Annual Report • Mar 16, 2016
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer

das Geschäftsjahr 2014/2015 der LS telcom AG hat die selbstgesetzten Planungen leider nicht vollständig zu erreichen vermocht. Zahlreiche lukrative Projekte mussten auf Kundenwunsch verschoben werden, Auftragserteilungen verzögerten sich aus kundenseitigen Gründen, der Ölpreisverfall an den internationalen Rohstoffmärkten hat für eine in diesem Ausmaß nicht vorhersehbare Kundenzurückhaltung in mehreren Weltregionen geführt.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat den Vorstand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 intensiv unterstützt.
Die technologische Weltmarktführung und die unangefochtene herausragende Qualität der Produkte und Systeme der LS telcom AG im Zusammenwirken mit dem Erfahrungsschatz und dem Können der Mitarbeiter haben auch im zurückliegenden Geschäftsjahr für einen weiteren Ausbau der Marktstellung und für eine stabile Auftrags- und Ertragslage des LS telcom Konzerns gesorgt. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben intensiv wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Auf- und Ausbau der Geschäftsaktivitäten der in der jüngeren Vergangenheit neu gegründeten Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien, die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern sowie die Akquisition und Abwicklung weiterer zukunftsweisender Projekte. An der mit der Weiterentwicklung der Konzern-Strukturen verbundenen Aufgabe einer immer komplexeren Konzern-Steuerung und der damit verbundenen Mechanismen des Risk-Management und des Risk-Controlling auf Konzern-Ebene hat auch der Aufsichtsrat entscheidend mitgewirkt. Er hat auch die Entwicklung der Konzern-Strategie mitgeprägt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung umfassend beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 28.11.2014, 20.02.2015, 13.05.2015, 14.08.2015 sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 27.11.2015 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahrs durch umfassende Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risk-Management und das Risk-Controlling - und über sämtliche Vorgänge von besonderer Tragweite und Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen monatlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risk-Management- und des Risk-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen.
Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risiko-Controlling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und stets auf ausreichende Liquiditätspolster zur Abdeckung aller operativen Geschäftsaktivitäten zurückgreifen konnte.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung vom 27.11.2015 den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt und den Konzern-Abschluss gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt und die Unternehmensplanung 2015/2016 sowie die Mittelfristplanung bis 2018 verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
| ― | die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des LS telcom Konzerns |
| ― | die weitere strategische Expansion des Konzerns |
| ― | die Erschließung und der Ausbau neuer technologischer Geschäftsfelder |
| ― | die Konzern-Planung 2015/2016 |
| ― | die Erschließung der relevanten Märkte in den USA und in den Commonwealth-Ländern |
| ― | die Absicherung der technologischen und wirtschaftlichen Weltmarktführerschaft des Konzerns |
| ― | das Risk-Management und das Risk-Controlling |
| ― | die Integration der jüngeren Tochtergesellschaften in den LS telcom Konzern |
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat nach Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen schnell, kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2015, wurden durch die Ebner Stolz GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss, den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.
Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.
Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung, Kreativität und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin der entscheidende Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.
Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Stuttgart/Lichtenau, den 3. Dezember 2015
Dr. Winfried Holtermüller, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG
Die LS telcom AG ist die Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns und steuert dessen operatives Geschäft. Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2015 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, und bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, in denen die LS telcom AG als Alleingesellschafterin jeweils 100 % der Anteile hält. Daneben bestehen Beteiligungen bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, mit 51 %, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, mit 49 % sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China, mit 40 %. Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 zudem eine Niederlassung in Budapest.
LS telcom ist weltweit einer der führenden Systemhersteller und Dienstleistungspartner im Bereich der Planung und des Managements von Funknetzen. LS telcom deckt mit ihrem Produktportfolio aus Beratungsdienstleistungen sowie integrierten Soft- und Hardwaresystemen die gesamte Wertschöpfungskette in der Nutzbarmachung des Funkspektrums ab und positioniert sich so als "One-Stop-Shop"-Anbieter.
Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenz-Ressource, die Planung von Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt.
Mit ihrem Software, Hardware und Dienstleistungen umfassenden Produktportfolio befindet sich LS telcom in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt. Rundfunk und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, analoges und digitales Radio und Fernsehen, Richtfunk und Satellitenverbindungen, alle diese Dienste nutzen Funkfrequenzen für die drahtlose Übertragung von Sprache oder Daten. Weltweit - in Industrie- ebenso wie in Entwicklungsländern - führt der beständig steigende Bedarf an Sprach- und Datenkommunikation, die daraus resultierende Einführung stets neuer leistungsfähigerer Funktechnologien (z. B. GSM → UMTS → LTE → 5G) und der damit einhergehende Netzausbau zu einer Verknappung des freien Funkfrequenzspektrums. Die effiziente Planung und Verwaltung dieser begrenzten Ressource wird deshalb immer wichtiger.
Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so nachhaltig und für ihre Belange so förderlich wie möglich ausschöpfen zu können, benötigen Funknetzbetreiber und Regulierungsbehörden nicht nur spezielle Software- und Dienstleistungsangebote zur Planung und zum Management der Funknetze, sondern auch entsprechende Messsysteme zur Kontrolle und Optimierung der Spektrumnutzung. Auch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente Geräte, wie beispielsweise die sogenannten "White Space Devices" und "Cognitive Radios", die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetsten Funkfrequenzen herauspicken, bedarf entsprechend unterstützender, leistungsfähiger Infrastruktur und Datenbankdiensten im Hintergrund.
Die standardisierten Produkte und Dienstleistungen von LS telcom können in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab.
Die LS telcom AG hat ihren Sitz in Lichtenau (Baden) und unterliegt als deutsche Gesellschaft dem deutschen Aktienrecht. Der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung sind die Organe der Gesellschaft. Die LS telcom AG hat ein duales Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat - Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle sind dementsprechend streng voneinander getrennt.
Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Parteien. Der Vorstand besteht zur Zeit aus drei Vorständen. Jedes Mitglied ist für seinen Aufgabenbereich gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands verantwortlich. Der Gesamtvorstand hat jedoch eine gemeinschaftliche Verantwortung für die Geschäftsleitung des Konzerns. Im Rahmen dieser Gesamtverantwortung arbeiten die drei Vorstände in ihrem jeweils zugewiesenen Aufgabenbereich kollegial und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen. Der Vorstand ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zuständig und stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat der LS telcom AG regelmäßig über die gesetzlichen Berichterstattungspflichten hinaus über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und Konzerns. Er übt keine Geschäftsführungsfunktion aus, der Vorstand darf jedoch bestimmte Geschäfte und Maßnahmen nicht ohne die Zustimmung des Aufsichtsrats ausführen. Dem Aufsichtsrat der LS telcom AG gehören derzeit drei Mitglieder an, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat tritt mindestens einmal pro Kalenderquartal zusammen.
Die Dienstleistungen und Systemlösungen (bestehend aus Software und Hardware) werden von LS telcom für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen konzipiert, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um Telekommunikationsdienstleistungen anbieten zu können oder Behörden, Institutionen und Firmen, die als professionelle Anwender in ihrem Kerngeschäft Produktivitätssteigerungen oder sonstige Vorteile durch die Verwendung moderner Funksysteme erzielen können.
LS telcom ist weltweit aktiv, wobei aktuelle Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in Europa, in der Golfregion, in Südostasien und Australien, in Nordamerika und im südlichen Afrika liegen. Überall legen die Kunden neben einer sorgfältigen Implementierung der von ihnen gewünschten Lösung auch großen Wert auf weitergehende Unterstützung, Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produkte an neue technische Entwicklungen. LS telcom unterhält diverse Tochtergesellschaften und Beteiligungen, die ihrerseits jeweils über eigene gute Marktzugänge verfügen und die Marktabdeckung komplementär zur LS telcom AG ergänzen.
Funknetzbetreiber optimieren mit der Software von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze (Aufbau möglichst weniger Senderstationen innerhalb kürzester Zeit, um ein bestimmtes Versorgungsniveau zu erreichen). Sie sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für Sendeanlagen und die laufenden Betriebskosten möglichst gering ausfallen. LS telcom hat spezielle Softwarepakete entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyse- und Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind. Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen die Softwarelösungen von LS telcom für die verschiedensten analogen und digitalen Systemtechnologien ein.
Zu den Kunden zählen "klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk- sowie Point-to-Multipoint-Netzen (PMP), aber auch große Industrieunternehmen, die eigene Betriebs- und Sicherheitsfunknetze betreiben.
Professionelle Anwender haben hohe und vielfältige Anforderungen an ihre mobilen Kommunikationslösungen. Diese müssen sich optimal an betriebliche Organisations- und Kommunikationsstrukturen anpassen, hohe Sicherheit der Informationsübermittlung hinsichtlich Verfügbarkeit und Integrität gewährleisten und nicht zuletzt auch wirtschaftlich zu betreiben sein. Typische Anwendungsbereiche und Branchen sind insbesondere: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Transport und Verkehr, Ver- und Entsorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie große Industrieunternehmen.
Die eingesetzten professionellen Funklösungen gewährleisten eine ausfallsichere Notfallkommunikation, stellen einen reibungslosen Betriebsablauf sicher und werden zur Steuerung betrieblicher Abläufe, Überwachungsaufgaben, Flottenmanagement, Telemetrie, Ortung, Navigation und Datenübertragung eingesetzt.
Die Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, die Nutzung der limitierten Ressource "Funkspektrum" nachhaltig, wirtschaftlich und effektiv zu gewährleisten. Dazu gehört die Erstellung eines geeigneten nationalen Frequenznutzungsplans, auf dessen Grundlage Funklizenzen zu erteilen sind. Darüber hinaus ist die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und gegebenenfalls durchzusetzen. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien.
Die Systeme der LS telcom versetzen Behörden in die Lage, nicht nur softwareseitig die diversen Geschäftsprozesse in den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung zu automatisieren. Die integrierten Lösungen der LS telcom ermöglichen zudem, durch Einsatz entsprechend intelligenter Messtechnik, die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu überwachen und vermeiden so Funkstörungen im Betrieb der Netze.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 90 Ländern für Lösungen (Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben.
Die Softwareprodukte von LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Darüber hinaus werden die Kunden auch durch eine Vielzahl von Beratungs- und Planungsleistungen beim Design, der Realisierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte unterstützt.
Die auf die Bedürfnisse von Funknetzbetreibern und Regulierungsbehörden zugeschnittenen Softwarelösungen von LS telcom haben sich zum Industriestandard für Anwendungssoftware im Bereich der Funknetzplanung und Funknetzkompatibilität entwickelt.
Dies ist auch deshalb gelungen, weil es sich bei den Softwarepaketen von LS telcom nicht um Insellösungen handelt, sondern um eine aufeinander abgestimmte Programmarchitektur, die kundenspezifisch angepasst werden kann. Häufig löst der Erwerb eines einzigen LS-Tools den Investitionswunsch nach einer ganzen Tool-Palette aus. Dabei verkauft LS telcom nicht nur die Softwarelizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme und übernimmt die Schulung der Nutzer.
Ein wesentlicher Kundennutzen besteht darin, dass mit Hilfe der Softwarepakete von LS telcom nicht nur die Anzahl der in einem Gebiet benötigten Sendestationen, sondern auch die zur effizienten und wirtschaftlichen Planung des Netzes benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert wird. Für Funknetzbetreiber ergeben sich hierdurch erhebliche Einsparmöglichkeiten beim kostenintensiven Aufbau ihrer Funknetze.
Der Erfolg der Softwareprodukte beruht auch auf der technischen Kernkompetenz im Bereich der Hochfrequenztechnik und der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte große Know-how in diesen Bereichen konnte in innovative und leistungsstarke Programme umgesetzt werden, deren laufende Anpassung an aktuelle Trends von einem Spezialistenteam aus Nachrichtentechnikern, Ingenieuren, Informatikern, Physikern und Mathematikern zeitnah durchgeführt wird.
Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechnungen, -dimensionierungen und -analysen über Versorgungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert werden. Die Software erlaubt daneben die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen.
Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Funkweitverkehrsnetze, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren. Ebenso spielt hier aber auch im Nahbereich die drahtlose Überbrückung der "letzten Meile" zu den Festnetzkunden mittels der PMP- oder WIMAX-Technologie eine wichtige Rolle. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt, welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird.
Speziell für Regulierungsbehörden bietet die Software von LS telcom seit 1995 ein Workflow- und Dokumenten-Management-System an, mit dem das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden kann. Zusätzlich können Interferenzberechnungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie deren Genehmigung und Zuweisung ist eine im Standardpaket von LS telcom enthaltene Funktion. Die Software deckt zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordinierung von Feldtests und die Rechnungserstellung ab. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge die speziellen Softwarelösungen der LS telcom.
Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher beim Design, ebenso wie bei der Planung, der Realisierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen, der Konzeptentwicklung über die Erarbeitung der gesamten Versorgungs- und Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl und Akquisition von geeigneten Sendestandorten.
Auch die strategische Beratung, beispielsweise bei der Auswahl der Funktechnologie, oder die Begleitung von Beschaffungsverfahren für die komplette Netzinfrastruktur, einschließlich der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und der Auswertung der Angebote, gehören zum Kompetenzbereich der LS telcom-Experten. Soziodemografische Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum ab, das für nahezu jeden Bereich der Telekommunikation angeboten werden kann.
Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio wird im Bereich Spektrum-Consulting für internationale Regulierungsbehörden außerdem ergänzt durch allgemeine Implementierungs- und Prozessberatung oder das spezialisierte Consulting bezüglich der Entwicklung und Überarbeitung umfassender Frequenzpläne, der Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und der Definition neuer Lizensierungs- und Vermarktungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum.
Die "LS telcom Training Academy" bietet zusätzlich zu Grund- und Fortgeschrittenenkursen für LS telcom-Software in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß Seminar-Kalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket in der "LS telcom Training Academy" in Lichtenau gebucht werden.
Ergänzend zu den reinen Softwareprodukten und reinen Dienstleistungen hat der LS telcom Konzern sein Produktportfolio in den letzten Jahren kontinuierlich um hardwarenahe Systeme ausgebaut. Diese integrierten Lösungen schließen sowohl LS telcom-Software und -Know-how als auch Hardwarekomponenten mit ein.
Bei der LS telcom AG in Deutschland befasst sich ein Geschäftsfeld mit Messsystemen zur Kontrolle der Spektrumnutzung im weitesten Sinne. Hier werden nicht nur komplette landesweite Radio Monitoring-Systeme konzipiert und umgesetzt, sondern auch neue Produkte, wie beispielsweise vernetzbare Sensoren für Langzeitmessungen von Funksignalen mit intelligentem Datenmanagement, entwickelt, um der riesigen Datenmenge Herr zu werden. Derartige Funküberwachungssysteme sind notwendig, um die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und eine störungsfreie Funkübertragung zu gewährleisten. Mit den hier neuentwickelten Produkten tritt LS telcom nicht in Konkurrenz zu den herkömmlichen Messverfahren und -produkten, sondern ergänzt diese sinnvoll und überaus nutzbringend für den bereits bestehenden Kundenkreis der LS telcom-Softwaresysteme.
In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren entsprechend der besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installations- und Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender erweitert. In Johannesburg produziert die LS of South Africa Radio Communications (Pty) Ltd. mittlerweile Container mit digitalen TV-Senderanlagen und zugehörigen Stromversorgungseinheiten, die über ganz Afrika verteilt zum Einsatz kommen.
Die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass die Produkte von LS telcom im Vergleich zu den Lösungen anderer Unternehmen in der Regel Spitzenplätze belegen.
Bei den softwaregestützten Planungssystemen für Funknetze zählt LS telcom zu den führenden Anbietern weltweit. Die Softwarelösungen von LS telcom werden weltweit in einer Vielzahl bestehender Funknetze eingesetzt. Die breite Nutzerbasis kann weiterhin als gute Startposition für die Einführung von auf neuen Funktechnologie-Generationen ausgerichteten Planungssystemen am Markt gewertet werden.
Noch existierende Telekom-Monopole werden weiter abgebaut. Es entstehen weltweit neue Regulierungsbehörden, wobei regionale Strukturen dazu führen, dass innerhalb eines Landes oftmals mehrere Behörden mit regionaler oder dienstespezifischer Zuständigkeit eingerichtet werden. Alle diese Behörden benötigen Software und Beratungsleistungen, um die speziellen Anforderungen, die sich für Frequenzverwaltungen stellen, zu erfüllen. Von weltweit 206 Staaten haben erst relativ wenige entsprechend umfassende Softwaresysteme eingeführt. Die in den vergangenen ca. 15 Jahren aufgebauten Systeme müssen um webbasierte Funktionalitäten erweitert werden. Zudem werden bei diesen Vorreitern auch zunehmend die Integration in sogenannte Enterprise-Systemlösungen und ein sehr hoher Automatisierungsgrad gefordert. Alle diese Merkmale werden derzeit allein von LS telcom-Systemen erfüllt.
In unterschiedlichen Ausbaustufen werden Systemlösungen der LS telcom Gruppe bereits in ca. 90 Ländern genutzt. Damit ist LS telcom unbestrittener internationaler Markt- und Technologieführer im Spektrum-Management.
Ziel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums weiter auszubauen.
Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie:
Sowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Kundenzufriedenheit ist zudem oberste Prämisse. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:
| ― | Unsere Produkte und Dienstleistungen sollen dem Kunden durch einfache und geniale Lösungen den größtmöglichen Nutzen bieten. |
| ― | Mitarbeiter sollen direkt vom Erfolg und Wachstum der Firma profitieren. |
| ― | Wir wollen mit unseren Produkten und Projekten Gewinn erzielen, der es uns ermöglicht Wachstum zu gewährleisten, jedoch die Selbstbestimmung zu erhalten. |
| ― | Anspruchsvolle Qualitätsvorgaben, eine angemessene Überwachung aller qualitätsbeeinflussenden Faktoren sowie laufende Optimierung der Geschäftsprozesse sollen auch zukünftig das hohe Niveau unserer Dienstleistungen und Produkte gewährleisten. |
Ein Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.
Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter Wiederverwendung von bereits für den Kernmarkt getätigter Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).
Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In der sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.
Die auch weiterhin komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.
Das Steuerungssystem der LS telcom hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Parameter werden vom Management als die wesentlichen internen Steuerungsparameter verwendet:
| ― | Umsatzerlöse: Die Umsatzentwicklung dient als Maß für das Wachstumspotential des Konzerns. Die kurzfristige Umsatzentwicklung ist stark vom zeitlichen Verlauf von Großprojekten abhängig. |
| ― | Auftragsbestand: Dieser Leistungsindikator ist der wesentliche Treiber für die Umsatzentwicklung. Verhandlungen mit den Kunden können sich teilweise über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren, wie z. B. politischen Entwicklungen oder strategischen Planungen der Kunden, beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu starken Schwankungen im Auftragsbestand führen. Aus dem Auftragsbestand wird zu einem wesentlichen Teil der Planumsatz des Folgejahres bei plangemäßem Verlauf der Projekte abgeleitet. |
| ― | EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen): Diese Kennzahl misst die Qualität der Umsatzentwicklung und zeigt, wie effizient das operative Geschäft gesteuert wird. |
Die Steuerungsgrößen werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht. Die Entwicklung des Auftragsbestands wird laufend verfolgt.
Das unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern.
Neben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Konzerns:
| ― | Kundenzufriedenheit |
| ― | Qualität der Produkte |
| ― | Qualifiziertes und motiviertes Personal |
Für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns spielt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Die Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicherweise Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern.
Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen. Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden von dem Konzern abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns bei. Ihre Identifikation mit dem Konzern - welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt - und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Erfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.
Bisher erfolgten noch keine quantitativen Messungen dieser nicht-finanziellen Erfolgsfaktoren auf Unternehmens- und Konzern-Ebene. Es ist allerdings zumindest mittelfristig geplant, für diese Faktoren entsprechende "Key Performance Indicators" zu definieren und anschließend Messverfahren einzurichten. Zudem muss noch eine repräsentative Datenbasis geschaffen werden, um angemessene Aussagen ableiten zu können. Wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind, sollen auch entsprechende Ziele in quantitativer Form gesetzt werden, die dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert werden können.
Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2014/2015 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Der bereits im Vorjahr akquirierte Auftragsbestand konnte allerdings aufgrund von Projektverzögerungen nicht plangemäß abgearbeitet werden, wodurch sich allein Umsatzverschiebungen in Höhe von über EUR 1,5 Mio. in das nachfolgende Geschäftsjahr ergaben. Außerdem wurden in dem südafrikanischen Tochterunternehmen Vermittlungsgeschäfte in deutlich geringerem Maße als noch in den Vorjahren durchgeführt. Der Alt-Auftragsbestand reichte zusammen mit den neu eingegangenen Aufträgen nicht dafür aus, dies in der Summe zu kompensieren und das Umsatzniveau des Vorjahres wieder zu erreichen.
In den für den Konzern relevanten Teilbereichen des Telekommunikationsmarktes bestand eine sehr hohe Nachfrage. Die intensive Vertriebsarbeit und zahlreiche Teilnahmen an aussichtsreichen Vergabeverfahren schlugen sich bis zum Ende des Geschäftsjahres allerdings nicht im Auftragseingang und Umsatz nieder. Insbesondere bei Projekten aus dem Mittleren Osten ergaben sich aufgrund der durch den Ölpreisverfall reduzierten Budgets Verzögerungen in der Auftragsvergabe.
Die Auftragserwartung ist trotz der erfahrenen Verzögerungen unverändert hoch. Das Marktumfeld kann uneingeschränkt als positiv bezeichnet werden. Es bieten sich aussichtsreiche Geschäftschancen, sowohl für bestehende Produkte des LS telcom Konzerns als auch für aktuelle Neuentwicklungen. Die Abschwächung des Euros im Vergleich zum US-Dollar sowie auch zu anderen für den Konzern relevanten Währungen bringen dem Konzern grundsätzlich vertriebliche Vorteile. Der derzeit sehr hohe Angebotsbestand des Konzerns sollte deshalb in naher Zukunft zu einer erheblichen Zunahme des Auftragsbestands führen und weiteres Wachstum ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund hält die Konzern-Führung auch unverändert an dem in den vergangenen Jahren aufgebauten Personalstamm und der Strategie, neue regionale (USA) und thematische Märkte (Militär, Innere Sicherheit) zu erschließen, fest. Der Vorstand sieht derzeit keinen Anlass, wesentliche Änderungen in der Kostenstruktur des Konzerns vorzunehmen, auch wenn sich die bereits getätigten, sehr hohen Aufwendungen und Investitionen für die Markterschließungsmaßnahmen noch nicht in den gewünschten Erfolgen niedergeschlagen haben.
In Teilbereichen des durch den Konzern adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb mit zunehmendem Preisdruck. In diesem Umfeld konnte sich die Unternehmensgruppe im vergangenen Geschäftsjahr zwar erfolgreich in den von ihr bereits erschlossenen Regionen behaupten, allerdings - auch bedingt durch die zuvor erwähnten Verzögerungen in den Vergabeverfahren - keine neuen Marktanteile dazu gewinnen. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Technologisch hat der Konzern seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung weiter ausgebaut.
Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde aufgrund der oben ausgeführten Sachverhalte der Konzern-Umsatz des Vorjahres leider nicht erreicht. Der Jahresumsatz liegt mit EUR 33,28 Mio. um 8 % unter den Erlösen des Vorjahres (i. V. EUR 36,23 Mio.).
Das Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) beträgt TEUR 584 gegenüber dem Vorjahresergebnis von EUR 1,07 Mio., das Betriebsergebnis liegt bei EUR 1,53 Mio. nach EUR 2,19 Mio. im Vorjahr.
Das rückläufige Betriebsergebnis resultiert neben dem Umsatzrückgang aus der gleichzeitigen Steigerung der Aufwandspositionen für Personal, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen um insgesamt 6 %.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern trotz starker Auslastung im Projektgeschäft weiter intensiv in die Entwicklung neuer Produkte, u. a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen, investiert und entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 2,50 Mio. etwa 10 % unter dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 2,79 Mio.).
Für die Gesamtleistung ergibt sich ein Rückgang von EUR 40,52 Mio. auf EUR 38,21 Mio., entsprechend -6 %.
Der Umsatz gliedert sich nach den drei Berichtssegmenten "Softwaresysteme", "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" wie folgt auf:
scroll
| in TEUR | Umsatz GJ 2014/2015 | Umsatz GJ 2013/2014 | Veränderung | EBIT GJ 2014/2015 | EBIT GJ 2013/2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 21.630 | 19.826 | 9 % | 2.915 | 1.784 |
| Hardwarenahe Systeme | 5.400 | 6.547 | -18 % | -1.298 | 276 |
| Dienstleistungen | 6.253 | 9.859 | -37 % | -91 | 132 |
| Insgesamt | 33.283 | 36.232 | -8 % | 1.526 | 2.192 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier, unter anderem, spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Der Geschäftsverlauf wurde wieder wie in den Vorjahren stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, also solchen, mit denen Erstprojekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 ca. 11 % (i. V. 16 %) der Umsatzerlöse erwirtschaften.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Umsatzschwerpunkte bilden hierbei Nordamerika, Südafrika und der Mittlere Osten.
Jeder dieser in den Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Konzerns spielen.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum bei ca. 94 % (i. V. 95 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 18 % und in den restlichen Regionen bei 76 % (dabei Afrika mit 20 %, Nord- und Südamerika mit 24 %, Asien/Pazifik mit 19 % und der Mittlere Osten mit 13 %).
Im Geschäftsjahr 2014/2015 verzeichnete die LS telcom AG in diesem Segment zwar eine gute Nachfrage, jedoch deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden mehrere erwartete größere Projekte verschoben. Das Segment weist dennoch einen Umsatzanstieg von 9 % aus. Mit der Auftragsabwicklung sowie der Entwicklung neuer Produkte war eine hohe Auslastung gegeben, weshalb hier auch unternehmensintern zusätzliche Entwicklungsressourcen auf dieses Segment allokiert wurden. Die Inanspruchnahme von externen Beratern wurde gegenüber dem Vorjahr dafür deutlich reduziert. In der Summe ergibt sich ein Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von EUR 2,92 Mio. (i. V. EUR 1,78 Mio.), was einer EBIT-Marge von 13,5 % entspricht.
Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem der Segmente "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen". Mit 65 % (i. V. 55 %) Anteil an den gesamten Umsatzerlösen war "Softwaresysteme" auch im Geschäftsjahr 2014/2015 das klar dominierende Geschäftssegment.
