Quarterly Report • Jun 30, 2023
Quarterly Report
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Finanzbericht: 32677154
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner, liebe Mitarbeitende der LS telcom AG,
wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2022/2023 gestartet. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres entwickelte sich der Umsatz entsprechend den Erwartungen und die Projektabwicklung verläuft planmäßig.
Der Umsatz der LS telcom lag mit EUR 21 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei ist allerdings zu beachten, dass im Vorjahr ein Projekt mit einem außerordentlich hohen Hardware-Anteil durchgeführt wurde und dadurch die Vergleichsbasis für die Umsatzentwicklung verzerrt ist. Wichtig ist, dass wir in unserem strategischen Kernsegment Softwaresysteme eine sehr gute Projektnachfrage hatten und ein Umsatzwachstum von starken 25 % auf EUR 15 Mio. erzielen konnten. In der Berichtsperiode erwirtschafteten wir 71 % der Konzernerlöse mit unseren Softwaresystemen.
Das EBIT ist mit EUR 0,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 1,5 Mio.) erwartungsgemäß rückläufig. Die Entwicklung spiegelt die bereits im Geschäftsbericht 2021/22 dargelegten, erwarteten Belastungen in den Bereichen Personal, Einsatz von externen Software-Spezialisten und Währungseffekten wider.
Bei unserem großen Innovationsprojekt mySPECTRA konnten wir im ersten Halbjahr deutliche Fortschritte erzielen. In Großbritannien konnte mit einem Kunden ein wichtiger Go-Live in Großbritannien realisiert werden -ein bedeutender Meilenstein für die LS telcom Gruppe. Der Kunde kann damit nun einen Antragsdurchlauf seiner Klienten statt in drei Tagen in weniger als einer Stunde realisieren und das bei erheblich reduziertem Personalaufwand. Bei einem weiteren Go-live eines Online-Systems auf Basis der mySPECTRA-Technologie konnte eine tägliche Durchsatzrate von mehr als 1500 Anträgen und damit eine Steigerung von 50 % realisiert werden.
Für die mySPECTRA-Technologie hat LS telcom derzeit zwei Lösungen in der Vermarktung, mySPECTRAcloud und mySPECTRAevo. mySPECTRAcloud nutzt vollständig die neu entwickelten Software-Lösungen. mySPECTRAevo nutzt Teile der neuen Technologien, hat jedoch noch Anwendungen des Kerns der bisherigen Plattform integriert. Einige Kunden präferieren eine Zwischenlösung, bevor sie gegebenenfalls ein Upgrade auf mySPECTRAcloud durchführen. Insgesamt haben sich bisher 14 Kunden für eine der beiden mySPECTRA-Lösungen entschieden.
Im Hardwaresektor führt der vermehrte Einsatz von künstlicher Intelligenz ebenfalls zu neuen Produktvarianten und -lösungen. So wird aktuell ein Pilotprojekt umgesetzt, bei dem unsere smart-AVD, also eine intelligente Auswertung des Funkspektrums auf Anomalien, eine wesentliche Rolle spielt.
In den Vertikalmärkten konnten zahlreiche neue Projekte im Segment Oil & Gas gewonnen und mehrere wichtige Rahmenverträge mit Bestandskunden verlängert werden. Ebenfalls konnten Partnerschaften und Kooperations-Vereinbarungen mit mehreren 5G-Hardware- und Softwareanbietern geschlossen werden, wodurch wir künftig als Erweiterung unseres Portfolios neben den Beratungs- und Planungsleistungen auch die für unsere Kunden am besten geeignete System-Technologie anbieten können.
Unter Abwägung aller Faktoren erwarten wir insgesamt einen weiteren positiven Verlauf im Geschäftsjahr 2022 /2023 und bestätigen unsere Prognose.
Wir bedanken uns bei unseren Aktionären für ihr Vertrauen, bei unseren Kunden dafür, uns auch in diesen komplexen Zeiten treu geblieben zu sein und bei unseren Mitarbeitenden für ihren überaus engagierten Einsatz.
Im Juni 2023
Der Vorstand der LS telcom AG
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Die LS telcom AG (ISIN: DE0005754402; WKN: 575440) mit Hauptsitz in Lichtenau (Baden) ist führender Anbieter von Softwarelösungen und -systemen für die möglichst effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums in allen Funkdiensten. Dabei ist LS telcom als "one-stop-shop" Anbieter positioniert, so dass Kunden zusätzlich zur Software integrierte Systeme und Hardware-Lösungen beziehen können. Zudem nutzt LS telcom ihre Expertise im Bereich Spektrum-Management sowie in der drahtlosen Kommunikation und bietet umfassende Beratungsdienstleistungen an.
