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M1 Kliniken AG — Audit Report / Information 2020
Dec 21, 2021
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Audit Report / Information
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Finanzbericht: 29473387

M1 Kliniken AG
Berlin
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
Kennzahlen M1 Kliniken AG
Gesamtergebnisrechnung nach IFRS (in EUR)
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| Geschäftsjahr 2020 | Geschäftsjahr 2019 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 159.590.839 | 77.216.857 |
| EBT | 8.777.177 | 12.744.579 |
| Jahresüberschuss | 7.424.913 | 9.729.030 |
Bilanz nach IFRS (in EUR)
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| Geschäftsjahr 2020 | Geschäftsjahr 2019 | |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 122.406.009 | 59.316.679 |
| Langfristige Vermögenswerte | 66.336.330 | 33.497.806 |
| Summe Aktiva | 188.742.339 | 92.814.486 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 58.070.047 | 14.430.991 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 15.354.320 | 10.161.824 |
| Eigenkapital | 115.317.972 | 68.221.671 |
| Summe Passiva | 188.742.339 | 92.814.486 |
Die Aktie
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| Aktiengattung | Inhaberaktien |
| Anzahl Stammaktien | 19.643.403 |
| WKN / ISIN | A0STSQ / DE000A0STSQ8 |
| Börsenkürzel | M12 |
| Handelsplätze | Frankfurt, Xetra, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin, Hannover, Hamburg, München, Tradegate |
| Marktsegment | Open Market |
| Designated Sponsor, Listing Partner | Kepler Cheuvreux |
| Coverage | Bankhaus Metzler, Berenberg Bank, Commerzbank AG, Hauck & Aufhäuser, Kepler Cheuvreux |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, die M1 Kliniken AG schaut auf ein in vielen Bereichen herausforderndes Jahr zurück. Die Coronavirus-Pandemie hatte Deutschland - ja die ganze Welt - fest im Griff und wir alle mussten Antworten auf zuvor selten gestellte Fragen finden.
Der Start in das Jahr 2020 war zunächst sehr vielversprechend mit Umsätzen, die im Vorjahresvergleich deutlich zulegten. Mit den M1-Fachzentren in London und Liverpool konnten wir im Januar und Februar zudem unsere ersten Präsenzen in Großbritannien eröffnen - einem der wichtigsten Wachstumsmärkte in Europa.
Umso heftiger traf uns alle der Ausbruch der Pandemie. Die behördliche Untersagung der Durchführung "elektiver Eingriffe" im medizinischen Bereich führte dazu, dass auch die M1 in allen Ländern ab Mitte März 2020 ihre Zentren und Kliniken schließen musste.
In unserem Heimatmarkt Deutschland, der für das Beauty-Segment nach wie vor von dominierender Bedeutung ist, blieben unsere Praxen sowie die Schlossklinik in Berlin bis Mitte Mai 2020 geschlossen. Teilweise härter traf es uns in einigen ausländischen Märkten - so z.B. in Großbritannien, wo der erste Lockdown bis August andauerte und ein weiterer harter Lockdown im Oktober 2020 begann sowie in Australien, wo sich ebenso ein zweiter ca. dreimonatiger Lockdown von Juli - Oktober 2020 anschloss.
Umso erfreulicher war die Reaktion unserer Patientinnen und Patienten auf die Wiedereröffnung der M1-Standorte. Lange Warteliste und sehr gut ausgebuchte Terminkalender unserer Ärzte zeigten uns, dass keine grundsätzliche Änderung der Patientenbedürfnisse durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Der Bereich der ästhetischen Medizin ist und bleibt ein Wachstumsmarkt und bietet der M1 vielversprechende Perspektiven für künftiges Wachstum.
Auch an anderer Stelle haben wir das Jahr 2020 erfolgreich genutzt, uns neu aufzustellen. So übernahm die M1 zum 1. Juli 2020 circa 48 % des Grundkapitals der Haemato AG - ein Großhandelsunternehmen für Arzneimittel und Medizinprodukte. Im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung gab die M1 dabei gut 2,1 Mio. neue Aktien aus. In der anschließenden Integration brachte die M1 sodann ihre Tochter M1 Aesthetics GmbH in die Haemato AG gegen die Ausgabe von knapp 2,5 Mio. neuen Aktien der Haemato AG ein, so dass die M1 Kliniken AG zum Geschäftsjahresende einen Anteil von gut 75 % des Grundkapitals der Haemato AG hält.
Die Übernahme der Haemato AG folgt einer langfristigen Strategie. So hat die M1 Kliniken AG nunmehr unmittelbaren Zugang zu dem bewährten Know-how der Haemato AG im Bereich der Arzneimittelherstellung (gemäß § 13 AMG) sowie der Zulassung und Vermarktung von Medizinprodukten (gemäß ISO 13485). Hiermit wurde der Grundstein für die Eigenmarkenstrategie der M1 gelegt.
Den Umsatz hat die M1 Gruppe im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 107 % auf EUR 159,6 Mio. gesteigert, wobei die Haemato AG mit einem Umsatz von EUR 102,3 Mio. ab August 2020 hierin enthalten ist.
Aufgrund der Corona-Pandemie gingen dem Beauty Segment alleine im Frühjahr 2020 im Heimatmarkt Deutschland zwei Umsatzmonate verloren - im Ausland zum Teil mehr. Trotzdem konnte die M1 auch 2020 ein positives Vorsteuerergebnis (EBT) in Höhe von EUR 8,8 Mio. erwirtschaften. Diese Entwicklung bestätigt erneut die Nachhaltigkeit unseres Geschäftsmodells - dies auch in schwierigen Zeiten.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre der M1, nach einem schweren Jahr richten wir den Blick nach vorne und dabei ist eines klar: wir sehen die Zukunft unserer Unternehmensgruppe nach wie vor sehr positiv. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass das Geschäftsmodell der M1 auch in schwierigem Umfeld bestehen kann und profitabel ist. Auch sind unsere Patienten überaus loyal und kommen verlässlich nach Wiedereröffnung unserer Zentren wieder zu uns. Deshalb sind wir mehr als denn je der festen Überzeugung, dass die Geschichte der M1 noch lange fortzusetzen ist. Denn eins ist sicher: "Schönheit muss nicht teuer sein."
Für diese weitere Entwicklung sind wir gut aufgestellt. So wurden im 1. Quartal 2021 bereits zwei neue Fachzentren in Deutschland eröffnet, die sehr schnell einen erfreulichen Zulauf erhielten. Ebenso wurde - nach nahezu einjähriger Corona-Pause - die Suche nach neuen Standorten außerhalb Deutschlands im März 2021 wieder gestartet, so dass auch hier im Laufe des Jahres 2021 mit Neueröffnungen zu rechnen sein wird.
Auch die Haemato AG ist gut in das Jahr 2021 gestartet. Von besonderer Bedeutung dabei ist die Zulassung eines COVID-Laienschnelltests, was nicht nur erhebliche Umsätze und Erträge im laufenden Geschäftsjahr 2021 verspricht, sondern auch ein Beweis für die hohe Kompetenz der Gesellschaft bei der Zulassung von Produkten ist.
Zum Abschluss möchten wir natürlich erneut unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragenden Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr danken. Die gesamte M1-Familie hat gezeigt, dass sie bereitwillig die "Extrameile" geht, um das Unternehmen und uns gemeinsam zum Erfolg zu führen. Deshalb bedanke ich mich erneut - und ganz persönlich - für das herausragende Engagement in besonderen Zeiten. Vielen Dank also!
Ihr
Dr. Walter von Horstig, Vorstand
Bericht des Aufsichtsrates
Überwachung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat der M1 Kliniken AG nahm im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich, zeitnah und umfassend, über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, wesentliche Geschäftsvorfälle, die Unternehmensplanung inklusive Fragen der Geschäftspolitik und zum Risikomanagement, die Kosten- und Ertragsentwicklung, die Liquidität sowie die Investitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Themenbezogene Ausschüsse innerhalb des Aufsichtsrates wurden nicht gebildet.
Sitzungen, Beratungen und Beschlussfassungen
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2020 acht ordentliche Sitzungen ab. Alle Sitzungen waren beschlussfähig. Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:
18.02.2020:
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| ― | Entwicklung der Unternehmensgruppe im Jahr 2019 in den verschiedenen Geschäftsbereichen und Ergebnisindikation des abgelaufenen Geschäftsjahres |
12.05.2020:
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| ― | Prüfung des Jahresabschlusses 2019 der M1 Kliniken AG |
| ― | Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes 2019 der M1 Kliniken AG |
| ― | Feststellung des Jahresabschlusses und Abhängigkeitsberichts 2019 |
| ― | Beschluss über die Dividendenzahlung |
| ― | Vorbereitung der Hauptversammlung |
| ― | Verlängerung der Bestellung des Vorstands Patrick Brenske |
10.06.2020:
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| ― | Abschluss des Einbringungsvertrags mit der MPH Health Care AG bezüglich der Haemato AG |
| ― | Durchführung einer Sachkapitalerhöhung im Rahmen der Einbringung der Anteile an der Haemato AG |
8.07.2020:
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| ― | Vorbereitung der Hauptversammlung am 9. Juli 2020 |
9.07.2020:
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| ― | Wahl des Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates |
21.10.2020:
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| ― | Entwicklung der Unternehmensgruppe im Jahr 2020 in den verschiedenen Geschäftsbereichen |
30.11.2020:
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| ― | Widerruf der Bestellung des Vorstands Patrick Brenske zum 30. November 2020 |
15.12.2020:
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| ― | Abschluss des Einbringungsvertrags mit der Haemato AG bezüglich der M1 |
Aesthetics GmbH
Darüber hinaus wurde in allen Sitzungen die Lage des Unternehmens insbesondere die Veränderungen, Maßnahmen und Folgewirkungen im Hinblick auf die Corona Pandemie, die strategische Entwicklung und deren operative Umsetzung, die aktuelle Wettbewerbs-, Organisations- und Personalsituation, die Investitionsplanung sowie Geschäftsbericht und Zwischenbericht des Unternehmens besprochen. Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden hierfür auch weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, um kurzfristig sich verändernde geschäftspolitische Entwicklungen - z.B. aufgrund der Corona Maßnahmen - und strategische Optionen zu diskutieren.
Die Beratungen dazu betrafen vor allem:
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| ― | den Erwerb der Anteile der Haemato AG |
| ― | die Einbringung der M1 Aesthetics GmbH in die Haemato AG und |
| ― | die personellen Veränderungen aus den o.a. Transaktionen |
Jahresabschluss
Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der M1 Kliniken AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer, Harry Haseloff, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der M1 Kliniken AG, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 4. Mai 2021 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernanschluss unsererseits geprüft. Wir haben in der Aufsichtsratssitzung vom 4. Mai 2021 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen, sodass die Abschlüsse aufgrund eigener Prüfung gebilligt sind. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Abhängigkeitsbericht
Die M1 Kliniken AG erstellte für ihr am 31. Dezember 2020 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG.
Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer, Harry Haseloff, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde mit Datum vom 21. April 2021 gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt. In der Bilanzsitzung am 4. Mai 2021 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.
Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 4. Mai 2021 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt.
Besetzung des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Dr. Albert Wahl (Vorsitzender), Herrn Uwe Zimdars (stellvertretender Vorsitzender) und Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Mitglied) zusammen.
Sonstiges
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die hervorragenden Leistungen im weiteren Ausbau der Unternehmensgruppe. Der Aufsichtsrat freut sich auf die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit.
Berlin, den 4. Mai 2021
Dr. Albert Wahl, Vorsitzender des Aufsichtsrates
1 Unternehmensprofil
Spitzenmedizin durch Spezialisierung. Das ist unsere Leitidee. Mit ihr haben wir uns zum führenden Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Schönheitsmedizin sowie Specialty Pharma Handelsunternehmen entwickelt.
Das Geschäftsmodell der M1 Kliniken AG basiert auf zwei Betätigungsfeldern ("Segmenten"):
In einem Segment "Beauty" konzentriert die M1 ihre Aktivitäten auf medizinisch-ästhetische Schönheitsbehandlungen sowie den Betrieb und Zurverfügungstellung von ärztlichen Infrastrukturen.
In einem Segment "Handel" betreibt die Gruppe den Handel mit EU-Originalarzneimitteln (als Parallel- und Reimport) sowie Generika und Biosimilars und hochwertigen Produkten der ästhetischen Medizin.
Eigene Forschungsaktivitäten werden nicht betrieben. Hingegen betätigt sich die Gruppe im Bereich der Entwicklung von Behandlungsprodukten, um langfristig die Wertschöpfungskette bei der Durchführung medizinisch-ästhetischer Behandlungen umfassend mit Produkten und Leistungen bedienen zu können.
2 Organisation und Geschäftsfelder
Im Unternehmenssegment "Beauty" führt die M1 eine Privatklinik für plastische und ästhetische Chirurgie (Schlossklinik in Berlin-Köpenick), die medizinischen Fachzentren für ästhetische und plastische Medizin an Standorten in ganz Deutschland und im Ausland sowie die Produktversorgung dieser Fachzentren. Unter der Marke "M1 Med Beauty" umfasste das Netzwerk zum Jahresende 2020 insgesamt 38 Fachzentren, wovon 27 in Deutschland lagen. In diesen Fachzentren wird durch die dort tätigen Ärzte ein fokussiertes Spektrum an schönheitsmedizinischen Behandlungen in höchster Qualität und zu fairen Preisen abgedeckt. In Berlin betreibt die M1 eine chirurgische Fachklinik (Privatklinik nach § 30 GewO) - eine der größten und modernsten Einrichtungen dieser Art in Europa. Die Anzahl der Kunden, die dieses attraktive Dienstleistungsangebot schätzen, steigt stetig. So wurden alleine in 2020 in den M1-Fachzentren circa 270.000 medizinische Behandlungen durchgeführt.
In einem Segment "Handel" vertreibt die Gruppe EU-Originalarzneimittel als Parallel- und Reimport sowie Generika und Biosimilars. Dabei werden patentfreie und patentgeschützte Arzneimittel in Wachstumsmärkten hochpreisiger Spezial-Pharmazeutika der Indikationsbereiche Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie, Herz-/Kreislauf-Erkrankungen und Betäubungsmittel vertrieben. Daneben vermarktet die Gruppe hochwertige Produkte der ästhetischen Medizin an Ärzte, Apotheker und Großhändler.
Im Zusammenhang mit den ästhetisch-medizinischen Behandlungen gewinnen wir zudem beständig umfangreiche Produkterfahrungen. Im Unternehmenssegment "Handel" nutzen wir diese Produkterfahrungen für Produktauswahl und Produktentwicklung zur Vermarktung von Markenprodukten an Ärzte, Apotheken und Großhändler. Auf dieser Grundlage erfolgte 2018 die Markteinführung einer Serie von Kosmetikprodukten unter dem Markennamen "M1 Select". Die Produktreihe soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden.
3 Wirtschaftsbericht
3.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
3.1.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Kernmarkt der Geschäftsaktivitäten war im abgelaufenen Geschäftsjahr Deutschland. Das inländische Wirtschaftswachstum zeigte sich im Jahr 2020 sehr schwach mit einem (preisbereinigten) Rückgang von 5,0 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war der scharfe Einbruch der Wirtschaftsleistung im Frühjahr 2020 im Zuge des strengen allgemeinen Lockdowns der deutschen Wirtschaft. Erschwerend wirkten protektionistische Handelshemmnisse als Ergebnis der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik.
Der private Konsum erlitt einen besonders deutlichen Rückschlag und lag mit einem preisbereinigten Indexwert von 100,8 nur knapp über dem Referenzjahr von 2015. Gegenläufig entwickelten sich die staatlichen Konsumausgaben, die im Vergleich zu 2019 um nahezu vier Indexpunkte auf 113,7 anstiegen.
Bau- und Unternehmensinvestitionen entwickelten sich gegenläufig. Während die Unternehmensinvestitionen preisbereinigt auf einen Indexwert von 98,6 noch unter den Wert des Referenzjahres 2015 zurück fielen, legten die Bauinvestitionen um 1,7 auf 113,7 Indexpunkte zu.
Ausblick:
Sämtliche Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das Jahr 2021 eine deutliche Aufholbewegung der deutschen Wirtschaft. Optimistische Prognosen gehen von einem Wachstum von ca. 5 % aus (DIW 10.12.2020 und RWI vom 16.12.2020), andere Institute und öffentliche Stellen (OECD, Bundesbank und IfW) gehen eher von einem dreiprozentigen Wachstum aus. Dieser etwas zurückhaltenderen Prognose schloss sich auch die Bundesregierung Anfang 2021 an und setzte ihre Wachstumserwartung mit 3 % fest. Gleichzeitig reduzierte das DIW seine Prognose auf 4,2 %; das IFO-Institut geht nunmehr von 2,6 % Wachstum aus.
Eine verlässliche Prognose über die tatsächliche Entwicklung der deutschen und internationalen Volkswirtschaften ist derzeit nur schwer abzugeben und wird maßgeblich von der Dauer der Pandemie-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens abhängen.
3.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen
SEGMENT: BEAUTY
Der Schönheitsmarkt blieb auch im Jahr 2020 grundsätzlich ein Wachstumsmarkt, wenn auch die nominellen Behandlungszahlen aufgrund der behördlich angeordneten Untersagung sämtlicher elektiver medizinischer Eingriffe über mehrere Wochen im Frühjahr 2020 diese Entwicklung nur eingeschränkt zeigen werden. Gewisse Nachholeffekte aus der Schließungszeit erfolgten über den Sommer. Zudem ergaben sich durch die Veränderung des Arbeitslebens im Rahmen des Lockdowns und Home-Office weitere Anknüpfungspunkte für ästhetische Behandlungen. Im Rahmen der Nutzung von Videokonferenzen verstärkte sich der Fokus auf die Gesichts- und Augenpartie der Menschen, was potenziell die Nachfrage nach Lidstraffungen und BotoxBehandlungen der oberen Gesichtshälfte steigert. Zudem können OP-bedingte Einschränkungen des Lebenswandels in Home-Office-Zeiten besser kaschiert werden.
Die häufigsten Schönheitsoperationen * weltweit 2019
* Quelle: ISAPS 2021
Basierend auf den Zahlen des weltweit agierenden Branchenverbands der plastischen Chirurgen für das Jahr 2019 (ISAPS) stieg die Anzahl der chirurgischen Eingriffe von 10,6 Mio. Eingriffen in 2018 auf 11,4 Mio. Eingriffen in 2019. Dabei sank die Zahl der durchgeführten Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen, während die Zahl der Augenlid-Eingriffe deutlich um 160 Tsd. in 2019 anstieg.
Die Anzahl der minimalinvasiven, nicht-chirurgischen Behandlungen stieg ebenso um gut 7 % auf über 13,6 Mio. Behandlungen an.
Auch in Deutschland setzte sich der Trend steigender Zahlen medizinischer Schönheitsbehandlungen 2019 weiter fort, wobei gerade der Bereich der nicht-chirurgischen Anwendungen deutlich wuchs. Die ISAPS weist für Deutschland ein Wachstum der durch Fachärzte durchgeführten Behandlungen um knapp 7 % auf nahezu 1 Mio. Behandlungen aus. Das tatsächliche Marktvolumen dürfte erheblich größer sein, ist jedoch durch Markterhebungen nicht näher abgedeckt.
Anzahl der Unterspritzungen weltweit im Vergleich zum Vorjahr
* Quelle: ISAPS 2021
Im Bereich der Unterspritzungsbehandlungen holt Deutschland gegenüber den anderen Ländern weiter auf. Während weltweit die Anzahl von Fachärzten durchgeführten Unterspritzungsbehandlungen um knapp 9 % auf 10,9 Mio. Behandlungen stieg, wuchs die für Deutschland berichtete Zahl um nahezu 25 % von 502 Tsd. Behandlungen in 2018 auf nunmehr 621 Tsd. Behandlungen in 2019.
