Annual Report • Dec 28, 2016
Annual Report
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Spektrum-Management | Spektrum-Monitoring | Funknetzplanung | Dienstleistungen
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Überblick nach IFRS 1) | 2015/2016 | 2014/2015 | Differenz absolut |
Differenz relativ in % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in TEUR | 31.991 | 33.283 | -1.292 | -3,9 | |
| Exportquote | in % | 91,1 | 93,7 | -2,6 | ||
| Ertragsdaten | Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) |
in TEUR | 4.266 | 4.560 | -294 | -6,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | 937 | 1.526 | -589 | -38,6 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | 806 | 1.125 | -319 | -28,4 | |
| Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) | in TEUR | 823 | 584 | 239 | 40,9 | |
| Investitionen gesamt | in TEUR | 4.059 | 3.614 | 445 | 12,3 | |
| Finanzdaten | Abschreibungen gesamt | in TEUR | 3.329 | 3.035 | 294 | 9,7 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | in TEUR | -1.411 | 398 | -1.809 | -454,5 | |
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) |
in TEUR | 7.111 | 8.134 | -1.023 | -12,6 | |
| Bilanzdaten | Bilanzsumme | in TEUR | 38.283 | 39.790 | -1.507 | -3,8 |
| Eigenkapital | in TEUR | 21.367 | 20.581 | 786 | 3,8 | |
| Eigenkapitalquote | in % | 55,8 | 51,7 | 4,1 | ||
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,15 | 0,11 | 0,04 | 36,4 | |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 6,145 | 6,78 | -0,64 | -9,4 | |
| Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 8,70 / 5,84 | 8,80/5,65 | |||
| Kennzahlen Aktie | Anzahl der Aktien | 5.335.000 | 5.335.000 | |||
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) |
in TEUR | 32.784 | 36.171 | -3.388 | -9,4 | |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 1,33 | 1,52 | -0,19 | -12,5 | |
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 268 | 262 | 6 | 2,3 | ||
| Mitarbeiter | Personalaufwand | in TEUR | 19.889 | 18.542 | 1.347 | 7,3 |
1) International Financial Reporting Standards (Internationale Rechnungslegungsregeln)
| Vorwort des Vorstands | 6 | |
|---|---|---|
| Unternehmensentwicklung | 8 | |
| Besonders Erwähnenswertes aus dem Geschäftsjahr 2015/2016 |
9 | |
| Bericht des Aufsichtsrats | 10 | |
| Lagebericht | 12 | |
| I. Grundlage | n des Konzerns | 12 |
| A | Geschäftsmodell des Konzerns | 12 |
| B | Leitung und Kontrolle | 12 |
| C | Markt und Wettbewerb | 13 |
| n Kunden | 13 | |
| n Produkte | 14 | |
| n Wettbewerb |
15 | |
| D | Unternehmensstrategie, Steuerung des Unternehmens und Unternehmesziele |
15 |
| n Unternehmensstrategie | 15 | |
| n Steuerung des Unternehmens | 16 | |
| n Unternehmensziele | 17 | |
| II. Wirtschaftsbericht | 18 | |
| A | Geschäft und Rahmenbedingungen | 18 |
| n Marktumfeld und Absatzentwicklung | 18 | |
| n Unternehmenssituation | 19 | |
| n Niederlassungen und ausländische Gesellschaften |
21 | |
| n Mitarbeiter | 22 | |
| n Produktentwicklung | 22 | |
| n Forschung und Entwicklung | 22 | |
| n Die LS telcom AG an der Börse | 23 |
| B | Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LS telcom Konzerns |
23 |
|---|---|---|
| n Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung |
23 | |
| n Vermögenslage und Investitionen | 24 | |
| III. Nachtrag sbericht |
25 | |
| IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 25 | ||
| A | Risikobericht | 25 |
| n Risikomanagement | 25 | |
| n Internes Kontrollsystem (IKS) | 26 | |
| n Bestand des Konzerns ist gesichert | 27 | |
| n Risiken der künftigen Entwicklung | 27 | |
| B | Prognosebericht | 31 |
| § 315 ab | V. Berichterstattung ge mäss s. 4 hgb |
33 |
| n Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals |
33 | |
| n | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen |
33 |
| n | Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital |
33 |
| n | Inhaber von Aktien mit Sonderrechten | 33 |
| n | Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen |
33 |
| n | Gesetzliche Vorschriften und Satzungs- bestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen |
33 |
| n | Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien |
33 |
| n | Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen |
34 |
| n | Entschädigungsvereinbarungen | 35 |
| VI. Grundzüge des Vergütungssystems ge mäss § 315 ab s. 2 Nr. 4 hgb |
35 | ||
|---|---|---|---|
| n Aufsichtsrat und Vorstand | 35 | ||
| n Vergütungsbericht | 35 | ||
| VII. Bericht zu we sentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen |
37 | ||
| VIII. Erkl ärung zur Unternehmens führung Gemäss § 289 a HGB |
37 | ||
| IX. Versicherung der ge setzlichen Vertreter |
37 | ||
| Die LS telcom-Aktie | 38 | ||
| n Kursentwicklung | 38 | ||
| n Aktionärsstruktur | 39 | ||
| n Investor Relations | 39 | ||
| Corporate Governance Bericht 2016 | |||
| 40 | |||
| n Erklärung des Vorstands und des Aufsichts- rats der LS telcom AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG vom 30. November 2016 |
40 | ||
| n Vergütung des Vorstands und des Aufsichts- rats (Ziffer 4.2.5 und 5.4.6 des Kodex) |
42 | ||
| n Interessenkonflikte (Ziffer 4.3, 5.4.2 und 5.5 des Kodex) |
42 | ||
| n Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat (Ziffer 6.2 des Kodex) |
42 | ||
| n Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft (Ziffer 7.1.3 des Kodex) |
42 | ||
| n Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB |
43 |
| Jahresabschluss | 46 |
|---|---|
| Konzern-Abschluss gemäß IFRS | |
| n Konzern-Bilanz | 46 |
| n Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 48 |
| n Konzern-Eigenkapitalveränderungs rechnung |
49 |
| n Konzern-Kapitalflussrechnung | 50 |
| n Entwicklung des Konzern Anlagevermögens |
52 |
| n Konzern-Anhang | 54 |
| n Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Konzern-Abschluss |
95 |
| Jahresabschluss gemäß HGB | |
| n Bilanz | 96 |
| n Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 98 |
| n Entwicklung des Anlagevermögens | 100 |
| n Anhang | 102 |
| n Lagebericht | 110 |
| n Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss |
124 |
| Ansprechpartner und Termine | 125 |
das vergangene Geschäftsjahr 2015/2016 hat unseren und sicherlich auch Ihren Erwartungen in keiner Weise entsprochen. Die hohe Kaufzurückhaltung hat sich erneut fortgesetzt, was sowohl in der Umsatz- wie auch in der Auftragsbestandsentwicklung Spuren hinterlassen hat. Aufgrund der immer wieder extrem dringend gemachten Ausschreibungen, die dann nach Abgabe mit oftmals sehr schwachen Ausflüchten wieder zurückgezogen oder deren Zuschlagsentscheidung hinausgezögert werden, ist eine Vorabplanung für uns sehr schwer möglich.
In einem Land im Mittleren Osten wird beispielsweise gerade zum vierten Mal ein Projekt evaluiert, bei dem wir aufgrund unserer neuen Peiltechnologie einen technischen und finanziellen Vorteil gegen die Konkurrenz haben. Aber erneut ist der Ausgang ungewiss. Solche Angebote erfordern ein hohes Maß an Ressourcen – auch auf Vorstandsebene, was natürlich Zeit für andere Projekte blockiert. Aber aufgrund der großen Volumina, um die es in solchen Projekte geht und der durchaus gegebenen und hohen Erfolgswahrscheinlichkeit ist es für uns Pflicht, an solchen Ausschreibungen, auch ggf. zu einem fünften Mal wieder teilzunehmen. Wenn dann parallel noch Projekte, wie dieses Jahr geschehen, mit klarer politischer Einflussnahme gegen uns entschieden werden, dann reißt dies natürlich nicht nur Löcher in den Auftragsbestand, sondern führt ebenso zu Umsatzrückgang.
Das Geschäftsjahr 2015/2016 hatte jedoch durchaus auch seine guten Seiten. Wir konnten uns trotz Ausbleibens der ursprünglich erwarteten neuen Großprojekte noch annähernd auf dem Umsatzniveau des Vorjahres halten, haben viele technischen Herausforderungen unserer Kunden sehr erfolgreich gemeistert und damit die Grundlage für künftiges gutes Geschäft gelegt. Einige Großprojekte, die uns viele Jahre begleitet haben, wurden erfolgreich abgeschlossen, neue Kundenprojekte ebenfalls weit vorangebracht, Innovationen vorangetrieben und neue Produkte entwickelt. Der Beratungsbereich in Deutschland legte deutlich zu, und im Hardwaregeschäft drangen wir, was unsere Monitoring Standardprodukte betrifft, in ganz neue Dimensionen der Fertigung vor.
Wir haben in den vergangenen Jahren insbesondere den Produktsektor zur Funküberwachung durch eine massive Entwicklungsinitiative gestärkt. Erste Resultate sind mit dem Großprojekt in Indonesien, das wir im Sommer 2016 für uns gewinnen konnten, schon zu sehen. Wir kommen mit unserer LS OBSERVER Produktlinie für das Spektrum-Monitoring jetzt auch in Stückzahlen, die eine wesentlich wirtschaftlichere Produktion erlauben. Gleichfalls ist durch die neue Produktlinie der Timetravel Peiler, also Geräte, die Bewegungsprofile in der Vergangenheit analysieren können, ein ganz neuer Markt zugänglich. Hier haben wir erst jüngst die ersten Aufträge erhalten und kommen auch hier aus dem Prototypenstadium heraus. Allerdings muss man auch diesbezüglich Anlaufeffekte erwarten; ein Markt muss immer erst erschlossen werden.
Im gesamten Beratungsbereich eröffnet sich durch 5G und IOT Technologien, nicht nur im Zusammenhang mit dem Schlagwort Industrie 4.0, eine Vielzahl an Möglichkeiten für unsere Geschäftsentwicklung, denen wir mit schlagkräftiger Truppe nachgehen. Das Segmentergebnis der LS telcom AG zeigt, dass hier noch erhebliches Potential und Dynamik erwartet werden darf. Wir sind derzeit speziell damit befasst, den Standort UK zu stärken, wo Zugriff auf ein großes Potential an fähigen Beratern existiert, die meist als freie Mitarbeiter tätig werden, so dass sich auch unser Risiko einer dauerhaften Fixkostenerhöhung in Grenzen halten wird.
Ein weiterer Kraftakt steht uns in den USA bevor. Die aktuelle politische Entwicklung in den USA zeigt klar, dass es von zentraler Bedeutung sein kann, dort rechtzeitig eine Präsenz aufgebaut zu haben. Auch wenn wir aktuell bei der LS telcom Inc. noch rote Zahlen schreiben, so dürfte doch die Fokussierung auf "America first" ein deutliches Binnenwachstum nach sich ziehen und auch in der Außenwirtschaft entsprechend starke Einflussnahme erwartet werden. Wir werden daher weiter in unsere US-Töchter investieren, da Produkte aus den USA oder unter US-Beteiligung stark nachgefragt werden dürften. Erste Anzeichen dafür konnten wir in den vergangenen Wochen bereits feststellen.
In den USA haben wir bei unseren beiden Tochterunternehmen jeweils organisatorische Änderungen vorgenommen, mit dem Ziel, die Geschäftsentwicklung noch stärker zu fördern. Auch bei unserer Tochter in Dubai, der LST Middle East, haben wir ein höheres Maß an Kontrolle übernommen. In Südafrika wurde ebenfalls umstrukturiert und im Produktionsbereich Personal aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung abgebaut. Hier realisieren wir nun gewisse Produktionsschritte mit Unterauftragnehmern.
Wie Sie auch unseren Ausführungen im Konzernlagebericht entnehmen können, sieht der Vorstand aufgrund der durchaus hohen Erwartung, dass sich in Kürze wesentliche Projektchancen materialisieren lassen, sowie in Anbetracht des Auftragsbestands und der verfügbaren Liquidität noch keine Notwendigkeit, größere Korrekturmaßnahmen zur Senkung der laufenden Kosten insbesondere im Mitarbeiterbereich vorzunehmen. Das wesentliche Vermögen unseres Unternehmens steckt in den Köpfen unserer Mitarbeiter, und diese werden dringend benötigt, wenn sich die derzeit gegebenen Marktchancen in Aufträge umsetzen.
Obwohl es im Geschäftsjahr 2015/2016, speziell was unsere vertrieblichen Erfolge anbelangt, alles andere als optimal verlief, haben wir doch sehr gute und vielversprechende Grundlagen geschaffen, die uns neue stattliche Aufträge bescheren sollten. Die eingangs im Vorwort erwähnten Risiken sind jedoch unverändert gegeben, sodass das nächste Jahr abhängig von durchaus auch möglichen weiteren Entscheidungsverzögerungen ebenfalls mit einer gewissen Unsicherheit zu betrachten ist. Wir haben jedoch die begründete Zuversicht, ein gutes Wachstum realisieren zu können, falls sich ein bis zwei der großen anstehenden Projekte umsetzen lassen. Sollte das nicht eintreten, so wird viel davon abhängen, wie schnell wir die Märkte für unsere neuen Produkte öffnen können. Bei aller gegebenen Unsicherheit sind wir aber insgesamt durchaus zuversichtlich gestimmt.
Unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität sowie als Zeichen der Erwartung des Vorstands, dass sich die Geschäftslage im neuen Geschäftsjahr 2016/2017 wieder bessern wird, haben wir in unserem Gewinnverwendungsvorschlag die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,05 pro Aktie vorgeschlagen.
Die stete Innovation und die damit führende Stellung im Wettbewerb können wir nur durch herausragende Leistungen und vorbildlichen Einsatz unserer Mitarbeiter erreichen. Wir bedanken uns deshalb ganz besonders bei all unseren Mitarbeitern für die in den vergangenen zwölf Monaten geleisteten Anstrengungen und erzielten Ergebnisse. Unser Dank gilt an dieser Stelle auch unseren Geschäftspartnern für die gute Zusammenarbeit sowie unseren Kunden und Ihnen, sehr geehrte Aktionäre, für Ihr Vertrauen und Ihre Treue zu unserem Unternehmen.
Der Vorstand
Roland Götz Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne
| Spektrum-Consulting | Abschluss wertvoller Rahmenverträge zur strategischen Beratung mehrerer Europäischer Agenturen. |
|---|---|
| Spektrum-Management Systeme |
- Erfolgreicher Abschluss der Großprojekte mit den Regulierungsbehörden in Australien und in Kanada. - Erstmalige Implementierung der offenen Plattform BPMN zur Abbildung der Geschäfts- und Lizenzierungsprozesse in der Frequenzverwaltung der Vereinigten Arabischen Emirate. - Adaption und Lieferung von Spektrum-Management-Lösungen für militärische Frequenzverwaltungen. |
| Netzwerk-/ Senderinstallationen |
Schlüsselfertige Installation einer Funkversorgung für Rettungsdienste und Sicherheitskräfte für ein deutsches Bundesligastadion. |
| Messdienstleistungen | Spektrum-Audits und Messkampagnen in mehreren Ländern zur Vorbereitung von Netzinstallationen auf der Basis von Ultra-Schmalband-Technologien für das Internet der Dinge. |
| Funkmesstechnik/ Radiomonitoring |
Großprojekt zur Lieferung und Installation eines nationalen Monitoring-Systems in Indonesien auf der Basis von LS OBSERVER-Sensoren. Das System soll u. a. auch zur Verbesserung der Sicherheit in der Flugkommunikation beitragen. |
das Geschäftsjahr 2015/2016 der LS telcom AG war nicht ganz so erfolgreich wie Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft es sich gewünscht hätten.
Wie bereits im Vorjahr, durchzogen zahlreiche ungeplante und nicht vermeidbare Projektverschiebungen das gesamte Geschäftsjahr.
Auftragserteilungen verzögerten sich mehrfach aus kundenseitigen, von der Gesellschaft nicht zu vertretenden Gründen. In nicht wenigen Fällen konnte der Preisverfall an den internationalen Rohstoffmärkten und die daraus resultierenden enger gewordenen Finanzspielräume einiger Kunden als Ursache für die Projektverschiebungen ausgemacht werden.
Dessen unbeschadet ist auch der Aufsichtsrat zuversichtlich, dass die verschobenen Projekte in absehbarer Zeit nachgeholt werden, denn im Regelfall steht die Kundenseite unter Innovations- und Investitionsdruck und wird auch künftig nicht umhin kommen, auf die weltweit technologisch führenden Produkte von LS telcom zurückzugreifen.
Da die vom Aufsichtsrat mit verantwortete Liquiditätssteuerung im Konzern so ausgerichtet ist, dass auch längere Phasen der Kundenzurückhaltung überbrückt werden können, sehen wir unseren Konzern auch für die Zukunft gut gerüstet.
Das Unternehmen wird auch weiterhin mit Gewinn arbeiten, dividendenfähig bleiben und die technologische Weltmarktführung erfolgreich behaupten.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat den Vorstand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 intensiv unterstützt.
Die technologische Weltmarktführung und die unangefochtene herausragende Qualität der Produkte und Systeme der LS telcom AG im Zusammenwirken mit dem Erfahrungsschatz und dem Können der Mitarbeiter haben auch im zurückliegenden Geschäftsjahr für eine stabile Ertragslage des LS telcom Konzerns gesorgt. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben intensiv wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Auf- und Ausbau der Geschäftsaktivitäten der in der jüngeren Vergangenheit neu gegründeten Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien, die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern sowie die Akquisition und Abwicklung weiterer zukunftsweisender Projekte. An der mit der Weiterentwicklung der Konzern-Strukturen verbundenen Aufgabe einer immer komplexeren Konzern-Steuerung und der damit verbundenen Mechanismen des Risk-Management und des Risk-Controlling auf Konzern-Ebene hat auch der Aufsichtsrat entscheidend mitgewirkt. Er hat auch die Entwicklung der Konzern-Strategie mitgeprägt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung umfassend beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 27.11.2015, 19.02.2016, 27.05.2016, 24.06.2016, 12.08.2016, sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 30.11.2016 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahrs durch umfassende Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung – insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risk-Management und das Risk-Controlling – und über sämtliche Vorgänge von besonderer Tragweite und Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen monatlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Überprüfung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen. Die Funktionstüchtigkeit und Effizienz des Risikofrühwarn-Systems des LS telcom Konzerns wurde vom Aufsichtsrat auch als einer der Prüfungsschwerpunkte während der zurückliegenden Abschlussprüfung und Konzern-Abschlussprüfung 2015/2016 vorgegeben.
Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risikocontrolling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und stets auf ausreichende Liquiditätspolster zur Abdeckung aller operativen Geschäftsaktivitäten zurückgreifen konnte.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung vom 30.11.2016 den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt, den Konzern-Abschluss gebilligt und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt. Die Unternehmensplanung 2016/2017 sowie die Mittelfristplanung bis 2019 wurden vom Aufsichtsrat durch Beschlussfassung im Umlaufverfahren am 02./03.11.2016 verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat nach Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen schnell, kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2016, wurden durch die Ebner Stolz GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über jegliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss, den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.
Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.
Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung, Kreativität und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin der entscheidende Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.
Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Stuttgart/Lichtenau, den 5. Dezember 2016
Dr. Winfried Holtermüller Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG
Die LS telcom AG ist die Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns und steuert dessen operatives Geschäft. Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2016 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, und bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, in denen die LS telcom AG als Alleingesellschafterin jeweils 100 % der Anteile hält. Daneben bestehen Beteiligungen bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, mit 51 %, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, mit 49 % sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China, mit 40 %. Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 zudem eine Niederlassung in Budapest.
LS telcom ist weltweit einer der führenden Systemhersteller und Dienstleistungspartner im Bereich der Planung und des Managements von Funknetzen. LS telcom deckt mit ihrem Produktportfolio aus Beratungsdienstleistungen sowie integrierten Soft- und Hardwaresystemen die gesamte Wertschöpfungskette in der Nutzbarmachung des Funkspektrums ab und positioniert sich so als "One-Stop-Shop"-Anbieter.
Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenz-Ressource, die Planung von Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt.
Mit ihrem Software, Hardware und Dienstleistungen umfassenden Produktportfolio befindet sich LS telcom in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt. Rundfunk und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, analoges und digitales Radio und Fernsehen, Richtfunk, Satellitenverbindungen und die funkbasierte Steuerung von Maschinen und Anlagen im sogenannten "Internet of Things", alle diese Dienste nutzen Funkfrequenzen für die drahtlose Übertragung von Sprache oder Daten. Weltweit — in Industrieebenso wie in Entwicklungsländern — führt der beständig steigende Bedarf an Sprach- und Datenkommunikation, die daraus resultierende Einführung stets neuer leistungsfähigerer Funktechnologien (z. B. GSM UMTS LTE 5G) und der damit einhergehende Netzausbau zu einer Verknappung des freien Funkfrequenzspektrums. Die effiziente Planung und Verwaltung dieser begrenzten Ressource wird
deshalb immer wichtiger.
Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so nachhaltig und für ihre Belange so förderlich wie möglich ausschöpfen zu können, benötigen Regulierungsbehörden, Funknetzbetreiber und die Nutzer des Funkspektrums nicht nur spezielle Software- und Dienstleistungsangebote zur Planung und zum Management der Funknetze, sondern auch entsprechende Messsysteme zur Kontrolle und Optimierung der Spektrumnutzung. Auch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente Geräte, wie beispielsweise die sogenannten "White Space Devices" und "Cognitive Radios", die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetsten Funkfrequenzen herauspicken, bedarf entsprechend unterstützender, leistungsfähiger Infrastruktur und Datenbankdiensten im Hintergrund.
Das standardisierte Produktportfolio der LS telcom kann für nahezu jede Funklösung und in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu Daten-, Sicherheits-, TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab.