Die Lösungen der LS telcom Firmengruppe sowie ihre umfassende Fachkompetenz können über nahezu alle Branchen und Anwendungsgebiete eingesetzt werden. Zu den klassischen Kunden gehören Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien. Mit Fortschreiten der Digitalisierung haben sich die Einsatzfelder um ein Vielfaches erhöht: Logistik, Sicherheitsbehörden, Industrie, Krankenhäuser, Flughäfen, Schiffshäfen sowie viele weitere Branchen.
Zum Produktportfolio gehören insbesondere voll integrierte Frequenzmanagement- und Funküberwachungslösungen, optimale Planung von Funknutzen, Minimierung von Funkstörungen, Implementierung und Optimierung von Netzen sowie Sendersysteme in standardisierten Containerlösungen ebenso wie technische Analyse- und Planungs-Software oder kompetente Beratung in Strategie- und Umsetzungsfragen.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 100 Ländern für Lösungen (Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben.
Zum LS telcom Konzern gehören Tochtergesellschaften und Beteiligungen in allen wesentlichen Märkten, u. a. in Australien, Bosnien und Herzegowina, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Kanada, Südafrika, in den USA und im Mittleren Osten.
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2022 - 31.03.2023 |
Halbjahresfinanzbericht 01.10.2021 - 31.03.2022 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 21.041 | 20.868 |
| EBITDA | 3.413 | 4.050 |
| EBIT | 728 | 1.477 |
| EBT | 432 | 1.381 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 2.262 | 1.450 |
| Cashflow aus Invetitionstätigkeit | -3.149 | -2.857 |
| Konzern-Periodenergebnis (nach Minderheitenanteile) | -352 | 525 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) (nach Minderheitenanteile) | -0,06 | 0,09 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 42 | 39 |
| Mitarbeiteranzahl zum Stichtag | 277 | 266 |
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht zum 31.03.2023 |
Konzern-Abschluss zum 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.675 | 10.052 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 5.234 | 5.707 |
| Sachanlagen | 4.846 | 5.143 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 144 | 339 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 15 | 15 |
| Latente Steuern | 952 | 1.012 |
| 21.866 | 22.268 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 1.660 | 897 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 11.354 | 10.802 |
| Liquide Mittel | 4.927 | 6.753 |
| Ertragsteuerforderungen | 89 | 89 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 2.653 | 1.099 |
| 20.683 | 19.640 | |
| Summe Vermögenswerte | 42.549 | 41.908 |
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht 31.03.2023 |
Konzern-Abschluss zum 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 5.817 | 5.817 |
| Kapitalrücklage | 7.644 | 7.644 |
| Gewinnrücklagen | -129 | -129 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | -537 | -359 |
| Konzern-Bilanzgewinn | 5.013 | 5.365 |
| Eigene Anteile | -49 | -49 |
| Anteile anderer Gesellschafter | -43 | 51 |
| Summe Eigenkapital | 17.716 | 18.340 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Rückstellungen | 231 | 502 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.796 | 4.651 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 762 | 650 |
| Latente Steuern | 3.540 | 2.801 |
| 7.329 | 8.604 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Steuerrückstellungen | 0 | 65 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 142 | 473 |
| Erhaltene Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten | 3.523 | 1.328 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.420 | 2.539 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 5.379 | 3.954 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.040 | 6.605 |
| 17.504 | 14.964 | |
| Summe Schulden | 24.833 | 23.568 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 42.549 | 41.908 |
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2022 - 31.03.2023 |
Halbjahresfinanzbericht 01.10.2021 - 31.03.2022 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 21.041 | 20.868 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 523 | 801 |
| Erhöhung des Bestands an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen |
283 | 53 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.713 | 2.235 |
| Gesamtleistung | 24.560 | 23.957 |
| Materialaufwand | 5.429 | 6.637 |
| Personalaufwand | 11.789 | 10.595 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens |
2.684 | 2.572 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.930 | 2.676 |
| Betriebsergebnis | 728 | 1.477 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | -175 | 33 |
| Zinserträge | 10 | 19 |
| Zinsaufwendungen | -131 | -148 |
| Finanzergebnis | -296 | -96 |
| Ergebnis vor Steuern | 432 | 1.381 |
| Ertragsteuern | 839 | 985 |
| Periodenergebnis | -407 | 396 |
| Währungsdifferenzen | -217 | 118 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -217 | 118 |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | -624 | 514 |
| Zurechnung des Periodenergebnisses | ||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -55 | -129 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | -352 | 525 |
| -407 | 396 | |
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | ||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -94 | -83 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | -531 | 597 |
