Annual Report • Dec 18, 2023
Annual Report
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Spektrum-Management | Spektrum-Monitoring | Funknetzplanung | Dienstleistungen
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Überblick nach IFRS 1) | 2022/2023 | 2021/2022 | Differenz absolut |
Differenz relativ in % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsdaten Finanzdaten |
Umsatz | in TEUR | 41.708 | 47.271 | -5.563 | -11,8 |
| Exportquote | in % | 90,0 | 89,0 | 1,0 | ||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) |
in TEUR | 6.146 | 8.719 | -2.573 | -29,5 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | 1.030 | 3.088 | -2.058 | -66,6 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | 702 | 2.671 | -1.969 | -73,7 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | in TEUR | -213 | 1.983 | -2.196 | -110,7 | |
| Investitionen gesamt | in TEUR | 6.241 | 5.547 | 694 | 12,5 | |
| Abschreibungen gesamt | in TEUR | 5.117 | 5.631 | -514 | -9,1 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittel- fonds |
in TEUR | -1.513 | -4.913 | 3.400 | 69,2 | |
| Bilanzdaten | Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) |
in TEUR | 4.927 | 6.753 | -1.826 | -27,0 |
| Bilanzsumme | in TEUR | 41.200 | 41.908 | -708 | -1,7 | |
| Eigenkapital | in TEUR | 17.976 | 18.340 | -364 | -2,0 | |
| Kennzahlen Aktie | Eigenkapitalquote | in % | 43,6 | 43,8 | -0,2 | |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | -0,04 | 0,34 | -0,38 | -111,8 | |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 3,92 | 4,80 | -0,88 | -18,3 | |
| Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 6,10 / 3,80 | 7,40 / 4,57 | |||
| Anzahl der Aktien | 5.817.000 | 5.817.000 | ||||
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) |
in TEUR | 22.803 | 27.922 | -5.119 | -18,3 | |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 0,85 | 1,16 | -0,31 | -26,7 | |
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 286 | 275 | 11 | 4,0 | ||
| Mitarbeiter | Personalaufwand | in TEUR | 23.372 | 21.858 | 1.514 | 6,9 |
1) International Financial Reporting Standards (Internationale Rechnungslegungsregeln)





___ Softwaresysteme
Umsatzaufteilung

Aufträge
57// VI. (KONZERN-)ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

LS telcom ist mit ihren integrierten Softwaresystemen zur effizienten Nutzung des Funkspektrums in allen Funkdiensten, Überwachung des laufenden Funkbetriebs sowie Planung des Einsatzes von Funkspektrum weltweit führender Anbieter. Mit ihren Technologien gewährleistet die Gruppe den störungsfreien und sicheren Betrieb von Funknetzen.
Historisch kommen LS telcoms integrierten Software- und Hardwaresysteme insbesondere bei Regulierungsbehörden und Telekommunikations-Ministerien zum Einsatz. Typische Aufgabenfelder der Produkte sind dabei das Spektrum-Management, das Monitoring der Frequenzen, die optimale Planung, Implementierung sowie Optimierung der Funknetze, die Minimierung von Funkstörungen sowie die Erschließung geeigneter Funkstandorte.
vervielfachen die Einsatzmöglichkeiten von Funk-
Hervorgegangen aus der L&S Hochfrequenztechnik
GmbH im Jahr 1992 feierte LS telcom im abgelau-
fenen Geschäftsjahr ihr 30-jähriges Jubiläum. In
den zurückliegenden dreißig Jahren wurden über
1.000 Projekte in über 100 Ländern erfolgreich
Basis des Erfolgs sind die technologisch
führenden Produkte der Gruppe, für die
seit 2003 mehr als 1.250 Entwicklerjahre
aufgewendet wurden. Damit sieht LS telcom
ihre Expertise und technologischen Kompe-
tenz für Spektrum-Management Lösungen als
weltweit führend an. Die Gruppe ist hervor-
ragend positioniert, um von den globalen Me-
gatrends digitale Transformation, vielfältige
Einsatzmöglichkeiten von intelligenten und smarten Funknetzen, sowie die stetig steigende
Nachfrage nach Funkspektrum-Kapazitäten im ho-
hen Maße partizipieren zu können.
durchgeführt.
netzen. Dadurch haben sich für LS telcom außer-
gewöhnliche Wachstumschancen in vertikalen
Märkten ergeben. In den letzten Jahren ist es der
Gruppe gelungen, neue Kunden in den Bereichen
Logistik, Transport, Flughäfen, Krankenhäuser, Si-
cherheitsbehörden und in der Industrie zu gewin-
Funkspektrum ist eine knappe und begrenzte Res-
source. Mit der steigenden Anzahl an Einsatzmög-
lichkeiten gewinnt die ressourcen-schonende und
effiziente Verwendung des Funkspektrums eine noch höhere und systemkritische Bedeutung. Mit
ihren Lösungen garantiert die LS telcom, dass vor-
handene Spektrum-Kapazitäten effizient und scho-
nend verwendet werden können.
nen.
LS telcoms Technologien und Produktlösungen sind universell ausgelegt. Sie lassen sich daher branchenübergreifend einsetzen.
Neue Technologien und Anwendungen wie 5G, Machine-to-Machine, vernetzte Fahrzeuge, intelligente Verkehrssysteme oder künstliche Intelligenz

vervielfachen die Einsatzmöglichkeiten von Funknetzen. Dadurch haben sich für LS telcom außergewöhnliche Wachstumschancen in vertikalen Märkten ergeben. In den letzten Jahren ist es der Gruppe gelungen, neue Kunden in den Bereichen Logistik, Transport, Flughäfen, Krankenhäuser, Sicherheitsbehörden und in der Industrie zu gewinnen.
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LS telcom ist mit ihren integrierten Softwaresyste-
felder der Produkte sind dabei das Spektrum-
Management, das Monitoring der Frequenzen, die
optimale Planung, Implementierung sowie Opti-
mierung der Funknetze, die Minimierung von Funk-
störungen sowie die Erschließung geeigneter Funk-
LS telcoms Technologien und Produktlösungen
sind universell ausgelegt. Sie lassen sich daher
Neue Technologien und Anwendungen wie 5G,
Machine-to-Machine, vernetzte Fahrzeuge, intelli-
gente Verkehrssysteme oder künstliche Intelligenz
branchenübergreifend einsetzen.
standorte.
men zur effizienten Nutzung des Funkspektrums
in allen Funkdiensten, Überwachung des laufen-
den Funkbetriebs sowie Planung des Einsatzes von
Funkspektrum weltweit führender Anbieter. Mit ih-
ren Technologien gewährleistet die Gruppe den stö-
rungsfreien und sicheren Betrieb von Funknetzen.
Historisch kommen LS telcoms integrierten Soft-
ware- und Hardwaresysteme insbesondere bei
Regulierungsbehörden und Telekommunikations-
Ministerien zum Einsatz. Typische Aufgaben-
Funkspektrum ist eine knappe und begrenzte Ressource. Mit der steigenden Anzahl an Einsatzmöglichkeiten gewinnt die ressourcen-schonende und effiziente Verwendung des Funkspektrums eine noch höhere und systemkritische Bedeutung. Mit ihren Lösungen garantiert die LS telcom, dass vorhandene Spektrum-Kapazitäten effizient und schonend verwendet werden können.
Hervorgegangen aus der L&S Hochfrequenztechnik GmbH im Jahr 1992 feierte LS telcom im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr 30-jähriges Jubiläum. In den zurückliegenden dreißig Jahren wurden über 1.000 Projekte in über 100 Ländern erfolgreich durchgeführt.
Basis des Erfolgs sind die technologisch führenden Produkte der Gruppe, für die seit 2003 mehr als 1.250 Entwicklerjahre aufgewendet wurden. Damit sieht LS telcom ihre Expertise und technologischen Kompetenz für Spektrum-Management Lösungen als weltweit führend an. Die Gruppe ist hervorragend positioniert, um von den globalen Megatrends digitale Transformation, vielfältige Einsatzmöglichkeiten von intelligenten und smarten Funknetzen, sowie die stetig steigende Nachfrage nach Funkspektrum-Kapazitäten im hohen Maße partizipieren zu können.
das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/2023 war von vielfältigen Herausforderungen geprägt.
Weltweit hat sich das wirtschaftliche Umfeld eingetrübt. Die Haushaltssituation in vielen Ländern ist zusätzlich angespannt, da erhebliche Mittel zur Bewältigung von jüngsten Krisen wie der Corona-Pandemie, der weltweit angespannten Sicherheitslage oder stark gestiegener Energie- und Lebenshaltungskosten eingesetzt wurden. Daraus resultierte eine zurückhaltende Auftragsvergabe unserer Kernkunden, was dort zu merklich verlängerten Entscheidungsprozessen führte.
Gleichzeitig sah sich unsere Unternehmensgruppe in Folge der Inflation mit steigenden Kosten, insbesondere für Mitarbeitende und Fremddienstleiter, konfrontiert. In dieser Gemengelage konnten wir unsere ursprünglichen Ziele nicht vollständig erreichen und passten im Verlauf des Geschäftsjahres sowohl unsere Umsatz- als auch EBIT-Prognose an.
Mit einem Umsatz in Höhe von EUR 41,71 Mio. (Vorjahr EUR 47,27 Mio.) konnten wir unseren revidierten Prognosekorridor (EUR 41,0 Mio. bis EUR 43,5 Mio.) erreichen. Das Konzern-EBIT lag am oberen Ende der revidierten Prognosespanne (EUR 0,6 Mio. bis EUR 1,1 Mio.). Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte maßgeblich aus der Volatilität des Segments hardwarenaher Systeme. Hierbei spielte insbesondere ein umfangreiches Kundenprojekt im Geschäftsjahr 21/22 eine entscheidende Rolle, das einen außerordentlich hohen Hardware-Anteil aufwies.
Erfreulich ist, dass wir unseren Wachstumskurs in unserem Kernsegment Softwaresysteme mit einem Umsatzplus von 12 % im Geschäftsjahr 2022/2023 fortsetzen konnten. Dies unterstreicht die steigende Nachfrage nach hochsicheren Systemen und intensiver Digitalisierung, die bei unseren Kunden zunehmend Einzug hält. Wir erwarten, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichneten unsere Softwaresysteme nicht nur eine positive Entwicklung, sondern auch eine verstärkte Ausrichtung auf die Fortentwicklung unserer mySPECTRA-Plattform. Diese Ausrichtung führte zu großen Fortschritten sowie dem Gewinn mehrerer neuer Projekte für unser innovatives System.
Besonders erfreulich war der Erhalt eines strategisch bedeutenden Auftrags im Bereich Drohnen zur Funktionsprüfung und -optimierung kritischer Flugnavigationsinfrastrukturen den wesentlichen Verkehrsflughäfen in Mexiko. Das Projekt wurde gerade zur richtigen Zeit geliefert, nach dem Hurrikan "Otis" in Acapulco, war das lokale Flugnavigationssystem dort nicht mehr einsatzfähig. Ein Hilfsteam von Colibrex konnte dann mittels der gelieferten Drohnen direkt vor Ort Unterstützung bei der Neuvermessung des Systems leisten.
Wir gehen davon aus, dass dieses Projekt und die besonderen Umstände eine Signalwirkung für die Branche generell haben wird.
Des Weiteren konnten wir ein Neuprojekt im Umfang von EUR 4,7 Mio. in Sambia sowie mehrere mySPECTRA-Aufträge in verschiedenen Regionen Afrikas erfolgreich unterzeichnen. Bei dem Auftrag aus Sambia handelt es ich um ein umfangfreiches Spektrum-Monitoring- und Management-System, das die Regulierungsbehörde dabei unterstützen wird, den zukünftigen Anforderungen hin zu einer vernetzten und digitalen Gesellschaft aus regulatorischer Perspektive gerecht zu werden. Das Spektrum-Monitoring-System basiert auf der bewährten LS OBSER-VER-Plattform und umfasst u. a. Monitoring-Feststationen an mehreren Standorten.
Die Zukunft sehen wir äußerst vielversprechend. Mit mySPECTRA haben wir die weltweit innovativste Plattform für Spektrum-Management. Angesichts der anhaltenden Digitalisierung, durch die Funklösungen in immer mehr Sektoren implementiert werden, bleibt das Funk-Spektrum eine begrenzte Ressource, deren effizientes Management von entscheidender Bedeutung ist. Diese Entwicklung wird zweifellos unser Marktpotenzial erheblich steigern.
Ein weiteres wichtiges Projekt bestand darin, die ISO-27001-Zertifizierung vorzubereiten, die die LS telcom AG nach Abschluss des Geschäftsjahres erfolgreich abgeschlossen hat. Hierbei handelt es sich um einen global anerkannten Standard für Informationssicherheitsmanagement.
Der Standard ermöglicht es Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der entwickelten Softwarelösungen auf höchstem Niveau zu halten, was bei unseren Kunden zu einem erheblich verstärkten Sicherheitsgefühl beiträgt. Software, die nach diesem Standard entwickelt und getestet wurde, ist viel schwieriger anzugreifen und kann sich teilweise sogar gegen Eindringlinge wehren.
Außerdem umfasst der Standard die Implementierung effektiver Maßnahmen zum Schutz sensibler Informationen und der IT-Systeme im Unternehmen selbst, was in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert einnimmt. Gerade im Umfeld von Ministerien und Behörden, aber auch für Unternehmen im Bereich Kritischer Infrastruktur und den Vertikalmärkten ist eine solche Zertifizierung ihrer Partner mittlerweile ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Angeboten.
Die derzeitige Lage stellt weiterhin eine Herausforderung dar und die Visibilität ist begrenzt. In Anbetracht dessen planen wir vorsichtig für das neue Geschäftsjahr 2023/2024 und erwarten einen Umsatz zwischen EUR 41,0 Mio. und EUR 45,0 Mio. sowie ein EBIT von TEUR 500 bis EUR 1,2 Mio.
Parallel dazu optimieren wir unsere Kostenstruktur und werden zunächst die Ausgaben für externe Kräfte im Bereich Softwareentwicklung wesentlich reduzieren. Im Rahmen eines laufenden Strategieprojekts identifizieren und beseitigen wir Kostentreiber sowie Wachstumsbremsen. Wir verstärken und fokussieren in diesem Zusammenhang unsere Vertriebsanstrengungen, um neue Projekte in den Bereichen Verteidigung, Vertikalmärkte sowie unseren klassischen Märkten zu gewinnen.
Wir bedanken uns bei unseren Aktionären für Ihr Vertrauen, bei unseren Kunden für Ihre Treue und bei unseren Mitarbeitenden für ihren herausragenden Einsatz.
Im Dezember 2023
Der Vorstand der LS telcom AG
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
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Mit unserer Software, unseren Technologien und Systemen stellen wir sicher, dass alle Spektrum-Nutzer – ob Unternehmen oder Behörden – in allen Industrien & vertikalen Märkten – maxi mal von Funkdiensten profitieren.
Beschleuniger der Digitalen Transformation
Wir beschleunigen die Digitale Transformation. Mit unseren Lösungen werden Innovationen wie Internet of Things, Machine-to-Machine, künstliche Intelligenz, smarte und intelligente Netze
ermöglicht.
Effiziente Nutzung knapper Spektrum-Ressourcen
Spektrum-Ressourcen sind knapp und werden durch technologische Innovationen immer stärker nachgefragt. Unsere Software sorgt für Ressourcenschonenden Einsatz der vorhandenen Spektrum-Kapazitäten und garantiert den sicheren, unterbrechungsfreien Be trieb von mobilen Funkanwendungen.
Wir sind weltweit der Innovationsführer & First-Mover bei integrierten Software-Systemen für Spektrum-Management, Monitoring und Planung.
Spektrum-Ressourcen sind knapp und werden durch technologische Innovationen immer stärker nachgefragt. Unsere Software sorgt für Ressourcenschonenden Einsatz der vorhandenen Spektrum-Kapazitäten und garantiert den sicheren, unterbrechungsfreien Be trieb von mobilen Funkanwendungen.
Innovationsführer & First-Mover
Wir sind weltweit der Innovationsführer & First-Mover bei integrierten Software-Systemen für Spektrum-Management,
Monitoring und Planung.
Mit unserer Technologie – Maximaler Nutzen von Funkdiensten
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(EW^IMGLRIXYRWEYW
Mit unserer Software, unseren Technologien und Systemen stellen wir sicher, dass alle Spektrum-Nutzer – ob Unternehmen oder Behörden – in allen Industrien & vertikalen Märkten – maxi-
mal von Funkdiensten profitieren.
Wir beschleunigen die Digitale Transformation. Mit unseren Lösungen werden Innovationen wie Internet of Things, Machine-to-Machine, künstliche Intelligenz, smarte und intelligente Netze ermöglicht.
die Weltwirtschaft taumelt von einer Krise in die nächste und weltweit operierende Unternehmen wie LS telcom befinden sich seit Jahren ununterbrochen in stürmischem Fahrwasser.
Auch das zurückliegende Geschäftsjahr 2022/2023, welches am 30.09.2023 geendet hat, vollzog sich unter verschärften Rahmenbedingungen infolge kriegerischer Auseinandersetzungen in der Ukraine, Lieferketten- und Inflationsproblemen, Energieengpässen und immer neuen unkalkulierbaren Erschwernissen des internationalen Wirtschaftslebens.
LS telcom hat auch im zurückliegenden Wirtschaftsjahr den Herausforderungen standgehalten, auch wenn die ursprüngliche Umsatz- und Ergebnisprognose während des Geschäftsjahres ein Stück weit zurückgefahren werden musste. Die revidierten Unternehmensziele konnten freilich eingehalten werden.
Die Gesellschaft hat die Gelegenheit genutzt, in neuen Geschäftsfeldern verstärkt Fuß zu fassen, für die die technischen Voraussetzungen in der Vergangenheit geschaffen wurden. Dies betrifft beispielsweise das Drohnengeschäft, in welchem erhebliches künftiges Wachstumspotenzial schlummert. Auch die neue mySpectra Software-Generation wird sich kurz- und mittelfristig endgültig bei den Kunden etablieren und zugleich dazu beitragen, neue Kundenbeziehungen zu akquirieren. LS telcom hat hierfür erhebliche technologische Anstrengungen unternommen und signifikante Investitionen getätigt, die aber unverzichtbar gewesen sind.
Nach der Corona-Pandemie können wir damit rechnen, dass weltweit auf Kundenseite der Prozess der Digitalisierung voranschreitet und der Bedarf nach den innovativen Softwareprodukten von LS telcom beständig wächst. Die erheblichen Investitionen der vergangenen Geschäftsjahre werden sich nachhaltig in Umsatz- und Ertragssteigerungen niederschlagen. Insbesondere Bereiche wie der Sicherheitsmobilfunk und das Internet der Dinge (IoT) haben das inhärente Wachstumspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Es darf damit gerechnet werden, dass die im Augenblick noch bestehende Investitionszurückhaltung insbesondere auf Seiten öffentlicher Auftraggeber wegen derzeit noch anhaltender Unsicherheiten bei der Planung und Bemessung der Budgets sich nach und nach auflösen wird. Die schiere Notwendigkeit, die technologisch innovativsten Produkte anzuschaffen, wird an LS telcom nicht vorbeiführen.
Die derzeitige weltweite multiple Krisensituation bietet mittelfristig auch erhebliche Vorteile für unser Unternehmen, denn das Sicherheitsdenken auf Kundenseite verstärkt sich immer mehr. LS telcom kann die weltweiten Kunden mit hervorragenden Produkten bedienen und darf darauf vertrauen, dass diese auf lange Sicht auf der Kundenseite in zunehmendem Umfang nachgefragt werden.
Das Aufsichtsgremium hat die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben verantwortungsvoll wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet, insbesondere bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder und in weiteren strategischen Fragen. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar, umfassend und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei naturgemäß die Bewältigung der Inflations-, Lieferketten- und Energiekrise, die Sicherstellung der Liquidität des Konzerns und all seiner Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und die Akquisition weiterer zukunftsweisender Projekte. Das Risk-Management und das Risk-Controlling nahmen im zurückliegenden Geschäftsjahr naturgemäß erhebliche Aufmerksamkeit in Anspruch, und auch an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Konzern-Strategie war der Aufsichtsrat während des gesamten Geschäftsjahrs aktiv beteiligt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung umfassend beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 29.11.2022, 13.12.2022, 24.02.2023, 17.05.2023, 16.08.2023, am 29.11.2023 zur Erörterung der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer und Konzern-Abschlussprüfer sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses (Bilanzsitzung) am 11.12.2023 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den Gang
der Geschäfte unterrichten lassen. Die Sitzungen fanden pandemiebedingt und aus Gründen der Praktikabilität teilweise in Form digitaler Videokonferenzen statt; die Aufsichtsratssitzungen vom 17.05.2023, vom 16.08.2023 sowie vom 29.11.2023 wurden als Präsenzsitzungen am Sitz der Gesellschaft abgehalten.
Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahrs durch umfassende monatliche Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung – insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risikomanagement, das Risiko-Controlling, den Stand der Akquisition von in Verhandlungen befindlichen Aufträgen und den Zielerreichungsgrad der Geschäftsplanung – und über sämtliche Vorgänge von besonderer Tragweite und Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig und intensiv, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats haben lückenlos an allen Sitzungen und internen Beratungen des Aufsichtsgremiums teilgenommen.
Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen monatlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditätsund Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner den Soll-Ist-Vergleich im Rahmen der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen, das Cash-Management und den Stand aller wichtigen Vertriebsaktivitäten innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht und sich hierüber in den Aufsichtsratssitzungen zusätzlich ergänzend mündlich berichten lassen. Die jeweiligen Vorstandsberichte sowie die Diskussion hierüber im Aufsichtsrat waren jeweils zentraler Teil der Aufsichtsratssitzungen.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Uberprüfung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Uberwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate
Governance Kodex übernommen. Die Funktionstüchtigkeit und Effizienz des Risikofrühwarn-Systems des LS telcom Konzerns wurde, wie auch in den Vorjahren, im Auftrag des Aufsichtsrats im Rahmen der zurückliegenden Abschlussprüfung und Konzern-Abschlussprüfung 2022/2023 vom Abschlussprüfer und Konzern-Abschlussprüfer überprüft.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen bzw. in Videokonferenzen und im schriftlichen Umlaufverfahren ausführlich behandelt.
Das Kontrollgremium hat in seiner Bilanzsitzung vom 11.12.2023 den Jahresabschluss des Berichtsjahres nach § 172 Satz 1 AktG festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt. Die Unternehmensplanung 2023/2024 sowie die Mittelfristplanung 2023/2024 bis 2027/2028 wurden vom Aufsichtsrat durch Beschlussfassung im Umlaufverfahren am 05.12.2023 nach ausgiebiger interner Beratung verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
· die Weiterentwicklung der konzernweiten Digitalisierung
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat nach Empfehlung D.13 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Rahmen einer gründlichen Analyse durch Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 11.12.2023 eine Selbstbeurteilung der Wirksamkeit seiner Aufgabenerfüllung vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesem schnell, kompetent, unkompliziert und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2023, wurden durch die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Testat versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Die Abschlussprüfer haben im Rahmen der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 11.12.2023 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Schon zuvor hatte der Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzung vom 29.11.2023 unter Einbeziehung des Vorstands eine gründliche Analyse und Diskussion der Prüfungsberichte für den AG-Einzelabschluss der LS telcom AG nach HGB sowie für den Konzern-Abschluss nach IFRS vorgenommen. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über jegliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat die Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse un verzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass diese ihn informieren und im Prüfungsbericht vermerken, wenn sie bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen
sollten, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen und sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits umfassend und detailliert Rechenschaft abgelegt wird. Der Aufsichtsrat hat im Anschluss daran die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers durch Beschluss vom 29.11.2023 festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt.
Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden, erneut herausfordernden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Auf das Engagement, den vorbildlichen Einsatz und die Kreativität unserer Mitarbeiter dürfen wir mit Recht stolz sein und auch in Zukunft bauen.
Stuttgart/Lichtenau, den 13. Dezember 2023
Dr. Winfried Holtermüller Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG

Abdeckung aller Bereiche des Funk-Spektrum-Ökosystems: Software, Hardware, Beratung & Professional Services, Integrierte Systeme.
Unsere Produkte lassen sich universell einsetzen. Neben den traditionellen Kunden aus dem öffentlichen Sektor erhöhen wir den Kundenbe-
Basis des weltweiten Erfolgs der LS telcom Gruppe ist ihre Technologie-Führerschaft für Spektrum-Management Softwaresysteme. Die Wahrung und der Ausbau unserer unerreichten Technologievorsprungs steht im Mittelpunkt un-
LS telcom baut kontinuierlich den Anteil der Wartungsverträge aus und steigert damit die
wiederkehrenden Erlöse stetig.
stand in neuen Zielmärkten.
Technologie-Führerschaft
Branchen
seres Handelns.
Erlöse

Die Lösungen der LS telcom können in nahezu allen Industrien, Behörden, Ministerien und Branchen sowie für eine Vielzahl unterschiedlicher Applikationen eingesetzt werden.

Wir haben ein globales Netzwerk an Tochterunternehmen, Joint Ventures und Partnerschaften, um in unseren wichtigsten Märkten lokal präsent zu sein.

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Abdeckung aller Bereiche des Funk-Spektrum-Ökosystems: Software, Hardware, Beratung &
Die Lösungen der LS telcom können in nahezu allen Industrien, Behörden, Ministerien und Branchen sowie für eine Vielzahl unterschiedlicher
Branchen- und Sektorenübergreifende
Wir haben ein globales Netzwerk an Tochterunternehmen, Joint Ventures und Partnerschaften, um in unseren wichtigsten Märkten lokal prä-
Applikationen eingesetzt werden.
sent zu sein.
Lösungen
Professional Services, Integrierte Systeme.
Unsere Produkte lassen sich universell einsetzen. Neben den traditionellen Kunden aus dem öffentlichen Sektor erhöhen wir den Kundenbestand in neuen Zielmärkten.

Basis des weltweiten Erfolgs der LS telcom Gruppe ist ihre Technologie-Führerschaft für Spektrum-Management Softwaresysteme. Die Wahrung und der Ausbau unserer unerreichten Technologievorsprungs steht im Mittelpunkt unseres Handelns.

LS telcom baut kontinuierlich den Anteil der Wartungsverträge aus und steigert damit die wiederkehrenden Erlöse stetig.
Die LS telcom AG ist die Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns und steuert dessen operatives Geschäft.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2023 an der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, an der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, an der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, an der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, an der LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/ Australien, an der Colibrex GmbH, Rheinmünster, und an der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, an denen die LS telcom AG als Alleingesellschafterin jeweils 100 % der Anteile hält. Daneben bestehen Beteiligungen an der LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/Indien, mit 90 %, an der Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore) in Beirut/Libanon, mit 90 %, an der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, mit 51 %, an der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, mit 49 %, an der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China, mit 40 %, an der SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina, mit 48 % sowie an der Bietergemeinschaft LS telcom AG & FSP-services GmbH, Lichtenau, mit 50 %.
Die LS telcom AG unterhält zudem Niederlassungen in Dresden und Budapest.
lm Folgenden werden die Geschäftstätigkeiten wichtiger Tochtergesellschaften beschrieben.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Systemlösungen und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada und Lateinamerika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient primär den französischsprachigen Markt mit Kundenschwerpunkten bei Funkfrequenzadministrationen in Frankreich und Afrika.
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Planungs- und Ingenieursleistungen in Afrika und unterstützt zudem die Realisierung von Hardwareprojekten, den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert und entsprechende Messkampagnen im südlichen Afrika und in den USA erfolgreich und mit wachsendem Erfolg durchgeführt.
Die Vision2Comm GmbH mit Sitz in Lichtenau konzentriert sich auf innovative Funkmess- und Monitoringlösungen als Dienstleistung ("as-a-Service"). Die angebotenen Leistungen umfassen u. a. die Untersuchung und Ortung von Funkstörungen, die Definition geeigneter Messtechnik und -methoden, die Durchführung des Messbetriebs selbst sowie die Analyse und Auswertung der erfassten Messdaten. Zudem werden Projekte zur Integration und Realisierung von Funkanlagen durchgeführt. Hauptfokus der Vision2Comm sind Nutzer von Funkfrequenzen in sogenannten Vertikalmärkten.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Rheinmünster vermarktet vor allem neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu entwicklungstechnisch eng mit dem hardwarebasierten Geschäftsfeld der LS telcom AG sowie auf der operativen Seite mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen. Colibrex identifiziert und bearbeitet Märkte, strukturiert die Dienstleistungen und übernimmt das Produkt-Management und die Abstimmung mit den Entwicklungspartnern für die Entwicklung neuer Produkte.
Die RadioSoft Inc. mit Hauptsitz in Clarkesville, Georgia/USA, erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen, wozu auch Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden, Rundfunknetzbetreiber und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe gehören. Zudem vermarktet RadioSoft im US-amerikanischen Markt das bestehende und teils spezifisch an den US-Markt angepasste Produktportfolio der LS telcom Gruppe, insbesondere Messdienstleistungen, Funkplanungs- und Funkmesssysteme.
Die LS telcom UK Ltd. in London betreut insbesondere die relevanten Märkte im Vereinigten Königreich und vertreibt dort das gesamte Produktportfolio der LS telcom AG. Das Spektrum-Beratungsteam von LS telcom UK Ltd. verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Regulierungsbehörden sowie einer Reihe von Frequenznutzern und erbringt weltweit Spektrum-Consulting und Trainings-Dienstleistungen mit globaler Perspektive.
Die Beteiligung der LS telcom AG an der LST Middle East FZ-LLC in Dubai beträgt unverändert 49 %, wobei LS telcom im Geschäftsjahr 2015/2016 mit einem davon abweichenden 60 % Anteil an den Stimmrechten die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat. Entsprechend wird diese Beteiligung im Konzern-Abschluss seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 voll konsolidiert. Von dieser Beteiligung aus erfolgt auch der maßgebliche Vertrieb der LS telcom-Produkte in den gesamten arabischsprachigen Raum und die zugehörige lokale Projektunterstützung.
Die LS telcom Australia Pty Ltd mit Sitz in Sydney/Australien wurde als 100 % Tochter der LS telcom AG im Geschäftsjahr 2018/2019 gegründet und kümmert sich um die Betreuung der bestehenden Kundenprojekte in Australien sowie die Weiterentwicklung der Geschäfte mit LS telcom-Produkten in Australien, Neuseeland und den Pazifik-Staaten.
Die LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, mit Sitz in Mumbai/Indien, wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 gegründet. Die Dienstleistung umfasst die Vermarktung und den Vertrieb des bestehenden Produktportfolios der LS telcom auf dem indischen Subkontinent. Zudem erbringt sie Dienstleistungen im Bereich der Web- und Mobile-App-Entwicklung. Einzelne Teilgruppen sollen dezidiert Produkten oder Projekten zuarbeiten. Die LS telcom AG ist mit 90 % an der LS Spectrum Solutions Pvt Ltd beteiligt.
Die Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore) mit Sitz in Beirut/Libanon wurde zum 01.10.2021 gegründet. Die LS telcom AG ist mit 90 % an der Tochter im Libanon beteiligt. Wesentliche Aufgabe der Gesellschaft ist die Softwareentwicklung sowie die Betreuung der Kunden im Mittleren Osten und Mittelmeeranrainerstaaten.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben entwickelt die NG Networks Co., Ltd. auch eigene Softwareprodukte, die im Wesentlichen für den chinesischen Markt optimiert sind. Uber die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an diesen von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten gesichert. Es handelt sich hierbei um spezielle Planungslösungen u. a. auch für LTE- und 5G-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.
An der SlivaCom d.o.o. mit Sitz in Banja Luka/Bosnien und Herzegowina, hält die LS telcom AG einen Anteil von 48 %. Die SlivaCom d.o.o. wurde im Mai 2021 gegründet. Sie erbringt für die LS telcom AG Hard- und Software-Entwicklungsdienstleistungen und stellt einen Messplatz für Antennenmessungen zur Verfügung. Kernaufgabe zu Beginn ist die Optimierung bestehender Antennensysteme der LS telcom AG.
In den folgenden Abschnitten stehen die Begriffe LS telcom oder LS telcom Gruppe für den LS telcom Konzern. Passagen, die sich explizit auf die Einzelgesellschaft der AG beziehen, werden mit LS telcom AG bezeichnet
LS telcom ist weltweit der führende Anbieter von integrierten Softwarelösungen für die effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums. Dazu gehören insbesondere das Management und die Uberwachung des Funkfrequenzspektrums sowie die Planung der entsprechenden Funknetze. Darüber hinaus ist LS telcom als "one-stop-shop"-Anbieter positioniert und bietet neben dem Kerngeschäft der Softwaresysteme zusätzlich Hardware-Lösungen, Beratungsdienstleistungen und integrierte Systeme an.
Im Kerngeschäft realisiert LS telcom Projekte, um die Softwarelösungen in die Systeme des Kunden implementieren und zu integrieren. Dabei erzielt LS telcom Lizenzerlöse, Beratungshonorare, Umsätze mit Hardware sowie Erlöse mit Wartungsverträgen.
In einer zunehmend digital vernetzten Welt optimiert LS telcom die Frequenzverwaltung und -nutzung und stellt sicher, dass alle Frequenznutzer maximal von Funkdiensten profitieren. Die Positionierung als "onestop-shop"-Anbieter zeigt sich insbesondere darin, dass LS telcom mit ihrem Produktportfolio aus Beratungsdienstleistungen sowie integrierten Soft- und Hardwaresystemen die gesamte Wertschöpfungskette in der Nutzbarmachung des Funkspektrums abdeckt.
Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenzressource, die Planung von zuverlässigen, hochverfügbaren, sicheren und kosteneffizienten Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt.