Die LS telcom AG hat ihren Sitz in Lichtenau (Baden) und unterliegt als deutsche Gesellschaft dem deutschen Aktienrecht. Der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung sind die Organe der Gesellschaft. Die LS telcom AG hat ein duales Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat - Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle sind dementsprechend streng voneinander getrennt.
Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Parteien. Der Vorstand besteht zur Zeit aus drei Vorständen. Jedes Mitglied ist für seinen Aufgabenbereich gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands verantwortlich. Der Gesamtvorstand hat jedoch eine gemeinschaftliche Verantwortung für die Geschäftsleitung des Konzerns. Im Rahmen dieser Gesamtverantwortung arbeiten die drei Vorstände in ihrem jeweils zugewiesenen Aufgabenbereich kollegial und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen. Der Vorstand ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zuständig und stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat der LS telcom AG regelmäßig über die gesetzlichen Berichterstattungspflichten hinaus über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung,
der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und Konzerns. Er übt keine Geschäftsführungsfunktion aus, der Vorstand darf jedoch bestimmte Geschäfte und Maßnahmen nicht ohne die Zustimmung des Aufsichtsrats ausführen. Dem Aufsichtsrat der LS telcom AG gehören derzeit drei Mitglieder an, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat tritt mindestens einmal pro Kalenderquartal zusammen.
Die Dienstleistungen und Systemlösungen (bestehend aus Software und Hardware) werden von LS telcom für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen konzipiert, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um Telekommunikationsdienstleistungen anbieten zu können oder Behörden, Institutionen und Firmen, die als professionelle Anwender in ihrem Kerngeschäft Produktivitätssteigerungen oder sonstige Vorteile durch die Verwendung moderner Funksysteme erzielen können.
LS telcom ist weltweit aktiv, wobei aktuelle Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in Europa, in der Golfregion, in Südostasien und Australien, in Nordamerika und im südlichen Afrika liegen. Überall legen die Kunden neben einer sorgfältigen Implementierung der von ihnen gewünschten Lösung auch großen Wert auf weitergehende Unterstützung, Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produkte an neue technische Entwicklungen. LS telcom unterhält diverse Tochtergesellschaften und Beteiligungen, die ihrerseits jeweils über eigene gute Marktzugänge verfügen und die Marktabdeckung komplementär zur LS telcom AG ergänzen.
Funknetzbetreiber optimieren mit der Software von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze (Aufbau möglichst weniger Senderstationen innerhalb kürzester Zeit, um ein bestimmtes Versorgungsniveau zu erreichen). Sie sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für Sendeanlagen und die laufenden Betriebskosten möglichst gering ausfallen. LS telcom hat spezielle Softwarepakete entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyse- und Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind. Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen die Softwarelösungen von LS telcom für die verschiedensten
analogen und digitalen Systemtechnologien ein.
Zu den Kunden zählen "klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk- sowie Pointto-Multipoint-Netzen (PMP), aber auch Behörden, Transport-, Versorgungs- und große Industrieunternehmen, die eigene Betriebs- und Sicherheitsfunknetze betreiben.
Professionelle Anwender haben hohe und vielfältige Anforderungen an ihre mobilen Kommunikationslösungen. Diese müssen sich optimal an betriebliche Organisations- und Kommunikationsstrukturen anpassen, hohe Sicherheit der Informationsübermittlung hinsichtlich Verfügbarkeit und Integrität gewährleisten und nicht zuletzt auch wirtschaftlich zu betreiben sein. Typische Anwendungsbereiche und Branchen sind insbesondere: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Transport und Verkehr, Ver- und Entsorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie große Industrieunternehmen.
Die eingesetzten professionellen Funklösungen gewährleisten eine ausfallsichere Notfallkommunikation, stellen einen reibungslosen Betriebsablauf sicher und werden zur Steuerung betrieblicher Abläufe, Überwachungsaufgaben, Flottenmanagement, Telemetrie, Ortung, Navigation und Datenübertragung eingesetzt.
Die Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, die Nutzung der limitierten Ressource "Funkspektrum" nachhaltig, wirtschaftlich und effektiv zu gewährleisten. Dazu gehört die Erstellung eines geeigneten nationalen Frequenznutzungsplans, auf dessen Grundlage Funklizenzen zu erteilen sind. Darüber hinaus ist die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und gegebenenfalls durchzusetzen. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien.
Die Systeme der LS telcom versetzen Behörden in die Lage, nicht nur softwareseitig die diversen Geschäftsprozesse in den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung zu automatisieren. Die integrierten Lösungen der LS telcom ermöglichen zudem, durch Einsatz entsprechend intelligenter Messtechnik, die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu überwachen und vermeiden so Funkstörungen im Betrieb der Netze.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 100 Ländern für
Lösungen (Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben.
Die Softwareprodukte von LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Darüber hinaus werden die Kunden auch durch eine Vielzahl von Beratungsund Planungsleistungen beim Design, der Realisierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte unterstützt.
Die auf die Bedürfnisse von Funknetzbetreibern und Regulierungsbehörden zugeschnittenen Softwarelösungen von LS telcom haben sich zum Industriestandard für Anwendungssoftware im Bereich der Funknetzplanung und Funknetzkompatibilität entwickelt.
Dies ist auch deshalb gelungen, weil es sich bei den Softwarepaketen von LS telcom nicht um Insellösungen handelt, sondern um eine aufeinander abgestimmte Programmarchitektur, die kundenspezifisch angepasst werden kann. Häufig löst der Erwerb eines einzigen LS-Tools den Investitionswunsch nach einer ganzen Tool-Palette aus. Dabei verkauft LS telcom nicht nur die Softwarelizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme und übernimmt die Schulung der Nutzer.
Ein wesentlicher Kundennutzen besteht darin, dass mit Hilfe der Softwarepakete von LS telcom nicht nur die Anzahl der in einem Gebiet benötigten Sendestationen, sondern auch die zur effizienten und wirtschaftlichen Planung des Netzes benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert wird. Für Funknetzbetreiber ergeben sich hierdurch erhebliche Einsparmöglichkeiten beim kostenintensiven Aufbau ihrer Funknetze.
Der Erfolg der Softwareprodukte beruht auch auf der technischen Kernkompetenz im Bereich der Hochfrequenztechnik und der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte große Know-how in diesen Bereichen konnte in innovative und leistungsstarke Programme umgesetzt werden, deren laufende Anpassung an aktuelle Trends von einem Spezialistenteam aus Nachrichtentechnikern, Ingenieuren, Informatikern, Physikern und Mathematikern zeitnah durchgeführt wird.
Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechnungen, -dimensionierungen und -analysen über Versorgungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert
werden. Die Software erlaubt überdies die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen.
Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Funkweitverkehrsnetze, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren. Ebenso spielt hier aber auch im Nahbereich die drahtlose Überbrückung der "letzten Meile" zu den Festnetzkunden mittels der PMP- oder WIMAX-Technologie eine wichtige Rolle. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt, welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird.
Speziell für Regulierungsbehörden bietet die Software von LS telcom seit 1995 ein Workflow- und Dokumenten-Management-System an, mit dem das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden kann. Zusätzlich können Interferenzberechnungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie deren Genehmigung und Zuweisung ist eine im Standardpaket von LS telcom enthaltene Funktion. Die Software deckt zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordinierung von Feldtests und die Rechnungserstellung ab. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge die speziellen Softwarelösungen der LS telcom.
Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher beim Design, ebenso wie bei der Planung, der Realisierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen, der Konzeptentwicklung über die Erarbeitung der gesamten Versorgungs- und Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl und Akquisition von geeigneten Sendestandorten.
Auch die strategische Beratung, beispielsweise bei der Auswahl der Funktechnologie, oder die Begleitung von Beschaffungsverfahren für die komplette Netzinfrastruktur, einschließlich der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und der Auswertung der Angebote, gehören zum Kompetenzbereich der LS telcom-Experten. Soziodemografische
Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum ab, das für nahezu jeden Bereich der Telekommunikation angeboten werden kann.
Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio wird im Bereich Spektrum-Consulting für internationale Regulierungsbehörden außerdem ergänzt durch allgemeine Implementierungsund Prozessberatung oder das spezialisierte Consulting bezüglich der Entwicklung und Überarbeitung umfassender Frequenzpläne, der Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und der Definition neuer Lizensierungsund Vermarktungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum.
Die "LS telcom Training Academy" bietet zusätzlich zu Grund- und Fortgeschrittenenkursen für LS telcom-Software in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß Seminarkalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket in der "LS telcom Training Academy" in Lichtenau gebucht werden.
Ergänzend zu den reinen Softwareprodukten und reinen Dienstleistungen hat der LS telcom Konzern sein Produktportfolio in den letzten Jahren kontinuierlich um hardwarenahe Systeme ausgebaut. Diese integrierten Lösungen schließen sowohl LS telcom-Software und -Know-how als auch Hardwarekomponenten mit ein.
Bei der LS telcom AG in Deutschland befasst sich ein Geschäftsfeld mit Messsystemen zur Kontrolle der Spektrumnutzung im weitesten Sinne. Hier werden nicht nur komplette landesweite Radio-Monitoring-Systeme konzipiert und umgesetzt, sondern auch neue Produkte, wie beispielsweise vernetzbare Sensoren für Langzeitmessungen von Funksignalen mit intelligentem Datenmanagement, entwickelt, um der riesigen Datenmenge Herr zu werden. Derartige Funküberwachungssysteme sind notwendig, um die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und eine störungsfreie Funkübertragung zu gewährleisten. Mit den hier neuentwickelten Produkten ergänzt LS telcom die herkömmlichen Messverfahren und -produkte sinnvoll und überaus nutzbringend für den bereits bestehenden Kundenkreis der LS telcom-Softwaresysteme.
In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren entsprechend der besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installations- und Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender erweitert. In Johannesburg produziert die LS of South Africa dabei unter anderem Container für Senderanlagen und zugehörigen Stromversorgungseinheiten, die in Afrika zum Einsatz kommen.
Die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass die Produkte von LS telcom im Vergleich zu den Lösungen anderer Unternehmen in der Regel Spitzenplätze belegen.
Bei den softwaregestützten Planungssystemen für Funknetze zählt LS telcom zu den führenden Anbietern weltweit. Die Softwarelösungen von LS telcom werden weltweit in einer Vielzahl bestehender Funknetze eingesetzt. Die breite Nutzerbasis kann weiterhin als gute Startposition für die Einführung von auf neuen Funktechnologie-Generationen ausgerichteten Planungssystemen am Markt gewertet werden.
Aufgrund des Abbaus der Telekom-Monopole entstanden und entstehen weltweit immer noch neue Regulierungsbehörden, wobei regionale Strukturen dazu führen, dass innerhalb eines Landes oftmals mehrere Behörden mit regionaler oder dienstespezifischer Zuständigkeit eingerichtet werden. Alle diese Behörden benötigen Software und Beratungsleistungen, um die speziellen Anforderungen, die sich für Frequenzverwaltungen stellen, zu erfüllen. Von weltweit 206 Staaten haben erst relativ wenige vollumfassende Softwaresysteme eingeführt. Die in den vergangenen ca. 20 Jahren aufgebauten Systeme müssen um webbasierte Funktionalitäten erweitert werden. Zudem werden bei diesen Vorreitern auch zunehmend die Integration in sogenannte Enterprise-Systemlösungen und ein sehr hoher Automatisierungsgrad gefordert. Alle diese Merkmale werden derzeit allein von LS telcom-Systemen erfüllt.
In unterschiedlichen Ausbaustufen werden Systemlösungen der LS telcom Gruppe bereits in ca. 80 Ländern genutzt. Damit ist LS telcom unbestrittener internationaler Marktund Technologieführer im Spektrum-Management.
Ziel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums weiter auszubauen.
Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie:
Sowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Kundenzufriedenheit ist zudem oberste Prämisse. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:
Ein Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte, neue Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.
Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter effektiver Nutzung von bereits für den Kernmarkt getätigter Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. vertikale Märkte, nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).
Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In Zeiten der digitalen Transformation mit einer sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.
Die auch weiterhin komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.
Das Steuerungssystem der LS telcom hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Kennzahlen stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:
Diese bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht.
Darüber hinaus wird die folgende Kennzahl vom Management laufend verfolgt, ohne jedoch hierfür einen quantifizierten Zielwert festzulegen:
Das unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern.
Neben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Konzerns:
Diese werden gegenwärtig noch nicht laufend und in quantitativer Form durch das Management erfasst.
Für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns spielt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Mittels Umfragen bei der jährlichen Kundenkonferenz und im Rahmen der Projektabschlüsse sowie bei Besuchen im Rahmen von
Wartungsverträgen erheben wir Daten zur Kundenzu friedenheit. Diese Daten bestätigen, dass wir positiv wahrgenommen und geschätzt werden.
Die LS telcom-Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicherweise Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern.
Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen. Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden von dem Konzern abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns bei. Ihre Identifikation mit dem Konzern — welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Erfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.
Im Geschäftsjahr erfolgte im Rahmen der Weiterentwicklung des Qualitätssicherungssystems gemäß ISO 9001:2008 die Definition möglicher "Key Performance Indicators (KPI)". Diese werden aus den zur Verfügung stehenden Prozessdaten ermittelt.
Nach der im Geschäftsjahr weiter vorangeschrittenen Einrichtung entsprechender IT-Systemkomponenten zur manuellen und automatisierten Datenerfassung bezüglich dieser KPIs, sollen diese ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 pro Quartal systematisch und möglichst automatisiert erhoben werden. Diese Messungen sollen zunächst eine repräsentative Datenbasis zur Überprüfung der KPI-Definition schaffen und ggf. als Basisbezug für diese KPI dienen. Auf Grundlage dieser Datenbasis soll in den kommenden Jahren auch anhand der Verlaufswerte die Erarbeitung konkreter Ziele erfolgen. Die so quantifizierten Ziele werden dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert werden können.
Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2015/2016 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil.
Trotz hoher Nachfrage blieb der Auftragseingang in der gesamten Firmengruppe hinter den Erwartungen zurück, womit auf Konzern-Ebene auch Umsatzverschiebungen bei laufenden Projekten nicht durch Neuprojekte kompensiert werden konnten.
Eine intensive Vertriebsarbeit und zahlreiche erfolgversprechende Ausschreibungen schlugen sich bis zum Ende des Geschäftsjahres leider nicht wie geplant im Auftragseingang und Umsatz nieder. Die Gründe, die zu Verzögerungen in den Vergabeverfahren führten, waren vielfältig (komplexes Bieterumfeld, Ölpreisverfall und Anpassung von Projektanforderungen an geringere Budgets, bürokratische Hürden bei Direktvergaben etc.).
Es hat sich aufgrund dieser Entwicklungen ein Angebotsstau aufgebaut, der zu einem gewissen Teil aus sehr erfolgversprechenden und auch hochvolumigen Projektangeboten besteht. Der Vorstand geht, nachdem an verschiedenen Stellen zum Geschäftsjahresende Bewegung in die Vergabeverfahren gekommen ist, davon aus, dass sich dieser Angebotsstau zeitnah abbauen und in Beauftragungen für das Unternehmen münden wird. Die Auftragserwartung ist trotz der eingetretenen Verzögerungen unverändert hoch.
Vor diesem Hintergrund hält die Unternehmensführung auch unverändert an dem in den vergangenen Jahren aufgebauten Personalstamm und der Strategie, neue regionale (USA) und thematische Märkte (Militär, Innere Sicherheit) zu erschließen, fest. Der Vorstand sieht keinen Anlass, wesentliche Änderungen in der Kostenstruktur des Unternehmens vorzunehmen, auch wenn sich die bereits getätigten, sehr hohen Aufwendungen und Investitionen für die Markterschließungsmaßnahmen noch nicht in den gewünschten Erfolgen niedergeschlagen haben.
In Teilbereichen des von der LS telcom AG adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb mit zunehmendem Preisdruck. In diesem Umfeld konnte sich die LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr zwar oftmals erfolgreich behaupten, allerdings teilweise auch über strategische Preisbildung und auf Kosten der Marge. Der anzahlund umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich
Systemlösungen für Regulierungsbehörden gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung weiter ausgebaut.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde aufgrund der eingangs in diesem Kapitel ausgeführten Sachverhalte (geringer Auftragseingang und Umsatzverschiebungen in laufenden Projekten) der Ziel-Umsatz von EUR 36,2 Mio. im Konzern leider nicht erreicht. Der Konzern-Umsatz liegt mit EUR 31,99 Mio. um 4 % unter den Erlösen des Vorjahres (i. V. EUR 33,28 Mio.).
Das Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) beträgt TEUR 823 gegenüber dem Vorjahresergebnis von TEUR 584, das Ergebnis vor Finanzerträgen und Steuern ("Betriebsergebnis" oder "EBIT") liegt bei TEUR 937 nach EUR 1,53 Mio. im Vorjahr.
Das rückläufige Betriebsergebnis resultiert neben dem Umsatzrückgang aus der gleichzeitigen Steigerung der Aufwandsposten für Personal, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen um insgesamt 7 %.
Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern weiter intensiv in die Entwicklung neuer Produkte, u. a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen, investiert und entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 3,31 Mio. deutlich über dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 2,50 Mio.).
Für die Gesamtleistung ergibt sich ein Rückgang von EUR 38,21 Mio. auf EUR 37,43 Mio., entsprechend -2 %.
Der Umsatz gliedert sich nach den drei Berichtssegmenten "Softwaresysteme","Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" wie folgt auf:
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunkund Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier, unter anderem, spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Der Geschäftsverlauf wurde wieder wie in den Vorjahren stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, also solchen, mit denen Erstprojekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 ca. 23 % (i. V. 11 %) der Umsatzerlöse erwirtschaften.
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und
Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Umsatzschwerpunkte bilden hierbei Nordamerika, Asien/Pazifik und der Mittlere Osten.
Jeder dieser in den Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Konzerns spielen.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum bei ca. 91 % (i. V. 94 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 21 % und in den restlichen Regionen bei 70 % (dabei Afrika mit 9 %, Nord- und Südamerika mit 17 %, Asien/Pazifik mit 23 % und der Mittlere Osten mit 21 %).
Das Geschäftsjahr 2015/2016 verlief für die LS telcom Firmengruppe in diesem Segment ganz ähnlich wie im Vorjahr: Eine gute Nachfrage, jedoch, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert, deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Insbesondere gegen Ende des Geschäftsjahres wurden zudem mehrere umsatzrelevante Meilensteine laufender Projekte auf Kundenwunsch gegenüber deren ursprünglichen Implementierungsplänen in das nachfolgende Geschäftsjahr verschoben. Das Segment weist dennoch einen geringen Umsatzanstieg von 2 % aus. Die Fertigstellung einiger großer Projekte und entsprechende Nacharbeiten im Zuge der Inbetriebnahmen belasteten die Marge in diesem Segment. In der Summe ergibt sich ein Beitrag zum Segment-Betriebsergebnis in Höhe von EUR 1,51 Mio. (i. V. EUR 2,92 Mio.), was einer Segment-EBIT-Marge von knapp 7 % entspricht.
Noch mehr als in den vergangenen Jahren liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" über dem der Segmente "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen". Mit 69 % (i. V. 65 %) Anteil an den gesamten Umsatzerlösen war "Softwaresysteme" auch im Geschäftsjahr 2015/2016 das klar dominierende Geschäftssegment.
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und
Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher vorwiegend "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungs-Containern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung
digitaler TV-Sender-Container für Afrika etabliert und bietet gutes Potenzial, sowohl im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" hat den Segment-Umsatzbeitrag des Vorjahres um 27 % unterschritten und erzielt damit ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von EUR -1,2 Mio. (i. V. EUR -1,3 Mio.). Der hardwarebezogene Geschäftsbereich litt besonders unter den Verzögerungen in den Vergabeverfahren.
Regionale Schwerpunkte der Segment-Geschäftsaktivitäten, die gleichermaßen wieder die Integration und Lieferung von Funküberwachungsanlagen und Rundfunksendersystemen umfassten, lagen in Asien, in der Golfregion und in Afrika.
Während des Geschäftsjahres wurde im Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" auch intensiv die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben.
Die LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Funknetzbetreibern, Behörden, Ministerien als auch Transport-, Versorgungsund Industrieunternehmen ein exzellentes Renommee erarbeitet.
Die Segment-Umsatzerlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft sind gegenüber dem Vorjahr um 3 % gesunken. Hier liegen bei den Konzern-Gesellschaften gegenläufige Entwicklungen vor, u. a. ein deutlicher Rückgang der Segmenterlöse
bei der südafrikanischen Tochtergesellschaft, dafür jedoch eine deutliche Umsatzsteigerung bei der LS telcom AG.
Die Segment-Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr überwiegend mit Bestandskunden erwirtschaftet.
Das Segment-Betriebsergebnis fällt mit TEUR 645 (i. V. TEUR -91) deutlich positiver aus als im Vorjahr, da wesentlich weniger Aufwand in von Drittunternehmen bezogenen Leistungen erforderlich war und über eigene Mitarbeiter und Expertise eine deutlich höhere Wertschöpfung erfolgte.
Der Segment-Umsatz setzt sich zu annähernd gleichen Anteilen zusammen aus Projekten mit Bezug zur Digitalisierung von Rundfunknetzen, dem professionellen Mobilfunk (Sicherheits- bzw. Behördennetze) sowie aus dem Umfeld der Beratung zur nationalen Spektrum-Politik. Der LS telcom Konzern sieht hier insbesondere in den letzteren beiden Bereichen auch für die Zukunft gutes Wachstumspotenzial.
Aus dem Rundfunkbereich wurde die Expertise von LS telcom im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien nachgefragt, wohingegen Umsatzerlöse mit Bezug zur öffentlichen Sicherheit überwiegend in Europa und in den USA erwirtschaftet wurden. Die Dienstleistungs- und Beratungsprojekte zur Spektrum-Politik betrafen überwiegend afrikanische und europäische Behörden.
Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden vor allem von der LS telcom AG in Deutschland, von der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. und von der US-Tochter RadioSoft Inc. ausgeführt.
Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2016 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der
LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada und Lateinamerika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH hatte sich während des Geschäftsjahres auf die schlüsselfertige Realisierung von Objektfunkversorgungsanlagen im Sicherheitsbereich konzentriert und wird künftig auch innovative Funkmess- und Monitoring-Lösungen als Dienstleistung ("as-a-Service") entwickeln und anbieten.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet.
Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.
Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Clarkesville, Georgia/USA, wurde 2014 im Rahmen einer Unternehmensübernahme gegründet und erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden, Rundfunknetzbetreiber und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe.
Die LS telcom UK Ltd. in London betreut insbesondere die relevanten Märkte im Vereinigten Königreich, vertreibt dort das gesamte Produktportfolio der LS telcom AG und erbringt Spektrum-Consulting und -Trainings-Dienstleistungen.
Die Beteiligung der LS telcom AG an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai beträgt unverändert 49 %, wobei LS telcom mit einem davon abweichenden 60 % Anteil an den Stimmrechten zu Beginn des Geschäftsjahres die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat. Entsprechend wird diese Beteiligung im Konzern-Abschluss ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 voll konsolidiert. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über die LST Middle East FZ-LLC das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Von dieser Beteiligung aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman ist in diese Einheit integriert.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.
Aus den zu Beginn dieses Lageberichts erläuterten Gründen blieb die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ohne Ausnahme hinter den Planerwartungen zurück. Das Management rechnet in Anbetracht des erfolgversprechenden Angebotsbestands sowie der unverändert guten Nachfrage für das neue Geschäftsjahr mit deutlich besseren Vertriebserfolgen und Umsatzbeiträgen aus den Tochterunternehmen.
Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern aufgrund der Vollkonsolidierung der LST Middle East FZ-LLC auf durchschnittlich 270
(i. V. 264) Mitarbeiter und liegt damit ca. 2 % über dem Wert des Vorjahres.
Zum 30. September 2016 waren im Konzern insgesamt 268 (i. V. 262) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme, in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität sowie in der Migration bestehender Produkte auf neue Softwaretechnologien lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2015/2016 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte und Hardwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. (i. V. EUR 2,6 Mio.) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst. Dieser Wert schließt alle Aufwände für alle die internen entwicklungsbezogenen Projekte ein, die nicht als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen sind.
Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen eigenfinanzierter Projekte mit der Hochschule Offenburg und mit der TU Sofia, Bulgarien, zusammen. Forschungsschwerpunkt in diesen Projekten sind ein spezielles Messsystem, das die Nutzung des Frequenzbereichs der Digitalen Dividende unterstützt, datenbankunterstützte Signalanalysemethoden und webbasierte Messsysteme. Diese Projekte verfolgen das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen.
Der Konzern hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 6,31 Mio. (i. V. EUR 5,13 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert. Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungsprojekte liegen bei EUR 2,2 Mio. (i. V. EUR 1,8 Mio.). Es handelt sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren wie im Vorjahr nicht erforderlich.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs von EUR 6,58 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30. September 2016 bei einem Wert von EUR 6,15. Bedingt durch einen volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 8,70 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 5,84.
Die Marktkapitalisierung sank zum 30. September 2016 auf EUR 32.783.575, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 35.104.300 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa 6,6 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum 0,2 % an Wert.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 1.569 LS telcom-Aktien (i. V. 2.645) im Gegenwert von 11.065 (i. V. EUR 18.254) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Abnahme des Handelsvolumens um 39,38 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte der LS telcom Konzern sein Ziel, im Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) wieder mindestens das Niveau des Geschäftsjahres 2013/2014 von EUR 36,2 Mio. bzw. EUR 2,2 Mio. zu erreichen, nicht realisieren. Kundenseitig bedingte Verzögerungen in der Umsetzung bestehender Projekte ließen sich aufgrund der anhaltenden Verzögerungen in Vergabeverfahren nicht durch neue Projektaufträge kompensieren. Aufgrund der greifbaren Auftragschancen aus laufenden Angeboten sah der Vorstand auch kaum Handlungsspielraum, durch Kosteneinsparungen im Personalstamm das Ergebnis zu optimieren.
Bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr
einer gegenüber dem Vorjahr um 2 % geringeren Gesamtleistung von EUR 37,43 Mio. (i. V. EUR 38,21 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge enthalten einen Ertrag von EUR 1,56 Mio. (i. V. TEUR 596) aus der Neubewertung einer bedingten Kaufpreisverpflichtung für die Akquisition der RadioSoft Inc., Rückstellungsauflösungen bzw. Ausbuchung von sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 63 (i. V. TEUR 120), Investitionszuschüsse von TEUR 90 (i. V. TEUR 264) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 337 (i. V. TEUR 980).
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 6,55 Mio. um 25 % geringer aus als im Vorjahr (EUR 8,69 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Containerbasierte Sender- und Funküberwachungssysteme im Rahmen mehrerer Kundenprojekte an. Im deutlich gesunkenen Aufwand schlägt sich das geringere Umsatzvolumen im Hardwaregeschäft nieder.
Aufgrund der beträchtlichen Investitionsvolumina in den Vorjahren in neue Eigenentwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit Funkmess-Systemen, ergibt sich ein höherer Abschreibungsaufwand von EUR 3,33 Mio. (i. V. EUR 3,04 Mio.). Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine strategisch ausgerichtete, im Kern aber konservative Investitionspolitik verfolgt. Während des Geschäftsjahres erfolgten im Wesentlichen Erhaltungsinvestitionen.
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 7 % von EUR 18,54 Mio. auf EUR 19,89 Mio. erhöht, was überwiegend auf die erstmalige Konsolidierung der LST Middle East FZ-LLC (TEUR 927) sowie gestiegene Sozialabgaben bei den nordamerikanischen Tochtergesellschaften zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 6,73 Mio. um etwa 5 % über denen des Vorjahres (EUR 6,42 Mio.). Der Unterschiedsbetrag ergibt sich aus der erstmaligen Einbeziehung der LST Middle East FZ-LLC in die Konzern-Konsolidierung.
Das Finanzergebnis fiel im Geschäftsjahr mit TEUR -131 deutlich weniger negativ aus als im Vorjahr (i. V. TEUR -401). Die Erträge aus der nach der "at equity"-Methode bilanzierten Minderheitenbeteiligungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 76 (i. V. TEUR -51). Zudem verringerte sich der Zinsaufwand um ca. TEUR 137 auf TEUR 244 (i. V. TEUR 381).
Unter dem Strich ergibt sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von TEUR 823 (i. V. TEUR 584) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 103). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,15 (i. V. EUR 0,11).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 16 (i. V. 15) Kunden erzielt. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen weiterhin nicht.
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2016 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 38,28 Mio. (i. V. EUR 39,79 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 21,37 Mio. (i. V. EUR 20,58 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 55,8 % (i. V. 51,7 %).
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Konzern-Abschluss zum 30. September 2015 um TEUR 608 auf EUR 21,18 Mio. erhöht.
Die immateriellen Vermögenswerte erfuhren während des Geschäftsjahres einen deutlichen Zuwachs, der vor allem auf weitere Investitionen in Entwicklungsprojekte (TEUR 3.130) zur mittel- und langfristigen Sicherung des zukünftigen Erfolgs des Konzerns entfällt. Diese Investitionen liegen deutlich über den planmäßigen Abschreibungen der Entwicklungsprojekte (TEUR 2.167).
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich aufgrund der Konsolidierung der LST Middle East FZ-LLC um TEUR 644; zum 30. September 2015 war dieser Betrag als Darlehen an die Beteiligung ausgewiesen.
Die Erhöhung der Geschäfts- und Firmenwerte resultiert in Höhe von TEUR 158 aus der Vollkonsolidierung der LST Middle East FZ-LLC. Die restliche Erhöhung um TEUR 26 ist rein währungsbedingt.
Die aktiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 361 erhöht. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 187.
Der Wert dieses Postens (EUR 8,81 Mio.) liegt um EUR 1,11 Mio. unter dem zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Zum 30. September 2016 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 7,11 Mio. (i. V. EUR 8,13 Mio.).
Die LS telcom AG hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Die Tilgung der Fremdkapitaltranche begann am 30. Juni 2016, wogegen die Tilgung der Nachrangtranche erst am 30. Juni 2021 startet. Mit dem Zinsvorteil werden bestimmte Forschungs- und Entwicklungsprojekte subventioniert. Soweit Forschungsaktivitäten betroffen sind, werden die Subventionen als Ertragszuschuss behandelt. Im Fall von Entwicklungsprojekten liegen Investitionszuschüsse vor, die mit den angefallenen Herstellungskosten verrechnet werden.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. September 2016 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).
Die eigenen 24.000 Aktien wurden zu einem Betrag von TEUR 49 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Die wertbestimmenden Posten innerhalb der langfristigen Verbindlichkeiten sind einerseits die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von EUR 6,79 Mio. sowie die nicht-finanziellen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 274.
Unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden die langfristigen Teile der Immobilienleasingverpflichtung mit EUR 1,25 Mio. (i. V. EUR 1,74 Mio.), das KfW-Darlehen mit einem Wert von EUR 5,49 Mio. (i. V. EUR 5,77 Mio.) und Mietkaufverpflichtungen mit TEUR 44 (i. V. TEUR 159) erfasst. Das KfW-Darlehen ist mit einem abgezinsten Wert unter Berücksichtigung eines marktgerechten Zinssatzes angesetzt.
Wesentliche Unterposten der langfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten sind die jeweils langfristigen Anteile der Rückstellungen für die Vergütungskomponente des Vorstands mit langfristiger Anreizwirkung von TEUR 148 (i. V. TEUR 398) und der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Asset Deal der RadioSoft Inc. in Höhe von TEUR 44 (i. V. EUR 1,62 Mio.).
Die passiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 97 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an dem erhöhten Bestand aktivierter Entwicklungskosten.
Der Anstieg der kurzfristigen Schulden von EUR 7,32 Mio. auf EUR 7,88 Mio. ist vor allem durch eine Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem KfW-Darlehen (TEUR 151) und den Anstieg der kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten für abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen (TEUR 348) verursacht.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu über wachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG doku mentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom Firmengruppe mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Konzern etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein.
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungsund Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangsund Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanzbzw. Schuldenkrise oder des derzeitigen Ölpreisverfalls und den Auswirkungen dieser Krisen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Nachgang der Ukraine-Krise sowie auch die Flüchtlingsströme und ihre finanziellen und politischen Auswirkungen Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weitere bedeutende Einzelrisiken sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.
Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:
| Klassifikation | Schadenshöhe |
|---|---|
| Gering | < TEUR 25 |
| Mittel | TEUR 25 bis TEUR 50 |
| Hoch | TEUR 50 bis TEUR 250 |
| Sehr hoch | > TEUR 250 |
Die für die Bewertung der Risiken verwendeten Eintrittswahrscheinlichkeiten werden anhand der folgenden vier Kategorien quantifiziert:
| Klassifikation | Eintritts wahrscheinlichkeit |
|---|---|
| Gering | < 25 % |
| Mittel | 25 % bis 50 % |
| Hoch | 50 % bis 75 % |
| Sehr hoch | > 75 % |
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:
| Risiko | Qualitative Eintritts wahrschein lichkeit |
Mögliche finanzielle Aus wirkung |
Gesamt beurteilung |
|---|---|---|---|
| Schneller technolo gischer Wandel |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Softwaresicherheit | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Internationalisierung | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Projektrisiken | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Netzaufbau mit neuen Funktechnologien |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Preisdruck | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Wettbewerb | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Mitarbeiterfluktuation – Personalressourcen |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Risiken durch die globale Marktverwerfungen |
sehr hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Finanzwirtschaftliche Risiken |
|||
| Preis- und Währungsrisiko |
hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Ausfallrisiko | gering | sehr hoch | überwachen |
| Cashflow- und Liquiditätsrisiko |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Risiken der eigenen Geldanlage |
gering | hoch | beobachten |
Die dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert:
Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Der Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko wurde in Anbetracht der nicht zufriedenstellenden Entwicklung der Tochtergesellschaften höher bewertet und von "mittel" auf "hoch" gesetzt.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2016/2017 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in US-Dollar, kanadischen Dollar und südafrikanischen
Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2016/2017 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Die mögliche finanzielle Auswirkung dieses Risikos wurde auf sehr hoch gesetzt. Aufgrund des hohen Volumens getätigter Investitionen in Neuentwicklungen und deren bilanzielle Aktivierung würde eine fehlende Akzeptanz der neuen Produkte im Markt und damit einhergehende mögliche außerordentliche Abschreibungen der aktivierten Entwicklungen in den Schadensbereich "sehr hoch" fallen.
Der starke Wettbewerb kann in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Aufgrund des im Geschäftsjahr erfahrenen höheren Preisdrucks, wurde die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko von "gering" auf "mittel" hochgestuft.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch
in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde in Anbetracht der rückläufigen liquiden Mittel von "gering" auf "mittel" gesetzt.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Die südafrikanische Tochter nutzte außerdem auch temporär erstklassige Geldmarktfonds als Anlagemöglichkeit. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen.
Der Vorstand ist durchaus weiterhin zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für den Konzern relevanten Teilmärkten anhalten wird und sich der Angebotsstau mit zahlreichen und sehr greifbaren, großen Projektchancen in naher Zukunft durch
Auftragserteilungen an die Firmengruppe aufzulösen beginnt.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Konzern es über die Durststrecke der letzten beiden Jahre auch ohne größere Auftragseingänge für neue Großprojekte geschafft hat, sich auf einem Umsatzniveau von über EUR 30 Mio. stabil zu halten, sollte auf längere Sicht gesehen wieder deutlich wachsendes Geschäft möglich sein.
Die hohen Investitionen und Vorleistungen der vergangenen Jahre in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, hatten sich in den vergangenen Geschäftsjahren lediglich negativ in den Finanzberichten des Konzerns niederschlagen. Diese Vorleistungen sollten sich jedoch in näherer Zukunft ebenfalls auszahlen; ein größerer Projektzuschlag wurde bspw. noch zum Ende des Geschäftsjahres an unsere US-Tochter LS telcom Inc. erteilt. Die Firmengruppe hat hier unter anderem auch betreffend neuer Geschäftsfelder bereits Weichen für die Zukunft gestellt und sich damit wesentliche Chancen für künftiges Geschäft gesichert. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der Mehrfachverwendung von Spektrum durch sogenannte Dynamic Shared Access Technologien sowie auch Problemstellungen, die sich durch ferngesteuerte Drohnen ergeben. Der Umstand, dass der betreffende betriebliche Aufwand sich erst mit zeitlicher Verzögerung in Umsatz und Ertrag niederschlagen wird, berührt nicht die hervorragenden Zukunftschancen des gesamten LS telcom Konzerns.
Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu. Themen wie die Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Sicherheitsnetze, neue Funklösungen für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen für die Industrie 4.0 sollten auch in den kommenden Jahren für eine stabile Nachfrage in unserem Marktsegment sorgen.
Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom national und international sehr gut. Der Vorstand sieht nach wie vor sehr gute neue Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen. Wachstumspotenzial bietet sich im Dienstleistungsbereich unter anderem im Bereich der speziellen Objektfunkversorgung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.), die immer noch voranschreitende Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks speziell in Asien und in Afrika sowie auch im höherwertigen strategischen Beratungsbereich zur allgemeinen Nutzung des Funkfrequenzspektrums. Um weniger
Unterstützung von externen Beratern in Anspruch nehmen zu müssen und damit selbst eine höhere Wertschöpfung aus diesem Geschäftsfeld zu erreichen, hat LS telcom die eigenen Ressourcen erweitert.
Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, bestehen sehr gute Möglichkeiten zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung noch stärker integrierter Systeme und hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing von Regulierungsbehörden sichern LS telcom hier aktuell eine führende Stellung im Wettbewerb.
Nach Abschluss einiger größerer mehrjähriger Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen kann davon ausgegangen werden, dass darauf aufbauende Nachfolge- und Wartungsprojekte die LS telcom Firmengruppe auch in den kommenden Geschäftsjahren beschäftigen werden. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich zu etablieren und die Geschäfte weiter auszubauen.
Der derzeit im Konzern vertraglich insgesamt gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 27,0 Mio. (i. V. EUR 33,9 Mio.). Diese Auftragslage des Konzerns kann in Anbetracht der hochwahrscheinlichen kurzfristigen Auftragserwartungen als befriedigend eingestuft werden. Der Auftragsbestand setzt sich aus unterschiedlichsten Komponenten zusammen. Der Anteil aus noch abzuarbeitenden Projektverträgen beträgt EUR 10,9 Mio.; wesentliche Umsätze des Konzerns werden jedoch aus wiederkehrendem Geschäft (bspw. Wartungsverträge) erzielt. Der als gesichert geltende Umsatzerlös aus solch wiederkehrendem Geschäft beläuft sich derzeit auf jährlich ca. EUR 10,7 Mio. mit weiter zunehmender Tendenz, was für eine steigende Grundlast und Stabilität sorgt.
Neben diesen vertraglich mittel- bis längerfristig als gesichert zu wertenden Geschäften werden mittlerweile auch signifikante Umsatzanteile aus Rahmenverträgen erwirtschaftet.
Hierbei existiert zwar ein vertraglicher Rahmen, es erfolgen jedoch kurzfristige Leistungsabrufe und es bestehen keine längerfristigen Abnahmegarantien. Vor allem die Geschäfte der südafrikanischen Tochter, das gesamte Beratungsgeschäft der LS telcom Ltd. in Kanada sowie die Dienstleistungen der US-Tochter RadioSoft basieren auf dieser Art von Kundenbeziehungen. Aus Erfahrungswerten kann davon ausgegangen werden, dass mit den bestehenden, langjährigen Kunden mit sehr hoher Sicherheit nachhaltig Abrufe von im Minimum EUR 4,7 Mio. p. a. erfolgen werden.
Eine planmäßige Projektabwicklung angenommen, lassen sich aus dem garantierten Auftragsbestand (ohne künftiges Geschäft aus Rahmenverträgen) im Geschäftsjahr 2016/2017 Umsatzerlöse von ca. EUR 21,0 Mio. (i. V. EUR 23,6 Mio.) erzielen, so dass bereits eine gute Absicherung nach unten besteht. In den hier insgesamt und auf 12-Monatssicht angegebenen Umsatzerwartungen sind keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten.
Gleichzeitig hat sich aufgrund der bereits erwähnten Verzögerungen in Vergabeprozessen, ein Angebotsstau mit teilweise sehr chancenreichen und hochvolumigen Projekten aufgebaut, aus dem wir für die Zukunft eine positive Gesamtentwicklung des Geschäfts ableiten.
Die durch die derzeitige weltpolitische Situation gegebenen Risiken dürfen, was unvorhersehbare Verzögerungen bei der Auftragserteilung in Projektanbahnungen und Beschaffungsverfahren anbelangt, sicherlich nicht unterschätzt werden. Dennoch erscheint dem Vorstand angesichts der durch die Digitalisierungs- und Modernisierungsbestrebungen bei Frequenznutzern und -verwaltungen gegebenen Marktdynamik auf längere Frist weiteres Wachstum mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichbar. Untermauert wird dies durch die vielversprechende Angebots-Pipeline.
Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft wieder zu steigern. Dies schließt kostensenkende Maßnahmen überall dort ein, wo dies ohne kompromittierende Wirkung auf bestehende oder künftige Geschäftschancen vertretbar erscheint.
Unter Berücksichtigung o. g. Ausführungen ist der Vorstand von einer positiven zukünftigen Geschäftsentwicklung überzeugt und sieht den Konzern mittel- bis längerfristig klar auf Wachstumskurs. Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung des LS telcom Konzerns, des immer noch befriedigenden Polsters an Auftragsbestand sowie der zeitnah erwarteten Projektzuteilungen hat sich der Vorstand für das neue Geschäftsjahr 2016/2017 zum Ziel gesetzt, Umsatzerlöse und Betriebsergebnis (EBIT) jeweils um über 10 % zu steigern.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2016 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30. September 2016 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschaft |
Anzahl an Stimm rechten |
Anteil an Stimm rechten |
Zeitraum der Beteili gung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.614.445 | 30,26 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2016 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30. September 2016) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 69.079,81 (i. V. TEUR 66).
Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 12.757,50 (i. V. TEUR 4) vergütet.