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher vorwiegend "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungs-Containern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sender-Container für Afrika etabliert und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" hat den Umsatzbeitrag des Vorjahres um 18 % verfehlt und erzielt damit ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von EUR -1,3 Mio. (i. V. TEUR 276). Der hardwarebezogene Geschäftsbereich litt besonders unter den Verzögerungen in den Vergabeverfahren, was sich in dem gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Segmentumsatz spiegelt.
Regionale Schwerpunkte der Segment-Geschäftsaktivitäten, die gleichermaßen wieder die Integration und Lieferung von Funküberwachungsanlagen und Rundfunksendersysteme umfassten, lagen in der Golfregion und in Afrika.
Während des Geschäftsjahres wurde im Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" auch intensiv die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben.
Die LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich der Konzern im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze auch international weiter behaupten. Die Umsatzerlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft sind gegenüber dem Vorjahr um 37 % gesunken. Dies lag an rückläufigem Umsatz sowohl bei der LS telcom AG als auch bei der südafrikanischen Tochtergesellschaft. Die LS Südafrika erwirtschaftete im Vergleich zu den Vorjahren einen deutlich kleineren Umsatzbeitrag aus Vermittlungsgeschäften. Diese beiden Effekte konnte der im Vergleich zu Vorjahr um EUR 1,0 Mio. höhere Umsatzbeitrag, den die US-Tochter RadioSoft Inc. beigesteuert hatte, nicht ausgleichen.


Das Segment-Betriebsergebnis fällt mit TEUR -91 (i. V. TEUR 132) entsprechend negativ aus.
Ein wesentlicher Teil des Segment-Umsatzes entstammt aus Projekten mit Bezug zur Digitalisierung von Rundfunknetzen. Wie im Vorjahr wurden ca. 14 % der Segmenterlöse im Umfeld des Aufbaus professioneller Mobilfunknetze erwirtschaftet. Dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger sowie Transport- und Industrieunternehmen. Der LS telcom Konzern sieht hier für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich. Der Rest des Segmentumsatzes resultiert aus unterschiedlichsten Dienstleistungsprojekten mit Spektrum-Management Behörden und sonstigen Funknetzbetreibern.
Aus dem Rundfunkbereich wurde die Expertise von LS telcom im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.
Während der Dienstleistungsbereich im Vorjahr auch von zahlreichen Projekten mit Neukunden profitieren konnte, wurden die Segment-Umsatzerlöse im Geschäftsjahr vor allem mit Bestandskunden erwirtschaftet.
Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland, von der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. und von der US-Tochter RadioSoft Inc. ausgeführt.
Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2015 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada und Lateinamerika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nicht in Beratungsprojekten operativ tätig.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet.
Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.
Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Clarkesville, Georgia/USA, wurde 2014 gegründet, um zunächst den Dienstleistungsbetrieb des von Peter Moncure übernommenen Geschäfts fortzuführen. RadioSoft Inc. erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft Inc. besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und FrequenzzuweisungsDienstleistungen für unterschiedlichste Behörden auf Bundes-, Staaten- und regionaler Ebene sowie alle großen Rundfunknetzbetreiber der USA und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe. RadioSoft Inc. bedient mit seinem Produktportfolio in den USA mehrere Tausend Nutzer. Auf der Basis dieser hohen Kundenzahl und der erwarteten Synergien aufgrund des mit LS telcom weitgehend komplementären Produktportfolios erwarten wir uns einen schnelleren Erfolg mit LS telcom-Produkten in den USA.
Die LS telcom UK Ltd. in London nimmt sich insbesondere des Markts im Vereinigten Königreich an und vertreibt dort sämtliche Produkte und Dienstleistungen der LS telcom AG. Aus der Nähe zu strategisch wichtigen Kunden erwarten wir zunehmendes Geschäft.
Die Beteiligung der LS telcom AG an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai beträgt unverändert 49 %. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über diese Beteiligung das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Von dieser Beteiligung aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman ist in diese Einheit integriert.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert.
Die NG Networks Co., Ltd. und die LST Middle East FZ-LLC werden im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.
Aus den zu Beginn dieses Lageberichts erläuterten Gründen blieb die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ohne Ausnahme hinter den Planerwartungen zurück. Das Management rechnet in Anbetracht des erfolgversprechenden Angebotsbestands sowie der unverändert starken Nachfrage und anstehender politischer Weichenstellungen für den Breitbandausbau und die Digitalisierung in unterschiedlichen Regionen für das neue Geschäftsjahr mit deutlich besseren Vertriebserfolgen und Umsatzbeiträgen aus den Tochterunternehmen.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 264 (i. V. 261) Mitarbeiter und liegt damit ca. 1 % über dem Wert des Vorjahres.
Zum 30. September 2015 waren im Konzern insgesamt 262 (i. V. 260) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2014/2015 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte und Hardwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von EUR 2,6 Mio. (i. V. EUR 3,1 Mio.) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst.
Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen eines eigenfinanzierten Projekts mit der Hochschule Offenburg zusammen. Forschungsschwerpunkt in diesem Projekt ist ein spezielles Messsystem, das die Nutzung des Frequenzbereichs der Digitalen Dividende unterstützt, sowie datenbankunterstützte Signalanalysemethoden. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen.
Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS nahm während des Geschäftsjahres an den staatlich geförderten Gemeinschafts-Forschungsprojekten ANCHORS, RECOSS und SOAPS in Frankreich teil, in denen unter anderem LTE Advanced Technology auf PMR-Netze (Public Mobile Radio) adaptiert werden soll. Bei diesem Projektthema wird das Ziel verfolgt, Breitbandübertragungskapazitäten auch in Sicherheitsnetzen bereitzustellen, um die Übertragung von größeren Datenmengen zu ermöglichen. Dieser Aufgabe haben sich LS telcom, Thales, TDF und Cassidian, mehrere kleinere und mittelständische Firmen sowie namhafte französische Forschungsinstitute gestellt.
Der Konzern hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 5,13 Mio. (i. V. EUR 5,95 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert. Die Aktivierungsquote für den Ansatz von Entwicklungsprojekten liegt bei 48,7 % (i. V. 47,3 %). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungsprojekte liegen bei EUR 1,8 Mio. (i. V. EUR 1,6 Mio.). Es handelt sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren wie im Vorjahr nicht erforderlich.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs von EUR 7,60 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30.09.2015 bei einem Wert von EUR 6,78. Bedingt durch einen volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 8,80 und hatten ihre niedrigste Bewertung bei EUR 5,65.
Die Marktkapitalisierung sank zum 30.09.2015 auf EUR 36.171.300, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 40.546.000 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa 10,8 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum 40,27 % an Wert.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 2.645 LS telcom-Aktien (i. V. 7.181) im Gegenwert von EUR 18.254 (i. V. EUR 70.624) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Abnahme des Handelsvolumens um 74,15 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 konnte der LS telcom Konzern die gesetzten Ziele eines geringen Umsatzzuwachses und einer moderaten Steigerung des Betriebsergebnisses (EBIT) nicht erreichen. Die wesentliche Ursache besteht in den bereits dargestellten zeitlichen Verzögerungen bei bestehenden Aufträgen, da sich bedingt durch Kundenvorgaben unvorhersehbare Auswirkungen auf die Projekt-Implementierungspläne ergeben haben. Diese Umsatzverschiebungen konnten nicht im erforderlichen Maß durch Neuaufträge oder geringere Kosten kompensiert werden, da insbesondere der vorhandene Personalstamm eine hohe Bedeutung für die künftige Entwicklung des Konzerns hat.
Aus den Vertriebserfolgen der Vorjahre resultierende Aufträge und Nachfolgegeschäfte waren in weiten Bereichen bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015.
Die Marktlage war während des Geschäftsjahres positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Allerdings blieb der Auftragseingang mit EUR 27,5 Mio. aufgrund von Projektverschiebungen und Änderungen von politischen und sicherheitsrelevanten Umständen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund der für die Nutzung des Funkfrequenzspektrums gegebenen technischen und politischen Rahmenbedingungen weltweit sowie erwarteter neuer Weichenstellungen und Impulse durch die Weltfunkkonferenz 2015 bezüglich der Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Sicherheitsnetze, Internet der Dinge oder auch Automotive-Anwendungen ist aus Sicht des Unternehmens auch in Zukunft mit einer grundsätzlich positiven Marktstimmung zu rechnen.
Das sehr gute Renommee des Konzerns, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in der Vergangenheit oftmals wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Im Geschäftsjahr wurden allerdings einige Aufträge auch über den Preis entschieden. Es herrscht sowohl im hardwarenahen Geschäft wie auch bei den Softwaresystemen nicht unerheblicher Preisdruck durch den Wettbewerb, dem der Konzern durch weitergehende Standardisierung von Produkten zu begegnen versucht, um eine nachhaltige Schmälerung der Margen zu vermeiden.
Der Umsatz des Konzerns ging gegenüber dem Vorjahr (EUR 36,23 Mio.) um 8 % auf EUR 33,28 Mio. zurück.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 2,4 Mio. (i. V. EUR 1,5 Mio.) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 2,5 Mio. (i. V. EUR 2,79 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 6 % geringeren Gesamtleistung von EUR 38,21 Mio. (i. V. EUR 40,52 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse aus Fördermitteln mit TEUR 264 (i. V. TEUR 474), einen Ertrag von TEUR 596 aus der Neubewertung einer bedingten Kaufpreisverpflichtung für die letztjährige Akquisition der RadioSoft Inc., Rückstellungsauflösungen bzw. Ausbuchung von Verbindlichkeiten mit TEUR 120 (i. V. TEUR 330) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 980 (i. V. TEUR 463).
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 8,69 Mio. um 28 % geringer aus als im Vorjahr (EUR 12,03 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Container-basierte Sender- und Funküberwachungssysteme im Rahmen mehrerer Kundenprojekte an. Im deutlich gesunkenen Aufwand schlagen sich die rückläufigen reinen Dienstleistungs- und Material-Vermittlungsgeschäfte der südafrikanischen Tochtergesellschaft und das geringere Umsatzvolumen im Hardwaregeschäft nieder.
Aufgrund des beträchtlichen Investitionsvolumens im Vorjahr, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb eines US-Geschäfts im Rahmen eines Asset Deals, ergibt sich entsprechend höherer Abschreibungsaufwand von EUR 3,03 Mio. (i. V. EUR 2,71 Mio.). Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine strategisch ausgerichtete, im Kern aber konservative Investitionspolitik verfolgt. Während des Geschäftsjahres erfolgten im Wesentlichen Erhaltungsinvestitionen.
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 5 % von EUR 17,64 Mio. auf EUR 18,54 Mio. erhöht, was auf die letztjährige Akquisition der RadioSoft Inc. und eine gestiegene Mitarbeiterzahl in Kanada zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 6,42 Mio. um etwa 8 % über denen des Vorjahres (EUR 5,96 Mio.). Durch die erstmalige Einbeziehung der noch neuen Tochtergesellschaft RadioSoft Inc. für ein vollständiges Geschäftsjahr ergibt sich allein ein Unterschiedsbetrag von TEUR 317 und damit der wesentliche Teil dieser Erhöhung.
Das Finanzergebnis fiel im Geschäftsjahr mit TEUR -401 etwas geringer aus als im Vorjahr (i. V. TEUR -357). Die Aufwendungen für die nach der "at equity"-Methode bilanzierten Minderheitenbeteiligungen an der LST Middle East FZ LLC und an der NG Networks Co., fielen im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 51 (i. V. TEUR 120). Insbesondere durch die erweiterte Inanspruchnahme des KfW-Darlehens erhöhte sich der Zinsaufwand von TEUR 289 auf TEUR 381.
Unter dem Strich ergibt sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von TEUR 584 (i. V. EUR 1,07 Mio.) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 42). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,11 (i. V. EUR 0,20).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 15 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 14 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen weiterhin nicht.
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2015 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 39,79 Mio. (i. V. EUR 38,33 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 20,58 Mio. (i. V. EUR 20,89 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 51,7 % (i. V. 54,5 %).
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Konzern-Abschluss zum 30.09.2014 um EUR 1,11 Mio. auf EUR 20,58 Mio. erhöht.
Wesentliche Erhöhungen in den langfristigen Vermögenswerten wurden durch weitere Darlehensausreichungen an Beteiligungen und Kurseffekte in Höhe von insgesamt TEUR 438 bewirkt. Die immateriellen Vermögenswerte erfuhren während des Geschäftsjahres einen Zuwachs von TEUR 419, der vor allem auf weitere Investitionen in Entwicklungsprojekte (TEUR 2.315) zur mittel- und langfristigen Sicherung des zukünftigen Erfolgs des Konzerns entfällt. Diese Investitionen liegen deutlich über den planmäßigen Abschreibungen der Entwicklungsprojekte (TEUR 1.771). Die Erhöhung der Geschäfts- und Firmenwerte um TEUR 342 ist rein währungsbedingt.
Der Wert dieser Position (EUR 9,92 Mio.) liegt geringfügig unter dem zum Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 10,03 Mio.). Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Zum 30. September 2015 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 8,13 Mio. (i. V. EUR 7,79 Mio.).