| -624 | 514 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) in EUR | -0,06 | 0,09 |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert /verwässert) in Tsd. Stück |
5.817 | 5.817 |
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| Halbjahresfinanzbericht | Halbjahresfinanzbericht | |
|---|---|---|
| in TEUR | 01.10.2022 - 31.03.2023 | 01.10.2021 - 31.03.2022 |
| --- | --- | --- |
| Periodenergebnis | -407 | 396 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens |
2.438 | 2.331 |
| + Abschreibungen auf Nutzungsrechte nach IFRS 16 | 246 | 242 |
| -/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern | -14 | -23 |
| +/- Zunahme/Abnahme passive latente Steuern | 758 | 816 |
| +/- Gezahlte Ertragsteuern abzüglich erhaltene Ertragsteuern | 52 | -129 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | -1.308 | -222 |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | -13 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva |
-3.366 | -1.793 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva |
3.863 | -155 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 2.262 | 1.450 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 18 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -3.159 | -2.879 |
| - Auszahlung für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | -15 |
| + Erhaltene Zinsen | 10 | 19 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.149 | -2.857 |
| - Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -235 | -244 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 15 | 23 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten | -1.758 | -1.758 |
| - Gezahlte Zinsen | -131 | -155 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.109 | -2.134 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -2.996 | -3.541 |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -297 | 149 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.751 | 11.410 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 3.458 | 8.018 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Rücklage aus Währungs- umrechnung |
Eigene Anteile | Konzern- Bilanzgewinn |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2021 | 5.817 | 7.644 | -129 | -489 | -49 | 3.382 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 72 | 0 | 525 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.03.2022 | 5.817 | 7.644 | -129 | -417 | -49 | 3.907 |
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| in TEUR | Summe | Anteile fremder Gesellschafter |
Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2021 | 16.176 | 191 | 16.367 |
| Gesamtergebnis | 597 | -83 | 514 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.03.2022 | 16.773 | 109 | 16.882 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Rücklage aus Währungsumrechnung |
Eigene Anteile | Konzern- Bilanzgewinn |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2022 | 5.817 | 7.644 | -129 | -359 | -49 | 5.365 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -178 | 0 | -352 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.03.2023 | 5.817 | 7.644 | -129 | -537 | -49 | 5.013 |
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| in TEUR | Summe | Anteile fremder Gesellschafter |
Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2022 | 18.289 | 51 | 18.340 |
| Gesamtergebnis | -530 | -94 | -624 |
| Ausschüttung an Aktionäre | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.03.2023 | 17.759 | -43 | 17.716 |
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" vom 01.10.2022 bis zum 31.03.2023 erstellt und umfasst die Zahlenangaben zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Angaben zum Ergebnis je Aktie, eine Kapitalflussrechnung sowie den Eigenkapitalspiegel, jeweils mit Vergleichsangaben für den relevanten Vorjahreszeitraum.
Der Bericht basiert auf den Rechnungslegungsgrundsätzen nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Es wurden grundsätzlich dieselben Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden wie im letzten Konzern-Abschluss verwendet.
Aus den Änderungen der IFRS ergeben sich für das Geschäftsjahr keine wesentlichen Änderungen.
Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Ertragsteuern entspricht der im vorangegangenen Geschäftsjahresabschluss verwendeten Methode.
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Gegenüber dem letzten Geschäftsbericht ergab sich keine Änderung im Konsolidierungskreis.
Die Konsolidierung erfolgt nach derselben Methodik, die auch im letzten Jahresabschluss angewandt wurde.
Da dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es werden hier lediglich spezielle Erläuterungen zu den Positionen gegeben, die wesentliche Änderungen der Beträge gegenüber dem letzten Jahresabschluss ausweisen.
Die langfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2022 um TEUR 402 auf TEUR 21.866 gesunken. Dies beruht im Wesentlichen auf dem Rückgang der Geschäfts- und Firmenwerte, der Sachanlagen und der nach Equity-Methode bewerteten Beteiligungen. Der Rückgang der Geschäfts- und Firmenwerte ist ausschließlich den Währungseffekten geschuldet.
Gegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist diese Position um TEUR 763 auf TEUR 1.660 gestiegen. Der Grund hierfür liegt in gestiegenen Vorräten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und den gestiegenen unfertigen Leistungen.