Zum 30. September 2016 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden dessen Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich im Geschäftsjahr 2015/2016 aus den folgenden Komponenten zusammen:
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögenschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind, und die eine entsprechende Selbstbe teiligung entsprechend der durch den jeweiligen Vorstand gehaltenen Anteile an der LS telcom AG vorsieht. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den
Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 949 (i. V. TEUR 1.052) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 150 (i. V. TEUR 253) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Im Berichtsjahr wurden TEUR 82 (i. V. TEUR 186) dieser variablen Anteile im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich
in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Der Wert basiert auf Prognoserechnungen. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die im Geschäftsjahr 2015/2016 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung (in Klammern Vorjahresangaben) verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
| Angaben | Dr. Manfred | Dr. Georg | Dipl.-Ing. |
|---|---|---|---|
| in EUR | Lebherz | Schöne | Roland Götz |
| Erfolgsunabhängige | 255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Festvergütung | (255.000,00) | (265.800,00) | (204.000,00) |
| Erfolgsunabhängige Neben- leistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) |
26.280,27 (26.062,42) |
23.656,23 (23.438,38) |
24.487,83 (24.148,44) |
| Erfolgsabhängige Vergütungs | 37.316,26 | 37.316,26 | 29.853,00 |
| komponente | (24.074,96) | (24.074,96) | (19.259,98) |
| Vergütungsanteil mit | 111.400,00 | 200.800,00 | 131.100,00 |
| langfristiger Anreizwirkung | (246.900,00) | (330.700,00) | (219.800,00) |
| davon direkt das Geschäfts jahr 2015/2016 (i. V. 2014/2015) betreffend |
111.400,00 (150.000,00) |
88.900,00 (150.000,00) |
72.600,00 (99.200,00) |
| davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren |
0,00 (96.900,00) |
111.900,00 (180.700,00) |
58.500,00 (120.600,00) |
| Verbrauch der Rückstellung für das Geschäftsjahr 2014/ 2015 (i. V. 2013/2014) |
150.000,00 (100.000,00) |
150.000,00 (100.000,00) |
99.200,00 (0,00) |
| davon bereits als Rück | 246.600,00 | 330.700,00 | 219.800,00 |
| stellung in Vorjahren erfasst | (285.000,00) | (335.000,00) | (191.700,00) |
| Gesamtvergütung | 333.396,53 | 346.872,49 | 268.840,83 |
| (Aufwand) | (367.037,38) | (409.013,34) | (275.508,42) |
Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen (in Klammern Vorjahresangaben) im Geschäftsjahr 2015/2016:
| Angaben | Dr. Manfred | Dr. Georg | Dipl.-Ing. |
|---|---|---|---|
| in EUR | Lebherz | Schöne | Roland Götz |
| Erfolgsunabhängige | 255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Festvergütung | (255.000,00) | (265.800,00) | (204.000,00) |
| Erfolgsunabhängige Neben leistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) |
26.280,27 (26.062,42) |
23.656,23 (23.438,38) |
24.487,83 (24.148,44) |
| Erfolgsabhängige Vergütungs komponente (bzgl. GJ 2014/ 2015) (im Vorjahr bzgl. GJ 2013/2014) |
24.074,96 (64.450,59) |
24.074,96 (64.450,59) |
19.259,98 (51.560,47) |
| Vergütungsanteil mit lang | 150.000,00 | 150.000,00 | 99.200,00 |
| fristiger Anreizwirkung | (100.000,00) | (100.000,00) | (0,00) |
| Gesamtvergütung | 455.355,23 | 463.531,19 | 346.947,81 |
| (Auszahlung) | (445.513,01) | (453.688,97) | (279.708,91) |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Geschäfte mit nahestehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG"-"Investor Relations" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 22. November 2016
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs von EUR 6,58 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30. September 2016 bei einem Wert von EUR 6,15. Bedingt durch einen volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 8,70 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 5,84.
Die Marktkapitalisierung sank zum 30. September 2016 auf EUR 32.783.575, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 35.104.300 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa 6,6 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum 0,2 % an Wert.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 1.569 LS telcom-Aktien (i. V. 2.645) im Gegenwert von 11.065 (i. V. EUR 18.254) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Abnahme des Handelsvolumens um 39,38 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
| Börsenkürzel: | LSX |
|---|---|
| Wertpapier-Kennnummer (WKN): | 575440 |
| International Securities Identification Number (ISIN): | DE 000 575 440 2 |
| Handelssegment | General Standard |
| Notierungsaufnahme | 15. März 2001 |
| Aktienanzahl | 5.335.000 Stück |
| Frei handelbare Aktien 2) | 40,5 % |
| Gattung | Nennwertlose Stückaktien |
| Startkurs | 6,58 € |
| Schlusskurs | 6,15 € |
| Höchstkurs | 8,70 € |
| Tiefstkurs | 5,84 € |
| Marktkapitalisierung zum 30.09.2016 | 32.783.575 € |
1) Alle Börsenkurse und Berechnungen basieren auf Schlusskursen des elektronischen Handelssystems Xetra im Zeitraum vom 01.10.2015 - 30.09.2016.
2) Frei handelbare Aktien, die weder von Dr. Manfred Lebherz noch von Dr. Georg Schöne kontrolliert werden und sich auch nicht im Eigenbesitz der LS telcom AG befinden.
Von den insgesamt 5.335.000 Aktien der LS telcom AG befinden sich 59,09 % im Besitz der Vorstände Dr. Georg Schöne (30,26 %) und Dr. Manfred Lebherz (28,83 %). Am 30.09.2016 befanden sich außerdem 0,45 % der Aktien im Besitz der LS telcom AG. Damit waren zum Geschäftsjahresende 40,46 % der Aktien frei handelbar.
Außer den beiden Firmengründern kontrollierte mehr als 5 % der Stimmrechte an der LS telcom AG Frau Ingrid Weißpfenning (letzte Stimmrechtsmitteilung nach WpHG: 9,39 %).
Um Anleger, Analysten und die Öffentlichkeit zeitnah mit wichtigen Neuigkeiten zu LS telcom zu versorgen, bietet unsere Investor Relations-Abteilung einen Abo-Service an. Nach einmaliger Registrierung bekommen die Teilnehmer dann die Informationen direkt per E-Mail zugeschickt. Anmelden können sich Interessenten für diesen Dienst mit einer kurzen Nachricht an Frau Bleich ([email protected]) oder mithilfe des Online-Formulars auf unserer Homepage www.LStelcom.com.
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern. Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 30.11.2016 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 05.05.2015. befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 30.11.2015 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2016 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1; Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2016, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 05.05.2015, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
5.3.2/5.3.3: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar. Gleiches
gilt für diejenigen Empfehlungen, denen zufolge der Vorsitzende des Aufsichtsrats zugleich Vorsitzender bestimmter Ausschüsse sein soll.
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 27.11.2015 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 30. November 2016
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG Für den Vorstand der LS telcom AG gez. Dr. Winfried Holtermüller, gez. Dr. Manfred Lebherz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Sprecher des Vorstands
Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf.
Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt.
Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 596/2014) sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte EUR 5.000 im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Eigengeschäfte von Führungskräften).
Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2015/2016 keine Meldungen über Eigengeschäfte von Führungskräften zugegangen.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2016 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.156.455 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien. Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert.
Eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in den Vorstandsverträgen bezieht sich auf die Wertentwicklung der LS telcom Aktie und besitzt insofern den Charakter virtueller Aktienoptionen. Zur detaillierten Information verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten. Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG" – "Investor Relations" – Zahlen, Berichte, Informationen" – "Erklärung Unternehmensführung" abrufbar.
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Überblick nach IFRS |
2008/2009 | 2009/2010 | 2010/2011 | 2011/2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsdaten | |||||
| Umsatz | in TEUR | 11.937 | 16.225 | 20.699 | 27.868 |
| Exportquote | in % | 85 | 80 | 85 | 93 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) |
in TEUR | 1.741 | 3.728 | 4.539 | 6.217 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | -174 | 1.572 | 2.331 | 3.140 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | -401 | 1.320 | 2.125 | 3.017 |
| Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenan teilen) |
in TEUR | -881 | 940 | 1.521 | 3.008 |
| Finanzdaten | |||||
| Investitionen gesamt | in TEUR | 2.643 | 1.996 | 2.797 | 4.081 |
| Abschreibungen gesamt | in TEUR | 1.915 | 2.156 | 2.208 | 3.077 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmit telfonds |
in TEUR | -1.550 | 2.251 | 2.489 | -1.641 |
| Bilanzdaten | |||||
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) |
in TEUR | 2.755 | 5.069 | 7.525 | 5.942 |
| Bilanzsumme | in TEUR | 19.383 | 21.399 | 26.073 | 27.561 |
| Eigenkapital | in TEUR | 12.160 | 13.213 | 14.449 | 16.921 |
| Eigenkapitalquote | in % | 62,7 | 61,7 | 55,4 | 61,4 |
| Kennzahlen Aktie | |||||
| Ergebnis je Aktie | in EUR | -0,17 | 0,18 | 0,29 | 0,58 |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 1,47 | 1,85 | 3,43 | 5,20 |
| Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 2,13/1,30 | 2,02/1,30 | 4,35/1,82 | 5,23/3,22 |
| Anzahl der Aktien | 5.335.000 | 5.335.000 | 5.335.000 | 5.335.000 | |
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) |
in TEUR | 7.842 | 9.870 | 18.304 | 27.742 |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 0,52 | 0,95 | 1,41 | 1,11 |
| Mitarbeiter | |||||
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 134 | 137 | 143 | 158 | |
| Personalaufwand | in TEUR | 8.645 | 9.057 | 10.077 | 11.809 |
| $\Rightarrow$ $\Rightarrow$ | ||
|---|---|---|
| 33 1878 |
$\sim$ | |
| 02,81 | ||
| 97.70 | ||
| $\overline{\phantom{a}}$ | $\sim$ |
| differenz absolut GJ 2015/2016 zu 2014/2015 |
differenz relativ in % GJ 2015/2016 zu 2014/2015 |
|---|---|
| -1.292 | -3,9 |
| -2,6 | |
| -294 | -6,4 |
| -589 | -38,6 |
| -319 | -28,4 |
| 239 | 40,9 |
| 445 | 12,3 |
| 294 | 9,7 |
| -1.809 | -454,5 |
| -1.023 | -12,6 |
| -1.507 | -3,8 |
| 786 | 3,8 |
| 4,1 | |
| 0,04 | 36,4 |
| -0,64 | -9,3 |
| -3.387 | -9,4 |
| -0,19 | -12,5 |
| 6 | 2,3 |
| 1.347 | 7,3 |
| 2013/2014 | 2014/2015 | 2015/2016 |
|---|---|---|
| 31.991 | ||
| 91,1 | ||
| 4.900 | 4.560 | 4.266 |
| 2.192 | 1.526 | 937 |
| 1.835 | 1.125 | 806 |
| 1.067 | 584 | 823 |
| 4.664 | 3.614 | 4.059 |
| 2.708 | 3.035 | 3.329 |
| 1.872 | 398 | -1.411 |
| 7.792 | 8.134 | 7.111 |
| 38.328 | 39.790 | 38.283 |
| 20.894 | 20.581 | 21.367 |
| 54,5 | 51,7 | 55,8 |
| 0,20 | 0,11 | 0,15 |
| 7,85 | 6,78 | 6,145 |
| 11,60/7,55 | 8,80/5,65 | 8,70/5,84 |
| 5.335.000 | 5.335.000 | 5.335.000 |
| 41.880 | 36.171 | 32.784 |
| 1,46 | 1,52 | 1,33 |
| 260 | 262 | 268 |
| 17.638 | 18.542 | 19.889 |
| 36.232 95,4 |
33.283 93,7 |
46
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 9.293 | 8.355 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 5.129 | 4.945 |
| Sachanlagen | D.5. | 5.654 | 5.832 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.6. | 367 | 396 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | D.7. | 75 | 743 |
| Latente Steuern | D.8. | 666 | 305 |
| 21.184 | 20.576 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | D.9. | 72 | 67 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D.10. | 8.810 | 9.921 |
| Liquide Mittel | D.12. | 7.111 | 8.134 |
| Ertragsteuerforderungen | D.13. | 1 | 62 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
D.14. | 1.056 | 985 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.15. | 49 | 45 |
| 17.099 | 19.214 | ||
| Summe Vermögenswerte | 38.283 | 39.790 |
| in TEUR | Erläuterung | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | D.16. | 5.335 | 5.335 |
| Kapitalrücklage | D.16. | 5.716 | 5.716 |
| Gewinnrücklagen | D.16. | 32 | 32 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | D.16. | -743 | -913 |
| Konzern-Bilanzgewinn | D.16. | 10.556 | 9.999 |
| Eigene Anteile | D.16. | -49 | -49 |
| Anteile anderer Gesellschafter | D.16. | 520 | 461 |
| 21.367 | 20.581 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D.17. | 6.790 | 7.667 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | D.18. | 274 | 2.347 |
| Latente Steuern | D.19. | 1.977 | 1.879 |
| 9.041 | 11.893 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | D.20. | 68 | 5 |
| Kurzfristige Rückstellungen | D.20. | 353 | 190 |
| Erhaltene Anzahlungen und Fertigungsaufträge | D.21. | 333 | 419 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D.22. | 1.061 | 1.238 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D.23. | 838 | 681 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | D.24. | 5.222 | 4.783 |
| 7.875 | 7.316 | ||
| Summe Schulden | 16.916 | 19.209 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 38.283 | 39.790 |
| in TEUR | Erläuterung | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | E.2. | 31.991 | 33.283 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.3. | 2.151 | 2.402 |
| Veränderungen des Bestands an fertigen Erzeugnissen | -22 | 28 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | E.4. | 3.311 | 2.499 |
| Gesamtleistung | 37.431 | 38.212 | |
| Materialaufwand | E.5. | 6.546 | 8.694 |
| Personalaufwand | E.6. | 19.889 | 18.542 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens |
E.7. | 3.329 | 3.035 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.8. | 6.730 | 6.415 |
| Betriebsergebnis | 937 | 1.526 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | E.9. | 76 | -51 |
| Zinserträge | E.9. | 37 | 31 |
| Zinsaufwendungen | E.9. | 244 | 381 |
| Finanzergebnis | -131 | -401 | |
| Ergebnis vor Steuern | 806 | 1.125 | |
| Ertragsteuern | E.10. | -120 | 499 |
| Jahresergebnis | 926 | 626 | |
| Übriges Ergebnis mit Umgliederung in die Konzern-Gewinn und-Verlust-Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt (recycling) |
|||
| Währungsdifferenzen | 126 | -408 | |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | 126 | -408 | |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | 1.052 | 218 | |
| Zurechnung des Jahresergebnisses | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 103 | 42 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 823 | 584 | |
| 926 | 626 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | 59 | -7 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | 993 | 225 | |
| 1.052 | 218 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR | E.11. | 0,15 | 0,11 |
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) D.16. 5.311.000 5.311.000
| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | Anteile fremder Ge sellschafter |
Konzern Eigen kapital |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeich netes Kapital |
Kapital rück lage |
Gewinn rück lage |
Rücklage aus Währungs umrechnung |
Eigene Anteile |
Konzern Bilanz gewinn |
Summe | TEUR | Summe |
| 2014/2015 | |||||||||
| Stand am 01.10.2014 | 5.335 | 5.716 | 32 | -554 | -49 | 9.946 | 20.426 | 468 | 20.894 |
| Gesamtergebnis | -359 | 584 | 225 | -7 | 218 | ||||
| Ausschüttungen an Aktionäre |
-531 | -531 | -531 | ||||||
| Stand am 30.09.2015 | 5.335 | 5.716 | 32 | -913 | -49 | 9.999 | 20.120 | 461 | 20.581 |
| 2015/2016 | |||||||||
| Stand am 01.10.2015 | 5.335 | 5.716 | 32 | -913 | -49 | 9.999 | 20.120 | 461 | 20.581 |
| Gesamtergebnis | 170 | 823 | 993 | 59 | 1.052 | ||||
| Ausschüttungen an Aktionäre |
-266 | -266 | -266 | ||||||
| Stand am 30.09.2016 | 5.335 | 5.716 | 32 | -743 | -49 | 10.556 | 20.847 | 520 | 21.367 |
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 926 | 626 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens |
3.329 | 3.035 |
| - Zunahme aktive latente Steuern |
-355 | -85 |
| + Zunahme passive latente Steuern |
85 | 480 |
| - Sonstige zahlungsunwirksame Erträge |
-1.873 | -1.033 |
| Anlagevermögens | 0 | -1 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva |
1.630 | -143 |
| - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva |
-584 | -896 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 3.158 | 1.983 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens |
111 | 20 |
| - Auszahlungen für den Unternehmenserwerb |
-89 | -73 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen |
-4.081 | -3.105 |
| - Auszahlungen für Investitionen in sonstige langfristige Vermögenswerte |
0 | -456 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4.059 | -3.614 |
| - Ausschüttung an Aktionäre |
-266 | -531 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten |
44 | 2.750 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten |
-288 | -190 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -510 | 2.029 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.411 | 398 |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 41 | -97 |
| +/- Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 373 | 0 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
8.093 | 7.792 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 7.096 | 8.093 |
| in TEUR | Stand am 01.10.2015 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Konsolidierungs kreisbedingte Veränderungen |
Um buchungen |
Abgänge | Stand am 30.09.2016 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
3.737 | 15 | 47 | 0 | 0 | 3 | 3.796 | ||
| 2. Entwicklungskosten | 37.622 | 26 | 3.130 | 0 | 0 | 11.701 | 29.077 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 197 | 0 | 0 | 0 | 197 | ||
| 41.359 | 41 | 3.374 | 0 | 0 | 11.704 | 33.070 | |||
| II. | Geschäfts- und Firmenwert | 4.945 | 26 | 0 | 158 | 0 | 0 | 5.129 | |
| III. Sachanlagen | |||||||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken |
7.097 | -1 | 16 | 0 | 0 | 113 | 6.999 | ||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4.429 | 11 | 248 | 66 | 232 | 41 | 4.945 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
185 | 5 | 510 | 0 | -232 | 0 | 468 | ||
| 11.711 | 15 | 774 | 66 | 0 | 154 | 12.412 | |||
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
396 | -9 | 76 | -96 | 0 | 0 | 367 | ||
| V. S | onstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
743 | 2 | 0 | -644 | 0 | 26 | 75 | |
| 59.154 | 75 | 4.224 | -516 | 0 | 11.884 | 51.053 |
| in TEUR | Stand am 01.10.2014 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Um buchungen |
Abgänge | Stand am 30.09.2015 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
3.684 | 146 | 35 | 0 | 128 | 3.737 | |
| 2. Entwicklungskosten | 35.373 | -64 | 2.315 | 0 | 2 | 37.622 | |
| 39.057 | 82 | 2.350 | 0 | 130 | 41.359 | ||
| II. | Geschäfts- und Firmenwert | 4.603 | 342 | 0 | 0 | 0 | 4.945 |
| III. Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke und Einbauten auf fremden Grundstücken |
6.945 | 3 | 162 | 0 | 13 | 7.097 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4.394 | -44 | 387 | 1 | 309 | 4.429 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16 | 0 | 170 | -1 | 0 | 185 | |
| 11.355 | -41 | 719 | 0 | 322 | 11.711 | ||
| IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
429 | 18 | 0 | 0 | 51 | 396 | |
| V. S | onstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
207 | -7 | 543 | 0 | 0 | 743 |
| 55.651 | 394 | 3.612 | 0 | 503 | 59.154 |
| Buchwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2015 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Konsolidierungs kreisbedingte Veränderungen |
Abgänge | Stand am 30.09.2016 |
Stand am 30.09.2016 |
Stand am 30.09.2015 |
| 2.122 | 10 | 291 | 0 | 3 | 2.420 | 1.376 | 1.615 |
| 30.882 | 9 | 2.167 | 0 | 11.701 | 21.357 | 7.720 | 6.740 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 197 | 0 |
| 33.004 | 19 | 2.458 | 0 | 11.704 | 23.777 | 9.293 | 8.355 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.129 | 4.945 |
| 2.936 | 0 | 252 | 0 | 0 | 3.188 | 3.811 | 4.161 |
| 2.943 | 10 | 619 | 39 | 41 | 3.570 | 1.375 | 1.486 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 468 | 185 |
| 5.879 | 10 | 871 | 39 | 41 | 6.758 | 5.654 | 5.832 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 367 | 396 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 75 | 743 |
| 38.883 | 29 | 3.329 | 39 | 11.745 | 30.535 | 20.518 | 20.271 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2014 |
Währungs anpassung |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2015 |
Stand am 30.09.2015 |
Stand am 30.09.2014 |
| 1.947 | -20 | 323 | 128 | 2.122 | 1.615 | 1.737 |
| 29.174 | -63 | 1.771 | 0 | 30.882 | 6.740 | 6.199 |
| 31.121 | -83 | 2.094 | 128 | 33.004 | 8.355 | 7.936 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.945 | 4.603 |
| 2.692 | 0 | 254 | 10 | 2.936 | 4.161 | 4.253 |
| 2.584 | -33 | 687 | 295 | 2.943 | 1.486 | 1.810 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 185 | 16 |
| 5.276 | -33 | 941 | 305 | 5.879 | 5.832 | 6.079 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 396 | 429 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 743 | 207 |
| 36.397 | -116 | 3.035 | 433 | 38.883 | 20.271 | 19.254 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hardund Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2016 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2016 sowie den Konzern-Lagebericht 2015/2016 am 22. November 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB).
Die Auslegungen (IFRIC - International Financial Reporting Interpretations Committe und SIC - Standards Interpretations Committee) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committe (IFRS IC) wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag gültigen und durch die Kommission der Europäischen Union (EU) anerkannten IFRS wurden berücksichtigt.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2015/2016 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).
Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.
Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Folgende, von IASB und IFRS IC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2015/2016 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| AIP 2011-2013 | Jährliche Verbesserungen des IASB 2011-2013 | 1. Januar 2015 |
| AIP 2010-2012 | Jährliche Verbesserungen des IASB 2010-2012 | 1. Februar 2015 |
| Amend. IAS 19 | Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 1. Februar 2015 |
Die erstmalig im laufenden Geschäftsjahr anzuwendenden neuen und geänderten IFRS führten zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Darstellung des Konzern-Abschlusses.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| Amend. IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen - Bilanzierung von Erwerben an Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit |
1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 16, IAS 38 |
Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 16, IAS 41 |
Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 27 | Equity Mehode in Einzelabschlüssen | 1. Januar 2016 |
| AIP 2012-2014 | Jährliche Verbesserungen des IASB 2012-2014 | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 1 | Angabeninitiative | 1. Januar 2016 |
| Amend. IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 |
Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 1. Januar 2016 |
| Amend. IAS 12 | Ertragsteuern | 1. Januar 2017 |
| Amend IAS 7 | Kapitalflussrechnung | 1. Januar 2017 |
| Clarif. IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. Januar 2018 |
| Amend. IFRS 2 | Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung | 1. Januar 2018 |
| Amend. IFRS 4 | Anwendung von IFRS 9 'Finanzinstrumente' gemeinsam mit IFRS 'Versicherungsverträge' |
1. Januar 2018 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. Januar 2018 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Januar 2018 |
| IFRS 16 | Leasing | 1. Januar 2019 |
Von der Möglichkeit vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden wurde kein Gebrauch gemacht.
Mit Ausnahme des IFRS 15 wird die Anwendung der neuen bzw. überarbeiteten Standards nach der-zeitigen Einschätzungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Eine frühere Anwendung hätte zu erweiterten Angaben im Konzern-Anhang geführt.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ersetzt zukünftig sowohl die Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch IAS 11 "Fertigungsaufträge". Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und
Leistungsarten, sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse zeitpunkt- und zeitraumbezogen zu realisieren sind. Die Auswirkungen einer früheren Anwendung von IFRS 15 werden gegenwärtig vom Management der Gesellschaft geprüft. Obwohl quantitative Aussagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich sind, zeigen erste Analysen, dass bei der Ermittlung des Transaktionspreises Abweichungen gegenüber der bisherigen Umsatzerlösermittlung entstehen können und daher Auswirkungen durch die Anwendung von IFRS 15 zu erwarten sind.