Die häufigsten Schönheitsoperationen * in Deutschland 2019
* Quelle: ISAPS 2021
SEGMENT: HANDEL
Die Pharmaindustrie ist für die Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationseffekte in Deutschland von großer Bedeutung. Die pharmazeutische Industrie in Deutschland erzielte 2019 einen Umsatz von EUR 31,14 Mrd. Der starke Rückgang gegenüber dem Wert des Jahres 2018 von 13,7 % beruht auf dem Sondereffekt einer massiven kurzzeitigen Produktionsverlagerung. Gegenüber dem Jahr 2017 ist der Umsatz in 2019 um rd. EUR 590 Mio. gestiegen, dies entspricht einer Steigerung von rund 2 %. Im Jahr 2018 waren in den Unternehmen der pharmazeutischen Industrie in Deutschland 140.129 Personen beschäftigt, dies ist eine Zunahme von rd. 15 % gegenüber dem Vorjahr. In der Bundesrepublik Deutschland sind laut der Kostenstrukturstatistik des Statistischen Bundesamtes 510 pharmazeutische Unternehmen für das Jahr 2018 gemeldet (Vorjahr 521 Unternehmen). Nach wie vor beschäftigen fast 91 % der Arzneimittel herstellenden Unternehmen weniger als 500 Mitarbeiter. 1
Auch im Jahr 2018 bleibt die Pharmaindustrie an der Spitze der forschungsintensivsten Branchen Deutschlands. Nach Angaben des jüngsten Berichtes der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) reinvestierte die Pharmaindustrie 13 % (Vorjahr 14 %) ihres Umsatzes aus eigenen Erzeugnissen für interne F&E-Projekte (Forschung und Entwicklung) und liegt damit, wie in den vergangenen Jahren, vor dem Automobil-, Luft- / Raumfahrzeug- und Maschinenbau sowie der chemischen Industrie. 2
Der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP ist über viele Jahre hinweg relativ stabil geblieben und lag im Zeitraum 2008 bis 2018 zwischen 10,4 % und 11,7 %. Die nominalen Gesundheitsausgaben hatten im Jahr 2012 erstmals die 300 Mrd.-Euro-Grenze überschritten; für das Jahr 2018 liegen die Gesundheitsausgaben bei rund EUR 391 Mrd. Das bedeutet eine Steigerung von rund 4,0 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Ausgaben der GKV (Gesetzlichen Krankenversicherung) für Arzneimittel als Anteil am BIP ist im Jahr 2019 von 1,16 % auf 1,19 % gestiegen, das ist eine moderate Zunahme von 2,6 %. Die Entwicklung der GKV-Arzneimittelausgaben ist regelmäßig Gegenstand der gesundheitspolitischen Diskussion, allerdings lässt sich festhalten, dass die GKV-Arzneimittelausgaben als Anteil am BIP nicht schneller gestiegen sind als die gesamtwirtschaftliche Leistung, daher gibt es keinen Hinweis auf eine "Kostenexplosion" im Gesundheitswesen. 3
Durch den anhaltenden Zwang zu Kosteneinsparungen im Gesundheitssektor bleibt die Pharmaindustrie weiter unter Druck. So belaufen sich die Einsparungen der gesetzlichen Krankenversicherungen durch Herstellerzwangsabschläge ("Rabattverträge") in den ersten neun Monaten 2020 auf EUR 4,17 Mrd. (+17 %). Auch für die privaten Krankenversicherungen ergeben sich Einsparungen durch Herstellerzwangsabschläge in Höhe von EUR 648 Mio. (+14 %) für die ersten neun Monate 2020. 4
Darüber hinaus führt die kontinuierliche Bildung von Festbeträgen jährlich zu Einsparungen der GKV in Höhe von EUR 8,2 Mrd. Das weiterhin fortgeführte Preismoratorium und die bereits seit 2003 durchgehend entrichteten Zwangsabschläge belasten zusätzlich die gesamte Branche. 5
Die Arzneimittelhersteller in Deutschland erhalten rund 50 % des Apothekenabgabepreises eines Medikaments. Die andere Hälfte verteilt sich auf den Großhandel und die Apotheken sowie die Umsatzsteuer und die gewährten Rabatte. 6 Über die Hälfte aller im GKV-Markt abgegebenen Arzneimittel ist laut IQVIA TM rabattgeregelt. Im Juni 2020 hatten 105 Krankenkassen mit 240 pharmazeutischen Unternehmen 16.436 Verträge über 19.852 Handelsformen abgeschlossen. Ein Jahr vorher, im Juni 2019, waren es 109 Krankenkassen mit 227 Herstellern. Die Zahl der Verträge belief sich auf 15.823 über 18.560 Handelsformen. Angesichts der sich häufenden Fusionen wächst die Marktmacht auf Seiten der Krankenkassen stetig. Es findet ein selektiver Vertragswettbewerb in einem hoch regulierten Gesamtsystem statt, das auf Anbieterseite durch massive staatliche Eingriffe, erheblichen Rabattdruck und eine Monopolstellung der Krankenkassen gekennzeichnet ist. In dieser Kombination wird der Generikamarkt auf Dauer unter Druck gesetzt und oligopolisiert. 7
Die (monatliche) Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2020 zeigt deutliche Einflüsse der Pandemie. In den ersten neun Monaten 2020 wuchs der Umsatz mit Arzneimitteln im Pharma-Gesamtmarkt (Apotheke und Klinik) um 6,2 % (Vorjahr: 7 %) auf über EUR 36 Mrd. (Vorjahr: EUR 34 Mrd.). Der Absatz stagnierte bei rund 73 Mrd. Zähleinheiten. Im Apothekenmarkt konnte ein Umsatzwachstum von 6 % verzeichnet werden. Das Wachstum im stationären Sektor übertrifft in den ersten neun Monaten 2020 das des Apothekenmarktes um 1,3 % Prozentpunkte. Im Krankenhaus stieg der Umsatz um über 7 % auf EUR 5,1 Mrd. 8
Auf den Sektor "Apotheke" entfallen 86 % des Pharmamarktes (Umsatzwachstum +6,0 %) und auf den Sektor "Klinik" 14 % (Umsatzwachstum +7,3 %). Die führenden zehn Arzneimittelgruppen im Klinikmarkt vereinen 59 % des gesamten Umsatzes im stationären Sektor auf sich, das sind rund EUR 3,0 Mrd. (Vorjahr: EUR 2,6 Mrd.). Die führenden zehn Arzneimittelgruppen im Apotheken-/ GKV-Markt vereinen hingegen 35,7 % des gesamten Umsatzes im ambulanten Sektor auf sich, das entspricht EUR 11,5 Mrd. von insgesamt EUR 32,3 Mrd. GKV-Arzneimittelausgaben, die damit in Summe rund 4 % über dem Vorjahreswert von rund EUR 31 Mrd. lagen. Sechs der zehn umsatzstärksten Arzneimittelgruppen erzielten zweistellige Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
3.2 Geschäftsverlauf
Die M1-Gruppe ist im wachsenden Markt der ästhetischen Medizin und plastischen Chirurgie tätig und führt ästhetisch-medizinische Behandlungen im Selbstzahlersegment durch (Segment "Beauty").
Im Segment "Handel" vertreibt die Gruppe als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Ebenso werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten.
Der Umsatz stieg im Jahr 2020 auf EUR 159,6 Mio. (Vorjahr: EUR 77,2 Mio.). Das Umsatzwachstum betrug gut 107 %. Dabei verliefen die Umsatzentwicklungen in den beiden Geschäftssegmenten gegenläufig (siehe 3.3.1). Das Beauty-Segment des Konzerns war durch die behördliche Anordnung eines harten Lockdowns im Frühjahr 2020 stark betroffen. Die Schlossklinik in Berlin-Köpenick sowie die M1-Fachzentren schlossen für einen Zeitraum von ca. zwei Monaten aufgrund der Untersagung einer Durchführung elektiver Eingriffe im medizinischen Sektor, worunter auch das Behandlungsspektrum des Beauty-Segments fällt.
Die deutliche Erhöhung des Gesamtumsatzes im Vergleich zum Vorjahr resultiert hingegen aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der Haemato AG für den Zeitraum August bis Dezember 2020. Während dieser Periode tätigte der Haemato-Teilkonzern Umsätze in Höhe von EUR 102,8 Mio. Für das Gesamtjahr setzte die Haemato AG insgesamt EUR 238,3 Mio. um - ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 20,5 %.
Der Jahresüberschuss im Jahr 2020 betrug EUR 7,4 Mio. (Vorjahr: EUR 9,7 Mio.), wovon EUR 0,6 Mio. auf Minderheitengesellschafter entfallen.
Die M1-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums. Diese Zielausrichtung begleitet die Unternehmensgruppe seit Anbeginn und wird auch für die kommenden Jahre Leitbild unseres Handels sein. Hierbei wollen wir auch weiterhin wachsen und unseren Umsatz im Jahresvergleich im zweistelligen Prozentbereich steigern. Auch der Ertrag soll in den kommenden Jahren weiterwachsen, wobei dieses Wachstums - aufgrund der weiterhin absehbaren Investitionen in Wachstum und Qualität - unterproportional zum Umsatz verlaufen könnte.
3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
3.3.1 Ertragslage des M1-Konzerns (IFRS)
Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt vom Wachstum unseres operativen Geschäfts und der dynamischen Entwicklung des Marktes für medizinisch-ästhetische Behandlungen sowie Spezialpharmazeutika.
Die Umsätze der M1-Gruppe werden im Wesentlichen im Bereich des Handels sowie des Parallel-und Reimports von in Europa zugelassenen Arzneimitteln (Segment "Handel") sowie im Bereich der ästhetischen Medizin erzielt (Segment "Beauty"). Die Zahlen des Berichtsjahres sind jedoch nicht direkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar, da sich durch die Vollkonsolidierung der Haemato AG ab 1. August 2020 sowie die erstmalige Konsolidierung der internationalen M1-Landesgesellschaften die Ertrags- und Kostenstruktur sowie das Bilanzbild erheblich geändert hat.
Im Segment "Beauty" sank der Umsatz von EUR 40,1 Mio. (2019) auf nunmehr EUR 37,4 Mio. in 2020 - ein Rückgang um 7 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der zweimonatigen Schließung der M1 Schlossklinik sowie der M1 Fachzentren (in den ausländischen Standorten zum Teil sogar signifikant länger) sowie der eher verhaltenen Entwicklung der Behandlungszahlen im Laufe des zweiten Lockdowns im 4. Quartal 2020 durchaus erfreulich.
Deutlich stärker wuchs der Umsatz im Segment "Handel", der von EUR 37,1 Mio. (2019) auf EUR 122,1 Mio. in 2020 wuchs. Dieser starke Umsatzanstieg ist primär durch die seit August 2020 erfolgende Vollkonsolidierung der Haemato-Gruppe sowie das unterjährige Wachstum der Haemato begründet.
Die Entwicklung des Umsatzes entsprach der Erwartung der M1 und wird sich mutmaßlich in den kommenden Jahren so fortsetzen.
Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz stieg in 2020 auf 77,0 % (Vorjahr: 59,1 %). Dies ist vor allem durch die ab August 2020 erfolgende Vollkonsolidierung der Haemato AG mit dem margenschwächeren Handelsgeschäft begründet.
Die Personalkosten stiegen um knapp 32 % von EUR 12,6 Mio. (2019) auf EUR 16,7 Mio. und damit deutlich unterproportional zum Umsatz, was ebenso durch den größeren Anteil des Handelsgeschäftes in 2020 begründet ist. Damit sank die Personalkostenquote im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 10,5 % (Vorjahr: 16,3 %).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 50 % von EUR 7,9 Mio. (2019) auf EUR 11,9 Mio., so dass die Kostenquote von 10,2 % auf 7,4 % fällt. Wesentliche Kostenpositionen hierin sind die Werbe-/Verkaufsförderungs- und Reisekosten, die von EUR 4,2 Mio. (2019) auf EUR 3,5 Mio. sanken, und die Fremdleistungskosten, die mit EUR 2,0 Mio. in etwa auf dem Niveau des Vorjahres lagen. Die Raumkosten steigen von EUR 1,3 Mio. (2019) auf nunmehr EUR 1,8 Mio. aufgrund der nunmehr ganzjährigen Berücksichtigung der Kosten für die in 2019 eröffneten bzw. erstkonsolidierten Behandlungszentren im Beauty-Segment.
Das Finanzergebnis sinkt von EUR 4,8 Mio. (2019) auf EUR 4,4 Mio. Hierin enthalten sind Beteiligungserträge in Höhe von EUR 3,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.). Aus der Bewertung des Finanzanlagevermögens zum Geschäftsjahresende sowie aus dem Abgang von finanziellen Vermögensgegenständen ergab sich ein Verlust von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR +3,3 Mio.), wobei ein Großteil dieser Verluste mit den positiven Beteiligungserträgen verknüpft ist. Aufwendungen aus Beteiligungen sowie die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (hier: Anteil der M1 Kliniken AG am Eigenkapital der Haemato AG) ergaben einen positiven Beitrag von EUR 3,6 Mio.
Der Jahresüberschuss der M1-Gruppe (vor Abzug von Minderheitenanteilen bei der Haemato AG) sank von EUR 9,7 Mio. (2019) auf EUR 7,4 Mio. (2020).
3.3.2 Finanzlage des M1-Konzerns (IFRS)
Mit einem Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 22,0 Mio. (Vorjahr: EUR 9,1 Mio.) - wovon ein Betrag von EUR 7,5 Mio. der Haemato AG zuzurechnen ist - sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten von EUR 32,2 Mio. (Vorjahr: EUR 23,4 Mio.) zum Jahresende ist die Finanzlage als sehr stabil zu bezeichnen. EUR 5,4 Mio. der Liquiditätserhöhung entfielen auf den Teilkonzern der Haemato AG.
Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Langfristige Vermögenswerte sind zu 174 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 204 %). Die Reduzierung dieser Quote ist durch die unterschiedliche Bilanzstruktur der Haemato AG sowie die per 31.12.2020 erfolgte Bilanzverlängerung begründet.
Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns lässt sich anhand der Kapitalflussrechnung, welche nachfolgend dargestellt ist, abbilden. In der Betrachtung der Bilanzpositionen an den ausgewiesenen Bilanzstichtagen haben sich die liquiden Mittel auf EUR 12,9 Mio. erhöht.
Der operative Cashflow zeigte sich mit EUR 9,5 Mio. stark - dies vor allem vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 3,1 Mio. ist geprägt von der Veräußerung einer Immobilie (EUR 2,1 Mio.) sowie der Veräußerung von Wertpapierbeständen (EUR 2,2 Mio.). Ein Betrag von EUR 0,9 Mio. wurde in das Sachanlagevermögen investiert.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist knapp positiv und ist maßgeblich beeinflusst von der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten (EUR 4,0 Mio.) sowie der Tilgung von Nutzungsrechten (EUR -3,2 Mio.).
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| Geschäftsjahr 2020 in EUR |
Geschäftsjahr 2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 9.540.669 | -5.369.999 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 3.115.292 | -3.335.081 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 377.654 | -7.580.877 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 12.860.883 | -16.285.957 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 9.098.035 | 25.383.993 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 21.958.919 | 9.098.035 |
Weitere Angaben zum Cashflow der abgelaufenen Rechnungsperiode finden sich in der Cashflow Rechnung im Konzernabschluss sowie den hierzu erfolgenden Erläuterungen im Konzernanhang (Notes).
Investitionen plant die M1 - Gruppe vor allem im Rahmen des weiteren Ausbaus der betriebenen Infrastrukturen von Kliniken und Fachzentren sowie bei der Anschaffung von Behandlungsinstrumenten. Diese Investitionen werden im Jahr 2021 im tiefen einstelligen Millionenbereich liegen und sollen selektiv über Fremdmittel (v.a. Leasing) finanziert werden.
3.3.3 Vermögenslage des M1-Konzerns (IFRS)
Die Kapitalstruktur ist gut. Das Eigenkapital stieg von EUR 68,2 Mio. auf EUR 115,3 Mio. in 2020. Die Eigenkapitalquote sank auf 61,1 % (Vorjahr: 73,5 %), was einerseits durch die Bilanzverlängerung a) im Rahmen der Vollkonsolidierung der Haemato AG und b) aufgrund der per 31.12.2020 bereits erfolgten Sachkapitalerhöhung bei der Haemato AG sowie andererseits den deutlich erhöhten lang-und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten iHv EUR 27,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio. - ohne Haemato AG) begründet ist.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von EUR 59,3 Mio. in 2019 auf EUR 122,4 Mio. in 2020 gestiegen. Diese beinhalten vor allem Kassen- und Bankbestände (EUR 22,0 Mio.; Vorjahr: EUR 9,1 Mio.), Forderungen aus Lieferung und Leistung (EUR 20,5 Mio.; Vorjahr: EUR 22,2 Mio.), Vorräte (EUR 42,3 Mio.; Vorjahr: EUR 1,5 Mio.) sowie sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (EUR 32,2 Mio.; Vorjahr: EUR 23,4 Mio.).
Die Vorräte erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf EUR 42,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.), wovon EUR 35,1 Mio. dem Teilkonzern Haemato AG zuzurechnen sind.
Die langfristigen Vermögenswerte betrugen EUR 66,3 Mio. (Vorjahr: EUR 33,5 Mio.). Diese beinhalten Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16) von EUR 15,8 Mio. (Vorjahr: EUR 16,0 Mio.), Immaterielle Vermögensgegenstände (inkl. Geschäfts- und Firmenwerte) in Höhe von EUR 38,3 Mio. (Vorjahr: EUR 8,5 Mio.) sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte, die von EUR 9,0 Mio. (2019) auf nunmehr EUR 12,0 Mio. gestiegen sind.
Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.
3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren des M1-Konzerns (IFRS)
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl Umsatz und EBT (Ergebnis vor Steuern) heran. Der Umsatz stieg im Berichtsjahr vor allem durch die ab August 2020 erfolgende Vollkonsolidierung der Haemato AG auf EUR 159,6 Mio. (Vorjahr: EUR 77,2 Mio.). Das EBT beträgt EUR 8,8 Mio. (Vorjahr: EUR 12,7 Mio.), das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 11,3 Mio.).
Der M1-Konzern arbeitet insgesamt profitabel und die wirtschaftliche Lage kann als gut bezeichnet werden.
3.5 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren des M1-Konzerns (IFRS)
Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beobachtet die M1-Gruppe maßgeblich im Segment "Beauty" die Kunden-Bewertungen zu den in der Klinik sowie im Netzwerk der Fachzentren durchgeführten medizinisch-ästhetischen Behandlungen. Ziel ist es, z.B. den Umfang der positiven Google-Bewertungen laufend zu steigern, was letztlich die Stärke der dem Marktauftritt zugrundeliegenden Marken (z.B. "M1 Med Beauty") positiv beeinflusst. Die Imageentwicklung der Marken wird laufend kontrolliert und negative Bewertungen in der Kundenbetreuung umgehend behandelt.
4 Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
5 Prognosebericht
Wir beurteilen die mittelfristige Entwicklung der M1 Gruppe weiterhin positiv und gehen in den kommenden Jahren von einer nachhaltigen Fortsetzung des Wachstumskurses aus.
Für das Jahr 2021 geht die Gesellschaft von einer deutlichen Aufhellung des Geschäftsumfeldes aus, nachdem die Inzidenzzahlen der Corona-Pandemie seit Anfang Januar 2021 bereits deutlich gesunken sind und auch die Belegungen in den Intensivstationen (und korrespondierende Todesraten) erheblich rückläufig sind.
Nach einer 'Normalisierung' der Lage geht die Gesellschaft im Segment "Beauty" von einer Steigerung der Behandlungszahlen in den bestehenden Standorten sowie weiteren Praxiseröffnungen aus. Bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung wurden bereits zwei weitere Praxen in Deutschland eröffnet (Erfurt, Kiel); drei weitere Standorte (Augsburg, Freiburg, Karlsruhe) befinden sich in der konkreten Vorbereitung. Weitere Standorte sind in Planung. Auch im Bereich der ausländischen Tochtergesellschaften wurde - nach einer ca. einjährigen "CoronaZwangspause" - die Suche nach neuen Standorten wieder angeschoben, was noch im Jahr 2021 zu ersten Eröffnungen führen sollte.
Die M1-Gruppe geht davon aus, dass keine erneuten Lockdown Szenarien aufgrund der CoronaPandemie entstehen werden. Alleine hieraus stehen deutlich verlängerte Behandlungszeiträume in 2021 zur Verfügung (zum Teil bis zu sechs Monate), was zu einer deutlichen Umsatzsteigerung im Jahr 2021 führen sollte. Eine konkrete Quantifizierung der Gesamtauswirkungen dieser Geschäftseinflüsse auf den Umsatz im Beauty-Segment ist schwer abzuschätzen, jedoch erwartet die Gesellschaft ein deutliches Umsatzwachstum in 2021 um mehr als 20 % im Vergleich zum Vorjahr.
Dieses wird sich auch auf die Ertragslage im Segment "Beauty" auswirken, nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Reihe von Fixkosten während der Lockdown Zeiten nicht im gleichen Umfang wie der Umsatzrückgang beeinflussbar waren. Eine Steigerung des EBIT, die deutlich über der Wachstumsrate des Umsatzes liegt, sollte damit möglich sein.