Der Wert dieser Position (TEUR 7.460) ist gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr (TEUR 8.927) um TEUR 1.467 zurückgegangen.
Die liquiden Mittel betragen per 31.03.2023 TEUR 4.927 und liegen damit um TEUR 1.826 unter dem Wert per 30.09.2022. Der Bestand des Finanzmittelfonds beträgt gemäß der Kapitalflussrechnung TEUR 3.458, da hier die liquiden Mittel um die kurzfristigen finanziellen Kontokorrent-Verbindlichkeiten gekürzt wurden. Die Entwicklung dieser Bilanzposition wird im nachfolgenden Zwischenlagebericht im Kapitel "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" im Abschnitt "Entwicklung des Finanzmittelfonds" näher erläutert.
Dieser Bilanzposten (TEUR 2.653) ist um TEUR 1.554 gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 1.099) gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Steuerforderungen.
Diese Position stellt die langfristigen Verbindlichkeiten aus Bankdarlehen und Leasingverträgen dar. Der Rückgang um TEUR 1.855 auf TEUR 2.796 liegt vor allem im gesunkenen langfristigen Anteil an den finanziellen Verbindlichkeiten aus KfW-Darlehen.
Die kurzfristigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen i. H. von insgesamt TEUR 142 sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 538) aufgrund des Verbrauchs kurzfristiger Rückstellungen für Drohverluste sowie des Verbrauchs von Steuerrückstellungen gesunken.
Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 812 sind um TEUR 177 höher als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (TEUR 635 zum 30.09.2022).
Diese Position zeigt nach IFRS 15 die Vertragsverbindlichkeiten, welche um TEUR 1.859 auf TEUR 2.711 gestiegen sind.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtszeitraum von TEUR 2.539 auf TEUR 2.420 gesunken.
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten i. H. von TEUR 5.379 enthalten sowohl den kurzfristigen Anteil aus Leasingfinanzierungen als auch aus Bankdarlehen. Hier ist eine Zunahme um TEUR 1.425 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag zu verzeichnen.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 6.040) sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss um TEUR 565 gesunken. Dies ist vor allem durch geringere Rechnungsabgrenzungen verursacht.
Da dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es sind insofern keine weiteren Erläuterungen notwendig.
Bezüglich der Positionen, die wesentliche Änderungen der Beträge im Vorjahresvergleich aufzeigen, wird auf die Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im nachfolgenden Zwischenlagebericht verwiesen.
Die LS telcom AG ist im ersten halben Jahr 2022/2023 erfolgreich gestartet. Das Marktumfeld ist dabei weiterhin positiv zu bewerten. Es ist eine Verschiebung der Budgets hin zu Verteidigung und Innerer Sicherheit sowie Produktivität zu verzeichnen.
Die Auftragslage ist weiterhin auf hohem Niveau. Bei der Umsetzung der begonnenen Projekte ist LS telcom im erwarteten Korridor.
In den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres erwirtschaftete die LS telcom Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 21.041 (i. V. TEUR 20.868). Der Umsatz lag mit einem Anstieg von rund 1 % leicht über dem Niveau des entsprechenden Vorjahres-Vergleichszeitraums. Zu beachten ist dabei, dass die Umsatzentwicklung im Vorjahreszeitraum von zwei Projekten mit einem außergewöhnlich hohen Anteil an Hardware-Umsätzen geprägt war. Dies wird bei Betrachtung der einzelnen Segmente deutlich. Während das strategische Kernsegment "Softwaresysteme" ein erfreuliches Umsatzwachstum von 25 % erzielte, ging der Umsatz des Segments "Hardwarenahe Systeme" um 48 % zurück. Der starke Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf eine Normalisierung der Geschäftslage zurückzuführen.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steuerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres ca. 13 % zum Gesamtumsatz bei. Im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete das Segment einen Umsatzanteil von 25 %, bedingt durch den außergewöhnlich hohen Hardware-Anteil bei zwei Projekten. Rund 16 % (2021/2022: 17 %) des Halbjahresumsatzes wurden aus dem Segment "Dienstleistungen" erzielt. Nachdem im ersten Halbjahr 2021/2022 das strategisch bedeutsame Geschäftssegment Softwaresysteme temporär nur 58 % zum Konzernumsatz beigetragen hat, lag in der Berichtsperiode der Anteil bei 71 % und damit wieder auf dem durchschnittlichen Level der letzten Geschäftsjahre.