Die LS telcom AG hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen und davon EUR 3,25 Mio. abgerufen. Im Geschäftsjahr wurde der Restbetrag des Darlehens in Höhe von EUR 2,75 Mio. in Anspruch genommen und das Darlehen somit in voller Höhe ausgeschöpft. Dieses Darlehen hat ausgehend vom Abschluss im Vorjahr eine Laufzeit von 10 Jahren und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Die Tilgung der Fremdkapitaltranche beginnt am 30.06.2016, wogegen die Tilgung der Nachrangtranche erst am 30.06.2021 startet. Mit dem Zinsvorteil werden bestimmte Forschungs- und Entwicklungsprojekte subventioniert. Soweit Forschungsaktivitäten betroffen sind, werden die Subventionen als Ertragszuschuss behandelt. Im Fall von Entwicklungsprojekten liegen Investitionszuschüsse vor, die mit den angefallenen Herstellungskosten verrechnet werden.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2015 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).
Die eigenen 24.000 Aktien wurden zu einem Betrag von TEUR 49 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Die wertbestimmenden Posten innerhalb der langfristigen Verbindlichkeiten sind einerseits die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von EUR 7,67 Mio. sowie die langfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2,35 Mio.
Unter den finanziellen Verbindlichkeiten werden die langfristigen Teile der Immobilienleasingverpflichtung mit EUR 1,74 Mio. (i. V. EUR 2,10 Mio.), das KfW-Darlehen mit einem Wert von EUR 5,77 Mio. (i. V. EUR 3,22 Mio.) und Mietkaufverpflichtungen mit TEUR 159 (i. V. TEUR 282) erfasst. Das KfW-Darlehen ist mit einem abgezinsten Wert unter Berücksichtigung eines marktgerechten Zinssatzes angesetzt.
Wesentliche Unterpositionen der nicht-finanziellen Verbindlichkeiten sind die jeweils langfristigen Anteile der Rückstellungen für die Vergütungskomponente des Vorstands mit langfristiger Anreizwirkung von TEUR 398 (i. V. TEUR 612) und der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Asset Deal der RadioSoft Inc. in Höhe von EUR 1,62 Mio. (i. V. EUR 1,69 Mio.).
Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 454 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an dem erhöhten Bestand aktivierter Entwicklungskosten und an unrealisierten Kursgewinnen bei in fremder Währung ausgegebenen Darlehen.
Die Reduzierung der kurzfristigen Schulden von EUR 7,97 Mio. auf EUR 7,32 Mio. wurde vor allem durch eine Abnahme der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 657 verursacht.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen RisikomanagementSystem zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
| ― | Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken), |
| ― | die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements, |
| ― | die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche, |
| ― | die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie |
| ― | die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung. |
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des RisikomanagementSystems der LS telcom Firmengruppe mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Konzern etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
| ― | Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert. |
| ― | Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle. |
| ― | Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt. |
| ― | Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein. |
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regel mäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise oder des derzeitigen Ölpreisverfalls und den Auswirkungen dieser Krisen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Nachgang der Ukraine-Krise sowie auch die Flüchtlingsströme und ihre finanziellen und politischen Auswirkungen Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weitere bedeutende Einzelrisiken sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.
Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:
scroll
| Klassifikation | Schadenshöhe |
|---|---|
| Gering | < TEUR 25 |
| Mittel | TEUR 25 bis TEUR 50 |
| Hoch | TEUR 50 bis TEUR 250 |
| Sehr hoch | >TEUR 250 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:
scroll
| Risiko | Qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkung | Gesamtbeurteilung |
|---|---|---|---|
| Schneller technologischer Wandel | mittel | sehr hoch | beobachten |
| Softwaresicherheit | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Internationalisierung | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Projektrisiken | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Netzaufbau mit neuen Funktechnologien | mittel | hoch | überwachen |
| Preisdruck | gering | sehr hoch | beobachten |
| Wettbewerb | mitte | sehr hoch | überwachen |
| Mitarbeiterfluktuation -Personalressourcen | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Risiken durch die globale Marktverwerfungen | sehr hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | |||
| Preis- und Währungsrisiko | mittel | hoch | überwachen |
| Ausfallrisiko | gering | sehr hoch | überwachen |
| Cashflow- und Liquiditätsrisiko | gering | sehr hoch | beobachten |
| Risiken der eigenen Geldanlage | gering | hoch | beobachten |
Die dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert:
Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2015/2016 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in US-Dollar, kanadischen Dollar und südafrikanischen Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2015/2016 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Der starke Wettbewerb kann in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns nachteilig beeinflussen.
Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Konzerns abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Hoher Auftragsbestand und Termindruck stellt den Konzern nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margen-schmälerung führen. Ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Konzerns zwar in den letzten Geschäftsjahren nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen beeinflusst, jedoch nur in den Jahren 2008/2009 Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe.
Ähnliche Auswirkungen erfährt die Unternehmensgruppe derzeit auch aufgrund des Ölpreisverfalls, der in zahlreichen Ländern zu Budgetkürzungen, verstärktem Preisdruck und Verzögerungen in Vergabeverfahren führt. Die Produkte des Konzerns wirken grundsätzlich positiv auf den Staatshaushalt und versprechen einen sehr schnellen Rückfluss investierter Mittel. Insofern sollte der Bedarf auch unter erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen gut zu vermitteln und sollten die Produkte absetzbar sein. Allerdings könnten anhaltende Budgetkürzungen aufgrund des Ölpreisverfalls dazu führen, dass die Investitionsbereitschaft in den jeweiligen Ländern auch auf längere Sicht abnimmt und Projekte, die beauftragt werden, auf der Basis weniger attraktiver Finanzierungskonditionen zustande kommen. Beides wäre in Anbetracht der Relevanz der erdölfördernden Länder für das Geschäft des Konzerns sehr nachteilig.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Konzerns kommt den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Die südafrikanische Tochter nutzte außerdem auch temporär erstklassige Geldmarktfonds als Anlagemöglichkeit. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden
kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen.
Der Vorstand ist zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für den Konzern relevanten Teilmärkten anhalten wird und sich der Angebotsstau mittelfristig durch Auftragserteilungen an die Firmengruppe auflösen wird.
Aufgrund der erfolgreichen Durchführung von Pilotprojekten mit neuen Produkten kann auf längere Frist gesehen wieder von deutlich wachsendem Geschäft ausgegangen werden. Die hohen Investitionen und Vorleistungen der vergangenen Jahre in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, hatten sich im Geschäftsjahr und den Jahren davor lediglich negativ in den Finanzberichten des Konzerns niederschlagen. Es wird hier unbestritten ein deutlich längerer Atem und höherer Aufwand benötigt als ursprünglich erwartet; diese Vorleistungen sollten sich jedoch in näherer Zukunft auszahlen. Die Firmengruppe hat hier unter anderem auch betreffend neuer Geschäftsfelder bereits Weichen für die Zukunft gestellt und sich damit wesentliche Chancen für künftiges Geschäft gesichert. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der Mehrfachverwendung von Spektrum durch sogenannte Dynamic Shared Access Technologien sowie auch Problemstellungen, die sich durch ferngesteuerte Drohnen ergeben. Der Umstand, dass der betreffende betriebliche Aufwand sich erst mit zeitlicher Verzögerung in Umsatz und Ertrag niederschlagen wird, berührt nicht die hervorragenden Zukunftschancen des gesamten LS telcom Konzerns.
Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu.
Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom national und international sehr gut. Trotz des Rücksetzers im Geschäftsjahr 2014/2015 sieht der Vorstand sehr gute neue Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Wachstum dürfte sich im Dienstleistungsbereich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) generieren lassen, wo speziell die Muttergesellschaft LS telcom AG in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Projekten als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.
Auch die Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet für den Konzern speziell in Asien, im Mittleren Osten und in Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen für die Geschäftssegmente Dienstleistungen und Hardwarenahe Systeme. Der LS telcom Konzern plant, insbesondere im höherwertigen Beratungsbereich eigene Ressourcen auszubauen, um weniger Unterstützung von externen Beratern in Anspruch nehmen zu müssen und damit selbst eine höhere Wertschöpfung aus diesem Geschäftsfeld zu erreichen.
Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.
Einige größere mehrjährige Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen werden die LS telcom Firmengruppe auch noch im Geschäftsjahr 2015/2016 beschäftigen. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen. Der Vorstand rechnet, wie bereits erwähnt, auch mit neuen Impulsen durch die derzeit (November 2015) stattfindende Weltfunkkonferenz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU).
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der letzten "LS Summit"-Hausmessen stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden und mündete bereits in mehrere Pilot- und Testprojekte, nach deren Abschluss mit Nachfolgegeschäft gerechnet wird. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich zu etablieren und die Geschäfte weiter auszubauen.
Die Auftragslage des Konzerns kann immer noch als befriedigend eingestuft werden. Der derzeit im Konzern vertraglich insgesamt gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 33,9 Mio. (i. V. EUR 37,9 Mio.). Dieser Auftragsbestand setzt sich aus unterschiedlichsten Komponenten zusammen. Der Anteil aus Projektverträgen beträgt EUR 15,6 Mio.; wesentliche Umsätze des Konzerns werden jedoch aus wiederkehrendem Geschäft (bspw. Wartungsverträge) erzielt. Dieser Anteil beläuft sich derzeit auf jährlich ca. EUR 9,9 Mio. mit weiter zunehmender Tendenz, was für eine steigende Grundlast und Stabilität sorgt.
Neben diesen vertraglich mittel- bis längerfristig als gesichert zu wertenden Geschäften werden mittlerweile auch signifikante Umsatzanteile aus Rahmenverträgen erwirtschaftet. Hierbei existiert zwar ein vertraglicher Rahmen, es erfolgen jedoch kurzfristige Leistungsabrufe und es bestehen keine längerfristigen Abnahmegarantien. Vor allem die Geschäfte der südafrikanischen Tochter sowie der US-Tochter RadioSoft basieren auf dieser Art von Kundenbeziehungen. Aus Erfahrungswerten kann davon ausgegangen werden, dass mit den bestehenden, langjährigen Kunden mit sehr hoher Sicherheit nachhaltig Abrufe von im Minimum EUR 4,7 Mio. p. a. erfolgen werden.
Eine planmäßige Projektabwicklung angenommen, lassen sich aus dem garantierten Auftragsbestand (ohne künftiges Geschäft aus Rahmenverträgen) im Geschäftsjahr 2015/ 2016 Umsatzerlöse von ca. EUR 23,6 Mio. (i. V. EUR 23,5 Mio.) erzielen, so dass bereits eine sehr gute Absicherung nach unten besteht. In den hier insgesamt und auf 12-Monatssicht angegebenen Umsatzerwartungen sind keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten.
Gleichzeitig hat sich aufgrund der erwähnten Verschiebungen bei neuen Ausschreibungsverfahren, das Volumen der Angebote im Konzern auf einen neuen Höchststand entwickelt. Selbst bei Annahme einer geringen Zuschlagswahrscheinlichkeit lässt sich daraus für die Zukunft eine positive Gesamtentwicklung des Geschäfts ableiten.
Die durch die derzeitige geopolitische Situation gegebenen Risiken dürfen, was unvorhersehbare Verzögerungen bei der Auftragserteilung in Projektanbahnungen und Beschaffungsverfahren anbelangt, sicherlich nicht unterschätzt werden. Dennoch erscheint dem Vorstand angesichts der durch die Digitalisierungs- und Modernisierungsbestrebungen bei Frequenznutzern und -verwaltungen gegebenen Marktdynamik auf längere Frist weiteres Wachstum mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichbar. Untermauert wird dies durch den derzeitigen Auftragsbestand sowie die vielversprechende Angebots-Pipeline.
Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft wieder zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Ein Ansatz dafür wird sein, Aufwendungen für extern bezogene Leistungen zu reduzieren und diese stattdessen durch die in der Vergangenheit geschaffenen zusätzlichen fachlichen Personalkapazitäten und die effizientere Nutzung der bestehenden Personalressourcen zu erbringen. Ein weiterer Ansatzpunkt dafür liegt in der Standardisierung bestehender Produkte sowie der Konsolidierung der aktuellen Produktvielfalt.
Unter Berücksichtigung o. g. Ausführungen ist der Vorstand von einer positiven zukünftigen Geschäftsentwicklung überzeugt und sieht den Konzern mittel- bis längerfristig klar auf Wachstumskurs. Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung des LS telcom Konzerns, des immer noch guten Polsters an Auftragsbestand sowie zeitnah erwarteter Projektzuteilungen hält es der Vorstand für realistisch, im neuen Geschäftsjahr im Umsatz und Ergebnis (EBIT) zumindest wieder das Niveau des Jahres 2013/2014 erreichen zu können.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2015 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2015 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
scroll
| Beteiligte Person oder Gesellschaft | Anzahl an Stimmrechten | Anteil an Stimmrechten | Zeitraum der Beteiligung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.614.445 | 30,26 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2015 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a AktG ff. zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.
b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | zur Einziehung der Aktien; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
| ― | zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft; |
| ― | um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten. |
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
f) Die Ermächtigungen gemäß vorstehenden lit. d) und e) können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.
g) Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2015) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
| ― | Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart |
| ― | Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern |
| ― | Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim |
Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 66.421,40 (i. V. TEUR 61).
Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:
scroll
| • Dr. Winfried Holtermüller | EUR 25.356,40 |
| • Prof. Dr. Werner Wiesbeck | EUR 20.390,00 |
| • Dipl.-Finw. Karl Hensinger | EUR 20.675,00 |
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 4.040,00 (i. V. TEUR 16) vergütet.