Auch für das Geschäftssegment "Handel" beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung positiv. Die Pharmabranche bietet weiterhin ein großes Wachstumspotenzial, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden und Potenziale innerhalb der Wertschöpfungskette konsequent genutzt werden. Den möglichen Ausbau unseres Marktanteils im Parallelimportgeschäft sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder sehen wir als größten Wachstumsmotor für die künftige Entwicklung unserer Handelsaktivitäten. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Diversifizierung im Bereich Beschaffung für die Mehrzahl der Produkte. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU mit Start 9. Februar 2019 bringt Sicherheit im Bereich der Beschaffung und wird eine stabile Geschäftsgrundlage für die kommenden Geschäftsjahre bilden. Wir erwarten vor allem von kleineren Wettbewerber Marktanteile übernehmen zu können, denen die Umsetzung der Richtlinie nicht gelingt. Arzneimittelfälschungen und dem Inverkehrbringen dieser Produkte wird damit praktisch ein Riegel vorgeschoben.
Wir erwarten im Geschäftsjahr 2021 durch konsequente Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen eine Steigerung des Umsatzvolumens im Handelsbereich von 5-10 %, welche zu einer Steigerung des EBIT im Bereich von 15-25 % durch Erhöhung des absoluten Rohgewinnes beitragen wird.
Die positive Entwicklung beider Geschäftsbereiche wird folglich auch zu einer Verbesserung der Finanzlage führen und zu einem positiven operativen Cashflow beitragen.
Die o.a. Prognosen basieren auf einer schnellen Beendigung (V-Verlauf) der wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Sollten die Einschränkungen über mehrere Monate bestehen, sind die daraus entstehenden Effekte nicht seriös zu prognostizieren.
Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
6 Chancen- und Risikobericht
6.1 Risikomanagementsystem
Der M1-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.
Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die rechtzeitige Ermittlung von Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings und des Qualitätsmanagements. Falls notwendig, entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem jeweiligen Leitungspersonal über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.
6.2 Risikobericht
Der M1-Konzern betreibt eigene Einrichtungen für medizinische Dienstleistungen und stellt Infrastrukturleistungen für Dritte zur Verfügung und betreibt Handelsaktivitäten im Pharma- und Medizinproduktemarkt. Die Gesundheit und das Wohl der von uns (direkt wie indirekt) betreuten Patienten stellt hohe Maßstäbe an den Umgang mit Risikofaktoren und die etablierten Maßnahmen zur Kontrolle der Risikofaktoren.
Aufgrund der langjährigen Erfahrung der M1-Gruppe in ihren relevanten Märkten und der inzwischen etablierten führenden Marktposition ist M1 in der Lage, die sich stellenden Risiken zu beherrschen und den Eintritt von Risikoereignissen mit geringstmöglichen Auswirkungen zu kontrollieren.
Die Gesundheitsbranche und hier vor allem die Marktsemente, in denen M1 vornehmlich tätig ist, bieten vielfältige unternehmerische Chancen, die M1 aufgrund des integrierten Geschäftsmodells wahrnehmen kann.
Die Ausbalancierung von unternehmerischen Chancen und den damit immanent verbundenen Risiken ist Grundlage des Geschäftsansatzes der M1. Dabei fokussiert M1 im Wesentlichen fünf Risikofelder, aus denen sich für die Unternehmensgruppe Risikosituationen ergeben können.
6.2.1 Branchenspezifische Risiken
Segment "Beauty"
Das Gesundheitswesen ist in Deutschland - aber auch in den meisten anderen internationalen Märkten - stark reguliert. Gesetzesänderungen in Bezug auf die Leistungserbringung in den für die M1 relevanten Marktsegmenten können sich auf die Unternehmensstrategie und die operative Leistungsfähigkeit der M1 auswirken. So ist von besonderer Relevanz, welche organisatorischen Strukturen sowie welche individuellen (medizinischen) Qualifikationen gefordert sind, um die von M1 erbrachten medizinischen Leistungen anzubieten. M1 beobachtet hierfür intensiv die gesetzgeberischen Maßnahmen (zusammen mit relevanten Fachjuristen), analysiert im Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements, welche Entwicklungen sich ergeben (könnten) und beurteilt deren Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gruppe.
Seit einigen Jahren entwickelt sich im Gesundheitsmarkt ein Engpass an Fachkräften, was sowohl die pflegerischen als auch die ärztlichen Funktionen betrifft. Hierfür entwickelte die Bundesregierung in den letzten Jahren verschiedene Personalgewinnungsstrategien, die den Fachkräfteengpass jedoch noch nicht nachhaltig auffangen konnten. Die Personalknappheit ist auch für M1 spürbar und wird als limitierender Faktor bei der Realisierung der Wachstumsziele empfunden. Zudem muss jederzeit sichergestellt werden, dass neu eingestelltes Personal den hohen fachlichen Anforderungen der M1 entspricht. Schließlich realisieren wir einen Druck auf die Personalkostenentwicklung bei M1, da sich der Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen bereits zum 'Nachfragermarkt' der Stellensuchenden entwickelt hat. Diesbezüglich arbeitet M1 an der hohen Reputation des Unternehmens im Personalmarkt, um ein möglichst hohes und konstantes Angebot an Arbeitskräften realisieren zu können.
Im Bereich der Schönheitsbehandlungen besteht das Risiko, dass sich das Schönheitsempfinden in der Gesellschaft ändert. Sollte sich ein anderes Schönheitsideal entwickeln, das im Widerspruch zu den von M1 erbrachten Leistungen steht, könnte dies ein erhebliches unternehmerisches Risiko darstellen. Aufgrund seiner marktführenden Position und der hohen Anzahl an Kundenkontakten ist M1 sehr frühzeitig in der Position, Entwicklungen im 'Schönheitsbewusstsein' der Zielkunden zu identifizieren und hieraus Schlüsse in Bezug auf das zur optimalen Marktabdeckung erforderliche Angebotsspektrum abzuleiten.
Des Weiteren könnten neue Marktteilnehmer in Konkurrenz zu uns treten, deren Konzept an unserem ausgerichtet ist. Sollten diese neuen Marktteilnehmer eigene "Unique Selling Propositions" entwickeln, könnte dies ebenfalls ein unternehmerisches Risiko darstellen. M1 verfolgt das Wettbewerbsumfeld in den eigenen Marktsegmenten genau und beobachtet einzelne entstehende Wettbewerber bzw. Angebotsketten. Grundsätzlich erkennen wir, dass sich das Feld der Anbieter verstärkt und auch vereinzelt der Versuch unternommen wird, "Angebotsketten" nach dem Modell der M1 im Markt zu etablieren. M1 sieht diesen sich ausdifferenzierenden Wettbewerb als positives Signal für die eigene Strategie und das hohe Potential der gewählten Marktsegmente. Der sich auf mehrere Jahre belaufende Wettbewerbsvorsprung versetzt M1 dabei in die Position, neuen Wettbewerbern und neuen Angebotsformen adäquat zu begegnen und die eigene relative Marktposition zu halten und sogar auszubauen.
Segment "Handel"
Gesetzliche Regulierungsmaßnahmen innerhalb der gesamten europäischen Union, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Arzneimittel können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben. Die Original-Hersteller versuchen nach wie vor, die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren oder SingleChannel-Distributoren zu nutzen, um Exporte zu erschweren. Des Weiteren versuchen die Original-Hersteller durch Erhalt von hohen Listenpreisen, unter Abschluss von nachträglichen Rabattvereinbarungen Exporte zu erschweren. Außerdem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen oder in einzelnen Ländern beziehungsweise für einzelne Präparate Exportverbote erlassen werden.
Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen. Als Importeurgelten wir arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer. Wir tragen daher das Risiko von Marktrücknahmen.
Beide Geschäftssegmente der M1 sind schließlich vom Fortgang der Corona-Pandemie betroffen. Der Ausbruch der zweiten Corona-Infektionswelle in Deutschland im 4. Quartal 2020 hat die Politik angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen und erheblich steigender Todesfälle zum Handeln gezwungen. Geeinigt haben sich Bund und Länder am 13. Dezember auf einen landesweiten harten Lockdown, zunächst befristet bis zum 14. Januar und dann weiter bis zum 28. März 2021. Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu senken, die Infektionsketten für die Gesundheitsämter wieder nachvollziehbar zu machen und die Belastung des Gesundheitswesens zu reduzieren.
Aus weiteren Verlängerungen und anhaltenden "Lockdowns" können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums weltweit führen können. Risiken für die M1-Gruppe können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Zulieferkette führen.
6.2.2 Reputations-/Qualitätsrisiken
Risiken, die der Reputation der M1 schaden könnten, ergeben sich vor allem im Segment "Beauty" aus der Patienten- bzw. Kundenzufriedenheit. Hier können Qualitätsmängel bei der Durchführung der Behandlungen, bei den hygienischen Standards sowie bei den verwendeten Produkten von Relevanz sein.
Zur Vermeidung von Risiken aus einer unzureichenden Qualität der durchgeführten Behandlungen verfolgt M1 ein umfangreiches medizinisches Qualitätsmanagement. Dies beginnt damit, dass ausschließlich Ärzte die medizinischen Behandlungen im Bereich der Unterspritzungstherapien durchführen. Dies ist Grundbedingung in den M1-Fachzentren, da die Qualität der Behandlungen letztlich untrennbar mit dem Markenimage der genutzten M1-Marken verbunden ist. Im chirurgischen Bereich sind ausschließlich Fachärzte mit den Behandlungen betraut.
Seit 2017 hat M1 ein eigenes Schulungs-Institut ("M1-Akademie") aufgebaut, in der neu in die Praxisbetriebe eintretende Ärzte von hochqualifizierten Supervisoren im Rahmen eines mehrwöchigen, strukturierten Programms geschult und auf das Behandlungsspektrum eingearbeitet werden. Auch im weiteren Tätigkeitsablauf erfolgen regelmäßig interne Audits durch die Supervisoren. Daneben laufen mehrfach im Monat Weiterbildungsveranstaltungen zur Vertiefung von Behandlungsformen und Einführung von neuen Produkten. Auch im chirurgischen Bereich werden durch das Klinikmanagement und den ärztlichen Leiter regelmäßige Konferenzen durchgeführt, die der Verbesserung der Behandlungsabläufe dienen.
In den von M1 bearbeiteten Marktsegmenten verfolgt das Unternehmen die klare Strategie, nur eine limitierte Anzahl von Behandlungen anzubieten. Hierbei handelt es sich um die im Markt am meisten nachgefragten Behandlungen. Durch diese konsequente Spezialisierung erhalten die Ärzte einen hohen Grad an Routine, was letztlich zu einer qualitativ hochwertigen Behandlung führt.
Ein umfassender Hygieneplan, der von einem in Deutschland führenden Krankenhaushygieniker entwickelt wurde, ist in allen von M1 betriebenen Klinikbetrieben sowie den Praxisbetrieben etabliert. Hierzu wurde eine Audit-Checkliste entwickelt, die von den Praxen regelmäßig abgearbeitet wird und auch bei unangekündigten zusätzlichen Audits geprüft wird.
Auch in Bezug auf die verwendeten Materialien (Behandlungsprodukte, Instrumente etc.) verfolgt M1 eine umfassende Qualitätsstrategie. Grundsätzlich wird im Bereich der Behandlungsprodukte ausschließlich eine Zusammenarbeit mit den Marktführern in ihren relevanten Marktsegmenten eingegangen. Hierzu erfolgt ein weltweites Sourcing der Produkte. Publikationen sowie die Stellungnahmen weltweiter Aufsichtsgremien bei der Bewertung der Produktsicherheit werden ausgewertet. Bei den Behandlungsinstrumenten wird auf die Langlebigkeit, Behandlungssicherheit und den risikolosen Einsatz geachtet.
Im Handelssegment besteht eine Vielzahl bereits gesetzlich vorgeschriebener Richtlinien, deren strenge Befolgung einen hohen Qualitätsstandard sichert.
6.2.3 Ertragsorientierte Risiken
Die wesentlichen Kostenpositionen im behandlungsnahen Geschäftsfeld der M1 (Segment "Beauty") bestehen aus Materialkosten (Behandlungsmaterialien), Personalkosten und Infrastrukturkosten.
Bei der Beschaffung der Medikamente, Medizinprodukte und Medizintechnik können sich durch allgemeine Preissteigerungstendenzen negative Einflüsse auf die Ergebnissituation ergeben. Die verwendeten Behandlungsmaterialien werden von einer begrenzten Anzahl von international operierenden Anbietern bezogen. Eine Änderung der Preispolitik dieser Anbieter hätte unmittelbaren Einfluss auf die Ertragslage, sofern die Lieferanten nicht ersetzt werden können. Diesem Risiko wirkt M1 mit einer klaren Diversifizierung des Spektrums der angebotenen Behandlungsprodukte entgegen. Hierdurch wird die faktische Abhängigkeit von einzelnen Anbietern reduziert. Zudem ist M1 auf internationalen Beschaffungsmärkten aktiv und nutzt Preisspielräume aus diesem Ansatz.
Allgemeine Preissteigerungstendenzen sowie Lohntrends wirken ebenso ergebnisbelastend.
Sollte es mittelfristig nicht möglich sein, diese Belastungen im Preis oder durch Effizienzsteigerungen aufzufangen, so wirkt dieses ergebnisbelastend. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus von M1 vor allem auf einer optimalen Auslastung der vorhandenen Kapazitäten, wodurch steigende Kosten auf eine höhere Anzahl an Behandlungen verteilt werden können. Im Bereich der Infrastrukturleistungen besteht die Option, steigende Kosten an die Kunden weiter zu verrechnen. Zudem werden Leistungen der Infrastruktur vorzugsweise auf Grundlage langlaufender Verträge (z.B. Mietverträge) abgeschlossen, so dass die allgemeinen Preissteigerungstrends kontrolliert werden können.
Schließlich besteht das Risiko, dass Nutzer (selbständige Ärzte oder medizinische Leistungserbringer) der von M1 zur Verfügung gestellten Praxisinfrastrukturen durch eigene Fehlentscheidungen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und hierdurch Erstattungen für erbrachte Infrastrukturleistungen ausfallen. Dieses Risiko beobachtet M1 durch ein enges Monitoring der medizinischen Leistungserbringung (Kundenbewertungen) sowie eine laufende Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Partner, um frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.
Neben den Kosten der Leistungserstellung sind die im Absatzmarkt realisierbaren Preise wesentlicher Stellhebel für Umsatz und Ertrag der Unternehmensgruppe. Hier positioniert sich die M1-Gruppe als führender Preiswettbewerber für (schönheits-)medizinische Leistungen und Produkte. Sollten andere finanzstarke Unternehmen versuchen, als Wettbewerber in den Markt einzutreten, so könnte dies zu einem Preiswettbewerb führen, der die Margen belastet. Die gute Finanzausstattung der M1-Gruppe ermöglicht eine nachhaltige Umsetzung dieser Strategie.
Im Segment "Handel" haben die Wettbewerbsrisiken aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig aufgrund unseres starken Direktvertriebes weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen zusätzliche Kosten oder Investitionen zu erwarten. Die Gruppe könnte durch Wettbewerber mit finanziell oder organisatorisch größeren Ressourcen negativ belastet werden. Sollte die aggressive Preispolitik durch Vergabe von Rabattverträgen weiter zunehmen, wird das negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben oder zu Verlusten am Marktanteil führen.
Zur Abfederung weiterer Ertragsrisiken ist schließlich der umfangreiche Versicherungsschutz des M1-Konzerns zu nennen. Neben einer Arzthaftpflichtversicherung ("Beauty"-Segment), welche finanzielle Risiken aus Behandlungsfehlern übernimmt, besteht die gesetzlich vorgeschriebene Arzneimittelhaftlicht als Pharmazeutischer Hersteller gemäß AMG: Schließlich wurde für den Betrieb der eigenen Klinik eine Betriebsunterbrechungsversicherung abgeschlossen, welche die Kostenrisiken aus einer Betriebsunterbrechung in Folge eines Sachschadensereignisses abdeckt.
6.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzielle Risiken können sich in Bezug auf den Ausfall von Forderungen, die Änderung von Zinsen sowie die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gruppe ergeben.
Den Risiken aus möglichen Forderungsausfällen wird durch ein aktives Forderungsmanagement begegnet. Im Bereich der medizinischen Behandlungen wird dabei sichergestellt, dass im Regelfall Kundenzahlungen bereits vor der Durchführung der Behandlungen oder unmittelbar nach Abschluss der Behandlungen realisiert werden. Hierdurch sind nahezu keine Endkundenforderungen von einem Ausfall bedroht. Bei Kunden für Infrastrukturleistungen analysiert M1 laufend die wirtschaftliche und qualitätsseitige Entwicklung der Kunden, um ggfs. frühzeitig Sicherungsmaßnahmen ergreifen zu können. Im Handels- und Großkundenbereich prüft M1 regelmäßig die Bonität der Partner und die Einhaltung der gewährten Zahlungsziele. In Einzelfällen werden für größere Forderungspositionen die Stellung von Sicherheiten verlangt.
Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt. Leistungen in Nicht-Euro-Ländern wurden 2020 nur in geringem Umfang angeboten.
Die finanzielle Sicherheit der M1-Gruppe wird im Wesentlichen durch die hohe Eigenkapitalquote garantiert. In den Jahren 2017 und 2018 hat die M1 Kliniken AG zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt, die in Summe einen Liquiditätszufluss von ca. EUR 30 Mio. erzielten. Hierdurch ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gruppe gewährleistet. Die verfügbare Liquidität wird konservativ verwaltet mit dem Ziel, keine Kapitalverluste (z.B. durch 'Verwahrentgelte') zu erleiden.
Die Gruppe bedient sich eingeräumter Kreditlinien eines Bankenkonsortiums für die Finanzierung der Betriebsmittel für die Haemato AG. In diesen Vereinbarungen sind Finanzkennzahlen definiert, deren Nichteinhaltung grundsätzlich zu Kündigungsmöglichkeiten einzelner Kreditgeber führen können. Die zur Verfügung gestellten Kreditlinien werden regelmäßig nicht in voller Höhe ausgenutzt. Durch ein rollierendes Unternehmens- und Finanzplanungssystems sind wir jederzeit in der Lage, auf Veränderungen im Finanzmittelbedarf kurzfristig zu reagieren. Daneben finanzieren wir uns über ein Kundenfactoring. Die langfristigen Tranchen der Betriebsmittellinien stehen im kommenden Kalenderjahr zur Refinanzierung an. Die in 2019 gestarteten Gespräche mit den Banken konnten in 2020 erfolgreich fortgesetzt und mehrheitlich abgeschlossen werden. Es werden weitere Gespräche über zusätzliche Finanzierungen gehalten.
Darüber hinaus bestehen zwei weitere Darlehen/Linien für die M1 Med Beauty Berlin GmbH bzw. M1 Aesthetics GmbH - jeweils in Höhe von EUR 5 Mio, die beide im Jahr 2020 abgeschlossen wurden. Bei dem durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH abgeschlossenen Darlehen handelt es sich um einen sogenannten KfW-Unternehmerkredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Tilgung setzt nach einem Jahr Laufzeit ein. Die M1 Aesthetics GmbH schloss Ende 2020 eine Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 5 Mio. ab, die zur laufenden Finanzierung des Handelsbereichs genutzt werden soll.
Zur weiteren Schonung der Liquidität erfolgt selektiv die Umsetzung von Leasinginstrumenten bzw. Finanzierungsinstrumenten. So wurde die in Berlin-Köpenick betriebene Schlossklinik 2015 in ein 'Sale-and-Lease-Back' Modell überführt und die bei der Entwicklung der Immobilie investierten Mittel wieder freigesetzt. Die Flächen des Praxisnetzwerkes werden ausschließlich über langlaufende Verträge gemietet, so dass keine Erwerbskosten für die Immobilien anfallen.
6.2.5 Infrastrukturelle Risiken
Unter den infrastrukturellen Risiken versteht M1 maßgeblich Risiken aus dem IT-Bereich sowie im Bereich des Personalmanagements.
Die IT-Risiken betreffen die Ausfallsicherheit (Verfügbarkeit) der betriebenen IT-Systeme sowie die Sicherheit gegen Hackerangriffe auf das Unternehmen. Die interne IT-Abteilung wurde in den letzten Jahren deutlich verstärkt und die betriebenen Hardware-Systeme auf die zukünftigen Anforderungen ausgebaut. Strukturen werden redundant betrieben, so dass bei Ausfall des Hauptsystems jeweils ein Ersatzsystem die Verfügbarkeit der Anwendungen ermöglicht.
Die Anwendungslandschaft ist durch ein Netzwerk verknüpfter Einzelanwendungen geprägt. Einzelanwendungen können bei Problemsituationen aus dem Netz genommen werden, ohne dass hierdurch die Verfügbarkeit der anderen IT-Anwendungen beeinträchtigt wird. Durch eine besondere IT-Infrastruktur sowie umfangreiche Firewall-Systeme wird ein weitestgehender Schutz vor Hackerangriffen realisiert. Regelmäßige Backups der Datenbestände werden durchgeführt.
Dem Datenschutz widmet die Gruppe ein hohes Augenmerk. Die Anforderungen der neuen DSGVO-Richtlinie der EU wurden gruppenweit umgesetzt. Hierzu wurden die entsprechenden Datenschutzrichtlinien überarbeitet.