Auf der Ebene der einzelnen Unternehmenssegmente stellt sich die Umsatzverteilung wie folgt dar:
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| in TEUR | Umsatz Halbjahresfinanzbericht 01.10.2022 - 31.03.2023 |
Umsatz Halbjahresfinanzbericht 01.10.2021 - 31.03.2022 |
Veränderung | EBIT Halbjahresfinanzbericht 01.10.2022 - 31.03.2023 |
EBIT Halbjahresfinanzbericht 01.10.2021 - 31.03.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Hardwarenahe Systeme | 2.753 | 5.269 | -48 % | 164 | -255 |
| Dienstleistungen | 3.307 | 3.588 | -8 % | 10 | 341 |
| Softwaresysteme | 14.981 | 12.011 | 25 % | 554 | 1.391 |
| Insgesamt | 21.041 | 20.868 | 1 % | 728 | 1.477 |
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum bei etwa 88 %. Dieser Exportanteil setzt sich zusammen aus 27 % der Umsatzerlöse aus dem europäischen Ausland und 61 % aus den restlichen Regionen.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generatoranlagen, deren Installation und Inbetriebnahme. Während der Umsatz stark gewachsen ist, konnte das Ergebnis nicht im gleichen Verhältnis gesteigert werden, da der Umsatzanstieg teilweise mit einem margenschwachen Projekt erzielt wurde.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus unterschiedlichsten Bereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Zum 31.03.2023 beschäftigte der LS telcom Konzern weltweit 277 Mitarbeitende (als Vollzeitäquivalent gerechnet). Im Vergleich zum Vorjahr (31.03.2022) erhöhte sich die Mitarbeiterzahl damit um 11 Personen und liegt somit über dem Niveau des Vorjahres.
Die Erwartungen bezüglich der Umsatzentwicklung wurden in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres erfüllt.
Der Konzern erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von EUR 21,0 Mio. (i. V. EUR EUR 20,9 Mio.). Die Gesamtleistung liegt mit EUR 24,6 Mio. um ca. 3 % über der des Vorjahrsvergleichszeitraums (EUR 24,0 Mio.).
Bei Betrachtung der Umsatzentwicklung ist zu beachten, dass im Vorjahreszeitraum ein Projekt mit einem außergewöhnlich hohen Hardware-Anteil enthalten ist. Daher gingen in der Berichtsperiode erstes Halbjahr 2022/2023 die Umsätze mit Hardware und Hardwarenahen Systemen um 48 % auf TEUR 2.753 zurück. Das strategische Kernsegment "Softwaresysteme" konnte dagegen die Umsatzerlöse um 25 % auf TEUR 14.981 steigern.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei TEUR 523 gegenüber TEUR 801 im Vorjahr. Der Anteil der Kursgewinne aus Währungsdifferenzen fiel um TEUR 193 niedriger aus als im Vorjahr (31.03.2022).
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2021/2022 sind die aktivierten Eigenleistungen von TEUR 2.235 auf TEUR 2.713 in der Berichtsperiode gestiegen. Die aktivierten Eigenleistungen spiegeln im Wesentlichen den Anteil der Entwicklungsaufwendungen für das mySEPCTRA-Softwaresystem wider, der aktiviert wurde.
Der Materialaufwand ging von TEUR 6.637 im ersten Halbjahr 2021/2022 um ca. 18 % auf TEUR 5.429 zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch das sehr materialintensive Hardware-Projekt aus dem Vorjahr getrieben. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebssstoffe reduzierten sich daher insgesamt um 64 % auf TEUR 1.116 (Vorjahr: TEUR 3.132). Gleichzeitig stiegen die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 23 % auf TEUR 4.312 (Vorjahr: TEUR 3.504). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen die Kosten für externe Softwareentwickler und Service Provider. LS telcom hatte, wie bereits im Vorjahr, auch im ersten Halbjahr 2022/2023 einen hohen Einsatz von externen Softwarespezialisten, um die Entwicklung von mySPECTRA vorantreiben zu können.
Der Personalaufwand weist mit TEUR 11.789 (Vorjahr: TEUR 10.595) gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 11 % aus. Hier schlagen die Neueinstellungen, allgemeine Personalkostensteigerungen sowie einmalige Zuschüsse (z. B. Inflationsausgleichszahlungen) zu buche.