Zum 30. September 2015 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
| ― | Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau |
| ― | Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster |
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
| ― | Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862) |
| ― | Dr. Georg Schöne 1.614.445 Stückaktien (i. V. 1.614.445) |
| ― | Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148) |
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2014/2015 aus den folgenden Komponenten zusammen:
| ― | eine fixe Grundvergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen als Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung), ausbezahlt in zwölf Monatsraten, |
| ― | Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen, |
| ― | eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist. |
| ― | eine der Höhe nach limitierte variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen Zeitraum von jeweils drei Jahren bis sechs Jahren für verschiedene Tranchen im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells), |
| ― | eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren auf der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite beruht und der Höhe nach limitiert ist. |
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind, und die eine entsprechende Selbstbeteiligung entsprechend der durch den jeweiligen Vorstand gehaltenen Anteile an der LS telcom AG vorsieht. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.052 (i. V. TEUR 1.229) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 797) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 253 (i. V. TEUR 432) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Im Berichtsjahr wurden TEUR 186 (i. V. TEUR 252) dieser variablen Anteile im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Der Wert basiert auf Prognoserechnungen. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die im Geschäftsjahr 2014/2015 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung (in Klammern Vorjahresangaben) verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
scroll
| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz | Dr. Georg Schöne | Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung | 255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| (255.000,00) | (265.800,00) | (204.000,00) | |
| Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) | 26.062,42 | 23.438,38 | 24.148,44 |
| (25.916,79) | (23.292,75) | (22.665,87) | |
| Erfolgsabhängige Vergütungskomponente | 24.074,96 | 24.074,96 | 19.259,98 |
| (64.400,00) | (64.400,00) | (51.500,00) | |
| Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung | 246.900,00 | 330.700,00 | 219.800,00 |
| (285.000,00) | (335.000,00) | (191.700,00) | |
| davon direkt das Geschäftsjahr 2014/2015 (i. V. 2013/2014) betreffend | 150.000,00 | 150.000,00 | 99.200,00 |
| (100.000,00) | (100.000,00) | (0,00) | |
| davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren | 96.900,00 | 180.700,00 | 120.600,00 |
| (185.000,00) | (235.000,00) | (191.700,00) | |
| Verbrauch der Rückstellung für das Geschäftsjahr 2013/2014 (i. V. 2012/2013) | 100.000,00 | 100.000,00 | 0,00 |
| (0,00) | (0,00) | (0,00) | |
| davon bereits als Rückstellung in Vorjahren erfasst | 285.000,00 | 335.000,00 | 191.700,00 |
| (172.800,00) | (205.700,00) | (181.500,00) | |
| Gesamtvergütung | 367.037,38 | 409.013,34 | 275.508,42 |
| (Aufwand) | (457.516,79) | (482.792,75) | (288.365,87) |
Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen (in Klammern Vorjahresangaben) im Geschäftsjahr 2014/2015:
scroll
| Angaben in EUR |
Dr. Manfred Lebherz | Dr. Georg Schöne | Dipl.-Ing. Roland Götz |
|---|---|---|---|
| Erfolgsunabhängige Festvergütung | 255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| (255.000,00) | (265.800,00) | (204.000,00) | |
| Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) | 26.062,42 | 23.438,38 | 24.148,44 |
| (25.916,79) | (23.292,75) | (22.665,87) | |
| Erfolgsabhängige Vergütungskomponente bzgl. GJ 2013/ 2014) (im Vorjahr bzgl. GJ 2012/2013) | 64.450,59 | 64.450,59 | 51.560,47 |
| (150.000,00) | (150.000,00) | (130.000,00) | |
| Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung | 100.000,00 | 100.000,00 | 0,00 |
| (0,00) | (0,00) | (0,00) | |
| Gesamtvergütung | 445.513,01 | 453.688,97 | 279.708,91 |
| (Auszahlung) | (430.916,79) | (439.092,75) | (356.665,87) |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Geschäfte mit nahestehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 19. November 2015
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern.
Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 27.11.2015 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 05.05.2015. befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 01.12.2014 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2015 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1; Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2015, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 05.05.2015, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung) besteht für die Mitglieder des Vorstands, nicht jedoch für die Mitglieder des Aufsichtsrats.
Ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist im bestehenden Versicherungsvertrag nicht vereinbart. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung. Angesichts der moderaten Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit müsste im Falle der Übernahme erheblicher unversicherter Haftungsrisiken die Aufsichtsratsvergütung spürbar erhöht werden, was weder im Interesse der Gesellschaft noch der Aktionäre liegt.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar. Gleiches gilt für diejenigen Empfehlungen, denen zufolge der Vorsitzende des Aufsichtsrats zugleich Vorsitzender bestimmter Ausschüsse sein soll.
Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt.
Der Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich auch weiterhin in bester körperlicher und geistiger Verfassung befinden, sieht derzeit keine Veranlassung, eine förmliche Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats festzulegen.
Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist nicht festgelegt.
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sind nicht der Auffassung, dass eine längere Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat schädlich sei. Im Gegenteil: Die durch vorangegangene Amtsperioden gewonnene Erfahrung der Aufsichtsratsmitglieder ist für das Unternehmen und seine Aktionäre deutlich wertvoller als eine ständige Rotation im Aufsichtsgremium.
Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen können bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt werden, da die Empfehlungen des Kodex über die Bildung von Ausschüssen auf die LS telcom AG nicht anwendbar sind.
Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Bestimmungen (u. a. §§ 37 v; 37 w; 37 x WpHG) hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen.
Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen.
Die Gesellschaft veröffentlicht Halbjahresberichte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 37 w WpHG spätestens zwei Monate nach Ablauf des Berichtszeitraums. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, Halbjahres- bzw. Quartalsfinanzberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich zu machen.
Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Verpflichtung zur Einhaltung noch kürzerer Zeitintervalle zur Berichterstattung der Gesellschaft würde einen nicht vertretbaren Aufwand verursachen, dem auch insoweit kein nennenswerter Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft korrespondieren würde.
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 01.12.2014 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 27. November 2015
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG
gez. Dr. Winfried Holtermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Für den Vorstand der LS telcom AG
gez. Dr. Manfred Lebherz, Sprecher des Vorstands
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 beschlossen, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats das Kriterium der Vielfalt verstärkt zu beachten. Zielrichtung ist es, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums durch Berücksichtigung von Vielfalt bei weiterem Wachstum des Unternehmens und damit auch seiner Organe, eine größere Internationalität und eine angemessene Vertretung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat zu erreichen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30.11.2010 vereinbart, konkrete Ziele für die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats festzulegen, diese aber nicht auf das Thema Frauenbeteiligung zu beschränken. Vielmehr sollen weitere Kriterien eine heterogene Besetzung des Aufsichtsrats sicherstellen. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele beschlossen:
| ― | Angemessene Berücksichtigung von Frauen bei Aufstellung von Kandidaten zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats |
| ― | Angemessene Berücksichtigung von Kandidaten mit internationalem Hintergrund zur nächsten regulären Neuwahl des Aufsichtsrats |
| ― | Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren |
| ― | Berücksichtigung von technischem Sachverstand |
| ― | Berücksichtigung von Kenntnis des Unternehmens |
| ― | Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder |
| ― | Vermeidung von Interessenkonflikten |
Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie die Auswahl von Kandidaten zur Bestellung als Vorstandsmitglied werden sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele ausschließlich am Wohl des Unternehmens orientieren.
Bezüglich der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 18.08.2015 beschlossen, dass im Vorstand und im Aufsichtsrat eine Mindestbeteiligung von Frauen in Höhe einer Quote von 0 % vorgegeben wird.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.
Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.
Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte 5.000 Euro im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Directors' Dealings).
Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2014/2015 keine Meldungen über Directors' Dealings zugegangen.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2015 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.156.455 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien.
Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1.
Im Geschäftsjahr 2014/2015 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.
Eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in den Vorstandsverträgen bezieht sich auf die Wertentwicklung der LS telcom Aktie und besitzt insofern den Charakter virtueller Aktienoptionen. Zur detaillierten Information verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.
Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar.
Gemäß § 76 Abs. 4 AktG war der Vorstand der LS telcom AG verpflichtet, bis 30.09.2015 Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Zugleich waren Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Die Fristen zur Erreichung der Zielgrößen dürfen nicht länger als bis zum 30.06.2017 dauern. Für den Folgezeitraum sind zu gegebener Zeit neue Zielgrößen und neue Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen.
Der Vorstand hat diesbezüglich am 16. September 2015 folgenden Beschluss gefasst:
"Der Vorstand strebt eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen und eine Erhöhung des Frauenanteils an Führungspositionen an. Aufgrund der einseitig männlich dominierten Bewerberlage gestaltet es sich indes nach wie vor sehr schwierig, Führungspositionen im Unternehmen mit fachlich geeigneten weiblichen Kandidaten zu besetzen. Für den Zeitraum bis zum 30.06.2017 sieht sich der Vorstand deshalb außer Stande, für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unmittelbar unterhalb des Vorstands Zielgrößen oberhalb von 0 % zu definieren, ohne zwangsläufig mit dem Prinzip der Bestenauslese in Konflikt zu geraten. Das ändert nichts daran, dass der Vorstand - wie bisher - nicht zögern wird, Führungspositionen im Unternehmen mit weiblichen Kandidaten zu besetzen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet."
Aktiva
scroll
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D. 3. | 8.355 | 7.936 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D. 4. | 4.945 | 4.603 |
| Sachanlagen | D. 5. | 5.832 | 6.079 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D. 6. | 396 | 429 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | D. 7. | 743 | 207 |
| Latente Steuern | D. 8. | 305 | 216 |
| 20.576 | 19.470 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | D. 9. | 67 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D. 10. | 9.921 | 10.028 |
| Liquide Mittel | D. 12. | 8.134 | 7.792 |
| Ertragsteuerforderungen | D. 13. | 62 | 8 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | D. 14. | 985 | 1.029 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D. 15. | 45 | 1 |
| 19.214 | 18.858 | ||
| Summe Vermögenswerte | 39.790 | 38.328 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D. 16. | 5.335 | 5.335 |
| Kapitalrücklage | D. 16. | 5.716 | 5.716 |
| Gewinnrücklagen | D. 16. | 32 | 32 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | D. 16. | -913 | -554 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D. 16. | 9.999 | 9.946 |
| Eigene Anteile | D. 16. | -49 | -49 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D. 16. | 461 | 468 |
| 20.581 | 20.894 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D. 17. | 7.667 | 5.615 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D. 18. | 2.347 | 2.420 |
| Latente Steuern | D. 19. | 1.879 | 1.425 |
| 11.893 | 9.460 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D. 20. | 5 | 40 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D. 20. | 190 | 220 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge | D. 21. | 419 | 1.076 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D. 22. | 1.238 | 931 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D. 23. | 681 | 522 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D. 24. | 4.783 | 5.185 |
| 7.316 | 7.974 | ||
| Summe Schulden | 19.209 | 17.434 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 39.790 | 38.328 |
scroll
| in TEUR | Erläuterung | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E. 2. | 33.283 | 36.232 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E. 3. | 2.402 | 1.504 |
| Veränderungen des Bestands an fertigen Erzeugnissen | 28 | 0 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | E. 4. | 2.499 | 2.786 |
| Gesamtleistung | 38.212 | 40.522 | |
| Materialaufwand | E. 5. | 8.694 | 12.026 |
| Personalaufwand | E. 6. | 18.542 | 17.638 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens | E. 7. | 3.035 | 2.708 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E. 8. | 6.415 | 5.958 |
| Betriebsergebnis | 1.526 | 2.192 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E. 9. | -51 | -120 |
| Zinserträge | E. 9. | 31 | 52 |
| Zinsaufwendungen | E. 9. | 381 | 289 |
| Finanzergebnis | -401 | -357 | |
| Ergebnis vor Steuern | 1.125 | 1.835 | |
| Ertragsteuern | E. 10. | 499 | 719 |
| Jahresergebnis | 626 | 1.116 | |
| Übriges Ergebnis mit Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt (recycling) | |||
| Währungsdifferenzen | -408 | -197 | |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -408 | -197 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | 218 | 919 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 42 | 49 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 584 | 1.067 | |
| 626 | 1.116 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | -7 | 30 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 225 | 889 | |
| 218 | 919 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR | E. 11. | 0,11 | 0,20 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | D. 16. | 5.311.000 | 5.210.726 |
für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015
scroll
| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | Eigenkapital der Gesellschafter des Mutter- unternehmens |
Anteile fremder Gesellschafter | Konzern-Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Rücklage aus Währungs- umrechnung |
Eigene Anteile | Konzern- Bilanz- gewinn |
Summe | TEUR | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2013/2014 | |||||||||
| Stand am 01.10.2013 | 5.335 | 4.710 | 32 | -376 | -355 | 10.169 | 19.515 | 438 | 19.953 |
| Gesamtergebnis | -178 | 1.067 | 889 | 30 | 919 | ||||
| Ausgabe eigener Aktien | 1.006 | 306 | 1.312 | 1.312 | |||||
| Ausschüttungen an Aktionäre | -1.290 | -1.290 | -1.290 | ||||||
| Stand am 30.09.2014 | 5.335 | 5.716 | 32 | -554 | -49 | 9.946 | 20.426 | 468 | 20.894 |
| 2014/2015 | |||||||||
| Stand am 01.10.2014 | 5.335 | 5.716 | 32 | -554 | -49 | 9.946 | 20.426 | 468 | 20.894 |
| Gesamtergebnis | -359 | 584 | 225 | -7 | 218 | ||||
| Ausschüttungen an Aktionäre | -531 | -531 | -531 | ||||||
| Stand am 30.09.2015 | 5.335 | 5.716 | 32 | -913 | -49 | 9.999 | 20.120 | 461 | 20.581 |
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 626 | 1.116 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens | 3.035 | 2.708 |
| - Zunahme aktive latente Steuern | -85 | -57 |