Die Abhängigkeit von Schlüsselpersonal wird als infrastrukturelles Risiko gesehen. Diesem Risiko begegnet M1 mit der teil-redundanten Verteilung von Aufgaben in der Gruppe. Zudem wird überwacht, dass einzelne Personen keine zu großen Bündelungen von kritischen Engpassfunktionen auf sich vereinen. Durch die simultane Leistungserbringung der medizinischen Behandlungen kann zudem der Ausfall einzelner Behandler schnell durch die Umdisposition von Personal kompensiert werden.
Im Bereich der baulichen Infrastruktur ist vor allem die Klinikzulassung der Schlossklinik in Berlin-Köpenick nach § 30 GewO ein bedeutsames Risiko. Regelmäßige Inspektionen der genehmigungserteilenden Behörden haben bestätigt, dass M1 höchsten Qualitätsanforderungen genügt. Die Genehmigung zum Betrieb der Klinik ist uneingeschränkt erteilt. Der Ausfall einzelner Standorte des Praxisnetzwerkes ist für die Erbringung der dort durchgeführten medizinischen Behandlungen von weniger umfassendem Charakter. Das inzwischen eng gesponnene PraxisNetzwerk ermöglicht es, Behandlungen auch in anderen Standorten durchzuführen. Zudem sind die Anforderungen zum Betrieb einer Praxisfläche relativ schnell zu erfüllen, so dass der Ausfall eines Standortes innerhalb weniger Monate kompensiert werden kann.
6.2.6 Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die seit Februar 2020 um sich greifende Corona-Pandemie hat gezeigt, dass übergeordnete gesellschaftliche Entwicklungen (hier: Lockdown Anordnungen der Behörden) entstehen können, welche die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft erheblich beeinflussen können.
Die Corona-Pandemie hat unserer Gesellschaft vor Augen geführt, dass Lieferketten zusammenbrechen und das Verhalten von Konsumenten sich in schneller und in kaum abschätzbarer Folge ändern kann. Der Staat griff mit umfangreichen Maßnahmen in das öffentliche Leben ein mit dem Ziel, den Umfang der sozialen Kontakte zu reduzieren. Wenn auch die konkrete Bewältigung der Corona-Pandemie zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung auf gutem Wege ist, so ist doch nicht auszuschließen, dass künftig vergleichbare Entwicklungen auf unser gesellschaftliches Leben einwirken werden. Damit könnte das gesamtwirtschaftliche Umfeld der Geschäftsentwicklung der Gruppe deutlich negativ betroffen werden.
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist jedoch langfristig positiv. Gerade der private Konsum wird das gesamtwirtschaftliche Wachstum künftig wieder unterstützen. Hierzu gehören auch die Leistungen der Marktsegmente der M1. Die Nachfrage nach Leistungen der M1 wird langfristig weiterwachsen. Sie ist nach Einschätzung des Managements teilweise auch unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (so wächst z.B. der Markt für ästhetische Behandlungen in Brasilien seit vielen Jahren trotz der konjunkturellen Schwierigkeiten).
6.3 Chancenbericht
M1 hat neben den betrachteten Risikofeldern auch Chancenfelder definiert, an deren Entwicklung die Gruppe in den kommenden Jahren aktiv partizipieren möchte.
Segment "Beauty"
Der medizinische Schönheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt mit einem geschätzten Wachstum von ca. 10 % p.a. Durch unsere Spezialisierung in der ästhetischen Medizin und der Entwicklung und Vermarktung von pharmazeutischen, medizinischen und medizintechnischen Produkten für die ästhetische Medizin und kosmetische Dermatologie und der damit verbundenen Preisführerschaft wird die M1-Gruppe von diesem Wachstum überdurchschnittlich partizipieren. Die Effizienz in der Behandlung der Patienten wird durch die konsequente Fokussierung auf ein begrenztes Indikationsspektrum gefördert. Hierzu trägt auch die hohe Qualität der behandelnden Ärzte bei, die wiederum durch die hohe Zahl der individuell durchgeführten Behandlungen gestützt wird.
Segment "Handel"
Der Gesundheitsmarkt ingesamt ist ebenso ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten sowie Produkten der ästhetischen Medizin werden wir von diesem Wachstum partizipieren.
Durch Erschließung von neuen Geschäftsfeldern können ebenfalls wachstumsunterstützende Effekte erwartet werden.
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palettevon Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.
Insgesamt gilt für beide Geschäftssegmente, dass wir dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter, mit unserer Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Service und Qualität begegnen werden.
Durch die Börsennotierung der M1 Kliniken AG sowie der Haemato AG sehen wir die Möglichkeit, weitere Finanzmittel zur Umsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses zu akquirieren.
Im Rahmen des weiteren Wachstums wird es möglich werden, Funktionen nach und nach auf noch spezialisierteres Personal zu verlagern und durch neue Mitarbeiter zusätzliches Know-how in der Gruppe zu verankern.
Die Personalpolitik der M1 beruht auf flachen Hierarchien, einem partizipativen Führungsstil und der Möglichkeit für Mitarbeiter, auch selber mit dem Wachstum des Unternehmens weitere Aufgabenfelder (und Verantwortungsbereiche) zu besetzen - also mitzuwachsen. Eine hohe Mitarbeiterbindung wird uns in Teilen von den Engpässen auf dem Arbeitsmarkt abkoppeln können.
6.4 Gesamtaussage
Das Risikoportfolio der M1 besteht aus einigen Risikopositionen (z.B. Konjunktur, Gesetzgebung), die von M1 nicht steuerbar sind. Diese Risiken beobachtet M1 regelmäßig und betrachtet die sich daraus ergebenden Änderungen für die Gruppe.
Beeinflussbare Risiken werden durch Kontrollsysteme überwacht, so dass negative Entwicklungen aufgefangen und abgefedert werden können.
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem Wettbewerbsumfeld, welches sich durch neue Wettbewerber, steigende Beschaffungspreise, ein stagnierendes Verkaufspreisniveau sowie die Limitation von "Produktionsmitteln" (z.B. Material, Personal) auszeichnen kann. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sind wir für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Für das Geschäftsjahr 2021 sehen wir eine insgesamt nicht stark veränderte Chancen- und Risikolandschaft für die M1-Gruppe, wenn auch die grundsätzliche Perspektive zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung deutlich positiver erscheint, als noch vor zwölf Monaten. Insgesamt sind wir bezüglich externer und interner Risiken gut abgesichert.
7 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
8 Bericht über Zweigniederlassungen
Die 2018 in Österreich gegründete Zweigniederlassung der M1 Med Beauty Berlin GmbH wurde 2019 an die Landesgesellschaft (M1 Med Beauty Austria GmbH) veräußert. Weitere Zweigniederlassungen betreibt die Gruppe nicht.
9 Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktG
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Berlin, 15. März 2021
M1 Kliniken AG
Dr. Walter von Horstig, Vorstand
Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2020 *
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.1.1 | 159.590.839 | 77.216.857 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.1.2 | 655.344 | 283.388 |
| Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen | 5.1.3 | -122.806.770 | -45.611.450 |
| Personalaufwand | 5.1.4 | -16.684.588 | -12.621.952 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -11.866.212 | -7.932.377 | |
| Operatives Ergebnis vor Abschreibungen | EBITDA | 8.888.613 | 11.334.467 | |
| Abschreibungen | 5.1.5 | -4.483.462 | -3.402.081 |
| Operatives Ergebnis | EBIT | 4.405.150 | 7.932.386 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 304.596 | 80.876 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -721.613 | -342.343 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 3.394.574 | 1.767.892 | |
| Zuschreibungen/ Abschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | -1.832.139 | 3.305.768 | |
| Verluste Fair-Value-Bewertung aus Abgang vom Umlaufvermögen | -379.427 | - | |
| Aufwendungen aus Beteiligungen | -1.476.452 | - | |
| Erträge aus der Aufl. passiver Unterschiedsbeträge | 5.082.488 | - | |
| Finanzergebnis | 5.2 | 4.372.026 | 4.812.193 |
| Ergebnis vor Steuern | EBT | 8.777.177 | 12.744.579 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.3 | -1.352.264 | -3.015.549 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 7.424.913 | 9.729.030 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn oder Verlust | -601.903 | - | |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Minderheitsanteilen | 6.823.010 | 9.729.030 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 5.4 | 0,37 | 0,56 |
* Bilanzierung nach IFRS
Konzernbilanz
zum 31.12.2020 *
Aktiva
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
||
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.1.1 | 21.958.919 | 9.098.035 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.1.2 | 20.480.830 | 22.242.645 |
| Vorräte | 6.1.3 | 42.326.585 | 1.519.597 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 32.184.093 | 23.393.970 | |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.704.926 | 232.019 | |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 3.750.655 | 2.830.412 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 122.406.009 | 59.316.679 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 6.1.4 | 34.362.627 | 8.028.737 |
| Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwerte | 6.1.5 | 3.964.536 | 426.330 |
| Sachanlagen | 6.1.6 | 15.762.097 | 15.990.103 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.1.7 | 12.002.661 | 8.972.272 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 244.410 | 80.365 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 66.336.330 | 33.497.806 | |
| SUMME AKTIVA | 188.742.339 | 92.814.486 | |
| Passiva | |||
| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
||
| Kurzfristige Rückstellungen | 6.2.1 | 2.405.352 | 1.074.996 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 1.101.189 | 864.861 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.2.2 | 15.840.478 | 7.777.026 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.2.3 | 3.207.652 | 2.226.213 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.2.4 | 22.328.108 | 150.425 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 6.2.5 | 6.205.447 | 2.337.471 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 6.2.6 | 6.981.822 | - |
| Kurzfristige Schulden | 58.070.047 | 14.430.991 | |
| Langfristige Rückstellungen | 6.2.7 | 52.554 | - |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.2.3 | 8.756.921 | 9.084.642 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.2.8 | 5.027.196 | 84.295 |
| Passive latente Steuern | 6.2.9 | 1.517.649 | 992.887 |
| Langfristige Schulden | 15.354.220 | 10.161.824 | |
| Gezeichnetes Kapital | 19.643.403 | 17.500.000 | |
| Erworbene eigene Anteile | -1.063.547 | - | |
| Kapitalrücklage | 49.907.438 | 28.044.731 | |
| Kapitalrücklage für eigene Anteile | -10.741.825 | - | |
| Gewinnrücklagen | 28.007.244 | 22.676.940 | |
| Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 29.565.259 | - | |
| Eigenkapital | 6.2.10 | 115.317.972 | 68.221.671 |
| SUMME PASSIVA | 188.742.339 | 92.814.486 |
* Bilanzierung nach IFRS
* Bilanzierung nach IFRS
Konzern - Kapitalflussrechnung (7) zum 31.12.2020 *
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 7.424.913 | 9.729.030 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 4.483.462 | 3.402.081 |
| Zunahme / Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | -1.993.263 | 420.995 |
| Zunahme / Abnahme durch Zeitwertbewertung | 1.392.891 | - |
| Zunahme / Abnahme der Vorräte | -4.510.139 | -115.470 |
| Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva | 3.724.789 | -19.298.711 |
| Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 2.187.978 | 6.958.839 |
| Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | -818.353 | -2.298.870 |
| Zinsaufwendungen / -erträge | 417.017 | 261.467 |
| Sonstige Beteiligungserträge | -3.394.574 | -1.767.892 |
| Ertragssteueraufwand / -ertrag | 1.352.264 | 3.015.549 |
| Ertragssteuerzahlungen | -726.316 | -5.677.016 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 9.540.669 | -5.369.999 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -539.349 | -281.557 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens/ Renditeimmobilien | 2.203.080 | 528.185 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ Renditeimmobilien | -906.920 | -1.063.971 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | -2.261 | -194.857 |
| Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | 2.185.574 | -4.171.649 |
| Zinserträge | 172.569 | 80.876 |
| Beteiligungserträge | 2.998 | 1.767.892 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 3.115.292 | -3.335.081 |
| Veränderung der Bankverbindlichkeiten | 4.042.644 | -65.251 |
| Zinsaufwendungen | -335.102 | -3.080 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter | -128.514 | -5.250.000 |
| Tilgung Nutzungsrechte | -3.201.374 | -2.262.546 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 377.654 | -7.580.877 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -4.175.421 | - |
| Netto-Cashflow | 8.858.193 | -16.285.957 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 9.098.035 | 25.383.993 |
| jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Anfang der Periode | - | - |
| Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode | 9.098.035 | 25.383.993 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 17.956.229 | 9.098.035 |
| jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Ende der Periode | 4.002.690 | - |
| Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode | 21.958.919 | 9.098.035 |
| Veränderung Liquide Mittel | 12.860.883 | -16.285.957 |
* Bilanzierung nach IFRS
Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2020 *
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| Gezeichnetes Kapital in EUR |
Erworbene eigene Anteile in EUR |
Kapitalrücklage in EUR |
Kapitalrücklage für eigene Anteile in EUR |
Gewinnrücklagen in EUR |
Ausgleichsposten in EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2019 | 17.500.000 | - | 28.044.731 | 18.197.910 | - | |
| Jahresergebnis / Gesamtergebnis der Berichtsperiode * | 9.729.030 | |||||
| Ausschüttungen | - | - | - | - | -5.250.000 | - |
| Stand am 31.12.2019 | 17.500.000 | - | 28.044.731 | - | 22.676.940 | - |
| Stand am 01.01.2020 | 17.500.000 | 28.044.731 | 22.676.940 | |||
| Jahresüberschuss | 6.823.010 | 601.903 | ||||
| Kapitalerhöhung | 2.143.403 | 21.862.707 | ||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -1.063.547 | -10.741.825 | -1.492.706 | 28.963.356 | ||
| Stand am 31.12.2020 | 19.643.403 | -1.063.547 | 49.907.438 | -10.741.825 | 28.007.244 | 29.565.259 |
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| Eigenkapital gesamt in EUR |
|
|---|---|
| Stand am 01.01.2019 | 63.742.641 |
| Jahresergebnis / Gesamtergebnis der Berichtsperiode * | 9.729.030 |
| Ausschüttungen | -5.250.000 |
| Stand am 31.12.2019 | 68.221.671 |
| Stand am 01.01.2020 | 68.221.671 |
| Jahresüberschuss | 7.242.913 |
| Kapitalerhöhung | 24.006.110 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 15.665.279 |
| Stand am 31.12.2020 | 115.317.972 |
* Bilanzierung nach IFRS
1 Allgemeine Angaben
1.1 Berichtendes Unternehmen
Das Mutterunternehmen ist die M1 Kliniken AG, die im Geschäftsjahr 2007 gegründet wurde. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 107637 B eingetragen und hat ihren Sitz in der Grünauer Straße 5, 12557 Berlin, Deutschland.
Das Geschäftsmodell der M1 Kliniken AG basiert auf zwei Betätigungsfeldern ("Segmenten"):
In einem Segment "Beauty" konzentriert die M1 ihre Aktivitäten auf medizinisch-ästhetische Schönheitsbehandlungen sowie den Betrieb und Zurverfügungstellung von ärztlichen Infrastrukturen.
In einem Segment "Handel" betreibt die Gruppe den Handel mit EU-Originalarzneimitteln (als Parallel- und Reimport) sowie Generika und Biosimilars und hochwertigen Produkten der ästhetischen Medizin.
1.2 Grundlagen der Abschlussaufstellung
Die M1 Kliniken AG, Sitz Berlin, Deutschland, ist am Basic Board ('Freiverkehr') der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein freiwilliger Konzernabschluss nach den Vorgaben der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Seit dem Geschäftsjahr 2018 überschreitet die M1 Kliniken AG zwei Größenkriterien des § 293 HGB an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen und ist somit zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den handelsrechtlichen Vorgaben verpflichtet. Der Konzernabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 der M1 Kliniken AG wurde gemäß den Vorgaben des § 315e Abs. 1 HGB i.V.m. Abs. 3 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Darüber hinaus enthält der Konzern-Anhang gemäß § 315e Abs. 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB.
Die Werte für das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr sind, sofern nichts anderes angegeben ist, in EUR ausgewiesen. Der EUR entspricht, abgesehen von den Tochtergesellschaften in der Schweiz, Großbritannien, Kroatien und Australien auch der funktionalen Währung der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.
Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.
Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen.
Die Bilanz der M1 Kliniken-Gruppe ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, nach IAS 1 als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuern sind entsprechend IAS 1.56 jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Auf die Darstellung einer Konzerngesamtergebnisrechnung wird verzichtet, da bei der M1 Kliniken Gruppe im Berichtsjahr sowie im Vorjahr keine Effekte, die im sonstigen Ergebnis hätten gezeigt werden müssen, vorlagen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Die Aufgliederung dieser Posten ist im Anhang aufgeführt. In der Darstellung können Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakt ergebenen Werten auftreten.
1.3 Neue Standards und Interpretationen
Die M1 Kliniken AG hat im aktuellen Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt:
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| ― | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards |
| ― | Änderungen an den IAS 1 und IAS 8: Definitionen von "wesentlich" |
| ― | Änderungen an IFRS 3: Definitionen eines Geschäftsbetriebs |
| ― | Reform der Referenzzinssätze (Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7) |
Die erstmalige Anwendung dieser Standards bzw. deren Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Zukünftig sind die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards anzuwenden:
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| ― | Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 (Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16) - beginnend ab 1.01.2021 |
| ― | Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung IAS 37 - beginnend ab 1.01.2022 |
| ― | Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020 - beginnend ab 1.01.2022 |
| ― | Sachanlagen: Erträge vor der geplanten Nutzung (Änderungen an IAS 16) - beginnend ab 1.10.2022 |
| ― | Verweise auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) - beginnend ab 1.01.2022 |
| ― | Einstufung von Verbindlichkeiten als kurz- und langfristig - beginnend ab 1.01.2023 |
| ― | IFRS 17 Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge - beginnend ab 1.01.2023 |
| ― | Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen (Änderungen an IFRS 10 und IAS 28) - noch offen |
2 Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen und Schätzwerte verwendet worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die tatsächlichen Werte können zu einem späteren Zeitpunkt von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Entsprechende Änderungen würden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam. Alle Annahmen und Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln.
Bei der Anwendung der im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand wesentliche Ermessensentscheidungen aus.
Die M1 Kliniken AG testet jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer langfristigerVermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Grundlage der Vorschriften des IAS 36. Basis für den Werthaltigkeitstest ist der Vergleich zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes ("carrying amount") und dem erzielbaren Betrag, der aus dem Vermögenswert bzw. der Gruppe von Vermögenswerten oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erwirtschaftet werden kann. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden basiert auf Beurteilungen des Managements. M1 Kliniken bewertet insbesondere die Beteiligung an der Haemato AG, der CR Capital AG sowie der CR Grundbesitz GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Bei der CR Grundbesitz GmbH wird dieser anhand Level 3 der Fair Value Hierarchie ermittelt. Hierbei wird v.a. auf ein Bewertungsgutachten eines externen Sachverständigen abgestellt.
Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Aufgrund der zeitnahen Begleichung der Forderungen aus medizinischen Behandlungen sowie des engen Monitorings der Zahlungsfähigkeit weiterer Kunden spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Bedeutung.
Im Bereich der Umsatzrealisierung ist zu prüfen, welche separaten Leistungsverpflichtungen in den Verträgen mit Kunden enthalten sind. Für jede identifizierte separate Leistungsverpflichtung ist zu beurteilen, ob die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfüllt sind.
Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen.
Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.
3 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze
3.1 Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 der M1 Kliniken AG, Berlin, wurden neben der M1 Kliniken AG die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert. Die Beherrschung resultiert daraus, dass die M1 Kliniken AG direkt oder indirekt über 50 % der Stimmrechte des gezeichneten Kapitals einer Gesellschaft hält und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart steuern kann, dass sie von dessen Aktivitäten profitiert.
Die M1 Med Beauty Berlin GmbH wird seit dem 1. August 2013 konsolidiert Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty Berlin GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das Stammkapital der M1 Med Beauty Berlin GmbH beläuft sich auf EUR 25.000. Die M1 Med Beauty Berlin GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 115.723 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.
Die Beauty Now GmbH wurde am 16. Dezember 2015 durch die M1 Kliniken AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Besitz, Betrieb und die Verwaltung von Schönheitsinstituten, die Vermittlung und Zurverfügungstellung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Schönheits- und Gesundheitspflege sowie der Schönheits- und Gesundheitsvorsorge, die erlaubnisfreie Beratung von Heilpraktikern, medizinischem Fachpersonal und Kosmetik-Fachpersonal im Bereich der Kosmetik und ästhetischen Medizin, der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich und der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf EUR 100.000.
Die Saname GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die M1 Kliniken AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von eigenen und fremden Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich, sowie das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf EUR 25.000.