Die Abschreibungen sind mit TEUR 2.684 nur leicht höher als im Vorjahr (TEUR 2.572).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 3.930) sind gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (i. V. TEUR 2.676) um ca. 47 % gestiegen. Hohe nicht-cashwirksame Währungsverluste aus der Konzern-Konsolidierung in Höhe von TEUR 837 sind hier maßgebliche Ursache. Im Vorjahreszeitraum war das Ergebnis positiv durch nicht-cashwirksame Währungsgewinne beeinflusst. Ebenfalls sind die Vertriebs- und Reisekosten aufgrund verstärkter Reisetätigkeiten nach Corona um TEUR 328 gestiegen.
Das Finanzergebnis lag bei TEUR ‑296 (Vorjahr: TEUR ‑96). Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen verringerte sich um TEUR 208 auf TEUR ‑175 aufgrund des negativen Ergebnisses der chinesischen Beteiligung.
Die Ertragssteuern liegen mit TEUR 839 leicht unter dem Vorjahresniveau (i. V. TEUR 985). Der wesentliche Anteil kommt mit TEUR 744 aus den passiven latenten Steuern.
Im Vergleich zum Vorjahr ging das Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 1.477 auf TEUR 728 zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 1.194 gegenüber dem Vorjahreszeitraum, die nochmals gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen um TEUR 808 sowie die negativen Währungseffekte aus Konsoliderung in Höhe von TEUR 837 zurückzuführen.
Das den Aktionären der LS telcom AG zuzurechnende Konzern-Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen beträgt TEUR ‑352 (i. V. TEUR 525), entsprechend einem Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) von EUR ‑0,06 (i. V. EUR 0,09).
Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 3.159 (i. V. TEUR 2.879) getätigt. Darin enthalten sind neben aktivierten Eigenleistungen auch Erhaltungs- und Neuinvestitionen in Sachanlagen sowie Nutzungsrechte nach IFRS 16.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beträgt TEUR 2.262 gegenüber einem Cashflow von TEUR 1.450 im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zum 31.03.2023 verfügt die LS telcom AG über einen Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 3.458 (i. V. TEUR 8.018).
Gegenüber dem Bilanzstichtag 30.09.2022 ist die Bilanzsumme zum Stichtag 31.03.2023 leicht um 1,5 % bzw. um TEUR 641 auf TEUR 42.549 (30.09.2022: TEUR 41.908) gestiegen.
Das langfristige Vermögen reduzierte sich um 1,8 % auf TEUR 21.866 (30.09.2022: TEUR 22.268) und entsprach 51,4 % des Gesamtvermögens (30.09.2022: 53,1 %). Der Rückgang des langfristigen Vermögens um TEUR 402 ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Sachanlagen um TEUR 297 auf TEUR 4.846 sowie auf eine Reduktion des Geschäfts- und Firmenwerts um TEUR 473 auf TEUR 5.234 zurückzuführen. Die immateriellen Vermögenswerte sind bedingt durch anhaltende Investitionen in die Entwicklung der mySPECTRA-Plattform um TEUR 623 auf TEUR 10.675 gestiegen. Die Immateriellen Vermögenswerte entsprachen zum Stichtag 48,8 % des langfristigen Vermögens.
Das kurzfristige Vermögen lag zum Stichtag 31.03.2023 bei TEUR 20.683 und reflektierte 48,6 % des Gesamtvermögens. Der Anstieg um 5,3 % bzw. um TEUR 1.043 gegenüber dem Stichtag 30.09.2022 ist im Wesentlichen durch einen projektbezogenen Anstieg der Vertragsvermögenswerte um TEUR 2.018 auf TEUR 3.894 getrieben. Zum Stichtag 31.03.2023 lagen die liquiden Mittel bei TEUR 4.927 (Stichtag 30.09.2022: TEUR 6.753).
Zum Stichtag der Berichtsperiode lag das Eigenkapital der LS telcom Gruppe bei TEUR 17.716 und damit TEUR 624 unter dem Wert in Höhe von TEUR 18.340 zum 30.09.2022, bedingt durch das negative Ergebnis der Berichtsperiode. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich entsprechend von 43,8 % auf 41,6 %.
Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von TEUR 8.604 auf TEUR 7.329 zum Stichtag 31.03.2023, im Wesentlichen durch den Rückgang der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.855. Die langfristigen Verbindlichkeiten entsprachen 17,2 % der Bilanzsumme (30.09.2022: 20,5 %).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 17 % bzw. um TEUR 2.540 auf TEUR 17.504. Damit erhöhte sich der Anteil an der Bilanzsumme von 35,7 % auf 41,1 %. Wesentliche Treiber waren die projektbezogenen Vertragsverbindlichkeiten (+ TEUR 1.859) sowie die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (+ TEUR 1.425).