| + Zunahme passive latente Steuern | 480 | 540 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | -1.033 | 33 |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -1 | -4 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva | -143 | 432 |
| -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva | -896 | -468 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 1.983 | 4.300 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 20 | 4 |
| - Auszahlungen für den Unternehmenserwerb | -73 | -764 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -3.105 | -3.589 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | 0 | -108 |
| - Auszahlungen für Investitionen in sonstige langfristige Vermögenswerte | -456 | -207 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.614 | -4.664 |
| - Ausschüttung an Aktionäre | -531 | -1.290 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 2.750 | 3.680 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten | -190 | -154 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 2.029 | 2.236 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 398 | 1.872 |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -97 | 4 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.792 | 5.916 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 8.093 | 7.792 |
scroll
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2014 | Währungs- anpassung |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 30.09.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 3.684 | 146 | 35 | 0 | 128 | 3.737 |
| 2. Entwicklungskosten | 35.373 | -64 | 2.315 | 0 | 2 | 37.622 |
| 39.057 | 82 | 2.350 | 0 | 130 | 41.359 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 4.603 | 342 | 0 | 0 | 0 | 4.945 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 6.945 | 3 | 162 | 0 | 13 | 7.097 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.394 | -44 | 387 | 1 | 309 | 4.429 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16 | 0 | 170 | -1 | 0 | 185 |
| 11.355 | -41 | 719 | 0 | 322 | 11.711 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 429 | 18 | 0 | 0 | 51 | 396 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 207 | -7 | 543 | 0 | 0 | 743 |
| 55.651 | 394 | 3.612 | 0 | 503 | 59.154 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2014 | Währung- sanpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.947 | -20 | 323 | 128 | 2.122 |
| 2. Entwicklungskosten | 29.174 | -63 | 1.771 | 0 | 30.882 |
| 31.121 | -83 | 2.094 | 128 | 33.004 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 2.692 | 0 | 254 | 10 | 2.936 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.584 | -33 | 687 | 295 | 2.943 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5.276 | -33 | 941 | 305 | 5.879 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 36.397 | -116 | 3.035 | 433 | 38.883 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 30.09.2015 | Stand am 30.09.2014 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.615 | 1.737 |
| 2. Entwicklungskosten | 6.740 | 6.199 |
| 8.355 | 7.936 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 4.945 | 4.603 |
| III. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 4.161 | 4.253 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.486 | 1.810 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 185 | 16 |
| 5.832 | 6.079 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 396 | 429 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 743 | 207 |
| 20.271 | 19.254 |
scroll
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2013 | Währungsanpassung | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 30.09.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.221 | 82 | 1.381 | 0 | 0 | 3.684 |
| 2. Entwicklungskosten | 32.772 | -16 | 2.617 | 0 | 0 | 35.373 |
| 34.993 | 66 | 3.998 | 0 | 0 | 39.057 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 1.608 | 186 | 2.809 | 0 | 0 | 4.603 |
| III. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 5.872 | 0 | 31 | 1.042 | 0 | 6.945 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.800 | -10 | 670 | 90 | 156 | 4.394 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.062 | 0 | 86 | -1.132 | 0 | 16 |
| 10.734 | -10 | 787 | 0 | 156 | 11.355 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 518 | 13 | 22 | 0 | 124 | 429 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 207 | 0 | 0 | 207 |
| 47.853 | 255 | 7.823 | 0 | 280 | 55.651 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.10.2013 | Währungsanpassung | Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.726 | -4 | 225 | 0 | 1.947 |
| 2. Entwicklungskosten | 27.632 | -17 | 1.559 | 0 | 29.174 |
| 29.358 | -21 | 1.784 | 0 | 31.121 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| III. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 2.414 | 0 | 278 | 0 | 2.692 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.098 | -4 | 646 | 156 | 2.584 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4.512 | -4 | 924 | 156 | 5.276 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 33.870 | -25 | 2.708 | 156 | 36.397 |
scroll
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 30.09.2014 | Stand am 30.09.2013 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.737 | 495 |
| 2. Entwicklungskosten | 6.199 | 5.140 |
| 7.936 | 5.635 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwert | 4.603 | 1.608 |
| III. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken | 4.253 | 3.458 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.810 | 1.702 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16 | 1.062 |
| 6.079 | 6.222 | |
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 429 | 518 |
| V. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 207 | 0 |
| 19.254 | 13.983 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2015 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2015 sowie den Konzern-Lagebericht 2014/2015 am 19. November 2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB).
Die Auslegungen (IFRIC - International Financial Reporting Interpretations Committe und SIC - Standards Interpretations Committee) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committe (IFRS IC) wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag gültigen und durch die Kommission der Europäischen Union (EU) anerkannten IFRS wurden berücksichtigt.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2014/2015 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).
Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.
Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Folgende, von IASB und IFRS IC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2014/2015 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
scroll
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 1. Januar 2014 |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 1. Januar 2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 1. Januar 2014 |
| Amend. IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen - Übergangsrichtlinien | 1. Januar 2014 |
| IAS 27 (rev. 2011) | Einzelabschlüsse | 1. Januar 2014 |
| IAS 28 (rev. 2011) | Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 1. Januar 2014 |
| Amend. IAS 32 | Finanzinstrumente - Saldierung finanzieller Vermögenswerten und finanzieller Verbindlichkeiten | 1. Januar 2014 |
| Amend. IAS 36 | Impairment - Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten | 1. Januar 2014 |
| Amend IAS 39 | Finanzinstrumente - Übertragung von Derivaten und Beibehaltung des Sicherungszusammenhangs | 1. Januar 2014 |
| Amend. IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 | Investmentgesellschaften | 1. Januar 2014 |
| IFRIC 21 | Abgaben | 17. Juni 2014 |
Die erstmalig im laufenden Geschäftsjahr anzuwendenden neuen und geänderten IFRS führten zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Darstellung des Konzern-Abschlusses.
Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
scroll
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr | |
|---|---|---|
| AIP 2011-2013 | Jährliche Verbesserungen des IASB 2011-2013 | 1. Januar 2015 |
| Amend. IFRS 9, IFRS 7 | Inkrafttreten des IFRS 9 und Übergangsangaben | 1. Januar 2015 |
| AIP 2010-2012 | Jährliche Verbesserungen des IASB 2010-2012 | 1. Februar 2015 |
| Amend. IAS 19 | Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 1. Februar 2015 |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 1. Januar 2016 |
| Amend. IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen - Bilanzierung von Erwerben an Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 16, IAS 38 | Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 16, IAS 41 | Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 27 | Equity-Methode in Einzelabschlüssen | 1. Januar 2016 |
| Amend. IFRS 10, IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | 1. Januar 2016 |
| AIP 2012-2014 | Jährliche Verbesserungen des IASB 2012-2014 | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 1 | Angabeninitiative | 1. Januar 2016 |
| Amend. IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 | Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 1. Januar 2016 |
| IFRS15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. Januar 2018 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Januar 2018 |
Von der Möglichkeit, vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.
Mit Ausnahme des IFRS 15 wird die Anwendung der neuen bzw. überarbeiteten Standards nach derzeitigen Einschätzungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Eine frühere Anwendung hätte zu erweiterten Angaben im Konzern-Anhang geführt.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ersetzt zukünftig sowohl die Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch des IAS 11 "Fertigungsaufträge". Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten, sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse zeitpunkt- und zeitraumbezogen zu realisieren sind. Die Auswirkungen von IFRS 15 werden gegenwärtig vom Management der Gesellschaft geprüft.
Ansonsten liegen dem Konzern-Abschluss dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Vorjahr zugrunde.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzern-Abschluss einbezogen, ab dem die LS telcom AG das Unternehmen direkt oder indirekt gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt dann vor, wenn die LS telcom AG aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens entscheiden kann, wenn ihr die positiven oder negativen variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zufließen und wenn sie diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 ergeben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis des LS telcom Konzerns.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IFRS 10 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden:
scroll
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital | Anteil am Kapital % |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | CAD | 1.829.000 | 100 | 01.06.2002 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 27.05.2003 |
| LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich | EUR | 100.000 | 100 | 01.11.2006 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika | ZAR | 300 | 51 | 30.09.2007 |
| Colibrex GmbH, Rheinmünster/Deutschland | EUR | 25.000 | 100 | 14.07.2011 |
| LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA | USD | 1.000 | 100 | 27.07.2011 |
| LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich | GBP | 1.000 | 100 | 21.05.2013 |
| RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA | USD | 1 | 100 | 01.06.2014 |
Bei den assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd. und LST Middle East FZ-LLC hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.
scroll
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital | Anteil am Kapital % |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|---|---|
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China | EUR | 147.745 | 40 | 28.05.2009 |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | AED | 200.000 | 49 | 09.10.2012 |
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2015 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheit; CGUs). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
scroll
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2014/2015 EUR 1,00 = | 2013/2014 EUR 1,00 = | 30.09.2015 EUR 1,00 = | 30.09.2014 EUR 1,00 = |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kanada | CAD | 1,4076 | 1,4693 | 1,5079 | 1,4154 |
| Südafrika | ZAR | 13,771 | 14,3547 | 15,7728 | 14,2894 |
| USA | USD | 1,1490 | 1,3573 | 1,1244 | 1,2686 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,7433 | 0,8195 | 0,7414 | 0,7812 |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis zwanzig Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht, als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Die Entwicklungskosten umfassen die direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Die noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Zudem lagen im Berichtsjahr keine Indikatoren für eine Wertminderung der bereits abgeschlossenen Entwicklungsprojekte vor. Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertkorrekturen vorgenommen.
Bei Kauf, Bau oder Herstellung von Vermögenswerten, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungsprozess sich über einen erheblichen Zeitraum erstreckt (qualifizierter Vermögenswert), werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 52 (i. V. TEUR 49) aktiviert, da die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte die Definition eines qualifizierten Vermögenswertes erfüllen. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 3,78 % (i. V. 5,57 %) zugrunde gelegt.
Der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz wird wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand behandelt und mit der Differenz zwischen den erhaltenen Zahlungen und dem beizulegenden Zeitwert eines Darlehens zum Marktzins bewertet. Beziehen sich die Zuwendungen auf die als immaterieller Vermögenswert aktivierten Entwicklungsprojekte, werden die zurechenbaren Zuwendungen von den Herstellungskosten der Vermögenswerte abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden TEUR 35 (i. V. TEUR 24) als Zuwendungen auf einen Vermögenswert sowie TEUR 16 (i. V. TEUR 15) als direkte aufwandsbezogene Zuwendungen innerhalb der Periode als Ertrag erfasst.
Kosten für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 2.634 (i. V. TEUR 3.136) sofort als Aufwand erfasst.
Zugänge zu den Abschreibungen sind in der Position "Abschreibungen" erfasst.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.
Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, (TEUR 665), der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich (TEUR 889) und der RadioSoft Inc., Clarkesville/USA (TEUR 3.391).
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 343, dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 2.791 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 1.811 zugeordnet.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen fünfjährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Bei der Berechnung der ewigen Rente wird, basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, ein zukünftiges Unternehmenswachstum berücksichtigt. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Die so ermittelten Zahlungsströme werden mit den für jede Zahlungsmittel generierende Einheit individuell ermittelten, gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern abgezinst, um den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit zu bestimmen. Der Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern wird über ein iteratives Verfahren ermittelt, so dass der Nutzungswert vor Steuern dem Nutzungswert nach Steuern entspricht. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 10,19 % (LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich) bzw. 10,34 % (LS telcom Limited, Ottawa/Kanada) und 12,60 % (RadioSoft Inc., Clarkesville/USA). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, hätte sich bei Veränderung der EBIT-Prognosen um -10 % bzw. einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 Prozentpunkt ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 220 bzw. TEUR 225 ergeben.
Bei der RadioSoft Inc., Clarkesville/USA und bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, hätte sich auch bei Veränderung der EBIT-Prognosen um -10 % oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 Prozentpunkt kein Abwertungsbedarf ergeben.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten bezüglich Sachanlagen aktiviert.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis 35 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Das Anlagevermögen und die Zahlungsverpflichtung werden mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögenswertes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht.
Der Restbuchwert aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie ist im Folgenden dargestellt:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Gebäude | 2.603 | 2.774 |
| 2.603 | 2.774 |
Die Anschaffungskosten für das Immobilien-Finanzierungsleasing betragen TEUR 4.267 (i. V. TEUR 4.267). Zugänge zum Finanzierungsleasing sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 1.494 und zum Ende der Periode mit TEUR 1.665, bei Zugängen von TEUR 171, gegeben.