Mit ihrem Software, Hardware und Beratungsdienstleistungen umfassenden Produktportfolio befindet sich LS telcom nach eigener Einschätzung in einem Markt mit vielversprechenden Wachstumsoptionen.
Funkfrequenzen zur drahtlosen Übertragung von Sprache und Daten werden beispielsweise von Rundfunk und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, Richtfunk, Satellitenverbindungen und für die funkbasierte Steuerung von Geräten, Maschinen und Anlagen im sogenannten "Internet of Things" genutzt.
Weltweit - in Industrieländern ebenso wie in aufstrebenden Volkswirtschaften - führt der beständig steigende Bedarf an Sprach- und Datenkommunikation zu stetigem Ausbau der Netze und damit zu einer kontinuierlichen Verknappung des freien Funkspektrums. Treiber dieser Entwicklungen ist insbesondere die Einführung neuer leistungsfähigerer Funktechnologien (z. B. GSM -> UMTS -> LTE -> 5G). Die effiziente Planung und Verwaltung dieser begrenzten Ressource wird deshalb nach Einschätzung der LS telcom immer wichtiger.
Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so nachhaltig und für ihre Belange so förderlich wie möglich ausschöpfen zu können, benötigen Regulierungsbehörden, Funknetzbetreiber und die Nutzer des Funkspektrums nicht nur spezielle Software- und Dienstleistungsangebote zur Planung und zum Management der Funknetze, sondern auch entsprechende Messsysteme zur Kontrolle und Optimierung der Spektrumnutzung.
Auch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente Kommunikationskomponenten, die modernste Technologien wie dynamischen Spektrumszugang nutzen, also die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetsten Funkfrequenzen selektieren, bedarf entsprechend unterstützender, leistungsfähiger Infrastruktur und Datenbankdiensten im Hintergrund.
Daneben erwächst mit flächendeckender Nutzung der Frequenzen und Technologien in allen Lebensbereichen ein immer stärkerer Druck, den störungsfreien, gesicherten Betrieb durch engmaschige Messtechnik an kritischen Brennpunkten wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Einkaufszentren sowie für systemrelevante Anwendungen weitreichend zu garantieren.
Das standardisierte Produktportfolio der LS telcom kann für nahezu jede Funklösung und in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu Daten-, Sicherheits-, TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab.
Die LS telcom AG hat ihren Sitz in Lichtenau (Baden) und unterliegt als deutsche Gesellschaft dem deutschen Aktienrecht. Der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung sind die Organe der Gesellschaft. Die LS telcom AG hat ein duales Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat - Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle sind dementsprechend streng voneinander getrennt.
Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes unter Berücksichtigung der Belange aller relevanten Stakeholder wie Aktionäre, Arbeitnehmer, Lieferanten, Kunden, Dienstleister und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Parteien. Zudem strebt der Vorstand an, die externen Effekte auf Umwelt und Gesellschaft zu minimieren.
Der Vorstand besteht aus zwei Vorständen. Jedes Mitglied ist für seinen Aufgabenbereich gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands verantwortlich. Der Gesamtvorstand hat jedoch eine gemeinschaftliche Verantwortung für die Geschäftsleitung des Kon-
zerns. Im Rahmen dieser Gesamtverantwortung arbeiten die Vorstände in ihrem jeweils zugewiesenen Aufgabenbereich kollegial und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen. Der Vorstand ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zuständig und stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat der LS telcom AG regelmäßig über die gesetzlichen Berichterstattungspflichten hinaus über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und Konzerns. Er übt keine Geschäftsführungsfunktion aus, der Vorstand darf jedoch bestimmte Geschäfte und Maßnahmen nicht ohne die Zustimmung des Aufsichtsrats ausführen. Dem Aufsichtsrat der LS telcom AG gehören derzeit drei Mitglieder an, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat tritt mindestens einmal pro Kalenderquartal zusammen
Die Dienstleistungen und Systemlösungen (bestehend aus Software und Hardware) werden von LS telcom für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen konzipiert, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um Telekommunikationsdienstleistungen anbieten zu können. Da die Lösungen der LS telcom branchenübergreifend eingesetzt werden können, werden die Systemlösungen verstärkt auch von Behörden, Verkehrs-, Transport-, Versorgungsund Industrieunternehmen nachgefragt, die als professionelle Anwender von Funksystemen in ihrem Kerngeschäft Produktivitätssteigerungen oder sonstige Vorteile erzielen können.
LS telcom ist weltweit aktiv. Die internationale Kundschaft der Unternehmensgruppe legt neben einer sorgfältigen Implementierung der von ihnen gewünschten Lösung auch großen Wert auf eine weitergehende, langfristige Unterstützung in den Bereichen Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produk-
te an neue technische Entwicklungen. Somit sind in der Regel die Beziehungen der LS telcom zu ihren Kunden langfristig ausgerichtet.
Um die Nähe zu Kunden sicherzustellen, unterhält LS telcom in den wichtigsten Märkten über Tochtergesellschaften oder Beteiligungen eine eigene lokale Präsenz.
Die Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, die Nutzung der limitierten Ressource "Funkspektrum" nachhaltig, wirtschaftlich und effektiv zu gewährleisten. Dazu gehört die Erstellung eines geeigneten nationalen Frequenznutzungsplans, auf dessen Grundlage Funklizenzen zu erteilen sind. Darüber hinaus ist die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und gegebenenfalls durchzusetzen. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien.
Die Systeme der LS telcom versetzen Behörden in die Lage, nicht nur softwareseitig die diversen Geschäftsprozesse in den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung zu automatisieren. Die integrierten Lösungen der LS telcom ermöglichen zudem, durch den Einsatz entsprechender intelligenter Messtechnik, die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu überwachen und Funkstörungen im Betrieb der Netze zu vermeiden.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 100 Ländern für die Softwarelösungen, Hardware-Produkte, Beratungsleistungen, Systeminstallationen und integrierte Software- und Hardware-Systeme von l Stelcom entschieden haben
Funknetzbetreiber optimieren mit den Software- und Hardware-Lösungen von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze. Ziel dabei ist stets, den Aufbau möglichst wirtschaftlich und innerhalb kürzester Zeit bei gleichzeitiger Maximierung der Verfügbarkeits- und Versorgungsziele durchzuführen.
Sie sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für
LS telcom hat spezielle Softwarepakete und Messtechnik (u. a. drohnenbasiert) entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyse- und Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind. Zudem vermarktet und integriert LS telcom Systemtechnik für Rundfunk und Mobilfunk von etablierten Herstellern. Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen diese Lösungen von LS telcom für die verschiedensten analogen und digitalen Systemtechnologien ein.
Zu den Kunden zählen "klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk- sowie Point-to-Multipoint-Netzen (PMP).
Professionelle Anwender haben hohe und vielfältige Anforderungen an ihre mobilen Kommunikationslösungen. Diese müssen sich optimal an betriebliche Organisations- und Kommunikationsstrukturen anpassen, hohe Sicherheit der Informationsübermittlung hinsichtlich Verfügbarkeit und Integrität gewährleisten und nicht zuletzt auch wirtschaftlich zu betreiben sein. Typische Anwendungsbereiche und Branchen sind insbesondere: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Transport und Verkehr, Ver- und Entsorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie Industrieunternehmen.
Die eingesetzten professionellen Funklösungen gewährleisten eine ausfallsichere Notfallkommunikation, stellen einen reibungslosen Betriebsablauf sicher und werden zur Steuerung betrieblicher Abläufe, Uberwachungsaufgaben, Flottenmanagement, Telemetrie, Ortung, Navigation und Datenübertragung eingesetzt.
Die Softwareprodukte der LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Dedizierte Hardwareprodukte, vor allem Mess-, Monitoring- und Ortungssysteme, unterstützen die Kunden bei der Kontrolle und Sicherstellung der Einhaltung der entsprechenden Nutzungsregularien des Radiospektrums.
Darüber hinaus werden die Kunden auch durch eine Vielzahl von Beratungs- und Planungsleistungen beim Design, der Realisierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte unterstützt.
Servicedienstleistungen, wie Unterstützung bei der Neubeantragung und Erneuerung von Funklizenzen für Einzelpersonen und Firmen oder der Sicherstellung der notwendigen spektralen Reinheit für die Funkinfrastruktur an Kommunikations-Hotspots, runden das Portfolio ab.
Die Softwarelösungen sind auf die Bedürfnisse von Funknetzbetreibern und Regulierungsbehörden zugeschnitten.
Bei den Softwarepaketen von LS telcom handelt es sich nicht um Insellösungen, sondern um eine aufeinander abgestimmte Programmarchitektur, die kundenspezifisch angepasst werden kann.
Häufig löst der Erwerb eines einzigen LS-Tools den Investitionswunsch nach einer ganzen Tool-Palette aus. Dabei verkauft LS telcom nicht nur die Softwarelizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme und übernimmt die Schulung der Nutzer.
Ein wesentlicher Kundennutzen besteht aus Sicht des Vorstands darin, dass mit Hilfe der Softwarepakete von LS telcom nicht nur die Anzahl der in einem Gebiet benötigten Sendestationen, sondern auch die zur effizienten und wirtschaftlichen Planung des Netzes benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert wird. Die Funknetzbetreiber können dadurch nach Einschätzung der LS telcom erhebliche Einsparmöglichkeiten beim Aufbau ihrer Funknetze realisieren.
LS telcom sieht eine ihrer Kernkompetenzen im Bereich Hochfrequenztechnik und in der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte Know-how in diesen Bereichen nutzt LS telcom, um innovative und leistungsstarke Programme umzusetzen, laufend Anpassungen an aktuelle Trends durch ein Team von Spezialisten aus Nachrichtentechnikern, Ingenieuren, Informatikern, Physikern und Mathematikern vorzunehmen.
Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechnungen, -dimensionierungen und -analysen über Versorgungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert werden.
Die Software erlaubt daneben die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen.
Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Nahund Weitverkehrsnetze per Richtfunk oder PMP-Technologien, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren können und beispielsweise bei Zugangsnetzen, zur Anbindung von Mobilfunk-Basisstationen oder Überbrückung der "letzten Meile", verwendet werden. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt, welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird.
Speziell für Regulierungsbehörden bietet die Software von LS telcom mit SPECTRAplus und jetzt auch dem vollständig neu entwickelten Nachfolger mySPECTRA seit 1995 ein inzwischen vollautomatisiertes Workflow- und Dokumenten-Management-System an, mit dem das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden kann. Zusätzlich können Interferenzberechnungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie deren Genehmigung und Zuweisung ist eine im Standardpaket von LS telcom enthaltene Funktion. Die SPECTRA-Pakete decken zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordinierung von Feldtests und die Rechnungserstellung ab. Die Funktionalität des vollautomatisierten Systems wurde im Geschäftsjahr 2020/21 durch mySPECTRA auf eine komplett neue technische Plattform gehoben. Diese ermöglicht das Arbeiten in einer modernen, webbasierten Umgebung und unterstützt bei Bedarf auch neue Technologien, wie den Betrieb in einer Cloud. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge die speziellen Softwarelösungen der LS telcom. Durch die Nutzung webbasierter Anwendungen wird die digitale Transformation hin zu e-Government speziell bei öffentlichen Behörden unterstützt.
Auch der vor wenigen Jahren neu gegründete Arbeitsbereich Künstliche Intelligenz konnte enorme Fortschritte vorweisen. Die ersten Module haben bereits ihren Weg in die oben genannten Standardprodukte gefunden und haben den Funktionsraum der Software z. B. um Signalanalyse und Antennensynthese erweitert.
Im Folgenden werden die wichtigsten Softwarelösungen der LS telcom aufgeführt.
SPECTRAplus war bisher die klassische Kernlösung der LS telcom für effizientes Spektrum-Management. Es ist ein automatisiertes und integriertes Software-System, das alle notwendigen Funktionalitäten in den Bereichen Administration, technische Prozesse und Planungen abbildet.
mySPECTRA ist das vollständnig neu entwickelte Software-System für Spektrum-Management. Im Vergleich zu SPECTRAplus ist der Funktionsumfang deutlich erweitert. Ziel ist es, dass auf Basis eines hohen Standardisierungsgrades kundenspezifische Einstellungen und Konfigurationen über Parameter durchgeführt werden können und damit ein Großteil der aufwendigen kundenspezifischen Programmierarbeiten entfallen. Das System ist automatisiert und webbasiert. Es kann komplett über eine Cloud-Lösung betrieben werden. Gleichzeitig sind je nach Kundenwunsch auch hybride Lösungen und on-premise Installationen möglich.
SPECTRAmil ist für den Einsatz im Verteidigungssektor konzipiert und kann für taktisches Frequenz-Management, strategisches Spektrum-Management, elektronische Abwehr und Planungen eingesetzt werden.
CHIRplus_BC ist bereits seit den 90er Jahren der weltweite Marktführer für den Bereich Radio- und TV-Ubertragung sowie für die optimierte Frequenznutzung und wird für eine große Nutzercommunity permanent weiterentwickelt.
Die CHIRplus_NGN Software wird eingesetzt, um Interferenzen insbesondere im Mobilfunkbereich, speziell der vierten bis sechsten Generation, analysieren zu können.
CHIRplus_TC unterstützt Mobilfunk- und Richtfunkbetreiber dabei, ihre Standorte zu planen und zu optimieren und ist in diversen Generationsschritten bereits seit mehr als 25 Jahren am Markt. Es ist ein Tool, um das Design und die Planung von Mobilfunk-Netzwerken effizient durchführen zu können
LS OBSERVER CMS ist ein Teil des gesamten LS Observer Konzepts, das aus Messhardware sowie der Steuerungs- und Analysesoftware besteht. Mit Observer CMS lässt sich das Frequenz-Spektrum effizient überwachen, Messauswertungen über den Standort einer Störungsquelle sogar für vergangene Zeiträume durchführen und strukturierte Analysen umsetzen. Es besteht aus einer zentralen Einheit, die mit beliebig weltweit verteilten Kontrolleinheiten, sogenannten Sensoren, verbunden ist.
SpectrumMap ist ein cloudbasiertes Big-Data-System, das Daten von Uberwachungs- und Monitoring-Geräten sammelt und mit den Informationen zu Sendereigenschaften aus der SPECTRA-Datenbank zu einer einzigartigen, zeitabhängigen Sicht der Spektrallandschaft auf einer digitalen Karte verschneidet.
Der Bereich Dienstleistungen umfasst das Beratungsund Professional Service-Geschäft der LS telcom. Dabei nutzt LS telcom ihr vorhandenes Wissen auf dem Gebiet des Funkspektrums, der Netzplanung und des Netzaufbaus und verlängert ihre Wertschöpfungskette um Beratungs- und Ingenieusdienstleistungen. Bei den durchgeführten Kunden-Projekten handelt es sich oftmals um unabhängige, d. h. vom Kerngeschäft der Software-Services losgelöste Aktivitäten.
Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist aus Sicht von LS telcom deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher beim Design, ebenso wie bei der Planung, der Realisierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen, der Konzeptentwicklung über die Erarbeitung der gesamten System-, Versorgungsund Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl von geeigneten Sendestandorten.
Auch die strategische Beratung, beispielsweise bei der Auswahl der Funktechnologie, oder die Begleitung von Beschaffungsverfahren für die komplette Netzinfrastruktur, einschließlich der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und der Auswertung der Angebote, gehören zum Kompetenzbereich der LS telcom-Experten. Redundanzkonzepte, soziodemografische Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum ab, das für nahezu jeden Bereich der Telekommunikation angeboten werden kann.
Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio wird im Bereich Spektrum-Consulting für internationale Inte-
ressenverbände, Ministerien und Regulierungsbehörden außerdem ergänzt durch allgemeine Implementierungs- und Prozessberatung oder das spezialisierte Consulting bezüglich zukünftiger Frequenznutzungskonzepte, der Entwicklung und Uberarbeitung umfassender Frequenzpläne, der Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und der Definition neuer Lizensierungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum.
Die "LS telcom Training Academy" bietet zusätzlich zu Grund- und Fortgeschrittenenkursen für LS telcom-Software in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß Seminar-Kalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket in der "LS telcom Training Academy" in Lichtenau gebucht werden. Ein zunehmender Teil der Kurse wird auch als Online- Seminar webbasiert angeboten. Das Online-Angebot wird wegen der weltweiten Reisezurückhaltung nach Covid und zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks mittlerweile auch sehr gut von den Kunden angenommen.
Ergänzend zu den reinen Softwareprodukten und reinen Dienstleistungen baut der LS telcom Konzern sein Produktportfolio um hardwarenahe Systeme beständig weiter aus. Diese integrierten Lösungen schließen sowohl LS telcom-Software und -Knowhow als auch Hardwarekomponenten mit ein.
Bei der LS telcom AG in Deutschland befasst sich das Geschäftsfeld "Monitoring Hardware Systeme" mit Messsystemen zur Kontrolle der Spektrum-Nutzung. Hier werden nicht nur komplette landesweite Radio Monitoring-Systeme konzipiert und umgesetzt, sondern auch neue Produkte, wie beispielsweise vernetzbare Sensoren für Langzeitmessungen von Funksignalen mit intelligentem Datenmanagement, entwickelt, um in der riesigen Datenmenge die wirklich relevanten Ereignisse zielgerichtet entdecken zu können. Ein Produkt in diesem Umfeld ist das Ortungssystem "DF Time Travel®", das Signale aus dem gesamten Spektrum aus allen Richtungen nahezu gleichzeitig erfasst und diese Information abspeichert. Damit lässt sich für jedes erfasste Signal, auch solche aus der Vergangenheit, eine Richtung ermitteln und mit mehreren dieser Ortungsstationen eine Ortsbestimmung für solche Signale durchführen. Mittels der mit künstlicher Intelligenz optimierten Methode Smart-AVD werden die notwendigen Datenreduktionen in der Analyse von Funksignalen effizient umgesetzt.
Derartige Funküberwachungssysteme sind notwendig, um die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren, Grenzen und sicherheitsrelevante Einrichtungen besser zu schützen und eine störungsfreie Funkübertragung zu gewährleisten. Mit den hier neuentwickelten Produkten ergänzt LS telcom die herkömmlichen Messverfahren und -produkte sinnvoll und überaus nutzbringend für den bereits bestehenden Kundenkreis der LS telcom-Softwaresysteme. In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren entsprechend der besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installationsund Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender und andere Funknetze erweitert.
Die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Im Bereich Softwaresysteme für Spectrum Management Lösungen sieht sich LS telcom als globaler Marktführer. Im Software-Bereich ist der Wettbewerb nach Einschätzung der LS telcom eher lokal geprägt. Beim hardwarelastigen Bereich der Messsysteme sticht insbesondere die Rohde & Schwarz-Gruppe hervor, die für LS telcom Wettbewerber und Partner zugleich sind. Der Wettbewerb in den vertikalen Märkten (Industrie, Transport und Verkehr, öffentliche Sicherheit etc.) ist sehr fragmentiert - sowohl aus regionaler/nationaler als auch portfoliospezifischer Perspektive.
Ziel des LS telcom Konzerns ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete - aus Sicht des Managements sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente, nachhaltige Nutzung des Funkfrequenzspektrums weiter auszubauen. Zudem ist das unternehmerische Handeln der LS telcom auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes
ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittelund langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des EBIT.
Um die definierten Ziele zu erreichen, verfolgt der Konzern folgende Strategie:
Kundenzufriedenheit ist oberste Prämisse. Nur zufriedene Kunden werden uns weiterempfehlen, langfristig mit uns zusammenarbeiten und weitere Verträge über beispielsweise Wartung und neue Produkte abschließen.
Unsere Mitarbeitenden werden immer wieder erneut dazu motiviert, den Kunden umfänglich zufrieden zu stellen. Schlüssel dazu ist ein funktionierendes Qualitätsmanagement. Die entsprechenden Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2015 implementiert:
lm Geschäftsjahr 2022/2023 hat sich die LS telcom AG intensiv auf die Zertifizierung nach ISO 27001 vorbereitet und wurde kurz nach Ende des Geschäftsjahrs im Herbst 2023 erfolgreich zertifiziert. Die ISO 27001 ist ein international anerkannter Standard für Informationssicherheitsmanagement. Durch die Implementierung dieses Standards sollen Risiken wie Datenverlust, unbefugter Zugriff, Betriebsunterbrechungen durch Cyberangriffe und andere Sicherheitsvorfälle minimiert werden. Daneben ist diese Zertifizierung bzw. eine Arbeitsweise analog diesem Standard zunehmend bei Ausschreibungen gefordert.
Nur zufriedene Mitarbeitende werden unsere Kunden zufrieden stellen können. Zufriedenheit an dieser Stelle ist der erste Schlüssel zur Kundenzufriedenheit. Wir sind unseren Mitarbeitenden eng verpflichtet. Deshalb sorgen wir für einen umfassenden Arbeitsschutz, beispielhaft mit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit, einem regelmäßig tagenden Arbeitssicherheitsausschuss sowie regelmäßigen Sicherheitsbelehrungen für die Mitarbeitenden. Wir haben deshalb bereits frühzeitig eine umfassende Covid-19 Strategie implementiert, um den Gesundheitsschutz zu ge währleisten. Die Option für flexibles Home Office wird aktuell mit dem Betriebsrat verhandelt und soll die noch in Betrieb befindliche Notfallregelung aus der Pandemiezeit nun zügig ersetzen.
Neben Arbeitsschutz und Corona-Maßnahmen fördern wir an den deutschen Standorten unternehmenseigene Sportgruppen, bieten Mitarbeitenden die Möglichkeit eines "Job-Rad-Leasings" an, veranstalten regelmäßig Gesundheitstage und führen Team-Events durch, um die Teamarbeit zu stärken. Darüber hinaus werden den Mitarbeitenden Weiterbildungsmöglichkeiten geboten.
Der Umgang mit Ressourcen ist von zentraler Bedeutung. Wir sehen es als unsere Verpflichtung der Umwelt gegenüber; ebenso erwarten Kunden wie Anleger heute eine nachhaltige Strategie und ressourcenschonendes Engagement. Sowohl beim Einsatz von Materialien als auch Rohstoffen und Energie achten wir deshalb seit langem auf diese Werte.
Die LS telcom wurde 2021 von der TÜV SÜD Management Service GmbH für die Einführung und Anwendung eines Umweltmanagementsystems nach der international anerkannten Norm DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Kern des Umweltmanagementsystems ist die Betrachtung der sogenannten Umweltaspekte, d. h. in welcher Form wirkt die Geschäftstätigkeit der LS telcom auf die Umwelt ein. Dies sind im Wesentlichen der Verbrauch elektrischer Energie (IT-Infrastruktur, Klimatisierung), Raumheizung und Reisetätigkeiten im Rahmen von Vertriebsaktivitäten und zur Projektabwicklung.
Ein weiteres wichtiges Ziel des Unternehmens ist es, die Profitabilität des Konzerns nachhaltig zu steigern. Als wichtigste Steuerungsgröße für die Profitabilität verwendet LS telcom, wie bereits zu Beginn des Abschnitts erläutert, das EBIT auf Konzernebene.
Zu diesem Zweck werden einige unserer Kernprodukte - insbesondere unsere SPECTRA-Softwarelösung - verjüngt und konfigurationsfähiger gestaltet. Das neue Software-System wird unter der Bezeichnung mySPECTRA vermarktet. Mit mySPECTRA erwarten wir über die Zeit eine Verschiebung der Projektanforderungen weg von angepassten Lösungen hin zu Standardprodukten. mySPECTRA ist eine vollständig überarbeitete Lösung - einsatzfähig in der Cloud, on-premise oder hybrid. Kunden können Spezifikationen automatisch durchführen, ohne zusätzlichen Anpassungsaufwand. Zudem lässt sich mySPECTRA mit gängigen Datenbank-Lösungen verwenden.
Inzwischen ist das Projekt großteils umgesetzt. Das vergangene Geschäftsjahr war entsprechend auch noch erheblich mit dem diesbezüglichen Kostenblock belastet. Das trifft in reduziertem Umfang auch auf das neue Geschäftsjahr zu.
Kurzfristig bedeutet das also einen erheblichen Mehraufwand und damit eine Belastung des EBIT und sehr stark des Betriebsergebnisses in der LS telcom AG, insbesondere durch den immer noch erhöhten Einsatz von Service Providern und eigenen Programmierern, da die Produkte durch die Umstellung auf eine Microservice-Architektur komplett überarbeitet werden müssen. Ab dem Geschäftsjahr 2024/2025 sollten diese Mehrbelastungen wegfallen. Zudem ist es das Ziel, dass sich durch die Verschiebung der Projekte hin zu Standardprodukten positive Effekte auf die Profitabilität ergeben, da LS telcom mit ihrer neuen Produktwelt anstrebt, den projektbezogenen Programmieraufwand deutlich zugunsten von Low-Code zu reduzieren. Treiber dieser Entwicklung sind nach Einschätzung des Managements insbesondere die Notwendigkeit zur Digitalisierung, die auf Kundenseite einen Upgrade-Zyklus initiieren sollte.
Um die Kostenstruktur zu verbessern, wurden in den letzten Jahren Tochtergesellschaften in Indien und dem Libanon gegründet. Wesentlicher Schwerpunkt ist dabei jeweils die Softwareentwicklung. An beiden Orten haben wir Zugang zu gut ausgebildeten, kompetenten Fachkräften, die in Deutschland schwerer zu rekrutieren sind. Vorteile zeigen sich bereits bei der Verfügbarkeit qualifizierter Kräfte und dem erweiterten Projektdurchsatz. Durch die unterschiedliche geopolitische Situation an beiden Stellen haben wir zudem ein Element der Risikodiversifizierung.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung und den Ausbau unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte, neue Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.
Diese Entwicklung soll künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihren traditionellen Zielmärkten zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter effektiver Nutzung von bereits für den Kernmarkt getätigten Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. vertikale Märkte, nichtzivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).
Erklärtes Ziel der Unternehmensgruppe ist es, insbesondere die Kundenbasis in Vertikalmärkten (Verteidigung, öffentliche Sicherheit, Transport, Industrie, Versorgungsunternehmen) zu erweitern. Bei diesen Kunden spielt das Funkspektrum eine zunehmend zentrale Rolle und rückt nun im Rahmen der Digitalisierung, steigender Sicherheitsanforderungen, der Verbreitung des 5G-Mobilfunkstandards, Industrie 4.0 sowie des Internets der Dinge mit zunehmender, hochsicherer Maschine-zu-Maschine-Kommunikation immer stärker in den Fokus. Mit weitgehend replizierbaren Lösungen bestehend aus der Kombination bereits entwickelter Produkte und Services sprechen wir eine Vielzahl von Kunden einer Branche an und wollen mit diesem Schritt eine deutliche Verbreiterung des Kundestamms erreichen.
Neben Lizenz- und Projekterlösen erzielt die LS telcom Gruppe mit ihren Kunden wiederkehrende Wartungsumsätze. Nach Abschluss eines Softwareprojekts schließen die Kunden in der Regel Wartungsverträge mit der LS telcom ab, um Updates, neue Konfigurationen sowie weitere Services zu erhalten. LS telcom ist bestrebt, mit den Wartungsverträgen und über ein hohes Maß an exzellenten Services Kunden langfristig an den Konzern zu binden.
LS telcom hat Kunden im Bestand, die bereits seit mehr als zwanzig Jahren betreut werden. Wartungsverträge erhöhen die Qualität des Umsatzes der Unternehmensgruppe, da sie wiederkehrenden Charakter haben. In der Berichtsperiode lag der Anteil der Wartungsumsätze im Segment Software bei mehr als 50 % des Segmentumsatzes, obwohl der Rückgang aus dem russischen Markt belastend wirkte. LS telcom ist bestrebt, den Anteil der Wartungserlöse weiter zu steigern und ihren Anteil an den Gesamterlösen im Segment Softwarelösungen konsequent auszuhauen.
Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In Zeiten der digitalen Transformation mit einer sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich stetig die Anforderungen an die eingesetzten technologischen Lösungen.
LS telcom sieht sich als Technologie- und Marktführer bei Softwaresystemen. Um diese Position aufrechterhalten und ausbauen zu können, investiert LS telcom jährlich einen hohen Anteil ihrer Wertschöpfung und ihres Umsatzes in die Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen.
Sowohl in der abgelaufenen Berichtsperiode als auch in den Geschäftsjahren 2020/2021 und 2021/2022 haben die Investitionen durch die Entwicklung der mySPECTRA Plattform einen massiven Schub erhalten.
Die Gesellschaft geht davon aus, zukünftig weiter in einem adäquaten Umfang in Produkte und Technologien zu investieren. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio sinnvoll durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom zu steigern. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der technologisch sehr anspruchsvollen Kundenbasis in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Das Steuerungssystem der LS telcom hat sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht verändert. Die folgenden Kennzahlen stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:
Diese bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht.
Diese Leistungsgrößen sind die wesentlichen Treiber für die Umsatzentwicklung. Verhandlungen mit den Kunden können sich teilweise über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren, wie z. B. politischen Entwicklungen oder strategischen Planungen der Kunden, beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu starken Schwankungen im Auftragsbestand führen. Aus dem Auftragsbestand wird zu einem wesentlichen Teil der Planumsatz des Folgejahres bei plangemäßem Verlauf der Projekte abgeleitet.
In seiner Veröffentlichung im Oktober 2023 – "World Economic Outlook" prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2023 ein Wachstum der globalen Wirtschaft von 3,0 % nachdem das Wachstum des globalen Outputs im Jahr 2022 bei 3,5 % lag1. Damit liegen die Erwartungen an das
² IMF, World Economic Navigating Global Divergences, Oct 2023, Foreword, xiii
globale Wachstum unter dem historischen Pfad. In der Zeitspanne 2000 bis 2019 ist der globale Output durchschnittlich um 3,8 % pro Jahr gewachsen2.
Aus Sicht des IMF hat die globale Wirtschaft weiterhin mit drei mächtigen strukturellen Treibern zu kämpfen: Die langfristigen Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine sowie die steigende "geoökonomische" Fragmentierung3. Hinzu kommt die restriktive Politik der Notenbanken, um die Inflation in den Griff zu bekommen, nachlassende Subventionen der öffentlichen Haushalte und extreme Wetterbedingungen4.
Für die entwickelten Volkswirtschaften wird 2023 ein Wachstum von 1,5 % erwartet, nachdem die Gruppe 2022 noch ein Wachstum von 2,6 % verzeichnete. Dabei ist das Wachstums-Momentum in den USA stärker als erwartet und in Europa bleibt das Wachstum hinter den Erwartungen zurück5.
In den aufstrebenden Volkswirtschaften wird im Jahr 2023 ein Wachstum von 4,0 % erwartet, nach dem die Ländergruppe im Jahr 2022 ein Wachstum von 4,1 % erzielte. Insbesondere China belastet das Wachstum infolge der in China um sich greifenden der Immobilienkrise6.
Der IMF prognostiziert, dass die globale Inflation sich in 2023 rückläufig entwickeln wird und erwartet eine globale Inflationsrate von 6,9 % nach 8,7 % im Jahr 20227.
In Ihrem Gutachten vom September 2023 kommt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu dem Ergebnis, dass sich die konjunkturellen Aussichten im Euroraum zuletzt wieder eingetrübt haben. Nach dem Institut haben insbesondere die Energiekrise des Jahres 2022 und die rasche geldpolitische Straffung die konjunkturelle Erholung nach der Pandemie ins Stocken gebracht. Zuletzt war die konjunkturelle Dynamik im Euroraum schwach, in einigen Ländern ging die Produktion sogar zurück. So schrumpfte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal in Italien, den
1 IMF, World Economic Navigating Global Divergences, Oct 2023, Foreword, xiii
3 IMF, World Economic Executive Summary, Oct 2023, Foreword, xvi
4 IMF, World Economic Executive Summary, Oct 2023, Foreword, xvi
5 IMF, World Economic Executive Summary, Oct 2023, Foreword, xvi
6 IMF, World Economic Executive Summary, Oct 2023, Foreword, xvi
7 IMF, World Economic Executive Summary, Oct 2023, Foreword, xvi
Niederlanden, Osterreich und einigen kleineren Ländern8. Das IfW rechnet in 2023 mit einem Rückgang des BIP-Wachstums im Euroraum auf 0,6 %, nachdem in 2022 noch ein Wachstum von 3,4 % erzielt wurde®.
Die teilnehmenden Institute erwarten eine weiter rückläufige Verbaucherpreisinflation. Im Jahr 2023 wird im Euroraum noch mit einem Wert von 5,6 % gerechnet. Im Jahr 2024 wird von einem Wert in Höhe von 2,6 % und im Jahr 2025 von einem Wert in Höhe von 2,0 % ausgegangen10.
In Ihrer Gemeinschaftsdiagnose vom Herbst 2023 befindet sich aus Sicht der teilnehmenden Institute Deutschland seit über einem Jahr im Abschwung und bleibt damit deutlich hinter dem Potenzialwachstum zurück11. Die Wirtschaftsleistung liegt aus Sicht der Institute wieder auf Niveau von vor der Pandemie, jedoch ist die Arbeitsproduktivität gesunken12.
Insgesamt hat der Angebotsschock durch den russischen Uberfall auf die Ukraine die Kosten der energieintensiven Branchen massiv steigen lassen, Teile der Produktion sind dort weggebrochen13.
Gemäß den Berechnungen der Institute lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei 1,8 % im Jahr 2022. Für 2023 rechnen die Institute mit einem Rückgang des BIP um 0,6 % 14.
Die konjunkturelle Schwäche ist auch auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Im August 2023 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenrate bei 5,7 %¹5.