Ansonsten liegen dem Konzern-Abschluss dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Vorjahr zugrunde.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzern-Abschluss einbezogen, ab dem die LS telcom AG das Unternehmen direkt oder indirekt gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt dann vor, wenn die LS telcom AG aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens entscheiden kann, wenn ihr die positiven oder negativen variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zufließen und wenn sie diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Nach IFRS 10 erfolgte zum 1. Oktober 2015 eine Änderung im Konsolidierungskreis des LS telcom Konzerns bei der LST Middle East FZ-LLC von der At-Equity-Konsolidierung hin zur Vollkonsolidierung. Die LS telcom AG hält unverändert einen Anteil von 49 % an der LST Middle East FZ-LLC, wobei zu Beginn des Geschäftsjahres die Kontrolle mit einem davon abweichenden 60 %-igen Anteil an den Stimmrechten - über die Gesellschaft übernommen wurde.
Im Zusammenhang mit dem Abgang der Anteile an der LST Middle East FZ-LLC, welche bislang nach der Equity-Methode bewertet wurden, und dem Zugang von Anteilen an verbundenen Unternehmen (Erwerbsfiktion) ist ein Gewinn in Höhe von TEUR 13 ertragswirksam erfasst worden. Dabei erfolgte die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe eines Ertragswertverfahrens. Die folgenden Daten waren die Haupteingangsfaktoren, die bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendet wurden:
Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 1. Oktober 2015 wurden folgende Vermögenswerte und Schulden angesetzt:
| in TEUR | |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Sachanlagen | 26 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Liquide Mittel | 373 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 309 |
| Forderungen gegen LS telcom AG | 278 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Sonstige Rückstellungen | -316 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | -39 |
| Verbindlichkeiten gegenüber LS telcom AG | -732 |
| -101 |
Aus dem Erwerb ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 158 entstanden. Die Minderheitenanteile wurden zum Erwerbszeitpunkt bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert mit TEUR 51 bewertet.
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres 2015/2016 sind TEUR 199 Gewinne sowie Umsätze in Höhe von TEUR 3.208 aus der LST Middle East FZ-LLC enthalten.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IFRS 10 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden:
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital |
Anteil am Kapital % | Zeitpunkt der Erstkonso lidierung |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada |
CAD | 1.829.000 | 100 | 01.06.2002 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | 27.05.2003 |
| LS telcom SAS, Paris/Frankreich |
EUR | 100.000 | 100 | 01.11.2006 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
ZAR | 300 | 51 | 30.09.2007 |
| Colibrex GmbH, Rheinmünster/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | 14.07.2011 |
| LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA |
USD | 1.000 | 100 | 27.07.2011 |
| LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich |
GBP | 1.000 | 100 | 21.05.2013 |
| RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA |
USD | 1 | 100 | 01.06.2014 |
| LST Middle East FZ-LLC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate |
AED | 200.000 | 49 | 01.10.2015 |
LS telcom AG hat bei der LST Middle East FZ-LLC das Recht, sich ab dem 30. September 2018 durch eine einseitige Kapitalerhöhung von 50 % an dieser Gesellschaft zu beteiligen, sofern diese einen definierten Bilanzgewinn bis dahin nicht erreichen sollte. Darüber hinaus hat LS telcom AG das Recht das an diese Gesellschaft gewährte Darlehen in Anteile an dieser Gesellschaft umzuwandeln, sofern diese eine definierte Ausschüttung bis zum 30. September 2018 nicht geleistet hat. Zum Erstbewertungszeitpunkt und zum Bilanzstichtag wurden die Optionen mit einem Fair Value von Null bewertet.
Bei dem assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd. hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital |
Anteil am Kapital % | Zeitpunkt der Erstkonso lidierung |
|---|---|---|---|---|
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China |
EUR | 147.745 | 40 | 28.05.2009 |
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2016 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte in der Vergangenheit nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das
Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung von Minderheitenanteilen bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheit; CGUs). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Land | Währung | 2015/2016 EUR 1,00 = |
2014/2015 EUR 1,00 = |
30.09.2016 EUR 1,00 = |
30.09.2015 EUR 1,00 = |
| Kanada | CAD | 1,4719 | 1,4076 | 1,4734 | 1,5079 |
| Südafrika | ZAR | 16,421 | 13,771 | 15,542 | 15,773 |
| USA | USD | 1,1109 | 1,1490 | 1,1211 | 1,1244 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,7824 | 0,7433 | 0,8644 | 0,7414 |
| Vereinigte Arabische Emirate |
AED | 4,0804 | 4,2205 | 4,1178 | 4,1298 |
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis zwanzig Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht, als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Die Entwicklungskosten umfassen die direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Die noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte werden jährlich auf Werthaltig-
keit überprüft. Zudem lagen im Berichtsjahr keine Indikatoren für eine Wertminderung der bereits abgeschlossenen Entwicklungsprojekte vor. Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertkorrekturen vorgenommen.
Bei Kauf, Bau oder Herstellung von Vermögenswerten, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungsprozess sich über einen erheblichen Zeitraum erstreckt (qualifizierter Vermögenswert), werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 78 (i. V. TEUR 52) aktiviert, da die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte die Definition eines qualifizierten Vermögenswertes erfüllen. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 3,78 % (i. V. 3,78 %) zugrunde gelegt.
Der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz wird wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand behandelt und mit der Differenz zwischen den erhaltenen Zahlungen und dem beizulegenden Zeitwert eines Darlehens zum Marktzins bewertet. Beziehen sich die Zuwendungen auf die als immaterieller Vermögenswert aktivierten Entwicklungsprojekte, werden die zurechenbaren Zuwendungen von den Herstellungskosten der Vermögenswerte abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden TEUR 0 (i. V. TEUR 35) als Zuwendungen auf einen Vermögenswert sowie TEUR 0 (i. V. TEUR 16) als direkte aufwandsbezogene Zuwendungen innerhalb der Periode als Ertrag erfasst.
Kosten für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 2.998 (i. V. TEUR 2.634) sofort als Aufwand erfasst.
Zugänge zu den Abschreibungen sind in dem Posten "Abschreibungen" erfasst.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.
Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, (TEUR 680), der LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 889), der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (TEUR 3.401), und der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE (TEUR 158).
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 267, dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 2.840 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 2.021 zugeordnet.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen fünfjährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Für das Umsatzwachstum wurden Werte zwischen 1 % und 15 % und für die EBIT-Marge Werte zwischen 1 % und 25 % verwendet. Bei der Berechnung der ewigen Rente werden, basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Die so ermittelten Zahlungsströme werden mit den für
jede Zahlungsmittel generierende Einheit individuell ermittelten, gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern abgezinst, um den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit zu bestimmen. Der Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern wird über ein iteratives Verfahren ermittelt, so dass der Nutzungswert vor Steuern dem Nutzungswert nach Steuern entspricht. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 8,69 % (LS telcom SAS, Paris/Frankreich), 10,01 % (LS telcom Limited, Ottawa/Kanada), 10,9 % (RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA) und 9,28 % (LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada, RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA und LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE hätte sich bei Veränderung der EBIT-Prognosen um –10 % bzw. eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 Prozentpunkt kein Abwertungsbedarf ergeben.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs.
Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten bezüglich Sachanlagen aktiviert.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis 35 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögenswertes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht.
Der Restbuchwert aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie ist im Folgenden dargestellt:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Gebäude | 2.319 | 2.603 |
| 2.319 | 2.603 |
Die Anschaffungskosten für das Immobilien-Finanzierungsleasing betragen TEUR 4.267 (i. V. TEUR 4.267). Zugänge zum Finanzierungsleasing sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 1.665 und zum Ende der Periode mit TEUR 1.949, bei Zugängen von TEUR 284, gegeben. In den Zugängen ist eine Abschreibung aufgrund der Änderung der Vertragsbedingungen des Finanzierungsleasings in Höhe von TEUR 113 enthalten.
Die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital des assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China. Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar.
| Bilanz AKTIVA |
30.09.2016 TEUR |
30.09.2015 TEUR |
PASSIVA | 30.09.2016 TEUR |
30.09.2015 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände |
156 | 156 | Eigenkapital | 834 | 677 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände |
1.005 | 554 | Kurzfristige Verbindlichkeiten |
327 | 33 |
| Summe | 1.161 | 710 | Summe | 1.161 | 710 |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2015/2016 TEUR |
2014/2015 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.391 | 663 |
| Ergebnis | 186 | -1 |
Die separate Anlage zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs.
Ausgewiesen werden Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sowie der langfristige Anteil von Leasingforderungen.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden sofern nötig durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada um 26,5 % (i. V. 26,5 %), bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich um 33,33 % (i. V. 33,33 %), bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA um 39,45 % (i. V. 40 %), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 % (i. V. 28 %) sowie bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich um 20 % (i. V. 21 %), bei RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA um 37,96 % (i. V. 37,96 %), bei LS telcom Middle East FZ-LLC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate um 0,00 %. Es sind die ab 2016 gültigen Steuersätze berücksichtigt.
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.328 | 1.355 |
| Währungseffekte | 5 | 5 |
| Zunahme | 280 | 0 |
| Abnahme | 0 | 32 |
| Stand am 30.09. | 1.613 | 1.328 |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -947 | -1.023 |
| Stand am 30.09. | 666 | 305 |
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 940 | 753 |
| Anlagevermögen | 429 | 395 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9 | 6 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1 | 1 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 81 | 45 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 153 | 128 |
| 1.613 | 1.328 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | -947 | -1.023 |
| 666 | 305 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 119), LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 63), LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika (TEUR 31) und RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (TEUR 227). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Die Verlustvorträge in Deutschland, Frankreich, Südafrika und dem Vereinigten Königreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 10 bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre genutzt werden.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines Planungshorizonts von 5 Jahren wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.466 (i. V. TEUR 9.044) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Zehn bis 20 Jahre | 3.158 | 2.140 |
| unbefristet | 6.308 | 6.904 |
| 9.466 | 9.044 |
Hinsichtlich der Nutzung der bilanzierten Steuervorteile aus Verlustvorträgen wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.
Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und realisierbaren Nettoveräußerungswerten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind. In den Vorräten sind fertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 6 (i. V. TEUR 28) und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 66 (i. V. TEUR 39) enthalten.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.646 | 5.936 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 3.164 | 3.872 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 0 | 113 |
| 8.810 | 9.921 |
Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen.
Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 7 (i. V. TEUR 0) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 188) erfasst.
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte.
Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der LS telcom AG infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion"). Für vereinzelte Großprojekte werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne ausgewiesen. Der Anteil dieser mit Teilgewinn bewerteten Projekte beträgt nach der Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen im Geschäftsjahr 2015/2016 TEUR 2.541 (i. V. TEUR 2.591).
Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste.
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Realisierte Teilumsätze | 3.231 | 4.412 |
| Erhaltene Anzahlungen | 67 | 540 |
| 3.164 | 3.872 |
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 11 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 156 vorgenommen (i. V. TEUR 260).
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.
Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen" sowie in die Kategorie "available for sale". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Kredite und Forderungen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Für die Absicherung von Währungsrisiken werden teilweise Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte bestehen, werden diese gemäß IAS 39 bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt.
Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente (ebenso im Vorjahr).
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 2 | 1 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 7.109 | 8.133 |
| 7.111 | 8.134 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Anhang unter F. dargestellt.
Zum 30. September 2016 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.860 (i. V. TEUR 1.860), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 1 | 62 |
| 1 | 62 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 22 | 52 |
| Übrige Forderungen | 504 | 634 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 530 | 299 |
| 1.056 | 985 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Wartung, Messekosten sowie Steuern. Die übrigen Forderungen enthalten vor allem Forderungen für geleistete Anzahlungen.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert oder zum beizulegenden Zeitwert (zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte) bilanziert.
Die Position setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Arbeitnehmerdarlehen | 3 | 8 |
| Leasing Forderungen | 44 | 33 |
| Sonstige | 2 | 4 |
| 49 | 45 |
Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.311.000 (i. V. 5.311.000).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.
Es handelt sich im Wesentlichen um finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.492 | 5.772 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Sonstigen | 44 | 159 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 1.254 | 1.736 |
| 6.790 | 7.667 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D.23.).
Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet.
Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde ein Zinssatz in Höhe von 7,5 % p. a. zu Grunde gelegt. Im Geschäftsjahr erfolgte aufgrund der Änderung der Vertragsbedingungen eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit. Die Leasingverbindlichkeit reduzierte sich - analog zum Leasingobjekt um TEUR 113.
Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2016 |
Mindestleasing zahlungen |
Enthaltener Zinsanteil |
Aufzinsung Mieterdarlehen |
Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 468 | 141 | 37 | 364 |
| 1 bis 5 Jahre | 1.670 | 302 | 177 | 1.545 |
| über 5 Jahre | -760 | 162 | 631 | -291 |
| Summe | 1.378 | 605 | 845 | 1.618 |
| in TEUR Fälligkeit zum 30.09.2015 |
Mindestleasing zahlungen |
Enthaltener Zinsanteil |
Aufzinsung Mieterdarlehen |
Barwert |
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 498 | 174 | 34 | 358 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.110 | 429 | 164 | 1.845 |
| über 5 Jahre | -593 | 195 | 680 | -108 |
| Summe | 2.015 | 798 | 878 | 2.095 |
Bei der Überleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 845 (i. V. TEUR 878) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt.
Darüber hinaus hat der Konzern am 18. Dezember 2013 ein KfW-Förderdarlehen, bestehend aus einer Fremdkapitalund einer Nachrangtranche, über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 2.400 und TEUR 3.600 abgeschlossen. Der Zinssatz ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der langfristigen Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Das Darlehen wurde bereits zum 30. September 2015 in voller Höhe in Anspruch genommen. Das zinsvergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand wurde gemäß IAS 20.10A i. V. m. IAS 39 zum Erstbewertungszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es handelt sich in Höhe von TEUR 47 (i. V. TEUR 280) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden (siehe hierzu auch Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.24.), in Höhe von TEUR 44 (i. V. TEUR 1.620) um bedingte Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis von RadioSoft, sowie Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen TEUR 148 (i. V. TEUR 398). In Höhe von TEUR 35 (i. V. TEUR 49) besteht eine Verbindlichkeit aus Abgrenzung wegen Vorteils aus einem Mietvertrag.
Die Verpflichtungen aus variablen Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für den darin enthaltenen langfristigen Anteil, der eine aktienkursbasierte Barvergütung betrifft (TEUR 121), kommt IFRS 2 auf der Grundlage eines Binomialmodells zur Anwendung. Der andere Teil der langfristigen Vergütung (TEUR 27) betrifft einen vertraglich fixierten Bonus, der in Abhängigkeit von der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite nach Ablauf von zwei Jahren bezahlt wird. Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren. Der kurzfristige Anteil der variablen Vergütung entfällt auf beide Teile mit TEUR 295. Siehe hierzu bei den "Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten" (D.24.).
Die anteilsbasierte Vergütung betrifft seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 sämtliche Vorstandsmitglieder aufgrund der Neuregelung der Dienstverträge zum 1. Oktober 2012 und kann nur bar ausgeglichen werden. Die daraus resultierenden Wertsteigerungsrechte werden ausübbar, wenn nach Ablauf von drei bis sechs Jahren ein bestimmter Aktienbasispreis überschritten wird. Die Anzahl der ausübbaren Wertsteigerungsrechte nach drei Jahren beträgt 20.000 bzw. 30.000 Stück. Hierfür wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEUR 24 berücksichtigt. Zum 30. September 2016 sind Wertsteigerungsrechte i. H. v. TEUR 230 ausübbar, die im Dezember 2016 bar ausbezahlt werden. Weitere Wertsteigerungsrechte sind nicht ausübbar.
30.09.2016 30.09.2015 Dividendenrendite 0,67 % 1,67 % Erwartete Volatilität 43,99 % 44,83 % Risikoloser Zinssatz 0,70 % 0,25 - 0,27 % Antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte 0 bis 1 Jahr 0 bis 2 Jahre Erwarteter Aktienkurs EUR 2,88 bis 2,91 EUR 3,40 bis 3,46 Angewandtes Modell Binomial Binomial
Der Ausübungspreis für die Wertsteigerungsrechte beträgt am Ende der Berichtsperiode EUR 3,52. Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter: Die antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte basiert auf den aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität über einen der Laufzeit der Wertsteigerungsrechte ähnlichen Zeitraum auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die angegebenen Bandbreiten ergeben sich aus unterschiedlichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten der virtuellen Aktienoptionen für die einzelnen Vorstandsmitglieder.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 2.902 | 2.564 |
| Währungseffekte | 12 | -26 |
| Zunahme | 10 | 364 |
| 2.924 | 2.902 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -947 | -1.023 |
| Stand am 30.09. | 1.977 | 1.879 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 2.158 | 1.906 |
| Anlagevermögen | 74 | 41 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7 | 7 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 444 | 679 |
| Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 36 | 2 |
| Sonstige langfristige Vermögensgegenstände | 153 | 152 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 10 | 91 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 42 | 24 |
| 2.924 | 2.902 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -947 | -1.023 |
| 1.977 | 1.879 |
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. aus einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.
Über die Zusammensetzung und Entwicklung des Postens gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
| in TEUR | Stand 30.09.2015 |
Währungs differenz |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 30.09.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 5 | 0 | 0 | 0 | 63 | 68 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 42 | 0 | 42 | 0 | 46 | 46 |
| Ausstehende Rechnungen | 113 | 1 | 109 | 5 | 279 | 279 |
| Übrige | 35 | 0 | 7 | 0 | 0 | 28 |
| 190 | 1 | 158 | 5 | 325 | 353 | |
| Gesamt | 195 | 1 | 158 | 5 | 388 | 421 |
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 103 | 228 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo | 230 | 191 |
| 333 | 419 |
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit dem Posten Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen | 407 | 959 |
| Davon mit Forderungen saldiert | 74 | 540 |
| 333 | 419 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 1.061 (i. V. TEUR 1.238).
Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Sie setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 364 | 358 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 287 | 159 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 15 | 41 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 172 | 123 |
| 838 | 681 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau. Bei den übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Verpflichtungen aus Mietkäufen.
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D.17.).
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 325 | 364 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 117 | 147 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 3.487 | 3.327 |
| Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten | 1.293 | 945 |
| 5.222 | 4.783 |
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, den kurzfristigen Anteil aus der Vorstandsvergütung und den kurzfristigen Anteil aus der bedingten Kaufpreisverpflichtung.
Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.
Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 20,9 Mio. (i. V. EUR 24,2 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 90; i. V. TEUR 264), Währungsgewinne (TEUR 337; i. V. TEUR 980), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 5; i. V. TEUR 2), Zuwendungen der öffentlichen Hand (TEUR 0; i. V. TEUR 16) sowie aus der Neubewertung einer bedingten Kaufpreisverpflichtung (TEUR 1.560; i. V. TEUR 596).
Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software und Hardware. Zur Bewertung vgl. D.3.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 2.030 | 2.576 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 4.516 | 6.118 |
| 6.546 | 8.694 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 16.978 | 15.669 |
| Soziale Abgaben | 2.911 | 2.873 |
| 19.889 | 18.542 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 270 | 264 |
Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind.
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 2.283 | 2.128 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 948 | 875 |
| Übrige | 3.499 | 3.412 |
| 6.730 | 6.415 |
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 76 | -51 |
| Zinserträge | 37 | 31 |
| Zinsaufwendungen | 242 | 347 |
| Zinsaufwand aus Aufzinsung bedingte Kaufpreisverbindlichkeit | 2 | 34 |
| -131 | -401 |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. (TEUR 76) im Geschäftsjahr 2015/2016.
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen.
Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Ertrag (i. V. Aufwand) aus Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 150 | 103 |
| Latente Steuern | -270 | 396 |
| -120 | 499 |
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz | -9 | -42 |
| IFRS -Anpassungen |
||
| Leasing | -5 | -13 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -182 | -22 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | 1 | -3 |
| Entwicklungskosten | 234 | 121 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 153 |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 0 | 49 |
| Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 3 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 18 | 15 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -2 | -153 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | 0 | -63 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | -325 | 351 |
| -270 | 396 |
Der Ertrag (i. V. Aufwand) aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % (i. V. 28 %) ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | 806 | 1.125 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28 %) | 226 | 315 |
| Nicht angesetzte Verluste des Geschäftsjahres | 554 | 494 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | -432 | 0 |
| Nichtabzugsfähige Betriebsausgaben | 111 | 50 |
| Steuerfreie Einnahmen | -619 | -422 |
| Ausländische Quellensteuer | 42 | 43 |
| Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | 2 | -28 |
| Periodenfremde latente Steuern | -4 | -3 |
| Sonstiges | 26 | 11 |
| Unterschiedliche Steuersätze | -26 | 39 |
| Tatsächlicher Steuerertrag (i. V. Steueraufwand) | -120 | 499 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:
| Gerundet | 28,0 % |
|---|---|
| Tarifbelastung | 27,7 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,8 % |
| Körperschaftsteuer (15 % vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | 15,0 % |
| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % | 11,9 % |
Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.311.000 (i. V. 5.311.000). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 823 (i. V. TEUR 584). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,15 (i. V. EUR 0,11). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 38 (i. V. TEUR 21) erhaltene Zinsen und TEUR 285 (i. V. TEUR 390) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 47 (i. V. TEUR 161) bezahlt und Ertragsteuern in Höhe von EUR 27 (i. V. TEUR 18) erstattet worden.
Im laufenden Geschäftsjahr betreffen die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe eine Teilzahlung der Kaufpreisverbindlichkeit aus dem im Rahmen eines asset deals übernommenen Geschäftsbetriebs der Moncure Gruppe. Nähere Informationen finden sich unter H.3.