Die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China, und LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu den nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
LS telcom AG hat das Recht, sich ab dem 30. September 2018 durch eine einseitige Kapitalerhöhung von 50 % an einer Beteiligungsgesellschaft zu beteiligen, sofern diese einen definierten Bilanzgewinn bis dahin nicht erreichen sollte. Darüber hinaus hat LS telcom AG, das Recht das an diese Beteiligungsgesellschaft gewährte Darlehen in Anteile an dieser Gesellschaft umzuwandeln, sofern diese eine definierte Ausschüttung bis zum 30. September 2018 nicht geleistet hat. Zum Erstbewertungszeitpunkt und zum Bilanzstichtag wurden die Optionen mit einem Fair Value von Null bewertet.
scroll
| AKTIVA | 30.09.2015 TEUR |
30.09.2014 TEUR |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände | 156 | 167 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 554 | 486 |
| Summe | 710 | 653 |
scroll
| PASSIVA | 30.09.2015 TEUR |
30.09.2014 TEUR |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 677 | 622 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 33 | 31 |
| Summe | 710 | 653 |
scroll
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2014/2015 TEUR |
2013/2014 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 663 | 516 |
| Ergebnis | -1 | 5 |
scroll
| AKTIVA | 30.09.2015 TEUR |
30.09.2014 TEUR |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände | 26 | 23 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 948 | 184 |
| Summe | 974 | 207 |
scroll
| PASSIVA | 30.09.2015 TEUR |
30.09.2014 TEUR |
|---|---|---|
| Eigenkapital | -113 | 12 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 632 | 117 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 455 | 78 |
| Summe | 974 | 207 |
scroll
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2014/2015 TEUR |
2013/2014 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.886 | 433 |
| Ergebnis | -114 | -168 |
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Ausgewiesen werden Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden sofern nötig durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer und entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, um 26,5 % (i. V. 26,5 %), bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, um 33,33 % (i. V. 33,33 %), bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, um 40 % (i. V. 40 %), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, um 28 % (i. V. 28 %) sowie bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, um 21 % (i. V.21 %), bei RadioSoft Inc., Clarkesville/USA, 37,96 % (i. V. 37,96 %). Es sind die ab 2015 gültigen Steuersätze berücksichtigt.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.355 | 1.298 |
| Währungseffekte | 5 | 0 |
| Zunahme | 0 | 57 |
| Abnahme | 32 | 0 |
| Stand am 30.09. | 1.328 | 1.355 |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -1.023 | -1.139 |
| Stand am 30.09. | 305 | 216 |
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 753 | 738 |
| Anlagevermögen | 395 | 353 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6 | 50 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1 | 4 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 45 | 20 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 128 | 190 |
| 1.328 | 1.355 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -1.023 | -1.139 |
| 305 | 216 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, (TEUR 147) und RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, (TEUR 106). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Die Verlustvorträge in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über zehn bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre genutzt werden.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines Planungshorizonts von 5 Jahren wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.044 (i. V. TEUR 7.210) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| über zehn Jahre | 2.140 | 1.378 |
| unbefristet | 6.904 | 5.832 |
| 9.044 | 7.210 |
Hinsichtlich der Nutzung der bilanzierten Verlustvorträge wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.
Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und realisierbaren Nettoveräußerungswerten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind. In den Vorräten sind fertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 28 (i. V. TEUR 0) und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 39 (i. V. TEUR 0) ausgewiesen.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.936 | 5.195 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 3.872 | 4.811 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 113 | 22 |
| 9.921 | 10.028 |
Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen.
Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr keine (i. V. TEUR 177) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 188 (i. V. TEUR 51) erfasst.
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.
Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der LS telcom AG infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion") ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin"). Für vereinzelte Großprojekte werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne ausgewiesen. Der Anteil dieser mit Teilgewinn bewerteten Projekte beträgt nach der Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen im Geschäftsjahr 2014/2015 TEUR 2.591 (i. V. TEUR 3.188).
Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste.
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Realisierte Teilumsätze | 4.412 | 14.182 |
| Erhaltene Anzahlungen | 540 | 9.371 |
| 3.872 | 4.811 |
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 11 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 260 vorgenommen (i. V. TEUR 387).
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.
Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen" sowie in die Kategorie "available for sale". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Kredite und Forderungen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Für die Absicherung von Währungsrisiken werden teilweise Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte bestehen, werden diese gemäß IAS 39 bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt.
Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente (ebenso im Vorjahr).
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 1 | 4 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 8.133 | 7.788 |
| 8.134 | 7.792 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Anhang unter F. dargestellt.
Zum 30. September 2015 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.860 (i. V. TEUR 1.860), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen | 62 | 8 |
| 62 | 8 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 52 | 273 |
| Übrige Forderungen | 634 | 542 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 299 | 214 |
| 985 | 1.029 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Wartung, Messekosten sowie Steuern. Die übrigen Forderungen enthalten vor allem Forderungen für Fördermittel.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert oder zum beizulegenden Zeitwert (zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte) bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Arbeitnehmerdarlehen | 8 | 1 |
| Leasing Forderungen | 33 | 0 |
| Sonstige | 4 | 0 |
| 45 | 1 |
Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.311.000 (i. V. 5.210.726).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital, angestrebt.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.
Es handelt sich im Wesentlichen um finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.772 | 3.232 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Sonstigen | 159 | 282 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 1.736 | 2.101 |
| 7.667 | 5.615 |
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2015 TEUR 15). Ferner sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D.23.).
Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet.
Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde ein Zinssatz in Höhe von 7,5 % p. a. zu Grunde gelegt.
Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
scroll
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2015 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 498 | 174 | 34 | 358 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.110 | 429 | 164 | 1.845 |
| über 5 Jahre | -593 | 195 | 680 | -108 |
| Summe | 2.015 | 798 | 878 | 2.095 |
scroll
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2014 | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Aufzinsung Mieterdarlehen | Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 498 | 197 | 31 | 332 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.112 | 542 | 152 | 1.722 |
| über 5 Jahre | -91 | 256 | 726 | 379 |
| Summe | 2.519 | 995 | 909 | 2.433 |
Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 878 (i. V. TEUR 909) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.
Darüber hinaus hat der Konzern am 18. Dezember 2013 ein KfW-Förderdarlehen, bestehend aus einer Fremdkapital- und einer Nachrangtranche, über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 2.400 und TEUR 3.600 abgeschlossen. Der Zinssatz ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der langfristigen Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Das Darlehen wurde zum 30. September 2015 in voller Höhe in Anspruch genommen. Das zinsvergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand ist gemäß IAS 20.10A i. V. m. IAS 39 zum Erstbewertungszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es handelt sich in Höhe von TEUR 280 (i. V. TEUR 59) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden (siehe hierzu auch Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.24.), in Höhe von TEUR 1.620 (i. V. TEUR 1.695) um bedingte Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis von RadioSoft Inc., sowie Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen TEUR 398 (i. V. TEUR 612). In Höhe von TEUR 49 (i. V. TEUR 54) besteht eine Verbindlichkeit aus Abgrenzung wegen Vorteils aus einem Mietvertrag.
Die Verpflichtungen aus variablen Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für den darin enthaltenen langfristigen Anteil, der eine aktienkursbasierte Barvergütung betrifft (TEUR 328), kommt IFRS 2 auf der Grundlage eines Binomialmodells zur Anwendung. Der andere Teil der langfristigen Vergütung (TEUR 70) betrifft einen vertraglich fixierten Bonus, der in Abhängigkeit von der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite nach Ablauf von drei Jahren bezahlt wird. Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren. Der kurzfristige Anteil der variablen Vergütung entfällt auf beide Teile mit TEUR 399. Siehe hierzu bei den "Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten" (D.24.).
Die anteilsbasierte Vergütung betrifft seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 sämtliche Vorstandsmitglieder aufgrund der Neuregelung der Dienstverträge zum 1. Oktober 2012 und kann nur bar ausgeglichen werden. Die daraus resultierenden Wertsteigerungsrechte werden ausübbar, wenn nach Ablauf von drei bis sechs Jahren ein bestimmter Aktienbasispreis überschritten wird. Die Anzahl der ausübbaren Wertsteigerungsrechte nach drei Jahren beträgt 20.000 bzw. 30.000 Stück. Hierfür wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEUR 115 berücksichtigt. Zum 30. September 2015 sind Wertsteigerungsrechte i. H. v. TEUR 269 ausübbar, die im Dezember 2015 bar ausbezahlt werden. Weitere Wertsteigerungsrechte sind nicht ausübbar.
Der Ausübungspreis für die Wertsteigerungsrechte beträgt am Ende der Berichtsperiode EUR 3,47. Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter:
scroll
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| Dividendenrendite | 1,67 % | 2,28 % |
| Erwartete Volatilität | 44,83 % | 37,94 % |
| Risikoloser Zinssatz | 0,25 - 0,27 % | 0,03 - 0,05 % |
| Antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte | 0 bis 2 Jahre | 0 bis 3 Jahre |
| Erwarteter Aktienkurs | EUR 3,40 bis 3,46 | EUR 4,28 bis 4,63 |
| Angewandtes Modell | Binomial | Binomial |
Die antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte basiert auf den aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität über einen der Laufzeit der Wertsteigerungsrechte ähnlichen Zeitraum auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die angegebenen Bandbreiten ergeben sich aus unterschiedlichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten der virtuellen Aktienoptionen für die einzelnen Vorstandsmitglieder.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
scroll
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 2.564 | 2.030 |
| Währungseffekte | -26 | -6 |
| Zunahme | 364 | 540 |
| 2.902 | 2.564 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.023 | -1.139 |
| Stand am 30.09. | 1.879 | 1.425 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 1.906 | 1.776 |
| Anlagevermögen | 41 | 11 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7 | 13 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 679 | 503 |
| Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 2 | 4 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 152 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 91 | 248 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | 9 |
| 2.902 | 2.564 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.023 | -1.139 |
| 1.879 | 1.425 |
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. aus einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.
Über die Zusammensetzung und Entwicklung der Position gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
scroll
| in TEUR | Stand 30.09.2014 | Währungsdifferenz | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 30.09.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 40 | 1 | 36 | 0 | 0 | 5 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 32 | 0 | 31 | 1 | 42 | 42 |
| Provisionszahlungen | 134 | 0 | 133 | 1 | 113 | 113 |
| Übrige | 54 | 0 | 27 | 0 | 8 | 35 |
| 220 | 0 | 191 | 2 | 163 | 190 | |
| Gesamt | 260 | 1 | 227 | 2 | 163 | 195 |
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 228 | 304 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | 191 | 772 |
| 419 | 1.076 |
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit dem Posten Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen | 959 | 10.447 |
| Davon mit Forderungen saldiert | 540 | 9.371 |
| 419 | 1.076 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 1.238 (i. V. TEUR 931).
Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Sie setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 358 | 332 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 159 | 71 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 41 | 0 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 123 | 119 |
| 681 | 522 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau. Bei den übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Verpflichtungen aus Mietkäufen.
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2015 TEUR 15). Ferner sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D.17.).
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 364 | 456 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 147 | 168 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 3.327 | 3.484 |
| Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten | 945 | 1.077 |
| 4.783 | 5.185 |
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, den kurzfristigen Anteil aus der Vorstandsvergütung und den kurzfristigen Anteil aus der bedingten Kaufpreisverpflichtung.
Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.
Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 24,2 Mio. (i. V. EUR 26,1 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 264; i. V. TEUR 474), Währungsgewinne (TEUR 980; i. V. TEUR 463), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2; i. V. TEUR 173), Zuwendungen der öffentlichen Hand (TEUR 16; i. V. TEUR 15) sowie aus der Neubewertung einer bedingten Kaufpreisverpflichtung (TEUR 596; i. V. TEUR 0).
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software und Hardware. Zur Bewertung vgl. D.3.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 2.576 | 5.411 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 6.118 | 6.615 |
| 8.694 | 12.026 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 15.669 | 14.925 |
| Soziale Abgaben | 2.873 | 2.713 |
| 18.542 | 17.638 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 264 | 261 |
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 2.128 | 1.923 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 875 | 968 |
| Übrige | 3.412 | 3.067 |
| 6.415 | 5.958 |
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | -51 | -120 |
| Zinserträge | 31 | 52 |
| Zinsaufwendungen | 347 | 260 |
| Zinsaufwand aus Aufzinsung bedingte Kaufpreisverbindlichkeit | 34 | 29 |
| -401 | -357 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. (TEUR 5) und der LST Middle East FZ-LLC (TEUR -56) im Geschäftsjahr 2014/2015.
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Aufwand aus Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 103 | 236 |
| Latente Steuern | 396 | 483 |
| 499 | 719 |
Der Aufwand aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz | -42 | -106 |
| IFRS-Anpassungen | ||
| Leasing | -13 | -20 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -22 | 70 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | -3 | 0 |
| Entwicklungskosten | 121 | 317 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 153 | 0 |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 49 | -49 |
| Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 3 | 1 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 15 | 9 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -153 | 56 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | -63 | 72 |
| Forderungen Fertigungsaufträge | 351 | 133 |
| 396 | 483 |
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % (i. V. 28 %) ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.125 | 1.835 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28 %) | 315 | 514 |
| Nicht angesetzte Verluste des Geschäftsjahres | 494 | 374 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | 0 | -218 |
| Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben | 50 | 78 |
| Steuerfreie Einnahmen | -422 | -136 |
| Ausländische Quellensteuer | 43 | 170 |
| Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | -28 | 3 |
| Periodenfremde latente Steuern | -3 | -5 |
| Sonstiges | 11 | 1 |
| Unterschiedliche Steuersätze | 39 | -62 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 499 | 719 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
scroll
| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % | 11,9 % |
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8 % |
| Tarifbelastung | 27,7 % |
| Gerundet | 28,0 % |
Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.311.000 (i. V. 5.210.726). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 584 (i. V. TEUR 1.067). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,11 (i. V. EUR 0,20). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 21 (i. V. TEUR 53) erhaltene Zinsen und TEUR 390 (i. V. TEUR 297) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 161 (i. V. TEUR 280) bezahlt und Ertragsteuern in Höhe von EUR 18 (i. V. TEUR 77) erstattet worden.