Die M1 Aesthetics GmbH, die seit dem 6. Juli 2013 vollkonsolidiert wird, ist im Bereich des Handels mit medizinischen Produkten und Medizintechnik tätig. Das Stammkapital der M1 Aesthetics GmbH beläuft sich auf EUR 25.000. Die M1 Aesthetics GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 7.913.014 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.
Die Sanabona GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf EUR 25.000.
Die Sanawert GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf EUR 25.000.
Die Sanaselect GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf EUR 25.000.
Die Sanaestate GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf EUR 25.000.
Die M1 Med Beauty Australia Pty Ltd. wurde am 2. August 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Die M1 Med Beauty Australia Pty Ltd. verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty Australia Pty Ltd. ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 100 AUS$. Die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Januar 2020 erstmalig vollkonsolidiert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein bestehender Verlustvortrag der Gesellschaft per 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 259.681 im Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr tätigte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 710 sowie einen Gewinn von TEUR 17. Im Vorjahr unterblieb eine Konsolidierung aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der M1 Kliniken AG.
Die M1 Med Beauty UK Ltd. wurde am 22. Oktober 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Die M1 Med Beauty UK Ltd. verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty UK Ltd. ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 10.000 GBP. Die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Januar 2020 erstmalig vollkonsolidiert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein bestehender Verlustvortrag der Gesellschaft per 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 210.667 im Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr tätigte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 1.830 (zu großen Teilen durch die Lieferung von Behandlungsmaterialien nach Festlandeuropa) sowie einen Verlust von TEUR 751, der durch Aufwendungen bei der Errichtung der Zentren sowie Leerkosten im Rahmen von CoronaSchließungen bedingt ist. Im Vorjahr unterblieb eine Konsolidierung aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der M1 Kliniken AG.
Die M1 Med Beauty Austria GmbH wurde am 20. Dezember 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Die M1 Med Beauty Austria GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty Austria GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf EUR 35.000. Die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Januar 2020 erstmalig vollkonsolidiert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein bestehender Verlustvortrag der Gesellschaft per 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 287.986 im Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr tätigte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 1.301 sowie einen Verlust von TEUR 348, der durch Aufwendungen bei der Errichtung der Zentren sowie Leerkosten im Rahmen von CoronaSchließungen bedingt ist. Im Vorjahr unterblieb eine Konsolidierung aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der M1 Kliniken AG.
Die M1 Med Beauty Netherlands B.V. wurde am 21. Dezember 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Die M1 Med Beauty Netherlands B.V. verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty Netherlands B.V. ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf EUR 10.000. Die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Januar 2020 erstmalig vollkonsolidiert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein bestehender Verlustvortrag der Gesellschaft per 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 418.300 im Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr tätigte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 617 sowie einen Verlust von TEUR 504, der durch Aufwendungen bei der Errichtung der Zentren sowie Leerkosten im Rahmen von Corona-Schließungen bedingt ist. Im Vorjahr unterblieb eine Konsolidierung aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der M1 Kliniken AG.
Die M1 Med Beauty Croatia d.o.o. wurde am 20. August 2019 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Die M1 Med Beauty Croatia d.o.o. verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty Croatia d.o.o. ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf HRK 50.000. Die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Januar 2020 erstmalig vollkonsolidiert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein bestehender Verlustvortrag der Gesellschaft per 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 2.370 im Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr tätigte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 13 sowie einen Verlust von TEUR 123, der durch Aufwendungen bei der Errichtung der Zentren sowie Leerkosten im Rahmen von Corona-Schließungen bedingt ist. Im Vorjahr unterblieb eine Konsolidierung aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der M1 Kliniken AG.
Die M1 Med Beauty Swiss GmbH wurde am 22. Februar 2019 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Die M1 Med Beauty Swiss GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty Swiss GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 200.000 CHF. Die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Januar 2020 erstmalig vollkonsolidiert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein bestehender Verlustvortrag der Gesellschaft per 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 309.178 im Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr tätigte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von TEUR 395 sowie einen Verlust von TEUR 478, der durch Aufwendungen bei der Errichtung der Zentren sowie Leerkosten im Rahmen von Corona-Schließungen bedingt ist. Im Vorjahr unterblieb eine Konsolidierung aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der M1 Kliniken AG.
Mit Vertrag vom 10. Juni 2020 erwarb die M1 Kliniken AG mit Wirkung zum 1. Juli 2020 einen Anteil von 48,2 % der Haemato AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung bei der M1 Kliniken AG. In diesem Zuge brachte die MPH Health Care AG die von ihr zuvor gehaltenen Anteile an der Haemato AG in die M1 Kliniken AG ein und zeichnete die neu ausgegebenen Anteile der M1 Kliniken AG. Ab 1. Juli 2020 wurde die Haemato AG - da eine Beteiligung von unter 50 % vorlag - entsprechend 'at equity' im Konzernabschluss der M1 Kliniken AG konsolidiert.
Im Laufe des Juli 2020 übernahm die M1 Kliniken AG die unternehmerische Kontrolle bei der Haemato AG. Da zudem die jederzeitige Möglichkeit der Forderung zur Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der Haemato AG bestand und aufgrund der historisch bekannten Präsenzquoten auf den Hauptversammlungen der Haemato AG davon auszugehen ist, dass der Anteil von 48,2 % am Grundkapital der Haemato AG ausreichend ist, die Beschlusslage auf der Hauptversammlung zu bestimmen, erfolgte ein Übergang zur Vollkonsolidierung der Haemato AG im Konzernabschluss der M1 Kliniken AG ab 1. August 2020.
Bis Ende 2020 baute die M1 Kliniken AG ihre Beteiligung an der Haemato weiter aus. Dies erfolgte auch über die Einbringung der M1 Aesthetics GmbH in die Haemato AG gegen Ausgabe neuer Aktien der Haemato AG, welche durch die M1 Kliniken AG gezeichnet wurden. Die Eintragung der Sachkapitalerhöhung bei der Haemato AG erfolgte zum 17. Dezember 2020, so dass die M1 Kliniken AG zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von insgesamt 75,8 % am Grundkapital der Haemato AG hielt.
Die Haemato AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5c, 12529 Schönefeld. Die Haemato-Gruppe ist im Pharmabereich mit Fokus auf die Wachstumsmärkte der hochpreisigen Spezial-Pharmazeutika aus den Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig.
Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich bei der Erstkonsolidierung der Haemato AG ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 29.661.665 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäftsoder Firmenwert.
Die Haemato AG stellt einen eigenen Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS auf. Für das Geschäftsjahr 2020 wurde ein Umsatz in Höhe von TEUR 238.333 (Vorjahr: TEUR 197.835) erzielt. Das operative Ergebnis betrug 2020 insgesamt TEUR 1.627 (Vorjahr: TEUR -19). Der Konzern-Jahresfehlbetrag der Haemato AG, der durch eine Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR -5.383 (Vorjahr: TEUR -744) belastet war, betrug TEUR -4.831 (Vorjahr: TEUR -1.173).
Im Zusammenhang mit einer bei der Haemato AG durchgeführten Kapitalerhöhung im Jahr 2013 hat die Haemato AG sämtliche Aktien der ehemaligen Haemato Pharm AG, die nunmehr als Haemato Pharm GmbH firmiert, übernommen. Die Haemato Pharm GmbH wurde von der Muttergesellschaft erworben. Die Haemato Pharm GmbH ist im Pharmabereich tätig über a) den Handel mit Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten, b) die Herstellung von Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten, c) die Umverpackung, Abfüllung und Kennzeichnung von Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten sowie d) den Import, Export und Reimport von Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten. Das Stammkapital der Haemato Pharm GmbH beläuft sich auf EUR 500.000. Die Haemato Pharm GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3.
Die Haemato Med GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die Haemato AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand der Haemato Med GmbH ist die Herstellung, der Vertrieb, Import, Export und Reimport von Medizinprodukten. Die Haemato Med GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000.
Die Haemato Pharm GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Die Sanate GmbH verfügt über keinen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3.Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000. Die Beteiligungsquoten an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
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| Name der Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft | Stichtag der Erstkonsolidierung | Anteil in % |
|---|---|---|---|
| M1 Med Beauty Berlin GmbH | Berlin | 1. August 2013 | 100 % |
| Saname GmbH | Schönefeld | 22. Mai 2013 | 100 % |
| M1 Aesthetics GmbH | Schönefeld | 6. Juli 2013 | 100 % |
| BEAUTY Now GmbH | Berlin | 16. Dezember 2015 | 100 % |
| Sanabona GmbH * | Berlin | 18. Juli 2017 | 100 % |
| Sanawert GmbH * | Berlin | 18. Juli 2017 | 100 % |
| Sanaselect GmbH * | Berlin | 18. Juli 2017 | 100 % |
| Sanaestate GmbH * | Berlin | 18. Juli 2017 | 100 % |
| M1 Med Beauty Australia Pty Ltd. | Melbourne | 1. Januar 2020 | 100 % |
| M1 Med Beauty UK Ltd. | London | 1. Januar 2020 | 100 % |
| M1 Med Beauty Austria GmbH | Wien | 1. Januar 2020 | 100 % |
| M1 Med Beauty Netherlands B.V. | Venlo | 1. Januar 2020 | 100 % |
| M1 Med Beauty Croatia d.o.o. | Zagreb | 1. Januar 2020 | 100 % |
| M1 Med Beauty Swiss GmbH | Zürich | 1. Januar 2020 | 100 % |
| Haemato AG | Berlin | 1. Juli 2020 | 75,8 % |
| Haemato Pharm GmbH * | Schönefeld | 1. Juli 2020 | 75,8 % |
| Haemato Med GmbH * | Schönefeld | 1. Juli 2020 | 75,8 % |
| Sanate GmbH * | Schönefeld | 1. Juli 2020 | 75,8 % |
* indirekte Beteiligungen
Die Beteiligungsquoten haben sich gegenüber dem Vorjahr, sofern die Gesellschaft nicht erst im abgelaufenen Geschäftsjahr gegründet bzw. erworben wurde, nicht geändert.
3.2 Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden entsprechend IFRS 10.B92 auf den Stichtag der M1 Kliniken AG (Mutterunternehmen) aufgestellt. Das Geschäftsjahr der M1 Kliniken AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit darstellen, werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet, und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.
Bei jedem Unternehmenszusammenschluss werden die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Bei den derzeitig konsolidierten Tochterunternehmen liegen bei der Haemato AG Anteile im Fremdbesitz vor.
Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen zum beizulegenden Zeitwert neubewerteten identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.
Forderungen und Schulden zwischen den konsolidierten Gesellschaften sowie konzerninterne Umsatzerlöse, andere konzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden konsolidiert. Zwischenergebnisse werden, sofern diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind, eliminiert.
Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen nach IAS 12 insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.
4 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Angaben in Bilanz und Ergebnisrechnung des Jahres 2020 lassen sich nur bedingt mit den entsprechenden Zahlen des Vorjahres vergleichen. Dies begründet sich aus der erheblichen Ausweitung des Konsolidierungskreises der M1 Kliniken AG durch Aufnahme (Erstkonsolidierung) verschiedener ausländischer M1-Landesgesellschaften per 1. Januar 2020 sowie der erstmaligen Konsolidierung der Haemato AG (ab Juli 2020: at equity; ab August 2020: Vollkonsolidierung).
4.1 Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet.
Erbringung von medizinischen Dienstleistungen
Die Umsätze aus der Erbringung von medizinischen Dienstleistungen im Segment "Beauty" werden erfasst, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
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| ― | die den Charakter der Leistung bestimmende Komponente ist vollständig durchgeführt, |
| ― | die Höhe der Umsatzerlöse kann verlässlich bestimmt werden, |
| ― | es ist wahrscheinlich, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Konzern zufließen wird und |
| ― | die im Zusammenhang mit der Leistung angefallenen oder noch anfallenden Kosten können verlässlich bestimmt werden. |
Für die Erbringung von medizinischen Dienstleistungen bestanden zum 1.01.2020 von Kunden geleistete Anzahlungen in Höhe von EUR 629.552, die im Berichtsjahr umsatzwirksam wurden. Zum 1.01.2019 bestanden von Kunden geleistet Anzahlungen in Höhe von EUR 515.678, die im Laufe des Geschäftsjahres 2019 umsatzwirksam wurden.
Zum 31.12.2020 bestanden Kundenvorauszahlungen in Höhe von EUR 508.263, die im Laufe des Geschäftsjahres 2021 umsatzwirksam werden.
Handel mit Gütern
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern im Segment "Handel" werden erfasst, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
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| ― | der Kunde hat Verfügungsmacht über das übertragene Gut erhalten (Kontrollübergang), |
| ― | der Konzern behält weder ein Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren, |
| ― | die Höhe der Umsatzerlöse kann verlässlich bestimmt werden, |
| ― | es ist wahrscheinlich, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Konzern zufließen wird und |
| ― | die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten können verlässlich bestimmt werden. |
Dividenden und Zinserträge
Dividendenerträge aus Anteilen werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch des Konzerns auf Zahlung entstanden ist. Voraussetzung ist, dass es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.
Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.
Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden.
4.2 Ertragsteuern
Steueraufwand
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Latente Steuern
Latente Steuern werden unter Verwendung der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Differenzen zwischen steuerlichen Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und den jeweiligen IFRS-Konzernbuchwerten angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern beruht auf einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer). Die Gewerbesteuer wird mit einem Hebesatz von 240 % (M1 Aesthetics GmbH, Haemato Pharm GmbH, Haemato Med GmbH) sowie 410 % (M1 Med Beauty Berlin GmbH, M1 Kliniken AG, Haemato AG) angesetzt. Dies führt zu einer Gewerbesteuerbelastung des zu versteuernden Ergebnisses von 8,40 % bzw. 14,35 %. Die Gesamtsteuerbelastung des Konzerns setzt sich letztendlich für die deutschen Gesellschaften aus jeweiligen Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag zusammen.
Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem eine steuerliche Vorteilsnahme aus der Verrechnung mit steuerlichen Jahresergebnissen wahrscheinlich ist.
Latente Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit temporären Differenzen bei Beteiligungen an Tochterunternehmen werden grundsätzlich angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist.
4.3 Währungsumrechnung
Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (Euro) des jeweiligen Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Generell sind Fremdwährungsumrechnungen für die Erstellung des Konzernabschlusses von geringer Bedeutung, da sich der Konzern bislang zum weitaus größten Teil im Euro-Umfeld betätigt. Wesentliche Änderungen aus Währungsumrechnungen im Vergleich zum Vorjahr haben sich nicht ergeben. Eine Umrechnung der Einzelabschlüsse der ausländischen Gesellschaften mit entsprechend von dem Euro abweichender funktionaler Währung erfolgte jeweils mit dem Stichtagskurs der entsprechenden ausländischen Währung.
4.4 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresergebnisses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden.
4.5 Finanzinstrumente
Die Finanzinstrumente des Konzerns werden vollständig nach den Regelungen des IFRS 9 bewertet.
4.5.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Festgeldeinlagen mit Restlaufzeiten bis zu drei Monaten und Sichteinlagen, die alle mit ihren Nominalwerten erfasst sind. Der Finanzmittelfonds, der in der Cashflow-Rechnung ausgewiesen wird, ist entsprechend der Zahlungsmitteldisposition der Gesellschaft definiert und ist mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten identisch.
4.5.2 Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte umfassen neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten insbesondere Beteiligungen, vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Vermögenswerte sind zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes wird dieser mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, welcher grundsätzlich den Anschaffungskosten entspricht. Transaktionskosten werden in die Erstbewertung einbezogen, sofern der finanzielle Vermögenswert nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird.
Die Folgebewertung erfolgt abhängig von der Kategorisierung der Finanzinstrumente anhand einer der folgenden Bewertungskategorien:
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| ― | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte. |
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag des Finanzinstruments bestehen (Zahlungsstromkriterium) und das Geschäftsmodell im Halten des Finanzinstruments besteht. Hierunter fallen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der M1 Kliniken-Gruppe sowie sonstige Forderungen und die Bankguthaben und Barmittel. Die Folgebewertung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt anhand der Effektivzinsmethode. Bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes werden auch Transaktionskosten und sonstige Agien und Disagien berücksichtigt.
Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert entweder zu Handelszwecken gehalten wird oder eine verpflichtende Bewertung zum beizulegenden Zeitwertvorgesehen ist. Dies betrifft alle finanziellen Vermögenswerte, welche nicht das Zahlungsstromkriterium erfüllen oder dem Geschäftsmodell "Verkaufen" unterliegen. Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken werden nicht gehalten. Ebenso werden keine finanziellen Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Eine erfolgsneutrale Bewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt dann, wenn das Finanzinstrument das Zahlungsstromkriterium erfüllt und das Geschäftsmodell aus einer Kombination aus Halten und Verkaufen besteht. In der M1 Kliniken-Gruppe fällt kein finanzieller Vermögenswert in diese Kategorie.
Im Bestand der M1 Kliniken-Gruppe befinden sich keine derivativen Finanzinstrumente.
4.5.3 Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Da die M1 Kliniken-Gruppe keine zu Handelszwecken gehaltene finanziellen Verbindlichkeiten oder Derivate hat, werden alle finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei der erstmaligen Erfassung einer finanziellen Verbindlichkeit werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, welcher grundsätzlich dem Auszahlungsbetrag entspricht; Transaktionskosten werden in die Erstbewertung einbezogen. Nach der erstmaligen Erfassung werden finanzielle Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes werden auch Transaktionskosten und sonstige Agien und Disagien berücksichtigt.
4.5.4 Ausbuchung / Wertminderung
Finanzielle Vermögenswerte oder ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes werden dann ausgebucht, wenn die M1 Klinken AG die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte, aus denen der Vermögenswert besteht, verliert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden dann ausgebucht, wenn die M1 Klinken AG keine vertraglichen Verpflichtungen mehr resultierend aus diesem Finanzinstrument hat.
Finanzielle Vermögenswerte werden den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 unterzogen. Ausgenommen von der Wertminderung sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte.
Die Höhe der Minderung bemisst sich nach den erwarteten Wertverlusten. Erwartete Wertverluste ergeben sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen und den erwarteten Zahlungsströmen, bewertet zum Barwert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz.
Erwartete Wertverluste werden grundsätzlich in drei Stufen erfasst. Die Wertminderungsvorschriften betreffen in der M1 Kliniken-Gruppe jedoch im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese ist gemäß IFRS 9.5.5.15 ein vereinfachter Ansatz vorgesehen, bei dem Stufe 1 der Erfassung erwarteter Wertverluste wegfällt. Stattdessen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entweder gemäß Stufe 2 oder Stufe 3 wertberichtigt. Auf Stufe 2 werden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität erfasst. Zur Ermittlung der erwarteten Wertverluste werden zu jedem Stichtag aktualisierte beobachtete historische Ausfallquoten herangezogen, angepasst um etwaig notwendige zukunftsbezogene Komponenten. Sofern möglich, werden zudem externe Quellen zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten einbezogen. Die erwarteten Wertverluste ergeben sich als Produkt der ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten mit dem Verlust bei Ausfall, welcher mit 100 % der Forderungshöhe angesetzt wird.
Sofern Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität vorliegen, erfolgt ein Übergang auf Stufe 3 mit dem Ergebnis, dass neben der weiterhin erfolgten Erfassung eines Risikovorsorgepostens die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts erfolgt. Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität liegen insbesondere dann vor, wenn finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners in Verbindung mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Zahlungsunfähigkeit bekannt werden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit beeinträchtigter Bonität erfolgt eine individualisierte Schätzung des erwarteten Kreditverlusts.
Die M1 Kliniken-Gruppe prüft grundsätzlich einen Ausfall, wenn die vertraglichen Zahlungen um mehr als 90 Tage überfällig sind. Zusätzlich werden in Einzelfällen auch interne oder externe Informationen herangezogen, die darauf hindeuten, dass die vertraglichen Zahlungen nicht vollständig geleistet werden können. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründbare Erwartung über die zukünftige Zahlung besteht.
4.5.5 Saldierung von aufrechenbaren Forderungen und Verbindlichkeiten
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden so saldiert, dass nur der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen wird, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
4.5.6 Beizulegender Zeitwert
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden (Level 1), wird durch den am Berichtsstichtag notierten Marktpreis oder öffentlich notierten Preis (vom Käufer gebotener Geldkurs bei Long-Position und Briefkurs bei Short-Position) ohne Abzug der Transaktionskosten bestimmt. Vergleichbar wird bei Finanzinstrumenten vorgegangen, die nicht selber an einem Markt gehandelt werden, aber von einem solchen Markt entsprechende Werte abgeleitet werden können (Level 2).
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf keinem aktiven Markt gehandelt werden (Level 3), wird unter Anwendung der Discounted Cashflow Methode sowie den Vorgaben des IFRS 13 ermittelt.
Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Verwendung von Discounted-Cashflow-Methoden und anderer Bewertungsmodelle.
