZ
Als Hightech-Maschinenbauer mit einem klaren Branchenfokus auf "Green Technologies" leistet die Gesellschaft bereits heute einen signifikanten Beitrag für eine nachhaltige und umweltschonende Energieversorgung. Der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen der Erde ist für die Manz Automation keine abstrakte Begrifflichkeit, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells. Entsprechend dieser strategischen Ausrichtung ist es für den Konzern selbstverständlich, photovoltaisch erzeugten Strom für die eigene Nutzung zu produzieren.
So sind auf den Dächern und Fassaden der Montagehalle in Reutlingen Solarmodule angebracht, die zur Stromerzeugung dienen. Mit insgesamt zwei großen Anlagen werden über 340.000 KWh Strom pro Jahr erzeugt. Die erste Anlage mit 100 KW wurde im Jahr 2004 in Betrieb genommen, die Zweite mit 237 KW folgte im Dezember 2009. Eigentümer dieser Solaranlagen ist dabei allerdings nicht die Manz Automation, sondern die Mitarbeiter der Gesellschaft. Diese haben sich zusammengeschlossen und die Finanzierung der Anlage ermöglicht, um damit ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen sowie ihre Überzeugung zur Wirksamkeit der Photovoltaik zu demonstrieren. Im Ergebnis profitieren die Mitarbeiter von der Einspeisung in das Stromnetz und der daraus resultierenden Vergütung. Ergänzt wird das Energiekonzept von zwei kleineren Fassadenanlagen mit 8 KW bzw. 16 KW im Besitz des Unternehmens, die die architektonisch anspruchsvolle Integration von Solarmodulen in Fassaden demonstrieren. Insgesamt werden somit jährlich rund 340.000 KWh Ökostrom produziert und ein Teil des Energieverbrauchs der Manz Automation gedeckt.
SOZIALES ENGAGEMENT
Die Manz Automation ist davon überzeugt, dass ein Unternehmen soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft trägt. Daher ist es sowohl für den Konzern als auch für dessen Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit, sich im sozialen Bereich zu engagieren. So absolvierten im Berichtsjahr 38 junge Menschen eine qualifizierte Berufsausbildung an den deutschen Standorten der Manz Automation. Neben der Unterstützung von lokalen Vereinen, der Universität Tübingen und öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde Kirchentellinsfurt spendet Manz zudem regelmäßig Geld für soziale Zwecke.
Manz gibt Hilfe zur Selbsthilfe mit "Metallwerkstatt" in Äthiopien
Parallel dazu konnte auch im Jahr 2010 das Projekt "Metallwerkstatt" in Äthiopien in enger Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Jugendwerk und dem YMCA Äthiopien erfolgreich fortgesetzt werden. Dieses Engagement besteht nun mittlerweile seit 2008 und steht unter dem Motto "Zukunft schenken". Ziel ist es, in einem der ärmsten Länder der Welt, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Dabei wurde im Rahmen des zweiten Kurses 15 engagierten und motivierten Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren aus benachteiligten ethnischen Gruppen eine Grundausbildung zum "General Metal Worker" ermöglicht, den 14 mit einer erfolgreichen Abschlussprüfung beendeten. Zu diesem Zweck hat die Manz Automation eine eigene Lehrwerkstatt für Metallverarbeitung in Addis Abeba, Äthiopien, gegründet. 2010 hat bereits die zweite Klasse erfolgreich ihren Abschluss gemacht und verfügt nun über die notwendigen Voraussetzungen, um sich ins Arbeitsleben zu integrieren. Bereits heute gilt die Metallwerkstatt von Manz als Modellprojekt für ganz Äthiopien. Um in Zukunft noch besser zu werden, soll die Ausbildung in einem nächsten Schritt auf zehn bis zwölf Monate verlängert werden. Neben einer Verbesserung der Räumlichkeiten ist unter anderem der Aufbau einer kleineren Produktion vorgesehen, um die finanzielle Abhängigkeit von Spendengeldern zu reduzieren.
Ein weiterer Bestandteil des sozialen Engagements der Manz Automation ist das Kindertagesstättenprogramm. Mit einem besonderen Angebot für berufstätige Eltern kommt die Gesellschaft der Verantwortung ihren Mitarbeitern gegenüber nach. Damit der freien Ideenentfaltung der Angestellten des Unternehmens keine Sorgen über den Nachwuchs entgegenstehen, hat Manz das Kindertagesstättenprogramm ins Leben gerufen. In zwei verschiedenen Einrichtungen können Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren zur Betreuung während der Arbeitszeit in gut ausgebildete und fürsorgliche Hände gegeben werden. Die Gesellschaft beteiligt sich dabei auch monetär an der Unterstützung junger Familien.
NACHTRAGSBERICHT
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse eingetreten, die substanzielle Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage gehabt hätten.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
RISIKOMANAGEMENT- UND INTERNES KONTROLLSYSTEM
Die Manz Automation AG ist ein weltweit tätiges Technologieunternehmen und damit einer Vielzahl unterschiedlichster Risiken ausgesetzt. Risiken können dabei sowohl aus eigenem unternehmerischem Handeln als auch durch externe Faktoren entstehen. Die Manz Automation AG versteht daher einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Risiken als eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen Geschäftserfolg. Das Risikomanagement ist aus diesem Grund direkt in die Unternehmensführung eingebettet und darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ingesamt gibt es derzeit keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.
Risikomanagementziele und -merkmale
Das Risikomanagement der Manz Automation AG hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden abzuwenden. Durch die Anwendung eines in die Unternehmensführung integrierten Risikomanagements ist die Manz Automation AG in der Lage, mögliche Gefahren konzernweit rechtzeitig zu identifizieren, zu bewerten und mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen. Im Zuge des unternehmerischen Handelns, also einem Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken, geht die Manz Automation AG jedoch bewusst Risiken ein, die in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen aus der entsprechenden Geschäftstätigkeit stehen. Risiken lassen sich somit nicht grundsätzlich vermeiden, werden aber soweit möglich minimiert bzw. transferiert.
Das Risikomanagement wird zentral vom Risikomanagementbeauftragten aus der Konzernkonsolidierung gesteuert, regelmäßig auf seine Wirksamkeit und Angemessenheit hin überprüft und in seiner Gesamtheit vom Finanzvorstand verantwortet. Die Verantwortung für die Risikoüberwachung ist hingegen dezentral organisiert und obliegt in Abhängigkeit von Risikokategorie und -tragweite den Bereichsleitern, Geschäftsführern bis hin zu den Vorständen der Manz Automation AG. Durch regelmäßige Abfragen in mündlicher und schriftlicher Form werden potenzielle Risiken in allen Geschäftsbereichen erfasst und gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, negativen Entwicklungen durch frühzeitige Gegenmaßnahmen entgegenzuwirken. Ein Gesamtbericht wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat in einem jährlichen Turnus für eine umfassende Beurteilung zur Verfügung gestellt.
Die regelmäßige Analyse und Bewertung der Risiken erfolgt anhand eines Risikomanagementsystems bestehend aus einem definierten Kreis von Risikoverantwortlichen, festgelegten Risikokategorien und einer Risikoklassifizierung, welche das Gefahrenpotenzial und die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs widerspiegelt. Die Identifikation und Handhabung von Risiken ist in den Unternehmensgrundsätzen verankert und als Aufgabe aller Mitarbeiter der Manz Automation AG definiert. Durch den Einbezug der gesamten Belegschaft werden Risiken schnell erkannt und an den jeweiligen Risikoverantwortlichen kommuniziert, der in Einklang mit den konzernweit definierten Handlungsgrundsätzen geeignete Maßnahmen ergreifen muss. Die Risiken werden für eine möglichst ganzheitliche Erfassung nach Themenfeldern gruppiert. Unterschieden werden grundsätzlich folgende Risikokategorien:
| ― | Management & Unternehmensumfeld |
| ― | Gebäude & Infrastruktur |
| ― | Produkt & Markt |
| ― | Vertrieb |
| ― | Entwicklung und Konstruktion |
| ― | Produktion & Montage |
| ― | Informationstechnologie |
| ― | Projektmanagement |
| ― | Beschaffung |
| ― | Personalwesen |
| ― | Finanzwesen |
Ergänzend zu diesem Risikomanagementsystem finden im Rahmen eines halbjährlichen Planungsprozesses weitere Aktivitäten zur Risikoidentifikation und -minderung statt. Mit Hilfe einer kontinuierlichen Technologie- und Marktbeobachtung werden unterschiedliche Szenarien entwickelt, die in Abhängigkeit der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung zum Tragen kommen. Das Ziel der Ausarbeitung und Nutzung dieser unterschiedlichen Planungsszenarien ist letztlich den Wert des Unternehmens kontinuierlich und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern.
Die Wirksamkeit und Angemessenheit unseres Risikomanagementsystems wurden vom Wirtschaftsprüfer beurteilt. Er stellte fest, dass alle notwendigen Maßnahmen zur Einrichtung eines Frühwarnsystems ergriffen wurden und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Somit entspricht die Manz Automation AG den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG).
Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess (§§ 289 Absatz 5, 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)
Das Ziel des Risikomanagementsystems der Manz Automation AG im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die der Regelkonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten. Das Risikomanagement beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind bei Manz folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Finanzvorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Einzelabschlüsse der Manz AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet.
Die einheitliche Bilanzierung und Bewertung auf Grundlage der für das Mutterunternehmen geltenden Vorschriften wird durch die Konzernbilanzierungsrichtlinien gewährleistet und in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst. Darüber hinaus werden den Konzerngesellschaften zu erstellende Berichtspakete vorgegeben.
Für den Konsolidierungsprozess wird seit dem Geschäftsjahr 2010 das SAP-Tool BCS eingesetzt. Zur Überprüfung der Datenkonsistenz werden hier automatische Plausibilitätskontrollen bereits bei der Datenerfassung vorgenommen. Die Konsolidierungsmaßnahmen sowie die Überwachung der Einhaltung der zeitlichen und prozessualen Vorgaben erfolgt durch Mitarbeiter der Konsolidierungsabteilung auf Konzernebene.
Weitere Kontrollaktivitäten auf Konzernebene umfassen die Analyse und ggf. die Korrektur der durch die Tochtergesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern vorgelegten Berichten.
Weitere wesentliche Elemente der Risikokontrolle im Rechnungslegungsprozess sind die Funktionstrennung zwischen Eingabe, Prüfung und Freigabe sowie eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten in den betroffenen Bereichen. Die Verwendung von SAP als IT-Finanzsystem leistet einen weiteren wichtigen Beitrag für die konsequente Fehlervermeidung. Des Weiteren wird auf allen Prozessebenen das Vier-Augen-Prinzip angewandt. Bei speziellen fachlichen und komplexen Fragestellungen werden außerdem externe Sachverständige mit einbezogen. Neben der unternehmensinternen Kontrolle der rechnungslegungsrelevanten Prozesse und Strukturen nimmt schließlich auch der Abschlussprüfer eine Beurteilung im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit vor.
Weitere Kontrollaktivitäten umfassen die Analyse und Plausibilitätskontrollen von Geschäftsvorfällen sowie die kontinuierliche Überwachung der Projektkalkulationen.
Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der Manz Automation AG einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften, den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.
Der Vorstand erachtet die eingerichteten Systeme, die regelmäßig hinsichtlich ihrer Optimierungs- und Weiterentwicklungsfähigkeit überprüft werden, als angemessen und funktionsfähig. Identifizierte Verbesserungspotenziale setzt der Vorstand in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Manz Automation AG um.
RISIKEN DES UNTERNEHMENS
Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Wie die massiven konjunkturellen Verwerfungen infolge der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise gezeigt haben, kann die gesamt- und finanzwirtschaftliche Entwicklung in den zentralen Absatzmärkten der Manz Automation mit negativen Effekten auf die Geschäftsentwicklung verbunden sein. So könnten Investitionen in die Solartechnologie aufgrund von Finanzierungsengpässen verschoben und damit weniger Solarmodule verkauft werden. Zudem könnte sich in diesem Fall die Refinanzierung börsennotierter Unternehmen über den Kapitalmarkt deutlich schwieriger gestalten. Für Solarunternehmen besteht das Risiko, dass notwendiges Kapital für Investitionen in neue Anlagen nicht zur Verfügung steht. Dies würde die Entwicklung des Solarmarktes spürbar bremsen. In einem solchen Szenario wäre die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage, ihre Wachstumsziele wie geplant zu realisieren. Durch einen stetigen Ausbau globaler Produktions- und Vertriebskapazitäten, die Bereithaltung eines Liquiditätspolsters für Nachfrageeinbrüche sowie einen klaren Fokus auf Wachstumsmärkte wie China und Indien, werden diese Risiken durch die Gesellschaft diversifiziert.
Risiken durch zunehmenden Wettbewerb
Obwohl sich die Zukunftsaussichten und die Finanzierungsbedingungen für Systemlösungen vor allem im Photovoltaiksektor gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert haben, besteht doch die Gefahr fort, dass sich der Wettbewerb für Automatisierungs- und Qualitätssicherungslösungen weiter intensiviert. Der fortschreitende Modulpreisverfall und der erhöhte Margendruck der Solarhersteller sind für bestehende und potenzielle Wettbewerber mit dem Anreiz verbunden, Marktanteile vor allem durch eine aggressive Preispolitik zu gewinnen. Ein weiteres Risiko besteht durch die Herstellung von Plagiaten im asiatischen Raum. Dies könnte einen direkten Einfluss auf die Umsatz- und vor allem die Ertragssituation der Manz Automation und auch auf die Marktanteile der Gesellschaft entfalten. Um diesen Risiken wirksam entgegenzutreten, verfolgt die Manz Automation den Anspruch, die derzeit technologisch führende Marktstellung durch eine weitere Ausweitung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu behaupten und weiter auszubauen.
Risiken aufgrund einer Konsolidierung in der Solarbranche
Durch den Konsolidierungsprozess der Solarbranche könnten wichtige Kunden wegfallen. Ferner besteht das Risiko, dass der fortschreitende Subventionsabbau auf zentralen Absatzmärkten wie Deutschland den Kostendruck der Hersteller von Solarmodulen weiter verstärkt. Damit verbundene Margenbelastungen könnten negative Auswirkungen auf die Ertragssituation der Manz Automation haben. Weiterhin würden sich eine mögliche Verschiebung von Ersatzinvestitionen sowie eine längere Konsolidierungsphase negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Zur Minimierung dieser Risiken und als Reaktion auf die Anforderungen des Markts hat die Gesellschaft den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt auf Lösungen gelegt, die für die Hersteller mit einer verbesserten Effizienz und damit geringeren Produktionskosten einhergehen.
Risiken durch raschen technologischen Wandel und bei der Markteinführung neuer Produkte
Als Technologieführer sind Forschung und Entwicklung und ein innovatives Produktportfolio für die Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Grund dafür ist ein kontinuierlich stattfindender technologischer Wandel, vor allem in den beiden Branchen Photovoltaik und FPD. In diesem Prozess ist nicht gesichert, dass die Gesellschaft stets die Technologien anbieten kann, die vom Markt langfristig gefordert werden. Zudem besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen mit höheren Kosten verbunden sind als ursprünglich budgetiert, so dass durch einzelne Entwicklungsprojekte Verluste entstehen können. Auch ist der spätere Markterfolg für die Einführung neuer Produkte nicht garantiert, wodurch weitere Risiken für die Umsatz- und Ertragslage resultieren können. Ferner besteht aufgrund der hohen technologischen Dynamik in unseren Zielsektoren die Gefahr, dass Maschinen und Systeme entwickelt werden, für die am Markt nur geringe Nachfrage besteht. Um diese Risiken zu kontrollieren, pflegt die Manz Automation einen engen Kontakt zu ihren Kunden, und kann so neue Trends frühzeitig erkennen. Zudem prüft die Gesellschaft im Vorfeld sorgfältig die möglichen Marktpotenziale, um die Renditen von Entwicklungsprojekten abschätzen und damit die Ressourcen optimal einsetzen zu können.
Mit dem Erwerb der Nutzungsrechte an der CIGS-Produktionstechnologie von Würth Solar GmbH & Co. KG im Sommer 2010 wurde das Geschäftsmodell der Gesellschaft signifikant erweitert. Als Gegenleistung für die Know-how-Lizenzierung sowie die intensive personelle Unterstützung durch den Kooperationspartner hat sich die Gesellschaft zu einer Zahlung von 50 Mio. EUR verpflichtet, die in mehreren Raten bis zur Abnahme der ersten CIGSfab fällig wird. Davon wurden bereits mit Abschluss der Kooperation ein Betrag von 30 Mio. EUR beglichen. Zudem hat sich die Gesellschaft zur Zahlung von laufenden Lizenzentgelten im Zusammenhang mit einem realisierten Verkauf verpflichtet. Obwohl sich die Manz Automation derzeit in unterschiedlichen Verhandlungen mit potenziellen Pilotkunden befindet, konnte bislang noch kein Neuauftrag für die Auslieferung einer ersten schlüsselfertigen, vollintegrierten Produktionslinie gewonnen werden. Daher kann das Risiko nicht völlig ausgeschlossen werden, dass für die CIGSfab keine ausreichende Nachfrage am Markt besteht bzw. eine Finanzierungslösung für diese Technologie durch die Kunden nicht möglich ist. Die Konsequenz wäre ein Verlust der im Rahmen des exklusiven Know-how Lizenzierungs- und Kooperationsvertrag mit der Würth Solar GmbH & Co. KG getätigten Investitionszahlungen. Zudem wäre das zukünftige Umsatz- und Ergebnispotenzial der Gesellschaft signifikant reduziert.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Liquiditätsrisiko
Zur Fortführung des Wachstumskurses ist es für die Gesellschaft von vitalem Interesse, die für den laufenden Geschäftsbetrieb notwendigen Zahlungen sowie strategisch sinnvolle Erweiterungs- und Erhaltungsinvestitionen in ausreichender Form gewährleisten zu können. Der dafür notwendige Zufluss an liquiden Mitteln könnte durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts bzw. durch externe Faktoren wie beispielsweise eine restriktivere Kreditvergabepolitik durch Banken beeinträchtigt werden. Aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung und Ertragskraft der Gesellschaft sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keine Liquiditätsrisiken zu erkennen.
Währungs- und Zinsänderungsrisiken
Die Währungsrisiken der Manz Automation ergeben sich aus operativen Tätigkeiten. Soweit sie die Cashflows der Gesellschaft beeinflussen, werden Risiken aus Fremdwährungen gesichert. Im Geschäftsjahr 2010 war die Manz Automation Fremdwährungen ausgesetzt im Zusammenhang mit bereits fixierten und geplanten Transaktionen in Fremdwährung. Diese betrafen ausschließlich Transaktionen in US-Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf von Produkten. Die Risiken hieraus wurden mit Hilfe von derivativen Finanzinstrumenten (im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und in geringerem Umfang Devisenoptions- und Devisenswapgeschäfte) abgesichert. Für die geplanten Transaktionen lagen die Voraussetzungen für ein Hedge-Accounting (Cashflow Hedge) vor. Das Risiko besteht allerdings, dass sich die Liefertermine verschieben, wodurch Verluste bzw. Gewinne aus der Verlängerung der derivativen Finanzinstrumente entstehen können. Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen und auch keine geplanten Fremdwährungsgeschäfte. Das Zinsänderungsrisiko bei variablen Darlehen wird durch Zinssicherungsgeschäfte begrenzt.
Risiken durch Zahlungsunfähigkeit von Kunden
Obgleich sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Vorjahresvergleich deutlich verbessert hat und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen rückläufig ist, ist die Gesellschaft auch zukünftig mit dem Risiko von Forderungsausfällen konfrontiert, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnten. Darüber hinaus geht mit der Insolvenz eines Kunden auch der Verlust von möglichen Folgeaufträgen einher. Möglichen Kreditrisiken begegnen wir mit intensiven Bonitätsprüfungen vor Vertragsschluss, dem Abschluss von Kreditversicherungen sowie einem konsequenten Forderungsmanagement.
Personalrisiken
Für einen Hightech-Maschinenbauer sind qualifizierte und motivierte Führungskräfte und Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Das Abwandern von Führungskräften oder Mitarbeitern in Schlüsselpositionen könnte sich negativ auf die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft auswirken und dadurch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass neue geeignete Fach- und Führungskräfte oder zusätzliche Mitarbeiter nicht in ausreichender Anzahl gewonnen werden können. Jedoch steht die Manz Automation als börsennotiertes Unternehmen nun stärker im Blickfeld von potenziellen Arbeitnehmern und kann zugleich die Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Zudem bestehen mit der Börsennotierung mittelfristig auch Möglichkeiten, die Mitarbeiter durch die Ausgabe von Aktien und eine entsprechende Erfolgsbeteiligung enger an das Unternehmen zu binden.
Vertragsrisiken
Risiken aus Vertragsstrafen
Risiken können bei der Manz Automation auch durch Vertragsstrafen, sogenannte Pönale, resultieren. So wird bei Auftragsvergabe ein festes Lieferdatum vereinbart, das beide Parteien als verbindlich erachten. Sollte Manz, z. B. aufgrund von Lieferengpässen oder knappen Ressourcen, nicht in der Lage sein, die vereinbarte Menge fristgerecht auszuliefern, so kann dies die Projekterträge mindern. Dies hätte eine direkte Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns. Zur Steuerung des Risikos werden jedoch frühzeitig vorhandene Ressourcen überwacht und gegebenenfalls an das jeweilige Auftragsvolumen angepasst. Damit ist die Gesellschaft in der Lage, das Ertragsrisiko auf ein Minimum zu begrenzen.
Risiken aus Lieferantenverträgen
Langfristige Verträge mit Lieferanten und Subunternehmen führen zur Verpflichtung, bereits bestellte Komponenten auch in einer schwierigen Marktlage abzunehmen. Dies kann zu einem Anstieg der Vorräte der Gesellschaft und damit zu einer erhöhten Kapitalbindung führen. Im Ergebnis kann sich dies auf die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft auswirken.
CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Signifikantes Marktwachstum in der Photovoltaikbranche
Die Photovoltaikbranche hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Auch wenn das vergangene Geschäftsjahr von einem verstärkten Preisdruck gekennzeichnet war, der vor allem in sinkenden Preisen für Solarmodule resultierte, bietet der Sektor auch in der Zukunft ausgezeichnete Wachstumsperspektiven, zumal sich die Bedingungen für Projektfinanzierungen deutlich verbessert haben. Zudem scheint die Wettbewerbsfähigkeit des Solarstroms (Grid Parity) in greifbare Nähe zu rücken. Trotz der Reduzierung der Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird Deutschland seine Stellung als Europas größter Nachfragemarkt für Solarmodule und -zellen vorerst behalten. Die größten Zuwächse erwarten Experten hingegen in den USA, die mittelfristig zum zweitgrößten Markt werden könnten. Darüber hinaus rücken nun andere Regionen außerhalb Europas wie Indien oder China mit umfangreichen Förderprogrammen und der Mittlere Osten und Afrika (MENA-Region) stärker ins Blickfeld. Infolgedessen gehen Marktexperten von einem enormen Nachfrageanstieg nach Photovoltaikanlagen aus.
2010 betrug die Zuwachsrate der Photovoltaikindustrie aufgrund von Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen 87 %. Da mittlerweile in vielen Kernmärkten ein hohes Ausgangsniveau erreicht wurde, wird das Wachstum auf mittelfristige Sicht etwas an Dynamik verlieren. Marktforscher der Bank Sarasin prognostizieren in ihrer neuen Nachhaltigkeitsstudie bis 2015 ein durchschnittliches Wachstum von 33 % an Solarstromleistung, was immer noch ein sehr attraktives Niveau abbildet. Diesen ambitionierten Prognosen liegt auch die Annahme zugrunde, dass sich die Maschinenbauer weiterhin stark für einen rasanten technologischen Fortschritt einsetzen und Produktionskosten senken sowie die Wirkungsgrade der Solarzellen und -module weiter steigern.
Synergieeffekte in den Geschäftsbereichen Solar und FPD eröffnen Wettbewerbsvorteile
Experten sagen Photovoltaikbranche großes Wachstum voraus
Besondere Synergieeffekte zwischen den Geschäftsbereichen Solar und FPD tragen in verstärktem Maße zum Wachstum der Gesellschaft und gleichzeitig zur Steigerung der Profitabilität bei. Diese Synergien resultieren insbesondere aus den technologisch vergleichbaren Anforderungen bei der Automatisierung von Produktionsanlagen für Flachbildschirme (LCD- oder Plasmatechnologie) sowie für Produktionslinien für Dünnschicht-Solarmodule. Dies betrifft vor allem das Handling großflächiger Glassubstrate, in der die Manz Automation seit Jahren hohe Kompetenzen aufgebaut hat und damit im Wachstumsmarkt Dünnschicht-Technologie über klare Wettbewerbsvorteile verfügt. Dadurch ist es möglich, Technologien, die bereits vollständig entwickelt wurden, in neuen Wachstumsbranchen (Dünnschicht-Solarmodule) einzusetzen. So beträgt die Taktung von LCD-Maschinen im bereits etablierten Einsatzgebiet nur 35 Sekunden, die Automation von Dünnschicht-Solarmodulen hingegen rund 3 Minuten. Dies ist ein Beispiel für die noch realisierbaren Synergieeffekte. Durch die Übernahme der Intech Machines Co. Ltd. erhielt die Manz Automation Zugriff auf die Technologie für die nasschemische Reinigung von Glassubstraten. Diese Technologie stellt sowohl bei der Herstellung von LCD-Displays als auch von Dünnsicht-Solarmodulen einen wichtigen Produktionsschritt dar.
Dadurch kann die Gesellschaft ihre Wettbewerbsposition in beiden Geschäftsbereichen festigen und zusätzliches Umsatz- und Ertragspotenzial erschließen.
Ausbau der Wertschöpfungstiefe durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Entscheidend für zukünftige Marktstellung ist der Forschungs- und Entwicklungserfolg
Mit der Eröffnung des Entwicklungszentrums für Vakuumbeschichtungstechnologie in Karlstein am Main hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr den Anteil von in der Manz-Gruppe entwickelten und produzierten Technologien sowohl für kristalline Solarzellen wie auch für Dünnschicht-Solarmodule auf 90 % gesteigert. Durch diesen sehr hohen internen Anteil an eigenen Maschinen wird bereits heute eine weitgehende Integration von Einzelmaschinen und Prozessen gewährleistet. Neben einer signifikanten Kostenreduktion der Produktionslinien wird der Gesellschaft durch Steigerungspotenziale hinsichtlich der Wirkungsgrade ein weiterer Wettbewerbsvorteil zuteil. Um die Wertschöpfungstiefe weiter zu optimieren, arbeitet die Gesellschaft an verschiedenen F&E-Projekten, um auch in der Zukunft Maschinen für weitere, erforderliche Produktionsschritte anbieten zu können. Aber auch die Geschwindigkeit der Maschinen, deren Sicherheit sowie geringe Bruchraten sind wichtige Attribute, die in der Weiterentwicklung der Anlagen Berücksichtigung finden. Künftig steht vor allem die Erhöhung des Wirkungsgrades von Solarzellen im Mittelpunkt der Forschung. Durch den Ausbau der Wertschöpfungstiefe wird die Gesellschaft ihre Marktposition weiter verbessern können und auch die Position in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern stärken. Mit Übernahme der Nutzungsrechte an der CIGS-Technologie von Würth Solar im Sommer 2010 verfügt die Gesellschaft zudem über eine sehr gute Ausgangsbasis, um sich auch im Dünnschicht-Segment als Systemanbieter weiter zu etablieren und die gegenwärtige Marktposition signifikant zu stärken. Beides kann sich positiv auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Signifikante Wachstumschancen durch Ausbau der Internationalisierung
Gerade der Solarsektor eröffnet mittelfristig die Expansion in weitere Wachstumsmärkte. Neben den asiatischen Märkten betrifft dies besonders die USA, die sowohl über günstige klimatische Bedingungen, die weltweit höchste Energienachfrage sowie ein riesiges Angebot an verfügbaren Flächen für Photovoltaikanlagen verfügt. Zudem trifft Solarstrom in den Vereinigten Staaten auf zunehmendes politisches Wohlwollen. So hat sich die US-Regierung das Ziel gesteckt, den Anteil an erneuerbaren Energien langfristig von 9 % auf 25 % zu erhöhen. Im Zuge dessen sollen 150 Mrd. USD in den kommenden zehn Jahren für neue Energietechnologien eingesetzt werden, um die Energieeffizienz zu steigern. Auch dem Mittleren Osten wird zukünftig eine größere strategische Bedeutung zuteil. Im Angesicht zur Neige gehender fossiler Brennstoffe, scheint eine Neukonzeption der energiepolitischen Agenda unausweichlich. Die erfolgreiche Erschließung dieser Märkte kann sich daher positiv auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Marktchancen durch Übernahmen
Des Weiteren können der Gesellschaft zusätzliche Wettbewerbsvorteile aus gezielten Übernahmen erwachsen. Dies ermöglicht den Zugriff auf neue Technologien, Know-how sowie qualifiziertes Personal (und damit auf sowohl knappe als auch im Wettbewerb ausschlaggebende Faktoren). Ferner plant die Gesellschaft, durch attraktive Zukäufe neue Kunden- und Produktgruppen zu erschließen und die Produktpalette weiter zu diversifizieren. Das Unternehmen wird somit auf eine breitere Basis gestellt, mit stabilisierenden Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage.
Marktchancen durch Erschließung neuer Märkte
Engagement im Zukunftsmarkt E-Mobility eröffnet Manz weitere Wachstumspotenziale
Mit der Ausweitung des Produktportfolios auf den Bereich E-Mobility haben sich der Gesellschaft weitere Wachstumspotenziale eröffnet. Im Detail handelt es sich hierbei um Maschinen für die industrielle Fertigung von Li-Ion-Batterien, die mehrheitlich in Elektro- und Hybridfahrzeugen Verwendung finden. Diesem Bereich werden wegen steigender Energiepreise aufgrund knapper werdender fossiler Energieträger und politisch geforderter Klimaziele sehr hohe Wachstumsraten prognostiziert. Zu den potenziellen Kunden sind vor allem große Automobilzulieferer zu zählen, die bereits mit der Kleinserienfertigung dieser neuen, leistungsstarken Antriebstechnik begonnen haben. Im Rahmen des "Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität" ist es das Ziel der Bundesregierung, dass bis spätestens 2020 mindestens eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und Plugin-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Die Manz Automation hat sich in diesem Markt bereits eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet und wird von der weiter erstarkenden Nachfrage in besonderem Maße profitieren.
PROGNOSEBERICHT
In unserem Prognosebericht gehen wir, soweit möglich, auf die erwartete künftige Entwicklung der Manz Automation AG und des Umfelds des Unternehmens in den nächsten zwei Geschäftsjahren ein.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2010 hat sich unsere Auftragslage deutlich verbessert. So gelang es alleine im Dezember 2010, Neuaufträge im Volumen von mehr als 50 Mio. EUR zu akquirieren, die im laufenden Geschäftsjahr umsatz- und ertragswirksam werden. Diese positive Entwicklung konnten wir auf der "5th SNEC PV Power Expo" in Shanghai erfolgreich fortsetzen und auf einer der weltweit wichtigsten Fachmessen für die Photovoltaikindustrie weitere Aufträge und Absichtserklärungen im Volumen von insgesamt rund 25 Mio. EUR gewinnen. Wir profitieren dabei insbesondere von unseren neuen Produkten, die vom Markt sehr gut angenommen werden. Mit einem derzeitigen Auftragsbestand von 140,7 Mio. EUR (per Ende Februar 2011) haben wir allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, denn unsere bestehenden Kapazitäten sind damit bereits für das erste Halbjahr 2011 gut ausgelastet.
Dabei profitieren wir über alle Geschäftsbereiche hinweg von einem sehr positiven konjunkturellen Umfeld. Zudem entfalten unsere Zielbranchen aufgrund herausragender Entwicklungspotenziale eine besonders hohe Attraktivität. Dennoch bleibt die Preissituation auf dem Markt weiter angespannt. Mit dem Preisverfall für Solarzellen und -module sind die Steigerung von Wirkungsgraden, Produktivität und Output mehr denn je die entscheidenden Erfolgsparameter für die Industrie. Verstärkt wird diese Entwicklung durch die weitere Reduktion der Einspeisevergütung im Zuge der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Deutschland, dem nach wie vor weltweit größten Einzelmarkt. Da wir unser Produktportfolio im Geschäftsbereich "Solar" konsequent den Bedürfnissen unserer Kunden angepasst haben, verfügen wir über eine sehr gute Grundlage, um am Wachstum der Photovoltaik-Industrie zu partizipieren. Daneben zeichnet sich der Markt für Flat Panel Displays durch herausragende Entwicklungspotenziale aus. Hier zeigt sich insbesondere das zukunftsträchtige Teilsegment Touchpanels (z. B. für Tablet-PCs und Smartphones) für das Gros der Wachstumsimpulse verantwortlich. Wir fühlen uns durch die Entwicklung in unseren Zielmärkten bestätigt, die Manz Automation konsequent auf weltweit schnell wachsende Branchen ausgerichtet zu haben. Ein weiteres Beispiel für unser Engagement in einem hochattraktiven Wachstumsfeld sind unsere Forschungen im Bereich der Großserienfertigung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen, durch die wir uns bereits heute mit ersten Pilotanlagen für Deutschland und Asien im Zukunftsmarkt E-Mobility positionieren. Neben Synergieeffekten mit anderen Geschäftsbereichen erwarten wir aus diesem Betätigungsfeld eine weitere Diversifikation unseres Geschäftsmodells.
Ein Schlüssel für nachhaltiges Wachstum sind unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung. Ausgehend von den Bedürfnissen unserer Kunden entwickeln wir technologisch führende Produkte, die unsere Marktposition sichern und weiter steigern. Um auf langfristige Sicht unsere Wettbewerbsfähigkeit und den Unternehmenserfolg zu gewährleisten, wollen wir bis Ende 2011 für kristalline Solarzellen bzw. bis Ende 2012 für Dünnschicht-Solarmodule unseren Wertschöpfungsanteil auf 90 % des Investitionsvolumens einer Produktionslinie erhöhen.
Zentrale Herausforderung für das Geschaftsjahr 2011 ist die Etablierung der CIGSfab-Technologie
Eine zentrale Herausforderung für die Zukunft wird es sein, unsere CIGSfab erfolgreich am Markt zu etablieren. Durch unsere Kooperation mit Würth Solar verfügen wir diesbezüglich über eine hervorragende Ausgangsposition, denn zusammen mit unserem Partner sind wir als weltweit einziger Equipment-Ausstatter in der Lage, solche Anlagen anzubieten, die bereits heute wirtschaftlich betrieben werden können. Das künftige zusätzliche Angebot wird komplette CIGS-Produktionsanlagen umfassen, die weltweit an Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen geliefert werden sollen. Insgesamt beläuft sich das Umsatzpotenzial für eine CIGSfab mit einer Kapazität von 120 MW pro Jahr auf rund 150 Mio. EUR. Mit der erfolgreichen Umsetzung unseres erweiterten Geschäftsmodells in den nächsten Jahren haben wir die Chance, neben dem Umsatz auch den Ertrag erheblich zu steigern.
Um diese Ziele realisieren zu können, investiert die Gesellschaft bereits heute gezielt in Forschung und Entwicklung und in den weiteren Ausbau ihrer Produktionskapazitäten. So stärkt die Manz Automation AG durch den Ausbau ihrer Fertigung am Standort Suzhou mit Investitionen von rund 10 Mio. EUR ihre lokale Präsenz in dem besonders wachstumsintensiven und zukunftsträchtigen chinesischen Markt. Darüber hinaus werden für das laufende Geschäftsjahr weitere 10 Mio. EUR im Bereich Forschung und Entwicklung investiert, der erneut allerhöchste Priorität einnimmt.
Damit wollen wir unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen und unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern. Gleichzeitig planen wir weitere Investitionen zur Etablierung unserer CIGSfab. Insgesamt werden mit sonstigen Investitionen 2011 rund 25 Mio. EUR für das weitere Wachstum eingesetzt werden. Dieser Wert wird auch für das Geschäftsjahr 2012 angestrebt, in Abhängigkeit vom Erfolg der CIGSfab, wodurch dann auch ein wesentlich höherer Bedarf entstehen kann. Abgerundet wird die Investitionsstrategie der Gesellschaft von Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen, die erfahrungsgemäß aufgrund des geringen Alters der Anlagen und Maschinen des Unternehmens im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen. Gleichzeitig werden weiterhin neue Mitarbeiter zur Realisierung des geplanten Wachstums eingestellt. So wird die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2011 um rund 5 % zunehmen. Auch 2012 soll sich diese Entwicklung konstant fortsetzen, in Abhängigkeit vom Erfolg der CIGSfab, die dann einen noch deutlich höheren Personalbestand erfordern könnte.
Für das Gesamtjahr 2011 gehen wir aufgrund der guten Auftragslage in allen Geschäftsbereichen davon aus, einen Jahresumsatz von 240 Mio. bis 250 Mio. EUR zu erwirtschaften, wobei wir vor allem aus den asiatischen Märkten wie China und Indien einen deutlichen Umsatzbeitrag erwarten. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 35 % verglichen mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Dabei besteht in Abhängigkeit von der Marktentwicklung im Bereich der Dünnschicht-Technologie das Potenzial, diese Ziele noch zu übertreffen. Konkret bedeutet dies, dass die Auslieferung einer ersten CIGSfab im Jahresverlauf mit weiteren signifikanten Umsatz- und Ertragssteigerungen verbunden wäre. Aufgrund der erhöhten Kapazitätsauslastung sind wir zuversichtlich, unsere Ergebnissituation analog zu unserer Umsatzentwicklung deutlich zu verbessern. Zu diesem Zweck haben wir verschiedene Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet. So soll beispielsweise im Zuge einer zunehmenden Standardisierung unserer Produktkomponenten die Profitabilität nachhaltig gesteigert werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für 2011 mit einer EBIT-Marge von mindestens 5 %. Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir eine Fortsetzung des Wachstumstrends. Dabei erwarten wir ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich, bei einer konstanten Entwicklung der EBIT-Marge von mindestens 5 %.
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Manz Automation AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Reutlingen, den 11. März 2011
Der Vorstand
BESTÄNDIGKEIT ERZIELT QUALITÄT
WIR LEGEN WERT AUF KONTINUIERLICHE WEITERBILDUNG. WEIL AUSGEREIFTE PRODUKTE SPEZIALISTEN ERFORDERN.
MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
VLADIMIR MICHALEC, INBETRIEBNEHMER, MANZ SLOWAKEI
KONZERNABSCHLUSS
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| (in TEUR) | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 181.402 | 85.915 |
| Bestandsveränderungen Erzeugnisse | 9.581 | 8.951 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2 | 14.035 | 6.204 |
| Gesamtleistung | 205.018 | 101.070 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 6.429 | 9.513 |
| Materialaufwand | 4 | -121.558 | -60.359 |
| Rohergebnis | 89.889 | 50.224 | |
| Personalaufwand | 5 | -51.653 | -37.310 |
| Abschreibungen | -9.335 | -6.887 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6 | -28.339 | -21.940 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 562 | -15.913 | |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Finanzanlagen | 16 | -36 | -12 |
| Finanzerträge | 7 | 937 | 3.601 |
| Finanzaufwendungen | 8 | -775 | -660 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 688 | -12.984 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 10 | 1.112 | 3.276 |
| Konzernergebnis | 1.800 | -9.708 | |
| davon Ergebnisanteil Minderheitsanteile | 11 | 235 | -67 |
| davon Ergebnisanteil Aktionäre Manz Automation AG | 1.565 | -9.641 | |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien | 4.480.054 | 4.479.100 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert = unverwässert) | 12 | 0,35 | -2,15 |
KONZERN-GESAMTPERIODENERFOLGSRECHNUNG
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 1.800 | -9.708 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile des Periodenerfolgs | ||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 7.813 | 1.456 |
| Veränderung der Marktwerte von Wertpapieren | -129 | 2.726 |
| Veränderung der Marktwerte von Cashflow Hedges | 0 | -2.504 |
| Steuereffekt aus Bestandteilen des Periodenerfolgs | 29 | 727 |
| 7.713 | 2.405 | |
| Konzern-Gesamtperiodenerfolg | 9.513 | -7.303 |
| davon Minderheitsanteile | 472 | 2 |
| davon Anteilseigner der Manz Automation AG | 9.041 | -7.305 |
KONZERNBILANZ
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| AKTIVA (in TEUR) | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 14 | 89.999 | 47.012 |
| Sachanlagen | 15 | 23.636 | 16.608 |
| Finanzanlagen, at equity bilanziert | 16 | 0 | 301 |
| Latente Steuern | 10 | 8.036 | 2.461 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 615 | 316 | |
| 122.286 | 66.698 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 17 | 49.995 | 29.819 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18 | 67.054 | 39.566 |
| Ertragsteuerforderungen | 164 | 524 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 19 | 89 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 20 | 4.509 | 1.934 |
| Wertpapiere | 21 | 0 | 28.838 |
| Flüssige Mittel | 22 | 38.902 | 59.331 |
| 160.713 | 160.012 | ||
| Summe Aktiva | 282.999 | 226.710 |
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| PASSIVA (in TEUR) | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 23 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 4.480 | 4.480 | |
| Kapitalrücklagen | 144.213 | 144.226 | |
| Gewinnrücklagen | 28.182 | 26.497 | |
| Währungsumrechnung | 9.577 | 2.001 | |
| Anteilseigner der Manz Automation AG | 186.452 | 177.204 | |
| Minderheitsanteile | 1.476 | 1.826 | |
| 187.928 | 179.030 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzschulden | 24 | 4.390 | 666 |
| Langfristig abgegrenzte Investitionszuwendungen | 25 | 332 | 248 |
| Finanzverbindlichkeiten aus Leasing | 26 | 39 | 24 |
| Pensionsrückstellungen | 27 | 3.951 | 3.825 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 28 | 1.532 | 2.534 |
| Latente Steuern | 10 | 8.405 | 4.521 |
| 18.649 | 11.818 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzschulden | 29 | 9.794 | 8.686 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | 51.535 | 14.222 |
| Erhaltene Anzahlungen | 18 | 4.246 | 1.045 |
| Ertragsteuerschulden | 47 | 474 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 31 | 3.363 | 3.055 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 32 | 7.433 | 8.367 |
| Finanzverbindlichkeiten aus Leasing | 26 | 4 | 13 |
| 76.422 | 35.862 | ||
| Summe Passiva | 282.999 | 226.710 |
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Jahresergebnis | 1.800 | -9.708 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 9.335 | 6.887 |
| Verlust (+) / Gewinn (-) aus at equity Beteiligung | 36 | 12 |
| Zunahme (+) /Abnahme (-) von Pensionsrückstellungen und sonstigen langfristigen Rückstellungen | -974 | 533 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) und Aufwendungen (+) insbesondere latente Steuern | -1.704 | -4.301 |
| Cashflow | 8.493 | -6.577 |
| Gewinn (-) /Verlust (+) aus Anlageabgängen | -11 | -34 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -53.651 | 65.207 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 47.171 | -18.851 |
| 2.002 | 39.745 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 133 | 36 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -55.083 | -11.296 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen, abzüglich der zugeflossenen liquiden Mittel | -2.070 | -4.895 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 43.429 | 32.877 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren | -14.590 | -22.477 |
| -28.181 | -5.755 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Erwerb eigener Aktien | -125 | -84 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finance-Lease-Verträgen | -8 | -33 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Kredite | 3.745 | 0 |
| Auszahlung für die Tilgung langfristiger Kredite | -157 | -5.531 |
| Veränderung der Kontokorrentkredite | 1.080 | -2.939 |
| 4.535 | -8.587 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes (Zwischensumme 1-3) | -21.644 | 25.403 |
| Wechselkursbedingte Wertänderung des Finanzmittelbestandes | 1.215 | -10 |
| Finanzmittelbestand am 1.1. | 59.331 | 33.938 |
| Finanzmittelbestand am 31.12. | 38.902 | 59.331 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelbestands | ||
| Flüssige Mittel | 38.902 | 59.331 |
| Finanzmittelbestand am 31.12. | 38.902 | 59.331 |
Die Kapitalflussrechnung wird in Anhangsangabe 13 erläutert.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
für das Geschäftsjahr 2010
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| Gewinnrücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Eigene Aktien |
Ange- sammelte Gewinne |
Markt- bewertung Wertpapiere |
Cashflow Hedges |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2009 | 4.480 | 144.122 | -203 | 33.483 | -2.650 | 1.801 |
| Gesamtperiodenerfolg | -9.641 | 2.750 | -1.801 | |||
| Erwerb eigene Aktien | -84 | |||||
| Verwendung eigene Aktien | 287 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | 104 | |||||
| Veränderung Minderheitsanteile aus Aufstockung Anteile | 2.555 | |||||
| Stand 31. Dezember 2009 | 4.480 | 144.226 | 0 | 26.397 | 100 | 0 |
| Stand 1. Januar 2010 | 4.480 | 144.226 | 0 | 26.397 | 100 | 0 |
| Gesamtperiodenerfolg | 1.565 | -100 | 0 | |||
| Erwerb eigene Aktien | -125 | |||||
| Verwendung eigene Aktien | 125 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | -13 | |||||
| Veränderung Minderheitsanteile aus Aufstockung Anteile | 220 | |||||
| Stand 31. Dezember 2010 | 4.480 | 144.213 | 0 | 28.182 | 0 | 0 |
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| (in TEUR) | Währungs- umrechnung |
Anteilseigner der Manz automation AG |
Minderheits- anteile |
Gesamtes Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2009 | 614 | 181.647 | 9.581 | 191.228 |
| Gesamtperiodenerfolg | 1.387 | -7.305 | 2 | -7.303 |
| Erwerb eigene Aktien | -84 | -84 | ||
| Verwendung eigene Aktien | 287 | 287 | ||
| Aktienbasierte Vergütung | 104 | 104 | ||
| Veränderung Minderheitsanteile aus Aufstockung Anteile | 2.555 | -7.757 | -5.202 | |
| Stand 31. Dezember 2009 | 2.001 | 177.204 | 1.826 | 179.030 |
| Stand 1. Januar 2010 | 2.001 | 177.204 | 1.826 | 179.030 |
| Gesamtperiodenerfolg | 7.576 | 9.041 | 472 | 9.513 |
| Erwerb eigene Aktien | -125 | -125 | ||
| Verwendung eigene Aktien | 125 | 125 | ||
| Aktienbasierte Vergütung | -13 | -13 | ||
| Veränderung Minderheitsanteile aus Aufstockung Anteile | 220 | -822 | -602 | |
| Stand 31. Dezember 2010 | 9.577 | 186.452 | 1.476 | 187.928 |
Sonstige Angaben zur Eigenkapitalveränderungsrechnung können Anmerkung 23 entnommen werden.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG GESCHÄFTSBEREICHE
zum 31. Dezember 2010
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| (in TEUR) | Umsätze mit Dritten |
Umsätze mit anderen Segmenten |
EBIT | Segment- vermögen* |
Segment- schulden |
Netto- vermögen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Solar | ||||||
| 2009 | 46.921 | -12.164 | 69.690 | 5.125 | 64.565 | |
| 2010 | 65.740 | -3.844 | 120.180 | 9.959 | 110.221 | |
| FPD | ||||||
| 2009 | 14.893 | -1.266 | 31.751 | 6.431 | 25.320 | |
| 2010 | 58.755 | 3.505 | 59.504 | 28.197 | 31.307 | |
| New Business | ||||||
| 2009 | 3.512 | -58 | 5.590 | 664 | 4.926 | |
| 2010 | 3.643 | 92 | 6.363 | 1.128 | 5.235 | |
| Leiterplatten / OEM | ||||||
| 2009 | 10.031 | -392 | 16.741 | 3.411 | 13.330 | |
| 2010 | 38.775 | 749 | 35.398 | 17.505 | 17.893 | |
| Sonstige | ||||||
| 2009 | 10.558 | 8.574 | -2.033 | 3.739 | 47 | 3.692 |
| 2010 | 14.489 | 13.323 | 60 | 7.906 | 239 | 7.667 |
| Zentralfunktionen / Übriges | ||||||
| 2009 | 0 | 99.199 | 32.002 | 67.197 | ||
| 2010 | 0 | 53.648 | 38.043 | 15.605 | ||
| Konsolidierung | ||||||
| 2009 | -8.574 | |||||
| 2010 | -13.323 | |||||
| Konzern | ||||||
| 2009 | 85.915 | 0 | -15.913 | 226.710 | 47.680 | 179.030 |
| 2010 | 181.402 | 0 | 562 | 282.999 | 95.071 | 187.928 |
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| (in TEUR) | Anlagen- zugänge |
Abschrei- bungen |
Mitarbeiter (Jahres- durchschnitt) |
|---|---|---|---|
| Solar | |||
| 2009 | 8.515 | 3.539 | 273 |
| 2010 | 41.326 | 4.765 | 414 |
| FPD | |||
| 2009 | 462 | 949 | 263 |
| 2010 | 1.056 | 1.398 | 306 |
| New Business | |||
| 2009 | 112 | 108 | 24 |
| 2010 | 1.642 | 112 | 40 |
| Leiterplatten / OEM | |||
| 2009 | 667 | 1.032 | 426 |
| 2010 | 5.293 | 1.375 | 407 |
| Sonstige | |||
| 2009 | 256 | 396 | 107 |
| 2010 | 2.028 | 527 | 94 |
| Zentralfunktionen / Übriges | |||
| 2009 | 1.284 | 863 | 253 |
| 2010 | 3.738 | 1.158 | 274 |
| Konsolidierung | |||
| 2009 | |||
| 2010 | |||
| Konzern | |||
| 2009 | 11.296 | 6.887 | 1.346 |
| 2010 | 55.083 | 9.335 | 1.535 |
* seit dem Geschäftsjahr 2010 werden die flüssigen Mittel/Wertpapiere innerhalb der Zentralfunktionen ausgewiesen; im Vorjahr erfolgte der Ausweis bei den einzelnen Segmenten
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG REGIONEN
zum 31. Dezember 2010
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| (in TEUR) | Außenumsatz nach Standorten des Kunden |
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) |
|---|---|---|
| Deutschland | ||
| 2009 | 25.085 | 22.520 |
| 2010 | 18.345 | 66.419 |
| Übriges Europa | ||
| 2009 | 11.963 | 7.589 |
| 2010 | 32.293 | 8.595 |
| Asien | ||
| 2009 | 43.985 | 33.735 |
| 2010 | 126.019 | 36.289 |
| Amerika | ||
| 2009 | 4.698 | 92 |
| 2010 | 4.111 | 74 |
| Sonstige Regionen | ||
| 2009 | 184 | 301 |
| 2010 | 634 | 2.873 |
| Konzern | ||
| 2009 | 85.915 | 64.237 |
| 2010 | 181.402 | 114.250 |
TEAMGEIST FORCIERT EFFIZIENZ
WIR NEHMEN JEDE HERAUSFORDERUNG AN. WEIL UNSER UNTERNEHMEN WIE EINE GROSSE FAMILIE IST, IN DER ALLE AN EINEM GEMEINSAMEN ZIEL ARBEITEN.
MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
SIEGBERT SCHMID, LOGISTIKMITARBEITER, MANZ REUTLINGEN
ANHANG
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
Die Manz Automation AG ("Manz AG") hat ihren Firmensitz in der Steigäckerstraße 5 in 72768 Reutlingen, Deutschland. Die Geschäftsaktivitäten der Manz Automation AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Manz-Gruppe" oder "Manz") bestehen in der Entwicklung und Herstellung von Systemen und Komponenten für die Automatisierung und Qualitätssicherung. Die Systeme werden vor allem bei der Herstellung von Solarzellen und LCD-Flachbildschirmen eingesetzt. Die Aktien der Manz Automation AG werden im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.
Der Konzernabschluss der Manz Automation AG zum 31. Dezember 2010 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Standards und Auslegungen wurden berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene IFRS werden nicht angewendet. Der Konzernabschluss wurde am 11. März 2011 durch Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Das Geschäftsjahr der Manz-Gruppe umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (TEUR). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss der Manz AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Manz AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen ("Control"-Verhältnis).
Neben der Manz Automation AG gehören zum Kreis der konsolidierten Unternehmen folgende in- und ausländische Tochterunternehmen:
VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN
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| Anteil in % | ||
|---|---|---|
| Manz Automation Tübingen GmbH | Tübingen / Deutschland | 100,0 % |
| Manz Coating GmbH | Reutlingen / Deutschland | 100,0 % |
| Manz USA Inc. | North Kingstown / USA | 100,0 % |
| Manz Hungary Kft. | Debrecen / Ungarn | 100,0 % |
| MVG Hungary Kft. | Debrecen / Ungarn | 100,0 % |
| Manz Slovakia s.r.o. | Nove Mesto nad Vahom /Slowakei | 100,0 % |
| Axystems Ltd. | Petach-Tikva/Israel | 100,0 % |
| Manz Automation Spain S.L. | Madrid / Spanien | 100,0 % |
| Manz Automation Asia Ltd. | Hong-Kong / China | 100,0 % |
| Manz Chungli Ltd.1) | Chungli / Taiwan | 100,0 % |
| Manz Automation Co. Ltd. (Shanghai)1) | Shanghai / China | 100,0 % |
| Manz China WuZhong Co. Ltd.1) | Suzhou / China | 100,0 % |
| Manz China Suzhou Ltd.1) | Suzhou / China | 100,0 % |
| Manz Automation India Private Limited1) | New Delhi / Indien | 75,0 % |
| Manz Taiwan Ltd.1) | Chungli / Taiwan | 97,1 % |
| Manz (B.V.I.) Ltd.2) | Road Town / British Virgin Island | 97,1 % |
| Intech Machines (B.V.I.) Co. Ltd2) | Road Town / British Virgin Island | 97,1 % |
| Intech Machines (Shenzhen) Co. Ltd3) | Shenzhen / China | 97,1 % |
1) über Manz Automation Asia Ltd.
2) über Manz Taiwan Ltd.
3) über Intech Machines (B.V.I.) co. ltd.
Die Liste des Anteilsbesitzes ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
NAMENSÄNDERUNGEN DER TOCHTERGESELLSCHAFTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2010
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| Bisher | Neu |
|---|---|
| Manz Dünnschichttechnologie GmbH | Manz Coating GmbH |
| Manz Automation Hungary Kft. | Manz Hungary Kft. |
| Manz Automation Slovakia s.r.o | Manz Slovakia s.r.o |
| Manz Automation Inc. | Manz USA Inc. |
| Manz Automation Taiwan Ltd. | Manz Chungli Ltd. |
| Manz Intech Machines Co. Ltd. | Manz Taiwan Ltd. |
| Intech Machines (Suzhou) Co. Ltd | Manz China WuZhong Ltd. |
| Intech Enterprises (BVI) Co. Ltd. | Manz (B.V.I.) Ltd. |
Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2010
Vollständiger Erwerb der Anteile Axystems Ltd., Petach-Tikva/Israel
Am 18. Juni 2010 hat die Manz AG einen Vertrag zum Erwerb der restlichen Anteile an der Axystems Ltd., Petach-Tikva/Israel (Axystems), in Höhe von 76 % abgeschlossen. Die wirtschaftliche Wirkung des Vertrags war am 30. Juni 2010 (Closing Date). Der Kaufpreis belief sich auf 1.337 TEUR. Hiervon wurden 1.240 TEUR durch Barmittel beglichen und 97 TEUR durch die Hingabe von 2.134 Stück eigener Aktien der Manz Automation AG zu einem Kurswert von 45,59 EUR je Aktie. Insgesamt verursachte der Unternehmenserwerb einen saldierten Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 1.056 TEUR, der vollständig durch vorhandene Barmittel der Gesellschaft finanziert wurde. Mit dem vollständigen Erwerb der Anteile der Axystems sichert sich die Manz AG den Zugriff auf die Basistechnologie für die in einer Vielzahl von Manz-Maschinen eingesetzte Steuerungstechnik. Die Aktivitäten der Axystems sind dem Segment "Solar" zugeordnet.
Axystems wurde bisher nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Seit Erwerb der restlichen Anteile ist das Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in den Manz-Konzernabschluss einbezogen. Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden wurden dabei immaterielle Vermögenswerte in Form von Technologien in Höhe von 1.521 TEUR mit einer durchschnittlich geschätzten Nutzungsdauer von 8 Jahren angesetzt. Die im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Technologien gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von 365 TEUR werden in den Folgequartalen, analog zu den Abschreibungen, aufgelöst.
Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden der Axystems stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
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| (in TEUR) | Zeitwert zum Erwerbs- zeitpunkt |
Buchwert |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Technologie | 1.521 | 0 |
| Sonstige | 8 | 8 |
| Sachanlagen | 27 | 27 |
| Latente Steuern | 53 | 53 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 30 | 30 |
| Vorräte | 32 | 32 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 275 | 275 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 284 | 284 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 184 | 184 |
| 2.414 | 893 | |
| Latente Steuern | -365 | 0 |
| Kurzfristige Finanzschulden | -29 | -29 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -64 | -64 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | -354 | -354 |
| -812 | -447 | |
| Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | 1.602 | 446 |
| Neubewertung aus sukzessivem Anteilserwerb | -422 | |
| Erworbenes Nettovermögen | 1.180 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb | 157 | |
| Zahlungswirksame Anschaffungskosten | 1.337 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich wie folgt:
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| (in TEUR) | |
|---|---|
| Anschaffungskosten in bar | 1.240 |
| Hingabe von eigenen Aktien | 97 |
| Altanteile (beizulegender Zeitwert) | 422 |
| 1.759 | |
| Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | -1.602 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 157 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert umfasst den beizulegenden Zeitwert des Mitarbeiterstammes sowie Know-how. Aufgrund fehlender Separierbarkeit erfolgt kein gesonderter Ansatz nach IAS 38.
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen, die durch den Unternehmenszusammenschluss erworben wurden, beläuft sich auf 589 TEUR. Der gesamte Betrag dieser Forderung ist voraussichtlich einbringlich.
Der beizulegende Zeitwert des Eigenkapitalanteils vor dem Erwerbszeitpunkt beträgt 422 TEUR. Der aus der Neubewertung des bisherigen Anteils resultierende Ertrag beläuft sich auf 157 TEUR und wird bei den Finanzerträgen ausgewiesen. Für die Transaktion fielen keine wesentlichen Anschaffungsnebenkosten an.
Im Vergleich zur Berichterstattung im Halbjahresfinanzbericht 2010 und im Quartalsfinanzbericht Januar bis September 2010 erhöhte sich im Rahmen der endgültigen Kaufpreisallokation der Zeitwert der Immateriellen Vermögenswerte (Technologie) von 1.175 TEUR auf 1.521 TEUR. Hierdurch hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert von 422 TEUR auf 157 TEUR vermindert.
Die Axystems trug seit ihrer Vollkonsolidierung 228 TEUR zu den Umsatzerlösen und -92 TEUR zum Ergebnis nach Steuern bei. Unter der Annahme, dass die Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2010 stattgefunden hätte, wären der Konzernumsatz um 311 TEUR höher und das Konzernergebnis um 53 TEUR niedriger.
NEUGRÜNDUNG MANZ CHINA SUZHOU LTD., SUZHOU/CHINA
Am 21. Oktober 2010 wurde durch die Manz Asia Ltd. die 100 %ige Tochtergesellschaft Manz China Suzhou Ltd. mit Sitz in Suzhou/China gegründet. Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag 1.838 TEUR und wurde durch Bareinlage erbracht. An dem Firmensitz wird eine weitere Produktionsstätte für den asiatischen Raum errichtet.
AUFSTOCKUNG ANTEILE MANZ TAIWAN LTD., CHUNGLI/TAIWAN
Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Anteile an der Manz Taiwan Ltd. (ehemals: Manz Intech Machines Co. Ltd) um 1,62 % von 95,5 % auf jetzt 97,12 % aufgestockt. Die Bilanzierung des Hinzuerwerbs erfolgt nach dem sog. Entity-Konzept. Hierbei wird der Hinzuerwerb nur innerhalb des Eigenkapitals als Verschiebung zwischen den Mehrheits- und Minderheitsgesellschaftern dargestellt. Die Bilanzansätze der Vermögenswerte und Schulden bleiben unberührt.
LIQUIDATION DER HELMUT MAJER VERWALTUNGS GMBH I.L.
Die in Liquidation befindliche Helmut Majer Verwaltungs GmbH i.L. wurde im Dezember 2010 nach Ablauf der einjährigen Sperrfrist aufgelöst und endkonsolidiert.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Stichtag der Manz AG entspricht, aufgestellt.
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung des Kaufpreises mit den identifizierten Vermögenswerten und Schulden wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses entstandene Kosten werden aufwandswirksam erfasst und stellen somit keinen Bestandteil der Anschaffungskosten dar.
Ein Unterschiedsbetrag, der sich beim Erwerb weiterer Anteile oder bei der Veräußerung von Anteilen nach Erstkonsolidierung ohne Verlust der Beherrschung an einem bereits voll konsolidierten Tochterunternehmen ergibt, wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet
Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der hieraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Bei der Endkonsolidierung eines bisherigen Tochterunternehmens wird die Differenz zwischen der erhaltenen Gegenleistung und dem abgehenden Nettoreinvermögen zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts (einschließlich eines noch vorhandenen Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung) erfolgswirksam erfasst.
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechne, Zwischenergebnisse werden eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. Darüber hinaus werden Bürgschaften und Garantien, die von der Manz Automation AG oder einer ihrer konsolidierten Tochterunternehmen zu Gunsten anderer konsolidierter Tochterunternehmen übernommen werden, eliminiert.
Minderheitsanteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Minderheitsanteile werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der einbezogenen Gesellschaften entspricht fast immer der jeweiligen Landeswährung, da diese Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen. Für ein Tochterunternehmen ist die funktionale Währung, abweichend zur Landeswährung, der Euro. Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, das Eigenkapital mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Aus der Umrechnung des Abschlusses resultierende Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital erfasst.
In den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Fremdwährungsposten bei ihrem Zugang mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst.
WECHSELKURSE DER WICHTIGSTEN WÄHRUNGEN
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| (in EUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| USA | USA | 1,3253 | 1,4406 | 1,3279 | 1,3946 |
| Taiwan | TWD | 38,9638 | 46,2077 | 41,8818 | 46,0681 |
| Hong-Kong | HKD | 10,3247 | 11,1170 | 10,3304 | 10,8197 |
| China | CNY | 8,7626 | 9,8000 | 9,0005 | 9,5403 |
| Ungarn | HUF | 278,75 | 270,4200 | 275,9354 | 281,1513 |
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die Vermögenswerte und Schulden der Manz AG und der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen werden einheitlich nach den in der Manz-Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Dezember 2010 angesetzt und bewertet.
Die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr 2009 basieren auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für das Geschäftsjahr 2010 angewendet werden.
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden, mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskosten, nicht aktiviert und erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmbarer Nutzungsdauer differenziert.
Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Hierzu gehören Geschäfts- oder Firmenwerte und Markennamen aus Unternehmenszusammenschlüssen. Die Unbestimmtheit der Nutzungsdauer der Marken beruht auf der Einschätzung, dass der wirtschaftliche Nutzenzufluss aus diesen Vermögenswerten nicht auf einen bestimmten Zeitraum festgelegt werden kann. Mindestens einmal jährlich wird für jeden einzelnen Vermögenswert, oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE), ein Wertminderungstest durchgeführt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen.
Die Entwicklungskosten für Anlagen und Anlagenkomponenten werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen der IAS 38 erfüllt sind. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab Produktionsstart planmäßig linear über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel 3 bis 7 Jahren abgeschrieben. Die Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten werden bei Entstehung als Aufwand erfasst.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sowie außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen. Kosten für Reparaturen und Instandhaltung werden als laufender Aufwand erfasst. Die linearen Abschreibungen werden entsprechend dem erwarteten Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 10 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 13 |
Die Restwerte, Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst.
Sofern für den Erwerb oder die Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um diesen in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden die bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustands angefallenen und direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. Im laufenden und vorangegangenen Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert.
Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken trägt (IAS 17), die mit dem Eigentum verbunden sind. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der Manz-Gruppe zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode auf der Grundlage der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. der kürzeren Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den Finanzverbindlichkeiten aus dem Leasing passiviert.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist, und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgejahren unter Fortschreibung um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen sowie den beim Erwerb aufgedeckten stillen Reserven und Lasten bilanziert. Ein bilanzierter Goodwill wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen, auf ihn werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Sofern sich Indikatoren für eine Wertminderung der Beteiligung ergeben, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Notwendige Abwertungen werden zunächst auf den bilanzierten Goodwill vorgenommen.
WERTHALTIGKEITSTEST
Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich, bei aktivierten Entwicklungskosten und anderen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen und Finanzanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt.
Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln geschätzt. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Ermittlung auf Basis einer Gruppe von Vermögenswerten, die eine Zahlungsmittel generierende Einheit (ZGE) darstellt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.
Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet.
Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden Zahlungsmittel generierenden Einheit herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung. Die detaillierte Planungsperiode erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren.
Für die Folgejahre werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische Entwicklungen berücksichtigt.
Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden - mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten - Zuschreibungen auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der Betrag darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben würde, wenn in der Vergangenheit kein Impairment für den Vermögenswert erfasst worden wäre.
Der Werthaltigkeitstest für die in den Konzernabschluss einbezogenen Markenwerte erfolgt anhand des Nutzungswertes auf Basis des Lizenzpreisanalogieverfahrens.
VORRÄTE
Vorräte werden gemäß IAS 2 (Vorräte) zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und anteilige Verwaltungsgemeinkosten, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Sofern erforderlich, wird als Bewertungsvereinfachungsverfahren die Durchschnittsmethode angewandt.
FERTIGUNGSAUFTRÄGE
Manz erwirtschaftet seine Umsatzerlöse überwiegend aus Fertigungsaufträgen, die nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert werden. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Marge entsprechend des Fertigstellungsgrades eines Auftrags bilanziert. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der für die Höhe einer Teilgewinnrealisierung maßgebliche Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der am Abschlussstichtag aufgelaufenen Auftragskosten zu den kalkulierten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Durch diese Bilanzierungsmethode werden sowohl Umsatzerlöse als auch die zugehörigen Kosten periodengerecht realisiert.
Soweit die Summe aus angefallenen Auftragskosten und ausgewiesenen Gewinnen die Anzahlungen übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen als Bestandteil der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ein negativer Saldo wird unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert, indem aktivierte Vermögenswerte wertberichtigt, und darüber hinaus auch Rückstellungen, gebildet werden.
Die übrigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 "Erträge" erfasst, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übertragen wurden. Dies ist üblicherweise der Zeitpunkt, an dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert, beziehungsweise die Leistungen erbracht wurden.
FINANZINSTRUMENTE
Finanzinstrumente sind nach IAS 39 Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinander fallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten werden einbezogen. Im Rahmen der Folgebewertung werden Finanzinstrumente entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Für die Bewertung unterscheidet IAS 39 finanzielle Vermögenswerte in die Kategorien:
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte |
| ― | bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögeswerte und |
| ― | ausgereichte Kredite und Forderungen |
Finanzielle Verbindlichkeiten sind folgenden beiden Kategorien zuzuordnen:
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten |
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
Je nach Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt die Bewertung entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenpreis, sofern die zu bewertenden Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sofern kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, wird der beizulegende Zeitwert mittels geeigneter finanzmathematischer Methoden, wie zum Beispiel anerkannten Optionspreismodellen oder der Diskontierung zukünftiger Zahlungszuflüsse mit dem Marktzinssatz, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft.
Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen den Anschaffungskosten abzüglich Tilgungen, Wertminderungen und der Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag, welche entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt wird. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald Manz Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Eine Ausbuchung erfolgt grundsätzlich dann, wenn das vertragliche Recht auf Cashflows ausläuft oder dieses Recht auf einen Dritten übertragen wird.
ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE
Zu den originären Finanzinstrumenten gehören insbesondere Forderungen gegen Kunden, Wertpapiere und Flüssige Mittel sowie Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei erstmaliger Erfassung werden die originären Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei der Erstbewertung entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Transaktionspreis, d.h. der hingegebenen oder der empfangenen Gegenleistung.
Nach dem erstmaligen Ansatz werden die originären Finanzinstrumente, je nach der Kategorie, zu der sie gehören, entweder mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der Wertminderungen, bilanziert. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine solche vorliegen. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinweisen, wie Änderung der Rückstände oder wirtschaftlichen Bedingungen, die mit Ausfällen korrelieren. Diese Kategorie umfasst in der Manz-Gruppe vor allem Forderungen gegen Kunden und sonstige Forderungen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In diese Kategorie fallen in der Manz Gruppe vor allem Wertpapiere. Der Unterschied zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert wird ergebnisneutral behandelt und unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital unter Gewinnrücklagen aus der Marktbewertung von Wertpapieren ausgewiesen. Liegt der beizulegende Zeitwert dauerhaft oder wesentlich unter dem Buchwert, so wird die Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Bei Wertpapieren ist der beizulegende Zeitwert in der Regel ein Börsenkurs.
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Manz-Gruppe kommen diese originären Finanzinstrumente nicht vor.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung werden erfolgswirksam erfasst. Sie kommen in der Manz-Gruppe nicht vor.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, zu fortgeführen Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Die Manz AG setzt derivative Finanzinstrumente nur zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein.
Die derivativen Finanzinstrumente werden nach IAS 39 bei ihrer erstmaligen Erfassung sowie in der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte von gehandelten derivativen Finanzinstrumenten entsprechen den Marktpreisen. Nicht gehandelte derivative Finanzinstrumente werden unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle, basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter, berechnet.
Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, werden die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam erfasst. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert.
Bei Manz werden die Vorschriften des Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedges) angewandt. Hierbei wird zu Beginn der Sicherungsbeziehung die Beziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft dokumentiert, einschließlich der Risikomanagementziele. Des Weiteren wird bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, ob das in die Sicherungsbeziehung designierte Sicherungsinstrument hinsichtlich der Kompensation der Änderung der Cashflows der Grundgeschäfte im hohen Maße effektiv ist.
Der effektive Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines Derivates oder eines originären Finanzinstruments, das als Sicherungsinstrument designiert worden ist, wird nach Abzug latenter Steuern im Eigenkapital unter Gewinnrücklagen aus Cashflow Hedges erfasst. Der auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" oder "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen.
Im Eigenkapital erfasste Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, in der auch das Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne und Verluste ebenfalls ergebniswirksam erfasst.
Zu den Bilanzstichtagen 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsschwankungen, weil keine wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen bestanden, bzw. keine Transaktionen in Fremdwährung geplant waren. Zur Absicherung von Zinsschwankungen wurde im Dezember 2010 ein Zinsbegrenzungsgeschäft für ein Bankdarlehen in Höhe von 3,7 Mio. EUR abgeschlossen. Ansonsten bestehen keine weiteren derivativen Finanzinstrumente bei Manz.
WERTPAPIERE
Unter den als kurzfristig ausgewiesenen Wertpapieren sind im Wesentlichen börsennotierte, überwiegend kurzfristig angelegte Investmentfondsanteile und festverzinsliche Wertpapiere, die bei Erwerb eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten und weniger als einem Jahr aufweisen. Die Wertpapiere gehören ausnahmslos der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" an und werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei der Erstbewertung werden Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind; die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden, unter Berücksichtigung latenter Steuern, bei den Gewinnrücklagen erfasst. Bei Veräußerung wird der Gewinn oder Verlust erfolgswirksam. Liegen wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswertes vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
FLÜSSIGE MITTEL
Die flüssigen Mittel umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Form von Geldkonten und kurzfristigen Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN
Als Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich der Führungskräfte) eine aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten. Dieser sog. Performance Share Plan wurde im Geschäftsjahr 2008 erstmalig eingeführt. Die Kosten aus der Gewährung der Aktienzusagen werden zum beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bemessen. Der beizulegende Zeitwert wird unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt (zu Einzelheiten siehe Angabe 9).
Die Erfassung der aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals erfolgt über den Zeitraum, in dem die Ausübungs- bzw. Leistungsbedingungen erfüllt werden müssen (sog. Erdienungszeitraum). Dieser Zeitraum endet am Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit, d.h. dem Zeitpunkt, an dem der betroffene Mitarbeiter unwiderruflich bezugsberechtigt wird. Die an jedem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen.
Für Vergütungsrechte, die nicht ausübbar werden, wird kein Aufwand erfasst. Hiervon ausgenommen sind Vergütungsrechte, für deren Ausübbarkeit bestimmte Marktbedingungen erfüllt sein müssen. Diese werden unabhängig davon, ob die Marktbedingungen erfüllt sind, als ausübbar betrachtet - vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungsbedingungen erfüllt sind.
Werden die Bedingungen einer Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe erfasst, in der sie angefallen wären, wenn die Vertragsbedingungen nicht geändert worden wären. Die Gesellschaft erfasst außerdem die Auswirkungen von Änderungen, die den gesamten beizulegenden Zeitwert der aktienbasierten Vergütungsvereinbarung erhöhen oder mit einem anderen Nutzen für den Arbeitnehmer verbunden sind, bewertet zum Zeitpunkt der Änderung.
Wird eine Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente annulliert, wird diese so behandelt, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre. Der bislang noch nicht erfasste Aufwand wird sofort erfasst. Dies findet auf alle Vergütungsvereinbarungen Anwendung, wenn Nicht-Ausübungsbedingungen, auf die entweder das Unternehmen oder die Gegenpartei Einfluss haben, nicht erfüllt werden. Wird die annullierte Vergütungsvereinbarung jedoch durch eine neue Vergütungsvereinbarung ersetzt und die neue Vergütungsvereinbarung am Tag ihrer Gewährung als Ersatz für die annullierte Vergütungsvereinbarung deklariert, werden die annullierte und die neue Vergütungsvereinbarung wie eine Änderung der ursprünglichen Vergütungsvereinbarung bilanziert (vgl. hierzu den obigen Abschnitt).
Der verwässernde Effekt der ausstehenden Aktienzusagen wird bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) als zusätzliche Verwässerung berücksichtigt (zu Einzelheiten siehe Angabe 12).
EIGENE AKTIEN
Erwirbt der Konzern eigene Aktien, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Aktien wird nicht erfolgswirksam erfasst.
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten angesetzt und in gleichen Raten über die geschätzte Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts ertragswirksam aufgelöst.
TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.
Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital verbucht werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.
LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können.
Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet werden. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden im Eigenkapital ausgewiesen. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hätte und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Sofern Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen rückgedeckt wurden, werden diese saldiert ausgewiesen.
Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Die erfolgswirksame Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste erfolgt erst dann, wenn die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zehn Prozent des höheren Wertes von Anwartschaftsbarwert und Planvermögen (Korridormethode) übersteigen. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzergebnis. Der Zinssatz, der zur Abzinsung der Rückstellungen verwendet wird, wird ausgehend von der Rendite langfristiger erstrangiger Industrieanleihen am Bilanzstichtag bestimmt.
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung berechnet. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen.
Rückstellungen für Gewährleistungen werden unter Berücksichtigung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs gebildet. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Zinssatz wird ein Zinssatz vor Steuern verwendet, der die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie die für den Sachverhalt spezifischen Risiken widerspiegelt. Der aus der Aufzinsung entstehende Zinsaufwand wird in den Finanzaufwendungen ausgewiesen.
Abgegrenzte Schulden werden nicht unter den Rückstellungen, sondern sachverhaltsbezogen unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
VERBINDLICHKEITEN
Langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden, entsprechend der Effektivzinsmethode, berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.
ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht sind und der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Skonti, Kundenboni und Rabatte vermindern die Umsatzerlöse. Bei Fertigungsaufträgen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) erfasst.
Die produktionsbezogenen Aufwendungen werden mit der Lieferung bzw. der Inanspruchnahme der Leistung erfasst, alle sonstigen Aufwendungen im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand. Dies gilt auch für nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Rückstellungen für Gewährleistung werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.
EVENTUALSCHULDEN
Die Eventualschulden stellen mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten dar, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle der Manz-Gruppe stehen, erst noch bestätigt werden müssen. Des Weiteren entstehen Eventualschulden aus einer gegenwärtigen Verpflichtung, die auf vergangenen Ereignissen beruht, die jedoch nicht bilanziert werden, weil der Abfluss von Ressourcen nicht wahrscheinlich ist, bzw. die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.
SCHÄTZUNGEN UND BEURTEILUNGEN DES MANAGEMENTS
Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Eventualforderungen und -schulden auswirken. Die wesentlichen Sachverhalte, die von solchen Ermessensentscheidungen und von Schätzung betroffen sind, beziehen sich auf die Realisierbarkeit von Forderungen, die Ermittlung des Fertigstellungsgrads bei langfristiger Auftragsfertigung, die Annahmen über zukünftige Cashflows von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGE) und Entwicklungsprojekten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Die tatsächlich eintretenden Werte können im Einzelfall von den Schätzungen abweichen. Die Buchwerte der durch Schätzungen betroffenen Vermögenswerte und Schulden können den Aufgliederungen der einzelnen Bilanzposten entnommen werden.
Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere werden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert:
Geschäfts- oder Firmenwerte: Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich im Rahmen eines Impairment-Tests geprüft. Im Zuge dieses Tests müssen vor allem in Bezug auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen vorgenommen werden. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags ist ein angemessener Diskontierungszinssatz zu wählen. Eine Änderung der gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer Reduzierung der Zahlungsmittelüberschüsse beziehungsweise des Diskontierungszinssatzes und somit gegebenenfalls zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte führen.
Entwicklungskosten: Entwicklungskosten werden entsprechend den Angaben in den dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der zu erwartenden künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwartenden zukünftigen Cashflows, die Vermögenswerte generieren, zu treffen.
Sachanlagen: Technischer Fortschritt, eine Verschlechterung der Marktsituation oder Schäden können zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der Sachanlagen führen.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen: Die Bilanzierung von Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß IAS 11 vorgenommen. Die Umsätze werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Hierbei ist eine exakte Schätzung des Auftragsfortschritts wesentlich für die Bilanzierung. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse und -risiken sowie andere Beurteilungen.
Pensionsrückstellungen: Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen kommt es durch die Wahl der Prämissen wie Rechnungszins oder Trendannahmen sowie durch den Ansatz biometrischer Wahrscheinlichkeiten zu Abweichungen im Vergleich zu den tatsächlichen im Zeitablauf entstehenden Verpflichtungen.
Drohverlustrückstellungen: Drohverlustrückstellungen werden in der Regel für nachteilige Bezugs- und Absatzverträge gebildet. Eine künftige Änderung der Marktpreise auf der Bezugs- oder Absatzseite kann zu einer Anpassung der Drohverlustrückstellungen führen.
Ertragsteuern: Für die Bildung von Steuerrückstellungen sowie bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge sind gleichermaßen Schätzungen vorzunehmen. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern bestehen Unsicherheiten in Bezug auf die Auslegung komplexer Steuervorschriften sowie auf die Höhe und den Zeitpunkt künftiger zu versteuernder Einkünfte.
ÄNDERUNG DER BILANZIERUNG- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Das IASB und das IFRIC haben folgende Standards und Interpretationen neu verabschiedet, die ab dem Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwenden sind:
Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (2009) "Verbesserung der International Financial Reporting Standards": Die Änderungen sind das Ergebnis des jährlichen Verbesserungsprozesses (Annual Improvement Process) des IASB und betreffen eine Vielzahl einzelner IFRS. Die Änderungen sollen den Inhalt der Vorschriften konkretisieren und unbeabsichtigte Inkonsistenzen zwischen den Standards beseitigen. Die erstmalige Anwendung dieser Änderungen hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
IFRS 1 (2008) "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards": Die Neufassung des IFRS 1 betrifft ausschließlich den formalen Aufbau des Standards. Die Neufassung des IFRS 1 hatte keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
Zusätzliche Annahmen für Erstanwender - Änderung des IFRS 1 (2009) "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards": Die Änderungen betreffen die rückwirkende Anwendung der IFRS in bestimmten Situationen und sollen gewährleisten, dass dem Erstanwender bei der IFRS-Umstellung keine verhältnismäßig hohen Kosten entstehen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern: Änderungen des IFRS 2 (2009) "Aktienbasierte Vergütung": Durch die Änderungen soll eine Klarstellung hinsichtlich der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im Konzern erfolgen. Die erstmalige Anwendung des geänderten IFRS 2 hatte keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
IFRS 3 (2008) "Unternehmenszusammenschlüsse": Die wesentlichen Änderungen betreffen den Anwendungsbereich und die Bilanzierung sukzessiver Anteilserwerbe sowie die Einführung eines Wahlrechts: Nicht beherrschende Anteile können entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem anteiligen Nettovermögen bewertet werden. Je nach Ausübung des Wahlrechts wird ein im Rahmen des Unternehmenserwerbs eventuell entstehender Geschäfts- oder Firmenwert vollständig oder nur anteilig ausgewiesen. Darüber hinaus enthält der überarbeitete Standard Neuerungen zum Ansatz und zur Bewertung übernommener Vermögenswerte und Schulden. Die Änderungen des IFRS 3 wirken sich auf die Bilanzierung von Unternehmenserwerbe im Manz-Konzernabschluss aus.
IAS 27 (2008) "Konzern- und Einzelabschlüsse": Die Neufassung des IAS 27 enthält insbesondere geänderte Regelungen hinsichtlich der Bilanzierung von Änderungen der Beteiligungsquoten. Künftig ist eine erfolgsneutrale Erfassung für Transaktionen vorgesehen, durch die ein Mutterunternehmen seine Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen verändert, ohne dabei die Beherrschung über das Tochterunternehmen zu verlieren. Die Neufassung des IAS 27 wirkt sich auf die Bilanzierung von Änderungen der Beteiligungsquoten aus.
Geeignete Grundgeschäfte - Änderung des IAS 39 (2008) "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Durch die Änderung des IAS 39 werden die Anwendungsgrundsätze des Hedge Accounting in den Bereichen Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft sowie Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft ergänzt. Die Änderung hatte keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen": IFRIC 12 regelt die Bilanzierung von Vereinbarungen, bei denen die öffentliche Hand als Konzessionsgeber Aufträge an private Betreiber als Konzessionsnehmer vergibt und die der Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen dienen, zum Beispiel von Flughäfen, Gefängnissen, Energie- und Wasserversorgungseinrichtungen etc. Zur Erfüllung dieser Aufgaben nutzt der Betreiber eine Infrastruktur, die in der Verfügungsmacht der öffentlichen Hand bleibt. Für Bau, Betrieb und Instandhaltung jedoch ist der Betreiber zuständig. Die erstmalige Anwendung des IFRIC 12 hatte keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
IFRIC 15 "Vereinbarungen zum Bau von Immobilien": Die Interpretation IFRIC 15 befasst sich mit der Bilanzierung von Immobilienverkäufen, bei denen der Vertragsabschluss mit einem Dritten bereits vor Fertigstellung der Immobilie erfolgt. IFRIC 15 stellt hierzu klar, unter welchen Bedingungen IAS 11 "Fertigungsaufträge" oder IAS 18 "Erträge" zur Anwendung kommt. Des Weiteren wird durch die Interpretation der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung festgelegt. Die Interpretation hatte keine Auswirkung auf den Manz-Konzernabschluss.
IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb": IFRIC 16 regelt die Fragen, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb des Konzerns das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Die Interpretation hatte keine Auswirkung auf den Manz-Konzernabschluss.
IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer": Die Interpretation regelt die bilanzielle Behandlung von Sachdividenden im IFRS-Abschluss des zu leistenden Unternehmens. Die Verpflichtung aus einer Sachdividendenausschüttung ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 37 zu bewerten. Der bilanzielle Ansatz erfolgt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Ausschüttung ordnungsgemäß genehmigt wurde und nicht mehr im Ermessen des zu leistenden Unternehmens liegt. Die erstmalige Anwendung der Interpretation von IFRIC 17 hatte keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten von Kunden": Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Vermögenswerten, die ein Unternehmen von einem Kunden erhält, um diesen an ein Leitungsnetz anzuschließen oder ihm einen dauerhaft Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Die erstmalige Anwendung von IFRIC 18 hatte keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss.
AUSWIRKUNGEN NEUER, NOCH NICHT ANZUWENDENDER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS
Das IASB und das IFRIC veröffentlichten bereits folgende Standards und Interpretationen, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2010 jedoch noch nicht verpflichtend ist. Die künftige Anwendung setzt teilweise noch die Übernahme durch die EU in europäisches Recht voraus.
Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (2010) "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards": Die Änderungen sind das Ergebnis des jährlichen Verbesserungsprozesses (Annual Improvement Process) des IASB und betreffen eine Vielzahl einzelner IFRS. Die Änderungen sollen den Inhalt der Vorschriften konkretisieren und unbeabsichtigte Inkonstistenzen zwischen den Standards beseitigen. Sofern im jeweiligen Standard nichts anderes geregelt ist, sind die Änderungen erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Die Änderungen sind noch nicht in europäisches Recht übernommen. Die Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss werden derzeit geprüft.
Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 - Änderung des IFRS 1 (2010) "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards": Mit dieser Änderung werden Erstanwender von den im März 2009 eingeführten neuen Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten ausgenommen. IFRS 1 (2010) ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Juni 2010 beginnen. Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss haben.
Änderungen an IFRS 1 (2010) "Erstmalige Anwendungen der International Financial Reporting Standards": Durch die erste Änderung wird der Verweis auf den festen Umstellungszeitpunkt "1. Januar 2004" durch "Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS" ersetzt. Die zweite Änderung gibt Anwendungsleitlinien vor, wie bei der Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzugehen ist, wenn ein Unternehmen für einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung starker Hochinflation unterlag. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss haben.
Erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte - Änderungen des IFRS 7 (2010) "Finanzinstrumente: Angaben": Die Änderungen führen zu erweiterten Anhangsangaben bei der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten und sollen den Bilanzadressaten einen besseren Einblick in derartige Transaktionen ermöglichen. Die Änderungen wurden noch nicht in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Änderungen werden keine Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Manz-Konzernabschluss haben.
IFRS 9 "Finanzinstrumente": Mit den Veröffentlichungen des IFRS 9 (2009) und IFRS 9 (2010) schließt das IASB die erste von drei Phasen der Reform der Bilanzierung von Finanzinstrumenten ab. Das IASB beabsichtigt mit IFRS 9 den bestehenden IAS 39 "Finanzintrumente: Ansatz und Bewertung" vollständig zu ersetzen. Der Standard befasst sich in der ersten Phase mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Durch IFRS 9 werden die bisher bestehenden Bewertungskategeorien auf nunmehr zwei Bewertungskategorien reduziert: zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. IFRS 9 wurde noch nicht in europäisches Recht übernommen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Manz werden derzeit geprüft.