Der Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 7.111 | 8.134 |
| Kontokorrentkredite | -15 | -41 |
| 7.096 | 8.093 |
Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.23.).
Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als verantwortliche Unternehmensinstanz für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunkund Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte.
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2016 |
Hardwarenahe Systeme |
Dienst leistungen |
Software systeme |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.920 | 6.074 | 21.997 | 0 | 31.991 |
| Investitionen | 1.306 | 82 | 2.841 | 77 | 4.306 |
| Abschreibungen | 1.589 | 180 | 1.560 | 0 | 3.329 |
| Segmentergebnis | -1.219 | 645 | 1.511 | 0 | 937 |
| Vermögenswerte des Segments | 4.548 | 8.621 | 24.080 | 1.034 | 38.283 |
| Schulden des Segments | 2.182 | 3.445 | 7.280 | 4.009 | 16.916 |
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2015 |
Hardwarenahe Systeme |
Dienst leistungen |
Software systeme |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 5.400 | 6.253 | 21.630 | 0 | 33.283 |
| Investitionen | 1.266 | 194 | 1.609 | 0 | 3.069 |
| Abschreibungen | 1.393 | 201 | 1.441 | 0 | 3.035 |
| Segmentergebnis | -1.298 | -91 | 2.915 | 0 | 1.526 |
| Vermögenswerte des Segments | 7.386 | 8.865 | 22.776 | 763 | 39.790 |
| Schulden des Segments | 2.736 | 4.865 | 6.993 | 4.615 | 19.209 |
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen.
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen, wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet.
Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen.
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR Regionen |
Inland | Europa | Mittlerer Osten |
Asien/ Pazifik |
Afrika | Nord und Süd amerika |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2015/2016 | 2.835 | 6.591 | 6.810 | 7.387 | 2.900 | 5.468 | 31.991 |
| 2014/2015 | 2.085 | 5.793 | 4.190 | 6.439 | 6.687 | 8.089 | 33.283 |
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr wurde mit einem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Segmente:
| Umsatz | Betroffenes Segment | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2015/2016 |
TEUR | prozentual | Hardwarenahe Systeme |
Dienst leistungen |
Software systeme |
| Kunde 1 | 3.239 | 10,1 | X |
Im Vorjahr wurden mit einem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| Langfristige Vermögenswerte | 30.09.2016 TEUR |
30.09.2015 TEUR |
|---|---|---|
| Inland | 13.272 | 12.956 |
| Europa | 964 | 1.010 |
| Afrika | 263 | 125 |
| Nordamerika | 5.623 | 5.784 |
| Mittlerer Osten | 29 | 0 |
| 20.151 | 19.875 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, den Geschäfts- und Firmenwert, die Sachanlagen sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2016 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Buchwerte übrige |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
75 | 75 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
8.810 | 5.646 | 3.164 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
49 | 49 | ||
| Zahlungsmittel | 7.111 | 7.111 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.790 | 5.536 | 1.254 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.061 | 1.061 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 838 | 474 | 364 |
In der Spalte "Buchwert übrige" sind unter den kurzfristigen Vermögenswerten Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 3.164 (i. V. TEUR 3.872) ausgewiesen, die gemäß IAS 11 bewertet werden. Hinsichtlich der Schulden betrifft der Ausweis Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von insgesamt TEUR 1.618 (i. V. TEUR 2.095), die gemäß IAS 17 bewertet werden.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ein zinsbegünstigtes KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 5.492 (i. V. TEUR 5.772).
Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
| Buchwerte Finanzinstrumente | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition 30.09.2015 |
zum Fair Value bewertet |
zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet |
Buchwerte übrige |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
743 | 743 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
9.921 | 6.049 | 3.872 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
45 | 45 | ||
| Zahlungsmittel | 8.134 | 8.134 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 7.667 | 5.931 | 1.736 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.238 | 1.238 | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 681 | 323 | 358 |
Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 die folgenden Werte:
| in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 |
30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 12.881 | 14.971 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | 7.071 | 7.492 |
Das in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthaltene Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Nettoergebnis nach Bewertungskategorien |
30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | -7 | 0 |
In der Nettoposition sind Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 7 (i. V. TEUR 0) enthalten.
Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten |
30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 38 | 20 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | -245 | -347 |
| -207 | -327 |
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt die folgende Tabelle:
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2015/2016 |
Brutto buchwert |
weder überfällig noch wert berichtigt |
überfällig und nicht wert berichtigt |
Wertbe rechtigungen |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
5.653 | 4.591 | 1.055 | 7 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Unternehmen |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
3.320 | 3.164 | 0 | 156 |
| in TEUR Altersstruktur Forderungen 2014/2015 |
Brutto buchwert |
weder überfällig noch wert berichtigt |
überfällig und nicht wert berichtigt |
Wertbe richtigungen |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
5.936 | 4.581 | 1.355 | 0 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Unternehmen |
113 | 113 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
4.041 | 3.781 | 0 | 260 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom AG verbleibt.
Die Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte zeigt folgendes Bild:
| in TEUR 2015/2016 |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig bis 45 Tage |
überfällig 45 - 90 Tage |
überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
1.055 | 237 | 261 | 557 |
| 1.055 | 237 | 261 | 557 |
| in TEUR 2014/2015 |
überfällig und nicht wert berichtigt |
überfällig bis 45 Tage |
überfällig 45 - 90 Tage |
überfällig mehr als 90 Tage |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
1.355 | 323 | 523 | 509 |
| 1.355 | 323 | 523 | 509 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Stand 1. Oktober | 0 | 181 |
| Auflösung | 0 | 188 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Währungsdifferenz | 0 | 7 |
| Zuführung | 7 | 0 |
| Stand 30. September | 7 | 0 |
Im Berichtsjahr entstanden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 25 (i. V. TEUR 188). Es handelt sich in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 188) um bereits im Vorjahr wertberichtigte Forderungen.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Des Weiteren pflegt die Gesellschaft eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel III weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| in TEUR 2015/2016 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.061 | 0 | 0 | 1.061 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 364 | 1.545 | -291 | 1.618 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 1.844 | 3.692 | 5.536 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
474 | 0 | 0 | 474 |
| 1.899 | 3.389 | 3.401 | 8.689 |
| in TEUR 2014/2015 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.238 | 0 | 0 | 1.238 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 358 | 1.844 | -108 | 2.094 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 1.359 | 4.572 | 5.931 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
323 | 0 | 0 | 323 |
| 1.919 | 3.203 | 4.464 | 9.586 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30. September 2016 (Vorjahr 30. September 2015) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.
| in TEUR 2015/2016 |
Cashflow 2017 |
Cashflow 2018 - 2022 |
Cashflow 2023 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.061 | 0 | 0 | 1.061 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 468 | 1.670 | -760 | 1.378 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 1.844 | 3.692 | 5.536 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
474 | 0 | 0 | 474 |
| 2.003 | 3.514 | 2.932 | 8.449 |
| in TEUR 2014/2015 |
Cashflow 2016 |
Cashflow 2017 - 2021 |
Cashflow 2022 ff. |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.238 | 0 | 0 | 1.238 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.17. + D.23.) | 498 | 2.110 | -593 | 2.015 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.17.) |
0 | 1.359 | 4.572 | 5.931 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanz verbindlichkeiten (D.23.) |
323 | 0 | 0 | 323 |
| 2.059 | 3.469 | 3.979 | 9.507 |
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2016 |
EUR | CAD | THB | ZAR | USD | TND | GBP | SAR | QAR | MYR | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.254 | 17 | 0 | 283 | 690 | 50 | 720 | 0 | 0 | 0 | 97 | 7.111 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
2.736 | 700 | 125 | 290 | 294 | 0 | 281 | 242 | 548 | 170 | 260 | 5.646 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
1.629 | 0 | 0 | 78 | 41 | 0 | 43 | 457 | 15 | 799 | 102 | 3.164 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-719 | -22 | 0 | -28 | -136 | 0 | -143 | 0 | 0 | 0 | -13 | -1.061 |
| Summe | 8.900 | 695 | 125 | 623 | 889 | 50 | 901 | 699 | 563 | 969 | 446 | 14.860 |
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2015 |
EUR | CAD | THB | ZAR | USD | TND | GBP | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 5.969 | 398 | 735 | 163 | 705 | 57 | 93 | 14 | 8.134 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert |
3.352 | 498 | 194 | 1.011 | 461 | 0 | 0 | 420 | 5.936 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen |
1.969 | 1.805 | 0 | 65 | 16 | 0 | 17 | 0 | 3.872 |
| Forderungen gegen nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen |
113 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 113 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-455 | -39 | 0 | -228 | -14 | 0 | -186 | -316 | -1.238 |
| Summe | 10.948 | 2.662 | 929 | 1.011 | 1.168 | 57 | -76 | 118 | 16.817 |
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Gesamtergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 596 (i. V. TEUR 587) verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 596 (i. V. TEUR 587) verschlechtert.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich bei den wesentlichen Währungen wie folgt zusammen:
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2016 |
CAD | ZAR | USD | GBP | SAR | QAR | MYR |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anstieg von 10% gegenüber dem Euro | 70 | 62 | 89 | 90 | 70 | 56 | 97 |
| Rückgang von 10% gegenüber dem Euro | -70 | -62 | -89 | -90 | -70 | -56 | -97 |
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2015 |
CAD | ZAR | USD | GBP | SAR |
|---|---|---|---|---|---|
| Anstieg von 10% gegenüber dem Euro | 70 | 62 | 89 | 90 | 70 |
| Rückgang von 10% gegenüber dem Euro | -70 | -62 | -89 | -90 | -70 |
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegt die folgende Annahme zu Grunde:
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2016 bei einer Zinsänderung um +100 Basispunkte um TEUR 13 (i. V. TEUR 23) erhöhen.
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.
Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2016 und 30. September 2015 keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 504 | 507 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 380 | 1.134 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 0 | 362 |
| 884 | 2.003 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 14 nahestehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.5.).
Im Berichtsjahr besteht kein Bestellobligo (i. V. bestand kein Bestellobligo).
Die bedingte Kaufpreisverpflichtung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2015/2016 | 2014/2015 |
|---|---|---|
| Stand 01.10. | 1.706 | 2.087 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerb | 0 | 0 |
| Abgänge | -89 | -73 |
| Währungsänderungen | 18 | 254 |
| Aufzinsung | 2 | 34 |
| Neubewertung | -1.560 | -596 |
| Stand 30.09 | 77 | 1.706 |
Der Ertrag der Neubewertung in Höhe von TEUR 1.560 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Von den bedingten Gegenleistungen sind TEUR 33 (i. V. TEUR 86) innerhalb eines Jahres fällig.
Der Kaufpreis aus dem Erwerb des Frequenzkoordinierungsgeschäfts der zum 1. Juni 2014 neugegründeten LS telcom-Tochtergesellschaft RadioSoft Inc. umfasste zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einen bedingten Teil. Dieser bedingte Teil erstreckt sich bis ins Jahr 2019 und ist von den in diesem Zeitraum durch die RadioSoft Inc. erzielten Ergebnisgrößen abhängig.
Da sich die bezüglich des Kaufpreises angenommenen Geschäftsvolumina bisher noch nicht eingestellt haben, wurde gegenüber dem Erstkonsolidierungszeitpunkt von einer niedrigeren Zahlung ausgegangen, sodass gemäß IFRS 3 erfolgwirksam ein Ertrag aus der Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit von TEUR 1.560 gebucht wurde.
Die Verpflichtung in Höhe von TEUR 77 ist in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 33) und den langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten (TEUR 44) enthalten.
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 bzw. 2014/2015 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
| in TEUR 2015/2016 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 74 | - | 74 |
| Sonstige betriebliche Erträge | - | - | - |
| Materialaufwand | 187 | - | 187 |
| Sonstige Aufwendungen | - | 83 | 83 |
| Ausleihungen | - | - | - |
| Forderungen | - | - | - |
| Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | - | - | - |
| in TEUR 2014/2015 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 632 | - | 632 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 39 | - | 39 |
| Materialaufwand | 1.109 | - | 1.109 |
| Sonstige Aufwendungen | 1 | 81 | 82 |
| Ausleihungen | 644 | - | 644 |
| Forderungen | 113 | - | 113 |
| Verbindlichkeiten | 278 | - | 278 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | - | - | - |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 97 | 105 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 14 | 18 |
| Sonstige Leistungen | 22 | 10 |
| Gesamthonorar | 133 | 133 |
Am 27. November 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim
Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Manfred Lebherz (Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 949 (i. V. TEUR 1.052) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 150 (i. V. TEUR 253) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 45 (i. V. TEUR 186) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis zwei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von TEUR 69 (i. V. TEUR 66).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 5.325.267,14 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 22. November 2016
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 24. November 2016
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Dr. Volker Hecht Thomas Epple
| Stand am 30.09.2016 EUR |
Stand am 30.09.2015 EUR |
||
|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten |
161.242,35 | 252.670,29 |
| 2. | Geleistete Anzahlungen | 196.560,00 | 0,00 |
| 357.802,35 | 252.670,29 | ||
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. | Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken | 1.332.705,44 | 1.390.265,13 |
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.031.191,98 | 1.161.626,80 |
| 3. | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 395.940,25 | 199.379,83 |
| 2.759.837,67 | 2.751.271,76 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.530.655,04 | 4.225.267,05 |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.376.089,63 | 6.161.039,30 |
| 3. | Beteiligungen | 110.066,40 | 415.454,39 |
| 4. | Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 556.746,06 |
| 13.016.811,07 | 11.358.506,80 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. | Vorräte | ||
| 1. | Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 65.532,49 | 38.654,10 |
| 2. | Unfertige Leistungen | 909.667,31 | 1.270.704,67 |
| 3. | Fertige Erzeugnisse | 325,61 | 21.725,61 |
| 975.525,41 | 1.331.084,38 | ||
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.058.297,85 | 2.331.088,87 |
| 2. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.350.362,87 | 3.590.021,21 |
| 3. | Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 113.142,82 |
| 4. | Sonstige Vermögensgegenstände | 1.735.216,51 | 1.532.175,93 |
| 7.143.877,23 | 7.566.428,83 | ||
| III. | Flüssige Mittel | 5.664.510,80 | 5.786.436,57 |
| C. R | echnungsabgrenzungsposten | 310.442,83 | 184.866,97 |
| 30.228.807,36 | 29.231.265,60 |
Passiva
| Stand am 30.09.2016 EUR |
Stand am 30.09.2015 EUR |
||
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 5.335.000,00 | 5.335.000,00 |
| Nennbetrag der eigenen Anteile | -24.000,00 | -24.000,00 | |
| Ausgegebenes Kapital | 5.311.000,00 | 5.311.000,00 | |
| II. | Kapitalrücklage | 6.982.478,15 | 6.982.478,15 |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Andere Gewinnrücklagen | 285.582,79 | 285.582,79 | |
| IV. Bilanzgewinn | 5.325.267,14 | 4.092.956,26 | |
| 17.904.328,08 | 16.672.017,20 | ||
| B. R | ückstellungen | ||
| 1. | Steuerrückstellungen | 56.500,00 | 771,39 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 3.150.471,20 | 3.035.365,46 | |
| 3.206.971,20 | 3.036.136,85 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.850.000,00 | 6.014.952,12 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 286.554,16 | 741.672,34 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 543.251,52 | 388.363,65 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 930.518,00 | 528.446,92 | |
| 5. | Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,00 | 278.470,52 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 407.076,65 | 526.676,81 | |
| 8.017.400,33 | 8.478.582,36 | ||
| D. R | echnungsabgrenzungsposten | 1.100.107,75 | 1.044.529,19 |
Gewinn-und-Verlust-Rechnung der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016
| 2015/2016 EUR |
2014/2015 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 25.811.243,86 | 22.209.489,41 |
| 2. Verringerung (i. V. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen | -382.437,35 | 75.552,31 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 244.822,59 | 150.692,77 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 1.035.119,92 | 953.934,20 |
| 26.708.749,02 | 23.389.668,69 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.658.774,75 | 910.762,32 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 5.892.430,44 | 5.705.502,87 |
| 7.551.205,19 | 6.616.265,19 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 11.544.353,87 | 11.184.652,12 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 1.942.419,53 | 1.873.081,35 |
| 13.486.773,40 | 13.057.733,47 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
699.272,98 | 802.647,37 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.620.072,67 | 3.410.676,58 |
| 1.351.424,78 | -497.653,92 | |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 500.000,00 | 293.322,03 |
| 10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 217.388,21 | 165.778,95 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.418,72 | 12.076,80 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 300.000,00 | 0,00 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 181.180,77 | 204.314,69 |
| 238.626,16 | 266.863,09 | |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.590.050,94 | -230.790,83 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 86.460,76 | 18.320,18 |
| 16. Sonstige Steuern | 5.729,30 | 5.351,09 |
| 17. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) | 1.497.860,88 | -254.462,10 |
| 18. Gewinnvortrag | 4.092.956,26 | 5.637.668,36 |
| 19. Ausschüttung | 265.550,00 | 1.290.250,00 |
| 20. Bilanzgewinn | 5.325.267,14 | 4.092.956,26 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.10.2015 |
Zugänge | Abgänge | Um buchungen |
Stand am 30.09.2016 |
|||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. | Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten |
1.744.546,58 | 45.591,83 | 2.943,22 | 0,00 | 1.787.195,19 | ||
| 2. | Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 196.560,00 | 0,00 | 0,00 | 196.560,00 | ||
| 1.744.546,58 | 242.151,83 | 2.943,22 | 0,00 | 1.983.755,19 | ||||
| II. S | achanlagen | |||||||
| 1. | Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken |
2.610.782,75 | 11.133,44 | 0,00 | 0,00 | 2.621.916,19 | ||
| 2. | Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.384.061,26 | 131.652,17 | 41.260,85 | 231.709,60 | 3.706.162,18 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
199.379,83 | 428.270,02 | 0,00 | -231.709,60 | 395.940,25 | |||
| 6.194.223,84 | 571.055,63 | 41.260,85 | 0,00 | 6.724.018,62 | ||||
| III. Finanzanlagen | ||||||||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.225.267,05 | 0,00 | 0,00 | 305.387,99 | 4.530.655,04 | ||
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
6.161.039,30 | 1.951.813,26 | 0,00 | 563.237,07 | 8.676.089,63 | ||
| 3. Beteiligungen | 415.454,39 | 0,00 | 0,00 | -305.387,99 | 110.066,40 | |||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
556.746,06 | 6.491,01 | 0,00 | -563.237,07 | 0,00 | |||
| 11.358.506,80 | 1.958.304,27 | 0,00 | 0,00 | 13.316.811,07 | ||||
| 19.297.277,22 | 2.771.511,73 | 44.204,07 | 0,00 | 22.024.584,88 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2015 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 30.09.2016 |
Stand am 30.09.2016 |
Stand am 30.09.2015 |
| 1.491.876,29 | 137.019,77 | 2.943,22 | 1.625.952,84 | 161.242,35 | 252.670,29 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 196.560,00 | 0,00 |
| 1.491.876,29 | 137.019,77 | 2.943,22 | 1.625.952,84 | 357.802,35 | 252.670,29 |
| 1.220.517,62 | 68.693,13 | 0,00 | 1.289.210,75 | 1.332.705,44 | 1.390.265,13 |
| 2.222.434,46 | 493.560,08 | 41.024,34 | 2.674.970,20 | 1.031.191,98 | 1.161.626,80 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 395.940,25 | 199.379,83 |
| 3.442.952,08 | 562.253,21 | 41.024,34 | 3.964.180,95 | 2.759.837,67 | 2.751.271,76 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.530.655,04 | 4.225.267,05 |
| 0,00 | 300.000,00 | 0,00 | 300.000,00 | 8.376.089,63 | 6.161.039,30 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 110.066,40 | 415.454,39 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 556.746,06 |
| 0,00 | 300.000,00 | 0,00 | 300.000,00 | 13.016.811,07 | 11.358.506,80 |
| 4.934.828,37 | 999.272,98 | 43.967,56 | 5.890.133,79 | 16.134.451,09 | 14.362.448,85 |
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 35 Jahren.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis einer 5-Jahresplanung. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die Ergebnismarge und das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen zukünftigen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen war im Berichtsjahr eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund reduzierter Planerwartungen erforderlich.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.
Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zum niedrigeren Zeitwert.
Die unfertigen Leistungen und die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kauf männischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern aus reichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.
Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit EUR 2.265.915,28 (i. V. EUR 3.590.021,21) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. In diesem Jahr haben Forderungen in Höhe von EUR 41.968,76 (i. V. EUR 57.967,67) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
In den Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind keine (i. V. EUR 113.142,82) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 1.712.369,43 (i. V. EUR 1.506.740,64) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In Höhe von EUR 6.484,18 (i. V. EUR 21.953,89) sind die sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden.
Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.335.000,00.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist unverändert eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Gesellschaft hat im laufenden Wirtschaftsjahr keine eigenen Aktien erworben oder veräußert. Am Bilanzstichtag waren somit 24.000 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:
| Stück | Anteil am Grundkapital EUR |
Anteil am Grundkapital % |
Erwerbs-/ Verkaufsgrund |
|
|---|---|---|---|---|
| Aktienkäufe August 2008 | 6.004 | 6.004,00 | 0,11 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe September 2008 | 26.160 | 26.160,00 | 0,49 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Oktober 2008 | 47.595 | 47.595,00 | 0,89 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe November 2008 | 34.441 | 34.441,00 | 0,65 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Dezember 2008 | 22.269 | 22.269,00 | 0,42 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Januar 2009 | 15.731 | 15.731,00 | 0,29 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Februar 2009 | 2.550 | 2.550,00 | 0,05 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Juli 2011 | 5.970 | 5.970,00 | 0,11 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe August 2011 | 4.080 | 4.080,00 | 0,08 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe November 2011 | 5.500 | 5.500,00 | 0,10 | spätere Akquisition |
| Aktienkäufe Dezember 2011 | 3.700 | 3.700,00 | 0,07 | spätere Akquisition |
| Aktienverkäufe Juni 2014 | -150.000 | -150.000,00 | -2,81 | Akquisition |
| 24.000 | 24.000,00 | 0,45 |
Die eigenen Aktien wurden in Höhe des Nennwertes vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 2.568) sowie für Provisionen (TEUR 251) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 112).
Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2016 setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
300.000,00 | 1.800.000,00 | 3.750.000,00 | 5.850.000,00 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 286.554,16 | 0,00 | 0,00 | 286.554,16 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
543.251,52 | 0,00 | 0,00 | 543.251,52 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
930.518,00 | 0,00 | 0,00 | 930.518,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 362.857,61 | 44.219,04 | 0,00 | 407.076,65 |
| 2.423.181,29 | 1.844.219,04 | 3.750.000,00 | 8.017.400,33 |
Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2015 setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
164.952,12 | 1.200.000,00 | 4.650.000,00 | 6.014.952,12 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 741.672,34 | 0 | 0 | 741.672,34 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
388.363,65 | 0 | 0 | 388.363,65 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
528.446,92 | 0 | 0 | 528.446,92 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
278.470,52 | 0 | 0 | 278.470,52 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 367.888,67 | 158.788,14 | 0 | 526.676,81 |
| 2.469.794,22 | 1.358.788,14 | 4.650.000,00 | 8.478.582,36 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 930.518,00 (i. V. 528.446,92) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind keine (i. V.EUR 278.470,52) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 400.000,00 durch Grundpfandrechte gesichert.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.09.2016 EUR |
30.09.2015 EUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 206.388,60 | 207.513,11 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 32.059,22 | 30.083,73 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 168.628,83 | 289.079,97 |
| 407.076,65 | 526.676,81 |
Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 27,725 %.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Wirtschaftsjahr 2015/2016 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
| TEUR | % | |
|---|---|---|
| Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | 6.186 | 24 |
| Softwaresysteme | 19.625 | 76 |
| 25.811 | 100 |
Dabei werden 10,3 % der Umsätze im Inland (TEUR 2.631), 24,4 % im europäischen Ausland (TEUR 6.286) und 65,4 % im übrigen Ausland (TEUR 16.894) erzielt.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 33 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 21 ausgewiesen. Hierbei handelt sich im Wesentlichen um Reisekosten für das Vorjahr.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.928,57 enthalten.
In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 217.338,21 (i. V. EUR 154.645,76) von verbundenen Unternehmen enthalten.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 2.133,65 (i. V. EUR 10.401,03) verbundene Unternehmen.
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit EUR 500.000,00 (i. V. EUR 293.322,03) verbundene Unternehmen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 4.630,36 (i. V. EUR 6.738,55) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 29.987,64 (i. V. EUR 22.317,34).
Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 300.000,00 (i. V. EUR 0,00).
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 8.197,81 (i. V. EUR 12.273,98), Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:
| Name und Sitz | Beteiligungs quote % |
Währung | Eigen kapital |
Jahres ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | 100 | TCAD | 797 | 75 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau | 100 | TEUR | 41 | 7 |
| LS telcom SAS, Paris/Frankreich | 100 | TEUR | 1.421 | -192 |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
51 | TZAR | 14.693 | -133 |
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China | 40 | TRMB | 6.234 | 1.388 |
| Colibrex GmbH, Rheinmünster | 100 | TEUR | -830 | -257 |
| LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA | 100 | TUSD | -3.581 | -1.077 |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate |
49 | TAED | 453 | 867 |
| LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich | 100 | TGBP | -850 | -306 |
| RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA | 100 | TUSD | 2.050 | 1.441 |
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 178.
Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 469.120,06 (i. V. EUR 744.329,88) aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber einer Immobiliengesellschaft für Mietverpflichtungen eines verbundenen Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen aus den Mietverträgen nicht nachkommen wird.
Für Verbindlichkeiten eines Tochterunternehmens wurde eine Patronats- und Garantieerklärung über TEUR 146 abgegeben.
Mit einer Leasinggesellschaft wurde ein unkündbarer Immobilien-Mietvertrag über ein Verwaltungsgebäude abgeschlossen. Das Mietverhältnis läuft seit dem 1. Januar 2006 und die Gesamtmietzeit beträgt 25 Jahre. Für die LS telcom AG besteht jeweils nach zehn und nach 15 Jahren eine Option zum Erwerb der Anteile an der Leasingobjektgesellschaft. Zu diesem Zweck baut die Gesellschaft ab dem Jahr 2008 ein Mieterdarlehen auf, das sich bis zum Jahr 2020 schrittweise auf EUR 2,6 Mio. erhöht. Ab dem Zeitpunkt soll das Mieterdarlehen bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 auf einen Betrag von EUR 1,3 Mio. zurückgeführt werden.
Finanzielle Verpflichtungen aus dem oben genannten Geschäft:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | TEUR |
|---|---|
| Fällig 01.10.2016 - 30.09.2017 | 499 |
| Fällig 01.10.2017 - 30.09.2021 | 1.669 |
| Fällig ab 01.10.2021* | 557 |
| Gesamt | 2.725 |
* nicht berücksichtigt ist die Rückzahlung des Mieterdarlehens nach Ablauf der Gesamtmietzeit.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | TEUR |
|---|---|
| Fällig 01.10.2016 - 30.09.2017 | 18 |
| Fällig 01.10.2017 - 30.09.2021 | 2 |
| Fällig ab 01.10.2021 und später | 0 |
| Gesamt | 20 |
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)
(Finanzwirt), Laupheim
Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Manfred Lebherz (Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau
(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau
(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 958 (i. V. TEUR 1.063) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 159 (i. V. TEUR 264) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Im Berichtsjahr wurden TEUR 54 (i. V. 197) dieser variablen Anteile im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis zwei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuelle Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von TEUR 69 (i. V. TEUR 66).
Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 97 |
| Steuerberatungsleistungen | 14 |
| Sonstige Leistungen | 22 |
| Gesamthonorar | 133 |
Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.
"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 11.07.2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 5.07.2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 6,81 % (Anzahl der Stimmrechte: 363.332) beträgt."
"Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 09.11.2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269.253 Stimmrechte) betragen hat."
"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,43 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.
Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."
"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,47 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.
5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.
Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."
"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 08.10.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG für den Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 04.10.2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,94 % (156.637 Stimmrechte) beträgt."
"Die LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 11.06.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,45 % (das entspricht 24.000 Stimmrechten) betragen hat."
Am 27. November 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 5.325.267,14 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 21. November 2016
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2015/2016 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil.
Trotz hoher Nachfrage blieb der Auftragseingang in der gesamten Firmengruppe hinter den Erwartungen zurück, womit auf Konzern-Ebene auch Umsatzverschiebungen bei laufenden Projekten nicht durch Neuprojekte kompensiert werden konnten. Die LS telcom AG schaffte es jedoch bei rückläufigen Umsatzerlösen mit verbundenen Unternehmen (-9 %), den Umsatz mit externen Kunden um 31 % zu steigern. Erheblichen Anteil daran hatte ein Großprojekt zur Lieferung eines Funkmesssystems in Südostasien. Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte die LS telcom AG deshalb ihr Planziel übererfüllen.
Die hohe Nachfrage, eine intensive Vertriebsarbeit und zahlreiche erfolgversprechende Ausschreibungen schlugen sich bis zum Ende des Geschäftsjahres leider nicht wie ursprünglich geplant im Auftragseingang nieder. Die Gründe, die zu Verzögerungen in den Vergabeverfahren führten, waren vielfältig (komplexes Bieterumfeld, Ölpreisverfall und Anpassung von Projektanforderungen an geringere Budgets, bürokratische Hürden bei Direktvergaben etc.).
Es hat sich aufgrund dieser Entwicklungen ein Angebotsstau aufgebaut, der zu einem gewissen Teil aus sehr erfolgversprechenden und auch hochvolumigen Projektangeboten besteht. Der Vorstand geht, nachdem an verschiedenen Stellen zum Geschäftsjahresende Bewegung in die Vergabeverfahren gekommen ist, davon aus, dass sich dieser Angebotsstau zeitnah abbauen und in Beauftragungen für das Unternehmen münden wird. Die Auftragserwartung ist trotz der erfahrenen Verzögerungen unverändert hoch.
Vor diesem Hintergrund hält die Unternehmensführung auch unverändert an dem in den vergangenen Jahren aufgebauten Personalstamm und der Strategie, neue regionale (USA) und thematische Märkte (Militär, Innere Sicherheit) zu erschließen, fest. Der Vorstand sieht keinen Anlass, wesentliche Änderungen in der Kostenstruktur des Unternehmens vorzunehmen, auch wenn sich die bereits getätigten, sehr hohen Aufwendungen und Investitionen für die Markterschließungsmaßnahmen noch nicht in den gewünschten Erfolgen niedergeschlagen haben.
In Teilbereichen des von der LS telcom AG adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb mit zunehmendem Preisdruck. In diesem Umfeld konnte sich die LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr zwar
oftmals erfolgreich behaupten, allerdings teilweise auch über strategische Preisbildung und auf Kosten der Marge. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung weiter ausgebaut.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde unter den oben ausgeführten Marktrahmenbedingungen bei der Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns der Umsatz des Vorjahres mit EUR 25,81 Mio. um 16 % übertroffen (i. V. EUR 22,21 Mio.).
Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen ebenso wie im Vorjahr die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Schwerpunkte dieser Projekte waren Europa, Asien, Nordamerika und der Mittlere Osten.
Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen (TEUR -382) sowie der aktivierten Eigenleistungen (TEUR 244) und sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.035) ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 26,71 Mio., die ca. 14 % über der des Vorjahres (EUR 23,39 Mio.) liegt.
Mit im Vergleich zum Umsatzwachstum unterproportional gestiegenen Aufwandspositionen führt dies zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses vor Finanzerträgen und Steuern ("EBIT" oder "Betriebsergebnis") auf EUR 1,35 Mio. (i. V. TEUR -498). Dadurch sowie aufgrund deutlich höherer Erträge aus Beteiligungsunternehmen von TEUR 500 (i. V. TEUR 293) und gegenläufiger Abwertungen auf Finanzanlagen von TEUR 300 (i. V. TEUR 0) weist die Gesellschaft im Jahresergebnis einen Gewinn von EUR 1,50 Mio. aus (i. V. Verlust von TEUR -254).
Der Auftragseingang von Kunden außerhalb der Firmengruppe in Höhe von EUR 13,13 Mio. (i. V. EUR 15,15 Mio.) lag 2015/2016 für die LS telcom AG aus den oben erwähnten Gründen unter dem Vorjahreswert. Der "Auftragseingang" ist hierbei definiert als die Summe aus Neuvertragswerten mit Kunden, Abrufe aus Rahmenverträgen und zeitlich abgegrenzten Erlösen aus Wartungsverträgen. Durch die Auftragsbestände und -eingänge bei verschiedenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen konnte und kann die LS telcom AG über diese direkt akquirierten Aufträge hinaus von konzerninternen Unterbeauftragungen profitieren.
Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Softwaresysteme" und "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wie folgt auf:
| in TEUR | Umsatz GJ 2015/2016 |
Umsatz GJ 2014/2015 |
Veränderung | EBIT GJ 2015/2016 |
EBIT GJ 2014/2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 19.625 | 17.385 | 13 % | 685 | 553 |
| Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | 6.186 | 4.824 | 28 % | 666 | -1.051 |
| Insgesamt | 25.811 | 22.209 | 16 % | 1.351 | -498 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des typischen Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" fasst die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten zusammen. Die Geschäfte dieser beiden Teilsegmente gehen üblicherweise mit höherem Materialeinsatz bzw. einem höheren Anteil an bezogenen Fremdleistungen einher.
"Hardwarenahe Systeme" enthält Projektgeschäft aus der Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen sowie aus dem Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings erbringt und nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind.
Beinahe ebenso stark wie im Vorjahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" über dem des Segments "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen". "Softwaresysteme" erwirtschaftete 76 % (i. V. 78 %) der gesamten Umsatzerlöse. Der Segmentumsatz "Softwaresysteme" wurde wie im Vorjahr überwiegend mit Bestandskunden erzielt.
Die LS telcom AG hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Funknetzbetreibern, Behörden, Ministerien als auch Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Das Unternehmen konnte das Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresniveau deutlich steigern und verbucht um ca. 50 % höhere Erlöse aus diesem Teilbereich.
Auch der hardwarebezogene Geschäftsbereich konnte trotz der bereits erwähnten Verzögerungen in diversen Vergabeverfahren umsatzseitig um 23 % zulegen, wofür vor allem ein Großprojekt zur Lieferung eines nationalen Monitoringsystems in Südostasien verantwortlich ist, welches in der zweiten Geschäftsjahreshälfte akquiriert wurde.
Zum Segmentumsatz der hardwarenahen Systeme und Dienstleistungen trugen daneben Funkmesssysteme in der Golfregion sowie Beratungsprojekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Sicherheits- und Betriebsfunknetzen sowie strategisches Consulting zur Frequenzpolitik bei.
Jeder dieser in den beiden Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet nach wie vor hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum mit 90 % (i. V. 91 %) geringfügig unter dem des Vorjahres. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 25 % und in den restlichen Regionen bei 65 % (darunter Asien/Pazifik mit 24 %, der Mittlere Osten mit 24 % und Nordamerika mit 17 %).
Im Geschäftsjahr 2015/2016 verzeichnete die LS telcom AG in diesem Segment zwar eine gute Nachfrage, jedoch aus den bereits beschriebenen Gründen deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden zudem mehrere umsatzrelevante Meilensteine laufender Projekte auf Kundenwunsch gegenüber deren ursprünglichen Implementierungsplänen verschoben.
Dennoch weist das Segment mit einem Anstieg um 13 % gegenüber dem Vorjahr ein gutes Umsatzwachstum aus. Negative Bestandsveränderungen, höhere Provisionszahlungen und die verstärkte Inanspruchnahme von Ressourcen der Tochterunternehmen und Beteiligungen führten letztlich zu einer nur geringfügig höheren Marge als im Vorjahr und einem Segmentbeitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 685 (i. V. TEUR 553).
Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien.
Die Umsatzerlöse dieses Segments liegen um rund 28 % über dem Vorjahresniveau. Während das Geschäftsfeld "Dienstleistungen" seine Erlöse jeweils aus einer guten Mischung von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft mit Bestandskunden sowie Projekten mit Neukunden erzielte, dominierte, wie oben bereits erwähnt, ein großes Neukundenprojekt das Hardware-Systemgeschäft.
Die überproportional positive Entwicklung des Ergebnisbeitrags in diesem Segment wurde durch den Aufbau und Einsatz eigener Ressourcen anstatt Fremddienstleistern sowie den höheren Anteil von Standardprodukten ermöglicht.
Die im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 6,19 Mio. (i. V. EUR 4,82 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 49 % Dienstleistungen und 51 % Umsätzen aus hardwarenahen Systemen.
Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem früheren Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher rein "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.
Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial, sowohl im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.
Die LS telcom AG erbringt im Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.
Das Geschäftsfeld wurde durch den Bedarf an Beratungs- und Planungsdienstleistungen von Systemherstellern und Betreibern von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld der Planung und des Aufbaus von professionellen Mobilfunknetzen, dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger, Transport- und Industrieunternehmen, sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Planungs- und Beratungsbereich.
Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.
Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.
Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2016 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Paris/ Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada und Lateinamerika.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung).
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert.
Die Vision2Comm GmbH hatte sich während des Geschäftsjahres auf die schlüsselfertige Realisierung von Objektfunkversorgungsanlagen im Sicherheitsbereich konzentriert und wird künftig auch innovative Funkmess- und Monitoring-Lösungen als Dienstleistung ("as-a-Service") entwickeln und anbieten.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet.
Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den USamerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.
Die jüngste 100 %-ige Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Clarkesville, Georgia/USA, wurde 2014 im Rahmen einer Unternehmensübernahme gegründet und erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden, Rundfunknetzbetreiber und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe.
Die LS telcom UK Ltd. in London betreut insbesondere die relevanten Märkte im Vereinigten Königreich, vertreibt dort das gesamte Produktportfolio der LS telcom AG und erbringt Spektrum-Consulting und -Trainings-Dienstleistungen.
Die Beteiligung der LS telcom AG an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai beträgt unverändert 49 %, wobei LS telcom mit einem davon abweichenden 60 % Anteil an den Stimmrechten zu Beginn des Geschäftsjahres die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat. Entsprechend wird diese Beteiligung im Konzern-Abschluss ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 voll konsolidiert. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über die LST Middle East FZ-LLC das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Von dieser Beteiligung aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman ist in diese Einheit integriert.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.
Aus den zu Beginn dieses Lageberichts erläuterten Gründen blieb die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ohne Ausnahme hinter den Planerwartungen zurück. Das Management rechnet in Anbetracht des erfolgversprechenden Angebotsbestands sowie der unverändert guten Nachfrage für das neue Geschäftsjahr mit deutlich besseren Vertriebserfolgen und Umsatzbeiträgen aus den Tochterunternehmen.
Die Zahl der vollzeitäquivalenten Mitarbeiter in der LS telcom AG erhöhte sich während des Geschäftsjahres von 165 auf 169.
Zum 30. September 2016 waren im Unternehmen (ohne Vorstand) insgesamt 179 (i. V. 170) Mitarbeiter beschäftigt.
Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme, in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität sowie in der Migration bestehender Produkte auf neue Softwaretechnologien lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2015/2016 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt.
Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.
Für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 5,9 Mio. (i. V. EUR 4,4 Mio.) als Aufwand erfasst.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ausgehend von einem Kurs von EUR 6,58 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30. September 2016 bei einem Wert von EUR 6,15.
Bedingt durch einen volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 8,70 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 5,84.
Die Marktkapitalisierung sank zum 30.09.2016 auf EUR 32.783.575, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 35.104.300 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa 6,6 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum 0,2 % an Wert.
Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 1.569 LS telcom-Aktien (i. V. 2.645) im Gegenwert von 11.065 (i. V. EUR 18.254) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Abnahme des Handelsvolumens um 39,38 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
Ziel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums weiter auszubauen.
Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie:
Sowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:
Ein Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte, neue Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.
Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden
und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter effektiver Nutzung von bereits für den Kernmarkt getätigter Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. vertikale Märkte, nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).
Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In Zeiten der digitalen Transformation mit einer sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.
Die auch weiterhin komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.
Das Steuerungssystem der LS telcom AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Kennzahlen stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:
Diese bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht.
Darüber hinaus wird die folgende Kennzahl vom Management laufend verfolgt, ohne jedoch hierfür einen quantifizierten Zielwert festzulegen:
Planumsatz des Folgejahres bei plangemäßem Verlauf der Projekte abgeleitet.
Das unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern.
Neben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Unternehmens:
Diese werden gegenwärtig noch nicht laufend und in quantitativer Form durch das Management erfasst.
Für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns spielt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Mittels Umfragen bei der jährlichen Kundenkonferenz und im Rahmen der Projektabschlüsse sowie bei Besuchen im Rahmen von Wartungsverträgen erheben wir Daten zur Kundenzufriedenheit. Diese Daten bestätigen, dass wir positiv wahrgenommen und geschätzt werden.
Die LS telcom Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicherweise Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern.
Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen. Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen — welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt — und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Unternehmenserfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.
Im Geschäftsjahr erfolgte im Rahmen der Weiterentwicklung des Qualitätssicherungssystems gemäß ISO 9001:2008 die Definition möglicher "Key Performance Indicators (KPI)". Diese werden aus den zur Verfügung stehenden Prozessdaten ermittelt.
Nach der im Geschäftsjahr weiter vorangeschrittenen Einrichtung entsprechender IT-Systemkomponenten zur manuellen und automatisierten Datenerfassung bezüglich dieser KPIs, sollen diese ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 pro Quartal systematisch und möglichst automatisiert erhoben werden. Diese Messungen sollen zunächst eine repräsentative Datenbasis zur Überprüfung der KPI-Definition schaffen und ggf. als Basisbezug für diese KPI dienen. Auf Grundlage dieser Datenbasis soll in den kommenden Jahren auch anhand der Verlaufswerte die Erarbeitung konkreter Ziele erfolgen. Die so quantifizierten Ziele werden dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte die LS telcom AG ihr Ziel, im Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) wieder jeweils das Niveau des vorletzten
Geschäftsjahres von EUR 25,1 Mio. bzw. EUR 0,7 Mio. zu erreichen, übererfüllen. Ursächlich hierfür war die Fertigstellung einiger größerer Projekte aus den Vorjahren. Daneben wirkten sich die positive Entwicklung des Hardware- und Dienstleistungssektors einerseits mit Einsparungseffekten durch höhere Stückzahlen und standardisierte Geräte und andererseits der Aufbau eigener Ressourcen margenerhöhend aus.
Bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 waren vor Allem noch aus den Vorjahren übernommene Aufträge und Nachfolgegeschäfte.
Die Marktlage war während des Geschäftsjahres zwar positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Allerdings blieb der Auftragseingang, wie zuvor bereits erwähnt, aufgrund von Verzögerungen in Vergabeverfahren deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Das sehr gute Renommee des Konzerns, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in der Vergangenheit oftmals wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Im Geschäftsjahr wurden allerdings einige Aufträge auch über den Preis entschieden. Es herrscht sowohl im hardwarenahen Geschäft wie auch bei den Softwaresystemen nicht unerheblicher Preisdruck durch den Wettbewerb, dem der Konzern durch weitergehende Standardisierung von Produkten zu begegnen versucht, um eine nachhaltige Schmälerung der Margen zu vermeiden.
Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 22,21 Mio.) um knapp 16 % auf EUR 25,81 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.035 (i. V. EUR 954 Mio.) führen zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -382 (i. V. TEUR 76) und den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 245 (i. V. TEUR 151) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 14 % höheren Gesamtleistung von EUR 26,71 Mio. (i. V. EUR 23,39 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Weiterberechnung zentraler Dienstleistungen des Mutterunternehmens an Tochterunternehmen sowie Währungsgewinne und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen vor allem interne Kosten für Entwicklungsleistungen neuer Messsystemkomponenten.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 7,55 Mio. um 14 % höher aus als im Vorjahr (EUR 6,6 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen und Tochterunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Konzernintern wurden hierbei Leistungen in Höhe von EUR 3,42 Mio. (i. V. EUR 1,94 Mio.) eingekauft. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und im Wesentlichen von Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Funküberwachungssysteme im Rahmen von Kundenprojekten an. Die Aufwendungen aus den Wareneinkäufen sind infolge des höheren Umsatzvolumens im Segment "Hardwarenahe Systeme" sowie der Lieferung eines größeren IT-Systems im Rahmen einer integrierten Softwaresystemlösung um rund 82 % gestiegen.