Für weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Beteiligungen siehe Kapitel 6.1.7.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass die beizulegenden Zeitwerte der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen deren Buchwerten entsprechen.
4.6 Vorräte
Die Vorräte im Beautybereich sowie im Handelsbereich werden zu Anschaffungskosten zzgl. etwaiger Anschaffungsnebenkosten (z.B. Transport, Zölle) bewertet bzw. zu einem etwaigen niedrigeren Nettoveräußerungswert. Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse bestehen nicht.
4.7 Sachanlagen
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Bei Abgängen des Sachanlagevermögens werden die historischen Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein Gewinn als sonstiger Ertrag oder Verlust aus dem Anlageabgang erfolgswirksam in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
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| Abschreibungszeitraum | |
|---|---|
| Gebäude | 33 Jahre |
| Maschinen und Anlagen | 5-8 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-15 Jahre |
Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Neubewertung der Sachanlagen entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen werden linear über unterschiedliche wirtschaftlich maßgebliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben. Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag für einen Gegenstand des Sachanlagevermögens übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögenswertes.
Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden regelmäßig überprüft, um eine Übereinstimmung des wirtschaftlichen Nutzens mit der Abschreibungsdauer zu gewährleisten.
Zusätzlich zu den Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen werden ab dem Geschäftsjahr 2019 im Bereich der Abschreibungen auch die planmäßigen Wertminderungen der gemäß IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte verbucht. Hieraus ergeben sich Abschreibungen auf Nutzungsrechte im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von EUR 2.928.777 (Vorjahr: EUR 2.018.289).
4.8 Leasingverhältnisse
Der Konzern verfolgt die Strategie, wichtige Vermögensgegenstände, die zur Erbringung des Geschäftsbetriebs erforderlich sind, teilweise zu mieten bzw. zu leasen. Hierunter fallen neben einigen Dienstfahrzeugen vor allem die Flächen der Klinik in Berlin-Köpenick sowie die Flächen des Praxisnetzwerkes. Die Flächen werden an dafür geeigneten Standorten angemietet und über langlaufende Mietverträge gebunden. Regelmäßig wird eine erste Mietzeit von fünf Jahren vereinbart, die ein- oder mehrmals verlängert werden kann. Miet- und Leasingverpflichtungen wurden in 2019 erstmalig auf Grundlage der Regelungen des IFRS 16 bilanziert. In diesem Zusammenhang werden bei Begründung des Miet- und Leasingverhältnisses die zukünftig zu erwartenden Miet- und Leasingzahlungen aktiviert und eine entsprechende Miet- und Leasingverbindlichkeit passiviert. Der Aufwand aus den Miet- und Leasingverhältnissen wird in der Position "Abschreibungen" berücksichtigt.
4.9 Immaterielle Vermögenswerte
Die M1 Kliniken AG aktiviert immaterielle Vermögenswerte, wenn sich der Vermögenswert auf Grund von in der Vergangenheit liegenden Ereignissen im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft befindet, wenn anzunehmen ist, dass ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesem Vermögenswert dem Unternehmen zufließt und wenn die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte liegen nicht vor.
Software
Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, sofern diese Software-Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bzw. vier Jahren linear abgeschrieben.
Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich aus dem Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags der Anteile ohne beherrschenden Einfluss auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns ergeben.
Unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, wird jährlich der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu welcher der Geschäfts- oder Firmenwert gehört, ermittelt. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, so wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Liegt der erzielbare Wert nur um 10 % unter dem Buchwert, wird über eine Sensitivitätsrechnung ein theoretisches Wertberichtigungspotential ermittelt. Hierzu wird sowohl das zugrunde gelegte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 10 % reduziert, als auch der risikolose Basiszinssatz um 1 Prozentpunkt angehoben und die Auswirkungen auf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt.
4.10 Wertminderung von langfristigen Vermögenswerten
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine mögliche Wertminderung immer dann geprüft, wenn auf Grund von Ereignissen oder Änderungen der äußeren Umstände Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der für den Vermögenswert am Abschlussstichtag erzielbare Wert unter seinem Buchwert liegt, oder wenn eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung erforderlich ist. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer muss zudem mindestens jährlich ein Wertminderungstest durchgeführt werden.
Zur Bestimmung, ob ein Wertminderungsbedarf besteht, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Falls dieser für den Vermögenswert nicht direkt ermittelt werden kann, erfolgt die Ermittlung über eine zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE), zu welcher der Vermögenswert gehört. Hierzu werden die von der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse ermittelt und diese nach dem Discounted Cashflow Ansatz bewertet. In den Abzinsungsfaktor fließen der risikolose Zinssatz sowie ein Risikozuschlag ein, wobei die Kapitalkosten entsprechend der Kapitalisierungsstruktur (Eigenkapital / Fremdkapital) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gewichtet werden. Gehört ein Vermögenswert zu mehreren zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, so werden die gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt.
Sofern der Buchwert eines Vermögenswertes den erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt worden sind, eine Wertminderung erfasst. Der erzielbare Wert ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.
Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem durch einen Verkauf des Vermögenswertes in einer marktüblichen Transaktion zwischen sachverständigen Parteien erzielbaren Betrag.
Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der dauerhaften Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu schätzen oder, falls dies nicht möglich ist, für die kleinste identifizierbare zahlungsmittelgenerierende Einheit.
Wird bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, ein Wertminderungsbedarf festgestellt, der höher ist als der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, so wird dieser zunächst vollständig abgeschrieben und der verbleibende Wertminderungsbedarf auf die übrigen Vermögenswerte der ZGE verteilt.
4.11 Eigenkapital
Die Gesellschaft ist am Basic Board (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Zum Jahresende betrug das Grundkapital der Gesellschaft EUR 19.643.403 (Vorjahr: EUR 17.500.000), welches in 19.643.403 Aktien (Vorjahr: 17.500.000 Aktien) mit einem Nennwert von EUR 1,00 eingeteilt ist.
Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 erfolgte eine Sachkapitalerhöhung bei der M1 Kliniken AG im Rahmen der Einbringung der von der MPH Health Care AG gehaltenen Anteile an der Haemato AG in die M1 Kliniken AG. Die dabei neu ausgegebenen 2.143.403 Aktien der M1 Kliniken AG wurden durch die MPH Health Care AG gezeichnet und übernommen. Der den Nennwert der Aktien von EUR 1,00 übersteigende Ausgabebetrag in Höhe von EUR 10,20 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage gebucht.
Die Haemato AG verfügt per 31. Dezember 2020 über insgesamt 1.063.547 Aktien der M1 Kliniken AG, die der Gesellschaft als Anerkennung des bei der Gründung der M1 entstandenen Aufwands sowie als Bewertung der ausgegründeten Geschäftsidee noch vor Börsengang der M1 Kliniken AG im Jahr 2015 übertragen wurden. Die Aktien werden im Konzernabschluss der M1 Kliniken AG gemäß IAS 32-33 als Treasury Stock vom Eigenkapital abgezogen. Das Eigenkapital wird hierdurch um einen Betrag von EUR 11.805.372 gekürzt.
4.12 Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 für Verpflichtungen ausgewiesen, die ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe nach ungewiss sind, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und der Betrag der Rückstellung verlässlich zu schätzen ist. Eine Rückstellung ist ausschließlich dann anzusetzen, wenn:
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| ― | der Gesellschaft aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) entstanden ist, |
| ― | es wahrscheinlich ist (d.h. mehr dafür als dagegenspricht), dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist und |
| ― | eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. |
Der als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung dar, d.h. der Betrag, den das Unternehmen bei zuverlässiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung am Bilanzstichtag oder zu ihrer Übertragung auf eine dritte Partei an diesem Tag zahlen müsste.
Langfristige Rückstellungen werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, sofern der Effekt hieraus wesentlich ist. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst.
Als Eventualschulden werden im Anhang die Verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil:
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| ― | der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder |
| ― | die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. |
Wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft gering ist, wird keine Eventualschuld offengelegt.
5 Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung
5.1 Operatives Ergebnis
5.1.1 Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen in Höhe von insgesamt EUR 159.590.839 (Vorjahr: EUR 77.216.857) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln und Medizinprodukten, ärztliche Leistungen im Bereich der ästhetischen Medizin sowie Erbringung von Infrastrukturleistungen.
Auf die Angabe von offenen Leistungsverpflichtungen wird in Einklang mit IFRS 15.121 verzichtet.
5.1.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 655.344 (Vorjahr: EUR 283.388).
In der folgenden Tabelle ist eine Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Erträge in ihre einzelnen Bestandteile dargestellt.
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 655.344 | 283.388 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 63.660 | 78.383 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung | 116.797 | 51.446 |
| Verrechnete sonstige Sachbezüge aus Kfz-Gestellung | 94.294 | 50.759 |
| Periodenfremde Erträge | 13.416 | 171 |
| Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzleistungen | 140.929 | 67.899 |
| Gewinn aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 33.281 | |
| Sonstige Posten | 192.968 | 34.731 |
5.1.3 Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen
Der Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen, die sich insgesamt auf EUR 122.806.770 (Vorjahr: EUR 45.611.450) belaufen, enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln und Medizinprodukten entstanden sind. Der überproportionale Anstieg der Aufwendungen ist durch die erstmalige Vollkonsolidierung der Haemato AG und den typischerweise hohen Materialquoten im Handelsgeschäfts geschuldet.
Daneben sind Aufwendungen für bezogene Leistungen (v.a. Honoraraufwendungen) im Bereich der ästhetischen Medizin enthalten.
5.1.4 Personalaufwand
Der Personalaufwand erhöhte sich auf insgesamt EUR 16.684.588 (Vorjahr: EUR 12.621.952). Er betrifft zu EUR 14.071.701 Löhne und Gehälter (Vorjahr: EUR 10.597.017) sowie EUR 2.612.887 für Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge (Vorjahr: EUR 2.024.935).
In der M1 Kliniken-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 428 Angestellte (Vorjahr: 236 Angestellte) beschäftigt. Hiervon waren 346 Angestellte (Vorjahr: 236) und 82 gewerblich Beschäftigte (Vorjahr: 0 beschäftigt). Zudem wurden zwei Auszubildende beschäftigt.
5.1.5 Abschreibungen
Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 1.554.685 (Vorjahr: EUR 1.383.792). Ein Betrag von EUR 2.928.777 entfiel auf die planmäßige Abschreibung der gemäß IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte (Vorjahr: EUR 2.018.289).
Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear abgeschrieben.
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| Abschreibungen | 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|---|---|---|
| Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände | 627.214 | 110.476 |
| Abschreibung auf Sachanlagen | 927.471 | 1.273.316 |
| Abschreibungen auf Nutzungsrechte | 2.928.777 | 2.018.289 |
5.1.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf EUR 11.857.201 (Vorjahr: EUR 7.913.130) belaufen, verteilen sich auf eine Vielzahl von Einzelpositionen, wie z.B. Miete, Werbe- und Reisekosten, Verpackungsmaterial, Frachtkosten, Versicherungsprämien, Fremdarbeiten, Rechts- und Beratungskosten sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten.
In der folgenden Tabelle ist eine Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in ihre einzelnen Bestandteile dargestellt.
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 11.866.212 | 7.913.130 |
| Werbe- und Reisekosten | 3.489.231 | 4.202.021 |
| Fremdleistungen | 2.006.108 | 2.077.547 |
| Raumkosten | 1.849.393 | 1.300.515 |
| verschiedene andere Positionen, darunter: | 4.521.480 | 333.048 |
| - Kosten der Warenabgabe | 907.939 | - |
| - Versicherungen und Beiträge | 694.593 | - |
| - Bürobedarf/Telefon/Internet/Porto etc. | 611.407 | - |
| - Rechts- und Beratungskosten | 509.789 | |
| - Sonstige | 1.797.753 | - |
In den Fremdleistungen sind höhere Beratungskosten, sowie Einmalaufwendungen im Rahmen der Expansion enthalten. Raumkosten betreffen nicht mehr die originären Mietzahlungen.
5.2 Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnliche Erträge belaufen sich auf insgesamt EUR 304.596 (Vorjahr: EUR 80.876). Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus der Anlage von liquiden Mitteln bei deutschen Kreditinstituten.
Bei Zinsen und ähnliche Aufwendungen, die sich insgesamt auf EUR 721.613 (Vorjahr: EUR 342.343) belaufen, handelt es sich einerseits um die Abzinsung der aktivierten Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 (EUR 387.773; Vorjahr: EUR 339.263) sowie Zinsen für kurz- und langfristiges Fremdkapital in Höhe von EUR 278.824 (Vorjahr: EUR 3.080).
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 3.394.574 (Vorjahr: EUR 1.767.892) bestehen maßgeblich aus Erträgen bei der Veräußerung der HC Grundbesitz GmbH zum Ende des Geschäftsjahres. Die bislang von der HC Grundbesitz GmbH vereinnahmte Garantiedividende entfällt.
In die Zuschreibungen und Abschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten fließen die Abschreibung des vormaligen Firmenwertes der HC Grundbesitz in Höhe von EUR 4.652.353 sowie die Zuschreibung eines Firmenwertes auf die CR Grundbesitz in Höhe von EUR 3.267.647 ein. Zudem ergaben sich aus der Bewertung weiterer finanzieller Vermögenswerte im Rahmen der Anlage der Liquidität der Gruppe Abschreibungen in Höhe von EUR 447.433 (Vorjahr: Zuschreibung von EUR 3.305.768).
Aus der Bilanzierung der Beteiligung an der Haemato AG ergaben sich für den Zeitraum der "at equity"-Bilanzierung Aufwendungen von EUR 1.467.452. Im Rahmen der Vollkonsolidierung der Haemato AG ab August 2021 wurde ein Ertrag durch die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge in Höhe von EUR 5.082.488 realisiert.
5.3 Ertragsteuern und sonstige Steuern
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich auf EUR 1.352.264 (Vorjahr: EUR 3.015.549).
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.352.264 | 3.015.549 |
| Körperschaftssteuer | 773.889 | 1.134.066 |
| Solidaritätszuschlag zur Körperschaftssteuer | 34.268 | 50.704 |
| Gewerbesteuer | 143.998 | 761.901 |
| Kapitalertragssteuer | 4 | 75.000 |
| Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragssteuer | 4.125 | |
| latente Steuern | 400.105 | 989.753 |
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt wie im Vorjahr unter Verwendung unterschiedlicher Effektivsteuersätze. Unter Hinweis auf IAS 12.81 c ergeben sich die folgenden Steuersätze:
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| Gesetzlicher Effektivsteuersatz für Gesellschaften mit Sitz in | in % |
|---|---|
| Berlin | 30,175 |
| Schönefeld | 24,225 |
Der gesetzliche Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsätze: Berlin mit 14,350 % / Schönefeld mit 8,400 %).
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| 2020 | 2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| Steuerüberleitungsrechnung | in TEUR | in % | in TEUR | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBT | 8.783 | 12.745 | ||
| Steuersatz | 30,175 % | 30,175 % | ||
| Erwarteter Steueraufwand und Steuersatz | 2.650 | 30,2 | 3.846 | 30,2 |
| Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge | -1.024 | -11,7 | -533 | -4,2 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 7 | 0,1 | 28 | 0,2 |
| Steuersatzunterschiede | -287 | -3,3 | -216 | -1,7 |
| Sonstige Steuereffekte | 6 | -0,1 | -109 | -0,9 |
| Ausgewiesener Steueraufwand und effektiver Steuersatz | 1.352 | 15,3 | 3.016 | 23,7 |
5.4 Ergebnis je Aktie
Bei der im Juni 2020 durchgeführten Sachkapitalerhöhung wurden 2.143.403 neue Aktien zu einem Nennwert von EUR 1,00 je Aktie ausgegeben.
Der gewichtete Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien ermittelt sich wie folgt:
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| Zeitraum | Anzahl Stammaktien | Gewichtung | Gewichteter Anteil |
|---|---|---|---|
| 1. Januar - 30. Juni 2020 | 17.500.000 | 181/366 | 8.654.372 |
| 1. Juli - 31. Dezember 2020 | 19.643.403 | 185/366 | 9.929.043 |
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss | 6.823.010 | 9.729.030 |
| Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) | 18.583.415 | 17.500.000 |
| Ergebnis je Aktie | 0,37 | 0,56 |
6 Erläuterungen zur Konzernbilanz
6.1 Aktiva
6.1.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Festgeldeinlagen mit Restlaufzeiten bis zu drei Monaten und Sichteinlagen, die alle mit ihren Nominalwerten erfasst sind.
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| 31.12.2020 in EUR |
31.12.2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Kasse | 11.107 | 1.036 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 21.947.812 | 9.097.000 |
6.1.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf EUR 20.480.830 (Vorjahr: EUR 22.242.645) belaufen, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Hierzu kommt das sogenannte Modell der erwarteten Kreditverluste zur Anwendung, wodurch sich jedoch keine wesentlichen Effekte ergeben haben. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt zunächst auf Wertberichtigungskonten, es sei denn, es kann bereits bei Eintritt des Wertminderungstatbestands davon ausgegangen werden, dass die Forderung gänzlich oder in Teilen uneinbringlich sein wird. In diesen Fällen erfolgt eine direkte erfolgswirksame Wertminderung des Bruttowertes der Forderung.
Im Geschäftsjahr 2020 beliefen sich die Wertberichtigungen auf EUR 19.968 (Vorjahr: EUR 2.269). Zum Stichtag gibt es wie im Vorjahr keine Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität der Debitoren. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 233.085 (Vorjahr: EUR 2.760.343) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
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| davon Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|
| Fälligkeit | 31.12.2020 in EUR |
bis 1 Jahr in EUR |
über 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.480.830 | 20.480.830 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen | 233.085 | 233.085 | - |
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| davon Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|
| Fälligkeit | 31.12.2019 in EUR |
bis 1 Jahr in EUR |
über 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22.242.645 | 22.242.645 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen | 2.760.343 | 2.760.343 | - |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Es bestehen wie im Vorjahr keine überfälligen Forderungen ggü. Kunden.
6.1.3 Vorräte
Bei den Vorräten handelt es sich vornehmlich um Waren, die im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb gehalten werden bzw. Behandlungsmaterialien, die im Zuge der ärztlichen Behandlungen verwendet werden. Einen Ab- bzw. Zuschreibungsbedarf i.S. des IAS 2.28 - 2.33 gab es im Geschäftsjahr 2019 (wie auch im Vorjahr) nicht.
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Vorräte | 42.326.585 | 1.519.597 |
| Waren | 37.323.972 | 1.495.805 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 3.561.360 | 23.791 |
| Anspruch auf Rückholung von Produkten | 1.441.253 |
6.1.4 Geschäfts- oder Firmenwert
Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, darf nicht abgeschrieben werden. Stattdessen hat der Erwerber ihn zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) des Konzerns zuzuordnen und gemäß IAS 36 auf Wertminderung zu prüfen, und zwar einmal jährlich oder häufiger, falls Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte.
Wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit kleiner als ihr Buchwert ist, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert der Einheit zugeordneten Geschäftsoder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten zuzuordnen. Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden.
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 34.362.627 (Vorjahr: EUR 8.028.737) wurde zu EUR 25.907.213 der Haemato AG, zu EUR 115.723 der M1 Med Beauty Berlin GmbH, zu EUR 7.913.014 der M1 Aesthetics GmbH sowie TEUR 426.677 auf die M1 Med Beauty Austria GmbH als zahlungsmittelgenerierende Einheit zugeordnet.
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| in EUR | Anschaffungs- und Herstellungskosten | Wertberichtigungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01. 2020 | Zugang / Abgang | 31.12.2020 | 01.01. 2020 | Abschreibung /Zuschreibung | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | - | - | - | - |
| Geschäftsoder Firmenwert | 8.028.737 | 26.365.496 | 34.394.233 | - | -31.606 - | 31.606 |
| Haemato AG | 25.907.213 | 25.907.213 | ||||
| M1 Aesthetics GmbH | 7.913.014 | 7.913.014 | ||||
| M1 Med Beauty Berlin GmbH | 115.723 | 115.723 | ||||
| M1 Med Beauty Austria GmbH | - | 458.283 | 458.283 | - | -31.606 | -31.606 |
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| in EUR | Buchwert |
|---|---|
| 31.12.2020 | |
| --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | - |
| Geschäftsoder Firmenwert | 34.362.627 |
| Haemato AG | 25.907.213 |
| M1 Aesthetics GmbH | 7.913.014 |
| M1 Med Beauty Berlin GmbH | 115.723 |
| M1 Med Beauty Austria GmbH | 426.677 |
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| 01.01. 2019 | Zugang / Abgang | 31.12. 2019 | 01.01. 2019 | Abschreibung / Zuschreibung | 31.12. 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsoder Firmenwert | 8.028.737 | - | 8.028.737 | - | - | - |
| M1 Aesthetics GmbH | 7.913.014 | 7.913.014 | ||||
| M1 Med Beauty Berlin GmbH | 115.723 | 115.723 |
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| 31.12. 2019 | |
|---|---|
| Geschäftsoder Firmenwert | 8.028.737 |
| M1 Aesthetics GmbH | 7.913.014 |
| M1 Med Beauty Berlin GmbH | 115.723 |
Für die Durchführung des Impairment-Tests wurde der erzielbare Betrag der ZGEs Haemato AG, M1 Aesthetics und M1 Med Beauty Berlin jeweils als Nutzungswert aufgrund einer Dreijahresplanung mit entsprechenden Annahmen zu Umsatz- und Kostenentwicklungen zugrunde gelegt. Die Dreijahresplanung wurde aufgrund der Geschäftserwartungen der Gesellschaften sowie der Geschäftserfahrungen (im Umsatz- und Kostenbereich) erstellt. Für den Terminal Value nach dem Zeitraum der Detailplanung werden keine weiteren Wachstumsfaktoren eingerechnet.