Der Außenhandel hefindet sich bereits seit Mitte 2022 in einer Schwächephase. Die konjunkturelle Flaute in wichtigen Absatzmärkten wie dem Euroraum und China, von denen vor allem weniger Konsum- und Vorleistungsgüter nachgefragt werden, bremst die Exporte. Darüber hinaus belasten auch die hohen Energiekosten, insbesondere in der Chemischen Industrie, die deutschen Exportunternehmen16.
Die Institute rechnen mit einer Entspannung an der Preisfront. Nachdem die Inflationsrate im Jahresverlauf 2022 Spitzenwerte von acht Prozent erreichte, erwarten die Institute eine Rate von 6,1 % im Jahr 202317.
Nachdem die beiden vorangegangenen Geschäftsjahre 2020/2021 und 2021/2022 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie stark geprägt waren, hatte die Pandemie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich geringere Effekte auf die Geschäftsaktivitäten der LS telcom Gruppe. Jedoch waren die negativen Auswirkungen des Ukrainekrieges weiterhin spürbar. Eintrübung der globalen Konjunktur, geopolitische Spannungen und steigende Ausgaben der Staaten für die Stützung ihrer Wirtschaft und Bürger aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten prägten die Auftragslage und Projektvolumina.
Unter diesen Rahmenbedingungen verzeichnete die LS telcom Gruppe in der Berichtsperiode einen deutlichen Rückgang des Auftragseinganges gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Auftragseingang ging von EUR 43,30 Mio. im Geschäftsjahr 2021/2022 auf EUR 29,80 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023 zurück. Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts sind jedoch mehrere Großprojekte noch in der Entscheidungsphase. Der "Auftragseingang" ist hierbei definiert als die Summe aus Neuprojekt-Vertragswerten mit Kunden,
8 Kieler Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, September 2023, S. 18
9 Kieler Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, September 2023, S. 19
10 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2023, S. 30
11 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2023, S. 36
12 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2023, S. 36
13 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2023, S. 36
14 Proiektaruppe Gemeinschaftsdiagnose. Herbst 2023. S. 37
15 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2023, S. 40
16 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2023, S. 42
17 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2023, S. 40
Abrufen aus Rahmenverträgen und zeitlich abgegrenzten Erlösen aus Wartungsverträgen.
In der Berichtsperiode ist es LS telcom gelungen, einen Auftrag in Mexico im Bereich Drohnen für den Einsatz zur Uberwachung von kritischer Infrastruktur (Flughäfen) zu gewinnen. In Großbritannien konnte ein Projekt zur Umstellung auf mySPECTRA verlängert werden. In Sambia hat LS telcom ein Neuprojekt in Höhe von EUR 4,7 Mio. unterzeichnen können.
Für den Auftragsbestand ergab sich zum Stichtag 30.09.2023 ein Wert von EUR 36,05 Mio. (i. V. 46,27 Mio.).
Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen in vielen Zielmärkten hat die Reisetätigkeit im Jahresverlauf 2023 zugenommen, so dass Kunden wieder verstärkt vor Ort besucht und in persönlichen Kontakt getreten werden konnte. Die inzwischen zur Routine gewordenen webbasierten Events sowie eine umfassende Nutzung der digitalen Online-Medien als Marketing- und Vertriebskanal spielten in der Berichtsperiode weiterhin eine wichtige Rolle, um den Kontakt zu unseren Kunden aufrecht zu erhalten und auszubauen und damit die Grundlagen für den Absatz unserer Produkte und Dienstleistungen legen zu können.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass Online-Formate in Zukunft erhalten bleiben. Sie erlauben schnellere Reaktionszeiten und haben eine ungleich höhere Reichweite als andere Marketingformen. Zusätzlich sind sie effizient, umweltfreundlicher und nachhaltiger. Trotzdem wird die Gesellschaft weiterhin einen hohen Wert auf persönliche Kontakte legen und sich vor Ort mit Kunden und Geschäftspartnern persönlich treffen
Insgesamt kann die LS telcom in ihren Kernmärkten auf viele etablierte persönliche Kontakte und eine lange Kundenbindung zurückgreifen. Aus diesem Grund hat sowohl die "USERgroup" sowie die hauseigene Experten-Konferenz "Spectrum Summit" 2023 erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie wieder vor Ort in Lichtenau stattgefunden.
Der LS telcom Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 41,71 Mio. Der Umsatz lag innerhalb des am 08.08.2023 revidierten Prognosekorridors von EUR 41,0 - 43,5 Mio. Ursprünglich erwartete der Vorstand einen Umsatz in der Spanne von EUR 43,0- 47,5 Mio.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht der erzielte Umsatz von EUR 41,71 Mio. einem Rückgang von 12 % (i. V. EUR 47,27 Mio.). Bei der Betrachtung der Umsatzentwicklung ist zu beachten, dass im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Kundenprojekt durchgeführt wurde, das einen außergewöhnlich hohen Umsatzanteil mit Hardware und Hardwaresystemen hatte.
Die Gesamtleistung ging um 11 % auf EUR 48,61 Mio. (Geschäftsjahr 2021/2022: EUR 54,37 Mio.). zurück.
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit EUR 1,03 Mio. am oberen Ende des revidierten Prognosekorridors von EUR 0,6 - EUR 1,1 Mio. EUR. (ursprünglicher Prognosekorridor: EUR 2,1 – 2,6 Mio.). Im Geschäftsjahr 2021/2022. erzielte LS telcom ein EBIT von EUR 3,09 Mio.
Das EBIT in der Berichtsperiode 2022/2023 war von mehreren Faktoren beeinflusst: Negative, zum großen Teil nicht cashwirksame und damit auch nicht hedgingfähige Währungseffekte von fast TEUR 700, anhaltend hohe Entwicklungsaufwendungen für mySPECTRA sowie inflationsbedingte Lohn- und Gehaltssteigerungen.
Das Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) verzeichnete ebenfalls einen Rückgang auf TEUR 213 gegenüber EUR 1,98 Mio. im Vorjahr.
Wesentlicher Treiber für den Rückgang des Konzernumsatzes um 12 % war das Segment Hardwarenahe Systeme.
Wie bereits erläutert wickelte LS telcom im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Projekt mit einem außergewöhnlich hohen Hardware-Anteil ab, was zu einer deutlichen Steigerung des Hardware-Umsatzes führte. Bei den im Geschäftsjahr 2022/2023 durchgeführten Projekten lag der jeweilige Hardware-Anteil wieder auf einem normalisierten Niveau. Auf Grund dieser Effekte ging der Umsatz im Segment Hardwarenahe Systeme um 54 % auf EUR 6,58 Mio. (i. V. EUR 14,17 Mio.) zurück.
Die Gesellschaft weist darauf hin, dass Umsätze mit Hardware projektbedingt hohen Schwankungen in den Berichtsperioden unterliegen können.
Im strategischen Kernsegment Softwaresysteme konnte LS telcom den Segmentumsatz um 12 % auf EUR 28,20 Mio. (i. V. EUR 25,10 Mio.) steigern. Der Umsatzanteil der Softwaresysteme am Konzernumsatz lag bei 68 % und damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (53 %). Im Geschäftsjahr 2022/2023 trugen sowohl Projektrealisierungen mit Neukunden als auch Softwareprojekte mit Bestandskunden bei.
In der Berichtsperiode erzielte LS telcom mit 11 Kunden rund 50 % der Umsatzerlöse, während die andere Hälfte sich auf 653 Kunden verteilt hat. Die Vergleichswerte im Vorjahreszeitraum lagen bei 8 Kunden mit einem Umsatzbeitrag von rund 50 %, mit 640 Kunden wurde die andere Hälfte des Konzernumsatzes erzielt.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern wie bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 intensiv in die Entwicklung neuer Produkte, insbesondere in die bereits erwähnte rein webbasierte Spektrum-Management-Systemlösung mySPECTRA sowie in Anwendungen der künstlichen Intelligenz investiert und entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen lagen mit EUR 5,55 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (i. V. EUR 4,70 Mio.).
Der Rückgang des EBIT von EUR 3,09 Mio. im Geschäftsjahr 2021/2022 auf EUR 1,03 Mio. in der Berichtsperiode 2022/2023 ist auf inflationsbedingte Kostensteigerungen, erhöhte Projektkosten durch den Einsatz von externen Kräften sowie auf negative Währungseffekte zurückzuführen. Der Personalaufwand stieg um 7% auf EUR 23,37 Mio. (i. V. EUR 21,86 Mio.).
Wie bereits im Vorjahr konnte LS telcom das Projektvolumen sowie die Entwicklungsaktivitäten nicht vollumfänglich mit eigenem Personal abwickeln. Entsprechend lag der Aufwand für bezogene Leistungen mit EUR 8,46 Mio. nahezu auf dem Level Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von EUR 8,62 Mio. Im Konzern-EBIT inkludiert sind negative Währungseffekte, insbesondere getrieben durch die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. In der Berichtsperiode lag der negative Währungseffekt netto bei TEUR 694 (2021/2022 positiver Währungseffekt in Höhe von: EUR 1,51 Mio.)
Der Umsatz gliedert sich nach den Berichtssegmenten "Softwaresysteme", "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" wie folgt auf:
| in TEUR | Umsatz GJ 2022 / 2023 |
Umsatz GJ 2021720222 |
Veränderung | EBIT GJ 2022 / 2023 |
EBIT GJ 202172022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 28.201 | 25.097 | 12% | 491 | 1.508 |
| Hardwarenahe Systeme | 6.580 | 14.170 | -54% | 160 | 523 |
| Dienstleistungen | 6.927 | 8.004 | -13% | 379 | 1.057 |
| Insgesamt | 41.708 | 47.271 | -12% | 1.030 | 3.088 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare SoftwareLizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" fließen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise die Installation und Inbetriebnahme ganzer Senderstationen.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieurs- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem Nutzer von Funkfrequenzspektrum aus den vertikalen Märkten, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient.
Der Geschäftsverlauf wurde, wie in der Vergangenheit stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, das heißt mit Kunden, mit denen im Geschäftsjahr erstmalig Projekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 ca. 13 % (i. V. 7 %) der Umsatzerlöse erwirtschaften.

Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse lag im Berichtszeitraum bei ca. 90 % (i. V. 89 %) und unterstreicht damit erneut die Bedeutung der Auslandsmärkte für die Entwicklung der LS telcom Gruppe.
Im Inland konnten 10 % der Konzernerlöse (i. V. 11 %) erwirtschaftet werden.
Der Umsatz im restlichen Europa lag bei 23 % der Konzernerlöse. Die restlichen Regionen erwirtschafteten 67 % des Konzernumsatzes (dabei Afrika mit 15 %, Nord- und Südamerika mit 20 %, Asien/Pazifik mit 23 % und der Mittlere Osten mit 9 %).
Umsatz-Entwicklung
in Mio. EUR


in %
Der Umsatz des strategischen Kernsegments der LS telcom Gruppe "Softwaresysteme" stieg in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr um 12 % auf EUR 28,20 Mio. (i. V. EUR 25,10 Mio.). Der Umsatzanteil des Segments am Konzernumsatz erhöhte sich von 53 % im Vorjahr auf 68 % in der Berichtsperiode 2022/2023. Damit ist LS telcom gelungen, in einem herausfordernden Umfeld in ihrem Kernsegment erfreulich deutlich zu wachsen.
Das Segment weist aufgrund anhaltender hoher Investitionen in die Weiterentwicklung der strategischen Projekte mySPECTRA hohe Aufwendungen für Fremddienstleistern aus. Das EBIT reduzierte sich von EUR 1,51 Mio. im Geschäftsjahr 2021/2022 auf TEUR 491 im Geschäftsjahr 2022/2023.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem Geschäft mit Spektrum-Management-Softwaresystemen, Planungstools und Planungsdienstleistungen adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem früheren rein "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Bei der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Uberwachung der Spektrum-Nutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen. LS telcom hat damit begonnen, diese Lösungen mit selbst entwickelten Komponenten der künstlichen Intelligenz zu bestücken, um so Genauigkeit, Geschwindigkeit und Vielfalt der Messmöglichkeiten weiter zu steigern.
Der Umsatz des Segments Hardwarenahe Systeme ging gegenüber dem Vorjahr um 54 % auf EUR 6,58 Mio. (i. V. EUR 14,17 Mio.) zurück. Entsprechend verringerte sich Umsatzanteil am Konzernumsatz von 30 % im Vorjahr auf 16 % im Geschäftsjahr 2022/2023.
Der Hardware-Anteil bei Projekten hängt stark von den entsprechenden Kundenbedürfnissen ab und unterliegt hohen Schwankungen in den einzelnen Geschäftsjahren. So wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Projekt mit einem sehr hohen Hardware-Anteil abgewickelt. Im Geschäftsjahr 2022/2023 lag dagegen der Hardware-Anteil der Projekte wieder auf einem normalisiertem Niveau.
Das EBIT reduzierte sich von TEUR 523 im Geschäftsjahr 2021/2022 auf TEUR 160 im Geschäftsjahr 2022/2023.
Der Umsatz des Berichtssegments "Dienstleistungen" verzeichnete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 13 % auf EUR 6,93 Mio. (i. V. EUR 8,00 Mio.). Der Umsatzanteil des Segments am Konzernumsatz lag wie im Vorjahr bei 17 %.
Das EBIT reduzierte sich aufgrund des verringerten absoluten Umsatzes von EUR 1,06 Mio. im Geschäftsjahr 2021/2022 auf TEUR 379 im Geschäftsjahr 2022/2023.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 279 (i. V. 268) Mitarbeitende (als Vollzeitäquivalent gerechnet).
Zum Stichtag 30. September 2023 waren im Konzern insgesamt 286 (i. V. 275) Mitarbeitende (Vollzeitäquivalent) beschäftigt.
Neben den Investitionen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte und Hardwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von EUR 3,7 Mio. (i. V. EUR 3,5 Mio.) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst. Dieser Wert schließt alle Aufwände für die internen entwicklungsbezogenen Projekte mit ein, die nicht als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen und damit sofort ergebniswirksam sind.
In der Berichtsperiode 2022/2023 lag ein wesentlicher Schwerpunkt weiterhin auf der Komplettierung der mySPECTRA-Plattform, was bereits eine der Kernlösungen der LS telcom Gruppe darstellt.
Weitere Schwerpunkte lagen in der Weiterentwicklung der Spektrum-Monitoring-Software, Software Observer CMS und, wie bereits im vorangegangen Geschäftsjahr, auf der drohnengestützten Messplattform zur Vermessung der Instrumentenlandesysteme auf Flughäfen sowie der bereits adressierten Entwicklung von Komponenten der künstlichen Intelligenz.
Der Konzern hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 9,3 Mio. (i. V. EUR 8,2 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert. Die Abschreibungen auf die aktivierten hei EUR 3,8 Mio. (i. V. EUR 4,2 Mio.), welche nur planmäßige Abschreibungen enthalten. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert wurden in diesem Geschäftsjahr keine (i. V. TEUR 438) vorgenommen.
Während des Geschäftsjahres 2022/2023 war die LS telcom-Aktie unverändert im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs von EUR 4,68 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30. September 2023 bei einem Wert von EUR 3,92. Im April und Mai 2023 hatte die Aktie mit EUR 6,10 ihre höchste Bewertung. Der Kurs der Aktie sank im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres und erreichte im September 2023 ein Minimum von EUR 3,80.
Die Marktkapitalisierung lag zum 30. September 2023 bei EUR 22.802.640, nachdem sie sich zum Geschäftsjahresbeginn auf EUR 27.223.560 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von -16,24 %.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahres täglich durchschnittlich 2.020 LS telcom-Aktien (i. V. 2.818) im Gegenwert von EUR 10.463 (i. V. EUR 16.217) an den deutschen Börsen gehandelt, was einer Abnahme des Handelsvolumens um -28,30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
Der Konzernumsatz ging um 12 % auf EUR 41,71 Mio. (i. V. EUR 47,27 Mio.) zurück und lag damit innerhalb des im August 2023 veröffentlichten und revidierten Prognosekorridors. Nähere Ausführungen hierzu wurden bereits in Kapitel B 2. "Umsatz- und EBIT-Entwicklung" gemacht.
Wie bereits im Abschnitt B 3. ausgeführt, ist der Umsatzrückgang durch die Volatilität des Segments Hardwarenahe Systeme begründet. Der Anteil der hardwarenahen Systeme an einzelnen Projekten hängt von den individuellen Kundenbedürfnissen ab. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde ein großes Kundenprojekt durchgeführt, welches einen außerordentlich hohen Hardware-Anteil hatte. Im Geschäftsjahr 2022/2023 lag der Hardware-Anteil bei den Projekten wieder auf einem normalisierten Niveau. Entsprechend ging der Umsatz im Segment Hardwarenahe Systeme um 54 % zurück.
Die Entwicklungen in den einzelnen Segmenten wurden bereits im Abschnitt B 3. ausführlich erläutert.
Die Gesamtleistung der LS telcom Gruppe reduzierte sich in der Berichtsperiode von EUR 54,37 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 48,61 Mio. in der Berichtsperiode 2022/2023. Die Gesamtleistung berechnet sich aus den Umsatzerlösen zuzüglich der betrieblichen Erträge (EUR 1,47 Mio.; i. V. EUR 2,88 Mio.), den aktivierten Eigenleistungen (EUR 5,55 Mio.; i. V. EUR 4,71 Mio.) sowie den Bestandsveränderungen (TEUR -122; i. V. TEUR -483).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind negative Währungseffekte in Höhe von TEUR 694 (Vorjahr positive Währungseffekte: EUR 1,51 Mio.) enthalten. Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge einen Anteil in Höhe von TEUR 341 (i. V. TEUR 0) aus Verbrauch von Drohverlusten und Nachlaufkosten. Daneben ergaben sich Beiträge von TEUR 40 zu den sonstigen betrieblichen Erträgen durch Zuwendungen, die aus Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg ("Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand") resultieren.
Der Materialaufwand verringerte sich um 36 % auf EUR 11,23 Mio. (i. V. EUR 17,45 Mio.). Wesentlicher Treiber für den Rückgang war der deutlich gesunkene
Umsatz mit Hardware und Hardwarenahen Systemen beziehungsweise eine normalisierte Nachfrage nach Hardware von Kunden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analog dazu gingen die dazu korrespondierenden Aufwendungen für bezogene Waren zurück. Die Aufwendungen für bezogene Waren reduzierten sich EUR 2,77 Mio., was einem Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode von 69 % entspricht.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen blieben im Geschäftsjahr 2022/2023 mit EUR 8,46 Mio. weiterhin auf einem hohen Niveau (i. V. EUR 8,62 Mio.). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Fremdberater, die LS telcom für die Durchführung der Projekte sowie in der Entwicklung von neuen Systemen einsetzt.
Der Personalaufwand stieg um 77% auf EUR 23,37 Mio. (i. V. EUR 21,86 Mio.). Ursachen hierfür sind gestiegene Löhne und Gehälter, Inflationsausgleichsprämien sowie ein Anstieg der Mitarbeiterzahl um 11 Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt.
Der Abschreibungsaufwand lag in der Berichtsperiode bei EUR 5,12 Mio. und damit um 9 % unter dem Wert des Vorjahres (EUR 5,63 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 24 % auf EUR 7,86 Mio. (i. V. EUR 6,34 Mio.). Wesentliche Unterschiede gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergaben sich durch den Anstieg der Währungsverluste (TEUR 391) sowie die gestiegenen Vertriebskosten (TEUR 785).
Das Betriebsergebnis (EBIT) des LS telcom Konzerns lag damit für das Geschäftsjahr bei EUR 1,03 Mio. (i. V. EUR 3,09 Mio.).
Das Finanzergebnis betrug TEUR -328 (i. V. TEUR -417). In der Berichtsperiode ergab sich ein negativer Beitrag der "at equity"-Methode bilanzierten Minderheitenbeteiligungen von TEUR-65 (i. V. TEUR - 165). Der Zinsaufwand stieg um TEUR 5 auf TEUR 286 (i. V. TEUR 281). Der Zinsertrag sank auf TEUR 23 (i. V. TEUR 29).
Unter dem Strich ergab sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von TEUR -135 (i. V. EUR 1,83 Mio.) nach Zurechnung der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 78). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich bei einem Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG von TEUR -213 (i. V. EUR 1,98 Mio.) damit auf EUR -0,04 (i. V. EUR 0,34).
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2023 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 41,20 Mio. (30.09.2022: EUR 41,91 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 17,98 Mio. (30.09.2022: EUR 18,34 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 43,6 % (i. V. 43,8 %).
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Konzern-Abschluss zum 30. September 2023 leicht um TEUR 523 auf EUR 22,79 Mio. erhöht. Damit entsprach das langfristige Vermögen zum Stichtag 30.09.2023 55 % des Gesamtvermögens (i. V. 53 %).
Die immateriellen Vermögenswerte stiegen während des Geschäftsjahres um um EUR 1,70 Mio. auf EUR 11,75 Mio., was auf das höhere Volumen an aktivierten Eigenleistungen für Entwicklungsprojekte zurückzuführen ist.
Der Wert des Sachanlagevermögens von EUR 4,48 Mio. ist gegenüber dem 30. September 2022 leicht um 13 % zurückgegangen (i. V. EUR 5,14 Mio.). Der Rückgang ist durch die planmäßigen Abschreibungen bedingt, denen kaum Neuzugänge gegenüberstanden.
Die Verringerung der Geschäfts- oder Firmenwerte um TEUR 356 war rein währungsbedingt. Zum Stichtag 30.09.2023 lagen die Geschäfts- oder Firmenwerte bei EUR 5,35 Mio.
Der Wert der nach der Equity Methode bewerteten Beteiligungen verringerte sich während des Geschäftsjahres um TEUR 92 auf TEUR 247 (i. V. TEUR 339)
Die aktiven latenten Steuern verringerten gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 57.
Das kurzfristige Vermögen lag zum Stichtag 30.09.2023 bei EUR 18,41 Mio. (i. V. EUR 19,64 Mio.) und entsprach 45 % (i. V. 47 %) des Gesamtvermögens.
Der Wert der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen (TEUR 404) lag leicht unter dem Wert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (TEUR 526).
In Höhe von TEUR 20 (i. V. TEUR 5) sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte gezahlt worden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sind gegenüber dem Stichtag 30.09.2022 von EUR 10,80 Mio. um TEUR 569 auf EUR 11,37 Mio. zum Stichtag 30.09.2023 gestiegen. Für Projekte, welche der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung unterliegen, werden gemäß IFRS 15 Vertragsvermögenswerte ausgewiesen.
Zum 30. September 2023 verfügte der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 4,93 Mio. was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,82 Mio. entspricht (Wert zum Stichtag 30.09.2022: EUR 6,75 Mio.).
Diese Posten sind mit EUR 1,04 Mio. zum Stichtag 30.09.2023 im Vergleich zum Vorjahr (EUR 1,10 Mio.) gesunken und enthalten vor allem Vorauszahlungen für Wartung und Fremdleistungen.
Zum Stichtag 30.09.2023 lag das Eigenkapital des Konzerns EUR 18,34 Mio. zum Stichtag 30.09.2022. Entsprechend ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 43,6 %. Der Wert des Vorjahres lag bei 43,8 %.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des Radio-Soft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. September 2023 betrug insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).
Die eigenen 24.000 Aktien wurden zu einem Betrag von TEUR 49 erworben. Diese werden als "Eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Die langfristigen Schulden haben sich von EUR 8,60 Mio. zum Stichtag 30.09.2022 auf EUR 9,05 Mio. zum Stichtag 30.09.2023 leicht erhöht. Die wertbestimmenden Posten innerhalb der langfristigen Schulden sind weiterhin die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von EUR 4,69 Mio. (i. V. EUR 4,65 Mio.) sowie passive latente Steuern in Höhe von EUR 3,07 Mio. (i. V. EUR 2,80 Mio.)
Unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurden die langfristigen Teile der Leasingverpflichtungen mit TEUR 210 (i. V. TEUR 475) und die KfW-Darlehen sowie ein L-Bank Darlehen mit einem Gesamtwert von EUR 4,48 Mio. (i. V. EUR 4,18 Mio.) erfasst.
Die kurzfristigen Schulden sind von EUR 14,96 Mio. auf EUR 14,17 Mio. gesunken. Der Hauptgrund dafür ist der Rückgang der Vertragsverbindlichkeiten aus Großprojekten (TEUR 392, i. V. TEUR 852), welche innerhalb der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen werden.
Die LS telcom AG hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Die Tilgung der Fremdkapitaltranche begann am 30. Juni 2016, wogegen die Tilgung der Nachrangtranche erst am 30. Juni 2021 startete. Mit dem Zinsvorteil werden bestimmte Forschungs- und Entwicklungsprojekte subventioniert. Soweit Forschungsaktivitäten betroffen sind, werden die Subventionen als Ertragszuschuss behandelt. Im Fall von Entwicklungsprojekten liegen Investitionszuschüsse vor, die mit den angefallenen Herstellungskosten verrechnet werden.
Die LS telcom AG hat im Geschäftsjahr 2020/2021 ein zinsgünstiges Darlehen der KfW aus dem Programm "Unternehmerkredit", das im Rahmen der Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen" durch das Maßnahmenpaket der Bundesregierung anlässlich der Corona-Pandemie unterstützt wurde, aufgenommen. Das Darlehen betrug ursprünglich EUR 7,90 Mio. und belief sich am 30. September 2023 auf-EUR 3,95 Mio., hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 und ist mit 1,00 % p.a. zu verzinsen. Die Tilgung erfolgt in 16 vierteljährlichen Raten und begann am 30. September 2021.
lm Geschäftsjahr 2022/2023 nahm die LS telcom AG außerdem ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm "Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 3,0 Mio. auf. Das Darlehen ist in 24 vierteljährlichen Raten zu tilgen und wird mit 4,24 % p.a. verzinst. Die erste Tilgung beginnt am 30.06.2025. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31.03.2031 und dient der Betriebsmittelfinanzierung.
Beim Finanzmittelfond ergab sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres ein Rückgang um EUR 1,82 Mio. auf EUR 4,93 Mio.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 141 auf EUR 5,08 Mio. verbessert.
Im Geschäftsjahr wurden TEUR 694 mehr investiert als im Vorjahreszeitraum. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von EUR -6,24 Mio. enthält als wesentlichen Posten EUR 5,55 Mio. (i. V. EUR 4,71 Mio.) Investitionen in Entwicklungsprojekte.
Die Finanzierungstätigkeit zeigt einen Cashflow in Höhe von TEUR -350 (i. V. EUR -4,30 Mio.) und wurde bestimmt von der Aufnahme des Darlehens der L-Bank aus dem Programm "Liquiditätskredit". Dem gegenüber standen die Tilgungen von bestehenden Finanzkrediten. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden EUR 2,64 Mio. (i. V. EUR 3,52 Mio.) für Tilgungen von Krediten aufgewendet.
Ergänzend zur Berichterstattung des LS telcom Konzerns erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der LS telcom AG.
Wie bei der Prognose-Korrektur im August 2023 dargelegt, konnte die LS telcom ihre zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 gesetzten Ziele nicht er-
reichen. Das hatte auch die LS telcom AG betroffen, deren ursprüngliche Erwartung mit einem Umsatz von EUR 32 bis 34 Mio. und einem EBIT von mehr als TEUR 400 nicht zu erreichen war
Das Unternehmen erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von EUR 29,19 Mio. in der Berichtsperiode 2022/2023. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 28 % gegenüber dem Vorjahr 2021/2022 (Umsatz Vorjahreszeitraum: EUR 40,61 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei TEUR -979 (i. V. TEUR 777).
Der Umsatzrückgang war analog der konzernweiten schwächeren Nachfrage und hat direkt das EBIT belastet
In der Berichtsperiode wurden rund 50 % der Umsatzerlöse mit 7 Kunden (i. V. 6 Kunden) erzielt. Die andere Hälfte des Umsatzes wurde mit 158 Kunden (i. V. 205 Kunden) erwirtschaftet.
Wie im Geschäftsjahr 2021/2022 hatte die LS telcom AG auch in der Berichtsperiode 2022/2023 einen zentralen Fokus auf der Entwicklung des mySPECTRA Softwaresystems. Insgesamt verursachten diese zukunftsgerichteten, internen Entwicklungsprojekte einen einen Materialaufwand von EUR 4,3 Mio. gegenüber einem Vorjahreswert von EUR 3,2 Mio. und belasten damit das Ergebnis des Unternehmens zusätzlich.
Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen (EUR 2,15 Mio.) sowie der sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 1,01 Mio.) ergab sich eine Gesamtleistung von EUR 32,35 Mio., die ca. 19 % unter dem Wert des Vorjahres (EUR 40,08 Mio.) liegt.
Das Finanzergebnis betrug TEUR-912 (i. V. TEUR -416), womit sich letztlich ein Jahresergebnis von EUR -1,87 Mio. (i. V. TEUR 239 ) ergab.
Der Auftragseingang von Kunden außerhalb der Firmengruppe in Höhe von EUR 14,17 Mio. (i. V. EUR 14,95 Mio.) lag 2022/2023 für die LS telcom AG um 5 % unter dem Vorjahreswert. Der "Auftragseingang" ist hierbei definiert als die Summe aus Neuvertragswerten mit Kunden, Abrufen aus Rahmenverträgen und zeitlich abgegrenzten Erlösen aus Wartungsverträgen. Durch die Auftragsbestände und -eingänge bei verschiedenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen konnte und kann die LS telcom AG auch künftig über diese direkt akquirierten Aufträge hinaus von konzerninternen Unterbeauftragungen aus regionalen Vertriebserfolgen profitieren.
Der Umsatz des Unternehmens ging gegenüber dem Vorjahr (EUR 40,61 Mio.) um 28 % auf EUR 29,19 Mio. zuriick
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 1,01 Mio. (i. V. EUR 1,53 Mio.) führten zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 2,15 Mio. (i. V. EUR -2,07 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 19 % geringeren Gesamtleistung von EUR 32,35 Mio. (i. V. EUR 40,08 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Währungsgewinnen, Erträge aus Aufslösungen von Rückstellungen und Investitionszuschüssen. Die Zuschüsse enthalten Zuwendungen in Höhe von TEUR 40, die aus Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg ("Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand") resultieren.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 12,58 Mio. um 37 % geringer aus als im Vorjahr (EUR 19,89 Mio.). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe gingen - bedingt durch die Beendigung materialintensiver Großprojekte - von EUR 8,19 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,70 Mio. zurück. Der Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte sich im Vorjahresvergleich infolge des Umsatzrückgangs von EUR 11,70 Mio. auf EUR 10,88 Mio.
Der Personalaufwand erhöhte durch den Anstieg des Personalbestandes und durch Inflationsausgleichszahlungen von im Vorjahr EUR 14,34 Mio. auf EUR 15,21 Mio.
Die Abschreibungen liegen mit TEUR 730 um 7 % unter denen des Vorjahres (i. V. TEUR 782).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 4,81 Mio.) liegen um 12 % über denen des Vorjahres (EUR 4,29 Mio.). Ausschlaggebend für diesen Anstieg sind gestiegene Kursverluste sowie ein Anstieg der Rechts- und Beratungskosten.
Es ergibt sich damit in Summe für das Unternehmen im Geschäftsjahr 2022/2023 ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR -979 (i. V. TEUR 777).
Das Finanzergebnis weist insgesamt einen Rückgang von TEUR 496 aus und enthält einen Forderungsverzicht auf Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 850 (i. V. TEUR 350). Die Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen liegen mit TEUR 204 über dem Vorjahreswert (TEUR 175).
Das Unternehmen hatte 2018/2019 beschlossen, in seinem Jahresabschluss von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ausweis aktiver latenter Steuern aus den steuerlichen Verlustvorträgen, die gemäß der Mittelfristplanung des Unternehmens in den kommenden Jahren mit den erwarteten Unternehmensgewinnen zu verrechnen sind, Gebrauch zu machen. Im Vorjahr beliefen sich die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge auf TEUR 500. Im Geschäftsjahr erfolgte eine zusätzliche Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 37.
Im Jahresergebnis weist das Unternehmen für das Berichtsjahr einen Fehlbetrag von EUR -1,87 Mio. aus (i. V. Uberschuss von TEUR 239). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR -0,32 (i. V. EUR 0,04).
Das Jahresergebnis war durch Sondereffekte aus dem Forderungsverzicht gegenüber der Tochtergesellschaft LS telcom SAS überproportional belastet.
Die Bilanz zum 30. September 2023 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 31,99 Mio. (i. V. EUR 30,24 Mio.) ein EUR 13,31 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 35,8 % (i. V. 44,0 %).
Der Wert des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte sank seit 30. September 2022 von EUR 4,60 Mio. auf einen Wert von EUR 4,27 Mio. zum Bilanzstichtag 30. September 2023. Im Berichtsjahr waren keine größeren Beschaffungsmaßnahmen erforderlich.
Der Wert der Finanzanlagen lag bei EUR 10,54 Mio. und damit TEUR 379 unter dem Wert des Vorjahres (EUR 10,92 Mio.). Die Differenz entspricht ausschließlich dem Rückgang der Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Ausleihungen betreffen RadioSoft Inc. (EUR 4,54 Mio.) und stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbetriebs sowie die Colibrex GmbH (EUR 1,65 Mio.) mit Ausleihungen zum Aufbau ihres Geschäfts. Darlehensnehmer waren zum Bilanzstichtag außerdem die LS telcom SAS (TEUR 14) und die LS telcom UK Ltd. (TEUR 496). Auch in den letztgenannten Fällen handelt es sich um Ausleihungen des Mutterunternehmens. Die Ausleihungen sind von den Tochterunternehmen an die LS telcom AG zurückzuzahlen.
Der Bestand an fertigen und unfertigen, noch nicht abgerechneten Projekten ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,19 Mio. auf EUR 3,34 Mio. angestiegen. Der überwiegende Anteil an den Vorratsposten wurde durch verschiedene Projekte in Europa bestimmt. In Höhe von TEUR 20 (i. V. TEUR 4) sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte geleistet worden.