Änderungen des IAS 12 "Ertragsteuern": Die Änderung stellt zumindest teilweise die Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" klar. Als weitere Konsequenz führt die Änderung des IAS 12 zu einer Anpassung des SIC 12 "Ertragsteuern - Realisierung von neu bewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten". Die Änderungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen. Die Änderungen wurden noch nicht in europäisches Recht übernommen. Die Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss werden derzeit noch geprüft.
IAS 24 (2009) "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen": Durch die Überarbeitung des IAS 24 werden zunächst Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, vereinfacht. Bestimmte Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die sich aus einer Beteiligung des Staates ergeben, sind von den Angabepflichten des IAS 24 ausgenommen. Des Weiteren wurde die Definition der nahestehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet. Der überarbeitete Standard ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen. Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss haben.
Einstufung von Bezugsrechten - Änderungen des IAS 32 (2009) "Finanzinstrumente: Darstellung": Die Änderung regelt die Bilanzierung von in Fremdwährung lautenden Bezugsrechten sowie Optionen und Optionsscheinen beim Emittenten, auf dessen Eigenkapitalinstrumente sich diese Rechte beziehen. Künftig sind diese Rechte als Eigenkapital und nicht mehr als Schulden auszuweisen. Der überarbeitete Standard ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss haben.
Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen - Änderung des IFRIC 14 (2009) "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung": Die Änderung von IFRIC 14 ist in den Fällen relevant, in denen ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Vorauszahlungen leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Änderung ermöglicht es den Unternehmen, den Vorteil aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. IFRIC 14 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss haben.
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente": Durch IFRIC 19 werden die Anforderungen in den IFRS verdeutlicht, wenn ein Unternehmen die vollständige oder teilweise Tilgung einer finanziellen Verbindlichkeit durch die Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalintrumenten vornimmt. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Manz-Konzernabschluss haben.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
UMSATZERLÖSE (1)
Die sachliche und regionale Aufteilung der Umsatzerlöse ist in der Segmentberichterstattung (Seite 144 & 145) wiedergegeben. Wir verweisen auch auf unsere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung.
In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 168.268 TEUR (Vj. 74.367 TEUR) enthalten.
AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN (2)
Im Geschäftsjahr 2010 wurden insbesondere für folgende Projekte Entwicklungskosten aktiviert:
Solar
| ― | OneStep Selektiver Emitter-Technologie |
| ― | Hochpräzisionsdruck HAP 2400 |
| ― | Laserstrukturierung der Generation 2 |
| ― | CIGS-Dünnschicht-Technologie |
| ― | Vakuumbeschichtung für kristalline Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodule |
| ― | Weiterentwicklung des Metallisierungsprozesses |
| ― | Weiterentwicklungen beim Laserstrukturierungsprozess im Bereich Dünnschicht-Technologie (tfs) |
FPD
| ― | Weiterentwicklungen im Bereich des FPD-Handlings |
New Business
| ― | Entwicklungen im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien |
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE (3)
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Kursgewinne | 826 | 4.647 |
| Erträge aus der Verminderung von Rückstellungen | 2.348 | 1.036 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 508 | 743 |
| Erträge aus Anlageverkäufen | 13 | 34 |
| Fördergelder | 222 | 232 |
| Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen | 1.837 | 1.981 |
| Investitionszuschüsse | 88 | 98 |
| Übrige | 586 | 742 |
| 6.429 | 9.513 |
MATERIALAUFWAND (4)
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 113.218 | 55.254 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 8.340 | 5.105 |
| 121.558 | 60.359 |
PERSONALAUFWAND (5)
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 43.676 | 30.659 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 7.977 | 6.651 |
| 51.653 | 37.310 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | ||
| Produktion | 931 | 755 |
| Kaufmännischer / technischer Bereich | 605 | 591 |
| Auszubildende | 28 | 20 |
| 1.564 | 1.366 |
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN (6)
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten, Verpackung | 1.580 | 1.184 |
| Werbe- und Reisekosten | 4.543 | 2.267 |
| Provisionen | 1.233 | 1.462 |
| Mieten und Leasing | 4.758 | 4.524 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.311 | 964 |
| Versicherungen | 386 | 528 |
| Kursverluste | 1.068 | 1.640 |
| Zuführung zu sonstigen Rückstellungen (v.a. Nacharbeiten, Gewährleistungen und Drohverluste) |
968 | 2.143 |
| Reparatur und Instandhaltung | 504 | 275 |
| Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen | 52 | 16 |
| Übrige | 11.937 | 6.937 |
| 28.339 | 21.940 |
FINANZERTRÄGE (7)
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Bankzinsen (Termingelder u.ä.) | 302 | 414 |
| Erträge aus Wertpapieren | 230 | 467 |
| Ertrag aus Neubewertung sukzessiver Anteilserwerb Axystems | 157 | 0 |
| Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren | 248 | 2.720 |
| 937 | 3.601 |
FINANZAUFWENDUNGEN (8)
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| langfristige Verbindlichkeiten | 47 | 163 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten | 259 | 271 |
| Zinsanteil Pensionsrückstellungen | 268 | 217 |
| sonstige Zinsaufwendungen | 5 | 9 |
| Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren | 196 | 0 |
| 775 | 660 |
AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGEN (9)
Performance Share Plan
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 für Mitglieder des Vorstands und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter einen Performance Share Plan eingeführt. Hierbei werden Aktienzusagen mit einer Wartezeit (Vesting Period) von 3 Jahren und einer maximalen Gesamtlaufzeit von 6 Jahren gewährt. Nach Ablauf der Wartezeit erhält der Empfänger eine Manz-Aktie zum Preis von 1,00 EUR. Die Aktienzusagen verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis gekündigt oder ein Aufhebungsvertrag geschlossen wird. Die Aktienzusagen sind während der Wartezeit nicht dividendenberechtigt. Die Manz AG kann die Aktienzusagen durch neue ausgegebene Aktien, durch eigene Aktien oder durch Geldzahlung abgelten. Die Art der Abgeltung legen Vorstand und Aufsichtsrat fest.
Die Aktienzusagen (Bezugsrechte) werden nach freiem Ermessen des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates - soweit es sich um Vorstandsmitglieder handelt, nach freiem Ermessen des Aufsichtsrates - in jährlichen Tranchen, binnen eines Zeitraums von drei Monaten nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft, ausgegeben.
Die Anzahl der insgesamt auszugebenden Aktien richtet sich nach der Anzahl der Bezugsberechtigten je Tranche, nach dem Grad der Erreichung der Erfolgsziele (Erfolgsfaktor) und nach der Haltedauer der Bezugsrechte (Treuefaktor). Der Erfolgsfaktor bezieht sich für die einzelnen Tranchen auf die jeweilige EBIT-Marge des Konzernabschlusses. Der Treuefaktor wird bestimmt durch die Haltedauer der Bezugsrechte und kann sich bis zu einem Maximal-Faktor von 2,00 erhöhen, wenn die Bezugsrechte erst innerhalb des sechsten Kalenderjahres nach Ausgabe der Bezugsrechte ausgeübt werden.
Im Geschäftsjahr 2010 räumte die Gesellschaft 12 (Vj. 14) Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands 6.059 (Vj. 6.665) Aktienzusagen/Bezugsrechte ein. Hiervon entfallen 2.739 (Vj. 3.320) auf den Vorstand.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Aktienzusagen/Bezugsrechte mit den entsprechenden gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwerten je zugesagter Aktie zum Zeitpunkt ihrer Gewährung:
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| (in Stück) | (in EUR) | |
|---|---|---|
| Aktienzusagen/ Bezugsrechte |
Gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt |
|
| --- | --- | --- |
| Bestand am Jahresanfang (nicht erdient) | 9.053 | 122,20 |
| In der Berichtsperiode verfallen | -2.388 | 212,69 |
| In der Berichtsperiode gewährt | 6.059 | 83,38 |
| Bestand am Jahresende (nicht erdient) | 12.724 | 86,73 |
Die Bilanzierung der Aktienzusagen erfolgt gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert der Zusagen zum Zeitpunkt der Gewährung und wird im Personalaufwand sowie einer korrespondierenden Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage) erfasst. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Folgende Parameter liegen der Berechnung zugrunde:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Ausübungspreis (in EUR) | 1,00 | 1,00 |
| Risikofreier Zinssatz p.a. | 1,09 % | 1,88 % |
| Volatilität | 80,50 % | 84,75 % |
| Erwartete Dividenden (in EUR) | 0,00 | 0,00 |
| Fair Value je Aktienzusage (in EUR) | 83,38 | 92,35 |
Der beizulegende Zeitwert der im Berichtsjahr gewährten Aktienzusagen beläuft sich auf 505 TEUR (Vj. 598 TEUR). Im Berichtsjahr wurde aus dem Performance Share Plan ein Aufwand von 169 TEUR (Vj. 104 TEUR) erfasst, der unter den Personalaufwendungen ausgewiesen wird. Durch die im Berichtsjahr verfallenen 2.388 Aktienzusagen aus der ersten Tranche im Geschäftsjahr 2008 wurden die bis dato in der Kapitalrücklage kumuliert erfassten Aufwendungen in Höhe von 182 TEUR erfolgswirksam aufgelöst und im Personalaufwand ausgewiesen.
STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG (10)
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen sowohl tatsächliche als auch latente Ertragsteuern aus temporären Differenzen sowie aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | ||
| Laufende Periode | 912 | 125 |
| Vorperioden | -125 | 52 |
| Latenter Steueraufwand / -ertrag (-) aus temporären Differenzen | 3.703 | -1.933 |
| Latenter Steueraufwand / -ertrag (-) aus steuerlichen Verlustvorträgen | -5.602 | -1.520 |
| -1.112 | -3.276 |
Die Berechnung des laufenden Ertragsteueraufwands erfolgt unter Anwendung der zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätze. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der inländische Steuersatz von 29,13 % (Vj. 28,08 %) berücksichtigt.
Der Ertragsteuerertrag im Berichtsjahr in Höhe von 1.112 TEUR (Vorjahr: 3.276 TEUR) leitet sich wie folgt von einem "erwarteten" Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 688 | -12.984 |
| Ertragsteuersatz der Manz Automation AG | 29,13 % | 28,08 % |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 200 | -3.646 |
| Steuersatzunterschiede Ausland | -735 | 186 |
| Änderung des Steuersatzes | -180 | 0 |
| Abweichung steuerliche Bemessungsgrundlage | 337 | 141 |
| Steuern für Vorjahre | -125 | 52 |
| Steuerfreie Erträge | -395 | 0 |
| Steuergutschriften | -204 | 0 |
| Steuererstattung aufgrund Verlustrücktrag | 0 | -81 |
| Nichtansatz steuerlicher Verlustvorträge | 66 | 0 |
| Sonstiges | -76 | 72 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | -1.112 | -3.276 |
| Effektive Steuerbelastung | -161,57 % | 25,23 % |
Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:
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| Aktive Latente Steuern | Passive Latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 6.298 | 2.866 |
| Sachanlagen | 4 | 8 | 535 | 96 |
| Vorräte | 5.454 | 1.033 | 0 | 192 |
| Forderungen | 292 | 453 | 6.988 | 2.244 |
| Wertpapiere | 0 | 13 | 0 | 53 |
| Pensionsrückstellungen | 227 | 194 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen | 343 | 130 | 14 | 0 |
| Rückstellungen | 0 | 13 | 0 | 0 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 7.147 | 1.547 | 0 | 0 |
| Bruttowert | 13.467 | 3.391 | 13.835 | 5.451 |
| Saldierung | -5.431 | -930 | -5.431 | -930 |
| Bestand laut Konzernbilanz | 8.036 | 2.461 | 8.404 | 4.521 |
| Nettobetrag der passiven latenten Steuern | 368 | 2.060 |
Der Verminderung des Netto-Betrages der passiven latenten Steuern in Höhe von 1.692 TEUR (Vj. 4.404 TEUR) setzt sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Latenter Steuerertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung | 1.899 | 3.453 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -312 | 0 |
| Neutrale Verminderung der latenten Steuern auf zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte | 29 | 40 |
| Neutrale Verminderung der latenten Steuern auf derivative Finanzinstrumente | 0 | 687 |
| Währungsumrechnung | 76 | 224 |
| 1.692 | 4.404 |
Für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern nur angesetzt, wenn ihre Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Diese Voraussetzung wird von dem Vorstand als durchgehend gegeben angesehen, weil sich aus den laufend aktualisierten Businessplänen und der zugrunde liegenden strategischen Ausrichtung des Konzerns die Erwartung ausreichender zukünftiger positiver Ergebnisse begründet. Wertberichtigungen der aktiven latenten Steuern wurden daher nicht vorgenommen.
Die steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 25.101 TEUR (Vj. 5.960 TEUR) und sind unbegrenzt vortragsfähig. Davon entfallen auf Deutschland 23.269 TEUR (Vj. 4.593 TEUR) und Ungarn 1.492 TEUR (Vj. 1.313 TEUR). Daneben sind 341 TEUR (Vj. 53 TEUR) Verlustvorträge in sonstigen Ländern vorhanden. Für Verlustvorträge in Höhe von 231 TEUR (Vj. 0 TEUR) wurden keine aktive latente Steuern gebildet.
ERGEBNISANTEIL MINDERHEITSANTEILE (11)
Der Ergebnisanteil der Minderheitsaktionäre setzt sich zusammen aus den den Minderheiten zugewiesenen Ergebnissen in Höhe von 235 TEUR (Vj. -67 TEUR). Hierbei handelt es sich Minderheitsanteile bei der Manz Taiwan Ltd. und Manz India Limited.
ERGEBNIS JE AKTIE (12)
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Manz Automation AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten potenziellen Aktien. Hierzu zählen Options- und Bezugsrechte, wenn diese Rechte die Ausgabe von Aktien zu einem Wert unter dem durchschnittlichen Börsenkurs der Aktie zur Folge haben. Es ergab sich ein Verwässerungseffekt aus den Aktienzusagen im Rahmen des Performance Plan (siehe Angabe 9).
Das Ergebnis je Aktie wurde gemäß IAS 33 ermittelt.
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| 2010 | 2009 | ||
|---|---|---|---|
| Den Anteilseignern der Manz AG zuzurechnendes Konzernergebnis | (EUR) | 1.565.400 | -9.641.290 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien | (Stück) | 4.480.054 | 4.479.100 |
| Effekt aus aktienbasierter Vergütung | (Stück) | 19.779 | 9.154 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien (verwässert) | (Stück) | 4.499.833 | 4.488.254 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) | (in EUR) | 0,35 | -2,15 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Im Geschäftsjahr 2010 war der Konzern zunächst in die vier Geschäftsbereiche "Solar", "FPD", "New Business" und "Sonstige" gegliedert. Aufgrund der Umsatzentwicklung im Bereich des Drittkundengeschäfts für OEM und Leiterplatten wurde rückwirkend zum 1. Januar 2010 ein weiterer Geschäftsbereich "Leiterplatten/OEM" gebildet, da sonst auf den Geschäftsbereich "Sonstige" ein Anteil von mehr als 25 % des Gesamtumsatzes entfallen würde.
Die Aktivitäten im Bereich "Solar" erstrecken sich auf Systemlösungen für die Herstellung von kristallinen Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodulen.
Im Segment "FPD" (Flat Panel Display) werden Komplettanlagen für die Handhabung empfindlicher Produkte unter Reinraumbedingungen realisiert. Die Schwerpunkte liegen hierbei im Bereich der Herstellung von LCD Flachbildschirmen und touch-fähigen Anwendungen.
Im Bereich "New Business" werden hauptsächlich Systemlösungen für die industrielle Fertigung von Li-Ion-Batterien entwickelt.
Im Segment "Leiterplatten/OEM" werden Anlagen für die Herstellung und Bearbeitung von Leiterplatten (PCBs) und Anlagen für die Halbleiterindustrie gefertigt.
Der Bereich "Sonstige" umfasst neben Systemlösungen für die Verpackungsindustrie auch Anlagen für die automatisierte Handhabung von Kleinteilen.
Zentrale Größe für die Beurteilung und Steuerung der Ertragslage eines Segments ist das operative Ergebnis (EBIT).
In der Segmentberichterstattung sind Erlöse, Ergebnisse sowie Vermögen und Schulden der einzelnen Segmente des Konzerns dargestellt. Mit Ausnahme des Bereichs der Zentralfunktionen/Übriges bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in geringem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb von Segmenten sind konsolidiert ausgewiesen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden.
Von den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2009 entfielen auf einen Kunden 21.631 TEUR, die dem Segment Solar zuzuordnen waren. Im Geschäftsjahr 2010 entfällt auf keinen Kunden ein Anteil von mehr als 10 % der Umsatzerlöse.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG (13)
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Manz-Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 (Kapitalflussrechnung) werden Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen.
Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, die sich aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig liquidierbaren Wertpapieren mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten und nur unwesentlichen Wertschwankungen zusammensetzen.
Die Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts umfassen neben Zugängen im Sachanlagevermögen auch Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten sowie Veränderungen der Geldanlagen in Wertpapieren. Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen sind um die übernommenen flüssigen Mittel vermindert. In der Finanzierungstätigkeit sind neben Zahlungsmittelzuflüssen aus Eigenkapitalerhöhungen und der Begebung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten auch Zahlungsmittelabflüsse aus der Tilgung von Krediten ausgewiesen.
Demgegenüber wird, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, der Mittelzufluss und -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Dazu wird das Ergebnis nach Steuern um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge - das sind im Wesentlichen Abschreibungen und die Veränderungen der langfristigen Rückstellungen und latenten Steuern - korrigiert und um die Veränderung der betrieblichen Aktiva und Passiva ergänzt.
Im Mittelzufluss und -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind enthalten:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gezahlte Zinsen | -332 | -443 |
| Erhaltene Zinsen | 282 | 881 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -258 | -195 |
| Erstattete Ertragsteuern | 56 | 0 |
Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von Zahlungsmitteln geführt haben, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE (14)
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| (in TEUR) | Lizenzen, Markenrechte, Software und ähnliche Rechte |
Aktivierte Entwicklungs- kosten |
Geschäfts- oder Firmenwert |
Geleistete Anzahlungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2009 | 13.283 | 10.702 | 21.913 | 2.841 | 48.739 |
| Währungsanpassung | 442 | 3 | 19 | 0 | 464 |
| Zugänge | 2.304 | 6.204 | 0 | 323 | 8.831 |
| Abgänge | -12 | 0 | 0 | 0 | -12 |
| Umgliederungen | 2.356 | 0 | 0 | -2.840 | -484 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 18.373 | 16.909 | 21.932 | 324 | 57.538 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2009 | 1.752 | 4.129 | 0 | 0 | 5.881 |
| Währungsanpassung | 28 | 0 | 0 | 0 | 28 |
| Zugänge | 2.322 | 2.307 | 0 | 0 | 4.629 |
| Abgänge | -12 | 0 | 0 | 0 | -12 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 4.090 | 6.436 | 0 | 0 | 10.526 |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2010 | 18.373 | 16.909 | 21.932 | 324 | 57.538 |
| Währungsanpassung | 23 | 56 | 2.871 | 0 | 2.950 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 1.521 | 0 | 0 | 0 | 1.521 |
| Zugänge | 22.248 | 14.035 | 157 | 8.818 | 45.258 |
| Abgänge | -12 | 0 | 0 | 0 | -12 |
| Umgliederungen | 407 | 0 | 0 | -324 | 83 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 42.559 | 31.000 | 24.960 | 8.818 | 107.338 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2010 | 4.090 | 6.436 | 0 | 0 | 10.526 |
| Währungsanpassung | 27 | 7 | 0 | 0 | 34 |
| Zugänge | 3.734 | 2.638 | 0 | 419 | 6.791 |
| Abgänge | -12 | 0 | 0 | 0 | -12 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 7.839 | 9.081 | 0 | 419 | 17.339 |
| Restbuchwert 31.12. 2009 | 14.283 | 10.473 | 21.932 | 324 | 47.012 |
| Restbuchwert 31.12. 2010 | 34.720 | 21.920 | 24.960 | 8.399 | 89.999 |
Im Berichtsjahr wurden im Rahmen der jährlichen Überprüfung der aktivierten Entwicklungskosten zusätzliche Abschreibungen in Höhe von 169 TEUR (Vj. 0 TEUR) vorgenommen. Die zusätzlichen Abschreibungen resultieren aus geänderter Abschreibungsdauer sowie geänderten Erwartungen über den Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswertes.
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE SOWIE MARKENRECHTE
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (Markenrechte) entfallen wie folgt auf die einzelnen Segmente:
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| Geschäfts- oder Firmenwert | Markenrechte | |||
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Solar | 12.559 | 11.196 | 1.623 | 1.320 |
| FPD | 7.423 | 6.060 | 1.623 | 1.320 |
| New Business | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leiterplatten/ OEM | 2.491 | 2.188 | 812 | 660 |
| Sonstige | 2.488 | 2.488 | 0 | 0 |
| 24.960 | 21.932 | 4.058 | 3.300 |
Durch die Neubildung der Segmente im Geschäftsjahr 2010 kam es zu folgenden Verschiebungen bei dem Geschäfts- oder Firmenwert bzw. bei den Markenrechten. Der Bereich systems.aico im letzten Geschäftsjahr ist nun dem Bereich Sonstige zugeordnet. Der damit verbundene Firmenwert zum 31.12.2009 in Höhe von 2.488 TEUR wird damit auch dem Bereich Sonstige zugerechnet. Der Bereich Leiterplatten/OEM war zum 31.12.2009 dem Geschäftsbereich Sonstige zugeordnet und wird nun zusammen mit dem dazu gehörenden Firmenwert in Höhe von 2.491 TEUR und den Markenrechten mit 812 TEUR separat ausgewiesen. Ansonsten resultieren die Veränderungen beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie bei den Markenrechten, mit Ausnahme des Neuzugangs bei dem Firmenwert aus dem Erwerb von Axystems Ltd. in Höhe von 157 TEUR, ausschließlich aus Währungsumrechnungen.