Hieraus wurden die künftig zu erwartenden Cashflows abgeleitet. Für die Ermittlung des Cashflows für den Terminal Value wurde der Durchschnitt der drei Planungsjahre herangezogen. Als Abzinsungssatz sowie zur Extrapolation wurde ein Zinssatz i.H.v. 5,88 % verwendet. Von der Geschäftsführung wurden für die Dreijahresplanung detaillierte Annahmen für Umsätze und Kosten jeweils auf Grundlage der Werteentwicklung der Vergangenheit und der erwarteten künftigen Marktentwicklung angenommen. Dieser Rechenansatz wurde ebenso wie im Vorjahr verwendet.
Die Ermittlung der Kapitalkosten erfolgte auf Grundlage von geschätzten Eigenkapitalkosten (inkl. Zuschlag für Marktrisikoprämie) sowie Fremdkapitalkosten (abzüglich Steueranteil). Dadurch werden die spezifischen Risiken der jeweiligen Segmente, in denen die ZGEs tätig sind, abgebildet. Für die Ermittlung des gewichteten Kapitalkostensatzes wurde eine Annahme für 'typische' Kapitalanteile gewählt.
Im Ergebnis der durchgeführten Impairment-Tests ergaben sich kein Wertminderungsbedarf für die in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte.
Eine Sensitivitätsanalyse des Wertminderungstests gegenüber Änderungen der wichtigsten Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags wurde für die Geschäfts- oder Firmenwerte der ZGEs Haemato AG, M1 Med Beauty Berlin und M1 Aesthetics durchgeführt.
Der Geschäftswert für die M1 Med Beauty Austria GmbH entstand bei der Übertragung des österreichischen Geschäftsbetriebs von der ehemaligen Zweigniederlassung der M1 Med Beauty Berlin GmbH auf die M1 Med Beauty Austria GmbH im Geschäftsjahr 2019 und verkörpert Aufwendungen für die Inbetriebnahme des Betriebs. Für diesen Geschäftswert wird auf einen regelmäßigen Impairment-Test verzichtet und der Geschäftswert planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben.
6.1.5 Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwert
Die immateriellen Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwert betreffen vor allem Lizenzen und EDV-Software.
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| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2020 in EUR |
Zugang in EUR |
Zugang Konsolidierung in EUR |
Stand 31.12.2020 in EUR |
Stand 01.01.2020 in EUR |
Laufende Abschreibungen in EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 841.622 | 539.349 | 7.629.098 | 9.010.069 | -415.292 | -450.469 |
| Konzessionen | 24.092 | 22.082 | 5.000 | 51.174 | -6.695 | -3.430 |
| Gewerbliche Schutzrechte | 5.760 | - | - | 5.760 | -5.759 | - |
| EDV-Software | 808.778 | 309.128 | 924.037 | 2.041.944 | -402.838 | -232.398 |
| Ähnliche Rechte und Werte | 2.992 | - | - | 2.992 | - | - |
| Lizenzen | - | 208.139 | 6.700.061 | 6.908.200 | -214.642 | |
| erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | 9.912.944 | 9.912.944 | - | -152.593 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | 1.301.145 | 1.301.145 | - | - |
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| Wertberichtigungen | Buchwerte | ||
|---|---|---|---|
| Abschreibung Konsolidierung in EUR |
Stand 31.12.2020 in EUR |
Stand 31.12.2020 in EUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | -5.722.909 | -6.588.670 | 2.421.399 |
| Konzessionen | - | -10.125 | 41.049 |
| Gewerbliche Schutzrechte | - | -5.759 | 1 |
| EDV-Software | -635.842 | -1.271.078 | 770.865 |
| Ähnliche Rechte und Werte | - | - | 2.992 |
| Lizenzen | -5.087.067 | -5.301.708 | 1.606.492 |
| erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | -9.518.358 | -9.670.951 | 241.993 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | 1.301.145 |
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| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 in EUR |
Zugang in EUR |
Abgang in EUR |
Stand 31.12.2019 in EUR |
Stand 01.01.2019 in EUR |
Laufende Abschreibungen in EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 560.065 | 281.557 | - | 841.622 | -301.774 | -113.519 |
| Konzessionen | 17.540 | 6.552 | - | 24.092 | -3.652 | -3.043 |
| Gewerbliche Schutzrechte | 5.760 | - | 5.760 | -5.759 | - | |
| EDV-Software | 533.774 | 275.005 | - | 808.778 | -292.363 | -110.476 |
| Ähnliche Rechte und Werte | 2.992 | - | 2.992 | - |
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| Wertberichtigungen | Buchwerte | ||
|---|---|---|---|
| Abschreibung Konsolidierung in EUR |
Stand 31.12.2019 in EUR |
Stand 31.12.2019 in EUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | - | -415.292 | 426.330 |
| Konzessionen | - | -6.695 | 17.397 |
| Gewerbliche Schutzrechte | - | -5.759 | 1 |
| EDV-Software | - | -402.838 | 405.940 |
| Ähnliche Rechte und Werte | - | - | 2.992 |
6.1.6 Sachanlagevermögen
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR |
in EUR | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2020 | AHK Zugang | AHK Abgang | Zugang Konsolidierung | 31.12.2020 | 01.01.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 20.571.765 | 3.970.892 | -947.245 | 4.954.442 | 28.549.854 | -4.581.662 |
| Grundstücke und Bauten | 2.541.440 | 15.289 | - | 47.359 | 2.604.088 | -456.729 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 139.700 | 101.075 | - | 652.061 | 892.835 | -98.692 |
| Technische Anlagen | 135.176 | 101.075 | - | 564.652 | 800.903 | -94.169 |
| Betriebsvorrichtungen | 4.523 | - | - | 87.408 | 91.931 | -4.522 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.644.765 | 796.005 | -330.943 | 2.660.125 | 7.769.953 | -2.007.952 |
| Betriebsausstattung | 3.223.311 | 633.079 | -65.843 | 494.134 | 4.284.681 | -1.028.000 |
| Geschäftsausstattung | 658.044 | 29.380 | -259.548 | 1.074 | 428.951 | -321.160 |
| Büroeinrichtung | 144.464 | - | - | 193.707 | 338.171 | -110.995 |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | 474.541 | 107.711 | - | 16.992 | 599.244 | -474.541 |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | 144.405 | 25.835 | -5.552 | 1.954.218 | 2.118.906 | -73.256 |
| Nutzungsrechte | 13.245.859 | 3.058.523 | -616.302 | 1.594.898 | 17.282.978 | -2.018.289 |
| 01.01.2019 | AHK Zugang | AHK Abgang | Umbuchungen | 31.12.2019 | 01.01.2019 | |
| Sachanlagen | 6.834.501 | 14.325.119 | -587.856 | - | 20.571.765 | -1.345.726 |
| Grundstücke und Bauten | 872.396 | - | -15.289 | -1.684.333 | 2.541.440 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 139.000 | 700 | - | - | 139.700 | -77.123 |
| Technische Anlagen | 134.476 | 700 | - | - | 135.176 | -72.600 |
| Betriebsvorrichtungen | 4.523 | - | - | - | 4.523 | -4.522 |
| Andere Anlgen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.154.061 | 1.063.271 | -572.567 | - | 4.644.765 | -1.268.603 |
| Betriebsausstattung | 2.929.049 | 866.378 | -572.115 | - | 3.223.311 | -608.871 |
| Geschäftsausstattung | 658.044 | - | - | - | 658.044 | -204.606 |
| Büroeinrichtung | 144.464 | - | - | - | 144.464 | -97.325 |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | 304.316 | 170.224 | - | - | 474.541 | -304.316 |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | 118.188 | 26.669 | -452 | - | 144.405 | -53.485 |
| Nutzungsrechte | - | 13.245.859 | - | - | 13.245.859 | - |
| Anzahlungen auf Geschäftsbauten | 1.669.045 | 15.289 | - | -1.684.333 | - | - |
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| Wertberichtigungen | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR |
in EUR | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Abschreibungen | Abgänge | Abschreibung Konsolidierung | 31.12.2020 | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | -5.945.433 | 353.397 | -2.614.060 | -12.787.757 | 15.762.097 |
| Grundstücke und Bauten | -2.100.235 | - | -40.195 | -2.597.159 | 6.929 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -42.824 | - | -304.748 | -446.263 | 446.572 |
| Technische Anlagen | -40.353 | - | -273.447 | -407.970 | 392.934 |
| Betriebsvorrichtungen | -2.471 | - | -31.300 | -38.294 | 53.638 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | -873.596 | 135.557 | -1.474.995 | -4.220.986 | 3.548.967 |
| Betriebsausstattung | -573.748 | 9.189 | -48.364 | -1.640.923 | 2.643.758 |
| Geschäftsausstattung | -84.242 | 121.124 | -1.073 | -285.352 | 143.599 |
| Büroeinrichtung | -13.384 | - | -190.968 | -315.347 | 22.824 |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | -107.711 | - | -9.691 | -591.943 | 7.301 |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | -94.511 | 5.244 | -1.224.899 | -1.387.422 | 731.485 |
| Nutzungsrechte | -2.928.777 | 217.841 | -794.123 | -5.523.349 | 11.759.629 |
| Abschreibungen | Abgänge | Abschreibung Konsolidierung | 31.12.2019 | 31.12.2019 | |
| Sachanlagen | -3.288.562 | 52.626 | - | -4.581.662 | 15.990.103 |
| Grundstücke und Bauten | -456.729 | - | - | -456.729 | 2.084.712 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -21.569 | - | - | -98.692 | 41.008 |
| Technische Anlagen | -21.569 | - | - | -94.169 | 41.007 |
| Betriebsvorrichtungen | - | - | - | -4.522 | 1 |
| Andere Anlgen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -791.975 | 52.626 | - | -2.007.952 | 2.636.813 |
| Betriebsausstattung | -471.354 | 52.224 | - | -1.028.000 | 2.195.311 |
| Geschäftsausstattung | -116.554 | - | - | -321.160 | 336.884 |
| Büroeinrichtung | -13.670 | - | - | -110.995 | 33.469 |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | -170.224 | - | - | -474.541 | - |
| Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung | -20.173 | 402 | - | -73.256 | 71.149 |
| Nutzungsrechte | -2.018.289 | - | - | -2.018.289 | 11.227.570 |
| Anzahlungen auf Geschäftsbauten | - | - | - | - | - |
6.1.7 Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden die Anteile an der CR Grundbesitz GmbH bilanziert.
Die in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten gehaltenen Beteiligungen sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Ergebnisse aus dieser Kategorie sind im Finanzergebnis erfolgswirksam erfasst worden. Ergebniseffekte sind in 2020 wie folgt eingetreten.
Mit Wirkung zum 29. Dezember 2020 übertrug die M1 Kliniken AG ihre Beteiligung an der HC Grundbesitz GmbH gegen einen Kaufpreis in Höhe von EUR 8.732.353. In diesem Zusammenhang wurde vereinbart, dass neben der Übertragung der von der M1 Kliniken AG gehaltenen EUR 222.680 am Stammkapital der HC Grundbesitz GmbH in Höhe von EUR 1.000.000 zusätzlich der Zahlungsanspruch auf die bis dato noch nicht ausgezahlte Garantiedividende des Jahres 2019 von EUR 1.483.049 an die Käuferin übergeht. Ebenso wurde festgelegt, dass die Parteien davon ausgehen, dass der Anspruch auf Zahlung der Garantiedividende der HC Grundbesitz GmbH für das Geschäftsjahr 2020 zum Zeitpunkt der Transaktion noch nicht entstanden sei - somit de facto für das gesamte Jahr der Käuferin zusteht. Mit dem Verkauf der HC Grundbesitz GmbH wurde schließlich der Firmenwert in der IFRS-Konzernbilanz ausgebucht.
Der Kaufpreis für die Anteile an der HC Grundbesitz GmbH wurde seitens der Magnum AG durch Übertragung von EUR 2.500 des Grundkapitals der CR Grundbesitz GmbH in Höhe von EUR 25.000 erfüllt. Die Vertragsparteien gehen dabei davon aus, dass die Fair Value Bewertung der CR Grundbesitz GmbH per 31. Dezember 2020 zu einem Wertansatz der Anteile bei der M1 Kliniken AG in Höhe von EUR 12.000.000 führen. Dieses wurde durch ein externes Wertgutachten bestätigt.
Im Ergebnis ergibt sich somit ein Ertrag für die M1 Kliniken AG in Höhe von EUR 301.549.
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| in EUR | |
|---|---|
| Fair Value Bewertung CR Grundbesitz GmbH | 12.000.000 |
| ./. Buchwert HC Grundbesitz GmbH | 4.080.000 |
| ./. Fair Value Wertzuschreibung HC Grundbesitz GmbH | 4.652.353 |
| ./. HC Garantiedividende 2019 (brutto) | 1.483.049 |
| ./. HC Garantiedividende 2020 (brutto) | 1.483.049 |
| Ergebnis | 301.549 |
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| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | Wertberichtigungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | in EUR | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2020 | AHK Zugang | Umbuchung | Konsolidierung | 31.12.2020 | 01.01.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.319.919 | 4.652.353 | - | -237.258 | 8.735.014 | 4.652.353 |
| Anteile an verb. Unternehmen (HC Grundbesitz GmbH) | 4.080.000 | - | -4.080.000 | - | - | 4.652.353 |
| Anteile an verb. Unternehmen (M1 Austria, M1 Australia, M1 Netherlands, M1 UK, M1 Swiss) | 239.919 | - | - | -239.919 | - | - |
| Anteile M1 Croatia | - | - | - | 2.661 | 2.661 | - |
| Anteile CR Grundbesitz GmbH | - | 4.652.353 | 4.080.000 | - | 8.732.353 | - |
| 01.01.2019 | AHK Zugang | Umbuchung | Konsolidierung | 31.12.2019 | 01.01.2019 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.393.285 | 194.857 | -2.268.223 | - | 4.319.919 | 4.662.739 |
| Anteile an verb. Unternehmen (HC Grundbesitz GmbH) | 4.080.000 | - | - | - | 4.080.000 | 4.652.353 |
| Anteile an verb. Unternehmen (CR Capital Real Estate AG) | 2.268.223 | - | -2.268.223 | - | - | 10.387 |
| Anteile an verb. Unternehmen (M1 Austria, M1 Australia, M1 Netherlands, M1 UK, M1 Swiss) | 45.062 | 194.857 | - | - | 239.919 | - |
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| Wertberichtigungen | Buchwert | |||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | in EUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umbuchung | Zu-/ Abschreibungen | 31.12.2020 | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | - | -1.384.706 | 3.267.647 | 12.002.661 |
| Anteile an verb. Unternehmen (HC Grundbesitz GmbH) | - | -4.652.353 | - | - |
| Anteile an verb. Unternehmen (M1 Austria, M1 Australia, M1 Netherlands, M1 UK, M1 Swiss) | - | - | - | - |
| Anteile M1 Croatia | - | - | - | 2.661 |
| Anteile CR Grundbesitz GmbH | - | 3.267.647 | 3.267.647 | 12.000.000 |
| Umbuchung | Zuschreibungen | 31.12.2019 | 31.12.2019 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | -10.387 | - | 4.652.353 | 8.972.272 |
| Anteile an verb. Unternehmen (HC Grundbesitz GmbH) | - | - | 4.652.353 | 8.732.353 |
| Anteile an verb. Unternehmen (CR Capital Real Estate AG) | -10.387 | - | - | - |
| Anteile an verb. Unternehmen (M1 Austria, M1 Australia, M1 Netherlands, M1 UK, M1 Swiss) | - | - | - | 239.919 |
6.1.8 Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenwerte bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 im Wesentlichen aus Forderungen an Kunden sowie im Umlaufvermögen enthaltene Wertpapiere.
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| 31.12.2020 in EUR |
31.12.2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 32.184.093 | 23.393.970 |
| Forderung gegen verbundene Unternehmen | 2.700.646 | 11.140.065 |
| sonstige Vermögensgegenstände | 3.091.489 | 232.978 |
| Wertpapiere | 9.088.917 | 12.020.928 |
| Darlehen mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 17.303.042 | - |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögensgegenstände | 1.704.926 | 232.019 |
| Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben | 1.096.192 | 121.125 |
| Forderungen gegen Personal | 49.003 | 2.571 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 164.711 | 57.956 |
| weitere Vermögensgegenstände | 395.020 | 50.366 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögensgegenstände | 244.410 | 80.365 |
| Kautionen | 264.683 | 92.087 |
| ARAP Leasing | -20.273 | -11.722 |
6.2 Passiva
6.2.1 Kurzfristige Rückstellungen
Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten der einbezogenen Gesellschaften, Rückstellungen für Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie sonstige Rückstellungen. Die hierfür anzusetzenden Werte sind durch fest definierte Berechnungsalgorithmen klar zu ermitteln.
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| 01.01.2020 in EUR |
Verbrauch in EUR |
Auflösung in EUR |
Zuführung in EUR |
31.12.2020 in EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Prüfungs- und Jahresabschlusskosten | 82.000 | 76.000 | 6.000 | 114.938 | 114.938 |
| Personal / Urlaubsansprüche | 612.088 | 318.392 | 293.696 | 440.203 | 440.203 |
| Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen | 22.921 | 13.325 | 36.246 | ||
| Sonstige | 1.702.034 | 1.197.347 | 69.000 | 1.378.279 | 1.813.965 |
| Summe | 2.419.043 | 1.591.740 | 368.696 | 1.946.745 | 2.405.352 |
6.2.2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.
6.2.3 Leasingverbindlichkeiten
Die M1 Kliniken AG aktiviert nach IFRS 16 Leasingverträge aus dem Operate Leasing als Nutzungsrechte und schreibt diese über die Laufzeit der Verträge ab. Aus den künftigen Leasingzahlungen entstehen Verbindlichkeiten, die abhängig von der Laufzeit in kurz- und langfristige Verbindlichkeiten zu unterscheiden sind und abgezinst werden.
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| 31.12.2020 in EUR |
31.12.2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Nutzungsrecht | 11.759.629 | 11.227.570 |
| Anzahlung | -1.500 | |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | -20.273 | -11.722 |
| Ʃ Aktivseite | 11.737.856 | 11.215.848 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 3.207.652 | 2.226.213 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 8.756.921 | 7.203.089 |
| Ʃ Passivseite | 11.964.573 | 11.310.854 |
| Abschreibung | -2.928.777 | -2.018.289 |
| Zinsaufwand | -387.773 | -339.263 |
| Ʃ Gewinn- und Verlustrechnung | -3.316.551 | -2.357.552 |
| Leasingaufwand | 3.202.637 | 2.262.546 |
| Ʃ Korrektur Leasingaufwand | -3.202.637 | 2.262.546 |
| Delta Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -113.914 | -95.006 |
6.2.4 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Krediten und Kontokorrentkrediten, erhaltenen Darlehen und kreditorische Debitoren. Der Vorstand befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Kreditinstituten zur Refinanzierung der Betriebsmittellinien.
6.2.5 Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.
6.2.6 Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten
Rückerstattungsverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften, die Finanzinstrumente darstellen. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit ergibt sich, wenn die Gesellschaft von einem Kunden eine Gegenleistung erhält und erwartet, dass dem Kunden diese Gegenleistung ganz oder teilweise zurückerstattet wird. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird in Höhe der Gegenleistung bewertet, die dem Unternehmen voraussichtlich nicht zusteht und somit nicht im Transaktionspreis berücksichtigt wird.
Für die Verkäufe mit Rückgaberecht wird eine Verbindlichkeit für Rückerstattung passiviert.
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| 31.12.2020 in EUR |
31.12.2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Rücklieferungsrechte | 1.563.173 | 1.179.018 |
| Rabattverträge / Herstellerrabatte | 5.418.649 | 3.198.603 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 6.981.822 | 4.377.622 |
6.2.7 Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
6.2.8 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
6.2.9 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden
Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Dabei werden die Steuersätze und -vorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. Die Gesellschaft nimmt eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern vor, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verrechnet werden können.
Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist.
Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.
Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus
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| ― | einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder |
| ― | dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. |
Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft nicht kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2020 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:
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| Temporäre Differenzen in TEUR |
31.12.2019 in EUR |
Zugang Konsolidierung 01.01.2020 | ergebniswirksam erfasst in |
erfolgsneutral erfasst in 2020 | 31.12.2020 in EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertung der immateriellen Vermögenswerte | - | 133 | -74 | - | 59 |
| Fair Value Bewertung vorhandener Finanzinstrumente | 993 | 66 | 400 | - | 1.459 |
| Sonstige Bewertungsdifferenzen | 4 | 4 | -4 | - | - |
| Passive latente Steuern | 993 | 203 | 322 | - | 1.518 |
Die latenten Steuern aus der Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände ergeben sich auf Ebene des Teilkonzerns der Haemato AG und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 0). Sie resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens im Teilkonzern Haemato AG.
Im Zusammenhang mit der Fair Value Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern in Höhe von TEUR 1.459 (Vorjahr: TEUR 933) zu passivieren. Der Betrag, um den die nach Fair Value bewerteten IFRS-Wertansätze die Steuerbilanzwerte übersteigen, führen im Bereich der erstmalig konsolidierten Haemato AG zu einer Reduktion der latenten Steuern in Höhe von TEUR 65. Die IFRS-Wertzuschreibung bei der CR Grundbesitz GmbH sowie eine Wertkorrektur bei den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten führen per Saldo zur Passivierung einer zusätzlichen Steuerschuld von TEUR 465. Für den abweichenden Wert der im Geschäftsjahr veräußerten Beteiligung an der HC Grundbesitz GmbH gegenüber den steuerlichen Werten wurde zuvor keine latente Steuer gebildet.
Die zum Vorjahr passivierten latenten Steuern bei sonstigen Bewertungsdifferenzen (z.B. aus der Ermittlung von Rückstellungen sowie bei der Bewertung auf fremde Währungen lautender Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten) haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgeglichen und wurden in Höhe von TEUR 4 erfolgswirksam ausgebucht.
6.2.10 Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 19.643.403 (Vorjahr: EUR 17.500.000) ist eingeteilt in 19.643.403 Stückaktien (Vorjahr: 17.500.000 Aktien) mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00. Die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft erfolgte unter Ausnutzung des genehmiten Kapitals 2019 in Höhe von EUR 2.143.403,00 im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung gegen Einbringung von 11.011.977 zuvor im Besitz der MPH Health Care AG befindlichen Aktien der Haemato AG. Die Kapitalerhöhung wurde am 30. Juni 2020 in das Handelsregister eingetragen. Die neuen Aktien wurden vollständig von der MPH Health Care AG gezeichnet und übernommen.
Zur Entwicklung und Zusammensetzung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2020 wurde nach Beschluss der Hauptversammlung der M1 Kliniken AG vom 9. Juli 2020 der Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses für das Geschäftsjahr 2020 besteht noch kein Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2020.
7 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der M1 Kliniken-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Zahlungsflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden jeweils nach der direkten Methode dargestellt. Die Zahlungsflüsse aus der Geschäftstätigkeit werden hingegen nach der indirekten Methode dargestellt. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 21.958.919 (Vorjahr: EUR 9.098.643).
Im Cashflow aus 'laufender Geschäftstätigkeit' betreffen die wesentlichen Positionen das Periodenergebnis in Höhe von EUR 7.424.913 (Vorjahr: EUR 9.729.030), die Abschreibungen in Höhe von EUR 4.483.462 (Vorjahr: EUR 3.402.081), die Abnahme der Vorratsbestände in Höhe von EUR 4.510.139 (Vorjahr: EUR +115.470) sowie den Zahlungsmittelzufluss aus der Zunahme der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und anderer Aktiva und Passiva in Höhe von EUR 5.912.767 (Vorjahr: Abfluss von EUR 12.339.872).
Der Cashflow für 'Investitionstätigkeit' ist geprägt durch ein Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen mit einem Gesamtbetrag von EUR 2.203.080 (Vorjahr: EUR 528.185) sowie Investitionen in das Immaterielle und Sachanlagevermögen von EUR 1.446.269 (Vorjahr: EUR 1.345.528).
Der Cashflow aus 'Finanzierungstätigkeit' ist im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich beeinflusst durch Einzahlungen aus der Veränderung von Bankverbindlichkeiten/Krediten in Höhe von EUR 4.042.644 (Vorjahr: EUR -65.251) sowie Auszahlungen zur Tilgung von Nutzungsrechten von EUR 3.201.374 (Vorjahr: EUR 2.262.546). Im Vorjahr war noch ein Nettomittelabfluss in Höhe von EUR 5.250.000 aus der Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2018 zu verzeichnen.
8 Segmentberichterstattung
Die berichtspflichtigen Segmente im M1 Kliniken-Konzern sind die Segmente:
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| ― | Beauty und |
| ― | Handel. |
Die Einteilung in operative Segmente folgt den Vorgaben aus der internen Steuerung und Controlling des Konzerns anhand der Geschäftstätigkeiten. Eine Segmentierung nach regionalen Gesichtspunkten erfolgt nicht.
Im Segment "Beauty" wird die Schlossklinik in Berlin-Köpenick, die OP-Aktivitäten in verschiedenen Belegkliniken in Deutschland sowie das internationale Netzwerk ambulanter Fachzentren geführt. In den Kliniken werden Leistungen der ästhetischen Chirurgie (v.a. Brustvergrößerungen, Lidstraffungen und Fettabsaugungen), im Netzwerk der Fachzentren werden weitere ästhetisch-medizinische Behandlungsleistungen (v.a. Unterspritzungen mit Hyaluronsäure und Botulinumtoxin) durchgeführt. Kunden dieses Segmentes sind natürliche Personen, für die Behandlungen durchgeführt werden sowie Betreiber von Praxisbetrieben für ästhetische Medizin.
Im Segment "Handel" werden sämtliche Aktivitäten des Handels mit Arzneimitteln und Medizinprodukten zusammengefasst. Hierbei handelt es sich um eine reine Handelsaktivität. Die Produkte werden in diesem Zusammenhang nicht bearbeitet oder veredelt.
Die Segmente verfügen über nahezu keine Innenumsätze im Konzern.
Veränderungen bei der Segmentierung bzw. der Zuordnung einzelner Aktivitäten zu den Segmenten haben im Geschäftsjahr 2020 insofern stattgefunden, dass die Haemato AG vollständig dem Segment "Handel" zugeordnet wird sowie die neu konsolidierten Auslandsgesellschaften der M1-Gruppe vollständig dem Segment "Beauty" zugeordnet werden.
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| 2020 in EUR |
2019 in EUR |
|||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz Konzern | 159.590.839 | 77.216.857 | ||
| Handel | 122.143.035 | 76,5 % | 36.938.586 | 47,8 % |
| Beauty | 37.447.804 | 23,5 % | 40.278.271 | 52,2 % |
Aufgrund der Vollkonsolidierung der Haemato AG ab August 2020 hat sich die Kundenstruktur der M1-Gruppe deutlich diversifiziert. So tätigt die Gruppe nunmehr nur noch mit einem Kunden mehr als 10 % des Konzernumsatzes (EUR 19.152.500). Im Vorjahr (2019) wurden noch 80,0 % des Konzernumsatzes mit lediglich drei Kunden getätigt (EUR 61.719.650).
9 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten
9.1 Kapitalrisikomanagement
Der Konzern steuert sein Kapital bislang mit dem Ziel, durch eine sehr hohe Eigenkapitalquote keine Abhängigkeiten von Fremdkapitalgebern zu erlangen und die unternehmerische Entscheidungsfreiheit weitest möglich offen zu halten. Hierdurch wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können und Entscheidungen maßgeblich nicht durch etwaige Covenants von Fremdkapitalgebern beeinflusst werden.
Das Eigenkapital beträgt zum jeweiligen Abschlussstichtag:
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| 31.12.2020 in EUR |
31.12.2019 in EUR |
|
|---|---|---|
| Eigenkapital | 115.317.972 | 68.221.671 |
| Bilanzsumme | 188.742.339 | 92.814.486 |
| Eigenkapitalquote | 61,1 % | 73,5 % |
Der Konzern hatzuroperativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen.
Im Berichtszeitraum haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 84.295 auf insgesamt EUR 27.129.629 erhöht, wovon EUR 18.099.743 auf den Haemato Teilkonzern entfielen. Aufgrund des geringen Zinsniveaus sehen wir derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken.
9.2 Kategorien von Finanzinstrumenten
Bei den in den beiden nachstehenden Tabellen dargestellten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten stellen die Buchwerte in der Konzernbilanz eine gute Näherung für die beizulegenden Zeitwerte dar.
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| Buchwerte | 31.12.2020 in EUR |
31.12.2019 in EUR |
|---|---|---|
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 65.534.925 | 42.712.187 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.480.830 | 22.242.645 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 23.095.176 | 11.370.898 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21.958.919 | 9.098.643 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 21.091.578 | 20.993.200 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.088.917 | 12.020.928 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 12.002.661 | 8.972.272 |
| Summe der Buchwerte | 86.626.503 | 63.705.387 |
Die Nettogewinne der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen den unter Abschnitt 5.2. beschriebenen Zinserträgen. Die Nettoaufwendungen aus den finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen den dort beschriebenen Zinsaufwendungen. Der Nettogewinn der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte setzt sich zusammen aus den Beteiligungserträgen und den Fair Value Änderungen.
9.3 Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen
Das Risikomanagementsystem der M1 Kliniken-Gruppe hat das Ziel, alle bedeutenden Risiken und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu erfassen, um finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden. Es wird kein Hedge Accounting i. S. d. IFRS 9 angewendet.
Das Vorgehen stellt sicher, dass geeignete Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt werden können. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem, das der Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung dient.
Die Risikomanagementpolitik wird im Wesentlichen durch den Vorstand der M1 Kliniken AG abgedeckt. Die Controllingabteilungen der operativen Gesellschaften, die dabei unterstützend mitwirken, überwachen dazu die operativen Erfolge und können somit Planabweichungen rechtzeitig erkennen. Die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen entscheiden falls notwendig gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie bei der Steuerung der Risiken.
Die M1 Kliniken-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben können. Sollten sich jedoch derartige Veränderungen ergeben, treten sie in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auf, so dass i.d.R. ausreichend Reaktionszeit besteht, um auf Veränderungen zu reagieren.
9.3.1 Risiko aus dem Ausfall von finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerten
Ausfallrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Aufgrund der guten Kenntnis der Kunden des Unternehmens kann das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferung und Leistung gut gesteuert werden. Offene Positionen werden jeweils nur bei Sicherstellung der tatsächlichen Begleichung eingegangen. Daher ist die Bedeutung des Ausfallrisikos für die M1 Kliniken-Gruppe gering. Sofern dennoch solche Risiken erkennbar werden, werden diese entsprechend des "Expected-Credit-Loss-Modells" nach IFRS 9 durch Wertberichtigungen gewürdigt.
Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt.
9.3.2 Liquiditätsrisiko
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken zur Gewährleistung der fortwährenden Zahlungsfähigkeit durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
In den folgenden Tabellen sind die erwarteten Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 dargestellt. Zinszahlungen wurden nicht berücksichtigt. Eine Diskontierung der länger als ein Jahr laufenden Verbindlichkeiten wurde nicht durchgeführt:
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| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2020 in EUR |
Cashflow bis 1 Jahr in EUR |
Cashflow >1 Jahr bis 5 Jahre in EUR |
Cashflow >5 Jahre in EUR |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.027.196 | 27.196 | 5.000.000 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 15.840.478 | 15.840.478 | - | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 22.328.108 | 22.328.108 | - | - |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen | 6.205.447 | 6.205.447 | - | - |
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| Finanzelle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2019 in EUR |
Cashflow bis 1 Jahr in EUR |
Cashflow >1 Jahr bis 5 Jahre in EUR |
Cashflow >5 Jahre in EUR |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 84.295 | 57.099 | 27.196 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 7.777.026 | 7.777.026 | - | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 58.484 | 58.484 | - | - |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen | 2.337.471 | 2.337.471 | - | - |
Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit EUR 15.840.478 (Vorjahr: EUR 7.777.026) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit EUR 22.328.108 (Vorjahr: EUR 58.484) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
9.3.3 Sonstige Preisrisiken
Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen in geringem Umfang. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung des Produktportfolios, welches nachfragebezogen zusammengestellt wird, negativ beeinflussen.
Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren durch eine geschickte Einkaufspolitik die Einstandspreise für die verwendeten Behandlungsmaterialien signifikant senken. Auch für die Zukunft wird mit sinkenden Einkaufspreisen gerechnet. Auch der Handelsbereich wird perspektivisch von eher sinkenden Einkaufspreisen profitieren.
10 Sonstige Angaben
10.1 Haftungsverhältnisse, Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse oder Eventualverbindlichkeiten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Jahresende 2020 EUR 11.964.573 (Vorjahr: EUR 11.310.854), die mit EUR 8.756.921 (Vorjahr: EUR 9.084.642) auf langfristige Verbindlichkeiten und EUR 3.207.652 (Vorjahr: EUR 2.226.213) auf kurzfristige Verbindlichkeiten entfallen.
10.2 Angabe über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von "IAS 24 Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, sowie alle Gesellschaften, die zum Investmentkreis der Muttergesellschaft der M1 Kliniken AG, die MPH Health Care AG (Sitz: Schönefeld), sowie die die MPH Health Care AG beherrschende Magnum AG (Sitz: Schönefeld) gehören, in Betracht. Da die MPH Health Care AG als Investment Entity nach IFRS 10 keinen konsolidierten Konzernabschluss erstellt, wird die M1 Kliniken AG in keinen weiteren Konzernabschluss einer übergeordneten Gesellschaft aufgenommen. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind insgesamt von keiner prägenden Natur für die M1 Kliniken AG. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf den Bezug von Produkten und Leistungen. Ziel dieser Geschäftsbeziehungen ist regelmäßig die Bündelung von Ein- und Verkaufsvorteilen mit den nahestehenden Personen zur Optimierung des Marktauftrittes aller Beteiligter. Die Bezüge und Leistungen hätten in dieser Art auch von anderen, fremden Dritten bezogen werden können.
Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des M1-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahstehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.
Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt.
Als 'Key Management' der M1 Kliniken AG wird der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft betrachtet. Änderungen der betroffenen Personen ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht:
Vorstand
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| Familienname | Vorname | Funktion/Beruf | Vertretungsbefugnis |
|---|---|---|---|
| Brenske | Patrick | Kaufmann | Alleinvertretungsberechtigt; bis 30.11.2020 |
| Dr. von Horstig | Walter | Kaufmann | Alleinvertretungsberechtigt |
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| Familienname | Vorname | Beruf | Funktion |
|---|---|---|---|
| Dr. Wahl | Albert | Wirtschaftsingenieur | Vorsitzender |
| Zimdars | Uwe | Kaufmann | Stellvertretender Vorsitzender |
| Prof. Dr. Dr. Meck | Sabine | Hochschullehrerin | Mitglied |
Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
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| Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen | 31.12.2020 in EUR |
31.12.2019 in EUR |
|---|---|---|
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen | 446.358 | 15.596.352 |
| von Unternehmen, die von Mehrheitsanteilseignern | 446.358 | 15.596.352 |
| beherrscht werden | ||
| an Mehrheitsanteilseigner | ||
| an Aufsichtsräte | ||
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 2.713 | 1.969.256 |
| von Unternehmen, die von Mehrheitsanteilseignern | 2.713 | 1.969.256 |
| beherrscht werden | ||
| von Aufsichtsräten |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2020 EUR 520.784 (Vorjahr: EUR 442.212). Auf den Aufsichtsrat entfielen hiervon insgesamt EUR 30.000 (Vorjahr: EUR 30.000). Auf den Vorstand entfielen EUR 490.784 (Vorjahr: EUR 412.212). Hierin sind variable Zahlungen an den Vorstand der M1 Kliniken AG (bezogen auf Zielkriterien des Geschäftsjahres 2019) in Höhe von EUR 100.000 enthalten (Vorjahr: EUR 107.825). Der Aufsichtsrat erhielt keine variablen Vergütungsbestandteile. Vorstand und Aufsichtsrat erhalten keinerlei Pensionsansprüche.
Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands bestehen nicht.
Weitere Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen bestanden im Geschäftsjahr 2020 nicht.
10.3 Abschlussprüferhonorar
Die Honorare für den Abschlussprüfer für das abgelaufene Geschäftsjahr beliefen sich auf insgesamt EUR 114.938 (Vorjahr: EUR 30.000).
10.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
11 Freigabe des Konzernabschlusses 2020 durch den Vorstand zur Veröffentlichung gemäß IAS 10.17
Der vorliegende Konzernabschluss berücksichtigt alle dem Vorstand bekannten Ereignisse bis zum 19. März 2021.
Berlin, den 19. März 2021
Dr. Walter von Horstig, Vorstand
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die M1 Kliniken AG, Berlin:
Prüfungsurteile
Ich habe den nach IFRS aufgestellten Konzern-Jahresabschluss der M1 Kliniken AG - bestehend aus Konzernbilanz zum 31.12.2020, Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1.01.2020 bis 31.12.2020, Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1.01.2020 bis 31.12.2020, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1.01.2020 bis 31.12.2020, Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2020, Konzernanhang (notes), für die Zeit vom 1.01.2020 bis 31.12.2020 sowie dem Konzernlagebericht geprüft
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Konzern-Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS sowie den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.01.2020 bis zum 31.12.2020 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzern-Lagebericht in Einklang mit dem Konzern-Jahresabschluss, entspricht den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
| ― | Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat. |
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Jahresabschluss und den KonzernLagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses, der den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des KonzernLageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss in Einklang steht, den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den IFRS bzw. den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum KonzernJahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses KonzernJahresabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus:
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| ― | identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzern-Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzern-Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzern-Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der IFRS sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | beurteile ich den Einklang des Konzern-Lageberichts mit dem Konzern-Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzern-Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen." |
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Berlin, 21. April 2021
Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer
Glossar
AMNOG
Deutsches Gesetz zur Neuregelung des Arzneimittelmarktes. Zum 01.01.2011 in Kraft getreten.
Botulinumtoxin
auch Botulinum-Neurotoxin oder Botulin. Der Name stammt aus dem Lateinischen (botulus = Wurst und toxin = Gift) und bezeichnet eine der giftigsten, aber auch wirksamsten therapeutischen Substanzen. Eingesetzt wird es bei Spastiken, Spannungskopfschmerz und Migräne, übermäßiger Schweißproduktion, in der kosmetischen Medizin zur Behandlung mimischer Falten u.v.m.
Cashflow
Eine wirtschaftliche Messgröße, die etwas über die Liquidität eines Unternehmens aussagt. Stellt den während einer Periode erfolgten Zufluss an liquiden Mitteln dar.
EBT
engl. bedeutet earnings before taxes: der Gewinn vor Steuern; Gesamtgewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum.
EBITDA
engl. bedeutet earnings before interest, taxes, depreciation and amortization: zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern werden die Abschreibungen auf Wertgegenstände und immaterielle Vermögenswerte hinzuaddiert.
Hyaluronsäure
zählt zu den resorbierbaren Fillern. Hyaluronsäure ist eine wasserbindende, natürliche Zuckerverbindung, die in der jungen Haut in großen Mengen vorkommt und im Laufe des Lebens zunehmend abgebaut wird. In der ästhetischen Medizin wird es zum Volumenaufbau und bei tiefen Falten eingesetzt.
Dermalfiller
bezeichnen spezielle Füllsubstanzen zum Volumenaufbau von z.B. eingefallenen Wangen oder für die Vergrößerung von Lippen, die sich nach einiger Zeit biologisch wieder vollständig abbauen.
Zulassung
Eine behördlich erteilte Genehmigung, die erforderlich ist, um ein industriell hergestelltes, verwendungsfertiges Arzneimittel anbieten, vertreiben oder abgeben zu können.
Quellen
1 Vgl. BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, Pharma-Daten 2020, S. 6-9
2 Vgl. BPI: Pharma-Daten 2020, S. 12
3 Vgl. BPI: Pharma-Daten 2020, S. 46-50
4 Vgl. IQVIA Marktbericht Classic: Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Dreivierteljahr 2020, S. 7
5 Vgl. IQVIA, Arzneimitteltrends 2018: Einführung und Etablierung neuer Therapien, S. 5
6 Vgl. Pharma Fakten: Die Branche, www.pharma-fakten.de
7 Vgl. BPI: Pharma-Daten 2020, S. 62-63
8 Vgl. IQVIA Marktbericht Classic: Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Dreivierteljahr 2020, S. 3