Der Wert dieses Postens (EUR 1,67 Mio.) ist gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 5,84 Mio.) um 71 % gesunken. Die Forderungen bestanden überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Im Vorjahresvergleich stiegen die Forderungen gegen verbundene EUR 7,39 Mio. Die Verbundforderungen enthielten als größte Posten Forderungen gegen die Tochterunternehmen LST Middle East FZ-LLC, LS telcom SAS und LS telcom Australia Pty Ltd für die Erbringung von Subunternehmerleistungen.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des Radio-Soft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. September 2023 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).
Der Nennwert der eigenen Aktien von EUR 24.000,00 wird im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt und die Differenz zu den Anschaffungskosten mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Zum 30. September 2023 verfügte die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 2,91 Mio. (i. V EUR 2,40 Mio.). Der Zahlungsmittelbestand nahm somit um TEUR 507 zu. Dies rührt im Wesentlichen aus der Aufnahme eines Darlehens der L-Bank aus dem Programm "Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 3,0 Mio. Dem gegenüber standen Tilgung der bestehenden KFW-Kredite in Höhe von EUR 2,6 Mio.
Im Konzern der LS telcom AG betrug der Bestand an Bankguthaben insgesamt - EUR 4,93 Mio. (i. V. EUR 6,75 Mio.).
Die LS telcom AG hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und wurde in zwei Fremdkapitaltranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer nachrangigen Fremdkapitaltranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Die Tilgung der Fremdkapitaltranche begann am 30. Juni 2016, wogegen die Tilgung der nachrangigen Fremdkapitaltranche erst am 30. Dezember 2021 startete.
Zur Abfederung der durch die Corona-Pandemie erwarteten negativen Auswirkungen auf das Unternehmen, hat sich die LS telcom AG bereits ab Beginn der Pandemie um den Erhalt von Finanzhilfen bemüht. Dem Unternehmen wurde ein Darlehen von EUR 7,9 Mio. gewährt, das half, in der Pandemie die Finanzierung und Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Das Darlehen der KfW aus dem Programm "Unternehmerkredit" im Rahmen der Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen" wurde durch das Maßnahmenpaket der Bundesregierung anlässlich der Corona-Pandemie unterstützt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 und ist mit 1,00 % p.a. zu verzinsen. Die Tilgung erfolgt in 16 vierteljährlichen Raten und begann am 30. September 2021.
lm Geschäftsjahr 2022/2023 nahm die LS telcom AG ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm "Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 3,0 Mio. auf. Das Darlehen ist in 24 vierteljährlichen Raten zu tilgen und wird mit 4,24 % p.a. verzinst. Die erste Tilgung beginnt am 30.06.2025. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31.03.2031 und dient der Betriebsmittelfinanzierung.
Durch die im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit generierten Zahlungsmittelzuflüsse sowie die Finanzierung über Bankdarlehen verfügt die Gesellschaft über ausreichend finanzielle Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Die sonstigen Rückstellungen lagen im Geschäftsjahr mit EUR 2,71 Mio. um 16 % unter denen des Vorjahres (i. V. EUR 3,24 Mio.). Die größten in diesem Bilanzposten enthaltenen Beträge entfielen wie im Jahr zuvor auf Personalrückstellungen, die jedoch aufgrund der Geschäftsentwicklung in Höhe von TEUR 170 geringere Tantiemerückstellungen enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit EUR 8,08 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 7,71 Mio.). Hinter diesem Posten verbergen sich die beiden zuvor erwähnten KfW-Darlehen sowie ein Darlehen der L-Bank (siehe Abschnitt "Flüssige Mittel").
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind während des Geschäftsjahres von EUR 1,33 Mio. auf EUR 3,77 Mio. angestiegen. Grund hierfür ist der Fortschritt in einem Großprojekt, der teilweise noch nicht auf Umsatzerlöse gebucht werden konnte.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 1,04 Mio.) lagen zu Ende des Geschäftsjahres unter denen des Vorjahres (EUR 1,38 Mio.).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen mit EUR 1,64 Mio. über denen zum Vorjahresende (TEUR 917). Abgerechnet wurden hier unterschiedliche Service- und Entwicklungsleistungen sowie Wartungsarbeiten, die die Tochtergesellschaften für die LS telcom AG erbringen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen zum Ende des Geschäftsjahres (TEUR 267) nahe an dem Niveau des Vorjahres (TEUR 231).
Dieser Posten hat sich aufgrund der Abgrenzung neuer Wartungsverträge sowie eines größeren Wartungsvertrages um 41 % vom Vorjahreswert EUR 1,95 Mio. auf EUR 2,74 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres erhöht.
Die Zahl der vollzeitäguivalenten Mitarbeitenden in der LS telcom AG betrug zum 30. September 2023 171 (i. V. 165).
Zum 30. September 2023 waren im Unternehmen (ohne Vorstand) insgesamt 182 (i. V. 176) Mitarbeitende beschäftigt.
Für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 9,2 Mio. (i. V. EUR 7,4 Mio.) als Aufwand erfasst.
Im neuen Geschäftsjahr 2023/2024 erwartet der Vorstand für das Unternehmen ein leicht positives Ergebnis (EBIT) sowie einen moderaten Anstieg des Umsat-ZES
Hier wird zudem auf das entsprechende Kapitel "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" des Konzerns verwiesen, da die Chancen und Risiken der Aktiengesellschaft eng mit denjenigen des Konzerns verbunden sind.
Um die sich ergebenden Chancen zur Erreichung der Unternehmensziele erfolgreich und unternehmerisch nutzen zu können, geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein. Der Erfolg der LS telcom Gruppe hängt daher entscheidend davon ab, dass Risiken frühzeitig erkannt und professionell bewältigt werden.
Um Risiken schnell identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, hat LS telcom ein umfangreiches, einheitliches Risikomanagement-System entwickelt. In dem System sind die vorhandenen Maßnahmen und Organisationsstrukturen zur Risikosteuerung zusammengefasst.
Die Konzernleitung hat folgende Vorgaben an das Risikomanagement-System definiert:
Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken),
die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements,
In einem ersten Schritt werden die definierten und erkannten Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewertet. Im zweiten Schritt werden die hewerteten Risiken in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert.
Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde eine Risikomanagement-Beauftragte benannt.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamtrisikoberichten werden neu auftretende Risiken, die von der Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von aktuellen Berichten und Auswertungen an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz. Neben der Rechnungslegung sind auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests sowie Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden.
Ziele der von uns eingerichteten Methoden und Prozesse sind insbesondere Risiken rechtzeitig zu identifizieren, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, sowie das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern.
Zudem sollen mit dem installierten IKS die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens und die Einhaltung der internen Vorgaben sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet werden.
Das System wird durch weitere wichtige Säulen abgerundet. Für alle wesentlichen Vorgänge im Konzern ist das Vier-Augen-Prinzip verpflichtend. In für den Konzern wesentlichen Bereichen gelten definierte Prozesse. Alle Konzerngesellschaften unterliegen einem zentralen Controlling.
Darüber hinaus soll das System dazu beitragen, diejenigen Risiken rechtzeitig antizipieren zu können, die die strategischen oder operativen Maßnahmen bzw. Wert- und Wachstumspotenziale beinträchtigen können.
Zudem tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Konzern etablierte IKS basiert auf den folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems sowie zusätzlicher Hilfswerkzeuge.
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeitenden der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand bzw. die zuständigen Personen der zweiten Führungsebene der LS telcom AG kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System sowie der Zahlen basis in Lucanet verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitenden soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten.
Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellen IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG verantwortet.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts ist aus Sicht des Vorstands die Gesamtrisikosituation im Konzern unter Kontrolle und damit der Bestand des Konzerns gesichert.
Die weltweite geopolitische Situation führt zu einer Erhöhung der Risikosituation für den LS telcom Konzern.
Der Vorstand der LS telcom AG antizipiert eine sich abzeichnende geopolitische Blockbildung entlang verschiedener politischer Systeme mit den USA und der EU auf der einen Seite sowie China und Russland auf der anderen Seite. Der sogenannte globale Süden (unter anderem Brasilien, Südafrika, Indonesien und Indien) positionieren sich je nach Interessenslage und Sachverhalt und sind keinem Block zugeordnet. Sie könnten sich entweder einer der beiden Fraktionen anschließen oder versuchen, zwischen den Blöcken zu balancieren
Mit einem Umsatzanteil von 90 % in der Berichtsperiode 2022/2023 außerhalb Deutschlands ist LS telcom auf offene Märkte angewiesen. Blockbildungen können nach Einschätzung des Vorstands zu Schutzzöllen führen oder auch zu komplettem Ausschluss von Produkten (Exportbeschränkungen), die in einem der Teilmärkte entstanden sind oder dort entwickelt wurden. Als Folge müssen Produkte oft mehrfach entwickelt und gepflegt werden, um in den einzelnen Märkten voll umfänglich präsent zu sein. Durch die verteilten Entwicklungsressourcen der LS telcom kann das zwar geleistet werden, führt jedoch zu zusätzlichen Aufwendungen und Verzögerungen. Im Fall von Exportbeschränkungen ist es möglich, dass ganze Lösungen nicht exportiert werden dürfen, wie aktuell im Fall von Russland zu sehen ist.
Die durch die COVID-19 Pademie verursachten Einschränkungen der Lieferkette sowie die geopolitische Lage haben weltweit die wirtschaftlichen Unsicherheiten erhöht. Infolgedessen können Unternehmen aus den von der LS telcom Gruppe vertikal adressierten Märkten ihre Nachfrage nach innovativen Spektrumund Funklösungen reduzieren, mit entsprechenden negativen Effekten auf die LS telcom. Die Auftragslage insbesondere seitens Behörden und Ministerien hat sich bereits eingetrübt, da Regierungen private Haushalte und Unternehmen weiterhin unterstützen,
um die negativen Auswirkungen abzufedern. Dadurch könnten die Budgets von Behörden und Ministerien im Telekommunikationsbereich reduziert werden. Die öffentlichen Auftraggeber könnten daher ihre Investitionsbereitschaft in neue Projekte bzw. in Produkte und Lösungen des LS telcom Konzerns deutlich zurückfahren.
Schließlich beschleunigen die geopolitischen Effekte durch Steigerung der Energie- und damit auch der Transportpreise die Inflation.
Durch die steigende Inflation erhöhen sich die Inputkosten der LS telcom insbesondere im Bereich Personal und Einsatz von Fremddienstleistern und der Materialwirtschft merklich. Durch die langen Zyklen bei Projekten mit öffentlichen Auftraggebern könnten die potenziellen Kostensteigerungen nur mit einem erheblichen Zeitverzug weitergegeben werden.
LS telcom geht insgesamt davon aus, dass durch ihre geografische Diversifizierung die Risiken aus einer sich verstärkenden Blockbildung sowie aus zunehmenden geopolitischen Risiken beherrschbar sind, und der Bestand der Gesellschaft damit nicht gefährdet ist.
Die geopolitische Situation, allgemeinwirtschaftliche Einschränkungen bei den globalen Lieferketten sowie gestiegene Transportkosten erhöhten das Risiko für ansteigende Transportkosten und Lieferengpässe von Materialien beim LS telcom Konzern. Diesem Risiko tritt LS telcom mit entsprechender Vertragsgestaltung mit Lieferanten sowie erhöhter Vorratshaltung entgegen, diese verursacht, aber speziell im Hardwarebereich margenwirksame Zusatzkosten.
Mit derzeitigem Kenntnisstand ist nicht zu erwarten, dass sich diese Risiken bestandsgefährdend auswirken können.
In den Geschäftsjahren 2019/2020 bis 2021/2022 sind erhebliche Ressourcen der LS telcom Gruppe in die Bewältigung der Corona-Krise sowie in das Management der daraus entstehenden Risiken geflossen.
lm Geschäftsjahr 2022/2023 konnte die LS telcom Gruppe die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie hinter sich lassen, auch wenn vereinzelt die Situation bei den Lieferketten weiterhin angespannt war.
Die Geschäftstätigkeit der LS telcom geht einher mit hohen Volumina sowie langen Vertragslaufzeiten bei einzelnen Projekten. Diese müssen vorfinanziert werden. Entsprechend benötigt die Gruppe die Verfügbarkeit von ausreichender Liquidität, um laufende Projekte stemmen und das avisierte Wachstum bewerkstelligen zu können.
In den hier aufgeführten Bereichen besteht eine effiziente Risikosteuerung, so dass die Risiken im Unternehmen insgesamt begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Uberwachung verspätet er kannt werden. Die Auswahl einer geeigneten Software zur Unterstützung des Risikomanagements ist inzwischen weitgehen abgeschlossen und soll im nächsten Geschäftsjahr in die Implementierungsphase gehen.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die Abwicklung von Projekten sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.
Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen, sehr hohen und kritischen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:
| Klassifikation | Schadenshöhe |
|---|---|
| Gering | < TEUR 25 |
| Mittel | TEUR 25 bis TEUR 50 |
| Hoch | TEUR 50 bis TEUR 250 |
| Sehr hoch | TEUR 250 bis EUR 1 Mio. |
| Kritisch | > EUR 1 Mio |
Die für die Bewertung der Risiken verwendeten Eintrittswahrscheinlichkeiten werden anhand der folgenden fünf Kategorien quantifiziert:
| Klassifikation | Eintritts- wahrscheinlichkeit |
|---|---|
| Gering | < 20 % |
| Mittel | 20 % bis 40 % |
| Hoch | 40 % bis 60 % |
| Sehr hoch | 60 % bis 80 % |
| Kritisch | > 80% |
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:
| Risiko | Qualitative Eintritts- wahrschein- lichkeit |
Mögliche finanzielle Aus- wirkung |
Gesamt- beurteilung |
|---|---|---|---|
| Schneller techno- | sehr hoch | überwachen | |
| logischer Wandel | mitte | ||
| Informationssicherheit | mitte | sehr hoch | überwachen |
| Internationalisierung | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Projektrisiken | hoch | kritisch | wesentlich |
| Umsetzung neuer Trends und Funktechnologien im Markt |
mitte | sehr hoch | überwachen |
| Preisdruck | hoch | kritisch | wesentlich |
| Wettbewerb | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Personalrisiken | mittel | hoch | überwachen |
| Lieferkette und Logistik |
sehr hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Risiken durch globale Marktverwerfungen |
sehr hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Risiken durch Naturka- tastrophen |
gering | sehr hoch | beobachten |
| Finanzwirtschaftliche Risiken |
|||
| Preis- und Währungsrisiko |
hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Ausfallrisiko | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Cashflow- und Liauiditätsrisiko |
mittel | kritisch | überwachen |
Die dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert
Die Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen. Dieser Zustand ist einerseits ein Risiko, andererseits ein wesentliches Verkaufsargument für unsere Software-Wartungsverträge. Aufgrund unserer Größe im Vergleich zu den Nischen-Mitbewerbern sehen wir in den meisten Marktsegmenten den Vorteil überwiegen, da LS telcom einen dominant größeren Betrag in Forschung und Entwicklung investieren kann als kleinere Mitbewerber.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos sehen wir weiterhin bei "mittel". Die möglichen finanziellen Risiken sind bei "sehr hoch" eingestuft, was eine Gesamtrisikobewertung als "überwachen" bedeutet.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung, wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten, sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Neben diesen Aspekten spielt auch die Sicherheit von Kunden- und Mitarbeiterdaten eine übergeordnete Rolle und der Verlust dieser Daten kann neben einem Reputationsschaden auch erhebliche Folgekosten mit sich führen.
Die LS telcom AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr umfangreich auf die Zertifizierung im Rahmen des ISO 27001 Standards vorbereitet und wurde im Herbst 2023 wenige Tage nach Ende des Geschäftsjahres erfolgreich zertifiziert. Durch die Implementierung des umfassenden Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) wurden effektive Maßnahmen eingeführt, die das Risiko in den verschiedenen Bereichen deutlich reduzieren.
Trotz umfangreich getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten Informationssicherheitsvorfälle auftreten, die erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des LS telcom Konzerns haben können.
Deshalb sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit weiterhin mit "mittel" bewertet als sinnvoll an, auch wenn sich die getroffenen Maßnahmen innerhalb dieser Stufe deutlich mindernd ausgewirkt haben. Die finanziellen Auswirkungen können als "sehr hoch" angesetzt werden. Damit ergibt sich eine Gesamtrisikoeinschätzung von "überwachen".
Die Gesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit und Standorte in den letzten Jahren weltweit weiter ausgebaut. LS telcom Konzern setzt alles daran die neugegründeten Außenstellen in den Konzern zu integrieren und die bereits bestehenden Außenstellen entsprechend so zu steuern, dass der wirtschaftliche Erfolg gewährleistet ist.
Obwohl Kooperationen und der Aufbau neuer Präsenzen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines entsprechenden Risikos schätzen wir weiterhin als "hoch" ein. Die möglichen finanziellen Risiken sind ebenfalls bei "sehr hoch" eingestuft was den Verbleib der Gesamtrisikobewertung als "wesentlich" bedeutet.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr 2023/2024 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Anderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr, Pandemie etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Anderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile in US-Dollar, kanadischem Dollar, australischem Dollar und südafrikanischem Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich im Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
In Bezug auf diese Projektrisiken hat LS telcom Maßnahmen ergriffen, Projektverzögerungen durch entsprechende "Fernwirkverfahren", wie webbasierte Schulungen und Projekt-Meetings, Schulung von lokalen Partnerunternehmen für vor Ort Unterstützung und ggf. Durchführung von Reparaturen, Fernzugriffe auf Kundensysteme, soweit wie möglich zu minimieren. Eine Abhängigkeit von vor Ort auszuübenden Tätigkeiten ist jedoch insbesondere in Projekten, bei denen Messsysteme beim Kunden installiert werden müssen, stets gegeben. Damit materialisiert sich in solchen Fällen auch nahezu sicher das Risiko, Projektverzögerungen bei der Implementierung zu erleiden, wenn so, wie während der Corona-Pandemie, erhebliche Reiserestriktionen gelten.
Die Einstufung dieses Risikos sehen wir in der Gesamtsicht als mit "wesentlich" weiterhin als sachgerecht bewertet an.
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte für Netzbetreiber (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) wird auch im Geschäftsjahr 2023/2024 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte, trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld, nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt sto-Ren.
Auch nach der Bewältigung der Covid-19-Pandemie wird der Trend zum verteilten, mobilen Arbeiten die Relevanz einer sehr guten Breitbandversorgung, auch über drahtlose Kommunikationstechnologien, essenziell wichtig für das Funktionieren der Wirtschaft und der Verwaltung eines Staates sein. Insofern könnte man erwarten, dass sich das Absatzrisiko reduzieren sollte. Viele Regierungen der Welt haben äußerst hohe Geldsummen zur Abfederung der Pandemiefolgen für die Wirtschaft eingesetzt und damit die staatlichen Haushalte stark belastet. Zusätzlich werden die Budgets öffentlicher Haushalte durch geopolitische Konflikte massiv belastet. Dies könnte in manchen Ländern zu künftigen Budgetkürzungen und eher verhaltener Investitionspolitik führen und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens beeinträchtigen.
Aufgrund aktuell laufender und avisierter Beschaffungsverfahren und Projektanbahnungen, belassen wir dieses Risiko unverändert in seiner Bewertung.
Der starke Wettbewerb kann in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen und die Liquiditätslage belasten. In Anbetracht des teilweise aggressiven Preisverhaltens des Wettbewerbs, evtl. durch die zögerliche Vergabepraxis im Markt und gestiegenen Erfolgsdruck begründet, des Auftretens neuer Wettbewerber sowie der möglicherweise aufgrund der Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie in Kombination mit den Folgen des Ukraine-Krieges geringeren verfügbaren Finanzmittel auf Kundenseite, halten wir dieses Risiko in Bezug auf die mögliche finanzielle Auswirkung unverändert für "kritisch". Das Unternehmen wirkt diesem Risiko entgegen, indem es vermehrt auch auf international verfügbare, konzerneigene und externe Ressourcen setzt, um kostengünstiger zu produzieren und damit auch unter entsprechendem Preisdruck eine vernünftige Profitabilität auf Dauer zu sichern.
Die Attraktivität einiger Teilmärkte veranlasst sowohl neue Wettbewerber in den Markt zu drängen als auch alteingesessene sich in die von der LS telcom AG adressierten Nischen zu verbreitern.
Wir halten daher an der Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos von "hoch" fest. Die finanzielle Auswirkung verbleibt weiterhin bei "kritisch". In der Gesamtbetrachtung ergibt sich daraus eine Einstufung als "wesentlich".
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Der Markt scheint mittlerweile auch für etablierte Unternehmen und Newcomer ausreichend attraktiv, um hier ebenfalls vermehrt Aktivitäten zu entfalten. Sollte es LS telcom nicht gelingen, den Wettbewerb durch technologischen Vorsprung auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft nachteilig beeinflussen.
Sollte es der Konzern nicht schaffen, durch beständige Innovation, d. h. die Schaffung neuer Produkte bzw. die Anpassung bestehender Produkte und Servicekonzepte an neue Marktanforderungen, schnell genug und wettbewerbsfähig am Markt zu agieren oder gegen den Wettbewerb aufgrund anderer kommerzieller Kriterien Vergabeverfahren verlieren und der Auftragseingang dadurch erheblich belastet werden, so könnte dies das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten bringen.
Die Einstufung der Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir weiterhin mit "mittel" bewertet als sinnvoll an. Finanzielle Auswirkungen verbleiben weiterhin bei "sehr hoch". In der Gesamtbetrachtung ergibt sich daraus ein zu überwachendes Risiko.
Unser Erfolg hängt davon ab, dass wir hoch qualifizierte Mitarbeitende sowohl für die LS telcom AG in Deutschland als auch für unsere internationalen Tochtergesellschaften und Beteiligungen gewinnen können, diese in unserem speziellen Nischen-Knowhow entwickeln und effektiv für unsere Belange steuern und einsetzen. Sollte uns dies nicht gelingen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und die Umsetzung bestehender Aufträge mit entsprechend nachteiligen Konsequenzen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns.
Insgesamt hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt aus Sicht von LS telcom etwas entspannt, was für uns vorteilhaft ist.
Hierbei muss differenziert werden, dass offene Positionen, die hochspezialisiertes Personal erfordern, weiterhin deutlich schwieriger zu besetzten sind. Hier setzt die LS telcom weiterhin auf das Rekrutieren im Ausland, auch gerne in Tochtergesellschaften.
Gerade bei den hochspezialisierten Kräften ist ein Abwerben auch bei veränderten allgemeinen Marktbedingungen nicht ausgeschlossen, weshalb die LS telcom Firmengruppe wie in der Vergangenheit weiterhin bestrebt sein wird, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeitenden entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust und Ersatzbeschaffungskosten.
Ein regelmäßig starker Termindruck stellt die Gesellschaft nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater mit Spezialkenntnissen nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen. Ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit, verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen.
Generell überwachen wir in diesem Zusammenhang die Risiken Weiterbildung, Schlüsselpersonen, Fachkräftemangel, Motivation, Führung, Austritte und Gesundheit sehr eng und leiten daraus die Gesamteinschätzung ab.
Wir halten die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos inzwischen für "mittel". Finanzielle Auswirkungen werden aktuell mit "hoch" bewertet. Daraus ergibt sich eine Gesamtbewertung von "überwachen".
Die steigenden Energiekosten, Inflation sowie die geopolitische Lage setzen die weltweiten Lieferketten unter Druck und führen zu erhöhten Kosten und längeren Lieferzeiten. Dieses Risiko kann Einfluss auf die Umsetzung und Marge der hardwarelastigen Projekte haben. Die globalen Lieferketten haben sich nach der unkalkulierbaren Situation während der Corona-Pandemie beruhigt und normalisiert. Trotzdem blieben die Preise für Vorprodukte hoch und die Beschaffung teilweise angespannt. Dies kann weiterhin zu Problemen führen, wenn zum Festpreis angebotene Güter produziert werden sollen. Dadurch kann sich die Marge deutlich verschlechtern oder im Extremfall sogar ins Negative umschlagen. Andererseits sind weiterhin teilweise gar nicht mehr alle Güter in derselben Vielfalt wie zuvor verfügbar, da sich die Lieferanten auf weniger Produkte konzentrieren, für die sie wiederum leichter ihre Vorprodukte beschaffen können. Das kann zu erhöhtem Nachentwicklungsaufwand dort führen, wo eine Komponente nicht mehr beschaffbar ist oder das Ersatzprodukt nicht mit dem geplanten Design korrespondiert. Das kann zu aufwendigen Nachverhandlungen mit unseren Kunden führen oder könnte im schlimmsten Fall auch Vertragsstrafen hervorrufen.
Ein weiteres Risiko sind die Logistikaufwendungen generell. Die Preise für One-way-Transportcontainer, wie sie bei unseren Hardwareprojekten oft im Einsatz sind, haben sich zwar deutlich reduziert. Im Gegenzug steigen aber die Anforderungen an Transportverpackung und detaillierte Klassifizierung des Liefergegenstands, manchmal auch quasi ad-hoc. Dadurch verzögern sich Transporte oft unkalkulierbar. Wir versuchen das Risiko aus volatilen Logistikkosten dadurch zu minimieren, dass wir eine explizite Logistikstelle eingeführt haben und beispielsweise vorab frühzeitig Kapazitäten reservieren.
Wir begegnen diesen Themen weiterhin durch eine vorausplanende Materialbeschaffung und Abrufverträge mit wesentlichen Lieferanten. Das bedeutet andererseits einen erhöhten Liquiditätsbedarf für die verfrühte Beschaffung und Lagerhaltung der Produkte, aber auch generell zusätzliche Lagerkosten.
Wir halten die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos weiterhin für "sehr hoch". Finanzielle Auswirkungen werden aktuell mit "sehr hoch" bewertet. Daraus ergibt sich eine Gesamtbewertung von "wesentlich".
In den letzten Jahren haben mehrere Ereignisse zu globalen Marktverwerfungen geführt: Covid-19-Pandemie, Ukraine-Krieq, explodierende Energiekosten. Man darf davon ausgehen, dass Staaten in Krisenzeiten einerseits weniger investieren, andererseits ein "we first"- Denken vorherrscht, um die eigene Wirtschaft zu fördern bzw. zu erhalten. Hier wird zudem oftmals stark die Eigentümerschaft bewertet, wodurch unsere Tochtergesellschaften mit hohem LS telcom Besitzanteil benachteiligt werden können. Ahnliche Wirkungen haben teilweise plötzliche starke Veränderungen von Energiepreisen, egal welcher Rohstoff (Öl, Gas, Strom) dabei die dominante Rolle spielt. Auch daraus resultierende starke Verschiebungen der Währungsparitäten haben einen signifikanten Einfluss auf das Kauf- und Zahlungsverhalten unserer Kunden und damit letztlich auf unser Geschäft. Der Ukraine-Krieg bringt hier zusätzliche Unsicherheiten und Risiken mit sich.
Die immensen Steigerungen der Staatsausgaben in den letzten Jahren könnten bei vielen Kunden auch zu einer nun nachfolgenden Investitionszurückhaltung führen. Insbesondere könnten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden, wie Ministerien und Regulierungsbehörden, durch die direkten Auswirkungen dieser Krisen oder auch deren Nachwirkungen (z. B. erhöhte Verschuldung durch Pandemie und Ukraine-Krieg) unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, was sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG hätte. Währungsschwankungen als mittelbare Folgen dieser Krisen würden nicht nur das direkte Preis- und Währungsrisiko im Rahmen der finanzwirtschaftlichen Risiken erhöhen, sondern könnten auch dazu führen, dass geplante oder auch laufende Projekte nicht mehr finanzierbar sind und Beschaffungen oder Projektimplementierungen verschoben werden müssen.
Die Produkte der LS telcom AG wirken grundsätzlich positiv auf den Staatshaushalt und versprechen einen sehr schnellen Rückfluss investierter Mittel. Insofern sollte der Bedarf auch unter erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen gut zu vermitteln und die Produkte absetzbar sein. Allerdings können anhaltende Budgetkürzungen und überhöhte Schulden dazu führen, dass die Investitionsbereitschaft in den jeweiligen Ländern auch auf längere Sicht abnimmt und Projekte, die beauftragt werden, auf der Basis weniger attraktiver Finanzierungskonditionen zustande kommen. Beides wäre für das Geschäft der LS telcom sehr nachteilig.
Wir stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos weiterhin mit "sehr hoch" ein und belassen die Gesamtbeurteilung dieses Risikos auf "wesentlich".
Naturkatastrophen haben in den letzten Jahren auch in Regionen, in denen LS telcom Niederlassungen oder Kunden hat, erheblich an Schadenshöhe zugenommen und werden daher als Einzelrisiko bewertet. Das können einerseits Erdbeben, Überschwemmungen oder lokale Großfeuerereignisse sein, diese speziell auch in Zusammenhang mit der globalen Erderwärmung, andererseits rechnen wir hierzu ebenfalls pandemische Situationen wie die Covid-19 Krise oder die Ebola-Ausbrüche in Afrika vor einigen Jahren.
Tendenzen solcher Ereignisse werden vom Risikomanagementsystem des Konzerns schon im frühen Stadium überwacht und dem Vorstand auch ad-hoc berichtet, da oft nur wenige Tage für eine sinnvolle Reaktion verbleiben.
Die Risiken werden dadurch kontrolliert, dass Aufgaben, wo möglich, über mehr als eine Einheit verteilt werden, so dass bei einem Großereignis üblicherweise nicht ein gesamtes Projektteam insgesamt ausfällt. Inzwischen konnte eine durch alle Einheiten praktizierte mobile Arbeitskultur entwickelt werden, die diese Risiken zusammen mit Betriebsausfallversicherungen beherrschbar erscheinen lässt. Teil dieser Strategie ist es ebenfalls, mehr Teile unserer Serverinfrastruktur auf sichere Cloud-Anbieter zu verlagern. Hier vertrauen wir aber nur auf DSGVO konforme, international gefestigte Partner mit örtlich diversifizierter Backupstrategie.
Wir stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risikogruppe Naturkatastrophen mit "gering" ein, die finanziellen Auswirkungen als "sehr hoch" und beurteilen das Risiko in seiner Gesamteinschätzung als zu beobachtendes Risiko.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken, Zinsen), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommt den Devisenkursschwankungen von südafrikanischem Rand, US-Dollar, australischem und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisenterminoder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. lm Geschäftsjahr 2022/2023 wurden keine Projekte über Devisentermingeschäfte abgesichert. Das lag teilweise daran, dass gerade langlaufende Projekte entweder gar nicht oder nur gegen extrem hohe Aufschläge auf Kursrisiken abgesichert werden können. Andererseits versuchen wir dort möglichst viele Leistungen bereits in der Projektwährung oder einer daran gekoppelten Währung einzukaufen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte. Wir stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos weiterhin mit "hoch" ein und belassen die Gesamtbeurteilung dieses Risikos auf "wesentlich".
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wurde bislang als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden bedient, die bisher in den meisten Fällen erstklassige Bonität hatten und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellen konnte, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substanzieller Schaden bei der LS telcom verblieb. Die negativen Auswirkungen globaler Ereignisse auf Unternehmen und Staaten wird wahrscheinlich dazu führen, dass die Bonitätseinstufung zumindest einiger unserer Kunden sinken wird. Verlängerte Zahlungsfristen und ein erhöhtes Maß an Zahlungsausfällen könnten daher künftig auftreten. Auch bei solventen Kunden ist eine Tendenz zu verspäteten Zahlungen feststellbar. Zudem macht das Unternehmen mittlerweile auch vermehrt in Ländern mit niedrigerer Bonität Geschäfte.
Wir stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos weiterhin mit "hoch" ein, und belassen die Gesamtbeurteilung dieses Risikos auf "wesentlich".
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung, insbesondere auch Projektfinanzierungen, gegeben sind. Zu berücksichtigen ist, dass bei einer sich inzwischen abzeichnenden weiteren Zunahme des Zinssatzes und möglicherweise weiterhin hohem Fremdfinanzierungsanteil das Risiko besteht, dass bei einer Umfinanzierung dann erheblich höhere Zinsbelastungen zu verzeichnen wären und dies die Profitabilität des Konzerns belasten könnte. Gleiches gilt auch bei einer erneuten Kreditaufnahme zur Liquiditätssicherung oder Projektfinanzierung.
Vor dem Hintergrund der moderat positiven Geschäftsaussichten sowie der erhaltenen Finanzmittel wird dieses Risiko in seiner Eintrittswahrscheinlichkeit auf "mittel" bestehen gelassen und damit in seiner Gesamtbeurteilung auf "überwachen" verbleiben.
In den letzten Jahren sind die Einsatzmöglichkeiten von Funknetz-Anwendungen - z. B. aus den Bereichen Logistik, Transport, Infrastruktur, Industrie, Verteidigung, Mobilfunk - stark gestiegen, mit entsprechend zunehmender Nachfrage nach Funk-Spektrum-Kapazitäten. Allerdings ist das Funk-Spektrum eine knappe und begrenzte Ressource. Daher werden Technologien und Systeme benötigt, die einen effizienten und ressourcenschonenden Einsatz des Funkspektrums ermöglichen. Die Systemlösungen von LS telcom eignen sich hervorragend, um das Spektrum effizient zu verwalten und zu steuern. Entsprechend ergeben sich daraus sehr gute Absatzchancen für die LS telcom Gruppe.