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich getestet, indem die Buchwerte der dem jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwert zugrunde liegenden Einheiten mit dem Nutzungswert verglichen werden. Der Nutzungswert wird nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Ausgangspunkt ist die aktuelle Dreijahresplanung für den jeweiligen Geschäftsbereich.
Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zur Entwicklung der Manz-Gruppe, die Entwicklung wesentlicher Fertigungs- und sonstiger Kosten sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen wie auch historische Erfahrungen berücksichtigt.
Die Cashflows werden für jeden Geschäftsbereich, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, individuell auf Basis der Umsatz- und Kostenplanung prognostiziert. Die Wachstumsraten wurden mit Werten von 1,0 % bis 2,0 % angesetzt. Der für die Abzinsung verwendete Diskontierungssatz vor Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)) beträgt 16,4 % (Vj. 17,6 %). Dabei werden die Eigenkapitalkosten auf Basis einer Vergleichsgruppe (Peer Group) ermittelt. Die Fremdkapitalkosten wurden aus den Refinanzierungskosten der Manz AG abgeleitet.
Die Gewichtung der so ermittelten Eigen- und Fremdkapitalkostensätze erfolgte auf Basis der durchschnittlichen Kapitalstruktur der Peer Group. Als Steuersatz wurde mit 30 % der erwartete durchschnittliche Steuersatz der Peer Group gewählt.
Eine Wertminderung eines Geschäfts- oder Firmenwertes liegt vor, wenn der Nutzungswert kleiner ist als der Buchwert des Geschäftsbereichs. Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurde kein Wertberichtigungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der immateriellen Vermögenswerte ohne bestimmte Nutzungsdauer ermittelt.
Ein um 1 % höherer WACC und eine Berechnung ohne unterstelltes Wachstum in der ewigen Rente beeinflusst die Werthaltigkeit der Firmenwerte nicht. Eine dann noch zusätzliche Reduzierung der EBIT-Marge über die gesamte Planungsdauer von 10 % würde im Berichtsjahr zu keiner Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwertes führen. Im Geschäftsjahr 2009 hätte es zu einer Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes im Segment Sonstige in Höhe von 1,0 Mio. EUR geführt.
Der Werthaltigkeitstest für die Markenwerte erfolgt anhand des Nutzungswertes auf Basis des Lizenzpreisanalogieverfahrens mit einer Lizenzrate von 3 % p.a. und einem Diskontierungssatz von 5,88 % p.a. sowie einem Planungshorizont von fünf Jahren und einer angenommenen Wachstumsrate von Null %.
Von den im Jahr 2010 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten erfüllen 14.035 TEUR (Vorjahr: 6.204 TEUR) die Aktivierungskriterien nach IFRS.
Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | -20.563 | -12.136 |
| Abschreibungen auf Entwicklungskosten | -2.638 | -2.307 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 14.035 | 6.204 |
| Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | -9.166 | -8.239 |
SACHANLAGEN (15)
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| (in TEUR) | Grundstücke und Gebäude |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Geleistete Anzahlungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2009 | 7.982 | 5.049 | 5.981 | 243 | 19.255 |
| Währungsanpassung | 14 | -94 | -75 | -55 | -210 |
| Zugänge | 688 | 510 | 1.141 | 126 | 2.465 |
| Abgänge | 0 | -280 | -660 | -2 | -942 |
| Umgliederungen | 47 | -136 | 620 | -47 | 484 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 8.731 | 5.049 | 7.007 | 265 | 21.052 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2009 | 197 | 550 | 2.361 | 0 | 3.108 |
| Währungsanpassung | -3 | 8 | -5 | 0 | 0 |
| Zugänge | 264 | 789 | 1.206 | 0 | 2.259 |
| Abgänge | 0 | -277 | -646 | 0 | -923 |
| Umgliederungen | -4 | -25 | 29 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 454 | 1.045 | 2.945 | 0 | 4.444 |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2010 | 8.731 | 5.049 | 7.007 | 265 | 21.052 |
| Währungsanpassung | 1.545 | 259 | 200 | 21 | 2.024 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 14 | 0 | 27 | 0 | 41 |
| Zugänge | 5.384 | 690 | 953 | 1.234 | 8.261 |
| Abgänge | 0 | -403 | -595 | -94 | -1.093 |
| Umgliederungen | 124 | 862 | 242 | -1.311 | -83 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 15.798 | 6.457 | 7.834 | 114 | 30.203 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2010 | 454 | 1.045 | 2.945 | 0 | 4.444 |
| Währungsanpassung | 283 | 136 | 127 | 0 | 546 |
| Zugänge | 329 | 900 | 1.314 | 0 | 2.543 |
| Abgänge | 0 | -381 | -585 | 0 | -966 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 0 | ||
| Stand 31. Dezember 2010 | 1.066 | 1.700 | 3.801 | 0 | 6.567 |
| Restbuchwert 31.12. 2009 | 8.277 | 4.004 | 4.062 | 265 | 16.608 |
| Restbuchwert 31.12. 2010 | 14.732 | 4.757 | 4.033 | 114 | 23.636 |
Grundstücke und Gebäude der Manz Taiwan Ltd. mit einem Buchwert von 7.998 TEUR (Vj. 6.874 TEUR) sowie der Manz Slovakia s.r.o von 5.027 TEUR (Vj. 0 TEUR) dienen als Sicherheit für Bankdarlehen.
FINANZANLAGEN, AT EQUITY BILANZIERT (16)
Die Manz Automation AG hat im Geschäftsjahr 2009 24,0 % der Anteile an der Axystems Ltd., Israel gehalten. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Entwicklung und Herstellung von Steuerungssystemen. Die Axystems wurde 2009 gemäß IAS 28 im Konzernabschluss nach der Equity-Methode als assoziiertes Unternehmen bilanziert, da ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden konnte. Mit Wirkung zum 30. Juni 2010 wurden die restlichen 76,0 % der Anteile gekauft und damit die Gesellschaft vollständig in den Konzernabschluss einbezogen. Der auf die Manz AG entfallende Verlustanteil für den Zeitraum 1.1. bis 30.6.2010 betrug 36 TEUR (2009: Verlustanteil 12 TEUR).
Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen zu den at equity bilanzierten Finanzanlagen:
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Anteiliges Vermögen | 0 | 181 |
| Anteilige Schulden | 0 | 82 |
| Anteilige Umsatzerlöse | 0 | 343 |
| Anteiliges Jahresergebnis | 0 | -12 |
| Buchwert der Beteiligung | 0 | 301 |
VORRÄTE (17)
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 22.298 | 12.570 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 24.480 | 15.776 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 884 | 879 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.332 | 594 |
| 49.995 | 29.819 |
Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von 3.510 TEUR (Vj. 4.369 TEUR) vorgenommen. Die Zuführung zu den Wertberichtigungen im Berichtsjahr in Höhe von 859 TEUR (Vj. 1.050 TEUR) wurde erfolgswirksam im Materialaufwand erfasst.
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (18)
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 23.662 | 13.469 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 43.392 | 26.097 |
| 67.054 | 39.566 |
Die nach dem Grad der Fertigstellung bilanzierten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen ermitteln sich wie folgt:
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis der Fertigungsaufträge | 54.075 | 32.921 |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen | -30.413 | -19.452 |
| 23.662 | 13.469 |
Soweit die erhaltenen Anzahlungen die Summe aus angefallenen Auftragskosten und ausgewiesenen Gewinnen übersteigt, erfolgt der Ausweis passivisch unter den erhaltenen Anzahlungen.
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis | 1.316 | 1.360 |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen | -5.561 | -2.405 |
| -4.245 | -1.045 |
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Einzelwertberichtigungen | 130 | 2.223 |
| Pauschalierte Einzelwertberichtigungen | 1.487 | 722 |
| 1.616 | 2.945 |
Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 2.945 | 5.073 |
| Währungsumrechnung | 454 | 4 |
| Verbrauch | 195 | 65 |
| Auflösung | 1.837 | 2.148 |
| Zuführungen | 249 | 81 |
| Stand 31.12. | 1.616 | 2.945 |
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Forderungen in Höhe von 298 TEUR (Vj. 65 TEUR) ausgebucht, wovon 195 TEUR (Vj. 58 TEUR) bereits im Vorjahr wertberichtigt waren.
Für die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind keine Wertberichtigungen erforderlich. Die Wertberichtigungen werden von den Forderungen direkt abgesetzt.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE (19)
Am Bilanzstichtag bestand ein Zinsbegrenzungsgeschäft mit einem Nominalwert von 3.745 TEUR zur Absicherung der Zinsschwankungen für ein Bankdarlehen in derselben Höhe. Die Laufzeit des Zins-Cap bis 31. Dezember 2015 entspricht der Laufzeit des langfristigen Darlehens. Der Marktwert des Zinsbegrenzungsgeschäfts beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 88 TEUR. Das Geschäft wird als Held-For-Trading eingestuft und mit seinem Marktwert erfolgswirksam ausgewiesen.
SONSTIGE KURZFRISTIGE FORDERUNGEN (20)
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen (keine Einkommen- und Ertragsteuern) | 2.810 | 321 |
| Forderungen Personal | 231 | 75 |
| Zinsabgrenzungen | 26 | 180 |
| Sonstige Abgrenzungen (v.a. Versicherungen) | 496 | 566 |
| Übrige | 947 | 792 |
| 4.509 | 1.934 |
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen sind weder überfällig noch wertgemindert.
WERTPAPIERE (21)
Bei den Wertpapieren des Vorjahres handelt es sich um börsennotierte, überwiegend kurzfristig angelegte Investmentfondsanteile und festverzinsliche Wertpapiere, die der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet sind.
FLÜSSIGE MITTEL (22)
Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Form von Geldkonten und kurzfristigen Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
EIGENKAPITAL (23)
Die Entwicklung des Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses sind im "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt. Die Bestandteile des Gesamtergebnisses sind in der Gesamtperiodenerfolgsrechnung aggregiert dargestellt.
GEZEICHNETES KAPITAL
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens Manz Automation AG ausgewiesen.
Das gezeichnete Kapital beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 4.480.054,00 EUR und ist eingeteilt in unverändert 4.480.054 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Nennbetrag einer Stückaktie entspricht damit 1,00 EUR.
GENEHMIGTES KAPITAL
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2014 um bis zu insgesamt 2.240.027,00 EUR durch Ausgabe von insgesamt bis zu 2.240.027 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien (Stückaktien) zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Das genehmigte Kapital soll für Bar- oder Sachkapitalerhöhungen zur Verfügung stehen und das bisherige genehmigte Kapital ersetzen, das der Vorstand in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 zum Großteil ausgeübt hatte.
BEDINGTES KAPITAL I
In der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 wurde die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.433.160,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.433.160 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (bedingtes Kapital I).
Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente).
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Juni 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 300 Mio. EUR zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Instrumente auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 1.433.160,00 EUR nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren.
BEDINGTES KAPITAL II
In der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 wurde die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 72.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 72.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (bedingtes Kapital II, Manz Performance Share Plan 2008).
Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten (Aktienoptionen) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen der Gesellschaft sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen unterhalb der Geschäftsführung, jeweils im In- und Ausland.
Der Vorstand wird ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt 50.400 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen der Gesellschaft sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen, jeweils im In- und Ausland, zu gewähren.
Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 21.600 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu gewähren.
Insgesamt dürfen bis zu 24.000 Bezugsrechte ausgegeben werden.
Die Zahl der zum Bilanzstichtag ausgegebenen Bezugsrechte beläuft sich auf 12.724 (Vj. 9.053) (siehe Anmerkung 9).
KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen von Aktionären nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB abzüglich der Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern. Desweiteren ist der Wert der als Gehaltsbestandteil an Führungskräfte (einschließlich Vorstand) in Form von Eigenkapitalinstrumenten gewährten anteilsbasierten Vergütung erfasst.
EIGENE AKTIEN
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in dem Zeitraum bis zum 10. August 2011 eigene Aktien mit einem rechnerischen Wert von bis zu 10 % des Grundkapitals, welches am Tag der Hauptversammlung vorlag, zu erwerben.
Ferner wurde die Gesellschaft mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2010 ermächtigt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in dem Zeitraum bis zum 21. Juni 2015 eigene Aktien mit einem rechnerischen Wert von bis zu 10 % des Grundkapitals, welches am Tag der Hauptversammlung vorlag, zu erwerben.
Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Kaufangeboten erfolgen. Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früheren Ermächtigung erworben wurden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Einziehung und ihrer Wiederveräußerung oder Verwertung auf andere Weise können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, jeweils auch in Teilen ausgeübt werden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den definierten Ermächtigungen verwendet werden.
Im Geschäftsjahr 2010 erwarb die Gesellschaft 2.144 Stück (Vj. 2.348 Stück) eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 58,20 EUR (Vj. 35,57 EUR) pro Aktie mit einem Kurswert von 125 TEUR (Vj. 84 TEUR). Der Erwerb der eigenen Aktien im Berichtsjahr erfolgte zur Begleichung eines Teils des Kaufpreises der restlichen Anteile an der Axystems Ltd., Petach-Tikva/Israel. Hierfür wurden insgesamt 2.134 Stück mit einem Preis von 45,59 EUR verwendet. Ein verbleibender Restbestand von 10 Aktien wurde am 10. August 2010 zu einem Kurs von 57,15 EUR an einen Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben. Im Geschäftsjahr 2009 wurden die eigenen Aktien zur Bedienung der Mitarbeitererfolgsbeteiligung 2008 verwendet. Zu den Bilanzstichtagen 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 sind keine eigenen Aktien im Bestand.
GEWINNRÜCKLAGEN
Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um Rücklagen für angesammelte Gewinne, Rücklagen für die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und Rücklagen für Cashflow Hedges. Die angesammelten Gewinne enthalten die laufenden und die in Vorjahren von der Manz AG und den einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne.
In den Geschäftsjahren 2009 und 2010 erfolgte jeweils eine Erhöhung der Anteilsquote bei der Manz Taiwan Ltd. Die Bilanzierung erfolgte erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion zwischen den Mehrheits- und Minderheitsgesellschaftern. Hierbei entstand jeweils ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 220 TEUR (Vj. 2.555 TEUR), der in den Rücklagen für angesammelte Gewinne ausgewiesen wird.
In der Rücklage für die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Wertpapiere erfasst.
In der Rücklage für die Absicherung von Cashflows wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung von Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wurde.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften.
MINDERHEITSANTEILE
Die Minderheitsanteile betreffen die Manz Taiwan Ltd., bei der die Manz Automation Asia Ltd. einen Anteil von 97,12 % hält. Darüberhinaus bestehen bei der im Geschäftsjahr 2008 neu gegründeten Manz Automation India Private Limited Minderheitsanteile in Höhe von 25 %. Der den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnende Anteil am Eigenkapital und Jahresergebnis wird in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung jeweils gesondert ausgewiesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die Erhöhung der Anteilsquote bei der Manz Taiwan Ltd. von 95,5 % auf 97,12 % sowie dem Erwerb der restlichen Anteile von 10 % an der Manz Slovakia s.r.o. zurückzuführen.
VORSCHLAG ZUR GEWINNVERWENDUNG
Die Dividendenausschüttung der Manz Automation AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss (Einzelabschluss) zum 31. Dezember 2010 der Manz Automation AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Bilanzverlust der Manz Automation AG zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 118.540,35 EUR ist auf neue Rechnung vorzutragen.
ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements im Manz-Konzern ist eine kontinuierliche und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität. Ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sind hierzu wichtige Bausteine. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor, unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Der Manz-Konzern überwacht sein Kapital regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen. Das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bilanziellen Eigenkapital vor Minderheitsanteilen (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten werden dabei ermittelt als Summe der Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten abzüglich der flüssigen Mittel und Wertpapiere.
Aufsichtsrat und Vorstand haben als Ziel eine Mindesteigenkapitalquote von 40 % und ein Gearing von weniger als 50 % definiert.
ÜBERSICHT KAPITALMANAGEMENT
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Flüssige Mittel und Wertpapiere | 38.902 | 88.169 |
| Finanzverbindlichkeiten | 14.559 | 9.613 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | -24.343 | -78.556 |
| Summe Eigenkapital Anteilseigner Manz Automation AG | 186.452 | 177.204 |
| Eigenkapitalquote | 66,4 % | 78,2 % |
| Gearing | -13,1 % | -44,3 % |
Die beiden Kennzahlen Eigenkapital und Gearing haben sich im Berichtsjahr etwas verschlechtert. Die Eigenkaptialquote ist aufgrund der erhöhten Mittelbindung auf der Aktivseite auf 66,4 % (Vorjahr: 78,2 %) gesunken. Das Gearing hat sich aufgrund der deutlichen Abnahme der flüssigen Mittel und Wertpapiere und der erhöhten Finanzverbindlichkeiten auf -13,1 % (Vorjahr: -44,3 %) verschlechtert. Beide Kennzahlen liegen aber noch deutlich über den gesetzten Zielen.
Von den Finanzverbindlichkeiten unterlagen im Geschäftsjahr 2010 7.000 TEUR einer sog. Covenants-Regelung die eine Eigenmittelquote von 30 % und einen Auftragsbestand für den Konzernabschluss von 100,00 Mio. EUR vorsahen. Im Geschäftsjahr 2009 unterlagen 1.500 TEUR einer Covenants-Regelung die unter anderem eine Eigenmittelquote von 30 % für den Einzelabschluss der Manz Automation AG vorsahen. Die Finanzauflagen waren in beiden Geschäftsjahren erfüllt.
LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN (24)
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten Kreditinstitute | 4.390 | 666 |
| 4.390 | 666 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten betreffen die Manz Slovakia und die Manz Taiwan. Das im Geschäftsjahr 2010 aufgenommene Darlehen der Manz Slovakia über 3.750 TEUR hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015 und besitzt eine variable Verzinsung. Das Zinsänderungsrisiko wurde mittels eines Zins-Cap begrenzt (siehe Angabe 19).
LANGFRISTIG ABGEGRENZTE INVESTITIONSZUWENDUNGEN (25)
Der Posten beinhaltet abgegrenzte Investitionszuschüsse, auch soweit sie bereits im Folgejahr aufzulösen sein werden, da sie ausschließlich im Zusammenhang mit dem Sachanlagevermögen stehen. Sie betreffen ausnahmslos die Manz Hungary in Ungarn.
Die Investitionszuschüsse sind mit einer Reihe von Auflagen verbunden. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand werden diese Auflagen vollständig erfüllt, so dass mit keinen Rückzahlungen zu rechnen ist.
FINANZVERBINDLICHKEITEN AUS LEASING (26)
Die Leasingverbindlichkeiten resultieren aus den gemäß IAS 17 aktivierungspflichtigen Vermögenswerten. Es handelt sich um Finanzierungsleasingverträge über PKWs, die in dem Posten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Buchwert von 45 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR) ausgewiesen sind.
Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
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| Mindestleasing- zahlungen |
Barwert der Mindestleasing- zahlungen |
Mindestleasing- zahlungen |
Barwert der Mindestleasing- zahlungen |
|
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2010 | 2010 | 2009 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bis 1 Jahr | 4 | 4 | 13 | 13 |
| 1 bis 5 Jahre | 39 | 33 | 24 | 22 |
| Summe Mindestleasingzahlungen | 43 | 37 | ||
| Abzüglich des Zinsanteils | -6 | -2 | ||
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 37 | 37 | 35 | 35 |
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (27)
In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Konzernbilanz angesetzten Beträge dargestellt.
Das Planvermögen besteht bei den inländischen Versorgungszusagen ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Beim Planvermögen der Manz Intech Machines handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Dotierungen durch den Arbeitgeber in ein zentrales externes Treuhandvermögen (Central Trust).
Dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Jahresende wird das Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert gegenübergestellt (Finanzierungsstatus). Nach Abzug der noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ergeben sich die Pensionsrückstellungen.
PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Veränderung des Anwartschaftsbarwertes | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 1.1. | 5.133 | 4.736 |
| Dienstzeitaufwand | 48 | 50 |
| Zinsaufwand | 235 | 238 |
| Gezahlte Leistungen | -232 | -259 |
| Versicherungsmathematische Verluste / Gewinne (-) | 640 | 366 |
| Währungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 217 | 2 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31.12. | 6.041 | 5.133 |
| Veränderung des Planvermögens | ||
| Planvermögen zum Zeitwert 1.1. | 1.520 | 1.495 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 34 | 21 |
| Beiträge durch die Gesellschaft | 65 | 60 |
| Gezahlte Leistungen | -36 | -58 |
| Versicherungsmathematische Verluste / Gewinne (-) | -9 | 1 |
| Währungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 214 | 1 |
| Planvermögen zum Zeitwert 31.12. | 1.788 | 1.520 |
| Finanzierungsstatus | 4.253 | 3.613 |
| Noch nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Gewinne (+) /Verluste (-) | -188 | 212 |
| Pensionsrückstellungen | 4.065 | 3.825 |
| hiervon entfallen auf: | ||
| Manz Automation Tübingen GmbH, Tübingen | 3.587 | 3.371 |
| Manz Taiwan Ltd., Taiwan | 386 | 369 |
| Manz Automation AG, Reutlingen | 93 | 85 |
Die Pensionsverpflichtungen der Manz Automation Tübingen GmbH bestehen aus einer betrieblichen Versorgungsordnung, welche für Neuzugänge ab dem 15. Juli 1997 geschlossen wurde.
Bei der Manz Taiwan besteht sowohl ein leistungsorientierter als auch beitragsorientierter Pensionsplan für die Mitarbeiter. Für Mitarbeiter seit dem 1. Juli 2005 besteht nur noch die Möglichkeit dem beitragsorientierten Pensionsplan beizutreten. Die Mitarbeiter die schon vor dem 1. Juli 2005 beschäftigt waren, haben die Wahl zwischen beiden Pensionsplänen.