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit erhöhte sich in der Berichtsperiode auf TEUR 2.262 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (TEUR 1.450).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei TEUR ‑3.149 (i. V. TEUR ‑2.857), im Wesentlichen getrieben von Investitionen in die Entwicklung der mySPECTRA Plattform.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich von TEUR ‑2.134 im Vorjahreszeitraum auf TEUR ‑2.109 in der Berichtsperiode.
Damit reduzierte sich der Finanzmittelfonds von TEUR 6.751 zu Beginn der Periode auf TEUR 3.458 zum Ende der Periode.
Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement
Hinsichtlich der für den LS telcom Konzern einschlägigen Risiken für die künftige Entwicklung und des im Konzern umgesetzten Risikomanagements wird auf die Ausführungen im letzten Geschäftsbericht 2021/2022 verwiesen.
Die LS telcom Gruppe erzielt nahezu 90 % ihres Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands. Die Gesellschaft ist auf offene Märkte und funktionierende Lieferketten angewiesen. Mögliche Exportbeschränkungen könnten sich negativ auf die Geschäftslage der LS telcom auswirken.
Nach bisherigem Kenntnisstand und auf Basis der im Konzern bereits getroffenen Vorkehrungen geht das Management derzeit davon aus, im zweiten Geschäftshalbjahr die bestehenden Aufträge weitestgehend wie geplant umsetzen zu können.
In der Summe bestehen nach Einschätzung des Vorstands derzeit keine Risiken, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des LS telcom Konzerns akut gefährden könnten.
Es treffen die im Geschäftsbericht 2021/2022 zu den Chancen der künftigen Entwicklung gemachten Ausführungen unverändert zu. Trotz der Unsicherheiten, bedingt durch die hohe Inflation sowie der geopolitischen Risiken infolge des Krieges in der Ukraine, bewertet der Vorstand die Chancen für die künftige Entwicklung des Konzerns weiterhin als sehr gut. Dies wird auch durch den soliden Auftragseingang der vergangenen Monate und den hohen aktuellen Auftragsbestand untermauert.
Der Vorstand sieht insbesondere die folgenden drei Wachstumstreiber für die zukünftige Geschäftsentwicklung:
Erstens: LS telcom erwartet, dass Regulierungsbehörden und Ministerien im Bereich Telekommunikation ihre klassischen Systeme zum Management von Funkfrequenzen und -spektrum, auf Grund der zunehmenden Komplexität und der steigenden Nachfrage nach Spektrumkapazitäten, digitalisieren und durch moderne Software-Systeme ersetzen müssen. Mit mySPECTRA hat LS telcom ein weltweit führendes und modernes System hierfür entwickelt. Mit weltweit mehreren hundert Bestandskunden geht LS telcom davon aus, von dem anstehenden Ersatz- und Upgrade-Zyklus im hohen Maße profitieren zu können.
Zweitens: die Lösungen von LS telcom sind branchenübergreifend einsetzbar. Gleichzeitig werden Funkfrequenzen und Spektrum-Management-Lösungen in immer mehr Anwendungsbereichen benötigt: Industrie, Logistik, Infrastruktur, Sicherheitsbehörden, um nur einige zu nennen. Daher geht der Vorstand davon aus, zunehmend Projekte außerhalb der klassischen Kernmärkte der LS telcom Gruppe gewinnen zu können. Damit werden die Umsatzbasis verbreitert und neue Wachstumsbereiche erschlossen.
Drittens: dürfte die neue geopolitische Lage zu einer steigenden Nachfrage nach LS telcom-Lösungen aus dem Bereich Verteidigung führen.
Mittel- und langfristig werden die Chancen zur künftigen Geschäftsentwicklung im Wesentlichen von den Themen Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Netze für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Funklösungen für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen für die Industrie 4.0 mit all ihren Vertikalmärkten bestimmt.
In der Vergangenheit hatte LS telcom eine hohe Abhängigkeit von Großprojekten. Mit der Erschließung von Vertikalmärkten geht LS telcom davon aus, ihre Abhängigkeit von solchen Großprojekten reduzieren zu können. Dazu beitragen soll insbesondere die neue, innovative mySPECTRA-Lösung. Mit dieser replizierbaren Lösung wird der kundenspezifische Programmieraufwand deutlich reduziert. Damit vollzieht die Gesellschaft langfristig einen Wandel von komplexen Projektlösungen hin zu skalierbaren Produktlösungen.