Regulierungsbehörden und zuständige Ministerien sehen sich einer zunehmenden Komplexität in der Verwaltung und in der Uberwachung des Funk-Spektrums ausgesetzt. Mit bestehenden und installierten Systemen lassen sich aus Sicht der LS telcom die anstehenden Aufgaben und der damit verbundene komplexe Arbeitsaufwand kaum mehr bewältigen. Daher könnte aus Sicht von LS telcom die Notwendigkeit zur Einführung moderner, digitaler Systeme einen Schub bei digitalen Systemen bzw. bei der digitalen Transformation auslösen und Regulierungsbehörden sowie zuständige Ministerien zu einer Modernisierung ihrer bestehenden Systeme veranlassen. LS telcom hat in den letzten Jahren erhebliche Ressourcen in der Entwicklung ihrer mySPECTRA-Plattform eingesetzt, die ideal auf die Bedürfnisse der Behörden zugeschnitten ist.
Bei mySPECTRA handelt es sich um eine komplett neu entwickelte Software-Plattform zur Verwaltung und Uberwachung des Funk-Spektrums. Aus Sicht von LS telcom ist die Plattform in ihrem Einsatzgebiet weltweit führend. Sie ist vollständig web- und cloudbasiert. Sie kann in Cloud-, hybriden und in On-Premise-Umgebungen zum Einsatz kommen. Ihr Vorteil ist, dass viele Einstellungen entweder automatisiert durchgeführt werden oder von den Nutzern selbstständig, d. h. ohne zusätzlichen Programmierungs- und Anpassungsaufwand vorgenommen werden können. Damit werden die Nutzer in die Lage versetzt, digitalisiert, effizienter und kostengünstiger Aufgaben im Bereich Funk-Spektrum-Verwaltung und -Monitoring durchführen zu können. Für LS telcom sollte sich ein positiver EBIT-Margen-Effekt ergeben. Mit mySPECTRA entfällt ein Großteil der individuellen, projektbezogenen Programmierarbeiten, mit entsprechenden positiven Effekten auf die Profitabilität.
Ein Großteil der Kunden von LS telcom, die Softwaresysteme beziehen, sind LS telcom langfristig verbunden, da sie nach Abschluss eines Projekts Wartungsverträge für z. B. Software-Update und Weiterentwicklungen abschließen. Bei webbasierten Systemen ist das fast zwingend notwendig, da die andauernde Evolution der Sicherheitslücken und ein regelmäßiges Updaten der Software schon aus Risikogesichtspunkten unerlässlich ist. Die daraus generierten Umsätze sind jährlich wiederkehrend. Bezogen auf den Umsatz des Segments Softwaresysteme liegt der Anteil der wiederkehrenden Umsatzerlöse derzeit bei rund 50 %. Nominell ergab sich durch sich erheblich hinziehende Vertragsverlängerungsverhandlungen bei einigen größeren Kunden ein temporärer Rückgang des Bestandes. Auch wirkt sich der Rückzug von LS telcom vom russischen Markt negativ auf die Wartungsumsätze aus. LS telcom ist bestrebt, den Anteil der Wartungserlöse in der Folge wieder kontinuierlich zu steigern und ihren Anteil an den Gesamterlösen im Segment Softwarelösungen konsequent auszubauen.
Auf der einen Seite erhöht der Krieg in der Ukraine die Risiken für einen globalen konjunkturellen Abschwung. Auf der anderen Seite steigen die Budgets für Verteidigungsausgaben. Die LS telcom Gruppe hat Produkte und Lösungen für Funk-Spektrum-Management im Portfolio (z. B. SPECTRAmil) sowie Lösungen zur elektronischen Abwehr via Funk-Lösungen (z. B. Drohnenabwehr, elektronischer Ortungsschutz). Die Nachfrage nach solchen Lösungen könnte durch die veränderte geopolitische Lage steigen.
Die Systemlösungen, Technologien und Produkte von LS telcom sind universell ausgelegt, d.h. sie lassen sich für nahezu jeden Funk-Anwendungsfall und in nahezu jeder Branche einsetzen. In den vergangen Jahren ist es der LS telcom gelungen, neue Kunden außerhalb der Kernmärkte Behörden und Ministerien im Telekommunikationsumfeld zu gewinnen, insbesondere aus den Bereichen Öffentliche Sicherheit, KRITIS, Verteidigung, Transport & Verkehr, Industrie, Öl & Gas und Versorgungsunternehmen. Zukunftsthemen wie Machine-to-Machine, Industrie 4.0, intelligente Verkehrssysteme sollten die Absatzchancen und das Marktpotential der LS telcom Gruppe deutlich erhöhen.
Die Chancen für künftiges Wachstum des Konzerns werden einerseits von den Themen Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Netze für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, dem steigenden Bedarf in der Verteidigung, Funklösungen für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen für die Industrie 4.0 mit all ihren Vertikalmärkten bestimmt. Andererseits ergeben sich aber auch weiterhin große Möglichkeiten durch den Digitalisierungsdruck auf Behörden und Dienstleister, wodurch eine Vielzahl an Innovations- und Erneuerungsprojekten weltweit angestoßen wurden oder gerade in Planung sind. Hier kann LS telcom punkten, weil bereits vor Jahren eine immer noch anhaltende Innovationsoffensive gestartet wurde, die nun einige der nachgefragten Produkte bereits vollständig beistellen und andere in absehbarer Zeit im Rahmen von Projekten zuliefern kann.
Wie oben bereits ausgeführt, um die Abhängigkeit von schwer planbaren Großprojekten zu entschärfen, hatte die LS telcom in den letzten Jahren ihre vertrieblichen Tätigkeiten in den vertikalen Märkten wie Offentliche Sicherheit, Verteidigung, Transport & Verkehr, Versorgungsunternehmen, Gesundheit und Industrie intensiviert. Bei diesen Kunden spielt das Funkspektrum eine zunehmend zentrale Rolle und rückt im Rahmen der Digitalisierung, Steigender Sicherheitsanforderungen, Industrie 4.0 sowie des Internets der Dinge mit zunehmender Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation immer stärker in den Fokus. So wurden in Deutschland von der zuständigen Behörde beispielsweise 100 MHz Bandbreite exklusiv für lokale, sogenannte 5G-Campus Netze reserviert.
Für viele Industrieunternehmen und Organisationen bietet sich damit die Möglichkeit und Chance, ihr eigenes, individuelles und für ihre Belange maßgeschneidertes 5G-Mobilfunknetz auf ihren Grundstücken zu errichten und zu betreiben. Da das zugehörige Wissen nicht zum Kerngeschäft des Kunden gehört, wird hier in der Regel auf Fachfirmen zurückgegriffen. Die LS telcom kann hier unter Einsatz des gesamten bestehenden Produkt- und Dienstleistungsportfolios sowohl maßgeschneiderte Lösungen als auch Standardprodukte zur Funkplanung und für das Spektrum-Management, teilweise auch als Outsourcing-Partner, anbieten. Die im Vergleich zum reinen Behördenumfeld ungleich größere potenzielle Kundenzahl bietet selbst bei geringeren Einzelprojektvolumina einen enormen Markt und weniger Abhängigkeit von Einzelkunden und Großprojekten.
Der Vorstand ist von der Richtigkeit der strategischen Ausrichtung des Konzerns und seiner Produkte auf die oben beschriebenen Geschäftsfelder und Themen überzeugt. Die hohen Investitionen und Vorleistungen, die seit mehreren Jahren in entsprechende Produktentwicklungen und Markterschließungsmaßnahmen fließen und die Finanzzahlen der vorangegangenen Geschäftsjahre teilweise stark belastet haben, zeigen nun Wirkung und werden sich auch künftig für die gesamte Firmengruppe auszahlen. Das Produktangebot des Konzerns passt hervorragend zu den aktuellen und auch künftig absehbaren Forderungen des Marktes und wird kontinuierlich mit hoher Innovationskraft weiterentwickelt. Der Vorstand sieht den Konzern damit gut aufgestellt und zweifelt nicht an dessen mittel- und längerfristigem Erfolg.
Die Unsicherheiten auf der Zeitschiene bezüglich Vergabeentscheidungen für neue Aufträge wird man dort, wo Entscheidungen in der politischen Ebene gefällt werden, nie ganz vermeiden können, da hier oft mals eine zusätzliche Logikebene mit gänzlich anderen Prioritäten existiert. Genau hier ist aber der Ansatz unserer Vertikalmarktstrategie, neben den Wartungsverträgen eine weitere Risikoverteilung auf viele Projekte zu erreichen.
Betrachtet man die einzelnen Themenschwerpunkte näher, so bestehen hier folgende Chancen bzgl. der künftigen Geschäftsentwicklung:
Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom national und international sehr gut. Der Vorstand sieht nach wie vor sehr gute neue Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung sowie der Neu- und Erweiterungsplanung von Funknetzen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von digitaler Funktechnologie für professionelle Betriebsfunknetze (PMR) von Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen. Wachstumspotenzial bietet sich im Dienstleistungsbereich weiterhin im Bereich der speziellen Objektfunkversorgung (z. B. Versorgung von Tunneln für Bahn und U-Bahnen, Kliniken, Justizvollzugsanstalten, Industrieanlagen etc.) sowie insbesondere auch im hochwertigen strategischen Beratungsbereich und Spektrum-Consulting zur zukünftigen Nutzung des Funkfrequenzspektrums etwa im Zusammenhang mit Breitbandversorgung, 5G und loT für nationale und internationale Organisationen und Global Players.
Wie oben bereits dargestellt, bietet das originäre Kerngeschäft der LS telcom, die Frequenzverwaltung bzw. das Spektrum-Management, ebenfalls sehr gute Möglichkeiten zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht in Richtung noch stärker integrierter Systeme und hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Neue, teils durch künstliche Intelligenz ("Artificial Intelligence") verstärkte Produkte sowie hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing von Regulierungsbehörden sichern LS telcom aktuell eine starke Stellung im Wettbewerb in diesem Kundenkreis. Sie verschaffen dem Konzern aber ebenso Vorteile bei Netzbetreibern künftiger neuer Funkdienste und Nutzern von Spektrum-Management-Dienstleistungen.
Die Notwendigkeit und der Wunsch vieler Arbeitnehmer zum verteilten mobilen Arbeiten in den aktuellen Krisen, wie auch der um sich greifende Personalmangel und Kostendruck generell, dürfte Behörden verstärkt dazu bewegen, bestehende Systemlösungen zu modernisieren und auf webbasierte Systeme umzustellen. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU (Internationale Fernmeldeunion), wie sie u. a. auf der Weltfunkkonferenz (WRC) Ende 2019 beschlossen wurden und in der aktuell laufenden Weltfunkkonferenz (WRC) 2023 wieder beschlossen werden, sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus dem Teilmarkt des Öffentlichen- und Behördensektors und den neuen Kunden aus den Vertikalmärkten rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch Organisationen der Inneren Sicherheit inklusive KRITIS-Unternehmen und des militärischen Markts sind potenzielle Interessenten für diese aus Messtechnik und Software einschließlich künstlicher Intelligenz geformten Produkte und bieten zunehmend gute Möglichkeiten für neues Wachstum. Insbesondere die Kombination mit den Produkten des Spektrum-Managements und die inzwischen sehr etablierten Spektrum-Management-Dienstleistungen bieten hervorragende Möglichkeiten für LS telcom, die Geschäfte weiter auszubauen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Gutachten vom Herbst 2023 davon aus, dass die globale Wirtschaft im Jahr 2024 um 2,9 % wachsen dürfte. Im Jahr 2022 lag das globale Wachstum noch bei 3,5 %. Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum von 3,0 % erwartet18. Insgesamt erholt sich die globale Wirtschaft nur langsam und bleibt hinter ihrem Potenzialwachstum zurück. Gründe hierfür sind insbesondere die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der russische Angriff auf die Ukraine sowie die Krise der Lebenshaltungskosten19.
Die Wachstumsannahmen gehen trotz der restriktiven Politik der Notenbanken von einem "Soft-landing"-Szenario aus20. Die erwartete Verlangsamung der US-Wirtschaft geht einher mit einem prognostizierten leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit von 3,6 % in 2023 auf 3,9 % in 202521.
Drei globale mächtige Trends beeinflussen das globale Wachstum. Erstens, die Erholung der Service-Industrie hat ihren Höhepunkt erreicht. Die starke Nachfrage nach Dienstleistungen wie insbesondere
Tourismus unterstützte das Wirtschaftswachstum in Ländern wie Spanien und Frankreich. Zweitens, die Bekämpfung der Inflation durch die Notenbanken haben die Kreditbedingungen verschlechtert und lasten auf vielen Bereichen wie z. B. auf der Bautätigkeit und dem Häusermarkt. Drittens, der Preisschock durch die Energiekrise scheint verdaut und die Arbeitsmärkte bleiben weiterhin auf einem robusten Niveau22
Die Risiken für die Weltwirtschaft und das erwartete Wachstum bleiben hoch: Die chinesische Immobilienkrise könnte sich vertiefen und auf die Weltwirtschaft übergreifen. Die geopolitischen Spannungen und Risiken könnten sich negativ auf die Rohstoffpreise auswirken und damit insbesondere in aufstrebenden Ländern die Disinflationsstrategien zu Nichte machen. Die globale Inflation könnte sich insgesamt verfestigen. Sie ist zwar deutlich gesunken, jedoch dürften sowohl die Kernrate als auch die allgemeine Inflationsrate auf einem hohen Niveau verharren. Schließlich scheint die Flexibilität vieler Staaten durch hohe Verschuldungen eingeschränkt sein, um mögliche Schocks auffangen zu können23.
Insgesamt erwartet der IFW eine Fortsetzung des Desinflationstrend in 2024. Nach einer globalen Inflationsrate von 6,9 % im Jahr 2023, geht der IFW von einem globalen Inflation von 5,8 % im Jahr 2024 aus24.
Der IFW rechnet im Euroraum mit einer leichten Belebung des Output-Wachstums, allerdings auf niedrigem Niveau. So soll nach den Berechnungen des IFW das Wachstum von 0,7 % in 2023 auf 1,2 % in 2024 steigen. Im Vergleich zur Prognose vom Juli 2023 bedeutet dies eine Revision der Wachstumserwartung für 2024 um 0,3 Prozentpunkte nach unten. Allerdings werden im Wachstum deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern erwartet. So korrigierte der IMF im Vergleich zur Juli-Prognose das erwartete Output-Wachstum für Deutschland um 0,4 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent nach unten. Auch wurde für Italien das erwartete Wachstum um 0,2 Prozentpunkte auf eine Rate in Höhe von 0,7 % nach unten korrigiert. Dagegen blieben die Erwartungen des IMF
18 IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, foreword, xiii
19 IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, foreword, xiii
20 IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, foreword, xiii
21 IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, foreword, xiii
²² IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, foreword, xiii
23 IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, foreword, xiv
24 IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, Executive Summary, xvi
für Frankreich unverändert. Das erwartete Wirtschaftswachstum für 2024 liegt nach wie vor bei 1,3 %25.
Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose erwartet in ihrem Gutachten vom Herbst 2023 für Deutschland im Jahr 2024 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 %. Das entspricht gegenüber der Frühjahrsprognose einer Revision nach unten. Im Frühjahr wurde noch ein Wachstum von 1,5 % erwartet. Zudem prognostiziert die Projektgruppe für das Jahr 2024 einen deutlichen Rückgang der Inflationsrate auf 2,6 %26.
Jedoch sieht die Projektgruppe erhebliche Abwärtsrisiken. Verwerfungen auf den weltweiten Märkten für Flüssiggas würde zu einer weiteren Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft führen, verbunden mit zusätzlichen Kaufkraftverlusten der privaten Haushalte. Ferner stellen die konjunkturelle Entwicklung in China und die sich abzeichnenden neuen Handelskonflikte zwischen der EU und China auf dem Gebiet der Elektrofahrzeuge eine Gefahr für die exportorientierte deutsche Wirtschaft dar.
Aus Sicht der Projektgruppe führt das Management der Energiewende zu erheblicher Verunsicherung bei Unternehmen und privaten Haushalten und könnte zu Wohlstandsverlusten führen
Hierzu zählt nach der Projektgruppe insbesondere die Emissionsreduktionsziele durch kleinteilige Eingriffe in die Entscheidungen der Unternehmen und Haus halte zu erreichen statt auf effiziente marktwirtschaftliche Instrumente wie einen hinreichend hohen CO2-Preis und Zertifikatehandel zu setzen27.
Der vertraglich gesicherte und nicht bearbeitete Auftragsbestand im Konzern lag zum Ende der Berichtsperiode bei EUR 36,1 Mio. (i. V. EUR 46,3 Mio.). Unbefristet laufende Wartungsverträge sind dabei lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit den während ihrer Laufzeit realistisch zu erwartenden Abrufvolumina berücksichtigt worden.
Die Auftragslage ist im Vergleich zum Stichtag 30.09.2022 rückläufig. Konjunkturelle Risiken und angespannte Haushaltslagen führten zu einer Zurückhaltung bei der Vergabe von neuen Projekten.
Der Auftragsbestand setzt sich sowohl aus noch abzuarbeitenden Projektverträgen als auch aus wiederkehrendem Geschäft (bspw. Wartungsverträge) zusammen, wobei das jährliche Volumen aus Wartungsverträgen mittlerweile (zum Stichtag 30.09.2023) bei rund EUR 14,2 Mio. liegt.
Neben diesen vertraglich mittel- bis längerfristig als gesichert zu wertenden Geschäften werden hohe Umsatzanteile aus Rahmenverträgen erwirtschaftet. Hierbei existiert ein ausverhandelter vertraglicher Rahmen, der kurzfristige Leistungsabrufe ohne weiteren Angebotsaufwand oder Verhandlungen ermöglicht und meist stabile Umsätze liefert, jedoch bestehen oft keine längerfristigen Abnahmegarantien. Solche Rahmenverträge kommen meist im Beratungsund Planungsumfeld zum Einsatz, vor allem die Dienstleistungen der US-Tochter RadioSoft basieren auf dieser Art von Kundenbeziehungen. In den hier insgesamt und auf 12-Monatssicht angegebenen Umsatzerwartungen sind keine Umsätze im Zusammenhang mit Vertragsvermögenswerten und -verbindlichkeiten enthalten. Der vertraglich gesicherte Auftragsbestand sollte nach Berechnungen der Gesellschaft bei planmäßiger Abarbeitung für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse in Höhe von rund EUR 25,1 Mio. (i. V. EUR 29,5 Mio.) beisteuern.
Eine Herausforderung, die die Geschäftsentwicklung bereits seit einigen Jahren stark beeinflusst, ist die starke Abhängigkeit von komplexen Vergabeverfahren, denen sich die LS telcom Firmengruppe beim Großteil der öffentlichen Behördenkundschaft stellen muss und die sehr häufig aus unterschiedlichsten politischen oder haushaltsbezogenen Gründen Verzögerungen erfahren.
In der jüngeren Vergangenheit hatten wir uns verstärkt auf sogenannte Vertikalmärkte konzentriert. Das sind Märkte, die für eine bestimmte Aufgabe unsere Produkte und Dienstleistungen benötigen, aber nicht selbst der Kommunikationsbranche zuzurechnen sind. Die erzielten Erfolge, wie beispielsweise steigende Umsätze und zahlreiche neue Kunden in diesen Marktsegmenten, bestärken uns darin, diese neue Ausrichtung konsequent weiterzuverfolgen.
25 IMF, World Economic Outlook, Navigating Global Divergences, Oct 2023, p. 12-14
26 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Kaufkraft kehrt zurück, politische bleiben hoch, Herbst 2023, S. 37
27 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Kaufkraft kehrt zurück, politische bleiben hoch, Herbst 2023, S. 41-42
Wir sind davon überzeugt, dass aus diesen Vertikalmärkten künftig erhebliches neues Wachstum für die LS telcom generiert werden kann - ganz unabhängig von Verzögerungen, die sich in einzelnen Branchen während der Pandemie temporär ergeben haben. In der dadurch sogar verstärkt zunehmenden Digitalisierung von Industrie und Gesellschaft werden hochwertige, sichere, zuverlässige und robuste Netzverbindungen immer wichtiger, Funknetze gewinnen an Bedeutung und Funkspektrum spielt eine zunehmend zentrale Rolle.
Hier hat das Unternehmen bereits beginnend in den letzten Geschäftsjahren ein umfassendes Produktund Serviceportfolio, bestehend aus Software, Messtechnik, Beratungs-, Planungs- und Ingenieurdienstleistungen, entwickelt und einige sehr gute Referenzprojekte durchgeführt. Die LS telcom kann hier unter Einsatz des gesamten bestehenden Produkt- und Dienstleistungsportfolios sowohl maßgeschneiderte Lösungen als auch Standardprodukte zur Funkplanung und für das Spektrum-Management, teilweise auch als Outsourcing-Partner, anbieten. Mit diesen zunehmend replizierbaren Lösungen, aus denen sich nachhaltiges Produktgeschäft und Projektgeschäft ableiten lässt, sprechen wir zudem eine Vielzahl von Kunden einer Branche an.
Ein großer Vorteil bei diesem Schritt in Richtung Privat- und Industriekunden wird in den Vergabe- und Entscheidungsprozessen liegen, von denen wir erwarten, dass diese schneller und besser planbar ablaufen als im bisherigen internationalen Behördenumfeld. Zudem bietet die ungleich größere potenzielle Kundenzahl selbst bei geringeren Einzelprojektvolumina einen enormen Markt und weniger Abhängigkeit von Einzelkunden und Großprojekten.
Der laufende Ausbau digitaler Funknetze zum Beispielbasierend auf der 5G-Technologie, die neben schnellerem mobilem Internet auch für das Internet of Things sowie die Digitalisierungs- und Automatisierungsvorhaben der Industrie 4.0 wesentliche Vorteile bringen, sollte LS telcom zusätzliches dauerhaftes Geschäft vermitteln. Unternehmen können in Deutschland eigene lokale private Campusnetze errichten und betreiben. Dies erfordert sichere Telekommunikationsverbindungen und störungsfreies Funkspektrum. Hier ist LS telcom mit seinem Know-how eine perfekte Adresse.
Trotz aller positiven Zeichen und eines soliden Auftragspolsters soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch wir nur eine begrenzte Sicht auf den weiteren Verlauf der geopolitischen Verwerfungen, den teilweise noch bestehenden Herausforderungen bei Lieferketten und Logistik, den sich eintrübenden makroökonomischen Umfelds sowie der hohen Inflation haben. Der Vorstand geht davon aus, dass die Entwicklung des Konzern-EBIT im Geschäftsjahr 2023/2024 außerdem durch steigende Abschreibungen auf aktivierte Eigenleistungen und das hohe Inflationsumfeld belastet sein dürfte.
LS telcom wird daher zusätzliche Vertriebsanstrengungen vornehmen, um mehr Projekte in den Bereichen Verteidigung, Vertikalmärkte sowie klassische Märkte zu gewinnen.
Zudem hat LS telcom Prozesse initiiert, um die Kostenseite zu optimieren. In einem ersten Schritt stehen dabei die externen Dienstleister im Fokus. Durch die Erweiterung des eigenen Personalbestands sowie einer sukzessiven Reduktion der Entwicklungsaktivitäten aufgrund der Fertigstellung der Hauptanteile der mySPECTRA Funktionalitäten geht LS telcom davon aus, das Volumen der externen Dienstleister wesentlich reduzieren zu können
Unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen, des vorhandenen Auftragsbestands und des umfassenden Risikomanagements sieht sich LS telcom für das Geschäftsjahr 2023/2024 gut gerüstet. Die beschriebenen Unsicherheiten können jedoch nicht vollständig eliminiert werden. Daher muss auch in diesem Jahr berücksichtigt werden, dass die Planungen für das laufende Geschäftsjahr mit Unsicherheiten behaftet sind.
Auf Konzern-Ebene und unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Ausführungen rechnet das Management für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Umsatz in der Bandbreite von EUR 41,0 bis 45,0 Mio. und einem Prognosekorridor für das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 500 bis EUR 1,2 Mio.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2023 EUR 5.817.000,00. Es ist eingeteilt in 5.817.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien
mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden die folgenden Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschaft |
Anzahl an Stimm- rechten |
Anteile an Stimm- rechten |
|---|---|---|
| Dr. Georg Schöne | 1.624.843 | 27.93% |
| Dr. Manfred Lebherz | 1.155.083 | 19.86 %* |
| ShapeQ GmbH | 1.068.332 | 18.37 %* |
*entsprechend der letzten Stimmrechtmitteilung
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Anderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 10. März 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. März 2027 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.908.500,00 zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2022").
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
– bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der LS telcom AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien), wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 5 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in solchem Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 % des Grundkapitals nicht überschreitet (20 %-Grenze), und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals bis zu seiner Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 20 %-Grenze anzurechnen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2022 festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 14. März 2019 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
a) Die Gesellschaft wird im Rahmen der gesetzlichen Grenzen ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a AktG ff. zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien
nicht wesentlich unterschreiten.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Ubernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Geschäfte mit nahestehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt.
Die (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG" - "Investor Relations" - "Corporate Governance" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Lichtenau, 11. Dezember 2023
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Inq. Roland Götz
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 11. Dezember 2023
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Roland Götz Dr. Georg Schöne
Während des Geschäftsjahres 2022/2023 war die LS telcom-Aktie unverändert im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs von EUR 4,68 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30. September 2023 bei einem Wert von EUR 3,92. Im April und Mai 2023 hatte die Aktie mit EUR 6,10 ihre höchste Bewertung. Der Kurs der Aktie sank im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres und erreichte im September 2023 ein Minimum von EUR 3,80.
Die Marktkapitalisierung lag zum 30. September 2023 bei EUR 22.802.640 nachdem sie sich zum Geschäftsjahresbeginn auf EUR 27.223.560 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa -16,24 %.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahres täglich durchschnittlich 2.020 LS telcom-Aktien (i. V. 2.818 ) im Gegenwert von EUR 10.463 (i. V. EUR 16.217) an den deutschen Börsen gehandelt, was einer Abnahme des Handelsvolumens um -28,30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
| Die LS telcom-Aktie im Überblick 1) | Wert |
|---|---|
| Börsenkürzel: | LSX |
| Wertpapier-Kennnummer (WKN): | 575440 |
| International Securities Identification Number (ISIN): |
DE 000 575 440 2 |
| Handelssegment | General Standard |
| Notierungsaufnahme | 15. März 2001 |
| Aktienanzan | 5.817.000 Stück |
| Frei handelbare Aktien 2) | 24,51% |
| Gattung | Nennwertlose Stückaktien |
| Startkurs am 01.10.2022 | €4,68 |
| Schlusskurs am 30.09.2023 | €3,92 |
| Höchstkurs | €6,10 |
| Tiefstkurs | €3,80 |
| Marktkapitalisierung zum 30.09.2023 | €22.802.640,00 |
1)Alle Börsenkurse und Berechnungen basieren auf Schlusskursen des elektronischen Handelssystems Xetra im Zeitraum vom 01.10.2022 - 30.09.2023

2)Frei handelbare Aktien, die zum 30.09.2023 nicht von einem Investor mit mehr als 5 % Aktienanteil gehalten wurden und sich auch nicht im Eigenbesitz der LS telcom AG befinden.
Von den insgesamt 5.817.000 Aktien der LS telcom AG befinden sich zum 30. September 2023 27,93 % im Besitz des Vorstands und Firmenmitbegründers Dr. Georg Schöne. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich außerdem 0,41 % der Aktien im Besitz der LS telcom AG.
Zum 30.09.2023 kontrollierten außerdem Dr. Manfred Lebherz, ehemaliger Vorstand und Firmenmitbegründer LS telcom AG (letzte Stimmrechtsmitteilung: 19,86 %) sowie die ShapeQ GmbH (letzte Stimmrechtsmitteilung: 18,37 %) mehr als 15 % der Stimmrechte. Mehr als 5 % der Stimmrechte an der LS telcom AG hielt Frau Christiane Weißpfenning (letzte Stimmrechtsmitteilung: 8,92 %).
Damit waren zum 30.09.2023 24,51 % der Aktien frei handelbar.
Am 16. März 2023 fand die 23. Ordentliche Hauptversammlung der LS telcom AG in Lichtenau statt. Wie schon im Vorjahr wurde die Versammlung aufgrund der Eindämmung der Corona-Pandemie in virtueller Form abgehalten. Angemeldete Aktionäre konnten über das Online-Portal die Ausführungen des Vorstands zum vergangenen Geschäftsjahr sowie die Beantwortung der eingereichten schriftlichen Fragen verfolgen.
Allen Tagesordnungspunkten wurde zugestimmt. Neben den Entlastungen der Vorstände und Aufsichtsräte umfassten die Beschlüsse die Ermächtigung des Vorstands zur Abhaltung einer virtuellen Hauptversammlung für einen Zeitraum von 2 Jahren sowie die Beschlussfassung über die Billigung des Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2021/2022.
Um Anleger, Analysten und die Offentlichkeit zeitnah mit wichtigen Neuigkeiten zu LS telcom zu versorgen, bietet unsere Investor Relations-Abteilung einen Abo-Service an. Nach einmaliger Registrierung bekommen die Teilnehmer dann die Informationen direkt per E-Mail zugeschickt. Anmelden können sich Interessenten für diesen Dienst mithilfe des Online-Formulars auf unserer Homepage www.LStelcom.com.
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöffing ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Mitarbeiter und der Offentlichkeit in die Leitung und Uberwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern. Vor diesem Hintergrund berichten wir über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmens-führungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG" - "Investor Relations" - "Corporate Governance".
Nach § 161 Abs. 1 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil J. S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen (§ 161 Abs. 2 AktG).
Vorstand und Aufsichtsrat der LS teloom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 29.11.2023 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 28.04.2022 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 13.12.2022 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2023 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft nach § 161 Abs. 2 AktG dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2023, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 28.04.2022, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Reihenfolge der Aufzählung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
Zu Empfehlung B.2: Vorstand und Aufsichtsrat sorgen gemeinsam für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat hält hierbei jedoch Diskretion für das oberste Gebot und erachtet es deshalb als schädlich, hierber in der jährlichen Erklärung zur Unternehmensführung Bericht zu erstatten.
Zu Empfehlung C.7: Zwei Mitglieder des Aufsichtsrats gehören dem Gremium seit mehr als zwölf Jahren an. Dies beeinträchtigt jedoch nicht deren Unabhängigkeit.
Zu den Empfehlungen D.2 bis D.4 und D.10: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern. Ausschüsse können deshalb nicht gebildet werden, da diese dann weniger als drei Mitglieder hätten und nicht beschlussfähig wären.
Zu Empfehlung D.6: Autsichtsratssitzungen ohne den Vorstand werden auch weiterhin von Zeit zu Zeit stattinden. Der Aufsichtsrat ist jedoch entschieden der Meinung, dass es zur umfassenden und sachgerechten Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats unverzichtbar ist, regelmäßig unter Einbeziehung des Vorstands und nicht, wie im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehen, ohne den Vorstand zu tagen. Personalangelegenheiten des Vorstands werden hingegen auch weiterhin regelmäßig in Abwesenheit des Vorstands erörtert werden, jedoch begleitet von gründlichen Einzelgesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem entsprechenden Vorstandsmitglied und einer lückenlosen Einbindung aller übrigen Aufsichtsratsmitglieder in den Vorgang.
Zu Empfehlung F.2 und F.3: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen.