Wie in der Vergangenheit wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 699 um 13 % unter denen des Vorjahres (i. V. TEUR 803).
Der Personalaufwand liegt aufgrund der Erhöhung der Mitarbeiterzahl mit EUR 13,49 Mio. gut 3 % über dem Vorjahreswert (EUR 13,06 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen einen Anstieg um 6 % von EUR 3,41 Mio. auf EUR 3,62 Mio. Ausschlaggebend für diese Zunahme sind die um 25 % höheren Vertriebskosten (TEUR 245), insbesondere Verkaufsprovisionen.
Das Finanzergebnis weist einen Rückgang um TEUR 28 auf TEUR 239 aus. Positiv schlugen hier eine höhere Dividende der französischen Tochtergesellschaft (500 TEUR) und Zinserträge aus Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen (TEUR 217) zu Buche. Gegenläufig wirkte sich eine
teilweise Abwertung auf Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen (TEUR 300) aus. Zinsen für langfristige Schulden stiegen im Geschäftsjahr durch den vollständigen Abruf des KfW-Darlehens im Vorjahr um TEUR 28, während Avalprovisionen von TEUR 86 auf TEUR 39 zurückgingen.
Im Jahresergebnis schaffte das Unternehmen den Turn-Around und weist für das Geschäftsjahr wieder einen Überschuss von EUR 1,50 Mio. aus (i. V. TEUR -254). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,29 (i. V. EUR -0,05).
Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 10 Kunden (i. V. 7 Kunden) erzielt. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.
Die Bilanz zum 30. September 2016 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 30,23 Mio. (i. V. EUR 29,23 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 17,90 Mio. (i. V. EUR 16,67 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 59 % (i. V. 57 %).
Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte zeigen seit dem 30. September 2015 einen Anstieg um ca. 4 % von EUR 3,00 Mio. auf EUR 3,12 Mio. Investiert wurde im Geschäftsjahr vor allem in Softwareentwicklungsumgebungen und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Insgesamt waren im Berichtsjahr neben Erhaltungsinvestitionen aber keine größeren Beschaffungsmaßnahmen erforderlich und das gesamte Investitionsvolumen entspricht nahezu den planmäßigen Abschreibungen.
Angesichts der längeren Laufzeiten werden die an Tochter- und Beteiligungsunternehmen gewährten Darlehen in dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die gesamten Ausleihungen belaufen sich auf EUR 8,38 Mio. (i. V. EUR 6,72 Mio.) und enthalten zum Bilanzstichtag als größter Posten die Ausleihungen an Radio-Soft Inc. insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbetriebs von der Firmengruppe um Peter Moncure im Vorjahr (EUR 3,09 Mio.) sowie die an die LS telcom Inc. zum Aufbau des Geschäfts gewährten Finanzierungshilfen (EUR 2,67 Mio.). Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 300. Darlehensnehmer waren zum Bilanzstichtag außerdem die Töchter Colibrex GmbH (TEUR 904), die LS telcom UK Ltd. (EUR 1,14 Mio.) sowie die Beteiligung LST Middle East FZ-LLC (TEUR 570). Auch in den letztgenannten Fällen handelt es sich um Finanzierungshilfen des Mutterunternehmens, da sich diese Gesellschaften noch in der Aufbauphase befinden. Insgesamt hat das Unternehmen zusätzliche Darlehen in Höhe von TEUR 1.958 im Geschäftsjahr 2015/2016 an Tochter- und Beteiligungsunternehmen ausgereicht.
Der Bestand an unfertigen, noch nicht abgerechneten Projekten ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 30 % von EUR 1,27 Mio. auf TEUR 910 zurückgegangen. Wesentlichen Anteil an der Vorratsposition haben mehrere Projekte in der Golfregion.
Der Wert dieses Postens (EUR 3,06 Mio.) ist gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 2,33 Mio.) um 31 % gestiegen. Diese Entwicklung geht einher mit dem Umsatzzuwachs. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Im Vorjahresvergleich gingen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 35 % auf EUR 2,35 Mio. zurück. Die Verbundforderungen enthalten als größten Posten Forderungen gegen die Tochterunternehmen LS telcom Ltd., LST Middle East FZ-LLC und Vision2Comm für die Erbringung von Subunternehmerleistungen.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2016 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).
Der Nennwert der eigenen Aktien von EUR 24.000,00 wird im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt und die Differenz zu den Anschaffungskosten mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Zum 30. September 2016 verfügt die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 5,66 Mio. (i. V. EUR 5,79 Mio.). Liquiditätsseitig weist die LS telcom AG damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 2 % niedrigeren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus.
Im Konzern der LS telcom AG beträgt der Bestand an Bankguthaben insgesamt EUR 7,11 Mio. (i. V. EUR 8,13 Mio.).
Die LS telcom AG hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Die Tilgung der Fremdkapitaltranche begann am 30.06.2016, wogegen die Tilgung der Nachrangtranche erst am 30.06.2021 startet.
Die sonstigen Rückstellungen lagen im Geschäftsjahr mit EUR 3,15 Mio. geringfügig über denen des Vorjahres (i. V. EUR 3,04 Mio.). Die größten in diesem Bilanzposten enthaltenen Anteile entfallen auf Personalrückstellungen. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr resultiert aus höheren Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen von EUR 6,01 Mio. auf EUR 5,85 Mio. zurück. Hinter diesem Posten verbirgt sich das oben erwähnte zinsgünstige Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen (siehe Abschnitt "Flüssige Mittel") abzüglich erfolgter Tilgungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen von TEUR 388 auf TEUR 543 zu. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert hier aus der Abrechnung eines größeren Serviceprojekts zum Geschäftsjahresende sowie der Beschaffung von Nutzungsrechten für eine Software-Produktkomponente.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen mit TEUR 931 um 76 % über denen zum Vorjahresende (TEUR 528). Abgerechnet wurden hier zum Bilanzstichtag unterschiedliche Service- und Entwicklungsleistungen sowie Wartungsarbeiten, die die Tochtergesellschaften für die LS telcom AG erbringen.
Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 120 auf TEUR 407 resultiert weitgehend aus Mietkaufverbindlichkeiten, die zum Stichtag nur noch mit TEUR 159 (i. V. TEUR 282) valutieren.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.
Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.
Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.
Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden mit dem zentralen CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Die LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess.
Die Gesamtrisikosituation bei der Gesellschaft ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise oder des derzeitigen Ölpreisverfalls und den Auswirkungen dieser Krisen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für die Gesellschaft relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Nachgang der Ukraine-Krise sowie auch die Flüchtlingsströme und ihre finanziellen und politischen Auswirkungen Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weitere bedeutende Einzelrisiken sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Unternehmen begrenzt und handhabbar sind.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsysstem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.
In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.
Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenhöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem
wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:
| Klassifikation | Schadenshöhe |
|---|---|
| Gering | < TEUR 25 |
| Mittel | TEUR 25 bis TEUR 50 |
| Hoch | TEUR 50 bis TEUR 250 |
| Sehr hoch | > TEUR 250 |
Die für die Bewertung der Risiken verwendeten Eintrittswahrscheinlichkeiten werden anhand der folgenden vier Kategorien quantifiziert:
| Klassifikation | Eintrittswahr scheinlichkeit |
|---|---|
| Gering | < 25 % |
| Mittel | 25 % bis 50 % |
| Hoch | 50 % bis 75 % |
| Sehr hoch | > 75 % |
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:
| Risiko | Qualitative Eintrittswahr scheinlichkeit |
Mögliche finanzielle Auswirkung |
Gesamt beurteilung |
|---|---|---|---|
| Schneller technologischer Wandel |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Softwaresicherheit | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Internationalisierung | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Projektrisiken | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Netzaufbau mit neuen Funktechnologien |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Preisdruck | mittel | sehr hoch | überwachen |
| Wettbewerb | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Mitarbeiterfluktuation - Personalressourcen |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Risiken durch globale Marktverwerfungen (Finanz markt- bzw. Schuldenkrise; Ölpreisverfall) |
sehr hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | |||
| Preis- und Währungsrisiko | hoch | sehr hoch | wesentlich |
| Ausfallrisiko | gering | sehr hoch | überwachen |
| Cashflow- und Liquiditätsrisiko |
mittel | sehr hoch | überwachen |
| Risiken der eigenen Geldanlage |
gering | hoch | beobachten |
Die oben dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert.
Die Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.
Die Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.
Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde in Anbetracht der nicht zufriedenstellenden Entwicklung der Tochtergesellschaften höher bewertet und von "mittel" auf "hoch" gesetzt.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2016/2017 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in US-Dollar, kanadischen Dollar und südafrikanischen Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2016/2017 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass
sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.
Die mögliche finanzielle Auswirkung dieses Risikos wurde von "hoch" auf "sehr hoch" gesetzt. Aufgrund des hohen Volumens getätigter Investitionen in Neuentwicklungen und deren bilanzielle Aktivierung, würde eine fehlende Akzeptanz der neuen Produkte im Markt und damit einhergehende mögliche außerordentliche Abschreibungen der aktivierten Entwicklungen in den Schadensbereich "sehr hoch" fallen.
Der starke Wettbewerb kann in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.
Aufgrund des im Geschäftsjahr erfahrenen höheren Preisdrucks, wurde die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko von "gering" auf "mittel" hochgestuft.
Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.
Mit dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung der LS telcom nachteilig beeinflussen.
Der Wettbewerb ist sehr stark und zeigte sich während des Geschäftsjahrs zunehmend auch mit aggressiver Preisbildung. Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde deshalb von "mittel" auf "hoch" neu bewertet.
Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen werden könnte. Die LS telcom AG wird wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.
Hoher Auftragsbestand und Termindruck stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen. Ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit, verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Unternehmens zwar in den letzten Geschäftsjahren nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen beeinflusst, jedoch in den Jahren 2008/2009 Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG.
Ähnliche Auswirkungen erfährt das Unternehmen derzeit auch aufgrund des Ölpreisverfalls, der seit dem Herbst 2014 in zahlreichen Ländern zu Budgetkürzungen, verstärktem Preisdruck und Verzögerungen in Vergabeverfahren geführt hat. Die Produkte der LS telcom AG wirken grundsätzlich positiv auf den Staatshaushalt und versprechen einen sehr schnellen Rückfluss investierter Mittel. Insofern sollte der Bedarf auch unter erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen gut zu vermitteln und sollten die Produkte absetzbar sein. Allerdings könnten anhaltende Budgetkürzungen aufgrund des Ölpreisverfalls dazu führen, dass die Investitionsbereitschaft in den jeweiligen Ländern auch auf längere Sicht abnimmt und Projekte, die beauftragt werden, auf der Basis weniger attraktiver Finanzierungskonditionen zustande kommen. Beides wäre in Anbetracht der Relevanz der erdölfördernden Länder für das Geschäft der LS telcom sehr nachteilig.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfallund Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommt den Devisenkursschwankungen von südafrikanischem Rand, US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.
Die LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Aufgrund der während des Geschäftsjahres sehr starken Währungsschwankungen von GBP zum EUR und der Volumina der in dieser Währung abgeschlossenen Geschäfte, schätzen wir die mögliche finanzielle Auswirkung höher ein, was mit einer Neubewertung dieses Risikofaktors von "hoch" auf "sehr hoch" einhergeht.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.
Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde in Anbetracht der rückläufigen liquiden Mittel von "gering" auf "mittel" gesetzt.
Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom AG haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen.
Der Vorstand ist durchaus weiterhin zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für das Unternehmen relevanten Teilmärkten anhalten wird und sich der Angebotsstau mit zahlreichen und sehr greifbaren, großen Projektchancen in naher Zukunft durch Auftragserteilungen an das Unternehmen und seine Beteiligungen aufzulösen beginnt.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Unternehmen es über die Durststrecke der letzten beiden Jahre auch ohne größere Auftragseingänge für neue Großprojekte geschafft hat, sich auf dem zuvor erreichten Umsatzniveau relativ stabil zu halten, sollte auf längere Sicht gesehen wieder deutlich wachsendes Geschäft möglich sein.
Die hohen Investitionen und Vorleistungen der vergangenen Jahre in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, hatten sich in den vergangenen Geschäftsjahren lediglich negativ in den Finanzberichten des Konzerns niedergeschlagen und auch im Jahresabschluss allenfalls als Steigerung der Darlehen an verbundene Unternehmen gezeigt. Diese Vorleistungen sollten sich jedoch in näherer Zukunft ebenfalls auszahlen; ein größerer Projektzuschlag wurde bspw. noch zum Ende des Geschäftsjahres an unsere US-Tochter LS telcom Inc. erteilt. Die Firmengruppe hat hier unter anderem auch betreffend neuer Geschäftsfelder bereits Weichen für die Zukunft gestellt, womit sich auch die LS telcom AG wesentliche Chancen für künftiges Geschäft gesichert hat. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der Mehrfachverwendung von Spektrum durch sogenannte Dynamic Shared Access Technologien sowie auch Problemstellungen, die sich durch ferngesteuerte Drohnen ergeben. Der Umstand, dass der betreffende betriebliche Aufwand sich erst mit zeitlicher Verzögerung in Umsatz und Ertrag niederschlagen wird, berührt nicht die hervorragenden Zukunftschancen des Unternehmens.
Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung des Unternehmens treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu. Themen wie die Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Sicherheitsnetze, neue Funklösungen für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen für die Industrie 4.0 sollten auch in den kommenden Jahren für eine stabile Nachfrage in unserem Marktsegment sorgen.
Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom AG national und international sehr gut. Der Vorstand sieht nach wie vor sehr gute neue Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen. Wachstumspotenzial bietet sich im Dienstleistungsbereich unter anderem im Bereich der speziellen Objektfunkversorgung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.), die immer noch voranschreitende Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks speziell in Asien und in Afrika sowie auch im höherwertigen strategischen Beratungsbereich zur allgemeinen Nutzung des Funkfrequenzspektrums. Um weniger Unterstützung von externen Beratern in Anspruch nehmen zu müssen und damit selbst eine höhere Wertschöpfung aus diesem Geschäftsfeld zu erreichen, hat LS telcom die eigenen Ressourcen erweitert.
Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, bestehen sehr gute Möglichkeiten zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung noch stärker integrierter Systeme und hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing von Regulierungsbehörden sichern LS telcom hier aktuell eine führende Stellung im Wettbewerb.
Nach Abschluss einiger größerer mehrjähriger Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen kann davon ausgegangen werden, dass darauf aufbauende Nachfolge- und Wartungsprojekte die LS telcom Firmengruppe und damit die LS telcom AG auch in den kommenden Geschäftsjahren beschäftigen werden. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.
Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich zu etablieren und die Geschäfte weiter auszubauen.
Der derzeit für die LS telcom AG vertraglich gesicherte Auftragsbestand, einschließlich konzerninterner Unterbeauftragungen in Höhe von ca. EUR 5,7 Mio., beträgt EUR 20,9 Mio. (i. V. EUR 27,8 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit den während ihrer Laufzeit realistisch zu erwartenden Abrufvolumina berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 16,7 Mio. (i. V. EUR 19,8 Mio.) erzielen.
Die durch die derzeitige weltpolitische Situation gegebenen Risiken dürfen, was unvorhersehbare Verzögerungen bei der Auftragserteilung in Projektanbahnungen und Beschaffungsverfahren anbelangt, sicherlich nicht unterschätzt werden. Dennoch erscheint dem Vorstand angesichts der durch die Digitalisierungs- und Modernisierungsbestrebungen bei Frequenznutzern und -verwaltungen gegebenen Marktdynamik auf längere Frist weiteres Wachstum mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichbar. Untermauert wird dies durch die vielversprechende Angebots-Pipeline.
Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der LS telcom AG in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern. Dies schließt kostensenkende Maßnahmen überall dort ein, wo dies ohne kompromittierende Wirkung auf bestehende oder künftige Geschäftschancen vertretbar erscheint.
Unter Berücksichtigung o. g. Ausführungen ist der Vorstand von einer positiven zukünftigen Geschäftsentwicklung überzeugt und sieht das Unternehmen mittelfristig auf weiterem Wachstumskurs. Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung der LS telcom AG, des immer noch befriedigenden Polsters an Auftragsbestand sowie der zeitnah erwarteten Projektzuteilungen hat sich der Vorstand für das neue Geschäftsjahr 2016/2017 zum Ziel gesetzt, das Umsatzniveau und Betriebsergebnis (EBIT) des Vorjahres zu erreichen. Auf Konzern-Ebene sollen Umsatzerlöse und Betriebsergebnis (EBIT) jeweils um über 10 % steigen.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2016 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 pro Aktie und voll einbezahlt.
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30. September 2016 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschaft |
Anzahl an Stimm rechten |
Anteil an Stimm rechten |
Zeitraum der Beteiligung |
|---|---|---|---|
| Dr. Manfred Lebherz | 1.537.862 | 28,83 % | Bis heute |
| Dr. Georg Schöne | 1.614.445 | 30,26 % | Bis heute |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß den §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2016 EUR 2.667.500,00.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.
g) Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2016) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 69.079,81 (i. V. TEUR 66).
Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:
| • Dr. Winfried Holtermüller | EUR 26.890,27 |
|---|---|
| • Prof. Dr. Werner Wiesbeck | EUR 21.370,31 |
| • Dipl.-Finw. Karl Hensinger | EUR 20.819,23 |
Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 12.757,50 (i. V. TEUR 4) vergütet.
Zum 30. September 2016 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.
Vorstandsmitglieder sind:
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.
Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.
Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.
Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden dessen Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.
Die Vergütung des Vorstands setzte sich im Geschäftsjahr 2015/2016 aus den folgenden Komponenten zusammen:
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögenschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.
Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 958 (i. V. TEUR 1.063) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 159 (i. V. TEUR 264) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Im Berichtsjahr wurden TEUR 54 (i. V. TEUR 197) dieser variablen Anteile im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Der Wert basiert auf Prognoserechnungen. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.
Die im Geschäftsjahr 2015/2016 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung (in Klammern Vorjahresangaben) verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:
| Angaben | Dr. Manfred | Dr. Georg | Dipl.-Ing. |
|---|---|---|---|
| in EUR | Lebherz | Schöne | Roland Götz |
| Erfolgsunabhängige | 255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Festvergütung | (255.000,00) | (265.800,00) | (204.000,00) |
| Erfolgsunabhängige Neben leistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) |
26.280,27 (26.062,42) |
23.656,23 (23.438,38) |
24.487,83 (24.148,44) |
| Erfolgsabhängige Vergütungs | 37.316,26 | 37.316,26 | 29.853,00 |
| komponente | (24.074,96) | (24.074,96) | (19.259,98) |
| Vergütungsanteil mit lang | 111.400,00 | 200.400,00 | 130.800,00 |
| fristiger Anreizwirkung | (244.600,00) | (324.100,00) | (219.000,00) |
| davon direkt das Geschäfts jahr 2015/2016 (i. V. 2014/2015) betreffend |
111.400,00 (150.000,00) |
111.400,00 (150.000,00) |
72.600,00 (99.200,00) |
| davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren |
0,00 (94.600,00) |
89.000,00 (174.100,00) |
58.200,00 (119.800,00) |
| Verbrauch der Rückstellung für das Geschäftsjahr 2014/2015 (i. V. 2013/2014) |
150.000,00 (100.000,00) |
150.000,00 (100.000,00) |
99.200,00 (0,00) |
| davon bereits als Rückstellung | 244.600,00 | 324.100,00 | 219.000,00 |
| in Vorjahren erfasst | (277.400,00) | (322.900,00) | (190.500,00) |
| Gesamtvergütung (Aufwand) | 335.396,53 | 353.072,49 | 269.340,83 |
| (372.337,38) | (414.513,34) | (275.908,42) |
Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen (in Klammern Vorjahresangaben) im Geschäftsjahr 2015/2016:
| Angaben | Dr. Manfred | Dr. Georg | Dipl.-Ing. |
|---|---|---|---|
| in EUR | Lebherz | Schöne | Roland Götz |
| Erfolgsunabhängige | 255.000,00 | 265.800,00 | 204.000,00 |
| Festvergütung | (255.000,00) | (265.800,00) | (204.000,00) |
| Erfolgsunabhängige Neben leistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) |
26.280,27 (26.062,42) |
23.656,23 (23.438,38) |
24.487,83 (24.148,44) |
| Erfolgsabhängige Vergütungskom ponente (bzgl. GJ 2014/2015) (im Vorjahr bzgl. GJ 2013/2014) |
24.074,96 (64.450,59) |
24.074,96 (64.450,59) |
19.259,98 (51.560,47) |
| Vergütungsanteil mit langfristiger | 150.000,00 | 150.000,00 | 99.200,00 |
| Anreizwirkung | (100.000,00) | (100.000,00) | (0,00) |
| Gesamtvergütung (Auszahlung) | 455.355,23 | 463.531,19 | 346.947,81 |
| (445.513,01) | (453.688,97) | (279.708,91) |
Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.
Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit
Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Be endigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.
Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG"-"Investor Relations" – "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Lichtenau, 21. November 2016
LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 22. November 2016
Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Volker Hecht Thomas Epple
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb
Dr. Georg Schöne Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme
Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen
Investor Relations LS telcom AG Im Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau Tel.: +49 (0) 7227 9535 600 Fax: +49 (0) 7227 9535 605 E-Mail: [email protected]
| Hauptversammlung in 77839 Lichtenau | 09.03.2017 |
|---|---|
| Halbjahresbericht (zum 31.03.2017) | 30.06.2017 |
| Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2016/2017 | November 2017 |
LS telcom AG Im Gewerbegebiet 31-33 D-77839 Lichtenau
+49 (0) 7227 9535 600 +49 (0) 7227 9535 605
[email protected] www.LStelcom.com
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