Eine zusätzliche tragende Säule für das zukünftige Wachstum stellen die wiederkehrenden Erlöse, insbesondere aus Wartungsverträgen dar. Im ersten Halbjahr trugen die wiederkehrenden Erlöse wieder stabil zu den Umsatzerlösen des Segments Softwaresysteme bei. Der Vorstand geht davon aus, in den nächsten Jahren den Anteil der wiederkehrenden Erlöse sukzessive steigern zu können.
Der derzeit im Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand, aus dem sich ab dem Berichtsstichtag neuer Umsatz generieren lässt, beträgt insgesamt EUR 46,1 Mio. (i. V. EUR 47,8 Mio.). Eine planmäßige Projektabwicklung angenommen, lassen sich daraus in den verbleibenden zwei Quartalen des Geschäftsjahres noch Umsatzerlöse von EUR 19,6 Mio. (i. V. EUR 22,8 Mio.) erwirtschaften.
Unter Berücksichtigung dieser Aussichten bestätigt der Vorstand unverändert die Ziele für das Geschäftsjahr 2022/2023: Umsatz von EUR 43,0 Mio. bis EUR 47,5 Mio. und ein Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) von 2,1 Mio. bis EUR 2,6 Mio.
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe.
Im ersten Halbjahr 2022/2023 bzw. 2021/2022 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
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| in TEUR 01.10.2022 - 31.3.2023 | Assoziierte Unternehmen | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8 | 0 | 8 |
| Materialaufwand | 97 | 0 | 97 |
| Sonstige Aufwendungen | 7 | 92 | 99 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 16 | 16 |
| Forderungen | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 84 | 0 | 84 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 11 | 11 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 57 | 57 |
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| in TEUR 01.10.2021 - 31.03.2022 | Assoziierte Unternehmen | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 17 | 0 | 17 |
| Materialaufwand | 208 | 1 | 210 |
| Sonstige Aufwendungen | 0 | 104 | 104 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 17 | 17 |
| Forderungen | 17 | 0 | 17 |
| Verbindlichkeiten | 84 | 0 | 84 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 11 | 11 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 33 | 33 |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
Bei Vorstand und Aufsichtsrat haben sich keine personellen Änderungen ergeben.
Die Zahl der Aktien der LS telcom AG, die von Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen gehalten werden, ist in der folgenden Tabelle ausgewiesen:
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| Zahl der Aktien | 31.03.2023 | 31.3.2022 |
|---|---|---|
| Vorstand | ||
| Dr. Schöne | 1.624.843 | 1.624.843 |
| Dipl.-Ing. Götz | 4.148 | 4.148 |
| Aufsichtsrat | ||
| Dr. Holtermüller | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Wiesbeck | 4.148 | 4.148 |
| Prof. Dr. Burghof | 0 | 0 |
Die Gesellschaft hat keine Aktienoptionen ausgegeben.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 14. Juni 2023
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Dieser Finanzbericht enthält Aussagen und Informationen der LS telcom Gruppe, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind an Formulierungen wie "planen", "erwarten", "beabsichtigen",, "anstreben", "werden", "einschätzen", "davon ausgehen", "Ziel sein" oder ähnlichen Begriffen zu erkennen. Derartige Aussagen wurden aufgrund der derzeitigen Sachlage und derzeitigen Erwartung getroffen und können von der tatsächlichen Entwicklung sowohl positiv als auch negativ mitunter erheblich abweichen. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage sowohl national als auch international, Änderungen der politischen Rahmenbedingungen, Einführung neuer Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen, Änderungen des Investitionsverhaltens in den für die LS telcom Gruppe wichtigen Abnehmermärkten, Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen, Integration von akquirierten Unternehmen sowie weiteren Faktoren. LS telcom übernimmt über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinaus keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu korrigieren bzw. zu aktualisieren.
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| Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2022/2023 | November 2023 |
| Geschäftsbericht 2022/2023 | 31. Dezember 2023 |
| Ordentliche Hauptversammlung in Lichtenau | März 2024 |
Dr. Georg Schöne
CEO
Dipl.-Ing. Roland Götz
COO
Katrin Bleich
Investor Relations
LS telcom AG
Im Gewerbegebiet 31-33
D-77839 Lichtenau
Tel.: +49 (0) 7227 9535 600
Fax: +49 (0) 7227 9535 605
E-Mail: [email protected]
Sitz der Gesellschaft: Lichtenau (Baden)
Registergericht: Mannheim (HRB 211164)
Wertpapierkennnummer ISIN: DE0005754402
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