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 13.12.2022 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28.04.2022 entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
| Lichtenau, den 29. November 2023 | |
|---|---|
| Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG | Für den Vorstand der LS telcom AG |
| gez. Dr. Winfried Holtermüller, | gez. Dr. Georg Schöne |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | Sprecher des Vorstands |
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Uberblick nach IFRS |
2015/2016 | 2016/2017 | 2017/2018 | 2018/2019 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsdaten | |||||
| Umsatz | in TEUR | 31.991 | 27.589 | 27.621 | 32.329 |
| Exportquote | in % | 91,1 | 90,3 | 88,6 | 85,6 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) |
in TEUR | 4.266 | -1.509 | 2.161 | 6.499 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | 937 | -4.965 | -1.709 | 2.441 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | 806 | -5.103 | -1.930 | 2.371 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | in TEUR | 823 | -4.533 | -1.996 | 1.925 |
| Finanzdaten | |||||
| Investitionen gesamt | in TEUR | 4.059 | 4.002 | 3.546 | 2.883 |
| Abschreibungen gesamt | in TEUR | 3.329 | 3.456 | 3.870 | 4.058 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanz- mittelfonds |
in TEUR | -1.411 | -5.126 | -319 | 628 |
| Bilanzdaten | |||||
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) |
in TEUR | 7.111 | 1.981 | 1.662 | 2.282 |
| Bilanzsumme | in TEUR | 38.283 | 33.532 | 33.042 | 34.321 |
| Eigenkapital | in TEUR | 21.367 | 16.509 | 16.845 | 18.423 |
| Eigenkapitalquote | in % | 55,8 | 49,2 | 51,0 | 53,7 |
| Kennzahlen Aktie | |||||
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,15 | -0,85 | -0,37 | 0,33 |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 6,15 | 5,87 | 5,20 | 7,70 |
| Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 8,70 / 5,84 | 7,50 / 5,84 | 7,15 / 5,00 | 8,05 / 4,40 |
| Anzahl der Aktien | 5.335.000 | 5.335.000 | 5.817.000 | 5.817.000 | |
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) |
in TEUR | 32.784 | 31.316 | 30.248 | 44.791 |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 1,33 | 0,37 | 0,29 | 0,39 |
| Mitarbeiter | |||||
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 268 | 262 | 245 | 221 | |
| Personalaufwand | in TEUR | 19.889 | 19.898 | 18.888 | 18.212 |
| 2019/2020 | 2020/2021 | 2021/2022 | 2022/2023 | Differenz absolut GJ 2022 / 2023 zu 2021 / 2022 |
Differenz relativ in % GJ 2022 / 2023 zu 2021 / 2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| 25.803 | 31.585 | 47.271 | 41.708 | -5.563 | -11,8 |
| 85,1 | 87,2 | 89,0 | 90,0 | 1,0 | |
| 2.169 | 6.074 | 8.719 | 6.146 | -2.573 | -29,5 |
| -2.691 | 1.143 | 3.088 | 1.030 | -2.058 | -66,6 |
| -3.034 | 1.112 | 2.671 | 702 | -1.969 | -73,7 |
| -2.192 | -113 | 1.983 | -213 | -2.196 | -110,7 |
| 4.037 | 4.469 | 5.547 | 6.241 | 694 | 12,5 |
| 4.860 | 4.931 | 5.631 | 5.117 | -514 | -9,1 |
| 9.618 | -428 | -4.913 | -1.513 | 3.400 | 69,2 |
| 11.781 | 11.411 | 6.753 | 4.927 | -1.826 | -27,0 |
| 39.623 | 44.491 | 41.908 | 41.200 | -708 | -1,7 |
| 16.138 | 16.367 | 18.340 | 17.976 | -364 | -2,0 |
| 40,7 | 36,8 | 43,8 | 43,6 | -0,2 | |
| -0,38 | -0,02 | 0,34 | -0,04 | -0,38 | -111,8 |
| 4,86 | 6,85 | 4,80 | 3,92 | -0,88 | -18,3 |
| 7,60 / 3,10 | 9,20 / 4,22 | 7,40 / 4,57 | 6,10 / 3,80 | ||
| 5.817.000 | 5.817.000 | 5.817.000 | 5.817.000 | ||
| 28.271 | 39.846 | 27.922 | 22.803 | -5.119 | -18,3 |
| 2,03 | 1,96 | 1,16 | 0,85 | -0,31 | -26,7 |
| 224 | 253 | 275 | 286 | 11 | 4,0 |
| 17.949 | 19.460 | 21.858 | 23.372 | 1.514 | 6,9 |
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 11.747 | 10.052 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 5.351 | 5.707 |
| Sachanlagen | D.5. | 4.476 | 5.143 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.7. | 247 | 339 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | D.8. | 15 | 15 |
| Latente Steuern | D.9. | 955 | 1.012 |
| 22.791 | 22.268 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | D.10. | 1.013 | 897 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertrags- vermögenswerte |
D.11. | 11.371 | 10.802 |
| Liquide Mittel | D.13. | 4.927 | 6.753 |
| Ertragsteuerforderungen | D.14. | 27 | 89 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
D.15. | 1.044 | 1.099 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.16. | 27 | 0 |
| 18.409 | 19.640 | ||
| Summe Vermögenswerte | 41.200 | 41.908 |
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D.17. | 5.817 | 5.817 |
| Kapitalrücklage | D.17. | 7.644 | 7.644 |
| Gewinnrücklagen | D.17. | -129 | -129 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | D.17. | -536 | -359 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D.17. | 5.151 | 5.365 |
| Eigene Anteile | D.17. | -49 | -49 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D.17. | 78 | 51 |
| Summe Eigenkapital | 17.976 | 18.340 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Rückstellungen | D.18. | 510 | 502 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D.19. | 4.686 | 4.651 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D.21. | 785 | 650 |
| Latente Steuern | D.22. | 3.071 | 2.801 |
| 9.052 | 8.604 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D.23. | 209 | 65 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D.23. | 350 | 473 |
| Erhaltene Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten | D.24. | 798 | 1.328 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D.25. | 2.397 | 2.539 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D.26. | 3.945 | 3.954 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D.27. | 6.473 | 6.605 |
| 14.172 | 14.964 | ||
| Summe Schulden | 23.224 | 23.568 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 41.200 | 41.908 |
| in TEUR | Erläuterung | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E.2. | 41.708 | 47.271 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.3. | 1.472 | 2.876 |
| Veränderungen des Bestands an unfertigen Erzeugnissen | -122 | -483 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | E.4. | 5.554 | 4.705 |
| Gesamtleistung | 48.612 | 54.369 | |
| Materialaufwand | E.5. | 11.230 | 17.450 |
| Personalaufwand | E.6. | 23.372 | 21.858 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens |
E.7. | 5.117 | 5.631 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.8. | 7.863 | 6.342 |
| Betriebsergebnis | 1.030 | 3.088 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E 9. | -65 | -165 |
| Zinsertrage | E 9. | 23 | 29 |
| Zinsaufwendungen | E 9. | 286 | 281 |
| Finanzergebnis | -328 | -417 | |
| Ergebnis vor Steuern | 702 | 2.671 | |
| Ertragsteuern | E.10. | 837 | 841 |
| Jahresergebnis | -135 | 1.830 | |
| Sonstiges Ergebnis mit Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt (recycling) |
|||
| Währungsdifferenzen | -229 | 143 | |
| Sonstiges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -229 | 143 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | -364 | 1.973 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 78 | -153 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | -213 | 1.983 | |
| -135 | 1.830 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 27 | -140 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | -391 | 2.113 | |
| -364 | 1.973 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert /verwässert) in EUR | E.11. | -0,04 | 0,34 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert /verwässert) |
E.11. | 5.817.000 | 5.817.000 |
| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | Anteille anderer Ge- sellschafter |
Konzern- Eigen- kapital |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeich- netes Kapital |
Kapital- rück- lage |
Gewinn- rück- lage |
Rücklage aus Währungs- umrechnung |
Eigene Anteile |
Konzern- Bilanz- gewinn |
Summe | TEUR | Summe |
| 2021/2022 | |||||||||
| Stand am 01.10.2021 | 5.817 | 7.644 | -129 | -489 | -49 | 3.382 | 16.176 | 191 | 16.367 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 130 | 0 | 1.983 | 2.113 | -140 | 1.973 |
| Stand am 30.09.2022 | 5.817 | 7.644 | -129 | -359 | -49 | 5.365 | 18.289 | 51 | 18.340 |
| 2022/2023 | |||||||||
| Stand am 01.10.2022 | 5.817 | 7.644 | -129 | -359 | -49 | 5.365 | 18.289 | 51 | 18.340 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -178 | 0 | -213 | -391 | 27 | -364 |
| Stand am 30.09.2023 | 5.817 | 7.644 | -129 | -536 | -49 | 5.151 | 17.898 | 78 | 17.976 |
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 | |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | -135 | 1.830 | |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens |
4.645 | 5.127 | |
| + | Abschreibungen auf Nutzungsrechte nach IFRS 16 | 472 | 504 |
| -/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern | -4 | -5 | |
| +/- Zunahme/Abnahme passive latente Steuern | 285 | 481 | |
| +/- Gezahlte Ertragsteuern abzüglich erhaltene Ertragsteuern | 90 | -43 | |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 104 | 1.183 | |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
-11 | -13 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva |
-998 | -693 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva |
630 | -3.434 | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 5.078 | 4.937 | |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 19 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -6.263 | -5.580 | |
| - | Auszahlung für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | -15 |
| + | Erhaltene Zinsen | 22 | 29 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -6.241 | -5.547 | |
| Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -475 | -507 | |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 2.970 | 0 |
| Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten | -2.637 | -3.515 | |
| Gezahlte Zinsen | -208 | -281 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -350 | -4.303 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.513 | -4.913 | |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -312 | 254 | |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.751 | 11.410 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.926 | 6.751 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft) mit Sitz Im Gewerbegebiet 31-33 in 77839 Lichtenau, Deutschland, ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Vertrieb und die Installation von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Die LS telcom AG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzern-Abschluss zum 30. September 2023 auf, welcher die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften umfasst.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2023 sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 am 11. Dezember 2023 aufgestellt und zur Weiterqabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt und zur Veröffentlichung freigibt.
Der Konzern-Abschluss der LS telcom AG zum 30. September 2023 wurde in Übereinstimmung mit den lnternational Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum 30. September 2023 anzuwenden sind, erstellt.
Die Auslegungen (IFRIC - International Financial Reporting Interpretations Committee und SIC - Standards Interpretations Committee) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag gültigen und durch die Kommission der Europäischen Union (EU) anerkannten IFRS wurden berücksichtigt.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der LS telcom AG.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben auf Tausend Euro (TEUR).
Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315e HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Dem Konzern-Abschluss liegen wie im Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde
Folgende, von IASB und IFRS IC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2022/2023 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| Amend. IFRS 3, Unternehmenschlüsse, Sachanlagen, Rückstellungen, IAS 16 und IAS 37 Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen |
1. Januar 2022 | |
| IFRS 1, IFRS 9, IAS 41 und IFRS 16 |
Amend. IFRS 3, | 1. Januar 2022 |
Aus der Anwendung dieser neuen Standards und Interpretationen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss ergeben.
lm Geschäftsjahr 2022/2023 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
| Standard / Interpretation EU-Endorsement bis 30. September 2023 erfolgt |
Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| IFRS 17 und Amend. IFRS 17 |
Versicherungsverträge, Vergleichsinformationen über finanzielle Vermögenswerte |
1. Januar 2023 |
| Amend. IAS 1 IFRS Practice Statement 2 |
Angaben zu Rechnungslegungsmethoden | 1. Januar 2023 |
| Amend. IAS 8 | Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen | 1. Januar 2023 |
| Amend. IAS 12 | Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlich- keiten aus einer Einzeltransaktion |
1. Januar 2023 |
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
||
|---|---|---|---|
| EU-Endorsement noch ausstehend (Stand 30. September 2023) | |||
| Amend. IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- und langfristig | 1 .Januar 2024 | |
| Amend. IFRS 16 | Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and-Leaseback-Transaktionen | 1. Januar 2024 | |
| Amend. IAS 12 | Bilanzierung latenter Steuern -Pillar Two Model Rules | 1. Januar 2023 | |
| Amend. IAS 7, IFRS 7 |
Zusätzliche Angaben zu Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten | 1. Januar 2024 | |
| Amend. IAS 21 | Währungsrechnung bei fehlender Umtauschbarkeit ("Lack of Exchangeability") | 1. Januar 2025 |
Von der Möglichkeit, vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Eine frühere Anwendung hätte nach aktueller Einschätzung keine wesentlichen Auswirkungen auf die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt. Auch die übrigen neuen bzw. überarbeiteten Standards werden nach derzeitigen Einschätzungen keine wesentlichen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen auswirken.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen und Vertragsvermögenswerten sowie Vertragsverbindlichkeiten und von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden ggfs. nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzern-Abschluss einbezogen, ab dem die LS telcom AG das Unternehmen gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt dann vor, wenn die LS telcom AG aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens entscheiden kann, wenn ihr die positiven variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zufließen und wenn sie diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen LS telcom AG nicht mehr besteht.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IFRS 10 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden:
| Name und Sitz | Währung | Gezeich- netes Kapital |
Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital | Jahreser- gebnis |
Hauptgeschäfts- tätigkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada |
CAD | 1.829.000 | 100 | 1.428.837 | 581.052 | Vertrieb/Entwicklung |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | 55.191 | 2.385 | Dienstleistung/ Vertrieb |
| LS telcom SAS, Paris/Frankreich |
EUR | 100.000 | 100 | 786.080 | 446.224 | Vertrieb/Entwicklung |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
ZAR | 153 | 51 | 20.161.730 | 3.510.306 | Consulting/Vertrieb/ Produktion |
| Colibrex GmbH, Rheinmünster/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | -1.055.784 | 290.697 | Vertrieb/Entwicklung/ Produktion |
| LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich |
GBP | 1.000 | 100 | -434.622 | 151.892 | Vertrieb/ Dienstleistung |
| RadioSoft Inc Clarkesville, Georgia/USA |
USD | 1.001 | 100 | 252.243 | -532.882 | Vertrieb/Dienstleistung/ Entwicklung |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate |
AED | 200.000 | 49 | -3.505.437 | -475.778 | Vertrieb/Entwicklung |
| LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/Australien |
AUD | 100 | 100 | -577.287 | -593.680 | Vertrieb/ Dienstleistung |
| LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/Indien |
INR | 5.000.000 | 90 | 18.385.191 | 7.571.322 | Entwicklung |
| Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore), Beirut/Libanon |
USD | 20.000 | 90 | 661.512 | 383.170 | Entwicklung |
Die LST Middle East FZ-LLC wird aufgrund des seit Beginn des Geschäftsjahres 2015/2016 vom Kapitalanteil abweichenden 60 %-igen Anteils an Stimmrechten der LS telcom AG im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Abschluss einbezogen.
lm Geschäftsjahr 2022/2023 haben keine Änderungen im Konsolidierungskreis stattgefunden.
In den Konzern-Abschluss wurden zum 30. September 2023 folgende assoziierte Unternehmen und Joint Ventures einbezogen:
| Name und Sitz | Währung | Gezeichne- tes Kapital |
Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital | Jahreser- gebnis |
Hauptgeschäfts- tätigkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China |
RMB | 1.447.548 | 40 | 3.331.615 | -1.541.584 | Vertrieb/Entwicklung |
| Radio Telecommunications Services (Pty) Ltd., Honeydew/Südafrika |
ZAR | 1.000 | 49 | 375.125 | 5.172 | Consulting/Vertrieb/ Produktion |
| Bietergemeinschaft LS telcom AG & FSP-services GmbH, Lichtenau/Deutschland |
EUR | 0 | 50 | 0 | 0 | Consulting |
| SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina |
BAM | 20.000 | 48 | 36.137 | 41.402 | Entwicklung/ Produktion |
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2023 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte in der Vergangenheit nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung von Minderheitenanteilen bewertet. Der Uberschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Uberprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften werden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht spezifische Anforderungen einen Ansatz zum Fair Value vorschreiben.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwerten des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte der jeweiligen Segmente, die als niedrigste Ebene für die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheit; CGUs), zusammengefasst. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gütligen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter dem "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umge rechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden monetärer Posten zum Stichtagskurs, nicht monetärer Posten sowie das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Geschäfts- oder Firmenwerte und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2022 2023 EUR 1,00= |
2021/2022 EUR 1,00= |
30.09 2022 EUR 1,00= |
30.09 2022 EUR 1,00= |
|
| Australien | AUD | 1,6036 | 1,5211 | 1,63339 | 1,5076 | |
| Kanada | CAD | 1,4396 | 1,3843 | 1,4227 | 1,3401 | |
| Südafrika | ZAR | 19,408 | 17,119 | 19,981 | 17,535 | |
| USA | USD | 1,0678 | 1,0847 | 1,0594 | 0,9748 | |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,8706 | 0,8472 | 0,8646 | 0,8830 | |
| Vereinigte Arabische Emirate |
AED | 3,9233 | 3,9804 | 3,8835 | 3,6003 | |
| China | RMB | 7,5322 | 7,0934 | 7,7218 | 6,9750 | |
| Bosnien und Herzegowina | BAM | 1,9558 | 1,9558 | 1,9558 | 1,9558 | |
| Indien | INR | 87,8981 | 83,1764 | 88,0165 | 79,4250 |
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte zum Abschlussstichtag können der folgenden Tabelle entnommen werden:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Rechte und Lizenzen | 707 | 815 |
| Entwicklungskosten | 11.040 | 9.237 |
| 11.747 | 10.052 |
Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Rechte und Lizenzen |
Aktivierbare Eigenleistungen abgeschlossene Entwicklung |
Aktivierbare Eigenleistungen in Entwicklung |
Geleistete Anzahlungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand zum 01.10.2021 | 3.303 | 36.109 | 1.091 | 0 | 40.503 |
| Zugange | 52 | 4.085 | 620 | 0 | 4.757 |
| Abgänge | 0 | -972 | 0 | 0 | -972 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | 334 | 100 | 0 | 0 | 434 |
| Stand zum 30.09.2022 | 3.689 | 39.322 | 1.711 | 0 | 44.722 |
| Zugänge | 50 | 1.746 | 3.808 | 0 | 5.604 |
| Abgänge | -2 | -1.182 | 0 | 0 | -1.184 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | -176 | -70 | 0 | 0 | -246 |
| Stand zum 30.09.2023 | 3.561 | 39.816 | 5.519 | 0 | 48.896 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand zum 01.10.2021 | 2.559 | 28.488 | 0 | 0 | 31.047 |
| Zugange | 101 | 4.180 | 0 | 0 | 4.281 |
| Abgänge | 0 | -972 | 0 | 0 | -972 |
| Währungsanpassungen | 214 | 100 | 0 | 0 | 314 |
| Stand zum 30.09.2022 | 2.874 | 31.796 | 0 | 0 | 34.670 |
| Zugänge | gg | 3.751 | 0 | 0 | 3.850 |
| Abgänge | -2 | -1.182 | 0 | 0 | -1.184 |
| Währungsanpassungen | -117 | -70 | 0 | 0 | -187 |
| Stand zum 30.09.2023 | 2.854 | 34.295 | 0 | 0 | 37.149 |
| Nettobuchwert | |||||
| 30.09.2022 | 815 | 7.526 | 1.711 | 0 | 10.052 |
| 30.09.2023 | 707 | 5.521 | 5.519 | 0 | 11.747 |
Investitionen wurden im Wesentlichen für aktivierbare Eigenleistungen getätigt.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die drei bis acht Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen) wurden im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine erfasst.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die
technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht, als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Die Entwicklungskosten umfassen die direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den in Rechnung gestellten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Die bilanzierten Entwicklungsprojekte (EUR 45,34 Mio., i. V. EUR 41,03 Mio.) werden regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft. Die noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte (EUR 5,52 Mio., i. V. EUR 1,71 Mio.) werden auf technische Realisierbarkeit geprüft. Die bereits abgeschlossenen Entwicklungsprojekte mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von EUR 39,82 Mio. (i. V. EUR 39,32 Mio.) und einem Nettobuchwert von EUR 11,18 Mio. (i. V. EUR 9,39 Mio.) werden auf Indikatoren für eine Wertminderung getestet und bei Bedarf außerplanmäßig abgeschrieben.
lm Geschäftsjahr wurden aufgrund erforderlicher Veränderungen keine Nachbesserungen notwendig, die sich auf die erzielbaren Erlöse des Segments Softwaresysteme negativ auswirken. Somit wurden im Geschäftsjahr keine (im Vorjahr i. H. von TEUR 438) ergebniswirksamen außerplanmäßigen Wertkorrekturen auf bereits abgeschlossene Entwicklungsprojekte vorgenommen.
Bei Kauf, Bau oder Herstellung von Vermögenswerten, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungsprozess sich über einen erheblichen Zeitraum erstreckt (qualifizierter Vermögenswert), werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. In der Berichtsperiode wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten aktiviert.
Kosten für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von EUR 3,74 Mio. (i. V. EUR 3,49 Mio.) sofort als Aufwand erfasst.
Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes zum Abschlussstichtag stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Stand Geschäftsjahresbeginn | 5.707 | 5.020 |
| Währungsanpassungen | -356 | 687 |
| Stand Geschäftsjahresende | 5.351 | 5.707 |
Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte resultierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 705), der LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 889), der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (EUR 3,60 Mio.), und der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE (TEUR 158).
Die Geschäfts-oder Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 490 (i.V. TEUR 584), dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 679 (i. V. TEUR 856) sowie dem Segment Softwaresysteme mit EUR 4,18 Mio. (i. V. EUR 4,27 Mio.) zugeordnet. Der erzielbare Betrag des Segments Softwaresysteme beträgt EUR 30,09 Mio.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der jeweiligen Segmente, als der niedrigsten Ebene für die Cashflows separat identifiziert werden können (Zahlungsmittel generierende Einheit; CGUs), zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen fünfjährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Bei der Berechnung der ewigen basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, wie im Vorjahr, die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Grundlage der Prognosen in Lagebericht und Anhang ist die vom Vorstand aufgestellte und durch den Aufsichtsrat bestätigte Planung.
Die Firmenwerte und durchschnittlichen Wachstumswerte auf Segmentbasis können folgender Tabelle entnommen werden:
| Geschäfts- und | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Umsatzwachstum | EBIT-Veränderung | |||
| Segment | in TEUR | in % | in % | ||
| Planjahr | Planjahr | ||||
| 2023/2024 | 2024/2025 - 2027/2028 |
2023/2024 | 2024/2025 - 2027/2028 |
||
| Softwaresysteme | 4.182 | 3% | 5% | 3% | 66% |
| Hardwarenahe Systeme | 490 | 33% | 4% | 10% | 47% |
| Dienstleistung | 679 | -1% | 5% | -7% | 32% |
Die Firmenwerte und durschschnittlichen Wachstumswerte auf Segmentbasis für das Vorjahr können der folgenden Tabelle entnommen werden:
| Geschäfts- und | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Umsatzwachstum | EBIT-Veränderung | |||
| Segment | in TEUR | in % | in % | ||
| Planjahr | Planjahr | ||||
| 2022/2023 | 2023/2024 - 2026/2027 |
2022/2023 | 2023/2024 - 2026/2027 |
||
| Softwaresysteme | 4.266 | 20% | 2% | -8% | 12% |
| Hardwarenahe Systeme | 584 | -48% | 2% | -16% | 7% |
| Dienstleistung | 856 | -1% | 2% | -59% | 8% |
Die verwendeten Gesamtkapitalkostensätze vor Steuern wurden auf Basis von spezifischen Daten einer Peer Group börsennotierter Unternehmen ermittelt. Aufgrund der unterschiedlichen Risikoprofile der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen diese CGU-spezifischen Gesamtkapitalkostensätze vor Steuern bei 10,0 % (i. V. 11,2 %) für das Segment Softwaresysteme, bei 12,1 % (i. V. 9,9 %) für das Segment Dienstleistung und bei 10,7 % (i. V. 10,4 %) für das Segment Hardwarenahe Systeme.
Bei allen Segmenten hätte sich bei Veränderung der EBIT-Prognose um -10 % bzw. einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 Prozentpunkt kein Abwertungsbedarf ergeben.
Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die Buchwerte der Sachanlagen zum Abschlussstichtag können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 3.377 | 3.779 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.099 | 1.358 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 6 |
| 4.476 | 5.143 |
Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Grundstücke und Bauten |
Andere Anlagen, Geschäfts- und Betriebs- ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
| Stand zum 01.10.2021 | 8.680 | 7.479 | 33 | 16.192 |
| Zugange | 863 | 619 | 20 | 1.502 |
| Abgange | 0 | -65 | -47 | -112 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | 123 | 94 | 0 | 217 |
| Stand zum 30.09.2022 | 9.666 | 8.127 | б | 17.799 |
| Zugange | 165 | 528 | 0 | 633 |
| Abgange | -96 | -310 | -20 | -426 |
| Umbuchungen | -14 | 0 | 14 | 0 |
| Währungsanpassungen | -131 | -121 | 0 | -252 |
| Stand zum 30.09.2023 | 9.590 | 8.224 | 0 | 17.814 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand zum 01.10.2021 | 5.259 | 5.964 | 0 | 11.223 |
| Zugange | 558 | 792 | 0 | 1.350 |
| Abgänge | 0 | -60 | 0 | -60 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | 70 | 73 | 0 | 143 |
| Stand zum 30.09.2022 | 5.887 | 6.769 | 0 | 12.656 |
| Zugange | 506 | 761 | 0 | 1.267 |
| Abgänge | -93 | -310 | 0 | -403 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassungen | -87 | -95 | 0 | -182 |
| Stand zum 30.09.2023 | 6.213 | 7.125 | 0 | 13.338 |
| Nettobuchwert | ||||
| 30.09.2022 | 3.779 | 1.358 | б | 5.143 |
| 30.09.2023 | 3.377 | 1.099 | 0 | 4.476 |
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten bezüglich Sachanlagen aktiviert.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er auf Letzteren abgeschrieben. Zuschreibungen, die notwendig sind sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der anderen Anlagen, Geschäfts- und Betriebsaustattung betragen ein bis 10 Jahre. Bei Grundstücken und Bauten liegen die Nutzungsdauern bei bis zu 35 Jahren.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Seit dem 1. Oktober 2019 wendet die LS telcom AG den Standard IFRS 16 an. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Erläuterungen unter nachfolgendem Abschnitt D.20.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 dann zum Fair Value erfasst, wenn mit hinreichender Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung gewährt wird und der Konzern die damit verbundenen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.
Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig im Gewinn und Verlust der Periode zu erfassen, in der auch die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwand angesetzt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Innovationsprojekte werden in Höhe von TEUR 40 (i. V. TEUR 157) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China, Radio Telecommunications Services (Pty) Ltd., Honeydew/Südafrika, der Bietergemeinschaft LS telcom AG & FSP-services GmbH, Lichtenau, und der SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina. Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China. Zahlen der Beteiligung Radio Telecommunications Services (Pty) Ltd., Honeydew/Südafrika, sowie der SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina, werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung – sowohl einzeln als auch kumuliert - für den Konzern-Abschluss nicht aufgeführt. Ebenso werden die Zahlen der Bietergemeinschaft LS telcom AG & FSP-services GmbH nicht aufgeführt, da sowohl das Nettoreinvermögen sowie das Jahresergebnis EUR 0 betragen. Die Werte beziehen sich nicht auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
Zusammengefasste Finanzinformationen für das assoziierte Unternehmen NG Networks Co., Ltd., auf Basis von 100 Prozent:
| in TEUR AKTIVA |
30.09.2023 | 30.09.2022 | in TEUR PASSIVA |
30.09.2023 | 30.09.2022 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände |
68 | 101 | Eigenkapital | 431 | 703 | |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände |
1.372 | 2.077 | Kurzfristige Verbindlichkeiten |
1.009 | 1.475 | |
| Summe | 1.440 | 2.178 | Summe | 1.440 | 2.178 |
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.290 | 1.417 |
| Ergebnis | -200 | -395 |
Der Buchwert der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung kann aus der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Nettoreinvermögen des assoziierten Unternehmens nach Währungsanpassungen | 562 | 828 |
| Beteiligungsquote des Konzerns | 40 % | 40 % |
| Buchwert der Konzernbeteiligung an der NG Networks Co., Ltd. | 225 | 331 |
Die Entwicklung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | |
|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |
| Stand zum 01.10.2021 | 0 |
| Zugänge | 15 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Währungsanpassungen | 0 |
| Stand zum 30.09.2022 | 15 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Währungsanpassungen | 0 |
| Stand zum 30.09.2023 | 15 |
Ausgewiesen werden Ausleihungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr an assoziierte Unternehmen.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Buchwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden, sofern nötig, durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts-oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, um 26,5 % (i. V. 26,5 %), bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, um 25 % (i. V. 26,5 %), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, um 27 % (i. V. 28 %) bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, um 19 % (i. V. 19 %), bei RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, um 25,74 % (i. V. 25,74 %), bei der LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/Indien um 25,17 % (i. V. 25,17 %) sowie bei der LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/Australien um 30 % (i. V. 30 %). Es sind die ab 2023 gültigen Steuersätze berücksichtigt.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 2.068 | 1.932 |
| Währungseffekte | 107 | -102 |
| Zunahme | 0 | 238 |
| Abnahme | 257 | 0 |
| Stand am 30.09. | 1.918 | 2.068 |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -963 | -1.056 |
| Stand am 30.09. | 955 | 1.012 |
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.050 | 1.196 |
| Anlagevermögen | 247 | 305 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 252 | 143 |
| Vertragsvermögenswerte | 53 | 42 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 197 | 175 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 54 | 142 |
| Langfristige Rückstellungen | 65 | 65 |
| 1.918 | 2.068 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -963 | -1.056 |
| 955 | 1.012 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 537), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 74), LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 212), LS telcom Australia Pty Ltd (TEUR 138) und RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (TEUR 89). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Die Verlustvorträge in Deutschland, Frankreich, Südafrika und dem Vereinigten Königreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über zehn bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre bzw. unbegrenzt genutzt werden.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines Planungshorizonts von fünf Jahren wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Basis für die Beurteilung ist die vom Vorstand aufgestellte und durch den Aufsichtsrat bestätigte Planung. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 14,94 Mio. (i. V. EUR 14,17 Mio.) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Uber zwanzig Jahre | 5.951 | 5.910 |
| Unbefristet | 8.991 | 8.257 |
| 14.942 | 14.167 |
Hinsichtlich der Nutzung der bilanzierten Steuervorteile aus Verlustvorträgen wird vor dem Hintergrund der aktuellen Auftragslage und den Auftragserwartungen zukünftig mit ausreichenden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.
Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und realisierbaren Nettoveräußerungswerten bilanziert. Dabei wird bei den Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen von gewogenen Durchschnittspreisen ausgegangen. Soweit erforderlich, werden Gängigkeits- und Altersabschläge vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Feräußerung noch notwendig sind. In den Vorräten sind unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 404 (i. V. TEUR 526) und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 589 (i. V. TEUR 366) sowie geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 20 (i. V. TEUR 5) enthalten.
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.370 | 8.914 |
| Vertragsvermögenswerte | 2.975 | 1.875 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 26 | 13 |
| 11.371 | 10.802 |
Die Forderungen sind zum Transaktionspreis erstbewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten folgebewertet. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und Wertminderungen gemäß dem vereinfachten Wertminderungsmodell nach IFRS 9 in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen nach IFRS 9 waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 153 (i. V. TEUR 415) zu verzeichnen.
Erträge aus der Auflösung der Wertminderungen nach IFRS 9 waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 58 (i. V. TEUR 159) zu verzeichnen (H.1.).
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Forderungen werden ausgebucht, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.
Zum 30.09.2023 unterliegen keine Forderungsabtretung. Im Vorjahr unterlagen Forderungen in Höhe von EUR 1,30 Mio. einer Forderungsabtretung im Zusammenhang mit einer Bürgschaftsgewährung. Hierbei handelte es sich um Forderungen und Anzahlungen, die aus einem Großprojekt resultierten.
Ein Vertragsvermögenswert ist der Rechtsanspruch des Konzerns auf eine Gegenleistung für von ihm an den Kunden übertragene Güter und Dienstleistungen, sofern dieser Anspruch nicht allein an den Zeitablauf geknüpft ist. Jeder unbedingte Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung wird gesondert als Forderung ausgewiesen. Die Vertragsvermögenswerte sind um erhaltene Anzahlungen gemindert.
Es wird regelmäßig überprüft, ob ein Vertragsvermögenswert im Wert gemindert ist. Wertberichtigungen auf die Vertragsvermögenswerte wurden im Berichtsjahr in Höhe von in TEUR 282 (i. V. EUR 1,27 Mio.) vorgenommen.
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IFRS 9 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten.
Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl aus den vertraglichen Zahlungsströmen des Instruments als auch aus dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. In Abhängigkeit der Ausprägung dieser Bedingungen ergibt sich die Folgebewertung:
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert. Die Buchwerte der Finanzinstrumente stellen einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar.
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 104 | 206 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 4.823 | 6.547 |
| 4.927 | 6.753 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Zum 30. September 2023 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditiinien in Höhe von EUR 2,45 Mio. (i. V. EUR 1,75 Mio.), für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 27 | 89 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag güttigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 344 | 357 |
| Ubrige Forderungen | 98 | 180 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 602 | 562 |
| 1.044 | 1.099 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Fremdleistungen, Wartung sowie Softwarenutzung. In den übrigen Forderungen sind überwiegend geleistete Anzahlungen sowie eine Abgrenzung für Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 18 (i. V. TEUR 32) enthalten.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Sonstige | 27 | 0 |
| 27 | 0 |
Die sonstigen kurzfristigen Vermögeswerte beinhalten Vorschüsse in Höhe von TEUR 9 (i. V. TEUR 0) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 18 (i. V. TEUR 0).
Das Eigenkapital beträgt zum 30.09.2023 TEUR 17.976 und verzeichnete einen Rückgang um TEUR 364 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 18.340). Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.817.000 und ist in 5.817.000 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.793.000 (i. V. 5.793.000).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. März 2022 dazu ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. März 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.908.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Die Gewinnrücklagen beinhalten Rücklagen für eigene Anteile in Höhe von TEUR 49 sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 129. Die Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht verändert.
Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung, durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde am 14. Mai 2019 wirksam und gilt bis zum 13. März 2024. Die Gesellschaft wird im Rahmen der gesetzlichen Grenzen ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.
Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns bezieht sich auf das Eigenkapital laut Konzern-Bilanz und umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.
Es handelt sich im Wesentlichen um Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von leistungsorientierten Versorgungsplänen, welche bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, bestehen. Die Leistungsverpflichtungen werden bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses beim Eintritt in den Ruhestand in Form einer Einmalzahlung fällig, wobei sich die individuelle Leistungshöhe insbesondere nach dem Gehaltsniveau sowie der Zugehörigkeit zum Unternehmen bemisst. Im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Eintritt in den Ruhestand verfällt der Anspruch des Arbeitnehmers.
Die Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) sowie unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehaltstrends und biometrischer Rechnungsgrundlagen bewertet.
Die Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen bei der LS telcom SAS beträgt zum 30. September 2023 TEUR 234 (i. V. TEUR 231).
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 231 | 239 |
| Dienstzeitaufwand | 40 | 66 |
| Lebenserwartung | 0 | 0 |
| Zinsaufwand Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Neubewertung |
-24 | -36 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Anderung des Zinssatzes |
-13 | -38 |
| Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 234 | 231 |
Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zum 30. September 2023 zugrunde gelegt wurden, sind ein Abzinsungszinssatz von 3,7 % (i. V. 3,0 %) sowie eine erwartete prozentuale Gehaltssteigerung von 2,0 % (i. V. 2,0 %). Die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten sowie die Wahrscheinlichkeiten eines vorzeitigen Austritts des Arbeitnehmers aus dem Unternehmen basieren auf landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.
Die mit den leistungsorientierten Verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die finanziellen Risiken wie Marktpreisrisiken, durch welche der Rechnungszinsfuß beeinflusst werden kann, sowie Inflationsrisiken, die Auswirkungen auf den Gehaltstrend haben können.