Die Pensionsverpflichtungen der Manz Automation AG Reutlingen bestehen gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden Dieter Manz und dem ehemaligen Vorstandsmitglied Otto Angerhofer.
Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | -48 | -50 |
| Zinsaufwand | -235 | -238 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | 34 | 21 |
Der Dienstzeitaufwand wird unter den Personalaufwendungen, der Zinsaufwand und der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen dagegen unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen.
Die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Berichtsjahr 24 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR).
Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Fondsvermögen voraussichtlich auf 37 TEUR (Vj. 63 TEUR) belaufen. Das Fondsvermögen setzt sich zu 20 % aus Rückdeckungsversicherungen (Deutschland) und zu 80 % aus einem Treuhandvermögen (Taiwan) zusammen.
Für beitragsorientierte Pensionspläne sind Zahlungen in Höhe von 289 TEUR (Vj. 238 TEUR) erfolgt. Darüberhinaus wurden bei den inländischen Gesellschaften, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, Beiträge an die staatliche Rentenversicherungsanstalt in Höhe von 2.465 TEUR (Vj. 2.116 TEUR) abgeführt.
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
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| Deutschland | Taiwan | |||
|---|---|---|---|---|
| (in %) | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungssatz | 4,70 | 5,50 | 1,75 | 2,00 |
| Lohn- und Gehaltssteigerungen | 2,50 | 2,50 | 2,00 | 1,00 |
| Rentensteigerungen | 2,00 | 2,00 | 2,00 | 1,00 |
| Erwartete Renditen des Planvermögens | 3,00 | 3,00 | 1,75 | 2,00 |
In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert aller Versorgungszusagen | -6.041 | -5.133 | -4.736 | -224 | -184 |
| Planvermögen | 1.788 | 1.520 | 1.495 | 149 | 136 |
| Finanzierungsstatus | -4.253 | -3.613 | -3.241 | -75 | -48 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Planschulden | 681 | 296 | -23 | -18 | 12 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens | -10 | -14 | 26 | 1 | 2 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen stellen die Abweichung dar, zwischen der gemäß den versicherungsmathematischen Annahmen erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Verpflichtungen und Vermögenswerte.
SONSTIGE LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN (28)
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Gewährleistungen und langfristige Personalverpflichtungen aus Altersteilzeit. Sie haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
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| (in TEUR) | 1.1.2010 | Währungs- anpassung |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 298 | 0 | 0 | 51 | 0 | 247 |
| Gewährleistungen | 2.236 | 12 | 1.286 | 216 | 539 | 1.285 |
| 2.534 | 12 | 1.286 | 267 | 539 | 1.532 |
Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Es ist zu erwarten, dass die Kosten innerhalb der nächsten beiden Geschäftsjahre anfallen werden.
KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN (29)
Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen verschiedene kurzfristige Kreditlinien und Kontokorrentkredite zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit. Für die kurzfristigen Kredite sind marktübliche Zinssätze vereinbart.
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (30)
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Bilanzwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten; sie sind innerhalb eines Jahres fällig.
SONSTIGE KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN (31)
Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
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| (in TEUR) | 1.1.2010 | Währungs- anpassung |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nacharbeiten | 1.348 | 0 | 1.205 | 165 | 838 | 816 |
| Übrige | 1.707 | 62 | 1.428 | 76 | 2.282 | 2.547 |
| 3.055 | 62 | 2.633 | 241 | 3.120 | 3.363 |
Im Bereich Übrige sind insbesondere Rückstellungen für Drohverluste aus Kundenaufträgen, Provisionen und Jahresabschlusskosten ausgewiesen.
Die Rückstellungen führen in der Regel im Folgejahr zu Auszahlungen.
ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN (32)
Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Steuerverbindlichkeiten (keine Einkommen- und Ertragsteuern) | 1.495 | 6.232 |
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 5.593 | 1.647 |
| Sonstige | 345 | 488 |
| 7.433 | 8.367 |
Die Steuerverbindlichkeiten (keine Einkommens- und Ertragsteuern) setzen sich v. a. aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer zusammen.
BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen, flüssige Mittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der wesentliche Teil der übrigen Schulden aus dem Anwendungsbereich des IFRS 7 haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Es wird daher unterstellt, dass die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, so dass sich hieraus keine Unterschiede zwischen Buchwert und Zeitwert ergeben. Die Zeitwerte basieren hierbei auf dem an einem aktiven Markt notierten Marktpreis.
BUCHWERTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIE 2010
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| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Kredite und Forderungen |
Fair Value erfolgswirksam |
Nicht im Anwendungs- bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva per 31.12.2010 | |||||
| Derivative Finanzinstrumente | 89 | - | 89 | - | 89 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 67.054 | 43.392 | - | 23.662 | 67.054 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 4.509 | 1.699 | - | 2.810 | 4.509 |
| Wertpapiere | - | - | - | - | - |
| Flüssige Mittel | 38.902 | 38.902 | - | - | 38.902 |
| 110.554 | 83.993 | 89 | 26.471 | 110.554 |
BUCHWERTE 2010
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| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet |
Wertansatz nach IAS 17 |
Nicht im Anwendungs- bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Passiva per 31.12.2010 | |||||
| Finanzschulden | 14.184 | 14.184 | - | - | 14.184 |
| Finanzverbindlichkeiten Leasing | 43 | - | 43 | - | 43 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 51.535 | 51.535 | - | - | 51.535 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 7.433 | 5.938 | - | 1.495 | 7.433 |
| 73.195 | 71.657 | 43 | 1.495 | 73.195 |
BUCHWERTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIE 2009
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| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Zur Veräußerung verfügbar |
Kredite und Forderungen |
Nicht im Anwendungs- bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva per 31.12.2009 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 39.566 | - | 26.097 | 13.469 | 39.566 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 1.934 | - | 1.613 | 321 | 1.934 |
| Wertpapiere | 28.838 | 28.838 | - | - | 28.838 |
| Flüssige Mittel | 59.331 | - | 59.331 | - | 59.331 |
| 129.669 | 28.838 | 87.041 | 13.790 | 129.669 |
BUCHWERTE 2009
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| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet |
Wertansatz nach IAS 17 |
Nicht im Anwendungs- bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Passiva per 31.12.2009 | |||||
| Finanzschulden | 9.347 | 9.352 | - | - | 9.352 |
| Finanzverbindlichkeiten Leasing | 37 | - | 37 | - | 37 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.222 | 14.222 | - | - | 14.222 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 8.367 | 2.135 | - | 6.232 | 8.367 |
| 31.973 | 25.709 | 37 | 6.232 | 31.978 |
BEWERTUNGSKLASSEN NACH IFRS 7.27
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare In-putdaten).
Zum 31. Dezember 2010 fallen die derivativen Finanzinstrumente in Höhe von 89 TEUR in den Anwendungsbereich von IFRS 7.27 mit der Stufe 2 in der Fair-Value-Hierarchie.
Zum 31. Dezember 2009 entfielen die Wertpapiere in Höhe von 28.838 TEUR in den Anwendungsbereich von IFRS 7.27 mit der Stufe 1 in der Fair-Value-Hierarchie.
NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39
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| (in TEUR) | Nettogewinne/ -verluste |
Gesamt- zinserträge/ -aufwendungen |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2010 | ||
| Kredite und Forderungen | 1.647 | 298 |
| Derivative Finanzinstrumente | -21 | 0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 52 | 234 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -82 | -317 |
| 1.596 | 215 | |
| Geschäftsjahr 2009 | ||
| Kredite und Forderungen | 4.220 | 405 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.720 | 476 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | -434 |
| 6.964 | 447 |
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung und Veränderungen von Wertberichtigungen auf Forderungen.
Die Nettogewinne bzw. -verluste der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren. Im Geschäftsjahr 2009 wurden aus der Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren -2.605 TEUR in die Finanzerträge umgebucht und mit dem Gewinn aus dem Abgang von Wertpapieren verrechnet.
Das Zinsergebnis für die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" betrifft die Zinserträge der Wertpapiere.
Die Zinserträge für die Finanzinstrumente der Kategorie "Kredite und Forderungen" stammen aus der Anlage der flüssigen Mittel. Das Zinsergebnis bei der Kategorie "Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus den langfristigen Finanzschulden sowie aus den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT UND FINANZDERIVATE
Die Manz-Gruppe ist als international tätiges Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit führenden Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden regelmäßig im Vorstand abgestimmt und vom Aufsichtsrat überwacht.
Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2010 bzw. 2009. Die Sensitivitätsanalysen wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2010 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben.
Die Sensitivitätsanalysen wurden unter folgenden Annahmen aufgestellt:
| ― | Die Sensitivität der Bilanz bezieht sich auf Derivate und auf zur Veräußerung gehaltene Schuldinstrumente. |
| ― | Die Sensitivität des relevanten Postens der Gewinn- und Verlustrechnung spiegelt den Effekt der angenommenen Änderungen der entsprechenden Marktrisiken wider. Dies basiert auf den zum 31. Dezember 2010 und 2009 gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich des Effekts der Sicherungsbeziehung. |
| ― | Die Sensitivität des Eigenkapitals wird berechnet, indem der Effekt verbundener Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows zum 31. Dezember 2010 und 2009 auf die angenommenen Änderungen des gesicherten Grundgeschäfts berücksichtigt wird. |
KREDITRISIKEN
Kreditrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und der Manz-Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, einschließlich Geldanlagen bei Banken und derivativen Finanzinstrumenten, ausgesetzt.
Das Kreditrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Im Projektgeschäft wird das Ausfallrisiko durch Anzahlungen minimiert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Das Ausfallrisiko bezüglich der Geldanlagen und derivativen Finanzinstrumenten wird durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen Banken reduziert.
Das maximale Kreditrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus folgender Tabelle:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Nicht überfällig und nicht wertgemindert | 29.518 | 9.178 |
| Überfällig und nicht einzelwertberichtigt | ||
| bis 30 Tage | 4.645 | 5.359 |
| zwischen 31 und 60 Tagen | 1.189 | 1.014 |
| zwischen 61 und 90 Tagen | 2.806 | 193 |
| zwischen 91 und 180 Tagen | 2.370 | 955 |
| mehr als 180 Tage | 2.802 | 108 |
| Einzelwertberichtigte Forderungen | 62 | 9.290 |
| 43.392 | 26.097 |
Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Die Werthaltigkeit der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wird als sehr hoch angesehen. Diese Einschätzung wird dabei vor allem auf die langjährige Geschäftsbeziehung zu den meisten Abnehmern und der Bonität der Kunden zurückgeführt. Die historischen Ausfallraten im Konzern sind sehr gering.
Als Ausfluss aus der Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft wurden durch die Manz-Gruppe frühzeitig Maßnahmen eingeleitet, um die Risiken aus möglichen Kreditausfällen so gering wie möglich zu halten. Hierzu wurde das Forderungsmanagement weiter intensiviert, und es werden die Maßnahmen zur Kreditrisikosteuerung fortlaufend an die sich ändernden Marktbedingungen angepasst.
LIQUIDITÄTSRISIKEN
Die Liquiditätsrisiken, d. h. das Risiko, dass Manz seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Zur Steuerung der zukünftigen Liquiditätssituation setzen wir entsprechende Finanzplanungsinstrumente ein. Nach unserer derzeitigen Planung sind keine Liquiditätsengpässe erkennbar.
Zum Bilanzstichtag bestehen nicht ausgenutzte Kontokorrent-/Avalkreditlinien bei Banken in Höhe von 49.715 TEUR (Vj. 36.350 TEUR); wahlweise ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Avalkredit (Inanspruchnahme Avale zum 31.12.2010: 2.899 TEUR (Vj. 5.822 TEUR)). Ferner bestehen nicht ausgenutzte Avalkreditlinien bei Kreditversicherungen in Höhe von 10.114 TEUR (Vj. 10.624 TEUR); deren Inanspruchnahme beläuft sich auf 4.886 TEUR (Vj. TEUR 4.376).
Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden originären finanziellen Verbindlichkeiten. Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Zinszahlungen mit variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Stichtag berücksichtigt. Im Wesentlichen wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabflüsse nicht früher als dargestellt eintreten werden.
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| (in TEUR) | Gesamt | 2011 | 2012 | > 2013 |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | ||||
| Finanzschulden | 14.496 | 10.198 | 711 | 3.587 |
| Finanzierungsleasing | 44 | 15 | 11 | 18 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 51.535 | 51.535 | ||
| Übrige Verbindlichkeiten | 5.938 | 5.938 | ||
| 72.013 | 67.686 | 722 | 3.605 |
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| (in TEUR) | Gesamt | 2010 | 2011 | > 2012 |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | ||||
| Finanzschulden | 9.713 | 9.038 | 125 | 550 |
| Finanzierungsleasing | 37 | 13 | 19 | 5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.222 | 14.222 | ||
| Übrige Verbindlichkeiten | 2.135 | 2.135 | ||
| 26.107 | 25.408 | 144 | 555 |
Für die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kredite sowie Avalkredite der Manz-Gruppe gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden auf die Fabrikgebäude der Manz Intech Machines in Taiwan und von Manz Slovakia. Ansonsten bestehen keine Sicherheiten.
WÄHRUNGSRISIKEN
Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Die Manz-Gruppe ist vor allem aus seiner Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und/oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung der jeweiligen Manz-Gesellschaft abweichende Währung lauten) dessen ausgesetzt. Um die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zu reduzieren, quantifiziert die Manz AG fortlaufend das Wechselkursrisiko und sichert alle wesentlichen Risiken, sofern wirtschaftlich sinnvoll mit Devisentermingeschäften und Devisenoptionen ab. Bei der Absicherung von Wertschwankungen künftiger Cashflows aus erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Umsätze in Fremdwährung. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Fremdwährungsabsicherungen, da keine wesentlichen Fremdwährungspositionen bestanden haben und auch keine geplanten Transaktionen in Fremdwährung vorliegen.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Wechselkurse, Zinssätze) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand an Finanzinstrumenten zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Geschäftsjahr ist. Devisenderivate sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, so dass aus diesen Instrumenten keine Währungsrisiken entstehen.
Für den US-Dollar als wesentliche Fremdwährung für die Manz-Gruppe ergibt sich folgendes Währungsszenario:
Wenn der EUR gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2010 (2009) um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 959 TEUR (312 TEUR) niedriger ausgefallen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2010 (2009) um 10 °% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 1.172 TEUR (382 TEUR) höher ausgefallen.
ZINSRISIKEN
Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den variabel verzinslichen Darlehen.
Der Konzern steuert sein Zinsrisiko bei den Finanzschulden durch ein ausgeglichenes Portfolio von fest und variabel verzinslichen Darlehen. Derivative Finanzinstrumente werden seit dem Geschäftsjahr 2010 in Form eines Zinsbegrenzungsgeschäftes für ein langfristiges Darlehen der slowakischen Tochtergesellschaft über 3,7 Mio. EUR eingesetzt.
Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitivitätsanalyse ermittelt. Hierbei werden Effekte der risikovariablen Marktzinssätze auf das Finanzergebnis dargestellt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 (2009) um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 72 TEUR (26 TEUR) niedriger (höher) gewesen.
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Am Bilanzstichtag bestehen Bürgschaften der Manz Automation AG für Bankverbindlichkeiten für Dritte in Höhe von 700 TEUR.
Die Manz-Gruppe hat verschiedene Mietverträge über Gebäude sowie Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung und PKW abgeschlossen. Die Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:
FÄLLIGKEITEN DER MINDESTLEASINGZAHLUNGEN
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | ||
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 3.575 | 3.521 |
| Restlaufzeit 1-5 Jahre | 14.655 | 11.520 |
| Restlaufzeit größer 5 Jahre | 31.345 | 32.456 |
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von 4.758 TEUR (Vj. 4.524 TEUR) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Im Zusammenhang mit einem bestehenden Vertrag besteht in Abhängigkeit vom Eintritt einer Bedingung eine Verpflichtung zur Leistung einer Zahlung in Höhe von 20.000 TEUR. Es ist davon auszugehen, dass die Bedingung innerhalb der nächsten 18 Monate eintritt.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem Stichtag 31. Dezember 2010 sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gehabt hätten.
BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND NAHESTEHENDEN PERSONEN
Gemäß IAS 24 sind Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, anzugeben.
Als nahestehende Personen im Manz-Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats in Frage, einschließlich deren Familienangehörige sowie Unternehmen, auf die die Manz AG, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige einen maßgeblichen Einfluss ausüben können.
Mit dem bis zum vollständigen Erwerb der Anteile am 30. Juni 2010 nach at equity bilanzierten Unternehmen Axystems Ltd., Israel, bestehen Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Manz Automation AG. Im Zeitraum 1.1 .-30.6.2010 hat die Manz Automation AG Lieferungen und Leistungen in Höhe von 514 TEUR (GJ 2009: 705 TEUR) erhalten. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Axystems Ltd. in Höhe von 23 TEUR.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS UND AUFSICHTSRATS
Die Grundzüge des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der früheren Vorstandsmitglieder sind im Vergütungsbericht dargestellt, der Bestandteil des Lageberichts ist.
Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010 betragen 944 (Vj. 1.031 TEUR). Die erfolgsunabhängigen Leistungen betragen 637 TEUR (Vj. 712 TEUR), die erfolgsabhängigen Leistungen 40 TEUR (Vj. 0 TEUR) und die langfristig fälligen Leistungen 267 TEUR (Vj. 319 TEUR). Bei den langfristig fälligen Leistungen handelt es sich um die Aktienzusagen/Bezugsrechte im Rahmen des Performance Share Plan. Hier wurden im Berichtsjahr insgesamt 2.739 Stück (Vj. 3.320 Stück) Bezugsrechte an die Vorstandsmitglieder mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 267 TEUR (Vj. 319 TEUR) gewährt.
Für den Vorstandsvorsitzenden Dieter Manz besteht eine Pensionsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) nach IFRS in Höhe von 214 TEUR (Vj. 162 TEUR). Für die Pensionszusage ist eine Rückdeckungsversicherung mit einem beizulegenden Zeitwert von 103 TEUR (Vj. 98 TEUR) abgeschlossen.
Das frühere Vorstandsmitglied Otto Angerhofer erhielt im Geschäftsjahr 2010 eine Rentenzahlung in Höhe von 10 TEUR (Vj. 4 TEUR). Es besteht eine Pensionsverpflichtung gegenüber dem früheren Vorstandsmitglied nach IFRS in Höhe von 177 TEUR (Vj. 140 TEUR). Für die Pensionszusage ist ebenfalls eine Rückdeckungsversicherung mit einem beizulegenden Zeitwert von 88 TEUR (Vj. 94 TEUR) abgeschlossen.
Der Vorstandsvorsitzende Dieter Manz hielt am Bilanzstichtag 44,49 % (Vj. 44,49 %) der Anteile an der Manz Automation AG.
Für das Vorstandsmitglied Martin Hipp besteht seit dem Geschäftsjahr 2009 und für das Vorstandsmitglied Volker Renz seit dem Geschäftsjahr 2010 eine beitragsorientierte Leistungszusage. Hierfür werden jeweils 6 TEUR p. a. in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt.
AUFSICHTSRAT
Prof. Dr. Heiko Aurenz, Dipl. oec. (Vorsitzender seit 6. März 2010), Partner bei Ebner Stolz Mönning Bachem Unternehmensberatung GmbH, Stuttgart
Dr. Jan Wittig (Vorsitzender, verstorben am 6. März 2010), Rechtsanwalt, Partner bei Rechtsanwälte Dr. Schaudt und Kollegen, Stuttgart
Dipl.-Ing. Peter Leibinger (Mitglied seit 22. Juni 2010, stellvertretener Vorsitzender seit 28. Juni 2010), geschäftsführender Gesellschafter der Trumpf GmbH & Co. KG, Ditzingen
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Rolf D. Schraft
Dr. Guido Quass, (Mitglied vom 17. März 2010 bis 22. Juni 2010) Rechtsanwalt, Partner bei Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft, Stuttgart
Der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Heiko Aurenz ist auch Mitglied des Aufsichtsrats der IBS AG, Know How! Aktiengesellschaft für Weiterbildung, Anna-Haag-Mehrgenerationenhaus e. V., ASB Grünland Helmut Aurenz GmbH und der Monument Vermögensverwaltung GmbH.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden von Ebner Stolz Mönning Bachem Unternehmensberatung GmbH keine Dienstleistungen erbracht (Vj. 4 TEUR für Management-Informationssystem-Support-Leistungen).
Dr. Wittig war auch Mitglied des Aufsichtsrats bzw. Beirats der Euwax AG, Börse Stuttgart AG, Börse Stuttgart Holding GmbH, Otto Ficker GmbH, Diakonie Stetten e. V., Zieglersche Anstalten e. V. und Anna-Haag-Haus Stuttgart e. V.
Das Aufsichtsratsmitglied Peter Leibinger ist auch stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der INDEX-Werke GmbH & Co. KG Hahn & Tessky, Mitglied des Verwaltungsrats der TRUMPF Laser GmbH + Co. KG, Commissioner der PT TRUMPF Indonesia sowie Mitglied des Beirats der Hüttinger Elektronik GmbH + Co. KG. Ferner ist Herr Leibinger Mitglied des Boards of Directors der SPI Lasers plc, der TRUMPF Korea Co. Ltd., der TRUMPF Management Consulting (Shanghai) Co. Ltd., der TRUMPF Pte. Ltd., Singapur und der TRUMPF Taiwan Industries Co. Ltd.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden von Tochtergesellschaften der TRUMPF GmbH + Co. KG, bei der Peter Leibinger geschäftsführender Gesellschafter ist, Lasersysteme im Wert von 1.624 TEUR von der Manz AG gekauft. Zum 31. Dezember 2010 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der TRUMPF-Gruppe in Höhe von 657 TEUR.
Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Rolf D. Schraft ist auch Mitglied des Executive Boards der International Federation of Robotics (IFR) sowie Beiratsmitglied des Forschungskuratoriums der Alfred Kärcher GmbH und der Hock Holding GmbH & Co. KG.
Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Guido Quass hat während seiner Mitgliedschaft als Aufsichtsrat der Manz AG als Partner der Anwaltssozietät Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft, für die Manz AG rechtliche Beratungsleistungen in Höhe von 34 TEUR erbracht. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Anwaltssozietät Menold Bezler in Höhe von 25 TEUR.
Das Vergütungssystem des Aufsichtsrats wird ebenfalls im Vergütungsbericht dargestellt, der Bestandteil des Lageberichts ist.
Für das Geschäftsjahr 2010 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von insgesamt 39 TEUR (Vj. 36 TEUR) gewährt. Die Vergütung beinhaltet fixe und variable Bestandteile.
HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Die Honorare des Abschlussprüfers alltax gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für Dienstleistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 116 | 106 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 16 | 20 |
| Steuerberatungsleistungen | 16 | 19 |
| Sonstige Leistungen | 24 | 40 |
CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Manz Automation AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Manz Automation AG www.manz.com dauerhaft zugänglich gemacht.
ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTIENGESETZ
Folgende Meldungen nach WpHG wurden im Geschäftsjahr 2010 mitgeteilt:
28. Mai 2010
On May 27, 2010, FMR LLC, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, crossed above the threshold of 3 % and amounted to 3.22 % of the voting rights (144,241 voting rights) as of May 21, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to FMR LLC pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG. The voting rights were attributed to FMR LLC from Fidelity Advisor Series I, being a shareholder holding 3 % or more of the voting rights in Manz Automation AG.
28. Mai 2010
On May 27, 2010, Fidelity Management & Research Company, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, crossed above the threshold of 3 % and amounted to 3.22 % of the voting rights (144,241 voting rights) as of May 21, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to Fidelity Management & Research Company pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 WpHG. The voting rights were attributed to Fidelity Management & Research Company from Fidelity Advisor Series I, being a shareholder holding 3 % or more of the voting rights in Manz Automation AG.
28. Mai 2010
On May 27, 2010, Fidelity Advisor Series I, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, crossed above the threshold of 3 % and amounted to 3.22 % of the voting rights (144,241 voting rights) as of May 21, 2010.
06. September 2010
On September 2, 2010, FMR LLC, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, fell below the threshold of 3 % and amounted to 2.68 % of the voting rights (120,241 voting rights) as of September 1, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to FMR LLC pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG.
06. September 2010
On September 2, 2010, Fidelity Management & Research Company, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, fell below the threshold of 3 % and amounted to 2.68 % of the voting rights (120,241 voting rights) as of September 1, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to Fidelity Management & Research Company pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 WpHG.
15. September 2010
On September 10, 2010, Fidelity Advisor Series I, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, fell below the threshold of 3 % and amounted to 2.68 % of the voting rights (120,241 voting rights) as of September 1, 2010.
28. September 2010
On September 27, 2010, FMR LLC, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, crossed above the threshold of 3 % and amounted to 3.20 % of the voting rights (143,302 voting rights) as of September 22, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to FMR LLC pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG.
28. September 2010
On September 27, 2010, Fidelity Management & Research Company, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, crossed above the threshold of 3 % and amounted to 3.20 % of the voting rights (143,302 voting rights) as of September 22, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to Fidelity Management & Research Company pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 WpHG.
28. Oktober 2010
On October 28, 2010, FMR LLC, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, crossed above the threshold of 5 % and amounted to 5.04 % of the voting rights (225,771 voting rights) as of October 20, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to FMR LLC pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG.
28. Oktober 2010
On October 28, 2010, Fidelity Management & Research Company, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, crossed above the threshold of 5 % and amounted to 5.04 % of the voting rights (225,771 voting rights) as of October 20, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to Fidelity Management & Research Company pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG.
15. Dezember 2010
On December 15, 2010, FMR LLC, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, fell below the threshold of 5 % and amounted to 4.95 % of the voting rights (221,641 voting rights) as of December 9, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to FMR LLC pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG.
15. Dezember 2010
On December 15, 2010, Fidelity Management & Research Company, Boston, USA, has notified us pursuant to section 21 (1) WpHG that its percentage of voting rights in Manz Automation AG, Reutlingen, Germany, fell below the threshold of 5 % and amounted to 4.95 % of the voting rights (221,641 voting rights) as of December 9, 2010.
All voting rights in Manz Automation AG were attributed to Fidelity Management & Research Company pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 WpHG.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen, der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnisssen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Reutlingen, den 11. März 2011
Der Vorstand der Manz Automation AG
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| Dieter Manz | Martin Hipp | Volker Renz |
| Vorstandsvorsitzender |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den von der Manz Automation AG, Reutlingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtperiodenerfolgsrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung, eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung, aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Reutlingen, 11. März 2011
alltax gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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DETAILTREUE SORGT FÜR STABILITÄT
WIR ARBEITEN AKRIBISCH AN DEN KLEINSTEN DETAILS. WEIL FÜR UNS PRÄZISION UND SORGFALT NICHT NUR WORTE SIND.
MANZ - PASSION FOR EFFICIENCY
OLIVER KOCH, MONTEUR MECHANIK, MANZ REUTLINGEN
GLOSSAR
SOLAR- UND TECHNIKLEXIKON
A
AirCushion-Technologie
Im Rahmen des Handlings mit großen, aber auch sehr dünnen Glassubstraten dient die AirCushion-Technologie ("Luftkissen") dem nahezu berührungslosen Transport der Substrate und der Verminderung von Verunreinigungen.
Amorphes Silizium (a-Si)
Amorphes Silizium (a-Si) ist eine nichtkristalline Form des reinen Halbleiters Silizium. Es verfügt über ein hohes Absorptionsvermögen und kann daher bei Solarmodulen mit besonders geringen Schichtdicken verwendet werden. Aufgrund der Struktur wird damit jedoch nur ein vergleichsweise niedriger Wirkungsgrad von rund 6 bis 8 % erreicht.
Aperturfläche
Die Aperturfläche ist die Glasfläche eines Kollektors, durch die Solarstrahlung eintreten kann. Werden z. B. Spiegel eingesetzt, um die Solarstrahlung auf einen Kollektor oder einen Punkt zu konzentrieren, ist der Spiegel die Aperturfläche.
Automatisierung
Unter Automatisierung versteht man die Übertragung von Funktionen des Produktionsprozesses, insbesondere Prozesssteuerungs- und -regelungsaufgaben vom Menschen auf technische Systeme. Automatisierungssysteme der Manz Automation AG dienen der Verkettung einzelner Produktionsschritte und haben durch Präzision und hohe Durchsatzzahlen einen hohen Anteil an der Kostenreduzierung für Photovoltaiksysteme.
B
Backend/Backend-Linie
Hinterer Teil der Produktionslinie für kristalline Solarzellen, die Manz aus einer Hand liefern kann.
BIPV (Building-Integrated Photovoltaics)
BIPV ist die englische Abkürzung für "Gebäudeintegrierte Photovoltaik" (Building-Integrated Photovoltaics). Während konventionelle Solartechnik vor allem auf bestehende Dächer montiert wird, ermöglicht BIPV die direkte Integration der Photovoltaikprodukte - vor allem der Dünnschicht-Module - in die Fassade. Im Ergebnis kann hier ein ästhetischeres Gesamtbild erzielt werden.
C
Cadmium-Tellurid (CdT)
Cadmium-Tellurid (CdT) ist ein Absorbermaterial für Dünnschicht-Solarmodule. Vor allem wegen seiner physikalisch-chemischen Eigenschaften ist CdT ein für Dünnschicht-Solarmodule gut geeignetes Material, da aufgrund des sehr hohen Absorptionsvermögens wenige Mikrometer dünne Schichten ausreichen, bei vergleichsweise hohen Wirkungsgraden. Zudem können Solarmodule aus CdT in kostengünstigen Prozessschritten gefertigt werden.
CIGS
CIGS ist eine Dünnschicht-Technologie und steht als Abkürzung für die verwendeten Elemente Kupfer, Indium, Gallium, Sulfur und Selenium (engl. copper, indium, gallium, sulfur, and selnium). Im Gegensatz zu kristallinen Silizium-Solarzellen besitzen CIGS-Solarmodule einen Absorber mit einer direkten Bandlücke. Aufgrund der geringen Breite der CIGS-Schicht ist es möglich, deutlich weniger Halbleitermaterial zu verwenden. Zudem sind dadurch die Anforderungen an das Absorbermaterial geringer. Der Wirkungsgrad der Module liegt zurzeit bei rund 10 bis 12 % (Weltrekord unter Labormaßstab: 20,3 %).
CIGSfab
Mit der CIGSfab bietet die Manz Automation AG eine integrierte, schlüsselfertige Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen, die höchste Effizienz und geringe Produktionskosten vereint.
D
Dünnschicht-Solarmodul
Bei dieser Technologie wird z. B. amorphes Silizium oder Cadmium-Tellurid dünn auf ein Glassubstrat aufgebracht. Der Wirkungsgrad liegt je nach Technologie bei rund 6 bis 12 %, im Rahmen der CIGS-Technologie wurde im Labormaßstab sogar ein Wirkungsgrad von 20,3 % realisiert. Da die Schichtdicke nur ein Hundertstel des kristallinen Siliziums beträgt, ist der Einsatz von Dünnschicht-Technologie für die Solarindustrie attraktiv. Durch eine Beschichtung aus mikrokristallinem Silizium ist es zusätzlich möglich, den Wirkungsgrad dieser Module weiter zu erhöhen.
G
Glassubstrat
In der LCD-Industrie und im Bereich der Dünnschicht-Solarmodule wird die Glasscheibe auch Substrat genannt.
Grid Parity → vgl. Netzparität
H
Halbleiter/halbleitendes Material
Ein Halbleiter beschreibt einen festen Körper, der eine gewisse elektrische Leitfähigkeit besitzt, die ihn wiederum als Leiter oder Nichtleiter spezifiziert. Man unterscheidet zwischen Halbleitern, die aus einem Element bestehen und Verbindungshalbleitern, die aus mehreren Elementen bestehen. Solarzellen sind ein Beispiel für Halbleiter.
HAP (High Accuracy Printer)
Durch einen HAP (High Accuracy Printer) Hochpräzisionsdrucker mit einer speziellen Bildverarbeitung und genauester Automation werden vorprozessierte Strukturen erkannt und mit einer Positioniergenauigkeiten von +/- 10 ,um bedruckt. Um das volle Potenzial zur Steigerung des Wirkungsgrads zu erzielen, müssen die Leiterbahnen exakt auf die schmalen Streifen des selektiven Emitters gedruckt werden, um eine möglichst geringe Verschattung der kristallinen Zelle zu erreichen.
I
IPCS (Inline Precision Control System)
Bei IPCS (= Inline Precision Control System) handelt es sich um ein innovatives Regelungssystem der Manz Automation für die Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen. Die Besonderheit von IPCS ist ein schneller Regelkreislauf, der die Position der unteren Linie durch den Einsatz optischer Komponenten fortwährend verfolgt und die Position des Schreiblasers entsprechend justiert.
Inline-Produktion
Der Begriff Inline-Produktion bezeichnet die kontinuierliche bzw. Fließfertigung. Diese ist im Gegensatz zur sogenannten Batch-Produktion zu sehen, die die Fertigung bestimmter Einzellose zugrunde legt.
Inline-Sputteranlage → vgl. Sputteranlage
Inline-Systemlösung → vgl. Systemlösung
K
Kontaktfinger/Busbar
Kontaktfinger leiten den Strom aus der Solarzelle zu den Stromsammelschienen, über die Zellen zu einem Modul verschaltet werden.
Kristalline Silizium-Solarzelle
Man unterscheidet zwischen Einkristall- (monokristallin) und Multikristall- (polykristallin) Silizium-Solarzellen. Bei monokristallinen Solarzellen wird ein bis zu 20 % höherer Wirkungsgrad erreicht als bei polykristallinen Solarzellen, welche die gleiche Fläche aufweisen.
L
Laserkantenisolation
Um die Solarzelle wirkungsfähig zu machen und den vollen Leistungsbereich auszuschöpfen, werden die Vorder- und Rückseite der Silizium-Solarzelle elektrisch getrennt. Dies geschieht durch Entfernen einer schmalen Spur entlang des Zellenrands mittels Laser.
Laserrandentschichtung
Zur Herstellung qualitativ hochwertiger Dünnschicht-Solarmodule ist ein höchst zuverlässiger Laserrandentschichtungsprozess notwendig. Dieser Prozess ist der Lamination des Deckglases vorgelagert und gewährleistet eine gute Isolation des beschichteten Glases. Das Laserrandentschichtungssystem vereint dynamische Linearmotoren, abtragsstarke Laser, effiziente Absaugung und nahtlose Integrationsfähigkeit in die Prozessketten.
Laserstrukturierung
Durch die (Laser)Strukturierung von Dünnschicht-Solarmodulen werden diese elektrisch verschaltet.
Leiter/leitendes Material
Ein Leiter ist ein Medium, das frei bewegliche Ladungsträger besitzt und somit zum Transport geladener Teilchen (Strom) benutzt werden kann.
Leiterplatte/PCB (Printed Circuit Board)
PCB steht für Printed Circuit Board und bezeichnet elektronische Leiterplatten. Leiterplatten bestehen aus elektrisch isolierendem Material mit daran haftenden, leitenden Verbindungen (Leiterbahnen) und sind in nahezu jedem technischen Gerät verbaut. Dort dienen sie der elektrischen Verbindung oder als mechanische Befestigung.
Lithium-Ionen-Batterie (Li-Ion-Batterie)
Li-Ion-Batterien besitzen von allen aufladbaren Batteriesystemen die höchste Batteriedichte und können daher, bezogen auf ein bestimmtes Volumen oder Gewicht, am meisten Energie speichern und abgeben. Daher ist Li-Ion das Sekundärbatteriesystem die Wahl, wenn der Fokus der Anwendung auf hohen Energiedichten liegt (z. B. im Mobilfunk- und Notebookbereich). Als Großbatterie finden Li-Ion-Systeme vor allem im Bereich der Hybrid- und Elektrofahrzeuge Anwendung.
M
Mechanische Strukturierung
Hier werden die funktionswichtigen Strukturen per Stichel in die Module eingearbeitet. Linearmotoren, Bildverarbeitung, verschiedene Stichelköpfe, effiziente Absaugung, hoch präziser Aufbau etc. erlauben einen hohen Durchsatz und die Bearbeitung von sehr groß dimensionierten Substraten.
Metallisierung
Für die Kontaktierung der Solarzellen werden beidseitig Kontakte aus Metall benötigt. Zudem wird auf der Rückseite eine ganzflächige Metallschicht benötigt. Diese werden in drei aufeinanderfolgenden Siebdruckmaschinen auf die Solarzelle aufgebracht.
N
Nasschemie
Nasschemische Verfahrenstechnik findet vielfachen Einsatz innerhalb der Prozesskette zur Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen. Insbesondere die Texturierung, die Reinigung sowie die Entfernung dielektrischer Schichten stellen wichtige Prozessschritte dar.
Netzparität (Grid Parity)
Die "Netz-Gleichwertigkeit" beschreibt den Moment, ab dem der Strom aus Photovoltaik-Anlagen für den Endverbraucher genauso viel kostet wie "konventioneller" Strom, der nicht aus regenerativen Energieträgern gewonnen wird.
O
OneStep Selective Emitter-Technologie → vgl. Selektiver Emitter
P
PCB (Printed Circuit Board) → vgl. Leiterplatte
Photovoltaik
Photovoltaik beschreibt allgemein die Nutzbarmachung des Lichtes durch Umwandlung in elektrische Energie. Der photovoltaische Effekt konnte 1954 zum ersten Mal zur Erzeugung von Strom genutzt werden. Der Wirkungsgrad der Solarzellen reicht von ca. 6 % bis zu 35 % (Laborversuche).
R
Robotik
Robotik bezeichnet als Oberbegriff die Entwicklung und Steuerung von Robotern. Roboter sind hier stationäre oder mobile Maschinen. Dabei wird auf ein optimales Zusammenarbeiten zwischen Roboter-Elektronik und Roboter-Mechanik geachtet.
S
Selektiver Emitter/OneStep Selective Emitter-Technologie
Bei dem OneStep Selective Emitter-Verfahren werden die selektiven Emitterstrukturen durch einen Laserprozess erzeugt. Damit der Emitter, d. h. die sonnenzugewandte Schicht einer Solarzelle, möglichst gut leitet, wird er durch einen Laser mit PhosphorAtomen gezielt verunreinigt (sogenannte Dotierung). Damit kann die Leitfähigkeit zwischen dem Siliziumwafer und den Kontaktfingern signifikant gesteigert werden. Diese Technologie erhöht den Wirkungsgrad von kristallinen Solarzellen um bis zu 0,5 %, bei den heute üblichen Zellen also auf rund 16,5 bis 17 %.
Solarmodul
Ein Solarmodul besteht aus in Reihe und Serie geschalteten Solarzellen. Die Anzahl der Solarzellen bestimmt die Leistung des Moduls.
Solarzelle
Eine Solarzelle bzw. eine photovoltaische Zelle ist ein elektrisches Bauelement. Es wandelt die auftreffende Strahlungsenergie der Sonne direkt in elektrische Energie um.
SpeedPicker
Der SpeedPicker ist ein Automationssystem der Manz Automation für das Be- und Entladen von Prozessmaschinen mit integrierten Puffersystemen und Anbindung an Produktionsleitrechner-Systeme, das speziell für die Anforderungen des Solarmarktes entwickelt wurde. Mit dem SpeedPicker wird ein hoher Durchsatz kristalliner Zellen bei minimalen Bruchraten im Be- und Entladeprozess der Anlagen ermöglicht, wodurch die Hersteller ihre Produktionskosten weiter senken können.
Sputteranlage
Das Sputter-Verfahren ist eine bekannte Beschichtungsmethode in der Industrie, um dünne Schichten aufzutragen. Sputteranlagen gehören zu den Vakuumbeschichtungsanlagen für Labor- und Industrieanwendungen, z. B. für Silizium-Wafer, Displays, CDs etc.
T
TCo-Schicht
TCO steht für transparente und leitfähige Oxide; unter einer TCO-Ätzung versteht man die Texturierung der TCO-Schicht. Dadurch wird in einem Dünnschicht-Solarmodul weniger Licht reflektiert und mehr Strom erzeugt
Total Fab Solution
Unter dem Konzept "Total Fab Solution" ist das gesamte Leistungsspektrum der Manz Automation AG zur effizienten Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen zusammengefasst. Neben einem breiten Produktportfolio zum Glashandling, zur Lagerung und Pufferung von Gläsern sowie von Förderstrecken beinhaltet dies Anlagen zur mechanischen Strukturierung und zum Laserschneiden von Glassubstraten. Nasschemische Ätzanlagen zum Reinigen oder Vorätzen der TCO-Schicht vervollständigen das Gesamtkonzept.
U
Utility-Scale-Photovoltaik
Utility-Scale-Photovoltaik umfasst große, kommerzielle Solarkraftwerke und ist eines der am schnellsten wachsenden Marktsegmente der Branche. Photovoltaik im Kraftwerksmaßstab ist aber auch mit besonderen Anforderungen an die Hersteller verbunden, z. B. großformatige Module, MW Wechselrichter oder spezielle Systemlösungen.
V
Vakuumbeschichtung
Die leitenden Absorberschichten eines Dünnschicht-Solarmoduls werden in einem Vakuumverfahren auf den Glasträger in einem mehrfachen Beschichtungsprozess mit anschließender Laserstrukturierung aufgetragen. Die Vakuumbeschichtung gilt auch als Herzstück von Produktionsanlagen für Dünnschicht-Solarmodule.
W
Wafer
Der Wafer ist das Ausgangsmaterial für die Silizium-Solarzelle. Er besteht aus höchstreinem mono- oder multikristallinen Silizium, welches zu Platten gegossen wird und dann zu ca. 0,2 mm dicken Wafern geschnitten wird, aus denen wiederum Solarzellen gefertigt werden.
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
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| AktG | Aktiengesetz |
| BIP | Bruttoinlandsprodukt |
| CAGR | Compound annual growth rate |
| CIGS | Cu(In,Ga)(S,Se)2 - Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen |
| CO2 | Kohlenstoffdioxid (chem.) |
| cSi | kristallines Silizium |
| DAX | Deutscher Aktienindex |
| EBIT | Earnings before interest and taxes |
| EBT | Earnings before taxes |
| EEG | Erneuerbare-Energien-Gesetz |
| EUR | Euro |
| FPD | Flat Panel Display/Flachbildschirm |
| GuV | Gewinn- und Verlustrechnung |
| GW | Gigawatt |
| HAP | High Accuracy Printer/Hochpräzisionsdrucker |
| HDTV | High Definition Television |
| IAS | International Accounting Standards |
| IFRIC | International Financial Reporting |
| Interpretations Committee | |
| IFRS | International Financial Reporting Standards |
| ISIN | International Security Identification Number |
| kWh | Kilowattstunde |
| LCD | Liquid Crystal Display |
| LED | Light Emitting Diode/Licht emittierende Diode |
| MDAX | Deutscher Aktienindex für Mid Cap-Werte |
| MENA | Middle East and North Africa/Mittlerer Osten und Nordafrika |
| MW | Megawatt |
| PC | Personal Computer |
| PCB | Printed Circuit Board/Leiterplatte |
| PoC | Percentage of Completion |
| PV | Photovoltaik |
| Si | Silizium (chem.) |
| TCO | Transparent and Conductive Oxide Layers/Transparente leitfähige Oxidschicht |
| TecDAX | Deutscher Aktienindex der Technologiewerte |
| TFS | Thin-film Solar/Dünnschicht-Solar |
| USD | US Dollar |
| VDMA | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e. V. |
| Wh | Wattstunde |
| WKN | Wertpapierkennnummer |
| Wp | Watt Peak |
| WpHG | Wertpapierhandelsgesetz |
| XETRA | Exchange Electronic Trading |
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