Im laufenden Geschäftsjahr betreffen die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe eine Teilzahlung der Kaufpreisverbindlichkeit aus dem im Rahmen eines asset deals übernommenen Geschäftsbetriebs der Moncure Gruppe. Nähere Informationen finden sich unter H.3.
Der Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 8.134 | 7.792 |
| Kontokorrentkredite | -41 | 0 |
| 8.093 | 7.792 |
Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.23.).
Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als verantwortliche Unternehmensinstanz für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte.
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2015 | Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 5.400 | 6.253 | 21.630 | 0 | 33.283 |
| Investitionen | 1.266 | 194 | 1.609 | 0 | 3.069 |
| Abschreibungen | 1.393 | 201 | 1.441 | 0 | 3.035 |
| Segmentergebnis | -1.298 | -91 | 2.915 | 0 | 1.526 |
| Vermögenswerte des Segments | 7.386 | 8.865 | 22.776 | 763 | 39.790 |
| Schulden des Segments | 2.736 | 4.865 | 6.993 | 4.615 | 19.209 |
scroll
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2014 | Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.547 | 9.859 | 19.826 | 0 | 36.232 |
| Investitionen | 1.910 | 3.281 | 2.478 | 154 | 7.823 |
| Abschreibungen | 1.088 | 238 | 1.382 | 0 | 2.708 |
| Segmentergebnis | 276 | 132 | 1.784 | 0 | 2.192 |
| Vermögenswerte des Segments | 9.955 | 8.036 | 19.615 | 722 | 38.328 |
| Schulden des Segments | 2.490 | 4.869 | 5.810 | 4.265 | 17.434 |
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen.
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet.
Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns -anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR Regionen | Inland | Europa | Mittlerer Osten | Asien/Pazifik | Afrika | Nord- und Südamerika | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2014/2015 | 2.085 | 5.793 | 4.190 | 6.439 | 6.687 | 8.089 | 33.283 |
| 2013/2014 | 1.654 | 5.381 | 6.712 | 5.611 | 10.171 | 6.703 | 36.232 |
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr wurde mit einem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Segmente:
scroll
| Umsatz | betroffene Segmente | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2014/2015 | TEUR | prozentual | Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kunde 1 | 5.585 | 16,8 | X |
Im Vorjahr wurden mit zwei Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
scroll
| Langfristige Vermögenswerte | 30.09.2015 TEUR |
30.09.2014 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 12.956 | 12.417 |
| Europa | 1.010 | 1.064 |
| Afrika | 125 | 153 |
| Nordamerika | 5.784 | 5.191 |
| 19.875 | 18.825 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, den Geschäfts- und Firmenwert, die Sachanlagen sowie sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
scroll
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2015 | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Buchwerte übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 743 | 743 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.921 | 6.049 | 3.872 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 45 | 45 | ||
| Zahlungsmittel | 8.134 | 8.134 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 7.667 | 5.931 | 1.736 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.238 | 1.238 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 681 | 323 | 358 |
In der Spalte "Buchwert übrige" sind unter den kurzfristigen Vermögenswerten Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 3.872 (i. V. TEUR 4.811) ausgewiesen, die gemäß IAS 11 bewertet werden. Hinsichtlich der Schulden betrifft der Ausweis Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von insgesamt TEUR 2.095 (i. V. TEUR 2.433), die gemäß IAS 17 bewertet werden.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ein zinsbegünstigtes KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 5.772 (i. V. TEUR 3.217).
Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
scroll
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2014 | zum Fair Value bewertet | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Buchwerte übrige |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 207 | 207 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.028 | 5.217 | 4.811 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1 | 1 | ||
| Zahlungsmittel | 7.792 | 7.792 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.615 | 3.514 | 2.101 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 931 | 931 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 522 | 190 | 332 |
Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 die folgenden Werte:
scroll
| in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 14.971 | 13.217 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | 7.492 | 4.635 |
Das in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthaltene Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR Nettoergebnis nach Bewertungskategorien | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 0 | -177 |
In der Nettoposition sind Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 177) enthalten.
Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in TEUR Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 20 | 51 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | -347 | -260 |
| -327 | -209 |
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt die folgende Tabelle:
scroll
| in TEUR | ||||
|---|---|---|---|---|
| Altersstruktur Forderungen 2014/2015 | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig und wertberichtigt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.936 | 4.581 | 1.355 | 0 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 113 | 113 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 4.041 | 3.781 | 0 | 260 |
scroll
| in TEUR | ||||
|---|---|---|---|---|
| Altersstruktur Forderungen 2013/2014 | Bruttobuchwert | weder überfällig noch wertberichtigt | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig und wertberichtigt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.376 | 4.471 | 724 | 181 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 22 | 22 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 5.198 | 4.811 | 0 | 387 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom AG verbleibt.
Die Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte zeigt folgendes Bild:
scroll
| in TEUR 2014/2015 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.355 | 323 | 523 | 509 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.355 | 323 | 523 | 509 |
scroll
| in TEUR 2013/2014 | überfällig und nicht wertberichtigt | überfällig bis 45 Tage | überfällig 45 - 90 Tage | überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 724 | 284 | 309 | 131 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 724 | 284 | 309 | 131 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert haben sich wie folgt entwickelt:
scroll
| in TEUR | 2014/2015 | 2013/2014 |
|---|---|---|
| Stand 1. Oktober | 181 | 56 |
| Auflösung | 188 | 51 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Währungsdifferenz | 7 | -1 |
| Zuführung | 0 | 177 |
| Stand 30. September | 0 | 181 |
Im Berichtsjahr entstanden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 188 (i. V. TEUR 51). Es handelt sich in Höhe von TEUR 188 (i. V. TEUR 51) um bereits im Vorjahr wertberichtigte Forderungen.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Des Weiteren pflegt die Gesellschaft eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel III weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
scroll
| in TEUR 2014/2015 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.238 | 0 | 0 | 1.238 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 358 | 1.844 | -108 | 2.094 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) | 0 | 1.359 | 4.572 | 5.931 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 323 | 0 | 0 | 323 |
| 1.919 | 3.203 | 4.464 | 9.586 |
scroll
| in TEUR 2013/2014 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 931 | 0 | 0 | 931 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 332 | 1.722 | 379 | 2.433 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) | 0 | 1.347 | 2.167 | 3.514 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 190 | 0 | 0 | 190 |
| 1.453 | 3.069 | 2.546 | 7.068 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30. September 2015 (Vorjahr 30. September 2014) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.
scroll
| in TEUR 2014/2015 | Cashflow 2016 | Cashflow 2017 - 2021 | Cashflow 2022 ff. | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.238 | 0 | 0 | 1.238 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 498 | 2.110 | -593 | 2.015 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) | 0 | 1.359 | 4.572 | 5.931 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 323 | 0 | 0 | 323 |
| 2.059 | 3.469 | 3.979 | 9.507 |
scroll
| in TEUR 2013/2014 | Cashflow 2015 | Cashflow 2016 - 2020 | Cashflow 2021 ff. | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 931 | 0 | 0 | 931 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 497 | 2.112 | -91 | 2.518 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) | 0 | 1.347 | 2.167 | 3.514 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.23.) | 190 | 0 | 0 | 190 |
| 1.618 | 3.459 | 2.076 | 7.153 |
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Dabei kommen Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2015 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | TND | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.969 | 398 | 735 | 163 | 705 | 57 | 93 | 14 | 8.134 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 3.352 | 498 | 194 | 1.011 | 461 | 0 | 0 | 420 | 5.936 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1.969 | 1.805 | 0 | 65 | 16 | 0 | 17 | 0 | 3.872 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen | 113 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 113 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -455 | -39 | 0 | -228 | -14 | 0 | -186 | -316 | -1.238 |
| Summe 10.948 | 10.948 | 2.662 | 929 | 1.011 | 1.168 | 57 | -76 | 118 | 16.817 |
scroll
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2014 | EUR | CAD | THB | ZAR | USD | TND | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 6.234 | 271 | 378 | 119 | 684 | 62 | 32 | 12 | 7.792 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert | 3.078 | 0 | 106 | 221 | 262 | 0 | 14 | 1.514 | 5.195 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1.128 | 3.327 | 0 | 356 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.811 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -583 | -35 | 0 | -47 | -35 | 0 | -185 | -46 | -931 |
| Summe | 9.879 | 3.563 | 484 | 649 | 911 | 62 | -139 | 1.480 | 16.889 |
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
| ― | Originäre Finanzinstrumente (Forderungen, flüssige Mittel, Schulden), die unmittelbar in funktionaler Währung geführt sind, unterliegen keinen Währungskursänderungen und haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. |
| ― | Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die ergebnisbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen. |
| ― | Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind, wirken sich auf die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital aus. Sie werden daher in die eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen. |
Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Gesamtergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 587 (i. V. TEUR 694) - davon TEUR 117 (i. V. TEUR 92) bei Änderungen des USD und TEUR 266 (i. V. TEUR 349) bei Änderungen des CAD - verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 587 (i. V. TEUR 694) - davon TEUR 117 (i. V. TEUR 92) bei Änderungen des USD und TEUR 266 (i. V. TEUR 349) bei Änderungen des CAD - verschlechtert.
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegt die folgende Annahme zu Grunde:
| ― | Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. |
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2015 bei einer Zinsänderung um +100 Basispunkte um TEUR 23 (i. V. TEUR 24) erhöhen.
Für finanzielle Verbindlichkeiten sind feste Zinssätze vereinbart. Somit bestehen nur sehr geringe Risiken durch Zinsschwankungen.
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.
Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2015 und 30. September 2014 keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 507 | 565 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 1.134 | 1.039 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 362 | 516 |
| 2.003 | 2.120 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 47 nahestehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.5.).
Im Berichtsjahr besteht kein Bestellobligo (i. V. zum Erwerb von Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 199).
Die bedingte Kaufpreisverpflichtung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Stand 01.10. | 2.087 | 0 |
| Zugang aus Unternehmenserwerb | 0 | 1.917 |
| Abgänge | -73 | 0 |
| Währungsanpassung | 254 | 141 |
| Aufzinsung | 34 | 29 |
| Neubewertung | -596 | 0 |
| 1.706 | 2.087 |
Der Ertrag der Neubewertung in Höhe von TEUR 596 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Von den bedingten Gegenleistungen sind TEUR 86 (i. V. TEUR 66) innerhalb eines Jahres fällig.
Der Kaufpreis aus dem Erwerb des Frequenzkoordinierungsgeschäfts der zum 1. Juni 2014 neugegründeten LS telcom-Tochtergesellschaft RadioSoft Inc. umfasste zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einen bedingten Teil. Dieser bedingte Teil erstreckt sich bis ins Jahr 2019 und ist von den in diesem Zeitraum durch die RadioSoft Inc. erzielten Ergebnisgrößen abhängig.
Da sich die bezüglich des Kaufpreises angenommenen Geschäftsvolumina in den ersten 16 Monaten des Geschäftsbetriebes noch nicht eingestellt haben, wurde gegenüber dem Erstkonsolidierungszeitpunkt von einer niedrigeren Zahlung ausgegangen, sodass gemäß IFRS 3 erfolgswirksam ein Ertrag aus der Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit von TEUR 596 gebucht wurde.
Die Verpflichtung ist in Höhe von TEUR 1.706 in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 86) und den langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten (TEUR 1.620) enthalten.
Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert. Beziehungen zum Vorstand ergeben sich aus dem Vergütungsbericht.
Im Geschäftsjahr 2014/2015 erfolgten folgende Geschäfte zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen:
scroll
| in TEUR 2014/2015 | Assoziierte Unternehmen | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 632 | - | 632 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 39 | - | 39 |
| Materialaufwand | 1.109 | - | 1.109 |
| Sonstige Aufwendungen | 1 | 81 | 82 |
| Ausleihungen | 644 | - | 644 |
| Forderungen | 113 | - | 113 |
| Verbindlichkeiten | 278 | - | 278 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | - | - | - |
| 2.816 | 81 | 2.897 |
scroll
| in TEUR 2013/2014 | Assoziierte Unternehmen | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 360 | - | 360 |
| Materialaufwand | 76 | - | 76 |
| Sonstige Aufwendungen | 27 | 115 | 142 |
| Ausleihungen | 205 | - | 205 |
| Forderungen | 22 | - | 22 |
| Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | - | - | - |
| 690 | 115 | 805 |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
scroll
| in TEUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 105 | 94 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 18 | 7 |
| Sonstige Leistungen | 10 | 20 |
| Gesamthonorar | 133 | 121 |
Am 1. Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller
(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger
(Finanzwirt), Laupheim
Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Manfred Lebherz
(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
Dr. Georg Schöne
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
Dipl.-Ing. Roland Götz
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.052 (i. V. TEUR 1.229) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 797) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 253 (i. V. TEUR 432) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 186 (i. V. TEUR 252) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 Bezüge in Höhe von TEUR 66 (i. V. TEUR 61).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.092.956,26 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 19. November 2015
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 20. November 2015
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer
Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.