Zur Ermittlung des Verpflichtungsumfangs werden zum jeweiligen Bilanzstichtag der Rechnungszins anhand von aktuellen Kapitalmarktdaten sowie langfristigen Trendannahmen für die zu erwartenden Gehaltssteigerungen nach dem Prinzip der bestmöglichen Schätzung festgelegt. Der Berechnung des Anwartschaftsbarwertes der Verpflichtung liegen die vorgenannten Annahmen zugrunde.
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz sowie die erwartete Gehaltserhöhung. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Anderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.
Wenn der Abzinsungssatz um 100 Basispunkte steigt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 18 (i. V. um TEUR 15) vermindern. Wenn der Abzinsungssatz um 100 Basispunkte sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 21 (i. V. um TEUR 17) erhöhen. Wenn die erwartete Gehaltserhöhung um 1 % höher ausfällt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 19 (i. V. um TEUR 17) erhöhen. Wenn die erwartete Gehaltserhöhung um 1 % niedriger ausfällt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 18 (i. V. um TEUR 15) vermindern.
Weitere TEUR 276 beziehen sich auf langfristige Rückstellungen der LS telcom Middle East. Diese stehen nicht in Zusammenhang mit dem Ruhestand und werden daher keinen Sensitivitätsberechnungen unterzogen. Es handelt sich hierbei um Sondervergütungen, die die Mitarbeiter bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhalten.
Es handelt sich im Wesentlichen um finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.476 | 4.176 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 210 | 475 |
| 4.686 | 4.651 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 4,91 Mio. durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D. 26.).
Der Konzern hat am 18. Dezember 2013 ein KfW Förderdarlehen, bestehend aus einer Fremdkapital- und einer nachrangigen Fremdkapitaltranche über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von EUR 2,40 Mio. und EUR 3,60 Mio. abgeschlossen. Der Zinssatz der Fremdkapitaltranche von 1,25 % und der Nachrantranche von 2,45 % ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der langfristigen Finanzierung der Forschungsprojekte. Das Darlehen wurde zum 30. September 2015 in voller Höhe in Anspruch genommen. Das zinsvergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand wurde zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Dieses Darlehen betrifft ausschließlich nur noch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (D.26.)
Der Konzern hat am 8. Mai 2020 über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Förderdarlehen im Rahmen des KfW Sonderprogramms 2020 über EUR 7,90 Mio. erhalten. Der Zinssatz von 1,00 % p.a. ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der Gesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie. Das Darlehen wurde am 25. Mai 2020 in voller Höhe ausgezahlt. Das zinsvergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand wurde zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. In Höhe von TEUR 30 besteht eine passive Rechnungsabgrenzung für die Zinsvergünstigung.
Des Weiteren wurde dem Konzern am 27. April 2023 ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm "Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 3,0 Mio. gewährt. Der Zinssatz von 4,24 % p.a. ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Darlehen dient der Betriebsmittelfinanzierung und wurde am 25. Mai 2023 in voller Höhe in Anspruch genommen. Das Darlehen wurde zum Erstbewertungszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob die Definition eines Leasingverhältnisses gemäß IFRS 16 erfüllt ist. Der Konzern ist ausschließlich als Leasingnehmer und nicht als Leasinggeber tätig. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit.
Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ergeben sich aus dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen, die zu oder vor Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses getätigt werden, sowie den entstandenen anfänglichen direkten Kosten und den vom Leasinggeber gewährten Mietanreizen. In der Folge wird das Nutzungsrecht linear über die Leasingverhältnisses abgeschrieben. Nichtleasing- und Leasingkomponenten werden grundsätzlich nicht getrennt voneinander bilanziert.
Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen umfassen ausschließlich feste Leasingzahlungen. Bei der Berechnung des Barwerts bei Gebäudeleasingverhältnissen wird des Vertragbeginns jeweils geltende Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers verwendet, der sich bei den derzeit bilanzierten Gebäudeleasingverhältnissen auf 2 % beläuft. In der Folgebewertung wird der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert, d. h. die Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlung aufgeteit. Der Zinsanteil wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Unter die Leasingverhältnisse fallen insbesondere Gebäudeleasingverhältnisse sowie Sachanlagenleasingverhältnisse
Die Leasingverbindlichkeiten werden je nach Fälligkeit unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Das Wahlrecht, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) und für Leasingverhältnisse für Vermögenswerte von geringem Wert kein Nutzungsrecht und keine Leasingverbindlichkeit anzusetzen, wird ausgeübt. Vermögenswerte von geringem Wert sind im Konzern jene Leasinggegenstände mit einem Anschaffungsneuwert von bis zu TEUR 5. Diesbezügliche Leasingaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzt.
IFRS 16 wird nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet.
In der Bilanz werden nachfolgend aufgeführte Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen:
| in TEUR | Buchwert nach IFRS 16 30.09.2023 |
Buchwert nach IFRS 16 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte an | ||
| Geschäftsbauten (Erläuterung D. 5.) | 373 | 666 |
| PKW (Erläuterung D. 5.) | 47 | 74 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Erläuterung D. 5.) | 5 | 18 |
| Computerzubehör (Erläuterung D. 5.) | 118 | 160 |
| 543 | 918 | |
| Leasingverbindlichkeiten | ||
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten (Erläuterung D. 26.) | 348 | 463 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten (Erläuterung D. 19.) | 210 | 475 |
| 558 | 938 |
Die Zuführungen zu den Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres betrugen TEUR 127 (i. V. TEUR 637). Die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte betrugen TEUR 472 (i. V. TEUR 509).
Die Gesamtergebnisrechnung zeigt folgende Beträge im Zusammenhang mit den Leasingverhältnissen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Abschreibung auf Nutzungsrechte | ||
| Geschäftsbauten | 374 | 420 |
| PKW | 41 | 34 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15 | 16 |
| Computerzubehör | 42 | 39 |
| Gesamt | 472 | 509 |
| Zinsaufwendungen | 12 | 13 |
| Aufwendungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Vermögenswerten | 119 | 112 |
| Aufwendungen im Zusammenhang mit geringwertigen Wirtschaftsgütern | 1 | 1 |
Verlängerungsoptionen und Kündigungsoptionen können ohne die Zustimmung der Leasinggeberin bzw. des Leasinggebers in Anspruch genommen werden. Aufgrund der in den Verträgen vorkommenden Kündigungs- und Verlängerungsoptionen besteht eine hohe operative Flexibilität hinsichtlich der Vutzung der Vermögenswerte, die im Konzern den operativen Einheiten obliegt. Dementsprechend ist die Flexibilität und damit auch die Bandbreite möglicher künftiger noch nicht bilanzierter Leasingzahlungen hoch.
Der Konzern mietet verschiedene Bürogebäude sowie Fahrzeuge und Geschäftsausstattung. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von ein bis neun Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen enthalten. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden bei der Bestimmung der Laufzeit dann berücksichtigt, wenn die Ausübung der Optionen als hinreichend sicher beurteilt wird. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten am Bereitstellungsdatum werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen bzw. Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Eine Neubeurteilung der ursprünglich getroffenen Einschätzung erfolgt dann, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Anderung der Umstände eintritt und wenn dies die bisherige Beurteilung beeinflussen kann, sofern das wesentliche Ereignis oder die Änderung der Umstände im Einflussbereich des Leasingnehmers liegt. Die Beurteilung wird spätestens überprüft, wenn eine Verlängerungs- oder Kündigungsoption tatsächlich ausgeübt) wird. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen, jedoch dürfen geleaste Vermögenswerte nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet werden.
Es handelt sich in Höhe von TEUR 779 (i. V. TEUR 620) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden und in Höhe von TEUR 6 (i. V. TEUR 30) um langfristige Abgrenzungen aus dem Förderdarlehen im Rahmen des KfW Sonderprogramms.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 3.857 | 3.263 |
| Währungseffekte | -60 | 27 |
| Zunahme | 237 | 567 |
| Abnahme | 0 | 0 |
| 4.034 | 3.857 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -963 | -1.056 |
| Stand am 30.09. | 3.071 | 2.801 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Posten zu passiven latenten Steuern:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 3.108 | 2.628 |
| Anlagevermögen | 181 | 186 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4 | 12 |
| Vertragsvermögenswerte | 697 | 686 |
| Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Vermögensgegenstände | 71 | 217 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -93 | 56 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 66 | 72 |
| 4.034 | 3.857 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -963 | -1.056 |
| 3.071 | 2.801 |
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. lm Falle einer Abzinsung wird die durch den Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.
| in TEUR | Stand 30.09.2022 |
Währungs- differenzen |
Verbrauch | Auflösung, | Zuführung | Stand 30.09.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 65 | -4 | 59 | 0 | 207 | 209 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 54 | 0 | 54 | 0 | 53 | 53 |
| Ausstehende Rechnungen | 17 | 0 | 17 | 0 | 222 | 222 |
| Ubrige | 402 | 0 | 344 | 31 | 48 | 75 |
| 473 | 0 | 415 | 31 | 323 | 350 | |
| Gesamt | 538 | -4 | 474 | 31 | 530 | 559 |
Uber die Zusammensetzung und Entwicklung des Postens gibt die nachfolgende Ubersicht Auskunft:
Auf Angaben zu Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen wird aus Gründen der Praktikabilität im Einklang mit IAS 37.91 verzichtet.
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Vertragsverbindlichkeiten | 392 | 852 |
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 406 | 635 |
| 798 | 1.487 |
Aus im Vorjahr passivierten erhaltenen Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 1,23 Mio. Umsatzerlöse realisiert (i. V. EUR 4,38 Mio.).
Erhaltene Anzahlungen auf Vertragsvermögenswerte werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit dem Posten Vertragsvermögenswerte saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung des Konzerns, einem Kunden Güter oder Dienstleistung zu übertragen, für die er von diesem eine Gegenleistung empfangen (bzw. noch zu empfangen) hat. Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatz erfasst, sobald der Konzern die vertraglichen Leistungen erfüllt.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Zahlungen | 3.369 | 2.514 |
| davon mit Vertragsvermögenswerten saldiert | 2.571 | 1.027 |
| 798 | 1.487 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten | 2.298 | 2.375 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | gg | 164 |
| 2.397 | 2.539 |
Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Sie setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 348 | 463 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.596 | 3.489 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 1 | 2 |
| 3.945 | 3.954 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen die nach IFRS 16 aktivierten Leasing-Verhältnisse (siehe B. Rechnungslegungsgrundsätze). In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 4,91 Mic. durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D. 19.).
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 547 | 418 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 172 | 231 |
| Personalverpflichtungen | 3.158 | 3.120 |
| Abgegrenzte Erlöse aus Wartungsvertägen | 2.580 | 2.795 |
| Ubrige sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 16 | 41 |
| 6.473 | 6.605 |
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IFRS 15. Umsätze für Produktverkäufe werden mit Ubergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden realisiert.
Der Bilanzierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden liegen die folgenden fünf Stufen zugrunde:
Der Umsatzrealisierung liegt eine Aufteilung des Transaktionspreises aus dem Kundenvertrag auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise einzelner Leistungsverpflichtungen zugrunde. Der Transaktionspreis wird um erwartete Rabatte und andere ähnliche Abzüge wie Skonti gekürzt.
Sämtliche Projekte werden auf Basis des fünf Stufen Modells bei einem Auftragsvolumen über einem bestimmten Schwellenwert einzeln und in Abhängigkeit von den individualvertraglichen Regelungen sowie der Rechtslage im jeweiligen für die Vertragsbedingungen relevanten Land beurteilt, ob die eigenständigen Leistungsverpflichtungen zeitraum- oder zeitpunktbezogen zu realisieren sind. Projekte unterhalb des Schwellenwerts werden als unwesentlich eingestuft und wie Projekte, die innerhalb eines Geschäftsjahres erfüllt werden, zeitpunktbezogen realisiert. Im Allgemeinen ist dies der Zeitpunkt des Ubergangs von Chancen und Risiken nach Maßgabe der vereinbarten Incoterms. Die Zahlungsbedingungen sehen dabei typischerweise Zahlungsziele von 30 Tagen vor, mit einzelnen gesondert vereinbarte Fälligkeiten, die ebenfalls im kurzfristigen Bereich liegen. Es bestehen keine variablen Gegenleistungen.
Umsätze aus Wartungsgeschäften werden mit Erbringung der Leistungen (z.B. Upgrades, technischer Support und Telefon-Support) zeitraumbezogen erfasst.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 14,2 Mio. (i. V. EUR 14,8 Mio.) Wartungserlöse und mit EUR 27,5 Mio. (i. V. EUR 32,5 Mio.) Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen.
Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades von Projekten die zeitraumbezogen realisiert werden bemisst sich anhand der bisher auf den Kunden übertragenen Güter und Dienstleistung, die sich im Wesentlichen anhand der bereits erbrachten Leistung, den erreichten Leistungszielen oder den gelieferten Einheiten berechnen lassen. Der zu realisierende Umsatzanteil wird dabei durch das bisher erbrachte Leistungsvolumen im Verhältnis zu den verbleibenden zugesagten Gütern und Dienstleistungen bemessen (Output-orientierte Methode).
Mit der Output-orientierten Methode lassen sich die Fertigstellungsgrade für die Projekte der LS telcom am zuverlässigsten messen, weil sich das erreichte Leistungsziel anhand der einzelnen Arbeitspakete genau ermitteln lässt.
Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden in Höhe von EUR 16,9 Mio. (i. V. EUR 14,6 Mio.) zeitraumbezogen und in Höhe von EUR 24,8 Mio. (i. V. EUR 32,7 Mio.) zeitpunktbezogen realisiert.
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Währungsgewinne | 738 | 2.110 |
| Verbrauch von Drohverlusten und Nachlaufkosten | 341 | 0 |
| Auflösung von Rückstellungen | 31 | 65 |
| Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 84 | 167 |
| Investitionszuschüsse | 67 | 161 |
| Erträge aus aufgelösten Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 | 58 | 159 |
| Sonstige Erträge | 153 | 214 |
| 1.472 | 2.876 |
Der Rückgang der Währungsgewinne ist dem im Vergleich zum Vorjahr schwächeren US-Dollar-Kurs und den daraus resultierten geringeren Währungsgewinnen aus Konsolidierung zuzuschreiben. In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurde in diesem Geschäftsjahr ein Verbrauch aus Rückstellungen für Drohverluste und Nachlaufkosten ausgewiesen.
lm Geschäftsjahr 2020/2021 hat die LS telcom AG Zuwendungen der öffentlichen Hand für Forschungsund Entwicklungsprojekte von der AIF Projekt GmbH im Rahmen des Programms "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)" und vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des "KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg für einzelbetriebliche Vorhaben: Entwicklung Künstlicher Intelligenz für neue Produkte und Dienstleistungen" bewilligt bekommen. Im Geschäftsjahr 2022/2023 sind diese Zuwendungen in Höhe von TEUR 40 (i. V. TEUR 157) in den sonstigen betrieblichen Erträgen in den Investitionszuschüssen enthalten.
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software und Hardware (vgl. D.3).
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Aktivierte Eigenleistungen für abgeschlossene Entwicklungsprojekte | 430 | 3.003 |
| Aktivierte Eigenleistungen in Entwicklung | 5.124 | 1.702 |
| 5.554 | 4.705 |
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 2.767 | 8.827 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 8.463 | 8.623 |
| 11.230 | 17.450 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 20.015 | 18.692 |
| Soziale Abgaben | 3.357 | 3.166 |
| 23.372 | 21.858 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (FTE) | 279 | 268 |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 296 | 283 |
| davon in Teilzeit | 50 | 41 |
| davon in Vollzeit | 246 | 242 |
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibung von Sachanlagen | 1.267 | 1.350 |
| Planmäßige Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten | 3.850 | 3.843 |
| Außerplanmäßige Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten | 0 | 438 |
| Summe Abschreibungsaufwand | 5.117 | 5.631 |
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 1.989 | 1.204 |
| Kursverluste | 1.432 | 601 |
| Reparatur- und Instandhaltungskosten | 557 | 447 |
| Verwaltungskosten | 786 | 799 |
| Rechts- und Beratungskosten | 626 | 576 |
| Wertminderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 153 | 415 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 518 | 433 |
| Versicherungen und Beiträge | 288 | 239 |
| Nebenkosten des Geldverkehrs | 100 | gg |
| Börsen-, Abschluss- und Prüfungskosten | 324 | 367 |
| Freiwillige Sozialleistungen und Fortbildungskosten | 530 | 350 |
| Aufwendungen für Drohverluste und Nachlaufkosten | 0 | 367 |
| Ubrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 560 | 445 |
| 7.863 | 6.342 |
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | -65 | -165 |
| Zinserträge | 23 | 29 |
| Zinsaufwendungen | 286 | 281 |
| -328 | -417 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd., (TEUR -80) und der SlivaCom d.o.o. (TEUR 15).
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Aufwand (i. V. Aufwand) aus Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 556 | 307 |
| Latente Steuern | 281 | 534 |
| 837 | 841 |
Der Aufwand (i. V. Aufwand) aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz | 12 | 40 |
| IFRS-Anpassungen | ||
| Leasing | 24 | 17 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 112 | -37 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | -8 | 7 |
| Entwicklungskosten | 482 | 152 |
| Langfristige Rückstellungen | 11 | -13 |
| Kurzfristige Rückstellungen | -107 | 40 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | -6 | -11 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | 23 | 0 |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | -126 | -25 |
| Vertragsvermögenswerte | 9 | 157 |
| Anpassung Fremdwährungsforderungen | -145 | 207 |
| 281 | 534 |
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. -ertrag und dem rechnerischen Steueraufwand bzw. -ertrag, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % (i. V. 28 %) ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | 702 | 2.671 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28 %) | 196 | 748 |
| Nicht angesetzte Verluste des Geschäftsjahres | 154 | 55 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | 205 | -4 |
| Auflösung Wertberichtigung auf Aktivierung von Verlustvorträgen | -4 | 28 |
| Verbrauch Verlustvorträge | -135 | -181 |
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 16 | -71 |
| Steuerfreie Einnahmen | 18 | 43 |
| Ausländische Quellensteuer | 289 | 254 |
| Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | 4 | -17 |
| Unterschiedliche Steuersätze | -144 | -12 |
| Unterschiede aus Schuldenerlass | 235 | 0 |
| Sonstiges | 3 | -2 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 837 | 841 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
| Gerundet | 28% |
|---|---|
| Tarifbelastung | 28,4% |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8% |
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0% |
| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 360 % | 12,6% |
Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.817.000). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR -213 (i. V. EUR 1,98 Mio.). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie (unverwässert) von EUR -0,04 (i. V. EUR 0,34). Verwässernde Effekte liegen nicht vor.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
Der Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 4.927 | 6.753 |
| Kontokorrentkredite | -1 | -2 |
| 4.926 | 6.751 |
Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.26.).
Die Überleitungsrechnung zur Veränderung von Finanzverbindlichkeiten gem. IAS 7 stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 30.09.2022 | Zahlungswirksam | Nicht zahlungswirksam |
30.09.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
7.667 | -2.637 | 43 | 5.073 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten |
2 | -1 | 0 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 938 | -476 | 96 | 558 |
| Gesamt | 8.607 | -3.114 | 139 | 5.632 |
| in TEUR | 30.09.2021 | Zahlungswirksam | Nicht zahlungswirksam |
30.09.2022 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
11.111 | -3.515 | 72 | 7.667 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten |
1 | 1 | 0 | 2 |
| Leasingverbindlichkeiten | 774 | -507 | 671 | 938 |
| Gesamt | 11.885 | -4.021 | 743 | 8.607 |
Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, als die für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortliche Unternehmensinstanz, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente in Ubereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteit. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmessystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trai nings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektren, Netzbetreiber und Regulierden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobiltunk- und Richttunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Wartungsgeschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2023 |
Hardwarenahe Systeme |
Dienst- leistungen |
Software- systeme |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.580 | 6.927 | 28.201 | 0 | 41.708 |
| Investitionen | 145 | 95 | 5.979 | 10 | 6.279 |
| Abschreibungen | 626 | 163 | 4.328 | 0 | 5.117 |
| Segmentergebnis | 160 | 379 | 491 | 0 | 1.030 |
| Vermögenswerte des Segments | 3.660 | 5.075 | 31.238 | 1.227 | 41.200 |
| Schulden des Segments | 1.436 | 1.992 | 12.261 | 7.535 | 23.274 |
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2022 |
Hardwarenahe Systeme |
Dienst- leistungen |
Software- systeme |
Uberleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 14.170 | 8.004 | 25.097 | 0 | 47.271 |
| Investitionen | 497 | 242 | 5.520 | 0 | 6.258 |
| Abschreibungen | 1.009 | 179 | 4.443 | O | 5.631 |
| Segmentergebnis | 523 | 1.057 | 1.508 | 0 | 3.088 |
| Vermögenswerte des Segments | 4.144 | 6.071 | 30.254 | 1.439 | 41.908 |
| Schulden des Segments | 1.649 | 2.417 | 12.043 | 7.459 | 23.568 |
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen. Die Umsatzerlöse und die Materialaufwendungen sind direkt zuordenbare Aufwendungen wie der allgemeine Anteil der Personalaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden nach vordefinierten Umlageschlüsseln auf die Segmente verteilt. Für die Ermittlung der Umlageschlüssel werden die jeweiligen Umsätze und die Anzahl der Mitarbeiter herangezogen. Die Zuordnung der Vermögenswerte und Schulden auf die Segmente erfolgt anhand der jeweiligen Anzahl an Mitarbeitern.
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen, wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet. Im Geschäftsjahr wurde ein Wertminderungsaufwand für das Segment Hardwarenahe Systeme in Höhe von TEUR 8 (i. V. TEUR 8), für das Segement Dienstleistungen in Höhe von
TEUR 12 (i. V. TEUR 12) sowie für das Segment Softwaresysteme in Höhe von TEUR 46 (i. V. TEUR 48) erfasst.
Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven Steuern und zu Ertragssteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Segmentschulden betreffen insbesondere langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns - anhand der Größen kurzfristige finanzielle Verpflichtungen und Leasingverbindlichkeiten sowie den Steuerrückstellungen.
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR Außen- umsatz |
Inland | Europa | Mittlerer Osten |
Asien/ Pazifik |
Afrika | Nord- und Süd- amerika |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022/2023 | 4.294 | 9.471 | 3.927 | 9.495 | 6.382 | 8.139 | 41.708 |
| 2021/2022 | 5.182 | 15.741 | 4.459 10.152 | 5.131 - - | 6.606 | 47.271 |
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
lm Geschäftsjahr 2022/2023 hat 1 Kunde mit TEUR 4.191 (i. V. 1 Kunde mit TEUR 7.531) 10 % oder mehr zum Konzern-Umsatz beigetragen. Dieser Kunde ist dem Segment Softwaresysteme zuzuordnen.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| in TEUR Langfristige Vermögenswerte |
30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Inland | 14.994 | 13.508 |
| Europa | 1.096 | 1.201 |
| Afrika | 182 | 201 |
| Nordamerika | 5.147 | 5.765 |
| Mittlerer Osten | 125 | 124 |
| Australien | 26 | 71 |
| Asien | 19 | 47 |
| 21.589 | 20.917 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, den Geschäfts- oder Firmenwert und die Sachanlagen.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IFRS 9 und der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR Langfristige Vermögenswerte |
Bilanzposten 30.09.2023 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet |
Buchwerte übrige |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
15 | 0 | 15 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
8.396 | 0 | 8.396 | 0 |
| Vertragsvermögenswerte | 2.975 | 0 | 2.975 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
27 | 0 | 27 | 0 |
| Zahlungsmittel | 4.927 | 0 | 4.927 | 0 |
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlich- keiten |
4.686 | 0 | 1.686 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.397 | 0 | 2.397 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 392 | 0 | 392 | 0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 3.945 | 0 | 3.945 | 0 |
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Rahmen des KfM Sonderprogramms 2020 in Höhe von EUR 1,48 Mio. (i. V. EUR 3,43 Mio.) sowie ein Liquiditätsdarlehen des KfW Programms 2023 in Höhe von EUR 3,00 Mio. (i. V. TEUR 0). Im Vorjahr beinhalteten die langfristigen Verbindlichkeiten noch ein zinsbegünstigtes KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 749.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR Langfristige Vermögenswerte |
Bilanzposten 30.09.2022 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet |
Buchwerte übrige |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
15 | 0 | 15 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
8.927 | 0 | 8.927 | 0 |
| Vertragsvermögenswerte | 1.875 | 0 | 1.875 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | 6.753 | 0 | 6.753 | 0 |
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlich- keiten |
4.651 | 0 | 4.651 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.539 | 0 | 2.539 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 852 | 0 | 852 | 0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 3.954 | 0 | 3.954 | 0 |
Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 die folgenden Werte:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Vermögenswerte) | 16.341 | 17.571 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schulden) | 8.421 | 11.996 |
Das in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthaltene Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (IFRS 9) | -22 | 429 |
| -22 | 429 |
In der Nettoposition sind Auflösungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 0) sowie aufgrund von Uneinbringlichkeit abgeschriebene Beträge in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 0) enthalten. Zugeführt wurden TEUR 153 (i. V. TEUR 415). Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen nach IFRS 9 in Höhe von TEUR 58 (i. V. TEUR 159) enthalten.
Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten |
2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -263 | -252 |
| -263 | -252 |
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht.
Die LS telcom AG beurteilt auf zukunftsgerichteter Basis die mit ihren Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert werden, verbundenen erwarteten Verluste. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos, jedoch kein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 3).
Bei der Beurteilung, ob es seit erstmaliger Erfassung zu einer signifikanten Erhöhung des Ausfallsrisikos kam, berücksichtigt die LS telcom AG sowohl qualitative Informationen, die verfügbar und entscheidungsrelevant sind, eine solche Beurteilung zu unterstützen. Dies beinhaltet sowohl historische als auch zukünftige Informationen. Folgende Faktoren werden bei der Einstufung des Ausfallrisikos berücksichtigt.
Unabhängig von der oben beschriebenen Beurteilung, wird im Fall eines Rückstands vertraglich vereinbarter Zahlungen von mehr als 30 Tagen von einer signifikanten Verschlechterung des Kreditrisikos ausgegangen, sofern keine verfügbaren und entscheidungsrelevanten Informationen das Gegenteil besagen. Der Konzern überwacht in regelmäßigen Abständen, ob die genannten Kriterien bei der Beurteilung des Ausfallrisikos weiterhin angemessen sind und passt diese, sofern nicht mehr zutreffend, entsprechend an.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Vertragsvermögenswerten wendet die LS telcom AG den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an, nach dem für alle Instrumente unabhängig von ihrer Kreditgualität eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Das bedeutet, es erfolgt eine pauschale Zuordnung zu Stufe 2 bei Zugang und ein Transfer in Stufe 3, soweit objektive Hinweise auf Wertminderung vorliegen. Eine Zuordnung zu Stufe 1 ist untersagt.
Objektive Hinweise für eine Wertminderung können in folgenden Situationen bestehen:
Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte.
Zur Bemessung der erwarteten Verden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte auf Basis der Uberfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf historischen Ausfällen und zukunftsorientierten Informationen zu makroökonomischen Faktoren, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken.
Auf dieser Grundlage wurde die Wertminderung im Hinblick auf Forderungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wie folgt ermittelt:
| in TEUR Altersstruktur Forderungen und Vertragsvermögenswerte 30.09.2023 |
Brutto- buchwert |
Erwartete Verlustrate |
Wertminderung |
|---|---|---|---|
| nicht überfällig oder bis 30 Tage überfällig |
7.456 | 1% | 75 |
| 31 bis 120 Tage überfällig | 1.737 | 5% | 87 |
| 121 bis 180 Tage überfällig | 462 | 10% | 46 |
| 181 bis 360 Tage überfällig | 248 | 30% | 74 |
| mehr als 360 Tage überfällig | 161 | 40% | 64 |
| Summe | 10.064 | 346 |
| in TEUR Altersstruktur Forderungen und Vertragsvermögenswerte 30.09.2022 |
Brutto- buchwert |
Erwartete Verlustrate |
Wertminderung |
|---|---|---|---|
| nicht überfällig oder bis 30 Tage überfällig |
8.117 | 1% | 81 |
| 31 bis 120 Tage überfällig | 892 | 5% | 45 |
| 121 bis 180 Tage überfällig | 152 | 10% | 15 |
| 181 bis 360 Tage überfällig | 182 | 30% | 55 |
| mehr als 360 Tage überfällig | 219 | 40% | 88 |
| Summe | 9.563 | 284 |
Die Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand zum 30.09.2021 gemäß IFRS 9 ermittelt | 206 | 806 | 1.012 |
| Nicht in Anspruch genommene, aufgelöste Beträge | -113 | -46 | -159 |
| Neu gebildete Wertberichtigungen | 181 | 234 | 415 |
| Transfer von Stufe 2 zu 3 | 0 | 0 | 0 |
| Transfer von Stufe 3 zu 2 | 0 | 0 | 0 |
| Aufgrund von Uneinbringlichkeit während des Geschäftsjahres abgeschriebene Beträge |
0 | 0 | 0 |
| Währung | 10 | 163 | 173 |
| Stand zum 30.09.2022 gemäß IFRS 9 ermittelt | 284 | 1.157 | 1.441 |
| Nicht in Anspruch genommene, aufgelöste Beträge | -58 | 0 | -58 |
| Neu gebildete Wertberichtigungen | 153 | 0 | 153 |
| Transfer von Stufe 2 zu 3 | 0 | 0 | 0 |
| Transfer von Stufe 3 zu 2 | 0 | 0 | O |
| Aufgrund von Uneinbringlichkeit während des Geschäftsjahres abgeschriebene Beträge |
0 | 0 | 0 |
| Währung | -33 | -83 | -116 |
| Stand zum 30.09.2023 gemäß IFRS 9 ermittelt | 346 | 1.074 | 1.420 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom AG verbleibt.
Das Ausfallrisiko aus Zahlungsmitteln sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist gering und es werden keine Kreditverluste erwartet, da die Vertragsparteien Banken mit ausgezeichneten Kreditratings von internationalen Kreditratingagenturen sind.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist.
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen ohne Diskontierung auf die am 30. September 2023 (Vorjahr 30. September 2022) bestehenden Finanzverbindlichkeiten:
| in TEUR 2022/2023 |
Cashflow 2024 |
Cashflow 2025-2029 |
Cashflow 2030 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.397 | 0 | 0 | 2.397 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.20.) | 392 | 224 | 0 | 616 |
| Ubrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.19.) |
0 | 4.172 | 778 | 4.950 |
| Ubrige sonstige kurzfristige Finanz- verbindlichkeiten (D.26.) |
3.755 | 0 | 0 | 3.755 |
| 6.544 | 4.396 | 778 | 11.718 |
| in TEUR 2021/2022 |
Cashflow 2023 |
Cashflow 2024 - 2028 |
Cashflow 2029 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.539 | 0 | 0 | 2.539 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.20.) | 475 | 482 | 0 | 957 |
| Ubrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.19.) |
0 | 4.247 | 0 | 4.247 |
| Ubrige sonstige kurzfristige Finanz- verbindlichkeiten (D.26.) |
3.559 | O | 0 | 3.559 |
| 6.573 | 4.729 | 0 | 11.302 |
lm Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.
lm operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden.
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2023 |
Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
Forderungen aus Vertrags- vermögens- werten |
Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2.558 | 4.877 | 1.811 | 0 | -2.396 | 6.850 |
| CAD | 178 | 322 | 57 | 0 | 0 | 557 |
| THB | 0 | 19 | 0 | 0 | 0 | 19 |
| ZAR | 34 | 138 | 0 | 26 | 0 | 198 |
| USD | 1.153 | 1.031 | 33 | 0 | 0 | 2.217 |
| CFA | 0 | 0 | 151 | 0 | 0 | 151 |
| GBP | 106 | gg | 49 | 0 | 0 | 254 |
| SAR | 132 | 67 | 0 | 0 | 0 | 199 |
| AED | 3 | 469 | 0 | 0 | 0 | 472 |
| AUD | 622 | 1.189 | 874 | 0 | 0 | 2.685 |
| INR | 121 | 0 | 0 | 0 | 0 | 121 |
| OMR | 0 | 159 | 0 | 0 | 0 | 159 |
| HUF | 11 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11 |
| Sonstige | 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9 |
| Summe | 4.927 | 8.370 | 2.975 | 26 | -2.396 | 13.902 |
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2022 |
Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
Forderungen aus Vertrags- vermögens- werten |
Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 3.091 | 4.637 | 911 | 0 | -2.371 | 6.268 |
| CAD | 667 | -2 | 0 | 0 | 0 | 665 |
| THB | 0 | 20 | 0 | 0 | 0 | 20 |
| ZAR | 174 | 65 | 13 | 13 | 0 | 265 |
| USD | 1.647 | 2.592 | 530 | 0 | -167 | 4.602 |
| XOF | 0 | 180 | 14 | 0 | 0 | 194 |
| GBP | 37 | -2 | 218 | 0 | 0 | 253 |
| SAR | 17 | 138 | 0 | 0 | 0 | 155 |
| QAR | 0 | 776 | 0 | 0 | 0 | 776 |
| AED | 9 | 266 | 114 | 0 | 0 | 389 |
| AUD | 1.068 | -1 | 75 | 0 | 0 | 1.142 |
| INR | 38 | 0 | 0 | 0 | 0 | 38 |
| OMR | 0 | 245 | 0 | 0 | 0 | 245 |
| Sonstige | 5 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5 |
| Summe | 6.753 | 8.914 | 1.875 | 13 | -2.538 | 15.017 |
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Anderungen von relevanten auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Anderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen, die in der Tabelle aufgeführt sind, um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Jahresergebnis um TEUR 705 (i. V. TEUR 875) verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Jahresergebnis um TEUR -705 (i. V. TEUR -875 Tsd.) verschlechtert.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich bei den wesentlichen Währungen wie folgt zusammen:
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2023 |
CAD | ZAR | USD | GBP | SAR | AUD | AED | OMR | CFA |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anstieg von 10 % gegenüber dem Euro | 56 | 20 | 222 | 25 | 20 | 269 | 47 | 16 | 15 |
| Rückgang von 10 % gegenüber dem Euro | -56 | -20 | -222 | -25 | -20 | -269 | -47 | -16 | -15 |
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2022 |
CAD | ZAR | USD | GBP | XOF | AUD | AED | OMR | QAR |
| Anstieg von 10 % gegenüber dem Euro | 67 | 26 | 460 | 25 | 19 | 114 | 39 | 24 | 78 |
| Rückgang von 10 % gegenüber dem Euro | -67 | -26 | -460 | -25 | -19 | -114 | -39 | -24 | -78 |
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfallbzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Anderungen der Marktzinssätze auf Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegt die folgende Annahme zu Grunde:
· · Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2023 bei einer Zinsänderung um + 100 Basispunkte um TEUR 3 (i. V. TEUR 6) erhöhen.
cc) Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.
Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2023 und 30. September 2022 keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
| in TEUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 88 | 108 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 5 | 2 |
| 93 | 110 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 27 nahestehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.3.).
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe.
lm Geschäftsjahr 2022/2023 bzw. 2021/2022 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
| in TEUR 2022/2023 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8 | 0 | 8 |
| Materialaufwand | 256 | 0 | 256 |
| Sonstige Aufwendungen | 8 | 214 | 223 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 28 | 28 |
| Verbindlichkeiten | gg | 0 | gg |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 27 | 27 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 38 | 38 |
| in TEUR 2021/2022 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 17 | 0 | 17 |
| Materialaufwand | 313 | 0 | 313 |
| Sonstige Aufwendungen | 0 | 198 | 198 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 34 | 34 |
| Verbindlichkeiten | 6 | 0 | 6 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 27 | 27 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 14 | 14 |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
| in TEUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 149 | 130 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | O |
| Sonstige Leistungen | 0 | O |
| Gesamthonorar | 149 | 130 |
Die Abschlussprüfungsleistungen betrafen Aufwendungen für die Prüfung des Jahres- und Konzern-Abschlusses der Gesellschaft.
Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 16. März 2023 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 geväht.
Am 21. Dezember 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Vorstand der LS telcom AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck (Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Prof. Dr. Hans-Peter Burghof (Professor für Betriebswirtschaftslehre), Stuttgart
Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
(Sprecher und Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, Finanzen und Controlling, Investor Relations und Finanzkommunikation, Administration, Rechtswesen, IT, Vertrieb und strategische Entwicklung, Hardwarenahe Systeme und Softwaresysteme, CEO), Lichtenau
(Vorstand Dienstleistungen, Consulting and Engineering Services, Marketing und Public Relations,
Business Development, strategische Entwicklung und Vertrieb Dienstleistungen und Vertikalmärkte, COO), Rheinmünster
lm Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 804 (i. V. TEUR 759) erfasst. Davon betreffen TEUR 609 (i. V. TEUR 559) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 195 (i. V. TEUR 200) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile.
Bei den variablen Vergütungsanteilen handelt es sich um eine kurzfristige Erfolgsvergütung, die sich an den erzielten Planzielen bemisst.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022/2023 Bezüge in Höhe von TEUR 92 (i. V. TEUR 79).
Herr Dr. Georg Schöne hält zum Bilanzstichtag 1.624.843 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 4.148 Aktien.
lm Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen in unserem separaten Vergütungsbericht.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Bilanzverlust der Gesellschaft beträgt EUR 3.614.988,76.
Lichtenau, 11. Dezember 2023
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
An die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau
Wir haben den Konzernabschluss der LS telcom AG, Lichtenau, und ihrer Tochterge-sellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Ge-schäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Konzernan-hang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmetho-den – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lage-und Konzern-lagebericht der LS telcom AG, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die in Abschnitt VI des zusammengefassten La-ge- und Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwen-dungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammenge-fassten Lage- und Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in Ubereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beach-tung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzern-lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Ubereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Ubereinstimmung mit diesen Anforde-rungen erfüllt. Darüber wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungs-nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernab-schlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wa-ren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzern-abschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksich-tigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Zu (1) Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten
a) Im Konzernabschluss der LS telcom AG werden unter den langfristigen Vermö-genswerten Geschäftsund Firmenwerte mit einem Betrag von EUR 5,4 Mio. (rd. 13,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Geschäfts- und Firmenwerte werden min-destens einmal im Geschäftsjahr Werthaltigkeitstests (Impairment Tests) unterzogen. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit berechnet, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüg-lich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die LS telcom Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts. Zur Ermittlung des Nutzungswerts wer-den die geschätzten zukünftigen Zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz auf den Barwert abgezinst. Als Erqebnis der Impairment Tests kam es zu keinen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte.
Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der künfti-gen Zahlungsmittelzuflüsse durch den Vorstand sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet.
b) Wir haben uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Impairment Tests der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bilden und die vom Management angewandten Bewertungsparameter und -annahmen zur Uberprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden sind. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Mit der Kenntnis, dass bereits kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Ferner haben wir ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Anderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können.
c) Die Angaben des Konzerns zu den Werthaltigkeitstests sind im Wesentlichen in den Abschnitten D.1 Anschaffungskostenprinzip" und D.4. "Geschäfs- und Firmenwert" des Konzernanhangs enthalten.
a) Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 hat der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von EUR 41,7 Mio. erwirtschaftet. Diese resultieren überwiegend aus der Bereitstellung von "Softwaresysteme" sowie "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" und deren Wartung. Umsatzerlöse werden gemäß IFRS 15 realisiert, wenn der Kunde eine verwertbare Leistung erhalten hat und die Vereinnahmung der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Die Leistungserbringung kann zeitpunkt- oder zeitraumbezogen erfolgen. Für Leistungen, die im Rahmen von Großprojekten zeitraumbezogen erbracht werden, ist Umsatz für den bis zum Stichtag bewirkten Anteil der Leistung zu realisieren.
Projekte werden bei Abschluss des Kundenvertrages für Zwecke der IFRS Rechnungslegung beurteilt. Ergebnis der Beurteilung ist die Bestätigung der Anwendbarkeit des IFRS 15, die Definition der vereinbarten selbständigen Leistungsverpflichtungen samt Transaktionspreisallokation sowie die Bestimmung, ob die Leistung zeitraum- oder zeitpunktbezogen erfolgt. Im Rahmen der Abschlusserstellungs tätigkeiten schätzt der verantwortliche Projektleiter den Fertigstellungsgrad aller selbständigen Leistungsverpflichtungen. Durch Anwendung des Fertigstellungsgrads auf den jeweiligen allokierten Transaktionspreis wird der zu realisierende Umsatz geschätzt.
Aufgrund der notwendigen individuellen Beurteilung des sachgerechten Zeitpunkts der Umsatzrealisierung sowie des bei Großprojekten wesentlichen Betrags einzelner Teilleistungen ist das Risiko wesentlicher Fehler bezüglich der Umsatzrealisierung im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der in Abschnitt VI des zusammengefassten Lageund Konzernlageberichts enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
lm Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in Ubereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Ubereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Anleitung, Uberwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "LS_AG_KA_2023-09-30-de.zip"
(SHA256-Hashwert: 43344944e61f64e0d459eee1c95464c9d267a7d15c722e1c1d793ef7df5e7e01) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstelten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Uberführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Uber dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 hinaus geben wir keinerleil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in Ubereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Püfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentli chen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. März 2023 als Abschlussprüfer gewäht. Wir wurden am 27. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 als Konzernabschlussprüfer der LS telcom AG, Lichtenau, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lage-und Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht – auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Jürgen Bechtold.
Stuttgart, den 11. Dezember 2023 Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)
Peter Schill Jürgen Bechtold Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| AKTIVA | |||
|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 30.09.2023 |
Stand am 30.09.2022 |
|
| র্ত | Anlagevermögen | ||
| 1. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten |
81.208,93 | 65.836,35 | |
| 81.208,93 | 65.836,35 | ||
| 11. | Sachanlagen | ||
| 1. | Grundstücke und Bauten | 3.588.362,31 | 3.727.004,37 |
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 601.778,32 | 782.533,83 |
| ကဲ | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 20.000,00 |
| 4.190.140,63 | 4.529.538,20 | ||
| III. | Finanzanlagen | ||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.701.151,10 | 3.701.151,10 |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 6.701.084,21 | 7.080.725,67 |
| ന | Beteiligungen | 120.268,43 | 120.268,43 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
15.426,54 | 15.151,54 | |
| 10.537.930,28 | 10.917.296,74 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | |||
| 1 . | Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 588.770,10 | 366.043,87 |
| 2. | Unfertige Leistungen | 3.311.442,96 | 1.137.834,81 |
| က | Fertige Erzeugnisse | 32.158,48 | 55.324,06 |
| 4. | Geleistete Anzahlungen | 20.119,37 | 4.388,00 |
| 3.952.490,91 | 1.563.590,74 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.668.594,23 | 5.837.222,74 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 7.388.500,07 | 3.477.395,69 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 237,94 | 0,00 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 177.291,72 | 460.091,48 | |
| 9.234.623,96 | 9.774.709,91 | ||
| III. | Flüssige Mittel | 2.910.085,20 | 2.403.082,29 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 490.882,06 | 445.676,08 | |
| D. Aktive latente Steuern | 595.759,08 | 535.447,22 | |
| 31.993.121,05 | 30.235.177,53 |
| PASSIVA | |||
|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 30.09.2023 |
Stand am 30.09.2022 |
|
| A. | Eigenkapital | ||
| 1. | Gezeichnetes Kapital | 5.817.000,00 | 5.817.000,00 |
| Nennbetrag der eigenen Anteile | -24.000,00 | -24.000,00 | |
| Ausgegebenes Kapital | 5.793.000,00 | 5.793.000,00 | |
| 11. | Kapitalrücklage | 8.982.927,28 | 8.982.927,28 |
| 111. | Gewinnrücklagen | ||
| Andere Gewinnrücklagen | 285.582,79 | 285.582,79 | |
| > | Bilanzverlust | -3.614.988,76 | -1.747.560,20 |
| 11.446.521,31 | 13.313.949,87 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 2.714.009,95 | 3.237.392,80 | |
| 2.714.009,95 | 3.237.392,80 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.075.000,00 | 7.711.530,29 |
| 2. | Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.768.524,42 | 1.331.011,71 |
| ന | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.039.992,74 | 1.377.379,68 |
| ব | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.643.533,16 | 917.398,96 |
| 5. | Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
295.360,36 | 164.008,03 |
| 6. | Sonstige Verbindlichkeiten | 266.644,07 | 231.237,11 |
| 15.089.054,75 | 11.732.565,78 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.743.535,04 | 1.951.269,08 |
| in EUR | 2022/2023 | 2021/2022 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse |
29.189.311,00 | 40.612.531,46 |
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnissen | 2.150.442,57 | -2.068.341,31 |
| ന് Sonstige betriebliche Erträge |
1.014.109,04 | 1.533.639,09 |
| 32.353.862,61 | 40.077.829,24 | |
| র্বা Materialaufwand |
||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.702.052,03 | 8.194.501,92 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.881.046,59 | 11.696.324,02 |
| 12.583.098,62 | 19.890.825,94 | |
| 5. Personalaufwand |
||
| Löhne und Gehälter a) |
13.047.826,94 | 12.2/8.8/1,80 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 2.161.635,56 | 2.056.174,91 |
| 15.209.462,50 | 14.335.046,71 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
730.328,43 | 782.233,20 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.810.427,24 | 4.293.086,36 |
| -979.454,18 | 776.637,03 | |
| 8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 204.473,85 | 175.327,85 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 579,00 | 17.783,79 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Anlagevermögens | 850.000,00 | 350.000,00 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 266.556,05 | 258.728,48 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -37.286,88 | 108.735,66 |
| -874.216,32 | -524.352,50 | |
| 13. Ergebnis nach Steuern | -1.853.670,50 | 252.284,53 |
| 14. Sonstige Steuern | 13.758,06 | 13.636,47 |
| 15. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) | -1.867.428,56 | 238.648,06 |
| 16. Verlustvortrag (i. V. Verlustvortrag) | -1.747.560,20 | -1.986.208,26 |
| 17. Bilanzverlust | -3.614.988,76 | -1.747.560,20 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |
|---|---|
| in EUR | Stand am 01.10.2022 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2023 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten |
1.379.385,58 | 50.200,02 | 2.449,50 | 1.427.136,10 | |
| 11. | Sachanlagen | ||||
| 1. | Grundstücke und Bauten | 5.625.113,00 | 34.107,22 | 0,00 | 5.659.220,22 |
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.512.240,32 | 341.996,20 | 268.592,46 | 5.585.644,06 |
| ကဲ | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
20.000,00 | 0,00 | 20.000,00 | 0,00 |
| 11.157.353,32 | 376.103,42 | 288.592,46 | 11.244.864,28 | ||
| Finanzanlagen | |||||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.601.151,10 | 0,00 | 0,00 | 4.601.151,10 |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
7.430.725,67 | 470.358,54 | 0,00 | 7.901.084,21 |
| ന് | Beteiligungen | 120.268,43 | 0,00 | 0,00 | 120.268,43 |
| র্বা | Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
15.151,54 | 275,00 | 0,00 | 15.426,54 |
| 12.167.296,74 | 470.633,54 | 0,00 | 12.637.930,28 | ||
| 24.704.035,64 | 896.936,98 | 291.041,96 | 25.309.930,66 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2022 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2023 |
Stand am 30.09.2023 |
Stand am 30.09.2022 |
| 1.313.549,23 | 34.827,44 | 2.449,50 | 1.345.927,17 | 81.208,93 | 65.836,35 |
| 1.898.108,63 4.729.706,49 |
172.749,28 522.751,71 |
0,00 268.592,46 |
2.070.857,91 4.983.865,74 |
3.588.362,31 601.778,32 |
3.727.004,37 782.533,83 |
| 0.00 6.627.815,12 |
0,00 695.500,99 |
0,00 268.592,46 |
0,00 7.054.723,65 |
0,00 4.190.140,63 |
20.000,00 4.529.538,20 |
| 900.000,00 | 0,00 | 0,00 | 900.000,00 | 3.701.151,10 | 3.701.151,10 |
| 350.000,00 | 850.000,00 | 0,00 | 1.200.000,00 | 6.701.084,21 | 7.080.725,67 |
| 0.00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 120.268,43 | 120.268,43 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 15.426,54 | 15.151,54 |
| 1.250.000,00 | 850.000,00 | 0,00 | 2.100.000,00 | 10.537.930,28 | 10.917.296,74 |
| 9.191.364,35 | 1.580.328,43 | 271.041,96 | 10.500.650,82 | 14.809.279,84 | 15.512.671,29 |
Anhang der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2022/2023
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der LS telcom AG, Lichtenau (Amheim, HRB 211164), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen ein und 35 Jahren.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt bei Anteilen an verbundenen Unternehmen mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode und bei Ausleihungen an verbundene Unter Beachtung der erwarteten künftigen Zahlungsströme auf Basis einer 5-Jahresplanung. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die Ergebnismarge und das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen zukünftigen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. Im Berichtsjahr wurde gegenüber einem verbundenen Unternehmen ein Forderungsverzicht erklärt. Bei den Anteilen an verbundenen war im Berichtsjahr keine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund reduzier ter Planerwartung des verbundenen Unternehmens erforderlich.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Gess die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.
Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zum niedrigeren Zeitwert.
Die unfertigen Leistungen und die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewerten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsgemeinkosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet.
Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 28,4 %. Für die Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge wurden aus Vorsichtsgründen Risikoabschläge für Projektrisiken vorgenommen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs 1 Satz 2 HGB aktiviert
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthaltent über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehensänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit EUR 7.388.500,07 (i. V. EUR 3.477.395,69) auf den Lieferund Leistungsverkehr.
Zum 30.09.2023 bestehen in Höhe von EUR 237,94 (i. V. EUR 0,00) Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
In den Forderungen sind keine Werte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
Unter den sonstigen Vermögenständen ist ein Betrag von EUR 3.483,48 (i. V. EUR 473,73) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Es sind keine (i. V. EUR 67.707,79) sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden. In Höhe von EUR 17.751,00 (i. V. EUR 32.000,00) betreffen die sonstigen Vermögensgegenstände Abgrenzungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand.
Zum 30.09.2023 unterliegen keine Forderungsabtretung. Im Vorjahr unterlagen Forderungen in Höhe von EUR 1.300.486,30 einer Forderungsabtretung mit einer Bürgschaftsgewährung. Hierbei handelte es sich um Forderungen und Anzahlungen, die aus einem Großprojekt resultierten.
Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die aktiven latenten Steuern sind in Höhe von EUR 537.000,00) auf steuerliche Verlustvorträge und in Höhe von EUR 64.976,69 (i. V. EUR 110.869,91) auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen zurückzuführen. Es erfolgte eine Verrechnung mit den passiven in Höhe von EUR 6.217,61 (i. V. EUR 75.422,70), die sich aus zeitlichen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben.
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| in EUR | 30.09.2022 | Veränderung | 30.09.2023 |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 610.869.91 | -8.893.22 | 601.976.69 |
| Passive latente Steuern | 75.422.70 | -69.205.09 | 6.217.61 |
| Saldierte Steuerlatenzen | 535.447.21 | 60.311.87 | 595.759,08 |
Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über einen nicht genutzten körperschaftssteuerlichen in Höhe von EUR 9.044.071,26 und einen nicht genutzten gewerbesteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von EUR 9.466.560,08 zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.817.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.793.000).
Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr keine eigenen Aktien erworben oder veräußert. Am Bilanzstichtag waren somit 24.000 eigene Aktien im Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:
| Aktienkäufe | Stück | Anteil am Grundkapital in EUR |
Anteil am Grundkapital in % |
Erwerbs-/ Verkaufsgrund |
|---|---|---|---|---|
| August 2008 | 6.004 | 6.004,00 | 0.1 | spätere Akquisition |
| September 2008 | 26.160 | 26.160,00 | 0.45 | spätere Akquisition |
| Oktober 2008 | 47.595 | 47.595,00 | 0,82 | spätere Akquisition |
| November 2008 | 34.441 | 34.441,00 | 0,59 | spätere Akquisition |
| Dezember 2008 | 22.269 | 22.269,00 | 0,38 | spätere Akquisition |
| Januar 2009 | 15.731 | 15.731,00 | 0,27 | spätere Akquisition |
| Februar 2009 | 2.550 | 2.550,00 | 0,04 | spätere Akquisition |
| Juli 2011 | 5.970 | 5.970,00 | 0.1 | spätere Akquisition |
| August 2011 | 4.080 | 4.080,00 | 0,07 | spätere Akquisition |
| November 2011 | 5.500 | 5.500,00 | 0,09 | spätere Akquisition |
| Dezember 2011 | 3.700 | 3.700,00 | 0,06 | spätere Akquisition |
| Juni 2014 | -150.000 | -150.000,00 | -2,58 | Akquisition |
| 24.000 | 24.000,00 | 0,41 |
Die eigenen Aktien wurden in Höhe des Nennwertes vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Eine weitere Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile wurde am 14. März 2019 wirksam und gilt bis zum 13. März 2024
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. März 2022 dazu ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. März 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.908.500,00 zu erhöhen.
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
| in EUR | Ausgegebenes Kapital |
Kapital- Rücklage |
Gewinn- Rücklage |
Bilanzverlust | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 30.09.2022 | 5.793.000,00 | 8.982.927,28 | 285.582,79 | -1.747.560,20 | 13.313.949.87 |
| Jahresfehlbetrag | 0,00 | 0.00 | 0.00 | -1.867.428,56 | -1.867.428.56 |
| Stand am 30.09.2023 | 5.793.000.00 | 8.982.927.28 | 285.582.79 | -3.614.988,76 | 11.446.521,31 |
Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von EUR 595.759,08 einer Ausschüttungssperre.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (EUR 2.237.766,13, i. V. EUR 2.331.679,79), für Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 175.000,00) und für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR 142.849,76, i. V. EUR 288.197,22).
Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
3.593.750,00 | 3.731.250,00 | 750.000,00 | 8.075.000,00 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.768.524.42 | 0,00 | 0,00 | 3.768.524,42 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.039.992.74 | 0,00 | 0,00 | 1.039.992.74 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.643.533,16 | 0,00 | 0,00 | 1.643.533,16 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
295.360,36 | 0,00 | 0,00 | 295.360,36 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 266.644,07 | 0,00 | 0,00 | 266.644,07 |
| 10.607.804,75 | 3.731.250,00 | 750.000,00 | 15.089.054,75 |
| in EUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
3.505.280,29 | 4.206.250,00 | 0,00 | 7.711.530,29 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.331.011,71 | 0,00 | 0,00 | 1.331.011,71 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.377.379,68 | 0,00 | 0,00 | 1.377.379,68 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
917.398,96 | 0,00 | 0,00 | 917.398.96 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
164.008,03 | 0,00 | 0,00 | 164.008,03 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 231.237,11 | 0,00 | 0,00 | 231.237,11 |
| 7.526.315.78 | 4.206.250,00 | 0,00 | 11.732.565.78 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 4.911.300,00 durch Grundpfandrechte gesichert.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen betreffen in Höhe von EUR 1.152.612,33 (i. V. EUR 474.605,08) Anzahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 1.643.533,16 (i. V. EUR 917.398,96) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 99.052,88 (i. V. EUR 5.544,00), sowie Anzahlungen in Höhe von EUR 196.307,48 (i. V. EUR 158.464,03).
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 30.09.2023 | 30.09.2022 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 158.233,16 | 177.172,74 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 48.275,16 | 45.613,81 |
| Ubrige sonstige Verbindlichkeiten | 60.135,75 | 8.450,56 |
| 266.644,07 | 231.237,11 |
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
| in EUR | 2022/2023 |
|---|---|
| Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | 8.422.018,00 |
| Softwaresysteme | 20.767.293,00 |
| 29.189.311,00 |
Dabei werden 12,8 % der Umsätze im Inland (EUR 3.726.846,24), 36,0 % im europäischen Ausland (EUR 10.506.119,45) und 51,2 % (EUR 14.956.345,31) im übrigen Ausland erzielt.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erräge in Höhe von EUR 81.101,84 (i. V. 792,99) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 399.557,30 (i. V. EUR 1.090.216,75) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge EUR 9.742,47 (i. V. EUR 283.180,68). Zudem enthält dieser Posten Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von EUR 40.302,15 (i. V. EUR 157.099,32) und Erträge aus dem Verbrauch von Rückstellungen für Drohverluste und Nachlaufkosten in Höhe von EUR 341.189,10 (i. V. EUR 0,00).
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 38.129,48 (i. V. EUR 37.997,90) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten und Börsenkosten aus Vorjahren.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 707.226,96 (i. V. EUR 578.331,21). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen EUR 111.292,23 (i. V. EUR 44.621,40).
In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 204.198,85 (i. V. EUR 175.176,31) von verbundenen Unternehmen, sowie Zinsen in Höhe von EUR 275,00 (i. V. EUR 151,54) von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten.
Gegenüber der LS telcom SAS wurde zum 30.09.2023 ein Forderungsverzicht in Höhe von EUR 850.000,00 (i. V. EUR 350.000,00) erklärt. Dies führte zu einem entsprechenden Rückgang der Ausleihungen an verbundene Unternehmen.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 0,00 (i. V. EUR 16.500,00) verbundene Unternehmen.
In diesem Geschäftsjahr sind wie im Vorjahr keine Zinsen und ähnlichen Aufwendungen für verbundene Unternehmen angefallen.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind wie im Vorjahr keine periodenfremden Beträge enthalten.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind EUR 8.893,22 latenter Steueraufwand (i. V. EUR 69.473,86) und EUR 69.205,09 latenter Steuerertrag (i. V. EUR 29.321,53) enthalten.
lm Geschäftsjahr sind außer dem beschriebenen Forderungsverzicht wie im Vorjahr keine außergewöhnlichen Aufwendungen angefallen.
Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
| Name und Sitz | Beteilligungs- quote in % |
Währung | Wechselkurs | Eigen- kapital |
Jahres- ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | 100 | TCAD | 1,423 | 1.501 | 644 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau | 100 | TEUR | 52 | -4 | |
| LS telcom SAS, Paris/Frankreich | 100 | TEUR | 353 | 470 | |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
51 | TZAR | 19,981 | 20.355 | 3.685 |
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China | 40 | TRMB | 7,722 | 3.332 | -1.542 |
| Colibrex GmbH, Rheinmünster | 100 | TEUR | -1.056 | 291 | |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate |
49 | TAED | 3,884 | -3.131 | -250 |
| LS telcom UK Ltd., London/ Vereinigtes Königreich | 100 | TGBP | 0,865 | -434 | 151 |
| RadioSoft Inc., Clarkesville/USA | 100 | TUSD | 1,059 | 256 | -536 |
| LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/Australien | 100 | TAUD | 1,634 | -547 | -577 |
| Bietergemeinschaft LS telcom AG & FSP services GmbH, Lichtenau |
50 | TEUR | 0 | 0 | |
| LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/India | 90 | TINR | 88,017 | 18.405 | 7.508 |
| SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina | 48 | TBAM | 1,956 | 36 | 41 |
| Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore), Beirut/Libanon |
90 | TUSD | 1,059 | 662 | 384 |
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 180. Davon sind im Durchschnitt 34 Mitarbeitende in Teilzeit und 146 Mitarbeitende in Vollzeit beschäftigt.
Für vier Tochterunternehmen wurde eine Patronats- und Garantieerklärung abgegeben, nach welcher die Gesellschaft für die fälligen Verbindlichkeiten der Tochterunten für einen bestimmten Zeitraum einsteht. Auf Basis der wirtschaftlichen Lage der betroffenen Tochterunternehmen im Auftstellungszeitpunkt geht die Geseit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko für eine lnanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt. Die Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen belaufen sich zum 30. September 2023 auf EUR 2.469.608,36.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- Leasing- und Wartungsverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | in EUR |
|---|---|
| Fällig 01.10.2023 - 30.09.2024 | 127.053,72 |
| Fällig 01.10.2024 - 30.09.2028 | 105.712,17 |
| Fällig ab 01.10.2028 und später | 0,00 |
| Gesamt | 232.765,89 |
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
(Professor für Betriebswirtschaftslehre), Stuttgart
Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
(Sprecher und Vorstand Forschung & Entwickung, Personal, Finanzen und Controlling, Investor Relations und Finanzkommunikation, Administration, Rechtswesen, IT, Vertrieb und strategische Entwicklung, Hardwarenahe Systeme und Softwaresysteme, CEO), Lichtenau
(Vorstand Dienstleistungen, Consulting and Engineering Services, Marketing und Public Relations, Business Development, strategische Entwicklung und Vertieb, Dienstleistungen und Vertikalmärkter COO), Rheinmünster
lm Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt EUR 803.821,02 (i. V. EUR 759.362,60) erfasst. Davon betreffen EUR 608.821,02 (i. V. EUR 559.362,60) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und EUR 195.000,00 (i. V. EUR 200.000,00) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022/2023 Bezüge in Höhe von EUR 92.373,06 (i. V. EUR 78.933,46).
Herr Dr. Georg Schöne hält zum Bilanzstichtag 1.624.843 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 4 148 Aktien
Einzelheiten zu den Vergütungen des Vorstands und Aufsichtsrats enthält der separate Vergütungsbericht der LS telcom AG
| in EUR | 2022/2028 |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 148.703,50 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,00 |
| Sonstige Leistungen | 0,00 |
| Gesamthonorar | 148.703.50 |
Die Abschlussprüfungsleistungen betrafen Aufwendungen für die Prüfung des Jahres- und Konzern-Abschlusses der Gesellschaft.
Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 16. März 2023 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 gewäht.
Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.
Zum 30. September 2023 lagen uns nach § 33 Abs. 1 WpHG folgende Stimmrechtsmitteilungen von Aktionären aufgrund des Erwerbs oder Verkaufs von Aktien bezüglich der Überschreitung der Meldeschwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% vor.
"Frau Christiane Weispfenning teilt am 16.08.2023 mit, dass ihr Anteil an Aktien am 06.06.2023 8,92 % betragen hat."
"Die ShapeQ GmbH teilt mit, dass ihr Anteil an Aktien am 10.03.2023 die Schwelle von 15 % der Schritten hat und an diesem Tag 18,37 % beträgt."
"Die Axxion S.A. teilt mit, dass ihr Anteil an Aktien am 10.03.2023 die Schwellen von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,86 % beträgt."
"Herr Manfred Lebherz korrigierit seine Mitteilung gem. §§ 33 ff. WpHG vom 01.12.2022."
"Dr. Manfred Lebherz teilt mit, dass sein Anteil an Aktien am 01.12.2022 die Schwelle von 25 % und 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 19,86 % beträgt."
, Die Shape GmbH teilt mit, dass ihr Anteil an Aktien am 01.12.2022 die Schwelle von 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,07 % beträgt."
,Die ShapeQ GmbH teilt mit, dass ihr Anteil an Aktien am 30.03.2022 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,95 % beträgt."
"Die Axxion S.A., Grevenmacher, Luxemburg, teilt gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Anteil an Aktien am 19.07.2018 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,60 % beträgt."
,Herr Dr. Georg Schöne teilt gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Anteil an Aktien am 04.07.2018 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 27,75 % beträgt."
"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,43 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning,
Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."
"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,47 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.
Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."
,Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 09.11.2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269,253 Stimmrechte) betragen hat."
Alle der Gesellschaft zugegangenen Stimmteilungen sind über die Internet-Seite der Gesellschaft einsehbar.
Am 13. Dezember 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Gesellschaft (www.LSteloom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Nach Ende des Geschäftsjahres zum 30. September 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Der Bilanzverlust der Gesellschaft beträgt EUR 3.614.988,76. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 11. Dezember 2023
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenen Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen der voraussichtlichen Entwicklng des Unternehmens beschriehen sind
Lichtenau, 11. Dezember 2023
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr.Georg Schöne Dipl-Ing. Roland Götz
An die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau
Wir haben den Jahresabschluss der LS telcom AG, Lichtenau – bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließich der Darstellung der Bilanzierungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der LS telcom AG, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die in Abschnitt VI des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen vicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestelten deutschen Grundsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt, Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Bewertung des Finanzanlagevermögens
Zur Ableitung des Wertes der Beteiligungen werden die ermittelten Cash Flows mit den Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelten Kapitalisiert. Den Bewertungen liegen die verabschiedeten Planungsrechnungen der einzelnen für die auf den Bilanzstichtag folgenden fünf Geschäftsjahre zugrunde.
Als Ergebnis dieser Impairment Tests kam es im Berichtsjahr zu- oder Abschreibungen von Beteiligungen oder Ausleihungen. Das Ergebnis der Bewertungen ist inschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und der Erragsplanungen durch dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet.
b) Wir haben uns davon überzeugt, dass die verwendeten Bewertungsverfahren und -modelle methodisch angemessen und üblich sowie rechnerisch im Wesentlichen richtig sind und dass die Modelle im vorliegenden Fall zu einer im Wesentlichen sachgerechten Ableitung der Aktivwerte führen. Darüber hinaus haben überzeugt, dass die vom Management angewandten Bewertungsparameter und -annahmen zur Überprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden sind.
Mit der Kenntnis, dass bereits kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die Ableitung des Kapitalisierungszinssatzes haben wir rechnerisch nachvollzogen und geprüft.
Darüber hinaus haben wir die Plausibilität der zugrunde liegenden Planungen beurteilt. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt.
c) Die Angaben der Gesellschaft zu den Werthaltigkeitstests sind in den Kapiteln "A. Rechnungslegungsgrundsätze" sowie "B. Erläuterungen zur Bilanz und-Verlust-Rechnung" im Abschnitt II.4. des Anhangs enthalten.
Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen stetig abgeleitet und hinreichend dokumentiert sind und die Umsatzrealisierung ordnungsgemäß erfolgt, stützt sich auf diese Prüfung.
c) Die Angaben der Gesellschaft zur erfolgten Umsatzrealisierung sind im Abschnitt 1. "Umsatzerlöse" des Kapitels B. II. "Gewinn-und-Verlust-Rechnung" des Anhangs sowie im Abschnitt 2. "Unternehmenssituation" des Kapitels A. "Geschäft und Rahmenbedingungen" des Lageberichts enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichterat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteile der in Abschnitt VI. des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
lm Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein derhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermer ind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Ubereinstimmung mit den deutschen ordnungs mäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortührung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Ubereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ernöglichen, und um ausreichende geeignete für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherneit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im introllsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "LS_AG_JA_2023-09-30-de.xhtml"(SHA256-Haswert:
108c93409bd376b257ac33347c3a3ed70c040af842376212e2ead3016230fd89) enthaltenen und für Zwecke der Offenle gung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts (im Fol genden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorqaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in allen wesentli chen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstelten elektronischen von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungs-system des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts nach Mallgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die sie als notwendig er achten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicher zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Püfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. März 2023 als Abschlussprüfer gewäht. Wir wurden am 27. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 als Abschlussprüfer der der der LS telcom AG, Lichtenau, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit den den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht – auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des gepüften zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Jürgen Bechtold.
Stuttgart, den 11. Dezember 2023
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)
Peter Schill Jürgen Bechtold Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Dr. Georg Schöne CEO
Dipl.-Ing. Roland Götz COO
Katrin Bleich Investor Relations
LS telcom AG lm Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau Tel.: +49 (0) 7227 9535 600 Fax: +49 (0) 7227 9535 605 E-Mail: [email protected]
| Hauptversammlung in 77839 Lichtenau | 07.03.2024 |
|---|---|
| Halbjahresbericht (zum 31.03.2024) | 30.06.2024 |
| Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2023/2024 | Dezember 2024 |
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